Nr. 17. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrirter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BettungsPreisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions Gebühr beträgt für die fechsgefpaltene Rolonel setle ober beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Bmt I, Mr. 1508, Telegramm Adresse: " Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Aus Frankreich. Paris, 18. Januar. 9 " = " Freitag, den 21. Januar 1898. Millionen Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. der „ Seit der Agitation in der Affäre Dreyfus wird die Das preußische Abgeordnetenhaus berieth heute den Gesetz Sache immer mehr verwickelt und verworren und die Macher auf entwurf betr. Abänderung des Geseges über die Bein 28 e ft= beiden Seiten sind bestrebt, die Unflarheit zu vergrößern. Das förderung deutscher Ansiedlungen Proletariat verlangt Klarheit und seine Abgeordneten sind bemüht, preußen und Posen. Die Agitation der militärisch- chauvinistisch- antisemitischen Kreise sie zu schaffen. Warum hat die Dreyfus- Affäre so große Das vielumstrittene Gesetz vom 26. April 1886 ftellte bekanntum die Dreyfus.Affäre hat sich nun mit aller Deutlichkeit Dimensionen angenommen? Weil sie der Kampfplat ge- lich 100 Millionen zur Verfügung, um durch Seßhaftmachung als ein neuer Boulangisten Schwindel entpuppt. Der worden ift für die zwei Gegner innerhalb der Bourgoisie, deutscher Landwirthe die Polen in Westpreußen und Posen zurückdie Klerikalen. nicht stattgefundene Berrath" des jüdischen Offiziers, die Unfehlbar- die Opportunisten und Dieselben Parteien, zudrängen. Von den 100 Millionen waren bis Ende 1896 feit der geheimen Militärjuftiz, die Heiligkeit der Armee", d. i. die sonst einig sind, wenn es gilt, gegen die Arbeiter zu 56 Millionen ausgegeben worden zum Ankauf von 188 Liegenschaften der militärischen Oligarchie, die Wohlfahrt des Vaterlandes" al' tämpfen, sie zu unterdrücken, streiten sich hier um den Antheil an mit einem Flächeninhalt von 92 724 Hettaren. Weitere beträchtliche diese Schlagworte werden von den bezeichneten Kreisen immer frecher der Beute. Die Klerikalen benutzen die alten Vorurtheile gegen die Ausgaben find dann daraus erwachsen, daß die erstandenen, vielfach im Interesse einer flerital- militärischen Reaktion ausgebeutet. Die Juden, um gegen diese den Pöbel zu hetzen; auf der anderen Seite verwahrloften Güter erst meliorirt wurden, daß man für die in Austapfere Einmischung Emile 30la's hat die mehr oder minder auf- haben die jüdischen Kapitalisten nach mancherlei Standalen, die sicht genommene, mehr bäuerliche Bewirthschaftung Wege, Gräben, richtige patriotische" Entrüstung des lichtscheuen Packs bis zu fie diskreditirten, das Bedürfniß, sich ein wenig zu rehabilitiren, Gebäude schaffen, für die neuen Gemeinden bestimmte Einrichtungen Krampfanfällen gesteigert. Um so mehr, als die Gerichtspoffe des damit ihnen der Antheil an der Beute verbleibt. Gelänge es ihnen, sichern mußte. Da von den erworbenen 92 724 Heftaren noch rund Prozesses Esterhazy schließlich die bis dahin eingeschüchterten diesen Einen rein zu waschen, so würden alle Panamisten davon 56 000 Heftare unbesiedelt sind und noch wesentliche Ausbesserungssozialistischen und bürgerlich- demokratischen Elemente aufgerüttelt profitiren. Und während die einen rufen: Frankreich fosten verursachen werden, so kann man den 100 Millionen- Fonds hat. Es wird nun alles ins Werk gesetzt, um den Schein zu er den Franzosen" und damit meinen, daß Frankreich ihnen, in der That als nahezu erschöpft ansehen, auch unter Berücksich zeugen, als stände stände die Masse hinter dem Häuflein der ihrer Klaffe, zur Auspowerung überlassen bleiben soll, schreien tigung der zeitweiligen Einnahmen der Ansiedlungskommission. Diese reaktionären Demagogen. Seit vielen Tagen hören die Straßen- die andern fich heiser nach Gerechtigkeit", nach dem hätte also im nächsten Etatsjahre bereits mit der Abwickelung ihrer meint die Regierung Rundgebungen der" fatholischen" Studenten nicht auf. Aber es sind heiligen Recht der Wertheidigung"- die Yves Guyot, Geschäfte zu beginnen. Dies hieße von abermals hundert immer diefelben Radaumacher, die Zola„ bespucken", den Lumpen Die Trarieng, die jeder Infamie gegen die Arbeiterklasse zustimmen in der Begründung der Forderung Esterhazy und im gleichen Athem die Armee anhochen und Tod und sie unterstützen. tolonisatorischen Arbeit mitten in ihrer den Juden!" rufen. Neben den in klerikalen Anstalten er" Bürger! In diesem Kampfe ist alles Heuchelei und Lüge! Entwickelung und ihren Erfolgen Halt gebieten und überdies zogenen Studenten betheiligen fich am Radau nur die aus Mischt Euch nicht in den Streit! Bewahrt Eure vollständige zu einem Zeitpunkte, wo die starken Gegenströmungen einen besonders der Boulangisten Bewegung bekannten Gestalten des Parifer Neutralität zwischen Reinach und de Muu. Wir Sozialisten fräftigen Schuß des Deutschthums erfordern." Janhagels. Letztere Elemente find es hauptsächlich, die haben feine Ursache, uns für oder gegen jüdische oder christliche Wir haben schon öfter nachgewiesen, daß die erwartete Verihrer Armeebegeisterung in den letzten Tagen auch durch Kapitalisten zu entscheiden, wir bekämpfen beide. Und gegen was stärkung des Deutschthums in der That nicht erreicht worden ist. Einwerfen von Schaufenstern in jüdischen oder mit jüdisch klingenden wir uns weiter zu wenden haben, das ist die Oligarchie der 40,9 pet. aller Gutserwerber stammten nach der letzten Denkschrift Namen gekennzeichneten Geschäftshäusern Ausdruck geben. Die Armee." aus den Ansiedlungsprovinzen felber; auf der anderen Seite hat der große Masse mag vielleicht infolge der monatelang von der einen Die Korruption der Bourgeoisie und die der Armee haben Druck den Gegenbruck erzeugt und eine, freilich nicht staatlich unterSeite laut und frech betriebenen Haß und des von der anderen diese Zustände gezeitigt. Zersplittern wir nicht unsere Kräfte, ftügte polnische Kolonisationsbewegung hervorgerufen, die sich mancher Seite beobachteten vorsichtigen Schweigens in ihrem Urtheil fämpfen wir gleichermaßen gegen das Rapital, gegen Erfolge rühmt; mit dem preußischen Staatsgeld ist ferner mancher getrübt worden sein; sie nimmt aber an dem Treiben keinen die Dogmen und gegen den Säbel für die soziale ausgetaufte Schlachaize wieder zu Kräften und zu anderem Land Antheil. Republit." befize gekommen. Eines hat der Staat vielleicht erreicht, er hat Nachfrage nach Grundbesitz" geschaffen und so die Landpreise halten helfen. Den alten Besizern ist dadurch manche Sorge abgenommen worden, aber die neuen Käufer von Gütern nicht nur von Ansiedelungsgütern find dafür um so schwerer belastet. Die große Bahl der Stundungen und Erlaffe von Pachten und Renten beweist fetzt schon, daß der lezte große Anlauf der Bismarck'schen Nationalitätspolitik wohl zu Berlegenheiten für die preußischen Finanzen, niemals aber zu einem entsprechenden Erfolge führen Daß es ein sogenannter großer Tag" war, bewies die starke Besetzung des Hauses und der Tribüne, sowie die Anwesenheit des Ministerpräsidenten Fürsten zu Hohenlohe, der die Staatsaktion gegen die Polen mit einer wohl vorbereiteten Erklärung einleitete. Die Polen begnügten sich mit einer Protesterklärung und betheiligten sich im übrigen nicht weiter an der Debatte. Ob dieses Schicksal des Entwurfs werden sie jedenfalls auch durch die schönsten Vorgehen taktisch richtig ist, bleibe dahingestellt. An dem Reden nichts ändern können, da das Gefeß von der konservativ. werden wird. Die Freude über das Ginbringen der Vorlage dokus mentirte sich bereits äußerlich durch den großen Beifall, mit dem diese beiden Parteien die Ministerreden begleiteten und durch den betäubenden Lärm, mit welchem sie die Reden der Gegner aufnahmen. So lebhaft ist es lange nicht im Hause zugegangen. Gegen das Gesetz sprachen die Abgg. I m Walle und Nad= Abg. Muudel( frf. Vp.). " tann. Das zeigte sich schlagend in der gestrigen Veranstaltung der neuen Boulangisten. Ihr erster Versuch, in einer Volksversammlung die Pariser Politische Uebersicht. Masse zu ködern, ist jämmerlich mißlungen. Die Versammlung Berlin, 20. Januar. vom 17. Januar, die eine Nationale Rundgebung" gegen das Konsortium des Verrathes"( lies: gegen die Gegner des Justiz- Aus dem Reichstage. Heute hatte Herr v. Stumm sein verbrechens des Generalstabes gegen die Anhänger der Revision des Material mitgebracht und über eine volle Stunde erzählte er den Dreyfus- Prozesses) sein sollte, endete oder vielmehr begann mit dem paar anwesenden Abgeordneten, was diese längst schon wußten, daß Reißaus der Beranstalter vor den feindseligen Kund gebungen der Mehrheit. Das liebliche Paar, Rochefort und er, Stumm, Arbeiterorganisationen nicht leiden mag, daß die Drumont, die Ehrenpräsidenten" der Versammlung, waren Führer der Arbeiter Blutsauger find, die sich durch den Betrug, vorsichtigerweise zu Hause geblieben. Auch der schwindlerische den sie an den Arbeitern ausüben, bereichern u. s. w. Auch daß Kniff der Macher, eine Reihe von radikalen und sogar er den Pfarrer Naumann nicht leiden mag, und daß er dieſen ſogar fozialistischen Abgeordneten in den Plakaten auf derfelben noch für schlimmer hält, als die sozialdemokratischen Agitatoren, Rednerliste mit den hochadligen klerikal- monarchistischen Abgeordneten wiederholte der Schloßherr von Neunkirchen, um dann zum Nachfiguriren zu lassen, hatte nichts genugt. Was von den Arbeitern weis des von den Arbeitern gegen sogenannte Arbeitswillige geübten zur Versammlung tam, protestirte in überdeutlicher Weise gegen die Terrorismus überzugehen. Derselbe bestand darin, daß Herr tlerital- chauvinistische Mache. Die Herren vom„ Säbel und Weihwedel", wie die Setzer v. Stumm aus gerichtlichen Erkenntnissen vorlas, mit welchen treffend gebrandmarkt wurden, haben ihre Karten zu früh auf drakonischen Strafen einzelne deutsche Gerichtshöfe streikende nationalliberalen Mehrheit mit großer Hurrabstimmung angenommen gedeckt. Im Unterschied vom alten Boulangismus ist im neuen Arbeiter heimsuchten für Handlungen, die an Nichtstreifern glücklicherweise der klerikal- reaktionäre Pferdefuß von mit Geld- oder leichten Haftstrafen geahndet werden. Anfang an aller Welt sichtbar. In der sozialistischen und radikalen Das Verlangen der christlichen Bergarbeiter, den Jahress Presse wird energisch vor dem Bunde des Säbels und des Weih- lohn auf 1500 M. zu erhöhen, bezeichnete der vielfache Millionär, wedels" gewarnt. Die Bezeichnung trifft den Nagel auf den Kopf. der ein Jahreseinkommen von über 2 Millionen versteuert, als In der That, hinter dem Generalstab, der die Aufdeckung eine maßlose Forderung. Seiner Gewohnheit gemäß proklamirte by I vom Zentrum und in sehr geistreicher und sarkastischer Weise seiner Machenschaften in der Affaire Dreyfus Esterhazy Herr v. Stumm, daß die Resolution Pachnicke nicht vom durch die Haß gegen Juden und Protestanten und gegen Reichstage angenommen werden darf und daß die Regierung alle Zweifler überhaupt zu verhindern sucht, steht die Der Minister des Junern, zu dessen Ressort das Gesetz gehört, An diese Neberhebung griff nicht in die Debatte ein. Herr v. d. Recke, der seine ganz be flerifale Partei, die aus der Hatz für sich politisches Kapital dieselbe niemals afzeptiren würde. Das paßt vortrefflich zusammen, da fchlagen will. da der knüpfte unser Genosse Fischer an, um zu zeigen, wie weit fondere Fähigkeit, große Vorlagen zu Falle zu bringen, in der Generalstab dermaßen tlerital ist, daß der kirchenfromme Kriegs- die Ueberhebung des Neunkirchener Schloßherrn bereits ge- vorigen Session so glänzend dokumentirt hat, schwieg sich aus und minister selber ihn einmal in einem Anfall von Freimuth Jesuiten- diehen sei und wie er sich als Herr der Lage fühle. überließ die Wertheidigung seinen geschickteren Kollegen, dem Landwirthneft"( jésuitière) nannte. Und der parlamentarische Oberheher, Graf Fischer polemisirte dann ebenso scharf wie glücklich schaftsminister Frhrn. v. Hammerstein und dem vielgewandten Vizede Wun, der zweimal von der Regierung und der Kammer die Heilig gegen die Ausführungen Stumm's, dem er seinen Terrorismus präsidenten des Staatsministeriums v. Miquel. Die Rede des letzteren sprechung des Generalstabes erlangte, ist die lebendige Verkörperung des Bundes zwischen Säbel und Weihwedel, in seiner dreifachen Eigenschaft als gegen die Arbeiter und gegen allen und jeden, der sich erlaubt, Herrn Miquel's Beredsamkeit wird es nicht gelingen, diese Partei Kürassier Offizier, Schlächter der Pariser Arbeiter in der blutigen abweichender Meinung zu sein, kräftig aufstrich. Unser Redner er von der Nothwendigkeit eines Ausnahmegesetzes gegen die Polen zu Maiwoche und demagogischer Gründer von Klerikalen Arbeiter örterte dann die Versuche, die Februar- Erlasse als durchgeführt überzeugen. Die schwerwiegenden Bedenken Mundel's zu entkräften. darzustellen, und bezeichnete er diese Versuche als drehen und hielt der Minister nicht für nöthig, er begnügte sich mit einem Ausfall Birkeln. deuteln an taiserlichen Worten, was bei Thron und Staats- gegen die Freifinnigen, deren Reden auf die Regierung und auf die ftüßen geradezu an Majestätsbeleidigung grenze. Die Februar Parteien des Hauses feinen Einfluß ausüben könnten. So sicher ist Erlaffe sind nicht ausgeführt und sie sind heute mehr als jemals Herr v. Miquel seiner Sache, " Alfo ein bischen Energie feitens der Sozialisten ohne Rücksicht auf den auch sozialistischen politischen Abenteurer Rochefort, und der neue Boulangiften- Schwindel kann im Reime erftict werden. Wie ernst es die Klerikalen mit der Rettung Frankreichs" Papier und nichts als das. durch den Nachweis der Schuld des Dreyfus meinen, zeigte sich wieder Die Rede Fischer's war eine Abrechnung mit dem neuen in der geftrigen Rammersigung. Der Radikale Cavaignac, der die„ moralische Sicherheit" besigt, daß Dreyfus mir nichts dir Kurs und seinem neuesten Bannerträger, dem Grafen Posa. nichts nach seiner Berurtheilung, einige Minuten vor der Degradowsky, wie sie sich der letztere wohl nicht versehen hatte. Die dations Beremonie dem Hauptmann Lebrun- Renault gegenüber Ge- Siebe fielen hageldicht und wie sie saßen, das bewies die ständnisse" gemacht habe, hatte bereits in der Sitzung vom 18. Ja- ftellenweise geradezu dramatische Aufregung, die sich der gierung antwortete nach vier Tagen, angesichts des Lärms wenn der Redner wieder einen der scharfgespitzten Pfeile nuar die Veröffentlichung dieser Geständnisse verlangt. Die Re- Parteien der Rechten und der Nationalliberalen bemächtigte, einer Polendebatte niemals ab. der Generalstabs Presse, mit einer jesuitisch gewundenen Breß abschoß. OP Von den Rednern, die für die Vorlage eintraten, erblickte Abg. Heydebrand v. d. Lasa( t.) in dem Entwurf eine Kulturarbeit ersten Ranges, blieb jedoch den Beweis für diese kühne Behauptung schuldig. 2bg. Gamp( frf.) sprach heute noch uns, Daß auch der Polenfresser verständlicheres Zeug als sonst. Dr. Sattler( natl.) sich in längeren inhaltlosen Ausführungen erging, ist selbstverständlich; ohne einen Speech von ihm geht es bei Tagesordnung der nächsten Sizung, die erst am Montag stattfindet, Die Vorlage wurde der Budgetkommiffion überwiesen. Auf der bilitäts- Gefeß. steht das Amtstautions Gesez und das Kompta= mittheilung, wonach das betreffende Dokument unter anderem Graf v. Posadowsky erhob sich sofort, nachdem im Interesse der Staatssicherheit(?) nicht bekannt gegeben werden fönnte. Diese Auslaffung bewog Cavaignac zu einer neuen Inter- Fischer geendet, um den ausgezeichneten Ausführungen unseres Eine Streifstatistik läßt der Graf Posadowsky vorpellation. Meline, feiner ewigen Lügen nicht nur überdrüffig, Genoffen das beste Zeugniß auszustellen und ihre Bedeutung sondern auch mit denselben immer weniger Wirkung erzielend, anzuerkennen, indem er von der Rede als von einem Schein- nehmen. Durch wen, sagt er nicht. Die Reichskommission weigerte sich, die Interpellation sofort zu beantworten. Was thaten werfer" sprach. Nun diese Bezeichnung können wir uns gerne für Arbeiterstatistik ist mit dieser Arbeit nicht betraut worden; nun die klerikalen Patrioten, fie, die sie in der gleichen Sigung eine gefallen laffen. Die Genossen werden dafür sorgen, die ist den Herren Posadowsky, Stumm und Konsorten uns ähnliche Jnterpellation eingebracht hatten? Als der Minister- daß dieses Licht auch dahin leuchten wird wo es am noth- bequem, da sind die Vertreter der Unternehmer und die präsident in der Frage des Datums die Rabinetsfrage stellte, da wendigsten ist. Soust sei aus der Rede des Staatssekretärs Bureaukraten nicht unter sich, da werden auch Arbeiter über wurden sie plöglich anderen Sinnes und retteten ihr theures Minifterium, indem sie für Aufschiebung der Interpellation stimmten. hervorgehoben, daß derselbe auch Erhebungen über den von ihre Angelegenheiten vernommen, die ist ungeeignet zu der Was die angeblichen Geständnisse des Dreyfus betrifft, so haben Streifenden angeblich verübten Terrorismus gegenüber Arbeits- Tendenzarbeit, die die Vorbereitung der lex Posadowsky era mehrere Beugen, denen der Hauptmann Lebrun- Renault am willige veranstalten werde. Es sollen also alle Magazine ge- fordert. Die bisherige Statistik der„ Streifvergehen" tangt gleichen Tage über seine Unterredung mit Dreyfus berichtete, füllt werden, um den Krieg gegen das Koalitionsrecht im für die um und hinter Stumm nicht, es muß etwas Funkelerklärt, vor Gericht aussagen zu wollen, daß der Hauptmann mit nächsten Reichstage mit aller Kraft führen zu können. nagelneues geschaffen werden. feinem Wort von Geständnissen gesprochen hätte. Zudem sind die Die Arbeiter sind also gewarnt und sie werden bei den Geständnisse aus tausend und einem Grunde psychologisch unmöglich. Wahlen die gebührende Antwort geben. nachdem Dreyfus allen moralischen Foltern der Untersuchung zum Trotz vor und nach dem Prozeß fortwährend seine Unschuld betheuert hatte. In dem Manifest, das, wie wir gestern furs mitgetheilt haben, die sozialistischen Deputirten erlassen haben, beißt es u. a.: Nach dem Staatssekretär erhielt der nationalliberale Kupferschmied Gorns das Wort, wohl um den Beweis zu erbringen, daß es auch in dieser Partei Leute, giebt, die einmal gewesen sind. Arbeiter Morgen Mittag 2 Uhr Fortsetzung. Die Frankfurter Zeitung" bringt eine Zusammenstellung der seit 1892 stattgefundenen Streits nach den von der Generalkommiffion veröffentlichten Statistiken. Daneben bringt sie die auf grund des§ 153 der Gewerbe- Ordnung erfolgten Vers urtheilungen nach amtlichen Quellen. Danach kamen auf je 1000 Personen, die von 1892-1896 an Streits betheiligt waren, 3,1 Personen, welche zu einer Bestrafung Anlaß gaben. Und das trotz allen Eifers der Staatsanwälte und allen Spür- Janderer Länder zu nutze machen und etwaigen agrarischen Inahme der Banken tritt gewöhnlich vorübergehend eine Stille Man darf wohl annehmen, daß finns der Polizei. Dabei ist noch zu berücksichtigen, daß die Zumuthungen widerstehen werde. Jedenfalls würde sich die in der Bankthätigkeit ein. Kriminalstatistik wohl exakt, also wohl keinen Straffall aus deutsche Arbeiterklasse zu schärffter Opposition veranlaßt finden, es sich jetzt zunächst auch nur um die Wiederkehr diefer regelmäßigen gelassen haben wird, dagegen die Zahl der Streiks und der wenn die Regierung die Einwanderung der Kulis irgendwie Erscheinung handelt, die den Zentralausschuß der Reichsbank zu ihrem Schritte ermuthigt hat. Betheiligten viel höher sein dürfte, als die General- Kommission begünstigen würde. - Der Landbriefträger eine gute Heiraths. angeben kann. Mit kostspieligen Festen und lauten Fanfaren feiert partie. Das ist es, was der Staatssekretär des Reichs- Postamis Preußischer Strafvollzug. Unserem Parteigenossen Reichs das offizielle Italien, Prinzen, Minister und Bourgeois, die in der kurzen Zeit seiner Thätigkeit bereits entdeckt und in der tags- Abgeordneten Dr. Lütgenau, der im Gefängniß in Herford Erinnerung an die Erhebung der Neapolitaner und Sizilier geftrigen Sißung der Budgetfommission zum besten gegeben hat: wegen Majestätsbeleidigung eine dreimonatige Freiheitsstrafe ver- im Jahre 1848, unterdessen rottet sich das von Steuern aus- Der Landbriefträger mit 1000 M. Einkommen ist in Olelbien eine büßt, war zwar die Selbstbeschäftigung verweigert gefogene, unterdrückte Volk zu Hungerrevolten zusammen. Noch gute Heirathspartie. Wie schlecht und elend muß die arbeitende Landbevölkerung gestellt sein, wenn der Landbriefträger schon als ein worden, man hatte ihm aber erlaubt, zu gewissen Stunden die ist in Ancona trotz der zahlreichen Verhaftungen und des erstrebenswerthes Objekt erscheint. Wir danken Herrn v. Podbielski polnische Sprache zu studiren. Seit Weihnachten ist ihm, schon werden Ruheſtörungen und Demonstrationen zur Herbei Ausführungen müssen wir ihn doch aufmerksam machen: Der Landpolnische Sprache zu studiren. Seit Weihnachten ist ihm, großen Militäraufgebotes die Ruhe nicht wieder hergestellt und für diese Bestätigung. Aber auf einen fleinen Irrthum in seinen wie unser Dortmunder Partei Organ mittheilt, diese Berführung einer Erniedrigung der Brotpreise aus Jesi bei briefträger würde den horrenden Gehaltssag von 1000 Mark erſt günstigung wieder entzogen. Warum, weiß unser Ancona, aus Impruneta bei Florenz, aus Macerata, Seni- 15 Jahre nach seiner etatsmäßigen Anstellung, das Bruderorgan noch nicht. Da Lütgenau am 18. Februar das Ge gallia und aus Mailand gemeldet. Der Frantf. 8tg." wird beißt, da lettere erst nach ca. 8-9 jähriger Dienstzeit erfolgt, nach fängniß verläßt, wird man ja bald hören, womit die Straf- aus Rom mitgetheilt: Die Brotunruhen in den Marken scheinen 28-24 jähriger Dienstzeit oder im Alter von ca. 45 Jahren er verschärfung als eine solche wirkt die Maßnahme wenigftens- große Dimensionen anzunehmen; man befürchtet, daß auch in reichen. Etwas spät wird da allerdings der Landbriefträger eine gute Heirathspartie...! Besonders bebegründet wurde. Die Thatsache allein zeigt aber wohl schon der Romagna Unruhen ausbrechen werden. Ueber einen Fall von bedingter Begnadi. deutlich genug, daß in Preußen nach wie vor der wegen politischer merkenswerth ist die starke Antheilnahme der Frauen an dieser gung wird aus Düsseldorf gemeldet: Gin junger Postbeamter aus Bewegung. Bonn, der in der Nähe Düsseldorfs angestellt war, hatte 600 M. Vergehen Verurtheilte nicht beffer behandelt wird als der gemeine Für all diese Erscheinungen hat die italienische Regierung Bostgelder unterschlagen und wurde von der Strafkammer Düsseldorf zu Berbrecher. Wie nachtheilig das Kerkerleben ohnedies auf den Ge- wie die in den Jahren 1848/49 und 1859/60 mit Erfolg be- 5 Monaten Gefängniß verurtheilt. Die Strafe soll ihm jedoch erfangenen einwirkt, zeigt die Thatsache, daß Lütgenau troß, wie er kämpften Regierungen der italienischen Einzelstaaten nur laffen werden, wenn er sich während der nächsten zwei Jahre schrieb, guter und reichlicher" Gefangenenkost, in den zwei Monaten brutale Polizei und schießluftiges Militär zur Verfügung. tabellos führt. seiner Gefangenschaft um 11 Pfund an Körpergewicht abgenommen hat. Dieselben elenden Kerker, in die man die Kämpfer für die- Chronik der Eisenbahn Unfälle. Amtlich wird Der Import chinesischer Kulis nach Deutschland. Einigung Italiens sperrte, werden jetzt gefüllt mit denen, die aus Erstein gemeldet: Heute früb 2 Uhr fuhr der Güterzug 1202 auf den auf Bahnhof Erstein haltenden Güterzug auf. Es wurden Bereits gestern berichteten wir über die Bestrebungen des nach Erlösung aus sozialer Noth streben.! Herrn Heinrich Sohuren, der bekanntlich der geistige Leiter des Das eigentliche Bolt Italiens feufzt nach Befreiung hierbei 2 Güterwagen zertrümmert sowie Maschine und 18 Güterwagen mehr oder weniger beschädigt. Perfonen wurden nicht verletzt. Ausschusses für Wohlfahrtspflege auf dem Lande ist, allen Glanzes von Revolutionsfeiern. Beide Hauptgeleise waren gesperrt. Aus Bremerhaven wird unter dem 18. d. M. gemeldet: Heute den deutschen Agrariern billige chinesische Kulis als LandNacht ist bei der Ausfahrt des Güterzuges 514 aus Walle der von arbeiter zuzuführen und dadurch den deutschen Arbeitern die schärfste Konkurrenz zu bieten, indem man ihnen die„ gelbe Der Oberscharfmacher König Stumm hier kommende Güterzug 501 dem ersteren in die Flante gefahren, Best", wie die Amerikaner sagen, auf den Hals hetzt. Der wiederholt den Beweis geliefert, daß er es mit der Wahr- wodurch 20 Achsen am Schluffe des Buges abgetrennt wurden, " Deutschen Tageszeitung" ist der Kasus begreiflicherweise höchst heit nicht genau nimmt, wenn es fich darum handelt, ben Drei 28agen find start beschädigt worden. Beide Hauptunbotmäßigen" Arbeitern eins auszuwischen. Auch in seiner geleise waren gesperrt. unbequem; sie schüttelt 1. Herrn Sohuren von den Rockschößen füngsten Reichstags- Rede hat der eble Freiherr wieder einmal die Vom Eisenbahnzuge überfahren und getödtet der Agrarier ab und 2. nennt sie unsere ganze Notiz Ein Wahrheit auf den Kopf gestellt. Er führte zur Vertheidigung des wurde gestern früh auf der Station Rotenburg( Hannover) der ergögliches Mißverständniß des Borwärts"", und behauptet, Bosadowsky'schen Geheimerlasses gegen das Roalitionsrecht der Ar- Brem fer Wild. Er fiel beim Einlaufen des Güterzuges von Sohuren habe nur ironisch geschrieben. Dem ist sicherlich nicht beiter u. a. an: seinem Bremsersize zwischen die Räder des Zuges und wurde in fo. Doch selbst wenn wir dies zugestehen könnten, was tönnte Jm Saarrevier sind beim Streit die Berglente mit Revolvern Stücke zerrissen. bewaffnet gegen die Arbeitswilligen losgegangen. Aehnliche das der biederen Deutschen Tageszeitung" nüßen. Dies Frankfurt a. M., 20. Januar. Der Magistrat von geht aus der weiteren von uns beigebrachten agrarischen Dinge find doch auch beim Hafenarbeiter- Streit in Hamburg vor- Frankfurt a. M. beantragte bei der Stadtverordneten- Bersamm gekommen.