Nr. 40. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrirter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BettungsBreisliste für 1898 unter Br. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Horwärts Berliner Dolksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonels getle oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Rmt 1, Mr. 1508, Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Donnerstag, den 17. Februar 1898. Englands Politik in Bentralafen. abgaben- Gefes bezüglich der Vertheilung der Kommunaländerung der Bestimmungen über das Kommunal. Ueber den indischen Grenzkrieg wurde die Adreßdebatte abgaben auf die Realsteuern und die Einkommensteuer im Sinne am Dienstag im Unterhaus fortgesetzt. Dabei gab die einer Erleichterung des Haus- und Grundbesiges, in Verbindung mit Regierung sehr bemerkenswerthe Erklärungen über ihre entwurf, welcher sich in demselben Sinne bewegt, aber etwas weiter einem vom Abg. Mies( 3.) und Genossen eingebrachten GefeßzPolitik in Bentralafien ab. Offen rückte sie nunmehr geht und genauer formulirt ist als der freikonservative Antrag. mit den Plänen hervor, die sie durch den Feldzug] Beide Anträge wurden nach unerheblicher Debatte, trog der durchaus gegen die Stämme in den indisch afghanischen| ablehnenden Stellung der Regierungsvertreter, einer Kommission von Grenzgebirgen verfolgt hat und die sie, wie sie ver- 14 Mitgliedern überwiesen. kündigt, mit Nachdruck weiter zu verfolgen gedenkt. Morgen wird die Etatsberathung mit dem Etat der Forstverwaltung und dem des Minifteriums des Innern fortgesetzt. liberale Korrespondenz" schreibt: Die Aussichten der Flottenvorlage. Die National„ Sicherem Vernehmen nach ist den marinefreund. lichen Glementen im Zentrum nicht gelungen, für die gefeßliche Sicherung des von der Regierung als unerläßlich bezeichneten Flottenmindestbestandes eine ausgiebige An zahl von Fraktionsmitgliedern zu gewinnen. Darüber, daß die Regierung, nachdem sie vor breitester Deffentlichkeit die Be dürfnisse des Reiches zur See dargelegt, auf dem Flottengesetz bestehen muß und auch bestehen wird, ist man auch im Zentrum unterrichtet. Bezeichnend für die Situation ist, daß schon jetzt nicht nur auf demokratischer, sondern auch auf extrem- agrarischer Seite mit Mißbehagen die Konsequenzen erörtert werden, die sich aus diesen Verhältnissen ergeben." Asquith unterstützte das Watson'sche Amendement, welches die dauernde Besetzung von Tschitral und die Aufrechterhaltung von Festungen im Gebiet der unabhängigen Stämme mißbilligt und Achtung vor der Unabhängigkeit der Grenzstämme fordert. Er fragte, was der Zweck des Krieges sei, der bauptsächlich dem Entschluß der Regierung zuzuschreiben sei, in Tschitral zu bleiben und eine dauernde Heerstraße dorthin zu ers richten. Der Redner schloß, indem er die Behauptung, die Vorwärtspolitik sei den Abmachungen der liberalen Regierung mit Rußland und Afghanistan zuzuschreiben, zurückwies, und die Politik der jezigen Regierung als Verlegung einer gesunden Politik tadelte.( Beifall.) Unterstaatssekretär Curzon weist in seiner Antwort die Bezichtigung eines Vertrauensbruches gegen die Grenzstämme zurück, da die Stämme die Besetzung Tschitrals gar nicht als Vertrauensbruch angesehen haben. Abgesehen Diese Auffassung der für das Flottengesetz begeisterten davon, daß die Zivil- und Militärbehörden die Besetzung Nationalliberalen Korrespondenz" ist sehr mit Vorsicht auf: unterstützten, sei dies auch aus anderen Gründen er zunehmen. Sie ist nur dazu bestimmt, die Abgeordneten der wünscht gewesen. Ohne das leiseste Mißtrauen auszudrücken Bentrumspartei einzuschüchtern. Die Nationalliberalen thun gegen Rußlands guten Glauben betreffs des so, als ob die Regierung lieber zur Auflösung des Reichstages Wunsches, seinen Grenz Verpflichtungen nachzukommen, schreiten werde, als vom Flottengesetz etwas abhandeln zu können doch die Umstände für Rußland laffen. V au mächtig sein; schon bei zwei Gelegenheiten Dahinter steckt aber lediglich die eigene Furcht der hätten russische Agenten die englische Einflußsphäre über- Nationalliberalen vor einer Neichstags- Auflösung. Wir schritten, in einem Falle hätten sie einen Vertrag mit einem wüßten nicht, wo auf demokratischer Seite die Konsequenzen unter britischem Schuße stehenden Häuptling abgeschlossen. einer Ablehnung des Flottengesetzes mit Mißbehagen" erörtert Rußlands bona fides( guter Glaube) habe die Entsendung worden wären. einer geheimen Botschaft nach Kabul nicht Wir wissen aber wohl, wie unangenehm es einem verhindert, ebenso wenig den Abschluß eines ge- großen Theil der Nationalliberalen wäre, wenn sie mit ihren heimen Vertrages. So loyal Rußland auch wünschen agrarischen Widerpartnern gemeinsam für das Flottengesetz mag, die eingegangenen Verträge zu halten, es würde ihm un- streiten sollten. möglich sein, falls eine Lücke in der Grenze auf Wir sind überzeugt, die Regierung wird den Wünschen der englischen Seite vorhanden wäre. Ruß des Zentrums entgegenkommen. Hat doch Herr Tirpiz Land sei jezt an der Grenze Afghanistans, schon bei der ersten Berathung des Flottengesezes die die England zu vertheidigen verpflichtet Erwägung der Lieber'schen Anregungen zugesagt und ist das sei; die Regierung müsse daher der Kommunikation mit der doch der Regierung so überaus leicht gemacht worden, dem Grenze sicher sein. Ein Zurückweichen würde überdies von Zentrum entgegenzukommen, da die Forderungen dieser Partei den Stämmen und von Indien als Schwäche gedeutet werden. bezüglich des Flottengesetzes kaum der Rede werth sind. England aber wolle die Stämme freundlich kon= trolliren und hoffe, dieselben werden seine Uniform gerne tragen und künftig in der Frontlinie der eng lischen Vertheidigung stehen.( Beifall.) Ebenso leicht, wie es aber für die Regierung wäre, dem Bentrum durch einige Scheinkonzessionen die Vorlage annehmbar zu machen, ebenso schwer würde es ihr werden, lediglich wegen dieser nur scheinbaren oder jedenfalls geringen Differenzen einen Wahlkampf zu führen. Expedition: SW. 19, 38enth- Straße 3. Unsere katholischen Mitglieder werden uns das Zeugniß geben, daß wir weit entfernt find, ihre religiösen Ge fühle zu verlegen und daß die Presse des Bundes sich von jeder Erörterung konfessioneller Fragen absolut fernhält. Wir treten ausschließlich dafür ein, daß der Landwirthschaft die ihr gebührende Stellung im wirthschaftlichen Leben unserer staatlichen Gemeinschaft zurückgegeben werde und hoffen, unter diesem Zeichen die deutschen Landwirthe beider Kon= fessionen zu sammeln." " " Aber die Zentrumsleute wollen diesen lieblichen Melodien nicht folgen. Die Märk. Volks- 3tg." spricht vom Wolf in Schafskleidern" und weist die Sammelfreunde barsch von der Thür: " " " Der Bund der Landwirthe" will gern die zum Zentrum haltenden Bauern der Zentrumssache wegfangen, sie ins Bundesgarn locken; zu diesem Zwecke treibt er eine Heuchelei, über die ein vernünftiger Mann sich schon nicht mehr entrüften fann denn sie ist zu plump, sondern die man einfach als lächerlich ansehen muß... Wir erinnern nur an die bekannte Misttäfer Poesie" der Herren Bündler, worin die Zentrumsleute, weil sie im Jahre 1895 gegen die dem Reichstage zugemuthete Ovation für den Fürsten Bis marck stimmten, als Mist täfer bezeichnet wurden. Diese Erinnerung allein genügt vollständig." " Nicht minder deutlich spricht sich das offizielle Organ der Zentrumspartei aus. Der Germania" kommen einige Aeuße rungen in der Rede, die der wunderliche Dr. Dertel über Die Weltanschauung des Bundes der Landwirthe" hielt, recht gelegen. Dr. Dertel hatte höhnend vom Murmeln der Gebete" und" dogmatischen Formeltram" gesprochen. Dies bezieht die Germania" auf die katholische Religion und knüpft daran eine energische Absage gegen die Bündler: " Wir möchten den katholisch en Landwirth kennen lernen, der solche Gehässigkeiten wie„ Murmeln der Gebete" und„ dogmatischer Formelkram" billigen wird, und wir wiederholen: Wenn solche Beschimpfungen der katholischen Religion auf der Generalverfammlung des Evangelischen Bundes- pardon des Bundes der Landwirthe möglich sind, dann kann und darf für einen katholischen Landwirth, der auf seine religiöse Ueberzeugung und seine Ehre hält, in einer solchen tatholitenfeind= lichen Gesellschaft tein Plaz mehr sein! Und nun die zahlreichen Zentrumsangehörigen"? Haben diese " denn vergessen, daß am 29. November 1895 der erste Vorfizende des Bundes, Herr v. Plög, in einer Bundesversammlung in Danzig öffentlich ausgerufen hat:" Das Zentrum muß gefprengt werden." Das ist die Politik der Samm= lung des Bundes der Landwirthe" und dazu sollten wirtliche 3entrumsangehörige mitwirken!" Die Herren Bündler werden einsehen müssen, daß beim Zentrum und seinen Wählern kein großes Geschäft zu machen ist. Und mit den Bändlern mag Herr Miquel trauern, der das Problem der politischen Quadratur des Kreises, das Einigen der Gegensätze, zu lösen unternommen hat. Zur Situation in Ostafien. Den, Times" wird aus Peking entgegen anderslautenden Gerüchten, alle Gesandtschaften vollständig vom Dienstag gemeldet: Bei der heutigen Neujahrs- Audienz waren, vertreten. Darauf nahm Sir William Harcourt, der Führer der liberalen Opposition, das Wort. Er beklagte den indischen Das Zentrum hätte in diesem Wahlkampfe sicherlich eine Grenzkrieg, der von unheilvollen Folgen für das indische Volk recht günstige Position. Seine marinefreundlichen Anhänger sei, indem er dasselbe seinen produktiven Arbeiten entziehe. Er verweist es auf sein großes Entgegenkommen, auf die Bereit- Ein halbamtliches Blatt in Yokohama schreibt: Die Nach bedauerte, daß England feinen Theil der Lasten willigkeit, alle Schiffe zu bewilligen. Seine marinegegnerischen richt, daß Japan sich weigere, den Termin der Bahlung der nächsten trägt. Der erste Lord des Schayes Balfour erwiderte, die Anhänger verweist es auf seine angebliche Oppofition gegen Rate der chinesischen Kriegsentschädigung hinauszuschieben, ist Politik der Opposition scheine dahin zu gehen, daß man die Bindung des Etatsrechts des Reichstages und gegen die verfrüht. Die japanische Flotte manövrirt noch in den heimischen Kontrolle über die Grenzstämme aufgeben solle. Das sei Schaffung neuer indirekter Steuern. jedoch eine unmögliche Politit, eine Politik, die mit Und noch weit besser wäre die Situation der weiter links Englands Vertragsverpflichtungen unvereinbar sei. Sich selbst stehenden Parteien. Wir trauen der Regierung daher nicht überlassen, würden die Grenzstämme im Falle einer die Leichtherzigkeit zu, welche die Nationallib. Korresp." Invasion sich dem Einfallenden anschließen. andeutet. Sie würde einen Reichstag bekommen, der ihr noch Das Amendement Walton wurde hierauf mit 311 gegen weit weniger das Septennat und Aeternat gewähren würde 208 Stimmen abgelehnt. als der jetzige! Gewässern. handelte mit dem Tsungli- Yamen über die Eisenbahn im Süden der Aus Shanghai wird gemeldet: Der russische Gesandte verMandschurei. Der Gesandte hat febr heftige Klage darüber geführt, daß der chinesische Gesandte in Petersburg erklärt habe, nicht die nöthige Vollmacht zu befißen, um über einen Vertrag zwischen Rußland und China zu verhandeln, während andererseits vom TsungliYamen das Gegentheil erklärt worden ist. Der Bar soll über diese Handlungsweise sehr erzürnt sein. Deutsches Reich. Als er Minister war, wurde die zweijährige Dienstzeit eins Gegen eine sehr ansehnliche Opposition hat also die Vorwärtspolitit" im Unterhaus gefiegt. Und die englische Das Zentrum und das Sammelprogramm. Im Regierung hat flarer wie je bie Biele dieser Politik in Zentrals Mittelpunkt der nach Wiiquel'schem Rezepte zu sammelnden asien enthüllt. Sie erklärt laut und offen, daß England seine nationalen Elemente" steht das Agrarierthum und dies Agrarier Amtes, batte Anfang Januar den Rothen Adlerorden I. Klaffe erHerr von Bülow, der Staatssekretär des Auswärtigen seiner Botmäßigkeit unterordnen, in seine Uniformen stecken feinem Sinne die Untergrabung des Zentrumsthurmes nöthig Wenn der Herr Staatssekretär für jede Rebe, bie er im Reichstag Hand auf Afghanistan legen will, daß es die Grenzstämme thum weiß, daß zum vollen Siege einer Sammelpolitik nach Amtes, batte Anfang Januar den Rothen Adlerorden I. Klaffe erbalten. Jetzt hat er auch das Gichenlaub dazu bekommen. und zu englischen Vorposten gegen russische Einbruchsabsichten ist. Beherrscht der Bund der Landwirthe" auch sonder Wider über China oder Kreia redet, eine Auszeichnung bekommt und et machen wolle. England verfolgt diese Pläne, weil es be- stand die konservative Partei und die Antisemiten und diese Annahme scheint nicht ganz unrichtig zu sein, so kann er es fürchtet, daß ohne ihre Verwirklichung sein indischer Besitz gelingt es ihm auch, die Nationalliberalen zum großen noch weit bringen an Orden und Ehrenzeichen. ftets im höchsten Maße gefährdet bleiben würde. Aber die Theil unter sein Joch zu spannen, so können seine wirth- Ob dem Herrn Staatssekretär bei so viel Segen wohl Bedenken Durchführung derselben ist keine leichte Sache, wie der letzte schaftlichen Pläne doch nicht durchgeführt werden, so lange das aufsteigen mögen? Nach glänzenden Anfängen und Huldigungen unglückliche Feldzug gegen die Afridis, Mohmands und andere 8entrum ihnen ablehnend gegenübersteht. Es muß darum von allen Seiten ist schon manchmal ein wenig rühmliches Ende der unabhängigen Grenzstämme bewiesen hat. Dazu kommt einer der heißesten Wünsche derer um Plöß sein, das Bentrum gefolgt. Besonders in Deutschland, wo auch Ministern und Staatsdie stets zweifelhafte Stellung des Emirs von Afghanistan, ähnlich zu zersetzen und zu zerfeßen, wie es mit den National- sekretären allerlei„ Plötzlichkeiten" ankommen. der zwar durch seine Neutralität während des letzten Feld- liberalen bereits in hohem Maße gelang. - Der ehemalige Rriegsminister General v, Raltens zuges den Engländern sehr gute Dienste geleistet, aber doch, Aber das Zentrum ist flüger und vorsichtiger als die born- Stachau ist gestorben. wie Herr Curzon mittheilte, einen Geheimvertrag auch mit Nationalliberalen, die durch ängstliche Nachgiebigkeit gegenüber geführt und der Präsenzstand der Armee um 70 000 Mann verRußland abgeschlossen hat. den agrarischen Dreistigkeiten sich selbst in die böse Situation mehrt. Krieg, sobald die Schneeschmelze gekommen sein wird, mit verstecken. Das Zentrum hat es bisher noch immer verstanden, in der Reichs- Poftverwaltung trotz der freundlichen Worte des neuen Jedenfalls steht also zu erwarten, daß der indische Grenz- gebracht haben, in der sie jetzt rathlos und sorgenvoll drin Auch unter Podbielski's Regime hat man sich mehrter Energie fortgeführt werden wird. die agrarischen Regungen in seinen Anhängerkreisen zu be- Staatssekretärs von den Maximen des Herrn v. Stephan nicht friedigen und doch die Partei- Einheit zu wahren. Und so will sich das Zentrum auch jetzt nicht von dem abhängige aber dabei von Loyalität überfließende Postblatt, der emanzipiren können; dies beweist ein neuer Erlaß gegen das un. Lockruf der Sammelpolitiker auf den Leim führen lassen. Im Deutsche Postbote". Den im Bahnpost- Dienst beschäftigten Unterbeamten Birkus Busch wurde erklärt, daß der Bund nicht im mindesten ist amtlich mitgetheilt worden, daß sie nicht weiter im Fahrdienst beschäftigt seinen Anhängern nach der Zugehörigkeit zu einer Partei werden sollen, wenn sie in irgend einer Weise den Deutschen Postund noch weniger nach ihrem religiösen Bekenntniß frage. boten weiter verbreiten, da der Inhalt des Blattes UnzufriedenAehnlich läßt sich die Korrespondenz des Bundes der Land- heit" bei den Unterbeamten erregen und unerfüllbare Hoffnungen er wirthe" in ihrer neuesten Nummer ans. Der Bund nehme, wecken soll. Bei der Schlechtigkeit der Menschen, die es niemals zum so heißt es da, zu den spezifisch katholischen Forderungen, wie Excellengtitel bringen werden, dürfte dieser Uriasbrief dem„ Deutschen ben Fragen der Parität und der Aufhebung des Jesuiten- Postboten" eher nügen als schaden. gesetzes, überhaupt keine Stellung, und weiter sagt die genannte Korrespondenz": Hatte sich die britische Politik in den chinesischen Angelegenheiten während der letzten Monate sehr vorsichtig und zurückhaltend gezeigt, so tritt sie in der nordwest indischen Grenzfrage um so schärfer, ja fast herausforderud gegen den russischens Rivalen auf! Politische Uebersicht. Berlin, 16. Februar. Ju preußischen Abgeordnetenhause brachten heute wieder einmal die Hausagrarier ihre oft gehörten Klagen vor. Zur Berathung stand ein Antrag Weyer busch( frt.), betreffend Ab" B " Der Verein der Steuer- und Wirthschafts. reformer hat die in unserer legten Nummer mitgetheilte Reso Intion über den landwirthschaftlichen Personalkredit natürlich ein- p ftimmig angenommen. Heute referirte Graf Arnim- Muskau über das Börsengesetz und den Getreidehandel. Mit dem Grafen von Schwerin- Loewig beantragte er die nachfolgende Resolution: Gegenüber den abfälligen Urtheilen über die Wirkung des Börsengesezes fann troß der kurzen Geltungsdauer und der nicht völligen Durchführung desselben als positives Ergebniß des Verbots des börsenmächtigen Termingeschäfts festgestellt werden: 1. Dezentralisation des Getreidehandels, verminderte Abhängig feit von den Berliner Notirungen und Erstarkung des effektiven Getreidehandels auf den Märkten des Reichs; 2. Ausbildung einer auf effettiven Waarenverkehr geftüstenauch für die Lokalmärkte maßgebenden Preisnotirung von feiten der berufsständigen Vertretungen der Landwirthschaft; 3. fletige und ruhige Entwickelung der Getreidepreise im Gegen fab zu den fieberhaften Preisschwankungen der außerdeutschen Terminbörsen mit dem schließlichen Stefultat der gleichen Steigerung der Getreidepreise am Ende des Jahres 1897 wie auf dem Weltmarkt; 4. erheblicher Rückgang der Einfuhr von Roggen und Weizen im Vergleich zu dem Jahre 1896. Abnahme der Lager bestände und Gesundung des Martts; 5. Beseitigung der unsoliden Spekulation der outsiders und des Mißbrauchs des Kredits zu Spielgeschäften mit fittivem Getreide. b) Entwicklung des Vereins- und Genossenschaftswesens bebuss Verkaufs von Getreide, insbesondere seitens der kleinen Landwirthe; allen Sonntagen betrifft, so find folche Klagen nicht neu. aus Rücksicht auf seine Rarrière" mit einer geringen Geldstrafe Der Vorwärts" pflegt derartige Sonntagsarbeiten, wie an der bestraft. Damit wolle man die hohen Strafen vergleichen, die man Kaiser Wilhelm Gedächtnißkirche, am National Denkmal Kaiser gegen gewöhnliche Arbeiter verhänge. Kein Wunder, daß die jungen Wilhelm I., mit großer Genugthuung und leider ist ihm dazu Herren dann vom Lünkel geplagt würden. Die Frage, ob man reichlich Gelegenheit gegeben sorgfältig zu registriren. Da in den Lehrern der techn. Hochschule, einen Theil der Studiens dessen die Sache jetzt an die Deffentlichkeit getreten ist, werden gelder bewilligen sollte, führte zu einer längeren Debatte, in der die Behörden zweifellos(?? Ned. d. Vorw.) ihres Amtes walten, der Abg. Köhler Darmfladt( nail.) die Nothwendigkeit dieser da sie die persönlichen" Rücksichten nicht zu nehmen baben, aus Gewährung darlegte, wenn die Sechschulen nicht ihre besten Kräfte denen Paftor Petersen feinen Antrag stellte und zurückzog. Daß an die Universitäten verlieren sollten. Angesichts dieser Zwangslage die ländlichen Arbeitgeber in der Provinz Schleswig- Holstein ihren zog Abg. Ulrich seinen anfänglichen Widerspruch zurück, betonte Arbeitern die Möglichkeit einer wirklichen Sonntagsheiligung nicht jedoch, daß wir nicht fortfahren könnten, für die Hochschulen zu bes gewähren wollen, hängt vielleicht mit dem lebendigen Christen- willigen, wenn unsere Forderungen hinsichtlich der Volksschule nicht thum" ohne Murmeln der Gebete" und ohne dogmatischen bewilligt würden. Morgen Fortsehung der Debatte. Formeltram" zufammen, welches als die Weltanschauung des Bundes der Landwirthe" gestern von Dr. Dertel proklamirt Die Unbesonnenheit vieler Leute, die sich in Gesellschaft um Raisers - Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. worden ist." Bart" streiten, ist dem Tischler Karl Bosse in Bris verhängnißBenthen D.