Jahrg. 3 19 2 1 heft. 8 15. August Die Frau und ihr Haus Zeitschrift für kleidung Gesundheit Körperpflege und Wohnungsfragen Die Heimat auf dem Lande Beilage zur Das Eigenkleid " Ein jeder gebraucht den Namen in einem anderen Sinne: bald ist es das„ Künstlerkleid", bald die eigen", d. h. von der Trägerin selbst gearbeitete Kleidung und meist bedeutet es Auflehnung gegen den Modezwang und Optimisten sehen im Eigenkleid den ersten Schritt zur Tracht", während anderen nur eine„ deutsche Mode" dabei vorschwebt, als die jetzt das„ Dirndlkleid" ausgepriesen wird,* das aber in Wirklichkeit auch nur eine Mode oder gar eine Manie ist, die bald von einer anderen abgelöst wird. Und hier soll dem Wort noch ein anderer Sinn beigelegt werden, indem nur die Rede sein wird von dem Kleide, das dem Körper, den Gewohnheiten und Bedürfnissen der Trägerin gerecht wird. Voraussetzung dafür ist freilich, daß die Kenntnis des Körpers, des Zweckes, dem das Kleidungsstück dienen soll, wenn nicht bei der Besizerin, so doch mindestens bei der Beraterin lebendig ist. Innerhalb der durch die Zweckmäßigkeit gezogenen Grenzen mag dann alle Freiheit gewährt sein und insbesondere möge mit Bedacht auf die äußere Wirkung jeweils die schönste Lösung der Aufgabe gesucht werden. Auch die Schönheit gehört nämlich zur Zweckerfüllung, weil ein Kleid, das so ganz der Trägerin gehört oder, umgekehrt, in das sie hineinpaßt, nicht nur dem, der es beschaut, Wohlgefallen bereitet, sondern weil ein solches Kleid dem, der es trägt, Sicherheit, Bequemlichkeit, zufrieden * " In Gustav Cords' Frauenmode" ( Seft 7, 1921) heißt es darüber:„ Das " Dirndlkleid" ist erschienen und hat auf der ganzen Linie gesiegt. Frisch und ur. sprünglich, fleidsam und nett, sommerlich und hygienisch, dabei praktisch und nicht kostspielig alle Ansprüche sind erfüllt." " Gleichheit heit gewährt und darum das wahrhaft sparsame Kleid darstellt. Es sei zuerst noch ein wenig die Rede von den Grenzen": dem Körper soll nicht Gewalt angetan werden, weil er Schaden leidet, preßt man ihn in enge Futterale und weil es unschön ist, etwa Wohlbeleibtheit zu verbergen, indem man den überfluß an eine andere Stelle schnürt; die Absicht des Verbergens wird meist nicht erreicht, sondern im Gegenteil ein Unterstreichen! Beim Gehen braucht man einen Spielraum von ungefähr 180 Zentimeter- deshalb darf kein Kleid enger sein, während andererseits eine unmäßige überschreitung dieser Grenze bedeuten würde, daß man bei jedem Schritt überflüssige Stoffmengen transpor tieren muß, die schnelle Ermüdung herbeiführen. Armel, die nur ein teilweises Heben des Armes gestatten, sind zugleich unschön und unzweckmäßig, lassen ein Wohlbefinden in dem Kleide gar nicht aufkommen. Dieses Wohlbefinden ist nun aber feineswegs, Privatsache", sondern es steht im engsten Zusammenhang mit der volkswirtschaftlichen Bedeutung der Modefrage. Jeder von uns hat es ja schon beobachtet, daß die Lebensoder Gebrauchsdauer, also die Ausnugung eines Kleidungsstückes, im Busammenhang mit dem Wohlgefühl beim Tragen steht, so daß ein Kleid, das dem Zweck am besten diente, auch das sparsamste war. Diese Sparsamkeit aber ist es ja gerade, die immer als Pflicht gegen die Volfs. gemeinschaft empfunden und geübt werden sollte und die in dieser Beit der Not von jedem gefordert werden muß. Sehen wir einmal um uns, so hat es freilich den Anschein, als verständen die meisten das Gebot so, daß es immer nur den anderen auferlegt sei und am wenigsten wird es von denen erfüllt, die das Wort 134. Einfaches Festkleid mit geftitem Gürtel. Bu fornblumenblauer Frotteeseide wurde der Gürtel in bunter Wolle mit Kreuzstich geftidt. Das Kleid ist in einem Stück geschnit ten. Halsausschnittrand mit Baspelvorstoß gearbeitet, Armelsaum mit unsichtbaren Stichen festgehalten. Die Gürtelteile werden dem Kleide aufgeknöpft und an den Seiten mittels hand. gedrehter Schnur( aus dem Stickereimaterial) zusammengeschnürt. Normalschnittmuster für zusammengeschnürt. Normalschnittmuster für 86, 90 und 98 cm