( Lachen links.) Wollen Sie mit Ihrem Lachen etwa lung anfäßlich des 50jährigen Gedenktages der Parlamentseröffnung Preßstimme für den Kuli Import" hervor. Die Niederfagen, daß die Arbeitswilligen auf die Streikenden geschoffen am 18. Mai 1848, auf dem Pauls- Plaße ein Denkmal zum Andenken laffung Deutschlands in China muß wohl diese Behaben? Das glaubt doch niemand." an die Vorfämpfer der Einheits bestrebungen von 1814-1864 aut strebungen, die schon öfters in deutschen agrarischen Kreisen hervor Nun bedarf es aber, so bemerkt treffend das Hamburger Echo", errichten, ferner an der Paulskirche Bronzetafeln zur Erinnerung an getreten find, besonders begünstigen und aussichtsreich erscheinen hier in Hamburg gar nicht des Nachweises," daß nicht die das Parlament anzubringen und schließlich den neuen Römer- Saal laffen, denn in der vom hessischen Landwirthschaftsrath heraus- Streitenden auf die Arbeitswilligen mit Revolvern gefchoffen mit Bildern aus der deutschen bezw. Frankfurter Geschichte dieses gegebenen Beitschrift für die landwirthschaftlichen Vereine des haben, sondern umgekehrt die Arbeitswilligen anf Jahrhunderts zu schmücken. Großherzogthums Hessen" finden wir eine Zuschrift, in der darauf die Streitenden, tros des föniglich Stumm'schen„ Das glaubt Kiel, 20. Januar. Der Aviso Pfeil" ist bei der dänischen hingewiesen wird, daß die Arbeiter in Deutschland vielfach die doch niemand!" Jedermann weiß hier, daß die Dinge thatsächlich Insel Linderum feftgerathen. Die Schultorpedoboote S 1, S 3 und Landarbeit verlassen, um in der Stadt mehr zu verdienen. fo liegen, wie eben angeführt, und nicht so, wie ber Dieses vermag sie jedoch auch dort nicht zufrieden zu stellen, scharfmacher" Stumm behauptet, der wieder einmal, wie schon so Bilfeleistung ausgelaufen. denn je mehr sie verdienen, desto mehr haben diese häufig oft, mit verblüffender Unverfrorenheit geflunkert hat. Und diefe, die Wahrheit in ihr Gegentheil verdrehenden Scharf rohen Naturen zur Beschwichtigung ihrer unbegrenzten Genuß macher- Gesellen find die Rathgeber der Regierung bei beren Aktion fucht nothwendig." gegen das Koalitionsrecht der Arbeiter! Das illuftrict unfere gegen wärtigen Regierungszustände hinreichend. # Dann fährt dieser Volksfreund fort: " Deutsches Reich. trok hat Ober S 32 fowie das Schulschiff„ Blücher" sind heute Vormittag zur tönnen. " Leipzig, 20. Januar. Das Leipziger Tageblatt" veröffentlicht eine Erflärung, welche die fächsischen Konfervativen, die Nationalliberalen und die fächsische Fortschrittspartei veröffentlichen werden in bezug auf ein gemeinsames Vorgehen bei der Reichstagswahl im Königreich Sachfen. Diese Erklärung eröffne die Aussicht darauf, Das ist dann der Grund, weshalb sie sich auch borten häufig - Die bem preußischen Abgeordnetenhause baß auch in denjenigen fächsischen Wahlkreisen bezüglich der Kandis nicht wohl genug fühlen, sich aufammenrotten, noch fürzere Arbeits zeiten und höheren Lohn verlangen, und je mehr ihnen dann nach gegangene Nachweifung über die Domänen Neuver pach- daten eine Ginigung erzielt werden werde, wo eine solche bisher tungen von 1897 bietet ein ziemlich trübes Bild. Die im Vor- nicht erreicht werden konnte. und nach zugebilligt wird, desto anspruchsvoller, rücksichtslofer, jahre erloschenen alten Bachtverträge stammten fast ausnahmslos Jun Königreiche Sachfen befteht noch immer das 1887 gevertrunkener und unzuverlässiger werden. Mit einem Wort, fie noch aus der Zeit vor 1879; seitdem ist durch die langen Jahre der schlossene Kartell. Die Fortschritte der Sozialdemokratie hat aber können sich auf dem Lande sowohl als in der Stadt das alles er: Krisis des Getreidebaues eine starke Verminderung der Pachtlust und auch diese konsequente Politik ber Sammlung nicht verhindern lauben, weil ihnen gegenüber eine richtige Konkurrens ein bedeutender Abfall der Pachtpreise eingetreten. fehlt und fobald diefe hergestellt ist, wird sich manches ganz von ein bedeutender Abfall der Pachtpreise eingetreten. Ein preußischer Domänenpächter muß im allgeneinen ein sehr Armer Johannes von Miquel, Schutzgeift der Politik der selbst ändern. Darum aber kann es den von Arbeitern entblößten Bauern und Bürgern auch niemand verargen, wenn sie fapitalkräftiger Mann ſein; wer aber heute viel Gelb hat, kann es Sammlung. fich nach Hilfe umsehen, welche nöthig ist, wenn der Bauernstand anderswo günstiger und sicherer anlegen als in der Landwirthschaft, Braunschweig, 20. Januar. Staatsminister Dtto eröffnete im nicht untergehen soll, und er darf nicht untergehen, denn der Bauern- von der niemand weiß, wie sie in den nächsten zwölf oder Namen des Regenten den 24. ordentlichen Landtag mit einer Rede, stand ist in der That eine Hauptstütze und ein Hauptnährstand achtzehn Jahren sich entwickeln wird, für die man sich durch Pacht- in welcher er die Fortseßung der begonnenen Steuerreform anunferes Vaterlandes, und wer heute den Nährstand zu grunde Bächter der alleinige Bieter. Bei dem Mangel jeder Konkurrenz fündigte und mittheilte, daß die günstige Finanzlage es ermögliche, vertrag festlegt. In zahlreichen Fällen war daber der bisherige gehen läßt, hat morgen den Wehrstand vernichtet. Es wäre darum an der Zeit, einen Verfuch zu machen und die sehr quali fonnte auf die Erzielung eines höheren Pachtgeldes nicht gerechnet die Einkommensteuer nur mäßig zu erhöhen. werden", in beiden Berpachtungs- Terminen war der alte Pächter Ans Gera schreibt man uns unter dem 19. Januar: fizirten, arbeitfamen, nüchternen und genüg alleiniger Bieter", dies und ähnliches fefen wir zu wiederholten Bu der Notiz unter Deutsches Reich:" Noch nicht genug famen Chinesen hierher zu bringen, welche mit guten Malen. Nur in der Proving Sachsen und Hannover finden wir für die Posadowsky und Stumm!" in der heutigen Nummer des hältnißmäßig mit geringem Gehalt vorlieb nehmen. Jeder Ar- gelegentlich eine Pachtsteigerung, wahrscheinlich in Verbindung mit Vorwärts" will ich mittheilen, daß der Fall nicht unter den Gebeiter, welcher vorerst auf Kosten unserer Landwirthe aus der Zuckerindustrie, ohne daß jedoch dadurch auch für diese Bro- fichtspunkt der lex Posadowsty fallen würde. Der Verurtheilte vinzen als Ganzes die abwärtsgehende Bewegung ausgeglichen war nicht einer der streitenden Arbeiter, er ist aber China hierber gebracht wird, müßte sich gegen einen würde. ein Messerheld, der den Streitfall nur benutzt hat, um seiner bestimmten Gehalt auf eine etwa breijährige Dienstzeit verJusgesammt wurden 1897 in Preußen von 24 102 Seltaren Rohheit zu fröhnen. Er bekam auch nicht ein Jahr Gepflichten, er müßte gefund nud kräftig sein, die landwirth 23 613 neuverpachtet und statt des früheren Bachtsinses von fängniß, fondern nur drei Monate Bufasstrafe zu neun, die er fchaftlichen Arbeiten kennen und etwa 100 deutsche Worte sprechen 975 961 m. erlangt 789 043 m., alfo 186 918 m. weniger. Pro wegen anderweiter Mefferftecherei bereits abzufigen hat. und verstehen, auch sollte er nicht über 40 Jahre und nicht unter Hektar fant die Pacht von 40,49 M. auf 33,42 M. Vielleicht ist er gerade wegen dieser seiner Qualität so ver 20 Jahre alt sein. Ebensogut wie man hier schon seit Jahren Liberale Blätter benutzen diefe Gelegenheit, um für die Thei- hältnißmäßig billig davongekommen. Die theueren heftigen italienischen Arbeiter verwendet, ebensogut lung der Domänen abermals eine Lanze einzulegen: Wenn Er heißt auch nicht Neu, sondern Neumann; die Namenskönnte man es doch auch einmal mit den leicht zu behandelnden, für große Domänen nur ein Beiter da sei, so würden sich für verstümmelung entstammt dem hiesigen fortschrittlichen„ Tageblatt", genügsamen vielseitigen Chinesen probiren... Es ist allenthalben leinere Wirthschaften genug Liebhaber mit hinreichendem Betriebs- welches die Gewohnheit hat, die Namen der Angeklagten in folcher ein febr gewöhnliches altes Verfahren, wenn 3. B. in einem Lande fapital finden und durch ihren Wettbetrieb die Bachten oder auch Abkürzung mitzutheilen. das Getreide u. f. w. in Qualität oder Quantität gering und die Kaufpreise wieder in die Höhe bringen. Die andere Ans Baden, 19. Januar.( Eig. Ber.) In der heutigen theuer ist, solches aus einem anderen Lande, wo man es beffer Abgrenzung der Domänenbetriebe und selbst die theilweise Sigung des Landtages begründete Genoffe Adolf Gec einen ven und billiger erhalten kann, fommen zu laffen. Warum, möchte Beräußerung von Staatsländereien ist natürlich auch für uns der sozialdemokratischen Landtagsfraktion eingebrachten Antrag, die ich fragen, hat man in dieser Arbeiterfrage nicht schon längst durchaus diskutabel wie jede bloße Zweckmäßigkeitsfrage; fiber offiziellen Verhandlungsberichte möchten burch die Regierung dem ähnliche Schritte getban?" die Zeiten, 100 man in jedem Domänenacker ein Stück Buchhandel, und zwar zum Selbfifoftenpreife zugänglich gemacht Wir wollen nicht weiter auf den Patriotismus" dieses Sozialismus sah, ist wohl felbft Herr Adolf Wagner hinaus. Im werden. Genoffe Dreesbach polemisirte außerdem gegen die Mannes eingehen, welcher Patriotismus darin besteht, die großen und ganzen jedoch halten wir das liberale Rezept für durchaus der Objektivität ermangelnden gegenwärtige Kammerdeutschen Arbeiter mittels der chinesischen Konkurrenz auszuschädlich. Wenn bäuerliche Mittel- und Kleinbesitzer bei Kauf oder berichterstattung durch das Regierungsorgan und ersuchte die Ne hungern und niederzufonkurriren. Auch die Gedankenverwirrung Pacht mehr bieten wie geschäftskundige Großkapitalisten, so spielt gierung, biergegen einzuschreiten. dieses biederen agrarischen Patrioten möge auf sich beruhen, meistens die wirthschaftliche Unerfahrenheit, der blinde Landhunger Die große Werth- Straßburg i. E., 19. Januar.( Eig. Ber.) Die gestrigen Ver wenn er z. B. schreibt, der Bauernstand" sei die Hauptstüße eine sehr verhängnißvolle Rolle dabei, der Wehrkraft des Landes als ob nicht die deutschen abschreibung", der unsere europäische Landwirthschaft nun einmal bandlungen des Landesausschusses gaben Anlaß zu einer Selbständigkeit des reichsländischen Regimenter sich vornehmlich aus den Reihen der industriellen wir noch überzahlte Güter haben, desto stärker wird auch Parlamentes gegenüber Preußen und dem Reiche. Zur Berathung nicht entgeht, wird dadurch nur künstlich aufgehalten, und je mehr fräftigen Betonung der und landwirthschaftlichen Arbeiter rekrutirten; oder wenn die politische Gefolgschaft derer sein, die ihre sogenannten Geschäfts- stand der Gefeßentwurf über die Wittwen: und Waifen. er schreibt, man führte ja auch ausländisches Getreide verluste durch Belastung der Konsumenten wett au machen suchen. pensionen. Unterstaatssekretär v. Schraut hatte denselben be ein, wenn das inländische zu thener sei dabei aber Geten wir froh, daß wir verhältnismäßig nicht so viele Bauern gründet mit dem Hinweis darauf, daß die einschlägigen Verhältnisse im vergißt, daß daß es es gerade die deutschen Agrarier find, haben wie Frankreich. Wir hätten sonst die agrarische Sturmfluth Reich und im Königreich Preußen eine Aenderung der gegenwärtigen landesgesetzlichen Bestimmungen und eine Anpassung an jene nöthig die sich mit Händen und Füßen hiergegen wehren. Von noch mehr zu fürchten. den gierigen agrarischen Beutepolitikern erwarten wir nichts Bemerken möchten wir übrigens zum Schlusse noch, daß die machten. Da erhob sich der Rufer im Streit um die Selbständigkeit anderes, als den krassesten Eigennug mit Hintansehung aller liberalen Blätter in ihren Erörterungen die Bedeutung der preußi- unferes Parlamentes, der lothringische Abgeordnete Ditsch, um Rücksicht auf andere Bevölkerungsklaffen. schen Domänenverwaltung für die allgemeine agrarische Entwicklung eine geharnischte Philippika gegen die Deduktionen des Regierungsstart überschäßen. Es sind gewiß ganz stattliche Befizziffern, mit vertreters loszulassen. Durch eine derartige Argumentation", meinte benen der Landwirthschaftsminister aufwarten kann; gegenüber der er, wird der Landesausschuß zu einer chambre d'enregistrement gesammten landwirthschaftlichen Befihbewegung in Preußen ist die Eintragungs- Rammer) herabgedrückt, die das thun muß, was der Domänenpolitik jedoch recht bedeutungslos. Reichstag und der preußische Landtag vorher gethan haben. Da müßte " Die deutschen Regierungen mögen sich hüten, sich diefen agrarischen Plänen gegenüber irgendwie entgegenkommend zu verhalten, etwa, wie es Herr Sohuren nicht ungern zu fehen scheint, mit den heimkehrenden Kriegsschiffen die ersten -Der Bund der Landwirthe wird am 14. n. M. feine man ja analog auch in Baden und Württemberg sagen, weil etwas Der Bund der Landwirthe wird am 14. n. M. feine im Reichstag und im preußischen Landtag beschlossen worden ist, so Importen dieser nüchternen, fleißigen Drachenföhne" mitzu- diesjährige Generalversammlung in dem für diese Zwecke feit langem müffen wir es auch bei uns einführen. Wir wollen selbständig fein bringen. Die Bevölkerung Amerika's und Australiens hat benutten Zirkus Busch aufführen. Zahlreiche Klowns und politische und nicht gezwungen werden, das zu thun, was im Reichstag und bitter genug unter dieser gelben Einwanderung zu leiden gehabt, Trapeztünfiler haben ihr Erscheinen schon zugefagt. im preußischen Landtag geschehen ist."( Sehr richtig.) Ihm folgte bis diese Einwanderung später durch Gesetze erschwert oder un Die Reichsbant hat nunmehr ihren Diskont wieder auf der Klerifale Spies, der streitbare Maire von Schlettstadt, der vor möglich gemacht wurde. Die deutschen Arbeiter sind nicht gewillt, 4 pet. herabgesetzt. Der Präsident Dr. Roch trat felber für die furzem im Reichstagsnachwahl- Tournier den Kreisdirektor Böhlmann sich in ihren Lebensansprüchen auf das Niveau der chinesischen Maßregel ein und zwar unter Hinweis auf die anfehnliche Verstärkung glatt in den Sand streckte. Handelt es sich um eine neue Bes Rulis herabdrücken zu lassen; sie können sich nicht, wie jene, der verfügbaren Bestände und auf die Verminderung der Anlagen. laftung für das Land, donnerte er, dann soll das Beispiel des Reiches von Reis ernähren oder zu Duzenden in einem von Ungeziefer Unseren Agrariern wird dadurch ein arger Strich durch die Rechnung und Preußens maßgebend sein; wollen wir aber gleiche Rechte wie wimmelnden Schuppen kampiren. Und eine solche Entwickelung gemacht, denn sie hatten eben einen neuen Feldzug gegen die Preußen, dann verweigert man fie und nimmt keine Rücksicht auf läge auch weder im Interesse der Wehrkraft und der Steuer Bankverwaltung eingeleitet und zwar wesentlich unter Hinweis uns. Auch der fromme Abbé Winterer, der augenblicklich zur in Handwerkerorganis kraft des Landes, noch im Interesse der inländischen Volks- auf den relativ niedrigen Binsfuß Englands und besonders Vorbereitung klerikaler Wahlen stark Frankreichs. Die letzte Erhöhung hatte Dr. Roch als ein fation macht, schloß sich dem Protest seiner beiden Vors wirthschaft, da sich der Absatz mit der Verelendung der Beichen unseres Wirthschaftsausschwunges mit feinem außer redner an, indem er gleichzeitig scharf gegen die 1000 reichsländischen deutschen Arbeiter bedeutend vermindern würde. Wir find ordentlich verstärkten Geld- und Kreditbedarf hingestellt. Nach Beamten polemifirte, die das unverzeihliche Verbrechen begangen nicht überzeugt, daß die deutsche Regierung sich die Erfahrungen dem Jahresabschluß mit feiner außerordentlichen Inanspruchs hatten, über die Köpfe unserer Herren députés( Abgeordneten) hinweg werden." $ Das ist ja wieder ein recht interessantes Vorkommniß, über das hoffentlich baldmöglichst im Reichstag Auskunft verlangt werden wird. Desterreich. England. Und Auch Böjesen fand es unbegreiflich, daß man Zustände dulden tönne, bei denen die Ausbildung eines See- Offiziers dem Staate 45 000.- M. toftet. Er fordert eine vollständige Reform der See- Offizierschule, Natürlich wurden beide Anträge abgelehnt. Italien. " Partei- Nachrichten. " dem Der Verblieben. Der fich an die größere Schmiede in Berlin zu wenden, um eine Gehaltserhöhung durchzusehen. Der Vertreter der Regierung hatte alle Mühe, London, 20. Januar. Der Staatsfetretärber Rolonien die erhigten Gemüther der würdigen Versammlung wieder etwas zu Chamberlain hielt gestern Abend in Liverpool eine Rede, in Die Parteikonferenz des 10. hannöver'schen Wahlkreises, beruhigen, und nur mit Mühe gelang es ihm, die Verwelcher er in bezug auf Kreta sagte, die Ohnmacht des europäischen die am Sonntag in Hildesheim abgehalten wurde und von weifung der Vorlage an eine Spezialkommission zu ver Konzerts fei ein Mißerfolg für alle Betheiligten gewesen, aber Eng. 22 Orten durch Delegirte beschickt war, beschloß einstimmig, unsere hindern. Den zweiten Berathungsgegenstand bildet die land sei nicht zu tadeln. Der gegenwärtige Zustand sei unerträglich Fraktion zu ersuchen, baldmöglichst die Wiedereinführung der erste Lesung des Entwurfs eines Gesetzes betreffend die und könne unmöglich ins Ungemessene andauern. Es tönne Eng- dreijährigen Reichstagslegislaturperioden zu beantragen. Besoldung der Lehrer und Lehrerinnen an öffentlichen lands Pflicht werden, sein Recht und seine Unabhängigkeit zu wahren Polizeiliches, Gerichtliches c. Elementarschulen. Abg. Dr. Höffel bedauerte, daß den Wünschen und für sich allein zu handeln. Vom Schöffengericht in Breslau war der Redakteur der Lehrer nicht in genügendem Maße entsprochen worden sei. Der Kanzler der Schazkammer Hicks Beach sagte der Bolts wacht", Emil Neukirch, von der Anklage Redner konftatirt dabei, daß von 2263 Lehrern 255 keine Nebenein in einer Rede, die er in Bristol hielt, es sei kein Zweifel, daß in freigesprochen worden, durch die Bezeichnung der Sedanfefte nahmen, 423 kein Nebeneinkommen, aber eine geringe Zulage baben; den Einnahmen dieses Finanzjahres ein erheblicher als Mordspatriotismus" groben Unfug begangen zu haben. 1446 haben ein Nebeneinkommen und 839 Nebeneinkommen mit Bu Ueberschuß vorhanden sein werde, aber jetzt sei ein Stillstand Das" Landgericht dagegen erkannte auf Verurtheilung zu vier lage. Die Vorlage, über deren Einzelheiten wir bereits berichtet eingetreten. Wegen des Streits der Maschinenbau Wochen Haft. Das Oberlandesgericht, dessen Entscheid von haben, wurde an die 2. Kommission verwiesen. Arbeiter könne das Seedepartement nicht das für den Bau Neukirch angerufen worden war, hat das Urtheil bestätigt. - Chronit der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. neuer Schiffe bestimmte Geld ausgeben. - Der Amtsvorsteher Meister in Babrze hat während Aus der Untersuchungshaft wurde der Arbeiter Schwarzat der Dänemark. der Monate Mai bis Oktober vorigen Jahres die Versammlungen, 8. Straftammer des Landgerichts I vorgeführt. Die Verhandlung Jm andes thing tam nun das Bandarbeiter die von unseren Genossen nach dem Orte Poremba einberufen worden fand unter Ausschluß der Deffentlichkeit statt. Wie aus der Ansiedelungsgeseh zur Debatte. Wir haben an dieser Stelle waren, regelmäßig aufgelöst, in einem Falle, weil in einem in der Nähe Urtheilsbegründung, welche öffentlich erfolgte, hervorging, batte bereits genau berichtet, wie die Kommission des Landesthing den des Bersammlungslotals gelegenen Reller ein Faß Petroleum lagerte, der Angeklagte in einem Schantlokale mit mehreren Gästen annehmbaren Entwurf des Folkething völlig verdorben hat. Was in fünf Fällen unter Berufung auf im Kreise herrschende ansteckende politische Kannegießerei betrieben; man hatte von diesem und jenem nun die Herren Abgeordneten im Landesthing vorbrachten, bewies Krankheiten. Die Volkswacht" kritisirte diese Versammlungsgesprochen und schließlich auch das Kaiserbaus zum Gegenstande der nur noch deutlicher ihre originelle Arbeiterfreundlichkeit. So führte Auflösungen und wies darauf hin, daß eine ganze Reihe bürgerUnterhaltung gemacht. Bei dieser Gelegenheit hatte der bereits Graf Ahlefeld, einer der größten Grundbesitzer Dänemarks, licher Vereine ungehindert Busammenkünfte und Festlichkeiten ab ziemlich start angetrunkene Angeklagte Aeußerungen fallen lassen, aus, er wünsche, daß überhaupt nichts aus der Sache heraustäme. halten fonnten. Der Amtsvorsteher fühlte sich durch die Kritik welche sich als Beleidigungen des Raisers und des Kronprinzen dar Dergleichen müsse der privaten Initiative überlassen werden; die Inst- beleidigt, weil ihm der Vorwurf der Parteilichkeit gemacht fet, und Vor stellte Strafantrag. stellten. Mit Rücksicht auf die Trunkenheit des Angeklagten beließ leute wünschten gar nicht mehr Land zu haben, sondern es loszu worden Landes der Gerichtshof bei der zulässigen niedrigsten Strafe von zwei werden. Selbst der Minister erividerte ihm, daß doch auch andere gericht in Breslau verneinte er zeugeneidlich die Fragen, die Monaten Gefängniß. Privatbestrebungen durch Staatsgelder gefördert würden. Im übrigen in Beziehung auf die Beschuldigung der Parteilichkeit an schloß er sich aber den Ausführungen des Herrn Grafen an. Auch ihn gerichtet worden waren. Der Staatsanwalt bezeichnete Die Bertretung Elsaß Lothringens beim befürwortete der Minister eine niedrigere Anzahlung und Berzinsung, es als tlar erwiesen, daß der Amtsvorsteher durchaus torreft Bundesrath" toftet jährlich 20 000 M.; der Bertreter" hat als die Landesthing- Kommission es vorgeschlagen hat. Auch andere verfahren sei, und beantragte gegen den angeklagten dort aber weder Siz noch Stimme. So sucht er sich anderweitig Herren Sprachen sich eigentlich gegen das ganze Gefeß aus. Der Redakteur Neukirch drei Monate Gefängniß. nüulich zu machen. Wie, das lehrt folgende Notiz der„ Els. Lothr. fozialdemokratische Abgeordnete Knudsen wies nach, theidiger beantragte für feinen Klienten den Schutz des§ 193, Volksztg.": daß die Aenderungen der Kommission den reinen Arbeitgeberstand da insbesondere die Preßprozesse gegen sozialdemokratische RedakDie elfaß- lothringische Regierung hat sich die Unterschriften punkt verriethen. Wenn die Inftlente ihr Land loswerden wollten, teure wegen Notizen, die bei anderen Blättern nicht verfolgt werden, der Petition, welche über tausend Landesbeamte an den Reichstäme dies eben daher, weil ihre Besisungen für die rationelle Bei den Sozialdemokraten wohl Veranlaffung geben könnten, zu glauben, tag gerichtet haben, in Berlin abschreiben laffen. So viel wir wirthschaftung au flein wären. Er bedauert lebhaft die Nende sie würden mit anderem Maße gemessen als Nichtsozialdemokraten. wissen, ist dies durch Vermittelung des Herrn Halley, Kommiffar rungen, da das Gesetz so unannehmbar fei, während es in der Form Der Staatsanwalt aber beftritt entschieden, daß ein Unterschied der elfaß- lothringischen Regierung beim Bundesrath, gefcheben. des Folkething immerhin eine Reform bedeutet hätte. gemacht würde. Ganz besonders unzutreffend sei, daß sozialdemo Wie Mit wessen Erlaubniß? Hat der Reichstags Präsident das geduldet? Oder ist es ohne sein Wiffen geicheben? Wer Im Folkething fam der Parteigenosse Klausen ge. fratische Redakteure wegen Veröffentlichungen verfolgt würden, die hat sie dafür bezahlt? Die elfaß- lothringischen Steuerzahler? legentlich der Budgetdebatte auf die Bevorzugung der See abfichtlich in bürgerlichen Blättern unverfolgt Von der Antwort hängt es ab, ob wir noch weiter fragen offiziere in der Handelsmarine zu sprechen. Während Staatsanwalt läse doch nicht sämmtliche Blätter, und wenn nämlich nach dänischen Bestimmungen Seeleute, die Kapitänsstellen er wirklich einmal hier und da beim nich tamtlichen Lesen übernehmen wollen, nachweisen müssen, daß sie 5 Jahre als Steuer eines Blattes etwas Bedenkliches fände, sei er doch nicht tente auf dem Meere gewesen sind, sind die See- Offiziere, obwohl gehalten, gleich den Denunzianten zu machen! Der Gerichtshof versagte dem Angeklagten den Schutz des§ 198 und verurtheilte ihn sie oft nur Binnengewässer befahren haben, davon befreit. dabei foftet die theuere Ausbildung jedes See- Offiziers dem Staat wegen Beleidigung in Rücksicht auf seine Vorstrafen zu einer nicht weniger als 45 000 R.