Mr. 278. Abonnements-Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Wierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftrirter Sonntags: Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft- SeitungsPreisliste für 1897 unter Br. 7437. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonels geile oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis Uhr vormittags geöffnet. Keensprecher: Amt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Der Entwurf eines Gesekes befr. die deutsche Flokke wird in später Abendstunde im Reichs- Anzeiger" veröffentlicht. Der felbe hat folgenden Wortlaut: Die zur Zeit vorhandene Kriegsmarine bedarf der Verstärkung, um den erheblich gestiegenen Seeinteressen des Deutschen Reiches im Kriege und Frieden den Frieden den erforderlichen Schuß zu geSonntag, den 28. November 1897. wurden. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Im laufenden Jahre standen für diese Zwecke nur 2 große und jährlich 25 pet. mehr veranschlagt, als durchschnittlich in den letzten 8 fleine Kreuzer sowie 2 Kanonenboote und 1 Stationsschiff zur 7 Jahren aufgewendet worden sind. Dadurch kommt man auf rund Verfügung und auch dies nur dadurch, daß der heimischen Schlacht: 9 Millionen pro Jahr. Was aber die Ausgaben für Schiffbau be= flotte die 3 besten der vorhandenen Aufklärungsschiffe entzogen trifft, so ist zu beachten, daß nach Erreichung des Sollbestandes die Um den Auslandsdienst in dem nöthigen Umfange zu Forderungen für Schiffbauten erheblich sinken werden, da nach versehen, ist in der Heimath eine Materialreserve nothwendig zum Ablauf von fieben Jahren Neubauten zur Vermehrung der Ersatz für reparaturbedürftige Schiffe. Dazu sind 3 große und Flotte fortfallen und nur noch Ersatzbauten zur Erhaltung des Sollbestandes erforderlich sind. Diese zeitliche Begrenzung des Mehr4 tleine Kreuzer erforderlich. Was den Schutz der vaterländischen Küste und die Verhinderung aufwandes, der nöthig ist, um das tetablissement der Flotte durcheiner Blokade betrifft, so unterschied schon der Flottenbegründungszuführen, ergiebt sich eben aus der gesetzlichen Festlegung währen. Um für diese Verstärkung biele Berstärkung eine gesunde Grund plan von 1878 für diesen Zweck eine lokale und eine bewegliche Verbes Marineplans. Die nachstehende Tabelle gewährt einen UeberIage zu gewinnen, müssen sich die beiden gefeßgebenden theidigung. Die Mittel zu der lokalen Küstenvertheidigung sind in blick über die voraussichtliche Höhe der Marine- Etats in den nächsten Faktoren vor allem darüber einigen, wie stark die deutsche ausreichendem Maße in den Küstenpanzerschiffen und Panzer 7 Jahren: Flotte werden soll. Zu diesem Zweck ist eine Beschlußfassung des fanonenbooten vorhanden. Dagegen ist heute die Zahl der Reichstages über die Sollstärke der Marine nicht zu umgehen. Eine friegsbrauchbaren Linienfchiffe von 14, welche bereits 1873 fü folche ist aber nur zur erzielen, wenn dem Reichstage ein Plan in Form eines Gesetzentwurfes vorgelegt wird. Denn von Plänen, welche die verbündeten Regierungen in Form von Denkschriften vorlegen, nimmt der Reichstag nur Kenntnuß. Nach dem in der Entwickelung der Technik eine gewisse Ruhe eingetreten ist und in allen Marinen im wesentlichen dieselben Schiffstypen vorhanden sind, haben sich die Seemächte in den letzten Jahren hauptsächlich der Durcharbeitung der organisatorischen, taktischen und strategischen Fragen gewidmet. Es sind heute die Anschauungen hierüber so geklärt, daß unbedenklich Stärke und zu sammensetzung der deutschen Kriegsmarine gesetzlich festgelegt werden tann. In dem von den verbündeten Regierungen aufgestellten Gesetz entwurf wird der Schiffsbestand der deutschen Flotte, abgesehen von Torpedo Fahrzeugen, Schulschiffen, Spezialfchiffen und Kanonen booten wie folgt normirt: Verwendungsbereit sollen sein 17 Liniens fchiffe, 8 Küsten- Panzerschiffe, 9 große und 26 fleine Kreuzer; als Materialreserve kommen dazu 2 Linienschiffe, 3 große und 4 kleine Kreuzer. B ist erforderlich gehalten wurden, auf 7 gefunken. Zwei der vorhandenen Linienschiffe bedürfen einer 1, Jahre beanspruchenden Reparatur, 3 weitere sind im Bau begriffen. Wenn nun vor fast einem Vierteljahrhundert 14 Linienschiffe als das Mindestmaß erachtet wurden, so ist jetzt, wo sämmtliche Nachbarmächte ihre Kriegsflotten wesent: licht verstärkt haben und die See- Interessen des Reichs so erheblic gestiegen sind, eine Vermehrung der verwendungsbereiten Linienfchiff auf 17 wohl feine übertriebene Forderung. Zu der Zahl 17 führt aber auch die weitere Erwägung, daß die eigene Gefechtsformation, wenn sie auch im Kampf mit einer über: legenen Flotte eine Möglichkeit des Erfolges haben soll, so viele Schiffe haben muß, als in einer Formation einheitlich geleitet zur vollen und Ausuugung werden fönnen. gebracht find nach eingehender der Erprobung Eine Schiffbau einschließlich Aus1897/98 bewilligt Millionen Mark) 1898/99 gefordert ( Millionen Mark) 1899/1900 1900,01 1901/02 1902/03 1903/04 1904/05 geschätzt ( Millionen Mark) 49,1 51,4 55,5 64,6 64,3 62,4 58,5 53,6 9,0 7,7 8,7 8,7 8,7 8,7 8,7 8,7 59,4 62,6 67,4 71,4 75,4 79,4 83,4 87,4 117,5,121,7 131,6 144,7 148,4 150,5 150,6 149,7 Unter voller Wahrung der Rechte des Reichstages und ohne neue Steuerquellen in Anspruch zu nehmen, verfolgen die verbündeten Regierungen nicht einen uferlosen Flottenplan, sondern einzig und allein das Ziel, in gemeffener Frift eine vaterländische Kriegsmarine von so begrenzter Stärke und Leistungsfähigkeit zu schaffen, daß sie zur wirksamen Vertretung der Seeintereffen des Reiches genügt. * Die Pläne des Herrn Tirpitz find heraus. Wir sehen Die Begründung ist gleich Null. Eigentlich besteht sie nur in einem Versuch, die von den Gegnern einer rapiden Marinevermehrung vorgebrachten Einwürfe abzuschwächen. Diefer Versuch ist aber durchaus nicht gelungen. Artillerie und Torpedo- Armirung Sonstige einmalige Asgaben Fortdauernde Dies Fachleute gaben. 17 Schiffe, eine Flotte aus zwei Geschwadern mit je 8 Schiffen und Marine- Etat. ein besonderes Flaggschiff für den kommandirenden Admiral. Liegt in dieser taktischen Nothwendigkeit die Unmöglichkeit einer Ver. minderung der Schiffszahl, so enthält sie doch auch ein Hemmniß gegen eine beliebige Vermehrung; denn eine solche Formation in Diese Stärke der Flotte wird von den verbündeten Regierungen ein in sich geschlossenes Ganzes. Zur Führung der 16 Schiffe be als ausreichend, aber auch als unerläßlich bezeichnet, wenn das Reich darf der kommandirende Admiral eines Flaggschiffes, das dem Gefecht feine maritimen Aufgaben erfüllen soll. In Aurechnung tommen auf nicht fernbleiben tann, also ebenfalls ein Linienfchiff fein muß diesen Sollstand von den am 1. April vorhandenen und im Damit aber jederzeit 17 Schiffe im Mobilmachungsfall verwendungsBau befindlichen Echiffen als Linienfchiffe 12, al3 Rüften bereit zur Verfügung steben, find zwei Linienschiffe als Re Banzerschiffe 8, als große Kreuzer 10 und als eine Kreuzer 23. ferve nothwendig. Der Mehrbedarf an Linienfchiffen gegen die nun, was die Regierung will und finden die weitgehendsten Es find also an Neubauten noch erforderlich 7 Linienfchiffe, früher planmäßige Zahl 14 beziffert sich also auf 5. 2 große und 7 Eleine Kreuzer; die gegenwärtige Zahl der Stüften- Schlachtflotte besteht aber nicht nur aus Linienfchiffen, sondern Bermuthungen bethätigt und überholt. Kolossal sind die Forderungen der Regierung. Winzig Panzerschiffe wird für genügend erachtet. fie bedarf auch noch einer größeren Zahl von Kreuzern als Aufs Unzertrennlich von der Ausstellung eines gesetzlich begrenzten flärungs- und Vorpostenschiffe. Während in England auf jedes ist die Begründung, welche sie für ihre Forderungen beiSollbestantes der Flotte ist die Festlegung der Frist, binnen Panzerschiff der Schlachtflotte 2, in Frankreich 1 bis 2 Rrenger bringt. Der ist Die bimten welcher dieser Besland erreicht werden muß. die logische Konsequenz aus der ersteren Thatsache, me nur tommen, begnügt sich unfere Marineverwaltung für die rangirte die logische Konsequenz aus der ersteren Thatsache. Würde hier Schlachtflotte von 17 Linienfchiffen und die Küstenpanzerschiffs eine Lücke gelassen, so würde die Erreichung des Sollbestandes Divisionen mit 6 großen und 16 kleinen Kreuzern. ganz ins Ungewisse gerückt und damit ein Zustand verlängert, Soll die Festlegung des Sollbestandes der Flotte überhaupt einen dem man eben durch die gefeßliche Regelung der Dinge ein Ende Sinn haben, so muß auch, wie schon oben bemerkt, gefeßlich Die Rechte des Reichstages sollen gemachen will. In dem Entwurf wird daher folgerichtig verlangt, feststehen, bis zu welchem Termin dieses Ziel erreicht werden soll. daß die Mittel für die erforderlichen Neubauten so rechtzeitig in den Es muß eine Sicherheit geschaffen werden, daß diefe Flotte auch wahrt sein. Dabei fordert die Regierung, entgegen allen Reichshaushalts Etat aufzunehmen sind, daß der Sollbestand der baldmöglichst gebaut wird; es muß verhütet werden, daß wir bisherigen Gewohnheiten und ohne jede Nothwendigkeit, das Flotte bis zu einem bestimmten Zeitpunkte, nämlich bis zum Schluß aufs neue Dinge erleben wie die, daß die im Jahre 1873 im Septennat. Auf sieben Jahre hinaus soll der Reichstag des Rechnungsjahres 1904 erreicht wird. Flottengründungsplan geforderten 14 Linienschiffe erst 1894 einen bestimmten Marineplan bewilligen. Ein bestimmter Bestand Auf die Dauer fann aber der Sollbestand nur aufrecht erhalten volfzählig vorhanden waren und daß uns infolge mangels an von Schiffen, den die Regierung bis 1904 zu erreichen wünscht, werden, wenn für die nach Ablauf ihrer natürlichen Lebensdauer rechtzeitigen Ersatzbauten trotzdem heute nur sieben friegsbrauchbare soll mit einem Echlage bewilligt werden. Der Reichstag von unbrauchbar gewordenen Schiffe rechtzeitig Erfaßbauten eingestellt Linienfchiffe zur Verfügung stehen. werden. Diese Lebensdauer wird von der Marine- Verwaltung für Was die Vermehrung des Personals betrifft, so beftebt kein beut soll Beschluß fassen über Dinge, die nach Jahren ge Linien- und Küsten Panzerschiffe auf 25 Jahre, für große Kreuzer Zweifel, daß die Erhöhung der Bahl von Offizieren, Unteroffizieren schehen sollen. Der Reichstag von heut soll dem auf 20 und für kleine Kreuzer auf 15 Jahre bemessen. Auch hier und Mannschaften ebenso wie deren Ausbildung ohne besondere eichstag von 1898, von 1900, von 1902 sein fordert der Gesetzentwurf, daß die Mittel für diese zur Erhaltung Schwierigkeiten durchzuführen ist. Bei einer jährlichen Ein Budgetrecht entziehen! Die Regierung mag nicht alljährlich ihre Marineforderungen bes Sollbestandes nothwendigen regelmäßigen Erfaßbauten in den ſtellung von 120 Stadetten und einer Erhöhung des SchiffsjungenEtat aufgenommen werden. Etats von 600 auf 1000 Köpfe wird die Personalvermehrung in vor das Parlament bringen. Sie will Bewilligungen in Damit schließlich im Kriegsfalle die Schlachtflotte leiften tann, sieben Jabren erreicht werden. Bausch und Bogen, damit sie auf lange Zeit allen Debatten was man von ihr erwartet, ist ein bestimmtes Maß von Indienst- Es bleibt die Finanzfrage zu betrachten. Hier ist vor allem feit überhoben ist, damit sie dem Unverstand wechselnder Mehrhaltungen während des Friedens und das dazu erforderliche Personal zustellen, daß nach Ansicht der verbündeten Regierungen das Flottenheiten" entgehe. unerläßlich. Von dem Umfange der Jndienstbaltungen hängt die gefeß ausgeführt werden kann, ohne daß neue Steuern oder eine So wird die Voltsvertretung gebunden, die sind. zu wählende Organisation der Schlachtflotte ab. Da jede Organi- einmalige große Anleihe erforderlich fation ctwas Dauerndes sein muß, so müssen auch die mehr bestimmt angenommen, daß die Deckung der nöthigen Tirpige aber behalten freie hand. Und das Durchführung derselben nöthigen Indiensthaltungen ge- Mittel in jedem Jahr auf dem bisherigen budgetmäßigen nennt der Regierungsentwurf: Wahrung der Rechte des fetzlich gesichert sein. Zu diesem Zweck bestimmt die Vorlage, Wege vollzogen werden kann. In jedem Jahre müssen die Reichstags! daß die Mittel für die Judienfthaltungen der heimischen Schlacht nöthigen Wittel auf den Etat gebracht und der Beschlußfassung der Reine uferlosen Flottenpläne verlangen wir, flotte jährlich bis zu solcher Höhe in den Reichshaushalts Etat ein geießgebenden Faktoren unterbreitet werden. Die verfassungs- sagt der Entwurf weiter. Aber wenn jemand die vorliegenzustellen sind, daß dauernd im Dienst gehalten werden können erstens mäßigen Rechte des Reichstages bleiben somit unberührt. Genau den Forderungen selbst als nicht uferlos auffassen wollte, ist den zur Bildung von aktiven Formationen 9 Linienfch ffe, 2 große und in derselben Weife und in demselben Umfange wie der Reichstag Flottenvermehrungsplänen denn damit eine feste Grenze gesetzt? 6 fleine Strenger, zweitens als Stammschiffe von Steferveformationen binden sich die Regierungen durch das Flottengefeß. Reineswegs Doch keineswegs. Nur Vertrauensseligkeit einfältigster Art könnte 4 Linienschiffe, 4 Küstenpanzerschiffe, 2 große Kreuzer und 5 kleine handelt es sich dabei um eine Einrichtung im Sinne des Armee das glauben, fönnte hoffen, daß es wirklich mit den jetzigen Kreuzer, drittens zur Attivirung einer Referveformation auf die Septennats, durch welches die Mannschaftsstärke des Heeres für 7 Jabre Dauer von zwei Monaten 2 Linienschiffe oder Stüften Panzer festgelegt wird, sondern lediglich darum, daß die gesetzgebenden Forderungen abgehen werde. Denn selbst wenn die Regierung Schiffe. Nach Maßgabe des Bedarfs unterliegt der jährlichen Fest- Fattoren darüber Beschluß faffen, wie groß die Marine sein soll wirklich jetzt überzeugt wäre, daß ihr Plan genügende Fürsorge setzung durch den Etat die Bereitstellung der für die Indiensthaltung und in welcher Zeit sie beschafft werden kann, damit die darnach für 7 Jahre treffe, tann sie nicht gar leicht während der Torpedofahrzeuge, Auslandsichiffe, Schulschiffe, Spezialfchiffe erforderlichen Wittel alljährlich verfassungsmäßig veranschlagi dieser Zeit zu ganz anderen Ueberzeugungen gelangen, genau und Kanonenboote erforderlichen Mittel. und auf den Etat gebracht werden können. Daß in wie sie jetzt zu der Ueberzeugung gekommen ist, daß sie um so Was den Personalbestand betrifft, so sollen nach dem Gesetz- einer nothwendigen Retablissements der viel mehr braucht, als noch vor wenigen Jahren ihre Uebers entwurf an Decoffizieren, Unteroffizieren und Gemeinen der Matrofen Marine divisionen, Werftdivifionen und Torpedo- Abtheilungen vorhanden selbstverständlich; sie stehen dem Wesen nach aber auf gleichem Beugung war? Ja, wenn man sich einmal auf die verhängnißfein: 1. ein und einhalbfache Besatzungen für die im Auslande be- Boden, wie andere einmalige Forderungen, z. B. für die Neu- volle Bahn der Wettrüstungen mit dem Auslande begiebt, findlichen Schiffe; 2. volle Befagung für die zu aktiven Forma rewaffnung der Artillerie und den Bau des Nordostsee- Kanals, nur muß es sogar dahin kommen. Während früher die Fach tionen der heimischen Schlachtflotte gehörigen Schiffe, die daß sie nicht im ganzen, sondern in der Wertheilung auf eine Reihe männer" eine Festlegung, wie sie jetzt beabsichtigt wird, für Hälfte der Torpedofahrzeuge, die Schulschiffe, de Spezial von Jahren verlangt werden. unmöglich hielten, da die Schiffstechuit sich fortwährend schiffe; 8. Befagungsstämme für die zu Reserveformationen der Die Einzelheiten des Gesammtvoranschlages für das Retabliffe- wandele, sagt nun der Entwurf, es sei Ruhe in der Entheimischen Schlachtflotte gehörigen Schiffe, sowie die die zweite ment der Flotte sind nun folgende: Die Kosten für die sämmtlichen wickelung der Technit" eingetreten. Wenn aber doch- und das Hälfte der Torpedofahrzeuge; 4. der erforderliche Landbedarf; 5. ein Neubauten, einschließlich der Artilleries und Torpedo- Armirung, ist durchaus wahrscheinlich, ja fast sicher die Technik Zuschlag von 5 pet. Die nach Maßgabe dieser Grundsäge erforder werden auf 162,2 Millionen angegeben. Dazu kommen die während in ein oder zwei Jahren wieder große Umwälzungen hervor lichen Etatsstärken des Personals dieser verschiedenen Kategorien dieser Beit nothwendig Ersatzbauten mit bleiben der jährlichen Festsetzung durch den Reichshaushalts- Etat vor 211 Millionen, die so wie so aufgewendet werden müßten, wenn bringt, so wird die Regierung mit neuen Forderungen kommen unsere Marine nicht noch unter den jetzigen Stand finfen soll. Die müssen, trok ihres gegenwärtigen festen Planes". Der Plan Bei der Ausarbeitung des Entwurfs sind folgende Erwägungen Re straten der zur Zeit im Bau befindlichen Schiffe belaufen ist eben nur festgelegt" in Hinsicht auf das Minimum, maßgebend gewesen: fich auf 63,5 Millionen, 3 Kanonenboote werden auf was bewilligt werden soll. Höhere Forderungen Das bisherige Verfahren, diejenigen ausländischen Stationen, 4,8 Millionen und 7 Torpedoboots Divisionen auf sind nicht ausgeschlossen. auf denen Deutschland größere Interessen hat, mit tleinen Kreuzern| 41,3 Millionen veranschlagt. Dazu kommen die Mehrkosten der Und das soll nicht uferlo3 sein! zu besetzen und daneben einige Schiffe mit größerer Gefechtsstärke Indienst haltungen und der Personalvermehrung. Neue Steuerquellen sollen nicht in Anspruch in Dienst zu behalten, hat sich bewährt. Erforderlich sind zur Insgesammt sind bisher die fortlaufenden Ausgaben in genommen werden. Aber wer will Sicherheit geben, daß die elwa letzten sieben Jahren jährlich Wahrnehmung der heutigen See- Interessen des Reiches im Auslande den 3 große Kreuzer( 2 in Ostasien, 1 für Mittel- und Südamerika), fliegen, für die kommenden sieben Jahre ist eine durchschnitt- riesigen Summen, die der Plan des Herrn Tirpitz beansprucht, 10 fleine Kreuzer( B in Oftafien, 8 in Mittel- und Südamerika, liche Jahressteigerung un 4 Millionen anzunehmen, also um eine durch die jetzigen Steuern stets genügend gedeckt werden sollen die steigenden 2 in Ostafrita, 2 in der Südsee), 4 Ranonenboote( 2 in Ostasien, Million jährlich mehr als bisher. Für die sonstigen einmaligen tönnen? Und könnten sie es wirklich, 2 in Westafri) und 1 Stationsschiff in Ronstantinopel. Ausgaben( Hafenanlagen), Werften, Befestigungen, Rasernen 2c.) sind Erträge aus den indirekten Steuern auf alle zur behalten. Periode Des erhöhte Aufwendungen werdenden Es wird viel= unvermeidlich ist find, 3 Millionen ge= " Lebens und Genußmittel des Volkes denn Verwandten der Ermordeten. Ferner verlangt Deutschland 13wecke, um durch ihre Einmischung eine Aenderung der Entscheidung immer und ewig für unproduktive und kultur die Bezahlung der Kosten für die Marine herbeizuführen. 195 G.-.- G. verbietet ausdrücklich jede Au widrige Heeres und Marine- Ausgaben auf- Expedition, sowie für die Erhaltung der Bewesenheit eines Justizverwaltungs- Beamten bei der Berathung und gewendet werden? fagung in Riao- Tscheu. China verlangte, diese Be Abstimmung des Gerichts; so ist es noch viel selbstverständlicher, daß ein Gericht nicht befugt ift, die beschlossene Ungeheuer sind die Kosten des neuen jagung müsse zuvor aufgehoben werden, ehe es Entscheidung vor der Verkündung einer Prüfung durch die Flottenplanes. Anfang der 70er Jahre betrugen die diese Bedingungen diskutiren könne. Der Gesandte lehnte dies Justizverwaltungs. Behörde unterbreiten und von der fortdauernden Ausgaben für die Marine jährlich erst a b. Die Gesandten der anderen Mächte meinen, lekteren Aeußerungen darüber entgegenzunehmen, ob seine Ent12 Millionen Mart, 1884 stiegen sie mit der Einleitung der diese unannehmbaren Bedingungen würden von Deutschland fcheidung richtig ist oder nicht. Kolonialpolitik auf 27 Millionen Mart. Die außerordentlichen nur gestellt, damit es Kiao- Tscheu und noch ein Stück Küste Wo foll da die vielgerühmte Unabhängigkeit der Gerichte" Ausgaben betrugen noch in den letzten Regierungsjahren nördlich davon behalten tönne. China verstärkt bleiben? Wilhelms I. weniger als 15 Millionen jährlich. Seit dem die Küstenvertheidigung bei Canton, Fuchow und Wird die sächsische Regierung eine fofortige Abstellung dieser Regierungsantritt Wilhelms II. erfolgt dann ein jäher Aufstieg Nanking. Der unter dem Schutz des Admirals Diederichs mit dem Gesetze nicht zu vereinbarenden Zustände veranlassen! stehende chinesische General Changtaoyan, der Kiao- Tschen auslieferte, wurde durch ein Kriegsgericht zum Tode ver urtheilt. in beiderlei Ausgaben, den nachfolgende Tabelle veranschaulicht: Forts Etatsjahr: dauernde: werden. Eins Gesammt malige: summe: 1888/89 87 14 51 1889/90 39 16 55 1890/91 41 31 72 1891/92 45 40 85 1892/93 46 45 91 1893/94 48 38 81 1894/95 51 74 125 1895/96 55 26 81 31 86 1896/97 55 417 Will. 310 Mill. 727 Mill. Und jetzt soll nicht nur in diesem selben jähen Tempo fortgefahren, sondern ein noch weit stürmischeres eingeschlagen Bon 1899/1900 an soll der Marine- Etat eine Höhe erreichen, wie er sie noch in keinem Jahre gehabt. In den sieben Jahren des Flottenplanes sollen ausgegeben werden! 997 Millionen * " Deutsches Reich. - Bei der Reichstags- Erfahwahl im 9. Schleswigs Diese Mittheilungen bestätigen keineswegs die optimistischen Holsteinischen Wahlkreise Plön- Oldenburg wurde laut amtlichem Darstellungen unserer folonialfreundlichen Presse, wonach Resultat v. Tungeln, Hofpächter in Schmöl( wilt konservativ) mit China gegen die Besetzung von Kiao- Tschen nichts einzuwenden 8177 von 16 210 abgegebenen Stimmen gewählt. Höck, Pastor a. D. haben würde. in Hamburg( Frs. Vg.) erhielt 1400 Stimmen, Hofbebesizer Schmidt Offiziell verlautet noch immer nichts über die wirklichen Berlin( national- sozial) 2148 Stimmen und Paul Weinhebers in Havighorst( Frf. Vp.) 1785 Stimmen, Redakteur DamaschteAbsichten der deutschen Regierung und die Auffassung der Hamburg( Soz.) 2695 Stimmen. ausländischen Mächte. Eine derartige Rücksichtslosigkeit der Hamburg( Soz.) 2695 Stimmen. Einen intereffanten Prozeß haben am Sonn Regierung gegenüber dem Volke muß aufs entschiedenste verurtheilt werden. Man schafft vollendete Thatsachen, man führt abend die geipziger Genossen in erster Instanz durch. gefochten. Der Ortsvertrauensmann unserer Partei für Möckern, die Nation in völlig neue Situationen, ohne sie zu hören, Genosse Langrod, batte mit dem Besiger des Gasthauses„ Bur ohne ihr auch nur Aufklärung zu geben. Es scheint, als fühlte goldenen Krone" in Möckern einen Vertrag schriftlich geschlossen, sich in auswärtigen Angelegenheiten der Absolutismus nach dem sich der Besizer, Brauereibefizer Roland, verpflichtet, fchon so sicher, daß er nach nichts mehr zu fragen für seinen Saal jederzeit der sozialdemokratischen Partei zu Versamm nöthig hält. lungen und Vergnügungen zur Verfügung zu stellen. Im Wir sind überzeugt, daß gegen solches Verfahren auch im Weigerungsfalle sollte St. eine Konventionalstrafe von eins Reichstage Protest eingelegt werden wird. tausend Mark zahlen. Dieser Vertrag war dann dem später gewählten Vertrauensmann Genossen Müller cedirt worden. Zum Während in den 9 Jahren seit 1888 eine Gesammt: Gegen die Vorlage der sächsischen Regierung zum 18. März d. J. weigerte sich aber R., der auf eine Bierlieferung fumme von 727 Millionen für die Marine verausgabt Vereinsgesetz, durch welche das In verbindungtreten für das Militär spekulirte, den Saal herzugeben und wurde von M. wurden, sollen in den künftigen 7 Jahren 997 Millionen von Vereinen ermöglicht werden soll, machen die sächsischen auf Bahlung von vorläufig 450 Mart verklagt. Das Landgericht zu ausgegeben werden. Konservativen, wie ihrem Organ, bem Vaterland", au ent verurtheilte R. zur Zahlung dieser Summe, wies aber die Während in den letzten 9 Jahren im Jahresdurchschnitt nehmen ist, mobil. Die Konservativen gehen mit der Absicht lage, soweit Zinsen für die Summe gefordert wurden, ab. Form nicht anzunehmen.- Ueber die christlich soziale Thätigkeit der 81 Millionen aufgebracht wurden, werden nun im ebenfalls wollen sie Kompensationen" fordern. Es ist auch evangelischen Geistlichen entstand am Freitag in der Jahresdurchschnitt 142/2 Millionen verlangt! Es ist auch Generalfynode ein recht interessanter Disput zwischen dem Aber es ist auch fraglich, ob diese Summen reichen werden. nicht schwer zu ermessen, in welcher Richtung sich diese Herrn Stöcker und Dr. Barthausen, dem Präsidenten des bewegen würden. Die Der Entwurf sagt selbst, das seien nur Schätzungen" Kompensationen" Ordnungs evangelischen Oberkirchenrathes. Stöcker erhob gegen den GeneralWenn mit der fortschreitenden Technik die Schiffsbauten theurer wollen selbst von dem lästigen Verbot des synodal- Borstand den Vorwurf, daß sein Erlaß vom Jahre 1895 ihrer politischen Vereine Vereine befreit sehr im Widerspruch stehe mit dem im Jahre 1890 publizirten. werden, so wird die Regierung noch mehr verlangen. Und der Inverbindungtretens Reichstag muß es bewilligen, nachdem er die Bauten selbst Bortheil irgendwie anders sein, einen aber der Sozialdemokratie soll für den gleichen Während in dem den Geistlichen empfohlen wurde, mit Sozialpolitik zu beschäftigen und Nede eine Schädigung zugefügt sich und bewilligt hat. vom Jahre 1895 Und endlich, was der Entwurf gänzlich bei seite läßt, Schon seit langem denkt man ja in sächsischen Gegenrede zu stehen, sagt der Erlaß was soll nach Ablauf der sieben Jahre werden? Ordnungskreisen", jüngere Leute, womöglich bis zum Wahl das Gegentheil und mahnt zur Rückkehr. Die Polemik war sehr Dann werden die Ersatzbauten allein so hohe Kosten verursachen befähigungsalter von 25 Jahren, von Vereinen und Ver- beftig zwischen beiden Rednern und warf Dr. Barkhausen sogar seinem Gegner vor, daß er die Umwahrheit sage. Auffallen wie bisher Ersatzbauten und Neubauten zusammen. Und ob weise auch andere reaktionäre Wünsche sein, welche die Klique fammlung blieb. sammlungen auszuschließen. Doch tönnen es möglicher mußte es auch, daß Stöcker ohne jede Unterstützung aus der Verdann nicht auch weitere Neubauten gefordert werden? Dr. Barkhausen bekannte offen, daß man So stellt sich der Entwurf des Herrn Tirpit nach des Vereins- und Versammlungsgesetzes durchzudrücken versuchen gehen, weil daraus Unheil geworden sei. So stellt sich der Entwurf des Herrn Tirpitz nach der Ackermänner und Mehnert bei der Gelegenheit der Revision den Geistlichen gerathen habe, nicht mehr in die Versammlungen zu allen Richtungen hin als eine Zumuthung an das deutsche will. Die Konservativen haben bekanntlich in der zweiten Kammer Für die Achtung, welche die freie Ueberzeugung der evangelischen Bolt dar, die dasselbe sich nicht bieten lassen kann und nicht des Landtages für sich allein die Mehrheit, desgleichen besteht Geistlichen in der obersten Kirchenbehörde genießt, legte diese Debatte bieten lassen wird. Nur die phantastischen Flottenschwärmer und Kolonial, die erste Kammer faft lediglich aus diesem Element. Aber auch ein beredtes Zeugniß ab. die sächsischen Nationalliberalen haben bezüglich des Vereins-- zur Handwerker Organisation. abenteurer werden solchen Plänen beistimmen. Aber die bürgerlichen Parteien, wenn anders sie sich nicht und Bersammlungswesens ganz ähnliche Meinungen geäußert getheilt wird, soll vom Reichsamt des Innern anfangs Januar wie jene. Es kann also bahin kommen, daß die sächsischen das Normafftatut für freie und Zwangs- Innungen veröffentlicht Rammern, diese Produkte ungerechtester Wahlsysteme, die Re- werden und fleht zu erwarten, daß der Theil der Gewerbe- Ordnung, welcher die Neugestaltung der Innungen zur Aufgabe hat, bald gierung zu hindern versuchen, das Versprechen des Reichs darauf durch faiserliche Verordnung in fraft treten wird. Die kanzlers ohne Hinterhältigkeiten durchzuführen. Das wäre denn weiteren Bestimmungen, die die Organisation der Handwerks freilich ein gar erbauliches Schauspiel! fammern betreffen, dürften erst dann Gesetzeskraft erhalten, Man sollte meinen, die sächsischen Konservativen hätten wenu die Umformung der Innungen vollzogen ist, 谁 da Reizungen des Volkes sorgfältig hüten. Aber es scheint auf Vorläufig steht noch nicht fest, ob für jede Provinz oder jeden Ree genug auf ihrem Kerbholz und müßten sich vor weiteren die Handwerkskammern ihre Vertretung aus den Innungen erhalten. diese Leute wieder das alte Wort angewendet werden zu müssen: gierungsbezirk Handwerkskammern errichtet werden, oder ob eine Wen die Götter verderben wollen. " heillos am deutschen Bolte verfündigen wollen, können we der der Entziehung des Budget rechts, noch den ungeheuren Kosten, welche die Regierung beantragt, zustimmen. Es wird ein heißer Streit um dies Elaborat des Herrn Tirpit entbrennen. Die Sozialdemokratie, welche Kriegsrüstungen prinzipiell nicht fördern will, sondern eine Friedenspolitik zwischen den Völkern befür wortet, wird in diesem Streite den Gesinnungen der Masse des deutschen Volkes Ausdruck geben! Politische Mebersicht. Berlin, 27. November. " " parteien" werden. Dresden. # " Wie mit anderweitige Abgrenzung der Distrikte geplant ist. In den Innungen selbst scheint für die Zwangsorganisation feine starke Neigung zu Sächsische Juftizzustände. Auf unsere Notiz über die mert herrschen, denn bereits haben einige größere Jnnungen in Berlin würdigen Zustände am Oberlandesgericht zu Dresden in Nr. 273 die Umwandlung in diese Form der Organisation abgelehnt. Als müffen wir jest nach Einsichtnahme der v. Sommerlatt'schen Enquete eine besondere Aufgabe der Handwerkskammern betrachtet man in betheiligten Kreifen die Anregung zu genossenschaftlichen im„ Sächsischen Archiv für bürgerliches Recht und Zivilprozeß" Meubildungen, wie Werk- und Rohstoff- Genossenschaften und gemein nochmals zurückkommen. Zustände, die wir für unmöglich gehalten fame Berkausshallen. Herr v. Miquel soll einer Abordnung von haben, bestehen allerdings am obersten Gerichtshof desjenigen Bundes Handwerkern gefagt haben, fie möchten erst etwas gründen und Der Flotten- und Kolonialkoller fordert Opfer fürchter: staates, dessen Stegierung allgemein als energischste Wahrerin von schaffen, dann werde er sehen, ob aus der preußischen Zentral lich. Das Leipziger Tageblatt" entdeckt Landesverrath Gefes und Ordnung" gilt. Die v. Sommerlatt'sche Enquete theilt mit, es bestehe beim tönnte sich, wie es in einigen Bundesstaaten bereits geschieht, an Genossenschaftskasse Darlehen bewilligt werden könnten. Der Staat bei der Sozialdemokratie, beim Vorwärts", weil wir in Oberlandesgericht Dresden die Einrichtung, daß vor der münden Handwerker- Organisationen auch durch Ueberlaffung fistalischer Flottenrummel und Kolonialräuberei nicht mitmachen mögen. Lichen Verbandlung eine nichtöffentliche Be Grundstücke betheiligen. Jedenfalls haben aber jetzt zunächst die Unsere Warnung, daß die Okkupation von Kiau- Tschan früher rathung der Richter stattfindet, die den Zweck habe, oder später zu sehr schweren Konflikten, denen Deutschland das Kollegium einstweilen fiber den Sachstand zu informiren. Handwerker die Aufgabe, selbst ihre Intereffen zu wahren und das nicht gewachsen sein würde, führen dürfte, erscheint dem von Dies schließt nicht aus, fährt v. Sommerlatt fort, daß der Senat sich neue Gesetz auszunußen. Fata Morgana Bildern einer überseeischen Herrlichkeit be in einfachen Sachen bei Gelegenheit der Vorbesprechung für den der Landwirthschaft und der Großindustrie, die beute auf StaatsSo hätten wir nach dieser Erklärung neben den Interessenten Morgana- Bilder nebelten Sinne derer vom„ Leipziger Tageblatt" als eine Fall, daß der Sachstand unverändert bleibt, über den Erfolg der subvention mit Erfolg Anspruch erheben, auch noch die Handwerker Aufforderung an die fremden Mächte zum Einschreiten Berufung oder ihrer einzelnen Streitfragen schlüssig macht." Gine u verzeichnen, während der Arbeiterstand nicht allein leer ausgeht, gegen Deutschland. Das streife an Landesverrath, sei derartige Einrichtung existirt nur bei dem Oberlandesgericht fondern auch zu einem guten Theil die Kosten für diese Liebesgabenjedenfalls vom moralischen Standpunkt landesverrätherisch." Diese Einrichtung ist, wie S. Jastrow in der„ Beitschrift für politik tragen muß. Und nicht nur wir Sozialdemokraten find Landesverräther;„ es den deutschen Zivilprozeß" darlegt, eine offenbar gefeß-- Verlängerte Schulferien im Intereffe ber würde uns wundern, poltert das Leipziger Industrie- und widrige. Dadurch würde der Vortrag des Anwalts in der Agrarier. Eine Anzahl landwirthschaftlicher Vereine Schlesiens Raufherrn- Organ fort, wenn der Vorwärts" nicht im Lager öffentlichen Verhandlung zur Komödie, oder zu einer Deklassirung hat bei der demnächst in Breslau tagenden Hauptversammlung dieser des Herrn Eugen Richter und in einem Theile der Zentrums- der Prinzipien der Zivilprozeß- Ordnung. Interessentenvereinigungen den Antrag gestellt, dahin zu wirken, daß preffe wenigstens verschämte Zustimmung fände." Also Mindestens ebenso bedenklich für das Oberlandesgericht Dresden an den ländlichen Schulen Schlesiens die SommerLandesverräther" überall; Sozialdemokraten, Freifinnige, ift die Antwort, die auf die Frage der v. Sommerlatt'schen Enquete und Herbstferien der Schultinder um je acht Tage Bentrum Landesverräther". Armes Deutschland. Aber an erfolgte: Besteht eine Einrichtung, welche die Erreichung gleich verlängert werden. Weshalb soll den Kindern der Lands den Wassern der Pleiße fizen Deine Retter! mäßiger Rechtsprechung und Vermeidung widersprechender Ent. arbeiter der ohnehin färgliche Unterricht um weitere zwei Wochen scheidungen der einzelnen Senate bezweckt?" Diese Angelegenheit alljährlich verkürzt werden? Die Herren sprechen es ganz offen aus: Ja, wenn es nicht der Koller, die krankhafte Großmanus ist es, auf die wir in unserer neulichen Notiz infolge einer Mit- um dem fortdauernden Mangel an landwirthschaftlichen Arbeitern sucht wäre, die im Hirn dieser Vaterlandsretter grassirt und theilung der Franks. 