Nr. 16. Abonnements Bedingungen: Abonnements- Prets pränumerando:) Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illustrirter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelgeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächfte Nummer müssen bis Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Bmt 1, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Donnerstag, den 20. Januar 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Ausnahmegeseke gegen Arbeiter. hinzuzusehen. Der Herr Staatssekretär verwahrte fich energisch möglich war, noch zu ausgiebigen Reden. Gegen die Vorlage dagegen, daß er von dieser Kundgebung der Absichten der in Tendenz und Umfang sprach Beckh( frs. Bgg.), während Das selig verstorbene Sozialistengeset wurde von seinen Regierung eine ihm ungünstige Wirkung auf die Wahlen sein Fraktionsgenosse enzmann mit einzelnen Bestim Verfechtern stets damit begründet, daß die Sozialdemokratie fürchten müsse, und damit hat er vielleicht recht. mungen sich einverstanden erklärte, audere dagegen entschieden dem heutigen Staate und der heutigen Gesellschaftsform Auch ohne dies Zirkular wußte man, daß die Unternehmer- verwarf. grundsätzlich verneinend gegenüberstände, und deshalb vereine einen Vernichtungskampf gegen das freie Selbst- Für die Vorlage in vollem Umfange trat der Zentrums nicht verlangen könne, von diesem Staate nach gleichem Maße beſtimmungsrecht der Arbeiter, namentlich gegen ihre Organi- redner Roeren ein, der auch die gegen diefelben vor gemessen zu werden, wie andere Parteien. Wir haben fationsfreiheit führen, und ebensowenig täuschte man sich gebrachten Bedenken zu zerstreuen suchte. Auch Pastor Schall diese Begründung nie für etwas anderes gehalten als für eine darüber, daß das Ohr die Regierung den unwahren und ein- fagte noch sein Sprüchlein her, wobei dem bedauernswerthen der logischen Spiegelfechtereien, in denen unsere Juristen so seitigen Behauptungen des Unternehmers zugänglicher ist, als Dr. Martin Luther noch einmal das Malheur passirte, von erfinderisch sind. In Wahrheit verneint jede Partei, die neues den Stimmen, die für die Arbeiter Partei nehmen. Die diesem Theologen vertheidigt zu werden. einführen will, den gegenwärtigen Staat, und eine Gesell Arbeiter halten die Regierung ohnehin nicht für ihre Freundin, Hierauf schlug Abgeordneter Zimmermann noch schaft, die sich nicht fortwährend selbst negirte, indem sie und die Regierung kann unter ihnen nicht darauf rechnen, einmal in die Kerbe, die der Herr Geheimrath Fischer anbeständig über ihren augenblicklichen Zustand hinaus- Freunde zu finden. Aber sie braucht Freunde, und sie geschnitten hatte. Die Behauptungen über den Keglerbund strebte, würde einer chinesischen Stagnation verfallen. nimmt sie, wo sie sie triegen kann. Da sie darauf verzichtet sollten elende Verleumdungen sein. Der wahre Grund des Sozialistengesetzes lag denn auch ganz hat, sie im Volte zu suchen, so muß sie sich wohl beim Bunde Prompt antwortete Genosse Bebel, indem er aus wo anders. Dahinter steckte die Angst der preußischen Bureau- der Juduſtriellen und den Innungsmeistern eine Stüze schaffen, Annoncen, Zeitungsberichten und Liedern zu singen in den fratie vor der einzigen Partei, der man zutraute, sie könnte und wirklich ist nichts geeigneter, ihr die Herzen dieser Kreise Männerzusammenkünften" des Dresdener Reglerklubs eine den demokratischen Gedanken nicht, wie die Liberalen, nur in zu öffnen, als das Posadowsty'sche Zirkular. Alles Murren Sammlung von Zitaten vorbrachte, deren Wiedergabe sich einschönen Worten feiern, sondern ihn wirklich in die That um- über die Unzulänglichkeit der Innungsnovelle, alle Be- fach verbietet. setzen und damit der alten verzopften Herrlichkeit ein Ende kümmerungen über die Sonntagsruhe und den Gehilfen- Gegen den Anwurf der leichtfertigen Anschuldigung dritter, machen. schutz im Handelsgesetzbuche werden vergessen sein, wenn die welcher besonders aus Anlaß des Falles Fink gegen unseren Das Sozialistengefeß fiel, weil es sich als völlig unfähig Regierung eine sozialpolitische That gegen die Arbeiter auf Genoffen erhoben wurde, verwies derselbe auf seine letzte Ererwiesen hatte, eine politische Idee auszurotten. Alsbald aber weisen kann, wie das Zirkular fie erwarten läßt. flärung im Vorwärts" und legte er zum Beweise der Richtigbegann das Geschrei nach einem„ Ersaße". Ein Rückblick auf Deshalb wird die Umfrage als ausgezeichnete Empfehlung keit seiner Angaben die beweisenden Papiere auf den Tisch die Erfahrungen mit dem alten Gesetze und ein Blick auf die der Regierung von dem Unternehmerthum bei den nächsten des Hauses nieder. hauptsächlichsten Schreier nach dem neuen zeigt, daß es sich Wahlen wirken. Eine Gesetzesvorlage hätte die Regierung diesmal noch um ganz etwas Anderes handelt, wie im faum noch einbringen können, schwerlich würde sie zur endJahre 1878. Man will nicht mehr blos den altpreußischen giltigen Beschlußfassung gelangen. Aber die Umfrage zeigt Geist" gegen eine unbequeme und umwälzende Weltanschauung den Unternehmern den guten Willen der Regierung, und das vertheidigen, sondern in erster Reihe steht diesmal der Wunsch, ist vorläufig genug. eigene Mitbürger wendete. gerichtlichen Urtheilen, die uns vorliegen: ,, das tadelnswerthe Verhalten eines Aufwieglers, der andere ehrliche Leute von der Arbeit abhält und ihnen Ungelegenheiten bereitet." Was also die Bureaukratie auf die Anfrage des Herrn Staatssekretärs antworten wird, bietet ebensowenig die Gewähr einer sachgemäßen, und nicht voreingenommenen Darstellung, wie die Gutachten der Unternehmerklasse. Nach einer langen Reihe persönlicher Bemerkungen und einem kurzen Schlußworte des Antragstellers wurde der Antrag an eine Kommission von 14 Mitgliedern verwiesen. Morgen 2 Uhr Fortsetzung der Etatsdebatte. Das preußische Abgeordnetenhaus hat heute die erfte Lesung einer besonderen Kommission von 21 Mitgliedern zu überweisen, fand feine Zustimmung. Auch heute wurden die Kosten der Debatte wieder fast ausschließlich von Mitgliedern aus dem Hause getragen, nur der Justisminister Schönstedt und der Finanzminister Dr. v. Miquel betheiligten sich an den Verhandlungen, ersterer, um einen juristischen Frrthum des Abg. Motty richtig zu stellen; letzterer, um nochmals einige finanztechnische Darlegungen zu machen und den Agrariern die Versicherung des unverbrüchlichen Wohlwollens der Regierung zu geben. Auf die gegen ihre Refforts erhobenen Angriffe ging auch heute fein Minister ein. den Unternehmer gegen den Arbeiter zu schützen. Die Antworten, die auf die Frage einlaufen werden, kennt des Etats beendet und denselben, wie üblich, der Budgetkommission Nackte Interessenpolitit zu gunsten der Wenigen, denen man im übrigen schon jetzt. Die Ministerien werden die überwiesen. Ein Antrag Dr. Sattler( natl.), den Eisenbahn- Etat es Ceglückt ist, die Klinke" in die Hand zu bekommen, das Intereffenvereine der Unternehmer fragen, und so werden wir ist ja eingeftandenermaßen die durch Bismarck eingeleitete die überzeugende Kraft einer Dialektik bewundern können, bei Entwickelungsphase der nationalen Staatsweisheit. Unter der der Antwortende dieselbe Person ist, wie der eigentliche ftügungen für den Junker, den Kohlen- und Eisenbaron, für Frager. Außerdem wird sich die Bureaukratie darüber ausSchifffahrtsgesellschaften und Exportunternehmungen, sei es sprechen. Soweit sie nicht direkt blos das wiedergiebt, was ihr burch baares Gelb, sei es im Wege nationaler" Politik, das die Unternehmer aufgebunden haben, wird sie lediglich aus den find wir alles schon gewöhnt. Aber dabei tritt doch die Hilfe wenigen Erfahrungen reden, die von der Polizei und den Gerichten des Staates immer noch mit dem verschämten Schleier auf, gemacht worden sind. Diese haben naturgemäß blos mit den wirt allgemeine Interessen fördern zu wollen, und sie sucht den lichen oder vermeintlichen Ausschreitungen foalirter Echein zu erhalten, als ob sie sich nicht gerade gegen Arbeiter zu thun, und haben keine Ahnung von der Ruhe und Debatte ausgefüllt, die an die geftrige Rede des Abg. v. Eynern Ein großer Theil der Sigung wurde durch eine KulturkampfGesetzlichkeit, die in den Interessenkämpfen der Arbeiter die Die Interessententreise, die nach einem neuen Sozialisten überwiegende Regel sind. Außerdem aber sind die Beamten anknüpfte und von den Abgg. Porsch( 3.) und Dr. Dittrich( 3.) gesetze, nach Beschränkung der Vereinsfreiheit und des allzu geneigt, Ausschreitungen und schlimme Delikte auch in der anderen Seite geführt wurde. Die geistreichen Auseinander auf der einen, Dr. Ir mer( f.) und Dr. Friedberg( natl.) auf Koalitionsrechts schreien, die sprechen es dagegen ganz offen Fällen anzunehmen, in denen ein anderer eine ganz zulässige fegungen der Herren über tonfeffionelle Fragen sind für die Masse aus, daß sie Ausnahmegesege gegen Arbeiter Art der Interessenvertretung oder höchstens einen geringfügigen des Volkes durchaus gleichgiltig. Mehr Interesse dürften die Aeuße wollen. Die Herren Industriellen sollen im Widerstreite ihrer formellen Verstoß sehen würde. Die thatsächliche Macht des rungen des Abg. Porsch über den angeblichen Mißbrauch des der Unterbeamten beanspruchen. Intereffen mit denen ihrer Arbeiter eine noch festere, ge- Beamtenstandes beruht in seiner Autorität, darum ist er der Petitionsrechts schütztere Stellung erhalten, als fie der Natur der grundsätzliche Beschützer aller Autoritätsformen auch auf anderen Diese Aeußerungen gaben dem Abg. Dr. Friedberg die er wünschte Gelegenheit, wieder einmal einen kleinen Ausfall wirthschaftlichen Verhältnisse nach ohnehin besitzen, und Gebieten. die Arbeiter sollen unter gegen die böse Sozialdemokratie zu unternehmen. Er ein Ausnahmegesetz gestellt Der Arbeiter, der sich gegen die Autorität seines Herrn glaube nicht, daß unterbeamten in größerem Umfang zur Sozialwerden, weil und so weit sie Arbeiter sind und ihre auflehnt, erscheint vielen Beamten schon an sich als ein bemokratie geboren, denn das wäre die größte Thorheit, der sie sich Interessen denen ihrer Herren Kapitalisten widersprechen. Nur gefährliches Subjekt, und wenn er gar andere in aller Ruhe schuldig machen könnten, weil sie dadurch nicht nur den Diensteid so weit sie sich gutgesinnt"," arbeitswillig" zeigen, d. h. so zu seiner Ueberzeugung zu bekehren sucht, so heißt das in und den Eid der Treue verlegen, den sie ihrem König geschworen weit sie sich von den Interessen ihrer Kollegen trennen und hätten, sondern auch direkt gegen ihr eigenes Interesse handeln die der Herren vertreten, soll sich auch ihrer die Gesetzgebung würden; sie würden den Aft abfägen, auf dem sie selbst sitzen. Wer liebevoll annehmen; natürlich auch nicht um ihrer selbst willen, die Sozialdemokratie unterstüße, der untergrabe den heutigen Staat, und wenn die Sozialdemokratie fiegen würde, so würden doch nicht denn Verräther hat man noch immer mit Bergnügen benutzt und mit die Unterbeamten in die höheren Stellen gelangen, sondern ganz Undank gelohut, sondern im Interesse der Unternehmer. Da gicbt es fein heuchlerisches Gerede mehr, die Gesellschaft könne andere Leute, die Sintermänner der Sozialdemokratie, deren Prinzip giebt es kein heuchlerisches Gerede mehr, die Gesellschaft könne das„ ôte- toi que je m'y mette"( mache Play, damit ich mich feßen dem nicht gleiche Rechte geben, der sie negire. Nein unitann) sei. Herr Friedberg muß es ja als früherer Genosse am gelehrt, gerade dem sollen die Rechte beschnitten werden, der, Das Resultat wird eine Wiederaufwärmung und Verbesten wissen. ohne daß er damit den Boden der heutigen Gesellschafts- schärfung des Ausnahmegesehentwurfs von 1891 sein. Wir Abg. Gothein( frs. Wg.), der leider vor fast leerem Hauſe ſprechen Die beste Rede der heutigen Sizung war unzweifelhaft die des ordnung im geringsten verließe, seine Waare, die Arbeitskraft, find aber glücklich in der Lage, nachweisen zu können, daß mußte, da die meisten Mitglieder der Rechten und auch eine nicht so vortheilhaft wie möglich zu verwerthen sucht, der nur das thut, was seine wirthschaftlichen Gegner auch thun, sich mit schon heute durch§ 153 der Gewerbe- Ordnung der Arbeiter, unbeträchtliche Zahl von Angehörigen anderer Parteien es vorzogen, der seine idealen Berufsinteressen vertritt, strafrechtlich schlechter den Sigungsfaal zu verlassen. Gothein kritisirte in scharfer Weise seinen Jutereffengenoffen zusammenzuschließen. Daß der Einfluß der Interessentenkreise, die in diesem gestellt ist, wie der ordinärste Rowdy und Krakehler, und daß die eigenartige Etateaufstellung und bedauerte, daß troy des in der Sinne Ausnahmegefeße gegen Arbeiter fordern, immer größer gebies Strafgesetz und einige andere Bestimmungen durch die gesetz eingebracht ſei. Um eine Neueintheilung der Wahlkreise vorfeit dem Beginne der sogenannten sozialpolitischen Aera vorigen Session gegebenen Versprechens doch keine Novelle zum Wahlworden ist, konnte niemandem entgehen. Zwar machte Berlepsch Anwendung in der Praxis noch viel mehr den Charakter von Das heutige Wahlrecht sei eine Karrikatur, da der größte Theil des zunehmen, brauche man doch nicht so lange Material zu sammeln. schon 1891, man weiß nicht, ob mehr der Noth gehorchend Ausnahmegesehen erhalten haben, die sich gegen Arbeiter Boltes dadurch nicht vertreten sei. Recht angebracht war auch der oder dem eigenen Triebe, dem Reichstage Borschläge zu allera 13 Arbeiter richten. Darüber in einem späteren Artikel. band rigorosen Strafen gegen die Vertreter der gewerblichen Interessen der Arbeiter, aber das gab er als Anhängsel zu den Arbeiterschutz- Bestimmungen desselben Entwurfes, und als der Reichstag nur die Vortheile, die das Gesetz für die Arbeiter enthielt, annahm und die Verfolgungen ablehnte, Berlin, 19. Januar. verzichtete er ohne Schwierigkeiten darauf. Auch das Umsturz- Aus dem Reichstage. In Fortsetzung der am vorigen gejet follte mehr politische als wirthschaftliche Bewegungen Schwerinstag angefangenen Debatte über die lex Heinze vertreffen. Erst jetzt ist es mit der Sozialreform so weit ge- suchte heute der sächsische Bundesraths- Bevollmächtigte Geheime tommen, daß die Regierung sich anschickt, die Bewegungsfreiheit Rath Fischer die Angaben zu widerlegen, welche unser der Arbeiter in ihrem wirthschaftlichen Kampfe noch weiter Genoffe Bebel über gewisse standalöse Vorkommnisse gelegentBur chinesischen Frage. Sehr eigenthümlich ist eine Mits burch Strafandrohungen einzuschränken, als sie ohnedies schon lich des Dresdener Reglerfestes am 13. Januar gemacht hat. ist, und zwar zu einer Zeit, wo auf der anderen Seite jeder Der Herr Bundesraths- Bevollmächtigte wiederholte in seiner Rede theilung der Agence Havas", welche die Kölnische Zeitung" wiedergiebt, wonach der Vertrag zwischen Deutschland und China über die energische Schritt zur Durchführung der gesetzgeberischen Ge- die Behauptungen des Vorstandes des Dresdener Keglerbundes Bachiung Kiaotschau's trotz der Ankündigung des Reichs- Anzeigers" danken von 1890 zu gunsten der Arbeiter als Uebermaß wonach von den Freunden von Gut Holz" in Dresden kein noch nicht endgiltig abgeschlossen zu sein scheine. Deutschland habe polizeilicher Einmischung" verabscheut wird. Wässerchen getrübt worden sein soll. Bebel soll wieder ein- die pachtweise Ueberlassung Riaotschau's und große Gebietstheile der Die Umfrage des Staatssekretärs Posadowsky über mal so behaupten die Kegler und so sprach's ihnen der Umgebung auf 99 Jahre gefordert, China dagegen mur in eine den Terrorismus" der Arbeiter soll eine solche gesetzgeberische Herr Geheimrath nach die Immunität des Reichstages miß- Bachtung auf 50 Jahre und Ueberlassung der Bucht und ihrer Ufer gewilligt. Go So ständen gegenwärtig die Dinge. Die Aftion gegen die Arbeiter einleiten, und zwar eingestandener braucht haben. das Recht, Eisenbahnen maßen auf Anregung der Unternehmer hin. Es wäre un- Nach dem sächsischen Bundesrathsmitglied, vor dem der Deutschen verlangten nachdrücklich zu bauen und Bergwerke anzulegen, wie und wo es ihnen gut dünkt, nöthig, etwas Näheres über die Stellung der Regierung zu den Elsässer Höffer sich für den Antrag Spahn ausgesprochen und es heißt, China habe den Bau einer Bahn von Kiaotschau nach Organisationen der Kapitalisten zu sagen nach der vorzüg- hatte, benügten noch die Abgg. Barth( freis. Vp.), Salisch( f.), finansu, der Hauptstadt der Proving Schantung, zugestanden. Die lichen Charak terisirung, die der Genosse Singer.im Reichstage straut( Antisemit) den Umstand, daß das Haus wieder Deutschen sollen in der Ausdehnung von einer Meile auf jeder Seite decent gegeben hat, nur in einem Punkte wäre vielleicht etwas nicht beschlußfähig und deshalb ein Schluß der Debatte un- des Schienenweges Bergwerksrechte erhalten und den Chinesen soll Politische Mebersicht. " Rath, den er dem Minister des Innern gab. Derselbe möge den höheren Beamten deutlicher als bisher vor Augen führen, daß sie die Gefeße zu achten und die Rechte und Freiheiten des Volkes zu respektiren hätten. Leider ist wenig Aussicht vorhanden, daß Herr v. d. Rece diese wohlgemeinte Warnung sich zu Herzen nehmen wird. Außer den Genannten sprach nur noch Abg. Schmieding( natl.), der im wefentlichen das wiederholte, was Dr. Sattler und v. Eynern bereits ausgeführt hatten. Morgen steht der Entwurf betr. Aenderung des Ansiedelungs Fond 3( Hundertmillionen- Fonds gegen die Polen) auf der Tagesordnung. " gestattet sein, Aktionäre der Gesellschaften zu werden. Deutschland fordert ferner eine Entschädigungssumme von 200 000 Taels, den Bau einer Kirche und mehrere Tausend Taels für die Familien der ermordeten Missionare. Wenn sich diese Mittheilungen bestätigen, so würde der vom Reichs- Anzeiger" veröffentlichte Pachtvertrag nur einen provisorischen Charakter tragen und weitere Abmachungen ständen noch bevor. Es wird entweder in irgend einer Zukunft einen sozialdemo- 1 Oldenburg, 18. Januar.( Eig. Ber.) Der Landtag wurde fratisch regirten Staat geben müssen, oder einen Staat, in dem die Einwohner, die sich als Sozialdemokraten amtlich bekennen, tein Recht zur staatlichen Mitarbeit haben. Dabei ist keine Art von Gewalt oder Blutvergießen nöthig; man fann ruhig neben einander leben. heute Morgen 11 Uhr mit einer Thronrede eröffnet. Nach der Thron rede werden dem Landtage Vorlagen zugehen über die NeuOrganisation des Eisenbahnwesens, Eisenbahn- Hochbauten, über ein Gesetz über die Besteuerung des Wandergewerbes sowie über Flußforrettionen. Die Finanzlage wird in der Thronrede als eine günstige bezeichnet. Da heißt es aber fonfequent sein! Ronfequent wären bie Sozialdemokraten von der Militärpflicht und dem Steuerzahlen zu Dresden, 18. Januar.( Eig. Ber.) Der Landtag verhandelte befreien. Bei der Proklamirung dieser Grundsäge wären aber bald heute über die Interpellation Goldstein u. Gen. über die Hand: 99 von 100 Deutschen Sozialdemokraten. habung des Vereins- und Versammlungsgefeßes Eines thun und das Andere lassen, geht aber auch nicht, wenn feitens der Unterbehörden. Der Minister des Junern hatte am man nicht die Revolution von oben proklamiren will, und das wäre 30. November 1897 gegenüber von Bemerkungen unserer Genossen doch ein gar zu gefährliches Spiel.] Seifert und Hofmann erklärt, daß die bloße Anmeldung eines sozialIm Hamb. Corr." wird in einem nicht redaktionell vertretenen demokratischen Redners als Referent tein stichhaltiger Grund zu Artikel aus Anlaß des Posadowsky'schen Rundschreibens auf die einem Bersammlungsverbot sei, ebenso fei die vorherige Nennung Geschichte des ominöfen groben Unfugsparagraphen hingewiefen. des Referenten nicht erforderlich. Gleichwohl find nach Erlaß dieser Die bedenkliche Handhabung dieses Paragraphen des Reichs Straf Erklärung wieder mehrere Versammlungen aus den vorgenannten gefeßbuchs befagt, daß eine lex Posabowsky zur Verhinderung aller Gründen verboten worden; deshalb die Interpellation. Goldstein Streits zum Tode der Gewerkschaften führen muß. Nichts anderes begründete die Interpellation unter Vorführung des zu grunde " Zu den Verhandlungen über die englisch chinesische Anleihe und die dafür von England gestellten Bedingungen liegt folgende Nachricht der Times" vor. Danach legte der russische Geschäftsträger Bawlow in Peting ernste Verwahrung dagegen ein, daß Talien- Wan offener Hafen wird. China, augenscheinlich eifrig bemüht, den finanziellen Beistand Englands zu erlangen, werde reichlich genügende Sicherheit für die Rückzahlung der Anleihe stellen, werde ben Dampferverkehr auf den Binnengewäffern freigeben und größere Erleichterungen für den Handelsverkehr in allen offenen Häfen bewilligen. Dem Neuter'schen Bureau" wird aus Beting von gestern gemeldet: Gine weitere Konferenz des Tsung- li Yamen fand gestern ftatt. Die Anleihefrage ist noch nicht geregelt, England verlangt das Recht auf Anlegung von Eisenbahnen in Yünuan und Szetschwan und außerdem Hsiang- yin's Gröffnung als Vertragshafen. Der genannte Ort liegt in der Provinz Hunan, bekannt ihres Blattes die folgende Erklärung: durch ihre Feindseligkeit gegen die Fremden. Die Hauptschwierigteit aber liegt augenblicklich darin, daß England die Deffnung von Talienwan verlangt, während Rußland die ganze Mandschurei für fich selbst zu behalten wünscht. Keine der beiden Mächte will im gegenwärtigen Augenblick nachgeben. Die Frage ist also jezt eine politische, teine tommersielle. 9 Kinotschau und unsere Agrarier. Herr Heinrich Sohurey, ber sich als Freund des Landvolkes hinzustellen beliebt, der in einer größeren Schrift über den Zug der ländlichen Arbeiter nach der Stadt jammert, der einen Ausschuß für die Wohlfahrtspflege auf dem Lande gegründet hat, um durch Leseund Spielabende und andere billige Rinkerlißchens und nicht durch soziale Hebung und bessere Bezahlung der Baudarbeiter diese vom Buzuge nach den Städten abzuhalten, hat nun im Land" in der Nummer vom 15. Januar d. J. seine wahre Landarbeiterfreundlichkeit offenbart. Ganz am Schlusse seiner Nummer, als letzte Briefkasten notiz, findet sich der folgende Erguß dieser schönen Seele: wollen auch die Hintermänner des Herrn Staatssekretärs. etxelärd. liegenden Waterials. Der Minister möge eine befriedi 3um Fall Fint veröffentlicht die" Post" an der Spike gende Erklärung geben, Aus Anlaß von Anschuldigungen, welche in einigen deutsche amerikanischen Zeitungen neuerdings gegen den bei der Redaktion der" Post" beschäftigten Herrn Fink erhoben worden sind, hat Herr Fink bereits vor einigen Tagen die Suspension von seiner Stellung bis dahin beantragt, daß er vor Gericht seine Unschuld nachgewiefen haben werde. Die Suspension ist seit Montag er folgt; dasselbe ist betreffs der Stellung des Herrn Fink in dem Bureau der freikonservativen Partei geschehen. Ob die Einzelangaben in der von dem Abg. Bebel heute in Sache im Falle des Redakteurs Frehse. Frebfe habe in einer dem„ Vorwärts" veröffentlichten Erklärung den Vorwurf der Wechselfälschung zu begründen geeignet sind, kann um so mehr dahin gestellt bleiben, als die ganze Angelegenheit richterlicher aut disdissjaroita? Entscheidung untersteht. Leider wird es nie zu diesem Prozeß kommen, benn Herr Fink wird ebenso wie Herr Neuß im letzten Augenblick feine Klage gegen ben Vorwärts" aurückziehen. " ein möge wie er feinen Maßnahmen bei Den Unterbehörden Geltung verschaffen wolle. Minister v. Metsch giebt einen Auszug aus der Verordnung vom 5. Juli vorigen Jahres, die feiner damaligen Erklärung zu grunde lag und laut welcher in erkennbarer Weise zum Ausdruck gebracht worden oder mit Sicherheit anzunehmen sein" muß, daß in der Versammlung die Gesetze verlegt werden sollen, ehe die Versammlung verboten werden kann. Der Ueberwachende, der dem Abg. Hofmann in der Bersammlung zu Saara bei Wilfau das Wort nicht gestattete und fich hierbei ausdrücklich auf die Instruttion" seiner vorgefeßten Behörde bezog, fei nur einer„ irrthümlichen Auffassung" schuldig. Die Untersuchung in dieser Sache schwebe noch, deshalb tönne er nicht weiter darauf eingehen. Anders liege die früheren Versammlung über die Aenderung des Landtags- Wahlrechts geäußert: König und Abgeordnete hätten zwar den Eid auf die Verfassung geleistet, aber die Verfassung sei doch nur dazu da, um verletzt zu werden. Frehse sei deshalb wegen Majestätsbeleidigung in Untersuchung gezogen, aber freigesprochen worden, weil die Aeußerung nicht zweifellos babe festgestellt werden können. Bei solcher Anschauung eines Referenten sei die Befürchtung doch nicht ganz ungerechtfertigt gewesen, daß Frehse die Geseye babe verletzen wollen, er könne deshalb einen Widerspruch mit seiner Berordnung Administrator 2. K. zu F. Post K.