-M. Auch sonst sind die See- Offiziere Gefängnißftrafe von einem Monat. Eine weitere Begründung des Prag, 19. Januar. Im Im Laufe des heutigen Abends bevorzugt. Und dabei behalten die Marine- Offiziere ihr staatliches Urtheils erfolgte nicht. marschirte das Militär wieder auf. Nach allen Straßenkreuzungen Gehalt, auch wenn sie Kauffahrteifchiffe als Kapitän führen. G3 Das Voltsblatt für Anhalt" soll den Direktor und den Hauptplägen wurden Patrouillen entfandt. Nennenswerthe herrsche daher große Unzufriedenheit in ben ausgebildeten der Anhaltischen Maschinenfabrit in Dessau, einen Herrn Roth, Ruhestörungen tamen nicht vor. Der Statthalter, der Korps Seemannstreifen. Dieselben haben fich in drei Vereinen beleidigt haben. Der verantwortliche Redakteur Otto Schmugler tommandant und der Polizeidirektor überzeugten sich persönlich von zusammengethan, und an die Regierung eine Betition wurde deswegen vom Schöffengericht zu einem Monat Gefängniß den getroffenen Sicherheitsmaßregeln. Abends wurden drei Verum Abänderung der obigen Mißstände gerichtet. Bei verurtheilt. haftungen vorgenommen. der Ostasiatischen Rompagnie", die alle ihre Schiffe mit Seeoffiziren- Die Magdeburger Boltsstimme" schreibt, daß Prag, 18. Januar.( Eig. Ber.) Die Verhandlungen im böhmi- für die Kapitänstellen befehen wollte, haben die Seeleute durch die am Mittwoch vor der Buchhandlung fein Polizeiposten aufgestellt schen Landtag rücken nicht von der Stelle. Auch heute bot die Vereinbarung, neben diesen Herren Lieutenants Steuermannsstellen worden sei. Die polizeiliche Aktion scheine ihr Ende erreicht zu Debatte das alte Bild, ohne einen Ausblick auf neue Gesichtspunkte nicht anzunehmen, es erreicht, daß vorläufig nur zwei Schiffe mit haben. zu eröffnen. Von beiden Seiten der streitenden Parteien werden folchen besetzt sind. Klaufen hat nun eine Herabsetzung der Die Wiener Arbeiter Beitung" schreibt: Seit Anklagen erhoben, die alten Dinge fo breit getreten, daß nur zwei Staatsbefoldung derjenigen See- Offiziere beantragt, die Kauffahrtei: längerer Zeit schwebte beim Bezirksgericht Ottakring ein ziemlich umfangreicher Ehrenbeleidigungsprozeß, den der berüchtigte Herr Redner zum Wort kamen. Die Regierung, anstatt einen muthigen schiffe führen. Griff zu wagen und durch eine demokratische Politik den Nerv des Richard Hamm gegen gegen den Metallgießer Genossen Alois Bürgerthums zu treffen, fucht in ihrer Kurzfichtigkeit aus der Situation Drenbi angestrengt hatte. Es handelte sich um einen WirthshausRapital zu schlagen. Der Statthalter Graf Coudenhove gab eine Erklä: streit, gelegentlich beffen Orendi bemerkte, Hamm sei ein 2o ct s pigel, babe im Auftrage der Berliner Polizei in London einen Anarchistentlub rung ab, worin er die Anschuldigungen der deutschen Abgeordneten mit Entschiedenheit zurückwies, und beschloß seine Rede mit dem Ausgegründet und wollte seinen Briefwechsel mit der Polizei sodann dem fpruch, er stehe jenseits der Kritit, nicht die Gnade der VolksReichstags- Abgeordneten Liebknecht verkaufen. Zur Führung des vertreter diktire ihm sein Verhalten, sondern einzig und allein die Wahrheitsbeweises, insbesondere der Vernehmung des Abgeordneten Gnade feiner Majestät des Kaisers. Und die freisinnigen" jung man eifrig bemüht. Die Offiziösen bestreiten schon, daß der Minister bandlung Hamm dem Orendi gegenüber eine beleidigende Bemerkung -Bisconti Benofta dem Minifterium zu erhalten, ist Liebknecht, wurde die Verhandlung vertagt. Da bei dieser Verczechischen Abgeordneten belohnten diesen Ausfall mit stürmischem machte, fand vor dem Bezirksgericht Ottakring vor furzem eine Vers Applaus. Diefelben Worte sprach vor Jahren der Ministerpräsident Graf des Auswärtigen sich je mit Rücktrittsabfichten getragen habe. Taaffe und damals waren es die Deutschbürgerlichen, die Beifall zollten. handlung statt. Dabei kam es zu einem Ausgleich. Nach Abgabe Man sieht, daß der Chauvinismus des Bürgerthums die festeste Madrid, 19. Januar. Die Blätter veröffentlichen eine von von Erklärungen wurden dann auch die beiderseitigen Klagen zurückStüße des Absolutismus bildet: sie drücken sich den Säbel selbst in Romero Robledo und anderen fonservativen Deputirten und gezogen. Herr Hamm kann darüber recht froh sein, denn die Verden Nacken. Obzwar das Wort„ Volt" unzählige Mal variirt Senatoren an die Königin Regentin gerichtete Adresse, in welcher sie Die Arbeiter werden ihn nach wie vor meiden. handlung bätte jedenfalls sehr bittere Thatsachen ans Licht gebracht. wird, obzwar jeder Abgeordnete für des Volkes Wohl zu kämpfen um Einberufung der Rammern bitten. In der vorgiebt, hat noch kein einziger, auch die radikaleren Elemente nicht. Adresse heißt es, die Ginführung des des neuen Regimes auf an die Erweiterung des Landtags- Wahlrechts gedacht. Das arbeitende den Antillen ohne Mithilfe der Kortes stehe ohne Beispiel Bolt appellirt umsonst; dafür wird aber täglich neuer Zündstoff in der Geschichte da." Die Adresse lehnt jede Ver gezeugt und der Verhehung Vorschub geleistet. Bereits heute antwortlichkeit wegen des Bruches der Verfassung ab mittags gab ein demonftrativer Maffenbummel deutscher Rouleur- und rühmt in einer historischen Achtung, Zimmerer Berlins und Umgegend! Laut Beschluß einer historischen Darstellung die Vorzüge der öffentlichen Versammlung vom 20. Dezember 1897 und der studenten an Unruhen Anlaß. Die ganze Stadt ist alarmirt; alle des Repräsentativ fystems. Die Regierung hätte, heißt es Playdeputirten- Bersammlung vom 12. Januar 1898 müffen sämmtBläge mit Militär besetzt; zahlreiche Kavallerie- Abtheilungen durch dann weiter, die Kammern einberufen müssen, wenn auch nur zu liche Sammelkarten bis zum 1. Februar der Lohukommission vorftreifen die Stadt; die Aufregung wächst von Stunde zu Stunde dem Zwecke, um der ganzen Welt die Legitimität des Krieges auf und ein neuerlicher Ausbruch des entfesselten Chauvinismus ist zu Ruba zu zeigen. Die Autonomie finke zu einer Parteifrage berab, bie festgesetzte Anzahl Marken nicht hat, ist verpflichtet, gelegen und mit dein Schlußstempel versehen sein. Wer befürchten. Die bürgerliche Politik baut dem Absolutismus eine wenn die Kortes nicht einberufen würden. Die Unterzeichner, diefelben nachzukaufen, widrigenfalls feine Rechte Triumphpforte! schließt die Abreffe, feien sich wohl bewußt, welche Schwierig Agitations und Unterstützungs Fonds in Frage gestellt Die Befürchtung, daß die hochgradige nationale Beteiten für das Königthum geschaffen seien, ste glaubten aber werden können. Da nun obige Beschlüsse noch nicht überall wegung für die Sozialdemokratie einen Stimmenrückgang bei eine Gewissenspflicht zu erfüllen. zur Durchführung gelangt sind, richten wir nochmals das Ersuchen etwaigen Neuwahlen bedenten würde, scheint nicht berechtigt zu Serbien. an unsere Berufsgenossen, noch vor dem 1. Februar ihrer Pflicht zu fein. Denn felbst in Nordböhmen steigen bei den Gemeinderaths- Belgrad, 20. Januar. Der extreme Radikale Tauschanovics genügen. Um in den Sammlungen zum Agitations- und UnterWahlen die sozialdemokratischen Stimmen von Wahl zu Wahl, so ist aus der radikalen Partei ausgetreten. Basic hat die Führung fügungsfonds feine Unterbrechung eintreten zu laffen und um zu hatte sich bei der in der letzten Woche stattfindenden Gemeinderaths- der Partei, die nunmehr nur loyale Opposition machen wird, über- den uns bevorstehenden Kämpfen genügend gerüstet und vorbereitet Wahl in der Stadt Liebenau( im Bezirke Reichenberg) unsere nommen. zu sein, beschloffen obige Versammlungen, vom 1. Januar Stimmenzahl verdoppelt. Auch die Entwickelung der nordböhmischen Milan hat mehr Glück als er verdient und Herr Basic, der ab nette Marken und Karten herauszugeben und genau Parteipreffe läßt sehr günstige Rückschlüsse auf den Stand unferer Renegat des Sozialismus, ist würdig sein Minister zu werden. so zu verfahren wie im Vorjabre. Karten werden nur auf unserem Bewegung zu. Ob es in den schlesischen Bezirken ebenso gut für Türkei. Bureau, Grenadierftr. 33, ausgegeben und abgestempelt, wohingegen uns steht, wissen wir nicht. Marken in sämmtlichen Bablftelen jeden Sonntag Bormittag von Frankreich. 10-12 Uhr zu haben sind. Die Vertrauensleute der Vororte sowie die Bezirkskassirer der Organisationen find verpflichtet, den Be schlüssen Geltung zu verschaffen und dafür zu sorgen, daß sowohl die Abstempelung wie Erneuerung der Karten vollzogen wird. Die Achtung, Schuhmacher. Wir geben hiermit bekannt, daß vom Agitations- Kommission eingerichtet ist.( Nicht wie gestern irrthümlich angegeben Wienerstraße.) Wir ersuchen die Kollegen, alle fiber den Stand der Bewegung betreffenden Nachrichten in der Zeit von 7-9 Uhr abends an uns gelangen zu lassen. Die Agitations Rommission. Die Berliner Korbmacher, soweit fie in der Kugelkorbbranche thätig sind, stellen an ihre Prinzipale die Forderung von 4,50 m. pro Korb. Die neueste Submission von 137 868 Körben wird am 22. Januar in Spandau vergeben; mit Rücksicht hierauf faßten die Korbmacher gestern Abend in gut besuchter Versammlung einstimmig diesen Beschluß. Bei der vorigen Seffion war bereits ein Minimal lohn von 5 M. erreicht worden, doch erfolgten bald Abzüge, so daß jetzt Schmidt u. Ko. 3 M., Starke 2,70 M. und Zimmer, ein Unteralfordant von Schmidt, gar nur 2,50 M. zablte. Am Sonnabend wurde auch bei Schlesinger u.Ko. der Lohn von 4,20 M. auf 3,50 M. reduzirt; auf erhobene Vorstellung erfolgte wieder Erhöhung auf 4 M. In Frage kommen nur wenige Großbetriebe, so daß das Vorgehen bei der Der frühere Kriegsminister General der Infanterie Bronfart verhältnißmäßig guten Organisation nicht sehr schwer fallen wird; v. Schellendorff ist von einer konservativen Versammlung in Güstrow ganz besonders günstig ist, daß auch die ca. 110 Arbeiter von Saag, 19. Januar.( Eig. Ber.) Bei einer Erfahwahl für die als Kandidat für den 6. metlenburgischen Wahlkreis Starte, dem ärgsten Lohndrücker, sich solidarisch erklären. Auf Zweite Kammer im Kreise Rotterdam IV bekam unser Genosse( Güstrow- Ribnit) aufgestellt worden. 4,50 M. und nicht auf 5 M., wie früher, wurde der Lohnfah W. P. G. Helsdingen 284 Stimmen, gegen 98 bei den allgemeinen Für den Wahlkreis Olegto 2yd Jobannisburg normirt mit Rücksicht auf die konturrirenden Städte. Es soll vera Wahlen des vorigen Jahres. Wäre nicht eine große Menge Ar- wurde in einer am Montag in Lyck stattgehabten Vertrauensmänner sucht werden, mit den Kollegen dieser Städte gemeinschaftlich vorbeiter vom Wahlrecht ausgeschlossen und hätte nicht eine gleichfalls Versammlung der freisinnigen Volkspartei Gutsbesitzer Opiz fen. zugehen. beträchtliche Menge sich selbst, durch Nichtzahlung der zum Zensus in Schedlisten als Kandidat für die nächsten Reichstagswahlen einDeutsches Reich. erforderlichen Steuer, von der Befugniß, zu wählen, ausgeschlossen, stimmig aufgestellt. die für Helsdingen abgegebene Stimmenzahl wäre gewiß noch be deutend größer gewesen. Die Kandidatur Helsdingen's war in allen Arbeiterkreisen sympathisch aufgenommen worden. Paris, 20. Januar. Emile Zola hat am 7. Februar vor bem Schwurgerichtshofe zu erscheinen. Im Ministerrathe wies Barthon auf die in Paris und in der Provinz vorgekommenen Rundgebungen hin und gab bekannt, daß Maßnahmen zur Verhinderung fünftiger Straßenkundgebungen getroffen feien, namentlich sei dies der Fall für die für Sonntag an gekündigte Rundgebung, welche verboten werden wird. Des weiteren hob der Minister hervor, daß die Regierung einen Kredit von 1 200 000 Fr. zur Linderung des Nothstandes in Algier verlangen werde. Baris, 20. Januar. Wie der„ Figaro" meldet, unterbreitet die Regierung der Deputirtenkammer einen Gefeßentwurf, welcher bestimmt, daß der Pavillon de Flore, genannte Flügel der Tuilerien, in welchem sich das Ministerium der Kolonien befindet, im Jahre 1900 den finden Souveränen als Residenz dienen soll. " Spanien. - Eine Ministertrisis foll wieder einmal bevorstehen.Afien. = Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. Bombay, 20. Januar. Der bekannte Freibeuter Jaffer Khan hat sich für den Aufstand in Mekran mit Mehrab Khan verbunden. Der Nazim des Khan von Khelat ist in Kalatala eingeschlossen, hat 2ohntommiffion. aber Bufuhr von Lebensmitteln. " an den Aus Kalkutta wird dem Reuter'schen Bureau" gemeldet, der 20. d. M. an Weinstr. 22 bei Steuer das ständige Bureau der Emir von Afghanistan habe Beschwerde geführt über die Schädigung, welche dem Handel Afghanistans durch die Blockade des Khaibar passes zugefügt werde. Wahlbewegung. $ # Für den Mansfeld'schen Reichstags Wahlkreis hat sich unser Parteigenoffe W. Grothe aus Halle bereit erklärt, die Randi datur anzunehmen. Neben Möller. dem Kandidaten der nationalliberalen und fonservativen Partei, hat die deutsch- soziale Reformpartei Dr. KönigEmile Zola und der Witten für die Reichstagswahl im Kreise Duisburg Mülheim Das militärische Panama. Vertreter der Aurore" haben die Borladung zu den Assisen bereits aufgestellt. erhalten. Die Berhandlung soll in der ersten Hälfte des Februar Für den Wahlkreis Bayreuth wurde von der freisinnigen stattfinden. Nach einer Meldung des Radicale" babe Präsident Partei Lehrer Rudolph als Reichstagskandidat aufgestellt. Faure mehrmals darauf gedrungen, die Klage gegen Bola nicht an- Im Wahlkreise Stendal Osterburg haben die Vertrauenszustrengen. Der Kriegsminister habe sich auch erst zur Klage ent- männer des Bundes der Landwirthe einstimmig beschloffen, die von schlossen, als General Boisdeffre ihm drohte, seine Entlassung als den Konservativen vorgeschlagene Kandidatur des bisherigen AbGeneralstabschef zu nehmen und die Gründe hierfür anzugeben.geordneten Amtsgerichtsraths Himburg zu unterstügen. Niederlande. • In der Goldleiften- Fabrik von T. Baate in Branden. Der frühere Landwirthschafts- Minister Freiherr Lucius v. Ball- burg a. H. tommt es aller Wahrscheinlichkeit nach wegen Maßhaufen hat die ihm angetragene Kandidatur für den Erfurter regelung und Einführung der Frauenarbeit zu einem Ausstand. Reichstags- Wahlkreis abgelehnt. Vorläufig steht man in Unterhandlungen. Sollten diese ergebnißlos verlaufen, fo ift man gewillt, die Arbeit niederzulegen. Es wird deshalb gebeten, den Zuzug fernzuhalten. Verband der Vergolder, Filiale Brandenburg. einnehmen. Hoffentlich schließen sich die Bauarbeiter einer gleichen verständigen Haltung an und geben so Gelegenheit, die Differenzen, die über solche Dinge überhaupt nicht eintreten sollten, beizulegen. Ausland. " " der -G Die ans Der Reich 3 Anzeiger" veröffentlicht folgende Erklärung:[ und wurden von Frädrich und Weber verfolgt. An der Danzigers Im Westfelde der fiskalischen Steinkohlengrube ftraßen- Ecke liefen die Fliehenden und die Verfolger mehreren " Königin Luise" bei Zabrze in Oberschlesien gerieth am Schuhleuten in den Weg und diese nahmen die ganze Wegen Maßregelung zweier Arbeiter, die gegen eine Lohn Sonntag, den 16. d. Mts., gegen Mittag in der Nähe des Gesellschaft mit zur Wache. Dort wurde Weber als ein in demreduktion auftraten, haben in Nürnberg auf dem Neubau der Georgschachtes aus bisher nicht ermittelter Ursache, an felben Revier angestellter Schuhmann erkannt; er hatte vorher die Maschinenbau Aktiengesellschaft 25 Zimmerer die Arbeit nieder- scheinend aber durch Fahrlässigkeit die Streckenzimmerung im Gelegenheit wahrgenommen, sich im Keller des Hauses der Polizeis gelegt. Schuckmannflöt in Brand. Da es trob eifriger Bemühung nicht wache zu verstecken, um sich das Blut abzuwaschen. In der Spiegel- und Bilderrahmen Fabrik von Kirsch gelang, das Feuer zu löschen, wurde die Abdämmung der Brand- Angeklagten gaben zu, sich in der angegebenen Weise in baum u. Helweg in Leipzig sind am Dienstag sämmtliche Tischler stelle angeordnet und in der Nacht von Sonntag auf Montag die Angelegenheiten beiden Belastungszeugen unbefugt und drei Glasschleifer wegen Differenzen mit den Arbeitgebern aus ohne Unfall ausgeführt, so daß am Montag früh jede Gefahr eingemischt zu haben, behaupteten aber, daß sie die zuerst Ander Arbeit getreten. beseitigt schien. Die von Die von der Brandstelle kommenden Gafe gegriffenen seien. Dies wurde aber sowohl von den übrigen Augendem in der Auf der Billbrauerei in Hamburg legten 50 Brauerei- gen Nähe liegenden ausziehenden Wetter zeugen, als auch von den Zeugen Frädrich und Weber als unwahr schachte( Rudaschacht) zu, ohne belegte Arbeitspunkte zu erwiesen; lettere mußten allerdings zugeben, daß sie an jenem Abend arbeiter wegen Differenzen die Arbeit nieder, weil zwei ihrer Kollegen berühren. Aus bisher nicht aufgeklärten Ursachen schlug aber die je 20 Gläser Bier und einige Kognats getrunken hätten.- Staatsanw. entlassen worden waren. Die Streifenden verlangten die Wiedereinstellung der zwei; außerdem fordern sie Aufhebung der Sonntags: Wetterführung gegen Morgen des 17. d. M. um, so daß die giftigen Müller hielt dafür, daß es sich hier um einen Zusammenprall zweier arbeit und Herabsehung der Arbeitszeit auf zehn Stunden. brandigen Gase zum Theil in die belegten Baue des 91 Meter offenbar nicht nüchterner Parteien handle, der nicht besonders schwer unter dem Schuckmanuflög, liegenden Heinikflößes Zutritt fanden. liege. Mit Rücksicht auf die Unbescholtenheit der Angeklagten, die Der Ausstand der Maurer auf dem Kasernenbau in Bon der angefahrenen und eben an ihren Arbeitspunkten zweifellos die Angreifer gewesen, und auf die Thatsache, daß die Magdeburg droht größeren Umfang anzunehmen. Bekanntlich angekommenen Belegschaft konnte sich der größte Theil noch Werlegten teine schweren Wunden davon getragen, beantragte der legten die Bauarbeiter die Arbeit nieder, weil der Unternehmer sich retten, leider aber fanden acht Bergleute den Erstickungstodt und Staatsanwalt die Bubilligung mildernder Umstände und je 100 m. Rechtsanwalt weigerte, einen Arbeiter zu entlassen, der nicht der Organisation an- sechs andere wurden so betäubt, daß sie dem Knappschafts- Lazareth Geldstrafe eventuell 10 Tage Gefängniß. gehörte. Der Vorstand des Arbeitgeber- Verbandes des Maurer zugeführt werden mußten, wo sie sich jedoch zur Zeit bereits Fr. Fräntel gab anheim, die Angeklagten aus dem Ge und Bimmerer Gewerbes hat hierauf die Aussperrung außer Gefahr befinden. Abweichende, in die Tagesblätter auf- fichtspunkte der Nothwehr frei zu sprechen. Der Gerichtssämmtlicher Arbeiter angedroht, wenn nicht von dieser Forde genommene, zum theil sehr übertriebene Darstellungen des bedauer- hof verurtheilte jeden der beiden Angeklagten wegen gemeinschaftrung Abstand genommen wird. In einer Versammlung lichen Unfalls entsprechen nicht entsprechen nicht der Wahrheit. Ebenso ist licher gefährlicher Körperverlegung zu 150 M. Geldstrafe event. der Maurer wurde von der Lohnkommission sehr entschieden es nicht richtig, daß die Grube Königin Luife" schon mehrmals 30 Tagen Gefängniß. Der Gerichtshof erwog straffchärfend, daß von einem Generalstreit abgerathen und nahm der Bevollmächtigte der Schauplatz schwerer Grubenkatastrophen gewesen sei. Wie jede die Angeklagten, wenn sie bei dem Vorfall auch nicht im Dienst des Verbandes, Maurer Bömelburg, Veranlassung, zu er andere Grube, ist auch sie den Gefahren des Bergbaues unterworfen; waren, doch zu den Beamten gehören, die gerade berufen sind, für klären, daß er mit der Stellung einer solchen Forderung überhaupt von schweren Unfällen ist sie aber erfreulicherweise bisher verschont Ruhe und Ordnung auf den Straßen zu sorgen. nicht einverstanden sein könne und gleichfalls von einem Streit ab- geblieben." Die Stellung Chrifti zu den Motiven der Verfrommungsrathen müsse. Die Maurer sind auch an dem Streit nur insofern betheiligt, als sie die Arbeitsstätte verlassen mußten, weil die Hilfs. W. E. Siegmund ernannt worden. Zum Hafeninspektor in Hamburg ist vom Senat Herr verordnung tam gestern vor dem Kammergericht zur Sprache. Derselbe war früher Nach der Verordnung des Berliner Polizeipräsidenten vom 10. Oftober arbeiter durch die Arbeitseinstellung fehlten und infolge deffen kein Kapitän bei der Kosmos- Linie und bekleidete feit 6 Jahren das 1896 darf während der Charwoche in Verkehrslokalen nur Musit Material herbeigeschafft werden konnte. Die Versammlung beschloß: Amt des Hafenmeisters im 4. Bezirk.( Wiederholt.) gemacht werden, die einen ernst en Charakter hat. Wegen Vergehens Nach wie vor wird daran festgehalten, daß es nicht richtig ist, Der Bericht der Senatstommission, die nach dem gegen diese Bestimmung erhielt der Gastwirth Raster, der ein Restaurant wenn wegen Kollegen, die sich weigern, der Organisation beizutreten, großen Hafenarbeiterstreit zur Untersuchung der Arbeitsmit Damenbedienung betreibt, ein Strafmandat, weil er am Palmverhältnisse im hamburger Hafen eingesetzt worden fonntag in seinem Lokal Inftige Musik geduldet hatte. SchöffenDes weiteren wird erklärt: Sollte der Arbeitgeber- Verband trot war, ist, wie Hamburger Blätter berichten, foeben vei öffentlicht gericht und Landgericht sprachen ihn jedoch frei. Die Straf der vorstehenden Erklärung die angedrohte Aussperrung wahr worden. Der Bericht umfaßt 215 Seiten mit 6 Tafeln, 1 Karte und kammer führte aus, daß die Polizeiverordnung, welche die Gläubigen machen, dann wird angenommen, daß die Arbeitsniederlegung der 39 Anlagen. Er zerfällt in zwei Haupttheile, von denen der erste in ihrem Andachtsbedürfniß schüßen wolle, allerdings rechtsgiltig Bauarbeiter am Rafernenbau nur als Vorwand benutzt wird, um das Ergebniß der Vernehmungen und Verhandlungen wiedergiebt, fei; fie tönne aber hier nicht angewendet werden. Der Palm einen Angriff auf die Organisation der Maurer zu unternehmen. während der zweite die statistischen Aufnahmen über Löhne und Arbeits: fonntag gehöre gar nicht zur Charwoche. Er könne erstlich nicht Einen Angriff auf ihre Organisation werden die Maurer aber mit zeiten der Hafenarbeiter darstellt und erläutert. Die Protokolle über die als erster Tag der Woche angesehen werden und dann lasse sich der Palmallen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln abzuwehren wiffen. Vernehmungen von Unternehmern und Arbeitern durch die Kom fonntag auch weder nach seiner geschichtlichen Bedeutung noch nach dem Wie berichtet wird, werden die Zimmerer eine gleiche Stellung mission sind noch im Druck. Wir werden den Bericht eingehend Worifinn zur Charwoche rechnen. Die Charwoche sei die Leidenswoche und würdigen, sobald er uns zugegangen ist, und geben heute einige vom der Palmsonntag sei gleichsam ein Freudenfeft, denn er sei der Erinnerung " Hamburgischen Korrespondenten" mitgetheilte Daten daraus wieder. an den festlichen Einzug Jesu in Jerusalem geweiht. Die StaatsDie Kommission hat über die Arbeitszeit im Hafen er: anwaltschaft legte hiergegen Revision ein. In der gestrigen Ver mittelt, daß die meisten Unternehmer die theure und wenig lohnende handlung vor dem Kammergericht betonte der Oberstaatsanwalt Ueberstunden und Nachtarbeit nach Möglichkeit einzuschränken folgendes: Der Sonntag sei stets als erster Tag der Woche an Neber die vollständige Niederlage" der englischen suchen, daß aber trotzdem solche Arbeit in einer Reihe von Betrieben gefehen worden. Die Polizeiverordnung trage nur dem ernsten Maschinenbauer herrscht in der bürgerlichen Presse Deutschlands in einer das zulässige Maß überschreitenden Ausdehnung vor Charakter der Charwoche Rechnung, in die der Palmsonntag natürlich großer Jubel. Die Niederlage der Arbeiter scheint aber so gekommen ist. einzuschließen sei. Christus selber habe den Palmsonntag als ,, vollständig" doch nicht zu sein. Die Arbeiter haben sich zwar ge= leber die Löhne ist ermittelt worden, daß mit Ausnahme der den Beginn seiner Leidenszeit aufgefaßt. Für die Anwendung der nöthigt gefehen, die Forderung des Achtslundentages zurückzuzieben Refselieiniger und Schiffsmaler die Tagesverdienste in den ver- Verordnung vom 10. Oktober 1896 fei ferner wichtig, daß auch und haben damit die erste Ursache des ganzen Konfliktes be- schiedenen Spezialbranchen nach Ansicht der Kommission„ meist aus der Polizeipräsident, der sie erlassen habe, den Palmsonntag feitigt. Der Unternehmer- Verband hat, wie im heutigen Depeschen- reichend, zum theil sogar höher sind als der für andere gleichwerthige zur Charwoche rechne. Der Straffenat wies die Revision indessen als theil bereits mitgetheilt, offiziell eine Erklärung dahin abgegeben, Arbeit in Hamburg gezahlte Lohn". Weiter wird angegeben, daß unbegründet ab. Der Präsident machte geltend, es sei bei der daß die Betriebe am 24. d. M. wieder geöffnet werden. Die Unter sich auch unter den Jahresverdiensten viele hohe und reichliche, Entscheidung belanglos, ob der Palmsonntag etwa nach der