Uhr der Snig zig wäh hes, ber uch ute ge Ber der ige Unatte cfen mißung Drei rt" mer Dort des Mr. 218. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit bem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernspredj- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. hie chen Ge Job! Iber Den. Redaktion: Beuth- Straße 2. reft als Lurde aus Ber von ben auf ben elche find Anfeft vinz Ver tach der als wie Stadt Digt. Den noth bet: Itige Die Derr. fein. ter mter Ttern das andet, eute Jung Tigen eine an clefia Dom M.; M.; Sfeier ebern Dand 5. A.: fchule mlung Don v für Freitag, den 18. September 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Arbeitszeitbestimmung berichtet. In den Ziegeleien, in bestand und er den Eingriff der Baupolizei veranlaßte. M. " 1 als Bur Tage der Biegelei- gleichfalls über die Häufigkeit der Verstöße gegen die baufällig waren, daß augenblickliche Gefahr für die Arbeiter Arbeiter in Preußent. denen die Ziegel mit der Hand gestrichen werden, dauert Typisch ist die Schilderung der Wohngelegenheiten, Die Ziegler gehören zu den Wanderarbeitern, und bis 14 Stunden. In fast allen Ziegeleien stehen die er- Jm hiesigen Aufsichtsbezirk wird der gesammte Ausbrand der Arbeitstag bei günstigem trockenen Wetter häufig 12 wie sie der Arnsberger Bericht entwirft. Da heißt es: das kleine Lippe ist für den Norden und Osten Deutsch- wachsenen Arbeiter in Afford, während die jugendlichen einer Kampagne" lands der Hauptlieferant dieses Menschenmaterials, welches Arbeiter für das Sommerhalbjahr gedungen werden und 1000 Steine verpachtet. зи einem Einheitspreis für Dem zugereisten Ziegelmeister von Leuten nach Art der„ Gangmeister" in der englischen außer„ freier Verpflegung" bei dem Ziegelmeister, wofür mit seinen 20 bis 50 Arbeitern, meist Lippern oder Landwirthschaft angeworben, verdungen, beköstigt, zu den wöchentlich 5-6 m. vom Besitzer gezahlt werden, und Holländern, wird ein scheunenartiger Schuppen gedrücktesten und meist verelendeten Arbeiterschichten gehört. Schlafstelle 80-100 M. Lohn erhalten. Die er- Wohnung überwiesen. Im Erdgeschoß befinden sich Im Süden Deutschlands tritt an die Stelle des lippeschen wachsenen Arbeiter", sagt der Fabrikinspektor, in der Regel Küche, Vorrathskammer und Speisesaal, im Zieglers der italienische Arbeiter, zumeist aus der ,, haben das Interesse, viel zu verdienen und dehnen des- Dachraum die Schlafsäle. In diesem kaum 2 Meter hohen Lombardei und anderen Bezirken Norditaliens stammend. Halb die Arbeitszeit möglichst aus. Sie arbeiten, so lange Raume stehen die aus rohen Brettern zusammengeschlagenen Was für elende Verhältnisse bei diesen herrschen, darüber Kräfte und Tageslicht reichen. Da die Ziegelstreicher nun Bettkästen, in denen auf oft faulem Stroh eine schmutzige erfährt man Jahr für Jahr zur Genüge z. B. aus den ohne die jugendlichen Arbeiter, welche das Abtragen der Pferdedecke liegt. Als Zudecke dienen die meist bayerischen Fabrikinspektoren- Berichten. Schamloseste und frischen Ziegel nach den Trockenscheunen besorgen, nichts nassen Ausbeutung, Kleider schmutzigen der Ziegler. fectste Mißachtung der färglichen ge- machen können, so müssen diese auch so lange arbeiten, Nicht selten stehen zwei Betten übereinander setzlichen Schutzmaßregeln, barbarische Behandlung, wie die Erwachsenen." Man sieht, welche Wirkungen die so daß in einem einzigen Raume alsdann 20 bis Hundekost, eine Behausung, die durchaus menschen- nichtsnutzige Affordarbeit ausübt. Sie ruinirt die Ar- 30 Menschen wohnen, von denen jeder über kaum vier unwürdig, Arbeit vom Morgengrauen bis zur sinkenden beiter und zwingt diese, ihre jüngeren Arbeitskameraden Kubikmeter Luftraum verfügen kann. Ich habe diese Nacht, Hungerlöhne, Abrackerung der Kinder im zartesten in ärgster Weise abzurackern. Räume noch nicht während der Schlafzeit betreten können; Alter, das sind in Bayern die Grundzüge der ZiegeleiArbeitszustände. Drastisch sind die Angaben des Gewerberaths Osthues, nach den bei Tage herrschenden Gerüchen zu urtheilen, der über die Zustände im Regierungsbezirk Arnsberg muß alsdann die Luft kaum erträglich und gesundheitsWie im Süden Deutschlands, so ist es auch in nähere Angaben macht. In Handziegeleien wird bei schädlich sein, zumal hier Jung und Alt, Gesunde und Preußen. Die letzten Fabrifinspektoren- Berichte geben dar- günstiger Witterung außerordentlich lange gearbeitet". Kranke, dicht bei einander schlafen." Dieser Thatbestand über einige Auskunft. Aus Ost- und Westpreußen Die jährliche Arbeitszeit ist von kurzer Dauer, und ist von zwingender Beredtsamkeit " erfahren wir, daß oft jugendliche Arbeiter über die gesetz- um mit gegebenen Arbeitskräften die gewünschte Ueber die Verpflegung der Ziegler, die oft lich zulässige Dauer beschäftigt werden. Ich bin über- Menge Ziegel herstellen zu fönnen, wird mit eine Quelle des Trucks ist, wenn sie z. B. vom Ziegler zeugt", sagt der Gewerberath, daß derartige Verstöße fieberhaftem Eifer geschafft. Die jugendlichen Arbeiter meister in die Hand genommen ist, schreibt derselbe Genoch in weit zahlreicheren Fällen als den von mir be- sind einem Ziegler zugetheilt und müssen bei dem In- währsmann, daß sie in vielen Fällen eine ungenügende ist. obachteten vorgekommen sind". Ein schmeichelhaftes Licht einandergreifen der Arbeit, ihre Ruhezeit auf die von Die Hauptmahlzeit besteht fast ausschließlich aus Erbsen wird auf die Gesetzestreue der Herren Unternehmer durch dem Ziegler gemachten Pausen beschränken. Dies ist zu- und Kartoffeln, welche breiartig nur unter Zusatz von diese Mittheilung gerade nicht geworfen. Jedennoch der meist ein sehr kräftiger Mann, er steht im Afford und Schmalz von dem unbrauchbarsten oder jüngsten Arbeiter in Gewinn steht höher, als alles Andere. Unbegreiflich ist plackt sich und die Hilfsarbeiter also so viel wie möglich. einem offenen Kessel hergerichtet werden.„ Fleisch wird nur es indeß, wie der Fabrikinspektor dazu kommt, in Bezug" Aehnlich," heißt es in unserer Quelle, liegen die Ver- in Gestalt von Spect gegessen, der in ganzen Speckseiten auf die jugendlichen Arbeiter zu schreiben:" Da die Ar- hältnisse in den Dampfziegeleien. Die Dampfmaschine ist in den Schlafsä len, gewöhnlich über der Lagerstätte beit leicht ist und im Freien stattfindet, so würden einer oft nur mit einer Mittagspause von Sonnenaufgang bis des Zieglers, aufbewahrt wird." Verlängerung der täglichen Arbeitszeit auf elf Stunden zum Dunkelwerden in Betrieb, und die Pressen können So steht es mit den Zieglern in Preußen aus. Es Bedenken nicht entgegenstehen!" Daß unsere preußische nicht arbeiten, wenn nicht ständig Thon in den Walzen- erhellt, daß die schärfste Kontrolle über die ZiegeleiFabrikinspektion Sozialpolitisch auf feiner hohen trichter zugeführt und der abgeschnittene Formstein von betriebe, an welchen so Viele der Edelsten und Besten," Stufe steht, ist eine Binsenwahrheit. Nichtsdestoweniger der Preßöffnung abgeholt wird. Die Arbeit ist hier eine auch der Oberplusmacher Bismarck, erklecklich profitiren, ist solch eine naive Auffassung bemerkenswerth, die noch angestrengtere, als in den Handziegeleien." von den Fabrikinspektoren zu üben ist. Stramme Auffreilich den Beifall der Industriellen haben wird. Die Die Maschinerie, die in einer gut geordneten Wirth- sicht und gründliche Reform! Daß es aber besser werde, Arbeit in den Ziegeleien( Abtragen der Biegel u. f. w.), schaftsweise den Arbeitern Erleichterungen schafft, stürzt dafür bürgt vor allem das unter den Zieglern erwachte ist nicht leicht, und es ist ein Beweis für die Schwäche in der kapitalistischen Aera die Arbeiter in noch tieferes Klassenbewußtsein. Sie erkennen ihre elende Lage, sie beunferes Inspektorats, daß ein Aufsichtsbeamter die jugend- Elend. greifen die Ursachen ihres Elends, sie organisiren sich. Es lichen Ziegler nicht 10, sondern gar 11 Stunden gehudelt Die baulichen Einrichtungen in den Ziegeleien lassen ist die höchste Zeit. mehr als genug zu wünschen übrig. Der Königsberger Aus dem Regierungsbezirk Magdeburg wird Beamte weiß von Trockenschuppen zu erzählen, die so fehen will. Nachdruck verboten.) Feuilleton. Er kehrt zurück! Originalroman von Jean Meroz. 10 nichtetes Leben rächen. Und er wollte um jeden Preis sie wiederfinden und strafen. Was hatte er ihr denn gethan? Er war in sie heftig verliebt und befriedigte als ihr Sklave ihre geringsten Launen, er lebte nur für sie und durch fie. Seine Liebe war so groß, so stark, daß er niemals ihre Kälte bemerkt hatte, welche er für züchtige Schen hielt. Die geringschäßige, verdrossene tiene, mit der sie seine Er sprach mit Niemandem und lehnte es ab, auf feurigen Liebkosungen aufnahm, die Anfälle düsterer die an ihn gestellten Fragen zu antworten. Eines Melancholie, welche diese junge Gattin ergriffen, bewirkten, Tages war sein Laden nicht geöffnet. Er verschwand daß sie matt und schwach sich im Laden bewegte, wo sie so aus dem Viertel und man vernahm bald, daß er, nachdem selten als möglich erschien. und 2 mpelte nung ftets haben ang i Berlog moder meter. Feinen ar auf it aud 73. 28. rtigen Fragen ing Dungen Sedans ng bel " danken überlieferten ihn endlich einer solchen Raserei, daß er weinte, schrie und in den Straßen umherirrte. Sie hatte sicherlich einen Geliebten, dem sie sich preisgab, den sie aufgesucht und mit dem sie sich vereinigt hatte, nachdem sie ihn ohne Gewissensbisse und Mitleid verlassen hatte. Nachdem er eiligst, ohne seinen Nachbarn irgend welche Mittheilungen zu machen, seine Geschäfte unter recht ungünstigen Bedingungen abgewickelt hatte, blieben ihm noch vier bis fünftausend Franks. Einen Augenblick dachte er an Selbſtmord; allein sein Verlangen nach Rache hielt ihn davon zurück. Er wollte leben. er seine Lieferanten und seinen Wirth vollständig befriedigt, Er hatte die Krisen und ihr ganzes Benehmen dem Eine ganzes Jahr brachte er damit zu, seine Frau in Baris verlassen hatte. Das Unglück, welches Deshommes langen Tag des Elends und der Bekümmerniß zugeschrieben. dem großen Paris aufzusuchen, wo man nur den Leuten betroffen hatte, war in der That furchtbar. Er hatte versucht, sie die ehemaligen bitteren Stunden ver- begegnet, welche man nicht treffen will. Seine Nach Als er nach Hause zurückkehrte, hatte er einen von geffen zu lassen, indem er sie mit allen möglichen Be- forschungen waren vergeblich. Er traf sie nirgends und seiner Frau unterzeichneten Brief vorgefunden, der von uns quemlichkeiten umgab und durch seine junge feurige Liebe schloß hieraus, daß sie sich in die Provinz oder in wag erhörter Kürze und Leichtfertigkeit lautete:- Mein Herr! zu erwärmen suchte. Ich verlasse Sie, und es wäre besser, wenn Sie sich nicht Ausland begeben habe. Der abstoßende Brief Maries und ihre Flucht erklärten Indessen hatte er ein gar gewaltiges Loch in sein sie sie kleines Vermögen gemacht und mußte sich wieder zur liebt, ich schreckte vor dem Elend zurück und nahm allein ihn niemals geliebt, sie hatte mit ihm wie mit Arbeit bequemen, in der Erwartung, jene" Bettlerin", darum Ihren Eheantrag an. einem Kinde gespielt, wie mit einem jungen Manne, der wie er sie nannte, doch noch wiederzufinden. Damals eben war es, daß er sich in jener armseligen haßte ich doch auch das fleinliche vergnügungslose Leben. verstand er Alles. Tausend früher unbeachtete Einzelheiten, Bude der Rue Galaude niederließ, wo ſeine Ankunft unn Allein so sehr die Noth mir Furcht einflößte, so sehr weder die Lust noch die Bitterkeit des Lebens kannte. Jetzt Ych verlasse Sie daher ohne jede poffnung, auf meine weil sie ihm damals natürlich erschienen, drängten sich wieder sein Benehmen einen so tiefen Eindruck machten. Nachdem Wiederkehr. Die Art der Existenz, zu welcher ich an Ihrer seinem Gedächtniß auf. Jenes gebieterische Verlangen, das er die Kosten der Einrichtung, die übrigens sehr bescheiden Seite verurtheilt wäre, verbürgt vielleicht ein gewisses fie fast täglich ergriff, sich zu ihrem Vater zu begeben und war, bestritten hatte, blieben ihm noch etwa tausend Franken. förperliches Wohlbefinden, allein das genügt mir nicht. in ihrem Mädchenstübchen zu verweilen, in dem sie angeblich Er legte sie als Reservefonds für die Zukunft bei Seite. Meine Langeweile würde zu groß sein." träumerischen Blickes ihren Erinnerungen so gern nachhing So hatte er sich, wie wir bereits gesehen haben, mit großem mit Eifer, aber auch mit großer Verbitterung wieder an die Arbeit Leisten vermocht; er war dem Wahnsinn nahe. Dieser Erschütterung hatte er keinen Widerstand zu und sich der Einsamkeit hingab; ihre Rückkehr Gang, bleichen Wangen, die begeben. Er versuchte zu vergessen, aber es gelang ihm Schleppendem ſe jest; aber er wollte bestäuschte Liebe, ſein ver- traten ihm jeht in die Erinnerung. Soviele qualvolle Ge- au, welcher eine vollständige Veränderung aufficher Hes Was war aus seinem Weibe geworden? Er verachtete tiefer als je liegenden Augen, alle diese Umstände nicht; in seinem Herzen sammelte sich ein schrecklicher Haß Dolitische Uebersicht. Blatt nach Verstärkung der Kolonialtruppe, der man den Berlin, den 17. September. schönen Namen Schuhtruppe gegeben hat! Gewiß können wir, d. h. das Deutsche Reich, eine Expedition ausrüsten, Ein unglaublich klingendes Urtheil wurde letzter welche die siegreichen Afrikaner züchtigt". Das ist kinderTage von sächsischen Richtern gefällt, und zwar von leicht sind sie auch gut bewaffnet, so haben wir doch der Leipziger Straffammer. Es betraf eine bessere Waffen, bessere Disziplin, und, wenn es durchaus grobe Unfugs" Klage und motivirte nach der Leipz. sein muß, auch mehr Leute. Allein was dann? Beitung" die Freisprechung des angeklagten Redakteurs ihnen em paar Dörfer verbrannt und ein paar Duzend Wenn nun die Afrikaner gezüchtigt", das heißt, wenn wie folgt: denn die Krüppel und Invaliden todtgeschossen sind Krieger lassen sich selbstverständlich auf einen Kampf gegen die Uebermacht nicht ein. " F Daß sich die gewünschten Revisionen der Polizeiverwal tungen empfehlen, wird nicht zu bestreiten fein. Vielleicht er giebt die Prüfung auch, daß ein nicht unerheblicher Theil der Polizei dem Sicherheitsdienste zu sehr entfremdet und in der Ermittelung von Verbrechern zu wenig geübt ist, weil in den letzten Jahrzehnten große politische Anforderungen an die Beamten gestellt und sie in unnöthig ausgedehntem Maße zur Ueber wachung von Versammlungen und sozialistischen Bestrebungen in Anspruch genommen wurden. Die geforderte Ueberwachung des Fremdenverkehrs, wenn sie Der Vorsitzende hob hervor, daß das Gericht der engeren irgend wirksam durchgeführt werden sollte, würde zwar zahlAuffassung vom groben Unfug beigetreten sei, nach welcher lofe Blackereien verursachen und eine große Vermehrung der der Inhalt des Schriftwerkes gleichgiltig sei, und nur durch Polizei erfordern; ob sie aber nennenswerthen Erfolg hätte, die äußere Form der Verbreitung eine Gefährdung ist zu beziveifeln. Unter der Herrschaft des Paßzwanges zeigte oder Belästigung des Publikums hervorgerufen werden müsse. Nun ein paar Wochen lang deutsche Siegesdcpeschen, sich ost, daß gerade die geriebensten Verbrecher sich im Besize Es sei aber nicht erwiesen, daß bei der Verbreitung etwas die allmälig verstummen. Und dann plöglich, eines schönen von Pässen befanden und daher unbeanstandet blieben." derartiges vorgekommen sei. Wolle man die weitere Auffassung Morgens, wie ein Blitz aus heiterem Himmel, eine aberdes groben Unfugs als richtig anerkennen, also schon dann malige Hiobspost noch schlimmer als die getrieben wie Rußland und trotzdem können die am Gewiß; kein Land hat die Preßscherereien zu der Höhe groben Unfug annehmen, wenn der Inhalt eines Breßerzeug- legte. Noch schlimmer, weil es in der Natur der Dinge schärfsten überwachten politischen Verdächtigten" mittelst niffes geeignet sei, eine Gefährdung oder Belästigung des liegt, daß wir uns immer tiefer einlaffen, immer mehr aufs falscher Pässe jahraus jahrein die Grenze hinüber und herdas zu einer Aufhebung der Preßfreiheit führen. Spiel sehen, immer mehr Truppen ins Feld schicken müssen. falscher Bässe jahraus jahrein die Grenze hinüber und herüber passiren. Der Richter tönne ganz nach seiner subjektiven Ansicht hier groben Unfug annehmen und dort nicht, je nachdem er den Inhalt des Preßerzeugnisses auffaffe. Wenn das geschähe, dann sei die Presse so gut wie geliefert. Der Richter sei eben Dor nicht Zensor, und er dürfe sich auch nicht der Presse gegenüber in diese Rolle drängen lassen, die seiner unwürdig sei und nur zu leicht dazu führen könne, daß jedes freie, unerschrockene Wort der Deffentlichkeit unterdrückt und ein= geschüchtert werde. Der Richter folle fich hüten, der Todtengräber der öffentlichen Meinung zu werden. Aber auch wenn man hier der weiteren Auffassung huldigen wolle, könne man zu keiner Verurtheilung gelangen, denn die Flugblätter feien auch nicht geeignet, das natürliche Rechtsgefühl im Publikum zu er schüttern. Es gehe mit ihnen, wie mit allen Blättern politischen Inhalts. Die eine Partei ärgere sich über sie, während die andere ihnen zustimme. Wenn da allemal die Partei, die sich ärgere, Anzeige wegen groben Unfugs erstatten könnte, da würde bald gar feine Zeitung mehr erscheinen können. Das hieße das Ausehen und die Bedeutung der Presse untergraben." Was dan11? Und dann? Dann stehen wir wieder vor derselben Frage wie jetzt. Nur, daß die Situation von Tag zu Tag ungünstiger und gefährlicher wird. = Noon Erinnerungen füllen gegenwärtig wieder die Spalten der Presse. Für uns bemerkenswerth ist darin die Erzählung, wie Falk Minister wurde: " " Aber die Vossische Zeitung" deutet den Grund des Uebels nur an: die Unzulänglichkeit der Polizei reſultirt daher, daß die Polizei ihres eigentlichen Charakters: ein Organ der öffentlichen Sicherheit, Beschützerin und Dienerin des Publikums, unparteiische, leidenschaftslose Ueberwacherin der Gesetze zu sein, entkleidet und zu einem politischen Die innere Politik Preußens zu Anfang des Jahres 1872 Instrument in der Hand der Regierungen gegen das stand unter dem Zeichen Kampf mit Rom". Das erste Opfer Volf, gegen die Parteien geworden ist. Und nach keiner dieses Kampfes aber wurde, wie bekannt, der( urreaktionäre) Seite hin sind die Schäden, die das Sozialistengesetz preußische Kultusminister von Mühler. Roon, dessen persönliche verursacht hat, größer als gerade hier. Wir können es Sympathien gegenüber den Angriffen, welche Mühler schon heute ohne Ueberhebung eingestehen, die ihr von der Reseit Jahren in der Kammer von der Presse zu erleiden hatte, gierung damals gestellten Aufgaben hat die Polizei in keiner in vieler Beziehung dem arg befehdeten Kollegen zugeneigt Weise zu erfüllen