Jahrg. 2 19 20 heft. 14 28. August Die Frau und ihr Haus Zeitschrift für kleidung Gesundheit Körperpflege und Wohnungsfragen Beila Bon deutscher Kinderkleidung Wohnung und Kleidung gehören zusammen. Auch in der Arbeit der Mutter ist beides eng mit einander berbunden. In ihr Heim, dem sie den Stempel der Freude und des Behagens gibt, passen keine Kleider nach Pariser Journalen. Unsere Leserinnen haben längst empfunden, daß die in unserer Zeitschrift dargestellte Kinderkleidung ihre besondere Note besitzt; daß wir keine aufgepuzten Rinder zeigen, die sich mit Stolz in ihrer eleganten Kleidung blähen, sondern wirkliche Kinder, die sich in ihren einfachen, zweckmäßigen und anmutigen Kleidchen wohl fühlen. " 1 Eine verdienstvolle Vorkämpferin dieser deutschen Kinderkleidung ist Frau A. Ballat- Hartleben, die Gattin des bekannten Förderers der technischen Unterrichtsfächer auf den Schulen, Geh. Rat Pallat. In einem kleinen Büchlein Kinderkleidung"* erzählt sie uns, was die Mutter und die Kinder durch eine selbstangefertigte Kleidung gewinnen. Ihre ungemein ansprechenden Ausführungen, die durch 10 Abbildungen ergänzt werden, sind für unsere Mütter anregend und lehrreich. Und am Schluß weiß Frau Pallat überzeugend darzutun, daß die Kinderkleidung ein wichtiges Glied werden fann in derkette der häuslichen Erziehung auch im Sinne eines guten und fruchtbaren Zusammenlebens zwischen Mutter und Kind". " Die kleine Schrift wird weiterhelfen auf dem Wege, daß nicht der einzelne Rünstler oder Modeschöpfer allein die Mode macht, sondern daß * Deutsche Elternbücherei Heft 16. A. Ballat- Bart leben. Kinderkleidung. B. G. Teubner, Leipzig- Berlin. 00 an unserer Kleidung die Frauen und Mütter mitſchaffen. Nur sie werden ihren Kindern das geben, was sie brauchen und nur sie werden bewirken, daß unsere Kleidung zu einem Ausdruck deutschen Volkslebens wird. Der Plaz am Fenster A Jeder Mensch sollte in seiner Wohnung seinen Plak am Fenster" haben. Seine Ede, in die er sich zurückziehen kann, wenn er einmal ausruhen will, wo er einmal ein Viertelstündchen in sich hineinschauen darf. Und sich fernabdünkt von allem lauten Trubel. Ich kenne eine junge Mutter mit drei Hleinen Kindern, zwei Zwillingsmädelchen und einem Knaben. Wenn die drei ihren Mittagsschlaf halten, sizt die Mutter auf ihrem Platz am Fenster. Es ist ein idealer Play: ein kleiner Fenstererfer, in dem Nähtisch und bequemer Stuhl, Blumen und ein Vogelbauer Blak haben. Es ist ein sogenannter Tritt mit einem schlichten Holzgitter. Oben geht ein breites Brett auf den Holzstäben entlang, und darauf stehen in der Reihe Blumentöpfe mit Schlingpflanzen. Und auf dem Nähtisch stehen meist frische Mumen: Feldblumen, die mit Ausnahme des Winters stets zu haben sind, auch mal Nelfen, mal Rosen; am schönsten doch sind die hohen, langstieligen Feldmargueriten, 207. Der Play am Fenster. GKRI die so lange frisch undfröhlich ausschauen.Und in derNische hängt an einer Wandseiteder Kunstdruck:„ Auf einsamer Höh", die Frauengestalt, die weit hinausschaut ins Land; wir aber schauen mit und sind ergriffen von der Weite. Hier erholt sich die junge Frau, hier denkt sie am una gestörtesten an ihre Mutter pflicht, hier kommen ihr aber auch die ruhigen Gedanken, die sich fammeln müssen, wenn sie im lauten Trubel des Tages Geduld und Ruhe bewahren will. Der Platz am Fenster braucht nicht überall so ideal vorhanden sein, und er fann doch schön, ruhig und be. schaulich wirken. Ein Fenster. brett, auf dem in bunter Reihe Blumen stehen, freundliche Gardinen, ein Tischchen oder ein Mähforb, eine Blumens Trippe, eine hübsche Decke auf dem Tisch, die Blumenbase darauf, das alles kann so freundlich und gemütlich ausschauen, daß man sich gern dort niederläßt.- Das Zimmer aber wird dadurch eine besondere Note haben. 106 208 208. Sauerteid für junge Mädchen. Rock und Träger aus blauem Leinen, auf ein Miederband genäht. Rückenschluß. Bluse aus hellem Waschstoff mit Tollfaltenrüsche am Ausschnitt.Durch die Ansaznaht des ärmels ist ein Bugbändchen zu führen, sodaß sich ein Buffärmel bildet. Schnittmuster für 12-14, 14-16 und 16-18 Jahr. Breis 1.20 M. Erforderlich 3 m Rodstoff, 2,50 m Blusenstoff 80 cm breit für 14-16 Jahre. Schnittmuster F. H. 117. 200. Gauskleid aus gemustertem Wasch ftoff. Das lange, leicht anliegende Leibchen ist mit breiter Nahtfante auf den angekrausten Rock genäht. Verschluß in der vorderen Mitte. Die Mein Heiner Junge » Darf der Kleine Junge hereinkommen? So Hopft es morgens früh an meine Tür, und schon stredt er mir vom Arm der Mutter verlangend das Armchen entgegen. Er weiß ja fchon: jetzt gibts allerlei Sturzweil. Doch erst laß mich meine Zeitung zu Ende lesen, mein Junge. Ich halte dich auf meinem Schoß. Wie du willst meine Dede mit all' den Tassen haben? Oh nein, da such dir eine andere Beschäftigung. Was hat dir denn der Tisch getan? Du schlägst ihn ja, daß es donnert. Tuts dir denn gar nicht weh? Doch nur zu. Je mehr Spettatel desto besser. Und das Holz ist ja geduldig. Nun bin ich fertig. Komm, mein fleiner Weihnachtsengel. Ich halte dich ganz fest und hebe dich ganz hoch. Du streckst dich was du fannst und jauchzest dabei vor lauter Lust, wenn ich dich auf und niederhebe. Dann aber wirst du tiefsinnig und denkst, wo deine Beinchen nur geblieben sind!