Nr. 283. 0 Abonnements Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatt. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. GonntagsNummer mit tauftrirter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Bfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft BettungsPreisliste für 1897 unter Br. 7487. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. T Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 14. Jahrg. Die Insertions Gebühr beträgt für dte fechsgespaltene Rolonelgetle ober deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Versammlungs- Anzeigen, fomte Arbeitsmartt 20 Bfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis> Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt I, Br. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, 23enth- Straße 2. Deutschland als Handelsffaat. Sonnabend, den 4. Dezember 1897. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: ein- und auslaufenden Dampfertonnage von 41 auf 51 pet. Weitere Erhebungen wurden im Jahre 1894 vorgenommen und gewachsen. Im Jahre 1896 ist zum ersten Mal in diesem gleichzeitig wurde das Reiche Gesundheitsamt zu einem Gutachten Mit einem nassen, einem heiteren Auge werden unsere Jahrhundert die deutsche Flagge im Hamburger Hafen der über den Einfluß der langen Arbeitszeit auf die Gesundheit preußischen Konservativen die Denkschrift betrachten, die das Tonnage nach der englischen überlegen gewesen. Die deutsche der Arbeiter aufgefordert. Die Resultate dieser Erhebungen sowie das Gutachten wurden 1895 im Verlage von Karl Heymann verReichs- Marine- Amt über" Die See- Jutereffen des Handelsflotte hat sich seit 1871 in ihrer Leistungsfähigkeit Gutachten wurden 1895 im Berlage von Karl Heymann veröffentlicht. Deutschen Reiches" zusammengestellt hat. Man wird mehr als verdreifacht, seit Beginn der achtziger Jahre mehr Durch Vernehmung von Austunftspersonen aus diese Zahlenreihen willkommen heißen, soweit man sie im Augen- als verdoppelt. Der Buchwerth der gesammten deutschen allen Branchen des Mühlengewerbes und aus allen Gegenden blick für die Marinepläne mißbrauchen kann, aber im Stillen Dampferflotte wird für Ende 1897 auf 300 Millionen Mark, Deutschlands sollten nun die bisherigen Erhebungen ergänzt werden. muß den waschechten preußischen Landjunker und Landrath ein bei der Segelflotte auf rund 60 Millionen geschäßt. Es tam hauptsächlich darauf an, zu erfahren, weshalb die lange Granen überrieseln vor diesen stummen und doch so beredten Die deutschen Werften und Hafenanlagen zeigen dem Arbeitszeit erforderlich ist, und ob ein durchführbares Mittel Beugen einer ökonomischen Revolution, die fast entsprechend eine ungeahnte Entwickelung. gefunden werden kann, diese Uebelstände zu beseitigen. beispiellos in der Weltgeschichte dasteht und die in ihren un- Mit der Erweiterung der Waarenhandelsbeziehungen ist 3wanzig Vertreter der Unternehmer und eine eben so große erbittlich nothwendigen Folgen mit allem altehrwürdigen natürlich auch die Anlage deutschen Kapitals in ausländischen Anzahl Bertreter der Arbeiter waren zur Stelle und wurden in den letzten Tagen von der Kommission vernommen. Die Erhebungen feudalen Plunder Preußens aufräumen wird. Anleihen, Banten, Industricunternehmungen, Plantagen ge- über die Dauer der Arbeitszeit fanden insoweit eine Ergänzung, da Arme Konservative! Als Graf Caprivi vor ein paar wachsen. An den drei Börsen von Berlin, Hamburg und festgestellt wurde, daß die 36 stündige Arbeitsschicht noch Jahren sich vermaß, Deutschland als Industriestaat zu be Frankfurt werden zur Zeit 210 Werthe aus überseeischen eineswegs die äußerste Grenze der Anspannung ist. handeln und die Politik eines industriellen Ausfuhrlandes zu Staaten, dem Balkan, Spanien und Portugal notirt. Echmoller Bwei Gesellen aus Süddeutschland waren in der Lage, mittheilen zu vertreten, welch ein Murren, Echelten und Toben ging durch berechnete schon 1892, daß allein aus ausländischen Papieren tönnen, daß ununterbrochener Betrieb auch in Mühlen mit einem die Reihen der Ostelbier, die das heiligste im altpreußischen Deutschland jährlich 500 Millionen einstreicht; der Gewinnst Arbeiter vorkommt. Der Arbeiter hat dann 13 Tage und 12 Tempel, die übliche agrarische Volksausbeutung, zu gunsten des deutschen Kapitals aus allen ausländischen Beziehungen, ist Arbeitsschicht von 300 Stunden. 13 Tage und 12 Nächte Nächte ununterbrochen Dienst. Also hat er eine der Induſtric- Emporkömmlinge gefährdet sahen. Die Marine natürlich um ein vielfaches höher anzusetzen. ist der Arbeiter in seinem Arbeitszeug. Da er in der Nacht kein denkschrift bietet ein zwar nicht neues, aber eindrucksvolles Was hat gegenüber diesem hier sich regenden modern Getreide zu empfangen und keine Steine zu schärfen hat, so muß er Beweismaterial für die Richtigkeit der Caprivi- Marschall'schen fapitalistischen Leben ein solches Ueberbleifel wie das oftelbische nur den Wasserlauf reguliren und die Wahlgänge beschütten. Bei Ansichten. Und dennoch muß die konservative Agitation mit Krautjunkerthum noch für eine wirthschaftliche Bedeutung? dieser Arbeit kommen Pausen von einer halben bis einer Stunde diesem Gift hausiren gehen, weil der ersehute Flottenkoller sonst noch überwiegt es in dem preußischen Beamtenorganismus, vor. Diese Pausen benutzt er, um kurze Zeit auszuruben. nicht recht zum Ausbruch fommen will! noch beherrscht es mit seinen trostlos veralteten Anschauungen Die Mablgänge find mit Glockensignal versehen, versehen, so daß Die Deutschrift schildert die Entwickelung der in den die Armee, doch alles bereits mehr dem Scheine wie der der leer laufende Mahlgang den Schläfer weckt und au deutschen Häfen verfehrenden Handelsflotte und ihrer Wirklichkeit nach. In Wahrheit beugen sich diese geblähten meister die lange Arbeitszeit auf die unregelmäßige Triebkraft. Wie vorauszusehen, schieben Leistungen. Bei Ländern wie Holland würden die steigenden Herabkömmlinge wie die Lakaien vor den Ansprüchen der Wind und Wasser, so fagen sie, lassen sich nicht beliebig komman Ziffern lediglich das Wachsthum und den Ausschwung der deutschen industriellen Großbourgeoisie und Großfinanz. Die biren, und da in dieser Triebfraft ein Stück Nationalvermögen eigentlichen Handelsklasse darthun. Für Deutschland haben die sendalen Degen haben vor einem Menschenalter in zwei liegt, so muß sie im Interesse der gesammten Bevölkerung ausgenuzt Biffern eine viel weiter reichende Bedeutung. Deutschland ver- Kriegen dem deutschen Großkapital freie Bahn gebrochen für werden. Also nicht etwa die Ausbeutungsfucht der Meister arbeitet die in seine Häfen eingeführten Rohstoffe wesentlich seine wirthschaftliche Machtentfaltung im Innern. Preußische ist schuld, wenn die Müllergefellen um jede Nachtrube felber; es führt vorwiegend aus, was es im Innern selber Konservative werden es sein, die durch ihre Flottenbegeisterung gebracht werden, sondern nur das Streben, das Gemeinwohl zu produzirt hat. Das Auschwellen seines Handels, das Empor dem deutschen Großkapital Luft schaffen für neue Beutezüge in fördern, schafft für die Müllergesellen die unteidlichen Zustände. blühen seiner Seestädte und seiner Rhederci ist also nur eine überseeischen Gebieten. Begleiterscheinung der großen Produktionsumwälzung, die Sie werden daran so wenig Freude haben wie an der gewerbe beschäftigten Personen behaupten auch hier die Unternehmer, über das ganze Reich bis in seine letzten verlorenen Winkel Bismarc'schen Gesetzgebung nach 1866 und 1871. hinein sich erstreckt, die überall neben die verfallende Wieweit es aber überhaupt richtig ist, von dem Wachsthum Landwirthschaft des alten Schlages eine jugendlich aufstrebende unserer Flotte das Gedeihen unseres auswärtigen Handels abIndustrie mit neuen Klassenbildungen und neuen Jutereffen hängig zu glauben, davon ein anderes Mal bei der Bescht, die in weiten und immer sich erweiternden Distrikten sprechung der Denkschrift, die dem Ausschuß zur Vorbereitung bereits die industriellen Interessen zu den alles überragenden von Handelsverträgen seitens des Reichsamts des Innern und beherrschenden gemacht hat. Nur durch seine industrielle Entfaltung ist in Deutschland. eine derartig starte Zunahme seiner Volkskraft möglich gewesen, unterbreitet wurde. Aus der etter Arbeit antreibt. die Aehnlich wie bei den Erhebungen über die Arbeitszeit der im Handelsdaß die Arbeitszeit cigentlich nur eine Zeit ist, in welcher der Arbeiter nur zur Arbeit bereit fein muß. Wenn dann eingewendet wird, daß dann die Arbeiter sich ablösen sollen, stellt sich aber regelmäßig heraus, daß so viel Arbeit zu leisten ist, daß sämmtliche Arbeiter zur Stelle sein müssen. In manchen Fällen wurde der Beweis geliefert, daß durch bessere Eintheilung der Arbeit die langen Schichten vermieden werden könnten; dann wurde aber entgegnet, daß durch plötzliches Eintreffen von Getreide oder sonst unvorhergesehene Fälle die Anwesenheit aller Arbeiter erforderlich werden könnte. Auf die Vorhaltung, es fönnten die Fehlenden nurgerufen werden, rechnete der Unternehmer mit der Möglichkeit, daß es nicht daß Länder wie Frankreich an Boltszahl und schließlich der fat arbeitsunfähig fei. Os wurde felbft anch militärisch immer weiter hinter ihm zurückgeblieben sind. Kommiskon für Arbeiterstatistik. ausgeschlossen sei, wenn der Gefelle die freie Zeit dazu benutzt habe, sich zu betrinken und nun total Es Stellt man den Ueberschuß der Auswanderung( gegenüber der Einwanderung) Die Kommission für Arbeiterstatistik ist eine unter dem Einfluß von Unternehmern angeführt, daß die Arbeiter teine fürzere in Vergleich zu zu dem Ueberschuß der des Februarfurfes von 1696 entstandene Schöpfung. Die„ Arbeiter Arbeitszeit haben wollten. Hier nahmen aber sämmtliche Ver Geburten( gegen die Todesfälle), so fich, freundlichkeit" gehört zur modernen Staatsfunft und ergiebt Diese olange das treter der Arbeiter einen entgeg- ngefeßten Standpunkt ein. daß von Icgterem 1871/80 wenig mehr als ein Wohlwollen für die Arbeiter nur in Festreden, in rein theoretischen beklagten sich sämmtlich über die schädlichen Wirkungen der langen Siebentel, 1891/95 sogar weniger als cin Siebentel Untersuchungen oder sonst in Publikationen, welche ohne praktische Arbeitszeit. Als bester Beweis, daß die Arbeiter nicht für lange durch die Mehrauswanderung hinweggeführt worden ist. tommt, so lange läßt sich auch der deutsche Spießburger, ja selbst von den Unternehmern wie Arbeitern festgestellt wurde, daß fast Während wir ein stetiges Steigen des Geburtenüberschusses der Ausbeuter die Arbeiterfreundlichkeit gefallen. Sollen aber die fämmtliche Müller schon in jungen Jahren den Beruf aufhaben, erfuhr die Verminderung durch Auswanderung eine Ergebnisse der Untersuchungen für das praktische Leben verwerthet geben und sich nach anderweitiger Beschäftigung umsehen. Abnahme. Ohne die Aufnahmefähigkeit unserer Industrie und die schlimmsten Mißstände beseitigt werden, dann ist es mit Auch die Nachtarbeit der Lehrlinge wurde von den Gegen den heiligen Geist Unternehmern mit seltsamen Argumenten vertheidigt. Ein Theil Bedeutung für das Wirthschajisleben sind, gum Ausdruck Arbeitszeit schwärmen, fonnte gelten, daß von allen Seiten, sowohl wäre eine wahre Völkerwanderung über das Meer gespießbürgerlicher Bornirtheit fündigt die Kommiffion durch den derselben behauptete, der Lehrling müsse des Nachts beschäftigt gangen. So haben wir die hauptsächlich von der Landwirthschaft Abschluß der Erhebungen über das Bäckereigewerbe, werden, um Wind und Wetter auch bei der Nacht kennen zu lernen, abgestoßenen Arbeitskräfte behalten, um dafür Industrieindem sie verlangt, daß der maßlosen Ausbeutung einige während ein anderer Theil behauptete, man müsse den Burschen waaren auszuführen. Herr Tirpiz bemüht sich, diesen viel Schranken gesetzt werden sollen. Turch diesen Beschluß hatte sie den schon in frühen Jahren des Nachtschlases ent bekämpften Caprivi'schen Satz eingehender flarzulegen. Das mächtiger Kapitalisten folgend, wurde die Kommission zu einem Haß des gesammten Ausbeuterthums erregt und, dem Winke wöhnen. Die Arbeitszeit durch Anstellung von mehr Arbeitskräften Gewicht des deutschen Spezialhandels( Ausfuhr plus Ein Scheindasein verurtheilt. Sie steht noch immer im Etat a bzukürzen, wurde von fast sämmtlichen Unternehmern als fuhr, ohne Durchfuhr) hat sich von 1872-79 von 23,4 auf 32,1 des Reichsamts des Innern und folglich muß fie jedes Jahr min- undurchführbar bezeichnet, weil ein neuer Gefelle die AusMilliarden Tonnen, um 8,7 Milliarden von 1880-88 destens einmal zusammentreten. Bei diesem Mindestmaß ihrer Thätig- gaben um jährlich 600-700 m. steigern würde. Diese Ausgaben von 30,6 auf 42,6 Milliarden, also um 12 Milliarden Tonnen feit ist sie nun schon seit einigen Jahren angekommen. Der erste fönnen die fleinen Mühlen nicht ertragen, weil sie jetzt schon einen gehoben von 1889-1896 von 44,9 auf 61,1, also um 17,2 Vorsitzende Herr Dr. v. Rottenburg, welcher mit großem Eifer schweren Kampf ums Dasein führen. Milliarden Tonnen. In der letzten Periode( 1889-1896) hat Arbeiter leisten zu können, wurde aus seinem Amte verdrängt, ebenans Werk ging, in der Hoffnung, etwas Mennenswerthes für die sich der Gesammtumfaz um 13 Prozent des Werthes und 38 falls schied der Unterstaatssekretär 2ohmann aus der Kommission Prozent des Volumens, die Einfuhr um 12 Proz. des Werthes aus, und jetzt beschäftigte sich die Kommission, soweit überhaupt und 37 Prozent des Volumens, die Ausfuhr um 15 Prozent noch von einer Beschäftigung gesprochen werden kann, noch mit den des Werthes und 41 Prozent des Volumens gesteigert. felben Dingen, die vor länger als einem halben Jahrzehnt in Angriff genommen wurden. Während sie bei der Herstellung feinerer Mehlsorten nicht mit dem Thatsächlich verschwinden die kleinen Mühlen sehr schnell. Großbetrieb fonfurriren fönnen, wird ihnen das Mahlen von Viehfutter durch landwirthschaftliche Genossenschaften und Großbetriebe entzogen. Immer mehr bürgert sich die Dampfmaschine in der Landwirthschaft ein und da nicht das ganze Jahr Der See handel umfaßt über drei Fünftel, wahrscheinlich die Dreschmaschine oder die Zentrifuge geht, so treibt man nahe an zwei Drittel des gesammten auswärtigen Handels Am 6. Dezember 1891 hatte unser Parteigenosse Räppler in in der Zwischenzeit einen Wahlgang, um Biehfutter zu schroten. Deutschlands. Die Vermittlung England 3 ist dabei immer Altenburg dem Reichskanzler die Resultate einer Privat- Enquete über Groß war die Klage über die herrschende Ueberproduktion, aber stärfer zurückgedrängt worden. Während der Werth der Ein- reicht, aus welcher hervorging, daß im Mühlengewerbe eine fein Müller war bereit, diese durch Abkürzung der Arbeitszeit einfuhr zur See aus außereuropäischen Ländern in den übermäßig lange Arbeitszeit üblich ist. In dieser Eingabe batte er zuschränken. gebeten, daß der Bundesrath dem Mühlengewerbe gegenüber von Die Mühlenbesiger, welche in ihren Betrieben fürzere ArJahren 1871/80 bis 1896 sich fast um 700 Millionen bem§ 120e der Gewerbe Ordnung Gebrauch machen und beitszeit eingeführt haben, und beitszeit eingeführt haben, wußten über die Folgen 11 11 r Mark oder um rund 350 Prozent hob und der Werth die tägliche Arbeitszeit auf zwölf Stunden feftfegen möge; günstiges zu berichten. Sie haben durch diese Maßregel der Einfuhr vom übrigen Europa um etwa 150 Prozent stieg, ferner, daß jungen Leuten im Alter von 14-16 Jahren der Schuß einen festen zuverlässigen Arbeiterstamm gewonnen. Sie fiel in dieser Zeit der Werth der Einfuhr von Großbritannien der§§ 135 und 136 der Gewerbe- Ordnung zu theil werde, und end erhalten mit derselben Anzahl Arbeiter ein ebenso großes um über 60 Millionen oder rund ein Achtel. Für die Aus- lich, daß der§ 105b der Gewerbe- Ordnung für das Mühlengewerbe Quantum, qualitativ aber besseres Produkt. fuhr sind die Einzelheiten erst seit 1889 festzustellen. In ohne Einschränkung zur Anwendung komme. Es wird weniger Material verdorben u. s. w. Einer der be diesem Jahre betrug der Werth unserer überseeischen Ausfuhr beim Beginn ihrer Thätigkeit am 25. Juni 1892 vorfand. Sogleich wenn ein Achtstundentag vorgeschrieben würde. Wenn alle Diese Eingabe war eine von den Arbeiten, welche die Kommission deutendsten Mühlenbefizer erklärte, daß er damit einverstanden sei, 542, unserer großbritannischen 395, unserer übrigen europäischen beschloß die Kommission, Erbebungen vorzunehmen, und wurde dieser Betriebe unter den gleichen Bedingungen zu arbeiten haben, dann 269 Millionen Mart. Bis 1896 steigt die überseeische Ausfuhr Beschluß im Sommer 1893 durchgeführt. fann sich keiner beklagen. Für die Arbeiter werde eine dann um über 120 Millionen, die europäische um 130, während Das Resultat dieser dieser Erhebungen bestätigte die Einschränkung der Arbeitszeit großem Nuzen fein. unsere Ausfuhr nach und über Großbritannien um 12 Millionen schlimmsten Vorausseßungen. Unter den 2132 Befragten Er wisse wohl, daß die sogenannten Leute der Praxis sich gegen zurückgeht. Ueberall ist also die direkte Verbindung mit waren in der stillen Zeit 111, b. b. 5,2 pt., und in der flotten Beit Neuerungen sträuben. Auch er habe in seinem Betriebe beobachtet, fremden Ländern an stelle der vermittelnden Benugung| 127, also 11,1 pct., bei welchen das Ideal des Ausbeuterthums, der daß die Werfführer fast jede Neuerung als undurchführbar bezeicEnglands getreten. Noch 1871 bis 1880 fam 24 stündige Arbeitstag erreicht wird. Da der Kalendertag weten. Die Einführung von Pausen zum Frühstück und Mittagmehr als die Hälfte der hamburgischen Seezufuhr aus nur 24 Stunden hat, mußte die Frage nach der Dauer der Aressen, die Einführung der Sonntagsruhe haben seine Werfführer England, 1896 macht dies nicht mehr den vierten Theil aus. beitsschicht gestellt werden, und da wurde festgestellt, daß diese als undurchführbar bezeichnet. Grft als er bestimmt die Ginnicht selten 36 Stunden erreicht. In einer Mühle führung dieser Neuerungen verlangt habe, haben die WertZwischen den Flaggen aus aller Herren Ländern tritt die mit ununterbrochenem Betrieb, in welcher zwei Mann arbeiten, find führer den Weg gefunden, der zum Ziele führe. Jede deutsche Flagge immer stärfer hervor. Zwischen 1873 und 1895 während der Tagschicht beide Arbeiter zur stelle und nur in jeder Verbesserung au gunsten der Arbeiter habe auch ist in den deutschen Häfen der Antheil Deutschlands an der zweiten Nacht können die Arbeiter schlafen. Vortheile für den Betrieb zur Folge gehabt. Die Mr beiter seien Leistungsfähiger und arbeitswilliger ge- des Eisenbahnpersonals, die Beseitigung der Ueberanstrengung| London telegraphirt. Die seit 14 Tagen tagende Konferenz worden, so daß unvorhergesehene Schwierigkeiten heute viel leichter der Bahubediensteten? Wenn recht in dieser Hinsicht zwischen den Unternehmervertretern und den Abgeordneten als früher überwunden werden. Daß durch die lange Arbeitszeit die Gesundheit der Ar. Besserung geschaffen wird, bleibt alles andere abermals Stück des Maschinenbauer- Verbandes, welche vielfach zu scheitern wert. Will man erst noch weiteres schweres Unglück auf drohte, hat doch schließlich zu friedlicher Beilegung des beiter gefährdet wird, wurde indirekt von fast allen Meistern zu den Schienenwegen des Reiches abwarten, bis man sich auf gewaltigen Kampfes, der auf beiden Seiten schwere Wunden gegeben. Sie alle erachten das Mühlengewerbe nicht als ein folches, welches an sich mit hoher Unfallgefahr verknüpft sei; diese Pflichten besinnt?! geschlagen hat, geführt. und doch geht aus der Statistit der Berufsgenossenschaften hervor, daß das Mühlengewerbe sich mit seiner Unfallsiffer weit über den Durchschnitt hält. Während von 1000 Versicherten unter den gefammten gewerblichen Arbeitern 1893 6,03, 1894 6,25, 1895 6,24 betrug die Ziffer bei den Müllern in den gleichen Jahren pro tausend Versicherte 10,41, 9,76 und 9,78. Soldatenthum, Christenthum und Sozialdemokratie. Eduard Goldbeck erzählt in seinen„ Kritischen Patrouillen gängen" über das Kirchenwesen im Heere, daß man zur Befämpfung der Sozialdemokratie jetzt besonders auch die Pflege des religiösen Sinnes" betreibe. Es ist wohl interessant, was der genannte Verfasser auf Grund seiner Offizierserfahrung hierüber bemerkt: Die Bedingungen des Friedens sind uns noch nicht bes kannt. Aber das steht fest: die siegestrunkenen Hoffnungen des Unternehmerthums sind nicht erfüllt worden. Stolz und kraftvoll geht der bestorganisirte Arbeiterverband Englands aus dem gigantischen Ringen zwischen Kapital und Arbeit hervor. Fünf Monate währte dieser Kampf. Ursprünglich war Die Berhandlungen der Kommission wurden stenographisch aufer auf London beschränkt und hatte zum Ziele die große genommen. Sobald die Zusammenstellung fertig ist, soll die Kommission wieder zusammentreten, um ihre Vorschläge zu formu hörigen täglich, die Religion erhalten werden. Das Interesse gedachte die Gelegenheit zur Vernichtung " Dem Heere muß, daß sagen sich die Weitsichtigen und Hell. Forderung aller Gewerkschaftsbewegung, die Verkürzung der Arbeitszeit, den Achtstundentag. den Achtstundentag. Doch Unternehmerwillkür liren. In der damn stattfindenden Sitzung sollen auch die Erhörigen der führenden hebungen über die Berhältnisse der im Gastwirths Gewerbe der Monarchie und der Besitzenden gebietet es, Organisation der englischen Arbeiterklasse 311 benußen beschäftigten Personen und die Erhebungen über die Sonntage- ideale und materielle Güter stehen auf dem Spiele. Und und ließ durch Erhebung despotischer Forderungen arbeit der in der Binnenschifffahrt beschäftigten Personen weil man man das Eindringen der sozialdemokratischen Ten den Kampf im ganzen Lande entbrennen. Auf Guade fortgeführt werden. Sind diese Gegenstände erledigt, dann ist benzen fürchtet, soll die Religion des Heeres mit allerhand und Ungnade sollten sich die Arbeiter ergeben. das erste Pensum aufgearbeitet. Дь nene Materien in Angriff genommen werden, läßt sich jetzt noch nicht Extrakten aufgepäppelt werden. Ich halte dieses Beginnen erstens ganze Gewerkschaftsbewegung sollte auf lange hinaus niederbestimmen. Sicher ist, daß die Drucksachen der Kommission für überflüssig, zweitens für innerlich aussichtslos. Erstens läßt sich geworfen und gefnebelt werden. interessante Attenstücke für den Geschichtsschreiber bleiben werden. der Kriegergeist mit dem Chriften geist nun und 85 000 Mann Ausständige und Ausgesperrte standen im Mit verblüffender Klarheit bringt das Verhalten des neuen nimmermehr zusammen toppeln. Wie die Chriften der Kampfe. Und sie haben ausgehalten trotz aller Schwierigkeiten. Fleck, die ablehnende Haltung der Regierung gegenüber jedem sozial ersten Jahrhunderte sich geweigert haben, Kriegsdienste zu leisten, Heldenmüthige Opferwilligkeit, glänzende Solidarität führten sie über alle Fährnisse hinweg. Die übrige Arbeiterpolitischen Fortschritt zum Ausdruck. so beschwört heute Tolstoi den Schatten des unglücklichen schaft, nicht nur Englands, sondern auch des AusSchwärmers Droschin, der den Martyrertod gestorben ist, laudes verfolgte nicht nur mit lebendigster Theilnahme die weil er nicht„ morden" wollte. Die verzeihende, duldende, große Fehde, sondern unterstützte die kämpfenden Arbeitsdurch Leiden zum Siege schreitende Demuth des Neuen brüder thatkräftig mit erheblichen Geldsummen. Politische Neberlichk. Berlin, 3. Dezember. Die Aus dem Reichstage. Die beiden ersten Punkte der Testaments ist mit dem Ehrbegriff unseres Offizier Eine ausführlichere Würdigung der Bedeutung und der Tagesordnung fanden heute ihre rasche Erledigung. Der erste torp 3, dem passionirten Erfaffen jedes Wagnisses, dem jedem Folgen des Kampfes behalten wir uns vor. Jedenfalls Buntt, Regelung einiger Fragen des internationalen Privat- schlagfertigen Heere unentbehrlichen„ Geist der Offensive" unwird es allerseits mit Genugthuung begrüßt werden, rechts, fand in erster und zweiter Lesung seine Erledigung vereinbar. Das Alte Testament, sagt Heinrich v. Treitschke, daß der schwere Streit ein Ende gefunden hat. Die englischen ohne jede Debatte. Bum zweiten Punkt, freiwillige Gerichtsbar predigt wunderschön die Herrlichkeit des heiligen und gerechten Kämpfer erwiesen, fie haben sich den ruhmvollen Ehrennamen Gerichtsbar- predigt Maschinenbauer aber haben sich von neuem als glorreiche feit, nahmen zwar eine ganze Reihe von Juristen das Wort, doch Krieges, aber unsere Religiosität ist doch nicht die des Alten Testamentes. Der englischen Arbeiterschaft, Breisfechter der gesammten beschränkten sich dieselben fast durchweg auf Ausstellungen untergeordneter Art. Von unserer Seite betheiligte fich fo entweder Selbstverleugnung und christ- Arbeiterklasse aller Länder zu sein, von neuem erworben! Stadthagen an der Debatte, welcher besonders betonte, liche Nächstenliebe oder Selbstbehauptung und daß bei den Vormundschaftsgerichten das Laienelement aus schlaggebend sein müßte. Die Vorlage wurde einer Kommission von 21 Mitgliedern überwiesen. Die Berathung des dritten Punktes, Entschädigung un schuldig Verurtheilter, leitete Staatssekretär v. Nieberding mit einem furzen Vortrage ein. Der Redner suchte die Einbringung der jezigen Vorlage als Gegenbeweis für die Behauptung hinzustellen, als habe die Entschädigung der unschuldig Verurtheilten nur als Köder dienen sollen, die reaktionäre Strafprozeß- Novelle in der letzten Session durchzubringen. Bajonettfechten. Man tann nicht zween Herren dienen." Herr Goldbeck trifft mit seiner Kritik ins Schwarze. Und er trifft einen der größten Widersprüche unseres Zeitalters. Nichts unvereinbarer als Soldatenthum und Christen thum, Kriegsrüstung und Friedenspredigt. Nichts wider christlicher als der Kirchgang auf Kommando und das segnen der mordenden Waffe durch den christlichen Geistlichen. Und mit der künstlichen Eindrillung des Soldaten auf folche in sich widerspruchsvolle Anschauungen will man der Sozialdemokratie, der Trägerin einer modernen, auf rein menschlichen Grundlagen aufgebauten und einheitlichen Weltanschauung, entgegenwirken! " Aber freilich das Interesse der Monarchie und der Besigenden" treibt zu den seltsamsten ExperiDie Abgeordneten Hoeren und Pieschel begrüßten ihrer Fraktionen die Vorlage sehr freundlich; doch will der erstere den Kreis der Entschädigungsberechtigten auf alle ausgedehnt wissen, welchen es gelingt, alle Verdachtsmomente zu beseitigen, ohne den positiven Beweis der Un- menten! schuld erbringen zu können. Allgemein überraschte das Zu- Kiao Tschon." Ernstliche politische Verwickelungen" ingeständniß des Konservativen Dr. 0011 Buchka, folge der Besetzung von Kiao- Tschou sollen ausgeschlossen sein, daß theoretisch betrachtet die Entschädigung unschuldig erlittener schreibt die offiziöse Presse. Leider scheinen die Thatsachen Untersuchungshaft eigentlich nothwendiger und berechtigter mit diesen Beruhigungsversuchen garnicht recht im Einklang zu sei, als die Entschädigung unschuldig Verurtheilter. Ueber die stehen. Theorie geht die Einsicht des Herrn von Buchka freilich nicht hinaus; in der Praxis stellte er sich ganz auf den Boden der Vorlage. Während der Rebe dieses Herrn erschien auch der neue Marineminister Tirpitz auf den Bundesraths- Play, wo kurz vorher sich auch der Reichskanzler hatte sehen lassen. Auf die Mängel der Vorlage wies in einer trefflichen Rede der Abg. Munckel hin, während sein Fraktionsgenosse Beckh nur redete, um einen Speech mehr in den Steno graphischen Berichten zu haben. Wohl ist aus einer Aeußerung des Journal des Debats" zu entnehmen, daß Frankreich nichts einzuwenden habe gegen das deutsche Vorgehen. Andererseits wird berichtet, daß Rußland die Absicht habe, für den Fall, daß Deutschland den chinesischen Hafen in Besitz behält, feinerseits zwei Häfen auf Korea, nach denen es schon längst gestrebt, zu beanspruchen. Auch Japan ist offenbar von der neuen Konkurrenz in den oftasiatischen Gewässern nicht erbaut. Und China selbst ist weit entfernt, den deutschen Eingriff so ohne weiteres hinnehmen zu wollen. Es beabsichtigt vielmehr, die deutschen Forderungen einem Schiedsgericht zu unterbreiten. Stadthagen wies darauf hin, daß unseren Genossen die Priorität in bezug auf die Vorlage zukommt, denn schon im Jahre 1881 sei von denselben ein Antrag auf Entschädigung Derweilen macht Deutschland seine gesammte Marines unschuldig Verurtheilter eingebracht worden. Freilich unter Infanterie mobil, wie wir schon gestern nach Mittheilungen scheide sich die Regierungsvorlage sehr von dem, was unsere aus Wilhemshaven berichteten. Unter zurechnung der AbFraktion als Minimum in dieser Frage verlange. Der Redner theilung Marine- Artillerie, welche ebenfalls nach Ostasien ab entwickelte dann in sachlicher Weise die unseren Lesern be- gehen soll, umfaßt die Truppenmasse, die zur Verstärkung der fannten Forderungen unserer Partei in dieser Angelegenheit; besonders wies er auf die Entschädigungsforderungen der deutschen Regierung gegen die Republik Haiti hin, welche ja auch für unschuldig erlittene Untersuchungshaft verlangt werde. Was das Reich von den halbwilden Negern verlange, das sollte es doch den eigenen Bürgern gegenüber üben. Schließlich wurde auch diese Borlage einer Kommission von 14 Mitgliedern überwiesen. Angenommen wurden hierauf die Anträge auf Einstellung des Strafverfahrens gegen unsere Genoffen Brühne, Möller, Schmidt Frankfurt, Stadthagen und Vogtherr während der laufenden Seffion. Nächste Sitzung: Montag 12 Uhr. Tagesordnung: Flotten vorlage.Eifenbahn Reformen. Die Berl. Korresp." veröffent licht folgende offiziöse Mittheilung: schon an der chinesischen Küste befindlichen Kräfte eingeschifft werden soll, gegen 1200 Mann. Aber auch China rüstet. Es werden bedeutende chinesische Truppenabtheilungen nach Shantung zusammengezogen. Friedlich sieht das alles gerade nicht aus! Die Situation in Oesterreich erscheint heute etwas weniger verfahren wie gestern. Die Rechte scheint geneigt zu beiden Bizepräsidenten sollen jedoch bleiben. Die lex Falten sein, den Präsidenten Abrahamowicz fallen zu lassen. Die hayn, die aufoftroyirte Geschäftsordnung des Abgeordnetenhauses, soll nachträglich einem Ausschusse zugewiesen werden. Die Sprachenverordnungen würden blos für das gemischtsprachige Gebiet in Kraft bleiben. Prag gleicht einem Heerlager, man sieht mehr Soldaten als Zivilisten in den Straßen. Obwohl 26 Bataillone Infanterie und 2 Schwadronen in Prag liegen, werden aus Brünn, Linz, Königgräß weitere Truppen herangezogen. Während aus Braunau, Königgräß und Bilsen wieder Unruhen und Atacken gegen die Deutschen gemeldet werden, ist es in Prag todtenstill. Aus Prag wird telegraphirt: Jufolge der Verkündigung des Standrechts sowie infolge der geftrigen Verordnungen der Polizei und des Bürgermeisters, die Häuser um 7 Uhr, die Gasthäuser und Cafés um 9 Uhr zu schließen und den abendlichen Straßenverkehr aufs äußerste zu beschränken, verliefen der Abend und die Nacht vollkommen ruhig. Die Neue Freie Preffe" meldet aus Prag: " Deutsches Reich. -Klassische 3eugnisse gegen die Festlegung von Flotten. plänen bringt die Freis. 