vermocht, dafür aber auf der anderen waren, mußte sich schließlich auch überzeugen, daß dessen Rüct: Seite Einbuße erlitten, die heute allgemein empfunden wird. tritt zur politischen Nothwendigkeit geworden war. Aus feinem Briefwechsel mit Mühler in jenen Tagen ergiebt sich Eine Besserung ist aber so lange ausgeschlossen, als die übrigens, daß eine Angelegenheit nicht eigentlich politischer Polizei nicht ihres politischen Charakters entkleidet wird. Art( Differenzen mit dem Kronprinzen in einer das Museum Bei der Tendenz, unser ganzes öffentliches Leben, unser betreffenden Personalfrage) den Anlaß bieten mußte, um ihn ganzes politisches Parteileben unter dem Gesichtspunkte des zum Entlassungsgesuche zu nöthigen. Letzteres war von Seiten Polizeiwachtmeisters zu schablonisiren, ist indeß daran vordes Staatsministeriums gewünscht und schließlich auch ein läufig nicht zu denken. Und doch läge der Gedanke so stimmig befürwortet worden, weil, abgesehen von der that nahe! Man vergegenwärtige fich nur einen Augenblick die fächlich sehr großen Inpopularität" Mühler's, derselbe auch sonst nicht der geeignete Kampfminister schien, um jenen Streit Colossale Verschwendung von Zeit und Kraft, welche bei dem mit der römischen Kirche auszufechten und die dazu erforderlich regen Berliner Versammlungsleben Tag für Tag die Webergehaltenen Gesetzesvorlagen zu bearbeiten und zu vertreten. wachung aller und jeder Versammlungen erfordert. Von Den geeigneten Mann glaubte man dagegen in der Person der darin liegenden Tortur der Langweile für die überdes Dr. Falt, Unterstaatssekretär im Justizministerium, ge- wachenden Beamten wollen wir gar nicht reden. Und zu funden zu haben." welchem Zwecke? England und die Schweiz- keines der Ben Atiba ist Lügen gestraft! Wer hätte das je für möglich gehalten, daß ein sächsischer Richter sich zum Vertheidiger der Preßfreiheit aufwerfen, in so goldenen Worten das ganze System der Preßknebelungsversuche verurtheilen würde! In Sachsen, dem klassischen Lande der groben Unfugs- Prozesse gegen Sozialdemokraten! Es thut ja nichts zur Sache, daß in diesem Falle der Angeklagte der Bismarck schlug also Falk dem Kaiser vor. Was that Länder kennt die polizeiliche Ueberwachung der Verbekannte Antisemit Theodor Fritsch in Leipzig Wilhelm I.? Er erfundigte sich bei Roon, wie Falk, der ſammlungen und trotzdem ist der Ton der gehaltenen war. Wer die sächsischen Gerichte und die sächsischen nicht etwa Kriegs-, sondern Kultus- Minister werden Reden in nichts von dem unserer Versammlungen verschieden. Richter kennt- und welcher Sozialdemokrat kennt sie sollte, seiner Zeit als Abgeordneter in der Militär- Im Gegentheil, die Freiheit hat die erzieherische Wirkung nicht? der ist mit uns der festen Ueberzeugung, daß, fra ge gestimmt habe. Nun hatte Falk in der Konflikts- der Ruhe und des Waßhaltens. Kommen aber wirkliche wenn es sich um sozialdemokratische Flugblätter zeit zur gemäßigten Opposition gehört, also gegen die schwere Verstöße gegen die Gefeße vor, ist wirklich die gehandelt hätte, Urtheil und Begründung desselben genau Militärvorlagen gestimmt. Schließlich gelang es Roon, den öffentliche Ruhe gefährdet, so hat es dort nie an Mitteln so gelautet hätten. Das ist's ja gerade, was diesen Urtheil- Kaiser zu überzeugen, daß Falt jetzt eine größere politische gefehlt, den Schäden zu begegnen. Dafür genießt in der spruch uns so interessant macht. Und unsere Kollegen von Reife" erlangt habe und so konnte er denn Kultus Schweiz und in England die Polizei bürgerliche Achtung, der fächsischen Parteipreffe werden daher gut thun, sich Minister werden. sie steht mit dem Publikum auf Freundesfuß und genießt diesen Urtheilsspruch fein säuberlich aufzuheben. Kommt So zerreißen die Paladine selber die historischen neben voller Achtung volle Unterstügung. Bei uns hat durch die Verquickung mit der Politik und dem Parteigetriebe zwischen Publikum und Polizei ein Stück instinktiven Gegensatzes fich herausgebildet, unter dem die Polizei in erster Linie, und in Rückwirkung davon die öffentliche Sicherheit zu leiden hat. dann morgen der eine oder andere Staatsanwalt wieder Lorbeerkränze. auf den Gedanken: Was man sonst nicht bestrafen kann, Sieht man als groben Unfug an und erhebt gegen eine Zeitungsnotiz Strafflage wegen groben Unfugs, so beantworte man postwendend seine Anflage mit diesem Erkenntniß. Dasselbe wird Wunder thun oder auch nicht!. Die Unzulänglichkeit der Polizei, das ist anläßlich des Falles Wegel" ein in der Tagespresse sehr eifrig ventilirtes Thema. In der Norddeutschen" leitartikelte ein namhafter Polizeipraktiker" und kommt dabei zum Schluß, es mangle in Deutschland an genügender polizei- Ultramontaner Bauerufang ist es eigentlich, was licher Ueberwachung. Die Anmeldepflicht in den Gast- die Dunkelmänner so lammfromm christliche Sozialreform, höfen werde zu lag gehandhabt, ebenso die in den großen Fürsorge für den armen Mann, nennen. Und diese ThatMehr als naiv klingt die heutige Ankündigung des Städten; es müsse aber über ganz Deutschland hin eine sache unumwunden zugestanden zu haben, ist das Verdienst Reichs- Anzeigers", daß nach einem Telegramm des kaiser- einheitliche Melde- Bolizei- Ordnung erlassen werden und was bes Rettors ber katholischen Universität in lichen Gouverneurs für Deutsch- Ostafrika an der deutsch- dergleichen bureaukratische Aeußerlichkeiten mehr sind. Paris, Mgr. Hulst, also gewiß eine einwandsfreie, unostafrikanischen Küste Alles ruhig sei. Glaubt der Natürlich ist für unsere Presse diese veraltete Weisheit schon parteiische Quelle. Auf dem internationalen KatholikenReichs- Anzeiger" etwa, es müsse alle Tage eine Hiobspost um deswillen der Stein der Weisen, weil sie von einem Kongreß in Mecheln legte er in einer Rede, welche die wie die letzte eintreffen? namhaften Polizeipraktiker" verzapft wird. Daß England, Frankfurter Zeitung" ein Prachtstück feiner und eleganter Herr Hulst Wir dächten, es genüge an der, aber wir dürfen uns trotzdem dort überhaupt die polizeiliche Anmeldung unbe- Diktion und geistreicher Wendungen nennt auch der Einsicht nicht verschließen, daß die neueste Nieder- kannt ist, die beste Kriminalpolizei besitzt, tommt natürlich ist also kein nächster Bester, den man rundweg ablehnen lage in Ostafrita nur das neueste Glied einer langen Kette bei der seit Generationen übererbten deutschen Polizeidressur kann- folgendes Geständniß ab:„ Es handelt sich für von Niederlagen ist. Das I egte, wenn die Vernunft ob nicht in Frage. Es fällt Niemanden ein, die Ursachen der uns darum, uns des Einflusses auf die Menge fiegt nicht das letzte und nicht das schlimmste, wenn unzulänglichen Kriminalpolizei tiefer zu suchen. Nur der zu bemächtigen. Gegenwärtig giebt es zwei intellet der Chauvinismus die Oberhand behält, was leider Bossischen Zeitung" dämmert die Erkenntniß auf, wenn tuelle Eliten, diejenige, welche durch die Männer der glaubenslosen Wissenschaft, und diejenige, welche durch uns, das Wahrscheinlichere ist. Ruft doch schon ein freisinniges sie schreibt: " 1 Gläub Maffe Leic trostl unter der K der S Und treter Leicht SpeE ist, w in Un werde wenig Press Kong lauter Dasb zum S auf d monto die S lehren plögli Advok heute betäm man zu I eg fozi Gott Sozia Katho man so wei 9 die H schleur innere einer ſolch tönnte Uns a sicht. und gedrüc T Fus jogenc 1. Of macht einmo digung Bochu fofort werden Urthei Fluck Herr 1.Se nußte. neueste sehen" gelegen staune haben. Herrn bereite den G Schmut D lieft, d werb die tung und ein das Kl richten Sefreta Bued rität Mittel Bued r Dom S solution Anwes dotume I unse des ta ist zur wärtige " guten pollton auch ei etelhaft Loheng Das S Pariser nommer " so oft währe drei fichte hervorbrachte, auf dem niemals mehr ein Lächeln sich Moment, diesen mehr els nachlässig gekleideten Mann mit Er wollte eben eine Allee betreten, als ihn jemand an zeigte. Etwa sechs Monate, nachdem Deshommes fich in seinem bleichen und verstörten Gesicht aufzunehmen. Aber rief. Er wandte sich um. Rechts nahe dem Eingang stand der Rue Galande niedergelassen hatte, war er an einem sein Zögern war von kurzer Dauer. Deshommes hatte in an der Schwelle eines kleinen, zierlichen Häuschens ein Sonntage Nachmittags nach dem Boulogner Wäldchen gegangen, seine Hand ein Zwanzig frankstück gedrückt und gebot ihm hochgewachsener Mann. Er erkannte sofort, daß er es um einen Spaziergang zu machen und durch die frische Luft mit einem Tone, der keinen Widerspruch zuließ: mit dem Portier zu thun habe, obgleich er seine Livree seine stets überreizten Nerven zu beruhigen. Hier begegnete er Folgen Sie jener vorausfahrenden Kutsche überall nicht anhatte. Sie da, was wollen Sie denn? seiner Frau, welche nachlässig in einer wundervollen, von hin; verlieren Sie dieselbe keine Minute aus den Augen. Ich will zu der Dame, welche dieses Schlößchen zwei prächtigen Racepferden gezogenen Kutsche ausgestreckt Jch miethe Sie auf die Stunde und es wird ein gutes lag. Bor Ueberraschung und Bestürzung war er stumm Trinkgeld geben. Verdutzt durch das Zwanzigfrantstück, bewohnt, ich will mit ihr sprechen. stehen geblieben. In einer blendenden und auffallenden das er sorgfältig geprüft hatte, und durch den barschen So, na aber jetzt ist es noch zu früh, die Frau Gräfin Toilette lächelte sie plaudernd einem greisen Manne zu, der Ton dieses seltsamen Fahrgastes hatte der Kutscher leicht schläft noch. Und glauben Sie denn, daß sie Sie ohne weiteres an ihrer Seite saß und, durch ihre berauschende Schönheit die Schultern gezuckt und auf sein Pferd losgepeitscht, indem empfangen wird? Wenn Sie von irgend einem Lieferanten verführt, sie mit hoher Bewunderung betrachtete. Der er murmelte: Das ist eine russische Angelegenheit... Er geschickt sind, so müssen Sie wieder kommen und sich an Wagen war dicht an ihm vorübergefahren und streifte ihn folgte seiner Frau schnell. Die Fahrt dauerte nicht lange. den Rechnungsführer wenden, die Frau Gräfin giebt sich fast, ohne daß seine Frau ihn erkannt hatte; darauf war Nach Verlauf einiger Minuten hielt ihr Wagen vor dem mit dergleichen nicht ab. fie schimmernd in dem Goldstaub der untergehenden Sonne Gitter eines fleinen Schlößchens, das ein wahres Juwel der Deshommes hatte gezittert, als er den Bedienten von am Ende einer Allee verschwunden. Er versuchte zu Baukunst durch einige Gefträucher und dichtbelaubte Bäume der Frau Gräfin" schwatzen hörte und bitter gelächelt. laufen, sie wieder einzuholen, aber es war zu spät, und nur ein wenig verdeckt war. Das Gitter war geöffnet, der Dann antwortete er: Ich wiederhole Ihnen, daß ich die nachdem er bis zur einbrechenden Nacht an einem Rutscher lenkte seine Roffe hinein und folgte dann einer gnädige Frau auf der Stelle sprechen muß. Ich habe ihr Thor gewartet hatte, durch das sie, wie er hoffte, kommen gekrümmten Allee. Bald war der Wagen verschwunden. eine wichtige Mittheilung zu machen." würde, kehrte er hin und her schwankend wie ein Trunkener Deshommes wußte mun, was er längst wünschte: die Adresse Unmöglich, die Gnädige schläft ja noch. Sehen Sie, nach Hause zurück. Am folgenden Tage Tage bemerkte seiner Frau. Er verließ den Fialer, gab dem Kutscher ein die Vorhänge ihres Zimmers find noch herabgelaffen. man, daß er ein älteres, gebrocheneres, übleres Aussehen reichliches Trinkgeld und kehrte ohne ein Wort zu sprechen Uebrigens wird sie Sie nicht vorlassen. Kommen Sie morgen hatte als je. Während zweier oder dreier Sonntage fehrte nach Paris zurück, indem er sich das Versprechen gab, das wieder. Der Haushofmeister wird am Nachmittag da sein. Zum letzten Male, sagte Deshommes, der jetzt hihig er nach dem Boulogner Wäldchen in die Allee zurück, wo Schloß recht bald wieder aufzusuchen. Die Woche verfloß er seine Frau getroffen hatte; aber es war vergeblich, sie und niemals hatte er mit solcher Lebhaftigkeit, solchem Eifer wurde, ich muß sie sofort sprechen!.. erschien nicht. Eines Abends ging er, entmuthigt durch gearbeit Nein, nein, machen Sie, daß Sie fortkommen, und Hinter ihm rannte der Portier, der aus Leibeskräften Haltet den Dieb!" schrie. Aber er kam ohne Hinderniß an eine Freitreppe, welche er rasch erstieg. Dann gelangte er in einen großen Vorsaal, wo er zwei oder drei über dieses ungenirte Gindringen höchlichst erstaunte Lakaien beinahe über den Haufen rannté. seine fruchtlosen Nachforschungen, heim, er gab die Hoffnung Am lgenden Sonntag öffnete er nicht, wie es seine Ge- zwar ein Bischen schnell, sonst werfe ich Sie vor die Thür. auf, sie jemals wiederzusehen. wohnheit war, seine Bude, sondern verließ sein Haus gegen Deshommes hörte schon gar nicht mehr, sondern lief Mühsam wantte er die Avenu de la Grande- Armée fieben Uhr Morgens. Er schien weniger gebeugt als sonst, auf das Schloß zu, welches in einiger Entfernung mitten hinauf, als er eine Kutsche, welche sein Weib trug, sich lang- sein Gang schien sicherer, seine Haltung entschlossener. in einem fleinen, englischen Garten lag. fam fortbewegen sah. Sie war in diesem Augenblick allein Die Quais entlang gehend schritt er quer über die und spielte mit einem Havaneserhündchen, das sie auf ihren Brücke de la Concorde und blieb vor dem Thore des Schlosses Knien hielt und mit Liebkosungen überhäufte. stehen, in das er seine Frau am vergangenen Sonntag hatte Eine Minute hatte er den Einfall, auf den Fußtritt zu einfahren sehen. springen und sie zu beschimpfen, denn seine Liebe war ver- Was sollte er thun? Was sollte er zu dem pflicht schwunden, und er hatte für fie felbft nur Haß und Ver- vergessenen Weibe sagen? Er überlegte einen Augenblick. achtung. Aber er beherrschte sich, ließ den Wagen an sich Endlich richtete er den Kopf wieder in die Höhe und zog vorüberfahren und sprang ungestüm in einen leeren Fiaker, nachdrücklich an der Klingel. Die Gitterthür öffnete sich welcher dicht hinten herankam. Der Kutscher zögerte einen und schloß sich sofort nach seinem Eintritt wieder. ( Fortsetzung folgt.) die v Berlin beer i gesc Banti felbe Ropf dies, er ihm r I t e = , e 2 2 t t t C t D I с e f e e 80 t e t. t e S e t n t h t t. e r 233 t. It 1. g ef r SEEHE r n Gläubigen, repräsentirt wird. Beide Eliten machen sich die Maffe streitig, eine Beute, die infolge ihrer Leichtgläubigkeit leicht zu erobernist." dem Tage, wo die Wagner'schen Werke bei uns heimisch werden, I II. Die jedem Einzelnen gewährleistete freie und unum das Repertoir von Meyerbeer darunter leiden wird. Der schränkte Meinungsäußerung innerhalb der sozialdemokratischen Ruhur Wagner's wird dem jüdischen Musiker Abbruch thun. Bartei bildet die pulsirende Kraft derselben, und führt zur Höhe Lohengrin, Tristan und Isolde, Parsival werden die Afrikanerin, der allgemeinen Regsamkeit, weshalb auch mit Freude begrüßt die jetzt oft eine ganze Woche hindurch gegeben wird, vom werden kann, wenn die Parteigenossen jeder Zeit und überall Theaterzettel verschwinden machen. zum öffentlichen Ausdruck bringen, was ihnen zur Abhilfe politis scher und wirthschaftlicher Uebelstände sowohl taktisch wie prins zipiell geboten erscheint. Also nicht um den Massen zu helfen, nicht um deren trostlose soziale Lage zu bessern, sondern um die Menge unter den Einfluß der Kirche zu bringen, fie im Interesse der Kirche ausspielen und ausnüßen zu können, deshalb wird der Köder der Arbeiterfürsorge den Massen hingeworfen. Und mit offenem Zynismus gesteht dieser hervorragende Ver- weilen antisemitische Stimmen laut werden, gegen die Auftreter des Katholizismus zu, daß die Kirche dabei auf die Leichtgläubigkeit, auf die Dummheit der Masse spekulire, womit zugleich ein Fingerzeig dafür gegeben ist, warum die Kirche so ängstlich bemüht ist, die Massen inspirirt, Die Heße gegen Wagner ist also von den Juden inspirirt, trotzdem einige Judenblätter öffentlich von Manifestationen abrathen und andere Zeitungen, in denen zu führung von Lohengrin sind. Die Juden vermeiden es eben fich bemerkbar zu machen, aber ihr Einfluß ist es dennoch, der die Agitation beherrscht." Demnach scheinen die Pariser Juden in ihrem Hasse in Unwissenheit zu erhalten. Unsere Herren Ultramontanen piel hebräischer zu sein als die deutschen, die am Ende gar werden freilich über diese offenherzige Wahrheitsliebe sehr feine echten Juden sind, weil sie die deutschen Juden wenig erbaut sein, wie denn überhaupt die ultramontane nämlich zu den Wagner- Enthusiasten verhältnißmäßig Bresse über die unangenehmen Beschlüsse des Mechelner das größte Kontingent stellen. Kongresses mit Todtschweigen hinwegzukommen sucht. Desto lauter wollen wir davon sprechen und desto öfters den Dasbach und Genossen diese Mechelner Reden und Beschlüsse zum Knacken geben. so weiter. konfessionelle Zwecke der allgemeine Staatsfuttertrog ge4161 dg or über das Gebahren einzelner Berliner Genossen, denen selbst bei Dagegen spricht die Versammlung ihr tiefstes Bedauern aus ehrlicher Absicht der Vorwurf frivoler Handlungsweise nicht erspart bleiben kann, da deren Thun und Treiben nur geeignet ist, Zwietracht und Zerwürfniß in der Partei zu entfachen, und so den Gegnern in die Hände zu arbeiten. Dieses für die Folge zu Parteitag Mittel und Wege finden wird, dem zynischen Gebahren verhindern, spricht die Versammlung die Erwartung aus, daß der dieser Elemente ein den wirklichen Partei- Interessen entsprechendes Salt!" entgegen zu feßen." Hierauf beschloß man nach Erfurt einen Delegirten zu ent* * Möglichstes. Säle zu Bersammlungen bekommen wir beinahe reich besuchte Versammlung im Freien statt, und zwar in dem garnicht. Letzten Sonntag fand deshalb wieder eine sehr zahlgeräumigen Hofe des Echedewißer Konsum- Vereins in Schedewiß, in welcher der Kandidat Wilhelm Stolle referirte. In der Redaktion des hier erscheinenden Bergarbeiter Organs tritt am 1. Oftober ein Personenwechsel ein, da an Stelle des gewählt wurde. abgehenden bisherigen Redakteurs Ebert der Genoffe Gladewiß Derselbe verläßt Ende September das Gefängniß. Ein schlimmes Vorzeichen auf jene Zeit, da für senden und wählte hierzu einstimmig den Genossen Karl Urban, schlossen sein wird und die Herren in Bäffchen und Talar tung und den Beschlüssen des Brüsseler Rongreffes te Die Parteigenossen Dresdens erklärten sich mit der Halausschließlich auf die Beistener der religionsfreudigen Heerde verstanden. Der Delegirte Goldstein, welcher den Bericht erstattete, Auch ein Vertheidiger des Sozialismus erhob sich angewiesen sein werden, wird aus Belgien gemeldet: rechtfertigte das Auftreten Singers und Liebknechts gegenüber dem auf dem Mechelner Katholikentage. Als die Herren Ultra- Die Frommen in der Brabanter Stadt Braine l'Alleud Holländer Nieuwenhuis. montanen unter Augurenlächeln ihre Bannstrahlen gegen wollten auf