Nr. 29. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustrirter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Beitungss Preisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montage. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonels setle oder beren Naum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 fg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: But I, Mr. 1508, Telegramm Adresse: ,, Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Ein agrarischer Vorftok gegen Amerika. Freitag, den 4. Februar 1898. amerikanischen 3ollverhandlungen schließen läßt. Selbst wenn er, ebenso wie das täglich drohender geforderte Pferde- Einfuhrverbot gegen Amerika, nur als vorübergehendes Pressionsmittel gedacht sein sollte, halten wir ihn für verhängnißvoll, denn bei den heutigen Mehrheitsverhältnissen in den Parlamenten ist ein solcher Schritt schwerer wie je wieder rückgängig zu machen. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. lauter alte Bekannte sind. So auch heute wieder. Reform des Beitungstarifs, Verbilligung und Erweiterung des Telephonbetriebes, Erhöhung des Briefgewichtes und Verbilligung der kleinen Geldsendungen, das sind Forderungen, die seit zehn Jahren und länger schon auf der Tagesordnung des PostEtats stehen. Unter dem verstorbenen Generalpostmeister Dr. Stephan waren Reformen überhaupt nicht mehr durchzusetzen, sein mit den Jahren immer eigensinniger gewordener Charakter verhinderte jede Besserung. Alle Welt ist durch die Verfügung der Hamburger Regierung überrascht worden, daß amerikanisches Obst nicht mehr nach Deutschland herein dürfe. Das Vorgehen ist wahr scheinlich von langer Hand her vorbereitet, die letzte endgiltige| Entscheidung scheint jedoch, wie das bei uus mehr und mehr Dabei liegt es uns durchaus fern, jede Gefahr der Einüblich wird, Hals über Kopf, ohne jede vorherige schleppung von Schädlingen und Krankheiten leugnen zu Verständigung mit den nächstbetheiligten Instanzen erfolgt zu wollen. Kämpfen wir doch auch im Inlande für entschiedene Ob es unter dem neuen Postherrn v. Podbielski sein. Denn der preußische Landwirthschaftsminister nahm vor- Vorbeugungs- und Abwehrmaßnahmen. Irren wir nicht, so besser werden wird, wer kann es sagen! Am guten gestern im Abgeordnetenhaus zwar Gelegenheit, auch über die haben auch einzelne Staaten der Union bereits Gesezentwürfe Willen wird es ja dem früheren Husaren- Offizier gewiß nicht Förderung des heimischen Obstbaues zu sprechen, redete jedoch gegen den Aspidiodus vorbereitet und wohl auch schon in kraft fehlen. Der allein aber genügt nicht, besonders da, wo die kein Wort von der bereits an den Grenzen eingeleiteten Sperre gesetzt. Wogegen wir jedoch protestiren, das ist die Art und Reformen mit Kosten verknüpft sind oder einen Einnahmes gegen Amerika. Auch die Zollämter selber scheinen noch Weise, wie nachgerade systematisch Absperrungen, die Ausfall bedingen. Da erscheint Herr Dr. Miquel auf der im unklaren über die Tragweite des ihnen zugegangenen Be- unsere Agrarier zum theil aus den niedrigsten Beweg- Bildfläche, und daß Herr v. Podbielski der Mann sein sollte, fehls, denn die einen weisen nur frisches Obst zurück, die gründen belieben, ganz nach der Willkür der Regierung den Widerstand Miquel's zu überwinden, daran glaubt wohl anderen selbst gedörrte Früchte, von denen in letzter Zeit be- eintreten, ohne daß man auch nur einen Finger rührt, irgend inner- und außerhalb des Reichstags tein Mensch. sonders Aprikosen, Pfirsiche, Pflaumen aus Kalifornien stärker wie die gesetzlichen Voraussetzungen für so einschneidende Maßangeboten wurden. In Hamburg hat man erst ein absolutes nahmen an den Grenzen fester zu umgrenzen und weiter zu sofortiges Einfuhrverbot ausgesprochen, dann hat man nach entwickeln. Hier herrscht noch ein vollständig russischer träglich die bereits eingetroffenen Sendungen amerikanischer Absolutismus, und er schaltet und waltet natürlich nach Aepfel den Adressaten ausgehändigt, wegen der Birnen dem Herzen der Agrarier, während die Konsumenten in erbitternder sendungen jedoch alles in der Schwebe gelaffen. Die bis- Ohnmacht mit gebundenen Händen dieser Ukaswirthschaft gegenher schweigenden Regierungsblätter in Berlin reden überstehen. gestern Abend von einer vorläufigen" Siftirung der Einfuhr, als ob jemand hätte zweifeln können, daß sie sich bis heute schon zu einer Bundesraths- Berordnung ausgewachsen haben wird. In seiner heutigen Sigung hat schon der Bundesrath in betreff des Verbots der Einfuhr von Obst folgen des beschlossen: Die Einfuhr von frischem Obst ist nur dann verboten, wenn dasselbe mit der Schildlaus behaftet ist. Gänzlich verboten ist die Einfuhr von Abfällen, Verpackungsmaterial und Pflanzen. Auf das gedörrte Obst bezieht sich das Einfuhrverbot überhaupt nicht. Die Blätter der deutschen Agrarier hatten schon lange gegen den unliebsamen Wettbewerb gezetert. Die deutschen Konsumenten jedoch, und gerade die weniger wohlhabenden unter ihnen, haben im letzten Jahre es doppelt angenehm empfinden gelernt, welche Vortheile es bietet, nicht mehr ausschließlich auf die schwankende, oft versagende heimische Produktion angewiesen zu sein. Wir haben im letzten Jahre eine schlechte Apfelernte gehabt, ebenso war die Ernte in Frankreich, in Belgien, in England unbefriedigend. Selbst jenseits des Ozeans hatten Neuschottland und Kanada, die sonst zu exportiren vermochten, ein ganz ungenügendes Ergebniß aufzuweisen. Der Ueber schußproduktion der Vereinigten Staaten ist diese Lage zweifellos zu statten gekommen; die Amerikaner haben leerere Märkte und bessere Preise in Europa gefunden, als sie fouft hätten erwarten fönnen. Die kapitalkräftige und auch rein technisch hochstehende Transport- und Absazorganisation, die den amerikanischen Export von jeher fast auf allen Ge bieten ausgezeichnet hat, verschaffte auch den eingeführten Acpfeln rasch den Zugang bis in die letzten Adern des Klein. verkehrs hinein. Gerade für die kleinen Leute war diese billige Kaufgelegenheit eine große Erleichterung, wie unsere Leser meist aus eigener Erfahrung wissen werden. Judeß ist von einer außerordentlichen Steigerung der Zuführung von frischem Obst nach unserer Statistik kaum die Nede. Diese Einfuhr frischen Obstes gestaltete sich seit 1889 wie folgt: Zonnen Werth in Mill. Mr. 68 725 1889 16,9 1890 92144 18,8 1891 120 384 15,7 1892 96 178 17,3 1893 94 058 12,9 1894 116 083 22,2 1895 117 452 24,6 1896 105 675 22,8 1897 141 873 30,5 Wir haben somit in den letzten Jahren kaum mehr, allerdings regelmäßig fast eben so viel importirt wie im Jahre 1891 bereits, und unsere Bevölkerung und ihre Kaufkraft ist unterdeß wesentlich gewachsen. Als Redner hat der neue Postherr sehr angenehme Formen. Er verlegt nach feiner Seite, aber er sagt auch nichts. Die sonst an neuen Ministern oft zu bemerkende Befangenheit, wenn sie zum ersten Male vor das Parlament treten, ist bei Herrn Podbielski nicht vorhanden. Das ist begreiflich, da er ja seit Jahren dem Parlament angehört. voll Von unserer Seite sprach Singer. Derselbe hob beEr ist nicht blos für die Konsumenten sondern auch für sonders hervor, daß die Poſt als öffentliches Institut berufen die exportirenden Produzenten Deutschlands um so gefährlicher, sei, dem Allgemeinwohl zu dienen und die fiskalische Plusals er gerade um seiner Willkürlichkeit willen doppelt zu macherei bei ihr deshalb nicht das ausschlaggebende Gegenmaßregeln des Auslandes herausfordert. Eben meldet Moment sein dürfe. Mit der Uebernahme des Vers denn auch das Wolff'sche Telegraphenbureau aus Washington: tehrs geschlossenen Briefen den von Privats In einer Unterredung über das von der deutschen Regierung Posten erklärte sich unser Redner einverstanden, doch müsse beschlossene Verbot der Einfuhr amerikanischen Obstes aus dabei das Interesse der Privatpostbeamten berücksichtigt werden. fanitären Gründen erklärte Perkins aus Kalifornien, der Grund Kurz nach 5 Uhr wurde die Sizung auf morgen Mittags zum Erlaß des Verbots war ein bloßer Vorwand. Die 2 Uhr vertagt. Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung Berordnung ziele nur auf die Ausschließung des amerikanischen Obstes bin, das mit dem deutschen in Wettbewerb trete. Dies sei der Berathung des Postetats. zweifellos als Wiedervergeltung für den ameri Das preußische Abgeordnetenhans feßte heute die zweite tauischen Differenzialzoll auf den Zucker der Berathung des Staatshaushalts Etats beim Etat der Gestüts Prämien zahlenden Länder beabsichtigt. Senator Mc Enery Verwaltung fort. Es war ein herrlicher Anblick, zu sehen, wie ( Louisiana) ift der Ansicht, die Vereinigten Staaten die Edelsten und Besten der Nation sich stundenlang über die sollten die Einfuhr von deutschen Messer rationellste Art der Pferdezucht verbreiteten und ihre warme Fürs schmiede und Wollenwaaren verbieten. Das sorge für diese gewiß nüßlichen und unentbehrlichen Thiere immer würde bald der unterschiedlichen Behandlung gegenüber und immer wieder betonten. Nur schade, daß von dieser Liebe nicht den amerikanischen Produkten ein Ende machen. Senator auch ein Theil für ihre Nebenmenschen abfällt, und daß sie die Lodge erklärte, die Handlungsweise Deutschlands sei unleug Arbeiter auch nicht annähernd so gut behandeln wie die Pferde. bar ein Vertragsbruch. Senator Burrows sagt die Angelegen Und doch hätte sich ihnen heute Gelegenheit geboten, für die Juterheit müßte gründlich untersucht werden. Hilt, der Vor: effen, wenigstens einiger Arbeiter einzutreten. Mit dem Etat fizzende der Kommission für auswärtige Angelegenheiten des zugleich stand nämlich die Deutschrift über die Aus. Repräsentantenhauses drückt sein Erstaunen über das Verbot aus und gestaltung des Hauptgestüts Trakehnen zur Be fagt, alle Mächte hätten das Recht, die Gesundheit ihrer Völker rathung, und in dieser Denkschrift wird amtlicherseits anerkannt, zu schützen, doch hoffe er, daß dies nicht ein Schritt daß die Miethswärter und Reitjungen bei den vorhandenen schlechten zu einer Politik der Wiedervergeltung sei. Andere Wohnungsverhältnissen" nur äußerst schwierig untergebracht werden Mitglieder der Kommission für auswärtige Angelegenheiten konnten und daß die„ unliebsamen Zustände" auf längere Zeit nicht glauben, das Verbot sei ein Theil der auf Repressivmaßnahmen haltbar seien. Bei so traurigen Wohnungsverhältnissen der Arbeiter gerichteten Haltung, die Deutschland eingenommen habe. Eine ist es allerdings kein Wunder, wenn in der Denkschrift darüber ges Anzahl von falifornischen Mitgliedern des Kongresses ist der Meinung, tlagt wird, daß sich auch in Trakehnen in ausgesprochener Weise daß das Verbot eine Maßregel der Wiedervergeltung sei. Der Vor der Drang der Arbeiterbevölkerung nach den westlichen Theilen der sitzende der Obstbau- Abtheilung im Ackerbau- Departement erklärte, Monarchie geltend gemacht habe, so daß es immer schwieriger werde, das kalifornische Obst sei das von Insekten freieste das nöthige Personal dauernd festzuhalten. Leider ist der preußische im ganzen Lande, und es sei wenig oder gar kein Grund Landtag in feiner augenblicklichen Zusammensetzung nicht geneigt, mit der vorhanden zu der Behauptung, daß das nach auswärts versandte nöthigen Energie für eine Aenderung dieser traurigen Zustände einzutreten. Obst gesundheitsschädlich sei. Vielmehr sollten die Vereinigten Der konservative Abg. Frhr. v. Dobeneck, der die Verhältnisse Staaten geschützt werden, da beinahe alle Insekten in ihrem Obst in Trakehnen aus eigener Anschauung kennt, äußerte zwar neulich, vom Auslande bereingekommen seien. er hätte es nicht für möglich gehalten, daß in irgend einer staatlichen oder Privatverwaltung die Arbeiter so erbärmlich unters. gebracht seien, wie dort, aber im übrigen hielt es weder die Res gierung, noch irgend ein anderes Mitglied des Hauses für angebracht, die Wohnungsverhältnisse auf dem staatlichen Gestüt zur Sprache zu bringen. Selbst das Zentrum, das doch angeblich in Sozialreform macht, fand nicht den Wuth, hier Kritik anzulegen und ließ sich von einem Konservativen beschämen. Ueber das Verbot der Einfuhr amerikanischen Obstes hat sich auch Senator Dingley geäußert und gesagt, ihm scheine, die deutsche Regierung habe die Einfuhr amerikanischen Obstes verboten, um die Handelsverträge los zu werden. Es sei nicht der geringste Grund für die Behauptung vorhanden, daß das falifornische Obst schädlich sei, wie vorgegeben werde. Man hindere Deutschland nicht daran, wenn es Einfuhrartikel aller Art mit Zöllen belege wie es ihm beliebe: wenn es aber aus gesundheitspolizeilichen Gründen, die nicht existirten, die Einfuhr amerikanischer Produkte verbiete, so verlege es den Geist der Handelsverträge. Dingley macht alsdann aufmerksam auf einen Abschnitt des Gesetzes von 1890, welcher den Präsidenten ermächtige, die Produkte derjenigen Länder von der Einfuhr dirett auszuschließen, welche die amerikanischen Erzeugnisse einer ungerechten Behandlung unterwerfen. Nun scheint ja nach dem Bundesrat hsbeschlusse geschlossen werden zu können, daß die Besonnenheit etwas zurückgekehrt ist. Aber auf die Ausführung einer Verordnung kommt es gerade in Deutschland weit mehr an als auf den Wortlaut derselben. Sicher ist, daß wir einen neuen Bankapfel in unseren handelspolitischen und sonstigen Beziehungen mit den Vereinigten Staaten geworfen haben. Wie immer, wenn den Agrariern eine Konkurrenz unangenehm fühlbar wird, haben sie auch in diesem Falle sofort einen Schädling entdeckt, den man um jeden Preis bekämpfen müsse, auch wenn fein amerikanischer Apfel mehr hereinkomme. Den Schädling scheint man zu meinen, aber die verhaßte Landwirthschaftskonkurrenz wird immer dabei todtgeschlagen. Diesmal ist der Schädling keine für den Laien unsichtbare, jedoch hinreichend verdächtige Batterienhecke, sondern eine offene, ehrliche Laus, die kleine Schildlaus, Aspidiotus perniciosus, also fchon nach der wissenschaftlichen Benennung ein gemeingefährliches Individuum, Wir sind der Meinung, daß im Interesse unserer für San José Laus in Amerika genannt. Signalisirt war den gesammten Export hochwichtigen Vertragsverhältnisse mit ihre Verderblichkeit schon lange für die Eingeweihten. So hob den Vereinigten Staaten nichts unpraktischeres und nichts die Deutsche Landwirthschafts- Gesellschaft in ihren letzten unzeitgemäßeres hätte geschehen können, als die Beschränkungen Dezember- Mittheilungen die mit der Einführung amerikanischen der amerikanischen Obsteinfuhr. Obstes verbundene Gefahr hervor, der gegenwärtig eine sorgfältige Untersuchung solcher Sendungen durch die deutschen Zollbehörden unerläßlich erscheint. Die kleine Agitationsund Heypresse sprach zeitweilig noch deutlicher. Für so nahe bevorstehend hielt jedoch niemand den neuen Sieg der Agrarier, dessen Kosten aus den Taschen der Konsumenten gedeckt werden müssen. Wir bedauern diesen Schritt doppelt, weil er zugleich auf eine vollständige Verfahrenheit in den deutsch Politische Neberlicht. Berlin, 3. Februar Aus dem Reichstage. Die zweite Lesung des Bostetats brachte heute eine sehr lange, aber wenig animirte Debatte. In den letzten Jahren und unter Stephan's Regiment stagnirte in der Postverwaltung Alles, die Folge davon ist, daß die beim Postetat wiederkehrenden Verlangen nach Reformen schon Hierauf wurde noch der Domänen Gtat berathen, doch entbehrt die Debatte eines allgemeinen Jutereffes. Am Freitag beginnt die Berathung des Justiz- Etats. Auf dem konservativen Parteitage war alles gut organisirt. Die Konflikte mit demi Bund der Landwirthe, den Antisemiten und Christlichsozialen, die die deutsch- konservative Partei in ihren Grundvesten erschüttern und so nicht nur eine, sondern die Lebensfrage der Partei bilden, wurde fast gar nicht besprochen. Troz des guten Arrangements konnten aber die Gegensäge nicht völlig verhüllt werden. Herr Plög sprach als„ konservativer Abgeordneter und Parteimitglied", erklärte aber, daß seine Organisation ebenso gerne antisemitische nationalliberale event. auch freisinnige Wahlen zu unterstüßen bereit sei wie konsers vative. Und da faßt man Beschlüsse, daß die Parlamentarier nur konservative Zeitungen lesen sollen. Herr von Manteuffel verbarg schlecht seine Zustimmung über die Pläne des Herrn v. Plöß und über die von anderen Delegirten zur Schau getragenen Sympathien für die Antisemiten und ChristlichSozialen. Die Deutsche Tageszeitung" triumphirt, daß eine scharfe Stellungnahme gegen die Antisemiten nicht erzielt werden konnte. Die Einigung, die die Konservativen vom Parteitage erhofften, haben sie nicht erzielt, das deutsche Volk kann sich hierüber nur freuen. " Oftafiatische Dinge. Offiziell wird bekannt gegeben. Der Mörder des Matrosen Schulze ist nach chinesischem Gerichtsspruch auf Befehl des chinesischen Bezirksvorstehers mit Genehmigung des Chefs des Kreuzergeschwaders am 2. Februar enthauptet worden." Deutsches Reich. " Das Koalitions: Die Meldung der Times", daß eine russisch theilweise Vermögenskonfiskation im wahren Sinne des Wortes Der Gemeinderath ber mährischen Haupt. Eine Steuer- Verordnung deutsche Anleihe für China zu stande gekommen fei, hinauslaufe, schließt die Petition stadt Brünn hat einstimmig einen Antrag angenommen, wonach welche wir bereits als unwahrscheinlich bezeichneten, bestätigt die in unstatthafter Weise in reichsrechtliches Gebiet hinübergreift das Gemeinde Wahlrecht u. a. nach der Richtung hin absich bisher nicht. und in ihren Wirkungen durch Reichsgefet erlaubte wirthschaftliche geändert werden soll, daß den bestehenden drei Wählerklassen eine Vereinigungen vernichtet, kann unmöglich Geltung haben." Eine Korrespondenz des Berl. Tagebl." aus Tokio dem Beschluß der Chemnitzer Versammlung vom vorigen Sonntag im Gegensatz zu den ersteren drei Klassen, von denen jede 16 GeNach vierte, allgemeine Wählertlasse hinzugefügt wird, die, spricht die Meinung aus, daß die Japaner Weihaiwei besetzt ist die Eingabe gleichzeitig auch dem Bundesrath übermittelt worden. meinderaths- Mitglieder zu wählen hat, nur 9 Mandate erhält, obhalten würden, auch wenn China die Kriegsentschädigung voll Gelegenheit zur parlamentarischen Aussprache über die sächsische wohl die Bahl der Wähler dieser neuen Klaffe ungefähr 20 000 bebezahle. Japan würde es, bei einem Widerspruch Ruß- Praxis wird sich wahrscheinlich recht bald finden. tragen dürfte. Außerdem soll das Wahlrecht von einer dreijährigen(!) lands und Deutschlands gegen die fortdauernde Besetzung, Dresden, 3. Februar.( Eig. Ber.) Die heutige Schlußberathung Seßhaftigkeit abhängig gemacht werden. lieber auf einen Krieg aukommen lassen, für den es fich des Justiz etats gab unseren Genossen willkommene Gelegenheit, Lemberg, 3. Februar. Bei der Reichsraths Ersatzwahl in dem genügend start halte." Hat aber", so fragt der Korrespondent die fächsische Rechtspflege zu beleuchten. Zunächst konstatirt& täh 3. Landgemeindebezirk Lancut wurde der Pater Stojalewski gewählt. weiter," Deutschland wirklich ein naheliegendes Interesse dorf eine auffällige Verschärfung der Strafen gegen die Sozial Damit ist einer der begabteften aber auch unzuverlässigsten daran, den Japanern in Weihaiwei bedrohlich zu werden und demokratie. Die Justiz set heute ein Kampfmittel für die les Boltsmänner Galiziens in das Wiener Parlament gewählt. An ihnen den Krieg aufzuzwingen?" Dazu ist zu sagen, daß gierung gegen Die mißliebige Parteien. Sozialdemokratie Popularität und Einfluß beim Bolte bat er nach seiner Unterwerfung Deutschland bisher eine solche Absicht kundgegeben hat und stehe unter einem Ausnahmegefeh. Redner fireift die Majestäts- unter dem Bolenklub und nach Beleuchtung seiner Wandlungen durch Deutschland bisher eine solche Absicht kundgegeben hat und beleidigungs- Prozesse und die Anwendung des groben Unfug unsere Parteigenoffen erheblich verloren. daß dieselbe auch der Politik des Herrn v. Bülow, die das Paragraphen. Der Boykott von oben, z. B. durch das Militär, ſei leben und leben lassen" befolgen muß, durchaus widerspräche. zugelassen, bei Arbeitern werde er bestraft. Ungarn. Deutschlands Unterstützung hat den Russen wahrlich genug recht werde schwer beeinträchtigt. Budapest, 3. Februar. Bei der vorgestern in Rosenberg stattEbenso milde verfahre gehabten Abgeordnetenwahl, bei welcher der Kandidat der liberalen Vortheile verschafft; sich Rußland zu Liebe Japan noch weiter man aber gegen die Arbeitgeber. Redner führt Beispiele Bartei siegte, kamen in der zum Rosenberger Wahlbezirk gehörenden zum Feind zu machen, müßte als ein verhängnißvoller Fehler würdigkeit" gegenüber der konservativen Breffe zur Ordnung der Bolkspartei vor. Die Gendarmerie„ mußte" von den Waffen ( Redner wird wegen des Ausdrucks Nichts- Gemeinde Lisztofalu Schlägereien zwischen Bauern der liberalen und angesehen werden. gerufen, weift aber unter großer Seiterfeit nach, daß der Gebrauch machen und verwundete 7 Personen, von denen zwei ihren Schwiegersohn des Präsidenten, Mehnert, vor kurzem den gleichen Wunden erlegen sind. Ausdruck gegen die Sozialdemokratie gebraucht habe, ohne einen Herr Thielen, von dessen Demission noch immer ver. Ordnungsruf zu erhalten.) Das Auflagemonopol der StaatsFrankreich. früht jest wieder die Rede war, scheint es bei seiner Art der Eisen- amvaltschaft führe zu großen anzuträglichkeiten de Der Minister Marinebudget berathen. Paris, 2. Februar. In der Deputirtenkammer wurde das bahn- Berwaltung nachgerade mit allen Kreisen zu verderben. Die müsse im Der Marineminister Admiral Staatsinteresse vermeiden, daß solche Angriffe Besnard setzte das Marineprogramm der Regierung aus Beamten und Arbeiter sind aufgebracht, daß die Jahre der Ueber mit recht erhoben werden könnten. Es sei schon bedenklich, Schüffe so wenig zur Verbesserung der Arbeitsverhältnisse dienen. daß die Richter aus den Kreifen der Besitzenden kommen.( Oho!) Marine; wir wollen, daß die Verbindungen mit Algerien und Tunis einander und führte aus:„ Wir wollen eine starke, triegsbereite Das reifende Bublifum flagt über die endlose Verschleppung der Das trifft auch auf die Schöffen und Geschworenen zu. Die gesicherte seien. Wir wünschen, daß das Mittelmeer ein französischer längst zugefagten Tarifreform. Jeßt fommt die Gisenindustrie mit Arbeiter haben nur bei den Gewerbegerichten mitzureden. Golf bleibe. Mit den geforderten Krediten beabsichtigt die Regierung einer neuen Auflage, die allerdings von der schnödesten geschäftlichen Wenn der Richter den Talar anziehe, siehe er damit seinen Schiffe zu bauen, welche den gegenwärtigen Fortschritten der Technik Selbstfucht eingegeben ist: Herr Thielen soll in bedauerlichster Weise politischen Alltagsmenschen nicht aus. die Neubauten und die baulichen Erweiterungen des Schienennetes große Das sei aber eine entsprechen." Er glaube, daß Panzerschiffe erforderlich seien, nichtsGefahr bei politischen Prozessen. Der befizende und des Maschinen- und Wagenparks verzögert haben, so daß der Richter wisse gar nicht, wie der Besitzlose leicht zum Verbrecher feit bauen zu lassen für den Dienst außerhalb Guropa's. destoweniger gedenke die Regierung Schiffe von großer Aktionsfähigs Industrie viele der lohnendsten Aufträge vorläufig entgangen werde, weil er die Noth und Armuth nicht kenne. Redner bespricht Minister, fügte hinzu, die Bahl der Panzerfreuzer folle auf Stoften find. In der That ergiebt der Bericht über die Bauausführungen sodann den Strafvollzug, die Fälle Steiger und Schulze, ferner die der Kreuzer vermehrt werden. und Anschaffungen der Eisenbahn- Berwaltung vom Oktober 1896 Entschädigung für unschuldig Verurtheilte. Es folgt eine lebhaft mit der Frage der fubmarinen Boote. Was die Artillerie bis zum Oktober 1897 Unsummen von bewilligten, aber noch unver Diskussion zwischen dem konservativen Abgeordneten pit. wendet gebliebenen Mitteln. Für den Bau neit er Nebenbahnen dem nationalliberalen Schill und dem Sozialdemokraten Gold. angebe, fo ſet es ftehen große Anleihe beträge zur Verfügung; die interessirten ft ein. ber Geſchüßgefchoffe gelungen, die Anfangsgeschwindigkeit um 164 Meter zu erhöhen, das sei Dann nahm das Wort Justizminister von Schurig: ein Fortschritt gegenüber der fremdländischen Artillerie. Auf Industriellen weisen jedoch darauf hin, daß, wenn man im jetzigen Er lege in feierlichster Weise Verwahrung gegen die erhobenen An- bie bemerkte Steffelexplosionen übergehend, Tempo weiter bane, mehr als fünf Jahre vergehen müssen, bis die griffe ein, damit man nicht glaube, er stimme zu. Minister, dieselben seien zur Anlage von Nebenbahnen noch flüssigen Kredite in Höhe von nicht häufiger Bezüglich der Feffelung Schulze's machte er dieselben Aus. Nationen. Die Regierung beabsichtige die Vertheidigungsarbeiten 343 Millionen aufgebraucht sind; die weitaus überwiegende führungen wie Dr. Rüger im Reichstag. Nach einigen anderen auf Korsika zu vollenden; die Arbeiten auf Biserta würden lebhaft Mehrheit der in den Jahren 1894 umb 1895 be Grwiderungen von sozialdemokratischer Seite ging die Rammer zum betrieben.( Beifall.) willigten Linien sei überhaupt noch garnicht in Angriff Kapitel„ Ober- Landgericht" über. Hier fritifirt Abg. Seifert( Soz.) genommen. Die Vervollkommnung und bessere Ausrüstung der die Anwendung des Groben Unfugs- Paragraphen gegen Austräger alten Anlagen wird nach der üblichen preußischen Finanzpragis von Flugblättern. nicht aus Anleihen, sondern aus laufenden Ueberschüssen bestritten. Der Bericht weist auch hier für 1896/97 einen unverwandten ausschuß gab die erste Lesung des Etats Anlaß zu einer Straßburg i. E., 2. Februar.