Nr. 297. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatt. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Ginzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illustrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Beitungss Preisliste für 1897 unter r. 7487. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonels seile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werben. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis o Uhr vormittags geöffnet. Mernfpredter: But I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Der Streit um China. Mit dem Einlaufen eines russischen Geschwaders in den Hafen von Port Arthur find die ostasiatischen Dinge in ein neues Stadium eingetreten. Vielleicht stehen Ereignisse von größter Tragweite nahe bevor. Dienstag, den 21. Dezember 1897. Die einigten Staaten in das Reich der Mitte" ein. Handelsagenten aller dieser Völker werden bald auf allen Flüssen tief in das Innere dringen und einen ungeheuren Absahmarkt erschließen. Damit wird aber auch im Laude selbst die Jahr tausende hindurch fast unveränderte Produktionsweise völlig revolutionirt, eine Großindustrie muß erwachsen, durch den Als im Frühjahr 1895 der Friede von Schimonoseki, ge- Ban zahlreicher, schon konzessionirter Eisenbahnen und anderer schlossen wurde, befand sich China in der schwersten Lage. Verkehrswege wird China zu einem einzigen großen WirthschaftsDie Flotte Japans beherrschte das chinesische Meer, japanische gebiet, die Selbständigkeit und Abgeschlossenheit der einzelnen Streitkräfte hatten beide einander gegenüber liegende Eingangs- Landestheile hört auf; das alte China geht seiner Auflösung häfen des Golfes von Petschili, Wei- hai- wei und Port Arthur entgegen. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Politische Mebersicht. Berlin, 20. Dezember. Reichskanzler Krisis? Aus Köln a. Rh. meldet eine Depesche: V Die Kölnische Volkszeitung" fommt erneut, gegenüber der Aufforderung eines Blattes, die gegenwärtige politische Situation nüchtern zu beurtheilen, mit der Meldung, die Tage des Reichskanzlers seien gezählt; allgemein werde angenommen, daß Fürst Hohenlohe noch vor Ablauf der gegenwärtigen parlamentarischen Tagung zurücktreten werde." Die Kölnische Volkszeitung" ist ein so ernstes Blatt, das besetzt und befanden sich auf dem Vormarsche gegen die Niemand vermag mit Bestimmtheit zu sagen, wie lange sich immer von Sensationsmacherei ferngehalten hat, daß einer Hauptstadt des Reiches. Die chinesische Kriegsmacht war Zeit dieser Prozeß in Anspruch nehmen wird. In jedem Falle Meldung an jener Stelle mehr Bedeutung beizumessen ist, als völlig zerrüttet, ein ernstlicher Widerstand unmöglich. China aber treiben ihn die jetzigen Ereignisse vorwärts, wie auch den wichtigthuerischen Meldungen der Sensationspresse. Daß mußte in die harten Friedensbedingungen des siegreichen Jusel- immer die politischen Konstellationen sich in allernächster Zeit Fürst Hohenlohe nach der ihm widerfahrenen Behandlung im nachbars einwilligen. stellen mögen. Reichstage, nach der er in eine so schiefe Situation gekommen ist, In dieser Bedrängniß fam dem Sohn des Himmels" ein Die offiziösen Meldungen, die jetzt etwas reichlicher fließen daß nur noch Freiherr v. Stumm ihn zu vertheidigen wagte, Retter. Rußland, zugleich europäische und asiatische Groß- als in der vergangenen Woche, suchen ja alles recht harmlos an seinem Posten nicht klebt, ist wohl begreiflich. Die eines Reichskanzlers ist macht, wollte die Festseßung Japans auf dem Kontinent nicht darzustellen. Wie der deutsche Staatssekretär Herr v. Bülow, Stelle viel heute mit so dulden. Mit Rußland ging fein Verbündeter Frankreich als deutsche Marinesoldaten Kiao Tschon besetzten, von den Unannehmlichkeiten verknüpft, Fürst Hohenlohe zu alt und diesen Mächten schloß sich bemerkenswertherweise Deutsch Sympathien sprach, die man für China habe, so wird und ruhebedürftig, daß niemand erstaunt sein wird, land, das bis dahin Japan sehr günstig gesinnt war, au. auch jetzt von Petersburg her versichert, die Besetzung von wenn er sich auf seine Güter zurückzieht. Dieser neue feltsame Dreibund" erzwang eine Wilderung Port Arthur geschehe im guten Einvernehmen mit China selbst der Friedensbedingungen und brachte Japan um die besten und sei auch nicht gegen Deutschland oder Frankreich gerichtet. Lorbeern seines Sieges. Japan mußte die Halbinsel Es scheint also, als ob der Dreibund Rußland- Deutsch Liaotung, die von Norden her den Petfchiligolf vom land- Frankreich von 1895 weiter wirke. Wenn auch von einer Gelben Meere trennt und auf dessen südlicher Spize eben Auftheilung chinesischen Gebietes in der Art, daß Rußland Doch dies kann sich ja noch ändern. das wichtige Port Arthur gelegen ist. Nur Wei- hai- wei sollte Korea und die Mandschurei, Deutschland die Proving Shantung, Dreibund in Europa Dreibund in Asien. Die Erfolge Japan als Pfand bis zur endgiltigen Erstattung der Kriegs- Frankreich Fokien für sich nähmen, wie jüngst vermuthet wurde, des deutsch- russisch- französischen Dreibundes in Asien find für den tosten- Entschädigung besetzt halten. schwerlich bereits jetzt die Rede sein kann, so sind doch die von Dreibund in Europa nicht sonderlich erfreulich. Vor allem Dester Rußland und Deutschland gethanen Schritte schon bedeutungs- reich dürfte durch die Festsetzung des für Asien konflituirten Dreivoll genug. Rußland wird in Port Arthur nicht nur seine bundes in China unangenehm berührt sein. Durch den österreichischSchiffe überwintern laffen zum Ueberwintern hätte die Küste ungarischen Lloyd zum Ueberwintern hätte die Küste ungarischen Lloyd, eine der größten Schifffahrtsgesellschaften Korea's auch andere Gelegenheit gegeben es wird vielmehr der Welt, hat Desterreich einen großen Theil des Handels nach diesen ungemein wichtigen Platz als dauernden Stüßpunkt Frankreich, Rußland und selbstverständlich auch von England niederChina an sich gezogen. Nun wird Desterreich von Deutschland seiner ostasiatischen Stellung besetzt halten. Damit ist das russische Protektorat über den Hof von Peking fertig. Und noch mehr thaten die guten Freunde für das un glückliche China. Sie halfen ihm in feinen finanziellen Nöthen, sie besorgten ihm bedeutende Anleihen, damit es seine Verhältnisse wieder einigermaßen ordnen fönne. Welche Milde! Nun, in China wußte man wohl einigermaßen, was hinter diesem Entgegenkommen der christlichen Mächte steckte. Ob man die gauze Fülle europäisch- chriftlicher Freundschaft zu würdigen wußte, ob man ahute, wie diese Freunde eines Tages fich bezahlt machen würden, wer kann es sagen? Genug, das Reich stand am Rande des Abgrundes und mußte die rettende Hand ergreifen. M Die Frage der Nachfolge zu erörtern, eilt nicht. Allgemein wird angenommen, daß die Aussichten des Staatssekretärs v. Bülow, Reichskanzler zu werden, für den Augenblick die größten find. fonfurrirt werden. Diese lettere Auffassung der Köln. 8tg." fann nicht zutreffend erscheinen. Wenn sich internationale Konflikte an die Besetzung von Port Arthur knüpfen, kann auch Deutschland nicht unberührt bleiben. Beim Geschäft hört auch in der Politik die Freundschaft auf! Die Frage des Augenblicks ist nun: Was wird EngZur chinesischen Frage. Die Köln. 3tg." glaubt, wie land thun? Es wird bekannt, daß ein englischer Kreuzer vor acht Tagen trotz Protestes von chinesischer Seite in den telegraphisch berichtet wird, daß der Augenblick der Bertheilung China's bereits gekommen sei und daß Hafen von Port Arthur eingelaufen ist, den es nach einer die anderen Mächte gleichfalls mit ihren Forderungen hervortreten Jetzt treten jene Absichten des neuen Dreibundes allmälig Refognoszirung wieder verließ. Seit einiger Zeit freuzt auf- würden. Rußland habe ruhig und in aller Stille das Feld bereitet. deutlicher in die Erscheinung. Deutschland besetzt Kiao- Tschou, fälligerweise ein englisches Geschwader im Gelben Meere; Eng- Bei den Folgen, die der russische Schritt nach sich ziehe, bleibe Rußland Port Arthur; ob Frankreich mit den wichtigen land hat nicht weniger als 28 Kriegsschiffe in den chinesischen Deutschland vorläufig aus dem Spiele. Eisenbahn Konzessionen, welche die Verbindung aus Gewässern! Hiermit soll das schleunige Einlaufen der seinen hinterindischen Besitzungen mit den südchinesischen russischen Schiffe in Port Arthur zusammenhängen. Provinzen anbahnen und das reiche Hinterland von Die englische Presse ist in großer Erregung. Der Canton erschließen werden, zufrieden ist oder ob etwa Standard" erklärt das Machigleichgewicht in jenen Regionen morgen die Kunde kommt, daß auch französische Schiffe irgend für gestört; England könne nicht unthätig bleiben, bis alle einer Kohlenstation im nördlichen China benöthigen, läßt sich besten Stellungen an der chinesischen Küfte von anderen nicht absehen, Völkern beschlagnahmt worden sind." Die Times" gehen noch weiter, sie fordern, die britische Regierung solle China angehen, ihr Tshusan zur Herstellung einer Flottenstation zu überlassen; in anbetracht der von der deutschen und der russischen Flotte im Norden eingenommenen Stellungen sei es kaum vernünftig, den Handel von Shanghai auf den Schutz des britischen Geschwaders angewiesen sein zu lassen, das zu entfernt von Hongkong liege." Tsbusan ist eine Insel gegenüber Shanghai und beherrscht auch die Mündung des Yang- tse- Kiang, also auch eine Position von gleich großer militärischer wie kommerzieller Bedeutung. Schon seit langem spricht man von der Auftheilung China's. Das wäre ein weltgeschichtliches Ereigniß von ungeheurer Bedeutung, unvergleichlich bedeutender noch als die Auftheilung Bolens und die Zerstückelung der Türkei. Aber auch Polen ist nicht mit einem Male von den liebenswürdigen Nachbarn verspeist worden. Auch in dem Riesenreiche Ost aftens, das so groß ist wie ganz Europa, würde dieses Werk sich nicht so schnell und nicht mit einem Male vollzichen. Aber wie eine Art Ouvertüre zu dieser gewaltigen gefchichtlichen Entwickelung erscheinen die Dinge, die jetzt aus Peking und Shanghai gemeldet werden. Die lieben Freunde China's beginnen ihre Bente ein zuheimfen. Das fapitalistische Europa schlägt seine Krallen tief in die Weichtheile des himmlischen Reiches, jenes Reiches voll endloser, noch ungehobener Reichthümer. Die Handelsgier des europäischen Kaufmanns zersetzt und zersetzt das kouser vativste Land der Erde, das Land der ältesten Kultur und zu gleich der stärksten Neste eines urwüchsigen Agrarfommunismus. Lange hat sich China, diese Welt für sich, gegen die europäische Einmischung gesträubt. Nur langsam und nur an dem äußersten Rande konnte sich Europa festsetzen. Wie die Missionen, welche seit dem 16. Jahrhundert den Anhängern der weisen Lehre des Cou- su- tse den Christusglauben bringen wollten, nur ganz geringe Erfolge erzielen konnten, so konnte auch der europäische Handel gegen die zähen Traditionen des auf seine alte Kultur stolzen und sich eng abschließenden Volkes nur mit unsäglicher Wlühe ankämpfen. " " England steht in Europa isolirt da. Die Konkurrenz des englischen und des deutschen Handels hat Deutschland an die Seite Rußlands und damit zugleich an die Seite des Erbfeindes" Frankreich gedrängt. Eine politische Konstellation, mehr eigenartig, als für Deutschland erfreulich! Rußland, gleichwie es Schiedsrichter und Herr des festländischen Europa geworden ist, entwickelt sich auch zur vorherrschenden Macht in Ostasien mit deutscher Hilfe. Rußland führt seine große transsibirische Eisenbahn durch die Mandschurei bis Wladiwostock und eine Zweiglinie über Mukden nach und durch Rorea sowie nach Port Arthur. Ganz Nord- China und die Hauptstadt des Reiches Pefing gelangt unter die Botmäßigfeit des Baren. Das riesige Binnenreich Rußland gelangt an das Meer, an den Stillen Ozean und gewinnt so neue, unendliche Entwickelungsmöglichkeiten. Die Völker Westeuropas aber, welche in diesem Rußland. den Hort des Autokratismus, der Neaktion, der Unkultur sehen müssen, tönnen an eine solche Entwickelung keine Freude haben. Aber die Regierungen dieser Völker unterstüßen einen solchen Verlauf der Dinge. Recht interessant ist, was jetzt die Köln. Volksztg." über die heuchlerische Zusammenwerfung des Eroberungszuges mit der Ermordung der Missionare sagt: Die Fahrt nach Kiao- Tschon wird von einigen, sich an den eigenen Worten berauschenden Blättern förmlich wie ein neuer Kreuzzug gefeiert. Vom Schuße des Kreuzes Christi" und" Im Zeichen des Kreuzes" reden sogar Blätter, die sonst durchaus nicht übermäßig christlich gesinnt sind. Dieses Christenthum zu Wasser kommt uns um fo verdächtiger vor, als es ja" nur" katholische Missionare find, für deren Ermordung Genugthuung gefordert wird. Seit wann haben denn diese Leute ein so warmes Herz für katholische Priester?" Das genannte Blatt stellt sich auch bezüglich der Haltung des Reichstages zu dem Stillschweigen der Regierung in der asiatischen Frage auf einen ähnlichen Standpunkt, wie wir ihn bereits einnahmen. Es schreibt: Der Reichstag hat sich bei der Etatsberathung wiederum in den Fragen der auswärtigen Politit einer Zurückhaltung bes fleißigt, die von allen Parlamenten nur ihm eigen ist. Staatssekretär v. Bülow hat ihn zwar gebeten, sich wegen China's zu gedulden, bis Aufklärung gegeben werden könne; aber wenn bei der Ausfahrt des Geschwaders in pompösen Worten eine neue Aera an gekündigt wird, hätte doch auch wohl die deutsche Wolfsvertretung einigen Anspruch, etwas von den Dingen zu erfahren, die doch nunmehr reif sein müssen. Man muß doch mit den andern Mächten im Einverständniß sein, ehe man Worte gebraucht, die andernfalls Neid und Eifersucht erwecken müßten. Was aber die nichtdeutschen Regierungen wiffen, darf das deutsche Volt nicht wissen? Muß es denn gerade so lange warten, bis das Geld gefordert wird, welches das vollendete Unternehmen gekostet hat?" Das deutsche Geschwader ist mittlerweile in Spithead an gelangt. Prinz Heinrich wurde im Auftrage der Königin Wiktoria begrüßt. Noch begrüßt man sich freundschaftlich. Wer weiß, wie bald das anders wird? Deutsches Reich. Erst seit wenigen Jahrzehnten ist die Erschließung des chinesischen Reiches etwas beschleunigter vor sich gegangen. Seit dem Opiumfriege von 1840 und dem gemeinschaftlichen Feldzuge der Engländer und Franzosen 1857-1860, der mit Ju Ostasien tann England auf Japan rechnen. Auch die der Einnahme Pekings endete, wurde eine größere Zahl von Vereinigten Staaten, deren Staatsmänner von jeher ein aufHäfen den fremden Nationen geöffnet und der Handel nahm merkjames Auge auf die ostasiatische Küste gehabt haben, - Flotten Vorlage und§ 8 des preußisch en einen bedeutenden Aufschwung. Wenn wir nur die legten dürften nicht ruhig zuschauen. Es ist nicht abzuschen, ob die Jahre ins Auge faffen, so zeigt sich, wie schnell diese Handels- Ereignisse sich weiter friedlich abwickeln werden oder ob große Jungen Berlins machte in der letzten Sitzung der ständigen Vereinsgefeyes. Jm Innungs- Ausschusse der vereinigten entwickelung vor sich geht. 1893 betrug die Einfuhr internationale Berwickelungen eintreten, welche Möglichkeit wir Deputation der Vorsitzende Bentel, nach dem Fachblatt der Damen151 Millionen, 1894: 162 Mill., 1895: 172 Miff., 1896: bei der ersten Kunde von der Besetzung der Kiao- Tschon- Bucht mäntel Schneidermeister Deutschlands Mittheilungen über eine behufs 203 Mill. Taëls( 1 Tael= 3,39 M.). Die Ausfuhr belief schon erwogen haben. Stellungnahme zu der Flottenvorlage einberufenen Konferenz von fich 1893 auf 117 Mill., 1894: 128 Mill., 1895: 143 Will., Jedenfalls eröffnen sich weite Perspektiven in Ostasien. Vertretern des Handels und der Industrie, zu welcher in Handwerkskammern auch ihm, als Vers 1896: 131 Mill.( hier machten sich die Folgen des Krieges Wie es scheint, will der Kapitalismus Europa's zu einem Grmangelung von bemerkbar).( hier ma großen Fischzug ausholen. Dieser Fischzug dürfte aber auch treter des Kleingewerbes, eine Einladung zugegangen war. Herr erörterte die Nothwendigkeit der Verstärkung der Rein Zweifel, daß dieser Aufschwung sich weiterhin in der letzte sein, der möglich ist. Indem der Kapitalismus Bentel gesteigerten Progressionen vollziehen wird. Ob willig oder Ostasien erobert, zeugt er zugleich seinesgleichen in den be- Kriegsflotte im Intereffe der poliufchen und wirthschaftlichen Stellung Deutschlands. Er für seine Person habe in der Konferenz unwillig wird China fich den Diktaten der europäischen Staaten völkertsten Landesstrichen der Erde. Sobald aber die gelbe lediglich vom wirthschaftlichen Standpunkte die Frage beleuchtet fügen müssen. Von Süden rückt England und Fraut- Rasse zur kapitalistischen Produktion geschritten sein wird, und die größte Deserve beobachten zu müssen geglaubt, so lange reich, von Norden Rußland und von der Seeseite diese wird der europäische Kapitalismus seinen Bankrott ansagen nicht der Innungs. Ausschuß sich über feine felben Staaten sowie auch Deutschland, Japan und die Ver- müssen! Stellungnahme zur Sache schlüssig gemacht. In " " Die Herren Sozialdemokraten triumphiren zu laut und zu schnell! Wider alles Erwarten gut hat sich in letzter Zeit die allgemeine Erkenntniß der elfässischen Handwerker, daß sie zu dem neuen Gesetz praktisch Stellung nehmen müffen, gestaltet. Sogar auf einem so steinigen Boden, wie Straßburg, ist die Blume dieser Erkenntniß erblüht. Den Bemühungen des jungen Direktors des statistischen Amtes daselbst, Dr. N. Geissenberger, und des Abgeordneten Winterer ist es gelungen, die Ueberzeugung von der Nothwendigkeit, sich in Fachvereinigungen zusammenzu thun, um einen Wahlförper für die Handwerkskammer zu sichern, in die eigensinnigsten Köpfe zu bringen. Wir erhalten fortwährend neue Botschaften über den Geist der Verjüngung, der bas elsässische Handwerk durchweht." ter Debatte an diesen Bericht wurde die Erweiterung der Kriegs- 1 Minister v. Riedel wußte diesen berechtigten Klagen gegen- elfaß- lothringischen Boltes ist zugleich ein Schlag ins Gesicht flotte einmüthig als ein dringendes wirthschaftliches Bedürfniß an über keine andere Entschuldigung als die, daß die Regierung sich des großen deutschen Volkes. Diese Schläge schüren die ertanut. Mitgetheilt wurde noch, daß für den 13. Januar auf grund des Pachtvertrages in diese Privatangelegenheiten des Erbitterung der Elsaß- Lothringer gegen die deutsche Regierung und eine Versammlung aller Angehörigen von Handel und Industrie, Pächters nicht einmischen könne. Uebrigens wolle er Veranlassung leider auch gegen das Deutschthum in unheilvollem Maße. Wir Groß und Kleingewerbe, die gewillt feien, für die Zwecke der Flotten nehmen, die Sache weiter zu verfolgen. Die Abstimmung über den wissen nicht, ob die elfaß- lothringische Staatsregierung die Vervorlage einzutreten, in Aussicht genommen sei. Eine wichtige poli- Antrag unserer Genossen erfolgt erst am Montag. antwortung für die ablehnende Haltung des Bundesrathes trägt; tische Thätigkeit entfalten also die vereinigten Jnnungen Stuttgart, 19. Dezember.( Eig. Ber.) In Württemberg aber es ist hohe Beit, daß sie ihre ganze Kraft einfeßt, um durch gegenwärtig und für die nächste Zeit. Es handelt sich in der Flotten- hat alljährlich in der ersten Hälfte des Dezember ein Sechstel der Wegschaffung des Erbitterungsparagraphen eine gedeihliche Ent vorlage aber natürlich um eine patriotische Angelegenheit und da bürgerlichen Kollegien in den Gemeinden auszuscheiden, so daß in wickelung im Lande zu ermöglichen. Fort mit dem Dittaturpara wird der berühmte§ 8 des preußischen Vereinsgesetzes, der für die einem Jahre ein Drittel des Gemeinderaths und im nächsten Jahre graphen, ehe das elsaß- lothringische Volk zu rufen beginnt: Fort mit Innungen, soweit ihnen nicht durch Besets öffentliche Angelegenheiten ein Drittel des Bürgerausschusses neu zu wählen ist. In diesem der Regierung! Wir schwören es dem elfaß- lothringischen Volke und zur Beschlußfassung und Begutachtung überwiesen sind, auch gilt, Jahre finden die Gemeinderathswahlen statt; diefelben der Regierung zu, daß wir mit allen gesetzlichen Mitteln, auch auf wohl keine Hindernisse bieten. zeigen einen fo allgemeinen geschlossenen Fortschritt der Sozial die Gefahr neuer Schwierigkeiten hin, der Erbitterung des Volkes Wenn zwei dasselbe thun, ist es nicht das gleiche. demokratie, daß es für die Genoffen des Reiches nicht ohne über die Zwangsgefeße Ausdruck geben werden. Wir wollen Frieden -Im Reichsamte des Innern trat am Montag eine Jutereffe fein wird, etwas darüber zu lesen. In der Regel im Lande, Frieden zwischen Eingeborenen und Eingewanderten, besonders einberufene Konferenz über den Entwurf des Aus- vollzogen sich die Wahlen bisher unter rein lokalen Ein- Frieden zwischen Volk und Regierung. Bis dahin aber:-1" wanderungs- Gesetzes zusammen, die unter dem Vorsitze des flüffen, es blieb auch hier unserer Partei vorbehalten, größere Straßburg i. E., 17. Dezember.