3tg." hingewiesen hatten. Wir bezeichneten wenigstens zum theil zu begegnen! Die armen Kleinen sollen für den Unsinn ihrer Reden genügende Erklärung giebt, so es als unglaublich, daß solche Einrichtungen in Dresden bestehen ihre Ferien" also verlängert haben, um noch länger und beſſer wie tönnten wir den Leipz. Tagebl." Nationalliberalen ein wenig tönnen, wie die Frantf. 8tg." fagte, und hielten ein Miß bisher auf den großen Gütern zur Arbeit herangezogen zu werden. erzählen, wo viel eher die Landesverräther" fizen. Man verständniß für möglich. Wir sehen aber, daß ein solches nicht Ebenso verlangen die bescheidenen, Agrarier, daß die Festseßung der " Ferien" den Ortsschul- und Gemeindebehörden überlassen werde; tönnte an anno dazumal erinnern, wo Leipziger Nationals vorliegt. liberale fich mit dem Ausland einließen, um es zum Einbruch Einwirtung des Oberlandesgerichts Präsidenten würde der hier wenn es ihnen gerade am meisten an Arbeitskräften fehlt. Daß die Während z. B. das Rarlsruher Oberlandesgericht fagt:„ Eine dann können die Herren diese Ferien" überall dann eintreten laffen, in das eigene Vaterland und zur Beseitigung der ländischen Anschauung von der Stellung des Präsidenten wenig ent Großgrundbefizer Arbeiter in genügender Zahl haben würden, wenn eigenen Regierung anzutreiben. Man tönnte auch sprechen und mit der Selbständigkeit der Senate fann für verträglich sie denselben auskömmlichen Lohn und menschenwürdige Behandlung ein wenig erörtern, ob nicht eher das wüste Gebahren erachtet werden"; während Jena I derartige Einrichtungen für gewähren wollten, und dann gewiß nicht auf die Arbeitskraft der ber Leute an moralischen Landesverrath" grenzt, die die Berufungsgerichte mit Recht überhaupt für gefeßlich Kinder angewiesen wären, davon wird in der Hauptversammlung deutsche Regierung zur Nichachtung alles Völkerrechts, zur ausgeschlossen bezeichnet, und alle anderen Oberlandesgerichte der Landwirthschaftlichen Vereine Schlesiens gewiß nichts gefagt brutalen Räuberpolitik auffordern, die da das Vaterland sich ähnlich auslassen, wird bezüglich Dresden mitgetheilt: werden. Einflußreich genug aber find die Herren, um ihren Wünschen" in koloniale Verwickelungen und Abenteuer stürzen wollen, Es sei die Einrichtung getroffen, daß, wenn bei Beurtheilung Erfüllung zu verschaffen. beren Durchführung ungeheure Geldsummen kosten und gar leicht die schwersten Schädigungen an Macht, Ansehen und Ehre des deutschen Volkes eintragen könnten. Doch wir wollen mit Leuten, welchen die Idee, ein Stück China zu erbeuten und für Leipziger Großfaufmannsintereffe glänzende Vortheile zu ergattern, die normalen Denkfunktionen erschüttert hat, so daß sie bei denen, welche ihren gesunden Menschenverstand noch besigen, auf" Landesverrath" schließen, nicht ins Gericht gehen. Da heißt es Mitleid üben! " B " # einer Eache ein Senat von einer früheren Entscheidung eines anderen- Der Fragebogen der Produktionsstatistit. Senats abweichen zu müssen glaubt, vor der Grtheilung Am 15. und 16, d. M. hat der wirthschaftliche Ausschuß die Grundder Entscheidung der Rechtsfall dem Präsidenten züge einer Produktionsstatistik berathen. Die Fraulf. 8tg" theilt des Oberlandesgerichts zur Beschlußfassung jetzt den Inhalt des Fragebogens" für die Produktionsstatistit mit. darüber vorzulegen ist, ob die betreffende Rechtsfrage Die Nordd. Allg. 3tg." bemertt offiziös: Die Art der Produktions nicht zur Berathung im Plenum der Zivilsenate zu stellen sei. erhebungen wird sich nach den Verhältnissen jedes einzelnen Erwerbs. Legterenfalls pflegt schriftliche Meinungsäußerung der Senate ein zweiges richten und demnach für die verschiedenen Industriegruppen geholt zu werden. Der in der einzelnen Sache entscheidende verschieden gestalten, Der veröffentlichte Fragebogen giebt nur ein Senat sei indeffen bei der Entscheidung an den bezüglichen Plenar allgemeines Schema, auf grund dessen die für jede Gruppe sich beschluß formell nicht gebunden. Sämmtliche aus eignenden Fragen ausgewählt und ausgearbeitet werden. Der Bogen gearbeiteten Urtheile werden daher dem Präsi enthält folgende zwanzig Fragen: denten des Oberlandesgerichts vor der Ver kündigung zur Durchsicht vorgelegt." Kiao- Tschen. Aus Shangai meldet das Bureau Dalziel: 1. Wie hoch schäßen Sie die Produktion dieses Bezirks in nachDer deutsche Gesandte, Baron Heyking, verlangte von der ftehend bezeichneten Fabrifen? 2. Ist diese Produktion bereits zum Diese Einrichtung ist völlig ungesehlich, wie die er Gegenstand einer Statistik von seiten einer Handelstammer, eines chinesischen Regierung die Entdeckung und Hinrichtung der wähnte Besprechung der Sommerlatt'schen Enquete von H. Jastrow Fachvereins oder von welcher Seite souft gemacht worden? Mörder, Bestrafung aller mitschuldigen Beamten, den Wieber des näheren barlegt. Die Justizverwaltung und deren Organ ift B. Welche Orte und welche gewerblichen Betriebe kommen für die aufbau der zerstörten Missionsgebäude, sowie Bezahlung von der Präsident des Oberlandesgerichts- hat kein Recht, vor der Erzeugung des Artikels besonders in betracht? 4. Stehen diese 600 000 Zaels( 1 Tael 4,75 M.) Entschädigung an die Verkündung der Urtheile diese einzusehen, am wenigften zu dem Betriebe in einem Verband unter sich oder mit " gleichartigen Betrieben aus anderen Theilens Karlsruhe, 27. November. Der Abg. für Durlach- Stadt Eglau| vorliegenden Frage wird auch an maßgebender Stelle sicherlich tein des Reichs? 5. Auf welchem Wege ist nach Ihrer Auffaffung hat sein Mandat aus Gesundheitsrücksichten niedergelegt. Nach dem Zweifel bestehen. Hat doch die Landesverwaltung selbst wiederholt ein Ueberblick über die Gütererzeugung des Bezirks am leichtesten zu demokratischen Bad. Landesboten" beabsichtigt die nationalliberale den Weg der Reichsgesetzgebung beschritten, wenn es ihr nicht geerlangen durch Zusendung von Fragebogen an einzelne Betriebe Partei den bekannten Bismarckschwärmer, Gymnasiallehrer Prof. lang, die Zustimmung des Landesausschusses zu einem Gesetze zu und welche durch behördliche Umfrage? durch Inanspruchnahme Goldschmidt in Karlsruhe aufzustellen. Die Wahl wird durch das erhalten, dessen Erlaß im allgemeinen Staatsinteresse dringend ge der Handelskammern? einer freien Vereinigung und welcher? der alte Wahlmänner- Kollegium vollzogen, welches in seiner Mehrheit boten erschien. Daß auch im vorliegenden Falle eine solche Noth Berufsgenossenschaften? 6. Welche Arten von Rohstoffen, Salb nationalliberal ist. wendigkeit besteht, dieser Einsicht wird sich so hoffen zuversichtlich fabrikaten werden in den Fabriken verarbeitet? 7. Wo werden die die Landesbeamten der deutsche Reichstag nach näherer Prüfung Aus Baden, 26. November.( Eig. Bericht.) Landtag. ber Sachlage nicht verschließen." verarbeiteten Rohstoffe, Halbfabrikate erzeugt und woher werden sie In die Budgetfommission des Landtages wurde Abg. Dreesbach, in bezogen?( Nach Thunlichkeit unter Bezeichnung der einzelnen die Eisenbahukommission Abg. Geck von der sozialdemokratischen daß der Landesausschuß für Elsaß Lothringen für die Wünsche ber Die demokratische Preffe weist demgegenüber darauf hin, Staaten des Auslandes oder der betreffenden Gegend des Inlandes Fraktion gewählt. Die Abgeordneten Geis und Kremer gehören der Subalternbeamten stets ein offenes Ohr gehabt habe, daß zu beantworten; eventuell ist jedenfalls eine Antwort dahin er Petitionsfommission an. Von den Freistundemokraten ist folgender aber für Ober Regierungsräthe, hohe Gerichtsbeamte und sonstige wünscht, ob die Rohstoffe und Halbfabrikate aus dem Inland oder Antrag eingegangen: dem Auslande herrühren.) 8. Wie hoch waren in den letzten gut botirte Beamtenkategorien fein bringender Grund vorliege, Wir beantragen, die Kammer wolle beschließen: 20 Jahren die Preise der verarbeiteten Robftoffe? Halbfabritate? Gehaltsaufbefferungen zu verlangen, da zahlreiche Erwerbsstände Die großh. Regierung wird ersucht, dem Landtag alsbald Noth litten und man deshalb auch von den höheren Beamten ver( der Zeitraum von 20 Jabren soll in den Fragen 8, 10, 11 und 18 einen Gesezentwurf vorzulegen, durch welchen die gefeßlichen langen könne, ste mögen sich nach der Decke strecken. Dazu kommt, die äußerste Grenze der Ermittelungen bezeichnen. Lassen sich Daten Bestimmungen über die Wahl der Abgeordneten zur Zweiten baß unter den Beamtenelementen, welche diesmal Aufbefferung verso weit zurück nicht ermitteln, so wird um Angaben für einen Rammer unter Wahrung der Grundsäße der Allgemeinbeit langen, sich die Hauptftüßen des Systems der Diktatur und Ausgeeigneten fürzeren Zeitraum ersucht) 9. Wieviel Arbeits. und Gleichheit des Wahlrechts und unter Bei träfte( einschließlich Betriebspersonal) und wie nahmegesetze befinden. Gegenüber einem System aber, welches dem behaltung der zum Schutz des Wahlgeheimnisses getroffenen Bolte die einfachsten Rechte vorenthält und durch Aufrechterhaltung viel Werkzeuge und motorische Kraft werden für eine Borkehrungen dahin abgeändert werden, daß an stelle der bis der Diktatur der Bevölkerung ein permanentes Mißtrauensvotum bestimmte Menge des Fabrifats durchschnittlich in Anspruch ge- herigen indirekten Wahl der Abgeordneten die direkte Wahl ausstellt, sollte für unsere Boltsvertretung die Devise lauten: Landnommen?( NB. Diese Frage ist für jeden Juduftriezweig näher zu derfelben eingeführt werde." spezialisiren.) 10. Wie hoch stellen sich in den letzten zwanzig graf werde hart! Jahren die Löhne und Gehälter im einzelnen und ins - Chronit der Majestätsbeleibigungs- Prozeffe gesammt? 11. Welche Hilfsstoffe und Materialien, z. B. Die legte Nummer des Rlabberabatsch" ist von der Brennstoffe, Echmier- und Beleuchtungsmaterial, werden in der Der Parteitag der deutsch- sozialen Reform= Fabrikation verwendet? Woher werden sie bezogen, und wie hoch stellten sich ihre Preise in den letzten zwanzig Jahren? 12. Welches partei für Baden, Pialz und Elsaß- Loth.ingen wird am 6. Januar Polizei tonfissirt worden. Den Anlaß zu dieser Staatsaktion, 1898 in Kehl stattfinden. die der Welt deutlich zeigt, wie weit es schon unter dem allersind die Abfälle der Fabrikation, und wie werden sie verwendet? Der Agitation gegen die preußische Eisenbahn- neuesten Kurs gekommen ist, soll das Bild auf der letzten Seite ge13. Wie hoch waren in den letzten zwanzig Jahren die Preise der Konturrens hat sich nun auch die regierungsfreundliche Bresse geben haben, in dem man eine zu deutliche Anspielung auf die bergestellten Hauptartikel? 14. Wohin richtet sich der Absatz des angeschloffen. Die nationalliberale Bad. Landeszeitung" schreibt in Fabrikats? Nach welchen Gegenden des Inlandes? Nach welchen ihrer heutigen Nummer der Besprechung der letzten Unglücksfälle auf Worte: Wer kein braver Christ ist, ist kein braver Soldat", gefunden Staate des Auslandes weiter vertreibt werden. Hierzu wird die sozialdemokratische Fraktion morgen einen er weiterten Antrag einbringen, ebenso einen Antrag auf Erweiterung des Fabrikinspektorats. den badischen Bahnen: D Auch die uns auf den Leib rückende preußisch- reichsländifche Konkurrenz mahnt uns daran, unserem Eisenbahnnetz die größt mögliche Leistungsfähigkeit zu geben." # # haben will. So wäre also selbst der durch und durch von nationaler" Gesinnung erfüllte Kladderadatsch" schon glücklich auf ber majestätsbeleidigenden Seite angelangt. Außer einigen wenigen Organen des Schlot- und Krautjunkerthums dürfte bald kein politifches Blatt mehr vor solchen Schlägen sicher sein. " GONTO " " ausländischen Staaten?( jedesmal: in welchen Mengen und Werthen?). 15. In welcher Weise findet der Verkauf statt? An inländische Konsumenten? An inländische Fabrikanten zur Ver edelung? An inländische Zwischenhändler? An inländische Er porteure? An ausländische Abnehmer direkt?( Sofern bekannt ist, Damit sind die großen Neuausgaben im Budget für Eisenbahnen daß der ausländische Abnehmer die Waaren nach einem anderen gemeint. Es ist nur gut, daß die regierungsfreundliche Presse jetzt zum Beispiel daß der Wegen Beleidigung der deutschen Raiserin hatte sich englische Händler die Waare zum Zwecke des Weitervertriebs auch zur Einsicht kommt; allerdings wird der Brunnen jetzt erst ge deckt, nachdem das Kind hineingefallen ist. nach Australien bezieht, wird heute der Arbeiter Gustav Ribbe vor der 1. Strafkammer am um Angabe auch dieses Ein großer Theil der badischen Presse weist jetzt auf die durch Berliner Landgericht II zu verantworten. Der im Jahre 1876 endgiltigen Bestimmungslandes ersucht.) 16. In welcher Weise äußert sich der Einfluß ausländischer Konkurrenz im Julande aulas Sparsystem entstandenen Uebelstände im Eisenbahnwesen die Fabrikation? auch schon eine Bestrafung wegen Majestätsbeleidigung erlitten. 17. Durch welche Gründe wird in den einzelnen ausländischen Heidelberger und Offenburger Eisenbahn- Unglücks sind, nämlich die Am 23. Oktober fam er burch Schöneberg. Ein Gendarm faßte Welches sind die Gründe der Konkurrenz? euster staates hin, die anerkanntermaßen die Ursachen des au Halberstadt geborene Angeklagte hat neben anderen Borstrafen Bei der Durchsicht des Arbeitsbuches, mangelhaften den Anforderungen des stets sich entwickelnden Ver- ihn beim Betteln ab. Staaten der Wettbewerb des deutschen Fabrikats mit den Erzeug- fehrs nicht mehr gewachsenen Schienenanlagen in den Bahnhöfen. welches der arme reisende Handwerksbursche" dem Beamten als niffen des betreffenden Staates selbst oder mit den Erzeugnissen So schreibt der demokratische Landesbote" zu den im Finanzbudget Legitimation" übergab, fand der lettere, daß in dem Buche eine anderer ausländischer Staaten erschwert oder unmöglich gemacht? schwere Beleidigung der Kaiserin eingeschrieben war. Auf die Frage, 18. In welchem Grade wird in den Fabriken des Bezirks eine goll angeführten glänzenden Einnahmen" der badischen Eisenbahnen: An den glänzenden Einnahmen der Bahnen klebt viel Schweiß ob er das selbst geschrieben habe, erwiderte der Bettler: Ja, freie Veredelung im Sinne der deutschen Zollgesetzgebung( Bormerk and Blut: der Schweiß der nicht selten über Gebühr angestrengten ich habe das geschrieben und das ist gut so!" Auch verkehr) betrieben? 19. Mit welchen Gegenden und Staaten findet Beamten und das Blut der Getödteten und Verletzten, denen viel heute vor Gericht machte er aus seiner Thäterschaft kein Hehl. Gr der Veredelungsverkehr statt? Ift er ein attiver? ein passiver? leicht durch eine sich immer mehr vom Bureaukratismus abwendende wurde deshalb wegen der Beleidigung zu einem Jahre ein Durchgangs- Veredelungsvertebr? Bollzieht er sich für inländische Verwaltung Leben und Gefundheit hätte erhalten werden können. Gefängniß und außerdem wegen Bettelns und Landstreichens Rechnung? für ausländische Rechnung? 20. Welche Unterabtheis Man renommire also nicht allzu stark mit dem herrlichen finanziellen au drei Wochen Haft und zur Ueberweisung an die Landespolizeis lungen der im Eingange bezeichneten Fabrikate sind von selbständiger Ergebniß der Bahnen- es ist theuer erfauft!" industrieller Bedeutung und bei Beantwortung der vorstehenden behörde zwecks Unterbringung in einem Arbeitshause verurtheilt. Aus Beuthen wird berichtet, daß der Zimmermann Karl P. Der badische Eisenbahnbetrieb, so wird uns Fragen zu unterscheiden? aus Karlsruhe geschrieben, steht seit langer Zeit in dem Ruf wegen schwerer Majestätsbeleidigung verhaftet wurde. Das ist seit München, 26. Novbr.( Eig. Ber.) Bayerischer Land. eines Musterbetriebes. Die letzten auch im Musterländchen" vorges dem Kaiserbesuche der fünfte Fall von Majestätsbeleidigung im tag. In der heutigen Sitzung der Abgeordnetenkammer fam es tommenen Eisenbahnunfälle haben aber manchen wunden Punkt auf- Juduftriebezirke. gelegentlich der Fortsetzung der Diskussion über den Antrag von gedeckt. Gerade an den zwei legten Eisenbahnunglücksfällen in Desterreich. Vollmar und Steininger, betr. die Begnadigung der Haberer, zu Kirchheim bei Heidelberg und in Offenburg war in allererster Reihe Wien, 27. November. Die Arbeiterzeitung" tündigt für einem Standal, wie er bisher in einem deutschen Parlamente as Sparsystem die unmittelbare Schuld, und zwar in Montag Abend eine von den Sozialdemokraten einberufene Boltswohl noch nicht vorgekommen ist. Der liberale Abg. Dr. A ub ofern, als die Schienengeleise au start frequentirt, d. h. versammlung an, in welcher die Arbeiter über die Vergewaltigung brachte gleich zu Beginn der Sigung den Antrag ein, die Kammer die Güterzugsgeleise für Personen. und Schnellzüge benußt wolle mit Rücksicht auf bie durchaus befriedigende Erwerben Daß es dabei sehr oft vorkommt, daß Güterzüge auf des Parlaments durch die Regierung ihr Urtheil sprechen sollen. Ungarn. klärung des Justizminifters über die beiden vorliegenden An- dem Geleise hin und herrangiren, auf welchem eine Minute nachher träge zur Tagesordnung übergehen. Hierauf trat Dr. Sig! in ein Schnellzug pafsiren soll, ist von Sachverständigen schon sehr oft Budapest, 24. November.( Eig. Ber.) Der ungarische Ackerbau11/ ftündiger Rede warm für die Begnadigung der Haberer ein. Er als eine große Gefahr bezeichnet worden. Die gewiß unverdächtige minifter wird in der heute stattfindenden Sigung des Palaments Gesezentwurf bemängelie vor allem das von der Regierung gegen die Haberer regierungsfreundliche Bad. Landeszeitung" schreibt gerade zu dem einen über die Regelung, der vorgeführte Material, das durchaus nicht immer der Wahrheit ent- Heidelberger Unglück: Rechtsverhältnisse zwischen Arbeitgebern und spreche und deshalb keineswegs unangreifbar sei.( Ordnungsrnf.) Wenn man sieht, wie auf einem Geleise Schnell, Personen- I andwirthschaftlichen Arbeitern" vorlegen. Ueber die Nachdem die Gerichte entschieden haben, sei der Gerechtigkeit vollauf und Güterzüge verfehren, einander überholen und von einander Bestimmungen des Gesetzentwurfs, der als strengstes AmtsGenüge gethan und könne man deshalb mit gutem Recht die König überholt werden, und wie dazwischen auf dem gleichen Geleise geheimniß gehütet wurde, ist bislang noch nichts in die Deffentlichliche Gnade anrufen. Wenn Mörder, Räuber und Diebe begnadigt am Bahnhöfen noch rangirt wird, so muß man sich wundern, daß keit gedrungen. Im Sinne des angefügten Motivenberichtes werden, tönne auch den Haberern ein Theil ihrer Strafe erlaffen nicht noch mehr Unglücksfälle vorkommen." sollen die zu schaffenden gefeßlichen Bestimmungen zwischen Es ist nach der Ansicht von Fachmännern, welchen Schreiber den Landwirthen und Die Regierungskommissare haben start übertrieben Arbeitern einen derartigen Rechtsund Richtiges und Unrichtiges durcheinander geworfen. Auch diefes obige Mittheilungen verdankt, eine dringende Nothwendigkeit, zustand schaffen, der die Auswüchse der im ungarischen in den Städten und besonders in München werde in den eme Revision des badischen Eisenbahnnetes vorzus Tieflande verbreiteten sozialistischen Bewegung beseitigen soll. Zu Wirthschaften zu vorgerückter Stunde viel zufammengefaut" nehmen, und zwar mit spezieller Berücksichtigung der Frage, ob die diesem Behuse werden sowohl das formelle Requisit des ArbeitsMüssen denn die Leute dafür, daß sie mit ihrer Hey' und Gaudi gegenwärtigen Schienenanlagen besonders in den Bahnvertrages als auch die materiellen Garantien desselben genau festvielleicht auch die Behörden geärgert haben, gleich jahrelang ein. böfen selbst der riesigen Ausdehnung des Verkehrs entsprechen. gestellt. Andererseits befaßt sich ein bedeutender Theil des Entwurfes gesperrt werden? Der Regierungskommissar habe vorgestern in Unter den Beamten ist die Ansicht verbreitet, daß dies bei vielen mit den sehr weitgehenden und in solcher Weise anwendbaren einem in diesem Hause ganz ungewohnten Tone gesprochen, der Bahnhofsanlagen nicht der Fall ist. Retorsionsmaßregeln gegen vertragsbrüchige Arbeiter, daß nach mehr an die Reserve Offiziere erinnerte.( Ordnungsruf.) Redner Die väterliche" Fürsorge der Ober- Poftdirektion Wortlaut des Motivenberichtes den Arbeitgebern vollkommener Schuß erinnerte hierauf an das Jahr 1705( Bauernschlacht bei Sendling). in Darmstadt für die Poftunterbeamten hat wieder einen neuen Erlaß zugesichert wird". Der Gesezentwurf ist der erste Schritt, der feitens wo der Habererbund seine Treue gegen das angestammte Herrscher gezeitigt, der allen Bostunterbeamten vor ihrer festen der Legislative zur Bekämpfung des Sozialismus ge haus in der schönsten Weise bewiefen und die beften Kämpfer fünftellung das heirathen verbietet. Dieser famose Erlaß than wird. Diesem sollen in nächster Zeit noch weitere folgen. die Befreiung unseres bayerischen Baterlandes gestellt hat. Hier wurden vereinzelte Schlußrufe" laut, doch Dr. Sigl ent. wurde nach unserm Mainzer Bruderorgan den dortigen Poitunter Ergänzt wird die Aktion der Regierung durch eine gemeinsame Aktion sämmtlicher ungarischen landwirthschaftlichen Vereine, welche den sie auch alle, gegnete: ich habe das Wort und rede, fo lange ich will. Hier er da sie nicht ihre Stellungen gefährden wollten, unterschrieben darauf abzielt, die Grundbesitzer in eine einzige Organisation zum hob sich ein furchtbarer Pärm auf beiden Seiten des Hauses, aus Wer nun diesem Erlaß nicht nach kommt, wird solidarischen Vorgehen und zur gemeinsamen Abwehr der höheren aus dem dem man die Rufe:„ Schluß! Schluß! Hinaus! Hinaus!" heraus. Boftdien ohne alle 2Ansprüche an die Direktion entlaffen werden. Um Lohnforderungen der landwirthschaftlichen Arbeiter zu vereinigen. hörte. Besonders thaten sich dabei die Zentrumsabgeordneten diefen Erlaß deutlich zu kennzeichnen, fei bemerkt, daß der Post- Es soll für jedes Komitat( Landwirthschaftskreis) ein Normalvertrag Lerno, Gerstenberger und Dr. Heim hervor. Der letztere lief bei unterbeamte, um zur festen Anstellung zu gelangen, eine Dienstzeit geschaffen werden, um die Arbeitsbedingungen überall gleichmäßig den einzelnen Abgeordneten herum und rief ihnen zu: Skandal von 9 Jahren zurücklegen muß. Wenn nun ein junger Mann das gestalten und zu verhindern, daß die Arbeiter unter machen! Unter lautem Gebrüll verließen die meisten Abgeordneten Unglück hat, erst mit dem 22. Lebensjahr in den Militärdienst zu dem Vorwande, auf anderen Gütern höhere Löhne in der liberalen und der Zentrumspartei hierauf den Saal. Der sonst treten, und dann nach seinem Abgange vom Militar das„ Glück" Aussicht zu haben, von den einzelnen Gutsbesitzern höhere Söhne fo„ leutselige" Präsident machte teine Miene, dem Redner Ruhe zu hat, in den Tienst der Post zu kommen, erreicht er somit ein Alter oder günstigere Arbeitsbedingungen erzwingen. Auch soll diese ge schaffen. Dr. Sigl aber ließ sich nicht beirren, sondern redete von nahezu 82 Jahren, in dem es ihm dann erst gnädigst gestattet plante Ausbeutungsorganisation der Latifundienbefizer auf die ruhig noch über eine halbe Stunde weiter und schloß dann seine wird, eine Ehe einzugehen. Und dies alles nur, weil das Gebalt Regierung emen Druck ausüben, daß das Militär zur Ausführung Rede mit einem warmen Appell an den Minister. Nachdem er geendet, fehrten bie beiden Großen" wieder in den hver bält, eine Familie zu gründen. Welche sittliche Folgen ein Latifundienbefizer emfig an der Arbeit, um die für ein menschliches Loos der Postunterbeamten so niedrig bemessen ist, daß es den Beamten der Erntearbeiten in der dringlichsten Periode des Monates Juli in Bereitschaft gehalten werde. Wie man sieht, find Regierung und Saal zurück, um hier noch eine große Entrüstungstomödie aufzuführen folches Vorgehen hat, liegt klar zu tage. Die Abgg. Dr. Aub( lib.) und Dr. Orterer( 3) verwahrten sich" kämpfenden Landarbeiter niederzuknüppeln. Die auch im Auslande nämlich namens ihrer Parteien gegen die Art und Weise, wie Straßburg i. E., 27. November.( Eig. Ber.) Die von Ihnen mit Aufmerksamkeit verfolgte Affäre des pensionirten Ministerial Dr. Sigl gesprochen hatte. bereits erwähnte Gingabe der etwa 1100 elfaßrathes Raffits ist ein permanenter Standal. Die gegen den Unser Genosse v. Vollmar flärte in seinem Schlußworte noch lotbringischen Landesbeamten an den Reichstag, Benfionirten(!) angestrengte Disziplinar- Untersuchung wurde unterbesonders den Regierungskommissar Piannschmidt darüber auf, daß in welcher um Gleichstellung im Gehalt mit den Beamten des Reichs brochen, weil die Mitglieder des Disziplinar- Senats ihr Amt niederder Landtag sehr wohl das Hecht habe, Kritik auch über die Gerichte und Preußens gebeten wird, begegnet in der reichsländischen Presse gelegt haben. Die Untersuchung wurde nicht beendet, die Richter zu üben. Wenn der Minister was aber bei seiner parlamentarischen einer entschieden ungünstigen Aufnahme. Die gouvernemental- baben demiffionirt, und trotz dieser Umstände hat Ministerpräsident Erfahrung nicht wohl anzunehmen sei die persönliche Meinung offiziöse Straßb. Post" erblickt in der Thatsache, daß die Banffy den genannten Ministerialiath mit Absprechung aller Pensions feines Kommissars in diefer Richtung irgendwie beeinflußt hätte, so toufend Beamte unseres Landes mit Umgebung der nächsten In müßten sich daran natürlich längere Grörterungen fnüpfen. So aber ftanzen fich unmittelbar an den Reichstag gewandt haben, einen sei die Sache ohne jede Bedeutung. Vorgang überaus ernster Art", der sich als eine Rundgebung des Mißtrauens" darstelle. Die Petenten hätten beffer gethan, meint die Bon"," ihre Angelegenheiten der landesväterlichen Fürsorge des faiferlichen Statthalters zu empfehlen, der nach Prüfung der Sachlage ficherlich feinen ganzen Einfluß aufgeboten haben würde, den Beamten die Stuttgart, 26, November.( Eig. Ber.) Jm Landtag ist in Berücksichtigung ihrer wohlerworbenen Rechte zu verschaffen." der heutigen Sigung der Beschluß gefaßt worden, die Wirthe unter Dabei muß die" Post" jedoch in einer an fie gelangten Zufchrift Strafe zu stellen, welche an junge Leute unter 16 Jahren Getränke aus Beamtentreifen selbst zugeben, daß das Mißtrauen, welches gewohnbeitsmäßig abgeben. Der Plan der Kämpfer für man von dieser Seite der taiferl. Regierung entgegenbringt, ein Sitte und Ordnung, alle Wirthe zu strafen, die einmal jungen durchaus begründetes und berechtigtes ist. Es wird in dieser ZuBurschen Getränke geben, fonnte wenigftens in seiner ganzen Schärfe fchrift festgestellt, daß die Mehrzahl der benachtheiligten Beamten verhindert werden durch Einschaltung des Wortes gewohnheits- kategorien bereits vor Jahresfrist sowohl beim kaifert. Statthalter mäßig". Genosse Ioß hatte sich entschieden gegen das ganze Gesetz als beim Ministerium vorstellig geworden sei; vor wenigen gewandt, das nur der Willkür, Chikane und dem Denunziantenthum Monaten hätten sich dann die Beamten der verschiedenen Ver Bern, 26. November.( Eig. Ber.) Im Kanton Bern hat Thür und Thor öffnet. waltungen abermals an den Minister gewendet. Dann heißt es das Volt am nächsten Sonntag über ein neues Armengefeß abzustimmen, daß an ftelle des jetzt geltenden, das noch aus dem Jahre Erst nachdem alle diese Schritte sich als erfolglos erwiefen 1857 ftammt, treten soll. Die Geschichte des bernischen Almofenhatten und auf teine der Eingaben auch nur ein Bescheid ergangen wesens alter und neuer Zeit ist reich an Standalen und dunklen war, faben sich die schwer geschädigten Beamten genöthigt, den Blättern und in den letzten Jahren noch gab es zu Tode geprügelte Reichstag anzurufen, deffen Zuständigkeit in der Bestimmung des Waisenkinder, geprügelte und schlecht genährte Armenhäusler mit § 2 des Gesetzes vom 2. Mai 1877, betreffend die Landesgesetzgebung weißen Haaren und öffentlich zum billigsten Preise versteigerte von Elsaß Lothringen, ihre Begründung findet. Ueber die Zu Waisenkinder und andere Almosengenöffige. Das neue Gesez will ständigkeit der gefeßgebenden Faktoren des Reichs zur Regelung der nun die ärgsten Mißstände abstellen. Unterstützungspflichtig ift der. In der hierauf folgenden Abflimmung wurde der„ liberale" Antrag des Herrn Dr. Aub auf Uebergang zur Tagesordnung mit ganz geringer Mehrheit angenommen. " Karlsruhe, 27. November.( Privatdepesche des Vorwärts".) Die Wahlprüfungs- Kommission beauftandete die Wahl des vom Wahlkreise Lörrach Land entsandten nationalliberalen Abgeordneten Dreher. Der Antrag der sozialdemokratischen Fraktion des Land: tages, die Druckarbeiten der badischen Kammer bloß in tariftreuen Geschäften auszuführen, ist angenommen worden. beamten weiter: " rechte aus dem Staatsdienste entlaffen! ohne daß dem disziplinarisch Angeklagten überhaupt mitgetheilt worden wäre, weffen er eigentlich bezichtigt wurde. In der Motivirung des Urtheils wird auch angeführt das Verhalten Raffits' als Mitglied des hauptstädtischen Gemeinderathes am 25. August d. J., als er gegen den Empfang des deutschen Kaisers auf Gemeindekosten Protest einlegte und dabei sich zu so tattlosen unsinnigen und beleidigenden Aeußerungen gegen den Verbündeten und unvergeßlichen Gaft der Hauptstadt hinreißen ließ, welche die schwerste Ahndung erheischen." Also derartige Tattlosigkeiten" find genügend, um die im Laufe einer 30 jährigen Dienstzeit erworbenen Rechte auf Staatsversorgung zu konfisziren! Der gemaßregelte Beamte wird gegen das Urtheil, das allen Rechtsa begriffen Hohn spricht, an den Verwaltungs- Gerichtshof appelliren. Schweiz. " Wohnort, nicht die Heimathgemeinde, und zwar mit dem Zeitpunkte Madrid, 27. Nov. Die Gaceta de Madrid" veröffentlicht die Es ist gut, daß Prof. Wolf selbst der Welt" mittheilt, wie der Niederlassung. Wenn jedoch eine Person innerhalb zweier Jahre Berordnungen über die Autonomie der Inseln Kuba und werth er den Zürichern geworden ist. Aus den uns zugänglichen nach Einzug in die Gemeinde in den Zustand dauernder Unterstützungs- Portorico. In den Verordnungen wird zunächst der völligen züricher- schweizer Zeitungen fonnten wir nicht diesen Eindruck ge= bedürftigkeit geräth, so fällt die Unterstüßungspflicht der früheren Aufrichtigkeit der spanischen Regierung Ausdruck gegeben, dann winnen, und unser Züricher Korrespondent, gegen dessen MitWohngemeinde zu. Zur Annahme des Wohnortsprinzips gelangte werden die Bestimmungen aufgeführt, welche die Autonomie betreffen. theilungen sich Herr Wolf wendet, hätte sicherlich pflichtgemäß uns man bereits 1857, da zu jener Beit schon nur 179 732 Bürger in Nach diesen Bestimmungen steht an der Spitze der Insel ein über die von Herrn Wolf geschilderte Trauer über seinen Weggang ihrer Heimathsgemeinde, 222 128 aber außerhalb derselben wohnten; Generalgouverneur. Ein Parlament, welches aus zwei berichtet, wenn ihm auch nur ein Sterbenswörtchen hierüber zu 1888 waren es 207 828 refp. 273 843 Perfonen. Die Mißstände in Kammern der Repräsentantenkammer und dem Verwaltungs- Ohren gekommen wäre. der Verpflegung der Armeen sollen beseitigt werden durch Beschaffung rathe die beide gleiche Rechte haben, besteht, beräth über die der nöthigen Finanzmittel bei Entlastung der Gemeinden und Be Gesetze, die auf die Kolonialangelegenheiten bezug haben. Die Krone Laftung des Staates, durch richtige Auswahl der Pflegeorte und oder der Generalgouverneur können die Kammern suspendiren oder Pflegeart nach den individuellen Verhältnissen der Armeen, intensivere auflösen mit der Maßgabe, daß die Kammern innerhalb einer Frist Die erste Plenarsigung des Reichstags wird am Dienstag Aufsicht des Staates und der Gemeinden, bessere Organisation von drei Monaten wieder einzuberujen bezw. neu zu wählen find. um 2 Uhr stattfinden. Am Mittwoch erfolgt voraussichtlich die Wahl der bundseitigen Aufsichtsorgane, Gorge des Staates für Dem Generalgouverneur steht ein Ministerrath zur Seite; des Präsidiums. Parlamentarisches." Rorresp." theilt mit, daß die Regierung im Reichstage darüber Interpellation über das Vereinsgesek. Die Nationallib. interpellirt werden solle, wie sie den Reichstagsbeschluß bezüglich der Aufhebung des Verbindungsverbots für inländische Vereine auszuführen gedenke. Errichtung der nothwendigen Anstalten, rechtzeitige und die Minister sind vor dem Kolonialparlament verantwortlich. richtige Hilfeleistung bei Einzelnen und Familien, um sie vor Dem Generalgouverneur steht das steht das Oberkommando zu, er Der Bundesrath ertheilte in der heutigen Sigung seine Zudem Verfall zu retten, sorgfältige Erziehung der der Armenpflege sorgt für Aufrechterhaltung der Ordnung und läßt Gefeße Stimmung den Ausschußberichten über die Gefeßentwürfe betreffend übergebenen Kinder, Aenderung verschiedener veralteter Bestimmungen und Berträge veröffentlichen und ausführen; ferner hat er das Be- die Feststellung des Reichshaushalts Etats, sowie des Etats der des Strafgesetzbuches betreffend ingendliche Uebelthäter in dem Sinne, gnadigungen und das Recht, die tonstitutionellen Schußgebiete für 1898, feruer betreffend die Aufnahme einer Anleihe werben felle, der Strafe Grziehung treten und wenn Strafe verhängt Garantien zu suspendiren. Die Feſiſtellung der Zoll- für Zwecke der Armees und Marineverwaltungen und betreffend die werden muß, auch dann der erzieherische Zweck in den Vordergrund tarife steht dem Parlamente zu. Uebergangsbestimmungen regeln Verwendung von Ueberschüssen aus dem Etatsjahre 1898 zur geftellt werden soll; Gewährung von Stipendien zu Berufs- die Handelsbeziehungen zum Mutterlande; für gewisse nationale Schuldentilgung. Auch den Ausschußberichten über die Entwürfe erlernungen, Unterstützung auswärtiger Ansiedelungen, beffere Ordnung Produkte sollen gegenüber ähnlichen Produkten gegenseitig gewisse der Einzeletats des Auswärtigen Amtes und der Reichsschuld für 1898 der auswärtigen Armenpflege 2c. Aus dieser Reform des Armenwesens Vorzugstarife vereinbart werden. wurde zugestimmt. entspringt auch eine Erhöhung der Armenausgaben und zu deren Mit einer solchen Autonomie", die jederzeit vom General Deckung eine Erhöhung der Armensteuer. Die Gemeinden hatten gouverneur aufgehoben werden kann, werden die Aufständischen sich bisher eine gesammte Armenunterstützung von 1 200 000 Fr., der nicht abspeisen lassen. Staat eine solche von 800 000 Fr. aufzubringen. Durch die Er. höhung der Ariensteuer werden die Mittel für die Armenpflege Rumänien. um 1 300 000 Fr. per Jahr vermehrt, die die Regierung an die Bukarest, 27. November. Das rumänische Parlament kommunalen 2c. Armenbehörden vertheilt. Für die Annahme des ist heute vom König mit einer Thronrede eröffnet worden. Die Gesetzes treten alle drei Parteien, also auch die sozialdemo: Finanzlage betreffend konstatirt die Throurede, daß das Budget von kratische, ein. In einem bezüglichen Anfruf in der Berner 1896/97 mit einem Ueberschuß von 8 Millonen Lei abgeschlossen hat. Tagwacht" wird gefagt, wenn die Sozialdemokraten wirklich" Feinde Das nächste Budget werde im Gleichgewicht abschließen. der Sozialreform wären, wie die Gegner unberechtigterweise beNach Anfündigung einer Reihe von Vorlagen konstatirt die haupten, so müßten sie gegen das Gesetz stimmen." Da wir aber Thronrede schließlich, daß das Königreich Rumänien sich gegen wissen, daß zur Zeit eine Aenderung der ganzen Gesellschaftsordnung wärtig in wohlgeordneter politischer Lage befinde und daß es ledig nicht herbeigeführt werden kann und eine Reform der Armen- lich seine materiellen Sträfte entwickle, nüßliche und stabile wirth. Unterstützung dringend nothwendig geworden ist, stehen wir für schaftliche Beziehungen schaffen und den moralischen und wirthschaft: lichen Fortschritt konsolidiren muß. das Gesetz ein." Türkei.' Afrika. Gewerkschaftliches. Das neue Abgeordnetenhaus in der Prinz Albrechtstraße wird, wie eine Korrespondenz mittheilt, ganz bestimmt noch vor Ablauf der im Januar beginnenden letzten Seffion der gegenwärtigen Legislaturperiode wenigstens in seinen Haupträumen in Benutzung genommen werden. Es soll nämlich die Schlußfizung des Abgeordnetenhauses, die voraussichtlich schon im Laufe des Monts är stattfinden wird, unter allen Umständen in dem neuen Gebäude abgehalten werden, um den jetzigen Abgeordneten vor Ablauf ihres Mandats noch Gelegenheit zu geben, in dem neuen Hause, zu dessen Bau sie die Gelder bewilligt und das sie haben erstehen sehn, wenigstens ein Mal zu tagen. Dieser BeBern, 26. November.