Jahrg. 4 19 2 2 Die Frau und ihr Haus Zeitschrift für kleidung Gesundheit Körperpflege und Wohnungsfragen Die Heimat auf dem Lande heft 3 15. März 3 ur GI e ich heit Beilage zur Landbebauung Die Natur denkt nur lauter große Gedanken. I. Wir und die Natur. Feuchtersleben. w Der Bauer, der sein ererbtes Stück Land bearbeitet - der Siedler, der auf seinem Boden sich den Lebensunterhalt schafft der Stadtbewohner, der im Schrebergarten sein Gemüse zieht aber auch der Städter, der im Lauf der Tage hinauszieht in die freie Gotteswelt bei ihnen allen ist die Natur ein untrennbares Stüd ihres Lebens. Die Kriegszeit hat uns vor Augen geführt, was der Landmann für unser Volk bedeutet. Mit allen erdenklichen Mitteln sucht man die Erzeugung unseres deutschen Bodens zu heben und im großen rationeller zu gestalten, um uns vom Ausland unabhängiger zu machen. Und der Siedler sucht aus seinem Feld und Gartenland mehr und mehr den Höchstertrag herauszuholen. Vielleicht mögen wir noch einmal ähnlich wie in China, wo dasLand knapp und die Menschenfraft reichlich vorhanden ist, eine viel mehr ins einzelne gehende Gartenbearbeitung einführen; eine Bearbeitung, wo jedes Pflänzchen, jedes Hälmchen gewissermaßen WK 440, 440 a- c. Das Kleid besteht aus Leibchenrod und Hemdhose. Leinen oder wasserdichtes Loden ist am besten geeignet für den Leibchenrock, luftdurchals Einzelpersönlichkeit behandelt und dadurch zu viel größerem Ertrag geführt wird, als in der„ Masse". Aber der Gedanke an das was nüglich ist, kann nicht allein ausschlaggebend sein für unsere Landbebauung. Wir suchen dabei noch ein anderes: Freude! Freude an der Blumenpracht, welche den Schwarm der Insekten anlodt, am stolzen Wachstum des Baumes, der von Jahr zu Jahr seine Blätter mehr entfaltet, E 派 GK- R WK 440. Arbeitskleid für Gärtnerinnen Siehe auch unseren Auffah über Gärtnerinnenkleidung Heft 3, 1921 am Laubendach des Weinstocks, der immer tieferen Schatten spendet, an den Vögeln, die jedes Jahr von neuem sich zu ihrem Badeplatz versammeln. Wir suchen die Freude in versteckter Gartenlaube wie an dem Platz, wo das Auge über weite Wiesen und Felder schweifen fann. Aber mehr noch als Freude wird unser Teil, wenn der taufrische Morgen alle Adern mit neuer Kraft durchströmt, wenn die untergehende Sonne unser Herz mit wunderbarem Frieden erfüllt, wenn wir unser ganzes Sein eins fühlen mit dem himmlischen All. Wir alle suchen heute die Natur. Wohl ist der Grad verschieden, wie ihr Genuß dem einen oder. bem andern zugemessen wird. Die Erscheinun gen des Lebens sind Tässiger Wäscheftoff für die Hemdhose, die, wie die folgende Abbildung zeigt, auch mit langem Ärmel und Kniebündchen, für fältere Zeiten auch aus Flanell gearbeitet - 18 WK 440 a WK 440bWK 4406 WK 441 a werden kann. Leibchen mit schmalem Vorderteil und gleichbreiter Vorderbahn, Hinterbahnen eingefcaust an das Leibchen genäht. Ausschnitt- und Ärmelrand sind mit einfacher Spannstichstickeret berziert. Dieser Leibchenrock mit der Hemdhose 440a wird von den Schülerinnen der Gartenbauschule Elvira Kastner, BerlinMarienfelde, getragen und vom Verband für Gutsbeamtinnen empfohlen. Zur Ergänzung dienen Brusts und Strumpfband. halter, die unter der Hemdhose getragen werden( s. Abb. 2, 34, 108, 149, 202 und 203 des Jahrgang 1921) und evtl. auch warme Reformbose. Normalschnittmuster für Hemdhosen und Leibchenröde in den 4 Größen erhältlich. Preis je 3 M. unendlich reich und vielgestaltig und wir können nicht wieder zu Naturmenschen werden. Aber ohne dieses Stüd Leben sind wir arm, uns fehlt die körperliche und seelische Kraft, die wir heute mehr denn je in unserem Dasein brauchen. Die immer wiederkehrende Berührung mit der Natur ist das Heilmittel, das immer von neuem seine Wirkung tut und uns aus körperlicher und seelischer Erschlaffung emporreißt. So erneuert sich auch immer wieder der Sinn jener alten griechischen Sage vom Riesen Antäus, der unüberwindlich war, so lange er durch die Berührung mit der Mutter Erde immer neue Kräfte gewann. Sein Untergang war befiegelt, als er von der Erde losgelöst worden war. II. Gemüseban im Hausgarten. Eigner Herd ist Goldes wert. Eigner Garten und selbst. gezogene Gemüse nicht minder. Es ist nicht gerade leicht, seinen