( Eig. Ber.) Jm LandesParis, 3. Februar. Gaulois" versichert, der UntersuchungsRest von 62 Millionen Mark nach; der laufende Etat hat dazu Generaldebatte über die innerpolitische Lage der Reichs- Ausschuß habe einstimmig die Werabschiedung ohne Solb des Oberſten noch weitere 70 millionen zur Verfügung gestellt. Die Unternehmer lande. Unterstaatssekretär v. Schraut schilderte die finanzielle Binzu, der Kriegsminister sei weniger streng und wolle Picquart Picquart beschlossen. Das genannte Blatt fügt dieser Meldung presse berechnet, daß diese 130 Millionen, nach dem Maße der letzte Situation als sehr günstig. jährigen Bestellungen an Eisenbahnmaterial, erst in vier Jahren ers 28interer fahen Die Klerifalen Spies und nur pensioniren. jedoch Die Finanzlage recht kritisch schöpft sein würden. Die" Post" steht dadurch mit einem Male die all. Spies gab bedenken, wie eng unsere Finanz- Paris, 8. Febritar. Mehrere sozialistische Deputirte wollen Betriebssicherheit und die Befriedigung von Bedürfnissen der verhältnisse mit denjenigen Dringendsten Art in empfindlichster Weise beeinträchtigt; fie fodaß, wenn z. B. die Flotten vorlage Gefeß werde, auch gebeimnisses interpelliven. des Reiches zufammenhingen, über die vom Deputirten Delcassé gerügte Verlegung des BriefEin Marinebeamter hatte dem Abfordert ebenfalls beschleunigte Ausführung der bewilligten Eisenbahnbauten, natürlich nur zum Wohle des Vaterlandes. von Elsaß- Lothringen sehr hohe Summen gefordert werden würden. geordneten Mittheilungen zu feiner Rede zum Marine- Etat gesandt. Der Redner wies weiter auf die unhaltbaren Ausnahme. Dem Siècle" zufolge stellt das Kolonialministerium Frau Die Haupttriebfeder bei den Bemühungen von dieser verdächtigen zu stände, besonders das Ausbleiben des versprochenen Preß- Dreyfus nunmehr monatlich nur die Kopie eines einzigen Briefes Seite wird zum Schluffe aber doch offen dargelegt: Es kommt dabei auch in betracht, daß wir vielleicht be. gefeyes, hin. Der Lothringer Jeanty sprach für Einführung des ihres Gatten zu. Es scheine, fügt das Blatt hinzu, daß die übrigen reits auf dem Höhepunkte der industriellen Entwickelung zum Bandesausschuß. Diesen Rednern sucht Staatssekretär v. Putts allgemeinen, gleichen und direkten Wahlrechts Briefe einfach vernichtet würden. Belgien. angelangt sind, und daß es daher im volkswirthschaftlichen Intersta mer entgegenzutreten, er schilderte die Verhältnisse der Weichseffe von größter Wichtigkeit ist, durch stärkere Aufwendungen laude als vortreffliche. Belgien, 3. Februar. Für den Zusammentritt ber inters für Eisenbahnbauten und Betriebsmittel zu der Erhaltung nationalen Budertonferenz ist noch kein bestimmter der günstigen Lage unserer Industrie wirksam beizutragen. Chronit der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Termin festgesetzt worden. Es wird dies erst geschehen, wenn eine Mit anderen Worten, Herr Thielen soll bestellen, In Stettin wurde der Tischler Sauer von der Anklage wegen vorläufige Berständigung mit den betheiligten Mächten erzielt sein fo lange die Preise noch hoch sind. Die niebergehende Majestätsbeleidigung, die er im Juni 1895 begangen haben soll, wird. Dänemark. Konjunktur scheint sich in verschiedenen Anzeichen anzufündigen. freigesprochen. " Dom Der Man beschäftige sich gegenwärtig als der bei den benachbarten ein Bauzerschiff, drei Kreuzer und elf Torpedoboote in Bau zu Die Kommiffion der Rammer, schlägt vor, im laufenden Jahre geben. " " Das muß das Kapital in Geduld über sich ergehen lassen, aber der Nach der„ N. Fr. Volksztg." wurde gegen den Bauernbund Im Landesthing tam vor einigen Tagen der vom Staat, den man in Händen zu haben glaubt, soll wenigstens zur führer Schmidt in Straubing auf grund einer Rede über die Folkething angenommene Antrag auf Einführung der geheimen theilweisen Entschädigung vorher ordentlich gerupft und hineingelegt& lottenvorlage ein Strafverfahren wegen Majestätsbeleidigung 2lbst im mung bei der Reichstagswahl zur Berathung. Jensen werden. Hier möchten wir fast ein menschliches Rühren für den eingeleitet. als Vertreter der Rechten meinte, die geheime Abstimmung sei fein Minister fühlen, ber solche Freunde" hat. Was wird, Aus Straßburg i. Glf. meldet uns eine Privatdepesche: Mittel gegen Wahldruck und er halte die Einführung nicht für nothEisenbahnminister abgesehen, zu solchen Forderungen Graf Ranitz Soeben wurde gegen den Chefredakteur Walter und den verantwortwendig. Im übrigen wünscht er( zur Verschleppung) die Berweisung fagen, der so oft die Liebesgaben an die Gruben- und Eisenkönige lichen Redakteur G. Schmidt der in Colmar erscheinenden Elsaß des Antrages an eine Kommission. Madsen Mydal als Ver Lothringischen Volkspartei, die in Untersuchungshaft genominen treter der Linken und Knudsen, namens der Sozialdemokratic, wurden, wegen eines zu Raisers Geburtstage erschienenen Artikels empfahlen den Antrag. Der Minister des Innern ist nicht abAuflage wegen Majestätsbeleidigung erhoben. Diefelbe wurde auf geneigt, der Frage Wohlwollen zu erweisen, wenn ihm auch der die beiden Geschäftsführer August Schmidt und Rofer ausgedehnt. vorliegende Antrag nicht zweckentsprechend zu sein scheint. Der AnSo sollen vier Personen wegen eines Artifels unter Auflage gestellt trag wurde einer Kommission überwiesen. werden. Das Vorgehen erregt großes Aufsehen in Straßburg und Desterreich. tabelte? Noch ein Dispositionsfonds für Herrn Thielen. Im Etat der Eisenbahn Verwaltung für 1898 ist zum ersten Mal ein Dispositionsfonds von 5 Mill. Mark zum Erwerb von Grund und Boden für Eisenbahnzwecke vorgesehen. Er bezweckt, nach der N. A. 3.", die Möglichkeit zu schaffen, in größerem Umfange, als es bis dahin möglich war, mit geeigneten vortheilhaften Grundstücksantäufen felbst dann vorzugehen, wenn ein unmittelbares Bedürfniß bei der Verwaltung noch nicht vorliegen sollte. Ueber die Ver wendung des Fonds soll der Landesvertretung jährlich Rechenschaft gegeben werden. Kolmar. Dem Foltething ist ein neuer Entwurf eines Unfall Versicherungsgefeges für Landarbeiter von dem Linksliberalen Bramsen zugegangen. Spanien. A der Universität sind die Borlesungen mit Ausnahme jener an der Wien, 3. Februar. Jufolge einer Kundmachung des Rektorats theologischen Fakultät wegen der heute vorgefallenen bedauerlichen 3ur Versöhnungspolitit auf Ruba melbet man Verhinderungen von Vorlesungen durch Studirende bis inklusive den" Times" aus Havana unter dem 29. Januar, die Autonomie - Der Vertreter der freisinnigen Boltspartei 10. Februar mit dem Bemerken fiftirt worden, daß der akademische sei nicht genügend ausgedehnt, um die Sympathien der Kubauer zu in der Reichstags- Kommission für die Militär Strafgesetz- Steform, Senat sich vorbehalte, gegen die Schuldigen strengstens vorzugehen. gewinnen, da sie alle thatsächliche Macht in den Händen des Abg. Lenzmann, befleißigt sich fortdauernd eines Verhaltens, Eine ähnliche Kundmachung des Rettorats des Polytechnikums vers Generalgouverneurs laffe. das ruhig zu dulden seiner Partei nichts weniger als Ehre macht. fügt, daß infolge der gesetzwidrigen Vorgänge vom 1. Februar und In New York werden wieder mehr pessimistische Nachrichten Abg. Lenzmann kommt bei zahlreichen Streitfällen zwischen Regierung deren Fortdauer der gesammte Unterricht durch einstimmigen vom über die Lage in Havana verbreitet. Die militärischen Operationen und Kommissionsmitgliedern der Regierung, die eine Verbesserung Minifterium genehmigten Beschluß des Professorenkollegiums vom Jahreszeit für die Operationen fei so verloren. Bei einem jüngst der Spanier feien zum Stillstand gekommen und die günstigste des Entwurfs zu verhüten bestrebt ist, weit entgegen. So ergriff er auch 8. Februar bis auf weiteres eingestellt werde. in der heutigen Sigung wieder die Initiative, um einen vernünftigen stattgehabten Zusammenstoß mit den Aufständischen bei Mejia sollen Antrag aus den Reihen des Zentrums zu verschlechtern. Daß durch Prag, 3. Februar. Hier verlautet, der Landtag werde in aller die Spanier 124 Mann verloren haben. eine derartige Haltung die Regierung nur noch ermuthigt wird, Kürze geschlossen werden, und das Verbot des Farbentragens solle möglichst wenig Ronzessionen an die Kommission zu machen, liegt am nächsten Montag aufgehoben werden. auf der Hand. Auch die Berliner Bolts- Zeitung" wies schon auf diese sonderbar, freifinnige" Haltung des Herrn Lenzmann hin und forderte die Partei deshalb auf, einzugreifen. Die freifinnige Volts partei rührt sich aber nicht und läßt Herrn Lenzmann's gefährliche Politik ruhig gewähren. Fährt die Partei so fort, so wird sie die Mitschuld tragen müssen, wenn eine völlig ungeeignete MilitärStrafordnung zu stande kommt. " Rumänien. Bukarest, 2. Februar. Die Regierung hat der Kammer einen 15 Centimes feftfeyt. Für einheimischen Zucker foll die Steuer von Gefeßentwurf vorgelegt, welcher für 3ucker eine Konsumsteuer von den Fabriken bezahlt werden, für importirten Zucker von den Zollbehörden eingezogen werden. Rußland. Landtags und Gemeinde- Wahlrecht. Wahlrechts- Novelle, nach welcher das Abgeordnetenhaus des Reichs Die tags aus 353 privilegirten und 72 aus allgemeinen Wahlen hervor gehenden Abgeordneten zusammengefeßt ist, stellte es den einzelnen Landtagen frei, durch Landesgesetz zu beschließen, ob in ihren Ländern direkt oder durch Wahlmänner gewählt werden folle. Vorläufig find aber nur in in Niederösterreich die direkten Die Einführung der allgemeinen Schul: Die fächsischen Konsum Vereine( Fell- Leipzig, Wahlen durchgesetzt worden. Natürlich richtete sich die pflicht wird wieder einmal in Aussicht gestellt. Es ist nicht zum Lorenz- Chemnitz, Radestock- Dresden, Seifert Zwickau) haben sich so Agitation barauf, auch für die Gemeinden und Landtage irgend ersten und nicht zum letzten Male, daß dies geschieht. Die Kosten eben mit einer Betition an den Reichstag gewendet; fie bitten, eine Form des algemeinen Wahlrechts durchzusehen. Sogar in den für Kanonen und Panzerschiffe und das Interesse der einflußreichen durch Beschluß anzuerkennen, daß die Umfassteuer nicht dem Landtagen wurden troß ihrer Zusammensetzung, die noch aus Streife an der Volksverdummung werden auch diesmal die DurchGeiste der Reichsgewerbe- Ordnung und des Genossenschaftsgefeßes, ständischen Seiten herrührt, dahingehende Anträge geftellt, jedoch führung dieser Kulturmaßregel verhindern. bezw. Aktiengesetzes entspricht, und den Herrn Reichskanzler zu beschränkten sie sich größtentheils darauf, dem allgemeinen Siimm Griechenland. ersuchen, die sächsische Regierung anzuweisen, die Umsatzsteuer nicht rechte nur etwa ein Achtel der Mandate zu überlassen. Nur die auzulaffen und die bereits ertheilte Genehmigung zu Umsatzsteuer- sozialdemokratische Bartei entfaltet in der letzten Zeit, namentlich in Pforte Einspruch erhoben gegen die Bemühungen der BesatzungsAthen, 2. Februar. Die griechische Regierung hat bei der Regulativen wieder aufzuheben. Böhmen, wo die Unfähigkeit dieses Landtages genügend erwiesen Nach einer furzen Darstellung der Geschichte der Umsatzsteuer scheint, eine lebhafte Thätigkeit zu gunsten des allgemeinen Wahl. armee in Thessalien, verschiedene Ortschaften zu besetzen, da diese in Sachsen hebt die Eingabe hervor, daß die nach der letzten mini- rechts. Am letzten Sonntag wurden in Böhmen, wie unser Prager der betreffenden Ortschaften und den Soldaten geführt haben. Bemühungen zu blutigen Zusammenstößen zwischen den Einwohnern fteriellen Berordnung nochmals beschloffenen Gemeinde Regulative Korrespondent schon berichtet hat, allein mehr als fünfzig Bolts- der betreffenden Ortschaften und den Soldaten geführt haben. in Wirklichkeit nur auf die Konsum- Bereine abzielen, weil der versammlungen abgehalten. Besonders deutlich wird das bestehende Die Kandidatur des Prinzen Georg und die Begriff des Großbetriebes" im Detailhandel ganz einseitig Wahlunrecht, wenn man bedenkt, daß gerade in den zurück- griechische Finanzfrage. Aus Athen wird festgesetzt worden ist. Eine Umsatzsteuer, von einem einzelnen gebliebenen Theilen Desterreichs, wie in Dalmatien, Ga Intern. Korrefp." drahtlich gemeldet: Eine unerwartete GegnerBundes st a a t und innerhalb dessen Grenzen nur von einem be- lizien und der Bukowina ein verhältnißmäßig großer Theil schaft des Prinzen Georg ist in englischen Finanztreifen schränkten Theile einer bestimmten Kategorie von Unternehmungen der erwachsenen männlichen Bevölkerung, nämlich 68,5 bis aufgetreten, Seitens derfelben wurde der griechischen Regierung gefordert, sei nicht in Einklang zu bringen mit der Reichs- Gewerbe- 73 pet. Wahlrecht für die Gemeinde besitzt, während in den vor- vertraulich mitgetheilt, die Kandidatur laffe neue Berwickelungen Ordnung, die gleich im§ 1 phyfifchen Personen wie auch Gesell- geschrittensten und deutschen Theilen nur 44,7-49,3 pCt., in Wien im Orient befürchten, was auf das griechische Anleihebedürfniß un schaften und Genossenschaften Gewerbefreiheit, das heißt doch dem sogar nur 34,7 pct. Wahlrecht befizen. Als die christlich- sosiale günstig einwirken müsse. Werde dagegen Griechenland auf die Sinne nach: Konkurrenzgleichheit garantire. Alle Abgaben für die Partei in der Opposition war, trat sie für das allgemeine Wahlrecht Standidatur verzichten, so sei es wahrscheinlich, daß mehrere GroßBulaffung" zu einem Gewerbe seien nach der Rechtsprechung des ein; jetzt scheint der Beherrscher des nieder- österreichischen Landtags mächte die Binsgarantie für die griechische Kriegsentschädigungsthatsächlich, Reichsgerichts aufgehoben; nicht und des Wiener Gemeinderaths, Dr. Lueger, dessen Stütze die fleinen Anleihe übernehmen. juristisch, schließe die Umsatzsteuer das fonsumgenossen Zensuswähler sind, seine Versprechungen vergeffen zu haben, so daß Türkei. schaftliche Kapital von gewiffen Geschäftszweigen aus. An die vom Abgeordneten Dr. Julius Ofner in letzter Zeit wieder bemanchen Verkaufsartikeln werde nichts verdient, trotzdem triebenen Wahlreformanträge im Schooße eines Ausschusses des nimmt die Umsatzsteuer noch bis zu 2 pet. von den erzielten Preisen nieder- österreichischen Landtages vergraben bleiben, bis dieser vertagt weg, so daß fie auf eine unmittelbare Berluftzufügung, auf eine wird. wenn auch " ber Konstantinopel, 3. Febr.( Frif. 3tg."). Auf grund besonderer Informationen fann der Korrespondent versichern, daß zwischen Ruß land, Frankreich und England eine Verständigung erzielt worden ist, dahin gehend, den Prinzen Georg ron Griechenland auch ohne Zu Asien. - Gin Miserfolg russischen Kapitals in Rorea Wie über Nordamerika drahtlich aus Söul gemeldet wird, hatten russische Unternehmer im nordwestlichen Korea an der Grenze des ussurischen Gebietes seitens der toreanischen Regierung die Konzession erlangt, auf einem Gebiet von 1500 Quadratwerft Kohlengruben anzulegen und nach Edelmetallen zu graben. Infolge des Mangels an Rapital haben jedoch die Russen die Konzession bisher noch nicht ausnüßen können, sodaß nunmehr ein aus Engländern und Amerikanern beſtehendes Finanzkonsortium die Konzession zum Minenbau in der ganzen Nordhälfte Koreas erhalten hat. Amerika. ftimmung des Sultans als Gouverneur auf Rreta einzusetzen. Iwirthe es auf eine Verhebung der Klaffen abgesehen habe. Die Ge- Vertheilung von nahezu 200 000 Flugblättern zc. gefördert worden. Lem Prinzen Georg ist bereits eine diesbezügliche Mittheilung zu fahr einer Verquickung des Bundes der Landwirthe mit den Anti- Die Hauptagitation wurde natürlich bei der Landtagswahl ents gegangen. Er hält sich bereit, im gegebenen Augenblick unter dem semiten sei ausgeschlossen. Der Bund der Landwirthe habe faltet. Welche Schwierigkeiten das Dreitlaffen- System für die WahlSchuße der drei oben genannten Mächte nach Kreta abzugehen. feit 1893 100 000. für Wahlen ansgegeben, dafür im ganzen arbeit mit sich gebracht hat, zeigt z. B. der Umstand, daß in den Vielleicht steht hiermit im Zusammenhang die Thätigkeit Edhem 300 m. für eine antisemitische Kandidatur in einem Wahlkreise, wo beiden ländlichen Kreisen, wo gewählt worden ist, 159 000 Stimmzettel in Pascha's in Thessalien, die unter der Leitung des vor einigen Tagen teine tonservative Stimme vorhanden war. Der Bund der Landwirthe 137 Sorten erforderlich waren. Das Resultat der fleißigen Agitation von Konstantinopel aus verständigten Generalstabes größere Ber- fei naturgemäß unpolitif ch und habe daher den Antisemiten seine war eine stärkere Wahlbetheiligung als 1891, die stärkste Wahlschanzungen bei Dhomokos, Lamia und Larissa aufführen läßt. Stimme gegeben, weil dieselben versprachen, für die Forderungen des betheiligung von allen Kreisen Sachsens, die diesmal gewählt Bundes einzutreten und dies auch erfüllt haben. Allein der Bund haben, eine starke Zunahme unferes Antheils an den abgegebenen sei eine tonservative Gründung, feine Forderungen seien streng touser- Stimmen und der stärkste Prozentsatz sozialdemokratischer Stimmen vativ, es sei daher undenkbar, daß derselbe zur konservativen Partei von allen Kreisen. Die Agitation für die Gemeindewahlen hatte in in einen Gegensatz treten tönnte. In dem Ausschuß des Bundes, allen in betracht kommenden Orten die Eroberung neuer Mandate der aus 60 Personen bestehe, figen ein Antisemit und drei agrarische zur Folge. Was die Reichstagswahl betrifft, wird der 6. Kreis als sicherer Nationalliberale. Es sei selbstverständlich, daß der Bund der Besitz der Partei betrachtet. Die Einnahme des Vereins betrug konservativen Partei gegenüber, die doch stets für die Forderungen 12 484,12 M., die Ausgabe im Betrage von 12 488,55 m. war um des Bundes eingetreten sei, ein loyales Verhalten an den Tag legen ein geringes höher, wobei aber zu beachten, daß einige hundert Mark werde. Wenn die Gegner gehofft haben, daß es zwischen dem Bund Schulden abgezahlt worden sind. Eine umfangreiche Arbeit vers und der konservativen Partei zum Bruch kommen werde, dann haben ursachte dem Vorstand des Vereins auch die Erledigung der Hochsich dieselben gründlich getäuscht. Der Bund würde selbst die Frei- wafferentschädigungen, da an 107 Personen in je 2 und 3 Raten sinnigen unterstüßen, wenn diese für seine Forderungen einträten. insgesammt über 7400 M. auszuzahlen waren. Die Stimme eines Nationalliberalen für die Forderungen des Bundes Ueber welch' rege Arbeiterbevölkerung der Kreis Dresden- Land falle auch bedeutend mehr ins Gewicht, als die Stimme eines verfügt, zeigt noch die Thatsache, daß dort im vorigen Jahre nicht Ronservativen. Der Redner verwahrt sich dagegen, daß der Bund weniger als 57 Gewerkschafts- Versammlungen abgehalten worden sind. nur einseitige Agrar- Intereffen verfechte, er trete in gleicher Weise für die Forderungen der Handwerker und Kleingewerbetreibenden demokratie Oesterreichs ist auf den 10. April nach Brünn in Der dritte ordentliche Parteitag der czechischen Sozial. ein und wünsche ein Zusammengehen aller dieser Stände mit der das Lokal Arbeiterheim einberufen. Großindustrie und dem ehrlichen nationalen Großhandel. von Manteuffel: Er habe nicht gesagt, daß er eine Verquictung des Bundes mit den Antisemiten befürchte, er erblicke aber für den Bund eine Gefahr, die nicht mehr auf dem Boden giebt es fast feinen Wirth, der den Muth hätte, unserer Partei sein Im ganzen Erfurter Landkreis, der zirka 40 Dörfer umfaßt, des Christenthums stehenden Antisemiten zu unterstüßen. Jeden: Botal zu Bersammlungen zu überlaffen. Sie fürchten, daß ihnen falls fei eine Klarstellung der konservativen Partei zu den Anti- sonft von gegnerischer Seite die befannten Nachtheile bereitet semiten nothwendig gewefen; wäre das nicht geschehen, dann hätte würden. In Walsch leben, einem Dorfe mit zirka 2000 Ginder Parteitag einfach nicht seine Pflicht gethan. Herr von Plöß wohnern, faft durchweg Arbeitern, die im Buckerrübenbau beschäftigt habe gesagt: Der Bund werde objektiv grüfen, in diesem Falle werden, war es unseren Erfurter Parteigenoffen jetzt endlich ge fönne er aber nur fonservativ bleiben.( Beifall.) Rechtsanwalt Meyer Tilsit bemerkte: In seiner Heimath werde es allgemein scheiterte aber daran, daß der Amtsvorsteher dem Einberufer einfach lungen, einen Saal zu bekommen. Die Abhaltung der Versammlung bedauert, daß Hofprediger Stöcker nicht mehr zur konservativen die Anmeldebescheinigung verweigerte, und zwar Partei gehöre. Der Antrag des Referenten gelangte darnach ein- ohne Angabe von Gründen. Es wurde sofort Beschwerde beim stimmig zur Annahme. präsidenten erhoben. Der Oberpräsident Herr v. Bötticher depeschirte Landrath sowohl wie beim Regierungspräsidenten und Oberumgehend zurück, daß er die Untersuchung einleiten werde; der Regierungspräsident v. Brauchitsch antwortete in demselben Sinne; von der Antwort des Landraths erwähnt aber der Bericht der Erfurter Tribüne", dem wir hierbei folgen, noch nichts. Jedenfalls steht fest, daß die Bersammlung nicht abgehalten werden Der letzte Borstoß der Silberleute, ber vom amerikanischen Senate ausging, ist im Repräsentantenhause, wie wir schon berichtet haben, abgeschlagen worden. Nun erfährt man auch näheres über die Verhandlungen: Mr. Dingley, der Vorsitzende der Budgetkommission, der bekannte Urheber des neuen Bolltarifes, bezeichnete dabei den Antrag Teller als den Vorläufer der freien Silberprägung im Verhältniß von 16: 1 und der Zahlung der amerikanischen Schulden in entwerthetem Geld; der moralische Sinn der ganzen Welt werde sich empören über einen Trenbruch, der den Kredit und das Ansehen Der Nation erschüttern und schließlich aus den Vereinigten Staaten ein Silberland wie Merito und China machen müsse. Das ist eine entschlossenere Sprache, als man fie feit langem gewöhnt ist. Andererseits ist für eine wirkliche positive Gold währungspolitik teine parlamentarische Mehrheit da, im Senat find fogar Anhänger Mac Riuley's, die bisher nicht zu den Silberiten" gerechnet wurden, für den Antrag Teller eingetreten. In FinanzFreisen sieht man daher selbst den Wahlen zum Unterhaus im nächsten Herbst mit großen Befürchtungen entgegen, weil sie vielleicht auch i ter zweiten Rammer den Geldverschlechterern zu einer Mehrheit verhelfen können. Der Parteitag der Konservativen. # " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. über die Arbeitsverhältnisse im Hafen. Der große Hafenarbeiter- Streit im Winter 1896/97 hatte damit Graf zu Limburg Stirum sprach hierauf über die Reich 3 tagswahl. Der Redner wies den Vorwurf zurück, daß die konser. vative Partei aus Strebern bestehe. Die konservative Partei mache nicht Opposition, um Opposition zu machen. Die tonfervative Partei sei auch eine streng verfassungstreue Partei. Daß sie für das all gemeine a blrecht, bas bewirkt habe, daß in faft allen Großstädten Sozialdemokraten gewählt werden, fich nicht begeistern tonnte. tönne, sei ihr gewiß nicht zu verargen. Die Gegner, die die EinAus den Reden, die am konservativen Parteitag gehalten führung der Diäten verlangen, rütteln dagegen an der Verfassung. wurden, ist noch folgendes hervorzuheben: Es sei sehr sei sehr nothwendig, alle Vorkehrungen zu treffen, Der Bericht der Hamburger Senatskommission Rechtsanwalt Meyer Tilsit: Ich muß an das Wort Miquel's Int schon im ersten Wahlgange den Sieg zu erringen, erinnern, daß die staatserhaltenden Elemente fich sammeln mögen. da erfahrungsgemäß bei Stichwahlen Stichwahlen zumeist die UmsturzIch kann mich daher den Ausführungen des Freiherrn v. Manteuffel partei siege. Er empfehle daher ein möglichst es zusammennicht anschließen, daß die Antisemiten ausnahmslos zu bekämpfen gehen aller staatserhaltenden Parteien wie in geendet, daß am 10. Februar 1897 vom Senat eine Kommission seien. Außerdem müffen wir den Schein vermeiden, Sachfen. Für äußerst bedenklich halte er, den Schwerpunkt in eingesetzt wurde, die den Auftrag erhielt, die Lohnverhältnisse und daß wir nur mit Polizeimitteln die Sozialdas Parlament zu verlegen. Er fei ein alter Barlamentarier, je fonftigen Arbeitsbedingungen der Hafenarbeiter eingehend zu prüfen bemokratie betämpfen bekämpfen wollen. Wir müssen nicht länger er aber im Parlament size, desto mehr finke sein Respekt vor und sodann durch Verhandlungen mit Unternehmern und Arbeitern blos Worte, sondern auch Thaten zeigen, wir müssen dem Parlament.( Seiterfeit.) Es sei möglich, daß die konservative die Beseitigung der bei der Prüfung sich ergebenden Mißstände zu mit einem Worte eine thätige Partei werden, sonst werden Partei temporäre Verluste haben werde.. wir niemals Boden im Volke gewinnen. Ich beantrage in der Reveranlassen. Die Kommission bestand aus den Senatoren D'S wald, Frhr. v. Böttlerberg Berlin: Im Namen der konservativen Ad. Herz und Holthusen, außerdem einigen Syndici und folution II im 1. Absatz einzuschalten: durch christlich- deutsche Er- Wähler Berlins muß ich mich gegen die Ausführungen des Frhrn. andern beim Senat thätigen Juristen. Die Kommission hat, um die neuerung des Voltslebens, durch weiteren Ausbau der Gesetzgebung von Manteuffel betreffs der Antisemiten wenden. Mit den Nadau- Verhältnisse der Hamburger Hafenarbeit aufzuflären, gemein im Sinne der kaiserl. Botschaft vom 17. November 1881 und durch Antisemiten können wir allerdings nicht zusammengehen, dagegen fame Vernehmungen energische Handhabung" 2c.( Beifall.) Abg. Prof. Dr. Kropat müffen wir mit den gemäßigten Antisemiten und Christlich- Sozialen von Unternehmern und Arbeitern vorfcheck Berlin: Ich erkläre mich mit dem Busabantrage des Vor- zusammengehen, wenn genommen. Sie hat einer solchen gemeinsamen Bernehmung den wir etwas erreichen wollen. Mit den redners einverstanden, ich bin aber der Meinung, daß die Sozial- Nationalliberalen können wir nicht zusammengehen. Diese Partei Borzug von der gesonderten Anhörung der Intereffentengruppen demokratie mit allen Mitteln bekämpft werden muß. Zweifellos find ist schon deshalb zu bekämpfen, weil sie firchlich- liberal ift und die gegeben, weil, wie sie schreibt, fte nur von ersterer eine erschöpfende mehrere Forderungen der Sozialdemokratie vollberechtigt. Freiherr pofitive Kirche schädigt. Aufklärung der Verhältnisse erwarten durfte und weil dieses Vers Der Redner trat zum Schluß für fahren vor allem auch den Vorzug bot, irrthümliche Darlegungen v. Stumm wird das ja bestreiten, allein ein bedeutenderer Mann als Gründung volksthümlich gehaltener Freiherr v. Stumm, Fürst Bismarck, hat dies ausgesprochen. Die ein, da Zeitungen wie die Kreuz- Zeitung" vom Volte nicht die Arbeiter in Gegenwart der Unternehmer befangen sein und mit tonfervativer Zeitungen fogleich auftlären und berichtigen zu können." Die Besorgniß, daß fonfervative Partei ist für diese berechtigten sozialen Forderungen verstanden werden. Rittergutsbesizer Ackermann Salisch ihren Aussagen zurückhalten könnten, habe sich als unbegründet ereingetreten, noch ehe es eine organisirte Sozialdemokratie gab.( Rufe: beantragte, in der Resolution des Referenten die Worte: iſt wiesen. Sehr richtig!) Dies darf uns aber nicht abhalten, die Sozial- die Entscheidung von Fall zu Fall vorbehalten" zu streichen demokratie mit allen staatlichen Machtmitteln und dafür zu setzen: ist Stimmenthaltung zu empfehlen!" Die Protokolle über die Vernehmungen selbst sollen in Kürze zu bekämpfen. v. Manteuffel: Ich muß Herrn Rechts- Dr. Buchka: Er ersuche, den Antrag Ackermann abzulehnen. Er über die Thätigkeit der Kommission erschienen, Abg. der Deffentlichkeit übergeben werden. Vorläufig ist der Bericht anwalt Meyer erwidern, daß ich gesagt habe: Es giebt wohl Anti- felbst sei z. B. in der Stichwahl mit Hilfe der Freisinnigen allgemeinen Ergebnisse enthält, zu denen die Untersuchungen der die femiten, die noch christliche Anschauungen haben. Die Radau- Anti- gewählt worden. Dienst erfordere Gegendienst. Wenn und Verhandlungen der Kommission femiten stehen aber nicht mehr auf dem Boden des Antisemitismus, Die Konservativen auch nur wenige Berührungspunkte mit den Frei- gleich geführt haben.*) Und diese unterstützen die Fortschrittspartei, die doch nur eine jüdische sinnigen haben, so seien doch einige vorhanden.( Widerspruch.) Die Kommission für die thatsächliche Besserung der Hafen von vornherein sei bemerkt: sehr bedeutendes hat Partei ist. Es muß eine größerere Opferfreudigkeit in der kon- Jedenfalls wäre die Annahme des Antrags Ackermann eine große arbeiterverbältnisse nicht geleistet. Die Senatskommission selbst bes fervativen Partei gefchaffen werden. Wir können uns in dieser Be- politische Unklugheit. Der Abänderungsantrag Ackermann wurde richtet, daß sie es als ihre Hauptaufgabe betrachtet habe, die that ziehung die Sozialdemokraten als Beispiel dienen laffen. Wenn die abgelehnt, dagegen die schon in der letzten Nummer wiedergegebene fächlichen Verhältnisse aufzuklären". In dieser Beziehung ist felbe Opferfreubigkeit bei den Konservativen herrschen würde, dann Resolution des Grafen Limburg fast einstimmig unverändert an- denn auch das von ihr zufammengetragene Material vorzüglich, und tönnten wir bei den Wahlen ganz andere Erfolge erzielen.( Beifall.) genommen. Die Tagesordnung war darnach erledigt.- Frhr. wir werden später noch mehrfach Veranlassung haben, auf diese Freiherr v. Durant: Er halte es für erforderlich, die v. Manteuffel schloß mit einem Dank an das Lokalkomitee für den Schilderungen der sozialen Lage einer so wichtigen Arbeiterschicht, foziale Frage als eine fittliche aufzufaffen. Wir müssen bestrebt freundlichen Empfang den Parteitag. fein, uns als Volkspartei zu bethätigen und die Ansicht widerwie es die Hafenarbeiter der größten Seestadt Deutschlands find, legen, daß wir eine Agrar- und Junkerpartei sind.