Nr. 285. Abonnements- Bedingungen: 4 Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatt. 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftrirter Sonntags= Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1897 unter Br. 7487. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montage. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 14. Jahrg. date Infertions- Gebühr bur Die beträgt für die fechsgespaltene Kolonelgetle oder beren Raum 40 fg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Bfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Rmt I, Br. 1508, Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Im die Flokke. Der Kampf um das Flottengesez, um die Schiffs forderungen und das Septennat hat begonnen. Die erste Lesung der Vorlage entscheidet noch nichts und in der heutigen Sigung des Reichstages find große Parteien noch nicht zum Worte gekommen, insbesondere nicht die ausschlaggebende Bentrumspartei, und doch läßt sich aus der Entwickelung dieses ersten Vorpostengefechts schon der Ausgang des Streites vorhersagen. = Dienstag, den 7. Dezember 1897. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: denken würde wie die Sozialdemokratie, so gehe es allerdings An den bei diesen Herrn gewohnten Bismarck- Verhimmelungen mit dem Parlamentarismus zu Ende. Unverhohlener kann man fehlte es natürlich auch heute nicht. freilich kaum den„ absolutistischen Neigungen" das Wort reden. Eine recht mart- und kraftlose Rede hielt der Führer der Wenn eine Parlamentsmehrheit und hinter ihr stünde die Freisinnigen Vereinigung Dr. Barth. Neben einigen Lobgroße Mehrheit des Volkes die Bahnen der Minderheit, zu gesängen auf den Freihandel und der Abweisung des Sep der die Regierung hält, nicht gehen will, dann gehe es mit tennats als zur Zeit unpraktisch, fragte der Redner nur: ob dem Parlamentarismus zu Ende. Herr Graf, das war sehr es nicht auch mit etwas weniger Panzern und Kreuzern gehe? deutlich und sehr unvorsichtig! Nachdem der Pole Dr. Jaz bzewski fich gegen Form und Umfang der Vorlage erklärt und dabei den Beschwerden seiner Landsleute Ausdruck gegeben hatte, wurden die Ver handlungen, über welche wir wegen ihrer Bedeutsamkeit auch an leitender Stelle ausführlicher gesprochen haben, auf morgenWeit flüger führte sich der neue Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Graf v. Bülow ein. Er gedachte den VorDie Flottenfreunde sind mit voller Kraft in den Kampf wurf einer abenteuerlichen Prestigepolitik zurückzuweisen, ging gezogen. Der oberste Liebhaber des Flottenwesens, der Kaiser auf die Konflikte mit Haïti und China ein, bewegte sich aber selbst hat die Verhandlungen des Reichstags mit einer Ansprache auch nur in ganz allgemeinen Wendungen, die an den Mittag 1 Uhr vertagt. an das Präsidium eingeleitet und zu beeinflussen versucht. unangenehmen Thatsachen nichts bessern können. Immerhin Als erster soll morgen Eugen Richter die Debatte Dem Präsidium gegenüber, dem zwei Zentrums Abgeordnete war die äußere Art seines Auftretens nicht übel und eröffnen. zugehören, betonte der Kaiser seine Absicht, den Missionaren Graf Bülow scheint unter den zahlreichen neuen Männern" Der Kaiser und der englische Maschinenbauarbeiter fräftigen Schutz zu leihen, und er sprach die Hoffnung aus, der einzige zu sein, der vielleicht im stande ist, sich eine Ausstand. Bei dem Empfange des Reichstags Präsidiums, der Reichstag werde das Flottengeseh annehmen; das fordere Stellung im Parlament zu erringen. die allgemeine Weltlage, die keinen Aufschub gestatte. Diesen selben Gedanken im Reichstage zur Geltung zu bringen, war die Aufgabe der Regierungsvertreter. Eine fast durch gängig erneuerte Regierung trat vor das Parlament. Neue Männer waren gekommen, um die neuen Bahnen" ein zuleiten. il סטס טו wir im Leitartikel berichteten, ist der Kaiser Alles in allem: den vereinten Anstrengungen von nicht nicht nur auf das Flottengesetz, sondern auch auf weniger als fünf Rgierungsvertretern ist es in einer einige andere politische Fragen zu sprechen gekommen, Weise gelungen, die Aussichten des Flotten u. a. auch auf den Ausstand der englischen Maschinenbauer. gesetzes zu verbessern. Zwar muß abgewartet Der Kaiser hat sich, wie uns mitgetheilt wird, mit einer ge werden, wie sich das immer lavirende Zentrum morgen aus wissen Berwunderung und Befriedigung zugleich darüber aussprechen wird, aber nach den bisherigen Auslassungen der gesprochen, daß dieser große Ausstand so völlig frei von allen Große Erwartungen knüpften die Regierungsparteien Germania" und anderer Zentrums Organe zu urtheilen, Ausschreitungen vor sich gehe. oues an diese neuen Männer, denen ein Marschall, ein können die Bedenken dieser Partei durch die Darlegungen der Da haben wir nur den Wunsch auszudrücken, daß sich die Bötticher, ein Hollmann weichen mußten. Diese Er Regierungsvertreter in feiner Weise erschüttert worden sein. Regierung bei der Wiederkehr eines Ausstandes in Deutschland wartungen wurden völlig getäuscht. Die Er Und, wie Graf Limburg- Stirum kleinlaut zugestehen mußte, anders, als sie gegenüber dem Hamburger Hafenarbeiterstreik neuerung der Regierung ist teine Verjüngung giebt es selbst innerhalb der konservativen Partei eine Minder gethan, verhalten möge. Der englische Streit geht trotz der der Regierung, das zeigte überdeutlich schon der erste Tag der heit- offenbar die Herrn v. Plötz besonders nahe stehende Heftigkeit des Konfliktes, trotz der Schärfe der Gegensätze Wirksamkeit dieses neuen Zuwachses. Die neue Regierung Gruppe.- welche dem Septennat nicht zustimmen will. und der Größe der auf dem Spiele stehenden Interessen hauptpaßt zu ihrem obersten Chef, dem greisen Reichskanzler, voll Echon nach dem ersten Tag des Flottenstreites scheint fest fächlich deshalb in durchaus geseglichen Formen vor sich, tommen. Bedeutende Männer, staatsmännische Individuali- zustehen, daß die Regierung für das Septennat teine weil die Regierung die Rechte der Arbeiter achtet und deren täten scheinen unter dem gegenwärtigen Regierungssystem un Mehrheit im Reichstage finden wird. Verzichtet sie auf Gleichberechtigung mit dem Unternehmerthum gelten läßt. In möglich zu sein. das Septennat, dann freilich werden die bürgerlichen Parteien Deutschland werden die Arbeiter durch tausend gehässige Maß Allerdings darf man nicht vergessen, daß die Mattherzig gern bereit sein, die gewünschten Schiffe zu bewilligen, dem regeln gereizt, so daß es nur ein Wunder ist, wenn auch hier teit und Trivialität, die das erste Auftreten der neuen Re- Volt neue schwere Steuerlaften aufzuerlegen und die vers diese Kämpfe einen noch so verhältnißmäßig überaus ruhigen gierung fennzeichnen, zum theil auch darin ihren Ursprung wüstende Politik der kriegerischen Rüstungen weiter zu fördern. Berlauf haben. haben mag, daß dieselbe sich künstlich einer besonders liebenswürdigen Form gegenüber dem Parlamente befleißigte. Man wollte offenbar alles vermeiden, was verlegen konnte. Man suchte die außerordentlichen Forderungen der Regierung als möglichst unschuldig darzustellen. Man hoffte, den Reichstag durch holde Schmeichelworte für sich einzunehmen. Ist das Mäuslein dem leckeren Röder nach und in die Falle gegangen, dann können ja die scharfen Krallen aus den Sammetpfötchen wieder hervorgesteckt werden. Fürst Hohenlohe begann den Reigen. Er gab eine allgemeine Einleitung über die Bedeutung und Nothwendigkeit" der Vorlage. Alles nähere sollte der Staatssekretär des Marine- Amts dem Reichstage vortragen. Politische Mebersicht. Berlin, 7. Dezember. Das italienische Kabinet hat sich mit dem Kriegsminister solidarisch erklärt und seine Demission eingereicht. Der Chef des Kabinets Rudini sah ein, daß die dem Kabinet zur sicheren Durchführung der Staatsgeschäfte sei, deshalb benutte zur Verfügung stehende Mehrheit unzuverlässig und ungenügend er den kleinen Unfall des Kriegsministers, um ein neues Kabinet. zu bilden, wodurch er in die Lage tommt, einige Minifter portefeuilles anderweitig zu vergeben und so einige kleine Parteigruppen an sich zu fesseln und es so seinem Kabinet mehr Rückhalt im Parlament zu schaffen. Rabinets Rudini nichts bekannt ist, muß die Würdigung dieses So lange über die neue Zusammensetzung des künftigen Ministerwechsels verschoben werden. Deutsches Reich. - Der aller neueste Kurs im auswärtigen Amte zeigt sich auch in der Versetzung des ersten Hilfsarbeiters des Herrn von Marschall, des Unterstaatssekretärs; Freiherrn von Rothenban auf den Berner Gesandschaftsposten. Unser bisheriger Gesandter in Bern, Graf Tattenbach, der früher beim Sultan von Marokko beglaubigt war und für einen Kenner der nordafrikanischen Verhält Aus dem Reichstage. Daß wir es heute mit einem sogenannten großen Tag" zu thun hatten, zeigte schon ein Blick auf die Tribünen und Bundesrathspläge. Die Diplo maten- und Hoflogen waren bis zum letzten Blaze besetzt und ebenso drängten sich auf den Bundesrathsbänken die Vertreter der diversen Bundesstaaten. Besonders zahlreich waren natürlich die Herren von der Marine, unter Führung ihres neuen Chefs, vertreten. Die neuernannten Reichs- Staats sekretäre waren sämmtlich anwesend, ebenso der Herr ReichsUnd Tirpit sprach. Der Ausarbeiter des Flottenplanes, tanzler und Staatsminister Dr. v. Miquel. von dem und von dessen Bedeutung seit Monaten die Eröffnet wurden die Verhandlungen durch eine Verlesung Zeitungen Wunder berichteten, welchen der Kaiser selbst den des Herrn Reichskanzlers. Dieselbe war genau so nichtsMarine Roon" genannt haben soll und der die stärkste sagend, wie alle ähnlichen bisherigen Auslassungen des Fürsten Nummer der neuen Regierung sein sollte, Herr Tirpitz hat ein Hohenlohe. Der Reichstag macht sich um das Vaterland verDebut in Reichstage gehabt, wie es unglücklicher kaum sein dient, wenn er die Vorlage unbesehen bewilligt, das war der konnte. Auch fein Hauch frischer Seeluft ging von dem neuen kurzen Vorlesung turzer Sinn. Marine- Staatssekretär aus. Fast wie ausgetrocknet, schläfrig Außer dem Kanzler ergriffen im Laufe der Verhandlung und matt siechte das Bächlein seiner Rede dahin. Sein noch die neuen Minister der Marine, der Reichsfinanzen und niffe und einen energifchen Mann gehalten wird, soll wohl mit Amtsvorgänger Herr Hollmann war gegen ihn lebensvoll und der auswärtigen Angelegenheiten das Wort. Als gewandter Rücksicht auf das zunehmende Seeräuberwesen der berüchtigten Riffsprühend. Redner bewährte sich dabei nur Herr v. Bülow, der piraten dem Schauplatz diefer Thaten näher gebracht werden. Gr Und was brachte er sachlich zur Begründung seiner Vores verstand, das ganze Register des nationalen Tams geht als Vertreter des deutschen Reichs nach Lissabon. Der bisherige lage bei? Er, gleich dem Neichskanzler, förderte auch nicht Tam aufzuziehen, aufzuziehen, sich dabei aber sehr hütete, etwas Gefandte in Portugal, Naschdau, ist in den einstweiligen Ruhestand einen neuen Gedanken, ja nicht eine neue Wendung zu tage. anderes als populär klingende Redensarten zum besten versetzt worden. In dürftigster Weise trat man nochmals breit, was die dürftige zu geben. Herr von Bülow berührte auch Zum Nachfolger des Freiherrn von Rothenhan, als UnterBegründung zur Vorlage und die dürftige Marinepresse schon Konflikte mit Harti und China, wobei er von der schonenden Kolonialabtheilung, Freiherr v. Richthofen, bis auf Weiteres unter staatssekretär im auswärtigen Amte, ist der bisherige Direktor der zum Ueberdruß wiederholt hatten. Art und Weise" sprach, mit der unsere Regierung die deutschen Beibehalt der Leitung der Geschäfte der Rolonialabtheilung ernannt Interessen diesen Ländern gegenüber gewahrt habe. Das Haus war dankbar genug, diesen Wig" mit Heiterfeit zu belohnen. Von den Abgeordneten sprachen heute unser Genosse Schoenlant, Graf v. Limburg- Stirum, Dr. Barth, der Bole Jazdzewski. Die Forderungen seien sehr bescheiden. Die Lebens intereffen Deutschlands gebieten eine solche Verstärkung der Flotte. Das Septennat sei nöthig, damit sich nicht alljährlich der Streit um einige Kreuzer erhebe. Den Rechten des Reichs tages trete man damit nicht zu nahe u. s. w. die worden. Wahrscheinlich dürfte erst nach Erledigung des Rolonial etats im Reichstage ein neuer Direktor für das Kolonialamt be stimmt werden. Für diese Stelle foll, einer unkontrollirbaren Blättermeldung zufolge, General v. Scheele, der einige Jahre Gouverneur von Deutsch- Ostafrika war, in Aussicht genommen sein. - Gine längere Darlegung zum Flottengefeß veröffentlicht heut die„ Berl. Korresp.", in der nochmals aufs eifrigste für das Septennat eingetreten wird. Dieses sei nicht eine bloße Formsache, sondern ein Prinzip, von dem nicht abgegangen werden darf." Alle diese Ausführungen, vorgetragen ohne den Versuch Mit Schoenlant fand die Opposition gegen die ufereiner tieferen sachlichen Begründung, zurückzuweisen und in losen Flottenpläne, die Weltmachtpolitit, das persönliche Regiment ihrer Gemeinpläglichkeit und Unrichtigkeit aufzudecken, war für einen beredten Vertreter. Unser Genosse wies zunächst auf die den sozialdemokratischen Redner, Abgeordneten Echoenlant, der als Widersprüche hin, in denen sich gerade die Regierungen in der erster Redner aus den Parteien zu Worte kam und die Gründe Beurtheilung des Werthes der Kriegsflotte und ihrer AusDie Regierung ist, wie man sieht, sehr bemüht, ihr Septennat der Opposition in großen Zügen darlegte, keine schwierige geftaltung bisher bewegt haben. Der Redner ging dann auf in Sicherheit zu bringen. Aber alle Betheuerungen von der Harm Aufgabe. Die Schoenlant'sche Rede gipfelte in einer all- bie finanzielle Seite der Vorlage ein und führte er die losigkeit desselben werden hoffentlich den Reichstag nicht zur Aufgemeinen Beleuchtung der politischen Situation, in einer gewaltigen Summen auf, welche für Flottenzwecke gabe seiner elementarsten Rechte veranlassen. Warnung vor den Gefahren einer abenteuerlichen Welt schon ausgegeben worden sind sind und in Zukunft aus-- Daß unseren Unteroffizieren von Staatswegen machtspolitik, in einem gegenüber den heute vom gegeben werden sollen. Bivar verspreche die Regierung ein ordentliches Mundwerk garantirt werden solle, darüber liefen Regierungstisch ausgehenden fanften Beschwichtigungs heute, daß die neuen Ausgaben ohne Erhöhung der Steuern bereits vor einigen Wochen allerlei unbestimmte Nachrichten durch worten doppelt nothwendigen Hinweis auf die absolu durchgeführt werden sollen, aber Ministerversprechungen seien die Blätter. Der Reichsetat giebt harüber näheren Ausschluß. Danach tistischen Neigungen der Regierung, die in neuester Zeit sich seit den Erfahrungen mit den Hohenlohe'schen Zusagen bezüglich Schadhaftigkeit der Zähne, zum theil in so erheblichem Umfange bemerkbar hat sich bei den Unteroffizierschülern und Unteroffiziervorschülern eine des Vereinsgesetzes sehr im Kurse gesunken. Wessen wir uns gemacht, daß dadurch bereits die Deutlichkeit der Sprache immer mehr hervorwagen. " Sowohl der konservative Redner, Graf Limburg- Stirum, bezüglich der Weltmachtspolitik zu versehen haben, das zeigen störend beeinträchtigt war. Genauere Untersuchungen haben er als drei Vertreter der Regierung versuchten die sozialdemokra- die Konflikte in China und Haïti: das persönliche Regiment geben, daß bei vielen Böglingen schon erhebliche, nicht verbesserungstischen Einwendungen abzuschwächen. Freiherr vou Thiel dränge sich immer mehr auf sollte dasselbe zur vollen Geltung fähige Schäden an einzelnen Bäbuen vorlagen, bei der Mehrzahl mann, der neue Staatssekretär des Reichsschazamts, ging tommen, dann sei es mit dem Budgetrecht und der parla- der Schüler aber sich Mängel vorfanden, welche einer erhaltenden auf die finanziellen Bedenken gegen die Vorlage ein, der mentarischen Kontrolle überhaupt vorbei. Dieser Gefahr heiße Zahnpflege noch zugängig sind. Die Nachtheile einer derartigen, Staatssekretär des Junern, Graf v. Posadowsty, suchte es vorbeugen und die beste Abwehr sei: strikte Ablehnung der heit der Zähne für den zukünftigen Unteroffizier liegen auf der mit den späteren Dienstjahren zunehmenden mangelhaften Beschaffenbesonders dem Hinweis auf„ absolutistische Neigungen" entgegen Vorlage. fönnen, Hand. Bielen derselben wird vorgebeugt werden die Böglinge alljährlich regelmäßig unter Heranziehung Bahnärzten auf den Bustand ihrer Zähne unter und einer erhaltenden Zahnpflege, einschließlich der zutreten. Graf v. Pojadowsky dürfte jedoch seinen Auftraggebern Graf Limburg Stirum ist natürlich für die Vor- wenn Durch die Aeußerungen, welche er hierzu machte, wenig genügt lage, tann aber doch nicht verschweigen, daß ein Theil seiner von haben. Er meinte, wenn die Mehrheit des Reichstages so Freunde gegen das Marineseptennat schwere Bedenken habe. sucht # 3. Hierzu nöthigen Füllungen schadhafter Bähne und, wo es zur Er- 1 auch bald die Klagen über das Verhalten mancher Beamten sistirten Für die ausscheidenden Privilegirten sollen nach dem Entwurf haltung der Dienstfähigkeit und Gesundheit geboten erscheint, des Personen gegenüber geringer werden. 21 Abgeordnete eintreten, die in den vier Kreisen mittels des Pros Zahnersatzes bei Verlust von Zähnen theilhaftig werden." Für das wird, hat bort am 2. b. M. eine von etwa 60 Herren beKiel, 4. Dezember. Wie der„ Kiel. 3tg." aus Wilster gemeldet portional Wahlsystems gewählt werden. Dafür sprachen die Sprache der Unteroffiziere in Zukunft an Deutlichkeit nichts au suchte Versammlung von Vertrauensmännern der beiden frei. treter der deutschen Partei. Für die einfachen Mehrheitswahlen, sprechenden Wünschen an. Nur Württemberg scheint das Mund- sinnigen Richtungen des fünften schleswig- Holsteiniſchen Wahl der Oberamtsbezirke, traten Zentrum und deutsche Partei ein, die wert feiner Unteroffiziere für genügend zu halten; in seinem Gtat freises folgende Resolution fast einstimmig angenommen:" Die heutige Bolkspartei ist dagegen und macht davon ihre Zustimmung zu dem fehlt der entsprechende Poften. Vertrauensmänner- Versammlung der beiden freisinnigen Richtungen empfiehlt für den 5., 7., 8. und 10. fchleswig- Holsteinischen Wahlkreis Befeh abhängig. Das Vorrecht der sieben guten Städte wird erFür die Ausrüstung des Seeres mit Fahr die Begünstigung eines Kandidaten der freisinnigen Bereinigung und halten bleiben; daß Stuttgart drei Bertreter erhalten soll, wird allDer Uebertritt eines Theils der Privilegirten rädern werden im 1898er Gtat 810 080. gefordert. In der für den 4., 6., 2. und 9. Wahlkreis die Unterstützung der Kandidaten gemein angenommen. Begründung heißt es: Die ausgedehnten Versuche, welche unter für die freifinnige Boltspartei, und ersucht die Parteileitungen zu Berlin in die Erste Kammer wird angenommen werden. Die Hauptschwierigs den verschiedensten Verhältnissen mit der Verwendung von Fahr- und Kiel, in diesem Sinne wirken zu wollen." Alsdann wurde für keit bietet der Artikel des Entwurfs, welcher der Ersten Kammer die rädern im Heeresdienste gemacht worden find, haben beren außer die freisinuigen Parteien des fünften Wahlkreises die Kandidatur Zweite Kammer hat, einräumen will. Erste Kammer und Regierung macht Mitwirkung beim Etat, das Budgetrecht, das bisher allein die ordentlichen Nußen für mannigfache militärische Zwecke( Melde des Hofbesizers Thomsen- Beunhusen vorgeschlagen und einstimmig und Ordonnanzdienst, Erkundungen, schnelle Befeßung vorgeschobener unter der Bedingung nominirt, daß obige Resolution auch in den diese Frage zur unbedingten Voraussetzung für die Annahme der Verfassungsrevision, sämmtliche Parteien der Zweiten Kammer Punkte 2c.) dargethan. Eine reichere Ausstattung des Heeres mit übrigen schleswig- holsteinischen Wahlkreisen angenommen wird. Fahrrädern ist deshalb geboten. Es sollen erhalten: Jedes Die Freifinnige Seitung" schweigt sich über den Frieden der Sprachen sich dagegen aus. Es wird sich hier bei der Detail Infanterie- und Jäger Bataillon 6 jedes Kavallerie- Regiment 2 Fahrräder, jede Feldartillerie- Atheilung theil heute einige Breitfeiten ihrer Geschosse gegen die Freifinnige wirksamen von uns schon in ihren Grundzügen wiedergegebenen ( bisher 2) Fahrräder, feindlichen Brüder in Schleswig- Holstein aus. Sie schießt im Gegen. beratbung darum handeln, einen Ausweg zu suchen, um das Werk u stande zu bringen. Unser Genoffe Kloß wahrte in einer 1 Fahrrad, jede Fußartillerie- Kompagnie 1 Fahrrad. Zur Er Vereinigung, weil deren Parteigänger, Geh. Kommerzienrath Frenzel, Rede am Freitag den Standpunkt der Sozialdemokratie, die nach leichterung des Ordonnanz- und Revisionsdienstes, sowie zu Lehr- neuerdings in Flottenagitation macht. Möglichkeit mitwirken will, die Reform durchzuführen. zwecken ist außerdem beabsichtigt, einer Anzahl von Anstalten 2c. Zur Handhabung des Vereinsgefeges in ( Militär- Reit- Institut, Schießschulen, Kadettenanstalten, UnteroffizierSchulen und Borschulen, Artilleriedepots, Truppenübungspläge, Felb- Schlesien. Der Bürgermeister von Liebau, Springer, hatte eine von dem Rechtsanwalt und Notar Kunde privatim einberufene Ver artillerie und Fußartillerie- Schießpläge) in geringem Umfange fammlung deshalb aufgelöst, weil einem nicht eingeladenen Bürger Fahrräder zu überweisen. Der Gesammtbedarf von 2 474 Stück zu die Anwesenheit in der Versammlung verweigert worden war. Rechtsanwalt Kunde hatte gegen die Auflösung Beschwerde bei der - Der Ertrag der Börsensteuer ist in dem Enttönigl. Regierung in Liegnis erhoben, und zur Rechtfertigung seines wurfe zum Reichshaushalts- Etat für das Rechnungsjahr 1898 ent- Verhaltens hatte sich Bürgermeister Springer auf eine Anmerkung sprechend der in der legten Zeit thatsächlich eingetretenen zum Vereinsgesetz berufen, wonach alle Versammlungen, in denen Minderung der Einnahme aus derselben niedriger als im laufenden öffentliche Angelegenheiten( im vorliegenden Falle handelte es sich Etat veranschlagt. Während der wirkliche Ertrag in den sieben um solche kommunaler Natur) berathen würden, als öffentliche zu Monaten September 1895 bis März 1896 fich auf 20,8 Millionen betrachten seien, zu denen jedermann Zutritt habe. Auf die er belief, machte er im ganzen Etatsjabre 1896/97 nur 28,8 Millionen hobene Beschwerde ist, der" Boss. Zeitung" zufolge, jest folgender aus. Demgemäß ist also die Veranschlagung für 1898 um rund| Regierungsbescheid in Liebau eingetroffen: 2 Millionen mäßiger erfolgt als für 1897/98, und zwar insgesammt Der Regierungspräsident zu Liegniß hat die angebliche Anauf 30,2 Millionen. Dabei hat die Stempelabgabe für Werth- merkung 1 zu§ 1 des Vereinsgesetzes, auf grund deren der Bürger papiere noch um 1,3 Millionen höher angesetzt werden können, die meister Springer am 28. Oktober ds. Js. eine vom Rechtsanwalt jenige für Raufgeschäfte jedoch um 8,2 Millionen niedriger veran- Kunde einberufene nichtöffentliche Versammlung auflöste, in seiner schlagt worden. Bibliothet nicht finden können, deshalb die geschehene Auflösung für gesetzwidrig erklärt und den Bürgermeister Springer mit entsprechender Anweisung versehen." je 228 M. foll in 2 Jahren beschafft werden. Die preußische Staatsschuld, die am 1. April 1880 fich auf 1490 064 000 m. und am 31. März 1896 unter Einrechnung Der im Etat der Eisenbahn- Berwaltung verbliebenen EisenbahnSchuldtite! auf 6 458 846 000. belief, hat während dieser Zeit, nach einem Auffage des Geh. Regierungsraths Professor Richard D. Kaufmann über die„ Amortisation der preußischen Staatsschulden und das Schuldentilgungs Gesetz vom 8. März 1897"( im soeben erschienenen zweiten Bande des Schanz'schen Finanzarchivs" für 1897), unter Ausschluß der 9 " habung be Privatdepesche zu: Uns geht heute aus Königshütte in Oberschleften folgende Karlsruhe, 4. Dezember. Das Zentrum brachte in der Rammer wieder die Gefeßentwürfe ein, welche die Abänderung der WahlkreisSintheilung und die Einführung direkter Wahlen bezwecken. Dieſe wurden der Verfassungskommission überwiesen. Ans Heffen, 5. Dezember.