- Aber Vorsicht! Auf einmal zichst du deine Beinchen an und wirfst fie hinten aus, als ob du springen wolltest. Festhalten! Sonst fann mein Junge stürzen. Nun tomm, wir sehen uns und du machst deine ersten Gehversuche. Willst du nicht einen Fuß brab vor den andern seben, wie sich's für ordentliche Menschen gehört?- Bewahre das ist dir viel zu gewöhnlich, du willst lettern wie ein ffchen und deine kleinen Sletterfüße flammern sich fest an mich an. Jetzt bist du oben. So groß bist du! Fest und stramm wie eine Kerze stehst du da. Jezt aber tief herunter, bis du grade auf meinem Schoße liegst. Du willsts noch einmal? Schön, ich halle dich, doch hilf dir selber, ich helfe nicht. Du kannst es schon, du stolzer Junge, schon stehst du wieder. Nun flettre nur so oft du magst. Was tun wir nun? Ich leg dich auf den Tisch: kannst du denn noch die Zehchen in den Mund bekommen? Wahrhaftig du kannst es noch und bist doch schon ein großer Junge! Vorsichtig aber! Sonst tun dir deine Knöchlein weh, wenn ich dir zeige, wo das Behchen fizzt! Kannst du die Beinchen und die Armchen schon gut strecken? Geiviß, die Beinchen eins nach dem andern und die Armchen dann zusammen. Du bist doch schon ein langer Junge! 209 a 210 Bluse ist am Ausschnitt und Ärmel mit Stofffalbel abgeschlossen. Normalschnittmuster für 90-116 cm Oberweite. Kleid 2 M. Bluse oder überkleid allein je 1.20 m. Erforderlich 4 m gemusterter Stoff, 2 m Blusenstoff 80 cm breit. Schnittmuster F. H. 209. 210. Hausschürze aus gestreiftem Raitun. Die Schürze besteht nur aus einem graden Stoffteil, für den Hals. ausschnitt ist ein vierediges Stoffteil auszuschneiden. Die Aus schnittränder werden mit Borte besetzt. Die Gürtelschärpe ist durch aufgefeßte Spangen ge führt. Schnittmuster für 82-116 cm Oberweite. Preis 1.20 m. Erforderlich für 90 cm Oberweite 2,60 m Stoff 80 cm breit. Schnittmuster F. H. 210. 209 Jezt stehn wir auf! Jegt fommst du an dein Turngerät, das du dir selber ausgesucht: das Fensterkreuz. Du faffest es links, du fassest es rechts und möchtest hoch hinauf. Ich helfe dir ,, du zieht, nun stehst du grade wie ein kleiner Held und denfft, jezt bin ich groß und du bist klein. Nun haben wir genug getan und schon streden sich, wie alle Morgen, deine Armchen nach dem Flügel hin. Ich spiel dir etwas vor: dann drehst du dein kleines Köpfchen nach mir um und siehst mich lange fragend an: Wie kommt es nur, daß in den weiß und schwarzen Dingern was lebendig wird? Und dann probierst dus selbst. Du gehst ins Große. Mit deinen beiden Händen schlägst du drauf. Wenn ich dann aber singe, und wenn der Ton wächst und schwillt, dann fängt auch mein Junge an zu fingen. So singt er dann, wie ein Kanarienbogel, der den andern übertönen will. Und es ist ihm einerlei, ob sein Lied in Dur oder Moll geht. Und auch mir ists gleich. Denn ich weiß jetzt, daß die kleine Lunge Leben strömt und im Singen Leben schafft. Nun aber Schluß, mein fleiner Junge. Was mag sonst unsere Nachbarin zu unserem Duett sagen? Jetzt kommst du in dein Zimmerchen. Nur anderthalb Meter ist's im Gebiert und doch so schön für dich zum Bewohnen. Ein weißes Tuch ist drin gespannt, ein weißes Gitter drum herum und' s Hündchen und dein Bilderbuch warten schon auf dich. Da kannst du kriechen, kannst durch's Gitter guden und wenn du müde bist, legst du dich selbst zu Bett! Und nun hinein ins Zimmerchen und unterhalt dich gut mit deinen schönen Sachen, die dir, nur dir allein gehören. Mein kleiner Junge! In dieser Stunde, wo dein kleiner Körper ganz in meinen Händen ist, wo ich ihm nachfühle, ihn stützend halte, in dieser Stunde bist du ganz mein. Von Lag zu Tag fühle ich die kernige Straft deines kleinen Leibes wachsen, sehe ich deinen Willen stärker werden, mit dem du dir ein Stück Weit nach dem andern eroberst. Wie lange noch dann bist du meiner stüzenden Hand entwachsen. Aber auch dann, mein Junge, erobere dir täglich neu die Kraft deines Körpers. Stähle ihn am Widerstand, bleibe wie jetzt auch weiter ein Eroberer. so wirst du auch das Schicksal meistern! Mansage nicht, daß unser Leben arm sei an poetischen Stimmungen, noch beherrscht die Bauberin Boesie G. Freytag überall das Treiben der Erdgeborenen." - 107 211. Sielden aus rotweiß fariertem Stoff. Weißes Unterkleid im Mittelschnitt, an allen Rändern aus gebogt. Das furze Leibchen des übertleides ist in der vorderen Mitte mit Flachstich bestickt, zum Karomuster des Stoffes passend. Schnittmuster für 2-4 und 4-6 Jahr erhältlich. Preis 1.20 M. Erforderlich für 2-4 Jahre 1 m weißer Stoff, 80 cm farierter Stoff 80 cm breit. Schnittmuster F. H. 211. 