-S., 15, Februar.( Eig. Ber.) zeichnende Gefchworenenlifte für die nächste Schwurgerichtsperiode am Landgericht II wegen Majestätsbeleidigung zu verantworten Eine sehr bevoll geworden. Bosse, der sich heute vor der zweiten Strafftammer im März hat sich bei der Auslosung der Geschworenen ergeben. hatte, wohnte ebenso wie der Arbeiter Karl Lehmann im Hause Inter ben breißig Geschworenen befinden sich nur vier felbft Chauffeestraße 92 in Briz. Beide verkehrten freundnachbarschaftlich ständige und unabhängige Männer, alle übrigen sechs und miteinander und als Lehmann am 20. Juni v. J. seinen Geburtstag Awanzig sind Beamte, fönigliche und private, Gruben- und feierte, wurde auch Nachbar Bosse eingeladen. Im Laufe der GeSüttenbeamte. burtstagsfeier kam auch die Rede auf ben Raiser und da soll nun engerichte entspricht, Daß dies dem Geifte der Geschworenengerichte entspricht, darf Bosse Aeußerungen gethan haben, welche eine schwere Majestätsbillig bezweifelt werden. beleidigung enthielten. Lehmann, der sich später mit Boffe verfand unter der statt; der $ Zur völligen Durchführung des Börsengesetzes und zur Erreichung uneinigt hatte, machte selbst den durch dasselbe beabsichtigten volkswirthschaftlichen- Das Ergebnis bet den Hamburger Bürger- vernist beste butt blisſchluß new Delfentlichkeit heutige Hauptinsbesondere in betreff einer gefunden, auf Vorrath und schaft 3. 23 ahlen, das wir unter den Depeschen der letzten öffentlichen Verkündigung des Urtheils ergab sich aber, daß der Biele, Bedarf beruhenden Getreide Preisbildung werden weitere Maß- Nummer veröffentlichten, tann nur diejenigen in Erstaunen feßen, Gerichtshof den Belastungszeugen Glauben gefchentt hat. Das Urtheil nahmen als geboten erachtet: welche mit dem plutokratischen Wahlsystem und der frechen Wahl a) Schließung der Winkelbörsen in Deutschland, Ausgestaltung freis- Geometrie in dieser Musterrepublit nicht vertraut find. Gelbit lautete auf vier Monate Gefängniß. ednalanD refp. Schaffung von Getreidemärkten, insbesondere in Berlin, der Hamb. Corr.", das Organ des Senats, tann nach dem gestrigen behufs zuverläffiger, unter Zuziehung von Landwirthen er Wahlergebniß ein Wort der Kritik nicht unterdrücken. Er schreibt: Roloniales. Der Gouverneur von Deutsch D ft. folgender Feststellung der Preislagen und damit weitere Aus- Aus den enormen Ungleich beiten in den einzelnen afrita hat eine Verordnung über den Arbeitsvertrag mit Farbigen bildung der Geschäfte der Zentral- Notirungsstelle; Bezirken fei heute nur das schlagendste Beispiel berausgegriffen: ertaffen. Der Bertrag bezweckt eine legelung der Arbeitsverhältniffe, Jm 6. und im 9. Bezirk, Neustadt, werden je zwei Abgeordnete ges enthält eine Anzahl fachentsprechender Bestimmungen, zum theil aber wählt von je noch nicht 400 Bürgern. Dagegen haben gleichfalls sehr bedenkliche Härten gegen die Eingeborenen. Die Berechtigung nur 2 Abgeordnete zu wählen in Eimsbüttel, 22. Bezirk 1015, der Arbeiter, den Dienst fofort zu verlassen, wird nur unter den 23. Bezirk 1173 Bürger, auf der Uhlenhorst 1087 Bürger. Mit schwersten Umständen gewährt, dagegen barf der Arbeitgeber den abgesehen von einigen anderen Worten: Der Bürger in den alten Bezirken der inneren Vertrag ohne Kündigung sofort aufheben Stadt besitzt ein 22 mal größeres Wahlrecht als der Bürger in anderen Härten in allen Fällen, wo nach der Gesinde den ehemaligen Vororten. Eine entsprechende Umgestaltung des Ordnung von am 8. November 1810 eine Herrschaft das Wahlgesetzes durch gerechtere Eintheilung der Wahlbezirke fann Gefinde ohne Auftündigung fofort entlassen tann." Die Farbigen demgemäß nur eine Frage der Zeit sein. sollen also als Gesinde behandelt werden. Wie werden fich über diese Bestimmung die deutschen Unternehmer à la Stumm freuen, welche ebenfolche Anordnungen für die deutschen Arbeiter wünschen! Auch die Strafen, welche wegen Kontratibruch ausgesetzt werden, sind überaus hart. Ungarn. c) Beseitigung aller den Import ausländischen Getreides be fördernden Begünstigungen, namentlich der Großmühlen; d) Anbahnung einer Verständigung mit den auswärtigen Res gierungen behuss Reform und internationaler Regelung des börsenmäßigen Termingeschäfts entsprechend der im Weichstage feiner Zeit angenommenen Resolution." Ohne weitere Besprechung stimmte die Versammlung dem Zusatzantrage des Dr. v. Frege zu, der also lautet: Die Preise, welche die föniglichen Proviantämter für Getreide zahlen, haben einen wesentlichen Einfluß auf die der Provinzial märkte. Auf welchem 28ege ist eine Organisation in der Landwirthschaft behuss besserer Verwerthung der Produkte ihrer Neben geverbe ausführbar, unter besonderer Berücksichtigung des Brennereigewerbes" Iegen die beiden Berichterstatter( v. Mendel Steinfels und von Graß- Klanin) folgende Erklärung vor: Die XXIII. Generalversammlung der Bereinigung der Steuers und Wirthschaftsreformer beschließt: 1. Die Bildung von Synditaten zur Sicherung eines lohnenden Absatzes von Erzeugnissen der Landwirthschaft oder der landwirthschaftlichen Gewerbe scheint bei den gegen wärtigen Verhältnissen der Weltwirthschaft unter gewissen Voraus fegungen als nothwendig und erstrebenswerth. Freilich, auch ohne Wahlkreis- Geometrie bleibt das hamburgische Wahlgesetz auch noch ein Monstrum. Unser Hamburger Korrespondent schreibt über das WahlResultat: " 1 Von der agrarfozialistischen Bewegung liegen fleißig bei unseren Bartcigenossen gehaussucht und dabei auch die folgende Nachrichten vor. In Vudapest und wohl auch sonst wird fleißig bei unseren Parteigenossen gehaussucht und dabei auch die vorgefundenen Gelder unter dem Vorwande, daß sie Erträgnisse von Organ der Regierung und der ungarischen Großbourgeoisie, schreibt Sammlungen seien, beschlagnahmt. Der„ Pester Lloyd", das hierüber: Die Betheiligung bei den gestrigen Bürgerschaftswahlen war Die Proviantämter zahlen jetzt nach Maßgabe der Proviants eine ganz ungewöhnlich große. Im Durchschnitt betheiligten fich Budapest, 16. Februar. Die Enthüllungen des Abgeordneten amis Ordnung die auf dem nächsten Markte polizeilich festgestellten 90 pet. der Wahlberechtigten an der Wahl, während bei der Robonezy über die Verwendung von drei Millionen Gulden zue Preise, auch wenn diese nur auf kleinen und kleinsten Verkaufs- Neichstagswahl in Hamburg nur 80-85 pet. und bei den Bürger- Beeinflussung der Wahlen haben Aussehen er= abschlüssen über minderwerthiges, schlecht gereinigtes Getreide schaftswahlen bisher nur etiva 50-60 pet. erreicht wurden. Diese regt. Die Volkspartei hat in einer gestern Abend abbasiren. enorme Betheiligung ist darauf zurückzuführen, daß die Sozial- gehaltenen Sitzung beschlossen, aus diesem Anlaß eine große Es ist deshalb dringend nothwendig, daß die Proviautämter demokratie zum ersten Male offiziell an der Wahl theilnahm. Die Agitation gegen die Regierung einzuleiten und bie ihre Preise auf grund zuverlässigerer Ermittelungen feststellen, und ganze Wahlagitation stand denn auch schon unter dem Einfluß dieses gesammte Opposition aufzufordern, sich dieser Altion anzuschließen. empfiehlt es sich, hierbei die Notirungen der Zentralfielle der Land- Umstandes. Nie haben die alten Bürgerschaftsparteien eine so nach Außerdem wird ein Komitee gebildet werden, welches die betreffenwirthschaftskammern zu grunde zu legen, welche jetzt bei allen Ver- haltige Agitation entfaltet und sich eine solche so viel tosten lassen. den Personen auf ehrenwörtliche Versicherung fragen wird, ob und taufsabschlüssen in Getreide allein maßgebend geworden sind." Die Angst, daß die Sozialdemokratie in das Hamburger Rathhaus wieviel sie für die Wahlen hergegeben haben. Zum nächsten Gegenstande der Tagesordnung: einziehen könnte, war ungeheuerlich. Für diesmal hat man den Sturmlauf der Sozialdemokratie abgeschlagen, es ist, wie schon telegraphisch gemeldet, keiner unserer Kandidaten gewählt; aber in allen Bezirken haben wir starke Minoritäten erzielt. Etwa 12/2 pet. der abgegebenen Stimmen fielen auf unsere Kandidaten. Die Antifemiten erhielten etwa 19 pt., die übrigen die alten Bürgerschaftsparteien. Auf einen Sieg auch nur eines ihrer Kandidaten hatte unsere Partei nicht gerechnet. Erstens ist der Wahlzensus noch immer zu hoch und außerdem war ein Sieg durch folgenden Umstand ausgeschlossen. agrarfozialistischen Preßorgans" Földmivelö" „ Der in jüngster Beit wiederholt genannte Herausgeber des Stefan Vartonyi Im vorigen Jahre wurde bei der Verfassungsänderung die Erwerbung des Bürgerrechts erleichtert. Jedermann kann unentgeltlich erbiclt am jüngsten Freitag und vorgestern die Besuche des Biznis. hauptmanns Ludwig Toth, welcher jedesmal in Begleitung mebreter das Bürgerrecht erwerben, der ein Einfommen von 1200 W. burch hauptmanns Ludwig Toth, welcher jedesmal in Begleitung mehrerer 5 Jahre hindurch versteuert bat. Sofort nach Inkrafttreten des Ge- Bei diesen Gelegenheiten wurden die Listen der Abonnenten des Deteltives erschienen war behujs Vornahme von Hausdurchsuchungen. 2. Das zersplitterte Angebot ist nicht in der Lage, einen maß- u. f. w. von ihrer vorgesetzten Behörde den Auftrag. Bürger zu genannten Blattes und das vorfindliche Baargeld unter dem Titel gebenden Einfluß auf die Beseitigung von Mißständen des Handels werden. Jufolge davon ist der größte Theil der Meubürger Beamte, beschlagnahmit, daß das Geld das Ergebnis von Sammlungen und Verkehrs, der Preisbildung und Gütervertheilung auszuüben. und diese wählen fast ausnahmslos antisemitisch. Sie sind äußerst zur Bestreitung der Druckkosten des" Földmivelö" iſt, was Diesen erreicht nur die vereinigte Produktion, wie zahlreiche Bet- unzufrieden mit ihrer Lage, wagen aber nicht fozialdemokratisch zu Bakonyi erklärte vielmehr, daß das Geld etwa do Guldenaber von Barkonyi entschieden in Abrede gestellt wurde; spiele auf dem Gebiete der Industrie lehren. wählen. Deshalb fallen sie dem gewissermaßen noch immer hos3. Insbesondere ist die Bildung von Genossenschaften zum fähigen Antisemitismus zu, der ihnen obendrein noch Berge ver- der fällige Micthsins seiner Hausparteien jei. Bezirkshauptmann Toth foll angeblich ferner jenen Parteien, welche mit ihrem Bins noch im Zweck des gemeinsamen Verkaufs des in landwirthschaftlichen spricht. Für jede jetzt kommende Wahl bessern sich jedoch unfere foll angeblich ferner jenen Parteien, welche mit ihrem Bins noch im Brennereien hergestellten Spiritus durch die eigenartigen Absatz Aussichten, wie schon die letzten Monatsstatistiken des Bürgerrechte Rückstande sind, aufgetragen haben, den Zins nicht Barkonyi auszuz bedingungen, welchen der Spiritus auf grund der steueramtlichen eine Aenderung bezüglich dieser Verhältnisse erkennen ließen. Für folgen, sondern bei der Polizei zu deponiren. Varkonyi verwahrte das Volk aushetze. sich, daß er Abfertigungen aus den Brennereien unterworfen ist " Ich thne dies nicht," und nicht den Anfang hat unsere Partei einen guten Erfolg erzielt und eine fagte er weniger durch das zu tage tretende Bestreben des Zwischenhandels, planmäßige Agitation wird dafür sorgen, daß das Gewonnene nicht feit der Herreutlasse hat das Volk empört. Ich wollte nur 811 einem Interviewer, sondern die Starrköpfiggenoffenschaftlich die Spiritus- Preisbildung auf einer den Her nur festgehalten, sondern erheblich vergrößert wird. stellungskosten dauernd entsprechenden Höhe zu halten eine landdas einfache, unwissende Volt aufflären, daß es nicht wie das Vieh wirthschaftliche Nothwendigkeit geworden. Meiningen, 15, Februar.( Boss. 3tg.") Dem Landtage find fei, mit welchem man ackern könne, sondern daß sie Menschen sind, bis jetzt nur einige kleinere Vorlagen zugegangen, ein neues Diäten- welche auch Rechte besitzen. Ich werde mit Freuden den Kerker erDer Bund der Handel und Gewerbe gefeß, Aufbesserung der Gehälter am Landgericht in Rudolstadt dulden, denn die Idee, welche ich verkünde, fann nicht mehr todt. treibenden hat an den Minister für Handel und Gewerbe eine der Präsident foll von 7000 auf 7500 m., der Erste Staatsanwalt geschlagen werden; die Idee ist bereits in fruchtbares Erdreich geEingabe gerichtet, in welchem er bittet, schleunigst mit Hilfe der von 4500 auf 5500. steigen Anbau zum Kranken- pflanzt." Barkonyi hat gleichzeitig beim Gerichtshofe die Anzeige jenigen Bereine, welche das Kleingewerbe vertreten, sowie der hans in Meiningen( 63 000.). Borerst wurde die Wahl- gegen die Polizei wegen Hausfriedensbruches, Verletzung des Eigens Junungen, eine Enquete über die Lage der kleinen prüfungs Kommission gewählt. Biel zu thun hat sie nicht, thums und Amtsmißbrauches erstattet. Auch fordert er die fo= und mittleren Gewerbetreibenden in die Wege zu da ein Proteft vo11 fozialdemokratischer Seite gegen fortige Rückstellung des Bränumerantenbuches, damit die Zu. leiten. In der Eingabe heißt es u. a.: Die traurige Lage der mittleren die Wahl des Amtsgerichts- Naths Trints in Saalfeld einstellung des Földmivelö" keinen Aufschub erleide. Uebrigens und fleinen Gewerbebetriebe erheischt mehr wie je der gelaufen ist. Einen Vorgeschmack, wie die nationalliberal- agrarisch- steht Bartonyi seit einigen Tagen unter strenger polizeilicher Abhilfe. Diese ist nur möglich, wenn ein Ueberblick über konservative Mehrheit des Landtags dessen vier sozialdemo: Kontrolle." die Einzelheiten der Lage einer größeren Anzahl von tratische Mitglieder zu behandeln gedenkt, gab die Wahl Wie bescheiden die Forderungen der ungarischen Landarbeiter Interessenten vorhanden und statistisch die Gründe nachweisbar sind, dieser Kommission. Die Sozialdemokraten erfuchten, bei den Vor- find, die nun als die allerärgften Revolutionäre und Utopisten vers welche den Rückgang des Kleingewerbes verschulden. Alle einschlägen für diese Kommission die verschiedenen Parteien zu berück schrieen werden, geht aus dem in der letzten Nummer des Landschlägigen Momente bedürfen einer statistischen Feststellung, um sichtigen, der frühere Reichstags- Abgeordnete Zeit aber scheint seine arbeiterblattes Földunvelö" veröffentlichten Wünschen der unzweifelhaft darzuthun, daß die Juhaber der fleinen und mittleren Erfahrungen im Reichstage in dieser Beziehung völlig vergessen zu Sozialisten in der Gemeinde Anarcs im Szabolcser Komitate hervor. Handwerks, Handels- und sonstiger gewerblicher Betriebe durch die haben und konnte als Wortführer der Mehrheit keinen Grund eine Sie fordern demnach, daß die Gutsbesitzer und Pächter den Höhe ihrer Geschäftsunkosten aufgerieben und in die traurige Lage feben, weshalb man die einzelnen Parteien berücksichtigen follte. So Arbeitern die Hälfte und nicht wie bisher ein Drittel versetzt werden, nur mühsam ihr Leben zu fristen. Von Ersparnissen wurden denn auch nach seinem Vorschlag fünf Juristen in die Kom der Produkte der bearbeiteten Felder überlassen sollen und und Fürsorge für den Todesfall der Familienväter tann schon lange mission gewählt. daß der Wucher", d. h. die dem Arbeitgeber gebührenden Abgaben teine Rede mehr sein und mit Kümmerniß sehen sich diese außer an Giern, Hühnern und dergleichen abgeschafft werde. Ferner verstande, ihren Familien dereinst auch nur die geringsten Mittel hinter- wurde über die Kapitel Universität und technische Hoch noch Feldarbeit erhalten dürfen, daß man den Anarcsern die ihnen Aus Heffen, 15. Februar.( Gig.[ Ver.) Landtag. Heute langen sie, daß die Arbeiter aus fremden Gemeinden weder Führen laffen zu können. Wir haben gegen diese Enquete nichts einzuwenden. Besonderschule verhandelt. Dabei wurde vom Abg. Ofann ein beweg weggenommenen Getreidestapelplätze wiedergebe, daß die Sonntags= bringlich ist sie freilich nicht, denn die Erhebungen des Vereins fürliches Stlagelied angestimmt über den Rückgang einer idealen Auf- und Feiertagsruhe pünktlich eingehalten werde, daß man die Sozialpolitit haben das festgestellt, was der neue Bund der Handels- faffung des Studiums in Studentenkreisen. Nur noch für das Brot: Progressivſtener einführe, die Wasserschußgebühren abschaffe und und Gewerbetreibenden zu erforschen für erforderlich hält. studium habe man Sinn, allgemein bildende Kollegien würden nicht eine im Szabolcser Nomitat noch bestehende Art der Robot( Frohns besucht, und mit der Verengung des geistigen Gesichtskreises mache dienste) einstelle. Schließlich verlangen die Arbeiter, daß die Von der schleswig holsteinschen Synode sich ein lächerlicher Dünkel in den Kreisen der Studenten und berichtet die Chronit b. Chriftl. Welt" über zwei Anträge, von Studirten breit. Außerdem fei der Zubrang zu den akademischen lohus und nicht auf grund ihres früher beseffenen Ackerlandes zahlen Häusler der Gemeinde dem Seelsorger nur auf grund ihres Tagdenen der eine abgelehnt(!) wurde, nämlich der Antrag von Profeffor Berufen, insonderheit zum juristischen Fach ein so übermäßiger, baßobus und nicht auf grund ihres früher besessenen Äckerlandes zahlen follen. Baumgarten aus Riel: die Regierung Schritte zur Gindämmung thun solle. In ähnlicher Italien. Hochwürdige Synode wolle beschließen, an die ländlichen Weise sprachen sich auch der antisemitische Abg. Bähr und andere Arbeitgeber der Proving die dringende Bitte zu richten, zur aus. Von unserer Seite wies Abg. Ulrich auf den Zwiespalt hin, eine Stundgebung gegen die flerifalen Studenten, welche ain Nom, 16. Februar. Heute früh verauflalteten liberafe Studenten Ermöglichung einer wirklichen Sonntagsbeiligung auf der einen Seite beklage man die Ueberproduktion an geistigen seitens der ländlichen Arbeiter denselben in der Woche die zur Kräften". Juristen, Medizinern 2c., auf der anderen Seite sei die 13. d. M. der Jubiläumsmesse des Papstes in der St. Peterskirche Verrichtung der nothwendigen Arbeiten in Haus und Garten Maffe des Volkes nicht im stande, ihr Bedürfniß nach Rechtsbeistand, beigewohnt und ihn mit dem Stufe Hoch der Papst- König" begrüßt erforderliche Zeit freizugeben. nach ärztlicher Belehrung und Hilfe 2c. zu befriedigen. Diese geistige hatten. Die Manifeftation, an der mehr als 500 Studenten Theil. Der andere Antrag, von Pastor Petersen aus Ottensen, mußte Ueberproduktion entpuppe fich, wie die Ueberproduktion nahmen, nahm ihren Anfang an der Universität. Nachher zogen aus persönlichen Rücksichten zurückgezogen(!) werden: materiellen Güter, bei näherem Zusehen als eine der Maffe auf die Theilnehmer mit zwei Fahnen nach dem Campofiori vor das Hochwürdige Gesammtsynode wolle beschließen, die Mit gezwungene Unterkonsumtion. nlrich verlangte zum Schluß Denkmal Giordano Bruno's, wo sie Kränze niederlegten, Reden theilung im Bericht des Ausschusses, daß in der Propftei Ploen unentgeltlichkeit der Rechtspflege und Verstaatlichung des Medizinal- bielten, antiklerikale Rufe ausstießen und Zola hoch leben ließen. an einem staatlichen Gebäude nicht nur an allen Sonntagen, wefens. Abg. David wies darauf hin, daß die heutige StudentenSpanien. sondern auch am Charfreitag und an beiden Ostertagen gearbeitet schaft das Produkt der Gesellschaft sei, aus der sie fich rekrutire. Madrid, 15. Februar.