Oberweite erhältlich. Breis 3 Mart. Stickereimuster 7.50 Mart. WK 804. Sparsamkeit ständig im Munde führen! Das gilt ganz besonders bon der Frauenmode! Man- spricht gegen den Lurus, der mit ausländischen Pelzen, Schmuckfedern, Stoffen getrieben wird, aber schon wird es Mode, alle diese verpönten Lurusgegenstände zu tragen und gegenüber dieser Diktatur der Mode ( die niemand gemacht haben will, weshalb sie beinahe als„ höhere Gewalt" berehrt wird) hilft kein Boykottbeschluß der Hausfrauen, kein Aufruf der Regierung, fondern man" gehorcht und trägt, was die Mode gebietet. Gewiß, die Käuferin befindet sich da oft in einer Zwangslage. Wenn sie noch so gut weiß, was sie brau58 135. Handgetriebener Silberschmuck mit Halbedelsteinen v. Liese Scheidt, Köln a.Mh. Die Schmuckstücke zeigen in ihrer kräftigen Linienführung ein gutes Beispiel von bollendeter handwerklicher Kunst. chen kann und deshalb kaufen will: in leider recht vielen Fällen begegnet dieser Wille dem Unverständnis beim Verkäufer, der entweder gleich entmutigt durch die Mitteilung, daß es die geforderte Ware nicht gäbe, oder der einen Angriff auf den vernünftigen Willen unternimmt, indem er feststellt, daß, man" dies oder jenes nicht trägt. Aber oftmals gibt die Käuferin auch allzu leicht nach und macht es denen, die ein begreifliches Interesse an der Unterwerfung des„ vernünftigen" Willens unter die Herrschaft der Mode haben, allzu bequem, sich darauf zu berufen, daß die Käufer, insbesondere die Frauen, sich sehr bereitwillig abfinden.( Wäre die„ Mode" vernünftig und befümmerte sie sich um die zweckmäßige Befriedigung des gesunden Bedürfnisses, dann braucht fie ja nicht, wie es hier geschieht, im Gegensatz zu der Forderung unserer Zeit gestellt zu werden, aber das Wesen der Mode, zumal der heutigen, ist gewiß nicht , Bernünftigkeit"). Eine Ursache für die Nachgiebigfeit der Käuferin darf freilich nicht übersehen werden: fie ist es gar nicht gewohnt, sich über solche Zweckmäßigteiten, über die rechte Sparsamkeit den Kopf zu zerbrechen. Meistens glaubt man, Sparsamfeit schon geübt zu haben, wenn man die ,, billigste Gelegenheit" weidlich ausnutzte, und andere gibt es, die da meinen, sie seien am unabhängigsten von diesen„ Außerlichfeiten", wenn sie am wenigsten Überlegung daran wendeten. Beides ist nicht richtig. Das billigste Kleid ist oft in der Bewährung das unsparsamste, und wenn das Geizen mit der überlegung dazu führt, daß das Kleid eben kein EigenKleid ist, sondern ein Kleidungsstück, das mir in jeder Beziehung nicht zu eigen werden kann, weil es dem Zweck, der Gewohnheit, der Bewegung widerspricht, so gerate ich erst recht in die Abhängigkeit, die ich vermeiden wollte, und die die Unzweckmäßigkeit vor allem dadurch sich zu rächen pflegt, daß sie alles erschwert, also mehr Zeit und Kraft braucht, als notwendig ist. Noch einer Eigenschaft des„ Eigenkleides" sei gedacht: da die„ Grenzen" nicht willkürlich verschoben werden können, wird die Grundform seltener Anderungen unterworfen sein und damit entfällt die Ursache für den häufigen Wechsel, der die„ Mode" für uns Frauen zu einer fostspieligen Einrichtung macht und die auch, bolkswirtschaftlich betrachtet, eine Ver schwendung darstellt, denn das Tempo im Modewechsel( in Charlottenburg preist ein Geschäft seine Auslagen gar an als die " Mode von morgen") bedeutet immer mangelhafte Ausnuzung des Materials. Bon all' den anderen Wirkungen- Qualitätsverschlechterung, Verschwendung durch die Vielfältigkeit der Muster- sei ein anderes Mal die Rede. Wie kommt man aber zu dem„ EigenKleid"? Vor allen Dingen durch eigene überlegung, die sich nicht irre machen läßt durch die Meinung Anderer und sich auch nicht fürchtet vor dem„ Auffallen" man kann nämlich sehr gut eine mittlere Linie finden oder vor der Eintönigkeit - denn Farbe, Stoffe, Verzierung geben soviel Veränderungsmöglichkeiten, daß ohne übertreibung behauptet werden kann, ein Dugend Kleider oder noch mehr von der gleichen Grundform könnten alle verschieden in der Wirkung sein. Vor allem aber