Garten so in Schuß zu halten, daß man immer etwas zu ernten hat, jedes Pläbchen ausgenutzt und alles sauber und untrautfrei Sasteht. Aber die sich jedes Jahr mehrende Er. fahrung wird bei aufmerksamer Beobachtung und zähem Fleiß schon fertig bringen, daß nach und nach alles ins richtige Fahrwasser gerät. Allerdings muß man sich etwas mit Düngung und richtiger Fruchtfolge befassen; davon hängt eben der Erfolg ab. Wir können düngen mit Stallmist, ber, wenn gut fonferviert, alle drei Hauptnährstoffe zugleich enthält, nämlich Stidstoff, Kali und Phosphorsäure, oder auch mit dem sogenannten Kunstdünger, der immer nur einen oder zwei Hauptnähr stoffe enthält. Wenn alle drei Hauptnährstoffe gegeben werden, sprechen wir von Wolldüngung. Die einfachste Bolldüngung wäre eine Stallmistgabe. Alle Pflanzen verlangen Düngung, aber nicht allen ist Stallmist zuträglich, da er die Nährstoffe, z. B. den Stickstoff in langsam wirkender Form enthält, dessen Wirkung uns bei manchen Gemüsearten recht unliebsame Er fcheinungen zeitigt. Etwa bei Buschbohnen und Erbsen üppiges Laub, statt Schoten. Nach den Ansprüchen der Pflanzen unterscheiden wir start, mittel- und schwachzehrende. Ge müsearten. Die Startgehrenden verlangen Stallmist. düngung. Man sagt, fie tommen auf Land erster Tracht. Hierher gehören alle Gemüse, welche starke Blattmasse ent wideln, also die Kohlarten( mit Ausnahme vielleicht von Kohl rabi und Kraus oder Blätterkohl, welche auch in atveiter Tracht tommen können) sowie Stopfsalat und dergleichen Blattgemüse; auch Rhabarber, Tomate. Der Stallmist soll tunlichst schon im Herbfte untergegraben. oder besser untergehackt werden, damit er tüchtig faulen kann. Frischer Stalldünger, kurz vor dem Pflanzen gegeben, tut den Wurzeln wehe. Man rechnet im intensiven Gemüsebau, daß ungefähr jedes weite, längstens jedes dritte Jahr das gleiche Land eine Stallmistdüngung erhält. Man sei mit der Menge nicht zu ängstlich. Mengen bis zu 1 8tr. pro 1 a ( 100 qm) schaden durchaus nichts, wenn auch geringere Mengen von der Pflanze schon dankbar aufgenommen werden. Die Mittel- oder Mäßigzehrenden kommen auf Land zweiter Tracht, d. h. nicht mit Stalldünger( es sei denn mit altem verrottetem) versehenem, aber in alter Dungkraft stehendem Boden. Hierzu zählen Zivie bel, Schwarzwurzeln, Möhren, rote Rübe, Radieschen, Stangen bohnen( im Gegensatz zu der Buschbohne). Auch Sellerie steht besser in zweiter Tracht, als in frisch mit Stallmist ge düngtem Boden. Kartoffel fann zu Gruppe 1 und 2 gezählt werden. Bei sämtlich. Knollenund Wurzelgemüse würde der Stickstoff des Stalldüngers zu biel Blattmasse erzeugen, gerade wie bei den schwachzehrenden Gemüsen. Beide lieben den Stickstoff nur in schnell wirken. der Form und haben nur ge ringe Mengen für die erste Entwicklungszeit nötig. Sämt liche Nährstoffe geben wir diesen Pflanzen in Salzform, etwa 14 Tage vor der Saat. Unge. fähre Menge auf 1 a( 100 qm) 3000 g Superphosphat, 2000 g 40 prozentiges Stali und 1000 bis 2000 g schwefelsaures Ammoniat. Zu den schwachzehrenden Gemüsearten gehören Feldsalat, Kraustohl, Buschbohnen und Erbsen. Sie werden auf Land britter Tracht( manchmal auch aweiter Tracht), das am längsten ohneStalldünger ist, gebaut und erhalten die gleiche Düngung wie Wurzel- und Knollengewächse. Haben wir die Ansprüche der Pflanzen kennen gelernt, so fällt uns Feststellung Ser Fruchtfolge, besser gesagt Pflanzenfolge, schon leichter. Der Einfachheit halber lasse ich einige Beispiele folgen: 13 WK 441. Wanderkleid auch als Arbeitskleid verwendbar. Langes Leibchen mit angeschnittenen Ärmeln und anges feptem Rod aus grünem Loden. Hemdblusenhose siehe Abb. 441 a, aus silbergrauem Waschkrepp oder Leinen. Ledergürtel durch Spangen gezogen. Rüdenschluß mit Snopflöchern und Knöpfen. Schnittm. f. 14-16 u. 16-18 Jabre. Wir beginnen auf Land erster Tracht mit Adventwirsing( im Oftober gepflanzt); Mai- Juni folgen Stangen und Busch bohnen, auf diese Feldsalat und Spinat( Sept.). Auf Land erster Tracht früher Weißkohl im zeitigen Frühjahr; nach dessen Ernte, Anfang Juli, Endivien, bei verspäteter Ernte, Ende Juli- August, Spinat. Auf Land zweiter Tracht säen wir Mitte Februar bis Anfang März frühe Möhren. Nach deren