( Potsdam). Die Weihnicht finden. Die Sozialdemokratie uebme die Staatsautorität nur nachtszeit hat mir so viel geschäftliche Arbeit gebracht, daß ich Die Reichs postdampfer Subventionsvorlage dann in Anspruch, wenn diefelbe ihrer Agitation bienen folle, fouft zu meinem Bedauern erst heute in der Lage bin, Ihre Briefe vom ist vom Bundesrath jetzt an den Reichstag gelangt. Sie ist zwar 25. November und 4. Dezember v. J., in denen Sie sich so warm noch nicht als Druckfache vertheilt worden, doch find die Be- nicht; das sei aber ein innerer Widerspruch und die Sozialdemokratie habe deshalb die Konsequenzen zu tragen. Der Antrag auf für den Import von Chinesen aussprachen, beantworten zustimmungen, die sie enthält, bereits bekannt geworden. Sie lauten Besprechung wird feitens der Nationalliberalen und Fortschrittfer können. Inzwischen hat ja die Chinesenfrage eine wohl von nach der„ Voss. 3tg.": Wie die vorjährige Vorlage, die nach der mit unterstützt. Golb ft ein geht hierauf näher auf die Erklärung uns beiden nicht vorhergesehene Wendung genommen; die Be- erſten Lesung vom Plenum des Reichstags an die Budget des Ministers ein und zerpflückt diefelbe nach allen Richtungen. wohner der Riaotschau Bai sind wenigstens pachtweis fommission verwiesen wurde und dort stecken blieb, verlangt unsere Landsleute geworden, und selbst Nobbe wird zugeben der neue Entwurf, daß dem Norddeutschen Lloyd in Bremen Die Behörden hätten im Falle Hofmann direkt der ministeriellen müssen, daß wir unsere rothhaarige Barbarei nicht so weit treiben dafür, daß er den Postdampferdienst durch Einrichtung einer Berordnung zuwidergehandelt, und bei Frehse sei doch die Unschuld dürfen, den neuen Kompatrioten die preußischen Grenzen zu vierzehntägigen statt der jetzigen vierwöchentlichen Verbindung mit durch die gerichtliche Untersuchung festgestellt worden. Erst nachdem sperren. Vielleicht führen uns daher schon unsere heimkehrenden China erweitert, die bisher aus Reichsmitteln vertragsmäßig zu habe man ihn legten Sonntag im selben Saale sprechen laffen, und die sozialdemokratische Fraktion diese Interpellation eingebracht, Schiffe die ersten Importen dieser nüchternen, fleißigen Drachen- sablende Beihilfe um jährlich 1/2 Millionen Mark erhöht und ihm es sei nichts Gesetzwidriges passirt. Das beweise zur genüge die föhne zu, und da bekanntlich probiren über ftudiren geht, so die Unterhaltung des erweiterten Gesammtunternehmens unter Ge- unhaltbarkeit jenes Versammlungsverbots. Die Reden des Ministers, möchte ich Ihnen den Vorschlag machen, den literarischen Auswährung der so erhöhten Beihilfe auf die Dauer bis zu 15 Jahren daß die Sozialdemokratie unter Umständen anders zu behandeln trag der schwebenden Stontroverse bis nach angestellter Probe zu übertragen werde. Die Durchschnitts Fahrgeschwindigkeit wird auf fei, als andere Barteien, feien Schuld an diesen Zuständen. vertagen. Inzwischen aber möchte ich Ihnen die nochmalige der chinesisch- japanischen Hauptlinie in der neuen Borlage wie in Der Minifter decke stets seine Beamten und sehe alle Pflichtmöglichst leidenschaftslose Beachtung des Nobbe'schen Sages der alten auf 13 Knoten in der Stunde, für neu zu erbauende Der Minister decke stets seine Beamten und sehe alle Pflichtempfehlen, daß die deutsche Nation nur so lange ein wirkliches Schiffe auf 14, ftatt 18,5 Knoten in der alten Vorlage, und auf verlegungen nur als Irrthümer an, und darum trete eine Befferung Interesse an der Erhaltung eines starken, gesunden und kräftigen 12,6 Rnoten auf der Zweiglinie, wie in dem vorjährigen Entwurf nicht ein. Alle Gesellschaftsgruppen könnten sich ungehindert beGrundbesitzes in den deutschen Ostmarken habe, als sie in ibm festgesetzt. Zu den Bestimmungen des vorjährigen Entwurfs trittsprechen, dem Arbeiter aber werde sein Koalitionsrecht beschnitten; man folle doch nicht so empfindlich sein. In Zwickau habe man sos den Hüter und Förderer starken und gesunden Volfsthums erblicke. neu bingu nachstehender§ 3: Bursche, die derartiges niederschreiben, nennen sich national! Der Unternehmer verpflichtet sich, auf Berlangen des Reichs. gar Versammlungen, die gegen die geplante Verschlechterung des Vereins- und Versammlungsrechts protestiren sollten, verboten, u. a. Wenu national sein heißt, und es kann vernünftigerweise nichts tanglers innerhalb der Vertragsdauer auf der chinesisch- japanischen auch wegen des gehässigen Tones der sozialdemokratischen Abgeord anderes heißen, für die Intereffen der Volksgemeinschaft und und der australischen Hauptlinie für neu zu erbauende Schiffe eine neten im Landtage"; das gehe doch zu weit. Goldstein bringt noch Erhöhung der vertragsmäßigen Fahrgeschwindigkeit eintreten zu laffen, weitere rigorose Verbotsbegründungen zur Sprache. aller feiner Glieder einzutreten, dann ist Herr Sohnrey soweit auf einer ausländischen Konkurrenz Postlinie eine Steigerung vom Minister verheißene Remedur in den einzelnen Fällen sei kein weniger national als der internationalste Sozialdemokrat! der vertragsmäßigen Fahrgeschwindigkeit erfolgt. Diese Erhöhung hat vom Minister verheißene Remedur in den einzelnen Fällen sei kein Herr Sohurey will die" nüchternen, fleißigen Drachen ohne besondere Gegenleistung des Reiches zu erfolgen, soweit der Unter besonderer Werth zu legen; er folle ein für allemal das durch die Verfassung garantirte Versammlungsrecht energisch gegen Söhne" nach Deutschland bringen, damit sie um elendesten nehmer der ausländischen Postlinie die für seine Dampfer vor die Behörden in Schuh nehmen. Man solle nicht nur ben Beamten Lohn für unsere Großagrarier schuften und das harte geschriebene Fahrgeschwindigkeit ohne Erhöhung der vertragsmäßigen sondern auch der Bevölkerung für etwaige" Irrthümer" mildernde Brot unseren Landarbeitern auch noch rauben, sie aus Deutsch- Gegenleistung steigert. Da nichtsubventionirte Dampferlinien im Verkehre mit Ostasien Umstände zubilligen. Minister v. Met fch:" Die Sozialdemokraten lands Grenzen vertreiben. Die Agrarier können sicher sein, tonkurrenzfähig find, fällt felbst für Leute, die nicht wie wir Seguer hätten fein Recht, sich mit den Arbeitern zu identifiziren. Fräß. daß die Briefkastennotiz ihres Handlangers ihnen noch thene solcher Reichssubventionen find, jede Veranlassung zur Bewilligung weisen, daß die Arbeiter hinter der Sozialdemokratie stehen. Die borf( Sos.): Die Reichstagswahlen würden dem Minister be zu stehen kommen wird, fie foll in Hunderttausenden Erem dieser Forderungen weg.Partei unterstüße überall die Staatsautorität, wo sie das plaren unter Landarbeitern verbreitet werden. -In der Flottenversammlung im Kaiserhof Gemeinwohl vertrete, wo sie aber lediglich die Interessen der bat Herr Adolf Woermann die Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft Bestzenden schütze, werde man sie zu untergraben suchen. angegriffen, weil sie sich von dieser Kundgebung ferngehalten haben. Grinberg( oz.) bringt weitere Beschwerden vor. Das MiniDemgegenüber erklärt das Aeltestenkollegium, daß es sich, wie Herrn sterium Meßsch untergrabe durch sein Verhalten gegenüber dem Woermann bekannt sein mußte, lediglich aus Veranlassung eines Bolte seine Autorität selbst. In Sachsen fei alles möglich, nur feine Anfchreibens des Präsidiums des Deutschen Handelstages, das die Gerechtigkeit.( Ordnungsruf.) Die weitere Aussprache feitens unferer Verhandlungen der Sache in der letterwähnten Bereinigung zum Genossen wird durch einen Schlußantrag abgeschnitten; von Gegenstande batte, mit der Flottenfrage zu befaffen gehabt bat und den Ordnungsparteien nahm fein Redner das Wort. bei dieser Gelegenheit zu dem Resultat gekommen ist, daß bei diesem Gefeßentwurf, dessen wirthschaftliche Bedeutung nicht verkannt wurde, rein politische Gesichtspunkte derartig über wiegen, daß eine Verhandlung in dem lediglich der wirthschaft lichen Interessenvertretung gewidmeten deutschen Handelstage sich nicht empfehle. Und ber§ 8 des Vereinsgesetzes? Was wir schon von Anfang an gefordert haben, Garantien gegen vermeidbare soziale Nachtheile für unsere Arbeiter, die aus der Besetzung Rigotschau's folgen könnten, wir fordern dies heute energischer denn je. Im Jahre 1901 fönnen wir einen neuen Handelsvertrag mit China abschließen. In diesem Vertrag müßten die Garantien enthalten sein, die im Juteresse der deutschen Arbeiterklasse gefordert werden müssen. Unser Erbfreund im Osten ist stets besorgt für seine vollste Kampfbereitschaft gegen die ihm aufs engste befreundeten" Kaifer mächte Deutschland und Desterreich. Der„ K. 3." wird aus Petersburg gemeldet: grenze vornehmen würde. " Auf die Aus der Pfalz, 18. Januar.( Eig. Ber.) Die Situation im wah I treise Homburg Rusel wird immer heiterer. Zwei Tage vor der Wahl kommt erft eine ungeahnte Ueberraschung: Der Bund der Landwirthe hat vor den Nationalliberalen fapitulirt. Wie die Pfälz. Preffe" heute triumphirend mittheilt, hat die Zentralleitung des Bundes in Berlin an den stellvertretenden WahlkreisNeben den wichtigen militärischen Personalveränderungen anVorsitzenden des Bundes die Mittheilung gelangen lassen, daß der fäßlich des russischen Neujahrstages ist eine militärische BerProtest versammlungen gegen die Flotten- engere Ausschuß unter Würdigung der Berhältnisse im Wahlkreise änderung, für die weftlichen Nachbarn Rußlands von größerer vorlage werden berichtet aus Hannover und Köln. In beschloffen hat, die Agitation für die Kandidatur Lucke aus BundesWichtigkeit, unbemerkt vorübergegangen, nämlich die Bildung zweier neuer Armeekorps in den Militärbezirken Wilna und Kiew. Hannover sprach Genosse Meister vor 1500 Personen, in Köln mitteln nicht zu unterstützen. Durch diese Erklärung ist Herr Lucke Da Rußland zu derartigen Armeeveränderungen teiner Bewilligung Da Rußland zu derartigen Armeeveränderungen feiner Bewilligung Genoffe Meist, wo das Versammlungslotal ebenfalls überfüllt war. nun von der Bentralleitung felbft abgefägt worden, jedenfalls für einer Boltsvertretung bedarf, so erfolgen sie immer überraschend. Beide Verfammlungen nahmen Resolutionen gegen die Flotten- Herrn Lucke das überraschendste, was er in der ganzen Wahlfampagne erlebt hat. Zur Begründung des Beschlusses In diesem Falle ist die Ueberraschung besonders groß, da niemand vermehrung an. wird ausgeführt, daß der Wahlkreis- Vorsitzende des Bundes, ahnen konnte, daß Rußland, welches scheinbar in Asien, England die Kandidatur angenommen habe mit der Ein Zentrumsantrag auf Abänderung des Herr Schmitt und Japan gegenüber so verwickelt war, unter steter Betonung Gemeinde.28ahlrechtes. Der Kölnischen Volks- Beitung" Ertlärung, das Programm des Bundes der Landwirthe des Friedens in Europa eine derartige Verstärkung seiner West zufolge brachte der Bentrums- Abgeordnete Fuchs im Abgeordneten voll und ganz" anzuerkennen. Daß Herr Schmitt aber auch die hause einen Gesezentwurf betreffend Abänderung des preußischen Erklärung abgegeben hat und diese hat ihn eigentlich erst zur ein, Gemeinderaths- Wahlen Die Entwerthung des Silbers macht immer weitere Fort- Wahlverfahrens bei den dem Kandidatur verholfen im Falle der Wahl der national. schritte und vermindert damit die Aussichten der Bimetallisten, anzufolge in Gemeinden, in welchen die Bildung der Wähler- liberalen Frattion beizutreten, scheint die Zentralleitung Steuern die freilich kein Berständiger noch glauben kann. Es ist bemertene abibeilungen nach der Maßgabe direfter statt entweder nicht zu wissen, oder sie nimmt sie nicht so ernst. Die werth, daß der Preis für Silber während des Jahres 1897 das finden, die Urwähler in drei Abtheilungen getheilt werden sollen, Art, wie Herr Schmitt es versteht, auf zwei Schultern Wasser zu Aber die Nationals Minimum des Vorjahres, nämlich 298, niemals überschritten derart, daß von der Gesammtsumme der Steuererträge aller tragen, zeigt, wess' Geistes Kind er ist. hat. Dieser Preis erhielt sich bis Ende Februar. Bon Urwähler 5/12 auf die erfte,/ 12 auf die zweite und 3/12 liberalen hält das nicht ab, mit Volldampf jetzt für seine Kandidatur jener Zeit ab fiel derselbe jedoch stetig und trug hierzu die auf die dritte Abtheilung Abtheilung entfallen, jedoch jedoch müssen in zu agitiren. Einführung des Goldfußes in Japan zweifellos bei. Zur Auguft der ersten Klaffen mindestens zehn Prozent und in der Auch von unserer Seite wurde am Sonntag eine rege Agitation tam eine Banit in den Martt, obgleich nicht der Grund mit Sicher zweiten Klaffe mindestens zwanzig Prozent der Gesammtzahl der entfaltet; allerdings mußte sie sich auf die Bertheilung von Flugheit festgestellt werden konnte, und in 3 Wochen fiel der Preis von Wähler vertreten sein. Die R. V.- 3." fügt dieser Meldung hinzu, blättern beschränken. In mehreren Ortschaiten sollten Versamm 273/16 auf 283/4 Peuce am 25. Auguft und 2. September; es war dies die Stellungnahme der einzelnen Parteien zu dieser Frage müsse fungen stattfinden, in denen unser Kandidat, Genosse Erhart, sprechen der niedrigste Preis, zu welchem Silber bisher abgegeben worden wesentlich für die Stellung mitbestimmend sein, welche das Bentrum follte, aber es war fein einziges Lokal zu haben. Die Gegner hatten war. Jufolge der besseren Nachrichten aus Indien stieg der Preis bei den Neuwahlen zum Abgeordnetenhause einnehme. einfach die Säle abgetrieben. Selbst der in der Form einer Unterjedoch am 6. September auf 251/2 Pence und am 20. desselben Die Offiziösen an der Arbeit. Ueber die Berhaltung gepflogene Meinungsaustausch mißfiel den fanatischen Monats auf 271/4 Bence. Von dieser Zeit an fiel der Preis für handlungen der Reichstags Kommission zur Borberathung der Wirthen und sie verbaten sich derartige Unterhaltungen. Trotzdem wieder auf 273/4 Pence zu stehen, und notirte zuleit 265/8 Pence. Beitungen, auch in Silber am 29. September auf 25 Pence, um jedoch am 6. Dezember Militär- Strafprozeß- Reform findet sich in der Mehrzahl der deutschen haben wir die besten Hoffnungen auf starken Stimmenzuwachs, denn Beitungen, auch in der liberalen Presse, ein umfangreicher die Stimmung unter den Arbeitern ist eine ausgezeichnete, das Bericht, der sich durch seine einseitige Darstellung und haupt geftehen selbst die bürgerlichen Blätter zu. Das Reichstagsmandat de3 7. württembergischen sächliche Berücksichtigung der Reden der Regierungsvertreter Graf Posadowsky's Erlaß findet in einer gewissen als offiziöse Arbeit fennzeichnet. Das ist er auch. Der Direktor des Wahlkreises( Calw- Nagold- Neuenburg) ist durch den Tod des zur Breffe, so in den Hamburger Nachr.", dem Heichsboten" und den Wolff'schen Telegraphen- Bureaus, Dr. Mantler, erfchien am Dienstag Reichspartei gehörenden Abgeordneten Kammerherrn und Lanos speziell von Herrn v. Stumm und dem Zentralverband ressortirenden mit einigen Angestellten im Reichstage und ließ sich von einem Re- gerichts- Direktor Freiherrn v. Gültlingen erledigt. Der verstorbene Blättern und Korrespondenzen begeisterten Beifall; wenn dabei Ver- gierungstommiffar einen Bericht über die Verhandlungen der Abgeordnete, der auch viele Jahre dem württembergischen Landtage gleiche wie mit Herrn v. Butttamer mitlaufen, so hat diese Lobes. Sommission diktiren. Der Bericht zeichnet sich unter anderm angehörte, wurde in der Hauptwahl mit 8289 gegen 7420 Stimmen erhebungen der Herr Staatssekretär selbst zu bewerthen. Es dadurch aus, daß der prinzipielle Antrag, den unsere gewählt. Doch wurde die Wahl für ungiltig erklärt. In der am liegt uns ferne, mit Polemiten gegen die unzählige Male schon Genoffen zu§ 1 der Militär- Strafprozeßordnungs Novelle 12. November 1895 stattgefundenen Nachwahl wurde er wieders zurückgewiesenen Verläumdungen und Verdrehungen den Raum gestellt hatten, garnicht mitgetheilt wird; es wird nur seine gewählt und zwar mit 8289 Stimmen gegen 653 fozialdemokratische, unferes Blattes zu füllen. Das Hoforgan des Herzogs von Lauen- Ablehnung verzeichnet. Die Offiziöfen find also in ihren Mitteln, 6574 demokratische und 193 fleritale. burg, die Hamb. Nachr." predigen wieder den Kreuzzug gegen die um Stimmung für die Regierungsvorlage zu machen, feineswegs Für die nächste Wahl ist von unserer Partei der Handschuh Sozialdemokratie. Seinen letzten giftgeschwollenen Artikel über dieses wählerisch. Seit wann werden übrigens Regierungskommiffare macher Otto Wasner als Reichstagskandidat aufgestellt.von ihm bis zum Ueberdruß behandelte Thema schließt das Blatt für die Mitarbeit an einem offiziösen Bureau zur Verfügung ge And Vaden, 18. Januar.( Eig. Ber.) In der badischen mit folgenden, im Zone ruhigen Worten: stellt? II, Rammer haben wir in letter Beit einige große Tage" gehabt. # Deutsches Reich. 99 Ungarn. Weltgeschichte" bezeichneter Strom der menschlichen Entwicklung jezt einen Zufluß bekommt, von dem noch nicht vorauszusehen ist, ob er später schlechtweg als Nebenfluß und nicht vielleicht als Zwillingsstrom bezeichnet werden muß." Amerika. Washington, 18. Januar. Der Finanzausschuß hat sich mit acht gegen fünf Stimmen zu gunsten des Antrages des Senators Teller ausgesprochen, nach welchem die Bonds der Vereinigten Staaten in Gold oder Silber, nach Wahl der Regierung, zahlbar sein sollen, und in diesem Sinne an den Senat berichtet. Es ist nicht uninteressant zu wissen, wie diese großen Tage" ents von namhafter Verstärkung der Garnison. Mit besonderer I geschichtlichen Vorgänge, die gedacht werden können und dem bie standen sind, Auläßlich der Etatberathungen, in welche die Spannung wird der morgigen Landtagsfizung entgegengesehen. europäische Wissenschaft vom Menschen jedenfalls wie in einem II, Kammer nach den Weihnachtsferien eintrat, war es nämlich Der hiesige Stadtrath beschloß, dem Statthalter ein Memorandum großartigen Experiment die gespannteste Aufmerksamkeit widmen unter den Parteien die stillschweigende Abmachung, daß diesmal zu überreichen, in welchem derselbe aufgefordert wird, gegen das sollte. Ich habe bei diefen Worten vorzugsweise die Historifer im darauf verzichtet werden sollte, die Etatberathungen zu einer all- provozirende Auftreten der deutschen Studenten energisch einzu- Auge, die bisher mit geringen Ausnahmen die ostasiatische Welt arg gemeinen parlamentarischen Rauferei zu benutzen, wie dies in schreiten, da sonst Exzesse unvermeidlich seien und der gesammte vernachlässigt haben. Sie müssen erkennen, daß ihr so stolz als früheren Berathungen regelmäßig der Fall war. Am ersten Handel und das Gewerbe Prags start in Mitleidenschaft gezogen Tag ging es auch vorzüglich, man beschränkte fich ledig werden. lich auf die finanziellen Debatten. Da geftel fich am zweiten Tage der zum ersten Mal im Sigungssaal erscheinende neue Budapest, 17. Januar. In Melikut im Bacfer Romitate Abgeordnete für Durlach, Dr. Binz, in der Rolle eines enfant wurden bei den vor einigen Tagen vorgenommenen Gemeindewahlen terrible", brachte die ganze Politit, die er aus den Wähler- mehr als ein Drittel der Gemeindevertreter aus dem Kreise der verfammlungen noch bei sich hatte, in die Debatten und hielt eine fozialistischen Randidaten gewählt. begeisterte Werberede für die Marinevorlage. Nun war natürlich Mohacs, 19, Januar. Der Arbeiterstreit auf den dem Uebel nicht mehr zu steuern und feit brei Tagen werden in der Domänen des Erzherzogs Friedrich nimmt große Dimensionen an badischen zweiten Kammer nur hochpolitische Reden, eine nach der Da die Streifenden eine drohende Haltung zeigen, find weitere anderen gehalten. In der geftrigen Abendsigung übernahmen es Gendarmerie- Verstärkungen dorthin beordert. Heute soll die nun der demokratische Abg. Beneden und besonders unfer Abg. Adolf Gendarmerie gegen die Streifenden energisch vorgehen. Ged, etwas Wasser in den Sprudelwein nationaler Begeisterung und -China politit. Die Leipz. Bolfsztg." ist durch die von Marineschwärmerei zu schütten. Abg. Benedey nahm insbesondere in Agram, 19. Januar. In Slawonten ist eine große Hungers- uns einer prächtigen Rede bas persönliche System her. Unser Parteigen. Ged noth unter der Landbevölkerung ausgebrochen. Die biefigen Blätter uns gegebene einfache Busammenstellung ihrer eigenen Auslaffungen in derselben Nummer völlig erschossen. Offenbar hatte der Herr hielt gestern, und zwar unter dem Beifall der gesammten Opposition, veröffentlichen Aufrufe zur Milderung der entfeßlichen Noth. feine erste bedeutende politiſche Rebe im Landtag. Der Aufang hat die kroatische Regierung wie tolle Hunde niederschießen oder nicht gelesen, was in der 3. Beilage seines Blattes abgedruckt werden Die zur Bekämpfung der Noth sich organisirenden Landarbeiter Chefredakteur, als er in der 1. Beilage sein Geschmäh losließ, gar feiner Ausführungen richtete sich gegen den früheren Sozialdemosollte. Wenn die Leipz. Boltsztg." diesen, allerdings ibren ganzen fraten und jetzigen nationalliberalen Abgeordneten, den Renegaten auf zahllose Jahre in den elenden Kerker sperren lassen. Feldzug der Lächerlichkeit überantwortenden Thatbestand durch erneute Wittum. Dem Demokraten Benedey stimmte er darin bei, daß und verstärkte Schimpfworte zu vertuschen sucht, so kann uns das die finanziellen Folgen der neuen Flottenvorlage in all' ihren höchstens noch ein Lächeln abgewinnen. Uebrigens fühlt sich die Konfequenzen eine volle Milliarde betragen werden. 4-5 pet. aller Leipz. Boltestg." so eingefeift, daß sie nicht mehr mit dem„ Borbeutschen Auswanderer gehen in unfultivirte Länder, in die deutschen wärts" diskutiren" will. Bei der Art, wie die„ Leipz. Boltsztg." Kolonien, und die anderen gehen in zivilifirte Staaten, nach diese Diskussion geführt hat, können wir das vollständig begreifen. Amerifa, Australien, weil es ihnen dort gefällt; und es kann einem dort gefallen schon wegen der besseren politischen gefahr warnen. Zustände. In den legten fünf Jahren sind nach den deutschen Kolonien noch nicht so viel Deutsche ausgewandert, als Matrosen und Soldaten auf der deutschen Flotte sind. Man könne Seite stellen, dann ist er geschützt. Admiral Hollmann habe behauptet, dem deutschen Volke würden die Augen aufgeben, wenn es eine Angriffsflotte bauen follte. Jezt sei Tirpit gekommen also jedem deutschen Auswanderer einen Marinesoldaten an die der Frankreich. - Da3 militärische Panama. Die sozialistischen Ab: geordneten erlaffen ein Manifest, in welchem sie das Land auf fordern, denen zu mißtrauen, die unter der Flagge des Antisemitismus einen Theil der Bürger zu gunsten des anderen aus feinem Besigstande vertreiben wollen, und in der sie vor der Militär- Der Ausbau des Hafens von Havre, die Steigegegenüber Bremen und Bremerhaven beschäftigt jetzt die Budget rung seiner Konkurrenzfähigkeit für den Verkehr mit Nordamerita kommission der französischen Deputirtenkammer. England. " Wahlbewegung. " Partei Feld Burgsteinfurt als Reichstags= Kandidat aufgestellt Für den Wahlkreis Tecklenburg- Ahaus ist von unserer worden. " In einer in Zondern abgehaltenen nationalliberalen Bertrauensmänner Bersammlung des Kreises Tondern- Husum - Gine Berstärkung des englischen Landheeres um zur Besprechung über die bevorstehende Reichstagswahl erklärten fich und dem deutschen Volt find die Augen wirklich auf 15 000 Mann ist im Heeresausschuß in Aussicht genommen worden. gegangen. Die Arbeiterschaft Deutschlands erblickt 34 Stimmen für die Aufstellung des Amtsgerichtsraths Dr. BrockFlottenvorlage den Ausdruck eines offensiven Bestrebens; Sein Rolonialprogramm, bas gerade jeht auch schmidt. Auf die gleichzeitig in betracht gezogenen Hofbesizer das sei auch in der Vorlage felbst gefagt. Nach den be- für Deutschland von erhöhtem Interesse ist, entwickelte der Staats- Tönnies bei Garding und Amtsgerichtsrath Jürgensen in Husum geisterten Kieler Neden bei der Abfahrt des Prinzen Heinrich sekretär für die Kolonien, Chamberlain, am 18. d. M. auf entfielen 9 bezw. 4 Stimmen. Kandidat der Freifinnigen Volks= kann man nichts anderes vermuthen, als daß Deutschland Er einem Feftmahle der Liverpooler Handelskammer. Er führte aus, partei ist der Reichstags- Abgeordnete Dr. Schneider( jetzt für Nordoberungen machen will. Der Anfang ist in der Riaotschau gemacht. es würde sehr erwünscht sein, wenn es möglich wäre, daß die fort bausen). Von unserer Partei ist H. Koenen aus Hamburg wieder Jetzt folgen die Befestigungen des chinesischen Hafens, die Garni dauernde Erwerbung großen Landgebietes zu einem Ende käme. Eng aufgestellt. fonen, Wege und Eisenbahnen, das alles tofte enorm Geld, und es land habe genug Land und genug barbarisches Volt zu regieren und Stettin wird mit der Kandidatur des Antisemiten v. Mosch werde in späteren Rechnungen dem Bolte präsentirt. Es müssen zu erobern; wenn es aber seinen Handel bewahren und heben beglückt. Koblenstationen errichtet werden, und das sind keine zukunftstaat- wolle, so müffe es den anderen Mächten folgen und Acht haben, Für den Reichstags- Wahlkreis Wirsiz- Schubin wurde in lichen Phantasien sondern sehr naheliegende Schlüsse. Selbst daß es nicht ausgeschlossen werde. Die Politit der Regie einer am 17. in Natel abgehaltenen freifinnigen Volksversammlung wenn die Vorlage nur 560 Millionen tofte, so mache das auf den rung fei nicht die Erwerbung neuen Landgebietes, sondern die der Chefredakteur Wagner von der Posener Beitung" als ReichsRopf der deutschen Bevölkerung 10 Mart, auf eine durch- Aufrechterhaltung freier Märtte, selbst wo dies die tags- Kandidat au stellt. W. ist auch freisinniger Kandidat im schnittlich vierköpfige Familie 40 Mart aus. Was davon Erwerbung neuen Gebietes involvire, und die Einnahme einer sehr Reichstags- Wahlkreise Meseritz- Bomst. produktiv ins Volk hinausgeht, wird so gering sein, daß die große festen Haltung gegenüber jedem Versuche, der gemacht werden Für den Kreis Bunzlau 2üben ist von dem neuen WahlMasse nichts davon verspürt. Der Bau der egyptischen Pyramiden möge, England des Gebietes, das es bereits besitzt, zu berauben. verein der Graf v. d. Necke- Volmerstein auf Neuguth( Kreis Lüben) hat einige Leute reich gemacht und die Massen wurden ausgesaugt; Ich empfehle damit keine Politik des Angriffes oder der Gesetzlofig aufgestellt worden. Der Bund der Landwirthe hat dieser Kandidatur so sei es jetzt. Die Eisenindustriellen werden allerdings einen Vor- feit, aber ich behaupte, wir haben eine dreifache Pflicht, erstens feft- sugestimmt. Gegenwärtig wird der Kreis durch den freisinnigen theil haben; man wird aber die Fabriken einfach nach China ver- zuhalten was uns rechtmäßig gebört, zweitens für unsere Nach- Ober- Landesgerichtsrath Schmieder vertreten. Yegen und bei uns werden Arbeiterentlaffungen eintreten; es wird tommen Barzellen( claims) abzustecken, und drittens für den Fall, Für den 5. mecklenburgischen Wahlkreis( Rostock) hat Ueberproduktion eintreten, Drückung der Löhne 2c., nur der Profit daß irgend wer versuchen sollte, diese Claims wegzunehmen, ihn der bisherige Vertreter Dr. v. Buchka, konservativ, die Kandidatur derjenigen wird steigen, die ihre Gelder im Auslande anlegen. Der in aller Güte daran zu hindern. Wenn wir unseren Besitz fest- wieder angenommen. Drang, ein paar Grofchen mehr Verdienst zu erhalten, sei allgemein, halten wollen, so müssen wir uns auf unsere eigene Stärke und unsere Von der freisinnigen Voltspartei kandidirt für Schleswigs Der namentlich bei den niederen Beamten; und wenn man dem Finanzminister eigenen Rüstungen verlassen und nicht auf die Gunst jener, welche Eckernförde Lederfabrikant Ad. Jacobsen aus Schleswig. gebauft habe für den guten Stand der Finanzen, so solle dieser wir vergeblich gesucht haben, zu unseren Freunden zu machen. Wir bisherige Abgeordnete Lorenzen hatte der Versammlung schriftlich Dant ausgedehnt werden bis zum letzten Schreiber. Die deutsche müssen uns enger an unsere Kolonien anschließen seine Bustimmung zur Ausstellung der Kandidatur Jacobsen mitArbeiterschaft fieht im eigenen Lande Arbeit genug; site will die und bei ihnen die Stärke und die Stüße zu erlangen suchen, welche getheilt. Koalitionsfreiheit, fie will die Bölle, die Verbrauchssteuern 2c. be- wir nie bei fremden Nationen finden werden." Die Kolonien, Ju Rostock fandidiren die Konservativen wieder den Obers feitigt fehen, fte will teine gefährliche Seemannspolitik, feine setzte der Minister hinzu, seien alle in gedeihlicher Ent Landesgerichtsrath Buchta. friegerischen Abenteuer, sondern den Frieden, und sie würde beshalb widelung, mit Ausnahme Westindiens, das durch die Pfarrer Naumann, der Kandidat für den Jenaer Reichstags bei einer etwaigen Wahl nicht auf der Seite Fieser's fein; sie ver- 3u de rprämien ruinirt werde. England habe vor einiger Wahlfreis, hält gegenwärtig mehrere Versammlungen daselbst ab. läßt sich nicht auf einen Zukunftsstaat in Asien, sondern die Kultur- Beit beschlossen gehabt, die Mächte gut einer Zucker- Am Sonntag Nachmittag sprach er in Weida vor einer zahlreichen arbeit im eigenen Lande soll ausgebaut werden.