if 1, gent t. en 3. ter Bei eis 1L eln en 2C. te. 1 nd en zut 8b Str. 三 87L 湖 Für Sei en SUPER Se BL t. N., en ents fe, EL Der 1 5 . 一 an ft. 18 ent SL Nr. 220. C Erscheint täglich außer Montags. Abonnements- Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monat Itch 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit dem ,, Sonntags: Blatt" 10 Bfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Gingetragen in der Post- Beitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vor mittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. 600 0CAI 000004 000 000002 Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. 600 001011 00000 Redaktion: Beuth- Straße 2. Die zwei Nationen. " Sonntag, den 20. September 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. den, der Herrschenden, der Kapitalisten, internationalen Assissen der Arbeit" der Unternehmer hat die Interessen- und Klassen- versammelt geeinigt. Einheit des Denkens und Seinem berühmten Roman: Sybil" gab der gemeinschaft nicht zum Fundament einer inter- Fühlens, Solidarität, Gleichheit der Interessen, Einvers englische Staatsmann, Dichter und Sozialpolitiker Disraeli nationalen Gesellschaftsordnung zu geständniß in Bezug auf Ziel und Mittel Klarheit, Zielden zweiten Titel: ,, or the two Nations" oder stalten vermocht, die andere Nation aber bewußtheit, Entschlossenheit, Eintracht. Keine Frage, über die zwei Nationen". Die zwei Nationen nicht im hat das gethan. Der Grund dieses Unterschieds liegt die man sich nicht geeinigt hätte. Das Trennende ward Sinne des sogenannten„ Nationalitätsprinzips", das nur in der Wesenverschiedenheit der beiden Nationen. Die bei Seite geschoben, das Einigende zum festen, unzerreißfür Verhetzer, Demagogen und Ignoranten besteht der Besitzenden und Herrschenden wird durch die Jagd baren Band gemacht. fintemalen es, allenfalls höchstens von den Zigeunern nach Gold vom Jdeal abgelenkt und durch den, mit dieser Hätte diese Nation über die Geschicke der Länder abgesehen, in ganz Europa feine reine ungemischte Natio- Jagd verbundenen Konkurrenzkampf, an vernünftigem, und Bölker zu bestimmen- die Wolken der Kriegsgefahr nalität" mehr giebt sondern Nationen in den höheren planvollem Zusammenwirken gehindert. Die andere wären im Nu weggescheucht, der politische und wirthschaftkulturellen Sinne der politisch- sozialen Zusammengehörigkeit Nation, die der Arbeiter und Proletarier, dagegen wird liche Kriegszustand wäre vorüber und die Menschheit der Klassen und Interessen Gemein- durch die Gemeinsamkeit der Unterdrückung zum Bewußt- könnte in Frieden dem Wohle der Mensch= schaft. Die zwei Nationen" das soll heißen: die sein der Interessengemeinschaft gebracht und zum Zusammen- heit, der Pflege des Menschenthums Nation der Reichen und die Nation der Armen- wirken getrieben. leben. die Nation der Kapitalisten und die Nation der So kommt es denn, daß das Schauspiel, welches Nun so weit sind wir noch nicht. Gut ist es Arbeiter die Nation der Besigenden und die die zwei Nationen uns in diesem Augenblick bieten, ein so aber, daß die Nation der Besitzenden und Herrschenden Nation des Proletariats. Disraeli hatte bei dieser grundverschiedenes ist. so handgreiflich, so fühlbar für einen Jeden ihre Un= Trennung des Volks in zwei Nationen freilich nur sein Dort, bei der Nation der Besitzenden und fähigkeit zur Herrschaft über die Welt und zur eigenes Baterland England im Auge, wo die Klassen- Herrschenden, eine Rath- und Planlosigkeit zum Erbarmen. Herbeiführung geordneter Zustände bewiesen hat. Die scheidung sich vor 50 Jahren, als der Roman erschien, bereits Auf wirthschaftlichem und politischem Gebiet das gâchis Fortdauer ihrer Herrschaft verträgt sich nicht vollständig verwirklicht hatte, während sie in den übrigen, universel der allgemeine Kuddel- mehr mit den Lebensinteressen der Gewirthschaftlich weniger entwickelten Staaten der Welt zu muddel, den Alexander Dumas der Jüngere- wenn sellschaft. " D die jener Zeit meist noch in den Anfangsstadien begriffen, in wir nicht irren- schon vor Jahrzehnten als die Signatur Mit einem Wort: die Nation der Besitzenden und feinem bis zu Ende gediehen war. Heute sist der Ent- der heutigen Staats- und Gesellschaftsordnung bezeichnete. Herrschenden hat das Recht auf die Herrschaft, mit ihrer wickelungsprozeß in allen Kulturländern so weit fort Unfähig, die einfachsten sozialen Probleme zu lösen, im Fähigkeit zu herrschen, verloren. Sie muß über geschritten, daß, wenn auch hier und da durch Nebel- tollsten ökonomischen Chaos herumwirbelnd, herum- kurz oder lang vom Throne herabsteigen. gebilde und Ueberreste der mittelalterlich kleinbürgerlichen taumelnd, an der Gegenwart, an sich selbst Und der Erbe steht schon an den Stufen des Vergangenheit die gähnende Kluft dem weniger geübten verzweifelnd, an den Strohhalm der rohen Throns- bereit, seine weltbefreiende, welterlösende Auge verschleiert sein mag, die Klassenscheidung in die auf jede Logik und jedes Vernunftargument verzichtenden Mission zu übernehmen: die zweite Nation, die große zwei Nationen" als vollendete Thatsache vor brutalen Gewalt der Flinte, die schießt und des Säbels, Nation der Arbeiter, der Proletarier, uns liegt. Alle Kulturvölker der Erde zerfallen in der haut, sich anklammernd steht die Nation der Be- internationale Sozialdemokratie. zwei Nationen, die zwei Nationen sind dieselben sizenden und Herrschenden rath- und planlos vor dem in allen Kulturvölkern der Erde, und der Widerstreit der eijernen Dilemma: allgemeiner Krieg oder allInteressen, der Gegensatz zwischen ihnen ist so groß, daß gemeiner Bankerott- und findet keine andere die Verschiedenheit der Sprache, der Abstammung, Möglichkeit diesem furchtbaren Entweder – Oder der Religion daneben zu Nichts zusammenschrumpft. zu entfliehen, als indem sie rath- und planlos Beides Politische Lebersicht. Der Klassengegensatz überragt und verdunkelt jeden vereinigt und die menschliche Gesellschaft in den AbBerlin, den 19. September. anderen Gegensatz. Vor ihm verschwinden alle grund zu stürzen droht, aus welchem der allgemeine Die sozialistische Landagitation liegt den preußischen anderen Unterschiede. Der französische Bourgeois Krieg und der allgemeine Bankerott uns Junkern arg im Magen; alle Drohungen und Tröstungen gleicht dem deutschen, dem englischen Bour- angähnen. Ueberall Rath- und Planlosigkeit fromme mit dem Dreschflegel, der den Sozialdemokraten auf dem geois in all seinem Fühlen und Denken wie ein Wünsche, Impotenz schöne Worte, häßliche Thaten, platten Lande erwarte, hilft über die unangenehme ThatEi dem anderen. Und das Gleiche gilt von den Arschreiender Widerspruch zwischen Worten und Thaten sache nicht hinweg, daß auch die ländlichen Proletarier anbeitern aller Länder, die ein Herz sind und eine Friedensbethenerungen, Kriegsvorbereitung- Zivilisations- fangen, dem Einfluß der Junker sich zu entziehen und AnSeele: das Gleiche leidend, das Gleiche erstrebend: ein schminke und Rückfall in die wildeste, wüsteste Barbarei. Sprüche an das Leben zu erheben, die mit der junkerlichen Haß, eine Liebe, ein Ziel- eine Gleichheit des Wie anders das Schauspiel, das die andere unvereinbar sind. Vorerst vollzieht sich dieser Widerstand Auffassung von der feudalen Unterwürfigkeit des Gesindes" Fühlens und Denkens, wie die Raffengemeinschaft sie nie- Nation uns bietet- die der Arbeiter und Prole gegen die junkerliche Ausbeutung hauptsächlich in Gestalt mals, auch nur annähernd, hat erzeugen können. Freilich, ein Unterschied ist, in diefer Beziehung, zwischen den zwei Nationen: die Nation der Besitzen Feuilleton. Nachdruck verboten.) Er kehrt zurück! Originalroman von Jean Meroz. [ 21 Er bewachte sie mit Eifersucht. Die Furcht malte ihm bie Möglichkeit aus, fie könne eines Tages einen anderen lieben als ihn, sich verheirathen und ihn, seinen düsteren Gedanken Preisgegeben, allein lassen. Sein Herz hatte brechen wollen, als er die Liebe in dem Herzen des jungen Mädchens aufteimen sah; er war fast finnlos vor Schmerz geworden, als der Spion mit feinem brutalen Tone ihm gedroht hatte, Charlotte, seiner angebeteten Charlotte, zu sagen, daß er nicht ihr Vater ſei, und daß sie eine Mutter habe, welche um sie weinte, und welche sie suchte ihrer immer wartend. Aber er hatte sich von seiner Ohnmacht erholt und unglücklich, voller Verweiflung hatte es ihm Mühe gekostet, die enge Wendel Treppe zu erklimmen, welche nach seiner Wohnung führte. VII. tarier. der Massenflucht nach dem Westen; der Arbeitermangel" Vor zwei Jahren in Paris, vorigen Monat in ist nur eine Erscheinungsform dieser auf dem platten Lande Brüssel waren die Vertreter dieser Nation zu den in der Arbeiterwelt vorsichgehenden Revolutionirung der Wer sollte die aus der triumphirenden Revolution hervorgehende Gewalt an sich nehmen? Die Sturmglocke ließ noch immer bei dem trüben, nebligen Wetter ihre ernsten und schrecklichen Mahnrufe ertönen; der Kanonendonner und das Kleingewehrfeuer Wian intriguirte im Stadthaus, in der Deputirtenkammer, fnatterte ohne Unterbrechung. in den Tuilerien, während auf der Straße das Volt zum Nutzen flügerer Leute mit Flintenschüssen Diejenigen niederstreckte, welche dem Brande entlaufen waren. Der Ring der Barrikaden schloß sich, je näher er rückte, desto dichter, während die Linienregimenter mit dem Volfe Brüderschaft schlossen oder, ohne das Feuer einzus stellen, zum Rückzuge trommelten. Der größere Theil der Nationalgarde war in das Lager der Revolution übergegangen. In den Vorstädten, wo die siegreiche Infurrektion die Truppen verjagt hatte, schlug man sich nicht mehr. Der Kampf tobte im Zentrum, um das Stadthaus, das Palais- Royal und um die Tuilerien. Den Muth der Kämpfenden hatte die Gewißheit des Sieges verzehnfacht. An die Stelle des Rufes:" Hoch die Reform!" war das Geschrei:„ Es lebe die Republik!" getreten. V VII. Als Collard Marche Seul im Zustande der Bewußt losigkeit, niedergeschmettert durch schreckliche Verzweiflung, verlassen hatte, eilte er hastig davon. Nachdem er eine verlassene Barrikade, welche die Rue du Petit- Pont durchschnitt, hinter sich hatte, war er über die Seine gegangen. Er wandte sich nach der Polizeipräfektur; sein Gesicht war heiter; lebhaft und munter schritt er daher, als wäre er erst zwanzig Jahre. Er war noch mit einem blauen Auge davongekommen Und dessen ungeachtet, trotz der Todten, welche die und er sagte sich, daß er sehr glücklich sein könnte, den Straßen bedeckten, trotz der Verwundeten, welche schreckliches Händen eines unversöhnlichen Menschen entschlüpft zu sein, Geschrei erhoben, hatte Paris das Aussehen, wie an einem der ihn unbarmherzig hätte erschießen lassen, wenn er sich Festtage; in solchem Grade läßt der theuer erkaufte Sieg ihn nicht durch die für jenen vernichtende Drohung vom die Schmerzen seiner schweren Entbindung vergessen. Leibe gehalten, Charlotte zu entdecken, daß er nicht ihr Marche- Seul's Liebe zu seiner Tochter mußte demnach Falle fangen lassen. Während Michel Ferrand sich im Bette Marche- Seul's Die Monarchie sant überall vor den Kugeln der Auf- Water sei. dehnte, während Larirette, ohumächtig vor Schmerz, den die ständischen, vor der allgemeinen Verachtung. Jedermann| Berwundung ihr verursacht hatte, und entkräftet durch den verwünschte die königliche Familie, die räuberisch das Land sehr groß sein, sonst hätte er sich nicht in einer so plumpen lang anhaltenden, komplizirten und die peinlichste Sorgfalt wie ein industrielles Unternehmen ausbeutete. erfordernden Samariterdienst hinter den weißen Vorhängen Die standalösen Vorgänge, welche das Ende einer verfines Bettes des Krankenhauses de la Pitié in einen frank- derbten und feigen Regierung bezeichneten, hatten ihr die haften Schlaf verfallen war, während Mijoulet auf der Sympathie von ganz Frankreich entfremdet. Hue Saint- Placide auf- und ablief, tobte der Straßenkampf| Wie eine reife Frucht sollte die Monarchie fallen. Aber schon machten sich Umtriebe bemerklich. in Paris weiter. Denn Collard hatte keine Vorsichtsmaßregel ergriffen, keinen Brief zurückgelassen. Wie hatte nur der alte Verschwörer diese Fabel so leichtgläubig hinnehmen können, er, der so gut in den Augen jedes Menschen zu lesen verstand und mit seinem hellen Köpfe, und alle Redensarten vom patriarchalischen Ver- Izitirt, spricht es auch ganz offen aus, warum gerade der Weizenmengen im Vergleich zu den thatsächlichen Ver hältniß zwischen Gutsbesitzer und Gefinde täuschen die Leute Arbeiter dieſer glückliche Mann ohne Sorgen um die Zu- schiffungen in der verſloſſenen Kampagne: Thatsächlicher " über den Klas sengegensatz zwischen ihnen und ihren kunft ist: „ Herrn" nicht hinweg. Die„ Kreuz- Zeitung" ist daher auch nicht schlecht wüthend, daß beispielsweise Pastor Quistorp in seiner Broschüre dieses Märchen der patriarchalen Fürforge so rücksichtslos zerflückt hat. " Einen eigenthümlichen Eindruck macht es, jammert sie, auf den 16 Seiten der sozialistischen Broschüre zur Landagitation", den HerrnPastor Quistorp nicht weniger als zehnmal als Gewährsmann und Eides helfer zitirt zu finden. Unstreitig hat Herr Quistorp in vielem Recht, was er sagt, und es wäre zu wünschen, daß alle Geistlichen, wie er es verlangt, unerschrocken nach oben und voll herzlicher Theilnahme nach unten ihres Amtes warten möchten. Aber diese Pflicht rechtfertigt nicht die unbesonnene Veröffentlichung von Erfahrungen aus begren3 ten Kreisen, die alsbald generalisirt zu werden pflegen und den Feinden willkommene Munition Freilich, ein Bollwerk ist den Junkern nach der Meinung der„ Kreuz- Zeitung" noch geblieben: liefern". Das Hauptärgerniß für diese Volksbeglücker ist auf dem Lande die Gesinde Ordnung, und damit ist den Guts befizern der Punkt gewiesen, welcher den Schlüssel ihrer Position und damit das Bollwert des Friedens auf dem Lande bildet. 20 feit Generationen die Familien des Gutsbesitzers und seiner Gesindeleute zusammenwohnen und zusammenwirken, da ift ein festes Band vorhanden, welches die kläglichen Schwindeleien freisinniger oder sozial demokratischer Agitatoren nicht zu zerreißen vermögen. Wo aber der Gutsbesitzer zum Unternehmer geworden ist, der ohne das Gefühl dauernder Verpflichtung für seine Leute, nur in flüchtiges Kontraktverhältniß zu ihnen tritt, da darf er sich nicht wundern, wenn jene anfangen, dem Beispiel der städtischen Industrie- Arbeiter in allen Stücken nachzueifern." Nur schade, daß eben der Gutsherr in 999 von 1000 Fällen nichts anderes ist, als der Unternehmer, und zwar der brutale Unternehmer, der auf moderne VerBon Staats wegen hat ein völliger Steuererlaß für die niederen Einkommen stattgefunden; der Volksschul- Unterricht wird kostenfrei ertheilt, die Arbeiter brauchen also kein Schulgeld mehr zu bezahlen; das Unfallversicherungs- Gesetz sichert die Gristenz der Veranglückten, das Invaliditäts- und Alters- Versicherungsgesetz die Existenz der arbeitsunfähigen und altersschivachen Arbeiter." Die kein Narr ernst nimmt und die zum Elend auch noch Glaubt man denn wirklich, mit solch' schamlosen Lügen, den Spott fügen, etwas Anderes zu erreichen als die Arbeiter zu verbittern. unserer Erfolge, daß neben der Entwickelung der Verhältnisse Darin liegt ja das Geheimniß gerade die Gegner verbohrt und verblendet durch die krankhafte Sucht, ihre Klasseninteressen mit allen Mitteln zu wahren, Alles thun, die noch indifferenten Arbeiter uns in die Arme zu treiben. Unsere besten Agitatoren sind unsere Gegner, auf dem Lande wie in der Stadt. Das muß die Kreuz- Zeitung" zu ihrem Leidwesen täglich erfahren. Vereinigte Staaten und Kanada Rußland Rumänien, Bulgarien, Serbien Desterreich- Ungarn. Indien und Persien Algier, Tunis, Egypten Chile, Argentinien, Australien 1891/92 Quarters 26 500 000 6 000 000 4.500.000 11 000 000 5 000 000 Export 1890/91 Quarters 13 750 000 12 500 000 5 000 000 2 200 000 5 500 000 Iich beleg auch wenn neute nehn fuchim ohne weile 1 750 000 1 500 000 2 250 000 2 750 000 Fre Zusammen 47 000 000 43 200 000 3.17 eine mar die den der Großbritannien und Irland Frankreich. Deutschland Belgien.. Holland. Italien. Spanien und Portugal Schweiz Griechenland Erforderlicher Thatsächlicher Zuschuß 1891/92 Import Quarters 19 500 000 1890/91 Quarters 18 700 000 6 000 000 Dere daß Herz stellt 290 NE hat • . 