( Eig. Ber.) Durch die manchesterlichen schluß ist in der in voriger Woche stattgehabten Sigung der Bauund anderen Allüren, die bei den bürgerlichen Parteien stärker Ranonenbestellungen. Eine Meldung des Standard" tommission des Abgeordnetenhauses gefaßt worden, doch ist darüber waren als alle humane Gesinnung, ist in der Volksabstimmung vom aus Konstantinopel besagt: Ungeachtet des förmlichen Protestes bisher noch nichts in die Oeffentlichkeit gedrungen. Die anfangs 29. Geptember 1895 das Bündhölzchen Monopol mit Rußlande gegen die Verwendung der griechischen Kriegsentschä- zum 1. Januar 1898 beabsichtigte Fertigstellung des Hauses, die sich 184 109 gegen 140 174 Stimmen verworfen worden. Doch mußte digung zum Ankauf von Kriegsmaterial gaben der Kriegsminister wohl hätte ermöglichen laffen, ist vor allem deshalb unterblieben, man allerseits zugestehen, daß damit die Frage der Beseitigung der und der Marineminister Krupp eine Bestellung auf 150 Kanonen damit die Wände und die Holzdecken noch erst besser austrocknen schrecklichen Phosphornekrose nicht aus der Welt geschafft ist, und großen Kalibers im Gesammtwerthe von 12 Millionen Mark. fönnen. in der That beschloß der Nationalrath schon wenige Monate nachher, den Bundesrath einzuladen, eine Gesetzesvorlage über das Verbot der Verwendung des gelben Phosphors der Bundes-- Die Verhandlungen der französisch engli versammlung zu machen. Seitdem sind zwei Jahre verfchen Niger- Kommission dauern fort. Man glaubt, daß flossen, währenddem zahlreiche nette Fälle voll Nekrose- noch mehrere Sigungen nöthig sein werden, um zu einem Resultat Erkrankungen mit schrecklichem Verlauf, mit Kiefer- Operationen zu kommen, da die Kommission noch eine Menge von Dokumenten und dem schließlichen Tode gemeldet wurden. Nun hat endlich der zu prüfen hat. Bundesrath einen bezüglichen Gesetzentwurf fertiggestellt, der folgende wichtige Bestimmungen enthält: Die Fabritation von Zündhölzchen fällt ohne Rücksicht auf die Arbeiterzahl und die Aus: dehnung des Betriebes unter die Bestimmungen des Fabrikgesetzes; dieser Fabrikation dienen. Zur Fabrikation von Zündhölzchen gegangen. Aber dies Gerücht wird, wie das Reuter'sche Bureau bedarf es der Bewilligung des schweizerischen Industriedepartements, meldet, im Kolonialamte für sehr unwahrscheinlich gehalten, da die welches diejenigen Bestimmungen aufstellen wird, welche mit Rücksicht Engländer im Hinterland" Gebiete, welche sehr wenig zahlreich auf die Gesundheit und Sicherheit der Arbeiter und der Kon- seien, firengen Befehl erhalten hätten, einen Konflikt mit den sumenten erforderlich sind. Den mit der Ueberwachung der Franzosen zu vermeiden, welch' lettere ähnliche Anweisungen be Zündhölzchenfabriken betrauten Beamten ist jederzeit der kommen hätten. Zutritt in alle Räume gestattet, von denen mit Grund vermuthet werden tann, daß fie der Fabrikation Do11 Zündwaaren dienen. Der Verkauf von Zündwaaren darf in Verpackungen, inbegriffen Backet und Schachteln, Das Rolonialministerium giebt eine offizielle Note aus, welche besagt, daß eine Depesche im Minifterium eingelaufen sei, welche welche über ein Zusammentreffen zwischen französischen und englischen Truppen bei Nikki berichtet. fie darf nur in folchen Mäumen betrieben werden, bie ausschließlich Auch dem Londoner Kolonialamte ist diese Mittheilung zu " N Amerika. Ausland. 5. Kongreß des dänischen Malerverbandes. Der Verband hat sich in den 2 Jahren seit dem legten Kongreß sehr vergrößert. Aus 23 Lokalverbänden sind 31 mit über 2000 Mitgliedern ge= worden. 14 Städte haben in der Zeit Lohnerhöhungen erlangt. Als Beweis für die Kraft des Verbandes wurde darauf hingewiesen, daß man in Esbjoerg mitten im Winter einen Streit durchführen konnte und sich nicht ein Streifbrecher meldete. Der nächste Kongreß wird 1900 in Kopenhagen abgehalten. Lohns zeichnet für Oftober 23 neue Streits mit 3062 Theilnehmern Französische Streits im Oktober. Das Arbeitsamt ver( für 20 derselben) gegen 21 Streits mit 4042 Theilnehmern im Oftober 1896. Ueber ein Drittel der Streifenden( 1100) entfallen auf den Pariser Schlächterstreit. Die Durchschnittszahl der Ottober Streits in den letzten vier Jahren beträgt 25. Von den 23 Rons flikten betrafen nur 7 mehr als eine Unternehmung. Washington, 26. November. Dem Vernehmen nach beabsichtigt forderungen verursachten 13 Streiks, die Forderung der ArbeitszeitPräsident Mac Kinley, in der an den Kongreß zu richtenden Bot- Verkürzung 3 Streifs, Personenfragen 7 Streiks, darunter Forderung stattfinden, welche die Firma oder die amtlich deponirte Fabrikmarke eingehend zu erörtern. Im Ministerrath tam heute, wie es heißt, im Oktober begonnenen und von 4 vorherigen Streits: 1 Erfolg, schaft die Handels- und Reziprozitätsbeziehungen der Verminderung der Zahl der Lehrlinge. Der Ausgang von 17 des Fabrikanten tragen. Zuwiderhandlungen gegen das Gesetz werden die Meinungsäußerung der Zucker produzirenden europäischen 11 Ausgleiche und 9 Mißerfolge. mit Bußen von 50-1000 Fr., im Wiederholungsfalle mit Gefängniß Staaten zur Sprache, dahingehend, daß die Erhebung von bis zu drei Monaten und durch Entzug der Fabrikationsbewilligung amerikanischen Zuckerzöllen als equivalent der europäischen Zucker- bahu- Angestellten waren, wie die Londoner A. K." mittheilt, am Die Delegirten des Gewerkvereins der britischen Eisenbestraft. Widerrechtlich fabrizirte, transportirte, zum Verkauf ausgebotene oder importirte Waare ist zu konfisziren. Die Vollziehung der im Dingley- Gesetz vorgesehene Abschluß von Reziprozitäts: Eisenbahn- Gesellschaften auf ihre gestellten Forderungen eingegangenen ausfuhrprämien eine ungerechte Differenzirung sei. Es steht fest, daß Dienstag in Birmingham versammelt, um über die von den des Gesetzes ist Sache der Kantone. Der Bundesrath ist ermächtigt, abkommen durch die mit der Prämienfrage zusammenhängenden Antworten zu berathen. Die Berathungen waren geheim, aber alle die zur Vollziehung des Gesetzes erforderlichen Vorschriften aufzu Erwägungen verzögert wird. stellen und insbesondere hinsichtlich Fabrikation, Verpackung, TransMeden wurden stenographirt. 25 Erwiderungsschreiben sind von den port, Berkauf, Ein- und Ausfuhr die nöthigen Schutzmaßregeln zu Schiedsgerichts. Vertrag zwischen Frankreich und Brasilien beſtätigungen. Einige Gesellschaften, so die North Western und die Rio de Janeiro, 26. November. Die Kammer nahm den Bahngesellschaften eingegangen. Meistens waren es reine EmpfangsFrankreich. mit 90 gegen 33 Stimmen an. Midland- Bahn, erklärten, daß sie mit ihren Angestellten direkt, ohne Einmischung des Gewerkvereins, verhandeln wollten. treffen. Eine wichtige Entscheidung hat das Gericht in Chikago ge= fällt. Es wird von dort gemeldet: Das hiesige Gericht hat dem Gisenbahn- Bediensteten F. R. Ketcham 21 500 Doll. Schadenersah zugesprochen, weil ihn die North- Western- Eisenbahn- Gesellschaft auf die schwarze Liste gesetzt hatte. Ketcham war 1894 ein Lokomotivführer der Gesellschaft und als der Gewerkverein der EisenbahnAngestellten den großen Streit anbefahl, legte auch er die Arbeit nieder. Seit der Zeit hat ihn feine amerikanische EisenbahnGesellschaft angestellt, weil die North- Western- Gesellschaft die übrigen Gisenbahnen vor ihm gewarnt hatte. Die Entscheidung erregt das allergrößte Aufsehen. Unternehmer- Verbände. Depelchen und lehte Nachrichten. Die Dreyfus- Angelegenheit. Oberst Picquart Australien. traf am Freitag vormittags 92 Uhr im Justizministerium ein und Sydney, 25. November. Der Ausschuß der gefeßgebenden Verwurde sofort vom General Bellieux vernommen. Major Esterhazy fammlung genehmigte gestern eine Vorlage, wonach die Anti erschien gegen 111/2 Uhr und verließ das Justizministerium um Chinesenbill auch auf andere Rassen ausgedehnt 121 Uhr; er lehnte es ab, fich durch Reporter ausfragen zu lassen. wird, und eine andere Bill, nach der jeder Einwanderer eine Man vermuthet, daß er mit Picquart fonfrontirt wurde. Die bestimmte Bildung besigen muß. Die letztere Vorlage ist Agence Havas" meldet, die Bernehmung Picquart's dürfte sich auf nach dem in Natal giltigen Gesetz gezimmert. die von Esterhazy erhobene Beschuldigung bezogen haben, daß Picquart, um Dreyfus' Unschuld zu beweisen, eine Dokumenten--Professor Dr. Julius Wolf, der zur Freude derer fammlung zusammengestellt habe, zusammengesetzt aus Proben von um und hinter Stumm endlich in Breslau eine Professur erhalten Esterhazy's Schrift und anderen Schriftstücken, die mit vieler Runft hat, ist trotzdem nach wie vor eifrigit um seinen guten Ruf besorgt von Picquart angefertigt seien. Die Beamten des Justizministeriums und bemüht, daß die Presse seinen Namen immer wieder nennt und und des Gouvernements von Paris beobachten über die Angelegen- sei es auch nur in preßgesetzlich aufgenöthigten Berichtigungen. heit durchaus Stillschweigen. Herr Wolf schreibt: Vom heutigen Tage wird aus Paris noch folgendes berichtet: Sie haben vor kurzem eine mich betreffende Notiz gebracht, die Wie verlautet, vernahm gestern General Pellieux außer dem Oberst seitdem in eine Anzahl anderer sozialistischer Blätter übergegangen vember nach dem„ Berl. Tagebl." gebildet worden. Daraus soll sich Ein Syndikat der brandenburgischen Brenner ist am 26. No Picquart und dem Major Esterhazy viele andere Beugen, sämmtlich ist und die im wesentlichen unrichtige Angaben enthält, so daß sie für Ostpreußen, Westpreußen, Pommern ein Krystallisationspunkt aus militärischen Kreisen. Ueber diese Untersuchungen wird nichts mich zu folgender thatsächlicher Berichtigung herausfordert. bekannt. Die Bewahrung des Geheimnisses, welche den Zeugen entwickeln, um und an welchen sich ähnliche Organisationen an1. Es ist unwahr, daß die in ihrer Mehrheit demokratische schließen bis zu einer festgefügten Organisation des ganzen Brennereitheils anempfohlen, theils befohlen wurde, wird von allen strenge Zürcher Regierung von meiner Wirksamkeit in Zürich wenig erbaut" gewerbes. Das ist also ein Wiederaufleben des alten Kartellplans, innegehalten. Esterhazy und Picquart sollen einander noch nicht gewesen ist. Sie hat mir vielmehr das Gegentheil wiederholt zu um unter Benutzung der durch die Gesetzgebung erschwerten Stongegenübergestellt worden sein, indeß soll dies heute geschehen. Ein erkennen gegeben, unter anderem noch kurze Zeit vor meinem Ab- kurrenz neuer Brennereien die Spirituspreise durch Einschränkung von Pellieux abgeordneter Offizier nahm heute in Gegenwart des gang von Zürich dadurch, daß sie mich durch eines ihrer hervor der Produktion noch weiter zu treiben. Die großen Liebesgaben aus Obersten Picquart eine Durchsuchung aller in dessen Wohnung be- ragendsten Mitglieder zur Vorbereitung einer höchst wichtigen der bestehenden Gesetzgebung erscheinen diesen Herren noch nicht schlagnahmten Papiere vor. Der heutige Tag wird wahrscheinlich Gesetzesvorlage heranzog. Sie hat auch, als sie von dem an mich ausreichend. für den Gang der Untersuchung entscheidend sein. ergangenen Rufe erfuhr, nichts unversucht gelassen, um mich in Zürich zu halten und hat überdies, als sie die Fruchtlosigkeit ihrer Bemühungen einfah, wieder von kompetentester Seite ihrem auf richtigen Bedauern hierüber und ihrem Danke für die von mir geleisteten Dienste Ausdruck gegeben. Wie also hier, liegt Darmstadt, 27. Novbr.( B. H.) Die zweite Ständekammer wurde auf den 7. Dezember einberufen. Der Zusammentritt erfolgt 2. eine aus dem Nichts geschöpfte Unwahrheit in der Mitzu theilung Ihrer Notiz, ich hätte mich seinerzeit bei meinem Amts: 8u einer einwöchigen Tagung. antritte Mitte der achtziger Jahre recht radikal" gebärdet. Ich Delegation. Bezüglich der Militär- Strafprozeßordnung berichtet der Wien, 27. November.( W. T. B.) Heeresausschuß der ungarischen babe vom ersten Augenblick an, wo ich überhaupt diese Dinge zum Ausschuß, daß der Entwurf im Kriegsministerium bereits fertiggestellt Gegenstand meines Studiums zu machen begann und mir eine sei und nach Begutachtung durch die betreffenden Fachorgane des Meinung darüber bildete, der Sozialdemokratie gegenüber die Kriegsministeriums den beiderseitigen Instiz- und Landesvertheidigungs. Stellung eingenommen, die ich noch heute ihr gegenüber habe, und Ministerium übermittelt werden würde. Die nächsten Wahlen werden besonders harte Kämpfe niemals ein Hehl daraus gemacht, troh der unausgesetzten per bringen zwischen den Stockklerikalen und deren demokratischen sönlichen Angriffe und Verunglimpfungen, deren Objekt ich um wiffenBrüdern. In Aloft, dem Wohnsitze des wohlbekannten demokras schaftlicher Ueberzeugungen willen von Seiten sozialdemokratischer tischen Abbé Daens versuchen die Klerikal- Kapitalisten alles im Blätter und Agitatoren war. Sie glauben Guten und im Bösen, diesen von der Annahme einer Kandidatur für 3. über mich verbreiten zu sollen, daß bei meinem Abgang die Deputirtenkammer abzubringen. Falls er zurücktritt, soll ihm Ehrenbezeugungen von seiten der Kollegen und Studenten unterblieben ein reichdotirtes kirchliches Amt in Aussicht gestellt worden sein. seien. Ersteres wie letzteres ist wiederum falsch. Ich habe das mir angebotene Abschiedsbankett der Professorenschaft abgelehnt, das AbSpanien. schiedsbankett der engeren Fakultät angenommen und bin hier wieder Gegenstand der Beweise aufrichtigster Freundschaft seitens meiner Kollegen gewesen. Ebenso habe ich Kundgebungen der Liebe und Treue in großer Zahl von seiten meiner Schüler erhalten und erhalte sie noch jetzt, wenn auch, da ich in den Ferien wegging, jede anderweitige Veranstaltung unmöglich war. Auch Ihre Mittheilung, es feien bei meinem Weggange die geläufigen Ehrungen unterblieben, steht danach mit den Thatsachen in grellem Widerspruch. Ich fordere Sie auf, diese thatsächliche Berichtigung Ihrer Mittheilungen in der gefeßlich vorgeschriebenen Frift im vollen Umfang zu veröffentlichen und zeichne" Oberst Picquart hat in dem Verhör vor General Bellieuy keinerlei entscheidende Beweismittel vorgelegt, sondern nur die Vermuthung ausgesprochen, daß Esterhazy gleichzeitig im Solde des französischen und ausländischen Spionagedienstes stand. Graf Esterhazy habe die Leitung des französischen Spionagedienstes düpirt und ebenso feinen Komplizen im Generalstabe, welcher ihm als Vermittler diente. Oberst Picquart nannte auch den Namen dieses Komplizen. -Der bulgarisch- französische Handelsvertrag wurde vom Senat angenommen. Belgien. - Von den Kolonial- Kriegsschauplägen. Aus Madrid wird die folgende schönfärberische Mittheilung telegraphirt: 204 aufständische Führer sollen sich auf Kuba unterworfen haben. Der Generalfapitän der Philippinen meldet ferner, daß die auf ständischen Führer beschlossen haben, in ihre Provinzen zurückzukehren und den Krieg aufzugeben. Wenn diese Nachricht sich bewahrheitet, würde die ohnedies unwahrscheinlich klingende New Yorker Meldung der Frankfurter Beitung", daß Sagafta's Rücktritt bevorstehe, jedes Untergrundes entbehren. Paris, 27. November.( B. H.) Seit gestern Abend wird Major Graf Esterhazy von fünf Geheimpolizisten überallhin verfolgt. Ein unbestätigtes Gerücht besagt, die Verhaftung des Majors stebe nahe bevor. Oberst Picquart ist vollständig unbewacht. Konstantinopel, 27. November.( B. H.) Der österreichische Lloyddampfer Diana" tollidirte mit dem griechischen Dampfer Autoui". Die Passagiere und die Mannschaft wurden gerettet. Raum war die Rettung vollzogen, als der„ Antoni" in die Tiefe fant. Wie sich herausgestellt hat, war infolge des Anpralles der Refsel explodirt. " " Salonichi, 27. November.( B. H.) Die Aufstände der Albanesen und Arnauten nehmen großen Umfang an; zahlreiche Orts fchaften werden von denselben belagert. Wegen des späten Eintreffens der Marinevorlage verzögerte fich das Erscheinen unseres Blattes, was die Leser entschuldigen mögen. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 4 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 278. 14. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sontag, 28. November 1897. Das Chaos in Oefferreich. mission der Rechten ausgeschieden sei. Beide Ereignisse sind Geschäftsordnung und die hieraus sich ergebenden Folgen schwere moralische Schläge für die verfassungsbrecherische Majorität. werden zum theil auf Veranlassung der Badenisten, zum theil Der Verfassungsbruch, der Umsturz von oben, die Degra- Hierzu kam noch die Mittheilung, daß die katholische Bolts auf die der vergewaltigten Abgeordneten die Gerichte, dation des Parlaments zur Polizeiwachtstube, die öffentliche partei( die Klerifalen) nicht mehr Willens sei, die Ver- beschäftigen. Das Strafgericht wird den Abg. Wolf nicht Gewaltthätigkeit niedriger Polizei- Organe in offener Parla- antwortung für die verfassungswidrigen Vorgänge zu übernehmen. verurtheilen können, weil es die neue Geschäftsordnung nicht ments- Sigung, all' die Schmach und Schande, die ungeheure wirklich übergaben sie dem Präsidium im Laufe der Sihung die als zu recht bestehend anerkennen kann und deshalb ihm die haben Badeni und die badenischen Mameluken um keinen Erklärung ihres Bedauerns über das Zustandekommen und den die ausgeschlossenen Abgeordneten ihre Diäten gegen den Boll breit ihrem Ziele näher gebracht. Alles war umsonst. Inhalt der neuen Der Eindruck dieser Staat eintlagen, und das Zivilgericht wird die Recht. Verantwortung für die unzähligen schwersten Gesetzesverlegungen, " Geschäftsordnung. Hinter Partei- Nachrichten. Graf Badeni findet aus dem parlamentarischen Labyrinth Erklärung wurde durch die Mißbilligung der Vorgänge in lichkeit des Ausschlusses der Abgeordneten prüfen müssen und feinen Ausweg und er muß bis zum 31. Dezember das Aus den letzten Sigungen nicht abgeschwächt. Im Hause war gegen die Abrahamowicze entscheiden müssen, und endlich gleichsprovisorium in parlamentarischer Weise zur Erledigung ferner bekannt geworden, daß das gewaltthätige und offenbar das österreichische Reichsgericht, das zum Schuße der durch die bringen. gesetzwidrig handelnde Präsidium die Stirne hatte, mehrere ausge- Verfassung gewährleisteten politischen Rechte eingesetzt ist, wird. Als Graf Falkenhayn, der Bluthund von Falkenau und schlossene Abgeordnete der Staatsanwaltschaft wegen öffentlicher den Ausschluß der Abgeordneten für ungefeßlich erklären und Oftrau, der Ackerbauminister des Taaffe'schen Regiments, seinen Gewaltthätigkeit und Störung der Verhandlungen des Parlaments damit die Rechtsungiltigkeit der neuen Geschäftsordnung und Antrag auf Abänderung der Geschäftsordnung einbrachte und der Präsident ihn ohne Debatte und Ausschußberathung, ohne zu denunziren. All' das und die Nachrichten über die ungeheure aller unter derselben gefaßten Beschlüsse feststellen müſſen! Das muß kommen und das muß die Autorität des zweite und dritte Lesung, ohne Bestätigung des Beschlusses Aufregung in Böhmen, über die große Demonstration in Graz, fiber Ministeriums Badeni vernichten. durch das Herrenhaus, sowie ohne Sanktionirung durch die die zahlreichen Verhaftungen in Wien hatten eine bis zur Siedehize So ist es kein Wunder, daß wieder das Gerücht von dem Krone und ohne Veröffentlichung im Reichsgesetzblatt" unter aufgeregte Stimmung im ganzen Hause erzeugt. Rücktritte Badeni's in Wien zirkulirt. Gegenzeichnung der verantwortlichen Minister einfach als an- Als Abrahamowicz die Sitzung eröffnete, wurde er von der Wie dem aber auch sei, ob Badeni bleibt oder geht, ein genommen erklärte, da schien es einen Augenblick, daß einken und unseren Genossen Kiesewetter und Dr. Jarosiewicz mit Ausweg aus dem Chaos ist nicht zu erkennen. die Obstruktion gebrochen sei, sei, daß die Opposition betäubendem Lärme empfangen, so daß ein Beginnen der Verhanddem Grafen Badeni und seiner feudal adeligen tung ganz unmöglich war und der Präsident sich zurückziehen und bürgerlichen Bedienten polnischer, czechischer und mußte. In der Pause erschien der gestern aus dem Hause deutscher Zunge einfach das Feld räumen, den Staatsstreich ausgeschlossene Abgeordnete Wolf, der durch ein Preußische Landtagswahlen. Zu Liebknecht's Erklärung in der Neuen Zeit", daß der Hamburger Beschluß nur durch einen politikern freie Bahn gewähren werde. Im ersten Augenblick ausgeschlossene Abgeordnete Wolf, Gleich nach ihm erschienen Polizei außerordentlichen Parteitag abgeändert werden könnte und daß jeder war die bürgerliche Opposition in allen ihren Schattirungen thor cingetreten war. Rheinisch West.. für den feierlichen Austritt aus dem Parlamente uuter pathe tommissare und Wachleute im Saal und schleppten ihn buch andere Weg unmöglich sei, schreibt die fälische Arbeiter 3eitung" in Dortmund: Wir tischen Protesten. Es ist ein nun allgemein, auch von den bürger- stäblich hinaus, wo er auf das Gutachten des- Juſtizministers müssen diese Ausführungen Liebknecht's als völlig richtig anerkennen. lichen Parteien anerkanntes großes Berdienst um den österreichischen hin für verhaftet erklärt und per Wagen, einen Knebel im Munde, Entweder ein außerordentlicher Parteitag oder der Beschluß bleibe Parlamentarismus, um die Fortsetzung des Kampfes mit allen in das Landgericht gebracht wurde. Unterdessen erschienen bestehen. G3 will uns indeß scheinen, daß dies theure Mittel nicht Mitteln gegen das Badeni'sche Regiment, daß die sozialdemo- die ausgeschlossenen Sozialdemokraten forporativ am Hauptthore des einmal nothwendig sein werde. Im Jahre 1893 fanden die, kratische Fraktion dieses fürchterlich radikal erscheinenden, in Parlamentsgebäudes, das aber sofort geschlossen und abgesperrt Wahlen zum Landtag erst Mitte Oktober ſtatt; nimmt er diesmal Wirklichkeit aber den geheimen Wünschen der Badeni und wurde mit der Erklärung, daß das Präsidium unseren Abgeordneten der Vereinsrechts- Novelle wohl nicht mehr vor so dürften die ein natürliches Ende, und Konfliktsstoff liegt nach Erledigung Konsorten entgegenkommenden Beschluß nicht gefaßt hat. Durch den Eintritt verwehre. Als die Sozialdemokraten die zum Eingange Wahlen ungefähr auf denselben Termin fallen, zumal die Behörden ihre Erklärung, daß sie trotz des Verfassungsbruches, trotz aller den einzelnen Abgeordneten drohenden Gewaltthätigkeiten und des Parlamentes führende Rampe verließ, wurden sie von den in im Frühjahr genug Arbeit mit den Vorarbeiten für die Reichstags wahlen haben. Es brauchte also nur der gewöhnliche Parteitag Gefahren im Parlamente ausharren und für die Rechte des Masse vor dem Parlamente stehenden Studenten erkannt. Unter etwas früher einberufen zu werden und es wird dann Zeit genug Volkes furchtlos und rückhaltlos eintreten werde, zwang sie, Hochrufen wurde trotz allen Wehrens Genosse Daszynski auf da sein, um die Stellung der Partei zu den Landtagswahlen noch die Führung der Opposition übernehmend, alle Gruppen der die Schultern gehoben. Dies war für die Polizei das Signal zu einmal gründlich zu erörtern." selben, ihre früheren Beschlüsse aufzugeben und der Sozial- brutalen Attaquen mit gezogenem Säbel und einhersprengenden behauptet werden, daß die bis jetzt gepflogene Distuffion Klarheit Die Münchner Post" schreibt:„ Es kann durchaus nicht demokratie sich anzuschließen. Pferden. Daszynski wäre fast überritten worden, viele Theil in die ganze Angelegenheit gebracht hätte. Schließlich wird, um zu nehmer an dieser unvorbereiteten Demonstration wurden verhaftet. einem gedeihlichen Ergebniß zu gelangen, doch nur die Einberufung Während sich diese Szenen im Parlamente abspielten, begaben eines außerordentlichen Parteitages übrig bleiben. Hierüber sich " " So unangenehm dem Grafen Badeni und seinen Helfershelfern im Parlament dieser große moralische Erfolg der Sozialdemokratie, die Durchschauung und Durchkreuzung seiner gcheimsten Pläne war, so hoffte er doch noch auf die praktischen sich die Obmänner der Opposition zum Ministerpräsidenten Badeni auszusprechen, haben ja Parteileitung und Reichstags- Fraktion in Dagegen sagt die Freie Presse" in Elberfeld: Wit Wirkungen der zwar nicht zu Recht bestehenden aber brutal und erklärten, daß jede parlamentarische Verhandlung unmöglich sei. den nächsten Tagen ausreichende Gelegenheit." anzuwendenden neuen Geschäftsordnung. Er dachte mit der Auch der Bürgermeister von Wien, der bekannte Abgeordnete find der Meinung, daß die Frage sich ohne Schwierigkeiten ganz Furcht vor der Polizei, mit der kleinlich- elenden Drohung des Dr. Lueger, schloß sich, gedrängt durch die gestrige einhellige von selbst lösen wird, wenn es einmal heißt, an die praktische Vers Diätenentzuges und der Ausschließung aus den Sitzungen Kundgebung Des Gemeinderathes, welcher die Wieder wirklichung des Hamburger Beschlusses heranzutreten." eine Weiterführung der Obstruktion verhindern verfassungsmäßiger zu herstellung Zustände im Bei den Stadtverordneten- Wahlen in Potsdam wurden Parlamente tönnen. für die sozialdemokratischen Kandidaten zirka 160 Stimmen aba Und der Schein gab ihm Recht, die bürgerlichen forderte, diesen Schritten an; er erklärte dem Ministergegeben, vor zwei Jahren waren es nur 100. Gewählt sind- mit Parlamentarier der Opposition trugen sich mit der Absicht, präsidenten, daß er als Bürgermeister bei Fortdauer der Ver: 251-423 Stimmen die Kandidaten der vereinigten Bezirksvereine die Obstruktion in dem Rahmen der neuen Geschäftsordnung gewaltigung der parlamentarischen Minorität keinerlei Garantien und des Haus- und Grundbesfibervereins, größtentheils stramme zu versuchen, wobei sie unzweifelhaft Schiffbruch gelitten für die Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung in Wien bieten Konservative nebst ein paar Liberalen und einem Antisemiten. Zwei hätten. Da war es wiederum die Vertretung des arbeitenden tönne, er soll gedroht haben, dem Kaiser über die unhaltbaren Zustände Freifinnige stehen mit Konservativen in Stichwahl. Die Wahl. Volkes im österreichischen Abgeordnetenhause, welche die betheiligung betrug faum 10 pCt. Führung der Opposition übernahm und ohne jede Bericht zu erstatten. In Kottbus erhielten bei der Stadtverordnetenwahl Rücksicht auf die eigenen Personen, ohne jede Schen vor den Badeni erklärte, auf eine Vertagung des Hauses auf drei Tage die sozialdemokratischen Kandidaten 195-205 Stimmen; einer, Ge Folgen, den Gewaltthätigkeiten der Gegner, die Obstruktion einzugehen, falls die Sitzung in Ruhe geschlossen würde. noffe Keil, tommt in Stichwahl. Die von unserer Partei mit mit neuer Macht, mit nie geahntem Erfolge zu ihrer Sache unterstützten bürgerlichen Kandidaten Biersch und Käcke, die: dem Stadtverordneten- Kollegium schon angehört haben, wurden mit machte. Bei der Universität fanden große Ansammlungen von Studenten 1000 und 773 Stimmen wiedergewählt. Bei der Stadtverordnetenwahl in Wilster in Holstein Hierauf wurde die Sigung blißschnell geschlossen. wurden drei Kandidaten der Arbeiter mit großer Stimmenmehrheit gewählt. Wilſter gehört zum Landrathsamt behoe, in dessen Be reiche die Musiker nicht mehr öffentlich die Marseillaise Wir haben in unserem Berichte über die gestrige Sigung gezeigt, wie die Sozialdemokratie fast ganz allein den Kampf statt, die von der Polizei, welche in das Univerſitätsgebäude ein gegen die neue Geschäftsordnung und gegen die brutalen orang, gesprengt wurden. Man spricht von Verwundungen von Polizeifäuste führen mußte, wie sich unsere Abgeordneten ver- Studenten und Polizisten. gewaltigen lassen mußten, ohne daß die bürgerliche Opposition, In Graz fanden gestern Abend große Demonftrationen gegen spielen dürfen. Das Verbot hat, wie man sieht, gar nichts ge. von ganz vereinzelten Abgeordneten abgesehen, auch nur den Badeni statt, an denen 25 000 Arbeiter und die Studentenschaft theil- bolsen. Finger rührte. Fast die ganze sozialdemokratische Fraktion nahmen. Mit Ausnahme einiger Verhaftungen und der Verwundung eines vertrauensmann 2. Emmel aus Saargemünd in der letzten Bu Die Parteigenoffen im Saarrevier haben, wie der Bezirkswar aus dem Hause entfernt und wieder athmete Arbeiters durch die Polizei verlief alles in Ordnung troß des starken sammenkunft mittheilte, im vergangenen Jahre 210 M. aufgebracht. Badeni und das Präsidium auf, wieder schöpften fie neue Aufgebots des Militärs und der Sicherheitswache( Schutzmannschaft). Die Ausgaben betrugen 188 M. Als Bezirksvertrauensmann wurde Hoffnung, daß nun nach Ueberwältigung der schärfsten Opposition die Gesetzgebungsmaschinerie, ungestört durch die sind noch folgende Telegramme von Interesse: Zur Ergänzung unserer ausführlichen eigenen Depeschen wieder 2. Emmel gewählt, als Ortsvertrauensmann für Saarbrücken Konrad Quant und als solcher für St. Johann Obstruktion, das Ausgleichsprovisorium erledigen werde. Aber sind noch folgende Telegramme von Interesse: Bruno Bähr. die Sozialdemokratie außer dem Hause blieb auch noch eine Macht. Die öffentliche Meinung, die gesammte nicht sozialdemokratische Preffe billigte nicht blos das Verhalten unserer Fraktion, nein sie rühmte dasselbe, sie pries die Vertreter der Arbeiter als die einzigen aufopferungsfähigen, vor nichts zurückschreckenden Wahrer des Parlamentarismus. Da blieb den bürgerlichen Abgeordneten keine Wahl mehr, sie mußten nun auch trotz ihrer Scheu vor Polizisten, trotz ihrer Furcht vor den unbequemen Folgen sich auf die von den Sozialdemokraten in die neue Geschäftsordnung geschlagene Bresche stellen und die Obstruktion fortsetzen. So hat die Sozialdemokratie, obgleich alle ihre Vertreter von der heutigen Sigung ausgeschlossen waren, die Führung behalten. Eine Depesche unseres Wiener Korrespondenten meldet uns das folgende: " 0 " • Wien, 27. November.