Aberntung, Mitte Juni Juli, pflanzen wir Breitlauch. Aussaat Mitte April). Land dritter Tracht benußen wir von Ende Februar ab für Erbsen. Es verlohnt sich, zu verschiedenen Beiten zu säen; zuerst Früherbsen, dann mittelfrühe und späte, zuletzt wieder frühe Sorten, um recht lange Erbsen ernten zu können. Nach den Erbsen können wir von Mitte bis Ende Juni noch Spätwirfing pflanzen. Auf später abgeerntete Beete fönnen wir bis Mitte Juli noch Stohlrabi und Kopfsalat bringen. Mitte bis Ende April nehmen wir eine Aussaat bon Möhren zum Einwintern vor. Es soll Land zweiter Tracht sein. Etwa da, wo im letzten Jahre der Spätkohl stand, oder wo wir im Herbst Butterkohl pflanzten, der als Schnittgemüse Mitte bis Ende April schon in die Küche wanderte. Auf Land zweiter Tracht säen wir im zeitigen Frühjahr Schwarzwurzeln, welche für den Winter ein famoses, stets frisch aus dem Boden zu grabendes Gemüse liefern. Im Februar zum Vorkeimen aufgesezte Frühkartoffeln werden Anfang April auf Land erster oder zweiter Tracht gepflanzt. Bei der Hälfte des Stüdes lassen wir jede vierte Reihe unbepflanzt, berbessern den Boden mit Kompost und sähen nach Mitte Mai Traubengurken in die Reihen. Nachdem die Kartoffeln abgeerntet, breiten sich die Gurten aus. Zwischen die Gurkenreihen pflanzen wir dann noch Ende Juni je eine Reihe Rosenkohl. Die andere Hälfte des Kartoffelstückes wird voll bepflanzt. Nach diesen Kartoffeln bringen wir Anfang Juli Krauskohl. Auf Mitte März aus. gepflanzten Kopfsalat( erste Tracht) folgt Ende Mai später Not- und Weißfohl für den Winterbedarf. Eine warme ge schützte Rabatte( erste Tracht) wird Anfang Februar mit Rübstiel besät, nach deren Ernte wir Stohlrabi pflanzen( etwa 19 • Mitte Mah. Auf diese können noch Aussaaten von geldsalat und Spinat folgen. Eine Kultur muß die andere ablösen. Stein Stückchen Boden darf unbenutt liegen bleiben. Besonders von Kohlrabi und Stopffalat halte man sich stets eine fleinere Anzahl Seppflanzen parat, weil gerade hiermit das kleinste freiwerdende Plätzchen jederzeit bepflanzt werden kann. K. Asperger, Bonn. III. Frühjahrsarbeiten im Obstgarten Auch im Obstgarten gibt es allerhand Arbeit. Die Bäume werden geschnitten, bezw. ausgelichtet. Alle in das Innere der Krone wachsenden Triebe werden entfernt, desgl. sich reibende Aste und zu dicht stehendes Holz. Licht, Luft und Wärme müssen ungehindert in die Baumkrone eindringen können. Krante, start von Krebs und Blutlaus befallene Aste werden abgesägt und wandern als Brennholz in die Küche. Daß alles dürre Holz entfernt wird, ist selbstverständlich. Die riffige Borte alter Stämme wird mit dem Baumkraker abgetrapt; hierauf arbeitet man mit der Baumbürste nach, um glatte Rinde zu erhalten, welche Insekten keinen Unterschlupf bietet. Die abgefragte Borte lasse man nicht unter dem Baume liegen, sondern sammle alles und verbrenne sie sofort.- Die Stämme und dideren uste werden mit zwanzigprozentiger Karbolineum brühe angestrichen. Man verwende aber nur Obstbaumtarbolineum. Die Kronen werden mit 12-15 prozentiger Rar bolineumbrühe bespritzt. Blutlausstellen werden mit der gleichen Lösung tüchtig ausgepinfelt. Die Flüssigkeit muß in alle Spalten und Nigen eindringen. Bu start verlaufte jüngere Beige werden weggeschnitten, desgleichen die von Meltau befallenen Apfel- und Stachelbeertriebe. Sie werden gesammelt und verbrannt. Von Schildläufen befallene Afte und Stämme werden mit 30-40 prozentiger Karbolineumbrühe bestrichen. Man hüte sich die Knospen zu beneßen, da die starke Brühe fie unweigerlich zerstört. Stachel- und Johannisbeersträucher, bie zu viel altes Holz tragen, werden ausgelichtet und teilweise berjüngt. Junge, träftige Triebe werden ein Drittel ihrer Länge eingekürzt. Sämtliche Bäume werden gejaucht. Man gicße die Jauche aber nicht an den Stamm, sondern gebe sie in der Kronentraufe. Bei verjüngten Beerenobststräuchern ergeugt Jauche schönes junges Holz. Im Frühjahr gepflanzte Bäume werden öfter gegoffen, sonst bertrocknen sie. Man wähle für kleine Gärten weniger den Hochstamm, als vielmehr den weniger Platz beanspruchenden Busch. Auch halte man sich die Gemüseländer frei von Obstgehölzen und bepflanze nur Rabatten an den Wegen entlang mit Obstbäumen. Zu dichtes