Kosten der Gemeinde durchaus eine die Sozialdemokraten schleuderten und wider deren Frr neue Kirche und eine neue Pfarrstelle errichten. Der von sammlung sprachen die Parteigenossen einstimmig ihr EinZwickau. In einer am 13. September abgehaltenen Vers lehren donnerten, erhob sich in der schwarzen Gesellschaft den Liberalen und Klerikalen bearbeitete Gemeinderath, verständniß mit dem Programm Entwurf aus und wählten zu plöglich ein weißer Habe, ein junger ultramontaner Brüsseler welcher selbst diesem klerikalen Antrage abgeneigt war, aber Delegirten für den Erfurter Parteitag die Genoffen SchmidtAdvokat, Namens Dumonceau, und erklärte: Es genüge doch nicht den Muth der Ablehnung besaß, beschloß die Zwickau, Voigt- Krimmitschau, Engelmann- Werdau. Im heute nicht mehr, blos zu sagen, daß man den Sozialismus Befragung des Volkes, die ja auf kommunalem Gebiete in Landtag 3- Wahlkreise Zwickau( Land) ist die Agibekämpfe, da derselbe schon viel zu weit vorgeschritten sei; Belgien immer mehr zur Anwendung kommt. Beide Par- tation gehörig im Gange; auch die Herren Gegner thun ihr man solle sich lieber bemühen, ihn besser kennen teien rührten sich und gestern erfolgte die Abstimmung. zu lernen, statt ihn zu sch ma hen. Wir haben Von 723 Wahlberechtigten, deren Geldbeutel hierbei in erster es unterlassen", rief der Redner aus, die Linie interessirt war, gaben 332 ihren Stimmzettel ab. Die ozialen Wahrheiten zu verkünden, und neue Kirche und Pfarrstelle wurde mit 309 gegen 23 Stimmen Gott hat Andere mit dieser Mission betraut... Die abgelehnt. Sozialisten fagen Frriges, aber giebt es nicht auch Katholiken, welche in Irrthümern befangen sind, und kann daß die Hibernia 80 pct. Dividende gezahlt hätte. Die In unserer gestrigen Nummer hatten wir gesagt, man darum der Religion einen Vorwurf machen? Und Hibernia gab, wie uns mitgetheilt wird, nur 19 pct., es Natürlich wurde der junge Spielverderber, sobald fich theilt werden. werden allerdings für nächstes Jahr einige 20 pCt. verdie Herren erst von ihrem Schrecken etwas erholt hatten, Arenberger Gesellschaft 80 p Ct. pro 1890. Dagegen gab die etwa 10 mal so kleine Steglitz. Am 29. Juli und 12. August d. J. hielt der Arbeiter Bildungsverein für Steglitz- Friedenau und Umschleunigst zum Schweigen gebracht! Was? In ihrer gegend seine Lese- Abende ab. Zur Vorlesung gelangte die von inneren Kommission denn diese Szene spielte sich in dopantaff dilhelm Liebknecht verfaßte Broschüre: 街 Die Emser einer Sigung der Kommission für soziale Werte" abDepesche oder: Wie Kriege gemacht werden". Nachdem am solch ein räudiges Schaf, das die ganze Heerde anstecken ersten Abend ein Theil derselben vorgelesen war, wurde die tönute! Und sie wackelten bedenklich mit den Köpfen! Broschüre von dem die Versammlung überwachenden Gendarmen Uns aber erfüllt diese Szene mit Genugthuung und Zuver beschlagnahmt. Am folgenden Leseabend setzte man die sicht. Sie ist ein neues Anzeichen der inneren Bersetzung Vorlesung derselben Broschüre fort, und nachdem der Inhalt bis auf einige Beilen vorgelesen war, verfiel dieselbe wiederum der und Zermorschung des zu einer Kapital- Schutzwehr nieder- Die sozialdemokratischen Vereine des dritten württem. polizeilichen Beschlagnahme. Auf die darauf eingereichte Begedrückten Katholizismus. bergischen Reichstags- Wahlkreises hielten am Sonntage in schwerde wurde uns nun seitens des Landraths des Kreises Lauffen eine Vertrauensmänner Versammlung Teltow folgender Bescheid: Nicht gegen Baare, sondern gegen den Redakteur ab, welche über den Erfurter Parteitag und den Programm,, Berlin W., den 3. September 1891. Fusangel ist wegen angeblichen Fluchtverdachts die den Vereinen den Genossen Röhrle von Heilbronn. entwurf verhandelte. Zum Delegirten des Kreises empfahl man Auf die Beschwerde vom 17. August d. J. wird Ihnen ers Der widert, daß die am 29. Juli und 12. August d. J. vom Gendarmen sogenannte Sicherheitshaft beschlossen worden. Am Programmentwurf wurde namentlich hinsichtlich des Absatzes 3 in der Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins für Steglitz 1. Oktober Nachmittags 4 Uhr wird Herr Fusangel seine im zweiten Theil lebhaft erörtert. Nach manchem Für und und Umgegend zu Steglitz beschlagnahmten Schriften dem zueinmonatliche Gefängnißstraße zu Duisburg wegen Belei wider entschied die Versammlung sich dafür, daß die alte ständigen ordentlichen Gericht zur Beschlußfassung über die digung des Märkischen Knappschaftsvorstandes und der Fassung, Religion ist Privatsache", schon aus Bwed Giltigkeit der Beschlagnahme zugesandt sind. Das Ergebniß wird Bochumer Handelskammer überstanden haben und dann mäßigkeitsgründen beizubehalten sei und daß der Delegirte des Ihnen f. 3. bekannt werden." sofort in die Untersuchungshaft nach Essen abgeführt Bezirkes in diesem Sinne auf dem Kongreß wirken möge, wenn werden, bis das Reichsgericht in der Revision gegen das ihm auch ein imperatives Mandat hierfür nicht ertheilt werden Eine Volksversammlung in Markgrafpieske, die erste, Urtheil im Bochumer Steuerprozeß entschieden hat. Der folgender Fassung angenommen:" Der Staat habe die Ver- Werners einstimmig eine Resolution an, in welcher die Reichs. Ein Zufazantrag Stern's aus Stuttgart wurde in welche daselbst abgehalten wurde, nahm nach einem Referat Wilh. " Fluchtverdacht" wird mit dem Umstand begründet, daß pflichtung, unverschuldet Nothleidenden Unter- regierung aufgefordert wird, unverzüglich die KornHerr Fusangel den ihm bewilligten Strafaufschub bis zum fügung zu gewähren, ohne daß dadurch deren politische 3 ölle fall en zu lassen, weil durch die Kornzölle die noth 1.September trotz staatsanwaltlichem Widerruf völlig aus- Rechte in irgend einer Weise beeinträchtigt werden sollen." wendigsten Lebensmittel künstlich vertheuert werden, und das mußte. Volt diesen Zoll nicht tragen kann". Zu dieser Nachricht bemerken die Tagesblätter: Dieses Die Parteikonferenz des zweiten pfälzischen Wahlneueste Borgehen gegen Fusangel erregt allgemeines Auf- freises beantragte zu Punkt 8 des Programm Entwurfs nicht sehen". Nun sollte man aber doch meinen, in dieser An- nur die Entschädigung unschuldig Verurtheilter, sondern auch gelegenheit könnte die Presse allmälig das Gefühl des Er unschuldig Berhafteter. staunens, der Aufregung und Verwunderung verloren Die Kandidaten, welche bie badischen Parteigenoffen haben. Uns sollte es schließlich gar nicht wundern, wenn Herrn Baare zuguterletzt noch eine eklatante Genugthuung" bereitet würde. Das allgemeine Ehrenzeichen" wäre für den Ehrenbürger der Stadt Bochum wirklich ein würdiger Schmuck. usd.ballains A fönne. Korrespondenzen und Parteinachrichten. ** aur Landtagswahl aufstellten, sind: Drees bach und Rüdt für Mannheim, Ge et für Pforzheim und Karlsruhe- Land, Hänsler für Weinheim und Köber für Schwetzingen. * Bernburg. Am 11. d. M. referirte hier vor vollständig gefülltem Saale im„ Jägerhof" Genosse Peus aus Berlin über das Thema: Die Verstümmelung des Geistes durch den Kapitalismus. genommen. Den Frauen war der Zutritt leider verboten. Es Der mehr als 14/ aftündige Vortrag ward mit großem Beifall aufwäre ja auch zu schrecklich, wenn die Frauen etwas von der geisttödtenden Wirkung der modernen Theilarbeit und den Mitteln diefelben aufzuheben hörten. Nun, auf alle Fälle geben die anwesenden Arbeiter auf deutlichste zu erkennen, daß sie nicht ge ale IX. hannoverscher Wahlkreis( Hameln). Am 18. Sep- willt sind, die Lohustlaverei gewissermaßen als Naturverhängniß tember fand in Hameln eine Versammlung von Partei weiter zu tragen, sondern die Arbeit um des Profits willen in Das Sprichwort vom Bock, der zum Gärtner gegenossen unseres Wahlkreises statt, welche sich einer Arbeit unmittelbar um der Bedürfnisse willen verwandeln, die macht wird, muß Einem in den Sinn kommen, wenn man Betheiligung erfreute, wie es nie zuvor ber Fall gewesen Ausbeutung der Arbeit durch das Kapital beseitigen und die geliest, daß in einer Versammlung von Berliner Kleinge- war. Die Parteikonferenz beschloß, den Parteitag durch zwei fellschaftlich organisirte Arbeit an ihre Stelle setzen wollen. Zur werbtreibenden, in welcher die Frage der Erhal Delegirte zu beschicken, und wählte zu solchen den Kleinhändler Diskussion meldete sich trotz wiederholter Aufforderung keiner von Im geistigen Kampf sind die tung des gewerblichen Mittelstande 3 erörtert mit dem Programm- Entwurf erklärte man sich im Großen und Gegner total bankrott, nun versucht man's bekanntlich unter FühFr. Sievers- Limmer und den Schuhmacher Aug. Brey- Hannover. einigen anwesenden Gegnern. und eine dementsprechende, ihre Spike natürlich gegen die Ganzen einverstanden und erwartete von den Vertretern der rung von streitlustigen Pfaffen mit nippeln. Doch auch das Kleingewerbe erdrückende und aussaugende Großindustrie Bartei in Erfurt, daß sie das Richtige treffen werden. Betreffs damit tommt man nur zu bald aus Ende. richtende Resolution angenommen wurde, auch der bekannte der Berliner Opposition wurde nach lebhafter Diskussion folgende * * Sekretär des Zentralverbandes deutscher Industriellen, Resolution einstimmig angenommen: Die heutige Partei- Ins Narrenhaus, meint die Kreuz- Zeitung", sollten die Bued, theilgenommen hat. Fürwahr, die berufenste Auto- versammlung spricht ihr Mißfallen über das Verhalten einiger Hamburger Frauen gesperrt werden, welche nach dem Referat der rität in der Frage der Erhaltung des gewerblichen Berliner Parteigenossen aus, die in einer Art und Weise auf Frau Ihrer die politische und gewerkschaftliche Gleichberechtigung Mittelstandes. Und es kann nur erheiternd wirken, wenn Herr nossen erregen muß; sie erwartet von dem nächsten Parteitage, daß wenn sie das Recht" hätten, das Schaffot zu beſteigen, fie went treten, welche nur den tiefsten Abscheu bei jedem ehrlichen Ge- mit dem Mann unter der drastischen Berufung darauf forderten, Bueck nach der Versammlung in der" Nat.- 8tg." eine Erklärung baß er einem solchen, die Partei schädigenden Gebahren ein Ende auch das Recht haben müßten, die Tribüne zu besteigen. Die Dom Stapel läßt, daß er an der Abstimmung über die Res machen wird." Kreuz- Zeitung" giebt den Hamburgerinnen noch den geistreichen folution nicht theilgenommen habe. Es genügt die bloße Zum Kandidaten für die nächste Reichstagswahl wurde Rath, sich lieber um ihre Kochtöpfe und Strickstrümpfe zu beAnwesenheit, um die Naivität solcher Versammlungen zu Schuhmacher Aug. Brey- Hannover einstimmig gewählt. Nachdem fümmern, als solchen Unsinn zu beschließen. Mit Berlaub! Der dokumentiren. noch. die übrigen Punkte der Tagesordnung nach eingehender Unsinn ist auf Seiten der Kreuz- Zeitung". Daß die Frauen, Berathung erledigt waren, wurde die etwa( von 400 Genossen welche vom Strafgesetz mit dem Mann über einen und denselben Jesko von Puttkamer, der Hoffnungsvolle Sohn besucht gewesene Versammlung nach sechsstündiger Dauer mit Kamm geschoren werden, dagegen nicht einmal das dürftigeRecht haben, unseres Buttkamers, der bis jetzt in der Verwaltung einem Hoch auf die internationale Sozialdemokratie geschlossen. Vertreterinnen in die Gewerbegerichte zu wählen, trotzdem das Kapital des faiserlichen Kommissariats im Togolande thätig war, Nach Absingen der Arbeitermarseillaise fuhren die Delegirten per gerade sie in der rücksichtslosesten Weise ausbeutet, endlich dasselbe Recht haben wollen wie der Mann, das ist nur vernünftig. ist zur Beschäftigung in der Kolonialabtheilung des Aus: Bahn oder Wagen nach allen Windrichtungen auseinander. wärtigen Amtes einberufen worden. Er kann also seinen Forst i. 2. Am 15. September fand hier eine gut besuchte Halberstadt. Erwiderung. Herr Köster hat laut Be" guten Geschmack" nunmehr auf heimathlichem Boden veröffentliche Versammlung der Parteigen offen richt des Vorwärts" mehrere beleidigende Behauptungen gegen bollkommnen. statt, in welcher Genosse Beyer aus Rottbus über den neuen mich in der Ottersleber Versammlung ausgesprochen. Programm- Entwurf referirte. Er führte hauptsächlich aus, daß Was meine angebliche Auslassung vor dem Magdeburger Die Politik wäre langweilig, wenn nicht hier und da das alte( Gothaer) Programm von 1875 nur ein Rompromiß- Landgericht anbelangt, so verweise ich auf meine Berichtigung auch ein Stück unfreiwilligen Humors mit unterliefe. Die Programm, gewissermaßen ein Nothprodukt gewesen sei, dagegen gegen Herrn Ernst. ekelhafte Heße der Pariser Chauvinisten anläßlich der der Entwurf des neuen Programms als ein wesentlich ver- Herr Köster hat aber laut Bericht auch ferner gesagt: Die Lohengrin Aufführung ist ein Machwerk der Juden. bessertes, gutes Produkt betrachtet werden müsse, da alle Grund- Thatsache, daß ich auf dem Boden der kaiserlichen Botschaft Das Stöcker'sche Blatt hat diese Entdeckung aus einem läse und Forderungen unserer Partei, sowie die Klaffengegenfäße stände, könne er durch Flugblätter beweisen, welche aus meiner Pariser Antisemiten- Drgan, dem„ Eclair", wie folgt über- und deren Ursache flar und deutlich in demselben zum Ausdruck Feder stammten. gelangen. Wenn von Seiten der sogenannten Opposition be- Bis Herr Köster diese Flugblätter herbeischafft, erkläre ich hauptet würde, daß die Forderungen der Partei in dem neuen seine Angaben für unwahr. " Haben Sie sich schon gefragt, warum gewisse Pariser, Entwurf mäßiger feien als in dem alten Programm, und man so oft von Wagner die Rede ist, sich wie toll geberden, daraus der Parteileitung wie der Fraktion den Vorwurf des Schrift die Grundsätze und Ziele unserer Partei verleugnetEbenso ist es nicht wahr, daß ich jemals in Wort oder während sie es, ohne ein Wort zu sagen, ertragen, daß von Rückzuges machen wolle, so könne er sich damit nicht ein- Schrift die Grundsätze und Ziele unserer Partei verleugnet verschleiert drei Vorstellungen, die in der großen Oper gegeben werden, verstanden erklären, denn er finde im Entwurf nichts, was sich oder auch nur verschwiegen hätte um Stimmen zu die von Meyerbeer sind? Lekterer ist sogar Preuße und als Rückzug auslegen ließe. Der Vortrag fand den allseitigen fangen. Berliner, was bei Wagner nicht der Fall ist. Aber Meyer Beifall der Versammlung. Dieselbe beschloß dann einstimmig, verfaßter Druckschriften Beweise. Ich fordere auch hierin auf Grund irgendwelcher von mir beer ist Jude und Wagner hat gegen die Juden daß der zu wählende Delegirte dem Erfurter Parteitag folgende verfaßter Druckschriften Beweise. Eine aus der Luft gegriffene Behauptung ist es ferner, daß Resolution unterbreiten solle: Catulle Mendès erzählt irgendwo, er habe einen jüdischen„ I. Die Versammlung erklärt sich mit der bisher verfolgten die Standidatur des Kleinbauern Genoffen Pilz in Wolmirs Bantier gekannt, der die Wagner'sche Musik sehr liebte. Der Tattit der Reichstagsfraktion sowie der Parteileitung voll und leben für den Wahlkreis Wanzleben eine Mache" von mir sei. felbe besaß eine Wagnerbüste mit dem Lorbeerkranz auf dem ganz einverstanden, und ist der Ueberzeugung, daß sie auch fernerhin Ich habe in feiner der von mir im Wahlkreise Wanzleben Kopf und einem Strid um den Hals. Es beweist die richtige Taftit verfolgen wird; ebenso erklärt sich die Ver- oder irgendwo anders abgehaltenen Versammlungen irgend eine dies, daß die Juden Wagner nie verzeihen werden, daß sammlung mit dem neuen Programm- Entwurf im Großen und Person in Vorschlag gebracht. er ihnen in seinen Schriften übel mitgespielt hat. Ganzen einverstanden und hofft, daß der Parteitag zu Erfurt Ich fordere auch hierüber gegentheilige Beweise. nommen: geschrieben. Im vorliegenden Falle ist aber das Entscheidende, daß an durch Berathung denselben zum besten Abschluß bringen wird. Aug. Heine Theater. Freitag, den 18. September. Opernhaus. Mignon. Schauspielhans. Der neue Herr. Lessing- Theater. Francillon. Verein der Einseher( Tischler). Arbeiter- Bildungsschule Ausserordentliche General- Versammlung Sonntag, den 20. September, bei Sternecker, Schloss Weissensee Großes Volks- Fest, Sonntag, den 20. Septbr., Vorm. 10/2 Uhr, Neue Friedrichstr. 44. Zages Ordnung: 1. Erste Berathung der Statuten. 2. Verschiedenes und Fragekasten. NB. Der Arbeitsnachweis befindet sich nur Neue Friedrichstraße 44 Der Vorstand. Berliner Theater. Wilhelm Tell. Residenz- Theater. Frou- Frou. Wallner- Theater. Der Mann mit Doppel- Vorstellung: Auftreten des Herrn Glafermeisters Jos. Brunner im Restaurant, Abends 8-9, Sonntags Vorm. 10-12. hundert Köpfen. Musikalisch Konzert, Volks- Belukkigungen, als Puppen- Theater, aus Wien auf dem 100 Fuß hohen und 500 Fuß langen Thurmfeil. deklamatorische Abendunterhaltung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Boccaccio. Stangenklettern, Fackelpolonaise 2c. Feuerwerk, Thomas- Theater. Im siebenten Grohe Beleuchtung, Fontaine Inmineuse, Großer Volks- Ball in dem 12 000 Quadratfuß großen Bal champêtre. Himmel. Oftend- Theater. Der Nautilus. Bellealliance- Theater. Deutschland zur See. Adolph Ernst Theater. große Prophet. Von 2 Uhr ab: Allgemeines Kaffeekochen. Anfang des Konzerts Jung- 4 hr. In den Schulen, an sämmtlichen Zahlstellen und den sonstigen bekannten Orten sind Billets im Vorverkauf à 25 Pf. zu haben( an der Kaffe theurer). Der Alexanderplah- Theater. Schwarze Brüder. Feenpalaßt. Spezialitäten- Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Weißensee. Der Vorstand. 145/18 Freie Gemeinde Rixdorf. Versammlung für Männer u. Frauen Sonnabend, den 19. Septbr., Abends 82 Uhr, HF in Hoffmann's Saal, Berg- Strasse No. 13. F Tages- Ordnung: 1. Landgerichts- Präsident v. Kunowskie's u. Generalsekretär Göhre's Urtheil über die Dissidenten. Referent Herr Peus. 2. Dis fusion. 3. Fragestellung. Entree 10 Pf. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 151/15 Fachverein d. Musikinstrumenten- Arbeiter. Vereins- Versammlung für den Norden Theater der Reichshallen. Spe- fees eine gitationspartie nach den Ortschaften Falkenberg, Wartenberg, Am Sonntag, den 20. d. M. unternehmen die Genoffen Weißen zialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor- Blumberg und Eiche. Wir fordern die Genossen allerorts auf, sich an dieser Agitationspartie recht zahlreich zu betheiligen. Treffpunkt Restaurant Bum am ftellung. Bonkordia- Palast- Theater. Spe- Kaiser Wilhelm", Königs- Chaussee 49, Morgens 7 Uhr. Die Beauftragten. zialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Eiskeller. Theater und SpezialitätenBorstellung. eater der Reichshallen. Neues Programm. Das Hunde- Orchester, die hustigste Neuheit. Haydn mit neuen Nummern. Charlie und Henry Avolo. Jocko and Coco. Miss Lylia. The Heeleys. Picardos u. s. w. Anfang 7/2 Uhr.[ 1271L Gratweil'sche Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Heute sowie täglich: Auftreten der Hamburger Gaudebrüder Konzert- und Koupletsänger. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 Pf., Sonntags 25 Pf. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. 3 Regelbahnen 6 Billards, 2 Säle. 1169L 1501b Grosse öffentliche Bersammlung für Männer und Frauen einberufen vom Leseklub„ ,, Carl Marx" 377/8 Sonnabend, den 19. September d. J., Abends 8½½ Uhr, FRF in Keller's Salon, Berg- Strasse 68. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Lütgenau über Gewerbe- Schiedsgerichte. 2. Diskussion. 3. Die Arbeitseinstellung bei Pietschmann u. Söhne. 4. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch ersucht am Sonntag, den 20. September, Abends 6 Uhr, im grossen Fachverein der Marmor- u. Granit- Arbeiter. Saale der Berliner Bock- Brauerei". Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Henning, Lehrer an der ArbeiterbildungsSchule, über:„ Die Weltanschauung des Alterthums bis zum Christenthum". Nachher gesellige Unterhaltung und Tanz. 1522b Bund der geselligen Arbeiter- Vereine Berlins und Umgegend. Sonntag, den 20. Septbr., Vorm. 10% Uhr, in Deigmüller's Salon", Alte Jakob- Strasse No. 48a: M Gib D Jur B iv a ch resp. auch t tember D Straße ift von Es ha schusse rechtli Aufer Friede N D Masch legung Der Vorstand. forder gabe a für di bautem Dageg nach de welche bestim Gunste derein folut a bleiben mit de 3 wird, Aussch 3 der Kc der im gleicher systems wiesen Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag. Referent Herr Roland. 2. Diskussion. 3. Bericht der Revisionskommission. 4. Verschiedenes. Wir machen alle Kollegen darauf Am Sonntag, den 20. September ds. Js., Vormittags 10 Uhr: fommen. Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht aufmerksam, daß die Versammlung Punkt 11 Uhr eröffnet wird. Gäste willGeneralversammlung 99 in den Armin Hallen", Kommandanten- Straße Nr. 20. Tages Ordnung: 1. Rechenschaftsbericht des Vorstandes. 2. Borstandswahl. 3. Antrag des Vorstandes auf Statutenänderung. 4. Bericht der Fünferkommission und des Rechtsschutes. 5. Aufnahme neuer Vereine. 6. Bundesangelegenheiten. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen ist der wichtigen Tagesordnung wegen dringend nothwendig. Der Vorstand. 198/5 Oeffentliche Versammlung der Bau- Arbeiter und verwandten Berufsgenossen Berlins und Umgegend am Sonntag, den 20. September ds. Is., Vormittags 10 Uhr, in Seeger's Salon, Grüner Weg Nr. 29. Tages Ordnung: 1512b Achtung! Der Vorstand. Achtung! Große öffentliche Versammlung des Kartells d. Bauhandwerker und Bau- Arbeiter Berlins und Umgegend, sowie solcher Baugewerkschaften, die zich dem Kartell anschliessen wollen, am Sonntag, den 20. Septbr., Vorm. 10 Uhr, im ,, Feen- Palast, Burg- und St. Wolfgangstraßen- Ecke. Tagesordnung: 1. Beschlußfassung über die Fensterfrage und die offenen Roatsfetter 2. Vorstellung an die Behörde in der Frage der Koaksfeuer. 3. Mittheilungen betreffend die Beschlüsse des Brüsseler Kongresses in Bezug auf internationale Streifunterstügung und Arbeiter- Sekretariate. 4. Ergänzungswahl zweie 1. Ronftituirung der Verbands- Filiale der Bau- Arbeiter und verwv. Ausschußmitglieder. Um rege Betheiligung ersucht Der Ausführungs- Ausschuß. Berufsgenossen Deutschlands. 2. Vorstandswahl. 3. Verschiedenes. Um rege Betheiligung ersucht ( Siehe morgen Säulenanschlag.) Etablissement Buggenhagen 126/9 am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Der provisorische Vorstand. 219/2 Große Große Versammlung der Bau Anschläger, Berlin West" an des Herrn Seefeldt, Grenadierstr. 35, Vorm. 10 Uhr. Aufnahme neuer Mit Fachverein der Holz- und Bretterträger Berlins u. Umgegend. Innungsgesellen- Bersammlung Sonntag, d. 20. Gept. b. 3., im Lokale Vereins- Versammlung Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. am Sonntag, den 20. September ds. Js., Vormittags 10½ Uhr, Großer Frühstücks- und Mittagstisch. bei Hoffmann, Oranienstrasse 180. Spezial- Ausschant von Pazenhofer Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Schuhmachermeisters Mehner. 641 Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. PassagePanopticum und SpezialitätenTheater. Entree 50 Pfg. Geöffnet von 10-10 Uhr. Castan's Panopticum. etzt: Friedrichstr. 165, Ecke Behrenstrasse. Neu: Raubmörder Wetzel. Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. auch Sonnabends ohne Festsaal, miethe, Bereinszimmer, Winter- Kegelbahn täglich frei. 1534b] Fruchtstraße 36a. Wir empfehlen uns den Genossen und Vereinen zur Lieferung von Saaldekorationen bei Festlichkeiten, LassalleBüsten( 63 Cmtr.) 8 M., Stocklaternen, Bildern sozialdemokratischen Genres zu Berloofungen u. 5. w. Spezialität Sozialdemokratische Sinnsprüche in sauberster Ausführung( eigenes Fabritat), Anfertig. von Fahnen, Bannern. Fröhlich& Richter, 1243L Grüner Weg 65. Robtabat A. Goldschmidt, Spandauerbrücke 6, am hiesigen Platze bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt ficher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Breife! Sämmtliche im Handel befindl. Nohtabale sind am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt.[ 746 2. Distusfion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet 1496b Der Vorstand. W. K. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Im Verlage von Auer& Co. in Hamburg ist erschienen und von uns zu beziehen: Der Neue Welt- Kalender für das Schaltjahr 1892. Mit einem Farbendruckbilde„ Auf dem Markte" und einem Wandkalender auf Karton. Preis 50 Pf. Reich illustrirt. Preis 50 Pf. 15. Mai 1891. Juhalts- Uebersicht: - Deutscher Der Steinmetzen am Sonntag, den 20. d. Mts., glieder. Gäste haben Zutritt.[ 53/74 Vormittags 10 Uhr, im Moabiter Casino, Wilsnackerstraße 63. Tages- Ordnung: Reinickendorf! 1. Abrechnung der Fremden- Unter- Bau- u. gewerbl. Hilfsarbeiter stüßungstaffe. 2. Wie stellen wir uns zum Ablauf unseres Lohntarifs? 3. Verschiedenes. [ 1499b für Reinickendorf u. Umgegend. Sonntag, den 20. September, Vormittags 11 Uhr, 1: im Lokale des Herrn Lüdecke, Fachv. d. Tischler. Mitgliederversammlung. Heute, Freitag, Abends 81/2 Uhr, in Norbert's Restaurant, Beuthstraße 21: Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Karl Ballenthien über Gewerkschafts- Organisation, Biel 2. Diskussion 3. Wahl des Kassirers. 4. Vereins Die von der Gewerbe- Deputation be Verschiedenes Angelegenheiten und willigten Beiträge zum Besuch der 5. Aufnahme neuer Mitglieder. Handwerkerschule werden in der 199/2 Sigung ausgezahlt. Vorstands- Sizung. und zweck derfelben. 322/15 Verein d. Maschinisten u. Heizer Berlins. Sonntag, den 20. Septbr., Nachmittags 5 Uhr, in Schulthein' Brauerei, Neue Jakobstr. 24/25: Versammlung. Der Vorstand. J. A.: Paul Stolz, Sandstr. 1c. Zentral- Kranken- u. Sterbeta der Tischler u. s. w. Oertliche Verwaltung Berlin B Den Mitgliedern zur Nachricht, da Prinzenstr. 96 die Zahlstelle Tages Ordnung: Ritterstr. 112 Vortrag über Dr. Louis Büchner's Kraft- und Stoff- Theorie. Referent: besindet, woselbst die Kranken- Unt Emil Roland.( Gäste willkommen.) stüßungen Sonnabend Abends 1529b Der Vorstand. 1/ 27-9 Uhr und Entgegennahme Beiträgen von 8-10 Uhr stattfin Die Ortsverwaltung Kalendarium.- Post- und Telegraphenwesen, Wechselstempel. Auszug aus dem Invaliditäts- und Altersversicherungsgesetz. Rückblick auf die Zeit vom 1. Mai 1890 bis Die Volkszählung vom 1. Dezember 1890. Verzeichniß der Messen und Märkte. Im Kreislauf des Jahres. ( Gedicht.) Pilatus. Erzählung von Franz Wichmann. Mit Illustrationen. Die Schiffbrüchige.( Gedicht.) Mit Illustration. Erde als Morgen- und Abendstern des Mars. Mit Abbildung. Statistisches aus der Landwirthschaft. Von Mar Schippel. - Unschuldig verurtheilt. Dichtung von Wilh. Hong. Mit Illustrationen. Die Bergarbeiter einst und jeht. Von Karl Rautsti. Im Namen des Gesetzes!( Gedicht.) Mit Jllustration. Autje. Eine Helgoländer Geschichte. Von Klara Reichner. Mit Illustrationen. Morih Rittinghausen. Mit Porträt. Gäsar de Paepe. Mit Porträt. Der Tuberkelbazillus und das Roch'sche Heilmittel. Mit Abbildungen. Heimkehr aus Kamerun.( Gedicht.) Mit Illustration. Fliegende Blätter. ( Sumoristisches.) Die Sehmaschine. Humoreske von M.: Regel. Mit Justrationen. Auflösungen der Räthfel aus 1891. Räthsel und Charaden. Verein der Sattler 01/7 Großvaters Geburtstag.( Gedicht.) Mit Illustration. Wir empfehlen den vorliegenden 16. Jahrgang des ,, Neuen Welt- Kalender" jedem Parteigenoffen zur Anschaffung und zur weitesten Verbreitung in indifferenten Kreisen. Derselbe ist ein vorzügliches Agitationsmittel und steht durch seinen gewählten Inhalt weit über der gesammten sonstigen Kalender- Literatur. Wiederverkäufern, sowie für Partiebezug, hoher Rabatt. und Fachgenossen. Am Sonnabend, den 19. Septbr., Abends 82 Uhr, im ,, Dresdner Garten", Dresdnerstr. 45: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Haben die internationalen Kongresse Werth für die Arbeiter?" Ref.: G. Lint. 2. Diskussion. 3. Ver schiedenes. 261/19 Die Ortskrankenkaffe Drechsler 2c. sucht zum 1. Oftober c einen tüchtigen Bureaubeamten Gehalt monatl. 100 Mart. Schriftliche Bewerbungen sind bis zum 21. Sept. an den Vorsitzenden H. Deininger Waldemarstr. 31, IV., zu richten. Mitglieder bevorzugt. [ 1524b bet [ 1588 Pnker des Ostens werden erfucht des Sonntags zur Morgensprache Hierzu ladet ein Der Vorstand. A. Mattes, Grüner Weg 65, NB. Am Sonntag, den 27. d. M.: erscheinen. Gemüthliches Beisammensein im Vereinslokal. Allen Freunden und Genossen Die Mittheilung, daß ich für mein Zigarren Geschäft, Kottbuser Damm 14, die Ver Ein gut eingerichtetes und gut getretung Herrn E. Fahrenwald übers Tegenes Zigarren- Geschäft ift Umstände halber sofort zu verkaufen. Adressen erbeten im Restaur. Schmidt, Dieffenbachstr. 34. d [ 1241 L Berantwortlicher Redakteur: M. Crouheim in Berlin. Druck und Berlag von May Bading in Berlin SW, Beuthstrane 2. tragen habe. 1242L Bitte um geneigtes Wohlwollen Otto Klein. Hierzu eine Beilage 3 Busch und 9 vor H berger Abendi D aus d Allee Erst Abzu 2. A Abzu 11 8 eines selbe Berlin 50 Pfe Korn Nun d auch d taufen, dem Entwic 935 fiel ein marftst Fallen, Arbeite beschä gaben, erzählte lajjen Bemer bergeri " gebett G Soziali Herr Berlag Glas- C In der clever, die Kö männer mittel lungen, Herr C Herr E feben! Schilde Es fint die Phy wintlig im Sch aus un alten 28 mischte bas fc das ich t. 4 S= St er uf 0, cer. gen ale ter = am ale 33, its 74 Fer A P. g. ien Stel on ris res B Da ter Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 218. Kommunales. " Stadtverordneten Versammlung. Sigung vom Donnerstag, den 17. September, Nachmittags 5 Uhr. Die Wahl von 10 Mitgliedern für die gemischte Deputation zur Berathung darüber, welche Mittel anzuwenden sind, um der wachsenden Noth in Berlin wirksam entgegenzutreten resp. vorzubeugen, hat stattgefunden, zu den Gewählten gehört auch der Stadtv. Singer. Stadtv. Stadthagen zeigt Urlaub bis zum 20. September an. Freitag, den 18. September 1891. 8. Jahrg. deutete darauf, daß der Feind Schrecken verbreite und daß man und Neubrandenburg nach Warnemünde und wurde bis Neuungewiß sei, ob man seiner Herr werde. Tut, tut!- Trarara! brandenburg von den Eisenbahnschaffnern bemerkt, welche indeß Bumbum! Bimbam! Den harmlos Wandelnden überfiel noch keine Kenntniß von dem Verbrechen hatten. In Warnebesorgt auseinander, die Promenaden und die Theater lichteten ist auch dort eine jähe Angst und er eilte nach Hause; der gesellige Kreis stob münde traf W. am Dienstage nach dem Morde ein und von einem Spandauer Kaufmann gesehen der " Wo ist das Feuer, Gevatter?" sich; die nervöse Dame bekam eine Ohnmacht und ihr Schooß- worden. Dieser weilte daselbst als Badegast, hatte aber gleichhund die Krämpse. Dann zog sich unser Nachbar, der Schneider falls keine Kenntniß von dem Vorfall; nur fiel es ihm auf, daß und Bürger, eiligst seinen schwarzen linnenen Kittel an, setzte den Wezel ihm auf Schritt und Tritt folgte, um sich zu überzeugen, schwarzen Eisenblechhelm mit der großen rothen Nummer 26 auf wie es nunmehr klar ist, ob auf ihn gefahndet und der Polizei den Kopf, ließ sich noch in der Gile von seiner Gheliebsten Anzeige gemacht werde. Am Mittwoch früh ging dem Kaufmann Jerusalemer Kirche. eine Käsestulle" schneiden und eilte nach dem Sprizenhause neben Mittheilung über den Mord brieflich zu, und er gab der Polizei davon Kenntniß. Wezel hatte sich jedoch in seinem Hotel ganz früh wecken lassen, um nach Kopenhagen zu fahren. Das hatte er Die Vorlage, betreffend die Abänderung der Fluchtlinie der Straßen 42 a und 42 c, sowie der Friedenstraße zwischen diesen um dort nach Nytjöping, dann nach Svendborg, nach Njborg, ist von dem dafür niedergesetzten Ausschusse abgelehnt worden. Es handelt sich um das Verlangen des geschäftsführenden Ausnach Korsör und schließlich nach Kopenhagen begeben, von schusses der vereinigten Kreissynoden, daß die Stadtgemeinde eine Stufen hinaufgestiegen, hat sich umgeschaut, und flüstert durch 5000 Der alte Glöckner ist endlich die so und so viele hundert wo er am 29. v. M. nach Esbjeeg, einer kleinen Stadt von Einwohnern, fuhr. In dieser befinden sich im rechtliche Sicherheit dafür gebe, daß die vor dem für die das Sprachrohr hinunter, daß ihm das Feuer in der Marien- Ganzen nur fünf Gastwirthschaften, in deren eine der Flüchtling Auferstehungskirche zur Verfügung gestellten Grundstücke und der straße zu sein scheine. einkehrte und, nachdem er seinen in Angermünde gekauften Koffer Friedenstraße belegene Fläche niemals bebaut werde. Die Marienstraße ist weit von hier", meinte der Gevatter mit dem Ueberzieher zugedeckt hatte, ein Glas Bier tranf. Der Nach kurzer Debatte wird der Ausschußantrag angenommen. Nr. 9, aber vielleicht kriegen wir wenigstens die zweite Be- Konsul Nielsen hat ihn wohl bemerkt, aber gleichfalls keine Den freihändigen Erwerb der von dem Grundstück der Berliner lohnung; vorwärts denn! aber wo bleiben denn die vermaledeiten Ahnung von der Verfolgung gehabt. Dann benutzte Wetzel den Maschinenbau- Aktiengesellschaft vorm. L. Schwarzkopff zur Frei- Pferde?" Dampfer Koldinghuns" nach Harwich und ging von dort nach legung der verlängerten Hussitenstraße und der Straße 88 er- Da Niemand fagen kann, wo die vermaledeiten Pferde London. Hier hat der Kommissar Klieme die Fährte verloren, forderlichen Flächen beantragt der betr. Ausschuß mit der Maß- bleiben, so entschließen sich die feurigen Bürger, sich selber vor und auch die Londoner Polizei hat den Flüchtigen nicht en gabe zu genehmigen, daß der Erlaß der ortsstatutarischen Beiträge die Sprige zu spannen. Vorwärts! Unser Nachbar Nr. 26 decken können. Wenn nun auch vorgestern die Nachricht einfür die Ersazbauten nur insoweit erfolgen soll, als diese Erfaß- verliert Dabei seine Räsestulle, da aber die Anderen nicht an- gelaufen ist, Wetzel befinde sich wieder auf dem Festlande, so ist bauten nicht mehr Nutzfläche erhalten, als sie zur Beit besigen. halten wollen, so entscheidet er sich herzhaft, fie liegen diefer Meldung wohl keine Bedeutung beizulegen, obgleich man Dagegen hat der Ausschuß den Magistratsantrag abgelehnt, wozu lassen, nicht ohne einen Blick schmerzlicher Resignation auf ihr Rechnung trägt. nach die Löschung der grundbuchlichen Eintragung erfolgen soll, die Verlorne und einen dräuenden Wuthblick auf den verwegenen welche bei den zur Verlängerung der Wöhlert- und Pflugstraße Röter( ohne Maulkorb), der sich den wohlriechenden Bissen sofort bank erlitten. Am 15. d. M. wurde er beauftragt, bei einer AnEinen schweren Verlust hat ein Kassenbote der Reichsbestimmten Parzellen des ehemals Wöhlertschen Grundstücks zu zueignet. dereinstigen Berlegung des Stettiner Bahnhofs doch nicht ab maledeiten" Pferde die Sprige eingeholt; man legt sie schnell vor sogenannten„ Laufzettel", auf dem die betreffenden Häuſer verAn der Ecke der Leipzigerstraße haben endlich die„ ver zahl Firmen Wechsel einzukassiren und begab sich mit einem solut ausgeschlossen sei, soll die grundbuchliche Eintragung bestehen und setzt das Gespann, pa Gefahr im Verzuge ist, in eine zeichnet ſtanden, auf den Weg. Nachdem der Bote an neun bleiben, um für diesen Fall eine Verbindung der betr. Straßen schleunige Bewegung, die zwischen dem Trab eines Droschken Stellen die der Reichsbank zukommenden Gelder erhalten, jeden mit der Garten- bezw. Invalidenstraße ohne Kosten herzustellen. gauls und dem Galopp eines englischen Wettrenners die besonnene seine Zedertasche gesteckt hatte, kam er nach dem Bankgeschäft von Betrag in einen besonderen Umschlag gelegt und die Umschläge in Ohne Debatte tritt die Versammlung den Ausschußanträgen bei. Mitte hält. Zur Vorberathung der Neuwahl des zweiten Bürgermeisters wird, entsprechend einem Antrag Horwiß, die Niedersehung eines aber feinen Rauch, als das sanfte Geträufel, welches das Kaffee- scheine, 5 Hundertmarkscheine und 30 M. in Gold ausbezahlt In der Marienstraße angekommen, erblickt die Mannschaft Steinsteck u. Ko. in der Behrenstraße, wo ihm 8 Tausendmark wurden. feuer der Hausfrau vom Heerde durch den Schornstein sendet; Dieses Geld steckte der Bote ebenfalls in einen Zur Neu- Erbauung einer Waschküche sowie zur Erweiterung nirgends zeigt sich die verheerende Lohe; überall Friede und Be besonderen Umschlag, auf den er den Namen der Firma schrieb, der Kochküche im Städtischen Obdach werden 35 000 M., statt hagen. Die Getäuschten erfahren jegt, daß der zärm in der welche die Zahlung gemacht hatte. Dann besuchte er noch zweigleichen 48 500 M. Sum Bau des Nothauslaſſes des Stadial- Gegend hos eintaſſirt hatte, kehrte er nach der Bank zurück. Alls er bort das der im Etat pro 1891/92 vorgesehenen 20 000 M., bewilligt, des Gegend des Alexanderplates seinen ursprung genommen habe, undzwanzig andere Stellen und nachdem er im Ganzen 86 000 M. brunst vermuthlich dort ausgebrochen sei. Vorwärts denn nach Geld ablieferte, stellte es sich heraus, daß der Umschlag mit den Einige Rechnungen werden dem Rechnungsausschuß über dem Alexanderplatz! Hopp, hopp!- tutu!- trara!- bum: 8530 M. von der Firma Steinsiect u. Ko. fehlte. Der Bote steht feit 17 Jahren in den Diensten der Reichsbank. Man glaubt, Schluß der öffentlichen Sigung 61 Uhr. daß er das Geld in einem der 22 Geschäftslokale, in denen er nach seinem Besuch bei Steinsieck u. Ko. gewesen ist, verloren hat. nachzusehen. Profit derweile!" " Weiß nicht, Gevatter; der Glöckner ist eben hinaufgegangen, aber nicht gethan, sich vielmehr nach Gjedser in Dänemark, von Profit!" systems XI unter den Geleisen der Nordbahn. wiesen. Tokales. Zur Hungerchronik erhalten wir wieder eine Reihe von Buschristen, welche besagen: Am 12. d. M. Abends zwischen 8 und 9 Uhr fiel in der Blücherstraße vor dem Hause 34 ein Mann vor Hunger um. Desgleichen am 14. d. M. in der Reichenbergerstraße vor dem Hause 60. Desgleichen am 14. d. M. Abends gegen 10 Uhr vor dem Hause Ritterstr. 