( Eig. Ber.) Ich berichtete Staatssekretärs v. Posadowsky arbeitete. Neben Bremen, durch die Gesichtspunkte in die Wahlen hineinzutragen. Noch vor einigen Ihnen vor einiger Zeit über eine Versammlung der HandwerksHerren der Direktion des Norddeutschen Lloyd vertreten, hatte Jahren beschäftigten sich unsere Landesversammlungen mit der meister des oberelsässischen Städtchens Schlettstadt, in welcher Hamburg die Repräsentanten der bedeutendsten Rhedereien entsandt: Frage, ob man sich an den Gemeindewahlen betheiligen folle oder mit großer Stimmenmehrheit der Beschluß gefaßt worden war, die Direktor Albert Balliu von der Hamburg- Amerita- Linie, Herrn nicht, ob man mit anderen Parteien dazu Kompromisse schließen Theilnahme an der reichsgefeßlich vorgesehenen Organisation Wörmann sowie den Präsidenten der Handelskammer, Herrn dürfe oder nicht; man überließ es den einzelnen Orten, und das des Handwerks abzulehnen, da dieselbe nicht imstande sei, die C. F. Lacisa. Die Konferenz wird, wie das„ Berl. Zgbl." erfährt, war gut. Jeßt nach Berfluß weniger Jahre hat die Praxis die Krankheiten zu heilen, an welchen das Handwerk leide. An diese den ganzen heutigen Tag bis gegen die elfte Stunde andauern, und Wege gezeigt. Wo wir schwach sind, macht man mit uns feinen Mittheilung schloß sich die Bemerkung, die bürgerliche Presse sei von morgen früh ihren Fortgang nehmen. Die Resultate der Konferenz Kompromiß; wo wir viel Stimmen haben, sucht man der Stellungnahme der Schlettstadter Handwerksmeister wenig er sollen dem Bundesrathe im Laufe der nächsten Tage bereits uns; wo wir die relativ stärksten find, gehen alle Gegner baut, weil sie befürchte, die darin zum Ausdruck kommende unbeabunterbreitet werden, auf grund dessen unter„ Hochdruck" gearbeitet gegen und zuſammen, und wo wir faft aus eigener fichtigte Anerkennung des von der Sozialdemokratie gegenüber den wird". Kraft fiegen können, macht man gern mit uns Kompromiffe. Wo Handwerksrettungsversuchen eingenommenen Standpunkts könne auch Natürlich werden Arbeiter und alle diejenigen sonst, die als die Sozialdemokraten in die Wahl eintreten, wird das Intereffe an anderwärts in den Kreisen der Kleingewerbetreibenden Nachahmung Auswanderer in betracht kommen, nicht befragt; die Ehre, zu dieser der Wahl größer und wo unsere Genossen in diesem Jahre in den finden. Diese meine Darlegungen scheinen nun den Beifall der in Enquete zugezogen zu werden, trifft nur die an der Auswanderung überall gab unsere Partei die meisten unabgeänderten Stimmzettel eitung" nicht gefunden zu haben. In ihrer Nr. 50 vom 10. d. M. Rampf zogen, zeigte sich ihre bewundernswerthe Geschlossenheit. Faft München erscheinenden ,, Allgemeinen Handwerkers tapitalistisch interessirten Großrheder. ab und an überraschend vielen Orten haben wir direkte Erfolge er- wendet sich das genannte Blatt gegen jenen Bericht des„ Vorwärts" Also eine lex Arons! Gin Disziplinargefeß für zielt. Gewählt wurde in Birkach 1 Gemeinderath mit in einem längeren Zur Handwerksorganisation im Privatdozenten an Universitäten soll nach der Post" dem Landtag 68 Stimmen; in Birkenfeld mit reinem Bettel 1.- S.( 50 un Ifaß" überschriebenen Artikel, der u. a. die folgende Stelle in der nächsten Session vorgelegt werden im Anschluß an die Er abgeänderte Bettel; in Bödingen mit reinem Bettel 2 G.- R; in enthält: örterungen, welche seinerzeit über den Fall des sozialdemokratischen Bothnang mit Kompromiß 4 G.- R.; in Cannstatt mit reinem Bettel Dr. Arons stattgefunden haben. Jetzt ist zwar, so schreibt die 2 G.- 9.( 417 unabg. Bettel); in Gnzberg mit reinem Bettel " Post", ein disziplinares Einschreiten gegen Privatdozenten nach 3 G.- R.; in Feuerba ch mit reinem Bettel 2 G.- R.; in Groß. Der Auffassung der Unterrichtsverwaltung rechtlich möglich, allein Gislingen mit reinem Zettel 2 G.- R.; in Hall 1 G.- R.; man scheut sich, von diesen Befugnissen der Staatsaufsichts in Sedelfingen fiegte die ganze fos. Lifte mit 8 G.-R., in behörde Gebrauch zu machen, weil es an einem formellen, mit den Remnath 2 G.- R, in Klein Gislingen mit reinem Bettel nöthigen Rechtsgarantien umgebenen Disziplinarverfahren fehlt. 1 G.-R., in Stuttgart mit Rompromiß 2 G.-R.( 1810 unabg. Man wolle durch dies Disziplinargesetz die Möglichkeit erhalten, Bettel), in Sulgen 2 G.-R., in Tuttlingen mit reinem Zettel gegen Privatdozenten wie gegen alle andern Staatsbeamten vor 2 G.-R., in Wiernsheim die ganze soz. Lifte mit 3 G.-R. zugehen, wenn sie sich der aktiven Theilnahme an sozialdemokratischen In Heilbronn unterlag unser mit der Volkspartei ausgetauschter Bestrebungen schuldig gemacht haben. Damit wäre dann glücklich Benoffe mit 3 Stimmen Minorität, in Heidenheim mit 30 St., wieder in der nächsten Landtagsfeffion ein neues fleines in Frankenbach wurde die Ortsuhr nachmittags Sozialisten gefeß unterbreitet als Mittelpunkt lebhafter parla- um 20 Minuten vorgerückt, so daß die Arbeiter abends zu mentarischer Rämpfe, die heute schon von der Freis. 8tg." an- fpät tamen; unsere Kandidaten unterlagen mit 6 Stimmen Minorität, Wir begnügen uns damit, dieser Darstellung gegenüber, welche gekündigt werden. in Neckargarta ch fehlten noch ca. 50 Stimmen zu einem vollen den Anschein erwecken soll, als herrsche in den Reihen der HandSieg und selbst in Ravensburg erzielten unsere Genossen sehr werksmeister Elsaß- Lothringens eitel Begeisterung für den neuesten nicht alle Wahlen beendet sind, kann diese Zusammenstellung keinen der von dem Münchener Blatt angezogenen großen" Versammlung ansehnliche Minderheiten, desgleichen in Schramberg. Da noch Mittelstandsrettungsversuch der Regierung, auf den Verlauf Anspruch auf Vollständigkeit machen, doch zeigt sie deutlich, daß die der Straßburger Handwerksmeister hinzuweisen, in welcher der ge Sozialdemokratie in Württemberg marschirt und daß uns vor der nannte, allerseits als tüchtig und rührig anerkannte Direktor des nächsten Reichstagswahl nicht bange werden kann. städtischen statistischen Amtes sich der dankenswerthen Mühe unterzog, in einem längeren ausgezeichneten Vortrag über Das Handwerkergefeß und seine Anwendung" au referiren. Um aber auch nicht die Möglichkeit des Verdachts aufkommen au laffen, als urtheilten wir einseitig, ertheilen wir hierzu einem bürgerlichen Blatte, der freifinnigen Straßb. Bürgerzeitung", das Wort, die sich am Tage nach jener Versammlung folgendermaßen vernehmen ließ: Der Gewerbeverein hatte geftern Abend die hiesiegen Sands werksmeister zu einer Versammlung eingeladen. Der Gewerbeverein rief und 60 Mann erschienen, darunter die Hälfte Nichts handwerker. Da waren Vertreter der Mairie( Magiftrat), eine Reihe von Gemeinderäthen, wir erblickten einen Arzt, einen Bildhauer, ein Dugend Journalisten 2c. und zuletzt auch noch zwei Duhend Straßburger Handwerker. Um bas Maß von Schlafmügigkeit und Intereffelosigkeit zu kennzeichnen, welches in hiesigen Handwerkerkreisen gegenüber der wichtigen Frage der Organisation des Handwerks herrscht, ge nügt es, den bagatellösen Besuch in der gestrigen Versaminlung neben die Thatsache zu stellen, daß die Zahl der Straßburger Handwerfer 3000 bis 4000 beträgt. Die Indolenz ist traurig und beschämend. Das Handwert ist in einer schwierigen Lage und hat allen Grund, sich seiner Haut zu wehren. Anstatt sich zit einem energischen Widerstand gegen die bedrohende Macht des Großkapitals zusammenzuschließen, legt man die Hände in den Schooß. Ueberall regen sich die Berufsschichten, um ihre Intereffen zu wahren. Die Agrarier schreien sich die Hälse wund, das Handelsintereffe wird von den Handelskammern vertreten. Der dröhnende Tritt der organisirten Arbeiterbataillone macht sich allenthalben bemerkbar. Das Kleinbürgerthum aber schläft. Und während die Arbeiter die Kosten der Organisation ohne Mühe durch freiwillige Beiträge aufbringen, wurde gestern Abend die Frage erörtert, ob es ren Handwerkern möglich sei, die Kosten der Handwerkerkammern zu bestreiten. Soll es beim Hand wert besser werden, so muß das Handwerk vor allem selbstthätiger eingreifen im Sinne der Selbstverwaltung und organisatorischen Busammenfaffens seiner Kräfte." Ausnahmetarife für Getreibe und Mehr. Berlin, 18. Dezember. Ein ermäßigter Ausnahmetarif für Getreide und Mühlenfabrikate ift für die Staatsbahn- Linien von den oſt: und westpreußischen Stationen nach Königsberg. Danzig und Memel in fraft getreten. Die Privatbahnen sind aufgefordert worden, den gleichen Tarif einzuführen. Die Frachtermäßigungen betragen durch schnittlich etwa 50 pet. Um eine Benugung der neuen Tarife für russisches Getreide zu hindern, sind die Grenzübergangs- Stationen in den Tarif nicht aufgenommen worden. Der berühmte Sonntagsjäger, Regierungspräsident von Tepper- Laski, soll dem Rhein. Courier" zufolge um feine Berfegung eingekommen sein.- Chronik der Eisenbahnunfälle. Aus Rolmar i. G. wird telegraphirt: Heute früh furz vor 4 Uhr fuhr vor dem hiesigen Güterbahnhof ein in die Station einfahrender Güterzug in einen zur Abfahrt bereit stehenden Güterzug. Die Maschinen beider Züge sind schwer beschädigt. Eine Reihe von Wagen find theils zerTrümmert, theils erheblich beschädigt. Dem„ Elsässer Tageblatt" zufolge ist ein Bremser todt, ein anderer schwer verwundet. Man vermuthet, daß der Nebel, der die ganze Nacht über auf der Station lag, die Beamten irregeführt hatte. Der Verkehr ist gesperrt. Nach einer uns zugegangenen Privatdepesche, die die vor. stehenden Mittheilungen bestätigt und ergänzt, sollen beide Maschinen und zehn Wagen stark beschädigt sein, die Station bietet ein Bild großer Verwüstung, der Verkehr auf dieser wichtigen Weltverkehrs linie ist zum theil unterbrochen. Aus Baden, 17. Dezbr.( Eig. Ber.) Mit der Organi fation des Handwerks sieht es in Baden ebenso flau aus, wie überall sonst im Reich. Es werden mit Versammlungen und Vorträgen die trampshaftesten Versuche gemacht, die Handwerker für ihre eigene Rettung zu erwärmen, jedoch mit fehr wenig Erfolg. Auf dem Gautag der oberbadischen Gewerbevereine in Lörrach wurde dieser Tage schwer darüber geklagt, daß die Bestimmungen des neuen Gefeßes über die Organisation des Handwerks den Betheiligten selbst so wenig in Fleisch und Blut über. gegangen seien. Der anwesende Regierungsvertreter, Ministerialrath Braun, sprach sich für die Errichtung von vier Handwerkerfammern im Lande aus, zu deren Bildung es allerdings zuerst nothwendig fei, daß die Handwerker aus ihrer Lethargie heraus. treten. Der Appell des Herrn Ministerialraths wird dem untergehenden Handwerk in Baden auch keine Kourage in die Knochen jagen. Gewissermaßen als erster Grundstein zu der in Baden schon seit Jahren auf der Tagesordnung stehenden Steuerreform legte Finanzminister Dr. Buchenberger der Zweiten Kammer einen Gesetzentwurf vor, der sich mit einer Revision der Klaffeneintheilung des landwirthschaftlichen Geländes befaßt. Aus Wiesbaden wird amtlich gemeldet: Gestern Nachmittag Die Zentrumspresse Badens nimmt in der Flotten 12 Uhr 40 Min. ist ber von Limburg kommende Personenzug Nr. 336 bei frage so langfam den Standpunkt des Reichstags- Abgeordneten der Einfahrt in den Bahnhof Kamberg auf eine Wangirabtheilung Dekan Lender ein, der sich mit demjenigen Lieber's etwa deckt. Anderes des Güterzuges Nr. 875 aufgefahren. Leicht verlegt wurden der war kaum zu erwarten. Die Trinksprüche von Kiel druckten die Hilfsheizer Müller aus Limburg, Poflschaffner Hochheimer aus klerikalen Blätter ohne Kommentar ab. Frankfurt a. M. und Packmeister Haßler aus Niedernhausen. Bes Ans Baden, 19. Dezember.( Eig. Ber.) Der Landtag ist. schädigt wurden die Maschinen beider Züge, ein Backwagen und ein gestern in die Ferien gegangen, ohne daß die Regierung es vorher Güterwagen. Außerdem wurde der Aufbau des Postwagens, welcher für nöthig befinden hätte, auf die von der sozialdemokratischen im Personenzuge lief, zertrümmert. Nach dem Ergebniß der sofort Fraktion eingebrachte Interpellation betreffend die vorgenommenen Untersuchung trifft das Verschulden an dem Unfall monopolbestrebungen der Standard Oil Company anscheinend den Lokomotivführer des Personenzuges, weil derselbe eine Antwort zu ertheilen. Im Privatgespräche erklärte ein über das geschloffene Einfahrtssignal vorschriftswidrig hinausgefahren Regierungsvertreter, die Regierung sei über die Angelegenheit noch ift. Der betheiligte Lokomotivführer war am Freitag dienstfrei und zu keiner abschließenden Meinung gekommen. Hoffentlich ge befand sich gestern seit 3 Uhr früh im Dienst. nügen der Regierung zu diesem Zwecke neben den drei seit der Sache mit: 11... " So also sieht die Blume der Erkenntniß" aus, die Höchstes Raffinement der Zollbehörden. Die Interpellation verstrichenen Wochen die dreiwöchentlichen Weihnachts- auf dem„ fteinigen Boden von Straßburg" erblüht ist, so der Rölnische Zeitung" theilt die folgende unglaublich, flingende ferien der zweiten Kammer. Ein charakteristisches Beispiel für die Art, we der Wahl- Geist der Berjüngung, der das elfäffische Handwerk durch " Jm vorigen Jahre, etwa um diese Beit, war ein großer minister" isenlohr das B- fireben manifeftirt, feinen Beweht"! minifter" ifenlohr bas B- fireben manifeftirt, feinen Beweht"! Wir gratuliren dem Münchener Handwerkerblatt und Dampfer einer Rhederei aus Königsberg i. Pr. im Haff auf Grund amten- Apparat in alle öffentlichen Angelegenheiten hinein feinem Mitarbeiter, der auch so ein bischen Kenner der Situation gerathen und befand sich in so gefährdeter Lage, daß ein Theil der greifen zu lassen, bietet der gestern in der zweiten Stammer ein- in Elsaß- Lothringeu" fein will, zu ihrem pompösen Reinfall. aus unverzolltem russischen Weizen bestehenden Ladung im Werthe ammer Berichterstattungsdienste 3. gebrachte Regierungsantrag, betr. Regelung des offiziellen Defterreich- Ungarn. Cin offizieller von rund 60 000 m. fiber Bord geworfen werden mußte. Dadurch stenographischer Bericht über die Verhandlungen Les badischen Ausgleichsprovisoriums in den Beschlüssen der Delegationen, einigten Wien, 19. Dezember. Jufolge der Nichterledigung des wurde der Dampfer wieder flott und ging nach England. Nach Monaten erhielten die Ablader von der Provinzial- Steuerdirektion andtages hat bis jezt überhaupt nicht exiflirt. Crſt mit Gr. die Nachricht, es habe sich herausgestellt, daß Fischer aus benach öffnung der gegenwärtigen Session trat ein aus einem Amtmann sich beide Regierungen dahin, nur den Rahmen eines Gesetzes zu barten Dörfern eine größere Bartie des über Borb geworfenen Ge- und zwei Referendarien bestehendes offizielles Berichterstatter geben, welches die Möglichkeit gewährt, im Falle des Zustandes bureau in in Thätigkeit. Da fich jedoch auch diese Bericht fommens des österreichisch- ungarischen Ausgleichs im nächsten Jahre treides aufgefischt und damit ihre Schweine gefüttert hätten. Daraus ecstattung als unzulänglich erwiesen hat, so will nun die Regierung die bezüglichen gesetzlichen Bestimmungen nachzutragen. ergebe sich, daß der Weizen weder ins Ausland exportirt, noch vera den Stenographendienst in der Berichterstattung erweitern, jedoch Wien, 20. Dezbr. Eine außerordentliche Generalversammlung nichtet worden sei, es müsse daher der Zoll im Betrage von 12 000 nur die Reben der Minister und Fraktionsredner stenographisch im der österreichisch- ungarischen Bank ermächtigte den Generalrath zum Mart erlegt werden. Die Ablader mußten zunächst zahlen, legten offiziellen Bericht wiedergeben, während die übrigen Redner von dem Abschlusse eines Uebereinkommens mit den beiderseitigen Regierungen aber beim Finanzminister Beschwerbe ein, die an den Bundesrath weiter gegeben wurde und dieser hat nun die Mückerstattung des Amtmann und den Referendaren in direkter Rede bearbeitet werden wegen provisorischer Verlängerung des Privilegiums der Deilers Betrages angeordnet. sollen. Daß unter solchen Umständen das offizielle Berichterstatter reichisch Ungarischen Bank, beziehungsweise wegen Fortdauer der bureau zu einer Art Zensurbehörde über einen großen Theil der Wirksamkeit der auf die Defterreichisch- Ungarische Bank bezüglichen Zum Fall Fint liegt nichts neues mehr vor. Die Kammerreden würde, das war dem Landtag sofort klar, er nahm des. Gefeye bis längster 31. Dezember 1898. Post", die ihrem ehemaligen Redakteur den Raum für Erklärungen halb einen Rommiffionsantrag zur Regierungsvorlage an, wonach-Ju Böhmen scheint sich die nationale Verbitterung jest eingeräumt hat, hütet sich sehr wohl, auch nur mit einem Worte dieser Berichterstattungsdienst nicht augängig sei und wogegen die jest zu der für sie sehr unangenehmen Affäre Stellung zu nehmen. Regierung auf andere Weise für eine objettive offizielle Berichtschiedenen Blättern gemeldet, daß es dort in der Ferdinands- und Herr Fink findet fehr wenig Schüßer feiner beleidigten Ehre in der erstattung Sorge tragen solle. Josephskaserne zwischen den Angehörigen verschiedener Truppens Presse; auf die Vertheidigung durch die Staatsbürger Beitung" Die vom Zentrum eingebrachten zwei Anträge betreffen: gattungen zu blutigen Zusammenstößen gekommen sei, bei und die Deutsche Tageszeitung" fann er nicht stola fein. Daß ein 1. die Zulassung von religiösen Orden und ordensähnlichen denen insgesammt 21 Soldaten schwer verwundet wurden. Als fonst anständig gehaltenes Blatt, wie die„ Tägliche Rundschau", ihn Rongregationen; denselben soll die Niederlaffung im Großherzog am Zusammenstoß mitbetbeiligt werden das 23. Jägers vertheidigt, ist wohl darauf zurückzuführen, daß Herr Fink für dieses thum gestattet sein; der Regierung ist nur Anzeige davon zu Bataillon und das 7. Dragoner- Regiment genannt. Der ErgänzungsBlatt deutschnationale Artikel geschrieben hat. machen; bezirk des Jägerbataillons umfaßt das Egerland und einen Theil " auch in Den Rafernen Zuft zu machen, aus Brot München, 18. Dezember.( Eig. Ber.) In der Abgeordneten 2. bie allgemeine wissenschaftliche Vorbildung der Geistlichen. des Erzgebirges, das Dragoner- Regiment ist zum theil deutsch, zum fammer begründete heute unser Genosse brhard bei Berathung Aus Elfast Lothringen, 19. Dezember.( Eig. Ber.) Die theil stock czechisch. An nationalem Fanatismus giebt, wie die Dinge des Etats des Hofbräuhauses seinen Antrag für das Be Entrüftung, welche sich der reichsländischen Bevölkerung bemächtigt heute liegen, der Egerländer dem Czechen aus Taus oder Pilsen dienstetenpersonal einem staatlichen Musterbetriebe würdige Arbeits- angesichts der Hartnäckigkeit, mit der seitens der Regierung ihre nichts nach. Es war vorauszusehen, daß in den gemischten Gars verhältnisse zu schaffen. Die Kellnerinnen haben, so führte Medner fehnsüchtigen Wünsche nach Aufhebung der Ausnahmegesetze fort- nifonen dieser Gegensatz auch handgreiflich in die Erscheinung treten u. a. aus, eine durchschnittliche Arbeitszeit von 16-17 Stunden gefegt ignorirt werden, erhellt aus den folgenden Ausführungen, würde. " " täglich, selten einen freien Zag, niemals einen freien Sonntag. Sie welche die Elsaß- Lothring. Boltspartei", das Organ Prag, 20. Dezember. Das offiziöse„ Prager Abendblatt" schreibt: müssen von ihrem Verdienste täglich 1 M. an den Bächter abliefern. der radikalen bürgerlichen Opposition, an die Nachricht knüpft, daß Brag nimmt nach und nach wieder seine alte Physiognomie an. Der Bächter fann sie jederzeit ganz nach seinem Belieben entlassen. der Bundesrath dem vom Reichstag angenommenen Gefeßentwurf Wie wir vernehmen, werden demnächst die militärischen Streif Für die Stellenvermittelung werden den Kellnerinnen 30 über die Alenderungen der elsaß- lothringischen Berfaffung und Ab- patrouillen bei Tage aufhören. Auch sieht man wieder mehrfach bis 40 Mart abgenommen. Die Puzfrauen erhalten bei einer schaffung des Dittaturparagraphen neuerdings seine Buftimmung solche deutschen Firmenbezeichnungen und geschäftlichen Aufschriften, Arbeitszeit von 12 Uhr nachts bis 8 Uhr früh nur 80 Bf. Lohn. versagt hat. Das deutsche Volt will so schreibt das genannte die während der Exzesse verschivunden waren, ihre alte Stelle Solche Zustände sollten in einem staatlichen Musterbetriebe nicht ge- Blatt, daß die Elsaß- Lothringer als Brüder, nicht als einnehmen. Wir begrüßen auch diese Erscheinung mit Freude. Das duldet werden, selbst wenn die Einnahmen sich dann etwas ver- Unterworfene behandelt werden; die deutsche Regierung natürliche Recht und die historisch fest begründete Bedeutung und singern sollten. widerfirebt dem fortgesetzt. Der Schlag ins Gesicht des Stellung der deutschen Sprache im geschäftlichen Verkehr der Landes hauptstadt kann und darf durch die jüngsten Ereignisse in feiner Weise geschmälert werden. Wir befürchten nicht, daß die Wiedergeltendmachung dieses Rechtes erst des behördlichen Schuzes bedürfen wird." Budapest, 20. Dezember. Die sächsischen Abgeordneten Hinz, Brennerberg und Melzer zeigten ihren Austritt aus der liberalen Partei an. Schweiz. Genf, 19. Dezember. In der heutigen Volksabstimmung wurde eine Forderung der Sozialisten betreffend Abschaffung des Kultusbudgets und Zuweisung seiner Aufgaben an eine neu zu gründende Altersversorgungskaffe mit 7767 gegen 3808 Stimmen verworfen. Frankreich. Paris, 18. Dezember.( Eig. Ber.) Auf ihre alten Tage, angesichts der kommenden Neuwahlen, ist die Kommer so reformeifrig geworden, daß sie nun binnen den zwei Monaten der außerordent lichen Seffion vier Reformen votirt hat. Nach dem Haftpflichtgeset, der Reform des Untersuchungsverfahrens und der Oktroi- Reform ein wirksames Schuhgeset für die EisenbahnArbeiter, und das, wie die letzteren zwei Reformen, troß des offenen Widerstandes der Regierung, die in einem eigenen Entwurf wahren gesucht hatte. Bauzibar, 19. Dezember. Nach den letzten aus Uganda hier II. Erläuterungen au obigen allgemeinen eingetroffenen Nachrichten hielt Major Macdonald am 13. November Prinzipien. 1. Jeder Arbetter mag zu einer Gewerkschaft das Fort Lubas, das die Aufständischen behaupten, immer noch ein- gehören oder nicht; jedem Unternehmer steht es frei, men er be geschlossen. Mehrere fleine Gefechte wurden geliefert, in denen die schäftigen will, er gehöre au einer Gewerkschaft oder nicht. Jeder Aufständischen 150 Todte und Verwundete einschließlich ihres Führers Arbeiter, der in einer Verbands- Werkstätte arbeitet, ist gehalten, mit Mbaruk verloren. Die mit den Engländern verbündeten eingeborenen feinen Mitarbeitern friedlich zufammenzuarbeiten, ob sie oder er Truppen griffen das Fort an, wurden aber zurückgeschlagen, obgleich oder ob sie nicht zur Gewerkschaft gehören. Es steht ihm jederzeit die Aufständischen, deren Zahl jezt auf 200 angegeben wird, schwere frei, feine Arbeitsstätte zu verlaffen; eine Gesammtatsion der Arbeiter Verluste erlitten. soll nicht eher stattfinden, als bis die weiter unten angegebenen Wege zur Bermeidung von Differenzen begangen find. Der UnternehmerVerband beeinflußt in feiner Weise seine Mitglieder in bezug auf die Bevorzugung von Nichtgewerkschaftern. 2. Stücklohn, der Partei- Nachrichten. Bei den Stadtverordneten- Erfahwahlen in Erfurt erhielten schon in vielen Werken der vereinigten Unternehmer üblich ist, soll die sozialdemokratischen Kandidaten Stegmann, Fabrentamm in allen Fabriten eingeführt werden können. Die Löhne find von Randidaten Restaurateur Michi, Rechtsanwalt B. Miller II welche die Arbeit ausführen. Der Unternehmer- Verband wird keine und Reißhaus 434, 438 und 447 Stimmen; die gegnerischen Fall zu Fall festzusehen zwischen dem Unternehmer und den Arbeitern, und Schlosser Scharff 929, 1095 und 1108 Stimmen. Für letteren Stücklöhne zulaffen, bei denen der Arbeiter nicht wenigstens feinen Herrn find alle Ordnungsparteien eingetreten; er hat aber, wie die Durchschnittslohn verdient. gehört und nirgende öffentlich erklärt, daß er seine frühere Ueber- follen fie nach den Vorschlägen der Unternehmer nach folgenden Tribüne" mittheilt, ungefähr 20 Jahre lang zur Sozialdemokratie 3. Ueberzeitarbeit. Wenn Ueberstunden nothwendig sind, deugung aufgegeben habe. Die Wahlbetheiligung war sehr schwach. Grundfäßen geleistet werden: Bon teinem Arbeiter sollen im Ber on 9054 Wahlberechtigten stimmten nur 1564. laufe von 4 Wochen mehr als 40 Stunden Ueberzeitarbeit verlangt die Interessen der Eisenbahn Gesellschaften so weit als möglich aus Berlin hat auf seiner Agitationstour durch die Rheinpfalz unfällen, nothwendigen Reparaturen 2. zu Von der Agitation. Der Parteigenoffe Johannes Timm werden. Ueberstunden dürfen nicht verweigert werden bei Betriebs" Der votirte Gefeßentwurf wurde ausgearbeitet vom Genossen in den Orten Frankenthal, Oppau, Lambrecht, Rheingönheim, sens, 4. 