( W. Z. B.) Von den während der Der Vertrauensmann des 1. anhaltischen Wahlkreises gestrigen Straßendemonstrationen verhafteten 51 Personent wurden nahm im letzten Geschäftsjahr 1912 M. 98 Pf. ein. Die Ausgaben 13 wegen Auflaufes und wegen Herabwürdigung behördlicher Verfügungen und eine wegen öffentlicher Gewaltthätigkeit dem betrugen 1923 M. 63 Pf.; darunter befinden sich 850 M. UnterLandesgerichte eingeliefert; 10 Personen wurden wegen Ueber- Vertrauensmann wurde Genosse Stelzer wiedergewählt. An den stützung für inhaftirte Genossen und 700 M. Prozeßkosten. Als tretung der Staatsanwaltschaft angezeigt; 5 Personen wurden wegen Einmischung in eine Amtshandlung dem Bezirksgerichte letzten Sonntagen verbreiteten die Parteigenossen 40 000 Flugblätte überliefert, 15 wurden polizeilich abgestraft und gegen 7 ist die im ganzen ersten anhaltischen Wahltreise. Amtshandlung noch nicht abgeschlossen. Eine Person wurde freiPolizeiliches, Gerichtliches 2c. gelassen. - Der Parteigenoffe Welter, früherer verantwortlicher Re Wien, 26. November.( Frankf. 3tg.") Die deutsche dakteur des„ Volksblatts für Anhalt", der gegenwärtig Fortschrittspartei beschloß heute Abend, gegen den in Deffau eine zehntägige Gefänguißstrafe wegen Beleidigung des Ministerpräsidenten Badeni un d den Prä: Oberbergraths Weißleder verbüßt, bat Selbst beschäftigung sidenten des Abgeordnetenhauses Abrahamowicz und Selbstbeföstigung bewilligt bekommen. Ob er auch eine an die Staatsanwaltschaft Anzeige wegen Mißbrauch Beitung lesen darf, konnte bas Voltsblatt für Anhalt", das diese der Amtsgewalt und öffentlicher Gewalt Mittheilung macht, noch nicht erfahren. thätigteit zu erstatten. Redakteur H. Dehme von der Fränkischen Tagespost" wurde wegen Beleidigung des Magistratsraths Kurz in ürth vom Schöffengericht daselbst zu 50 M. und zu den üblichen Nebenstrafen verurtheilt. Lokales. Budapest, 27. November.( Boff. 3tg.") Die gesammte Presse ohne Ausnahme verurtheilt in den schärfften Worten das Vorgehen der österreichischen Regie: rung und des Präsidenten Abrahamovicz und stellt fest, daß der österreichische Parlamentarismus todtgeschlagen und ent würdigt ist. Unter solchen Umständen habe auch eine Voti. Die Lokalliste für Berlin und Umgegend ist neu herauss rung des Provisoriums teinerlei moralischen gegeben und der heutigen Nummer unseres Blattes beigefügt worden. Werth. Einzelne Blätter bestreiten, daß ein so votirtes Ausgleichsprovisorium überhaupt gesetzlichen Werth besitze. Wenn Bei der Wichtigkeit der Lokalfrage erwächst den Parteigenossen das aber auch der Fall wäre, müsse das Losungswort jeht doch die dringende Pflicht, die Lokalliste auch in der gegenwärtigen fein: 203 von Oesterreich!" Die ganze zivilisirte Welt Jahreszeit strenge zu beachten. Hier in Berlin wie in nächster werde die Gewaltthaten brandmarken, die in Wien geschehen seien, Nähe der Reichshauptstadt besteht noch der traurige Zustand, daß da könne Ungarn sich nicht ferner auf den Standpunkt der Neutralität begeben, es müsse lieber auf den Aus. behördliche und ordnungsparteiliche Einflüsse die sozialdemokratisch gleich verzichten, als den gehässigen Schein gesinnte Arbeiterschaft an der Wahrnehmung des bischen Vereinsauf sich nehmen, daß alle diese Gewaltatte in und Versammlungsrechts hindern, das in Preußen unter den unBerbindung mit Ungarn gefchehen seien oder zeitgemäßesten Verklausulirungen gefeßlich festgelegt ist. Den Saalgar seinem Interesse dienen. Das gefirige Vorgehen der sozialdemokratischen Abgeordneten findet, allgemeine Bewunderung und unterschiedslos Zustimmung. Die Zeitungszenfur wird in schärfster Weise gehandhabt, heute wurde nicht nur die Arbeiter Zeitung", sondern auch die deutsch- nationale Deutsche Zeitung", dann die antisemitische " Ostdeutsche Rundschau", das Organ des Abgeordneten Wolf, und die Badeni offiziöse Reichswehr" konfiszirt. Die ganze von der Regierung und dem tleritalen Feudaladel unabhängige Preffe verurtheilt in der schärfsten Weise die Handhabung der Geschäftsordnung, der Zon der Betrachtungen der Preffe ist überaus ernst gestimmt, man mertt aus allen Aeußerungen die schwere Besorgniß um die weitere Entwickelung in und außer halb des Parlamentes. Das Organ des Abg. Lueger und der Christlich- Sozialen, das Deutsche Boltsblatt", das früher mehr zu Badeni als zur Obstruktion hielt, muß nun unter dem Drucke der öffentlichen Meinung die Frage richten, ob die Konstitution in So muß Graf Badeni bald einsehen, daß all' die Schand. abtreibereien und Verweigerungen gegenüber, die in Berlin selber Desterreich noch bestehe. Das Blatt warnt vor der Erdrosselung des thaten, die ihm zur Laft zu legen sind, umsonst gethan sind. versteckt, in den Bororten dagegen offen betrieben werden, bleibt Parlamentarismus, felbft eine offene und ehrliche Suspension der Nicht den Ausgleich mit Ungarn führt er herbei, nein, er er- uns fein Mittel übrig, als die Lokalsperre; und diese dort, wo schüttert blos den Bestand der Monarchie, er wird zum nöthig, durchzuführen, muß das Bestreben aller Parteigenossen sein. Verfassung hält es für würdiger als den gegenwärtigen Zustand. Todtengräber, des Verhältnisses mit Ungarn und löst das Arbeiter, Parteigenossen, besucht daher nur solche Lokalitäten Bor Beginn der heutigen Barlamentsfigung war bekannt ge- ohnedies lockere Band, das Desterreich noch zusammenhält. we I che auf der Liste verzeichnet stehen. Auch in diesem worden, daß nun auch der Wiener christlich- soziale Abgeordnete Nicht wie ein großer Staatsmann, sondern wie ein Kampfe führt uns Beharrlichkeit und Energie zum Ziele! Dr. Weißkirchner feine Stelle als Schriftführer des Abgeordneten trotziges, rechthaberisches Kind, das die Folgen seiner Die Parteigenoffinnen und Genoffen werden auf die am hauses niedergelegt habe und daß eine der Hauptstüßen des Polen- Handlungen nicht bedenkt, handeln der österreichische Dienstag, den 30. d. M., abends 8 Uhr, Andreasftr. 21 bei Stechert flubs, der frühere Unterrichtsminister im Koalitionsministerium, Ministerpräsident und seine Bedienten im Parlamente.( früher Joel) stattfindende öffentliche Versammlung, aufmerksam Stanislaus von Madeysti, aus der parlamentarischen Rom- Ihr Bruch mit der verfassungsgemäß gewährleisteten alten gemacht. Ueber das Thema:" Wie erhält die Proletarierin sich und " " sehr viel zu wünschen übrig. thre Kinder gefund?" wird Dr. med. Bernstein einen Vortrag| wirklich das größte Hinderniß für eine gesunde, gerade nach Schönhauser Allee, Friedrichsberg und Schmargendorf gebracht, halten. Siehe Juferat in der Dienstags- Nummer. den großstädtischen, bleichen Proletarierkindern durchaus nöthige Be- um dort für Verlängerung der betreffenden Hallen zu dienen. Die Achtung, zweiter Wahlkreis. Heute, Sonntag Abend wegung im Freien ist, geht aus dem Bestreben der Kinder hervor: Baulichkeiten, Dienstbuden u. s. w. dürften auf dem in Aussicht ge= 61/2 hr, findet bei Zubeil, Lindenstr. 106, eine öffentliche Ver- fich auf den unbenutzten Wegen unserer Promenaden und Pläge nommenen zweiten Moabiter Bahnhofe des Nordrings Verwendung fammlung statt, in der Genosse Dr. Völkel aus Halle über fogenannte wilde Eisbahnen zu schaffen. Wenn sie nämlich wirklich finden. Unser täglich Brot gieb uns heute" sprechen wird. Die Vertrauens- mit Ach und Krach ein Paar Schlittschuhe von ihren Eltern be- Jm Treptower Park find die eisernen Streben des ehemaligen person. tommen haben, so versagt aber die elternliche Liebe zuletzt doch an Wasserthurmes, dessen Abriß über 6 Monate infolge eines vors Die ,, Freie Volksbühne" beginnt am Sonntag, 12. Dezember, der Magerkeit des Geldbeutels, wenn es täglich heißt:" Gieb mir gekommenen Bauunfalles inhibirt war, entfernt worden, und hiermit Die Freie Volksbühne" beginnt am Sonntag, 12. Dezember, 20 Pfennig zum Schlittschuhlaufen!" Man kann sich ja leicht ausfind die letzten Theile der öffentlichen Gebäude der Ausstellung be Die vierte Serie ihrer Vorstellungen im Lessing Theater. rechnen, was das bei drei bis fünf Stindern in einer Woche aus feitigt. Im Mai nächsten Jahres soll der gesammte Park wieder Max Halbe's" Jugend", ein Liebes- Drama in rechnen, was das bei drei bis fünf Kindern in einer Woche aus- feitigt. drei Aufzügen, gelangt im Dezember zur Auf, machen würde. dem Publikum zur Verfügung stehen. führung. Die Hauptrollen befinden sich in Händen der Herren Nun find zwar in den vergangenen Jahren Versuche gemacht Mit dem ersten größeren Schneefall brachte uns der gestrige Adolph Klein als Kaplan Gregor v. Schigorsti, Pfarrer Hoppe: Karl worden, den Kindern auf den Schulhöfen unentgeltliche Eisbahnen Waldow, Annchen: Frl. Milli Krause. zu bieten. Auch sollen in diesem Jahre die Versuche wiederholt Tag auch wieder den ganzen alten Fammer der Verkehrsverhältnisse. Die Vorstellung für die III. Abtheilung findet heute, werden. Doch diese vereinzelten Versuche find belanglos. Auch Die Straße stand unter dem Zeichen der steckengebliebenen Fuhr den 28. November, nachmittags 3 Uhr, im Friedrichs dürften sie immer mehr eingeschränkt werden, da man die Schulhöfe werke, der dampfenden, abgetriebenen und gestürzten Pferde. Nur Wilhelmstädtischen Theater statt, die Vorstellung für die mit gärtnerischem Schmuck versieht und versehen wird. Dann aber hin und wieder sab man einen Kutscher, der das nöthige HandIV. Abtheilung am 5. Dezember desgleichen. Gespielt wird ein muß man noch in Erwägung ziehen, daß die Kinder, wenn sie den werkzeug mit sich führte, um den Thieren sofort auf der Straße Jubiläum" und" Die Fahnenweihe"." Da nur noch mit halben Tag nicht ohne Aufforderung ein Wort äußern oder eine die Eisen schärfen zu können. Bedauerlich ist, daß selbst unter so glieder zur IV. Abtheilung aufgenommen werden können und von Bewegung machen durften, doch ihre Spielstunden nicht unter Auf- schwierigen Verhältnissen noch die Lastwagen überladen werden. Die der Bildung einer V. Abtheilung vorläufig Abstand genommen wird, ſicht zubringen mögen. Und es ist wirklich nicht nöthig, ihnen in Pferdebahnwagen fuhren auf längeren Strecken vielfach mit drei liegt es im Interesse aller derjenigen, die noch dem Verein beitreten Gestalt eines Lehrers auch für die Spiele einen Schuhmann zu Pferden. Auch den Fußgängern wurde der Straßenverkehr nicht wollen, dies unverzüglich zu thun, da auch die IV. Abgeben. Denn etwas anderes würde er wohl kaum sein. Bei dem leicht. Die Bestreuung der Bürgersteige mit Sand und Asche ließ theilung ziemlich gefüllt ist. Es ist den Mitgliedern allen Kindern eigenen Hang zur Unabhängigkeit würde dies den nur gestattet, die Vorstellung ihrer Abtheilung zu besuchen. Nach faun fie getrost allein spielen lassen, wenn sie auch ein wenig lärmen. der städtischen Straßenreinigung erregt, daß bei dem starken SchneeGenuß ihrer Spielstunden auch erheblich in Frage stellen. Man Allgemeines Befremden hat es gestern unter den Arbeitern zügler können nur einen Stehplat erhalten, soweit Raum vor: Das ist ihnen zuträglicher und handen ist. Der Vorstand. J. A.: G. Winkler. Jugend will austoben. fall feine Hilfsmannschaften eingestellt wurden. Dies hatte Da also die Eisbahnen auf den Schulhöfen und ferner eine zur Folge, daß z. B. die dem Oberaufseher Prizlaw unterstellten Verbilligung des Eintrittsgeldes in Privatbahnen für die Schul- Arbeiter ganz über Gebühr angestrengt wurden. So mußten die Am Gewerbegericht ist eine Einrichtung getroffen worden, finder durchaus den Uebelständen nicht abhelfen, muß nach anderen Nachtarbeiter nicht allein am Morgen zwei Stunden länger, also bis die von vielen Arbeitern mit Genugthuung begrüßt wird. Von Maßregeln gegriffen werden. Montag, den 29. November d. J. ab wird das Bureau des felbst den Weg gezeigt! Die unbenußten Promenadenwege unserer zu einem bis 5 Uhr festgesetzten Dienst antreten. Herr Juspektor Und da haben uns die Kinder zehr Uhr arbeiten, sondern auch bereits wieder um 2 Uhr mittags Gewerbegerichts, Breitefir. 20 a, für dasjenige in gewerb Boulevards und Plätze, sowie die Spielplätze in den Hainen Domle dagegen hat seine Mannschaften nur bis 10 Uhr arbeiten lichen Streitigkeiten Recht suchende Publikum, welches am Tage müßten in der Frofizeit zu Eisbahnen hergerichtet werden, das läßt laffen. Erst am Sonntag sollen Hilfsarbeiter eingestellt werden. hieran verhindert ist, wöchentlich versuchsweise von 6-71/ 2 Uhr sich mit ganz geringer Mühe erreichen. Entweder könnten die Parts Bei Herrn Prizlaw besteht auch noch der häßliche Brauch, daß am abends mit Ausnahme der Abende vor den großen Festtagen zur beamten die platten Wege auf dieselbe Art, wie sie im Sommer den Sonntage sowohl ein Vorarbeiter als auch ein Arbeiter wegen der Entgegennahme von Klagen geöffnet sein. Die bisherige Einrichtung, Rasen und die Sträucher besprengen, zu den schönsten Eisbahnen Ablösung 13 Stunden arbeiten muß. Es ist nicht gut einzusehen, nach welcher Klagen von dem übrigen, am Tage nicht behinderten umwandeln, oder die Straßenreiniger könnten dieses Amt über warum Herr Prizlaw diese Gepflogenheit beibehält, wo doch alle Publikum während der Dienststunden von 8-8 Uhr aufgegeben nehmen. Sonstige Einrichtungen sind nicht weiter nöthig, da die andern Inspektionen sie längst abgeschafft haben. werden können, bleibt hierneben bestehen. Sitzbänke zum Anschnallen der Schlittschuhe dienen könnten. Diese Die Sterblichkeit unter den schulpflichtigen Kindern Einrichtung müßte selbst auf die Gefahr hin getroffen werden, daß Eine Armenteiche. Am 14. d. M. wollte die in der MarkusBerlins. Nach den Veröffentlichungen des Berliner Statistischen die Gisbahnpächter aus Gewinnrücksichten dagegen sind. Denn hier straße wohnende Frau M. ihren Vater, der seit einiger Zeit im Amis starben im Jahre 1895 in Berlin 515 Knaben, 531 Mädchen, darf allein die Gesundheit der Großstadtjugend, die immer mehr von städtischen Siechenhause in Pflege war, besuchen. Zu ihrem nicht zusammen 1046 Kinder im Alter von 6-14 Jahren. Darunter gesundheitlichen Spielen abgesondert wird, ausschlaggebend sein. geringen Schreckt erfuhr sie bei dieser Gelegenheit, daß der alte Im Bureau des waren 272, 213, 153, 95, 85, 87, 74, 67 Kinder im Alter von 6-7, Für die Schlittschuhe würden schließlich schon die Eltern sorgen, Manu bereits am 6. d. M. verstorben war. 7-8 u. f. w. Jahren. Auf afute Infektionskrankheiten wenn es ihnen auch schwer fällt. Siechenhauses beklagte sich Frau M., daß man sie nicht vom Tode fam fast die Hälfte aller Sterbefälle: 211 Ruaben, 253 Mädchen, ihres Vaters benachrichtigt habe; sie erhielt den Bescheid, man Die Abrechnung der Berliner Volksschullehrer mit dem habe den Todesfall an ihre auf dem Bureau notirte Adresse nach zusammen 464 Rinder, worunter 153, 101, 72, 39, 38, 23, 22, 16 im Freifinn" wurde am Freitag in der außerordentlich stark be- der Lübeckerstraße gemeldet, von wo die Postkarte als unbestellbar Alter von 6-7, 7-8 11. f. w. Jahren waren. Besonders häufig fuchten allgemeinen Lehrerversammlung fortgesetzt, die zurückgekommen sei. waren Scharlach und Diphtherie, Scharlach bei 74 Knaben, zum Zwecke der Erörterung der nach der neuesten Lehrer verstorbener Vater würde zweifellos ihre jetzige Wohnung richtig Frau M. 97 Mädchen, zusammen 171 Kindern( 62, 36, 34, 11, 11, 5, 7, 5 in gehalts Regelung weiter zu ergreifenden Schritte angegeben haben und sie verlangte, daß man ihr die unbestellbare den genannten 8 Altersjahrgruppen), Diphtherie bei 107 Knaben, einberufen worden war. Lehrer Groppler, der über die Ver- Karte zeige. Diesem Verlangen wurde jedoch nicht entsprochen; man 129 Mädchen, zusammen 236 Kindern( 75, 55, 29, 23, 24, handlungen der Stadtverordneten- Versammlung berichtete und die theilte ihr mit, daß ihr Vater bereits 14, 13, 3 in den 8 Gruppen). am 10. b. M. auf dem Von anderen Krankheiten traten Vorschläge des Vorstandes des Berliner Lehrervereins" vortrug, städtischen Friedhose in Friedrichsfelde beerdigt worden sei. Bon namentlich Ertrankungen der Athmungsorgane zahl ging noch einmal scharf ins Gericht mit der freisinnigen" Mehrheit dem Friedhofsinspektor, den sie nach der Grabstätte ihres Vaters reich als Todesursachen auf, bei 84 Knaben, 93 Mädchen, zusammen der Stadtverordneten. 177 Kindern( 35, 32, 19, 16, 10, 25, 23, 17). Darunter war z. B. denen die Berliner Volksschullehrer nach dieser gar nicht beerdigt sei, sondern sich in der Anatomie befinde. Frau M., Er traf die Empfindungen, von fragte, erfuhr Frau M. zu ihrem Erstaunen, daß die Leiche noch Lungenentzündung mit 37 Fällen( 21 Knaben, 16 Mädchen), neuesten Gebaltsregelung beseelt sind, fichtlich besser der daran lag, selber für die Beerdigung ihres Baters zu sorgen, Lungensch windsucht mit 112 Fällen( 45 Knaben, 47 Mädchen) mit dem von ihm zitirten, von vertreten. Auffällig häufig waren auch Hirnbautentzündung fachem Bravo und lebhaftem Beifall aufgenommenen Singer wurde ihr bedeutet, daß sie zu spät komme, über die Leiche sei bereits der Versammlung mit viel begab sich nach der Anatomie, um die Leiche zu reklamiren. Hier ( 51 Fälle) und Nierenentzündung( 55 Fälle). Beide treten schen Wort über die freisinnigen" Forderungen zu anatomischen Zwecken verfügt, sie dürfe den Leichnam nicht sehen, bekanntlich oft im Gefolge von Scharlach oder Diphtherie auf. Anim Landtage und die Bewilligungen des tönne ihn aber in einem verschlossenen Sarge zur Bestattung begesichts dieser Zahlen muß man unwillkürlich fragen, wie weit Freisinns" im Rathhause, als mit feiner schließtommen. Unter diesen Umständen verzichtete Frau M. darauf, die die Schule felber an der Entstehung und Verlichen Aufforderung, sich trotzdem nicht vom Liberalismus abzu Beerdigungskosten selber zu tragen, sie meinte, fie fönne ja nicht breitung von Krankheiten unter der Schuljugendwenden, sondern sich ihm im Gegentheil noch mehr als bisher zu wissen, ob ihr in dem verschlossenen Sarge auch wirklich die Leiche betheiligt ist. Für die ansteckenden Krankheiten ist ein die Verzuwenden. Wessen sich der Freisinn" von der Mehrzahl der ihres Vaters verabfolgt werde; wie leicht könne nicht eine Verwechselung breitung begünftigender Einfluß des Schulbefuches mit Sicherheit Berliner Volksschullehrer zu gewärtigen hätte, wenn sie dürften, stattfinden. Endlich am 18. d. M. erhielt Frau M. vom Friedhofsnachgewiesen. Hier werden nicht nur die die Schule besuchenden wie sie möchten, das tam in der Diskussion wiederholt zu dent Inspektor die Nachricht, daß die Leiche ihres Vaters auf dem Kinder angesteckt, sondern es findet durch diese auch eine Ueberlichstem Ausdruck. So z. B. bei den von stürmischem Beifall be. Begräbnißplatz angelangt sei, und die Beerdigung an dem genannten tragung auf die noch nicht schulpflichtigen Geschwister statt. Umso gleiteten Worten eines Redners, das sei die Quittung für die treue Tage stattfinden könne. Nun begab sie sich in Begleitung von einigen mehr Grund liegt vor, eine regelmäßige ärztliche Ueberwachung Arbeit, die die Lehrer diefer Partei geleistet hätten; abwenden Angehörigen nach Friedrichsfelde, um dem Begräbniß beizuwohnen, der Schulfinder zu zu fordern. Diese Forderung muß mindestens müsse man sich vom Liberalismus; wohin man zu jedoch wurden ihr neue Schwierigkeiten bereitet. für die Gemeindeschulen gestellt werden, schon wegen der schreiten habe, das wise man nun, natürlich nicht nach rechts! eröffnete ihr, daß die sofortige Beerdigung nur stattfinden könne, Der Inspektor Unzulänglichkeit der hygienischen Einrichtungen Ein anderer Redner wies unter lebhaftem Protest eines Theiles der wenn Frau M. die Kosten derselben tragen wolle, andernfalls müsse dieser Schulen, durch die die Verbreitung ansteckender Krankheiten Versammlung darauf hin, daß trotzdem auch bei den diesmaligen sie am anderen Tage wiederkommen, da fostenlose Beerdigungen nur unter der Schuljugend mehr als anderswo begünstigt wird. Schul- Stadtverordneten Stichwahlen ärzte fönnten hier außerordentlich fegensreich wirken. Manche von Kollegen dem Liberalismus wieder gegen eine Partei, Frau M. gelang es jedoch, die sofortige Beerdigung zu erwirken wable eine ganze Anzahl vormittags ausgeführt würden. Der energischen Intervention der beginnende Erkrankung könnte durch sie rechtzeitig erkannt, manche die schon seit längerer Zeit in Schulsachen die Führung und damit die für sie so unliebfame Angelegenheit aus der Welt zu Ansteckung verhütet, manche Familie vor schmerzlichem Verlust be übernommen hat, ihre Unterstüßung gewährt hat" schaffen. Frau M. ist der Meinung, daß sie wegen der häufigen wahrt werden. Daneben würden sanitäre Verbesserungen, Bei dem Terrorismus, den der Freisinn" bei den Besuche, die sie ihrem Vater im Siechenhause machte, den Aerzten z. B. schon die bloße Herabsehung der Kaffenfrequenz Wahlen auf die Berliner Lehrer auszuüben in der Lage ist, und Wärtern als Tochter des Verstorbenen sehr wohl bekannt war, man sieht, wie zahlreich die Gründe sind, aus denen diese immer darf man sich über dieses Verhalten der Lehrer kaum wundern. und man ihre Adresse, falls dieselbe nicht richtig angegeben war, und immer wieder gefordert werden muß! bis zu einem gewissen Deshalb wird aber auch der Berliner Freisinn" die Abrechnung, wohl hätte ausfindig machen können. Wenn man erwägt, daß im Grade vorbeugend wirken können. Es ist ja flar, daß die An die die Lehrer jetzt mit ihm halten, nicht allzu tragisch zu nehmen preußischen Staate die Feuerbestattung offiziell immer noch als gegen wesenheit eines mit ansteckender Krankheit behafteten Kindes in brauchen. Die Versammlung nahm eine Resolution an, die Religion und Pietät verstoßend betrachtet wird, dann erscheint die einer start besetzten Klasse viel verhängnißvoller werden muß gegen die Festsetzung des Grundgehalts auf nur 1000 m. proteflirt, Art, wie man über die Leiche eines Armen ohne Zustimmung der als in einer schwach besetzten. Die Frequenz ist heute in den den Gegensatz zwischen dem Verhalten des Freisinns" im Landtage nächsten Angehörigen verfügt, recht wenig pietätvoll. untersten Klassen am höchsten. Aber gerade für die jüngsten und in der Berliner Gemeindeverwaltung hervorhebt und die von " war der Meinung, ihr Schulkinder, die gegen die mannigfachen, aus der Klassenüberfüllung der freisinnigen" Mehrheit der Stadtverordneten durch jenen Be- Zur Kennzeichnung des preußischen Fiskns. Die Gefängnißfich ergebenden Schädigungen noch nicht abgehärtet find, die auch schluß bekundete Geringschätzung der Arbeit der Schule mit der Be- verwaltung von Plößensee hat die von den Treppen und Fluren burch die ansteckenden Krankheiten noch am meisten gefährdet sind handlung der Schule durch die reaktionären Parteien auf eine Stufe wieder anschrauben lassen und die Beleuchtung wieder hergestellt. ihrer Beamten Wohnhäuser entfernten Gasarme nunmehr endlich und ihnen am ehesten erliegen, wäre die geringste Frequenz zu ftellt. Bugleich wurde der Vorstand des„ Berliner Lehrervereins" Wie es scheint, ist der Entschluß kein ganz freiwilliger gewesen. wünschen. Die Frage der ärztlichen Ueberwachung der Gemeinde beauftragt, bei der Aufsichtsbehörde um Nicht- 28ie es scheint, ist der Entschluß kein ganz freiwilliger gewesen. schulkinder ist heute so weit gediehen, daß sie gegenwärtig wenigftens bestätigung jenes Beschlusses au bitten und die alten Erledigt wird die Angelegenheit damit aber noch nicht sein; es vers in einem Ausschuß berathen wird. Daß es dahin gekommen ist, daß Forderungen des Lehrervereins von neuem aufzustellen. Vielleicht ihren Beamten, nicht nur die von jetzt ab entstehenden Beleuchtungslautet, daß die Verwaltung den Bewohnern der Beamtenhäuser, also ist nur den seit Jahren immer wiederholten Mahnungen und tommt es nun wirklich zu dem vom Stadtv. Preuß in der Dienstags- tosten in Anrechnung bringen will, sondern daß von den Beamten Anträgen der Arbeitervertreter in der Stadt Versammlung als eine Schädigung unserer liberalen städtischen verordneten Versammlung zu danken. Ohne den Druck, Verwaltung" bezeichneten Ausgange, daß die gegenwärtige Re- auch das bisher verbrauchte Gas nach gezahlt werden soll. der von ihnen ausgeübt wird, würde die freisinnige" Mehrheit der gierung gewissermaßen als Vertreter und Anwalt der Lehrer einen ihres Einkommens erwarten, werden sich nach Kräften dagegen Versammlung sich mit dieser Angelegenheit ebenso wenig weiter be Beschluß einer liberalen städtischen Verwaltung umstößt". faffen wollen, wie mit den zahlreichen anderen Mängeln und Mißständen im Berliner Gemeindeschulwesen. Auch die Frage der Frequenzherabsetzung, die zugleich eine sanitäre und pädagogische ist, wird durch die unablässigen Bemühungen unserer Genossen ihrer Lösung entgegengeführt werden. sträuben. Die Gasproduktion der städtischen Gaswerke betrug im Eine längere Betriebsstörung. trat gestern Morgen auf der Kalender- Bierteljahre Juli/ September 1897: 20 901 000 Rubikmeter, Gesammtlinie Treptow- Behrenstraße der elektrischen Bahn von in demselben Zeitraume des Vorjahres dagegen 21 159 000 Stubi! Siemens und Halste ein. Sämmtliche Wagen blieben länger als meter, für 1897 find daher weniger produzirt 258 000 Kubits eine halbe Stunde auf der Straße liegen, was zu vielen Unzuträgmeter, mithin 1,219 pCt. Diese Mehrproduktion in 1896 gegen 1897 lichkeiten Veranlassung gab. Die Ursache der fatalen Störung wurde Die Zeit der Eisbahnen ist angebrochen, wenn sie auch wegen hat wohl den Grund in der im Jahre 1896 stattgehabten Gewerbe- alsbald in der Station der Berliner Elektrizitätswerke ermittelt, wo Verfassungsbruchs der Jahreszeit, die ab und zu noch in ihre Ausstellung. Abgegeben wurden zum Preise von 16 Pfennigen ein Schutzkasten durchgebrannt war, so daß die Sicherung des wärmere Kindheit zurückfällt, manchmal wieder vertagt werden muß. für einen Rubikmeter zu Leuchtzwecken( ausschließlich des Kabels geschmolzen ist. Nachdem diefem llebelstand abgeholfen Riesige Blackate verkünden an den Anschlagsäulen die Eröffnung der eigenen Verbrauches 10 892 232 Rubikmeter, zum Preise von worden, konnte der Betrieb sofort wieder aufgenommen werden. tünstlich hergerichteten Tummelplätze. Und wenn das Wetter, wie 10 Pfennigen für einen Rubikmeter a) zu Koch- und anderen Mit der Einwirkung durch den Schneefall, wie im Publitum aus es allerdings den Anschein hat, nicht wieder umschlägt, werden wir gewerblichen Zwecken 3 687 051, b) zum Betriebe von Motoren genommen wurde, hatte der Zwischenfall nichts zu schaffen. wieder für so manches entschwundene Sommervergnügen den Ersatz im 1822 788, zusammen 5 509 839 Rubikmeter, also zusammen zu Schlittschuhlaufen finden können. Doch während z. B. die Sommer- Roch- 2c. Zwecken und zum Betriebe von Motoren 16 402 071 Rubit- Ist der Mörder der Thiele entdeckt? Amtlich wird ge ausflüge in die Umgebung von Berlin im großen und ganzen von allen meter. An öffentlichen aus den städtischen Anstalten versorgten meldet: Hardtke, welcher in der Nacht zum 18. November einen Bevölkerungsklassen ausgeführt werden, find die Gisbahnen nur für Flammen waren vorhanden Ende September cr. 26 530, welche in Raubanfall auf eine Prostituirte in der Hannoverschen Straße auss folche geöffnet, die es sich leisten können. Gewiß findet man auch 20 887 Laternen brannten, aus der englischen Gasanstalt wurden geführt hat und bei seiner Verhaftung sich geistestrant ſtellte, so auf den Eisbahnen so manchen, der gerade nicht den vollen Beutel gespeist 1013 Flammen in 797 Laternen. Die Petroleum- Laternen daß er nach der städtischen Frrenanstalt überführt wurde, ist der der oberen Zehntausend hat. Immerhin aber ist das Schlittschuh- haben sich im Juli/ September Quartal um 77 vermindert und be- Kriminalpolizei wieder zur Verfügung gestellt worden und wird der Taufen in den Großstädten schon fast zum Privilegium der oberen trugen immerhin noch 1073 Stück. Staatsanwaltschaft vorgeführt werden. Die Prostituirte St., welche Gesellschaftsklassen geworden. Und das ist namentlich im Interesse am 6. November in ihrer Wohnung am Elisabeth- Ulfer von einem Die gemischte Deputation zur Borberathung der Angelegen- Manne, den sie in der Hannoverschen Straße getroffen und mit der Großstadtkinder bedauerlich, die im Winter nicht einmal das Bergnügen haben, in den öffentlichen Anlagen spielen zu können, wie heit wegen Abschlusses eines neuen Vertrages mit den Berliner genommen hatte, überfallen wurde, indem derselbe ihr ein Elektrizitätswerten hat gestern unter Vorsitz des Bürgermeisters Taschentuch in den Mund stopfte und den Versuch machte, sie Die Nachkommen der Genußbürger machen das gesunde Ber- Kirschner die Berathungen über die Bertragsbedingungen beendet zum Fenster hinauszustürzen, hat in Hardtke den Thäter gnügen des Schlittschuhlaufens bei ihrem llebermaß an Zeit zum und beschlossen, den Kommunalbehörden zu empfehlen, auf grund mit Bestimmtheit wieder erkannt. Sport, gerade so wie die anderen Bewegungsspiele: Fußball, Lawn- dieser Bedingungen mit den Elektrizitätswerken einen neuen Vertrag Prostituirte, welche gegenüber von der ermordeten Thiele wohnte, Zennis u. a. m., die mit dem Ende des Sommers nicht mehr abzuschließen. Hiernach verzichtet die Stadtgemeinde, wie es von bekundet, daß sie von Hardike im Juli in ihrer Wohnung bedroht saisonmäßig find. Und während sich die vom Glücke begünstigten" ihrer manchesterlichen Vertretung zu erwarten war, bis zum Jahre und mißhandelt worden sei. Für die Annahme, daß Hardtke der auf der glatten Fläche tummeln, stehen die Proletarierkinder jenseits 1915 auf die Uebernahme der Werke, wohingegen ihr angeblich Mörder der Thiele sei, spricht der Umstand, daß die des Zaunes, lauschen den Klängen der Musik und lugen durch Löcher wesentlich größere Vortheile bezüglich der Berliner Elektrizitätswerte Prostituirte W. in ihm einen Mann wiederzuerkennen glaubt, den und Ritzen hindurch nach der Menge, die unter den im Winde und der im Umkreis von 30 Kilometern anzulegenden Werke ein- fie in der Nacht vom 7. zum 8. Auguft auf der Straße unfern der flatternden bunten Wimpeln freist, tanzt und gleitet. Ihren Eltern geräumt werden. im Sommer. Ebenso eine Thiele'schen Wohnung getroffen und mitgenommen, der jedoch die ist es nicht möglich, ihnen immer das Eintrittsgeld, das sich meist Die zweite Halle des Bahnhofes Treptow, welche aus Flucht ergriffen hat, als ihm auf der Treppe Hausbewohner ents auf 25 Pf. beläuft, zu geben, noch viel weniger eine Abonnements Anlaß der vorjährigen Gewerbe- Ausstellung errichtet war und nach gegenkamen. In dem Besitz des Hardtke ist ein mit dem Buchstaben farte zu faufen, deren Preis sich sogar auf 6 M. stellt. So bleibt früheren Beschlüssen erhalten bleiben sollte, wird nunmehr doch ab- M. gezeichnetes Taschentuch gefunden worden, welches die Waschfrau ihnen denn nichts weiter als die Schlidderbahn", die sich vereinzelt gerissen. Die Baulichkeiten des Bahnhofs finden auf anderen als Eigenthum einer bei der Thiele früher wohnhaften Prostituirten in den Straßen bei den Brunnen findet. Daß das Eintrittsgeld Stationen der Stadtbahn Verwendung, die Haltestelle wird aum theil wiedererkennt, " " Aus den Nachbarorten. " " Ein anscheinend Geistesgeftörter, der von einer wahren behauptet wurde, daß es zur Passion des Herrn Finger gehöre, ble in Aussicht genommenen Novitäten zurückstellen müssen und finden is Berstörungswuth befallen wurde, zertrümmerte Freitag Abend in seine Kollegen wegen Nichtschließung der Thüren am Sonntag bei dieser Woche mit Ausnahme des Freitags ausschließlich Wiederholungen von einer Schankwirthschaft in der Butbuferstraße zwei große Schaus der Polizei zu denunziren. " In Behandlung" statt. Freitag geht das diesjährige Weihnachtsmärchen fensterscheiben mit seinen Stiefeln. Alsdann versuchte der Mann, Dornröschen" von Aloys Prasch zum ersten Male in neuer Ausstattung in der erst in der betreffenden Schankwirthschaft geweilt hatte, die Szene und wird Sonnabend Nachmittag zum ersten Male wiederholt. Fenster der Parterrewöhnungen des Straßenzuges ebenfalls zu zerNachmittags- Borstellungen diesen und nächsten Sonntag: Mein Leopold". Trümmern; hieran wurde jedoch der Wüthende durch hinzu- Die am 10. November flattgehabten Stadtverordnetenwahlen zur Todten- Sonntage nicht zur Darstellung gelangen durfte. Als NachmittagsArbeiter, Handwerker, Parteigenoffen in Schöneberg! Im Residenz Theater erlebt Dorina" Sonntag, den 28. November, die erste Sonntags- Aufführung, da diese zugkräftige Novität ant tommende Schuhleute gehindert. Auf der Polizeiwache der Brunnen straße, wohin er gebracht wurde, gelang es nicht, feine Personalien Resultat nicht ergeben. Noch befinden wir uns in 5 Bezirken in Stich- und Direktor Brandt in Szene. 