18 000 000 4 500 000 4 000 000 7 000 000 1 500 000 3 500 000 2 250 000 1 250 000 1 000 000 1 500 000 1 500 000 500 000 500 000 750 000 2 400 000 40 150 000 Die Trunkfuchts Gesekvorlage der Regierung wurde, wie vom Juristentag, so auch von dem gegenwärtig in Weimar tagenden Verein deutscher Jrrenärzte" verworfen. Einstimmig nahm derselbe eine Resolution an, in welcher die Einbringung eines Gesetzentwurfes betreffend Schweden, Norwegen, Dänemark$ 2000.000 die Bekämpfung der Trunksucht mit großer Genugthuung Westindien, China, Brasilien en 2c.25 2 500 000 begrüßt, jedoch die Bestrafung der Trunk sucht Bufammen 53 750 000 als solcher nicht empfohlen wird. Die Resolution ver Somit ist ein Defizit von 634 Millionen Quarters langt, daß Gewohnheitstrinker in Heilanstalten mit vorhanden, das natürlich schon an sich fteigen mußte, weil ärztlicher Leitung und staatlicher Aufsicht unter eben durch die schwache Roggenernte und das russische Ausgebracht werden sollen. Vielleicht bringt es nun die„ Ferenz- fuhrverbot der Weizenbedarf erhöht worden ist. Auch dieſe Beitung", wie beim Juristentag, so auch bei diesem Aerzte Berechnung kommt also zu dem Resultat, daß die Frage tag fertig, diese vernichtende Verurtheilung moderner polizei der Brotversorgung für das kommende Jahr eine schwierige licher Sozialreform" als eine Judenthat zu charat sein wird, die Preise weiter in die Höhe schnellen werden. terisiren. Auf einen Reinfall mehr kommt es jetzt auch wir aber haben trotz Alledem und Alledem noch die Ver troy Bernicht mehr an. theuerung durch die Getreidezölle und infolge der allAm " MacKinley Bill ermöglichte. Im 190 119119 19018 hältnisse feudale Begriffe anwenden will. Das Blatt täuscht Aun eigenen Leibe spüren die seiner Beit so sehr für gemeinen Geschäftsflaue einen Winter voll Arbeits- Mothstand. Wie lange noch? fich ferner, wenn es schreibt, die Gesinde Ordnung sei für den Schutzzoll schwärmenden Chemnizer Textil- figfeit vor uns! Und dennoch sieht die Regierung uns das Hauptärgerniß"; ganz im Gegentheil, industriellen die Konsequenzen des deutschen Ab- leinen Nothstand. Wie lange noch? der beste Angriffspunkt, wie wir ihn für die Agitation nicht sperrungssystems, das in America cel din Auguſt d. J. worden, will der Reichstanzler v. Caprivi anläßlich des Einführung der Reinen Fackelzug, obwohl ihm ein solcher angeboten besser wünschen könnten. Op and Das weiß auch die Kreuz- Zeitung", und noch viel wurden aus dem Chemnizer Konsulatsbezirk nach Amerika Jubiläums des 78. Infanterieregiments in Osnabrück, besser wissen es die Junker, die daher alle Versuche nachen, nur für zirka 900 000 M. Textilwaaren exportirt, dessen Chef er ist. Sein Vorgänger im Amte, Bismard, die Ausbreitung sozialistischer Ideen auf dem Lande zu gegen nahezu zwei Millionen Mart im August war bekanntlich anderer Meinung. Für den ihm zu hindern. Sogar Wanderversammlungen, Bauernverbände des Vorjahres. Wären es eben nicht in erster Linie die Ehren" an seinem 70. Geburtstag arrangirten Fackelzug mit Vorträgen über das Verderbliche der sozialistischen Arbeiter, die für diese wirthschaftlichen Fehlerperimente ließ er bekanntlich die Mittel aus Staatstoften, d. h. aus Lehren sollen helfen. Dagegen wendet sich nun mit ganz die Kosten tragen müßten, man könnte mit einem gewissen dem Reptilienfonds entnehmen. 196 richtigem Justinkte das Junkerblatt, indem es pathetisch Gefühl der Genugthuung diese Thatsache konstativen. id ausruft: Wir erkennen 790 upitolk. Der arme Baare. Sein ominöses Wort: Geflicte Schienen laufen überall mit", hat der Herr Geheime Kommerzienrath später durch alle möglichen faulen Flausen zu rettifiziren versucht. Und da der Staatsanwalt ihn froßz der Ungeheuerlichkeit der gegen ihn vorgebrachten Beschuldigungen nicht hinter Schloß und Riegel steckte, so ge wann der hochangewesene Ehrenmann auch rasch wieder Auch die Effener Handelskammer giebt in ihrem Als ganz verfehlt und unheilvoll müssen wir es bezeichnen, wenn man hier und da auf dem Lande begonnen hat, Jahresbericht für 1890 ihrer Ueberzeugung vom ZusammenVersammlungen zu halten, um die Leute gleichsam im voraus bruch des Schutzzollsystems Ausdruck, wenn fie nach Ron gegen den Sozialismus zu imprägniven. Dies ist ledig statirung der Thatsache, daß sowohl die Eisen- wie die lich eine Vorarbeit für den Sozialismus. Kohlenindustrie noch in günstiger Lage sich befinde, fortfährt: Finden nämlich die Leute hierbei Geschmack am Besuche solcher Das Vorgehen von Ländern wie Frankreich, die VerVersammlungen, so werden sie seiner Zeit auch in sozialistische einigten Staaten und Rußland mit hohen, zum Theil pro- den Brustton sittlicher Entrüstung.000 bird Versammlungen gehen, und es ist zu fürchten, daß die wohl- hibitiven Zöllen läßt es als nothwendig erscheinen, Es fehlte ihm auch nicht an Zeugnissen, die seine und meinenden konservativen Agitationsdilettanten alsdann den gewerbsmäßigen Agitatoren aus der Stadt an Debattenroutine unseren Handelsbeziehungen zu anderen Staaten eine mög- der Bochumer Werke größte Ehrenhaftigkeit schwarz auf nicht gewachsen sind, mag auch ihre Sache noch so gut sein. lichst vortheilhafte, vertragsmäßige Grundlage zu weiß bekundeten. Ab und zu glückte darauf hin sogar eine verschaffen. Man halte den Leuten teine Reden, sondern man es deshalb mit Rourssteigerung der in Weißkredit gerathenen Bochumer zeige ihnen ungeheuchelte Fürfarge und Theilnahme. Dant an, daß die Reichsreg ierung bemüht ist, in dieser Aktien. Nunmehr veröffentlicht aber die von Dr. W. Angerhäten der Gutsbesizer und der Pastor in dieser Richtung zu wirken und dem für das Jahr 1892 bevor stein in Berlin herausgesehene Wochenschrift für deutsche Hinsicht überall ihre Schuldigkeit, so könnten die Wühler stehenden Ablauf einer großen Zahl von Handelsverträgen Bahnmeister" heute folgende Erklärung: ruhig tommen; sie werden unverrichteter Sache wieder ab- durch den Abschluß neuer Vereinbarungen zuvor ziehen." zukommen." Thäten die Gutsbesiger ihre Schuldig Trotzdem hält die Regierung an den für den Volkskeit! Ja, da liegt eben der Hase im Pfeffer! Die„ Kreuz- wohlstand ruinösesten Schutzzöllen, den Lebensmittelzöllen Beitung" vergißt hierbei ganz, daß die Gutsbesitzer überhaupt mit einer besseren Sache werthen Konsequenz auch heute Leugnen, weitere Verpflichtungen gegen ihre Arbeiter noch fest, wo die Thatsache einer allgemeinen schlechten zu haben. Man höre nur, mit welchem Cynismus das Ernte unbestritten feststeht. 1998 schwindelt: Posener Tageblatt" von dem glücklichen Arbeiter Wie groß das Defizit der diesjährigen WeizenDer Handarbeiter ist der einzige Mann im ernte auf dem Weltmartt sein wird, darüber hat eines der Lande, welcher sein gesammtes Einkommen ohne Sorgen ersten Fachblätter der Welt, der Londoner" Beerbohm's um seine gutunft für seine Lebenshaltung verbrauchen Evening- Corn- Trade- List", eine Aufstellung gemacht, die sich kann, und die Thatsache, daß die Arbeiter um vieles besser auf die neuesten Daten, besonders die offizielle Septemberdaran sind, als Handwerker, Kleinhändler und Kleinbeamte, schätzung der amerikanischen Ernte stützt und die vorausist nicht in Abrede zu stellen." sichtlichen Ueberschüsse der Produktionsländer in Vergleich stellt zu den Erfordernissen der Konsumtionsländer. Danach betragen die voraussichtlich für den Export disponiblen Alles das heute, in der Zeit der größten Nothlage? Das edle Blatt, mit Wohlbehagen von der Norddeutschen" Bum Bochumer Prozesse bemerke ich, daß ich in meiner neunzehnjährigen Dienstzeit als Bahnmeister keine besseren Schienen als diejenigen von Krupp und teine schlechteren als die von Bochum fennen gelernt habe und zwar auf den Bahnstrecken Deutz- Gießen, Hamm Dortmund, Dortmund- Hagen( rhein.), Unna- Hagen( B.-M.). Im Tunnel bei Schwerte mußten wegen Bruchs in einem Doppelgeleise von 860 Ifd. Meter von Schienen des Bochumer Vereins aus dem Jahre 1884( Vertrag Nr. 118) ausgewechselt werden: im Jahre 1888 12 Stück, im Jahre 1889 21 Stück, im Jahre 1890 37 Stück. Die Garantiezeit war mit dem Jahre 1889 abgelaufen und da die Fehler, weshalb die Brüche 1890 entstanden, 1889 noch nicht entdeckt wurden, konnte fein Ersatz beansprucht werden. Wegen des großen Verschleißes und der zu befürchtenden Gefahr mußten Gnde 1890 alle Schienen ausgewechselt werden. Schwerte, den 18. September 1891. Der fönigliche Bahnmeister Dü p mann." halda muisto i 1090 Einen Augenblick tauchte in ihm der Gedanke auf, fich nach dem Palais Royal zu begeben, wo Schüffe ertönten, wo der Kampf heftiger zu toben schien, jetzt da die Nacht entschwand und man sicherer zielen konnte. durchdringenden Blick die geheimsten Gedanken seiner Freunde Der Spion, dessen Arbeitsfeld besonders die Ueber- und umsomehr. Derer, welche mit Beweisstücken in der und Feinde zu errathen wußte? wachung der geheimen Gesellschaften war, kannte Hand kommen würden, um ihnen die Mittel zu liefern, klar Er hatte den Keulenschlag erhalten, und er, dieser die extremsten Republikaner sehr gut. Er kannte zu sehen und auf ihrer Hut zu sein, s glühende überzengte Revolutionär, er, der unberseglich insbesondere die Personen revolutionärer und kom- Und Collard setzte seinen Weg durch die Straßen von Stand gehalten hatte vor dem Schlunde einer mit Kartätschen munistischer Richtung. Er wußte wie leidenschaft- Paris fort, über die sich bereits die erste Morgenröthe aus geladenen Kanone, war bestürzt. Hätte er seine Kaltblütigkeit lich verwegen und hartnäckig die Männer waren, breitete. Er ging die Quais entlang, ohne stehen zu bleiben, bewahrt, hätte er nur eine Minute nachgedacht, so hätte er welche sich um den Schuster der Rue- Galande geschaart im Vorübergehen einen verächtlichen Blick nach der Polizeidahinter kommen müssen, daß er es mit einer nach langer hatten.nl präfektur werfend, über die sich jetzt der Strom der Revo Rathlosigkeit mit Mühe und Noth erfundenen Lüge zu thun Andrerseits wußte er durch seine Kollegen, welche die lution ergoß. Was sollte er thun? Noch war nichts ent hatte. Collard war einer großen Gefahr entronnen, und Nationalpartei, die Reformpartei und gemäßigte Partei schieden, die Monarchie lag im Sterben; aber die neue das freute ihn so sehr, daß er sich vor Vergnügen die überwachten, welche endlich soeben die Banketkampagne durch- Regierung war noch nicht geboren. Hände rieb. gemacht hatten, mehr in der Hoffnung ein Ministerium zu Er hatte den geriebensten Verschwörer in Paris zum stürzen, als eine Revolution zu veranlassen, vor der sie Narren gehabt; er hatte sein Leben gerettet; er behielt die Furcht hatten, er wußte also, daß alle diese Elemente nur Rache an dem General in seiner Hand und er wußte jetzt, eine Angst hatten, nämlich zu erleben, daß ihnen am Tage daß Deshomme aus Liebe zu Charlotte, aus Furcht, daß nach einer aufständischen Bewegung die sozialistischen Streiter Von Zeit zu Zeit stieß er, in Gedanken verloren, an diese das Geheimniß ihrer Geburt erfahren könne, ihn die Früchte des Sieges raubten. In seinem feinen einen zuckenden Leichnam, dessen Gesicht die Blässe des unter allen Umständen schonen würde. Und dann Polizeikopf erschien ihm der Charakter des wahrscheinlich Todes zeigte während die Augen weit offen zum Himmel dachte er über seine Lage nach. In seiner Brief- sich entspinnenden Kampfes in der ersten Stunde des Er- starrten. starrten.do ishilg tasche hatte er das Billet, welches er zusammen mit folges in seiner einfachsten und thatsächlich exaktesten Er wandte das Auge ab, wenn er bisweilen durch dem Veilchenbouquet Michel Ferrand aus der Tasche ge- Form. eine Lache geronnenen Blutes watete, welches das feuchte nommen hatte. Was fümmerte ihn der Sturz der Re Er hatte gehört, was die Arbeiter ohne Unterlaß Pflaster röthete. Er war nahe daran, die Quais zu ver gierung Louis Philippe's, die Auflösung der Polizeipräfektur! sagten und wiederholten, welche sich mit Politik be- laffen und den Pont Neuf zu betreten, welcher nach der Er hatte die Gewißheit eine Anstellung zu finden, schäftigten und den ökonomischen Erörterungen folgten, die Richtung der Rue de l'Arbre- Sec führte, als er plöglich stehen welche derjenigen nichts nachgab, vielleicht sogar besser war, brennend und furchtbar prophetisch in den ernstesten blieb. Von der Rue Dauphine war soeben eine Bande eine Anstellung bei der Polizei oder bei der Regierung, die Zeitungen wie in den radikalsten Blättern einander Aufständischer hergekommen. Eine rothe Fahne flatterte man demnächst aufrichten würde, fie mochte sein, welcher folgten. ihnen voran. Collard mußte den Fahnenträger kennen, denn Art sie wolle. Der Kampf, welcher ausbrechen sollte, war der Kampf er drückte sich, von heftigem Schreck ergriffen, vorsichtig Unter der ersten Laterne, die er traf, machte er auf der Arbeit gegen das Kapital, der Armen gegen die die Deffnung einer Thür. of the sourist a dem Straßendamm halt, öffnete eine Brieftasche und ent- Reichen, des Proletariats gegen die Bourgeoisie. Es waren ungefähr zweihundert, diesmal nichts als nahm derselben das Billet, welches er mit sichtbarer Be- Auch sah er ein, daß die Reichen, die führenden Klassen, Arbeiter. Nicht ein einziger Bourgeois hatte seinen Paletot friedigung noch einmal las. entschlossen, die Macht zu erobern, um ihre Reichthümer zu unter die Blousen, seinen Hut unter die Müzen gemischt, Die Schrift desselben war sein und unregelmäßig, der vertheidigen, eine verzweifelte Anstrengung machen würden, welche keck auf den Ohren faßen. Ischi dd Wortlaut klar, turz und von einem beredten Lakonismus: um dem Verlangen des Volkes zu widerstehen und eine Der Kampf in ihrem Quartier war zu Ende. Die " Sich in Gruppen halten. Die Ausrufung einer Regent starte Regierung, eine wachsame Polizei zu begründen, Truppen waren vor ihnen zurückgewichen oder hatten frei schaft verhindern. Die rothe Fahne und eine Regierung welche sie über die Agitationen und Anschläge der sozialisti willig das Schießen eingestellt und mit ihnen fraternifirt. fordern, welche den Arbeitern sichere Garantie giebt. Wenn schen Führer auf dem Laufenden erhielte. nöglich sich des Stadthauses bemäch tigen und eine Regie- Die neue Regierung falls die Sozialisten nicht tung von Arbeitern gründen, vor alle m nicht die Barrikaden Oberhand gewönnen müßte mit offenen Armen die serstören lassen." Dienste Derjenigen annehmen, welche zu ihr kommen würden, „ Be Saß deme Tübi Boot dage Man unfre lich, will, ist d läufi 12. In zwei 9. S bei d wesen Wäb einfe gesto Sozia diet zube Rede Lied der Stärt Part sahen ea ange auffo Geſe einer Herr felbe zwöl tnack bleib aus ihn m herbe noch, woge den Schu erst liege Buft dem gedr Arm Anze Balr Spie zwar Waf mint abget daß Gege brute stren Stre geftel rung dert mein herig ficht niede Jahr Mar dem Hofin die L ein graue Wod in mit erg br für fan in mit daß Dri Der In We sloj ( Fortsetzung folgt.) lui( Fortsetzung folgt.) does do dolin こ er rs eil 3= ſe ge ge n. er= Ilng en es ct, t, zu ig 418 te ne en of Be ge= er nb uf te er er che er ne ле be me 2.). em er elt ct, em the ein nd 90 te, P⚫ Man wird geftehen, nach diesen von einem königlichen Beamten herrührenden, mit allen Einzelheiten belegten Zeugnissen gewinnen die Fusangel'schen Anklagen auch für solche, die bisher vielleicht noch zweifelten wenn es solche Naive überhaupt noch gegeben hat er neutes Gewicht, und es wird sehr interessant fein zu ver nehmen, welchen Einfluß diese Erklärung auf den Unteres upt noch hatermanied lation sonedstigd Aussagen der Angeklagten und der Zeugen ließen die Haare hin, daß der in Erfurt stattfindende Parteitag dem Entwurfe im zu Berge stehen. Morosow, der nicht sofort in Haft Grundprinzip, zum Wohle der Partei, seine Zustimmung geben genommen wurde, entfloh, wahrscheinlich nach Amerika, wird." Als Delegirter zum Parteitag wurde Genoffe Mahling wohin ihm bereits früher einer seiner Verwandten, der eben gewählt. Unterm 3. Punkt der Tagesordnung: Die Presse, befalls zur Verbannung nach Sibirien verurtheilt worden war, fimmte man die" Düsseldorfer Arbeiter- Zeitung" zum offiziellen als Flüchtling vorausgeeilt war.002 Organ für die Parteigenossen des Wahlkreises. ndisigen he * * Begreift man nun, warum so viele politische Gentin Görlig. In einer am 14. September hierselbst stattfuchungsrichter ausüben werde. erde. Herr Baare gefundenen großen Volksversammlung erklärte sich die white sehr froh, daß er noch in den behaut if weifelsfangene in Rußland durch Selbstmord enden? Bädern Balmaceda, der chilenische Staatsstreichler, scheint Versammlung in einer Resolution prinzipiell mit dem Programmnach Argentinien entkommen zu sein. Als guter Bourgeois entwurf einverstanden, und wählte als Delegirten zum Erfurter Parteitag den Genossen H. Keller. Rente die Sorgen der Arbeitslosigkeit und des Alters erhatte er vorher dafür gesorgt, daß ihm eine nette Invaliden- Parteitag den Genoffen 5. Keller. leichtere. Er nahm, wie weiland ein vor dem Vollszorn eine allgemeine Arbeiterversammlung statt, in welcher Herr Karl In Hainbücht bei Noda( S.