( Eig. Ber.) Die zweite Rammer der hessischen Landstände, die am 7. Dezember zusammentritt, wird sich mit einer Weihe fleinerer Vorlagen zu beschäftigen haben. Außer einer Anzahl dringlicher baulicher Herstellungen steht die Regierungsvorlage, das Radfahrwesen betreffend, auf der Tagesordnung. Der Ausschußbericht geht dahin, der Regierung die gewünschte Vollmacht zur einheitlichen Steglementirung des neuen Verkehrsmittels auf dem Verordnungswege für die Dauer von zwei Jahren zu ertheilen. Auf grund der gemachten Erfahrungen soll die Materie dann auf gefeggeberischem Wege geordnet werden. Bei den Verhandlungen im Ausschusse verlautete auch, die Regierung trüge sich mit dem Plan einer Radfahrsteuer. Damit würde sie aber bei der Zweiten Rammer vermuthlich kein Glück haben. Nach dem Vorgang Sachsens, Preußens und des Reichs soll auch für Heffen ein Staatsschuld. 6u ch eingeführt werden, in das die Besizer von Staatsschuldpapieren ihre Forderungen eintragen lassen können, um so die Sicherheit derfelben wesentlich zu erhöhen. an Unter den neuen Einläufen befindet sich auch der Bericht des Gestern fand hier eine überaus bedentliche gewaltsame Ber- vierten Ausschusses über den sozialdemokratischen Antrag hinderung einer Bersammlung unter eigenartigen Umständen statt. Leibende. Der Antrag wurde von der diesjährigen General auf Errichtung einer staatlichen Heilstätte für LungenUnser eigener Versammlungsfaal, den wir feit dem 1. Mai ds. Js. versammlung der freien Vereinigung von Krankenkassen im Großdurch eine Einin Pacht genommen hatten, war von fremder Hand gewaltsam herzogthum Seffen einstimmig gebilligt und Konsolidirungs erbrochen worden und von fremden Lenten bewohnt. Die Polizei gabe die Rammer unterstützt. Auch der Ausschuß Antrage einstimmig angeschlossen. Sonach versagte uns den von ihr geforderten Schutz, ja der Pächter wurde hat sich dem steht zu hoffen, daß auch die Regierung ihre Bedenken" von der Polizei aus seinem Saale gewiesen. Die vom Re- schwinden läßt, wenn nicht der Kammer und dem Volke zu liebe, gierungspräsidenten telegraphisch erbetene Hilfe blieb aus. so aus Rücksicht auf die in der Ausschußsizung bekannt gewordenen Wie unter der Herrschaft des Belagerungszustandes wurde dem Gastwirthe der Bierausschant verboten. gang Zustimmung des Großherzogs zu dem sozialdemokratischen Antrag. Einen argen Misstand berührt auch die vom Abg. Ulrich als Antrag überreichte Vorstellung der Kaminfeger Gefellen um Vermehrung der Kehrbezirke. Die heutigen Rehrbezirke find durch die Bevölkerungszunahme zu fetten Pfründen einer beschränkten Anzahl von Meistern geworden, die zum theil ein Einkommen von 8-10 000 m. beziehen und ihre Arbeiter mit wahren Hungerlöhnen abspeisen. Ein Urtheil Chamberlains über die und Konversionssummen eine Vermehrung von 5 599 804 000. bei einer gleichzeitigen wirklichen Tilgung von insgesammt 526,4 Millionen Mark erfahren. Die gesammte für den 16jährigen Beitraum tontrahirte Schuld belief sich also auf 7 089 868 000., wovon die angegebene Gesammttilgung mithin nur 7,42 pt. betrug. Schwierig ist die Beantwortung der Frage, wie viel von der ge= fammten Staatsschuld jeweilig auf Rechnung des Eisenbahnwesens zu setzen ist. In dem Auffage von Kaufmann's wird berechnet, daß Trotz alledem herrscht die äußerste Ruhe! zu dem gesammten Anlagekapital der preußischen Staatsbahnen, das sich Ende 1895/96 auf 6830 bis 7010 Millionen Aus Oberschlefieu, 4. Dezember.( Eig. Ber.) Wählt teinen Mark stellte, bis zu diesem Zeitpunkt aus baaren Mitteln des Staates Geistlichen mehr zum Reichstags- Abgeordneten! so räth das theils Eisenbahnüberschüssen, theils Attivfonds verstaatlichter einflußreiche Bolenblatt Katholik" den Oberschlesiern. Geistliche als Bahnen u. a. insgesammt 584,8 Millionen Mart 8-9 pet. Abgeordnete müffen entweder ihre Pflichten als Geistliche oder als des Anlagekapitals beigesteuert worden waren. 6244,8-6425,7 Abgeordnete vernachlässigen und geben den Einflüssen von oben her Millionen Mark waren demnach unter den Gesammtschulden des zu sehr nach Der„ Ratholit" erinnert besonders an die schwächliche deutschen Kolonien. Aus London schreibt man der Int. Staates für dessen Eisenbahnwesen aufgenommen worden, und von Saltung der geistlichen Sentrums- Abgeordneten Oberschlesiens, die Rorr.": Gegenüber einer bekannten Persönlichkeit ans den britischen dieser Summe sind in dem oben bezeichneten 16jährigen Beitraum vor vier Jahren bei der Militärvorlage sich der Abstimmung ent Kolonialkreisen, die vor kurzem von einer Reise durch Afrika zurück. nur 292,7 Millionen Mart= 4,56-4,67 pet. wirklich getilgt hielten, obwohl kein Zweifel war, daß alle ihre Wähler Gegner der gekehrt war, äußerte sich der englische Koloniemminifter Chamberlain worden. Die Tilgung der gesammten Staatsschuld war also Militärvorlage waren. Was wird das offizielle Zentrum dazu vor einigen Tagen folgendermaßen: Der augenblickliche leidenschaftnamentlich beswegen so gering, weil die Tilgung des Theiles der fagen? selben, der speziell Eisenbahnschuld ist, besonders ungenügend war, Die Polizei germanisirt" auf ihre Weise weiter. Bei der liche Kolonialdrang der deutschen Regierung schädigt zumeist die deutschen Auswanderer und die Verbreitung der Deutschen über die Erde. Bisher was umsomehr ins Gewicht fällt, als gleichzeitig feit 1882/83, d. h. Mickiewicz- Feier des polnischen Beuthener Induſtrievereins verbot war der Deutsche, dem es in seiner Heimath nicht mehr gefiel, geunter der Herrschaft des sogenannten Eisenbahn- Garantiegefeßes, sie die Aufstellung der Büste des Dichters Mickiewicz. wohnt, in unseren Kolonien ein ihm von Herzen zusagendes Feld 1103-1144 Millionen Mart aus den Reinüberschüssen der Staats Amtliches Ergebniß der am 2. Dezember stattgehabten feiner Thätigkeit zu finden. Er war hier vollständig frei; er konnte bahnen diesen gänzlich entzogen und zu anderen Staatszwecken ver- Reichstags- Erfahwahl für den Wahlkreis Nürnberg I. Abgegeben fich entwickeln wie er wollte, und niemand störte ihn, auch ein guter wurden insgesamt 34 282 Stimmen. erhielt Dertel Deutscher zu bleiben, wenn er darauf Werth legte. So hat Gine tleine lex Rede. Seitens der preußischen Re:( Soz.) 20 173 Stimmen; derselbe ist somit gewählt. Der deutsch gerade das britische Kolonialreich die Ver gierung ist eine Vorlage in Vorbereitung, welche die Lücke in den freisinnige Kandidat Barbeck erhielt 11 550 Stimmen. breitung der Deutschen über die ganze Erde und Sprachgesetzen betreffs Versammlungen in polnischer Sprache Ter württembergische Landtag hat am Sonnabend eine vier- damit auch die Ausdehnung des deutschen Welt. beseitigen foll. tägige Generaldiskussion über den ersten Theil der Verhandels gefördert. Jetzt dagegen, wo Deutschland selbst überall fassungsrevision, die Zusammensetzung der Ersten und Kolonien erlangen und die Regierung die deutschen Auswanderer in Zweiten Kammer, beendet. Der hervorstechendste Bug während dieser diefelben hineinzwingen will, ist der Auswanderer weit Schon tommen aus allen deutschen Berathung war die wirklich konstitutionelle Haltung des Ministers fchlechter gestellt. Schon tommen präsidenten v. Wittnacht, dessen Diplomatie sich die Reichs Kolonialgebieten die lebhafteften Klagen darüber, daß die Austedler regenten ebenso zum Muster neben tönnten, wie die leitenden durch die Beamten gehindert, durch Abgaben aller Art gedrückt und So etwas hat der Staatsmänner verschiedener Ginzelstaaten. Auf einen direkten An- durch Kleinliche Geseze beschränkt werden. griff des Privilegirten v. Wöllwarth, der meinte, die Regierung deutsche Auswanderer in den britischen Kolonien niemals tennen gefollte nicht jedem schärferen Luftzug Rechnung tragen, sie hätte dem lernt, und deshalb glaube ich, daß er bald auch die englischen Beispiel Bismarck's folgen follen, erwiderte Mittnacht ruhig: Um Kolonialländer wieder vor den deutschen vorziehen wird. meine Haltung zu würdigen, darf nicht vergessen werden, daß auf Defterreich. Im Reichsgesundheitsamt trat Sonnabend die die Verhandlungen im Jahre 1894 die Wahlen folgten, die eine ständige Kommission mit der Bearbeitung des Arzneibuches flare Antwort gaben auf den Appell an das Volk. Wien, 4. Dezember. Von den 80 Personen, welche anläßlich zur ersten Sigung zusammen. Es gilt, das Werk den modernen Wahl haben alle Parteien die Entfernung der Privilegirten in der Wiener Kundgebungen vom 26. bis 28. November angeklagt Berhältnissen und praktischen Bedürfnissen anzupaffen. Es tagte ihre Programme aufgenommen und alle haben sich in dem Ver- worden waren, wurden 17 freigesprochen. Einer der Angeklagten gleichzeitig eine Sachverständigen- Kommiffion, welche die Berordnung langen nach einer reinen Boltskammer vereinigt. Das ist nicht nur wurde zu 8 Tagen, einer zu 3 Tagen, bie übrigen zu Arreststrafen betreffend die Abgabe startwirkender Arzneimittel in den Apotheken ein schärferer Luftzug, das ist eine deutliche Erklärung des Boltes, von 24 respektive 48 Stunden verurtheilt. au berathen hatte. dem mußten wir Rechnung tragen. Es giebt teine Regie: Wien, 6. Dezember. Die Neue Freie Presse" meldet: Die werden. Damit follen wohl die im Widerspruche zur Entscheidung des Ober- Verwaltungsgerichts und des Wortlantes und Geistes des Vereinsgesetzes vorgenommenen. Versammlungsauflösungen wegen Gebrauchs der polnischen Sprache zur ständigen Regel gemacht Wegen Nichterfüllung der Forderungen aus dem Lehrerbesoldungsgesez sind die Städte Frankfurt a. D., Guben, Forst und Landsberg a. M. von der königlichen Regierung hierselbst beim Bezirksausschuß verklagt worden. " " Vor der " Der Zentralvorstand der nationalliberalen rung, die, ohne sich auf eine Partei stüßen zu Berhandlungen des Ministerpräsidenten Freiherrn v. Gautsch mit Man ist Partei hielt gestern unter Worfiz des Herrn Abg. Hobrecht im tönnen, dem Willen des Boltes sich widersezen den Parteien wurden gestern und heute fortgesetzt. Reichstags- Gebäude eine Sigung ab, die im wesentlichen sich mit kann. Da wären wir Gefahr gelaufen, vor einen offenen Konflikt nun der Sprachenfrage näher getreten, und Freiherr Wahlvorbereitungen beschäftigte. Die Nationalliberale Ror- gedrängt zu werden, unter solchen Umständen konnte die Reform v. Gantsch hat gestern auf grund der Verhandlungen mit den respondeng" meldet weiter: Die am vorausgegangenen Tage von nicht länger hingezogen werden. Ich habe das Vertrauen zu dem Jungezedjen den Obmännern der deutschen Parteien einen Vorschlag der Reichstags- Fraktion einmüthig beschlossene Haltung zur Marines gefunden Sinn unseres Volkes, daß es nach Durchführung der Ste- übermittelt. Es scheint, daß die Jungczechen einer Dreivorlage entspricht, wie von allen Seiten bestätigt wurde, durchaus form einer vernünftigen Regierung auch noch möglich sein wird, theilung Böhmens in ein deutsches, czechisches der Stimmung und den Erwartungen der Partei im Lande zum Nutzen des Landes zu regieren. Und es ist nicht un- und gemischtes Sprachgebiet zustimmen wollen und und wurde mit lebhafter Genugthuung zur Kenntniß genommen. möglich, daß eine Zeit kommen wird, in welcher wir mit daß darauf der Vorschlag Gautsch's basirt. Die größte Schwierigkeit Zum Abschluß der hierüber gepflogenen Erörterung wurde ein Befriedigung darauf zurückblicken werden, daß wir wir jetzt aber bildet die Doppelsprachigkeit der Beamten in ganz Böhmen, ftimmig folgende Kundgebung beschlossen: Der Zentralvorstand der die Wunde geheilt haben, die feit 50 Jahren offen gehalten wurde!" welche die Deutschen entschiedenst bekämpfen, während die Czechen nationalliberalen Partei begrüßt den Gesetzentwurf zum Zwecke der Dieser Grundton ging durch die ganzen Reden des Vertreters der von derselben nicht laffen wollen. angemessenen Verstärkung unseres Flottenbestandes und der dauernden Regierung, der am Freitag eine gründliche Abrechnung mit der Aus Kolin werden Ausschreitungen gemeldet. Nach einer Sicherstellung einer schlagfertigen Striegsflotte als eine im Interesse deutschen Partei hielt, indem er thr die auch in diefer Frage zur czechifchen Agitationsversammlung wurden dort jüdischen Einwohnern des Reiches dringend gebotene Maßregel." Schau getragene Wetterfahnenhaltung in derb- fatirischer Weise unter die Fenster eingeschlagen und sonstiger Unfug verübt. die Nase rieb. Ein weiteres Merfmal, das aus den Verhandlungen Der Parteitag der Konservativen der Proberausleuchtete, ist die von allen Seiten zum Ausdruck gebrachte Störungen vorübergegangen, dagegen dauern die Unruhen in der Prag, 5. Dezember. Hier ist auch die letzte Nacht ohne alle vinz Brandenburg, der am Mittwoch, den 8. Dezember, Ueberzeugung, daß es allerdings durch kein Mittel möglich fein Proving noch fort. nachmittags 2 Uhr, stattfindet, wird durch den Abgeordneten wird, weitere Sozialdemokraten vom Landtag fernzuhalten. Und doch Dr. Kropatfched eröffnet werden. Dieser wird zunächst über zeigten sich alle bürgerlichen Rebner eifrig bemüht, einen Weg zu die provinzielle Organisation ber Partei und sodann finden, der dies ermöglichen könnte. Die Angst vor der Sozialüber: Konservative Biele und Aufgaben sprechen. Die bemokratie ist auch im schwäbischen Halbmondsaal der rothe Faden, ferneren Reden haben übernommen: Der Landtags- Abg. Ring der die Verhandlungen durchzieht. Als das Ergebniß der General über: Die fonservative Partei und die Agrarfragen. Landtags- Abg. diskussion fann zufammengefaßt werden: Alle Parteien sind einig gestern Steine geworfen. Das Fenster des Speisewagens wurde Gegen den von hier nach Dresden fahrenden Schnellzug wurden Felisch: Die tonservative Partei und das Handwerk. Geh. Rath in dem Verlangen der Entfernung der Privilegirten aus der Zweiten babei zertrümmert. Die Thäter sind unbekannt. v. Massow: Die tonservative Partei und die soziale Frage. Al' das in einem Nachmittage erledigen zu wollen, ist kein Rammer und damit einer reinen Zweiten Kammer, gebildet aus Vers Brünn, 6. Dezember. Gestern Abend fanden hier Demontretern, hervorgegangen aus dem allgemeinen gleichen und direkten Beichen übergroßer Gründlichkeit. ge Wahlrecht. Von den Privilegirten stimmten dem zu der ritter- ftrationen der czechischen Studenten statt. Sie fammelten sich vor Strafmaß in Berlin und in der Provinz. Die schaftliche Abgeordnete Freiherr von Gemmingen, Pralat dem Vereinshause, wurden jedoch von der Polizei rasch auseinanderBerliner Neuesten Nachrichten" befigen die unglaubliche Kühnheit, v. Sandberger, die zwei katholischen Privilegirten und mit einer getrieben. Ungarn. in einer aus Provinzfreifen angeblich stammenden Bufchrift darüber flaren, fortschrittlichen Rede der Universitätstangler v. Weigfäcker, der Budapest, 5. Dezember. Die Lektüre von Leffing's Nathan zu flagen, in Berlin werden im Verhältniß zur Provinz, den Reaktionären folgendermaßen apostrophirte:" Die Herren, die Angriffe auf die weibliche Ehre zu milde gestraft. Wer die Provinz fürchten, das Bolt werde auch nach diefer Reform noch Wünsche der Weise" in den Schulen hat der Unterrichtsminister verboten. Man sieht, wie wenig Anlaß die Deutschen haben, mit den fennt, weiß, daß die brutalsten Flegeleien gegen die weibliche Ehre, haben, die haben allerdings Recht. Sie dürfen aber nicht vergeffen, insbesondere dem weiblichen Gesinde gegenüber, leider gerade in der daß es bei den fundamentalen Staatsgefeßen eben feinen Stilstand magyarischen Chauvinisten zu fympathisiren, die die deutsche Kultur Provinz, wenn überhaupt, meist mit geringfügigen Geldstrafen ge- giebt. Es wird in diesem Hause lebhafter werden, was gar fein am liebsten vom Erdboden vertilgen würden. fühnt werden. Ein gerechteres Strafmaß würde eintreten, wenn Fehler ift. Wo Leben ist, da ist auch der Drang nach Beffergestaltung nur wirklich aus allen Schichten des Boltes entnommene Laien- und Fortschritt, und wir dürfen den Weg nicht versperren, sondern richter über diese Rowdys aburtheilen würden. Es würden dann müffen immer neue Bahnen dem Fortschritt öffnen! letzten Woche nimmt einen großen Umfang an; zahlreiche politische Prag, 6. Dezember. Die Untersuchung über die Vorgänge der Persönlichkeiten sind darin verwickelt, ut. a. auch einzelne Mitglieder des Nationaltheaters. Budapest, 6. Dezember. Jm Abgeordnetenhause brachte heute der Finanzminister das Budget für 1898 ein. Die Zusammen faffung der ordentlichen und der außerordentlichen Gebahrung ergiebt an Ausgaben 498 240 570 Gulden, an Einnahmen 498 316 291 Gulben, zu scharfen Auseinandersetzungen zwischen Josef Reinach und Mille- T erreicht somit einen Ueberschuß von 75 721 Gulden gegen einen rand, infolge deren Reinach Millerand seine Zeugen fandte. folchen von 62 635 Gulden im Vorjahre. Das Duell hat Sonntag Vormittag bei Chatillon stattgefunden. Es fand zweimaliger Kugelwechsel statt; das Duell verlief unblutig. Jm Exposee stellte der Finanzminister feft, die Ergebnisse des Staatshaushaltes für 1896 feien den Schlußrechnungen zufolge um 25 275 000 günftiger als der Voranschlag, aber man müsse gefaßt fein, daß im nächsten Jahre einzelne Einnahmepoften eine beträcht liche Abnahme erfahren. Nachdem der Minister die Hauptziffern des Budgets und die Abweichungen gegen die Vorjahre beleuchtet hatte, erklärte er, sich weder über die Quote noch über jene Augelegenheiten äußern zu wollen, welche mit Desterreich in gemeinfamer Uebereinstimmung zu behandeln seien, da er in dieser Beziehung bereits am 3. September Aufklärungen gegeben habe. Budapest, 6. Dezember. Seitens des Ministerpräsidenten Baron Banffy wurde dem Abgeordnetenhause eine Spezialgefet Borlage vorgelegt, welche die selbständige Regelung der wirthschaftlichen Beziehungen zu Desterreich betrifft. Schweiz. Italien. Bur Begründung wird u. a. ausgeführt: Der Antrag ist die natürliche Konsequenz des obligatorischen Schulbesuchs. Die Zustände, die infolge der Verpflichtung der Eltern zur Aufbringung der von ihren Kindern benöthigten Lehrmittel geschaffen werden, sind für Kinder, Lehrer und Eltern gleich nachtheilig. Minderbemittelte Eltern sind oft nicht in der Lage, dem Kinde die Lehrmittel sofort Rom, 4. Dezember. Die Deputirtentammer genehmigte beschaffen zu können; das Kind bleibt infolge dessen im Unterricht heute das provisorische Handelsabkommen zwischen zurück. Die bisherige Einrichtung der Lieferung von Lehrmitteln Italien und Bulgarien. an die Kinder Unbemittelter seitens der Stadt ist schon um deswillen völlig ungenügend und unzweckmäßig, weil sie, als Almosen gereicht und empfunden, geeignet ist, das Ghrgefühl der Eltern sowohl wie auch das der Kinder bedenklich abzuftumpfen;. zudem werden von ihr alle die Fälle augenblicklicher, am nächsten Lettere Fälle sind aber unstreitig die häufigsten. Lohn- oder Gehaltstage behobener Mittellosigkeit garnicht berührt. Spanien. Havana, 6. Dezember. Oberst Tovar hat nach einem Kampfe die Stadt Guisa von den Aufständischen zurückerobert. Zu dieser Stadt Guisa durch die Insurgenten aus Madrid sofort amtlich Meldung ist zu bemerken, daß die Nachricht von der Eroberung der dementirt wurde. Nun stellt sie sich doch als richtig heraus. Rußland. 8u einer übermächtigen Stellung in den ostasiatischen Gewässern sucht Rußland zu gelangen. Der Standard" meldet aus New- Yort, Rußland mache in San Francisco große Waffen- und Munitionseinkäufe. Reisende aus Wladivostok Bundesversammlung wird voraussichtlich den Nationalrath Comtesse erzählen, es herrsche in der dortigen Garnison eine rührige Thätig. Bern, 6. Dezember. Der Bundesrath a chenal reichte bei dem Bundespräsidenten ein Demissionsgesuch ein. Die von Neuenburg zum Nachfolger wählen. Bern, 5. Dezember.( Eig. Bericht.) Nach dem eidgenössischen Budget für 1898 wird das Personal der Fabrikinspet. tion um einen weiteren Adjunkten vermehrt, so daß es dann aus 8 Jufpektoren, 6 Adjunkten und 1 Ranglisten, zusammen 10 Per sonen besteht. Der verlangte Kredit beträgt mit 70 100 Fr. um 3176 Fr. mehr, als für das Jahr 1896 ausgegeben wurden. Die schweizerische Fabritinspektion zeichnet sich bekanntlich dadurch aus, daß fie ihre Revisionen und Berichterstattung sehr gewissenhaft besorgt und alljährlich einige Hundert Revisionen mehr ausführt, als revisionspflichtige Betriebe vorhanden sind. " feit. -W Rumänien. Durch Einführung der unentgeltlichen Lieferung der Lehrmittel. würden der Stadt Köln, nach Berechnungen von Fachmännern, jährlich ungefähr 260 000 M. Roften entstehen, welche Summe fich aber durch Uebernahme der Lehrmittel in Selbstverlag der Stadt beträchtlich herabmindern ließe. Bu gunsten des Antrages wird der Sozialdemokratische Verein Diese Woche ein Flugblatt verbreiten. Von der Agitation. In einem entlegenen Winkel des Wahl treifes Lauban- Görlig, in Schoßdorf bei Greifenberg, gelang es Solino und Smise in Epirus ist ein Aufstand gegen die Griechen Bevölkerung der benachbarten Ortschaften start besucht war. Das Bukarest, 5. Dezember. In den rumänischen Dörfern Adola, Bersammlung abzuhalten, die trotz des schlechten Wetters von der den Görlitzer Parteigenossen, an einem der legten Sonntage eine ausgebrochen. Es haben bereits Rämpfe ftattgefunden, bei welchen Referat Reller's aus Görlitz, der über die politische Lage und es auf beiden Seiten viele Todte gab. Die Rumänen werden von die nächsten Reichstagswahlen sprach, wurde mit lebhaftem Interesse den Türken unterstützt. 61/8 Millionen Einwohnern blos 15 000 Griechen. Rumänien zählt bei einer Gesammtbevölkerung von zirka aufgenommen und der Beifall, den der Redner fand, zeigte, daß auch in jener Gegend das arbeitende Volt ben sozialistischen Ideen Verständniß entgegenzubringen beginnt. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Bukarest, 6. Dezember. Jfraelitische junge Leute, die ihrer Militärpflicht bereits genügt, hatten am 28. v. M. in einer stürmisch verlaufenen öffentlichen Versammlung gegen den angekündigten, die in Dortmund, Reichstags- Abgeordneter Dr. Lütgenau, der wegen -Dem Redakteur der Rheinisch- Westfälischen Arbeiterzeitung" Militärfreiheit der Fremden stipulirenden Gesezentwurf protestirt. Rumänische Studenten legten in einer gestern abgehaltenen Ber- Majestätsbeleidigung eine breimonatige Freiheitsstrafe verbüßt, wird ammlung gegen die Einmischung von nichtnaturalisirten Juden in weigert. Welche Arbeit ihm jetzt angewiesen ist, weiß das geim Gefängniß zu Herford die Selbstbeschäftigung verLandessachen Verwahrung ein. Die anwesende Menge veranlaßte weigert. nach der Versammlung auf das Gerücht von der Ermordung eines nannte Blatt nicht; bekannt ist nur soviel, daß Lütgenau in den Rumänen durch Juden Erzeffe, gegen welche die Polizei einschreiten ersten Tagen nach dem Strafantritt mit Bureauarbeiten beschäftigt mußte. Es wurden gegen 100 Berhaftungen vorgenommen. wurde. Lesen darf er blos die" Dortmunder 3tg.". Einem Manne, der stets nur geistige Arbeit verrichtet hat und der lediglich wegen Türkei. politischen Vergehens verurtheilt ist, verweigert man die literarische Selbstbeschäftigung! Lütgenau ist Sozialdemokrat, daß erklärt bie Das Bezirksamt in Weinheim in Baden verlangt vom Vorstand des dortigen Sozialdemokratischen Vereins die Einreichung eines Verzeichnisses der Vorstandsmitglieder und sämmtlicher Vereinsmitglieder, worin angegeben sind: Bor und Zuname, Beruf, Wohnort, bei den Vorstandsmitgliedern auch die Staatsangehörigkeit und bei den minderjährigen Mitgliedern das Lebensalter. Gegen das Ansinnen des Bezirksamts wird der Verein den Rechtsweg durch alle Instanzen beschreiten. Zürich, 5. Dezember.