3. Abtheilung haben für uns, außer einem Mandat, ein positives Borstellung geht bei halben Preisen Odette" mit Fräulein Frauendorfer festzustellen. Das Repertoir des Neuen Theaters wahl. Seitens unserer Gegner wird alles gethan, um diese 5 Bezirke zu er für die kommende Woche ist folgendermaßen zusammengestellt: Sonntag: Einem mehrfach bestraften Mann ist eine goldene Damen- obern. Diese Gesellschaft möchte im Stadtparlament vollständig unter sich Aschermittwoch", vorher" Jut Hörfelberg". Sonntag Nachmittag zu volts= Remontoir- Zylinder- Uhr mit sehr fleinem Bifferblatte, auf der sein, damit ihren kapitalistischen Gelüften nicht der leiseste Wider thümlichen Preisen:" Trilby". Montag:„ Die Ehrenwerthen." Dienstag, Vorder- und Rückseite eine vergißmeinichtartige Verzierung, ab- spruch seitens der Arbeiter entgegengesetzt werde. Euch Arbeitern Mittwoch:" Aschermittwoch", vorher:" Im Hörfelberg". Sonnabend zunt genommen worden. Er will die Uhr im Sommer in der Nähe des und Parteigenossen haben wir in vielen Zusammenkünften den Werth ersten Male: Die Logenbrüder". Sonntag:„ Die Logenbrüder". Sonntag Marheinicke- Platzes gefunden haben. Der Eigenthümer tann fich an einer Vertretung von unserer Seite im Stadtparlament vor Augen mittags- Vorstellungen ist auf 3 Uhr festgefekt. Das Goethe: Theater" Nachmittag zu boltsthümlichen Preisen:" Trilby". Der Beginn der Nacheinem Werktage Vormittags im Königlichen Polizeipräsidium, geführt. Ihr allein seid nur im stande, eine solche Vertretung durch giebt folgenden Wochenspielplan aus: Schönthan's Lustspitel„ Cirkusleute" Bimmer 337 II, melden. zusetzen. An Euch liegt es jcht, Leute ins Stadtparlament wird fechsmal, nämlich Sonntag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, SonnUntergrundbahn. Der Aktiengesellschaft Siemens u. Halske, zu entfenden, die fähig sind, die traurige Lage der großen abend und nächsten Sonntag wiederholt. Montag wird„ Der Pfarrer Abtheilung für elektrische Bahnen, ist auf ihren Antrag wegen vor- Maffe zu begreifen, die aber auch andererseits Willens sind, für die vom Kirchfeld" zum letzten Male in dieser Spielzeit und Freitag läufiger grundsäßlicher Zustimmung zu der von der Gesellschaft ernsten sozialen Aufgaben der Kommune mit aller Energie einzu- erstmalig" Die Journalisten" gegeben. Nachmittags finden folgende projektirten elektrischen Unterpflasters und treten. Dies kann nur geschehen, wenn Ihr am Tage der Stichwahl, Jungfrau von Orleans" und nächsten Sonntag Hasemann's Töchter". Vorstellungen statt: diesen Sonntag: Othello", Mittwoch Die Hochbahn Potsdamer Plaze nach der am Dienstag, den 30. November, vormittags von1 Schillingsbrücke von der städtischen Verkehrsdeputation der 11 bis abends 5 Uhr, Mann für Mann an den Wahltisch Vorstellung im Schiller- 3yflus„ Maria Stuart". Jm Schiller Theater ist Sonntag Nachmittag als vierte Montag, Dienstag, Bescheid geworden, daß eine solche nicht eher ertheilt werden könne, tretet und Eure Stimme zu gunsten des Arbeiterkandidaten abgebt. Freitag und Sonnabend finden Wiederholungen von„ Vanina Vanini" bevor nicht eine Vereinbarung wenigstens über die Hauptpunkte des Erfülle ein Jeder seine Pflicht und der Sieg ist statt; zusammenhängende Aufführungen von" Wallenstein" sind für Mitt der Zustimmung zu grunde zu legenden Vertrages zu stande unser! woch( Wallenstein's Lager" und" Die Piccolomini") und Donnerstag gekommen ist. Die Verkehrsdeputation, welche die große Bedeutung In folgenden Bezirken kommen wir in Stichwahl: ( Wallenstein's Tod") angesetzt. Jm Thalia Theater geht Sonntag eines Verkehrsmittels, wie es die projektirte Unterpflaster. und Hoch- 3. Bezirk( Barbarossastr. 1-77, Frankenstraße, Hohenstaufen- Nachmittag bei ermäßigten Preisen zum letzten Male„ Hänsel und Gretel" bahn bieten würde, gern anerkenne, auch die Vorzüge insbesondere straße 83-85, Ryffhäuserstraße). Wahllokal: Turnhalle der Wetterhäuschen" gegeben. ( Geschwister Seitz) in Szene; vorher wird ebenfalls zum letzten Male, Das des Interpflasterbahn- Systems in Rücksicht auf den übrigen Straßen- Gemeindeschule in der Kyffhäuserstraße. Abends 7 Uhr findet bei einfachen Preisen eine Kandidat: Tischler Doppelvorstellung statt, und zwar gehen der dreiattige Schwant„ Die verkehr vollauf würdige, sehe daher der alsbaldigen Aufnahme der H. Köfter. Drillingsmutter" und das Vaudeville Frau Lieutenant" in Szene. Für Vertragsverhandlungen und der Uebersendung bezüglicher Vorschläge 5. Bezirk( Barbarossafir. 78-81, Gleditschstraße, Grunewald. Donnerstag fommender Woche ist die Erstaufführung der beiden Novitäten, des seitens der Gesellschaft entgegen. Ein ähnlicher Bescheid ist der flraße 12-116, Heinrich Kiepertstraße, Kligstraße). Wahllokal: Schwantes, Berlin über alles" und der Burleste ,, Bitte, recht freundlich" angesetzt. Gesellschaft bezüglich der projektirten elektrischen Untergrundbahn Restaurant Neumann, Golystr. 10. Kandidat Klempner Friedrich Jm Wochenspielplan des Bellealliance: Theaters ist die Novität vom Potsdamer Platz über Bahnhof Friedrichstraße" nach der Wafu ch. " Feudalherren", welche Sonntag zum ersten Mal in Szene geht, noch für Schloßbrücke ertheilt worden. Freitag Das Glas Wasser" von Scribe gegeben, und Sonntag, den 5. De Dienstag, Donnerstag und Sonnabend festgesetzt. Neu einstudirt wird amt zember," findet eine Aufführung von„ Deborah" statt. Die Grille" und Brautfahrt" stehen je einmal, für Montag resp. Mittwoch, auf dem Spielplan. Nachmittags- Vorstellung für Sonntag, 28, November, Die Glocke", Wallensteins Lager", Sonntag, 5. Dezember,„ Die Brautfahrt" oder„ Kunz der Rosen". Luisen Theater: Montag:" Othello", Donnerstag:" Othello", Freitag:" Der große Wohlthäter". Sonnabend: Dienstag:„ Geschwister Fiebig", Mittwoch: Hopfenrath's Erben", " Othello", Sonntag Nachmittag:" Othello", abends:„ Auf eigenen Füßen". 6. Bezirk( Akazienstraße, Apostel Paulusstraße, Belzigerstraße, Merseburgerstraße). Wahllokal: Turnhalle der Gemeindeschule der Apostel Paulusstraße, Eingang Grunewaldstraße. Kandidat: Tischler Gustav Hofmann. bon = " Zwei Menschen durch eine Explosion getödtet. Eine furcht. bare Explosion ereignete sich gestern Abend gegen 7 Uhr in der Aftien- Spritfabrit, Schäferstr. 5. Unter gewaltiger Detonation, die die umliegenden Häufer erzittern machte, flog ein großer Theil der 14. Bezirk( Ebersstraße, Friedenauerstraße, Frizz Reuterstraße, dreistöckigen Fabrikwand nach der Schäferstraße. Fast in der ge- Gustav Freitagstraße, Gußkowstraße, Hauptstr. 57-93, Roburgsammten Höhe der Wand zelgte sich ein 10 bis 15 Meter breiter straße 13-17, Marstraße, Sponholzstraße, Holbeinstraße.) Wahllokal: Spalt. Zusammenhängende Mauerstücke von vielen Zentnern waren Restaurant von Beyerhaus, Haupt- u. Koburgstraßen- Ecke. Kandidat: zur Seite geschleudert und die Straße bildete fast in ihrer gesammten Buchdrucker Herm. Schubert. „ Gebannt und erlöst" wird Sonntag Nachmittag im Ostend: Breite ein vollständiges Chaos. Unter den Mauertrümmeru befand 15. Beziit( Erfurterstraße, Hauptstr. 51-56 und 94-115/ 116, Theater zu halben Kaffenpreisen zum letzten Male gegeben; abends sich auch ein eiserner Filtrirteffel, der die Veranlaffung der Explosion Roburgstr. 1-12, Mariendorfer Weg, Mühlenstraße, Priesterweg, 7 Uhr geht das Volksstück„ Leben und Lieben" zum 4. Wale in Szene, geworden ist. Die von vier verschiedenen Meldern herbeigerufene Tempelhoferstraße, Tempelhofer Weg.) Wahllokal: Saal der welches übrigens die ganze Woche das Repertoire beherrschen wird. Im Theater ant Sonnabend Wehr hatte zunächst die Aufgabe, zu untersuchen, ob das durch den Schloßbrauerei, Hauptstr. 112-114. Kandidat: Schlosser Herm. Friedrich Wilhelmstädtischen Doppel- Borstellung zu einfachen Preisen. Zur Darstellung gelangen gewaltigen Explosionsdruck gehobene Dach widerstandsfähig sei, wes. Meiling. der Schivant„ Der keusche Joseph" und die dramatische Szene halb die mechanische Leiter angesezt wurde. Dann galt es vor allen In dem 2. und 16. Wahlbezirt, in denen die Bürgerpartei und Der Streit der Schmiede", von François Coppée mit Herrn Dingen, festzustellen, ob nicht Passagiere unter den Trümmern auf die Unabhängigen zur Stichwahl stehen, haben sich die Parteigenossen Oberregisseur Leonhard Ottomeyer als Jean Gautier, sowie das der Straße begraben lägen. Ein großes Aufgebot der Löschmann- der Stimmabgabe zu enthalten. Lustspiel„ Ein fleines Mißverständniß". Montag und Dienstag bleibt schaften ging deshalb unverzüglich an das Aufräumen der Trümmer. Parteigenossen, welche sich am Tage der Wahl dem Wahlkomitee Der feufche Joseph" auf dem Repertoire, während Mittwoch die Glücklicherweise bestätigte sich hier die Vermuthung von den Unglücks- zur Verfügung stellen wollen, werden ersucht, sich vorm. 10 Uhr Jungfrau von Orleans" mit Fräulein Else Tauma als Gast in der Titel: rolle in Szene geht. fällen nicht. Ein 18 jähriger junger Mensch wäre allerdings bei bei Obst, Grunewaldstr. 110, einzufinden. Im Alexanderplatz Theater bleibt die Spiritisten" bis auf " Die Geheimnisse der anderen Welt" oder Zum Schluß weisen wir noch darauf hin, daß am morgigen weiteres auf dem Repertoir. Sonntag nachmittag 4 Uhr geht das Märchennahe verloren gewesen, da er im Augenblick der Explosion nur noch etwa zehn Schritt von der Unfallstelle entfernt war. Abend in der Schloßbrauerei eine Voltsversammlung statt spiel Tischlein deck dich Esel streck Dich Knippel aus dem Sack" Dagegen wurden im Innern des Filtrirraums die beiden Meister findet, in der Reichstags. Abgeordneter Paul Singer referiren als Kindervorstellung in Szene. Jut Apollo Theater findet hente Christe und Geishirt als halbverkohlte Leichen aufgefunden. wird. Zahreiches Erscheinen erwartet die letzte Sonntags- Torstellung des mit allgemeinem Beifall aufgenommenen Wie das Unglück entstanden ist, fonnte noch nicht mit Sicherheit November Programms statt. Vom Mittwoch ab tritt eine Reihe neuer festgestellt werden. Ermittelt wurde bis jetzt nur, daß neben dem Künstler auf. großen Filtrirteffel auch die tupfernen Zuleitungsröhren gesprengt find. Hätten die großen Spiritus- Lager der Fabrit Feuer gefangen, wäre das Unglück unabsehbar geworden. Unfug. Die Feuerwehr wurde in vergangener Nacht gegen 3 Uhr von zwei unbekannt gebliebenen Männern durch den auf dem Grundstück Schönhauser Allee 127 befindlichen öffentlichen Feuermelder alarmirt. Bei der Annäherung von Passanten ergriffen fie die Flucht. Neue Das sozialdemokratische Wahlkomitee. Steglitz Friedenan. Arbeiter! Parteigenossen! Die Neu wahlen zum Reichstage stehen vor der Thür. Angesichts der politischen Lage ist es unsere dringendste Pflicht, unsere Interessen wahrzunehmen, uns enger zusammenzuschließen, um sicher und mit Nachdruck den Anflurm der Reaktion abschlagen zu können. Thut alle Eure Pflicht, erscheint vollzählig in der am Dienstag, den 80. November, im Schwarzen Adler zu Steglitz abends 8 Uhr stattfindenden Volks. versammlung und agitirt allerorts für eine rege Betheiligung Die Tagesordnung lautet: Die Voltsfeinde an der Arbeit. Referent Genosse Faber. Diskussion. Ferner steht auf der Tagesordnung: zu derselben. Der Vertrauensmann. Stellungnahme zur Kreiskonferenz beziehungsweise Wahl der Delegirten straße ein Bureauraum gänzlich aus. Es hatten zwei Rohre Feuerbericht. Freitag früh 1 Uhr brannte Hedemann längere Zeit Waffer zu geben, bevor die Flammen gedämpft wurden, Der entstandene Schaden ist erheblich, da auch das Haus bedeutend Schmargendorf. Auf die am Dienstag, 30. November, abends beschädigt wurde. Um 10 Uhr vormittags vormittags ging 1/29 Uhr, im Lotale des Herrn Bayer, Warnemünderstraße, statt Friedrichstr. 99 ein größerer Bosten Papierabfälle in Flammen findende öffentliche Versammlung sei biermit aufmerksam auf. Nachmittags 2 Uhr erfolgte Alarm nach Zorndorfer gemacht. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vertrauensmann. straße 28. Hier hatte das Zwischengebält auf einem Neubau Feuer In Weißenfee sollte am Todtensonntag eine Boltsversammlung gefangen, das die Wehr längere Zeit beschäftigte. Abends 8 Uhr mit einem Vortrag des Genossen Hoffmann über unsere brannte Lindenstr. 13 ein Korb mit Kinderspielzeug. Sonnabend Todten" abgehalten werden. Troßdem dem Einberufer Pentert vom Mittag 12 Uhr erfolgten gleichzeitig zwei Alarmirungen; es brannte Amtsvorsteher die Anmeldung der Versammlung, wenn auch erst Schliemannstr. 42 ein Korb mit Wäsche und Lantwit nach persönlicher Rücksprache, bescheinigt worden war, verbot der straße 4 ein Badetuch. Ein Stunde später wurde die Wehr nach überwachende Beamte, angeblich im Auftrage desselben Amis Altonaerstr. 17 gerufen, wo die Balkenlage vom Feuer er vorstehers, die Versammlung. Hierdurch sind dem Einberufer Un griffen war, das auch dem Hause sonst noch wesentlichen Schaden foften in Höhe von 25,70 M. erwachsen, und da Peukert nun der zufügte. Bu gleicher Zeit mußte Stegligerstr. 13 ein Gardinen- Ansicht ist, für den Irrthun" des Herrn Vorstehers nicht verant brand beseitigt werden. Gegen 5 Uhr brannte Blumenstr. 79 die wortlich zu sein, so werden Schritte gethan werden, um denjenigen, Cloſetverpackung. der die Schuld hieran trägt, auch die Kosten bezahlen zu lassen. 21 Posse い " Soziale Rechtspflege. Die Tagelöhnerin Fromberg, die auf den Feldern des Gutes Grünfelde beschäftigt wurde, trat eines Abends, als sie vom Felde kam und die ihr auf dem Gutshofe angewiesene Schlafstelle aufsuchen wollte, auf einen Nagel. Sie verlegte sich den Fuß erart, daß ihre Erwerbsfähigkeit um 30 pet. beschränkt wurde. Ihr Anspruch auf eine Nufalfrente wurde von der landwirthschaftlichen Berufsgenossenschaft aber zurückgewiesen. Der Vorstand der Berufsgenossenschaft verneinte den ursächlichen Das Mädchen gehöre nicht zu dem ständigen Gutsgesinde, es sei Zusammenhang des Unfalls mit dem landwirthschaftlichen Betriebe, eine freie Arbeiterin, der die Schlafstelle auf dem Gutshofe uur der Bequemlichkeit halber angewiesen worden sei. Mit ihrer Thätig teit auf dem Felde sei auch ihr Verweilen im Banne des Betriebes beendet gewesen. Die Klägerin legte Berufung ein und hatte damit beim Schiedsgericht Erfolg; es wurden ihr 30 pet. der Vollrente ugebilligt. Den Returs der Berufsgenossenschaft wies das Reichs. Versicherungsamt mit der Begründung zurück, der Weg von der Arbeit zur Schlafstelle auf dem Gutshofe falle hiernach in den Betriebsbann. Der Landwirth Budich war verunglückt, als er sich nach der nächsten Unfall bei Regelung der Hypothekenverhältnisse. Etadt begeben wollte, um Hypothekenzinsen zu zahlen und eine neue Sypothet aufzunehmen. Mit seinem Anspruch auf eine Unfallrente ivics ihn die landwirthschaftliche Berufsgenossenschaft ab. Seine Arbeiterrififo. Freitag Mittag fiel auf dem Güterbahnhofe der Zu einer schweren Ausschreitung fam es, wie erst jetzt be Berufung beim Schiedsgericht hatte ebenfalls feinen Erfolg. Das Ostbahn beim Verladen von Brettern der 56 Jahre alte Arbeiter fannt wird, am Donnerstag früh aus ganz geringfügiger Urfache Schiedsgericht führte aus, die Thätigkeit, bei der Kläger verunglückte, August Günther infolge eines Fehltritts von einem Arbeitswagen auf der Chauffee zwischen Groß- Bieten und Buckow. Hier begegneten habe lediglich der Wahrung privatwirthschaftlicher Interessen gedient. herab und zog sich einen Schädelbruch und eine Gehirn sich drei Kartoffelwagen des Händlers Kube aus Groß- Bieten und G3 fehle der nähere Zusammenhang mit dem landwirthschaftlichen erfchütterung zit. fünf mit Gänsen beladene Wagen des Fuhrherrn Karl Richter aus Betriebe. Budich legte Revision ein und machte geltend, der Gang der Frankfurter Allee 44. Ueber das Ausweichen entstand ein nach der Stadt sei insofern eine Thätigkeit im landwirthschaftlichen Unglücksfälle im Straßenverkehr. Beim Abspringen von Streit, der sich namentlich zwischen dem 18jähr. Kube'schen Kutscher Palm Betriebe, als die Errichtung einer neuen Hypothek zur Erhaltung einem Pferdebahnwagen stürzte Freitag Nachmittag Hinter der und einem der Richter'schen Kutscher so zuspißte, daß dieser dem seiner Büduerstelle und zur Abwehr der Zwangsvollstreckung noth katholischen Kirche der Bankbeamte Friedrich Heydorn zu Boden Palm die Schrotladung eines Teschins in den Unterleib jagte. Der wendig gewesen sei. Das Reichs Versicherungsamt ers trug eine arge Verlegung des Backenknochens davon. Arzt Dr. Vogel aus Briz, ber sofort herbeigerufen wurde, leate dem fannte indessen gleichfalls zu seinen Ungunsten, indem es annabm, Bekannte brachten ihn nach seiner Wohnung. In der Schwerverletzten einen Verband an und ließ ihn mit einem Wagen daß in der Regulirung der Hypothekenverhältnisse eines Landwirths Alexanderstraße lief das Dienstmädchen Emma Gertig gegen nach Brit in das Kreis- Krankenhaus bringen. Das Befinden des fein landwirthschaftlicher Att im Sinne des Unfall- Versicherungseine Droschke und wurde überfahren. Im Krankenhaus stellte man Verwundeten, das bis dahin schlecht war, besserte sich gestern Nachgesetzes liege. Haulabschürfungen am rechten Arm und rechten Fuß fest. An mittag etwas. Aus Buckow wird uns berichtet, daß der Thäter dem Ladewege am Kronprinzen- Ufer vor der Moltkebrücke fiel der verhaftet sei, Herr Richter bestreitet das. Kutscher Karl Linde von seinem zweispännigen, mit Spiritusfäffern beladenen Wagen und wurde überfahren, wobei das linke Borderrad ihm über den Unterleib ging. Er wurde nach seiner Wohnung gebracht. umd Die Direktion der Projektions Vorträge über Kunst und Kultur ( Dr. Köppen und Dr. Stoedtner), altes Urania- Theater am Lehrter Stadt: Bahnhof, theilt uns mit, daß heute Abend 8 Uhr der angekündigte Vortrag: Venedig und seine Kunstschäße" von Profeffor Dr. Mar Schmid, Aachen, zum 6. Male wiederholt wird. Nachmittags 5 Uhr ist die an: gefündigte Schülervorstellung:„ Eine Wanderung durch das alte Pompeii." Beide Vorträge werden durch zahlreiche zum theil farbige Lichtbilder erläutert. Theater. Freie Voltsbühne. Heute Nachmittag 3 Uhr Vorstellung für die dritte Abtheilung im Friedrich- Wilhelmstädtischen Theater:" Sein Jubiläum" von Ernst Preczang und die Fahnenweihe" von Joseph Rüderer. Die Ver: loofung der Pläze beginnt um 2 Uhr. 3 ” I. Abend: Gerichts- Beitung. Unter der Anklage, wissentlich Nahrungsmittel vers fälscht und zum Zwecke der Täuschung in Handel und Verkehr gebracht zu haben, standen gestern die Pferdewurst- Fabrikanten Friedrich Höchst und Wittive Auguste Sperling vor der vierten Straftammer des Landgerichts I. Die Angeklagten betreiben jeder für sich ein selbständiges Gewerbe. Ihre Abnehmer sind in erstec Wochen Spielplan der hiesigen Theater. Opernhaus. Sonntag, Linie die sogenannten„ fliegenden Wurständler", welche ihre Waare 28.:" Undine". Montag, 29.: Carmen". Dienstag, 30.: Die Meister auf den Märften in fleinen Städten feilhalten. Der Ruf von der finger von Nürnberg". Anfang 6½ Uhr. Mittwoch, 1.:" Hänsel und Gretel" Güte des Erzeugnisses der Angeklagten verbreitete sich im vorigen " Die Puppenfee". Donnerstag, 2.:„ Der Barbier"." Cavalleria rusticana": Jahre besonders in Halle a. S.; es liefen viele Bestellungen von Freitag, 3.:„ Fidelio“. Sonnabend, 4.: Mozart Byflus. Das Berliner Aquarium hat jüngst durch die unter Leitung des Idomeneus". Sonntag, 5.: Mittags 12 Uhr öffentliche Konzert: dort ein. Die Besteller erhielten für 3 M. 60 Paar fleine und Herru Profeffor Dr. Heincke ſtehende Biologische Station auf Helgoland eine probe. II. Abend: Maurerische Trauermufif. G- moll- Sinfonie. Requiem. 40 Paar größere Würste. Die Händler in Halle besuchen mit Vorreichhaltige Sendung von Blumenthieren, Sonnensternen, Seeigeln und Montag, 6.: III. Abend: Die Entführung aus dem Serail". Dienstag, 7.: liebe die Märkte im Anhaltischen. Die dortige Polizei hält aber Schnecken aus der Nordsee empfangen, so daß insbesondere das eine der IV. Abend: Figaro's Hochzeit". Schauspielhaus. Sonntag, 28.: darauf, daß der Nachweis geliefert wird, daß die Würste aus gesunden großen oberen Meerwasser- Bassins, welches etwa hundert Stück der prächtig" Das neue Welb". Montag, 29.: Helga's Hochzeit". Dienstag, 30. Das Schweines und Rindfleisch hergestellt sind. gefärbten und mit breiten, am Rande gefransten, den Kronenblättern einer neue Weib". Mittwoch, 1. Dezember: Der G'wissenswurm." Donnerstag, 2.: langten von den Lieferanten diesbezügliche Bescheinigungen, Die Händler ver Nelke gleichenden Tentafeln( Fühler) ausgerüsteten Seenelten aufgenommen Das neue Weib". Freitag, 3.:„ Der G'wissenswurm." Sonnabend, 4.: hat, einen Hauptanziehungspunkt bildet. Einen wesentlich anders gearteten" Des Meeres und der Liebe Wellen". Hero: Frl. Wachner, vom Deutschen worauf die Angeklagten diese Atteste in folgender diplomatischen Schmuck erhielten mehrere fleine und große Seewasserbecken durch ein leb: Boltstheater zu Wien, a. G. Sonntag," Der G'wissenswurm." Montag, 6.: Form ausstellten: Dem Händler N. N. bescheinige ich hierhaftes Pflanzengrün, welches mit dem faftigsten Grün der Süßwasser: Maria Magdalena. Neues tgl. Operntheater( Kroll). Sonntag, 28.: mit, daß die von ihm feilgehaltenen Würfte aus Fleisch beca gewächse zu wetteifern vermag und in breitblättrigen grünen Meeresalgen" Rosenfranz und Güldenstern". Sonntag, 5. Dezember: Goldfische". von gestellt sind, welches in oder Ulven aus dem adriatischen Meere besteht. Einige gleichfalls aus den Der Spielplan des Deutschen Theaters weist für diese Woche geschlachtet und Vieh stammt, das Berlin füdeuropäischen Meeren eingetroffene Fischtransporte brachten neben den folgende Vorstellungen auf: am Sonntag Abend, sowie am Dienstag und thierärztlich untersucht worden ist. Die merkwürdigen, aber schon bekannteren Seepferdchen eine Anzahl der ihnen Freitag:" Jugendfreunde"; Montag und Sonnabend:„ Die versunkene Wurst befindlichen Theile Schweinen find verwandten, in Gestalt, Fortpflanzung und Lebensweise so absonderlichen Glode" mit Agnes Sorma und Josef Kainz; Mittwoch:„ Nora"; Donners: trichinen und finnenfrei, mithin obligatorisch. Um diesen Seenadeln, die mit ihrem handlangen, dünnen, nadelförmig gestreckten tag:" Das Räthchen von Heilbronn", beides mit Agnes Sorma in den Schriftstücken ein amtliches Aussehen zu geben, wurde dazn Körper den im Waffer befindlichen Pflanzengebilden( Seegras) fich anähneln Titelrollen; nächstfolgenden Sonntag Abend" Agnes Jordan". Nachmittags: ein Stempelbogen benutzt. Die Behörden in Sachsen haben sich und dadurch sich vor Entdeckung schützen. Vorstellungen: am Sonntag, den 28. November:„ Einsame Menschen", aber nicht täuschen lassen; da die Händler behaupteten, fie feien in Ju der Angelegenheit des Restaurateurs Herrn Hermann nächstfolgenden Sonntag:" Hamlet". Jm Lessing Theater fommt dem Glauben gewesen, Wurst aus Rind- und Schweinefleisch zu ers Finger, Reichenbergerstr. 103, unsere Notizen in der Nr. 156 auch in der laufenden Woche der Schwank Hans Huckebein" von Oskar halten, so wurden die Lieferanten zur Anzeige gebracht. vom 8. Juli und Nr. 236 vom 9. Oftober cr. betreffend, halten wir uns für Blumenthal und Gustav Stadelburg an allen Spielabenden zur Aufführung. Angeklagten bestritten, daß die Händler nicht über die Beschaffenheit Als Nachmittags Vorstellung wird verpflichtet, nochmals ausdrücklich zu erklären, daß Herr Finger seinerzeit Liebesbrama Jugend", am nächsten Sonntag das Luſiſpiel" Der Probe wisse, daß er Pferdefleisch tause, wenn er 60 Paar Würste für 3 W. Sonntag Mar Halbe's der Waare unterrichtet gewesen seien, jeder vernünftige Mensch feineswegs aus Hang zu Denunziationen" Angaben bei der pfeil" mit Adolf Klein als Baron Leopold v. d. Egge gegeben werden. Polizei machte, dahingehend, daß eine Anzahl Gastwirthe in seiner Die Direktion des Berliner Theaters hat infolge der anhaltend erhalte. Etwas Schweinefett sei thatsächlich in der Wurst enthalten Nähe Sonntags die Thüren nicht schließen. Es ist unrichtig, wenn vollen Häuser, welche sie mit Dreyer's Lustspiel" In Behandlung" erzielt, und deshalb sei die bezügliche Bemerkung in dem Atteste be " V am in der וסט Die " " voller Blüthe. rechtigt. Die als Zeugen vernommenen Händler behaupteten, begutachtet, daß derselbe zu den leichtgehenden gehöre. Die Gekanntgabe schwarzer Listen den Ausständigen die Aufnahme anderer daß sie getäuscht worden feien, obgleich der als als schworenen prüfen den Revolver selbst, und einer von ihnen meint, Arbeit zu erschweren. Es wird deshalb gebeten, den Zuzug fern Sachverständiger vernommene Schlächtermeister Cliffmann dies kaum daß doch eine gewisse Kraftanstrengung dazu gehöre, schnell hinter zuhalten. für möglich hielt. Der Gerichtshof hielt unter allen Umständen das einander mehrere Schüsse abzufeuern. Die Sachverständigen Barella Spikel in Fabriken. Publikum für getäuscht. Höchst wurde zu drei Monaten Ge- und Bader wurden in Geldstrafen von 30 beziv. 20 M. genommen Oberschlesiens scheint die durch Polizeispitzel besorgte Ueberwachung In verschiedenen größeren Werken fängniß und 300 M., die Mittwe Sperling zu zwei Monaten wegen ihrer vorzeitigen Entfernung. der Arbeiter, von der Auer auf dem letzten Parteitage ein Beispiel Gefängniß und 100 M. Geldstrafe verurtheilt. Das Urtheil soll im ok. Anz." und in der Saale- 3tg." veröffentlicht werden. Zwei hiesige Aerzte hatten vor Jahren mit dem nunmehr aus einer füddeutschen Fabrik anführte, eingeführt zu werden. Ju Köpenick. Vor dem hiesigen Amtsgericht fand vorgestern die verstorbenen Rechtsanwalt a. D. und Naturheilkünstler Glünicke einigen Fällen sind gerade während der Anwesenheit des Kaisers in Verhandlung gegen die vier Genoffen Fiedler, Biegelmann, eine Geschäftsverbindung geschloffen, um diesem in der Propa- Oberschlesien Leute als Arbeiter in größere Werke eingetreten, die Richter und Niete statt, die von dem Polizeiwachtmeister ganda für seine Methode behilflich zu sein. Diese Handlungs. gelegentlich des Verfahrens gegen die Bergarbeiter- Organisation in Haller, als dieser eine öffentliche Versammlung am 26. August d. J. weise erschien den medizinischen Kollegen als eine Verlegung Babrze und Zaborze im Jahre 1894 vor Gericht als Polizeispitzel deswegen auflöſte, weil auf fein Verlangen die anwesenden der ärztlichen Standesebre; sie brachten die Angelegenheit entlarot wurden. Ueberhaupt steht hier noch das Spielwesen in Frauen nicht aus dem Saale entfernt wurden, wegen nicht vor die Aerztekammer der Provinz Brandenburg und fofortiger Entfernung resp. Räumung Die Arbeiter des städtischen Gaswerks in Pforzheim des Saales notirt faßte den Beschluß, den beiden angeschuldigten Aerzten das Wahlund von der Polizeiverwaltung in Köpenick deshalb mit einem Strafrecht und die Wählbarkeit für die Aerztekammer auf fünf Jahre zu legten am Sonntag früh wegen Ablehnung einer Forderung auf mandat bedacht worden waren. Die Genoffen hatten richterliche entziehen. Hiergegen legten die also Gemaßregelten beim Ober- Lohnerhöhung plößlich ihre Arbeit nieder und verfekten damit die Entscheidung angerufen, und sie wie eine ganze Reihe Zeugen be- Präsidenten der Provinz Beschwerde ein, auf welche nunmehr eine Herren von der Gaskommission und die Bewohnerschaft Pforzheims fundeten, daß sie den Saal garnicht so schnell verlassen konnten, wie Entscheidung des Minifters eingelaufen ist, die in der letzten Sigung in nicht geringe Aufregung. Der Versuch, rasch auswärtige Kräfte fie selbst es gewünswt hätten, denn der Kellner habe von ihnen der Aerztekammer durch den Vorsitzenden Herrn Medizinalrath zu gewinnen, mißlang, und so fab man sich veranlaßt, die verlangle sie selbst es gewünswt hätten, denn der Kellner habe von ihnen Becher zur Mittheilung gelangte. Der Minister findet das Vorgehen Lohnerhöhung( von 3,40 M., bezw. 3,60 M. auf 4 M. bezw. vor dem Verlassen des Saales erst die Begleichung ihrer Beche der Kammer durchaus gerechtfertigt. 4,50 M. pro Tag) zu bewilligen. Nachmittags war der Ausstand verlangt. Sie seien dem auch nachgekommen, und der ganze Borgang habe noch keine fünf Minuten nach AufLösung der Versammlung gewährt. Beachtenswerth ist eine werbe Ausstellung gegen Garantiefonds zeichner stand des Gewerkschaftstartells mit 167 gegen 27 Stimmen. In Dessau In 35 weiteren Klagen des Arbeitsausschusses der Ge- schon beendigt. Bei der Gewerbegerichtswahl in Apolda siegte die Liste Aeußerung des Amtsrichters, der den Angeklagten, als diese gestern Vormittag vor der 12. Ziviltammer am Landgericht I unter ihm sagten, daß es ihr gutes Recht sei, ihre Frauen in dem Vorsitze des Landgerichtsdirektors Dr. Vorbrodt Termin an. orang gleichfalls die Liste der Gewerkschaften mit großer Majorität öffentliche Boltsversammlungen mitzubringen, entgegnete: Sie mehrere Beklagte waren persönlich erschienen, einige gaben noch in durch. Bezüglich der Arbeitgeberliste ist die Ueberrumpelung nicht wollen nur immer wieder Standal machen, um den fleinen letter Stunde dem Rechtsanwalt Tschauer Vollmacht. Gegen zwei ganz gelungen, obwohl sie so leicht gewesen wäre. Unsere KandiLeuten, die sich zu ihrer Partei rechnen, Anreiz zur Unzufriedenheit Beklagte, von denen der eine 2000 und der andere 500 m. ge- eines auch 13 Stimmen. Es wäre also leicht gewesen, unsere ganze daten erhielten 13 Stimmen und die der Gegner mit Ausnahme zu geben und die Polizei dabei ärgern; Sie können doch auch ohne zeichnet hat, erging ein Versäumnißurtheil. Auf den Vorschlag, Liste durchzubringen. So aber mußte gelooft werden und kamen die Theilnahme Ihrer Frauen an solchen Versammlungen Ihre An- zunächst nur einen Fall in allen Instanzen durchführen zu dadurch immerhin von den 5 aus der Klasse der Gewerbetreibenden gelegenheiten regeln! laffen, geht der Arbeitsausschuß aus verschiedenen Gründen nicht Die Angeklagten mußten freigesprochen werden. Der Amts- ein. Nach der ersten Verhandlung haben übrigens schon einige zu wählenden Beisitzern drei von unserer Liste zu der Ehre, als anwalt hatte 30 M. Geldstrafe beantragt. Beichner, gegen die noch keine Verhandlung anberaumt war, bezahlt. Arbeitgeberbeisiger im Gewerbegericht für 6 bezw. 2 Jahre zu Wegen Vergehens gegen die§§ 153, 152 der Reichs: Die zweite Verhandlung wurde gestern in 33 Fällen ebenfalls ver: einem Siege der organisirten Arbeiterschaft. Unsere Liste erhielt fungiren. Die Gewerbegerichtswahl in Augsburg endete mit Gewerbe- Ordnung in Joealfonfurrenz mit Beleidigung, hatten tagt, da der Rechtsanwalt der Beklagten wieder erklärte, sich auf sich gestern die Tischler Hermann Schumann, Max Demel, Emmerich das bereits mitgetheilte Novum der Kläger nicht äußern zu können. 3676, die der Gegner 3227 Stimmen. Manderla und Otto Schulz vor der 138. Abtheilung des Amts- Für alle bisher vertagten Fälle wurde ein neuer Termin auf den gerichts I, unter Vorsitz des Amtsrichters Vonhoff zu verantworten. 12. Januar vormittags 10 Uhr anberaumt. = Die streifenden Schriftgießer der Firma Budwig und Mayer in Frankfurt a. M. fonnten in ihrer letzten Versaminlung Nach der Anklage sollen die Angeklagten den Tischler Rogofinsti, Für Gemeinden, welche an öffentlichen Flüffen liegen, ist konstatiren, daß von den Ausständigen niemand wortbrüchig ge= welchen der Tischlermeister Thöns, Pappel- Allee 44, an Stelle des eine Entscheidung des Ober- Verwaltungsgericht 3 von worden ist. Die Firma hat versucht, durch Heranziehen von einigen entlaffenen Schumann zur Arbeit angenommen hatte, am 12. Juli d. I., großer Wichtigkeit. Der Stadt Krossen wurde von der Regierung ungelernten und ungeübten Kräften theilweise den Betrieb fortals er die Arbeit beginnen wollte, beschimpft und bedroht haben; zugemuthet, eine ältere Oderbrücke durch eine neue zu ersehen, zuführen, natürlich konnte das nur geschehen durch Erzeugung eines Schulz soll außerdem gegen ihn auch noch thätlich geworden sein, weil die Schifffahrt unter dem bisherigen Zustande leide und durch minderwerthigen Fabrikats. Der Vorstand der Buchdrucker weil er annahm, daß Rogosinsti ihn aus der Arbeit drängeln wollte. bloße Veränderungen Abhilfe nicht geschaffen werden könne. Der Organisation beabsichtigt deshalb, die Buchdruckfirmen auf diesen Die Angeklagten betheuerten wiederholt ihre Unschuld und behaupteten, Oberpräsident bestätigte die Verfügung, worauf die Stadtgemeinde Umstand aufmerksam zu machen. daß es sich bei der Anzeige, die Rogofinski sehr gegen feinen flagbar wurde. Der dritte Senat des Ober- Verwaltungsgerichts Willen nur auf Anftiften des Meisters Thöns eingereicht habe, um Versammlungsverbot auf Umwegen. Die„ Badische Volts. hob die Verfügung unter folgender Begründung auf: stimme" berichtet über ein interessantes Vorkommniß in Weineinen Racheakt des Thöns und des Zibell handle. Manderla habe Auch wenn, wie behauptet, aber nicht erwiesen sei, die Stadt Eigenheim, das eine große Aehnlichkeit aufweist mit der auch in anderen nämlich gegen beide die Privatklage angestrengt und theilweise bereits thümerin der Brücke wäre, könnte daraus nur die Verpflichtung her- deutschen Staaten hier und da geübten Praxis der Behörden, den gefiegt. Thöus habe was unter Beweis gestellt werden könne geleitet werden, sie zu beseitigen, nicht aber die, sie durch einen Arbeitern die Abhaltung von Versammlungen zu erschweren. Die dahingehende Aeußerungen gemacht, daß er Manderla etwas am Neubau zu ersetzen. Nun stüße sich die Regierung darauf, daß die Metallarbeiter in genannter Stadt hatten vor einiger Zeit in einem Beuge flicken werde. Staatsanwalts- Assessor Schütte hielt die Stadt eine Brückengeld- Gerechtigkeit befize. Hier tomme§ 138 II 15 dort erscheinenden Blättchen eine Versammlung angekündigt. Flugs ließ Angeklagten im Sinne der Anklage voll und ganz überführt und des Allgemeinen Landrechts in betracht. Danach sei jeder Privat sich der Amtmann den Redakteur des Blattes kommen und bedeutete ihm, beantragte gegen Schumann 1 Monat Gefängniß, gegen Dehmel Juhaber einer Boll-, Wege- oder Brückengerechtigkeit verpflichtet, die daß er die Versammlungsanzeige widerrufen müsse. Als das nicht 14 Tage Gefängniß, gegen Manderla 1 Monat Gefängniß und gegen Brücke 2c. auf eigene Kosten im sicheren Zustande zu erhalten. geschah, vielmehr eine zweite Annonce erschien, wurde der Wirth des Schulz, da dieser bereits mancherlei auf dem Kerbholz hat, 2 Monat Unter Umständen tönne hieraus allerdings gefolgert werden, daß Versammlungslokals vor den gestrengen Herrn Amtmann zitirt. und 14 Tage Gefängniß zusäßlich zu der Strafe, welche er augen- der Inhaber einer Brückengerechtigkeit die Brücke neu zu bauen Diesem stellte der Amtmann in Aussicht, daß, wenn die Versamm blicklich in Plößensee verbüßt. Rechtsanwalt Wolfgang habe, nämlich im Falle ihrer Baufälligkeit. Darum handele lung in seinem Lokale stattfinde, in feinem Lokale stattfinde, er mit 50 M. bestraft Heine als Vertreter des Angeklagten Schumann, doch zugleich es sich aber hier nicht, da die Erhaltung der Brücke als und feine Wirthschaft geschlossen würde. Schließlich wurde auch für die anderen Angeklagten sprechend, bestritt, daß es sich bei Kommunikationsmittel die Verfügung der Regierung nicht ver- dem Wirth der Rath gegeben, die Wirthschaft zu schließen, dem in Frage stehenden Vorfalle um eine Verabredung zum Zwecke anlaßt habe. um so die Versammlung unmöglich zu machen. Ob die vorgesetzte der Erlangung günstigerer Lohn- und Arbeitsbedingungen, wie dieses Behörde des Herrn Amtmann eine solche Einwirkung den Gafts der§ 153 der Reichs- Gewerbe- Ordnung fordere, gehandelt habe. wirthen gegenüber in der freien Ausübung ihres Gewerbebetriebes Es bleibe mir die Beleidigung übrig, für die eine milde Geldstrafe am Blaze sei, falls nicht bei der Unsicherheit der Aussagen des billigt, bleibt abzuwarten. Rogosinski auf Freisprechung erkannt werden müsse. Nachdem hierauf noch festgestellt war, daß Thöns den Manderla und den Dehmel erst nach dem Vorfalle entlassen, änderte der Staatsanwaltliner Gewerkschafts- Kommission folgende Beiträge ein: Für die englischen Maschinenbauer gingen bei der Bern Freien Stunden, Illustrirte Romanbibliother für das arbettende Bolt feinen Antrag dahin ab, daß sich das Schöffengericht für unzuständig erklären und die Sache der Straffammer zur Aburtheilung überweisen möge, da versuchte Nöthigung vorliege. Das Vorgehen der Angeklagten sei ein Nacheakt gegen Thöns; fie wollten den Rogofinsti zwingen, bei diesem nicht zu arbeiten. Der Gerichtshof trat diesem letzteren Antrage des Staatsanwalts bei. 21 " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. durch Eingelaufene Druckschriften. ( Berlin, Verlag der Buchhandlung Vorwärts) Preis pro Heft 10 Pf., enthält in Nr. 48 und 49 den laufenden großen Roman: Der Kampf um die Scholle von Elife Orzesko( Fortsetzung). Ferner: Die letzten Stunden eines Bers urtheilten.