Pflanzen ist verwerflich. Büsche berlangen immerhin 4 Meter Abstand, besonders in kräftigen Böden, Beerenobststräucher 1,50 Meter allseitigen Abstand. Wände können mit Spalieren bepflanzt werden. Nördliche Wände und Mauern mit Sauerkirschen( Schattenmorelle), südliche mit Birnen- und Pfirsichspalieren. Man wähle keine zu breiten Formen, die zuviel, Sunst" erfordern, sondern faufe am besten die fertige Form. Für Sauerkirsche und Pfirsiche halte ich das freie Spalier, die sogenannte Fächerform, für das richtigste, da sie das Eingezwängtsein in eine strenge Form nicht bertragen. Besonderes Augenmerk richte man auf die Raupennester. Manche Gegenden sind ungeheuer von der Raupenplage Heimgesucht und die Plage wird immer schlimmer, weil nichts getan wird. Abschneiden der Nester im Winter und zeitigen Frühjahr, wenn die Räupchen der Kälte wegen noch im schützenden Nest sizzen, ist die einfachste Bekämpfung. K. Asperger, Bonn. Meiner Ansicht nach ist Energie die erste und einzige Tugend des Menschen. W. b. Humboldt. # Deutscher Boden für Heimstättens und Gartenland. Bielen Frauen ist es noch nicht bewußt geworden, daß die Familie nur ein kleiner Teil ist in dem großen Haushalt der Bolkswirtschaft, daß ihre eigenen Nöte nur zu lösen find in dem großen Zusammenhang der wirtschaftlichen Not unseres Volfes. Tausende und abertausende von Kindern siechen heute noch in elenden Wohnungen dahin; ungezählte Frauen verfümmern in großstädtischer Fabrifarbeit. Immer mehr müssen sich unsere Frauen in diese Zustände hineindenken. Dann werden gerade sie dafür sorgen, daß das Landgesek" durchtommt, welches den deutschen Boden allem in- und aus ländischen Bodenhandel entziehen und ihn frei machen soll für Heimstätten- und Gartenland. Dann wird die Einzelfamilie gesunden und mit ihr unsere gesamte deutsche Bollswirtschaft. s. * Eeit dem Jahre 1892 besteht der Bund deutscher Bobenreformer, gegründet von Shelf Damaschte, Berlin N 23, Leffingstt. 11. Mitgliedsbeitrag vierteliärt. 7.50. WK 442 HK. WK 442 und WK 443. Gartens hut und Schürze aus matur farbenem Leinen mit rotems Blendenbesat. Am Hut sind Ropfteil und Krempe mittels schmalem Bündchen verbunden, bie Krempe ist doppelt zu nehmen und in ½ cm breiten Abständen zu durchsteppen. Die Schürze wird mit Zugfaum und Rückenschluß gearbeitet. Schnittmuster zum Hut 2 M., zur Schürze 3 M. in den bier Größen erhältlich. Erforder lich zum Hut 120x40 cm Stoff, zur Schürze 3 m Stoff 80 cm breit. Bücherschau WK 443 Bon nenem Gartenban und Siedlungswesen handeln von gana verschiedenem Standpunkt aus drei Werke, die wir allen denen empfehlen, welche tiefer in diese Fragen eindringen und sie selber mit lösen helfen möchten:„ Das grüne Jahrhundert, Wege zum Aufbau Deutschlands durch Siedlung". Von K. H. Knippel. F. O. G. Verlag in Dresden 34. Preis 12 M. " Jedermann Selbstversorger, Eine Lösung der Siedlungsfrage durch neuen Gartenbau". Von Leberecht Wigge. Verlag Eugen Diederichs, Jena. Preis 3 M.- Der deutsche Volkspark der Zukunft", Laubenfolonie und Grünfläche". Non Harry Maaß. Verlag Trowitsch& Sohn, Frankfurt. Preis 4.80 M. Die Bücher können bezogen werden von der Buchhandlung des Zentralverbandes der Kleingartenvereine Deutschlands, Berlin SO 16, Köpenickerstr. 32 a. " Die Frau in der Gemeinde. Von Else Königsdörffer, Stadtverordnete in Plauen. Herausgegeben vom Reichsfinanzausschuß der D. Demokratischen Partei, Berlin. Preis 75 Big. w Das Kleine Büchlein faßt in flarer Form die Schwierigkeiten zusammen, welche der Frau als Stabiberordnete entgegenstehen und bespricht dann die überaus zahlreichen Arbeitsgebiete in den Gemeinden, welche nur durch die Mitwirkung der Frau fegensreich gefördert werden können. Es zeigt, wie die Frauenarbeit in den Barlamenten neue Ideenrichtungen und neue Entfaltungsmöglichkeiten bringen und über die Arbeit der Par teien hinausgreifen muß. Das Recht der Frau, von Dr. Georg Baum( Berlag von W. Bobach& Co.), bietet eine sehr übersichtliche Zusammenstellung der wichtigsten Geseze und Rechtsbegriffe aus dem Familienund Rechtsleben der Frau. Chemie in Küche und Hans von 2. Klein. Aus Natur und Geisteswelt Nr. 76, Verlag von B. G. Teubner, Leipzig- Berlin. 