3tg.", indem sie aus früheren Denkschriften der Regierung und Reden von Regierungsvertretern nachweist, daß die Regierung selbst stets von solchen Plänen, wie sie jetzt in dem So sagt die Deutschrift von 1873: Tirpitz'schen Flottengefet vorgefchlagen werden, nichts wissen wollte. „ Es muß an dieser Stelle ausdrücklich hervor gehoben werden, daß ebenso wie der Flottengründungsplan von 1867 zur Zeit eine, den Fortschritten der Technik, des Schiff baues, des Maschinenbaues und der Artillerie sowie den ver änderten politischen Verhältnissen folgend, wesentliche Ver änderung erfahren mußte, auch der vorliegende neue Flottengründungsplan im Laufe der Jahre und Erfahrungen voraussichtlich ähnlichen Veränderungen nicht wird ent gehen können. Namentlich ist durchaus nicht anzunehmen, daß ein starres Festhalten an den vorbezeichneten Schiffstlaffen und Schiffszahlen zweck dienlich sein würde, vielmehr muß darauf gerechnet werden, daß wesentliche Abweichungen von dem vorbezeichneten Schiffsbauplane, möglicherweise eine Einschränkung der in Aussicht genommenen Schiffsbauten zu gunsten einer Er. weiterung des Torpedowesens fich als unabweisbar herausitellen werden. Die vorliegenden Darstellungen und Berechnungen fönnen baher nur als der augenblicklichen Lage der Verhältnisse entsprechend und dürfen in der Hauptsache lediglich als Regelung der Kostenfrage bezweckend angesehen werden. Die genaue und im einzelnen bindende Feststellung tann nur durch die jährlichen Etats anschläge erfolgen." Reichetangler Graf Caprivi auf grund feiner Erfahrungen als Bei der Berathung der Militärvorlage 1893 äußerte sich der Chef der Admiralität in der Militärkommission des Reichstags über Chef der Admiralität in der Militärkommission des Reichstags über Flottenpläne wie folgt: " Der Abg. Rickert habe, 1886 als Referent selbst zugegeben, daß Ansichten über die zu erwartenden Ausgaben für Schiffs. bauten auf einige Jahre hinaus nicht gegeben werden können, da diesbezügliche Pläne durch unerwartete Anstände wieder umgestoßen würden. Das lehre auch die Erfahrung, daß man mit Rücksicht auf die fortschreitende Technik und auf die Veränderung der politischen Lage unmög lich Pläne auf längere Zeit machen könne." fommission seinen bekannten Plan in der Niederfchrift" darlegte, A13 im Februar 1897 Admiral Hollmann in der Budget einen Plan, der erste Schiffsraten, nicht wie der Tirpig'sche Plan, für sieben Jahre, sondern nur für vier Jahre enthielt, erschien in der nächsten Kommissionssizung auf Erfordern der Kommission der Reichskanzler Fürst Hobenlobe und gab am 8. März 1897 die nachfolgende Erklärung zu Protokoll: Zur Verwirklichung fönnen jene Forderungen des Reichs Marineamts nur durch die etatsmäßige Zustimmung des Reichs. tages gelangen; wann und in welchem Umfange diese Zustimmung nachgesucht und ertheilt werden wird, muß sich selbstverständlich nach der gesammten Finanzlage, das heißt einerseits nach den zur Verfügung stehenden Einnahmen, und andererseits nach dem Ausgabebedarf auch der übrigen Refforts richten." Und endlich der Staatssekretär Hollmann erklärt in der Reichstags- Sitzung vom 18. März 1897: # Weder die verbündeten Regierungen noch der Reichstag werden sich jemals dazu verstehen, sich an eine formelle Denkschrift zu binden für Jahre hinaus. Das ist ganz unmöglich und, selbst wenn beide Theile es wollten, nicht durchführbar, aus dem sehr einfachen Grunde, weil zunächst, ebenso wie auf dem Lande, so auf der See die Kriegskunst ganz wandelbar ist, und man sich nach Maßgabe der Kriegskunft rüsten muß. Es ist gana unmöglich, daß Ihnen beute eine Marine. verwaltung fagen tann, was wir nach zehn Jahren brauchen; sie fanu es nur für die Gegen wart Jonen mittheilen, und wenn sich nun die Verhältniffe ändern, dann werden sich auch die Forderungen ändern." -Zentrum und Militär- Strafprozeß- Ordnung. Die vom Reichs- Eisenbahnamte veranlaßten Berathungen von Bertretern der Bundesregierungen über verschiedene zur Erhöhung der Betriebssicherheit auf den deutschen Eisenbahnen in Aussicht genommene Maßregeln haben am 30. November und 1. Dezember unter dem Vorsitze des Präsidenten des Reichsicht Eisenbahnamtes hier stattgefunden. Die eingehenden Erörterungen, bei denen die allseitige Bereitwilligkeit zu erkennen war, Einrichtungen, die eine Erhöhung der Sicherheit versprechen, ohne Rücksicht auf die finanziellen Opfer zu treffen, haben zur Einigung über eine Reihe von Vorschriften geführt, deren Aufnahme in die über das Eisenbahnwesen erlaffenen Ordnungen beim Bundes. rathe beantragt werden wird. Seiner Beschlußfassung Nach Mitternacht wurden die Truppen von den Straßen wird unter anderem unterstellt werden: die obligatorische zurückgezogen. Heute durchzogen Militärpatrouillen die Stadt. Einführung von Ausfahrtsignalen auf allen mit Allmälig wird der Verkehr wieder aufgenommen. Das Stand: Auch beim Zentrum findet die Vorlage zum Militärgerichts- Vers gericht ist gebildet worden. Der Scharfrichter, dessen Gehilfen schreibt:" Daß der Reichstag den Entwurf unverändert annehmen Kreuzungs oder Ueberholungsgeleisen versehenen Stationen, fahren teine allzu günstige Aufnahme. Die Köln. Volkszeitung" die obligatorische Einführung von Borsignalen zu und ein Seelsorger befinden sich im Gerichtsgebäude zur Verfügung tönnte, ist ganz und gar ausgeschloffen; andererseits sämmtlichen Einfahrtsignalen, die Einrichtung der Strecken des Standgerichts. blocirung auf allen Bahnen mit dichter zufolge, Was die Präsidentenfrage im Abgeordnetenhause betrifft, müßte es mit Wunderdingen zugehen, wenn die verblindelen Mes eine beträchtliche Herabsehung der in Personen- und Güter so wird nicht allein die Demission des Präsidenten Abrahamo- lönnten. Indessen wird der Reichstag sich die Mühe nicht verdrießen gierungen grundsätzliche Berbesserungen gutzubeißen sich entschließen zügen zulässigen größten Achsenzahlen 2c. Die vom wicz, sondern auch die des Bizepräsidenten Kramarez ge- laffen dürfen, so viele Verbesserungen zu erstreben, als nur irgend Reichs- Eisenbahnamte gleichfalls angeregte Frage einer Verstärkung fordert; die letztere Forderung wird besonders entschieden von möglich ift." der Wagenkuppelungen foll durch Förderung der von den sozialdemokratischen Abgeordneten erhoben. Die Situation- Das Grubenunglüd in Frankenholz. einigen größeren Eisenbahnverwaltungen bereits eingeleiteten Ver wird derzeit als um eine Nuance günstiger betrachtet. fuche einer möglichst baldigen Lösung zugeführt werden." Die Durchführung dieser Maßregeln würde Vorschlägen Eine merkwürdige Entscheidung hat der oberste Gerichtsentsprechen, welche von Fachleuten, praktischen Eisenbahnern, hof in Wien( entsprechend unserem Reichsgerichte) getroffen. sowie in der Presse seit langem gemacht worden sind. Er hat in einem einzigen Falle entschieden, daß in Eger das Daß man auch am grünen Zisch sich endlich zur An- Gerichtsprotokoll nicht in czechischer, sondern blos in deutscher bahnung dieser winzigen und selbstverständlichen Sicherheits- Sprache zu führen sei. Damit ist, wenn auch nicht aus Maßnahmen entschließt, ist ja recht gut. Daß dies erst durch drücklich, so doch in der That die Widergefeßlichkeit des Erdie schweren und unaufhörlichen Unglücksfälle der legt- laffes der vielumstrittenen badenischen Sprachenverordnungen vergangenen Zeit möglich war, stellt dem herrschenden festgestellt. Bureaukratismus fein glänzendes Zeugniß aus. Der große englische Maschinenbauer Ausstand ist Aber wo bleibt die Hauptsache, die Besserung der Lage beendet. So wird uns in späterer Abendstunde kurz aus Raiserslautern wird gemeldet: Von den schwer verwundeten Bergleuten der Kohlengrube Frankenhola find fünf ihren Verlegungen erlegen, fodaß jetzt die Gesammtzahl der Todten 42 beträgt; 12 Schwer verwundete schweben noch in Lebensgefahr. Wie nunmehr festgestellt ift, betrug die Belegschaft der von der Katastrophe betroffenen Grubenabtheilung 87 Wann, von denen 37 fofort getödtet und alle anderen verletzt wurden. Es ist jetzt auch gelungen, bie Persönlichfeit aller Getödteten festzustellen. Fünf Verwundete konnten bereits wieder aus der ärztlichen Behandlung entlaffen werden. Heute Nachmittag findet in Fraufenholz die Beerdigung der Opfer flatt. - Chronik der Eisenbahnunfälle. Aus Pill. tallen wird berichtet: Nach einer amtlichen Meldung wurde auf % " Frankreich. " und dabei Rußland. - Auch im Mittelmeere sucht sich Rußland nun feftzusetzen. Die französische Regierung hat der russischen Flotte den Kriegshafen Biferta an der tunesischen Küfte als Winterquartier zur Verfügung gestellt. Das erste Schiff, welches einlaufen werde, sei der Wieftuit". Afien. = die ich eben dem Ueberwege der Chauffee Pillfallen- Uszpiaunen, auf der Strecke| Dienste des Baterlandes gewidmet habe. Hier wurde der Redner einheitlich gestaltet werden, während jest gerade auf diesen Gebieten Tilsit- Stallupönen, ein mit zwei Personen besettes Fuhrwert vom feitens der Sozialisten Brampolini und Pescetti große Berriffenheit besteht. Der Entwurf erstreckt seinen Einfluß Zuge 954 überfahren, wobei der Grundbesizer George Krankat aus heftig unterbrochen; der Präsident ertheilte beiden den auf Gerichte aller Instanzen, insofern sogar auch auf das ReichsRudszen getödtet, die Lokomotive des Zuges beschädigt und das Ordnungsruf.( Unruhe und Widerspruch auf allen Seiten des gericht, als er daffelbe bezüglich der Beschwerdesachen entlastet. Fuhrwerk zertrümmert wurde. Hauses.) Schließlich nahm das Haus durch Erheben von den Dies ist geradezu ein Fortschritt, da das Reichsgericht, namentlich Kiel, 2. Dezember.( Eig. Ber.) Auf grund neuerer Bestimmungen Sigen mit sehr großer Mehrheit eine von Nocito beantragte Tages: fo lange wir die Erhöhung der Revisionssumme auf 3000 m. noch des Oberkommandos der Marine foll der Kreuzer 4. Klaffe Geier" ordnung an, durch welche der Präsident beauftragt wird, eine Kom- nicht haben, viel zu sehr überlastet ist. nach Haïti gehen. Derselbe soll in Cuxhaven zur Ergänzung seiner mission von 5 Mitgliedern zu ernennen, die ohne Verzug der Kammer Abg. Stadthagen( Soz.): Auch ich kann mich dem Antrage Besagung einen Oberfeuerwerker, 5 Unteroffiziere und 40 Mann der die ihr angezeigt erscheinenden Vorschläge machen solle. Hierauf nur anschließen, diesen Gefeßentwurf einer Kommission von 21 MitMatrosen Batterie an Bord nehmen. Geier" foll bereits wurde die Sigung geschlossen. gliedern zu überweisen. Auf juristisch technische Einzelheiten am Dienstag die Reise antreten. Gefion" ist für Ostasien be möchte ich nicht eingehen, ich will nur einen Punkt hervor Spanien. stimmt. Madrid, 2. Dezember. Gestern hat ein Ministerrath ftatt. heben, das Vormundschaftsrecht. Der Vormundschaftsrichter ist München, 8. Dezember. Rammer der Abgeordneten. gefunden. Der Ministerpräsident Sagafta hat mit seinen Kollegen in gewiffem Sinne Mann für alles und Mädchen für alles. Gr Bei der heutigen Etatsberathung griff Heim( 3.) den Ring der die schwebenden Fragen untersucht. Er sagt, daß die militärischen greift ein, wenn es sich um Waisen, um Minderjährige, um VerKunst dünger Fabrikanten scharf an und bemerkte, daß Operationen auf Kuba das Borbandensein eines Aufstandsheerdes nachlässigung der ehelichen Pflichten, um die Erziehung angeblich diesem Ringe Proben angehören, die auf Gummirädern ertennen laffen, entgegen den Berichten des Generals Weyler, wo- ver wahrlofter Kinder und wenn es sich um Streitigkeiten zwischen fahren. Abg. Dr. Casselmann( lib.) bezeichnete die Worte nach auf dem ganzen Territorium Frieden herrschen sollte. Auf den Mann und Frau handelt. Die Selbständigkeit der Frau muß zum " Proßen, die auf Gummirädern fahren", als Reminiszenzen an den Philippinen habe man auch erst geglaubt, daß Frieden berrsche, großen Theile ergänzt werden durch den Vormundschaftsrichter, Anarchisten Most und hielt diesen Ausdruck auch gegenüber dem dies fei jedoch nicht der Fall. Was die farlistische Bewegung an furz, ihm find, abgesehen von vermögensgefeßlichen Fragen eine Ordnungsruf des Präsidenten aufrecht. Der Präsident belangt, so glaubt er nicht, daß die Karlisten sich dazu entschließen ganze Reihe von sozial erheblichen Momenten unterste ut. Alle die v. Walter ertheilte dem Redner einen zweiten Ordnung 3- würden, sich in Abenteuer zu stürzen. Der Minister Einzelheiten seiner Thätigkeit, erwähnt habe, ruf. Dr. Casselmann appellirte dagegen an das des Aeußern hat ein Exposé über den Bericht des spanischen Ge- tönnten am besten durch Zaien erledigt werden, die die ErHaus, welches gegen die Stimmen des Zentrums die Diduungs. fandten in Washington gemacht, aus welchem hervorgeht, daß die fahrungen des täglichen Lebens besitzen und deren Mitwirkung rufe für ungerechtfertigt erklärte. Jufolge diefes Be- amerikanische Regierung der spanischen wohlwollend gesinnt ist. äußerst wünschenswerth ist. äußerst wünschenswerth ist. Der Gefeßentwurf sieht dies leider schlusses trat der Präsident sofort vom Präsidium nicht vor. Das beste wäre, wehn als Vormundschaftsgericht überzurück, worauf sich die Kammer unter großer Bewegung ver haupt nur drei Laien angestellt würden. Aber für unbedingt er= forderlich halte ich es bei dem großen Mißbrauch, der besonders tagte. durch junge Richter getrieben werden kann, die das Leben nicht tenuen, daß das Paris, 1. Dezember.( Eig. Ber.) Man weiß nunmehr mit alle diese Dinge haben Laienelement hinzugezogen wird. Sicherheit, daß die Untersuchung in Sachen Dreyfus ja mit der Juristerei nichts zu schaffen. Um zu entscheiden, ob der Mann oder die Frau in Esterhazy eine freche Posse ist beziv., falls sie wider Erwarten belichen Zwiftigkeiten recht hat, braucht man feine juristischen in einem anderen Geiste forigeführt werden sollte, bisher gewesen Vom indischen Kriegsschauplah. Aus Simla Kenntniffe. Nun hat der Entwurf allerdings den Art. 147 des ist. Scheurer- Kestner, den General de Bellieux doch hätte verhören wird berichtet: Eine britische Streitmacht rückte am Mittwoch in Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch unberührt gelaffen. müffen, macht durch den" Figaro" und die" Aurore" bekannt, daß das Chamkanni- Gebiet vor und brannte 80 Dörfer nieder. Der Der Artikel geht dahin, daß die Landesgefeßgebung in den der General sich entschieden geweigert hat, ein Gutachten von Sach Feind hatte in dem Thale eine starke Stellung inne und eröffnete Einzelstaaten auch andere. Behörden, als die Gerichte, als verständigen über die Handschriften- Frage einzuholen! Der Kriegsrath, von den steilen Felsabhängen das Feuer. Auch als die Engländer Vormundschaftsbehörde bestellen kann. Er ist aber nur deshalb meinte er, habe das Bordereau Dreyfus zugefchrieben müffe es bleiben. Wozu alfo erft die Einleitung einer Untersuchung noch fortwährend vom Feinde in Unruhe erhalten. Auf britischer und auch einigen Städten in Mecklenburg die Möglichkeit zu laffen, sich schon auf dem Rückmarsche in das Lager befanden, wurden sie eingefügt worden, um Baden, Württenberg, den drei Hansestädten deren bestimmter und einziger Zweck es ja gerade war, das vom Seite wurde ein Offizier getödtet und zwei verwundet, ferner zwei ihre Waifengerichte, die durchweg Laiengerichte find, theils ohne Bruder Dreyfus' und von Scheurer- Reftner beigebrachte Belastungs: Soldaten getödtet und vierzehn verwundet. theils unter Aufsicht eines Amtsgerichts zu behalten. Wir sollten material gegen Esterhazy in bezug auf die Urheberschaft des Bordereau's zu prüfen?.. Ferner wird bekannt, daß der Polizeidabei nicht stehen bleiben, sondern die Verwendung der Laien als kommissar, der Esterhazy's Briefe beschlagnahmen sollte, die EigenVormundschaftsrichter obligatarisch machen. Zu dieser Forderung tomme ich besonders bei Betrachtung des preußischen Rechtszustandes. thümerin der Briefe, Madame de Boulancy, Coufine des Brief Nur das Reich kann hier eine Aenderung herbeiführen, die um so schreibers, auf jede Weise einzuschüchtern versucht hat, damit nothwendiger ift, als der Kreis der Thätigkeit des Vormundschafts. sie die Briefe nicht ausliefere. Die Einschüchterungsversuche wurden gerichtes viel größer geworden ist, als er es nach preußischem Rechte dann in der geftrigen Ronfrontation Esterhazy's war. Noch eins kommt hinzu. Artikel 147 spricht davon, es mit seiner Confine vom untersuchenden General selber fortgefeßt. Aber vergebens: Esterhazy, der bereits von der totalen tönnten auch anderen Behörden, als den Gerichten, die VerAblengnung der Briefe zur theilweisen Ableugnung der strafbarsten richtungen der Vormundschaftsbehörde überwiesen werden. Gedacht hat man dabei an die Thätigkeit der Stadtmagistrate, der WaisenStellen hatte übergehen müssen, sah sich in der Konfrontation ge: gerichte. Was aber steht im Wege, daß nicht andere staatliche Bes zwungen, die Verfasserschaft sämmtlicher Briefe einzugestehen, mit hörden damit betraut werden? Wenn das preußische Justizministe Ausnahme desjenigen, wo vom Niedersäbeln von bunderttausend rium auch nicht gesonnen sein mag, einen Gendarm etwa als AmtsFranzosen 2c. die Rede ist. Und die Regierung? Sie fährt fort, richter einzusetzen und einen Difizier als Oberaufsichtsführenden, die Presse mit nichtssagenden Noten zu füttern, in denen zum Hohn von der Unparteilichteit" und" Unabhängigkeit" der Untersuchung militaristischen, möglich ist es nach dem Gesetz. Ich traue den absolutistischvor allen Dingen bureaukratischen Neigungen gelogen wird. Heute läßt sie noch im Matin" halbamtlich verkünden, daß der Kriegsminister im letzten Ministerrath wieder Manches ift des preußischen Abgeordnetenpreußischen Abgeordneten und Herrenhauses alles zu! was da geschehen, einmal feinen Kollegen nachgewiefen habe, daß Dieyfus' Unschuld früher nicht für möglich hielt. Wir müssen deshalb vorbeugen. Die Kommission bat nicht erwiesen werden könne!.. Gewiß nicht, wenn der Der Inhalt des Abkommens beschränkt sich auf den Bereich des also die Hauptaufgabe, das Laienelement einzubeziehen. Daneben militärische Klängel auf teine Gegenbeweise eingehen will. Allem Anscheine nach steht der Skandal erst in den Anfängen. bürgerlichen Gerichtsverfahrens unter Ausschluß des Strafprozesses müssen einzelne Bestimmungen verbessert werden. Der§ 6 läßt die und bietet durch die gemeinsame Regelung einiger prattisch wichtiger Ablehnung von Richtern nicht nach Maßgabe der ZivilDer Figaro" droht nachdrücklich mit der Namensnennung der hoch: Fragen- Zustellung gerichtlicher und außergerichtlicher Schriftftücke; Prozeßordnung zu. Wenn also die Frau eines Vormundschafts geftelten militärischen Beschüßer Esterhazy's. Soviel ist bereits ficher, daß, wenn Dreyfus ausschließlich auf grund des Gut- rledigung von gerichtlichen Ersuchungsschreiben; Sicherheit für die richters mit ihrem achtens der Handschriften- Experten verurtheilt wurde, er das Opfer Prozeßtoften; Armenrecht; Personalhaft für die Rechtsverfolgung Gericht wendet, im Auslande Erleichterungen. eines Juftizmordes ift. Denn jeder Laie tann fich aus Abg. Spahn( 3.) beantragt, fofort in die zweite Lefung des den veröffentlichten Handschriften Proben Entwurfs im Plenum einzutreten. Vom Figaro" überzeugen, daß Esterhazy unendlich wahrscheinlicher Dreyfus für den Berfaffer des Bordereau's erklärt werden muß. politischen Freunde mit diesem Vorschlage. Abg. Dr. v. Cuny( natl.) erklärt das Einverständniß feiner Ist aber, wie das Kriegsministerium wiederholt unwidersprochen hat politischen Freunde mit diesem Vorschlage. Widerspruch erfolgt nicht. verkünden laffen, Dreyfus noch durch andere Dokumente überführt worden, so ist das Urtheil des Kriegsrathes von Rechts wegen null und nichtig, da es eine feststehende Thatsache ist, daß weder Dreyfus noch seinem Vertheidiger irgend ein anderes Dokument vorgelegt wurde. Aus diesem Delemma giebt es für den militärischen Klüngel tein Entrinnen mehr. " " 1 als In der Schlußberathung des Unterrichtsbudgets in der Rammer wurde der unglückselige Unterrichtsminister zweimal geschlagen. Die Opposition erlangte die Erhöhung des Kredits für neue Schulgebäude und Schulämter( Voltsunterricht) um 400 000 Franks, sowie des Kredits für den Nähunterricht um 200 000 Frants. 3ur Dreyfus Affäre liegen folgende telegraphische Mittheilungen vor: Reichstag. 3. Sigung. Freitag, 3. Dezember 1897. Am Bundesrathstische: Nieberding. Präsident v. Buol eröffnet die Sigung nach 11/4 Uhr mit geschäfilichen Mittheilungen. Gin Echreiben des Prof. Paafche( natl.) ist eingelaufen, in dem er mittheilt, daß er zum etatémäßigen Professor an der technischen Hochschule in Charlottenburg berufen ist. Da eine Erhöhung des Gehalts mit der Berufung nicht verbunden ist, glaubt Prof. Paasche, daß sein Mandat nicht erloschen ist. Die Angelegenheit wird der Geschäftsordnungs- Kommission überwiesen. Darauf wird in die Tagesordnung eingetreten. tom mens, bas zur gemeinsamen Regelung einiger Erster Punkt: Erste bezw. zweite Berathung des Ab Belgien, Spanien, Frankreich, Italien 2c. und Deutschland ab Fragen des internationalen Privatrechts zwischen geschloffen werden soll. Es wird in die zweite Lefung eingetreten und das Abkommen bebattelos angenommen. die freiwillige Gerichtsbarkeit. Es folgt die erste Berathung des Gefeßes betr. Abg. Spahn( 3.) beantragt die Ueberweisung der Vorlage an eine Kommission von 21 Mitgliedern. Sachliche Bedenken haben wir gegen die Vorlage in erbeblichem Umfange nicht. Es werden aber in der Borlage Fragen berührt, die für die verschiedenen Theile Deutschlands von besonderem Intereffe find. Wir beantragen des halb eine Kommission von 21 Mitgliedern, damit die verschiedenen Theile Deutschlands darin ibre Vertretung finden. wurf sollte auch man Manne Streit bekommt und sich ans so ist es nicht ausgeschlossen, daß der Vormundschaftsrichter Richter in eigener Sache wird. Das ist ein Zustand, der gewiß nicht richtig ist. Für die Abweichung find wohl nur einige partikularrechtliche Bestimmungen maßgebend gewesen, die aber m. E. nicht ganz zutreffend gewürdigt find. Man hat den allgemeinen Grundsaß, daß auch in prozessualen Dingen derjenige, der Partei ist, oder der, der zur Partei in nahem Verhältnisse stebt, als Richter in der freiwilligen Gerichtsbarkeit auch ausgeschlossen werden soll, ohne jedes Recht mit außerordentlicher Infonsequenz aufgestellt. Beim Grundbuch, wo es sich um das Eigenthum handelt, ist es anders, dort ist eine Ablehnung möglich, hier aber, wo es sich um das werthvollere Gut, das Recht des Ginzelnen, handelt, soll inkonsequenterweise eine Ausschließung des Richters nicht stattfinden? In den Motiven ist man über die Unmöglichs feit, Gründe, die man nicht hat, anzugeben, mit einem gewissen Geschick hinweggegangen. Bon den juristisch technischen Einzelheiten hat auch der§ 2 frappirt, der ausspricht, daß die Gerichte sich Rechtshilfe zu leisten haben. Wie steht es aber mit anderen Behörden, z. B. mit den Militärbehörden? Wie nothwendig es ist, daß die Militärbehörden gezwungen werden, den Anforderungen des bürgerlichen Gerichts zu Nur eine Bestimmung erscheint uns bedenklich. Es ist die von der bezüglichen Bestimmung im Gerichtsverfaffungsgesetz im Wort Major Esterhazy bat an den General Pellieur ein Schreiben laut abweichende Faffung der Bestimmung, wonach das Protokoll gerichtet, in welchem er gegen die Verleumdungen, die gegen ihn er über gerichtliche oder notarielle Beurkundungen in deutscher genügen, zeigt das Inferat, das wohl die meisten der Herren in der hoben, protestirt und verlangt, vor ein Kriegsgericht ge- Sprache aufgenommen werden muß. Sollte das die Bedeutung sonst wenig gelesenen Norddeutschen Allgem. Zeitung" gelesen haben, stellt zu werden, damit vollstes Licht in die Angelegenheit ge- haben, daß die polnische Sprache in den polnischen Landestheilen wo im September d. 3. zwei Rechtsanwälte 1000 M. Belohnung in bracht und ihm die gebührende Genugthuung zu theil werde. ganz ausgeschloffen sein soll bei der freiwilligen Gerichtsbarkeit, so einer Erziehungs- Etreitfache der Ehefrau Else v. Puttkamer gegen Der Figaro" erklärt hinsichtlich dieses Briefes Esterhazy's, man müßten wir auf die Beseitigung einer solchen Vorschrift bestehen. ihren Ehemann, den Premierlieutenant im 33. Feld- Artilleriehabe denselben offenbar gezwungen, selbst die Stellung vor ein Abg. Kauffmann( frf. Bp.) schließt sich dem Antrage Spahn Regiment v. Buttkamer ausschreiben. Der Ehemann ist verurtheilt Kriegsgericht zu fordern, weil teine Macht der Welt dies mehr ver: auf Ueberweisung des Entwurfes an eine Kommission an. Der worden, das Kind herauszugeben und weil er es nicht herausgab, hindern konnte. Das Blatt erblickt hierin den ersten Schritt zur Entwurf bat, im allgemeinen beurtheilt, alle Vorzüge, aber auch alle ist Haftstrafe von vier Wochen gegen ihn angeordnet und nun ist in Revision des Dreyfus- Prozesses. Auch andere Blätter sind der An- Schwächen des Bürgerlichen Gesetzbuches. Er bedeutet einen Fort- der Annonce mitgetheilt, daß die Militärbehörde die gerichtliche Anficht, Esterhazy habe mit dem Briefe der Entscheidung zuvorkommen schritt auf dem Gebiete der Rechtseinheit. Aber er bat auch noch einige ordnung der Haftstrafe nicht durchführt. Es giebt in der That kein wollen, welche er als unvermeidlich voraussah. Lücken, die in der Kommission ausgefüllt werden können. Es handelt Mittel gegen die Militärbehörden in Sachen der freiwilligen Ge Paris, 2. Dez. Der Senator Milliard ist zum Justiz- fich doch auch um sehr wichtige Dinge, z. B. bei dem§ 6 richtsbarkeit. Wir können uns nicht auf die Einsicht des einen oder minifter ernannt worden. ( Ablehnung des Richters ist ausgeschloffen; der Richter soll sich nur anderen Militärs verlassen, es müsse eine flare Bestimmung Belgien. in gewiffen Fällen der Ausübung feines Amtes enthalten), der in das Gefeß hineinkommen, nach welcher das Militär ver - Der Unterrichtsminister hat durch eine Berordnung bei manchen Streitigkeiten zwischen Eheleuten wichtig wird. Ferner pflichtet sein muß, ebenso Rechtshilfe dem Gericht gegenüber -Der Unterrich 13 minister hat durch eine Berordnung ist dem Ermessen des Richters überhaupt zu weiter Spielraum zu leiften, wie die Gerichte es thun müssen. Nach dem Putikamer den Schülern sowohl als den Lehrern untersagt, an Be gräbnissen, die ohne Mitwirtung der Geiftlich keit gelaffen, so darüber, ob er die Zeugen oder Sachverständigen verschen Fall wird es sich weiter fragen, ob nicht in das Gesetz ausstattfinden, theilzunehmen. Unser Genosse Vander- eidigen will oder nicht. Ferner vermiffe ich Bestimmungen über brücklich eine Strafbestimmung aufzunehmen ist gegen die Militärs velbe hat in der Mittwoch- Sigung eine Interpellation über dieses Bewilligung des Armenrechts. Im Anschluß an diesen Ent bebörde, die die Durchführung einer Anordnung des Zivilgerichts Roftengesetzes eine Regelung des Berbot eingebracht; der Minister erwirfte einen achttägigen Auf- Reichsgesetz getroffen werden. Der Finanzminister Miquel bat daß es ein Staat außerhalb des Staates wird. durch unterläßt. Das Militär darf nicht so weit Staat im Staate sein, schub. Die Besprechung dieser Interpellation wird den AbBedenken habe ich gegen den§ 10, wonach Vormundschaftsgeordneten der Opposition die erwünschte Gelegenheit bringen, mit es sogar verstanden, die Vormundschaftssachen zu einer ergiebigen Ich halte Der Intoleranz der flerifalen Regierung gründlich abzurechnen, Einnahmequelle zu machen. Ich kann mir fehr wohl denken, daß fachen als Ferienfachen behandelt werden können. unzuläffig. 