2ohnhöhe. Es muß den Unternehmern gestattet sein, Jaurès und den Radikalen Berte aug und Robier auf Winnweiler, Kirchheimbolanden, Raiserslautern, Haßloch, Neustadt Arbeiter zu Löhnen zu beschäftigen, mit denen diese selbst sich zuGrundlage der Forderungen der starken sozialistischen Eisenbahner- a. d. Haardt, Pirmasens, Bliestastel, Schifferstadt, Grünstadt, Oggers: frieden erklären. Die Unternehmer erklären, nichts gegen die Kollektiv. Gewerkschaft. Der Einfluß dieser Gewerkschaft hat sich start genug beim und Scheyer gesprochen. Die Versammlungen erfreuten sich Abmachungen der Gewerkschaften oder sonstiger Arbeitergemeinschaften erwiesen, um in der Kammer die Bildung einer besonderen Gruppe überall eines zahlreichen Besuches aus allen Schichten der Be( 3. B. die Arbeiter einer Werkstätte, Fabrik 2c.), die zum Zwecke für Vertheidigung der Interessen der Eisenbahn- Angestellten und völkerung. Bon dem Recht der freien Diskussion, das wir den der Erreichung eines bestimmten Minimallohnfazes gebildet Arbeiter" hervorzurufen, in welcher alle Parteien vertreten sind. Gegnern überall gewähren, wurde nur in einigen Versammlungen werden, unternehmen zu wollen, aber zu wollen, aber fie lehnen es ab, Es half daher dem tölpelhaften Minister der öffentlichen Arbeiten, Gebrauch gemacht. Dagegen benutzten sie mehrfach das schofle die Beschlüsse solcher Vereinigungen den Mitgliedern des UnterTurrel, nichts, daß er den Gefeßentwurf unparlamentarisch mit dem Mittel der Saalabtreiberei; so wurden in St. Ingbert und nehmer- Verbandes aufzuoktroyiren. Die Gewerkschaften dürfen sich Namen Entwurf Guérard"( der allemanistische Leiter der Eisen- Bweibrücken die Lokale, die uns zuerst von den Wirthen in die Löhne der außerhalb ihrer Vereinigung stehenden Arbeiter bahner: Gewerkschaft) belegte. Er verstärkte dadurch lediglich bereitwilligst zur Verfügung gestellt worden waren, im legten nicht einmischen. Allgemeine Aenderungen in der Lohnhöhe in die Bedeutung der von der Regierung erlittenen Niederlage. Augenblic verweigert. Unserer Partei hat das wenig irgend einem Distritt oder mehreren müssen durch Verhandlungen Die Reform erstreckt sich auf das gesammte Bugspersonal: gefchabet. Wir befamen statt dessen in dem benachbarten Blies zwischen den Vertretern beider Parteien festgesetzt werden. Lokomotivführer, Heizer, Zugführer und Bremser. Sie fetzt eine tastel ein Lokal, wo unter äußerst zahlreicher Betheiligung die erste 5. 2ehrlinge sollen in unbegrenzter Zahl gehalten werden maximale zehn stündige Arbeitszeit innerhalb 24 Stunden Sozialdemokratische Bersammlung abgehalten werden konnte. Mit- fönnen. fest mit einer ununterbrochenen Ruhezeit von mindestens 10 Stunden. glieder des protestantischen Jünglings vereins, der bis dahin in dem 6. Die Auswahl der Arbeiter, die an der einen ober Die Haltezeit zwischen zwei Zügen wird, insofern sie weniger als Saal getagt hatte, trugen noch kurz vor Beginn unserer Berfamm- anderen Maschine beschäftigt werden sollen, geschieht durch den vier Stunden dauert, zur Arbeitszeit gerechnet, ebenso wie die lunges war am Sonntag ihre Ranzel fort; vermuthlich be- Unternehmer; je nach der Geschicklichkeit derselben erfolgt die Be Reservezeit. Und da die ministeriellen Rundschreiben, die bisher die fürchteten sie, das Stück Möbel könnte, entweiht" werden. So fehlt es zahlung. Arbeitszeit regelten, durchweg straflos mißachtet wurden, so find bei der Bekämpfung der bösen Sozi auch nicht an humoristischen Szenen. III. Mittel und Wege zur Vermeidung von in die Reform, die Strafbestimmungen des Eisenbahnficherheits- Die großen und kleinen Mittel zu unserer Bekämpfung werden aber Differenzen. Um in Zukunft den Ausbruch großer Konflitte Gesetzes aufgenommen worden.-Dem bezeichneten Bersonal alle nichts helfen. Die sozialdemokratische Bewegung faßt auch in möglichst zu vermeiden, wird bei schwebenden Differenzen der Unterwird sodann ein Urlaub von 24 Stunden alle zehn Tage und der Pfalz immer tiefer Wurzel, das wird der Ausfall der nächsten nehmer Deputationen der direkt dabei betheiligten Arbeiter auf Berlangen ein folcher von 15 Tagen alljährlich gesichert. Reichstagswahl beweisen. empfangen, um mit ihnen zu verhandeln. Kommt es hier zu einer Für die Alterspensionen ist der Grundsatz der proportionalen Benſion im Verhältniß zur verflossenen Dienstzeit festgelegt worden. bis jetzt in der Druckerei der„ Volksstimme in Frankfurt a. M. Konferenzen zusammen. Wird auch hier eine Verständigung nicht Die Mitteldeutsche Sonntagszeitung" in Gießen, die Einigung nicht, dann treten die beiderseitigen Lokalvereine zu Zu dieser Pension ist jeder arbeitsunfähig Gewordene berechtigt ohne hergestellt wurde, wird von Neujahr an in der Keller'schen Offizin erzielt, dann wird die Sache den Exekutivbehörden der beiden VerRüdsicht auf Alter und Dienstdauer. Nach zehnjährigem Dienst in Gießen gedruckt. Die Zahl der Seiten des Blattes wird von Arbeitseinstellungen, weder partiell, noch allgemein, nicht Plat bände überwiesen. So lange die Verhandlungen dauern, sollen tritt diese Berechtigung ein für jeden Entlassenen aus 4 auf 8 vermehrt, das Format aber etwas verkleinert. Als die welchem Grunde immer, mit Ausnahme der Entlassung wegen Mitteldeutsche Sonntagszeitung" vor nunmehr vier Jahren ge- greifen, sondern die Arbeit soll einstweilen zu den alten Bedingungen einer widerrechtlichen Handlung( indélicatesse). Nach fünf- gründet wurde, fand sich in Gießen niemand, der die technische zehnjähriger Dienstzeit ist die proportionale Benfion auf den Wunsch Herstellung übernehmen wollte. des Betreffenden zu gewähren. Nach zwanzigjähriger Dienstzeit ist jeder pensionsberechtigt ohne Rücksicht auf deffen Alter. Schließlich werden Bußen oder Abzüge am Lohne oder an den Gratifikationsgeldern in Verbindung mit Disziplinarstrafen verboten. Nachdem die Regierung im entscheidenden Botum über den ersten Artikel mit allen gegen 188 Stimmen gefchlagen worden war, gelangte das Gesetz in der Gesammtabstimmung zur Annahme mit 420 gegen 11 Stimmen bei Enthaltung der Minister und der hartgefottenften fapitalistischen Abgeordneten. Leider aber ist die n nahme des Gesetzes im Senat sehr zweifelhaft. Wohl die Hälfte der für die Reform abgegebenen Stimmen rührt ja von Abgeordneten her, benen gerade die kommende reaktionäre Verhunzungsarbeit des Senats das reformfreundliche Botum erleichtert hat. wieder der Parteigenoffe Chr. Sprave( Kirchstr. 12) gewählt. In Hagen i. W. wurde zum Vertrauensmann einstimmig In Hartmanik, Bezirk Schüttenhofen im Böhmer walb, brangen bei der Gemeinderathswahl im zweiten Wahlkörper alle sechs Kandidaten der Sozialdemokratie durch. Bisher waren nur Liberale und Deutschfortschrittliche vertreten. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Die weiter geführt werden. Das die vorläufigen Abmachungen zwischen den beiderseitigen Vertretern. Am Freitag Abend war dieses Resultat erreicht; die Arbeitervertreter fandten sofort Birkulare und Stimmzettel an ihre Lokalvereine; die Abstimmung soll bis spätestens den 27. Dezember beendigt sein. Wie zu ersehen, ist die Fcage der Arbeitszeit- Ber fürzung gänzlich unberücksichtigt geblieben. Auch den Vorschlag der Arbeitervertreter, die 51 Stundenwoche einzuführen, lehnten die Unternehmer ab. # Gewerkschaftliches. Ausland. In Magdeburg war eine Zusammenkunft von Lederindustriellen verschiedener Städte abgehalten worden, die sich, ohne polizeilich überwacht zu sein, u. a. mit dem amerikanis ben Zolltarif, furs auch mit politischen Dingen beschäftigte. Die Verhandlungen Ein neues Organ der Handelsangestellten wird in Prag wurden in vollkommen parlamentarischer Form geführt. herausgegeben; es erscheint zipeimal des Monats in deutscher und Paris, 20. Dezember. Deputirtentammer. In der fragte, ob die Bestimmungen des Vereinsgefeßes feine Giltigkeit Volksstimme" brachte einen Bericht über diese Zusammenkunft und czechischer Sprache und steht auf dem Boden des Klassenkampfes. heutigen Bormittagsfißung wurde der Gefeßentwurf berathen, durch hätten. In Magdeburg fei einem Wirthe die Ausnutzung ge Tagesordnung wir bereits veröffentlichten, wird während der Weih Der Landeskongreß der ungarischen Feldarbeiter, dessen welchen die zolltarife für Schweine, Schweinefleisch wisser Räume femes Lotals verboten worden, weil befürchtet nachtsfeiertage in Budapest tagen. Bis jetzt sind bereits 162 waaren und Schweineschmals erhöht werden. Graux werde, daselbst könnten Versammlungen tagen, die der Polizei nicht Delegirte angemeldet. Der Kongreß wird ordnungsmäßig bei der befürwortete die Vorlage im Jutereffe der Landwirthschaft und des angemeldet seien. Hier aber tagten die Lederindustriellen in einem Ober- Stadtha ptmannschaft angemeldet werden. Sollte die Polizeis Handels, während Jaurès gegen dieselbe sprach. Der Minifter- der feinsten Lokale Magdeburgs und debattirten in vollkommen par- behörde jedoch wider Erwarten die Anmeldung nicht zur Kenntniß präsident und Ackerbauminister Meline meinte, die Erhöhung der lamentarischer Form über Politik, ohne hiervon( dies nehme man nehmen, so wird einem Beschlusse des Elfer- Komitees zufolge der Bölle auf lebende Schweine fei unnüß; er schlage einen Boll von an) die Polizei in Kenntniß gesetzt zu haben. Im anderen Falle Kongreß als eine vertrauliche Konferenz, mit Ausschluß der Oeffentlichkeit, 50 Franks auf Schweinefleischwaaren anstatt des von der Kom- würde die Polizei, die natürlich ein zweierlei Maß ertiärt. In dieser Konferenz sollen sodann ohne jede Debatte die mission verlangten Bolles von 70 Frauts vor. Niemand werde nicht tenue, eingeschritten gegen die Abänderung des Zolles auf Schweinefleischwaaren Aus- Redakteur Baumüller erhielt wegen dieses Artikels eine den Delegirten wird aufgetragen werden, im Sinne der Resolutionen Der sein. verantwortliche bereits vorher in Druck gelegten Resolutionen angenommen werden; ftellungen erheben. Schließlich nahm die Kammer folgende Bollfäße Auflage. an: Der Zoll für Schweine wird auf 12 Fr. erhöht, derjenige auf Magdeburger Polizei beleidigt sein. Gestern war Verhandlung vor tragen. Durch die hier gesperrt gedruckten Worte soll die vorzugehen und für die strikte Durchführung der Beschlüsse Sorge zu Ferkel auf 3 Fr., der für Schweinefleichwaaren auf 50 Fr. und der dem Landgericht. Baumüller wurde schuldig befunden und zu einem ergehen lassen, vor dem Bekanntwerden der Kongreßbeschlüsse keine Das Komitee hat an die Feldarbeiter die Aufforderung jenige für Schweineschmalz auf 35 Fr. Der Gesezentwurf im Monat Gefängniß verurtheilt. Wenn dieses Urtheil vom Reichs- Kontrakte für die nächste Ernte abzuschließen. ganzen wurde mit 418 gegen 97 Stimmen angenommen und sodann gericht bestätigt werden sollte, dann ist kein Journalist mehr sicher, Die Sigung aufgehoben. Im Laufe feiner Rede hatte der Minister selbst wegen des harmlofeften Wortes der Polizeibeleidigung schuldig In dem belgischen Kohlengebiete von Charleroi sind präsident Meline noch mitgetheilt, daß die Regierung einen Gesetz- befunden zu werden. In dem Artikel der Boltsstimme" war als eine Reihe kleinerer Streits zum Ausbruch gekommen, weil die Bergs entwurf gegen die Berfälschung von Schweineschmalz vorbereite. natürlich vorausgesetzt, daß die Polizei ein zweierlei Maß nicht natürlich vorausgesetzt, daß die Polizei ein zweierlei Maß nicht leute vielfach mit den neuen Reglements der Direktionen nicht ein Paris, 20. Dezember. Die heutige Verhandlung im Panama- tenne, es wurde ausdrücklich angenommen, daß die Leder Diftrits weist im„ Peuple" darauf hin, daß die Arbeiter zunächst verstanden sind. Der Sekretär des Bergarbeiter- Verbandes dieses Prozeß war wenig zahlreich besucht. Der Vorsitzende befragte Arton industriellen die Zusammenkunft nicht angemeldet hätten, und das vom Gesez garantirte Recht der Beschwerde in Anwendung über die feinen Mitangeklagten übergebenen Summen; Arton der Artikel war, wenn Deutsch noch Deutsch ift, dech lediglich nur wiederholte seine früheren Aussagen, während seine Mitangeklagten zu dem Zwecke geschrieben, zu erreichen, daß das Vereinsgesetz bringen sollten, und fich nicht an unbedachten Schritten hinreißen leugneten.gegenüber den Unternehmern mit derselben Strenge laffen möchten. Gleichzeitig sei die Verbandsleitung von allen Geltung gebracht werde wie gegenüber den Arbeitern, damit Gedächtniß zu behalten für den Fall, daß die bürgerliche Preffe Schritten zu unterrichten. Es ist angebracht, diese Thatsache im die Erkenntniß vonl der Nothwendigkeit der Verbesserung des Vereinsgesehes wieder einmal mit der Anschuldigung krebsen geht, daß die Führer" auch den anderen Bevölkerungsklassen beigebracht würde. Die Magdeburger Richter sind durch ihre zum Streit„ besten". Urtheile gegen Angehörige unserer Partei bekannt, in dem vor liegenden Falle aber bätten wir es thatsächlich nicht für möglich gehalten, daß sie zu einer Verurtheilung kommen konnten. Selbst feine Absicht, dem Gefes Achtung gegen jedermann zu verschaffen, wenn der Redakteur objektiv im Frrthum gewesen wäre, hätte man ihm zu gute rechnen müssen. Italien. Rom, 20. Dezember. In parlamentarischen Kreisen wird die Stellung des rekonstruirten Rabinets als sehr schwierig bezeichnet und bezweifelt, daß dasselbe die Kammermajorität erhalten wird. Für heute erwartet man eine sehr stürmische Kammerſigung, da Giolitti sprechen wird. Spanien. Madrid, 19. Dezember. Eine Depefche aus New- York meldet, der amerikanische Künenwächter Mac Lane beschlagnahmte sechs spanische Fahrzeuge unter dem Vorwande, daß diefelben Schmuggel mit Branntwein trieben. Mac Lane handelte ohne besondere Anweifung der Regierung. Nach Meldungen aus Havana ist der Adjutant des Marschalls Blanco, Oberst Ruiz, welcher in das Lager der Aufständi, chen bei Avanguren(?) entsandt war, um diese zu überreden, sich zu ergeben und die Autonomie anzunehmen. von den Aufständischen getödtet worden. Die triegerische Stimmung gegen Amerika ist infolge der Mel bungen aus Washington, wonach maritime Rüstungen gegen Spanien angeordnet wurden, im Wachsen begriffen. Die Regierung wird die Botschaft Mac Kinley's dieserhalb nicht beantworten, dafür aber die Rüstungen beschleunigen, um für alle Eventualitäten vorbereitet zu fein. Der Kampf der englischen Maschinenbauer zur Ten schottischen Buchdruckern und Schriftschern ist die verlangte Erhöhung des Wochenlohnes um einen Schilling von ihren Prinzipalen bewilligt worden, dagegen nicht auch die gleichzeitige Verminderung der Arbeitsstunden. " vor der Proje Mittenzweig- Knorr. Temesvar in Ungarn mit ihrem jüngsten Sozialistenprozeß Einen bösen Reinfall hat die Staatsanwaltschaft in Wegen Beleidigung des gerichtlichen Sachverständigen Sanitätscrlitten. Sie hatte gegen die Parteigenoffen Muck und 3ilzner raths Dr. Mittenzweig stand der Redakteur ber Auflage wegen angeblicher Aufreizung erhoben, die diese durch Ver- Charlottenburger Nachrichten", cand. theol. Oswald Knorr, öffentlichung einer die Ausbeutung und Drangfalirung der Arbeiter gestern wiederum schildernden Versammlungseinladung begangen haben sollten vierten Straftammer des LandDas gerichts II unter Borsiz des Landgerichtsdirektors Meer. Schwurgericht sprach aber nicht nur beide Angeklagte frei, sondern ich ein. Der letzte Termin in dieser schon vielfach verhandelten erfannte ihnen auch Entschädigung für die Zeitverfäumniß zu, die Angelegenheit, am 15. November dieses Jahres, mußte aufgehoben ihnen durch den Prozeß erwachsen war; ferner wurden der werden, weil der Angeklagte darauf bestand, daß außer einigen Staatstaffe die Kosten des Verfahrens vnd der Bertheidigung auf anderen Personen auch der Regierungsrath Stephan und dessen erlegt. Bruder, der Amtsrichter a. D. Stephan als Beugen vorgeladen würden. Wie in den früheren Terminen vertrat auch diesmal Staatsanwalt Schäfer die Anklage, Rechtsanwalt Knorr stand dem Angeklagten als Bertheidiger zur Seite, den Nebenkläger Dr. Mittenzweig vertrat General Marin goh seine Entlaffung als Generalfapitän von Portorico. Die Entlassung soll mit den Schwierigkeiten begründet Justizrath Asche. Unter den neuen von dem Angeklagten vorgefchlagenen und erschienenen Zeugen befindet sich auch Pfarrer sein, welchen Marin bei seinen Bemühungen begegnete, die ver- ist wieder an einem Wendepunkte angelangt, wieder haben die Mit Witte und Regierungsrath Stephan. Der Amtsrichter a. D. schiedenen Theile der Jusel bei der Einführung des neuen autonomen glieder der betheiligten Arbeiterverbände eine Abstimmung voran Stepban hatte telegraphisch angezeigt, daß er durch zwingende Regimes ins Einvernehmen zu bringen. nehmen über die von der Konferenz vereinbarten Einigungsbedin. Gründe am Erscheinen verhindert sei. Der Torsitzende erklärte auf Havana, 20. Dezember. Der Insurgentengeneral Alejandro gungen. Diese haben jeßt folgenden Wortlaut: Befragen des Vertheidigers, daß ohne diesen nicht erschienenen, Rodriguez traf im Lager des Insurgentenführers Aranguteren ein, I. Ilgemeines Prinzip der Freiheit der Unter Beugen verhandelt werden solle, da der Amtsrichter a. D. Stephan als letzterer sich anschickte, den als Parlamentär vom General" ehmer in der Leitung ihrer Betriebe. Die vereinigten entmündigt sei und der Gerichtshof kein Mittel habe, einen EntBlanco in das Lager der Aufständischen entfan ten Obersten Suiz Unternehmer erklären, sich jeder Ginmischung in die rechtmäßigen mündigten zum Erscheinen an Gerichtsstelle zu zwingen. Der Vornach vana zu begleiten. Modriguez berief ein Kriegsgericht und auch teine Einmischung in die Zeitung ihrer Betriebe zu dulden. Das Zeugniß des Beugen St. ersetzen könnten, auskommen würde. Funktionen der Trade Unions enthalten zu wollen, dagegen sigende fügt hinzu, daß man ja mit den vorhandenen Briefen, die ließ jowohl Arangueren wie Ruiz erschießen. Sie nehmen für sich das Recht in Anspruch. Arbeitsbedingungen, zur Sache ist hervorzuheben, daß die Beleidigung in einem Artikel unter denen irgendwelche Mitgliede der am Streit betheiligten Ge- der Charl. N." gefunden wird, der die Ueberschrift trug: No ch - Präsidentschafts- Kandidaturen in Transwerkschaften vor Beginn der Differenzen gearbeitet haben, auch auf ein Irrenvater" und eine scharfe Kritik an der Thätigkeit des vaal. Nach einer Meldung der Times" aus Johannesburg von andere Werkstätten zu übertragen. In dem Fall aber, daß die Dr. Mittenzweig bei der Feststellung des Geisteszustandes zu Entvorgestern ist dort das Gerücht verbreitet, Schalt Burger und Gewerkschajten die Frage erst zu diskutiren wünschen, ist durch den mündigender übte. Es wurde speziell der Fall der Frau Bambu 3 General Joubert würden sich binnen kurzem darüber einigen, wer Sekretär des Zweigvereins der Unternehmer eine Konferenz ein- behandelt, die nach der Darstellung des Artikels die Gefahr vor sich von beiden sich in dem Kampf um die Präside tschaft zurückziehen zuberufen. Das Vorstehende hat keinen Bezug auf die Dauer der fab, rechtswidrig durch Dr. Mittenzweig auf Betreiben ihres Che folle. Die Präsidentenwahl wird im Februar nächsten Jahres statt Arbeitszeit oder auf die Erhöhung und Reduzirung der Löhne und gatten dem Irrenbaufe zugeführt zu werden und deshalb einen finden. Präsident Krüger ist 1898 zum dritten Mal gewählt worden. Vergütungen. Selbstmordversuch machte. Der Artikel suchte alsdann die Unfähig Afrika. - " feit des Dr. M. darzuthun und führte aus, daß der Fall Bambus redung mit Herrn Dr. M. sei gar keine Rede, er sei während ständig ausgeschlossen, daß Dr. M. ein wiffentlich falsches Gutes geradezu unbegreiflich erscheinen lasse, daß die vorgesetzte Behörde des ganzen traurigen Verfahrens um feines Haares Breite von achten erstattet habe. Staatsanwalt Schäfer: Der Angeklagte habe behauptet, bas dieses Mannes ihn noch immer feine unheimliche Thätigkeit als Recht und Gesez abgewichen, sondern habe sehr forrekt das gethan, gerichtlicher Sachverständiger walten laffe." Der Artikel sprach auch was Ehre und Pflicht von ihm erheischte. Alles, was der An- Gutachten des Medizinalkollegiums habe das Mittenzweig'sche Gitts von einer verbrecherischen" Thätigkeit von Jrrenärzten. Der Angeklagte geflagte fonft über ihn verbreitet habe, sei völlig unwahr. achten für„ völlig unhaltbar" erklärt. Davon stehe in dem bestreitet, dies auf den Sanitätsrath Dr. Mittenzweig gemünzt zu haben Der Angeklagte bleibt dabei, daß der Amtsrichter St. aus der Obergutachten fein Wort. und behauptet, er habe damit den verstorbenen Kreisphysitus Dr. Falt Anstalt des Herrn Dr. W schließlich entwichen sei, weil er aus Der Angeklagte meint, daß dies nur eine von ihm selbst ges gemeint, der, nachdem er mit Dr. Edel Champagner getrunken, einem zwischen feinem Bruder und Dr. M. geführten Gefchloffene Schlußfolgerung gewesen sei. Leute, die er gar nicht gesehen, ins Jrrenhaus geschickt habe".