( Von Mart Twain.)- Lebendig begraben.( Aus dem Franzöfifchen.) Dies und Jenes( Feuilletonistische und tulturhistorische Stigjen).- 28th und Scherz. In Heft 49 wird bereits der mit Seft 1 des zweiten Jahrganges bes ginnende Roman Wildenradt's" Der Zöllner von Klaufen" angekündigt, ber von dem bekannten Münchener Maler G. M. Bilten fünstlerisch illustrirt tft. Auch ist ohne Preiserhöhung von Nr. 1 ab der Inhalt jeden Heftes von 16 Seiten auf 24 Seiten vermehrt. Die Sozialistischen Monatshefte"( Redaktion und Verlag: Berlin NW. Marienftr. 13) baben soeben ihr 11. Heft erscheinen lassen. Daffelbe enthält ein Essay über den jüngst dahingeraffteu Parteigenoffen Grillenberger Ferner wird in ihm die Artikel- Serie über den Stand der sozialistischen Bes wegung in den verschiedenen Kulturftaaten, welche bereits in Einzeldarstellungen ben Sozialismns in England, Italien, Polen, Ungarn, Spanien und Queens land hehandelt hat, in diesem Hefte fortgesetzt durch eine sehr eingehende Arbeit über den Sozialismus in Frankreich aus der Feder von 2. de Setlhac, dem befannten Herausgeber des Musée Social. Der Inhalt des elegant ausgestatteten Heftes ift insgesammt der folgende: Beon de Seilhac: Der Sozialismus in Frantreich. R. H. Doscher: Karl Grillenberger. Henriette Fürth: Auslese und Sozialreform. Dr. August Winter: Die feudalste Ecke des Reiches. 6. Sorel: Der Ursprung des Staats fozialismus in Teutschland. Gertrud Bernhardi: Ein Roman von Gabriele d'Annunzio. Dr. Johannues Menzinger: Rechtsprechung und Rechtsgefühl. Rundschau: Deffentliches Leben( Die politische Saison). Bücher. Ein überaus charakteristisches Portrait Grillenberger's ist beigegeben. Preis 50 Pf., pro Quartal 1,50 M. 1 Briefkasten der Redaktion. Herrenparthie der Arendt 6,25. Pfropfenverein Nord- Ost 6,-. Aufgelöster Statklub 4,81. Musikinstrumenten Arbeiter Berlins Agitationsfommission der Tapezirer Berlins durch Friedmeier 30, Tapezirer Berlins durch Friedmeier 85,-( eigene Listen). Büglerverein Norden 5,-. Von den Sattlern Berlins( auf Listen) durch Weiher 36,55. Von den Sattlern Berlins durch Niedel( auf Listen) 29,25. Vom Personal Von den Maurern der Berliner Stadtbrauerei Belforterstr. 4 9,20. Die vierte Straffammer des Landgericht I unter Vorsitz des Bantows und Nieder- Schönhausen 50,-. Freie Vereinigung der Landgerichts- Direktors Denso verhandelte gestern wiederum gegen Stereotypeure und Galvanoplastiker Berlins und Umgegend 50, Von den Schauspieler Paul Hugo Karl Klein, der beschuldigt ist, mit den Berliner Posamenten- Arbeitern u. Arbeiterinnen d. Müller( auf Listen) Hilfe von 5 gleichfalls angeklagten Personen Betrug und Uitunden- 71,25. Tischlerei Schultz, Fruchtstr. 59, 3. Rate, 9,35. Holz- und Bretter fälschung zum Schaden der ehemaligen Direktoren des Belle- Alliance: träger Berlins, 2. Rate, 25,- Von den HolzbearbeitungsmaschinenGesammelt bei einer Theaters, Maurice und Häsener begangen zu haben. Klein, Arbeitern Berlin II.( Vorschuß auf Listen) 30,-. Verband der Gasspiegelte den beiden Direktoren vor, arbeiter, Berwaltung Mannheim I, 22,45. Geburtstagsfeier im Gesangverein Wiederhall 5, ein 22jähriger Mann, spiegelte den Arbeiter der Jedeck'schen daß er 23 000 Mart geerbt habe, die sein angeblicher Stodfabrik, Grünstraße, 6,15. Wäsche und Kravattenbranche d. Kp. Vormund einer der Mitangeklagten verwalte. Er( auf Listen) 21,65. Fachverein der Töpfer in Bufarest 40,-. Bentral wollte sich an dem Unternehmen des Belle Alliance Theaters verein der Former, Bahlstelle Berlin, 200,- Statklub Stiefel betheiligen und es tam auch ein Sozietäts Vertrag zu stande, 2,-. Freie Vereinigung der Bivil- Berufsmusiker Berlins u. Umgeg. 50,-. worauf Klein als stiller Theilnehmer eintreten und 200 R. monat: Handels- Hilfsarbeiter Berlins( lokal) d. Kamp( auf Liften) 33,55. Von den lich erhalten sollte. Die Erbschaftsgeschichte war aber Schwindel, Holzarbeitern von Flatom u. Priemer, Charlottenstr. 18 10,10. Tischlerei den Maurice nicht durchschaute, weil ihm eine angebliche von dem Böhm, Weberstr. 52, 2. Rate 7,50. Klaviaturfabrik von Buchholz, 5. Rate 14,15. Tonnenbrüder in der alten Bazenhofer Tonne, Reichenbergerstr. 170 Aus der Zeit( Henry George+) Vormunde" herrührende eidesstattliche Bersicherung vorgelegt wurde, 5,05. Musikinstrumenten- Arbeiter Berlins durch Arendt( auf Listen) 150,40, wonach dem Klein die Erbschaft bei seiner Großjährigkeit am( barunter Fabrik Nieber u. Komp. 12.55. Fabrit Wießner 4,50. Fabrit 1. Ottober 1896 ausgezahlt werden würde. Maurice will auch von Bechstein, Reichenbergerstr., 26,50. Fabrit Schulze, Blumenstr., 14,50. Fabrik dem angeblichen Vormunde" persönlich gehört haben, daß alles Hansen 14,-. Fabrik Dobrowolsky u. Bartsch 10,50. Hoof u. Co. 8,90. Fabrit feine Richtigkeit habe. Klein erhielt daraufhin nach und M. Hoffmann 9,50: Fabrit Fürstenberg 9,30. Fabrit Pfeiffer 9,10. Fabrik Schulze nach von Maurice 400 Mart baar und bewog diesen auch, Blumenstraße, 13,-. Fabrik Heindorf 7,55. Fabrik Schinidt 4,25. Fabrit ihm Wechsel in Höhe von 215 M. zu akzeptiren. Am 6. Oktober och u. No. 6,25. Glaceehandschuhmacher Berlins, 2. Nate 30,-. Von den Maurern in Landsberg an der Warte 14,36. Xylographen bei H. 5,25. 1896 follte Klein vertragsmäßig die Einlage von 10 000 m. zahlen Turnverein Freiheit Nowawes 2,-. Gemüthliche Kneiperei zwischen Turnund nun begann eine von Klein infgenirte Romödie der Irrungen, verein Fichte Berlin und Freiheit Nowawes 4,80. Gesangverein Bruder- tag bei der ihm die Angeklagten hilfreiche Hand geboten haben sollen. bund, M. d. A.-S.-B. 10,-. Textilarbeiter- Verband, Filiale Kottbus 50,-. Der Schlußeffekt war, daß die 10 000 M., von denen schon 4000 M. Am Biertisch bei Prestel, Charlottenburger Rietz 2,50. Arbeiter der Firma weiter zedirt waren, nicht gezahlt wurden, Direktor Maurice Gebr. Nothmann 21,80. R. 2. 23. 1. Ob in dem Ausdruck Flegel" eine grobe Beleidigung, in die größte Verlegenheit fam und Weitere Beiträge nimmt das Gewerkschaftsbureau( R. Millarg, außerdem die dem die zum Austritt aus der Arbeit berechtigt, liegt, hängt von dem EmpfindungsKlein gewährten Geldbeträge verfor. Auf grund der Annenstr. 16, 1 Tr.) entgegen. grad der Richter ab. Verständige Richter pflegen die richtige Empfindung umfangreichen Beweisaufnahme beantragte der Staaatsanwalt Eine Branchen- Versammlung der Tischmacher beschloß, die zu haben. 2. Ja. 3. 2 Jahre. 4. 3 Monate. 5. Ja. A. P. und A. A. gegen Klein 12 Jahre Zuchthaus, gegen den Maler Werkstatt Rontrollkommission zu beauftragen, sich demnächst ein- Der Antrag auf Rückerstattung der Klebemarken muß spätestens innerhalb Aberger, der die Rolle des Bormundes gespielt hatte, einen gehend mit den Werkstätten der Tischbranche zu beschäftigen und 3 Monaten nach Abschluß der Heirath gestellt sein. Es müssen ferner vor Monat, gegen den Kaufmann Robert Ball sechs Monate, das Resultat in einer späteren Branchen- Versammlung bekannt zu 100, mindestens 235. gelebt seit Gefund 2. N. M. E. 22,§. 2. 100. Nein. gegen dessen Ehefrau Ball einen Monat, gegen einen anderen geben. den Todtenschein beibringen oder ein Todesaufgebot beim Amtsgericht ver: Kaufmann Ball drei Monate und gegen den Kaufmann Aebi Im Verband der Korbmacher wurde in der letzten Ver- anlassen. Das Aufgebotsverfahren fezt voraus, daß troß aller NachKiwi drei Monate Gefängniß. Die Rechtsanwälte Dr. sammlung berichtet, daß am letzten Streit, der 3 Wochen dauerte, forschungen seit zehn Jahren keine Kunde über das Leben des Betreffenden Flatau, Ulrich und Leonh. Friedmann machten geltend, 106 Arbeiter betheiligt waren. Die Gesammt Einnahme betrug zu erzielen war, und dauert etwa 1 Jahr. M. W., Pankow. Nein. daß die letztgenannten Angeklagten selbst von Klein getäuscht 2526,- M., die Ausgabe 2260,30 M.; fomit verbleibt ein Uebers worden seien. Der Gerichtshof verurtheilte: Klein zu einem schuß von 265,70 M. Seefeld, Krause und Werner Jahr drei Monaten Gefängniß, Aberger zu einem wurden mit der Revision dieser Abrechnung betraut. Der nächsten Monat, Ball I zu drei Monaten, Frau Ball zu zwei Versammlung soll ein Streitreglement zur Annahme vorgelegt Wochen, Ba II II zu zwei Monaten und Aebi Kiwi zu werden. zwei Wochen Gefängniß. Das Urtheil im Mordprozek Besch, welches uns erst um " Deutsches Reich. Die Handschuhmacher in Osterwiec sind in eine Lohns 1 Uhr nachts zuging, lautet, wie bereits mitgetheilt worden ist, auf bewegung eingetreten. Es handelt sich um Einführung eines einbeit acht Jahre Zuchthaus und die üblichen Nebenstrafen. Die Geschworenen lichen Schnittpreises in fämmtlichen Fabriken und beträgt der Aufschlag hatten nicht auf Schuldig des Mordes", sondern nur auf„ Schuldig des Todtschlages" erkannt. Ueber den Schluß der Verhandlungen für einige Artikel bis zu 10 pet. Die Fabrit C. Behrens, die größte ist noch folgendes nachzutragen: Nach den Reden des Staats- am Drte, hat diese von den Handschuhmachern gestellte Forderung bewilligt, wohingegen die Handschuhmacher der übrigen Fabriken anwalts und des Vertheidigers zogen sich die Geschworenen zurück, ihre Kündigungen einreichten resp. schon in den Ausstand eingetreten erschienen aber nach anderthalbstündiger Berathung wieder. Es mußte noch einmal in die Verhandlung eingetreten werden, da die Ge- find. G3 dürfte aber bei der Begeisterung, welche unter den beschworenen noch eine Feststellung verlangten darüber, welcher Art treffenden Arbeitern herrscht, den Fabrikanten schwer fallen, auf der Fensterverschluß an demjenigen Fenster gewesen sei, durch welches ist, folgt daraus, daß auch schon eine zweite Fabrit, Behrens ihrer Ablehnung zu beharren. Daß die Lage für die Arbeiter gut der Zeuge Puram einstieg. Einer der Geschworenen wünscht noch zu wiffen, ob der Revolver ein besonders leicht abzuschießender Söhne, die Forderungen bewilligt hat. sei, oder ob es einer besonderen Kraftanstrengung bedürfe, in schneller Achtung, Schuhmacher! Der Streit in der H. F. Meyer'schen Aufeinanderfolge mehrere Schüsse abzufeuern. Es stellt sich heraus, Schuhfabrit in Bremen dauert unverändert fort. daß die beiden Sachverständigen Barella und Bader sich bereits der Streifenden ist eine musterhafte. Streitbrecher sind nicht zu verentfernt haben, und schon droht hierdurch noch in letter Stunde die zeichnen. Bir bitten, bet jeber Anfrage eine Chiffre( swvet Buchstaben oder eine Baht) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden foll. Die juristische Sprechstunde findet diese Woche Montag, Frei und Sonnabend von 5 bis 7 Uhr statt. Zwei Wettende 45. Nur für Preußen. Abonnent S. 30. Jst uns nicht bekannt; vielleicht giebt Ihnen ein Fachorgan Auskunft. Gesundbrunnen. Ja. Sie müßten Witterungsübersicht vom 27. November 1897. Stallone 11, Swinemünde Hamburg. Berlin Wiesbaden, München Wien Barometers ftand in mm, d. Meeressp. Windrichtung WSW Windstärke NAANAN( Stala 1-12) Wetter Dunst 760 • 762 MSW bedeckt 764 Schnee 770 60 Nebel 771 A Nebel 772 Still Nebel Haparanda. Betersburg Sort 745 MO 2 wolfig 764 5 bedeckt Aberdeen. 755 SW 3 . halb bedeckt Die Haltung Paris. 772 2 bedeckt • Temperatur Po nach Gelñus ( 5° G. 40R.) Wetter- Prognose für Sonntag, 28. November 1897. Ein wenig wärmer, zeitweise auftlarend, vorwiegend trübe mit Niederschlägen und mäßigen westlichen Winden. Berliner Wetterburea it. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Bertagung, als der Staatsanwalt vorschlägt, einen der anwesenden Der Ausstand der Zwicker bei der Firma V. Götze und Gendarmen als Sachverständigen zu vernehmen. Alle Rechtsbetheiligten E. Fischer in Groitsch bei Leipzig scheint sich auch auf die sind damit einverstanden. Der Gendarm prüft den Revolver und übrigen Arbeiter auszudehnen. Die Firma versucht durch die BeBerantwortlicher Redakteur: August Jacobcy in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Nr. 278. 14. Jahrgang. 2. Beilage des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 28. November 1897, Paris, 22. November. 1. Statistisches. Nach fieben Sonnabend- Sizungen( die Interpellationen werden bekanntlich seit der letzten Wintersession in der Regel nur am Sonnabend verhandelt) ist die Interpellation des Genossen Jaurès über die Agrarfrise zum Abschluß gekommen. Ueber die ersten vier Sizungen( drei Reden von Jaurès und die Antwort des Sozialistentödters Deschanel in der Sommersession) habe ich Ihnen ausführlich berichtet. letzten drei Sigungen Die wurden fast vollständig ausgefüllt durch eine Rede des Genossen Gabriel Deville und durch zwei Reden des Ministerpräsidenten Meline. Ab- oder Zunabme 1892 1882 ha Zahl der Fläche in Zahl der Fläche in Betriebe Hektaren Betriebe Heftaren Betrieb Hektare Unter - 17 472 121 574 1 2 167 667 1 083 8332 235 405 1 327 253+67 738+ 243 420 1-10 2 635 030 11 366 274 2 617 558 11 244 700 10-40 727 222 14 845 650 Ueber 40 142 088 22 266 104 711 118 14 313 417 138 691 22 493 373 16 104-532 235 " segung der Agrarverhältnisse hat sich demnach 1882-1892 im Ver- frihändlerische Elemente aufweist, wie unentwegte Agrarier, Die Agrarfrage vor der französischen Kammer. gleich mit dem doppelt so großen Zeitraum 1862–1882, wenn auch eine Zusammensetzung, die ihrerseits wieder der Ausdruck der dernur um ein geringes, beschleunigt. Die Langsamkeit des Berfeßungszeitigen Verhältnisse der Klassenkräfte Frankreichs ist. Die frans prozesses und namentlich die einem Stillstand gleichkommende Ver- zösische Bourgeoisie kann sich vor dem Ansturm der proletarischen änderung der Größe des bäuerlichen Grundbesißes erklärt sich und fleinbürgerlichen Kräfte nur unter der Bedingung am Ruder im wesentlichen aus dem bekannten Eigenthumssinn des französischen erhalten, daß sie ihre inneren Bwiftigkeiten schiedlich friedlich zum Bauern, aus dessen unverwüstlicher Anhänglichkeit an die Parzelle. Schweigen bringt. So weit über die statistische Unterlage der letzten Agrardebatten. Daher die relative Harmlosigkeit der Meline'schen Heilmittelchen, Die agrarpolitischen Ausführungen Gabriel Deville's, Meline's die lendenlahmen„ Wenn" und ,, Aber" seiner ganzen Argumentation. Gr Lösung der Agrarfrage und die politische Bedeutung der ganzen bezeichnete die Goldwährung als eine der Hauptursachen des Sintens der Getreidepreise, Debatte sollen in einem zweiten Briefe behandelt werden. was ihm beiläufig eine herbe und treffende Kritik seitens feines politischen Freundes Yves Guyot im freilich Paris, 23. November. wenig gelesenen Siècle" zuzog, zugleich aber verlegte er die II. Gabriel Deville's Agrarfozialismus und Einführung des rettenden Bimetallismus in die märchenhafte Der interessanteste Punkt der letzten Tebatten betrifft die that Meline's agrarisches Wahlmanifest. Zeit, wo diese Radikalkur durch eine internationale Uebereinkunft fachliche Entwickelung der französischen Agrar: Gabriel Deville's Rede bildet in ihrem theoretischen Theil ge- beschlossen werden würde. Die Steuerlast, meinte er ferner, müsse verhältnisse feit der statistischen Erhebung von wissermaßen den ersten Versuch, das Agrarprogramm der französi- von der Landwirthschaft auf das mobile Eigenthum abgewälzt 1882. Dafür hat erst die jüngst veröffentlichte Agrar statistit schen Arbeiterpartei theoretisch zu begründen. Im Gegensatz zu Jaurès werden; in Wirklichkeit aber hat er während seiner Regierungszeit von 1892 gifferumäßiges Material geliefert. Bur richtigen Be- ftellt sich Deville auf den Boden dieses Programms, obwohl er aus Rücksicht auf die nichtagrarische Bourgeoisie zuerst die Renten urtheilung der Ergebnisse ist aber zunächst vorauszuschicken, daß die übrigens seit vielen Jahren nicht mehr der Arbeiterpartei angehört.") fteuer und dann die ganze Steuerreform fallen lassen. Schließlich ist bureaukratisch aufgenommene und bearbeitete Statistit an einem wesent. Er geht aus von dem schon im Agrarprogramm angedeuteten Unter- davon nichts übrig geblieben, als die Entlastung der staatlichen Grundlichen Fehler leidet. Sie ist nach einzelnen Gemeinden aufgenommen schied zwischen dem auf eigener Arbeit beruhenden und dem steuer um 26 Millionen. Und gar erst die wahre Steuerreform zu worden, ohne Rücksicht darauf, daß der Grundbesitz gerade der größeren fapitalistischen Privateigenthum. Deschanel hatte den Sozialisten gunsten der Bauernmasse, die von den Sozialisten und Radikaleir und größten Landwirthe auf verschiedene Gemeinden sich erstreckt, Widersprüche zwischen ihrer allgemeinen Auffassung vom Sozialismus vertheidigte progressive Einkommensteuer, hatte niemand energischer während das Umgekehrte, ein einziger Betrieb mit mehreren Eigen- und ihrer Auffassung vom Agrarfozialismus vorgeworfen, diese bekämpft als gerade der Bauerndemagoge Meline. Weiter: er bes thümern, viel seltener der Fall ist. Daher die die Wirklichkeit ent. Widersprüche auf wohl taktische Rücksichten zurückführend. Deville dauerte die übermäßige Bedeutung der Getreidespekulanten; er verstellende Verschiebung der Besitzverhältnisse zu gunsten der fleineren antwortete darauf u. a. mit einem Bitate aus Karl Mary sicherte aber sogleich der spekulirenden Bourgeoisie, daß er an das Betriebe. Kapital", 100 ebenfalls der wie er übrigens auch der Unterschied Unterschied zwischen den Verbot des Terminhandels nicht denke, Eine Borstellung davon giebt der bedeutende Abstand zwischen beiden Arten Privateigenthum gemacht werde. Die betreffende die bestehenden Geseze gegen die Spekulation nicht anzuwenden ver der Zahl der Betriebe und der Zahl der Eigenthümer. 1882 famen Stelle lautet im deutschen Original:" Die politische Dekonomie sucht hat. Dagegen liegt ihm am Herzen die Unterdrückung auf 5 672 007 Betriebe insgesammt 4 835 246 Eigenthümer, davon verwechselt prinzipiell zwei sehr verschiedene Sorten Privateigenthum, de3 tleinen zwischenhandels in Agrarprodukten auf 3 525 342 selbstwirthschaftende. Und daß auch in der Statistik wovon das eine auf eigener Arbeit des Produzenten beruht, das dem Wege der landwirthschaftlichen Ein- und Verkaufsgenossenvon 1892 terfelbe grobe Fehler gemacht wurde, zeigt andere auf der Ausbeutung fremder Arbeit. Sie vergißt, daß das schaften, sowie der Errichtung von genossenschaftlichen Bäckereien das Anwachsen der Betriebe 11117 30 745 bei dem gleich letztere nicht nur den direkten Gegenfaß des ersteren bildet, sondern und Fleischereien. Im Unterschied von den deutschen agrarischen zeitig en Rückgang der Bahl der selbstwirthschaftenden Eigenthümer auch blos auf seinem Grabe wächst."( Rapital, I. Band, 4. Auflage, Mittelstandsparteilern" braucht ja Meline auf das Kleinbürgerthum m 138 097. Demnach sind die statistischen Zahlen über das Ver- S. 729.) feine Rücksicht zu nehmen, indem dieses ein für allemal radikal und hältniß zwischen den einzelnen Besitzkategorien als entschieden schön zum Gemeingut der Arbeiterparteien aller Länder gewordenen Deville folgert nun daraus zweierlei: Erstens, den seit Mary sozialistisch wählt. färberisch zu betrachten. Immerhin packte ihn ein gelindes Gruseln vor seinen eigenen Es sei noch vorausgefchickt, daß das gesammte landwirthschaft- Sat, daß die Vergesellschaftlichung der Produktionsmittel die Kon Worten, als ihn die Sozialisten auf der gegen den Zwischenhandel ge liche Gebiet( ohne die Staatsforste) seit 1882 um 213 000 Heftare zentration derselben in wenigen Händen durch die Vergesellschaft- richteten Erklärung festnagelten, so daß er nachträglich in das amtliche zurückgegangen ist( 49 378 000 Heftar anitatt 49 591 000 Heftar), eine lichung des Produktionsprozesses zur Vorbedingung bat. So lange Stenogramm seiner Rede eine abschwächende Aeußerung hinein. für die Verschiebung der Besitzverhältnisse nicht unerhebliche Bahl, also das bäuerliche Grundeigenthum nicht zu fapitalistischem geworden schmuggelte. und daß die amtliche Statistik den Grundbesitz in vier Kategorien ist, kann von dessen Vergesellschaftlichung nicht die Rede sein. Neben der Unterdrückung des Zwischenhandels stellte er selbsts theilt 1. unter ein Hektar„ ganz kleines Eigenthum", 2. von 1 Außerdem erklärte Deville ausdrücklich, daß er dafür halte, daß die verständlich noch weitere eventuelle Bollerhöhungen in Aussicht. Im bis 10 Hektar ,, tleines Eigenthum", 3. von 10-40 Hektar dem Sozialismus zu grunde liegende wirthschaftliche Entwickelung übrigen versprach er Wunder von der weiteren Entwickelung der mittleres Eigenthum", und 4. über 40 Hektar großes Eigen- feine partielle sei:„ Wir glauben, daß die Produktionsmittel, von gegenseitigen landwirthschaftlichen Kreditgenossenschaften, nachdem thum". selbst einen kollektiven Charakter annehmend, überall in einer mehr oder er die Zuhilfenahme der Bank von Frankreich für Schaffung eines Die Verschiebungen in der Vertheilung des Grundbesitzes zwischen minder entfernten Zukunft zur Vergesellschaftlichung führen werden." ausgiebigen und billigen Bodenkredits im Interesse der Banko1882 und 1892 zeigt nus nun folgende Tabelle: Daher kann der Bauer, ebenso wie der städtische Arbeiter, feine fratie hintertrieben und auf ein Almofen von 40 Millionen hatte endgiltige Rettung nur im Siege der sozialistischen Ideen finden." reduziren lassen. Andererseits aber erblickt Deville in jenem auch von Mary kon- Die Bauern müssen verteufelt naiv sein, um auf den statirten Unterschied die Nechtfertigung des praktischen Köder der Meline'schen Lösung", die höchstens den Großbauern Eintretens der Sozialisten für den Schutz des nußen kann, anzubeißen. Die Ordnungsmehrheit ist aber kleinen Eigenthums" im allgemeinen und des bäuerlichen vom Glauben an die bäuerliche Naivetät so sehr durchdrungen, daß im besonderen:„ Unter dem praktischen Gesichtspunkt muß man sie den öffentlichen Anschlag der Meline'schen Rede votirt nebst den eingeschmuggelten Sätzen bezüglich des Zwischen8vischen unseren Realisationen( auf unmittelbare Verwirklichung hat zielenden Forderungen) und unseren Vorausfagungen unter handels, tros des Protestes von Jaurès.. fcheiden... Diese werden in keiner Weise jene beeinflussen, Dagegen wurde die von Jaurès beantragte Veranstaltung einer so daß die Realisationen, von den Umständen öffentlichen Enquete über die Lage der Landwirthschaft wohlweislich allein aufgezwungen, zu verschiedenen Lösungen führen abgelehnt. Das wird für die Sozialisten eine weitere agitatorische -3 397+ 227 269 werden, ganz einfach deshalb, weil sie sich an verschiedene Be- Waffe in ihrer ländlichen Propaganda sein. Ich sage: eine weitere, dingungen werden anzupassen haben.... Mit anderen Worten, weil, wie Jaurès treffend betonte, schon der öffentliche Anschlag der Es zeigt sich eine relativ( im Verhältniß zur Gesammtfläche) die sozialistische Auffassung von der wirthschaftlichen Entwickelung Meline'schen Rede der sozialistischen Landagitation Vorschub leisten erhebliche Zunahme des ganz fleinen Eigenthums", d. h. desjenigen wird durch eine chinesische Mauer von der sozialistischen Thätigkeit muß.Grundbesitzes, der entweder kleinen Rentiers, Kleinbürgern, An- getrennt, Prinzipien und Tattik sollen einander den Rücken gehörigen liberaler Berufe und beffer bezahlten Angestellten gehört, tehren, sobald das„ kleine Eigenthum" in Frage kommt. Deville die sich ein kleines Landhaus nebst Hof und Garten leiften erklärte denn auch ohne Umschweife: Alle Reformen, die tleine Eigenthum kleine können, oder ländlichen Bächtern, Halbpächtern und Tage- das Resultat herbeiführen würden, das Die Händler besprachen am Freitag in einer öffentlichen Ber löhnern, die zugleich eine fleine Barzelle Land besigen. wirklich zu schüßen, so geringfügig fie seien und wer sammlung verschiedene Mißstände, unter denen die Kleinhändler mit Für die Fortschritte des landwirthschaftlichen Klein- auch deren Urheber seien, werden uns, man mag es wollen oder Weihnachtsbäumen zu leiden haben. Es wurde darüber geklagt, befizes beweist also die Zunahme der Zwergbetriebe um nicht, unter ihren Anhängern finden." Und weiter:" Das wahre daß die Großhändler auf den Lagerplägen, die sie auf den Bahn67 788 und ihrer Fläche um 243 420 Heftare jedenfalls garnichts. fleine Eigenthum, d. i. dasjenige, welches hinreichend ist, um dem böfen inne haben, einen Kleinhandel mit Weihnachtsbäumen be Obendrein hat man allen Grund anzunehmen, daß die ländlichen Besitzer em unabhängiges Leben zu sichern,... hat feine auf- treiben, und daß dadurch die Kleinhändler geschäftlich geschädigt Pächter, Halbpächter und Tagelöhner am wenigsten von der Zu- richtigeren, feine wärmeren und keine logischeren Vertheidiger als werden. Weiter fühlen sich die Kleinhändler dadurch benachtheiligt, nahme profitirt haben. Ist doch ihre Zahl seit 1882 von 1874 000 die Kollektivisten." daß die Erhebung des Standgeldes für die Verkaufs auf 1 188 000, also um 186 000 zurückgegangen. Trotzdem aber verDer Schutz des kleinen Eigenthums in allen Formen liegt nach fiellen, welche die Händler auf den Straßen und Plätzen ficherte Meline, der in der Agrardebatte überhaupt rücksichtsloser Deville außerdem im Interesse des Proletariats, da dessen Lage inne haben, an die Gebrüder Krüger in Generalpacht vergeben denn je der Wahrheit und der Gewissenhaftigkeit ins Gesicht schlug, durch die Vermehrung der Zahl der auf Lohnarbeit an ist, und die genannten Herren die Höhe des von ihnen eindaß jene Zunahme beweise, daß das tleine Eigenthum gewiesenen Existenzen verschlechtert werde. Das individuelle gezogenen Standgeldes anscheinend ganz nach eigenem Belieben feftim Begriffe ist, das mittlere zu untergraben und zu zer- Interesse des einzelnen Proletariers wird also mit dem historischen fetzen. Dagegen wünschen die Händler, daß von der zuständigen stückeln"! Die Wahrheit ist, daß das wirkliche Klasseninteresse des Proletariats verwechselt, und zwar in noch weit- Behörde ein fester, den Verhältnissen angemessener Tarif für das Kleine Eigenthum" von 1-10 Heftar, das ist der Grundstock der gehenderem Maße wie das z. B. von seiten der Gegner der Frauen- Standgeld bestimmt wird. Wegen des Kleinhandels auf den Bahnfranzösischen Bauernschaft, um 17 472 Betriebe und 121 574 Hettare arbeit geschieht. höfen hat sich eine Kommission der Händler bereits im Februar d. J. abgenommen hat. In der Frage der praktischen Schuhmaßregeln zu gunsten des an die betreffenden Eisenbahn- Betriebsinspektionen gewandt, worauf Hervorzuheben ist ferner die Verminderung des Großbesizes fleinen Eigenthums geht Deville dagegen nicht so weit, wie das die Antwort erfolgte, daß die Großhändler die Lagerpläge kontraktlich ( über 40 Hektare) uni 3397 Betriebe bei gleichzeitiger Ber: Agrarprogramm. In der kapitalistischen Ordnung, so führte er gemiethet haben und die Eisenbahn- Verwaltung nicht in der Lage sei, mehrung der Fläche um 227 269 Hektare. Innerhalb dieser aus, tönne man für die fleinen Eigenthümer höchstens die in den Geschäftsbetrieb der Lagerplatz Inhaber einzugreifen. Nach Kategorie ist jedoch zu unterscheiden zwischen den Be- Schwierigkeiten des Kampfes ums Dasein vorübergehend längerer Diskussion befchloß die Versammlung, eine erneute Eingabe trieben von 40-100 Hektaren und denjenigen von über 100 Hektare: minder hart gestalten, namentlich durch Erleichterung und gerechtere an die Eisenbahn- Direktionen zu richten, worin diese ersucht werden, die Zahl der ersteren hat um 7894 abgenommen, die der letzteren Vertheilung der Steuerlast". Wozu aber dann der theoretische Berg bei der Neuvermiethung von Lagerplägen die Bestimmung in die um 4 497 zugenommen. Für die Veränderung des Flächenverhält- des fleinbürgerlichen Sozialismus? Rontratte aufzunehmen, daß den Großhändlern der Kleinhandel nisses zwischen den beiden Gruppen fehlen die Angaben. Jedenfalls Zur Vervollständigung der Charakteristik des Deville'schen auf den Lagerplätzen untersagt ist. Damit noch vor dem Beginn aber erscheint der Fortschritt der Konzentration des Großgrundbesitzes Agrarfozialismus sei noch folgendes erwähnt. Auf eine Anzapfung des Weihnachtsbaum- Handels eine ausgiebige Agitation für die Meline's, der nach bekannten Mustern den vom Kapitalismus aus- Interessen der Christbaumhändler betrieben werden kann, wurde die Alles in allem ergiebt der Vergleich zwischen 1882 und 1892 gepowerten Bauern vor dem Butunftsstaat" gruselig zu machen bestehende Agitationskommission um vier Mitglieder verstärkt und eine nur schwache Veränderung zum Nachtheil des Klein- und mittel- fuchte, antwortete Deville, daß in der sozialistischen Ge- derselben aufgegeben, Adressen von Christbaumhändlern zu sammeln bäuerlichen Besizes. Der den Besitz von 1-40 Hektar treffende sellschaft der kleine Eigenthümer zwar kein Verkaufsrecht haben und Geldsammlungen vorzunehmen. Verlust von rund 653 000 Heftarer: rührt wohl zu einem Drittel werde, da dazu die Möglichkeit fehlen werde; es ließe sich aber von der Verwüstung der Rebepflanzungen durch die Reblaus her, weder theoretisch noch praktisch etwas dagegen einwenden, daß, so In einer öffentlichen Bäckerversammlung, die am 28. b. M. also von einer anormalen Erscheinung. Dadurch verringert fich lange die Thatsachen unsere Voraussagungen nicht in ihrer Ge- im Schüßenbaufe" tagte, hielt der Redakteur der Deutschen Bäckernoch mehr die rein sozialökonomische Bedeutung jenes Verlustes. fammtheit gerechtfertigt haben, der kleine Eigenthümer Beitung" einen Vortrag über die technische Entwickelung im BäckerBetrachten wir noch die Veränderungen in der per unter gewissen Garantien- Lohnarbeiter vergewerbe. Die anschließende Diskussion drehte sich um die Organi sönlichen Zusammensetzung der landwirthschaft- wenden sollte". fationsfrage. Verschiedene Redner wiesen darauf hin, daß nur eine Lichen Bevölkerung. Dieser Theil der Statistik ist viel zut Deville's Rede ist, im ganzen genommen, ein meines Erachtens fefte, geschlossene Organisation im stande ist, die Lage der Bäckereiverlässiger und belehrender. nothwendigerweise mißlungener Versuch, die kleinbürgerlichen Arbeiter zu verbessern. Eine dahingehende Resolution fand ein Die Gesammtzahl der selbstwirthschaftenden Eigenthümer ist Tendenzen der meisten Richtungen des franzöfifchen Sozialismus stimmige Annahme. 