( Lautes Bravo bei Konferenz einzuladen, doch sei ihm Belgien zuvorgekommen. Möge Versammlung, meist Anhänger unserer Partei. In der Diskussion der Opposition und auf der Gallerie.) nun die Konferenz ein Erfolg oder Mißerfolg werden, der Schaß trat ihm Lewen in geschickter Weise entgegen und war es äußerst fangler werde inzwischen vom Parlamente eine sehr bedeutende interessant, daß auf eine Anfrage, wie sich die National Sozialen bei Suume zur Unterstügung für Westindien verlangen, eine Summe, einer Stichwahl zwischen Nationalliberalen und Sozialdemokraten die groß genug sei, den dortigen Betrieben und der Bevölkerung das verhalten, teine bestimmte Antwort erfolgte, vielmehr Herr Naumann Ueberstehen der Krisis zu ermöglichen, bis die festländischen Nationen mit der Ausflucht fam, darüber müßten feine Wähler entscheiden. die Verfehltheit ihres Systems einfähen. In Offenbach- Dieburg hat das Zentrum den Weins händler Malihan aufgestellt. " Italien. Eine Ministerkrisis droht schon wieder dem Lande. Der Minister des Auswärtigen, Visconti Benosta, dessen Sohn gestorben ist, soll infolge diefes Todesfalles von seinem Amt zurücktreten wollen. Die Blätter fügen hinzu, der Ministerpräsident werde sich bemühen, thn von diesem Vorhaben abzubringen, Partei- Nachrichten. Aus Heffen, 18. Januar.( Eig. Ber.) Die 3 weite Rammer der hessischen Landstände tritt Dienstag, 25. Jannar, wieder zu sammen, um zunächst eine größere Anzahl von Interpellationen zu erledigen, worunter sich auch die Anfrage der Genossen Haas und und David wegen des Ladenschlusses an Sonntagen in den rheinhessischen Städten befindet. Außerdem steht der sozialdemokratische Antrag auf Errichtung einer Landes- Heilanstalt für 2ungenleidende zur Verhandlung. Er ist unterstützt durch eine Eingabe des geschäftsführenden Ausschusses der freien Bereinigung der Krankenkassen in Hessen und wird voraus mittag 3 Uhr in Iberfeld vom Städtischen Krankenhause aus Die Beerdigung Hugo Hillmann's ging am Montag Nach fichtlich zur Annahme gelangen. Des weiteren befinden sich eine Reihe von Gesuchen von Unterbeamten um Gehaltsaufbesserung unter großer Betheiligung vor sich. Der ca. 1000 Personen Bekanntlich hat die letzte Ministerkrisis aus zwei Gründen sehr zählende BZug, in dem das umflorte Banner des ehemaligen Allauf der Tagesordnung, wovon besonders diejenigen der Schulbiener, lange gewährt, wegen der Weigerung Banardelli's und Visconti gemeinen Deutschen Arbeitervereins mitgeführt wurde, bewegte sich, Forstwarte und Steueraufseher unseren Genoffen im Landtage Ge Venosta's in das zu rekonstruirende Kabinet Rudini einzutreten. von dichten Menschenmassen begleitet, am Rathhause vorbet nach legenheit geben werden, die väterliche Fürsorge der Regierung für Der Rücktritt des Ministers der auswärtigen Angelegenheiten dem katholischen Friedhofe. Da der Pfarrer Neumann unter Be ihr Beamtenproletariat ins rechte Licht zu rücken. Auch der Bericht würde eine Schwächung des ohnedies nicht starken Kabinets Rudini rufung darauf, daß Hillmann Revolutionär und Atheist gewesen ist der Regierung über die Wirksamkeit des Wohnungsbeauf- bedeuten. und von den Zeremonien der Kirche nichts wissen wollte, weder den sichtigungs- Gesezes dürfte Anlaß zu einigen sozialpolitischen Ancona, 19. Januar. Im Laufe des gestrigen Tages fanden Gesang eines Liedes noch Reden am Grabe gestattet hatte, Betrachtungen geben, die den Herren am Ministertisch nicht an- wieder Kundgebungen statt; nachdem die Theilnehmer an denselben mußten sich die Leidtragenden begnügen, am Grabe die Kränze genehm find. vom Plage vor dem Rathhause und vom Cavour- Blaze vertrieben mit ein paar Worten der Widmung niederzulegen. Dem Straßburg i. E., 18. Januar.( Eig. Ber.) Die vom Reichs- worden waren, versammelten sie sich wieder ver den Stadtthoren, Elberfelder Vertrauensmann UIIenbaum folgte Reichstags- AbAnzeiger" soeben veröffentlichte Ernennung des Direktors der hiesigen wurden aber von berittenen Truppen auseinandergetrieben. Ein geordneter Molkenbuhr, der die Kransspende des ParteiAktiengesellschaft für Boden und Kommunalkredit, Dr. Petri, Trupp der Manifeftanten zog nach dem Landhause eines vorstandes niederlegte. Ferner hatten zahlreiche Orte des bergischen zum Unterstaatssekretär und Vorstand der Abtheilung für Justiz Getreidemaklers und versuchte es in Brand zu stecken; das Landes Deputationen entfandt. Nach der Beerdigung wurde in und Kultus im Minifterium für Elsaß Lothringen ist in der Presse Feuer wurde jedoch bald gelöscht und mehrere Personen einem Lokale der Stadt eine Gedächtnißfeier abgehalten, wobei die der Reichslande wie in derjenigen Altdeutschlands lebhaft besprochen wurden, nachdem Militär eingeschritten war, verhaftet. Nachmittags Genossen Ullenbaum, Harm und Wolkenbuhr sprachen. worden. Man will, da Dr. Petri Eingeborener ist, in derselben fanden auf dem Cavour- Plaße und auf dem Corso Ansammlungen Mit dem Vortrage der Hymne an die Freiheit fand die erhebende einen Beweis des Vertrauens erblicken, den das Reichsoberhaupt statt, die aber mehr aus Neugierigen, als aus Manifestanten be- Feier ihren Abschluß. dem Reichslande gegeben habe, sowie eine Konzession an die standen. Gegen Abend befanden sich noch einige Hundert ManiForderung: Elsaß Lothringen den Elsaß Lothringern!" Alle festanten außerhalb der Stadt, in die sie nicht zurückkehren konnten, aus ihren Verwandten und Bekanntenkreisen in der Provinz Die Parteigenoffen allerorts, die im Besitze von Adressen diefe hübschen Deklamationen erscheinen uns jedoch durchaus neben weil alle Thore von Militär gesperrt waren. Gestern und heute Ostpreußen sind, ersuchen wir, die Adressen sowie Agitationssächlich, wenn wir die Stellungnahme Dr. Petri's zu derjenigen wurden im ganzen ungefähr 50 Verhaftungen vorgenommen. Man material für die nächsten Reichstagswahlen nur an R. Krüger, Frage betrachten, welche die Gemüther des Landes am meisten er- bofft, daß die Bäcker heute Abend die Arbeit wieder aufnehmen Töpfer, Königsberg i. Pr., Hinter Tragheim 52 I., zu senden. Das regt, Bur Frage der Ausnahmegesehe und der werden. Inzwischen werden von der Militärbäckerei, wie auch gestern, Provinzial- Wahlkomitee. Dittatur. Dr. Petri hat in seinen Reden im Reichstag und 150 Bentner Brot hergestellt. Auch andere Maßregeln, wie die EinSämmtliche Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Landesausschuß sich des öfteren offen als Gegner des bestehenden richtung von Boltstüchen, sind vorgesehen. Vom heutigen Tage wird Regierungssystems in Elsaß- Lothringen bekannt und die Abschaffung aus Ancona telegraphirt: In Chemnitz beschäftigte sich eine Parteiverfammlung mit der des Dittaturparagraphen und der Ausnahmegeseze verlangt. Wenn Die Stadt ist ruhig. Fast alle Läden find geöffnet, Truppen- textlichen Erweiterung des Beobachters". Zunächst wurde er es heute trotzdem über sich bringt, als aftives Mitglied in eine verstärkungen wurden gestern erwartet. In verflossener Nacht fanden beschlossen, eine Preßkommission einzufeßen, deren Amtsdauer ein Regierung einzutreten, welche als die festeste Stüße jenes Systems viele Verhaftungen statt, darunter die einiger Leute, welche ver- Jahr betragen soll. zu betrachten ist, so muß angenommen werden, daß dabei seine dächtig sind, den gestern gemeldeten Brand in dem Landhaus eines prinzipielle Gegnerschaft gegen das früher so heftig bekämpfte Getreidebändlers verursacht zu haben. Truppen durchstreifen die Dittaturregiment völlig in den Hintergrund gedrängt wurde. Denn Umgebung der Stadt. Alle Thore werden bewacht. In den Vorvon irgend welchen Menderungen in der künftigen Gestaltung der städten ist die Ruhe nicht gestört. Man glaubt, die getroffenen innerpolitischen Verhältnisse des Landes, von denen Dr. Petri etwa energischen Gegenmaßregeln werden die Erneuerung der Ruhefeinen Eintritt in die Regierung abhängig gemacht hätte, verlautet störungen verhindern.bis jetzt nicht das geringste. Es wird also in der bisherigen Weise fortgewurstelt werden. Wir haben deshalb nicht die geringste Veraulassung dazu, uns für den neuesten Wechsel auf dem Sessel des Justiz- und Kultusministeriums besonders zu erwärmen. Denn ob Rassiga oder Petri, das eine bleibt, was vor allem werth wäre, in die Rumpelkammer der Geschichte geworfen zu werden: Ausnahmegefeße und Dittatur. Desterreich. Asien. - Gin interessantes Urtheil über China findet fich in der" Geographischen Zeitschrift" in der Besprechung des sehr gelobten Buches von Obrutschew Aus China". Reise- Erlebnisse, Natur- und Völkerbilder. Der Rezensent, der bekannte Geograph Georg Wagener schreibt: " Das Chinesenthum wird voraussichtlich nicht nur wirthschaftlich und politisch für Europa das Hauptintereffe des nächsten Jahr Prag, 19. Januar. In allen Straßen herrschte heute den hunderts werden, sondern auch für alle mit der Ethnologie zusammenganzen Tag über lebhafte Beweging, besonders auf dem Graben hängende Wissenschaften. Es ist noch sehr die Frage, ob wir hier und dem Wenzelsplage. Die Stadt zeigte dieselbe Physiognomie, wirklich eine rettungslos absterbende Kulturwelt vor uns haben, oder wie in den legten November- und Dezembertagen. Militär ob nicht im eigentlichen chinesischen Volke noch ungeahnte Lebenspatrouillen durchzogen die Stadt, und Böbelhaufen rotteten sich fräfte schlummern, ob nicht der zweifellose gegenwärtige Berfall nur zufammen. Man sab viele deutsche Abgeordnete und farbentragende eine Begleiterscheinung der Mandarinenwirthschaft ist und mit der Bes Studenten. Ein Zusammenstoß war bis gegen Abend noch seitigung dieser gehemmt werden kann. Selbst aber, wenn diese einft fo stolze nicht erfolgt. In der Stadt zirkulirten allerhand Gerüchte; man und so wunderbar eigenartige Kultur dem Tode geweiht ist, find sprach von einer neuerlichen Verhängung des Standrechts und wir doch Zeugen eines der interessanteften und gewaltigften weltGraf in Göggebach bei Schwandorf im bayerischen Regierung Durch ein Schadenfener hat der Parteigenoffe Jakob bezirt Oberpfalz seine Hütte sammt Inventar verloren. Er ist mit feiner Familie zur Zeit im Gemeindehause untergebracht und befindet fich in großer Noth. Da sein Anwesen nur schwach versichert war, die Versicherungssumme demnach nicht hinreichen wird, um den Wiederaufbau der Hütte zu ermöglichen, ergeht von Regensburg aus die Bitte an die Parteigenoffen, dem vom Unglück hart bes troffenen Parteigenossen Graf mit ihrer Hilfe beizuspringen. Die Sendungen sind zu richten an den Kreis- Vertrauensmann B. Hagen in Regensburg, B 85, Bigarrenhandlung. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " - Den jetzt entmündigten Freiherrn von Schorlemer follte Ges noffe Lipinsti als verantwortlicher Redakteur der Reipziger olkszeitung" durch zwei Artikel beleidigt haben. darin Schorlemer ein Wechselfälscher genannt und die Frage auf geworfen, ob Schorlemer ebenso behandelt worden wäre, wie ina haftirte fozialdemokratische Redakteure. Der Vormund Schorlemer's, Generallieutenant a. D. von Hiesewand in Großenhain, hatte gegen Lipinski Privattlage wegen Beleidigung Schorlemer's erhoben. Das Schöffengericht in Leipzig erkannte aber auf Freisprechung. Lipinski habe in Wahrnehmung berechtigter Intereffen gehandelt. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. Achtung, Schuhmacher. Wir geben hiermit bekannt, daß vom 20. d. M. an Wienerstr. 22 bei Stener das ständige Bureau der Agitations- Kommission eingerichtet ist. Wir ersuchen die Kollegen, alle über den Stand der Bewegung betreffenden Nachrichten in der Zeit von 7-9 Uhr abends an uns gelangen zu lassen. Die Agitations- Kommission. Angelegenheiten einwirkt. " Unternehmer- Verbände. In der Generalversammlung des christlichen Berg. arbeiter Vereins, die am 16. d. M. in Gelsenkirchen tagle, theilte der Vorsitzende Brust mit, daß der Verein gegen- Die Standard Oil Comp. seht ihren Kampf gegen die Ron. wärtig 21 434 Mitglieder zählt und über einen Rassenbestand von furrenten fort. In seiner Beantwortung der Interpellation betr. 12 682 m. verfügt. Auf eine Anfrage des Vorsitzenden, ob die Ver- das Vorgehen der Petroleum- Gesellschaften gegen die Petroleum fammlung mit der Leitung des Vereins und der Fachzeitung ein händler im Reichstage hatte Staatssekretär Graf Posadowsky mit verstanden sei, erklärten gegen fünf Stimmen sämmtliche Anwesenden getheilt, die Deutsch- Amerikanische Betroleum- Gesellschaft habe ihm ihr Einverständniß. Wie nicht anders zu erwarten, begann nun die versprochen, daß die mehrfach gekennzeichneten Verträge zwischen den Attacke gegen den zweiten Vorsitzenden des Vereins, Herrn Monopol- Gesellschaften und Petroleumhändlern, wodurch letztere Der Geschäftsleiter des Verbandes der Glasarbeiter und Wahl, der in einer Versammlung des alten Bergarbeiter vollständig in die Hände der Gesellschaften gegeben werden, in Arbeiterinnen erhielt vom Polizeipräsidenten die Aufforderung, des Vereinsorgans der chriftlichen Bergarbeiter gegen Verbandes Toleranz gepredigt hatte und die Haltung Zukunft nicht mehr abgeschlossen werden würden. Nun theilt aber das Mitgliederverzeichniß diefer zentralisirten Gewerkschaft einzu alten Verband mißbilligte. Hageldicht fielen die Angriffe auf das Versprechen umgehen.. den die Frankfurter Zeitung" mit, daß die Petroleumgesellschaften reichen. Dieser Aufforderung ist derfelbe jedoch nicht nachgekommen, Herrn Wahl hernieder. Herr Vikar Brauns, Lic. Weber ftimmungen getreten, die die Zwecke des Bertrages erreichen sollen An die Stelle der Verträge seien Beda in erster Linie bestritten wird, daß der Verband auf öffentliche Schilderten in grellen Farben das schwere Bergehen des Herrn Wahl und die Weigerung, diese Bestimmungen anzunehmen, werde mit der Nunmehr erhielt der Geschäftsleiter E. Girbig ein polizeiliches und behandelten ihn wie einen Abtrünnigen des Verbandes. Daß Strafe der Entziehung der Bahntransportmittel, nämlich der Strafmandat in Höhe von 15 M., hiergegen ist jedoch Widerspruch es dabei nicht ohne starke Kraftausdrücke gegen die Sozialdemokratie Cisternen- Waggons, geahndet, während den Händlern, die sich den erhoben worden und die Angelegenheit dem Rechtsanwalt Wolfgang abging, ist selbstverständlich, und schließlich ließ man Herrn Wahi Bestimmungen der Monopoliften unterwerfen, die Gifternen zu dem Heine übertragen worden. Der Verband will die Sache, die für alle zur Strafe für seine anerkennenswerthe Offenheit bei der Vorstands- bisher üblichen Miethsfaße überlassen werden. Ferner müssen, wie Gewerkschaften von größtem Interesse ist, bis zur höchsten Instanz wahl durchfallen. Herr Brust wurde dann als Vorsitzender des bereits früher mitgetheilt, die außerhalb der Gesellschaft stehenden durchsetzen. Vereins und Redakteur des Fachorgans mit einem monatlichen Ge- Abnehmer höhere Preise zahlen. halt von 150 M. angestellt und außerdem beabsichtigt man, falls er seiner Ansprüche an die Knappschaftskaffe verlustig gehen sollte, bei Junern im Reichstage in Aussicht gestellte Abänderung des ZollWie mitgetheilt wird, ist die von dem Herrn Staatssekretär des einer Lebensversicherungs- und einer Krankheits- und Unfall- reglements zu gunsten des russischen Petroleums bereits versicherungs- Kasse Ersaß hierfür zu schaffen. folgt. E3 fönnen also von jetzt ab auch Mischungen Die Generalversammlung erkennt an, daß namentlich im Ruhr- verzollt werden. Zur Lohnfrage wurde alsdann folgende Resolution beschlossen: aus tautasischem und amerikanischem Petroleum nach Gewicht Rohlenrevier die Bergarbeiterlöhne eine Steigerung erfahren haben. des bekannten, im deutsch- russischen Handelsvertrage gemachten Bu Diese Neuerung ist als eine Ausdehnung Diese Steigerung entspricht aber nicht den in der Lohneingabe des geständnisses auf Misch- Dele zu betrachten; sie wird zunächst sür Wünschen der Bergarbeiter, sowie der günstigen Lage des Kohlen- beabsichtigen nämlich, nunmehr in größerem Umfange im Hamburger Gewerkvereins des vergangenen Jahres gehegten berechtigten den Hamburger Play praktisch eingreifen. Die Jutereffenten marktes und der damit verbundenen, sich stetig steigernden Unter- Freihafengebiet Mischungen aus russischem und amerikanischem nehmergewinne. Die Generalversammlung erwartet deshalb, daß Petroleum darzustellen und solche dann von dort in das deutsche die Bergarbeiterlöhne auch noch in Zukunft den Verhältnissen ent- Bollgebiet einzuführen. Das russische Rerofin ist, wenn es zur sprechend aufgebessert werden, und daß namentlich auch eine ge- Speisung von gewöhnlichen deutschen Brennern benutzt wird, mit rechtere, der Billigkeit entsprechende Bertheilung der Löhne vor dem Mangel behaftet, daß es bei unvorsichtiger Behandlung der Lampe etwas leichter rußt, als das amerikanische Leucht- Del; dieser Mangel soll aber verschwinden, wenn dem Kerofin amerikanisches Petroleum in einem bestimmten Verhältniß zugesetzt wird. genommen wird." Arbeiterschutz. Unter dieser Bezeichnung ist am Sonntag im Leo- Hospiz, Rüdersdorferstraße, eine fatholische Gewerkschaftsgründung vor sich gegangen. Nach dem Referat des Herrn Weigel, des Leiters dieser Gewerkschaftsorganisation, will man die katholischen Arbeiter dem sozialdemokratischen Einfluß entziehen. Der wöchentliche Beitrag ist auf 5 Pf. normirt und sollen, je nach der Stärke der Berufe, die im Verein vertreten sind, Sektionen, sogenannte Berufsgenossenschaften gebildet werden. Wir sehen solche Gründungen ohne jede Mißgunst entstehen. Was Berlin betrifft, so wird kaum anzunehmen sein, daß hier ein günstiger Boden für katholische Arbeitergewerkschaften vorhanden wäre. Auch sonst hat die Gewerkvereinsbewegung von der Seite gezeigt, daß mit wenigen Ausnahmen, folche Vereine nicht unter Leitung von Arbeitern stehen, sondern sich aus allen Kreisen des Bürgerthums zusammensetzen, die auch im Verein den Ton an geben und nicht selten die Mehrheit der Mitgliederzahl ausmachen. So finden wir Weitere Resolutionen betreffen die Heranbildung der Berg auch hier in dem Bericht überarbeiter und die Verhütung der Unfälle durch eine Mitkontrolle der die Gründung dieser Vereinigung nicht einen Arbeiter, der seine Bergarbeiter. Ferner beauftragt die Versammlung den Vorstand Zustimmung öffentlich bekundet hätte, wohl aber plädirten einige mit der nochmaligen Einbringung folgender, in der vorigen Session Herren dafür, sich an die Unternehmer zu wenden, ihrer Vereinigung des Reichstages unerledigt gebliebenen Petition:„ Der Reichstag beizutreten. Das fagt genug. Auf die Frage, wie sich die neue wolle an die verbündeten Regierungen das Ersuchen stellen, baldigt unterstützt werden sollen, die bei Streiks von den Fabrikanten aus gesperrt werden. Das wird bei einem Beitrag von 5 Pfg. pro Woche nicht einmal immer zu erreichen sein und kennzeichnet von soziale Befferstellung der Arbeiter eintreten zu können, nur Anhängsel vornherein die Tendenz der Vereinigung, die, ohne ernsthaft für die der Unternehmerfoalition bleiben wird. Diese Zwitterstellung einer Arbeiterorganisation kann nicht dauernd von Erfolg sein, weshalb fich die wenigen enttäuschten Arbeiter von solchen Vereinigungen wieder abwenden. Deutsches Reich. " der Gewerbegerichte dahin, daß die Gewerbegerichte als Ginigungs: ämter in Thätigkeit treten tönnen nicht nur zur Beilegung bereits vorhandener Streitigkeiten, sondern auch zur Verhütung von solchen, müssen, wenn sie nur von einem Theile, Arbeitgeber oder Arbeiter, und daß die Gewerbegerichte auch dann als Schiedsgerichte fungiren angerufen werden." # er= Die Konvention des Verbandes deutscher Tuch- Großhändler, die sich über ganz Deutschland erstreckt und sich gegen dieverkaufen, hat in den Kreisen der Fabrikanten selbst die größte Grjenigen Tuchfabrikanten richtet, welche ihre Waaren auch an Private regung hervorgerufen, die sich in wiederholten öffentlichen Erklärungen der letteren kundgiebt. Um dem Vorgehen der Tuchgroßhändler zu begegnen, wird jetzt ein Kartell sämmtlicher Tuchfabrikanten Berlin errichten. Die Angelegenheit dürfte noch zu lebhaftesten vorgeschlagen; andererseits will man eine gemeinsame Berkaufsstelle der deutschen Zuchfabrikanten, mit Umgehung der Großhändler in Erörterungen zwischen den Betheiligten Veranlassung geben. M Der Schuhmacherstreik in Pafing München. Nach zwölf tägiger Dauer ist der Abwehrstreit der Arbeiter bei Alb. Regen steiner's Schuhfabrik Basing zu gunsten der Arbeiter beendet. Boziales. Zur Gewerbegerichtswahl in Düsseldorf schreibt man uns: Oberbayern, Herrn Pöllath, ihre Erledigung. Die Differenzen fanden unter Zuziehung des Fabrikinspektors für Bur Lage der Berliner Dienstmädchen. Die„ Kreuz- Zeitung" Die Liste der sozialdemokratischen Partei unterlag hier bei der follarisch festgelegt, daß eventuell wieder ausbrechende Differenzen in Merkurs", der auf Bebel's Aeußerung im Reichstage, daß mindestens Dabei wurde protoübernimmt eine Auslassung des ultramontanen Westfälischen Gewerbegerichtswahl mit 2650 Stimmen gegen 3780 Stimmen, die erster Linie von einer Kommission, bestehend aus je einem Mitgliede 90 pet. aller Arbeiterinnen in Berlin unter 8 M. Wochenauf die Ültramontanen fielen. Abgegeben wurden insgesammt rund des Fabrikantenringes, der Gehilfenorganisation und des Fabrik6880 Stimmen, während weit über neun tausend inspektors geprüft werden sollen. Die Forderungen der Arbeiterinnen John verdienten, mit der Frage ins Feld rückt, warum eine solche Wahlberechtigte in die Wahllisten sich hatten wurden vollständig bewilligt. Der diesbezügliche Beschluß hat rück. Unmasse von jungen Berliner Mädchen nicht lieber in Dienst eintragen lassen. Um allen falschen Meinungen über wirkende Kraft und erhalten die Stepperinnen zum theil merkliche gehe wo fie bei freier Station 60-80 Thlr. jährlichen Lohn und diese Wahl gleich die Spitze zu nehmen, muß betont werden, daß Beträge für bisher erfolgte Abzüge für Fournituren und Benügung die üblichen Weihnachtsgeschenke erhielten. Das ultramontane Blatt, unsere Düsseldorfer Genossen troß der Niederlage auf den Ausgang der Maschine ausbezahlt. Der neuerlich erkämpfte Erfolg ist ein Proletariats handelt, meint, daß die jungen Mädchen deshalb nicht schnell fertig mit dem Wort, wo es sich um Angehörige des der Wahl, in gewiffem Sinne wenigstens, stolz sein können. Was hier Resultat der strammen Organisation der Fabrikschuhmacher. an Lügen und Verleumdungen über die Sozialdemokratie und deren in Dienst gehen, weil sie dann nicht frei ihrem Vergnügen nachFührer, nicht zuletzt auch über die Niederrheinische In Roverto( Südtirol) und in Weg städ I( Böhmen) ist ein gehen können". Wenn Bebel sage: Die niedrigen Löhne führen zur Boltstribüne", geleistet wurde, das spottet jeder Beschreibung. Streit der Weißgerber um die Verkürzung der Arbeitszeit aus Liederlichkeit, so werde umgekehrt auch ein Schuh daraus; die VerAus Köln, Elberfeld, Barmen und anderen Städten des Niederrheins gebrochen. gnügungssucht und Liederlichkeit führten zu dem starken Angebot von holte man die christlichen Hezredner herbei, ultramontane Reichs- und Der Zuzug nach den oben genannten Städten ist streng weiblichen Arbeitskräften in faufmännischen und industriellen Bes Landtags- Abgeordnete geiferten gegen uns, immer natürlich unter fern zu halten. Das internationale Sekretariat bertrieben, und das starte Angebot führe zu niedrigen Löhnen. ftrengstem Ausschluß jedweder Diskussion. Nachdem auf solche Weise ed erarbeiter. J. A.: G. Kuste, Berlin N., Schwedter. Durch diese Ausführungen verrathen das ultramontane Blatt die Wahlmache betrieben, ging am Donnerstag und Freitag voriger straße 14. und die Kreuz- 3tg." lediglich ihre Unkenntniß der Verhältnisse. Woche die Wahl vor sich. Aber nun die Wahl" selber! Troßz Der Tarif im Buchdruckgewerbe ist nunmehr von 1943 Abgesehen davon, daß es in Berlin gar nicht so viele Dienste giebt, des energischen Protestes unserer Genossen halle die Behörde nur Firmen schriftlich anerkannt, mit denjenigen Firmen, die aus um auch nur einen beträchtlichen Theil der alljährlich die Schule ein Wahllokal angeordnet, und dazu ein fleiner Saal, fast am irgend einem Grunde diese schriftliche Anerkennung nicht gegeben verlassenden jungen Mädchen ständig aufzunehmen, abgesehen davon, Rhein gelegen und von den meisten Fabriken der Stadt haben, aber nach dem Tarif zahlen, schäßt man die Zahl der zu den sind die meist schlecht genährten Kinder des Proletariats schon ihrer eine Stunde entfernt. Mindestens vier Wahllokale, richtig Tarifbedingungen arbeitenden Verbandsmitglieder der Buchdrucker Körperschwäche halber nur selten geeignet, gleich nach der Entlassung vertheilt in den einzelnen Stadtbezirken, wie wir es verlangt hatten, auf 19 000. Das Verhältniß in der voraufgegangenen Zeit wird aus der Schule in den Dienst zu gehen, der gewöhnlich an die wären nöthig gewesen. Und noch nöthiger, daß die Wahl an einem flar, wenn wir berücksichtigen, daß im Jahre 1886 1088 Firmen und Körperkräfte stärkere Anforderungen stellt, als die industrielle BeSonntage stattgefunden hätte. Aber nein, die Behörde wußte es im Jahre 1890 1017 Firmen den Tarif anerkannten. schäftigung. Außerdem muß der Dienstbote Fertigkeiten aufweisen, aus guten Gründen" besser und die Herren Ultramontanen die erst gelernt sein wollen. Die wenigften Herrschaften" haben hießen diese Anordnung gut. Die ausgesperrten Former und Kernmacher der Geraer aber Luft, ein Mädchen zu nehmen, das noch nichts tann. Da nun Der Saal war gegen 7 Uhr am ersten Tage vollgepfropft früh die Arbeit wieder aufgenommen. Der ihnen gestern vorgelegte der Fälle nicht in der Lage sind, ihre Kinder noch über Maschinenbau Aktiengesellschaft vormals A. Kühn haben Montag die Eltern der jungen Mädchen in der großen Mehrzahl von Menschen. Hier war fein wählen, sondern wühlen, stoßen, schieben, quetschen. Lohntarif erhält in wesentlichen die früheren Lohnfäße und für die Schulzeit hinaus völlig allein zu erhalten, so sind die Die Polizisten, an zwei Dutzend, waren machtlos. Hoch auf die Tische stellten Damit hätten die Ausgesperrten durch ihr