-spräch entnommen habe, daß es darauf abgesehen gewesen Um 6 Uhr tritt eine einstünde Pause ein. Das Schöffengericht hatte seinerzeit den Angeklagten wegen der fei, ihn geistestrant zu machen, Der Amtsrichter St. habe Nach derselben nimmt die Beweiserhebung ihren Fortgang und Schwere der in dem Artikel enthaltenen Beleidigungen zu drei fich Stets so benommen, daß feiner der Menschen, die wird 9%, Uhr abends geschlossen. Staatsanwalt Schaefer hält eine Erhöhung der Strafe für Wochen Gefängniß verurtheilt. Gegen dieses Urtheil ist mit ihm in Berührung famen, auch nur eine Spur sowohl von dem Angeklagten als auch von dem Nebenfläger Dr. von Geistestrantheit an ihm zu entdecken ver geboten. Mittenzweig das Rechtsmittel der Berufung eingelegt worden. Die mo chten. Der Vorsitzende stellt fest, daß die Geiftestrant: Der Vorsitzende verkündete um 11/4 Uhr nachts das Urtheil. Sache hat inzwischen eine große Ausdehnung angenommen, heit des St. doch zweifellos festgestellt und er auf grund eines Mit Rücksicht auf die Schwere der Beleidigungen sei auf drei weil der Angeklagte einen umfangreichen Beweis dafür Gutachtens des Dr. Philipp und des Dr. Nichter entmündigt worden Monate Gefängniß erfannt und dem Nebenkläger die antrat, daß Sanitätsrath Dr. Mittenzweig in verschiedenen fei. Zeuge Regierungsrath St. beftreitet entschieden, das ihm Publikationsbefugniß zugesprochen. Fällen Leute für irrsinnig irrsinnig erklärt habe, die durchaus untergeschobene Gespräch mit Dr. M. gehabt zu haben. Weitere geiftesgesund gewesen seien. Zu diesen Personen sollte unter Abrechnung mit dem Angeklagten zu halten, werde seine gegen diefen anderem ein Herr Lege gehören. Der Angeklagte behauptet, daß angestrengte Privattlage ihm ermöglichen. der Nebenkläger Dr. M. sich dazu verstanden habe, dem Lege, der Sanitätsrath Dr. Mittenzweig bekundet, daß der Amts: 7101 Todte ud 79 302 Verwundete weist das Schlacht. wegen Nahrungsmittelverfälschung verurtheilt war, ein Attest über richter St. am 18. Oftober 1892 in die Anstalt gekommen sei und zwar feld der Industrie für das eine Jahr 1896 für die der Unfallangebliche Geisteskrankheit auszustellen und daß dabei gewisse auf grund eines Physikatsattestes des Dr. Falt, der phatologischen versicherung unterstellten Betriebe auf! Von den 79 302 VerGefälligteiten, die Frau Lege dem Dr. M. erwiesen, die Schwachsinn festgestellt hatte. Im Juli sei der Kranke, der bei Frei wundeten haben 46 529 Wunden erhalten, die eine dauernde Haupttriebfeder gebildet haben. In dem letzten Termine ist der gängern vielfach große Ungehörigkeiten begangen, aus der Anstalt Erwerbsunfähigkeit zur Folge haben, 32 773 find erst nach weit Fall Lege schon ausführlich verhandelt worden. Es handelte sich entwichen und daraus entsprang die Nothwendigkeit, seinem Bruder mehr als 13 Wochen langem Krankenlager als geheilt betrachtet. schließlich darum, festzustellen, ob Sanitätsrath Dr. Mittenzweig mitzutheilen, daß der Kranke in eine andere Anstalt gebracht werden 13 953 Hinterbliebene( 4505 Wittwen, 9194 Kinder, 254 Eltern) find mit überhaupt ein derartiges Attest ausgestellt habe. Der Staatsanwalt möge. Er habe den St. für sehr schwer geiftestrant gehalten, der fargen Unfallrente abgespeist. Fürwahr, Zahlen des Arbeiterrisikos, hat inzwischen eingehende Ermittelungen angestellt, die zu folgendem denn dieser sei melancholisch gewesen und habe an Größenwahn die den Hinderern des Fortschritts einer ausreichenden Arbeiterfürsorge Ergebniß geführt haben: Lege hatte verschiedene Begnadigungs: gelitten. und eines ausreichenden Gefahrenschußes das Schamroth gesuche eingereicht, schließlich auch eine Strafunterbrechung erwirkt Der Sachverständige Geb. Rath Prof. Dr. Eufenburg giebt Gesicht treiben sollte! Aber der Bund der Industriellen er und dabei wurde ein Gutachten des Dr. M. verlangt. Dieser hat sein Gutachten dahin ab, daß Dr. Mittenzweig zur Aufnahme laubt es ja nicht. Dadurch, daß nicht der volle Schadensersay, darauf gutachtlich bekundet, daß er den Lege auch jetzt noch für des Amtsrichters St. in feine Anstalt auf grund des Attestes sondern nur die farge Unfallrente als Schadensersatz von hochgradig nervös halte, ein abschließendes Gutachten aber ohne durchaus ermächtigt erscheine und ihm in diefer ganzen Affäre den Berufsgenossenschaften zu zahlen ist, haben die Unternehmer weitere Kenntnißnahme von den Akten und von seinem früheren feinerlei Vorwurf zu machen sei. Gutachten nicht abgeben könne. Justizrath As che beantragt, den Millionen in dem einen Jahr gespart. Bom Geldfactsstandpunkt aus ist es begreiflich, daß die Unternehmerflique jedem Ausbau der Bersicherungsgesetze alle möglichen Hindernisse bereitet. = Der Angeklagte meint, daß gerade das Attest des Dr. Falt den Nebenkläger zu besonderer Borsicht hätte mahnen müssen Dr. Falf fei bekanntlich felbft geistestrant gewesen und habe durch Selbstmord geendet. " eine tödtlich. Soziales. ins Die Einrichtung eines Volks Rindergartens ist von den Stadtverordneten Wiesbadens beschlossen worden. Die Rosten ( 150 000-160 000 m. einschließlich der Unterhaltung) werden aus zwei Legaten bestritten. erflären fönne; das zweite fei gar kein„ Attest" gewesen, er habe gleich er in der Sache selbst abweichender Meinung fei, müffe er doch Depeschen und lehte Nachrichten. Paris, 20. Dezember.( W. Z. B.) Heute Mittag fand in der Kirche Sainte Clotilde die Leichenfeier für Alphonse Daudet statt; die Betheiligung war außerordentlich groß; zahlreiche Kränze waren gespendet worden. Als Emile Zola fich vom Sterbehaufe nach der Kirche begab, wurden einige feindselige Rufe lant. Paris, 20. Dezember.( W. Z. B.) Jm weiteren Verlaufe der heutigen Verhandlung des Panama- Prozesses wurden die Angeklagten Saint- Martin, Maret und Boyer vernommen. Dieselben leugnen trotz der gegentheiligen Versicherungen Arton's, von diesem Geld empfangen zu haben. Morgen wird die Verhandlung fortgesetzt. ganzen Fall Lege auszuscheiden, weil er mit dem Fall Bambus gar nichts zu thun habe. Nach den Ermittelungen des Staatsanwalts stehe fest, daß das behauptete Attest des Dr. M. überhaupt nicht vor Die Arbeitsordnung des Holzwaarenfabrikanten Pant banden sei und somit habe der Fall Lege für diese Anklage gar feine E folgt der Fall des Dr. Sternberg. Vor etwa 7 Jahren Jahu in Breslau enthält, wie die Volkswacht" mittheilt, folgende Bedeutung. Der Gerichtshof könne gar kein Interesse daran haben, ist der Stabsarzt a. D. Dr. Sternberg auf grund eines Gutachtens Bestimmung:" Auf Wunsch des Arbeitgebers findet täglich ein alle möglichen Dinge, die der Angeklagte aus dem Privatleben des des Dr. Mittenzweig entmündigt worden. Der Angeflagte will auch Morgengebet statt. Ich erwarte, daß jeder Angestellte Dr. M. vorführen möchte, zu erörtern. Er erinnere daran, daß an diesem Falle die von ihm behauptete Unfähigkeit des daran theilnimmt und dasselbe in feiner Weise stört. Zus auch der Just i za minister seine Ansicht dahin befundet habe, daß Dr. Mittenzweig erweisen. Er behauptet, daß Dr. Mitten widerhandelnde werde ich bei mir nicht in Arbeit behalten." die Gerichte bei Beleidigungsklagen die Grenzen der Beweiserhebung zweig fein Gutachten leichtfertig abgegeben habe, da er Wie die Volkewachi" weiter mittheilt, hindert den Herrn Jabn angemessen einschränken und diese nicht zum Tummelplage für alle den Dr. Sternberg nur ganz oberflächlich gesehen, förperlich gar nicht die große Frömmigkeit nicht daran, seine Arbeiter effektiv möglichen Behauptungen über das Privatleben der Parteien machen genau untersucht und nicht einmal wahrgenommen habe, daß Dr. 11 Stunden; arbeiten zu lassen bei einem Stundenlohn follten. Der Angeklagte und sein Vertheidiger Rechtsanwalt Sternberg ein fünstliches Auge habe. von 25 Pf. Jede Verspätung sowie Singen und Plandern werde Knorr widersprachen dem Antrage, weil gerade der Sanitätsrath Dr. Mittenzweig: Als er von dem Amts- an den Schuldigen mit harten Geldstrafen geahndet. Fall Lege die unheimliche Thätigkeit des Dr. M. recht gericht in Charlottenburg aufgefordert worden set, den Dr. Stern Niemand würde sich schärfer gegen den erwähnten Mißbrauch grell beleuchte. Staatsanwalt Schäfer empfahl den berg auf seinen Gesundheitszustand zu untersuchen, habe er diesen einer religiösen Zeremonie wenden als gerade der Stifter der christ= Antrag des Vertreters des Nebenklagers auf's dringendste und zunächst nicht zu Hause angetroffen, dann aber doch Gelegenheit ge- lichen Religion selbst. Er sagt( fiehe Ev. Matthäi):„ Wenn Du verwies darauf, daß alle die Dinge, um die es sich hier handle, noch habt, in anderthalbstündiger Unterredung mit ihm seine ganzen beteft, so gehe in Dein Kämmerlein und schließe die Thür zu und in anderen gegen den Angeklagten schwebenden Anklagesachen ver: Ideen kennen zu lernen. Er habe dabei gar nicht daran zweifeln bete zu Deinem Vater im Verborgenen." Und ganz gut passen auf handelt werden müßten. Der Gerichtshof beschloß, den Antrag fönnen, daß er einen franken Mann vor sich habe, der an Quern die frommthuenden Fabrikanten, die ihre Arbeiter überfang aus abzulehnen und in die Verhandlung des Falles Lege einzutreten. lanten- Wahnsinn leide. Nachdem Dr. Sternberg zum Explorationstermin Geschäft fesseln und dabei noch schlecht bezahlen, auch die weiteren Während der Erörterungen über die Beziehungen, in welche Dr. M. wiederholt nicht erschienen sei, sei mit vollem Recht die Entmündigung Worte Jesu: Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon", zur Frau Lege getreten, wird die Oeffentlich feit aus ausgesprochen worden, denn es sei im Gesetz auch vorgesehen, daß ferner: Es ist leichter, daß ein Kameel durch ein Nadelöhr gehe, geschlossen, den Vertretern der Presse aber die Anwesenheit dies unter Umständen ohne die vorgeschriebene denn daß ein Reicher ins Neich Gottes komme." gestattet. törperliche Untersuchung vor dem Richter ge Arbeiter Risiko. Bei einem Rellerbau in dem unterDie Zeugin Frau Lege erweitert ihre im vorigen Termin gefche ben tönne. Dr. Sternberg fei auch heute noch entmündigt, fränkischen Dorfe Tidelhausen wurde durch einstürzendes Erdmachten Aussagen noch in einigen Punkten, die darauf hinzielen, die sein Aufhebungsantrag sei durch das Gutachten des Medizinal- reich ein Arbeiter getödtet; zwei Arbeiter wurden schwer, zwei leicht Beziehungen, in welche Dr. M. zu ihr getreten, etwas intimer tollegiums zurückgewiesen worden. verletzt. darzustellen, als fie bis dahin erscheinen Der Angeklagte bittet um Verlefung der Sternberg'schen Petition In München übt das Stadt Bauamt die Bautontrolle tonnten. Auf die Wiedergabe der Einzelheiten verzichten wir an das Herrenhaus. Troß jener Entmündigung sei mit Rücksicht auf den Ausschluß der Deffentlichkeit. Der Neben Dr. Sternberg vor 4 Jahren als Regierungsfommissar legt etwas schärfer. Mehrere Neubauten, die zu Bedenken Veran unumwunden zu, der Frau L., die bei Gelegenheit einer Unter eine Anstalt für Nervenkranke und übe nach wie Hochofenwerken in Esch durch eine Refselexplosion fünf Aus Luxemburg meldet der Telegraph, daß am Montag auf den fläger Dr. Mitten zweig giebt wieder, wie das vorige Mal, in Königsberg mit Auszeichnung thätig gewesen, habe felbfi laffung gaben, sind auf Anordnung der Behörde eingestellt worden. redung über den Gesundheitszustand ihres Ehemannes sehr ver= vor feine Praxis aus! aweifelt gewesen sei, einen Ruß gegeben, mit ihr ein Bier- Sachverständiger Geh. Nath Eulenburg: Im Verlaufe des Personen ums Leben kamen und ebenso viele verletzt wurden, davon lokal besucht und ein ihm von Frau 2. empfohlenes Zimmer in der gegen Dr. Sternberg eingeschlagenen Verfahrens seien aller Krausenstraße gemiethet zu haben. Er habe sich damals um die dings einige Unregelmäßigkeiten vorgekommen, erledigte Stellung eines Gefängnißarztes beworben und für Herrn Dr. Mittenzweig fönnen aber Juforrektheiten nicht vorgeworfen nöthig gehalten, ein Zimmer in Berlin zu besitzen. Sein erstes verden. Ein erstes Gutachten des Physikus Dr. Falt sei allerdings Atteft, welches er über Herrn L. ausgestellt, habe darin gegipfelt, nur aufgrund der Atten und ohne Vornahme einer daß er Herrn 2. nur für start nervös, aber nicht für geistestrant törperlichen Untersuchung abgegeben worden. Obvielmehr nur mitgetheilt, daß er ohne Einsichtnahme der Akten ein fagen, daß Dr. Mittenzweig nicht fahrlässig gehandelt und sich nicht definitives Gutachten nicht abgeben tönne. Er habe also teines als unfähig erwiesen habe. Tas müsse er entschieden verneinen, im wegs wider besseres Wissen ein falsches Attest ausgestellt. Der Gegentheil habe er sein Gutachten mit großer Vorsicht auf grund Ehemann der Zeugin 2. bleibt demgegenüber dabei, daß Dr. M. der von ihm angestellten Beobachtungen abgegeben. dennoch ein Attest ausgestellt und darin behauptet habe, daß der Der Nebenkläger Dr. Mittenzweig wird hierauf über seine Strafvollzug ihn( den Zeugen) in Lebensgefahr bringen Thätigkeit in dem Falle des Pfarrers Witte vernommen. Er würde. Für diese Behauptung fann ein Beweis nicht erbracht werden. erklärt, daß er den ihm gewordenen Auftrag, den Pfarrer Witte auf Es wird hierauf der Fall Stephan verhandelt. Der An feinen Geisteszustand zu untersuchen, zunächst abgelehnt habe, weil getlagte behauptet, daß Dr. Mittenzweig mit dem damaligen Staats- er ihm unbequem und unangenehm war und damals auch sehr viel anwalt St. verabredet habe, den Amtsrichter St., der im Disziplinar zu thun hatte. Er habe das Konsistorium gebeten, ihn damit zu verwege feines Amtes enthoben war, für geiftestrant zu erklären, um schonen, den Auftrag aber dann auf Wunsch des Landgerichts sein Vorgehen als Folge dieser Geisteskrankheit hinzustellen und ihm präsidenten doch ausgeführt. Seines Wissens sei inzwischen auch London, 20. Dezember.( Meldung des Reuter'schen Bureaus.) auf diese Weise eine Gnadenpension zu erwirken. Dies sei auch ge- Witte persönlich bei ihm gewesen, um selbst den Wunsch nach einer Jn amtlichen Kreisen bezeichnet man die Nachricht, daß ein Theil schehen, Dr. Mittenzweig habe ein entsprechendes Attest ausgestellt derartigen Untersuchung auszusprechen. Er habe dann die Aften der englischen Pacific Flotte im Hafen von Wai- hai- wai überwintern und auf diese Weise sei der Staat betrogen worden. Er habe genau durchftudirt und leider zu dem Schluffe Schluffe kommen werde, ale Erfindung; ebenso unbegründet sei die Meldung, daß seinerzeit diese Dinge in einem offenen Briefe dem Könige unter- müssen, daß dieser nicht blos einen querulirenden Charakter China sich über das Einlaufen des englischen Kriegsschiffes Daphne" breitet. habe, sondern der Anfang einer Krankheit vorlag. Des- in den Hafen von Port Arthur ohne Genehmigung der chinesischen Gefängnißarzt Dr. Döring, ein alter Bekannter der Familie halb habe fein Gutachten auf beginnenden Queru- Behörden beschwert habe. St., befundet als Zeuge, daß der Amtrichter St. von jeher fanten- Wahnsinn" abgegeben. Er sei der Meinung gewesen, daß Nom, 20. Dezember. Deputirtentammer.( Fortsetzung.) De Andreis ein Schrecken seiner Bekannten war. Der Regierungsrath St. der Affeft, in dem sich Pfarrer Witte feit mehreren Jahren infolge( Republikaner und Turati( Sozialist) sprechen gegen die gefundene habe ihn dann ersucht, den Bruder zu beobchten. Er habe damals feines Streites mit Stöcker und mit seiner vorgesetzten Behörde be- Lösung der Krisis. Cavallotti bekämpft ebenfalls die Lösung der die volle Ueberzeugung erhalten, daß der Anttsrichter St. geistes- funden, wahrscheinlich der Grund dafür sei. Er habe ihn also für Krisis, indem er erklärt, daß er ein demokratisches Ministerium, die in Luzzatti's Finanz- Exposé angekündigten frant fei. Als er dann gehört, daß St. disziplinirt worden sei, frant erklärt, aber selbst eine Einschränkung dahin gegeben, daß er welches habe er selbst dem Regierungsrath St. den dringenden Ratb ertheilt, ihn nicht für so krant halte, um seine Entmündigung zu empfehlen. Reformen durchgeführt hätte, gewünscht oder zum wenigsten die Unterbringung seines Bruders in die Frrenanstalt Dalldorf zu Angefl: Das Gutachten des Nebenklägers sei durch das eine Kabinetsbildung von offen tonservativem Charakter vor. veranlassen und die Wiedereinsetzung seines Bruders in den vorigen Obergutachten des Medizinalkollegiums aufgehoben worden. gezogen hätte, welche eine Vereinigung aller demokratischen Elemente Stand zu betreiben. Er habe die volle Ueberzeugung gehabt, daß Dieses habe festgestellt, daß Pfarrer Witte nicht geiste3trant bevorgerufen haben würde. Auch Nocito und Fortis sprechen gegen die Unterbringung in die Jrrenanstalt nothwendig sei für die eigene und das Gutachten des Dr. Mittenzweig parteiisch, und rorein- das Kabinet; letzterer führt aus, daß er und seine Freunde keinen Grund hätten, ihre oppositionelle Haltung zu ändern. Das vorige Sicherheit des Kranken und die Interessen seiner Familie. Er habe genommen sei. aber auch im Interesse der Humanität es für angezeigt er- Vorsitzender: Tas Obergutachten des Medizinallollegiums Rabinet habe schon einen scharfen Prinzipien gegensay in sich geachtet, diefem offenbar Kranken, der für seine Verfehlungen gehe dahin: Es ist nach dem vorhandenen Material fein Grund schlossen, der indeß durch die Neubildung nur noch verschärft er nicht verantwortlich gemacht werden kann, die Pension zu sichern zu der Annahme gegeben, daß bei dem Pfarrer Witte eine krank scheine. und habe dies dem Regierungsrath St. an die Hand gegeben. baste Störung des Denkvermögens oder der Urtheilsfraft in solchem Der Zeuge Regierungsrath Stephan schildert die Umstände, Grade vorliegt, daß die disziplinarische zurechnungsfähigkeit aus unter welchen er es für unabweisbar erkannt habe, feinen im geschlossen erscheint." Jahre 1891 disziplinirten Bruder, der an Größenwahn litt, auf feinen Geifteszustand untersuchen zu laffen. Er habe ihn zu bewegen vermocht, sich Mitte Oktober 1892 in die Anstalt des Dr. Mitten zweig zu begeben, dort sei er etwa neun Monate geblicben, Dr. M. habe die Ueberzeugung gewonnen, daß es sich um einen sehr schwer Kranken handelte. Dr. M. habe ihm sodann eines Tages mitgetheilt, daß es nothwendig sei, den Bruder aus seiner Anstalt wegzunehmen, da es sich nicht umgehen laffen werde, ihn in einer geschlossenen Anstalt mit fefter Disziplin unterzubringen. Sanitätsrath Dr. M. habe, ebenso wie Dr. Döring, ihm gesagt: Wenn er zurückgehe auf die ganze Krank heitsgefchichte, so müsse er doch zu der Ueberzeugung fommen, daß Dr. Mittenzweig: Er babe, als Pfarrer Witte seinerseits Die Krankheit schon viele Jahre und bis in die Zeit zurück das Gutachten veröffentlichte, fein Gutachten in der für wissenschaft reiche, wo der Amtsrichter St. noch attiv war.( Jm liche Kreise bestimmten Zeitschrift abgedruckt und dabei nur Dinge Fall Braufewetter lag die Sache bekanntlich umgekehrt, so, daß diefer weggelaffen, die Witte auch weggelaffen hatte. Er habe diesen nicht Richter wenigstens nach der Erklärung seiner Roflegen- bis weiter ärgern und nicht noch Del ins Feuer gießen wollen. zur letzten Stunde im vollen Besiß seiner Geisteskräfte war und Angeklagter: Das sei nicht wahr! E3 seien die Stellen dann mit einem Male, ganz urplöglich, verrückt wurde. D. R.) ausgelaffen, welche die Mittenzweig'schen Fehler Unruhe.) Dr. Döring habe es sogar für eine Ehrenpflicht erklärt, dem Kranten, deutlich ertennen ließen, dem durch seine pensionslose Amtsentlassung doch bitteres Unrecht Sachverständiger Geheimrath Eulenburg: Das Gutachten des Abstimmung über die geschehen sei, die gesetzliche Bension zu sichern. Erst daraufhin habe Dr. Mittenzweig sei mit außerordentlichem Fleiß abgefaßt und von Regierung nicht angenommene Tagesordnung geschritten, welche Die Kammer ist der Ansicht, daß die Art und Weise wie er aus rein menschlichem Gefühl heraus die nöthigen Schritte einer Fahrlässigkeit tömme teine Rede sein. Im Gutachten des lautete: gethan, um der Familie das zu sichern, was ihr zukomme. Das alles Medizinalkollegiums befinden sich auch manche recht angreifbare das Rabinet gebildet wurde, es demselben schwierig macht, ein falle in eine Zeit, wo er nicht mehr Staatsanwalt war. Auf sein Dinge, die das Mittenzweig'sche Gutachten nicht ohne weiteres zu organisches Regierungsprogramm aufzustellen und zu entwickeln und Gesuch sei dem Kranken dann vorläufig auf 5 Jahre eine Unter- widerlegen im stande fei. Dr. M. habe das ihm zur Berfügung geht zur Tagesordnung über." Die Tagesordnung wurde mit stügung gewährt worden. Von irgend einer fraudulösen Verabstehende Material sehr ausgiebig durchgearbeitet und es sei voll.200 gegen 184 Etimmen bei 10 Stimmenthaltungen abgelehnt. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. " er Dr. Mitten; weig: Er habe das Gutachten des Medizinal follegiums leider nicht zu Geficht bekommen, um daraus zu ersehen, welchen Fehler er eigentlich gemacht haben solle. Ein durouf bezüglicher Wunsch sei direkt abgelehnt worden. " Fortis schloß seine Rede mit einer Bekämpfung der Finanz politit des Schatsekretärs Luzzatti. Macola forderte von der Res gierung Erklärungen, welche geeignet wären, die Elemente der Ordnung zu beruhigen. Baccelli erklärte, daß er gegen das neue Colombo wandte fich vornehmlich Stabinet stimmen werde. die Finanzpolitik der Regierung; er schloß mit der gegen Bemerkung, daß er von der Regierung Eiflärungen erwarte hoffe, diese würden sein Mißtrauen nicht bestärken, Angeklagter: Er behaupte, daß gerade der Fall Witte die und Unfähigkeit und die unheimliche Thätigkeit des Dr. Mittenzweig sehr ihn vielmehr zu der Erwartung berechtigen, daß die Regierung deutlich mache. Das Gutachten selbst wimmele von Irrthümern. Er fich bewähren werde. Nach diesem Reduer sprach der Ministers habe dasselbe dann in seiner Zeitschrift für Medizinalbeamte" in präsident di Rudini. Nach dem Ministerpräsidenten ergriff Sonnino Er führte aus, das gegenwärtige Stabinet stelle eine gefälschter Form veröffentlicht, habe beispielsweise 180 Zeilen das Wort. von Männern der Rechten und der ganz ausgelassen, die gerade nach Witte's Behauptung die ephemere Verbindung Linken dar, die indessen kein gemeinsames Programm vercine. Thorbeit dieses Gutachtens illustriren mußten. Medier bekämpfte lebhaft das Finanzprogramm der Regies Giolitti wandte fich gegen die Afrikapolilit und rung. die Finanzpolitik der Regierung und hob hervor, infolge der Ernennung Martini's zum Zivilgouverneur der erythräischen Kolonie habe die afrikanische Politit eine Aenderung erfahren.( Unters brechungen von seiten der Minister di Rudini und Brin; lebhafte Der Ministerpräsident di Studini bekämpfte die letzten Auslassungen Giolitti's. Hierauf wurde zur namentlichen von Colombo eingebrachte, von der Hierzu 2 Beilagen u. Interhaltungsblatt. Br. 297. 14. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 21. Dezember 1897. Bur offafiatischen Situation. Das Kartenbild umfaßt Ditchina mit der Halbinsel Shantung und dem Hafen von Kiao- Tschou, ferner Korea, das neueste Kaiserretch", in welchem sich Rußland und Japan den Rang abzulaufen bestrebt sind, sodann die Südspitze der russischen Küstenprovinz von Sibirien, mit dem von Jahr zu Jahr bedeutender werdenden Kriegshafen von Wladiwostok; ferner fast ganz Japan, welches sich infolge feines siegreichen Krieges mit China über Formosa hinaus bis zu den Pescadores ausgedehnt hat und dessen unmittelbarster Machtbereich somit demjenigen Großbritanniens in Hongkong äußerst nahe gerückt ist; und im Süden reicht das Kartenbild bis zur Nordspite der Hauptinsel der spanischen Philippinen, Philippinen, Luzon ( Manila), dessen Hauptstadt durch ein Kabel mit Hongkong verbunden ist, dem gegenüber auf der anderen Seite der Mündungsbucht des Kantonflusses die portugiesische Hafenstadt Macao liegt. Durch Eintragung der sämmtlichen unterseeischen Kabel sowie der regelmäßigen Dampferlinten ist für die Leser in augenfälliger Weise zu Darstellung gebracht, wie fich auf dem oftastatischen Gebiet die wirthschaftlichen Interessen der Weltmächte berühren. Die Dampferrouten find durch feinere Strichlinien bezeichnet, und mit den Anfangs. buchstaben der betreffenden Nationen versehen. Wir finden dort regelmäßige Linien unter deutscher, englischer, französischer, österreicifcher, amerikanischer und japanis scher Flagge; die deutsche, vom Reich subventionirte Hauptlinie ist durch breite starke Strichlinien hervorgehoben. Die Kabelverbin dungen verzweigen sich besonders start von dem britischen Hafen von Hongkong aus; hier laufen die Rabel von Tongling, Singas pore und Manila zusammen und verzweigen sich dann die Ostküste Chinas entlang bis nach Japan und dem russischen Hafen Wladiwostot hin. Die mit Querstrichen versehenen Linien in unserer Karte laffen die verschiedenen Kabelstrecken deutlich erkennen. Von den chinesischen und japanischen Häfen sind eine größere Anzahl durch besondere Verträge dem internationalen Verkehr geöffnet. In diesen haben namentlich Aufiedelungen von Europäern und Mongolei a Tai Juen Weihu RE CH Peiho Tschengle ruches the Peking 250 Tientsin Mukder Newchwang 500 100 Puchöp HoWiju Takit Art Arthur Jap Kuanphing Tengtchire Cheloo Leitcholl's thain ei 301500 Hoang Tsinan Hoangho Kaifong Yain Hankow Zinning Jentchou h Bung SKido Kiao tchouKaiser Ko Kanal Nanking Wuchang sekiang Tschang.schu ว H Kanton Macad Kiu- kiang Wuhu 50 Tatung Hangtchou Hater uchou Gelbes Meer Tschingkiang 80 Shadhing Wingpo Kutchou Nan- Tschang Wentchar Funing Futchou msah Bai Hongkong Swatow Amov Pescado Takao Sudchinesisches Meer Tams A Kelung Philippinen Port Ha Chemulpo 40 Taiku Fusan Futsi Quelpart Narg Jap Tel E.E RAUS Ringhai Kutschings Kards!! Kagoshima PorLazarew Japanisches Meer Soul.60 Yangyang Shimonoseki Jap H C Niigata Takata Tojana Tokio Kanayawa Tsuruga okohama Hamanatsi Kioto Riogo Osako Kotsi DA GROSSER O CEAN Kart Inst Beseket Berlin Ws0.- 1020 Vebersicht Nordd Lic Hongkong Jokohame Amerikanern stattgefunden. Diese sog.„ Vertragshäfen" sind in unserer Karte durch Unterstreichen hervorgehoben. In den größeren, von der regelmäßigen Schifffahrt ange= laufenen Hafenorten sind mehr oder weniger umfangreiche Kohlendepots, sowie auch Docks zur Schiffsreparatur angelegt. Diese letzteren sind in der Karte durch fleine horizontale Rechtecke be zeichnet. Die englischen Docks bei Hongkong liegen auf dem Fest Lande, Hongkong gegenüber bei Kawloon, woselbst England be fanntlich einen weiteren Streifen Festlandsgebiet zur Vergrößerung seiner Niederlassung zu erwerben trachtet. Die Verkehrshäfen beschränken sich feineswegs nur auf die Seeftädte an der Küste, sondern fie reichen im Thaldes Yangtsekiang stromaufwärts bis weit ins Innere des Landes hinein. Im nordwestlichen Theile des Gelben Meeres, an der Küste der chinesischen Halbinsel Shantung liegt der Hafen von Kiao= Tschou, er ist in der Karte ebenfalls durch Unterstreichung des Namens hervorgehoben. An der Nordostküste von Shantung liegt daß von den Japanern befehte Wai- hai- wai. Die Halbinfel gegenüber Shantung ist Liaotung, an deffen Südspiße sich Port Arthur befindet. Wai- haiwai und Port Arthur beherrschen den Eingang in den Golf von Betschili. Am Ausfluß des Pais ho, der in den Golf von Petschili fließt, liegt Tatu, weiter oberhalb Tientsin und Peking. Zwischen diesen Orten ist eine Eisenbahu projektirt. Ferner soll eine Bahnlinie von Beting über den Hoangbo bis Hankou am Yangtfetiang gehen, bis wohin die englische Bahnlinie von Kal futta geführt werden soll. Die geplanten russischen Bahnlinien, welche sich an die transsibirische Bahn anschließen, werden Mukden mit Peting einerseits, anderseits mit Port Arthur, endlich auch mit Söul und Fufan auf Korea verbinden. Die fleine Uebersichtskarte in der unteren Ecke des Kartenbildes veranschaulicht die subventionirten deutschen Dampferlinien. Chinesisches D.E Ost- Meer S AN od Riu- Kiu utschu od Ri Natal beitreten Luzon " 0.0 11 ben für Heilzwecke benugten Gebäuden vor dem 3. Senat des Ober- Verwaltungsgerichtes begründete. Hervor Der Polizeikampf gegen den Saaibauverein die wirthschaftskonzession für die geplanten Räume und der Bezirks dieſes Inſtituts erſtehen. Der Stadtausschuß ertheilte wieder zuheben ist aus seinen Ausführungen folgendes: Durch die Statuten sei dem Vorstande des Saalbau- Bereins die in Hanau. ausschuß erkannte abermals zu ungunsten der Saalbau Gefell. Aufgabe übertragen worden, einen Geschäftsführer zu beftellen und schaft. Trotz der bedeutend vergrößerten Entfernung lag seine Thätigkeit zu überwachen, und eine andere Bestimmung laute: Die Arbeiterschaft der hochindustriellen Stadt Hanau empfand nach diesem Erkenntniß des Bezirksausschusses in Staffel die projektirte Der Geschäftsführer ist verpflichtet, die Vereinswirthschaft es bald nach dem Fall des Sozialistengefeßes ganz besonders un- Wirthschaft jetzt in unmittelbarer Nähe des Krankenhauses. dem Gesetz entsprechend zu führen; er hat sich allen Anangenehm, daß ihr fein größeres Versammlungslokal zur Verfügung Aus dem Verfahren ist noch interessant, daß die Polizeidirektion ordnungen des Vorstandes zu fügen. Schon diese Bestimmung hätte stand. Man erörterte deswegen bereits 1891, zuerst im Verein erklärt hatte, selbst wenn die Bedürfnißfrage im allgemeinen bejaht den Vorderrichter auf den Gedanken bringen müssen, daß der Arbeiterschutz", die Frage, wie diefem Mangel am besten werden müßte, so wäre sie doch im vorliegenden Falle zu verneinen, Geschäftsführer nicht auf eigene Rechnung die Wirthschaft bes abzuhelfen sei, und wählte schließlich in öffentlicher Bolts- da der Saalbau wesentlich nur von der Fabritarbeiter Betreibe. Uebrigens wisse die Polizeidirektion dies ganz genau. Der versammlung eine Baukommission, desgleichen veranstaltete völkerung besucht werden würde. Und das erklärte die Behörde an- Vorstand habe thatsächlich dem Geschäftsführer aufgetragen, möglichst man Sammlungen zu einem eigenen Saalbau. Jedoch hatte gesichts der Thatsache, daß die Fabritarbeiter- Bevölkerung Hanau's einen so zu wirthschaften, daß weder ein Ueberschuß heraustomme, noch man es nicht darauf abgesehen, nur für Verfammlungen einer Saal für 600 bis 800 Personen zehnma I füllen könnte. ein Zuschuß nothwendig sei. Es sei auch beschlossen worden, ihn Partei oder nur für politische Versammlungen ein Lokal zu Der Verein fehrte nun zu der schon früher gehegten Absicht, mit monatlich 80 M. fest zu entschädigen. Handle es sich hiernach schaffen. Die Arbeiter erstrebten vielmehr einen allen Parteien eine Vereinswirthschaft einzurichten, zurück, zeigte dies der Polizei um eine Vereinswirthschaft, so sei festzustellen, daß es auch kein und Gruppen zugänglichen und für alle Zwecke verwendbaren Saal- an und ließ das letzte Bauprojekt ausführen. Die Statuten wurden Betrieb sei, der nach§ 33 Abs. 5 der Gewerbe Ordnung in der bau. Buschiffe gaben denn auch der Markentonsum- Verein, der geändert und als Zweck des Vereins bezeichnet, seinen Mitgliedern Fassung vom 6. August 1896 an sich kongeffionspflichtig sei. Denn Turn- Verein, der Verein Arbeiterschutz, und später die Turngesell- Gelegenheit zum geselligen und freundschaftlichen Verkehr in den der Haupt- und eigentliche Zweck des Vereins fei, den Mitgliedern Geschaft, der Sanitäts- Verein, eine Anzahl Fachvereine und der Arbeiter Vereinslokalitäten Mühlstraße 2 31 geben. Die Mitgliedschaft muß legenheit zum freundschaftlichen und geselligen Verkehr in den VereinsGesangverein. Um weitere Kreise zu Beiträgen heranzuziehen, wurde drei Tage vorher angemeldet werden. Ueber die Aufnahme ent- räumlichkeiten zu bieten. Er sei also nicht auf den Wirthschaftsim März 1893 der Saalbau- Verein gegründet, dessen Zweck nach scheidet der Vorstand. Jedes Mitglied Frauen können auch betrieb gerichtet. Der Wirthschaftsbetrieb entspreche vielmehr nur dem Statut sein sollte: erhält eine Legitimationskarte, die nicht übertragbar einen beiläufigen Bedürfniß. Da der Wirthschaftsbetrieb weder für die nöthigen Mittel zu schaffen, um dem von der Hanauer ist und beim Besuch der Vereinslokalitäten vorgezeigt werden den Geschäftsführer, noch für den Verein einen Gewinn zu erzielen Bevölkerung schon lange empfundenen Lokalmangel durch Erbauung muß. Das Einschreibegeld beträgt 10 Pf., der Jahresbeitrag eben bezweckte, sei er fein Gewerbebetrieb und darum schon nicht und Instandhaltung eines Saales abzuhelfen. falls 10 Pf. Auch ist dem Vorstand das Recht eingeräumt worden, tonzessionspflichtig. Demnach komme es hier an sich gar nicht Die von dem Saalban- Verein mit der Verwaltung des Saalbau- Mitglieder auszuschließen, die ehrlos oder gegen die Interessen des darauf an, wieviel Mitglieder der Verein habe und wie leicht man Vermögens betraute Saalbau Gesellschaft mit beschränkter Haftung Vereins handeln oder den Beitrag nicht bezahlen. Mitglied werden konnte. Denn wer ohne jeden Erwerbs trat dann später mit dem Projekt eines im großen Stil gehaltenen Die einer Konzession nicht bedürftige Vereinswirthschaft wurde zweck Speisen und Getränke verkaufe, der unterliege unter feinen Etablissements hervor. Viele und größere Räume, eine Turnhalle troß einer polizeilichen Drohung, sie zu schließen, eröffnet. Eine Umständen der Konzessionspflicht. Der Verein sei übrigens eine und ein Fest- und Versammlungssaal wurden vorgesehen. Wegen Beschwerde gegen jene Drohung wurde als verfrüht zurückgewiesen durchaus geschlossene Personeneinheit. Bei der Entscheidung der des 3765 Quadratmeter großen Grundstücks Mühlstr. 2 hatte man und gleich darauf verfügte die Polizeidirektion Frage, ob ein Verein diesen Charakter habe, sei stets maßgebend, ob ihn bestimmt abzugrenzen, im mit einer Baufirma einen Vertrag, abgeschlossen. Für den die Schließung der Vereinswirthschaft. Sowohl die getroffenen Vorkehrungen projeftirten Bau suchte die Saalbau( Sesellschaft die Ron der Wirthschaftsverivalter Goldarbeiter Schmidt wie der Saal richtigen Verhältniß zum Zwecke des Vereins und den Umständen, zession zum Wirthschaftsbetriebe nach. Trotz des Einspruches bauverein erhoben hiergegen die Klage im Verwaltungsstreit unter denen er bestehe, sich befänden. Das sei hier der Fall. Es Der vom Bezirksder Polizeidirektion, die die Nähe des Landkrankenhauses für be- verfahren. Der Bezirksausschuß unter dem Vorsiz des Regierungs. liege deshalb kein offener Gewerbebetrieb vor. denklich hielt, ertheilte der Stadtausschuß die Konzession. Es sei zwar, präsidenten Grafen Clairon d'aufsonville wies natürlich die ausschuß angezogene Rechtsfall des Vereins mit dem Jahresbeitrage führte er aus, nach dem Ministerialerlaß vom 26. August 1886 in lage ab, indem er etwa folgendes ausführte: 3 weifellos von 60 Pf. tomme hier gar nicht in betracht, denn da sei zu unmittelbarer Nähe von Krankenaustalten eine Wirthschaftskonzeffion sei der Vereine wirth auf eine Gewinnerzielung bedacht gewesen. entscheiden gewesen, ob die Zusammenkünfte jenes Vereins im Sinne nicht zu ertheilen, indessen der Neubau einer chirurgischen Klinik im Das sei anzunehmen, weil die Statuten des Vereins feine Be- anderer Geseze als öffentliche anzusehen seien.( Vereinsgesetz?) jenseits des Straßendammes gelegenen Parke des Landstimmung darüber enthielten, wie die ganze wirthschaftliche Ver- Daß jemand schnell einen Groschen Beitrittsgeld zahle, um frankenhauses folle in einer Entfernung von 60 Metern von der waltung des Lokals vor sich gehen solle. Ferner sei der fragliche in der Vereinswirthschaft augenblickliches leibliches Be Straße erfolgen. Das sei keine unmittelbare Nähe und lasse Wirthschaftsbetrieb auch als ein offener anzusehen. Die Betheiligung dürfniß zu befriedigen, fei hier ausgeschlossen, da streng Störungen der Insassen des Krankenhauses nicht befürchten. Auf fei nicht auf einen individuell begrenzten Kreis von Personen beschränkt. darauf geachtet werde, daß die Aufnahme in den Verein erst nach die Berufung der Polizeidirektion hob der Bezirksausschuß die Die Aufnahme und Ausschlußbedingungen des Saalbauvereins feien der drei Tage vorher eingereichten Anmeldung erfolge. Diese Erschwerung Konzessionsertheilung wieder auf, und zwar wegen der Nähe so wohlfeile und die Zahl der Mitglieder mit 1101 eine so große, daß bringe es mit sich, daß dem Verein nur Leute beiträten, die es mit des Krankenhauses im öffentlichen Interesse". An dem Urtheil von dem Verein nicht gefagt werden könne, feine Mitglieder bildeten seinen Bestrebungen ernst meinten. Gin festes inneres Band bestche fiel allgemein auf, daß die erwähnte Ministerial- Verfügung einen in fich geschlossenen, bestimmt abgegrenzten Kreis von innerlich zwischen den Mitgliedern in der Berfolgung des gemeinsamen falsch zitirt wurde. Der Bezirksausschuß sprach von einer unter sich verbundenen Personen. Auf diesem Grundfage fußend, idealen Zweckes, der Arbeiterschaft in Hanan ein ebenso gesundes Nähe der Strantenanstalt, während der Minister nur die un habe das Ober- Verwaltungsgericht einem Bereine, dessen Jahres- und anständiges Lokal zur Verfügung zu stellen, wie es die bürger. mittelbare Nähe meinte. Nun, ein Rechtsmittel dagegen gab es beitrag 60 Pfennig betrug, die Eigenschaft einer gefchloffenen Gefell- lichen Kreise besäßen. Rechtsanwalt Heine beleuchtete dann noch kritisch nicht, der Bauplay mußte anderweitig ausgenutzt werden. Der schaft abgesprochen. Demi Saalbauverein sei es auch lediglich die Ausführungen des Bezirksausschusses über die Absicht, nur das Verein beschloß, nur ein kleines Wirthschaftsgebäude und eine Turn um eine Umgebung des Gefeges zu thun. Und schließlich Gefeß zu umgehen", und über die große Nähe" des Land- KrankenDas Gericht hob die polizeiliche halle zu errichten, die sich auch für Bereinsfestlich feiten eigne. Die laffe die große Nähe des Landkrankenhauses den Wirthschaftsbetrieb hauses. der Vereinswirthschaft al& 11 11= Gebäude sollten auf dem hinteren Theil des Grundstückes, also als solchen erscheinen, der mit Gefahren für das allgemeine Wohl Schließung möglichst weit von ber Straße errichtet werden. Nach dem ent- verbunden sei. berechtigt auf, indem es ausdrücklich durch den Mund Gegen dies Urtheil legte für den Kläger Rechtsanwalt Wolf des Senatspräsidenten Rommel erklärte, den Ausführungen worfenen Bauplan follten sie 64 Meter von der jenseits des Straßendammes gelegenen Mauer der Krankenanstalt und 120 Meter gang eine die Berufung ein, die er sehr eingehend und treffend des Rechtsanwalts Seine beigetreten au fein. % Tohales. Untersuchung unterwerfen wolle. Auch von einem| Muth getrunken hatten, schoß B. dem Mädchen, das am Boden ärztlichen Atteft, welches meine Tochter beibringen sollte, um tniete und betete, eine Kugel durch den Kopf, dann drückte er die Wahlverein des 4. Kreises, Südosten. Unverkaufte, Urania- der peinlichen förperlichen Untersuchung zu entgehen, wie es das Waffe gegen sich ab. Das Mädchen war sofort todt, B. wurde Billets" zum 8. Feiertag sind bis Mittwoch, den 22. Dezember, an Gesetz bestimmt, verlautete absolut nicht eine Silbe. Hermann schwer, jedoch nicht lebensgefährlich verlegt nach der Charitée gediejenigen Personen abzuliefern, von welchen diefelben entnommen Köppen, Pankow, Berlinerstr. 26. bracht. Er ist bei vollständiger Besinnung und konnte noch ver= worden sind. Bis dahin nicht zurückgegebene Billets gelten als ver- Die Deutsche Tageszeitung" meint in der Angelegenheit:„ Wenn nommen werden, doch hat sich sein Zustand gestern bedeutend ver tauft. Der Vorstand. nicht volle und befriedigende Aufklärung erfolgt, so werden die Ver- schlimmert. treter des preußischen Volkes nicht umhin können, die Sache im 2andtage zur Sprache zu bringen. Es müssen unter allen Montag aus dem Fenster des vierten Stockes im Haufe Bayreuther Das Dienstmädchen Frieda Freund hat sich in der Nacht zum Umständen wirksame Sicherungsmaßregeln gefunden und immer ftraße 16 auf die Straße gestürzt. Sie wurde schwer verlegt in ein angewendet werden, die eine Wiederholung solcher Vorkommnisse Strankenhaus gebracht. Was die Unglückliche zu der That getrieben, ausschließen." ist nicht bekannt. Es wäre wohl das erste Mal, daß auf Anregung der Konserva tiven der offiziellen Vertretung der preußischen Geldsacksinteressen zugemuthet würde, sich über die Polizei tadelnd auszusprechen. furter Allee) ist gestern eröffnet worden. Dortfelbst ist Tag und Die Unfallstation in der Warschauerstr. 2( Nähe der Frank Nachtdienst. . findlichen Paletotdiebe sind drei Winterüberzieher, deren EigenDas Polizeipräsidium theilt mit: Bon einem in Haft bes Das Berliner Ergebnis der Bichzählung vom 1. Dezember 1897 wird jetzt vom Statistischen Amt veröffentlicht. Es wurden 1897( bezw. 1892, bei der vorlegten Viehzählung) unter überhaupt 24 416( 24 805) Grundstücken 8735( 6841) Grundstücke mit Vieh gezählt, rund 363/4( 272) pet. Das Plus an Grundstücken mit Vieh, das sich bei der diesjährigen Zählung ergeben hat, erklärt sich zum mittag ein Arbeiter Wilhelm Kretschmer. Dieser war auf einem Neubau, Auf dem Bau schwer verunglückt ist am Sonnabend Nachtheil daraus, daß diesmal auch Gänse, Enten und Hühner mit gezählt sind. Verhältnißmäßig die wenigsten Grundstücke mit Vieh der als Quergebäude auf dem Grundstück Gerichtsstraße 2 errichtet fanden sich natürlich im Innern der Stadt, z. B. in der Altstadt Stock vom Bau auf die Leiter steigen wollte, stürzte er auf den wird, beschäftigt. Als er, um Feierabend zu machen, im ersten nur 12/2 pet., verhältnißmäßig die meisten in den äußeren Stadttheilen, z. B. rund 50 pCt. im östlichen Theil der jenseitigen Luisengepflasterten Hof hinab und zog sich einen Arm und Beinbruch zu. fladt, 59 pet. im öftlichen Theil des Stralauer Viertels, 62 pet. auf vertebr mit Stuttgart ist, wie die Ober- Boftdirektion mittheilt, unglückte ohne Begleitmann in das Krankenhaus am Urban gebracht, Fernsprechverbindung mit Württemberg. Der Fernsprech- Mit einem Wagen der benachbarten Unfallstation wurde der Vers dem Wedding; doch hatte im Westen die an der Peripherie belegene, eröffnet worden. Auch mit Dermagen in der Rheinproving ist die in deffen Nähe er wohnt. Schöneberger Vorstadt unter ihren Grundstücken nur rund 22 pet. bis zur Dauer von 3 Minuten beträgt im Verkehr mit beiden Orten mit Vieh. Unter den bekannten mannigfachen Unannehmlichkeiten der Viehhaltung hat die Bevölkerung der vornehmeren" Stadttheile ie eine Mark. thümer nicht ermittelt werden können, und die nach eigenem Ges viel weniger zu leiden als die der Arbeiterviertel. Manche der in Der Geschäftsausschuß der Berliner ärztlichen Standes- ständniß des Festgenommenen in Restaurants gestohlen find, bei Berlin gehaltenen Bicharten sind im Westen entweder gar nicht oder vereine beschloß der„ Berl. Aerzte- Korr." zufolge in seiner letzten Pfandleihern verpfändet. Es find: 1. ein glatter, blauer Winterfind auch im Westen zahlreicher vertreten, was sich wiederum aus weise in einigen Gemeindeschulen Schulärzte angestellt werden. Mit 2 Reihen schwarzer Hornknöpfe, 2 Schlißen und Sammetaufhänger; der Wohlhabenheit der dortigen Bevölkerung erfiärt. Bon 50 363 dem Antrage soll an die städtischen Behörden eine Denkschrift ge- 2. ein etwas rauber brauner Winterüberzieher mit kleinkarrirtem, ( 1892: 43 916) Pferden tamen 1802 auf die Schöneberger Borstadt, richtet werden, worin die Nothwendigkeit der Anstellung von Schul- hellem Futter, 2 Reihen Hornknöpfe, 2 Schlißen und Stoffaufhänger; 3611 auf den östlichen Theil der Tempelhofer Vorstadt, 4594 auf ärzten in Berlin betont und Rathschläge für eine Organisation 3. ein glatter blauer Winterüberzieher mit Sammetfragen, braun und den dem Thiergarten benachbarten Theil von Moabit.