soll ja das Eigenkleid feinen Charakter erst durch die Eigenart der Trägerin bekommen. Dadurch unterscheidet es sich ja gerade vom , modischen" Massenkleid: während dieses alle Menschen gleichmacht, ihnen ihre Eigenart nimmt, will das EigenKleid nur Rahmen für die Persönlichkeit sein. Darum bedeuten Normalisierung und Rationalisierung- Ausbildung von Grundformen und das Erstreben der höchsten Zweckmäßigkeit durchaus nicht, wie so oft behauptet wird Entpersönlichung", sondern sie verschaffen uns gerade die Freiheit und Unabhängigkeit der Persön lichkeit und verleihen uns die rechte Leistungsfähigkeit für den Dienst in der Volfsgemeinschaft. Ilse Müller- Oestreich. " 135 und 136. Jm Schmuck und in seiner Verwendung bermag unendlicher Reiz zu liegen. Ein fleines Kunstwerk in Silber und Edel- oder Halbedelsteinen in Form und Farbe fein abge. stimmt als einziger Schmud an einem schlichten, einfarbigen Kleid, wird immer Freude an wertvoller Einfachheit erwecken. Die Arbeiten des Sporthauses Eclöh, Lüdenscheid, lehnen sich eng an alte, deutsche Runenzeichen an, so daß ihnen neben Schönheit Beit, die mir zu fostbar schien, 136. Schmuckstüde aus Stahl, Bronze oder Silber. der Form durch sinnvolle Bedeutung berliere ich nun vielfach, weil Sporthaus Ecklöh, Lüdenscheid. auch ein Gefühlswert innewohnt. 139 a 137 a - 59 139b 137. Saustleid. Aus Frotteestoff mit einfarbigem Sragen und Blenden aus Batist. Die Bahnen des Kleides sind durchgehend geschnitten, die Weite mit einem Gürtel zusammengehalten. Auch in jeder anderen Stoffart leicht nachzuarbeiten. Erforderlich 4 Stoff 80 cm breit, 70 × 70 zum Besah. Normalschnittmuster für 90-116 cm Oberweite erhältlich. Schnittmuster WK 805. 138. Ritteljäckchen für kleine Kinder. Aus Resten gearbeitet. Die Teile sind mittels Ziernähten verbunden. Man heftet dafür beide Nahtränder nebeneinanderlaufend auf einen Streifen Papier, und näht dann stets 3 Langettenstiche hintereinander an einen Rand, darauf 3 Langettenstiche am anderen Rand. Die Außenkanten des Jäckchens sind ebenfalls mit Langettenstichen umnäht, Schnürberschluß am Ausschnitt in der vorderen Mitte. Schnittmuster für 1-3 und 3-5 Jahre erhältlich. Preis 1.20 M., mit Zierstichprobe 2 M. Schnittmuster WK 806. GK- R 139 a- b. Würsorgerinnenkleid. Für die Angestellten der sozialen Fürsorgearbeit wie Fabrikpflegerin, Gemeindepflegerin, Jugendpflegerinnen ist nicht die strenge Schwesterntracht vorgeschrieben. G3 werden jedoch für diesen Beruf meistenteils auch schlichte Waschkleider getragen. Unsere Abbildung zeigt ein solches Kleid aus blauweiß ge streiftem Stoff. Der weiße Kragenlab gibt dem Kleide ein freunds liches Aussehen. Die einfache Schnittform gestattet ein schnelles Waschen und Bügeln des Kleides. Die Teile des Kleides sind mit Kellernähten zusammengesezt, die Weite durch einen Gürtel zusammengehalten. Der äußerst praktische Kragenlaz wird für sich angezogen( siehe 139a). Er ist auch sonst sehr für Blusen und Kleider zu empfehlen, da er den Ausschnittrand vor dem schnellen Unansehnlich werden schützt. Normalschnittmuster für 90-116 cm Obermeite. Erforderlich 4,50 m Stoff 80 cm breit. Schnittmuster WK 807. 139 e. Beutel. Der Beutel ist aus schwarzem und filbergrauem Perlgarn gestrickt, immer rechts, abwechselnd 6 Reihen grau, 6 Reihen schwarz, so daß sich ein 28 cm breiter, 45 cm langer Streifen ergibt, den man zur Rundung zusammennäht. In der Mitte wird eine einfache Stickerei, dunkel mit grün- lila und bronzefarbenem, feinem Berlgarn oder Kordonnett feide aufgestickt. Am unteren Rand wird der Beutel zusammengefaßt mit schwarzer Quaste abgeschlossen. Am oberen Rand nimmt man die Maschen auf und strickt etwa 10 Reihen schwarz. Schwarze Ringe und schwarze handgedrehte Schnur mit einigen Fäden der Buntstickerei. Auch in gestreiftem Stoff nachzuarbeiten. Stickereimuster WK 808. Einige Zahlen zum deutschen Verbrauch Von Mitte Juni bis 1. September 1920 wurden für eine Milliarde 431 000 m. ausländische Luxuswaren in Deutschland eingeführt. Auf Seide, Pelze, Tüll