120. Des Weiteren erhalten wir Abschrift folgender Lohnzettel aus der Luxuspapier- Fabrik von Kuhner u. Berger, KastanienAllee 71 für das Arbeitsmädchen Maria Zigmann: Erste Woche Arbeitslohn Abzug für Einschreiben in die Ortstrantentasse und dem Steuer •" . 2,50 M. . 1,06 " 1,44 M. Dankend erhalten. 2. Woche. 3 Tage Arbeitslohn und 3 Tage Afford 1,75 M. Abzug für Beiträge .-, 20 " 1,55 M. es giebt keinen Nothstand und es muß erst die historische Entwickelung abgewartet werden! bum! bimbam! Wirklich ist. die Feuersbrunst in der Neuen Königstraße. Aber, o wehe! vier Sprißen sind schon vorhanden und es ist auf feine Prämie mehr zu rechnen. Allgemeine Unlust. Das Schlimmste aber ist, daß die Gluth ihre Opfer schon gefressen und das halbe Haus in qualmenden Schutt verwandelt hat. ,, Viel zu spät, Gevattern! nichts mehr zu machen, Profit!" " Spriße Nr. 3, Wasser!" Herr Sprißenmeister, wir müssen uns erst verpusten, wir sind schon ganz naß! Profit!" Die Feuertienen find unterwegs durch die schaukelnde Bewegung entleert worden und müssen neu gefüllt werden. Die Sprißen lassen sich nur mit größter Mühe vollschöpfen. Die amtliche Bestätigung von der in New- York erfolgten Verhaftung des Defraudanten Bock ist dem hiesigen Polizeipräsidium zugegangen. Wieder ein Opfer der Arbeit. In der HolzbearbeitungsFabrit von Seifert u. Wolff, Rüdersdorferstr. 48, ereignete sich am Montag Morgen ein schwerer Unglücksfall. Der bortselbst an der Hobelmaschine beschäftigte Arbeiter Wilhelm Butt gerieth beim Abrichten eines Stück Holzes mit der linken Hand zwischen die Messer der Maschine, welche ihm drei Finger vollständig von Eine Unzahl unberufener aber dienstwilliger Menschen drängt der Hand trennten. Das Stück Holz war beim Abrichten zersich geschäftig um die Sprizen, Wassertienen und Pumpen; aber sprungen, und so fiel der Arbeiter, welcher mit der linken Hand es herrscht keine Ordnung, man freuzt, stößt und hindert das Holz stüßte, mit dieser in die Maschine. Nach Anlegung sich gegenseitig. Dazwischen stehen auch müßige Gaffer, eines Nothverbandes wurde der Bedauernswerthe in ein Krankenhier und da eilt ein Staatsphilosoph durch die Menge, haus geschafft. in der Absicht das Mißverhältniß des Eigenthums bei günstiger Gelegenheit nach Kräften auszugleichen. Die Spritzen- In unserem idyllischen Nachbardorfe Nixdorf, das ja leute, die fich inzwischen verpustet" haben, gehen jetzt eifrig und mit auf der Kandidatenliste der Berlin einzuverleibenden Ortgeschäftig ans Werk. Die Zimmerleute schlagen im gefährdeten schaften steht und woher schon so manche seltsame Nachricht geNeben hause die Thüren und Fenster ein; aus dem zweiten Stock- tommen ist, scheint das Faustrecht noch in voller Blüthe zu stehen. werke schleudert man unter dem Klageruf der Gigenthümer Nach einer uns zugegangenen Meldung sind am Sonntag Abend Polsterstühle, Krystallspiegel, Nachttöpfe und Nippfiguren. Da die Händler Pfennigschmidt'schen Eheleute von dem Wirthe des die großen Kleiderschränke zu breit für diesen Ausweg sind, Hauses Hermannstr. 8, Schneidermeister Rettemeier, in brutalſter schleppt man sie nach der Treppe, und da sich auch hier mannig- Weise überfallen und mißhandelt worden. Auf offener Straße fache Schwierigkeiten beim Transport entgegenstellen, läßt man schlug derselbe die Frau mit einer dicken Latte derartig über den fie oben an der Treppe liegen und nöthigt dadurch die nach Kopf, daß diefelbe zu einem Arzte gebracht werden mußte. Der dringenden Sappeurs zu einer verwegenen Kletterfahrt. Ehemann, welcher dem Attentäter in sein Haus nachsprang, wurde darin gefangen gehalten durch Sperrung des Hausthores und jämmerlich zugerichtet, bis daß das Haus gestürmt wurde. Mit nun möglicherweise doch gegen den schlagfertigen Hauswirth von vieler Mühe gelang es, zwei Gendarmen herbeizuholen und wird Rechts wegen eingeschritten werden. Dankend erhalten. Und diese gute Stellung hat die Arbeiterin aufgegeben!! Bu guter legt sei hier noch eine Stelle aus einem Briefe eines Landbewohners( Kreis Neisse, Schlesien) mitgetheilt. Der selbe schreibt:„ Es ist hier dieselbe Noth wie bei Euch( in Berlin). Das ist ja eine schreckliche Zeit! Bei uns wiegt das 50 Pfennig- Brot blos noch 2 Pfund. Hier im Dorfe ist das „ Der Schlauch ist zu furz, ein Schlauchende herauf!" erschallt Rorn auch nicht gerathen, es hat Niemand welches eingeerntet. es von der Brandstätte. Zwei Sprißenleute ergreifen den verNun dachte Alles, da laſſen wir Erbsen mahlen, doch leider sind den glühenden Boden und dringen durch Gluth, Hiße und Qualm langten Schlauch, pressen sich durch das Gedränge, überschreiten auch diese nicht gerathen. Fleisch ist bald nicht mehr zu ertaufen, wir essen blos des Sonntags noch welches." Trotz alle hinauf. Aber oben angekommen, finden sie, daß sie in der Gile bimbam das unrichtige Ansaßende ergriffen habe. Tutu Ein gemeingefährlicher Industrieritter, der Buchhalter trara Profit!" Emil Greiser, der von dem Spandauer Gericht steckbrieflich ver= Nach sechsstündiger Arbeit ist das Feuer gelöscht, man hat folgt wurde, ist jetzt in Berlin verhaftet worden. Derselbe hat Wieder Einer! In dem Thorweg des Hauses Langestr. 35 dem glänzenden Ungeheuer den Weg abgeschnitten und es ge- sich in zahlreichen Fällen für einen Angestellten der Berliner fiel ein Bäck er mit Stamen Robert Priykow( wohnhaft Holz- nöthigt, auf seiner Angriffsstelle zu ersticken. Die Nebengebäude Krahngesellschaft ausgegeben und für dieselbe auf Kredit Waaren marktstraße 20) gestern vor Hunger um. Wie immer bei solchen sind, wenngleich durch die Art stark beschädigt, doch gerettet; aber gekauft, die er dann versilberte. In Spandau hatte er vorher Fällen, fanden sich mitleidige Passanten, welche den hungernden die Brandstätte selber sieht traurig aus; das Haus ist bis auf unzählige Personen beschwindelt. Er kam dorthin als Vertreter Arbeiter, der sonst mit der Herstellung von Lebensmitteln den Grund ausgebrannt, die Mauertrümmer sind geschwärzt, einer Berliner Getreidehandlung, hinterging dieselbe aber bald, beschäftigt ist, zum Bewußtsein brachten, und ihm etwas Nahrung aus hohen Schutthaufen steigt ein gelbgrauer Rauch auf; die so daß er entlassen wurde, und lebte dann monatelang von Begaben, welche der Aermste mit Heißhunger verschlang. Der P. Rettungsmannschaft ist geschwächt, erschöpft, zum Theil ver- trug, bis er plöglich verschwand. Er hatte es auch verstanden, erzählte, er sei erst vor vier Tagen aus dem Krankenhause ent- wundet. sich in das Vertrauen einer Spandauer Bürgerfamilie einzulasen und habe bis zur Stunde noch nichts zu essen gehabt. Es hat bei dieser Gelegenheit nicht an rühmlichem Eifer, an schleichen, mit deren ältesten Tochter er sich verlobte. Als man Bemerkenswerth ist noch, daß P. bei einem in der Friedrichs- Thätigkeit, Anstrengung, Ausdauer und Aufopferung gefehlt; bergerstraße wohnhaften Restaurateur um ein Stückchen Brot aber das Institut war veraltet, mangelhaft; es fehlte das " gebettelt" hatte, und der humane Mann ihn verhaften ließ. wichtigste Erforderniß die Organisation... Grober Hufng. In welcher Weise heute schon auf die Eine Zugentgleifung auf dem Potsdamer Bahnhofe bat Sozialdemokratie spekulirt wird, das beweist ein Prospekt, welchen gestern Nacht stattgefunden, worüber uns folgende amtliche MitHerr W. Gräz, Berlin NO., Neue Königstr. 30, theilung zugeht; Sein 9. Stiftungsfest beging am 5. d. M. der FachBerlag von 22 Romanen, Spiegelfabrik, Antikleisten- Fabrik und Heute Morgen 12 Uhr 7 Minuten entgleiste bei Einfahrt verein der Musik Instrumentenarbeiter im Glas- Chromo- Bilderfabrit, an hiesige Buchhändler versendet hat. des Total- Personenzuges P 75a in das dritte Hallengeleise des Feenpalast". Gegen 3000 Personen nahmen an der Feier Theil, In demselben erbietet sich Herr Gräß, die Proträts von Hasen- hiesigen Potsdamer Bahnhofes, die Maschine und die beiden der welche einen würdigen und allgemein befriedigenden Verlauf Clever, Singer, Bebel und Lassalle mit dem Roman:" Gabriele, felben zunächst folgenden Wagen derart, daß die östlichen drei nahm. Ein von Julius Hart gedichteter Festprolog, vorDie Königin der Schwarzen" zu liefern. Die Bilder der Volks- Hallengeleise für den Betrieb gesperrt waren. Bei dem Unfall getragen vom Genossen Niendorf, wurde mit verdientem männer in elegant geschnitzter Antilleiste" sollen also als Lock- find Beschädigungen an Personen überhaupt nicht, an Fahr Beifall aufgenommen; ebenso warme Anerkennungen fanden die mittel dienen zur Verbreitung von Schundliteratur! Hand- zeugen nur unwesentlicher Art vorgekommen. Ein zuverlässiges Leistungen des Gesangvereins„ Liederlust". Zur Aufführung lungen, welche sich für dieses Unternehmen verwenden", sagt Urtheil über den Grund der Entgleisung hat sich noch nicht ge- gelangte ferner die bekannte Bismarckspende". Die Feftrede Herr Gräß, werden hiermit ein günstiges Resultat erzielen". winnen lassen und muß eingehenderer Untersuchung vorbehalten hielt Dr. Zütgenau in Vertretung des durch Krankheit behinHerr Gräz dürfte sich in seinen Erwartungen bitter getäuscht bleiben. Der Betrieb hat bis heute Vormittag auf den beiden derten Genossen Liebknecht. Mitten im Saale wallte eine fehen! freigebliebenen Geleifen Abwickelung gefunden und ist inzwischen mächtige rothe Fahne und von der Bühne herab überschaute die auch das fünfte Hallengeleise für die Fahrt wieder frei gemacht. mit rother Atlasschleife geschmückte Büste Lassalle's die Schaar Die Räumung des dritten und vierten Geleises ist noch in der seiner Getreuen. Das Fest verlief in vollster Harmonie, wie es Ausführung begriffen." bei Musik- Instrumentenarbeitern nicht anders zu erwarten war. en iche et 24b cht bei 311 336 Die rents Ber bers 42L die später erkannte, wess' Geistes Kind der Bräutigam war, und das Verhältniß löste, zog er im Klagewege die der jungen Dame und deren Vater gemachten Geschenke wieder ein. Der Vater der Braut machte um diese Zeit seinem Leben durch Ertränken ein gewaltsames Ende. " " Feuer" in Berlin im Jahre 1850. Gine ergößliche Schilderung aus Alt- Berlin finden wir in einem alten Kalender. find taum vierzig Jahre her und doch, wie sehr hat sich Physiognomie der Reichshauptstadt verändert. Aus der kräh- Die Spandauer Kriminalpolizei scheint sich jetzt selbst Wir werden um die Aufnahme folgender Aufforderung intligen Kleinstadt ist das heutige Berlin herausgewachsen, und der Ansicht zuzuneigen, daß der Mörder Georg Wegel entkommen ersucht: Alle die ehemaligen Vereins- und Vorstandsmitglieder, un Scheine des elektrischen Lichts kommt uns eine Schilderung ist und, wenn nicht ein ganz besonderes Wunder geschieht, auch welche unter der Leitung der Frau Gubela gearbeitet haben, aus unseren Kinderjahren wirklich vor wie ein Märchen aus ur- nicht gefaßt werden wird. Wir schließen dies aus der nachfolgen werden gebeten, am Freitag Abend um 8 Uhr im Lokal des alten Zeiten. Doch hören wir den Chronisten. den Mittheilung eines Berichterstatters, der seine Informationen Herrn Zubeil, Naunynstr. 86, zu erscheinen. Wenn in jener Beit, so erzählt er, der Feuerruf ertönte, direkt aus Spandau erhalten zu haben scheint. Er schreibt: Der mischte sich mit ihm der dumpfe Hörnerstoß der Nachtwächter, Rommissar Klieme, welcher auf der sicheren Spur war, ist gestern| Herr G. F. 2. Pieper, Friedrichstr. 251, erklärt uns, daß schmetternde, klagende Signal der Hornisten von der Bache, zurückgekehrt. Ueber den von ihm eingeschlagenen Weg erfahren die im„ Sprechsaal" der Nummer 216 des Vorwärts" erwähnte schauerlich, erschütternde Läuten der Thurmglocken. Alles wir das Folgende: Von Stettin aus fuhr Wegel über Basewalt gegen die Sonntagsruhe gerichtete Petition" der Zigarrenhändler bas bas Gerichts- Beitung. Berlin. Der Streit der Weißgerber hat insofern an Ausdehnung zugenommen, als zwei Fabrikanten eine Lohngewiesen werden mußte. reduzirung von 18 pet. einführen wollten, was entschieden zurückDie Zahl der Streifenden hat sich dadurch auf 54 Mann erhöht. Unterstützung ist sehr nothwendig, wir appelliren daher an die Opferwilligkeit aller Arbeiter Deutschlands. Briefe und Geldsendungen sind zu richten an Frizz Trapp, Weißgerber, Biesenthalerstr. 6a IV. " in seinem Geschäft nicht ausgelegt wird, da er die Bestrebungen| bestigen Widerstande gelang dies aber nur mit Mühe durch Bei-| der Petenten nicht zu billigen vermag. hilfe anderer Personen. Staatsanwalt Werner verkannte nicht, Polizeibericht. Am 16. d. Mts. Vormittags wurde am mühte sich aber doch, zu einer milden Auffassung zu gelangen, daß die Ausschreitung der Angeklagten eine sehr grobe sei, beGarten- Ufer, unterhalb der Stadtbahn, die bereits start in Ver- indem er die damalige traurige Lage der Angeklagten berücksichtigte. wesung übergegangene Leiche des Vorarbeiters Leutloff aus dem Er beantragte eine Geldstrafe von 30 M. Das Urtheil lautete Landwehr- Kanal gezogen und nach dem Schauhause geschafft.- nur auf 20 M. Geldstrafe. Zu derselben Zeit ging in der Straße 18 a das von dem Kutscher Lauschwitz geführte Schlächter- Fuhrwerk durch. Tauschwitz fiel Faule Fische hatte der Handelsmann Richard Hering dabei vom Wagen, wurde überfahren und erlitt so schwere Ver- an einem Maitage in Riydorf feilgehalten. Er war deshalb vom legungen am Halse und der Stirn, daß er nach dem Lazarus- Schöffengericht wegen Vergehens gegen das Nahrungsmittelgesel Krankenhause gebracht werden mußte. Sangerhausen. Der hiesige Aufsichtsrath der Ein Schuhmann stürzte zu einer Geldstrafe von 30 m. verurtheilt worden. Der als Maschinenfabrik und Eisengießerei beschloß die zu derselben Zeit an der Ecke der Blumen:- und Andreasstraße Sachverständiger vernommene Kreis- Thierarzt hatte begutachtet, Wertheilung von 333 p Ct. Dividende. Und was er auf dem frisch gesprengten Asphaltpflaster mit seinem Pferde und daß es durchaus keiner Sachkenntniß bedurfte, um die Verdorben halten die Arbeiter? erlitt eine bedeutende Quetschung des Knöchelgelente. Vor heit der Plöte, die der Angeklagte feilgehalten, zu erkennen; dem Hause Seydelstr. 28 wurde Nachmittags ein Korbmacher von schon der Geruch habe keinen Zweifel daran gelassen, denn sie Havre, 17. September. Der Ausstand der Schiffs einem Möbelwagen überfahren und erlitt hierbei so schwere innere stanken zum Himmel. Der Verurtheilte legte Berufung ein, weil ausla der nimmt größere Dimensionen an. Die Streifenden Verlegungen, daß er nach der Charitee gebracht werden mußte. er die Strafe für zu hoch hielt. Hiermit hatte er indessen kein verlangen eine Lohnerhöhung von einem Frank täglich und EntIm Landwehr- Kanal, gegenüber dem Hause Waterloo- Ufer 17, Glück, denn der Gerichtshof der 6. Straskammer des Land- lassung des Generalsekretär 3. Während am Montag erst einige wurde Nachmittags eine bereits start in Verwefung übergegangene gerichts I bezeichnete sein Verhalten um so gemeingefährlicher, Mann streiften, haben sich jetzt fast sämmtliche Auslader dem Kindesleiche angeschwemmt und nach dem Schauhause gebracht. weil gerade die ärmere Klasse bei den hohen Fleischpreisen auf Ausstande angeschlossen. Gestern wurde vom Maire eine Ab-Abends fiel an der Thomas Kirche ein Barbiergehilfe in den den Genuß der billigen Fische angewiesen sei. ordnung empfangen. Der Maire versprach, seinen Einfluß zur Luisenstädtischen Kanal, wurde jedoch noch lebend, aber bewußtBeilegung des Streits geltend zu machen und bestellte die Depu los aus dem Wasser gezogen und nach dem Krankenhause Was ein Gastwirth riskirt, um eine Ausrede zu haben, tation für den kommenden Tag wieder. Die Streifenden moti Bethanien gebracht. Im Laufe des Tages fanden zwei kleine weshalb er seinen Saal nicht zu Arbeiter Versammviren die Forderung einer Lohnerhöhung durch übermäßig Feuer statt. Iungen zur Verfügung stellt. Die Arbeiter Veltens schwere Arbeit, da die meisten Schiffe mit Roggen und Weizen hatten vor zwei Jahren nicht einen Saal zur Verfügung. beladen seien. 290 Es wurde im September 1889 ein Flugblatt verbreitet, durch welches die Genossen in kräftigen Worten aufgefordert wurden, Siobsbotschaften und kein Ende. Der Textilindustrie in ihre Solidarität durch Nichtbesuchen derjenigen Lokale, die zu Mülhausen i. E. steht nach einer Mittheilung der Frankfurter Bersammlungen nicht zu haben sind, zu beweisen. In dem In- Beitung" eine arge Krisis bevor, sofern nicht bald eine Aende halt dieses Flugblattes wurde eine Beleidigung der Polizei- rung eintritt. Die Magazine sind überfüllt und Bestellungen behörden resp. des Amtsvorstehers zu Velten gefunden. Der laufen nur schwach ein. Besonders ist die Wollenindustrie be Eine eigenartige Anklage wegen wissentlichen Verleger, Genosse Günther, wurde deshalb am 2. Juni 1890 zu droht, die während der letzten fünf Jahre hier einen ganz Meineides gelangte gestern vor der zweiten Strafkammer des 50 Wiart Geldstrafe vom Schöffengericht zu Spandau verurtheilt. bedeutenden Aufschwung genommen hatte. Mehrere neue Fa Landgerichts I zur Verhandlung. Da die Beschuldigte, die un- Dieser Prozeß gab dem Genossen, Töpfer Paul, Veranlassung, brifen sind erbaut und die vorhandenen alle vergrößert worden. verehelichte Anna Balte, das 18. Lebensjahr noch nicht er- in einer öffentlichen Volksversammlung, welche am 2. November Trogdem man Tag und Nacht arbeitete, gab es doch immer zu reicht hat, so konnte die Sache nicht vom Schwurgerichte ver- 1890 in Belten stattfand, zu erklären, der Gastwirth Gericke zu thun. Jetzt scheint es anders zu werden und man will zunächst handelt werden, sondern wurde der Strafkammer überwiesen. Belten habe vor dem Schöffengericht zu Spandau einen Meineid die Nachtarbeit abschaffen. In Malmersbach und Bühl heißt es, Die Angeklagte diente im vorigen Herbste bei einem Kaufmann geleistet. Die Behauptung Paul's, die natürlich in Welten be- habe man die Absicht, die Arbeit während eines Tages der Woche N., bei dem der Handlungskommis Schulz angestellt war. Schulz rechtigtes Aufsehen erregte, stützte sich darauf, daß Gericke vor dem ganz einzustellen. Dadurch würde mithin jeder Arbeiter 20 pet. wurde von seinem Prinzipal ohne Kündigung entlassen und genannten Gericht erklärt hatte, er, Gericke, wisse Nichts davon, seines Lohnes verlieren, gewiß eine traurige Aussicht bei den strengte dieserhalb gegen denselben eine Privatllage an. Der Be- die Aeußerung gethan zu haben, daß ihm der Amtsvorsteher ohnehin theuren Zeiten. flagte behauptete, daß der Kläger sich Unredlichkeiten habe zu Giese gedroht habe, es werde ihm die Konzession entzogen,( auf So schildert ein bürgerliches Blatt die Lage. Die„ Magazine Schulden kommen lassen, und berief sich dieserhalb auf das Grund des§ 18 des Sozialistengesetes), wenn er seinen Saal zu sind überfüllt und dabei können Hunderttausende kaum ihre Zeugniß der Balke, welche gesehen haben wollte, daß Schulz Bersammlungen hergebe. Da aber diese Aeußerung seitens des Blöße bedecken, weil die verrückte bürgerliche Gesellschaftsver eines Tages 50 Pf. aus der Ladentasse nahm, wofür sie, die Gericke in einer Vorstandssitzung des Fachvereins der Töpfer fassung ihnen trotz aller Arbeit und Mühe nicht so viel bietet, Balke, ihm hatte Rum holen müssen. Bei ihrer thatsächlich gefallen war, und hierzu auch Zeugen in genügender um sich ordentlich satt essen, geschweige denn, wie es sich gehört, Vernehmung beharrte die Balfe bei ihrer Aussage und Anzahl da waren, gebrauchte eben Genosse Paul seine be- bekleiden zu können. sie wurde dann nebst den Parteien zum Haupttermine leidigende Aeußerung in der Versammlung und Gericke strengte geladen, wo sie eine eidliche Aussage abzugeben hatte. Der Beleidigungsklage an. Bayerns Elementarlehrer sind, wie die Kataloge der Das Schöffengericht zu Spandau verwürde und machte sie auf die Strafen des Meineides aufmerksam. 