20 es sich um das leibliche oder woran fie fürzlich durch den von der Vlajorität in recht unnobler man die rein verwaltende Thätigkeit in diesen Dingen ganz unent- das für Weise herbeigeführten Schluß der Debatte verhindert wurden. geltlich verlangt. Redner wendet sich nun den einzelnen Beftim geistige Wohl von Minderjährigen handelt, muß die Sache mungen des Entwurfs zu. In dem Abschnitt über das ihren geordneten Gang gehen. Bedenken habe ich auch Bormundschaftswesen bätte ich ich das das Heranziehen des weib gegen die Friftbestimmungen bei Beschwerden. Die Frist Rom, 2. Dezember. Deputirtentammer. Das Haus lichen Elements zu den Gemeinde Waisenräthen gern gesehen. muß ohne weiteres von dem Zeitpunkt an gelten, wo fie beim berieth heute eingehend über das in der Angelegenheit Gerade dort könnten die Frauen eine segensreiche Thätigkeit entfalten. Amtsgericht eingelegt ist. Die ausdrückliche Einführung des NachCrispi einzuhaltende Verfahren Im Laufe der Berathung wurde Das Nachlaßwesen ist im wesentlichen zu unserer Zufriedenheit ge- eides halte ich für erforderlich, da in der jüngsten Zeit gewisse vorwiegend der Gedante, eine besondere Kommiffion zur Vorberathung regelt. Es bringt unverkennbare Fortschritte gegenüber dem gelten Vorkomminiffe gezeigt baben, daß geradezu Fälle vorkommen, in der Sache einzusetzen, zum Ausdruck gebracht. Der Justiz den preußischen Recht. In dem Abschnitte über die Beglaubigung denen man sagen muß: Es ist unerhört, daß ein Richter den minister Gianturco erklärte, er sei auf Verlangen der von Unterschriften hoffe ich, daß sich Verbesserungen anbringen laffen. Voreid abnimmt. Man hat da die Empfindung, als wenn ein Kammer bereit, die Akten des Prozesses einem Ausschusse unter den Ich rechne auf die Unterstützung der Regierungskommissare bei der Richter, der wissend, daß eine verwickelte Frage vorgelegt wird, den nöthigen Bürgschaften für Wahrung des Geheimnisses der Unter Arbeit in der Kommission und hoffe, daß die Berathungen uns zu Boreid abnimmt, darauf wartet, daß die betreffende Partei suchungsakten vorzulegen. einem guten Resultate führen werden. die Unwahrheit sagen möchte. In solchen Fällen müßte. Nach dem Minifter ergriff Crispi das Wort und erklärte Abg. von Cuny( natt.): Ich spreche meine Freude darüber aus, der Richter unter Strafe gestellt werden. Vertrauen unter gespannter Aufmerksamkeit des Hauses, daß er eine ausgiebige daß sich niemand aus dem Hause prinzipiell gegen die Vorlage aus zum richtigen Vorgehen des Richters habe ich nicht. Die und vollständige Erörterung der Angelegenheit wünsche. Er scheue gesprochen hat. Ueber die Einzelheiten wird sich ja eventuell reden Richter sind Menschen wie andere Menschenkinder und wenu anderen das Licht nicht; die Prüfung der Thatsachen werde ergeben, daß lassen. Im allgemeinen bin ich mit dem letzten Redner dahin ein Menschen gegenüber Strafbestinmungen bestehen, um sie zur Ernichts gegen ihn vorliege. Er sei ein Opfer der Berleumdung; wenn verstanden, daß das Gefeß noch über manche andere Punkte aus füllung ihrer Pflichten anzuhalten, so sebe ich nicht ein, warum das die Angelegenheit nicht vor die Kammer gebracht worden wäre, gedehnt werden könnte. Beim Bürgerlichen Gesetzbuch sind wir ja bei den Richtern nicht möglich sein soll. Den Anwaltszwang für würde er die Verleumdungsklage angenrengt haben. Er erinnerte allerdings in manchen Punkten zu weit gegangen. Da hat denn die Landes- die freiwillige Gerichtsbarkeit halte ich für verkehrt. Sollte ihn die an das, was er als Minister zur Unterdrückung des Aufstandes in gesetzgebung das nobile officium, fich hier und da größere Be Mehrheit aber dennoch statuiren, so ist die schnelle Erreichung Sizilien und der Lunigiana sowie zur Drdnung der Landesfinanzen fchränkungen aufanerlegen. Hier aber haben wir uns möglichst an des Armenrechts nothwendig, um die Regelung der Kosten einem diesem oder gethan habe. Habe er Irrthümer begangen, so fordere er doch von das Bürgerliche Gesetzbuch anzulehnen. Mit der Verweisung des andern Reichsgefeß herbeiguführen. den Siegern von heute ein freundlicheres Urtheil. Er verlange auch vorliegenden Gefeßentwurfs an eine Kommission von 21 Mitgliedern Mit dem Abg. v. Buchka ftimme ich darin überein, daß der§ 27, feinerseits die Einsetzung eines Ausschusses, welcher nothwendig ein erkläre ich mich einverstanden.( Beifall.) welcher davon spricht, daß die Ober- Landesgerichte und das ReichsUntersuchungsausschuß sein müsse. Wenn er zur Aussage auf- Abg. Dr. v. Buchka( t.): Der Gefeßentwurf enthält im wefent gericht sich einer gewiffen Einheitlichkeit befleißigen sollten, wohl gefordert werde, werde er nichts unterlassen, damit die Wahrheit lichen nichts weiter als eine gewiffe juristisch- technische Kleinmalerei. nicht gut wird aufrechtzuerhalten sein. In der Grundbuch- Ordnung voll ans Licht komme. Dies sei indeffen für ihn im Alter Er ist aber schon deshalb zu begrüßen, weil durch ihn alle die Geift allerdings ein ähnlicher Paragraph vorhanden. Ich fürchte nicht, von 78 Jahren schmerzlich, nachdem er 53 Jahre seines Lebens dem biete, welche er behandelt, zum ersten Male für das ganze Reich wie Herr v. Buchta, daß das Reichsgericht dadurch zu sehr belastet, Italien. in urtheilter. weil Die Vorlage geht hierauf an eine besondere Rommission von 14 Mitgliedern. Auf Antrag Auer( Soz.) werden folgende schleunige Anträge, obwohl sie nicht auf der Tagesordnung stehen, sofort berathen und, da kein Widerspruch erfolgt, einstimmig angenommen: Der Herr Reichskanzler wird ersucht, zu veranlassen, daß 1. das gegen den Abgeordneten Brühne bei dem Landgericht in Frankfurt a. M. wegen Beleidigung eines Gendarmen; 2. das gegen den Abg. Möller( Waldenburg) bei dem Amtss gericht zu Bochum fwegen Uebertretung des preußischen Vereins. gefetzes schwebende Strafverfahren; würde, Nothwendiges muß eben gethan werden. Aber ich verstehe gehegte weitergehende Wünsche. Wenn das geschieht, so wird welches der deutsche Gesandte in Haiti, Graf Schwerin, anläßlich nicht, wie man sich die Sache praktisch vorstellt. Wir es jedenfalls gelingen, in gemeinsamer Arbeit diese Frage des Falles Lüders an die dortige Regierung richtete, es heißt: haben keine offizielle Bekanntmachung von Ober- Landesgerichts- noch in der letzten der letzten Session der gegenwärtigen Legislatur:„ Ich stelle namens meines Souveräns ferner eine EntschädigungsEntscheidungen. Wie foll der Richter den§ 27 aus periode zu erledigen.( Beifall rechts und in der Mitte.) forderung zu gunsten des Lüders von 1000 Dollars für jeden Tag führen. Gegen die Bestimmungen allgemeiner Natur muß Abg. Roeren( 3): Es läßt sich nicht leugnen, daß der gegen der Verhaftung, von 5000 Dollars von morgen ab für jeden Tag ich mich entschieden wenden. Die Politit sollte doch nicht in dies wärtige Entwurf Vorzüge enthält gegenüber der Regelung der Frage der Berzögerung." Dies war entsprechend dem Rechtsgefühl derer, Gesez hinein gezerrt werden: ich meine die Bestimmungen des Gesetzes durch die vorjährige Strafprozeß- Vorlage. Denn bei der letzteren die sich eben sagen mußten, daß da ein Unschuldiger verhafter über die Protokollaufnahme, wenn jemand der deutschen Sprache sollte die Entschädigung erkauft werden durch eine Erschwerung der worden war. Und während der Deutsche bei den Schwarzen in nicht mächtig ist.§ 75 ist ganz unannehmbar. Was nüßt die Freisprechung überhaupt, indem nur die freigesprochen werden Haïti so auftritt, wird uns hier gesagt, daß nur, wenn die volle Ueberzeugung des Richters, ob ein Betheiligter der deutschen Sprache sollten, deren Unschuld erwiesen war, nicht auch die, Unschuld erwiesen wird, der nachweisliche Bermögensschaden" erset nicht mächtig ist. Es kommt darauf an, ob die Partei die Neber- bezüglich deren alle Verdachtsmomente beseitigt sind. Auf werden darf. Was ist aber der nachweisliche Vermögensschaden zeugung hat, daß sie in der deutschen oder polnischen Sprache be- diese Verbesserung lege ich den größten Werth. Immerhin Dabei wird vor allem der Verlust der Freiheit des Bürgers an sich wandert ist. Daß man Grund hat, der Ueberzeugung des Richters soll aber auch jetzt die Entschädigung denen gewährt gar nicht berücksichtigt. Ich nehme übrigens an, daß der nicht zu trauen, zeigen die Fälle aus dem Posenschen. Dort sind Leute werden, deren Unschuld erwiesen ist. Das ist ein Mißstand, zumal Schade des unschuldig Berurtheilten so aufgefaßt werden vom Richter eingesperrt, weil sie erklärt haben, sie kennten die deutsche dadurch ein ganz neues Moment in unseren Strafprozeß hinein wird, daß darunter auch entgangener Gewinn zu verstehen Sprache nicht. Was nüßt einem Polen ein Protokoll in deutscher Sprache? getragen wird, da bisher nur der bestraft werden darf, bezüglich ist. Das ist mir aber nicht so wichtig, cls manches Audere, was Ein Nebenprotokoll ist nicht vorgeschrieben, wohl aber heißt es im dessen dem Staat die Ueberführung seiner Schuld gelungen ist, und in dem Entwurf ganz übergangen iſt. So vorerst die Noth § 73 etwas höhnisch: Das Protokoll soll den Betheiligten auf Ver- da der jetzt noch immer für unschuldig gilt dem Staate gegenüber, wendigkeit, entsprechend dem§ 499 der Strafprozeß- Ordnung die langen auch zur Durchsicht vorgelegt werden". Ci Nebenprotokoll bei dem diese leberführung nicht gelungen ist. Wenn man sich Auslagen eines unschuldig auf die Anklagebant Gefommenen zu er muß in solchen Fällen also in anderer Sprache iedergeschrieben entschließen wollte, auch dem Nichtüberführten die Entschädigung setzen. Ferner einen Ersatz für den Fall, wo irrthümlich, und das sein. Außerdem müssen wir noch der Frage näher treten, ob bei zuzusprechen, würde wohl niemand etwas gegen den Entwurf im tommt auch vor bei unseren Staatsorganen, statt der Gefängnißstraße Bormundschaftssachen nicht auch Frauen zuzuziehen sind. In reinen prinzipieller Hinsicht einzuwenden baben. Dem Rechtsgefühl aber eine Zuchthausstrafe vollstreckt worden ist oder wo gar aus Versehen Vormundschaftssachen wie in Cherechtssachen hat die Frau gewiß entspräche eine solche Behandlung der Sache keineswegs. Bemängeln die Dauer der Strafe verlängert wurde. Außerdem ist es eine außer dasselbe Interesse wie der Mann und dasselbe Verständniß. Auch muß ich auch die Art der Festsetzung der Entschädigung. Es ist das ordentliche Härte, jemandem den Schadensersatz zu versagen, welder weibliche Laien sollten obligatorisch herangezogerden.( Bravo ein geradezu verdrehter Instanzenzug, indem Richter untever Instanz unschuldig in Untersuchungshaft gerathen ist. Ich möchte zwei bei den Sozialdemokraten.) in die Lage kommen fönnen, selbst Verfügungen des Ministers ab- prattische Fälle anführen, die in letzter Zeit viel von sich reden Abg. Winterer( Elf): In der Vorlage ist auch der eventuellen zuändern. Ich schlage die Uebermeisung des Entwurfs an eine Kom gemacht haben. Es handelt sich allerdings nur um einen einfachen Zuziehung eines Dolmetschers gedacht. Sie macht aber diese Zu- mission von 14 Mitgliedern vor.( Beifall im Zentrum.) Mann, Namens Tylong, der gegen die Bestimmungen über den Wanderziehung von der Ueberzeugung des Richters insofern abhängig, als Abg. Dr. Pieschel( ul.): Wir begrüßen es, daß die Regierung gewerbeschein sich vergangen hat. Er wurde deshalb zu 48 M. Geldstrafe nach derselben die in Frage kommenden Personen thatsächlich der von der Erschwerung des Wiederaufnahmeverfahrens jetzt ab oder zu 8 Tagen Haft verurtheilt. Der Mann mußte die Freiheitsstrafe deutschen Sprache nicht mächtig sind. Diese Einschränkung fann ich gesehen hat. an sich vollstrecken lassen. Als er 8 Tage gefeffen hatte, bat er, ihn nicht billigen. Ich bitte, bei der Kommissionsberathung darauf Abg. Frhr. v. Buchka( fons.): Ich stimme dem Staatssekretär zu entlassen. Das ginge nicht, sagte man ihm, er müsse noch weitere Rücksicht zu nehmen. darin bei, daß thatsächlich der durch die Vorlage erstrebte gesetzliche 8 Tage sitzen. Dies geschah. Der Mann wandte sich später an das Abg. Beckh( frf. Vp.): Auch ich halte es für einen großen Zustand in der Praxis schon jetzt dadurch erreicht wird, daß im Justizministerium und die Staatsanwaltschaft, umgegen die betreffenden Mangel der Vorlage, daß nach derselben in Sachen der freiwilligen Wege der Guade alle Härten gemildert werden. Nichtsdestoweniger Beamten Beschwerde zu führen, und es wurde ihm erwidert, daß Gerichtsbarkeit die Ablehitung eines Richters ausgeschlossen ist. wünschen wir dringend das Zustandekommen des Entwurfs als allerdings versehentlich die Strafe doppelt vollstreckt sei und ein ErAuch das halte ich für einen Mangel, daß lediglich der erste Nichter einer Forderung der Gerechtigkeit. Prinzipiell bin ich sogar mittelungsverfahren bevorstehe. Ja, wenn jene Beamten auch beallein, ohne daß den Parteien irgend ein Beschwerd erecht dagegen der Meinung, daß auch die unschuldig Verhafteten straft werden, so ist darum diefer arme Mann noch nicht entschädigt. zufteht, über die Beschleunigung oder Zurücksetzung der Verhandlung einen Anspruch auf Entschädigung hätten, wir müssen Allerdings sind ihm baare 50 M. herausbezahlt worden. Aber was einer Angelegenheit zu befinden hat. uns cber mit dem Erreichbazen begnügen. Dagegen halte will das fage: gegenüber einem Verlust der Freiheit auf 8 Tage Damit schließt die Berathung. ich die Unterscheidung zwischen Unschuldigen und Nicht- Ueber- Der Staatssekretär wird wohl sagen, der Mann hat faum noch Der Entwurf geht an eine Kommission von 21 Mitführten für gerechtfertigt. diefen Schaden gehabt. Auf diese Weise aber wird man schließlich gliedern. Abg. Dr. Munckel( frf. Vp.): Ich kann Dr. Buchka nicht zu- dazu kommen zu behaupten, der Mann müsse an die Staate kaffe Es folgt die erste Berathung des Gefeßentwurfs ftimmen, daß dieselbe Kommission, die die Angelegenheiten der frei- noch etwas herauszahlen, denn er ist ja unentgeltlich verpflegt Ein andermal war ein Händler auch, betreffend die Entschädigung unschuldig Verwilligen Berichtsbarkeit erledigen soll, diesen Entwurf berathen worden. foll. Es handelt sich hier nicht um ähnliche Materien, und er mit den Bestimmungen über den Wandergewerbeschein Staatssekretär im Reichs- Justizamt Dr. Nieberding: Die Ent- die Kommission foll noch genug thun bekommen. in Konflift gerathen war, in Untersuchungshaft genominen worden. schädigung unschuldig Verurtheilter, welche den Gegenstand des Ihnen Der Autrag Rintelen wird wieter eingebracht werden. Die Untersuchungshaft ist aber in solchen Fällen unzulässig, und vorliegenden Gesetzentwurfs bildet, sollte nach dem Wunsche der ver- Ich bin von Herzen gern zu loben bereit, und ich lobe geen die Ausschließlich wurde der Mann überhaupt freigesprochen. Welche Entbündeten Regierungen geregelt werden im Anschluß und in Ver- sonderung dieser Materie aus der allgemeinen Strafprozeß- Ordnung schädigung ist mir aber für diesen Mann angemessen und wer giebt bindung mit der Revision des Strafprozesses, welche Sie in der und schleunige Behandlung. Aber ich bin leider damit mit meinem sie ihm? Und wie oft kommt es nicht sogar vor, daß Leute in letten Seffion beschäftigt hat. Als die Regierungen damals die Lobe vollständig zu Ende. Ich verstehe nicht, wie diese Borlage eine Untersuchungshaft gerathen, ohne an der schwebenden Straffache Entschädigungsfrage mit der Revision des Strafprozesses verbanden, Lochspeise sein fönnte für etwaige andere Konzessionen im Gebiet überhaupt betheiligt zu sein. Wenn irgend eine Rechtspflicht dem wurde gegen fie vielfach der Verdacht ausgesprochen und der Strafprozeß- Ordnung; denn mich lockt sie garnicht. Bleibt sie Staate obliegt, so ist es die, die Opfer der Justiz zu entschädigen. diefer Verdacht hat auch nach Schluß der Seffion und nach dem so wie sie ist, dann halte ich den gegenwärtigen Zustand für besser, Wenn er sich dem entzieht, so zeigt er, daß er als Klaffenstaat nicht Scheitern der Strafprozeß- Novelle in der Presse seinen Nachklang wie den durch sie hervorgerufenen. Wenn ich einen Preis zahlen im ftande ist, diejenige Aufgabe zu erfüllen, welche die Bürger des gefunden daß es den Regierungen um die Entschädigung un foll, überlege ich mir, ob der Preis nicht schlimmer ist als das, was Rechtsstaates von ihm verlangen können, nämlich das Unrecht, das schuldig Verurtheilter überhaupt nicht ernst zu thun gewesen sei, ich bezahlen soll. Was heißt das: jede Gewährung von Entschädigung er zugefügt, zu fühnen.( Lebhafter Beifall links.) daß dieser Gegenstand in die Strafprozeß- Novelle mur einbezogen sei, an solche Personen, die nicht für unschuldig befunden sind, stehe um die Novelle dem Reichstag schmackhafter zu machen und ein mit dem Rechtsgefühl nicht im Einklang? Es ist ja freilich ein Kompenfationsobjekt zu bilden. Wenn die Regierungen gegen Unterschied zwischen dem Non liquet und der nachgewiesenen Unwärtig Ihnen einen Gesetzentwurf vorlegen, der ganz unabhängig schuld. Es ist ferner bekannt, wie schwer nach der geltenden Straf: von der Revision des Strafprozesses diese Entschädigungsfrage regelt, Prozeßordnung ein Wiederaufnehmeverfahren zu erlangen ist. Ich so ist das eigentlich der beste Beweis dafür, wie ungerechtfertigt der erinnere nur an den berühmten Fall Ziethen. Wenn wirklich einmal damals ausgesprochene Verdacht gewesen ist. Der Gedanke, von Schuldige mit unterlaufen, so muß man doch die Konsequenzen ziehen. dem die verbündeten Regierungen ausgingen, war folgender: Wer freigesprochen ist, hat das Recht, nach unserm bestehenden Gesetz Die große Ausdehnung, die das Wiederaufnahmeverfahren im zu verlangen, daß das Gericht förmlich und feierlich eingesteht, daß Strafprozeß gewonnen hat, hat schwerwiegende Nachtheile zur es sich beim ersten Urtheil im Frithum befunden hat. Handelt es Folge gehabt. Wenn aber das Wiederaufnahme- Verfahren beschränkt sich denn darum, die Leute, die freigesprochen sind, zu Rentiers zu wird auf die Zulässigkeit in den Fällen, in denen die Muschuld des machen? Nein, sondern um eine Entschädigung dessen, was sie verfrüher Verurtheilten nachgewiesen wird, so war damit die Grund- loren haben. Dagegen kann sich doch das Volksbewußtsein nicht Tage gewonnen, auf der die Entschädigung der Unschuldigen in un empören. Sollen denn die, die eine Entschädigung nicht erhalten mittelbaren Anschluß an den Wiederaufnahme Prozeß aufgebaut haben, verurtheilt sein, den Verdacht immer weiter zu tragen, wenn werden fönnte. Durch das Scheitern der Strafprozeß fie den Gerichtsbeschluß nicht vorlegen können: Ja schuldig bist Du Novelle ist die Gelegenheit zu einer so günstigen Gestal zwar nicht, aber unschuldig bist Du auch nicht! Der Zauber des tung verschwunden. Wir müssen die Frage auf einem Geheimnisses umgiebt die Beschlußfassung darüber.( Heiterkeit) anderen Boden zu lösen suchen, wie es auch die vorliegende Das Gericht berathet und kommt mit dem fertigen Urtheil Vorlage versucht. Die verbündeten Regierungen hatten geglaubt, zurück. Gründe werden nicht angegeben. Die Deffentlichkeit geht diesen Versuch noch in der legten Session machen zu können, vor dieses Urtheil nichts an? Ja aber man wird fragen: Wo hast Du einem Reichstag, mit dem sie sich in allen wichtigen Fragen bis auf den Beschluß? Hat der Freigesprochene ihn nicht, da gehört er in einer im Einklang befunden hatten. Wir ändern also an dem die zweite Klasse der Freigesprochenen, etwa wie ein bestrafter Wiederaufnahme- Verfahren gegenwärtig nichts, weil wir dann in Soldat in die zweite Klasse des Soldatenstandes.( Sehr richtig.) bie Strafprozeß Ordnung eingreifen müßten. Wird also die Warum das? Weil es einmal vorkommen könnte, daß jemand bei Man denke Wiederaufnahme beschlossen, so findet eine neue Hauptverhandlung einem Wiederaufnahme- Verfahren Profit gemacht hat. statt. Der Unschuldige befindet sich in derselben Lage wie jeder auch an folgende Fälle: Ein Mensch wird wegen Mäjestätsbeleidigung Angeklagte. Er hat nichts zu beweisen, er kann warten, welche Be- aufein Jahr ins Gefängniß gesteckt, auf das Zeugniß eines Ehrenmaunes. Iaftungsmomente gegen ihn geltend gemacht werden; diese hat er zu Es ergiebt sich dann, daß dieser Ehrenmann ein Schuft ist. So was widerlegen. Ergiebt nun das Verfahren, daß sie nicht ausreichen, so tommt vor.( Heiterfeit.) Nun wird ein Wiederaufnahme- Verfahren wird er freigesprochen. Damit ist das Verfahren erledigt. Ergiebt eingeleitet, das neue Gericht glaubt dem Zeugniß nicht mehr, und sich aber weiter, daß die Verdachtsgründe nicht nur erschüttert, spricht den Angeklagten frei: Halten Sie den Beweis für geführt? fondern vollständig beseitigt sind, derart, daß der Richter sich von Ich nicht! Ein Schuft kann ja einmal die Wahrheit gesagt haben. der Unschuld des Angeklagten überzeugen muß, so felt bier Ober es bat jemand eine Schurkerei begangen. Er ist verurtheilt. der Entwurf ein und verpflichtet das Gericht, durch Ve- In einem Wiederaufnahme- Verfahren nimmt das Gericht nun aber schluß festzustellen, ob der Fall der Entschädigung des An- an, daß die That zwar moralisch durchaus verweiflich, aber geflagten vorliegt oder nicht. Dieser soll gefaßt werden im juristisch nicht strafbar ist. Dann ist die Unschuld vollständig er: unmittelbaren Anschluß an die Hauptverhandlung, nach dem wiesen. Ob da eine Entschädigung mit recht zugesprochen wird Gesammteindruck alles dessen, was verhandelt ist, nach der freien oder nicht? Ueberzeugung der Richter, ohne mittelbare Begründung, geivisser: Nicht an diejenigen nur aber sollte man denken, welche das Depeschen und lehte Nachrichten. maßen wie der Wahrspruch der Geschworenen vor sich geht. Einmal Wiederaufnahme- Verfahren extrahirt haben, sondern auch an die, Nence Olympia Riefentheater. Ein großes unvorhergesehenes gefaßt, fann er von der Staatsanwaltschaft nicht mehr angefochten welche schon einen Theil ihrer Strafe verbüßt haben, dann aber Hinderniß veranlaßt die Direktion, uns foeben, furz werden. Da die Deffentlichkeit fein Intereffe daran hat, wird der darum freigesprochen worden sind, weil ein Mitangeklagter Revision Schluß unseres Blattes, anzuzeigen, daß die Eröffnung des Beschluß nicht verkündigt, sondern dem Angeklagten zugestellt. Der eingelegt hat und diese Revision auch bezüglich der schon in Straf: Etablissements bis zum Mittwoch, den 8. Dezember 1897, Freigesprochene erhebt feinen Anspruch. Hält er das ihm Bu haft befindlichen zur Freisprechung geführt hat. Diese Punkte verschoben werden muß. Die für Freitag den 3. d. M. gelösten gewiefene für nicht entsprechend, so steht ihm das Recht der Klage empfehle ich einer wohlwollenden Prüfung der Kommission.( Beifall.) Billets behalten ihre Giltigkeit für Mittwoch den 8, während die gegen den Fiskus zu. Abg. Dr. Rintelen( 3)( Auf der Journalistentribüne schwer der Entschädigung unschuldig Verurtheilter weiter geht, als ber vor weierlei Freigesprochene geschaffen werden, indem ben Unschuldigen giltig find. Ich glaube, daß feine Gefeßgebung des Auslandes in der Frage verständlich): Auch ich muß dringend dafür eintreten, daß nicht für Sonntag den 5. verausgabten Billets für Sonntag den 2. liegende Entwurf. Die meisten anderen Geseze begrenzen aller- eine Entschädigung gewährt wird, den Nichtüberführten dagegen Wieu, 3. Dezember.( B. H.) Das über Prag verhängte Stand dings bis auf einige wenige die Entschädigungspflicht dahin, daß nicht. Dagegen bin ich im Gegensatz zu meinem Freunde Rören der schlechtweg die volle Unschuld gefordert wird. Aber diese Gesetze Meinung, daß eine Einschränkung des Wiederaufnahme- Verfahrens recht foll am Montag wieder aufgehoben werden, wenn die Ruhe laffen nur eine angemessene Entschädigung zu, nicht, wie geboten erscheint, wenn auch nicht in so startem Maße, wie es die bis dahin anhält. Verlust des unschuldig vorjährige Vorlage wollte. wir, eine Entschädigung, die Verurtheilten einfach ausgleicht. Außerdem verweisen jene Abg. Beckh( frs. Vg.): Wenn man im vorigen Jahre mir geGesetze den Freigesprochenen auf den Verwaltungsweg, während folgt wäre und nach dem von mir eingebrachten Autrage den Paraer sich bei uns an die Gerichte halten kann. Jin übrigen meine graphen über die Entschädigung aus der Strafprozeß Ordnung ich, daß, wenn Sie nur die Verhandlungen der Kommission der herausgelöst und abgesondert angenommen hätte, so wäre man jetzt Strafprozeß- Novelle vom vorigen Jahre gelesen haben werden, Sie weiter, als es thatsächlich der Fall ist. Bezüglich der Unterscheidung überzeugt sein müssen, daß für die Regierungen die finanziellen in Unschuldige und Nicht- Ueberführte muß ich hervorheben, daß im Paris, 3. Dezember.( W. T. V.) Die Deputirtenkammer nahm Intereffen hierbei feineswegs die Hauptsache sind.( Beifall rechts.) Wiederaufnahme- Verfahren schon jetzt fast ausschließlich nur UnWenn die Regierungen aber trotzdem bei ihrer stets verfchuldige freigesprochen werden; schon darum kann man diesen Unter- mit 513 gegen 4 Stimmen einen Gesetzentwurf an, dahingehend, die Oftroi- Abgaben auf hygienische Getränke abzuschaffen und dieselbe tretenen Auffaffung stehen bleiben, daß nur der unschuldig fchied ruhig aufheben. Berurtheilte einen Anspruch auf Entschädigung haben soll, so sind Abg. Stadthagen( Soz.): Schon im Jahre 1881 ist von meinem durch andere von dem Gemeinderathe feitgeſetzte Steuern zu ersetzen. Paris, 3. Nov.( W. T.B.) General Pellieug überreichte heute Abend es ethische Rücksichten, die sie zu dieser Stellung veranlaßt haben, Freunde Frohme beantragt worden, die unschuldig Verurtheilten zu und sie haben sich um so mehr von der Richtigkeit dieser Grenze entschädigen. Jetzt, nach 16 Jahren kommt nun endlich eine Vorlage das Ergebniß seiner Untersuchung in der Dreyfus- Angelegenheit dem überzeugt, als der Reichstag felbft früher diesen Standpunit wieder- heraus, aber, was sie bietet, fönnen wir feinesfalls als genügend General Sausfier, welcher das Aktenstück sofort einer Prüfung unterholt vertreten hat. Im allgemeinen hatten die Regierungen ja anerkennen. Es ist vielmehr das Gegentheil dessen, was gefordert zog. Sauffier wird voraussichtlich morgen Vormittag seine Ents Dies mögen bezüglich der finanziellen Seite einige scheidung treffen. eigentlich feine Veranlassung zur Vorlegung dieses Entwurfs, denn werden kann. In den letzten 5 Jahren sind in Preußen Cunco, 3. Dezember.( W. T. B.) Durch eine Feuersbrunit ein Unschuldiger, dessen Freisprechung im Wiederaufnahme- Verfahren Zahlen beweisen. erfolgt war, wurde auch früher schon aus der Staatstaffe 2129 170 Menschen verurtheilt worden. Davon wurden im Wieder- wurden 20 Häuser der Ortschaft Roviera( Gemeinde Vinadio) zerunter allen Umständen entschädigt. Nur geschah das bisher im aufnahme- Verfahren freigesprochen 531 und von diesen hatten nur ftört. Eine Person fand in den Flammen den Tod. Der Schaden ist Wege der Gnade, während sie jetzt den Weg des Rechtes hierfür 106 ihre Strafe schon angetreten. Das macht im Jahre 35. Sie sehen beträchtlich. Gegen 30 Familien sind in der Ortschaft, woselbst schon erstreben. Das ist der einzige Unterschied zwischen dem jetzigen und also daraus, daß die Kosten, welche die Entschädigung dieser wenigen reichlicher Schnee liegt, obdachlos. Charkow, 3. Dezember.