und Haarneze allein famen in drei Monaten 126 161 000 m. Dabei ist natürlich nicht eingerechnet, was für geschmuggelte Waren berausgabt und außer dem nicht, was an Parfüms, englischen und französischen Back waren usw. eingeführt wurde, denn diese Summen lassen sich statistisch gar nicht erfassen. Dieser gewaltigen Einfuhr an ausländischen Lugusgegenständen steht eine Erwerbslosenunter stützung an etwa 928 000 Menschen in Deutschland gegenüber; sie hat diese Höhe erreicht, weil vielen Industrien die Produktionsmöglichkeit genommen wurde, nicht zum wenigsten durch die starke Einfuhr. Die Entente foll errechnet haben, daß Deutschland im Jahre 1920 für Genußmittel, also für nicht zum Leben notwendige Dinge, 15 Milliarden ausgegeben habe. Für die deutsche Hausfrau sprechen diese wenigen Zahlen Bände! Berufskleidung und Mode Die jetzige Mode ist für eine Berufskleidung günstig. Die fnappen Kleider, ohne biel Stoff, aber doch lose und bequem, einfache Mittel, wie sie seit zwanzig Jahren die Sehnsucht der Kleiderreformer sind, und dann die Kürze! So frei wie jetzt tonnte sich die Frau noch in feinem modischen Kleid bewegen. Das ungeteilte Stittelkleid ist für solche Berufe unübertrefflich, bei denen die Abnutzung des Kleides gleichmäßig vor sich geht, 8. B. bei der Gärtnerin, der Hausbeamtin, der Hausfrau, der Krankenschwester. Bei Verkäuferinnen aber wird es besonders darauf ankommen, daß der obere Teil des Kleides immer frisch ist; bei Büro angestellten scheuert sich bekanntlich die 137 138 139 und 139c hintere Rockbahn am meisten ab. Für solche Berufe ist dem nach ein geteiltes Kleid besser, bei dem je nach Bedarf der Rod oder die Bluse bezw. die Rockteile aufgefrischt oder er neuert werden können. Die moderne überziehbluse ist in diesem Falle sehr geeignet. Sie soll für den Arbeitsanzug nicht aus kostbarem, leicht abnutzbarem Stoff sein oder prunkvolle Verzierungen tragen. Alle Kleidungsstücke, die leicht schmutzen, sollen auch leicht waschbar sein und der sauberste Anzug war immer und wird immer der schönste Anzug sein. K. S. Etwas vom Gehen, von Füßen und Schuhen 8 Es wird späteren Geschlechtern kaum faßbar erscheinen, daß die Menschheit unserer Tage in all' ihrer Klugheit und all ihrer überlegenheit, mit ihrem gepriesenen Kunstver ständnis eine Fußbekleidung getragen hat, die die Schönheit eines jeden Fußes erbarmungslos zerstört". So schrieb Paul Schulze- Naumburg 1903 in seinem bahnbrechenden Wert„ Die Kultur des weiblichen Körpers als Grundlage der Frauenkleidung." P. Sch.-N. verlangte, daß wir vom weiblichen Körper ganz neue Begriffe gewinnen müßten.( Bergl. ,, Von guter Haltung, von Menschenbildung und richtigem Sehen" in der borigen Nummer d. 3tschr.) und neue Begriffe müssen uns auch kommen für Gang und Fuß und Fußbekleidung der Frau. Was müssen wir aber heute erleben? Eine geradezu wahn finnige Stöckelschuhmode, die von der Chinesin oder aus längst vergangenen Jahrhunderten zu stammen scheint, wo man von Gesundheitspflege und Volkshygiene noch keine Ahnung haben fonnte. Wer hat denn eigentlich das Recht gehabt, den Frauen diese Mode aufzudrängen? Sie zerstört den natürlichen Gang der Frau, verurteilt sie zu einem hilflosen Trippeln, bringt sie in stete Gefahr, im Fußgelenk den Halt zu verlieren und zu stürzen und übt einen äußerst schädlichen Einfluß auf 60Abbildungen zu dem Auffah Berufskleidung und Mode. Normalschnittmuster für 90, 98 und 106 cm Oberweite erhältlich. 140. Nod und Bluse. Der Blusenfragen fann auch offen getragen werden. Schwarzer Seidenschlips, Hohlsaumnähte zum Besatz. Seitliche Hüftpasse am Rock mit Treffen besetzt, Worderbahn mit seitlich eingesetzten Taschen, Hinterbahn oben eingetraust. Schnittmuster WK 809. 141. Mittelkleid mit Zuchweste. Das Kleid ist zur Weste passend mit einem Blendenlab gearbeitet, eingesetzte Ärmel bei start verlängert geschnittener Achsel, Westenschoß an den Seiten geteilt. Schnittmuster WK 810. И : b 3: U 140 140 143 144 TZ 145 141 ww 142 ( Ausführliche Beschreibung befindet sich auf den Schnittmustern.) 