( Beifall.) einzugehen. Was aber die Thätigkeit der Kommiffion auf Abstellung Rechtsanwalt Schenck Magdeburg: Auch ich halte es für nothvon Mißständen und Verbesserung der Arbeiterverhältnisse anlangt, wendig, daß die fonservative Partei eine Wolfspartei wird. Die so ist das Resultat nur gering. Die Kommission ist, wie sie selbst Resolutionen des Frhrn. v. Manteuffel, die wir gestern schon mitDie Parteigenoffen in Frankfurt a. M. haben in einer start berichtet, nur in den Fällen für eine Erhöhung des Bohnes eingetreten, theilten, gelangten danach mit dem Busazantrage des besuchten Versammlung dem bisherigen Vertreter des Reichstags. wo der Arbeitslohn hinter dem„ ortsüblichen Tagelohn" von 3 M. Rechtsanwalts Meyer einstimmig zur Annahme. Wahlkreises Frankfurt, Wilhelm Schmidt, einstimmig die Kandidatur zurückblieb. Wo die Löhne schon bisher 3 M. erreichten und überAbg. Rechtsanwalt Dr. Klasing- Bielefeld sprach hierauf angetragen. Die Versammlung nahm eine Resolution an, in der stiegen, hat die Kommission von einer Einwirkung zu gunsten einer über Sozial- und Wirthschaftspolitik: Die konservative Partei stehe es heißt: Lohnerhöhung abgefeben."" Auch gaben die Arbeitgeber", sagt der auf dem Boden der allerhöchsten Botschaft vom 17. November 1881, Die sozialdemokratische Parteiversammlung erklärt sich mit Bericht, zu erkennen, daß fie Lohnerhöhungen, insofern sie etwa fie wolle mit einem Worte praktisches Christenthum treiben. Ge der bisherigen Thätigkeit des Reichstags Abgeordneten Wilhelm geboten und durchführbar seien, nur aus eigener Entschließung zu beginne fich unter der Herrschaft des allgemeinen Wahlrechts ein Schmidt voll und ganz einverstanden und stellt denselben für den gestehen würden." Diese Patriarchen! Thatsächlich sind bei der demokratischer Bersetzungsprozeß zu vollziehen. Aufgabe der fonfer- Wahlkreis Frankfurt a. M. wieder als ihren Kandidaten für die Staatskai- Verwaltung und einigen großen Gesellschaften für etliche vativen Partei sei es, diesem Bersehungsprozeß nach Möglichkeit zu bevorstehende Reichstagswahl auf." Arbeiterbranchen geringe Lohnverbesserungen eingetreten. Der Verein fteuern. Er begrüße es daher mit Freuden, daß die Regierung Ueber das bürgerliche Kartell in Braunschweig schreibt der Stauer bat einige bisher in den verschiedenen Betrieben bestehende der Erweiterung des Koalitionsrechts der Arbeiter unser dortiges Parteiorgan: Jin Ordnungsbrei gährt und brodelt Ungleichheiten im Lohn in einem für die Arbeiter günstigen Sinn mit Energie entgegentrele.( Beifall.) Die konservative es und die verschiedensten Blasen steigen auf. Raum ist der befeitigt und hat beschlossen, das Fährgeld für die Hin und Bartei müffe jeder Organisation entgegentreten, die darauf gerichtet Rentner und Schlächterinnungs- Vorsteher Reinecke als Reichs- Rückfahrt zur Arbeitsstätte zu tragen. Bei den Koblenschauerleuten fei, die Massenherrschaft zu stärken. Die konservative Partei wolle tags Kandidat auf der Bildfläche erschienen, so zeigen fich ist dagegen nach dem Ausstand eine Herabfeßung des Lohnes dem wirthschaftlich Schwachen Schuß gewähren. Sie sei daher für schon wieder Abtrünnige, welche einen augenscheinlich vorhandenen erfolgt. einen starken Arbeiterschuß, für möglichste Einschränkung der Frauen- Mangel an geeigneten Friedenskandidaten" fonstatiren und daher, und Kinderarbeit, für Bermehrung von Arbeitsnachweiſe- Austalten, wie es heute einen neuen Kandidaten der„ vereinigten bürgerlichen und Kinderarbeit, für Vermehrung von Arbeitsnachweise- Anstalten, wie es heute in einem auffälligen Inserat in der Landesztg." gefür Verbesserung des Herbergs und Verpflegungswesens und schieht, als der Arbeiterkolonien, für möglichste Ausgestaltung der Gewerbe- Gruppen" den Rentner Gustav Wagner präsentiren. Die Herstellung gerichte und Einigungsämter und für möglichste Ausdehnung der der Harmonie zwischen den verschiedenen ordnungsliebenden Sonntagsruhe. Gruppen" scheint doch nicht so leicht zu sein, wie diejenigen glaubten, Abg. Graf v. Ranib, mit großem Beifall empfangen: Sein welche den Genoffen Blos am liebsten beim ersten Wahlgange zu Antrag auf Berstaatlichung des Getreibehandels Fall bringen möchten. " 0 Wahlbewegung. fei augenblicklich zurückgestellt worden, weil keine Abg. Aylwardt trägt im Wahltreife Sch we Im gegen Entree Aussicht vorhanden sei, daß derselbe jetzt zur Annahme ge- feine bekannten Sep- Hep- Reden vor. In Langerfeld machte fich die lange. Es sei ja möglich, daß es gelingen werde, auch auf Versammlung den Scherz und wählte einen anwesenden Juden aus anderem Wege dem Sinten der Getreidepreise Einhalt zu der Versammlung zum Vorsitzenden, was Herrn Ahlwardt nicht thun. So lange aber ein anderes Mittel nicht gefunden werde, wenig verblüffte, da er seinen Vorsitzenden sich schon mitgebracht tönne er seinen Antrag nicht aufgeben und er sei der festen hatte. Ueberzeugung, daß derselbe schließlich die Zustimmung der Regierung und des Reichstags finden werde. Man habe seinen Antrag fozialistisch genannt. Das Eigenthümliche dabei sei nur, daß der Antrag gerade von der Sozialdemokratie auf das heftigste bekämpft werde. Von der Agitation. Reichstags Abgeordneter Richard Die Sozialdemokraten wissen sehr gut, daß durch die Ausführung Fischer aus Berlin sprach in Rottbus, Spremberg und feines Antrages der Landbevölkerung geholfen werde, und daß sie Eberswalde in riesig besuchten Boltsversammlungen über den alsdann bei diefer für ihre Jbeen feinen Boden finden. Er behaupte Posadowsty'schen Erlaß. aber, daß die Ausführung seines Antrages auch den übrigen Klassen = Partei- Nachrichten. B " Neben diesen Errungenschaften" hat die Thätigkeit der Roma mission zu Ergebnissen geführt, über die sie wie folgt berichtet: Der Verein der Stauer hat die Lohnauszahlung in Wirthschaften oder deren Nebenräumen, welche eine der wesentlichsten Beschwerden der Arbeiter gebildet hat, für die Zua tunft aufgegeben; die Zahlung des Lohnes erfolgt jetzt im Komptoir oder an Bord. Der Verein Hamburger Rheber hat sich nach längeren Bers handlungen zur Errichtung einer Heuerstelle entschlossen, welche schon jetzt für eine größere Bahl bedeutender Rhedereien die Anheuerung der Schiffsmannschaften besorgt. Die durchaus nothwendige Einrichtung einer geordneten Arbeitsvermittelung für die Hafenarbeiter hat zwar noch nicht zu einem befriedigenden Abschluß gebracht werden können, sie ist aber ihrer Lösung zunächst für die Gruppe der Schauerleute näher gea führt worden. Ueber eine bessere Ausgestaltung des Fähr vertebra im Hafen und über eine Ermäßigung der Fahrpreise in den Stunden des Arbeiterverkehrs hat die Kommission dem Senate bereits eingehende Vorschläge unterbreitet. # Es ist endlich die Anstellung eines Hafen Inspettors beschlossen worden, dem unter Einräumung weitgehender Befugniffe die Fürsorge für den Schuß der Hafenarbeiter gegen die ihrem Leben und ihrer Gesundheit bei der Arbeit drohenden Gefahren übertragen worden ist." werthvoll sie im einzelnen find, fein Aequivalent bieten für die Es wird zugegeben werden müssen, daß diese Errungenschaften, Opfer, die der große Hafenarbeiter- Streit gekostet hat. der Bevölkerung zu gute kommen würde, denn die Industrie und in der Nummer vom 1. Februar erklären, an diesem Tage offiziell Der„ Volksbote" in Stettin ist, wie Verlag und Expedition das Handwerk könne nur profperiren, wenn eine kaufträftige Land in Partei Gigenthum übernommen worden. Alle für die bevölkerung vorhanden sei. Abg. Dr. v. Frege Abtaundorf Expedition und den Berlag bestimmten Mittheilungen find von jetzt führte aus, daß die Sozialdemokratie längst auf an zu richten an den Parteigenoffen A. Kunge, König Albert- fo gehört habe, eine Arbeiterpartei zu sein. Sie ftraße 15. bestehe in der Hauptsache aus Rechtsanwälten und Aerzten, die feine Praxis haben, und aus Schriftstellern, die keine Verleger finden Der sozialdemokratische Verein für den 6. fächsischen. tönnen. Reichstagswahlkreis( Dresden- Land links der Elbe) hat im ver-*) Bericht der Senatskommission für die Prüfung der Arbeits. Abg. v. PI3B Döllingen, mit großem Beifall empfangen: Er gangenen Jahre eine überaus reiche Thätigkeit entwickelt. Außer aerhältnisse im Hamburger Hafen. Hamburg 1898. Lucas Gräfe müsse zunächst der Ansicht entgegentreten, daß der Bund der Land- durch 44 öffentliche politische Versammlungen ist die Agitation durch u. Sillem. " Gewerkschaftliches. In der Provinz werden jetzt, wie man uns mittheilt, Ausschuß wird, Einsetzung einer Rommission, die in zweifelhaften und sich selbst blamiren. Daß die Petition der Meinung der zahlreiche Flugblätter und andere Drucksachen gegen die Sozial- Fällen die Sache zu regeln hat, Bezahlung von 25 pet. Aufschlag Bäckergesellen nicht entspricht, bedarf keines Beweises. Abgesehen Demokratie verbreitet. Wir bitten unsere Freunde im Lande, ist bis auf weiteres fernzuhalten. für Affordarbeiten, die in Ueberstunden gemacht werden. Zuzug vielleicht von einigen bevorzugten Elementen, unterschreibt kein Arbeiter freiwillig eine solche Petition. Nur die Sorge, vor allem die Vertrauenspersonen, uns von denselben mindestens je ein Exemplar sofort nach der Verbreitung zu übersenden. Die Aussperrung der Maurer und Zimmerer in Pyrit andernfalls auf die Straße zu fliegen, fann einen Arbeiter dazu veranlassen. hat an Umfang zugenommen. In der vergangenen Weche waren es 111 Maurer, davon 78 verheirathet, welche von der Aussperrung Unternehmerthums, die Die Redaktion des Vorwärts". Bei der großen Leichtgläubigkeit gegenüber den Klagen des betroffen find. Die Unternehmer haben bisher jede Verhandlung mit Bosadowsky'schen Hera auszeichnet, ist es aber nicht unwichtig, feftdie die Regierung während der jetzigen der Organisation abgelehnt." zustellen, wer denn die eigentlichen Interessenten der Kottbuss Bei der Gewerbegerichtswahl in Elfter berg wurden in Sandower Petition sind. Der„ Märkischen Volksstimme" in Forst, der Klasse der Arbeiter die vom Arbeiter- Wahlfomitee vorgeschlagenen der die Petition von einem Bäckermeister aus Rottbus zugesandt acht Kandidaten fast einstimmig gewählt. worden war, ist darüber von diesem mitgetheilt worden:„ Die in der Bei der Gewerbegerichts- Wahl in Breslau am 2. Februar Petition angegebenen Zustände entsprechen absolut nicht der Wahrheit. wurden die vom Gewerkschaftskartell aufgestellten. 102 Arbeiter: Die hiesigen Bäckereien kommen bis auf fünf oder sech 3 kandidaten gewählt. Gegnerische Kandidaten waren nicht nominirt. Großbäckereien mit der vorgeschriebenen Arbeitszeit vollständig In der Stuhlfabrik von Bock u. Fischer in Marbach aus und es wäre bedauerlich, wenn sich die 74 oder 75 anderen Meister von den Großbäckern als Werkzeuge gebrauchen haben sämmtliche Arbeiter die Arbeit niedergelegt, weil die Firma ließen und dafür einträten, daß diese die Gesellen beeinflussen, die versuchte, durch Einführung eines fogen. Tageszettels die bisherigen Petition zu unterschreiben. Wenn die Großbäcker mit der ArbeitsLohnbedingungen zu verschlechtern. Die Forderung der Arbeiter geht zeit nicht auskommen, dann mögen sie die Betriebe dem. deshalb dahin, den Tageszettel zu beseitigen und einen Lohntarif zu entsprechend einrichten, die Mittel haben sie vereinbaren, der in der Fabrik auszuhängen ist. Zuzug ist streng basu, nicht aber auf Kosten einer längeren Arbeitszeit die Arbeiter Berlin und Umgebung. " über Gebühr ausnutzen." Die Vertreter zweier Kellner- Vereinigungen, des deutschen Rellnerbundes und des Genfer Verbandes der Gasthofsgehilfen, werden am Sonnabend im Reichsamt des Innern empfangen, um die Wünsche der Kellner in bezug auf die gefeßliche Regelung der Arbeitsverhältnisse zu unterbreiten. Es ist das bereits die zweite Deputation, die von den genannten Bereinigungen an die Regierung abgesandt wird, um dieſe au das von Herrn v. Berlepsch bereits 1890 gegebene Versprechen, das dahin ging, für die Angestellten im Gastwirthsgewerbe ein Spezialgesetz einzubringen, zu erinnern. Wenn die Gastwirthsgehilfen der Erfüllung ihrer Wünsche jetzt auch näher fommen sollten, so geschieht das gewiß mehr auf Drängen fernzuhalten. des Reichstages als durch die Initiative des jetzigen Staatssekretärs Der Flößerftreik im Nekedistrikt hat dieser Tage vor der Posadowsky, den bekanntlich die„ polizeiliche deglementirung" Straffammer in Schneidemühl noch ein gerichtliches Nachspiel Wohlfahrtseinrichtungen soll im Mai tagen und„ die WohlfahrtsDie diesjährige Konferenz der Zentralftelle für Arbeiterüberall da zuwider ist, wo sie zu gunsten der Arbeiter Anwendung gefunden. Angeklagt waren die Flößer Ehlers, RöhI, finden soll. Zander und Ziebarth, welche beschuldigt wurden, andere Pflege im Kreise" und" die individuelle Hygiene des Fabrikarbeiters" Die Agitationskommission der Bureau Augeftellten hat Flößer durch Drohungen und Ehrverlegungen davon abgehalten zu behandeln. Die übliche Informationsreise wird sich in der ersten auf ihre Eingabe an den Vorstand der Berliner Anwaltskammer betr. haben, an die Arbeit zu gehen. Der Streit richtete sich bekanntlich Hälfte des September nach Bayern und Desterreich, vornehmlich die Regelung der Arbeitsverhältnisse der Bureau- Angestellten eine gegen die Schleppichifffahrts- Aktiengesellschaft in Bromberg, welche, Nürnberg, München und Wien richten. Antwort erhalten, in der es heißt, daß die Kammer außer Stande als sie auf die Forderungen der Streifenden nicht einzugehen gewillt Arbeiter Risiko. Auf der Braunkohlenzeche der Gewerkschaft fei, durch Empfehlung eines bestimmten Regulativs die freie Ent- war, andere Flößer engagirte. Ehe diefe aber in Weißenhöhe eintrafen, Maria Theresia bei Aachen wurden am Freitag Abend so heißt es dann weiter, darf, wie die von Ihnen zitirte Ent- Verbandes der Flößer, an Ort und Stelle, um die Intereffen der Zwei fonnten sich soweit retten, daß sie nur mit den Beinen einScheidung des Ehrengerichtshofs vom 28. Oftober 1887 ergiebt, nicht Streifenden wahrzunehmen, indem er die Weiterarbeitenden sowie geschloffen wurden; der dritte kam ums Leben. dahin führen, die Nothlage eines Angestellten auszubeuten, vielmehr die Zureisenden auf ihre Pflichten gegenüber ihren Berufskollegen Grundbesitzer und Arbeiter. Man schreibt uns: Der reichste baben die Rechtsanwälte als Arbeitgeber die Verpflichtung, aufmerksam machte. Die Auflage behauptet nun, daß er sich hierbei dänische Grundbesitzer, der Kammerherr und Hofjägermeister Graf die Arbeitskraft der Angestellten nicht übermäßig auszuhabe zu Drohungen hinreißen lassen, welches E. jedoch entschieden Frijs auf Frissenborg, dessen Grundbefiz etwa einen Werth nüßen, den Angestellten gesunde, mit Licht und Luft gebestreitet. Das Gericht erachtete jedoch Ehlers des Vergehens gegen von 20 Millionen Kronen( à 11212 Bf.) hat und dessen tägliches nügend versehene Arbeitsräume zu gewähren und Löhne zu zahlen,§ 153 der Gewerbe- Ordnung für überführt und verurtheilte ihn zu Einkommen auf 1000 kronen geschäzt wird, läßt jetzt, also die zur Bestreitung angemessenen Lebensunter 6 Wochen Gefängniß. Die übrigen Angeklagten mußten frei mitten im Winter, seine Arbeiter aus ihren Wohhalis ausreichen. Wir haben Anlaß genommen, die Mitglieder gesprochen werden, weil ihnen ein strafbares Handeln nicht nachnungen heraussehen, weil sie einer Arbeiterorgani unserer Rammer darauf hinzuweisen, damit dort, wo Mißstände sich gewiesen werden konnte. sation beigetreten sind, die für jeden Arbeiter eine ohn etwa eingeschlichen haben, dieselben abgestellt werden." Die Lage der Handschuh Industrie ist nach einem Bericht aufbesserung von 20 Deren( ca. 28 Pf.) pro Tag verlangt. Das Organ der Bureau- Angestellten betout mit Recht, daß mit der Breslauer Volkswacht" aus Haynau recht gedrückt. Die Die Arbeiter hatten bisher 1 Krone Tagelohn. folch' allgemeinen Hinweisen den durch die freie Entschließung" der amerikanische Zollgefeßgebung hat im vorigen Jahre die Ausfuhr Die deutsche konservative Partei wird hoffentlich nicht vers einzelnen übermäßig Ausgebeuteten wenig geholfen ist. Die Agi nach Amerika stark gesteigert und sind in diesem Jahre bei der fehlen, diesen dänischen Arbeiterfreund schleunigst zu ihrem Ehrentationskommission will nunmehr ohne Rücksicht alle diejenigen Ueberfüllung des Marktes die Aufträge von Amerika ausgeblieben mitgliede zu ernennen. Nach der Behandlung seiner Arbeiter Einzelfälle dem Kammervorstande zur Kenntniß bringen, in denen und die Zölle haben das übrige gethan, den Export zu erschweren. au schließen, entspricht der Herr ja ganz dem Ideal eines deutschen ihrer Ansicht nach unzureichende Entlohnung und übermäßige Aus- Schon vor Schluß des Jahres wurden in einer Fabrit 20 Arbeiter Junkers. beutung der Arbeitskraft der Angestellten vorliegen. entlassen und vor kurzem find in zwei anderen Fabriken 21 und Verein deutscher Schuhmacher. Die Vereinsversammlungen 45 Arbeiter gekündigt. In Arbeiterfreifen ist allerdings auch vielpro Februar find wie folgt festgelegt: Montag, den 7. Filial- fach die Meinung verbreitet, daß die Arbeiter abgehalten werden versammlungen. Montag, den 14. Kombinirte sollen, Lohnerhöhungen zu fordern, und die Maßnahmen herbeigeführt Mitglieder Versammlung. Tagesordnung: Statuten wurden, um Lohnherabfehungen vorzubereiten. berathung. Montag, den 21.: Filial Bersammlungen. Tagesordnung: Wahl der Delegirten zur Generalversammlung. Magdeburg Neustadt verurtheilte Anfang Dezember v. J. den HafenFreispruch eines Hafenarbeiters. Das Schöffengericht zu -Alles nähere stehe Annoncentheil. Die Bevollmächtigten.arbeiter Mühr zu einem Monat Gefängniß. Es wurde als erwiesen angesehen, daß der Angeklagte im September 1897 einem Mitarbeiter im Hafen zugerufen habe, er halte es mit den Streikenden, er melde den Verbandsbrüdern alles, was im Hafen pasfire, er habe sich in einer Straffache bestechen lassen und ein falsches Zeugniß abgelegt. Der Angeklagte batte stets seine Schuldlosigkeit behauptet und legte Berufung ein. Der Gerichtshof zweiter Instanz bielt die Schuld des Mühr für nicht genügend erwiesen, hob deshalb das erste Urtheil auf und sprach den Angeklagten frei. Deutsches Reich. = Der Streit der Schuhmacher bei der Firma Göße und Fischer in Groißsch- Leipzig ist durch ein Einigungsamt, in dem der Bürgermeister den Vorsiz führte, beigelegt. Die Lohnforderungen der Ausständigen find zum größten Theil bewilligt, nur mußte in anbetracht des zahlreichen Zuzugs davon abgesehen werden, die Einftellung sämmtlicher 146 Ausständigen durchzusetzen. Es werden ca. 24 Arbeiter ausgesperrt bleiben. Jedoch wird die Firma das Zirkular an die Fabrikanten, in dem von der Einstellung der Streifenden abgerathen wurde, zurückziehen. In dem 10wöchent lichen Ausstand haben die Streifenden mit zäher Ausdauer zufammengehalten, aber der Zuzug der Streifbrecher und das Vorgehen der Behörde gegen die Ausständigen ließen es rathfam er= scheinen, auf diesen Vorschlag des Einigungsamts einzugehen. Achtung, Metallarbeiter! In der Leipziger Eisengießerei, Firma Th. u. Ad. Frederking, find Differenzen aus gebrochen, denen zufolge der Zuzug von Formern streng fernzu halten ift. Gleichzeitig feien die Metallarbeiter vor Annoncen bürgerlicher Blätter gewarnt, in denen Arbeiter für Gera gesucht werden. Daselbst befinden sich die Arbeiter der Firma Brömme u. Biele im Ausstand. Bei der Firma Riemann in Chemnitz sind 41 Klempner in Streit getreten. In der Metallgießerei der Firma Schuckert u. Co. in Nürnberg sind wegen Affordabzügen und schlechter Behandlung seitens der Vorarbeiter mit den Formern Differenzen aus gebrochen. Die Arbeiter mögen auf etwaige Verlockungen nicht einzugehen, denn sie würden sich bitter getäuscht sehen und gegen ihre arbeitenden Kollegen als Lohndrücker auftreten müssen. Die Bäckergesellen in Breslau haben in einer gut besuchten Bersammlung am 1. d. M. die Gründung einer Bablftelle des Bäcker- Verbandes beschlossen, der bis jetzt fünfzig Gesellen bei getreten sind. Der Verband der Handels Hilfearbeiter veranstaltet in allen größeren Städten eine Statistik über die Bestimmungen der Sonntagsruhe. Man beabsichtigt dann an der Hand dieses Materials für eine einheitliche Regelung der Sonntagsruhe beim Bundesrath und Reichstag vorstellig zu werden. Audland. Die englischen Maschinenbaner dürften, wie die Daily Chronicle" mittheilt, bald fämmtlich wieder untergebracht fein. Am Clyde werden in einigen Betrieben bereits Nachtschichten eingerichtet. Weniger schnell werden die ungelernten Arbeiter, die durch den Kampf in Mitleidenschaft gezogen waren, wieder Arbeit erhalten. Mnternehmer- Verbände. Die Maschine in der Landwirthschaft. Amerikanische Blätter melden, daß in Great Falls im Staate Montana binnen weniger als drei Wochen 16 148 Sch a fe mittels 20 durch Elektrizität ge triebene Maschinen geschoren wurden. Es liegt auf der Hand, daß durch die Schafscheer- Maschine wieder eine große Anzahl von landwirthschaftlichen Arbeitern überflüssig gemacht sind. Depeschen und lehte Nachrichten. Geestemünde, 3. Februar.( W. T. B.) Durch einen Orfan aus Nordwest wurden heute früh die Quais der Geeste und der Die Fischauftion mußte für furze Zeit Fischereihafen überfluthet. verschoben werden, doch werden die Fischzüge regelmäßig expedirt. Junsbruck, 3. Februar.( B. H.) Infolge turbulenter Szenen sind die Vorlesungen an der Universität fiftirt worden. Auf der Straße tam es zwischen deutschnationalen Studenten und Mitgliedern der katholischen Verbindung Auftria", welche sich nicht am Streit betheiligen, au Thätlichkeiten, wobei die letzteren nationalen Studenten veranstalteten darauf einen Umzug durch blutig geschlagen und ihrer Müßen beraubt wurden. Die die Stadt. Prag, 3. Februar.( B. H.) Auf dem nahe gelegenen Schlosse Beleslavin hat sich in der letzten Nacht der 24jährige Gutsbesitzer Baron v. Efteren mit seiner Geliebten, einer verheiratheten Dame, namens Sulzberger aus München, erschossen. Budapest, 3. Februar.( W. T. B.) Bei Berathung des Budgets des Innern erklärt Minister v. Perczel, die Regierung halte eine Hevision des Wahlgesetzes für nothwendig. Sie wünsche, den Wahlzenfus auf einheitliche Grundlage zu stellen und das Wahlrecht auszudehnen. Paris, 5. Februar.( W. T. B) Deputirtenkammer. Fortsetzung. Bei der fortgesetten Berathung des Marine- Budgets ruft Jaurè's einen Zwischenfall hervor, indem er die Verlegung des Briefgeheimnisses gegenüber dem Deputirten Deliassé zur Sprache bringt, dem ein hoher Marinebeamter aus Toulon ein Detomument gesandt hatte. Minister Besuard erklärt, er wisse absolut nichts von der Kohlensyndikat. Die Rheinisch- Westfälische Zeitung" meldet Sache. Die redikalen Deputirten verlangen gerichtliche Untersuchung. aus Bochum: Das Rheinisch- Westfälische Roats- Syndikat theilt mit. Millerand greift das Vorgehen der Regierung heftig an. MinisterAn die Schneider und Schneiderinnen Deutschlands! Mit infolge des überaus milden Winters hatten die äußerst geringe Ab- präsident Méline protestirt hiergegen, lehnt die richterliche UnterRücksicht auf die eingeleitete Lohnbewegung ersuchen wir die Kol- nahme von Brechkoaks und Siebkoaks, sowie die zunehmende Ein- suchung ab und verlangt ein Vertrauensvotum. Die Kammer lehnt legen, im Frühjahr nicht eher Arbeit in der Schweiz zu suchen, bis schränkung von zahlreichen Hochofenwerken in Verbindung mit den mit 313 gegen 237 Stimmen die gerichtliche Untersuchung ab und an dieser Stelle mitgetheilt worden, daß der den Schweizer Schneidern im Laufe des Monats Januar zugestandenen Erhöhungen der Be- nimmt sodann mit 317 gegen 188 Stimmen eine Tagesordnung an, und Schneiderinnen bevorstehende Rampf beendet ist. Das Zentral- theiligungsziffern zur Folge, daß die für den Februar beschloffene in welcher sie das Vertrauen zur Regierung ausspricht. fomitee des Schweizer Schneider- und Schneiderinnen- Verbandes. fünfprozentige Einschränkung nunmehr als nicht völlig ausreichend London, 3. Februar.( W. T. B.) Das„ Reutersche Bureau" Die Arbeiterpresse wird um Abdruck gebeten. angesehen werden kann, vielmehr eine neunprozentige Einschränkung meldet aus Prätoria vom gestrigen Tage, der Minen- Inspektor der erforderlich bleibt; die Zechen werden ersucht, hiervon inzwischen Regierung habe die in der Nähe von Prätoria entdeckte DiamantVormeifung zu nehmen; ein diesbezüglicher formeller Beschluß soll mine unvermuthet besucht, und darüber berichtet, daß er von der in der nächsten Versammlung nachgeholt werden. Echtheit der entdeckten Diamanten überzeugt sei. Er habe Diamanten gesehen, die noch im Boden eingebettet waren, deren Bildung der= jenigen der Kimberley- Diamanten ähnlich, deren Grundfarbe jedoch braun sei. Die Differenzen im Leipziger Manrergewerbe find in einer von etwa 1500 Maurern besuchten Versammlung auf Grund neuerer Verhandlungen in einer für die Arbeiter günstigen Weise endgültig beigelegt worden. Die Friedensbedingungen sind die folgenden: 1. die Arbeitszeit wird festgesetzt auf die Zeit vom 14. März 1898 bis 14. März 1899 auf täglich 91/2 Stunden, beginnend früh 27 Uhr bei einem Mindestlohn von 52 Pf. für die Stunde, auf die Zeit vom 15. März 1899 bis 31. März 1902 auf täglich 9 Stunden, beginnend früh 7 Ühr bei einem Mindestlohn von 55 Pf. für die Stunde. 2. Die Junggesellen erhalten im erften Jahre nach der Lehrzeit bis 14. März 1898 als Mindestlohn 42 Pf., nach dem 14. März 1898 als Mindestlohn 45 Pf., im zweiten Jahre nach der Lehrzeit Bis 14. März 1898 als Mindestlohn 47 Pf., nach dem 14. März 1898 als Mindestlohn 50 Pf. Das soll sich nur auf Lehrlinge bezw. Junggesellen bis zur Erfüllung des 19. Lebensjahres beziehen. Boziales. Die Einführung von Wolfsvorstellungen im Sinne der Berliner Freien Boltsbühne wurde geftern, wie uns durch Privatdepesche gemeldet wird, von den Stadtverordneten Erfurts gelegentlich der Erneuerung des Theaterkontrakts be, fch I offen. Als Entree ist ein Einheitspreis von 40 Pf. feftgesetzt. London, 3. Febr.( W. T. B.) Laut amtlicher Meldung wurde die Streitmacht des Generals Westmacott auf ihrem Rückmarsch vom Schinkamar- Paß am 31. v. M. vom Feinde beschossen. Auf seiten ber Engländer wurden zwei Offiziere und acht Wann verwundet. Die englische Ravallerie erbeutete 200 Kameele. Mögen bald recht viele andere Städte Deutschlands dem löb- der Deffnung von Talienwan als Vertragshafen erhoben und diese lichen Beispiele der thüringischen Metropole folgen! " etwa 500 Studenten der London, 3. Februar. Reuter's Bureau erfährt aus guter Quelle: Die Angaben, wonach von der britischen Regierung die Forderung Forderung später zurückgezogen worden sei, find unzutreffend, obschon es wahrscheinlich ist, daß die Frage der Deffnung Talienwans als Der Kampf gegen die Bundesraths- Verordnung über den eines der Zugeständnisse, die als Gegenleistung für die Garantirung 3. Die einstündige Mittagspause ist während des ganzen Jahres Betrieb in Bäckereien nimmt immer komischere Formen an. In der chinesischen Anleihe gemacht werden sollen, im Verlaufe der festzuhalten, die halbstündige Frühstückspause darf nur wegfallen, unter den Gesellen eine Petition zirkuliren, laut welcher diese den sein mag. Rottbus und dessen Vorort Sandow laffen einige Bäckermeister Unterhandlungen zum Gegenstand der Erörterung gemacht worden wenn die Arbeit um 8 Uhr beginnt. Reichstag ersuchen sollen, die Bundesrath3. Verord. Rom, 3. Februar.( W. T. B.) Die Unruhen an der Universität 4. Die Baubuden sind luftdicht und mit Thür und Fenster nung baldigit aufzuheben," beziehentlich den Maximal- Neapel haben aufgehört infolge einer Intervention des Rettors verschließbar einzurichten, wasserdicht einzudecken, im Winter mit Heizvorrichtung und entlang der Size mit Pfoften oder arbeitstag in eine Maximal Arbeitswoche von 84 Stunden um sowie infolge der festen Haltung von Bretterfußboden zu versehen. Die Größe der Baubude ist, sofern zuwandeln. Begründet wird diese schon wegen ihrer falschen Adressirung Medizin, welche gegen die Rubestörungen protestirten. lächerliche Forderung in der Hauptsache, damit, daß in Rottbus und Perugia, 3. Februar.