nehmer bestehen allerdings darauf, daß die Arbeiter zunächst daneben aber auch viele befinden, die nach den Lebensbedingungen historischen Entwickelung oder der christlichen Anschauung zur Char die in der 2. Konferenz vom 17. Dezember v. J. gemachten Vor- in Hamburg als unauskömmlich bezeichnet werden müssen. Beispielsweise woche gehöre. Es tomme vielmehr auf die Fassung der PolizeiSchläge im Sinne der letzten hierzu von dem Unternehmer- Verbande babe 1895 der nominelle Jahresverdienst in 183 Fällen über 2000 m. verordnung an, und danach sei der Palmsonntag nicht der CharAm Palmsonntag veröffentlichten Stommentare unterzeichnen. Da gegen diese lettere betragen, in 1215 Fällen über 1500 m., in 5522 Fällen über 1000 m., woche im Sinne der Verordnung zuzurechnen. Fassung selbst Barnes nicht mehr allzu viel einzuwenden hatte, in 17 609 Fällen aber weniger als 1000 M. und davon in 15 270 ist also musikalische Heiterkeit gestattet. So kann wohl von einer großen Niederlage der Arbeiter kaum Fällen sogar weniger als 500 M. Der Bericht fetzt auseinander, Der Schlußaft des Flößerstreits in Bantoch hat sich anfangs Die Rede sein. Wäre der„ Sieg" der Unternehmer ein so voll- daß diese zahlreichen niedrigen Löhne, denen natürlich auch eine ge- der Woche vor der Straffammer in 2andsberg a. W. abgespielt. ständiger, daß der Gegner vernichtet am Boden liegt, dann würden ringe Arbeitszeit entspreche, die Folge der unstetigen Arbeitsverhält Im Verlaufe des ausgebrochenen Flößerstreits tam es in der Die Unternehmer gewiß auch die Früchte des Sieges beffer auszunüßen nisse feien, die in der Mehrzahl der Hafengewerbe vorherrschen. Nacht zum 18. September vorigen Jahres zu Ausschreitungen fich anfchicken, als sie es thun. Die Wahrheit ist vielmehr, daß auch Durch die verhältnißmäßig hohen Tagelöhne gelockt, drängten von Streifenden gegen Streifbrecher, die sich hatten die Unternehmer erschöpft und froh sind, daß der Kampf sich mehr Personen zur Arbeit als leben könnten, werben laffen und in der besagten Nacht nach Weißenhöhe beendigt ist. So schreibt Sir Chriftover Furneß, und infolge dessen täme auf die meisten weniger Arbeits- abdampfen sollten. Auf dem Gange zum Bahnhofe wurden die der große Yorker Fabrikant, der foeben noch durch zeit als sie leisten könnten und natürlich auch weniger Streitbrecher von erregten streifenden Flößern mit Steinen beworfen. die Abstimmung der Arbeiter bei den Wahlen seinem tonservativen Lohn als sie gebrauchen. Während nach den Ergebnissen Nachdem vier der betheiligten übereilten Flößer bereits im vorigen Gegner unterlegen ist, an die Maschinenbauer- Union, daß die Zeit der Statistik im Hafen je nach Umfang des Verkehrs 6000-10000 Fabre wegen Landfriedensbruchs abgeurtheilt und mit hohen Gefängniß der Versöhnung nun gekommen sei. Wenn die Arbeiter nur einiger: Personen täglich Beschäftigung fänden, wären im Jahre 1895 strafen belegt worden waren, wurde jetzt gegen die Flößer Friedrich Donow maßen Zugeständnisse machen würden in bezug auf die volle Aus: 23 131, im Jahre 1896 fogar 31 145 verschiedene Arbeiter im Hafen und Friedrich Hoppe, beide aus Bantock, verhandelt, gegen welche nügung der Maschinen, dann würde über die anderen Punkte gewiß thätig gewesen, so daß auf rund 20 000 Gelegenheitsarbeiter nur ein die Verhandlung so lange hatte ausgesetzt werden müssen, weil sie leicht eine Verständigung erzielt werden. sehr kleiner Theil des im Hafen gezahlten Gesammtlohnes hätte sich auf Außenarbeit befanden. Das Endergebniß war dasselbe wie Ju New- York bereitet sich, wie die Allgem. Frauen- Korrefp." tommen fönnen. Der Bericht sieht einen Weg zur Verbesserung in den früheren Verhandlungen. Beide Angeklagte wurden des einer besseren Ordnung der Arbeits- ihnen zur Last gelegten Vergehens für schuldig befunden. Das mittheilt, ein großer 3igarettenmacherinnen Streit dieser Verhältnisse in vermittelung. Urtheil lautete gegen Dossow auf 3 Monate, gegen Hoppe auf vier Die Arbeiterinnen wollen namentlich eine Herabsetzung der Aehnliche Mißstände wie bei der Arbeitsvermittelung hatten Monate Gefängniß. Arbeitszeit und Einführung von gesundheitlichen Schuhmaßnahmen sich dadurch entwickelt, daß die 2ohnauszahlung, entgegen in den Fabriken gegenüber der überhandnehmenden Schwindsucht den Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung, vielfach in Wirth- gegen einen in Haft befindlichen Knecht ist in Insterburg in der Ein Fall grober Ausschreitungen zweier Gendarmen erzwingen. schaften oder doch in Nebenräumen von Wirthschaften vorgenommen legten Straffammer- Sigung gerichtlich bestätigt worden. Im Juni vorigen Jahres verhafteten die Gendarmen Zerner Sehr viele Einzelbeschwerden sind der Kommission über mangel- und Weber Georgenburg auf einer Baustelle den Knecht Der Verband der deutschen Schuh- und Schäftefabrikanten hafte, die Sicherheit der Arbeiter gefährdende Betriebs. Broßulat wegen des Verdachte, einen Diebstahl begangen zu haben. hat in seiner am 15. und 16. d. M. in Frankfurt a. M. abgehaltenen einrichtungen vorgetragen worden. Die Abstellung der vor- In der Haftzelle stellten die Gendarmen mit B. ein Verhör an. Al B. die That leugnete, riß Terner ihn an einem Ohr, während Hauptversammlung einen Anhang zu den Verbandssatzungen be: gefundenen Mißstände wird Aufgabe des Hafeninspektors sein. Die Beförderung zur Arbeitsstätte durch die Fährdampfer der Weber ihm das Gesicht mit Fauftschlägen so bearbeitete, schlossen, welcher Bestimmungen über die Pflichten der Mitglieder bei Arbeiterbewegungen betrifft, und Hafen- Dampfschifffahrts Gesellschaft sowie durch die Dampfer und daß es start blutete. Nach dieser That schlug den Sicherheits dürften dieselben auch für die gegenwärtigen hierortigen Differenzen Rubertoote der Jollenführer hat ebenfalls zu Klagen Veranlaffung beamten wohl das Gewissen. Weber holte eine Schüssel mit Wasser herbei und veranlaßte den Knecht, die Blutspuren zu bes zwischen Fabrikanten und Arbeitern von bestimmendem Einflusse feitigen; dieses gelang indeffen nur sehr unvollständig. Der werden. Als hauptsächlichste Bestimmungen sind hervorzuheben: Jedes Verbandsmitglied ist verpflichtet, Streitigkeiten zwischen ihm und Redakteur Luhde, der diesen Fall in der„ Ostd. 3tg." aur Kenntniß der Leser brachte, stand nun vor der Straffammer unter feinen Arbeitern, welche er nicht selbst zu schlichten vermag, sofort der Anklage, die beiden Gendarmen beleidigt zu haben.(!) bei dem Vorstande des Zweigverbandes, oder, wenn ein solcher an dem betreffenden Orte nicht besteht, beim Vorstande des Hauptverbandes Der Gerichtshof fam auf grund der Aussagen des Nuechts B. sowie anderer Zeugen zu der Ansicht, daß alle in der betr. Notiz vors zur Anzeige zu bringen. Der Fall wird vom Vorstande oder dem gebrachten Behauptungen in allen wesentlichen Punkten den Thatsachen von ihm berufenen Bertrauensmann bezw. Geschäftsführer gewiffen entsprochen haben, schenkte den Aussagen des Gendarmen Weber haft geprüft und eine Beilegung auf gütlichem Wege versucht. feinen Glauben und sprach den Redakteur to stenlos frei. Der Mißlingt dieselbe und ist dem Fabrikanten keine Schuld beizumeffen, Staatsanwalt hatte 100 m. Geldstrafe beantragt! Man" ist nun so find die Mitglieder des Verbandes verpflichtet, während der gespannt darauf, welche Strafen die Beamten wegen Ueberschreitung Dauer der Arbeitseinstellung Arbeiter des betr. Fabrikanten nicht zu beschäftigen. Nach Beendigung des Ausstandes dürfen solche ihrer Befugnisse treffen werden. Arbeiter innerhalb der nächsten vier Wochen nur dann eingestellt Zu einem Monat Gefängniß ist gestern der Schlächter. Die Ausschreitung zweier Schuhleute in Zivil beschäftigte werden, wenn der frühere Arbeitgeber auf deren Einstellung ver- gestern schon wieder die neunte Straftammer hiesigen Landgerichts I. meister Paul Richter aus Biesdorf von der dritten Strafs Landgericht II am verurtheilt worden, zichtet. Diese Bestimmungen verpflichten nur Mitgliedern des Ver Unter der Anklage der Körperverletzung batten sich die inzwischen vom total verdorbene Wurst in den Handel gebracht hatte. Glücklicherbandes gegenüber. Zuwiderhandlungen ziehen je nach Lage des Amte suspendirten Schuhmänner Hermann Weber und Albert weise ist die Waare noch rechtzeitig von der Behörde tonfiszirt Falles eine Konventionalstrafe bis zur Höhe von 500 M., den Aus- Manthey zu verantworten; ihre unter Anklage gestellten weise ist die Waare noch rechtzeitig von der Behörde konfiszirt schluß aus dem Verbande und die Mittheilung an die Mitglieder Handlungen sind begangen worden, als sie sich außerhalb des Dienstes nach sich. Die Einführung von einheitlichen, ordnungsmäßigen Ent- befanden. Die Angeklagten sind eines Abends in der Tresckow. laffungsscheinen wurde für die Verbandsmitglieder obligatorisch erklärt. straße mit dem Maurer Weber und dem Maurerpolier FDepeschen und letzte Nachrichten. Frädrich Ausdrücklich hervorgehoben wurde, daß es nicht Abficht und Aufgabe in einen argen Konflikt gekommen, über dessen Entstehung Effen a. d. Ruhr, 20. Januar.( W. T. B.) Die Rheinisch des Verbandes sei, die Arbeiter zu fnebeln und sie ihrer politischen und Verlauf, wvie dies bei solchen Anlässen immer der Westfälische Zeitung" meldet aus Düsseldorf: Auf der Bleierz- Grube Rechte zu berauben, der Verband sei vielmehr nur ein Werkzeug Fall zu sein pflegt, fie eine ganz andere Darstellung gaben, als die Benthausen bei Hubbelrat sind fünf Bergleute verschüttet worden. der Nothwehr", um„ unberechtigten Forderungen" der Arbeiter, Gegenpartei. Nach der Darstellung der letzteren hat sich die Die Leichen sind noch nicht geborgen. Vom Landrathsamt ist eine welche an die Fabrikanten gefiellt werden, erfolgreicher entgegen Sache wie folgt abgespielt: Frädrich hatte mit Weber seinen Abordnung an die Unglücksstelle abgegangen. treten zu können, als es den Einzelnen möglich sei. Die Zweig Geburtstag gefeiert, während Frau Weber bei Frau Frädrich Tricft, 20. Januar.( B. H.) Infolge des hier herrschenden vereine find gehalten, den vorerwähnten Bestimmungen entsprechende geblieben war. Um 2 Uhr morgens famen sie nach dem dichten Nebels sind in letter Nacht hier zahlreiche Unglücksfälle Sagungen auszuarbeiten und dem Hauptvorstande zur Genehmigung Hause Tresckowstr. 52 zurück, Frädrich bemerkte noch Licht in feiner vorgekommen. Etwa 20 Personen find ins Meer gestürzt, mehrere einzureichen. Wohnung, seine Frau stand auf dem Balkon und rief ihnen zu: davon ertrunken. „ Na, es wird auch Zeit, daß Ihr heimkehrt!" Die beiden An- Paris, 20. Januar.( W. T. B.) In der vergangenen Nacht geklagten befanden sich gerade um dieselbe Zeit in Zivilkleidung gegen 3 Uhr gaben zwei Individuen Revolverschüsse auf den vor dicht bei dem Hause und einer von ihnen rief den beiden einer Polizeistation Posten stehenden Polizeibeamten ab, welcher Macht man schnell, sonst giebt's von Muttern noch indessen nicht getroffen wurde. Die beiden Personen wurden vers Arbeiter- Nififo. Auf der kaiserlichen Werft in Riel zu: wurde am Dienstag Abend einem Wertführer der Kesselschmiede Senge!" Als die beiden Männer sich diese Redensart verbaten, folgt und festgenommen, leugneten aber, die Urheber des Attentats von einem umfallenden Kessel der Kopf zermalmt. hieben die beiden Angeklagten, wie behauptet wird, ohne weiteres zu fein. Die Verhafteten find junge Leute im Alter von 18 und Ueber die bereits gemeldete Gasexplosion in der im Be- mit Stöcken auf fie los und es entspann sich nun eine 19 Jahren. Ein Beweis dafür, daß sie Anarchisten seien, liegt in Strömen floß. nicht vor. zirke Taganrog gelegenen Grube der russischen Donega er gegenseitige Schlägerei, wobei das Blut Gesellschaft wird weiter berichtet: Die Explosion erfolgte in Die beiden Angeklagten sollten wie die Wüthenden um sich Kanton, 20. Januar.( W. T. B.) Der bei Langtfen angegriffene dem Hauptschachte, wo sich 180 Bergleute und 30 Pferde befanden. geschlagen und zunächst den Maurer Weber zu Boden geschlagen Miffionar Homeyer ist nach seiner Missionsstation Namjung zurücks Ein Theil der Bergleute rettete sich durch einen Nebenschacht. Bis haben. Als Frädrich seinem Freunde zu Hilfe tam, wurde die gekehrt. Derselbe befindet sich außer Gefahr. Von chinesischer Seite her find 50 Leichen aufgefunden. 19 verwundete Bergleute wurden Schlägerei immer heftiger und endete erst, als Frau Frädrich ihren find Maßnahmen für die Sicherheit der Station getroffen. Auch ist aus der Grube herausgeschafft. Drei derselben sind gestorben. Die bei ihr wohnenden Schwager aus dem Schlafe weckte und ihrem Genugthuung für die dem Missionar widerfahrene Behandlung zu Pferde sind sämmtlich erstickt. Manne zu Hilfe schickte. Nun rissen die beiden Angeklagten aus gesichert worden. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlaa von May Bading in Berlin. vor. Internehmer- Verbände. Boziales. " wurde. gegeben. wesen. davon Jin übrigen betreffen die Klagen die zu niedrige Bemessung der Heuern und die Mißstände im Schlaf- und Heuerbaas Betreffs der zahlreichen Beschwerden der Seeleute hefft die Kommission, daß die Protokolle über die Bernehmungen Material 34 fünftigen reichsgesetzlichen Maßnahmen bieten werden. Schon diese wenigen Angaben zeigen, wie unberechtigt die Behauptung der Scharfmacheiflique ist, der Hamburger Hafenarbeiter Streit sei ein fünfiliches Produkt sozialdemokratischer Berhebung" gewesen. Gerichts- Beitung. tammer worden. weil er Nr. 17. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. Hierzu stehen mit zur Diskussion die Anträge Size( 3.), betr. die Zusammenstellung der für Betriebe mit Wind und unregel mäßiger Wasserkraft getroffenen Verfügungen, Antrag Pachnide, betr. die Beseitigung der dem Koalition 3recht noch entgegenstehenden Beschränkungen, und folgender neu ein gelaufener Antrag der Abg. Dr. Lieber, Dr. v. Hertling und Dr. Hize( 3.): den Reichskanzler zu ersuchen, eine eingehendere Bericht erstattung über die Beschäftigung verheiratheter Frauen in Fabriken: Umfang, Gründe und Gefahren der Beschäftigung, Möglichkeit, Zweckmäßigkeit und Wege der Beschränkung 2c. in den nächsten Jahresberichten der GewerbeAufsichtsbeamten zu veranlassen. Freitag, 21. Jannar 1898. schutzes gehabt haben. Es wird kein Arbeiterkongreß abgehalten, Ekel erklärt, daß unsere Partei vernichtet werden müsse, ohne daß diese Forderungen diskutirt werden, und wenn Sie die stets und ständig den deutschen Arbeiter mit wahrer das Kommunistische Manifest vom Jahre 1847 Iesen, dann Schinderhannesbrutalität Enebelt?( Bravo bei den Sozialdemo tönnen Sie das da schon belegt finden. Der einzige Namen Robert traten.) 21. Gigung. Donnerstag, den 20. Januar 1898. Am Bundesrathstische: Graf Posadowsty. Präs. v. Buol eröffnet die Sigung um 21/4 Uhr. Owen sollte eigentlich einem Manne von der wirthschaftlichen Be- Graf Posadowsky entrüftet sich über den angeblichen Terroris Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der zweiten Bedeutung, die der Frhr. v. Stumm sich selber zuschreibt, nicht un- mus der Arbeiter, er hat aber kein Wort der Mißbilligung über den rathung des Spezial- Etats Reichsamt des Innern. bekannt sein. Frhr. v. Stumm hat heute wieder seine alte Rede Terrorismus der Unternehmer, die ihren Arbeitern verbieten, einer gehalten, die wir schon dußende von Malen von ihm gehört haben, Gewerkschaft anzugehören, sich politisch zu bethätigen, die Blätter zu auf die schon keiner hier im Reichstage mehr hört. Einige seiner lesen, die ihnen passen. Ja, Herr v. Stumm ist so weit gegangen, charakteristischsten Gedankengänge möchte ich aber doch beleuchten. seinen Arbeitern das Heirathen zu verbieten. Wie würden Sie über Wieder verwies er auf die Ausschreitungen bei Streits, in Hamburg den Terrorismus der Arbeiter schreien, wenn es sich ein Arbeiter und beim Leipziger Maurerstreit, um nachzuweisen, daß die erlauben sollte, den Arbeitgeber für uureif und unerfahren zu erAenderungen, die in dem Erlaß in Aussicht gestellt werden, noth- tlären.( Sehr richtig, lints.) wendig feien. Wir sollten bestritten haben, daß überhaupt je Ber- Und da wundert sich der Herr Staatssekretär, wenn wir in Ueberfehlungen in dieser Beziehung vorgekommen seien. Das ist feinem einstimmung mit der Auffassung auch einfichtiger Angehöriger der von uns eingefallen; wir haben nur bestritten, daß es in dem Maße Intelligenz fagen, daß die Regierung mehr als je die Sachwalterin geschehen sei, daß ein Vorgehen auf dem Wege, den der Erlaß an der Unternehmerinteressen ist.( Sehr richtig! bei den Sozialdem.) giebt, sich als nothwendig erweise. Eine Aeußerung Gewiß giebt es in der Unternehmerklasse entgegengeseßte Gruppen aber hat er gethan, die er selber wohl nachträglich sehr und Graf Posadowsky gilt als Liebling der Agrarier, während bedauern wird. Er hat es gewagt, es als maßlose Forderung sein Vorgänger, Herr von Bötticher, der Vertrauensmann Abg. Frhr. v. Stumm( Rp.): Nachdem ich von den Sozial zu bezeichnen, wenn Arbeiter 1500 Mart pro Jahr als der Handelskapitalisten war. Ju dem großen sozialen Kampfe demokraten in wiederholter und verschärfter Weise apostrophirt Durchschnittseinkommen fordern. Das ist derselbe Mann, der ein hat sich die Regierung auf die Seite des Unternehmerthums worden bin, muß ich in dieser Debatte noch einmal das Wort er- jährliches Einkommen von 2 Millionen hat! Der stellt sich hin und gestellt mit allen ihren Machtmitteln, mit Polizei, Militär und Ge greifen. Die Ausführung der sozialpolitischen Gesetzgebung in dem bezeichnet es als maßlos, wenn der Arbeiter 4 Mart pro Tag fängnissen. Fürst Bismarck hat es offen als das Ziel der Regierung Arbeiterschutz- Gesetz vom Jahre 1890 batte als wesentlichen Grund- fordert!( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Selbst die Regierung bezeichnet, Wiillionäre zu züchten und hat bei sich selbst damit begedanken neben dem Arbeiterschuß auch den, daß die Arbeiter hat in einem Gesundheitsbüchlein als Mindesteinkommen einer gonnen.( Bustimmung bei den Sozialdemokraten.) Man kann aber auch vor der Gewaltthätigkeit ihrer Mitmenschen zu schützen Familie von 5 Köpfen 3 Mart berechnet, und das nur für unmittel- nicht Millionäre züchten, ohne die Massen auszupovern.( Bravo! feien. Dazu genügte aber der§ 153 der Gewerbe Ordnung nicht. bare Lebensmittel, ohne Kleidung, ohne Wohnung, ohne irgend welche bei den Sozialdemokraten.) Und ganz den gleichen Standpunkt Machen sich Arbeitgeber der gewaltsamen Hinderung der Arbeiter Genußmittel. Die Unternehmer haben in den letzten Jahren 12, 25 hat Graf Posadowsky eingenommen, als er sagte, der Erlaß sei an Berabredungen schuldig, nun gut, dann sollen fie auch bestraft ja 40 pCt. Dividende verdient! Und jetzt sind für einen der kapital- durch die Unternehmerpetitionen veranlaßt worden. Nun, auch werden. Niemand im Hause wird gegen die volle Gleichberechtigung fräftigsten Unternehmer 1500 m. für den Arbeiter übergenug, eine maß- die Kaiserrede in Bielefeld wird das ihrige dazu beigetragen haben. fein. Man sagt, das Verbindungsverbot benachtheilige die Arbeiter. lose Forderung! Ein besseres Argument hätte er uns gar nicht gegen Fassen doch die Minister wortgetreu ihr Amt als Diener so auf, Wir sind doch bereit, den§ 8 aufzuheben, darüber besteht ja gar sie geben können.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) daß sie jedem augenblicklichen Wechsel an Stimmungen und Ents feine Meinungsverschiedenheit. Wir verlangen nur entsprechende Frhr. v. Stumm glaubt seinem Freunde v. Kardorff zu Hilfe schlüffen oben nachgeben und folgen. Weshalb ist Graf Posadowsty Korrelate. Durch diese Korrelate würde die Sozialdemokratie nicht kommen zu müssen, um den Beweis zu führen, daß ein neues denn entrüstet, wenn wir den Staat als eine Versicherungsim mindesten beeinträchtigt werden. Durch Wegfall des Sozialisten: Sozialistengefes nothwendig sei. Er bestritt, daß die Sozialdemo- gesellschaft der Unternehmertlaffe zum Schuße der Ausbeutung gefeßes hat die Sozialdemokratie den großen Bulauf erhalten. Bei fratie unter dem Gesetz gewachsen sei, dieses habe vielmehr einen bezeichnen.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Er meinte, den Wahlen 1890 war das Gesetz allerdings noch in Kraft, der Be- wesentlichen Einfluß gehabt und das Wachsthum derfelben stark be- der Erlaß wolle nur Erhebungen veranlassen. Wir aber schluß, es nicht zu erneuern, war aber bereits gefaßt. Der Effekt war einträchtigt. Sehen Sie sich doch nur die amtlichen Zahlen der ver- haben allen Grund, in dem Erlaß den Versuch eines Attentates auf also derfelbe, als wenn das Sozialistengefetz schon gar nicht mehr schiedenen Wahlen während der Zeit des Gesetzes an, einen besseren die Koalitionsfreiheit zu sehen.( Sehr richtig! bei den Sozialdemo existirte. Die von uns geforderten Korrelate bedeuten kein neues Beweis können wir nicht erbringen dafür, daß das Sozialistengesetz fraten.) Die richtige Deutung hat der Erlaß durch die nachfolgende. Sozialistengefet. Man macht dem Arbeitgeber Vorwürfe, wenn er sich als machtlos erwiesen, vielmehr dazu gedient hat, die Rede des Staatssekretärs erhalten, worin er sagte, das Koalitions Arbeiter nicht beschäftigt, die einer Gewerkschaft angehören. Diese Arbeiter zum Klaffenbewußtsein, zum Widerstand gegen die Unter- recht sei in einem Lande mit allgemeinem Wahlrecht nicht Freiheit aber muß der Arbeitgeber haben, denn der Arbeiter braucht drückung zu provoziren, ihnen den Gedanken der Rebellion in die so nöthig. Der platonische Sat von der prinzipiellen ja auch bei feinem Arbeitgeber zu arbeiten, der ihm nicht paßt. Köpfe hineinzuzwingen. Dann hat der Frhr. v. Stumm in seiner Aufrechterhaltung der Koalitionsfreiheit ändert nichts daran. In meinen Augen ist es gleich, ob ein Arbeiter sich einem Gewerk. Rede den alten Gedanken variirt, daß die Februar- Erlaffe ihre In dem zweiten Theile des Erlasses wird gefragt, ob nicht verein oder der politischen Partei der Sozialdemokratie anschließt, Durchführung gefunden haben. Man braucht nur den Wortlaut noch weitere Maßnahmen nöthig find, als die im Jahre 1891 ob er unter dem Kommando des Herrn Legien, oder des Herrn derselben zu lesen, um zu sehen, daß eine solche Auffassung eigentlich abgelehnten Verschärfungen des§ 153 der Gewerbe- Ordnung. 1890 Singer steht. unmöglich ist.( Redner verliest den Erlaß.) Die Behauptung, daß fonnte sich die Regierung bei ihren Verschärfungsvorschlägen noch Sie fagen, es find gar keine Gewaltthätigkeiten vorgekommen. diese Gedanken durchgeführt seien, steht auf derfelben Stufe, wie auf den Bergarbeiter- Streit berufen, der theilweise unter KontraktDem gegenüber muß darauf hingewiesen werden, daß thatsächlich die Behauptung, daß der Antrag Bachnicke unnöthig sei, weil seine bruch begangen war. Was aber würde jetzt eine Beschneidung des Ausschreitungen, und nicht nur von nicht organisirten Arbeitern, Forderungen, soweit es möglich ist, bereits giltig find. Das heißt Koalitionsrechts rechtfertigen, wenn nicht die Wünsche der Untervielfach festgestellt sind. Redner verliest einige Schriftstücke, die nicht deuten, sondern deuteln.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) nehmerklasse und ihr Haß gegen die Arbeiterorganisationen? Wer soll eine Reihe von Gewaltthätigkeiten fonstatiren sollen. Herr Legien Da hilft fein Reden und Deuteln, die Februar Erlasse sind noch die Erhebungen veranstalten, von denen der Erlaß ſpricht? bat die Arbeiter, die in dem Hamburger Streit einsprangen, nicht erfüllt. Darin ist ja das konstitutionelle Verhältniß zwischen die Polizeibehörden, die wie die Berichte der Fabrikinspektoren selber Gesindel genannt; ich glaube, wenn diese unberechtigte Eingriffe in Arbeitgeber und Arbeiter festgelegt, was so sehr das Schaudern des sagen, in fleineren Orten abhängig von den Unternehmern find? ihr freies Selbstbestimmungsrecht energisch zurückgewiefen haben, so Herrn v. Stumm erregt, in dem er den Grund alles Umsturzes Horrende Strasbestimmungen wurden schon 1891 vorgeschlagen, als haben sie diesen Namen durchaus nicht verdient.( Widerspruch bei fieht. Der Arbeitsvertrag ist ein Vertrag wie jeder andere. Der Minimalstrafe bei wiederholter Aufforderung zum Kontraftbruche den Sozialdemokraten.) Redner verliest eine weitere Reihe von Arbeiter verkauft seine Arbeitskraft, nur seine Arbeitskraft, nicht 1 Jahr Gefängniß. Die ärgsten Verbrechen, Meineid, Ehebruch, Beispielen von amerikanischen und englischen Arbeiter feine politische Gesinnung, nicht seine Persönlichkeit. Bom Unter- Kuppelei, Todtschlag, Aussehung, Abtreibung, Raub, Erpressung u. s. m.; organisationen, die darthun sollen, daß die Forderungen, zu denen nehmer aber wird in den Vertrag das politische Element hinein- ja auch Majestätsbeleidigung, Gotteslästerung und Religionsstörung sich organisirte Arbeiler versteigen, das Maß deffen weitaus über getragen und der Staat begünstigt es im Interesse der Monarchie. werden vom Strafgesetz mit geringeren Minimalstrafen bedroht, als ragen, was mit der modernen Produktionsweise in Einklang gebracht So viel zur heutigen Rede v. Stumm's. diese Schädigung der Kapitalisten bestraft werden sollte.