34 Tagen Haft, weil die Staatsanwaltschaft das Einschreiten gegen also hinsichtlich ihrer Herkunft dem Proletariat am nächsten. Richter hielt ihr vor, daß sie ihr Zeugniß zu beschwören haben urtheilte nun auch Paul und zwar zu 102 Mark Geldbuße oder Lehrer- Bildungsanstalten ausweisen, fast ausnahmslos Söhne von Lehrern, Tagelöhnern, niederen Bediensteten, Kleinbürgern, stehen Auf die Frage des Richters, ob sie auch gesehen habe, daß der Gericke wegen mangelnden Beweises abgelehnt hatte. Hiergegen Kläger 50 P. aus der Stasse genommen, war fie im Begriffe mit legte Paul Berufung ein. Der erste Verhandlungstag vor dem Ihre Bezahlung ist jämmerlich. Als Hilfslehrer beziehen sie 7 " Ja" zu antworten, als der neben ihr stehende Kläger in warnen Landgericht II zu Berlin wurde vertagt, weil noch weitere Zeugen Oberbayern auf 88 Pf. erhöht, und essen mit am Tische des bis 8 Jahre lang ein Tageseinkommen von 70 Pf., das sich in dem Tone die Frage einwarf:" Haben Sie es auch bestimmt ge- vernommen werden sollten. So fand denn heute, den fehen?" Die Zeugin will sich dadurch haben verwirren lassen, 17. September, ein zweiter Termin statt zu welchem 9 Zeugen ständigen Lehrers, der selber nichts Ordentliches zu brocken hat fie antwortete mit„ Nein" und entschied dadurch den Prozeß zu geladen waren. Unter denselben befanden sich der Amtsvorsteher und für die Beköstigung des Hilislehrers entweder gar nichts, Gunsten des Klägers, nachdem sie ihre Aussage mit einem Eide Giese aus Velten, der Amtsrichter Tölle aus Spandau, der Gast- oder nur sehr wenig aus dem Kreisfonds erhält. In manchen Orten bekräftigt hatte. Als ihr später der Widerspruch mit ihrer wirth Gericke, ferner Herr Rechtsanwalt Heine- Berlin und die erhöhen die Hilfslehrer ihr spärliches Einkommen durch Nebenfrüheren Aussage vorgehalten wurde, räumte sie ein, daß ihre Vorstandsmitglieder des Fachvereins der Töpfer. Die Verthei- beschäftigungen und sträuben sich dann mitunter Jahre lang eidliche Aussage eine unwahre gewesen und dies Geständniß digung für den Angeklagten Genossen Paul führte Herr Rechts- gegen ihre Beförderung zu wirklichen Lehrern. Als solche er wiederholte sie unter Thränen in der gestrigen Verhandlung. anwalt Morris. halten sie in den Landschulen in der Mehrzahl der Fälle für die Als Entschuldigung führte sie an, daß sie sich durch den EinDer Gerichtshof tam nach der Beweisaufnahme zu der Besorgung des Schuldienstes, für den Unterricht von 80 bis 100 wurf des damaligen Klägers hätte beeinflussen lassen. Staats- Ueberzeugung von der Unschuld Paul's. Die Aussagen des Schülern, kaum 600 M., sehr häufig aber noch nicht 300 M. Geanwalt Dietz bedauerte, die Anklage wegen wissentlichen Mein Amtsrichters Tölle, sowie des Amtsvorstehers Giese waren so balt, das übrige Einkommen müssen sie sich als eßner, Kan eides aufrecht halten zu müssen. Zwar sei der Meineid nicht unsicher, daß sie für Gericke durchaus nicht reinigend von der in foren, Organisten und Gemeindeschreiber verdienen, wodurch von langer Hand vorbereitet worden, aber die Grenze der groben der Versammlung vom 2. November erhobenen schweren Be- sie ein Gesammteinkommen von 1000-1400 M. erzielen. In Fahrlässigkeit sei doch überschritten, denn in dem Augenblicke als schuldigung wirkten, während Herr Rechtsanwalt Heine durch neuerer Zeit kommen dazu die Alterszulagen. Schul- und Kirchendie Angeklagte die Frage des Richters mit" nein" beantwortete, seine bestimmten Aussagen wesentlich zur Klärung des Sachver- dienſt mit höherem Einkommen gehören zu den Ausnahmen. handelte sie wider besseres Wissen. Er nehme an, daß im vor haltes beitrug. Es erfolgte nach langer Berathung die Frei- Avancement giebt es für ihn in der Regel nicht, er bleibt Lehrer liegenden Falle die mildeste Form des Meineides vorliege und sprechung des Genossen Paul, und wurden die Kosten aller drei vom 1. bis zum 50. Dienſtjahre. Oberlehrer giebt es nur in beantrage deshalb bei der Jugend der Angeklagten die zulässig Termine dem Gastwirth Gericke zur Last gelegt. 4-5 Städten Bayerns; die sogenannten Bezirks- Hauptlehrer find niedrigste Strafe- ein Jahr Gefängniß und dauernde Unfähiggewöhnliche Lehrer, beziehen jedoch eine Remuneration von teit, als Zeugin aufzutreten. Der Gerichtshof erkannte nach dem 100-200 m. jährlich. Von der Geistlichkeit ist der bayerische Antrage des Staatsanwalts. Lehrer ganz und gar abbängig, er muß sich von derselben auch die schlimmste geistige Knechtschaft gefallen lassen. Daß die Lehrer Bayerns also der sozialdemokratischen Bewegung inner lich kaum abgeneigt sein fönnen, wird man daher wohl sagen tönnen, ohne sich der Selbsttäuschung hinzugeben. Gewiß ist jedenfalls, daß, wenn das todesmuthige Proletariat der Sozial demokratie den politischen Sieg verschafft hat, das sogenannte geistige Proletariat, und in erster Linie die Elementarlehrer, sich in hellen Haufen um das rothe Banner schaaren werden, während sie jetzt das Gegentheil thun, um nicht der Gefahr sich auszusetzen, Amit und Brot zu verlieren. " Soziale Uebersicht. Heftige Auseinandersetzungen zwischen einer Wittwe und beren Hausarzt gab es gestern bei Gelegenheit einer gegen den letzteren vor dem Schöffengerichte verhandelten Privatllage, und wenn nicht Alles täuscht, werden die dabei zur Sprache geAufruf an alle in der Metall Industrie beschäftigten tommenen Thatsachen noch die Aerztekammer beschäftigen. BePersonen! sagte Wittwe ist eine wohlhabende Frau, welche ihrer heiraths- Die am Montag, den 14. d. M. in der Brauerei Friedrichs fähigen Tochter eine Mitgift mitzugeben in der glücklichen Lage hain stattgehabte öffentliche Versammlung aller in der Metallwar. Die Tochter wollte sich mit einem jungen Manne ver- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen erfreute sich heirathen, welcher ein genauer Bekannter des Hausarztes der nicht desjenigen Besuches, welcher wohl in Hinsicht auf den Familie war, und da die Mutter einige Besorgniß über den Ge- 1. Punkt der Tagesordnung zu erwarten stand, wenn nicht das sundheitszustand ihres zukünftigen Schwiegersohnes hatte, fo be- Ende des Metallarbeiter- Streits in Mailand Quittung über bei der Generalkommission der Schloß sie, zu ihrer Sicherheit vorher erst Erkundigungen bei in einem ausführlichen Berichte schon in der Sonntags- Nummer Gewerkschaften Deutschlands in der Zeit vom 18. August bis ihrem Hausarzte einzuziehen. Dieser beruhigte sie über den des Vorwärts" mitgetheilt worden wäre, weswegen ein sehr 2. September eingegangene Gelder: Gesundheitszustand der Bräutigams so vollständig, daß die für großer Theil der Kollegen diesen Punkt der Tagesordnung für Aus Guben durch M. Richler 15,- M. Bergnügungsverein forgliche Mutter ihre Bedenken aufgab und die Hochzeit statt- hinfällig betrachtete. Diejenigen, welche aus diesem Grunde der„ Frohsinn", Görlig 10,- Vergnügen des Fachvereins der Dachfand. Ganz kurze Zeit danach war die junge Frau Wittwe ge- Versammlung jernblieben, wollten aber dadurch sicherlich nicht becker, Dresden 5,03. Ueberschuß vom Fachverein der Metallworden der ihr angetraute Mann war von einem alten der Meinung Ausdruck geben, daß nach Beendigung eines der arbeiter, Luckenwalde 13,45. Aus Döbeln 7,15. Von den Weißorganischen Leiden sehr schnell dahingerafft worden. Man kann artigen Streits es überflüssig wäre, weitere Hilfsmittel für die gebern, Döbeln 12,-. Von den Gewerkschaften Offenbachs 200, fich denken, daß daß dieser Entwickelungsgang eine fehr Ausständigen herbeizuschaffen, sondern ich meine, die Ber- Budif- Neberschuß von Schwartau und Brandmann's Bau, Schulter erregte Stimmung gegen den Hausarzt, welcher einen liner Metallarbeiter haben gerade in den letzten beiden blatt 10,-. Aus Basel von Landauer Schreinern 6,-. BauIrrthum seinerseits bedingt zugab, erzeugte. In der Jahren ihrer Bewegung hinreichend Gelegenheit gehabt, sich handwerker an der grünen Brücke, Billwärder 6,45. Von den Abwehr gegen die ihm geltenden Angriffe hat der Arzt zu überzeugen, daß in solchen Fällen Unterstützung erst recht Bildhauern, Dresden 50,-. Gewerkschaften Leipzigs 108,25. dann Redewendungen gemacht, welche ihm die Anklage noth thut. Von den Maurern am Bau Lübeckerstraße, Hamburg, durch wegen Beleidigung zuzogen. Während der Anwalt des Ange- Die Erfahrung am eigenen Leibe hat uns zur Genüge Homann 30, Berband der Kürschner 60, Von den Maurern flagten auseinandersetzte, daß Jedermann dem Irrthum unter- gelehrt, daß bei derartigen Ausständen, nachdem die große Masse Alter Schinkenfrug", Horn, durch Knielitz 50,-. Von den worfen sei und selbst die geschicktesten Vertheidiger sich häufig wieder ihren Einzug durch die Thore ihrer Ausbeuter gehalten Tischlern Charlottenburgs 9,24. gründlichst irren, indem sie oft genug eine Freisprechung bean bat, ein ganz gewaltiger Prozentsat, Kollegen übrig bleibt, welche tragen, das Gericht dagegen eine berbe Strafe verhängt, bemühte biefer großen Gnade nicht theilhaftig werden, falls nicht gar sich die Klägerin den Nachweis zu erbringen, daß ihr angeklagter schon vorher seitens anderer Machtfaktoren für anderweite Hausarzt dritten Personen gegenüber schon lange vor der The Unterkunft" gesorgt wurde. schließung erklärt habe, der Bräutigam habe nicht mehr lange zu leben. Das Ergebniß der Verhandlung war, daß der Arzt von der Anklage der Beleidigung freigesprochen wurde. Der Klägerin schien es in der Hauptsache auch nur darum zu thun zu sein, bezüglich des springenden Punktes durch das gerichtliche Protokoll genaue Feststellungen zu erhalten, da sie beabsichtigt, sich mit diesem Material an die Aerztekammer zu wenden. Ge Borige Quittung 80 244,05 M. Halle a. G. 59,-. Chemni Für den Maifonds find weitere Beträge eingegangen: Vorige Quittung 80 244,05 M. Halle a. G. 59,-. von den Arbeitern 119,70. Berlin, Verband der Kürschner, erwähnte Versammlung beschloß deshalb, da wir gegenwärtig von den Gewerkschaften 27,80. 2ágerdorf( 2. Rate) 31,25. Und so wie bei uns, so ist es auch in Mailand! Die oben Filiale I 7,-. Bettenhausen, Stocfabrit 12,45. Berlin, durch P. Brückner 24,50. Düsseldorf 31,75. München-50. Büßow, nicht in der Lage find, über größere Summen zu verfügen, die Mittel zur weiteren Unterstützung der Opfer jenes Streits und verein 10,-. In Summa für den Maifonds 80 859,75. werkschaften Leipzigs( Schluß- Rate) 291,75. Ebingen, Werher deren Familien durch eine Sammlung auf Listen herbeizuschaffen. Der Unterzeichnete wurde beauftragt, eigens für diesen Zweck Listen anfertigen zu lassen. Dies ist bereits geschehen und werden A. Dammann, Kassirer, Hamburg, Zollvereins- Niederlage. Wilhelmstr. 13. 1. Gt. Versammlungen. Ein lärmender Auftritt im Korridor des Kriminal- sich dieselben schon am nächsten Sonnabend zum größten Theil Gerichtsgebäudes war Gegenstand einer Anklage wegen wörtlicher Vertrauensleute befinden. in den Händen der Branchen- sowie auch der Werkstattsund thätlichzr Beleidigung eines Beamten, die gestern vor der 92. Abtheilung des Schöffengerichts gegen die Ehefrau Wilhelmine Arbeiter und Arbeiterinnen, von dem Rechte der Zeichnung den Ich ersuche nunmehr alle in der Metallindustrie beschäftigten Prising verhandelt wurde. Am 3. Juni stand gegen den Ehemann der Angeklagten wegen Diebstahls Termin an und die ausgiebigsten Gebrauch zu machen, um so in aller erster Linie den Letztere hatte sich mit einem kleinen Kinde auf dem Arme auf dem Beweis zu erbringen, daß die Worte: Korridor eingefunden, um das Schicksal ihres Mannes zu er Der sozialdemokratische Wahlverein für den ersten fahren. Sie versuchte vergebens, Butritt zum Gerichtssaal zu Phrase sind. „ Das Proletariat sei international" teine leere Berliner Reichstags- Wahlkreis hielt am 15. dieses Monats eine Versammlung ab. Dieselbe war als öffentliche erlangen und gerieth hierüber in bedeutende Aufregung, die sich noch steigerte, als sie erfuhr, daß ihr Mann nicht, wie sie ba Damit aber hier die bei den früheren Listensammlungen auf projektirt, bei der polizeilichen Anmeldung jedoch irrthümlich das erwartet hatte, freigesprochen, sondern zu 4 Monaten Gefängniß ich an alle Diejenigen, welche die Sammlungen in die Hand nehmen, die Versammlung zu einer Vereinsgellung wurde geils Diener nach der Belle zurückgeführt wurde, wollte die An- genden Inhaltes zu achten: getlagte ihrem Ehemanne eine Schrippe überreichen, welches ber Gerichtsdiener aber verhinderte. Jetzt warf die erregte verurtheilt worden war. Als der Verurtheilte vom Gerichtss die Bitte, genau auf die denselben aufgedruckte Bemerkung fol- welcher nach dem Vereinsgefeße Frauenspersonen" die Theil nahme versagt ist. Infolge dessen sab sich zu feinem Bedauern Frau dem Beamten die Schrippe gegen den Kopf mit den und sind dieselben, ganz gleich, ob gezeichnet oder leer, an jedem gerettet worden war, konnte Genoffe Glocke seinen Vortrag Diese Listen werden nur von Woche zu Woche ausgegeben Damen ihre Entfernung zu ersuchen. Nachdem so der Staat 28orten: Denn friß Du sie selbst!" Der Gerichtsdiener brachte Sonntag mit Demjenigen, von welchein sie entnommen wurden, halten über Rußland und seine sozialrevolutionäre Bewegung woran sich eine kurze Debatte knüpfte. Unter" Verschiedenem" Die Inhaber der ausgebliebenen Listen werde ich ohne jede tam Goldberg auf die erfolgten Verurtheilungen des Ge zunächst seinen Gefangenen in Sicherheit, dann versuchte er, die zu verrechnen resp. neue in Empfang zu nehmen. Angeflagte in Güte vom Flur zu bringen. Zum Lohn für seine Nachficht warf die Angeklagte ihm unter Schimpfreden noch ein- Rücksicht veröffentlichen. mal die Schrippe ins Geficht. Jetzt ergriff der Beamte die Widerspänstige, um sie vor die Thür zu bringen, bei ihrem N. Pezold, Vertrauensmann. Berlin W., Wilhelmstr. 21. Mit kollegialischem Gruß αμήν nossen Max Baginski zu mehrjähriger Gefängnisstrafe ju sprechen und rügte, daß die Redaktion des Borwärts" feinen ausführlicheren Bericht darüber gebracht habe, beantragte diese wur Pfli geni feine entfe wär in j folg zur Fe Red vers girt mit sein richt trag lajie Der schla in t fön wir Der We Iun Nat deto ver and übe Auf Be bes läuf ihre Nat gefe fuff fun Na den tasse Ebe Mi Ver dem feiti Sct wel Wet hau Ge Bu Laff deb wel Last eine Bill lin Iun. hat der Loke Ref in S grep font dess ma Ver Ab sei eber revo dari Bot deu pun Ret pun aus und ein fcha mal inte tren Rep der trie Agi sich der Au gan selb ane dra Ane nur Kow nic mar dur auc Des Auf noj Jal Exp ord Ben Ma Arb gege Liet der der gege ein Ung mäs Bet Lie " " " Wie dieselbe aufzufordern, daß sie das Versäumte nachhole. Ge solle.- In der Abstimmung wurde dann folgende Resolution ange-| hafter Beifall und Heiterkeit.) In einer Zeit, wo die Bourgeoisie wurde ihm entgegen gehalten, daß es wohl in erster Reihe nommen: die ausschweifendsten Feste feiert,- ich erinnere nur an das Fest Pflicht der Langenbielauer Genossen gewesen wäre, einen Die heutige Versammlung des sozialdemokratischen Wahl des internationalen Aerztekongresses im Rathhause. Sehr hoch genügenden Bericht einzusenden, einzusenden, daß der Vorwärts" vereins für den 6. Berliner Wahlkreis erklärt sich in Prinzip mit gebietende Herren in Berlin find damals sinnlos betrunken gefeinen Spezial- Berichterstatter in Rücksicht auf die Kosten den Beschlüssen des internationalen Kongresses zu Brüssel einver- wesen; tagelang hatte man im Rathhause noch zu thun, um die entfenden werde und im Uebrigen wohl die Redaktion des Vor- standen und verpflichtet sich in demselben Sinne zu wirken." Spuren dieser Orgien zu beseitigen legt man ein Gesez vor, wärts" das Ihrige thun werde, um die Wünsche der Genossen Ferner erklärte sich die Versammlung mit Majorität gegen deffen Strafbestimmungen nur die Arbeiter, die armen und fleinen in jeder Beziehung zu erfüllen. Der Antrag erhielt bei der er die Abweisung der Anarchisten, lehnte aber mit allen gegen ein Leute treffen können. Wir brechen nicht den Stab über den, der folgten Abstimmung nur eine geringe Mehrheit der Stimmen. paar Stimmen das Tadelsvotum gegen Liebknecht ab. Mit drei einmal über die Schnur haut. Doch was wir verlangen, ist, zur Annahme gelangte dagegen der Antrag des Genossen fachem Hoch auf die Sozialdemokratie schloß die Versammlung. daß die herrschenden Klassen nicht blos den Splitter im Auge Felgentreff: Die heutige Versammlung frägt bei der der Arbeiterklasse sehen, sondern auch an den sehr dicken Balken Redaktion des Vorwärts" an, ob die sozialdemokratische Volks- Vor einer von etwa 2500 Personen besuchten Volks in ihren eigenen Augen denken. Man bleibe uns vom Leibe mit versammlung am 13. d. M. im Feenpalast, in welcher die Dele- versammlung sprach am Mittwoch Abend Paul Singer über solchen Gesetzen, die nichts weiter bringen, als eine Vermehrung girten vom Brüsseler Kongreß ihre Rechenschaftsberichte erstatteten, den Entwurf des Truntfuchtsgeseges. Redner führte der Polizeimacht, und nicht im Geringsten die Grundursachen des mit dem im Vorwärts" erschienenen kurzen Berichte abgethan etwa Folgendes aus: Uebels, welches sie bekämpfen sollen, berühren. Der Entwurf sein soll oder ob über diese wichtige Versammlung noch ein Be- Ich soll heute vor Ihnen über den Entwurf des Trunksuchts- zeigt, wie bankerott die bürgerliche Gesellschaft ist. richt nachfolgt? Sollte das letztere nicht der Fall sein, so bean- gesetzes sprechen, eines Gesetzes, welches die von der Regierung prinzipiell, so sind wir im Einzelnen Gegner des Entwurfes. tragt die Versammlung, einen ausführlichen Bericht folgen zu als nothwendig erachteten sozialen Reformen vermehren soll. Im Reichstag werden wir der Regierung zu sagen haben, lassen." Mit dem Hinweise darauf, daß am 22. d. M. die Wahlen Das Beste an dem Entwurf ist, daß er veröffentlicht und der welchen Werth solche Gesetze besigen, der Bevölkerung aber der Delegirten zum Parteitage in Erfurt vorgenommen werden, Kritik überliefert ist. Es besteht kein Zweifel, er wird diese werden wir flar machen, wie wenig geeignet derartige Vorschläge schloß die schwach besuchte Versammlung. Kritit nicht aushalten. Der Entwurf bedeutet keine soziale sind, die wirthschaftliche Noth zu beseitigen. Auch dieser Gesez( Betreffs des Falles Baginski können wir mittheilen, daß wir Reform, sondern bringt die Klassengesetzgebung in schärfster Weise entwurf ist für uns ein vorzügliches Agitationsmittel; tlären Sie in den nächsten Tagen einen ausführlichen Bericht bringen zu die Ursache mit der Wirkung verwechselt. Während die Regierung fleißig, dann wird der Tag nicht mehr fern sein, an dem der zum Ausdruck. Der Verfasser des Gefeßentwurfs hat offenbar die Massen über unsere Ziele auf, agitiren und propagiren Sie können hoffen. Hinsichtlich der Feenpalast- Versammlung bitten die Trunksucht für die Ursache der zu bekämpfenden Uebel hält, deutsche Arbeiter etwas Bernünftigeres und Besseres zu thun wir die Genossen, sich mit dem gegebenen Bericht zu begnügen. ist das Gegentheil der Fall. Die Trunksucht, namentlich die von vorfindet, als sich mit der Berathung eines solchen Gesetzentwurfs Der Vorwärts" hat über den Kongreß Tag für Tag alles dem Entwurf behauptete Trunksucht der unbemittelten Volts zu beschäftigen.