212, leidchen aus heller und dunkler Rohfeide. Für Jädchen und Rodsaum wurde die Rohseide pastellblau eingefärbt. Das Röckchen ist an ein Futterleibchen genäht, die Bäckchenränder find mit der hellen Seide eingefaßt. Weiße Mullrüsche am Ausschnitt. Nückenschluß. Schnittmuster für 2-4, 4-6 und 6-8 Jahre erhältlich. 211 Breis 1.20 M. Erforderlich für 4-6 Jahre 1 m belle, 90 cm dunkle Nohjeide 80 cm breit. Schnittmuster F. H. 212. 213 213. Sulfleid aus zweierlet Leinen. Das Hell und dunkelbraun Leinen find zu dem Kleidchen genommen. Das Röckchen ist an ein Futterleibchen genäht. Rückenschluß. Jäckchen wird vorn mit Drudknöpfen befestigt. Gürtelschnur seitlich ge fnotet. Schnittmuster für 6-8, 8-10 und 10-12 Jahre. Preis 1.20. Erforderlich für 8-10 Jahre 1 m dunkler Stoff, 1,25 m heller Stoff, 80 cm breit. Schnittmuster F. H. 213. 214. Kleidchen aus Waschsamt. Goldbrauner und pastellblauer Waschsamt ergaben das Kleidchen. Es wird zu beiden Seiten auf den Schultern mit Knöpfen und Schlingen gefchloffen. Stickerei in leuchtend blauer, grüner, etwas weinroter und bronce 急 院 214 Farbe. Schnittmuster für 2-4 und 4-6 Jahre. Preis 1.80 M. Stickereimusterpause 1.25 M. Erforderlich für 2-4 Jahre 35 cm hellen, 1 m dunklen Stoff 80 cm breit. Schnittmuster F. H. 214. 215 und 216. Schulkleid und selbstgearbeiteter Zor nistes. Das Kleidchen ist aus zweier lei Stoff. Die Bluse ist aus weißem Tennisstoff, Kragen mit Nock aus weiß- blau- gelb gestreiftem Tennisstoff. Die Ränder der Bluse und des Sragens sind mit blauem Stnopflochstich umrandet. Der Rod wird an ein Futterleibchen genäht. Rückenschluß. Nor malschnittmuster für 4-6, 6-8 und 8-10 Jahre era hältlich. Preis 1.20. forderlich für 6-8 Jahre 70 cm Blusenstoff, 1 m Rodstoff, 70 cm Futter 80 cm breit. Schnittmuster F. H. 215. 212 216. Zornifier. Der Tornister ist aus altem Militärstoff gearbeitet, er be steht aus einem graden Stüd Stoff, 78 x 39 cm groß, dem an beiden Seiten 24 x 6 cm große Streifen eingesetzt werden. Die Innenseite der Streifen wird mit Papp, deckel und festem Fut ter belegt, die Nänder bom Oberstoff und Fuiter sind gegensei tig einzuschlagen und sauber zu nähen. Die Seitenteile find mit der Naht nach rechts mit Kreuz- oder Ausbogftichen anzunähen. Die Tragbänder find 2 cm breit in doppel tem Stoff mit Fut ter oder Leinenbandeinlage zu arbeiten und am besten bom Sattler in der befannten Art anzu bringen. Die Klappe wird mit Malerei oder eingeſtidien Blumen geschmückt. Musterborzeichnung 2 M. 216 GK- R 215 reichen fleinen, bunten Bildchen. Sie sind die WiederEtwas vom Schmud unserer Wohnung gabe großer Wandbilder, welche der weitbekannte Berlag w Nichts kann das kleinste, bescheidenste Zimmer so froh und lebendig machen, wie der Blumenschmuck. Seien es frischgepflückte Blumen aus Garten, Wiese und Feld, die den Wechsel der Jahreszeiten in unser Heim hineintragen, feien es blühende Topfblumen, die im Verein mit frischen, weißen Gardinen schon von weitem zeigen, daß hier ein liebevoll gepflegtes Heim zu finden ist. Aber es kommen doch Wochen und Monate, wo die Farbigkeit des Pflanzenschmudes aufhört und auch dann möchten wir heiterkeit und Farbe in unserer Wohnung sehen. Das fönnen wir durch den Wandschmud, durch unsere Bilder. Wir müssen sie deshalb mit größter Sorgfalt auswählen, denn unsere Bilder sind für lange Lebensjahre unsere vertrauten Gefährten, die vor allem dazu dienen können, uns immer von neuem Freude und Anregung zu geben. Solche Bilder, die uns gute Gefährten find, können wir unseren Referinnen nennen. Vor uns liegt ein Ratalog mit einer föstlichen Zusammenstellung von zahlB. G. Teubner als fünstlerischen Wandschmuck herausgibt( Nünstlerfteinzeichnungen). Da sehen wir das Hochgebirge im Frühling und im Winterschnee, wir sehen das wogende Kornfeld, den Bauer am Pfluge, die Frauen an der Ernte. Wir sehen Wald und Park, rauschenden Fluß und stilles Dorf, das Schiff auf der See und auf dem Kanal, der das dunkle Moor durch schneidet. Wir sehen den gewaltigen Fels des Hünengrabes, der in uralter deutscher Vergangenheit aufgerichtet wurde. Wir sehen das Haus, das in Rosen eingebettet liegt, aber wir werden auch hineingeführt in die ländliche Wohnung und lernen das volle Vehagen kennen, das unser Urväterhausrat ausströmt. Und vieles, vieles andere mehr. Und was das gute ist an diesen schönen Bildern: Sie sind ganz besonders für die Leute mit bescheidenem Geldbeutel bestimmt, damit sie über unser ganzes Bater land weiteste Verbreitung finden können. Wer also nach schönen Bildern sucht, der lasse sich den Katalog 108 Ristenmöbel Hierzu die Abbildung 217 Ein Plaudereckchen". Noch leben wir im Zeichen des Ersazes, warum sollte man nicht auch einmal von Ersatzmöbeln sprechen dürfen. Jeder