( Int. Korr.) Am Sonntage fanden worden ist, zur Kenntniß des Herrn Regierungspräsidenten zu Der alleinige Sinn für das Brotstudium erkläre sich aus dem Zwang, abermals in vielen Städten große Arbeiterversammlungen und bringen mit dem Ersuchen, das Erforderliche wahrnehmen zu möglichst rasch eine Existenz zu erhalten; die Konkurrenz ums Brot Rundgebungen statt, in denen die Wiederaufnahme aller Anarchistenwollen, damit für die Zukunft der Wiederholung eines derartigen werde immer schärfer, sie treibe auch soviel Leute in Karrièren, für prozesse des Jahres 1897 gefordert wurde. Nach den neuesten FestAergerniffes vorgebeugt werde. die sie keine innere Neigung hätten. Der studentische Düntel werde stellungen der außerordentlichen Untersuchungskommission iſt es unDie„ Germania" bemerkt dazu: von den Behörden gefördert, die die jungen Herren mit anderem zweifelhaft, daß in den Gefängnissen zu Barcelona bei allen Ueber das Verhallen der schleswig- holstein'schen Synode Maße messen, wie gewöhnliche Sterbliche. Sie dulde die gewohnheits- Anarchisten, die zum Tode oder zu hohen Freiheitsstrafen verurtheilt mögen unsere Leser sich selbst ihre Gedanken machen, dieselben mäßige Gesetzesübertretung indem sie dem Menfuren lnfug wurden, die Geständnisse durch törperliche 3wangs= liegen ja sehr nahe. Was die Bauarbeiten an der Propftei ruhig zusehe. Einen Giessener Assessor, der sich an einem Schutzmittel herausgepreßt wurden. Die Advokateutammer Ploen am Charfreitage, an den beiden Ostertagen und an mann, der Feierabend bieten wollte, thätlich vergriffen, habe man von Barcelona hat daher ebenfalls eine sehr dringliche Eingabe an anl V 群 Blätter anerkennen. te Regierung gerichtet, in welcher die Revision der Anarchisten- überhaupt durchführbar ist. Wollte man ihn aber durchführen, so namentlich der Graf Stolberg barin au sehen glaubt. Der Titel prozesse als unerläßlich bezeichnet wird. würde die Folge sein, daß die Einkommensteuer- Buschläge gang be- wird bewilligt. Madrid, 16. Februar. Der Minister des Innern hat den Ent- deutend in die Höhe gehen müßten; aus Anfragen, die die Regierung Die Kommission greift zurück auf Rap. 19, höhere Truppenwu zur Legung eines Kabels zwischen Spanien und Havana gut in verschiedenen Bezirken des Landes gemacht hat und aus den befehlshaber, das wegen der Verhinderung des Kriegsministers geheißen.darauf erstatteten Berichten ist diese enorme Steigerung der Zu- zurückgestellt worden war. In demselben wird das Gehalt für einen Türkei. schläge zur Einkommensteuer mit Sicherheit zu erwarten bis zur General Inspekteur der Kavallerie und für je einen General InKonstantinopel, 16. Februar. Die Pforte beantwortete den Höhe von 1200-1600 pet.( Bewegung), unter 300-500 pet. würde spetteur der Fuß- Artillerie und Feld Artillerie gefordert. Auf letzten Schritt der Botschafter dahin, daß die Okkupation der be- feine Gemeinde wegkommen, viele würden über 2000 pet. Buschlag Wunsch der Referenten ergreifen der General Major v. d. Boeck treffenden theffalischen Dörfer Steuereintreibung bezweckt habe, erheben müffen. Gerade im Westen der Monarchie würde der An- und der Kriegsminister das Wort, um in ausführlichen Reden welche berechtigt gewesen sei, da die betreffenden Dörfer innerhalb mäßiges Gintommen von 2700 Mart, deffen Normalsteuersatz Massow: Seine Barteigenoffen feien bisher nicht geneigt gewesen, trag ungeheuerliche Zustände herbeiführen. Dort würde schon die Nothwendigkeit der neuen Stellen zu begründen. Abg. von des Oftupationsgebietes liegen, wie auch die offiziellen Athener 52 M. beträgt, bei einem Zuschlage von 2000 pGt. durch die Steuer den geforderten Stellen zuzuftimmen, weil sie die Einrichtung nicht ein In der Kreta Angelegenheit liegen die folgen- eingerichtet werden muß, um die Verschiedenheit des Einkommens aus- anderer Meinung geworden. Abg. Lieber erklärt sich vollkommen absorbirt. Man fönnte dann darüber nachdenken, wie die Steuer für zweckmäßig hielten, er feißfür seine Person nach dem Gehörten den Mittheilungen vor: Aus Odessa wird gemeldet: Dem zugleichen. Wenn die Antragsteller auf ihren Antrag schrieben: überzeugt von der Nothwendigkeit der neugeplanten Organisation und „ Odeßtij listok" zufolge wird das zu dem Okkupationsdetachement Unausführbar", so würde ihnen niemand widersprechen können. bedauert nur, daß man draußen nicht sagen dürfe, was man in der auf Strefa gehörende erste Bataillon des 14. Schüßenregiments im Der Antrag Weyerbusch ist, soweit er eine Benderung der Vorschriften Kommission gehört. Seine politischen Freunde würden März nach Obeffa zurückkehren. Daily Mail" meldet aus Konstantinopel, daß die Vorschläge, Gemeinden können das selbst beschließen; das Genehmigungsrecht Sinne aus. über die Heranziehung zur Realsteuer verlangt, entbehrlich. Die Forderungen bewilligen. Abg. Baffermann spricht sich in gleichem Abg. Müller- Sagan erklärt sich gegen die einen provisorischen Gouverneur für Kreta zu ernennen, nicht auf bes Ministeriums ist im Interesse der Gemeinden selbst unentbehrlich. Bewilligung, wünscht Auskunft über die Anfammlung von Kavalleries gegeben worden sind. Man verhandelt über einen anderen Vor- Im übrigen scheint auch dieser Antrag undurchführbar. maffen an der Grenze und die Wirkung der neuen Feuerwaffen. schlag, der dahin geht, daß die europäischen Mächte die Erlaubniß Abg. Frese erhalten sollen, die Ordnung auf Kreta durchzuführen, sobald die weitgehend. Allerdings wird der fleine Grund- und Hausbefiß erklärt sich für die Forderung. Abg. Graf Karner und Abg. Graf Abg. Nölle( natl.) hält die Anträge ebenfalls für theilweise zu Der Kriegsminister beantwortet diese Fragen. tür fischen Truppen die Insel verlassen haben. heute durch die Kommunalsteuer schwer belastet; aber hierin läßt Stolberg sprechen sich im gleichen Sinne wie der Vorredner aus. sich Aenderung schaffen, ohne so weitgehende Bestimmungen, wie Abg. Graf Roon ist zwar nicht ganz von der Zweckmäßigkeit der Raffuita, 12. Februar. Der Gesammtverlust der gegen die sie in den Anträgen gefordert werden. Vielfach sind die hohen neu getroffenen Organisation überzeugt, wird sich aber mit der= Afridis tämpfenden Truppen stellt sich vom 10. Juni bis zum Basten der Gemeinden aus tostspieligen Anlagen entstanden, die selben abfinden, da sie eine Verbesserung gegen den bisherigen 7. Februar auf 684 Briten und 1233 Gingeborene. 43 britische zu errichten Sache des Staates gewesen wäre. Es scheint, als ob Bustand bedeute. Abg. Müller- Fulda spricht sich für die Bewilligung Offiziere sind getödtet und 90 verwundet worden. 12 Soldaten bie Regierung wie sie das jetzt bei Helgoland beweist ihre aus; im ganzen fei gut gewirthschaftet worden, die Mannschaften werden vermißt. Bom Troß sind auch mehrere hundert getödtet. Berpflichtungen fünftig erfüllen wird, wobei ja nur der erste feien um 15 pet., die Offiziere nur um 13 pet. vermehrt worden, Tie Vorbereitungen zum erneuten Angriffe gegen Anfang schreckt.( Bustimmung). Redner beantragt Kommissions- auch in bezug auf die Aufbefferung der Lage der Mannschaften sei die Afridis werden in aller Gile vollendet. Das Transportwesen berathung. mehr geschehen als für die Offiziere, auch auf dem Gebiete der ist jetzt in beste Ordnung gebracht worden. Die Bergſtämme haben vorliege, welches eine Henderung des Gesetzes gerathen erscheinen Der Titel wird bewilligt. Abg. Dr. Glattfelter( 8.) glaubt, daß hinreichendes Material Benfionen. Abg. v. Kardorff erklärt sich ebenfalls für die Forderung. Frist bis zum 23. d. M. zur Unterwerfung erhalten.läßt. Die vom Regierungstommiffar vorgebrachten Einzelfälle find nicht entscheidend. " Asien. Amerika. Die Berathung wird fortgefeht mit Kapitel 26: Bekleidung und Ausrüstung der Truppen. Sämmtliche Forderungen werden ohne Debatte bewilligt; ebenso Stapitel 27: Garnisonsund Serviswesen nach unwesentlicher Debatte. Washington, 15. Februar. Die gestern vom Repräsentanten. Regierungsfommissar Geh. Nath Strut: Das Berhalten der hause angenommene Desolution beantragt auch Borlegung des Regierung in der Steuerfrage ist begründet in den früheren BeSchriftwechsels, der mit Deutschland wegen Fälschung von Weinen, schlüssen des Hauses und in den Entscheidungen des Oberverwaltungs- Generallieutenant v. Gemmingen theilt ein Telegramm mit, die nach den Vereinigten Staaten exportirt werden, geführt gerichts. Von den Grundbesitzern, die gegen die Bruttobesteuerung das Auskunft über die Revision giebt, die heute auf grund der worden ist. ankämpfen, wird immer das Prinzip der Abwälzbarkeit der Steuer geftrigen Mittheilungen des Abg. Meister über Mißstände im Nach dem Washington, 15. Febr. Wie im Senatsdepartement bestimmt übersehen. Es ist die Zeit noch zu kurz, um für eine Reform der Proviantamt zu Hannover vorgenommen wurde. erklärt wird, hat daffelbe keinerlei Forderung auf Entschädigung Gefeßgebung das nöthige Material zu sammeln. Die Lage der Telegramm ist der wesentliche Theil der Angaben Meister's oder Zurücknahme der in de Lome's Briefe gebrauchten Ausdrücke Hausbesitzer ist nach angestellten Ermittelungen durch das Komummal richtig, nur wird bestritten, daß das aus feuchtem Roggen gestellt. Man habe einzig und allein vertraut auf das spanische steuer- Gefeß nur in sechs Städten ungünstiger geworden, aber auch bergestellte Wehl unbrauchbar geworden sei. Abg. Meister stellt Safigefühl, das den peinlichen Eindruck beseitigen werde, den nicht einseitig, sondern in Verbindung mit einer gleichzeitigen Er- feft, daß alles Wesentliche, was er behauptet habe, durch das de Lome's Brief hervorgerufen habe. Es werde erwartet, daß höhung der Einkommensteuer. Telegramm bestätigt worden sei, er habe nicht von eisernen Keulen, Spanien im Laufe der nächsten Tage zu einer Desavouirung fich Abg. Winckler( f.) erklärt, daß seine Freunde in diesem wie sondern von eisernen Schaufeln gesprochen, mit welchen das Mehl berbeilassen werde, wie die Umstände sie erheischen. Das Kabine im vorigen Jahre Gegner des Antrages find. Es war die Absicht geschlagen worden sein soll, um es locker zu machen. Abg. Müllersche augenblicklich Meldungen aus Madrid entgegen, durch welche des Hauses, den Gemeinden die Realsteuern möglichst umfangreich zu Fulda ist auch der Meinung, daß Meister im wesentlichen recht be der Zwischenfall in einer für beide Länder befriedigenden Weise be überweisen. Allerdings mehren sich auch unter den Konservativen halten habe; Mehl in dem von dem Telegramm geschilderten die Zweifel, ob die Vorausseßungen für diese Grundbestimmungen Bustande sei nicht verwendbar. General- Lieutenant v. Gemmingen überall zutreffen; sie erschweren namentlich die Ansiedelung länd- ift anderer Meinung. Meister's Angaben seien übertrieben ges licher Arbeiter. wesen. Der gleichen Ansicht ist Abg. Paasche. Abg. Singer konstatirt, daß Meister's Angaben im wesentlichen bestätigt wurden, über eine Telegramm feine Auskunft. Der Kriegsminister fagt weitere theitss Hauptklage, daß das Mehl unerträglich gerochen habe, gebe das Unterendet werde. New- York, 16. Februar. Die Hilfssendung, die Ende voriger Woche von dem Hafen der Vereinigten Staaten in Florida nach Savana abgegangen ist, führt weitere 4-5000 Gewehre, 3000 Kilogramm Dynamit und 200 000 Patronen, sowie eine größere Menge Mundvorrath mit sich. New York, 16. Februar. Ein Telegramm aus Havana meldet: Gestern Abend erfolgte eine schreckliche Explosion an Bord des amerikanischen Kreuzers Maine". Biele Personen wurden getödtet oder verwundet. Die Ursache der Explosion ist nicht betanut. Der Kreuzer soll ganz zerstört sein. Boote von dem spanischen Kreuzer Alfonso XII." leisteten Hilfe. " Aus Washington wird über das fürchterliche Unglück telegraphirt: Der Staatssekretär des Marinedepartements empfing ein Telegramm des Kapitäne der Maine", welches besagt: Die Maine" ift im Hafen von Habana um 9 Uhr 40 Minuten aufgeflogen und ist zerstört. Es sind viele Mann verwundet und die Zahl der durch die Explosion Getödteten und der Ertrunkenen ist ohne Zweifel noch beträchtlicher. Die Verwundeten und die übrigen Geretteten befinden sich an Bord eines spanischen Kriegsschiffes und eines amerikanischen Dampfers. Die öffent liche Meinung muß ihr Urtheil aussehen und weiteren Bericht ab warten. Es wird angenommen, daß fämmtliche Offiziere der Maine" gerettet sind, obgleich noch zwei derselben fehlen. Mehrere spanische Offiziere und Vertreter des Generalgouverneurs Blanco sind bei mir, um mir ihre Theilnahme auszusprechen. Aus Havana liegt die folgende telegraphische Melding vor: Der Verlust an Menschenleben beim Untergang der„ Maine" ist noch nicht genau ermittelt. Es dürften über 100 Mann von der Bejagung todt oder verwundet fein. Um 11/2 Uhr abends brannte Die„ Maine" noch. Kapitän Sigsbee fagt aus, die Explosion have im Bug stattgefunden; er wurde am Kopfe leicht verlegt; er befahl den anderen Offizieren sich zu retten, so gut wie sie fönnten. Der spanische Admiral Manterola beorderte eine Anzahl Boote zur Hilfe. General Blanco beauftragte die anderen Generale, die HilfeLeistung einzuleiten; Feuerwehrleute standen den aus Ufer geschafften Verwundeten bei. Die Stimmung der Amerikaner gegen die Spanier wird durch dieses fürchterliche Ereigniß, über dessen Ursachen man sich in den Vereinigten Staaten mancherlei Gedanken machen dürfte, nicht ver. bessert werden. Im Zeichen der Handelssperre. Das Einfuhr verbot amerikanischen Obstes nach Deutschland fängt bereits an, feine Rückwirkung zu üben. Die Boff. 8tg." schreibt hierzu: In den letzten Jahren war die Ausfuhr deutscher Garten- und Nußpflanzen recht bedeutend geworden. Besonders wurden deutsche Rofen wegen ihres Wohlgeruchs, durch den sie die meisten süblichen Arten übertreffen, sehr geschäßt. Nun ist auf drahtlichem Wege an Großgärtner in der Umgegend Berlins, die neben den Nauheimer Blumenzüchtern hauptsächlich an der Lieferung betheiligt waren, die Nachricht gekommen, daß auf weitere Sendungen Verzicht geleistet wird. Die Zahl der in den Vereinigten Staaten in Nordamerika aus Europa eingeführten oder drüben heimisch gewordenen Pflanzen wird von Sachkennern auf über 300 gefchäßt. Hiervon stammen etwa 60 Arten aus Deutschland. Abgeordnetenhaus. 28. Sigung vom 16. Februar 1898, 1 Uhr. Am Regierungstische mehrere Kommissarien. Zur Berathung steht der Antrag Weyerbusch( frt.) auf Nenderung des§ 54 ff. des Kommunalabgaben- Geseyes im Sinne einer Entlastung der Haus- und Grundbesitzer und der Gewerbetreibenden. In Verbindung hiermit wird zugleich der Antrag Mies( 3.) diskutirt, der die Annahme eines sich in derselben Richtung bewegen den Gefeßentwurfs bezweckt. Abg. v. Tobeneck( t.): Wir haben nicht ahnen können, daß die Verhältnisse in den Gemeinden sich so gestalten würden. Antrag Wies geht ja au weit; bagegen können wir den Antrag Der Weyerbusch in einer Kommission berathen. Abg. Ehlers( frs. Vg.) stimmt dem letzteren Vorschlage bei. Abg. v. Eynern( natl.) kann nicht finden, daß die Zeit für eine Reform zu furz sei. Er schildert die Ueberlastung der kleinen Hausbesitzer, die namentlich in kleinen Städten in ganz ungerechter Weise zur Steuer herangezogen werden. Man hätte die Grund- und einer Getränkebesteuerung durch die Gemeinden die Wege bahnen Gebäudeftener ganz aufheben sollen und müßte für die Zulassung und die hindernden Gefeßesbestimmungen befeitigen. Regierungskommiffar Nöll: Mit einigen Getränkesteuern werde sich die Sache nicht erledigen laffen. Damit schließt die Debatte. Nach Schlußworten der Abgg. Dr. Arendt( frk.) für den Antrag eyer busch und Herold( 3) für den Antrag Mies, gehen beide vorliegenden Anträge an eine besondere 14er Kommission. des Junern. Morgen( Donnerstag) 11 Uhr: Forstetat und Etat des Ministerium Schluß 5 Uhr. suchungen zu, die Berichte besagten nicht, daß besondere Krankheitsfälle in der Hannover'schen Garnison vorgefallen seien. Abgeordneter Meister weist die gegen ihn gerichteten Angriffe zurück; für das, was er gefagt, habe er sich auf Beugen berufen und hatte das aufrecht. Nächste Sigung Donnerslag Vormittag 11 Uhr. In der Petitionskommiffion des Reichstages wurde heute eine anwärter eingetreten und auf Kündigung angestellt sind, um etats Petition der Garnison Bauschreiber, welche als Zivilmäßige Austellung, gegen den Einspruch des Regierungsvertreters einstimmig dem Reichskanzler zur Berücksichtigung überwiesen. Die Reichstags Kommission für die Novelle aum Branntweinstener Gefeß nahm heute die Regierungsvorlage mit zwei Abänderungen an. Zunächst wurde auf Antrag des Abg. Gamp( Rp.) in Artikel 1 gesagt, daß das Gesammt. fontingent nicht herabgesetzt werden muß, sondern herabgefeßt werden kann. Dann wurde auf Antrag des Abgeordneten Dr. Paasche( natl.) folgender neuer Artikel 4 aufgenommen: „ Für die Erhebung und Verwaltung der Braustenter wird vom 1. Oftober 1898 ab eine besondere Vergütung an die Einzelstaaten nicht mehr gezahlt." Staatssekretär Frhr. v. Thiel= 4. Sigung vom 16. Februar. 