( Hört! hört! werden könne. Herr Legien bestreitet, daß die englischen Gewerk. In einer seiner letzten Reden hat Herr v. Stumm in der ihm bei den Sozialdemokraten.) Wenn das teine Parteinahme vereine die Abschaffung der Maschinen verlangen; ja, aber sie ver- eigenen gefchmackvollen und gebildeten Weise von den Blutsaugern für das Unternehmerthum ist, dann verstehe ich das Wort: langen, daß die Maschinen nicht genügend ausgenutzt werden sollen. gesprochen, die sich von den Arbeitergroschen mäften, und er hat Barteinahme nicht.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Das geht nicht. Der Fabritherr muß Herr in seinem eigenen dann die Erläuterung gegeben, daß er mit den Blutsaugern alle Würde das Reichsamt des Junern etwa einen solchen Erlaß erHause sein. Herr Legien hat gesagt, ebenso naturnothwendig, wie fozialdemokratischen Agitatoren gemeint habe. Die Parteiangestellten gehen lassen, wenn sich die Arbeiter beschwerten über die fortgesetzten die politische Demokratie, tommt das tonstitutionelle wirthschaftliche und Leiter unserer Organisationen verdienen ihr Gehalt in redlicher, Berlegungen der Gewerbe- Ordnung und der Koalitionsfreiheit durch Regime. Nun, ich bezweifle, daß in einer Fabrik ein konftitutionelles ehrlicher Arbeit. Herr v. Stumm war in legter Linie berufen, in die Unternehmer?( Burufe rechts.) Nein, es würde nicht daran System möglich ist; da muß unbedingte Autorität herrschen, sonst solcher Weise von diesen Männern zu sprechen. Die ehrliche saubere denken. Die Magdeburger Zeitung" berichtete jüngst, daß der geht der Betrieb zu Grunde. Auch in England beginnt man das Arbeit ist bei den Parteisekretären namentlich der freikonservativen Innungsverband deutscher Baugewerksmeister an den Reichskanzler einzusehen; da giebt es jetzt schon viele Unternehmer, die da sagen: Partei nicht zu finden, was doch Herr v. Stumm aus der aller- und das Reichsamt des Innern die Frage gerichtet, ob es zulässig das geht nicht länger so. legten Zeit wiffen muß. Ich erinnere aber noch an den edlen sei, von Angehörigen der Verbandsinnungen zu verlangen, daß sie Frhru. v. Lützow, der jetzt wegen Urkundenfälschung im Gefängniß feine Gesellen aus Orten, wo ein Streit ausgebrochen ist, beschäftigen fißt, aber noch bei den feßten Wahlen in Schlesien im Intereffe der dürfen. Es ist den Fragern darauf anheimgestellt worden, perfonservativen Partei agitirt hat. Ich erinnere an den Wechsel- sönlich zu erscheinen. Als vorsichtige Leute wollten die Regierungsfälscher v. Schorlemer, der dann wegen delirium tremens in eine männer nichts Schriftliches von sich geben. Mündliche Auskunft Frrenanstalt fam, aber noch kurz vorher eine starke Säule des eines Untergebenen kann man, wenn nöthig, desavouiren.( Heitersächsischen Ronservativismus war. Vom Frhrn. v. Hammer- feit bei den Sozialdemokraten.) Das hat der Prozeß Tausch gezeigt. stein will ich nicht reden, obwohl auch er fein sozial Im Auftrage des Verbandes erschien der Landtags- Abgeordnete demokratischer Agitator war, sondern Herrn v. Stumm ganz Baumeister Felisch im Reichsamte des Innern und der Geheime nahe stand. Ganz abgesehen davon aber, wo hat denn Freiherr Regierungsrath v. Sydow erklärte ihm, daß die Regierung feine von Stumm feine Millionen, seine zwei Millionen jährliches Ein- Veranlassung nehmen würde, gegen einen solchen Beschluß Herr Legien hat von der Kulturarbeit der sozialdemokratischen fommen her? Doch nur aus den Taschen der Arbeiter, doch nur des Innungsverbandes auf grund des§ 104 der Gewerbe- Ordnung Organisationen gesprochen. Meine Herren, wenn Sie fich Beit durch die Nichtzahlung der Differenz zwischen dem Lohn und dem einzuschreiten. Der§ 104 bezeichnet als Aufgabe der Junungen die nehmen, diese zu studiren, was würden Sie da finden! Sie werden wirklichen Arbeitswerth. Von den Arbeitern, die Jugend, Gesund- Pflege gemeinsamer Interessen. Die Auskunft des Reichsamts des Jeben: Die Religion, vie Baterlandsliebe, die Liebe zur Familie, die heit uno aft das Leben im Dienſte pes Kapitalismus einbüßen, Innern wird denn auch bereits als bedeutsame Handhabe gegen Sittlichkeit: das alles wird von den Sozialdemokraten systematisch hat Herr von Stumm seine Einkünfte und zum Dant dafür Streits bezeichnet. Wenn sich also die Unternehmer koaliren, um untergraben; und statt dessen wird ihnen das Gift der Unzufrieden- titulirt fte dann als Vertreter im Herrenhause arbeitswillige Arbeiter" am Arbeiten zu verhindern, weil sie aus heit, des Neides und der Habgier eingeflößt. Redner verliest eine Lausbuben".( Bravo links.) Herr v. Stumm würde vielleicht Orten herkommen, wo gestreift wird, so ertheilt das Reichsamt des Reihe von Zitaten aus Beitungen, die seine Behauptungen belegen beleidigt sein, wenn ich ihm vorwerfen wollte, daß sein Eintreten Innern hierzu den Freibrief und die Zustimmung. Die Arbeiter sollen. Ist das auch ein schlechter Wiß, wenn im Wahren Jakob" für die Militär- und Marinevorlage, für die Eisenzölle im Interesse sollen dadurch gezwungen werden, sich von bestimmten Unternehmern der Kapitalismus als eine Schlange dargestellt wird, der Herr feines materiellen Einkommens geschieht, obgleich der Parteigenoffe ausbeuten zu lassen, selbst die Wahl unter den Unternehmern wird Singer den Kopf abschlägt? Ich fann mir sehr ernsthafte Leute des Herrn v. Stumm, Herr v. Kardorff, es für feine Schande er ihnen verwehrt.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) denken, die das anders auffassen, die darin eine direkte Aufforderung flärt hat, das politische Ehrenamt eines Reichstags- Abgeordneten Bielefeld eine große lede an die Richter, uni harten Strajen zu Was für Verhältnisse sind das, unter denen wir leben. In finanziellen Operationen auszunuzen.( Sehr richtig! links.) Es Meiner Meinung nach ist auch die anarchistische Bewegung nur wird von den Herren immer von dem berechtigten Gewinn des vorzugehen gegen die, die Arbeitswillige am Arbeiten hinein Ausfluß der sozialdemokratischen Lehren. Beider Ziel ist der intelligenten Unternehmers gesprochen, vom Unternehmungsgeift, vom deru und hier offiziell gewährleistete Straflosigkeit für Kommunismus, und wenn eine anarchistische That begangen ist, Risiko des Unternehmers und dem Entbehrungslohn. Die Aktiengesell- diefelben Handlungen, wenn sie von Unternehmern begangen werden! wird sie zwar in den sozialdemokratischen Zeitungen nicht gelobt, fchaften, wo so viele mühelosen Gewinn einheimsen, beweisen doch aufs( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Da wird es begreiflich, aber doch entschuldigt. Der Abg. Legien hat gesagt, es wäre schade, schlagendfte, daß im Produktionsprozeß das überflüssigste Möbel der wenn immer weitere Kreise der deutschen Arbeiterklasse zu der daß ich nicht hundert Jahre früher geboren bin. Nun, wenn das Unternehmer ift. Napoleon I. hat einmal gesagt, er wolle nicht Meinung kommen, die Februarerlasse seien nur ein Manöver ge= wäre, dann wäre die Arbeiterwohlfahrts Gesetzgebung hundert wie die fonftitutionellen Könige nur das Mastschwein der Nation wefen, um der Sozialdemokratie Stimmen zu nehmen.( Sehr Jahre früher gegeben worden. Davon seien Sie über sein, das heutige Unternehmerthum scheint sich in dieser Rolle aber richtig! bei den Sozialdemokraten.) Damals war von der gesetzlichen zeugt. Wenu ich in meinen Werkstätten die Sozialdemo- ganz wohl zu fühlen.( Unruhe rechts. Bravo! bei den Sozial Anerkennung der Berufsvereine der Arbeiter die Rede, jetzt spricht fraten fern halte, so thite ich das nur, um die Freiheit meiner demokraten.) man verächtlich von bezahlten Arbeiteragitatoren. Die bezahlten Arbeiter von ihnen zu schüßen.( Heiterkeit bei den Sozialdemo Graf Posadowsky entrüstete sich so sehr über die Veröffentlichung Agitatoren der Unternehmer, wie Herr Bueck, gelten der Regierung fraten.) Der Abg. Legien bat so gethan, als ob der Sozialismus feines geheimen Erlasses und die Herren nationalliberalen Ab: als unabhängige Sachverständige und werden in den Ausschuß zur eine besondere Errungenschaft des 19. Jahrhunderts wäre. Wir geordneten flatschten ihm Beifall. Wie kommt es denn aber, Vorbereitung der Handelsverträge berufen. Graf Posadowsky meint, haben aber doch auch im 16. Jahrhundert solche sozialistische Be- daß die nationalliberalen Blätter wetteifern, Regierungs das Verhältniß zwischen Arbeiter und Unternehmer müsse ein wegungen gehabt. Aber über diese ist die Geschichte zur Tages vorlagen vorzeitig zu veröffentlichen.( Heiterkeit.) Der Herr Pietätsverhältniß fein. Das ist bezeichnend für sein sozialpolitisches und fein Parteigenoffe v. Stumm( Große Verständniß. wen Gegen ordnung hinweggegangen, wie sie über die jetzige Bewegung zur Staatssekretär sollen denn die Arbeiter int Tagesordnung weggehen wird.( Lachen bei den Sozialdemokraten.) Heiterkeit) mögen fich nur darüber entrüften! entrüften! Ich verstehe Attienfabriken, in Bergwerken Pietät empfinden? Heute für Den Antrag Pachnicke halte ich für unnöthig. Sie sollten doch hier die Entrüftung nicht, denn Graf Posadowsky müßte doch die Berliner, morgen für die Londoner, übermorgen für die nicht Anträge annehmen, die die Regierung nicht in den Tauschprozeß, an dem doch seine Ministerkollegen betheiligt Pariser Börsenleute wohl, die im Besitze der Aktien find?( Sehr der Lage sein fann anzunehmen. Nehmen Sie ihn aber doch an, so waren, kennen. Weiß er denn nicht, daß dort gerichtlich festgestellt gut! bei den Sozialdemokraten.) Wenn eine Regierung wirklich bin ich der Ueberzeugung, daß die Regierung Ihnen darin nicht folgen worden ist, daß die Polizei die Unterschrift des Abg. Grafen Carmer von sozialpolitischem Verständniß durchdrungen wäre, müßte sie mit würde.( Beifall rechts.) gefälscht hat, um das Exemplar einer Korrefpendenz in ihre Hände uns den Kampf führen gegen diese überflüssige DrohnenAbg. Fischer( Soz.): Die letzte Bemerkung des Abg. v. Stumm zu bekommen? Weiß er denn nicht, daß der Edle v. Lüßow gesellschaft!( Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Mit den wechselnden ift sehr charakteristisch. Sie zeigt, daß er nun schon von der von der Polizei veranlaßt worden ift. ein Exemplar Anschauungen der Vorgesetzten verändert sich auch die Meinung Tribüne des Reichstags herab der Regierung vorschreibt, dieser Korrespondenz zu stehlen( Sehr gut links), hat nicht Herr der Räthe und Direttoren der Reichsämter. 1891 hielt der Geb. was sie annehmen kann und was nicht. Daß der Geheime v. Lügom erflärt, die unsaubersten und gefährlichsten Aufträge Oberregierungsrath Thiel auf dem Kongreß des Vereins für Sozial Ober Regierungsrath" von Stumm wirklich Der Herr der seien ihm nicht von der politischen Polizei, sondern von ganz politik eine Rede, in der er die Anschauung befämpfte, als dürften Megierung ist, ift allgemein bekannt. Daß er aber nun anderen Stellen geworden? Wir kennen ja die Militärverwaltung die Unternehmer nicht mit den Arbeitern verhandeln. So gut wie felber zu dieser Ueberzeugung gekommen ist, das ist sehr mit ihrer Spionage( Sehr gut! links). Hat nicht der Prozeß Tausch die Unternehmer die Lieferanten einer Waare als gleichberechtigt charakteristisch und steht im Einklang mit der anderen Aeußerung: erwiesen, daß der Kriegsminister den Minister des Innern bespiteln betrachteten, so gut müßten sie auch die Lieferanten der Arbeitse Wenn er hundert Jahre früher auf die Welt gekommen wäre, dann ließ? Wenn preußische Minister so gegen einander vorgehen, dann kraft, die Arbeiter als gleichberechtigt betrachten, sagte er, und hätte die Weltgeschichte einen ganz anderen Lauf genommen. will man uns Moral predigen, weil wir einen Erlaß veröffentlichen, weiter forderte er volles, uneingeschränktes Koalitionsrecht. Praktisch ( Heiterkeit. Zuruf v. Stumm's: Davon habe ich nichts gefagt!) den wir ohne unser Buthun erhalten haben. Sind wir nicht mit hat sich die Regierung freilich nie auf diesen Standpunkt gestellt, Wie er sich das wohl vorstellen mag! Nein, Herr v. Stumm, schon der Regierung in fortwährendem Kriegszustand, mit einer Aus dem 1890 aufgestellten Grundfaß, daß die Staatsverwaltung in vor Ihnen hat es Leute gegeben, die diese Gedanken des Arbeiter- Regierung. die uns täglich zum Ueberfluß und zum ihren Betrieben in den Arbeitslöhnen hinter den Privatbetrieben Es ist vorgekommen, daß von Sozialdemokraten 1500 m. als Minimallohn aufgestellt wurde. Ja, meine Herren, bei solchen Forderungen kann von Mäßigung und Maßhalten nicht gefprochen werden.( Widerspruch bei den Sozialdemokraten.) Die Verhältniffe der katholischen Arbeitervereine fann ich nicht beurtheilen; aber daß viele evangelische Arbeitervereine den sozialdemokratischen durchaus nahe stehen, fann nicht bestritten werden und es stehen in vielen Fällen Geistliche an der Spitze. Ich will damit nicht die evangelischen Geistlichen im allgemeinen angreifen, deren Kirche ich angehöre und die den sozialistischen Ideen durchaus entgegen arbeiten. erblicken. er 4 Abgeordnetenhaus. nicht zurückstehen dürfe, diese zu Mufterbetrieben machen solle, ist gierung hat eingesehen, daß man mit bloßen Redensarten, mit leeren in der Lage sei, allein und selbständig vorzugehen. Den Ans iegt mit affenartiger Geschwindigkeit die Umdrehung entstanden: die Versprechungen die Arbeiter nicht mehr abspeisen kann. Bei der regungen des Borredners steht er sympathisch gegenüber. Staatsbetriebe follen teine höheren Löhne zahlen, als die Privat- völligen Biellofigkeit der Regierung hat fie im Lande allen Kredit Hierauf vertagt sich das Haus. unternehmer. So hat ein Staatsbetrieb beschlossen, den Verdienst verloren, und nun will sie wenigstens zeigen, daß sie doch noch Abg. v. Stumm( Rp.) bezeichnet es in einer persönlichen der Arbeiter den 3eitverhältniffen entsprechend zu Muth genug hat, um dem Arbeiter entschieden entgegenzutreten. Bemerkung gegen den Abg. Fischer als unwahr, daß er reduziren. Eine ähnliche Vereinbarung ist aus dem Saarrevier be- Wenn die industrielle Hochfluth ihren Höhepunkt überschritten einen Lohn von 1500 M. für Bergleute für maßlos erklärt habe. fannt geworden. Das ist der neue sozialpolitische Kurs. haben wird, und das ist jetzt schon der Fall, dann sollen Er habe nur 1500 M. als Minimallohn für die Arbeiter als eine, Der Staatssekretär hat in der ersten Lesung hervorgehoben, daß die Arbeiter wehrlos den Unternehmern überliefert werden. maßlose Forderung bezeichnet. Er stelle es den Arbeitern frei, die Die Arbeiterklasse dem Unternehmerstande zu großem Danke ver- Vorläufig soll das Koalitionsrecht vernichtet werden. Was vor dem 24. Jahre heirathen wollen, sich in einer anderen Fabrit pflichtet sei. Die Gesammtheit der Unternehmer zable täglich eine wir bezüglich des Vereinsgefeßes erwarten haben, Arbeit zu suchen. Million für das Versicherungswesen der Arbeiter. Diese Bahl soll das hat uns die lex Recke gezeigt, das eingestandenermaßen darauf Nächste Sigung Freitag 2 Uhr.( Fortsetzung der heutigen Bes uns nun imponiren. Aber es giebt bei uns 18 Millionen versiche zugeschnitten war, die Gewerkschaftsbewegung unmöglich zu machen. rathung.) Schluß 5/2 Uhr. rungspflichtiger Arbeiter; es tommt also auf den Kopf jedes Wenn so die Arbeiter in dieser Beziehung wehrlos gemacht sind, Arbeiters die ungeheuere Summe von 5% Pf.! Und nun wollen dann sollen sie es auch für den politischen Kampf werden, dann wir einmal die Gegenfrage thun: was verdient der einzelne wird man daran gehen, ihnen auch das Wahlrecht zu nehmen. Unternehmer täglich an 6. Sigung vom 20. Januar 1898, 11 Uhr. dem einzelnen Arbeiter? Darüber Sachsen kann uns als warnendes Beispiel gelten. Die Reden der schwieg der Herr Staatssekretär. In der offiziellen Marine Konservativen, der v. Mirbach u. s. w. im Herrenhause, waren Am Ministertische: Dr. v. Miquel, Ministerpräsident, Reichs Denkschrift heißt es: 11/2 Milliarden haben deutsche Unter- geradezu eine Aufforderung, das Wahlrecht zu beseitigen. Und es tanzler Fürst Hohenlohe, Frhr. v. Hammerstein. nehmer in ausländischen Unternehmungen angelegt, weitere ist charakteristisch, daß sich die Regierung dagegen nicht verwahrt, In Erledigung der Tagesordnung werden einige Rechnungs 11/2 Milliarden in ausländischen Staatspapieren; das giebt es als eine Zumuthung, als eine Beleidigung zurückgewiesen hat. vorlagen der Rechnungskommission überwiesen und sodann in die doch mindestens einen Profit von 700 Millionen; also 1 Million Wenn die Dinge so stehen, wel wenn man sich nicht verlassen fann erste Lesung der Novelle zum Ansiedelungs- Gesez zahlt die gesammte Unternehmerklasse an 18 Millionen deutscher auf das Wort der Regierung, dann wissen wir Sozialdemokraten, eingetreten. Nach dieser Vorlage soll der Fonds zur Förderung Arbeiter, und ca 2 Millionen verdienen täglich einige hunderttausend daß wir den Kampf aufzunehmen haben gegen die Regierung als deutscher Ansiedelungen in Posen von 100 auf 200 Millionen Mark Unternehmer allein aus dem Auslande. Wieviel aber an Zinsen, die Sachwalter der Unternehmerinteressen! Und wir haben keinen erhöht und die Zeitbegrenzung bis 1907 aufgehoben werden. Gewinnen und Renten aus dem Deutschen Reiche selbst? Auch Anlaß mehr, der Regierung Glauben zu schenken, nachdem wir bei Ministerpräsident Fürst Hohenlohe: Die Vorlage ist das Er darüber schwieg der Herr Staatssekretär. Und woher all' diese Millionen? der Vereinsgefeßgebung die Erfahrung gemacht haben, daß man sich gebniß politischer und wirthschaftlicher Erwägungen. In wirthWer hat sie erarbeitet? Woher anders kommen sie als aus der Erfüllung eines feierlich gegebenen Versprechens durch einen schaftlicher Beziehung halten wir an der Auffassung fest, daß es der nicht bezahltem Arbeitslohn, aus der Differenz des wirklichen Arbeits- Advokatentniff entzogen hat. Unsere Aufgabe ist somit gegeben: Wohlfahrt in den betreffenden Provinzen förderlich ist, wenn die ertrages und der elenden Hungerlöhne? Dieser ungeheure, ihren wir nehmen den Kampf auf!( Lebhafter Beifall bei den Sozial. Gründung selbständiger Bauerngüter gefördert wird. Wenn sich aus Erzeugern vorenthaltene, auf gesetzlichem Wege unterschlagene demokraten.) und neben diesen Gütern eine Klasse tüchtiger ländlicher Arbeiter Arbeitsverdienst wandert in die Taschen der Unternehmerklasse; und Staatssekretär Graf Posadowsky: Weite Kreise in Deutsch entwickelt, so wird dadurch ein Vortheil erreicht, der nicht nur wenn letztere dafür dem Arbeiter 51/2 Pf. pro Tag Versicherungsgebühr land sind der Ansicht, die Sozialdemokratie habe sich gemausert, sie Preußen zu gute fommt. Was die politische Seite der Frage betrifft, zahlt, dann pofaunt der Herr Staatssekretär das als besondere sei in ihren Anschauungen gemäßigter geworden und habe sich zu so ist es Thatsache, daß in den nationalgesinnten Landestheilen die Wohlthat aus, die die Arbeiter zu tiefster Dankbarkeit verpflichten einer bürgerlichen radikalen Reformpartei entwickelt. Wenn jemals polnische Nationalität sich ausbreitet auf Kosten der Deutschen. Dieser soll. Für diese 51/2 Pf. sollen die Arbeiter ihre politischen eine Rede geeignet gewesen ist, diesen Wahn zu zerstören, so war es Entwickelung entgegenzutreten ift der Zweck dieses Gefeßes. Daß wir dabei Rechte, ihre wirthschaftlichen Forderungen preisgeben und ihren die jetzige des Abg. Fischer. Es war nicht flug von ihm gehandelt, von teiner feindlichen Tendenz gegen die Polen ausgehen, ist selbstAusbeutern für die Ausbeutung noch Dank sagen. die Politik feiner Partei in dieser Weise aufzudecken. Die Rede verständlich.( Widerspruch im Zentrum und bei den Polen.) In Dies Almosen hat aber noch seine bedeutende Kehrseite; es ist wird, wenn sie nur im Lande genügend bekannt werden wird den ehemals polnischen Landestheilen zeigt sich, daß der materielle charakteristisch, daß Graf Posadowsky auch hierüber kein Wort gefagt( Buruf bei den Sozialdemokraten: Wird gedruckt!), als ein und geistige Aufschwung seit der Vereinigung mit Preußen einhat. Betrachten wir einmal die Zahl der Unfälle. Nach dem Scheinwerfer dienen für die Ziele und die Gedanken, von getreten ist, und daß die Fürsorge der preußischen Regierung immer Rechnungsergebniß der Berufsgenossenschaften für 1896 hat sich denen die Sozialdemokratie in Wirklichkeit getragen ist. gewesen ist, denselben zu fördern. Dagegen müssen wir an folgendes ergeben; es haben stattgefunden 351 789 Unfälle; von Es ist mir ganz unmöglich, auf alle diese Angriffe einzugehen; ich die Bolen die Forderung stellen, daß dieselben ihre Pflichten diesen sind nur für 86 403 Berunglückte Entschädigung gezahlt, müßte sonst alle Gebiete des Staatslebens besprechen. Hier nur als Preußen können und ausführen.( Ruf: Thun wir ja!) 3/4 von allen find noch in der Schwebe oder schon abgelehnt. Unter einige Bemerkungen: Ich weiß, daß es nicht wenige Polen giebt, die in dieser Beziehung diesen 86 403 Fällen betreffen 2650 Kinder unter 16 Jahren: ferner Der Abg. Fischer hat zunächst gefagt, daß die Regierung nur zu nichts zu wünschen lassen, andererseits giebt es aber auch starte giebt es da 7101 Zobte, 1547 dauernd völlig erwerbsunfähige, gunsten der Unternehmer sofort einschreite. Eine unbedingt un Bestrebungen auf polnischer Seite, welche sich in Freundschaft gegen 44 982 dauernd theilweise erwerbsunfähige Krüppel. Insgesammt richtige Behauptung. Ich will zunächst erklären, damit nicht die Deutschen nicht bewegen.( Sehr wahr! rechts.) Es giebt eine gab es in den Jahren 1886-95: 51 761 Todte, 23 818 ganze wieder durch eine Indiskretion eines Beaniten- so nennt man große polnische Propaganda, und daraus entstehen unmögliche ZuKrüppel, 236 470 halbe Krüppel; und nur 119 441 sind wieder ge- das hier politisch diese Dinge bekannt werden, daß die an- stände sowohl für die Polen, als für die Deutschen. Noch immer fund gemacht; aber fragt mich nur nicht, wie! In geordneten Erhebungen Ergänzungen finden sollen durch Er wird mit Gedanken gespielt, und werden Hoffnungen erregt, die sich 10 Jahren sind der Profitgier und Dividendenjagd unserer hebungen über die Streits und über die Ausschreitungen bei diesen nicht erfüllen können, Hoffnungen von polnischer Selbständigkeit, Unternehmertlaffe eine halbe Million Menschen zum Opfer gefallen in den letzten Jahren. Es wird dem Reichstage sehr reiches und d. h, eine Art föderativer Verbindung. Für föderative Tendenzen mehr als im ganzen deutsch- französischen Krieg. Wo ist ein ver- interessantes Material vorgelegt werden. Wie aber fann der Abg. giebt es aber in Preußen feinen Boden, und niemals wird eine unglückter Unternehmer zu finden?( Buruf von allen Seiten: Fischer eine solche Behauptung aufstellen angesichts der Erhebungen Trennung der Provinz von Preußen eintreten fönnen. Das würde Borsig! Große Unruhe; der Abg. Fischer fann sich nur schwer ver- der letzten Jahre, über die Lage der Handlungsgehilfen, der Bäcker die Existenz des Staates bedrohen. Wir können und werden ständlich wachen.) Also über eine halbe Million und Müller, des Konfektionsgewerbes u. s. w. Sind denn das Unter die Provinz Posen nicht aufgeben. Fürst Bismarck hatte recht, als Arbeiter und ein Unternehmer! Und der auch nur wegen nehmer? Nein! Wir haben auch den berechtigten Wünschen der er sagte: wir müssen uns den Weg von Königsberg nach Breslau einer falschen Anordnung, die er selber gegeben hatte. Arbeiter Rechnung getragen und zum theil sind diesen schon freihalten.( Beifall rechts.) Liegt die Sache aber so, so müssen wir ( Die Unruhe dauert eine zeitlang fort; der Präsident praktische Resultate gefolgt. Weiter hat der Abg. Fischer von dem die deutschfeindlichen Tendenzen nach Kräften zurückdrängen. Ich bittet um Ruhe: man versteht den Abg. Fischer nicht.) Sie be- Februarerlaß als von einem unerfüllt gebliebenen Versprechen habe längere Zeit in Polen gelebt. Ich stehe den Polen in mancher greifen die Bedeutung dieser Zahl nicht. Die Arbeiter setzen Leben gesprochen. Wie kann er das wagen, da es doch bekannt Beziehung sympathisch gegenüber. Die Gefahren der polnischen und Gefundheit aufs Spiel, und die Unternehmer zahlen die paar ist, daß seit sieben Jahren alle gefeßgebenden Körperschaften Propaganda für die preußische Monarchie sind so groß, daß ich Geben Sie Lumpigen Pfennige noch dazu aus dem vorenthaltenen Arbeits- fortgefeßt mit Arbeiterfragen beschäftigt gewesen sind und feine Freundschaft und feinen Kompromiß fenne. verdienst der Arbeiter, und dafür sollen fie doch dankbar sein sie eine Reihe von Gefeßen für diese erlaffen ist? Sie ver-( die Polen) fich nicht unerfüllbaren Hoffnungen hin.