weiß, was Heute ein Möbelstück koftet, und ist froh, wenn er feines zu kaufen braucht. Indes gibt es Fälle, wo diese Ausgabe nicht mehr zu umgehen ist; man schafft sich bas Allernotwendigste an, und wartet mit dem übrigen auf bessere Zeiten. Unsere Abbildung, Plaudereckchen" bient vielleicht der herangewachsenen Tochter oder dem berufstätigen Mädchen aur Anregung, sich mit wenig Geld und Mühe ihr Bimmerchen behaglicher zu gestalten. Ginige saubere, starte Risten in geeigneten Maßen dürften nicht schwer zu beschaffen sein; irgendwo findet fich auch eine geschickte Hand, die sie für unsere Zwede herzurichten versteht, 217. Ein Plaudereckchen" über fünstlerischen Wandschmuck kommen, der 200 dieser bunten Bilder im kleinen wiedergibt.* Schon an diesen Fleinen Nachbildungen wird man seine helle Freude haben und wird staunen über den unendlichen landschaftlichen Reichtum unseres deutschen Vaterlandes. Und ganz gewiß werden diese Bilder auch die Freude an der eigenen engeren Heimat immer mehr erschließen. Wer also neben dem lebendigen Schmuck der Blumen seinem Heim eine schöne Zierde geben will, der hänge an den Wänden von diesen Bildern auf. Sie verdienen einen Ehrenplatz im deutschen Hause. Bleibet im Lande und nähret euch redlich, Rüdet ausammen und füget euch fein; Machi nur teiner zu breit sich und schädlich, Wäre das Land nicht für alle zu klein. Friedr. Rückert, gest. 1866. Wochenbettvorbereitung und Wochenpflege Das Wochenbett ist keine Krankheit aber immerhin ein so großer und wichtiger Vorgang im Leben der Frau, daß genügende Kenntnisse bei der Pflege der Wöchnerin und Wissen für die Vorbereitung auf das Wochenbett weit mehr verbreitet sein müßten. Jede junge, werdende Mutter sollte rechtzeitig fich der Hebamme und ihrem Arzte zur Untersuchung anvertrauen, die ihr bei der Geburt Hilfe zu leisten hat. Durch eine frühzeitige Untersuchung ist schon sehr oft die Möglichkeit gegeben worden dem Kinde, das im Anfang der Schwangerschaft eine ungünstige Lage zeigte, ohne besondere Eingriffe zur rechten Lage zu verhelfen. * Sie kosten in der Größe 100 × 70 cm 9 M., Größe 75x55 cm 7.50 M., Größe 55 × 42 cm 5.50. Sämtliche Preise sind heute durch Teuerungszuschläge um 60% erhöht. Der vollständige Katalog über fünstlerischen Wandschmuck mit farbiger Wiedergabe von über 200 Blättern kann vom Verlag B. G. Teubner in Leipzig bezogen werden. G.K- R wobei vor allem auf Feftige teit zu sehen ist. Ein wadliges Möbel trägt die Gemütliche teit fort. Dagegen legen wir wenig Wert auf glatte Außenseite, wir reiben sie gründlich mit Schmirgel ab und beizen sie in dem gewünschten Ton. Durch Decken, Kissen und hübsche Handarbeiten wird das Ganze vervollständigt und zusammengeftimmt. G. K.-R. Die Tischdecke ist aus grauem Leinen mit Rosen. sträußen in Kreuzstich be stidt. Stidereivorzeichnung F. H. 217a zum großen Strauß 3 M., zum fleinen Strauß F. H. 217 b 1.50 M. Die Farbe des Bücherbrett. und Fenster- oder Türborhanges ist gut zu den Farben des Zimmers und der Kissen abzustimmen, das Mäanderband auf dem Borhang tann in Kreuzoder Kurbelstich eingestict oder blendenartig aufgesetzt werden. Musterpause in 10 und 15 cm Breite erhält lich. F. H. 217. Preis 1.50 M. Hebamme und Arzt können ohne Untersuchung einer werdenden Mutter natürlich auch nur allgemeine Regeln über den Verlauf der Schwangerschaft und des Wochenbettes geben. Die Scheu bor der Untersuchung muß eine Frau um ihres Kindes willen in den Hintergrund treten lassen. Vertraut die junge Frau sich nur der Hebamme an, ist es doch notwendig, auch bei ganz normaler Lage des Kindes, die Adresse des nächsten Geburtshelfers zu wissen. Es treten bei einer Entbindung Notfälle ein, die rasche Hilfe von seiten des Arztes fordern. Wochenbett nennt man die Zeit nach der Geburt, in der die Rückbildung der durch die Schwangerschaft und durch die Geburt des Kindes veränderten Organe erfolgt. Man richte für die Entbindung und das Wochenbett Stube, Bett und Wäsche. Aus der Stube entferne man nach Möglichkeit andere Betien und überflüssige Möbel, lege in das Bett eine wasserdichte Unterlage und auf diese möglichst eine breite, dichte, waschbare Unterlage. Hat man eine solche nicht, genügt ein zusammengelegtes Bettuch. Die waschbare Unterlage muß häufig gewechselt werden, außerdem erhält die Wöchnerin Vorlagen von Watte oder sauberem, waschbaren Stoff, der den Wochenfluß aufzufangen hat. Am Tage nach der Geburt ist vollkommene Nuhe notwendig. Auf das Entleeren der Blase, wenigstens 6-8 Stunden nach der Geburt, ist zu achten. Da die junge Mutter am ersten Tage ihr Kindchen nicht zu nähren braucht und in der Regel nur flüssige Nahrung zu sich nimmt, im übrigen viel schläft, ist die Rückenlage durchführbar. Auffigen am zweiten Tage, beim Essen und Nähren, darf nur mit Vorsicht geschehen. Vom zweiten Tage ab sind leichte Bewegungen im Belt dem normalen