tapferes, musterhaftes Ver- suchen. Zum Schluß sei nur noch bemerkt, daß Jahreslöhne von einige geringe Abstriche sind andere Forderungen bewilligt worden. jungen Mädchen gezwungen, sich eine industrielle Beschäftigung zu sie sich, aber machen konnten sie nichts. Es war ein fürchter- halten den ersten Angriff auf die an und für sich nicht hohen Lohn- 60-80 Thirn. in Berlin durchaus nicht die Regel sind. Vielfach liches Gewühl. Der Wahltisch, auf dem fünf Urnen standen, wurde fäße abgewehrt und zwar haben dies die jüngeren Former den bekommen die Dienstmädchen nur 30 und 40 Thlr., was kaum hins oftmals hart bedrängt, fodaß man Mühe hatte, daß er nicht um älteren, beffer bezahlten zu verdanken, die es troß ihrer Befferstellung reicht, die Kosten für Kleidung und Schuhwerk zu bestreiten. gestoßen wurde. Die Hize und der Tabakequalm waren unerträglich. nicht mit anfehen konnten, daß man den jungen Leuten Löhne in ohl au sechs Arbeitern wurde übel und einer die Hand zu drücken versucht, mit denen auch der anspruchsloseste haben, daß die Insilente in vielen Theilen Ostelbiens einen ArbeitsLandarbeiter Löhne. Die Agrarier wollen es nicht wahr mußte gar ohnmächtig aus dem Saale getragen Mensch nicht auszukommen vermag. werden! Ich sah einen Wähler, dem der leber= verdienst von nur 300 M. und darunter erzielen. Was sagen sie zieher von oben bis unten in zwei Stücke zerrissen Die Filiale des Holzarbeiter Verbandes in Breslau nun zu folgender von der Volks Zeitung" mitgetheilten Thatworden war! Ich selber war einmal ca. 10 Minuten im Saale, nahm in der Versammlung am Montag eine Resolution an, in der fache: Der landwirthschaftliche Zentralverein für Litthauen und aber ich war froh, als ich mit Hilfe meiner Ellenbogen das Freie sie gegen den Plan der Regierung protestirt, den arbeitswilligen Masuren ersuchte den Herrn Regierungspräsidenten, bei der wieder erreichte. Personen in der Zeit der Ausstände einen noch größeren Schuß zu bevorstehenden neuen Festsetzung des Arbeitsverdienstes gemäß§ 22 Daß angesichts all dieser Dinge am ersten Wahltage mehrere verleihen, als im§ 153 der Gewerbe- Ordnung vorgesehen ist. Abs. 2 des Invaliditäts- und Altersversicherungs- Gesetzes, den Jahresarbeitsverdienst der in der Land- und Forstwirthschaft be= schäftigten Justleute und Deputanten männlichen Geschlechts, den hatfächlich gezahlten Löhnen entsprechend, für den ganzen Regierungsbezirk Gumbinnen unter 350 M. festzusetzen. tausend Wähler, ohne gewählt zu haben, wieder hinausgingen, Von der Tuchfabrik Albert Müller in Sommerfeld werden Leuchtet wohl jedem ein. Am zweiten Wahltage blieben sie aus. gegenwärtig tüchtige Rundstuhlarbeiter gesucht. Wir werden geDer Wahlvorstand batte zwar noch zu thun, aber nicht den 50. Theil belen, den Reflektanten mitzutheilen, daß die Arbeiter dieser Fabrit von dem, wie am ersten Tage. So ging denn die" Wahl" zu Ende, fich in Differenzen mit der Firma befinden, weil sie an diesen wie wir gesehen haben, mit einem Sieg" der Ultramontanen. Gewerbegerichtswahlen. In Tilsit erlangte unsere Liste bei der Wahl am 17. d. M. mit 320 gegen 56 Stimmen, die auf die vereinigten Gegner, Gewerkvereinler und evangelische Arbeitervereinsmitglieder fielen, die große Majorität. Der Erfolg ist von den Parteigenossen recht freudig entgegengenommen worden. Maschinen Mädchen anlernen sollen. Ausland. In Wülflingen( Schweiz) ist, wie der St. Galler Stadtanz." mittheilt, dieser Lage der Präsident der kantonalen Grütli- und Arbeitervereine, Kantonsrath Bertschinger, gestorben. Die Wahl in Radevormwald ist zu unseren Ungunsten Das Ende des Maschinenbauerstreiks. Aus London schreibt ausgefallen. Unsere Genossen erlagen mit 114 gegen 131 Stimmen. man uns: Das vereinigte Komitee der Trades- Unions hat bestimmt, Bei dem gestern stattgehabten 2. Wahlgange der Arbeitnehmer die von den Arbeitern dreier Londoner Firmen gestellte Forderung zur Ergänzung des Gewerbegerichts zu Metz wurden nach des Achtstundentags zurückzuziehen. Da das vereinigte Komitee fo einer Meldung der Str. P." gewählt: Gerber Both, Schriftsetzer bestimmt hat, sind die Maschinenbauer genöthigt, die Bestimmungen Gödden und Schneider Calmes. Die beiden ersteren waren anzunehmen. von der sozialistischen Arbeiterpartei aufgestellt, die demnach im ganzen drei ihrer Kandidaten durchbrachte. Damit find in Meß zum ersten Mal organisirte Arbeiter in das Gewerbegericht ein gedrungen. Noch vor drei Jahren war der Ansturm derselben an der Roalition der Bürgerlichen" gescheitert. " F W Depeschen und lehte Nachrichten. fannte Anarchist Etievant, als er an dem Polizeiposten von MontParis, 19. Januar.( W. T. V.) Heute Nacht versetzte der bemartre vorüberging, zwei Polizisten mehrere Messerstiche und ver suchte dann auf den Posten mit dem Revolver zu feiern. Anderen Bolizisten gelang, es den Attentäter zu überwältigen. Etievant war erst vor kurzem aus London zurückgekehrt. Senigallia, 19. Januar.( W. T. B) Heute früh begab sich eine Volksmenge vor das Rathhaus und verlangte Maßnahmen wegen des Brotpreises. Die Manifestanten erhielten eine beDbgleich dies praktisch das Ende der Aussperrung bedeutet, bedeutet friedigende Antwort. Trotzdem drang ein Volkshaufe, unter denen es aber auch, daß Arbeiter für lange Zeit ohne Arbeit sein werden, sich besonders viele anfgeregte Frauen befanden, in den Bahnhof besonders deshalb, weil die Unternehmer entschlossen sind, die Lage und die Lagerhäufer ein und plünderte die Korn- und Maiss möglichst auszunuzen. Weil sie nahe daran waren zu unterliegen, Borräthe. Truppen, welche aus Fano herbeibeordert waren, stellten werden sie nun um so rachsüchtiger sein. Wir tadeln sie nicht. die Muhe wieder her. Ueber Lohnabzüge in der Weberei schreibt unser Geraer Sie halten halten zu ihrer Klasse, wie wir zu der unserigen. Macerata, 19. Januar.( W. Z. B.) Heute fand vor dem RathParteiblatt: Das System der Lohnabzüge in den hiesigen Deshalb ist aber auch Hilfe das, was wir am dringendsten hause eine Kundgebung zahlreicher Personen statt, welche die Herab. Webereien nimmt nachgerade eine ungeheuerliche Ausdehnung an. brauchen, sollen die englischen Arbeiter nicht in der That auf das fegung des Brotpreises forderten. Die Polizei zerstreute die So sind beispielsweise am letzten Zahltage in der Weißflog'schen Stumm- Carnegie- Dyer- Siemens- Ideal dessen, was der Arbeiter fein Manifestanten, einer derselben wurde verhaftet. In der Stadt Weberei unter einigen vierzig Arbeitern deren 38 mit Lohn: foll", herabgedrückt werden. herrscht Ruhe. abzügen bedacht worden, welche die respektable Höhe von ins. Bermitteln Sie," schreibt Barnes, unseren innigsten Dank den London, 19. Januar.( W. T. B.) Auf die Anzeige, daß die gesammt 59,60 M. ergeben. Wir finden darunter Abzüge von 6,80, Brüdern auf dem Kontinent für ihre großartige Haltung während Maschinenbau- Arbeiter die Forderung des Achtstundentages zurück5,60, 4,20, 3,50, 2,90, 2,10 n. 1. f. w. bis zu 50 Pf. herab. der langen Zeit des Kampfes und der Noth. nehmen, theilte der Verein der Arbeitgeber den ersteren Man kann daraus ermessen, wie viel die Gesammtsumme der Lohn- Ein ausführlicher Bericht folgt später. mit, daß alle Werkstätten am 24. d. M. wieder geöffnet werden abzüge bei den hunderten von Arbeitern und Arbeiterinnen dieser Der Kampf war ein heldenmüthiger, er wird zu den großen würden, vorausgesetzt, daß die verbündeten Trades Unions die Bes Weberei ausmacht. Der ohnehin schmale Lohn der Arbeiter wird Weltschlachten gezählt werden. Es giebt Ursachen, die nicht dingungen in betreff der Handhabung des Werkstättenbetriebes andurch solche Praftifen noch ganz gewaltig beschnitten. Für Fehler, beseitigt werden können, und hier lag eine solche vor. Dieser nähmen, über welche in der Konferenz im Dezember v. J. eine pvelche infolge schlechten Materials entstehen, für die also das Unter- Rampf war nur eine Phase in dem großen, allgemeinen Einigung stattgefunden hat. ehmerthum verantwortlich ist, muß der Arbeiter büßen. Und wie Rampf der Arbeiterklasse. Wir konnten ihn nicht vermeiden und Petersburg, 19. Januar.( B. H.) Die Behörden find infolge in diefer, so ist es in fast allen Webereien. Daß die Arbeiter durch haben nun unsere Verwundeten, für die wir sorgen müffen. Unsere eines höheren Auftrages angewiesen worden, jede sozialistische folche unbegründete Lohnkürzungen nur noch mehr erbittert werden Arbeiter- Kranken- und Armenhäuser werden für lange Zeit gefüllt Agitation im Reime zu ersticken. Alle die Arbeiterbewegung müssen, ist leicht begreiflich und hohe Zeit ist es, diesem System ein fein. Darf ich um Hilfe bitten für diese tapferen Kämpfer, die für besprechenden Drucksachen sollen tonfiszirt werden, auch die der Ende zu bereiten." uns fämpfend verwundet wurden?" dramatischen und erzählenden Literatur. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. interhaltungsblatt. Nr. 16. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 20. Januar 1898. Reichstag. " " hat Präsident Frhr v. Buol: Die Methode Bebel und was Gie sonst noch gesagt haben, hat absolut nichts mit dem Antrage Spahn zu thun. Abg. Zimmermann( Reform- P.): Namens Dresdens und der Regler lege ich Verwahrung gegen Bebel's Behauptungen ein. Durch solch haltlose Beschuldigungen drücken wir nur das Ansehen des Reichstages herab.. Die antisemitischen Bilderbogen sind ein Privatunternehmen. Die Worte Lenzmann's beweisen nur, daß ihm die Juden ein Kräutlein Rührmichnichtan sind. und Kunft handelt. Der§ 184a foll unsere Jugend schüßen; sie soll nicht moralisch todt. Wer seine Ehe bricht, ist für einen todten Menschen durch die Ausstellung schamloser Bilder in Schaufenstern zc. ver- geachtet." dorben werden. Jezt tönnen sich die schamlosesten Nacktheiten Abg. Zimmermann( Reformp.): Es ist schon häufig festgestellt, 20. Situng. Mittwoch, den 19. Januar 1898, öffentlich breitmachen, ohne daß das Strafgesetz eine Handhabe da. daß die Angaben des Abgeordneten Bebel sich nicht mit den thatPräsident v. Buol eröffnet die Sigung nach 21/4 Uhr. gegen bietet, da jetzt nur die Darstellung unzlichtiger Handlungen sächlichen Vorgängen decken. Das gilt auch für seine Die erste Berathung des Zentrumsantrages betr. Abänderungen bedroht ist. Ich habe solche Bilder erst neulich in dem Schaufenster Darstellung der Vorkommnisse beim Dresdener Reglerfeste. des Strafgesetzbuches fog. lex eingewirb fortgesetzt. einer hiesigen Antiquar- Handlung gesehen, die so ausgestellt waren, Es liegt ja eine öffentliche Erklärung des Keglerbundes Abg. Dr. Höffel( Rp.): Ich begrüße mit Genugthuung diefen daß die Blicke der Vorübergehenden darauf fallen mußten. Ich vor und Herr Bebel hätte Gelegenheit, seine Beschuldigungen ernenten Versuch, den Mißständen auf dem Gebiet der Sittlichkeit habe beobachtet, daß 12 jährige Schulkinder minutenlang davor gevor Gericht zu beweisen. Der Abgeordnete Bebel auf dem Wege der Gesetzgebung entgegenzutreten. Die Schäden der standen haben. Solche Bilder wecken den Sinnlichkeitstrieb und die Maifest- Feter der Dresdener Arbeiter in Vergleich gestellt mit Unfittlichkeit untergraben die Gesundheit des Volfes stärker als führen auf die Bahn des Lasters. Die Kollegen Bebel und Pieschel dem Huldigungszug der Regler vor dem Könige. Ein solcher Verdie verderblichsten Epidemien. Diese Frage ist nicht mehr bemängelten die Dehnbarkeit der Faffung des§ 184a. Es sind aber gleich ist an sich ganz unangebracht.( Sehr richtig! rechts.) Herr, Sache der Spezialärzte, sondern eine Frage, die der Deffentlichkeit gerade viel mehr Fälle von Freisprechungen als von Verurtheilungen Bebel hat die Dresdener Maifest- Feier sehr harmlos hingestellt. So im höchsten Maße angelegen sein muß. Die Zahlen der Die Zahlen der an erfolgt, mit denen man nicht einverstanden sein konnte. Das harmlos sind Ihre Genossen nicht. Jeder, der die Verhältnisse in Syphilis Erkrankten sind erschreckend groß, in Berlin soll es allein Schamgefühl muß in erheblichem Maße verletzt sein, es muß eine Dresden kennt, weiß, daß eine Machtentfaltung der Partei im Jahre über 5000 Erkrankungen geben und zwischen 7000 bis grobe Unanständigkeit vorliegen, wenn die Verurtheilung möglich auf der Straße geplant war, die durch das Verbot verhindert wurde. 8000 Geschlechtstranke kommen jährlich in der Charitee zur Be- fein soll. Eine Fassung, die jede falsche Auslegung ausschließt, ist Der Abg. Bebel hat ein harmloses Fest hier in das schlechteste Licht handlung. Die Zahl der in Privatbehandlung Befindlichen ist sicher nicht möglich. Herr Pieschel sagte, das Schamgefühl sei zu gefeßt. Was sollen denn die Frauen und Töchter der Regler von noch größer. Gewiß wird man mit gefeßlichen Bestimmungen allein individuell. Herr Pieschel überschätzt, wie ich glaube, die ihren Männern denken, wenn sie so etwas in den Zeitungen lesen. bas Uebel nicht beseitigen können. Es hat sich heraus Abhärtung feines Schamgefühls.( Heiterkeit.) Es handelt sich nicht Die Ehre der Regler( Burufe links) ist aufs ärgfte verlegt worden. gestellt, daß die Kasernirung der Prostitution um das Schamgefühl eines einzelnen vielleicht nicht normal Was! Sie sagen, die Kegler hätten feine Ehre?( zurufe bisher nur die Zahl, der Erkrankungen er veranlagten Menschen, sondern um das allgemeine Sittlichkeits- und links.) Was würden Sie sagen, wenn ich Ihren Genossen höht; sie ist weit entfernt, vom sanitären Standpunkt aus als Schamgefühl. Wenn Wissenschaft und Kunst sich erniedrigen zur die Ehre abstreiten würde?( Erneute zurufe links.) Das haben Sie günstig angesehen werden zu fönnen. Das hat die Statistit erwiesen. Dienerin der Sitten und Schamlosigkeit, dann hören sie auf, Wiffen nicht gefagt? Dann machen Sie doch Ihre Zwischenrufe deutlicher. Außerdem wird durch die Kasernirung die heimliche Prostitution schaft und Kunst zu sein. Nur die Scham- und Sittenlosigkeit soll Herr Bebel fann nur einen Kronzeugen für seine Behauptungen nicht eingeschränkt. Wir können die Fragen hier nicht im einzelnen getroffen werden, dann aber auch ganz gleich, ob sie von sogenannter zitiren. Das ist ein sehr unsicherer: Die Sächsische Arbeiterzeitung", prüfen; dazu wird in der Kommission Gelegenheit sein. Der gegen- Kunst und Wissenschaft oder von der glatten Rohheit verübt wird. deren Behauptungen sind schon sehr oft vor Gericht geprüft und zu wärtige Zustand ist jedenfalls unhaltbar. Die Bestrafung der Herr Pieschel kann doch nicht ernsthaft meinen, daß die Ausstellung leicht befunden worden.( Ruf links: Passirt Euch noch häufiger. Kuppelet und die Straflosigkeit der Frauen, die sich dem alles beffen, was natürlich ist, erlaubt sein darf. Er that eine Seiterfeit.) Wenn die Sächsische Arbeiterzeitung" aber bei GelegenReglement unterwerfen, stehen im Widerspruch zu einander. Aeußerung, die so verstanden werden konnte. Damit würden wir heit des Keglerfestes eine solche Behauptung aufgestellt hat, wie der Die Anträge auf Aenderungen einzelner Baragraphen des Straf- uns aber weit unter das Niveau der wildesten Völker stellen.( Sehr Abg. Bebel hinausgeschleudert hat, dann ist sie nur deshalb ungestraft gesetzbuches find im allgemeinen begründet. Vor allem richtig! im Zentrum.) Herr Pieschel äußerte Bedenken gegen den davongekommen, weil die betheiligten Herren es nicht gelesen haben. ist eine empfindliche Bestrafung der Zuhälter am Plate, Paragraphen, der Unfittlichkeiten des Arbeitgebers gegen Bedienstete Mit der Methode Bebel muß hier im Reichstage gebrochen werden... dann auch die Verfolgung der berüchtigten Rolportage- Romane, die treffen foll. Er befürchtet Denunziationen. Mag sein, daß ein paar( Glocke des Präsidenten.) in 100-200 Heften als Fortsetzungen eine außerordentliche Ver- falsche Denunziationen vorkommen werden. Mir ist aber von der breitung finden. Es muß auch prophylaktisch gewirkt werden. Die Leiterin eines Vereins für die Unterbringung weiblicher Angestellter Verführung so vieler junger Mädchen durch solche Lektüre muß ent- ein so reiches Material übergeben worden, das gebieterisch ein Einschieden verhindert werden. Wir wollen nicht, wie der Abg. Bebel schreiten fordert. behauptet, zivei Moralen, sondern für beide Geschlechter eine Moral. Was Herr Bebel über die Ehescheidungen und ihre Ursachen Dazu soll auch der vorliegende Gefeßentwurf beitragen und ich bitte gefagt hat, war zum größten Theil richtig. Man faßt die Ehe jetzt die Regierung, ihn, wenn er hier angenommen werden sollte, nicht als Geschäfts- und Versorgungsanstalt auf, von der unauflöslichen in den allgemeinen Papierforb verschwinden zu lassen.( Beifall rechts.) Gemeinschaft zwischen Mann und Frau in allen göttlichen Sächsischer Ministerialrath Dr. Fischer: Auch ich muß auf und weltlichen Dingen ist nicht mehr die Rede wegen des antieine Bemerkung des Abg. Bebel zurückgreifen, die sich auf das tirchlichen Sinnes der Bevölkerung. Setzen Sie sich über kleinliche Abg. Bebel( S08.): Zunächst will ich Herrn Abg. Zimmermann Reglerfest in Dresden bezog. Die Ausführungen waren zum Bedenken hinweg. Wir haben Viehseuchen- Gesetze und sollten nicht einige Worte erwidern; er hat mir gegenüber an die Würde des mindesten stark übertrieben. Ich war damals in Dresden wohnhaft ein Gesetz zu stande bringen, das gegen die moralische Verseuchung Reichstages appellirt. Ich glaube, es ist gerade der letzte, der das und hätte doch auch etwas von diesen Ausschreitungen merten unseres Boltes und unserer Jugend vorgehen will? Ich würde es thun dürfte. Wenn Herr Zimmermann von Sittlichkeit und Würde; müssen. Auch amtliche Feststellungen haben ergeben, daß die Aue- bedauern, wenn der Gefeßentwurf noch einmal an eine Kommission spricht, so muß ich an Goethe's Reinecke Fuchs denken, der an= führungen des Abg. Bebel unrichtig waren. Es hat in diesen Tagen verwiesen würde. In diesem Falle würde in dieser Session wieder gethan mit Stapulier und Kruzifir zur Kirche geht. Bevor tein Zuzug von Dirnen nach Dresden stattgefunden, es hatten viel- nichts aus dem Antrag werden und das wäre schade im Interesse ich auf die Beschuldigungen des sächsischen Ministerialraths mehr die Regler ihre Gattinnen und Töchter mit nach Dresden ge- unserer Jugend.( Beifall im Zentrum.) Dr. Fischer und des Herrn Zimmermann, die sie wegen bracht und sich in harmloser Weise vergnügt. Wie übertrieben diese Aus- Abg. Lenzmann( frs. Vp.): Wir werden die einzelnen Be- des Dresdener Regelfestes gegen mich erhoben, näheri führungen waren, das zeigt auch die Thatsache, daß in jenen ftimmungen prüfen und hoffen, daß ein Gefeß übrig bleibt, dem eingebe, muß ich im allgemeinen Verwahrung einlegen gegen die Tagen nicht eine einzige Ausschreitung von der Polizei festgestellt wir zustimmen fönnen. Diese Zustimmung ist uns jetzt noch un- Art, wie man in legter Beit gegen mich persönlich vorzugehen be worden ist, abgesehen von kleineren Ausschreitungen einer Singspiel- möglich. Das Gefeß soll die gewerbsmäßige Unzucht treffen, aber liebt, um meine Angriffe zu entfräften, daß man mich als einen; truppe im Zoologischen Garten. Der Abg. Bebel hat die Gewohn- glaubt man damit die Prostitution selber aus der Welt zu schaffen? gewohnheitsmäßigen Verleumder hinstellt, der ohne genaue Kenntniß beit, nicht nur gran in gran, nein schwarz in schwarz zu malen. Da leider auf der Tribüne Frauen anwesend sind, kann ich mich der Thatsachen Behauptungen in die Welt setzt, die er nachher nicht Das aber dürfte man doch verlangen, daß er, wenn er von diesem über diese Erscheinung nicht mit wünschenswerther Deutlichkeit aus- verantworten kann. Wenn es wirklich hin und wieder vorgekommen geschüßten Orte aus solche ungeheuerlichen Vorwürfe gegen achtbare sprechen. Nur soviel will ich sagen: die Prostitution auf der ist, daß daß ich eine Einzelheit nachträglich habe berichtigen Männer schleudert, beffer informirt ist und nicht den Berichten un- Straße ist gefährlicher, als die tafernirte Prostitution, denn müssen, so hat jedenfalls 90 pCt. von dem, was ich gesagt, fich zuverlässiger Gewährsmänner ohne weiteres vertraut.( Beifall diese muß aufgesucht werden, jene aber drängt sich auf. Wenn stets als wahr erwiesen, und das übrige auch seinem Sinne nach. rechts.) man gegen die Dirnen vorgeht, müßte man auch Diese Verdächtigungen gegen mich haben ihren Anfang von der Abg. Beckh( frf. Vp.): Wir sind mit der Tendenz des An- gegen die Männer vorgehen, die sie besuchen und dann Sigung vom 5. Dezember v. J. genommen, in der ich gegenüber trages, die Prostitution einzuschränken, einverstanden, aber nicht mit würde man ja dazu kommen, den außerehelichen Verkehr über Herrn v. Kardorff, der sich auf die Fischer- Fink'sche Broschüre berief, dem Wege, den der Antrag geht. Redner geht besonders auf die in haupt unter Strafe zu stellen. Ebenso verwerflich wie das Urtheil Herrn Fink als einen moralisch verwerflichen Menschen hinstellte. Bayern vorgekommenen Fälle ein, wo verlobte junge Leute im Kon- des Reichsgerichts, das das Vermiethen von Wohnungen an Dirnen Ich habe damals die materiellen Einzelheiten niht vollständig fubinat gelebt haben und die Eltern wegen Kuppelei zu Zuchthaus- als Kuppelei bestraft, ist das häufig wiederkehrende Urtheil des beweisen können; mittlerweile aber habe ich mich nach Amerita ge ftrafe verurtheilt werden mußten, obwohl die Richter darüber die Reichsgerichts, das die Duldung des Verkehrs zwischen Verlobten wandt und habe jetzt die schriftlichen Beweise in der Hand dafür, Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben. Er verlangt an den Eltern als schwere Kuppelei mit Zuchthaus bestraft. Die daß Herr Fint, der Redakteur der Post" und Sekretär der freivor allem die Zulassung mildernder Umstände für solche Fälle und Möglichkeit zu beiden Arten von Urtheilen muß verfchloffen werden. fonservativen Partei, thatsächlich Wechsel gefälscht, daß er wegen mildere Strafen. Die Unfittlichkeit sei nicht nur in den großen Städten, Der§ 181 a, der sich gegen das Buhälterwesen richtet, gefällt mir ehrloser Handlungen aus dem Chikagoer Preßklub ausgeschlossen ist. sondern noch mehr auf dem Lande zu Hause. Das Beispiel des Fürsten gut, aber der§ 182a ift bedenklich, weil er zu Denunziationen der In den nächsten Sizungen werde ich Gelegenheit nehmen, die Wahrheit Radziwill aus Rom sei nicht sehr glücklich gewählt worden( Heiterkeit) Dienstherrschaft durch die Dienstmädchen führen kann. Wir sind meiner Behauptungen dem ganzen Hause darzulegen. Soviel zur Gerade über die Sittlichkeit in Rom hätten deutsche Geistliche die ebenso wie das Zentrum gewillt, die Jugend vor sittlicher Verseuchung Abwehr der persönlichen Angriffe gegen mich. ungünstigsten Berichte mit nach Hause gebracht. Die Bestimmungen zu bewahren, aber die Vorschläge, die sich gegen die unsittlichen Ich komme nun auf das Dresdener Regelfest. Der Verband des Autrages, welche der Unsittlichkeit auf den Theatern, in der Schriften richten, gehen zu weit. Selbst das Anbieten solcher Dresdener Regelklubs" hat in einer Dresdener Zeitung eine fulmis Literatur vorbeugen sollen, seien für ihn unannehmbar. Freiheit Schriften soll bestraft werden. Das würde eine Quelle nante Erklärung veröffentlicht, die lebhaft gegen meine Anschul in Wissenschaft und Kunst müsse unter allen Umständen gewahrt unerhörter Polizeichitanen gegen die Presse sein. Der Polizeifampf digungen protestirt. Und der sächsische Regierungs- Kommissar hat bleiben. gegen die Nuditäten" muß die Kunst schädigen. Frühere Jahr- bier feierliche Erklärungen zu gunsten der Regler abgegeben. Abg. v. Salisch( t.): In Schuh nehmen möchte ich die Polizei hunderte waren lange nicht so prüde. Juristisch ist der vorgeschlagene Ja, meine Herren, das weiß ich auch, daß die Dresdener Polizei beamten gegen die Verunglimpfungen, denen fie hier ausgesetzt Baragraph sehr unflar gefaßt. Was heißt sittlich, was heißt uns amtlich nicht unterrichtet war, daß Dirnen gekommen feien. Wenn waren. Die Beamten kommen arg in Versuchung, die große Masse sittlich? Ist doch Rechtsanwälten, die Majestätsbeleidigungen ver- Dirnen zu solchen Festlichkeiten hinkommen und sie sind bei allen hält sich aber durchaus ehrenvoll. Wollen Sie die materiellen Bertheidigten, gesagt worden, das sei unfittlich. Das ist mir passirt. solchen Festlichkeiten dabei, vorwiegend bei patriotischen hältnisse dieser Beamten ausbessern, so werden Sie auch die geringen Vor einigen Jahren prangte an den Litfaßsäulen Berlins ein Plakat, so melden sie sich in melden sie sich in den Gasthäusern natürlich nicht jetzt vorgekommenen Ausschreitungen beseitigen. Der Gesezentwurf das einen nackten Neger darstellte, auf dem ein deutscher Matrofe als Prostituirte an, sondern als Fräulein so und so. wendet sich mit recht gegen gewisse Pinsler und Sudler. mit der Peitsche in der Hand kniete. Diese Verherrlichung der Aber privatim vernimmt man von deren Ankunft zur genüge. Ich Kolonialbrutalität verletzte mein Scham- und Sittlichkeitsgefühl aufs fam furze Zeit nach dem Fest nach Dresden und habe dort in einer höchste, aber nicht das der Polizei, das auch gegen die scheußlichen Gesellschaft eben jene Darstellung bekommen, die ich hier gegeben. Bilderbogen der Antisemiten, diese ärgste Verlegung des Sittlichkeits. Und diese Dinge sind auch in der Presse erwähnt. Ja, die gefühls( Sehr richtig! links), nichts unternahm. Wir wollen die Sächsische Arbeiterzeitung" foll da nicht zuverlässig genug fein Sittlichkeit schüßen, aber nicht polizeiliche Vexationen dafür ein Gewiß, fie hat häufig die Ehre gehabt, von der Regierung verfolgt tauschen.