4. Auflage 1919. Preis tart. 1.60 M., geb. 1.90. und Leuerungszulagen. Das fleine Büchlein hat mit Recht viel Anerkennung gefunden, es erläutert auf wissenschaftlicher Grundlage die vielen uns alltäglich vorkommenden Erscheinungen des Haushalts, wie wir sie beim Kochen, bei der Beleuchtung und der Heizung, beim Waschen und Buken erleben. Möchte die vorliegende 4. Auflage manche Hausfrau veranlassen, sich mit dieser vertieften Auffassung ihres Hauswirtschaftlichen Berufes eingehender zu beschäftigen. Jch ärgere mich, wenn ich sehe, welche Mühe man sich in diesem rauben Klima gibt, um Ananas, Bananen und andere erotische Pflanzen zum Gedeihen gu bringen, während man so wenig Sorgfalt auf das menschliche Geschlecht verwendet. Man mag sagen, was man will: der Mensch ist wertvoller als alle Ananasse der Welt zusammen. Er ist die Pflanze, die man züchten muß, die alle unsere Mühe und Fürsorge ver. dient; denn sie bildet die Bier und den Ruhm des Bater landes. Fricbrig IL 20 WK 444 WK 445 WK 447 und WK 449 Westen aus gestreiften Stoffen. Die Farben des Streifenmusters sind so zu wählen, daß sie gut zu dem zur Verwendung tommenden Rod passen. Bei WK 447 find Gürtel, Gürtelspange, Knöpfe und Randbesätze aus eins farbiger, zum Rod passender Seide gearbeitet, des gleichen bei WK 449 Lab, Kragen, und Ärmelaufschläge und die Knöpfe. Erforderlich für WK 447: 1,20 m gestr. Seide 80 cm breit, 50 cm einfarbige Seide, f. WK 449: 1,80 m geftr. Seide 80 cm breit, 50 cm einfarbige Seide. Normalschnittmuster für 98 und 106 cm Oberweite erhältlich. Preis 3 M. WK 446 WK 444-446 Jungmädchenlleider In schwarzen Stoffen auch zur Konfirmas tion geeignet. WK 444 ist aus blauem Schrägköper mit giftgrünem Lab, Kragenaufschlag und Paspel vorstoß an den Rändern, Kragen auch offen zu tragen. Erforderlich 4 m blauer Stoff, 60 cm griner Stoff 100 cm breit. Für WK 445 ist braunes, feines Tuch berivendet, mit einer türkisblauen Chiffon- Falbel am Aus schnitt. Leibchen und Rock sind übereinstim mend in Falten gelegt, am Rod wird die Weite an den Seiten in gleich breite Plisseefalten eingelegt, das Leibchen wird fest auf den Rock gesteppt. Rückenschluß mit Baspelfnopflöchern u. Stoffknöpfen. Erfor derl. 3,50 m Tuch, 70 cm Chiffon 120 cm breit. Blaugrüner Wollstoff ist für WK 446 verwendet, zur Verzierung ist silber. graues Lazetband aufgesteppt. Erforderlich 3,50 m Stoff 100 cm breit. Normalschnittmuster für 14-16 u. 16-18 Jahre erhältlich. WK 448. Jacenkleid aus braunem Gabardine. Einfacher Zweibahnenrock, lange Jade mit einfachem Knopfschluß, Kragen auch geschlossen zu tragen. Die eingesezten Keile werden mit einigen Helles Steppstichreihen verziert. Seidenfutter bis zur Gürtelhöhe. Erforderlich 4,50 m Gabardin 130 cm breit, 2,50 m Seidenfutter 80 cm breit. Normalschnittmuster für 98, 106 und 116 cm Oberweite erhältlich. WK 447 WK 448 WK 449 # 21 WK 450 Kapple WK 453 WK 451 WK 450. Brautkleid aus Chinakrepp mit Stickerei. Die Stickerei war bei unserem Modell mit feinen Silberfäden gearbeitet, sie fann auch mit Kunstseide gearbeitet werden. Rüdenschluß mit Seidenösen und Seidenknöpfen. Erforderlich 4,50 m Seidenstoff 100 cm breit. WK 451. Brautkleid aus weicher Seide. Die Borte am überkleid ist aus Chenille mit feinen Metallfäden aufgenäht. Rod am Futterleibchen, überkleid zweimal mit gedrehter Stoffblende abgegürtet. Am Ausschnitt eine Reihe Chenille. Erforderlich 4,50 m Seide 110 cm breit. WK 452. Festkleid aus Chiffonsamt, Armet aus Seiden- Schleierstoff. Der mäßig weite Rod ist einem leicht anliegenden Futterkleid angesezt. Ärmel und schmale Basse sind ebenfalls dem Futters Kleid aufgenäht. Rückenschluß am Kleid, Seitenschluß am Gürtel. Erforderlich 4 m Chiffonsamt 120 cm breit, 1 m Schleierstoff 100 cm breit, 2,50 m Futterseide 80 cm breit. WK 453. Jadenkleid aus grauem Tuch mit grau- grünem Lederbesatz. Der Rock ist an den Seiten in schmale Tollfalten gelegt, am oberen Rand auf ein Miederband genäht und mit schmalem Leder. gürtel abgeschlossen. Der tiefgelegte Gürtel der Jade ist aus Stoff mit Schnalle aus Leder. Erforderlich 5 m Stoff 120 cm breit. WK 454. Frühjahrsmantel aus grünem Tuch mit schwarzen Treffen. Die hintere Mitte des Mantels fällt glatt wie die Vorderbahn, die Weite des Mantels wird seitlich durch