-A.) fand am 15. September nach England flüchtender Prinz, den Staatsschah mit egien aus Hamburg über die Kornzölle und das Versich, aber weniger glücklich als dieser, läuft er Gefahr, diesen halten der Reichsregierung zu denselben sprach. Die Versamm foftbaren Schatz, ca. 2 900 000 m., zu verlieren. Auf Re- lung zollte dem Referenten lebhaften Beifall und nahm die bes ſich, aber weniger glücklich alle, au lamation der chilenischen Republik hat die englische Regie- tannte Protestresolution debattelos und einstimmig an. Ferner ung vor der Hand die Auslieferung der 20 Tonnen Silber fanden in gleicher Sache Protestversammlungen statt in Camenz ( sächsische Lausitz), Eckernförde und anderen Orten. beauftandet und dasselbe in die Gewölbe der Bank von( sächsische Lausitz), Eckernförde und anderen Orten. England bringen lassen. Eine deutliche Antwort haben die Weimeraner Freisinnigen erhalten. Anläßlich des bekannten Azmansdorfer Marschunglücks, bei welchem eine Reihe von Soldaten vom Schlag getroffen todt oder marschunfähig zusammenbrachen, hatte eine Versammlung die Absendung eines Berichtes über diese Katastrophe an den Kaiser beschlossen. Darauf hat der Kaiser dem Vorstand der freisinnigen Partei durch den preußischen Gesandten von Derenthall eröffnen lassen: Man möge sich versichert halten, daß dein Kaiser das Wohl seines Heeres nach wie vor am Herzen liege, dagegen wünsche er die ihm in Anssicht gestellte Denkschrift nicht entgegenzunehmen. 290 isi dallgö zodolano11047] 079 Eine neue Gefahr für die bürgerliche Weltordnung " Heilsarme e", von welcher der gute Mann fürchtet, daß sie eines schönen Tags mit Sack und Pack in das sozial demokratische Lager überlaufen werde. Offenbar hat der Tübinger Professor irgendwo läuten hören, daß General" Booth, der Allerhöchstkommandirende der Heilsarmee, sich dagegen gefträubt hat, offen in die Dienste des kapitalistischen Mammon zu treten. Und in der Entdeckung liegt ein unfreiwilliges Kompliment und Zugeständniß an uns: nämlich, daß Alles, was sich dem Mammon nicht verschreiben will, zur Sozialdemokratie schwören muß. Ganz unrichtig ist das ja nicht, aber auf die Heilsarmee verzichten wir vorläufig. hat ein Tübinger Professor entdeckt. Und zwar in der dors Korrespondenzen und dum Wegen Majestätsbeleidigung hat das Breslauer Lands gericht den vormaligen zweiten Redakteur der Volts wacht", Genossen Wendland, zu einem Jahr Gefängniß verurtheilt. Der Majestätsbeleidigung und Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen sollte sich das Offenbacher Abend blatt" Parteinachrichten. tatt schuldig gemacht haben. Die deshalb gegen den Re W Die 19 Soziale Uebersicht. Aussperrungen in Liegniß und Haynau i. Schl. stattge funden. Etwa 400 Handschuhmachern wurde dieser Abwehrstreit aufgedrungen. Trotz der sich fort und fort steigernden Lebensmittelpreise sind den Arbeitern Lohnabzüge bis zu 15 pet. gemacht worden. Der von uns aufgenommene Kampf gilt der Großindustrie unserer Branche. Das Exporthaus Foster, Paul u. Komp. in New- York betreibt seine deutsche Fabrikation in Friedrichshagen bei Berlin und in Burg bei Magdeburg unter der Firma E. Hopp. Die hohen Eingangszölle in Amerita welche infolge der Mac Kinley- Bill auf den Handschuhen als Qurusvrtikel lasten, sollen auf die ohnedies schon genügend ausgebeuteten.oeiter abgewälzt resp. durch verkürzte Löhne eingebracht werden. Daß es die Firma Hopp mit ihrem Ueber die von den sogenannten Ordnungsparteien gefaßten Beschluß gründlich nimmt, geht daraus hervor, daß gegen Sozialdemokraten geübte Kuüppeltaktik sagt die deren Vertreter auf einer Rundreise durch Deutschland die Norddeutsche Volksstimme": Handschuhfabrikanten für ihre Absichten zu animiren suchte, um Seite friedliche Arbeiter, die eine gefeßlich durchaus zulässige zu brechen. „ Es ist ein recht charakteristisches Zeitbild: auf der einen durch einen größeren Umfang des Streits unsere Kraft leichter Agitation betreiben, auf der anderen Seite fanatische Mucker, Daß diese Vorausseßung des Hopp nicht auf Täuschung grimmige Junker und Bourgeois und fanatische Bauern, die auf beruhte, brauchen wir wohl kaum zu erwähnen. In diesem wissenschaftliche Argumente mit dem Prügel ant- Punkt ist der Kapitalismus geistesverwandt, und fanden namentworten. Solche Rämpfe hat es im Verlauf der Geschichte schon lich in Osterwiec die dortigen Großfabrikanten einen willkommenen häufig gegeben, aber die Leute mit dem Knüppel sind niemals Anlaß, die Löhne ebenfalls zu reduziren. auf die Dauer die Sieger geblieben. " 1 4 Noch einmal die Immunität der Neichstags- Abgeord- ist aber von der Ferienstrastammer des Landgerichts Darmstadt dakteur F. Bender und den Verleger M. Jahn erhobene Anklage neten. Die Mitglieder des Reichstages genießen bekanntlich den zurückgewiesen worden. Die Kosten trägt, wie in allen Fällen, störperschaft während der Sitzungsperiode derfelben wegen einer Richtiger wäre es, wenn die Staatsanwälte solche Kosten selber Schutz des§ 31 der Reichsverfassung, wonach kein Mitglied dieſer wo die Staatsanwälte einen Bock geschossen haben, der Staat. mit Strafe bedrohten Handlung zur Untersuchung gezogen oder tragen müßten, ungenügend begründete Anklagen würden dann verhaftet werden kann, außer wenn es bei Ausübung der That oder im Laufe des nächstfolgenden Tages ergriffen wird. Gegen nicht so oft vorkommen. diese Bestimmung haben Staatsanwälte schon öfter gröblich verstoßen, sodaß der Reichstag gegen sie zum Schuße der bedrohten Immunität seiner Mitglieder Stellung nehmen mußte. Staatsanwälte haben u. 2. geltend gemacht, wenn eine längere Vertagung des Reichstages eintrete, wie sie auch jetzt besteht, so Ein neues politisches Attentat ist in Cesena am höre damit der Schuß des§ 31 für die Abgeordneten auf; mit Achtung, Glafer! Nachdem der vorjährige Streit Ein neues politisches Attentat ist in Cesena am bem 12. d. Mts. abermals an einem Sozialisten verübt worden. dem Eintritt einer längeren Bertagung sei die Sizungsperiode mit dem Glasermeister G. 3ippel, Alte Jakobstr. 86, durch geschlossen. gütliches Uebereinkommen beigelegt ist, ist die In Cesena stehen sich die Republikaner und Sozialisten als Die Geschäftsordnungs Kommission und das Plenum Sperre über diese Werkstatt aufgehoben. Wir sagen allen zwei feindliche Parteien gegenüber. Battistini wurde am des Reichstages haben öfter diese staatsanwaltschaftliche Kollegen für ihre moralische Unterstützung unsern Dant. 9. September ermordet, weil man ihn im Verdacht hatte, Auffassung als unrichtig zurückgewiesen. Und am 8. Mai Der Vorstand der Glasergesellschaft Berlins bei der Ermordung von zwei Republikanern betheiligt ge- d. J. erklärte der Staatssekretär von Bötticherun bnu ad und Umgegend. wesen zu sein, welche vor mehreren Wochen, aus einer Reichstage, daß die Justiz sich der Auslegung anschließen bicolasdor J. A.: R. Stampehl, Vorsitzender. Wählerversammlung in Cesena kommend, in Castel Guelfo müsse, welche der Reichstag in einstimmig gefaßter Reso- Aufruf an alle Freunde der Arbeiterfache. einkehrten, dort in einen Hinterhalt gelockt und nieder: lution dem Art. 31 gegeben habe. Die Resolution besagt in Seit drei Wochen befinden sich die Handschuhmacher kurzen Worten: daß dem Abgeordneten während einer Verin Friedrichshagen und Burg, feit dieser Woche diegestochen wurden. Beim Begräbniß Battistini's hatte der tagung, möge diese dauern, so lange sie wolle, sei fie durch jenigen in Osterwiec a. Harz im Ausstand; desgleichen haben sozialistische Abgeordnete seinen ganzen Einfluß aufgeboten, Beschluß des Reichstags oder durch kaiserliche Verordnung herbei die Gemüther zu beruhigen und weiterem Unheil vorgeführt worden, der Schutz des Art. 31 verbleibt. zubeugen; Advokat Balducci aus Forli dagegen hielt eine Nichtsdestoweniger hat wieder eine Staatsanwaltschaft, die Rede, und Rache, nach der Väter Brauch, war seines zu Chemnitz, und zwar gegen den Abgeordneten Schmidt Liedes heißer Hauch". Angesichts der Aufregung, die in Wittweida, Redakteur der„ Volksstimme" für den 10., 14. und der Stadt herrschte, war Garnison und Gendarmerie ver- 15. sächsischen Wahlkreis, wegen„ Preßvergehens" Anklage erhoben stärkt worden. Am 12. Abends reiste Costa ab, von zahlreichen und das Hauptverfahren eröffnet. Die dagegen seitens des Gestärkt worden. Am 12. Abends reiste Costa ab, von zahlreichen offen Schmidt erhobene Beschwerde ist von der Staatsanwalt Parteigenossen zum Bahnhofe begleitet; auf dem Heimwege fchaft zurückgewiesen worden sie spricht jener Reichstagssahen dieselben einen gewissen Palmieri beim Laternenschein Resolution die rechtliche Giltigkeit ab. Darauf hat Schmidt der es war mittlerweile 10 Uhr geworden ein am Postgebäude Staatsanwaltschaft geschrieben, daß er sich ihrer Ansicht nicht angeschlagenes Manifest, welches die Bürgerschaft zur Ruhe fügen, sondern das ganze Prozeßverfahren ignoriren werde. aufforderte, aufmerksam lesen; als er den Blick der ganzen Gesellschaft auf sich gerichtet sah, trat er in das Dunkel einer Nebengasse zurück, in welche fast gleichzeitig einer der der Herren der Gesellschaft, Giovanni Maroncelli, sich von der felben absondernd, einbog. Kaum ist der Letztere zehn bis zwölf Schritte bei Palmieri vorüber, als er es feitwärts fnacken hört, als man den Hahn eines Gewehres spanne; er bleibt stehen, um zu sehen, was es giebt, als plöglich, wie aus der Erde gewachsen, eine Gestalt auf ihn losspringt und ihn niederschmettert, während auch der oben erwähnte Palmieri herbeieilt und über ihn herfällt. Zwar gelingt es Maroncelli Die Lage der Arbeiter unseres Berufes war schon von jeher noch, seine Pistole hervorzuziehen, aber sein Schuß geht fehl, Das Blut unserer braven Genossen, die von dem Pöbel als auf niedrigster Stufe stehend zu betrachten. Die Affordwogegen ihm die beiden Angreifer ihre Feuerwaffen dicht auf überfallen worden sind, wird nicht umsonst geflossen sein. Arbeitskraft, ist bei uns ausnahmslos eingeführt. In der regelwir zählen die Aufhezzer und die Aufgehetzten zu diesem arbeit, diefes erbärmlichste System intensivfter Ausbeutung der den Leib abbrennen und dann das Weite suchen. Auf den Denn es enthält den Beweis, daß der geistige Kampf" von losen Ausdehnung der Arbeitszeit und der Nachtarbeit fennt man Schuß eilten die Begleiter Maroncelli's, welche er soeben Seiten unserer Gegner nur eine freche, verlogene Phrase teine Schranken. Es ist dem Handschuhmacher schon zu etwas erst verlassen hatte, herbei, fanden ihn blutend am Boden war, daß sie damit nur zu einer letzten verzweifelten Aus- Selbstverständlichem" geworden, einzelne Theile feiner Arbeit liegen und schafften ihn sofort ins nahe Hospital, wo sein flucht gegriffen haben, um noch auf einige Augenblicke zu verbis in die tiefste Mitternacht in seiner Behausung zu fertigen. Zustand jedoch nicht für lebensgefährlich erklärt wurde, in- bergen, daß sie mit ihrem Latein völlig zu Ende Der Gesundheitszustand ist infolge dessen ein ganz schlechter und dem der eine Schuß, statt das Herz zu treffen, in die Seite find... die Lebensdauer äußerst minimal. nos gedrungen war; der andere Schuß hat ihm allerdings den Der Sozialismus hat auf dem Lande ungemein an Ver- Seit 1869 befißen die Handschuhmacher eine zentralisitte Or Arm schlimmer zugerichtet. Die Sache wurde sofort zur tönnen also nur noch die verstocktesten Bauern sein, die sich als Handschuhmacher Deutschlands angehören. Die Mitglieder stehen breitung gewonnen und ist in rascher Zunahme begriffen; es ganisation, welcher etwa 2200 Mitglieder oder 80 pCt. aller Anzeige gebracht, und ohne Säumen ward zur Verhaftung Knüppelgarde gegen die Sozialdemokratie gebrauchen lassen. Und fast durchweg auf dem Boden der vorgeschrittenen Arbeiter- BePalmieri's geschritten, in dessen Behausung man auch seinen unsere Feinde glauben nun wirklich ein wunderbares Mittelchen wegung und haben ihr Solidaritätsgefühl gegenüber den Arnun wirklich eine Spießgesellen einen gewissen Teodorami fand, und gefunden zu haben; Tag für Tag wird namentlich in konser beitern anderer Berufe jederzeit bethätigt. Die vielen Lohntämpfe, zwar waren Beide damit beschäftigt, ganz gemüthlich die vativen und frommen Blättern gehezt und die Bauern werden welche wir namentlich gegen Einführung des Theilarbeitssystems Waffen, deren sie sich bedient hatten, zu puzzen, ohne im direkt und indirekt aufgefordert, die Sozialdemokraten mit dem zu führen hattten, mittels dessen man durch Heranziehung nicht mindesten an die Flucht zu denken, als sie ins Gefängniß Knüppel anzufallen und die Hunde gegen sie loszulaffen. So gelernter Arbeiter uns vollständig fügsam machen wollte, haben abgeführt wurden. Auch in diesem Falle vermuthet man, wird" Bildung"," Kultur"," Religion" und" Intelligenz" mit wir stets aus eigenen Mitteln geführt. Wenn wir uns heute, nach 22jährigem Bestehen unseres Ver= daß die Angreifer des Maroncelli von dessen politischer geistigen Waffen" gegen die Sozialdemokratie vertheidigt. Da die Aufreizungen zu Gewaltthätigkeiten immer toller bandes, zum erstenmale an die klassenbewußte Arbeiterschaft mit der Gegenpartei gedungen worden waren.pri werden, so tann es auch vorkommen, daß die angegriffenen, Bitte um Unterstüßung wenden, so geschieht dies, weil unser Der englische Postminister Raikes, der durch aufs Aeußerste getrieben, sich zur Wehre sehen und Säuflein zu klein ist gegenüber den Anforderungen, welche wir den Beweis liefern, daß Maurer und Zimmererfäufte an Unterstützungen zu leisten haben, da namentlich der größere brutale Behandlung, schlechte Zahlung und übermäßige An- auch nicht nicht von Pappe sind. Aber so wenig Theil der Ausstehenden Familie besitzen.no strengung voriges Jahr die niederen Poſtangestellten zum wir die von Junkern und Bourgeois angestrebte Berrohung In der Voraussehung, keine Fehlbitte an die Arbeiterschaft Streit getrieben, nach dessen Fehlschlag auch von jedem An- unserer politischen Sitten billigen fönnen, so wenig befürchten gerichtet zu haben, zeichnet mit Gruß gestellten im freien England die schriftliche Erklä- wir, daß dieses Treiben noch lange dauern wird. Denn jene Stuttgart, 16. September 1891. rung des Austritts aus dem Postangestellten- Verein gefor- armen, am meisten zurückgebliebenen Bauern haben immer noch Der Verbandsausschuß.xje J. A. Carl Sperta, Tannenstraße 12. dert hatte, ist letzter Tage gestorben. Seine Angestellten mehr Anstandsgefühl als ihre Aushetzer und der Unwille und der weinen ihm teine Thräne nach; als Nachfolger ist der bis- fel des gesammten deutschen Voltes wird den Die gesammelten Beträge bittet man am Borgenannten zu bis- kel senden und wird hierüber öffentliche Quittung gegeben werden. herige Staatssekretär im Auswärtigen, Fergusson, in Aus- Hetzern den Knüppel aus der Hand schlagen." Dazu wäre nur zu bemerken, daß ansere Parteigenossen bei Alle arbeiterfreundlichen Blätter ersuchen wir um Abdruck ficht genommen. Db bieferwärtigen, Fergusson, in ficht genommen. Ob dieser der standalösen Ausbeutung der der Abwehr der Knüppelhelden sich eben nur auf die Noth- dieses Aufrufes. niederen Beamten ein Ende machen wird? Angesichts eines Jahresüberschusses von 6 Millionen Pfund( 120 Millionen Offiziösen über die Landfriedensbrüche in Gisleben, Spenge 2c. Die Feilenhauer in Brünn und Hohenberg, treten Mark) ist allerdings dieser Zustand ein öffentlicher Skandal. richtig, so herrscht in jenen Regionen, welche auf das Sozialisten in eine Lohnbewegung ein und bitten deshalb um Fernhaltung gesetz doch nur ungern verzichteten, gar keine Abneigung gegen Ein ,, musterhafter Gefängnißinspektor" war nach die Knüppeltaktik der Ordnungs"-Parteien, und wenn unsere dem ausdrücklichen Zeugniß seiner vorgesetzten Behörden der Parteigenossen hingeriffen von allerdings gerechtfertigtem Hofinspektor Morosom in Kiew. Eine Gerichtsverhandlung, Bornden Knüppelhelden einmal das Fell über Gebühr gerben die legter Zeit dort gegen diesen Morosow stattfand, wirft sollten, so würden sie zweifellos mit den schärfsten Strafen nicht ein Bild auf die russischen Gefängnißzustände, wie es verschont bleiben, per Lar ont 35 en, eis 50 t cue Fich 21, cht an Des tel cch te er Ser en be cte n in tot ht, Die eis rt. wehr beschränken mögen. Deuten wir das Schweigen der bere getlenbaue des Zuzugs. Die Baumwollweber in Lokeren bei Dendermonde ( Belgien) haben wegen verweigerter Lohnerhöhung die Arbeit niedergelegt. huy Luse by Warnung für Schuhmacher! In Melbourne, Australien, sind die Schuhmacher in einem Geschäft im Streit; Arbeitskräfte find genügend vorgrauenhafter nicht gedacht werden kann. Das russische Duisburg, 17. September. Am Sonntag den 13. 