( Bravo! links.) zu werden, das pasfirt der Zeitung des Herrn Zimmermann ja nicht, auch nicht den Zeitungen aller der Herren, die mit ihrer Gesinnung Geschäfte machen( Große Unruhe), aber das thut ihrer Wahrhaftigkeit keinen Abbruch Abg. Jekrant( Antis.): Das preußische System der Behandlung der Unzucht, das diejenigen weiblichen Personen schützt, die sich frei willig der Behörde melden, und die heimliche Prostitution bestraft, ist so ungerecht, wie etwas nur ungerecht sein kann. " " " " Was den Zusatz zu§ 181 anlangt, so ist es nur eine Forderung des Rechts, der Gerechtigkeit und der Billigkeit, daß die gewerbs mäßige Unzucht auch bestraft wird, wenn die Kuppelei bestraft Abg. Schall( f.): Ich muß mich leider wieder mit dem werden soll; man bestraft doch nicht den Hehler, wenn der Stehler Abg. Bebel beschäftigen, weil er mich als Vertreter der Kirche frei ausgeht. in seiner letzten Rede wiederholentlich angezapft hat. Damit man Wenn der Abg. Bebel Luther als Zeugen seiner Sache anführt, im Lande nicht sagt, wir haben wieder einmal die Sozialdemokraten Präsident v. Buol( unterbrechend): Ich muß den Ausdruck so zeigt er, daß ihm jedes Organ abgeht zur Beurtheilung so großer das sagen lassen, was zu sagen unsere Pflicht wäre, will ich hier des Herrn Bebel tadeln, wenn er davon spricht, daß Mitglieder historischer Persönlichkeiten vom geschichtlichen Standpunkt aus. nochmals unseren Standpunkt darlegen. Herr Bebel hat mich mit dieses Hauses mit ihrer Gesinnung Geschäfte gemacht haben. Wenn Sie aber den Muth haben, Luther in einer Reihe mit Chanteusen seinen Mittheilungen über die widernatürliche Unzucht unter Männern Abg. Bebel( fortfahrend): Dort wurde also folgendes mitgetheilt: und Bordellmädchen zu nennen, so kann ich Ihnen nur sagen: Luther geradezu deprimirt. Wir werden in der Kommission von der Re- Schon am Vorabend haben große Keilereien stattgefunden. Auf dem hat gewußt, daß es Leute giebt, die so von ihm reden; freilich nicht, gierung das einschlägige Material fordern und dann auf Abhilfe Feste soll es pafoniermäßig" zugegangen fein. Ein Klub hat sich daß sie im Reichstage figen werden; für solche Leute hat er aber finnen. Herr Bebel hat die Frage der öffentlichen Häuser übrigens diesen Namen„ Pakonier" felbft beigelegt und fein Mitglied das Wort geschrieben: Aber laßt lügen die verkehrten Lügner! berührt. Ich stehe nicht an, Herrn Bebel in dieser Frage hat dagegen protestirt. Als Nachspiel des Festes fanden dann in Es wurden Chrifto und seinen Aposteln die Worte verkehrt, wie vollständig recht zu geben. Die Behörden dulden hier Zu- der Nicolaistraße große Aufzüge statt mit offenen Droschten, in denen sollte man nicht auch mir die Worte im Munde verdrehen!" stände, die tief beklagenswerth sind und sie sind doch in gewissem Sinne, je ein Mitglied mit zwei Prostituirten saßen. Das offizielle Organi Zur Sache selbst will ich bemerken, daß man über Kunst und für diese Schäden verantwortlich. Hervorragende Mediziner mit des Regelflubs, die Deutsche Regelzeitung", hatte einige Wochen Nuditäten denken mag wie man will. Aber daß man lüfterne Bilder Virchow an der Spitze haben sich aus sanitären Gründen gegen vorher folgende Annonce abgedruckt:" Gummischus sowie Suspensoriren aushängt für die Sinnlichkeit der heranwachsenden Jugend und der alten öffentliche Häuser erklärt. Wie will man es verantworten, der aller Art empfiehlt allen Regelbrüdern die Deutsche Regelzeitung"; ausgewachsenen Nonés, das kann doch nicht mit der Kunst entschuldigt Jugend in der Umgegend der öffentlichen Häuser solche widerliche und gegen diese Schandannonce hat der Verband keine Veranlassung werden. Freilich, die Anstößigkeit ist ja nach Ansicht des Herrn Schauspiele zu bieten. Mit recht sind die Sittlichkeitsvereine da- genommen zu protestiren. Bebel etwas Individuelles. Ich glaube ja auch, daß die Herren, gegen vorgegangen, ebenso gegen die polizeilichen Zwangs- Unter- In Dresden ist vor ganz furzer Zeit erst eine große Zahl von die hier im Hause sitzen, überall hingehen können, ohne Schaden an suchungen, die alle Menschenwürde zerstören. Die Prostitution ist Bordellen entstanden, und das allerskandalöseste dabei ist, daß ihrer Sittlichkeit zu nehmen. Aber wenn unsere Wähler wüßten, ein Uebel, aber kein nothwendiges Uebel, noch weniger ein während einer ganzen Reihe von Jahren einer der bekanntesten wo wir überall hingehen( Stürmische, anhaltende Heiterkeit; der entschuldbares Uebel. Das sechste Gebot steht in der Mitte zwischen Kriminalpolizisten der auch politisch als wüthender Verfolger der Nest bleibt unverständlich). Ich will Ihnen sagen, was anstößig ist. dem fünften und siebenten Gebot, feine Uebertretung ist so schwer Sozialdemokratie sich hervorthat, jedenfalls, um damit sein übriges Anstößig ist, was die Mehrheit hier im Hause für anstößig hält. wie Mord und Diebstahl. Es muß bei beiden Geschlechtern mit Betragen zu decken!- Nacht für Nacht in jenen Bordellen ver ( Die Heiterfeit im Hause nimmt zu und begleitet fortgefeßt die vollständig gleichem Maße gemessen werden. Die Schuld der kehrte und sich von ihnen unterhalten ließ, bis er schließlich doch zu Worte des Redners.) Männer ist oft größer als die der Mädchen. Ich arg mit den Strafgesetzen in Konflikt tam. Das Polizeipräsidium Was die Verführung der Angestellten anlangt, so ist hier vom will nicht wiederholen, daß die Sozialdemokratie mit hat von diesen Dingen gewußt; es ist in ganz Dresden bekannt Abg. Pieschel geäußert worden: jemand habe gesagt, wenn dieser Schuld ist an der sittlichen Verelendung unseres Voltes, gewesen. Wenn aber in dem Organ der Regler gefagt wird, ich Paragraph Gefeßeskraft erlangt, so müßte er alle feine Dienst- ich erinnere nur daran, daß ein Parteigenosse des Herrn hätte die ehrbaren Frauen und Töchter der Regler auf die Stufe mädchen entlassen.( Buruf des Abg. Pieschel: Unsinn.) Nun, ich Bebel, als er mit der Frau eines anderen durchging, öffentlich er öffentlicher Dirnen herabgewürdigt, so habe ich dies in glaube: der Herr, der das gesagt hat, hat wohl feine genügende flärte: Was macht Ihr denn für ein Aufhebens, ich ziehe ja nur jenen Ausführungen mit feiner Silbe gethan; das ist Selbstbeherrschung! Lassen Sie sich hierdurch nicht irre machen. Die Konsequenz aus den sozialdemokratischen Anschauungen. Die eine ganz gemeine Unterstellung. Ich nehme an, daß man so Sie vollbringen ein Werk der Sittlichkeit, wenn Sie den Antrag Mängel der Sittenpolizei find unbestreitbar. Die gefallenen Mädchen etwas aus meinen Worten gelesen hat, um sich ein möglichst fittannehmen. sollen durch Frauen untersucht werden, nicht auf der Polizei liches Air geben und mit möglichster sittlicher Entrüstung auf mich, Abg. Noeren( 3): Ich freue mich, daß gegen die Tendenz sondern in Krankenhäusern. Herr Bebel hat wieder Luther in losschlagen zu können. Wenn man die Herren etwas unter die Lupe unseres Antrages von feiner Seite Bedenken laut geworden sind. die Debatte gezogen. Auf der Tribüne des Reichstages braucht nimmt, so hat man allerdings Ursache, die Frauen und Töchter der= Sollte aber den einzelnen sachlichen Bedenken Rechnung getragen diefer große Mann von mir nicht in Schutz genommen felben auf das nachdrücklichste vor ihren Herren Ehegatten und werden, so würde die ganze wohlthätige Wirkung des werden. Luther hat sich über die Heiligkeit der Ehe nicht zweifelhaft Vätern zu warnen. Ich habe da ein paar Lieder, die auf einer Gesetzentwurfes in Frage gestellt werden. Besonders gilt das von ausgedrückt, wie es nach den Ausführungen Bebel's scheinen könne. ihrer Männerzusammenkünfte gesungen wurden, die von der allerden Bedenken gegen§ 184a, der von der Unsittlichkeit in teratur Er verurtheilt den Ehebruch entschieden und bezeichnet ihn als standalösesten Art sind. Ich lege auch diese hiermit auf den Tisch 9 = Abg. Dr. Jrmer( t): Wir wünschen alles zu vermeiden, was den Frieden der Konfessionen stören kann.. 11 gelegen, den Evangelischen von heute Förderung der Sittenlosigkeit Abg. Dr. Dittrich( 3.): Dem Papst hat es jedenfalls fern= vorzuwerfen. Soweit das Zentrum eine politische Partei ist, müsse es dies sein, in nothwendiger Folge der früheren Kirchenpolitit. Damit schließt die Debatte. besondere 20 er Kommission) wird abgelehnt. Der Antrag Sattler( Ueberweisung des Eisenbahnetats an eine Die üblichen Etatstheile gehen an die Budgetkommission. Morgen( Donnerstag) 11 Uhr: Rechnungsfachen. Novelle zum Gesetz betr. polnische Ansiedelungen. Schluß 3 Uhr, Parlamentarisches. M des Hauses nieder.( Seiterkeit.) Ich warte nunmehr die Erklärung| Vorschläge nicht gemacht. Anerkennen müsse man doch, daß beij Herrn Staatssekretärs des Innern, leiftet einer solchen Meinung ents des Verbandes der Kegler ab. Daß übrigens solche Feste Gelegen- uns den Gemeinden die gesammten Realsteuern überwiesen sind, eine schieden Vorschub. Ich glaube nicht, daß in einem größeren Umheit zu sittlichen Ausschreitungen geben, ist eine allbekannte That- Leistung, die noch kein anderer Staat der Welt unternommen habe. fange Unterbeamte wirklich einer solchen Auffassung der Dinge fache. Die Herren auf der Rechten, die zu den Ausführungen des Die Ursachen des foloffalen Steuerdrucks liegen in den gesteigerten guneigen. Wäre es der Fall, dann möchte ich bei dieser Gelegenheit sächsischen Ministerraths so lebhaft Bravo riefen, wissen das vielleicht Bedürfnissen der Gemeinden, die sich alles das leisten zu fönnen den Herren sagen und ich glaube, es ist nicht überflüssig, aus eigener Erfahrung. Ich will nur noch an einen Fall aus glauben, was sie in großen Städten sehen. Was die Eisenbahn- daß das von dieser Stelle aus geschieht dem Jahre 1890 in Berlin erinnern, wo nach einem Fest ein Ueberschüsse anlangt, so ist es von Anfang mein Bestreben Thorheit wäre, deren sie sich von ihrem eigenen Standdaß es die allergrößte Frauenverein fich mit einer Petition an den Oberbürgermeister gewesen, zu vermeiden, daß Eisenbahn Ueberschüsse, die in punkt aus schuldig machen können. Wer die Sozialdemokratie unterwendete, daß Vorkehrungen getroffen werden möchten, die eine Wirklichkeit gar feine Ueberschüsse waren, Wiederkehr jener Orgien namentlich auch auf dem bevor Staatszwecke zu verwenden. In diesem Bestreben bin ich den größten demokratie in den Kämpfen, die uns bevorstehen, Siegerin für allgemeine stüßt, untergräbt unseren heutigen Staat, und wenn die Sozialstehenden Sedan feste nicht mehr befürchten lassen. Ich Schwierigkeiten begegnet, und ich bin gern bereit, das den Herren bleibt, dann können auch die Herren Unterbeamten überzeugt denke also, nach allen Seiten hin meine Angriffe vor acht Tagen in einer besonderen Kommission noch klarer zu machen, womit ich sein, daß nicht sie zu ihrem Rechte gelangen, sondern ganz andere gerechtfertigt zu haben. Ohne weitere Provofation will ich jedoch aber für meine Person die Einsetzung einer besonderen Eisenbahn Männer in die Staatsstellen einrücken, nämlich die Hintermänner der feine weiteren Erläuterungen nach dieser Richtung hin machen. Kommission nicht empfohlen haben möchte.( Heiterkeit.) Völlig bei Sozialdemokratie, nach dem Prinzip:„ ôte- toi, que je m'y mette". Der Abg. Schall hat vor acht Tagen mir gegenüber behauptet, daß treten kann ich nur den Ausführungen des Abg. v. Eynern, daß bei Mit den friedlichen Worten des Abg. Borsch stehen die Thatsachen die Sittlichkeit auf dem Lande größer sei, als ich es darstelle, und der Führung unserer Wirthschaftspolitik eine Einigung zwischen in Widerspruch, so die Existenz des Zentrums, das ja eine Kampfsich auf ein Buch bezogen. Er hat aber die Quelle nicht genannt. Industrie und Landwirthschaft dringend nöthig ist. Es genügt, ihn auf die Schrift seines Amtsbruders, des Pastors wir Soweit partei ist.( Bravo!) der Landwirthschaft Vortheile zuwenden können, ohne Wagner, aufmerksam zu machen. Danach tritt die Unfittlichkeit auf andere Bevölkerungsklassen zu schädigen, muß es geschehen. dem Lande nicht so fraß und öffentlich hervor, sie hält sich mehr im In diesem Sinne habe ich auch früher von einer Politit der Samm Geheimen. Daraus erklärten sich die widersprechenden Urtheile. lung auf wirthschaftlichem Gebiete gesprochen.( Beifall rechts.) Paftor Wagner kommt zu dem Schluß, daß es auf dem Lande ebenso Abg. Dr. Porsch( 3): Das Zentrum wird, wie schon früher, hoffnungslos ausfähe, wie in der Stadt. Meine Angaben über die so auch diesmal gegen die Einsetzung einer besonderen Eisenbahnwidernatürliche Mannesunzucht sind richtig. Wären sie es nicht, so tommission stimmen. Aus Anlaß der Ueberschwemmungen in Schlesien wäre schon eine Richtigstellung seitens der Regierung erfolgt. ist Staatshilfe in Aussicht gestellt; hier wäre größere Beschleunigung Nähere Mittheilungen entziehen sich der öffentlichen Diskussion am Plaze. Ein Wahlgesetz ist leider dem Landtage nicht in Aussicht Ich bin gar nicht der Ansicht Lenzmann's, der in bezug gestellt. Wir würden wenigstens ein Kommunal Wahlgefet gern auf die Damen wieder zweierlei Maß anwenden wollte. gesehen haben, da die Mißverhältnisse hier infolge der SteuerE3 schadet nichts, wenn die Damen auch mal über reform unerträglich geworden sind. Wir werden einen Antrag in diese Dinge etwas etwas hören. Herr Jskraut fagte, mir diesem Sinne einbringen. Die Errichtung der Gesandtschaft beim fehle das Organ, historische Vorgänge richtig zu würdigen. Papst bat früher Herr v. Eynern und seine Freunde nach anfäng Das Organ, das ihm fehlt, ist das Gehirn.( Große Heiter- licher Bekämpfung gebilligt. Die Staatsregierung habe auch die feit.)( Präsident v. Buol: Ich muß das rügen.)( Heiterkeit.) 3weckmäßigkeit der Gesandtschaft anerkannt. Wir haben keinen Haß Budgetkommission. Der Vorsitzende Abg. v. Kardorff theilt Luther hatte eine revolutionäre Zeit, es ist die Zeit, in der er mir gegen unsere Mitmenschen und wir wissen auch das gleiche von mit, wie er die Eintheilung der Geschäfte vornehmen wolle; danach am besten gefallen hat. In dieser Zeit hat er über die Ehe das dem Papste, dessen friedlich angelegter Geist jedem derartigen Hasse solle der Etat des Auswärtigen Amtes am Schlusse der Berathungen stärkste gesagt, was zu sagen ist und was sich heute kein Sozial- fern sieht. der Kommission erledigt werden. Abg. Bebel erklärt sich gegen diesen demokrat zu sagen erlauben dürfte. Was der Abg. Roeren über Vorschlag. Der Reichstag habe das dringende Interesse, den Etat den§ 184a gefagt hat, hat mich nicht überzeugen können. des Auswärtigen Amtes bald zur Berathung zu haben, um sich Pastor Hülle hat ein Flotten- Flugblatt veröffentlicht mit einem Bilde mit zwei nackten Niyen. Die„ Germania" hat erklärt, ein daß die glänzende Finanzlage so unsicher ist. Abg. Gothein: Die Eisenbahnverstaatlichung ist schuld daran, über die chinesischen Angelegenheiten auszusprechen. Seine Die Finanzlage Partei habe in der Annahme, daß der Etat des Auswärtigen Amtes bald folches Bild könne in keiner Familie den Kindern gezeigt werden. ist durchaus günstig; die Eisenbahnrente beträgt. 7 pet. und es zur Berathung komme, von einer Interpellation abgesehen; folle der Dieses Bild könnte also auch unter dem§ 184a fallen. Der Abg. tönnte ein erheblicherer Theil zu Verkehrsverbesserungen aufgewendet betreffende Etat aber so spät zur Erledigung kommen, wie es nach August Reichensperger nahm Anstoß an den nackten Buben auf den werden. Eine schrittweise Tarifverbilligung würde ebenfalls möglich dem Vorschlag des Vorsitzenden geschehen werde, so werde seine damals neuen Hundertmarkscheinen. Sie sehen die verschiedenen sein; man fann sie so einrichten, daß plöhliche Einnahme- Partei eine Interpellation einbringen. Abg. Lieber schließt sich dem Anschauungen über die Frage. Sie machen es nothwendig, daß der Ausfälle nicht zu fürchten sind. Bei den Gehaltsaufbesserungen Verlangen des Vorredners an. Abg. Prinz Arenberg erklärt, daß Entwurf noch einmal an die Kommission gehen muß. ist lange nicht erfüllt, was von den Beamten erwartet der Staatssekretär des Auswärtigen Amts jederzeit bereit sei, der Abg. Zimmermann( Reform- P.): Der Abg. Bebel hat es wie werden fonnte. Neue Babulinien sind die beste Kapital- Berathung seines Etats beizuwohnen. Darauf erklärte der Vorein geschickter Taschenspieler gemacht; er hat das Beweisthema ver- anlage. Bei der Beurtheilung unserer wirthschaftlichen Lage sigende, daß er den Etat des Auswärtigen Amts nach Berathung tauscht. Der Fall Fink hat ja gar nichts hier zu thun. Für seine wird gewöhnlich unsere Ausfuhr viel zu gering angeschlagen, man des Postetats auf die Tagesordnung stellen werde. Zur TagesBehauptungen hat er nur angeführt, es sei ihm dies seinerzeit in übersehe dabei meist, daß an dieser Ausfuhr stets ein großes Maß ordnung beantragt der Abg. Dr. Hammacher eine Resolution, wonach Dresden erzählt worden. Die Sächsische Arbeiterzeitung" hat sehr heimischer Arbeit hafte, für welche die Ausfuhr die Bezahlung an Sonn- und Feiertagen mit Ausnahme der Zeit vom 18.- 31. Dezember oft Privatbeschuldigungen ausgesprochen, die sie nicht beweisen konnte. bringt. Der Landwirthschaft werde man mit den heutigen Mitteln nur bis 12 Uhr Mittag Packetaustragung stattfinden dürfe. Nach kurzen Die Dichtereien, die ich verurtheile, haben mit dem Feste nichts zu nicht helfen; man sollte jedenfalls nicht jeden als Feind der Bemerkungen der Abgg. Singer, Lieber und Lingens wird der Anthun. Die Gummi- Annonce hat allerdings in den Dresd. Nachr." Landwirthschaft bezeichnen, der diese Mittel nicht billigt. Die trag einstimmig angenommen. gestanden; sie hat sofort zu einem Protest der Bundesleitung ge- hohen Getreidepreise haben nicht die ländliche Bevölkerung ver- Die Titel 2-17 werden ohne Debatte genehmigt. führt. Die Kegler haben mit ihren Frauen und Töchtern Dresden mehrt, sondern lediglich den Großgrundbesitz; der bäuer Bei Titel 18 verlangt der Abg. Müller- Sagan eine andere und besucht. Durch die heutige Rede hat Abg. Bebel seine früheren Be- liche Besitz habe abgenommen. Wer also den bäuerlichen Besitz höhere Gehaltsskala. Der Staatssekretär bittet, nicht schon wieder hauptungen nicht erwiesen. Mag er doch gegen den Dresdener fonferviren will, der kann nicht Erhöhung der Getreidepreise enderungen herbeizuführen. Geh.- Rath Neumann kommt auf grund Kegelklub flagen, dann kann die Wahrheit ja geprüft werden. Ich wünschen. Erst nach den Handelsverträgen begann wieder eine Verlängerer Darlegungen ebenfalls zu dem Gesuch, den Antrag Müller lege nochmals gegen die schweren Beschuldigungen Verwahrung ein. mehrung der ländlichen Bevölkerung. Die Intereffen der Non- abzulehnen. Abg. Müller Fulda spricht sich in dem gleichen Sinne Abg. Bebel: Es ist eine sehr bequeme Art mir zu rathen, sumenten dürfen bei der Wirthschaftspolitit nicht übersehen werden. aus. Nach weiteren Bemerkungen der Abgg. v. Massow, Paasche, mich mit meinen Widersachern vor Gericht herumzustreiten. Das Gr sei kein Gegner der Flottenvorlage, aber bedentlich scheine Singer und Müller- Sagan wird der Antrag des letzteren gegen zwei ist gar nicht meine Aufgabe. Ich habe hier als Reichstags. ihm immer die napoleonische Politik, die Unzufriedenheit im Stimmen abgelehnt. Abgeordneter öffentliche Mißstände zur Sprache zu bringen und darauf Innern dadurch zu beseitigen, daß man die Aufmerksam Zu Titel 20, Post- und Telegraphenämter, bemerkt Abg. Singer, beschränke ich mich. Vor ein sächsisches Gericht trete ich nicht freifeit auf die auswärtige Politik lenkt. Die Unter- daß er verschiedene Beschwerden über Arbeitszeit, Sonntagsarbeit zc. willig, nachdem ich so oft unfreiwillig vor sächsischen Gerichten ge- ftützung einzelner Erwerbsklassen bringt keine Zufriedenheit; im Plenum zur Sprache bringen werde. standen habe. Daß ich den Abg. Zimmermann von der Wahrheit ie mehr man diesen Leuten giebt, desto mehr verlangen Zu Titel 21 führt der Referent aus, daß die Postsekretäre meiner Angaben überzeugen würde, darauf habe ich 1011 fie. Das schlimmste, was die Unzufriedenheit vermehrt, ist die geringe petitionirten, mit den Gerichtssekretären gleich gestellt zu werden, er yrnherein nicht gerechnet. Es liegt mir auch nichts daran. Der freiheitliche Entwickelung, find die Versuche, dem Wolfe die freiheitspricht, fich gegen die Petition aus. Abg. Müller- Sagan beantrage Abg. Zimmermann sollte mir aber eigentlich dafür dankbar sein, Rechte einzuschränken und zu rauben, die es hat Gehälter der Post- und Telegraphensekretäre nächsten Etat daß ich ihm Gelegenheit gegeben habe, eine schöne Rede zu halten, viel sind es wahrhaftig nicht und sie werden noch durch die von 1700 bis 3500 m. auf 1700 bis 3800. festzusetzen. Geh. angesichts der Thatsache, daß sein Dresdener Mandat bedenklich lebergriffe der Behörden außerordentlich verringert. Es ist Rath Neumann sucht nachzuweisen, daß die Annahme des Antrages wackelt.( Große Heiterkeit.) eine solche Fülle von Mißstimmung gegen gewisse Verwaltungen im 31 Ungerechtigkeiten gegen andere Beamtenfategorien führe. Abg. Bieschel( natt.) stellt fest, daß Abg. Iskraut ihn falsch Staate vorhanden, daß man sich vielleicht am Ministertische gar Abg. Müller- Fulda erklärt sich ebenfalls gegen den Antrag seines verstanden habe. Er habe neulich nur gesagt, daß die Mitglieder kein richtiges Bild davon macht, wie groß die Unzufriedenheit ist. Namensvetters, ebenso der Abg. Lingens. Der Antrag wird mit des Hauses zu jeder Vorstellung gehen könnten, ohne Schaden an Ich kann versichern, selbst in Kreisen, die viel weiter rechts stehen, allen gegen 2 Stimmen abgelehnt. ihrer Seele zu nehmen. Die weiteren Ausführungen des Redners als meine politischen Freunde, ist diese Unzufriedenheit über Maß- Zu Titel 22 giebt der Staatssekretär eine Erklärung ab über sind bei der Unruhe des Hauses unverständlich. nahmen der Verwaltungsbehörden und Chikanen der Polizeibehörden seine Pläne bezüglich einer Umgestaltung der ThätigkeitsDas Schlußwort erhält ganz außerordentlich. Jeder Beamte im Dienst müßte aufs oringendste abgrenzung des Beamtenpersonals. Auf eine Bemerkung des Abg. Spahn( 3.): Nur eine kurze Nachlese. Herr Bebel hat von den oberen Behörden angewiesen werden, daß er nicht zu Abg. Müller Sagan erklärte er, daß er keine offiziöse Presse auf das von der Germania" sitirte Hülle'sche Flugblattbild hin- schneidig vorgehe, sondern daß er den Staatsbürger als einen habe. Im weiteren spricht sich der Staatssekretär für die gewiesen. Ich meine, daß dieses Bild nicht unter§ 184a fallen Menschen zu behandeln hat, dem er zwar mit Festig stärkere Heranziehung der Frauen zum Postdienst aus, z. B. bei den würde, aber darin hat die Germania" recht, ein solches Blatt sollten teit, aber freundlich und mit Höflichkeit entgegen treten Postagenturen. Schultinder nicht in die Hand bekommen. In Aachen sind die müsse.( Sehr richtig! links.) Das ist das Schlimme, Zu Titel 24: Telegraphen- und Fernsprechgehilfinnen, giebt der öffentlichen Häuser von der Polizei beseitigt worden. Die Straße, daß das Beispiel, das von oben mit kleinen und größeren Gesetzes Referent an, daß im ganzen jetzt ca. 3000 Gehilfinnen in Dienst von der Herr Bebel gesprochen hat, hat jetzt einen anderen Namen. verletzungen gegeben wird, natürlich auf derartige untergeordnete Be- feien. Abg. Singer findet, daß die Entlohnung der Telegraphen- und Auf Antrag des Abg. Pieschel( natl.) wird der Gefeßentwurf amte potenzirt weiter wirkt, namentlich wenn solche Gesetzesverletzungen, Fernsprechgehilfinnen namentlich im Anfang zu niedrig sei, auch sei an eine Kommisson von 14 Mitgliedern verwiesen. wie die bezüglich des Vereins- und Versammlungsrechtes durch Land- die Arbeitszeit zu lang besonders in anbetracht der nervenzerrüttenPräsident v. Buol theilt mit, daß heute der Abgeordnete Freiräthe und Regierungspräsidenten erfolgt sind, schließlich zu nichts den Thätigkeit des Dienstes. Bei Urlauben müßten die Damen, herr v. Gültlingen( Reichsp.) verschieden sei, wie ihm foeben weiter führen, als daß der Minister des Innern dann höchstens von falls dieser länger als 7 Tage dauere, die Vertretung auf eigene durch ein Telegramm berichtet worden sei. Das Haus ehrt das einer nicht geklärten Auffassung spricht. Wie soll sich da in den Kosten tragen; das sei bart und ungerecht. Auch sei die Zahl der etatsAndenken des Verstorbenen in der üblichen Weise. untergeordneten Organen das Verständniß dafür entwickeln, was mäßig angestellten Damen zu gering. Staatssekretär v. Podbielski Nächste Sigung Donnerstag 2 Uhr( 2. Lesung des Etats). Recht und Gesetz ist und was die Grenze ist, über die man nicht antwortet, daß seit 1891 Damen im Fernsprechdienst angestellt Schluß 714 Uhr. gehen darf. Freilich für die Schuhleute und die kleinen Leute wurden, daher fonnten noch nicht mehr etatsmäßige Anstellung ist die Sache viel gefährlicher, denn die kleinen Beamten finden. Ein Recht auf Urlaub bestehe nicht, aber man thue, was hängt man, die großen exkulpiert der Minister.( Buruf.) Ja, die man könne. Im Krankheitsfalle erhielten die Damen Krankengeld, fleinen werden theilweise auch begnadigt, aber nicht immer. Man 2/3 ihres Gehalts, und falls di. Krankheit aus der amtlichen Thätigmöge also den Beamten etwas mehr das Gesetz einschärfen. Unsere feit refultire, auch den Fortbezug des Dienstenkommens; auch sei die 5. Gihung vom 19. Januar 1898, 11 Uhr. ganze jetzige Entwickelung hat doch eigentlich ihren Hauptgrund darin, daß Arbeitszeit nicht zu lang und man suche sie ihnen möglichst zu er Am Ministertische: Schönstedt, Dr. v. Miquel. wir eine Volksvertretung haben, die nicht den rechten Winth findet, leichtern; er gebe zu, die Arbeit sei sehr schwer und er möge sie Die erste Etatsberathung wird fortgesetzt. die Rechte und Freiheiten des Volfes zu wahren.( Sehr nicht lange Zeit leiften. Abg. Paasche vertheidigt die Position gegen Justizminister Schönstedt führt in längerer Rechtsdarlegung richtig! links.) Mit knapper Mehrheit ist es möglich gewesen, die gemachten Angriffe. Abg. Bebel macht darauf aufmerksam, daß aus, daß die gestern von dem Abg. Motty( Pole) gegebene die Angriffe abzuschlagen, die man auf unser Vereins- und Ver: der Dienst der Damen ein außerordentlich schwerer sei und viele Auslegung des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch, fammlungsrecht geplant hat. Auf die Ungleichheit der einzelnen Wahl- wohl überhaupt nicht neun Jahre im Dienst aushalten tönnten. daß danach im Jahre 1900 mit dem Inkrafttreten des Bürger- bezirke habe ich schon in der vorigen Tagung hingewiesen; wir haben Einen großen Theil der Schuld trage auch das Publikum durch lichen Gesetzbuchs das Ansiedelungsgesetz außer fraft trete, rechts- Wahlkreise, wo ein Abgeordneter auf 33 000 Seelen fommt und seine unvernünftige Behandlung des Telephons. Man solle irrthümlich sei. solche mit 272 000 Seelen.