die Tressengürtel zusammengehalten. Verschluß mittels verdeckter Knopflochleiste, tief eingesetzte urmel. Erforderlich 3,50 m Tuch 120 cm breit, 8 m Tresse. Normalschnittmuster in 90 und 98 cm Oberweite erhältlich. WK 454 111 WK 452 WK 456 WK 457 22 WK 455 00 WK 458 GER WK 455. Tischdecke aus Beinen m. Stopfstichberzierung. Je nach der Verwendungsart fann die Dede aus weißem naturfarbenem oder blauem Leinen mit waschechtem roten Garn gearbeitet werden. Das Riffen WK 456 mit Bunt stiderei ist aus dunkelgrüner Bourrettseide, die Stickerei im Spannstich ausgeführt. WK 457 Rissen aus Leinen mit Stiel stichverzierung, ist aus Kochel leinen, deffen Karomuster leicht zum Abzählen der viereckigen Figuren dient. Die Tischdecke WK 458 mit Häkeleinsätzen ist aus vier, durch gehäkelte Zwischensäße verbundenen Da matservietten hergestellt, deren Kleeblattmuster in der Spize u. im Einsatz wiederkehrt. Unser Modell hat in seiner einfachen Bornehmheit mehrfach als Tauftischdecke gedient. Auch aus glattem Leinen mit Fileteinsatz und Spike zu arbeiten. Ausführliche Beschreibung, Stideret, Häkel- u. Filetmuster zu den Abbildungen auf dem Handarbeitsbogen Frühjahrsheft 1922. Für die Küche Engelhopf. 1 Pfd. Mehl, 120 Gr. Kunstbutter, 125 Gr. Buder, 4 Eidotter,%% Ltr. Milch, 50 Gr. gehadkie Mandeln, 50 Gr. gut gewaschene Sultaninen, die abgeriebene Schale einer halben Bitrone, 1 Prise Salz und 40 Gr. Hefe. 8um Ausstreuen der Form 125 Gr. gehobelte Mandeln. Der Vorteig wird wie beim Napftuchen zubereitet. Während seines Aufgehens wird bie Butter zu Schaum berrieben und mit dem Zucker, den Ei Dottern den gehackten Mandeln, der abgeriebenen Zitronenfchale und etwas Salz verrührt. Hierauf gibt man das übrige Mehl, den Vorteig und die Sultaninen hinzu und schlägt den Teig so lange, bis er Blasen wirft. Vor dem Einfüllen des Teiges in die form belegt man deren Boden did mit den gehobelten Mandeln. Die weitere Behandlung ist die gleiche wie beim Napftuchen. Nach dem Stürzen kann man den Kuchen mit einem Guß bon Puderzucker oder Schokolade überziehen. Klüben( Holsteiner Festgebäck). 3 Bfd. Mehl, 125 Gr. Kunstbutter, 60 Gr. Zuder, 2 Eier, Ltr. Milch, 125 Gr. Korinthen, 125 Gr. Rosinen, 100 Gr. Zitronat, 1 Brise Cardamom, 1 Brise Salz, 50 Gr. Hefe. Aus einem Teil des Mehles und der in Milch gut aufgelösten Hefe rührt man den Borteig an, der zugedect an einem warmen, zugfreien Ort aufgehen muß. Hierauf mengt man die übrigen Zutaten zu dem aufgegangenen Handarbeitsbogen Vorteig. Den gut berarbeiteten, nicht zu weichen Teig formt man zu einem Brot, legt ihn in eine Brotkastenform und läßt ihn an einem warmen, zugfreien Ort nochmals ausgehen. Mit einem Messer terbt man den Teig der Länge nach cin bestreicht ihn mit lauwarmem Wasser und bädt den Möten bei gleichmäßiger Ofenhite 1%, Std." Napftuchen oder Rodon. 1 Pfd. Mehl, 150 Gr. Kunstbu!' er, 125 Gr. Buder, 2 Gier, Ltr. Milch. 60 Gr. gehadte Mandeln, 125 Gr. gewaschene Sultaninen, die abgeriebene Schale einer halben Bitrone, 1 Prise Salz, 40 Gr. Hefe.- Die Hälfte des Mehles, und die gut aufgelöste Hefe rührt man zu einem Vorteig an, der zugedect an einem warmen, zuigs freien Ort aufgehen muß, bis er beim Berühren in sich zusammenfällt. Hierauf mengt man das übrige Mehl, Mich Salz, Butter und die anderen Zutaten unter, schlägt den Teig so lange, bis er Blasen wirft, und läßt den in die Form gebrachten Teig an einem warmen, zugfreien Ort auf gehen. Hierauf wird er bei gleichmäßiger Ofenhite etwa eine Stunde gebacken. Urheberinnen. Abb. 440 und 440a Gartenbauschule Elvira Kastner. Berlin- Marienfelde. Abb. 441, 441 a Gertrud Bergmann, Göttingen. Abb. 444-446 und 451 Hedwig Ruthardt- Ulco, Werkstätte für fünstlerische Frauenkleidung, Berlin- Wilmersdorf. Außer den Stideret, Häkel und Filetmustern bringt der Bogen noch eine Anzahl von Kinderkleidern mit handgearbeiteten, einfachen und reicheren, leicht herzustellenden Verzierungen. Preis des Bogens 1 M. und 50 Pf. Porto.( Abonnement jährlich 4 M. und 3 M. Porto; 3 Schnittmusterbogen, 3 Handarbeitsbogen.) Schnittmusterpreise Nermatschuitt bis zu 14 Jayren Kleine Schuittuufter: Kinderwäsche, Kinderschürzen, Mühen usw.. Blusen, Röcke, Jaden, Wäschegegenstände für Erwachsene, Knaben- und Mädchenkleidung Kleiber, Mäntel für Erwachsene, Knaben- und Mädchenkleidung über 14 Jahre . M. 2.Nach Maß gezeia, net " 3.5." 