( Eig. Ber.) In Zürich fand eine Ber fammlung von Delegirten der schweizerischen Stadtverwaltungen statt, die sich in der Hauptsache mit den dem Straßenbahnbau entsprechenden Schwierigkeiten und mit den Ausländern in der Schweiz beschäftigte. Bezüglich der ersteren Angelegenheit handelte es sich hauptsächlich darum, in dem in Aussicht stehenden Gesetze, betreffend die Nebenbahnen, den Straßenbahnen eine günstigere Stellung anzuweisen, als sie gegenwärtig ge nießen, wo z. B. die projektirte Straßenbahn von Schwyz nach Brunnen nicht gebaut werden kann, weil die Gotthardbahn teine Kreuzung ihrer Linien zuläßt. Bezüglich der Ausländer Konftantinopel, 6. Dezember. Der griechisch- türkische Friedens. wurde natürlich zuerst deren große Babl, 229 000, fon- vertrag fand gestern die Genehmigung des Ministerrathes und wurde ftatirt. Da sie auch die verschiedenen, in der Schweiz bestehenden von diesem dem Sultan zur Ratifitation unterbreitet. Die UnterUnentgeltlichkeiten mitgenießen, belasten sie die Stadtverwaltungen zeichnung des Friedens ist allen Bilajets mitgetheilt. ( die Ausländer in der Schweiz bezahlen aber doch auch Steuern. D. Red.), aber nach den Niederlassungsverträgen fönne man daran nichts ändern. Einzig komme die Fremdenpolizei in betracht, deren Handhabung eine ftrenge sein sollte gegenüber den schlimmen Gle menten der ausländischen Bevölkerung. In der Diskussion wurde das Mißverhältniß zwischen der Schweiz und Deutschland betont, indem in ersterem Lande 150 000 Deutsche wohnen, in Deutschland In der letzten Konferenz der Botschafter wurden die Verhand fungen, betreffend die Gouverneur- Randidatur für Kreta, mit der montenegrinischen Regierung fortgesetzt. Parlamentarisches. aber nur 40000 Schweizer. Beim Abschluß von Niederlassungs Zu Borsigenden, bezw. Stellvertretern desselben find gewählt worden Die Abtheilungen des Reichstages haben fich tonftituirt. verträgen sollten die Behörden darauf Rücksicht nehmen. In Lausanne haben die Sozialdemokraten auf die 100 Stadt in der ersten Abtheilung Abg. v. Bennigfen( natl.) beam. Günther verordneten und 15 Erfaßmänner 39 refp. 6, Radifale 31 und 4,( natl.), in der zweiten Abtheilung Graf Ranik bezw. v. Stauby( beide Ronfervative 24 und 4, und Progressisten 6 und 1 erbalten. In Dr. Rintelen( beide Bentrum), in der vierten Abtheilung Frhr. fonservativ), in der dritten Abtheilung Graf Hompesch bezw. Vevey erhielten unfere Genoffen 44 Vertreter, und ähnliche Erfolge v. Stumm- Halberg( Reichsp.) bezw. Träger( frf. Bolksp.), in der erzielten sie in anderen Orten. fünften Abtheilung Rickert( frs. Vg.) bezw. Singer( Soz.), in der sechsten Abtheilung Dr. Lieber( 3) bezw. v. Czarlinsti( Bole), in der siebenten Abtheilung Auer( Soz.) bezw. Dr. Hammacher( natl.). " Lausanne, 5. Dezember. Bur Wiederbelebung der Moral" ift dem Waadtländischen Großen Rath von der kantonalen gemeinnüßigen Gesellschaft eine Betition eingereicht worden, welche die Nachforschung nach der Baterschaft gestattet. Eine weitere Petition der Ladentochter in Lausanne verlangt abends 8 Uhr Schluß der Geschäfte und Festsetzung einer Marimal Arbeitszeit für sie. Die betreffende Rommiffion schlägt nun vor, alle Läden an Sonntagen zu schließen und ent sprechend dem Berlangen der Ladentöchter eine Magimal- Arbeitszeit festzusetzen. Frankreich. Partei- Nachrichten. Sache. - Das Landgericht in Hof verurtheilte den Parteigenoffen Monaten 15 Tagen Gefängniß. Taubold von dort wegen Beleidigung der Staatsanwaltschaft zu 2 Der Kampf der englischen Maschinenbauer. # von Arbeitern ausführen zu lassen. arbeiten. Aber Unternehmerverbandes und denen der Gewerkschaften find am Freitag Die fiebentägigen Verhandlungen zwischen den Delegirten des abgebrochen worden. Die Konferenz ist formell zwar nur bis nächsten Dienstag vertagt worden, in Wirklichkeit kommt die Vertagung einem Die gänzlichen Abbruch der Verhandlungen gleich. Unter nehmer, baran tann tein Zweifel fein, betrachten sich als und Sieger geben ihrer Forderung auf Freiheit An die weiblichen Angehörigen der Sozialdemokratie. in der Betriebsleitung die weitefte Deutung. Sie wollen das Recht Die Reaktion hat sich in Sachsen zu einem neuen Atten haben, nach ihrer Wahl tat gegen die Boltsrechte angefchickt, zu einem Attentat, Beitlöhnen zu setzen, fie verlangen freie Hand in der BeAtford- Löhnung an die Stelle von das unter anderem auch die Rechte der Frauen schwer bedroht. segung der Maschinen und fordern von der Gewerkschaft Die konservative Majorität des sächsischen Landtages beantragt ein bie Buficherung, daß fie ihre Mitglieder auweist, Paris, 5. Dezember.( Eig. Bericht.) Die Reform der fleines Sozialistengesetz unter der Form des Ausschlusses der legialisch neben Nicht Gewerkschaftlern zu städtischen Ottrois( Eingangssteuern) auf bygienische Minderjährigen und Frauen von sozialdemokratischen und sie weigern sich, irgend eine der Gegenbürgschaften zu leisten, welche Getränke ist in der Kammer in wesentlichen auf Grundlage anarchistischen Versammlungen. Die Väter des Antrages be- die Gewerkschaften fordern. So haben sie es abgelehnt, fich zu vers des am vorigen Freitag beschloffenen Gegenentwurfes angenommen tonen, daß dieser nicht etwa das Fernhalten der Frauen vom poli- pflichten, feine Bevorzugung von Nichtgewerkschaftlern vor Gewerk. worden. Neben die Ermächtigung der Gemeinden zur gänzlichen tischen Leben überhaupt bezwecke, sondern lediglich gegen die Be- schaftlern eintreten zu laffen. Als Gegenforderung gegen die EinAbschaffung der Oftrois tritt die Verpflichtung zur Herabseßung theiligung der Frauen an der flaffenbewußten Arbeiterbewegung führung von Stücklöhnen fordern die Gewerkschaften: Beseitigung derfelben auf ein gesetzlich bestimmtes Maximum, welches mit der gerichtet sei. Der Antrag soll also ein weiteres Klaffenrecht des Systems der Zwischenmeister, Bezahlung aller Arbeiter direkt Bevölkerungszahl steigt. Im Durchschnitt wird die obligatorische Herab schlimmster Art schaffen. Die Damen der befizenden Welt sollen durch die Firma; Berechnung jedes Auftrages für sich, bea fegung etwa 2/8 des bisherigen Steuerertrages ausmachen. Die Stad auch fünftighin alle Freiheiten haben, นา im Intereffe aiehungsweise Einstellung des Systems, wonach Restbeträge des Paris, welche mehr als die Hälfte des ganzen Ertrages einnimmt, der Klaffenpolitik des Geldsacks an hurrahpatriotischen Wer einen Auftrages als Sollposten auf den nächsten übertragen werden. 70 Millionen von den 130 Millionen Frants, wird wohl ihre Oftrois anstaltungen theilzunehmen und für uferlose Flottenpläne Außerdem soll bei Festseßung von Stücklöhnen die normale Lohntotal abschaffen. Das wird der Hauptstadt, wie den größere su agitiren; den Frauen des werkthätigen Boltes dagegen foll es rate des betreffenden Distrikts zu grunde gelegt werden. Auf Provinzstädten, dadurch erleichtert, daß der Kammer- Entwurf, im benommen fein, sich über ihre Interessen und die ihrer Klaffe zu be- teinen dieser Punkte haben die Prinzipale eine Busage machen Gegensatz zur fenatorischen Scheinreform, den Gemeinden thatsächlich ehren, fich zu organisiren, sich zu vertheidigen gegen die von allen wollen. die Entscheidung über die zu wählenden Ersatzsteuern auheimgiebt. Seiten auf sie eindringende Unbill. Die Reaktion will die Prole- Die Verkürzung der Arbeitszeit auf 48 Stunden pro Woche Die im zentralistischen Frankreich unvermeidliche Genehmigung durch tarierin als eine Wehrlose, Ohnmächtige dem Kapital zur Aus- lehnen die Unternehmer ebenfalls ab. Dagegen wollen sie in bezug den Präfekten bezw. das Bestätigungsrecht des Barlaments, je nach beutung und Unterdrückung ausliefern. Und damit nicht sie allein, auf die Ueberzeitarbeit die vollste Freiheit haben und Ueberstunden der Art der Ersatzsteuern, ändert daran nichts. Besonders auch ihr Kind, ihren Gatten, ihren Vater, ihren Bruder, denn die machen lassen, soviel ihnen beliebt und der einzelne Arbeiter werthvoll für die großen Städte ist die Möglichkeit, die anaufgeklärte und unorganisirte Proletarierin ist ein schweres Hinder zu machen gewillt ist. Oftrois durch direkte Steuern zu ersetzen, die nur dem Namen niß im Kampfe des Arbeiters für Brot und Freiheit, die wiffende Weiter soll der Unternehmer feinerlei Beschränkung unterworfen noch, um das alte Prinzip des bourgeoisen Steuersystems zu wahren, und organiftrte dagegen feine werthvolfte Hilfe im Streit; die Re- fein in der Zahl der Lehrlinge, die er anzunehmen gedenkt. Ebensowenig proportional sein sollen. Denn in Wirklichkeit dürfen die Gemeindenaktion fürchtet die zielflare proletarische Frau, daher ihr Versuch, soll er gebalten fein, bestimmte Arbeiten durch bestimmte Gruppen die direkten Ersatzsteuern in der Weise progressiv gestalten, daß die fie vom Vereins- und Versammlungsleben fernzuhalten. ärmere Bevölkerung steuerfrei bleibt und die Steuersäße nach einer Genoisinnen! Es ist Eure heilige Pflicht, dafür zu wirken, daß Aus dem„ Gesammtprogramme" der Unternehmer geht soviel " degressiven" herabsteigenden Stala festgelegt werden. Alles in überall die proletarische Frauenwelt Sachsens energischen Protest mit voller Deutlichkeit hervor, daß sie nur noch mit dem einzelnen allem ist der neue Kammer- Entwurf eine Wiederherstellung der vor gegen das Vorgehen der Konservativen erhebt. Sorgt dafür, daß Arbeiter zu thun haben wollen. Sie wollen die Gewerkschaften bei drei Jahren von der Kammer vertretenen Reform. Es bleibt daher die Frauen die Versammlungen füllen, wo die Arbeiterklasse Leibe nicht zerschmettern", fie sollen weiter bestehen und jeder Arbeiter abzuwarten, ob der Senat seinen reformfeindlichen Standpunkt auf Stellung zu dem Attentat auf ihr Recht, auf Euer Recht nimmt. mag Mitglied einer solchen sein- aber zu sagen haben sie geben wird. Sorgt dafür, daß in all diesen Versammlungen auch die Stimme nichts. Alles, was man in England bisher als die berechtigtften - Ueber die Verhandlungen der Kammer in dafür, daß dort, wo es möglich ist, im Ginverständniß mit den Diese Beschränkungen ihrer Aufgaben erklären die Gewerkschaftsder Frauen des arbeitenden Volkes vernehmlich erschallt. Sorgi Funktionen der Trades- Unions betrachtete, soll nicht mehr statthaben. der Dreyfus Affäre am Sonnabend berichteten wir unter Benoffen große öffentliche Protest Versammlungen der vertreter für unannehmbar. Depeschen in unserer vorigen Nummer. Nachzutragen sind noch die Frauen organisirt werden. Nuzzt jedes Euch zu Gebote stehende Abstimmungen nach Schluß der Diskussion: Die Verkürzung der Arbeitszeit fehnen die Fabrikanten unter Mittel aus, um Eure Intereffen zu wahren, um Guren Willen kund der Motivirung ab, daß jede Herabsetzung derselben, auch wenn sie Es wurden sieben Tagesordnungen eingebracht, von denen zuthun. Beweist, daß in der proletarischen Frauenvelt Recht und verbunden ist mit einer Herabsetzung der Löhne, eine große Schädigung Meline diejenige des Deputirten Lavertujon annimmt. Dieselbe Pflichtbewußtsein lebendig sind. Seid eingedent, daß es gilt, mit der Unternehmer bedeute, so lange, als sie nicht mit großer Strenge lautet folgendermaßen: Die Kammer, welche die Autorität Gurem fargen Recht Guer Brot zu vertheidigen, Eurem Streben und Härte die Arbeiter zur Thätigkeit antreiben. Außerdem der res judicata( abgeurtheilte Sache) achtet und sich der nach Freiheit die Bahn offen zu halten. Erinnert Euch, daß Euer verweisen sie auf die immer fühner auftretende Konkurrenz Huldigung anschließt, die der Kriegsminister der Armee Recht auf dem Gebiete des Vereins- Versammlungsrechts in Sachfen des Auslands, namentlich Deutschlands und Ameritas. erwiesen hat, gebt Jur Tagesordnung über. Der erste durch Polizeiallmacht und Juristenweißbeit jederzeit nach dem Muster Theil der Tagesordnung wird mit 490 gegen 18, der zweite mit russischer Verhältnisse verfümmert werden kann. Beantwortet des auch nur die geringsten Zugeständnisse von den Unternehmern zu er Die Arbeitervertreter werden nun, da es ihnen unmöglich war, 523 gegen 18 Stimmen angenommen. Der Deputirte Humbert bean- halb die Parole der Reaktion:„ Einschränkung der Volksrechte!" langen, die Bedingungen derselben den Gewerkschaftsmitgliedern zur tragt, in die Tagesordnung Lavertujon die Worte aufzunehmen, daß mit Eurer Forderung: Erweiterung der Volksrechte, Er Urabstimmung unterbreiten. die Rammer die Erklärungen Billot's billige. Dieser Zusag wird weiterung der Frauenrechte!" In einem Manifest, welches die 14 Arbeitervertreter sofort nach Schluß der Verhandlungen mit 325 gegen 153 Stimmen genehmigt. Der Deputirte Richard For Frauen und Mädchen all, die Ihr mit schwerer Mühfal an die Mitglieder der in betracht kommenden Gewerkschaften erlaffen beantragt, der Tagesordnung noch die Worte hinzuzufügen, daß die dem Unternehmerthum frohndet. Ihr Gattinnen und Mütter, die haben, sehen sie den von ihnen eingenommenen Standpunkt aus Kammer die Führer der widerwärtigen Kampagne brandmarke. Ihr am ärmlichen Heerde unter bitteren Sorgen schaltet und waltet, einander. Sie erklären dort, daß es schon an dem Freitage der Dieser Antrag wurde mit 154 gegen 77 Stimmen angenommen, und heraus alle, die Ihr zwiefach Enterbten und Geknechteten, zum vorhergehenden Woche beinahe zum Bruch gekommen wäre. Daschließlich die gesammte Tagesordnung in ihrer nunmehrigen Gestalt Protest heraus, zur Rundgebung Eures Willens! mals hatten die Unternehmer den bekannten Grundfaß aufgestellt, mit 818 gegen 65 Stimmen. Die Sigung wurde sodann geschlossen. Die Redaktion der Gleichheit": Frau Klara Bettin. Die Sonntags- Blätter besprechen die gestrige Erklärung des daß sie die volle Freiheit haben müßten in bezug auf die ArbeitsDie Vertrauensperson: Frau Wengels. die bedingungen, Kriegsministers Billot und sagen, dieselbe habe eine wahre Er Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. fichtigen. Die Arbeiterbelegirten ihren Betrieben fie ihren einzuführen beab nahmen Leichterung des öffentlichen Gewissens herbeigeführt; die Ehre des diese allgemein Resolution gehaltene Heeres she unberührt da und sei erhaben über jeder Diskussion. Der oberrheinische Provinzial- Parteitag, der am 12. DeVorbehalt an, drangen aber Bom heutigen Tage wird berichtet: Dem Gaulois" zufolge gember abgehalten werden follte, tritt unvorhergesehener Umstände auf nähere Erläuterungen. Diese wurden dann an den nächsten werde Scheurer dem Senat die Gründe seines Schweigens aus halber erst am 9. Januar nächsten Jahres in Neuwied zu Weise gegeben; diese anzunehmen, glaubten die Delegirten allein Sigungstagen von den Unternehmern auch in der oben bezeichneten einandersetzen. Er werde mittheilen, daß Meline und Billot sich fammen. nicht verantworten zu können. weigerten, sein Aktenmaterial entgegenzunehmen, und schließlich darDer Sozialdemokratische Verein in Köln hat das Stadt- In dem Manifest heißt es dann weiter:„ Wir unterbreiten legen, weshalb er den vorgeschriebenen Rechtsweg nicht betrat und dem Justizminister die Frage der Prozeßrevision nicht unterbreitete. verordneten- Kollegium ersucht, zu beschließen: Allen Kindern, die Euch die Bedingungen der Unternehmer, nicht, um Euch zu rathen, Falls die Tagesordnung einen Tadel für Scheurer enthalte, werde die Kölner Volksschulen besuchen, werden vom 1. April 1898 fie anzunehmen, sondern um Euch, deren vitalste Interessen dabei Falls die Tagesordnung einen Tabel für Scheurer enthalte, werde ab sämmtliche zum Unterricht benöthigten 2e brmittel( Bücher, berührt find, Gelegenheit zu geben, felbst zu entscheiden. Es wird dieser seine Vizepräsidentschaft niederlegen. Schreibhefte u. f. w.) von der Stadt unentgeltlich geliefert. Die Euch sofort auffallen, daß nach den Vorschlägen der Unternehmer Duell zwischen Millerand und Reinach. Vor hierfür erforderlichen Mittel sind in den Etat der Stadt Köln ein- auch in den Punkten, in welchen das gewerkschaftliche Prinzip Schluß der Sigung der Deputirtenkammer am Sonnabend tam es zustellen." scheinbar anerkannt wird, dieses doch wieder aufgehoben wird durch " " " unter die Möglichkeit des Unternehmers, mit jedem Arbeiter Einzel- religiösen Gesellschaften in die Fabrikinspektion, so daß verlangt abmachungen abzuschließen." Die Abstimmung muß bis zum werden wird, daß für die katholischen, evangelischen und jüdischen 13. d. M. beendet sein. Arbeiterinnen nur Vertrauenspersonen eingesetzt werden, die der Die Lage der Dinge ift, wie zu ersehen, eine sehr ernfte. Unter betreffenden Religion angehören. Den Unternehmern würde das den Arbeitern herrscht eine große Erbitterung. Sie sind der ausgezeichnet in den Kram passen. Meinung, daß die Unternehmer mit Absicht Bedingungen stellten, Lohnarbeit und Kapital. Aus Schlesien wird uns ge. von denen sie im voraus wußten, daß sie von der anderen Seite schrieben: Nach dem gedruckten Geschäfts- und Verwaltungsbericht nicht angenommen werden konnten, um ihr dann die Verantwortung der Aktiengesellschaft für schlesische Leinenindustrie( vormals für den Abbruch der Verhandlungen aufhalsen zu können. 6. G. Kramſta u. Söhne) hat dieselbe im Betriebsjahre 1896/97 einen Reingewinn von 69! 460,19 m. erzielt. Ata Tantiemen erhalten davon Aufsichtsrath und Direktion 68 007,60 m., während die Aktionäre 8 pct., d. h. 600 000 m. erhalten. Von einer Besser stellung der armen Weber ist aber feine Rede. " Die von den Unternehmern gestellten Bedingungen, so äußerte sich Barnes zu einem Vertreter der Zeitung" The Sun" sind für uns geradezu entwürdigend und meiner Ueberzeugung nach werden unsere Mitglieder sie nicht annehmen." Die Aussichten auf einen baldigen Friedensschluß sind demnach gleich Null. Die Vertrauensmänner der Arbeiter haben alles gethan, um den Frieden herbeizuführen; die Unternehmer wollen ihn nicht, sie wollen die vollständige Unterwerfung, sie wollen die Gewerkschaften nicht zerschmettern, aber gänzlich tahmlegen. Unsere deutschen Arbeiter werden daraus ihre Lehren ziehen, sie werden auch alles aufbieten, ihre englischen Arbeitsbrüder nicht untergeben zu lassen. Gewerkschaftliches. 50 Berlin und Umgebung. Deutsches Reich. Die Bau, Erd: und gewerblichen Hilfsarbeiter hielten am Sonntag ihre regelmäßige Mitgliederversammlung ab. 84 neue Mit Der erste Bevollmächtigte, glieder meldeten sich zum Verein an. R. Beier, wohnt Suffitenstr. 6, of III, der erfte Raffirer, Hoffmann, Liegnigerftr. 19. Es wurde aufgefordert, jede Unregelmäßigkeit, die auf den Bauten vorkommt, unverzüglich dem Vertrauensmanu zu melden. Kühne. Wander- Club Vorwärts. Sigung heute Abend Uhr. Boltaftraße 8, bet Verein selbständiger Fenderputer. Stzung beute Abend 8 Uhr, Alte Jafobstraße 64/66, bet Mehrwald. Kollegen find freundlichst eingeladen. Bersammlung Dienstag, den 7. Dezember, abends 8% Uhr, Naunynstraße 27, bet Holz- und Bretterträger Berlins und der Umgegend. Große öffentliche Graumann, früher Rena. Vortrag des Genoffen Megnet. Zahlreichen Befuch erwartet der Einberufer. Montag, den 13. Dezember, abends 8 Uhr, im Bürgersaals des RathDie Löhne der fiskalischen Salinenarbeiter in den 3 sterhauses wird Herr Dr. Ludwig Fulda eine Vorlesung aus eigenen Dichtungen reichischen Alpen werden, auf Verfügung des Finanz- halten, beren Ertrag in die kaffe der Bibliothet zur Frauenfrage fließt. Billets ministeriums, vom 1. Januar an erhöht. Die medrigste Lohnklasse um sind an der Abendtaffe zu haben. bekommt statt 77 und 83 Kreuzer täglich fünftig 90 und 95 Kreuzer. Für die schwere Arbeit in den Salinen ist das immer noch eine höchft elende Bezahlung. wahlen Derlammlungen. " Literarisches. Köhne, Polizei und Publitum. Eine Darstellung der beiderseitigen Rechte und Pflichten. Berlin. J. J. Heine's Verlag. 1897. " h. Lehmann, Paul. Sammlung der für Berlin geltenden Bestimmungen über die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe, im Handwerk und in der Industrie. Zum praktischen Gebrauch für jeden Gewerbetreibenden. Verlag von H. S. Hermann. Berlin 1897. Die Bestimmungen über die Sonntagsruhe sind heute noch so mannigfaltige und entbehren so sehr eines einheitlichen, flaren Prinzips, daß die genannte, von dem Polizeilieutenant Lehmann verfaßte Schrift einem sehr fühlbaren Bedürfniß für die Paris entgegenkommt. Ohne einen solchen Wegweiser ist es in der That faum möglich, zu wissen, was heute erlaubt und was verboten ist. Eingelaufene Druckschriften. h. 10. Seft des 16. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Ein Echternacher Springer Noch einmal die Betheiligung an den preußischen Landtagswahlen. Von Auguft Bebel. Der moderne englische Imperialismus. Von M. Beer- London. Brentano's Agrarpolitit. Bon J. B. M. Anwachsen der Bahl der Armen von 1884 bis 1893. Von Erich Wendlandt. Feuilleton: Der gelbe Domino. Roman von Marcel Prévost.( Fortsetzung.) Das An der Hand der grundlegenden Bestimmungen für die AusEine Kreiskonferenz für Wahlkreis Teltow Beeskow übung der örtlichen allgemeinen Verwaltungspolizei in Preußen erStorkow Charlottenburg tagte am Sonntag im Zubeil'schen örtert der Verfasser die Lehre vom Verfahren der Polizei, der ErSaale. Es waren 20 Ortschaften durch 53 Delegirte vertreten. laffung und Anfechtung polizeilicher Verfügungen. Obwohl die Achtung, Stellmacher! In der Werkstatt von Kohlhardt, Reichstags- Abgeordneter 3u beil, der bisher die Geschäfte des Schrift etwas Neues nicht bringt, ist sie dennoch durchaus nicht ohne Chausseesir. 110, haben sämmtliche Kollegen bis auf einen die Arbeit Kreises geführt hat, erklärte, daß er wegen Belastung mit anderen Werth. Die Knappheit und Klarheit, mit der das schwierige niedergelegt, weil die Arbeitszeit verlängert werden sollte. Wir er- Parteiarbeiten die Kreisgeschäfte nicht weiter führen könne und es Material zur Darstellung gebracht ist, verdient alle Anerkennung. suchen die Kollegen, den Zuzug fernzuhalten. Die Kommission. deshalb erforderlich sei, einen Kreisvertrauensmann zu wählen, Das Studium der Arbeit ist nicht blos dem Privatpublikum zu und eine Achtung, Mitglieder der Orts Krantentasse der Organisation für den Kreis zu schaffen, was empfehlen, welches in den Kapiteln: Anfechtung der Verfügung und im Schneider, Schneiderinnen und verwandten Be namentlich Hinblick auf die bevorstehenden Reichstags: der Zwangsmaßnahmen" und der Rechtsweg" Belehrung darüber nothwendig set. Genosse rufe. Heute, Dienstag, den 7. Dezember, abends 9 Uhr, finden im 3ubeil gab hierauf erhält, in welcher Weise es gegen unberechtigte Verfügungen der Neuen Klubhaus", Kommandantenstr. 