( B. H.) Eine Anzahl Arbeiter begab der Bauplatz Raum giebt, der Arbeiterzahl anzupassen. Sandow an einzelnen Tagen, wie Sonntag, Mittwoch und Freitag, sich heute nach dein Gemeindehause, um Arbeit und Herab= 5. Bei vorkommenden Affordarbeiten bleibt der unter 1. feft- nicht genügend zu thun sei, um den zwölfftündigen Maximalarbeits- fegung der Brotpreise zu verlangen. Durch die Dazwischenfunft gefette Minimalstundenlohn garantirt. und einiger Bürger wurden die Manifestanten Die Versammlung erflärte sich mit diesen Bedingungen ein- tag auszunuzen, während mit dieser Arbeitszeit an den anderen des Maire Wir haben nun", zum Auseinandergehen bewogen. Ein Theil derselben wandte sich verstanden. Zu 5. wurde jedoch beschlossen, die Altordarbeit über: Tagen der Woche nicht auszukommen wäre. haupt zu verweigern. Wer dem zuwiderhandelt, hat den Ausschluß heißt es weiter," unter uns beschloffen, bei den jetzigen Verhältnissen nach dem Corso Garibaldi, wo sie mit Polizisten in Konflikt geaus der Organisation zu gewärtigen. Im übrigen haben die Unterfange au arbeiten, wie es Arbeit giebt, und unsere Meister riethen. Ein Polizist wurde durch einen Steinwurf verwundet; nehmer sich bereit erklärt, die Forderungen der Zimmerer, sofern sie nicht zu denunziren, da wir wohl wissen, daß das nicht durch zehn Personen wurden verhaftet. führbar ist, was das Gesetz vorschreibt. Dennoch ist dies in Bergamo, 3. Februar.( W. T. B.) Bei dem am 1. d. M. nicht über die der Maurer hinausgehen, zuzugestehen, auch eine Auf- leßter Zeit wiederholt vorgekommen und wird dies lediglich von gemeldeten Ginsturz einer Spinnerei in Ranzanico sind, wie jetzt besserung der Löhne der Bauhandarbeiter vorzunehmen. alten verkommenen Gesellen und Hetzern besorgt, die auf den festgestellt ist, 7 Personen getödtet und 23 verwundet worden. In der Metallgukwaaren- Fabrik von Löblein u. Kraft Straßen herumlungern und die Lehrlinge aushorchen. Dann wird unter letteren befinden sich 8 schwer verletzte, 3 schweben in Lebensin St. Johannis bei Nürnberg haben am 2. Februar der Meister angeklagt und wir Gesellen und auch Lehrlinge sind ge- gefahr. sämmtliche For mer die Arbeit eingestellt. Seit einem Vierteljahr zwungen, wider unseren Willen gegen unsere Meister als Zeugen wurden die Affordpreise fortgefeht ohne jeglichen Grund reduzirt. aufzutreten." " Washington, 8. Februar.( W. T. B.) Im Repräsentantenhause brachte Mc Guire aus Kalifornien eine Resolution ein, durch Die Former stellen folgende Forderungen: Bezahlung der früheren Man sieht, daß diese Petition ganz dieselben öden Schlagworte welche der Staatssekretär Sherman ersucht wird, die Korrespondenz Affordpreise, Festlegung der Preise bei Beginn einer Arbeit, volle enthält, womit die Wortführer der Bäcker- Junungsmeister seit dem mit Deutschland betreffend das Verbot der Obsteinfuhr vorzulegen, Bezahlung aller Affordarbeit, die ohne Verschulden des Formers Bestehen der Bundesraths- Verordnung die Deffentlichkeit langweilen falls dies mit dem öffentlichen Intereffe vereinbar sei. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. r. 29. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Etats. Reichstag. 0 Freitag, 4. februar 1898. Die Weiterberathung wird hierauf bis Freitag 2 Uhr vertagt. Schluß 51/2 Uhr. Parlamentarisches. Der Bundesrath hat in seiner heutigen Sigung den zutständigen Ausschüssen überwiesen: den Entwurf zu Borschriften über Auswandererschiffe, den Entwurf eines Gesetzes wegen einiger Aenderungen von Bestimmungen über das Postwesen im Gebiete des Deutschen Reiches, den Entwurf eines Gesetzes betreffend den kaiserl. Rath in Elsaß- Lothringen und den Entwurf zu Bestimmungen über den Geschäftsbetrieb der Auswanderungsunternehmer und Agenten. Dem Berichte des Ausschusses über den Entwurf einer Verordnung betreffend das Verbot der Einfuhr von le benden Pflanzen und frischem Obste aus Amerika wurde die Zustimmung ertheilt. durchaus getrennt behandelt werden müssen. Ueber die Privatposten Reiche um 2293 Beamte, die Sache darf also nicht aufgebauscht selbst möchte ich auch noch einiges bemerken. Ich wundere mich, werden. Rein fiskalisch soll die Post nicht vorgehen, aber sie liefert 51. Sigung. Donnerstag, den 3. Februar 1898, 2 Uhr. daß Graf Stolberg mit folcher Energie gegen die Privatposten vor einen bestimmten Theil der Einnahmen, die sonst vielleicht schwerer Am Bundesrathstische: v. Podbielski. gegangen ist. Er wird doch auch wiffen, daß die Privatposten über- aufgebracht werden müssen. Die Ermäßigung der Postanweisungshaupt erst entstanden sind, weil die Reichspoft ihre Pflichten arg| gebühren für Beträge unter fünf Mart habe ich bereits veranlaßt. Die zweite Berathung des Reichshaushalts Etate wird fort vernachläffigte.( Sehr richtig! links.) Wäre diese ihren Ver Abg. Dr. Hammacher( natt.): Wir erkennen es dankbar an, daß gesetzt mit dem Spezialetat der Reichspoft und Telegraphen- pflichtungen nachgekommen, dann wäre die Konkurrenz der Privat- der neue Staatssekretär die vom Reichstage oft geforderten Reformen Verwaltung. Als Kommissions- Berichterstatter empfiehlt poften gar nicht entstanden, sie wäre jedenfalls nicht nöthig gewefen durchführen will. Die Privatposten, die Herr v. Stephan unterschätzte, Abg. Dr. Paasche( nail.) unveränderte Annahme des vorgelegten und das Publikum hätte vor allen Dingen keine Veranlaffung baben sich zu Konkurrenzanstalten der Reichspoft entwickelt; fie müssen gehabt, feine Theilnahme den Privatposten zuzuwenden, was doch beseitigt, aber entschädigt werden. Die Ausdehnung des TelephonAbg. Dr. Müller Sagan( frf. Vp.): Die Reform des Post- thatsächlich der Fall ist.( Sehr richtig! links.) Wenn sich betriebes muß ohne Rücksicht auf die Kosten gefördert werden. Beitungstarifs ist dringend. Die Ermäßigung des Nahverkehr jetzt die Reichspoft durch die Privatposten beeinträchtigt fühlt, Der Titel wird darauf bewilligt; ebenso debattelos die übrigen Portos ist in Aussicht genommen, freilich gegen die Er- so hat sie sich selbst die Schuld daran zuzuschreiben, denn Einnahmetitel. weiterung des Poftregals auf sämmtliche geschloffenen Briefe; worüber hier seit Jahren geklagt wird, das ist die Sterilität der Beim Ausgabetitel Staatssekretär" beantragt die Kommission, es würde dadurch die Existenz der Privatpost Gesellschaften Boftverwaltung; sie ist die Ursache, weshalb die Privatposten dem das Gehalt nur in der bisherigen Höhe mit 24000 W. statt der ge= unmöglich gemacht werden. Die Privatposten haben sich aber gerade Bedürfniß des Publikums nachgegeben haben und ihrerseits ein forderten 30 000 m. zu bewilligen. Ferner schlägt sie folgende in vieler Hinsicht als tauglicher erwiesen, als die Reichspost; selbst gutes Geschäft damit machen. Wenn der Herr Staatssekretär mit Resolution vor: Den Reichskanzler zu ersuchen, veranlassen zu Herr v. Stephan bat f. 3. erklärt, es sei nicht Sache der Reichspost, dem Gedanken umgeht, das Regal der Reichspoft zu erweitern und wollen, daß die Annahme und Bestellung von Packeten an Sonnmit der Keule der Gesetzgebung die Privatgesellschaften zu ruiniren; verlangt, daß die Privatposten teine geschlossenen Briefe mehr be- und Feiertagen mit Ausnahme der Zeit vom 18.- 31. Dezember nur den Schaden würde lediglich das Publikum tragen, da die Reichspost fördern sollen, so wird er sich darüber klar sein müssen, daß für in den Vormittagsstunden bis 12 stattfinde." manches garnicht erledigen könne. Es hat verlautet, daß ein Unter- die Privatpoft ein großer Theil des Erwerbs damit schwindet. Abg. Werner( Reform- P.) erklärt, seine Freunde würden für schied in der Beförderung der Drucksachen eintreten soll, ich bitte Uebrigens stehe ich gar nicht an, auszusprechen, daß mir an der die Kommissionsanträge stimmen. Im übrigen wünscht er, daß der den Herrn Staatssekretär um Auskunft darüber. Man muß doch Erhaltung der Privatposten an sich gar nichts gelegen ist. Wir neue Besen in diesem Falle immer so gut tehren möge, wie zu Andem Absender es selbst überlassen, seine Sendung als eilig zu be- haben gar kein Intereffe daran, fapitalkräftigen Leuten diefe Bu- fang.( Heiterkeit.) zeichnen. Redner richtet dann noch verschiedene Einzelfragen an wendungen zuzuführen, wir haben aber ein Interesse daran, von der den Staatsekretär über die Ermäßigung der Telegraphengebühren. Reichspost zu verlangen, daß sie ihren Verpflichtungen zum Wohle der Staatssekretär v. Podbielski: Betreffs der Ermäßigung der Gesammtheit in vollem Umfange nachkommt. Was für uns aber bei Portogebühren bemerke ich, daß bereits eine solche Vorlage an den Bundes- der Frage der Privatposten wesentlich ist, ist, daß das Reich rath gegangen ist, die sich mit der Erhöhung des Gewichtes und der zugleich die Uebernahme der bei den Privatposten beschäftigten Porto- Ermäßigung im Nahverkehr u. a. beschäftigt. Eine bindende Beamten und Arbeiter mit übernimmt. Es handelt sich da um Erklärung betreffs Schädigung der Privatposten durch Ermäßigung tausende von Angestellten, die ihr Brot verlieren und es ist eine der Tarife habe ich nicht abgegeben, sondern nur persönlich eine Aufgabe des Reiches dafür zu sorgen, daß sie anderweitig beschäftigt gesetzliche Regelung einem Tariftriege vorgezogen. Für werden. Ob das auf dem Wege der Uebernahme oder auf eine mich find nur die Interessen der Allgemeinheit maßgebend, nicht andere Weise geschieht, lasse ich dahingestellt, jedenfalls ist für uns etwa Sonderinteressen, bei Berücksichtigung der letzteren handelt es eine conditio sine qua non, bevor wir uns überhaupt mit dieser sich immer um Leistung und Gegenleistung. Das freilich wird von Frage beschäftigen, die Zusicherung der Reichsregierung, daß fie in uns gewünscht, daß der geschlossene Brief wie im Ausland jetzt dieser Beziehung volle Gerechtigkeit und Billigkeit walten lassen auch ein Monopol des Reiches werde. Wir haben an diesen wird. Reformen seit Auguft unausgesetzt gearbeitet, und ich hoffe, daß der Wenn ich vorhin sagte, daß der Herr Staatssekretär trotz der erforderliche Gefeßentwurf noch in diesem Jahre zum Abschluß furzen Zeit feiner Amtsthätigkeit doch schon Zeit hätte finden kommt. Auf die Anfrage über die Drucksachen fann ich versichern: müssen, den Reformen, die wir verlangen, etwas näher zu treten, so Zu dem§ 270 des Entwurfs der Militär Strafprozeßneue Verfügungen sind nicht ergangen. Freilich sind solche in werden Sie mir gestatten, noch mit wenigen Worten auf die einzelnen Ordnung, über welchen die Entscheidung in der Kommissionsfiyung Aussicht genommen. Wenn ich die Wahl habe, zwischen dringenden Punkte einzugehen. Was zunächst die Frage des Stadtbriefportos aufgeschoben wurde, hat das Zentrum einen Vermittelungs- Antrag und nicht dringenden Sendungen zu unterscheiden, oder den ganzen anlangt, so ist es nach meiner Meinung unerhört, daß noch immer eingebracht. Der zweite Absatz des§ 270 lautet: Unter welchen Betrieb stehen zu lassen, so wähle ich natürlich das erstere. Es ist nicht der 5- Pfennigtarif im Stadtverkehr durchgeführt ist. Eine Voraussetzungen und in welchen Formen der Ausschluß der Deffentgefagt worden, wir tönnen doch an den Drucksachen nicht riechen weitere fehr wichtige Frage ist die Herabsehung des Portos bei lichkeit aus Gründen der Disziplin zu erfolgen hat( vergl.§ 8 bes ( Heiterkeit), ob fie dringend find. Das ist richtig. Aber einige Bostanweisungen, namentlich wo es sich um geringe Beträge handelt. Reichs- Militärgesetzes vom 2. Mai 1874), bestimmt der Kaiser." Die Merkmale haben wir doch, und zwar in der Art der Auf- Bei dieser Gelegenheit möchte ich wieder daran erinnern, daß in Abgg. Dr. Lieber und Genossen beantragen, den Abfaz dahin abzulieferung; in großen Maffen zusammen aufgegebene Druck einem uns befreundeten Bundesstaat eine sehr hübsche Einrichtung ändern:„ Unberührt bleibt die nach§ 8 des Reichs- Militärgesetzes fachen sehen wir für nicht so eilig wohl mit recht an. Eine Be- besteht. Es ist nämlich dort erlaubt, bestimmte Beträge auf offene vom 2. Mai 1874 dem Kaiser zustehende Befugniß, allgemeine Vorschränkung der Bestellgänge ist für Berlin nicht verfügt. Auf dem Postkarten aufzukleben. Unter einem kleinen Zuschlag übernimmt schriften darüber zu erlassen, unter welchen Voraussetzungen das Lande kommt es natürlich häufiger vor, daß eine Beschränkung die Postverwaltung die Entwerthung dieser Marken und zahlt dem Gericht die Deffentlichkeit der Verhandlungen wegen Gefährdung der nothwendig wird. Was die Frage des Telephons anlangt, so ist es Adressaten dann den Betrag dafür aus. Was die Frage der Disziplin auszuschließen hat." Was die Frage der Disziplin auszuschließen hat." Sachlich ist darin keine Aenderung sehr schwer, eine buchmäßige Rechnung festzulegen zwischen den ein- Herabsetzung der Telegraphengebühren betrifft, so freue ich mich, aus zu finden. zelnen Verwaltungen. So gehen Telegramme jetzt öfter als Porto- nahmsweise mit Herrn Gamp voll übereinstimmen zu können in dem auslagen. Jedenfalls hat sich herausgestellt, daß für das Tele- Punkte, daß auch ich es für einen durchaus unberechtigten Grundsatz graphenamt ein bedeutender Reichszuschuß nöthig ist. Bei dem der Reichs- Postverwaltung halte, ihre Leistungen in vollem Umfange Telephonamt dagegen steht die Sache günstiger, hier ist ein Ueber von den Gegenleistungen abhängig zu machen. Das ist ein Grundschuß von vier Prozent vorhanden. Die Verwaltung ist jedenfalls saß, der unzweifelhaft nicht am Plaze ist; die Reichspoft ist eine geleitet von dem Bestreben, möglichst allen Theilen der Bevölkerung Beranstaltung im Interesse der Gesammtheit und das öffentliche den Nußen des Fernsprechers zu theil werden zu lassen durch Gr Intereffe verlangt, daß die Reichspost Einrichtungen trifft, die der mäßigung der Gebühren. Doch sind die Laften sehr große, allein Gesammtheit nüßen. Das ist eben der große Unterschied der Auf- Die übliche Geschäftsübersicht des Abgeordnetenhauses für die Regelung auf dem platten Lande wären acht Millionen erfassungen zwischen uns und der Reichs- Postverwaltung. Die letztere ist in der gewohnten ausgezeichneten Weise durch den leider noch forderlich. Die Verbesserung der Apparate ist gewiß wünschens. betrachtet es als ihre Hauptaufgabe, mit Gewinn zu arbeiten. immer nicht völlig hergestellten Bureaudirektor des Abgeordnetens werth, doch verlangt eine solche auch eine ganz andere Vorbereitung Wir meinen aber, es ist nicht ihre Aufgabe, im Intereffe hauses Geheimrath Kleinschmidt fertig gestellt worden. Zu der des Personals. Die Frage des Zeitungstarifes soll in Angriff ge- des Herrn Miquel möglichst hohe Ueberschüsse zu erzielen, Hauptübersicht gehört ein besonderes Inhaltsverzeichniß, welchem nommen werden, ferner hoffe ich Ihnen eine Novelle über die Res sondern Einrichtungen zu treffen, die im Interesse der Entwickelung eine Gesammtübersicht der Berathungsgegenstände beigefügt ist. form des Telegraphen- und Telephonivesens bald vorlegen zu können des Verkehrs nothwendig sind. In der Frage der Telephon- Außerdem liegen noch die Etatsübersicht und die Rednerliste vor. und endlich werde ich mich vor allem der Regelung der Personal- gebühren komme ich zu einem ganz anderen Resultat als der Herr In der Petitionskommission des Reichstag 3 tam heute verhältnisse im Reichspostdienst widmen. Ich hoffe für meine Be- Staatssekretär. Gewiß können die Leitungen nicht umsonst gegeben auf grund der Petition einer Vereinigung für Auswanderungsftrebungen bereitwillige Unterstützung in diesem Hause zu finden. werden; aber wenn gesagt wird, wir erweitern das Telephonnet fragen" der Fall des Lehrers Roth zur Sprache. Seitens der ( Beifall.) nur insoweit, als uns durch Benutzung des Telephons Ueberschüsse Regierungsvertreter Geh. Legationsräthe v. Dirksen und v. SchwarzAbg. Graf v. Stolberg( f.): Der Herr Staatssekretär hat das erwachsen, so ist das durchaus eine Berkennung der Aufgabe der koppen wurden die Mittheilungen der Presse über die barbarischen Interesse der Gesammtheit dem einzelner Gruppen gegenübergestellt. Reichs- Postverwaltung. Herr Gamp hat mit vollem Rechte darauf Mißhandlungen, welche der deutsche in Südbrasilien angesiedelte Das Jutereffe der Gesammtheit ist aber im letzten Grunde in jedem hingewiesen, wie nüßlich die Erweiterung des Telephonnezes auf Lehrer erduldet, bestätigt, zugleich aber mitgetheilt, daß sowohl der speziellen Falle nur das einzelner Kreise. Noch bedenklicher ist der dem platten Lande ist, aber ebenso näßlich ist sie natürlich in den deutsche Konsul, wie alsbald auch der deutsche Gesandte sich des Grundsaß, daß den Leistungen Gegenleistungen entsprechen müssen. Städten, und da ist sie gerade auch für die Kleinbetriebe von Be- Verletzten sofort in wärmster Weise angenommen und dessen. Was die Bortotaxreform anlangt, so ist dieselbe nur durchführbar deutung; eine Verbilligung bedeutet für sie eine Erleichterung der Interessen mit Nachdruck gewahrt haben. Seitens der bramit der Beseitigung der Privatposten; das flache Land zahlt ein Konkurrenz. Das Telephon ist eben nicht als bloße Einnahmequelle silianischen Regierung wurde das größte Entgegenkommen gezeigt. unverhältnißmäßig hohes Porto, während die Städte den zu betrachten; es handelt sich um wirthschaftliche Interessen weiter Bon den fünf Subjekten, die den Lehrer. überfallen, Rahm abschöpfen; das würde in um so höherem Maße Boltstreife. Sobald solche Verkehrsmittel eingeführt sind, bedient sind drei bereits gefänglich eingezogen. Neben der kriminellen der Fall sein, wenn das Stadtporto ermäßigt würde sich ihrer auch das Publikum; ich brauche wohl nur auf Sühne erhält der Lehrer seitens der deutschen Regierung eine Sind die Privatposten beseitigt, so wird dagegen auch die Stadt Schweden zu verweisen, wo die Gebühren außerordentlich materielle Entschädigung. Soweit es völkerrechtlich angängig, wird mehr als jetzt herangezogen. gering sind, und die Benukung daher sehr groß ist. man bemüht sein, von Brasilien diesen Betrag zurück zu erhalten. Abg. Gamp( Rp.): Auch ich wünsche Zeitungstarif- Reform Eine zweite oft ausgesprochene und immer noch nicht durchunter Begünstigung der Lokalpreffe; die Unterscheidung der Druck geführte Reform ist die Erhöhung des Briefgewichts. Diese Er Reichstags( Novelle zur Rivilprozeß- Ordnung) wurden In der heutigen Sitzung der sechsten Kommiffion des fachen in eilige und nicht eilige halte ich für ganz richtig. Das höhung kommt nicht etwa, wie die Herren von der Regierung und bei der Abstimmung über§ 508 sowohl die von der Regierung vorPrinzip der Leistung und Gegenleistung kann ich gar nicht billigen. von der Rechten in der Kommission meinten, dem Handel und der Das würde zu großer Ungerechtigkeit gegenüber den ärmeren Industrie vorwiegend zu gute. Gerade der Großbetrieb fann durch auf 3000 W., als auch sämmtliche von Mitgliedern gestellten An geschlagene Erhöhung der Revisionssumme( von 1500) Gegenden führen; schließlich in δας doch gerade der viele sehr einfache Mittel das Ueberschreiten des Normalgewichts leitende Gesichtspunkt, daß die Verkehrsbedürfnisse und nicht verhindern; den wahren Nußen hätte gerade die breite Masse des träge, durch welche eine Entlastung des Reichsgerichts bewirkt die Einnahmen im Vordergrunde zu stehen haben. Für die Volkes, die Arbeiter, die Dienstboten, die solche Vorrichtungen werden folite, abgelehnt. Nächste Sigung Freitag. Beseitigung der Privatposten bin ich auch ganz entschieden. wie z. B. dünnes Schreibpapier u. s. w., sich nicht ver- Im Abgeordnetenhause soll die Etatsberathung am Montag Sehr wichtig ist vor allem die Erweiterung des Telephonwesens; schaffen, weil so etwas nur systematisch betrieben werden mit der ersten Lesung des Gesetzentwurfs über die Diszi= die ist für den Landmann, der fortwährend Beziehungen zu seiner kann. Ich habe so den Eindruck, daß die Herren von der plinarverhältnisse der Privatdozenten unter: Kreisstadt hat, von der allergrößten Bedeutung. Der Fortfall des Rechten deswegen für diese Reformen nicht zu haben sind, weil brochen, sodann aber in möglichst rascher Folge fortgeführt werden. Zuschlags für eilige Medizinsendungen würde für den kleinen Mann sie es überhaupt nicht für gut halten, daß das niedere Volk so viel Die Budgetfommission wird am Sonnabend den Etat des Ministeriums auf dem Lande eine wahre Wohlthat bedeuten. Wenn man torrespondirt. So ungefähr, wie sie auch dagegen sind, daß man in des Innern berathen. Millionen für Monumentalbauten in großen Städten ausgiebt, da der Volksschule zu viel lernt. Ich betone also nochmals, daß die kann man doch auch für das Nothdürftigste in der Ausgestaltung Gewichtserhöhung gerade im Juteresse der breiten Masse liegt. der Postanstalten in den kleinen Orten sorgen. Staatssekretär v. Podbielski: Die Anregung des Herrn Vorredners, betreffend die Beförderung von Arzneimitteln, werde ich in Erwägung ziehen; ich würde ja aus rein menschlichem Herzen jenen Wunsch gern erfüllt fehen; aber ich gestehe, daß es stets sehr be= denklich ist, von einem feststehenden Grundsatze abzugehen; und es ist durchaus ein Grundsatz, daß die Postverwaltung sich um den Inhalt der Packete nicht zu kümmern hat. Der Herr Staatssekretär beabsichtigt auch, einen neuen PostZeitungstarif einzuführen; es ist bezeichnend, daß bei der Berathung dieser Maßregel in der Kommission die Herren damit neue Steuern verbinden wollten. heute unter anderem mit der vom Vorstande des Verbandes Die Petitionskommission des Reichstages beschäftigte fich. deutscher Journalistenvereine eingereichten Petition um Abänderung des§ 11 des Preßgesetzes( des Berichtigungsparagraphen). Die Kommission beschloß, die Petition als unzureichend begründet nicht zur Verhandlung im Plenum zu bringen. nicht zur Verhandlung im Plenum zu bringen. " Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. Deffentliche Sigung vom Donnerstag, 3. Februar, nachmittags 5 hr. Stadtv. Stadthagen, der zur Zeit im Gefängniß fitt, hat einen 6 wöchentlichen Urlaub angezeigt. Die ständigen Ausschüsse der Versammlung haben sich kon stituirt. Zur Annahme gelangt die Vorlage betr. den Erwerb einer 181 Quadratmeter großen Fläche des Grundstücks Wallftraße 31 zu Straßenzwecken nach den Vorschlägen des betr. Ausschusses( Herabsetzung des geforderten Preises von ca. 359 M. für den Quadratmeter auf 300 M.) Ich will noch ganz kurz auf die Frage der Privatpost eingehen. Der Herr Staatssekretär hat in der Kommission erklärt, daß er gegen die Privatposten nur auf dem Wege eines Gesetzes, nicht durch eine Tarifverordnung vorgehen wolle. Diese Erklärung hat Was die Ausgestaltung der Postanstalten an fleineren Orten er hier im Hause etwas abgeschwächt; es scheint also, daß er anlangt, so fürchte ich, daß da die Budget- Kommission uns einen mittlerweile fich an den Gedanken einer Verordnung etwas mehr Riegel vorschicbt. Wenn verlangt wird, daß wir auch die gewöhnt hat. Ich meine aber, eine solche Maßregel trifft so weite Wohnungen der Unterbeamten selbst bauen sollen, so berücksichtigt Kreise der Bevölkerung, daß es zweifelhaft scheint, ob so etwas man nicht, daß die Reichspost eben viel theurer baut und viel mehr ohne weiteres durch eine Verordnung gemacht werden dürfe. für den Grund und Boden bezahlt, als ein Privatmann. Dasselbe Was nun die Novelle im allgemeinen anlangt, so ist es doch sehr gilt ja, wie man aus Erfahrung weiß, für jede Kommune. Ich sonderbar, daß wir uns gerade jetzt bei der Berathung des Bostetats mit Ueber den von dem jetzigen Stadtbaurath herrührenden Vorglaube also, daß wir da am besten wieder alles der privaten all diefen Dingen nicht mehr beschäftigen sollen, weil der Entwurf entwurf zum Neubau eines Märkischen Provinzial. Initiative überlassen müssen. dem Bundesrath zugegangen ist. Dann hätte man sich eben so be- Museums berichtet für den niedergesetzten Ausschuß StadtAbg. Singer( Soz.): Die heutige Rede des Herrn Staats: eilen sollen, daß wir zu Beginn der Session die Novelle bereits hier verordneter Baurath Kyllmann. Der Ausschuß hat sich eins sekretärs erinnert mich lebhaft an die bekannten Depeschen seines hätten durchsprechen können. ftimmig für den neuen Entwurf ausgesprochen, womit das preisBaters, des Generalquartiernieisters v. Podbielsti:„ Vor Paris nichts In bezug auf die Personal- Reform drücke ich den Wunsch aus, gekrönte Möller'sche Projekt endgiltig abgethan ist. Gleichzeitig Neues"( Heiterkeit). Nach den langen Berathungen im Bundesrath daß der Herr Staatssekretär mit aller Energie sie durchführen und empfiehlt der Ausschuß, entgegen dem seinerzeit eingebrachten Anbezw. in der Kommission wäre es doch wirklich nicht richtig gewesen, sie nicht, selbst nicht auderer Reformen wegen, noch weiter zurückstellen trage Singer, die vom Magistrat geforderte erste Rate von 200 000. diesen Reichstag wieder zu vertrösten auf eine spätere Seffion. Diese möge.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) schon jetzt, obwohl der spezielle Entwurf nebst Kostenanschlag noch Sache beschäftigt den Reichstag seit Jahren und wenn der Herr Staatssekretär v. Podbielski: Ich habe vom Abg. Singer nicht vorliegt, zu bewilligen, damit der Neubau möglichst beschleunigt Staatssekretär im Gegensatz zu seinem Herrn Amtsvorgänger, Herrn teine beffere Zenfur erwartet. Herrn Singer arbeite ich nicht schnell werde. v. Stephan nicht abgeneigt ist, auf die vom Reichstag wiederholt genug. Aber die Erhöhung der Gewichtsgrenze für einfache Briefe Stadtv. Singer schließt sich zunächst dem in der Kommission verlangten Reformen einzugehen, so wäre es doch wünschenswerth befindet sich, wie ich bereits mitgetheilt habe, mit in dem Entwurfe, geäußerten Wunsche auf Beschaffung einer eigenen städtischen Bibliothek gewesen, uns schon jest etwas nähere Auskunft zu geben. Statt deffen der den Bundesrath beschäftigt. Wenn wir mit den anderen Maß gern und dringend an und richtet an den Magistrat die werden wir wieder vertröstet und die Reform wird bepackt mit einem nahmen noch nicht so weit sind, so darf Herr Singer nicht vergessen, Frage, ob die durch die Presse Breffe gegangenen Nachrichten, Gedanken, über dessen Berechtigung sich gewiß reden lassen wird, der aber daß jede einzelne vorbereitet werden muß. Die Uebernahme sämmt daß der Magistrat ein besonderes Bibliothekgebäude zu errichten be= zach meiner Meinung schr wenig mit ihr zu thun hat. Es ist dies licher Privat- Poftbeamten können wir nicht zusagen; sie sollen aber nach abfichtige, auf Wahrheit beruhen. Eine großstädtische Bibliothek, die die Beseitigung der Privatposten. Es sind dies zwei Fragen, die Möglichkeit berücksichtigt werden. Es handelt sich dabei im ganzen für den Gebrauch weiterer Kreise nutzbar gemacht werden könnte, wäre für die Bürgerschaft unzweifelhaft ein sehr werthvolles Ge, Imüssen, um es möglich zu machen, daß überhaupt ein Denkstein| Antragsteller vorgeschlagene Zeuge Barbier Franz Androck aus schenk. Redner bittet dann um Annahme seines Antrages. Da errichtet wird? Soll nicht vielmehr dem großen Gedanken, der Bornstedt bei Potsdam nicht, wie die Gerichte annehmen, Rückgrat einer geordneten städtischen Verwaltung sei und bleibe der damals in der Bevölkerung zum Ausdruck gekommen ist, bereits vernommen ist, sondern im Gegentheil nicht einEtat; die Versammlung habe allen Grund, peinlich darauf zu achten, der Denkstein gewidmet fein? Man thut aber so, als ob da jetzt mal vernommen sein kann. Androck behauptet, daß das daß in den Etat nur Ausgaben aufgenommen werden, deren Prüfung blos noch allerlei hergelaufenes Bolt liegt, welches eines Denksteins ihm zugeschriebene Vernehmungs- Protokoll durch Fälschung seiner und Feststellung ihr möglich sei. Der Grund, der bei den nicht werth sei. Sie kommen nicht darum herum, daß der Magistrat Unterschrift zu stande gekommen ist. In der That trägt dieses Forderungen für einige Schulhausbauten in der Zeit des Wechsels in einer Herz und Empfindungen der großen Mehrheit der Bürger- Protokoll einen sehr sonderbaren Charakter, es ist nicht mit dem der obersten städtischen Bauleitung von dieser Bedingung babe ab- fchaft bewegenden Angelegenheit sich dem Stirnrunzeln von oben vollen Vornamen Androcks, sondern nur mit dem Anfangsbuchstaben sehen lassen, treffe hier nicht zu. Uebrigens habe der Stadtbaurath her gegenüber herbeigelassen hat, unseren Beschluß nicht auszuführen." unterzeichnet. Der Verfasser spricht sich dahin aus, daß jenes im Ausschusse selbst erklärt, daß noch vor Feststellung des Etats der( Zustimmung.) Der Dank dafür ist ja schon durch Herrn Pretzel zum Androck zugeschriebene Protokoll auf irgend einem Irrthum be= spezielle Entwurf vorgelegt werden solle. Dann tönne ja immer Ausdruck gebracht worden. Um den betreffenden kleinen Theil der Bürger- ruhen müsse. Androck ist bekanntlich derjenige Zeuge, welchem noch die Summe in den Etat eingesetzt werden. Sachlich werde schaft, der dem Magistrat zustimmt, haben wir keine Ursache, ihn irgendwie der nach eigenem Geständniß alleinige Mörder der Frau also der Angelegenheit nicht geschadet. Es handle fich lediglich um zu beneiden.