5. M. handen. Ein Schuhmacher, Namens Scharfenort( macht den Wochenblatt„ Nedelja" berichtet darüber: fand hier ein sozialdemokratischer Kreistag statt, Blackleg), arbeitet während dieser Zeit, da die Anderen im Streik In Orscha war im Januar im Gefängniß ein Arrestant welcher von 9 verschiedenen Ortschaften beschickt war. Bu sind. Dieser Scharfenort, welcher auf dem Neuenwall in Hamburg mit Namen Drjankow, gestorben; bei der Sektion der Leiche Punkt 1: Die Agitation, wurde folgende Resolution angenommen: ein Schuhgeschäft hatte, beabsichtigt Leute von Deutschland nach ergab sich, daß zwölf slippen an vierzehn Stellen gee" Der heutige Kreistag erklärt sich mit den Ausführungen der Melbourne kommen zu lassen für das Geschäft, welches im brochen waren, und daß der Körper sonst noch die Spuren Redner einverstanden und verpflichtet sich, voll und ganz einzu Streit ist. fürchterlicher Schläge aufwies. Die Gefangenenwärter betreten für eine fräftige Agitation in materieller wie in physischer, Sollten irgend Schuhmacher nach hier gesucht werden, fannten, sie hätten auf Befehl des Gefängniß politischer und gewerkschaftlicher Hinsicht." Hierauf wurde Duis Kollegen, so haltet Euch fern, denn Ihr könntet nur in uninspettors Morosow den Arrestanten mit Stöden und burg zum Vorort gewählt und beschlossen, jedes Jahr einen und angenehme Lage kommen. mit G mit in 2 appen gebundenen Steinen geschlagen, und womöglich zwei Kreistage abzuhalten. Zu Punkt 2: Der Pro- Melbourne, den 1. August 1891. daß im Gefängniß Prügel dieser Art zur Aufrechterhaltung der gramm- Entwurf und der Parteitag, wurde nachstehende Resolution Im Auftrage der Schuhmacher Gewerkschaft für 1. Klaffe Ordnung allgemein üblich gewesen. Der Gerichtshof einstimmig angenommen: Der heutige Kreistag der sozialbestellter Arbeit. verurtheilte sechs Gefangenwärter zur Zwangsarbeit und den demokratischen Partei des Wahlkreises Duisburg Mühlheim er- G. Udert.. Steinede. D. Sped 19 Inspektor Morosom zum Verlust aller Standesrechte und zur flärt sich im Prinzip mit dem von der Parteileitung vorgelegten Alle Arbeiterblätter werden höflich um zweimalige Aufnahme, Berbannung ins Tobolstische Gouvernement. Die gerichtlichen Programmentivurf einverstanden und giebt fich der Hoffnung gebeten. isses V Theater. Sonntag, den 20. September. Opernhaus. Don Juan. Montag: Zar und Zimmermann. Schauspielhaus. Was Ihr wollt. Montag: Der neue Herr. Leffing- Theater. Falsche Heilige. Montag: Francillon. Berliner Theater. Nachm. 1/23 Uhr: Julius Cäsar. Abends 1/28 Uhr Ein Tropfen Gift. Montag: Wilhelm Tell. Residenz- Theater. Georgette. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wallner- Theater. Der Mann mit hundert Köpfen. Musikalischdeklamatorische Abendunterhaltung. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Pariser Leben. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thomas- Theater. Im siebenten Himmel. Montag: Dieselbe Vorstellung. Oftend- Theater. Der Nautilus. Montag: Berlin unter Wasser. Bellealliance- Theater. Deutschland zur See. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst Theater. große Prophet. Th. Keller's Hofjäger Hasenhade Dem zeitungslesenden Publikum Bergmannstr.- Eeke. Hente, Sonntag, den 20. September 1891: 1284L zur gefälligen und besonderen Beachtung empfohlen! Grosses Extra- Konzert. Im gr. Gaale Marionettentheater. Vorstellung. Volksbeluftigungen. Anfang 4 Uhr. Entree 15 Pf., im Vorverkauf 10 Pf. Schütenplatz Treptow Ball. A. Froelich. Die Freie Vereinigung der Berliner Zeitungs- Spediteure und-Verkäufer Weissensee giebt sich zum bevorstehenden Quartalswechsel im Interesse ihrer Mitglieder 1320M] vor dem Schloß. them sowie zur Bequemlichkeit des lesenden Publikums von Neuem bekannt. Obwohl dem geehrten Publikum der Zweck unserer Vereinigung bekannt sein dürfte, erachten wir es doch für nöthig, von Neuem zu betonen, daß unser Streben nach Verbesserung unserer materiellen Lage nicht als irgend so nicht nur allein uns selber wollen wir nüßen, sondern dem Ganzeng Heute Sonntag: Letzter Tag! Also Restaurant Karpfenteich. Jeden Sonntag: Freikonzert, Tanz, Kaffeekochen. An den Wochentagen für Vereine, Hochzeitgesellschaften zc. jederzeit zur Verfügung. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein [ 756L] An der Verbindungsbahn. Treptow. Henze. Köpnicker Landstrasse. Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. [ 761L welches Sonderinteresse aufzufassen ist, sondern daß wir in erster Linie dem Grundsaye huldigen: Strebe zum Ganzen, dann dienst du dem Ganzen! dem ganzen Zeitungswesen sowie jeder guten Literatur überhaupt; besonders aber allen Lesern derselben, indem wir uns der größten Zuverlässigkeit befleißigen und da, wo Mängel sind, uns bemühen dieselben zu beseitigen oder vorstellig werden, daß sie beseitigt werden. Ordnung und praktische Einführungen innerhalb unseres Gewerbes und unserer Vereinigung im Interesse unferer selbst wie der geehrten Leser, erstreben wir soweit uns dies immer möglich sein wird. Auf diesem Wege hoffen wir nicht nur unsere materielle Lage zu ver bessern, sondern was zuerst nöthig ist, das Vertrauen des Publikums uns zu erobern und zu erhalten, denn leider besteht die Thatsache, daß es Beitungs Jung ff. Lagerbier 0,4 Liter 15 Pf. Kaffeeküche. 6 Kegelbahnen. W. Jacob. und Schriftenverbreiter giebt, welche in geschäftlicher Beziehung jeden DEF Jeden Donnerstag: Frei- Konzert. B Selbstbewußtseins ermangeln und unbekümmert um das gute Renommé unseres Jeden Sonntag Tanz in beiden Standes in geradezu entwürdigender Weise sich Kundschaft und Ver Sälen. Kaffeeküche. Kegelbahn. Volksdienst verschaffen wollen, oft dann sich aber ganz und gar als unzu ver lässig erweisen, somit also das Publikum täuschen und auf das Ganze beluftigungen aller Art. Der Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplah- Theater. Schwarze Brüder. Montag: Diefelbe Vorstellung. Feenpalaft. Spezialitäten- Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe zialitäten Vorstellung. Theater der Reichshallen. Treptow. Bade's Volksgarten. glides Weiß- u. Bairisch- schädigend wirken. Parkstrasse. Circus Renz. Spe- Sonntag, den 20. September 1891, Abends 7/2 Uhr: zialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorftellung. Konkordia- Palast- Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Haufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Giskeller. Theater und SpezialitätenVorstellung. Große Fest- Vorstellung. Debut sämmtlicher neuengagirter Künstler und Künstlerinnen sowie Auf Helgoland oder: 817M Ebbe und Fluth. Große hydrologische Ausstattungsheater d. Reichshallen Bantomime in 2 Abtheilungen mit National Tänzen( 60 Damen), AufNeu! Neu! Das Hunde- Orchester, sügen 2c., Dampfschiff. u. Segelboot. mit neuen Nummern. Jocko and Coco. Picardos. The Heeleys u. f. 10. Gratweil'sche Anfang 7 Uhr. die lustigste Neuheit. fahrten, Wasserfällen, Riesen- Fontänen Charlie u. Henry Avolo. mit allerlei Lichteffekten 2c., Haydn[ 1271L arrangirt u. inscenirt vom Dir. E. Renz. Debüt der berühmten Kunstschwimmerinnen 3 Geschwister Janson. Schluß- Tableau: Grande Fontaine lumineuse, Riesenfontäne, elektrisch durchleuchtet, sowie mit Feuerwerk und BrillantFeuerregen, in einer Höhe von mehr Denn 80 Fuss ausstrahlend; in solcher Vollendung noch niemals dargestellt. Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Heute sowie täglich: Auftreten der Hamburger Gaudebrüder Ronzert und Roupletsänger. Anfang Wochentags 7/8 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 P Außerdem sind aus dem reichhaltigen Programm noch besonders hervor ubeben: 6 Trakehner Rapphengste in einem neuen Genre in Freiheit dressirt und Bier. Viktoria- Park. 758L Gneisenaustraße 67. Blücherstraße 31. Jeden Sonntag von 4 Uhr ab Grosses Concert 723L Auch dem entgegen zu wirken, ist unsere Aufgabe, indem wir dem geehrten Publikum durch die Veröffentlichung unserer Mitgliederliste Celegen heit geben, bei jedem der hier Verzeichneten auf pünktliche Lieferung aller gewünschten Zeitungen und sonstigen Schriften auftlärenden Inhalts in Einzellieferungen, wie broschirt oder gebunden, sowie besonders der ge jammten Arbeiterliteratur im Bestellungsfalle bestimmt rechnen zu können. Auch ist jeder Einzelne der hier Verzeichneten in der Lage und auch verpflichtet, bei etwaigem Verzuge seiner Kundschaft nach einem entfernten Stadttheil oder einem der nächsten Vororte, den bisher bezogenen Lesestoff ohne Unterbrechung dahin weiter zu liefern eventl. dies durch ein anderes Mitglied unserer Vereinigung zu bewirken; doch wolle man den Umzug rechtzeitig anzeigen. und Spezialitäten- Vorstellung. Entree 15 Pfg. Vorher 10 Pfg. Staffeeküche von 2 Uhr ab geöffnet. Um gutigen Besuch bittet F. Sitzenstock. Alle Bekannte und befreundete Ge noffen die ergebene Mittheilung, daß ich in Moabit, Stephanstr. 22, ein 1282L] V. Weiß- und Bairischbier- Lokal i. B. den betr. Bezugs- Spediteur richten, nicht an dessen Boten. übernommen habe.[ 12932] Schindler. Billig, reell u. gut. Mit der Bitte, unserem Streben die größtmöglichste Unterstützung zu Theil werden zu lassen, zeichnet sich hochachtungsvoll Berlin im September 1891. Der Vorstand. NB. 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Zur Illustration greifen wir einige Thatsachen vielleicht noch schärfer ausgefallen sein. folgendes schildert: Etwas anspruchsvoll ist der Herr Franzose ja, wenn er heraus: Anläßlich des Begräbnisses des verstorbenen Lieutenants Der Klingelbeutel wird schon wieder in Bewegung Vermehren am 16. d. M. wurden die Arbeiter sämmtlicher Be triebe der königl. Artilleriewerkstatt in Spandau genöthigt, bis gefekt, und zwar einmal von einer Anzahl Adeligen und Pastoren" für Herrn Stöcker! In einem beweglichen Aufruf Da erzähle man seit zwanzig Jahren, daß der Deutsche wohl Mittag 1 Uhr durchzuarbeiten und dann für diesen Tag Feier wird um milde Gaben gebeten für den Bau eines großen Saales, Französisch, der Franzose aber nicht Deutsch verstehe. Nun habe abend zu machen, nachdem zuvor jeder einzelne Arbeiter auf„ Anin welchem Stöcker als Leiter der Berliner Stadtmission das Herr Berry vierzehn Tage lang mit einer Auslese von Geist- regung" des" Arbeiter- Ausschusses" um 5 Pf. erleichtert worden Evangelium verkünden" soll. Na ja, daran hat es ja gerade lichen, Beamten und Angestellten verkehrt, die sämmtlich der war, was die Summe von 73 M. 60 Pf. ergab, wofür zwei noch gefehlt! Bielleicht ist noch irgendwo in Berlin ein un größten Höflichkeit sich befleißigten, aber alle hätten nur Deutsch Kränze und Palmenzweige gekauft wurden. Außerdem wurde bebauter„ Erholungsplatz" zu entdecken, der in einen„ Erbauungs- gesprochen. Er wäre rathlos gewesen ohne den Beistand des durch Anschlag in den Arbeitsräumen der königl. Artillerie- Werkplay" umgewandelt werden könnte! Der Spaß kostet nur die Herrn Chappedelaine, Kanzler des französischen Konsulats in statt dem Wunsche Ausdruck und Verbreitung gegeben, daß sich sämmtliche Arbeiter an dem Begräbnisse betheiligten resp. Spalier Kleinigkeit von 200 000 m. 100 000 m. sind schon glücklich Berlin, der ihm als Dolmetsch diente. Die Bossische Zeitung" bemerkt dazu ganz richtig: Weiter bildeten. Glaubt Herr Eugen Richter, daß die Arbeiter den unter Dach und Fach, nun fehlen blos" noch 100 000 m., die Weiter: In der Eisengießerei auf dem vorgedachten Wege aufgebracht werden sollen. Nun, kann die Naivetät kaum gehen. Während man voraussehen sollte, halben Tag bezahlt bekommen? aufgebracht wird ja schließlich Mancher werden, nicht nur über daß eine französische Kommission, welche deutsche Einrichtungen von Gehrs u. Ko. ist am Sedantage gefeiert worden, ebenso die ewige Stöckerei, sondern auch über die ewigen Lotterieprojekte, studiren will, auch Mitglieder mit sich führt, die der fremden wurde den Arbeitern, natürlich ohne Entschädigung am 14. d. M. von denen schon wieder ein neues in Sicht ist. Es soll nämlich Sprache mächtig sind, ist der Herr Stadtrath aus Paris höchlichst die Fabrik gesperrt. Warum? Weil die Tochter des Herrn das Projekt der Veranstaltung zur Verbesserung der Aussichten erstaunt, daß die Vorstände der Berliner Arbeiterkolonie ihm nicht Fabrikanten Hochzeit machte! Wie nennen Sie das, Herr Eugen des Kaiserschlosses in Erwägung stehen. Der Kaiser soll nämlich in seiner Muttersprache die Dinge erläutern fönnen. Andererseits muß zugegeben werden, daß die Deutschen und wünschen, auch auf der Seite des Schloßplates das Schloß, die Berliner mit ihrem Schulwesen anderen Nationen gegenüber ähnlich wie im Lustgarten, von gärtnerischen Anlagen umgeben zu sehen. Das kann aber im Juteresse des öffentlichen Verkehrs nur geschehen durch Niederlegung der gegenüberstehenden Häuſer: front. Nun, wir müssen gestehen, wir wünschten auch gern beffere Aussichten! Allerlei Personen" sollen bereits am Werke sein, um das Lotterieprojekt zur Ausführung zu bringen. Möchten sich doch auch allerlei Personen" finden, welche dem hungernden Wolke Brot schaffen. gern gewaltig dicke thun, obwohl nach einem jahrzehntelangen Das ist auch wohl der Grundgedante des von Mr. Berry Stillstand auf diesem Gebiete fast gar fein Grund mehr vorliegt. erhobenen Vorwurfs. % Zur Hunger Chronik liegen folgende zwei Fälle vor: Bor Hunger fiel am Freitag Abend gegen 7 Uhr vor dem Hause Alte Schützenstr. 2 wieder ein Mann um. Vorbeikommende Arbeiter richteten ihn auf, holten aus den benachbarten Läden Das beste Geschäft. Während man überall Klagen über Brot und Wurst und händigten ihm noch baares Geld ein. den schlechten Geschäftsgang hört, steht ein Geschäftszweig in Während der Unglückliche die ihm gereichten Speisen in ſichtheutiger Zeit in hoher Blüthe, nämlich das Pfandleihgeschäft. lichem Heißhunger verschlang, diskutirte der anständig" gekleidete Nicht nur in den töniglichen Leihämtern, sondern auch in den Theil des Publikums die Frage, ob der Kerl besoffen sei oder privaten Pfandleihen herrscht ein überaus flotter Geschäftsgang. nur ein schlaues Manöver ausgeführt habe". Ein hinzukommender Nach sicheren, bei verschiedenen Inhabern von Pfandleihen ein- Polizist entschied die Streitfrage, indem er den Menschen aufgezogenen Erfundigungen erreicht die Zahl der in den ersten sagte und auf eine dieses Verfahren kritisirende Bemerkung aus acht Monaten d. J. verpfändeten Gegenstände beinahe diejenige dem Publikum antwortete:" Die Sorte fennen wir schon, das des vollen Vorjahres, die Zahl der nicht eingelösten Sachen da- fällt bald' mal um. Nachher lassen sie sich einen Groschen in die gegen ist eine bedeutend höhere. Bei den Auktionen verfallener Hand drücken und laufen weiter." Pfandstücke herrscht eine so geringe Kauflust, daß die Sachen oft Am Mittwoch Abend brach vor dem Hause Reichenbergernoch unter dem Tagwerthe losgeschlagen werden. Daher sind die Pfandleiher in der Annahme von Sachen zur Beleihung sehr straße 42 ein etwa 20 jähriger Mann bewußtlos zusammen, wie wählerisch geworden und weisen Alles unnachsichtig zurück, was sich ergab, nachdem er wieder zum Bewußtsein gebracht worden nicht ganz zweifelsohne" ist. Werthsachen, wie Uhren, Ringe 2c., war, vor Hunger. Eine Arbeiterin verabfolgte ihm ein Paar tommen jest fast gar nicht auf den Markt", weil sie schon längst Stullen, die er gierig verschlang, ebenso zwei aus einer nahen versezt sind und studiren"; Betten, Kleidungsstücke 2c. theilen Milchhalle herbeigeholte Gläser Milch. Auf Befragen gab er das gleiche Schicksal, das Uebrige ist werthlos und doch wird an, Bergolder und schon längere Zeit außer Arbeit zu sein. Alles zum Pfandleiher geschleppt, er soll Geld darauf borgen, Nachdem einige Nickel von mitleidigen Passanten für ihn geum den Hunger stillen zu können. Die Szenen, welche sich all- sammelt worden waren, wankte der Arme seiner nahe belegenen täglich an diesen Orten abspielen, wenn eine arme Frau ihr Wohnung zu. Leytes in die Pfandleihe trägt und um ein paar Nickel feilscht, oder wenn sie unverrichteter Sache und weinenden Auges wieder abziehen muß, bilden eine ergreifende Illustration zu dem herrschenden Nothstande, den allerdings diejenigen, die ihn nicht herrschenden Nothstande, den allerdings diejenigen, die ihn nicht fühlen, nicht anerkennen. Richter? Ueber einen Unglücksfall auf dem Schießplatz in Jüter bogt wird Folgendes gemeldet: Das in Spandau garnisonirende und auch am Donnerstag Vormittag war dies der Fall. Alls ver Garde- Artillerie- Regiment übt auf dem Jüterbogter Schießplay, Büchsenmacher Schmidt eine Kartätsche, die versagt hatte, aus dem Schnellfeuergeschütz herausholen wollte, explodirte diefelbe. Die Wirkung der Explosion war eine um so entseßlichere, als Offiziere und Mannschaften ahnungslos vor dem Geschütz standen, nicht ein Einziger der Bedienungsmannschaft verDie Verlustliste mochte sich durch einen Seitensprung zu retten. ist folgende: 1. Major v. Eckartsberg( Untertiefer zerschmettert, Schuß durch die Schulter, sowie Rontusion der Brust durch Sprenggeschoß, schwer verwundet). 2. Hauptmann und Kompagniechef Eck( Schuß in den Hals, Zustand nicht gefährlich). 3. Büchsenmacher Schmidt( linke Hand abgerissen, rechte schwer verwundet). 4. Unteroffizier Treeß von der 2. Kompagnie( Schuß in den linken Arm und Brust). 5. Obergefreiter Roggendorf von der 3. Kompagnie( Arm und Kopf verlegt). 