72, die Vertreterwahlen der eine detaillirte Abrechnung. Er hat eingenommen: Für Material Polizei vorgehen kann, sondern auch den unteren polizeilichen BeRaffenmitglieder für das Jahr 1898 statt. Das Krantenfaffenbuch 2413 M., für den Wahlfonds 1242,99 M., für Diverses 1123,82 hörben behufs Vermeidung von Uebergriffen. Ein ausführliches dient als Legitimation. Wahlberechtigt find alle Mitglieder der vom Jahre 1896 ist ein Bestand von 586,70 W. vorhanden, die Sachregifter erleichtert den Gebrauch. Orts- Krankenkasse, die über 21 Jahre alt sind. Pflicht aller wahl. Gesammteinnahme beträgt also 5866,51 M. Ausgegeben wurden: berechtigten Mitglieder ist es, pünktlich in dieser Versammlung zu Für Agitation 1795,50 M., für Gerichtskosten 360,59 M., für Rechts. schutz 476,45 M., geliehen 242,75 M. Demnach beträgt die erfcheinen. J. A.: Frau Reimann. Gesammtausgabe 3340,49 M. Es bleibt ein Bestand von 2026,02 M. Die Abrechnung soll von Revisoren geprüft Der Boykott über die Brauerei Fr. Wilh. Hollmann, Barmen, werden, die ihren Befund der nächsten Konferenz vorzuist aufgehoben, da ein Ausgleich der Differenzen stattgefunden hat. legen haben. Hierauf legte 3ubeil ein Organisationsstatut In Magdeburg haben auf einem Bau die Innenputzer die vor, dessen wesentlichste Bestimmungen folgende sind: Die AnArbeit eingestellt, weil ihnen überaus schlechtes Material geliefert gelegenheiten des Kreises, als Parteitagswahlen, Agitation, Presse wurde. Auf dem Schulbau in Buckau streiken 36 Bauarbeiter wegen u. f. w. werden in öffentlichen Kreistonferenzen erledigt, zu denen Lohndifferenzen. jeder Ort bis drei Delegirte, die in öffentlichen Versammlungen zu Tas Münchener Gewerkschaftskartell veröffentlicht foeben wählen sind, entsenden kann. Die Kreistonferenz wählt alljährlich die Abrechnung für den Zeitraum vom 1. November 1896 bis zum vor dem Parteitage einen Kreisvertrauensmann, dessen Stellvertreter 31. Oftober 1897. Die Gesammteinnahmen beziffern sich auf und 2 Revisoren. Der Kreisvertrauensmann hat die Geschäfte zu 29 369,87. und die Ausgaben auf 28 599,34 M. Unter den Ausführen und nach Bedarf Kreiskonferenzen einzuberufen. Das Statut gaben befinden sich u. a. 18 419,30 M. für Streits und 6548,92 m. bestimmt unter anderem auch, daß die Delegirten zur Kreiskonferenz von der Meuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Die g' Berlag) tn foeben das für die Zentralherberge. Die Zentralherberge wurde im Jahre 1894 politisch, und, wo Berufsorganisationen bestehen, auch gewerkerrichtet und verfügte damals über 50 Betten, jezt stehen schaftlich organisirt fein müssen, und daß die Genossen in solchen nach zweimaliger Vergrößerung 83 Betten zur Verfügung. Der Orten, wo fetne politische Organisation besteht, sich dem in Charlottenburg domizilirenden Wahlverein des Kreises Teltow- Beeskow Werth des schuldenfreien Inventars ist auf 10 000 m. geschäßt. Storkow Charlottenburg anzuschließen haben. Ueber biese Ausland. Bestimmung entstand eine längere Debatte. Einige Redner Dreifacher Mord. And London berichtet die„ Köln. 31g.": Die Vertreter der vertraten die Ansicht, daß man das Politische vom Gewerkdeshalb von den zu einer Ein furchtbares Familien drama, welches noch Vereinigungen der Eisenbahnangestellten erbaten die Vermittelung schaftlichen scheiden müsse des Handelsamts zur Lösung der Schwierigkeiten. Die Blätter politischen Konferenz entsandten Delegirten nicht verlangen solle, daß dringend der Aufklärung bedarf, ereignete sich am gestrigen Montag fündigen einen Ausstand von mehreren hundert Kupferschmiede- fie gewerkschaftlich organisirt sind. Ferner wurde darauf hingewiefen, Abend um 6 Uhr in dem zu Charlottenburg gehörenden Hause Arbeitern an. daß die Zugehörigkeit von Genossen aus entlegenen fleinen Orten Uhlandstr. 187. Jn der zweiten Etage des Gartengebäudes wohnt 3ur englischen Baumwoll- Krisis. Der Verband der zum Wahlverein Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg feinen seit dem 1. April v. J. der 38jährige Stubenbohner Franz Sievert Baumwoll Fabrikanten von Lancashire hat das prattischen Werth habe. Die Bestimmung, daß die Belegirten mit seiner aus Frau und drei Kindern, dem siebenjährigen Max, dem folgende Manifest erlassen: gewerkschaftlich organisirt sein müssen, wurde aus vereinsgesetzlichen vierjährigen Paul und dem dreijährigen Frizz bestehenden Familie. Die Zeit ist gekommen, die Sache den Arbeitgebern in Gründen gestrichen, im übrigen aber das vorgelegte Statut angenommen. Zwei Zimmer der Wohnung waren von Frau S. an Damen vermiethet corpore vorzulegen, um über den einzigen Weg, der nunmehr Eine gleichfalls angenommene Resolution macht es jedem Genossen worden, während S. mit seinen Angehörigen in einer Kammer und übrig bleibt, zu entscheiden, nämlich ihren Arbeitern direkt zu zur flicht, sowohl politisch wie gewerkschaftlich organisirt zu sein und der Küche wohnten. Der Stubenbohner war dem Trunke ergeben tündigen. Ein Theil der Vereinigung der Arbeitgeber muß einer empfiehlt, daß möglichst nur solche Genossen mit Vertrauensposten und arbeitete wenig, außerdem war er ein leidenschaftlicher Rarten bestehenden Gewohnheit gemäß 14 Tage vorher fündigen. Es befleidet werden. Die nunmehr vorgenommenen Wahlen ergaben spieler; hierdurch entstand zwischen den Eheleuten häufig Streit. wird deshalb vorgeschlagen, gleichzeitig in allen Distrikten eine folgendes Resultat: Eberhard Briz, Kreis- Vertrauensmann; So auch am Montag Nachmittag; gegen 3/46 Uhr hörten Haus14 tägige Ründigung am 11. Dezember zu erlaffen. Nach den Quitt Rigdorf, dessen Stellvertreter; John Johannisthal und bewohner einen heftigen Bant in der S.'schen Wohnung, die Du bist schon wieder seit Tagen be zwischen den Arbeitgebern und Arbeitern bestehenden Abmachungen Beter 3 Schmargendorf, Revisoren;$ örke: Charlottenburg und Frau rief laut: muß die Kündigung persönlich erfolgen. Obgleich im Verbande ungandreas Rixdorf, Mitglieder der Preßkommission des trunken", bald darauf aber fließ sie einen lauten Schrei aus und über 80 pet. sich für die Bewegung ausgesprochen haben, Borwärts"; John Johannisthal und Weber Nieder- Schöne: eins der Kinder rief laut:„ Aber Water". Dann wurde alles still; kommen die Diftritte Bolton und Nord- und Nordost- Lancashire weide, Mitglieder der Lokalkommission. Ferner wurde ein Wahl als gegen 1/28 Uhr eine der Chambregarniftinnen nach Hause kam bestehend aus den Ge- und die Küche betretend ein Streichholz anzündete, fand fie Frau S., nicht unter diesen Prozentsat. Da Jhre Unterschrift unter fomitee für den Kreis eingefeßt, dem Einverständniß erlangt wurde, daß 80 pct. in jedem nossen Reuter Wilmersdorf, Thiel Tempelhof, Röster- aus einer Brustwunde blutend, todt auf dem Fußboden liegend. Distrikt sich für die Lohuherabsetzung aussprächen, so fordert der Schöneberg, Hoppe Rigdorf, Görfes Charlottenburg, Beier: In dem benachbarten Schlafzimmer lag auf dem Bett der ältere Ausschuß Sie jetzt auf, Wort zu halten, wenn alle anderen Nowawes und Hillges- Köpenick. Unter" Verschiedenes" ersuchte Rnabe mit einer Schußwunde in der Schläfe ebenfalls todt, während Distrikte, die über 80 pet. der Unterschriften ergeben haben, ein- 3ubeil darum, daß sich rednerische Kräfte dem Wahlkomitee zur Ver- die beiden anderen Kinder mit Wunden in der rechten Ropffeite verstanden sind, dasselbe zu thun und nicht Acht zu geben auf die fügung stellen möchten. Dann wurden einige Angelegenheiten besprochen, noch lebend im zweiten Bette lagen. Die fofort benachrichtigte fleine Anzahl von Spindeln in Nord- und Nordost- Lancashire, die kein besonderes Intereffe haben. In seinem Schlußwort bemerkte Charlottenburger Polizeibehörde, zu deren Revier der Thatort ge ließ leider schwer verlegten Rinder mittels die nicht mitmachen wollen. Der Ausschuß empfindet, daß 3ubeil, durch die heute vollzogene Organisation sei ein lange hört, eine Frage von großer Tragweite auf dem Spiele steht. gehegter Wunsch der Parteigenossen, alle Angelegenheiten des Kreises Stopp'schen Krantenwagens nach dem städtischen Krankenhause Die Lektüre des Berichts über die verschiedenen Konferenzen öffentlich zu verhandeln, erfüllt. Möge die erste Kreiskonferenz in der Kaiser Friedrichstraße schaffen, woselbst fie hoffnungs Neben der Leiche der Frau wurde muß alle Arbeitgeber überzeugen, daß es hoffnungslos ist, von dazu beitragen, daß die Agitation und Organisation im Kreise, die los darnieder liegen. den Arbeitern Hilfe zu erwarten, um der furchtbaren Ron in den letzten fünf Jahren in manchen Orten entschieden zurück- ein fechsläufiger, abgeschoffener Revolver gefunden. turrenz zu begegnen, die sich in allen Theilen der Welt geltend gegangen fei, wieder aufgebaut und neu belebt werde, damit der wurde durch die Kriminalpolizei sofort gesucht macht. Die Arbeitgeber müssen zu ihrein Leidwesen zu dem Wahlkreis bei den nächsten Reichstagswahlen der Sozialdemokratie einer Kneipe der Uhlandstraße aufgefunden. Der Stubenbohner bes Schluffe gelangen, daß nur drastische Mittel die Arbeiter zur erhalten bleibe. Die Konferenz schloß mit einem Hoch auf die hauptet, dort seit 3/46 Uhr geweilt zu haben und verhielt sich beim Anblick der Leichen ziemlich gleichgiltig. Er äußerte ganz ruhig zu dem Bernunft bringen fönnen. Der Ausschuß ist fest überzeugt, Sozialdemokratie. " • " Sievert und in daß alle Arbeitgeber in dieser großen Krisis treu zusammen Brauerei- Arbeiter. In der Monatsversammlung vom No- Polizeidirektor v. Saldern: Wenn sie erschossen sind, dann muß doch halten werden. Eine schwere Verantwortlichkeit ruht auf jeder vember htelt Krieg einen Vortrag über:„ Die Arbeitsverhältnisse eine Waffe da sein", und fügte, als er den Revolver erblickte, einzelnen Firma. Nur durch loyales Zusammenwirken können in den amerikanischen Brauereien." In seinem Vortrag schilderte hinzu:„ Na, fie wird es schon allein gethan haben." S. ift um 5 Uhr sich die Fabrikanten von der unerträglichen Tyrannei, die schon er, wie der Fortschritt der Technik und die Erfindungen und um 1/26 Uhr bei dem in demselben Hause wohnenden Barbier so lange gedauert hat, befreien. Die Arbeitgeber werden er- und Indienststellungen immer neuer und verbesserter Maschinen, Müller gewesen, um sich rasiren zu laffen, entfernte fich jedoch beide fucht, darüber abzustimmen, ob sie für 5 prozentige Lohnherab- die speziell in der Brau- Industrie ein geeignetes Verfuchsfeld Male gleich wieder, weil er einen Augenblick warten sollte. Auffehung sind, falls 80 pCt. der Spindeln dasselbe thun wollen. Die finden, unzählige Arbeitskräfte überflüssig machen, so daß bei fällig benahm sich S. nicht; die Behauptung, daß er um 3/46 Uhr Arbeitgeber werden hiermit auch befragt, ob sie den Betrieb ein- dem jezigen Stande der Entwickelung in Amerika mit deutschen bereits in der erwähnten Gastwirthschaft geweilt, ist durch Zeugen stellen wollen, wenn die Arbeiter sich dem widersetzen, oder ob sie Verhältnissen verglichen, in den mit den neuesten Einrichtungen ver- bisher nicht erwiesen und so wurde S. unter dem Verdacht des 1/ 4d per Spindel wöchentlich zahlen wollen, falls sie weiter arbeiten sehenen Großbrauereien mit dem dem fünften bis achten Gatten- und dreifachen Kindermordes verhaftet. Laffen." Boziales. bie zur die um Theil der Arbeiter daffelbe Quantum Bier erzeugt wird, wie in Deutschland. Demzufolge hat man auch auf gelernte Depelthen und letzte Nachrichten. Fachleute mit langer Lehrzeit wenig Rücksicht zu nehmen, man Maschine. braucht lediglich Bedienungsmannschaften für die Graz, 6. Dezember.( W. T. B.) Prozeß Wille. Es fam Zur Erzengung des elektrischen Stromes, beziehentlich zum Für die Arbeiter ist dies insofern von Vortheil, als ihnen hierdurch das vor dem Polizeikommissar aufgenommene Stenogramm über Wiener Versammlung, in welcher Dr. Bruno Wille Betriebe von Dynamomaschinen wurden in den privaten und ftaat mit unwiderstehlicher Gewalt die Einsicht ihrer Zusammengehörig. und sodann beschäftigte sich Erörterung lichen Betrieben Preußens, mit Ausnahme der Betriebe der feit, die Erkenntniß ihrer gemeinsamen Intereffen eingepauft wird, sprach, Militär- und Marineverwaltung, im Jahre 1891 ausschließ: infolge dessen sie nur im Zusammenschluß in der Organisation ihr Verhandlung mit dem Inhalt der Rede. Nach eingehenden lich verwendet 794 Dampfmaschinen mit 39 610 Pferdeftärken; bis einziges und Endziel erblicken fönnen, durch welche sie sich vor den Schäden Erörterungen theologischer Fragen wurde die Sigung Die öffentliche Verhandlung Anfang 1897 war die Zahl dieser Maschinen auf 2186, also faft auf das der tapitalistischen Wirthschaftsweise, der maßlosesten Ausbeutung und in 814 Uhr für geheim erklärt. dreifache, die Zahl der Pferdestärken auf 149 096, also fast auf das ihrem Gefolge der Arbeitslosigkeit schützen können. Die Arbeitsverhält. wird morgen 8 Uhr vormittags fortgefeßt. Ueber den Antrag des vierfache gestiegen. Die meisten Dampfmaschinen ausschließlich zur niffe in den amerikanischen Brauereien zeigen und die Entwickelungs. Bertheidigers, Sachverstänige zu vernehmen, wurde ein Beschluß Erzeugung des elektrischen Stromes haben die Reg.- Bezirke Düsseldorf fähigkeit der Produktionsverhältnisse und die Aussichten für die Ar- bisher vicht gefaßt. ( 304 mit 23 023 Pferdekräften), Arnsberg( 243 Masch., 13 597 Pferde- beiter; wir haben dafür zu sorgen, daß die Erstarfung unserer Dr- Prag, 6. Dezember.( B. S.) Bei einem Neubau- Einsturz in träfte), der Stadtkreis Berlin( 199 M., 26 303 Pidfr.), ferner die ganisation mit dem Gange der Entwickelung gleichen Schritt hält Lieben wurde ein Maurer getödtet, fünf wurden schwer verletzt. nachkommt, Regierungsbezirte Oppeln( 142 W., 7199 Pfofr.). Potsdam( 181 M., resp. diesem um ชิน jeder Zeit gewappnet Budapest, 6. Dezember.( W. Z. B.) Abgeordnetenhaus. Jm 7144 Pfofr.), Magdeburg( 117 M., 8741 Pfotr.), Merseburg( 109 M., bazustehen und die Folgen dieser Entwickelung abwehren weiteren Verlaufe der Sigung wurde die Generaldebatte über die 13 190 Pfofr.). In den übrigen Regierungsbezirken betrug die Zahl zu können. In der Diskussion über den mit Beifall aufgenommenen Borlage betreffend die Gemeinde- und Ortsnamen erledigt. Die folcher Dampfmaschinen unter 100. Sigmaringen hatte gar keine. Bortrag äußerten fich odopp und Richter in gleichem Spezialdebatte wurde auf morgen vertagt. Hierauf legte der Daneben gab es Anfang 1897 noch 651 Dampfmaschinen mit Sinne. Tröger erstattete den Bericht der Revisoren, nach Ministerpräsident Baron Banffy einen Gesetzentwurf 42 839 Pferdekräften, die zur Erzeugung des elektrischen Stromes welchem alles in Ordnung befunden wurde. Kliemann und über die provisorische Regelung des Zoll- und und gleichzeitig zu anderen Zwecken verwendet wurden. 1891 betrug Böhm fündigten einen Antrag zur nächsten öffentlichen Versamm- Bantwesens sowie einiger mit demselben zusammenhängender die Zahl dieser Maschinen nur 189 und die Zahl ihrer Pferdekräfte lung an, nach welchem nur Mitglieder, die mindestens drei Monate Fragen vor. Der Gesezentwurf bestimmt, daß das wirthschaftliche Die Bermehrung war hier also noch stärker als bei den dem Verband angehören, in den Arbeitsnachweis. Blumenstraße, Berhältniß bis zum 31. Dezember 1898 unverändert aufrecht werden dürfen. Auch Maschinen, die lediglich zur Erzeugung der Elektrizität verwendet werden. eingetragen wurde in Erinnerung bleibt. Dieses Gesetz verliert die Geltung, falls vor dem 31. Dezember Im ganzen betrug Anfang 1897 die Zahl der Dampfmaschinen gebracht, daß alle in unserem Arbeitsnachweis eingetragene 1898 der Ausgleich verfassungsmäßig zu Stande kommt. zur Erzeugung des elektrischen Stromes 2837, die Zahl der Pferde- Organisirte sich auch gleichzeitig im Ring- Arbeitsnachweis ein Regierung wird angewiesen, falls bis zum 1. Mai 1898 der Auss fräfte 191 835. Von diesen erzeugten 2642 mit 162 959 Pferde- tragen laffen müffen, widrigenfalls sie gestrichen werden. Auf gleich nicht zu ftande kommt, dem Reichstage eine Vorlage über die träften den elektrischen Strom lediglich zu Beleuchtungs- Antrag des Vorsitzenden wird die Zahlstelle von Wolters, Charlotten end giltige Regelung der jetzt nur provisorisch geregelten burg, nach Dörre, Krummeftraße, Charlottenburg, verlegt. Das Fragen zu machen und zwar so, daß die endgiltige Regelung vor aweden. Eine Diakoniffin wird, nach einer Notiz des Saalfelder nächste Stiftungsfest findet am 1. Januar in der Refsource statt. Schluß des Jahres 1898 in Geltung treten tönne.-Boltsblatts" zu schließen, auch in Saalfeld bei der Fabrit Ein Antrag auf Besuch der Urania wird vorläufig noch zurückinspektion verwandt, um Beschwerden der Arbeiterinnen ent- gestellt. Zum Schluß forderte der Borfigende zur schnelleren gegenzunehmen. Das schwäbische Beispiel scheint also Nach Beichnung und Ablieferung der Listen für die englischen Maschinendie bauer auf. ahmung sich finden. Schließlich mengen สิน Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. 9879. noch Die Madrid, 6. Dezember.( W. Z. B.) Nach einer Depesche des Imparcial" aus New- York wurden in der Stadt Jaruco( Provinz Havana) durch eine Feuersbrunft 110 Gebäude zerstört. Ob bös willige Brandstiftung vorliegt, ist noch nicht festgestellt. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 285. 14. Sabrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. Dienflag, 7. Dezember 1897. ftändig funktionirt. Ich sollte meinen, auch das Haus sollte teinen gegeben. Wir finden babei zwei Perioden in der Entwickelung des so hohen Werth auf die Begrenzung der Giltigkeitsbauer legen. Marinebudgets: Die erfte, ein langfames, stetiges Wachsthum, die Bei fester Beschaffungsfrist hat die Verwaltung den Bortheil, aufhört mit der Thronbesteigung des jetzigen Kaisers, und die 4. Sizung. Montag, 6. Dezember 1897, 1 br. daß sie disponiren, die Ausgaben auf verschiedene Werften neue Periode des Kaisers Wilhelm II., die uns rapides Aufschnellen, Am Bundesrathstische: Fürst Hohenlobe, Graf Pofa vertheilen, daß sie die Arbeiterfrage günstig lösen und die Leistungs- ein jähes Emporfteigen zeigt. Man braucht sich blos die Zahlen dowski, v. Goßler, Zirpis, v. d. Rede, v. Thielfähigkeit der deutschen Industrie heben tann. Weiter wird geltend einmal anzusehen: Die Gesammtausgabe des Marinebudgets betrug: mann, v. Bülow, Nieberding. gemacht, man tönne nicht Dinge bewilligen, deren finanzielle Konsequenzen nicht abzusehen seien. Das ist ein ganz plausibler Grund. Aber es handelt sich ja nicht um eigentliche Neubauten. Wir besigen nicht nur Kostenanschläge, sondern Kontrakte über den Bau schon bewilligter Schiffe, die denselben Typ wie die neugeforderten haben. Die finanziellen Konsequenzen lassen sich also wohl abschäßen. Und durch die Fristbemessung wird die Flotte leistungsfähiger. Das Haus ist mäßig befeßt. Auf der Tagesordnung steht die erste Berathung des Flottengefeßes. Präsident v. Buol eröffnet die Sigung nach 14 Uhr und ertheilt das Wort dem Reichsfangler 1882/83 1884/85 1887/88 . • 36 381 300. 43 400 000 52 357 110 " " In der Zeit von 1882/83 bis 1889/90 betrug die Gesammt ausgabe 385 462 300 M. Aber wie steht es denn nun in der neuen era der Marine? 1890/91 71 727 600 0. 75 897 000" 1891/92 1892/93 1893/94 1894/95 1895/96 1896/97 im legten Stat 90 439 100 81 240 400 78 582 900 " " 85 594 600 " 86 259 900 " 117 000 000 " Fürst v. Hohenlohe: Meine Herren! Die verbündeten Regierungen haben sich entschließen müssen, einen anderen Weg als den bisherigen einzuschlagen, um zu dem Ziele zu gelangen, Ich komme nun zu der Nothwendigkeit der Ersatzbauten. Es ist welches wir erstreben: die Beschaffung einer zwar nicht großen, Thatsache, daß die Schlachtflotte augenblicklich stark reduzirt ist, es aber leistungsfähigen und achtunggebietenden Flotte. Man hat ist auch Thatsache, daß wir mit derselben jetzt nicht imstande sind, bisher versucht, den Ausbau unserer Marine, dessen Nothwendigkeit unsere großen Interessen so zu vertreten, wie es erforderlich ist, auch von der Majorität dieses Hauses anerkannt wird, dadurch einer wenn wir gegebenenfalls nicht unsere Kräfte auf eine höchst bedenkVollendung zuzuführen, daß man in jedem Jahre mit einzelnen liche Weise theilen wollen. Es wird nun geltend gemacht, daß ja Forderungen zu Ergänzungen und Ausbau an Sie herantrat. Wir eine ganze Anzahl von Schiffen gegenwärtig im Bau sind. Das und der letzte Etat beziffert sich auf 121 677 896 M. Die Gesammt haben es dann erlebt, daß wegen eines oder zweier Kreuzer ist allerdings, dank der Bewilligung durch dieses hohe Haus, der ausgabe von 1890/91 bis 1897/98 betrug 681 575 300. fich Kämpfe entwickelten, deren Heftigkeit mit den Objekten Fall. Aber nichtsdestoweniger würde es selbst nach der Fertig Man tann ja nun einwenden, die Marinebudgets anderer nach meiner Auffassung keineswegs in Einklang stand. Der ftellung dieser Schiffe nicht möglich sein, alle unsere Intereffen damit Staaten seien ganz anders beschaffen. Ja, aber das steht fest, daß größte Theil derjenigen, die sich zu einem ablehnenden zu schüßen. Es handelt sich also um eine Vermehrung der Flotte in der Zeit von 1873 bis 1896 das französische und Botum entschloffen hatten, stand der Forderung der Regierung nicht um 5 Linienschiffe, 2 große und 7 kleine Kreuzer. Was zunächst die englische Budget sich um das zweifache erhöht haben, prinzipiell feindlich gegenüber, sondern nur zeitweilig, aus Gründen Linienfchiffe anlangt, so ist die gegenwärtig bestehende Anzahl das russische um das nicht ganz zweieinhalbfache, das nordamerikas verschiedener Art. Das Ergebniß dieser Art Unterhandlung in der von 14 schon 1873 und auch später wiederholt als nothwendig an- nische um noch nicht ein drittel, während das deutsche den höchsten Marinefrage ist es gewesen, daß troz bedeutender Aufwendungen erkannt worden. Als General Stosch seinerzeit diese Anzahl vor: prozentualen Aufstieg, um das dreieinhalbfache, steigt. Sagt man, unsere Flotte sich nicht so entwickelte wie Deutschlands Lebensintereffe fchlug, lag es in der Absicht, daraus 2 Geschwader zu 8 und in gewissen Budgets sind die Neubauten nicht einbegriffen, dann wird es erforderte. Die Marine hat von der Hand in den Mund gelebt. 6 Schiffen zu formiren. Bald aber sab man ein, daß man mit man finden, daß die fortlaufenden Ausgaben der deutschen Der Versuch, eine bestimmte Linie für ihre Entwickelung vorzuzeigen, diefen gerade in den schwierigsten Situationen Gefahr liefe, gefchlagen Marine in den 28 Jahren um das sechseinhalbfache gewachsen find. ist nicht geglückt. Man sah ein, daß hier ein Fehler im System zu werden, und unter dem Druck dieser Gefahr hat die Marineverwaltung Meine Herren, ich glaube, das sind kolossale Beträge, und es fragt vorliegt. Es geht nicht an, ein festgefügtes Gebäude zu errichten, mehrfach geschwankt, ob sie unter Aufgabe jener beiden geplanten Ge sich nur: Was fordert der neue Flottenplan, der jetzt auftaucht? ohne daß die Bauleute tlar ihren Plan festlegen, nach dem die schwader den Schwerpunkt in die Nordsee oder in die Ostsee verlegen foll. 19 fogenannte Linienschiffe( früher hießen sie Panzerschiffe), dann Fundamente gelegt, die Mauern aufgeführt werden sollen. Die Man fam allgemein zu der Ansicht, daß wir mindestens zwei Ge die 8 bisherigen Küsten- Panzerschiffe, 6 große und 12 fleine Kreuzer. feßige Vorlage ist geeignet, Klarheit und Einheitlichkeit hierin zu fchwader zu je acht Schiffen haben müßten. Diese Ansicht hat sich nicht in betracht kommen für die Borlage die Torpedoboote. Nach schaffen. Sie soll unserer Marine eine Organisation geben, die wir gehalten trotz des Wechsels der Personen, so daß Sie nach dieser dem neuen Flottenplan sollen bis 1905 ausgegeben werden: für nur gelegentlich zu verbessern und auszugestalten hätten. Hat Richtung einen gefchloffenen und gereiften Plan des gesammten Neubauten 162 200 000 M. und d für sogenannte Grfaßbauten man es mit vollem Recht für erforderlich gehalten, die See- Offizierkorps vor sich haben. Es ist mir leider nicht möglich, 211 Millionen. Die Gesammtkosten werden betragen 412 Millionen, Friedensstärke der Armee für eine Mehrzahl von Jahren eine eingehende Begründung hier öffentlich zu geben; ich be: Es steigert sich dadurch das Ordinarium des Marine- Etats von 59 fest zu bestimmen, so wird das gleiche für die Marine halte mir das weitere für die Kommission vor. Ich möchte aber sogleich auf 87 Mill. Mart. Der Flottenaufwand würde sich also bis 1905 der Fall sein müssen, zumal es sich hier nicht nur um Ersatz hervorheben, daß gerade auf die Feststellung der Beschaffungsfrist für die beziffern auf nicht weniger als 997 Mill. Mart, d. h. 418 Mill. von Menschen, sondern auch Ersatz von Schiffen handelt. Es ist Flotte großer Werth zu legen ist, da wir darnach unsere gangen mehr als bisher. Aber zu gleicher Zeit würde der Jahresdurcheine unanfechtbare Thatsache, in einer langen und ruhmreichen Ge- Verwendungs- und Mobilmachungspläne richten können. Weiter schnitt sich von 83 auf 142, d. h. um 59 Mill. Mart steigern, und schichte bewiesen, daß von der Tüchtigkeit der Armee die Ehre und aber bedarf es, wenn die Flotte überhaupt einen Daseinszweck haben dabei sind nicht mit eingerechnet 60 Min. sonstige einmalige Aus Existenz des Vaterlandes abhängt.