3 M. 13.» 25. = 6chnittmusterversand= führten Preisen ab. Unsere Normal schnitte werden nach mittelgroßen un geschnürten Normalfiguren gezeichnet. Der Verlag gibt Normalschnitte oder Schnitte nach Maß gezeichnet zu den am Schluß der Beschreibungen ange Maße der Normalschnitte für Erwachsene Maße der Normalschnitte für Jungmädchentleider und Schnittmusterbogen Größe in Dber GürtelDorbere Studen cm weite weile Büftenweite Länge Länge Blod Linge Alter Obers weite Gürtels Bordere RückenMod Hüftenweite weite Länge länge I 90 70 901 II 98 75 103 106 80 114 IV 116 86 125 15 cm unter bem Gürtel 86 Supp gemessen 87 88 88 3835 86 100 87 102 14-16 Jahre 86 16-18 90 389 66 70 P 985 881 90 14 cm 102 Gürtels anter bem Ampl gemessen 35 39 35 36 86 635 66 75 89 102 Den Betrag für die gewünschten Schnitte und 2 M. Porto wolle man mit der Bestellung einsenden, andernfalls erfolgt Zufendung mit Nachnahme, die sich außer Porto noch um 2.25 M. erhöht. Billigste Bestellung auf Zahlfarte 992 Starts. ruhe i. B., G. Braunsche Hosbuchdruckerci und Verlag, Karlsruhe i. 2., Karlfriedrichstraße 14. Wir bitten bei Bestellungen von Normalschnittmustern die genaue Größe, sowie die Echnittmusternummer mit den Kennbuchstaben anzugeben. Gerausgeberin: Elisabeth Mähl, söfn. Berantwortlich für den Schriftteil: E. Näht, Köln- Slettenberg, Lehrbergstraße 28, für den Bildertell:& Düben. Start& rube i. B., karliricbrichuraße 14. G. Braunsche Sofbusbruderei und Berlag, Karistuje 1. B. 23 Die Heimat auf dem Lande Das Hottenmachen, eine besondere Art der Korbflechterei Die im Volksmunde als„ Hotte" bezeichneten Rückentragförbe erfreuen sich, dant ihrer mannigfachen Verwendungsmöglichkeit großer Beliebtheit, sei es, um Dünger oder Schiefer in Wein. bergen und Gärtnereien zu befördern, sei es, um Gemüse, Butter, und sonstige Landerzeugniffe zum Markt zu bringen, oder Essen zu tragen. Beson ders wenn es sich um weitere Wege und größere Basten han belt, ist die Hotte unbedingt einem anderen Korb vorzuziehen. Sie hält durchschnitt lich bis zu 2 Zentner aus. Als Material fommt Eichens, Buchen und Haselnußholz in Betracht. Außer einer Schnit bant, einem Beil und einem Bohrer, die man auf dem Lande wohl so wie so meist vorfindet, benötigt man nur die abgebil deten Werkzeuge. Wo man fie im Geschäft nicht vorrätig er hält, läßt man sie beim Schmied anfertigen. Das Schabmesser ist ein Mittelding zwischen Feile und Messer, an seiner stärksten Stelle ettva 8 mm did, fein gerieft. Das Hotteneisen ist wie ein ganz kurzer Dolch oder Brieföffner, nur noch etwas dicker, so ungefähr 4-5 mm bei einer Länge bon 3-4 cm. Das Sprengelhola ist ein einfacher Holzstab, der, zwischen die buchenen Hauptftüßen geklemmt, diese während des Arbeitens in dem richtigen Abstand zu halten hat. Das Modell", mittels dessen man der Hotte ihre Form gibt, stellt man sich selber her. Endlich sei noch der gebogene Bock erwähnt, auf den man die Hotte während des Flechtens auflegt. Und nun zur Vorbereitung des Materials. Aus langen Buchenscheiten werden die HauptStüben gemacht. Dann fertigt man die Böden ebenfalls aus Buchenholz an und versieht sie mit Löchern( siehe Abbildung). Die beiden Löcher( T) bleiben frei für die Träger. Das Loch in der Mitte dient zur Befestigung des Modells, was nachher noch näher erklärt werden soll. Dann richtet man sich die Spieße" aus Haselnußruten durch Spalten mit dem Krummmesser. Man braucht ziemlich viele, zum Schluß werden auch noch fürzere beigestedt. Insgesamt sind es wohl 50 und noch mehr. Während die meisten Spieße" unten ein wenig zuge spitzt sind, läßt man bei 20 Stück ein Endchen von der ganzen Dide der Nute stehen. Diese 20 Stück werden dann durch die Löcher des Bodens gesteckt. Vorher müssen aber auch die„ Schienen" fertig sein. Mit dem Krummesser spaltet man sorgfältig mög lichst gerade, glatte Eichenknüppel. Die einzelnen Handgriffe muß man sich selber herausfinden. Der alte Hochwälder, dem ich zuschaute, brachte mit großer Geschicklichkeit lange, papier bünne Streifen zuwege, indem er nur anfangs das Messer " Die blaue Blume ( Bom Flachs, nach den