1882-1892 von 3 525 000 auf 3 387 000, um 138 000 gefunten. vom Standpunkte des proletarischen Sozialismus zu rechtfertigen... Dabei hat aber die Zahl der Eigenthümer, die ausschließlich Meline hat, wie bereits bemerkt, in seiner Antwort noch Der Verband der Sattler, Abtheilung der Roffers ihrem landwirthschaftlichen Betrieb leben leben können, um mehr geflunkert, als das sonst bei diesem Staatsmann" der und Taschenarbeiter, erörterte in seiner Bersammlung vom Rein Wunder, 51 000 zugenommen da seine Rede von 23. November die Frage: Wie stellen sich die Mitglieder zu dem ( 2 183 000 anstatt 2 132 000), während Bourgeoisie üblich ist. gedacht war, zum Antrage der Filiale I betreffend die Urabstimmung über die Eindie Zahl der Pächter, Halbpächter und Tagelöhner, die au pornherein als ein Wahlmanifeft gleich ein Stückchen Land ihr eigen nennen, von 1374 000 auf Zwecke der Einseifung der bäuerlichen Wählermaffe, diefer legten führung der Arbeitslosen- Unterstüßung? Nach einem erschöpfenden 1 188 000, um 186 000, zurückgegangen ist. Noch erheblicher ist der Reserve der Bourgeoisie. Der erste Theil der Meline'schen Rede, Referat Weyher's über den Nugen der Arbeitslosenunters Rückgang der ganz besiglosen Tagelöhner: er beträgt 270 000 Mann, worin er mit den amtlichen statistischen Zahlen Schindluder trieb flüßung beschloß die Versammlung, sich für die Urabstimmung zu 1 210 000 anstatt 1 480 000. Schließlich zählte man 122 000 Knechte und den Sozialismus wieder einmal todtzureden versuchte, ist ohne erklären. jedes fachliche Intereffe. Im zweiten Theil suchte er seine Lösung" und Mägde weniger, 1 832 000 anstatt 1954 000. Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 29. Movember, abends 8% Uhr: In diesen Zahlen spiegelt sich wieder einerseits die Proletari- der Agrarfrage in recht markischreierischen Farben vor den Augen Bahlstelle III im Klubhaus, Kommandantenftr. 72. Bahlstelle IV bet Roll, firung der Zwergbefizer( eine Abnahme von 186 000 gegen eine Bu- des naiven Bruder Bauer erglänzen zu lassen. Adalbertstr. 21. Bahlstelle V( Schäftebranche) bei Schiller, Rosenthalerstr. 57. nahme der selbständigen Landwirthe um 51,000, selbst vorausgesezt," Niedrigere Produktionskosten und höhere Berkaufspreise" Bahlstelle Schöneberg bet Obst, Grunewaldstraße 110. Dienstag, den 30. November: daß die Zunahme ausschließlich infolge des Emporsteigens von nach dieser waldursprünglichen Formel sind alle agrarischen Quack Babintelle Friedrichsberg bei Gürsch, Frankfurter Allee 174: Bortrag des Genoffen Bergbefizern erfolgt ist und nicht auch, wie das aller Wahr- falbereien Meline's zubereitet, aber wohlgemerkt, nur insofern P. Bitfin. Samariterkursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, ben scheinlichkeit nach der Fall sein dürfte, infolge der weiteren Ber- das Gesammtinteresse der Bourgeoisie dadurch nicht verlegt 29 November, abends 8% uhr, bei Herrn Neumann, Brunnenstr. 150: Vortrag Das ist ja der hervorstechendste Unterschied zwischen über: Quetschungen, Knochenbrüche und Berrentungen. Nachdem praktische stückelung des mittelbäuerlichen Besitzes durch Erbtheilung) und die wird. und den deutschen Agrariern. Während diese fon- uebungen. Verelendung der Klein- und Mittelbauern( Abnahme der Zahl der Meline daher nur allzu aufrichtig die Interessen der Allgemeine Familien- Sterbekaffe. Heute Zahltag: Ackerstr. 128 bet Diete Dienstboten) und andererseits die Fortschritte des landwirthschaft- fequent und lichen Maschinenbetriebes( Abnahme der Zahl der Tagelöhner bei nichtagrarischen Bourgeoisie opfern möchten, treibt Meline auf wirth- und Oranienstr. 23a bet Butow. schaftlichem wie auf rein politischem Gebiet ein heuchlerisches Arbeiter- Bildungsschule. Die Parteigenoffinnen und Genoffen werden auf gleichzeitigem Sinfen des Lohnes). Doppelspiel. Dazu zwingt ihn die Zuſammenſegung seiner parla mentarischen Mehrheit, die wohl ebensoviel nichtagrarische und unbedeutend. Voll " " " Insgesammt ist die Zahl der in der Landwirthschaft er: werbsthätigen Personen 1882-1892 um 530 000 gefunten. Der Gefammtrückgang der gleichen Personenzahl zwischen 1862 und 1882 beträgt 935 000, darunter 274 000 selbstwirthschaftende Eigenthümer,*) Diese Einschränkung ist im Auge zu behalten, da Deville's 520 000 Tagelöhner und 141 000 Dienstboten weniger, Die 3er! Rede in manchem sich mit den Ansichten der Arbeiterpartei nicht deckt. " Versammlungen. Babifstelle I bet Feindt, Weinfir. 11. Bablftelle II bet sange, Dragonerftr. 15. ben heute Abend 7 Uhr in Feuerstein's Feftfälen, Alte Jakobftr. 75, stattfindenden Bortrag von Herrn Dr Joel über" Die Steingeft" aufmerksam gemacht. Um zahlreichen Besuch bittet der Vorstand. Vertrauensleute der Stockarbeiter. Nächste Sigung Freitag, den 3. Dezember, bei Röllig, Rosenthalerstr. 12. Geselliger Verein Waldesgrün. Sigung heute Nachmittag 5 Uhr bei moeves, Bodbftr. 8. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Rebaftion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Sonntag, 28. November. Freie Volksbühne( Fried.- Wilhelm: städtisches Theater). 3. Abtheilung. Die Fahnenweihe. Vorher: Sein Jubiläum. Anfang 3 Uhr. Opernhaus. Undine. Auf. 7 11hr. Montag: Carmen. Schauspielhaus. Das neue Weib. Anfang 72 Uhr. Montag: Helga's Hochzeit. Deutsches. Jugendfreunde. Anfang 712 Uhr. Nachi. 1/23 Uhr: Einsame Menschen. Montag: Die versunkene Glode. Berliner. In Behandlung, Anfang 7 1hr. Nachm. 1/23 Uhr: Mein Leopold. Montag: In Behandlung. Urania Taubenstrasse 48-49. Naturkundl. Ausstellung täglich geöffnet von 10 Uhr vormittags ab, Eintritt 50 Pf.- Abends 8 Uhr Wissenschaftl. Theater. Invalidenstrasse No. 57/02: Mittwochs) abds. 8 Uhr: WissenTäglich( ausser Sonntags und schaftliche Vorträge. Näheres die Tagesanschläge! Urania Theater( Lehrter Bahnhof). Dir.: Dr. Köppen u. Dr. Stoedtner, Sonnt. Venedig 8 und seine Kunstschätze. Berliner Aquarium Unter den Linden 68a, Eingang Schadowstr. 14. Goethe. Circusleute. Auf. 7. Heute Sonntag Eintrittspreis Nachm. 3 Uhr: Othello. Montag: Der Pfarrer von Kirch feld. Leffing. Sans Suckebein. Anfang 71/2 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Jugend. Montag: Hans Huckebein. 25 Pf. der Welt an lebenden Seethieren, Reichhaltigste Sammlung Reptilien etc. Schiller. Madame Bonivard. An Passage- Panopticum. fang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Maria Stuart. Montag: Vanina Banini. Neues. Im Hörfelberg. Aschermitt woch. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Trilby. Montag: Die Ehrenwerthen. Belle- Alliance. Feudalherren. An fang 72 Uhr. Montag: Feudalherren. Residenz. Dorina. Vorher: Vice versa. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Odette. Montag: Dorina. Vice versa. Unter den Linden. Blaubart. Anfang 72 Uhr. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr abends. Wiener Tanz- und OperettenGesellschaft. 6-10 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Großherzogin Castan's von Gerolstein. Montag: Blaubart. Central. Berliner Fahrten. Anfang 71/2 Uhr. Nachin. 3 Uhr: Dieselbe Borstellung. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thalia. Die Drillingsmutter. Frau Lieutenant. Anfang 7 1hr. Nachmittags 4 Uhr: Hänsel und Gretel. Vorher: Das Wetter: häuschen. Montag: Tohu- Bohu. Friedrich Wilhelmstädtisches. % AnDer feusche Joseph. Vorher: Der Streit der Schmiede. Ein fleines Mißverständniß. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Oflend. Leben und Lieben. fang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Gebannt und erlöst. Montag: Leben und Lieben. Alexanderplatz. Die Geheimnisse der anderen Welt. Auf. 71/2 11hr. Nachm. 4 Uhr: Tischlein deck Dich. Esel streck Dich, Knüppel aus dem Sad. Montag: Die Geheimnisse der anderen Welt. Luisen. Der große Wohlthäter. Anfang 8 Uhr. Nachmi. 3 Uhr: Das alte Lied. Montag: Othello. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundl. Ausstelling v. 10 Uhr vormittags ab. Abends 8 Uhr Wissenschaftl. Theater. Juvalidenstraße 57/62. Täglich ( außer Sonntags und Mittwochs) abends 8 Uhr: Wissenschaftliche Vorträge. Panopticum. Friedrichstr. 165. eu!! Indischhindustanische Gaukler -undchlangenBeschwörer. Das BÄREN WEIB. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. G. Weiss. Nachmittags 3 Uhr, halbe Preise: Gebannt und erlöst. Schauspiel nach Werner's Roman in der Gartenlaube. Abends 7/2 Uhr: Novität! Zum 4. Male: Novität! Leben und Lieben. Volksstück mit Gesang in 5 Aften von D. Klein. Musik von G. Wanda. Im Tunnel von abends 6 Uhr ab: Frei Konzert. Morgen: Leben und Lieben. Apollo- Theater. Louis Keller's Festsäle Koppenstr. 29 Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Größtes und schönstes Etablissement 35452] der Residenz. Carmen Faur. Heute, Sonntag: Grosse Soirée der Robert Steidl. Norddeutschen Sänger La Foy mit ihrer Novität: Der Feuer- und Flammentanz und 30 Künstler I. Ranges. ng Kaffeeröffnung 6 hr. Anfang 7 Uhr. Mittwoch, den 1. Dezember 1897: Wiederauftr. des Gesangshumor. * Otto Reutter.* I. OriginalBudapester Possen- u. OperettenTheater Begründer und Direktion: Anton und Donat Herrnfeld. Kaufmann's Variété. Heute zum 83. Male: Ein Abend im Wintergarten. Im Atelier. Ferner das hervorragende Spezialitäten- Ensemble In Vorbereitung: Familie Kochsalz. Von Dreien der Glücklichste. Anfang: Wochentags 18 Uhr Sonntags Uhr. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Heute, Sonntag, den 28. November: New! Neu! Madame Potiphar. Charakterstück mit Gesang in 6 Bildern von Carlos Duchow. Nach der Vorstellung Tanzkränzchen. Montag: Madame Potiphar. Feen- Palast 22 Burgstr. 22. Dir.: Winkler& Fröbel. Nur noch bis Dienstag Rich. Winkler und Wilh. Fröbel in der mit stürmischem Beifall aufgenommenen Gesangs- und Tanz- Posse Die Ballet- Ratten. Dazu das brillante erfolgreiche November Program it. 20 Nummern. Künstler ersten Ranges. Lebende Photographien. Anfang 7 Uhr. Sonntags 6 Uhr Entree 30 Bf. bis 1,50 m. Volks- Theater Mittwoch: Das große Weihnachts. im Welt- Restaurant 97. Dresdeuer Straße 97. Novität! Täglich: Novität! Steinmek, Cahnbley, Zimmermann, Neijing, Stobbe, Stangenberg und Frick, sowie Großes Instrumental- Konzert des Neuen Berliner Konzert Orchesters unter persönlicher Zeitung des Musifdirektors Rudolf Tiek. Nachbem: Großer Ball. Zwei start besetzte Orchester, Streichund Blasmusik. Anfang 5% Uhr. Entree 30 Pf. Nächsten Mittwoch: Gr. Soirée der Steinmetz- Norddeutschen Sänger u. Familien- Kränzchen. Anfang 8 Uhr. Konzert- Sanssouci hans Kottbuser Straße Nr. 4 a. Dir. H. Pierry. Artistischer Leiter Jos. Aschinger. Bisher unerreicht. Stürmischer Beifall! Mit vollen Segeln. Lebensbild mit Musik in 3 Abtheil. von H. Schulz. Vorzügliche neue Spezialitäten. Anfang des Konzerts: Wochent. 7 Uhr, Sonntags 5 Uhr. Anfang der Vorstellung: Wochent. 8 1hr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 30 3f. Wochent. Passe- partouts gittis. Sonntags 50 f. Diese Vorstellungen finden jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag statt. KIEDRICH Actien- Brauerei Friedrichshain. Heute Sonntag: Regimts.- Mufit des 4. Garde- Regiments zu Fuß. Dir. Frz. A. Bergter. Anfang 52 Uhr. Entree 20 Pfennig. Mittwoch, 1. Dezbr.: Symphonie: Konzert derselben Kapelle. Circus Busch ( Bahnhof Börse). Sonntag, 28. November 1897: Voranzeige! Sonntag, den 19. Dezember cr., mittags 12 Uhr, in ,, Keller's Festsälen", Koppenstr. 29: Grosse Matinée veranstaltet von der zum Besten der englischen Maschinenbauer", Freien Vereinigung d. Zivil- Berufsmusiker Berlins u. Umgegend. Ausgeführt von einer ca. 50 Mann starten Kapelle unter Leitung des Hrn. Gartmaun, unter gütiger Mitwirkung des Kummer'schen Quartetts, Die Ouverturen Robespierre" von Zur Aufführung gelangen u. a.: Dirigent Serr Rud. Kummer, u. des Gesangshumoriſten Hrn. O. Radtke. Littolff, und Freischüß“ von G. M. v. Weber; Serenade von Titl, Solo für Flöte u. Horn; Transscription über das Lied:„ Kommt ein Vogel geflogen" von S. Ochs;" Spielmannslied" von Weidt, für Violin- Solo, Bariton- Solo, Männerchor und Pianofortebegleitung. Schwiegervater u. Schwiegersohn, fomische Szene. Des guten Zweds wegen wird zahlreicher Besuch erwartet. Bersehe sich e der rechtzeitig mit Billets. Niemand darf sich ausschließen! Billets sind in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Der Vorstand. Eintritt 25 Pf. Achtung! Händler. Achtung! Sonntag, den 28. November, im Englischen Garten, Alexanderstrasse 27c: Gemüthliches Beisammensein mit Tanz. Vortrag des Kollegen Gottfeld. Ju den Zwischenpausen: Humoristische und ernste Vorträge. Anfang 6 Uhr. Eintritt 10 Pf. Kollegen, die am Tanz theilnehmen, zahlen 25 Pf. nach. Das Vergnügungs- Komitee. J. A.: K. Miller, Große Frankfurterstraße 96. Robert Drescher's Bierhaus, Linienstr. 218, am Schönhauser Thor. Robert Scheere, [ 3556* * Empfehle schönes Zimmer für Vereine und Zahlstellen. Restaurant" Sängerheim", 0. Blumen- Straße 38. Telephon: Aunt VII Nr. 3760. Arbeitsnachweis der Möbelpolirer, Brauer, Brauerei- Hilfsarbeiter. Zahlstelle des Verbandes der Holzarbeiter, Metallarbeiter, Buchbinder, Maler, der Orts- Krankenkasse der Möbelpolirer, der Zentral: Krankenkassen der Schuhmacher, Maler, Gold- und Silberarbeiter, Buchbinder und des ahlvereins des' 4. Berliner Reichstags- Wahlfreises( Osten). 39 am Molkenmarkt, Alt- Berlin", Molkenstrasse 12. Empfehle mein Weiß und Bairisch- Vier- Lokal nebst Vereinszimmer. Großer Frühstücks, Mittags: und Abendtisch. Jeden Montag: Schlachtfeft. Vormittags: Wellfleisch, nachmittags: frische Wurst, wozu ergebenst einladet NB. Brafil Schnupftabat( Schmalzler) Hermann Gärtner. 35910* stets vorräthig. Achtung! R. Buske, Grenadierstr. 33. 3 Säle, neu renovirt, sind f. einige gute Sonnab. noch zu vergeben, ebenso mehrere Vereinsz. Zum 1. Weihnachtsfeiertag Saal mit Bühne freigeworden. Admiralstr. 18c. 2 große Vorstellungen 2,, Märkischer Hof", Sonntag im prachtvollen Nachmittags 4 1hr 1 Kind unter 10 Jahren frei; weitere Kinder zahlen halbe Preise. Spiegelfaal: Gr. Festball. Anfang 4 Uhr, Ende 2 Uhr. Gr. Horn- und Streichnusit. Beide Säle zu Hochzeiten, Vereinsfestlichkeiten u. Versammlungen 3. verg. Die Restaurationsräume stehen Sonntags den geehrten Familien zur Verfügung. Große und fleine Vereinszimmer sind noch frei. SylvesterElite- Vorstellung. Abend und Neujahr sind die beiden Säle an Vereine zu vergeben. Etablissement Süd- Ost, Waldemarstr. 75. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Anfang 5 Uhr. Ende 2 Uhr. Einige Sonnabende sind noch zu vergeben. 29892* Hermann Brüder. Pferd und Hund, Original- Dressur des Sign. Corradini. Harlekin. Stelett, choreogr. Episode. Die fünf: fache Postfahrschule, ger. von Herri Ernesto. Auftreten des berühmten Clown Herrn Eugen Veldemann mit f. dress. Affen, Hunden 2c. Der neu dreff. Elephant, fom. Szene v. ( An der Stralanerstraße) 29842* Herrn Clown Boganowsky. Vor: fein Weiss- n. Bairisch- Bierlokal gr. d. z. Hagedorn, Programm. diefe Radler! Maehr's Theater Poffen: Burleste von D. Roeder. Jm vorderen Saale: Neichshallen. Spezialitäten. An Almenrausch u. Edelweiss" fang 8 Uhr. American. Spezialitäten. Anfang 72 Uhr. Apollo. Spezialitäten. Anf. 71/2 Uhr. Feen- Palast. Spezialitäten. Paffage= Panoptikum. Wiener Tanz- und Operetten- Gesellschaft. Schiller- Theater ( Wallner- Theater). Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Bierte Borstellung im Schiller Zyklus: Maria Stuart. Abends 8 Uhr: Madame Bonivard. Montag, abends 8 Uhr: Vanina Banini. Dienstag, abends 8 Uhr: Vanina Vanini. Luisen- Theater 34. Reichenbergerstrasse 34. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Bolts Vorstellung zu fleinen Preisen Das alte Lied. Schauspiel in 3 Aufzügen von Felix) Philippt. Abends 8 Uhr: Der große Wohlthäter. Volksstück mit Gefang in 6 Bildern von H. Wilken. Musit von R. Bial. Montag zum 2. Male: Othello. Dirette Berbindung mit dem Theater: Elektr. Bahn: Dönhoffplatz- Reichen: bergerstraße in 10 Minuten. Central- Theater Alte Jakobster. 30. Direktion Richard Schultz. Emil Thomas a. G. Sonntag, den 28. November 1897, nachm. 3 Uhr: Berliner Fahrten. Burleste Ausstattungspoffe mit Gefang und Tanz in 6 Bildern von Julius Tyroler Sänger- Gesellschaft. Direktion: Alois Ebner. 6 Uhr. Oranienstrasse 24. Täglich Theater- u. SpezialitätenVorstellung. Novitäten- Programm. Anfang: ochentags 7 ihr. Neu! Mr. Boby, refur Neu! mit seinen Wunderhunden. eichshallen- Neu! Der Klingeljunge von Bolle, Theater. Leipzigerstrasse 77. Hente Sonntag: Anfang des Konzerts 6 Uhr, der Vorstellung Uhr. Neues brillantes Programm. Max Franklin- Troupe. Melanie Roberti. Paxton's Schönheits- Gallerie und noch 20 Kunstkräfte. Montag: Anfang 72 Uhr. Im Reichshallen- Tunnel: Militär- Offeney- Konzert. Kapelle d. 5. Garde- Reg. i. Unif. Anfang 6 Uhr. Montag: Alexander- Kapelle in Uniform. Dir. J. Jänisch. Schreien hilft doch! Das Bublifum schreit vor Lachen in Quarg's Vaudeville Theater Grand Hotel Alexanderplatz, welches jetzt täglich überfüllt ist. 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November, abends 7 Uhr, in Feuerstein's Festsälen, Alte Jakobstrasse No. 75: Bortrag des Genoffen Dr. Völkel aus halle a/ S. über: user Vortrag des Herrn Dr. Joël über: Die Steinzeit. täglich Brot gieb uns heute. Nach dem Vortrage: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Die Bertrauensperson. 212/18 III. Wahlkreis. Sonntag, den 28. November 1897, abends 6% Uhr, im Lokale des Herrn Cohn, Beuthstr. 21: Nachdem: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Nach dem Vortrag finden nur noch Mitglieder mit ihren Angehörigen Einlass. Garderobe 10 Pf. Eintritt 10 Pf. Mitglieder und Gäste sind höflichst eingeladen. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. 6/14 Für ir sofort Redakteurstelle an täglich erscheinendem Parteiblatte zu besetzen. Offerten zu richten an 36812* Hirschfeld, praft. Arzt in Harburg( Elbe). Former und Berufsgenossen. Dienstag, den 30. November cr., abends 8 Uhr, im ,, Louisenstädtischen Konzerthaus", Alte Jakobstr. 37: Große öffentliche Versammlung Oeffentl. Versammlung. Deutscher Holzarbeiter- Verband der Former u. alter in Giessereien beſģäſt. Beruſögen. Vortrag des Genoffen Paul Jahn über: Das menschliche Glück und die soziale Frage. Hierauf: Geselliges Beisammensein. Entree 10 Pf. Garderobe 10 Pf. Die Vertrauensperson. [ 214/1] Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. = Dienstag, den 30. November, abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Zühlke, Dennewitz- Strasse 13: Versammlung. Tages Ordnung: 239/5 1. Die politische Lage und die Bedeutung der Wahlvereine. Referent: Genosse Reichstags- Abgeordneter R. Fischer. 2. Diskussion. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. NB. Die Genoffen werden wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß in der Generalversammlung der Beschluß gefaßt wurde, die Versammlungen pünktlich 8 Uhr zu eröffnen und wird um frühzeitiges Erscheinen gebeten. Sozialdemokratischer Wahlverein ( Zahlstelle Berlin.) Tages 1. Bortrag des Genossen Ad. Hoffmann über: Gesetz u. Recht". 170/11 2. Disfussion. 3. Verschiedenes. Da der Vortrag für die Kollegen von Wichtigkeit ist, werden dieselben Dienstag, 30. Nov., abends punkt 8 1hr, im Englischen Garten, ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Vertrauensmann der Berliner Former: Carl Irgang. Alexanderstr. 27c: Mitglieder- Versammlung für die Branche der Musikinstrumenten- Arbeiter. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen R. Millarg über:" Die Interessen der Musifinstrumenten- Arbeiter an den Arbeiter Versicherungsgefeßen". 2. Der Einfluß der Unternehmer auf unsere Interessen mit besonderer Berücksich= tigung der Ringbeschlüsse und das Auftreten resp. die Aeußerungen eines Fabrikanten. 272/1 Jeder hat die Pflicht, zu erscheinen. Gäste haben Zutritt. Beiträge werden in der Versammlung entgegengenommen. Montag, den 29. November, abends 8 Uhr, bei Herrn Gold, Große Frankfurterstr. 133: für den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Branchen- Versammlung der Kammmacher u. Berufsgen. Große Versammlung am Dienstag, den 30. November er., abends 8 Uhr, in den ,, Oranienhallen", Oranienstr. 51. Tages Ordnung: " 1. Die industrielle Entwicklung und die Arbeiterkämpfe". Referent: Genoffe Georg Wagner. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Aufnahme neuer Mitglieder.[ 241/7] Der Vorstand. Achtung! Heute! Achtung! Sonntag, den 28. Nov., abends 6 Uhr, im Lokale des Herrn Schmidt, Hochstrasse 32a. Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag der Genoffin Ottilie Baader über: Die Lebenshaltung und Sterblichkeit des Proletariats. 2. Diskussion. 1/14 Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Einberuferin. Männer. Frauen. Volks- Versammlung am Montag, den 29. Nov., abends 8 Uhr, in Keller's gr. Festsaal, Koppenstr. 29. Tages- Ordnung: 1." Bibel und Katechismus im Lichte unserer Zeit". Referent: Schriftsteller Dr. Völkel aus Halle a. S. 2. Freie Diskussion. Die Herren Geistlichen der umliegenden Kirchen sind brieflich hierzu ein geladen. J. A.: Ad. Hoffmann. Austrittserklärungen sind bei folgenden Kommissionsmitgliedern zu haben und werden auf Wunsch ausgefüllt: F. Buckow, Müncheberger: straße 10; Ad. Hoffmann, Blumenstr. 14; H. Jäusch, Weidenweg 77; E. Lindemann, Moritstr. 9; G. Bohne, Brunnenstr. 141. 20576 Bildungsverein Mehr Licht" Sonntag, 28. November, abends 6 Uhr, Alexanderstraße 27c: Versammlung. T.- D.: Vortrag des Genossen Dr. Wollheim über: Geschichtsfchreibung und Geschichtslehren!"- Distusfion.- Darauf: Geselliges Beisammensein und Tanz. Entree 10 Pf. Garderobe 10 Pf. 57/17 Friedrichsberg Arbeiter! Arbeiterinnen! Dienstag, den 30. November 1897, abends 8 Uhr, im Lokal des Hrn. Gürsch, Frankfurter Allee 174: Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Stusche. 2. Distuffton. 3. Interne Brauchenangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Die Kollegen der Werkstellen von Kretschmann, Blumenstr. 74, und Meisel, Bernauerstr. 79, sind hiermit ganz besonders eingeladen. Das Erscheinen sämmtlicher Kollegen ist nothwendig. Nichtmitglieder haben Zutritt und können sich in den Verband aufnehmen lassen. Der Obmann. Zentralverein der Bildhauer. Am Dienstag, den 30. November d. J., abends 8% Uhr, im Lokal Köpenickerstraße 62: KF Versammlung Tages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Kollegen Dupont über: ,, Etwas über unsere geistige Ausbildung." 3. Verschiedenes. Achtung! Der Nr. 48 der Bildhauer- Zeitung" vom 25. b. M. liegen für die Mitglieder der Verwaltungsstelle Berlin die Stimmzettel zur Alles die Abstimmung Betreffende geht aus dem Aufdruck des Bettels selbst wie aus dem Leitartikel obiger Zeitungsnummer hervor. 39/15 Frauen- Vortrag über: ,, Nervöse Leiden und Menstruations: störungen am Montag, den 29. November, abends 82 Uhr, in Nieft's Saal, Weber: straße 17, vorgetragen an großen Lichtbildern vom Naturheilkundigen Grundmann. Gäste, Frauen, willkommen. Entree 20 Pf. Körper und Naturheilverein Sprechzeit 11-1 und 6-8. Sonntags 11-12. Alexanderstraße 8. 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Bahlstelle bei Feind, Weinstr. 11: Vortrag. Bahlstelle II bei Lange, Dragonerstr. 15: Bortrag des Genossen Dr. Weyl über„ Essen und Trinken". " 286/12 Bahlstelle IV bei Roll, Adalbertstr. 21: Vortrag. Bahlstelle( Schäftebr.) b. Schiller, Rosenthalerstr. 57. Bahlstelle Schöneberg bei Obst, Grunewaldstr. 110. Dienstag, 30. November: Bahlstelle Friedrichsberg bei Gürsch, Frankfurter Allee 174. Vortrag des Genossen P. Litfin. Um zahlreichen Besuch bitten Die Bevollmächtigten. Deutscher Große öffentliche Gewerkschafts- Versammlung Dienstag, den 30. November, abbs. 8 Uhr, bei Rautenberg, Orantenſtr. 180 Schneider- und Schneiderinnen- Verband Tagesordnung: 224/9 1. Vortrag des Genossen Paul Litfin über„ Der Riesenkampf um den Achtstundentag in England". 2. Diskussion. 3. Bericht der Gewerkschaftstommission. 4. Neuwahl. 5. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Gewerkschaften tft nothwendig. Der Einberufer. Rixdorf. Montag, den 29. November, mittags 12 Uhr, im Lokale des Hrn. Klemke( Deutsches Wirthshaus), Bergstraße 136/137: Gr. öffentl. Volksversammlung. Tages Ordnung: 1. Die Parteien im Deutschen Reichstag". Referent: Reichstage Abgeordneter Fritz Zubeil. 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zur Kreiskonferenz. Um zahlreichen Besuch ersucht Die Vertrauensperson. Achtung! Wilmersdorf! Atung! Versammlung. Tages Ordnung: 162/18 1. Die gefundheitlichen Schäden der Hausindustrie." Referent: Dr. Curt Freudenberg. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um recht zahlreiches Erscheinen der Kollegen und Kolleginnen ersuchen Die Bevollmächtigten. Achtung! Kürschner! Montag, den 29. November, abends 8½ 1hr, im Schühenhaus, Linienstraße 5: Große öffentliche Versammlung aller Arbeiter u. Arbeiterinnen d. Kürschnerbranche. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen R. Millarg über: Das Unfallversicherungs2. Diskussion. 3. Wahl von 3 Revisoren zur Prüfung der Ab 206/6 gefet. rechnung der Vertrauenspersonen. 4. Gewerkschaftliches. Um zahlreiches Erscheinen ersuchen Die Vertrauenspersonen. Sonntag, den 28. Novemb., nachm. 1½ Uhr, in Klingenberg's Volksgarten, Berlinerstr. 40: Achtung, Putzer! Mittwoch, den 1. Dezbr., abends 5 Uhr, 93/18 [ 206/5 in Cohn's Festsälen( grosser Saal), Beuthstr. 21: Große öffentliche Versammlung Große öffentliche Partei- Versammlung für Männer und Frauen. Tages Ordnung: 1. Die politische Lage. Referent: Reichstags- Abgeordneter Fritz Zubeil. 2. Disfussion. 3. Wahl dreier Delegirten zur Kreistonferenz. 4. Verschiedenes. Der Vertrauensmann. Achtung! Schöneberg. Achtung! Montag, den 29. November, abends 8 Uhr, im großen Saale der Schloßbrauerei, der Putzer Berlins u. Umgegend. ftande, in unserem Berufe vorhandene Mißstände zu beseitigen? 2. Wie Tages- Ordnung: 1. Sind die Buzer Berlins und Umgegend im stellen sich die Pußer Berlins u. Umg. zu einem geregelten Arbeitsnachweis? Kollegen! Es ist Euere Pflicht, in dieser Versammlung zu erscheinen und durch sachliche Besprechung zu befunden, welche Stellung gegen das rapide Sinken der Preise Ihr einzunehmen gewillt feid. 296/17 Der Vertrauensmann: Otto Kohl, Buchholzerstr. 3, v. II. Große öffentl. Bolksversammlung Mohr'sche ff. Margarine, für Männer und Frauen. Tages- Ordnung: 1. Die bevorstehenden Stichwahlen. Referent Reichstags: Abgeordneter Paul Singer. 2. Diskussion. 2050b Das sozialdemokratische Wahlkomitee. pro Pfund 70 Pfennig empfiehlt täglich frisch I. Geschäft: Chausseestr. 52a. Flensburgerstr. 10. Usedomstr. 27. Invalidenstr. 10. Beuffelstr. 71. Heinrich Prehn, Größtes Margarine- und Kakao: IV. Svezialaeichäft hoa Mauszus A. W. Schulz, 95. Brunnenstr. 95 direkt am Bahnhof Gesundbrunnen, großer Weihnachts- Ausverkauf in: Puppenwagen, Sport, Kaften: n. Leiterwagen, Ziegenbockwagen, Triumphstühle, Kinderklapp: stühle, Kindertische und Stühle, sämmtliche Korbwaaren. Fernsprecher- Amt III. Nr. 1767. 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Gegenstände, Bestandtheile, Saiten zc. zu reellen Preisen.[ 36642* 32532*) Manteuffelftr. 32. part. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Werlag von Way Bading in Berlin, echtfarbiger Sammettragen, Musik- Instrumenten- Fabrik H. Howe& Co., Der Stof hat, fettige Analüge nach 18 W., Warinfutter, Riesen Stofflager, Ge Anzug, Valetot, Hosen- Stoffe. Brenner& Cie., Alte Jakobstrasse No. 57-59. Br. 278. 14. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 28. November 1897, Gewerbe. Aus England. 228 Boziales. = herrscht meist Einigkeit. Nur in den Towerbezirken( das Eaft- End) der größten Glasfabrikanten- Firma in Amerika steht. Zweck des hat die von dem sehr einflußreichen Baptistenprediger Clifford ge- Verbandes ist es, dem Drücken der Preise ein Ende zu machen und führte Sektion der radikalen Sektirer gegen einen fatholischen Pro- für alle Betheiligten die richtigen Profite zu sichern." Jede der begreffiften Stellung genommen und unterstützt ftatt feiner die theiligten Firmen wird ihre Geschäfte separat führen, die Assoziation" Kandidatur des Mitgliedes der Sozialdemokratischen Föderation, jedoch die Preise und die Produktion bestimmen. Genosse W. G. Pearson. Da dec Kreis sozialistisch vertreten war( durch Frau A. Besan), so ist Aussicht schon einmal vorhanden, daß Pearson gewählt wird. fozialistischer Stimmen ist angesichts des Systems der Kumulativ wird, die Zeitung des ei ch 3 Gesundheitsamts bereit ers Auf eine starke Anzahl Zur Bekämpfung der Schwindsucht hat sich, wie gemeldet stimmen auch in anderen Londoner Bezirken zu rechnen. In der Provinz haben die Schulrathswahlen verschiedentlich mit flärt, die Herausgabe einer volksthümlich geschriebenen Schrift Siegen der fortschrittlich gesinnten Elemente über die Partei der über Schwindfuchts- Verhütung zu veranlassen, die zur Staatskirche geendet. Bradford, wo infolge des gespannten Verhältnisses zwischen Bemerkenswerth ist in dieser Hinsicht Maffenverbreitung, insbesondere in Arbeiterkreisen, bestimmt sein soll. Die preußischen Sparkassen hatten am Beginn des abRadikalen und Sozialisten die Konservativen bei der letzten gelaufenen Geschäftsjahres einen Bestand von 4 345 790 000 m. zuletzt acht Kirchenparteiler, sechs Progressiften( Liberale) und ein 1185 650 000 m., während 997 740 000 M. zurückgezogen wurden, Sie Parlamentswahl alle drei Sitze eroberten. Dort zählte das Schulamt Dazu kamen an Binfen 121 380 000 m., durch Neuanlagen Mitglied der Independent Labour Party. Die am Sonnabend statt so daß sich ein Zuwachs um 309 290 000. und ein Bestand von gefundene Neuwahl endete mit dem Sieg von sieben Progreffiften, 4 655 080 000. ergab. Der Zuwachs ist nur durch denjenigen zwei Mitgliedern der Intependent Labour Party und sechs Kirchen- des Vorjahres mit 345 910 000 M. übertroffen worden, läßt jedoch parteilern bezw. Konservativen, welche lettere so in der entschiedenen denjenigen aller früheren Jahre hinter sich zurück. Bemerkenswerth Minderheit sind. Noch größer ist der Unterschied in Leeds, wo ist noch, daß sowohl die Neueinlagen wie nan eitlich die Rückeine progressistische Minorität von 7: 8 zu einer Mehrheit von 9: 6 zahlungen größer sind als im Vorjahre, wo sie sich auf 1 137 940 000 m. wurde. beziv. 904 890 000 m. belaufen hatten. Die Spareinlagen zeigten also einen geringeren Grad von Beständigkeit als im Jahre vorher. Von den 7 218 640 Sparfaffenbüchern hatten Einlagen: 60. 2 067 849 Bücher= 60- 150 150- 300 300- 600 600-3000 London, 25. November 1897. ( Die Konferenz zwischen den Unternehmern und Arbeitern im MaschinenbauEmpfang der Gewerkvereinler durch den Minister. Schul raths- Wahlen in London und der Provinz.