( B. H.) Der hiesige große Bahnhof ist dem zukünftigen Zustande. Die Regierungen hielten es für Personen erfordert haben würde, so geringe sind, daß schon darum hier zu Rechtsweg überflüssig, wählen. Wenn fie die Vorlage weit über den Kreis dessen was sie bietet, hinaus, hätte gestern Nacht total niedergebrannt. Der Entwurf deckt sich übrigens Alexandrien, 3. Dezember.( B. H.) Nachrichten aus Omdurman gleichwohl diesen Standpunkt aufgegeben haben und Ihnen erweitert werden können. entgegengekommen find, so glaube ich demgegenüber der Hoff nicht einmal mit den Ansichten, welche in einzelnen Regierungs- zufolge in dort ein Aufstand ausgebrochen. Osman Digma mußte nung Raum geben zu können, daß Sie geneigt sind, dies Entgegen freisen über diese Frage gehegt werden. In dieser Beziehung weise Metemneh aufgeben, um dem Khalifen Hilfe zu bringen. Die tommen auch Ihrerseits zu erwidern in bezug auf von Ihnen etwa ich darauf hin, daß in dem veröffentlichten amtlichen Schreiben, Engländer schicken sich an, Metemneh zu besetzen. den V 3. die gegen den Abg. Schmidt( Frankfurt) bei dem Land. gericht zu Frankfurt a. M. a) wegen Beleidigung eines Unteroffiziers; b) wegen Beleidigung von Offizieren und Unteroffizieren; c) wegen Beleidigung des Direktors H. Blankarts schwebenden Strafverfahren; 4. die gegen den Abg. Stadthagen schwebenden Strafverfahren, und zwar: a) bei dem Landgericht Berlin II wegen Beleidigung der Magdeburger Richter, b) bei dem Landgericht Hanau wegen Beleidigung eines Amts. richters, c) bei dem Landgericht Berlin I wegen Beleidigung von Berliner Polizeibeamten und eines Gendarmen durch die Presse, d) bei dem Landgericht Berlin I wegen Beleidigung der Berliner Polizeibeamten; 5. dns gegen den Abg. Vogtherr bei dem Landgericht zu Magdeburg wegen Majestätsbeleidigung, Beleidigung des Reiches funzlers und des preußischen Staatsministeriums schwebende Strafverfahren sämmtlich während der Dauer der gegenwärtigen Seffion eingestellt werden. Damit ist die Tagesordnung erledigt. Nächste Sigung: Montag, den 6. Dezember, 1 hr. Tagesordnung: Flottenvorlage. Schluß 5 Uhr. vor Prag, 3. Dezember.( W. T. B8.) Aus mehreren Orten Böhmen, wie Neu- Bidschow, Melnik und Kralrp werden aus den leyten Tagen Rundgebungen gemeldet, bei welchen in von Deutschen und Israeliten bewohnten Häusern die Fenster eingeschlagen wurden. Auch in Gablonz wurden die Fenster der böhmischen Schule eingeworfen; von dort ist Militär requirirt; die Gendarmerie zerstreute überall die erregte Menge. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobcy in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin, Dierzu 2 Beilagen. r. 283. 14. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 4. Dezember 1897. auszudehnen. Parlamentarisches. was als Rompromiß zu gelten hat. Nach der über meinen Blätter unter strenger Klausur gehalten. Am vorigen Sonnabend Antrag gepflogenen Diskussion bin ich zu der Ueberzeugung ge- wollte ihn ein Freund aus Colmar befuchen; es gelang diesem jedoch kommen, daß dies nicht überall der Fall ist. Es erscheint mir daher nicht, den Gefangenen zu Gesicht zu bekommen, obwohl dem Ges eine Klarstellung darüber nothwendig, was als Kompromiß anzufängnißdirektor selbst die Bitte des Besuchers vorgetragen wurde. sehen sei. Als die geeignetste Stelle hierzu schlage ich die Partei- Bueb hat Selbstbeschäftigung bewilligt erhalten, trägt eigene Wäsche, leitung im Verein mit der Fraktion vor. Beide Körperschaften aber Anstaltskleider und ißt Gefangenenkost. Briefe darf er nur von tönnen, da gegenwärtig gerade der Reichstag tagt, sehr leicht zu Verwandten und nur über Familienangelegenheiten erhalten, auch einer Berathung zusammentreten und Bestimmungen darüber aus zum Besuch werden nur seine nächsten Angehörigen vorgelassen. arbeiten, was als Rompromiß anzusehen sei." In solcher Weise behandelt man einen Mann, dessen öffentliches Wirken selbst ein Blatt wie der als Sozialistenfeind bekannte nationalliberale Schwäbische Merkur" anerkennen mußte! " Kommunales. Der Seniorenkonvent trat gestern unter Borsiz des Präfi denten zusammen, um über die Reihenfolge, in welcher die bis jetzt eingebrachten Regierungsvorlagen berathen werden sollen, zu beschließen. Man einigte sich dahin, daß die ersten Berathungen der Marinevorlage, des Etats und der Militär- Strafprozeßordnung vor der Weihnachtspause zur Erledigung gebracht werden sollen. Nächsten Montag wird das Flottengefeß, alsdann der Etat und daran anschließend die Militär Strafprozeßordnung Bei den Gemeindewahlen in Westfalen errang unsere Partei zur Berathung gelangen. Die Weihnachtspause wird, wie einige beachtenswerthe Erfolge. Im Dorfe Eving bei Dortmund man annehmen zu können glaubt, am 18. Dezember beginnen und siegte der von den Parteigenoffen aufgestellte Bergmann Val. bis zum 10. Januar n. J. dauern. Weiter wurde beschlossen, den Herrmann mit 99 Stimmen über den von der Zeche protegirten Vorsitz in den ständigen Kommissionen( Geschäftsordnungskommission, Kandidaten, der mit 64 Stimmen unterlag. Bei der vorigen Wahl Budgetkommission, Wahlprüfungskommission, Petitionskommission waren in Eving nur 46 fozialdemokratische Stimmen abgegeben Aus der Magistratejikung am Freitag. Das städtische und Rechnungskommission) den Parteien, die bisher den Vorsitz worden. Ferner wurde im Dorse Kirch derne bei Dortmund der Einwohner Meldeami, welches sich gegenwärtig Könighatten, zu belassen. Auch bezüglich des Stärkeverhältnisses der Parteigenoffe H. Vogt in den Gemeinderath gewählt. Im Dorfe Straße 1-6( Alte Post) befindet, muß wegen Abbruch dieles Ge Fraktionen in den Kommissionen tritt feine Veränderung ein. Den Dahlhausen- Fuhr bei Bochum gelang es, den bisherigen bändes die dort von ihm eingenommenen Räume verlassen. Zur Vorsitz in den ad hoc einzusetzenden Kommissionen soll zwischen den bürgerlichen Vertreter der 3. Abtheilung zu verdrängen. Er erhielt ferneren Unterbringung dieses Amtes beabsichtigt nun der Magistrat Parteien wechseln. 112 Stimmen; der Kandidat der Arbeiter, Konr. Kuhlmann, Bureauräumlichkeiten von der Baugesellschaft Neue Friedrichstraße" Nationalliberaler Arbeiterschuh- Autrag. Die Abg. Frhr. fiegte mit 166 Stimmen. Bei den großen Schwierigkeiten, mit denen in der Neuen Friedrichstraße 65 zu miethen und zwar vom 1. April Heil zu Herrnsheim und Bassermann haben mit unter: nsere Partei gerade in Westfalen zu kämpfen hat, sind diese Erab für den jährlichen Miethspreis von 8800 M. Das Magistratsftützung der nationalliberalen Fraktion des Reichstags folge von nicht zu unterschätzender Bedeutung, denn sie zeigen, daß Kollegium hat befchloffen, die diesbezügliche Genehmigung der einen Gesetzentwurf eingebracht, welcher zunächst bezweckt, den geie Sozialdemokratie auch in jener Provinz mehr und mehr Fuß zu Stadtverordneten Versammlung einzuholen. Das Polizeipräsidium hatte sich an den Magistrat beschwerdewerblichen Arbeiterschutz und die Bestimmungen über die Beschäffaffen beginnt. führend gegen die Armen- Direktion gewendet, weil dieselbe fich tigung jugendlicher Arbeiter und Arbeiterinnen sinngemäß auf die Von der Agitation. Der Parteigenoffe Johannes Timmweigerte, die durch polizeilichen Transport truntener Personen Hausindustrie auszudehnen, und die Arbeitszeit der in offenen Ver- aus Berlin hat auf einer Agitationstour durch den westfälischen entstehenden Kosten zu tragen. Das Magistratskollegium hat auf faufsstellen, in Schant- und Gastwirthschaften beschäftigten weiblichen Wahlkreis Hagen- Schwelm in den Orten Hagen, Schwelm, grund der Annahme der Armendirektion, die betreffenden Personen Arbeiter neu zu regeln, ferner eine Resolution, die verbündeten Re- Gevelsberg, Langerfeld und Haspe 9 gut besuchte Versammlungen werden nur im polizeilichen Interesse von den Straßen weggeschafft, gierungen zu ersuchen, die Kranken-, Invaliditäts- und Alters- Ver- abgehalten. In den meisten Orten des Kreises stehen der Partei sicherungspflicht auf die Hausgewerbetreibenden und ihre Arbeiter infolge des Truckes, der von bekannter Seite auf die Wirthe aus. beschlossen, die Beschwerde zurückzuweisen. Der Maler und Zeichner Wendel ist vom Magistratskolleginm geübt wird, keine Lokale zur Verfügung; selbst in Hagen, das über Ausgenommen bleiben von dem Gefeß die Werkstätten, in 40 000 Einwohner hat, die fast ausschließlich der Arbeiterklasse anum Beichenlehrer am Königstädtischen Real Gymnasium gewählt worden. welchen der Arbeitgeber ausschließlich zu seiner Familie gehörige gehören, verweigert man uns die größeren Säle. Die freifinnige Den Juspektor Fuchs, welcher bislang von der Armendirektion Personen beschäftigt. Für die anderen hausindustriellen Betriebe und nationalliberale Presse nüßt unseren Lokalmangel aus, um über mit der Beaufsichtigung des Kartoffelbaues betraut war, hat das sollen die Arbeiterschutzbestimmungen der Gewerbe- Ordnung Geltung die Sozialdemokratie und ihre Bertreter das tollste 3eug zu ver: Magiftratskollegium zum Stadt Wachtmeister gewählt. erhalten. Lohnabzüge für verdorbene Arbeit sollen nur gemacht breiten. In unseren Versammlungen aber erscheinen in der Auf Antrag der städtischen Feuersozietät hat das Magistratss werden, wenn der Schaden aus Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit Regel teine Gegner und sie kommen, da schweigen Krebs, entstanden ist. Lohnabzüge für Miethe, Reinigung und für Be- sie sich aus. Die Parteigenoffen in Hagen Schwelm baben follegium den Raths Maurermeister reb 3, dessen Wiederwahl nutzung des Handwerkzeuges sind untersagt, ebenso Verträge, welche unter folchen Umständen ein hartes Stück Arbeit, um den Kreis für demnächst abläuft, wiedergewählt. diesen Bestimmungen zuwiderlaufen. Der Stadtverordnete Rosenow ist aus der Fraktion der Die Werkstätten find den die Sozialdemokratie zu erobern. Zinken ausgetreten. gesetzlichen Bestimmungen gemäß herzurichten; die Aufnahme und Belösligung jugendlicher Arbeiter muß gesundheitsgemäß erfolgen. Ferner sind Bestimmungen vorzusehen, wonach vor der Niederkunst nehende Arbeiterinnen die Arbeit niederlegen fönnen. Schwangere dürfen nicht über die vorgeschriebene Arbeitszeit beschäftigt werden. Ferner soll bezüglich der Lohnbücher und Arbeitszettel als neue Bestimmung in die neue Gewerbe Ordnung eingeschaltet werden: Für bestimmte Gewerbe fann der Bundesrath Lohnbücher oder Arbeitszettel vorschreiben, in denen Art und Umfang der übertragenen Arbeit, bei Attordarbeit die Stückzahl, ferner die Lohnfäße und die Bedingungen für die Lieferungen von Werkzeugen und Stoffen zu den übertragenen Arbeiten von dem Arbeitgeber oder dem dazu Bevoll mächtigten zu beurkunden sind. Lohnbücher sind vom Unternehmer dem Arbeiter kostenfrei einzuhändigen; die Einrichtung derselben bestimmt der Reichskanzler. Weiter soll die Mitgabe von Arbeit nach Hause wie folgt geregelt werden: Für bestimmte Gewerbe kann diese der Bundesrath verbieten bei Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeitern, sofern ihre tägliche Arbeit in Fabrik und Werkstätte sechs Stunden übersteigt. Die bezüglichen Bundesrathsbestimmungen sollen dem Reichstag bei seinem demnächstigen Zusammentritt vor gelegt werden. 100 : B In Neu- Mühle bei Königs Wusterhausen, und zwar im Waldschlößchen daselbst, wurde am vergangenen Sonntag die erste sozialdemokratische Versammlung abgehalten. Sie war sehr start besucht und nahm den Vortrag des Parteigenossen Goerte, der über die nächsten Reichstagswahlen sprach, mit großer Begeisterung auf. Außer dem Waldschlößchen steht unserer Partei noch ein zweites Lokal in Aussicht, wenn die Berliner Ausflügler das Wald. schlößchen durch ihren Besuch unterstützen. der nationalliberale" Schwäbische Mertur", ein start sozialistenWerthvolles Agitationsmaterial für nusere Partei lieferte feindliches Blatt, in einer vom 19. November datirten Korrespondenz aus Straßburg i. E., worin es heißt: Die fast scherzhaft flingende Kolmarer Nachricht, daß im oberelfäffischen Bezirkstag der sozialdemokratische Reichstags- und Bezirkstags- Abgeordnete Bueb auf einmal nicht weniger als zehn, zum theil sehr vernünftige Anträge eingebracht hat, erinnert wieder einmal an eine politisch bedeutsame Thatsache, die im allgemeinen stark verkannt wird. Die enorme Steigerung der Stimmenzahl, die bei den letzten Reichstags- Wahlen den Sozialdemokraten zugefallen ist, wird in gewissen Kreisen Beim Gewerbebetriebe in offenen Verkaufsstellen und Schank theil nur politisch Mißvergnügte aus allen möglichen Parteilagern gerne mit großer Geringschätzung behandelt, weil das ja zum größten und Gastwirthschaften soll weiblichen Bedientesten eine ununter- seien, die gerne einen Standal unterstützen. So einfach liegt die brochene Nachtruhe von mindestens zehn Stunden gestattet werden. Sache aber nicht, wenigstens im Oberelsaß. Hier haben sich die Ferner ist bestimmt: Sozialdemokraten in erstaunlich weiten Kreisen, weit über die eigent Tokales. Die Adreffen der Preßkommissions- Mitglieder sind; Für den 1. Wahlkreis: Joh. Timm, Annenstr. 38, IV. Karl Woldt, Kanonierstr. 13, I. Für den 2. Wahlkreis: Ferdinand Ewald, Schönleinstr. 6. Gustav Bartsch, Golzstr. 28. Für den 3. Wahlkreis: W. Schölzel, Mariannenplatz 5. A. Wartenberg, Louisen- Ufer 89. Für den 4. Wahlkreis: Paul Hoffmann, Oppelnerstr. 21, v. II. W. Schulz, Weidenweg 5, IV. Für den 5. 28ahlkreis: Leopold Liepmann, Linienstr. 25. A. Roth, Schönhauser Allee 2, rechter Seitenfl. IV. Für den 6. Wahlkreis: Adolf Jacobius, Diedenhofenerstr. 4, Hof IV. Franz Starofson, Bringen- Allee 17. Für Teltow Beeskow: • Ph. Thomas, Rigdorf, Bergstr. 162. Für Nieder Barnim: Emil Gerstenberger, Weißensee, Wilhelmftr. 3, I. Robert Pafewaldt, Streuftr. 120, III. Alle hier genannten Parteigenoffen nehmen Beschwerden, Ane. regungen 2c. entgegen. Die in Wirthschaften und Gastwirthschaften angestellten Perliche Arbeiterwelt hinaus thatsächlich eine gewisse Popularität er sonen können, soweit es zur Bedienung der Gäste nöthig ist, abends worben durch das eifrige, geschickte Vorgehen mit positiven Verbis zur Polizeistunde und bei Freinächten auch über dieselbe hinaus besserungsvorschlägen, das dort namentlich Bueb zum System erhoben beschäftigt werden. Doch ist ihnen in allen Fällen eine tägliche, hat. So lange die Großindustriellen oder die Notabeln aus. ununterbrochene Ruhezeit von mindestens acht Stunden zu geschließlich das Regiment in der Hand hatten, hat thatsächlich statten. Sofern der Sonntag aus Rücksichten auf den Betrieb nicht auf den verschiedensten Gebieten, bei denen die materiellen Interfreigegeben werden kann, ist ihnen während der Woche ein halber effen der Bevölkerung unmittelbar berührt werden, eine vollständige Der neugewählte Vorstand des Wahlvereins für diesen Wahltreis An die Parteigenossen des vierten Wahlkreises Südost! freier Tag zu gewähren. Für Kuranstalten kann während der Stagnation geherrscht, ohne daß wir damit das Verdienst, das sich ist in Funktion getreten und sieht eine seiner wesentlichsten Aufgaben Sommermonate von der unteren Verwaltungsbehörde Ausnahme feiner Zeit die Malhauser Großindustrie mit der Inangriffnahme darin, die nicht politisch organisirten Parteigenoffen zum Beitritt in gestattet werden. Mädchen unter 18 Jahren dürfen zur ständigen der Arbeiter- Wohnungsfrage erworben hat, unterschätzen wollen. den Wahlverein zu bewegen. Bedienung nicht verwendet werden, wenn sie nicht zur Familie des Da sind dann die Sozialdemokraten, sobald sie in den Mülhauser 12. und 14. Bezirk haben gezeigt, daß der Boden gut ist und nur Die letzten Kommunalwahlen im Wirthes gehören. Gemeinderath eingedrungen waren, sehr geschickt vorgegangen: der Beackerung bedarf. Diese Vorarbeit muß jedoch gerade jetzt Die Aussicht über die Ausführung dieser Bestimmungen soll neben manchem, was nur die Förderung ihrer Agitation bezweckte, energischer denn je verrichtet werden. Stehen doch die Reichstagsdurch Fabrikinspektoren und Ortspolizeibehörden wahrgenommen haben sie in der That manche sehr vernünftige, prattische Vorwahlen vor der Thür, welche die ganze Thattraft aller politisch werden. Den Aufsichtsorganen sollen weibliche Aufsichtsbeamte bei schläge gemacht. Wie aber das auf die Bevölkerung einwirft, mag organisirten Genossen in Anspruch nehmen. Rein überzeugter Argeordnet werden. Zuwiderhandlungen sollen mit Geldstrafe bis an einem aus dem Leben gegriffenen Beispiele gezeigt werden. In beiter darf dem Wahlverein feru bleiben. Der Beitrag ist pro 2000 M., im Unvermögensfalle mit Gefängniß bis zu fechs Monaten einem oberelsässischen Orte sind die öffentlichen Zustände der Ge- Monat auf 20 Bf. bemessen, Einschreibegeld wird nicht erhoben. bestraft werden. Im Wiederholungsfalle tritt Geldstrafe(??) ein. meinde nach gewisser Richtung hin allmälig unhaltbar geworden. In folgenden Zahlstellen finden Aufnahmen statt und werden BeiEine Juterpellation wegen der Monopolifirung des Pe Der Bürgermeister, gleichzeitig Hauptperson einer großen Fabrik, ist träge erhoben: Erbe, Cuvryftr 25. Stadelmann, Falckens troleumhandels bringen die Nationalliberalen ein, wohl gedrängt absolut nicht dazu zu bringen, die betreffende Frage, deren Lösung steinstraße 7. Toltsdorf, Görligerstr. 58. Meyer, Lübbenerdurch die vorhergegangene Interpellation der sozialdemokratischen für seine Fabrit jedenfalls feinen Nugen, möglicherweise sogar eine straße 30, Carl Scholz, Wrangelstr. 27. Bachmann, Fraktion in der badischen Kammer. Die von Baffermann u. Gen. tleine Beeinträchtigung mit sich bringen wird, in Angriff zu nehmen. Eisenbahnstraße 35. Beyer, Wrangelstraße 131. Streit, gezeichnete Interpellation lautet: Und da ist an diesem Orte bis in die Beamtenkreise hinein die Naunynstraße 86. Seidler, Ratiborstr. 16. Brödenfeld, Welche Maßregeln gedenken die verbündeten Regierungen fefte Ansicht verbreitet: wenn( was zweifellos der Fall) bei Manteuffelstr. 74. Go13, Grünauerstr. 8. Th. Meßner, zu ergreifen, um den auf Monopolisirung des deutschen Petroleum der nächsten Wahl einer oder einige Sozialdemokraten in den Drantenstr. 184. Dierberg, Forsterstraße 17. Gottfried handels gerichteten Bestrebungen der Standard- Dil- Company ent- Gemeinderath kommen, dann wird auch die Lösung dieser An Schulz, Admiralstr. 40 a. Außerdem werden Beiträge entgegen gegenzutreten." gelegenheit nicht mehr weiter verschoben werden! Es ist hier, wie genommen bei D. Rasche, Bigarren- Geschäft, Wrangelstraße 11. auch sonst vielfach, die Indolenz und der mangelnde Gemeinfinn der Schilling, Manteuffelstraße 88. Gesche, Cigarrenhandlung. sozialobersten Klasse, wodurch der Boden für die Sozialdemokratie Wrangelstr. 63. Fris Thiele, Beitungs- Spedition, Stalizers vorbereitet wird." straße 35. Das Zentrum des Reichstages hat sich heute mit der Marinevorlage beschäftigt, jedoch nur in allgemeinen Bügen die Debatte geführt. Eine deutliche Stellungnahme war, wie behauptet wird, noch nicht zu erkennen. Was von der Thätigkeit unferer elsässischen Parteigenoffen gilt, das gilt von der Sozialdemokratie überhaupt. Wo immer Mit glieder unserer Partei wirken, sei es im Gemeinderath, im Landtag und Reichstag oder in anderen öffentlichen Körperschaften, überall bringt ihre Anwesenheit Nußen. " " Der Vorst and besteht aus folgenden Genoffen: Karl Scholz, erster Vorsitzender, Wrangelftr. 27. Reinh. Languer, Die konfervative Reichstagsfraktion hat heute die Marine zweiter Vorsitzender, Wienerftr. 28. Otto Rafche, erster Schrift vorlage berathen und sich mit derselben einverstanden er führer, Wrangelfir. 11. Ostar Martin, zweiter Schriftführer, tlärt. Glogauerstr. 30. Fr. Schwarze, erster Raffirer, Oppelnerstr. 29. Initiativanträge der deutsch- sozialen Reformpartei( Antifemiten). Die deutsch- soziale Reformpartei hat in ihrer letzten Todtenliste der Partei. Aus Gent in Belgien erhalten wir erm. 3immer, zweiter Staffirer, Görliger Ufer 7. Herm. Revisoren: Menzel Fraktionssihung die Einbringung folgender Initiativanträge be: telegraphisch die Trauerbotschaft, daß am Freitag Morgen Balke, Beisiger, Wrangelstr. 55. schlossen: Berbot der Judeneinwanderung; Schächtverbot; einen An-/ 4 10 1hr der Parteigenosse Edmund van Beveren nach Wrangelstr. 78. Beyer, Wrangelfir. 70. obfe, Forsterstr. 45. trag, betreffend Regelung der Bedingungen bei Versicherungs- langer fegensreicher Thätigkeit geftorben ist. Er war ein hervor Die intereffirenden Parteigenoffen ersuchen wir, obige Adressen D. D. anstalten; und einen Antrag, betreffend Wahlpflicht, unter erhöhter ragender Organisator und nach dem Zeugniß des Parteigenossen Dr. Vinck, auszuschneiden und aufzubewahren. Sicherheit der Wahlfreiheit für die Wähler in Verbindung mit Ge- einer jener Tapferen, denen die Partei nie genug Dant bezeigen fann. währung von Diäten an die Abgeordneten. Mit Anfeele zufammen, den er durch seine Agitation in den Jahren 1874 Historische Ausstellung für Kinderpflege. Die vielerlei Der seitherige Präsident des Abgeordnetenhauses, Herr die Zeitung Der Voltswille" und feit 1886 ist das Leben im Schwunge ist, hat eine Unmenge von Bazaven, Weihnachtsmessen bis 1876 in die Bewegung gezogen hat, gründete er in Gent Wohlthäterei, die besonders jetzt, in den Wochen vor Weihnachten, v. Köller, hat auf das bestimmteste erklärt, in der nächsten van Beveren's und Anseele's zugleich das Leben der Genter Arbeiter und derartigen vergnüglichen Veranstaltungen gezeitigt. In dem Session des Landtags eine Wiederwahl in feinem Falle anzunehmen. Für den Fall beabsichtigen, wie wir hören, die Kon- Organisationen gewesen, insbesondere des„ Vooruit", einer der dunklen Drange, etwas Anderes, Ernsteres zu bieten, hat der Verein blühendsten Unternehmungen der belgischen Sozialdemokratie. Wöchnerinnenheim" in der Wilhelmstr. 63 eine historische Ausservativen Herrn v. Ströcher zu präsentiren, der alsdann auch ge- Ferner ist das Aufblühen der sozialistischen Bewegung in Nord- ftellung für Kinderpflege veranstaltet, der zwar noch etwas von dem wählt werden würde. Herr v. Köller soll zu seinem Entschluß vor frankreich, insbesondere in Roubaix und Lille, vorzugsweise der Dufte des üblichen Wohlthätigkeitssportes anhaftet, und die auch nehmlich durch ein chronisches Halsleiden veranlaßt worden sein. Agitation van Beveren's zu danken. Er war von Profession sonst durchaus nicht das Thema erschöpft, immerhin doch aber des Maler und hat ein Alter von über 50 Jahren erreicht. Kleiner und Interessanten und Anregenden vielerlei bietet. Da sind zunächst fleiner wird der Kreis derer, die in Belgien wie in den anderen einige Modelle, die veranschaulichen, wie die aftrömischen Kinder Partei- Nachrichten. Kulturländern das Samentorn des Sozialismus zuerst ausgestreut gewickelt wurden. Im allgemeinen wurde früher wie bei den Preußische Landtagswahlen. Der Parteigenosse D. Mittag und unter unfäglichen Mühen und Opfern sein Keimen überwacht und Römern auch von allen anderen Völkern das neugeborene Kind stark in Halle a. S. fandte uns eine Erklärung, worin er den Sinn gefördert haben, so daß es sich zu dem weltumspannenden Baume gewickelt, um namentlich die Schönheit des Kindes zu heben. Als feines vom Hamburger Parteitage angenommenen Amendements: entfalten konnte, ben keine Macht mehr zu entwurzeln vermag. Es Auswüchse dieses Bestrebens ist das Einschnüren der Füße der Kompromisse mit anderen Parteien dürfen nicht abgeschloffen fei der Stolz der jüngeren Generation, durch treue, selbstlose Arbeit chinesischen Frauen und das Verändern der Kopfform durch Binden werden. Alles andere( in der Resolution Bebel's) noch folgende soll für die Verwirklichung des Sozialismus nachzueifern den Bahn- zu betrachten, das nicht allein bei wilden Wölterschaften, sondern gestrichen werden", wie folgt darlegt:„ Es sollen mit den Gegnern brechern der neuen, beſſeren Zeit, zu denen auch Edmund van Beveren fagar im mittleren Europa sehr verbreitet war und zum theil noch feine Abmachungen getroffen werden, die als Kompromiffe zu gehört hat. ist. Ein Gipsmodell zeigt uns einen auf solche Art verkrüppelten Abinachungen überhaupt untersagt bezeichnen wären, Fuß und mehrere Zeichnungen die entstellenden und schädlichen Amendement nicht, mithin sind sie zulässig, fie zulässig, was auf dem Reichstags- Abgeordneter Bue b in Mülhausen i. E., der Wirkungsmethoden, die erst in neuerer Zeit durch die Erkenntniß, Barteitag auch gleich durch Singer festgestellt wurde. Nun habe ich am 26. v. M. feine einjährige Gefängnißstrafe im dortigen Bezirks daß dem Kinde frische Luft und Bewegung notthut, verdrängt bisher geglaubt, daß man sich in der Partei darüber klar ist, gefängniß angetreten hat, wird nach den Mittheilungen oberelsässischer werden. das Polizeiliches, Gerichtliches ze. durch Einblic in beide Eine ganze Anzahl von Wiegen, theils aus Privatbesib, theils| Rampe auf Treptower Seite, sowie der sich an lettere anschließenden Eine, Verzweiflungsthat hat am Freitag Mittag die von hiesigen Museen stellen mehr oder weniger die gewerbliche Tunnelbahn soll begonnen werden, sobald der Gesellschaft für den Schneiderin Martha Block an ihrem dreijährigen Sohn und an sich Fertigkeit der verschiedenen Zeiten und Völker dar. Am eigen- Bau der Untergrundbahnen der dazu erforderliche Bauplak über- selbst unternommen. Die Block, die mit ihrem Kinde im Hause thümlichsten ist die einer Molle nicht unähnliche, aus einem Stück wiesen worden ist. Die dahin zielenden Anträge hat die Gesellschaft Görlitzerstr. 26 eine Wohnung inne hat, wird als eine nervöse gefertigte Estimowiege. Ueberhaupt haben die Estimos die an die städtische Verkehrsdeputation sowie an die städtische Part Person geschildert. Als ihr Bräutigam fie besuchen wollte, fand er originellsten Bewahrungsörter für die Kinder; während sie von der deputation gerichtet. feinen Einlaß und benachrichtigte in banger Vorahnung den Ontel Mutter in einer Kapuze auf dem Rücken getragen werden, wie es Die Freifinnigen und die Reichstagswahlen. Für die frei seiner Braut, einen Schlächtermeister in der Glogauerstraße. ähnlich fast alle wilden Völker machen, steckt sie der Vater in große finnige Volkspartei wird, wie die„ N. Berl. Storr." weiter mittheilt, Während nun ein Schloffer bei der Deffnung der Wohnung, deren Auch sonst ist noch vielerlei über Pflege des Säuglings zu finden, sich nur noch in seinem jetzigen Wahlkreise Grünstadt- Freystadt Bräutigam Hosentaschen aus Fell, wie mehrere Zeichnungen veranschaulichen. im dritten Berliner Wahlkreis an stelle des Justizraths Munckel, der Schlüssel von innen im Schloß steckte, thätig war, war der durch die Wohnung Der Nachbarin Schulz besonders bei der Abtheilung des Museums für Völkerfunde. Vom aufstellen lassen will, voraussichtlich Stadtrath Wilde- Berlin fandi auf einen Balton geeilt, hin durch um ein Fenster ausgestellten Kinderspielzeug ist das egyptische und das lappländische diren. Wilde war bereits für Ober- Barnim aufgestellt, ist aber zu die Block'sche Behausung zit zu erlangen. zu erwähnen. Außer Bällen aus Wolle, Fayance und Leder hatten gunsten des Eberswalder Bürgermeisters zurückgetreten. Für Berlin V Als man die Küche betrat, fand man Mutter und Kind die Egypter ein außerordentlich reiches Spielzeug, ja fogar Gelenk hat man den Rechtsanwalt Caffel in Aussicht genommen. Ob Pro- völlig bekleidet liegen. Die erstere war bewußtlos, der kleine puppen, die also durchaus nicht erst eine Errungenschaft moderner feffor Virchow für den 15 Jahre lang von ihm vertretenen zweiten Junge noch bei Besinnung. In der Maschine war Rohlenfeuer Kultur sind. Bei den lappländischen Puppen fällt die Aehnlichkeit Wahlkreis, der ihn 1893 im Stich ließ, wieder als Bewerber auftritt, gemacht worden, die eisernen Ringe waren abgenommen, so daß der Puppen mit den Vorbildern, den Menschen, angenehm auf, bleibt sehr abzuwarten. sich die Gase in dem Raum bald verbreitet hatten. Es wurde während die Fragenpuppen der südlicheren Völkerschaften recht ab= Die Einmündung der neuen Geleise der Anhalter Bahn sofort Arzt und Polizei gerufen. Die Block, die aus nicht auf stoßen. Andere Puppenkollektionen dienen gewissermaßen als Unterricht soll in die Ringbahnstation des Potsdamer Bahnhofs bewerkstelligt geklärter Ursache sich und ihr Kind umbringen wollte, wurde als in der Volkstrachten- Kenntniß. 