6. Kanonier Hambach von der 4. Kompagnie( Leib durch ein Sprengstück aufgerissen). Dieser letztere Verwundete liegt hoffnungslos darnieder; außerdem wurden noch 6 Unteroffiziere und Kanoniere durch das Sprenggeschoß verlegt; es sind dies jedoch nur Streifschüsse, so daß die Verwundeten nach Anlegung eines Verbandes selbst ins Krankenhaus gehen konnten. Der Loosehändler Wedel, gegen den, wie seiner Zeit ge Aus den Ferienkolonien. Ein Leser unseres Blattes meldet wurde, bei der hiesigen Kriminalpolizei zahlreiche Strafmacht uns, angeregt durch unsere dieser Tage aus Wilhelmshaven anzeigen eingelaufen waren, weil er die Gewinne seiner Kunden gebrachte Notiz, Mittheilung über eine ähnliche Strafe, welche unterschlagen hat, ist gestern aus der Maison de Santé, in der er während seiner Dienstzeit als Matrose bei der faiserlichen er von einem angeblichen Nervenübel Heilung suchte, als geheilt Marine in den Jahren 1885-1887 tennen zu lernen Gelegenheit entlassen worden. Unmittelbar auf die Entlassung Wedel's aus Die Berliner Arbeiterkolonie hat das nöthige Zeugniß, batte, nämlich über das Hängen", welches speziell bei der Schiffs- der Heilanstalt erfolgte seine Verhaftung durch Kriminalbeamte. jungen- Abtheilung eingeführt ist. Hatte ein Junge sich ein„ grobes" das ihr von Rechts wegen zukommt, nun auch ausgestellt erhalten. Bergehen zu Schulden kommen lassen, so wurde er, da die Ueber den Mordversuch gegen den Dr. Georg Prager Vor einiger Zeit haben mehrere Mitglieder des Pariser Gemeinde- Schiffsjungen im ersten und zweiten Dienstjahre keine Arrest erfahren wir noch Folgendes: Die verhaftete Frau P. bestreitet rathes die deutschen Arbeiterkolonien besucht, die zur Verminderung strafe erhalten, je nach Art des Vergehens zu ein- resp. mehr- beharrlich, Kenntniß von dem gegen ihren Gatten gerichteten des Vagabundenthums begründet worden sind. Einer der Pariser stündigem Hängen" verurtheilt. Seine Hände wurden über Mordanschlag gehabt zu haben, wiewohl die That ohne die Mit Herren, Georges Berry, hat nun darüber Bericht erstattet, und Kreuz zusammengebunden, um dieselben wurde sodann ein Tau hilfe derselben faum denkbar ist. Besonders verdächtig ist der der Figaro" kann hieraus bereits einige Mittheilungen geben geschlungen und der arme Junge dann am Maste so hoch gezogen, Umstand, daß Frau Prager sich um den Knall des Schusses gar über den Eindruck, den die Herren im Allgemeinen, wie besonders daß er mit den Fußspizzen kaum das Deck berührte. In dieser nicht gekümmert hat, auch aus ihrer Stube gar nicht herausin Berlin empfangen haben. Dieser Eindruck läßt sich dem ge- qualvollen Lage mußte er dann die vorgeschriebene Zeit aus- gekommen ist, obwohl sie den Knall und die Hilferufe ihres nannten Blatte zufolge kurz dahin zusammen faffen: Beaucoup halten. Während derselben hörte man sodann nichts als Stöhnen Gatten gehört haben muß. Der des Mordversuchs beschuldigte à apprendre et peu à prendre", ein Wortspiel, das sich und Wimmern und waren die Arme, wie leicht erklärlich, nach Bruder der Frau P., der frühere Buchhalter und jezige Kommis deutsch annähernd dahin wiedergeben läßt:" Biel mitnehmen, dem Losbinden total verschwollen und ausgerenft. Wir Schweizer, der sich und seine Mutter ernährte, hing mit großer doch nichts entlehnen." Besonders befremdet hat die Herren die marschiren bekanntlich nach Behauptung gewisser Leute- an Beschränkung der persönlichen Freiheit, welcher der Spitze der Zivilisation! die Kolonisten sich unterwerfen müssen, ein Zwang, den nach Meinung des Herrn Berry kein Franzose ertragen würde. Herrn Eugen Richter ins Stammbuch. Wie man seitens Dieser Vorwurf ist noch sehr milde. Hätten die französischen der Arbeitgeber rücksichtslos„ Kontraktbrüche" begeht, dafür legen Herren nur Gelegenheit gehabt, etwas tiefer in die Einrichtungen eine Reihe von Zuschriften aus unserem Lesertreise beredtes Sonntagsplauderei. das heilige Eigenthum zu entreißen drohen es ist kein Wunder, wenn dem armen Einsiedler eine große Genug Bei so schnöder R. C. Fuchs, du haft die Gans gestohlen, gieb sie thuung in nahe Aussicht gestellt wird. wieder her" so heißt es in einem alten Kinderliede, und Behandlung hat er sie wirklich verdient, und wenn er sie ebenso beweglich ertönt die Klage in den Spalten des hat, wünschen wir ihm von Herzen, daß sie ihm leicht werde. Reichs- Anzeigers", wo Seine Durchlaucht den durch Ueber das allgemeine Ehrenzeichen dürfte er allerdings beUlrich ist der Name des Ver- reits verfügen. gebrannten Arbeitsmann Liebe an der Schwester, die ihm auch sehr zugethan war; Sch. ist ein sehr ruhiger Mensch, hat aber in letzter Zeit Spuren von starter feelischer Aufregung im Geschäft sowohl wie auch zu Freunden gezeigt; thatsächlich festgestellt ist es durch die Aussage des Dienstmädchens der Frau Schweizer, daß der junge Mann in der vorigen Woche schon nach Hamburg gefahren ist und es schwärzlichen Herren, welche in jenen Gegenden der christlichgermanischen Zivilisation unterzogen werden sollen, be= greifen diese Segnungen absichtlich nicht und sträuben sich nach Kräften gegen dieselben. Die christliche OhrfeigenTheorie scheint in jenen ungebildeten Gegenden, die erst noch dem ostelbischen Fusel erschlossen werden sollen, nicht denjenigen Anklang zu finden, auf den man nach den langzu Bemühungen eigentlich hoffen dürfen ruchten sucht, weil er mit ihm ein, nein zwei Hühnchen Zu einem fröhlichen Braten gehört auch ein vergnüg jährigen Bemühungen Selbst die dort eingeführten Mausergewehre zu pflücken hat. Die Welt wird schlimmer mit jedem jungen licher Trunk. Aber wo sind die Zeiten hin, wo der Becher glaubte. Lage, nichts ist feststehend wie der Wechsel und nur der im frohen Zecherkreise rund ging, wo man, unbekümmert werden dazu benutzt, um die Träger der Zivilisation Braten erfüllt seinen Zweck voll und ganz, der nicht in um die Folgen, dem jungen Morgen entgegen trant und in das von ihnen so sehr gepriesene Jenseits zu bes eine unrechte Kehle geräth. höchstens sich und seiner Kasse Rechenschaft schuldig war? fördern. Selbstredend wird der Nationalstolz durch derartige Wie fann man aber auch einen Fürsten, der kaum so mit endlosen Paragraphen lauert das neue Trunksuchts- Vorkommnisse ganz bedeutend angefeuert, und die nächste viel hat, daß er seine Blöße nothdürftig decken kann, um gesetz auf den Trinker, und außer der Gardinenpredigt Expedition wird so opulent ausgestattet werden, daß die drei fette Braten prellen! Der gute Heinrich, der sanfte hat er das Einschreiten der Staatsgewalt zu fürchten. Schwarzen bei ihrem bloßen Anblick vor Furcht erblassen. König von Frankreich, wollte, daß jeder Unterthan an jedem Der deutsche Durst ist zur schattenhaften Legende Im Uebrigen ist das Geschrei nach Revanche so landläufig Sonntag sein Huhn im Topf haben sollte, und bei uns, im geworden, Zuckerwasser ohne Zucker muß der Leib- geworden, daß es nicht genirt, selbst wenn es aus den entgeeinten Deutschen Reich geht der Unverstand der Massen und Magentrant desjenigen werden, der frei und ohne in ferntesten Gegenden Ostafrikas ertönt. Unter allen Umsogar schon soweit, daß man den ersten Würdenträgern die Schlingen der Gesetzgebung zu fallen durch dieses irdische ständen müssen wir Absatzgebiete für den nationalen Schnaps, und solchen, die es waren, das wohlverdiente Geflügel roher Jammerthal wallen will. Wer auf einem Rausch ertappt den wir selbst übrig laffen, erwerben, denn ohne diese hätte Weise aus den Zähnen reißt. Und dabei hat man die wird, verliert die bürgerlichen Ehrenrechte und wird unter kein Mensch Nutzen von den erotischen Besitzungen. Prügelstrafe dem Namen nach abgeschafft, alle Staats- das Ruratel seiner Schwiegermutter gestellt. Hausschlüssel Wir können selbst zu der Sache weiter nichts thun, als anwälte legen angesichts solcher Missethaten die Hände dürfen nur noch solchen Staatsbürgern ausgeliefert werden, uns mit unserem abgeleugneten Nothstand beschäftigen. Die müßig in den Schooß, und in sicherer Ferne, weitab vom welche fest und unbeugsam entschlossen sind, die nationale hohen Herren glauben nicht daran, und die gewöhnlichen Schuß und vom durchlauchtigsten Zorn, freut sich der Ver- Selterwasserproduktion nach Kräften zu unterstüßen. Die Sterblichen haben sich mit diesem Unglauben zu bescheiden. brecher, indem er abwechselnd die Gans und dann die Kaltwasser- Heilanstalten werden blühen und die Inhaber Das Schweine- Einfuhrverbot hat man aufgehoben, aber leider Hühner liebkosend streichelt. Schließlich wird es bei uns rother Nasen werden als abschreckende Seltenheit gezeigt hat man vergessen anzugeben, woher die Mittel zu nehmen noch soweit kommen, daß sich die Geflügeldiebe dasselbe Recht werden. Unter einem halben Liter Schnaps darf man sich sind, um sich in den Besitz der importirten Delikatesse zu setzen. herausnehmen, wie die Raubmörder, denn bisher hatten nur nicht aneignen aber der Rausch ist verboten. Die einzig Aber das sind so nebensächliche Dinge, daß sich eine hohe diese das Recht, von Strafe und Kosten frei auszugehen. glückliche Neuerung bei dem Gesetz ist, daß der Gastwirth Regierung das Haupt damit nicht zu beschweren hat. Sind Wir bedürfen eines starten Armes, der die einreißende dafür sorgen muß, daß der Zecher seinen Rausch sofort aus wir mit dem Caprivibrot beglückt, welches zwar in aller Buchtlosigkeit zügelt, und wenn der Altreichskanzler schon schläft, und das Ende vom Liede wird sein, daß man Leute Munde ist, aber doch nicht gegessen wird, so wird den langweiligen Weg des Zivilprozesses beschreiten muß, frisch gestärkt sich gleich wieder zu einem neuen läng- sich auch schon der nöthige Phantasieschinken dazu finden, um zu dem Seinigen zu kommen, dann kann es nicht fehlen, lichen Schoppen ermannen kann. Vielleicht war das über- und wer sich dann noch keinen Schmerbauch wachsen läßt, daß alle Lafter frei schalten und eine regellose Anarchie haupt die geheime Absicht des Gesetzgebers, der entschieden dem können auch die wohlwollendsten Geseze nicht helfen. einreißt. kein Freund von kurzen Sizungen sein kann. In dieser Luftklöße, Windbouletten und Sonnensuppe giebt es in In den Spezialitätentheatern ertönt jetzt überall das Beziehung dürfte er auf die ungetheilte Sympathie aller Hülle und Fülle- aber trotzdem brechen die Leute auf angstvolle Wehgefchrei:„ Alma, Alma, ach wo mag das Derjenigen rechnen können, denen die Trennungsstunde der Straße vor Hunger zusammen, wahrscheinlich weil sie Mädchen sein" und aus Varzin erklingt der Widerhall: immer zu früh schlägt. So wird das neue Gesetz einen aus Opposition gegen die bestehende Staats- und Gesellschaffen und alle Liebhaber behaglicher schaftsordnung von diesen Kostbarkeiten nichts genießen Ulrich, Ulrich, wo steckt der Kerl denn nur"; aber Jdealzustand schaffen und überall derselbe Erfolg, das Mädchen hat sich auf Flügeln Sigungen werden dem Entwurf ihren hoheitsvollen Segen wollen. Müßte man mit dem Stadtverordneten Meyer nicht die Hände zum Himmel erheben, damit er Pech und der Liebe davon gemacht und Ulrich ist auf Flügeln ertheilen. der Gänse und Hühner über alle Berge geflogen. Und das Unterdessen aber scheint sich die preußische Taktik, trotz Schwefel auf das verkommene Geschlecht hernieder regnen bei redet man noch von Dankbarkeit gegen den größten aller der zu allseitiger Befriedigung ausgefallenen Manöver, in ließe?!-Staatsmänner, er, der von Dieben umgeben ist, die ihm Ost- Afrika teiner allzugroßen Beliebtheit zu erfreuen. Die " 20 21. Sep Herrn S Pr Sonnta ftraße 1 willkom 營業 am Mo Ressour über: Brüffel btene Annona Bi am Mo ftraße e liche Ge Fr Montag Straße a 8 Uhr find an die Mutter des jungen Mannes mehrere Briefe von dort| Generalversammlung und die ganze Gründung des Spediteurvereins| braucht nicht zur Ausgabe von Prioritäten zu greifen, das ist febem mit der Handschrift ihres Sohnes angelangt, Man nimmt nun besprochen und darin u. A. gesagt: Wenn es sich bestätigen Börsianer sofort flar. Von der Vertheidigung werden noch an, daß Sch. die Reise nach dort nur zum Schein angetreten hat, sollte, daß eins der ersten hiesigen Bankhäuser unter Assistenz Direktor Maerter, Bankier Rosenbaum und Bankier um dann heimlich nach hier zurückzukehren und die schon längst einer kleineren Firma, man nennt uns die Firma Abel u. Komp. Schreib vorgeführt, um zu beweisen, daß der Angeklagte sich geplante That gegen den ihm verhaßten Schwager zur Ausfüh- für die Durchführung der Operation gewonnen fei, so bemüht habe, für die Unterbringung der Prioritäten ein neues rung bringen zu können. Die von dem Portier in dem Hause müssen wir den Muth der Genannten bewundern, mit Konsortium zu bilden. Die Zeugen können Bestimmtes darüber Großbeerenstr. 75 nach 1 Uhr Nachts hineingelassene Person scheint welchem sie ihre Kräfte und ihr Renommee einem fo ge- nicht sagen, der Redakteur Dr. Heckscher hat aus der General Schweißer nicht gewesen zu sein, da dieser durch auffallend hohe brandmarkten Unternehmen opfern, dessen Vorgeschichte mit versammlung vom 20. Februar den Eindruck behalten, daß der Schultern leicht erkenntlich ist und der Hausflur auch erleuchtet blutigen Lettern in der Gründungsperiode der siebziger Jahre Angeklagte eigene Interessen in seiner Eigenschaft als Attionär war, so daß der Portier den Schweißer genau erkannt hätte, verzeichnet steht. Wir werden bei nächster Gelegenheit auf diesem vertrat.- Der Vertheidiger verzichtet einstweilen auf weitere wenn es dieser gewesen wäre. Vielmehr glaubt man, daß Gebiete einige Ausgrabungen anstellen und sind des Erstaunens Beweisaufnahme über diesen Punkt, behält sich aber event. weiteren Schweizer, nachdem er den Mordversuch gegen den Schwager unserer Leser über die zu erwartenden prähistorischen Funde Beweis dafür vor, daß die verschiedenartigen Ansichten, welche der ausgeführt und aus dem Hause entkommen, die Nacht benutzt sicher." Die Aktien der Gesellschaft standen damals 109,75 G. Angeklagte in seinen Artikeln vertreten, sich mit den damaligen hat, um sich aus Berlin zu entfernen und nach Hamburg Der Angeklagte aber stellte die Gesellschaft überhaupt als lebens- hin und her schwankenden Stimmungen und den Thatsachen zurückzureisen, fich auf diese Weise den Alibibeweis schaffend. unfähig hin, nachdem er in mehreren früheren Nummern feines deckten.- Um eine Grundlage dafür zu gewinnen, wie viele Beide Gatten lebten bis vor etwa drei Jahren in gutem Ein- Blattes, wie er sagt auf Grund von Mittheilungen des Direttors Attien der Angeklagte zu der fraglichen Beit beseffen und wie vernehmen miteinander, ob alle Schuld auf Frau P. zu wälzen Wieland, die Aktien sehr lebhaft empfohlen, namentlich mit hoch sich damals feine Rursverluste bezifferten, beauftragt ber ift, bleibt abzuwarten. Sicher ist, daß die Frau, seitdem Dr. P. Rücksicht auf den sehr günstigen Ankauf des Grundstücks Blücher Gerichtshof den Bücherrevisor Töpfer, sich in das Geschäftsvor etwa 1/2 Jahren eine mehrere Monate währende Reife an- play 1-2 und die bisher günstige stabile Dividende. Nach lokal des Angeklagten zu begeben und die Bücher einzusehen. Der zweite zur Anklage stehende Fall betrifft die Brauerei getreten, ihren Gatten betrog und fast allabendlich Herrenbesuche der Generalversammlung machte der Angeklagte den Versuch, empfing, und auch jetzt noch während des Ehescheidungsprozesses eine außerordentliche Generalversammlung einzuberufen, um die Gesellschaft Tivoli. Auch hier wird eine große Reihe ein ausschweifendes Leben führte. Als Motiv zu dem Verbrechen Beschlüsse der Generalversammlung umzustoßen, er hatte aber von Artiteln aus der Allg. Börsenstg." verlesen. Ein Theil wird angenommen, daß Frau P. durch ihren Bruder den Mord- damit keinen Erfolg. In der Nummer vom 20. März gab der davon sind sogenannte Waschzettel. Die Artifel beginnen mit versuch deswegen jetzt ausführen ließ, weil der Termin der Ehe- Angeklagte die Angriffe gegen den Spediteurverein auf, er Lobeserhebungen über den Bodbier- Ausschant der Tivolibrauerei, scheidung selbst bevorstand; wenn P. jekt starb, war sie noch erb- empfahl den Ankauf der zur Emission gelangenden Prioritäts- welche ihren feit Jahren begründeten Ruf abermals glänzend berechtigt, und konnte an dem Vermögen ihres Mannes parti- attien und den Aktionären einen Ankauf der alten Attien. In bewährt habe, dann folgen mehrere günstige Berichte. zipiren, während sie späterhin jedenfalls leer ausgegangen wäre. der Nummer vom 30. März wurde der Grundstückskauf sehr Ende des Jahres 1889 begannen, aber plößlich sehr heftige Ans Ueber den des Mordversuches, begangen an seiner Frau, günstig beurtheilt, die Gesellschaft selbst gelobt und auf den in griffe gegen die Brauerei unter dem Titel„ Die Geheimnisse der derselben Nummer veröffentlichten Prospekt hingewiesen. Am Brauereigesellschaft Tivoli", und es werden allerlei„ dunkle verdächtigen Heirathsvermittler Karl Gombert gehen uns noch 3. April 1889, dem Tage nach dem Subscriptionstage, erwähnt Buukte" in der Verwaltung hervorgezogen und den Aktienbefizern folgende, das Treiben dieses Herrn erläuternde Mittheilungen zu. Die Beitung die zunehmende Prosperität der Gesellschaft, der schleunige Verkauf der Attien angerathen. Die Angriffe G., der schon seit Jahren der Staatsanwaltschaft unendlich oft und dann folgen in gewissen Zwischenräumen noch einige richteten sich gegen die Person des Direktors Scheffel, gegen die denunzirt wurde, soll in letzter Zeit mit fingirten" Adressen anerkennende, aber auch tadelnde Artikel über die Gesellschaft. Die Gesellschaft und gegen einzelne Aufsichtsraths- Mitglieder. In gearbeitet und dadurch die Abonnenten der" famosen Heiraths- Anklagebehörde glaubt den Nachweis führen zu können, daß der einem besonderen Artikel wurde der„ dunkle Punkt elektrisch bezeitung" geschädigt haben. Das Abonnement auf das Blättchen