( Sehr richtig! rechts.) Was soll, der Festsetzung einer Minimalstärke. In dieser Beziehung aber gaben der Marine, ferner nicht die Zinsen für die Marineschuld, die aber die Marine betrifft, so war sie bisher zu schwach und unent- darf man nicht unter zwei Geschwader zu je acht Linienschiffen schon 1895/6 10 258 445 m. betrugen, nicht miteingerechnet die wickelt, um eine bedeutsamere Entscheidung herbeiführen zu können. heruntergehen, wenn der Werth des ganzen nicht unverhältnismäßig Pensionen, die sich 1897/8 auf fast 3 Millionen beziffern. Aber Bielleicht hat gerade der Umstand, daß wir eine glänzende leiden und das in die Flotte hineingesteckte Geld nicht im Falle diese Frage der Belastung wird mit leichter Hand in den Gründen Machtstellung in der Welt einnehmen, den Ursprung der eines Krieges geradezu umsonst aufgewandt sein soll. Das kann der Vorlage beiseite geschoben, man tröftet die Steuerzahler und das Erkenntniß verlangsamt, daß wir eine tüchtige Flotte ich hier ferner erklären: Wenn Sie den Gefeßentwurf genehmigen, Parlament damit, daß es sich nicht darum handelt, neue Steuern" benöthigten, um unsere Stellung zu bewahren. Der Gang der Er- so schaffen Sie eine Flotte, welche ein erhebliches Gewicht aufzuerlegen oder eine einmalige große Anleihe" aufzubringen, cigniffe aber, die Entwickelung unserer überseeischen Intereffen hat zur Sicherung des Friedens in die Wagschaale werfen fann und Sie sondern man würde die Sache schon aus den laufenden Mitteln des allmählich in den weitesten Kreisen des Volkes zu der Ueberzeugung schaffen weiter bezüglich der Stellung Deutschlands im europäischen Reichs decken tönnen. geführt, daß unsere jezige Flotte nicht im stande ist, um unsere Konzert einen Machtfaktor, der im Jahre 1904, nach Fertigstellung Meine Herren, die Zahlen, die Sie gehört haben, laffen nicht Aufgaben auf maritimem Wege zu erfüllen. Der gleichen der Flotte, aufgehört haben wird, eine quantité négligeable au sein. den Glauben aufkommen, daß es ohne sehr schwere mehr. Ansicht ist die Regierung. Der Gefeßentwurf trägt diesem Was die Vermehrung der Kreuzer anlangt, so ist die Nothwen- belastung geht. Wie steht es denn mit unserer Reichsschuld? Bedürfniß Rechnung in einer Form, welche den Zwang digkeit diefer Schiffsart für den Aufklärungsdienst ja allgemein an Während wir 1876: 16 300 000., 1886: 440 Mill. Reichsschuld enthält, die Flotte in einem bestimmten Zeitraum auf erkannt, fie ift in legter Beit noch geftiegen mit Rücksicht auf die hatten, haben wir jetzt am 1. Nov. 1897 2151 902 800. Reichseine bestimmte Höhe zu bringen. Geht man von der Vorschnelle Beweglichkeit der Kreuzer und die Nothwendigkeit, die Flotte schulden gehabt! Und dies, ohne daß ausfehung aus, daß eine folche Nothwendigkeit vorliegt, so wird vor den Torpedobooten zu schützen. Was die Indienst genannte große Anleihe gemacht worden ift. Nein, meine Herren, man an der vorgeschlagenen Form festhalten müssen, nachdem die haltung anlangt es handelt sich vorzugsweise um die von der Thronbesteigung Wilhelm's II. bis zum 31. März Erfahrungen bewiesen haben, daß die Form stückweiser Bewilligung jenige acht Schiffen mit Ausnahme einiger in das 1896 haben die Reichsschulden ohne eine einzige große Anleihe gu nicht genügt hat. Diese Erwägungen haben zu dem Entschluß ge- Ausland zu sendender Fahrzeuge so werden Sie deren hervorgenommen von 724 Millionen auf 2255 Millionen, d. h. ungefähr führt, die Form des Gesetzes zu wählen. Die verbündeten Re- ragende Bedeutung aus der Begründung des Entwurfs entnehmen. um 1/2 Milliarden. Wird aber jegt der Flottenplan durchgedrückt, gierungen haben diese einstimmig beschlossen. Ich fann Ich fann nicht Die Ausgaben betragen für die nächsten 7 Jahre ca. 60 Millionen dann werden die Ausgaben des Extra Ordinariums so wenig als leugnen, daß die Vorlage eine gewisse Entfagung bedeutet. Man im Durchschnitt, im ganzen 410 Millionen. Darin liegen aber schon heute aus den laufenden Mitteln bestritten werden können und die hat von einer Verlegung des Staatsrechts gesprochen. Dies ist 162 Millionen für Erfaßbauten. Die Steigerung infolge der Indienst Reichsschulden werden um 381 Millionen wachsen. nach meiner Ueberzeugung nur möglich, indem man in einer haltung beträgt in den 7 Jahren 30 Millionen. Ich bin entfernt Wenn da unsere Regierungen sagen: teine neuen Steuern! doktrinären Auffassung aus dem Bewilligungsrecht der Par- davon, diese Summe für eine geringe zu betrachten, bemerte aber, ja, mit Versprechungen sind die Herren vom grünen Tisch immer Iamente deren Befugniß Befugniß ableitet, durch Nichtbewilligung daß die Steigerung hierfür in den legten 14 Jahren noch eine bei der Hand gewesen, aber sie sagen uns nicht, daß nicht etwa den Staatsorganismus gana oder theilweise lahm Bu größere ift. Hette erhöhte Matritular Beiträge tommen können, Tegent. So wird auch niemand darüber im Zweifel sein, Unsere Seeintereffen sind seit Errichtung des Reiches in ungeahnter und daß wir bald wieder einen Sturmlauf der Finanzminister der daß nach der Annahme dieses Gesetzes dem Reichstage ein Weise gestiegen; ihre Erhaltung ist zu einer Lebensfrage Deutschlands ge- Einzelstaaten erleben werden, wie 1895/96, die eine Einführung weiter Spielraum bleiben wird, um bei der jährlichen Feststellung worden. Werden diese Intereffen unterbunden oder ernstlich geschädigt, fo neuer oder die Erhöhung alter Steuern forderten. Sie wissen, es ist des Marine Etats seinen Einfluß geltend zu machen. Und dann, muß Deutschland zunächst dem wirthschaftlichen und dann dem schon eine Steuer in Aussicht genommen; man kennt das bekannte nehmen Sie den Entwurf an, so binden Sie damit die verbündeten politischen Niedergang entgegensehen. Welche der Seeinteressen Sie Rundschreiben der fächsischen Steuerbehörde, daß sich auf die ErRegierungen auch.( Heiterkeit links.) Die Vorlage zeigt, daß wir auch herausgreifen wollen: Das politische Ansehen Deutschlands, die höhung der Bransteuer bezieht. nicht daran denken, mit den großen Seemächten zu rivalisiren. Der Offenhaltung wichtiger Lebensadern nach der See zu im Falle des Versprechungen der Regierung besagen sehr wenig, felt wir es Gedanke an eine Politik der Abenteuer liegt uns völlig fern. Ge- Krieges, der Schutz der Deutschen in fernen Ländern, oder der Schut im Reichstage erlebt haben, daß der Reich stansler feierlich rabe aber die Durchführung, wie wir sie wollen, genügt, um in und die Vertretung der Handelsinteressen,-all' das findet sein Rückgrat vor uns erflärte, er werde die Frage des Vereinsgefezes so, wie es unferer Flotte einen Machtfattor zu haben, der ausreichend ist, in der Flotte. Die Regierungen find zu ber Ueberzeugung gelangt, der Reichstag wünschte, lösen, und dann an den preußischen um unfere dringendsten Interessen zu vertreten.( Lebhafter Beifall daß das bisherige System, die Bedürfnisse der Flotte nur von Jahr Landtag die lex Rede brachte.( Sehr richtig! links.) rechts.) zu Jahr zu decken, nicht mehr ausreicht, daß vielmehr die dauernde Hat der Reichskanzler nicht auch eine Militär Staatssekretär der Marine Tirpit: Der Gesetzentwurf verlangt gesetzliche Festlegung unerläßlich ist. Demzufolge ist Ihnen ein Strafprozeß- Reform i 11 modernem Geiste versprochen die gefeßliche Festlegung 1. des Sollbestandes der Schiffsklassen: wohlerwogener und finanziell auf das unbedingt nothwendige Maß und nach langen Mühen und und Kämpfen erhalten wir Linienschiffe, Küften- Banzerschiffe, große und fleine Kreuzer; 2. der zurückgeführter Entwurf zugegangen.( Beifall rechts und bei den ein klägliches Machwert, das nicht einmal ans bayerische MititärFrist, bis zu welcher diefer Sollbestand erreicht werden soll; 3. es Nationalliberalen.) recht heranreicht. An Minifterversprechungen, an Kanzlerworten foll die Frage der Ersatzbauten gefeßlich geregelt werden; 4. Diefann man drehen und deuteln; fie besagen nicht mehr, als die kurze jenige Indiensthaltung soll vorgeschrieben sein, die auf organi Dauer eines solchen ministeriellen Lebens, oder auch die Zeit bis zur fatorischer Grundlage beruht; endlich 5. sollen Grundsätze für die Umwandlung des Ministers, zu seiner Bekehrung zu einer neuen, Ergänzung des Personalbestandes gegeben werden. oben" gewünschten Anficht. Mit einer leichten Handbewegung hat fich Fürst Hohenlohe über die Frage unseres Budgetrechts hinwegs Seit Jahresfrist findet sich in der Tagespresse verschiedener gesetzt. Er hat chevalerest bemerkt, wir hingen nicht mehr in den Richtung die immer wieder von neuem auftretende Nachricht von Banden des Doktrinarismus, der sich auf die Verweigerung einem fostspieligen Flottenvermehrungsplan, welcher von dem einzelner Budgetposten ober bes ganzen Budgets steife, Kontre- Admiral Tirpit an allerhöchster Stelle vorgelegt worden wir feien" modern" geworden. Was soll es mit dieser Phraseologie fei. Es muß festgestellt werden, daß weder an allerhöchster des Ranzlers? In Wirklichkeit handelt es sich um die Lebens noch bei der verantwortlichen Stelle ein Flottenvertraft des Parlaments felbft; das Steuer und mehrungsplan zur Vorlage gebracht worden ist. Der Kontre- Admiral Budget Bewilligungsrecht soll hier einfach ad acta Tirpitz ist zu einer derartigen Vorlage nie berufen gelegt werden, wenn es ein höherer Wunsch so will. Weil es gewesen, und hat sich auch nie in einer Stellung befunden, in den Kreisen, die jetzt die Marine beeinflussen, richtig erscheint, in welcher ihm ein Auftrag zur Ausarbeitung einer Marines das ganze alte System, die ganze alte Technit der Regierungen und yorlage hätte zugehen können.... Es liegt nicht in der der Parlamente über den Haufen zu werfen, so soll das einzige, Absicht der Marine verwaltung, von dem bisherigem leider so eng umschriebene Recht, das das Parlament hat Gebrauch, durch den Etat dasjenige zu fordern, was die Marine und das es aufs höchste vertheidigen muß, das Etats. zur Erfüllung ihrer Aufgabe gebraucht, abzugehen und den gefetz- re cht über den Haufen geworfen werden! Dieses ist aller gebenden Körperschaften einen weitausschauenden Plan dings ein Dorn im Dorn im Auge einflußreicher Leute. Hat der oder eine besondere Marinevorlage zu übergeben, die Reichstag nicht im Frühjahr das furchtbare Verbrechen begangen, durch die unübersehbare weitere Entwickelung der Dinge in gegen den Wunsch der Regierung das Extraordinarium statt von 31 türzester Zeit werthlos werden könnte." auf 70 nur auf 58 Millionen zu erhöhen? Hat er nicht die Kühnheit gehabt, zwei Kreuzer, einen Aviso und eine Torpedodivision abzu lehnen? Es wundert mich, daß der Herr Staatssekretär Tirpitz diesem Reichstage den Dant ausgesprochen hat, dafür, daß er doch einiges bewilligt habe. Wenn das ein anderer gewagt hätte! Wir waren allerdings gewohnt, den Zegt einer berühmten Depesche zu hören:" Das sind die bösen Folgen des Vera haltens jener vaterlandslofen Gefellen, die die Bes chaffung der für das Deutsche Reich nothwendigen Kriegsschiffe zu hintertreiben wiffen." Jegt bedankt fich Herr Tirpitz bet diesen vaterlandslosen Gesellen!( Heiterkeit Was zunächst die gefeßliche Festlegung des Sollbestandes an Schiffen betrifft, so wird dagegen angeführt, daß die Technik sich ändern könne; deshalb lasse sich ein Sollbestand nicht festlegen. Die Fassung des Entwurfs läßt aber auch der Entwickelung der Technik vollkommen freien Spielraum. Unbeschadet des Ersayes könnten es Linienschiffe aus älterer Zeit sein oder moderne Banzerschiffe. Der große Kreuzer könnte der alten Fregatte entsprechen oder dem jest so genannten Panzerfreuzer. Unter fleinen Kreuzern fönnen Schoner und Briggs der alten Zeit verstanden werden oder die Schiffe, die wir jetzt kleine Kreuzer nennen, bei denen der Schuh durch Panzerung zurücktritt hinter der Schnelligkeit. Die Technit fann also, da wir ja Schiffstypen aus langen Beiträumen haben, feine Schwierigkeit für die gefeßliche Festlegung machen. Abg. Dr. Schoenlant( Soz.): Meine Herren, wie sich die Situation seit einem Jahre in Marinefragen verändert hat, das erkennt man am besten daran, wenn man sich ins Gedächtniß ruft, was am 12. September 1896 der Reichs- Anzeiger" geschrieben hat, als amtliche Erklärung: Ein weiteres Bedenken meint: die Kriegskunst ist veränderlich; der Sollbestand lasse sich nicht gesetzlich festlegen, weil möglicher weise der Gesetzgeber nach 15 Jahren zu einer anderen Zusammens fegung der Flotte den Zahlen der Schiffe nach fommen lönne. Ich persönlich glaube, daß die Formation der Schlachtflotte, wenn sie das Gesetz vorschreibt, auf lange Zeit uuverändert bleiben wird. Freilich können wir einmal in die Lage kommen, die Auslandschiffe Heute ist der damalige Staatssekretär des Reichs- Marine- Amts, zu vermehren, deren Zahl nach den heutigen See- Intereffen des der alte derbe Seemann Hollmann, längst in der Panstonsbay vor Reiches bemeffen ist. Wenn aber diese Nothwendigkeit eintritt, fonfer gegangen. Die Reichsregierung, an der Epige der Reichs wäre sie nur ein günstiges Beichen, ein Beweis, daß tangler Fürst zu Hohenlohe, hat die Flagge gestrichen vor dem fich unfere See- Interessen machtvoll entwickeln. Wir fönnen Flaggoffizier in unverantwortlicher Stellung, diefer Flaggoffizier ist die Frage, ob der Sollbestand festgelegt werden tann, beute Staatssekretär des Reichs- Marineamts, und diese besondere nach einem Beispiel bemessen. Die Festlegung der Bahl unserer Marinevorlage, die durch die unübersehbare weitere Entwicklung der Linienschiffe rührt her aus dem Jahre 1873. Die Zahl, die damals Dinge in furzer Zeit werthlos werden könnte", liegt jetzt vor uns, als nothwendig anerkannt wurde, hat bis in den Anfang der datirt vom 30. November 1897. 90er Jahre zum besten des Reiches und der Marine genügt. Auf Mit großem Pathos, mit allen Mitteln der Stimmungsmache 20 Jahre ließ sich die Feststellung der Bahl also erstrecken, daraus ist für die Marinevorlage Stimmung gemacht worden. Ich glaube, links.) geht hervor, daß die gesetzliche Festlegung überhaupt möglich ist. wir haben deshalb doppeltes Intereffe, ganz tühl, trocken und nüchtern Es ist also Stimmung vorhanden, diesen Reichstag jetzt büßen Weiter wird gegen die Fassung des Geseges geltend gemacht, diese Frage zu betrachten, weil barin stimme ich vollständig mit zu laffen dafür, daß er nicht im Interesse der hohen daß ja eine unbegrenzte Giltigkeitsdauer für den Sollbestand durch dem Herrn Reichetangler überein die Marinevorlage von hervor und höchft en infche, sondern im Intereffe ber Wünsche, das Gesetz selbst ausgesprochen wird. Ja, ich glaube taum, ragender Bedeutung ist, nicht nur in der Richtung auf die Steuersabler fich zu entscheiden die Kühnheit gehabt hat. So daß diese unbegrenzte Giltigkeitsdauer eine Frage von grund- j& inanzen und das schwer bedrohte Budgetrecht, geht man jezt an das Etatsrecht. Allerdings, in hohem Maße int fäßlicher Bedeutung für die Regierungen sein wird. Bu turz konnte fondern überhaupt in der Richtung auf die Gesammtentwide fet chinesisch beliebt, man möchte den Reichstag zur chinesischen man in anbetracht der langen Bauzeit die Frist nicht nehmen, man lung unserer inneren und äußeren Politit. Pago de machen, der zu den schwersten Forderungen der Regierung muß fie auf mindestens 10-12 Jahre bemessen. Man würde sie In dem legten Vierteljahrhundert haben wir nicht mehr und nur bejahend mit dem Kopfe nickt.( Sehr richtig lints.) ganz außer Kraft seßen in dem Augenblick, wo sie nicht mehr voll- nicht weniger als 15013 Millionen Mart für Marinezwecke aus. Wenn diese Flottenvorlage Gesez wird, dann hat ber: links.) 〃 Es ist ganz unmöglich, daß Ihnen heute eine Marineverwaltung fagen tann, was wir nach zehn Jahren brauchen; sie tann es nur für die Gegenwart Ihnen mittheilen, und wenn sich die Ver: hältnisse ändern, dann werden sich auch die Forderungen ändern." " durch die Vorlage über Reichstag feinen Einfluß zu Abstreichungen ohne Erlaubniß| braucht Herrn Laband nicht zu sehr zu überschäßen; er tann für sich daß das Budgetrecht des Reichstages und Einwilligung der Regierung mehr. Aber dieser Reichstag, mit vollem Recht in Anspruch nehmen, was ein bekannter Orgas nicht berührt wird. Natürlich tommt 23 darauf natürlichen Zobes fivbt, falls nicht filth Bohenlohe mit bet rothen more flame macht alles, es fehlt wirtlich nur die feit.)" Bon einem Budgetrecht, daß, wie in England die Krone mein Gott, der hat nur noch ein furzes Leben, wenn er eines nifator der Berliner Reklame, Herr v. Schirp in Anspruch nimmt: an, was man unter Budgetrecht versteht.( Heiter Mappe vorherkommt. Aber wir binden auch den nach ft. Symphonie der Marine, ein Marineschauspiel und zwingt, Minister zu berufen, die dem Parlament genehm sind, ist folgenden und alle nachfolgenden Reichstage durch eine Marineoper. Eine Probe von dem, was zu erwarten if, bei uns aber keine Rede. Es handelt sich hier aber noch um eine die gefeßliche Festlegung der Flottenstärke, denn dann müssen die ist ja unser fleiner Zwischenfall in China in Haiti ist weitere Frage, um die der Courtoisie, ob wir den kommenden tommenden Reichstage alle nothwendigen Erfaßbauten, um diese in nichts Rechtes draus geworden, der Fall Lüders ließ fich Reichstag durch unsere Beschlüsse binden sollen. Nun, ich meine, der gesetzlichen Stärke festzuhalten, weiter bewilligen und so fort nicht recht aufbauschen. Aber bezüglich Chinas galt es dies fönnen wir ruhig thun, denn es ist durchaus anzunehmen, daß bis ins Unendliche. Es handelt sich auch ferner darum, daß der vielleicht, auch eine große und fluge Partei zu fasziniren, die auch der kommende Reichstag bereit sein wird, das nothwendige für Umfang der Indiensthaltung und der Stärke der Mannschaft hier entscheidend mitzureden hat und die besonders für die Miffionare die Marine zu bewilligen. Allerdings sind einige gefeblich festgelegt wird. So soll dem Reichstag Stück für Stüd eingenommen ist. Den Kern der Sache hatte vornehmlich auch die meiner Freunde anderer Meinung, fie meinen, feiner Machtvollkommenheiten und deren sind nicht viele- genommen Kreuz- Zeitung" sofort erfaßt. Sie hat allerdings den Tod der daß man dem tommenden Hause nicht prä werden. Es ist System, Blan in diesem Verfahren. Man weiß, daß Missionare bedauert, hat aber die Gelegenheit, diesen Tod zu fühnen, judiziren dürfe. Ich betone jedoch daß das die eine fleine, aber mächtige Gruppe feit Jahren schon planmäßig zugleich für günstig erklärt, ein gutes Annexionsgefchaft zu Minorität ist. Im allgemeinen bin ich der Meinung, agitirt gegen die Autorität des Parlaments( Sehr richtig! links), machen. Meine Herren, es ist selbstverständlich, daß die Missionare daß die heutigen Berhältnisse eine starke Flotte erfordern, man weiß, daß fehr hervorragende Kreise durch die der Sympathie aller gewiß sein konnten, und daß die Regierung, insbesondere müssen wir für den Fall eines Krieges gerüstet sei. Bresse, durch Flugblätter, Broschüren, Depeschen, soweit sie vermag, Sühne für ihren Tod schafft. Aber darum braucht Denfen Sie doch nur daran, daß heute das Privateigenthum zur Ansprachen, Reden den Reichstag in der öffent man doch noch nicht ans Anneftiren zu gehen. Es geht auch ohne See im Kriege nicht geschützt ist. Wir werden also in unserer lichen Meinung herabzusehen versuchen.( Sehr richtig! diefes, wie es auch vor zwei Jahren, als dieselbe Geschichte in Majorität für die Vorlage stimmen, obgleich Es ist deshalb Selbsterhaltungspflicht des Parlaments, China paffirt war, ohne Annettion gegangen ist, ohne Lärm, dieselbe vorzugsweise dem Handel zu gute tommt. diesem Anschlag auf das Budgetrecht Widerstand zu ohne Geschwaderentsendung und ohne Kohlenstation. Wir erwarten aber, daß diese von uns geübte Solidarität auch von leisten. Lassen wir doch die Regierung in ihren Aften, Denkschriften Das jetzige Vorgehen ist allerdings ein erster Schritt zu der anderen Seite anerkannt wird( jehr wahr! rechts) und es endlich und Erlassen selber reden. Es soll ein Fehler im System gewesen bem größeren Deutschland." Aber was dieser Kino- Tschon ein Gude hat mit der Unterdrückung der Landwirthschaft und damit, fein und jetzt habe man endlich den richtigen Weg eingeschlagen. Hafen uns noch einmal foften tann, zu welch' schweren inter daß man die Landwirthschaft den Handelsinteressen Es ist doch sonderbar, daß bis heute so und so viele ausgezeichnete nationalen Verwidelungen wir durch dieses chine opfert.( Beifall rechts.) Man sollte zu der flugen Politik Bismarcks Fachmänner, daß die früheren Reichskanzler alle in diesem fische Abenteuer tommen fönnen, steht auf einem anderen zurückkehren und den Standpunkt verlassen, daß schweren Fehler des Systems befangen gewefen find, daß Blatt!( Sehr richtig! links.) Daß der Zweibund uns so liebens- Deutschland ein Industriestaat ist. Uebrigens muß nun mit einem Schlage der homo novus, der neue Mann, würdig sekundirt, wenn wir uns in China feftnageln, ist nicht ich gestehen, daß ich eigentlich überrascht war, daß die Re. Tommt und zeigt, wie die Sache gemacht werden muß, wunderlich, zumal wir mit der Macht, die in China die stärksten gierung nur so wenig gefordert hat. Wenn dieselbe dadurch, daß er einen Anschlag auf das Etatsrecht verübt! Ein? Interessen hat, mit England, über kurz oder lang auch in Händel aber der Ueberzeugung ist, mit dem Verlangten auskommen zu folche Festlegung, ein auf lange Beit festgesetzter Flottenplan, auf tommen tönnen wegen der Annexion in China. Und hat man fönnen, so vertrauen wir ihr. Wir müssen endlich in die Lage lange Zeit wurde bisher gerade von der Regierung selbst als nicht endlich vergessen, daß es ein Japan giebt, deffen Siegeslauf wir fommen, im Auslande stets, wenn es erforderlich ist, unsere dem Interesse der Marine, den Bedürfnissen Deutschlands ent- f. 3. mit Frankreich und Rußland verhinderten, und daß die Japaner Macht zu repräsentiren! Ich erinnere da nur an Griechens sprechend hingestellt. Das ist schon in der Denkschrift von 1867 und vor den Kopf gestoßen und provozirt worden sind? Die japanischen land und Kreta, und an China, Haïti zc. Auf die Phantasien des dann wieder in der von 1884 ausdrücklich betont worden. Graf Panzer sind auch gang flint, fie tönnten an einem fritischen Tage Abg. Echoenlant. der in solcher Machtentfaltung gleich eine Caprivi hat dasselbe 1893 bei der Berathung der Militärvorlage unserer neuen Flottenstation in Kiao- Tschou gefährlich werden. große Eroberungspolitik sieht, fann ich mich nicht einlassen. Nehmen gefagt, und der Staatssekretär v. Hollmann, der Vorgänger des Herrn Diese Bedenken werden immer gewichtiger, wenn man sich sagt, Sie die Vorlage an und bedenken Sie, welchen schlimmen v. Tirpiz, erklärte am 18. März 1897 im Reichstage: daß diefer Verfuch ja dochnur erst der Anfang fein fönnte und daß man Eindruck die Ablehnung derselben im Auslande machen vielleicht weit größere Pläne im Hintergrunde hat. muß. Wie sehr die Meinungen auch bezüglich der Verhältnisse im Flotten Weltpolitik zu treiben, find wir, meine ich, gar Innern auseinandergehen, dem Auslande gegenüber müssen wir stets nicht befugt, da wir keine Seemacht sind. Aber die Flotten geschlossen zusammengehen.( Beifall rechts.) politit wird gewünscht von einflußreichen Kreisen. Glaatssetretär im Reichsamt des Innern Graf v. Posadowsky: Die Flottenpolitit bietet vielleicht die Bahn für die Bethätigung Der Abgeordnete Schoenlant hat es so dargestellt, als ob die Sozial eines starten Thatendranges und eines eines sehr demokratie mitsammt der Mehrheit bisher alle Marineforderungen So geht es von Anfang an, feit wir überhaupt über Flotten energischen Prestigebedürfnisses, die anderswo nicht bewilligt habe, und als ob die Sozialdemokratie einen Grund hätte, angelegenheiten im Reichstage berathen, bis zum März 1897, und zu befriedigen sind.( Sehr gut! links.) Man glaube nicht, daß um in dieser Vorlage ein Mißtrauensvotum für die Zukunft zu er jetzt mit einem Schlage fommt man uns mit großen Flottenplänen, blos auf dem Throne der Zäsaren Romantiter gefeffen haben; die blicken. So viel ich weiß, hat die Sozialdemokratie bisher alle Flottens mit einer vollkommenen Aenderung des Vorgehens. Wie wird dieser Romantit spielt auch heute eine große Rolle im öffentlichen Leben, forderungen abgelehnt.