Verlauf des Wochenbettes angemessen. Die Temperatur der Wöchnerin ist am Abend und am Morgen festzustellen, ebenfalls der Buls zu zählen. In der Regel pflegt die Hebamme dies bei jungen Müttern, die sonst keine Pflege haben, zu übernehmen. Die Wöchnerin hat selbstverständlich sich den Anordnungen der sie Pflegenden, besonders den Anordnungen bon Arzt, Hebamme oder Pflegeschwester, Folge zu leisten. Das Wochenzimmer muß eine Wärme bon 17-18 Grad Celsius haben, doch darf die Mutter nicht zu heiß zugedeckt sein um nicht dauernd in Schweiß zu geraten. Tägliches, gründliches Lüften ist notwendig aber vor allem auch häufiges Abspülen der Geschlechtsteile mit lauwarmem Wasser, dem man Lysoform zugab. Am dritten Tage des Wochenbettes ist Stuhlgang ere wünscht, bleibt er aus, helfe man am besten durch Eingabe 109 213. Sommerfield aus besticktem Schleierstoff. Zur Berzierung weiße, gebrannte Falbeln an Rod, Basse und Ärmeln. Ärmelsaum mit handgenähter Hohlnaht angesetzt. Rod 219a und Bluse sind an ein Miederband genäht. Gürtelschluß an den Sei fen. Normalschnittmuster für 86, 90 und 98 cm Oberweite. Preis 1.20 M. Maßschnitt 6 M. Erfor derlich 3,50 m bestickter Stoff 80 cm breit, 1 m weißer Stoff 80 cm breit. Schnittmuster F. H. 218. 219. Jacenkleid aus graugrünt. Homespun. Braune Lederknöpfe. Offen und geschlossen zu tragen. Der obere Rodrand ist eingefrauft auf ein Miederband genäht. Einfache Bluse mit vier edigem Ausschnitt und kurzen ange schnittenen Ärmeln und kleinem Schößchen aus gebatifter Seide, am Ausschnitt und Ärmelsaum mit broncefarbenem Handhohlfaum. Schnittmuster zu Rock und Jade auf dem Schnittmusterbogen 3A. Normalschnittmuster für 90-116 cm Oberiveite. Preis 3 M., Rock, Bluse oder Jade einzeln je 1.20 M. Erforderlich zu Rod und Jacke 5 m Stoff 1,20 cm breit, 1,50 m Blusen seide 70 cm breit. Schnittmuster F. H. 219. 1977H Dapple 218 218a bon Rizinusöl nach. Um den regelmäßigen Stuhlgang zu er leichtern, gebe man täglich rohes und gekochtes Obst, das in jeder Form der Wöchnerin zuträglich ist. Das der Wöchnerin schmeckende Essen bekommt ihr in der Regel auch gut und die Auswahl der Speisen, die man der Wöchnerin geben darf, ist sehr groß. Vieles Fleisch und start gewürzte Speisen verbieten fich freilich von selber und sind Mutter und Kind nicht zuträglich. Da die junge Mutter die Anstrengungen der Entbindung und das Nähren ihres Kindes durchzumachen hat, gönne man ihr nach Möglichkeit Ruhe und vor allem auch Schlaf. Vor zu frühem Aufstehen der Mutter soll besonders dann gewarnt werden, wenn sich die Wöchnerin feine Ruhe gönnen fann. In der Regel ist der siebente oder achte Tag günstig, das erste Mal%, Stunde im Stuhl sitzen zu lassen und an den weiteren Tagen kann die Wöchnerin dann länger auf sein. Sie muß sich aber vor Anstrengung jeder Art hüten und darf besonders nicht schwer heben und tragen. Jit auch die Wochenpflege eine der leichtesten Pflegen die wir haben, so muß doch auf richtiges Fließen des Wochenflusses geachtet werden. Stockungen in den ersten Tagen bringen immer Temperaturerhöhung und Unwohlfein der Wöchnerin mit sich. Wien mache im Fall einer Stockung die Hebamme oder den Arzt aufmerksam. Außerdem ist ja natürlich auch jedes Unwohlbefinden und jede Temperatursteigerung von Bedeutung und Arzt oder Hebamme zu melden. Sauberkeit und Ruhe bedarf eine Wöchnerin in threm Wodenbett. Pflegende haben auf Beides ganz besonders ihr Augenmerk zu richten. Schwester Lotte Möller. Wer guter Meinung kommt herein, Der soll mir lieb und willkommen sein; Wer aber anders kommt herfür, Den hab' ich lieber vor der Tür. Bericht von der Modeſchau y Am 23. April fand im Kölner Kunstgewerbemuseum eine Modeschau statt. Die Veranstaltung ging von einem Magdeburger Modehause aus, das in Verbindung mit der Modellasse der Magdeburger Kunstgewerbeschule dem allgemeinen Bestreben nach Schaffung eines deutschen Modetyps entgegenfam. 219b 219 Herr Museumsdirektor Schäfer vom hiesigen Kunstgewerbe. museum sprach die einleitenden Worte. Er wies auf das energische Vorgehen der Schule hin, die für die Frage einer Loslösung von Baris fämpft. Jede Nation hat ihren Rassentyp und soll dementsprechend ihren Typ der Kleidung finden. Nach einer zweijährigen Lehrzeit soll die Schülerin der ModeHlasse( Magdeburg) befähigt sein, ein Kleid in seiner ganzen Entwicklung nicht nur zu verstehen, sondern auch praktisch auszuführen( Entwurf, Zuschneiden, Nähen, Sticken, Batit, Stoffbemalung). In einer Unterab eilung der Klasse werden zu den Gewändern passende Schmuckstücke entworfen und ausgeführt. Die ausgestellten Stoffe, die aus der Klasse der Magdeburger Schule hervorgegangen find, zeigten weder in Farbe noch Ornamentik Originalität, fast möchte ich sagen, teine Kultur der Farbe, die einem verfeinerten Empfinden entgegengekommen wäre. Doch bei den in den vorgeführten Gewändern zur Anwendung gebrachten