( Für die gemacht werden. hellfarrirtem( damenbrettähnlichem) Futter, zwei Reihen Hornknöpfen, letzten beiden Stadttheile kommen auch die Kasernen von Kavallerieund Artillerie- Regimentern in betracht.) Unter den übrigen Stadt- Landgerichten gestern zur Vertheilung gelangt. Die Unterbeamten, verftäglich im königl. Polizeipräsidium vormittags von 9-12 Uhr Die Weihnachtsgratifikationen sind bei den beiden hiesigen einem Schliß und Kettenaufhänger. Die Eigenthümer wollen sich theilen hatten Oranienburger Vorstadt und Wedding die meisten Pferde, soweit dieselben bereits fest angestellt sind, haben durchweg 30 m. im Zimmer 97, Erdgeschoß, melden. M. 4759 und 5828. Bon 9397( 1892: 7293) Rindern tamen allein 2540 erhalten. Bevorzugungen einzelner Beamten haben weder bei den Durch Unvorsichtigkeit wurde Sonntag gegen Abend in dem auf den östlichen Theil der Stralauer Vorstadt( in dem der Viehhof liegt). Staatsanwaltschaften I und II, noch bei den Land- und Amts- oberen Stockwerk eines Geschäftshauses in der Leipzigerstraße von Darauf folgte der Wedding mit 925, der nördliche Theil der Rosen gerichten stattgefunden, was eine gewisse Befriedigung erregt. Von einer unbekannt gebliebenen Person eine Fensterscheibe zertrümmert. thaler Borstadt mit 714 1. f. w. Von 2958( 1892: 4120) Schafen den nichtangestellten Hilfsgerichtsdienern sind die meisten mit den Durch die herabfallenden Glassplitter wurde der auf dem Bürgertamen allein 2882, von 10 772( 1892: 4651) Schweinen 9221 auf gleichen Beträgen bedacht worden. Ueber die Gratifikationen der steige stehende Stellmacher Wilhelm Ripke am Kopfe verletzt. Er das östliche Stralauer Viertel. Von 1237( 1892: 1054) Biegen Subalternbeamten wird Schweigen beobachtet. Im Moabiter Unter- erhielt von der im alten Reichstagsgebäude befindlichen Ambulanz fanden sich 509 auf dem Wedding. Auf die östliche Stralauer Bor- fuchungsgefängnisse ist der Weihnachtsmann bereits am Sonnabend einen Beraand. stadt und den Wedding famen ferner von 13 579 Gänsen 8204 und eingekehrt, doch hat er sich wenig splendid gezeigt. Die Aufseher Das Passage- Panoptikum hat feit einigen Tagen ein Weih 2093, von 6345 Enten 1788 und 1534, von 65 219 Hühnern 6598 haben durch die Bank 20 m. erhalten, denselben Betrag haben auch nachts- Festspiel veranstaltet. Die Aufführung, an der die Wiener die Ober- Ausseher nur erhalten. So hat auch hier eine volle Gleich- Tanz- und Operettengesellschaft regen intheil hat, nennt sich„ Ein Hausbesitzer- Dreiftigkeit. Gegen das Streben der Lehrer um stellung stattgefunden. illustrirtes Quodlibet". Ein junger Maler beabsichtigt, den Verbesserung ihrer Lage wandte sich der Hausbesitzer- Verein„ Norden" Der Fiskus und das Weihnachtsfeft. Ein hiesiges Blatt Weihnachtsabend in seiner Weise als Familienfest zu begehen und in seiner Dezember- Versammlung mit folgender, von allen gegen drei schreibt: Grade keine freudigen Weihnachten haben eine Anzahl ladet seine Modelle zu sich. Als die liebenswürdige Gruppe unter Stimmen angenommenen Entschließung: Die Versammlung spricht Beamte, die bisher bei der Staatsschulden- Verwaltung beschäftigt dem Tannenbaum Plaz genommen hat, erscheint der als Kunstmäcen ihre volle Zustimmung zu den gefaßten Beschlüssen der Majorität waren. Die Konvertirung der Anleihen brachte der Staatsschulden übliche märchenhafte Engländer. Der Kerl will gleich ein ganzes der Stadtverordneten- Versammlung bezüglich der Lehrergehälter aus. Berwaltung eine große Arbeitslast, zu deren Bewältigung die Dugend Bilder kaufen. Die Kunstwerke sind aber schon alle auf der Sie verurtheilt die zügellose Agitation der Lehrer und spricht ihr bis dahin beschäftigten Kräfte nicht ausreichten. Sie stellte des Ausstellung; was soll der Maler beginnen, als der Nabob Bedauern aus, daß die Erzieher der Jugend ihren Schülern mit so halb im Februar d. J. eine ganze Anzahl Hilfsarbeiter ein, durchmit der Kaprice ankommt, daß er die Bilder vor dem schlechtem Beispiele vorangehen." Die so schon sehr mäßige Achtung, weg Männer, die beim Militär in festen Stellungen waren, aber Abschluß eines Kauses sehen will. Die Modelle müssen da aushelfen. welche das Hausagrarierthum in der Berliner Bevölkerung genießt, bei der Staatsschulden- Verwaltung sich zu verbessern glaubten. Diese In niedlichem Arrangement sehen wir eine Reihe lebender Bilder: dürfte durch diese beschämende Auslaffung kaum erhöht werden. Hilfsarbeiter ließen sich zunächst von ihren Truppentheilen auf Egypterinnen am Fuße einer Pyramide, die Loreley, Mutterglück, drei Monate beurlauben. Niemand machte sie darauf aufmerksam, die drei Griechinnen und sonst noch verschiedene Kunstwerke von Auch der vorgeftrige goldene Sonntag" bewies wieder, daß die Beschäftigung bei der Staatsschulden- Verwaltung nicht von den Damen der Wiener Operetten- Gesellschaft graziös und geschmackdaß das faufträftige Publikum sich mehr und mehr den großen Dauer sein werde, daß sie hier auf eine feste Anstellung nicht rechnen voll dargestellt. Selbstverständlich fehlt es hierbei nicht an hübschem Bazaren zuwendet, wo es, wenn auch nicht bedeutend billiger, so doch auf jeden Fall bequemer zu kaufen vermeint, als in fleinen die Urlaubskompetenz der Regimentskommandeure erschöpft war, vom Rapellmeister Herrn Gothow geschrieben. doch auf jeden Fall bequemer zu kaufen vermeint, als in fleinen tönnten. Als daher nach drei Monaten der Urlaub abgelaufen und Solo- und Chorgefang; die entsprechende Musik ist, wie bemerkt sei, Geschäften. Man drängt sich mit dem Strom hinein, hat gar nicht die Absicht, viel zu erstehen, und ehe man sich dessen versieht, ist und blieben bei der Staats- Schuldenverwaltung. Sie fühlten sich, grafenstr. 67 ein Schaufensterbrand abgelöscht werden. Sonntag schieden die Hilfsarbeiter aus ihrem sicheren Militärverhältniß aus Sonnabend Abend 10 Uhr mußte Marts Feuerbericht. doch das Portemonnaie bedeutend leichter geworden. Es liegt eben da 28 von den Hilfsarbeitern am 1. Juni als Diätare übernommen Mittag 12 Uhr hatten Liegniter str. 6 verschiedene Kleidungsalles so nahe, so bequem bei der Hand. Die Leipzigerstraße war in den späteren Nachmittagsstunden wurden, hier auch sicher, bis unerwartet die Kündigung kam. Achtstücke Feuer gefangen, das aber bei Ankunft der Wehr bereits aus. außerordentlich belebt. Doch hielt das Publikum musterhaft Hilfsarbeiter wurden am 15. d. Mts., zehn Tage vor Weihnachten, gegossen war. Kurz nach 4 Uhr nachmittags erfolgte Alarm nach Disziplin, und auch die Schuhleute ſuchten der nothwendig ge Weihnachtsfest ist um so empfindlicher, als die Entlassenen, die nun hier brauchten die Löschmannschaften nicht in Thätigkeit zu treten. entlassen, andere sollen ihnen folgen. Die Entlaffung vor dem Schönhauser Allee 9, wo ein Sopha angebrannt war. Auch wordenen Verkehrsordnung, daß nur rechts gegangen werde, mit Eine Stunde später wurden sie nach Wienerstr. 13 gerufen, da auffälliger Höflichkeit Geltung zu verschaffen. In den Abendstunden ganz ohne Stellung sind, zum größten Theil verheirathet sind. soll das Geschäft bedeutend nachgelassen haben. dort eine Partie tünstlicher Blumen in einer Blumenfabrit in Flammen aufgingen. Die Gefahr konnte jedoch leicht beseitigt werden, ohne daß erheblicher Schaden entstand. Montag früh 9 Uhr erfolgte gleichzeitig Alarm nach Grüner Weg 101 und nach brennenden Webstuhl, im anderen Falle um angebrannte Waaren in Dresdener str. 40. Im ersten Falle handelte es sich um einen einer Federbesaßfabrit. Sämmtliche Brände waren nur unbedeutend und wurden meistens ohne Buthun der Feuerwehr gelöscht. und 12 843. Die akademischen Paletotmarder" treiben ihr Unwefen ebenso auf der Technischen Hochschule wie auf der Universität. ein Hut und ein Kragenschoner gestohlen. Sonnabend Vormittag wurden dort wiederum ein Winterüberzieher, ein Hut und ein Kragenschoner gestohlen. In der Offizin der„ Vossischen Zeitung" hat der Schriftsetzer Johannes Reineck am Sonntag das Jubiläum feiner fünfzig jährigen Thätigkeit im Buchdruckereigewerbe begangen. Herr Geh. Rath Lessing brachte das Hoch auf den Gefeierten aus, und Herr Döblin, der Vorsitzende des Verbandes der deutschen Buchdrucker, toastete, wie wir in dem Festbericht der„ Voffischen Zeitung" lesen, auf die Harmonie zwischen der großen organisirten Druckergemeinde und den Arbeitgebern und auf die Kollegialität. Aufhebung der strengen polizeilichen Maßregeln zur Ordnung des In dem Gewoge, das am Abend des goldenen Sonntags nach Verkehrs in der Leipzigerstraße entstand, ist der 25 Jahre alte Konditor Alex Borchardt aus der Mauerstraße 83 schwer zu schaden gekommen. Nachdem er von einem Pferdebahnwagen der Linie Spittelmarkt- Moabit abgesprungen war, fand er sich in dem Gewühl der Menschen und Wagen nicht zurecht und gerieth unter einen Omnibus, der ihn überfuhr. Mit einem doppelten Beinbruch mußte der Berunglückte in ein Krankenhaus gebracht werden. Unliebfames Aufsehen erregte übrigens, wie im Anschluß hieran mitgetheilt sei, das Verhalten eines Offiziers gegenüber der Anordnung der Polizei, daß jedermann rechts zu gehen hatte. Der Ein gerichtliches Nachspiel dürfte der vielerörterte Bolle'sche Offizier beanspruchte für sich und seine ganze Familie eine Aus- Streitfall haben. In einer Versammlung der Angestellten der nahme von der Regel und wollte ohne weiteres gehen, wie es ihm Bolle'schen Meierei im Moabiter Kasino hat einer der Redner den paßte. Er kam jedoch bei dem betreffenden Schuhmann an den Ver- Vorwurf laut werden lassen, die Gaftivirthe verleiteten die Bolle'schen fehrten. Der Beamte erklärte, seine Instruktion laute dahin, daß Arbeiter zum Schuldenmachen. Der Verein Moabiter Gastwirthe jedermann rechts gehen solle, eine Ausnahme für Offiziere und deren hat eine Kommission damit betraut, den Urheber der beleidigenden Familien sei ihm nicht bekannt. Und dabei blieb es; auch der Aeußerung zu ermitteln und die geeigneten Schritte gegen ihn einOffizier und seine Angehörigen mußten sich in die allgemeine Richtung zuleiten. wieder einfügen, " " " ( Dr. Köppen und Dr. Stoedtner, Urania- Theater, Invalidenstraße) theilt als Die Direktion der Projektions Vorträge über Kunst und Kultur Brogamm für diesen Monat mit: Sonntag, den 2. Feiertag, abends 8 Uhr: Eine Wanderung durch Pompeji( Herr Dr. Köppen). Montag, den 3. Feiertag, nachmittags 5 Uhr: Venedig und seine Kunstschäße( Herr Prof. Schmid, zu ermäßigten Preisen, Parkett 50 Pf.). Mittwoch, den 29. d. Mt., abends 8 Uhr: Moderne Maleret. Die Vorträge werden durch farbige Lichtbilder erläutert. Aus den Nachbarorten. Die Wahl der Beisitzer des Gewerbegerichts von Charlottenburg ist auf Montag, den 17. Januar nächsten Jahres anberaumt. Zu wählen sind 24 Beisiger, zur Hälfte aus den Arbeits Bengin gesucht! Gin hiesiger Rechtsanwalt ersucht uns um gebarn, zur andern Hälfte aus den Arbeitern. Die Wahlhandlung Elektrische Triebkraft in Berlin. Die Einführung elektrischer Aufnahme folgender Aufforderung: In einer Straffache gegen einen dauert von 10-1 und 5-8 Uhr abends. Charlottenburg ist hierzu, Kraft zum Antrieb von Maschinen macht in Berlin große Fortalten Mann behauptet ein 10jähriges Mädchen, die einzige Be- wie bei den Stadtverordnetenwahlen, in sieben Wahlbezirke eins schritte. Die Zahl der Motoren, für deren Betrieb die Berliner laftungszeugin, eine Frau, welche den Vorfall mit angesehen, habe sie getheilt. Elektrizitätswerte Kraft abgeben, ist von 928 mit 3384 PS( Pferde- aufgefordert, ihren Eltern von dem, was der alte Mann mit ihr Bei den Kreistagswahlen für den Niederbarnimer Kreis sind stärken) im Jahre 1895 auf 1698 mit 6110,5 PS im Jahre 1896 ge- vorgenommen hätte, Mittheilung zu machen. Es steht fest, daß der am Sonnabend von den neun Kandidaten der" Unabhängigen" fiebe ftiegen. Unter den 1698 Motorenbetrieben befinden sich nach einer Angeschuldigte mit dem Mädchen am 29. Juni ds. J3., vormittags gewählt worden. Nur die Herren Rentner Steeger- Parfow uno Zusammenstellung im Praktischen Maschinenkonstrukteur" 372 Buch zwischen 9 und 10 Uhr, im Thiergarten auf einer Bank gesessen Bimmermeister Lehme- Lichtenberg unterlagen mit wenigen Stimmen und Steindruckpreffen mit 1379 PS, 333 Aufzüge mit 1960 PS, 226 hat, welche etwa in der Mitte zwischen der Stadtbahn Slation den Gegenkandidaten Direktor Frey- Rummelsburg und Schöffe KobbeVentilationen mit 177,2 PS, 186 Maschinen für Metallbearbeitung Thiergarten und dem„ Neuen See" an einem Seitenwege dicht Weißensee. mit 644,9 PS, 77 Maschinen für die Holzbearbeitung mit 310,9 PS, bei dem fogenannten Großen Wege" steht. Nach der Angabe Raubmordverfuch an einem Arbeiter. Der in der Humbold74 Schleif und Polirmaschinen mit 295,7 PS, 62 Maschinen für des Kindes soll auf einer etwa 30 Meter entfernten Bant mühle in Tegel angestellte Arbeiter Baschte, welcher in der Scharn Papierbearbeitung mit 197,4 PS, 57 Maschinen für Fleischereibetriebe die oben genannte Frauensperson, welche einmal als Dame" weberstraße 78 zu Heinickendorf wohnt, wurde in der Nacht auf mit 192,5 PS, 21 Tuchschneidemaschinen mit 20,1 PS, 16 Mäh dann als Kinderfräulein" bezeichnet wird, mit einem kleinen dem Heimwege bei der sogenannten schwarzen Brücke von einem un maschinen mit 25 PS, 15 Spulmaschinen mit 30,5 PS, 14 Spul- und Kinde gesessen haben; diese soll, nachdem der Angeschuldigte bekannten Manne, der sich zu ihm gesellt hatte, überfallen. Ber Waschmaschinen mit 67 PS, 13 Maschinen für galvanoplastische Zwecke sich von dem Kindel getrennt hatte, dem Kinde nachgegangen fein Thäter faßte sein Opfer an der Kehle und brachte ihm eine tiefe mit 43,1 PS, 13 Hutbügelmaschinen mit 22,7 PS, 11 Maschinen für und an dieses oben erwähnte Aufforderung gerichtet haben. Sollten Schnittwunde mittels eines dolchartigen Messers bei. Da der UeberLederbearbeitung mit 56,5 PS, 3 Antriebe von Dynamos mit diese Zeilen der erwähnten Unbekannten oder jemandem, dem diese fallene noch die Kraft hatte, um Hilfe zu rufen, so entfloh der Un63,5 PS, 205 verschiedene Arbeitsmaschinen mit 626,4 PS. Die vielleicht von dem Vorfall Kenntniß gegeben hat, zu Gesicht kommen, bekannte. Baschke wurde später von Passanten aufgefunden und Zahl der elektrisch betriebenen Arbeitsmaschinen ist aber thatsächlich dann werden nähere Mittheilungen an den Bertheidiger erbeten, nach Tegel gebracht, wo ihm ärztliche Hilfe zu theil wurde. Sein weit größer, als hier angegeben ist, da viele nicht von der Zentral- besjen Namen und Adresse die Redaktion auf Anfrage mittheilen Bustand ist bedentlich. B. lebt in ärmlichen Verhältnissen und hat stelle aus gefpeift werden. Viele kleinere Betriebe, die bis dahin wird. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß das Mädchen einen an eine starte Familie au ernähren. Wahrscheinlich war es auf seinen auf Antrieb von Hand angewiesen waren, wenden jetzt elektrische fich harmlofen Vorgang zu der erwähnten schweren Beschuldigung Wochenlohn abgefehen, den er bei sich trug. Die Gendarmerie von Kraft an. aufgebauscht hat, zumal fie gerade damals von einem ähnlichen Tegel, Reinickendorf und Umgegend fabudet auf den Thäler. Ju Sachen Elise Köppen ist einem Berliner Lokalblatt Vorgange in der Zeitung gelesen haben kann. Die Erwähnung der folgende Erklärung zugegangen: Ich habe meine Tochter Elife auf- betreffenden Dame fann dann auch nur zur Glaubhaftmachung ihrer gefordert, mir auf Ehre und Gewissen bis in die kleinsten Details sonst durch keine weiteren objektiven Momente unterstützten Angabe Die lautere Wahrheit zu sagen, was sich nach ihrer polizeilichen erfolgt sein. Berdächtig ist, daß, während das Kind die Dame schon Freiherr von Mirbach geht abermals straffrei and. Bor Sistirung zugetragen hat. Das Mädchen betheuerte mir unter vorher oft gesehen haben will, sie nach dem Vorfall die Dame nie der achten Strafkammer des hiesigen Landgerichts I unter Vorfiz Thränen, sie sei mit mehreren anderen Siftirten mittels Polizei: wieder getroffen haben will. des Landgerichtsraths Reinete wurde die bekannte Beleidigungss wagens von dem 99. Polizeirevier( Ramlerstraße) gegen drei Uhr Mord und Selbstmordversuch. Der 20jährige Handlungs- tlage des Besitzers und Verlegers des Deutschen General- Anzeigers" früh nach dem tgl. Polizeipräsidium( Alexanderplay) transportirt gehilfe Walter Buckow versuchte sich am Sonntag Abend in seiner Karl Sedla bet wider den Oberhofmeister der Kaiserin Fr hrn. worden. Als sie dort ankam, wurde Elise in ein Zimmer Wohnung in der Schulzendorferstr. 12 zu erschießen, nachdem er v. Mirbach in der Berufungsinstanz verhandelt. Wegen eines im gebracht, in welchem sich bereits awei Dirnen befanden. feine Braut, die 16jährige Buchhalterin Gertrud Rumpf in gleicher D. General Anz." erschienenen Artikels" Judengeldsammler für Sie betheuerte unausgesetzt ihre Unschuld. Auf das Drängen Weise getödtet hatte. Er war in einem Eisenwaarengeschäft in der Kirchenbauten", der schwere Beleidigungen gegen Frhrn. v. Mirbach meiner Tochter, fie zu entlassen, entgegnete ein Beamter:" Sie Müllerstraße in Stellung und hatte ein auskömmliches Ge- enthielt, war seinerzeit der Schriftsteller Schwennhagen als bleiben hier, bis der Arzt kommt, Sie werden halt. Seine Zugehörigkeit zit 818 Sport- und Vergnügungs- Verfasser zu einem Jahre, Sedlaget zu vier Monaten untersucht!" Endlich gegen zehn Uhr vormittags tam der Arzt, vereinen und seine Neigung zum Besuch von Rennbahnen Gefängniß verurtheilt worden. Als Frhr. v. Mirbach in dem und die Untersuchung begann. Zuerst wurden die beiden Pro- und ähnlichen Unterhaltungen fofteten ihm aber viel Geld, so daß er Hauptverhandlungs- Termin als Zeuge vernommen wurde, hat er in ftituirten zum Arzt gebracht, dann kam die Reihe an Elise. Nach mit seinem Gehalt nicht ausreichte und im Geschäft Geld unterschlug. längerer zusammenhängender Rede das Treiben des„ General- Anz." dem die Angaben, welche sie über Wohnung und Familie zu Protokoll Das war am Sonnabend entdeckt worden, und B. hatte feine Ent- scharf gegeißelt und zum Schluß dieses Blatt dahin charakterisirt: gegeben, als richtig befunden worden, fonnte sie endlich in der laffung zu erwarten. Er überredete nun seine Braut, die bei ihrer Sein Vaterland ist wüste Demagogie, Monarchie, Thron und zweiten Nachmittagsstunde das Präsidium verlassen und zu ihren Mutter in der Langestraße 5 wohnte, mit ihm in den Tod zu gehen, Herrscherhaus bewirft er mit Roth, fein Christenthum ist ein besorgten Eltern nach Pankow zurückkehren. Ich erkläre hiermit und das Mädchen erklärte sich, wie aus einem zurückgelassenen Briefe Deckmantel, hinter dem sich die schändlichste Verleumdungss ausdrücklich und wiederholt, daß meine Tochter von einer ersichtlich ist, hierzu bereit. Am Sonntag Abend schlossen beide sich fucht und fanatische Hehsucht gegen Mitmenschen versteckt." Seite gefragt wurde, ob sie sich einer ärztlichen in B.'s Bimmer ein, und nachdem sie sich an Wein und Champagner Megen dieser Aeußerung hatte Sedlaget gegen Frhru. v. Mirbach " " S Gerichts- Beitung. einem 27 " Deutsches Reich. Kapelle bie Privatklage angestrengt, das Schöffengericht hat jedoch am 23. Eep bestraften Mann, wegen Beleidigung des Polizeikommissars Buck| Wilmersdorf bei Berlin 10,-. Ueberschuß vom gemüthl. Stat bei Treuthal, tember d. J. den Angeklagten freigesprochen, weil es die Aktiv zu 75 M. Geldstrafe verurtheilt. Am 17. März d. J. war Buttbuserstr. 49 0,65. Lofjack aus Wilmersdorf 2,-. Ueberschuß d. Matinee v. legitimation nicht für geführt erachtete, dein Angeklagten den Schuh bei der Pferdemusterung in in Stargard der Polizeikommissar 28. November, des Gesangvereins Nordwacht, 1. Rate 100,-. des§ 193 zubilligte und feiner Versicherung glaubte, daß ihm die Zuck Organisirte Kistenmacher Berlins, Behnfeldt 3,-. S. W. d. Pietsch 15, Pferde in einer Art und Weise in bie 1. Rate 50,- Klaviaturfabrik von Buchholz, 8. Rate 16,75. Stellmacherei Absicht einer persönlichen Beleidigung des Privatklägers fern gelegen Bügel gefallen, welche den Unwillen der Umstehenden ers H. Freitag, Brunnenstr. 181( darunter 4,60 vom Stat) 7,20. Rauchklub und er nur das Bestreben gehabt habe, in nachdrücklichster Weise regte. Buck hat den Ackerbürger Rahn nach dem Namen Bahia, Lübbenerstr. 9, 2. Rate 10,-. Maschinisten und Heizer Berlins( auf eine möglichste Klärung der ganzen Angelegenheit herbeizuführen. gefragt, worauf Kahn, welcher den Buck nicht kannte, die Gegenfrage Liften) d. H. 27,25. Stuckateure Berlins durch den Vertrauensmann( auf Wie in der ersten Instanz wurde Herr Sedlahek vom Rechtsanwalt stellte und dabei einen verächtlichen Blick gezeigt haben soll: Wie Liften) 125,60. Musikinstrumenten- Arbeiter Berlins durch Arendt( auf Listen) Ulrich, Frhr. v. Mirbach durch Rechtsanwalt Dr. Sello vertreten. heißen Sie denn?" Das ist der ganze Vorgang, der zur Verur- 153,80( darunter Fabrik Seidel 4,-, Fabrik Hansen 12,35, Fabrik Hoffmann Rechtsanwalt Sello bestritt wiederum, daß dem Privatkläger die theilung Kahn's führte. Wir möchten nur einmal wissen, was denn 6,20, Fabrit Pfaffe 8,75, Fabrit Wittig 11,-, Fabrik Seidel, ReichenbergerAttivlegitimation zustehe. Ferner müsse dem Beklagten Frhrn. v. Mir eigentlich nicht als Beleidigung bestraft werden kann. Wenn das so Nachfolger 12,20, Fabrik Heindorf 9,40, Fabrik Laurinat, 7. Rate 16,05, straße 12,60, Fabrit Millionen- Schulze, Blumenstraße 14,- Fabrik Hülse bach der Schutz des§ 193 Str.-G.-B. zugesprochen werden und weiter geht, dann darf man überhaupt nichts mehr sagen, wenn Fabrit Klingmann 13,65, Fabrit Koch u. Komp. 10,-, Fabrit Gott schließlich sei weder troß der Schärfe der gewählten Ausdrücke eine man sich nicht der Gefahr aussehen will, bestraft zu werden. wald 13,30, Klaviaturfabrik Rißner u. Komp. 10,30). Amerikanische beleidigende Form noch Absicht vorhanden. Der Privatbeklagte habe es für seine Pflicht gehalten, als Zeuge die reine unangenehine Entscheidung des Ober Verwaltungsgerichte 3. Die Zurücknahme von Bankonsensen betrifft eine wichtige Auftion im Kummer'schen Gesangverein 4,-. Handelshilfsarbeiter Berlins Der( lofal) d. Kamp 28,75. Statflub 50" 15,-. Hilfsarbeiter der Buchdruckerei Wahrheit zu sagen. Die Ausdrücke müßten sich doch danach zichten, Hausbefizer Salomon in Hannover wollte sein Haus derart aus. Mar Bading, zweite Rate 10,- Tischlerei Klär, Alte Jakobstraße 3,-. was abzuwehren war. Eine andere Charakterisirung von der ſitt- bauen, daß die Fassade sich hart an das Nachbargebäude anlehnen 10,-. Geburtstagsfeier bei Erbe 7,30. Bäcker Berlins( auf Listen) d. Florentin Frunz, Rummeln bei Caldenhausen 3,- Freunde trozzalledem lichen und journalistischen Haltung des Generalanzeigers durfte der sollte. Der Nachbar Berg verfocht jedoch gegen ihn im Zivilstreit Schd. 8,85. Glafer Berlins( auf Listen) d. Kr. 18,95. Brauer Berlins Privatbeklagte garnicht geben. Er war Gegenstand der schmachvollsten das sogenannte Traufrecht und erzielte auch, daß das Landgericht( eigene Listen) 50,80( darunter Brauerei Hohenschönhausen 32,05 u. Brauerei Angriffe gewesen und hatte die höchsten Güter des Herrscherhauses aussprach, Salomon müsse mindestens zwischen seinem Hause und Schultheiß I u. II Tivoli] 18,75). Verein der Schirmmacher Berlins 30,-. zu vertheidigen. Der Vertheidiger schloß mit Ausdrücken der zuver- dem des Berg einen Raum fichtlichen Hoffnung, daß auch dieser Gerichtshof ein freisprechendes Demnächst erhielt dann Galomon bitimetable branche b. pm.( auf Züſten) 28,60. Stellmacher aches and Aravatten Bauerlaubniß auf Berlins( Wagenfabrik d. Listen) Urtheil fällen würde. Dittmann) 32,70. Ein rother Bankbeamter, Annenstraße 3,-. Männerein Projekt, wonach der beabsichtigte Ausbau sich genau Rechtsanwalt Ulrich beantragte die Verurtheilung des Privats 27 Bentimeter vom Hause Berg's entfernt halten sollte. Gesangverein Hilaritas 5,-. Er beklagten, der weit über das Maß des Erlaubten hinaus ließ darauf bauen. Weitere Beiträge nimmt das Gewerkschafts- Bureau Nachbar Berg war damit nicht zufrieden. gegangen sei. Der Gerichtshof sprach dem Kläger zwar die Aktivlegitimation bäude entweder unmittelbar bis an die Grenze des NachbargrundEr berief sich darauf, daß nach der Baupolizei- Ordnung neue Ge-(. Millarg, Annenstr. 