( Sehr richtig! rechts.) Daß wir diese Partei überplötzliche Wechsel vertheidigt? Man sucht vor allen Dingen die die Romantik, die mit einem Auge zurückschaut auf ein goldenes haupt für nationale Fragen gewinnen könnten, darauf hat, glaube ich, große Masse der ruhigen Bürger durch die Erweckung von phantasie- Mittelalter mit dem fühnen Ritterthum und den Kreuzfahrern, die nach die Regierung mitsammt der Mehrheit dieses Hauses von vornherein vollen Vorstellungen zu erregen. Es hat mich eigenthümlich berührt, Jerufalemziehen, halb Krieger, halb Pilger( Lachen rechts), die Romantit, verzichtet.( Sehr wahr! rechts.) Man muß sich doch bei einer Frage als der Kanzler heute sagte, das Landheer habe allerdings die in das Wolfenkuckucksheim einer undurchfühbaren Weltflotten von so hoher Wichtigkeit einfach sagen: Ist die Forderung berechtigt ruhmreiche Ueberlieferungen, die Flotte aber nicht. Damit wird Politik hinaufstrebt und die allerdings alle Ursache hat, von diesen und können wir die Mittel aufbringen? Ich meine, die Bewilligung appellirt an das Prestigebedürfniß, an das Bedürfniß nach vaterland3lofen Gefellen hier zu sprechen, die die Inter- der Vorlage ist eine Nothwendigkeit im Interesse unseres Handels Gloire. Diese Wirkung friegerischer Justinkte berührt um effen der Romantik mit Füßen treten. Wir haben nun alle Ursache, und unserer ausländischen Interessen im allgemeinen. Wenn der so eigenartiger, da seit mehreren Jahren die Friedenskundgebungen, dafür zu sorgen, daß diese gefährliche Romantik feine real poli: Abg. Schoenlant die Vorlage in dem Lichte geradezu eines Attentats die Friedens Rundreisen der Monarchen an der tische Bedeutung gewinnt. Wie stehen denn die Dinge? Die auf die gefeßgebenden Befugnisse des Hauses hingestellt hat, so ist mir Tagesordnung sind, da eine Thronrede nach der anderen überfließt oberen Zehntausend eilen jetzt von einem Sport zum andern. Zuerst diese Auffassung überhaupt nicht recht erfindlich. Wie kann man von von Betheuerung der friedlichen Gesinnung und von Rundgebungen hatten wir den Arbeiterschutz- Sport- damals triesten die Byzantiner einem Bruch des Etatsrechts reden, wenn hier im verfassungsmäßigen darüber, daß der Friede in der ganzen Welt gesichert sei. Hat man davon, heute fundet kein Kanzler, keine Thronrede von Sozial: Rahmen die Zustimmung für ein organisatorisches Gesez ertheilt wird?-feine befferen Gründe für die Flottenvorlage, so ist es arg um sie politit. Dann hatten wir den Mittelstandsrettungs- Die Marine ist ein wichtiger Fattor für den Krieg geworden und bestellt. Aber man hat ja auch dem Handel, dem Unternehmerthum Sport, dann den Friedens Entrevue Sport deshalb muß auch von ihr der Sah gelten: Si vis pacem, para tlar zu machen versucht, daß der moderne Seeverfehr unbedingt eine und heute find wir beim Weltpolitik und Gondelsport. bellum( Wenn Du den Frieden willst, bereite den Krieg vor). Dems Vermehrung der Kriegsflotten- Stärke erfordert. Es ist nun auffällig, Der jähe Wechsel der Kursrichtung ist eben Gese; gegenüber denten wir durchaus nicht daran, daß die Hauptverstärkung sich nicht auf die Auslandsflotte bezieht, die unvermittelte Aufeinanderfolge der schroff den Marinerüstungen die sozialen Fragen zu ver sondern die meisten Mittel gefordert werden für die während sten Widersprüche ist Regel; die Plöglichkeit ist Gefeß. geffen. Die diesbezüglichen Befürchtungen des Abg. Schoenlant der ganzen Dauer des Friedens in der Ost- und Nordsee kreuzende Der ganze soziale und politische Organismus frankt und siecht an find müßig. Der Abg. Schoenlant hat endlich eine Reihe vergifteter Flotte. Wie steht es nun mit dem Landungsgespenst? Die deutsche dieser durch und durch neurasthenischen Kreuz- und Duerregiererei. Pfeile nach einer gewiffen Stelle gerichtet. Auf seine Aeußerungen Rüfte, die vertheidigt werden muß, hat eine Ausdehnung von 1665 Gegenüber diesen Zuständen heißt es allerdings feststellen, daß im einzelnen will ich mich nicht einlassen. Eins aber kann ich doch Kilometern, 1365 in der Dftfee, 300 in der Nordsee. Dann kommt alle diese Erscheinungen nur ausstrahlen aus dem Zentrum sagen: Wenn er gesagt hat, es schiene so, als ob man an irgend Defterreich mit 2234 Kilometern, Italien mit 6340, England mit diefer ganzen Bewegung, aus dem immer mächtiger auf einer Stelle abfolutistische Neigungen hegte, als ob es 7003, Frankreich mit 2026, Rußland mit 4200, Nordamerika mit Tommenden persönlichen Regiment, das ohne ministerielle nur eine Frage der Zeit sei, einen prinzipiellen Rampf gegen den 16 460 Kilometern. Wir haben also die kleinste Küstenausdehnung. Bekleidungsstücke auf die Bühne tritt und eingreift in die Geschicke Reichstag zu führen, so muß ich ihm doch erwidern: Wenn jemals In der Denkschrift vom Jahre 1873 wird ausdrücklich ausgeführt, des öffentlichen Lebens. Dies persönliche Regiment bringt uns als in diesem Hause sich eine Mehrheit finden wird, die beseelt ist von daß die Beschaffenheit unserer Rüfte so wenig feind Weihnachtsgabe ein Flottengeseß, daß zugleich den ersten Schlag des den Auffassungen, die uns in dieser großen nationalen Frage heute liche Landungen unterstüßt, daß man die Vertheidigung persönlichen Regiments gegen das Budgetrecht des deutschen der Herr Abg. Schoenlant zu erkennen gegeben hat, so wird es beschränken kann auf diejenigen Dertlichkeiten, die den Gegner be Parlaments in sich schließt.( Sehr richtig! links.) Dieser Kampf teines Attes des Absolutismus bedürfen, um den Parlamentarismus sonders locken, z. B. die großen Handelsstädte. Als der Nordostsee- wird ein entscheidender sein zwischen den fonftitutionellen Mächten, zu vernichten, dann wird er von selbst stürzen, weil er seine innere tanal gebaut wurde, hob die Regierung ausdrücklich hervor, daß die hinter denen das Bolt steht, und den absolutistischen Strömungen, nationale Lebenskraft verloren hat.( Große Unruhe bei den Sozials demokraten. Lebhafter Beifall rechts.) taiserliche Flotte durch ihn an Kriegsstärke bedeutend gewinnen die verfliegen find in zäsarischen Hochmuth. würde. Und damals war Helgoland noch nicht in unseren Händen. Wenn der Reichstag diese Flottenvorlage bewilligt, zahlt er die Staatssekretär im Auswärtigen Amt v. Bülow: Die heutigen Aus der beigegebenen Denkschrift über die deutschen Seeintereffen erste Abschlagszahlung aus perfönliche Regiment. Ist aber Debatten haben vielfach zwei afute Fragen der auswärtigen Politit fieht man zu feinem Erstaunen, welch' begeisterter Bertheidiger des erst diese Abschlagzahlung gemacht, dann kommt der Appetit beim berührt, einmal den Fall Lüders und zweitens den Zwischenfall mit modernen Industrialismus, des modernen Industrie- Effen. Die Reizbarkeit gegen den kleinsten Widerspruch China. Ich muß mir mit Rücksicht auf die schwebenden diplomati staates, plöglich dieselbe Regierung geworden ist, die uns die nimmt immer mehr zu. Die Größenvorstellungen werden immer schen Verhandlungen allerdings im Augenblick Zurückhaltung auf3unftgefeße, das Margarinegesetz und die Börsenreform expansiver, das Machtbewußtsein steigt, und eines Tages wird man erlegen, fann aber folgendes erklären: Rücksichtlich der Streitfrage gebracht hat.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokr.) Diefelbe Regierung, sich nicht mehr zufrieden geben mit dem zertrümmerten Budgetrecht mit Haïti baben wir uns nicht zufrieden gegeben mit Freilaffung des Lüders, vielmehr betrachteten die alles gethan hat, um auf dem Gebiete des Handels und der des Reichstages, man wird die ganze alte Form des Parlamentarismus, der modernen Industrie- Entwickelung Fußeisen, Fallen, Hinterthürchen das allgemeine Wahlrecht zu zertrümmern versuchen, es unser Recht und unsere Pflicht, als Aequivalent und Hindernisse aufbaut, dieselbe Regierung, die während ihrer und dann tauchen auf die neuen Aspekten der Firma Stumm und für die unbillige der Haitianischen Gesetzgebung, Verfassung ganzen gefeggeberischen Thätigkeit nicht im Zeichen des Verkehrs, Kompagnie: Staatsstreich und Verfassungsbruch! und dem Völkerrecht gleichmäßig widersprechende Einkerkerung eines sondern im Zeichen der sozialpolitischen Verkehrtheit( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten. Lachen rechts! Deutschen eine angemessene Genugthuung und Entschädigung zu gestanden hat, singt einen dithyrambischen Hymnus anf die ge- Meine Herren! Gegenüber diesen Versuchen haben wir aller verlangen.( Beifall.) Ich gebe mich der Hoffnung hin, daß die Ne waltige Entwickelung unserer Ausfuhrindustrie, die doch den dings unseren Entschluß leicht und endgiltig gefaßt: Wir lehnen gierung von Haiti nicht länger zögern wird, unsere Forderungen zu Freunden der Regierung, den Agrariern, ein Dorn im Auge erfüllen, die ebenso wohlbegründet wie maßvoll sind, und ich gebe ift.( Sehr gut! lints.) Freilich nicht dadurch will sie dem modernen mich dieser Hoffnung um so lieber und bestimmter hin, als wir nicht Industriestaat die Bahnen der Entwickelung frei machen, daß sie die nur das gute Recht auf unserer Seite haben, sondern auch den Willen zinfilerischen und agrarischen Hindernisse beseitigt, daß sie Arbeiter und die Macht, unserem Rechte Geltung zu verschaffen.( Beifall).-- In Roalitionsrecht und Arbeiterschußgefeße macht. Ostasien, scheint der Abg. Schoenlant zu fürchten, könnten wir Nein, dies Aufgebot von induvidualistischer Begeisterung wird nur deshalb ge- Staatssekretär Tirpit: Der Herr Vorredner hat vorhin auf uns in Abenteuer stürzen. Nun, ich meine, der Reichskanzler ist braucht, weil man Stimmung machen will in Handels- und Geschäfts- eine Notiz im Reichs- Anzeiger" bezug genommen, in der es hieß: nicht der Mann, der sich unnöthig in Abenteuer stürzen fönnte. freifen für neue Kriegsschiffe.( Sehr richtig bei den Sozialdemokraten.) Der Admiral Tirpitz ist tein verantwortlicher Offizier und hat feinen Aber es fann sich allerdings nicht empfehlen, es zuzulassen, daß Wenn die Agrarier der Denkschrift glauben, so müssen sie sich mit Flottenplan eingereicht. Das stimmt vollkommen. Der Admiral Deutschland in Zukunftsreichen vor anderen Reichen sich auss Die Zeiten der Monroedoktrin Händen und Füßen gegen eine Marinevorlage wehren, die nach Tirpitz war im vorigen Jahre dem Reichstage noch nicht verant- geschlossen sehen muß. Die Entsendung unserer Schiffe nach Ansicht der Regierung die Exportindustrie bis zum äußersten empor wortlich und hat keinen Flottenplan eingereicht. Daß er im übrigen sind vorüber.( Beifall.) treibt. Was müßen aber der modernen Industrie die Hinterlader als der Chef des Stabes an der Entwicklung der Marine regsten China ist erfolgt, um volle Sühne für die Ermordung der Missionare zu erlangen und um auch eine Sicherheit gegen die und Blaujacken der Kriegsmarine? Sie ist groß geworden, ehe wir eine Antheil genommen, tönnen Sie ihm wohl nicht verdenken. Flotte hatten, sie wird sich weiter entwickeln, ehe diese Flotten Reichsschatzsekretär v. Thielmann giebt an der Hand der Vor Wiederkehr solcher Bortommnisse zu erlangen. Ju vorlage realisirt ist. Der größte Theil der deutschen Ausfuhr geht lage eine Darlegung der finanziellen Wirkungen des Flotten beiden Richtungen schweben Verhandlungen und das legt mir die in die Gebiete mit hoher Zivilisation; fast ein Drittel nach England, planes. Es tomme nicht auf die sprungweise Entwickelung in den Pflicht auf, meine Worte sehr sorgsam abzuwägen. Ich kann aber doch seinen Rolonien und Nordamerita. Brauchen unsere Unternehmer einzelnen Jahren an, sondern auf die Gesammtsumme im ganzen folgendes sagen: Wir sind gegenüber China erfüllt von wohlwollenden und Händler dort besonderen Schuh? Plane und es frage sich nur, ob diese das Reich ertragen tann. freundschaftlichen Absichten( Lachen bei den Sozialdemokraten), wir Diese Beweggründe reichen also nicht aus; man sagt ferner, es Die Finanzlage fei überaus günstig. Für die kommenden wollen es weder brüstiren noch provoziren. Die Besetzung der Bucht sei ja nöthig, auch die vielen Deutschen über dem Meere zu schützen Jahre seien sehr dedeutende Steigerungen der Einnahmen zu er von Kino- Tichou ist auf das schonendste durchgeführt; wir wünschen und die ganze Politit, die Welt politit oder, wie man sie nennt, warten. Die Mehrausgaben für die Marine würden sich ohne Zwang auch die Fortdauer gegenseitiger Freundschaft. Aber die Vorauss Es ist in der Presse und sehung hierfür ist die Achtung der gegenseitigen Rechte und die die Politik des größeren Deutschland, hat ja ihren historischen in das Bild des Etats einfügen. Ursprung in jener berühmten Tafelrede vom 18. Januar auch heute hier gesagt worden, daß Flottengefeß bedeute Niedermehelung der deutschen Missionare war ein Grund für unser des Etatsrechts. Dann habe der Reichstag Einschreiten, denn die Deutschen sind in China nicht vogelfrei. Ich 1896 im Berliner Schloß, worin Deutschland ein Weltreich den Bruch beim Militär Septennat daz Etatsrecht gebrochen. hoffe, daß die Unterhandlungen, welche nicht nur wegen der Er genannt wird und von der Pflicht gesprochen wird, das größere auch -äußere Deutschland auch fest an das heimische Der Artikel 71 der Verfassung laffe außerdem eine Bewilligung von mordung der Missionäre, sondern auch wegen einer Reihe anzugliedern. An diese Tafelrede anknüpfend haben die Geldern auf längere Zeit durchaus zu. Die finanzielle Möglichkeit, anderer Beschwerdepunkte schweben, zu einem gütlichen Ende führen werden. Wir fönnen aber nicht zugeben, daß sich die Meinung festWasser und Flottenpatrioten sich bemüht, die Phantasien der den Flottenplan durchzuführen, sei für ihn außer Zweifel. Wellpolitik in die reale Handgreiflichkeit der Praxis einer Abg. Graf von Limburg- Stirum( t.): Der Herr Abgeordnete feße, uns gegenüber sei mehr erlaubt als anderen gegenüber( Sehr Annerion zu übersetzen. Welch Aufgebot Kräften hat immerfort von einem persönlichen Regiment gesprochen. Ein wahr!), denn wir verlangen, daß wir in China gerade so geachtet für die Marine Agitation nöthig ist, brauche ich Ihnen persönliches Regiment ist doch ein solches, das ohne jede Bindung werden, wie andere Mächte.( Beifall.) Wir sind endlich weit ents ja nicht erst zu sagen. Natürlich wurde ein eigenes Preßbureau für von anderer Seite regiert. Davon ist bei uns keine Rede. Durch fernt, in China irgend einer andern Großmacht zu nahe treten oder die Marine gegründet und daß ein wimmelnder Schwarm von den Flottenplan ist die Regierung gebunden, in den nächsten sieben entgegentreten zu wollen, in der sicheren Voraussicht allerdings, daß Marinerednern durch das Land zog, ist auch bekannt und was Jahren nicht mehr zu fordern als in der Vorlage steht.( Lachen auch unsere Interessen die ihnen gebührende Würdigung finden. Höhnische Rufe: Sehr richtig.) Unter normalen Ver Mit einem Wort, wir wollen niemanden in Schatten stellen, wir wird Herr v. Stumm und alle Leute, die auf die Universität 3. fints. professoren so ärgerlich sind, sagen?- selbst Universitäts- hältnissen würde ich die Vorlage nicht für nöthig halten. Unsere verlangen aber auch unseren Platz in der Sonne.( Beifall.) Wir profefforen haben sich gefunden, das Tamtam für die Presse zu Berhältnisse sind aber nicht normale. Wer eine gute Marine will, find also in Haïti wie in China bestrebt, ohne unnöthige Schärje, schlagen und sogar das wird Herrn Stumm besonders in follte der Flottenvorlage geneigt sein. Die Vorlage stellt eine große aber auch ohne Schwäche unser Recht und Interesse zu wahren. nur eine( Lebhafter Beifall.) tereffiren sogar der Schwager des Herrn Schmoller, Herr Rathgen, moralische Bindung beider Theile bar, Abg. Dr. Barth( frs. g.): Der Flottenplan soll uns eine betonirt in einem Artikel über unsere Handelsbeziehungen zu moralische. Die Berhältnisse haben sich aber so geändert, daß eine einem Hymnus auf größere Flotte. wir diese moralische Bindung eingehen müssen.( Lachen links.) In dauernde Politik der Regierung in Marinefragen verbürgen. Wenn England mit vers die Regierung aber den Anspruch erhebt, daß ihr eine VolksDann fehlt auch nicht der Kronjurist Herr Laband, England werden viel größere thatsächliche Bindungen Der Reichsschatzsekretär hat autreffend ausgeführt, vertretung auf diesem Wege folgen soll, müßte sie auch auf anderen der Spezialist für ramponirte Thronfolge.( Große Seiterfeit.) Man langt. von diese Flottenvorlage ab! Einem solchen Syftem des persönlichen Regiments auch nur einen Mann und einen Groschen zu bewilligen, das hieße der schwerste Frevel an den höchsten Lebensinteressen des arbeitenden Voltes!( Lebhaftes Bravo! bei den Sozialdemokraten. 3ischen rechts.) als wvir = werden wird. " Gebieten bes wirthschaftlichen Lebens eine bauernde Politik in Umbauten und Neubauten innerhalb Berlins spielen Die Schrippenkirche" des Vereins Dienst an Ar. Aussicht stellen, fie müßte die Gewähr geben, daß eine stetige natürlich auch diesmal im Reich 3 etat eine große Rolle. So soll beitslosen soll in diesem Winter so start besucht sein, Handelspolitik, eine stetige Agrarpolitik plaßgreift. Die protektionistische der Bau des Präsidialgebäudes für den Reichstag, wie nie zuvor. Während in allen früheren Jahren, so lange Politit müßte aufgegeben werden. Dann würden auch die für welches der Grunderwerb im Jahre 1897/98 erfolgt ist, mit die Schrippentirche" besteht, die Durchschnittszahl der Besucher pro liberalen Kreise weiter entgegenkommen. Wenn man Beginn des Rechnungsjahres 1898 in Angriff genommen werden und Sonntag in beiden Abtheilungen zusammen stets mehr oder weniger die engherzigen Anschauungen sieht, die in in den zwar werden in diesem Jahre die Gründungsarbeiten und ein Theil weit hinter 500 zurückgeblieben ist, erscheinen in diesem Jahre, nach Gesezen der legten Jahre zum Ausdruck kommen, des Rohbaues zur Ausführung gelangen. Hierfür wird ein Betrag einer vom Vorstande des Vereins veröffentlichten Mittheilung, bereits die die Weltmachtsstellung Deutschlands so gar von 300 000 M. gefordert. Wie hoch fich die gesammten Kosten jest jeden Sonntag im Vereinshause am Wedding über 500, im nicht zum Ausdruck gelangen lassen, dann muß man be- des Baues beziffern werden, steht noch nicht fest. Das Stadtmiffionshause am Johannistisch über 200, also in beiden Ab. denklich werden. Gerade die überseeischen Interessen sind aus der Gebäude foll lediglich je eine Wohnung für den Präsi theilungen zusammen über 700 Obdachslose. Außerdem müssen noch freien gewerblichen Konkurrenz erwachsen. Um sie zu schüßen, wird denten und für den Direktor enthalten. Der Geschäfts- viele abgewiesen werden, weil die Säle nicht mehr Personen fich mit der Regierung über Verstärkung der Marine reden lassen. umfang der Reich 3druckerei hat in allen Betriebszweigen und faffen. Wie soll es da erst im Januar und Februar werden, wenn Einstweilen ist hier aber noch große Nüchternheit am namentlich infolge der fortwährenden Steigerung des Bedarfs der die Arbeitsgelegenheit noch viel geringer als jest ist! Es scheint, als Blaze. Das will ich zugeben, daß die Kriegsflotte mit der Ent- Reichs- und Staatsbehörden an geldwerthen und geheimen Druck ob die Frommen des Vereins Dienst an Arbeitslosen" in diesem wickelung der kommerziellen Interessen Schritt halten muß. Es fachen derart zugenommen, daß die vorhandenen Betriebsräume nicht Winter mehr als je die herrlichen Früchte der göttlichen handelt sich also um das Maß, was die Volksvertretung zu mehr ausreichen. Eine weitere erhebliche Zunahme ist mit Sicherheit Weltordnung" tennen lernen sollen, die sie selber mit großem bewilligen für nothwendig hält. Wir haben uns bisher zu erwarten. Dem vorliegenden dringenden Bedürfniß nach Raum- Eifer vertheidigen. sehr zurückhaltend und skeptisch verhalten. Auch die Marine- Ver- erweiterung läßt sich nach der Etatsbegründung nur durch Hinzukauf waltung war bisher recht schwankend und unsicher in ihren Maß eines Nachbargrundstücks Rechnung tragen. Es wird deshalb beab straße bis zum Moltenmarkt wird durch ein hiesiges Konsortium Die Verbreiterung der Spandanerstraße von der Probst. bestimmungen. Die fortwährend wechselnde Technit sichtigt, das städtische Schulgrundstück Alte Jakobstr. 112, welches geplant, welches sich bereits im Besitz von Schlußscheinen der bemacht das erklärlich. Ich erkläre mir daraus auch den häufigen tief in das Reichsdruckereigrundstück einschneidet und den Haupttheil treffenden Grundstücke befindet. Es handelt sich um eine Niederlegung Wechsel der Ansichten. Jedenfalls hatten die Volksvertreter durch des letzteren von den Werkstatträumen Alte Jakobstr. 110/111 trennt, der Westseite des Straßenzuges, und zwar der Häuser 36-44. Für aus recht, in früheren Jahren schärfste Kritik anzulegen. Ich be thunlichst bald anzukaufen. Der Kaufpreis beträgt 260 200 M. Auf die Häuser 33-85 war eine Einigung des Eigenthümers mit dem tenne nun offen, daß dieser Zustand des Schwankens und dem Telegraphen Grundstück an der Französischen, Konsortium nicht zu erreichen, fodaß diese die Ecke der Probststraße der Unsicherheit in dieser Vorlage aufgegeben ist. Jäger und Oberwallstraße befindet sich bekanntlich bildenden Grundstücke( Simon's Apotheke) bei der Verbreiterung Ob die Forderungen zu hoch sind, das kann ich das Haupt- Telegraphenamt, das Haupt- Fernfprechamt, sowie die ausgeschloffen bleiben. Das Konsortium hat an den Magistrat das jetzt noch nicht beurtheilen, wir werden die größte der Berliner Fernsprech Vermittelungsanstalten, welcher Ersuchen gerichtet, zu der Verbreiterung 1000 000 m. Beihilfe zu noch eingehenderen Begründungen in der Kommission hören. letzteren außer dem Stadtverkehr des eigenen Bezirks auch der ge- gewähren, wofür es das zu der Verbreiterung erforderliche StraßenDen Eindruck aber macht die Vorlage, daß die Regierung nun voll- fammte Sprechverkehr auf den von Berlin ausgehenden Fernleitungen land unentgeltlich abzugeben und zu reguliren sich verpflichtet. Die ständig von der Ueberzeugung durchdrungen ist, jeßt das Richtige zugewiesen ist. Die Hughes- und Morsefäle des Haupttelegraphen- städtische Behörde bat zu diesem Plane jedoch die Zustimmung noch getroffen zu haben. Ich erkenne der Regierung auch die größere amts liegen in dem in den Jahren 1877 und 1878 errichteten Genicht gegeben. Ueber den Werth der Grundstücke sei noch erSachverständigkeit zu. Von solchen Erwägungen heraus tann ich bäude Jägerstraße 43/44 und haben zuletzt im Jahre 1888 in be- wähnt, daß das Haus Nr. 44 mit 13 Quadrat- Ruthen 325 000 m. nicht wie der sozialdemokratische Redner zu einer runden schränktem Maße eine Erweiterung dadurch erfahren, daß die bis foftet. Der gegenwärtige Besizer hat es vor zirka 50 Jahren für Ablehnung kommen. Für mich ist nur die Frage: Geht es dahin für Verwaltungszwecke benutten Räume für den Apparat 12 000 Thaler erworben. nicht mit weniger Schiffen? Rann nicht mit geringeren Ausgaben dienst verwendet wurden. Troßdem ist infolge der Verkehrssteigerung das wünschenswerthe Biel einer ausreichenden Flotte erreicht werden. das Berliner Haupttelegraphenamt bildet den Mittelpunkt für den Wafferweges Berlin Stettin hat sich am Freitag voriger Woche Der Ausschuß zur Vorberathung des Projektes eines GroßE3 fragt sich, ob nicht die Kreuzer den großen Panzerschiffen gesammten telegraphischen Verkehr des Reiches- eine„ erdrückende tonstituirt, nachdem die vom Verein für Hebung der Fluß- und vorzuziehen sind. Die Bewilligung der Kreuzer wird weniger Enge" in den Betriebsstellen eingetreten. Auch bei der Fern Kanal- Schifffahrt aufgeforderten Gemeinden und Korporationen ihre Schwierigkeiten machen als die großen Schlachtschiffe. Diese pre ch- Vermittelungsanstalt ist die Beengtheit der Betriebsräume Vertreter in den Ausschuß entsendet haben. Man hat eine technische letzteren sind im offenen Seegefecht nicht zu gebrauchen, sie stellen so groß, daß zur Beseitigung völlig unhaltbar gewordener Zustände und eine wirthschaftliche Sektion eingesetzt. Die erstere wird sich zus mehr eine Paradeflotte dar. Die Marineverwaltung wird es nicht in dem Gebäude, räumlich getrennt von dem großen Betriebssaal, nächst mit der Prüfung der verschiedenen Vorschläge bezüglich der ganz leicht haben, die Forderungen im ganzen eine Hilfsanstalt eingerichtet worden ist. Diese Einrichtung ist wegen Anlage des Ausgangshafens zu beschäftigen haben, wobei hauptUmfange durchzusehen. Aber ich fann für mich und meine der mit ihr verbundenen erheblichen Betriebserschwerungen nur ein fächlich das Nonnenwiesen, das Müllerstraßen- und das Tegelerseefämmtlichen Freunde erklären, daß wir nicht daran äußerster Nothbehelf. Die Nebenräume der Bermittelungsanstalt fächlich das Nonnenwiesen, das Müllerstraßen- und das Tegelersees denken, die Borlage etwa a limine abzuweisen. find ebenfalls sehr mangelhaft. Die ganze Anlage entspricht nicht Projekt in betracht kommen. Ueber den weiteren Lauf des WasserFreilich gegen die etatsrechtliche Bindung sind die ent- entfernt den Anforderungen, welche in räumlicher Beziehung an eine weges herrschen keine Meinungsverschiedenheiten. schiedensten Bedenken geltend สิน machen. Die Regierung so bedeutende Vermittelungsanstalt zu stellen sind, zumal der Der ,, fupferne" Sonntag, der erste der drei vor Weihnachten bindet sich meines Erachtens felbft durch das Septennata u pt- Betriebssaal, in welchem zweitweise 130 Fernsprech- freigegebenen Sonntage, hat die Erwartungen der Geschäftsinhaber zu sehr. Bielleicht stellt es sich in den nächsten Jahren Gehilfinnen zugleich beschäftigt sind, mit seinen Nebenräumen nur im allgemeinen nur wenig erfüllt." So beginnen in den meisten heraus, daß die Regierung nicht mehr auszukommen vermag durch Ausbau des Dachgeschoffes gewonnen worden ist. Blättern die Mittheilungen über den Geschäftsverkehr am vor mit dem, was sie heute verlangt. Wenn auch in der Technik jetzt Hiernach- heißt es im Etat ist es nothwendig, sowohl für das gestrigen Tage. Wann wird die Behörde endlich den kupfernen eine gewiffe Ruhe eingetreten sein mag, eine neue Er- Haupt- Telegraphenamt, als auch für die Vermittelungsanstalt, bei Sonntag wieder abschaffen? findung kann doch jeden Moment alles wieder welcher noch auf eine Reihe von Jahren hinaus auf eine fort- Ein Standbild des Bildhauers Andreas Schlüter ist gestern revolutioniren. Wenn die Regierung gezwungen ist, in schreitende starte Vermehrung der Anschlüsse zu rechnen ist, einen in der Säulenhalle des Alten Museums enthüllt worden. jedem Jahre den Beweis zu führen, daß der einmal vorgelegte umfangreichen Erweiterungsbau auszuführen. Ein solcher kann aber Flottenplan noch das Nothwendige und Unumgängliche fordert, in zweckmäßiger und auskömmlicher Weise nur durch Hinzu: im Thiergarten befindlichen erhalten. Auch die sogenannte geolos Der Humboldthain foll nächstens eine Schußballe, ähnlich der dann wird sie es dem Reichstage gegenüber viel leichter na hme des Oberwallstr. 