Stoffen ließ sich von einer Vornehmheit des Tones und einer vollkommenen Harmonie in der Material berivendung reden. -w Hauptsächlich waren es einfarbige Seidenstoffe( Taft, Liberty, Cachemirjeide, Seidensamt, Rohfeiden) oder auch breite Streifen ( granbraun mit taubenblau). Stickereien sah man zurückhaltend verwendet, in ihrer Linienführung nahmen sie Diagonalstreifen über den ganzen Stoff oder quadratische Einteilung. Die äußere Linie der Kleider war eine lose, gerade Rückenlinie mit in sogenannter Dütenform angefeßten, mantelschoßartigen Röcken, die überrocartig einen darunter glatten Rock schen ließen. Die Röcke zeigten von rüdwärts bis zur vorderen Mitte eine abstehende Bewegung, die nach unten eng verlief. Jede Art von Raffungen( meist seitlich) und Doppelrode brachten einen gefälligen Rythmus in das Bild. Anlehnungen an die Stilarten des Rokoko- und Direktoire hatten eigenen Reiz. Breite Watteaufalten in der rückwärtigen Mitte des Roces, mit an der Seite abstehenden dütenförmigen Falten an glatte Rückenlinie angefeßt, vorne in heller Weste aus. klingend, trugen einen ernsten, vornehmen Charakter. Die Ärmel, meist lang, weit geöffnet nach hinten, ließen kleine Tüllpuffärmei oder auch feste Manschetten bis zum Handgelenk abschließen. Die große, äußere Form der meisten Kleider war 110 220 Wovon ein junger Haushalt nicht genug haben kann, das ist Luft und Sonne. Biel Sonne in allen möglichen Formen, als Licht vom Himmel, als Licht aus den Augen und in der Gestalt blumengewordener Farbe. Sträuße aus Garten, Feld und Wald in ihrer unendlichen Reichhaltigkeit von Formen und Farben je nach der Jahreszeit dürfen in einem echten Menschenheim niemals fehlen. Ihr Zauber ist still, aber unentrinnbar, und manche eheliche Szene ist in aller Heimlichkeit Deshalb unterblieben, weil der müde und gereizt ins Haus tommende Mann als erstes einen neuen festlichen Blumenstrauß auf dem Tisch sah. Anton Fenbrich, aus Mehr Sonne, das Büchlein von der Liebe und von der The". 220. Brauner Rock mit weißer gestider Bluse. Die Bluse ist von weißer Waschseide, Raglanschnitt mit einer schmalen runden Basse, die am Ausschnitt mit Knopflochseide umhäkelt ist, 5 Luftmaschen, eine feste usw., durch die letzte Reihe wird ein schmales Seidenband gezogen, hinten in einer Schleife gebunden, damit die Bluse etwas zusammengezogen. Vorderteil, Ärmel und Schoßteil find mit Flachstich gestickt. Die kleinen Quasten werden mit Bleiknöpfen beschwert. Der Rod ist aus zwei geraden Bahnen 2 m weit, vorn und hinten sind je 2 Quetschfalten, die Teile dazwischen sind leicht eingetrauft. Schnittmuster für 90-116 cm Oberweite. Preis 2 M. Rock oder Bluse einzeln je 1.20 M. Erforderlich 2 m weiße Seide 80 cm breit, 2 m braune Seide 100 cm breit. Schnittmuster F. H. 200. 220a 221. Sommerkleid aus Frotté. stoff für stärkere Damen. Verschluß am linken Rand der Borderbahn. Hinterbahn und Blusenteile sind auf ein Mieder band genäht, die Schoßteile sind den Rückenteilen angeschnitten. Batistkragen mit Schiffchenspize zum Einknöpfen eingerichtet. Normalschnittmuster für 98,106 und 116 cm Oberweite. Preis 2 M. Maßschnitt 6 M. Erfor derlich 6 m Stoff 80 cm breit. 50 x 60 cm Batist. Schnitt muster F. H. 221. hochgeschlossen am Halse Nüschen, Batistfragen. Einfarbige, gebatitte, neftiďte Weste, breite Hüftenlinie, nach unten zu fammenfallend( lange Röcke). Man könnte bemerken, daß die Schnitte sich fast nur für fchlante Figuren eigneten, und daß man sich bestreben sollte, auch für positivere Körperformen eine günftige Linie heraus. zufinden. Die Darbietungen ließen uns mit Freude feststellen, was deutsche Phantasie, deutscher Sinn für Linie und Farbe vermag. Wenn auch vereinzelt leise Anklänge an Wien festzustellen waren, so konnte man doch von einem ursprünglich deutschen Geist reden, der, wenn auch unwillfürlich eine gewisse Anlehnung aufweisend, trotzdem eine selbständige Note fand. Willst das Große Du erreichen, Fange mit dem kleinen an; Deine Tadler werden schweigen, Ist das Kleine groß getan. Etwas von den technischen Unterrichtsfächern Es gab eine Zeit, und sie ist noch gar nicht allzu lange her. baß die sog. technischen Fächer: Turnen, Singen, Zeichnen, Handarbeiten im Schulwesen stiefmütterlich behandelt wurden. Für Schülerinnen des Mädchengymnasiums 8. B. hörte der Unterricht in diefen Fächern vielfach ganz auf. In dem Auffat Handfertigkeit" Nr. 5 d. 8tschr. 