( Beifall müßten wirklich Hundeseelen sein! langen viel zu viel auf einmal, der Staat fann Ihre Wünsche rechts und bei den Nationalliberalen, Bischen bei den Polen.) Herr v. Posadowsky hat die Nothwendigkeit des Erlasses auch nicht erfüllen, dazu fehlen ihm die Organe. Es ist von dem Erlaß Abg. Dr. v. Jazdzewski( Pole): Wir finden in der Vorlage durch den Hinweis darauf darzuthun versucht, daß einzelne Gerichte die Rede gewesen. Rein Redner hat den Muth, den Beamten zu den Ausdruck des Mißtrauens der Regierung gegen die Polen, die sich veranlaßt gesehen haben, das Aufstellen von Streifposten zu be- vertheidigen. Ich mußte doch die Frage von dem Standpunkt der Kränkung unserer Rechte, keineswegs aber den Ausdruck einer landesstrafen. Das ist doch ein recht merkwürdiges Argument. Die Ge- Disziplin beurtheilen. Wenn Sie in der eigenen Partei einen Ver- väterlichen Regierung( Oho!); die einfeitigen Angriffe gegen uns richte sind ebenso wie die Regierung nur ein Werkzeug des Klaffen- trauensbruch erleben, dann sind Sie sehr streng, aber wenn er bei bilden die einzige Unterlage der Regierung. Wir proteftiren gegen staates, oft, ohne es zu wollen, leider nur zu häufig ganz bewußt. der Regierung paffirt, dann freuen Sie sich darüber.( Sehr richtig! diese Unterstellungen und werden, wenn man uns nicht besonders Die Justiz zeigt den Arbeitern ein anderes Gesicht, als den Unter- rechts.) Die Herren von der Sozialdemokratie leugnen die Aus- dazu zwingt, uns an der weiteren Berathung der Vor= nehmern. Wann hat jemals ein Staatsanwalt Klage erhoben gegen schreitungen Streifenden. Ich habe mir über den lage nicht betheiligen.( Beifall bei den Polen.) einen Unternehmer wegen gewaltsamen Vorgehens gegen seine letzten Fall in Torgelow das Material verschafft.( Der Abg. v. Heydebrandt( f.) beantragt Kommissionsberathung. Arbeiter? Da sind in Spandau fürzlich Arbeiter gezwungen worden, Redner verliest den Bericht, der von Prügeleien erzählt und die Wir können schon heute ernste Bedenken gegen die Vorlage nicht fchriftlich ihre Zustimmung zu einer Lohnreduktion zu geben; wer Bemerkung enthält, Schuld daran sei die Agitation Berliner Agi- unterdrücken, denn bisher habe man Erfolge mit der Ansiedelung nicht unterschrieb, wurde einfach entlassen; da ist kein Gericht ein- tatoren für den Beitritt zum Metallarbeiterverband.) Also nicht nur wenig erzielt; vielleicht wäre es besser, wenn man nur katholische geschritten. Unfere Rechtsprechung auf sozialem Gebiet ist geradezu Brutalität der Unternehmer, sondern solche der Arbeiter, die die Ansiedler dort niederläßt, denn die evangelischen Ansiedler haben ein Standal. jenigen gemißhandelt, welche dem Verbande nicht beitreten wollten. bort mit doppelten Schwierigkeiten zu kämpfen. Die Dinge liegen. Präsident v. Buol( unterbrechend): Ich habe den Abg. Fischer Der Fall zeigt, wie berechtigt mein Rundschreiben war. Der Herr in den polnischen Landestheilen so, daß der Staat, wenn bisher nicht unterbrochen, um seine Ausführungen nicht zu stören. Abgeordnete sprach von den Millionen der Unternehmer, die sie von seiner Aufgabe gerecht werden will, sich gegen die großwenden muß, die sich bemüht, ihn Nunmehr aber muß ich erklären, daß mehrere seiner Ausführungen den Arbeitern holen. Das ist leicht gesagt. Der Unternehmer trägt polnische Agitation hieran zu hindern. Durch die Vorlage wird niemand gezwungen, nicht parlamentarisch waren. Er sprach von der Schinderhannes- doch auch das Risiko. Brutalität der Regierung, er nannte die faiserlichen Erlasse einfache Der Abgeordnete Fischer hat den Prozeß Tausch angeführt. fein Grundstück zu verkaufen.( Sehr richtig!) Es tann also von Wahlmanöver und nennt jetzt die Rechtsprechung auf sozialem Geaggressiver Tendenz nicht die Rede sein. Wohl aber handelt es sich biete einen Standal. Wegen all dieser Dinge rufe ich den Abg. Fischer um eine Kulturarbeit ersten Ranges, von der auch die polnische Bezur Ordnung.( Beifall rechts.) völkerung Nutzen ziehen wird. Heute hat sich der deutschen Bevölke Abg. Fischer( fortfahrend) führt eine ganze Reihe von einzelnen rung in Polen große Muthlosigkeit bemächtigt, denn die deutschen Fällen an, die die Parteilichkeit der Justiz darthun sollen. CharakteAnsiedelungen gehen zurück unter dem Druck der Noth der Landwirthristisch sei, daß ein ehemaliger Richter die Regierung des Kaiser schaft. Die moralische Wirkung der Vorlage wird deshalb in dieser Wilhems I. deshalb so rühmenswerth fand, weil sie nicht. Herr Fischer hat die Unfallstatistik angeführt, die Zahlen des Richtung eine günstige sein. Wir müssen dafür sorgen, daß der Deutsche Halt gemacht habe vor der Verfassung. Ein schlagendes Schlachtfeldes der Arbeit. Gewiß traurige Zahlen. Aber was be- in diesen deutschen Landestheilen seine Nationalität frei und mit Beispiel bietet auch der in letzter Zeit sehr bekannt gewordene weisen sie? Will die Sozialdemokratie etwa den Grundsatz aufstellen, Stolz geltend machen darf.( Sehr richtig! rechts.) Man hat überHerr Mittelstädt, der erklärt hat, warum er nicht Senatspräsident daß teine Kulturarbeit verrichtet werden darf, sofern sie lebens triebene Behauptungen aufgestellt von der Wirkung dieser Fondsbeim Reichsgericht geworden sei: weil er nicht genügend will- gefährlich ist?( Lachen bei den Sozialdemokraten.) Man tönnte erhöhung. Was wir bisher erreicht haben, ist nicht genug; wir fährig gewesen sei den Wünschen von oben her. Redner doch höchstens daraus Verbesserungen der Unfallverhütungen folgern. müssen für die kommunale Festigung der neuen Ansiedelungen forgen: führt noch eine weitere Reihe von Beispielen an, die feiner In einem Organ Ihrer Partei waren diese Zahlen ausgebeutet. Es wollten wir jetzt zurückstehen, so würde das Entmuthigung in die Meinung nach nicht geeignet seien, das Ansehen der Justiz zu hieß in dem Artikel: Jm Staate der Stumm und Posadowsky Reihen der Ansiedler tragen, die uns mit recht fagen würden, daß befestigen. Der vierte Stand bekommt aber diese Herrschaft fann man dem Arbeiter nur zurufen: Laßt alle Hoffnung hinter die Versprechungen nicht erfüllt seien, die wir ihnen gemacht. Hört in Geftalt von Gerichtsurtheilen allmälig zu fühlen. In Ilmenau hat Euch.( Lachen rechts. Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) man die Klagen der Polen, so möchte man glauben, daß sie es sehr ein Richter erklärt: Zweifellos ist der Besuch sozialdemokratischer Der Abg. Legien hat gestern bei weitem vorsichtiger und bei weitem schlimm bei uns hätten. Nun sehen Sie mal nach Rußland, da redet Versammlungen an sich schon geeignet, entsittlichend zu geschickter gesprochen als heute Herr Fischer. Er zog aber eine man mit Ihnen eine andere Sprache( Ruf bei den Polen: Unsere MutterWo tönnen Sie Ihre Klagen dort so offen vorbringen wirken. Die Sozialdemokratie erziehe ihre Anhänger zu Lug Parallele, gegen die ich mich wenden muß. Er sagte, aus der sprache.) und Trug, bis sie zu dem fittenlosen Gesindel würden, absoluten Monarchie entwickele sich die konftitutionelle Monarchie, wie bei uns? Preußen ist ein Einheitsstaat, fein Konglomerat von dessen ihre Führer zur Verwirklichung ihrer Jdeen bedürften. aus dieser mit Nothwendigkeit die Republik und so werde sich aus selbständigen Provinzen. Damit müssen auch die Polen rechnen, Und denken Sie auf der anderen Seile an die Art und Weise, wie der abfolutistischen Fabrikleitung die konftitutionelle Fabrikleitung vor dessen großer historischer Vergangenheit wir alle Hochachtung deutsche Richter Uebertretungen der Unternehmer zu rechtfertigen entwickeln, aus der sich nothwendig die kollektivistische entwickeln haben. Was aber nöthig ist gegenüber den Polen, das ist eine gewillt sind. Da hat einer Kinder über die gesetzliche Zeit hinaus werde. Ich kann die Richtigkeit dieses Entwickelungsganges über Politik der Strenge; will die Regierung diese nicht, dann ist c3 beschäftigt. Was wird zu seiner Entschuldigung gefagt? Er hätte haupt nicht zugeben, denn sonst müßte ja in den Republiken beffer, die Vorlage garnicht zu machen.( Sehr richtig!) Nur mit fich um so vieles zu kümmern, er könne daher nicht immer das rechte schon jetzt der Kollektivismus bestehen.( Lachen links.) Aber ausnahmslofer Strenge tönnen wir zum Ziel kommen.( Beifall und treffen und sei daher nicht so strafwürdig. Und andererseits müßte es haben viele Monarchien mehr für die Arbeiter gethan, Bifchen.) Nur ruhig Blut, der dynastische, viele Republiken. man berücksichtigen, wie die Arbeiter jede Gelegenheit benutzen, als Abg. Jm Walle( 3.): Die Vorlage steht im Widerspruch mit Wenn gegen die Arbeitgeber au heben. solche monarchische Sinn sitt so tief im deutschen Volke, daß Sie diesen allem, was recht und billig ist.( Sehr richtig!) Den Polen ist Urtheile lieft, dann fann man sie nicht mehr mit einem Standpunkt der Entwickelung nicht erleben werden. Der große Wahrung ihrer Nationalität versprochen. Man mag über die VorAusdruck belegen, für den man nicht zur Ordnung gerufen Kampf zwischen der Sozialdemokratie und den bürgerlichen Parteien lage denten wie man will, man wird auerkennen müssen, daß ihr würde. Ich will gewiß nicht behaupten, daß alle Tage solche wird nicht durch Reden in diesem hohen Hause entschieden. Dieser Ziel auf Beseitigung der polnischen Nationalität gerichtet ist. Die Urtheile gesprochen werden, wohl aber, daß tagtäglich Richter Recht Rampf fann nur zu gunsten der bürgerlichen Parteien entschieden von uns früher ausgesprochene Befürchtung einer Protestantisirung sprechen, die für soziale Berhältnisse fein Verständniß haben. Sie werden, wenn alle bürgerlichen Parteien den Muth besigen, gegen Polens durch die Vorlage ist vollständig eingetroffen.( Sehr richtig!) Das haben alle eine Erziehung gehabt, leben als Söhne, Schwiegersöhne die soziale Sturmfluth zusammenzustehen und die religiösen Mächte verletzt die Parität und gegen jede derartige Vorlage müssen wir stimmen. Die hier geforderten Summen werden ebenso vergeudet werden, wie Der Unternehmer in ganz anderen Anschauungen, so daß sie für die dabei helfend mitwirken.( Beifall rechts.) Forderungen der Arbeiter einfach fein Verständniß haben fönnen, Abg. Jorns( natl.): Es sind Erscheinungen aufgetreten, die die ersten 100 Millionen vergendet worden find. Die Regierung und es giebt sehr viele Richter, die in jedem Arbeiter einen Sozial- die Umfrage des Staatssekretärs berechtigt erscheinen lassen. Wir treibt hier wieder Bismarck'sche Politik. Die Vorlage schmälert Demokraten, einen sozialen und politischen Gegner feben. Deshalb verlangen Freiheit für die Arbeiter und Freiheit für die unser Budgetrecht und verstößt damit gegen die Verfassung. Uebrigens find die meisten Unternehmer fann von einer wirklichen Unparteilichkeit der Rechtsprechung feine Unternehmer. Landwirthschaftsminister Frhr. v. Hammerstein: Die Verauch Arbeiter, Arbeiter gewesen. wenigstens Arbeiter Ich Rede sein. habe folgungsbedenken find früher so eingehend widerlegt, daß es vers Mag Graf Posadowsky denken, wie er will, den Verdacht wird selbst auch für färglichen Lohn arbeiten müssen, und habe wunderlich ist, fie hier wieder zu hören. Auch die Paritätser im Lande nicht von sich abwälzen können, daß er den ganzen immer ein warmes Herz für die Arbeiter gehabt, auch dafür bedenken sind unbegründet. Der Minister schildert dann die früheren Erlaß nur in dem Interesse der Unternehmer gegeben habe. Das gesorgt, daß Unterstüßungskaffen gegründet wurden, die noch Maßnahmen zur Stärkung des Deutschthums, die ergebnißlos gebeweist ja auch die Freude der Konservativen, das zeigt die Aeußerung heute in den Werken, wo ich gearbeitet habe, bestehen. Redner führt des Abgeordneten Frege, daß sie nun frohen Muthes in die Zukunft unter großer Unruhe des Hauses mehrere Fälle von angeblichen blicken könnten( Heiterkeit); sie fassen diesen Erlaß und den neuen Ausschreitungen von Arbeitern in seiner Heimath an und schließt: Kurs ganz richtig auf. Ich frage, was für ein Anlaß lag vor, um Ich habe mich in meinem Betriebe noch stets der Sozialdemokratie Es liegt nur an den Arbeitgebern, wenn sie es diesen Stillstand in der sozialpolitischen Gesetzgebung herbeizuführen? erwehren können. Selbst ein Unternehmer im Organ des Herrn v. Berlepsch sagt, daß nicht können. weder die wirthschaftliche Lage, noch sonstige Vorkommnisse eine Um Abg. Beckh( freif. Bp.) befürwortet einen erweiterten Vogeltehr rechtfertigen, Handel und Wandel gedeihen in jeder Beziehung. schuh. Es giebt keine andere Erklärung, als daß jetzt wieder eine neue Staatssekretär Graf v. Posadowsky erklärt, daß Deutschland Nichtung von der Regierung eingeschlagen werden soll. Die Re- der internationalen Vogelschutz- Konvention beigetreten sei, also nicht 21 111 man der Ich kenne ihn nicht, ich habe nicht einmal die Zeitungsreferate gelesen. Ich weiß deshalb nicht, was wirklich festgestellt ist, was blos Vermuthung des Herrn Abgeordneten ist. Das aber sage ich: Ich billige es auch bei einer Behörde nicht, wenn sie etwas thut, was gegen Recht und Moral verstößt. Aus dieser Anschauung verur theile ich die Handlungsweise eines Beamten. er blieben seien. Es habe sich evident ergeben, daß das Polenthum beständig Fortschritte gegenüber dem Deutschthum gemacht habe. Kon= fessionelle Rücksichten kommen bei den Ansiedelungen nicht in betracht. Deutschland und fein Kaiser fühlen die Verantwortung für die Mission, das Deutschthum, in die Ostmarken hinaus zu tragen. Fügen fich die Polen unseren berechtigten Wünschen, so werden wir mit ihnen in Frieden leben. Daß das bald geschehe, das ist mein Wunsch.( Beifall.) Abg. Gamp( frt.): Meine politischen Freunde werden dem Ge. sehe zustimmen, Abg. Munckel( frf. Bp.): Juristisch läßt sich die Vorlage nicht be- leintritt begangenen Zuwiderhandlungen gegen die allgemeinen| mit den Stadtverordneten laut Beschluß vom.... folgende Be gründen. Man hat die wirthschaftliche Bedeutung der Vorlage vor Strafgefeße der bürgerlichen Gerichtsbarkeit. Wegen tanntmachung: a) Unbescholtene, ehrbare, weibliche Personen, die beangestellt und es als eine Bevorzugung der Polen bezeichnet, daß solcher Zuwiderhandlungen darf jedoch während der Dauer der gründeten Anlaß haben, sich zu beschweren über unerlaubte, ungesetzihre Güter aufgekauft werden. Wunderlich ist es, daß die Leute sich Dienstleistungen ohne Zustimmung der Militärbehörde weder die Unter- liche Behandlungen und Belästigungen durch Beamte der garnicht nach dieser Bevorzugung drängen. Diese 100 Millionen werden fuchungshaft verfügt, noch auch die Hauptverhandlung abgehalten öffentlichen oder Sittenpolizei, auf öffentlichen lange nicht die letzten sein. Bedenkt man, daß mit den letzten 100 Millionen werden, außer wenn der Beklagte von der Verpflichtung, in der Haupt- Straßen und Plägen oder Polizeiwachen unserer Stadt Berlin, wers 10 000 neue Seelen dort geschaffen sind, so fostet jede Seele verhandlung zu erscheinen, entbunden ist. Kommt der Militär- den aufgefordert, schriftliche, wahrheitsgetreue Anzeigen bei dem 10 000 M.( Heiterkeit.) Klar ist doch, daß aus diesem Fonds behörde die Vollstreckung einer vom bürgerlichen Gericht erkannten hiesigen Magiftrat zu machen unter Adresse: Assessor... Rathhaus einzelne bevorzugt werden. Damit wird man nie polnische Freiheitsstrafe zu, so kann diefelbe, falls der Verurtheilte fich Bimmer Nr... b) In der Anzeige muß der genaue Thatbestand, Nationalität oder Sprache ausrotten. Nur eine milde Politit tann nicht in Hast befindet, den Vollzug bei einer Militär- sowie Angabe der Personalien vorhanden sei. c) Die Wahrnehmung das.( Bravo!) Wir können das getrost versuchen, denn person des Friedensstandes denn person des Friedensstandes bis zur Beendigung der des bis zur Beendigung der ersten ihrer begründeten Rechte erfolgt durch den Magistrat koſtenlos wir sind die Stärkeren.( Sehr richtig! Den Zug nach dem militärischen Ausbildung, bei einer Person des Beurlaubten unter weitgehendster Vermeidung der öffentlichen Bloßstellung ihrer Westen fönnen Sie auch bei den Polen nicht hemmen. standes bis zur Beendigung der Dienstleistung aussetzen." Persönlichkeiten." Es ist bezeichnend für unsere Sicherheitszustände, Wenn diese zweiten 100 Millionen verbraucht sind, werden Sie für Im§ 8, der frühere Militärpersonen wegen der aus Anlaß daß eine derartige Abhilfe ins Auge gefaßt ist. eine neue Vorlage mit der Begründung der heutigen erscheinen. der dienstlichen Beziehungen begangenen Beleidigungen 2c. gegen der zur Vorberathung der Vorlage wegen Erwerbung Minister v. Miguel: Die bisherigen Erfolge find durchaus frühere Vorgesezte der Militärstrafgerichtsbarkeit unterstellt, wurden des zur Freilegung der Wallstraße von dem Grundstücke Wallnicht gering. 2200 Ansiedlerfamilien find bereits t3 ein Erfolg und mehrere Aenderungen beschlossen, deren wesentlichste in der Beschränkung ftraße 31 erforderlichen Straßenlandes von der Stadtverordnetenwenn die Ansiedelungen auch langsam gehen, so ist der preußische dieser Bestimmung auf die innerhalb eines Jahres nach der Dienst Bersammlung eingefeßte Ausschuß hat beschlossen, das Straßenland Staat start genug, warten zu können und die finanziellen Vortheile zeit begangenen bezüglichen Delikte besteht; ferner soll die Militär- für den Preis von 300 M. für das Quadratmeter, nicht 359 M., find bedeutend genug; der geringe Verlust an baarem Ver- gerichtsbarkeit nur playgreifen, sofern der beleidigte oder verlegte wie der Magistrat beantragt hat, zu erwerben, zugleich aber den mögen wird reichlich aufgewogen durch den Gewinn neuer ehemalige Vorgesetzte sich noch im Dienste befindet, und Magistrat zu ermächtigen, falls eine Einigung mit dem Befiger nicht Steuerfräftiger Unterthanen.( Sehr richtig) Die Stellung der Partei die Strafthat aus Anlaß der dem Thäter während erzielt werden sollte, sobald das Straßenland freigelegt ist, das des Vorredners gegenüber nationalen Fragen ist ja bekannt; und der Dienstzeit wiederfahrenen Behandlung" geschehen ift. Enteignungsverfahren einzuleiten. Lokales. ich würde es fast bedauern, wenn sie anders wäre. Wer nicht blind Ein von den Mitgliedern der Zentrumspartei zum§ 9 gestellter ist, muß doch das Bunehmen der großpolnischen Bewegung sehen, das Antrag, der darauf abzielte, die Befugnisse des Gerichtsherrn durch feinen Ausdruck findet in den Organisationen aller Art, in wirth- die Einfügung der Institution eines Untersuchungsrichters schaftlichen Vereinen, in der Preffe. In der Provinzialverwaltung in die Organisation einzuschränken, wurde abgelehnt. Der versagen die Polen ihre Mitwirkung. Wenn die Polen in Frant Kriegsminister v. Goßler, der an der Verhandlung zum Schluß Ein anmuthiges Bild von dem ,, Ewig- Weiblichen" der reich das thun würden, was sie bei uns thun, fie theilnahm, legte der Kommission dringend an's Herz, zu Gesellschaft" entwirft die Nr. 2 der Berliner Damen- Zeitung". würden eine ganz andere Antwort bekommen. Dort haben berücksichtigen, daß die Vorlage ein Zugeständniß bedeute, das weder In einem Artikel, der sich anläßlich der stattgehabten Protestdas radikale Ministerium und die Kammer noch ganz andere den militärischen Kreisen, noch allen Bundesregierungen sehr leicht versammlung der bürgerlichen Frauen gegen die gefährdete Stellung Schritte gebilligt. Das möchte ich auch Herrn Munckel fagen. werde. Der Minister hofft, daß die Kommission im Hinblick hierauf der Frau im öffentlichen Leben eine Kritik des Frauenlebens in Wir denken nicht daran, die polnische Sprache auszurotten, in ihren Amendirungsbestrebungen Maß halten und auch an den mancherlei Hinsicht leistet, werden u. a. folgende Ausführungen geAber wir können nicht dulden, daß die Sprache zu einer nationalen bereits gefaßten Abänderungsbeschlüssen noch Modifikationen vor- macht: Scheidewand gemacht wird.( Sehr richtig.) Die Mittel werden ver- nehmen werde. Die nächste Sigung findet morgen statt. wendet werden weniger zu Repressivbestrebungen als vielmehr nach der kulturellen und idealen Richtung, zur Errichtung von Volksbibliotheken und namentlich zur Unterstützung boykottirter deutscher Apotheker in Polen.( Bravo!) Von der Vorlage werden auch die Polen Vortheile haben. Von einer Verfolgung einseitig konfessioneller Interessen tann nicht die Rede sein. Abg. Seer( natl.) schildert auf grund persönlicher Erfahrungen das Vorgehen der Polen gegen die dortigen Deutschen. Abg. Nadbyl( 3.): Die Ansiedelungen haben einen so einseitig protestantischen Charakter, daß wir gegen die Vorlage bedenklich werden müssen. Es handelt sich doch um eine Unterdrückung der Polen.( Lachen rechts.) Ja, das haben schon vernünftigere Leute als Sie anerkannt. Der Präsident v. Kröcher bittet um weniger scharfe Ausdrücke; es gebe teine vernünftigeren Herren als die Mitglieder des Hauses. ( Heiterkeit.) Redner schildert die voraussichtliche Erfolglosigkeit des ganzen Ansiedelungsunternehmens; nur durch eine entgegenkommende und gerechte Behandlung können wir die Polen für uns gewinnen. ( Lebh. Beifall.) " Die sechste Reichstagskommiffion sette heute die Berathung der Novelle zur Zivilprozeß- Ordnung fort. Es handelte sich dabei ausschließlich um den§ 143. Dieser lautet nach dem geltenden Gesetze: Das Gericht kann Parteien, Bevollmächtigten und Beiständen, denen die Fähigkeit zum geeigneten Vortrage mangelt, den weiteren Vortrag untersagen. Das Gericht fann Bevollmächtigte und Beistände, welche das mündliche Verhandeln vor Gericht geschäftsmäßig betreiben, zurückweisen. teine Anwendung." Eine Anfechtung dieser Anordnungen findet nicht statt. Auf Rechtsanwälte finden die Vorschriften dieses Paragraphen Stimmung: Der Entwurf ersetzt den letzten Absah durch folgende BeDie Vorschriften der Abs. 1, 2 finden auf Rechtsanwälte, die Vorschrift des Abs. 2 findet auf Personen, denen das münd liche Verhandeln vor Gericht durch eine seitens der Justizverwaltung getroffene Anordnung gestattet ift, feine Anwendung." Nach ausgedehnter Debatte über die Stellung der Rechtsvorlage schließlich angenommen. – Die nächste Sigung findet am tonsulenten wurde der Paragraph in der Fassung der RegierungsFreitag statt. .. Noth thut uns aber ein Koder für das Benehmen der Frau auf der Straße und in öffentlichen Lokalen, und es wäre gut, wenn die Festsetzung dieses Rodex von Frauen ausginge. In diesem Kodex müßte u. a. betont werden, daß auf den Straßen, wo ohne dies das Werfen verboten ist, das Blickewerfen von Frauen und Mädchen nicht schicklich ist, oder daß die Frauen in Bier- und Weinstuben sich ruhig und gemessen verhalten, sich nur um ihren Tisch kümmern und Leuten an anderen Tischen nicht zunicken oder zu trinken sollen. Keine anständige Frau thut das, gewiß, aber doch manche Frau, die zur sogenannten„ Gesellschaft" gehört. In der K.'schen Weinstube in der 2.- Straße spielten sich in diesen Tagen unliebfame Szenen ab, die ihre Veranlassung darin hatten, daß verbeirathete Frauen in Anwesenheit, allerdings wörtlich hinter dem Rücken ihrer Ghemänner, auf das Zutrinken frecher grüner Jungens reagirten und fröhlich zutranken. Einer der Frechlinge wurde von dem einen der empörten Ehemänner züchtigt, aber jeder Gerecht dentende muß troß dieser Züchtigung die Empfindung haben, daß die Strafe mur eine einseitige geblieben. Man kann allerdings nicht wissen, was sich sonst noch hinter den Koulissen des häuslichen Theaters begab... Eine andere Szene, merkwürdigerweise vor demselben Lokal, wird noch ein gerichtliches Nachspiel haben. Zwei Ghepaare, von denen die Aufhebung des Auftedelungsgesetzes empfehlen zu können glaube. ber belebten L.straße, auf die sie aus dem St.'schen Lokale hinausMinister v. Miquel fragt den Abg. Nadbyl, ob er im Ernste besonders die Frauen„ des füßen Weines voll waren," hatten in Abg. Dr. Sattler( natl.) verweist auf das völlige Untergehen getreten waren, die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich gelenkt. der Bamberger Katholiken in Polen, was lediglich den dortigen fatholischen Geistlichen zu danken sei. Nur wenn die Vorlage den Ein Antrag Weherbusch( t.) u. Gen. will eine Abände Darunter waren einige Unverschämte, die die gesellschaftliche Position Anfang zu einer ernſten und tonsequenten Polenpolitik bildet, find rung des Kommunalabgaben Gefeges über die Ver- der Damen wie der Herren verkannten und die letzteren mit Ausdauernde Erfolge möglich. Besondere Aufmerksamkeit wird die theilung des Steuerbedarfs in der Richtung, daß die Vorschriften drücken belegten, die sonst nur gewissen Beschüßern zukommen." über die Realsteuern und über die Zuschläge zur Staats- Einkommen Was sagt die sittsame Kreuz- 3tg.", welche über die Arbeiterinnen Regierung dem Schulwesen und der Entwickelung und Unterstützung Steuer durch andere, eine Ueberbürdung des Haus- und Grundbesitzes, setert, die vor lauter Buß- und Vergnügungssucht und aus Hang des deutschen Mittelstandes in Polen zuwenden müssen. Abg. Graf Moltke( frt.): Die Vorlage zu unterstüßen ist eine sowie des Gewerbebetriebes ausschließende, ersetzt werden. Ferner sur zügellosen Freiheit nicht Dienstmädchen und Mädchen für nationale Pflicht. follen die bezüglichen Bestimmungen dahin ergänzt werden, daß die alles" werden wollen, zu diesen Pröbchen aus dem Leben von Damit schließt die Debatte. Die Vorlage geht an die Budget. Genehmigung des Steuerplanes nicht versagt werden darf, wenn Damen der Gesellschaft"? tommission. Maaß und Gewichtsrevisionen in Berlin. Im Laufe des aus dem Beschluß über die Vertheilung des Steuerbedarfs ersichtlich Nächste Sigung: Montag, 11 Uhr: Aufhebung der Amts- ist, daß Aufwendungen der Gemeinde, die in überwiegendem Maße Jahres 1897 wurden in Berlin durch die Polizeireviere die Maaße Cautionen und Romptabilitätsgefeh. dem Grund- und Gebäudebesitz und dem Gewerbebetriebe zum Vor- und Gewichte bei 24 104 Gewerbetreibenden revidirt, dabei 495 Schluß 33/4 Uhr. theil gereichen, durch die Realsteuern gedeckt sind. Zu solchen Auf- Gegenstände beanstandet und 348 Uebertretungen festgestellt. Durch wendungen gehören namentlich die Ausgaben für den Bau und die das Gewerbekommissariat wurde in der Zeit vom 1. April bis Aichungsbeamten Unterhaltung von Straßen und Wegen, Ents und Bewässerungs- 6. Dezember 1897 unter Hinzuziehung von anlagen, sowie für die Verzinsung und Tilgung zu derartigen 17 179 Verkaufslokale der 1895 eingehend fontrollirten Hälfte Berlins 3wecken gemachter Schulden. einer technischen Revision unterworfen, dabei 3784 beanstandete Meßwerkzeuge fonfiszirt und 739 Strafanzeigen wegen Uebertretung der Maß- und Gewichtsordnung erstattet. Außerdem sind von den Beamten des Gewerbekommiffariats auf Jahrmärkten, dem Weihnachtsmarkt, in den Markthallen und in den Schanklokalen bei vielfachen Revi gestellt worden. Im ganzen wurden im Laufe des Jahres 1897 mit fionen 123 Meßwerkzeuge beanstandet und 61 Uebertretungen festBeschlag belegt: 63 Wagen, 4012 Gewichte, 154 Sohlmaße, 18 Längens maße und 155 Meßwerkzeuge mit bereits kassirten Stempeln, 311fammen 4402 Meßwerkzeuge. Von diesen waren a) geaicht, aber 38 unrichtig: 88 Wagen, 8827 Gewichte, 42 Hohlmaße und 5 Längens maße; b) ungeaicht: 25 Wagen, 685 Gewichte, 112 Hohlmaße, 13 Längenmaße; c) mit bereits faffirten Stempeln versehen: 155 Meßwerkzeuge. 