142. Mittelkleid. Vorder- und Hinterbahn in ausspringende Falten genäht, Baspelknopflöcher und Stofftnöpfe zum Verschluß. Ledergürtel durch Spangen gehalten, Batistkragen mit Filetecken zum Schmuck. Schnittmuster WK 811. 143-147. Schul anzüge. 146 Page 143 ist aus Loden oder starfem Leinen zu ar beiten. Schnittmuster WK 812. 144. Rittelanzug aus dunkelblauemeinen m. weißen Blendenbesatz. Schnittmuster WK813. 145. Bluse aus hellem Sportflanell, Hose aus blauem Stoff, Seidenfchlips. Schnittmuster WK 814. 146. Anzug aus braunem Beinen mit weißem Handhohlsaum u. brau= ner Schnur. Schnitt mufter WK 815. 147. Anzug aus blauKem Waschsamt, Bluse am Ausschnittumschlag und Schlißverschluß bronze- braun umhäkelt, Häkelknöpfe zum Verschluß. Schnittmuster 147 143-147. Schulanzüge. Normalschnittmuster für 4-6, 6-8, 8-10 und 10-12 Jahre erhältlich. WK 816. 6: 148 149. Rückansicht 149. Brusthalter. Aus starkfädigem, luftdurchlässigem Stoff. Verschluß vorn mittels Blendenknopf löchern. Die Ränder der Teile sind mit schmalen Batiststreifen eingefaßt. Damit der Achselstreifen nicht rutschen fann, wird er 149. Borderansicht auf dem Heidknopf aufgeknöpft, desgleichen kann der Unterrod auch auf der Schulter auf den Hemdknopf aufgeknöpft werden, damit sich die Teile nicht verschieben, bezw. nicht von der Achsel fallen können. Grforderlich 50 x 80 cm Stoff. Schnittmuster WK 818. 148. Ginfacher Unterrock. Aus feinem Nessel oder Wäschestoff gearbei tet. Rock und Leib chen unter der Blende zusammengefeßt, Rückenschluß, Ausschnitt- u. Fal belränder umhäkelt mit festen Maschen und Bäckchenabschluß. Die Säume werden schmal jedoch doppelt umgeschlagen, mit der Hand geheftet und dann durch die Häs feltante festgehalten. Erforderlich 2,25 m Stoff 80 cm breit. Schnittmuster WK 817. 150. Gleganter Unterrod. Grundschnittmuster wie Abb. 148. Rock und Leibchen mittels Einsatz verbunden, durch den ein Seidenbändchen geführt wird. Rückenschluß mit verdeckter Knopflochleiste. Breite aufgefeßte Falbel. Stiderei am Leibchen dazu passend. Erforderlich 2 m Stoff 80 cm breit, 2,25 m breite Stickerei, 2 m schmale Stickerei, 1,25 m Einsatz, 1 m schmale Stickerei für Armausschnittränder. Schnittmuster WK 819. 151. Bureaukleid. Läßt sich gut als Vorlage zum Aufarbeiten von Resten verwenden. Borders und Hinterbahn von einfarbigem Stoff mit schmalen Lizen besetzt. Leibchen mit angesezten Ärmeln und plissierten Rockteilen. Er152 forderlich 1,20 m einfarbiger Stoff 50 cm breit, 2,50 m farierter Stoff 100 cm breit. Schnittmuster WK 820. Rückansicht 152. Ginfache Geschäftsschürze. Aus Apaka oder Satin mit großen Taschen zu ar.11153a 20 151 153 b beiten, Tascheneingriffe gepaspelt, am obe= ren Rand mit Schrägstreifen verstürzt, sauber gemacht, Rückenschluß. Erforderlich 2 m Stoff 80 cm breit. Schnittmuster WK 821. 153aund 153 b. Schukod. Schreib: ärmel. 153 a zeigt die ge wöhnliche Form, gerades Stüd Stoff, oben mit Zugfaum, unten mit Bündchen u. Knopfschluß. A. A A 150 N 153b besteht nur aus einem etiva 25 cm langen, oben 20 cm, unten 15 cm breitem Stoffteil, das rundum gesäumt wird und 3 mal Gummibandspangen zur Armweite passend erhält. Wenn dieser Schußärmel aus dem betreffenden Blusenstoff gearbeitet wird, fällt er fast gar nicht auf. Schnittmuster WK 822. Preis 1.20 M. 154. Bureaut schürze mit ans gesetzten Rockteilen. In zwed mäßiger Weise schüßt die Schürze Ärmel und Hinterbahn. Jm Oris ginal aus ge= mustertem Stoff ( blaugrauer Grundfarbe) gearbeitet, gab sie einen sehr fleid= samen Arbeitsanzug, der aber auch aus anderen Stoffen wie Alpata, Satin oder Batist nachgearbeitet werden tann. Die Bluse ist mit eingeset ten Ärmeln und Schalkragen ge arbeitet. Ein schmaler Gürtel 154 deckt die Ansatznaht der Schoßteile, die durch fleine Spangen zusammengehalten werden. Auch für Lehrerinnen und Schülerinnen ist die Schürze zu empfehlen. Erforderlich etwa: 2,75 m Stoff 80 cm breit. Schnittmuster WK 823. Normalschnittmuster für 90, 98 und 106 cm Oberweite erhältlich. Preise Seite 