2 Das Kind hat Auch über Kindererziehung sind mehrere höchst interessante werden. Von diesem aus sollen dann die Geleise an dem bahn: bei dem Onkel der Mutter Aufnahme gefunden. Dokumente beigebracht. So die vier Blatt Handzeichnungen, die die fiskalischen Terrain zwischen der Möckern und Flottwellstraße entlang gehen und jenseits der Yorkstraße in die eigentliche Vorort Feuerbericht. Donnerstag Abend 61/2 Uhr erfolgte Alarm altmexikanische Kindererziehung veranschaulichen, bei der anscheinend strecke der Anhalter Bahn einmünden. Unmittelbar an der Vort- nach Jerufalemerstraße 47, wo durch Herabfallen einer mit Strafe nicht geschont wurde. Schreibgeräthe verschiedener Völker aus alter und neuer Zeit veranschaulichen die Entwickelung Straße soll die schon seit langer Zeit von den Umwohnern gewünschte Petroleumlampe ein kleiner Zimmerbrand entstand, der jedoch noch von den Schreibgriffeln mit Farbe bis zu den modernen Stahl- Haltestelle angelegt werden. Die jetzige Haltestelle Tempelhof an der im Reime erstickt werden konnte. Freitag früh 5 Uhr entstand federn. Oftastatische Schreibgeräthe zeigen neben dem Farbenpinsel Anhalter Bahn wird dann jedoch aufgehoben und dafür eine neue Prinzenstraße 64 ein Kellerbrand, der die Wehr längere Zeit schon die neue Stahlfeder. Das moderne Erziehungswesen wird an der Kreuzung der Anhalter Ringbahn errichtet werden, wodurch beschäftigte. Das Treppenhaus war vollständig verqualmt, doc durch die Ausstellung des Fröbelvereins und des Fröbelhauses die für den Vorortverkehr der Anhalter Bahn so außerordentlich blieben die Bewohner der oberen Stockwerke auf Anrathen der Lösche illustrirt, die durch ihre niedlichen Kinderarbeiter erfreuen. Dem wichtige Verbindung derselben mit der Ring- und Stadtbahn herbei- mannschaften ruhig in den Zimmern. Das Feuer selbst war binnen furzer Zeit beseitigt. Kurz nach 11 Uhr war Pantstraße 45a Wesen nach gehört hierzu auch die Ausstellung des Berliner Haupt- geführt wird. in einer Wohnstube ein Sopha in Brand gerathen, der aber bei Anvereins für Knaben- Handarbeit, dessen Leistungen ja sehr tüchtig, Wie man wohlthut. In einem Lokalblatt wird ein Wohl- kunft der Wehr bereits gelöscht war. Nachmittags 2 Uhr brannte. aber doch verschwindend sind gegen die Thatsache, daß von sämmt: thätigkeits- Bazar, der gestern im Hotel Kaiserhof" eröffnet wurde, Straßburgerstraße 40 eine Partie Stroh. Eine Stunde lichen Berliner Schülern nur vierhundert Handfertigkeitsunterricht wie folgt geschildert: Die hohe Protektorin des Bazars, Frau später erfolgte Alarm nach Adalbertstraße 52 und Neus bekommen. Auf verrathen die Tafeln und Prospekte vieler Vereine, Herzogin Johann Albrecht von Mecklenburg- Schwerin, zwar trug Königstraße 23. Im ersten Falle gingen verschiedene Körbe mit wie wenig Staat und Gemeinde für die Jugend des Volkes forgen Trauer, ebenso hatte die Prinzessin May zu Hohenlohe die Trauer Inhalt in einer Lampenfabrik in Flammen auf, im zweiten Falle und wie viel Elend und Sorge durch die Vereine nicht gelindert wird. um den Herzog von Ujest noch nicht abgelegt. Dagegen zeigte Gräfin hatte ein Posten Watte Feuer gefangen. Denn wenn die Vereine auch prahlen mit ihrer Thätigkeit, fie müssen doch Beroldingen eine wundervolle Toilette aus schwarzem Atlas mit zugeben, daß noch viel mehr gethan werden müßte und damit ist wohl weißen Spigen Entredeug und hellblauen Sammelschleifen. - Die die Unzulänglichkeit aller privaten Wohlthätigkeit bewiesen. Was Rückansicht der Toilette zeigte eine sehr glückliche Fortsetzung nüßt es, daß der Verein Wöchnerinnenheim einer kleinen Zahl der Quetschfalte in der hinteren Taillenmilte in ein watteau Die Spitzen Einsätze waren Wöchnerinnen Unterkunft bieten fann? Das ist ein Tropfen Wasser Schärpenähnliches Rockarrangement. auf einen heißen Stein gegen die Thatsache, daß die große Mehrzahl Schooßartig quergenommen. Die mit Stahl bestickte Toque auf dem der Frauen absolut nichts von den Errungenschaften modernen blonden Haar zierte ein schwarzer Reiher. Gräfin Golz, Gemahlin Wiffens und Könnens in ihren schweren Stunden für sich bean: des Rittmeisters gleichen Namens von den Garde- Ulanen, erschien spruchen können. Und dieser Errungenschaften giebt es nicht wenige, in Schwarz und Rosa. Die rosa Taille war von schwarzen Spitzen wie die Ausstellung in den oberen Stockiverken bezeugt. Die prunk überdeckt. Kragen und Gürtel bestanden aus rosa Seide; der Hut vollen Kinderausstattungen, Kinderzimmer, sowie die gesundheitlichen war mit Beilchen garnirt. Baronin Wrangel trug eine stablgestickte Sportartikel und Schuleinrichtungen kommen wohl den Sprößlingen Toilette von grauem Kaschmir mit weißem Reverstragen und weißem des begüterten Bourgeois zu gute, die große Masse des Boltes muß Einfah. nach wie vor in Dürftigkeit aufwachsen. Und so geht es noch eine stattliche Anzahl von Zeilen weiter. Wir nehmen an, daß das Blatt ganz gegen seine sonstige Gewohnheit sich eine Berfiflage erlaubt hat, um zu zeigen, wie die zur Zeit noch herrschende Klasse die Wohlthätigkeit nicht anders als vom Standpunkte des Modejournals auszuüben weiß. Die Gefahren, denen unter Umständen sistirte Personen aus gesetzt sind, haben anläßlich des Falles, von dem wir gestern unter der Stichmarke„ Was einem jungen Mädchen in Berlin passiren kann," Notiz nahmen, selbst ein so start für den Drömungsfäbel schwärmendes Blatt, wie die Bismarckischen Neuesten Nach. richten" in Harnisch gebracht. Das Blatt schreibt u. a.: „ Eine ganze Reihe von Gerichtsverhandlungen, in denen Polizeibeamte wegen gröblichen Mißbrauchs der Amtsgewalt zu empfindlichen Strafen verurtheilt worden sind, haben den unanfechtbaren 23. und 31. Dezember d. J. Beweis dafür geliefert, daß hier schreiende Mißstände bestehen, die eines scharfen Eingreifens bedürfen; der neulich in Köln vorgekommene Fall, in dem eine junge Dame in gleicher entehrender Weise auf der Polizei behandelt worden ist, zeigt, daß diese Miß verhältnisse keineswegs auf Berlin beschränkt sind, sondern auch anderswo bestehen: es liegt also in ihnen der Beweis dafür, daß ein verkehrtes System herrscht, das schleunigste Beseiti gung verlangt." V In der Urania in der Invalidenstraße findet heute eine Premiere statt in einem Vortrage des Direktors Schul- Hende von der photographischen Lehranstalt des Lette- Vereins aus einem Gebiete, das bisher nur wenig der Deffentlichkeit bekannt ist. Der Vortragende wird es versuchen, auf experimentellem Wege die Her funft aller jener Reproduktionen, welche man in den Schaufenstera bewundert, wie die Herstellung der einfachen Buchillustrationen gu erklären und dabei unter anderem auch auf die sogenannten photomechanischen Verfahren aufmerksam machen. Theater. Im Schiller Theater ist die Erstaufführung der Anzengruber'schen Weihnachts Komödie Heimgefunden" nun mehr definitiv für Mittwoch, den 8. Dezember, angesetzt. Heute gehen zum letzten Male die deutschen Schwänke„ Die ehrlich Bäckin",„ Hanswurst"," Der traurige Rüchelbäcker"," Schneider Fips"," Fräulein Wittwe"" mit den Damen Meyer, Bormann, Lobe, Werner und den Herren Schmasow, Neuert, Laurence, Winterstein in Szene. Aus den Nachbarorten. Zu denjenigen Tagen, an denen in Bäckereien und Konditoreien Gesellen und Lehrlinge über die gefeßlich zulässige Zeit Ten Parteigenoffen von Steglitz und Friedenau zur hinaus beschäftigt werden dürfen, treten in diesem Jahre nach einer Kenntniß, daß die Generalversammlung des Arbeiter- Bildungsneueren Bestimmung des Polizeipräsidiums noch der 18., 21., 22, vereins am Dienstag, den 7. d. W., abends 8 Uhr bei Schellhafe in Steglitz stattfindet. Die Tagesordnung ist: 1. Sassenbericht. Die großen Grundstücke Nene Friedrichstr. 38, 39 n. 40, 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Vorlesung aus der Broschüre des Genoffen die sich bis zur Stadtbahn resp. Spandauerbrücke erstrecken, find, Scharberg und Diskussion über diese. Wegen der wichtigen Tageswie wir erfahren, von einem Konsortium zu einem Gesammtpreise ordnung ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes, recht pünktlich und vou 4 000 000 Mart angekauft worden. Auf dem Terrain foll ein zahlreich zu erscheinen; auch Gäste, welche dem Verein beitreten mächtiges Waarenhaus nach dem System des Riesenbaues in der wollen, haben Zutritt. Der monatliche Beitrag beträgt 20 Pf. Der Rosen- Neue Friedrichstraße errichtet werden, während auf dem Vorstand. ausgedehnten Hinterland massive Fabrikgebäude erbaut werden Charlottenburg. Zu der am 7. Dezember stattfindenden Stich sollen. wahl wird am Sonntag, den 5. d. M., ein Flugblatt verbreitet. Auf den Fall selber eingehend, meint das Blatt:„ Eine Haft in Anarchistisches. Wegen Aufreizung zum Hochverrath ver Wir ersuchen alle Genoffen, die gewillt sind, daran theils Dauer von 14 Stunden in einer Stadt mit allen erdenklichen Hilfs. haftet wurde der Verleger und Redakteur des anarchistischen Organs mitteln und Vorzügen des Verkehrs ist etwas ganz Unerhörtes; noch" Neues Leben", Herr Christian Burger. Wegen der in einer der zunehmen, früh 1/28 Uhr in den nachstehend benannten Lokalen 31 entsetzlicher aber ist die, wie uns bekannt, völlig widerrechtlich vor legten Nummern enthaltenen Verherrlichung der in Chicago hin- eder, Bismarckstr. 74; III. Bez.: Beyer, Wallstr. 96; Gimpel, vorlegten erscheinen: I. Bez.: Pasche, Potsdamerſtr. 44; II. Bez.: genommene fanitäre Untersuchung, gegen die sich das weibliche gerichteten Anarchisten ist Anklage erhoben worden.- Die vor Scham- und Sittlichkeitsgefühl berechtigtermaßen mit allen Fasern furzem beschlagnahmte Nummer 46 des Sozialist" ist noch nicht Osnabrückerstr. 20; IV. Bez.: Kant, Pestalozziftr. 65; V. Bez.: auflehnt. Es muß verlangt werden, daß gegenüber diesen schweren freigegeben; wie der Sozialist" mittheilt, ist dem Herausgeber auch Dörre, Krummestr. 19; VI. Bez.: Röhr, Goethestr. 67a; Bredlow, Augsburgerstr. 78. Mißgriffen dem betreffenden Mädchen durch Bestrafung der bethei- der Grund der Beschlagnahme nicht angegeben worden. ligten Beamten die volle Genugthnung zu theil werde, auf die es Anarchist Schuhmacher Hermann Ruff lehrt zu Beginn nächsten In Sachen des Spandaner Eisenbahn Unglücks hat die einen festbegründeten Anspruch hat." Jahres aus dem Zuchthaus zu Halle zurück. Er wurde im Juli Untersuchung ihren Abschluß noch nicht gefunden. Es wird jedoch, Daß auf Polizeiwachen noch ganz andere Dinge 1892 in Gemeinschaft mit anderen Gesinnungsgenossen wegen Vor- wie gemeldet wird, bereits jetzt amtlicherseits als feststehend erachtet, möglich sind, wie diese, hat aufs neue der empörende Fall in bereitung zum Hochverrath zu 51/2 Jahren Zuchthausstrafe ver- daß lediglich das Versagen des elektrischen Blockapparates bas Unheil Schöneberg gezeigt, von dem wir heute an anderer Stelle Notiz urtheilt. Zu seinen gunsten werden von den hiesigen Anarchisten herbeigeführt hat. Die Einzelheiten, welche su dem verhängnißvollen nehmen. Solche Vorfälle sind in der That himmelschreiend. Ob Sammlungen veranstaltet. Vorgange führten, find freilich noch nicht largestellt. aber die Neuesten Nachrichten" aus der Fülle dieser beschämenden Die drei Sträflinge, welche in der Nacht zum 30. November Wegen Gattenmordes ist in dem benachbarten Dorfe Ereignisse den Schluß zu ziehen wagen, daß eine schleunige Befeitigung" erfolgen wird?! Der dieses Jahres aus der Strafanstalt zu Brandenburg entwichen waren, sind in der Nacht zum Freitag durch die hiesige Kriminalpolizei Ju einer Beurtheilung der Leistungen des Gewerbegerichts. festgenommen worden; sie haben gestern die unfreiwillige Rückreise die wir im Verwaltungsbericht des Magistrats finden, erfährt die nach Brandenburg angetreten. Ein Kriminalschuhmann hatte in moderne Profitwuth feine allzu gelinde Abfertigung. Als im vorigen Erfahrung gebracht, daß sie sich in einem Hause in der Petristraße Jahre das tapitalistische Berlin auf der Gewerbeausstellung zeigen verborgen halten. Dort wurden die Entsprungenen unter Betten wollte, was es fonnte, that es sich vor allen Dingen in einer geradezu versteckt vorgefunden. Es befinden sich darunter der Handelsmann unerhörten Ausbeutung der Arbeiter hervor. Die Arbeiterschaft Walputski und der Schlosser Steinicke, welche im Oftober v. J. bei suchte von den geringen Vortheilen, die ihr durch die Einrichtung dem Versiche, ein Geldspind im Bureau des Olympia Theaters zu der Gewerbegerichte gegeben waren, inzwischen weiter verständigen erbrechen, festgenommen worden sind. Nutzen zu ziehen. Wie da die beiden Gegensätze tollidirten, zeigt Zu dem Tode des Maurers Georg Hahn, der, wie wir folgende Stelle des amtlichen Berichts: bereits mittheilten, vor dem Hause Rigaerstr. 135 mit zerschmettertem Unfern vorjährigen Bericht begannen wir mit der Be Schädel aufgefunden wurde und im Krankenhause starb, wird ge: merkung, daß wir die Beobachtung haben machen können, meldet, daß sich bei den Vernehmungen der Kriminalpolizei so viel daß die wichtigsten Bestimmungen der neuen sozialpolitischen Belastungsmomente gegen den Schwager des Verstorbenen, den BauGeseze nach und nach mehr zur Kenntniß des interessirten unternehmer Köthe, ergaben, daß dieser heute Vormittag unter dem Publikums gelangen, und zwar geschehe dies nicht allein durch die dringenden Verdachte, den Hahn erschlagen zu haben, der StaatsBelehrungen, die den streitenden Parteien von den vorsitzenden anwaltschaft vorgeführt worden ist. Richtern im Sigungssaal zu theil würden, sondern auch durch die Ju letzter Zeit ist mehreren Taschendieben eine Anzahl Beifizer, welche meist in ihren Wahlbezirken über ihre Erfahrungen Portemonnaies abgenommen, zu denen die Eigenthümer nicht er beim Gewerbegericht fortgesett Bericht erstatteten mittelt werden fonnten. Bestoblene werden ersucht, sich behufs und hierdurch die Kenntniß der nothwendigsten Gefeßesbestimmungen Rekognozirung der hier befindlichen Portemonnaies, die zum theil in die weitesten Kreise trugen. Auch die Presse sei ein Faktor, nennenswerthe Geldbeträge enthalten, im Laufe des Vormittags an der hierbei mitspräche, da nicht nur Fachblätter allein, sondern den Wochentagen auf Zimmer 97 des Polizei Dienstgebäudes, auch Tageszeitungen ausführliche Berichte über statt. Alexanderstr. 3-6, einzufinden. gehabte Verhandlungen in gewerblichen Streitigkeiten brächten Alexanderstr. 3-6, einzufinden. = Heinersdorf der Besizer Kleinau verhaftet worden. Kl. batte in einem ehelichen Streite seine Frau in einen Pfuhl geworfen; zwar fonnte sich die Unglückliche vor dem Ertrinten noch retten, boch starb sie turze Zeit nachher an den Folgen der erlittenen Vec legungen im Krankenhause. Vom Schnellzuge überfahren wurde zwischen Friedrichshagen und Ertner gestern der Streckenwärter Robert Jork, ein etiva 60 jähriger Mann. Der Tod trat sofort ein. Vor einem Jahre at der Sohn des jetzt auf so schreckliche Weise Verstorbenen nahe der selben Stelle ebenfalls vom Zuge erfaßt und getödtet worden. Wie Berlin beschämt wird. Der Gemeinderath von Friedenau hat als Grundgehalt für die Lehrer 1300 M.( gegen 1000 M. in Berlin) anzusetzen beschlossen, ferner 9 Alterszulagen von je 200 m. und 540 M. Wohnungsgeld für verheirathete und 360 M. für unverheirathete Lehrer. Die Lehrerinnen sollen 1000 Wt. Grundgehalt, 100 M. Alterszulage und 360 M. Wohnungsgeld erhalten; der Rektor 2200 M. Grundgehalt, 900 M. Wohnungsgelo und Zulagen von je 200 M. Einen traurigen Ausgang nahm eine Troschfenfahrt, die der Schlächtermeister L. aus Moabit am Mittwoch unternahm. Er war, begleitet von seiner Braut, in einer Droschte, die er sich von seinem Bruder, einem Fuhrherrn, geliehen, bis nach Spandau ge langt, wo er abends gegen 11 Uhr in trunkenem Zustande ziellos umherfuhr. Bald wurden die Nachtwachtbeamten auf das feltsame Gespann aufmerksam und hielten den Führer an. Dieser schlug mit und wichtige Entscheidungen mit Urtheilsgründen wiedergäben. Flegelei. Einen roben Ult" trieben gestern Morgen in der der Peitsche nach den Beamten; es entstand ein Handgemenge uno Wir behaupteten, daß dieser fortschreitenden Kenntniß der Gesetze siebenten Stunde angetrunkene Studenten mit einer Höferfrau in dabei fiel der Schlächtermeister zu Boden; er konnte sich nicht wieder es zuzuschreiben wäre, daß im Berichtsjahre die Zahl der der Petristraße. Die Frau, die eine schwere Kiepe mit Grünfram erheben und wurde, da man ihn für einen Widerspenstigen hielt, gewerblichen Streitigteiten zurückgegangen auf dem Rücken und einen Kohlentopf in der rechten Hand trug, eine längere Strecke mit fortgeschleift, bis es sich herausstellte, das sei. Auch diesmal sind wir in der erfreulichen Lage, die Richtigkeit hatte keine Luft, auf die Hänfeleien der Studenten einzugehen und er einen Beinbruch erlitten hatte. Nunmehr wurde er nach dent der früheren Beobachtung durch unsere weiteren im Berichtsjahre antwortete mit einigen Bemerkungen, die feinem Komplimentirbuch Krankenhause gebracht; seine Braut fuhr allein nach Berlin zurück. gemachten Erfahrungen bestätigen zu tönnen, und wenn wir gegen entnommen waren. Nun faßte einer der Studenten die Kiepe und und das Fuhrwerk wurde in einem Gasthof untergebracht, bis es dec bas Vorjahr trotzdem mehr Streitfälle zu verzeichnen haben, drehte die Hökerin ein paar Mal um sich selbst, bis sie mit der Bruder am Donnerstag abholte. so liegt der Grund dieser Zunahme in einem ganz außer Riepe auf den Rücken fiel und so hintenüber schlug, daß sich die gewöhnlichen Ereigniß, und zwar in der im Jahre 1896 Riepe leerte. Dem Auftritt, der nun folgte, machten einige Arbeiter Diese nahmen sich der hier auf dem benachbarten Treptower Gebiet abgehaltenen Ber- von einem benachbarten Bau ein Ende. liner Gewerbe Ausstellung, bei welcher fast alle Frau an, und die Studenten entfernten sich. Die Höferin raffte Industriezweige in besonders hohem Maße betheiligt waren. Die dann ihren Grünkram wieder zusammen, nahm die Riepe und den auf furze Zeit zusammengedrängte große Inanspruchnahme der Rohlentopf wieder auf und ging schimpfend weiter. Leistungen von gewerblichen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zeitigte Ein Kind aus dem Fenster gestürzt. Während der AbAnsprüche, welche direkt und indirekt zu Prozessen beim Gewerbe- wesenheit seiner Eltern stürzte der vierjährige Sohn des im dritten gericht führten. Allein bei Kammer VI, Beherbergung und Erquickung, Stock eines Hauses der Streligerstraße wohnenden Arbeiters Karl find gegen Aussteller der Berliner Gewerbe Ausstellung und von Buß aus dem Fenster auf den Hof hinab und zog sich sehr schwere solchen wiederum gegen ihre Arbeiter und Arbeiterinnen Verlegungen zu. Er fand im Lazarus- Krankenhause Aufnahme. 128 Prozesse geführt worden.. Das Kind hatte sich das Fenster selbst geöffnet, trotzdem die Mutter vor ihrem Ausgange die Vorsicht gebraucht hatte, die Fensterriegel mit einer Schnur besonders zu befestigen. " Vielleicht schreibt Herr Kommerzienrath Kühnemann fich diese Worte hinter die Ohren. Untergrundbahn. Die bergmännischen Arbeiten des Tunnels Ein junger Lebemann. Fünfhundert Mart hat in Berlin der unter der Spree zwischen Treptow und Stralau sind soweit vor 15jährige Sohn eines Geschäftsmannes aus Halle a. S., der dieser geschritten, daß deren Fertigstellung bis Mitte Februar und des Tage hier festgenommen wurde, in wenigen Tagen verjubelt. Das ganzen Bauwerks im Sommer t. J. zu gewärtigen ist. Die sich an hoffnungsvolle Bürschchen hatte diesen Betrag seinem Vater gestohlen Den Tunnel anschließenden offenen Rampen sind auf dem Stralauer und war dann direkt nach der Reichshauptstadt gefahren, wo er den Ufer bereits in Angriff genommen worden, mit der Ausführung der Raub in Gesellschaft von Damen der Halbwelt vergeudete. Der Porzellanarbeiter P. in Spandau, der kürzlich der Ers preffung bezichtigt und verhaftet worden war, ist wieder freigelassen worden, da sich seine lufchuld wieder herausgestellt hat. Es handelte sich um Drohbriefe, die an den Fleischermeister Scheuerlein in der Adamstraße gesandt worden sind. Wegen des tödtlich verlaufenen Radfahrer Unfalls bei der Wettfahrt Hamburg- Berlin, wobei, wie erinnerlich sein dürfte, infolge eines heftigen Zusammenstoßes zweier Radfahrer in der Nähe von Spandau der eine, Fahrradhändler Lemke- Berlin, sein Leben einbüßte, war gegen den anderen Radfahrer, Justizanwärter Emil Plesso w aus Goblitz im Kreise Westhavelland, ein Strafs verfahren beim Landgericht II in Berlin anhängig gemacht worden. Dasselbe ist aber, wie wir erfahren, jeßt eingestellt worden. Den dritten Scheunenbrand seit vierzehn Tagen und die sechste Feuersbrunst feit dieser Zeit überhaupt hatte in der vorgestrigen Nacht die Ortschaft Lindenberg hinter Weißenfee zu verzeichnen. Auch hier liegt, wie bei den vorhergehenden Feuern, zweifellos Brandstiftung vor. Für die Ermittelung des Brands stifters in der Linoleumfabrik zu Köpenick ist von der Fabrikleitung eine Belohnung von 300 M. ausgefeßt. Der Gendarm in der Instruktionsstunde vor dem Strafrichter. " Berlegungen am Ropfe augenscheinlich zu konstatiren, daß dieselb en 1 Berhandlung stand der berüchtigte Gummifchlauch- Prozeß. nicht von harten Gegenständen herrührten, sondern eher den Eindruck den die Polizei gegen eine Anzahl Redakteure angeftrengt hatte. von Fauftschlägen machten, so sei es ausgeschlossen, daß die Ver- Einer der massenhaft aufgebotenen Zeugen hatte die Frage des legungen am Unterleibe von einem Falle herrühren. Wahrscheinlich Staatsanwalts, ob er bereits einmal bestraft fei, mit„ Nein" be= lei es, daß die Verlegungen der Frau durch Fußtritte in der antwortet. Herr Benedig aber konnte das Gegentheil beweisen. Einer Hockenden Stellung zugefügt worden seien, in welche sie zusammen- der ebenfalls als Zeuge anwesenden Kriminalkommissare hatte ihn aus gebrochen sei. den mitgebrachten Akten belehrt, daß dieser Zeuge schon bestraft sei. erdichtet habe. Um angebliche Mißhandlungen auf dem Schöneberger Amts: bureau handelte es sich in einer umfangreichen Berhandlung, welche bureau handelte es sich in einer umfangreichen Verhandlung, welche heute vor der zweiten Straffammer am Landgericht II stattfand. Wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt, wegen ver= Der Staatsanwalt hielt zwar einen Irrthum des Gendarmen Der Staatsanwalt gab jetzt diese seine Wissenschaft zum besten, Ieumderischer Beleidigung des Gendarmen Holz und wegen wiffentlich falscher Anschuldigung war die im Anfang der Handlung für vorliegend, kam aber doch zu dem fnüpfte daran seinen Antrag, den Mann, als des Meineids dringend verebelichte Handelsfrau Ottilie Gan3ty, geb. Schust, aus Schlusse, die Frau hätte folgen müssen, nachdem die Verhaftung ein- verdächtig, zu verhaften, und so geschaly es. Aus dem Gerichtssaale der Keibelstraße in Berlin angeklagt. Da der Geburtsort der An- mal ausgesprochen war und daß die Anzeige wegen Mißhandlung ward der Unglückliche in das Untersuchungsgefängniß geführt und getlagten in dem vorliegenden Berfahren eine Rolle spielt, fo fucht wissentlich falsch sei. Er brachte 20 m. Geldstrafe und einen Monat später zu anderthalb Jahren Zuchthaus verurtheilt. Herr Röseler hat aber gestern gezeigt, daß man das Gefeß auf das peinlichste der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Stüber, zunächst, den Geburts- und zwei Wochen Gefängniß in Antrag. Der Vertheidiger Rechtsanwalt Herzfeld plädirte für völlige beobachten fann und dennoch die Menschlichfeit nicht zu vergessen ort genau festzustellen. Die Angeklagte kann darüber nur bekunden, daß ihre Eltern auch Handelsleute waren und sie auf der Reife Freisprechung. Er führte aus, daß die Festnahme der Angeklagten braucht! Ein umfangreicher Diebstahls- und Hehlerprozek wurde geboren worden sei und daher wisse sie nicht genau, ob ihr Geburts- gesetzwidrig war, die Angeklagte daher, wenn sie sich derselben widerort Kagel oder Nieder- Lehme ist. Zur Sache selbst bekundet die Angeklagte fetzte, keinen Widerstand beging. Ferner daß nach dem objektiven Be- am Freitag vor der ersten Strastammer des Landgerichts I unter folgendes: Am 11. März d. I. habe sie mit ihrem Manne auf dem fund, dem Gutachten des Sachverständigen und dem Benehmen und Vorsiz des Landgerichtsraths Die verhandelt. Wegen der großen J. den Aeußerungen der Angeklagten während und nach dem Vorfall Bahl der Angeklagten findet die Verhandlung im großen SchwurWochenmarkte am Bahnhof Groß- Görschenstraße Wild, Geflügel es ausgeschlossen sei, daß sie die Mißhandlung wider besseres Wissen gerichtssaale statt, der den Eindruck eines Waarenlagers macht, da und Eier feilgehalten. Der Markt müsse um 1 1hr mittags geräumt vor den Geschworenenbänken große Ballen Tuch in über Manns fein, das habe sie damals aber noch nicht gewußt. Es sei erst Der Gerichtshof erkannte auf völlige Freisprechung. höhe aufgestapelt sind. Auf der Auflagebank fizen 14 Personen, wenige Minuten nach 1 Uhr gewesen und sie hätten eben eingepackt, wo die Angeklagte Widerstand leistete, war der Gendarm nämlich: 1. Detateur Otto Glaubig, 2. Arbeiter Friedrich da sei der Gendarm Holh hinzugetreten mit dem Bemerken, fie nicht in berechtigter Ausübung seines Amtes. Er durfte Friedland, 3. Hausdiener Rob. Jungmann, 4. Hausdiener hätten nach 1 Uhr noch verkauft. Er habe darauf nach ihren Per- die Frau unter den obwaltenden Umständen nicht verhaften und Gustav Saate, 5. Hausdiener Ludwig Scher fling, 6. Packer fonalien gefragt, sie habe alles richtig angegeben, nur ihren wenn diese versuchte, die Freiheit wieder zu erlangen, war Richard Müller, 7. Webermeister Otto Kurze aus StraußGeburtsort nicht, weil sie denselben selbst nicht genau wisse. fie im Rechte. Im übrigen sei die Sache nicht genügend berg, 8. Fabrikant Wilhelm Kurye aus Straußberg, 9. Kaufmann Der Gendarm habe darauf gesagt: ,, Da kommen Sie mit aufgeklärt. Was die Frau gesagt und zur Anzeige gebracht Franz Schwarz, 10. Kaufmann Richard Schwarz, 11. Kaufnach dem Amte, da wird Ihnen der Name schon einfallen!" Auf dem Amte habe der Gendarm sie in ein Zimmer bat, sei als wahr nicht erwiesen, es könne aber auch wahr mann Michael Altmann, 12. Kaufmann Wilh. Bielschowsky, fein. Jedenfalls habe sich die Angeklagte im guten Glauben 13. Schneider Albert Jablonsty, 14. Schneider Elias Bley.des Hofgebäudes geführt, dort habe er ihr auf die Zehen befunden und nicht wider besseres Wissen etwas Falsches behauptet. Die beiden ersten Angeklagten sind des bandenmäßigen Diebstahls, getreten und gefragt:" Wissen Sie nun, wie Ihr Geburtsort Auch§ 186( üble Nachrede) könne nicht herangezogen werden, weil die übrigen Angeklagten der schweren Hehlerei, die Angeklagten 3-6 heißt?" Sie habe erwidert: Und wenn Sie mich sechs Wochen die Angeklagte hier unter dem Schuße des§ 193 ftehe. quch noch der Begünstigung beschuldigt. Die Auflage vertritt Staatss lang einsperren, ich kann es Ihnen nicht sagen!" Da habe er plößWie wäre es der Frau ergangen, wenn sie nicht in der Lage anwalt Blaschke, die Vertheidigung führen die Rechtsanwälte lich 6-8 Mal mit den Fäusten auf ihren Kopf ein- gewesen wäre, fich unmittelbar nach dem Vorfall eine ärztliche Dr. Wieber, Dr. Ph. Fränkel, Dr. Werthauer, Dr. geschlagen, sie sei zu Boden gestürzt und habe laut um Untersuchung zu verschaffen? Und wird jetzt eine Anklage gegen Schwindt, Wronker, Lconh. Friedmann, Druder, Hilfe geschrien, er aber habe gesagt: Schreien Sie nur den Gendarm Holtz erhoben? Jonas, Michaelis und Justizrath Kleinholz. Außerdem immer zu, hier hört niemand etwas!" 13 sie sich erheben find mehrere Sachverständige zur Stelle. Es handelt sich um fol wollte und während sie noch in sitzender Stellung war, habe er sie mindestens achtmal mit dem Fuße gegen genden Sachverhalt: In den letzten Jahren find theils durch Eins bruch aus den Lagern hiesiger Detaturanstalten, theils von den den Unterleib, gegen den Geschlechtstheil, gegen die Beine, gegen den Hintern gestoßen und geschimpft: Sie sind ja ein ganz Graz am 6. Dezember statt. Der Prozeß gegen Bruno Wille findet nach Meldungen aus Geschäftswagen derselben auf offener Straße oder bei sonstigen Gelegenheiten Stoffballen im Werthe von 10-20 000 mart ent Sämliches Frauenzimmer, Sie dumme T... e!" Endlich habe er von ihr abgelassen, sie habe sich aufgerafft und sei zur Thür hinausDie brandenburgische Verfrommungsordnung und das wendet worden. Außerdem sind der Polizei zahlreiche Fälle in denen auf offener Straße oder bei geflohen, an der Treppe habe der Gendarm sie wieder eingeholt, Kegelspiel.