1920 wurde darauf hingewiesen, wie wichtig die übung praktischer Fertigkeiten ist. Der Schüler, der ausschließlich in den sogenannten gelehrten Fächern ausgebildet wurde, stand den Anforderungen des Lebens oft ganz hilflos gegenüber. Das moderne Schulwesen hat die Wichtigkeit der genannten Fächer für die Entwicklung gesunder und harmonischer Menschen voll erkannt. So hat der deutsche Berein für das höhere Mädchenschulwesen auf Grund der Einheitsschule beschlossen, daß der Nadelarbeitsunterricht auch auf der Oberstufe verbindlich sein soll. Auch ist für die Aufnahme in der Hochschule für Erziehungswissenschaften und Boltsschulunterricht Bedingung, daß die Aufzunehmenden in ben vorhergehenden höheren Lehranstalten( Studienanstalten) mit Erfolg an Handfertigkeit, Handarbeit, Turnen, Zeichnen 221 a 221 und Musikunterricht teilgenommen haben müssen. So wird also auch die Reform des Handarbeitsunterrichts, von der in Nr. 9 d. Ztschr. 1919 die Rede war, die für die Erziehung unferer weiblichen Jugend so außerordentlich wichtig ist, in Zukunft allen Schülerinnen zu gute kommen. Das hat der Alte voraus vor dem Jungen, Daß er im Heut zugleich das Gestern lebt, Und daß ein Festkranz von Erinnerungen Sich ihm um jede Stunde webt. Em. Geißel Schädigung des Haarwuchses durch die Frisur Von Dr. Thraenhart in Freiburg i. Br. Nachdruck verboten. Allein auf der Gesundheit der Kopfhaut beruhen Reichtum und Schönheit des Haares. Das eigentliche Haar, der Haarschaft ist eine tote Röhre ohne Blutgefäße und ohne Nerven, weshalb beim Abschneiden weder Bluten noch Schmerzgefühl eintritt. Man muß seine ganze Fürsorge den Wurzeln zuwenden, samt dem Wurzelbeete: Der Kopftaut, durch Beförderung nährender Blutzufuhr, durch reichliche Umspülung mit Luft und Licht. Jede Frisur soll loder, luftig und leicht sein. Schädlich wirken besonders die falschen Unterlagen und Wattierungen, die Perüden, Drahtgestelle, weldje freilich immer als federleicht angepriesen werden. Durch stete Belastung und Druck behindern sie den Blutzufluß und somit die richtige Ernährung der Kopf baut; denn drüdt man( z. B. mit dem Finger) auf irgendeine Hautstelle, so wird sie weiß, d. h. blutleer. Durch diesen ständigen Drud tönnen auch Stopfschmerzen entstehen oder schon bestehende berichlimmert werden. Ebenso schädlich ist es, wenn durch feste Unterlagen und schtere Haargebäude die Ausdünstung der Hautporen beein trächtigt wird, den Luft und Licht müssen den Haarboden ständig umspülen; beides wirkt baarwuchsfördernd. Wenn mitten im üppigen Pflanzenwachstum ein Stück Holz( Brett) auf dem Erdboden langere Zeit liegt und Luft und Licht ab. schließt, so sieht man beim Emporheben des Holzes darunter nur berfümmerte Pflanzen und schwächliche Triebe; ebenso leiden und verkümmern allmählich die Haare unter den festen Auflagen. - 111 28 景 乾 10 商 裁 200 寫 30 30 223 寫 SEE 貞 萬 路 30% 凍 J 30 224 38 200 臺 222 Angenehm erleichtern ließen sich viele Frisuren durch größere Sparsamteit an Spangen, Kämmen, Haarnadeln. So manche Dame zieht abends aus ihrem Haar ein Häuflein dieser Dinge von ganz ansehnlichem Gewicht, das teils die Kopfhaut schädlich belaftet, teils an den Haaren zerrt, was auch Kopfschmerzen hervorrufen kann. Durch immer wiederkehrende Zerrung werden leicht Wurzeln verwundet, der Haarfeim fann zerrissen werden und berödet dann. Daher ist auch besonders zu vermeiden ein sehr festes Flechten oder Aufwickeln oder Binden unmittelbar am Kopf, zu straffes Scheiteln, gewaltsam ziehendes Kämmen. Nicht so schädlich wie manchmal geglaubt, ist das Brennen und Kräuseln, wenn dabei nicht an den Haarwurzeln gezerrt oder die austrocknende Hize zu nahe an die Kopfhaut gebracht wird, sondern nur der tote Haarschaft in Mitleidenschaft geBogen ist. Jedenfalls kann vorsichtiges, nur gelegentlich bei festlichen Veranlassungen vorgenommes Brennen und ä feln ein unschuldiges Vergnügen genannt werden. Je lockerer das Haar getragen wird, um so zuträglicher ist es für dessen Wachstum, Reichtum und Schönheit. Das loſe Slechten der 3öpfe ist dem straffen Wideln vorzuziehen. Wenigstens für die Nacht soll man dem Haarboden die nötige Erholung und Auffrischung gönnen und abends alle festen Flechten oder straffen Bänder lösen. Das tut dem Kopfe ebenso wohl, wie dem ganzen Körper die nächtliche Befreiung von beengender Kleidung. Am besten ist es entschieden, das Haar abends völlig aufzulösen, noch einmal durch Kämmen und Bürsten vom Tagesstaub zu reinigen, Loder und lose gebunden oder geflochten auf den Kopf zu legen, wo es durch eine leicht fibende, luftige Nachthaube festgehalten wird. Das hat noch den weiteren großen Vorzug, seine Besitzerin zu nötigen, daß fie morgens gleich nach dem Aufstehen das Haar machen muß. 222-224. Tischdekken. Je dunkler die Welt draußen, desto freundlicher muß unser Heim drinnen sein. Unsre Wohnungseinrichtung darf also nicht nur Zweckmäßigkeit zeigen. Außer dem Schmud der Bilder und Blumen sind es besonders Decken und Kissen, die neben ihrem praktischen Nutzen unsere Wohnung in schöner Weise vervoll ständigen. Durch besondere Formen, durch kräftige und schöne, der Umgebung angepaßte Farben tönnen sie unsern Räumen jene legte harmonische Geschlossenheit geben, die als Ausdruck wahren, fünstlerischen Geschmades sie zu einer Stätte der Ruhe und heiteren Erholung machen. Mit Abb. 222-224 bringen