- Rückgang der Kirchenparteien.) Die wichtigste Frage, welche die Konferenz zu lösen haben wird, ist die der Besetzung der Maschinen und der Tarifirung der Arbeit an Maschinen, denn ohne in diesem Punkte Sicherstellungen zu erlangen, wollen selbst die nachgiebigeren Unternehmer sich zu keinem Zugeſtändniß hinsichtlich der Arbeitszeit verstehen. Der prinzipielle Gegensatz ist da in Kürze folgender. Die Unternehmer erkennen die Ansprüche der gelernten Arbeiter auf die von der Gewerkschaft für solche ausbedungenen Lohnfäße an, wollen aber hin sichtlich der Besetzung der Maschine freie Hand haben. berufen sich darauf, daß schon ihr Selbstintereffe ihnen gebiete, bessere Arbeit keinem Stümper oder Handlanger anzuvertrauen. Die Maschinenbauer- Gewerkschaft dagegen hält diese Zusicherung nicht für genügend und will bestimmte Arbeiten unter allen Umständen gelernten Arbeitern vorbehalten haben. Ferner soll nach ihrer Anficht die auf den einzelnen entfallende Arbeitsleistung außer hin sichtlich der Zeit auch hinsichtlich der Funktion abgemessen werden. Ihr Vorschlag im Frühjahr ging dahin, daß Streitfragen in diesen Punkten vor lofale oder Distriktskonferenzen gebracht werden sollen, zu denen beide Parteien die gleiche Anzahl Vertreter zu schicken und bei denen Unparteiische den Vorsitz zu führen hätten. Die Unternehmer wollten jedoch schon damals von keinem un parteiischen Vorsitzenden wissen. Der Unparteiische, der gewöhnlich von der Sache nichts versteht", sagte damals Oberst Dyer zu den Vertretern der Arbeiter, findet, daß sich für die Ansichten beider Parteien ziemlich viel sagen läßt, und daraufhin giebt er jedem die Hälfte. Darauf kommt Ihr den nächsten Tag wieder, und dann wird wieder getheilt. Und so geht es fort, bis Ihr Euren Willen auf dem Wege von" Theilungen" durchgesetzt habt." Sie, Großgewerbe. Die weitere Ausbildung des Verbandswesens im Drohungen gegen Gegner des Verbandswesens im Eisendie Unternehmer, feien bereit, von Zeit zu Zeit mit der Gewerkschaft Eisen- Großgewerbe scheint doch noch auf zähen Widerstand zu stoßen; zu verhandeln, aber was sie mit ihr abmachen, solle auch im all wenigstens wird neuerdings im„ Essener Amtsblatt" ein Artikel ver gemeinen nur für ihre Mitglieder Gesetz sein. Trotzdem man da öffentlicht, der anscheinend den widerspenstigen Werken Augst ein mals zu keiner durchgängigen Verständigung kam, trennte man sich fagen soll, und in welchem es heißt:„ Die Verhandlungen hinsichtlich unter der Zusicherung freundschaftlicher Gefühle. George eines Drahtstiste- Verbandes sind nunmehr so weit gediehen, daß der Ferguson, Vertreter der organisirten Maschinenbauer Clyde( Glasgow und Distrikt), der auch an der heute zusammen- gesichert erscheint, nachdem die grundsätzlichen Schwierigkeiten, des Beitritt der in betracht kommenden Werke bis auf einige Ausnahmen getretenen Konferenz theilnimmt, drückte namens seiner anwesenden welche sich bisher ergaben, behoben sind. Wenn wir heute auf diese Mit dem Einsturz im Maximilianskeller in München be Kollegen den Unternehmern deren Dank für den ihnen gegenüber Angelegenheit nochmals zurückkommen, so geschieht es, im Interesse schäftigte sich am Donnerstag eine Versammlung der Bau. beobachteten freundschaftlichen Ton und die willige und höfliche der Allgemeinheit darauf hinzuweisen, daß, wie bei anderen derarbeiter München 3. Nach einem ausführlichen Referat Berücksichtigung ihrer Einwände aus, die zu der Hoffnung be- artigen Gelegenheiten, es auch dieses Mal wieder nur einige wenige Münchener Post", wurde einstimmig eine Resolution angenommen, unferes Parteigenossen Ed. Schmied, Redakteur an rechtige, daß man in furzer Zeit auch hinsichtlich der Maschinen- Werte sind, an deren Widerstand die wohlgemeinten Absichten und sie sich gegen das in der Presse veröffentlichte Gesammtgutachten der frage zu einer Einigung komme, und Oberst Dyer schloß mit den Bemühungen der übrigen Betheiligten bisher gescheitert find. Daß Lokalbautommission richtet. In diesem Gutachten wird die HauptWorten:" Ich hoffe, daß wir als Freunde auseinandergehen und unter den heutigen schwierigen Verhältnissen auch den Drahtstifte schuld an dem Einsturz zwei Maurern zugeschoben, die schlechte noch lange Zeit gute Freunde bleiben werden." Fabriken nur ein Verband helfen kann, der in erster Linie die Be" Während zwischen Liberalen und Konservativen die ewigen Streitfragen Gemeindeschule gegen Kirchenschule und undogmatischer gegen dogmatischen den Hauptzankapfel abgaben, ward sozialistischerfeits neben den reinen Erziehungsfragen die Forderung des Unterhalts der Schulkinder durch die Gemeinde, sowie die Arbeitspolitik der Schulbehörde bei Vergebung von Aufträgen stärker betont. Internehmer- Verbände. = bis 28,65 pCt. = 15,77 1 138 171 " " # 1 010 044 " " 1 106 050 # " 1 620 995 13,99 15,32 22,46 " . " " " 3000 10 000 über 10 000 245 858 " 29 673 = 3,41 0,41 " " " Einlagen. Bekannt ist aber ferner, daß auf die wenigen Bücher mit G3 giebt aber bedeutend mehr Bücher mit kleinen als mit großen großen Einzahlungen bedeutend größere Gesammtsummen eingetragen find, als auf die große Zahl der Bücher mit kleinen Einzahlungen. im vergangenen Jahre 13 746 offene Arbeitsstellen angemeldet, gegen Beim städtischen Arbeitsamt in Frankfurt a. M. wurden 7947 im Vorjahre; besetzt wurden 9699 Stellen gegen 6492 im Vorjahre; 3701 der besetzten Stellen betrafen ungelernte Arbeiter. " der Keine drei Monate später war man im hellen Kampf. Mit welcher slimmung der Preisfrage in die Hand nimmt und dessen Befugniß Arbeit geleistet haben sollen; die Versammlung war dagegen der UeberErbitterung derselbe geführt wurde, ist bekannt. In wie weit diese thunlichst so weit ausgedehnt werden sollte, daß er selbst auf die zeugung, daß allein die Bauleitung für das Unglück verantwortlich zue Erbitterung auf die heut eröffneten Verhandlungen einwirken wird, Produktionsfrage bestimmend einwirken tönnte, das ist den einsichts- Unfälle im Baugewerbe auf die mangelhafte und absolut uns läßt sich schwer voraussagen. Die meisten Theilnehmer find Leute, vollen Werfen längst flar geworden. Stoßen die leitenden Die ſich zu beherrschen gelernt haben, und der Wunsch, zu einem Männer bei ihren Bestrebungen aber fortgesetzt auf Widerstand, so genügende Baukontrolle zurückzuführen sind. Die Gemeindekollegien Friedensschlusse zu kommen, ist wohl auf beiden Seiten gleich start. braucht es nicht Wunder zu nehmen, wenn deren Intereffe an der werden erfucht, eine Baukontrollkommiſſion aus Technifern, Unters Ganz unmöglich ist es natürlich nicht, daß in irgend Sache schließlich erlahmt, was in den meisten Fällen gleichbedeutend zu sorgen, daß die Baukontrolle schärfer und zweckentsprechend wird. nehmern und Arbeitern aus dem Baugewerbe einzuseßen und dafür einem Moment stärkere Gereiztheit zum Ausbruche kommt mit Fallenlassen der Vereinigungsbestrebungen ist. und der Berathung ein Ende macht. Es wird sich für wahrscheinlich. Es ist im Verlaufe des Kampfes, wie immer gegenarbeiten gegen ihre Vereinigungsbestrebungen ruhig gefallen den Gemeindekollegien übermitteln und dem ersten Bürgermeister Ich halte es aber nicht dann nur fragen, ob die Roh- und Halbstoff- Verbände sich das Eut Im Auftrag der Versammlung wird das Bureau diefe Resolution bei solchen Anlässen, vieles gefagt und geschrieben worden, was laffen werden. Außer der Versagung der Ausfuhrvergütung, deren Börscht persönlich unterbreiten. nicht ganz dem Sachverhalt entspricht. So heißt es jetzt in Blättern, Gewährung allerdings eine Vorbedingung für das Zustandekommen Einen interessanten Erlak in Schulangelegenheiten hat die die Partei der Arbeiter genommen, daß der so schwarz hin- des Drahlflift Syndikatz ist und deren Beschleunigung deshalb der israelitische Oberrath Badens an die israelitischen zu der gemäßigten Geftion desselben gehöre und ein Mann noch andere Mittel zu gebote stehen." gestellte Vorsitzende des Fabrikantenbundes, Oberst Dyer, persönlich nicht genug empfohlen werden kann, dürften jenen Verbänden wohl Hauptlehrer und an die älteren Religionslehrer gerichtet. In dem Grlaß wird unter anderem gesagt: Es läßt sich nicht verkennen, fei, mit dem sich sehr gut sprechen lasse. Das ist sehr wohl daß der Religionsunterricht sich noch nicht in das rechte Rheinisch Westfälisches Kohlensyndikat. In der Sizung Verhältniß zu den realen Mächten des Lebens zu setzen verstanden. möglich, denn als Wortführer des Unternehmerbundes hatte der des Syndifatsbeiraths in Essen wurde beschlossen, in betreff des Chef der Firma Armstrong so gut feine Privatmeinung unterzuordnen wie auf der anderen Seite dies die Wortführer der Ar- Förderplanes für 1898 zunächst nur eine Fensehung für das erste bat. Während der weltliche Unterricht auf dem Boden beiter zu thun hatten. der modernen Wissenschaft ruht und mit den festVierteljahr, und zwar dahin zu treffen, daß eine Einschränkung für Was unverantwortliche Persönlichkeiten hüben und drüben während des Kampfes geäußert, ist für den Ver: die genannte Zeit nicht stattfinden soll. Dieser Antrag wurde seitens stehenden Ergebnissen derselben nicht leicht in Widerstreit geräth, sind diese für den Religionsunterricht nicht vorhanden: entweder der Versammlung einstimmig angenommen, nachdem der Vorsitzende Das Fachblatt The Engineer" hat in seiner letzten Nummer noch ausgeführt hatte, daß die Martilage nach wie vor eine wird der Unterrichtsstoff ohne jede Rücksicht auf die moderne Welteinen Aufsatz über den Konflikt, worin es das in Sheffield in fei. Der Vorstand theilte noch mit, daß die am 1. Oktober d. I. welche zu Zweifeln Anlaß geben könnten, von vornherein aus dem sehr günstige und die Nachfrage vielfach nicht zu befriedigen anschauung und ohne den Versuch eines Ausgleichs mit derselben behandelt, oder man geht solchen Bestandtheilen des Lehrstoffs, Fabrikantenfreifen aufgetauchte Projekt einer Streitversiche 47 743 000 Tonnen betragende Gefammibetheiligungsziffer bis zum Wege. Nach der Entlassung aus der Schule und beim Eintritt ins rung bespricht, die ähnlich wie die Berliner„ Industria" eingerichtet werden soll. Das vorwiegend im Sinne der Unter- und bis zum 1. Oktober n. I. sogar voraussichtlich im ganzen um 1. April n. J. um 2533 197 Tonnen 5 pt. anwachsen würde wirkliche Leben fehlt es dann an jeder Widerstandskraft gegens nehmer redigirte Blatt ist von dem Plan nicht sehr erbaut 7 987 000 Tonnen. Da die Zechen wieder angesichts des Arbeiterüber den den bisherigen religiösen Vorstellungen vielfach und meint, daß er schwerlich zur zur Ausführung kommen werde, so lange nicht die Gewerkschaften eine ganz unvernünftige der Versammlung fehr bezweifelt, ob dies später möglich sein wird, Beseitigung dieses Uebelstandes ist eine Aufgabe des Religions mangels schon jetzt ihre Betheiligungen nicht leisten können, wurde in entgegenstehenden, ja feindlichen Anschauungen, welche auf den jungen Menschen von allen Seiten eindringen. Die Haltung an den Tag legen. Im übrigen erklärt es gleichfalls, daß da der Arbeitermangel schwerlich nachlassen würde. die Frage der Arbeitszeit eine durchaus unter Punkt der Tagesordnung wurde mit lebhafter Erörterung und großer bare Auseinandersetzung mit Wissenschaft und Leben Bum zweiten unterrichts, welche noch der Lösung harrt. Da die unabweisgeordnete fei gegenüber der Frage der Maschinen Stimmenmehrheit beschlossen, die Abgabe für Mehriörderung und die die Religion feineswegs den Kürzeren ziehen wird wohl nicht und der Arbeitsvertheilung. Werde in bezug auf sie Entschädigung für Mindersörderung von 1 M. auf 50 Pf. für die der subjektiven Einsicht des einzelnen Lehrers überlassen werden Einigung erzielt, so stehe einem Zugeständniß hinsichtlich der ArbeitsTonne zu ermäßigen. zeit fein Hinderniß im Wege. Der Vorsitzende machte zu diesem Beschlusse geltend, daß es lediglich im Sinne des Vertrages liege, büchern feines recht befriedigt, wird die Beschaffung eines brauch fann und da von den in nicht geringer Zahl vorhandenen Religionsdie Abgabe und Entschädigung, die stets gleich sein müssen, unter messen. Die Strafe für mit Verschulden der betreffenden Bechen sicht zu nehmen sein.". den gegenwärtigen guten Marktverhältnissen möglichst niedrig au be baren Leitfadens für den Religionsunterricht in erster Reihe in Aus. nicht erfüllte Lieferungsverpflichtungen wurde auf dem bisherigen Sage von 2 M. für die Tonne belassen. lauf der Konferenz unverbindlich. 11 heutigen Konferenz der Vertreter des Maschinenbau- Gewerbes Unterm 26. November wird aus London telegraphirt: Auf der nahmen die Arbeiter bedingungsweise die von den Arbeitgebern auf gestellte Definition des Prinzips der Freiheit in bezug auf die Leitung der Werkstätten an. Wie aus Intereffententreisen verlautet, sollen die Preise auf dem Rohlenmarkte so günstig stehen, wie es seit langer Zeit nicht zu ver: zeichnen war und wird höchstwahrscheinlich nach dem 1. April 1898 abermals eine Erhöhung eintreten. = wobei Man darf auf diesen Leitfaden jedenfalls gespannt sein. Registrirte Genossenschaften in Oesterreich. Nach einer von der t. t. statistischen Zentralfommission vorgenommenen erfis maligen und noch sehr lückenhaften Erhebung gab es Ende 1894 in Desterreich 424 und Ende 1895 556 registrirte Genossenschaften, davon 479 mit beschränkter und 84 mit unbeschränkter Haftung. Unter den 429 Genossenschaften am Schlusse des Jahres 1894 wurden 173 Produktiv Genossenschaften, 19 Baugenossenschaften, 36 Vers. gezählt: 43 Rohstoff Genossenschaften, 63 Magazin- beziehentlich Rohstoff- und Magazin Genossenschaften, 95 Werkgenossenschaften, ficherungs- und andere in keine der vorgenannten Gruppen einzu reihende Genossenschaften. Die Vorschuß- und Konsumvereine sind P außer betracht gelaffen. Am Dienstag empfingen die Minister Ritchie( Gewerbeministerium) und Mathew White Ridley( Minister des Innern) Deputationen von Gewerkschafts- Vertretern, die ihnen die Beschlüsse des Im Rheinischen Zuckerrübenbauer- Verbande fordert der Birminghamer Gewerkschafts Kongresses unterbreiteten. Minister gaben den Delegirten sehr viel gute Worte, versprachen Aufhebung des Buckersteuer- Gesetzes. Natürlich will man trotzdem Beide Vorsigende, R. Horster, in der letzten Generalversammlung die auch in verschiedenen Punkten Besserungen. Herr Ritchie fündigte die Ausfuhrprämie beibehalten und empfahl der Redner zur Deckung einige Erweiterungen im Programme des Arbeits des Ausfalls in Höhe von 80 Millionen Mart eine Biersteuer. Die amtes an und Herr White Ridley erklärte, daß sein Amt bestrebt Bestrebungen des rheinischen Syndikats der Zuckerfabriken, die den fei, immer mehr gesundheits gefährdende Betriebe durch Einkauf der Rüben regeln wollen ein Vorhaben, das natürlich Spezialvorschriften zu faniren, fowie das System der nichts anderes heißt, als wie die Preise bestimmen, fand in der Die Zahl der landwirthschaftlichen Arbeiter Englands Arbeitszettel auf geeignete Industrien auszudehnen. Auch der Versammlung beftige Angriffe und wurde beschlossen, mit dem Eyn hat, wie in dem Bericht der zur Untersuchung der Arbeiters Forderung der Bestellung von Wiegekontrolleuren bitat in keine Verhandlungen zu treten. verhältnisse eingesetzten föniglichen Kommission angegeben wird, seit in der Hüttenindustrie stellte er sich günstig gegenüber. 20 Jahren um 242 053 abgenommen, während die Gesammts Weiter sei er bereit, den Schutz der schwangeren Frauen Das Rheinisch- Westfälische Kohlen- Syndikat soll, wie verund Wöchnerinnen auszudehnen, wenn er auch die Forde- lautet, auf Abschlüsse für Lieferungen vom 1. April 1898 ab einen bevölkerung des Vereinigten Königreichs in derselben Zeit um 7 Millionen zunahm. Der Rückgang hängt zusammen mit dem Rücks ung, den letzteren bis sechs Monate nach der Entbindung die Preisaufschlag von 25 bis 50 Pf. pro Tonne erheben. Der Ergewerbliche Arbeit zu verbieten, für zu weitgehend halte. Von einer höhung sollen namentlich Gasflamm- Kohlen und Fett- Nußkohlen gang der englischen Landwirthschaft überhaupt, der nach Ansicht der Kommission auf den durch die ausländische Konkurrenz verur der Kommission auf den durch die ausländische Konkurrenz verurgesetzlichen Beschränkung der Arbeitszeit von Dienst unterliegen, während für andere Sorten noch keine Veränderungen fachten Preisfall der Bodenprodukte zurückzuführen ist. Der gegen boten wollte er jedoch nichts wissen, und die Frage der Arbeitszeit getroffen sind. wärtige Getreidegewinn Englands betrug faum 60 pt. deffen, was von Ladengehilfen tönne nach ihm besser lokal als national geregelt Ein Goldbergwerk Syndikat soll nach einer Meldung aus man vor 20 Jahren als eine mittelmäßige Ernte bezeichnete. Der werden. Die Frage der Kinderarbeit scheint nach den vor- New- York in der Bildung begriffen sein. Der Plan geht von den Preis der drei Haupt- Kornarten sei innerhalb 20 Jahren um 40 pct., liegenden Berichten gar nicht verhandelt worden zu sein. Nachdem Rothschild's, John Mackay, D. D. Mills von New Yort, Henry der des Rind- und Hammelfleisches um 20 bis 40 pCt. gefallen, die Weber von Lancashire mit der erdrückenden Mehrheit von 60 000 Leiter von Chikago und anderen amerikanischen und europäischen Groß- Molkereiprodukte und Kartoffeln hätten einen Preisrückgang um gegen 3000 die Resolution des Kongresses, alle gewerbliche Arbeit tapitalisten aus, die das größte Goldbergwerks- Syndikat, welches je 30 pet. gehabt, und die englische Wolle sei seit 1882 um mehr als von Kindern unter fünfzehn Jahren zu verbieten, in Urabstimmung bagewesen ist, zu gründen beabsichtigen. Das Syndikat gedenkt, alle 50 pet. im Preise gefallen. verworfen haben, war sie allerdings schwer aufrecht zu erhalten. erwerben. Der Herzog von Teck soll dem Vernehmen nach Bor: Königshütte in Oberschlesien berichtet wird, seit dem Herbst ds. Js Goldfelder in den Vereinigten Staaten und Britisch- Nordamerika zu Der Zuzug belgischer Arbeiter nach Rußland hat, wie aus Ein Resultat, dessen Lehre hoffentlich nicht vernachlässigt wird. Heute, Donnerstag, finden in London die Schulamt 3 fiender und der Betriebsdirektor der White Star Dampferlinie in ungewöhnlichen Umfang angenommen. Täglich folgen ganze wahlen statt; das Resultat wird aber nicht vor Freitag Abend New- York, Maitland Kersey, wird der Betriebsleiter des riefen Arbeitertrupps dem Zuge nach Osten. Es seien vorwiegend Arbeiter bekannt werden. Ueber die zu erwartenden Resultate läßt sich haften Unternehmens werden." der Glass, sowie der metallurgischen Industrie, die nach Rußwenig voraussagen. Im ganzen ist der Kampf ein weniger heftiger Ein„ Glas Trust" gegründet. Einer der gigantischsten land zögen, wo ihnen günstigere Löhne als daheim geboten gewesen wie vor drei Jahren und dürfte auch die Betheiligung Kapitalsverbände aller Zeiten ist dieser Tage in Columbus( Ohio) würden. Auch zahlreiche Leiter, Ingenieure und Werkführer inDiesmal eine weniger starte sein. Bor drei Jahren hatten die Pro- ins Leben gerufen worden. Zahlreiche Glasfabrikanten, die so gut dustrieller Etablissements vertauschten ihre Stellungen in Belgien gressisten bei weitem die größere Stimmenzahl, tamen aber infolge wie die gesammte Glasinduftrie der Vereinigten Staaten repräsentirten, gegen folche an russischen, namentlich russisch- polnischen Unters der Zersplitterung in ihren Reihen im Amt selbst in die Minderheit. waren zu einer Berathung zusammengetreten, um alle großen Fabriken nehmungen. Diesmal treten sich auf feiten der Gemäßigten in verschiedenen des Landes zu einer Korporation zu verschmelzen. Dem Verbande Es handelt sich wohl um Betriebe, die von belgischen Untera Kreisen zwei Gruppen feindlich gegenüber; eine Gruppe, die das steht dem Vernehmen nach ein nicht weniger mächtiges Kapital zu nehmern in Rußland errichtet sind oder errichtet werden. Belgisches Sparevangelium über das Drei- Einigkeits Dogma fellt und eine Gebote, als der bekannten Standart Dil Co." Der Präsident des Kapital ist jetzt an der wirthschaftlichen Ausbeutung jenes Landes andere, der dieses in erster Linie steht. Auf Seiten der Progressisten Verbandes ist H. Sellers Mic. Ree non Bittsburg, der an der Spize in großem Maßstabe betheiligt. = Bestehend aus fertiger Herren und Knaben- Konfektion muß schleunigst geräumt werden und bietet Das Riesenlager passender Weihnachts- Geschenke fich fomit Gelegenheit, ſpottbitig zu kaufen. Man eile, so lange noch die große Auswahl vorhanden ist. jett 25 m.,| Paletots auf Wollfutter statt 30.-M. jett., M ,. Hosen in wunderbaren Farben statt 12,- M. jett 5-8 M. 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Anmeldeſchein der Arbeiter dient als Legitimation. totale die Bertreterwahlen der Staffen: Um 9 Uhr finden in demselben mitglieder pro 1898 ftatt, wozu bie: selben ergebenst eingeladen werden. Tagesordnung: Wahl von 250 Vertretern aus den Reihen der Kaffenmitglieder,§ 49 des Statuts. Das Quittungsbuch dient als Legitimation. Berlin, 28. November 1897, Der Vorstand. Carl Stock, Borf., Wollinerftr. 30. E. Schröter, Schriftf., Bellealliancestraße 70a.. Orts- Krankenkasse der Weber und verwandter Gewerbe, Berlin. Sonntag, den 5. Dezember 1897, vormittags 10 Uhr, in Thiel's Lokal, Fruchtstraße 36a: Große Versammlung ſämmtlicher Arbeitgeber, sowie fämmtlicher großzjähriger Mit: glieder obiger Kasse. Tagesordnung: 10 Uhr vormittags: Wahl von 62 Delegirten der Arbeitgeber für das Jahr 1898. 11 Uhr vormittags: 1. Aufstellung der Kandidatenliste. 2. Wahl von 143 Delegirten der Kaffen mitglieder für das Jahr 1898. 3. Verschiedenes. Kann die Tagesordnung nicht er ledigt werden, so findet in demselben Lokal zur selben Stunde am Sonntag den 12. Dezember cr. die Fortsetzung der Versammlung statt. Wahlberechtigt und wählbar sind nur großjährige Kassenmitglieder. Zum Eintritt ist das Mitgliedsbuch erforderlich. Das Wahllokal wird um 12 Uhr 3406 Bandagist, Simon Graetz, Gertraudtenstraße 18/19. Kanarienvögel verkauft[ 2080b Mbl. Schlafft. verm. Ritterstr.117v.IVI. Fr. Bleibaum, Bergmannstr. 21. Schlafstelle. Meinke, Dresdenerstr. 3. Kanarienhähne von 3 Mart an Theilnehmer gef. 3. möbl. Schlafft., verf. Baum, Chorinerstr. 34, Quer: sep. Eing. b. Meyer, Prinzessinnengebäude 3 Tr. Auch abends. 20796 straße 7, v. 4 Tr. 20986 Kanarienhähne, gut singend, verf. Bill. Schlafft. f. 2 H. ManteuffelKrause, Beusselstr. 38. 21356 ftraße 40, v. 2 Tr. Ww. Linke. Kanarienhähne u. Weibchen, guter Gen. f. freundl. Schlafft. m. f. E. J. Ch. Pollmann, Berlin C., Stamm, verf. Beifert, Beusselstr. 46. Oranienjir. 2, v. 4 Tr. r. b. 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Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, Br. 278. 14. Jahrgang. 4. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 28. November 1897, Zeitschrift 9 Tiferavisches. der Universität Breslau. für Sozialwiſſenſchaft. Serousgegeben von Dr. Julins Wolf. Ord. Professor der Staatswissenschaften an Der Verlag von Georg Reimer, Berlin, zeigt nun für den Beginn des Jahres 1898 das Erscheinen dieser von Herrn Wolf Tange geplanten Monatsschrift an. Wir sind begierig, wer die bisher gänzlich unbekannten Männer sind, die den Muth haben, unter diefer Führung literarisch thätig zu sein. In einem Zirkular an den Buchhandel schreibt die Verlagsbuchhandlung: dis. Sie( die Zeitschrift) lädt als wissenschaftliches Organ das große Publifum ein, von wissenschaftlichen Arbeiten, d. h. solchen, die vorwiegend neuen Einsichten zustreben, Kenntniß zu nehmen. Gin wissenschaftliches Organ, aber fein„ gelehrtes" will die Zeitschrift nicht empfohlen werden. fein. Die Beziehung aufs Ganze und vor allem die allgemeine Verständlichkeit dessen, was sie bring sowohl, wie in dem des von der Geschichte der Deutschen Sozialdemokratie von Frans Mehring| soll erstrebt und Des Bublikums werden, im Interesse des wie gesichert Forschers, der ja auch sein Letztes und Bestes dann erst giebt, wenn er sich zur einfachsten Formel deffen, was er entwickeln will, durchringt. Nicht der Forscher allein, auch der Bürger, der Barlamentarier, die Verwand the Beamten, der Kaufmann, der Induſtrielle und der Landwirth sind auf die Beschäftigung mit sozialen Dingen bingewiesen in allen diesen Kreisen werden Sie für die Zeitschrift Abnehmer finden!" lamentarier 2c. 2c., die auf Beschäftigung mit fozialen Dingen anz. 20. Die auf but beginner, den an: gewiesen sind, anderen Führern eher folgen werden, als dem von der wissenschaftlichen Kritik so böse gekennzeichneten Herrn Julius Wolf.Hanauer, Dr. med. Wilhelm. Die Gesundheitspflege der arbeitenden Klassen. 40 S. Frankfurt a. M., Verlag von Benno Schmidt. Preis 20 f. 1/32 Der Verleger der vorliegenden hat mit derselben den Zeitungsredaktionen ein Schreiben in welchem er um eine| Besprechung ersucht und zur gefälligen Benutzung ein Muster einer folchen beifügt. In dieser Mufterbesprechung beißt es: " Mehrzahl derselben und die deshalb die darauf be- solche Heilmittel rechnen, die wie die beispielsweise benannten Brillen und züglichen Zeitungsaufsätze aufmerksam lesen oder Vorträge mit Bruchbänder mit der Krankenbehandlung in unmittelbarem Zusammenhang anhören, werden aus H.'s Schrift kaum etwas Neues lernen. Auch ſtehen und zur Sicherung des Erfolges der Kur nothwendig hub". Danach das Verdienst, daß er bekannte Dinge in tnapper, übersichtlicher Form gehören unzweifelhaft tünſtliche, zwecks Bermeidung schlechter Berdauung zufammenfaßt, fann Verfasser unseres Erachtens nicht in Anspruch gebisse zu den von der Staffe zu entrichtenden Leistungen. Trogdem ist die und zwecks Heilung von Magenkrankheiten u. dergl. verschriebenen Zahnnehmen. Es fehlt vor allem in den einzelen Abschnitten an Ueber- Braris der Gerichte eine andere. Es hat das Reichsgericht sich noch nicht sichtlichkeit und an der scharfen Hervorhebung der wichtigeren Punkte. mit dieser Frage beschäftigt, wohl aber das Ober- Verwaltungsgericht. Dieses Ginzelne wichtige Punkte, darunter auch solche, die gerade für den hat in einer Entscheidung vom 19. Dezember 1887 angenommen, nicht alle Arbeiter von Bedeutung sind, werden gar nicht oder nur andeutungs- mit der Krantenbehandlung in unmittelbarem Zusammenhang stehenden und weise behandelt; so z. B. das Verhältniß von Nährwerth und Preis zur Sicherung des Erfolges der Kur nothwendigen" Heilmittel feien als der gebräuchlichsten Nahrungsmittel. G3 finden sich ferner Au- ähnliche anzufchen, sondern nur solche, die bezüglich bez koßenpunttes den Brillen und Bruchbändern einigermaßen ähnlich sind. Dieser gaben, die geradezu falsch sind, wie z. B. die, daß die Pflanzen, wie Standpunkt steht mit dem Zweck und dem Wortlaut des§ 6 in Widerspruch, der Mensch, bei der Athmung gute Luft verbrauchen und schlechte wird aber in der Praxis an vielen Gerichten als zutreffend erachtet. abscheiden. Auch der Etil ist theilweise ein höchst mangelhafter. s. S. 100. Nach Ihrer Schilderung liegt fein Grund vor, um eine Ehes Die Schrift fann daher, trotz ihres billigen Preises, zur Anschaffung scheidungstlage mit Erfolg anstrengen zu können. Hemelingen. Die Stage hätte Hussicht auf Erfolg. Chambreganist. 2. rein, beſondere Schließvorrichtungen fann er anbringen lassen. Fremden Leuten kann er solchen Auftrag ertheilen; im übrigen nein. 3., 4., 5. und 6.: Ja. C. 3. Soweit ersichtlich, liegt in dem Verhalten teine Erpressung. M. M. 26. Ja. N. P. 1000. Sie tönnen selbstverständlich mit Aussicht auf Erfolg Alimente gegen ihren Ehemann einklagen. Sprechen Sie gelegentlich in der Sprechstunde vor.-W. M. 79, 1. Nein. 2. Es muß ein durch einen Gerichtsvollzieher zugestellter Widerruf vorliegen. Gustav Schult. G. N. 35. Diese Verpflichtung besteht lebenslang. Den Ring fönnen Sie nicht zurückverlangen. WN. M. 99. Nein. Lägerdorf. Eine Berurtheilung ist in ähnlichen Fällen in Polizeiprenten stets erfolgt; ohne polizeiliche Erlaubniß darf man öffentlich nicht Luftbar: feiten, Aufzüge 2c. veranstalten. Hat man polizeiliche Erlaubniß, dann darf man straflos lustig sein. Vogel. Es fann seitens der Wittwe zum Ab: Eingelaufene Druckschriften. 10. F. ( Stuttgart, Die y Berlag) find Heft 23 und 24 erschienen. Aus dem Inhalt beben wir hervor: Kapitel V: Zaffalle's Grben. 1. Die vorhandenen Gegen fäße 2. Der Kampf der Meinungen. 3. Die Entscheidung der Arbeiter 4. Taftit und Organisation. Kapitel VI: Tie Revolution von oben. 1 Der habsburgifchhohenzollernsche Konflitt 2. Die beitertlasse vor dem deutschen Kriege. 3. Die Arbeitertlasse nach dem deutschen Kriege. Briefkasten der Redaktion. cin -für die Branche oder für den Ort üblicher Brauch vor, für Feiertage Lohn Ist alfo der Tod im November erfolgt, jo kann( pätesten 8 am 3. April) bie oder fürtel der eine ausbrütliche Berein zu zahlen, so fommt es darauf an, in welcher Weise der Lohn berechnet zum 1. Juli gefündigt werden... 25. 1. Er taun herfommen, falls werden sollte: war nicht Stunden: oder Tagelohn, sondern Wochenlohn oder die Polizei ihm das erlaubt. 2. Ihnen tönnen Nachtheile daraus nicht erMonatslohn vereinbart, so muß auch für die in die Woche fallenden Feier: wachsen..5452. Ihre Mutter fann, unbeschadet ihrer Rechte auf Invaliden: tage Lohn gezahlt werden. Denn der Lohn war für eine längere Zeit ohne rente, hinziehen, wohin sie will. 5. 2. 43. Sie müssen gegen das VersäumnißRücksicht darauf, welche Art Tage in diesen Zeitraum fallen, festgefeßt. urtheil Ginspruch einlegen. Inzwischen fann das Urtheil aber vollstreckt werden. Fällt in diesen Zeitraum ein Feiertag, so ändert das die Lohnhöhe M. J. 4. 1. Der Sohn. 2. Ja, falls das, was Sie vortragen, bewiesen ebenso wenig wie etwa der Umstand, daß in die 14 tägige Kündigungsfrist wird. 3. Innerhalb sechs Monaten. Voyageur la Haye. Der Be ein Feiertag fällt, die Kündigungsfrist auf 15 Tage verlängert. treffende fann ausgeliefert werden. 6.. 35. 1. Nein. 2. Beraumt Fischer. Sie könnten lediglich Ihre Forderung einflagen und sodann ein Schiedsmann einen Sühnetermin nicht an, so steht Ihnen das Recht zu, die Pfändung in das Kleid durch einen Gerichtsvollzieher vornehmen lassen sich beim Landgerichtspräsidenten zu beschweren. Außerdem sollten Sie zur *. 26. Die amtlichen Materialien zum Handelsgesetzbuch sind bei Bermeidung der Verjährung den Strafantrag bei Gericht auch ohne Ueber: Guttentag u. Cie. erſchienen. efiend. Um Ih Ihren Zwed zu erreichen, reichung des Sühne Attestes stellen. Ist die breintonatliche Antragsfrist Ein Werkchen, dem die weitefte Verbreitung in Arbeiterkreisen müssen Sie einen Vertrag mit der Mutter vor dem Amtsgericht schließen. verstrichen, so ist nichts mehr zu machen. 2. 9. 3. 1. Ja. 2. Nein. zu wünschen ist. Denn während wir zahlreiche Bücher besitzen, welche F. St. P. 105. 1. und 2 Ja. 3. Nein. Zwei Wettende. Nach F. S. 27. Ja: ein vom Standesamt ausgestellter Geburtsschein foſtet die Gesundheitspflege im allgemeinen abhandeln, fehlte es bisher an der Zivilprozeß Ordnung kann das Amtsgericht Bevollmächtigte und Bei 50 Bf. Die Standesämter sind für Preußen seit dem 1. Oftober 1874, für einer Darstellung, welche speziell die Bedürfnisse des arbeitenden Stände, mit Ausnahme von Rechtsanwälten, zurückweisen, welche das münd das Deutsche Reich seit dem 1. Januar 1876 in Thätigkeit. Wer nach dieser Volkes berücksichtigt und zu einem möglichst billigen Preis demselben liche Verhandeln vor Gericht geschäftsmäßig betreiben. 100 5. G. Das Zeit geboren ist, hat Anspruch auf das standesamtliche( 50 Pf.) statt des eine gute Daftellung der Gesundheitspflege zur Verfügung stellt. ist leider nach dem Gesetz zulässig. Wilhelm der Märker. Ja. firchlichen( 2,50 bis 4 M.-) Attestes. 5. R. 99. Der Lehrling soll beim Diefe Lücke hat Verfasser glücklich auszufüllen verstanden." A. P. 17. Das Amtsgericht des Ortes, an dem der Mann wohnt, falls Gewerbegericht und, falls 3 der Meister der Jumung angehört, beim Innungs ein Betrag bis nur 300 9. eingeflagt werden solt, ist zuständig. Für einen schiedsgericht auf Zahlung des einbehaltenen Lohnes flagen. 3991. Ja. Diesem für den Verfasser äußerst schmeichelhaften Urtheil kann höheren Betrag ist das Landgericht zuständig. J. K. Nein. 44. Wir 2,50 M. M. V. 76. Darüber, wo Sie sich Gelb borgen können, fönnen der Schreiber dieser Beilen leider nicht beipflichten. Eine Schrift find nicht in der Lage, eine bestimmte Privat- Versicherungs- Gesellschaft zu wir Ihnen feine Austunst ertheilen. Wir warnen Sie jedoch vor Darlehnsüber Gesundheitspflege, welche die Bedürfnisse des arbeitenden empfehlen. Adressen solcher Gesellschaften finden Sie im Adreßkalender. angeboten in Zeitungen, da hinter solchen Angeboten meist Wucherabficht siedt. Volkes berücksichtigen soll, muß einigermaßen furz gehalten fein, Strantenversicherungs- Gesezes zu gewährenden ähnlichen Heilmitteln" ge: Abg. Singer, Lindenſtr. 44, Rücksprache. Schaute. Darüber, ob ein tünstliches Gebiß unter den nach§ 6 des 7. S. 73. Als Adreffe genügt Reichstag". Nehmen Sie vorher mit schon aus Rücksicht auf den Preis. Die Kürze darf aber nicht, wie hört, besteht frog der flaren Vorschrift des§ 6 Streit. Nach§ 6 ist zu ge: ohne weitere Kündigung gezahlt werden. Schlegelftr. 19. Es muß F. L. 1. Leider nein. 2. Nur in der vorliegenden Schrift, zu einer durchaus oberflächlichen Be- währen:„ Freie, ärztliche Behandlung, Arznei, ſowie Britten, Bruchbänder wenn durch beſtimmte Dienſtverrichtungen die Kyentheit dem Mädchen in handlung des Stoffes führen, Die Arbeiter, welche sich überhaupt und ähnliche Heilmittel." Die Kommission der Reichstag wollte da gestoßen ist. 3. Mein. 4. Nein. 5. Für zwei Monate. für Gesundheitspflege intereffiren und das ist wohl die große durch zu den zum Zweck der freien sur zu gewährenden Leistungen auch verständlich. Sprechen Sie in der Sprechstunde vor. Knaben- Anzüge, Knaben- Paletots, Einzelne Hosen für das Alter von 2 bis 18 Jahren, nur eigener Fabrit, empfiehlt in größter Auswahl zu den billigsten Preisen Karlin Hustädt, Koppenstr.85pt. Berlin O., * 2 Minuten v. Schlesischen Bahnhof. Enorme zurückgesezter Vorräthe Teppiche!! Portieren!! Gardinen!! Steppdecken!! erstaunlich billig. Teppich- Haus Emil Lefèvre, Berlin S Oranienstr. 158. 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Jeder denkende Mensch wird zugeben müssen, daß lein Geschäft ohne Nußen arbeiten resp. bestehen kann; das ist aber gerade der Zweck marktschreierischer Reklame: unter allen Umständen Käufer anzulocken. Das Gesez wider den uilanteren Wettbewerb" hat in dieser Hinsicht wenig geändert, denn in allen Stadtgegenden, besonders aber im Süd- Osten, liest man nach wie vor derartige Ankündigungen, die schon jahrelang vor sich gehen und so lange andauern, als Bardon Ramschwaare bestehenden Gegenstände mit dem so fabelhaft billig" erscheinenden Kaufpreis weit über ihren wirklichen Werth bezahlt haben. Wer sich daher vor Schaden bewahren will und auf wirtlich reelle Bedienung Anipruch macht, meide solche Geschäfte und besorge seine Eintäufe nur bei soliden Firmen, denn die Preise find angesichts des heutigen, oft fast schmutzig zu nennenden Konkurrenztampfes im eigenen Interesse aufs billigste gestellt. Gestützt auf den langjährigen guten Ruf meines Hauses, eine Folge der gewissenhaften Bedienung meiner weitverbreiteten Kundschaft darf auch ich getrost mein Geschäft zu den bestrenommirtesten der Herren- und Knaben- Garderoben- Branche am hiesigen Plaze zählen. Die Besichtigung meines reich fortirten Lagers in fertigen Anzügen, Walctors, Mänteln 2c. in auch Nichtkäufern gern gefſtattet und beforbers jest nach Gingang ber eu beiten für bie winterfation febr zu empfehlen. Einige der recht gefchuradvollen Mufter find in meinen 5 großen Schaufenstern ausgestellt. Die Preise jedem Gegenstand und vorzüglichen Qualität der Stoffe und besseren Ausführung billiger als wie sie die sogenannten Reflamegeschäfte zu bieten im stande sind. Anfertigungen nach Wa a ß werden in eigener Werftatt und in türzester Zeit, wenn nöthig schon innerhalb 12 Stunden ausgeführt; für tabellosen Siz der Kleidungsstücke leiste ich Garantie. 8weds ungenirter Anprobe sind Ankleide Kabinets vorhanden. Ich habe das Bewußtsein, auch den verwöhntesten Ansprüchen in jeder Weise genügen zu können und richte daher an das geehrte Publikum das Ersuchen, bevor es feinen Bedarf anderweitig deckt, fich von der Wahrheit meiner Offerte zu überzeugen. Amt VII Hochachtungsvoll: Michaelkirchstraße. Carl Zobel, Herren- u. Knaben- Moden, S., Köpnickerstrasse 121, Telephon: 1166. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Max Bading in Berlin.