2 Uhr. mann hatte zu diesem Antrage erklärt, daß einige Staaten, der Staatsbeamten wird unverändert angenommen. Die Vorlage betreffend Aufhebung der Rautionspflicht darunter auch Breußen, demselben sympathisch gegenüberständen, daß aber ein Beschluß darüber von den Bundesregierungen noch nicht Die Vorlage betreffend das Aner benrecht in Westfalen gefaßt fei; einstimmig sei aber der Bundesrath der Ansicht, daß der beantragt die Kommission ebenfalls, und zwar mit nur geringen Antrag eine Verfassungsänderung in sich schließe. enderungen, anzunehmen. In der Generaldeballe bedauert Graf Berichterstatter für das Plenum wurde Abg. Ga mp( Sp.) beKlinckowström, daß man von einer großen Agrarreform, ftimmt. von Herrenhaus. Zum ber mit großen Maßnahmen, so der Entschuldung des Grund- Das Mandat des Reichstags: Abgeordneten Schmittbestyes, der Umwandlung der Kapitalschuld in Renten- Bayern( natl.), der an stelle des verstorbenen v. Marqardsen für schuld, und und der Verhinderung der Weiterverfchuldung noch 5. Pfalz( Homburg) gewählt ist, wurde heute von immer nichts höre. In einer Zeit wüfter, Thron und Altar an der Prüfung beauftragten Abtheilung des Reichstage für giltig Bollwert de3 Grundbesiges um so mehr gestüt greifender sozialdemokratischer Agitationen müsse das erklärt. und geschüßt werden. Freiherr v. Durant ist mit dem Vorrebner völlig einverstanden. Minister v. Hammerstein befürwortet den Entwurf, der von dem agrarreformerischen Ernst der Regierung Zeugniß ablege. Zur Regelung des Fideikommißwesens gebente die Regierung in nächster Zeit eine Vorlage einzubringen. Im übrigen dürfe bei der Agrarreform auch nicht mit Ueberhaftung vorgegangen werden. Auf eine Anfrage des Fürsten Salm- Horstmar bemerkt Minister Miquel: Die Aufgabe der Rentenabfindung sei am besten provinziellen Instituten zu übertragen. Der Minister vertheidigt dann noch das Anerbenrecht, welches keineswegs die Bauern in Feffeln schiage, wie Prof. Brentano gemeint habe. Oberbürgermeister Bräficke verwahrt sich gegen eine etwaige Uebertragung des Anerbenrechts nach dem Osten, speziell Ostpreußen, wo es keinesfalls Boden finden würde. v. Helldorf- Bedra, für die Vorlage eintretend, betont, daß ja die Teftirfreiheit gewahrt bleibe. Oberbürgermeister Westerburg Staffel führt aus, in seiner Heimathproving Hessen würde das Anerbenrecht jedenfalls niemals Boden fassen. = Minister Miquel giebt dies für Rurheffen als richtig an, nicht aber für Nassau. Nach kurzer weiterer Debatte werden die§§ 1-10 en bloc angenommen. Der Rest des Gefeßes wird fast unverändert in der Fassung der Kommission angenommen und sodann das ganze Gesetz. Das Haus wendet sich dann noch Petitionen zu. Bei einer solchen des Westpreußischen Städtetages um Abändes rung des§ 56 der Städte- Ordnung behufs Regelung der Anstellungsverhältnisse gewisser Klassen von Kommunalbeamten erklärt Der frühere Bibliothekar des Reichstages, Dr. August Pott haft, ist am Sonntag in Leobschüß, 74 Jahre alt, gestorben. Seine Werdienste lagen mehr auf dem Gebiete der mittelalterlichen Geschichte, deren Erkenntniß er durch emfigsten Fleiß sehr gefördert hat, als auf dem des Bibliothekswesen. in Gharlottenburg, enthaltend Beschwerden in Entmündigungsfachen, Die Petitionen des Stabsarztes a. D. Dr. Sternberg des Starl Paasch in Zürich betreffend Beschwerden in Rechtsfachen, sind von der Petitionskommission des Herrenhauses zur Erörterung im Plenum für nicht geeignet erachtet worden. Jm Abgeordnetenhause trat gestern die Kommission zur Borberathung des Nothstandsgesetzes zur Beseitigung der Hochs wasserschäden vorigen Sommers unter dem Vorsiz des Abg. Letocha zufammen. Der Minister des Innern v. d. Recke war mit mehreren Romiffaren erschienen und sämmtliche 28 Mitglieder der Kommission zur Stelle.§ 1 der Vorlage besagt, daß fünf Millionen zur Verfügung gestellt werden zur Gewährung von Beihilfen, die insbesondere zu gewähren find a) an einzelne Be Schädigte zur Erhaltung im Haus- und Nahrungsstande, b) an Gemeinden zur Wiederherstellung ihrer beschädigten gemeinnüßigen Anlagen, c) zur Wiederherstellung und nothwendigen Werbefferung beschädigter Deiche, Uferschußwerke und damit in Verbindung stehender. Anlagen d) zur Ausführung besonders dringender Räumungs- und Freilegungsarbeiten, e) zu Vorarbeiten für den Ausbau hochwasser.. gefährlicher Flüsse. Die Beihilfen sind in der Regel ohne die Auflage der Rückgewähr zu gewähren. Bu lit. a lagen drei Anträge vor: 1. Baensch Schmidtlein, welcher die Beihilfen nicht auf die Erhaltung im Haus und Nahrungszustande beschränken, sondern ausdehnen will auf solche, bei denen eine Existenzgefährdung vorliegt". Obschon seitens der Regierung erfärt wurde, daß hierfür insofern bereits Vorsorge getroffen sei durch die Reserve der 500 000 m., aus welcher Darlehn oder à fonds perdu Beihilfen im Sinne des Antrages gewährt werden könnten, nahm die Kommission den Antrag einstimmig an. 2. Der Antrag Jansen, welcher dem§ 2 als neuen Absay anfügen wollte: Bei der Bewilligung ift die ganze Echadenssumme, abzüglich der ben Betheiligten bereits Regierungskommissar Geh. Rath Nöll wendet sich zunächst gegen gewährten Hilfsgelder, in betracht zu ziehen." Der Antrag will, den Antrag Mies, der allerdings weiter gehe, als der Antrag aus der Begründung wie der Antragsteller hervorhob, die Weyerbusch und daher auch erschöpfender sei. Nur lasse er feine der Vorlage entstandene Unklarheit, als wenn bei Privaten Gründe dafür erkennen, weshalb man den§ 54, der neu in das Budgetkommission. Bum Kapitel Natural Ber.50 pCt., und bei Gemeinden 20 pet. des Schadens Kommunalsteuer- Gefeß aufgenommen wurde, wieder beseitigen will. pflegung Titel 4b entsteht eine längere Debatte über die vorn herein unberücksichtigt bleiben sollen, durch gefeßliche, Man scheine zu übersehen, daß der Antrag jede Gemeinde, auch die, Verwerthung des Zuckers für die Ernährung der Soldaten. Seitens Borschrift beseitigen und, soweit es nach der Bestimmung diese Beihilfe bis zur welche bisher mit ihrer Besteuerung ganz zufrieden war, nöthigt, der Militärverwaltung wird mitgetheilt, daß bei außerordentlichen des lit. a überhaupt zulässig ist, andere Einrichtungen zu treffen. Der Antrag reißt ein Anstrengungen ein gewisses Quantum Bucker als Nahrungs- vollen ungedeckten Schadenshöhe gestatten und beziehungsweise Bedürfnißfall ftatuiren. Der zelne Bestimmungen des Gesetzes aus ihrem Zusammenhange mittel fich als vortheilhaft erwiesen habe. Abg. Müller- Sagan be- im wurde Antrag sehr und giebt ihnen eine nicht immer autreffende Auslegung. streitet, daß der Zucker eines der ausgiebigsten Nahrungsmittel fei lebhaft besprochen und namentlich von fonfervativer Seite bea Man muß gelinde Zweifel hegen, ob Zweifel hegen, ob der Antrag der Antrag Mies und vor allen Dingen für die Armee nicht den Werth habe, den tämpft. Dagegen wurde vom Minister dem Antrage fachlich Abg. Weyerbusch bemerkt bei der Begründung feines Antrags, der bereits im vorigen Jahre das Haus beschäftigt hat, daß von der Härte der heutigen Bestimmungen gerade die kleinen Besitzer gee troffen werden, die infolge der ihnen aufgebürdeten Steuerlaft wirthschaftlich zu grunde gehen. Abg. Mics( 3) findet den Antrag Weyerbusch nicht weitgehend genug. Minister Miquel, er hoffe noch in dieser Session eine Vorlage darüber einbringen zu fönnen. Donnerstag 12%, Uhr: Interpellation Woyrsch betr. den Unfall der Gräfin Pfeil auf dem Bahnübergang bei Brieg. Parlamentarisches. von nicht widersprochen; der Antrag " er wurde deshalb abgelehnt. I und sei auf feinem Papier geschrieben; Zeuge glaubt, es sei unmöglich, Ich bin dazu nicht kompetent. Das Urtheil wurde unter Ausschluß 8. Der Antrag Hartmann: Zwischen a und b einzuschieben: daß, als das Bordereau photographirt wurde, die Rückseite nicht der Deffentlichkeit gesprochen, und davor müssen wir uns alle beugen. Zur Ersatzleistung, beziehungsweise Rückerstattung der für die auch erschienen sei; da die Tinte blaß sei, sagt Bellieux, frage es Gr beschränkte sich darauf, au sagen, daß die Experten vor dem Thätigkeit der militärischen Hilfskommandos entstandenen Unkosten sich, ob es nicht nöthig gewesen sei, der Farbe nachzubelfen und das Kriegsgericht erklärten, das Bordereau sei nicht von Esterhazy. jeglicher Art." Der Antrag wurde von mehreren Seiten mit der Bordereau also zu bearbeiten für die Photographie. General Pellieux Paul Mariand, Professor von der Rechtsfakultät an der Beschränkung verstanden, bezw. ausgelegt, daß trotz desselben doch fügt hinzu, aus den Verhandlungen gehe hervor, daß die Werthei- Universität Genf, fagt aus, er habe eine genaue Vergleichung Faksimile und der Schrift Dreyfus vorgenommen. Eleine Leistungen dieser Art absolut leistungskräftigen Städten nicht digung alle vereidigten Sachverständigen, die nach dem Original des ersetzt werden sollten. Vom Minister wurde in diesem Sinne gearbeitet hätten, zurückweise und nur zu den Experten Vertrauen Der Bericht werde ohne Zweifel den Geschworenen vorgelegt werden. Konsuls dem Antrage inhaltlich nicht widersprochen; aber doch um Ab- habe, die sich aus Liebhaberei mit Schriftuntersuchungen beschäftigten Später habe auf Ersuchen des französischen das Bordeau mit einer ihm lehnung gebeten, weil dies im Gesetz auszusprechen nicht und unter diesen befände sich ein Zahnarzt und ein Aus- Marcellier Pellet aufs neue erforderlich sei. Es sei in der Provinz Brandenburg eine Rück- länder. Diese Tattit, fährt Pellieux fort, wundert mich nicht, unbekannten Handschrift verglichen und es sei ihm dann klar ge= erstattung schon im Gange, und für Schlesien habe der Oberpräsident denn schon Mathieu Dreyfus hatte sie mir in meinem Bureau worden, daß es die Handschrift Esterhazy's war. fich ebenfalls dazu bereit erklärt. Es würde also geschehen, soweit angedeutet, nachdem er Esterhazy angeschuldigt hatte. Ich Die Sigung wurde hierauf geschlossen. ein Bedürfniß sich ergebe. Die Kommission nahm darauf den Antrag habe ihn damals gefragt, ob er eine zweite Untersuchung des Boreinstimmig an. 1. Bei lit. b wurde durch einen Antrag v. Buch dereau wünsche, er hat mir aber nicht geantwortet. Andererseits hat Gewerkschaftliches. die Beihilfe nicht auf die Gemeinden beschränkt, sondern auf die man viel von Handschriften, niemals aber von dem Inhalt des Berlin und Umgebung.d Kreise ausgedehnt. Auch diefer Vorschlag fand einstimmige An- Bordereau gesprochen. Ich behaupte, Ihnen hier, mit den SchriftAchtung, Schuhmacher! In der gestrigen Nummer des nahme troß nachdrücklichen Widerspruchs des Ministers, der sogar stücken in der Hand, beweisen zu können, daß der Offizier, das Gesetz dadurch für gefährdet erklärte, da das Nothstandsgesetz welcher das Bordereau geschrieben hat, dem Striegsministerium Vorwärts" befindet sich unter„ Gewerkschaftliches" eine Notiz, in welcher mitgetheilt wird, daß nach bürgerlichen Blättern vom Jahre 1888 die Kreise ebenfalls ausgelassen habe und die angehört und Artillerist ist. Kreise als leistungsfähig anzusehen seien. Von allen Seiten wurde Labori beantragt, daß Oberst Picquart, der sich bei dem die Schuhfabrikanten bereit wären, mit den Vertretern der Arbeiter auf die kommunale Belastung der Kreise und auch darauf hingewiesen, Richter Berthulus befindet, herbeigerufen werde, damit er diese über die streitigen Punkte des Arbeitsnachweises in Verhandlungen daß der Staat durch die verzögerte Organisation der umfassenden Aussage höre. Der Präsident erwidert: Sie haben für den zu treten. Diese Angabe ist unrichtig. Die Fabrikanten haben Maßregeln gegen Ueberschwemmung eine gewiffe Schuld abzutragen Augenblick nicht das Wort. Labori protestirt und besteht persönlich und durch ein Schreiben an die Agitationskommission babe. Der Betrag von 350 000 W, welcher hierauf entfallen fönne, darauf, daß Picquart herbeigerufen werde. General Bellieux erklärt, daß sie jede weitere Verhandlung über diesen Punkt abm, fei nicht so groß, um das Gefeß zu gefährden. Der für Sachsen abweichende analyfirt nun das Bordereau und sagt, nur ein dem Kriegs lehnen. Ebenfalls sind die Herren auch nicht gewillt, einer Einvon Schlesien und Brandenburg vorgeschlagene Antheilmodus, indem in ministerium angehöriger Artillerie- Offizier habe die in dem Bordereau ladung vor dem Einigungsamt des Berliner Gewerbegerichts nachSachsen Staat, Provinz und Betheiligte je für ein Drittel aufkommen angeführten Thatsachen kennen und sich der in dem Bordereau zukommen. Die Agitationstommission der Fabrik- Schuhfollen, wurde ebenfalls bemängelt und weitere Berhandlungen der vorkommenden technischen Ausdrücke bedienen können. Niemals macher. Behörden vorbehalten. Bei lit. c wurde ein Antrag des Abg. hätte ein Infanterie- Offizier das Bordereau schreiben können, da Die Nabitputer beschlossen in einer Versammlung der Firma Graf, Strachwitz ebenfalls einstimmig angenommen, wonach die einem solchen alles, wovon in dem Bordereau die Rede sei, Zöllner n. Co., bei der am Montag 10 Mann wegen Lohndifferenzen Wiederherstellung nicht blos der Uferschuhwerke, sondern auch der unbekannt sei. Was bleibt also von dem ganzen aufgerichteten die Arbeit niedergelegt hatten, folgende Forderungen zu stellen: " Ufer" selbst durch Einschiebung dieses Wortes eingeschloffen würde. Gebäude übrig? Nach meiner Ansicht nicht viel, und doch hat man Wiedereinstellung der auf dem betreffenden Bau, Lindenstr. 103 beLit. c. wurde durch einen Antrag Strachwitz dahin erweitert, daß die Offiziere beschuldigt, einen Echuldigen auf Befehl freigesprochen schäftigt gewefenen Berufsgenossen zu den alten Bedingungen; EntBeihilfen auch gegeben werden sollen zu den von den Genoffenschaften zu haben. Ich habe ein Soldatenherz, das sich gegen all die schädigung der durch Schuld der Firma entstandenen Versäumniß an für 1897/98 zu zahlenden Genossenschaftsbeiträgen". Lit. d blieb Infamien, die man über uns ausgeschüttet hat, auslehnt: fämmtlichen Betheiligte. unverändert. Bei lit. e wurde die Beschleunigung der organi- ich kann diese Infamie nicht mehr ertragen und sage, daß es ein satorischen Borlage angeregt und dabei vom Regierungsvertreter Verbrechen ist, der Armee das Vertrauen, das sie zu ihren Führern mitgetheilt, daß der gestrige Kronrath sich mit der Frage beschäftigt hat, zu nehmen. Denn wenn die Soldaten kein Vertrauen mehr habe und daß eine Beschleunigung der technischen Vorarbeiten an zu ihnen haben, was sollen ihre Führer dann am Tage der Gefahr geordnet sei, damit sie im Sommer zum Abschluß gelangen und im thun, der vielleicht näher ist, als man glaubt?( Sensation.) Dann Herbst die Vorlage kommen könne. Aus Anlaß des Antrags Jansen wird man ihre Söhne zur Schlachtbank führen, aber Bola wird eine wurde auch die Frage, in wie fern die Regierung im vorigen Sommer neue Schlacht gewonnen, wird eine neue Détacle" geschaffen haben es an Rührigkeit zur Hilfeleistung habe fehlen lassen, wiederum und seinen Sieg vor einem Europa genießen, von dessen Karte berührt und von mehreren Seiten wiederholt, daß im Lande ein Frankreich gestrichen ist.( Sensation.) solcher Eindruck bestehe. Hiergegen erhob der Minister nachdrücklich Widerspruch und gab die einzelnen Ordres, Telegramme, Anweis fungen u. f. w. zur Widerlegung solcher Behauptungen bekannt. Es bleibt nun noch der Antrag zu§ 1 übrig, welcher von mehreren Seiten gestellt ist, nämlich den Betrag der Beihilfen von 5 auf 10 Millionen zu erhöhen. Hierüber wird sich die Kommission am Donnerstag schlüssig machen. = Im Herrenhause hat Graf v. d. Schulenburg Beeßendorf nachstehenden Antrag eingebracht: Das Herrenhaus wolle im Anschluß an den Antrag der Kommission für Agrarverhältnisse beschließen: die königliche Staatsregierung zu ersuchen, für die in der Niederung der Oder und Warthe belegenen und in ähnlich gefährdeter Lage befindlichen Domänen ländereien in den Bachtkontrakten Borforge zu treffen, daß bei Schädigung oder Vernichtung der Ernte durch Wasserschaden den Bächtern ein verhältnißmäßiger Erlaß vom Pachtgelde zugesichert wird." 5 Wahlbewegung. --O " Pellieur schließt: Wir wären glücklich gewesen, wenn das Kriegs gericht Dreyfus freigesprochen hätte, denn das hätte bewiesen, daß es keinen Verräther in der Armee gab, während wir trauern müssen, daß es einen gegeben hat. General Pellieux tritt unter anhaltendem Beifall zurück. Deutsches Reich. Tischler und Waschinenarbeiter die Arbeit eingestellt. Achtung, Holzarbeiter! In Rathenow haben sämmtliche Buzug ist feruzuhalten. Achtung, Vergolder! Der Streit der Vergolder der Firma F. Baate in Brandenburg dauert unverändert fort. Wiederbolte Vermittelungsversuche seitens der Kollegen, sowie des Hauptvorstandes blieben erfolglos. Die Kollegen werden ersucht, auf die vom Hauptvorstand herausgegebenen Sammellisten rege zu zeichnen und den Zuzug fireng fernzuhalten. Der Hauptvorstand des Verbandes der Bergolder. J. A.: Franz Nary, Borsigender, Berlin, Oppelnerstr. 43. Prinzipalen schriftlich folgende Forderungen gestellt: Verkürzung der Die Steinarbeiter in Brandenburg a. d. H. haben ihren Arbeitszeit von 11 auf 10 Stunden, bei einem Stundenlohn von 40 Pf., Ueberstunden sollen mit 10 Pf. Aufschlag entschädigt werden; ferner wird um Neuregelung der Affordpreise ersucht. Ausland. Das Exekutivkomitee der englischen Maschinenbauer hat am letzten Sonnabend an die 4000 Mitglieder des Gewerkvereins, die bisher noch nicht wieder untergebracht werden konnten, die regelmäßige Streifunterstügung von je 15 Schillingen, also insgesammt 60 000 M. ausgezahlt. Soziales. " Submissions Unwesen. Wie der Lübecker Volksbote" mittheilt, betrug bei der Ausschreibung der Zimmerarbeiten für den Kasernenbau auf Marly das höchste Gebot 48 056., das niedrigste 37 277,75 M., die Differenz also nahzu ein Viertel. Für die Schlofferarbeiten an der neuen Garnisonkirche in Graudenz beanspruchte der Meistfordernde 31 888,92 M., der Mindestfordernde aber nur 10 752,68. Labori verlangt alsdann, mit dem Gesetzbuch in der Hand, das Wort und sagt, daß er auf die Aussage des Zengen etwas zu erwidern habe. Der Präsident sagt lebhaft: Sie werden In den Eisenwerken des Kommerzienraths May v. Gienantb das Wort nicht erhalten, bringen Sie Anträge ein. Labori: in Hochstein in der Rheinpfalz haben am Sonnabend 70 Former Das werde ich thun, vorher habe ich aber noch zu den Geschworenen wegen bedeutender Lohnabzüge die Arbeit niedergelegt. Sie ersuchen zu sprechen. Sie haben soeben, sagt Labori zu den Geschworenen, die Fachgenossen, den Zuzug fernzuhalten. nicht eine Zeugenausfage, sondern ein Plaidoyer, eine wahre Anklage- Aus Karlsruhe wird telegraphirt, daß am 14. Februar rede gehört. Bellieux hat hier für den Generalstab plädirt, ohne zwanzig am Post gebäude beschäftigte Steinhauer ge unterbrochen zu werden. Ein Advokat schreist mir: Man hindert maßregelt worden seien und daß weitere Entlassungen bevorſtünden. hier, die Advokaten zu manifestiren, während man duldet, daß Artillerie Offiziere in Uniform Beifall flatschen. In der That, fährt Labori fort, wir, die wir angeklagt sind, haben nicht das Recht uns zu vertheidigen und Beweise zu führen. Labori wendet sich nun gegen Bellieux, den glänzenden Redner des Generalbstabs" In der Vertrauensmänner- Konferenz des Wahlkreises und sagte: Am Tage des Kampfes wird mein Blut lebenfo viel Waldenburg am 13. Februar wurde, da Genosse Möller in werth fein, wie das Ihrige. Wenn ich auch weniger Goldborten Rücksicht auf seine törperliche Ronstitution und gewerkschaftliche habe, als Bellieux, so wird mein Muth doch nicht geringer sein, als der Stellung unter den Bergarbeitern nicht mehr kandidirt, der Genosse feinige. Der Präsident unterbricht Labori und sagt: Begründen H. Sachsfe in Zwickau als Reichstags- Kandidat aufgestellt. Sie Ihre Anträge, laffen Sie uns zu Ende kommen. Labori er- Die Anlagen zur Herstellung von Gußstahlkugelu mittels Justizrath Munckel ist im 1. Schlesischen Wahlkreise widert in großer Aufregung: Und wenn die Verhandlungen sechs Kugelschrotmühlen( Kugelfräsmaschinen) sind gemäß einem Grünberg Freystadt wieder aufgestellt worden. Im Wahl- Monate dauern müssen, sie werden dauern bis zu dem Tage, wo Bundesrathsbeschlusse, der noch der Genehmigung des Reichstages freise Dhlau imptsch haben die Konservativen im Verein das Licht, das wir suchen, hervorbrechen und glänzen wird, wie bedarf, in das Verzeichniß der gewerblichen Anlagen aufzunehmen, mit dem Bund der Landwirthe den Bauerngutsbesitzer Rother wieder die Sonne. Labori bringt hierauf seine Anträge ein, die vom die einer besonderen Genehmigung bedürfen. aufgestellt. Gerichtshofe abgelehnt werden. Clemenceau schließt sich den Die Vertrauensmänner der freifinnigen Vereinigung und der Forderungen seines Kollegen Labori, daß Picquard geholt freifinnigen Boltspartei haben in einer am 11. d. Mts. in Wilfter werde, an; man bedürfe seiner, um ihn mit Bellieng zu fon abgehaltenen Bersammlung beschlossen, dem Hauptpaftor Dietmann frontiren.( Bewegung.) Der Präsident sagt: So werde ich eine Reichstags- Kandidatur für den fünften schleswig- ihn holen lassen. holsteinischen Wahlkreis anzutragen. Schenver- Refiner führt nun in Gegenwart Teyffonnières geJm 11. hannoverschen Wahlkreise Northeim- wisse ungenauigkeiten an, die in dessen Aussagen enthalten sein Ginbed wurde als sozialdemokratischer Reichstags- Kandidat Genosse sollen. Was Esterhazy betrifft, so habe ich zu Teyffonnières nicht Fischer- Hannover aufgestellt. Baurath Wallbrecht aus Hannover, von ihm sprechen können, denn zu der Zeit, in die meine Unter Depelthen und letzte Nachrichten. der als nationalliberaler Kandidat für Celle Gifhorn bereits haltungen mit Teyssonnières fallen, kannte ich den Namen aufgeftellt war, ist zu gunsten des Hofbesizers Grotte II, der dem Esterhazy nicht. Teyssonnières: Ich habe mich Breslau, 16. Februar.( B. H.) Wie der Breslauer General Bunde der Landwirthe etwas genehmer ist, zurückgetreten. täuschen können, indem der Name Esterhazy in meinen täglichen Anzeiger" berichtet, hat der Tapezirer Kühn heute Nachmittag den In Bielefeld hat das Zentrum den bisherigen Abgeordneten Aufzeichnungen figurirte. Labori: Das ist recht feltfam, da ihm zur Laft gelegten Mord an der Altwaarenhändlerin Katike einHumann wieder aufgestellt. noch niemand den Namen Esterhazy genannt hatte. Teyssonières: gestanden. Er war mir jedenfalls durch öffentliche Gerüchte zu Ohren Geeftemünde, 16. Februar.( W. T. B.) Laut Mittheilung des gekommen. Scheurer Kestner: Ich bleibe dabei, daß ich deutschen Konsulats in Gothenburg sind die Schiffspapiere und am 11. Juli, das heißt zu der Zeit, als ich Teyssonnières andere Gegenstände des hiesigen überfälligen Dreimasterſchuners sab, den Namen Esterhazy noch nicht gehört hatte. Ich habe also Behrend", der am 18. Dezember vorigen Jahres mit Kohlen von zu Teyssonnières von dem Major nicht sprechen können, ich schwöre Bonnes(?) nach Bremerhafen abgegangen war, an der schwedischen es. Labori verlieft hierauf einen Vormittags in der Libre Parole" Küste angetrieben. Vermuthlich ist das Schiff mit neun Mann Beerschienenen Artikel, der nach Teyssonnières' Zugeständniß von sagung untergegangen. ihm inspirirt und gegen Trarieur gerichtet ist. Labori über- Budapest, 16. Februar.( W. T. B.) Abgeordnetenhaus. Sima Bei der Stadtverordnetenwahl in Hanau kommen fämmt. läßt es den Geschworenen, die Aufrichtigkeit eines folchen von der äußersten Linken interpellirte wegen mehrerer bei den liche Kandidaten der Sozialdemokratie in die Stichwahl. Nach An- Menschen nach ihrem Werthe zu schäßen, eines Menschen, der Budapester Sozialistenführern vorgenommenen vorgenommenen Haussuchungen. gabe der Gegner find 1530 Stimmen für unsere Partei und 1620 für noch neulich in der Gerichtssigung seine ewige Dankbarkeit für Der Minister des Junern, Perczel, erwiderte, dieselben die bürgerlichen Kandidaten abgegeben worden. Das amtliche Wahl- Trarieng versicherte, dem er es zu danken hat, daß er wieder in die hätten thatsächlich stattgefunden, weil die Fäden der Bauern Liste der Sachverständigen des Tribunals der Seine aufgenommen bewegung ergebniß steht noch aus. im Szabolczer Romitate von Budapest aus Polizeiliches, Gerichtliches 2c. worden ist. gehen. Diese Bewegung fei feineswegs eine sozialistische gewöhn Jm Dorfe Schwepnih und anderen Orten der sächsischen Trarieur sagt: Ich habe sehr aufmerksam den Ausführungen licher Art. Die Bevölkerung im Szabolczer Romitat sei nicht im Amtshauptmannschaft Kamenz ist vor einiger Zeit der vom sozial- des Zeugen Teyssonnières zugehört, der von„ Lügen Trarieur's" Nothstand. Die Arbeitslöhne seien dort hoch. Diese Bewegung sei demokratischen Agitationskomitee für Sachfen herausgegebene Stafprach. Ich möchte ihn fragen, um welche Lügen es sich handelt. eine gewiffenlose Heße. London, 16. Februar.( W. T. B.) Eine Depesche aus Hatfield lender gratis vertheilt worden. Einige Verbreiter bezichtigt man,( Bu Teyffonnières): Ich habe Ihnen gegenüber mit der größten durch Vertheilung des Kalenders groben Unfug begangen zu haben, Wilde gehandelt und Sie sind mir dafür eine zeitlang dankbar meldet: Als der Premierminister Lord Salisbury gestein Abend William Cecil in einer leichten und gegen den Berleger des Kalenders, Redakteur Eichhorn in gewesen.( Teyssonnières spricht immer dazwischen.) Trarieur mit seinem Sohne Lord fortfahrend: Reden Sie mir doch nicht mehr von Ihrer Equipage von Dresden ist die Beschuldigung erhoben, daß er sie zu dem groben Dankbarkeit, Sie, der hingeht und mich durch eine Zeitung dem Wohnhause am Eingange des Parks ein starker Windſtoß einer Spazierfahrt bei zurückkehrte, erfaßte Unfug angeftiftet" hätte. beschimpfen läßt. Teyssonières: Wir sind eben verschiedener eines der massiven eisernen Thore und schleuderte dasselbe gegen Meinung. Trarieux: Die Angriffe der Libre Parole" berühren das Gefährt, welches in zwei Theile geschnitten wurde. Die Jufassen mich nicht; was mich berührt, sind die Verleumdungen, die der tamen unversehrt aus den Trümmern hervor. Der Unfall Artikel enthält, die Behauptungen, die Teyffonnières felbft hier als batte keinerlei schädliche Folgen für den Premierminister, der sich unzutreffend anerkennt. Ich glaube, der Gerichtshof wird es nicht vollkommen wohl befindet. wollen, daß ich hier vor der Presse und vor dem Lande unter der Anschuldigung bleibe, ich hätte gelogen. Der Präsident verlieft einen Brief Teyssonnières, in dem dieser seine Dankbarkeit gegenüber Trarieng betheuert. Jm 17. fächsischen Wahlkreise Glauchau Meerane, der bekanntlich durch Genossen Auer im Reichstage vertreten wird, will diesmal der Fabrikant Pöge die unfruchtbare Aufgabe übernehmen, als Randidat des gesammten Misch- Masch dem Sozialdemokraten entgegen zu treten. Partei- Nachrichten. Projek Bola. Paris, 16. Februar. In der Umgebung des Justizpalastes und in den Wandelgängen deffelben herrscht heute Ruhe. Auch beim Eintreffen Bola's er eignete fich keinerlei Bwischenfall. Die Sigung wird um 12/4 Uhr eröffnet. Der Saal ist wieder überfüllt. V " Chriftiania, 16. Februar.( 28. T. B.) Sicherem Bernehmen nach ist das neue Ministerium gebildet. Steen hat dem Könige eine Minifterlifte vorgelegt, auf welcher sich die Namen der ehemaligen Minister Steen, Blehr, Wegelsen, Duam, Nysom, Holft und Thies lefot, sowie dienigen der Mitglieder des Storthings Lövland, Sunde und des Assessors am höchsten Gericht Löchen befinden. Petersburg, 16. Februar.( B. H.) Die russische Regierung wird demnächst ein Ministerium für öffentliche Gesundheitspflege ers richten. Zum Chef dieses Ministeriums soll Senator Lichatschew bes stimmt sein. Der gestern von der Vertheidigung gestellte Antrag, daß ein Richter mit dem Auftrage zu Frau Boulancy gesendet werde, sie über Auf Veranlassung Labori's spricht Trarieur von den in die anderen Briefe Esterhazy's zu vernehmen, wird vom Gerichts- diskreten Wittheilungen, die nach seiner Meinung den Zweck gehabt hofe abgelehnt. Die Vertheidiger erklären, auf die Vernehmung der hätten, die Aktion Picquart's zu paralisiren. Das ergebe sich aus Difiziere verzichten zu wollen, welche das Kriegsgericht gebildet haben, dem Dilemima, das das Verhalten Theiffonnière's gezeigt habe, als das Esterhazy freigesprochen hat. Dagegen befiehen die Ver- derfelbe die Wahrheit sagte. Hier tritt eine Pause ein. theidiger auf ihrem Verlangen, daß der Kriegsminister General Nach Wiederaufnahme der Sigung wird auf Veranlassung Billot vernommen werde. Präsident: Stellen Sie also ent- Labori's General Pellieur wieder vernommen. Labori: Was Athen, 16. Februar.( B. H.) Nunmehr haben alle Mächte, sprechende Anträge. Labori: Das ist nicht der Mühe werth. wollen Sie damit sagen, daß seitens der Vertheidigung vereidete mit Ausnahme von England und Frankreich, dem KontrollgesetzDer Präsident erwidert, die Anträge seien nöthig, damit der Sachverständige abgelehnt würden, während sie Bahnärzte hierher Entwurf und dem Gläubiger- Arrangement zugenimmt. England Gerichtshof einen Beschluß faffen tönne. Labori: Damit man fommen lassen. Pellieux: Ich will damit sagen, daß Sie und Frankreich zögern nur wegen der von ihnen beschlossenen mich Labori, den Antragsteller" nennen kann, denn auf Ihren Auseinandersetzungen der vereideten Sachverständigen nicht zulaffen. Anleihegarantie, wozu die Zustimmung der Kammer erforderlich ist. Befehl bin ich jetzt Antragsteller durch Ueberredung.( Lachen.) abori: Verzeihung; wir selbst haben Ihre vereideten Sachver. Es werden zwei Anleihen zu 100 und 65 Millionen aufgenommen. Scheurer Kestner wünscht auf gewisse Ungenauigkeiten in der ständigen hierher rufen lassen, und sie haben sich geweigert, zu Athen, 16. Februar.( B. H.) Die Unruhen in Nordalbanien Aussage des Schreibfachverständigen Teyssonnières hinzuweisen; da sprechen. Der Vorwurf Pellieux kann sich also nicht gegen uns haben eine größere Ausdehnung angenommen. Bereits über 2000 letzterer nicht anwesend ist, werden die Erklärungen Scheurer- Kestner's richten. Albanesen stehen im Kampfe. verschoben. Inzwischen ist der Direktor der Ecole des Chartes, Paul Meyer, Washington, 16. Februar.( W. Z. B.) Nach einem weiteren General Pellieux wird wieder aufgerufen. Er erkennt an, wieder vor die Schranken gerufen und bemerkt: Wenn mir General Telegramm des Kapitäns der„ Maine" Sigsbee find 236 Manndaß das erste Faksimile, welches im„ Matin" erschienen ist, genauer Bellieux nur eine negative Photographie des Original- Bordereaus schaften und zwei Offiziere der Ratastrophe zum Opfer gefallen. Die ift, als alle anderen, die in den Blättern oder sonst veröffentlicht bringen wollte, würde ich mich bemühen, in voller Loyalität und Nachricht von dem Untergang der" Maine" hat in dem Marineworden sind. Das Bordereau habe eine Vorder- und eine Rückseite Gewissenhaftigkeit mein Gutachten abzugeben. Bellieug erwidert: departement ungeheure Aufregung hervorgerufen. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. r. 40. 15. Jahrgang. Reichstag. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 17. Jebruar 1898. hedd 42. Situng. Mittwoch, den 16. Februar 1898, 2 Uhr. Am Bundesrathstische: Ministerialdirektor Woedtke. Auf der Tagesordnung steht zunächst die zweite Berathung des An.rags Auer und Genossen betreffend das Recht der Bersammlung und Vereinigung und das Recht der Roalition1. Der§ 1 verlangt: der fünfzigsten Wiederkehr des 18. März. Herr Nickert wollte doch den ernsten Willen, in der Sache einen Abschluß herbeizuführen, bedenken: daß er heute erst für die Koalitionsfreiheit auftreten muß; sonst würden sie für unseren Antrag stimmen müssen. Herrn Abg. das ist ja eine Folge jenes Zustandes, in den das deutsche Lieber frage ich, was hat die Bildung von Berufsvereinen mit Bürgerthum durch durch Verlengnung seiner freiheitlichen Ideale unserem Vereins- und Versammlungsrecht zu thun? Erhalten denn uns gebracht hat. Wir bringen den Antrag ein, damit die Frauen auch nur das geringfte Recht, am politischen weil heute in Deutschland die Sozialdemokratie die einzige Partei Vereinsleben theilzunehmen? Durch solche Einwände erreichen Sie ist, die ernsthaft auch die Freiheit auf politischem Gebiete er- nur, daß diese so hochwichtige Angelegenheit immer wieder strebt. hinausgeschoben wird. Kommt es doch bei uns in Preußen Alle Zusakanträge des Herrn Rickert bedeuten im übrigen nur noch vor, daß die Frauen nicht an öffentlichen Festlichkeiten eine Abschwächung meiner Anträge. Wir werden uns gegen eine politischer Vereine theilnehmen, so daß dann die Männer unter sich Die Reichsangehörigen ohne Unterschied des Geschlechts haben Kommissionsberathung nicht sperren, aber wir hallen fie für gänz- tanzen müssen( Heiterkeit). Bei dieser Gelegenheit können auch die das Recht, sich zu versammeln. lich überflüssig; es ist auch möglich, daß man diese Kommissions- Majoritätsparteien einmal ihren Muth beweisen, das zu verlangen, Zur Veranstaltung und Abhaltung von Versammlungen be- berathung nur vorgeschlagen hat, um unserm Antrage zu einem was sie beschlossen haben, indem sie auf die Regierung einen Druck darf es weder einer Anmeldung bei einer Behörde, noch einer anständigen Begräbniß zu verhelfen. Ich frage mich was soll in ausüben. Hier können sie Beschlüsse in die That umsetzen. Nach Erlaubniß durch eine Behörde. Versammlungen und Umzüge, die der Kommission eigentlich noch berathen werden. Herr Rickert wünscht dem die Herren Konservativen im preußischen Abgeordnetenhause auf öffentlichen Straßen und Pläßen stattfinden, sind spätestens freilich noch eine Anzahl neuer Bestimmungen. Er will durchaus alle Mittel und Hebel in Bewegung gesetzt haben, um zu verhindern, fechs Stunden vor ihrem Beginn durch den Veranstalter oder Ein- in das Gesetz hineinbringen, daß die Bürger nur in friedlichem daß das Vereinsrecht in unserem Sinn umgeändert werde, werden berufer bei der mit der Ordnung des öffentlichen Verkehrs betrauten Aufzuge fich vereinigen dürfen. Aber es liegt doch teine Ber- fich die Majoritätsparteien des Reichstages mit der äußersten Drtsbehörde anzuzeigen. anlassung vor zu der Annahme, daß die Leute in normalen Zeiten Rechten wohl abfinden müssen. Ich bitte Sie also, wenn Sie wirklich Abg. Geher( Soz.): Die Erfahrung hat uns gelehrt, daß es im plöglich bis an die Zähne bewaffnet erscheinen werden. Ja, aber wollen, daß etwas in dieser Sache geschehen soll, den§1 in der öffentlichen Leben stets beffer ohne Polizei geht. Wenn die Polizei am Vorabend einer Revolution? Glaubt Herr Rickert, daß sich zweiten Lesung anzunehmen. Bis zur dritten Lesung haben Sie ja in einer Versammlung eingriff, dann ist es wohl öfter zu turbulenten die Leute da um etwelche Paragraphen des Vereins dann noch Zeit, Amendements zu stellen.( Bravo! bei den SozialSzenen gekommen. Angeblich schreiten ja die Beamten ein zum gesetzes fümmern werden? Und wozu noch der Zusatz, demokraten.) Schuße der Gesetze, oftmals aber kennen sie die Geseze garnicht, daß es sich um Versammlung.n handeln könnte, in denen Hierauf wird der Antrag auf Verweisung des Antrags kommt es doch manchmal vor, daß man ganz junge, kaum 20 jährige gegen das Strafgesetz verstoßen werden könnte! Verstöße gegen das Auer an eine Kommission gegen die Stimmen der Freisinnigen, Polizeibeamte zur Ueberwachung der Versammlung fommandirt. Strafgesetz werden doch durch das Strafgeset geahndet. Wozu also Antisemiten und Sozialdemokraten abgelehnt. Sodann wird Wenn man ferner gesagt hat, junge Leute dürften in den Ver- eine ausdrückliche Bemerkung? Dann kommt das Bedenken gegen§ 1 des Antrags Auer gegen die Stimmen der Sozialdemo fammlungen nicht anwesend sein, sie verständen davon nichts und die Zulaffung Minderjähriger; meine Herren, der Arbeiter wird kraten und der Süddeutschen Volkspartei ebenfalls abgelehnt. verursachten nur Störung, so erwidere ich, die Jugend wird früher arbeitsmündig als der Bürgerssohn; er muß also auch seine in den Versammlungen meist von den Erwachsenen im Baume ge- Interessen vertreten können. Wenn es Leute giebt, die die jugendhalten. Außerdem, wenn die jungen Leute durchaus standaliren lichen Arbeiter mit dem geschmackvollen Ausdruck Lausbuben" be wollen, so werden sie sich dazu natürlich nicht die polizeilich über- legen, so ist das nur bezeichnend für die Auffassung, die in jenen wachten Versammlungen aussuchen. Ebenso haben unsere Redner Kreisen über die Arbeiter selber besteht. Was würde es wohl geben, mehr und mehr gelernt, die Gesetze zu respektiren, auch werden wenn wir die Primaner von Ludwigsluft, die gelehrigen Schüler selbstverständlich von der Partei die geeignetsten Genossen dazu des Herrn Tirpik, oder die minderjährigen Offiziere so nennen bestimmt, damit das Ausehen der Partei nicht durch un würden? geschickte Redner geschädigt wird. Die Anmeldung einer Ver 0 Abg. Singer( Soz.) erklärt darauf, daß, da nach den Ers klärungen der verschiedenen Parteien keine Aussicht auf Annahme des Antrages Auer mehr vorhanden sei, derselbe von der Fraktion zurückgezogen werde. Es folgt die Berathung des nachstehenden Antrags der Abgg. Müller Waldeck und Liebermann v. Sonnenberg: 0 Um den vielfach hervortretenden Mißbräuchen auf dem Ges biete des Privat Versicherungswesens entgegenzuwirken, soll für alle Privat- Versicherungsgesellschaften eine staatliche Prüfung und Genehmigung der von ihnen aufgestellten Versicherungsbedingungen vorgeschrieben werden. Abg. Müller- Waldeck( Reform- P.) begründet den Antrag. Er schildert die Verschiedenartigkeit der Verhältnisse in den einzelnen Bundesstaaten und erklärt es für die Pflicht des Staates, energisch unlauteren Praktiken unsolider Versicherungsgesellschaften entgegen zutreten; insbesondere sei es das Lebensversicherungswesen, daß einer durchgreifenden Reform dringend bedürfe. Das waren so die Bedenken, die man gegen unseren Antrag fammlung halten wir für durchaus unnöthig, die Bestimmung, geäußert. Sie sehen, wie stichhaltig sie sind. Ich wünsche, daß daß öffentliche Umzüge sechs Stunden vor Beginn angemeldet alle Parteien, die nicht auf dem Standpunkte stehen, daß der deutsche werden müssen, haben wir nur mit Rücksicht auf den öffentlichen Staatsbürger nur Steuern zu zahlen und das Maul zu halten hat, Verkehr aufgenommen. Eigentlich halten wir auch diese Bestimmung für unsern Antrag stimmen werden. Wir sind bereit, wenn Komfür ganz überflüssig. In England haben bereits die Staatsbürger miffionsberathung gewünscht wird, dafür zu stimmen.( Bravo! bei das Recht, sich überall zu versammeln, und wir haben gesehen, daß den Sozialdemokraten.) dort die Versammelten sehr wohl die ihnen gewährte Freiheit zu Abg. Baffermann( natl.): Wir stehen auch heute noch auf dem respektiren wissen. Auch bei uns gestattet man ja auch heute schon Standpunkt, daß ein Reichs Vereinsgesetz auf liberaler Grundlage öffentliche Umzüge, freilich meist nicht die der Sozialdemokratie, aber erwünscht ist. Leider scheint der richtige Zeitpunkt, es bei der Abg. Vogthere( Soz.): Ich bin im Prinzip mit dem Antrags ausnahmsweise erlaubt man es auch dieser. So wird den sozial Regierung durchzusehen, versäumt zu sein. Zur Zeit ist steller einverstanden. Doch glaube ich, daß das Bild, daß demokratischen Gewerkvereinen in einzelnen Städten fein Hinderniß wenig Aussicht dazu, ja es scheint ja nicht einmal möglich, die Auf- er von dem Versicherungswesen gegeben, geeignet ist, falsche in den Weg gelegt, wenn sie bei Stiftungsfesten Umzüge hebung des Koalitionsverbotes für politische Vereine durchzusehen. Vorstellungen hervorzurufen. E3 flingt Dent Laien 10 veranstalten wollen. Doch ist es bei uns auch schon Die Beispiele, die die sozialdemokratischen Kollegen aus Sachsen und riesenhaft, wenn er von den hunderten von Millionen hört, die da so weit gekommen, daß man solche Umzüge verbot, nur weil man Herr Pachnicke aus Mecklenburg erzählt haben, beweisen, daß fursiren, denen gegenüber nur Zehner von Millionen als Verfürchtete, sie wirkten zu agitatorisch für die Arbeiterbewegung. mit zweierlei Maß gemessen wird. Das ist nicht waltungsunkosten stehen. Aber man muß eben das Risiko bedenken, Wenn mir nun jemand sagt, daß ihm unser Antrag viel zu radikal erfreulich und muß sich früher oder später rächen.( Sehr richtig! bei das diese Gesellschaften haben, dann ändert sich das Bild. erscheint, so behaupte ich, er ist überhaupt nicht dafür, daß den den Sozialdemokraten.) Wir in Baden erfreuen uns großer Vereins- Auch ich halte eine reichsgesetzliche Regelung dieser Materie für Arbeitern das freie Versammlungsrecht gewährt werde. Er mag freiheit. Wir haben das Recht, daß an politischen Vereinen erstrebenswerth; doch denke ich sie mir nicht in Form einer Staatsnoch so schöne Worte machen, er wolle die Organisationen der Frauen theilnehmen dürfen. Das verlangen wir für ganz aufsicht, die selbst dem Intereffe der Versicherten zuwiderlaufen Arbeiter nicht stören u. s. w. ich meine, wer überhaupt für ein Deutschland. Dagegen find wir gegen die Theilnahme würde. Redner giebt eine Uebersicht über die bisherigen freies Versammlungsrecht eintritt, muß auch für unseren Entwurf jugendlicher Personen an Versammlungen. Wir Bestrebungen, das Versicherungswesen reichsgefeßlich zu regeln. Es stimmen.( Bravo! bei den Sozialdemokraten.) müssen deshalb gegen den Antrag Auer stimmen, der ja auch keine gelangte auch schon einmal an das Abgeordnetenhaus folch' ein Abg. Rickert( frf. Vg.): Es ist thatsächlich verwunderlich, daß Bestimmungen über den Ausschluß bewaffneter Personen von Ver- Gefeßentwurf mit der Begründung, daß sich der Bundesrath damit der Bundesrath noch keinen Beschluß über den vom Reichstag schon fammlungen und die Anzeigepflicht enthält. Auch von einer nicht befassen wollte. Fürst Bismarck hat auch eine gesetzliche zweimal angenommenen Antrag auf Schaffung eines Reichs- Vereins- Kommissionsberathung können wir uns teinen Vortheil versprechen. Regelung befürwortet, soweit sich die Versicherung in den gesetzes gefaßt hat. Inzwischen sind Sachfen und Bayern im Sinne Abg. Lieber( 3.): Nach unseren früheren Auslaffungen fonnten Händen von Privatgesellschaften befand; er hat ein Runddes Versprechens des Reichskanzlers nachgekommen. Bayern hat die Herren Antragsteller feinen Augenblick darüber in Zweifel schreiben erlassen, aber dies hat zu einer Gesezesmaßnahme gerade das Gegentheil von dem gethan, was Preußen für gut fein, daß wir für ihren Antrag, so wie er liegt, nicht nicht geführt. Eine Reihe von Ginzelbestimmungen, die das Verbefunden hat. Auf grund des bayerischen Borgehens hat jetzt selbst stimmen werden. Das ist Ihnen wohl auch angenehmer. Drei ficherungswesen tangiren, sind ja in den verschiedenen Reichsgesetzen die Kreuz- Zeitung" ein Reichsgesetz empfohlen. Was nun den Beschwerdepunkte hat das arbeitende Bolt: 1. Das Korporations- enthalten, z. B. in der Gewerbe Ordnung; was uns fehlt, das ist Antrag Auer anlangt, so bedauere ich, daß Abgeordneter Lenz recht der Berufsvereine, 2. die Sicherung der Koalitionsfreiheit eine durchgreifende Zusammenfaffung. Und daher kommt die unglaub mann den Antrag auf Rommissionsberathung zurückgezogen hat. und 3. die Aufhebung des Koalitionsverbots für politische Vereine. liche Buntscheckigkeit der Versicherungsbestimmungen in den einzelnen Ich nehme den Antrag wieder auf, die Materie ist zu wichtig, als Auf dieses Biel steuern wir los; wenn wir diese drei Dinge erreichen, Bundesstaaten. Redner geht sie der Reihe nach durch und beweist, daß sie hier ohne weiteres erledigt werden kann. Bedauerlich ist es, haben wir mehr erzielt, als die Herren Sozialdemokraten mit ihrem daß die Konzessionspflichtigkeit der einzelnen Gesellschaften durchaus daß nicht ein einziger Vertreter des Bundesraths hier ist.( Ruf Antrag, der von den Regierungen doch niemals angenommen wird. nicht überall oder doch nur in sehr seltsamen Formen vorhanden rechts: Ministerialdirektor Woedtke ist ja da! Große Heiterkeit.) Die Antragsteller hätten warten sollen, bis unfer Antrag, der Antrag ift; geradezu idiotische Bestimmungen gelten 8. B. in SchwarzburgDer Vorredner hat gesagt, wer den Antrog nicht so wie er ist an- Bachnicke und der Antrag Baffermann im Plenum erledigt war. Sondershausen.( Heiterkeit.) Kurz, es erhellt die Nothwendig nehme, sucht Hinterthüren. Lieber Herr, wie kommen Sie denn zu Das haben sie nicht gethan, sie haben ihr geschäftsordnungsmäßiges feit einer einheitlichen Regelung. Aber diese kann fich solchen Aeußerungen? Sie sind ja noch sehr jung im parlamentari- Recht angewendet und mögen nun die Folgen tragen. Wir werden nur darauf erstrecken, daß das Versicherungsgeschäft auf eine durchschen Leben. Die Bourgeoisie hat ja den Arbeitern die gegen die Rommissionsberathung stimmen, dagegen darauf halten, aus vertrauenswürdige Basis gestellt wird; eine weitere Polizeis wichtigsten Rechte erfämpft. Wir waren schon da, als daß die genannten drei Anträge hinter einander im Plenum erledigt Aufsicht kann ich nicht gutheißen. Es ist z. B. unmöglich, gefeßlich au an Sie Sozialdemokraten noch nicht zu denken war. Ich werden. Dann werden wir einmal seben, durch wen das arbeitende verhindern, daß die Betriebskosten künstlich heraufgeschraubt werden. stelle den Antrag auf Ueberweisung an eine Kommission von Wolf wirklich etwas erzielt, durch uns oder durch die Sozialdemo- Verhindert muß werden, daß die Juristen da die Oberhand bes 14 Mitgliedern. Wollen Sie das aber nicht, so werde ich mir er- fraten.( Bravo! im Zentrum.) tommen; Juristen sind keine guten Mathematiker, und solche braucht lauben Gegenanträge zu stellen. Wir sind zwar auf demselben Wege Abg. Rickert( fri. Vg.) hält doch eine Rommiffionsberathung man zur soliden Leitung des Versicherungswesens. mit Ihnen, haben aber fachliche Bedenken dagegen. In Ihrem insofern für wichtig, als durch Vereinbarung einer der Mehrheit Die Staatsaufsicht kann einen wirklichen Nutzen nicht erzielen. Gefeßentwurf ist zwar die Bildung von Vereinen garantirt, aber annehmbaren Faffung einmal Mecklenburg aus dem Ausnahmezustand In Amerika stand die kontinentale Lebensversicherungs- Gesellschaft nicht das Inverbindungtreten dieser Vereine. Ein Jurist würde herauskäme, unter dem es jetzt lebt, und daß ferner den Frauen das seit ihrer Begründung unter Staatsaufsicht; noch 1876 erklärte Sie noch auf mehr Lücken aufmerksam machen, tönnen. Als Gegen- Versammlungsrecht konzedirt werden könnte. die Regierung, daß die Gesellschaft durchaus tadellos funktionire, anträge werde ich unsere Anträge aus dem vorigen Jahre wieder Abg. v. Maffow( t.): Aus unserem Schweigen darf der und 1877 war diese fallit! Ein ähnlicher Fall ist in Desterreich einbringen. Abg. Singer nicht schließen, daß wir für seinen Antrag sind. geschehen. Dort lag das daran, daß die Gesellschaft auf wiffen( Singer: Habe ich nie erwartet!) Wir sind gegen seinen Antrag schaftlich falscher Basis operirte; davon verstand die kontrollirende und gegen Kommissionsberathung. Wir sind der Meinung, Behörde natürlich auch nichts. daß die ganze Materie gar nicht hierher, sondern vor das preußische Das Verwaltungsverfahren, das ich vorschlagen würde, ist dasAbgeordnetenhaus gehört.( Lachen bei den Sozialdemokraten.) Wir jenige, das seit 1870 in England besteht und sich dort außerordent bedauern, daß es dort noch nicht zu einer Vereinbarung wegen fich bewährt hat. Es schafft keine überflüssige staatliche Kontrolle der Beseitigung des Koalitionsverbotes für politische Vereine ge- und beschränkt sich darauf, für eine gleichartige Geschäftsführung zu kommen ist. forgen. Abg. Singer( Soz.): Herr Rickert hat sich darüber gewundert, baß die Bänke des Bundesraths heute wieder so leer sind. Mich wundert das nicht. Wir sind ja hier keine Bersammlung von Intereffenten der Industrie, z. B. nicht der Bund der Industriellen, auch steht keine Frage auf der Tagesordnung, die speziell landwirthschaft liche Intereffen berührt. Wir kennen die Regierung in dieser Beziehung und wundern uns nicht mehr. Vielleicht will uns die Regierung auch ihr Mißfallen darüber bezeigen, daß wir überhaupt noch Abg. Stolle( Soz.): Die Theilnahme der Frauen an den öffent- Wenn irgendwo, so muß beim Versicherungswesen das Recht Schwerinstage abhalten, dadurch, daß sie sich grundsäßlich von diesen lichen Versammlungen ist unbedingt geboten. Wenn wir hören, wie der internationalen Gegenseitigkeit anerkannt werden. Jede enga Sigungen fern hält. Ich meine aber, wir übersehen diese Stellung in Sachfen trotz eines elfstündigen Normal- Arbeitstages Frauen mit berzige Maßregel gegenüber den ausländischen Versicherungsgesell nahme der Regierung mit kühler Ruhe und sehen mehr darauf, daß vierstündiger Ueberarbeit beschäftigt werden, so folgt schon daraus, fchaften könnte hier nur das Publikum schädigen. Was würden hier Beschlüsse zu stande kommen, die dem Willen des Volkes ent- daß es den Frauen erlaubt sein muß, sich zu organisiren Sie wohl dazu sagen, wenn Griechenland und Portugal den dort sprechen. Diesen Beschlüssen geben wir dann den nöthigen und in öffentlichen Versammlungen ihre Beschwerden vorzubringen. thätigen auswärtigen Versicherungsgesellschaften gebieten wollten, Nachdruck und stellen die Regierung vor eine Entscheidung Man meint ferner, es sei doch unmöglich, auch 21jährige junge ihre Prämien in Griechen und Portugiesen anzulegen? Das bei solchen Dingen, wo fie auf uns verfassungsmäßig Leute an den Versammlungen theilnehmen zu lassen. Ich habe schon würden Sie wohl unerhört finden. Also dürfen auch Sie nicht mit angewiesen ist. Sie sollen einmal sehen, wie schnell früher darauf hingewiesen, aus welchen Gründen mir ein 21jähriger Kleinlichen Beschränkungen gegen das Ausland vorgehen. die Herren vom Bundesrath dann ihre Haltung ändern werden. So junger Mann bedeutend mehr Veranlassung, an politischen Versamm- Was die Verstaatlichung des Versicherungswesens anlangt, fo lange der Herr Kollege Rickert freilich einen Standpunkt vertritt, lungen theilzunehmen, zu haben scheint, als ältere erfahrene Leute. bin ich der Meinung, daß sie das Endziel aller Bestrebungen wie er ihn heute vertreten, braucht er sich über den Bundesrath nicht und schließlich wird man mir doch zugeben, daß, wenn man die sein muß, die auf Nußbarmachung der Versicherung für zu wundern. Jede Volksvertretung hat die Regierung, die sie ver jungen Leute von 16 Jahren zum Steuerzahlen heranzieht, man das Bolt hinzielen. Allein Die Ersparniß in der Vers dient.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Sehr charakteristisch ist ihnen auch das Recht geben muß, in politischen Dingen waltung, die hunderte von Millionen betragen würden, sollte das beredte Schweigen der übrigen Parteien, namentlich des Zentrums. mitzuberathen. Die Anträge der Herren Nationalliberalen und des hier schon ausschlaggebend sein, vorausgesetzt, daß auf der andern Ich würde mich sehr freuen, wenn ich hier dem alten Sprichwort Bentrum nützen gar nichts, da fie eben nicht weit genug gehen. Seite nicht ein schädlicher Bureaukratismus playgreift. Aber die glauben tönnte: Wer schweigt, stimmt zu. Aber es wäre doch gut, Der gute Wille allein hilft nichts. Wir haben ja gefehen, wie es gegenwärtige Regierung ist noch sehr mit anderen Dingen beschäftigt, wenn das Zentrum durch einen Vertreter hier das Siegel auf diese mit dem Versprechen des Reichskanzlers gegangen ist, das er im daß sie sich mit so durchgreifenden wirthschaftlichen Maßregeln nicht Vermuthung drückte. Der Herr Rollege Rickert hat mit Recht Namen der Regierung hier abgegeben hat. Die Regierung denkt befassen fann. Die Agrarier, mit denen die Regierung ja in intimer Bers darauf hingewiesen, daß eine der Ursachen, die uns zur Eins gar nicht daran, dasselbe einzulösen, ebenso wie fich der Bundes- bindung steht( Seiterkeit), werden sich für diese Sache vielleicht mehr inters bringung unseres Antrags bestimmten, in der Nichteinlösung rath im geringsten um die wiederholten Beschlüsse effiren, wenn sie irgend etwas aus ihr herausschlachten könnten. Und da des Versprechens des Reichskanzlers zu suchen sei. In des Reichstages Reichstages betreffend Aufhebung des Koalitionsverbots ist ja zum Glück aus der Hagel- und Viehversicherung etwas zu ers der That fönnen wir das Verhalten des Reichskanzlers nur als fümmert. Bei der herrschenden Polizeipraxis ist es eben unbedingt hoffen. einen Bruch eines Versprechens bezeichnen. Seine nachherigen Er geboten, daß wir ganz tlar aussprechen, daß alle Deutschen ohne Um es zu resumiren: Wir sind für die Verstaatlichung des Bers tlärungen waren ja sehr diplomatisch; aber eine Politit der Ehrlich- Unterschied des Geschlechts das Recht haben, sich am politischen ficherungswesens, wie wir für die Sozialisirung aller Juftitutionen find. teit tann man das nicht nennen. Aber natürlich ist das ganze Leben zu betheiligen. In Reuß älterer Linie existiren ja sogar noch Da eine solche zur Zeit nicht in Aussicht steht, so können wir einst ohnehin nicht die einzige Ursache unseres Antrages. Er verlangt ja Bestimmungen, nach denen überhaupt keine politischen Vereine be- weilen nichts thun, als eine einheitliche reichsgesetzliche Regelung zu dweit mehr, als die Aufhebung des Verbindungsverbotes". Wenn Herr stehen können. Wenn also die Herren vom Zentrum und die Libe- empfehlen.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Rickert übrigens glaubt, durch unsern Antrag bleibt dies Verbot noch ralen wirklich beweisen wollen, daß sie die Interessen des Volkes ruhig bestehen, so glaube ich dagegen, daß jeder, der mit gesundem schäßen, so müssen fie für unseren Antrag stimmen. Menschenverstand an solch ein Gesetz herangeht, nicht begreifen wird, wie Abg. Liebermann v. Sonnenberg( Antif.): Ich habe nur die es möglich sein sollte, auf grund unseres Gesetzes das Inverbindung Erklärung abzugeben, daß meine politischen Freunde auch für eine treten zu verbieten. Selbstverständlich haben wir auch gar nichtsreichsgefehliche Regelung der Materie sind. Der Antrag Auer ist gegen eine Zufahnote, die das ausdrücklich bestimmt. für uns unannehmbar. Wir werden zunächst für KommissionsHerr Rickert hat davon gesprochen, daß die deutsche Bourgeoisie berathung stimmen. all diese Freiheiten längst erstrebt habe, lange ehe es eine Sozial- Abg. Zubeil( Soz.): Die Majoritätsparteien wünschen zwar demokratie gab. Das nimmt sich etwas komisch aus, gerade jetzt. beil die reichsgesetzliche Regelung dieser Materie, aber sie haben nicht Abg. v. Salisch( dk.) erklärt, seine Freunde brächten dem Antrage ihre vollen Sympathien entgegen. Ministerialdirektor v. Wödtke: Die Regierung ist willens, ein Reichs- Versicherungsgesetz vorzulegen. Die Arbeit ist nur hinter anderen noch wichtigeren Arbeiten zurückgeblieben. Wir hoffen nuns mehr aber in bälde mit den Vorbereitungen zu Ende zu kommen. Ob das Gesetz dann freilich den Wünschen des Abgeordneten Vogt herr entsprechen wird, glaube ich nicht.( Heiterkeit.) Aba. Gröber( 3): Die beantragte Resolution ist nicht glücklich. Aure den Nachbarorten. Charlottenburg. Den Mitgliedern des Wahlvereins gite Kenntniß, daß heute Abend um 8 Uhr in Bismarckshöhe die regelmäßige Versammlung stattfindet. Auf das Erscheinen aller wird gerechnet. Der Vorstand. In Charlottenburg findet am Montag, den 21. Februar, abends 8 Uhr, eine Protestversammlung gegen die in dem Erlaß des Herrn Posadowsky angekündigten Maßnahmen statt. Die Versammlung tagt in Bismarckshöhe. Sämmtliche Arbeiter und Arbeiterinnen werden bierzu eingeladen. Parteigenossen, agitirt für Plakate bekannt gegeben. Die Gewerkschaftskommission. werden die Arbeiter unseres Ortes und vor allem die gewerkschaftlich Adlershof. 8um Anschluß an die politische Organisation organisirten hiermit aufgefordert. Gelegenheit hierzu ist geboten in der am Donnerstag bei Herrguth stattfindenden Bersammlung des Arbeiter Bildungsvereins, in der Herr Dr. Rutkowski über die Zungenschwindsucht und deren Bekämpfung sprechen wird. Um zahlreichen Besuch bittet der Vorstand. Was nügen die schönsten Versicherungsbedingungen, wenn die Dazu schien fürs erste wenig Aussicht vorhanden, zumal nur eine Schiller- Theaters wirb der Richard Wagner- Abenb" am Sonntag, den finanzielle Grundlage nicht gut ist. Für diese Resolution können einzige Apotheke in der Reichshauptstadt( die Simon'iche in der 20. d. M., im Bürgerfaale des Rathhauses bereits zum dritten Male wir nicht flimmen. Herr Vogtherr hat uns viel fachliches Material Spandauerstraße) vor zehn Uhr schließt. Auch der Widerstand, den wiederholt. Den einleitenden Vortrag hält Herr Professor Dr. Richard Sternfeld. vorgetragen, namentlich aus aller Zeit. Das neueste hat er also die von seiten der Apotheker befürwortete Einführung einer er vergeffen. Im vorigen Jahr hat uns der Staatssekretär Nieberding höhten Nachttage in der öffentlichen Meinung wie auch an maß die Vorlegung eines Geseyes bei Gelegenheit der Berathung des gebender Stelle fand, trug nicht dazu bei, die Durchführung eines Bürgerlichen Gesetzbuchs versprochen. Heute hören wir, daß die Vor- früheren Geschäftsschlusses in den Apotheken zu fördern. Mit der arbeiten ziemlich weit fortgeschritten find. Ich gebe den Antragstellern Beit ist jedoch ein völliger Wandel in der Beurtheilung dieses anheim, ihren Antrag zurückzuziehen. Der eine Bunkt kann nicht ohne eine Projektes bei den hiesigen Apothekern eingetreten. Es wird Neuregelung des ganzen Versicherungswesens erledigt werden. Warten vielfach erklärt, daß die Einnahmen in der Stunde von 9 wir also das Gesetz ab. bis 10 Uhr fo gering feien, daß sie nicht einmal die Abg. Hammacher( natt.): Herr Vogtherr hat uns eine vor Kosten der Beleuchtung decken und keinesfalls ein längeres Offen treffliche Rede gehalten. Er hat in überzeugendster Weise nach halten der Apotheken rechtfertigen. In dringenden Fällen sei ein gewiefen, daß mit einer Kontrolle der Versicherungsgesellschaften früherer Geschäftsschluß fein Hindernis fürs Publikum, das doch durch den Staat nichts gebessert werden würde. Ich eigne mir die ganze Nacht hindurch in den Apotheken bedient werde, dagegen feine Gründe vollständig an. Dem Antrag fann ich nicht zustimmen. biete der sog. Handverkauf feinen ausreichenden Grund gegen die zahlreiche Betheiligung! Näheres wird noch durch Annoncen und Trägt er dazu bei, daß bald ein Reichsversicherungsgesetz vorgelegt Ginführung des Neunuhrschlusses. Der Berliner Apothekerverein wird, so will ich die Antragsteller beglückwünschen. wird in seiner nächsten Bersammlung am 22. d. Mis. zu der Frage Avg. Dr. Bieschel( natl.): Der Abgeordnete Bogtherr hat von eines früheren Geschäftsschlusses in den hiesigen Apotheken Stellung Schwarzburg- Sondershänsischen Leuten gesprochen, die idiotisch sind. nehmen und darüber endgiltigen Beschluß fassen. Ich habe die Ehre, Schwarzburg- Sondershausen zu vertreten. Die Verlegung der Schwarzkopff'schen Fabrik von Berlin Ich muß den Ausdruck zurückweisen und die Sache auf das richtige nach Wildan wird noch vor Ostern in Angriff genommen werden. Maaß zurückführen, nicht materiell, denn ich kenne die Sachlage gar Nach einer Mittheilung der Direktion der Maschinenbau- Aktien nicht und weiß auch nichts von den Persönlichkeiten, die Abg. Vogt gesellschaft, vormals F. Schwarzkopff", wird bis dahin mit dem Bau herr im Auge gehabt hat. Aber ich möchte den Herren von der der aus 15 Abtheilungen bestehenden Anlage in Wildan begonnen Sozialdemokratie doch zu Gemüthe führen, daß sie sich von solchen werden. Binnen sechs Jahren soll die Verlegung durchgeführt sein. Zur äußersten Vorsicht bei Veranstaltung harmloser Verumgestalten und alles verbessern. Dazu gehört ja, wie ich zugeben will, ein den Lokomotivenbau bestimmten Gebäude unter Dach kommen. Auch absichtigte am Sonnabend, den 12. Februar, einen Maskenball für Uebertreibungen fern halten. Die Herren wollen ja alles von grund aus In diesem Jahre werden noch außer der Kesselschmiede die für anügungen nichtpolitischer Vereine mahnt der folgende uns aus Pantow mitgetheilte Vorfall: Der Gärtnerverein Edelweiß" be= gewiffer Fanatismus( Heiterkeit), ja ein naiver Fanatismus.( Große eine Anzahl von Arbeiter Wohnhäuser für je vier bis sechs Familien feine Mitglieder und deren Familien und Freunde zu veranstalten. Arbeiter- Wohnhäuser Heiterkeit.) Aber die Herren gehen bei ihrer Besserung" doch nicht ist vorgesehen. Die Königliche Eisenbahndirektion Berlin ist mit seine Mitglieder und deren Familien und Freunde zu veranstalten. ganz ehrlich vor( Oho! links) und nicht ganz objektiv. Hier der Errichtung eines besonderen Güterbahnhofs und einer Halte- Um den Mitgliedern die Erlangung von Einlaßkarten recht leicht im Reichstage ziehen Sie ja manchmal mildere Saiten stelle Hoher Löhme in der Nähe der Fabrik einverstanden. Es steht zu machen, waren im Orte in verschiedenen Lokalen Plakate ausauf, aber im Lande, da laffen Sie die Arbeiter noch nur noch die Genehmigung des Ministers aus. Das von der gehängt und an diesen Stellen auch Karten zu haben. Auf die immer in dem alten Glauben an den Kladderabatsch.( Große Attiengesellschaft angetaufte Gelände umfaßt 280 Morgen. Bober Bitte des Vereinsvorshenden hatte auch unser Genoffe K. HoffHeiterkeit.) Also feien Sie etwas ehrlicher. Heraus mit Böhme dürfte infolge der Verlegung einen Buwachs von 10000 Gin- mann in seinem Geschäftslokal ein solches Blafat ausgehängt, Sem Flederwisch ich meine es ganz friedlich( Beiterkeit) und wohnern erhalten. fagen Sie uns endlich einmal ganz offen, was Sie wollen.( Lachen Tints. Präsident von Buol ersucht den Redner, mehr zur Sache au minifterium einen Grlaß dahin zu erwirken, daß die Polizei- Revier Die Schulkommission hat beschlossen, von dem Kultus sprechen.[ Heiterkeit.]) Nun komme ich zu dem Ausgangspunkt vorstände angewiesen werben, auf die Anzeige eines Wiitgliedes einer ( Beiterkeit), zu dem von Herrn Vogtherr gebrauchten Ausdruck Schulkommission fofort die Bestrafung herbeizuführen, nicht aber erst idiotisch. Sie( nach links) gebrauchen gern folch starke Ausdrücke. Wenn wir oder die Herren rechts reden, dann sind Sie immer mit auf das Ersuchen des Rektors oder der Deputation zu warten. Träftigen Zwischenrufen bei der Hand. Neulich rief Herr Singer bei Bleichzeitig foll dem Stultusministerium von der bisherigen Handeiner Rede immer„ Unsinn, Blödsinn" dazwischen. Ich habe mir babung der Sache durch die Polizei Kenntniß gegeben werden. den Spaß gemacht, diese Ausdrücke zu notiren, ich setzte mich dann Der vereinigte Ausschuß für das Kanalprojekt Berlin in größere Nähe zu Herrn Singer und machte weitere Notizen Stettin hielt im Scichstagsgebäude diefer Tage eine längere Sigung ( Rufe links: So, fo?) Herr Vogtherr beobachtete mich und jab ab, wo sich die Gruppe III( für Anlage des Berliner Hafens, mich barob sehr böse an.( Stürmische Seiterfeit.) Ich zeigte ihm sowie der Lösch- und Ladevorrichtungen) fonftituirte. Zum Vorden Beltel und sagte ihm, folche Zwischenruse machen Sie bei fihenden dieser Untergruppe wurde Kommerzienrath Wirth, zu deffen gegnerischen Rednern.( Präf. v. Buol: Ich muß den Sledner Stellvertreter Geheimer Kommerzienrath Schwabe gewählt. un aber ernstlich bitten, zu dem Antrage über das Versicherungswesen zu sprechen.[ Stürmische Heiterkeit]. Ich will also fchließen. Seien Sie nur selbst erst einmal etwas ehrlicher, dann werden Sie auch objektiver zu urtheilen im stande sein, wenn es fich um audere Leute handelt.( Fortdauernde Heiterkeit.) Damit schließt die Diskussion. Persönlich bemerkt Das bürgerliche Komitee zur Errichtung eines Denkmals für die März gefallenen hat jetzt, wie berichtet wird, in einer Eingabe an den Magistrat und an die Friedhofsverwaltung die Gr laubniß zur Errichtung eines Dentmals nachgesucht, jedoch wird mit der Möglichkeit gerechnet, daß die zuständigen Organe die erbetene Genehmigung versagen. Nach Wittheilung eines Stadtverordneten in einer Versammlung des Bezirksvereins vor dem Halleschen Thore hat sich in den letzten Tagen aus der Zahl der Stadtverordneten, die für die Aufstellung eines Denkmals eintraten, ein neues Komitee gebildet mit der Aufgabe, unabhängig von dem bereits bestehenden Komitee den Denkmalsgedanken zu verwirklichen, Abg. Bogtherr( Soz.): Der Vorwurf des Abg. Pieschel, ich fei nicht objektiv gewesen, trifft nicht zu. Ich bedauere, ihn in seiner Schwarzburg- Sonderhäufischen Ehre gefränft zu haben, fachlich aber tann ich den Ausdruck idiotisch nicht zurücknehmen.( Heiterfeit.) Abg. Singer( Soz.): Herr Bieschel hat mir die Ghre erwiesen, Soldaten Selbstmord. Durch drei Schnitte mit einem Rafir meine Zwischenrufe zu noliren. Das bleibt ihm unbenommen. Die messer in den Hals hat sich der Füsiller Ernst Steinführer von der Weißerungen aber, die er zitivt bat, waren Privatgespräche teine 12. Kompagnie des diegiments Königin Elisabeth das Leben geZwischenrufe, und es war bisher im Haufe nicht üblich, solche Privatnommen. Er wurde von Soldaten am Dienstag Nachmittag um äußerungen an die große Glocke zu hängen. Herr Bieschel hat schon 5 Uhr auf dem Abort als Leiche aufgefunden, nachdem er sich eine einmal Privatäußerungen eines Parteigenoffen von mir zum Gegen Stunde vorher entfernt hatte. Steinführer fiammt aus Hannover stand öffentlicher Besprechung gemacht. Ta er uns Mathschläge er und diente erst seit dem vorigen Herbst. Die Leiche wurde nach theilt hat, möchte ich ihm den Sath ertheilen, diese häßliche Gewohn- dem Garnisonlazareth in Charlottenburg gebracht. Ginem Gerücht heit fünftig abzulegen. zufolge liegt der Grund zum Selbstmord darin, daß Steinführer nachegerzieren sollte. Abg. Dr. Bieschel( natl.): Als ich damals ein Privatgespräch bier im Hause zur Sprache gebracht habe, ist der Vorfall von mir öffentlich bedauert worden, und ich habe mich auch bei dem betreffenden Herrn noch persönlich entschuldigt. Wie Herr Singer diesen Vorfall mit dem heutigen in Vergleich stellen kann, ist mir nnerfindlich. Die Ausführungen des Herrn Singer habe ich nicht für Privatgespräche, sondern für Zwischenrufe gehalten. Jm Schlußwort erklärt Abg. Liebermann v. Sonnenberg( Reform- P), seine Freunde feien durch die Mittheilungen tes Ministerialdirektors Wödtke durchaus befriedigt. Er siehe daher den Antrag zurück.( Beifall.) Nächste Sigung Donnerstag 2 Uhr.( Fortseyung der ersten Berathung der Postdampfer- Subventionsvorlage; Etat der Eisenbahn Verwaltung.) Schluß 51/2 Uhr. Tohales. Irren wir nicht, so hat Ziethen im Gefühle seiner Schuld losigkeit sich vor einiger Zeit entschieden gegen eine Beguadigung erklärt. Angesichts der Thatsache, daß Duellanten in mehrfachen Fällen begnadigt worden sind, wird die hier erfolgte Ablehnung in weiten Kreisen nicht verstanden werden. Die Schnelle'schen Kinder scheinen in der Charitee jetzt außer Gefahr zu sein. Ueber die Art der Vergiftung haben sich die Aerzte des näheren noch nicht ausgelaffen. Ein gevaltiger Dachfiuhlbrand rief gefiern gegen 5 1hr sämmtliche Löschzüge der 3. Kompagnie nach Steinmetz ft r. 42. Bei Anfunft des ersten Löschanges hatte das Feuer bereits eine solche Ausdehnung erlangt, daß sofort Berstärkungen herangezogen werden mußten. Obgleich nun vier Handsprigen und eine Dampfsprißenleitung ihre Wassermassen in die Gluthen sandten, fanden diese doch an dem reichlichen Jubalt der Bodenkammern immer neue Nahrung, so daß sie erst nach 112 Stunden zum Stehen gebracht werden fonnten, nachdem mit Hilfe der mechanischen Leiter ein Angriff der Dampfsprite von oben herab erfolgte. Der Dachstuhl wurde eiugeäschert und ist der nur theilweise versicherte Schaden sehr er heblich. um den Vereinsmitgliedern, welche theilweise ihren Bedarf an Tabat und Bigarren von ihm beziehen, entgegenzukommen. Ju bei Hoffmann ein Herr, taufte einige Bigarren und entdeckte wie den letzten Tagen vor dem Termin des Mastenfestes erschien nun zufällig das Plakat des Gärtnervereins; er fragte Hoffmann, ob er eine Einlaßkarte bekommen könne, da er den genannten Verein fenne und ob Hoffmann Karten zu verkaufen habe. Hoffmann, der den Herrn nicht fannte, erklärte, daß die Starten nur an Vereins. mitglieder abzugeben seien und fragte, ob er Gärtner fei. Der Fremde stellte nun die Frage, was denn Hoffmann mache, wenn ihm ein Mitglied Geld für eine Karte gebe, worauf unser Genosse entgegnete:„ Wenn mir ein Mitglied Geld giebt, dann liefere ich es an den Vorstand ab, andere Mitglieder, die Billets entnehmen, notire ich ,, und übergebe die Liste dem Vorstand." Nun bet Hoffmann den Herrn, fich zu legitimiren, da er an Fremde keine Karten abgebe. Der Herr erklärte nunmehr, er sei-- Gendarmerie 23 achtmeister und ließ oberflächlich eine Karte sehen; er werde Hoffmann Gelegenheit geben, unter Gib auszusagen, ob er Billets verkauft habe. Bekanntlich würde der Verkauf von Billets an jeden Fremden dem Fest den Charakter der geschlossenen Gesellschaft nehmen und der Behörde die Handhabe geben, das beabsichtigte git verbieten. Jetzt erinnerte fich Hoffmann, Vergnügen gut den Herrn schon in ähnlicher wie der angegebenen Eigenschaft Wie verlautet, war der Liebe Milhe gesehen zu haben. auch an anderen mit Plakaten belegten Stellen vergeblich; es iſt Fremden, die nicht Freunde oder Angehörige der Mitglieder sind, nicht gelungen, Einlaßtarten zu erlangen und sich mit solchen einzuschleichen. Das Fest verlief in ſchönſter Harmonie. Die Hülle'sche Flotteuagitation wird jetzt in den Bororten von Berlin derart betrieben, daß die paftorale Agitationsschrift mit dem von fatholischer Seite als unfiltlich bezeichneten Nigenbiloe manchem fleinen Bokalblättchen als Gratis beilage beigefügt wird. Ob diefe Leistung des bekannten Sozialistenverleumders ebenfalls aus Steuergrofchen bezahlt wird, wiffen wir nicht. Im Gemeindebezirk Tempelhof wird am 1. April eine Umsatzsteuer bei dem Erwerb von Grundstücken eingeführt. Diefelbe hat jetzt die Zustimmung des Regierungspräsidenten und des Kreisausschusses des Kreises Teltow erhalten. Die Abgabe beträgt 1 pet. vom Werthe der veräußerten Grundstücke. Reinickendorf. Der Arbeiter- Bildungsverein Zukunft" feiert am nächsten Sonnabend sein Stiftungsfest im Böttcher'schen Lokale. Unter anderen wirken die Gefangvereine Weiße Nose" und„ Einig feit" mit. Am Sonntag Nachmittag, 4 Uhr, hält der Verein eine Versammlung ab, in der Dr. Wollheim über die geschichtliche Ent wickelung der Menschheit sprechen wird. Rege Betheiligung ist erDer Vorstand. wünscht; Gäste sind willkommen. Gerichts- Beifung. Der Schiffsunfall, der sich am 8. August abends bei ber Eisenbahnbrücke zwischen Waisen- und Oberbaumbrücke zugetragen Auf dem Gelände der im Abbruch befindlichen städtischen und ein Menschenleben vernichtet hat, unterlag gestern der Prüfung Baiserwerte wurde gestern Nachmittag 8 Ubr von Mann der ersten Straffammer des Langerichts I. Unter der Antlage schaften des Eisenbahn- Regiments Nr. 8 ein Theil des Mauer der fahrlässigen Tödtung und der Körperverlegung werks des überdeckten Filters gesprengt. Die Sprengung verlief stand der Schiffsführer Otto Grunwald. Die betreffende ohne Zwischenfall. Eisenbahnbrücke dient zum Betriebe einer Zweigbahn vom Schlesi Gestern früh wurde das Café Nord- Süd in der Friedrich- schen Güterbahnhofe nach den Gasanstalten in der Gitschinerstraße von Polizeibeamten durchsucht; es wurden 22. männliche Straße. Ju ihrem Mitteltheile ist sie drehbar und kann von dem und 17 weibliche Personen zur Feststellung ihrer Person auf die Brückenwärter- Häuschen für den Schiffsverkehr gesperrt werden. Nach der Dienstanweisung der Eisenbahn- Direktion soll die Brücke 2ache gebracht. in der Regel für die Schifffahrt offen gehalten und nur dann gegum die eine der Das Guadengefuch für Albert Biethen, welches bekanntlich der Schriftsteller Georg Höcker beim Raiser eingereicht batte, ist geftern zufolge eingetroffenen Bescheides abgelehnt worden. Der Bescheid lautet der Berl. 3tg." zufolge: Köln, den 10. Februar 1898. Der Oberstaatsanwalt. Auf grund einer durch Allerhöchste Ordre vom 2. Februar diefes Jahres dem Herrn Justizminister ertheilten Ermächtigung und in Verfolg einer Verfügung des Herrn Justizministers vom Ein Irrfinniger? Mit den Worten:" Du kennst mein fchloffen werden, wenn ein Eisenbahnzug erwartet wird. Schiffer und 5. Februar d. J. werden Sie auf Ihre Immediatgesuche vom 28. April Herz noch lange nicht"! nahm gestern Morgen um 5% Uhr Rahnfahrer müssen, wenn sie das Drehjoch der Brücke verschlossen unb 1. Mai 1897, in welchen Sie um die Anordnung der Wieder ein junger Mann auf der Waisenbrücke einen Ansaß, um ins finden, oder ihnen rothes Sicht aus den Signallaternen auf der aufnahme des Verfahrens zu gunsten des durch rechtskräftiges Gr Wasser zu springen. Dann single er, traßte fich einen Augenblick Brücke entgegenleuchtet, warten, bis durch weißes Signallicht ihnen fenntniß des Schwurgerichts zu Elberfeld vom 2. Februar 1884 zum hinter dem rechten Ohre, rief dann:" Nein, ich kann nicht angezeigt wird, daß die Durchfahrt frei ist. Am 8. August, einem Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurtheilten, länger leben!" und sprang über das Geländer in die Spree. Sonntage, Abends, find bei dieser Brücke zwei Dampferunfälle demnächst aber durch allerhöchsten Erlaß vom 30. Juli 1884 Jm falten Wasser erwachte die Luft zum Leben aber wieder paffirt. Gegen 9 1hr 20 Minuten war der von der Oberspree zu lebenslänglicher Buchthausstrafe begnadigten Barbiers und in ihm, und er schrie um Hilfe. Obgleich sich mehrere Augenzeugen tommende Dampfer„ Germania" der Sterngesellschaft an die Wirthes Albert Bietben aus Elberfeld beziehungsweise um deffen gegen die Rettung aussprachen man hörte sogar den Ruf: Haut Drehbrücke einen hatte den angerannt, Stülpblock abs Begnadigung ersuchen, hierdurch ablehnend beschieden. Rabe. ihm mit einem Ruder auf den Kopf wurde der junge Mann von Pfeiler und beschädigt gebrochen, einen zwei Arbeitern in einen Rahn gerettet und in die Charitee gebracht anf der Brücke vorhandenen grünen Signallaternen zerEr ist noch nicht vernehmungsfähig. trümmert und Erlöschen gebracht. Da der alsbald Selbstmord. Den Hals durchschnitten, die Pulsadern geöffnet herzugerufene Bahnmeister befürchtete, daß die Bremsvorrichund erhängt hat sich gestern Vormittag der 49 Jahre alte Broturist lung verletzt sei und dadurch der Betrieb der Geleise gestört sein Heinrich Lahn. Man fand ihn in seinem Arbeitsraum des Bank fönnte, ordnete er gegen 11 Uhr die Schließung der Brücke an, Die gerichtliche Verurtheilung des Telegraphenarbeiters geschäftes von Rieß u. Ko. um 114 Uhr am Geldschrank hängend auf. um die Gangbarkeit des mittleren Brückentheils zu prüfen. Gerade Fischer, der bekanntlich auf der Polizeiwache gepeinigt, aber auch Arbeiterrififo. Schwer verletzt wurde der 82 Jahre alte um diese Zeit kam der vom Angeklagten geführte Sterndampfer wegen Widerstandes am Montag zu 50 M. Geldstrafe verdonnert verheirathete Arbeiter Franz Sapta, wohnhaft Sedanstraße 51, bet Friedrich Wilhelm" mit etwa hundert Personen des Vereins worden ist, hat felbst ein so polizeifrommes Blatt wie die der Arbeit in der fönigl. Hauptwerkstatt zu Tempelhof dadurch, daß" Blücher" an Bord von Schmöckwiz her durch die Oberbauns Staatsbürger- Beitung zur Rebellion getrieben. Das Antisemiten ihm eine schwere eiserne Blatte auf den Kopf fiel. Auf Anfuchen brücke gefahren und gerieth unter die feſten Joche der Drch Ist es denn aber wirklich umansbleiblich, daß sich unser Recht mit fandte die Unfallstation VII( Dorfstraße 44) einen Wagen, um den brücke, als sie noch geschlossen war. Durch den heftigen Anprall wurde biefem menschlichen Mitgefühl in so schroffen Widerspruch setzt? Nicht Berletzten abzuholen. Der Arzt stellte eine Kopfverlegung und Ent- das Vorderbed des Dampfers start beschädigt und die auf der linken diesem menschlichen Mitgefühl in so schroffen Widerspruch setzt? Nicht blößung des Schädels, sowie Gehirnerschütterung feft und veranlaßte Seite laufenden Sitzbänke fortgerissen. Von den Fahrgästen erlitten der Buchstabe, sondern der Geist des Gesetzes soll regieren. Steht der den Transport des Berunglückten nach dem Elisabeth- Krankenhaus. nur verhältnißmäßig wenige Berletzungen, da die vorn Stehenden, Buchstabe des Gesetzes aber in Widerspruch mit menschlichen Gefühlen, Fenerbericht. Eine Reihe erheblicher Brände waren in den welche die Gefahr kommen fahen und versucht hatten, durch so sollte doch Gelegenheit geboten sein, diesen mehr Raum zu verschaffen. Dienstag abend 7 Uhr gingen warnende Rufe den Anprall zu vermeiden, sich platt auf das Die Möglichkeit wäre ja allerdings auch jetzt schon dazu da, wenn unser letzten 24 Stunden abzulöschen. Slecht nicht zu einfeitig gelehrt würde, wenn wir ein richtiges und Röslinerstr.4 Betten und Bolstermöbel in Flammen auf. Zwei Teck geworfen hatten, so daß die Brücke dicht über ihnen echtes deutsches Recht hätten, das nicht auf den ftarren Standpunkt Kellerbrände riefen bald darauf die Wehr nach Bion stir ftr. 20 hinwegging. 3wei Paffagiere erlitten unbedeutende Quetschungen, Neue Friedrichstraße 44. In beiden Fällen der Tapezirer Bäplow aber wurde so schwer verletzt, daß er vom des römischen Rechts hinausliefe: summum jus, summa injuria", und gingen die Rellerverschläge mit Inhalt verloren. Die Wehr Dampfer im bewußtlosen Zustande nach dem Krankenhause gebracht das höchste Recht deckt sich mit dem höchsten Unrecht." faft zwei Stunden mit dem Ablöschen beschäftigt. werden mußte, wo er bereits am nächsten Tage verstarb. Die Ein wenig spät kommt die Dämmerung bei dem Blatte, bas war fich bis dahin nicht selten der Polizei gegenüber in schmählichen Mittwoch früb 1/2 Uhr hatte Friedrichstr. 195 bei Schaldecke Aerzte haben bei ihm mehrere Rippenbrüche, fowie Leber und über einer Gasflamme Feuer gefangen, das auch die Baltenlage er- Netzerreißungen festgestellt. Die Schuld an diefem bedauerlichen Bauchrutschereien und Denunziationsdiensten gütlich gethan hat. griff und das Haus start beschädigte. Nachmittage 2 Uhr war Unfall schiebt die Auflagebehörde dem Angeklagten zu, indem sie bes Der Neunuhr- Ladenschluß soll, wie hiesige Blätter berichten, tuppinerit r. 35 ein Kellerbrand und furz darauf Naunynhauptet, daß dieser das beim Budrehen der Brücke erscheinende rothe für die Berliner Apotheken und Droguenhandlungen in naher Aus- ftraße ein Küchenbrand zu beseitigen, der durch übergekochtes Fett Licht hätte fehen müffen, überdies rechtzeitig durch lautes Zurufen der Passagiere vor dem Weiterfahren gewarnt worden wäre. Der ficht stehen. Die Berliner Droguisten- Junung hat sich bereits vor entstanden war. längerer Zeit zu gunsten des Neunuhr- Schlusses ausgesprochen; doch verzögerte sich die Ausführung des Beschlusses, da die meisten Junungsmitglieder erklärten, nur dann ihre Geschäfte früher schließen zu tönnen, wenn die Apotheken in ihrer Nachbarschaft das gleiche thäten. blatt frägt: " Theater. Im Schiller: Theater wurde der Spielplan dahin Angeklagte dagegen bestritt jede Schuld und hatte durch R.-A. Bronfer abgeändert, daß das neue Schauspiel von Heinrich Lee Hans Wurst in eine Reihe Entlastungszeugen laden laffen, um zu beweisen, daß die Berlin" auch heute anstatt der im Spielplan vorgesehenen Vorstellung in Schuld einzig die Eisenbahnbeamten treffe, die das rothe Signal zu Szene geht. In der Serie der Dichter und Tondichter- Abende bes spät gegeben haben, so daß es ihm bei dem Buruf troy sofort gea gebenen Kontredampfes nicht mehr möglich gewefen fet, den Dampfer| Gläubiger . 81111 theil befriedigt. erfuhr, daß wie dieses geschehe, werde sich auch eine stabilere Bewegung in: rechtzeitig zum Stehen zu bringen. Nach umfangreicher Beweis gegen ihn Anzeige erstattet war, entflob et in Gemeinschaft Berlin entwickeln. Diefen so jehr beachtenswerthen Faktor habe aufnahme, in welcher sich in manchen Punkten Belastungs- und feiner Gattin nach der Schweiz. Dort wurde er jedoch am 10. Auguft man in den letzten beiden Jahren unter dem System der LohnEntlastungszeugen zu denen namentlich auch die Angestellten des 1897 gefaßt und ausgeliefert. Girth, der auch Setonbe tommission garnicht berücksichtigt und daher sind auch die Erfolge so Schiffes gehörten ziemlich scharf gegenüberstanden, beantragte lieutenant der Landwehr ist, hat sich wegen. Untreue, Amts gering. In Zukunft müffe die Bentralorganisation, durch welche der Staatsanwalt, der die des Angeklagten für unterschlagung und Beseitigung amtlicher Urkunden vor eingangs allein nach obiger Richtung hin etwas zu erzielen ist, erwiefen hielt, eine Gefängnißstraße von vierzehn bezeichnetem Gerichtshofe zu verantworten. Neben ihm nimmt feine mehr gekräftigt werden und bantit fei auch die AntTagen. Der Vertheidiger bestritt, daß das Ergebniß der Beweis. Ehefrau auf der Auflagebant Plaz. Bei dieser wurden etwa wort auf die Frage, wie erzielen wir bessere Erfolge im aufnahme für den Angeklagten ungünstig ausgefallen sei und 22 000. gefunden, als die Verhaftung des Girth erfolgte. Frau Kampfe gegen das Unternehmerthum gegeben. Als erster Redner plädirte deshalb für Freisprechung. Girth ist daher der Begünstigung und Hebleret angeflagt. Wer in der Diskussion betonte Webers, als vorjähriges LohnDer Gerichtshof hielt für genügend dargethan, daß der An- theidiger des Girth ist Rechtsanwalt Seckel Göttingen, Bertheidiger fommissionsmitglied habe er die Erfahrung gemacht, daß das be geflagte fabrlässig vorgegangen fei und deshalb den Unfall verder Frau Girth Rechtsanwalt Dr. Sello- Berlin. flehenbe System der Deffentlichkeit nicht ausreiche, um einen fchuldet habe. was schon daraus hervorDas Urtheil lautete auf drei Monate Gefängniß. Die Meldepflicht neu lauziehender Personen ist für Berlin Streit siegreich durchzuführen, von ben 1100 Zimmerern, welche Karten in der Polizeiverordnung vom 9. Juli 1878 geregelt worden. In gehe, daß aber der Lohnkommission entnommen hatten, feiner Böse Folgen für einen Gerichtsvollzieher dürfte eine An$ 4 der Verordnung heißt es: Jeder neu Anziehende bat der von flage wegen wiffentlich falscher Anschuldigung haben, die die 8. Straf Polizei über feine persönlichen und militärischen Verhältnisse Aus. Organisation angehörten, nur ihre Schuldigkeit gethan kammer des Landgerichts I gestern gegen den Zimmermann Ernst funft zu geben. Im November 1896 hielt sich der Rechtsanwalt haben. Rickert, Petermann, Petereit und Stehr. Striegel zu verhandeln hatte. Der Angeklagte, welcher in Böcker aus Göttingen in Berlin auf, um feine Ueberstedelung nach( prachen fich ebenfalls im Sinne des Referenten aus. Letterer hob hervor, Wilmersdorf einen Bau aufgeführt hat, hat bei der Staatsanwalt hier vorzubereiten. Er wurde damals vom V. Polizeirevier auf daß die Verbandszimmerer die Lohnkommission nur aus dem Grunde schaft eine Anzeige gegen den Malermeister Werzath erstattet, gefordert, die im§ 4 der angeführten Polizeiverordnung vor unterstüßt haben, um den Streit zwischen beiden Organisationen in welcher er diesen beschuldigte, daß er unter Beihilfe geschriebene Auskunft zu ertheilen. 29. lehnte solches jedoch während der guten Bauthätigkeit nicht in den Vordergrund treten zu des Gerichtsvollziehers Letsch in widerrechtlicher Weise in den Neu- ab, obwohl die Aufforderung die Aufforderung wiederholt wurde. Darauf lassen. In Zukunft müffe die Organisation über das, was geschehen ban gedrungen sei und dort Bestandtheile des Hauses, auf welche er erhielt er cin Strafmandat. Er beruhigte fich indeß nicht solle, zu bestimmen haben. Es wird schließlich einstimmig beschlossen, tein Recht hatte, weggenommen habe. Nach der Strafanzeige sollte sich dabei, sondern beantragte richterliche Entscheidung. Schöffen unter allen Umständen an der in der letzten öffentlichen Versamm der Vorgang so abgespielt haben, daß der Maler Werzatb, der Forde gericht und Straftammer sprachen ihn frei, nachdem sie festgestellt lung von Knüpfer gestellten Refolution feft zu halten. Ferner rungen an den Angeklagten hatte, eines Tages mit dem Gerichtsvollzieher hatten, daß B. fich im November 1896 nur vorübergehend in Berlin erklären es die Verbandsmitglieder für ihre Pflicht, überall für den auf dem Neubau, von welchem man den Angeklagten durch List weggelockt aufgehalten hatte und daß er erst im Februar 1897 endgiltig dahin Stundenlohn von 60 Pf. einzutreten. Bum 2. Punkt der Tageshatte, erschienen sei, die schon eingesetzten Thüren und Fenster ge- übergesiedelt war. Die Staatsanwaltschaft legte Revision ein; der ordnung weist Knüpfer auf den Beschluß vom 23. v. M. hin, welcher waltsam herausgehoben, ebenso die noch lagernden Fußboden- Bretter Straffenat des Rammergerichts wies das Rechtsmittel aber es jedem Mitglied zur Pflicht macht, dem Sammelfonds beizusteuern und aufgeladen habe und mit all' diesen Dingen weggefahren sei. Ueber als unbegründet zurück und führte aus: Nach Wortlaut und Sinn dafür zu agitiren. Jeden Sonnabend müsse abgerechnet werden und die thatsächlichen Behauptungen dieser Anzeige Tagen der Woche hinaus hat der Polizeiverordnung von 1878 sei unter einem Neuauziehenden jeder Arbeitslose hat seine Karte in den legten der Angeklagte dann das Verfahren des sich selbst helfen nur eine solche Person zu verstehen, die an einem Orte einen Wohn zur Abstempelung vorzulegen. Weiter haben die Verbandskameraden den Gläubigers als Diebstahl bezeichnet. Die gestrige Ber- fitz begründet, nachdem sie ihren Wohnsitz an einem anderen Orte überall Platz- Baudeputirte zu wählen, welche für den Vertrieb der handlung nahm einen Verlauf, der den Staatsanwalt ver aufgegeben hat. Demnach set B. im November 1896 fein in Berlin Marken, sowie für Ordnung der Bücher zu sorgen haben. anlaßte, selbst die Freisprechung zu beantragen, da die Auflage auf Nenanziehender gewesen, und als Reisender habe er die geforderte Deutsche Gesellschaft für ethische Aultur.( Abtheilung Berlin.) Gente, unhaltbarer Grundlage beruhe und der Angeklagte in feiner Straf- Auskunft nicht geben brauchen. abenbs 84 ubr. Biegelfiraße 10/11. Sosiale Gruppe. Vortrag: Rechtsanwalt Dr. Breslauer: Die Organisation der Armenpflege. Rorreferat: Frau Jeannette anzeige nur die Wahrheit gesagt habe. Durch die Beweisaufnahme Ein Soldatenfchinder. Aus Würzburg wird vom 11. d. M. Schwerin. Disfuffion. wurde u. a. noch festgestellt, daß ein Polizist sich nach dem berichtet: Andreas Heimüller aus Thulbe bei Hammelburg, UnterZentralverein der Bureau- Angestellten Deutschlands( Mitgliedschaft Neubau begeben hatte, um sich zu überzeugen, Berlin). Heute, abends 8% 11hr, bei Schiller, Rofenthalerstraße 67: Bortrag. ob wirklich offizier in der 5. Kompagnie des 5. Jnfanterie- Regiments in Gäfte willkommen. Thüren und Fenster ausgehängt worden seien, daß ihm Bamberg, versetzte dem Soldaten Burkard Straub Schläge ins Mofenthalerstraße 67: Mitglieder- Bersammlung. Die Mitglieder werden dringend Zentralverband der Konditoren. Heute Abend 8% Uhr, bei Schiller, aber vom Gerichtsvollzieher der Zutritt verweigert worden Gesicht, daß er Nasenbluten bekam; Ohrfeigen und Stöße mit dem erfucht, pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Gäfte winfommen. Der Gerichtshof erkannte te auf freisprechecht verfolgt Säbel gegen den Unterleib bildeten die Dreingabe. Dem Gemeinen geklagten, der mit der Strafanzeige mur fein gutes Recht verfolgt Michael Böller brachte Heimüller durch Stöße mit der Fauft die Vortrag des Herrn Grundmann über:„ Cungens, Magen- und Serzletben." babe. Bei der Pfändung, so erklärte der Vorsißende mit erhobener richtige Kopfhaltung bei. Böller wurde auch von Heimüller ge- ftraße 34, Gigung. Stimme, sei es durchaus rechtswidrig zugegangen, drosselt. In derselben Weise wurden eine Anzahl anderer Soldaten der Gerichtsvollzieher habe garnicht so pfänden dürfen, wie er ge- mit Fauftschlägen und Säbelstößent gegen Gesicht und Unterleib than, und wenn der Angeklagte gegen das ganz inforrette Ber- mißhandelt. Die Mißhandelten wurden von ihren übrigen Vorfahren, welches noch weitere Folgen nach sich ziehen dürfte, eine gefeßten als willige, fleißige und tadelfreie Leute geschildert. Hei Die juristische Sprechstunde findet bis zum 5. März am Strafanzeige erstatte, um die Schuldigen zur müller, bei einem Diebstahl abgefaßt, leugnete troß des erbrückenben Montag, Donnerstag und Sonnabend abends von 7½½ bis Beweismaterials alles ab und suchte einen Gefreiten der Auftiftung 8 hr statt. der Soldaten zu falschen Angaben zu bezichtigen. Das Urtheil Gewertschaftsorganisation unterbreiten. lautete auf vier Monate Gefängniß, Degradation und Bersehung in den Stand eines Soldaten zweiter Klaffe. var. Versammlungen. Verein für Körper und Naturheilkunde. Heute, abends 8 Uhr: Geselliger Verein Heliotrop. Heute Abend s ühr bei Sensel, Dieffenbach. Briefkasten der Redaktion. C. W. Sie follten die Angelegenheit zunächst dem Vorstand Ihrer G. Th. 1. 1. Ja, fechswöchentliche Kündigung zum Quartalserften. 2. Wenn bas jährliche Gehalt 2000 wt. nicht fibersteigt. StrankenversicherungsGefek R. D. 1. Nein, ja bei einem öffentlichen Vergnügen. 2. Ist feine Beleidigung. S. 100. Die Kündigung am 29. Dezember ist rechtzeitig. Der Vertrag geht am 1. April zu Ende. 20., Langenfalza. Gin Rechtsanwalt ist dazu nicht erforderlich. Wenn die Kaffe nicht gutvillig zahlt, bleibt nur die Klage beim Magiftrat. M. M. Die fr. Be strafung ist kein Hinderungsgrund zur Erlangung der Schankerlaubniß. Witterungsübersicht vom 16. Februar 1998, 8 1hr morgens. so tönne er deswegen unmöglich noch bestraft heroeſchaft zu ziehen, Ans Göttingen wird vom 16. Februar berichtet: Die Straf thaten des Torgauer Bürgermeisters Girth gelangten bente vor dem Schwurgericht des hiesigen Landgerichts zur Berhandlung. Girth, der schon als Student viele Schulden gehabt bat, foll auch als Referendar und Affeffor weit über seine Verhältnisse gelebt haben und badurch immer tiefer in Schulden gerathen sein. Am 1. November 1894 wurde er zum Der Verband der Zimmerer Deutschlands, Bahlstelle Bürgermeister in Uslar gewählt. Hier übte er auch die Praxis Berlin, befchäftigte sich am Sonntag, den 18. Februar, mit dem als Rechtsanwalt aus. In dieser feiner letzteren Eigenschaft soll er Thema: Wie erzielen wir beffere Erfolge im Rampfe gegen das eine große Anzahl ihm von seinen Klienten anvertrauten Gelder Unternehmerthum?" Der Referent tube führt hierzu folgendes unterschlagen haben. Am 3. Oktober 1896 wurde er zum aus: Vorstehende Frage müsse angesichts der geringen Erfolge, Bürgermeister in Torgan gewählt. Hier bezog er, neben freier welche im vorjährigen Lohnkampf erreicht sind, aufgeworfen werden. Wohnung, ein Jahresgehalt von 5000. Dies reichte jedoch bei Als gering ist das Erreichte namentlich deswegen zu bezeichnen, weitem zur Bestreitung seines Unterhaltes nicht aus. Andererseits weil es zum großen Theil wieder verloren gehangen ist, und heute Stationen. drängten seine Klienten auf Rückzahlung der Gelder und drohten eine Anzahl Ünternehmer unter dem damals normirten Lohusay widrigenfalls mit Anzeige. Die städtische Spartaffe zu Torgau hatte nun von 60 Pf. Stundenlohn zahlen. Aufgabe der Berliner Zimmerer bei der Bank für Handel und Gewerbe in Berlin ein Guthaben von fet es, letzteres in Butunft zu verhindern, damit man bei günstiger 100 000 m. Er schrieb nun an diese Bank einen eingeschriebenen Bauthätigkeit nicht immer wieder von vorn anzufangen brauche. Swinemünde Brief und unterzeichnete denselben mit:" Der Magiftrat, gez. Girth." Hierzu fei jedoch nothwendig, daß die Berliner Zimmerer in andere Hamburg In diesem Briefe ersuchte er die Bank für Handel und Gewerbe Bahnen als sie bisher gewandelt, einlenken. Die mißlichen Berlin um Uebersendung von 50 000. und bat, die Absendung des Organisationsverhältnisse einerseits, sowie die Verkennung der wirk Wiesbaden Geldes vorher anzuzeigen. Die Bank nahm keinen Anstand, das Geld lichen Zustände im Zimmergewerbe in Deutschland bedingen es, daß München abzusenden, zumal das von Birth abgesandte Schreiben den Magistrats es bisher noch nicht gelang, bessere Arbeitsbedingungen Wien Stempel der Stadt Torgan trug. Obwohl das Geld an den zu schaffen. Die fulturelle und industrielle Entwickelung, Haparanda Magistrat zu Torgau" adreffirt war, wußte Girth daffelbe in seine sowie die Verbesserung und Vervollständigung der Berkehis Petersburg Hände zu bekommen, und zwar so, daß niemand etwas davon wege machen es heute nicht nur jedem Arbeiter leicht, Gort mertte. Die Bant verlangte eine Empfangsbestätigung, die zwei nach den Orten, wo beffere Löhne gezahlt werden, hinzugehen, auch Aberdeen. Unterschriften tragen müffe. Dieses Schreiben wußte Girth unbemerkt die Unternehmer in unserm Beruf benüßen diesen Weg, um die bei Seite zu schaffen. Als die Bant ihre Aufforderung wiederholte, Arbeit dort fertigstellen au laffen, wo sie billigere Arbeitsfam die Sache zur Kenntniß der anderen Magistratsmitglieder.| träfte finden. Aus diesem Grunde allein schon sei es ( Birth batte, um seine Manipulation zu verdecken, mehrere amt- nothwendig, daß sich die Bewegung über die Grenzen des liche Schriftstücke bei Seite geschafft und die dringendsten einzelnen Ortes hinaus erstrecken müsse. In demselben Maße Paris.. Barometer tand in mm, reduzirt aut d. Meeresip. Windrichtung Windüärte 11749442NPOP( Staia 1-12) Wetter Temperatur nach Gelñue ( 50.4° R.) 751 W wolfig 7 754 WSW bedeckt 6 755 A bedeckt 8 764 SA 2. bedeckt 767 28 Regen 762 28 Regen 746 GGD bedeckt 760 GGD B bedeckt 771 WNW heiter 770 SA 3. halb bedeckt 9 Welter- Prognose für Tonnerstag, 17. Februar 1898. Kühler, zeitweise aufklarend, vorwiegend noch trübe mit Niederschlägen und starken nordwestlichen Winden. Aussergewöhnliches Angebot nur für heute Donnerstag den 17. Februar. 30809 Gestickte Tüllspitzen Meter 15, 20, 25 P Pf. Glacé- Handschuhe farbig mit Raupen 4 Knopf für Damen, 95 P Pf. u. 1.20 Mk. 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Februar: Letzte Vor: stellung.Sämmtl. ausgegebenen Ehren-, Frei- u. Borzugskarten haben nur noch bis zum 28. d. Mts. Giltigkeit..- Sonnabend, den 19. Februar: Geschlossen. Apollo- Theater. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Granto u. Maud. Les Senett's. La LoïeFuller The Milons Mr. Arvey und von Jul. Freund und W. Mannftabt. 30 hervorragende Künstler. Musik von Jul. Einödshofer. Anfang 28 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Die Tugendfalle. Kasseneröffnung 61/2, Anf. 71/2 Uhr. Neues Luisen- Theater Olympia- Theater. 34. Reichenbergerstraße 34. Abends 72 Uhr: Zum Besten des unter dem Protektorat Sr. Maj. des Kaisers und Sr. Kgl. Hoh. des Prinzen Friedr. Leopold v. Breußen stehenden Nationaldanks für Veteranen ( 54. Lofal Kommissariat) Gala- Felt- Abend 1. Theater Vorstellung. Jubel: Ouvertüre von Carl Maria v. Weber. Prolog der Germania vom Niederwald. Monsieur Herkules. Sonntags: jäger oder: Verplefft. Das Fest der Handwerker. 2. In den vereinigten Gesammt: räumen des Luisen- Theaters: Ballfest. Ein Faschingsmarkt in Fliegenwalde. Quarg's Vaudeville- Theater Grand Hotel Alexanderplak. Nur noch 11 Vorstellungen bei den 1. Original- Budapestern Heute Premièren Abend. Zum 1. Male: Jockl Geiger. Charakterbild von Armin. Der Beheme. Poffe von Müller. Avis! Sonnabend, 19. Febr., bleibt das Vaudeville Theater geschlossen. Dafür Gast: spiel im ReichshallenTheater. Maskengarderobe zu den billigsten Breisen empfiehlt 4166b F. Stenzel, Rottbuser Damm 8, II. ( Circus Renz.) Karlstrasse. Bolossy Kiralfy's Konstantinopel. Grösste Sensation Berlins. Neu! Im 3. Bild: ,, Alt- Wien" Neue humorist. SpezialitätenRevue. Auftreten der The jolly british girls. Sensationell! Im letzten Bilde: Constantinopel Feuer- u. Flammentanz, ausgeführt nicht von einer Person, sond. vom gesammten Ballet- Personal. ca. 1000 Mitwirkende. Anf. 8 Uhr. Sonntags 2 Vorst. Nachm. 1 Kind frei. Sonnabend, den 19. 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Die Zahlstelle: Gärtner ist nach der Frankfurter Allee 51 zu Bagemüht verlegt worden. D. D, Verein zur Wahrung der Intereffen der Gast- und Schankwirthe Berlins und Umgegend. Freitag, den 18. d. M., nachmittags 5 ihr, beim Kollegen Fischer, Beuffelstraße Nr. 9: Außerordentliche General- Versammlung. Unferm 73 jährigen Kollegent J. Daske ein donnerndes Hoch zunt heutigen Wiegenfeste! 3466 Da ham wirn Salat. Kranken- Unterstützungs- Verein der Labakarbeiter Berlins. ( E. H. 88.) Sonnabend, 26. Februar, ab. 9 Uhr, bei Feindt, Weinstr. 11: Generalversammlung. Neuwahl des Borstandes und des Tagesordnung: Rechnungslegung. Ausschusses. Verschiedenes. 189/1 Der Vorstand: C. Butry. Die in den Jahren 1891 und 1892 erledigten Handakten sollen kassirt werben. Wir fordern unſere Auftrag geber auf, ihre Atten bis spätestens 21. Februar cr. fchriftlich einzufordern, andernfalls die Kassation be3456 it wit Berlin, Mohrenftr. 37 II, 15./2. 1898. Rechtsanwalt u. Notar Dr. Carl Cannedt. Rechtsanwalt Dr. Georg Mühsam. Gesangverein, gegründ. 1879, sucht stimmbegabte Mitglieder.( I. Tenöre bevorzugt.) Uebungsstunden Dienstag. Schlesische Bu mel F. Mundt, Straße 9, den bei schriftlich oder mündlich. 3186* Damen Damen, welche sich einem Gesangverein anschließen wollen, finden Aufnahme Tagesordnung: 1. Statutenänderung. 2. Aufnahme neuer Mit- reitag abend 9 bis 11 Uhr, glieder. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 69/3 Zu zahlreichem Besuch ladet ein Der Vorstand. J. A.: Ferdinand Ewald. Achtung! Zimmerer. Achtung! Maehr's Theater Bentral- Kranken- u. Sterbekaffe der Zimmerer Oranien- Strasse 24. Täglich: Theater u. Spezialitäten. Novität! Koloffaler Erfolg! Die Nadel- und Radelmadel. Volksstück mit Gesang bont Eugen Fredy. Mufit v. Otto Tieke. Wochentags 8 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Preise der Plätze wie gewöhnlich. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: ( E. H. Nr. 2 Hamburg). Dertliche Verivaltung Berlin. 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