62. die Gesundheit aus, namentlich auf die Unterleibsorgane. Und dies alles in einer Zeit, wo die ganze Arbeitskraft, die volle Gesundheit der Frau unent behrlicher ist denn je! 62 liegt ständig zu weit nach vorn und der Körper hat harte Arbeit zu leisten, um überhaupt im Gleichgewicht zu bleiben, erst recht, wenn die Unterstüßungsfläche an der Ferse so lächerlich a Normaler Fuß und richtige Schuhform Moderner Stöckelschuh C Stelett eines Chinesinnenfußes b Berkrüppelter Fuß und Schuhform, welche die Berkrüppelung hervorruft flein ist, wie beim spizzen Absah. Unsere Abb. c zeigt die Be wegung des Fußes beim Gehen, daneben den üblichen Stöckelschuh und die Abbildung des Knochen Abwicklung des Fußes beim Gehen gerüstes eines Chinesenfußes, welcher die gleiche Grundform zeigt, wie der Fuß der Europäerin im Stöckelschuh. Was für Schuhe sollen wir tragen? Da die meisten Menschen berdorbene Füße haben, ist die Frage nicht mit wenigen Wor ten zu beantworten. Wem es zusagt und besonders Kinder sollten viel barfuß gehen. Man fann bei kleinen Kindern beobachten, daß sie im Schuh die Füße schlecht sehen, beim Bar fußgeben aber einen anmutigen und fehlerlosen Gang zeigen. Für unverdorbene Füße sind Sandalen zu empfehlen. Man beachte jedoch, daß diese dem Fuß die vollkommene Bewegungsfreiheit belassen, die der natürliche Gang erfordert. Wie muß das gute Schuhzeug beschaffen sein? 1. Die Sohle muß der natürlichen Form des Fußes entsprechen. Hierbei bildet die Innenseite des Fußes mit Großzehe u. Fußballen eine gerade Linie. Abb. a zeigt den normalen Fuß, daneben die richtige Schuhform. Abb. b zeigt dagegen einen berfrüppelten Fuß mit umgebogener Groß zehe, wie er überall anzutreffen ist. Daneben die Form der Schuhe, welche die Verkrüppelung hervorruft. 2. Der Absatz follte durchweg nicht höher sein, als die Höhe des Fußgewölbes beträgt. Es gibt heute zahlreiche Frauen, die behaupten, nicht ohne hohe Absätze gehen zu können. Dies beweist, daß ihr natürlicher Gang bereits vollständig verdorben ist. Dieser vollzieht sich folgendermaßen: Das Bein schwingt im Hüftgelent. Das Knie federt bei der Bewegung der Füße elastisch mit. Der vorwärts und fast geradeaus gefeßte Fuß berührt zunächst mit der Ferse, dann mit Fußballen und Großzehe den Boden. Währenddessen wickelt sich der hintere Fuß bom Boden ab, wobei die Großzehe sich abstößt, wenn der vordere Fuß vollkommen den Boden berührt. An dieser schönsten, natürlich verlaufenden Gangart läßt sich nicht rütteln. Wenn man vor dem„ Fersengang" warnt, so liegt das daran, daß der vorwärts gestellte Fuß zu lange ausschließlich auf der Ferse ruht. Dadurch wird der Gang schwerfällig und sehr unvornehm. Hat der Schuh zu hohe Absäte, so tann der Fuß überhaupt nicht abgewickelt" werden, Fuß- und Kniegelenk werden versteift. Der Schwerpunkt des Körpers Zur Beachtung für die Berliner Leserinnen ,, Das Arbeits- und Feierkleid". In der Beratungsstelle Berlin, Königin Augustastr. 21( nahe Potsdamer Brücke) im Laden der Hausrat- Gesellschaft sind Schnitte für einfache und schöne Kleider zu haben. Wer selbst schneidern will und kann, bekommt nicht nur Rat sondern auch Hilfe beim Einrichten. Wer es noch nicht kann, hat Gelegenheit es zu lernen: an jedem Dienstag und Freitag bon 9-12 oder 3-6 Uhr finden Kurse statt, zu denen jederzeit Anmeldungen Wer keine Nähmaschine hat, findet angenommen werden. Gelegenheit zum Maschinenähen auch außerhalb der Kursusstunden. Wer teilnehmen will an den Vortragsabenden, die sich mit Stoffkunde, Form und Farbe beschäftigen, mag sich ebenfalls in der Königin Augustastraße melden. Schnittmusterpreise Den festen Schuh mit Absah fönnen wir nicht entbehren. Da er die Bewegungsfreiheit des Fußes teilweise unterbindet, die Muskeln und Bänder also von ihrer Kraft einbüßen, wird das Fußgewölbe zweckmäßigerweise durch einen eingepaẞten Leisten gestützt, damit es nicht einfinkt. Die Absätze werden, wie schon bemerkt, der Höhe des Fußgewölbes angepakt. Sind diese Forderungen für unser Schuhzeug heute zu er