Aufzeichnungen einer alten Landfrau.) Jm April wird der Lein gesät, auch anfangs Mal. Der Boden dazu ist am besten ein altes, gutes leeland. Sind im Frühjahr noch Nachtfröste, ist es besser, etwas später zu säen, da der Frost dem Lein sehr schadet. Der geaderte Boden muß sehr fein zurecht gemacht werden: Steine, Queden, alles Unkraut entfernt und so fein wie im Garten gelockert werden. Ist der Samen aufgegangen und ist wohl faum ein Finger lang, so muß er gejätet werden, und zwar so, daß jedes bißchen Untraut entfernt wird. Nach alter deutscher Sitte, dürfen die Frauen nicht Lederschuhe anziehen beim Jäten, sondern Soden oder wollene Schuhe, damit keines von diesen edlen fleinen Herlchen( Halme. Die Schriftl.) berloren gehe. Je nach Witterung blüht der Flachs dann im Juni oder Juli schön blau, und wenn die Blüten abgestorben, entwicklen fich aus ihnen runde Stuoten, in denen der " gebrauchte und die Fasern dann mit den Fingern auseinander bog. Es gehört eben übung dazu.„ Schienen", ebenso wie Spieße" werden mit dem Schabmesser geglättet. Zu diesem 8wede legt man sich ein Stück Leder oder einen festen Lappen zum Schutz der Kleidung auf das Knie und zieht die„ Schienen" wiederholt unter dem senkrecht aufgesezten Messer durch. Man E 1 2 P 1 Krummesser 2 Schabmesser 3 Hotteneisen 4 Threngelholz 5 Modell 6 Loden I back 5.6 in 7 sehr stark verkleiner 5. IDE braucht die„ Schienen" nicht lange einzuweichen, sondern zieht nur jedes Stüd, unmittelbar, ehe man es einflechtet, einmal durchs Wasser. Wenn man die erste, in der bekannten Flecht weise: eins drüber, eins drunter durch die Spieße gezogen hat, schlingt man sie einmal glatt um die ganzen Spieße, unmittel bar über dem Boden und zieht fest an. Dann fann man sofort mit dem Beisteden der übrigen langen Spieße beginnen. Über das Flechten selber ist nicht viel zu sagen. hat man eine ge wiffe Höhe erreicht, wo der Korb sich erweitern soll, so sett man das„ Modell" ein. Die beiden Einschnitte( a) werden fest an die Hauptstützen angelegt. An den 4 Löchern( b) sind Seilchen angebracht, die an einem Holzstückchen( c) befestigt find. Dieses wird in das anfangs erwähnte Mittelloch des Bodens gesteckt und verhindert so das In- die- Höhe- Nutschen des Modells. Nun fährt man mit Flechten fort bis zum oberen Rande. Wie aus der Zeichnung( Seitenansicht) zu er fehen, ist derselbe hinten etwas höher als vorne. Um dem Rande die nötige Festigkeit zu verleihen, legt man immer eins starke, gebogene Haselnußrute ein, die mit einer weniger breiten, aber dickeren Schiene mit dem Geflecht verbunden wird. Die nötigen Löcher sticht man mit dem Hotteneisen. Die Fertig ftellung der Rückwand zwischen den beiden Hauptstützen bietet nun feine Schwierigkeiten mehr. Zum Schluß bohrt man durch jede Stüße je ein Loch und stedt einen Stab hindurch, den mant ebenfalls mit dem Geflecht verbindet. Jetzt ist die Hotte fertig bis auf die Träger. Dafür gibt es teine besonderen Bor. fchriften. Die macht sich jeder, wie sie ihm am bequemsten sind. In einem Tage tann man durchschnittlich 2 Hotten herstellen, bie mit 30-40 Mt. das Stüd bezahlt werden gegen 1,20 bis 1,50 Mt. vor dem Kriege. G. P.- Trier. Samen wieder füre andere Jahr zum Säen reift. Etwa biee Wochen nach der Blütezeit fängt der Flachs an sich gelb au färben zum Beichen, daß er nun bald reif wird. Ist er völlig gelb, so tann er aus der Erbe ausgerauft werden, was sehr borsichtig geschehen muß. Da wird jede Handbolle aufgestoßen, damit alles gleich wird, und nicht eine Herle verloren geht. Ist der Flachs gerauft, wird er in Bunde gebunden, dis dann in Kapellen auf dem Felde aufgestellt werden zum Nachtrocknen. Nach etwa acht Tagen wird er eingefahren." Von der weiteren Aufbereitung haben wir schon in früheren Nummern erzählt. Auch gedenken wir noch des öfteren darauf gurüdautom men. Es wird babei auch na mentlich unfere Sorge fein, auf neu ere, Beit und Kraft sparen be Arbeits methoden hinzuweisen. GAC 24 Bei HausfrauenfpartGas! Korpulenz ärgern Sie sich über Ihr? Warum schlechtbrennendes Licht Vorbel mit hohen Gasrechnungen! den enorm Sie erhalten durch mich einen neuen Gasapparat, welcher in keinem Haushalt fehlen darf. 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