5 belegenen, in das Telegraphengrundstück gische Wand des Haines soll eine weitere Ausgestaltung erfahren. haben. Hat der folgende Reichstag aber nur noch formale tief einspringenden Grundstücks der von Robit'schen Durch das Lorking- Denkmal wird der schöne Park einen monumen Bewilligungen zu vollziehen, so wird das innere Intereffe an der Stiftung ermöglicht werden. Die Reichs- Poftverwaltung hat sich talen Schmuck erhalten, der dieser Erholungsstätte des Nordens zur Marine erlahmen und jedes Jahr eine Quelle von Intriguen und deshalb vorbehaltlich der verfassungsmäßigen Genehmigung das besonderen Zierde gereichen dürfte. Unzufriedenheit vorhanden sein. Es kommt hinzu, daß dieser Reichs- Recht gesichert, das Stiftungs- Grundstück zum 1. April 1898 ans tag am Ende seiner Legislaturperiode steht. Es genügt doch, diesen zukaufen. Es ift in Aussicht genommen, auf den GrundDie Abholung der Packete aus den größeren Geschäften durch Reichstag grundsäglich zu befragen, ob er diesem Flottenplan zu stücken Jägerstraße 42 und Oberwallstraße 5 einen Neubau auf Sauptpoftamtes für fleinere Packete bis zu 5 Kilo eingerichtet war, die Poft, welche lant unserer Mittheilung im Bestellbezirke des stimmen will. Der andere Reichstag möge sich dann selbständig zuführen, der in seinen unteren Geschossen vornehmlich die nöthige entscheiden, ihn möge man nicht als bloße formale Bewilligungs- Erweiterung für das Haupttelegraphenamt gewährt, während darüber ist auch auf den Bezirk des Postamts SW. 19 in der Beuthstraße maschine benußen. Ich halte es für verfehlt, dieses unter Hinzunahme des oberen Geschosses von dem Grundstücke ausgedehnt worden. Die Frage, ob die Einrichtung noch eine Flottengeses dem jeg igen Reichstag einzureichen. Jägerstr. 43/44 ein einheitlicher und geräumiger Betriebssaal für weitere Ausdehnung erfahren soll, hängt von dem Umfange ab, in Die Frage, ob der Flottenplan an sich gut fei, ist eine ben Stadt Fernsprechverkehr mit einem gegenüber dem jetzigen welchem sie von seiten der Geschäftswelt in Anspruch genommen Der Versuch, dieses Gesez jezt schon durchzuquetschen, Betriebsfaal auf das doppelte erhöhten Fassungsvermögen hergestellt würde auch vom Standpunkte der Regierung aus verfehlt sein. werden soll. Der jezige Betriebssaal wird demnächst für den Fern Sicherung gegen Fahrraddiebstahl. Gin hiesiger Einwohner, Abg. Dr. Jazdzewski( Pole) erklärt, daß er und seine Freunde verkehr nach auswärts verwendet werden. Die Baukosten sind ein- der zum Schuße von Fahrrädern gegen Diebstahl einen automatisch der Vorlage nicht anstimmen würden. Eine solche Verschließlich der Plan und Modellarbeiten auf 478 000 m. verarbeitenden Apparat erfunden, hat sich mit der Bitte an das Polizei. ftärkung der Flotte sei nicht nothwendig. Dem jetzigen Flotten- aufschlagt, wovon im ersten Baujahre 80 000 m. erforderlich sein Präfidium und den Magistrat gewendet, ihm die Anbringung seines gefege widersprächen frühere Ausführungen des Reichsfanglers sollen. Für das Rechnungsjahr 1898 find neben dieser Baurate Apparates an den Häusern zu gestatten. Der Apparat besteht im diametral. In einer Beit, wo alle wirthschaftlichen Kreise 467 000 M. für den Grunderwerb, 14 625 M. zur Verzinsung des Wesentlichen aus einer Kramme, welche an die Häuferfronten- und über zu hohe Steuern flagten, dürfe man nicht ungezählte Raufgeldreftes und 7000 m. an Stempel- und sonstigen der Post- zwar an der Stelle, wo zwei Häuser aneinander stoßen befestigt Millionen für Schiffe bewilligen. Er begreife es, daß die Regierung verwaltung zur Last fallenden Nebenkosten, im ganzen also wird und kaum nennenswerth über die Häuserflucht hinaussteht, sich Mittel erheische, um die Missionare in fremden Ländern schüßen zu 568 625 M., vorzusehen. Neue Dienstwohnungen sollen nicht ein- jedoch bei Nichtgebrauch selbständig an die Front anlegt. Buv Ankönnen. Aber dieselben Missionare würden im Inlande nicht ge- gerichtet werden. bringung der Apparate sind nur Häuser in Nebenstraßen in Aussicht schüßt, sie würden aus dem Vaterlande vertrieben.( Sehr richtig genommen. bei den Polen und im Zentrum.) vor allen Dingen alfo heute eröffneten Postamt überrascht, das im Reichs- Poftamt, Eingang Mit einer hübschen Verkehrenenheit werden wir in dem Schuß den Miffionaren im Inlande. Die polnische Mauerstraße, wie schon gemeldet, eingerichtet ist. In der Schalter Fraktion des deutschen Reichstages habe eine sehr schwere Stellung balle steht ein in Holz ausgeführtes viereckiges Verkaufshäuschen dem Regiment des Fürsten Bismarck habe man die Bolen als Reich 3feinde hingestellt. Trotzdem seien die für den Bostwerthzeichen- Verkauf. Die Vorderseite hat das VerkaufsBolen der Regierung in Militärfragen oft entgegengekommen. Was schalter, die Hinterseite die Eingangsthür für den Beamten fei aber der Dank dafür gewesen? Die preußische Regierung habe männlichen oder weiblichen Geschlechts ist noch nicht z elektrischen Straßenbahnstrecke an der Lutherkirche eingeführt werden. Die oberirdische Zengleinenleitung soll nun auch auf der die Polen feindseliger denn je behandelt. Die Mißftimmung sei da erkennen, da das Häuschen noch nicht dem Verkehr überdurch bei den Polen start gewachsen; gerade diese Mißstimmung in geben ist- an der rechten Seite ist ein Pult, auf dem Auf Brandstiftung wird ein Feuer zurückgeführt, das am der polnischen Bevölkerung verbiete es den Abgeordneten, auch in das Berliner Adreßbuch an einer niedlichen Rette ausliegt, Freitag Mittag in der Markthalle XIV in der Reinickendorferstraße sachlichen Fragen das politische Moment außer acht zu lassen. Das an der senkrechten Seitenwand selbst hat man den Plan von entstand. Der Brand konnte bald gelöscht werden. natürliche und verbriefte Recht der Polen werde von der preußischen das Berliner Straßenverzeichniß. An der linken Seite des Hänschens die wir vor einigen Tagen berichteten, meldet uns der Besitzer die Berlin vor sich und daneben, wiederum geschmackvoll eingebunden, Zu der verunglückten Droschkenfahrt nach Spandan, über Regierung mit Füßen getreten.( Widerspruch rechts und bei den Nationalliberalen. Beifall im Zentrum und links.) Wir gönnen dem liegt das Kursbuch, das im Reichspostamt bearbeitet wird, auf einem verwahrloften Droschte, der Fuhrherr Dobe aus der Müllerstraße 33, Reiche, was des Reiches ist, wir geben dem Kaiser, was des Kaisers Bulte aus und an der zugehörigen Wand erblickt man zugleich die daß der Schlächtermeister D. aus Moabit fich das Gefährt vor dem ift, aber wir verlangen auch von der Regierung des Kaisers, daß Eisenbahnkarte, die zu diesem Buche gehört. Das Häuschen Hause Schiffbauerdamm 22 unrechtmäßig angeeignet hatte. unfre Rechte respektirt werden. Ich resümire: Wir werden die Vorselbst ist ſt in einfachen, aber ansprechenden Formen der Holz- Das Pferd sei von dem Manne furchtbar mißhandelt worden. Erst lage in dem jezigen Umfang und der jetzigen Form ablehnen. erst auf andere Bostämter mit starkem Verkehr übertragen wird, eine gegangen, daß sein Fuhrwert in Spandau stebe. Architektur ausgeführt. Die ganze Joee verspricht, wenn sie am Donnerstag voriger Woche ist Herrn Dobe die Mittheilung zu Wir werden uns aber an den Kommissionsherathungen betheiligen wichtige Erleichterung besonders auch für den Arbeiter zu werden, und mit Freuden bewilligen, was wir zum Schuße der seine bescheidenen Wünsche nach einzelnen Karten und Brief Gewerbegericht erscheinen. Mit diesem etwas sonderbar klingenden Die ,, Kasernenfrauen" werden nächstens vor dem Berliner der deutschen Wehrkraft für nothwendig halten. marten schnell befriedigen kann und nicht mehr warten braucht, bis Ausdrud werden im Volksmunde die weiblichen Wefen bezeichnet, ( Beifall bei den Polen.) Staatssekretär Graf v. Posadowsky: Ich hätte gewünscht, daß Einschreibsendungen abgefertigt ist. Bei so viel neuen Bequemlich Arbeit dieser Frauen ist keine leichte, es müssen im Durchschnitt der Hausdiener des großen Geschäftsmannes mit seinen zahlreichen die in den Berliner Kasernen das Kartoffelschälen besorgen. Die der Vorreduer seine Angriffe auf die preußische Staatsregierung feiten möchten wir gerade für das Arbeiter Publikum noch täglich 2-3 Bentner Kartoffeln geschält werden; dafür erhalten nicht hier im Reichstag vorgebracht hätte. Wenn er aber gefagt hat, die preußische Regierung trete bie Rechte ber eine kleine Weihnachtsbescheerung bitten, nicht nur für die Frauen gewöhnlich 15 M. pro Monat. Unter den Rafernen. polnischen Bevölkerung mit Füßen, so muß ich diesen Ausbruck als dieses nene, sondern für alle Bostämter, nämlich um einen Datum frauen des II. Garde- Dragoner- Regiments ist schon seit längerer unzulässig und unberechtigt zurückweisen.( Beifall rechts.) Anzeiger in Form des Abreiß Kalenders. Der einfache Beit eine gewiffe Gährung vorhanden. Ein Vertagungsantrag wird hierauf angenommen. fachere Frau wissen in der Regel tein genaues Datum und lassen anrufen; fie beanspruchen, da ihnen nicht gekündigt wurde, Lohns Mann und die durch unsere dürftigen Schulverhältnisse noch ein- plöglich entlassen und wollen deshalb das Gewerbegericht um Schuh Sie wurden vor kurzem Persönlich bemertt Abg. Frhr. v. Stumm( Rp.): Der Abg. Dr. Schoenlant hat es auch auf Briefen fehlen. Mit Erfüllung unserer Bitte würde entschädigung für 14 Tage von ihrem Arbeitgeber, den in diesem durch seine Rede wieder einmal bewiesen, daß die Sozialdemokraten für viele, die nun lernen das Datum benutzen, ein ganz kleines Falle der Zahlmeister des Regiments darstellt. teine Rede halten können, ohne dabei meinen Namen zu nennen. Ich freue mich darüber, daß ich auch in dieser Session auf jene stattung einen durchaus angenehmen, fast vornehmen Eindruck, selbst straße 136 schwer verunglückt. Noack war auf dem Lehrter Bahnhof Die neue Schalterhalle selbst macht durch ihre sonstige Aus: tag Morgen der Eisenbahnarbeiter Friedrich No ac aus der AckerArbeiterrififo im Eisenbahnbetriebe. Im Dienfte ist Sonne Herren wie das bekannte rothe Tuch wirke.( Lachen.) Nächste Sigung Dienstag 1 Uhr.( Fortfehung der heutigen die Tintenfässer sind modern als Kipp- Gefäße fonstruirt und können mit dem Reinigen von Wagen beschäftigt. Er gerieth dabei zwischen Berathung; Interpellation Bassermann wegen der auf Monopoli gegen Stanb geschützt werden. sirung des deutschen Petroleumhandels gerichteten Bestrebungen der v. Podbielski's Interesse für's Postwesen so lebhaft anzuregen, daß die Buffer, die ihm den rechten Arm und die rechte Körperseite zera Standard Oil Company.) Schluß 51/2 Uhr. auch die unteren Postbeamten besser geschützt werden als bisher, quetschten und schwere innere Verlegungen beibrachten. dann gingen wir ja auf diesem Gebiete im Gegensatz zu vielen Zwischen einem Kohlenwagen und einem Wagen der eleks anderen einer erfreulichen Zukunft entgegen. trischen Straßenbahn tam es am Montag Nachmittag um 1/25 11hr vor dem Hause Ritterstr. 12 zu einer Kollision, durch die der Borders Die Entschädigung der Schulkommissions Boten zu ertheil des Straßenbahnwagens beschädigt wurde. Auch wurden die Achtung, erster Wahlkreis! Am Mittwoch findet in Cohn's böhen, war in der letzten Bersammlung der Schul. auf dem Vorderperron stehenden Fahrgäste mit Kohlenstücken überFestsälen, Beuthstr. 20/21( fleiner Saal), eine Wahlvereinsfommissions Vorsteher beantragt worden. Es wurde schüttet. Den Führer des elektrischen Wagens, der rechtzeitig ges Bersammlung statt, wozu die Genossen des ersten Wahlkreises jedoch, nachdem mehrere Redner dafür bezw. dagegen gesprochen läutet hatte, trifft teine Schuld an dem Zusammenstoß. freundlichst eingeladen werden. Genosse Salwer wird über das hatten, über den Antrag zur Tagesordnung über. Die Nothwendigkeit der Anstellung von Schulärzten wird Thema Flottenpläne und Marinetechnik" referiren.( Siehe Annonce.) gegangen. In einer ganz ähnlichen Angelegenheit hat sich die aufs neue durch die erfolgte Schließung der letzten Vorschulklasse des Der Vorstand. Vorsteher Versammlung vor mehreren Jahren ganz anders verhalten. Dorotheenstädtischen Realgymnasiums dargethan. Von den 46 Schülern Die Frauen und Mädchen im Stadttheil Moabit werden Im Jahre 1893 wurde der Antrag gestellt und von der Versamm dieser Klaffe hatten sich am Sonnabend nur noch neun Knaben ein dringend auf den Besuch der am Mittwoch in der Kronenbrauerei, lung angenommen, die Schuldeputation darum zu ersuchen, daß gefunden. Von der zweiten Abtheilung, also den jüngsten A- B- CAlt- Moabit 47/49, stattfindenden Versammlung hingewiesen. In eine monatliche Entschädigung gewährt werde. Als und Scharlach haben nach und nach die Reihen der Kleinen ges ben Borstebeth von Spieniäumen when, von ze Schülern nur noch zwei zur Stelle, in afern berfelben wird Parteigen offe Dr. Friedberg über die sogenannte dann die Schuldeputation diesem Verlangen nur theilweise will lichtet. Der erste Fall war am 2. November eingetreten. Von da sozialpolitische Gesetzgebung referiren. Parteigenoffinnen, agitirt für fahren wollte, das Magistratsfollegium aber es rundweg ablehnte, an entstand Lücke auf Lücke, bis nun die Bahl auf neun berab zahlreichen Besuch dieser Versammlung! weil das Amt eines Schulfommissions- Vorstehers ein Ehrenamt sei, gesunten ist. Der Unterricht wird von gestern ab auf zehn Tage hat die Vorsteherversammlung die Angelegenheit lange Zeit hindurch unterbrochen. Hätten wir bereits das Institut der Schulärzte, so und mit großer Energie durch verschiedene Instanzen verfolgt. wäre wahrscheinlich eine Schließung schon eher erfolgt, und man andere. Lokales. 3 Weni es gelingt, Herrn dauert bis zum 27. Dezember einschließlich mit der Maßgabe, daß Der diesjährige Weihnachtsmarkt beginnt am 11. und am 28. Dezember, früh 8 Uhr, sämmtliche Buden und Verkaufs vorrichtungen von den betreffenden Straßen und Plätzen fortgeschafft sein müſſen. Aragon Sohn Guido Thielscher; Lisardo, Hauptmann der Balastwache Alonso Baul Biensfeld; Mendo ass Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Freitag und Sonnabend von 6 bis 8 1hr abends statt. würde schwerlich gewartet haben, bis der Unterricht sich schon des- I wo ein größerer Posten Wollenwaaren im Schaufenster und Laden beschäftigt gewesene Arbeiter Bethke dem Bahnrad zu nahe, wurde halb verbot, weil die Schüler fast sämmtlich fehlten. Feuer gefangen hatte. Daneben wurde auch das Haus nicht uns von demselben erfaßt und mehrere Male herumgeschleudert; Vom Ballfaal in den Tod gegangen ist am Sonntag früh erheblich beschädigt.- Montag früh 71/2 Uhr war auf dem Nenbau ehe auf fein gellendes Schreien Hilfe herbeieilte. Er wurde in der 61 Jahre alte Schuhmacher Gottfried Hasenbusch aus der von Rudolph Herzog, Breitestraße, Eingang Neumannsgaffe, entseglicher Lage aufgefunden: die rechte Hand war ihm völlig zerBirkenstraße 53. Hasenbusch besuchte mit seiner Frau und feinen infolge Kurzschlusses der elektrischen Leitung ein Schadenfeuer ent quetscht worden, die obere Kopfhaut vollständig aufgeriffen, der beiden Töchtern am Sonnabend Abend ein Vereinsfest, das mit standen, das auf Dekorationsstoffe überflog, aber durch die schnell Körper in schrecklicher Weise zugerichtet! Das Zeng mußte ihm vom einem Ball endete. Es entstand nun in der Familie dadurch ein herbeigerufene Wehr noch im Keime erstickt werden konnte. Leibe geschnitten werden, um ihn überhaupt aus dem Getriebe Zwist, daß die ältere Tochter mit einem Manne tanzte, der ihrem Theater. Mar Bernstein's neue Bühnendichtung Mädchentraum", herauszubekommen; noch lebend wurde der Unglückliche in das Bater nicht gefiel. Der alte Mann ging nun, als die Tochter ihm welche im Deutschen Theater am Mittwoch zur ersten Aufführung ge- dortige Johanniter- Kreiskrankenhaus geschafft, wodurch er jedoch widersprach, nach Hause, während seine Frau und Kinder noch langt, weist folgende Besetzung der Rollen auf: Leonor, Erbprinzession von kurz darauf seinen schrecklichen Verletzungen erlag. blieben. Als diese später heimkehrten, fanden sie Hasenbusch als Ferdinand Agnes Sorma; Diego, ihr Oheim, Regent Leiche wieder. Er hatte sich mit einem Strick an der Küchenthür Gregori; Serafine, feine Schwester Luise von Boellnig; Hernando, sein Ostar Sauer; Pedro de Giron erhängt. Josef Kainz; Arias esid do Hermann Nissen; Ines, seine Tochter Gisela Schneider; Vargas, Ein schwerer Unfall im Straßenverkehr ereignete fich gestern, Gesandter von Navarra Adolf Kurth; Toribio, Zeremonienmeister Emil Ludwig; Montag Abend, an der Ecke der Berg- und Invalidenstraße. Die Frau Anna des Photographen Biermann aus der Invaliden Richard Vallentin; Vicente straße 11 ging mit ihrem Töchterchen über den Damm der Invaliden- Juanita- Margarethe Pir; Beatrix- Agnes Müller. Hans Waßmann; Blanca' Paula Eberty; Finea Helene Staglé; Das Schiller straße, als die etwas abschüssige Bergstraße herab ein mit Feld Theater bringt morgen die erste Aufführung der Anzengruber'schen steinen schwer beladener Wagen gejahren tam. Der Kutscher Weihnachtskomödie Heim g'funden". Die im Vorjahre mit großem Er rief der Frau zu; diese aber gerieth trotzdem mit dem folge eingeführten Weihnachts- Abonnements tommen auch in diesem Jahre Kinde unter den Lastwagen und wurde überfahren. Die zur Ausgabe, und zwar von morgen Mittwoch ab bis 15. d. Mr. Die Aus Mutter erlitt einen Unterschenkelbruch, das Kind mehrere gabestellen find an allen Anschlagsäulen ersichtlich. schwere Kopfverlegungen. Die Berunglückten erhielten auf der Unfallstation IX in der Eichendorffstraße einen Nothverband und wurden dann in die Charitee gebracht. Durch einen Schuß Der Gemeindevorsteher von Schöneberg, Herr Schmock, mann, der im letzten Augenblick den Pferden in die Zügel gefallen um dessen Person sich der beiße Wahlkampf der legten Wochen war, wurde ein größeres Unglück abgewendet. hauptsächlich drehte, scheint, wie die„ Berl. 3tg." schreibt, jetzt selbst die Hoffnung aufgegeben zu haben, zum ersten Bürgermeister der Stadt gewählt zu werden. Er hat sich nämlich um den durch Tod plöglich freigewordenen Posten des Amtsvorstehers in Nowawes be worben, hat aber auch dort unter den 45 Bewerbern teine Aussicht auf Erfolg, da die Wahl auf einen bereits in der Gemeinde thätigen Beamten fallen soll. Die Schöneberger wollen demnächst ihren Bürgermeisterposten öffentlich ausschreiben. Erschoffen hat sich gestern Nachmittag der Polizeiwachtmeister G. Malic in seiner Wohnung Lottumstraße 7. Die Veranlaffung zum Selbstmord soll in den häuslichen Verhältnissen des Lebens müden zu suchen fein. Eine gefunde Natur. Vom Tanzsaal weg ließ sich am Sonn abend Abend ein junges Mädchen, Bertha K., die Tochter eines hiesigen Handwerkers, in ein Absteigequartier bringen. Hier schenkte fie ohne jede fachkundige Beihilfe einem Rinde das Leben, mit dem fie sogleich wieder auf die Straße zurückkehrte. Einen Schuhmann ersuchte sie nun lachend, sie in ein Krankenhaus zu bringen. Der Beamte glaubte, daß sie ihren Scherz mit ihm treibe bis er das Neugeborene fah und ihren Wunsch erfüllte. Aus den Nachbarorten. R., Leipzig. 1. Vor Zusammentritt des Reichstages rechtsträftig ge wordene Strafen werden nach dem Präzedenzfall Majunke auch während der Session vollzogen. Eine Aenderung dieses Mißstandes strebt ein dem Reichstage vorliegender Initiativantrag an. 2. Die Parteien des deutschen Reichstags, Verlag von J. H. W. Diet, oder Arbeiter- Notizkalender pro 1898, Verlag des Vorwärts. K. B. Die Genthinerstraße läuft parallel mit der Potsdamerstraße und quer der Lützowstraße. Heeger. Theilen Sie uns mit, um was es sich handelt. Wir ent finnen uns nicht, eine Zuschrift von Ihnen erhalten zu haben. 3. 