füllen? Es gibt vernunftgemäße Schuhe, aber sie verschwin den unter der großen Masse des Unsinnigen und Falschen. Es widerspricht der Würde der Frau, sich Dinge aufdrängen zu lassen, die gesundheitsschädlich sind und die sie selbst minderwertig, ja lächerlich erscheinen lassen. Die deutsche Verbraucherin hat diese große Macht in Händen. Sie lehne alles sinnlose Schuhzeug ab und fordere immer und immer wieder solches, was zweckmäßig, gesund und an ständig ist. Etwas vom Aluminium Dieses Metall war noch vor wenigen Jahrzehnten selten und teuer und konnte nur sehr beschränkte Verwendung finden, trozdem seine geringe Schwere und sein schönes Aussehen es sehr empfahlen. Dies war um so merkwürdiger, als das AluUrheberinnen: Abb. 134: Jda Schröer, Köln, Werkstätte f. künst lerische Frauenkleidung. Abb. 137-139 c: Werbestelle für deutsche Frauenkleidung, Köln. Abb. 140-142, 151-154: Werbestelle für deutsche Frauenkleidung, Karlsruhe. Abb. 148: Olly Huhn, Cos wig i. S. Abb. 150: Klara Kadner, Meisterin der Wäscheschneiderei. Normalschnitt Nach Maß M. 1.20 gezeichnet Kleine Schnittmuster: Kinderwäsche, Kinderschürzen, Mützen usw.. Blusen, Röcke, Jacken, Wäschegegenstände für Erwachsene, Knaben- und Mädchenkleidung bis zu 14 Jahren Kleider, Mäntel für Erwachsene, Knaben- und Mädchenkleidung über 14 Jahre Der Verlag gibt Normalschnitte oder Schnitte nach Maß gezeichnet zu den am Schluß der Beschreibungen ange= 6chnittmusterversand und Schnittmusterbogen Maße der Normalschnitte für Mädchenkleidung: " 1.80 3.M. 4.50 99 " 9. führten Preisen ab. Unsere Normal schnitte werden nach mittelgroßen un geschnürten Normalfiguren gezeichnet. Maße der Normalschnitte für Knabenkleidung: Alters Stufe Dber= weite Ganze Innere Armvordere Länge länge Alterss Ober stufe weite Ganze Innere vordere Arms länge Länge Altersstufe Aeußere Länge für turze, glatte Beinkleider Innere Arms Altersstufe Länge Aeußere Länge für furze, glatte Beinkleider Innere Arm länge 14-16 12-14 10-12 78 8-10 88840 86 105 43 6-8 82 95 40 4-6 85 37 2-4 62 74 75 34 1-2 28289 70 66 60 2800 65 29 60 25 14-16 12-14 66 62 55 21 10-12 50 18 8-10 58 54 44459 40 35 6-8 4-6 2-4 1-2 48 42 36 29 22220 30 26 23 Den Betrag für die gewünschten Schnitte und 60 Pf. Porto wolle man mit der Bestellung einsenden, andernfalls erfolgt Bu sendung mit Nachnahme, die sich außer Porto noch um 75 Pf. erhöht. Einfachste Bestellung auf Zahlkarte 992 Starls ruhe i. B., G. Braunsche Hojbuchdruckerei und Berlag, Karlsruhe i. B., Kartfriedrichstraße 14. Wir bitten bei Bestellungen von Normalschnittmustern die genaue Größe, sowie die Schnittmusternummer mit den Kennbuchstaben anzugeben. Herausgeberin: Elisabeth Röhl, Köln. Verantwortlich für den Schrifiteit: G. Möht, Köln- Kleitenberg, Lohrbergstraße 28, für ben Bilderteil: 2. Düben, Karisrube i. B., Kartfriedrichstraße 14. G. Braunsche Hofbuchdruderei und Berlag, sarisruhe i. B. 63 R Die Heimat auf dem Lande Erntetanz In einem großen Dorf der Grafschaft Schaumburg ist Schüßenfest. Da schwingen sich die„ Rotröcke"( Beiname der hessischen Bäuerinnen). Ausgesuchter als sonst ist heute die hübsche Tracht, reicher der Auspuß. Die Farbe des- weit flatternden Roces wird gehoben durch den untern Besahstreifen, der violett, hellgrün, leuchtend blau oder rosenrot mit schwarz gehalten ist. Zu dem Scharlachrot des Roces gibt dies eine Wirkung, wie sie wohl nur ein in langer Tradition geübter Farbenfinn erzielt. Die schwarzen Seidenschürzen sind bis obenhin in prächtigem Violett bestickt, und die Besatstreifen bon Armel und Wams zeigen etwas Gelbrot und Blau, stehen jedenfalls mit dem Ganzen in guter Wirkung. Das Schwarz der Müßen und Bänder gibt zu dem leuchtenden Farbenklang eine tiefere Note und ist fein dahin berechnet, daß die bunte Tracht die zartfarbigen blonden Gesichter der Frauen und Mädchen auch fleidet. Die Männer tragen feine Tracht, doch haben ihre Röde bäuerlichen Zuschnitt. Das schwingt und dreht sich nun, bald schnell, bald mit mehr Würde. Einige der althergebrachten