( Sehr wahr!) Die eigentlichen Motive der Ablehnung Biethen fchon " = " eine umfassende Schilderung Nachdem mein Bruder eine wiederholt von der Versammlung gefaßte Resolution; es müffe find also in der Vorlage nicht ausgedrückt. Wir wissen, was mit der verüblen That gegeben hat. Der geständige Mörder, dem Magiftrat zum Bewußtsein gebracht werden, daß mit„ thun- gespielt hat, vielleicht wollte sich der Magistrat einem Berbot der der frühere Barbierlehrling Biethen's, mit Namen August Wilhelm, lichft" und möglichst nicht weiter zu kommen fei. Das gestellte Ausführung seines Beschlusses nicht aussehen. Aber zweifellos hätte ist bekanntlich auf seine eigene Veranlassung hin im Jahre 1887 in Verlangen fei einfach ein Ausfluß des Geldbewilligungsrechts der Magistrat dem Interesse der Gesammtheit besser gedient, wenn Berlin verhaftet worden, wurde alsdann nach Elberfeld übergeführt der Versammlung; es handle sich zudem um ein Objekt von er sich in Uebereinstimmung mit der Bürgerschaft gesetzt hätte, ale mit und nach furzer Haft wieder auf freiem Fuße gelassen. Das in der 11/2 Millionen. Stellen, denen allerdings formell ein gewisser Einfluß auf die Aus- Broschüre vorgebrachte Material darf immerhin eingehende Be Stadtbaurath Hoffmann bestätigt, daß eine Besichtigung der führung der Selbstverwaltung zusteht, denen aber doch der Magistrat achtung beanspruchen und wird nicht allein von den Männern, die städtischen Grundstücke resp. Gebäude behufs Unterbringung der nur durch die Bestätigung sein Dasein verdankt, wenn er sich mit denen sich bisher des Unglücklichen angenommen haben, sondern auch von städtischen Bibliothek stattgefunden hat; ob es zu einer provisorischen in Uebereinstimmung setzte, die ihm die Wahrung der städtischen den Vertretern der Justiz gewürdigt werden müssen. oder definitiven Verlegung komme, darüber sei noch nichts ent- Interessen durch die Wahl anvertraut haben. Dieser Riß ist viel schieden. Bis spätestens Mitte März werde der spezielle Entwurf mehr geeignet, den Frieden in der Bürgerschaft zu stören, als die Gastwirthschaften ist vor einiger Zeit in der Presse gerügt worden. Die Ungehörigkeit der Auszahlung von Armengeldern in vorliegen. Ausführung unseres Beschlusses, bei dem er, wenn er endlich einmal Daß solche heute trotzdem noch vorkommen, lehrt eine Zuſchreift Stadtv. Spinola hält die Bewilligung der ersten Rate für auch nach oben einen festen Standpunkt einnahm, des Dankes der aus unserm Leserkreise, die wir hiermit veröffentlichen. Die Beganz unbedenklich und wirst dem Stadtv. Singer vor, daß er Bürgerschaft hätte sicher sein können. Thatsächlich hätte der Magistrat schwerde lautet: Brinzipienreiterei treibe und immer die Versammlung mit dem Reichs- nur einen Gemeindebeschluß vom Jahre 1848 ausgeführt; hätte Mein Bruder, der Glasschleifer Eugen T. ging am Mittwoch tage verwechsele. er vielleicht gemeint, der jetzige Friedhof biete dafür keinen geeigneten um 91/2 Uhr morgens zu dem Restaurateur D. in der Nostizstraße, Stadtv. Singer verwahrt sich dagegen, daß ihm eine solche Play, so wären wir unter Anerkennung der Schwierigkeiten zufrieden einem Mitgliede der Armenkommission, um einen Betrag von Berwechselung unterstellt wird. Eine so hohe Summe ohne Kenntniß gewesen, wenn der Denkstein hinter der Mauer Platz gefunden 12 M. zu erheben. Als er sein Anliegen vorbrachte, erklärte Der Einzelheiten und Konsequenzen in den Etat einzusetzen, dafür hätte.( Buruf: Lustgarten!) Ich hätte mir wohl einen besseren die Tochter, daß ihr Papa noch schliefe. müffe man schon so erleuchtet sein, wie Herr Spinola.( Heiterkeit.) Play denken können, z. B. vor den Fenstern, von wo der zirka eine Stunde im Lofale gewartet hatte, bat er in Hinweis darauf, Die Vorlage wird angenommen und die erfie Rate bewilligt. damalige König, ehrfurchtsvoll das Haupt entblößend daß er frant und bettlägerig fei( er ist lungenleidend), um BeVon den Grundfäßen betr. einheitliche Regelung des Sub- den Leichenzug grüßte.( Lebhafte Zustimmung.) Aber das schleunigung der Sache. Darauf wurde ihm dann endlich von der Frau missionsverfahrens" nimmt die Versammlung Kenntniß und ersucht liegt nicht in unserer Macht. Was kann nun die Versammlung das Geld in Gegenwart zweier Gäste ausgezahlt. Muß denn zugleich den Magiftrat, möglichst bald die in den verschiedenen Ver- thun? Ich meine, die Stellung der Versammlung kommt doch klarer nun ein armer arbeitsunfähig gewordener Arbeiter sich in einer waltungen in Geltung befindlichen allgemeinen Submissions ohne nochmalige Ausschußberathung zum Ausdruck. Der einzige folchen Weise demüthigen lassen? Wenn diese Herren so wenig bedingungen eventuell nach Beendigung der schwebenden Revision Lichtpunkt ist, daß man nicht mehr auf den Gedanken einer gemischten Rücksicht auf die Empfindungen eines unverschuldet ins Unglück gedem bestehenden Ausschusse zur Prüfung vorzulegen. Deputation zurückomunt. Die Beschwerde über die Nichteinigung rathenen Armen nehmen, so muß ihnen dies vom Magistrat gelehrt Mit dem Ankauf eines Grundstück es an der Bergmann an diejenige Stelle gerichtet, die das Verhalten des Magistrats und bedeutet werden, daß sie unter allen Umständen die Ausstraße für Gemeindeschulzwecke zum Preise von 115 M. bestimmt hat, würde aus dieser Tragödie eine Komödie machen. Den zahlungen in den Privaträumen vorzunehmen haben; wofür be= pro Quadratmeter erklärt sich die Versammlung einverstanden. Magistrat zur Ausführung des Beschlusses von 1848 zu zwingen, Zur Kenntnißnahme liegt der Versammlung vor der ab halte ich für aussichtslos. Erwähnung verdient aber doch, daß es kommen sie denn die 15 M. Entschädigung lehnende Bescheid des Magistrats in Sachen des auf in dem angezogenen Parkdeputationsbericht ausdrücklich heißtt: Die russische Sprache in den Fortbildungsschulen. Eine dem Friedhofe der Märzgefallenen im Friedrich 3-1898 soll zur Erinnerung an die Beerdigung vor 50 Jahren Reihe hiesiger Firmen hatte die Aeltesten der Kaufmannschaft gehain zu errichtenden Denksteins. hierselbst ein einfacher Denkstein errichtet werden."( Hört, beten, bei den am 31. Januar im Handelsministerium gepflogenen Die Stadtvv. Langerhans und Kreitling beantragen, hört!) Ist dieses Versprechen nachher noch irgendwie in Konferenzen für das kaufmännische Fortbildungsschulwesen dafür das Schreiben einem Ausschusse von 15 Mitgliedern zu überweisen. Erwägung gezogen worden, oder hat man im Magistrat einzutreten, daß die russische Sprache in die Lehrpläne der Fort-, Die Stadtvv. Singer und Genossen haben dazu die Resolution gar nicht mehr daran gedacht? Wir haben daran bildungsschulen aufgenommen werden möge. Unsere Handelsbeziehungen eingebracht: gedacht, wir glaubten, der Magistrat würde eine seiner Verwaltungs- u Rußland felen einer erheblichen Erweiterung fähig, wenn unsere Die Versammlung nimmt mit Bedauern davon Kenntniß, Deputationen nicht im Stich lassen. Wir haben uns darin getäuscht jungen Kaufleute der Sprache dieses Landes mächtig wären. Die daß der Magistrat ihrem Beschlusse vom 29. Dezember v. I. und nehmen auch das zu unsern Akten. Sie scheinen ja der Meinung Aelteften erkannten dieses an, und ihr Vertreter bei den bezeichneten nicht beigetreten ist. Die Versammlung protestirt gegen zu sein, diese Sache nach 14 Tage oder 3 Wochen länger hinzuziehen; Konferenzen hat demgemäß gehandelt. die Auffassung, daß die Nichtausführung ihres Beschlusses ich aber kann den Gegenstand nicht verlassen, ohne nochmals auf Das zur Prüfung der Konkurrenz- Entwürfe für Biadukt durch die Rücksicht auf Wahrung und Förderung des richtig zu bedauern, daß wir in einer Zeit leben, wo der Magistrat und Haltestelle der elektrischen Hochbahn eingesetzte PreisFriedens in allen betheiligten Kreisen geboten sei, und der ersten Stadt des Reiches, einem Wink aus einem Ministerhotel richter- Kollegium ist schon gestern Abend zu einem definitiven weiß sich hierbei in voller Uebereinstimmung mit der über- folgend, die Beschlüsse seiner Schwesterbehörde bei seite setzt, um Resultat gekommen. Von den zehn zum Wettbewerb eingereichten großen Majorität der Berliner Bevölkerung, die gleich ihr in nicht unbequemlichkeiten zu haben- natürlich meine ich nicht per- Entwürfen konnte das Preisgericht feinem den ersten Preis zu der Errichtung eines Gedenksteins die Erfüllung einer Pflicht sönliche die er vermeiden will. So lange nicht im Magiftrat die erkennen und es werden daher nur zweite Preise( je 1500 N.) und dankbarer Erinnerung erblickt. Auffassung durchdringt, daß die Interessen der Stadt nur dann gut ein dritter Preis( 1000 M.) zur Vertheilung gelangen. Die zweiten Stadtv. Dr. Langerhans: Als wir am 29. Dezember den gewahrt werden, wenn er stark und muthig auftritt, ist die Nach- Preise wurden den Ingenieuren Fr. Schumacher, Friedenau, Beschluß der Errichtung eines einfachen Gedenksteins gefaßt haben, aiebigkeit nach oben der größte Fehler, der gemacht werden kann. E. Schellewald, Schöneberg, und Architekt Bruno Möhring, Berlin, waren wir uns der Lage der Sache und unseres Willens sehr wohl( Beifall.) guerfaunt. Der Entwurf, der mit einem dritten Preise bedacht bewußt; wir haben mit vollem Ernst den Antrag gestellt. Um so Stadtv. Spinola wird die Antwort des Magistrats einfach worden ist, hat die Regierungsbaumeister Karl Bernhard, Wannsee bedauerlicher ist es, daß der Magiftrat ihm nicht beigetreten ist. Es handelt zur Kenntniß nehmen; die Sache müsse endlich zur Ruhe kommen.( Ingenieur), und Olto Stahn, Berlin( Architekt), zu Berfaffern. Die sich doch um einen so außerordentlich einfachen Beschluß, der eigentlich n der Resolution Singer findet er den Ausdruck einer gewissen Ausstellung der Entwürfe soll demnächst erfolgen. in dem Vorleben unserer Gemeindebehörden begründet ist. 1878 Berwegenheit; von Sozialdemokraten sei 1848 nicht die Rede gewesen. Errichtung eines Lagerhofes. Im November 1895 hatten wurde ein Gemeindebeschluß gefaßt, zwei Denkmäler, eins im Daß dieselben Herren, die wiederholt die liberale Mehrheit der Ver- die Weltesten der Kaufmannschaft den betheiligten Behörden eine Friedrichshain, eins in der Stadt, zu errichten. Auch in neuerer fammlung mit Spott und Hohn überschüttet hätten, in dieser Sache Denkschrift über die Nothwendigkeit der Verbesserung der hiesigen Beit hat der Magiftrat noch denselben Standpunkt bezüglich des die Führung übernahmen, findet er mindestens höchst sonderbar. Lösch, Lade- und Lagereinrichtungen unterbreitet, in der sie auch) cin Friedrichshains eingenommen; in ihrem letzten Verwaltungsbericht( Lachen.) bestimmtes Projekt für die Errichtung eines Lagerhofes am rechten. spricht die Parkdeputation aus, daß in diesem Jahre den Märzgefallenen auf dem Friedhof ein Denkstein gesetzt werden soll. Es erscheint deshalb unbegreiflich, daß der Magistrat unserem Beschlusse, Der sich weiß Gott in den einfachsten Formen bewegt ( Sehr richtig!) nicht nachgekommen ist. Wenn wir an dem Beschluß festhalten, so lange wir dazu die Möglich teit haben, so liegen drei Wege vor. Man hat an die Klage gedacht, das geht nicht nach der Städte- Ordnung. Es könnte eine Streitdeputation beantragt werden; käme in derselben keine Einigung zu stande, dann wäre die Angelegenheit zur Entscheidung dem Ober präsidenten überlaſſen. Wie weit wir damit kommen würden, wird fich jeder selbst sagen. Der dritte Weg wäre, in einer Resolution nochmals auszusprechen, wie ernst es uns mit dem Antrag gewesen bezeichnet hat, so würde ift und wie wenig wir glaubten, unbescheiden oder auch seine Ausführungen als mur provozirend aufzutreten. Da nun einerseits die Re- Denn Gründe für seine folution Singer gestellt ist, andererseits mir und allen mit hinter unserem Beschlusse steht, hat er nicht anführen können. liche Terrain das einzig geeignete sein dürfte, und daß man daher mir Stimmenden so viel daran liegt, daß wir auch ferner Wenn der Magistrat hier geglaubt hat, bei seinem Beschlusse zu unverändert Werth darauf legen müsse, dasselbe für Speicheranlagen in Ginigkeit vorgehen, bitten wir Sie, einem Ausschusse das Material verbleiben, so hat er bedauert, der Versammlung nicht zu Willen verfügbar zu halten. zur Vorberathung zu übergeben.( Beifall.) sein zu können, aber er hat die triftigsten Gründe dafür gehabt. Stadtv. Singer: Meine Freunde werden sich eventuell diesem Damit schließt die Diskussion. Der Antrag Langerhaus wird, Antrage nicht entgegenstellen, um so weniger, als durch den Vor- angenommen und der Ausschuß sofort vom Vorstande ernannt. Auch redner in Aussicht genommen ist, daß auch unsere Resolution in die Stadtvv. Singer und Brun3 befinden sich unter den Erdem Ausschusse und demnächst also auch in der Versammlung zur nannten. Erörterung fommt. Im Gegensatz zum Vorredner finde ich das Verschiedene Vorlagen betreffend Schulneubauten in der Verhalten des Magistrats durchaus nicht unbegreiflich; ich Rostocker und Christianiastraße und den Neubau der habe nichts anderes erwartet. Sie werden sich jetzt vielleicht sagen II. Handwerterschule gehen an einen Ausschuß. tönnen, ob es nicht doch richtiger gewesen wäre, den damals von mir Die Vorlage wegen Umbaues der Alsenbrücke wird an gestellten Antrag anzunehmen, den Magistrat vor die Alternative zu genommen. stellen, entweder den Friedhof in dem verwahrloften Zustande zu Schluß 7 Uhr. belassen oder, dem Willen der Versammlung, der geordneten Ber tretung der Bürgerschaft, nachkommend, den Denkstein zu errichten. Tokales. Damals hatten wir die Macht, heute haben wir das Nach= fehen. Läßt sich aus dem Vorgehen des Magistrats ein Nutzen int B Borsteher Dr. Langerhans weist den Vorredner darauf hin, Ufer der Oberspree zwischen Oberbaumbrücke und Ringbahn mit= daß nicht die Sozialdemokraten, sondern eben die Mehrheit der getheilt hatten. Bekanntlich hatten Staat und Stadt die erforderVersammlung in der Sache die Führung übernommen habe; erliche Mitwirkung zur Verwirklichung der Vorschläge der macht dann geltend, daß in einer so ernsten Angelegenheit eine Re- Aelteften einstweilen versagt. Neuerdings hat 121111 die solution nicht ohne nähere Prüfung angenommen werden könne, und städtische Grundeigenthums Deputation bei der königlichen. schlägt die sofortige Ernennung des Ausschusses durch den Vorstand vor. Ministerial- und Baukommission wegen Ankaufes der für Oberbürgermeister Belle: Die Bezugnahme auf den Bericht jenes Projekt der Aeltesten in Anspruch genommenen, hinter der der Verwaltungsdeputation ist richtig; beiläufig hat die Friedhofs- Normaluferlinie liegenden Spreeflächen angefragt, jedoch mit Rückdeputation ihn erstattet. Es ist ganz unmöglich, daß alle Bassus ficht auf den noch schwebenden Speicherentwurf der Korporation" dieser Einzelberichte der Beschlußfaffung des Magistrats unterliegen einstweilen ablehnenden Bescheid erhalten. Die Deputation hat des tönnen; auch dieser Baſſus ist bei uns nicht zur Beschlussung ge- wegen bei ben, 2letteſten angefragt, ob sie auf jene Gelände und langt. Wenn Herr Singer unsere Gründe als Ausflüchte Wasserflächen noch für Speicher- und Hafenzwecke reflektirten. Das ich ebenso berechtigt sein, Kollegium beschloß, zu antworten, daß es nach wie vor von der Deflamationen all bezeichnen; Nothwendigkeit je eines großen öffentlichen Speichers im Osten und Vermuthungen darüber, was im Westen der Stadt überzeugt sei, daß für den Ostspeicher das frag= = Gingold Stärck, der in dem Prozeß Lützow- Leckert vielgenannte Polizeispiel, weilt, wie der" Boft" mitgetheilt wird, dauernd wieder in Berlin. Man behauptet, dem genannten Blatte zufolge, er vertrete hier eine amerikanische Zeitung. Die Berliner Unfallstationen wurden im Monat Januar 1898 in 1899 Fällen gegen 1267 im gleichen Monat des Vorjahres für erste Hilfe in Anspruch genommen, und zwar 1626 Mal bei Unfällen und 273 Mal bei plöglichen Erkrankungen. In den Stationen wurden 1739, außerhalb dieser 160 Personen behandelt. Mit den eigenen neuen Krankenwagen der Unfallstationen wurden im verflossenen Monat von 128 Verunglückten bezw. plötzlich Erkrankten 102 nach den öffentlichen Krankenhäusern, die übrigen nach ihren Wohnungen befördert. " Die Parteigenossen im zweiten Wahlkreise werden auf die Der Checkdiebstahl im Betrage von 35 000 m. gegen die ziehen, so wünschte ich, es wäre der Entschluß, fünftig mehr Nach am Sonntag Abend 61/2 Uhr bei Zubeil, Lindenstr. 106, stattfindenden hiesige Firma H. Wolff wird die Gerichte nunmehr auch wegen des druck auf die Erfüllung der Beschlüsse der Versammlung zu legen öffentlichen Versammlung hingewiesen, in der Genosse Dr. Paul Entschädigungs- Anspruches beschäftigen. Die Reichspoſt, bei welcher und nicht, wie bisher so vielfach geschehen, dem Magiftrat Bernstein über„ Die Fortschritte der modernen Gesundheitspflege der Diebstahl eigentlich geschehen ist, bleibt hierbei vollständig außer Wünsche, die über seine Abfichten hinausgehen, zur Er und das Proletariat" sprechen wird. Nach dem Vortrage folgt betracht, weil diefelbe für gewöhnliche Briefe nicht haftbar ist. In wägung anheimzustellen. Was der Magistrat als Gründe betracht kommen nur der Absender oder die beiden Bankhäuser, anführt, find nicht Gründe, sondern Ausflüchte, um für eine gemüthliches Beisammensein. welche die Auszahlung geleistet haben. Gegen die letzteren beabsichtigt Sache, die man eigentlich nicht bekämpfen fann, sich dennoch nicht Submiffionsblüthen. Die städtische Verwaltung der Straßen der Abfender, ein Kaufmann aus Manchester, der sich, wie der„ Nonengagiren zu müssen. Diese fog. Gründe" bafiren auf der Rück ficht auf die Wahrung und Förderung des Friedens in allen be- reinigung hat für das Etatsjahr 1898/99 die Submission für aufgehalten hat, gerichtliche Schritte einzuleiten. Die Checks waren fektionär" meldet, zu diesem Zwecke in den letzten Tagen hier Dabei hat die Firma theiligten Kreisen." Ich weiß nicht, welcher diplomatisch- politische Pia sfavabesen ausgeschrieben. nämlich, crossed", ein banttechnischer Ausdruck für solche Checks, Herr diese Borlage verfaßt hat, ich fühle den Unterschied zwischen G. Löffler in Berlin das niedrigfle Angebot mit 60 740 M. ge- welche mit zwei die Checks durchziehenden Querlinien versehen sind, allen betheiligten Kreisen" und" innerhalb der Bürger- macht, während das Höchstgebot 65 260 M. betrug. Das niedere als Zeichen dafür, daß dieselben nicht an Ueberbringer ausgezahlt schaft" sehr wohl heraus. Diese vom Magistrat gemeinten Angebot ift natürlich nur bei einem starken Druck auf die schon jetzt werden dürfen, sondern nur zur Verrechnung bestimmt sind. In aus äußerst geringen öhne in der Bürstenfabrikation möglich. England und Amerila ist dieser Gebrauch allgemein und auch rechtsfind die betheiligten Kreise" Stellen, von denen eben die Einwirkung den Magiftrat bereits So bezahlt die Firma Löffler ihren Arbeitern für 1000 Bündel Pieſen verbindlich. Den großen deutschen Bankfirmen dürfte dieser Geauf erfolgt ist, dem Beschlusse nicht beizutreten; und das 2,75 M., während die übrigen Geschäfte nach dem Tarif der ist das beschämende, daß der Magistrat der Einwirkung nachgiebt, Bürftenmacher ihren Arbeitern 3 M. berechnen. Ferner beträgt die brauch ebenfalls nicht unbekannt sein; ob er aber ausreichend ist, während er weiß, daß bei den 77 Stimmen für den Antrag kein Arbeitszeit in diesem Betrieb 10 Stunden, gegenüber der sonst die Gerichte zu entscheiden haben, falls nicht vorher eine Ginigung einen Enfchädigungsanspruch zu begründen, werden wohl demnächst Gedanke baran sein kann, daß der Friede in der Bevölkerung geüblichen neunſtündigen Arbeitszeit in anderen Betrieben. Hätten stört wird.( Sehr richtig!) Der Magiftrat war also politisch und wir nicht das Vergnügen, eine freifinnige Stadtverwaltung zu erzielt oder das Geld noch herbeigeschafft wird. Eine Blutthat hat sich gestern Nachmittag gegen 5/2 1hr in diplomatisch genug, das Moment des Friedens innerhalb der Bürger- besitzen, so wäre zu hoffen, daß bei Vergebung von Arbeiten, auch Den Brieben auf die Arbeitsbedingungen in den Betrieben der Sub- dem Hause Weyvingerstr. 4 abgespielt. Der dort wohnende Handelsschaft nicht erst in die Vorlage zu bringen. in allen betheiligten Kreisen", d. h. dem Frieden zwischen dem mittenten gesehen würde. Aber auf arbeiterfreundliche Maßnahmen mann Edwin Falliner wurde von dem wohnungslosen Handelsmann Magistrat und dem Minister hotel Unter den Linden oder der hat man von der Seite nicht zu rechnen, und so ist es sehr wahr. Rudolf Gerhardt durch Messerstiche in die linke Brust derart schwer verlegt, daß er nach kurzer Zeit im Krankenhause im Friedrichshain, Oberpräsidialwohnung in Potsdam, dem zu Liebe wird dem scheinlich, daß das Mindestgebot Berücksichtigung findet. Beschluß einer Dreiviertelmehrheit der Stadtverordneten- Bersamm- In der Angelegenheit Ziethen hat der Herausgeber einer wohin er übergeführt wurde, gestorben ist. Das Motiv ist anscheinend Lung die Zustimmung verweigert! Offiziös sind andere Gründe hiesigen Korrespondenz, Herr Wilhelm Mannes, eine Broschüre ver- Eifersucht, weil Gerhardt die schwer betrunkene Lumpenfammlerin durch die Preffe gegangen. Sollte der Magiftrat wirklich an- faßt, welche den Titel trägt:" Ift 3iethen noch zu retten?" Der Ottilie Wagner, welche die Geliebte des Falliner ist, zur angeführten nehmen, daß man glaubt, daß der Umstand, daß viele der wesentliche Inhalt der genannten Schrift besteht in einer Kritik der Zeit nach Hause begleitet hatte. Gerhardt, der in Haft genommen Leichen dort nicht mehr liegen, sondern exhumirt sind, auf seine am 31. März 1897 von seiten des Elberfelder Landgerichts erfolgten ist, behauptet, daß Falliner ihn zuerst angegriffen und ihn mit einer Entschließung von Einfluß gewesen ist? Und wenn, dann Ablehnung des Antrages auf ein Wiederaufnahmeverfahren. Wie Bratpfanne auf den Kopf geschlagen habe. liegt die Sache noch viel schlimmer. Hat denn irgendwer daran der Verfasser nachzuweisen versucht, ist dieses Gesuch zu unrecht ab gedacht, daß die dort begrabenen verwesten Körper dort noch liegen gelehnt worden. Als Grund dafür wird angegeben, daß der vom Mit Sehnsucht zurückerwartet werden zwei EisenbahnReisende, die sich am 31. v. M. auf dem hiesigen Anhalter Bahnhof Ende. " Theater. Das Schiller Theater bringt Ende nächster Woche die erste Aufführung des Schauspieles„ Hanswurst" von Heinrich Lee. Heute wird Blumenthal's Schauspiel Ein Tropfen Gift" außer Abonnement gegeben. Es sind somit sämmtliche Plätze des Hauses für diese Vorstellung im Kassenverkauf zur Verfügung. Die Suppésche Operette, welche im Theatersaal des Passage Panoptikums durch die Wiener Gäfte zur Aufführung gelangt, kann nur noch bis zum 8. Februar auf dem Repertoire bleiben. Trotz des reichen Beifalles, den das Werk allabendlich findet, muß es den Soireen des indischen Magiers Ben Ali Bey weichen. Jut Neuen Olympia Theater findet vont Sonnabend ab im Bilde Alt- Wien" ein Wechsel der Spezialitäten statt. Es treten auf u. a. die in ganz England mit Erfolg aufgenommenen Tanzfängerinnen, The Yolli british girls". Aus den Nachbarorten. " der wenn die In Das mit Rückfahrkarten erster Klasse nach Heidelberg versehen haben. In und an die Frenz'schen Eheleute eine Verfügung, worin er die solcher Schriftstücke auch in deutscher Sprache verlangt werden dürfe. Und dir Kasse hatte sich beim Abrechnen ein Fehlbetrag ergeben, und der Sitzungen der Vereine für öffentliche erklärt, die an zwar sei dieser Fall gegeben- aber auch nur dann Schalterbeamte erinnerte sich später, daß er beim Verkauf der Rückfahrt die Polizeistunde gebunden seien. Ihre Organisation fei Polizet außer stande sei, sich mit den ihr zur Verfügung karten 63 M. zuviel herausgegeben hat. Die beiden Personen sind nicht eine so lose, der Erwerb und Verlust der Mitgliedschaft stehenden Mitteln von dem Inhalt zu unterrichten. Das bekannt, und da sie vielleicht garnicht gemerkt haben, daß ihnen durch das an so geringe Voraussetzungen geknüpft, daß man nicht sagen könne, wäre hier selbst dann nicht anzunehmen, wenn der Amtsvorsteher Versehen des Beamten der Vermögensvortheil erwachsen ist, so wird die Mitglieder bildeten einen gefchloffenen, in sich abgegrenzten Kreis mangels genügender Kenntniß des Polnischen sich persönlich von der Eisenbahnbehörde eifrig nach ihnen geforscht. Die Bahn von innerlich mit einander verbundenen Personen. Der Amts: nicht von dem Inhalt des polnischen Schriftfates hätte überzeugen ſteigbeamten wurden am Mittwoch Abend hier angewiesen, auf die vorsteher machte außerdem geltend, es müsse angenommen werden, können. Er wäre immer noch eher in der Lage gewesen, sich eine beiden Karten, deren Nummern bekannt sind, besonders zu achten daß die Vereine nur zu dem Zwecke gegründet worden seien, der beglaubigte Uebersetzung zu verschaffen, wie der Kläger. und die Inhaber bei der Abgabe anzuhalten. Im Nicht- Uebertretung der Polizeistunde Vorschub zu leisten. Die einer ähnlichen Sache erkannte das Gericht gleichfalls zu gunsten des ermittelungsfalle hat der Verkäufer der Fahrkarten den Verlust zu Polizeistunde für das Lokal war kurz vorher von 12 auf 10 Uhr Klägers. tragen. herabgesetzt worden. Die Frentz'schen Eheleute, foJüdische Unverfrorenheit", gepaart mit anderen antisemiti. Im Waffer geendet hat der nahezu 60 Jahre alte frühere wie St. Kopf als Vertreter des Statklubs„ Grüner Junge" fchen" Beleidigungen hatte der Dr. med. B. Franck aus der Dienstmann Wilhelm Junig, der zuletzt in der Gartenstraße wohnte. und H. Rosche als Vertreter des Gesangvereins" Fidele Kurfürstenstraße dem Kaufmann Jacques Raphaëli in einem Gestern sahen mehrere Personen an der Torsbrücke einen Mann in Geister" legten beim Landrath vergeblich Beschwerde ein. Der Briefe vorgeworfen, in welchem er sich über ein Paar Stiefel be den Spandauer Schiffahrtskanal springen, der bereits untergegangen Regierungspräsident wies ihre weiteren Eingaben ebenfalls ab, schwerte, die nach der Versicherung Raphaeli's gar nicht in war, bevor er gerettet werden konnte; Schiffer fanden später seine worauf die Beschwerdeführer beim Ober- Verwaltungsgericht die dessen Geschäft gekauft waren. Herr Raphaëli erhob auf Leiche. Es war die des alten Juniß, den vor etwa zwei Jahren Klage einreichten. Im Laufe des Verfahrens gab der Regierungsgrund der in dem Briefe enthaltenen starten antisemitischen seine Frau verließ, um sich einem Milchmann in die Arme zu präsident einen genialen Einfall zum besten. Er erklärte nämlich: Ausdrücke die Privatklage, die gestern vor der 147. Abtheilung des werfen. Dies Mißgeschick hätte Junih indeß überstanden, wenn nicht " Die Vereine haben sich nur gebildet, um unter der Vorspiegelung, Schöffengerichts verhandelt wurde. Der Angeklagte wählte eine mit der Trenlosen seine Ersparnisse von 1400 m. verschwunden sie wollten die Geselligkeit durch Billard- und Kartenspiel zc. pflegen, feltsame Methode der Vertheidigung. Er hatte behauptet, taß der wären. Als Juniß seine Sachen zurückhaben wollte, wurde er den Zweck zu verfolgen, nach Eintritt der Polizei stunde Brief nicht von ihm, sondern von seinem im Auslande weilenden Bruder von seinen beiden Söhnen, die sich der Mutter angeschlossen hatten, im renb'fchen Lokal sozialdemokratische Bestrebungen herrühre. Durch diesen Einwand wurde der Prozeß sehr lange hingezogen. so mißhandelt, daß er mehrere Monate an das Krankenbett gefesselt zu fördern." In der Verhandlung vor dem Ober- Verwaltungsgericht Gestern trat der Angeklagte mit der Behauptung hervor, daß seine Handwar. Der Alte erstattete keine Strafanzeige, begnügte sich vielmehr stellte der Vertreter der Kläger fest, daß der Gesangverein Fidele schrift allerdings täuschend nachgeahmt sei, was sich aber daraus erkläre, mit der Chefcheidung. Die Vorgänge hatten indeß in ihm einen Geister" schon Jahre lang beſtehe. Der Senat unter dem Vorfiß daß sein Bruder an einer Art Geisteskrankheit( Psychose) leide, in mächtigen Groll zurückgelassen, so daß er sich hinreißen ließ, seiner des Präsidenten Persius erklärte jedoch die Klagen im vollen Um- deren Gefolge gewöhnlich ein stark ausgeprägter Nachahmungstrieb Frau bei einem zufälligen Begegnen auf dem Luisenplatz einige Ohr fange für unbegründet. In der Publikation trat der Vorsitzende auftrete. Bum Beweise hierfür berief sich der Angeklagte auf das fachfeigen zu verabfolgen. Dadurch verlor er seinen Dienstschein und zunächst dem Einwande des Anwalts entgegen, daß die Verfügung verständige Gutachten des Prof. Dr. Eulenburg, den er zu landen beanernährte sich seitdem als Zettelvertheiler: bald mußte er der Armen- des Amtsvorstehers den geselligen Vereinen ihr verfassungsmäßiges tragte. H.