Angeklagte seine Haltung dem Spediteurverein gegenüber nach leuchtet" und die intimſten Borgänge aus der Verwaltung der dafür wurde der oder die Betreffende in der Heirathsliste als den Aussichten auf Erlangung persönlicher Vortheile eingerichtet Tivoli Brauerei" hervorgeframt. hervorgeframt. Es wurde behauptet, Heirathskandidat aufgeführt betrug pro Zyklus von 6 Monaten habe, welche er mit seinen angreifenden Artikeln überhaupt nur daß der Direktor Scheffel bei Bestellungen von Pech, Gerste, nicht weniger als 65 M., die der Hineingefallene baar vorher an bezweckt habe. Die Auflage behauptet, daß der Angeklagte An- Malz und Hopfen Provision bezogen habe, daß die Bewerthung Gombert zu entrichten hatte. Hierin ist allerdings nichts Straffangs März 1889 auf der Börse mit dem Vorsigenden des Auf- der Bierbestände in den Bilanzen stets zu hoch bemessen werde, bares zu finden, denn uni überhaupt Heirathslisten, d. h. Listen, aufsichtsraths, Bankier Abel, zusammengetroffen sei und ihm gesagt daß schon Jahre lang zu hohe Dividenden herausgerechnet worden welchen die zu verheirathenden Personen standen, zu errichten, mußte habe, daß er mit seinen Angriffen aufhören wolle, wenn er feien 2c. 2c. und es wurde das Erstaunen darüber ausgesprochen, das Material folcher Herren und Damen, die sich auf diesem Wege Deckung für die ihm entstandenen Kosten erhalte. Angeblich soll daß der Aufsichtsrath noch immer feines Amtes walte. Die Anzu verheirathen wünschten, überhaupt gefunden werden. Dies er 5000 m. gefordert und 2500 M. erhalten haben. Nachdem er lage behauptet, daß Direktor Scheffel durch die Vermittelung war sehr schwer, Gombert aber wußte sich zu helfen; er fingirte" diese Summe eingeheimst, soll der Angeklagte in feinen Anschauungen des Bankiers Treuherz eine Zusammenkunft mit dem Angeklagten die Namen reicher heirathsfähiger Herren und Damen und wenn über die Bonität der Gesellschaft plötzlich geschwenkt haben und gehabt und ihm eine Reihe von Papieren zur Widerlegung überfeine Abonnenten, die stets für einen zweiten Abonnementszyklus die Anklagebehörde nimmt, wie gesagt, an, daß derselbe die geben habe. Der Angeklagte habe sich dieselben aber kaum angedankt, an diese Heirathskandidaten schrieben, kamen die Briefe heftigen Artikel lediglich zum Zwecke einer Pression geschrieben gefehen und Scheffel habe am nächsten Tage weitere Papiere als unbestellbar zurück. Provision nahm übrigens G. für Heiraths- habe. Der Angeklagte erklärt diese Annahme für eine durchaus dem Angeklagten auf seinen Wunsch zugestellt, gleichvermittelungen prinzipiell nicht, aber das Geschäft ging so wie unzutreffende. Er behauptet, daß er seine Artikel genau nach zeitig aber auch die Summe von 1200 M. beigepackt. so glänzend und es steht fest, daß der Mann ein großes Vermögen seiner besten Kenntniß der Thatsachen geschrieben und lediglich Der Angeklagte bestreitet diese lettere Behauptung und will die in Sicherheit gebracht hat und daß die Forderung der Frau G. das Wohl der Aktionäre im Auge gehabt habe. Nachdem er in 1200 Mt. nicht erhalten haben. Das thatsächliche Material zu um Geld bei der gestrigen Schießaffäre sicher nur" Vorwand" ge- seiner Zeitung die günstigen Artikel veröffentlicht, habe er er den Angriffen rühre von dem Zeugen Hanschmann her, die Anwesen ist und daß diesem Mordversuche wenn er wirklich einer fahren, daß die Direktoren und einige Aufsichtsräthe Auftäufe in griffe gegen den Aufsichtsrath habe er auf Ansuchen des verandere Motive zu Grunde liegen. Oben angedeuteter den Attien gemacht haben, um die Kurse in die Höhe zu treiben; storbenen Stadtv. Moses geschrieben, welcher ihm erklärt habe, Schwindeleien wegen ist dem G. von dem Bezirksausschuß der dann kam die Generalversammlung, deren Beschlüsse die Aktien daß er als Aufsichtsraths- Mitglied und großer Aktienbesizer die Gewerbebetrieb als Heirathsvermittler entzogen iorden. rapide herunter gehen ließen. Auf der Börse habe sich alsdann der Wirthschaft im Direktorium nicht mehr mit ansehen könne. Moses Polizeibericht. Am 17. d3. Mts. Vormittags war in der Bankier Abel ihm vorstellen lassen und über die Verhältnisse habe alle Fahnenabzüge zu diesen Artikeln durchgesehen und ihm Nähmaschinenfabrik von Frister u. Noßmann, Staligerstr. 134/135, der Gesellschaft mit ihm gesprochen. Abel habe unter Anderem für Verfassung der legteren ein Honorar von 1200 m. gezahlt. auch anerkannt, daß er, der Angeklagte, bei seinem eigenen Uebrigens hätten verschiedene Aufsichtsraths- Mitglieder ihm her Arbeiter Müller damit beschäftigt, mittelst eines Fahrstuhle Aktienbeiß viele Verluste gehabt habe und ihn ersucht, mit ihm wiederholt Geld angeboten, welches er aber ſtets zurückgewiesen Nähmaschinengestelle aus dem ersten Stockwerk nach dem Keller zu schaffen. Hierbei trat er, ohne wahrzunehmen, daß der Fahr- am 7. März, Abends, bei Dressel zusammenzutreffen, um vielleicht habe. Direktor Scheffel bleibt dabei, daß er dem Angeilli che med stuhl inzwischen höher gegangen war, in den offenen Schacht und einen Weg zu finden, die Berlufte auszugleichen. Er bestreitet, flagten 1200 M. zugeschickt habe. ftürzte etwa 7 Meter tief hinab. Er erlitt hierdurch so bedeutende daß er bei dieser Gelegenheit 5000 M. gefordert habe. Er habe Direktor Finke, welcher bei einer Gelegenheit auch ein innere Verlegungen, daß er nach dem Krankenhause Bethanien durch Notizen nur ausgerechnet, daß er allein einen Kursverlust mal mit dem Angeklagten Rücksprache über Tivoli genommen, gebracht werden mußte, wo er am Abend verstarb. von 5400 M. gehabt habe. Dieser Schaden sei für ihn ein bekundet, daß er den Eindruck gewonnen hatte, daß es dem AnIn der Nacht zum 18. d. M. wurde der Dr. jur. Prager in seiner Woh effektiver, da er lediglich durch die falschen Darstellungen des geklagten nur auf Schweigegelder angekommen fet. Der Zeuge nung, Hallesches Ufer 27, durch einen Schuß ins Genick verwundet. Direktors Wieland veranlaßt worden sei, die Aktien anzukaufen. Hanschmann, früher Buchhalter auf Tivoli", bestätigt dem So weit ermittelt, scheint der Bruder seiner Ehefrau( welche mit Bei dieser Sachlage habe er entschieden das Recht gehabt, Ersatz Angeklagten, daß er( 3euge) auf Veranlassung des Direktors Prager in Chefcheidung steht), ein Kaufmann Schweizer, den für seinen Verlust zu beanspruchen, und in diesem Sinne habe Heinz eine Anzahl der hier in Frage kommenden Artikel geSchuß auf ihn abgefeuert zu haben. Schweizer ist seitdem flüchtig. er auch nur die ihm später von Abel durch den Kaffenverein zu schrieben und dafür von dem Angeklagten ein Honorar von Am 18. 6. M. Mittags schoß der Heirathsvermittler Gombert gestellten 2500 M. angenommen. Sein dann in seinem Blatte 600 m. erhalten habe. In dem dritten Auflagepunkt handelt es sich um Artikel gegen in seinem Geschäftsraum, Friedrichstraße 240, mittelst eines Re- ertheilter Rath, sich den Aktien wieder zuzuwenden, erkläre sich volvers auf seine Ehefrau, als diese ihn um Hergabe von Wirth sehr einfach daraus, daß dies der einzige Weg war, aus den die deutsche Genossenschaftsbank Soergel, Parrisius u. Co., deren innere Verhältnisse außerordentlich mißgünstig beurtheilt wur schaftsgeld anging. Der Schuß ging jedoch jehl. Gombert lebt Berluften herauszukommen. mit seiner Ehefrau in Unfrieden. Es wird behauptet, daß diese Artitel so lange ihre Nachmittags wurde auf dem Der Angeklagte muß zugeben, daß in der qu. General den. Boden des Hauses Neanderstr. 28 ein Kaufmann erhängt auf- versammlung nur 5 Stimmen gegen die Beschlüsse derselben ge- aggressive Tendenz bewahrten, bis dem Blatte Inserate der Gegefunden. er behauptet, damals 58 000 M. Aktien besessen zu haben. Er gesagt hatte:„ Nun hören Sie aber auf mit Ihren Schimpfereien!" Im Laufe des Tages und am 19. d. M. Worgens stimmt haben und daß er sich nicht darunter befunden, obgleich sellschaft zugewiesen waren und Direktor Weill dem Angeklagten fanden sechs kleine Feuer statt. erklärt diese auffallende Erscheinung damit, daß er selbst nicht Der Angeklagte bestreitet auch dies und behauptet, daß die Analle Attien anmelde und einen Widerspruch bei der ganzen Sach- nonzen auf dem geschäftsmäßigen Wege durch Annonzen- Institute lage für nutzlos gehalten habe. ihm zugewiesen worden seien. Direktor Weill befundet, daß ift Gerichts- Beitung. Prozeß Merten. erselb Fil genoffe 8 Uhr Fü ftraße a Lep Sonnta Gäste n Kirchba Spi Damen Ar 9 Uhr: deuts ralda ftraße S Trischn bei Ber Schröde Gefo blüth lottenbi lauer- 2 Bran Mor Derein Bi Sonnt Bergni Privat im Rest Gäfte m Restaur willtom Adalber Straße S F. Hoch Koppen Mitglie Tauer 2 Uhr. i neuer Verein Seidelst Ge am Son bon 81. Leh Lessing Don 8 C Strelig Montag Rauchfi Straße Dudeck. Willy Wer Sedwig des F Schüler Prinzer Ber im Ref Der Hauptzeuge zu dem ersten Anklagepunkt ist Bankier nach seiner Kenntniß das Blatt des Angeklagten von ihm May Abel. Derselbe bestätigt, daß er sich dem Angeklagten längere Zeit hindurch Annongen nicht erhalten habe. Seine auf der Börse genähert, weil er ein großes Interesse Gesellschaft sei nicht Abonnentin auf das Blatt gewesen, daran hatte, daß die Angriffe gegen die Gesellschaft sie habe dasselbe aber mehrfach per Kreuzband zugefchickt er Vor der IV. Straftammer hiesigen Landgerichts I begannen aufhörten. Auf die Frage nach dem Grunde der halten und wenn sie nachsahen, haben sich gewöhnlich Angriffe heute( Sonnabend) die Verhandlungen in der Antlagefache gegen Angriffe habe der Angeklagte erklärt, daß die Gesellschaft gegen die Bant vorgefunden. Er glaube wohl, daß er bei Ueberden Redakteur und Zeitungsverleger Merten, dessen Verhaf- faul sei und er selbst schon große Kursverluste erlitten habe, sendung eines Inserats dem Angeklagten habe sagen lassen, er tung f. 3. großes Aufsehen gemacht hatte, da man glaubte, daß Wenn die letzteren ihm ersetzt werden würden, habe er gar kein möge mit seinen Schimpfereien endlich aufhören." Kunden der eine neue Auflage des Prozesses Friedenstein in Aussicht stehe. Interesse, daran, die Angriffe weiter fortzusehen. Die weitere Bank in der Provinz hätten auf die Angriffe des Angeklagten Die Anklage richtet sich gegen den Beitungsverleger und Redakteur Unterhaltung bei Dressel habe dann dahin geführt, daß dem An- aufmertfam gemacht und ihre Vermuthung ausgedrückt, daß es Karl Leopold Franz Merten und lautet auf wiederholte geklagten 2500 m. gezahlt wurden. Der Angeklagte erläutert sich um Revolverartikel handele. Die weitere Beweisaufnahme vollendete und versuchte Erpressung. Der Angeklagte ist diese Thatsache dahin, daß er als Aktionär das Recht gehabt ist ohne Interesse. Bücherrevisor Töpfer hat aus der KonRedakteur und Verleger der zweimal wöchentlich er habe, die übrigen Aktionäre zur Abstellung der Mißstände in der trolle der Bücher die Ueberzeugung gewonnen, daß der Angeklagte scheinenden Allgemeinen Börsen- Zeitung für Privatkapitalisten Verwaltung der Gesellschaft aufzurütteln; da aber die übrigen in der That ein Attienvermögen in der Höhe besessen, wie er und Rentiers und wird beschuldigt, diese Zeitung vollständig indolent geblieben, habe er die Lust ver- angegeben. Nach den von dem Sachverständigen aufgestellten zu unfauteren Zwecken benutzt zu haben. Die Anklagebehörde loren, für die übrigen die Kastanien aus dem Feuer zu Berechnungen hätte der Angeklagte an dem Tage, als er mit dem behauptet von ihm, daß er mehrere hier domizilirte Aktiengesell- holen und habe davon Abstand genommen, nachdem ihm Bantier Abel über seine Verluste in Höhe von 5000 m. ge schaften in seinem Blatte in der gehässigsten Weise angegriffen, Ersatz für seinen Verlust geworden. Zeuge Abel hält sprochen, thatsächlich feinen Verlust, sondern noch einen fleinen dann aber, nachdem er von den betheiligten Personen zur Ver- es für sehr möglich, daß der Angeklagte wirklich Attien besessen Gewinn gehabt. Der Angeklagte bestreitet die Richtigkeit dieser meidung fünftiger ungünstiger Artikel abgefunden worden, plöß habe und bestätigt demselben auch, daß von der Direktion der Berechnung, da in der Gesammtsumme der Attien sich auch solche lich geschwenkt und die kurz vorher noch arg von ihm zerzausten Gesellschaft immer in Aussicht geftelt worden war, daß 72 pct. feiner Kunden befunden haben. Gesellschaften gelobt, bezw. gänzlich aufgehört hat, derartige Dividende gezahlt werden würde. Auf die Frage, ob er denn Damit ist die Beweisaufnahme erledigt. Der Staats ungünstige Nachrichten weiter zu bringen. Nach Ansicht der An- nun geglaubt habe, daß der Angeklagte nur ein ihm zustehendes anwalt hält die Anklage in den Fällen des Spediteur- Vereins tlagebehörde hat er dieses Verfahren nur eingeschlagen, um die Recht geltend machen wollte, oder ob er denselben für einen und der Tivoli- Gesellschaft aufrecht, da es dem Angeklagten Bertreter der betr. Attiengesellschaften zuerst durch das Wüthen Mann gehalten, welcher mit Geld mundtodt zu machen ist, er offenbar nur darauf angekommen sei, durch das Aussprißen feiner Feder in Angst und Schrecken zu versehen und auf diese widert der Zeuge, daß er darüber nichts sagen könne, da die feines Giftes die Leiter der Gesellschaften einzuschüchtern und Weise dieselben zur Spendung von Geldabfindungen geneigter zu Ansichten darüber doch zu individuell seien.- Rechtsanwalt Geld für sich herauszuschlagen. Etwas zweifelhafter erachtet der machen. Es liegen drei Fälle der versuchten und ein Fall der Dr. Friedmann: Hat der Zeuge auch noch anderen Herren Staatsanwalt die Sachlage im dritten Falle, bei welchem er vollendeten Expreffung vor. Die ersteren betreffen den Bantier von der Presse Geld gegeben?- 3euge: In dieser Form nicht. jedoch auch die Bejahung der Schuldfrage empfiehlt. Mit RüdMax Josef Abel bezw. die Aufsichtsraths- und Direktions- Vertheidiger: Hat vielleicht die Gesellschaft andere Befizer ficht auf die Frivolität, welche der Angeflagte gezeigt und in der Mitglieder des Berliner Spediteurvereins, ferner den Direktor von Börsenblättern tonfortialiter betheiligt? 3euge: Nein, Erwägung, daß viele fizineren Rapitalisten im blinden Vertrauen Scheffel und den Direktor Weill bezw. die Direktion der von einer solchen Ronsortialbetheiligung ist mir nichts bekannt, auf die Seellität des Angeklagten dessen Rath befolgt und schwere Genossenschaftsbant von Sorgel, Parrisius u. Co., die versuchte nur von Zuwendung von Prospekten, Annonzen und dergleichen. Nachtheile erlitten haben mögen, beantragt der Staatsanwalt Erpressung richtete sich gegen die Aufsichtsraths- bezw. Direktions- Vors.: Weiß der Zeuge, daß bei Emission von Attien den 5 Jahre Gefängniß und 5 Jahre Ehrverlust. mitglieder der Brauereigesellschaft Tivoli. Der Angeklagte Inhabern von Börsenblättern häufig einfach ein Schlußschein R.-A. Dr. Friedmann bestreitet in längerer juristischer war f. 3. in Haft genommen, dann aber gegen eine Raution von zugestellt wird, auf welchem steht: Sie kauften so und so viel Ausführung, daß die Beweisaufnahme irgendwo hier die Ans 20 000. auf freien Fuß gesezt worden. Attien?"-3euge: Das ist mir bekannt und ganz ufuell. wendbarkeit des Erpressungsparagraphen gestatte. In feinem der Den Vorsitz im Gerichtshofe führt Landgerichts- Nath Voigt, Manchmal wird die Sache auch einfacher gemacht.( Heiterkeit.) Anklagefälle sei auch nur ein Schatten von Beweis erbracht, daß die Anflage vertritt Staatsanwalt Stachow, die Vertheidigung Zeuge Direttor Wieland bestreitet, daß er den Angeklagten der Angeklagte alle seine Artikel nur geschrieben habe in dec führt Rechtsanwalt Dr. Fr. Friedmann. Die Zahl der geladenen vor der Generalversammlung gekannt oder ihm irgend welche falsche Absicht, bdolofer Weise Geld zu erpressen, im Gegentheil haben Be und Entlastungszeugen beträgt 35. Angaben bezüglich der Prosperität der Gesellschaft und der zu er die Ereignisse gezeigt, daß diejenigen Kapitalisten, welche auf seine Aus den Bernehmungen des Angeklagten ist zu ersehen, daß wartenden Dividende gemacht habe. Er habe von der Existenz des Anzapfungen hin ihre Papiere verkauften, dem Angeklagten zu er die früher von Hollander geleitete Zeitung vor vier Jahren Angeklagten erst infolge der Angriffe desselben Kenntniß er- Dant verpflichtet sind, da sie vor großem Schaden bewahrt erworben hat; er bestreitet aber, ein direkter Nachfolger von halten und sei mit dafür eingetreten, daß derselbe durch Geld wurden. Hollander zu fein. Die unter Anklage gestellten Artikel hat er zum„ Schwenken" gebracht werden müsse. Daß demfelben zu- Der Gerichtshof erkannte nach längerer Berathung auf ein zum größten Theile selbst verfaßt, theilweise ist ihm das Material gewiesene Geld sei vom Emissions Konsortium gezahlt worden. Jahr Gefängniß. von britter Seite geliefert worden. Ueber seine Vermögens- Weder der folgende Zeuge, Herr Henry Vallette, noch verhältnisse theilt der Angeklagte mit, daß er aus der Zeitung der Beuge Philipp vermögen etwas darüber zu bekunden, ob einen Jahresverdienst bis zu 60 000 m. gezogen hat. und wie viel Aktien der Angeklagte besessen, Herr Philipp ist Der erste Anklagefall betrifft die Attiengesellschaft Berliner aber der Ansicht, daß der Angeklagte am 23. Februar, als erased joj i spas Spediteurverein". Am 20. Februar 1889 fand eine außer den gehässigen Artikel schrieb, noch gar nicht wissen konnte, daß post com pot. zurückblieb. Bertheidiger " ordentliche Generalversammlung statt wegen Ausgabe neuer bie Dividende weit unter 71/3 put our insetlagte ohne Beiger Die Verhandlung war erst in später Abendstunde zu Ende DHI Versammlungen. Abends DE Attien, welche auch durch Kreirung von 1 080 000 m. Prioritäts- Dr. Friedmann: Das konnte der Weiteres aftien befchloffen wurde. An dieser Generalversammlung nahm aus der Thatsache ersehen, daß die Gesellschaft genöthigt war, auch der Angeklagte Theil, wie er behauptet, auf Grund von in Borzugsaktien auszugeben, um aus den Verlegenheiten, in welche Freie Vereinigung der Baufleute. Jeben Montag, Abends sy thr: seinem Besize befindlichen Aktien im Nominalwerthe von 58 000 m. fie durch leichtsinnige Grundstückskäufe gerathen war, heraus- Vereinszimmer. Dortselbst Ausgabe der Bibliothetbücher. Steinbildhauer- Verein Berlin, Montag, den 21. September, Der Angeklagte hat nun in seiner Zeitung vom 28. Februar die zukommen. Eine Gesellschaft welche 7/2 pet. Dividende geben tann, s uhr: Sigung in Bereinstotal. odina se bom tour today isd Dun 10 Same Gr. Lo ut. St 票 604L Seb Gol. 20 Eu Emp Nähn und B billigft Wertit Mo C. Fehr Solit Gut Engro willkommen. Aufnahme neuer Mitglieder. " Sweiter homöopathischer Verein. Versammlung am Montag, ben| Gäste willkommen.