3. II. Wir bitten um Ihren Besuch in der Lokalredaktion. P. 2. I. Der Arbeitgeber muß auch während der Dauer des Arbeits: langt. Weigert sich der Arbeitgeber, so ist auf Antrag die Karte von der verhältnisses die Invaliditätskarte herausgeben, sobald es der Arbeiter ver: Polizei dem Unternehmer abzunehmen und dem Arbeiter zu übergeben. Außerdem macht sich der Unternehmer durch die unberechtigte Burückhaltung strafbar. Kühne. Ja, es muß aber der Betrag, der durch anderweite Be schäftigung verdient wird, abgerechnet werden. K. 12. Die Frage ist streitig. Witterung übersicht vom 6. Dezember 1897, 8 Uhr morgens. Den ältesten Stadtverordneten im Deutschen Reich besigt die Stadt Eberswalde. Es ist dies der Rentier Gottlieb Schreiber, welcher am 4. Dezember sein 95. Lebensjahr vollendete. Schreiber ist schon seit vielen Jahrzehnten für die Interessen der Eberswalder Stationen. Stadtgemeinde thätig und hat noch vor zwei Jahren abermals die Im Budapester Poffen- und Operetten- Theater erringt Wahl zum Stadtverordneten auf weitere sechs Jahre" angenommen. das an heiteren Einfällen reiche Lustspiel„ Die Welt geht unter" Der alte Herr, der trotz wiederholter Influenza Anfälle sich noch einen wohlverdienten Erfolg. Die Herren Donat Herrnfeld und immer der rüftigsten Gesundheit erfreut, versäumt noch jezt faft teine Swinemünde Anton Herrnfeld charakterisiren die ausgesprochen jüdischen Typen Sigung der Stadtverordneten; er ist auch Mitglied der städtischen Hamburg ihres Stückes mit einer Meisterschaft, die allen bisherigen Leistungen Forstkommission und nimmt an den anstrengenden Forstbesichtigungen, Berlin im Bereiche der modern- naturalistischen Darstellungskunst entschieden die meist einen vollen Tag in Anspruch nehmen, regelmäßig theil. ,, über" ist. Auch sonst enthält das Programm der Gesellschaft gar manche zur Heiterkeit stimmende Nummer. Wir erwähnen die Vorträge des Fräulein Drahrer, die Geschwister Meinhold und Georg Rösser und schließlich die Inprovisatoren Steiniß und Schüff, die in ihrer Art wirklich originelle Neuheiten produziren. Wiesbaden München Ein diebischer Unteroffizier. Aus Brandenburg a. H. wird berichtet: Gin Unteroffizier des hiesigen Kürassier- Regiments, Wien. welcher vor einigen Tagen beim Diebstahl von Geldern seiner unter. Haparanda. gebenen Mannschaften abgefaßt wurde, ist zu einer vierwöchentlichen Betersburg strengen Arreststrafe, Degradirung und Versehung in die zweite Klasse des Militärdienstes verurtheilt worden. Feuerbericht. Sonntag Mittag 12 Uhr brannte Kürassier straße 16 der Fußboden. Nachmittags 2 Uhr ging Inva Ein entschlicher Unglücksfall, die fast vollständige 3er= libenstraße 16 ein Korb mit Wäsche in Flammen auf. Ein malmung eines Fabritarbeiters durch ein ZahnradZimmerbrand rief nachmittags 6 Uhr die Wehr nach Elisabeth getriebe, hat sich in der Trockentreberanſtalt der KornbranntweinÜfer 44. Gardinen und verschiedene Möbel wurden hier zerstört. brennerei und Preßhefenfabrit in Britwalt ereignet. Bei dem Eine Stunde später erfolgte Alarm nach Weidenweg 78,| Schmieren der Räder kam der schon über 35 Jahre in der Fabrik Achtung! 1. Wahlkreis. Achtung! Handlungsgehilfen, Handlungsgehilfinnen Mittwoch, den 8. Dezember, abends 8 Uhr, in Cohn's Festsälen", Beuthstrasse No. 20-21: D1119 Versammlung des 1. Wahlvereins. Tages Ordnung: ter Mittwoch, den 8. Dezember, abends 9 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstrasse No. 20: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: Cort Aberdeen. Paris.. Barometer ftand in mm, d. Meeressp. Windstärke 483888( Stala 1-12) Wetter Temperatur ( 50. 4R.) nach Gelins bedeckt 0 Nebel bedeckt 767 • 60 . 765 GD 766 60 765 M bedeckt 764 SM bebeckt -1 766 60 2 bedeckt 776 Still bedeckt 776 NW bedeckt -7 760 wolfig 754 S bedeckt 7 1 186 11211779D Wetter- Prognose für Dienstag, 7. Dezember 1897. Etwas wärmer, zeitweise auftiarend, vorwiegend trübe mit geringen Niederschlägen und ziemlich frischen füdwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Verwandten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann und Bater, der Knopfarbeiter Ernst Brandt 1. Kaffenbericht der Agitationsfommission. 2. Bericht der Revisoren. Beiden verstorben ist. Die Beerdigung 1. Vortrag des Genossen Calwer über:" Glottenpläne und Marine: 3. Erfagwahl für die Agitationskommission. 4. Bericht der Preßkommission. 3½ Uhr, von der Belchenhalle des 5. Neuwahl der Preßkommission. technit". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Da der Vortrag von großer Bedeutung ist, erwarten wir einen zahlreichen Besuch. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein 236/14 für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. = Dienstag, den 7. Dezember, abens 8 Uhr, im Lokale des Herrn Wernau, Schwedter Straße Nr. 23/24: Versammlung Tages Ordnung: Der Vertrauensmann. in der Nacht vom Freitag nach langen findet heute, Dienstag, Nachmittag 90/19 Emmaus- Kirchhofes aus statt. Die trauernde Wittwe Auguste Brandt nebst Kindern. Marmor- u. Granitarbeiter. Dienstag, den 7. d. M., abends 8 Uhr, im Lokal Englischer Garten, Alexanderstrasse 27e: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Der Streit bei der Firma 3 ache. 2. Berschiedenes. 207/15 Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erDer Vertrauensmann. 247/7 scheinen. 1. Welche neuen Aufgaben stellen uns die Gegner? Referent: Genosse Guttmann. 2. Disfuffion. 3. Vereinsangelegenheiten. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Verband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlands.( Zahlstelle Berlin.) Donnerstag, den 9. Dezember, abends 8% hr: Deutscher Holzarbeiter- Verband.itglieder- Versammlung ( Zahlstelle Berlin.) Mittwoch, den 8. Dezember, abends präzise 8 1hr, im Lokale des Herrn Zubeil, Lindenstraße 106: Vertrauensmänner Versammlung der Musikinstrumenten- Arbeiter. Tagesordnung: 1. Die Möglichkeit und Nothwendigkeit der Heran: ziehung der gesammten Werkstätten zum Vertrauensmänner System. 2. Verschiedene Vereinsangelegenheiten. In Werkstätten, wo fein Vertrauensmann gewählt ist, sind die Verbands: im Kolberger Salon", Kolbergerstraße 23. Tages Ordnung: 1. Vortrag der Genossin Frau Emma Jhrer über:" Trusts, Kartelle und Arbeiterorganisationen." 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Berschiedenes. Gäste willkommen. 64/18 Kollegen, gedenkt Eurer Pflicht und erscheint Mann für Mann in dieser Versammlung. Die Bevollmächtigten. Takirer, Filiale IV. Dienstag, den 7. Dezember er., abends 8 1hr, bei Schöning, Köpnickerstraße 68: mitglieder verpflichtet, dahin zu dringen, daß fich ein Kollege freiwillig ſtellt. Versammlung. Branchen- Versammlung der Kastenmöbel- Tischler am Donnerstag, 9. Dezember, abends 8 Uhr, bei Stechert, Andreasstr. 21. Tages Ordnung: Tagesordnung: 1. Bortrag über den Kreislauf des Geldes und die Währungsfrage. 2. Disfuffion. 3. Innere Bereins: Uut zahlreiches Erscheinen ersucht 1. Die gegenwärtige. Lage in der Branche. Referent: Stufche. 2. Disfuffion. Angelegenheiten. Deutsch. Metallarbeiter- Verbandeanntachung. ( Verwaltungsstelle Berlin). Mittwoch, den 8. Dezember 1897, abends 8% thr, im Lokal des Herrn Rautenberg, Oranienstraße 180: III. Abänderung zum Statut der Orts- Krankenkasse Bezirks- Versammlung der Dachdecker Berlins. für Büden und Süd- Offen. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Kollegen werden dringend ersucht, zahlreich und pünktlich zu er scheinen. 192/15 Um weiteste Verbreitung dieser Annonce ersucht Die Ortsverwaltung. Metallarbeiter! Mittwoch, den 8. Dezember, abends 8 Uhr, in Ahrens' Brauerei, Thurmstrasse 25/26: Gesellschaft Strzelewicz zweiten Feiertag Abend noch fret. Strzelewicz, Blumenftr. 69. Erklärung auf das Inserat des Herrn Hanwig, Görlitzerstraße 32, in Nr. 285. Wie Herr Hanwig dazu kommt, zu behaupten, daß ich ihn durch ein von mir in Umlauf geseztes Gerücht ge schäftlich geschädigt haben soll, ist mir unbegreiflich. Den Beweis hierfür wird Herr H. an anderer Stelle er: bringen müssen. Herr Hanwig hat mich nicht ausgemiethet. 22386 M. Weber, Görligerstr. 33. Rudolph Scholz, Deutscher Holzarbeiter Verband. Den Mitgliedern zur Mittheilung, daß der Kollege Knopfarbeiter Ernst Brandt verstorben ist. 272/7 Die Beerdigung findet heute, Dienstag, den 7. Dezember, nach: mittags 31%, Uhr, von der Leichenhalle des Emmaustirchhofes aus statt. Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten bie traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der frühere Buzer 22326 Hugo Hahn am 1. Dezember sanft entschlafen ist. Dies zeigen tiefbetrübt an Frau Hahn nebst Tochter. Die Beerdigung findet am Dienstag, Meyer's Lexikon, 22366 Brockhaus, Brehm's Thierleben und Buchhblg., Berlin, Friedrichstr. 208. andere Werke fauft Hannemann's Kolonialwaaren- Gesch., verb. mit Solz u. Kohlen, flott geb., weg. Kranty. 6. Frau vert. fof. Uhlandstr. 50. Näh. Kurfürstendamin. Franz Beyer, Chauffeeftr. 103. Rum, Rognat Bl... Sämmtliche Liföre Liter 1 M. 1 M. Sämmtliche Weine zu Engross preisen. Norbhäuser( so gut wie Rognat) Liter 65 Pf. 8330* Punsch u. Glühwein Str. 1,50 M. Christbaum- Konfekt, Sämmtliche Liföre. reizende Neuheiten, nur genießbare Waare, 1 Kiste, sortirt, Inhalt zirka 420 Std., 2. 50 Pf.; 1 Rifte, fortirt, Inhalt zirka 270 große Std. 3 M. Berlin, Siegfried Brock, Gollnow Straße 10 a. 101/ 10* Kohlenplatz m. Stall, Stube weg. Alters zu vert. 400 Thlr., 5J. Kontr. Miethe bill. Memelerstr.84. Arbeitsmarkt. den 7. Dezember, 314 Uhr, von der Versicherungs- Agenten zahle fols Leichenhalle in Wilhelmsberg aus, statt. Kranzbinderei n. Blumengende Provisionen: Feuer, Glas, Unfall: 30%, Lebens, Militär-, Töchs handlung von 30528* ter: 15% 0, Volts- Versicherung 150,00 ferner Infassos, Aufnahme- und Pos Robert Meyer, licen- Antheit. Grand, Bergen tur, Berlin N., Wüllerstraße 1, bors mittags 8-9, nachmittags 2-4 Uhr. No. 2. Mariannenstr. No. 2. Widmungs- Kränze, Guirlanden, Ballstränßchen, Bouquets 2c. werden sehr geschmackvoll und preiswerth geliefert. 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Tagesordnung: Ist der Neunstundentag in der Metallindustrie durchführbar? Referent: Otto Naether. Bahlreiches Erscheinen, besonders der Kollegen der Firma Borsig, ist nothwendig. 170/14 Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N., Anflamerstr. 44. Der Bezirks Ausschuß. Kayser. Diese Abänderung tritt von Montag, den 6. Dezember 1897 in traft. G. Krebs, 1. Vorsitzender. Meinen werthen Kollegen, Freunden Fachverein der Stellmacher weinen wertben Kollegen, Berlins und Umgegend. 209/5 Die regelmäßige Mitglieder Versammlung für diesen Monat fällt wegen der in den nächsten Tagen stattfindenden öffentlichen Bersammlung aus. Der Vorstand. Feuerstein's Festsäle Alte Jakobstrasse 75. Juh. Martin Herzberg. Grosse und kleine Säle zu Versammlungen unentgeltlich, sowie zu Sommer- u. Winterfestlichkeiten b. koulanten Bedingungen. Vereinszimmer. Noch mehrere Tage frei.„ Borwärts" liegt aus. Reftaurant, Rottbuser straße 7. 20176 Ausschank der Brauerei Stralau. 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In der Werkstatt von Kohlhardt, Chauffeeftr. 110, haben sämmtliche Kollegen außer einem, die Arbeit niedergelegt, weil ihnen zugemuthet wurde, länger zu arbeiten. Wir ersuchen die Kollegen, den Zuzug fern zu halten. Die Kommission. hochfein, billig, Spezialität 5 u. 6 Bf. Cigarren, Weihnachtspräsent Kistchen b. 1 M. an 25 St., rein amerit. Tabake M. H. Krebber, Zionskirchstr. 54. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Br. 285. 14. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienas, 7. Desember 1897. Parteigenossen der Provinz Brandenburg! wahlen! -O " ehe man des Attentäters wieder habhaft werden konnte, denn bald hatten sich nun vor der Straftammer im ganzen 32 Hausbesitzer war derselbe nicht zu ermitteln, bald erschien er nicht in den an wieder einmal zu verantworten unter der Anklage, gegen den obens gesetzten Terminen. Der Staatsanwalt theilte gestern die Auskunft genannten Paragraphen sich vergangen zu haben. Die Deffentlichkeit Auf, zur Wahlagitation für die bevorstehenden Reichstags= der Provinzial- Steuerdirektion mit, daß der Handel mit Fliegen wurde ausgeschlossen. Der Gerichtshof sprach Strafen von 1 Woche stöcken mit einer Jahressteuer von 12 Mart zu belegen sei und bis 1 Monat aus, 4 Personen wurden freigesprochen und gegen Die Junker und Junkergenoffen, die Großgrundbesitzer und beantragte daher den doppelten Ersatz der hinterzogenen Steuer mit weitere 4 wurde die Sache vertagt. Goßfapitalisten, die Schlotjunker und Börsenleute rüsten bereits mit 24 Mart. Der Gerichtshof verurtheilte aber nicht wegen Steuer Ein Aufsehen erregender Strafprozek wird zur Zeit vor Macht in aller Stille zu den nächsten Reichstagswahlen. Diesen bei dem die erforderliche Einsicht von der Strafbarkeit feiner fammer ſpielt sich seit einigen Tagen der Prozeß Rothländer defraudation, sondern nur wegen Kontravention. Weil der Junge dem Landgericht Güstrow verhandelt. Bor der dortigen StrafHerren kommt es darauf an, die politische Macht in ihren Händen Handlung vorausgefeßt wurde Fliegenstöcker ohne Wander- ab, der wegen der ungewöhnlich hohen Summen, die eine von zu halten, um noch mehr Vortheile als vordem aus der Arbeit des gewerbeschein verkauft hat, soll er 6 Mact bezahlen oder 2 Tage Hause aus unbemittelte Frau sich durch Betrügereien und Fälschungen werkthätigen Volkes für sich herauszuschlagen. Sie sinnen auf Haft verbüßen! zu verschaffen wußte, und wegen der großen Zahl der in die Sache Ueberraschungen. Die herrschenden Klassen wollen die ArWegen Beleidigung eines vor Gericht vernommenen Sach- verwickelten Personen allgemeines Interesse bensprucht. Die Rothbeiterschaft durch Beseitigung oder Einschränkung des Vereins- und Staatsbürger- Zeitung" Dr. Badh Ier au 400 M. Geldstrafe ver- Stadtsekretär in Penzlin, bezog als solcher einschließlich der beiterschaft durch Beseitigung oder Einschränkung des Vereins- und verständigen hatte das Schöffengericht seinerzeit den Redakteur der länder verheirathete fich im November 1862. Ihr Gatte, seit 1864 Versammlungsrechts und des allgemeinen Wahlrechts politisch urtheilt. In dem bekannten Prozesse, in welchem die Stute Nebeneinnahmen ein Einkommen, das 5000 bis 5500 Jun übrigen waren beibe beleute mundtodt machen. Die Parteien des großen Besitzes lagen ohne Nelly Kneebs den Mittelpunkt bildete, war auch der Mark geschätzt wird. Dr. jur. Beermann, als vermögenslos. Seit etwa 1886 trat die Rothländer mit der zweiten zu leiden und wollen, daß die Arbeiter leiden ohne klagen zu dürfen. Besizer eines Reit- Instituts, Sachverständiger vernommen worden. Die Staatsbürger- Hauptangeklagten, der Wittwe Werder in Verbindung. Unter ihrer Parteigenossen! Bei den nächsten Wahlen handelt es sich nicht Beitung" hatte ihre Berwanderung hierüber ausgesprochen und Mithülfe hat die Nothländer in neun verschiedenen Fäller Hyponur darum, den Alp des Militarismus und Marinismus ab hervorgehoben, daß dieser Sachverständige einer aus Pferdejuden" thekenscheine, die sie dem Geldschranke ihres Mannes entnahm, zus zuschütteln und dem geistigen und wirthschaftlichen Aufschwung und Roßtäuschern zufammengesetzten Familie angehöre. Das Schöffen- nächst mit gefälschten Zessionen versehen und dann bei einem Geldunseres Volkes wieder Luft und Spielraum zu verschaffen e3 gericht hatte geglaubt, einen vor Gericht vernommenen Sach- institut hinterlegt, wofür sie Geld im Betrage von 16 450 Mart verständigen nachdrücklich solche Beleidigungen schüßen erhob. Die Angeklagte hat ferner, als die Werder mit Anzeige handelt sich nicht nur darum, einen neuen Steuern- Beutezug gegen müffen. Dr. B. legte Berufung ein und hatte im gestrigen Zermin orohte, um diese zu beschwichtigen, eine Schuldurkunde der Kirche die Taschen der armen Masse zu vereiteln es handelt sich um mehrere Beweisanträge gestellt, die aber vom Gericht abgelehnt im Betrage von 11 000 Mart und eine von 7500 Mark für die Sein und Nichtsein aller politischen Rechte des wurden. Die Berufung wurde verworfen. Werder angefertigt. Auf diese Urkunden hin, die mit gefälschten Woltes! unterschriften versehen waren, hat die Werder in einem Falle Geld beschafft. Anfragen und Auskünfte, um die der Mann der Mothländer angegangen ward, ertheilte bie angeklagte. As fie fich nicht mehr zu rathen wußte, offenbarte sie sich ihrem Gatten. Diefer Darum auf zur Agitation! Agitirt und organisirt Euch! um Nachricht. Gerichts- Beitung. " " = Der Handel mit Droguen und chemischen Präparaten, die zu Heilzwecken dienen, fann nach§ 35 der Gewerbe- Ordnung in seiner neuen Fassung vom Jahre 1896 untersagt werden, wenn die Handhabung des Gewerbebetriebes Leben und Gesundheit von Wir ersuchen Euch dringend, möglichst bald Wahl- Menschen gefährdet. Diese Bestimmung ist jetzt zum ersten Male versuchte Arrangements und leistete bis zum Konkurse Abzahlungen. tomitees für die bevorstehenden Reichstagswahlen in den angewendet worden. Der Droguerist 2. betrieb seit dem Jahre 1877 Die auf Werder ausgestellte Urkunde ward eingelöst und von Rotheinzelnen Kreisen zu wählen. Von diesen Wahlkomitees in Berlin einen Droguenhandel, auch hatte er damals die Erlaubniß länder im Geldschranke aufbewahrt, allein von der Angeklagten ent ist nach§ 17 des deutschen Wahlgefesetzes der Behörde Anzeige zu machen, auf untersagung dieses Geschäftsbetriebes, indem er geltend machte, aus verpfändet. Der als Zeuge geladene Rothländer verweigerte fein zum Handel mit Giften erhalten. Gegen ihn klagte der Polizeipräsident wendet und demnächst von ihr an einen Bürger Benzlins für 6000 m. auch können sie polizeilich überwacht werden. Weiteren Beschränkungen einer Reihe von Bestrafungen des Beklagten gehe hervor, daß er Beugniß, wohnte aber den weiteren Verhandlungen bei. Die Roth unterliegen derartige Vereine nicht. Insbesondere können sie nach der durch sein Verhalten Menschen in Gefahr bringe. Vor dem In- länder hat sich ferner einer Reihe von Betrügereien, bei denen es sich frafttreten der neuen Bestimmung im§ 35 der Gewerbe- Ordnung, um sehr bedeutende Summen handelt, schuldig gemacht. Von einer offiziellen Bekanntgabe des Waltermins mit einander in Verbindung also in der Zeit von 1877 bis zum 1. Januar 1897, wurde 2. 14 Mal Dame in Schwerin hat sie in der Zeit vom November 1888 bis Januar treten. Sobald die Wahl der Wahlkomitees erfolgt ist, bitten wir bestraft, meistens wegen Bergebens gegen die kaiserliche Verordnung, 1897 Gelder im Gesammtbetrage von 261 700 m. erschwindelt. Hierzu war beir. den Verkehr mit Arzneimitteln, in den übrigen Fällen, weil er ihr fast jedes Mittel recht. Wo ihre im frommen Stile gehaltenen Das Zentralwahlkomitee der Provinz Branden nicht die Vorschriften über die Aufbewahrung der Gifte befolgte. Briefe und falsche Vorspiegelungen nicht ausreichten, wandte sie Anwurde ihm auch bie Erlaubniß zum Gifthandel gabe absolut falscher Thatsachen und gefälschte Urkunden an. Zinsen burg für die bevorstehenden Reichstagswahlen. Dann entzogen. Eine Revision des Geschäfts ergab nun am 5. Auguft wurden hin und wieder bezahlt. Die von der Angeklagten gemachten J. A.: Carl Dimmid, Berlin S 42, Louifen- Ufer 11. dieses Jahres, daß L. den Gifthandel ruhig weiter betrieb, daß die Anleihen, soweit sie bis hierher zur Sprache tamen, belaufen sich auf Gifte nicht übersichtlich geordnet waren und daß 2. Arzneimittel 274 175 W. Diese ungeheure Summe behauptet die Rothländer zur zum Verkaufe hielt, die durch die kaiserliche Medizinalverordnung Befriedigung ihrer Gläubiger aufgewendet zu haben. Bücher und dem öffentlichen Verkehr entzogen sind. Dies gab den Anlaß Rechnungen find überall nicht von ihr geführt worden. Zusammen Prozeß Bruno Wille. Vor dem Landgericht Graz begann zur Klage, deren Begründung der Polizei Präsident mit der Rothländer sind 34 Personen wegen Wuchers, der gegenüber Der Prozeß gegen Dr. Bruno Wille wegen Verbrechens der indessen auch die früheren Vergeben des Beklagten heran- der Hauptangeklagten begangen ist, angeflagt, während ursprünglich Religionsstörung und Vergehens gegen die öffentliche Rube zog. 2. machte dagegen geltend, bei der Beurtheilung der in dieser Hinsicht die Untersuchung sich sogar auf 77 Personen ers und Ordnung. Der Angeklagte ist, wie ein Telegramm Frage, ob§ 35 der Gewerbe Ordnung in der Faffung der Novelle streckt hatte. Die Beweisaufnahme ergab, daß die Rothländer Graz aus meldet, erschienen. Den Vorsitz führt der von 1896 anzuwenden sei, müsse alles ausscheiden, was vor dem in einer kaum glaublichen Weise ausgebentet ist. Landgerichts- Bizepräsident Neugebauer, die Staatsanwaltschaft 1. Januar 1897 liege, da die neuere Bestimmung erst an diesem Tage die Angeklagte Werder der Mothländer für geliebene 10 500 Mark vertritt Dr. Beran, als Vertheidiger ist der Advokat Dr. Rechtskraft erlangt habe. Der Bezirksausschuß war aber der Meinung, wöchentlich 45 M. Zinsen abgenommen. Außerdem hat die Werder Uranitsch erschienen. Die Verhandlung wurde früh 9 Uhr eröffnet. daß die sämmtlichen beruflichen Verfehlungen des Beklagten bei noch Waaren im Gesammtbetrage von etwa 900 M. auf Rechnung Der Staatsanwalt beantragte den Ausschluß der Deffentlichkeit der Urtheilsfindung iosofern berücksichtigt werden könnten, als der Mothländer entnommen. Für eine Anleihe von 100 M. bezahlte während der Berhandlung. Nach einer Entgegnung des Ver- sie im stande seien, seine Zuverlässigkeit zu illuftriven. Seine vielen die Rothländer monatlich 25 M. Zinsen. Von der Angeklagten theidigers beschloß der Gerichtshof, die Deffentlichkeit nur theilweise Strafen hätten ihn nun nicht davon abgehalten, unter der Herrschaft Giese erhielt die Rothländer 100 M. gelieben, von denen ihr von auszuschließen. der Novelle von 1896 neue Gesezwidrigkeiten zu begehen. Es sei vornherein 20 M. für 3infen abgezogen wurden. Ebenso find der Sur Kennzeichnung des preußischen Fistus. Die langen barum anzunehmen, daß 2. durch die Art der Handhabung seines Rothländer von der Sattlerfrau Stanker was diefe allerdings Arme des Steuerfistus langen schon berab bis zu den Fliegen Gewerbebetriebes Leben und Gesundheit von Menschen gefährde. bestreitet Gelder in der Weise geliehen, daß auf geliehene 100 m. Stöckern", wie eine Verhandlung lehrte, welche heute vor der Der Bezirksausschuß erkannte aus diesen Gründen dabin, daß es 2. nur 80 M. ausgezahlt wurden. Außerdem mußte die Rothländer britten Strafkammer am Landgericht II stattfand. Der 16jährige zu untersagen sei, den Droguenhandel noch ferner zu betreiben. noch Geschenke an die Stanker machen im Werthe von 18 M., 68 M., und etwas schwachsinnige Bursche Eberlin hat im vorigen Sommer Eine zweite Auflage des Kieler Bordellprozesses. Aus 25 und 22 M. Aehnlich liegen die Verhältnisse in einer Reihe anderer Fälle. in Friedenau und Stegliz Fliegenstöcke im Umherziehen feilgeboten. Riel wird uns berichtet: Im September des vorigen Jahres waren Sein lautes Gefchrei: Fliegenstöckerrr, Fliegenstöckerrrr!" lockte auf grund des§ 180 des Strafgesetzbuches( Ruppeleiparagraph) Auch ein Maffenmord. Aus Agram wird berichtet: In einen Gendarmen herbei, der nicht etwa fanfen, sondern nur feft- 19 Kieler Bordellwirthe und Wirthinnen zu mehrwöchentlichen Ge- dem Prozesse gegen 36 Personen wegen der am 21. September in ftellen wollte, ob der Bursche im Besize eines Wandergewerbescheines fängnißstrafen verurtheilt worden. In dem damaligen Prozeß, über Sjenicska( Bezirk Pisarovina) erfolgten Ermordung von Beamten sei. Das war nun aus naheliegenden Gründen nicht der Fall, der den der Vorwärts" ausführlich berichtete, sagte der Staatsanwalt beantragte der Staatsanwalt bei 27 die Todesstrafe, bei 4 Ans Junge mußte daher wegen Steuerbinterziehung auf die auf eine Anfrage, daß die Schließung der Häuser nicht Sache geklagten Freiheitsstrafen. Das Urtheil wird im Laufe der Woche Antlagebant. Das Schöffengericht ließ das schwere Verbrechen uns der Staatsanwaltschaft, sondern der Polizeibehörde sei. Die gefällt werden. Der Kulturfreund wird in Zweifel darüber sein, gefühnt, es sprach den Angefchuldigten frei. So leichten Kaufes sollte Polizei ist jedoch, wie es scheint, im Laufe der Zeit ob die von den Angeklagten verübten Greuelthaten oder die vom ber Junge aber nicht davonkommen, denn die Staatsanwaltschaft nicht eingeschritten, berichteten wir doch vor einigen Tagen Staatsanwalt beantragten Massenhinrichungen das Abscheulichere in legte Berufung ein; es bedurfte aber vieler Mühe und Schreibereien, über die Einrichtung eines neuen Bordells. Am Sonnabend diesem düsteren Bilde sind. Bersandhaus bont Kaffee und Raffeefurrogaten. Man trinfe: " " " Der Preislage des Kaffeemarktes entsprechend empfehle naturrein geröstete, gut 0 Deutsche Kaffee- Rösterei von A. Pennitz, Berlin C., Rosenthalerstr. 59. Meine feit Jahren Deutsche Kaffee- Mischung a bid. 40 Pis. schmeckende Kaffees pr. Bfb. 70, 80, 90 u. 100 Bfg. OriginalLöwenbitter Das beste für den Magen. In Flaschen à Mt. 0,60, 1,10 u. 1,80. Wie im Ausschank überall zu haben. Wo nicht vorhanden, bitte zu verlangen. R. F. 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