310 Parlamentarisches. Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. M Der Bundesrath überwies in seiner heutigen Plenarsizung die Vorlage mit dem Entwurf eines Regulativs, betr. die Organi fation des Beirathes für das Auswanderungswesen den zuständigen Ausschüssen. Dem Ausschußantrag zu der Resolution des Reichstags, betr. die Errichtung von Auskunftsstellen für Zolltarifangelegenheiten und die Abänderung des§ 12 des Vereinszoll- Deffentliche Sigung vom Donnerstag, 20. Januar, gefezes, wurde die Zustimmung ertheilt, ebenso den Ausschußberichten über den Entwurf eines Gesetzes für Elsaß- Lothringen, betreffend die Rapitalrentensteuer und über den Entwurf eines Gefeßes wegen Aufhebung der Kautionspflicht der Reichsbeamten. Die Reichstage- Kommission zur Vorberathung des GefehGesetzentwurfes betreffend die Entschädigung der im Wieder aufnahme erfahren freigesprochener Personen beendete heute die erste Lesung der Vorlage.§ 5 des Entwurfes lautet: " Wer auf grund des die Verpflichtung der Staatskasse zur Entschädigung aussprechenden Beschlusses einen Anspruch geltend macht, hat diesen Anspruch bei Vermeidung des Verlustes binnen drei Monaten nach Zustelling des Beschlusses durch Antrag bei der Staatsanwaltschaft zu verfolgen. Der Antrag ist bei der Staatsanwaltschaft desjenigen Landgerichts zu stellen, in dessen Bezirke das Urtheil ergangen ift. nachmittags 5 Uhr. Der Vorsteher widmet dem am Dienstag früh so plötzlich verstorbenen Stadtverordneten, Baumeister Wohlgemuth, der troy andauernder, schmerzhafter Krankheit bis zuletzt eifrig und mit großer Sachkenntniß an den Geschäften der Stadtverwaltung und an den Arbeiten der Versammlung theilgenommen und sich um die Stadt und die Bürgerschaft wohlverdient gemacht habe, einen Nachruf, den die Versammlung stehend anhört. angenommen. " " " Mädchen neuerdings zu nähern, blieb Die ersten Reichspost- Dreiräder zur Benutzung für die zum des Submissionsverfahrens sind u. a. die Stadtvv. Dupont und Tagen in Berlin im Betriebe. Zunächst hat das in der Boeckhstr. 11 In den Ausschuß für die Vorlage wegen einheitlicher Regelung Entleeren der Briefkasten bestimmten Beamten sind jetzt seit einigen 23 er nau, in den Ausschuß für die 60 Millionen- Anleihe die gelegene Postamt 59 drei solcher Räder erhalten, doch sollen nach Stadtvv. Tolksdorf und Singer gewählt. und nach jetzt auch die sämmtlichen anderen Postämter Berlins mit Die Vorlage betr. die Genehmigung von fünf neuen Ge- diesem neuen Beförderungsmittel versehen werden. Eines von diesen meindeschulen und fünf neuen Rektorstellen wird ohne Debatte brei ersten Posträdern ist alsbald nach seiner Indienststellung am Donnerstag Nachmittag mit einem Steinwagen zusammengestoßen Für den Verein der Bogelfreunde Aegintha" und dabei vollständig zertrümmert worden. Ueber den Antrag entscheidet die oberste Behörde der Landes- Justizverwaltung. sucht der Magiftrat die Zustimmung der Versammlung zur Ge- Das Gerücht von der Ermordung einer Verkäuferin der Gegen die Entscheidung ist die Berufung auf den Rechts- währung einer Beihilfe von 500 m. nach. Der Verein beab. Leikner'schen Fleischwaarenhandlung in der Klosterstraße weg zulässig. Die Klage ist binnen einer Ausschlußfrist von drei sichtigt im Februar eine Ausstellung von lebenden Sing- und Zier- war Mittwoch Abend in Berlin verbreitet. Ueber den Vorgang, Monaten nach Zustellung der Entscheidung zu erheben. Für die vögeln zu veranstalten. welcher großes Aufsehen hervorrief, wird uns folgendes gemeldet: Die Versammlung tritt dem Magistratsvorschlage ohne Dis- Seit dem 1. November 1897 ist in der Fleischwaarenhandlung von Ansprüche auf Entschädigung sind die Zivilkammern der Landgerichte ohne Rücksicht auf den Werth des Streitgegenstandes aus fussion bei. Hermann Leißner in der Klosterstr. 94 die 25jährige Verkäuferin schließlich zuständig. Bis zur endgiltigen Entscheidung über Von der Verleihung des Bürgerrechts an den Bürger- Elise Roch als Elbing als Verkäuferin angestellt. Das junge Mädchen den Antrag ist der Anspruch weder übertragbar noch der meiſter a. D. Dr. Münsterberg nimmt die Versammlung war früher in einer Konditorei in Elbing in Stellung gewesen und Pfändung unterworfen." Dieser Antrag wurde in seinem Kenntniß. hatte sich dortfelbst mit dem Gehilfen May Frankenberg aus Königsersten und letzten Abfaße einstimmig, in seinem mittleren Neben diesen Gegenständen stehen nur noch Rechnungen und berg i. Pr. verlobt. Verschiedene Mißhelligkeiten, die zwischen beiden mit 7 gegen 1 Stimme angenommen. Der§ 6 des Vorlagen von nebenfächlicher Bedeutung auf der Tagesordnung, vorkamen, gaben Veranlassung, daß die se. Mitte vorigen Jahres Entwurfs besagt:„ In den zur Zuständigkeit des Reichsgerichts außerdem die Wahl eines unbefoldeten Stadtrath 3. die Verlobung wieder aufhob. Trotz der wiederholten Versuche Reichstaffe erfaßpflichtig. In diesen Fällen tritt an die Stelle diesem Vorschlag wird aber durch die Stadtv. Meyer und Spinola dieses bei seinem Entschluß, auch dann noch, als der ver in erster Instanz gehörigen Sachen ist statt der Staatstaffe die Stadtv. Schwalbe beantragt die Bertagung dieser Wahl auf 8 Tage; des F., sich dem der Staatsanwaltschaft des Landgerichts die Staatsanwaltschaft widersprochen. Für die Vertagung stimmen mit dem Antragsteller schmähte Liebhaber Drohbriefe an die K. fandte. Die letteren überbei dem Reichsgericht, an die Stelle der obersten Behörde der nur die Sozialdemokraten und einige wenige andere Mitglieder. Die gab fie der Staatsanwaltschaft und F. wurde wegen Bedrohung mit Wahl geht vor sich. Landes- Justizverwaltung der Reichskanzler." Gewählt wird mit 58 Stimmen Bürgermeister a. D. einer Gefängnißftrafe von 14 Tagen belegt. In der Zwischenzeit interberg; es fallen außerdem 20 Stimmen auf den Handels nommen, um sich so den weiteren Verfolgungen ihres ehemaligen war Frl. Koch nach Berlin gekommen und hatte hier Stellung ge richter Maaß, 18 auf den Stadtv. W. Gericke, 1 auf Bräutigams zu entziehen. Frankenberg hat aber trotzdem den gegen Stadtv. Winkler. 12 Bettel find unbeschrieben. wärtigen Aufenthaltsort der R. ermittelt. Vor 8 Tagen, nachdem er seine Strafe verbüßt, fam er nach Berlin, um hier eine Gelegen heit abzupaffen, sich an seiner früheren Braut zu rächen. Borgeftern Abend um 7 Uhr, als sich gerade kein Käufer im Laden befand, drang F. in das Leißner'sche Geschäftslokal, sprang auf Frl. Roch zu und versetzte dem fliehenden Mädchen mit einem bereit gehaltenen Dolchmeffer hinterrückts mehrere Stiche in Hals und Rücken. Als auf das Hilfegefchrei der Ueberfallenen die Schlächtergesellen herbeieilten, legte der Konditor, ohne Widerstand zu leisten, das Messer bin und ließ sich festnehmen. Die schwerverletzte K., deren Wunden jedoch nicht lebensgefährlich sind, wurde, nachdem ihr durch einen hinzugerufenen Arzt ein Nothverband angelegt, nach dem St. Hedwigs Krankenhause in der Großen Hamburgerstraße gebracht. Sie hat im ganzen vier Stichwunden erhalten, durch welche glücklicherweise edlere Organe nicht verlegt worden sind. Diefer Paragraph wurde einstimmig angenommen. Abg. Stadt hagen( Soz.) beantragt sodann, folgende Bestimmung als S la in den Gesetzentwurf einzuschalten: Schluß 1/27 Uhr. * " Personen, gegen welche Untersuchungshaft verhängt Die nächste ordentliche Sigung fällt des Kaisersgeburtstages war, oder die sistirt worden sind, fönnen Entschädigung beans spruchen, wenn sie rechtskräftig freigesprochen oder außer Ber- wegen aus; die Erfahfizung wird, falls sich genügendes Material folgung gesetzt sind. Der Anspruch auf Entschädigung ist zusammenfindet, am Mittwoch 26. Januar abgehalten werden. ausgeschlossen wenn der Angeschuldigte versucht hatte, fich dem Strafverfahren durch die Flucht zu entziehen, oder wenn er es unternommen hatte, Spuren Nothwehr gegen polizistische Ausschreitungen. Im Aus. der That zu vernichten oder jemand zu einer falschen Aussage schuß der Stadtverordneten- Bersammlung zur Vorberathung der Anoder dazu zu verleiten, sich der Zeugnißpflicht zu entziehen oder träge Cassel, Perls und Genossen über Maßnahmen gegen Ueber wenn der Angeschuldigte durch ein unwahres, gerichtliches oder griffe auf dem Gebiete der Berliner Sittenpolizei, sowie außergerichtliches Geständniß der That oder durch falsche Selbst gegen Mißhandlungen auf Polizeiwachen und unnöthige Siftirungen, anzeige oder sonst absichtlich die Einleitung oder Fortsetzung des ist von einem Mitgliede des Ausschusses der Antrag eingebracht Strafverfahrens veranlaßt hat." worden: den Magistrat zu ersuchen: 1. im Rathhause eine An= Dieser Antrag wurde mit 6 gegen 5 Stimmen angenommen. nabmeftelle zu errichten für Beschwerden weiblicher Die zweite Lesung beginnt am 24. Januar. Perfonen, die sich durch ungefeßliche fittenpolizeiliche Behandlung in Ju der heutigen Sitzung der Reichstags- Kommiffion für ihren Rechten verletzt fühlen, und diesen Personen kostenfreien Die Denunziation des Zigeuners Demeter gegen die die Militärstrafgerichts- Ordnung gelangte ein Antrag Rechtsschuß zu gewähren, unter möglichster Bermeidung der öffent- Zigeuner Karl Petermann und Michael Petermann sen. und jun. der Zentrums: Mitglieder zur Annahme, der die§§ 3 lichen Bloßstellung ihrer Person, 2. folgende Bekanntmachung wegen Straßenraubes, die zur Verhaftung der genannten drei bis 6 des Entwurfs durch die nachfolgenden Bestimmungen an den Anschlagsäulen und in einigen Zeitungen zu veröffent- Personen durch den Amtsvorsteher in Weißensee führte, hat sich als erfett: Die Militärpersonen des aktiven Heeres und der lichen: Bum Schuß und zur Wahrnehmung der fittlichen Interessen baltlos erwiesen, so daß die Freilassung derselben erfolgt ist. An attiven Marine unterliegen wegen der vor dem Dienst der weiblichen Bevölkerung Berlins erlassen wir im Einverständniß das zuständige Amtsgericht II sind die Berhafteten gar nicht erst " " ed th Abgeblikt. Der Magiftrat von Spandau wollte, wie von dort mitgetheilt wird, zum Zwecke der Steuereinschäßung gern in Erfahrung bringen, welche Unfallrenten beim Postamte zur Auszahlung gelangen. Er hatte sich deshalb an das Postamt mit dem Ersuchen gewandt, ihm die Beträge und die Namen der Empfänger anzugeben. Das Postamt weigerte sich jedoch, diesem Anfinnen nachzukommen, worauf der Magiftrat Beschwerde bei der Oberpoftdirektion erhob. Diese hat jedoch ebenfalls einen ablehnenden Bescheid ertheilt. übergeführt worden. Uebrigens dürfte zur Vermeidung von Ber- 152 Jahre alten früheren Maurer Siebert, der aus Zielengig im Kreise Der städtische Arbeitsnachweis, welcher laut unserer Mits wechselungen zu bemerken sein, daß der früher in Neu- Weißensee als Sternberg gebürtig ist. theilung in Charlottenburg geplant wird, soll dort nach den BeGrundbesitzer ansässige Zigeunerhauptmann" Petermann mit VorFenerbericht. Mittwoch Abend 7 Uhr brannten Alte schlüssen des Magistrats zum 1. April ins Leben treten. Der Nachnamen Joseph" hieß und daher mit den oben genannten Peter Schönhauserstraße 42 Bilder in einer Bilderhandlung. Rur weis wird nur für ungelernte Arbeiter und Arbeiterinnen Char männern" nicht identisch ist. des Gewerbegerichts darauf mußte Frankfurter Allee 71 ein kleiner Zimmerbrand Zu der Beranbung eines Geldbriefes, welchen vor einiger abgelöscht werden. Donnerstag früh 7%, Uhr brannte Prenzlauer- unterstellt. Für diesen Zweck sind bereits 3000 M. in den nächsten Zeit die hiesige Firma B. mit 800 M. Jubalt an einen Fabrikanten straße 41 der Fußboden in einem Fabrikgebäude, wobei auch das Stadthaushalt eingeſtellt. in Hannover gesandt und in welchem der Empfänger Papierschnitzel Haus beträchtlichen Schaden litt. Um 9 Uhr wurde die Wehr nach Die Berlin- Charlottenburger Straßenbahn wird endlich Die Char statt Banknoten entdeckte, wird jetzt noch gemeldet: Die Recherchen dem großen Kaufhause Kaiser Wilhelm- und Rosenstraßen Ede ein zweites Geleife in der Hardenbergstraße herstellen. der hiesigen Kriminalpolizei haben mit absoluter Sicherheit ergeben, gerufen. Hier befindet sich im zweiten Stock das Wollwaaren lottenburger städtische Tiefbau- Deputation hat jezt einen entsprechen daß die Beraubung des Geldbriefes in Berlin unter feinen Umgeschäft von Bieber u. Sohn, dessen Werth sich angeblich auf den Plan dem Magistrat empfohlen. Bei dem eingeleisigen Betrieb ständen stattgefunden haben kann. mehr als 200 000. beziffert. Als der Besizer um die angegebene fann der täglich wachsende Verkehr nur mit häufigen Störungen Schwere Folgen hat für den 27 Jahre alten Arbeiter Julius Beit das Geschäftslokal öffnete, fand er dasselbe von undurchdring- bewältigt werden. Tonn aus der Lorgingstr. 10 ein Unfall gehabt, der noch nicht auflichem Rauch erfüllt, und bald schlugen auch die hellen Flammen durch die Fenster. Die sofort alarmirte Wehr griff das Feuer von geklärt ist. Zonu, der bei den Abbrucharbeiten an der alten Kaferne amei Geiten an und brachte es bald zum Stehen, boch ist das ge3 Uhr an der Ebertsbrücke hilflos aufgefunden und auf sein Ber- fammte, bei der„ Union" versicherte Waarenlager für den Befizer Langen von Privatleuten auf die Revierwache in der Johannisstraße werthlos geworden. Was nicht verbrannte oder durch Waffer be: gebracht. Nachdem er hier bis gegen 8 Uhr geschafen hatte, wurde schädigt wurde, hat durch den Rauch gelitten und eine tiefe Rauch er entlaffen, und nachdem er auf der Straße abermals von einem farbe erhalten. Unwohlsein befallen war, von zwei jungen Männern in seine ,, Kulturschaubühne". Die von den Herren Dr. Stoedtner Wohnung gebracht. Er behauptet num, es sei ihm ein und Röppen arrangirten Vorträge werden seit dieser Woche nicht Stein auf den Kopf gefallen, und deshalb habe deshalb habe er mit mehr in der„ Urania", sondern im Saal der Hochschule für Musit, Aus Rixdorf. Wegen Blutschande wurde der in der Berliners der Arbeit aufhören wollen und seinen Lohn und die Papiere ver- Potsdamerstr. 120, abgehalten. Kulturschaubühne nennt sich jetzt straße wohnhafte Arbeiter R. in Haft genommen; er wird beschuldigt, langt. Daraufhin habe ihn ein Polier in die Baubude mitgenommen das Unternehmen. Am Mittwoch Abend trat in diesem Hause der sich unter Anwendung von Gewalt gegen seine 17jährige Tochter und mißhandelt. Diese Darstellung wird vom Polier entschieden be- Schriftsteller Herr Konrad Alberti mit einer Reisebeschreibung auf schwer vergangen zu haben. Die Ehefrau des Dampfschleifereiftritten. Auch von den anderen 150 Arbeitern hat feiner etwas von den Plan, die er Jm Lande der Mauren" betitelt hatte. Hiermit besizers Diener, Berlinerstr. 60 wohnhaft, stürzte gestern Voreinem Unfall oder einer Mißhandlung wahrgenommen. Thatsache batte Herr Alberti nicht etwa die Nordküste Afrikas gemeint, sondern mittag auf ein am Boden stehendes viertheiliges Schlächter- WiegeGemeinde aber ist, daß Tonn am Dienstag Morgen, obwohl äußerlich keine Spanien, das zum beträchtlichen Theil noch immer von den Früchten messer und zog sich dabei schwere Verletzungen zu. Berlegungen wahrzunehmen sind, ärztliche Hilfe bedurfte und von jener Kultur zehrt, welche die nachher mit christlichem Feuer und wähler zählt Rigdorf in der 3. Klaffe 18 149, in der 2. Klaffe 541, der 1. Klasse 80. Die Wahlberechtigung richtet sich dem Arzte am Mittwoch Vormittag mit einer Droschte einem chriftlichem Schwert vertriebenen Mauren vor einem Jahrtausend in Der Krankenhause zugeführt werden mußte. Es ist bei ihm Genickstarre auf der iberischen Halbinsel zu pflanzen begannen. Obgleich von bekanntlich nach dem Satz der zu zahlenden Steuern. Einem eingetreten und er hat sein Augenlicht vollständig verloren. Hause aus tein Redner, wußte der Vortragende sein Publikum doch höchstbesteuerte Privatmann zahlt 9368,94 Mart. lebhaft zu feffeln. Mit einer liebevollen Schilderung der ehrwürdigen Wurstfabrikanten in der Ziethenstraße wurden in einer der letzten Durch Explosion einer Benzin- Löthlampe wurden gestern zwei Baudenkmäler Spaniens mischte sich allerhand anekdotenhafter Nächte 120 Schlackwürfte im Werthe von 160 M., fowie zahlreiche Menschen im Hause Sebastianstraße 78 verletzt. Im Keller Schnickschnackt und die Wiedergabe einer Reihe mehr oder minder Specseiten entwendet. In derselben Nacht brachen Diebe bei dem des Quergebäudes befindet sich die Kunstschlosserei von scharfer Beobachtungen. Nach dem Vortrage schien im großen Schreibmaterialenhändler Draeher, Bergstr. 20, ein und entD. Lorenz jun., die gegen 20 Personen, meist verheirathete Leute, ganzen der deutsche Dichter immer noch Recht zu behalten, der das wendeten aus dem Geschäftsladen für ca. 300 M. Waaren. In beschäftigt. Donnerstag Nachmittag 4 Uhr war der Schloffer abgeschlossene Bolt süblich der Pyrenäen als moderne Westbarbaren" beiden Fällen fehlt von den Langfingern jede Spur.- Die hochPaul Schoeps im Begriff, eine Benzin- Böthlampe anzustecken, als charatterisirte, die um tausend Jahre zurück find in moderner Welt begabte Wittwe Roschemann fiel im Saufe Kirchhofftr. 41 so diefelbe mit lautem Knall explodirte und im Nu die ganze gefiitung". Schalthaft fügt der Dichter hinzu:„ Wir modernen unglücklich über ein Treppengeländer, daß sie sich einen komplizirten Werkstatt in dichten Rauch hüllte. Fensterscheiben ftbarbaren sind es nur um ein Jahrhundert." Der Vortrag litt Beinbruch zuzog. flogen flirrend nach außen, und und das Feuer ergriff umber- an einer Unannehmlichkeit, für die Herr Alberti allerdings nicht Der Amtsvorsteher von Weißensee sendet uns folgende Bu liegende Lumpen und die Treibriemen. Sämmtliche unver- konnte. Das elektrische Licht funktionirte erbärmlich schlecht, so daß fehrte anwesende Schlosser sammt dem Geschäftsinhaber flüchteten die Photographien spanischer Städte bald gar nicht, bald in tanzender Schrift:" Ju der ersten Beilage der Nr. 7 des Vorwärts" befindet in wilder Haft nach dem Ausgange und bald kamen auch zivei Ber Bewegung in die Erscheinung traten. Es ist ein Wunder, daß sich eine Mittheilung, welche mit den Worten" In Weißensee" be wundete, nämlich Schloffer Baul Schoeps und Wertführer Reinhold Redner und Publikum dadurch nicht aus dem Konzept gebracht ginnt. Dieselbe berichtige ich wie folgt: Es handelt sich nicht um die Frau eines Schuhmachermeisters, sondern um eine Ronkubine. Pelz. Erfterer hatte starte Brandwunden im Gesicht und an den Von einem Trauring konnte daher nicht Rede sein. Ich habe nicht Händen davongetragen, so daß er in das Krankenhaus am Urban Theater. Im Schiller Theater eröffnet morgen Herr Franz vorweg die Beerdigung auf Armentoften bewilligt, sondern geschafft werden mußte. Pelz batte Brandwunden am Fuß und Xaver Stury vom Hoftheater in Mannheim sein Gastspiel als Doktor stets die Begutachtung des Armen- Deputirten ab. Schnittwunden an den Händen davongetragen. Der Geschäftsinhaber eiprecht in Fulda's Lustspiel" Die wilde Jagd". Heute findet die letzte warte stand zur Zeit der Explosion in unmittelbarer Nähe und wurde zur Wiederholung der D'Arronge- Moser' schen Posse„ Der Registrator auf Reisen" Die 2c. Glade ist 22 Jahre und der betheiligte SchuhWasilewski 34 Jahre alt. Beides find junge Das Ostend Theater bringt nächste Woche ein Stüd Unter macher Seite geschleudert, auch wurde ihm das Haar versengt. Die Ver- statt. wundeten find verheirathet. Die alarmirte Feuerwehr löschte den der Polarfonne". Im Zentral- Theater findet heute keine Vor rüstige Leute mit genügendem Einkommen, so daß ich das Verfahren stellung statt, da abends die Generalprobe zu der neuen Boffe„ Die des Armendeputirten Rothe nur billigen fonnte. Hätte ich von der Brand in kurzer Zeit. Tugendfalle" abgehalten wird. Verbergung der Leiche im Keller Kenntniß gehabt, würde ich strafrechtlich eingeschritten sein. Die Armenbeerdigung ist am 27. Dezember nachgesucht und am 3. Januar angeordnet, das sind nur 7 und nicht 12 Tage. Uebrigens ist die Glade hier noch garnicht ortsangehörig.". Es bleibt abzuwarten, was unser Korrespondent zu dieser Richtigs wurden. Aus den Nachbarorten. " " Selbstmord. Der 67 Jahre alte Hausdiener Albert Rogge aus der Höchstestraße 43, der seit 26 Jahren in der Baumwollwvaarenfabrit von Simon in der Klosterstraße 80/81 beschäftigt war, klagte feiner Frau, daß ihn seine Kollegen verklatscht hätten. Mergerlich ging Köpenick. Wegen Ueberfüllung des Lokals" wurde, wie schon er vorgestern Morgen von Hause weg und wenige Stunden später berichtet, eine hier am 17. b. M. bei Ludwig anberaumte Versamm- stellung sagen wird. d. fand man ihn im Geschäftsteller erhängt auf. Nun hat er sich wohl lung des sozialdemokratischen Arbeitervereins vom Ueberwachenden mit feinen jüngeren Kollegen gegantt; diese haben aber nichts Nachung theiliges über ihn gefagt und er hat sich nichts zu schulden kommen aufgelöft. Die Parteigenossen haben nun für Montag den 24. b. M. eine andere Versammlung im Lotal Raiserhof" anberaumt. Ferner Wetter Prognose für Freitag, 21. Jannar 1898. lassen. Man weiß daher nicht, was ihn in den Tod getrieben hat. werden die Parteigenossen hierdurch aufgefordert, sich am Sonn- Ein wenig tübler, ziemlich trübe, mit geringen Niederschlägen Festgestellt ist die Persönlichkeit des alten Mannes, der in den abend den 22. d. M. zahlreich bei Schulz, Schönerlinderstraße, zu und mäßigen westlichen Winden. Rehbergen todt aufgefunden wurde. Es handelt sich um einen der an diesem Tage stattfindenden Flugblattvertheilung einzufinden. Berliner Wetterbureau. Warenhaus A.Wertheim. 7916 Aussergewöhnliches Angebot nur für heute Freitag den 21. Januar. Küchenhandtücher, oz. 3,203,80 M Drell- u. Gerstenkorn- Gewebe Dtz. あ 4163 fang. aid Stubenhandtücher, oz. 480 M schweres Drell- Gewebe Otz. Mk. G Mk. P Berantwortlicher Redakteur: Auonft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, Nr. 17. 15. Jahrgang. 2. Beilage des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Versammlungen. meinte er wenn man um " Freitag, 21. Januar 1898. " " gehabt. Der Fachverein sei eben zu einem Tummelplay geringen Theilnahme nur drei Versammlungen stattfinden konnten. anarchistischer Elemente geworden, die die Gewerkschaft zum Versuchs- An Einnahmen waren vorhanden 18,10 M., Ausgaben 13,25 M., Ahlwardt sprach am Mittwoch vor einem kleinen Häuflein von objekt ihrer politischen Ideen machen und unter allen Umständen mithin Ueberschuß 4,85. Die Neuwahl der Vertrauensperson Antisemiten, die sich im Martens'schen Saale eingefunden hatten, streiten wollten, da fie den Streit für ein Mittel hielten, die Köpfe fällt auf Frl. Vogel, Christstr. 