- A.Dr.Lubszynski als Vertreter des Privatklägers stellte zunächſt behörde anheimfallen, konnte dann die Wohnungsmicthe nicht mehr Vereinigungs- und Versammlungsrecht schmälere. Dieses Mecht durch Fragen fest, daß der Angeklagte, der allerdings evangelifch bezahlen und machte endlich in der Verzweiflung seinem Leben ein tomme hier gar nicht in Frage, sondern nur die allge- getauft worden, selbst von jüdischen Eltern herstammt meinen gesetzlichen Vorschriften, insbesondere die über die Polizei und bei seiner heute noch jüdischen Mutter wohut. Die SchreibReichenfunde. Im Landwehr- Kanal, in der Nähe der engstunde. Nur geschlossene Gesellschaften feien an die Polizeistunde nicht fachverständige Frau Professor Dilles erklärte es für ganz Tischen Gaŝanstalt, wurde gestern vormittags die Leiche einer gebunden. Den Nachweis, daß das Lokal der Frau Freuz zeitweilig den zweifellos, daß der beleidigende Brief von der Hand des Angeklagten unbekannten, ungefähr 30 Jahre alten Frau, und nachmittags am schaften darin tagten, hätten die Kläger führen müssen. eventuell 20 Tagen Gefängniß verurtheilt. Da der Privatkläger in Charakter der Deffentlichkeit verloren habe, weil gefchloffene Gesell herrühre. Der Angeklagte wurde zu einer Geldstrafe von 60 M. Thiergarten- User die Leiche der seit dem 18. Dezember v. J. ver- Er sei aber von ihnen nicht erbracht worden. Weder die Statuten einer früheren Verhandlung eine Beleidigung gegen den Angeklagten misten sechzehnjährigen Arbeiterin Dorothea L. angeschwemmit. In noch die thatfächliche Nebung sprächen dafür, daß es sich um ge ausgestoßen, so traf ihn hierfür im Wege der Wiederklage eine Geld. beiden Fällen liegt unzweifelhaft Selbstmord hat. schloffene Gesellschaften handele. Vor allem habe man nicht nach strafe von 5 M. gewiesen und nicht einmal behauptet, daß bei Aufnahme der eine Mitglieder besondere Einen interessanten Beis Jrrenpflege auf dem Laude. Prüfung stattfinde() und daß durch die Auftrag zur Beurtheilung der Mißstände in der Frrenpflege auf dem na h me persönlich e Beziehungen entständen. Lande liefert ein Obergutachten des bekannten Berliner Psychiaters Die Thatsache, daß, abgesehen von den Fidelen Geistern", die Professor Mendel, das er kürzlich vor dem Schwurgericht abgab, Bildung der Vereine gerade zur Zeit erfolgt sei, wo das Lokal auf und worüber er in der Aerzil. Eachverst. Btg." berichtet. die gewöhnliche Polizeistunde gesetzt worden war, begründe außer Gutachten behandelt zunächst die Frage, was unter dem Begriffe dem die Vermuthung einer beabsichtigten lebertretung der ,, Sicchthum" zu verstehen ist, und giebt die Krankengeschichte einer Polizeistunde. Allerdings hätten die Fidelen Geister" schon früher 29jährigen geisteskranken Frau, die von ihren Schwiegereltern, bei ihr Wesen getrieben. Das wolle aber nichts befagen gegenüber der denen sie Aufnahme gefunden hatte, in den Schweinestall gesperrt Thatsache, daß eines der acht Mitglieder der Mann der Gastwirthin worden war. Allerdings bestand die Behausung der Schwiegerselber sei und daß das Statut auch die Betheiligung von Gästen eltern nur aus einem einzigen Raum, und da die Frre nicht zulaffe. Bum mindesten sei aber nicht die Behauptung widerlegt nur alles zerriß, sondern auch mit Feuer sehr unvorsichtig umging, Den Parteigenossen von Johannisthal- Niederschöneweide wollten. worden, daß keine geschlossenen Gesellschaften in dem Lokal tagen und überdies durch ihre Unreinlichkeit einen unerträglichen Geruch in dem Raum verbreitete, fonnten die Leute sich nichts anders find infolge der Beeinflussung des Besitzers und des Wirthes durch Die Vertrauenslente der Mitglieder des Deutschen Berg: sie eines Tages der Gendaim und veranlaßte zunächst, daß die helfen und sperrten die Kranke in den Schweineftall. Hier fand den Amtsvorsteher v. Oppen die Lokalitäten der BorussiaBrauerei abermals verschlossen worden, so daß sie sich wiederum und Hüttenarbeiter- Verbaudes find ,, Vorsicher selbständiger Kroute wieder in das Zimmer der Schwiegereltern aufgenommen ohne geeignetes Versammlungslokal behelfen müssen. Sie richten Vereine". Die Berglente Freudenreich, Wippler, Springer und wurde. Die Leute konnten aber den Geruch nicht ertragen und daher an die Gewerkschaften und sonstigen Vereine Berlins die Haupt erhielten seinerzeit Auflagen wegen Uebertretung der§§ 2 sperrten die Kranke daher abermals in den Echweinestall. Vor dem dringende Bitte, bei den kommenden Frühjahrs- und Sommerfesten und 13 des preußischen Vereinsgesetzes. Sie sollten die Vorschriften Schwurgericht wurde nun auf die erstattete Anzeige hin gegen nur die Lokale zu berücksichtigen, welche auf der noch bis dahin erverletzt haben, die den Vorstehern solcher Vereine, welche die Echwiegereltern wegen Freiheitsberaubung und durch scheinenden Lokalliste verzeichnet sind. Bei der diesjährigen Agitation auf öffentliche Angelegenheiten einzuwirken bezwecken, für die Reichstagswahlen ist es um so mehr nothwendig, Verdieselbe herbeigeführtes Siechthum verbandelt. Es stellte sich heraus, Einreichung des Mitgliederverzeichnisses an die Polizei 2c. fammlungslokale zu besitzen, und nur an den Berliner Arbeitern wird zur Pflicht machen. Die Polizei daß die Ed wiegerelten, als die Krante bei ihnen Aufnahme und die Anklagebehörde es liegen, wenn dieser Kampf um die Versammlungslokale fiegreich betrachteten die Angeklagten als Vorsteher von Filialen oder Zahl fuchte, sich mit der Bitte an den Ortsschulzen gewandt hatten, durchgeführt werden soll. stellen des Deutschen Berg- und Hüttenarbeiter: Verbandes. Die An- für eine Person zur Bewachung der Kranken zu sorgen, daß der Mariendorf, Tempelhof, Marienfelde. Die bevorstehenden Schlesien überhaupt Zweigvereine des genannten Verbandes be- Meinung tam, daß eine Bewachung nicht nothwendig sei! geklagten bestritten, daß in ihrem Wohnorte( Waldenburg?) in Schulze dies aber ablehnte, weil er nach einem Besuche zu der Reichstagswahlen sollten allen der politischen Organisation noch ständen und daß sie die Vorsteher von solchen seien. Sie Durch die Anzeige des Gendarmen veranlaßt, wurde die Kranke fernftehenden Parteigenossen Veranlassung geben, sich derselben an- wären lediglich die Vertrauenspersonen im Mai durch einen Arzt untersucht, der auf den Wunsch der der dortigen Ver= zuschließen. Unsere Gegner werden es in diesem Wahlkampfe an bandsmitglieder, übernähmen nur die Bertheilung der Fach. Schwiegereltern die Ueberführung in eine Irrenanstalt ans Anstrengungen nicht fehlen lassen, das einmal Groberte uns wieder zeitung, die die Zentralstelle in Bochum sende, und nähmen vom Distriktskommissar abgelehnt wurde, weil die Kranke ordncte. Als aber die Aufnahme der Kranten in die Anstalt streitig zu machen. Eine starke Organisation aber und eine geistig die Beiträge der Mitglieder entgegen, 11117 fie an den aufgeklärte Arbeiterschaft könnte solchen gemeinschädlichen Be: Verbands vorstand abzuführen. Das Echöffengericht verurtheilte nicht gemeingefährlich" sei, wußten sich die Leute nicht firebungen erfolgreich entgegentreten. Wir ersuchen deshalb alle jedoch die Angeklagten zu je 15 M. und das Landgericht wies ihre anders zu helfen. Während der Monate Juni und Juli ist die Kranke Genossen, denen eine Verbreitung unserer Ideen am Herzen liegt, hiergegen eingelegte Berufung zurück. Die Straffammer führte aus, Trinken bekommen. Am 18. Juli fand sie der Gendarm abermals, dann im Schweinefall geblieben, hat aber regelmäßig Essen und dem Arbeiter Bildungsverein für Mariendorf und Um- die Hauptsache sei, daß die Angeklagten auf irgend eine Weise von gegend beizutreten. Gelegenheit zum Beitritt wird gegeben in der den Mitgliedern mit der Wahrung ihrer Beziehungen zum Werbarde und gielt an, daß sie über und über mit Koth befudelt und am Dienstag, den 8. Februar, abends 82 Uhr, bei Gerth in Tempel betraut worden seien. G3 genüge, daß sich die Mehrheit dafür er- ganz entblößt gewesen sei, und daß sich sogar Waden auf hof, Dorfstr. 18, stattfindenden Versammlung. Genosse Köster aus flärt habe, souft sei es ganz gleichgiltig, wie diese Vertretung Arztes, der die Kranke tann Ende Juli untersucht hat, lag sie, ihrem Körper befunden hätten. Nach der Aussage des Schöneberg wird einen Vortrag hallen.( Siehe Juferat.) Die gegenüber dem Verbandsvorstande zu stande komme. In der Broschüre" Graf Posadowsky und die Koalitionsfreiheit vor dem von ihnen vertheilten Zeitung würden die Ideen vertreten, die der nur dürftig bekleidet, völlig apathisch auf dem mit Koth durchReichstage" gelangt zum Selbstkostenpreise zur Ausgabe. Hauptvorstand verbreitet wissen wolle. Die Angeklagten legten sitten Etrob in dem Schweinefall und reagirte nicht einmal Revision ein. Das Rechtsmittel wurde vom Rechtsanwalt auf Nadelstiche! In ein Krantenhaus gebracht, erholte sich die Ein Unfall, der den Tod eines jungen Mädchens nach sich Wolfgang Heine begründet. Er betonte, daß die Vertrauens: Irre langsam wieder und wurde später in einer Irrenanstalt führte, trug sich, wie erst jetzt bekannt wird, am Sonntag in Nieder- männer gleichsam Kassirer und Kolporteure feien, weiter aber nichts. Krante vielfach geschlagen und roh behandelt hatte, wurde doch die Schwiegermutter die Schöneweide zu. Am Dienstag wurde in der Oberspree, in un- Handlungen, die auf ein selbständiges Vereinsleben schließen mittelbarer Nähe des Lokals" Loreley" in Nieder- Schöneweide, die ließen, lägen nicht vor. Die Vertrauenspersonen, Kassirer und vom Gericht übereinstimmend mit dem Gutachten angenommen, Leiche eines jungen Mädchens aufgefunden, in welcher die am Kolporteure, dürften nach dem Verbandsstatut überhaupt keine daß das Siechthum der Irren schon vorher bestanden habe, und Sonntag vorher ertrunkene, 16jährige Berkäuferin Baumgart Vorstandsthätigkeit entfalten. Der Giraffenat des Kammer daß daber die schlechte Behandlung und Einsperrung in dem aus Berlin, Memelerstraße 10 wohnhaft, rekognoszirt wurde. gerichts wies gestern die Revision als unbegründet zurück. Der Schweinestall wohl den Zustand verschlimmert, nicht aber hervor Das junge Mädchen hatte mit mehreren Bekannten, Freundinnen Vorderrichter irre nicht, wenn er aus den mitgetheilten Thatsachen gerufen habe. Die Echwiegereltern der Kranken wurden daher auch und jungen Männern am Sonntag einen Ausflug per Rad nach den Schluß ziehe, daß es sich hier um Vorsteher von Zotal nur zu 6 resp. 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. Professor Mendel Nieder- Schöneweide unternommen. In dem erwähnten Lofal fehrte vereinen handele, die auf öffentliche Angelegenheiten einzuwirken weist darauf hin, daß weniger den Schwiegereltern, als die ganze Gesellschaft ein, um sich an dem dort stattfindenden Tanz- bezweckten. Sie hätten deshalb den Vorschriften des§ 2 des Vereins. dem Drisschulzen, dem Diftrittstommissar und den vergnügen zu betheiligen. Frl. B. begab sich ani Abend nach dem gesetzes nachkommen müssen. untergeordneten Organen die Schuld an den geradezu Garten und von hier auf den Anlegesteg der Ruderboote; dabei unglaublichen Vorgängen beizumessen sei. Der verlor das Mädchen das Gleichgewicht und stürzte ins Wasser. Die Nowac meldete am 19. November 1896 zum 22. November noch einem über die Aufnahme Geisteskranker und die Ueberwachung derselben Vom prensisch- poluischen Kriegsschauplatz. Der Berg- Invalide Fall ist wiederum ein neuer Beweis dafür, daß die Bestimmungen Hilferufe der Verunglückten wurden zwar von den Bekannten ver: Dorfe im Landkreise Beuthen eine Versammlung der katholischen Arbeiter in Privatpflege nach jeder Richtung hin einer gründlichen Reform nommen, jedoch gelang es nicht, die B. zu retten. Nachdem am Dienstag in der Nähe der Unfallstelle nach der Leiche gesucht worden war, wurde diese dicht an dem erwähnten Steg aufgefunden. Mit dem Flößerftreik, welcher im Spätsommer des ver. Charlottenburg. Die Nachwahlen zur Stadtverordneten- Ver- Der Amtsvorsteher theilte dem Einberufer darauf mit, daß die Gebie Schleppdampfschiff- Attiengesellschaft in Bromberg gerichtet war, zur Versammlung in deutscher und in polnischer Sprache enthielten. gangenen Jahres im Netze- Diftrifte zum Ausbruch kam und gegen fammlung im sechsten Bezirk der III. Abtheilung haben zu einem nehmigung erst ertheilt werden könne, wenn ihm eine eidlich be hatte sich nun auch noch die Strafkammer in Schneidemühl definitiven Ergebniß nicht geführt. Es ist eine Stichwahl erforder- glaubigte deutsche Uebersehung des polnischen Textes zugegangen zu beschäftigen, und zwar waren die Flößer Ehlers, Röhl, Bander lich zwischen den Kandidaten der Liberalen und der Konservativen. sei. Nach vergeblichen Beschwerden beim Landrath in Beuthen und und Ziebarth des Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung bezichtigt. Unsere Parteigenossen hatten bekanntlich Stimmenthaltung be- beim Regierungspräsidenten in Oppeln wandte sich Nowack an das Die Schifffahrts- Gesellschaft ging damals auf die gestellten Forderungen schlossen. Ober- Verwaltungsgericht. Er behauptete, der betreffende Amts der Flößer nicht ein und warb an stelle der Ausständigen andere vorsteher verstände ganz gut polnisch und hätte sich sehr leicht Arbeitskräfte an. Besonders Ehlers war als Vorsitzender des Vers von der Uebereinstimmung des polnischen Textes mit der bandes der Flößer eifrig bemüht, die Interessen der Streifenden deutschen Einladung zur Versammlung überzeugen tönnen. Im wahrzunehmen. Termin vor dem Ober- Berwaltungsgericht erschien als vom Minifter schuldigen zur Last, die Neuankommenden wie auch die WeiterDie Anflage legte nun ihm und seinen Mitbestellter Regierungskommissar der Regierungsrath Krauz hiesigen Polizeipräsidium. Er verlangte die Abweisung der Klage, abzuhalten versucht haben. Ehlers wurde auch für schuldig befunden Dom arbeitenden durch Drohungen mit Gewaltthätigkeiten von der Arbeit indem er sich auf das sogenannte Geschäftssprachen- Gefeß berief. und zu sechs Wochen Gefängniß verurtheilt. Die übrigen Angeklagten Danach müßten alle Beilagen zu Eingaben an Behörden in deutscher wurden freigesprochen. Sprache gehalten sein. Nun habe allerdings das Ober- VerwaltungsDer Vorstand. Die in Schöneberg anfgekündigten Beamten haben folgendes Schreiben vom Gemeinde- Amt erhalten:" Unter Bezugnahme auf die Ihnen zugegangene Kündigung erhalten Sie hiermit zur Nachricht, daß die Gemeindevertretung beschlossen hat, alle gefündigten Beamten, bezw. deren Stellen in den Etat 1898/99 aufzunehmen und denselben der Stadtverordneten- Versammlung mit der Empfehlung vorzulegen, die Einstellung der Stellen und die Weiterbeschäftigung der betreffenden Beamten vom 1. April 1898 ab zu genehmigen und die Einstellungs- Bedingungen festzusetzen." Gerichts- Beitung. 3 die untergebracht. auch die Erlaubniß zum Anschlagen von Plakaten nach, die die Einladung all. Bei dieser Gelegenheit suchte er beint zuständigen Amtsvorsteher bedürfen. gericht im Mai 1897 entschieden, daß dies nicht anzuwenden sei auf Nach einjähriger Untersuchungshaft ist von dem Schwurs solche Anlagen, die in nicht ganz engem Zusammenhange mit der Eingabe gerichte zu Elbing der Stadtsekretär Herrmann Schulz aus Forst ständen. Diese Vorausseßung liege nun aber nach seiner Meinung 2 Monaten Gefängniß und Ehrverlust auf 5 Jahre verurtheilt wegen Unterschlagung und Urkundenfälschung im Amte zu 3 Jahren. hier nicht vor. Es sei vielmehr die Einladung zur Versammlung Die Polizeiftunde im Polizeistaat. Für gesellige Vereine, ein integrirender Bestandtheil der Eingabe, durch der Angeklagte Versicherungsmarken im Gesammtbetrag von 2200 W. worden. Durch die Beweisaufnahme war festgestellt worden, daß die da meinen, in ihren Sitzungen nicht an die Polizeiftunde ge- welche die Erlaubniß zum Anschlagen der Plakate nachgesucht nicht eingeklebt bezw. wieder aus den Versicherungskarten entfernt bunden zu sein, ist ein soeben vom Ober- Verwaltungs- worden sei. Der Amtsvorsteher hätte darum auf jeden Fall die be- bat. Außerdem wurden ihm noch andere Vergehen nachgewiesen. gericht gefälltes Urtheil von großem Interesse. Zwei Statflubs, glaubigte Uebersetzung des polnischen Textes verlangen dürfen. Auf die Untersuchungshaft wurden dem Verurtheilten 3 Monate ein Billardverein und ein Gesangverein zeigten innerhalb einer Das Ober- Berwaltungsgericht folgte diesen Ausführungen nicht und 2 Wochen angerechnet. Woche dem Amtsvorsteher vonl Neu Weißenfee an, sondern erklärte die Klage des Herrn Nowad für daß sie an bestimmten Wochentagen bei der Gastwirthin begründet. Präsident Persius führte aus, bas Ver- Die Verhandlungen in dem Riefenprozek Wendler u. Gen., Frenk, Königs- Chaussee 41, ihre Sitzungen abhalten würden. langen des Amtsvorstehers nach einer Uebersehung der der seit einigen Tagen die 9. Straffammer des Landgerichts I beschäftigt, Bugleich reichten sie ihre Statuten ein. Die Statuten der Statklubs polnischen Anzeige durch einen beeidigten Dolmetscher werde nehmen einen folchen Umfang an, daß die Beendigung des Prozesses und des Billardvereins enthalten mur wenige Bestimmungen, nicht durch das Sprachengeset vom 28. Auguft 1876 gerecht- faum vor drei Wochen zu erwarten ist. Gestern kam es bezüglich der deren hauptsächlichste bei allen ist, daß sie die Pflege der Geselligkeit fertigt. Das Plakat könne nur als eine solche Beilage zu dem un- Handhabung der Geschäfte zu einer längeren Auseinandersetzung bezweckten. Der Gefangverein Fidele Geister" dagegen hat ein zweifelhaft deutsch vorzubringenden Antrage angesehen werden, die zwischen dem Rechtsanwalt Wronker als Vertheidiger der längeres Statut. Er will den Gesang pflegen unter Leitung eines teinen wesentlichen Bestandtheil des Autrages ausmache, sondern Gebrüder Wendler und dem Vorsitzenden Landgerichtsrath Boisly. Gesangslehrers, fein Statut sieht auch Generalversammlungen vor den Gegenstand des Antrages darstelle. Derartige Beilagen Der Vertheidiger stellte ganz formell den Antrag, und die Mitglieder müssen wöchentlich 30 Pfennig Beitrag zahlen. brauchten nicht in deutscher Sprache abgefaßt sein. Bugegeben fei, fechs Tage in der Woche zu verhandeln, sondern Mittwoch Im Januar 1897 erließ nun der Amtsvorsteher an die vier Bereine daß, abgesehen vom Sprachengeseh, unter Umständen die Einreichung und Sonnabend in jeder Woche die Sigungen ausfallen zu laffen. nicht allen und mit allen Kosten für Er begründete dies damit, daß es für die Vertheidiger unmöglich| Richtung zusammengesetzt werden soll, wurde von Fritsch und„ Arminhallen", Kommandantenstr. 20( großer Saal) statt und wird fei, tagtäglich ihr gesammtes anderes Arbeitsfeld im Stiche zu Silberschmidt eingehend begründet. Die Redner führten unter der Reichstags- Abgeordnete E. Vogtherr referiren. laffen und täglich bis in den Nachmittag hinein zu fizzen. Sie anderem an, daß in der Saison im Berliner Gebiet 51 pCt. aller Der Fachverein der Stockarbeiter hielt am Dienstag, den müßten unbedingt zweimal in der Woche eine Pause haben, um ihre arbeitenden Maurer im Zentralverband und nur ca. 20 pet. im 25. v. Mts., eine gut besuchte Mitgliederversammlung ab, in der sonstigen Berufsgeschäfte erledigen zu können. Es sei ihnen auch hiesigen Fachverein organisirt sind; daß bei etwaigen Schulden nach Dr. Mey I in einem mit Beifall aufgenommenen Vortrag über das physisch unmöglich, alle sechs Tage der Woche hindurch diese doch der Lohnbewegung es die Organisirten sein werden, welche Thema: Ist die Schwindsucht heilbar? sprach. In der hierauf recht eintönige Berhandlung, bei welcher jeder der vielen Fälle dem dieselben decken müssen, demnach die Mitglieder des folgenden Diskussion schilderte Menzel in intereffanter Weise die anderen auss Haar gleiche, auszuhalten; er behaupte auch, daß Verbandes größten Theil zu bezahlen hätten. Ferner Einrichtungen der Lungenheilanstalt. Sodann gab der Kassirer der Gerichtshof selbst unmöglich die genügende Auf wurde auf die höheren Beiträge der Verbandsmitglieder Liebe den letzten Quarials- Kaffenbericht 1897. Einnahme 128,25 W. merksamkeit bewahren fönne, wenn nicht einige Ruhepausen hingewiesen, die dadurch im letzten Jahre ca. 13 000 m. zu den Ausgabe 97,13 M., Ueberschuß 31,12 M., dazu Bestand vom angeordnet würden.- Landgerichtsrath Boisly erwiderte, Kämpfen für ihre Kollegen in Deutschland aufgebracht haben und 3. Quartal 510 M., ergiebt einen Bestand von 541,12 M. Nachdem " Möglichkeit bunches courte, Deutſchlangen gabenbing daß er nach nachkommen außerdem noch die Agitation in der ganzen Proving Brandenburg noch einige Werkstattangelegenheiten erledigt waren, rigte der Vorwolle, es aber ablehnen müsse, eine bestimmte Anordnung im Sinne von diefen betrieben werde. Im weiteren verwiesen die Redner auf fißende Ebeling, daß in der legten Bertrauensmänner- Sigung der Bertheidigung zu treffen. Dr. Wronker beantragt, fiber feinen Vor- die sonstigen Einrichtungen des Verbandes, auf die Vorkommnisse aus einigen Werkstätten feine Vertreter erschienen waren. schlag einen Gerichtsbeschluß herbeizuführen und behielt sich bei den Berhandlungen der beiden Richtungen in den früheren vor, bei etwaiger Ablehnung Beschwerde beim Kammergericht zu Jahren, und vertraten die Meinung, zumal für die Arbeiterbewegung und gewerbliche Hilfsarbeiter Versammlung. Schubert referirte In Schöneberg tagte am Sonntag eine öffentliche Bau-, Erd. führen, bezw. die Vertheidigung niederzulegen. Der Gerichtshof nur die Organisationsverhältnisse maßgebend sein können und in trat in Berathung. Das Ergebniß derselben wurde vom Vorsitzenden allen Fällen nur die Organisation zu entscheiden und auch die über den Nutzen der Gewerkschaftsorganisation, wobei er auf die dahin verkündet: Nach der Strafprozeß- Ordnung fet es ausschließlich Verantwortung zu tragen habe, daß die Zusammensetzung der Kom Gefahren hinwies, die den Gewerkschaften drohen, falls die AbSache des Vorsitzenden, die Reihenfolge der Sitzungen und fürzere miffion demzufolge, prozentual ber Mitgliederstärke entsprechend, von sichten der Regierung Gesetz würden. Dem Vortrag folgte eine rege Unterbrechungen anzuordnen, das Gericht entscheide nur über An- beiden Richtungen erfolgen müsse. Die von der lokalen Richtung Distuffion, in welcher einige Redner das unsolidarische Verhalten träge auf Ausfegung einer Hauptverhandlung. Da ein solcher nicht gestellte Resolution, in der gefordert wird, daß die Lohnkommission vieler Berufsgenossen tadelten. vorliege, halte sich das Gericht nicht für kompetent einzugreifen und wie in den Vorjahren aus drei Mitgliedern der lokalen und drei In Pankow referirte am Sonntag der Genosse Pfannkuch müffe es dem Vertheidiger überlassen, sich über die geschäftliche An- Mitgliedern der zentralen Richtung bestehen soll, wurde von in öffentlicher Volksversammlung über das Thema: ordnung des Vorsitzenden zu befchiveren. Mette und Kater begründet. Nach deren Ausführungen hat Weltpolitik, ihre Kostgänger und ihre Kostenträger". Redner er Ueber den Begriff des Landstreichens sprach sich der vierte sich das bisherige Verfahren zur einheitlichen Lohnbewegung vor örterte in eingehender Weise die enormen Steigerungen, die feit 1871 Straffenat des Reichsgerichts in bemerkenswerther Weise aus. Das züglich bewährt und sie halten im Interesse einer friedlichen Weiter der Militär- und Marine- Etat erfahren haben. Er weist sodann Landgericht Oppeln hat am 19. November v. J. die Arbeiterinnen entwickelung der Organisationen und um das durch die Lohnbewegung nach, daß der deutsche Handel bei dem jezigen Stand der Flotte sich Ernestine Schüßler und Pauline Kupczyt geb. Fenger von der Errungene festzuhalten, sowie um die Lohn- und Arbeits- ungeheuer entwickelt habe. Die Kosten würden selbstverständlich auch Anklage des Diebstahls, Bettelus und Landstreichens freigesprochen. verhältnisse noch bessern und die vielen Mißstände auf den hier wieder den Arbeitern aufgewälzt werden, wie das durch das Bauten beseitigen zu können, es für nothwendig, daß jeder System der indirekten Steuern ja Gegen das Urtheil hatte der Staatsanwalt Revision eingelegt. Organisationsstreit vermieden und die Kommission zu gleichen Heer und Flotte geschehe.- Eine Diskussion über den mit Der Reichsanwalt erklärte das Rechtsmittel für begründet, soweit Theilen zusammengesetzt wird. Die Redner verwiesen darauf, großem Beifall aufgenommenen Vortrag wurde nicht beliebt. das Landstreichen in Frage kam. Daß die Angeklagten sich umher daß bei einer anderen Zusammensetzung eine Majori Die Versammlung mußte hierauf wegen der Kirchzeit auf 1 Stunde getrieben haben, ist vom Landgerichte festgestellt worden, dasselbe hat nur nicht angenommen, daß sie es zweck- und mittellos gethan haben, firung der einen Richtung auch in sehr wichtigen Fragen vertagt werden. Punkt 7 Uhr wurde die Versammlung wieder weil die Schüßler eine Kontrolldirne sei und offenbar ihrem Gewerbe stattfinden könne und die Kollegen der lokalen Richtung unter feinen eröffnet und erstattete nunmehr Genoffe Lubich Bericht über seine nachgegangen fei, mit deffen Erträgnissen sie sich ernährt habe. Der Umständen von den angeführten Bedingungen abgehen werden. Thätigkeit als Gemeindevertreter. In der Diskussion, an der sich Reichsanwalt bezeichnete dies als rechtsirrthümlich. Das Gesetz be- Sollte die Resolution der zentralen Richtung angenommen werden, Freiwald, Schotel und Bilz betheiligten, fuchten dieselben drohe das zweck- und mittellose Umherziehen mit Strafe. Letztere sei o sei zu befürchten, daß die Mitglieder des Fachvereins, gegen den flar zu legen, daß es durchaus nothwendig sei, sich dieses Frühjahr nur ausgeschlossen, wenn es sich um einen gerechtfertigten Willen der leitenden Personen, Schritte unternehmen und Zustände wieder an der Wahl zu betheiligen. Als Kandidaten wurden 3wed handle. Ein solcher fei aber der Betrieb der Unzucht nicht, geschaffen werden, für die die zentrale Richtung die Verantwortung Freiwald und Kummer vorgeschlagen und einstimmig an da er nur innerhalb gewisser Grenzen geduldet werde. Sodann wurden Schotel, Sonntag, Freis Nach dieser Debatte erfolgte die Abgenommen. Das tragen haben wird. Reichsgericht hob das Urtheil unter Billigung dieser Ausführungen Stimmung, durch welche die Resolution des Verbandes mit wald, Sauer und Hoffmann bestimmt, ein Wahlfomitee zu bezüglich des Landstreichens auf und verwies die Sache insoweit großer Majorität angenommen und die Resolution der lokalen bilden. Zum Schluß forderte der Vorsitzende die Anwesenden auf, Richtung abgelehnt wurde. Nach diesem Beschluß ist die sich der politischen sowie der gewerkschaftlichen Organisation an Lohukommission aus vier Mitgliedern der zentralen und zwei Mit- zuschließen, da das laufende Jahr ein hochbedeutsames sei, indem gliedern der lokalen Richtung zusammen zu setzen, Ferner hat: die Gemeinde, Reichstags- und Landtagswahlen stattfinden. 