( Langanhaltender Beifall.) Wesentliche forrett mitgetheilt. Die in der Feenpalast- Versamm- schichten, ist meist nur eine Folge unserer heutigen wirthschaftlung vorgebrachten Einwände der Gegner sind aber so allgemeiner lichen Verhältnisse. Schaffe man gesunde wirthschaftliche Ver- Weinthal, Frau Palm, Fräulein Wabniß, Genossen Dombrowski An der folgenden Diskussion betheiligten sich Auguste Natur und so oft schon wiederholt worden, daß wir auf eine hältnisse, genügende Arbeit und genügenden Lohn, entsprechende und Gadegast, sowie Wiske und Zubeil, letzterer in längeren Aus Natur und so oft schon wiederholt worden, daß wir auf eine detaillirte Wiedergabe der Einwände und deren Zurückweisung Abkürzung der Arbeitszeit, damit der Arbeiter sein Trinkbedürfführungen. Sämmtliche Rednerinnen und Redner stellen sich auf verzichten zu haben glaubten. Außerdem harrt eine solche Menge niß an Wein und echtem Biere befriedigen kann, dann wird die den Standpunkt des Referenten. anderer Berliner Versammlungsberichte der Drucklegung, daß wir Schnapspest beseitigt sein.( Lebhafter Beifall!) überzeugt sind, die Berliner Genossen werden sich mit unserer Schnapspest beseitigt sein.( Lebhafter Beifall!) Auffassung gern einverstanden erklären. sus Redaktion des Vorwärts".) " Die Regierung bezieht sich in der Begründung des Entmurfs auf wissenschaftliche Autoritäten, die den Erlaß eines Trunksuchtsgesetzes für eine Nothwendigkeit erklären. Dieselbe Regierung, welche die Branntweinbrenner und Produzenten des Fusels auf alles mögliche Weise protegirt, dieselbe Regierung bringt ein Gesetz ein, das die Trunksucht aufheben soll. und nur Elends Die Versammlung nimmt folgende Resolutionen an: 1. Die heute in Joel's Salon tagende Voltsversammlung erflärt sich mit den Ausführungen Singer's einverstanden und protestirt ganz energisch gegen ein Trunksuchtsgesetz. Vielmehr fordert sie von den gesetzgebenden Körperschaften, darauf zu achten, die nöthigsten Lebensmittel frei zu geben und für genügende Beschäftigung zu sorgen, da in dem Mangel dieser Bedingungen die Ursache des Uebels liegt. 2. Die Theilnehmer der heutigen Versammlung verpflichten sich, dem Wahlverein als Mitglieder beizutreten und an ihrem Theile beizutragen, den Indifferentismus der Klassen zu bekämpfen. 3. Die Versammlung verpflichtet sich, mit allen Kräften die Vereinigung der Kellnerinnen zu unterstützen, damit nicht diejenigen Mädchen, welche noch ein Atom von Ehrgefühl haben, der Versumpfung anheim fallen. Der sozialdemokratische Wahlverein für den dritten Berliner Reichstage- Wahlkreis hielt am 16, d. M. eine rege besuchte Versammlung ab. In einem interessanten Vortrage er läuterte Direttor Kanit die Naturheilkunde, ihr Wesen und Es zeigt sich hier wieder die Halbheit der offiziellen Reformihre Bedeutung für Gesunde und Kranke und erklärte, daß die vorschläge; zu schwach, durchgreifende soziale Reformen vorzuNaturheilmethode das einzige Heilsystem sei, welches den Naturschlagen, andererseits durch das wachsende Elend und die zuarbeitenden Bevölkerung zu gesehen und der menschlichen Vernunft entspreche. In der Die- nehmende Degenerirung der fussion stellten sich alle Redner auf den Boden der Naturheil. Maßregeln gezwungen, versucht man durch den Entwurf Naturheil- Maßregeln tunde. Man theilte mit, daß verschiedene Krankenkassen die ein foziales Uebel mit fleinlichen Polizeimitteln zu beDie Beseitigung des wirthschaftlichen Naturheilmethode bereits anerkannt haben, und wurde es besonders tämpfen. den Kassenmitgliedern nahe gelegt, in ihren Krankenauch der Truntfucht fann die sozialistische kassen für die Einführung des Naturheilverfahrens zu wirken. Gesellschaft erfolgreich bewirken. Die Motive des Entwurfs beEbenso wurden die heutigen ökonomischen und sozialen fagen, durch die Trunksucht würden weite Kreise der Unbemittelten Mißverhältnisse als ein Haupthinderniß der so wünschenswerthen verhindert, ihrer Gesundheit zu leben. Das mag ja an und für Eine öffentliche Generalversammlung der Maurer Verbreitung und der Anwendung des Natur- Heilverfahrens und sich richtig sein. Aber wollte man der Schnapspest ernstlich zu war vom Vertrauensmann, Kollegen Harnisch, für Sonntag, demgemäß die Nothwendigkeit der Umgestaltung derselben all- Leibe gehen, so müßte man eine ganz andere Stellung auf dem den 13. d. M., Vormittags, einberufen, um das Verhältniß seitig anerkannt. Sodann gab der Vorsitzende, Genosse Gebiete der Zollpolitik einnehmen. Will man den Arbeiter von zwischen Maurer- Polieren und Gefellen, wie es ist und wie es Schweizer, bekannt, daß der Tambourverein" Deutsche Eiche", den Wirkungen des Alkoholgifts befreien, so muß man für aus- fein soll, sowie die Frage zu erörtern, ob ein Hand in Hand welcher ten Wahlverein schon wiederholt in" uneigennützigster reichende und billigere Ernährung forgen, ihm das Brot und Fleisch gehen mit den Polieren möglich ist, und waren demzufolge die Weise unterstützt habe, am 19. d. M. in Kröschel's Gesellschafts- nicht fünstlich vertheuern. So lange die jetzige Regierung ihre Maurer- Poliere eingeladen. Kollege Bendien schilderte als haus, Fichtestr. 29, ein Vergnügen veranstalte, und ersuchte die Bollpolitik nicht aufgiebt, haben wir für derartige Bersuche wie Neferent zunächst das Verhältniß zwischen beiden Arbeiter Genossen um möglichst zahlreiche Betheiligung an demselben. Das Trunksuchtsgesetz nur ein mitleidiges Lächeln,( Lebhafter fategorien zur guten alten Zeit", wo die Poliere, damals Zum Schluß wurde über die von der Deffentlichkeit veranstaltete Beifall.) Postengesellen, ebenso wie die Meister praktisch erfahrene, aus Lassallejeier trotz mehrfachen Protestes des Genossen Gründel Die wissenschaftlichen Begutachter Bär und Nosenthal können dem Gefellenstande hervorgegangene Leute waren, wodurch ein debattirt und kamen hierbei verschiedene Mißstände zur Sprache, für den Entwurf nicht gut in Anspruch genommen gutes Verhältniß zwischen Polieren und Gesellen bedingt war, welche dem niedergesetzten Ausschusse zur Veranstaltung der werden. Beide haben wiederholt in ihren Schriften geäußert, ein Verhältniß, das heute gänzlich zerrissen und in das gerade Lassallefeier zur Last gelegt wurden. Auch fand die Anschaffung gute Nahrung sei das beste Mittel gegen die Trunksucht, und sich Gegentheil verwandelt worden ist. Schon im Jahre 1862 war einer Fahne auf Beschluß des Vorstandes nicht allfeitige gegen die Lebensmittel Bölle als Maßregeln, welche die Er- die Trennung der Poliere von den Gesellen von den ArbeitBilligung. nährung erschweren, erklärt( Sehr richtig!); und das sind gebern im eigenen Interesse angebahnt worden und durch die feine Sozialdemokraten, sondern Bourgeois, die eben nur nicht Schaffung der Freizügigkeit und Gewerbefreiheit sei die InteressenDer Sozialdemokratische Wahlverein für den G. Ber im Stande sind, der Wahrheit direkt ins Gesicht zu schlagen. gemeinschaft zwischen Polieren und Gesellen vollends zerstört liner Reichstags- Wahlkreis hielt am Dienstag eine Versamm Das neue Trunksuchtsgeseh würde an den bestehenden Verhält worden. An die Stelle der Meister seien heute die Poliere ges lung im fleinen Saale der Boltsbrauerei in Alt- Moabit ab; es niffen und der aus denselben resultirenden Noth nichts ändern, stellt worden, ihnen sei sowohl die Autorität wie die Verantwort hatien sich ca. 300 Personen eingefunden, von denen viele wegen da es von dem Grundsah ausgeht:„ Wasch mir den Pelz und lichkeit übertragen worden und im eigenen Existenzinteresse der schwülen Temperatur, welche in dem unzulänglich ventilirten machy' mich nicht naß." Wir sind über den Werth oder besser müßten die Poliere heute das Interesse der Unternehmer gegen Lokale herrschte, vor Schluß der Versammlung dieselbe verließen. Unwerth desselben vollkommen klar und können sagen: Wir haben die Geselleninteressen vertreten. Sowohl durch den aus dieser Referent war Richard Fischer, Thema der Brüsseler Kon- von der Regierung nichts Besseres erwartet, sind daher nicht ent- Stellung resultirenden Dünkel der Poliere, als auch durch das greß. Fischer führte zunächst aus, die gegnerische Presse gewähre täuscht.( Lebhaftes Bravo.) Andererseits aber ist unsere Stellung ueberangebot von Polieren, hervorgerufen durch die Úeberin Bezug auf ihre Meinung über den Brüsseler Kongreß das derartig, daß wir uns selbst von dem allerbesten Gefeßentwurf produktion an Polieren durch die Bauschulen, verschärfe sich sonderbare Schauspiel, daß nach der einen Seite die Bedeutung nicht würden födern lassen. Die Arbeiterklasse weiß ganz genau, das gegenfäßliche Verhältniß zwischen Polieren und Ge desselben in der radikalen, nach der anderen Seite in der ge- daß sie allein es ist, welche den Befreiungskampf aus wirthschaft- sellen immer mehr; durch die Entwickelung der Verhältnisse mäßigten Tendenz der Beschlüsse liegen solle. Das sei ein billiges licher Noth zu führen und dabei auf keinen Beistand von anderer habe der Polier jedoch an Bedeutung verloren und sei heute Vergnügen der Gegner; wenn die Frankfurter 3tg." aus der Seite zu rechnen hat. Wenn scheinbar etwas für die Arbeiter faum etwas anderes, als Arbeitstreiber und fliege auf die Straße, Abweisung der Anarchisten den Schluß ziehe, die Sozialdemokratie lasse geschieht, so verdanken wir es dem Umstand, daß die sobald er nach dieser Richtung hin seine Schuldigkeit nicht gethan sei damit eigentlich eine Ordnungspartei" geworden, so sei das herrschenden Klassen fühlen, sie tanzen auf einem Bulfan. Wir habe. In falsch verstandenen Interesse wenden sich die Poliere ebenso albern, als wenn die„ National- 3tg." einen Sieg der müssen den prinzipiellen Kampf für die sozialistische Organisation von den Gesellen ab, anstatt sich denselben anzuschließen und sich revolutionären Richtung, ein Unterliegen des deutschen Elementes der Gesellschaft solange führen, bis die bürgerliche Gesellschaft, an auf den Boden der allgemeinen modernen Arbeiterbewegung zu darin erblicke, daß der Kongreß von vornherein sich auf den sich selbst zu Grunde gebend, uns das Feld räumt. stellen. Polier August Decker vermochte sich nicht auf den Boden des Klassenkampfes gestellt habe. Thatsächlich habe die Redner bespricht nach diesen von uns nur in furzem Auszuge veralteten Standpunkt zu stellen, den der Referent in seinem deutsche Sozialdemokratie von allem Anfang diesen Stand- wiedergegebenen prinzipiellen Ausführungen den Gesetzentwurf in Vortrage verherrlicht hatte, erkannte aber die letzten AusRedner verkannte nicht die punkt eingenommen, diese revolutionäre Richtung repräsentirt. seinen einzelnen Bestimmungen und führt u. a., oft von leb- führungen voll und ganz an. Redner geht nun des Näheren auf diesen Gesichts- haftem Beifall unterbrochen, etwa folgendes aus: Schwierigkeit in der Stellung eines Poliers und war der punkt ein, kommt auf den von den Gegnern so sehr Unsere Regierung fann sich eine Sozialreform ohne den Meinung, daß man es unter den heutigen Verhältnissen Niemandem Außer als Klassengesetz verargen fönne, wenn er darnach trachte, eine bessere wirthschafts ausgeschlachteten angeblichen Gegensatz zwischen Gemäßigten" Polizisten einmal nicht denken. und Revolutionären" zu sprechen, ein Gegensaß, der auch von charakterisirt sich das neue Trunksuchtsgeseh als das schlimmste liche Stellung zu erringen. Das Mißverhältniß zwischen Polieren einzelnen Genossen bei ihrer Vorliebe für starke Worte und Polizeigesetz, das wir je gehabt. Man will die Ueberwachung und Gesellen refultire aus dem Indifferentismus beider. Kollege scharfe Ausdrücke künstlich zu konstruiren versucht werde, und der einzelnen Maßregeln in die Hände der Ortspolizei legen. Schiego Isti war der Ansicht, daß man die Poliere ruhig bei mahnt die Genoffen, in dieser Hinsicht mehr auf das Gesammt- Ich veriveise nur auf die Galerien( dieselben durften nicht befetzt Seite laffen könne, daß die Gesellen vielmehr sich unter sich interesse der Partei zu achten, denn jedes gehässige, beleidigende, werden) in biefem Saale, und ich frage Sie, was eine Polizei einigen und organisiren und Macht zu erlangen suchen und dann trennende Wort, das hier in Berlin falle, wo Dutzende von behörde alles für Befürchtungen und Bedenken haben kann? Und geschlossen gegen die Poliere vorgehen sollten, die heute den Reportern darauf lauern, es in alle Welt zu tragen, werde von nun erst in kleinen Städten, wo das Moment, persönliche Gesellen entgegenstehen. Das Verhältniß zwischen Bolieren und der kleinen Presse in den Provinzen entſtellt, verzerrt und über Feindschaft oder Gunst, sehr stark hinzutritt und die Ausführung Gesellen wurde in der weiteren Diskussion noch verschiedentlich trieben Tag für Tag aufgetischt und erschwere den Genossen die in den Händen der Bourgeoisie als Ortspolizei liegt. Das Gesetz beleuchtet und die Möglichkeit hervorgehoben, daß durch Bes Agitation, die von den Gegnern fortwährend darauf hingewiesen hätte zur Folge die absolute Unterwerfung der Gastwirthe unter feitigung der Akkordarbeit ein besseres Verhältniß zwischen wurden, die Partei wisse ja selber nicht, was sie wolle, sie schlachte das jeweilige Regiment. Wir sollen für ein solches Gesetz ein- Polieren und Gesellen Play greifen könnte, indem durch die fich selber ab, ihre Führer würden ja von den eigenen Genossen treten? Man kann doch nicht so naiv sein, zu glauben, wir Affordarbeit die Arbeitstreiberei im Tagelohn veranlaßt werde, der infamirenden Dinge beschuldigt u. s. m. Bezüglich des würden uns den Strick, mit dem wir gewürgt werden sollen, Auch wurde den Gesellen allgemeine feste Organisation empfohlen. Ausschlusses der Anarchisten erklärt Redner, der Kongreß habe selbst um den Hals legen. Denn schließlich werden die Gast- Stollege Wilte beantragte folgende Resolution: ganz bestimmte Fragen lösen wollen. Die Hauptmomente der wirthe angehalten werben, bei Verlust der Schantgerechtigkeit " und Die heutige Versammlung erklärt: das Verhältniß, wie es heute ſelben wurden aber von den Anarchisten von vornherein nicht den Sozialdemokraten ihre Lokale zu verweigern.( Lebhafter zwischen Polieren und Gesellen besteht, ist ein ungesundes und anerkannt. Zum Ausschluß hätten auch die Erfahrungen ge- Beifall.) Einzelne Bestimmungen sind geradezu monströs. Es auf die Dauer unerträgliches. Die Versammlung erkennt an, daß drängt, die man auf früheren Kongressen, z. B. in Paris mit den wird den Kleinhändlern verboten, weniger als 1/2 Liter zu ver- die Stellung der Poliere eine sehr verantwortungsvolle und Anarchisten gemacht habe. Auf den Vorwurf, der Kongriß habe faufen; nun, es werden sich kleine Trinkergenossenschaften bilden schwierige ist, indem die Unternehmer von den Polieren verlangen, nur allgemeine Beschlüsse gefaßt, sei zu erwidern, ein internationaler und werden sich dann 1/2 Liter zusammen kaufen, oder wer früher unbekümmert um das Fortkommen der Gesellen lediglich die Rongreß tönne nicht Detattbeschlüsse fassen. Beschlüsse, die man sich mit 4 Liter begnügte, wird jezt a Liter kaufen, und so Interessen des Kapitals zu vertreten. Die Versammlung verlangt nicht durchführen tönne, folle man unterlassen. Darum habe wird die Trunktsucht und Böllerei noch gefördert. Die Wirthe auch nicht von den Polieren, daß sie entschieden und offen für man Beschlüsse gefaßt, die von allen Nationen gehalten und sollen verpflichtet sein, eine gewisse Anzahl Speisen bereit die Bestrebungen der Gesellen eintreten sollen, sie protestirt jedoch die Ortspolizei soll die Speisekarte entschieden gegen das geradezu aller Menschlichkeit hohnsprechende durchgeführt werden können, aber bei feinem der Beschlüsse sei zu halten, festsetzen. In gegnerischen Kreisen begegnen wir häufig dem brutale Verhalten einzelner Poliere. Solchem unschönen Verauch nur ein Jota des Prinzips geopfert worden. Und so sei in der That der Brüsseler Kongreß ein Siegestag Borwurf, wir schafften durch unsere Bestrebungen ein nationales halten entgegenzutreten und solches zu bekämpfen ist Pflicht des Marrismus, der deutschen Sozialdemokratie geworden, ihre oder internationales Zuchthaus. Dieſelben Leute, die uns fälsch- aller noch auf Ehre und Achtung Anspruch machenden Kollegen. Auffassung auch bez. der Zattik sei nunmehr auch von den Ge- licher Weise den Vorwurf machen, daß wir Alles schablonisiren Demgegenüber verpflichten sich die Maurer Berlins, mit allen noijen jener Länder akzeptirt worden, wo in den letzten zwanzig und uniformiren wollen, machen ein Gesez, nach dessen Ein- Polieren, welche ihre Stellung unparteiisch verwalten, ein auf Jahren die Kräfte der Arbeiter in allen möglichen taktischen führung die allgemeine gleiche Speisekarte keine Utopie mehr ist. Gegenseitigkeit beruhendes menschenwürdiges Verhalten anzubahnen. Experimenten zersplittert und gebrochen worden seien. ( Lebhafter Beifall und Heiterkeit.) Diese Punkte des Entwurfs Um dieſes Biel zu erreichen, ist es Pflicht aller Kollegen, der Freien Redner ging dann auf die einzelnen Bunfte der Tages- zeigen eklatant die absolute Unfähigkeit der Verfasser, Gesetze zu Vereinigung der Maurer Berlins u. Umg. beizutreten."" Nach einem ordnung und die Beschlüsse des Näheren ein und schloß mit der machen, die den wirklichen Volksverhältnissen entsprechen. Der Schlußwort des Referenten gelangte diese Resolution gegen die Stimme Bemerkung, daß seit dem Brüsseler Kongreß das bekannte Entwurf verbietet den Berkauf von Branntwein vor 8 Uhr Schigolski's zur Annahme. Nachdem wurde, Gewerk Arbeiter aller Länder sind vereinigt!"