Tanzarten( Eintritt, Zweitritt) erinnern mert würdig an solche, die als ganz neue Moden vom Ausland her bei uns eingeführt werden. So erinnere ich mich, daß der vor 20 Jahren von Amerika herkommende Boston den Besuchern unferer heimatlichen Schüßenfeste nichts Neues sein fonnte. Unermüdlich und sicher führte hier von jeher der bäuerliche Tänzer bald im Walzertatt langsam vor und rüdwärts gehend, bald links und rechts herumschwingend feine ihm geschickt folminium zwar in gediegenem Zustand überhaupt nicht vorkommt, aber doch zu den berbreitetsten Metallen gehört, denn es findet fich in Verbindung mit dem Sauerstoff( Aluminiumoryd) als Ton( diefer mit Sand und Eisenoryd gemischt als Lehm) sozusagen überall auf der Erde. Wie weiter bemerkt sein mag, hat das Aluminium nahe Beziehungen auch zu den bekannten Edelsteinen Korund, Rubin und Saphir, die ebenfalls eine Sauerstoffverbindung des Aluminiums darstellen. Wenn nun trop jener weiten Verbreitung das Aluminiummetall so selten war, so lag dies daran, daß es lange Zeit nicht gelingen wollte, das Aluminium aus dem Lon billig herzustellen. Dies gelang der Technik zu Anfang der achtziger Jahre unter Buhilfenahme des elektrischen Stromes. Als Rohmaterial mußte man aller bings eine besonders geartete Tonerde, den sog. Bauxit verwenden. Die Gewinnung des Aluminiummetalls machte nun mit einem Male gewaltige Fortschritte. Während in den यू gende Tänzerin. Im ganzen faßt der Bauer den Tanz mehr als eine Arbeit auf, aber als eine lustige. Man tanzt vom ersten Takt bis zum lepten, fest angefaßt, und Schweißtropfen müssen fließen. Hochgeröteten Gefichts dreht sich auch die dralle Vierzigerin, so eifrig, wie sie in der Woche bei der Feldarbeit ihren Mann steht. In den Ecken des Zeltes folgen die Kinder dem Beispiel der Großen, und durch die mit Laubgewinden geschmückten Fensteröffnungen schaut die freundlich hüglige Landschaft hinein, A. VI. ohne die unser Bild nicht vollständig wäre. Eine bayrische Trachtenschau fand um Pfingsten in München statt. Aus Altbayern, Franken, Schwaben, aus der Pfalz, aus Tirol, Steiermark und Kärnten waren an die 200 Vereine zur Erhaltung der Volkstrachten erschienen. Der Vorbeimarsch des Festzuges dauerte anderthalb Stunden. 54 Prunkwagen mit 300 verschiedenen Trachten von unendlicher Mannigfaltigkeit waren vertreten.- Wunderbar schön sind vielfach diese alten Trachten mit ihren Kostbarkeiten an Stoffen, Silber und Geschmeide. Und die oberbayerischen, fränkischen und andere Volkstänze, die im Münchener Kindl Keller aufgeführt wurden, zeugten von Eigenart, Geschmack und urwüchsiger Schönheit, ganz das Gegenteil von manchen der heut üblichen, meist ausländischen Tänze.- Ein Bild der Freude und Lebenskraft war die Münchener Trachtenschau, zu der die ein. zelnen Landesteile ihre kräftigsten Burschen, ihre hübschesten Mädchen entsandt zu haben schienen. So kann aus allem urwüchsig= deutschen neue Freude und Kraft für unser Volfsleben erwachsen. achtziger Jahren auf der ganzen Erde nur erst wenige Zentner Aluminium gewonnen wurden, stieg die Menge auf 6 Mill. Pfund im Jahre 1900 und auf 14 Mill. Pfund im Jahre 1913, und der Preis sant von etwa 60 M. das Pfd. im Jahre 1880 auf 80 Pf. im Jahre 1913. Zu Beginn der fünfziger Jahre hatte das Pfund noch über 2000 M. gekostet. Nachdem es inzwischen gelungen war, das Aluminium auf einfache Weise zu verschweißen, konnte es zur Herstellung aller Art von Gegenständen, die aus Metall bestehen und doch ein leichtes Gewicht haben sollen, wie z. B. Gegen stände für Luftschiffe, Kochgeschirre und andere Behälter Ver wendung finden. Ein Mißstand für Deutschland war noch immer, daß der Bauxit fast nur im Ausland gewonnen wurde. Die Not des Krieges hat die heimische Technik zu der wichtigen Erfindung geführt, das Aluminium aus gewöhnlichem Ton herzustellen und es besteht die Hoffnung, daß wir unseren Bedarf an Aluminium im eigenen Lande gewinnen. Frau Dr. S. B., - 64 Bei Das Univerfalmittel Geschenkartikel aller Art. 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