( Hört! hört! links.) Landestheile, die zu hier seitens der Postverwaltung durch geeignete Maßregeln vorAbg. Schmieding( natl.): Es ist der Finanzgefeßgebung des den Staatslaften nichts beitragen, haben eine große Vertretung und beugend eingreifen. Im weiteren mahnt Redner die Postverwaltung, Herrn Miquel nicht gelungen, die mittleren Einkommen zu entlasten, die großen Städte und großen industriellen Bezirke, die durch direkte sich nicht als Sittenpolizei aufzuspielen; man müsse doch den Damen die Veranlagung mit ihrem Eindringen in alle Privatverhältnisse und indirekte Steuern und durch die Verkehrssteuern, die hohen init Vertrauen entgegen kommen und ihnen zutrauen, daß sie selbst entwickelt sich zu einer ernſten Gefahr, gegen welche wir zeitig auf Güter- und Personentarife so erheblich getroffen werden, haben keine wüßten, was sie zu thun verpflichtet seien. Man solle nicht phiSchutz bedacht nehmen müssen. Die Einführung dreijähriger Ver- geeignete Vertretung. Braucht man dazu noch Erfahrungen, um eine liftrös sein. Nach weiteren Bemerkungen des Staatssekretärs und anlagungsperioden würde schon in dieser Richtung günstig Neueintheilung der Wahlkreise vorzunehmen? Hier muß doch einmal der Abgg. Lingens und Müller- Sagan wird der Titel genehmigt. wirken. Die Angriffe des Grafen Limburg- Stirum gegen den Gerechtigkeit geschaffen werden. Wenn die Stadt Berlin z. B. Bei Titel 25( Unterbeamte) kommt der Antrag Singer zur VerBau neuer Kanäle und besonders gegen den Dortmund- Ems- 15 Abgeordnete weniger hat, als ihr nach der Bevölkerungsziffer bandlung. Der Referent spricht sich gegen den Antrag aus, im Ranal seien jedenfalls verfrüht; zunächst warte man doch die Fertig- zukommen, wenn es ähnlich in den Industriebezirken und anderen großen gleichen Sinne äußert sich der Staatssekretär des Reichs- Schatzants, stellung dieses Kanals ab, dann wird sich ja zeigen, wie er fich Städten geht, dann ist das nicht Recht und Gerechtigkeit, sondern welcher aus etatsrechtlichen Gründen um die Ablehnung des Anrentirt. Gegen den chronischen Wagenmangel der Eisenbahn giebt die Karrikatur des Parlaments.( Beifall links.) Und da sollen wir trages ersucht und zwar in seinen beiden Theilen, auch soweit er es fein besseres Aushilfsmittel als den Bau neuer Wasserstraßen. warten, damit vielleicht dann das Bolt, das thatsächlich nicht vertreten sich auf Titel 26, Landbriefträger, bezieht. Abg. Singer Der Etat läßt deutlich erkennen, daß die Eisenbahnüberschüsse zu ist, in einem solchen Hause durch eine derartig künstlich gezüchtete berichtigt den Referenten dahin, daß sein Antrag früheren Taufenden Ausgaben verwendet werden, was ein durchaus bedenk- Mehrheit um seine freiheitlichen Rechte gebracht wird? Das ist eine schwere zum Ausdruck gelangten Ansichten der Reichstagsmehrheit entspreche. licher Zustand ist. An den Eisenbahnunfällen ist der Minister Sorge in unserm Bolke, und deshalb wäre es dringend nothwendig, Staatsrechtlich erachte er das Recht des Reichstags für zweifellos, ziemlich oberflächlich vorübergegangen. Er weist auf die Neu- daß hier einmal der Hebel angesetzt wird, damit nicht weiter Etatspositionen ebenso gut erhöhen, wie ab- oder heruntersetzen zu anstellungen hin, aber warum find diese nicht schon die Mehrheit des Volkes in ihren freiheitlichen Rechten verfönnen. Das entspreche auch früher geäußerten Anschauungen des früher erfolgt? Wenn Herr Miquel aber fagt, er fümmert wird. Erft dann wird wieder einigermaßen Abg. Lieber. Der Reichstag müsse jetzt hier sein Recht geltend machen. hätte nicht geglaubt, daß die Ueberschüsse der Bahnen Zufriedenheit eintreten. Nicht Sache einer fleinen Sein Antrag wolle nur durchführen, was früher der Reichstag bes den allgemeinen Finanzen zut statten tommen sollten, auch Partei, wie der unsrigen, kann es sein, einen solchen gesetz schlossen hat. Preußen habe sich nach dem Reich, nicht umgekehrt, man dies versprochen hätte, so liegt darin ein Mißtrauen lichen Vorschlag einzubringen. Aber Pflicht der Regierung wäre es das Reich nach Preußen zu richten. Zu Erwägungen hätten die gegen ein gegebenes Versprechen der Staatsregierung. Bu solchem gewesen, schon vor den nächsten Wahlen für eine gerechtere Ver- Regierungen Zeit genug gehabt; konnten sie sich über die Erhöhung Mißtrauen glaubten wir keinen Grund zu haben. Jedenfalls wird theilung der Wahlkreise zu sorgen.( Beifall links.) des Gehalts der Staatssekretäre verständigen, dann auch über das der Eisenbahn- Etat einer gründlichen Berathung bedürfen. Abg. Dr. Friedberg( atl): Die Mängel in unserer Eisenbahn- Gehalt der Unterbeamten. Geh. Rath Neumann bekämpft ebenfalls Von dem Abg. Dr. Sattler( natl.) ist ein Antrag eingegangen, verwaltung fönnen wir nur auf die Finanzverwaltung zurückführen. den Antrag Singer aus etatsrechtlichen Gründen. Abg. Hammacher den Eisenbahn- Etat an eine besondere 21er Kommission zu ver- Man hat gesagt: die Unzufriedenheit in den Kreisen der Unter- theilt die Rechtsauffassung des Regierungsvertreters, er könne sich weisen. beamten sei sehr groß und habe sogar dazu geführt, daß einzelne nicht entfinnen, daß das preußische Abgeordnetenhaus je eine Minister Dr. v. Miquel hat gegen eine gründliche Prüfung dieser Beamten sich ganz radikalen, zum theil sogar Erhöhung einer Etatsposition gegen den Willen der Regierung vors des Eisenbahn- Etats nichts einzuwenden, da er überzeugt sei, daß ganz staatsfeindlichen Parteien angeschlossen haben. Die Er genommen habe. Warum verweigere die Regierung den Beitritt zum Die erhobenen Vorwürfe sich als vollständig haltlos erweisen örterung, die wir vor furzem im Reichstage gehabt haben, früheren Beschluß des Reichstags? Abg. Müller- Sagan erklärt sich werden. Für die Erleichterung der Gemeindelaften hat man positive über die Veröffentlichung eines vertraulichen Rundschreibens des mit dem Abg. Singer vollständig einverstanden. Abg. Lieber: Er welln " Abgeordnetenhaus. fo Der fönne nicht für den Antrag Singer stimmen, halte aber auch nicht! Die Arbeiter hätten einander vor Scham nicht mehr in die In beiden Fällen haben die Thäter angeblich den Demeter von für richtig, so bedenkliche Erklärungen abzugeben, als dies seitens Augen sehen dürfen, wenn sie mit den ständigen Lohnzwackereien seinem Fuhrwert heruntergezogen, ihm den Rock auseinandergeriffen des Staatssekretärs geschehen sei; sie wollten vorläufig von einer ohne Widerstand einverstanden gewesen wären. Als am und mit Gewalt sich das Geld, bestehend aus Hundertmarkscheinen, Einstellung der Forderung in den Etat absehen, aber sie ver- 12. d. M. der Meister mit dem Schriftstück, in dem der Lohnabzug welches Demeter in der inneren Brufttasche seines Rockes trug, auweigerten so lange die Gehaltserhöhung des Staatssekretärs, bis die angekündigt war, herangerückt kam und die Aufforderung ergehen geeignet. Die Beschuldigten bestreiten auf das entschiedenste die verbündeten Regierungen die Forderungen des Reichstags bezüglich ließ, daß jeder sich durch Unterschrift mit der Maßregel ein- ihnen zur Last gelegten Strafthaten und es dürfte sich erst durch die der Briefträger 2c. anerkennten. Er werde eine Resolution verstanden erkläre, leistete zur Ehre der Arbeiter sei es Untersuchung ergeben, ob die Angaben der Demeter'schen Eheleute einbringen, die Regierungen aufzufordern, einen Nachtrags- fonstatirt tein einziger dieser Aufforderung auf Wahrheit beruhen. etat einzubringen. Abg. Graf Roon macht längere unflare Bemerkungen fehr Folge. Der Meister zog sich mit dem unbeschriebenen Papier zurück. Durch einen Sturz in eine Fensterscheibe ist gestern der gegen die Anträge auf Gehalts- Am nächsten Tage wurde natürlich schweres Geschütz aufgefahren. 22 Jahre alte Hausdiener Gottfried Scharwensty in der Puppens erhöhungen. Staatssekretär von Podbielski sucht das Verhalten Der Meister tam abermals und erklärte, er wolle sich etliche aus handlung von Bette, Bud u. Lachmann schwer verunglückt. der verbündeten Regierungen zu rechtfertigen; er gebe die Berech der Mitte der Arbeiter heraussuchen; wer nicht unterschreibe, werde Mann glitt beim Bußen auf der Fensterbank aus und fiel, während tigung der Forderung für den Westen zu und die Behörde werde dort sofort gekündigt werden. Es war natürlich, daß die Drohung er sich mit der rechten Hand am Fensterkreuz festhielt, mit der linken schon jetzt so gut wie möglich helfen; im Osten lägen die Verhältnisse mit der Hunger peitsche wirkte. Die Arbeiter unterschrieben. in die Scheibe. Hierbei schnitt er sich die Pulsader durch, sodaß anders, da gelte ein Landbriefträger mit 1000 M. Einkommen für Mit welchen Gefühlen sie dies thaten, braucht nicht erst gesagt er, nachdem er auf der Unfallstation I einen Verband erhalten hatte, eine gute Heirathspartie. Nach einer kurzen Bemerkung des Grafen zu werden. Es versteht sich wohl, daß ihre Empfindungen bei der in ein Krankenhaus gebracht werden mußte. Roon befürwortet der Abg. Singer nochmals lebhaft seinen Antrag nächsten passenden Gelegenheit von zuständiger Stelle aus im und erklärt eventuell für den Antrag Lieber zu stimmen. Nach einer Reichstage zum Ausdruck gebracht werden. Der Nauchklub ,, Immer heiter" veranstaltet am 19. Februar Entgegnung des Abg. Lieber gegen den Abg. Singer wird die Sigung auf Freitag 10 Uhr vertagt. Frägt man noch, ob denn der Lohn der„ königlichen" Arbeiter im Etablissement„ Eisteller" einen Maskenball. Bekanntlich ist dies so glänzend sei, daß die Lohnreduktionen wenigstens vom profit: Lokal für Arbeiterversammlungen nicht frei. Wie der Arme stirbt. Todt aufgefunden wurde am Mittwoch Novelle zur Zivil- Prozeßordnung. Bei der heutigen Be patriotischen Standpunkte aus zu rechtfertigen wären, so fei rathung nahm die Reichstags- Kommission den§ 49a ohne Verände- erwidert, daß das Ministerium im Jahre 1890 einen Stundenlohn Nachmittag ein Naturforscher" auf dem Müllabladeplay in den rung an; danach können auch Vereine, welche nicht rechtsfähig sind, von 50 Pf. bewilligt hatte. Im Atford wurden 53 Pf. verdient. Rehbergen. Bei ihm fand man seinen Haken und eine leere Schnapsverklagt werden und werden dann in bezug auf diesen Rechtsstreit Jetzt dürfen die Arbeiter es im Afford nur auf 45 Pf. bringen. Wie flasche. Die Persönlichkeit tonnte man nicht feststellen. Es ist ein fo behandelt, wie wenn sie rechtsfähig wären. Dagegen strich die unvorsichtig muß eine Regierung sein, die in einer Zeit, wo das alter Mann mit weißem Haar und Bart. Kommission einstimmig den§ 84, welcher die Neuerung einführen arbeitende Volt sich ohnedies immer energischer gegen fie und die wollte, daß auch im Anwaltsprozesse das Prozeßgericht von Amts- von ihr geschütte tapitalistische Ordnung wendet, fich auch das Verwegen prüfen soll, ob der Anwalt mit einer Vollmacht versehen ist. trauen derer verscherzt, auf deren Berufsfreudigkeit es im gegebenen Der zum§87 Abs. 1 vorgeschlagene Zusatz wegen der Roften Augenblick ganz besonders ankommen fann. erstattung wurde lebhaft bekämpft, aber nach langer Debatte von der Mehrheit angenommen. Zum§ 99 wurde ein Antrag angenommen, welcher eine neue, den Richter von der mechanischen Thätigkeit befreiende Regelung des Koftenfeststellungswesens bezweckte. Nächste Sigung Donnerstag. Die Berliner Auwälte und die Militär- Strafprozeß Ordnung. Der Vorstand der Berliner Anwaltkammer hat eine Petition an den Reichstag gerichtet, dahin gehend, daß die Beftimmungen der Reichs- Militär- Strafprozeß- Ordnung wegen der Vertheidigung dahin abgeändert werden möchten, daß jeder zugelassene Rechtsanwalt bei bürgerlichen Verbrechen und Vergehen von Militärpersonen zu deren Vertretung berechtigt sein solle. In die Kommiffion zur Berathung der lex Heinze sind feitens der sozialdemokratischen Fraktion die Abgeordneten Bebel und Auer in Vorschlag gebracht. Den Abgeordneten Stadthagen, der morgen seine sechswöchige Haft antritt, wird der Genosse Kunert, in den Kommissionen vertreten. $ Ein Schwindler im großen ist den Strafbehörden vorläufig entwischt. Der Handelsmann Wilhelm Sieck, der früher in Weißensee, dann in Bankow und zuletzt in Berlin wohnte, betrieb vor längerer Zeit ein Handelsgeschäft mit allen möglichen Sachen. Dies schien ihm aber nicht genug einzubringen, und so begann er vor Jahresfriit, fich auf ebenso vielseitige Schwindeleien zu verlegen. Sehr stark war er namentlich in Hypothekenschiebungen und Unterbringung von faulen Wechseln. Dann verstand er es auch, sich auf Kredit Waaren zu verschaffen, die er zu Schleuderpreisen sofort wieder verer. Zahlreiche Gläubiger trauern ihm nach. faufte. Als ihm vor einigen Tagen Verhaftung drohte, verschwand In den Schornstein gestürzt ist Dienstag Abend im Hause Elbingerstraße 5 bei seinen Kletterversuchen auf dem Dache der Schulknabe B. Da die Hausbewohner ihn nicht befreien konnten, wurde die Feuerwehr alarmirt, die den Gefangenen bald herausholte. Er hat ohne ernstlichen Schaden das Abenteuer überstanden. Der Knabe, der Sohn eines Schlächters, ist geistestrant. Geht es wirklich nicht ohne den Säbel? Der Polizeibericht meldet: Als gestern Abend ein Schuhmann den obdachlosen wollte, widersetzte sich dieser und griff den Beamten thätlich an. Arbeiter Hermann Prange wegen Diebstahls nach der Wache bringen Der Schuhmann mußte infolge dessen von seiner Waffe Gebrauch machen und verlegte feinen Gegner erheblich am Kopfe. Prange wurde in das Krankenhaus am Friedrichshain gebracht. Alberuheit. Zur Charakteristik des hiesigen„ Lokal- Anzeigers" wird oft gesagt, daß er weder Charakter noch Grundsätze habe. Das ist, wenn auch mit einer bezeichnenden Ausnahme, gewiß zu treffend. Diese Ausnahme besteht darin, daß das Blatt grundsäglich niemals irgend eine andere hiesige Zeitung mit Namen nennt. Für dem unparteiischen Brei aufhören; wie das auserwählte Bolt keine das Lefepublikum des unparteiischen Organs soll die Welt eben mit anderen Götter neben Jehova haben durfte, so darf auch für die dem„ Lokal- Anzeiger" verfallenen Leute nichts anderes als das Eine Blatt existiren. Dies führt nun die Siedaktion zu Kapriolen ganz tomischer Art. Heute bringt der„ Lokal- Anz." eine Lebensbeschreibung des neuen Direktors vom Wiener Hofburg- Theater. Der Artikel ist sogar mit einem Bilde geziert, das angeblich den Direktor in Person vorstellen soll. In dieser Biographie wird berichtet, welche Gymnaften Dr. Paul Schlenther besucht hat, welche Bücher er verfaßt, noch. Nur eine Mittheilung fehlt, nämlich die, daß Herr Schlenther wie oft er im Wiener Hofburg Theater war, und manches sonst bisher an der„ Vossischen Beitung" thätig war. Warum? Die Leser des„ Lokal- Anzeigers" sollen eben nicht wissen, daß in Berlin Dem preußischen Abgeordnetenhause ist die ver eine„ Voffische Zeitung" exiftirt. Wer es nicht glaubt, erkundige fich gleichende Uebersicht der Ergebnisse der Ein in der Redaktion des unparteiischen Blattes. kommensteuer- Veranlagung für 1896/97 und 1897/98 Die Geltungsdauer der gewöhnlichen Rückfahrkarten von bahn ist jetzt in der Gitschinerstraße in Angriff genommen. Der Bau der ersten Bahnhofshalle der elektrischen Hochzugegangen. An Einkommensteuer ist in Preußen für das Steuer- sonst kürzerer Dauer ist zu dem Oster, Pfingst- und Weihnachtsfeste jahr 1897/98 bei 2 765 996 Benfiten der Betrag von 134 954 972 m. bis auf weiteres wie folgt festgesetzt: a) zu dem Osterfeste von ein Herr Dr. G. Naß in der kleinen Urania einen durch zahlreiche Ueber den Kampf um das Licht hielt am Dienstag Abend veranlagt worden. Im Jahre 1896/97 belief sich dieser Betrag bei schließlich dem 12. Tage vor bis einschließlich dem 12. Tage nach 2 654 444 Benſiten auf 127,080 740 M., so daß sich gegen das Vorjahr dem ersten Feiertage; b) zu dem Pfingstfeste von einschließlich dem Experimente erläuterten Vortrag. Es war ein Stück Kulturein Mehr an Zenſiten von 111 552 und an Steuern von 7 874 232 m. 3. Tage vor bis einschließlich dem 8. Tage nach dem ersten Feier- geschichte, das der Redner in der anderthalbstündigen Darstellung ergiebt. Zu diesem Mehr tragen abweichend von den Vorjahren so- tage; c) zu dem Weihnachtsfeste von einschließlich dem 7. Tage vor feinen Hörern vor Augen führte. Betrachtet man, was mit einiger wohl die physischen als auch die juristischen Personen bei; erstere sind bis einschließlich dem 14. Tage nach dem ersten Feiertage. Die vor: Maßstab für sein Streben nach geistiger und sozialer Entwickelung. Einschränkung geschehen kann, das Lichtverlangen des Menschen als mit einem Mehr von 6 595 381 M., lettere mit einem Mehr von stehende Bestimmung soll auch in dem direkten Personenverkehr mit so ist der hoffnungsfrohe Schluß berechtigt, daß keine Kulturperiode 1 278 851 m. veranlagt. Die nicht physischen Personen waren wie anderen deutschen Eisenbahnen mit Ausnahme der badischen, folgt veranlagt: 1417 Aktien- und Aktien- Kommanditgesellschaften Reichseisenbahnen in Elsaß- Lothringen, pfälzischen, bayerischen und so energisch die allgemeine Erkenntniß gefördert bat, als die mit 7 458 882 m., 97 Berggewerkschaften mit 436 133 W., 300 ein württembergischen Bahnen- und mit außerdeutschen Eisenbahnen gegenwärtige. Jahrtausende behalf der Mensch sich mit dem getragene Genoffenfchaften mit 60 706 M. und 187 Konfumvereine eingeführt werden, sofern die fremden Bahnen ihre Zustimmung weitere Jahrtausende hindurch mußte er sich mit dem trüben heute noch in ländlichen Hütten gebräuchlichen Kienspan, mit 97 892 m. Die Zahl der Bevölkerung hat sich bei der zum geben. Zweck der Veranlagung stattgehabten Personenstands- Aufnahme auf Delflämmchen begnügen, dem sich im vierten Jahrhundert unserer 31 849 116 Röpfe gestellt, von denen 9058 als Exterritoriale u. dgl., Am 1. Februar 1898 wird, wie schon berichtet, der gesammte Beitrechnung die nicht minder triste Talgterze binzugefellte. Ein 21 195 738 als solche, deren Einkommen 900 M. nicht überstieg, steuer- bahnhof nach dem Stettiner Bahnhof verlegt und die der Glaszylinder erprobt wurde. Dann kam zu Beginn dieses Jahr Personens und Gepäckverkehr von dem Berliner Nordganz langsamer Fortschritt war erst erreicht, als vor hundert Jahren frei geblieben sind. Von den Nicht- Steuerpflichtigen entfallen auf Station Berlin Nordbahnhof für den Personen- und Gepäckverkehr hunderts das Licht aus Steinkohlengas, das im Jahre 1812 die Städte 7 578 878, auf das Land 13 625 918. Die veranlagten Benfiten ergeben 8,68 pt. der Gesammtbevölkerung; von ihnen ent- geschlossen. Mit dem gleichen Zeitpunkte wird auch der Halte zum ersten Male in London die Straßen leidlich schwach fallen auf die Städte 1654 156, auf das Land 1 109 839. punkt Gesundbrunnen( Nordbahubof) aufgehoben. Mit Sämmtliche erhellte. Aber auch in dieser Beleuchtungsart wurden mit einem Einkommen Vorortzüge nach und von von mehr als 3000 m. find veranlagt Oranienburg und Tegel be= Ausnahme des gegen die Mitte des Jahrhunderts erfundenen 345 328 Benfiten, und zwar in den Städten 263 453, auf dem ginnen und endigen vom gedachten Tage ab auf dem Stettiner Argandbrenners keine praktisch brauchbaren Fortschritte gemacht, bis Lande 81 875. In den Einkommensstufen von über 900 bis 3000 m. beVorortbahnhof; die Züge nach und von Kremmen beginnen in den achtziger Jahren das elektrische Licht auf den Plan trat. fanden sich 87,51, von über 3000 bis 6000 M. 8,09, von über 6000 und endigen auf dem Stettiner Ferubahnhof. Für die be- Diesem gefährlichen Konkurrenten der Gasbeleuchtung trat zuerst der bis 9500 m. 2,18 und von über 9500 M. 2,23 pCt. der Gesammtzahl. zeichneten Züge tritt vom 1. Februar d. J. ab ein neuer Fahrplan Siemens'sche Regenerativbrenner entgegen. Obgleich durch diese Das veranlagte Einkommen der Zenfiten beträgt 6 374 627 798 M.; in fraft, welcher auf den Stationen dieser Strecken und auf den Neuerung Lichtstärken erzeugt wurden, die denen des elektrischen es ist seit dem Vorjahre um 4,74 pct. gestiegen. Von der Gesammtsumme Berliner Bahnhöfen zum Aushang gebracht ist. Zu dem Taschen. Bogenlichts gleich kamen, war doch mit anscheinender Leichtigkeit der entfallen auf die Städte 4 410 126 055, auf das Land 1 964 501 743 fahrplan für den gesammten Berliner Stadt- und Stadtring- und Untergang der Gasbeleuchtung zu prophezeien. Da trat als ihr Retter Mart. Das Durchschnittseinkommen stellt sich in den Städten auf Vorortverkehr wird in einigen Tagen ein Berichtigungsblatt heraus- Herr Dr. Auer von Welsbach auf, dessen im Jahre 1885 patentirtes 2666,09, auf dem Lande auf 1770,08 und überhaupt auf 2306,31 m. gegeben, welches Juhabern des Taschenfahrplans an den Schaltern und seitdem vielfach verbessertes Glühförpersystem sich im Fluge die Das höchste Durchschnittseinkommen( 3497,05 m.) weist der Bezirt auf Verlangen unentgeltlich verabiolgt wird. Außerdem find Fahr Welt eroberte. Herr Dr. Naß führte seinem Bublifum nicht allein Wiesbaden, das niedrigfte( 1677,58 M.) der Bezirk Arnsberg auf. pläne in Form der sogenannten Zeitungsbeilage auf den Stationen die verschiedenen durch den Glühftrumpf präsentirten BeleuchtungsFür Berlin stellt sich das Durchschnittseinkommen auf 2747,78. fäuflich zu haben. arten vor Augen, sondern gab auch in interessanten Darstellungen gegen 2754,58 M. im Jahre vorher. Der Steuerbetrag des einzelnen ein Bild von seinen ziemlich unbekannt gebliebenen Vorgängern, dem Benfiten stellt sich im Durchschnitt in den Städten auf 2,16, auf dem Drummond'schen Kalklicht und dem Fahnehjelmlicht, um sich dann mit den Lande auf 1,61 M. neuesten Errungenschaften in der Basbeleuchtung, dem Acetylen, dem Siriusluftgas und dem Hydropreßgas zu befassen. Der vielerörterten Entdeckung des Acetylengases gegenüber verhielt der Redner sich ziemlich sfeptisch. Abgesehen von der Gefährlichkeit, die darin liege, daß dies Gas überaus einfach herzustellen sei und daher den Laien zu leichtfertigem Experimentiren verleite, fei das Russen der Flamme trog mannigfacher Verbesserungen noch nicht völlig beseitigt. Ginige Beachtung schenkte der Redner noch dem in den sechziger Jahren in Brauch gekommenen Licht des armen Mannes, dem Petroleumlicht, sowie dem Spiritus und Petroleumglühlicht, dessen Ausbeutung im wesentlichen noch der leidige Umstand entgegensteht, daß es eine überaus kundige Behandlung erfordert. Zuin Schluß befaßte der Redner sich mit dem neuerfundenen Selbstzünder und Fern zünder für Gasbeleuchtung. Tokales. = be= Einen sonderbaren Grund zum Verbot einer Versammlung gab die Polizei gestern dem Wirthe des neu eröffneten Lokals " Fürstenhof" in der Köpnickerstraße an. Dort sollte eine Holzarbeiter Versammlung stattfinden, die erste, die überhaupt für dieses Lokal angemeldet wurde. Die Polizei verbot aber dieselbe, weil in dem elektrisch erleuchteten Lokal feine Nothlampen vorhanden seien. Dabei sind dieselben zur Stelle, nur sind sie nicht zum Anschrauben Arbeiterten in einem königlichen Musterbetriebe. Aus eingerichtet. Bermag man zur Noth diesen Grund noch einzusehen, so Spandau erhalten wir abermals Mittheilungen, die jedem Profit bleibt der weiter genannte ganz unverständlich. Das Lokal befindet sich patrioten das Herz im Leibe lachen machen werden. Man schreibt nämlich im Hofe; es sind reichlich Ausgänge vorhanden. Den Hauptuns von dort: Als Neujahrsbescheerung ist den Arbeitern der ausgang nach der Straße bildet ein weites eisernes Thor; am Fuß föniglichen Geschüßgießerei die frohe Botschaft geworden, daß boden ist dasselbe mit einem starten Mechanismus befestigt, der bei ihre Löhne um nicht weniger als 20 pet. reduzirt werden sollen. fräftigem Anziehen und Reißen nicht nachgab. Nun verlangt die Desgleichen entzog man den Arbeitern die Reinigungs Polizei, dieses nur wenige Zentimeter hinter der Fluchtlinie liegende vergünstigung. Diese bestand darin, daß sie mittags und Thor müsse nach außent aufschlagen! Sonst fönne es nämlich im abends eine Viertelstunde vor Beginn des eigentlichen Arbeitsschlusses Gedränge zugedrückt werden und den Ausgang versperren. Diese mit dem Waschen und Umkleiden beginnen durften. Allerdings ist Fürsorge für die Versammlungsbefucher ist wahrhaft rührend Der Vortrag veranschaulichte deutlich, daß der Kampf um das jetzt an stelle der einstündigen Mittagspause eine solche von fonders wenn man bedenkt, daß zur selben Zeit im gleichen Lokal Licht zwar immer weitere Kreise in seinen Bann zieht, daß vorab anderthalb Stunden eingeführt worden, doch müssen die ungehindert ein Vergnügen stattfinden durfte. aber der größte Theil der Bevölkerung noch wenig von den neuen Arbeiter dafür am Morgen eine halbe Stunde früher beginnen. Man berechnet, daß mit dieser Maßregel die zwei Stunden hat der Leiter des bekannten Zirkus Busch, Direktor Busch, erlitten. städten das Proletariat immer noch auf die primitive Petroleum= Frau Direktor Busch ist gestorben. Einen schweren Schlag Errungenschaften genießt. Die Thatsache, daß selbst in den Großüberreichlich eingeholt sind, die die Arbeiter am Sonnabend zeitiger Gestern Morgen verstarb plöglich an einem Herzschlage seine Gattin. beleuchtung angewiesen ist, beweist deutlich, daß auch in diesem Fall es, daß sie jetzt schmutzig nach Hause gehen müssen. Für die Frau Direktor Busch war eine vorzügliche Dieiterin; vor allem aber die Früchte des Menschengeiftes für den hauptsächlichsten Theil der Waschgelegenheit ist nämlich durch eiserne Rinnen gesorgt, denen waren die glänzenden Ausstattungsstücke ihr Wert. Das Etablisse- Menschheit nicht vorhanden sind. Für den Arbeiter ist der Kampf das Wasser durch die Maschine zugeführt wird. ment erleidet durch den Tod seiner Direktorin einen schmerzlichen um eine bessere Lebenshaltung, den er mit der herrschenden Klaffe Mit dem GlockenVerlust. aussicht, im wörtlichen wie im figürlichen Sinne ein Kampf um das schlage zwölf Uhr mittags und sechs Uhr abends steht aber die Licht. Maschine still, und den Arbeitern bleibt dann nur soviel Wasser Auf frischer That ertappt und entwischt waren am Sonntag Fenerbericht. Dienstag Nachmittag 52 Uhr entstand zur Verfügung, als noch im Rohr vorhanden ist. Dieses Quantum früh drei Einbrecher, die es auf ein Delikateẞwaaren- Geschäft in der reicht aber kaum zur einmaligen Füllung der Rinnen, die oben Königgrägerstraße 34 abgesehen hatten. Den Spigbuben war es Weißenburgerstraße 35 durch Umfallen einer Petroleumlampe drein nur in unzureichender Zahl angebracht sind. So kommt wohl zu schwer geworden, in den Laden selbst einzudringen, und sie ein kleiner Zimmerbrand, der aber durch die Wehr rasch beseitigt Bur felben Zeit erfolgte Möckernstraße 120 a es, daß nur die erste Schicht sich nothdürftig reinigen tann, hatten sich daher damit begnügt, den Schaukasten zu plündern. Als wurde. später halte die Wehr während die übrigen vier bis fünf Schichten im Arbeitsschmuß sie dabei waren, Flaschen mit Eiercognac und andere schöne Sachen ein Gardinenbrand. Eine Stunde Heimwandern müssen. Die Arbeiter fordern dringend Ab einzustecken, fchlich sich ein uniformirter Schuhmann an sie heran und Urbanstraße 107 ein Pferd aus der Grube zu holen. hilfe und erklären, daß sie lieber die frühere Arbeitszeit wieder packte zwei von ihnen mit festem Griff, während der dritte entlief. Gin Schadenfeuer rief die Wehr um 9%, Uhr nach Triftstr. 