1. die Versammlung sofort nach Wahl der Lohukommission den Dbmann und den Kassirer zu bestimmen; 2. Sind zwei Revisoren, je einer von jeder Richtung, welche die Einnahmen und Ausgaben prüfen, zu wählen; 3. werden sofort nach Konstituirung der Kommission die Sammelkarten verausgabt, den Beginn der Sammlungen hat die Versammlung festzusetzen; 4. Bon allen Einnahmen werden sämmtliche Ausgaben inklusive Streit- Unterstützung für alle von der Lohnbewegung in Mitleidenschaft gezogenen Kollegen gedeckt. 5. Zur Aufnahme etwa zu leihender Gelder zur Durchführung der Lohnbewegung ist die Lohnkommission berechtigt. 6. Die Tilgung dieser Schulden ist Ehrenfache der gesammten Berliner Maurer. 7. Gin etwaiger Ueberschuß nach Beendigung der Lohnbewegung ist der Lohnfommission zu überweisen. Nachdem die Abstimmung erfolgt war und die Neuwahl der Lohntommission vorgenommen werden sollte, entstand eine Unruhe, die, wie wir bereits gestern berichteten, den überwachenden Beamten veranlaßte, die Versammlung gegen 11 Uhr aufzulösen. zurück. Versammlungen. in Die Arbeiter- Bildungsschule. Infelstr. 10, v. 2 Tr. Unterrichtsturfe in Rede- ebung( Ueber den Aufbau der Rede, Besprechung voltswirthschaft icher und anderer Grundfragen) Montags, Dr. Conrad Schmidt; m nationalökonomie( Die wirthschaftliche Entwickelung; Großbetrieb uno Sandwert; Kartellwesen, Arbeitsmarkt und Arbeitsnachweis; die Aufgaben Der Gewerkschaften) Mittwochs, Schriftsteller Richard Galwer; Gefchichte( Bellas nnd Rom) Freitags, Dr. A. Berthold. Bibliothek ist an diesen Abenden von 8-9 Uhr geöffnet. Mitgliedsbeitrag monatlich 25 Pf., Kurfus( 10 Abende) 1 M. pro Fach. Theilnehmer werden aus genommen in der Schule und in folgenden Stellen: Gottfr. Schulz, Admira ftraße 40a; Neul, Varnimfir. 42; Echiller, Rosenthalerstr. 57; Gleinert, Müllers faße 7a, u. in den Sonntags- Versammlungen. Vorsigender: Paul Müde jrSO. Manteuffelstr. 128; Raffirer: S. Königs, S. Dieffenbachstr. 80. Verein deutscher Schuhmacher. Filiale V( Schäftearbeiter). Sonnabenb den 5. Februar, abends 8 Uhr: Bersammlung bet Schiller, Rosenthal. 57. Berliner Arbeitervertreter- Verein tagt jeden Dienstag nach dem erften im Monat bet Buste, Grenadierfir. 33, abends 8% Uhr. unentgeltlicher Rath wird ertheilt: Im Norden Berlins: Für Unfalls, Invaliditäts- und Alters- Versicherung, Wiesenstr. 29a, von 8-9 1hr abends. F. Pieschel, Gartenfir. 55, v. 2 Tr. G. Simanowski, Gartenfir. 78, Portal 2, 2 Tr. M. Stuhlmann, Oberbergerftraße 37, 4 Tr., von 6-9 Uhr abends. R. Tamm, Hussitenstr 6, von 8-9 libr abends. Á. Voigt, Wiesenfir. 41-42. G. Warnft, Stolbergerfir. 7, von 6-7 libr Streligerfir. 58. P. Reimann, Bellermannftr. 83. F. Trapp, Schulstr. 59, abents. Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Blume, von 7-8 Uhr abends. M. Mohs, Swinemünderftr. 64( vorn linter Aufgang). Nur für Unfallversicherung: J. Krause, Gartenstr. 13. abends von 7-9 Uhr: A. Daehne, Demminerfir. 86, v. 3 Tr. R. Gutheit, Im Often: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: E. Bader Gr. Frankfurterstr. 34, v. 4 Tr. Em Süd- Often: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: Schalthoff, Michaeltirchfir. 18. 2m Süden: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Stüge[= maier, Grimmstraße 39.-Nur für Juvaliditäts- und Altersversicherung, P. Keller, Rigdorf, Panierstr. 58, Hof part. Im Süd- Weken: Nur für Unfallversicherung: G. Hänet, Solmisstr. 44. firaße 19. St. Stephan, Leffingfix. 34. Im Nord- Westen: Nur für Unfallversicherung: J. Krause, WilsnackerIm Zentrum: Nur für Unfallversicherung: G. 2öffler, Alofterstr. 91. Bet sämmtlichen vorgenannten Personen, bei denen hier feine Sprechzeit anBriefkasten der Redaktion. Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwet Buchstaben oder eine Bahl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Neber internationale Konkurrenz und Kolonialpolitik sprach Genosse Bebel am Mittwoch in einer Boltsversammlung, die den Saal der Tonhalle bis auf den letzten Platz füllte. Der Redner, von lebhaftem Beifall begrüßt, verwies zunächst auf die uns gebeure Entwickelung der europäischen und nordamerikanischen In dustrie und dem daraus resultirenden Bestreben nach Erschließung neuer Absatzgebiete für die Industrieprodukte. Er deutete ferner auf die verspätete, ebenso fostspielige wie nuglofe Kolonialpolitik Deutsch lands hin und fam nach einer Darlegung unserer Handelspolitik zu dem Schluß, daß wir in Rußland unseren Todseind zu erblicken hätten, während uns unsere wirthschaftlichen Interessen zu einem freundschaftlichen Verhältniß mit England nöthigen, denn wo England Gewalt hat, gewährt es allen Nationen volle Handelsfreiheit, während Rußland seine Gebiete gegen das Ausland völlig abschließt. Der Redner kam dann auf die Vorgänge in China zu sprechen und meinte, Deutschland werde, selbst wenn es seine Flotte Eine gut besuchte Versammlung der Töpfer Berlins und noch so sehr vergrößere, im Falle eines Krieges in Europa, der nur umgegend tagte am Dienstag im Englischen Garten, um einen gegen Frankreich und Rußland möglich sei, feine ostasiatische Erwerbung neuen Tarif und dessen Durchführung zu berathen. Von allen nicht halten können, überhaupt hänge es nur von dem Belieben Rußlands Rednern wurde darauf hingewiefen, daß sich die Arbeitsverhältnisse ab, wie lange es Deutschland in Kiaotschau dulden wolle, denn von dem für die Töpfer besonders in den letzten Jahren durch die fortAugenblick an, wo Rußland in Port Arthur sich festgesetzt hat, sei währenden Lohnreduzirungen, die einen Abzug der Löhne von zirka es thatsächlich Herr von China. Nach einer ausführlichen Darlegung 20 pet. gegenwärtig ausmachen, bedeutend verschlechtert der Aussichten, welche uns die deutsche China- Politit eröffnet, fam haben. Die Preisfestsetzung für die einzelnen Arbeiten Genosse Bebel zu einer entschiedenen Verurtheilung derselben, denn werde ganz wintürlich von den Unternehmern vorgenommen. es sei natürlich, daß sich in China in furzer Zeit eine eigene Algemein wurde der Standpunkt vertreten, daß die gegenwärtigen Industrie; wozu alle Borbedingungen vorhanden wären, entwickeln Bustände unhaltbare geworden sind und die Aufstellung eines einwürde, auch drohe die Gefahr der Einfuhr der anspruchslosen heitlichen Tarifs nothwendig machen. Um dem Tarif Geltung 3 chinesischen Arbeiter nach Deutschland, so daß uns also anstatt eines verschaffen, wurde von allen Rednern aufgefordert, die Streitigkeiten neuen Abfazgebietes in China ein Konkurrent erwachse. Wenn also der Arbeiter unter sich, die die Unternehmer zu benutzt haben, die auch deutsche und europäische Kapitalisten von der Erschließung traurigen Arbeitsverhältnisse au schaffen, zu vermeiden und für den gegeben, ist dieselbe Wochentags von 7-9 Uhr. China's Vortheil hätten, für die deutschen und europäischen Arbeiter Anschluß an die Organisation zu wirken, um so auf alle Eventuafei fie ein großer Schaden. Der deutsche Einbruch in China sei litäten gerüstet zu sein. Im weiteren wurden zur Durchführung durchaus ungerechtfertigt und müsse entschieden verurtheilt werden. des Tarifs verschiedene Vorschläge gemacht, nach welchen unter Die Vorgänge in China hätten nicht dazu beigetragen, Deutschlands anderen eine Kommission gewählt und beauftragt werden soll, Kredit zu heben, wohl aber würden sie die Folge haben, dem den Tarif der Innung und der Freien Vereinigung der deutschen Wolfe zu den riesigen Militär- und Marine Ausgaben Töpfermeister, sowie auch denjenigen Unternehmern, die Die juristische Sprechstunde findet bis zum 5. März am noch nene Laften aufzubürden. Von unseren Kolonien haben nur den beiden Korporationen nicht angehören, zu unterbreiten. Montag. Freitag und Sonnabend abends von 7 bis 8½ Uhr statt. einige Millionäre Vortheil gehabt, so werde es auch mit Außerdem soll das Vertrauensmänner- System besser wie bisher aus- Liebert. Derartige Mittheilungen können nur aufgenommen werden, China kommen. Die deutschen Arbeiter haben alle Ursache, gebildet werden, um einen festeren Zusammenschluß der Kollegen zu wenn sie von der Gewerkschaftsorganisation abgestempelt sind. dagegen zu protestiren und sich bei Beiten auf den Wahlkampf ermöglichen und ferner sollen Fragebogen zur Beantwortung über R. S., Kastanien- Allee. Sie können sich bei Augustin, Kastaniens vorzubereiten, um aus demselben als Sieger hervorzugehen. Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse angefertigt werden, um ein genaues Allee 11, zum Eintritt in den Wahlverein utelden. Die literarische Mitarbeit Der Vortrag Bebels entfeffelte einen allseitigen braufenden Beifalls Resultat von allen Bauten feststellen zu können. Die der Verfamm- an unserem Blatte sollten Sie jedoch erst nach einigen Jahren fortsetzen, slurm. Der erste Diskussionsredner, Pfarrer Naumann, von lung gedruckt unterbreitete Tarifvorlage, die von der hiesigen Filiale vorausgesetzt, daß Sie sich dann durch eifriges Studium der sozialdemokratis einer kleinen Minorität mit demonstrativem Beifall empfangen, der Organisation und von einer Vertrauensmänner- Konferenz be- Adlershof 84. Erfundigung bet dem Lehrer oder Rettor nöthig. polemifirte gegen die Ausführungen Bebels und trug die bekannten arbeitet wurde, weist neue Forderungen faft gar nicht auf, sondern Demande. Ihr Stiefsohn wird ohne besonderes Ansuchen nicht Anschauungen der National- Sozialen über Kolonialpolitik vor. Die deckt sich im wesentlichen mit dem alten in früheren Jahren bezahlten naturalisirt. russische Gefahr ist seiner Ansicht nach nicht so sehr zu fürchten, wie und anerkannten Zarif. Um einen Ausgleich der Löhne für glatte Steinicke. Ihr Bericht konnte, wie viele andere, wegen Raummangels die englische Konkurrenz auf dem Weltmarkt, die im Interesse unserer Arbeit, die gegenwärtig vorherrschend ist, und die im alten nicht erscheinen. industriellen Entwicklung bekämpft werden muß durch die Koalition: Tarif zu wenig berücksichtigt war, mit der großen komplizirten Forsterstraße 52. Liebknecht ist im Gefängniß; wiederholen Sie die Rußland, Deutschland, Frankreich. Kaufmann Schwen te trug etwas Arbeit, die jetzt seltener angefertigt wird, herbeizuführen, sind in ihn betreffende Frage am 20. März. Die juristischen Anfragen werden fonfuse kolonialfreundliche Anschauungen vor, während die Genoffen der Vorlage entsprechende Abänderungen enthalten. Nach mehr- nächstens beantwortet. . 2. 55. 1. So weit wir feststellen können, haben englische Truppen Lohmann und Bößsch den Ausführungen Bebel's beipflichteten und sich fündiger eingehender Berathung der einzelnen genau detaillirten gegen Naumann's Anschauungen wandten. Hierauf ließ ein Redner, der Positionen, wurde die Vorlage mit einigen fleineren Zusätzen von in der Böllerschlacht bei Leipzig nicht gefochten. 2. Martin Luther's Lebenslanf können Sie im Konversationsleriton nachlesen; umfangreich ist fich zur freisinnigen Bolkspartei bekannte, eine ebenso weitschweifige, der Versammlung einstimmig angenommen. Die Berathung der das Werk von J. Köstlin: M. 2., fein Leben und seine Schriften( 2 Bde.). wie inhaltlose Rede vom Stapel. Gegen Mitternacht erhielt Bebel allgemeinen Bestimmungen, die ebenfalls in der Vorlage enthalten Eine Beurtheilung Luther's finden Sie in Kautsky's Geschichte des Sozio: das Schlußwort. Er zerpflückte in längerer Rede alle Einwendungen, find, wurde bis zur nächsten Versammlung, die am Mittwoch, den lismus Band I. und in desselben Verfassers Thomas More( Internationate welche Naumann gegen feinen Vortrag und die von der Sozial 9. Februar, im Englischen Garten" stattfindet, und in der auch Arbeiterbibliothet). demokratie befolgte Politit gemacht hatte, und beantwortete deffen über die Art der Durchführung des Tarifs beschloffen werden wird, Zwei Wettende 145. Es bedarf derselben. Frage, was denn werden solle, wenn der Industrialismus wirklich vertagt. Unter Gewerkschaftlichem wurde bekannt gegeben, daß die die von Bebel geschilderte unheilvolle Entwickelung nehme, dahin, Töpfer auf dem Bau Straßmannstr. 18 bei den Unternehmern daß in Zukunft die Menschen einmal zu der Einsicht fommen Schulze u. Wolf die Arbeit niedergelegt haben, und von werden, daß ein Zustand, wo fie fich fortgesetzt bekämpfen, einigen Rednern wurde die Sperre über den Bau befür unhaltbar ist, und daß die Basis einer friedlichen Bereinigung wortet, und zwar nicht etwa um höhere Löhne zu erzielen, uns dasselbe vorliegt. 2. Nein. gefunden werden muß. Das sieht die Arbeiterklasse ein, sie hat die sondern, und das ist bezeichnend für die Zustände im Baufulturhistorische Mission, die Völkerverbrüderung durchzuführen. gewerbe, weil die Töpfer überhaupt keinen Lohn von den Meistern" England zu befämpfen im Bunde mit Rußland und Frankreich wäre erlangen konnten. Die hier in betracht kommenden Arbeiter haben eine Politit des Wahnsinns und schon deshalb nicht erfüllbar, weil sich zwei Wochen hindurch vertrösten lassen, bis sie schließlich gewahr in Frankreich immer noch der Revanchegedanke lebendig ist. Genosse wurden, daß überhaupt gar feine Aussicht vorhanden ist, jemats Bebel schloß unter stürmischem Beifall mit der Bemerkung, er habe Lohn für ihre Arbeit von der feinen Firma" zu erhalten und sie Stationen. das feste Vertrauen, daß die deutschen Arbeiter dem Sirenengesang wiederum umsonst gearbeitet haben. Angeführt wurde noch, daß Naumann's nicht folgen werden. Eine im Sinne der Bebel'schen diese Fälle, wo die Arbeiter um ihren Lohn für die geleistete Arbeit Ausführungen gehaltene Resolution fand Annahme gegen einzelne geprellt werden, immer häufiger vorkommen, hingegen find von den Stimmen, ferner wurde eine Sympathiekundgebung für den Genossen verschiedenen Lieferanten- Gruppen im Hinblick auf die Zustände im Liebknecht mit großem Beifall befchloffen. Der Borsigende schloß die Baugewerbe Bereinbarungen getroffen, die Lieferungen nur gegen Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf die Sozialdemokratie, Baarbezahlung oder geeignete Sicherstellung abzuschließen. worin die Anwesenden lebhaft einstimmten. " " schen Literatur die nöthigen Kenntniffe zugeeignet haben. Briefkasten der Expedition. M. R. 1. Den Preis für ein Inserat können wir erst angeben, wenn Witterungsübersicht Swinemünde Hamburg Berlin Wiesbaden. München Wien. Barometer vom 3. Februar 1898, 8 1hr morgens. tand in mm, reduzirt auj d. Meeressp. Windrichtung Windstärke 728 53338845989( Stala 1-12) Wetter wolfig Temperatur ( 5° G.= 4° R.) nach Celius SM 4 745 NW • 742 28 bedeckt Regen 3 755 SW 2 757 M halb bedeckt Schuce 753 NW bedeckt 3 735 NO Schnee -10 728 bedeckt I 769 wolkig 6 754 bedeckt 1 . 765 W halb bedeckt 5 WNW WNW SW Die lokalorganisirten Handelshilfsarbeiter hielten am In der außerordentlich stark befuchten Versammlung der 1. Februar eine öffentliche Versammlung ab. Genoffe Sassen Maurer, die bereits furg nach 8 Uhr polizeilich abgesperrt wurde, ba ch hielt einen mit lebbaftem Beifall aufgenommenen Vortrag über: so daß viele Hunderte keinen Ginlaß mehr fanden, erstattete Silber Die heilige Inquisition." Sodann wurde beschlossen, von der Ein- Haparanda. schmidt den Geschäftsbericht der Lohnkommission. Ueber diesen Puukt berufung eines Kongresses in diesem Jahre Abstand zu nehmen, ein- etersburg berichten wir morgen. Sodann wurde über die Art der Zusammen: mal, weil die Gemüther über die Vorkommnisse seit dem letzten Gort setzung der zukünftigen Lohnkommission verhandelt. Dazut lagen zwei Rongreß noch zu fehr erregt feien, um fachlich mit einander ver- Aberdeen. entgegengesette Refolutionen vor, die eine von der hiesigen Filiale II. handeln zu können, zweitens und besonders deswegen, weil in diesem Paris. des Zentral- Verbandes deutscher Maurer, eine andere, die von zwei Jahre die Reichstags und Landtagswahlen stattfinden, welche an Mitgliederversammlungen des Fachvereins befchloffen worden war, vor. Die petuniären und physischen Kräfte der Berufsgenossen große An- Wetter Prognose für Freitag, 4. Februar 1898. Die Resolution der zentralen Richtung, nach der als Hauptbedin forderungen stellen werden. Der Kongreß soll im Jahre 1899 ab= Beitweise aufklarend, vorwiegend trübe mit Niederschlägen und gung verlangt wird, daß die Lohnkommission in Zukunft von vier gehalten werden. Die nächste Mitgliederversammlung des Verbandes frischen westlichen Winden. Temperatur wenig verändert. Berliner Wetterbureau. Mitgliedern der zentralen und nur zwei Mitglieder der lokalen I findet am Dienstag, deu 8. Februar, abends 81/2 Uhr, in den Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobeh in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Nr. 29. 15. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Abgeordnetenhaus. 13. Sitzung vom 3. Februar 1898, 11 Uhr. der monarchischen Gesinnung und Unterstützung der auf Erhaltung der bestehenden Ordnung in Staat und Kirche gerichteten Bestrebungen. An der Spize des Vereins steht der aus drei Mit Am Ministertische: Freiherr von Hammerstein und Rom- gliedern bestehende Ausschuß, dem zur Zeit angehören: Prediger miffa.ien. Hülle, Kaufmann Fahrenhorst und Dr. Pohl. Der Vaterlands. Die Spezialberathung des Gest it 3 Stat3 wird fortgesetzt. verein forgt, nach unserer Broschüre, für die unentgeltliche Die Einnahmen werden nach weiterer nicht erheblicher Debatte Verbreitung von Zeitschriften, Flugblättern, Kalendern, Bro= bewilligt. schüren und patriotischen Schriften; Hand in Hand damit Bei den Ausgaben wird auf eine Anfrage des Abg. Rickert geht die Einrichtung von Volts Lefevereinen, Gemeinde- Lese( frs. Vg.) vom Regierungstisch her erwidert, daß die Geflüts- Schul- zirkeln und Volksbibliotheken. Als Mitglied wird jeder anlehrer in ihren Gehaltsbezügen entsprechend dem neuen Lehrer- gesehen, der sich verpflichtet, bei Gratis vertheilung von besoldungs- Gesetz erhöht werden sollen. Für die Verbesserung der patriotischen Schriften als Vertheiler mitzuhelfen. Die Mitglieder Schulräume befinden sich die nöthigen Summen im Etat eingestellt. erhalten als Vereinsorgan das Blatt„ Eisernes Kreuz" wöchentlich Abg. v. Mendel- Steinfels( konf.) weist auf die Gefahr der gratis zugesandt. amerikanischen Pferde- Einfuhr, welche nicht blos die Gesundheit unserer Pferdebestände, sondern auch die Rentabilität unserer Pferdezucht gefährde. Minister Frhr. v. Hammerstein: Die amerikanischen Pferde haben mancherlei Schwierigkeiten zu überwinden; sie erkranten unter influenzaartigen Erscheinungen und müssen sich allmälig bei uns afklimatisiren. Vorläufig müssen wir abwarten, wie fich die Einfuhr gestalten wird. Es heißt ja, daß vorläufig das beste Material bei uns importirt wird, und wir müssen abwarten, wie die Dinge ich entwickeln. Wird die Einfuhr umfangreicher, so werden wir allerdings durch geeignete Quarantäne- Maßregeln uns gegen Gefahren schüßen müssen. Nach längerer Debatte wird der Rest des Gestüts- Etats genehmigt. Es folgt der Etat der Domänen Verwaltung. Regierungskommissar Geh. Nath Thiel erwidert auf eine Anfrage des Abg. Seer( nall.), daß als Regel die öffentliche Lizitation der Domänen festgehalten werden soll. Nur ausnahmsweise sei die Prolongation zugelassen, als das öffentliche Ausgebot ein ganz un genügendes Ergebniß gehabt hatte." Abg. Szmula( 3): Die Domänenpächter leiden schwer unter dem Waugel ländlicher Arbeiter, der Minister thut nichts, um dem Mangel abzuhelfen. Man sollte die Arbeiter ansiedeln; an dem nöthigen Areal hierzu fehlt es ja bei den Domänen nicht. Auf mehrere an den Minister in diesem Sinne gerichtete Anfragen ist gar keine Antwort erfolgt. Ein Regierungskommissar erwidert, daß bei jeder Domänenverpachtung diese Frage in Erwägung gezogen werde. Es feien ja aucy Verkäufe oft genug erfolgt; nur wo die Barzellen weit ab von der Domäne liegen, sei der Verkauf nicht genehmigt worden, da der Damit angestrebte Zweck nicht erreicht werden würde. Abg. Gothein( frs. Wg.) hält es für ungerechtfertigt, Damänen an Großgrundbesitzer zu verpachten, das fördere einen ungefunden Latifundienbesitz. Daß der Domänen- Ertrag zurückgegangen, sei ja richtig, aber die Rente sei überall zurückgegangen, am meisten vom Kapitalbesitz. Die Regierung sollte Domänen parzelliren und die kleinen Leute und Arbeiter ansässig machen und dem Rückgange der ländlichen Bevölkerung damit entgegenwirten. Diese kleinen Stellenbefizer können dann als Arbeiter herangezogen werden. Eine sofortige Auftheilung der Domänen würde ja nachtheilig wirken; aber die Regierung kann bei jeder Verpachtung solche Abverkäufe in Aussicht nehmen. Abg. Sieg( natl.) wünscht eine gesonderte Aufführung der Domänen, die durch freie Vereinbarung verpachtet werden. Die Anlegung von Arbeiterkolonien hat große Bedenken; fleine entfernt Itegende Kolonien werden sogen. Spitzbuben Kolonien und auch die Generalkommission hat sich mit Recht gegen deren Anlegung erflärt. Kleine Kolonisten arbeiten auch nicht auf dem Gute, sondern lassen Frau und Kind auf der Wirthschaft und gehen in die Welt. Die Mädchen gehen nach Berlin, denn hier können fie bis 8 Uhr schlafen, fie um 4 Uhr aufstehen. bei uns müssen, bei Man hat uns ja auch fchon gerathen, bei uns auf dem Lande Tingeltangel anzulegen. Abg. Engelsmann( natl.) wünscht auf den Dominial- Wein bergen strenge Anwendung der Abwehrmittel gegen verschiedene Rebenschädlinge. = Freitag, 4. februar 1898. das Geld mag wohl dazu herkommen? Hier stoßen wir auf einen recht dunklen Punkt. Die Sorge für Beschaffung der Mittel und für die Leitung der Arbeit fällt dem Verein Berlin zu. Ohne feste Beiträge von seinen Mitgliedern zu verlangen, wendet er sich an alle wohlhabenden Patrioten um zu. weisung von Geldmitteln. Jeder wird an seiner Stelle Gelegenheit haben, in aller Stille und ohne Großthun einzustehen für Religion, Sitte und Ordnung und seine Königstreue zu be weifen. Auch die Sozialdemokratie bringt die Mittel auf, alle diese Agitationsschriften unentgeltlich abzugeben. Darum fönnen auch wir einen andern Weg nicht gehen, die Mittel müssen eben beschafft werden. Es ist eine Aufgabe des Patriotismus, eine uneibiitliche Konsequenz der vor Augen liegenden Nothwendigkeit, die Mittel für diese Gegenagitation bereitzustellen." Freilich fragen die letzten Nachrichten aus der Arbeit" noch Gewiß sehr schön gedacht, aber wir gehen wohl in der An= immer zweifelnd:" Wird die Zentralftelle auch ebenso, wie es bei nahme nicht fehl, daß aus den Privatmitteln wohlhabender Patrioten dem sozialdemokratischen Parteiverlag der Fall ist, die tausende von Herrn Hülle's gottwohlgefälligen Werfen wenig zufließen wird. Man Händen finden, welche die Agitationsschriften im Lande allenthalben, weiß jedoch, der preußische Minister des Innern habe seiner unterregelmäßig und unverdrossen zur Vertheilung bringen?..." gebenen Behörden den Ankauf und die Verbreitung der Hülle'schen Dem Parteifanatismus begegnen wir mit der Macht der Erzeugnisse empfohlen. Das fällt schon eher ins Gewicht. Vom christlichen Ueberzeugung und der aufrichtigen Vaterlandsliebe. Reichs- Versicherungsamt steht bekanntlich fest, daß es die Gelder der Wenn die Sozialdemokraten einen solchen Eifer für ihre Gleich Heilanstalten auch in der Heilung von Umsturzideen gut angelegt heitslehre, die doch eine Lüge und ein Selbstbetrug ist, entwickeln, findet. Ob die Verwaltung gewisser staatlicher Fonds dem be wenn sie für die Gotteslengnung eifern, die doch ein Frevel ist, rufenen Berliner Seelenführer des Volkes etwa ähnlich günstig der sich strafen wird und muß hier und dort, denn der lebendige gestimmt ist, wie den Reptilienblättern aller Art, wissen Gott ist nicht todt, sondern lebt so wollen wir noch eifriger wir nicht. Doch warum sollte der Zentralverband deutscher arbeiten für die Wahrheit, auf welche hin Millionen christlich gelebt Industrieller nicht das Näderwerk des Hülle'schen Maffen-. haben und selig entschlafen sind, so wollen wir für den lebendigen vertriebs schmieren, da er doch Herrn Schweinburgs Blatt zur Gott eintreten und für unser herrliches Vaterland, das nicht Sozialistentödtung mit aushält? Der Empfehlung der" Post" und dem Untergange, sondern neuer Größe entgegengeführt werden des Herrn Stumin ist Herr Hülle jedenfalls stets sicher gewesen. soll. Die erzwungene Dienstpflicht der Parteigenossen wird Indeß, darüber bestimmtes in Erfahrung zu bringen, wird bei uns ersetzt durch die freiwillige Dienstpflicht aller Schwierigkeiten machen, denn§ 11 der Statuten des Vaterlandsfrommen und treuen patriotischen Herzen, und der Eifer, Ge- vereins besagt: nossen" zu werben, wird bei uns ersetzt durch die Liebe, welche ihre Brüder sucht. Die innere Gluth des patriotischen und christlichen Geistes ist die Legitimation für alle wahren Freunde unserer Sache. Nicht aus Einschüchterung, Ehrgeiz und Gewinnsucht, sondern aus dieser der Ueberzeugung Herzen entsteht bei 11113 Der der Geist Freiwilligkeit und dazu der Nachdruck, der Ernst, der Eifer in unserer patriotischen Agitation. Diese überwindet die Schranken der Partei und schafft die Solidarität der Freunde des Volkes, die ihren Dienst auffassen als einen göttlichen Auftrag, den sie zu erfüllen haben an der Stelle, die Gott ihnen gab. Hier ist nicht Knecht noch Freier, hier ist nicht Mann noch Weib, hier sind sie allzumal einer.. So werden sich die verschiedenen Arbeiten! organisiren nicht aus Zwang, sondern aus freier Liebe her- I aus -Der Ausschuß verwaltet die ihm zufließenden Gelder ohne öffentliche Rechnungslegung. Und in der Instruktion für die Vertrauensmänner wird diese Bestimmung wiederholt. Nur eine Bemerkung in dem Bericht deutet die engen Bes Der ziehungen zu den staatlichen und kommunalen Behörden an. Bericht empfiehlt nämlich als Vorbereitung für die Wahl= agitation den Ankauf und die Gratisvertheilung seiner billigen Zeitschriften, um so das Terrain wegzunehmen den gegnerischen Breßerzeugnissen, indem sie die an wenig Lesestoff gewöhnten Leute beschäftigen und gewinnen, ehe der Gegner mit seinem Druck material nachkommt." Charakteristisch heißt es dann weiter: Eine solche mehrere Monate bindurch fortgesetzte Gratisvertheilung dürfte sich als zweckmäßig erweisen, zumal wenn jedesmal in die Zeitung ein Wahlflugblatt eingelegt wird. 100 Exemplare eines 8 feitigen wöchentlich erscheinenden Blattes mit zahlreichen Illustrationen fosten vierteljährlich 17,5 M. und 100 Flugblatter jedesmal eingelegt 13 M. Porto und Beilegen der Flugblätter 4,5 M., sodaß es möglich ist, fitr 35 M. ein Vierteljahr lang nachdrücklich zu agitiren und ausreichend über alle einschlagenden Fragen Bes lehrung zu schaffen. Auf die Flugblätter empfiehlt es sich, jedesmal den Namen des Kandidaten, der in dem Kreise ges wählt werden soll, drucken oder fleben zu lassen. Hierdurch tritt eine geringe Preiserhöhung ein. Der Preis für solche Wertheilung bleibt in mäßigen Grenzen und läßt sich recht wohl aus den Mitteln des Ortes decken, der Kreisausschus und der Gemeindevorstand die Wichtigkeit dieser Einrichtung erkennen. Das ist zwar eine offene Aufforderung zu Amtsüberschreitung und Gesetzesverletzung, aber die Kasse, die Stasse ist gerettet. Wahrlich eine mühsame, kostspielige und zeitraubende Organisation! Wenn der sozialdemokratische Parteivorstand sich nur balb so viel Mühe gebe und Zeit und Kosten opferte, um neue Helfer in den Dienst der sozialdemokratischen Presse zu bringen, welche ungeheuren Erfolge würde er erzielen, während unsere Erfolge doch immer nur bescheiden sind, und weit hinter dem bleiben, was gethan, werden müßte und könnte. Das macht uns nicht muthlos, aber das macht uns start im Bitten." Wie nothwendig diese Stärke im Bitten und Betteln ist, zeigt die andere Mittheilung, daß bis jetzt, nach vier vollen Jahren, der Dabei Vaterlandsverein ganze 1075 Mitglieder gewonnen hat. der Bericht von den spricht Massen voit Drucksachen, die zur Versendung gelangten, von wenn den Reise Agenten, die Jahr für Jahr unterwegs sind, von den vielen tausenden von Briefen, die ins Land hinausgehen. Dazu scheint der bekannte konservative Beeinflussungsapparat auf dem Lande wacker für Herrn Hülle zu arbeiten. Doch reicht es noch immer Ob auch die Nutznießer der alten Ausbeutungsordnung durch nicht zur Rettung des Vaterlandes. An jedem Orte sollte nach solche Mittel zu retten oder auch nur eine Stunde länger in der Herrn Hülle der Geistliche, der berufene Seelenführer des Herrschaft zu halten sind? Auf die städtischen Kreise rechnet Herr Boltes", den Mittelpunkt der Bereinsorganisation bilden. Wo der Sülle selber nicht mehr; in der That hat man hier schon vor Geistliche nicht mit uns Hand in Hand gehen will, da bitten wir zwanzig und mehr Jahren all die Beschwörungsfünfte nuglos an= Der Titel Erträge aus Mineralbrunnen wird nach Vorbringung den Lehrer, und wo dieser nicht will, da bitten wir den gewandt, die heute Herr Hülle auf den Dörfern noch versuchen will. verschiedener Wünsche lokaler Natur genehmigt. Die gesammten& abritsbesiger, Landrath oder Gemeinde- Meistens geht er sogar mit denselben Zitaten und Behauptungen Einnahmen und die ordentlichen laufenden Ausgaben werden ohne vorsteher.. Ohne fie geht es nicht. An jedem Orte brauchen hausiren, die schon vor zwei Jahrzehnten die Wirkung auf die weitere Debatte genehmigt; nach kurzen Bemerkungen auch das wir eine Kraft, auf die wir rechnen fönnen." Die konservativen städtische Bevölkerung zu verlieren begannen. Gewiß ist auf dem Extra- Ordinarium. Backesel von eingeschüchterten Lehrern sind besonders dazu aus- Lande die politische Einsicht noch nicht sehr groß. Aber so rückerforen, Lesezirkel und Volksbibliotheken zu gründen und so einen ständig wird sie selten sein, daß man unbesehens die Hülle'schen Absatz für die Broschüren und Bücher des Hülle'schen Versandhauses Darstellungen noch immer ernst nimmt. Und wo man wirklich noch, zu bilden. Jedes Mitglied des Vaterlandsvereins erhält alle gar nichts wissen sollte von der wahren Bedeutung und den hehren zwei Wochen soviel Flugblätter unentgeltlich zugesandt, Bestrebungen des Sozialismus, da werden Herrn Hülle's als es an jedem Orte vertheiler will. Zur Mitgliedschaft ist kein Denunziationen nur zum ersten Wale die Lust wecken, vom Baume Geldbeitrag, sondern nur die Erklärung der Bereitwilligkeit zum wirklicher politischer Erkenntniß zu essen. Mit dem Hülle'schen Vertheilen der Flugblätter erforderlich." Apfel fängt es dann an und mit dem sozialistischen Sündenfall hört Das sind unter Umständen sehr fostspielige Kraftleistungen. Woles schließlich auf. Morgen, Freitag, 11 Uhr: Justizetat. Schluß 4 Uhr. Der Vaterlandsverein" des Herrn Hülle. Um Hände" zu gewinnen, welche die patriotischen Schriften weitergeben, hat Herr Hülle 1894 seinen Baterlandsverein gegründet. Sein Zweck ist die Bekämpfung der Umsturzbestrebungen, Pflege den Deutscher Holzarbeiter Verband. Achtung! Puter. Heute, Freitag, abends 8 Uhr, bei Cohn, Beuthstraße 20/21, 1 Treppe: Sitzung der Ortsverwaltung und der Werkstatt- Kontrollkommission. Achtung! Maurer! Achtung! 