wir einige Decken, die in Leinen mit Kettenstich und Flachstichstiderei in buntem Perlgarn oder Hohlsaum und Schiffchenspite gearbeitet, gut zu reinigen find. Abb. 222 tönnte auch aus Nessel gearbeitet werden. Die Linien recht kräftig in Retten. stich aus dunkelblauem Berlgarn, die Blättchen fräftig grün, die Blümchen in dünnerem Garn, blau umrandet mit rot und lila ausgefüllt. Die runde Decke, Abb. 224, ist aus weißem Leinen etwa 1,20 m im Durchmesser groß. Die Schnur- oder Kettenstichumrandung ist grün gehalten, die Blümchen bunt rot- lila- blau, die Blätter arbeitet man in grünem Flachstich. Die rund geschnittene Decke erhält als Abschluß eine waschbare grüne Borte aufgenäht. Abb. 223. Stidereimusterpause zu Abb. 222. Preis 2. Stickereimusterpause zu Abb. 224. Preis 3 M. Der lebte nicht vergebens auch ihm sei Dank und Sang, Der um den Ernst des Lebens, den Menschen Rosen schlang. Spruch vom Denkmal Friebri Stolzes in Frankfurt a. M. Briefkasten Ich habe mir den Rockträger, der in Nummer 5, 1920, abgebildet war, gemacht. Wie lange hatte ich gesucht, wie es anzufangen wäre, daß meine Waschblusen aus dem Rockbunde nicht herausrutschten. Endlich habe ich's nun gefunden. Bei diesem Rockträger behalten die Blusen auch bei förperlicher Arbeit tadellosen Sig. Ich freue mich so sehr darüber, daß ich es der Zeitschrift schreiben wollte. M. Köln. Es wird so viel bei uns über Wohnung und Möbel ge sprochen. Könnte Frau und Haus nicht einmal Abb. bringen, wie man eine kleine Wohnung am besten einrichtet? Antwort: Die Schreiberin scheint noch in der glüdlichen Lage zu sein, eine gute Wohnung zu besigen oder doch in Aussicht zu haben. Wir werden uns ja leider in den kommenden Jahren darin sehr bescheiden müssen, aber sie hat recht: Es ist gut, wenn wir uns inzwischen näher überlegen. wie eine neue Wohnung wohl am propischsten einzurichten wäre. Im übrigen verweisen wir auf Heft 13, in dem wir die Abbildungen brachten von einem Haus mit Grundriß, Garten und Beschreibungen. Das soll ein Anfang sein, wie es auch ein Anfang war mit den in Heft 6 gezeigten Möbeln. Urheberinnen der Modelle: Abb. 207 und 217 G. Kopp- Römhildt, Köln- Bickendorf, 66. 208 2. Gries, Möln, 209. Meerfeldt, Köln- Klettenberg, 210, 211-214 B. Werner, Bruchsal. 215 und 216 D. Beder, Menden i. W., 218 und 219 Werkstätte E. Schoch, Karlsruhe i. B., 220 J. Schroer, Köln, 221 E. Enderucks, München, 222 und 224 G. Stopp- Römhildt, 223 E. Röhl, Köln. Bogen 1 enthält eine Anzahl Schnittmuster von Heft 3, 4, 5 und 6. Bogen 2 enthält eine Anzahl SchnittEchnittmusterbogen. muster von Heft 8, 10, 11 und 12. Bogen 3 enthält eine Anzahl Schnittmuster von Heft 9, 11, 13 und 14, und Bogen 3a enthält Schnittmuster von Heft 14, 15 und 16. Preis des Schnittmusterbogens 50 Pfg. und 10 Pfg. Porto bei Einsendung des untenstehenden Gutscheins. Der Berlag gibt Normalſchnitte oder Schnitte Gutschein für Schnittmusterversand Möglich 50 Prozent Teuerungszuschlag. Unsere jeder Beschreibung angeführten Preisen ab Make der Normalschnitte für Erwachsene und Schnittmusterbogen ungeschnürten Normalfiguren gezeichnet. Maße der Normalschnitte für Jungmädchenkleider Größe in cm Oberfeite Girtel weite Vorbere Nicens Rocks Alter Hüftenweite Länge Länge Länge Ober weite Gürtel weite Hüftenweite Vordere Rüden Reds Länge länge länge I 90 II 98 III 106 IV 116 88280 70 901 75 103 114 86 125 bem 15 cm unter Gürtel schluß gemessen 36 36 100 12-14 Jahre 82 64 88 87 102 14-16 86 66 " 39 $ 8 88 102 16-18 90 70 " $ 80 841 88 90 14 cm unterbem Gürtel Spl gentessen 34 35 55 35 36 65 36 36 85 39 102 Adresse: 6. Braunsche Hofbusdruderet u. Verlag Den Betrag für die gewünschten Schnitte und 40 Pf. Porto wolle man mit der Bestellung einsenden, andernfalls Zusendung mit Nachnahme bie sich außer Porto noch um 50 Pf. erhöht. Auszu beziehen. Wir bitten bei Bestellungen von Nor führt. Anleitung zum Magnehmen ist vom Verlag Karlsruhe i. B., Karliriedrichfir. 14. malschnittmustern die genaue Größe anzugeben. Serausgeberinnen: Elisabeth Röhl, Else Birminghans, beide in Köln. – Berantwortlich für den redaktionellen Teil: G. Röhl, Köln- Alettenberg, StenzelbergG. Braunsche Gosbuchbruceci und Verlag in Karlsruhe i. B. straße 17/1, für den Bilderteil; 2. Düben Karlsruhe i. B., Rattfriedrichstr. 14. 112 Retuschiere Dich selbst, ärztlich so wie der Lichtbildner Deine Bilder retuschiert, Dein Ansehen klärt u. um Jahre verjüngt, alle Unreinheit, Mitesser, Pusteln, Runzeln usw. vollkommen tilgt. Dr. Hentschels Wikö- Apparat, D.R.G.M., empfohlen als wirksamstes kosmetisches Grundmittel hunderttausendfach in Gebrauch, verbürgt vollen Erfolg vom ersten Gebrauche an. Beruht auf natürlicher atmosphärischer Saug- u. Druckwirkung, voller Durchblutung, Steigerung vitaler Zellenenergie. Eine Wohltat für jede Haut. Hilft Jedem. Dir auch! 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