47. eingeführt haben wollen, als daß der gegenwärtige, den einfachsten Um die beiden sicher nach der Wache bringen zu können, wollte der Hier stand ein größerer Holzstoß auf einem Holzplaße in Flammen, Kulturbedürfnissen ins Gesicht schlagende Zustand bestehen bleibe! Beamte sie fesseln. Nun brauchte er aber, um seinen Ruebel aus die erst nach längerem Waffergeben gelöscht wurden. Bald nach Auch in der Munitionsfabrit bat wiederum ein Lohn der Tasche zu ziehen, beide Hände und als er sich dazu anschickte, 10 Uhr geriethen Potsdamer ft r. 22b auf einem Hängeboden abzug stattgefunden. Bereits im Auguft des vorigen Jahres hatte machten sich die Spizbuben aus dem Staube, der eine nach rechts, Kleidungsstücke und Betten in Brand, der jedoch im Reime erstickt man verschiedenen Branchen die Löhne gekürzt, und nun diese neue der andere nach links. So entkamen alle drei, allerdings unter werden konnte. Mittwoch Nachmitag 4 Uhr entstand Reinicken= Maßregel! Die Arbeiter schickten seinerzeit eine Kommiffion zum Di Burücklassung der Bente. Einen der Einbrecher aber hat nach- dorferstr. 37a ein Küchenbrand, bei dem neben Kleidungsstücken rektor, um zu versuchen, daß die an ihnen verübte Schädigung rückgängig träglich ein Kriminalbeamter auf dem Potsdamer Bahnhof wieder auch Fußboden und Balkenlage stark beschädigt wurden. Der Verein Berliner Presse veranstaltet heute im Architektenhause gemacht werde. Was that die Direktion? Sie brachte es fertig, eingefangen. den drei Männern eine Strafe von je 1 Mark 50 Pfennig zu- Das Polizeipräsidium theilt mit: Durch den Amtsvorsteher einen Vortragsabend. Das von Dr. Schweninger behandelte Thema lautet: zudiktiren, weil sie den berühmten Instanzen weg nicht inne- zu Neu- Weißensee find drei Zigeuner und zwar Karl Peter- erztliche Plaudereien". Unnunterirte Pläge à 1,50 m. sind in den bes kannten Buchhandlungen zu haben. gehalten hätten. Sie hätten sich erst an den zur völligen Harm- mann und zwei mit Namen Michael Petermann, zur Haft gebracht losigkeit verurtheilten Arbeiterausschuß wenden sollen. Immerhin worden, die von dem Zigeuner Demeter und dessen Ehefrau des schlossen die Arbeiter aus den Worten, mit denen der Direktor fie Raubes beschuldigt worden sind. Demeter behauptet, vor etwa zu beschwichtigen suchte, daß ihre Beschwerde Gehör finden würde. zwölf Wochen in der Nähe von Rottbus, auf öffentlicher Straße von Die Direktion fand denn auch einen Ausweg von wahrhaft patent- Michael Petermann( jüngerer) und 2 unbekannten Zigeunern überfähiger Genialität. Sie zog nämlich den bisher etwas günstiger fallen und seiner Baarschaft im Betrage vom 300 M. beraubt worden entlohnten Branchen ebenso viel vom Lohn ab, als den zu sein. Einen ähnlichen räuberischen Ueberfall sollten vor etwa acht Beschwerdeführern, so daß sich nun in der That niemand mehr über Wochen Karl Petermann und Michael Petermann in der Nähe von Burüdjehung zu beklagen hatte. Rottbus ausgeführt und hierbei dem Demeter 200 M. geraubt haben. Aus den Nachbarorten. Friedrichshagen. Die Parteigenossen werden darauf aufs merksam gemacht, daß vom 15. bis 30. Januar die Wählerlisten zur Gemeindevertreterwahl täglich im Gemeindebureau während der Vormittagsstunden ausliegen. Ein jeder Genosse ist verpflichtet, sich davon zu überzeugen, ob er eingetragen ist. Genossen, welche ver hindert sind, selber Einsicht zu nehmen, können sich melden bei Den Parteigenoffen von Grünan diene zur Beachtung, daß für die in diesem Frühjahr stattfindenden Gemeindevertreter Wahlen die Wählerlisten vom 15. bis 30. Januar im Gemeindebureau ausliegen. Die Partei wird sich an der Wahl für die dritte Abtheilung betheiligen und ist es deshalb erforderlich, daß sich jeder überzeugt, ob er in die Wählerlisten eingetragen ist. Für diejenigen, welche verhindert sind, selbst Ginsicht in die Liste zu nehmen, hat sich Genosse Lindenhayn erboten, dies zu thun. Gleichzeitig sei auf die Parteispedition hins gewiesen; diese befindet sich beim Genossen Karl Brandt, Röpnickerstr. 15. Es ist Pflicht eines jeden Genossen, für die Verbreitung des Vorwärts" au agitiren. Briefkasten der Redaktion. Bir billen, bet jeder Anfrage eine hiffre( 3ivet Buchstaben oder eine Bahl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprechstunde findet bis zum 5. März am Montag, Freitag und Sonnabend abends von 7% bis 8½ 1hr statt. Reimer. Wiederholen Sie die Anfrage. Otto Barth, Friedrichstr. 99, und Heinrich Noack, Scharn- I gehabt hatte, war freilich trobem enorm. Es wurden ihm alle weberstraße 23. Das weitere wird dann veranlaßt. längeren Mebllieferungsabschlüsse gekündigt, und es gelang ihm nur Die Vertrauensperfon. schwer, wieder Geschäftsverbindungen anzuknüpfen, denn niemand wollte glauben, daß nicht doch etwas Wahres dahintergesteckt habe. Namentlich sah sich Pezold genöthigt, das Mehl, das er zu geringem Preise in großen Posten bestellt hatte, zu weit höheren Preisen in kleinen Bosten einzukaufen. G. S. 105. Kaufen Sie sich Sander's deutsche Sprachbriefe( Verlag Behold flagte deshalb zunächst gegen den Redakteur der Bäcker- von Toussaint- Langenscheidt- Berlin), die in zwanzig Heften à 1 M. durch zeitung, Bäckermeister Pa ersch, und dieser zahlte ihm im Ver- iede Buchhandlung zu beziehen sind. gleichswege eine Buße von 1000 Mart. Dabei wurde aber auch die K. M., Elsasserstrasse, Nein. C. G. 1000. Sie fönnten Ihre Quelle des Gerüchts ermittelt, und es wurde festgestellt, daß der Rechte nur in einer Klage gegen den Wirth mit Aussicht auf Erfolg geltend Hof- Bäckermeister Adam in Dresden die Geschichte von Pehold's machen. A. J. Da Sie bereits, sei es durch Zahlungsbefehl, sei es Flucht an den Obermeister Bernard in Berlin geschrieben, und durch Urtheil läge feines von beiden vor, so hätte die Pfändung nicht verurtheilt find, läßt sich gegen die Pfändung nichts daß dieser sie in die Presse gebracht hatte. Da die 1000 Mart noch stattfinden können nicht entfernt Behold's Schaden deckten, nahm er auch Adam und mehr machen. Die Verjährungsfrist für ausgeklagte Forderungen beträgt 30 Jahre. N. K., Lortzingstraße. 1. und 2. Nein. 3. und 4. Ja. Bernard noch in Anspruch. Im Termine vor dem Schöffengerichte,. m. S. 18. Die Betreffenden müßten einen Antrag beim Magistrat wo Petzold durch Rechtsanwalt Heine, Adam durch Rechtsanwalt stellen. Dr. Sello, Bernard durch Rechtsanwalt Plinan er vertreten Donner. Uns nicht verständlich. M. W. Ist verjährt. war, wurde auch diese Sache durch Vergleich erledigt; Adam und Bernard zahlen zusammen noch 2000 M. Entschädigung und tragen alle Kosten. Der Vertrauensmann. Diese nächste Versammlung findet am Montag, den 24. Januar, abends pünktlich 8 Uhr, im Kaiserhof zu Köpenick statt. Die Genossen werden ersucht, recht pünktlich zu erscheinen, da bei der bekannten Praxis der hiesigen Polizei, die Versammlungen der Arbeiter bei Eintritt der Polizeistunde also um 10 Uhr aufzulösen, pünktlich eröffnet wird. Auch Gegner sind als Gäste hiermit eingeladen; ihnen wird vollständige freie Diskussion augesichert. Gefängniß würden wohl gegen sozialdemokratische Redakteure Sie sind immer noch gut weggekommen. Wieviel Jahre und Agitatoren erkannt worden sein, die frivol genug gewesen wären, ein ähnliches unverbürgtes Gerücht über einen fonservativen Unternehmer zu verbreiten und dadurch seine geschäftliche Stellung su gefährden, namentlich im gelobten Sachsen! Heute Nacht verschied nach kurzem, aber schwerem Krankenlager meine innigst geliebte, mir unvergessliche Frau, unsere theure Mutter und Schwiegermutter Frau Director Constance Busch geb. Grabe. Dies zeigen allen Freunden und Bekannten statt jeder besonderen Mittheilung an, um stille Theilnahme bittend Die trauernden Hinterbliebenen: Berlin, 19. Jan. 1898. Paul Busch. Paula Busch. Virginia Busch. 11/3) Marie Foottit- Burkhardt. Georg Foottit- Burkhardt. Die Beisetzung findet Freitag, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Dorotheenstädt. Kirchhofs in der Liesenstrasse aus statt. Ans Köpenick wird uns berichtet: Die hiesige Polizei hat zur Auflösung von Arbeiterversammlungen einen neuen Grund gefunden. Am Montag Abend wurde hier eine sehr gut besuchte Versammlung des sozialdemokratischen Arbeitervereins abgehalten. Auf der Tages ordnung stand die Fortsetzung der Besprechung einer Broschüre des Köpenicker Stadtraths Schüßler, die derselbe unter dem Titel: Die Erlösung aus sozialer Noth" verfaßt hatte. Nachdem die Versammlung etwa dreiviertel Stunden in vollster Ordnung getagt hatte, verlangte der überwachende Beamte das Schließen der Thüren. Als das geschehen war, löfte er kurz darauf, wegen Ueberfüllung" des Saales die Versammlung auf und forderte die Anwesenden zum fofortigen Verlassen des Raumes auf. Es ist klar, Aus frommen Kreisen. Prediger Karl Griefe von der Heiligdaß diese Auflösung von den Versammelten, die fich troß der Kreuz- Kirche hattte sich gestern vor der 148. Abtheilung des Schöffen „ Ueberfüllung" äußerst wohl fühlten, gemißbilligt wohl fühlten, gemißbilligt wurde, gerichts in einer Privatklagefache zu verantworten, welche der daß sie aber auch ihre gute und für die Sozialdemo- Fabritbesizer Serauß gegen ihn anhängig gemacht hatte. In einer fratie nuhbringende Seite hat; denn faft alle Ver im August v. J. stattgehabten Sigung des Gemeinde- Kirch nriths sammelten waren nun der Meinung, daß durch die Auflösung die der Heilig- Kreuz- Gemeinde befand sich ein Gegenstand der Tagesnächste Versammlung mit demselben Thema noch besser und zahl- ordnung, der den Privatkläger betraf. Herr Krauß, der bis dahin reicher besucht sein wird. Gemeindevertreter gewesen war, war kurz zuvor zum Mitglied des Kirchenraths erwählt worden. Gegen diese Wahl war Protest erhoben und sollte hierüber in der erwähnten Sigung berathen werden. In dem Protest war u. a. die Ehescheidung des Klägers gegen ihn angeführt wurden. Ein Mitglied der Versammlung schlug vor, über den ganzen Protest zur Tagesordnung überzugehen. Prediger Griese widersprach und machte geltend, daß die he scheidung allein schon ausreiche, die Wahl des Herrn Krauß anzufechten. Derselbe sei nämlich wegen Ehebruchs geschieden und als der allein schuldige Theil erklärt worden. Prediger Griese fügte hinzu, daß er diese Thatsache von dem verstorbenen Geheim rath Frige erfahren habe. Dem Herrn Krauß kam diese Aeußerung zu Ohren; er strengte gegen Prediger Griese die Privatklage wegen Beleidigung an. Im gestrigen Termin legte der Kläger dem Gerichts. hofe durch seinen Vertreter, R.-A. Dr. Marggraff, das Erkenntniß in feiner Ehescheidungs- Sache vor. Danach hatte er auf Scheibung geklagt und war seine Ehefrau als der allein schuldige Theil erklärt worden. Der Beklagte, dein Rechtsanwalt Zeidler als Vertheidiger zur Seite stand, behauptete, daß er nur ein in der Gemeinde allgemein verbreitetes Gerücht zum Ausdruck gebracht habe und dies in Wahrnehmung berechtigter Intereffen habe thun müssen. Die Zeugen bestätigten insgesammt, daß der Beklagte noch hinzugefügt habe: Einen solchen Mann können wir im Kirchenrath Der Gerichtshof( Vorsitzender Amtsgerichtsrath Haack) sprach Schöneberger Polizei bestimmte Vorschriften erlassen worden. leidigung vor, aber dem Beklagten stehe der§ 193 St.-G.-B. zur den Beklagten kostenlos frei. Allerdings liege objektiv eine Be Es soll vor allem das darin eingerichtet gewefene Roats- Seite und es sei angenommen worden, daß er von der Wahrheit tomptoir aus dem Schleusenhause entfernt werden. Im weiteren feiner Behauptung überzeugt gewesen sei. ist der Gasanstalt aufgegeben worden, außer dem bei der Explosion seiner Behauptung überzeugt gewesen sei. zerstörten Regulatorenhause noch ein zweites anzulegen und beide so Die Zulässigkeit gewiffer polizeilicher Beschränkungen des zu verwenden, daß, wenn an den Schleusen des einen Besichtigungen, Schankbetriebes unterlag dieser Tage der Prüfung durch das Reparatur oder dergl. vorgenommen werden müssen, das Gas durch Kammergericht. Nach§ 2 einer Polizeiverordnung vom die Schleusen des anderen Hauses geleitet wird und die Regulatoren 29. April 1881 follen in Göttingen nach dem intuit in den„ Armin- Hallen, Stom Marie Conrad, der Ans Adlershof erhalten wir folgende Mittheilung: Da3 Lotal bes Herrn Horrguth in der Oppenstraße steht der Arbeiterschaft feit einiger Zeit zur Verfügung. Die Behörde schreitet gegen die Inhaber folcher Lokale bekanntlich dadurch ein, daß sie ihnen selbst für Verfammlungen die Polizeistunde auf zehn Uhr festsetzt. Wie alle Arbeiterversammlungen, so muß daher auch die heute bei Horrguth stattfindende Versammlung des Arbeiter Bildungsvereins punkt 8 Uhr beginnen. Genosse Paul Jahn spricht über das Thema Die natürliche Religion." Gäste sind willkommen. Pünktliches Erscheinen ist auf jeden Fall nothwendig. Als Ursache der Gasexplosion in Schöneberg wird jetzt als ficher angenommen, daß von einem der Arbeiter zum Ableuchten der Rohrleitungen ein Streichholz angezündet worden ist, da, wie von den Fachleuten erklärt wird, durch einen bei Stemmarbeiten abspringenden Funken fein Gas zur Entzündung gebracht werden, dies vielmehr nur durch eine offene Flamme erfolgen kann. Für nicht gebrauchen." den Wiederaufbau des Regulatorenhauses find von der des ersteren vollkommen gasfrei gehalten werden. Die Gasanstalt ist ihrerseits bei dem Schöneberger Gemeindevorstand um die sofortige Anbringung eines Feuermelders eingekommen, was auch ohne weiteres geschehen soll. Für die Köpenicker Forst hat der Oberförster Kottmeier als Amtsvorsteher eine neue Polizeiverordnung erlassen, deren Bes achtung den Ausflüglern zu empfehlen ist, da jede Zuwiderhandlung mindestens mit einer Geldstrafe bis zu 9 M. geahndet wird. Die Verordnung verbietet innerhalb des Waldes und an seinen Grenzen das Wegwerfen und Liegenlassen von Flaschen, Scherben und Papier, das unbefugte Rauchen, das unbefugte Feueranzünden, jedes un gebührliche Lärmen, sowie das Jagen und Schrecken des Wildes und anderer Thiere u. a. m. Orts- Krankenkasse d. Maler und verwandter Gewerbe. Montag, d. 24. Januar, abbs. 8 Uhr, in den Armin Hallen", Kommandantenstr. 20: General- Versammlung der Delegirten. Tages Ordnung: Neuwahl der Revisoren. Bestätigung der Bureaubeamten. Statutenände rung( Erniedrigung der Beiträge 2c.) Neuwahl der Krankenbesucher. Verschiedenes.[ 28176] Der Vorstand. Orts- Krankenkasse der Drechsler u. verwandter Gewerbe. Sonntag, d. 30. Jan., vorm. 10-12 Uhr: Wahlversammlungen mandantenstraße 20. I. II. = Todesanzeige. Dem Verein zur Wahrung der Interessen der Gast- und Schank wirthe Berlins und Umgegend", sowie allen Verwandten, Freun den und Bekannten die traurige Nachricht, daß am 19. ds. Mts., früh 12 Uhr, meine liebe Frau Martha Krüger, geb. Gral, nach kurzem schwerem Leiden verstorben ist. Die Be erdigung findet am 21. d3. Mts., nachm. 3 Uhr, von der Leichen halle d. Krankenhauses Friedrichshain aus nach dem Markus- Kirchhof in Wilhelmsberg statt. 236 Der tiefbetrübte Gatte u. Tochter: W. Krüger, Rest., Koppenstr. 56. Am 18. Januar, nachmittags 22 Uhr, entschlief nach langen, schweren Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter 28136 Polizeiflunde Gelaffe, die zu den Schaufräumen eines Lokals gehören, zu Schantzwecken auch dann nicht benutzt werden, wenn geb. Gerlach, diese Räume dem allgemeinen öffentlichen Ver- Versammlung sämmtlicher groß im 44. Lebensjahre. fehr entzogen sind. Auch dürfen dann keine Gäfte in iährigen Mitglieder der Kaffe nach Dies zeigen tiefbetrübt an Otto Conrad nebst Kindern. diesen Räumen geduldet werden. Diese Bestimmung richtet sich also$ 46 des Statuts behufs Wahl von Die Beerdigung findet Sonntag, den gegen das längere Verweilen geschlossener Gesellschaften in solchen 123 Vertretern derselben pro 1898. 23. Januar, nachmittags 22 Uhr, von Räumen, die nur ihnen für die fragliche Zeit zur Verfügung gestellt Eine Versammlung sämmtlicher der Reichenhalle des Heiligen Kreuzs sind. Eine weitere Verordnung der fürsorglichen Göttinger Polizei Arbeitgeber der Kasse, welche Beitirchhofes in Mariendorf statt. vom 25. Juni 1892 bestimmt, daß die nach der Straße zu liegenden träge für die Mitglieder aus eigenen Fenster von Schankwirthschaften von einer gewissen Abendstunde Mitteln zahlen, findet am 30. Jan., ab geschloffen sein müssen. Gegen die angeführten Polizei morgens 10 hr, in den„ Armin vorschriften sollte sich der Gastwirth Nölke vergangen haben. hallen", Kommandantenstraße Nr. 20, Er ließ es auf gerichtliche Entscheidung ankommen und statt, behufs Wahl von 41 Bertretern F. Steffens, Rosenthalerstr. 61, 2 Tr. grundsäßlich die Rechts giftigteit jener Bederfelben pro 1898. Künstliche Zähne. * Theilzahlung pr. Woche 1 M. anf In Potsdam hat ſich am Dienſtag der Lieutenant Fehr. v. Nettel- hungen. Daß er in einem Zimmer eine geſchloſſene Geſellſchaft Für die Mitglieber legitimirt Möbel Theilzahlung. bladt aus Mecklenburg vom 14. Jägerbataillon, kommandirt zur über die Polizeistunde hinaus geduldet habe, gab er unumwunden das Kassenbuch, für Arbeitgeber die Unteroffizierschule, eine Kugel in den Kopf geschossen. Tödtlich verzu. Wegen diefer Uebertretung der Polizei Verordnung vom legte Quittung der Staffe über gezahlte J. Kellermann, Jakobstr. 26 legt fand er Aufnahme im Augufte Vittoria- Krankenhause. Soziale Rechtspflege. = ver: Beiträge. Am Montag, den 24. Jannar, Betten Stand 10,-, 15,-, 20, 25,- bis 80,-. Federn 0,60 abends 8 Uhr, findet in den Armin: 1,-, 1,50 bis 8,-. Bettwäsche u.Stepps hallen, Kommandantenstraße 20, eine deden spottb. Bettenhaus Neanderstr. 8. Versammlung sämmtl. großjährigen Mitglieder d. Kaffe behufs Aufstellung von Kandidaten zur Ver treterwahl pro 1898 statt. 28216 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand: Paul Rückert, Mariannenſtr. 23. Zur Beachtung. Orts = Kranfenfaffe der Berlin C., Klosterstr. 65-67. bon Vom 1. Februar 1898 ab ist das Rassenlokal werktäglich nur 9-1 Uhr vormittags geöffnet. Sonn- und Feiertags geschlossen. 265/2 Der Vorstand. Arbeitsmarkt. Karton Arbeiterinnen, geübte, verl. Wolff, Neue Friedrichstr. 48. Agenten für neuen lukrativen Artikel an allen gesucht. pCt. Provision en 20 Bobifon an die Zentral- Annoncen- Expedition G. L. Daube& Co., Augsburg. sucht TOM Behu tüchtige Hartgummi- Drechsler 10/ 18* H. M. Anton, Elisabeth- Ufer 19. für Gold: Tüchtige Verzierer feisten sucht 29. April 1881 hatte das Landgericht den Angeklagten zu einer Geldstrafe verurtheilt. Von der Anklage, daß er gegen die Bestimmung, die die Schließung der Fenster anordnet, stoßen habe, wurde N. freigesprochen. Gegen das Urtheil hätten Der Geist der Gefinde- Ordnung schwebt immer noch über sowohl der Angeklagte wie die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt. bem Gewerbegericht. Die letzte Sigung der Kammer VI bewies Die Revision der Staatsanwaltschaft wurde verworfen, die des An dies wieder einmal. Es wurde u. a. die Entschädigungsflage zweier geklagten dagegen für begründet erklärt. Das Kammergericht sprach Hausdiener gegen den Bäckermeister Nobiling verhandelt. Die N. gänzlich frei. Zur Begründung führte es aus: Der§ 2 Kläger, die bei N. Kost und Logis erhielten, hatten troß des Ver der Verordnung von 1881 fönne nicht im vollen Umfange botes ihres Arbeitgebers ihre freie Nachtzeit dazu benußt, aus- als rechts giltig angesehen werden. Die Ausdehnung der zugehen und sich zu amüsiren. Deswegen waren sie dann entlassen Polizeistunde auf Räume, in denen Privatgesellschaften worden. Jeder verlangte eine Entschädigung von 32,20 M. Anstatt nun sich aufhalten, sei nicht zulässig. Solche Räume schieden einfach den Beklagten zu verurtheilen, weil Gewerbegehilfen für die Zeit, für welche sie der geschloffenen Gesellschaft zur außerhalb der Arbeitszeit nicht der Zuchtruthe ausschließlichen Verfügung gestellt feien, aus der Schant des Arbeitgebers unterliegen, veranstaltete der Gerichtswirthschaft aus. Jm vorliegenden Falle handele es sich aber hof auf Veranlassung des Vorsitzenden Dr. Krause eine Beweis- um einen derartigen Raum und um eine geschloffene Gesellschaft. Mechaniker, Optiker erhebung darüber, ob es den Klägern wirklich verboten worden sei, Was nun die Bestimmung der Verordnung von 1892 betreffe, die und verwandten Gewerbe, nachts fortzugehen. Die Beweiserhebung fiel zu ungunsten der das Schließen der straßenwärts gelegenen Fenster anordne, so sei Kläger aus. Nach erfolgter Berathung rieth ihnen der Vorsitzende auch sie wegen ihrer allgemeinen Fassung nicht giltig. zu einem Vergleich auf je 3 M., worauf die Kläger eingingen. Bum Sie lasse sich nicht aus§ 6 des Polizeiverwaltungs Gesetzes rechtSchluß bemerkte der Vorsitzende noch, sie möchten sich in Zukunft mehr fertigen. Etwas anderes wäre es, wenn sie auf die Fälle beschränkt nach den Anordnungen ihrer Arbeitgeber richten. Wohlgemerkt: hierbei worden näre, wo ruhe störender Lärm in den Lokalen hatte Assessor Krause die Anordnung im Auge, außerhalb der herrsche. Arbeitszeit nicht fortzugehen. Die Empfehlung der Annahme einer Vergleichssumme von insgesammt 6 Mart gegenüber einem Für Tandemfahrer ist ein Strafverfahren von Interesse, das Gesammtklageobjekt von 64 Mart läßt unzweideutig erkennen, gestern vom Rammergericht erledigt wurde. Nach den Polizeidaß nicht nur Assessor Krause, sondern auch die Mehrheit des verordnungen vom 24. März 1884 und vom 25. Januar 1896 darf Gerichtshofes sich auf den Standpunkt gestellt hat, der Arbeit in gewissen Straßen Berlins auf Rädern, die zur Beförderung von geber könne über die freie Zeit seiner Gewerbegehilfen ver- mehr als einer Person eingerichtet sind, nicht gefahren werden. fügen, wenn sie bei ihm logiren. Gegen eine solche Ausdehnung der Wegen Vergehens gegen diese Borschrift erhielt der Radfahrer Genz Grundsäße der Gesinde Ordnung auf das gewerbliche Arbeits- eine Strafverfügung. Am 12. Juli 1897 hatte ein Schuhmann ihn verhältniß muß ganz energisch protestirt werden. Um ein dabei betroffen, als er auf einem Tandem durch die Voßstraße fuhr. gewerbliches Arbeitsverhältniß handelt es sich hier, da die Kläger Jenes Verbot erstreckt sich auf diese Straße. Genk beantragte richterlediglich im Gewerbebetriebe des Beklagten beschäftigt waren. Im liche Entscheidung und machte geltend, die fragliche Bestimmung Leihhaus anderen Falle wäre ja auch das Gewerbegericht nicht zuständig tönne nur auf den Fall Anwendung finden, wo ein mehrsitziges Fahrrad auch von mehreren Personen bewegt werde. Dieser Be gewesen. stimmung liege der Gedanke zu grunde, daß durch allzu schnelles Fortbewegen eines mehrfißigen Fahrrades der Straßenverkehr gestört werden fönne. Gent wurde jedoch vernrtheilt. Entscheidend sei, daß mehrReingefallene Gesellschaftsretter. Die Straf- und Ent- fißige Fahrräder erheblich größer und schwerer feien als gewöhnliche schädigungsklagen, die der Bäckermeister Be told in Löbtau an- 3weiräder, und daß sie beim Umbiegen eine größere Kurve be gestellt hatte, fanden gestern vor dem Amtsgericht I ihren Abschluß. schrieben. Diese Umstände seien nun durchaus unabhängig davon, Bekanntlich hatte Behold vor der Reichskommission für Arbeiter. ob ein oder mehrere Personen das Tandem bewegten. Ob daneben. flatiftit den Beweis geführt, daß ein Bäckermeister bei zehnftündiger die Polizeiverordnungen auch Gefichtspunkte der Schnelligkeit beArbeitszeit gut bestehen, ja eine Menge Geld verdienen fönnte. Die rücksichtigten, könne darum unerörtert bleiben. Die gegen dieses Anhänger der unbegrenzten Gefellenausbeutung waren ihm deshalb Urtheil eingelegte Revision ist gestern vom Kammergericht ver- Singer Waichine, w. neu, f. 30 M. 3.vr. Berlin, Dresdenerſtr. 97. sehr böse, und sie begrüßten es mit Freuden, als die Bäcker- Beitung worfen worden. Die Auffassung der Vorinstanzen wurde als anfangs März 1896 berichtete, Pezold wäre flüchtig geworden, hätte richtig anerkannt. feine Mehlrechnungen nicht bezahlt und namentlich die sozialdemo hineingelegt. tratischen Genossen nur Gerichts- Beitung. Leider war die Freude furz, denn gleich darauf mußten dieses Blatt und = Wetter Prognose für Donnerstag, 20. Januar 1898. Ziemlich heiter und mild bei mäßigen südwestlichen Winden; alle, die es nachgedruckt hatten, berichten, daß tein Wort feine oder unerhebliche Niederschläge. Berliner Betterbureau. an der Sache wahr gewesen sei. Der Schade, den Pezold davon Möbel 40532* in fedem Stil und jeder Holzart äußerst billig, auch auf Theilzahlung. Gr. Lager gebrauchter und verliehen gewesener Möbel Oranienstr. 73. Neue Noßstraße 3. II. Geschäft. Beleih. von Gold, Uhren, Silber, Wäsche, Kleidungsstücken. 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Winterpaletots, en, pottbillig auf Lurusgeschirre eingearbeitet, er. Anzüge, Remont.: 2 tüchtige Sattler Neanderstr. 6, Pfandleihe. Betten, pottb. Reanberſtr. 6, Bfanbl. 41742* Duisburg. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin, Regulatoren, halten dauernde Stellung. Friedr. Leidiger, Druck und Verlag von Max Bading in Berlin, Nr. 16. 15. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 20. Januar 1898. Versammlungen. " die daß Arbeiter -O 512,20 M. Kassenbestand am 1. Januar 1898 2174,79 M. ob felbige geneigt ist, gütlich zu unterhandeln. Des weiteren Dem Bericht des Bureaubeamten zufolge meldeten sich im IV. Quartal werde von Zeit zu Zeit eine Statistik über die Zahl 116 Baum de arbeitslos. gataufe Stellen wurden gemeldet 197. Der vorhandenen Bauten aufnehmen, um den Arbeitsmarkt Die zweite Proteft- Versammlung der Frauen und Mädchen Von diesen wurden für fest 73 und für Aushilfe 45 besetzt, nicht zu einigermaßen fennen zu lernen. Die Versammlung erklärt sich hierauf tagte am Dienstag Abend in Ahrens' Brauerei, Moabit, und hatte besetzen waren 79 Stellen. In den besetzten Stellen betrug der mit dem Vorgehen des Vorstandes einverstanden und beauftragt ihn, fich eines äußerst zahlreichen Besuches von Frauen und Mädchen der höchste Lohn 22 M., der niedrigste 15 M., durchschnittlich) 18 M. Die in dieser Weise weiter zu arbeiten. Der Vorsitzende giebt noch arbeitenden Klasse zu erfreuen. Angehörige anderer Bevölkerungs längste Arbeitszeit betrug 18 Stunden, die fürzeste 91/2 Stunden. Die bekannt, daß die ausgearbeiteten Tarife auf der Bahlstelle zu haben tlassen sah man nur vereinzelt. Die Referentin, Frau Rohrlad, längste Pause war 2 Stunden, die kürzeste 1/2 Stunde. Sonntagsarbeit, find. Gin jeder wird außerdem aufgefordert, auch während der legte in scharf umriffenen Zügen den Unterschied des Proteftes der in 9 Fällen feine, Kündigung in 4 Fällen teine, sonst 14, 8 auch 1 Tag. Arbeitslosigkeit seinen Pflichten nachzukommen und sich mindestens Frauen und Mädchen der arbeitenden Klaffe gegenüber der Protest- Auf eine diesbezügliche Anfrage wird erklärt, daß der Vorstand be- einmal die Woche im Bureau zur Kontrolle zu melden, damit bewegung der bürgerlichen Frauenwelt anläßlich des Falles Köppen schloffen habe, sich an dem Unternehmen Gewerkschaftshaus" zu niemand seiner Wiitgliedschaft verlustig gehe. Auch wird die Bibliodar. Sodann schildert dieselbe au treffenden Beispielen die Halb betheiligen. Soch giebt hierauf den Bibliothetsbericht. Vor- thek zur regen Benutzung empfohlen. heit und Unentschiedenheit der gesetzgebenden und verwaltungs- handen sind 700 Bände, Neu- Anschaffungen wurden in diesem Jahre politischen Körperschaften in ihren Maßnahmen zum Schuße der nicht gemacht, dagegen 61 Bände neu gebunden. Entlichen wurden fuchte Versammlung des Arbeiter Bildungsvereins statt. Genosse Fabre Echöneberg. Am Montag, fand eine ungewöhnlich stark beSittlichkeit. Sehr schlecht tamen dabei die Herren Pieschel und insgesammt 800 Bände. Pastor Schall weg wegen ihrer an den Tag gelegten Au Auer, der über die bevorstehenden Reichstagswahlen ihten bei Berathung der lex Heinze. Ersterer babe unbedingt Kollegen bervor: 1. Vorsitzender Ladewig, 2. Vorsitzender dem Reichstage gegenwärtig obliegenden gesetzgeberischen Arbeiten Aus der nun vorgenommenen Vorstandswahl gingen folgende referirte, besprach zunächst die Behandlung und die Aussichten der verdient, daß ihm die Arbeitgeber Deutschlands, soweit diefelben Alboldt; 1. Schriftführer Uthe ß; 1. Kassirer und Bureau- und ging dann über zu einer Würdigung derjenigen Momente, weibiches Personal beschäftigen, eine Dankadresse zugeben lassen. beamter Rein; 2. Raffirer Martini. Als Bezirksführer für die voraussichtlich die nächste Wahlbewegung beherrschen. Im Weiter legt die Rednerin an der Hand von Beispielen dar, wie die Diten Timm, Roch und Zimmermann; für Südosten Vordergrunde des Kampfes stehe die Bertheidigung des ReichstagsGesetzgebung und noch viel mehr die Auslegung der Gesetze, nament Rylsky, Mohr und Kamp; für Norden Stange, Ent, Wahlrechts, denn es sei zweifellos, daß eine Verschlechterung des lich des 381, dazu angethan seien, die Frau von vornherein Bode und Kaiser; für Weften und Schöneberg Leege und selben durchgesetzt werde, sobald eine Mehrheit dafür vorunter ein Ausnahmegesetz zu stellen. Deshalb sei es nicht unangebracht, Rutschtau; für Charlottenburg erfolgt die Wahl später. Bu handen sei. Der geheime Erlaß des Grafen Posadowsky wenn man fagt: wir Frauen müssen fortgesetzt in Furcht vor so Revisoren wurden Steinicke, Borath und Arndt gewählt. zeige, manchen Schutengeln" schweben. Frau Rohrlad schließt ihre Die Schiedskommission setzt sich aus den Kollegen Karl Blis, die rigoroseste Handhabung der Strafbestimmungen verkümmertes auch ihr schon jetzt durch von steter Zustimmung begleiteten Ausführungen mit den Worten: Kubert und Knebel zusammen. Das Gehalt des Kassirers Roalitions echt zu vertheidigen haben. Unter derartigen Zuständen muß man sich schämen als Weib, eine wurde sodann auf 30 m. pro Woche festgefeßt. Hierauf wurden unsere ablehnende Haltung zur Flottenvorlage und gab zum Schluß Redner begründete kurz Deutsche zu sein!" Der zweite Redner, deichstags- Abgeordneter Be u 3, konnte sich einige Aenderungen am Statut, wie sie von der Kommission aus der Erwartung Ausdruck, die deutsche Arbeiterklasse werde in der Peus, gearbeitet und vorgeschlagen würden, fanttionirt. in anbetracht des äußerst umfangreichen Thatsachenmaterials der Vertheidigung ihrer wichtigsten Rechte auch bei der kommenden Wahl Die Filiale Berlin des Verbandes der Töpfer und auf dem Posten sein. ersten Rednerin darauf beschränken, die sozialen und psychologischen Ein Jünger Naumann's unternahm es, der Ursachen der in letzter Zeit wiederholt zu tage getretenen Rohheits- Berufsgenossen Deutschlands hielt am 13. Januar eine gut be- Versammlung die bekannten national- sozialen Anschauungen über delikte von Polizeibeamten zu beleuchten. Im übrigen sei es ganz unhe im wurde der Kaffenbericht gegeben. Nach diesem war im Schrankenlofer Egoismus suchte Versammlung ab. Nach einem Vortrage des Herrn Dr. Woll- Kolonial und Flottenpolitik in längerer Rede vorzutragen. meinte er möglich, daß die Polizei bei den ihr heute zugewiesenen Aufgaben Miß- 4. Quartal 1897 eine Einnahme von 911,90 M. und eine Ausgabe Prinzip in -müsse das herrschende griffe nach Art des Falles Köppen gänzlich vermeiden könnte. Sie hat ja von 799,22 M. zu verzeichnen, sodaß einschließlich des Ueberschusses ging nunmehr der äußeren Politit sein. Genosse Auer Anhängers auf die Ausführungen nur die äußere" Ordnung aufrecht zu erhalten; um die inneren Beweggründe der Erscheinungen, um den Stern ber Goche, hat ſite fich über vom vorigen Quartal ein Bestand von 306,82 M. vorhanden iff. Der Politit der gepanzerten Faust näher ein. Er legte unter gens Auf Antrag der Revisoren wurde dem Rassirer Entweis auf geschichtliche Beispiele dar, daß die brutale Gewaltpolitik haupt nicht zu bekümmern. Deshalb sei aber auch die Polizei nie und nimmer im stande, die„ Sittlichkeit" zu schützen. Eine Diskussion merkt der Vorsitzende, daß der Vorstand lastung ertheilt. Zum dritten Punkt: Gewerkschaftliches, bes stets gescheitert sei, er tennzeichte ferner die irrthümliche Auffaffung dem ihm von der wirthschaftlichen Verhältnisse seitens der National- Sozialen und fand nicht statt. Einstimmig gelangte die in der ersten Protest der letzten Versammlung ertheilten Auftrag! Schritte zu thun, um bemerkte hinsichtlich des nationalen Standpunttes derselben, daß alle versammlung aufgestellte Resolution zur Annahme. Nachdem noch bei guter Konjunktur gerüstet 31 fein" insofern nachgekommen ist, großen Ideen getragen waren von dem Gedanken der internationalen zum regen Besuch der am 26. Januar bei Puhlmann, Schönhauser daß er einen verbesserten Tarif ausgearbeitet habe, der unter den Bruderliebe, demgegenüber die einseitige Betonung des Nationalen Allee, stattfindenden Volksversammlung, in der Frau Bettin referiren wird, aufgefordert worden, schloß die imposante Ber- Bersammelten in einigen Exemplaren vertheilt. ift. Gine Spezial ein engherzig beschränkter Standpunkt fei. Die National- Sozialen fammlung mit einem brausenden Hoch auf die internationale, völker- debatte in der heutigen Versammlung hält der Vorstand nicht für so schloß Genosse Auer unter stürmischem Beifall der Versammelten befreiende Sozialdemokratie. angebracht, diese soll der öffentlichen Versammlung überlassen werden unter den deutschen Arbeitern feinen Boden gewinnen. bleiben. Krause hält ein geschlossenes Vorgehen für durchaus Als Resultat dieser Versammlung konnte der Vorsitzende die AnDer Verband der Handelshilfearbeiter Berlins und nöthig, zweifelt aber an ein Gelingen und mißt die Schuld dem jeßigen meldung von 51 neuen Mitgliedern bekannt geben. Umgegend hielt am Dienstag, den 11. d. M., in den Arminballen Beamten des Verbandes bei, der seine Pflicht den Kollegen gegenüber seine erste Generalversammlung für 1898 ab. Aus dem Geschäfts- nicht erfülle. John, Münzapoſt, Hielscher, Sagen bericht des Vorstandes ist ersichtlich, das 5 General- Versammlungen, treten dem entgegen. Der Beamte ist nicht Angestellter der Kollegen 5 Versammlungen mit agitatorischen Vorträgen und 2 Bersamm Berlins, sondern der Deutschlands, sollte er diesen gegenüber etwas lungen mit wissenschaftlichen Vorträgen stattfanden. Die vernachlässigen, so werden dieselben schon bei passender Gelegenheit geschäftlichen Angelegenheiten des Verbandes erforderten 52 fich Ersatz verschaffen. Daß ein Theil Schuld die früheren Führer Borstandssigungen. Im Februar wurden 5000 Flugblätter der Berliner Kollegen trifft, die bei dem Streit um die beste Form unter die Berliner Kollegen verbreitet, desgleichen im nicht die Massen zusammenhalten und aufklären konnten, geben alle Ditober 5000 Flugblätter. Durch das letzte Flugblatt erhielt der Redner zu. Die Hauptschuld trifft aber die Masse selbst, die Verband einen bedeutenden Zuspruch von neuen Mitgliedern. Feste sich nicht um die Organisation kümmerten. Doch noch ist nicht alles fanden 6 statt. Rein als Raffirer gab hierauf den Kassenbericht. verloren, wenn jeder seine Pflicht thut, die Kollegen zur OrganiDas letzte Quartal 1897 ergab an Einnahmen 3090,30., fation heranzieht und für guten Besuch der Versammlungen sorgt. an Ausgaben 2607,75. und einen Ueberschuß von 482,55. John erklärt im Namen des Vorstandes, daß derselbe seine ganze Die Abrechnung vom verflossenen Jahr stellt sich wie folgt: Kraft darauseßen wird, um die Bewegung im Gange zu halten. Einnahmen 11 646,44., Ausgaben 12 158,64 M., Defizit zunächst werde man sich an die Meisterschaft wenden, um zu sehen, 45/110 cm. weisse Gerstenkorn- Handtücher mit bunter Kante, gesäumt und gebändert, per Dutzend 4,50. wahlen aufgestellt. In Treptow- Baumschulenweg wurde am Sonntag eine öffentliche Gemeindewähler- Versammlung abge balten. Nach einem Vortrag des Gen. Görte über die Wichtigkeit der Gemeinderathswahlen wurde Genoffe Malermeister Schulb als Kandidat für die im März stattfindenden GemeindevertreterRosenthaleritr. 57, Mitglieder- Bersammlung. Tagesordnung: Wie gestalten wir Bentralverband der Konditoren. Heute Abend 8% Uhr bet Schiller, unsere fünftige Agitation? Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht sämmtlicher Mitglieder, zu erfcheinen. Säfte wiltonimen. Zentralverein der Bureau- Angestellten Deutschlands( Mitgliedschaft Berlin) Heute, abends 8% Uhr, bei Schiller, Rosenthalerstraße 57: Vortrag. Gäste willkommen. Naturheilverein Nordost. Jeben Donnerstag, abends 8% Uhr, Sandsbergers fraße 108: Borträge. Geselliger Verein Heliotrop. Heute Abend 9 Uhr bei Hensel, Dieffenbachstraße 34, Gigung. M. Schneider 1 Posten 65/65 cm. geklärte Servietten Dutzend 2,90. & Cie. II. Spittelmarkt II. Abtheilung für Wäsche und Leinen- Waren. gene121-21 Besonders preiswerth: Weisse Damen- Hemden, wirklich prima Priesen- Form aus 1,10 bestehend: 1 DeckWeisse Renforce- Bezüge, bet, kien 2,50 Weisse gest. Dimiti- Bezüge, 1 Deckbett, 5,90 bestehend: 7,25 Renforce mit Spitze Renforce mit Spitze Weisse Damen- Hemden, Achsel- Façon aus prima f.- fadigem Weisse Damen- Hemden, Achsel- Schluss, 1,75 2 Kissen Weisse prima Damast- Bezüge, 1,90 tuch mit Stickerei Achsel- Schluss, bestehend: 1 Deckbett, 2,25 mit Handlanguette. Piqué mit Stickerei. 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Das neue Weib. Anfang 72 Uhr. Deutsches. 7 Uhr. Johannes. Anfang Lessing. Im weißen Röß'l. Anfang 7/2 Uhr. Berliner. In Behandlung. Anfang 72 11hr. Residenz. Sein Trid. Anfang 7% 11hr Goethe. Minna von Barnhelm. Anfang 7 Uhr. Nenes. Familie. Borher: Der Herr Kandidat. Anfang 72 Uhr. Unter den Linden. Die Göttin der Vernunft. Anfang 72 Uhr. Schiller. Der Registrator auf Reisen. Anfang 8 Uhr. Thalia. Geschlossen. Central. Bertiner Fahrten. Anfang 72 Uhr. Luisen. Auf goldenem Boden. Anfang S Uhr. Belle Alliance. Der Bräutigam auf Probe. Anfang 8 Uhr. Ostend. Die Waise von Lowood. Anjang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. = Die fleinen Vagabunden. Anfang 8 Uhr. Mexanderplatz. Die Verführerin. Anfang 72 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundl. Ausstellung v. 10 Uhr vormittags ab. Abends 8 Uhr Wissenschaftl. Theater.d Juvalidenstraße 57/62. Täglich ( außer Sonntags und Mittwochs) abends 8 Uhr: Wissenschaftliche Vorträge. American. Spezialitäten. Anfang 8 115r. Apollo. Spezialitäten. Auf. 71% 11hr. Feen- Palast. Spezialitäten. Passage Panoptikum. Wiener Tanz- und Operetten- Gesellschaft. Reichshallen. Spezialitäten. Anfang 7 Uhr. Schiller- Theater ( Wallner Theater). Donnerstag, abends 8 Uhr: Der Registrator auf Reisen. Mittwoch, abends 8 Uhr: Der Regi: ftrator auf Reifen. Sonnabend, abends 8 Uhr: Die wilde Jagd. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. G. Weift. Zum vorlegten Male: Die Waise aus Lowood Schauspiel in 4 Aften bon Charlotte Birch Pfeiffer. Anfang 8 Uhr. Im Tunnel vor und nach der Vorstellung Frei Konzert. Anfang des Konzerts? Uhr. Freitag: Der Verschwender. Sonnabend: Die Waise aus 20: wood. Sonntag Nachmittag: Der Berschwender. Abends: Die Waise aus Lowood. Urania Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vormittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Theater. Invalidenstr. No. 57-62. Täglich abends 7 Uhr: Ausstellungs- Saal und Vorträge. Näheres die Tagesanschläge. Freireligiöse Gemeinde, Berlin.| Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, den 22. Jannar 1898, abends 82 Uhr: Gr. Wiener Masken- Ball im großen Festsaal der Brauerei Friedrichshain Passage- Panopticum. fraße 36 im Laden. Das Volkslied in 12 lebenden Bildern mit Gesang und Tanz der - lustigenWienerinnen. Castan's Panopticum. Friedrichstr. 165. Neu!! Indischhindustanische Gaukler -undSchlangenBeschwörer. Das BÄREN WEIB. Rei eichshallenTheater, Leipzigerstrasse 77, bietet gegenwärtig unstreitig das beste Spezialitäten- Programm in Berlin. Beweis: Brausender Jubel! Stürmisch. Dacapos * Volle Häuser! Alle fiinf Derringtons auf einem Rade. Max Waldon, das geniale Tanz- Genia. Hella Collier, der reizend. Soubretten- Stern. Excelsior- Mimograph zeigt lebende Photographien in höchster Vollendung. Anfang 72 Uhr. Entree 50 Pf. Im Reichshallen- Tunnel täglich: Militär- Concert in Uniform. Anfang 8 Uhr. Quarg's Vaudeville- Theater Grand Hotel Alexanderplat. Der Erfolg wird immer größer! Die Lachsalven werden immer stärker! Die Beifallsstürme werden immer bedeutenber bei den Central- Theater 1. Original- Budapestern Alte Jakobsir. 30. Direktion Richard Schultz. Donnerstag, den 20. Januar 1898: Emil Thomas a. G. Bum 137. Male: Berliner Fahrten. Burleste Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von Julius Freund und Wilhelm Mannstädt. Musik von Jul. Ginödshofer. Anfang 18 Uhr. Morgen: Berliner Fahrten. In Borbereitung: Die Zugendfalle. Luisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Abends 8 Uhr: welche mit dem Armband und dem Modell Saison Schlager eroberten. Avis! Sonnabend, 22. Januar, bleibt das Vaudeville Theater wegen Privatfestlichkeit geschlossen. Dafür Gastspiel im Reichshallen-Theater Das Modell. Volks- Theater in Welt- Restaurant 97. Dresdener Straße 97. Auf allgemeines Verlangen neu einstudirt: Liesecke in Italien. Auf goldenem Boden. Kom. Singspiel in 2 Aften von 2. Ely. Volksstück mit Gesang in 5 Bildern von Wilhelm Frerking. Musik von Gustav Steffens. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Volks: Musik von Richard Thiele. Neue Spezial- Nummern. Jm vorderen Saale: Tyroler Sänger Alois Ebner. 6 Uhr. 71/2 11hr. Borstellung. Regie: Julins Türk. Anfang: Bochentags 7, in Othello, der Mohr von Venedig. Billets à 60 Bf. in den befannten Berkaufsstellen. Maehr's Theater Oranien- Strasse 24. Täglich: Theater- u. SpezialitätenVorstellung. Neu! Die beiden Kompagnons Neu! und Die Verschwörer. Reinhold Lange, Käthe Leonardi, der beste Humorist bildschöne der Jezztzeit. Neu! Kostüm- Soubrette Mr. Alfons, Meu! der bedeutendste Hand- und FußSchnellinaler. Kaufmann's Variété Familie Direktion: Gebrüder Herrnfeld BUDAPESTER Anfang: Sonntags& uhr. Wochentags 8 Uhr. Preise wie gewöhnlich. Concerthaus Leipzigerstr. No. 48 Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen. Anf. 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Die Theaterprobe.z Posse von Gustav v. Moser. Bum 275. Male: Lene. ( am Königsthor). Am Sonntag, den 23. Januar 1898, abends 7 Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 20: A Versammlung. Vortrag von Frau Lily Braun. 4/8 Nachdem: Gemüthliches Beisammensein und Tanz.Eintritt 10 Pf. Garderobe 10 Pf. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Bahlstelle Berlin. Branche der Korbmacher. Einlaßkarten sind zu haben bei den Komiteemitgliedern: O. Jänide, Rixdorf, Reuterstr. 21, Stfl. 4 Tr. G. Bohue, Brunnenstr. 141, Hof 2 Tr. Frau Kohlhardt, Alexandrinenstr. 41, Hof 1 Tr. E. Kornetky, Fürsten walderstraße 11, vorn 3 Tr. H. Kotlow, Rykestr. 17, Quergeb. 4 Tr, B. Kuhirte, Kastanien- Allee 85, Hof 1 Tr. K. Modrach, Rammler Außerdem in allen bekannten Verkaufsstellen: W. Rubenow, Brunnenstraße 134. A. Hoffmann, Blumenstraße 14. W. Börner, Ritterstr. 15. Mehnert, Wörtherstr. 47. C. Hergt, Landwehrstraße 1, Stoepel, Dresdenerstr. 62. F. Tutauer, Blücherstr. 23. Kieburg, Reichenbergerstraße 24. R. Gertuig, Novalisstraße 9, Laden. Donnerstag, den 20. Januar, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, W. Brinkmann, Prinzen- Allee 21. E. Reuter, Swinemünderstr. 51. H. Peege, Rüdersdorferstr. 48, Hof 2 Tr. M. Wendt, Landsberger: Straße 83, r. Stfl. 2 Tr. Günther, Große Frankfurterstr. 72, vorn 3 Tr. Christens, Mühlenstr. 49, vorn 3 Tr. J. Heuer, Waldemarstr. 27, Stfl. 4 Tr. Eifert, Grüner Weg 58.[ 268/6] Das Komitee. Prima frischen Zander per Pfund 40 Pf. 75 Lebende Karpfen do. Schleie( Mittelgrösse) 75 99 99 99 Alle anderen Fischsorten in reichster Auswahl zu Ausnahme- Preisen. 16. Dragonerstrasse 16. OTTO GUNDERMANN. Täglicher Versand nach ausserhalb. Künstl.Zähne 1,50 Märztliche Stlinit, Manteuffelſtr. 43, Neues -RiesenOlympia ter Theater. ( Circus Renz.) Karlstrasse. Bolossy Kiralfy's Konstantinopel. Grösstes, machtvollstes and prächtigstes Schorustück der Gegenwart. 700 Aufführ. in London. 1000 Mitwirkende. 1. Bild: Das Maifest in England. 2. Bild: Spanischer Stierkampf. 3. Bild: Wiener Jahrmarkt. 4. Bild: Räuberüberfall in den rumelischen Bergen. Das Schlachtfeld. 5. Bild: Der Sklavenmarkt. 6. Bild: Prunkpalast in Konstantinopel. Attentat auf den Sultan. Enthauptung des Räuber- Hauptmanns. Kolossaler Prachtaufzug. Wasserschauspiel auf dem Bosporus. Eine wirkliche Flotille. Die Riesen- Ballets, die Pracht der Kostüme und Dekorationen überragen alles bisher Dagewesene. Preise der Plätze von 50 Pf., 1,-, 1,50, 2, 2,50, 3, 3,50, 4,- und 5,00 M. Anfang 8 Uhr. Ende 10% Uhr. ' Plomben 1M. Zahnziehen frei. BahnI., Ecke Oranienstraße. Spr. 8-10 und 1-3 Uhr. Alcazar- Theater. Dresdenerstraße 52/53( City- Paffage) Annenstraße 42/43. Direktion: Richard Winkler. Vornehmster Familien Aufenthalt. Nur noch vier Aufführungen von Die Liebe im Eckhause. Luftspiel in 2 Aften. Flotte Matrosen. Neu! Neu! Gr. Ausstattungs- Operette in 1 Att. Auftreten sämmtlicher Kunfts Spezialitäten. Freitag, den 21. Januar 1898: Benefiz für den Regisseur Ad. Dessau. Vollständig neues Programm. Wochentags 8 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Bf. Refervir Platz 50 Konzert- Sanssouci hans Rottbuser Straße Nr. 4a. Dir. H. Pierry. Artistischer Leiter Jos. Aschinger. Großer Beifall! Jm Reiche der Sirenen. Ausstattungsstück mit Gesang und Tanz in 3 Bildern von Joh. Eißner u. Jean Häußler. Musit von Joh. Eißner. Neue Spezialitäten. Sonntags Anfang des Konzerts 5 Uhr, der Vorstellung 6 Uhr. Apollo- Theater or Ball. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Carmen- Faur Siegwart Gentes Miss Bertholdi Desroches- Bianca Entree 50 Pf. Wochentags Anfang des Konzerts 7 Uhr, der Vorstellung 8 Uhr. Entree 30 Pf. Passe- partouts gelten. Vorstellungen Sonntag, Dienstag und Donnerstag. W. Noack's Theater 93 Brunnen- Strasse 16. und 30 Kunstkräfte 1. Ranges. Seute Donnerstag, 20. Januar 1898: Kasseneröffnung 6/2, Anf. 7 Uhr. Der Herr Stadtmusikus Montag, den 24. Januar, Gastspiel: Yvette Guilbert. Feen- Palast 22 Burgstr. 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Wiederauftreten des Direktors Richard Winkler und Wilhelm Fröbel in der aktuellen Operetten: Burleske Das radelude Berlin Das radelnde Berlin Dazu das erfolgreiche Spezialitäten- Personal. Neu! Geo Willard. Neu! Urkomisches Fantoche Theater. Großer Beifall: Cabaret. Drefsirte Liliputaner: Hündchen 11. f. w. Anfang 7 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. und seine Kapelle. Boltsstück mit Gesang in 5 Aften von Kneisel. Musik von Conradi. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Freitag: Doctor Wespe. Bum Fastnachts- Ball. 22. Februar, ist der große Saal frei. Kommandantenstraße Nr. 20: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Preisfestlegung für die Geschoßkorbbranche. 2. Branchen- Angelegen heiten. 3. Verschiedenes. Brauche der Parquetbodenleger. Donnerstag, 20. Januar, abends 8 Uhr, bei Zubeil, Linder.str. 106: Bihung E der Werkstatt- Kontrollkommission mit den Bertranenslenten. Tagesordnung: 1. Lohndifferenzen. 2. Aufstellurig eines Minimalsatzes für das Verlegen von Asphaltböden. 3. Berschiedenes. Die Kollegen der Firma Dahmte( 8wischenmeister Peter) find hiermit eingeladen; ferner werden die Kollegen, welche gegenwärtig Asphaltböden verlegen, ersucht zu erscheinen. Sonntag, den 23. Januar, abends 5% Uhr, im„ Kösliner Hof", Köslinerstraße Nr. 8: Branchen- Versammlung der Modell- und Fabriktischler mit Damen. Tages Ordnung: 1. Arbeitgeber und Arbeitnehmer Organisationen. Referent: Rollege Th. Glocke. 2. Diskussion. 3. Berbandsangelegenheiten. Nach der Versammlung: Gemüthliche Unterhaltung und Tanz. Kollegen! Da diese Versammlung auf Euren Wunsch stattfindet, so hoffen wir, daß Ihr für zahlreichen und pünktlichen Besuch agitiren werdet. Gäste willkommen. Tellersammlung findet statt. Die Ortsverwaltung. 76/17 Großer Maskenball am Sonnabend, den 29. Januar, in Keller's Festsälen, Koppenstraße 29, und bei Wernau, Schwedterstraße 23. Billets à 50 Pf.( für beide Lofale giltig) find auf allen Zahlstellen des Verbandes zu haben. Achtung! Schuhmacher. Achtung! Freitag, den 21. Januar, abends 8 Uhr, im Lokale Königsbank, Große Frankfurterstraße Nr. 117: Oeffentl. Dersammlung. Tages Ordnung: 1. Der gegenwärtige Stand der Aussperrung und wie stellen sich die Kollegen zu den erfolgten Maßregelungen. 2. Verschiedenes. 171/4 Die Agitationskommiffion der Schuhmacher Berlins. Verband der Korbmacher Berlins und Umgegend. Donnerstag, den 20. Januar, abends 8 Uhr, Oranienstraße 51: Ausserordentliche Mitglieder Versammlung. T.- O.: 1. Die Lohnreduzirungen in der Geschoßkorb- Branche und wie stellen wir uns zu der am 22. 5. M. ftattfindenden Submission. 2. Ers 98/2 ledigung eingelaufener Anträge. 3. Verschiebenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist das Erscheinen aller Kollegen erwünscht. Der Vorstand. Achtung! Deffentliche Achtung! Lederarbeiter Versammlung ( Weißgerber, Lohgerber u. Lederfärber) heute, Donnerstag, den 20. Januar, abends 8 Uhr, im Viktoria- Garten", Badstrasse 12. Tages Ordnung: 99 103/1 1. Vortrag des Genossen Millarg. 2. Wahl der Revisoren. 3. Ge Der Vertrauensmann. Englischer Garten, wertschaftliches und Berſchiedenes. Alexander Strasse 27 c. Weiss-, Bairischbiermeinen Freunden u. Bekannten und gr. Speisegeschäft. Reich: Achtung! Achtung! Ein sozialdemokratischer Verein hält in einem der größten Lokale Berlins haltiges Frühstück von 30 Pf., Mittag seinen diesjährigen Maskenball ab. Vereine, die fich daran unter günstigen mit Bier 50 Pf. sowie Abendtisch à la Bedingungen betheiligen wollen, werden ersucht, ihre Abreffe unter P. B. 14 carte von 30 Pf. an. 2 Vereinszimmer bis zum 25. Januar in der Expedition dieses Blattes niederzulegen.[ 158/1 mit Klavier für 20-50 Personen. H. Stramm, Rest., Ritterstr. 123. Feuerstein's Festsäle Alte Jakobstrasse 75. Circus Busch Juh. Martin Herzberg. Juh. Martin Herzberg. ( Bahnhof Börse). Donnerstag, 20. Januar 1898, abends 7 Uhr: Sport- Vorstellung. In der Tanzstunde, große Quadrille. Die Dogcartfahrt mit eigens dazu dressirtem Pferde. Die 12 neu dress. Fuchshengste, darauf die Hengste Zeus und Tiger als Tonnenläufer, borgeführt von Herrn Dir. Busch. Con versano II, echt Lippizaner Hengst, dressirt und geritten v. Herrn FoottitBurghardt. Außerdem: Auftreten aller neu engagirten Künstlerinnen und Künstler. 8um Schluß: Direktion: Gebrüder Herrnfeld Kochsalz Kaufmann's Variété 5 Zaragoza. Grosse und kleine Säle zu Versammlungen unentgeltlich, sowie zu Sommer- u. Winterfestlichkeiten b. koulanten Bedingungen. auf Möbel Theilzahlung Groke Frankfurterstr J.Ostrowski jr. Nr. 1, I. Bekanntmachung der Orts- Krankenkasse für den Gewerbebetrieb der Kaufleute, Handelsleute u. Apotheker. Delegirten- Ergänzungswahl. Behufs Vornahme der Ergänzungswahl, welche auf grund der SS 49 ft. des Statuts. vom 14. Dezember 1892 für die im Laufe des Jahres ausgeschiedenen Vertreter stattzufinden hat, wird hierdurch bekannt gegeben, daß 149 Vertreter der Kassenmitglieder und 86 Vertreter der Arbeitgeber zu wählen. find. Bur Bornahme der Wahlen settens der Kaffenmitglieder findet in der Arbeitgeber findet in ben Keller's Festfälen, Koppenstr.29 Arminhallen", Kommandantens am Freitag, den 28. Januar cr., ftraße 20 am Freitag, den 28. Ja abends 9 ihr, eine Versammlung nuar cr., abends 82 Uhr, eine statt, zu welcher sämmtliche, gemäß Versammlung statt, zu welcher die $ 49 des Statuts wahlberechtigten Arbeitgeber mit dem Bemerken einRaffenmitglieder eingeladen werden geladen werden, daß um 9 Uhr der mit dem Bemerken, daß um 10 Uhr Wahlaft beginnt und während des der Wahlaft beginnt und während selben die Thüren gemäß§ 38 Abs. 4 verliehen gewesene und neue, staunend desselben die Thüren gemaß§ 38 Abf. 4 des Statuts gefchloffen werden.( Wahldes Statuts geschlossen werden. Das berechtigt sind alle Arbeitgeber, welche 40552* Quittungsbuch oder eine Be für die bei ihnen beschäftigten Ber scheinigung des Arbeitgebers ist sonen Beiträge aus eigenen Mitteln Möbel Orig. Manège Schauftück des Circus billig, Theilzahlung gestattet. Busch, entnommen aus dem spanischen Beamten ohne Anzahlung. Leben. Besonders hervorzuheben: Der Brand des grünen Schloſſes init der Neue Königstr. 59 Flucht des Don Casiodurus und seiner Geliebten sowie fämmtlichen Pferden. 1. Gneisenaustr. 15. Eine spanische Eisenbahn mit ein tretender Ratastrophe. Maskengarderobe Morgen 7 Uhr: Grosse humor. Bu ben billigsten Breifen empfiehlt F. Stenzel, Vorstellung. Rottbuser Damm 8, II. Vereinszimmer mit Piano, bis 50 Personen faffend, zu vergeben. 4166b 27516* R. Adler, Linienſtr. 63. Laube mit Bachtland zu verkaufen. Näheres Zeughofftr. 26, IV.Its. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. als Legitimation mitzubringen und zur oben genannten staſſe zahlen.) ben Staffenmitgliedern das Qui tings werden die Herren Arbeitgeber gebeten, buch oder eine entsprechende Be scheinigung freundlichst aushändigen zu wollen. Berlin, den 17. Januar 1898. Der Vorstand. August Werner, Vorsitzender, Bärwaldstr. 9. Karl Papke, Schriftführer, Holzmarktstr. 38. Druck und Berlag von Max Babing in Berlin. 89/1