§ 8 der für die Provinz Brandenburg erlaffenen Over gemeldet worden, Stoffe in großem Werthe gestohlen hier sei der Polizei- Inspektor Schulz dazu gekommen. präsidial- Verordnung vom 5. Oktober 1896 bestimmt n. a., daß anderen Gelegenheiten Sie habe diesen um Hilfe angerufen, aber die Antwort Sonntags geräuschvolle Spiele wie das Segelschieben und ähnliches worden sind. In allen diesen Fällen ist es nicht gefungen, die erhalten: Hier im Hause wird doch niemand bis nach Beendigung des Hauptgottesdienstes nicht gestattet seien. Diebe zu ermitteln oder den Verbleib der Waare festzustellen. geschlagen?!" Der Gendarm habe sie mit Gewalt von der Hiergegen sollte sich der Gastwirth Weber in Zehdenick dadurch ver Schließlich sind jedoch drei Diebstähle verübt worden, bei denen es Treppe losgeriffen und wieder auf sein Zimmer geschleppt. Dort gangen haben, daß er es duldete, daß an einem Sonntag früh gelang, den Verbleib des gestohlenen Gutes zu ermitteln. In der Er Nacht vom 20. zum 21. Februar cr. wurde in dem Dekaturgeschäft sei ein Amtsdiener dazu gekommen. Sie habe nach einem Arzte gegen 9 Uhr in seinem Lokal Regel geschoben wurde. geschrien, weil sie sich gewunden habe vor Schmerzen im Unter- wurde deshalb mit einem Straf Mandat bedacht. Weber von Bonheim in der Alten Jakobstraße ein Einbruchsdiebstahl e3 wurden 8 Ballen schwarzer Coating und leibe, der Gendarm habe sie nun in Gemeinschaft mit dem beantragte richterliche Entscheidung und machte geltend, jene begangen und Der zweite Amtsdiener nach dem im Vorderhause belegenen Ver Bestimmung beziehe sich nur auf die Zeit des Hauptgottesdienstes, 1 Ballen grüner Damenmäntelstoff gestohlen. in 27. Februar diefer sei aber für Zehdenick auf den Zeitraum zwischen 92 und Diebstahl wurde Defaturanstalt nehmungszimmer geführt, dort habe sie wieder um einen Arz 11/2 Uhr vormittags festgesetzt; wenn um 9 Uhr bei ihm Kegel ge- von Heese in der Neuen Grünftraße durch Einbrucherübt, gebeten, es wurde ihr auch die Beschaffung eines Arztes versprochen, zu diesem Zweck wurde sie nach einer Belle geführt, bald schoben werde, dann sei das also kein Vergehen gegen den§ 8 der wobei verschiedene Ballen Tuch gestohlen wurden. Am 27. März fei der Sanitätsrath Cohn erschienen, habe aber sofort gesagt: Berordnung vom 5. Oktober 1896. Das Schöffengericht gab ihm wurde. in einem anderen Lokale derselben Firma in der Sebastians Verdammt, das ist mir fatal! Was mach' ich da, was mach' ich wurde er jedoch zu einer Geldstrafe verurtheilt. Das Land: ca. 2000 M. gestohlen. Alle diese Diebstähle lassen auf eine wohlVerdammt, das ist mir fatal! Was mach' ich da, was mach ich denn auch recht und sprach ihn frei. In der Berufungsinstanz straße eingebrochen und ca. 20 Ballen Damenstoffe im Werthe von ba?" Nach ganz oberflächlicher Besichtigung habe Dr. Cohn erklärt, er finde nichts, in demselben Augenblick sei ihr Mann gericht nahm an, daß jene Bestimmung im§ 8 der Oberpräsidiol organisirte Diebes- und Heblerbande schließen, durch welche der UmVerordnung die Zeit vor dem Beginn des Hauptgottesdienstes mit faß der Stoffe mit einer derartigen Schnelligkeit bewirkt wurde, daß dazu gekommen, habe dem Arzt ihre linke Gesichtsfeite, die ganz einbegreife. Das Publikum, das zur Kirche gehen wolle, solle Niemand wußte, wo die Etoffe geblieben waren. Bei den drei in zerschlagen war, gezeigt und gesagt: Herr Doktor, fehen Sie hier auch nichts?" Ihr Mann habe sie nun mit durch den aus den Gastwirthschaften dringenden Lärm nicht gestört Frage stehenden Diebstählen ist, wie gesagt, der Verbleib der gegenommen und in einer Droschte zunächst zu Dr. Frankenstein werden. Der Angeschuldigte legte nunmehr noch beim Kammer- stohlenen Waaren ermittelt: sie sind theils zu den Gebr. Kurze Straußberg, theils zu den Gebr. Schwarz, theils zu gebracht. Sie habe in und aus der Droschte getragen werden gericht die Revision ein, indem er seinen schon früher geltend ge- in müssen. Nach der ärztlichen Untersuchung sei sie mit ihrem Maune machten rechtlichen Einwand wiederholte. Der Straffenat des Altmann u. Bielschowsky, zu Jablonsky und zu Bley gewandert. wieder zum Amte gefahren und habe dort die Anzeige zu Protokoll Kammergerichts bestätigte aber die Vorentscheidung und führte aus, Die bei Heese ausgeführten Diebstahle sollen von Glaubig inszenirt gegeben. Dann habe sie ihr Mann mit derselben Droschte nach der§ 8 der Verordnung vom 5. Oftober 1896 sei vom Landgericht dem katholischen Krankenhause gebracht, aber weder hier noch in sans richtig ausgelegt worden. Die Bestimmung bezweckte that der Charitee habe fie Aufnahme gefunden, weil die Leute sächlich, das gläubige, zur Kirche gehende Publikum gegen eine Verdort mit der Polizei nichts legung feines religiösen Gefühls zu schüßen. zu thun haben wollten. Dr. Frankenstein habe sie dann noch 14 Tage behandelt. Wie sie die Sache hier dargestellt habe, so habe sich dieselbe auch zugetragen. Jedes ihrer Worte sei wahr. " " " . Gerichts- Beitung. " al der bezw. ausgeführt worden sein. Glaubig war früher bei Heese bes schäftigt und verbüßt zur Zeit eine nenumonatige Gefängnißstrafe, an der er seiner Zeit verurtheilt worden ist, weil er mehrere Ballen Stoffe, die der Firma Heese gehörten, durch Betrug an sich gebracht batte. Er hatte auch damals das gestohlene Gut zu Kurtze in Strausberg gebracht. Die Vernehmung der Angeklagten zieht sich bis zu späten Nach mittagsstunde hin, die Verhandlung dürfte schwerlich an einem Tage beendet werden. Das in später Abendstunde gesprochene Urtheil lautete: Glaubig 1 Jahr 9 Monate Zuchthaus, Friedland 2 Jahre 6 Monate Bucht haus, Haake 1 Jahr 6 Monate Zuchthaus, Scherfling 1 Jahr 9 Monate Buchthaus, Otto Kunge, Wilh. Kurze je 2 Jabre 6 Monate Buchthaus, Müller, Franz Schwarz, Rich. Schwarz je 2 Jahre Zuchthaus; Altmann, Bielschowsky, Jablonsky, Bley und Jungmann würden freigesprochen. Heber die Verurtheilung eines prügelnden Schuhmannes wird aus Hagen berichtet: Der frühere Schuhmann F. Albert traf im Sommer d. J. morgens 5 Uhr in einer Straße einen Arbeiter, der, müde von der Nachtschicht gekommen, sich, um auf einen Kameraden zu warten, auf das Trottoir niedergesetzt hat. Darüber geräth der Schuhmann, obschon er gar fein Recht hatte, den absolut ruhigen und anständigen Arbeiter zu entfernen, in solche Wuth, daß er ihn in die Gasse wirft, ihn stößt, schlägt, schließlich mit dem flachen Säbel zuhaut und dabei über„ Arbeiterpack, erbärmliches Arbeitervolt" loszieht. Der also Angerempelte, sowie feine hinzus gekommenen Kameraden waren flug genug, diesen Provozirungen gegenüber ruhig zu bleiben und ein Kollege des allzu schneidigen Schußmannes legte sich ins Mittel, um Unheil zu verhüten. Die Straftammer verurtheilte den natürlich längst entlassenen Schutzmann zu sechs Monaten Gefängniß unter sofortiger Verhaftung. Die Frage, ob der Austritt eines jüdischen Familien: vaters and der Synagogengemeinde auch den Austritt der Frau und der Kinder in sich schließt, unterlag der Nachprüfung im Benge Gendarm Holy: Ich habe seit 4 Jahren die Aufsicht Verwaltungs- Streitverfahren. Zwei jüdische Wittwen waren von auf dem Schöneberger Wochenmarkte. Die Frau steht seit der Berliner Synagogengemeinde zu den üblichen Kirchenabgaben und Sie legten dagegen Protest cin zwei Jahren da. Ich kannte sie aber nicht. Sie hatte nach herangezogen worden. ein Uhr noch verkauft, ich mußte sie daher feststellen. Sie machten geltend, ihre Männer seien eine Reihe von Jahren vor weigerte sich, ihren Geburtsort anzugeben. Bras.: Satte sie ihrem Tode aus der jüdischen Gemeinde Berlins ausgeschieden und Ihnen die sonstigen Perfonalien angegeben?- Beuge: Ja! der israelitischen Synagogengemeinde Addaß Jerael beigetreten. Mit Präs.: Da war doch der Geburtsort gar nicht nöthig! Beuge: ihrem Austritt sei aber auch der der Familien bewirkt worden, die Unsere Instruktion lautet nun einmal so. Die Frau sagte zu Klägerinnen müßten also von den Abgaben an die Berliner mir: Das tann ich hier nicht wissen, den Taufschein habe ich nicht Synagogengemeinde freigestellt werden. Die beiden, übrigens be bei mir!" Ich habe sie daher arretirt. Präs.: Man fann doch güterten Frauen wurden aber in allen Instanzen abgewiesen. jemand wegen einer Uebertretung nicht ohne weiteres in Das Ober Verwaltungsgericht nahm mit dem BezirksHaft nehmen! Dazu haben Sie gar fein gesetzliches ausschuß an, daß die Klägerinnen ihren Austritt nicht aus dem echt, so lange Ihnen noch andere Mittel und Wege zur Ver- ihrer Ghemänner herleiten könnten. Nach dem Gesetz über die Verfügung stehen, die Personalien festzustellen. Hatte die Frau denn hältnisse der Juden von 1847 und dem darauf basirten Statut der feine Marttquittung bei sich, um sich zu legitimiren? Beuge: biesigen jüdischen Gemeinde sei jeder in Berlin wohnende Jude Danach habe ich nicht gefragt! Bei uns wird das eo ipso Mitglied diefer Gemeinde, und das Gesetz über den Austritt immer so gemacht! Präs.: Dann wird es eben immer falsch aus den jüdischen Synagogengemeinden vom 28. Juli 1876 bestimme gemacht, meiner Meinung nach. So etwas ist doch bei lebertretungen ausdrücklich, daß der Austretende in Person vor dem Richter nicht angängig! 3euge: Ich habe die Frau nun aufgefordert, feines Wohnortes den Austritt erklären müsse, unter Hinzufügung mit zur Wache zu kommen. Unterwegs war sie sehr ungehalten der Versicherung, daß er auf religiösen Bedenken beruhe. Auf einen Präs.: Mit vollem Recht!- 3euge: Ich habe sie nun solchen religiösen Gewissensatt tönne aber nicht die Bestimmung des zunächst nach dem Gendarmenzimmer geführt, um meine Anzeige zu Landrechts Anwendung finden, daß der Mann das Haupt der machen. Sie weigerte sich wieder, ihren Geburtsort zu nennen! Familie sei und in wesentlichen Dingen den Ausschlag gebe. Wollten - Präsident: Warum führten Sie die Frau nicht die Klägerinnen mit der Synagogengemeinde Berlin nichts mehr zu gleich vor? Zeuge: Wir machen immer erst unsere thun haben, so hätten fie persönlich ebenfalls die Vorschrift des Die Geschäftsführung und der Zusammenbruch der Anzeige und führen mit dieser den Arrestanten vor. Im übrigen Gesetzes vom 28. Juli 1876 befolgen müssen. ,, Teutschen Agrar- Bank" sollte gestern vor der VII. Straffammer stellt der Gendarm jede Mißhandlung seinerseits unter seinem Eide Ein Richter mit menschlichem Empfinden. Die Berliner des Landgerichts I unter dem Vorsitz des Landgerichts- Direktors in Abrede. Die Frau habe sich außerordentlich renitent benommen; Beitung" giebt nachträglich aus dem Belle Alliance- Theater- Prozeß Voigt ein gerichtliches Nachspiel erfahren. Die beiden Direktoren während er die Anzeige schrieb, sei sie zweimal davongelaufen. Er folgende Episode zum besten: In dem Prozeß gegen die früheren der genannten Bank, der Kaufmann Bernhard Rohrbeck und der habe sie einholen und von der Treppe losreißen wollen, geschehen Direktoren des Belle- Alliance- Theaters Maurice und Häsener frühere Rittmeister von Buch, befanden sich auf der Anklagesei ihr aber nichts. Sie habe sich aber mehrere Male selbst zu spielte, wie unser gestriger Bericht bereits angedeutet, der Vermittler bank. Rohrbeck wurde aus der Untersuchungshaft vorgeführt, Boden geworfen, zweimal sogar auf einen Haufen Bausteine, die Sabite als Beuge eine höchst merkwürdige Rolle. Er hatte den während von Buch sich auf freiem Fuß befand. Die Angeklagten noch von früher her in der Gendarmenstube lagen. Auftrag, Leute mit Kapital den Direktoren zuzuführen, und daß er gründeten die Deutsche Agrar- Bant, G. m. b. H.", im September Zwei Amtsdiener, die später hinzugekommen sind, hörten die Frau fich dieser Aufgabe gewachsen zeigte, bewies die stattliche Zahl der 1894. Das Bureau der Bank befand sich am Pariser Play. Im jammern mein Leib, mein Leib, er hat mich geschlagen und mit den Geschädigten. Der Agent hatte unter seinem Eide ausgesagt, daß Juni v. I, also nach kaum 2jährigem Bestehen, gerieth die Bank Füßen gestoßen", haben aber von den Mißhandlungen nichts gesehen, er zu den Leuten immer nur von„ Einlagen" gesprochen habe, in Konkurs. Es zeigte sich, daß sie eine Gründung auf höchst unwohl aber, daß die Frau, während sie jammerte, sich zur Erde warf eine Behauptung, mit der ein später vorgewiesener Brief solider Grundlage war und daß ihre beiden Direktoren in Sie und auch einmal rücklings auf den Steinhaufen fiel. Polizei- des S. im fchroffsten Widerspruch stand, wonach der Be- böchst unverantwortlicher Weise gewirthschaftet batten. Inspektor Schulz weiß, daß Gendarm Holh sehr rauh und werber sein Geld nur als„ Sicherheit" hinterlegen sollte. werden beschuldigt: Rohrbeck und v. Buch der gemeinschaftlichen barsch sei, er habe aber darauf keinen Einfluß, da ihm die Der Verdacht, daß der Zeuge eines Meineides sich schuldig Untreue in drei Fällen und des gemeinschaftlichen Betrugs in acht Rohrbeck außerdem des Betruges in vier Fällen. Gendarmen nicht unterstellt sind. Die Angeklagte sei die Treppe gemacht, war angesichts jenes Schriftstücks ein dringender. Der Vor- Fällen, noch dadurch herunter geflohen und auf ihn zugestürzt mit den Worten: fizende, Landgerichtsdirektor Röseler, gab das denn auch unverhohlen Rohrbeck soll sich außerdem vergangen haben, der Reichsbant eine falsche Eröffnungsbilanz VOY Retten Sie mich, er schlägt mich todt." Händler zu verstehen und im Auditorium machte sich jene dumpfe, bange daß er Er gab darin das Aktivum auf 112,500 Mart an, Gumptow giebt an, mehrfach von Holz belästigt worden zu sein. Schwüle bemerkbar, die sich zu verbreiten pflegt, wenn man im legte. Einmal habe er gerade mit einem Reisenden gesprochen, als Holy Geifte einen Menschen unter dem Gewicht seiner Schuld bereits zer- während in den Büchern nur 500 M. als Baareinzahlung aufheran gekommen sei und gefragt habe: Haben Sie Ihre malmt und zerschmettert sieht. Die Zeugenvernehmung war beendet. geführt waren, welche durch eine spätere Einzahlung um 3000 pr. Miethe schon bezahlt?", was ihm sehr peinlich gewesen 3euge Sahlte, treten Sie noch einmal vor!" sagte der Präsident erhöht wurde. Die gestrige Verhandlung stieß auf Schwierigkeiten, und jeder fühlt, daß nunmehr die Ratastrophe hereinbrechen müsse. welche aber vorhergesehen Es handelte sich 811 fei.- Präs.: Gendarm Holz, wie kommen Sie dazu? Gendarm: Der Hauswirth hatte sich bei mir beklagt. Ihre beschworene Aussage", sagte Herr Röseler, widerspricht diesem nächst um die Frage, ob der Angeklagte Rohrbeck GeistesZu diesem Zivecke Präs: Das geht Sie Schreiben. Sie hätten danach einen Meineid geleistet. frankheit heuchle oder nicht. daß Gumptow die Miethe nicht zahle! und Sanitätsrath Dr. Mittenzweig gar nichts an! Sie haben kein Recht, sich in fremde Dinge zu Bevor ich jedoch Ihre Vernehmung für beendet erkläre, mache ich Professor Dr. Mendel mischen! Sanitätsrath Dr. Cohn hat die Frau gar nicht richtig Sie darauf aufmerksam, daß es als Richter meine Pflicht ist, Sie geladen. Der Angeklagte Rohrbeck legte ein völlig apathisches Ver= untersuchen können, weil sie zu aufgeregt gewesen sei. Er habe zwar das vor der Begehung eines so schändlichen Verbrechens, wie es der halten an den Tag. Er erklärte, daß er das Gedächtniß völlig ver Wort, fatal" fallen laffen, habe damit aber die Dunkelheit in der Meineid ist, noch einmal zu warnen und sie vor dem Bucht- foren habe und sich auf keine der ihm vorgehaltenen Thatsachen Belle gemeint, die jede Untersuchung unmöglich machte!!! hause zu retten. Ich schließe nunmehr die Beweisaufnahme befinnen fönne. Er wiffe nichts davon, daß er dem Grafen Alvensleben Werthpapiere, dem Lieutenant v. Nathusins Dr. Frankenstein fand am Gesicht mehrere gang frisch und mache Sie darauf aufmerksam, daß Sie noch jetzt erklären v. mit Blut unterlaufene Stellen, die Frau konnte sich kaum tönnen: Ich verweigere meine Aussage!" Und Jch Wechsel in Höhe von 14 000 Mart unterschlagen habe, ebensoeinen Schritt bewegen, fie mußte von ihm und dem Ehemann verweigere meine Aussage!" flang es als Echo zurück. Herr Sahlke wenig fönne er sich entsinnen, daß er im November 1895 auf den Untersuchungsstuhl gehoben werden. Schwellungen und suchte seinen Platz unter den Zeugen wieder auf. Er war gerettet einen sehr pathetischen Aufruf veröffentlicht habe, worin er zur Be. theiligung an der Deutschen Agrar- Bank aufforderte. Er werde nur blau verfärbte Hautstellen liefen vom Beginn der großen Scham- und erleichtert athmete das Auditorium wieder auf. " " " " waren. waren lippe bis zum After, auch an der Innenseite des Oberschenkels Uns aber fiel eine andere ähnliche Szene ein, die leider nur von dem einen Gedanken beherrscht, daß er eine große Sache vor= zeigten sich blau verfärbte Stellen. Die Frau hatte febr große fehr unähnlich geendet. Damals hieß der Vorsigende allerdings habe, aber von Feinden und Neidern, denen er auch seine GinSchmerzen und war zehn Tage arbeitsunfähig. War bei den ersten Brausewetter und der Staatsanwalt war Benedig. Zur sperrung zuzuschreiben habe, daran verhindert werde, sie auszuführen. Profeffor Mendel begutachtete, daß der Angeklagte Rohrbeck swart Aus Spandan. Die zum Donnerstag angesetzt gewesene Wahl, fchloffen, bis auf den letzten Augenblid treu und fest auszuhalten an Baranoia und ebenso an Wahnvorstellungen leide, aber der Sach- der Delegirten zur Allgemeinen Gefellen und Gehilfen- Kranken- und für die Organisation zu fämpfen. Also nochmals, thut Eure verständige fönne nicht annehmen, daß Rohrbeck das Gedächtniß verstaffe" tonnte infolge Einspruchs eines Kaffenmitgliedes nicht statt Pflicht und zeigt Eure Solidarität wie immer. " loren habe. In diesem Punkte nehme er an, daß Heichelei vor finden. Bisher war die Betheiligung an derartigen Wahlen gleich vermeiden. Alle Sendungen und Anfragen sind zu richten an liege. Er balte es für richtig, den Angeklagten während einer Zeit Null, ein paar Männlein wählten die statutenmäßige Anzahl Dele- den Vertrauensmann Ernst Kriebler, 2- Plagwig, Weißenfelser von sechs Wochen in der Charitee beobachten zu lassen. Da Dr. girten, von geheimer Wahl war gar keine Rede, und den Schaden Straße 61. Ausland. Mittenzweig fich diesem Gutachten anschloß, beschloß der Gerichts von diefer Interesselosigkeit hatten natürlich die Rassenmitglieder. hof nach dem Antrage der Sachverständigen und vertagte die Ver: handlung. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. Dies wurde jedoch mit dem Augenblick anders, als sich die Der Generalsekretär des englischen Eisenbahnarbeiter organisirten Arbeiter der Kasse annahmen und auf die hierbei in Verbaudes, der dieser Tage von einem Mitarbeiter der„ Daily Frage stehenden Interessen die Mitglieder aufmerksam machten. Es Chronicle" über den bevorstehenden Streit befragt wurde, äußerte sich wurde vor kurzem in einer öffentlichen Gewerkschaftsversammlung darüber u. a. wie folgt: Es ist vollkommen inforreft, was die ein Wahlkomitee gewählt, dessen Agitation denn auch am Beitungen geschrieben haben, daß nämlich den Eisenbahn GesellDonnerstag einen bisher unbekannt geweſenen starken Besuch schaften bis zum 11. Dezember gekündigt werden soll. Selbst, In lieblicher Unkenntniß wenn die Mehrzahl der Mitglieder sich für den Streit ausspricht, Die Maurer befchloffen in einer am Donnerstag abgehaltenen der Wahlversammlung erzielte. der Kündigung noch öffentlichen Versammlung nach eingehender Debatte: die Karten, auf der hierüber bestehenden Gesetzesvorschriften hatte der Vor ist der Termin für die Einreichung Es wird vielmehr zunächst nochmals ver denen die Sammlungen zum Streitfonds quittirt werden, erhalten stand die Wahlversammlung jedoch nicht ordnungsmäßig nicht festgesetzt. vom 18. Dezember an, wenn der Juhaber der Karte seinen Wer einberufen, weshalb gegen das Stattfinden der Wahl, da hiernach sucht werden, die Direktoren zu bewegen, mit dem Verband pflichtungen nachgekommen ist, den Schlußstempel der Lohnkommission. im legten Augenblick eine andere Delegirtenliste von uns hätte auf über die von diesem gestellten Forderungen zu unterhandeln. Da die Den Endtermin der Abstempelung feht eine spätere Bersammlung gestellt werden müffen, von berufener Seite Protest eingelegt wurde. Direktoren aus Verhandlungen bisher sich nicht einlassen wollten und fest. Die Sammlungen zum Streitfonds nehmen mit dem 11. De Wie sehr der bisherigen Kaffenverwaltung das Interesse unserer Ge- wir daher nicht in Erfahrung bringen fonnten, welche Stellung fie zember ihren Abschluß. Ferner wurden für die Gewerbegerichts- noffen für die Kassenwahlen unbequem ist, geht daraus hervor, unseren Beschwerden gegenüber einzunehmen gewillt sind, so mußten wahlen in Charlottenburg 50 M. aus dem öffentlichen Fonds be- daß Genosse R., welcher der Kaffe als freiwilliges Mitglied wir schließlich mit detaillirt Forderungen, mit unserem nationalen willigt. Zum Schluß richtete Silberschmidt an die Amvesenden die angehört, wenige Stunden vor der Wahl vom Borstande ein Programm" hervortreten, das wir allen Rompagnien gleichzeitig Aufforderung, dahin zu wirken, daß der Zuzug nach Wittenberge, Schreiben erhielt, wonach er der Kasse nicht mehr angehöre, da unterbreiteten. Aber auch jetzt sind wir zu Verhandlungen immer wo gegenwärtig die Maurer im Streit liegen, ferngehalten werde. er jetzt Gewerbetreibender sei. Natürlich ist gegen diesen Aus, noch bereit; lehnen diese die Gesellschaften ab, so haben sie, nicht wir, Zur Zentralisation der Krankenkassen. Die Frage, wie verschluß sofort Beschwerde eingelegt worden, da dem Vorstande zu die Verantwortung für die Folgen zu tragen. Was bleibt nach diesem noch übrig von dem frivolen Streit" der englischen Eisenhält sich die Orts- Krantentaffe der Schlosser und verwandter Gewerbe feinein Vorgehen die gesetzliche Handhabe fehlt. bahner, von denen die deutsche bürgerliche Presse in den letzten Tagen zu der geplanten Zentralisation der Berliner Orts- Krankenkassen, wurde soviel geflunkert hat? nach längerer Debatte dahin erledigt, daß die Generalversammlung An die Textilarbeiter Deutschlands! Kollegen und Rolleginnen in Hinsicht auf die bedeutenden Vortheile, welche ihnen Am 27. November ist in der Kammgarnspinnerei zu Ganzsch bei ihre Rasse im Vergleich zu einer Zentraltasse bietet, ein- Leipzig ein Streit ausgebrochen. Grund dazu gab die Maßregelung stimmig den Beschluß faßte, die Zentralisation abzulehnen. mehrerer Arbeiter und Arbeiterinnen. Durch diese ungerechte EntEine weitere Frage betreffend die Naturheilmethode wurde vom lassung fühlten sich die übrigen Arbeit beleidigt. Es legten ca. 220 Vorstand dahin beantwortet, daß es den Mitgliedern frei steht, die meist weibliche Arbeiter die Arbeit nieder. Hilfe von homöopathischen und Naturheil- Aerzten in Anspruch zu nehmen. Die entstandenen Kurkosten werden jedoch nur dann bezahlt, wenn sich das betreffende Kassenmitglied vorher ordnungsmäßig frant gemeldet hat. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, 4. Dezember. Opernhaus. Idomeneus. Anfang 72 Uhr. Schauspielhaus. Des Meeres und der Liebe Wellen. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Die versunkene Glocke. Anfang 72 Uhr. Berliner. In Behandlung. Anfang 72 11hr. Nachmittags 3 Uhr: Dornröschen. Goethe. Circusleute. Anfang 7/2 Uhr. Lessing. Hans Huckebein. Anfang 71 Uhr. Schiller. Deutsche Schwänke. Anfang 8 Uhr. Neues. Die Logenbrüder. Anfang 71% Uhr. Belle- Alliance. Feudalherren. Anfang 8 Uhr. Residenz. Dorina. Vorher: Vice versa. Anfang 7 1hr. Unter den Linden. Orphens in der Unterwelt. Anfang 71/2 Uhr. Central. Berliner Fahrten. Anfang 7 Uhr. Thalia. Bitte recht freundlich. Hierauf Berlin über Alles. Anfang 72 Uhr. Luisen. Othello. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Jungfrau von Orleans. Anfang 8 Uhr. An Nachm. Uhr: Robinson Crusoe. Ostend. Leben und Lieben. fang 8 Uhr. Alexanderplatz. Das Liebesbrama einer Sängerin. Anf. 72 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundl. Ausstellung v. 10 Uhr vormittags ab. Abends 8 Uhr Wissenschaftl. Theater. Invalidenstraße 57/62. Täglich ( außer Sonntags und Mittwochs) abends 8 Uhr: Wissenschaftliche Vorträge. Neichshallen. Spezialitäten. Anfang 8 Uhr. American. Spezialitäten. Anfang 71 Uhr. Apollo. Spezialitäten. Anf. 71/2 Uhr. Feen- Palast. Spezialitäten. Passage Panoplikum. $ Wiener Tanz- und Operetten- Gesellschaft. Schiller- Theater ( Wallner- Theater). Sonnabend, abends 8 Uhr: Deutsche Schwänke. Sonntag, nachm. 5 Uhr: 5. Vorstellung in Schiller 8yflus: Wallenstein's Lager. Die Picco: Lomini. Abends 8 Uhr: Nomeo und Julia. Montag, abends 8 Uhr: Wallen: ftein's Tod. Central- Theater Alte Jakobstr. 30. Direktion Richard Schultz. Sonnabend, den 4. Dezember 1897, Emil Thomas a. G. Bum 91. Male: Berliner Fahrten. Burleste Ausstattungsposse mit Gefang und Tanz in 6 Bildern von Julius Freund und Wilhelm Mannstädt. Musik von Jul. Einödshofer. Anfang 28 Uhr: Morgen und die folgenden Tage: Berliner Fahrten. Luisen- Theater 34. Reichenbergerstrasse 34. Abends 8 Uhr: Othello, der Mohr von Venedig. Trauerspiel in 5 Aufzügen von William Shakespeare. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Bolks- Vorstellung zu kleinen Preisen Othello, der Mohr von Venedig. Regie: Julius Türk. Abends 8 1hr: Auf eigenen Füßen. Billets à 60 Pf. zu der Sonntag Nachmittags: Volts Vorstellung in den bekannten Verkaufsstellen. Deutsches Reich. Kollegen und Kolleginnen! An Euch liegt es nun, dafür zu sorgen, daß die Ausständigen nicht untergehen. Diese haben begriffen, daß nur durch eine stramme Organisation eine Besserung der Arbeitsverhältnisse erreicht werden kann, und sie sind auch entCastan's Urania Panopticum. Taubenstrasse 48-49. Naturkundl. Ausstellung täglich geöffnet von 10 Uhr vormittags ab, Eintritt 50 Pf.- Abends 8 Uhr Wissenschaftl. Theater. Invalidenstrasse No.57/ 62: Täglich( ausser Sonntags und Mittwochs) abds. 8 Uhr: Wissenschaftliche Vorträge. Näheres die Tagesanschläge! Heute, Friedrichstr. 165. eu!! Indischhindustanische Gaukler -undSchlangenBeschwörer. Das BÄREN WEIB. Sonnabend, den 4. Dez. 1897 Grösstes Schaustück der Welt. Direction: Hermann Freund- Haller u. L. Saenger. Eröffnungsvorstellung Abends 72 Uhr. Neues OlympiaRiesentheater ( Circus Renz.) Karlstrasse. Bolossy Kiralfy's Constantinopel. Sonntag und die folgenden Tage Constantinopel. 2 Jahre ohne Unterbrechung in London gegeben. Die Kasse ist täglich von 11-2 und Sonntag 2 Vorstellungen. Quarg's VandevilleTheater. Grand Hotel Alexanderplatz. Erste Original- Budapester( Lauzky& Spizer). Von Tag zu Tag bewahrheitet sich die Zugkraft der beiden Novitäten Das Armband von Müller Das Modell von Hastel mehr und mehr. Nicht endenwollende Lachstürme und enorme Erfolge be gleiten diese Schlager der Saison. Vorzugskarten gelten. VaudevilleQuarg's Theater. Erste Original- Budapester( Lauzky& Spitzer). Grand Hotel Alexanderplat. R Ca. 1000 Mitwirkende. eine Stunde vor Beginn der Vorstellung geöffnet. eichshallenTheater. Leipzigerstrasse 77. Das neue DezemberProgramm erzielt grösste Erfolge. Les Gaetano- Olloms. Bacchus Jacoby. Miss Albertina. Melanie Roberti. Excelsior- Biograph. Anfang des Konzerts 1/2 Uhr, der Vorstellung 8 Uhr. Entree 50 Pf. Im Reichshallen- Tunnel: Heute: Fideler Abend, Militär- Konzert in Uniform, Gratis- Präsentvertheilung. Stangenklettern, Verloosung u. s. w. Anfang 8 Uhr. Ostend- Theater. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet diese Woche am Montag, Freitag und Sonnabend von 6 bis 8 1hr abends statt. H. B., Bernau. Nach einer etwaigen Reichstags- Auflösung würde der neue Reichstag wiederum auf fünf Jahre gewählt werden. Wetter- Prognose für Sonnabend, 4. Dezember 1897. Kalt und vorwiegend trübe mit leichten Schneefällen und ziemlich frischen nordöstlichen Winden. Achtung! Achtung! dr. Franfurterly, 132, Dir. G. Bell Holz- u.Bretterträger Novität! Zum 7. Male: Novität! Leben und Lieben. Volksstück mit Gesang in 5 Aften von O. Klein. Musik von G. Wanda. Berlins und Umgegend. Dienstag, den 7. Dezember cr., abends 8% Uhr, bei Graumann ( früher Nenz), Naunynstraße 27: Anf. 8 Uhr. Im Tunnel von 7 Urab: Gr. öffentl. Versammlung. Frei Konzert.. Morgen und folgende Tage: Leben und Lieben. Sonntag, nachmittags 3 Uhr, halbe Preise: Am Altar. Volks- Theater im Welt- Restaurant 97. Dresdener Straße 97. Berlin bei Nacht. Gesangs- Posse. Die fleinste Contorsionistin der Welt Little Elsa. Auf vielseitiges Verlangen: O diese Radler! Jm vorderen Saale: Tyroler Sänger Alois Ebner. Anfang: Wochentags 7½ Uhr. Sonntags 6 Uhr. Maehr's Theater Oranienstrasse 24. Täglich Theater- n. SpezialitätenVorstellung. Novitäten- Programm. Neu! Gebrandmarkt. Neu! Volksstück. Mr. Willy, Jongleur a. d. rollenden Kugel und Drahtseilkünstler. Wochentags 8 Uhr. Anfang: Sonntags 6 uhr. Preise wie gewöhnlich. Erfolg auf Erfolg!! Gebrüder Herrnfeld's I. OriginalBudapester Possen- u. OperettenTheater Kaufmann's Variété bietet ein Dezember- Programm das an Humor u. Reichhaltigkeit konkurrenzlos dasteht. Etwas ganz Neues für Berlin: Höchst interessant! Improvisatoren- Wettstreit zwischen William Schüff und Dr. Guido Steinitz. Stürmischen Jubel- Erfolg erzielt das Auftreten von Georg Rösser Geschwister Meinhold Gustav Schmidt Dreher& Schober Gebrüder Forré. Heute: Lupas& Wörtheim. Lebensb. v. Donat Herrnfeld. Morgen Sonntag: Dieselbe Vorstellung. Anf. präz. 8 Uhr. Gew. Preise. Konzert- Sanssouci haus Rottbuser Straße Nr. 4a. Dir. H. Pierry. Artistischer Leiter Jos. Aschinger. Bisher unerreicht. Stürmischer Beifall! Apollo- Theater. Mit vollen Segeln. Desroches- Bianca Otto Reutter Carmen Faur La Foy's ! Herren- Hüte! Feuer Flammentanz Weiche von 1,50 an, Kinderhüte und 21756 Müßen in großer Auswahl. ferner: 32 Kunstkräfte 1. Ranges. Fritz Weith, Rigdorf, Sobrechtstr. 78, pt., am Hermannplak. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Kasseneröffnung 6 Uhr. Anfang 72 Uhr. Lebensbild mit Musik in 3 Abtheil. von H. Schulz. Vorzügliche neue Spezialitäten. Entree: Anfang des Konzerts: Wochent. 7 Uhr, Sonntags 5 Uhr. Anfang der Vorstellung: Wochent. 8 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Wochentags 30 Pf. Sonntags 50 f. Wochent. Passe- partouts giltig. Diese Vorstellungen finden jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag statt. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Gen. Mehner über:„ Kapital und Arbeiterverbände", 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Feen- Palast 22 Burgstr. 22. Dir.: Winkler& Fröbel. Das neue hochinteressante Weihnachts- Programm Cabaret's Liliputaner Hündchen. Victoria, die Königin der Luft. Bill's selbstmusizirende Automaten sowie das gesammte Schauspiel: und Künstler: Personal. Lebende Photographien ( neue Bilder). Anfang 72 Uhr. Entree 30 Pf. Alcazar Variété- Theater I. Ranges. Dresdenerstraße 52/53( City: Passage) Annenstraße 42/43. Direktion Nichard Winkler. Bornehmster Familien: Aufenthalt. Mit durchweg neuer Ausstattung: Tolle Berliner Fahrten. Ausstattungs- Burleske mit Gesang Vorher: und Tanz. Junge Männer u. alte Weiber. Lustspiel in 1 Aft von Th. Apel. Auftreten sämmtl. Kunst- Spezialitäten. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Reservirter Platz 50 Pf. Passage- Panopticum. 84/17 Der Einberufer. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Heute, Freitag, den 3. Dezember: Von Stufe zu Stufe. Volksstück mit Gesang in 5 Bildern von Hugo Müller. Sonnabend wegen Privatfestlichkeit keine Vorstellung. Circus Busch Sonnabend, 4. Dezember 1897, abends 71/2 Uhr: Parade- Gala- Vorstellung. Zum 1. Male: Die 8 Ungarn mit thren Vollblut: Springpferden u. a. a) Der Vollblut Wallach Scipsi", Sprung über eine 6 Fuß hohe feste. Barrière mit Reiter. b) Der Sprung des Vollblutpferdes La Folie" über einen Landauer mit Insassen. c) Der berühmte Sandorsprung über 3 große, Pferde. El Bolero, geritten von Sign. Corradini und Frl. Helene Corradint. Bum 2, Male:" Aigir", oftpr. Hengst, in furzer Zeit dressirt und geritten bon Herrn Foottit- Burghardt. 12 ungar. Fuchshengste, neu bressirt vom Dir. Busch. Außerdem: Die vorzügl. Clowns Eugen Beldemann, Boganowsky, Frères Bergère, Gebr. Emanuelo u. Rodrigirez, Gebr. Horte, Cyrillo und Magrini. Nach Sibirien. Das großart. aller Manègen- Schaust. Morgen: 2 große Vorstellungen, 4 Uhr nachm. und 72 Uhr abends. Wiener Räthsel Tanz- und OperettenGesellschaft. Neues Programm Concerthaus Lelpzigerstr.No.48. Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen. Sonntag 7 Uhr. Anfang: Bochent. s uhr. Damen vom Ballet. Bum 225. Male: der ganzen Welt! Neu eingetroffen: Welcher Herrenhut hochelegant fabelhaft! nur 2,30 Mk. Gottmann Gr. Frankfurterstr. 130. Für 10 Mart Liefere Stoff zu einem ff. Herreits Winterpaletot, für 5 M. Tiefere Stoff zu einemt kompletten Herrenanzug, für 8-10 feinen, für 12 M. gutten Raumgarnstoff oder Cheviot. Reste zu Knabenanzügen sehr groß 2-3 M. Man überzenge fich im Riesenstofflager Lene, liebe Lene. Krausenstr. 14, I., fein Laden. Die Goldwaarenfabrik Max Busse, Brunnenstr. 175, Invalidenstr.. an der IN empfiehlt: Armbänder, Broches, Ohrringe in massiv Gold, Golddoublé, Silber. Besonders beliebt: Schmucks mit Opal, sowie Türkisen, Granaten, Corallen. Goldene Ketten nach Gewicht. Spezialitat: Goldene Ringe! Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin. r. 283. 14. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 4. Dezember 1897, Zu den Stadtverordneten- Stichwahlen in Charlottenburg. Nachstehend veröffentlichen wir eine genaue Uebersicht der Wahl. bezirke mit ihren Unterabtheilungen und Wahllokalen. Jedem Wähler der dritten Abtheilung wird hieraus ersichtlich sein, wo und wen er zu wählen hat. Es gilt einen Sturm auf die Burgen des Freisinns und der Konservativen, und mit ganzer Kraftanstrengung bestimmungsgemäß abgelaufen. Da in den ganzen fünf ein eidgenössisches Alkohol- Monopol, dessen Reingewinn, gewöhnlich haben die Wähler zu zeigen, daß es ihnen ernst ist mit einem Protest gegen die heutigen kommunalen Zustände! Was näher über unser Programm zu sagen ist, findet sich in dem Flugblatte, das morgen, Sonntag, in Charlottenburg verbreitet wird. die sigende der Kommission, Fräulein Marie Raschte in Berlin, Die Ernte war reich also wird die Baumwolle billig. Wird die fordert die Bundesvereine auf, Rechtskurse einzurichten und Vorträge Baumwolle billig, so auch die Gewebe. Wir haben aber Interesse über die Rechtsstellung der Frau halten zu lassen. an hohen Preisen, balten wir also die billige Baumwolle zurück, Ziegelei- Arbeiter- Schuk. Die Giltigkeitsdauer der Schuh- indem wir die Produktion von Baumwollwaaren einschränken." So bestimmungen für Arbeiterinnen und jugendliche glaubt schließlich der Unternehmer, im Interesse der Industrie und Nummer unter Depeschen" mitgetheilt haben, bis zum 1. Januar 1899 Arbeiter ganz aufs Pflaster wirft. Und all' das, weil die Ernte„ au Arbeiter in Ziegeleien ist, wie wir in unserer letzten der Allgemeinheit zu handeln, wenn er die Löhne drückt oder die verlängert worden. Die Bestimmungen tragen das Datum reich" ausgefallen ist. des 27. April 1893 und wären mit Ende dieses Jahres Schweizerisches Alkohol- Monopol. In der Schweiz besteht Jabren haftigkeit der Bestimmungen Klagen über die außerordentliche Mangel zwischen 5 und 6 Millionen Franks per Jahr, den Kantonen über. und die noch größere Mangel- wiesen wird. Diese haben den zehnten Theil des Schnapsgewinnes haftigkeit ihrer Durchführung nicht verflummt sind und sich zur Bekämpfung des Altoholismus zu verwenden und darüber alljährlich so deutlich bemerkbar machten, daß sich die Regierung am 24. März dem Bundesrath Bericht zu erstatten. Die vor einiger Zeit vom d. J. zu einer Umfrage über diese Dinge entschließen mußte, so fann Bundesrath veröffentlichte Uebersicht erstreckt sich über den Zeitraum Die Stichwahl findet Dienstag, den 7. Dezember 1897, zu feiner definitiven Meinung über den nothwendigen Schuß der Schweiz sagt, der Alkohol- Behntel im Jahre 1895 455 637 Fr. und es mur lebhaites Befremden erregen, daß die Regierung noch immer von 1889 bis 1895. Danach betrug das, oder wie man in der vormittags 10 Uhr bis abends 7 Uhr ununterbrochen statt. Ziegeleiarbeiter gekommen ist. Der wesentliche Inhalt der Beslim in der Periode 1889/1895 2 827 429 Fr., wovon 33 129 resp. 1. Kommunal: Wahlbezirk: Unterabtheilung A. Ahorn, mungen war, daß in Ziegeleien Arbeiterinnen und jugenbliche 425 913 Fr. zurückgelegt, d. h. nicht verwendet wurden. Die ausAkazien, Birken, Ebereschen, Eichen, Eschen Allee, Forsthaus Westend, Arbeiter nicht zur Gewinnung und zum Transport von Rohmaterialen gegebenen Summen vertheilen sich auf die einzelnen Zwecke folgenderNeuer Fürstenbrunner Weg, Fürstenbrunn, Kastanien, Kirschen- Allee, Kirch: sowie zum Arbeiten in den Defen und zum Befeuern der Defen maßen: Für Trinkerversorgung und Unterstützung von Trinfer= platz Westend, Königsplatz, Linden- Allee, Luisen- Kirchhöfe( alter und neuer), verwendet werden dürfen. Arbeiterinnen dürfen auch nicht heilanstalten in der Periode 1889/95 115 479 Fr.( 1895 14 573 Fr.), Nußbaum, Platanen, Rüstern- Allee, Spandauer Berg, Spandauer Chaussee, zur Handformerei der eigentlichen Ziegelsteine benutzt werden. für Versorgung in 3wangsarbeits- und Korrektionsanstalten und Spreethal- Allee, Straßen 32, 36- V 3, Ulmen- Allee, Bahnhof Westend, Am Bahnhof Westend, Friedrich Carl- Platz, Garde du Corpsstraße, Sophie Die tägliche Arbeitszeit darf für jugendliche Arbeiter und Unterstützung dieser Anstalten 345 365 Fr.( 61 364 Fr.), JrrenCharlottenstr. 1-23a und 101-115ff, Spandauerstraße, Straße 26a- V- 3. Arbeiterinnen 12 Stunden, die wöchentliche 66 Stunden anstalten und Irrenversorgung 377 582 Fr.( 55 626 Fr.), Epileptifer, Wahllotal: Restaurant Moriz, Ahorn- Allee 1. betragen. Der Arbeitstag darf morgens um 41/2 Uhr beginnen und Taubstummen- und Blindenanstalten 124 630 Fr.( 32 741 Fr.), Unterabtheilung B. Christstraße, Dandelmannstr. 1-9 u. 52-61. bis abends um 9 Uhr dauern. An Pausen werden zusammen nur Krankenversorgung 22 496 Fr.( 16 196 Fr.), Versorgung armer Nehringstr. 1-6 11. 34-36, Sophie Charlottenstr. 24-33 u. 89-100, Jäger: 11/2 Stunden vorgeschrieben. Die Unternehmer haben die Verschwachsinniger und verwahrlofter Kinder oder jugendlicher Vers straße, Kaiser Friedrichstr. 1-6 u. 102-106, Luisen- Play 5, Magazinstraße, pflichtung, an der Arbeitsstätte Tabellen über die Beschäftigungs- brecher 1031 946 Fr.( 214 323 Fr.), Speisung armer SchulOrangenstraße, Potsdamerstr. 1-5 u. 42-47, Scharrenſtr. 8-13, Königl. stunden der Arbeiterinnen und jungen Leute auszuhängen. Schloß und Schloßgarten, Schloßstr. 1-26 u. 42-69, Stallstraße. finder und Versorgung in den Ferienkolonien 73 267 Fr. Wahllokal: Restaurant Sonnenfeld, Friedrich Carl- Platz 6. Die Verhältnisse in den Ziegelsteinhöllen" haben sich feit( 19 815 Fr.), Hebung der Volksernährung und Förderung der Kandidat: Maler Erust Baumann. Erlaß dieser Bestimmungen aber nicht gebessert, was Mäßigkeit 141 727 r.( 34 121 Fr.), Naturalverpflegung armer Von allen Seiten, namentlich von der Durchreifender 144 608 Fr.( 27 912 Fr.), Unterstüßung entlassener auch nicht zu erwarten war. Arbeiterpresse wurde gleich anfangs darauf hingewiesen, daß diese Sträflinge oder Arbeitsloser 71 548 r.( 29 843 Fr.), für Zwecke Bestimmungen durchaus ungenügend seien. Und die in den Jahren der allgemeinen Bolts- oder Berufsbildung 66 352 Fr.( 7892 Fr.), seitdem erschienenen Fabrikinspektoren Berichte haben zudem ergeben, Armenversorgung 109 934 r.( 8491 Fr.), Bekämpfung des daß die Schutzbestimmungen von den Unternehmern fast nirgends durch Altobolismus im allgemeinen 21 098 Fr.( 3120 Fr.). Für 1898 ift geführt worden sind. Aus dem ganzen eiche famen Slagen über der Reingewinn des Alkoholmonopols auf 6 483 000 Fr. budgetirt, wucherische Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft, über gesund- wovon die Kantone 5 866 668 Fr. erhalten würden. heitliche und sittliche Gefahren, denen Arbeiterinnen und junge Leute infolge der Arbeitsverhältnisse und der Unterbringung in skandalösen Schlafstellen ausgesetzt sind. Wie ebenfalls aus den Berichten der Fabrifinspektoren hervorgeht, wurden vielfach die vorgeschriebenen Tabellen nicht ausgehängt, nicht einmal die Bestim mungen der Gewerbe Ordnung über Trucksystem und dergleichen wurden überall innegehalten. Hat sich doch sogar die belgische Regierung veranlaßt gesehen, bei der deutschen darüber Klage zu führen, daß belgische Arbeiter in deutschen Ziegeleien überanstrengt und infolge der dort herrschenden Zustände verwahrloft würden. Alle diese Klagen liegen zum theil um Jahre zurück. Trotzdem erklärt jetzt der Bundesrath, daß über diese Dinge noch erhebliche Meinungsverschiedenheiten beständen, so daß sich bis zum 1. Januar eine Verständigung nicht erzielen laffen werde. Bis zum 1. Januar 1899 dagegen würden voraussichtlich die Verhandlungen über die Abänderung und Ergänzung der Bestimmungen zum Abschluß gebracht werden können. Straßen 19a, 19b und 21- V 3, Wizleben. 2. Kommunal- Wahlbezirk: Unterabtheilung A. Dandelmann Straße 10-17 und 44-51a, Nehringstr. 7-15, Potsdamerstr. 6-41, Sophie Charlottenstr, 34-43 und 79-88, Dandelmannstr. 18-43, Horstweg, Kant straße 76-93, Knobelsdorfstraße, Königsweg, Play C V 3, Schloß straße 26a- 41, Verl. Schloßstraße( Straße 22a V 3), Sophie- Charlotten: Play, Sophie Charlottenstr. 44-78, Straße 15 V 3( Grüner Weg), Straßen 16, 17a, 17b zwischen Straße 15a V- 3 und Weichbildgrenze, Wahllotal: Restaurant Schüßenhaus, Sophie Charlotten: straße 55/56. Unterabtheilung B. Berlinerstr. 87d- 90, Bismardstr. 39-80, Grünstr. 5-25, Kaiser Friedrichstr. 7-30 und 71-101, Kanalstr. 5-14, Kirch Play, Kirchstraße, Scharrenstr. 4-7 und 14-16, Schulstr. 1-5 und 18-19, Straßen 7a, 12c, 12d und 14a- V- 3, Wallstr. 34-66, Berliner: straße 91-94a, Grünstr. 1-4 und 26-30, stanalstr. 1-4 und 15-16, Scharrenstr. 1-3 und 17-20, Schulstr. 6-17, Spreestr. 4-15a, Wilhelms plaz 2-4, Wilmersdorferstr. 7-28 und 148-165. Wahllokal: Logen- Restaurant, Kaiser Friedrichstr. 87. Kandidat: Schanfwirth Albert Leder. 3. Kommunal: Wahlbezirk: Unterabtheilung A. Bahnhof Jungfernheide, Keplerstraße, Königsdamm, Krummelante, Nonnendamm, Nonnenwiese, Osnabrückerstraße, Riedemanns- Weg, Am Spandauer Schiff fahrts- Kanal, Straßen 6, 9, 12, 42, 58 und 63- VI, Tauroggenerstraße, Tegeler Weg, Beuffelstr. 77-90, Gaußstraße, Habsburger Ufer, Huttenstraße, Kaiſerin Augusta- Allee, Sidingenstraße, Straßen 15, 20, 21, 23, 24 und 40- VI, Wiebestraße, Berlinerstr. 51-87c, Brauhofstraße, Kirchhofstraße, Lüzow, Lützowstraße, Luisen- Platz 1-4, Spreeftr. 1-3c und 33-44, Ufer straße, Straßen 1, la, 1b- V- 2, Wilhelmplak 1 und la, Wilmersdorfer straße 1-6 und 166-170, Bahnhof Thiergarten, Berlinerstr. 1-10, DoveBrüde, Dovestraße, Englischestraße, Franklinstraße, Helmholzstraße, Salz- Ufer, Straßen 14, 16a- V- 2, Thiergartenmühle. Wahllokal: Logen- Restaurant, Berlinerstr. 61. Unterabtheilung B. Berlinerstr. 11-50, Gauerstraße, Charlotten: burger Ufer, Marchstraße, Rosinenstraße, Sophienstraße, Straßen 4, 5 und 6a- V- 2, Berlinerstr. 112-127, Bismardstr. 17-30, Strummeftr. 73-93, Wallstr. 1-19 und 84-103. Wahllotal: Restaurant Gambrinus", Wallstr. 94. Randidat: Zigarrenhändler August Sellin. 4. Kommunal: Wahlbezirk: Unterabtheilung A. Kaiser: Friedrichstr. 31-45a u. 61b- 75, Rückertstraße, Schillerstr. 45-84, Wilmers: dorferstr. 38a- 56 it. 118-136. Wahllotal: Restaurant Zur Glode", Nückertstr. 7. Unterabtheilung B." Kaiser Friedrichstr. 45b- 61a, Stantstr. 56b bis 75 u. 93a- 111a, Pestalozzistr. 33-76, Wilmersdorferstr. 57-66a und 108-117, Stadtbahnhof Charlottenburg, Stuttgarter Play, Straße 17b bis V- 3 zwischen Wilinersdorferstraße und Straße 15a- V- 3, Wilmersdorfer ftraße 67-107a. Wahllotal: Raiser- Restaurant", Kaiser Friedrichstr. 61a. Kandidaten: Spediteur Gustav Scharuberg. Ergänzung Schloffermeister Otto Siegerist als Erfagmann. " Unternehmer- Verbände. Tas Walzdraht Syndikat hat unter den Drahtstiftwerken eine heillose Verwirrung hervorgebracht. Wie wir bereits mittheilten, wurde den Mitgliedern des Drahtstifts- Syndikats eine erhebliche Preisermäßigung für den Bezug von Walzdraht und Eisenfnüppel vom Walzdraht- Syndikat gewährt, während die außerhalb des Ver bandes stehenden Firmen eine Preisdifferenz von rund 23 Mark für 1000 Ko zu decken haben. Damit soll diesen Werken die Konkurrenz ganz unmöglich gemacht sein. Es giebt in diesem Drängen nur zwei Auswege, entweder schließen sich die außenstehenden Werke dem Syndikat an, oder es gelingt ihnen, ihre Robfabrikate vom Ausland zu annehmbarem Preis zu beziehen. Wie verlautet, wollen die Interessenten den Versuch machen, den lezteren Weg einzuschlagen. Zu dem Zweck will man bei dem Finanzminister vorstellig werden, Warum nicht schon jetzt? Weiß doch so ziemlich jedermann die zollfreie Einfuhr von Walzdraht zu gestatten. Ob aber die fchon heute, wie Abhilfe geschaffen werden könnte: nämlich Herren hier eine Hilfe erwarten fönnen, erscheint sehr fraglich und durch eine wesentliche Erweiterung der Schußbestimmungen. Schließlich werden die Syndikatsbestrebungen, welche die Ungehorund durch wirkliche, scharfe und fortgesetzte Kontrolle der abgelegenen samen unter das Szepler des Drahistifts- Syndikats bringen wollen, ländlichen Ziegeleien. So lange nicht das Aufsichtspersonal triumphiren. wesentlich verstärkt ist, um diese Aufgabe allein durchführen zu lönnen, ohne auf die Mithilfe der in solchen Dingen versagenden Polizei angewiesen zu sein, und ebe nicht Arbeiter sowohl zur Ausarbeitung der Schutzbestimmungen, wie auch zu deren Kontrolle herangezogen werden, werden sich die greulichen Zustände in den Ziegeleien wohl nicht bessern. bevor. Die bisherigen Leiter des Niesenunternehmens, die Gruppe Im amerikanischen Zuckertrust stehen bedeutsame Aenderungen Haremeyer, beabsichtigen zurückzutreten und soll die Führung dem Standard Dil- Magnaten Rockefeller überlassen werden. Wie berichtet wird, sollen dem Unternehmen für die Zukunft schwere Hindernisse in dem Wege stehen. Zunächst sind einige außerhalb des Kriminalstatistik für das Deutsche Reich. Im Jahre 1896 In Brooklyn ist in bester Lage an der Wasserfront im New- Yorker Trust stehende Fabriken in ihrer Konkurrenzfähigkeit immer mehr erftarkt. wurden wegen Verbrechen und Vergehen gegen Reichsgesetze 456 939 Personen verurtheilt, darunter waren 44 212 unter 18 Jahre afen eine Raffinerie von Arbuckle und eine zweite von Doscher, alt. Die Verurtheilung erfolgte bei 81 868 Personen wegen Verbrechen von denen jede auf eine Leistung von 3000 bis 4000 Faß pro Tag und Vergehen gegen den Staat, die öffentliche Ordnung und Religion, eingerichtet ist, im Bau begriffen und beide sollen bereits nächste Saison bei 194 522 wegen Verbrechen und Vergeben gegen die Person, bei in die Kampagne eintreten. Zudem sind die Arbuckle's Bedes Patents auf cine mechanische Vorrichtung 179 132 wegen Verbrechen und Vergehen gegen das Vermögen und bei fizzer Bur Verpackung des Zuckers in 1417 wegen Amtsdelikten. Im Vergleich mit den Vorjahren sind bequemen Pfundpacketen für die Verurtheilungen wegen Verbrechen und Vergehen gegen die den Kleinverkauf, dem dadurch Zeit und Unkosten erspart werden. Person, gegen Staat, öffentliche Ordnung und Religion gestiegen, 3 nicht geringem Theil haben sie ihren enormen Erfolg im Kaffee5. Kommunal- Wahlbezirk: Unterabtheilung A. Berliner während die Zahl der wegen Verbrechen und Vergehen gegen das geschäft dieser Maschine zu danken. Ferner nimmt die Rübenzuckerstraße 95-111, Bismarcstr. 31-38, Strummestr. 1-22, Spreeftr. 16-32, Vermögen Verurtheilten gesunken ist. Von den 44 212 Industrie einen immer stärkeren Ausschwung. Die RübenWallstraße 20-33 und 67-83, Wilmersdorferstraße 29-38 und 137-147, lichen", das heißt 12 bis Jugend- anpflanzungen haben sich ausgedehnt und bereits bestehen große Bismardir. 81-111, Strummestr. 23-36 und 59-72, Schillerstr. 20-44 wurden unter anderem verurtheilt: unter 18 Jahre alten Personen 21 484 wegen Diebstahls, Rübenzucker Fabriken, welche zusammen während der legten und 85-107, Straße 6a- V- 3, Weimarerstr. 1-29 und 34-50. auf 120 Tage berechneten Saison täglich 4000 bis 5000 Wahllokal: Restaurant Höhne, Bismarckstr. 90. 8186 wegen Körperverlegung, 2912 wegen Sachbeschädigung, 2063 Tons Buder Goethestr. 18-64, Kantſtr. 39-56a und wegen Unterschlagung, 1704 wegen Betruges, 1168 wegen Beleidi Ausdehnung dieser Industrie vorläufig die Leistung pro Jahr mit lieferten. Wenn auch bei der weiteren Unterabtheilung B. 112-130, Strummestr. 37-58, Pestalozzistr. 17-32 und 77-92, Play A bis gung, 1109 wegen Hehlerei, 1088 wegen Unzucht, 861 wegen Haus 200 000 Tons bei einem Zuckerfonsum von 2 000 000 Tons nicht V- 3, Straßen 1- V- 1( zwischen Leibniz- und Wilmersdorferstraße) friedensbruchs, 588 wegen Urkundenfälschung, 521 wegen Jagd- und 17c- V- 3, Weimarerstr. 30-33. Fischereivergehen, 334 wegen Brandstiftung und fahrlässiger Inbrand- sehr erheblich ist, so wird sich dennoch die Konkurrenz für die Dauer Wahilotal: Restaurant„ Weimarer Hof", Goethestr. 25. fetzung, 206 wegen sonstiger Sittlichkeitsverbrechen, 117 wegen bemerkbar machen. Dabei macht die ausländische Konkurrenz trotz Kandidat: Schlossermeister Otto Siegerist. Raubes und Erpressung, 21 wegen Mordes, Todischlags und Kindes der großen Zollerhöhung lebhafte Anstrengungen, auf dem 6. Kommunal- Wahlbezirk: Unterabtheilung A. Berliner: mords u. f. w. Markt zu erscheinen. So sind erst in Tezter Beit Straße 128-151, Bismardstr. 1-16 und 112-127, Grolmannstr. 1-6 und 2000 Sack österreichischer Zucker verkauft worden, der nur 3 Cts. 68-72, Hardenbergstr. 1-5 und 37-42, Kurfürsten Allee zwischen Knie und Die erste Handels- Hochschule in Dentschland wird voraus: per 100 Pfd. höher stand, als das einheimische Produkt. Schließlich der fönigl. Baumschule, Leibnizstr. 1-15a und 78-93, Schillerstr. 1-19 fichtlich zu Ditern 1898 in Leipzig eröffnet werden. Sie soll als ist seit dem 1. cr. der Kontrakt abgelaufen, welcher dem Zuckerund 108-127, Goethestr. 5-17 und 65-83, Grolmannstr. 7-25 und ein selbständiges Institut von der Handelskammer unter Mitwirkung Trust die gesammte, des großen Vortheils der zollfreien Einfuhr in 49-67, Herberstraße, Leibnizstr. 16-25 und 66-77, Schlüterstr. 1-15 der Universität und der öffentlichen Handels- Lehranstalt errichtet die Vereinigten Staaten genießende Zuckerernte von Hawai sicherte und heißt es, daß die Konkurrenz sich von der neuen Ernte Wahllotal: Restaurant Hippodrom", Hardenbergstr. 42. Unterabtheilung B. Kantstr. 22-38 und 131-145, Surfürsten- Den Widerfinn der kapitalistischen Produktionsweise 225 000 Tons dieses Produkts kontraktlich gesichert hat, während der bamm 40-73, 79-81 und 170-199, Beibnizstr. 26-65, Ließenburgerstraße, beleuchtet hübsch eine Augsburger Korespondenz in der neuesten Trust nur 50 000 Tons davon erlangt hat. Will also der Zuckerzwischen Straße 12a- V- 1 und Snejebeckstraße, Pestalozzistr. 1-16 und Nummer des Manufakturist". Es heißt darin:" Die Misère Trust seine Stellung behaupten, so wird sich ein heftiger Kampf 93-106, Schlüterstr. 16-66, Straße 1- V- 1( zwischen Snesebeck und auf dem Textilmarkt dauert an und nimmt zu. Der Preissturz, zwischen den widerstreitenden Interessen abspielen, und der KapitalLeibnizstraße), Straße 11a- V- 1, Wielandstraße, Bahnhof Zoolog. Garten, welchen die letzten Wochen auf dem Baumwollmarkt infolge der magnat Rockefeller ist dafür bekannt, daß er auf diesem Gebiet Carmerstraße, Fasanenstr. 1-19 und 106-112, Goethestr. 1-4 und 84-87, großen Hafeneingänge, der hohen Ernteschägungen und der rücksichtslos die Interessen solcher Unternehmer- Organisationen zu Hardenbergstr. 6-26 und 30-36, Joachimsthalerstr. 1-4 und 43-44, Rant straße 5-21, Knesebecftr. 1-24 und 83-100, Surfürsten- Allee zwischen der flauen Nachfrage brachten, hat ihn, der schon so lange danieder liegt, vertreten weiß. Königl. Baumschule und Bahnhof Zoolog. Garten, Savigny- Platz 3-10, nur zu sehr in Mitleidenschaft gezogen. Selbst die Spinner sehen Stein- Blaz, Uhlandstr. 1-11 und 190-197, Fasanenstr. 20-105, ausschließ sich in ihrer bisher so starken Position erschüttert und lich 42-84, Grolmannstr. 26-48, Joachimsthalerstr. 5-42, Kantstr. 146 fangen an, Konzessionen zu machen. bis 161, nesebecstr. 25-82, Kurfürstendamm 18-39 und 200-226, Savigny- Plaz 1-2 und 11-13, Uhlandstr. 12-37 und 165-189. ahllotal: Restaurant Dorn, Kantstr. 146, Ecke des SavignyKandidat Ernst Baumann. und 67-78. Plazzes. Wahlberechtigt ist jeder Preuße, der ein Jahr am Orte wohnt, bas 24. Lebensjahr vollendet und im Besige der bürgerlichen Ehrenrechte sich befindet. Wer keine amtliche Einladung erhalten, versehe sich mit Legitimation( Steuerquittung, Miethskontrakt oder Invalidenkarte 2c.). Wir ersuchen ferner, die Mittagsstunde auszunüßen, damit abends der Andrang nicht zu stark wird. Wer bis 7 Uhr nicht gewählt hat, geht seiner Stimme verlustig. Wir ersuchen die Wähler, die bei der Hauptwahl nicht gewählt haben, jetzt bei der Stichwahl das Versäumte nachzuholen und Mann für Mann für die oben genannten Kandidaten einzutreten. werden. " Auf dem TücherTheater. marit fieht es, wie noch ſtets, erheblich schlimmer Im Thalia- Theater führte man am Donnerstag eine neue Poffe aus. Drucker und Händler getrauen sich, angesichts der drohenden Berlin über Alles" von Benno Jacobson auf. Der Niesen ernte und der von ihr verursachten rückläufigen Preis- spekulative Verfasser hatte diesmal mehr Glück, als mit dem Bertendenz, nicht zu kaufen und, soweit sie noch Luft dazu zeigen, drücken linischen Volksstück„ Gebrüder Wucherpfennig", das neulich im Goethesie den Tücherpreis zur Unmöglichkeit herunter. Die Notirung ist theater nach der zweiten Aufführung verschwand. Der Theaterjetzt bei 14-14%, angelangt, und selbst das wird kaum gezahlt. zettel fagt, Jacobson habe sich an einen Schwant von Jedenfalls können die Weber bei einem solchen Preise nicht bestehen, Ordoneau angelehnt. Er machte auch sonst sonst wohl ver= und sie sträuben sich gegen ihn, so gut es geht. Leider ist nur ihre schiedene Anleihen für sein Poffenragout. Das Unwahr ganze Lage durchaus teine widerstandsfähige, und wir sehen nicht scheinlichste wird durcheinandergerührt, aber in den Aktschlüssen ab, was da noch helfen soll, als die in Nord und Süd geplante tommt es immer zu irgend welchen luftigen Knalleffekten, und das allgemeine Betriebsreduktion, die nun wohl endlich Publikum lacht aus vollem Halfe. In der Posse tommt es nicht ins Werk gesetzt wird. Hoffnungen auf einen Aufschwung des auf irgend welchen Lokalchauvinismus heraus, wie man nach dem stimmenden Erntenachrichten und anderen Symptomen vor der Hand spruch zweier jungen Leute, die aus der fernen Provinz nach Rohmaterialmarktes wenigstens kann man sich nach den überein- Titel vermuthen könnte. Berlin über Alles" ist nur der Wahlnicht machen." Berlin famen, um hier, der eine als Maler, der andere als Zu dieser Mittheilung des genannten Unternehmerblattes wird Musiker Karrière zu machen. Das geht nun nicht so, wie die beiden uns geschrieben: sich das dachten; und gerade als der Hauswirth die beiden wegen Weil also die Natur das Rohmaterial, die Baumwolle, in rückständiger Miethe zum Thore hinaus werfen will, tommt ein reichfter Fülle spendete, deswegen muß die Verarbeitung dieser Retter in der Noth: ein Dümmling aus Altwaffer in Schlesien, ein Baumwolle eingeschränkt werden! Kann man sich etwas Verrückteres reicher Jüngling, der einmal Berlins Wonnen foften will, ehe er denken? Sonst muß der Mensch sich doch je mehr einschränken, je ins Ehejoch schreitet. Er ist der geborene Potsdamer". Er und weniger vorhanden ist; und umgekehrt! Je reicher die Ernte, um sein Jugendfreund, der dreifte Maler Dahlheim, tauschen die Dem Bunde der deutschen Frauenvereine bürgerlicher so größer der Verbrauch! Aber die fapitalistische Kultur stellt Rollen. Der Freund aus Altwasser zahlt die Miethe für den Richtung gehören zur Zeit 78 Vereine an. Die Rechtskommission des eben alle Logit auf den Kopf und Das Kapitalistenblatt Maler, er steckt die Ohrfeigen ein, die ein eifersüchtiger Bundes hat zu der Petition betreffend das bürgerliche Gefet merit gar nichts davon; es kann ruhig sagen: Es ist zuviel vom Gatte für den Maler bereit hat, fura, er taumelt von Vergnügen buch bis jetzt etwa 8000 Unterschriften erhalten. Im Ottober 1898 Robftoff da, verbrauchen wir also möglichst wenig davon! Freis zu Vergnügen", bis der Wirrwarr fich löst. Die treffliche soll die Petition dem neuen Reichstag eingereicht werden. Die Bor- lich fehlen in dem Sage Zwischenglieder; er muß vollständig lauten: Dümmlingskomit des Herrn Junkermann( Buntzel aus AltBoziales. " wasser) schlug auch schauspielerisch fieghaft durch. Die anderen Rollen sind an Komit weniger ergiebig. -Im Opernhanse beginnt am Sonnabend ein Mozart= Syklus. Gegeben wird an diesem Tage, Idomeneus". " Soziale Rechtspflege. gab bekannt, daß von den meisten Zahlstellen Berlins und Umgegend beschlossen wurde, die Wintermonate feine Reiseunterstützung zu Eine besonders für Rollfutscher wichtige Entscheidung zahlen und erklärten fich die Mitglieder mit den gefaßten Beschlüssen hat die Kammer VII des Gewerbegerichts gefällt. Gegen einen einverständen. Ferner wird beschlossen, zu gunsten eines seit Sestlohnanspruch von 6,25 M., den der Rolltutscher W. erhoben 20 Wochen franten Berufsgenossen eine Matinee zu veranstalten. hatte, wandte der Vertreter der beklagten Speditionsfirma Kunft und Wissenschaft. Die Töpfer Rigdorfs hielten am 28. November eine AgitationsJakobshof ein, daß der Kläger durch Dienstwidrigkeiten einen Zur Böcklin- Ausstellung. In dem offiziellen Katalog zur In dem offiziellen Katalog zur Schaden von mindestens 6,25 m. verschuldet habe. Auch berief Bersammlung ab, in welcher David Berlin den wirthschaftlichen Akademischen Ausstellung von Werken Arnold Böcklin's" findet sich sich der Herr auf die Gehalt quittung des Klägers, worin Niedergang des Gewerbes besprach. Er kam zu dem Schluß, daß für den fraglichen Monat fein volles nur der Beitritt zur Organisation die einzelnen etwas schüßen tönne Das folgende köstliche Eingeständniß:„ Sein( Bödlin's) Talent erwies biefer bescheinigt, bekommen Gehalt nicht, gegen die damit verbundenen Schädigungen. Eine in diesem Sinne haben; indessen bestritt er fich als fo originell und kräftig, daß er lange Beit weder Aufträge noch Anerkennung fand und besonders nach daß thatsächlich dem Kläger die strittige Summe vorenthalten gehaltene Resolution fand einstimmige Annahme. Der Vertrauens. worden sei. Jene Quittung hält er aber trotzdem für mann wurde beauftragt, von jetzt ab alle 6 Wochen eine Versamm feiner Verheirathung mit Angela Pascucci im Jahre 1853 mit schweren Sorgen zu kämpfen hatte." Für den FürFür den Für ausschlaggebend, und ebenso die Bestimmung in der Geschäfts- lung einzuberufen. In Brik wurden in öffentlicher Parteiversammlung nach einem sprech einer afademischen Ausstellung" ist das offen- ordnung der Firma, wonach die Rutscher für allen Schaden berzig genug; um so offenherziger, als Böcklin bis zum heutigen aufzukommen haben, der dadurch entsteht, daß sie Aufträge nicht Vortrage des Genoffen Eberhardt zu der Kreiskonferenz für Tage nicht einmal die große goldene Medaille der Berliner Akademie ausführen. Der Kläger habe durch Nichtbeachtung eines Auftrages Teltow 2c. die Genossen 3ick, Schliebig und W. Eberhardt für den sich die Firma an dem delegirt. befißt, was an sich freilich ohne Belang ist. Auch soll der preußische den Schaden verursacht, Klage Objekt schadlos halte. Hierzu sagte der Hofinſpettor Hofmaler Auton v. Werner sich gegen die Böcklin- Ausstellung in lage Objekt schablos halte. Die Charlottenburger Maurer stellten in ihrer letzten Ber Berlin, die am Donnerstag in der Akademie Unter den Linden er der Beklagten als Zeuge aus: Gr habe den Kläger beauftragt, fammlung nach einem Referat Flemming's ihre Berufsgenossen Stück und Gilgut zur Schlesischen Bahn zu schaffen und öffnet wurde, ziemlich lebhaft gesträubt haben.