2. Unter Verschiedenem bittet über die bevorstehenden Reichstagswahlen. In einer ebenso langen zu revolutioniren. Es läge teine Ursache vor, heute noch über den Sieger ist, sich an der am 6. Februar zu gunsten der englischen wie langweiligen Rede führte er feinen Zuhörern die bekannten Streit von 1896 zu sprechen, wenn nicht von jener Seite nach Be- Maschinenbauer stattfindenden Festlichkeit lebhaft zu betheiligen, auch antisemitischen Forderungen vor, empfahl sich und die antisemitische endigung des Streits die Personen, die für Herbeischaffung der wenn der Kampf bis dahin beendet sein sollte. Scharrnberg richtet Partei als die einzig wahren Vertreter der Interessen der kleinen Streikgelder gesorgt haben, mit Schmutz beworfen worden an die Frauen die Aufforderung, die Gleichheit" zu abonniren, um selbständigen Existenzen, die er gleichzeitig vor dem Zukunftsstaat wären, fich nicht jetzt der eingegangenen so auf die Männer einzuwirken, daß diese den Vorwärts" lesen. der Sozialdemokraten, der einem großen Zuchthause gleiche, grufeln Verpflichtungen treulos entziehen wolle. Noch niemals Fr. Wengels theilte mit, daß am 26. d. M. Frau Bettin über machte. Der Rektor aller Deutschen sprach unter anderm auch die sei es in der deutschen Arbeiter Bewegung vorgekommen, die Flottenvorlage sprechen wird. Mit einem brausenden Hoch auf unglaublich alberne Behauptung aus: die Sozialdemokratie bekämpfe daß eine Gewerkschaft beschlossen habe: wir bezahlen unsere Schulden den im hiesigen Amtsgerichtsgefängniß befindlichen Liebknecht, das Kapital. Nachdem er noch mancherlei ähnlichen Unsinn zu nicht. Das sei ein unerhörter Treubruch, der die Musikinstrumenten- als den treuesten Vorfämpfer der proletarischen Frauenbewegung, tage gefördert hatte, ging zur Erheiterung feiner Bu Arbeiter in Mißtredit bei der gesammten Arbeiterschaft bringen und die internationale Sozialdemokratie wurde die Versammlung bö.er auf sein eigentlichstes Gebiet: die Judenhetze über. Zum müsse. An die Mitglieder sei jetzt die Frage zu richten, ob sie ebenso gefchloffen. Schluß forderte Ahlwardt seine Anbänger auf, in den Wahlkampf denken, wie die leitenden Personen des Fachvereins. Jedenfalls Die neuen Mittel zur Bekämpfung der Unfittlichkeit und einzutreten, damit eine möglichst große Zahl von Antisemiten in den sollten diejenigen, welche das bezeichnete Verhalten nicht billigen und der Protest der Frauen Rigdorfs, lautete das Thema einer sehr Reichstag kommt. In Friedeberg Arnswalde hält er auch ohne be- es ehrlich mit der Arbeiterbewegung meinen, dem Holzarbeiter stark besuchten Volksversammlung, die, einberufen von den Frauen, fondere Anstrengung seine Wahl für gesichert, ebenso hat er große Verband beitreten und den Fachverein den Anarchisten überlassen.- am Mittwoch in Rigdorf bei Gröpler tagte. Das Referat hatte der Hoffnung auf die Eroberung des Wahlkreises Hagen- Schwelm, Jn Schon der Referent wurde häufig durch lärmende Zwischenrufe von Reichstags- Abgeordnete Genosse Haase Königsberg übernommen, Berlin sind ihm freilich die Trauben zu fauer, deshalb hält er es Fachvereinsmitgliedern unterbrochen, ein Tumult erhob sich dann, der in seinem 1/ 2stündigen Vortrage die Ursachen der Prostitution, für nuylos, hier den Kampf Kampf aufzunehmen; jedoch er als ein Antrag verlesen wurde, der eine bedingte Beschränkung der die erbärmliche wirthschaftliche Lage des arbeitenden Voltes be= sucht er seine Freunde, falls von einer anderen antisemiti- Redezeit für die Diskussionsredner verlangte. Der Antrag wurde leuchtete und sodann in eingehender Weise unsere Stellung schen Richtung ein Kandidat aufgestellt werden sollte, für deus abgelehnt. Darauf nahm Vogt das Wort. Er vertheidigte zu der lex Heinze kennzeichnete, durch die die bürgerlichen selben zu stimmen. Hierauf ließ der Gastwirth Bodeck, in längeren Ausführungen den Beschluß der Versammlung Parteien Moral und Sitte heben und die Prostitution, die Bestbeule einen längeren Redeschwall los. Er empfahl die Aufstellung von vom 27. Dezember und meinte, die Klavierarbeiter hätten an der kapitalistischen Gesellschaft, angeblich beseitigen wollen. Nicht möglichst vielen Zähikandidaten und sprach von der Bildung eines nicht daran gedacht, sich ihren Verpflichtungen zu entziehen, durch Sittenpolizei" und den sonstigen bekannten gegenwärtigen großen breiten Stahmens, in dem alle antisemitischen Gruppen sich wenn nicht der Holzarbeiter- Verband sich bereit erklärt hätte, für Maßnahmen werde man im stande sein, die Sittlichkeit zu heben, vereinigen und gemeinsam fämpfen können. Eine Million anti- den Fall des Uebertritts der Klavierarbeiter die Schuld zu löschen. sondern nur durch bessere soziale Verhältnisse der arbeitenden Klaffe, femitischer Stimmen würden wohl bei der nächsten Da auch Nichtorganisirte am Streit betheiligt waren, so könne man wozu vor allem ein freies Vereins- und Versammlungsrecht und das Reichstagswahl abgegeben werden. Herr Bodeck forderte dann zum doch das Geld nicht allein vom Fachverein verlangen. Der Redner Wahlrecht zu den gefeßgebenden Körperschaften, die Wählbarkeit der Abonnement auf ein von Aylwardt herausgegebenes Wochenblatt wandte sich weiter gegen Form und Taktik der heutigen Ge- Frauen und überhaupt die rechtliche Gleichstellung der Frauen mit Das deutsche Schwert" auf, dessen Ertrag dazu bestimmt ist, der werkschaften. In ähnlicher Weise ließen sich die folgenden den Männern in allen Dingen nothwendig ist. Mit der Aufforderung Ebbe in der antisemitischen Parteitasse abzuhelfen, und welches Redner Bloffis, Seibt und Böttcher aus. Auch sie hielten an die Versammelten, in diefem Sinne zu wirken, bis die sozialistische nur den reinen unverfälschten Antisemitismus vertreten soll. Um es für durchaus gerechtfertigt, daß der Fachverein die Schulden nicht Gesellschaftsordnung herbeigeführt ist, in der überhaupt erft wirkliche auch bei dieser Gelegenheit feiner Privatkasse einen Nutzen zuwenden bezahle. Bezeichnend für die Gesinnung einiger war es, daß Herr fittliche Zustände möglich sein werden, schloß der Redner zu können, lud Herr Bodeck die Anwesenden zu einem gemüthlichen Seibt bemerkte, es entspreche nicht der sozialistischen Weltauffassung, feine, mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Ausführungen. An der Beifammensein in sein nahe gelegenes Deutsches Wirthshaus" ein. wenn gleich einem Bucherer verlangt würde, das geliehene Geld Distuffion betheiligten sich Frau Jeeße, die zum Anschluß an den Damit nun dies gemüthliche antisemitische Beisammenfein nicht zu wiederzuverlangen. Das Geld gehört allen Arbeitern gemeinschaft Frauen und Mädchen- Bildungsverein, sum Besuch der Versamm fura bemeffen werde, wurde die Zeit gar nicht erst mit einer Dis- lich. Diese Phrase aus dem Munde eines anarchistischen Frrlichtes lungen, zum Lesen der Arbeiterpreffe und zur regen Agitation für tuffion über die Ahlwardt'schen Weisheiten vertrödelt, sondern die fand zur Ehre der Versammlung sei es gesagt feinen Antlang. die Bestrebungen der Sozialdemokratie aufforderte und die Genossen Versammlung von Herrn Bodeck sogleich geschlossen. Man sieht, Nachdem Brinkmann den Standpunkt des Referenten vertreten Ostermann und D. Klein im Sinne des Referats. Die bereits auch der Urtentone Bodeck versteht sich aufs Geschäft. hatte, sollte hierauf ein Vertreter des Holzarbeiter- Verbandes der in Berlin in den sozialdemokratischen Frauen- Protestversammlungen In der Versammlung für den Often des 4. Reichstage. jenigen Organisation, die gleichfalls 6000 Mart bei angenommene Resolution gelangte auch hier einstimmig zur AnWahlkreises referirte Genoffe Wagner über:" Industrie und der Schuldentilgung intereffirt ist zu Worte kommen sollte, erhob nabme. Mit einem brausenden Hoch auf die Sozialdemokratie erMarine". Der Redner besprach zuerst den industriellen Aufschwung sich ein ungeheurer Tumult. Die anarchistische Rolonne stürmte mit folgte sodann der Schluß der Versammlung. von 1872 bis 1895, der erfolgt ist ohne den Schutz" einer starken ihren Anhängern Blossis, Seibt, Dreyer u. a. nach dem Podium Rigdorf. Der Sozialdemokratische Verein Vor Marine; dann fritisirte er unter lebhafter Zustimmung die neuesten und brüllten, daß sie den Redner nicht zu Wort kommen lassen. wärts" bielt am 11. Januar seine Generalversammlung ab. Der uferlosen Flottenpläne. Die Versammlung stimmte dem streng ver- Unter diesen Umständen schloß der Vorsitzende die Versammlung Vorsitzende theilte mit, daß das Mitglied Pangas gestorben sei werfenden Urtheile des Referenten zu und nahm von jeder Debatte Bemerkt sei, daß diese Störung nur von fünf bis sechs Leuten mit und ehrte die Versammlung den letzteren durch Erheben von den Pläzen. Abstand. Hierauf wurde einstimmig beschlossen, künftig die Ver- Aufwendung der ganzen Lungenkraft hervorgerufen wurde, dadurch Darauf hielt Genosse Lamé: Tempelhof einen Vortrag über„ Die fammlungen pünktlich 1/29 Uhr zu eröffnen; damit soll ein aber die Versammlung selbst in große Erregung gerieth. Sozialdemokratie und ihre Bestrebungen." In der Diskussion ergänzten früherer Schluß und auf diese Weise ein besserer Besuch erreicht In der Generalversammlung des Vereins der Plätterinnen einige Genossen den Vortrag. Sodann gab der Kassirer Krüger werden. Uebrigens war die Versammlung gut besucht, im Hinblick vom 11. d. M. wird der Bericht des Vorstandes und der Kassen- den Jahresbericht und der Vorsitzende Klein den Vorstandsbericht für auf die Reichstagswahlen wurde indeß als Pflicht jedes Mitgliedes bericht gegeben. Die Kassirerin wird auf Antrag der Revisoren das letzte Vierteljahr. Nach dem Raffenbericht war im letzten Jahr eine erklärt, nicht nur selbst zu erscheinen, sondern auch Gäste mit- entlastet. In den neuen Vorstand werden gewählt: Als Vorsigende Einnahme von 814,65 M., eine Ausgabe von 127,50 M.. sodaß ein zubringen. Herr Parth und Frau Scherfte, als Staffirerinnen Frau Bestand von 187,15 M. bleibt. Nach dem Bericht des Bibliothekars In einer sehr stark besuchten Versammlung des Wahl- Schulz und Fräulein East n er, als Schriftführerinnen Fräulein Wurbs war die Entnahme von Büchern eine schwache. Zur Agis tation wurden 150 M. bewilligt. In der Beschwerdefache Jentsch vereins für den vierten Wahlkreis Südost, die am Dienstag Schwarz und Frau Dams ch. Abgeordnete 3ubeil. Der Redner, der in seinem, mit lebhaftem Iung der Frau im Polizeistaat- lautete das Thema, An stelle Jentsch wurde Besser als Beisiger gewählt. Angelegenheit von Klein erledigt und gegen denselben nichts vorliegt. Beifall aufgenommenen Vortrage die Bewegung der sozialdemo- über welches Rechtsanwalt Heine in einer am Mittwoch im fratischen Partei von ihren Anfängen an bis zur Gegenwart Lokale Bismarckshöhe" stattgehabten Voltsversammlung sprach. Hamburg.). Filiale Berlin 6. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. H. 29, Mitglieder- Versammlung Sonnabend, den schilderte und ein interessantes Bild gab von all den bis- welche sich eines ungemein starken Besuches zu erfreuen hatte. 22. Januar, abends 8½ uur, bei Dieke, Ackerstraße 123. Tagesordnung: Kaffenherigen Kämpfen, die die politische und gewerkschaftliche Be- Namentlich waren Frauen und Mädchen aller Bevölkerungsbericht, Jahresbericht, Bericht der Fünferkommission. wegung fiegreich, siegreich, trob aller Verfolgungen, durchzumachen schichten zahlreich vertreten. Bentral- Kranken- und Sterbekaffe der deutschen Wagenbauer. In lebendiger Sprache schildert( Filiale Moabit.) Sonntag, den 23. Januar, vormittags 10 Uhr, Bersammlung hatte, forderte zum Schluß seiner Ausführungen, mit dem Hin der Redner zunächst, wie Gesetzgebung, Lebensgang und Lebens- bet C. Drendel, Jagowitraße 16. weis auf die gegenwärtigen Pläne der Reaktion, zum festen Bu anschauung des Bureaukraten dazu führen müffen, daß solche Vor- Freie Vereinigung der Händler und Händlerinnen. Heute Abend sammenschluß in den Gewerkschaften sowohl, als auch in den kommnisse gezeitigt werden, wie der Fall Köppen. In dieser Be- 8 Uhr bei Scheere( früher Wiedemann), Blumenstraße 38, Generalversammlung. politischen Organisationen auf. Des weiteren plädirte der Redner ziehung stände nicht nur die Frau, sondern das ganze Bolt rechtlos Berliner Arbeitervertreter Verein tagt jeden Dienstag nach dem erften für eine rege Betheiligung der Wahlvereins- Mitglieder an der da. Was den Fall Köppen so charakteristisch erscheinen läßt, das Monat bet Buste, Grenadierfir. 33, abends 8% Uhr. unentgeltlicher Rath Agitation in der Provinz, insbesondere zu den bevorstehenden sei die allzugroße Bereitwilligkeit der Polizei, dem ersten besten Reichstagswahlen. In diesem Sinne äußerte sich auch der Genosse Denunzianten zu glauben. Es kommt das daher, daß die Polizei Scholz, der bei dieser Gelegenheit konstatiren konnte, daß der noch viel mehr wie Staatsanwalt und Gerichte mit unlauteren durch den Köllerkoup aufgelöste Wahlverein nicht nur bereits wieder Glementen zu thun hat. Was nun die Kontrolle der Prostitution ersetzt ist, sondern daß der neue Wahlverein sogar fräftiger anbetrifft, so ist Redner nicht der Meinung, die vielfach vertreten und eine größere Anzahl von Mitgliedern zu verzeichnen hat, als wird, daß die ärztliche Kontrolle abgeschafft wird; allerdings sollte die von der Reattion vernichtete" Organisation. Nachdem noch nicht nur das Weib derselben unterworfen sein. Dagegen müsse einem Borschlag, in nächster Bett in corpore das Asyl für Obdach die erfte körperliche Durchsuchung von denselben Rautelen ablose in der Wiesenstraße zu besuchen, zugestimmt worden war, er hängig gemacht werden, wie eine andere ärztliche Untersuchung: folgte der Schluß der Versammlung. vor einem Gerichtsbeschluß. Auch müsse die Untersuchung der Frau Warum weigern sich die Musikinstrumenten- Arbeiter, ihre durch einen weiblichen Arzt gefcheben. Wenn nun aber die bürger. beim letzten Streif eingegangenen Verpflichtungen zu erfüllen? liche Frauenbewegung für die Forderung nach Gleichstellung der lantete das Thema einer vom Vertrauensmann der Holzarbeiter am Geschlechter keinen anderen Grund anführen kann, als den Fall Dienstag einberufenen, von etwa 700 Personen besuchten öffentlichen Köppen, so wäre mit einer folchen„ Reform" noch gar Im Süd- Westen: Nur für Unfallversicherung: G. Hänet, Golmsstr. 44. Bersammlung der Musikinstrumenten- Arbeiter. Der Referent No b. nichts erreicht, so lange nicht an die Stelle des Polizei Im Nord- Westen: Nur für Unfallversicherung: J. Krause, Wilsnackers Schmidt bemerkte zunächst, er hätte das Referat über diese An- staates der Voltsstaat träte. Der Reduer faßt seine Forderungen straße 19. R. Stephan, Lessingstr. 34. Im Zentrum: Nur für Unfallversicherung: G. 2öffler, Klosterfir. 91 gelegenheit nicht übernommen, wenn er bei derselben nicht folgendermaßen zusammen: Umkehr des fittlichen Empfindens Bet sämmtlichen vorgenannten Personen, bei denen hier teine Sprechzeit an insofern persönlich engagirt wäre, als er in Verbindung in der Nation. Aufgeben der Herrenmoral. Gesteigerte Verachtung gegeben, ist dieselbe Wochentags von 7-9 Uhr. mit Zubeit auf Ersuchen seiner Kollegen die Anleihe von 10 000 W. des Denunziantenthums. Das staatsbürgerliche Empfinden muß sich eingelaufene Druckschriften. vermittelt habe, in der Voraussetzung, die Klavierarbeiter heben, das Unterthanenthum" muß abgestreift werden. Der Beamte würden es für ihre Ehrenfache halten, die Schulden auch zu be- muß sich als Glied des Volkes fühlen lernen. Auf dem Gebiete zahlen. Das sei nun allerdings nicht der Fall, denn am 27. Dezbr. der Gesetzgebung müssen die alten Forderungen des Liberalismus vorigen Jahres habe eine vom Vertrauensmann der Musik- zur Durchführung gelangen, die dieser allerdings längst preisgegeben instrumenten- Arbeiter einberufene Bersammlung beschlossen, die be- hat. Der Sozialdemokratie sei es vorbehalten, für die Verwirk treffenden Schulden nicht zu bezahlen, und der Fachverein sei später lichung derselben zu kämpfen. Zum Schluß wendet sich der Redner biesem Beschlusse beigetreten. Der Redner erinnerte dann daran, an die Frauen, als die Erzieherinnen der kommenden Generation, daß er 1893 den Versuch gemacht habe, den Fachverein zu einer An- daß Diese es als ihre Lebensaufgabe betrachten müssen, gliederung an den Holzarbeiter Verband zu bewegen, weil er die der Jugend bas neue Kultur Evangelium einzuprägen, Entwickelung von der lokalen aur zentralen Organisation für eine freie, vom wahren Voltsgeiste durchdrungene Generation nothwendig im Interesse der Gewerkschaft halte. Der Anschluß an den zu erziehen. Aufklärung, Kampf gegen den Ünverstand, das Zentralverband sei auch beschlossen worden, dann hätten aber eine muß auch die Losung der Frauen sein. Da Gegner sich nicht Anzahl Mitglieder den Fachverein wieder ins Leben gerufen, der zum Wort meldeten, so wurde von der Diskussion Abstand ge in der Lohnbewegung von 1895 ein legtes Aufflackern gezeigt habe. nommen. Es gelangte die auch in den Berliner Protestversammlungen Von der Gleichheit, Seitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen( Stuttgart, Wenn auch diese Bewegung noch einen günstigen Verlauf genommen aufgestellte Resolution zur einstimmigen Annahme, ebenso folgender habe, so sei schon der Beschluß: am 1. Mai 1896 an stelle der 91/ 2- Antrag: Die Versammlung beschließt, ein Flugblatt herauszugeben au stündigen die achtstündige Arbeitszeit zu fordern, eine Thorheit gewesen. die Frauen und Mädchen, in welchem diese aufgefordert werden, Ebenso verfehlt sei es gewesen, den Streik der Klaviaturarbeiter Slagen über alle dem weiblichen Geschlecht zugefügten schamlosen zu einer ganz ungünstigen Zeit zu beginnen, so daß sämmtliche Beleidigungen der Vertrauensperson zu übermitteln, welche dieselben Mitleidenschaft gezogen in zu diesem Zweck einberufenen Versammlungen zu veröffentlichen Klavierarbeiter durch denselben in wurden. Diefer Streit sei sehr schlecht geleitet worden, die hat." Die Berichterstattung der Vertrauensperson, Frau Führer hätten das Gefühl der Verantwortlichkeit nicht Schröder, ergiebt, daß im verflossenen Jahr wegen der Am 1. Februar erscheint bei J. Günther, Verlag, Dresden: bei Graumann, Naunynstraße, tagte, referirte der Reichstags- Charlottenburg. Die schit th- und rechtlose Stel- gegen Klein konnte seitens des Vorstandes mitgetheilt werden, daß die Todes- Anzeige. Nach langem schwerem Leiden ver: fchied am Dienstag unser langjähriger Kollege, der Klempner Karl Schwabe 28336 im Alter von 53 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 21. d. W., nachu. 4 Uhr, vom Trauerhause, Solmsstr. 22 aus, ftatt. Die Kollegen u. Mitarbeiter b. Werkstatt v. Ferd. Thielemann, fönigl. Hof- Klempnermeister. Säle 28316 " " Den Märzgefallenen von 1848. Von Andreas Schen. Mein sehr gut gehendes Gasglühlicht- Geschäft, Hausfür im wird ertheilt: Im Norden Berlins: Für Unfalls, Invaliditäts- und Alters- Bersicherung, abends von 7-9 ühr: A. 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Von der Geschichte der Deutschen Sozialdemokratie von Franz Mehring ( Stuttgart, Die B' Berlag) sind Heft 27 und 28 erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Rap IX. 2. Der Eisenacher Kongreß. 8. Die erften Frattionskämpfe. Kap. X. Die Reichsgründung und die Sozialdemokratie. 1. Seban, Lögen, Versailles. 2. Bismard's Erleuchtung. Rap. XI. Die Hochfluth der Milliarden. 1. Gründungsschwindel und Kulturkampf. 2. Agrar und Kathederfozialismus. Kap. XII. Zaffalleaner und Eisenacher. 1. Das Proletariat im milliardenregen. Bon der enen Zeit"( Stuttgart, J... Dies' Berlag) tft foeben bas 17. Heft des 16. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Riaotschau. Der Kampf der Nationalitäten und das Staatsrecht in Defters retch. Bon Karl Kautsty Pädagogische Reformliteratur. Von Guft. Schönfeld. Der Zusammenbruch der Nieuwenhuis'schen Partei. Von W. H. Bliegen. Die Lage der Arbeiter im Malergewerbe Notizen: Die Seeftfchzuchts Anlage zu Floedewig in Norwegen. Feuilleton: Schön- Anna. Bon Gustav Lichtenstein. Die Verlag) ift uns foeben die Nr. 2 des 8. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Nicht Hausstlavin, nicht Mannweib, weiblicher Bolmensch. Die Bohn- und Arbeitsbedingungen der Kaffee- Berleserinnen. Von Lisa Ziez- Hamburg. Aus der Bewegung. Die erfte Konferenz der sozialdemokratischen czecho- slavischen Frauen. Feuilleton: Was die Revolution für die Frauen that? Von E. Bellamy, ( Fortjehung.) Notizentheil von Lily Braun und Klara Zetkin: Weibliche Fabritinspettoren. Frauenarbeit auf dem Gebiete Soziale Gefeßgebung. Der Industrie, des Handels und des Verkehrswesens. Sittlichkeitsfrage. Frauenstimmrecht. Sozialistische Frauenbewegung im Auslande. Frauens bewegung Grosse Vogel- Ausstellung Arbeitsmarkt. u. Küchengeräthe iſt fof. Vogel- Ausstellung den billigen festen Preis von 3000 m. berl. Wolff, Neue Friedrichstr. 48. zu verkaufen. Monatl. Umsatz 800 bis d. Berl. 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Quarg's Vaudeville- Theater Grand Hotel Alexanderplat. Der Erfolg wird immer größer! Die Lachsalven werden immer stärker! Die Beifallsstürme werden immer bedeutender bei den welche mit dem 1. Original- Budapestern Armband und dem Modell Saison Schlager eroberten. Avis! Sonnabend, 22. Januar, bleibt das Vaudeville Theater wegen Privatfestlichkeit gefchloffen. Dafür Gastspiel im Reichshallen Theater Das Modell. Kaufmann's Variété Familie Direktion: Gebrüder Herrnfeld BUDAPESTER Brunnen- Strasse 16. Heute Freitag, 21. Januar 1898: Doctor Wespe. Lustspiel in 5 Aufzügen von Benedir. Sonnabend wegen Privatfestlichkeit keine Vorstellung. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Carmen- Faur Siegwart Gentes Miss Bertholdi Desroches- Bianca und 30 Kunstkräfte 1. Ranges. Tagesordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Jahresbericht. 3. Bericht der Fünfer- Kommission. Um zahlreichen Besuch bittet 28356 Die Ortsverwaltung. Konzert- Sanssouci haus Rottbuser Straße Nr. 4a. Dir. H. Pierry. Artistischer Leiter Jos. Aschinger. Großer Beifall! Im Reiche der Sirenen. Ausstattungsstück mit Gesang und Tanz in 3 Bildern von Joh. Eißner u. Jean Häußler. Musik von Joh. Eißner. Neue Spezialitäten. Sonntags Anfang des Konzerts 5 Uhr, der Vorstellung 6 Uhr. General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Bericht des Kassirers und der Revisoren. 3. Anträge. 4 Vereinsangelegenheiten. 246/ 4* Nur Mitgliedsbuch legitimirt. Bahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Redeschule Zukunft. Freitag, den 21. Jannar, abends 8% Uhr, im großen, oberen Saale bes Englischen Garten, Alexanderftr. 27 c: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Redakteurs Paul Heidemann: ,, Das Erbe des scheidenden Jahrhunderts" Grund- Ideen einer kommenden Moral. 2. Diskussion. Eingeladen find alle vorwärtsstrebenden Geister, besonders aber alle Glücklosen und unzufriedenen, welche an stelle der hentigen spießbürgerlichen eine neue, erlösende Moral ersehnen. Die Redeschule Zukunft ist bestrebt, durch ihre öffentlichen Abende unterdrückten und falschverstandenen Ideen Boden zu verschaffen. Kasseneröffnung 6/2, Anf. 7% Uhr. Groker Ball. 2825b Montag, den 24. Januar, Gastspiel: Yvette Guilbert. Victoria- Brauerei Lützow- Strasse 111/112. SF Heute sowie jeden Freitag und Montag: Stettiner Sänger ( Weysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader.) Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 f. Entree 50 Pf. Wochentags Anfang des Konzerts 7 Uhr, der Vorstellung 8 Uhr. Entree 30 Pf. Passe- partouts gelten. Borstellungen Sonntag, Dienstag und Donnerstag. Bum Fastnachts- Ball, 22. Februar, ist der große Saal frei. Englischer Garten, Alexander Strasse 27 c. Fabriken, Werkstätten etc. liefere ich: 40/2 Flasch. Export- Weißbier ohne Wasserzufak für 3 Mt. 40 Flasch. helles Bairisch- Bier von welcher Brauerei gewünscht wird für 3 Mt. A. Seidler Berliner Export- Weißbier. Braueret, Schöneberg- Berlin W., Sedanstraße 82. 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Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Sonnabend, den 22. Januar, abends 82 Uhr, in den ,, Oranien- Hallen", Oranienstr. 51: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Sassenbach über:" Die neue JnnungsGesetzgebung". 2. Disfuffion. 3. Was lehrt uns die letzte öffentliche Verfammlung? Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 141/2 Der Vorstand. Tischler- Verein. Sonnabend, den 22. Jannar, abends 82 Uhr, Melchiorstraße 15: Versammlung. Tages- Ordnung: Vortrag des Herrn Dr. Joël über:" Aus der Steinzeit". Vereinsangelegenheiten und Ausgabe der Billets zum MaskenDamien haben Zutritt. Der Vorstand. Ball. [ 198/4] Central- Krankenkasse d. Maurer etc. ,, Grundstein zur Einigkeit"( Verwaltungsstelle Berlin). Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37: Sonntag, den 23. Januar, vormittags 10 Uhr, im Louisenstädtischen Ordentliche Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Kaffen und Revisionsbericht vom 4. Quartal 1897. zweier Revisoren. 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Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mar Bading in Berlin. V