( Anhaltender Beifall.) Mary'sche Mahnwort umgewandelt sei in den Siegesruf: Die Morgens, giebt aber kein Mittel an, es zu verhindern, daß der schaftliches" verhandelt. Unter anderem brachte Kollege Trinker sich am Abend vorher den Branntwein einkauft. 89 Hermann Krieg folgende Auslassung des Restaurateur muthet den Gastwirthen zu, zu unterscheiden, ob ein junger Mann cho 13( Zukunftsstaat", Kastanien- Allee) zur Kenntniß der Bergegen den Ausschluß der Anarchisten und tadeln das Verhalten 16 oder erst 153/4 Jahre alt iſt, be er an junge Leute unter sammlung:„ Mit der Berliner Maurerbewegung sieht es schon Liebknecht's gegen den holländischen Delegirten. Auch eine Reihe 16 Jahren keinen Branntwein verkaufen darf. Man will der trübe aus. Mit der ist es überhaupt vorbei; der Bauhandder in den letzten Versammlungen so oft vorgebrachten Einwände Berwilderung der jugendlichen Arbeiter vorbeugen! Zwinge man werker" ist schon bankerott, Reßler hat abgewirthschaftet, und mit der die und jugendlichen Personen in nicht mehr die prinzipielle Stellung wie( reinen Tisch) machen!" Die Anwesenden nahmen hiervon Notiz. einnehme, werden vorgeführt, wogegen fich namentlich Genoffe den jugendlichen Arbeitern, sondern bei der Jugend der Bourgeoisie Unger wendet. Eine öffentliche Versammlung der Zimmerer Berlins Es folgt eine Reihe persönlicher Bemerkungen, zu finden ist, von selbst fortfallen. Der Entwurf stellt auch die worauf Fischer in einem längeren Schlußwort sich gegen diefe Ein- Uebertretung seiner Bestimmungen unter Strafe, und das ist das für den Stadttheil Gesundbrunnen und Wedding tagte am Sonn wände und die zwei eingebrachten Refolutionen wendet, daß 1, das Schönste in einem Gefeß, bei dessen Klassencharakter man, mit tag Vormittag. Die Tagesordnung lautete: Besprechung über Liebknecht wegen seiner Abfertigung Nieuwenhuis gerügt werden kleinen hängt man und die Großen läßt man saufen".( Leb- beitsnachweises für den Stadttheil Gesundbrunnen und Wedding. Bedauern über den Ausschluß der Anarchisten ausgesprochen, und 2. einer kleinen Abänderung des Sprichworts, sagen fanu:„ Die die Errichtung eines Verkehrslokals und eines freiwilligen Ara Tambour Kamerad Schenk, welcher die außerordentlich animirte Dis- 1 Braueret. Musikdilettanten- Berein Glode" 9-11, Uebungsflunde. Neue Braunsberg i. Pr., 17. September. Gestern Nachmittag fuffion eröffnete, war der Meinung, die aufgeklärten Kameraden, Wrangelstr. 84. Stimmbefähigte Genoffen werden gewünscht. Mitglieder werden aufgenommen. Gefangverein ibertee". Bei Ulrich, brach im Haffdorfe Neupaffarge ein Flugfeuer aus, welches die alten Tüchtigen und Treuen, die zu jedem Opfer bereit sind, verein, wirbel", Sellerstr. 3, bei Neumann. Aufnahme geschulter mit daselbst 32 und in Altpassarge 5 Häuser zerstörte. Mehrere würden sich wie immer, auch an dem neu festzusetzenden Orte glieder vom 17. Lebensjahr an. Uebungsstunden Dienstag und Freitag von Personen werden vermißt. zufammenschaaren, ohne daß es nöthig gewesen wäre, diesen bis 10% uhr. 9 Bunkt auf die Tagesordnung zu sehen. Mufit- Dilettantenverein Staccato Dirigent A. Lepte. Freitag, Dresden. In Sachsen gab es im Vorjahre 53 190 a 13 Die indifferenten abends 9 Uhr, Stromstraße 28, bet Herzog, Uebungsstunde. Auf Arme von Bezirks- Armenverbänden bezw. vom Land- ArmenSchmaroßer und Selbstlinge aber würden, wie sie dies nun ein- nahme neuer Mitglieder. Erscheinen sämmtlicher Mitglieder nothwendig. mal von jeher zu thun gewohnt sind, der Sache gleichgiltig und Freitag im" testaurant Feldhahn, Weidenweg Nr. 12. verband unterstügte Personen. Eine ganz respektable Tambourverein Borussia" ehem. Alfen. Uebungsstunde jeden Dienstag gegenüber stehen. Redner hält die geplante Errichtung von Ar- verein Glück auf", Abends 8% Uhr, Sigung bei Möwes, FichteVergnügungs Summe Elends präsentirt sich in dieser Ziffer. beitsnachweisen für einen übereilten Schritt. Man solle sich erst straße 29. Nach der Sigung Tanz. Gäste willkommen. VergnügungsStaat stellen. Wohllebe, Alexandrinenfstraße 110. Nach der Die Kameraden Lehmann, Schenk und Tanz. Sigung Gäste willkommen. Geselliger Verein" Immergrün Kruse besprachen darauf die alte Frage, ob lokale, ob zentrale Abends 9 Uhr, im Restaurant Heinice, Dranienſtr. 36. Verein ehem. Organisation. Dann wurde einstimmig Wendt's Salon, Schüler der 38. Gemeinde Schule, Gigung, Abends 9 Uhr, im Röslinerstr, 17, zum Verkehrslokal bestimmt. politisch aufklären und die nöthigen Forderungen an den heutigen Restaurant verein Euphrosyne". Sigung mit Damen Abends 9 Uhr im Erklärung. ftgung. Gäste willkommen. = Prag, 17. September. 3 wei Hütten der hiesigen Zündhütchen- und Patronenfabrik- Gesellschaft, vormals Sellier und Bellot, welche Filialen in Magdeburg und Riga hat, sind durch eine Pulverexplosion in die Luft geflogen. Zwei Perfonen wurden getödtet, mehrere andere verwundet. Wien, 17. September. Etwa 60 ausgewiesene russische Juden kamen gestern Abend hier an und mußten, aller Mittel entblößt, größtentheils im Polizei- Arrest untergebracht werden. Grand Restaurant Kornblume"( Inh. Dito Noll), Andreasstr, 3. Gäste willkommen. Rauchklub Weichselblatt", Abends 9 Uhr, Staligerstraße 147a, bei Wichert. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Rauchklub Ohne 3wang", Abends 8 Uhr, bet W. Spaeth, Weinstraße 28. Zum Bericht über die Sigung der Streit- Kontrollkommission Rauchflub Rothe Quaste". Jeden Freitag, Abends 9 Uhr, bei Gimecke, am 11. September( Nr. 216 des Vorwärts" vom 16. d. Mts.) 9 1hr bei F. Steuer, Weinstr. 22. Gäfte durch Mitglieder eingeführt haben Köpnickerstr. 130. Rauchklub Rothe Nelte". Jeden Freitag Abends haben wir zu bemerken: 1. Es ist nicht wahr, daß der Unter- Butritt. Trient, 17. September. Die Ortschaft Celentino Statflub Tournee", Abends 8½ Uhr, beim Genossen Karl ist bis auf 2 Häuser abgebrannt. 59 Bürgerhäuser und stüßungsbund der Hausdiener Berlins Versammlungen oder Fest- ürich, Wrangelstr. 84. Gäſte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. fichkeiten in gesperrten Lokalen abhält. 2. Es ist nicht wahr, Pfeifentlub Angra Pequena, Abends 10 Uhr, Gerichtsstr. 74: Vereins- 50 Bauernhäuser wurden zerstört. daß der pp. Herrmann und zwei Kollegen aus dem Unterstützungsbunde der Hausdiener Berlins ausgeschlossen worden sind. Herrmann und Kollegen waren nie Mitglieder des Bundes und konnten so auch nicht ausgeschlossen werden. 3. Der Unterstüßungsbund der Hausdiener Berlins steht auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung und hat die Tendenz sowie den ehrlichen Willen, im Anschluß an die Bestrebungen aller flassen- und zielbewußten Arbeiter eine Besserstellung der wirthschaftlichen Lage seiner Mitglieder im Besonderen, seiner Berufsgenossen und aller Arbeiter im Allgemeinen zu schaffen. Im Uebrigen verweisen wir auf die Versammlungsberichte in den Nummern 211 und 212 des Vorwärts" vom 10. und 11. September. Für den Vorstand des Unterstützungsbundes der Hausdiener Berlins: Hermann Rer, Schriftführer. Auf eingezogene Erkundigung hin bestätigen wir, daß nicht der Unterstüßungsbund der Hausdiener Berlins, sondern eine cndere Organisation jener Branche in der Sitzung der StreitKontrollkommission genannt worden ist. Die gegentheilige Angabe beruht auf einem Irrthum des betr. Berichterstatters. Literarisches. Bei der Redaktion eingegangene Bücher: Der amerikanische Sonntag. Kulturhistorische Stizze von Karl Knork( New- York.) Zürich 1881, Verlagsmagazin( J. Schabelitz). 36 S. 80 Preis 50 Pf. Des Volkes Protest! Ein Lichtstrahl auf das soziale Leben der Gegenwart. Von Paul Breitum. Elberfeld 1891, Buchdruckerei Grimpe. 48 S. 8°. Preis 25 Pf. Flügelschläge des Neuen Jahrhunderts. Gedichte von Otto Wichers v. Gogh. Bürich 1891, Verlagsmagazin( J. Schabelit). 64 G. 80. Preis 40 Pf. Das Schulbücherwesen muß verstaatlicht werden. Ein Mahnruf an das deutsche Volk von Dr. August Heinrichs, Profeffor. Zittau 1890, Pahl'sche Buchhandlung( A. Haase). Red. d.„ Vorw." Ein Appell an alle Arbeitgeber. Ein bescheidener Beitrag Bentral- ranken- und Sterbekasse der Tischler u. 1. w. Dertliche zur Frage: Wie und wodurch wächst die Unzufriedenheit im Volk? Berwaltungsstelle Berlin B. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß sich während Von Alfons vom Rhein. Frankfurt a. M. und Luzern 1891, des Neubaues des Lotals Prinzenstr. 96 die Bahlstelle Ritterstr. 112 befindet. A. Foesser Nachfolger. Die Ortsverwaltung. San Francisco, 17. September. Die Universität Willamette im Staate Oregon steht in Flammen; es ist zu befürchten, daß dieselbe gänzlich niederbrennt. Depescheit. ( Depeschen des Bureau Herold.) Leipzig, 17. September. Der Leipziger Tagesanzeiger" meldet, daß die hiesigen Bürger, welche von der Berliner Staatsanwaltschaft mit ihrer Denunziation des angeblichen Meineides Herrn v. Bleichröder abgewiesen sind, eine Beschwerde bei der Oberstaatsanwaltschaft einreichen werden. Havre, 17. September. Der Ausstand der Dockarbeiter nimmt einen ernsten Charakter an. Es sind Maßregeln getroffen worden, um etwaigen Ausschreitungen zu begegnen. Die Arbeit geber der Stadt kündigen durch die Anschlagsäulen an, daß sie 6 Franks zu geben bereit seien. Mehr zu geben sei ihnen ungewissen Gruppen von Arbeitern einen Tagelohn von 8, 7 und möglich, sonst würden die Schiffe es vorziehen, in den benachbarten Häfen ihre Waaren zu verladen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Christiania, 17. September. Von den 114 zum Storthing Verein der Einsetzer( Tischler). Außerordentliche Generalversammlung Giebt es einen persönlichen Gott als Schöpfer und vorzunehmenden Neuwahlen sind bis jetzt 38 vollzogen. Von am Sonntag, den 20. September, Vormittags 10% Uhr, Neue Friedrich- Regierer der Welt und eine Unsterblichkeit der den Gewählten gehören etwa 19 bis 20 der Linken, 13 bis 14 Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter.( E. S. Seele oder nicht? Von Albert Markus. Zürich 1891, den Moderaten und 5 der Rechten an. Die betreffenden WahlNr. 29 u. 89 Hamburg), Filiale 7. Mitglieder Versammlung am Sonntag, Berlags- Magazin( J. Schabelit). freise waren bisher im Storthing durch 12 Deputirte der den 20. September, Vormittags 9 Uhr, Köslinerstr. 17, bei Wendt. Pollack- Klub„ Luftige Brüder". Sonnabend, den 19. September, Der Begriff der Gotteslästerung. Vortrag, gehalten Linken, 21 der Moderaten und 5 Deputirte der Nechten vertreten. diesjähriges Familientränzchen, verbunden mit Berloosung, in Schröder's Salon, Manteuffelstr. 9. Billets im Klublotal, Dresdenerstr. 38 und beim Vorsitzenden H. Liebsch, Lübbenerstr. 23, v. 3 Tr., zu haben. Verein Bildung und Geselligkeit Berlin. Sonnabend, ben 19. September, Abends 8 Uhr, Bersammlung, bei Herrn Leitmann, Brunnenstr. 9. Die Eintrittstarten zu der am Montag, den 28. September, im Ostend- Theater ftattfindenden Theatervorstellung„ Der Doppelselbstmord" find nur am 19. Sep= tember, Abends, im Vereinslotale erhältlich. Gäfte willkommen. straße 44. Bund der geselligen Arbeiter- Vereine Berlins und Umgegend. Sonntag, den 20. September, Vormittags 10 Uhr, Bundessitung. Arminhallen, Kommandantenstr. 20( unterer Saal). Borstandswahl, Bericht der Fünfer: tommission. Verband der Porzellanmaler und verwandter Bernfsgenoßen Deutschlands. Bahlstelle Berlin. Sonnabend, den 19. September, Abends 8% Uhr, Große Versammlung bei Roll, Adalbertstr. 21. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter.( E. H. Nr. 29 und 89 Hamburg), Filiale Berlin 5. Versammlung am Sonnabend, Freie Vereinigung der Bau- und gewerblichen Hilføarbeiter für Rixdorf und Amgegend. Mitglieder- Bersammlung am Sonntag, den 20. September, Borm. 10% Uhr, bet Weiß, Prinz Handjernstr. 7. Schäftebranche. Mitglieder- Bersammlung am Sonnabend, den 19. Sep: tember, Abends 9 Uhr, bet Beyer, Grünstraße 16. Vortrag des Herrn Sperling. den 19. September, Abends 9 Uhr, Gipsstr. 3, bei Pytrit. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter.( E. H. Nr. 29 u. 89 Hamburg), Filiale Berlin 6. Sonntag, den 20. September cr., Vormittags 10% Uhr, Gartenstr. 123, bei Krüger, Mitglieder- Versammlung. In der humanistischen Gemeinde, Kommandantenstr. 79, beginnt am nächsten Sonntag, Vormittags 10 Uhr, eine Reihe von Vorträgen über„ Die Bedingungen für das sittliche Werthurtheil. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr", Abends 9 Uhr, bei Grube, Mariendorferstr. 10. Gäste haben Zutritt. Westen", Abends von Frau Henrich Wilhelmi am 8. März 1891 in der Freireligiösen Gemeinde zu Berlin. Bericht über Verhaftung, Steckbrief und Verurtheilung von Frau Henrich Wilhelmi. 8°. Kommissionsverlag von W. Rubenow, Berlin N., Brunnenstraße 105. Der heilige Nock zu Trier im Jahre 1844 und 1891. Mit einem Anhang: Offener Brief. Johannes Ronge's an den Tehel des 19. Jahrhunderts, Bischof Arnoldi von Trier, vom 1. Oftober 1844, Bortrag, gehalten von Ludwig Henning in der Freireligiösen Gemeinde zu Berlin. 80. Verlag von W. Rubenow, Berlin N., Brunnenstr. 105. 1891, Preis 15 Pf. Das Naten Zahlungssystem. Wesen, Entwickelung und volkswirthschaftliche Bedeutung. Mit Vorschlägen zur Abhilfe der wirklich bestehenden Uebelstände. Eine Schrift zur Widerlegung der Angriffe und Vorurtheile gegen das Abzahlungsgeschäft, von S. Lichtenthal. 8°. Berlin 1891, Hugo u. Hermann Zeidler. Vermischtes. Kein Nothstand! Der„ Oberschlesische Anzeiger", ein kon8% Uhr bei Böhland, Bülowstr. 52. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, haben ſervatives Blatt, schreibt: Butritt. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Freitag. Uebungs- Die herrlichen Jagdgründe des Majors Heller in Radstein, stunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Raiser'scher Kreis Leobschütz haben auch in diesem wildarmen Jahre am Männerchor", Schönhauser Allee 28 bei Kuhlmey. Arbeiter Gesang verein Nord", Brunnenstr. 38 bei Gnadt.- Gesangverein, Vorwärts 1", G.D. Adalbertstraße 21 bet Roll. Gesangverein orbeertranz", Wein 9. d. M. ihren alten Ruf glänzend bewährt! Von 7 Schüßen, darunter Minister v. Berlepsch, wurden in 4 Stunden 273 Rebstraße 11 bei Feind. Kummer's cher Gesangserein", Elisabethftr. 11 bei hühner zur Strecke gebracht. Bei üppigem Mahle und unMüth. Karthaus'scher" Gesangverein, Frantfurterstr. 79 bei Krüger.. erschöpflicher Pfirsichbowle wurde dieses vorzügliche Resultat noch Buchbinder Männerchor" Berlins, Alte Jakobstr. 75 bei Feuerstein. vielfach besprochen und bewundert. Gefangverein, Maiglöckchen", Hochstraße 32a, bei Wilte. Gesang= verein Gemüthlichtfeit"( Buzer), Seydelstraße Nr. 30. Gesangverein Ob die dreiviertelsverhungerten schlesischen Weber und Jugendfreuden", Bergstraße 68 bei Keller.. Gesangverein Iris", Weberinnen nun von ihrer Ansicht, daß sie unter einem außerStopnickerstr. 127a bei Rüfter. Gefangverein Collegia", Reichenbergerftraße 16, bei Päzold. gewöhnlichen Nothstand seufzen, abkommen werden, nachdem Herr Gesangverein Hoffnung" Friedrichs berg, Friedrich Karlstraße 34, Gefangverein yra 2", Charlottenburg, Minister v. Berlepsch und die Seinen so gut gegessen und geRosinenstraße 3 bei Grischow. Gefangverein Johanni", Rüdersdorfer trunken haben? Straße 45, Gesellschaftshaus Ostend. Gesangverein Liberte", Wrangelftraße 84, b. Ulbrich. Gefangverein ,, Palme" in Belten, bei Schröder.Gesangverein, Blaue Schleife" in Pantom, Mühlenstr. 24, bet Stöhr. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Freitag: Verein Grüne Tanne" 9 Uhr bei Teßner, Martusstr. 8. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Berliner Turngenossen schaft, 9. M.- Abth. Jeden Dienstag und Freitag 8-10 Uhr, Blumenftr. 63a Männerchor Waldesrauschen", Martgrafenftr. 87 bei Weigt. Männer- Gesang- Berein" union" Abends 9 Uhr, in der Berliner BockBriefkaffen der Redaktion. Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich Antwort wird nicht ertheilt. Weitere Quittung. 50 M. von den Berliner Hutmachern erhalten. Besten Dank den Gebern. Lohnkommission der GlaceeHandschuhmacher der Hopp'schen Fabrit. Wenn einem Genossen die Adresse des Schuhmachers Kuhu bekannt ist, so wird er gebeten, dieselbe im Partei- Interesse im Restaurant von Otto Heindorf, Weberstr. 66, abzugeben. Karl Karklinnis. Berichtigung. In der letzten Quittung der Lohnkommission von Friedrichshagen( Nr. 217 des Vorwärts") muß es heißen Vom Gesangverein" Nord" durch B. Raabe 100 M., nicht 300 M. " Urban. Der Landwehrmann kann wegen Fälschung des Militärpasses, sobald er von demselben zum Zwecke der Täuschung Gebrauch macht, mit Gefängniß bis zu 5 Jahren bestraft werden. Hat er von dem gefälschten Baß noch nicht Gebrauch gemacht, so möge er die erfolgte Ausradirung selbst der Militärbehörde anzeigen und hat dann nur eine militärische Ordnungsstrafe zu gewärtigen. W. S. 11. Der Anspruch auf Theilung und Aushändigung einer Erbschaft verjährt in 30 Jahren. 2. M. 6. Sie haben sich keiner Urkundenfälschung schuldig gemacht, sondern allenfalls nur einer harmlosen, mit geringer Geldstrafe bedrohten Melde- Polizeikontravention. Die Religion Ihres Kindes haben Sie zu bestimmen und können dasselbe als Dissident anmelden. St., Erfurt. Nicht abdrucksfähig. Nächstens Brief. Gelsenkirchen. Wollen die Sache erst mit Berufenen be sprechen. Briefkaffen der Expedition. A. S. Die betr. Nummern stehen Ihnen gegen Einsendung von 2 M. franko zur Verfügung. Das Gewünschte heute abSchubert, Brik. Wofür sind die eingesandten 10,85 m. Beuthen, Db. Schles., 17. September. Auf dem hiesigen Bahnhofe fuhr heute infolge falscher Weichenstellung ein Güterzug auf ein befehtes Geleise. Eine große Anzahl von Wagen wurden beschädigt. Nach der Volks- gegangen. wacht" sollen 15 Personen verlegt worden sein.( Das DepeschenBureau Herold" behauptet, es sei Niemand verlegt worden.) bestimmt? M. W. Walter 11871 Kinderwagen. Größtes Rager Berling Wichtig für den„ Nord- Bezirk“. Bitte, lesen Sie! here, a Chauffeeftr. 83, gegenüber der Liesenstraße. Freunden und Genossen bringe mein Schuhwaaren- Geschäft in freundliche Erinnerung. Größte Auswahl. Zeitgemäße Preise. Reine Duhendwaare. Elegante Stiefel. 1245L Spiegel und Filzschuhe. Möbel, Polsterwaren eigener Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. 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