( Bis zum 16. Januar unterwegs möglichst noch einen Kunden in der Rungestraße mitzu. Schulze, Bernice und Graß als Kandidaten für das bleibt die Ausstellung zu sehen.) Hat Anton v. Werner sich darum gesträubt, weil es voraus machen", d. h. mitzunehmen, was er fortschaffen könne. Nun habe Gewerbegericht auf. Jns Gewerkschaftskartell wurden Bernece und Kalder belegirt. zusehen war, daß die Berliner Weise der Baseler Ebrung nicht der Kläger in der Rungestraße eine ganze Fuhre bekommen und Die Adlershofer Genoffen wählten in einer öffentlichen Ver entfernt gleichfommen werde, so kann man ihm nicht so unrecht deshalb telephonisch anfragen lassen, was er machen solle. Darauf geben. Als jüngst an dieser Stelle vom Walten und Wirken Arnold sei ihm die Antwort gegeben worden, er solle alles liegen laffen fammlung, die fie, wie gegenwärtig alle Versammlungen, in Böcklin's die Rede war, da wurde darauf hingewiesen, wie schwer es und schnell zur Bahn fahren. Kläger sei dem aber nicht nach Köpenick abhaiten mußten, die Genossen Wade puhl und fei, Werte eines Künstlers aus dem Privatbesitz zu einer öffentlichen gekommen, sondern habe in der Rungestraße den ganzen Wagen Richter als Delegirte zur Kreistonferenz. beladen und die Güter dann nach dem Speditionshofe Schau zu vereinigen; und in der gegenwärtigen Jahreszeit besonders! Die Schmargendorf. Am Dienstag, den 30. November, hielt Gegeldkräftigen Leute, die jetzt Familienfeste feiern und Abendgesell- gebracht, so daß das Eilgut am selben Abend nicht mehr Der Kläger erklärte nosse stir ch ner in einer öffentlichen, gut besuchten Versammlung schaften geben, trennen sich höchst ungern von ihren künstlerischen babe zur Bahn geschafft werden können. Besitzthümern, mit denen man ganz hervorragend prunten fann. emgegenüber, er habe sich nicht anders zu helfen gewußt, da der einen beifällig aufgenommenen Vortrag über: Die Agitation für die Wagen schon halb voll schwerer Kisten gewesen sei. Auch sei ihm tommende Reichstagswahl. Im Anschluß an diesen Vortrag entSo ist denn auch nicht allzuviel aus norddeutschem Privatbesitz der telephonische Bescheid nicht so bestimmt übermittelt worden, wie spann sich eine lebhafte Debatte. Bei Punkt 3 der Tagesordnung Ferner waltet über den großen künstlerischen Plänen in Berlin ibn der Beuge angebe. Der Gerichtshof verurtheilte die be- betreffend Wahl der Delegirten zu der am 5. Dezember stattfindenden ein anderer Unstern. Es handelt sich um die Playfrage. Die Aus- flagte Firma, die 6,25 M. an den Kläger herauszuzahlen. Assessor Kreisfonferenz, wurde allseitig die Nothwendigkeit einer Organis stellungsräume der Akademie sind, wenn man vom mäßig großen Dr. Meier führte zur Begründung aus: Selbst wenn ein Verfation in unserem weitläufigen Reichstags- Wahlkreise anerkannt und Uhifaal absieht, einfach abscheulich, und Böcklin braucht Licht, frei trag bestehe, wonach der Arbeiter für jeden von ihm zugefügten die. Genossen Luh, Peters und Kirchner als Delegirte zur Schaden hastbar sei, so hänge die Haftung doch davon Kreis konferenz gewählt. Nachdem dann der Vertrauensmann eine Troß dieser Ausstellungen möchte der Schreiber dieser Zeilen ab, ob ein fchuldhaftes Berhalten des Arbeiters bagu Uebersicht über die vorjährigen Einnahmen und Ausgaben gegeben jedem erusten Kunstfreund in Berlin dringend rathen, der Schau wichtige Frage sei im vorliegenden Falle zu verneinen, Kläger beigetragen habe, den Schaden zu veranlassen. Diese batte, wurde die Versammlung geschlossen. Steglit. Jm„ Schwarzen. Adler", Albrechtstr. 125, tagte am nicht fern zu bleiben. Es wird sich nur empfehlen, noch ein paar babe seinem Auftrage gemäß versuchen wollen, den Kunden in der 30. November eine öffentliche Volksversammlung, in der Genoffe Tage zu warten, bis der Schwarm der Neugierigen, die überall dabei gewesen sein müssen, sich verlaufen hat. Gegenwärtig fluthet Rungestraße mitzubesorgen. Hier habe er sich der Situation nicht aber über„ Die Volksfeinde an der Arbeit" referirte. Redner es ein und aus, und Menschen, die sich benehmen wie bei einem gewachsen gezeigt. Das könne ihm aber noch lange nicht als schuld- seigte, wer die eigentlichen Volksfeinde sind und welche Wege sie Premièrenspettafel, stören den Genuß Es ist geradezu eine Qual, in einer baftes Verhalten angerechnet werden. Allerdings habe der Zeuge einschlagen, um dem arbeitenden Volte seine einzige Waffe, das geder engen Kojen in der Akademie unter plappernde Damen zu nach seiner Aussage telephonisch angeordnet, daß W. sofort zur Bahn heime, gleiche und direkte Wahlrecht zu entziehen und schloß mit gerathen. Ebenso wird man beeinträchtigt, wenn man an so trüben fahren solle; doch sei zu berücksichtigen, daß der Zeuge leicht miß einem Aufruf an die Versammlung, sich an der Agitation für die verstanden worden sein könne. Der Einwand, W. habe über das bevorstehenden Reichstagswahlen rege zu betheiligen. Zur KreisTagen, wie den jeßigen, in die Ausstellung geht. Um die einzige volle Monatsgehalt quittirt, sei hinfällig gegenüber der Thatsache, fonferenz, welche am 5. Dezember in Berlin stattfindet, wurden Stellung Böcklin's in der Kunst der Gegenwart zu begreifen, muß daß ihm die 6,25 Mart abgezogen worden seien. Mohr, Haberland und Mauci als Vertreter gewählt. man seine Meisterbilder in hellem Glanz schauen. zufammengekommen. fluthendes Licht! Immerhin gelang es, mehr als neunzig Bilder Böcklin's und etwa 800 Nachbildungen aus dem Eigenthum der photographischen Union in München für Berlin zusammenzustellen. Unter ben Originalen ist manches wenig gefannte Stück, und im ganzen gewinnt man einen Einblick in Böcklin's Lehr- und Wanderjahre, und ebenso ist Einzelnes vom Brächtigsten aus seiner Meister zeit zu fehen. Wie naiv und schlichtern wagt Böcklin in den Portraits des Herrn und der Frau Holzach seine ersten Schritte. Welche Abhängigkeit von der Düsseldorfer Schule in den ersten Del- und Landschaftsstudien vom Ende der vierziger Jahre! Aber schon in einzelnen Jugendwerken: Faun, einer Amsel pfeifend und dem Pan im Schilf"( Nr. 7 und 12), tann man errathen, was an künstlerischer Sehnsucht in Böcklin lebt. Wer die ersten schülerhaft korrekten Versuche Böcklins betrachtet, der kann noch nicht ahnen, welche Straft des Humors und welche Gabe, einem Menschen in die Seele zu schauen, derselbe Böcklin später entfalten sollte. Welche teck geniale Darstellung, die Porträt stizze Franz Lenbach( im Besitze von Paul Heyse, Nr. 29). Versammlungen. Der Zweigverein Berlin des Verbandes deutscher Bar: bier, Friseur- und Berrückenmachergehilfen hielt am 25. b. M. seine Sigung ab, in der Kollege Liere einen beifällig auf: genommenen Vortrag bielt. Bezüglich des Kongresses waren die Anwesenden der Meinung, daß der Zweigverein nur dann der Abhaltung desselben in Braunschweig zustimmen wird, wenn die Münchener Kollegen auf das Tagen des Kongresses in ihrer Stadt verzichten. Nächste Versammlung den 9. Dezember cr. bei Schiller, Rosenthalerstr. 57. Die Filiale II Berlin Zentralverband deutscher Maurer hielt am Sonntag den 28. November drei Mitgliederversammlungen ab. Für den Often, Nordosten und Südosten fand die Bersammlung in dem Lokal Fruchtstr. 36 a statt. Silberschmidt Redner führte an der referirte über Organisationsbestrebungen. Hand eines reichhaltigen Materials in leicht faßlicher Weise den Das Süßeste und Beiffle, was Böcklin zu geben hatte, schuf er, Zuhörern vor Augen, wie zu jeder Zeit, bis in das früheſte Alterals er auf der Höhe des Lebens stand: zum Ausgang der siebziger thum zurück, die Menschen bestrebt gewesen sind, sich zu auch zu den verschiedensten Zwecken und Jahre und in den achtziger Jahren. Da gewann seine Farbe die organisiren, wenn tieffte und leuchtendste Gluth und seine Gestaltungskraft den toft Bielen. In der heutigen Gesellschaft, die die Menschen in barsten Werth. Da wurden seine Humore ungebunden und üppig, zwei Klassen, besitzende und besiglose, theilt, sind die Organisations feine Naturanschauung voll von heiterer, freier Phantasie, wie in bestrebungen mehr denn je in den Vordergrund getreten. Dem Unter dem herrlich faftigen Spiel der Wellen( aus der Münchener nehmerthum, das sich immer mächtiger in Kartelle, Ringe und Trusts Pinakothek Nr. 73); oder seine Gemälde athmen die echte Poesie zusammen schließt, müsse die arbeitende Klasse ebenfalls eine fefte stiller, finnender Feierlichkeit, wie die Todteninfel( Nr. 60) und geschlossene Organisation gegenüber stellen. An der DieDas Schweigen Des Waldes( 76) und bas wehmüthig fussion betheiligten sich Leonhardt, Mitusch, Pau u. a. im ergreifende Bild Heimkehr, mit dem Manne, der aus Sinne des Referenten. Der Fremde wiedergekommen ift und ins hellerleuchtete In der Versammlung für den Norden, Wedding und Fenster seines Heimathhauses blickt.( Nr. 8.) Wie Böcklin über Oranienburger Borstadt feine Farbenprobleme immer eindringlicher nachfinnt, wie er die mit Beifall foloristische Technik zu erweitern bemüht war, dafür giebt ein charak teristisches Beispiel fein Schloß, von Piraten in Brand gesteckt, mit dem langen, roth- gewandeten Räuber im Vordergrund( Nr. 78 aus dem Jahre 1886). referirte Worm. Seinem eine aufgenommenen Vortrag folgte lebhafte Diskussion, an welcher sich Haute, Muck und andere betheiligten Am Schluß der Versammlung forderte der Vorsitzende auf, unentwegt und mit doppeltem Eifer für die Ziele der gewerkschaftlichen Organi sation einzutreten. Sozialdemokratischer Agitationsverein für den Wahlkreis StralfundFranzburg- Rügen. Sonntag, den 5. Dezember, vorm. 10 Uhr, bet Mörschel ,. Jüdenstraße 36: Vereinssigung. Gäfte willkommen. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 5. Dezember, vorm. 9 Uhr, tm großen Festsaal der Berliner Reſſource, Kommandantenstr. 67: Bersammlung. Freireligiöse Borlesung. Im 11 left wintrag des Herrn Wilhelm Stein der Weisen." Gäfte willkommen. Verein der Buchdrucker und Schriftgießer für Riedorf- Brit. Sonntag, den 5. Dezember, Nachmittag i Uhr: Bersammlung in der Bereinsbrauerei. Serliner Arbeitervertreter- Verein tagt jeden Dienstag nach dem erften wird ertheilt: im Monat bet Buste, Grenabierfir. 33, abends 8½ Uhr. Unentgeltlicher Nath Im Norden Berlins: Für Unfalls, Invaliditäts- und Alters- Bersicherung, abends von 7-9 ühr: A. Daehne, Demminerfir. 66, v. 3 Tr. R. Gutheit, Wiesei ftr. 29a, von 8-9 Uhr abends. F. Pieschel, Gartenfir. 55, v. 2 r. G. Simanowsti, Gartenfir. 78, Portal 2, 2 Tr. W. Stuhlmann, Oberberger ftraße 37, 4 r., von 6-9 Uhr abends. R. Tamm, Huffitenfir 6, von 8-9 ühr abends. Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Blume, abends. A. Boigt, Wiesenfir. 41-42. G. Warn ft, Kolbergerstr. 7, von 6-7 Uhr Stretigerfir. 58. B. 9te i mann, Bellermannstr. 83. F. Trapp, Schulstr. 59, von 7-8 Uhr abends. Im Nord Often: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung w. Mohs, Schönhauser Allee 62. Im Often: Nur für Jnvaliditäts- und Altersversicherung: G. Bader Gr. Frantfurterstr. 34, v. 4 Tr. Im Süd- Osten: Für Unfall, Jnvaliditäts- und Altersversicherung: Schalthoff, Michaeltirchfir. 18. dm Süden: Für Unfall-, Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Stügels Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung. maier, Grimmstraße 39. Om Süd Weßen: Nur für Unfallversicherung: 6. Hänet, Solmsfir. 44 P. Keller, Rigdorf, Panierstr. 58, Hof part. Om Nord- Weßen: Nur für Unfallversicherung: Krause, Wilsnacker ftraße 19. M. Stephan, Beffingfir. 34. Im Zentrum: Nur für Unfallversicherung: G. 2öffler, lofterfir. 91, Bei sämmtlichen vorgenannten Personen, bei denen hter feine Sprechzeit ans gegeben, ist dieselbe Wochentags von 7-9 Uhr. Vermischtes vom Tage. - Amerikanische Eier sollen in nächster Zeit in großen Mengen nach Europa ausgeführt werden. In Wintersdorf bei Altenburg hat ein Knecht eine Magd getödtet und sich dann selbst die Kehle durch= schnitten. Die am Nachmittag stattfindende Versammlung für den Süd. In Castrop entstand bei dem Ausbruch eines Brande3. Die letzten Alterswerke, so„ Der Krieg"( Nr. 86 aus dem Jahre 1896) zeigen ein Erlahmen der alten, vollen Schöpferkraft. often, an welcher auch Frauen theilnahmen, war überaus start in der Mädchenschule eine Panit. Sechs Mädchen wurden Die Sammlung der Nachbildungen läßt selbstverständlich das besucht. Der Genosse Maffatsch referirte unter lebhaftem Beifall der im Gedränge verlegt. Besonderste an Böcklin vermissen: den Reichthum der Farbe. Auch Versammelten. leidet ste namentlich an der Ungunft der Raumverhältnisse. Vielfach zu bekommen. In Gotha hat man diese Woche einen Hengst Die öffentliche Steinarbeiter Versammlung, die am 28. No. aus dem Landesgestüt erschossen, den man für rogtrant fällt ungenügendes Licht auf sie, manche hängen so niedrig, daß man vember im„ Englischen Garten" tagte, beauftragte eine Kommission, hielt. Die nachträgliche Untersuchung hat ergeben, daß das Thier niederknien müßte, um fie betrachten zu tönnen. Dazu mit Hilfe eines Rechtsanwalts zu verfuchen, die vom Magiftrat ber vollständig gesund gewesen ist. Der Hengst hatte einen Werth von 600 M. die engen, langgestreckten Säle, in denen sich die Besucher schlagnahmten Gelder der Innungs- Krantenfasse( die Gelder wurden -Ein Töpfermeister aus Teschen( Defterreich Schlesien) hat hin und herschieben! Kurz, dieser Theil der Ausstellung mit Beschlag belegt, weil die Steinmez- Junung sich auslöst) heraus an den Präsidenten des Abgeordnetenhauses, Abrahamowicz, tann in Wahrheit nicht erfüllen, was er verheißt. Er fann feine Die Statistik über die Lage der Berufsgenossen am als Erfaß für die durch Schönerer entweihte" Glode eine aus umfassende Anschauung über das Lebenswert Böcklin's gewähren. Orte soll gedruckt und dem Magiftrat zugestellt werden. Im Monat e hm verfertigte neue gesendet, die in eingebrannten Schriftzeichen Wann werden wir in Berlin zu würdigen, öffentlichen Aus. Januar und Februar sollen die Sammlungen für den Streitfonds die Worte trägt:„ Dejectos voco, jus ratumque frango, Austriam stellungsräumen gelangen; und wann wird die Kleinlichkeit fallen, ausfallen. plango!"( ch rufe die Hinausgeworfenen, ich zerbreche Recht und daß man einen Meister, wie jetzt den 70jährigen Böcklin, von Akademie wegen ehrt und dennoch einen Eintrittspreis( von 50 Pf.) Gefeß, ich beklage Defterreich!") verlangt? Kann man im modernen Sparta nicht einmal die Kosten für solche Ehrenschau tragen? - ff. Die Nationalgalerie erhielt als Schenkung Berliner Kunstfreunde ein hervorragendes Wert von J. F. Millet, das 1870 gemalte Bild, Novembre". " Im Stadtrath von Schaerbeet Brüssel machte uns meister den schweren Vorhang, der den Saal in zwei Theile trennt, auseinanderziehen, und sichtbar wurde ein Trommler der Bürgerwehr, bereit, auf einen Wink des Gemeinde- Oberhauptes loszuwirbeln. Eine gut besuchte öffentliche Kontobucharbeiter Versamm: Ju Traubing bei Feldafing( Bayern) wurde ein Gütter Inng tagte am Montag, den 29. November, im Luisenstädtischen Klubhaus, Annenstraße 16. Kollege Hoffmann referirte über die und seine Ehefrau ermordet und beraubt aufgefunden. In Andalo( Wälschtyrol) sind, nach einer Meldung der jezige Lage der Arbeiter und Arbeiterinnen in den KontobuchFabriken. An der Hand einer in den letzten Tagen abgeschlossenen Frants. 3tg.", die Cadinhöfe abgebrannt. 30 Familien Statistik wies der Referent nach, daß die Verhältnisse in dieser find obdachlos. Eine Frau und ein Knabe verbrannten. Branche nicht so glänzend seien, wie man im allgemeinen annehme.-Die Ortschaft Klein War aftorf bei Dedenburg( Ungarn) Gradmeffung in den Polargegenden. Die schwedische Insbesondere seien die Lohnverhältnisse der Arbeiterinnen ist theilweise niedergebrannt. 43 Wohnhäuser sowie viele Regierung wird in nächster Zeit die russische Regierung einladen, als sehr schlecht zu bezeichnen. Während man im allgemeinen Wirthschaftsgebäude sind vernichtet. Eine alte Frau und zwei Kinder mit ihr eine Vereinbarung über die gemeinschaftlichen Grabmessungen in den größeren Buchbindereien den im vergangenen Jahre eroberten find in den Flammen umgekommen. in den Polargegenden vorzunehmen, welche während der Jahre 1899 Minimallohn von 21 M. pro Woche für Gehilfen und 13,50 M. für Am 31. Oktober schickte ein Kaufmann in Paris eine Rifte und 1900 ausgeführt werden sollen. Die schwedischen Spitzbergen- Arbeiterinnen gable, zeige die Statistik, daß gerade in den größten mit Glas nach 2lgier, wo sie am 15. November antam. Als der Expeditionen, welche in den Jahren 1861 und 1864 unter Leitung des Pro- Kontobuch- Fabriten wie tiefenstahl, Adolf Bumpe und Heuer diese Deckel abgehoben wurde, kam eine große Raze heraus, bie fessors Torell und des Freiherrn Nordenstjöld unternommen wurden, Minimalfäße nicht gezahlt werden. 19 Mart, 18 Mart, ja jogar 16 Tage ohne Nahrung in der Rifte zugebracht hatte. haben die nöthigen Rekognozirungs- Arbeiten zu Ende geführt, und 17 Mart Wochenlohn werden hier noch gezahlt. Die Arbeiterin die Akademie der Wissenschaften hat mit Beihilfe des Profeffors speist man vielfach die Woche mit 8 Mart ab. Bei den Firmen längst ein Mitglied lärmende Obstruktion. Da ließ der Bürger. Rosén einen detaillirten Plan für die erwähnte Grabmessung aus Weber, Barschall und Jarat herrsche eine überaus lange Arbeitszeit. gearbeitet, welche es ermöglichen wird, die Form der Erde genauer Besondere Bezahlung für die Ueberzeitarbeit gebe es nicht. Schließ als bisher zu bestimmen. lich fand eine Resolution Annahme, durch welche die Anwesenden sich k. Das Korsett als Krankheit8urfache. Profeffor Gulen verpflichten, den Mißständen entschieden entgegenzutreten. burg äußert sich in der Umschau" eingehend über die Schädigungen, Ein norwegisches Goldbergwert. In England die bas Tragen eines Rorfetts auf den weiblichen Körper ausübt, und menten- Arbeiter waren am Dienstag im Englischen Garten" verolb Goldgruben in Norwegen, nachdem ein englischer Fach Die im Holzarbeiter Verband organisirten Mufikinftru hat sich eine Gesellschaft gebildet zur Ausbeutung der alten Gios, tommt zu dem Schluß, daß die Hauptursache vieler unter den Frauen start verbreiteter Krankheiten ausschließlich auf das fammelt, wo Genoffe Millarg in einem Vortrage die Schäden mann diese gründlich untersucht hat und zu dem Ergebniß gekommen Korsett zurückzuführen sei. Nicht nur Bleichsucht und Blutarmuth, der Arbeiterversicherungs. Gesetze beleuchtete. In der Diskussion ist, daß jede Tonne Era außer Silber und Kupfer auch noch für sondern auch Herz- und Muskelschwäche sind die Folgen des hierüber wurden verschiedene Mängel der Inftrumentenbranche zumindestens 200 Kronen Gold enthält. Rorfettiragens. Bei denjenigen Frauen, die durch einen Bufall" tage gefördert. Bum Schluß wird bekannt gemacht, daß am dritten In den Vereinigten Staaten erscheinen 19 582 ohne Korsett aufgewachsen sind, treten die charakteristischen Kraut. Weihnachts Feiertag im Märkischen Sof" ein Vergnügen statt Beitungen und Zeitschriften in englischer Sprache, 741 in deutscher, 73 in norwegisch dänischer, 65 in schwedischer, 56 in allen Fällen ausschließlich das Korsett die Ursache der Erkrankungen Die Banarbeiter der Sahlftelle Rigdorf Brit hielten am spanischer, 51 in franzöfifcher, 85 in böhmischer, 88 in polnischer, ist. Welchen unheilvollen Einfluß diese Modethorheit auf die 21. November ihre Mitgliederversammlung ab. Ehe in die Tages: 25 in italienischer, 18 in holländischer, 13 in hebräischer, 8 in Gesundheit der Frauen ausgeübt hat, geht aus der Thatsache hervor, ordnung eingetreten wurde, forberte der Borsigende die Anwesenden flovenischer und slovakischer, je 5 in portugiesischer und lithauischer, daß nach den Angaben Lindner's durchschnittlich jede fünfte oder auf, zur Ehre und Andenken des verstorbenen Genoffen Grillenberger je 4 in wälischer, isländischer und chinesischer, je 3 in finischer und sechste Frau eine bewegliche Niere bat, und daß auf 100 Krankheits- und des durch Sturz vom Bau verstorbenen Kollegen Wilhelm Sein ungarischer, je 2 in russischer und lateinischer und je eine in irischer, fälle an Wanderniere nur 4 männliche und 96 weibliche Personen sich von ihren Plägen au erheben, was geschah. Sodann hielt griechischer, armenischer, arabischer, japanischer und cherotischer Roch han einen beifällig aufgenommenen Vortrag. Der Vorsitzende Sprache und Schrift. heits- Erscheinungen nicht auf, wodurch bewiesen wird, daß in fast tommen. findet. Teltow- Beeskow- Charlottenburg Sonntag, 5. Dezember, nachmittags 12 Uhr, im Lokal von Zubeil, Berlin SW., Lindenstrasse 106: Oeffentliche Kreiskonferenz. 1. Rechnungslegung. Tages Ordnung: 2. Berathung event. Annahme eines Organisations: Statute. 206/8 3. Wahl eines Kreis- Vertrauensmannes, eines Stellvertreters und der Revisoren. 4. Wahl von zwei Mitgliedern zur Preßfommission. 5. Wahl eines Obmannes der Lokalkommission. 6. Ernennung eines Wahlkomitees 7. Verschiedenes. Jeder Ort hat bis drei Delegirte in öffentlichen Versammlungen zu wählen und die Gewählten mit Mandaten zu verfehen. Die Konferenz wird pünktlich eröff et. Der Einberufer: Fr. Zubeil, Mitglied des Reichstages, Berlin, Lindenstraße 106. Reinickendorf. Sonntag, den 5. Dezember 1897, nachmittags 5 Uhr, in Böttcher's " Seepark". Markstraße Nr. 2: Oeffentl. Versammlung für Frauen u. Männer. Tages Ordnung: 1. Vortrag der Genoffin Martha Rohrlack über:„ Die Frauenarbeit in der modernen Großindustrie". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. Entree 10 Pf. Der Einberufer. 224/10 Verband der in Buchbindereien, der Papier- und Leder- Galanteriewaaren- Juduſtrie beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. ( Zahlstelle Berlin.) Montag, den 6. Dezember 1897, abends 82 Uhr, in Feuerstein's Festfälen, Alte Jakobstraße Nr. 75: Mitglieder- Versammlung. E Tagesordnung: 1. Fortsetzung der Debatte über das graphische Kartell. 2. Die Bedeutung der Volkswirthschaft für die arbeitenden Klassen. Referent Kollege P. Jahn. 3. Verbandsangelegenheiten. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Bevollmächtigte. 49/3 Die Bibliothek ist geöffnet Mittwochs von 7-8 Uhr abends, Sonnabends von 27-9 Uhr abends. Achtung! Klempner! Achtung! Montag, den 6. Dezember, abends 8½ Uhr, im Lokale von Stabernack, Inselstrasse No. 10: Vertrauensmänner- Konferenz. Ersuche die Kollegen sämmtlicher Wertstätten, recht zahlreich zu erscheinen and in den Wertstätten, wo noch feine Vertreter sind, solche sofort zu wählen. Um das Erscheinen der Kollegen ersucht 170/13 A. Pausch, Vertrauensmann, Simeonftr. 4, Hof part. Kistenmacher! Montag, den 6. Dezember 1897, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, leganderstraße 27e: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 295/8 1. Vortrag des Genoffen Näther über: Der Riefenkampf um ben Achtstundentag in England. 2. Distussion. 3. Berschiedenes. NB. Alle Kollegen, die mit ihren Beiträgen noch restiren, werden aufgefordert, ihren Verpflichtungen in der Versammlung nachzukommen. Der Vorstand. J. A.: Franz Schulz, Schwedterstr. 47. Oeffentliche Versammlung der Sattler und verwandten Berufsgenossen Sonntag, den 5. Dez., nachm. 5 Uhr, im ,, Englischen Garten", Alexanderstrasse 27c. Tages Ordnung: Vortrag des Herrn Dr. M. Schütte über Robespierre. Nach dem Vortrage: Geselliges Beisammensein und Tanz. Um zahlreichen Besuch bittet Die Agitations- Kommiffion. 158/8 Verband der Möbelpolirer. Montag, den 6. Dezember, abends 8% Uhr, im Lokal von Babenschneider in Rixdorf, Hermannstr. 197: Derlammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. gebeten, pünktlich zu erscheinen. [ 154/9] Die Kollegen werden Der Vorstand. Verein der Maschinisten, Heizer u. Berufsgen. Berlins und Umgegend. Am Sonntag, den 5. Dezember, nachmittags 5 Uhr, im Lokal Oranienstrasse 51: Versammlung. Tages Ordnung: 3410 Fernsprecher Amt IV. No. 447. M. Schulmeister, Schneidermeister, Dresdenerstr. | Berlin SO., am Kottbuser Thor. Schöneberg, Hauptstrasse 143, .... von Mk. 8,50-30, Schlafröcke in grösster Auswahl. Hohenzollern- Mäntel in grau, blau, schwarz.. Winterpaletots in guten Eskimos u. Krimmerstoffen Loden- und Düffeljoppen, warm gefüttert Tuchstoffen . 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Dezember, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Jakobi- Kirchhofe in Rirdorf, Hermannstraße, statt.[ 22026 Für die mir vielfach bewiesene Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres Vaters, des Tischlers Heinrich Ladegast, sagen wir allen Freunden und Be tannten, insbesondere den Kollegen der Appelt'schen Möbelfabrik unseren tief= gefühltesten Dant. 21986 Die trauernden Hinterbliebenen. Orts- Krankenkaffe der Buchbinder und verw. Gewerbe. Am 13. Dezember d. J., abends 81/2 Uhr, findet in Feuerstein's Retaurant, Alte Fatobſtr. 75, die Wahl der Vertreter für die Jahre 1898/99 49/2 tatt Bu wählen sind 233 Vertreter der Mitglieder und 117 Vertreter der Arbeitgeber. Wahlberechtigt und wählbar find alle großjährigen Kassenmitglieder, welche im Besize der bürgerlichen Ehrenrechte sind, von den Arbeitgebern nur die, welche Beiträge aus eigenen Mitteln zur Stasse leisten.(§ 48 des Statuts.) C. Soffmann, Vorsitzender. Prkt. Zahnarzt Wronker Plombiren, Zahnziehen, Zahnersatz. 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