16, I) entgegen. zu, tam aber aus den übrigen im Vorerkenntnisse ausgeführten stückes herangebaut, oder mindestens 2 Meter davon entfernt ge- sollte am 11. d. W. eine Gewerkschaftsversammlung stattfinden, zu Eine vereitelte Versammlung. In Berlinchen( Kr. Sold in) Gründen wiederum zur kostenpflichtigen Abweisung des Klägers. halten werden müßten. Berg verlangte letteres. Das Stadt. Jetzt wird das Kammergericht in Anspruch genommen werden. Baupolizei- Amt wies ihn ab, worauf B. Beschwerden über der Genosse Mohs das Referat zugesagt hatte. Der Besuch war Ohne uns irgendwie für Herrn Sedlatek zu engagiren, fönnen wir Beschwerden an alle möglichen richtete. ganz über Erwarten zahlreich, leider aber zog der Wirth in legter doch unser Bedauern nicht unterdrücken, daß der Strafgesetz- Para- Beim Minister hatte er schließlich Erfolg. Die Folge war, Stunde feine Zusage zurück. Der Bürgermeister habe ihm, so erklärte graph, der von der Wahrung berechtigter Jnteressen handelt, nicht daß dasselbe Stadt- Baupolizei- Amt, welches Salomon den Baukonseng der Wirth, gesagt, daß es sich um eine sozialdemokratische Versammfun allgemeinen so ausgiebig zur Anwendung kommt, wie in dem ertheilt hatte, auf Erfordern des Regierungspräsidenten den Konsens lung handle und die wolle er in seinem Lokal nicht dulden. Wenig zurücknehmen und Salomon auffordern mußte, die Baulichkeiten erbaut waren die Versammlungsbesucher von dieser Eröffnung, aber Polizeiliche Allgewalt. Der Schankwirth Wanzlid in der insoweit wieder zu entfernen, als sie dem Hause Berg's näher wie Berlinchen dürfte troßdem von sozialdemokratischer Gesinnung nicht Wienerstraße 58 b hatte beim Polizeipräsidium beantragt, ihm die zwei Meter fämen. Nach vergeblichen Beschwerden beim Regierungs- unberührt bleiben. Benutzung seines Vorgartens zu Schantzwecken zu gestatten, indem präsidenten und beim Oberpräsidenten flagte Salomon beim Oberer geltend machte, der Stadtausschuß habe ihm auch für den Garten Verwaltungsgericht. Die Klage wurde vom 4. Senat aus folgenden Die Konzession ertheilt. Sein Antrag wurde aus„ straßen- und ver- Gründen abgewiesen: Die Polizeibehörden seien stets dann zur kehrspolizeilichen Gründen" zurückgewiesen. W. klagte darauf beim Zurücknahme des Baukonsenses berechtigt, wenn dieser dem Bezirksausschuß und führte zur Begründung folgendes aus: Weder objektiven Recht widerspreche. Das sei aber hier der der Verkehr, noch die öffentliche Ruhe, Ordnung und Sicherheit wären Fall, denn nach der Baupolizei- Verordnung seien neue Gebäude gefährdet, wenn er sein Bier auch in dem Borgarten ausschänken vom Nachbargrundstück 2 Meter entfernt zu halten, wenn sie nicht fönnte. Es liege hier lediglich ein Att polizeilicher Willkür vor. ganz dicht herangebaut würden. Unter diesen Umständen könne die Der Reviervorstand habe einmal erklärt, so lange er im Revier fei, Partei den Fortbestand der neuen Bananlage nicht verlangen. Im gäbe es feine Konzeffion für die Vorgärten. Der Bezirksausschuß Gegensah dazu dürfe die Polizei die Rücknahme eines Konsenses nie wies die Klage schon aus einem formellen Grunde ab, er erklärte aus einer Aenderung ihres freien Ermessens herleiten. Auch sei der fie aber auch materiell für unbegründet. Der Kläger legte Be- Einwand verfehlt, daß die Zurücknahme des Konsenses deshalb rufung ein und hob noch hervor, daß in derselben ungefeßlich wäre, weil sie die Folge unzulässiger Be Straße und unter denselben Bevölkerungsverhältnissen eine schwerden sei. Allerdings sei Berg als zweite Perfon nicht berechtigt ganze Anzahl anderer Gastwirthe ihre Vorgärten benutzen gewesen zu einer formalen Beschwerde gegen den Baukonsens, dürften, so zum Beispiel sein allernächster Konkurrent, den der einem andern ertheilt wurde. Es stehe jedoch jedem Mitgliede nur der Straßendamm von ihm trenne. Der 4. Senat des Ober- des Publikums frei, die Aufsichtsbehörden anzurufen, denen es dann Verwaltungsgerichts wies die Berufung unter folgender Begründung unbenommen bleibe, darauf einzugehen oder nicht. S. verliert zurück: Die Klage sei zulässig, aber nicht begründet. Die in betracht etwa 5500 M. tommende Polizeiverordnung vom 27. Oktober 1855 bestimme, daß Falle des Freiherrn v. Mirbach! die Vorgärten vor den Häusern mit einem Gitter zu versehen seien und daß ihre Benutzung zu bestimmten Zwecken von einer besonderen polizeilichen Erlaubniß abhänge. Die Verordnung gehe davon aus, daß aus verkehrs- und straßenpolizeilichen Rücksichten an sich in den Borgärten eine Schankwirthschaft nicht betrieben werden sollte. Wenn nun die Polizei sich daran halte und nach ihrem pflichtmäßigen Ermessen keinen Grund finde, die verlangte Ausnahme zu gestatten, dann habe sie nichts gethan, was erkennen lasse, daß sie es aus anderen als polizei lichen Gründen herleitete. Die vom Kläger angeführten Fälle der Benutzung der Vorgärten in derselben Straße tönnten nicht maß gebend sein. Wie sie lägen, wisse das Gericht nicht, es fönne sie barum auch nicht heranziehen zur Prüfung der Frage, ob hier eine Willkür vorliege. Nach dieser Enischeidung dürfte es sehr schwer fein, überhaupt jemals der Polizei Willkür nachzuweisen. Der Zentralverein der Bildhauer hat in seiner Abrechnung dem eine Ausgabe von 17 247,59 M. gegenübersteht. Bei den Ausvom dritten Quartal eine Einnahme von 29 651,45 M. zu verzeichnen, gaben befinden sich u. a. folgende Posten: Arbeitslosen Untergaben befinden sich u. a. folgende Poften: Arbeitslosen Unterfügung 6654 M., Neife- Unterstügung 2676,85 t, Unterstützung bei Arbeitsunfähigkeit 1910 M., Remuneration für die Verwaltung 1042,57 M. Der Kassenbestand beträgt mit vorhandenem Bestand vom vorigen Quartal 59 778,43 M. Wegen Beleidigung des Gewerbegerichts Vorsitzenden wurde der Genosse Rase vom Harburger Schöffengericht zu viers zehn Tagen Gefängniß verurtheilt. Der Angeklagte hatte in einer Bersammlung des Gewerkschaftskartells die Geschäftsführung des Gewerbegerichts- Vorsitzenden Tielemann tritifict und soll hierbei eine beleidigende Aeußerung in bezug auf Herrn Tielemann gethan haben.. Ter Ausstand der Tabakarbeiter in OsterholzScharmbet dauert bereits sieben Wochen und noch ist ein Ende desselben nicht abzusehen. Die Fabrikanten haben in anderen Gegenden Filialen angelegt, um billiger zu fabriziren. Die Lohnverhältnisse sind aber so niedrig, daß sich die Arbeiter durch diese Manipulation nicht nachgiebig zeigen und nun selbst vielfach den Ort verlassen, um anderwärts Arbeit zu suchen. Das Arbeiterfekretariat in München geht nunmehr feiner Berwirklichung entgegen. Die Stellen für zwei Sekretäre sind von der mit der Aufsicht betrauten Kommission ausgeschrieben und ver weisen wir hierbei auf die im Blatt erschienene Annonce. " Ronzeffiondentziehung trok strafrichterlichen Freispruche. Zu dem Destillateur N. in Hirschberg kamen eines Tages zwei als starke Trinker bekannte arbeitslose Maurer, die bei ihm zu verkehren Der Streit der Torgelower Metallarbeiter bildete das Pflegten, wenn sie Arbeit und Geld hatten. Auf ihr Bitten gab er ihnen eine Literflasche Schnaps. Er erklärte dabei, fie Thema einer gut besuchten Versammlung in Jaznic, in der Ges brauchten den Schnaps nicht zu bezahlen, wenn sie die noffe Massats ch das Referat übernommen hatte. Die äußerst Flasche in einer Viertelstunde Icerten. In wenigen Mi- günstige Aufnahme, die der Vortrag fand, ließ erkennen, daß die unten hatten sie die beiden ausgetrunken. Sie entfernten sich, Arbeiter gesonnen sind, die von den Unternehmern bedrängten und kehrten aber sehr bald wieder, ohne Merkmale größerer Trunkenheit rechtlos gemachten Arbeiter eifrig zu unterſtüßen. zu zeigen, und verlangten noch eine Flasche. N. verweigerte fie ihnen anfänglich, ließ sich endlich aber doch bereden, ihren Wunsch Seherpersonale des Münchener" Generalanzeigers" zu theil. In Eine unangenehme Weihnachtsüberraschung wurde dem zu erfüllen. Diesmal stellte er keine Bedingung. Die Schnaps den Arbeitsräumen des genannten Blattes werden nämlich zur Zeit freunde tranken die neue Flasche ebenso schnell wie die erste aus. zwei Segmaschinen aufgestellt, die in Betrieb gesetzt werden, sobald Die Verabreichung einer dritten Flasche Schnaps lehnte N. energisch die für den Maschinensatz bestimmte Bedienung sich mit dem ab, worauf sie sich in den Nebenraum begaben, um dort zu schlafen. eisernen Kollegen" zurecht gefunden bat. Durch diese beiden MaVerleitung zum Mundranb warf die Staatsanwaltschaft Der eine, Weimann, wachte nicht wieder auf; er erlag einem Herz- fchinen werden acht Setzer überflüssig. Früher als man glaubte, dem Handlungsangestellten Koslowsti vor. R. sollte sich dieses Ver- fchlage, und seinem Genossen wurde auch nur das Leben dadurch hielt die Setzmaschine in München ihren Einzug. gehen im Kaufhaus von Raphaëli schuldig gemacht haben, wo er gerettet, daß man ihn schleunigst in ein Krankenhaus schaffte. in Stellung war. In dem Geschäft werden auch Spirituofen gehalten; Der Destillateur wurde wegen fahrlässiger Tödtung angeklagt, das fuchten Versammlung beschlossen, an den Bundesrath das Ersuchen Die Münchener Bäckergesellen haben in einer sehr gut bes theils zum Verkauf in Flaschen, theils um den Räufern eine kleine Gericht sprach ihn jedoch rechtsfräftig frei. Die Obduktion des zu richten, keine Aenderung an der Bäckereiverordnung vornehmen Stärkung fredenzen zu können. Dem Augeschuldigten wurde nun Weimann hatte ergeben, daß nicht die Menge des genoffenen zu wollen. Außerdem übte die Versammlung eine sehr scharfe Kritik vorgeworfen, er habe einen Lehrling ersucht, ihm einen Rognat zu Schnapses, sondern das schnelle Austriuken der zweiten Flasche den an der Art, wie die Innung ihren Mitgliedern empfiehlt, die amtgeben, obwohl es den Angestellten verboten sei, von den Spirituosen Tod verursacht hat. Das Gericht nahm an, N. habe nicht abnen liche Enquete zu beantworten. In der Versammlung selbst vers zum perfönlichen Gebrauch zu nehmen. Das Schöffengericht stellte tönnen, daß die Maurer diese Flasche im selben Tempo austrinken wahrten sich auch zwei Meister gegen die unredliche Kampfesweise fest, daß R. sich thatsächlich mit dem Bemerken, ihm sei nicht würden, wie die erste, da er ihnen bei ihrer Herausgabe der Junung. wohl, einen Rognat hatte geben laffen. Es sprach ihn jedoch feinerlei Bedingungen geftellt habe. Die Polizeidirektion von Die Münchener Tischlermeister haben eine Werkstattordnung frei, und zwar ging es von der Ansicht aus, daß eine An- Hirschberg klagte dann gegen N. auf Entziehung der Konzession, ausgearbeitet, die laut feierlichem Beschluß gegen eine namhafte ftiftung zum Mundraube deshalb nicht vorliege, weil nicht der, den indem fie geltend machte, fein Verhalten laffe darauf Konventionalstrafe in allen Betrieben eingeführt werden soll. Dieses er zum Entnehmen des Getränkes anstiftete, den Rognat getrunken schließen, daß er die Schankerlaubniß in Zukunft zur Förderung der Vorgehen findet in Arbeiterkreisen recht lebhaften Widerspruch, da habe, sondern er selber. Auf die Berufung der Staatsanwaltschaft Böllerei mißbrauchen werde. Der Bezirksausschuß nahm dasselbe an neben einigen Paragraphen, die sehr einer Gefängnißordnung gleichen, hob indessen das Landgericht die Entscheidung wieder auf und ver- und entzog ihm die Konzession. Seine Berufung hat jetzt das auch die Arbeitszeit um eine halbe Stunde verlängert werden soll. urtheilte R. zu einer Geldstrafe. Die Straftammer nahm an, daß Ober- Verwaltungsgericht mit der Begründung verworfen, Es wird hier geradezu eine Herausforderung der Arbeiter provozirt, in dem Berhalten des Angeklagten doch eine Verleitung zum Mund es sei nicht nöthig, daß eine Reihe von Thatsachen dafür sprächen, da die Meister wissen, daß die Gesellen beabsichtigen, in nächster raube zu sehen sei. Hiergegen legte K. beim Kammergericht er werde fünftig die Wöllerei fördern. G3 genüge schon ein be- Beit die neunstündige Arbeitszeit einzuführen. Revision ein und machte geltend, es könne hier nicht von einem sonders gearteter und besonders schwerer Fall, die Besorgniß ait beMundraub und auch nicht von der Anstiftung zum Mundraub gründen; ein solcher liege aber hier vor, wenn auch N. vom Straf die Rede sein. Ein Mundraub sei es, wenn jemand für richter freigesprochen sei. sich selber zum sofortigen Genuß etwas fortnehme; nur Die Versicherungsgesellschaft Fides". Aus Gleiwit wird wenn man jemand hierzu verleite, liege also eine Berleitung berichtet: Im November v. J. verunglückte der Amtssergeant Kalina zum Mundraube vor. Das habe er aber nicht gethan. Der aus 3 abrze bei einer Arretirung dadurch, daß er einen Rippen- Volkswacht": Auf der Glückhilf Friedenshoffnungs- Grube" be Aus dem Waldenburger Bergrevier meldet die Breslauer Oberstaatsanwalt beantragte in der gestrigen Sihung des schaden erlitt, und wurde längere Zeit dienstunfähig. Er bezog jedoch mühen sich die Arbeiter seit längerer Zeit um die Einführung der Kammergericht 3 die Zurückweifung der Revision und der Straffein Gehalt weiter. Da er bei der Unfall- Versicherungs- Gesellschaft Achtstundenschicht. Sie beauftragten ihre Vertrauensmänner, einen senat erkannte demgemäß. Strafbar wegen Verleitung zum MundFides" in Berlin mit 4 M. pro Tag versichert war, mit der diesbezüglichen Antrag bei der Grubenverwaltung zu stellen, was raube sei auch, wer einen anderen veranlasse, nicht für sich, sondern ausdrücklichen Bedingung, daß diese 4 M. für die Dauer der auch zweimal geschah, aber jedes Mal von der Grubenverwaltung für ihn, den Auftraggeber, Genußmittel einem Dritten fortzunehmen. Krankheit zu zahlen feien, ganz unabhängig davon, ob fein Gehalt abgelehnt wurde. Jetzt ist auch noch, wie man uns Vermischung von frischem mit schalem Bier als Nah weiterlaufe oder nicht, segte er seine Ansprüche für 34 Tage auf 136 M. mittheilt, mehreren Vertrauensleuten, denen in der Arbeit rungsmittel- Verfälschung. Der Gastwirth Montour, der in einem fest. Die Gesellschaft verweigerte jedoch die Zahlung und wollte nur nicht das geringste nachgesagt werden kann, gekündigt worden. Die mäifischen Orte die Bahnhofs- Wirthschaft betreibt, wurde beschuldigt, die Kosten für Arzt und Apotheke tragen. Darauf wurde K. gegen die Vertrauensmänner beider Gruben erklärten darauf der Verwaltung, sich gegen das Nahrungsmittel- Gesez vom 14. Mai 1879 vergangen Gesellschaft flagbar, welche denn auch zur Zahlung verurtheilt wurde. ihr Mandat niederzulegen, wenn ihre Kollegen nicht wieder eingestellt zu haben. Er sollte den§ 10 des Gesetzes dadurch verletzt haben, Da er indeß bis Anfang vorigen Jahres noch keine Zahlung erhalten würden. Unter den Bergarbeitern herrscht infolge der Maßnahmen daß er Bier, ein Genußmittel, verfälschte. Das Gericht vernahm hatte, wandte er sich in einem Schreiben nochmals an die Fides" und der Grubenverwaltung große Erregung und wer kann dafür stehen, mehrere Beugen: Diese haben nach ihrer Aussage durch das Fenster theilte ihr mit, daß er das Geschäftsgebahren der Gesellschaft im Vor- daß nicht ernste Differenzen ausbrechen." gefehen, wie der Beklagte, nachdem vorher Bier bestellt worden war, wärts" zur allgemeinen Kenntniß bringen werde. Er erhielt darauf Gläser mit frischem Bier gefüllt habe, die zur Hälfte bereits Bier nach ca. einem Jahre sein Geld ausgezahlt, gleichzeitig aber strengte Briefkasten der Expedition. enthielten, das augenscheinlich schal gewesen sei. Das Schöffen die Gesellschaft eine Anklage wegen Nöthigung an. Kalina gericht verurtheilte M. zu einer Geldstrafe von 100 m. M. legte wurde indeß freigesprochen, da durch Zeugen erwiesen wurde, Th. H., St. Johann. Das Abonnement geht nur bis Ende des Berufung ein und bestritt die ihm zur Last gelegten Thatsachen. daß er unter der ausdrücklichen Bedingung der Gehaltsweiterzahlung Quartals. St. 3. Ja. Stoftet 15 m. Tann führte er aus, die Eisenbahnzüge hielten stets nur wenige den Vertrag abgeschlossen habe, zumal da der Amtsvorsteher, welcher Minuten, er müsse deshalb schon kurz vor ihrer Einfahrt 10 bis die Sorrespondenz in dieser Sache führte, bekundete, daß er bereits Witterungsübersicht vom 20. Dezember 1897, 8 1hr morgens. 12 Gläser mit Bier füllen. Nähmen die Reisenden nicht alles ab, öfters in solchen Fällen mit der Gesellschaft zu thun gehabt habe. dann verkaufe er das übrige an seine sonstigen Gäste. Das Bier sei aber dann immer noch gut. Aber auch die Strafkammer nahm an, daß M. frisches Bier durch schales verfälscht habe. Nun legte der Angeklagte noch beim Kammergericht die Revision ein und bes= tonte, der§ 10 des Nahrungsmittel- Gesetzes sei rechtsirrthümlich angewendet worden. Das Kammergericht wies jedoch die Revision als Berliner Gewerkschaftstommiffion folgende Beträge ein: Für die ausgesperrten englischen Maschinenbauer gingen bei der unbegründet zurück. Die thatsächliche Feststellung, daß M. frisches Von den Mitgliedern der Metallarbeiter- Strankenkasse, Filiale II Berlin, Swinemünde Bier mit schalem vermengte und es darauf verkauft habe, sei aus: 50,- Verband der Maschinisten, Heizer und Berufsgenossen Deutschlands, Hamburg schlaggebend, denn darin jei die Fälschung eines Siz Berlin, 500, Dr. 2. A. 80,-. G. P., Nixdorf 5,-. Bauarbeiter Berlin Genußmittels im Sinne des Gesetzes vom 14. Mai 1879 Berlins durch Noack 43,90. Billard- Match in Friedrichshagen 5,-. Ge- Wiesbaden muthliches Beisammensein im Kösliner Hof durch Fengler 13,05. macher von Eugen Schlesinger, Melchiorstr. 23, 50,-. Bildhauerei Kann man mit den Augen clue strafbare That begehen? Alte Jatobftr. 8, d. M. 11,60. Möbelfabrik von Rückwarth und Riegel, Wien. Diese Frage wird, so schreibt unser Stettiner Parteiorgan, zunächst Wienerstr. 50( außer Hobler und Kehler) 15,55. Tischlerei Schulz, Haparanda jedermann verneinen. Mit der Zunge hat ja schon so mancher das Fruchtstr. 59, 4. Rate 10,60. Stattlub Ramsch 10,-. Möbeltischlerei Petersburg Strafgesetzbuch verlegt, aber mit den Augen, das scheint Bölfer, Königsbergerstr. 10, 2. Rate 6,70. Gesangverein„ Maiglöckchen I" Gort fchier unbegreiflich. Aber es scheint scheint nur so, denn in 15,- Bantischlerei, Aktiengesellschaft für Bauausführungen, Salzufer 11,85. Aberdeen. der Rechtsprechung ist kein Ding unmöglich. Die Straf- Bersteigerung einer Zigarette, durch den verlogenen Vater 2,05. Schuhfabrik von Gebrüder Kallmann 10,50. Werkstatt W. 73 4,-. Kollegen der fammer in Stargard i. P. hat am Freitag thatsächlich in Wertstatt von Weiße in Moabit 8,55. Handelshilfsarbeiter( lokal) d. Alboldt einem mißachtenden Blick und in der harten Ausdrucksweise der 100,-. Gesangverein Freiheitsflänge I" 15,- G. F. 13 2, Buch Frage Wie heißen Sie denn?" eine strafbare That gefunden und druckerei- Hilfsarbeiter Berlins 25,- Organisirte Lederarbeiter, Berlins ben Uebelthäter, den Ackerbürger Kahn, einen bisher noch un( Weißgerber, Lohgerber und Färber) 100,-. Zentralverband d. Maurer, Filiale zu erblicke 1. " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung.. " Korb Stationen. München Paris. Barometer stand in mm, d. Meeressp. Windrichtung NND Windstärke PAA| 2421( Stala 1-12) Wetter 3. woltig woltenlos wolkenlos bedeckt Nebel Temperatur 20FN8woow nach Celfus ( 50 G. 4° R.) 771 • 774 771 NNW NW 772 SW 770 0 769 NW bedeckt 775 60 bedeckt -11 768 DSD bedeckt 776 SO B 768 DND bedeckt bedeckt Wetter- Prognose für Dienstag, 21. Dezember 1897. Beitweise heiter, vielfach neblig bei mäßigen nördlichen Winden und wenig veränderter Temperatur; feine erheblichen Niederschläge. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, 21. Dezember. Opernhaus. Carmen. Anfang 71/2 Uhr. Schauspielhaus. Der G'wifens: wurm. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Jugendfreunde. Anfang 712 Uhr. Berliner. Renaissance. Anfang 7½ Uhr. Lessing. Bartel Turaser. Anfang 72 Uhr. Goethe. Hasemann's Töchter. Anfang 7 11hr. Unter den Linden. Pariser Leben. Anfang 72 Uhr. Neues. Die Rogenbrüder. Anfang 72 Uhr. Schiller. Heimg'funden. 8 Uhr. Anfang Nachm. 3 Uhr: Wallenstein's Lager. Die Piccolomini. Thalia. Das Opferlamm. Anfang 71 Uhr. Central. Berliner Fahrten. Anfang 8 Uhr. Luisen. Fröhliche Weihnacht! Anfang 7 Uhr. Belle Alliance. Der Bräutigam auf Probe. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Schneewittchen und die 7 Zwerge. Hierauf: Der Rattenfänger von Hameln. Anfang 8 Uhr. sch Ostend. Christinchen. Anfang 8 Uhr. Alexanderplats. Die Verführerin. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundl. Ausstellung v. 10 Uhr vormittags ab. Abends 8 Uhr Wissenschaftl. Theater. Juvalidenstraße 57/62. Täglich ( außer Sonntags und Mittwochs) abends 8 Uhr: Wissenschaftliche Vorträge. Apollo. Spezialitäten. Auf. 712 Uhr. Feen- Palast. Spezialitäten. Passage Panoptikum. Wiener Tanz- und Operetten- Gesellschaft. Schiller- Theater ( Wallner- Theater). Dienstag, nachut. 3 Uhr: Wallen stein's Lager. Die Picco: Lomini. Abends 8 Uhr: Heim. g'funden. Mittwoch, nachm. 3 Uhr: Wallen: stein's Tod. Abends 8 Uhr: Die wilde Jagd. Donnerstag, nachin. 4 Uhr: Kinder Borstellung: Der verwunschene Prinz. Abends 8 Uhr: Die wilde Jagd. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. E. Weiß. Christinchen. Weihnachtsmärchen in 5 Bildern von M. Günther. Musik von E. Mengewein. Anf. 8 Uhr. Im Tunnel von 7 Uhr ab: Frei Konzert. Jeder Inhaber eines Billets hat das Recht, ein Kind auf seinen Plaz frei mitzubringen. Mittwoch und Donnerstag: Christinchen. Freitag: Geschlossen. Sonnabend Nachmittag, halbe Preise: Chriftinchen. Som tag Nachmittag, halbe Preise: Die Waise von Lowood. Montag Nachmittag, halbe Preise: Berlin, wie es weint und lacht. Ferdinand: Karl Weiß. An allen drei Feier tagen abends: Leben und Lieben. Central- Theater Alte Jakobsir. 30. Direktion Richard Schultz. Dienstag, den 21. Dezember 1897, Emil Thomas a. G. Bum 108. Male: Berliner Fahrten. Burleske Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von Julins Freund und Wilhelm Mannstädt. Musik von Jul. Einödshofer. Anfang 28 11hr. Morgen und die folgenden Tage: Berliner Fahrten. Luisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Abends 8 Uhr: Fröhliche Weihnacht. Zaubermärchen mit Musik in 5 Bildern von V. Ottomeyer. Musik von Frit Krause. Kinder in Begleitung Erwachsener zahlen auf allen Pläzen halbe Preise. ( 1. Parquet 50 f.) Morgen: Dieselbe Vorstellung. Direkte Verbindung mit dem Theater: Elektr. Bahn: Dönhofsplay- Reichen bergerstraße in 10 Minuten. Volks- Theater Urania Gebrüder Herrnfeld's Tanbenstrasse 48-49. Naturkundl. Ausstellung täglich geöffnet von 10 Uhr vorm. ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Wissenschaftl. Theater. Invalidenstrasse No. 57/62: Täglich( ausser Sonntags und Mittwochs) abds. 8 Uhr: Wissenschaftliche Vorträge. Näheres die Tagesanschläge! Passage- Panopticum. Wiener Tanz- und OperettenGesellschaft. Zum Schluß: Illustrirtes Quodlibet m.Gesang u.Tanz Castan's Panopticum. Friedrichstr. 165. eu!! Indischhindustanische Gaukler -undschlangenDas BÄREN WEIB. Beschwörer. Grösstes Schaustück der Welt, ca. 1000 Mitwirkende. I. OriginalBudapesterPossen- u. OperettenTheater Kaufmann's Variété. Heute Anfang 8 Uhr. Gewöhnliche Preise. Ein Abend im Wintergarten und die unvergleichliche Situationskomödie Im Atelier. Hauptrollen: Anton und Donat Herrnfeld, Ausserdem die Virtuosen des Humors Georg Rösser, William Schüff, Geschwister Meinhold. Die neueste Sehens- u. Hörenswürdigkeit, das Unikum von Humoristen- Wettstreit zwischen Dr. Steinitz und William Schüff. Morgen: Dieselbe Vorstellung. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Täglich: Weihnachts wünsche oder: Ein Traum in der Christnacht. Weihnachtsmärchen mit Gesang in 3 Aften von Jacobson u. Girndt. Jeden Sonntag und Donnerstag nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. u. Presse einstim. anerkannt. d. Saison. Von Publikum Sensationellst. Erfolg Täglich abends 8 Uhr Neues OLYMPIA Riesentheater Bolossy Kiralfy's Karlstrasse. ,, Constantinopel" An Sonn- und Feiertagen 2 Vorstellungen, nachmittags 4 Uhr, abends 8 Uhr. ( Circus Renz.) 2 Jahre ohne Unterbrechung in London gegeben. ReichshallenLeipzigerstrasse 77. Geschlossen wegen Vorbereitungen. An den drei Feiertagen: Gr. Fest- Vorstellungen mit einem Riesen- Monstre- Programm. Haller u. L. Saenger. Direktion: Hermann FreundConcerthaus Leipzigerstr.No.48. Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen. Sonntag 7 Uhr. 36 Kunstkräfte L. Ranges. Anfang: Boment. 3 uhr. Les Brillants Quatuor- FrançaisFranklin- Troupe, Gaetano-Olloms, Robert Paxton's Gallerie schöner Alle fünf Barrisons. Bum 249. 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Die Bewerber haben eine streng selbständige Arbeit einzureichen, worin sie ihre Ansicht über die Bedeutung und Aufgaben eines Arbeitersekretariats niederzulegen haben. Außerdem wird von den Bewerbern ein kurzer Lebensabriß nebst Angabe der jeweiligen Stellung gewünscht. Als Gehalts minimum sind für die Sekretäre je 2000 Mart in Ansatz gebracht. Bewerbungen sind bis 1. Januar bei dem Schriftführer der Kommission A. Danguillier, Sendlingerstraße Nr. 10/0, einzureichen. Die beauftragte Kommiffion. Berlin. Verband der Graveure, Ciseleure etc.( Zahlstelle) Dienstag, den 21. Dezember, abends 8½½ Uhr, Oranienstraße 51: Versammlung. Typographia. Nächste Nebungsstunde morgen, Mittwoch. Der Vorstand. Die Vorstandsmitglieder werden er: sucht, um 8 Uhr zu erscheinen. Der Vorsitzende. Die Beerdigung meiner Frau Anna Mark findet heute, am Dienstag, den 21., nachm. 2 Uhr, vom Trauerhause Fruchts straße 51 aus statt. M. Mart.[ 24036 Dank allen für die rege Betheili gung bei der Beerdigung unserer Tochter Rosa, namentlich für die vielen Kranzipenden, besonders den. Gesangvereinen Männerchor der Buch: binder, Modestia I, sowie der Filiale IV der Maler, Lacirer, Klub Germania 2c. 24006 Carl Schöning n. Familie. Am 19. d. M. verstarb nach langem und schwerem Leiden im 45. Lebens: jahre mein lieber Mann, Vater und 24016 Bruder, der Gürtler Otto Ulbricht. Die Beerdigung findet am Mitt: woch, den 22. d. M., 34 Uhr nachm. von der Leichenhalle des Thomasfirchhofes in Brig statt. Todes- Anzeige. Hiermitt allen Freunden und Be fannten die traurige Nachricht, daß meine Frau, unsere Mutter, Großund Schwiegermutter 24056 Marie Pieleke geb. Mühlhaus am Sonntag, den 19. d. M., vorm. 10% Uhr, ihrem langjährigen Leiden erlegen ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch nachm. 3 Uhr, vom Trauerhause Kottbuser Ufer 60 aus statt. H. Pielete nebst Kindern. Erkläre Frau Weber für eine anM. Voigt. ständige Frau. Die Beleidigung gegen Herrn Pöhl nehme ich zurüd. 24046 Frau Kunkel. Wer leiht einem in Noth gerathenen Familienvater 25 M. gegen genügende Sicherstellung auf 2-3 Monate. Ge fällige Offerten erbeten unter A. V. in der Expedition d. Bl. 24076 Kranzbinderei u. Blumenhandlung von 30522* Tages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Bibliothetabenb. 3. Berjchiebenes. Robert Meyer, Gäste willkommen. Zahlreiches Erscheinen erwartet 249/13 Die Ortsverwaltung. Verein deutscher Schuhmacher ( Sämmtliche Zahlstellen Berlins). Am 1. Weihnachts- Feiertag, in Nieft's Lokal. Weberstraße 17: Vergnügen| bestehend in gr. Vokal- und Instrumental- Konzert und lebenden Bildern unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins„ Weltenruf". Anfang 7 Uhr. Eintritt 25 Pf. Billets find zu haben bei den Mitgliedern: 8ange, Dragonerstr. 15; Nauer, Schillingstr. 24; und Willner, Landsbergerstr. 100. 286/14 Konzert- Sanssouci haus Rottbuser Straße Nr. 4 a. Dir. H. Pierry. Artistischer Leiter Jos. Aschinger. 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Monate ab Lohn Lohn erhalten, und der werde zurückver- Herrenwäsche- Branche, und wie demselben abzuhelfen ist". Derselbe des Vorstandes gewählt. Jacobi und Liepe sprachen ihre Arbeiter- Sängerbund Berlins und der Umgegend. Borsigender: Adolf Neumann, Brunnenstraße 150. Alle Aenderungen im Bereinstalender find zu nebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Steineiche, Manteuffelichten an Friedr. Kortum, Manteuffelfir. 50, v. 2 Tr. Dienstag, abends 9-11 Uhr: firaße 91 bei klapfchuß. Senefelder, Rosenthalerftr. 57 bei Babiel. Gerechtigkeit( eften), Bülowstr. 59 bet Werner. Alpens 6oncordia, Sollmannſtr. 33 bet Genfél zehnütündiger bei Eberswalde. Frohsinn I, Rummelsburg, Göthe- u. Kantfiraßen Ecke 1 gegebene Broschüre:„ Die Lösung der sozialen Frage". Herr Schüßler, der zur Versammlung eingeladen war, entschuldigte sich durch ein Zurückzahlung von zuviel erhaltenem Lohn. Die Firma Verein der Wäsche und Kravattenbrauche. Am Dienstag, Schreiben, in welchem er gleichzeitig den Wunsch aussprach, sein Kraft u. Jakobi flagte beim Gewerbegericht, Kammer I, gegen den den 14. d. M., tagte in Echulz' Salon, Neue Königstr. 7, eine gut Buch einer sachgemäßen Kritit zu unterziehen. In der nächsten BerZuschneider E. mit dem Antrage, ihn zu verurtheilen, an fie 87 2. besuchte außerordentliche General- Versammlung, in welcher die in sammlung soll dieselbe Diskussion weitergeführt werden. zu zahlen. Die Klägerin berief sich auf einen Vertrag, worin sich voriger Versammlung berathene Statutenänderung gegen 1 Stimme Friedrichsberg. Der hiesige Arbeiter Bildungsder Beklagte verpflichtet hat, bei ihr ein halbes Jahr lang unent- angenommen wurde. Den wichtigsten Punkt der Versammlung verein hielt am 14. d. M. im Lokale des Herrn Moser eine Vergeltlich das Zuschneiden zu erlernen und darauf noch mindestens ein brachte jedoch der Punkt Verschiedenes. Zu diesem verlas Kollege fammlung ab, in welcher Herr Dr. Wollheim einen interessanten Jahr in ihrem Betriebe zu arbeiten. Der Vertreter der Firma Trinks einen Artikel des Konfektionär" der letzten Ausgabe Vortrag hielt über Naturerkenntniß und Weltfortschritt". Sodann machte dann geltend, E. habe versehentlich bereits vom fünften( Nr. 50), betitelt:„ Der Mangel an tüchtigen Zuschneidern in der wurde Karwehl zum Schriftführer und Wachs zur Hilfsperson langt. E3 handelt sich 72 Mart. Außerdem be schildert die angeblichen günstigen Arbeits- und Lohnverhältnisse der Freude aus über den guten Besuch der Versammlung und betonten. ansprucht die Klägerin 15 Mark Buße wegen Kontratt Buschneider, die mangelhafte theoretische Ausbildung derfelben, sowie wie nothwendig es wäre, daß die Genossen sich eifriger an der Agibruches, weil der Beklagte nicht noch ein Jahr bei ihr in Stellung insbesondere den Lehrlingsmangel, um einen Nachwuchs heranzutation betheiligen. geblieben ist. Letzteres rechtfertigte E. damit, daß man ihm nur bilden. Nachdem der Schreiber dieses den Mangel an Bu 15 M. Lohn habe geben wollen, womit er nicht zufrieden gewesen schneidern nachzuweisen gesucht, spricht er von einem Mißfei. Betreffs der Hauptforderung sagte der Werkmeister der Klägerin stand, welcher hervorgerufen werde durch politisch soziale ans, auf Verlangen des Beklagten habe er in der irrthümlichen Strömungen, die von außen in die Zuschneider Gemeinschaft Meinung, die Lehrzeit sei schon beendet, ihm zu früh den Lohn an- hineingetragen würden. Es wurden Forderungen gestellt, welche Olympia, gewiesen. Der Chef habe nicht nachfontrollirt, ob die Lehrzeit dem Arbeitgeber Opfer auferlegen, die den Betrieb, eventuell die Naunynstraße Nr. 86 bet Streit. Hand in Hand I, Mariannenftraße 41 bet Richter. Kreuzberg, Hafenbaide 58 bet Buschbeck. abgelaufen war. Der Zuschneider wurde im vollen Umfange Existenz der armen reichen Wäsche- Fabrikanten erheblich schädigen beiweiß I, Melchiorstraße 15 bei Stehmann. Echo I, Linienftr. 19 des Klage- Antrages verurtheilt. Der Vorsitzende, Assessor tönnten. Die Stellung und der Verdienst der Zuschneider sollte diesen bei Neumann. Wiederhall, Admiralsir. 21 bei Schnieber. Fret Hellwig, führte begründend aus, es liege unzweifelhaft ein Kontrakt- bei der bereits durchgeführten a cht stündigen Arbeitszeit beit II, töpenick, Schönerlinderfir, 9 bei Schulz. Myrthenblätter, Brenz Tauer Allee 14 bei Blume. Ihn'scher Humor, Straußbergerstr. 8 bet Wittwe bruch vor, die Klägerin sei darum nach§ 124b der Gewerbe- feine Ursache zur Unzufriedenheit geben, ihr durchschnittlicher Wochen- nön. Unverzagt II, Beuffelstr. 9.- Fretes Sted, Friedrichsberg, FriedrichOrdnung berechtigt, eine Buße in Höhe des ortsüblichen Tagelohns lohn beträgt 25-28 M. Derselbe steigt jedoch bei älteren gewandten Karlstr. 11 bet Setuecke. Rothe Melte I, Schöneberg, Grunewaldfür sechs Tage zu verlangen. Auch zur Rückzahlung der 72 Mart Leuten bis 85 M., wogegen junge, weniger routinirte Arbeiter es ſtraße 110 bei Obit. Rothe Nelte II, Ruppinerftr. 42 bei St. Sosin. Barwärts IV, Rathenow, Jägerstraße 25 bei Engel. Lohn sei der Beklagte verpflichtet. Die Gewerbe- Ordnung enthalte auf 21 M. bringen. Es ginge hieraus zur genüge hervor, daß der glocke, Große Frankfurterstraße 183 bet Gold. Gich entran, erklärlicherweise feine Bestimmung über zuviel gezahlten Lohn. Es wäschezuschneider eine Familie anstömmlich ohne Hilfe seiner Frau Brenzlau, Schnallaftr. 26, Restaurant Roulonsch. Freter Sängerchor, sei somit das Allgemeine Landrecht§ 178 Titel 16 heranzuziehen. ernähren könne. Weddinger harmonte, Müllerstr. 7a, Aus der Mitte der Versammlung werden Glienice, Köpenickerstraße bet Witte. Milbrodt's Festfäle. Vorwärts VIII, Marwig i. d. Mart, bei K. Schurbaum.. Danach sei aber die Firma berechtigt, den Lohn zurückzufordern, diese Ausführungen energisch bekämpft. Frete Sänger III, Seegermühle denn erſtens habe keine Verpflichtung für die Klägerin bestanden, gehoben, daß die Mehrzahl der Buschneider bei schnittvor. ihn zu zahlen, zweitens habe E. ohne Anlaß einen Vortheil erreicht, Arbeitszeit 18 bis 21 Mart verdienen, daß der Verdienst nur bei Mertens. Acacte( gemischter Chor), Orantenstr. 184 bei Theodor Megner. Wilmersdorfer Stedertafel, Wilmersdorf, Berlinerstraße 41, und drittens sei E. der Betrag von 72 M. nur infolge eines wirk in Ausnahmefällen bis auf 27 M. steige. In einer späteren öffent- lingenberg's Boltsgarten.-Drante, Neu- Weißensee, Langhansstraße 106 bet lichen Frrthums gegeben worden. lichen Versammlung, zu der die Fabrikanten eingeladen werden Säbling. Gefangverein der Enter bten, Gwinemünderstr. 120 bei D. Bach Gegen die Neue Berliner Omnibus- Gesellschaft flagte ihr sollen, wird über den Artikel nochmals diskutirt werden. Außerdem gänger.- Sangestuft II, Pafewalterftr. 8 bet F. Bergmann. Weiße Stofe, Reinickendorf, Resibenaftr. 101a b. Malchin.- Arbeiter Maibund, Nowawes, ehemaliger Schaffner S. auf Gewährung einer Lohnentschädigung, wird Koopmann beauftragt, dem„ Konfektionär" eine Erwiderung Ballstraße bet piemte.-- Borwärts VII, Rummelsburg, Kant- u. GöthestraßenEcke bei Breves. Alliance, Bündholz, Badstr. 82 bei Hilpert. indem er geltend machte, er sei zu unrecht plöglich entlassen worden. einzusenden. Drantenftr. 51 bet Selfer. Glasarbetter, Köpenta, Müggelheimstr. 29 bei Vor der Straffammer VII des Gewerbegerichts, wo die Sache ver- Die Zahlstelle des deutschen Metallarbeiter- Verbandes W. Beidler. Esmeralda, Gr. Frankfurterfir. 133 bei Gold.. Kreuz= Oranienburger handelt wurde, erschienen mehrere Zeugen, die aussagten, er babe hielt am Sonntag eine außerordentliche Generalversammlung ab. berger armonie, aftr. 18 bet fü 123 bei Diete. Ganges blüthen, Krautstr. 6 bet die Fahrgäste belästigt und fei augenscheinlich etwas angetrunken ge- G3 sollte ein erster Bevollmächtigter gewählt werden, da Litfin in Böttcher. Melodia II, Pappel- Allee 114 im Restaurant. Nord- Ost, wesen. Auch habe er den Kontrolleur beschimpft, als dieser ihn zur der vorigen Generalversammlung sein Amt niedergelegt hatte, mit Bandsberger Allce 156 b. Göbel. Alpenglühen, Faltensteinstr. 38 b. Klopsch. Rede stellte; es habe so ausgesehen, als wenn er ihn mit der Koupirzange der Begründung, er tönne mit dem neugewählten zweiten Bevoll: Borsigender P. Gent, Dresdenerstr. 107/8. Alle Aenderungen im Vereinstalender Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und der Umgegend. hä te schlagen wollen. Nach der Berathung des Gerichtshofs rieth Assessor mächtigten, weil derfelbe diefem Posten nicht gewachsen fei, nicht zu find zu richten an: 5. Bendir, Alexandrinenftr. 100. Dienstag: Geselliger Dr. Meier dem Kläger, die Klage zurückzunehmen, was S. nach fammenarbeiten. In der gegenwärtigen Versammlung führte Litfin Verein Deutsche Eiche, Fürbringerstraße bet Grothe. Spar und Untereinigem Zögern auch that. Nunmehr führte der Vorsitzende aus, in längerer Rede aus, daß es trotz der vollzogenen Verschmelzung fügungsverein Freundschaft, Alexandrinenftr. 32 b bet Dietrich. Arbeiter- Randherbund Berlins und der Umgegend. Nenderungen im die Entlassung des Klägers sei zweifellos begründet. Das Publikum beider hier vordem bestehenden Organisationen einzelne Mit Bereinetalender sind zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdenerstr. 80, 2. Hof. müsse gegen ein solches Verhalten, wie es der Kläger geübt habe, glieder gebe, die schon früher dem deutschen Verband an Dienstag: Rauchtlub Eldorado, Grüner Weg 25 b G. Stuttrich.- Rauchtl. Grüne geschützt werden. Einer öffentlichen Verkehrsanstalt fönne nicht zu gehörten und die der jetzigen Ortsverwaltung, Eiche, Urbanstr. 87 bet Schneider. Rauchtl. Deutsche Flagge, Wrangelstr. 32 insbesondere bet Lutas. Rauchklub Ambalema, Forsterstr. 19 bei ucfel. Meuer gemuthet werden, einen Schaffner im Dienst zu behalten, der sich der Person des Redners allerlei Schwierigkeiten zu machen Berliner Rauchflub, Reichenbergerstr. 146 bei Drogge. Phönig, so benehme. suchen und dadurch Mißhelligkeiten unter den derzeitigen Schöneberg, Hauptstr. 97 bei G. Donath.- Domingo, Waldemarstr. 16 b. Tauchert. Beilchen duft, HennigsdorferBlikschlag und Betriebennfall. Den Schleifer Glafauer Verbandsmitgliedern hervorrufen. Dadurch sei ihm schon manchmal Rothe Rofe, Bocchfir. 21 bei Strebs. straße 4 bet Gunther. Kollegia, Reichenbergerfir. 157 bei Bergner. Veronika, Ratiborhatte der Blitz erheblich verletzt, als er sich im Betriebsraume auf- feine Amtsführung verleidet worden; die Vorgänge in der letzten Ginigtett I, Nigdorf, Hermannstr. 282 bei Wolf Rauchan, Adalbertstr. 15 bei Teichert. Kamerun, Generalversammlung hätten sozusagen das Maß voll gemacht und st aße bei Rau. hielt. Nachdem die ersten Instanzen ihn mit seinem Anspruche auf ihn zur Amtsniederlegung bewogen. Da der Redner das Verhalten orea, Weidenweg 97 bei Reckzeb.- Waldmeister, Juanuelfirchstr. 12/13 Weidenweg 22 bei Fialkowsly. Palmerio, Bernauerstr. 18 bei Roloff. eine Unfallrente abgewiesen hatten, ergriff er das Rechtsmittel des Bruder= Refurses an das Reich 3- Versicherungsamt. Das Rekurs einiger Kollegen während und nach den Verhandlungen behufs bet Echleicher. Neuer Hain, Langenbeckstr. 4 bei Techtmeter. Blüthenduft, Cotheniusstr. 1 bet gericht ersuche den Professor Dr. N. Aßmann vom meteorologischen Ginigung der Organisationen sowie bei den Vorbereitungen der bund, Grünauerftr. 6 bei Güllowsty Inftitut in Berlin um ein Gutachten über normale und erhöhte Blitz eine lange Debatte, in der sowohl die angegriffenen wie auch andere bei Weichfel. Wahl des zweiten Bevollmächtigten besprach, so entstand natürlich fraße es bei Schent.- 2ange Pfeife, Friedrichsberg, Rummelsburgerstr. 23 Fedtfe. Ruhiga, Gräfeftr. 5 bei Behrnd.- Kräftiger 3ug, Manteuffelgefahr. Tr. Aßmann äußerte sich folgendermaßen: Zunächst sei es der Kollegen das Wort nahmen. Als schließlich die Diskussion nur auf VorBlaue Wolte I, Reinickendorferstr. 55 bet Jahn. Gefang-. Burn- und gesellige Vereine. Dienstag. Männer- GesangGesammtcharakter der Gegend, der die Blizgefahr beeinflusse. Im Hügelverein ester Wille, Alexandrinenstr. 32 bei Dietrich. Arbeiter- Bitherverein und Gebirgslande würden Gebäude seltener vom Blik getroffen, wie im Schlag von Kandidaten und Aussprache über diefelben beschränkt wurde, Ginigfett, Reichenbergerstr. 19 bei Rehmann. Musitverein Osiris, Flugtaubenverein Vorwärts- Nord, Flachlande. Dann komme auch wesentlich in betracht, welche Lage drückten zwar einige Redner ihre Mißbilligung darüber aus, daß Wrangelſtr. 11 bei Blum. Bergnügungsverein Fortuna, Blumenstr. 36 bet das fragliche Gebäude in bezug auf die Bodenbeschaffenheit der itfin wegen der vorliegenden Angelegenheit die Rabinetsfrage ae Ackerfir. 17 bei Neuter. näheren Umgegend habe. Die Blizgefahr werde beträchtlich erhöht fellt habe, andererseits wurde aber bemerkt, daß es für die Dr- Weiß.- Musikverein Norddeutsche Klänge, Swinemünderstr. 51 bei Renter. Quartettverein Wedding, Chauffeeftr. 72 bet Metßner. Privat- TheaterWünsch'scher gem. durch die Nähe von Seen und Flüssen und durch hohen Grundwasser- ganisation nicht von Nutzen sei, wenn man jetzt, wo der zweite Be- gesellschaft Concordia. Gitfabethstr. 30 bei ScholzGeselliger Klub Don Juan, Lindenstand. Ferner sei beachtenswerth die Höhe der Gebände, sowohl die vollmächtigte in der Gefd äftsführung noch nicht eingearbeitet fei, bor, Rofenthalerir. 57 bet Schiller. absolute, wie auch ihr Verhältniß zu der der Nebenhäuser. Die ver Antrage Stehr's gemäß erklärte sich Litfin bereit, sein Amt bis zum Nowad auch einen neuen ersten Bevollmächtigten wählen würde. Einem ftraße 106 bei Frig Bubeil. Theaterverein Freter Wille, Admiralstr. 18c Bergnügungsverein Feldblume, Manteuffelstr. 9 bet Turn= Gesangverein Schildhorn, Üsedomftr. 38 bet Olböter. schiedenartige Vertheilung der Gebäude beeinflusse die Blizgefahr Februar, wo statutarisch die ganze Ortsverwaltung neu zu wählen verein Often, Lehrlings- Abtheilung abends 8-10 Uhr Blumenftr. 63a. ebenfalls. Einzeln liegende Häuser lenkten nicht nur die Blitzest, neben Siegrist weiter zu führen. Bis dahin werde man ja seben, von 8-10 Uhr: 2. Männerabtheilung Staltzerftr. 55/56.- 4. Männerabtheilung Arbeiter Tunerbund. Dienstag: Turnverein Fichte, Berlin. Abends auf sich, die auf sie bei normaler Vertheilung entfielen, ob ein Zusammenarbeiten der beiden Bevollmächtigten nicht möglich Stephanstr. 3.- 5. Männerabtheilung Acterstr. 67. 6. Männerabtheilnng fondern auch die, welche auf die Nachbarschaft zu rechnen feien. fein sollte. Unter dieser Bedingung wurde Litfin gegen wenige Stallschreiberfir. 54. 1. Lehrlingsabthetiung Friebenstraße 37. 3. LehrlingsEchließlich sei die Banart der Gebäude bei der Beurtheilung der Stimmen wiedergewählt und das Abstimmungsresultat mit allseitigem Turnverein& iche, Köpenid. lebungsstunden: Abends 8-10 Uhr, in selein's abtheilung Boechstraße 21.- 1. Tamenabtheilung Mariannenufer 1a. Männer Blitzgefahr nicht zu unterschäßen. Gebäude mit vielen Metalltheilen Beifall begrüßt. Hotel( Wilhelmsplay). ( Adlershof) feien ihr in weit höherem Maße ausgesetzt, wie andere. Frete ron 8-10% Uhr abends in Köpenick, Rudowerfiraße bet Scheer. Fast sämmtliche hier angeführten, die Blizgefahr erhöhenden Mournerschaft Rigdorf- Briz, 1. Schüler- Abtheilung von 6-8 Uhr, 1. Männer und Lehrlings- Abtheilung von 8%-10% Uhr bet Wirsing, KnesebeckTele- und Diskutirklubs. Süden, Schönleinftr. 6 bei Ewald. Deutscher Senefelder Sund.( Mitgliedschaft Berlin.) Heute Abend 8 Uhr im Restaurant Cohn, Beuthir. 21: Witgliederversammlung und Borstandssigung. Seute Verband der Graveure, Biseleure etc. Filiale Berlin. Abend 8% Uhr Drantenstr. 51: Bibliothekabend. Zentralverein der Bildhauer Deutschlands, Berwaltungsstelle Berlin. Seute: Bersammlung. Tagesordnung: Wahl der Delegirten zur Wanderverfammlung und Berfchiedenes. Wander- Club Vorwärts. Seute, abends Uhr, bei Kühne, Wolgasters straße 8: Gizung. ( Märkischer Hof). Der Arbeiter- Bildungsverein für Friedrichsfelde hielt am mente hätten nun im Falle Glasauer vorgelegen. Wahrscheinlich wäre Sonntag, den 12. d. M, seine regelmäßige Versammlung ab, in der G. nicht getroffen worden, wenn ein sachgemäß angebrachter Blizableiter Genosse Klingner einen lehrreichen Vortrag über:" Die Entstraße 118. vorhanden gewesen wäre. Das Reichs- Versicherungsamt hob auf stehung des Menschen" hielt. Unter Verschiederem gab" der Vorgrund dieses Gutachtens die Vorentscheidung auf und verurtheilte sigende bekannt, daß die nächste Versammlung eine öffentliche Mitdie Berufsgenossenschaft, G. die Rente zu gewähren. Es nahm an, gliederversammlung sein soll, welche in Bube's Festsälen ab daß der Unfall als ein Betriebsunfall anzusehen sei, weil gehalten wird. Lage und Konstruktion des Betriebsgebäudes, sowie verschiedene Der Sozialdemokratische Arbeiterverein für Köpenick Betriebseinrichtungen eine das gewöhnliche übersteigende Blißgefahr hielt am Montag den 13. d. M. eine Mitgliederverfamn lung ab. verursacht hätten. Diskutirt wurde über eine vom Stadtrath Herrn Schüßler berausBeuge vor der Noth! Allgem. Volfs- Krankenkasse E. S. 126. Staatlich genehmigt für ganz Deutscht. Hauptkassenlokal: Müllerit. 1741. Telephon- Amt II. 2436. Kleine Beiträge! Hohes Krankengeld! 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