77/6 Sonntag, den 6. Februar 1898, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Cohn, Beuthstraße 20: Mitglieder- Versammlung der Filiale Berlin II Zentral- Verband deutscher Maurer. Tages Ordnung: Achtung! Sonntag, den 6. Februar, vormittags punkt 11 Uhr, im Saale der Arminhallen, Kommandanten- Straße 20: Mitglieder- Versammlung des Zentralverbandes der Maurer Deutschlands Zahlstelle Berlin I. Tagesordnung: 1. Beschlußfaffung über die vom Vorstand und Ausschuß vorgeschlagene Statutenveränderung. 2. Abrechnung vom vierten Quartal und Jahresbericht des Kassirers; Neuwahl der Revisoren und der Lohntommiſſion. 3. Vereinsangelegenheiten. 134/4 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 1. Bericht des Borstandes und Neuwahl deffelben. 2. Beschlußfassung Die örtliche Verwaltung. über die vom Vorstand und Ausschuß beantragte Statutenänderung. 3. Gebei Kleber zur Abrechnung des Maskenballes zu erscheinen. Die Unterstützungs- Kommissionsmitglieder werden ersucht, um 92 Uhr werkschaftliches. Kollegen, Verbandsmitglieder, wir dürfen wohl von Euch ver: langen, das auf grund der wichtigen Tagesordnung einerseits und Verein deutscher Schuhmacher( Schäftebranche) Filiale V. auf grund der letzten Vorgänge in bezug auf unsere öffentlichen Angelegenheiten andererseits fein Mitglied in diefer Versammlung Sonnabend, den 5. Februar, abends 8 Uhr, Rosenthalerstr. 57: fehlt; es wird nothwendig sein, der Oeffentlichkeit zu zeigen, wie Versammlung. Vortrag des Herrn Dr. Weyl. 169/9 wir als Mitglieder des Berbandes gewillt sind und uns für ver: pflichtet halten, diese Angelegenheiten zu gunsten der gesammten Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Berliner Maurerschaft zu Ende zu führen. 136/3 Mit follegialem Gruß Die Lokalverwaltung. General- Versammlung des Vereins der Bau- Anschläger Berlins n. Umgegend Sonntag, den 6. Februar, vorm. 10 thr, im Lokale des Herrn Buske, Grenadierstr. 33. Tages Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Wahl eines ersten Schriftführers. 3. Festsetzung der Beiträge und Verwendung der Vereinsgelder. 4. Ber schiedenes und Fragefasten. Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Tischler- Derein. 33/2 Sonnabend, den 5. Februar, abends 8 Uhr, Melchiorstraße 15: Außerordentliche General- Bersammlung. Tagesordnung: Beschlußfassung über das diesjährige Sommer: Vergnügen. Bereins: 198/6 angelegenheiten und Ausgabe der Billets zum Maskenball. Die Mitglieder werden auf§ 4 des Krankenkassen- Statuts aufmerksam genuacht. Der Vorstand. Sonnabend, den 5. Februar, abends 8 1hr, in den Oranien hallen, Oranienstr. 51: 257/3] Versammlung. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genoffen Kessler. 2. Diskussion. 3. Abrechnung von Weihnachtsvergnügen. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Bimmerer! Sonntag, den 6. Februar 1898, vormittags 10 1hr, in Cohn's Festfälen, Beuthstraße 20: Außerordentl. General- Versammlung des Vereins der Zimmerer Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: 1. Welche Stellung gedenten wir in Zukunft in der Lohnbewegung Der Vorstand. einzunehmen? 2. Verschiedenes. Charlottenburg. Sonntag, den 6. Februar 1898, im Lotale Bismarckshöhe", Wilmersdorferstraße 39: Konzert u. Theater zum Besten der englischen Maschinenbauer. Zur Aufführung gelangt: Das vierte Gebot. Der Weg durchs Fenster. Ausgeführt vom Ausgeführt von der Theaterverein Gemüthlichkeit", Freien Gauklerbande Wilmersdorf. Charlottenburgs. Entree 30 Pf. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 50$ f. nach. 156b abends u. Zentral- Kranken- u. Sterbe-| Gr. Vereinszim. Greitags, Sonntasse der Tischler u. s. w. Filiale D. Moabit. Montag, den 7. Februar, ab. 81/2 Uhr, in Möbis Salon, Stromstr. 28: Am Sonnabend, 26. Februar, bei Schnegelsberg, Safenbaibe: Mitglieder- Versammlung. Maskenball. Billets hierzu sind bei den Vorstandsmitgliedern und im Restaurant Heinrich, Naunynstraße 78, zu haben. 141/5 Verband d. Bau-, Erd- u. gewerbl. Hilfsarbeiter Deutschlands( Zahlstelle Berlin I). Sonntag, den 6. Februar, vormittags 102 Uhr, Inselstraße 10. Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Jahn über: Die Breffe und ihre Be: deutung. 2. Distuffion. 3. Verbandsangelegenheiten und Berschiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. .: Der Bevollmächtigte. 32/2 Tagesordnung: tags frei Simeonstr. 23, Flic. Vereinszimmer sofort zu vergeb Parteigenossen bestens empfohlen. 1676] Volkelt, Baußenerstr. 7. Brauerei Pichelsdorf. Der Ausschant des beliebten Bock. 1. Aerztefrage. 2. Wahl eines ftell- bieres beginnt am Sonntag, den vertretenden Saffirers. 3. Verschiedene 6. Februar. Es ladet alle Freunde und Raffenangelegenheiten. 182/4 Befannten dazu ein L. Bertels, Um zahlreiches Erscheinen ersucht 1826 Ruppinerstr. 49. Die Ortsverwaltung. Vorletzte Woche! 2,80 M., gespickt 3,25 m. Hirschfleisch 30, 40, Blatt 50 Pf, Reule 70, 80 Bf., Gänse, Hühner, Enten, Tauben. Wild- und Geflügel: Handlung A. Ritschl, Dresdenerstr. 61. Hafen Betten, Steppd., Gard., Regulatoren, Winter: Baletots, Anzüge, fpottbillig Remont. Uhren, Reisekoffer, | Pfandleihe Neanderstr. 6. Für 2-3 Mark Reste sehr groß, zu Knabenanzügen, Refte zu Herrenanzügen, schöne Muster 7-10 W. Für 12 M. ff. Cheviot auch Kammgarnreste, Paletot und Hosenrefte solange der Vorrath reicht im Riesenstofflager Strausenstr. 14, L., fein Laden. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Thrafer. Freitag, den 4. Februar. Opernhaus. Undine. Anf. 71/2 thr. Schauspielhaus. Wilhelm Tell. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Johannes. Auf. 72 Uhr. Lessing. Das grobe Hemid. Anfang 71/2 Uhr. Berliner. Ein Wintermärchen. Anfang 7 1hr. Residenz. 71 hr. Sein Trict. Anfang Neues. Die Schildkröte. Anfang 7½ Uhr. Oflend. Der Verschwender. Anfang 8 11hr. Goethe. Berliner Anfang 72 Uhr. Spezialitäten. Schiller. Ein Tropfen Gift. An: fang 8 11hr. Unter den Linden. Die Göttin der Vernunft. Anfang 72 Uhr. Thalia. Geschloffen. Central. Die Tugendfalle. Anfang 712 Uhr. Luisen. Im vierten Stod. Anfang 8 11hr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die fleinen Vagabunden. Anfang 8 11hr. Benore. Anfang Belle- Alliance. 8 Uhr. Alexanderplatz. Madame Potiphar. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundl. Ausstellung v. 10 1hr vormittags ab. Abends 8 Uhr Wissenschaftl. Theater. Invalidenstraße 57/62. Täglich ( außer Sonntags und Mittwochs) Urania Reichshallen- Theater. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vormittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr. Wissenschaftliches Theater, Invalidenstr. No. 57-62. Täglich abends 7 Uhr: Ausstellungs- Saal und Vorträge. Näheres die Tagesanschläge. Passage- Panopticum. $ Im Theatersaal: Die 8 lustigen Leipzigerstrasse 77. Gr. Erfolg des pompösen Pogramms! Flora Fleurette. Professor Ordep's Hundefamille. The Menados. Hella Collier. Die neue grosse Pantomime: Ein ruhiges Zimmer vermiethen κα der J. Pawell- Company. Excelsior- Mimograph. Anfang 3/8 Uhr. Entree 50 Pf. Im Reichshallen- Tunnel: Bekanntmachung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. In Sachen betreffend den Ausstand der Schuhfabrik: Arbeiter wird in Gemäßhett des§ 66 des Gesetzes betr. die Gewerbegerichte vom 29. Juli 1890 Den Mitgliedern zur Nachricht, daß 26. Oktober der Kollege, Tischler und§ 75 des Ortsstatuts für die Stadt Berlin vom 1892, be: 2. Novbr. Emil Neumann treffend das Gewerbegericht zu Berlin, hierdurch öffentlich bekannt gemacht, langjähriges Kommissionsmitglied im daß in der Sitzung des sowohl von den Arbeitnehmern, welche in den Aus: Südosten, am 2. Februar nach langem stand getreten find, als auch von dem Verbande Berliner Schuhfabrikanten" Krantenlager verstorben ist. als Einigungsamt angerufenen Gewerbegerichts vont 29. Januar 1898, an welcher theilgenommen haben: Doppel Konzert. ein Wienerinnen. Kapelle Görner u. Stettiner Sänger. Zum Schluss: Flotte Bursche. Kom. Operette von Suppé, Castan's Panopticum. Friedrichstr. 165. eu!! Neu Indischhindustanische Gaukler -undSchlangenBeschwörer. Das BÄREN WEIB. im Welt- Restaurant 97. Dresdener- Straße 97. Jeden Abend unter großem Beifall: abends 8 Uhr: Wissenschaftliche Volks- Theater Vorträge. American. Spezialitäten. Anfang 71 Uhr. Apollo. Spezialitäten. Auf. 72 Uhr. Feen- Palast. Spezialitäten. Paffage Panoptikum. Wiener Tanz- und Operetten- Gesellschaft. Reichshallen. Spezialitäten. Anfang 7% Uhr. Schiller- Theater Freitag, ( Wallner- Theater). abends 8 Uhr( Ausser Neu! Circusbluf. Operetten=: Burleske von G. FischerBaumgart. Neu! Vorher: Du ahust es nicht. Schwank von Reichard." Jin vorderen Saale: Abonnement): Gin Tropfen Tyroler Sänger Alois Ebner. Gift. Sonnabend, abends 8 Uhr( Ausser Abonnement): Kyritz- Pyrit. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Des Meeres und der Liebe Wellen. Abends 8 Uhr: Die Kinder der Exzellenz. Central- Theater Alte Jakobstr. 30. Direktion Richard Schultz. Freitag, den 4. Februar 1898: Emil Thomas a. G. Bum 16. Male: Die Tugendfalle. Burleske Bosse mit Gesang und Tanz mit Benugung eines franz. Sujets von Ful. Freund und W. Mannstädt. Musik von Jul. Einödshofer. Anfang 8 1hr. Morgen und die folgenden Tage: Die Tugendfalle. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. G. Weis. Bum letzten Male: Der Verschwender. Zauberposse mit Gesang in 3 Aften von Raimund. Anfang 8 Uhr. Im Tummel vor und nach der VorStellung: Frei Konzert. Anfang 7 11hr. Freitag, den 4. Februar: Benefiz Otto Wendt. Feen- Palast 22 Burgstr. 22. Das neue riesengroße Februar- Programm: Jackson, Akrobatentruppe, Barna, der Rattenkönig, Thomas, d. Meister- Fongleur. Remy Boriska, Dähn u. Walde. Ting u. Tang, Frid Frid, Cabaret. Lebende Photographien. Um 8 Uhr: Novität: Richard Winkler it. Wilhelm Fröbel in der unvergleichlichen Operette Das radelnde Berlin Anfang 7 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. bis 1,50 m. Apollo- Theater. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Neue Debuts La Love Fuller Sonnabend: Bum letzten Male: Kasseneröffnung 61/2, Anf. 71 Uhr. Am Altar. Sonntag Nachmittag ( fleine Preise): Die Waise aus Lowood. Abends: Der Pfarrer von Kirchfeld. In Vorbereitung: Unter der Polarsonne. Aus= stattungsstück mit Gesang und Tanz von Sondermann und Ch. Bischof. Gesangsterte von Jos. Dill. Musik von C. Schüler. Luisen- Theater 34. Reichenbergerstrasse 34. Abends 8 Uhr: Im vierten Stock.( Novität). Berliner Sittenbild in einen Aufzuge von O. F. Paul. Sierauf: Monsieur Hercules. Schwank in 1 Aft von Georg Belly. Zum Schluß: Sonntagsjäger oder Verplefft! Posse mit Gesang von D. Kalisch und G. v. Moser. Sonnabend: Trilby. Trilby: Anna Müller- Lincke. Victoria- Brauerei Lützow- Strasse 111/112. Heute sowie jeden Freitag und Montag: Stettiner Sänger ( Mehfel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Möhl, Schneider und Schrader.) Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 f. Montag: Victoria- Brauerel. Dienstag: Böhmisches Brauhaus. Anfang 28 Uhr: Ein neues Programm ihros Variété- Thelles und damit eine hochinteressante mene Sehenswürdigkeit bieten von heute ab Anton und Donat EEN Herrnfeld mit den Originalitäten: Görgenyi Etelka, der,.Budapester Kobold", S. Haber, der grösste KomponistenDarsteller; Adele Gauert, eine Meisterin der Dressur; und Max und Hedi Franke, die Meister der modernsten Parodie". Dazu die allabendlich mit jubelndem Beifall ausgezeichneten Meisterleistungen der Komik Donat und Anton Herrnfeld's in der ,, Ersten EhestandsGewitter- Komödie" Familie Kochsalz. Vorher: ,, In flagranti". Anfang 28 Uhr. 1. Orig.- Budapester. Anfang 8 Uhr. Quarg's Vaudeville- Theater Grand Hotel Alexanderplatz. Nur noch kurze Zeit! Das Armband. Das Modell. In Vorbereitung: Der Beheme. Bout Malvine Müller. Wilde Jand. Poffe von Leonhardy Haskel. Avis! Sonnabend, 5. Februar, bleibt das Vaudeville- Theater wegen Privatfestlichkeit ge schlossen. Dafür Gastspiel im Reichshallen Theater. Das Armband. 1. Orig.- Budapester. Alcazar- Theater. Dresdenerstraße 52/53( City: Passage) Annenstraße 42/43. Nur noch 5 Aufführungen! Unser Johann. Lustspiel in 1 Aft. Die lustigen Heidelberger. Operette in 1 Aft von Suppé. Auftreten fämmtlicher Künstler. Dienstag, den 8 Februar cr.: Benefiz für Margarethe Einmaliges Auftreten des Direktor Schich- Holz. Winkler. Bollständig nenes Brogramm. Entree 30 Pf. Nefervirt. Blas 50 Pf. Neues -RiesenOlympia Theater. ( Circus Renz.) Karlstrasse. Bolossy Kiralfy's Konstantinopel. Grösste Sensation Berlins. Anf. 8 Uhr: Sonntags 2 Vorst. Nachm. 1 Kind frei. Concerthaus Leipzigerstr. No. 48 Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen. Anf.: Wochentags 8, Sonn tags 7 Uhr. Der Kiaotschan- Manu Bum 286. Male: Lene. Bimmel's Specialitäten. Konzert- Sanssouci haus Kottbuser Strasse Nr. 4 a. Freitag, den 4. Februar: Der Stabstrompeter. Bosse mit Gesang v. Mannstädt. Musit v. Steffens. Neu! Mag Grabow, Humorist. Anfang des Konzerts 7 1hr, der Vorstellung 8 Uhr. Entree 30 Pr. Passe- partouts gelten. 1. Magistrats- Assessor v. Schulz, als Vorsitzender; 2. Fabrikant Weigert, als Arbeitgeber- Beifizer; 3. Maas 4. Rentier Erpel, als Vertrauensmann der Arbeitgeber; 5. Schneider Timm 6. Former Körsten] als Arbeitnehmer- Beisitzer, 7. Schuhmacher Herrmann, als Vertrauensmann der Arbeitnehmer Vergleich nachstehenden Wortlauts geschlossen worden ist: Nachdem die Bevollmächtigten der Arbeitgeber es abgelehnt haben, heute bereits über den Arbeitsnachweis zu verhandeln, erklärte es das Einigungs amt für wünschenswerth, daß die Parteien in Bälde über die strittigen Buntte bezüglich des Arbeitsnachweises in Verhandlung treten. Unter diefer Borausseßung schließen die Parteien folgenden Bergleich: 3. Nachdem die Vertreter der Arbeitgeber die Erklärung abgegeben haben, daß sie infolge von elementaren Ereignissen oder aus anderen Urfachen hervorgerufenen Betriebsstörungen nicht gewillt sind, die Arbeiter in solchen Fällen unnöthiger Weise in der Fabrik zurückzuhalten, ziehen die Arbeiter ihren diesbezüglichen Abänderungsvorschlag zu Nr. 2 Absatz 2 der Arbeitsordnung zurück. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 6. Februar, nachmittags 312 Uhr, vom Krankenhause Moabit aus nach dem Friedhof der Freireligiösen Ge meinde statt. Um rege Betheiligung ersucht 77/7 Die Ortsverwaltung. Allen Freunden und Bekannten, welche meinem Mann die letzte Ehre erwiesen haben, besonders dem Be erdigungsverein Berliner Zimmerer, fage ich meinen herzlichsten Dank. 1816 J. Lange nebst Kindern. Bur 50jähr. März- Feierett: schienen: ,, Robert Blum" ein wohlgelungenes Porträt( Größe 26X321/ 2 cm) bes im Jahre 1848 stand1. Die Arbeitnehmer sind damit einverstanden, daß auch der Arbeitsnachweis Schein, wie unter Nr. 1 der Arbeitsordnung bestimmt ist, deponirt wird. 2. Nachdem von dem Vertreter der Arbeitgeber Herrn Schlizweg die Erklärung abgegeben worden ist, daß in denjenigen dem Verbande an gehörigen Fabriken, in welchen bis zum Tage der gegenwärtigen Arbeitsrechtlich erschossenen Freiheitskämpfers einstellung 9 Stunden gearbeitet worden ist, auch fernerhin nur 9 Stunden zum 50jähr. Gedächtniss seines Todestages; gearbeitet werden darf, wird die diesbezügliche Bestimmung der Nr. 2 der Arbeitsordnung von den Arbeitnehmern genehmigt. ( Einzelverkaufpr. 50 Pf. Bei Entnahme von 10 Stück à 30 Pf., 50 Stück à 25 Pf., in grösseren Posten à 22 Pf.) fowie eine Erinnerungskarte", ( Postkarte) enthalt. ein kleines Porträt Robert Blum's nebst historischen Daten. ( Einzelverkaufspr. 10 Pf. Bei Entnahme v. 10 Stück à 7 Pf., 25 Stück à 6 Pf. und 50 St. à 5 Pf., grössere Posten billiger.) Bestellungen erbittet baldigst[ 1836 A. Hoffmann's Verlag, Berlin 0. 27, Blumenstr. 14. Neuer Katalog gratis und franko. Ich mache hiermit die Anzeige, daß ich für meinen Sohn Frit Binnow nicht aufkomme. 4. Der Schlußsatz unter Nr. 2 Absatz 2 der Arbeitsordnung erhält folgende Fassung: Bei zweimaliger Verspätung von je über 10 Minuten in einer Woche kann nach voraufgegangener Verwarnung die sofortige Ent lassung des betreffenden Arbeiters erfolgen." 5. Die Berechnung der zu den übertragenen Arbeiten gelieferten Materialien hat nach dem Betrage der durchschnittlichen Selbstkosten zu erfolgen. 6. Für Tage, an welchen ohne Verschulden des Arbeitgebers nicht gearbeitet wird, sowie für die gesetzlichen Feiertage wird den Arbeitern Lohn nicht gezahlt. 7. Nr. 4 der Arbeitsordnung ist das Wort„ willig" zu löschen. Gerner find die Arbeitgeber und Arbeitnehmer damit einverstanden, daß der lezte Satz in dieser Nr. 4„ Etwaige Beschwerden sind in den Pausen oder nach Schluß der Arbeit bei den Betriebsleitern resp. Geschäftsinhabern an zubringen" zu streichen ist. 8. In der Arbeitsordnung ist unter Nr. 4 unter dem Abschnitt Ber: boten ist den Arbeitern" hinter das Wort„ Trinken" zu seßen von Spirituosen" und hinter die Worte Ansammlungen in der Fabrik und auf Treppen" der Zusaß während der Arbeit". " 9. An Stelle des Ausdrucks Diebstahl" im Schlußfaze der Nr. 4 der Arbeitsordnung ist einzustellen Beruntreuungen an Material und Wert zeug", und an Stelle der Worte" so muß er dieselben sofort dem Werkführer oder Chef anzeigen", die Worte: so muß er hiervon sofort dem Werkführer oder Chef Kenntniß geben". 1806 Schanhwirth Zinnow, Swinemünderstr. 18. Parteigenoffin bittet u. e. Darlehen v. 30 M. bei wöchentl. Rückzahlung. Empf. m. zugl. z. Ausf. f. Hädelarb. Off. u. V. I a. b. Exp. d. Bl. 1796 Sichere Existenz! 1846 Weg. Zuruheseßung verk. mein Reft. Grundstück, part. Saal und Garten, Arbeiterverkehr, einzig. Lokal in Stadt v. 24 000 Gin. u. Uuig., tot. Einnahme fährt. 1100-1200 M. Anz. v. 2000 m. an. Werthe Offerten an Karl Grimm, Bauzen, Fischergasse 13. 10. Jn Nr. 5 der Arbeitsordnung ist der Satz Für solche Arbeit, die Die Kinder strotzen vom Arbeitgeber oder dessen Stellvertreter für unbrauchbar befunden wird, wird kein Lohn bezahlt und die zum Schadensersatz dienenden Bevon Gesundheit, welge mit Carl träge werden bei der nächstfolgenden Lohnzahlung in Abzug Koch's Nährzwieback genährt gebracht" zu streichen, da es sowohl den Arbeitgebern wie Arbeitnehmern find. Derselbe bildet den Kindern ge unbenommen ist, in derartigen Fällen die Entscheidung der zuständigen sundes Blut, starten Knochenbau und Berichte herbeizuführen. den 11. Demt vorletzten Satze der Nr. 5 der Arbeitsordnung sind die Worte ist wegen seines hohen Nährwerthes vorzusetzen durch Verschulden des Arbeiters." 12. Maßregelungen von Arbeitern auläßlich dieser Arbeitseinstellung dürfen nicht stattfinden. 13. Die in diesem Vergleiche nicht berücksichtigten Forderungen der Arbeitnehmer werden zurückgezogen. gez. Erdtmann, Kerwien, F. Weber, Schlisweg, Fürstenheim, Moritz Silberberg, O. Weigert, J. Mans, Friedrich Erpel, Alvin Körften, Johannes Timm, Carl Herrmann. v. Schulz. Allgemeine Orts- Krankenkasse gewerblicher Arbeiter u. Arbeiterinnen. Bei der am 12. November v. J. stattgehabten Delegirten Wahl zur Generalversammlung pro 1898/99 find in der Wahlabtheilung I und II theilweise durch Doppelwahl, theilweise durch Doppelaufstellung nicht alle Delegirten gewählt; es wird deshalb eine Nachwahl am Sonntag, den 13. Februar d. J., morgens 9 1hr, für die betreffenden Abtheilungen in folgenden Lokalen stattfinden: Abtheilung I: Alle im Südosten und Süden beschäftigten ver ficherungspflichtigen Mitglieder im Lokale von Graumann, Naunynftr. 27, zur Wahl von 10 Delegirten. Abtheilung II: Alle im Südwesten, Westen und Zentrum be: schäftigten versicherungspflichtigen Mitglieder im Lokale des Englischen Gartens, Alexanderstr. 27c, zur Wahl von 11 Delegirten.. Die Wahl ist geheim. Abgabe der Stimmzettel von 9 bis 12 Uhr. Die Stimmzettel dürfen nicht mehr Namen enthalten, als oben die Zahlen angegeben sind. Ferner müssen die Stimmzettel enthalten: Vor- und Zu namen, die Wohnung und die Buchnummern des zu wählenden. Stimmzettel, welche obige Angaben nicht oder mehr als die betreffende Zahl der in den Abtheilungen angegebenen Zahlen enthalten, sind ungiltig. Um 12 Uhr wird der Wahlakt geschlossen und die Ermittelung des Wahlresultats beginnt. Wahlberechtigt und wählbar sind männliche und weibliche Kaffenmitglieder, welche großjährig( 21 Jahre) und im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte find. Das Legitimationsbuch ist beim Eintritt in das Wahllokal und bei Abgabe des Stimmzettels vorzuzeigen. Mein großer Saal ist am Sonnabend, den 26. Februar zu vergeben. Circus Busch ( Bahnhof Börsc). Freitag, den 4. Februar 1898, abends 7 Uhr: Humoristischer Abend. Neues Programm. Zum 1. Male: Die hohe Schule mit Pferd und Hund, ger. v. Mdme. Maria Derée. Bum 1. Male: Die Klownfamilie Boganowsky. Zum 1. Male: Do mi sol do, ausgef. v. der vorzügl. mufifal. ,, Troupe Perez" bestehend aus 5 Personen. Auftreten der außergewöhnlichen Künstler Jimm und Jamm.$ Auftreten der groß artigen Künstler Geschw. Lorch mit thren ikarischen Spielen zu Pferde. 100 Klowns, männliche und weibliche, darunter 20 der besten Barterrespringer. Außerdem Auftreten aller neu enga girten Reitkünstlerinnen und Künstler. Direttor Busch mit feinen neuen Pferdedreffuren. Zaragoza. Manège- Schaustück Maehr's Theater Orig. Manège Schauſtück des Circus Oranien- Strasse 24. Täglich: Theater- u. SpezialitätenVorstellung. Die Neu! vierte Dimension. Neu! Schwant. Neu! Der liebe Ontel. Nen! Poffe. Sensationell Molly! Sensationell Die befte Excentric- Chansonnette Wochentags 8 Uhr.. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Preise der Bläge wie gewöhnlich. Busch. Besonders hervorzuheben: Die weiblichen Fanfarenbläser. Der Sturz von der 60 Fuß hohen Britce ins Waffer. Der pompöse grüne Aft. Morgen 71/2 Uhr: Vorstellung. Parade- CalaFür 36 Mark fertige feine Anzüge nach Maaß, für 30 W. ff. Sommerpaletots nach Maaß, für 8-12 M. feine Hosen nach Maaß. Riesenstoff lager * Die Herren Betriebsunternehmer werden dringend ersucht, den Mit gliedern ihre Legitimationsbücher zum Zweck der Wahl auszuhändigen. Berlin, den 4. Februar 1898. P. Löbe, Borsitzender. 205/5 Der Ausstoss unseres diesjährigen Bock- Bieres beginnt am Sonnabend, 5. Februar. Brauerei Pichelsdorf. Blomben 1 M. Zahnziehen fret. BahnOranienstraße. Spr. 8-10 und 1-3 Uhr. Künstl.Zähne 1,50 M. ärztliche Selinit, Dianteiſſelſer. 43, 13 W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Theater- Vorstellung. Ihre Familie. Bollsstück mit Gefang in 3 Aften von Stinde und Engels. Musik von Michaelis. Krausenstr. 14, 1, kein Laden. Tanzkränzchen. S geeignet, die Kinder bor Folgen fehlerhafter Ernährung, als: Strophulose, Drüsen, Darm fatarrh, Nachitis, Knochenkrank heiten u. f. w. zu schützen. In Padeten und Düten zu 10, 20, 11/ 12* 30 und 60 f. beim Bäckermeister Koschick, Kottbuser Damm 12a, und in Carl Koch's Nähr. zwieback: Fabrik, Halle a. S. Die weltbekannte Bettfedern- fabrik GustavLuftig, Berlins., Brinzen ftraße 46, verjendet gegen Nachnahme garant.neue Bettfedern d. Pfd. 56 Pf., hinesische Halbbaunen b. Bfb. M.1,25, beffere Halbbannen d. Pib.. 1,75, borzügliche Daunen d. Pfd. M. 2,85. Bon diesen Daunen genügen 3 bis 4 Bfund zum großen Oberbett. Berpadung frei. Breist. u. Broben gratis. Biele Anerkennungsschr. Masken- Garderobe. Größte Auswahl. Billigste Preise.* Verein. Preisermäßigung. Fr. Panknin, Oranienstraße Nr.178, II. Adalbertstraße 91, Ecke Oranienstrake. Fahrräder fate auf Stets großes Bager erstklass. Fabri. Theilzahlung ohne Preiserhöhung zu den koulantesten Zahlungsbedinungen. Reparatur Anstalt. # Adomeit& Landau, Lothringerstraße 48 I, dicht am Rosenthaler Thor. Arbeitsmarkt. Suche für meinen Sohn, 14 Jahre alt, eine Lehrstelle als Mechaniter. Emil Martin, Buttmannftr. 8, pt. Farbigmacher verlangt E. Beer Rixdorf, Prinz Handjerystr. 73.[ 175b Goldleisten. 1766 Tüchtige Belegerinnen werden gesucht Röpniderstr. 109a. Tüchtigen 1775 Farbigmacher, der m. Farben Bescheld weiß, verlangt Mathieuſtr. 14. Ecte 8-10 tüchtige Schuhrosetten. Arbeiterinnen finden in und außer dem Hause lohnende und dauernde Kohn, Beschäftigung 1786 Schliemannstr. 11, b. II. Unterrock- Garnirerinnen, junges Mädchen für ganzen Schrul, ophastoffe allch Reffe in Rips, Damaft, Crepe, Tag, verlangt Phantasie, Gobelin und Plüsch spottbillig! 40258* Proben franko! in allen Qualitäten Große Frankfurterstr. 14. Für sofort: 2 tücht. Gemmenarbetter und gute Monteure, 1 Goldarbeiter, der graviren kann, für Berlin, Für 1 Silber: Görlitz 1 Besteckarheiter. Arbeitss Berlin S., presser wünscht Arbeit. Oranienste. nachweis Deutscher Gold: und Nr. 158. Silberarbeiter, Holzmarktstr. 8. Läuferstoffe zu Fabritpreiſen. Emil Lefèvre, infa Berantwortlicher Redakteur: Angnft Jacobey in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin,