Nr. 41. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftrirter Sonntagsa Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. hindi 15. Jahrg. Vorwürts 350 Berliner Volksblatt. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonels getle oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis & Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Kanalfrage. Im Jahre 1889 noch äußerte Herr v. Miquel im preußischen Herrenhause: je mehr Rapital wir in die Verbesserung der Wasserwege stedten, desto mehr Freude würden wir daran haben. Die Freude ist ganz ausgeblieben oder doch mehr und mehr zu Wasser geworden. Im Gegentheil, jedes Jahr ent spinnen sich um die Kanalförderung die heftigsten Interessen kämpfe, die für die Politik der Sammlung" höchst unerfreus lich und zuweilen geradezu gefährlich sind. Die einst sehr unternehmungsluftige Regierung ist dabei vollständig in die Defensive zurückgedrängt worden. " Der Dortmund- Emskanal, mit dessen Bau man 1892 beder das Rnhrbecken unabhängiger machen sollte von der Rheinschifffahrt und den niederländischen Häfen, wird zwar im laufenden Jahre im wesentlichen fertiggeftellt werden, aber er ist eine Sackgaffe geblieben, der die Seitenausgänge nach dem Westen und dem Osten fehlen. 1894 schlug die Regierung deshalb die Kanalisirung zwischen Dort mund und dem Rhein vor der Leser wolle die Kartenskizze in der Beilage vergleichen. Auch der Kaiser hatte sich lebhaft für die umfassendste Ausbildung des preußischen Kanalnezes ausgesprochen; die Agrarier betrachteten ihn jedoch damals nach ihren eigenen Worten als politischen Gegner". Die Vorlage fiel. Noch hoffnungsloser sind infolge dessen zur Zeit die Aussichten des ganzen Mittelland- Kanals, der unter Fortsehung der Linie Dortmund- Rhein die Brücken zwischen dem Rhein, Weser- und Elbverkehr schlagen sollte. Die Stellungnahme des preußischen Landesökonomie Kollegiums, troh der Abhängigkeit von dessen Mitgliedern, trotz der Anwesenheit des Kaisers und der Reden des Landwirthschaftswie des Eisenbahn- Ministers, hat nunmehr allen Jllufionen über die innerste Gesinnung der Landwirthe den Todesstoß versetzt. Selbst der nahezu vollendete Dortmund Ems- Kanal ist noch immer der Gegenstand der gebäffigsten Kritiken, obwohl man sich sonst mit unabänderlichen Thatsachen gewöhnlich rasch abfindet. Alle stolzen Redewendungen von der nationalen Be deutung dieses Bauwerkes sind vergeffen, als ob sie überhaupt nie erflungen wären. Frren wir nicht, so war es Fürst Bismarck, der den Kanal einst einen neuen, bis zur Mündung ganz deutschen Rhein nannte. Durch ihn sah man schon die alten Häfen Emden, Leer und Papen burg die Bedeutung wiedergewinnen, die sie im Mittelalter besessen, später jedoch an Amsterdam, Antwerpen und Rotterdam verloren hätten. Die Ruhrkohle sollte an der ganzen Nordküste Deutschlands die englische Kohle verdrängen; die für die rheinisch- westfälischen Hütten nothwendigen ausländischen, besonders schwedischen Erze sollten billiger in das Juland ges bracht werden. Die Agrarier sehen indeß nur das möglicherweise einströmende fremde Getreide und Holz und fühlen sich dadurch unmittelbar im Absatz ibrer Produkte geschädigt. Ihren mittelbaren Schaden schäßen sie noch höher: die Entwickelung der Industrie des Westens entvölkere die ländlichen Diftritte nicht nur der Umgebung, sondern bis weit hinein in den äußersten Often; sie steigern die Lohnansprüche auch der zurückbleibenden Landarbeiter, sie schmälern also abermals den agrarischen Profit und die Grundrente. Jm Vorjahre ging infolge dessen Herr v. Manteuffel im Herrenhause so weit, daß er es als ben beften Ausweg empfahl, den Kanal verfallen zu lassen und nur das feudale Gewerbe der Entenjagd darauf zu betreiben. Freitag, den 18. Februar 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Im Abgeordnetenhause führte diesmal wieder Graf Kanit vorigen Freitag, habe ausgerechnet, daß die westfälische Landden Reigen. Er verlangt höhere Tarife, um den Verkehr nicht wirthschaft durch die Verbilligung des Getreides mittels des fünstlich zu beleben. Wir haben von jeher bis zu einem ge- neuen Wasserweges einen Verlust von 991 000 m. jährlich wissen Grade die staatliche Subvention an das erleiden werde. Das ist für den Agrarier ein so unerhörtes große Handels- und Industrietapital zugegeben, Attentat auf die Grundrente, daß er in der Erregung ganz die bei dem Dortmund- Ems- Kanal vorliegt. Der Kanal wird vergißt, auch die unleugbaren Vortheile einer konsumkräftigeren sich in absehbarer Zeit nicht verzinsen, geschweige denn amorti- Industrienachbarschaft für die Landwirthschaft in Gegenrechnung zu firen. Die Ruhrzechen werden werden hier genau stellen. Dem Industrieprofit gönnt Herr Graf Kanig allerdings ebenso unterstützt wie die großen Schifffahrtsgesellschaften recht gründliche Abstriche durch vermehrte ausländische Kondurch Dampfersubventionen, oder wie das Plantagen- furrenz: er werde es nicht beklagen, wenn die englische Kohle kapital und sonstige Kolonial interessenten durch wenig er in das Dortmunder Revier eindringe und so zur Preisträgliche Eisenbahnen und andere überseeische Anlagen. ermäßigung der westfälischen Kohle beitragen könne;„ unAndererseits ist der Staat hier gar nicht in der Lage, die zählige Verbraucher" würden davon Vortheil haben. So weiß Tarife wesentlich zu steigern, weil dann sofort die konkurrirende der tollste Schutzöllner mit einem Male das KonsumentenRheinstraße wieder in volle Wirksamkeit treten würde. In der interesse zu betonen, wenn er selber weiter nichts wie dem Etat beigefügten Denkschrift heißt es darüber klar und Konsument ist. Indeß ausschlaggebend ist für den ostelbischen deutlich: Grafen nicht die Gestaltung der Kohlenpreise, sondern die Wie bekannt, ist der Dortmund- Ems- Kanal bestimmt, einem Angst um die Abwanderung der Landarbeitersklaven vom verwichtigen Theile des westfälischen Industriegebiets einen Wasser- fallenden Osten nach dem aufblühenden Westen. Aehnlich wie weg zum Meere für seine Ein- und Ausfuhr, und zwar nach den im Vorjahre klagte Graf Kaniz auch diesmal wieder: preußischen Emshäfen, insbesondere dem staatlichen Hafenplat Emden zu eröffnen und damit zugleich diesen Häfen die Möglichkeit zu gewähren, einen Theil des für die Bedürfnisse des deutschen Binnenlandes erforderlichen Verkehrs von Rotterdam, Amsterdam und Antwerpen an sich zu ziehen. Es liegt auf der Hand, daß " " Ich freue mich, wie immer, aufrichtig über jede Entwickelung unferer vaterländischen Industrie. Ich wünsche ihr wirklich die schönste Blüthe; ich wünsche ihr alles Gute. Aber ich meine dann doch, daß wir hier schon fast zu einem Zustande gelangt find, den man als Hypertrophie bezeichnen kann. Wir dürfen auch auf die Schattenseiten hinweisen, die hier nicht zu übersehen sind. Die Belegschaft im westfälischen Revier, welche im Jahre 1888 zur Zeit des großen Streits ungefähr 120 000 Mann betrug, ist im legten Quartal des vergangenen Jahres auf 185 000 Mann ge= stiegen, hat sich also um 50 pet. vermehrt. Ich frage nun: wo tommen alle diese Arbeiter her? Bereits im Jahre 1890 bei der Volkszählung wurde ermittelt, daß die Provinz West= falen 381 000 Angehörige anderer Provinzen an sich gezogen hatte. Wir geben einen großen Theil unserer Arbeitskräfte an diesen blühenden Industriebezirk ab, und, meine Herren, wir haben es laffen Sie mich das offen aussprechenjezt bei der Behandlung wirthschaftlicher Fragen nicht mehr allein zu thun mit der Konkurrenz des Auslandes, sondern es gewinnt auch der Konkurrenztampf um die Arbeits. traft im eigenen Lande immer mehr eine hervorragende Bedeutung.( Sehr richtig! rechts.) Die östlichen Provinzen werden immer mehr entvölkert zu Das ist ein gunsten der Industriebezirke, der großen Städte. Entwickelungsgang, der die schlimmsten sozialen Folgen zeitigen muß, ganz abgesehen von den materiellen Schäden, welche damit verbunden sind." es im Anfange erhebliche Schwierigkeiten bieten wird, den See= verkehr in den Emshäfen von neuem zu beleben, deren Handel außerordentlich zurückgegangen ist, da ihnen bisher eine brauchbare Wasserstraße ins Binnenland und damit die Konkurrenzfähigkeit gegen die genannten ausländischen Häfen fehlte. Dem Welthafen Rotterdam steht für den Handel ins Deutsche Binnenland bis hinauf nach Straßburg die liefe und breite, durch teinerlei Schleusen behinderte, vollkommen abgabenfreie Wasserstraße des Rheins zur Verfügung, welche Schiffsgefäße in der dreifachen Größe trägt, wie solche der DortmundEms- Kanal aufnehmen kann. Für den Verkehr Rotterdams nach der See hat der holländische Staat mit einem Aufwande von 40 Mill. Gulden( 68 Millionen Mark) eine neue Mündung der Maas, der Fortsetzung des Rheins, gefchaffen, welche eine Fahrwassertiefe von 10 Meter bei Hochwasser und 81/2 Meter bei Niedrigwasser besitzt, so daß dort auch bei letterem die größten Seeschiffe verkehren tönnen. Der Umladeverkehr zwischen Kanal- und Seeschiff vollzieht sich leicht und schnell auf dem freien Strom, ohne daß die Schiffe durch Schleusen aufgehalten oder behindert würden. Der Hafenplatz ist im übrigen mit Docks, Lagerhäusern, Hebevorrichtungen, Eisenbahnanschlüssen u. s. w. unter Aufwendung vieler Millionen auf das vollständigste und bequemste für alle Anforderungen des Verkehrs eingerichtet. Aehnlich liegen die Ver Bei dieser Feindschaft der Agrarier gegen alle Kanäle hältnisse in Antwerpen und Amsterdam. Auch an der unteren von mehr wie lokaler Bedeutung, bei dem starken UeberEms felbft wird der kurz unterhalb Emden am linken Ufer gewicht agrarischer Interessen für unsere innere Politik ist so belegene, zur Zeit im höheren Maße als Emden für Seeschiffe eine vollständige Stockung in der Entwicklung unseres Kanalzugängliche holländische Hafen Delfzyl, welcher als einziger an neges eingetreten, und um Industrie und Landwirthschaft vor der Ems dem Handel die Vortheile eines Freihafens bietet, den Wahlen nicht allzu sehr gegeneinander aufzubringen, ist zweifellos mit den preußischen Emshäfen erheblich in Wettbewerb die Regierung sogar einer eingehenden Debatte über die KanalDa der Dortmund Ems Kanal eine gegen den abgaben Thielen vertröstete auf den nächsten Herbst, wo wir hoffent - Ems- Kanal abgaben- frage ausgewichen, soviel in ihren Kräften stand. Minister freien, äußerst leistungsfähigen Rheinstrom tonfurrirende Wasserlich in der Lage sein werden, mit einer umfassenderen Kanalstraße bildet, so ist das Maß für die Möglichkeit einer Abgabenerhebung selbstverständlich ein beschränktes; eine zu hoch bemessene vorlage( oh! rechts) an den Landtag heranzutreten.( Bravo!) Gebühr würde den Verkehr von dem Kanal auf den Rhein und links.)" damit in die ausländischen Seeftädte treiben." Wir fürchten, daß sie an dem Widerstande der Agrarier Für den Grafen Kaniz sind das freilich sehr gleichgiltige scheitern oder neue agrarische Liebesgaben voraussehen wird, Erwägungen. Niemand ist tauber kennzeichnete ihn ein die den Vortheil neuer Wasserwege für die Industrie- Arbeiter Abgeordneter mit Recht als wer nicht hören will. Der und die Konsumenten wesentlich verringern, wenn nicht gar Landesökonomierath Winkelmann, äußerte Graf Kanit am aufheben müssen. treten. der 48 er Bewegung stehen, so ist jene Zeit die Blüthe Ruhmesrausch des Volkes verging mit dem Waffenglück des WeltenZur Vorgeschichte der Februar- Revolution. der vorhergegangenen geschichtlichen Entwickelung: fie fetzte eroberer. in ihrem Ausgangspunkte in Frankreich das Wert von 1789 fort Als das Kaiserreich vor der Koalition der übrigen euroFünfzig Jabre find dahingegangen, feit die legte große geschicht und übertrug es, zündend und Beispiel gebend, auf die für solche päischen Mächte zusammengebrochen war, ließ sich das liche Sturmfluth über Europa einherrollte, fünfzig Jahre, in deren Fortschritte unter deß durch eine rapide wirthschaftliche Entwickelung französische Bolt apathisch die Bourbonenherrschaft aufdrängen. Verlauf wiederum im Voltsleben Fluth und Ebbe, Ebbe und Fluth beffer vorbereiteten Länder des mittleren Europa's. Durch die zwanzigjährige Epoche unablässiger Kriege war Frant im ewigen Wechsel einander folgten. Berioden der Anspannung Die große französische Revolution von 1789 hatte überall dort, reich bis zum Weißbluten angelangt. Es bedurfte längere Jahre der aller Kräfte der vorwärtsdrängenden Voltsentwickelung werden ab wo sie ihre Wirkung voll ausüben konnte, also nicht nur in ihrem Ruhe, um seine Kräfte zu sammeln. Mit dem föniglichen Hause gelöst durch Perioden der Erschlaffung, die den Mächten des Heimathlande, sondern auch in Belgien und den deutschen Rhein- tehrte der Schwarm des Hofgesindes und der Junkerschaft Zages Beit zum Aufathmen und zur Sammlung gewähren, bis eine landen die feudale Wirthschaftsordnung hinweggefegt, aber selbst in aus der Fremde zurück. Diese ausgehungerten Edelsten der neue Fluthwelle sie aufscheucht aus der trügerischen Ruhe. Stück den übrigen Ländern des westlichen und mittleren Europa's fie bis Nation glaubten die Abspannung des Voltes zu einer Liebesgabenfür Stück, bald hier bald dort werden kulturschädliche Einrichtungen in ihre Grundfesten erschüttert. In Frankreich richtete die kapitalistische Abzapfung im großen Maßstabe ausnutzen zu können. Der Verhinweggefchwemmt, bis eine neue Sturmfluth erderschütternd in Gesellschaft nach ihrer Art sich ein auf dem freigemachten Boden. waltungsapparat war ihnen dabei ebenso zu Diensten wie den vers weiteren Strecken freie Bahn macht für die Neugestaltungen, die Sobald sie das Erbe der geflürzten Feudalmacht sich angeeignet gangenen Machthabern, doch erreichten sie nur zum theil, was sie die Menschheit in ihrem Drange nach Freiheit und Glück erftrebt. hatte, entledigte sie sich der lästigen Bundesgenossenschaft des Prole. begehrten. Die tonftitutionelle Maschine arbeitete nur vorüberDie Sturmfluthen der Menschheitsentwickelung folgen fich, fie tariats. Sie lieferte der Säbelherrschaft die Geschicke Frankreichs gehend so glatt zu gunsten der diskreditirten Bourbonen wie bedingen sich, sie ähneln sich, aber sie gleichen fich nicht. Thöricht, aus, da die Säbelherrschaft ihr Sicherheit vor einer feudalen vorber zu gunsten des fiegreichen Cäsars. Die Heiß wer da hofft oder fürchtet, die neuen größeren Biele, die wir als Reaktion wie vor einer proletarischen