- Bergnügungsklub 21. September, Abends 8 Uhr, bet Wolltag, Chausseestr. 96. Vortrag des 8 Uhr bei Wolff, Brun nenstr. 35a. Mephisto", Montag Abend Dertchens H. aufliegende Verkündigungsbuch einschrieb und welches Herrn Dr. Dahlte. Gäste willkommen. Vergnügungsverein, Edelweiß 2" wir in deutscher Uebersetzung hier folgen lassen: jeben Montag im Restaurant Reichsgarten, Oranienjir. 108. Vergnügungs Privat- Theatergesellschaft und Artisten- Klub Belle- Alliance". Belle- Alliance". Berein, Amicitia" Sonntag, den 20. September, Abends& Uhr, in Becker's Salon, Alte Jatob- straße 118. Damen und Herren willkommen.- Privat- Theatergesellschaft, offeine" Sau im Bette, ein Stier auf den Acker, ein Simpel in der Der Bauer ist ein Tyrann im Hause, ein Bär im Walde, Sigung Sonntags um 3 Uhr im Bereinshaus, Wilhelmine" ftraße 120: Generalfizung. Nach der Sigung Fidelitas und Tanz. Gäste nung", Sonntag, Abends 8 Uhr, bei Strebs, Ohmgaffe 2. Gäste, Damen und Kirche, ein Lästerer der Pfarrer, ein Säufer im Wirthshaus, ein She and Cerren, willkommen.— Privattheater- Geſellſchaft Augusta- Victoria", Unterstübungsbund der Hausdiener Berlins. Große Versammlung Sonntag 3 Uhr im Bittoria- Saal, Perlebergerstr. 13. Gäste willfommen. Esel vor Gericht; der Bauer ist am besten, wenn er weint, am am Montag, den 21. September, Abends 9 Uhr, im großen Saale der Berliner Pollack- Club Eintracht", bei Gustav Schulze, Wienerstr. 68. Gäſte will schlimmsten, wenn er lacht." Ressource, Kommandantenstr. 67. Tagesordnung: 1. Bortrag des Abg. Bebel tommen. Klub Geselligfeit", Gigung Sonntags 6 Uhr bei Schmidt, über: Die Bedeutung der Gewerkschafts- Organisation und die Beschlüsse des Wrangelstr. 141. Geselliger Vergnügungsverein Nord" Sonntag NachBrüffeler Kongresses zu derfelben. Zu dieser Versammlung ist jeder Haus mittag 4 Uhr bei Rade, Müllerstr. 161. Gäste, Herren und Damen, will btener eingeladen. Das Lokal wird nicht vor 8 Uhr geöffnet.( Stehe tommen. Theaters und Pantomimenverein Fibeler Geist bei Krebs, Annonze und Säulenanschlag am Montag.) Ohmgaffe 2. Gelliger Slub amenlos". Jeden Montag nach dem Bimmerleute! Deffentliche Versammlung der Freien Vereinigung" 1. und jeden Montag nach dem 15. bei Abraham, Straßburgerstr. 5. Genossen, am Montag, den 21. September, Abends 8 Uhr, in Figes Rafino, Wilsnacker- auch Damen, als Mitglieder werden aufgenommen. ftraße 63. Tagesordnung: Vortrag des Herrn R. Baginsti über: Die bürger- g liche Gesellschaft und die Stellung der Sozialdemokratie zu derfelben. Freie Vereinigung der Graveure und Eiseleure. Versammlung am Montag, den 21. September, Abends 9 Uhr, im Dresdener Garten, Dresdener sciall Straße 45. Borlesung über: Die Knebelung der Wahrheit.unzale Fachverein der Tischler( Norden). Montag, den 21. September, Abends 8 Uhr, bei Schröder, Müllerstraße 148: Große Versammlung. Im Anschluß erfelben gleichzeitig Bertrauensmänner- Sigung. Filiale Berlin 2 West der deutschen Maler und verw. Berufsgenoffen. Wlitglieder- Versammlung am Montag, den 21. September, abends 8 Uhr, im Restaurant Hämmerle, Bülowstr. 59. Fünfter Wahlkreis. Dienstag, den 22. September, bei Byrtat, GipsStraße 3: Deffentliche Versammlung. Näheres stehe Annonce. Lese- und Diskutirklubs. Lese- und Diskutirklub„ Mar Kayser", Sonntag Vormittag 10% nhr, im Restaurant zur„ Schneekoppe", Nostigitr. 29, Gäste willkommen. Lefetlub Wissenschaft". Seden Montag bei Schnite, Kirchbachstr.$ 7.90 Gäster willkommen. Sozialdem. Lese- und Diskutirklub Spinoza". benn unsere Ger Dies ist, sagt die„ Fränkische Tagespoft", das Urtheil eines fatholischen Geistlichen in Unterfranken! nossen auf die Dörfer gehen, werden sie jenes Pfaffenurtheil den Landleuten jedenfalls nicht verschweigen. Paris, 19. September. Es ist nunmehr festgestellt, daß bei Strider Ueberschwemmung in Consuegra in 73 Straßen 49 Personen verschwunden sind und 680 Häuser zerstört wurden. Marquis Aguilar Campos wurde zum tönigl. Delegirten für die einzuleitende Hilfsaktion ernannt. Die Mitglieder der spanischen Rammer steuerten Jeder 200 bis 500 Pesetas für die Ueberschwemmten bei. Dermischtes. wurde ein Einbruch in das englische Konsulat, Hohe Hamburg, 19. September.( Voff. 3tg.") Heute Nacht Bleichen, ausgeführt. Gestohlen wurden englische Stempelmarken, englisches und deutsches Geld, sowie Postchets. Die Diebe haben drei Steinmeißel mit Monogramm am Thatorte aus Bergeßlich feit zurückgelassen. Breslau. Der Amtsrichter Wiedemann, der in Damen und Herren, willkommen. Jeden Montag, Abends 8½ Uhr, Wrangelstr. 84. Gäfte, jüngster Beit Gegenstand von Angriffen seitens mehrerer Blätter geArbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, Abends wesen ist, die ihn u. 2. beschuldigten, pseudonyme Briefe u. f. w. Uhr: Nebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder.- Gefangverein Nord- antisemitischen Inhalts an Redaktionen und Privat deutsche Schleife", Naunynjtv. 86 bei Zubeil. Gesangvereinsme ralda" Koppenstr. 35 bei Steller. Gesangverein ieder Iuft", Fichte- leute zu schreiben, hat gegen die Breslauer Gerichts- 3eitung" ftraße 29 bei Krosche. Gefangverein" Senefelder", Jüdenstraße 55 bei( Schlesingersche)," Breslauer Zeitung"," Berliner Trischmann. Liedertafel der Maler Kaiser- Franz- Grenadier- Play 7, ' " und Brüssel, 19. September. In Forchies im Hennegau fand heute früh 3 Uhr im Kohlenwerk Monceau, Kanton Fontainel'Eveque, eine furchtbare Explosion schlagender Wetter statt, durch welche 27 Arbeiter, welche in einer 360 Meter tief gelegenen Sohle beschäftigt waren, getödtet wurden. Die Katastrophe wird der erfolgten gestrigen barometrischen Depression zugeschrieben. Ferner wurden durch eine heftige Explosion, deren Ursachen noch nicht bekannt sind, heute Mittag 122 Uhr die oberen Etagen eines Hauses der unteren Stadt Brüssels zerstört. Eine Person kam dabei um Gefangverein, and in hand", Reichenbergerstraße 27 bei Israelitische Wochenschrift" Strafanträge wegen her inforben, 3 wurden verwundet. In vielen Häusern zersprangen " bei Berg. Schröder. Moabiter Liedertafel", Wilhelmshavenerstr. b. Brosch. Beleidigung gestellt. Genua, 19. September. Während gestern Arbeiter in der Gefangverein armonie", Meyerbeerstr. 9. Gesangverein, Ton blüthe", Görligerftr. 58, bei Zoltsdorf. Gesangverein, yra 2", Char Bonn, 18. September. Die Bonner Zeitung", eines Via Rome mit der Befestigung elektrischer Drähte längs der lottenburg, Rosinenstraße& bet Grischow. Gefangverein„ Iuthe", Brenz der ältesten rheinischen Tagesblätter, wird nach Ablauf dieses Häuser beschäftigt waren, stürzten zwei Balton3 eines lauer- Allee Nr. 232 bei Riedel. Sängerchor der Chirurgischen Monats eingehen. Die Bonner Zeitung" wurde im Hauses, welche durch die Arbeiten übermäßig belastet waren, ein. Branche", Alte Schönhauserstraße Nr. 42 bei Reimann. Gesangverein Morgenroth" 2, Charlottenburg, Rosinenstr. 3, bet Grischow.- Gesang- Jahre 1808 von Buchdrucker Peter Neußer begründet und ist hierdurch wurden 6 Passanten, darunter einer tödtlich, verletzt. verein Wahrheit", An der Apostelfirche 7b bet France. seitdem ununterbrochen bis heute im Befiße der Familie Neußer New- York, 18. September. Hier eingelaufenen Nachrichten Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. gewesen. Sonntag: Vergnügungsverein„ Nord", Reinickendorfer- und Schulstr.- Ecke. zufolge hat auf der Philadelphia- Wilmington- Baltimore- Eisenfabrik und Eisengießerei beschloß die Vertheilung von sammen stoß stattgefunden, bei welchem mehrere Personen geSangerhausen. Der hiesige Aufsichtsrath der Maschinenbahn in der Nähe von Newport( Delaware) ein Bugs jus 331/3 p Ct. Dividende! tödtet wurden. Details fehlen. Bergnügungsverein„ U mor", 3 Uhr, Rollendorferstr. 13, Tea Mittance Privat Theatergesellschaft und Artiſtentlub Belle im Restaurant Reyer, Alte Jakobstr. 83, Sigung. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Vergnügungsverein Carmen Sylva". Sigung im Restaurant Kraft, Waldemarstr. 17, 4 Uhr Nachm. Gäste, Herren und Damen, willkommen. Montag: Theaterverein Hoffnung", bet Schneider, Adalbertstr. 8. Theaterverein Camilla", bei Schröder, Manteuffel Straße 9. Vergnügungsverein Alpenvet I chen" erbittet Bufchriften an F.Hochheim, Grüner Weg 44, zu senden. Rauchtlub, Deutscher Mi che I" Stoppenftr. 43c. Theater- u. Bergnügungsverein, or warts" Nachm. 2 Uhr, in Schneider's Restaur., Adalbertstr.s, Sigung mitdamen. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Geselliger Verein Edelweiß", Brenz lauer Allee 6 bei Stüfter: Sigung am Montag, Abends a ühr., Auf neuer Mitglieder.- ,, Kollegienschaft Gemüthlich feit", Geselliger Verein der Berliner Barbier- und Friseurgehilfen, alle 14 Tage, Abends 10 Uhr, Seidelstr. 30. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Lübec'scher Turnverein Son Sonntag, Abends von 6-8 Ulbr, 2. Gehrlingsabtheilung: am Montag, Abends " Wesel, 19. September. Bei den Bohrversuchen der Gewerkschaft Deutscher Kaiser" wurde in einer Tiefe von 450 m in Hiesfeld eine beträchtliche Kohlenschicht gefunden, wodurch bewiesen ist, daß die Kohlenlager des Ruhr- und des Emschethales sich auch unter dem Thale der unteren Lippe hinziehen. 29 isd Briefkaffen der Redaktion. O., Posen. Erhalten. Besten Dank. A. R. 43. Wenden Sie sich an einen Gärtner. Aus Sachsen. Der Verleger der Burgstädter„ Voltsstimme" Aus Sachsen. Der Verleger der Burgstädter Volksstimmen ente wurde zu einer Gerichtsverhandlung, über die er als Berichterstatter referiren sollte, nicht zugelassen, weil er in seinem Radfahrer- Kostüm erſchienen war. Der Amtswachtmeiſter 8-10 Männerabtheilung. Berliner Turngenossenschaft" erklärte:" Ich glaube nicht, daß Ihr Radfahrer- Anzug der 1. Lehrlings- Abtheilung turnt Montag von 8%-10% Uhr Bant str. 9-10 im Würde des Gerichtshofes entspricht: ich kann Sie in Leffing- Gymnasium. Turnverein ,, Osten", Lehrlingsabtheilung, Montag Don 8-10 Uhr Abends, Blumenftr. 68a. folge nicht zulassen, ohne erst den Entscheid des Herrn Amtsrichters gehört aben. Die Burgstädter Boltsſtinine" Rauch klub Weiße wolte". Montag Abends von 9-11 ubr, Streligerstraße Nr. 16, bei Becker. Rauchflub„ Deutscher Michel" ist schon an etwas gewöhnt, aber daß ein moderner blauer RadMontag Abend von 8-10% Uhr bei Schöneburg, Grüner Weg Nr. 9.Rauchflub, Freiheit", jeden Montag um 9 ühr bei Wuttte, Friedrichsberger- fahrer- Anzug nebst weißer Wäsche nicht der Würde des Gerichts Straße 4. Mauchtlub, Blaue Quaste", Abends 9 Uhr Pflugftraße 16 bei hofes entsprechen soll, das kann sie nicht begreifen. Wir schon! Dudeck. Rauchtlub ,, Brüderlich beit" jeden Montag von 9-11 Uhr bei Sächsischen Gerichtshöfen entsprechen zweifellos schwärzliche GeWilly Schmidt, Wrangelfir. 141: Sigung. Gäste willkommen. Berein der Oberlaufiber", Wiontag, Abends 9 Uhr im Restaurant wänder und Angst"-Röhren am allerbesten. Sedwig, Rosenthalerstr. 45.- Friedrichs Verein", ehemal. Schüler Würzburg, 17. September. Wie des Friedrichs- Waisenhauses," Montag, Oranienftr. 34. Verein ehem. Wie ultramontane ie, Schüler der 4. Gemeindeschule am Montag Damen- Sigung. 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Vortrag über den Erfurter Parteitag( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht). 2. Diskussion. 3. Wahl der Delegirten zum Erfurter Parteitag. 4. Verschiedenes. Umi zahlreiches Erscheinen bittet Der Einberufer. 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Ings Große Große 391/3 sozialdemokratische Parteiversammlg. am Dienstag, den 22. Septbr., Abends 8 Uhr, Oeffentliche Versammlung der soz. Parteigenossen des III. Berl. Reichstags- Wahlkreises Genossen des 6. Berl. Wahlkreises. mache hiermit bekannt, daß ich in am Dienstag, den 22. September, Abends 8 Uhr, Knebel's Salon, Badstr. 58, die in der Berliner Ressource, Kommandantenstrasse 57. Tanzmaitrestelle übernommen habe und Tagesordnung: 1. Der bevorstehende Parteitag in Erfurt. lade freundlichst die Genossen und Ge Referent Genosse A. Gerisch. 2. Diskussion. 3. Wahl des Delegirten zum nossinnen ein, da es das einzige Lokal Parteitag. 4. Wahl einer Kommission zum Sammeln der Gelder behufs auf dem Gesundbrunnen ist, nach Deckung der Unkosten des Delegirten. 5. Wahl zweier Mitglieder zur Lofal- Kräften zu verfehren. Für gute Ge von Revisoren. 8. Verschiedenes. kommission. 6. Ersagwahl eines Mitgliedes zur Preßkommission. 7. Wahl tränke, Musik und gesellige Abende wird gesorgt. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht. Der Vertrauensmann. 330/6 Grosse öffentliche Bersammlung für Männer und Frauen einberufen vom Leseklub ,, Carl Marx" am Sonntag, den 20. September, Abends 6 Uhr, im grossen Saale der ,, Berliner Bock- Brauerei". Tages- Ordnung: Richard Hartmann, Erster Kassirer des Wahlvereins. Mache gleichzeitig bekannt, daß am 26. September vom Regeltlub ,, Bahnfrei ein großer Sommernachts- Ball stattfindet. à Billet 30 Pf. Danksagung. Für die vielen Beweise der Liebe und Theilnahme am Grabe meines lieben Mannes fage allen Verwandten, und dem Gesangverein" Frohsinn" meinen tiefgefühltesten Dant. Ww. Voigtmann nebst Kindern. im grossen Saale der Berliner Bockbrauerei am Tempelhofer Berg. Schule, über:" Die Weltanschauung des Alterthums bis zum Christenthum". Freunden und Bekannten, allen Kollege 386/15 A ages Ordnung: 1. Der Erfurter Parteitag. Referent Genosse Richard Fischer. 2. Diskussion. 3. Wahl der Delegirten zum Parteitag. Um zahlreiche Betheiligung der Genossen ersucht Der Vertrauensmann. Am Dienstag, den 22. d. M.: Oeffentliche Versammlung dins für den 5. Berliner Wahlkreis bei Pyrtek, Gipsstrasse No. 3. Tagesordnung: 1. Anträge zum Parteitag in Erfurt. 2. Diskussion. 8. Delegirtenwahl. 4. Verschiedenes. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Der Vertrauensmann. 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. 332/3 1. Vortrag des Herrn Henning, Lehrer an der ArbeiterbildungsNachher gesellige Uni..haltung und Tanz. 1522b Arbeit er- Bildungsverein für Schöneberg und Umgegend. Große öffentliche Versammlung Bekanntmachung. am Montag, den 21. September, Abends 8 Uhr, in der General versammlung Schlossbrauerei zu Schöneberg. 108/9 Tagesordnung: 1. Vortrag über die Gewerbe- Schiedsgerichte. Referent Herr Baumeister G. Keßler. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Aufnahme neuer Mitglieder. der Eschke'schen 津 öffen fämm 1574b Rohr Frau in iE seiten imme tifirte deffen die die U wenig 1598b allen fuchem Natu fation tönnt würd geben Distu Betre nunge Schlos den Schlu warm beacht gelan wesen ganz ihnen einzu auf d Kolle zu me 1431b Deriva Arbeiter! Genoffen! In Euer aller Intereffe liegt es, der wichtigen Kranken- u. Sterbekasse Nr. 60 Tagesordnung wegen in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vorstand. Ethische Gesellschaft. am 23. September 1891, Abends 8 Uhr, im Raffenlokal Holzmarktstraße 36 bei Herrn Friebel. Tages- Ordnung: Sonntag, den 20. September, Abends 61/2 Uhr, Grenadierstr. 33, bei Wahl des Kassenschreibers. Wahl der Seefeldt, Vortrag des Herrn Dr. Karl Pinn, Lehrer der Arbeiter- Bildungs- drei Vorsteher. Wahl der drei Revis schule, über:„ Konventionelle Lügen". Nachher gesellige Unterhaltung und soren. Feststellung der Entschädigung Tanz. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. 380/5 für die Mühewaltung der Vorstands Mitglieder. Verschiedenes. Das Kassenbuch legitimirt. Berlin, den 13. September 1891. Der Vorstand. J. A.: Ad. Reimann, Rassenschreiber. Große öffentliche Volfs- Bersammlung Fachverein der Tischler. am Dienstag, den 22. Septbr., Abends 8 Uhr, im Saale des ,, Eiskeller", Chauffee- Straße Nr. 88. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen W. Werner über Die Bedeutung des Erfurter Parteitages". 2. Diskussion. 3. Wahl der Delegirten zum Erfurter Parteitage. 4. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Um recht rege Betheiligung ersucht Der Einberufer. Oeffentliche Versammlung der Tischler und Berufsgen. am Donnerstag, den 24. September, Abends 8 Uhr, in Feuerstein's grossem Saal, Alte Jakobstrasse No. 75. Tages Ordnung: 250/17 Gründung einer Zahlstelle des deutschen Tischler- Verbandes zu Berlin. Um zahlreiches Erscheinen ersucht J. A.: Die Kommission. Fachverein der in Buchbindereien und verw. Betrieben beschäftigten Arbeiter. Montag, den 21. September, präzise 9 Uhr, in ,, Feuerstein's Salon", Alte Jakob- Straße Nr. 75: Vereins- Versammlung : Zages Drdnung: 1. Vortrag des Herrn Türk über„ Sibirien". 2. Verschiedenes und Fragetasten. Aufnahme neuer Mitglieder. 119/10 Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht Der Vorstand. Verband der Möbelpolirer Berlins und Umgeg. Montag, den 21. September cr., Abends 8 Uhr, Am Sonnabend, den 10. Oktober d. J., findet im Konzerthause ,, Sanssouci", Kottbuserstr. 4a, ein Freie Vereinig. d. Graveure Vereins- Kränzchen statt. Billets sind auf allen Zahlstellen des Vereins zum Preise von 50 Pf. für Herren und 25 Pf. für Damen zu haben. NB. Morgen, Montag, den 21. September, Abends 8½ hr, für Weissensee Vertrauensmänner- Versammlung bei Klebs, Rölke- und Charlottenburgerstraßen- Ecke. 322/17 Der Vorstand. Arbeiter- Bildungsschule Sonntag, den 20. September, bei Sternecker, Schloss Weissensee Großes Volks- Fest, und Ziseleure. Versammlung am Montag, den 21. Sept., Abend? 1/29 Uhr, im Vereinslokal, Dresdener straße 45. Tages- Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vorlesung über die Knebelung der Wahrheit. 3. Dis der Ar fuffion. 4. Verschiedenes. beits- Nachweis befindet sich jetzt beim Roll. Zwirk, Stalizerstr. 125. am 1 Sprad Des C fand nahmi 1578b 75 9 erstat von 7 Neun die K wahl und tehran Ritte fam Spra schaft für d da de weil an b gelan mann Der Vorstand. Am Sonntag, den 27. Sept., Herrens partie nach Königs- Wusterhausen. Ab fahrt Görl. Bahnh. Morgens 6,30 Min Näheres in obiger Versammlung. Maler- Versammlung Doppel- Vorstellung: Auftreten des Herrn Glafermeisters Jos. Brunner am Mittwoch, den 23. September, in aus Wien auf dem 100 Fuß hohen und 500 Fuß langen Thurmseil. Konzert, Volko- Belußigungen, als Puppen- Theater, Stangenklettern, Fackelpolonaise 2c. 1 Feuerwerk, Große Beleuchtung, Fontaine lumineuse, Großer Volks- Ball in dem 12 000 Quadratfuß großen Bal champêtre. Von 2 Uhr ab: Allgemeines Kafferkochen. Anfang des Konzerts 4 Uhr. In den Schulen, an sämmtlichen Zahlstellen und den sonstigen Gratweil's Bierhallen, Komman dantenstr. 77-79. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Ma Schippel über die Macht der 216/16 Junker in Preußen. bekannten Orten find Billets im Vorverkauf à 25 Pf. 3 baben( an Stenographie. der Kasse theurer). Der Vorstand. Musikinstrumente. Lager in Zitheru, Violinen, Guitarren, Harmonikas. Alle Blasinstrumente, Trommeln, Flöten und Klarinetten. Spieldosen, Albums und Bierseidel Auf mehrfachen Wunsch: Abendkursus ber Stenographenschule, Oranienstr. 126,[ 1587b Donnerstag, 24. Sept., 1/ 28-1/ 29 Uhr Abds Unterricht frei. Lehrmittel nur 1,50 M. Ehrenerklärung. im Lokale des Herrn Bolzmann, Andreas- Strasse No. 26 mit Munk. Mujitwerke- Verleih, alle mit Marseillaise. Theilzahlg. gestattet. Vogel, Wienerstraße 33( jezt Sorquer Versammlung. Tages- Ordnung: Aug. Kessler, 51, Lausigerstr. 51, am Platz. Die Beleidigung, die wir gegen Herrn straße 18), gemacht haben, nehmen wit als unwahr abbittend zurück. F. Keller, Oppelnerftr. 10, F. Klatte, Waßmann 3, H. 1551b 1. Fortſehung der Distuſſion der letzten Versammlung und Bekanntgabe G. Superczynski, künstliche Zähne, Invalidcuftr. 105, II. traße 8, S. 2uftrat. des Resultats der aus Dresden bezogenen Hartglanz- Politur. 2. Ausgabe der Billets zum Stiftungsfest( 10. Oktober bei Joël) und Verschiedenes. 281/20 Der Vorstand. Verb. deutscher Korbmacher( iliale Berlin). Montag, den 21. September, Abends 8½½2 Uhr, bei Roll, AdalbertStraße Nr. 21: Versammlung Unterstützungsbund der Hausdiener Berlins. 193/14 Grosse Versammlung am Montag, den 21, D. M., Abends 9 Uhr, im großen Saale der Berliner Resource, Kommandantenstr. 57. Tagesordnung: 1. Die Bedeutung der Gewerkschaftsorganisation S. WEISSENBERG 125 Große Frankfurterstraße 125 zwischen Andreas- und Koppenstraße. Damen- Kleiderstoffe Sammete, Seidenstoffe, Unterröcke, Damen- Taillen- Tücher und bedruckte Elfsaffer Flanelle. besondere Gelegenheits- Käufe empfehle: hafte Qualität in großer Musterauswahl Melange- Stoff, außerordentlich dauerhaft und die Brüsseler Beschlüsse zu derselben. Referent: Reichstags- Abgeordneter 1 vollit. Sauskleid Berliner Wollwarp, vorzügliche dauer- 3 M. Cheviot- Noppe, gestreifter und glatter 3 M. Tuch- Lama, glatt und gestreift, so recht 5 M. 168/12 August Bebel. Diskussion. 2. Aufnahme neuer Mitglieder und Geschäftliches. 3. Fragetasten. Jeder Hausdiener ist eingeladen. Gäste gern gesehen. Das Lotal wird nicht vor 8 Uhr geöffnet. Der Vorstand. am Sonntag, den 27. d. M., die Lehr- und Versuchsbrauerei Seestraße( im vollen Betriebe). Anmeldungen und Näheres in der Versammlung und im Bureau Neue Grünftr. 10, 1 Tr. 1 vollst. Hauskleid Damentudy, reine Wolle, hocheleg. Straßen- y NB. Mit freundlicher Erlaubniß der Tirektion besichtigen die Mitglieder 1 vollt. Schlafrock angenehm warm für den Winter 1 vollit. Robe 7,50 M. 1 vollit. Robe Satin- Broché, reine Wolle, hochf. Promenadens 9 M. Verband deutscher Korbmacher( Filiale Berlin). Sonnabend, den 26. September: Großes Tanz- Kränzchen in Buh Salon, Große Frankfurterstr. 85. Entree Herren 50 Pf., Damen 30 Pf. Anfang 8 Uhr. Um 12 Uhr Kaffeepause, nachdem Verloosung. Alle Kollegen und Freunde find herzlich willkommen. Kleid m. neuen Jacquard- Blumen, sämmtl.Farben Fantasie- Stoff, reine Wolle, gestreift, farr. 1 vollst. 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Die Referentin schilderte in ihrem Vortrage speziell die Ausbeutung der Frauenarbeit organisirt sind und wir deshalb die uns jetzt gebotene Gelegen Versammlung hat sich dahin schlüssig gemacht, daß die Einigungsfand, hielt Genosse Mehner einen Vortrag über: Die Krisen und ihre Die Redaktion stellt die Benugung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür Ursachen. An der Diskussion betheiligten sich in hervorragender abzugeben ist, dem Bublikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Unter Ver- Interesses zur Verfügung; fie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Weise die Kollegen Sassenbach und Hausner. schiedenem führte Kollege Poersch in Bezug auf die Militärarbeit Inhalt desselben identifizirt zu werden. Aufruf an die Hausdiener Berlins! aus, wie bed auerlich es leider sei, daß erst so wenige Kollegen Kollegen! Die am 4. September bei Feuerstein stattgehabte heit wieder unbenutzt vorübergehen lassen müssen, bei der augenseitens der Kapitalisten, welch letztere wüßten, daß die Frau noch blicklich günstigen Konjunktur nicht bessere Arbeitsbedingungen zu frage nicht anders zu lösen sei, als daß jeder Hausdiener dem immer ein williges, geduldiges Ausbeutungsobjekt ist, ferner frizu unterstützungsbund der Hausdiener Berlins beizutreten habe, um forderu, Dann theilte Kollege Sassenbach die tisirte sie die Lebensweise der Frauen, die in erster Linie all schlüsse der dessen entfagten, was lehrreich und bildend ist, sich wenig um werdenden Schäden in unserem Berufe einen wirksamen Damm am 7. und 8. b. M. in Halberstadt statt eine Organisation zu schaffen, welche den immer fühlbarer die Deffentlichkeit( Versammlungen 2c.) kümmerten und daher über gehabten Gewerkschaftskonferenz mit, nach welchen die Handschuh- entgegensetzt. Kollegen! Die Arbeitslosigkeit wird immer größer, macher, Sutmacher, Kürschner, Sattler, Schneider, Schneiderinnen, die Ursachen ihrer traurigen wirthschaftlichen Lage noch viel zu Zapezirer, Schuhmacher und Plätterinnen sich zu einer Union der Sohn immer geringer, die Behandlung immer schlechter und wenig unterrichtet seien. Die Rednerin empfahl zum Schluß allen anwesenden Damen, recht oft die Versammlungen zu be- vereinigen sollen. In den nächsten Tagen soll hier eine Ver- Ihr seht mit verschränkten Armen zu, wie auf der anderen Seite fuchen, in welchen Vorträge gewerkschaftlicher und politischer ſammlung der angeführten Vranchen stattfinden, um zu diesen oder Sonntagsruhe immer weniger bie Rede ist, wie bei der die Arbeitszeit immer länger ausgedehnt wird, von Ruhepause Natur gehalten werden, ferner einer großen und festen Organiser soeben wieder von Nörgeleien der Fach- und Zentralvereinler Familie faft zur Unmöglichkeit wird, wie dazu noch das Gins Beschlüssen Stellung zu nehmen. Kollege Blum bat hierauf, da beispiellofen Steigerung der Lebensmittelpreise die Erhaltung der sation sich anzuschließen, denn nur durch guten Zusammenhalt einzelner Werkstuben gehört hatte, doch solche Zwiftigkeiten zu stellen jugendlicher Arbeiter und Mädchen an unserer Stelle gegen könnten sie ihr Loos verbessern, und wenn sie so handelten, so unterlassen, da es im Grunde genommen ja ganz egal fei, welcher billigere Preise immer mehr um sich greift. Es ist hohe Zeit, geben, um überhaupt Arbeit zu erhalten.( Lebhafter Beifall.) Die Organisation Dieſer oder Jener angehöre; die Hauptfache wäre daß Ihr Guch ausrafft, um gemeinsam mit Gueren Berufsgenossen billigere Preise immer mehr um sich greift. Es ist hohe Zeit, Diskussion war sehr lebhaft und verlief im Sinne der Referentin. Kollege Schulte, die anwesenden Kollegen, welche der Organisation etwas zu erreichen, müßt Ihr geschlossen, Mann für Mann einer nur, daß er organisirt ist. Dann forderte noch der Vorsitzende, über Mittel und Wege zur Abhilfe zu berathschlagen. Um aber Betreffs der Art und Weise der Organisation gingen die Mei- noch nicht angehören, auf, dieser beizutreten, und führte den nungen auseinander; die meisten Redner sprachen für die ge- Zweck derselben nochmals vor Augen. Es trat in dieser Ver- Organisation beitreten, welche es mit dieser Aufgabe ernst meint. schlossene Zentralisation und zwar für den Anschluß an Wir dürfen nicht länger in 4-5 Vereinen getrennt bleiben, den Deutschen Schneider- und Schneiderinnen- Verband". Im fammlung eine größere Anzahl Kollegen dem Verein bei, sondern müssen vereint unsere Kraft anwenden und jede SonderSchlußwort richtete die Referentin in recht beherzigenden und warmen Worten die Bitte an die Damen, das Gehörte nicht un- und Arbeiterinnen tagte am 15. b. M. Da die Versammlung organisation aufzulösen und nur der Unterstüßungsbund als der Eine Branchen- Versammlung für die Album- Arbeiter bestrebung aus unserer Mitte bannen. Kollegen! Da es die bestehenden Vereine ablehnen, sich zu Gunsten einer Gesammtbeachtet vorüber gehen zu lassen und sich zu organisiren. Es leider sehr schwach besucht war, nahm Koll. Mehnert von seinem größte sich hierzu bereit erklärte, so ist es Gure Pflicht, obigen gelangte dann eine Resolution zur Annahme, in welcher die An- Referat Abstand und rügte die Interesselosigkeit der Kollegen und Bersammlungsbeschluß auszuführen und dem Bunde beizutreten, wesenden mit den Ausführungen der Referentin sich voll und Kolleginnen. Hieran fnüpfte fich an eine furze Diskussion, an um den Blaß, welcher uns in den Reihen der zielbewußten Arganz einverstanden erklärten, und sich verpflichteten, mit allen welcher sich die Kollegen Freudenreich und Pickert betheiligten. beiter gebührt, einnehmen zu können. Gelegenheit ist Euch zum ihnen zu Gebote stehenden Mitteln für die Frauenorganisation Die Wahl einer Fachkommission wurde bis zur nächsten Ber- Beitritt gegeben in der Versammlung am Montag und im Bureau einzutreten. Die Versammlung schloß mit einem dreifachen Hoch sammlung vertagt. Zum Schluß machte der Vorsitzende auf das Neue Grünftr. 10, auch in folgenden Zahlstellen: Hager, Krausenauf die internationale Arbeiterbewegung. Der Fachschul- Unterricht beginnt am 1. Dktober, Die am 17. Ottober in Norbert's Festfälen stattfindende Vergnügen straße 24, Salzwedel, Klosterstr. 88, Müller, Elsasserstr. 76. Kollegen, welche daran theilnehmen wollen, haben sich bis dahin aufmerksam und ermahnte die Mitglieder, recht rege bafür zu agitiren. zu melden. Auf den in Nr. 213 des Vorwärts" veröffentlichten Bericht über die am 9. September stattgefundene Versammlung der Tabatarbeiter und Arbeiterinnen Berlins erklären wir Arbeiter der Bigarrenfabrik Bockow und Blaurod, Landsberger reduktionen bei uns stattgefunden hätten, für völlig unwahr! straße 32, die Behauptung, daß bedeutende Lohn= Genannte Firma zahlt vielmehr den richtigen Lohusay nach dem Lohntarif, wie er durch unferen Streit errungen worden ist. Lohntarif, wie er durch unferen Streit errungen worden ist. Zur weiteren Aufklärung lassen wir die Lohnsäze folgen: Für Formarbeiter Minimallohn für Roller pro Mille 6 M., dann 6,50, 7,-, 7,50 und 8 M. Für Wickelmacher Minimallohn 3,50 m., bann 8,75, 4,-, 4,50 und 5 M. Für Handarbeit Verband der deutschen Gold- und Silberarbeiter und Nigdorf. Eine öffentliche Versammlung der verwandten Berufsgenossen. Die hiesige Zahlstelle des Verbandes hielt im Drechslergewerbe beschäftigten Arbeiter am 15. d. M. eine Mitglieder- Versammlung ab. Dr. Lütgenau und Arbeiterinnen tagte kürzlich in Kummer's Salon, sprach unter großem Beifall über das Thema„ Die Entstehung Bunächst besprach Kollege Dost die jetzt in unserem Gewer des Staates". Diskussion fand nicht statt. Unter Geschäftlichem herrschende traurige Lage, namentlich den Rückgang in der fand zunächst ein vom Vorstand gestellter Antrag einstimmig An- Galanterie- Branche schildernd, welcher hauptsächlich dadurch entnahme, wonach der Agitationstommission aus der Verbandstasse stände, daß die kleineren Städte zu viele Arbeiten für billige 75 Mart überwiesen werden, Sodann erfolgte die Bericht Preise nach den größeren Orten liefern. In den kleinen Orten erstattung über das letzte Sommerve rgnügen, welches ein Defizit müßten Lehrlinge die Arbeiten anfertigen, und feien wirklich von 78,80 Mark ergeben hat. Aus der nunmehr vorgenommenen einmal Gesellen vorhanden, so arbeiteten sie für einen Hungerlohn Neuwahl des Vergnügungskomitees gingen als gewählt hervor 13-14 Stunden täglich. Die Kollegen Ahrberg und Jonas Minimallohn 18 M. bei freier Burichtung; während die meisten die Koll. Schodel, Weniger, Führenkranz und Baust; aus der Neu- schlossen sich den Ausführungen des Kollegen Dost an. Unter und Wille. Hierbei machte der Vorsitzende bekannt, daß Ber- aufmerksam und wünschte, daß die Kollegen sowohl in materieller wahl der Bibliothekkommission die Koll. Schneider, Joseph, Kirste Verschiedenem machte derselbe auf den Streit bei Hammacher fehrslokal, Bibliothek und Herberge sich vom 1. Oktober an Hinsicht wie in Bezug auf die Fernhaltung des Zuzugs 2c. ihre Ritterstr. 128 im Restaurant Stramm befinden. Im Weiteren Solidarität rege bethätigen möchten, da der Streit ein gerechter kam die Unterstützung des Koll. Wynhausen in Düsseldorf zur sei. Den Kollegen der Wegner'schen Werkstatt in Brih wurde Die Zigarrenarbeiter der Fabrik Bockow und Blaurock, Sprache. Koll, Joseph schildert eingehend die traurige wirth eine scharfe Stritit zu Theil, weil es keiner derfelben für werth sämmtlich Mitglieder des Unterstüßungsvereins für deutsche schaftliche Lage, in welche jener Kollege durch seine Thätigkeit hält, einem lehrreichen Vortrage mit beizuwohnen, und weil alte Tabalarbeiter. für den Verband gerathen ist, und ersuchte die Kollegen dringend, Kollegen in jener Werkstatt für einen zu geringen Lohn arbeiten. Bezugnehmend auf Obiges erkläre ich hiermit, daß ich es da der Verban eine weitere Unterstützung nicht währen kann, Hierauf hielt Dr. Pinn einen einstündigen Vortrag über das unter meiner Würde halte, mich gegen die Beleidigungen des weil solche schon 23 Wochen geleistet worden ist, sich recht rege vor mehreren Jahren erschienene Nordau'sche Buch:" Kon- Stadtreisenden Herrn May Otto zu vertheidigen, derselbe wird an der Listensammlung zu betheiligen. Unter Berschiedenem" ventionelle Lügen der Kulturmenschheit" und erntete dafür großen sich nunmehr vor dem Strafrichter zu verantworten haben. gelangte noch zur Mittheilung, daß am 18. Oktober in Kauf- Beifall. Von einer Diskussion wurde Abstand genommen, An Georg Müller, mann's Varietee eine Matinee stattfindet. die Bersammlung schloß sich ein gemüthliches Beisammensein. Werkführer der Fabrik Bockow und Blaurock. Möbel- Magazin Otto& Slotawa. Tischlermeister. NW. 67. Bremerstr. 67. NW. 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Verantwortlicher Redakteur: N. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. fi i d