Revolution, Sicherheit für die sporne der Junkerschaft verlangten, die Emigranten sollten Borbut der Menschheit uns gesteckt haben, tönnten und müßten mit tapitalistische Ausbeutung der wirthschaftlichen Kräfte des Landes einfach in die konfiszirten Güter wieder eingesetzt werden. den nämlichen Mitteln verwirklicht werden, mit denen unsere Väter und der besiglosen Volksmassen zu gewähren versprach. Daß die Sie erlangten nach neunjährigem Ringen zwar nicht bie und Vorväter versucht haben, zu ben ihrigen zu gelangen, Männer der Revolution in totaler Verkennung der wirklichen Erforder- Güter, aber doch eine Geldentschädigung von einer als die schaumgekrönte Woge des Schicksals sie in die Höhe nisse einer auf Freiheit und Gleichheit zu begründenden Staatsordnung Milliarde Franken, die durch eine Konversion der Nationalschuld hob. Wir huldigen ihrem Opfermuth; wir prüfen sorgfältig die die vom Königthum ererbten Einrichtungen einer zentralisirenden auf eine dreiprozentige Rente erübrigt wurde. Im Kampfe gegen Beit, die sie erzeugt, und die Thaten, die ihnen gelangen; wir fuchen Bureaukratie verstärkt und damit jede wirkliche Selbstverwaltung diefen gewaltigen Liebesgabenfischzug der Junker und die damit vers zu lernen von ihren Erfolgen wie von ihren Fehlern; aber wir illusorisch gemacht hatten, erleichterte dem neuen Cäsar seine Gewalt- tnüpften politischen Reaktionsbestrebungen feierte die französische ahmen ihnen nicht nach. Neue Ziele und neue Mittel heischt die herrschaft. Er ergriff das Verwaltungswerkzeug, das nach dem Bourgeoisie ihren Nachsommer als Vertreterin der Wolfsrechte. neue Zeit. Zusammenbruch der Schreckensherrschaft den revolutionären Macht. Das Ansehen, das sich in diesen Kämpfen ihre Vorkämpfer, So geben uns die Gedenktage der 48 er Revolution nicht Anlaß habern entfallen war und vervollkommnete es auf seine Art General Foy, Royer Collard u. a. verschafft hatten, kam der zu leeren Schaugepränge. Indem wir dankbar der Freiheitskämpfer durch den Ausbau eines raffinirten Polizeisystems, wie es die gauzen Bourgeoisie zu gute. Der Versuch, das durch die Revolution einer früheren Zeit, ihrer Leiden und ihrer Thaten gedenken, Welt bis dahin noch nicht gekannt hatte. Der Bourgeoisie umgeschaffene Frankreich zu gunsten einer entwurzelten Junkerschaft prüfen wir uns und unser Wert. Im Spiegel werthender und ver- gewährte feine eiserne Faust Sicherheit vor dem proletarischen Um zu regieren, mußte mißlingen. gleichender Geschichtsbetrachtung laffen wir die Bilder jener großen stura" und Sicherheit gleichzeitig vor der Wiederkehr der expatriirten Es half dem sinkenden Ansehen des Königthums nicht auf die Lage an uns vorüberziehen. und expropriirten Landjunter, an deren Fernhaltung Napoleon ebenso Beine, daß schwerste Strafen die Majestätsbeleidiger heimsuchten. Doch die Menschen und ihr Thun tonnen wir nicht verstehen, gut interessirt war wie die Bourgeoisie und wie die Bauern. Neun Monate Gefängniß brachten Frankreichs volksthüm wenn wir den geschichtlichen Boden nicht beachten, aus dem sie Keine Klasse hing fester an dem Kaiserthum, als diese lichstem Dichter Béranger seine spottenden Verse ein, und ein erwachsen sind, wenn wir nicht der wirthschaftlichen Entwickelung jetzt erst wieder durch die Revolution zum bürgerlichen anderer mußte es gar mit fünf Jahren Gefängniß und unser Augenmerk schenken, wie den gesellschaftlichen und politischen Rechtsgenuß und zum rechtlich ungeschmälerten Grundbefiz ge- 10 000 Frants Geldstrafe büßen, daß er den König mouton Zuständen, deren Fesseln sie zu sprengen strebten. Wie die Kämpfer langte Klaffe. Sie erfocht dem Schußherrn des Code Napoléon die enragé, einen wüthenden Hammel", genannt hatte. Das Schicksal im heutigen Emanzipationskampfe des Proletariats auf den Schultern Siege, in deren Glanze sich die ganze Nation sonnte. Judeß der nahm deshalb doch seinen Lauf. Politifthe Nebersicht. theil wird. B Verbrechen meist auf Zufall. Von diesem Minister wird man aller| Privatdozenten aus eigener machtvollkommen. dings keine Meformen erivarten können. heit zu diszipliniren, ausdrücklich zugesprochen Berlin, 17. Februar. Die Konservativen v. Heydebrandt, Frhr. v. Beblib fei. Hierauf erklärte Arons, dieser Beschluß des Staatsministeriums Aus dem Reichstage. Die Fortsetzung der Berathung und Graf zu Limburg Stirum sekundirten dem Minister, sei seines Wiffens nicht veröffentlicht; auf alle Fälle aber halte er ber Dampferfubventions Vorlage begann heute mit einer Rede wobei namentlich die beiben legtgenannten es sich nicht versagen fich zu einer Aussage nicht befugt, ohne vorher der Fakultät die des Abg. Weiß( frs. Bp.), der den Standpunkt seiner Partei fonnten, ihn gegen die Sozialdemokratie scharf zu machen, die feinen Sache unterbreitet zu haben. Als der Universitätsrichter entgegendahin präzisirte, daß dieselbe grundsäßlich gegen Subventionen Anspruch auf biefelbe Behandlung babe, die anderen Parteien zu hielt, daß der Fakultät Anzeige erstattet fet, machte Arons geltend, daß zur Beit Ferien seien( 29. März), die Fakultät nicht von wirthschaftlichen und Handelsunternehmungen set und daß Heftig mitgenommen wurde der Minifler von den Abgeordneten beisammen und daher zur Stellungnahme nicht in der Lage sei. Er fte auch gegen die vorgeschlagene Eruenerung resp. Berlänge Dr. Borsch( 3.), Brömel( ff. g.) und Träger( frf. Bp.). bürfe der Fakultät nicht vorgreifen und damit möglicherweise ein rung der Lloyd- Subventionirung stimmen werde, wenn in der Abg. Bröm el tabelle besonders die milden Bestrafungen von wichtiges Recht derfelben gefährden. Erst jest nahm der UniversitätsKommission nicht zwingendere Gründe für dieselbe vorgeführt Bolizeibeamten, die sich Mishandlungen zu fchulden kommen laffen, richter die ablehnende Erklärung zu Protokoll. werden können, wie sie in den der Vorlage beigefügten Włotiven und übte Kritik daran, daß, wenn schon einmal ein Beamter ver Nach dieser Darstellung wird auch der Wohlwollendste nicht enthalten sind. urtheilt werde, die Begnadigung gewöhnlich bald nachfolge, was mehr bestreiten fönnen, daß es sich bei dem vom Minister versuchten Der Staatssekretär des Reichsamtes des Innern suchte ihm natürlich von den Konservativen, die hierin einen Angriff auf Verfahren um einen planvoll angelegten Disziplinirungsversuch aus dann in einer langen Rede die Bedenken gegen die Subventios das Recht der Strone erblickten, fehr verübelt wurde. Abg. Träger eigener Machtvollkommenheit handelle. widmete einen größeren Thelt feiner Ausführungen einer Kritit der Wir haben uns in der ganzen Angelegenheit der größten nirung zu zerstreuen, wobei er besonders den Agrariern die Magdeburger Polizei in dem Vorgehen gegen unfer dortiges Burückhaltung befleißigt. Wenn wir trobem in der letzten Zeit Versicherung gab, daß den Subventionsdampfern die Einfuhr Bartet Organ; er brachte auch den befannten Borfall im gezwungen waren, aus unserer Reserve herauszutreten, so liegt die von überseeischen Agrarprodukten untersagt werden soll, und Kreise Bolkenhayn zur Sprache, wo eine Mühlenbefizerin Schuld in erster Linie an Herrn Boffe, welcher in offener Rammerdaß die Einfuhr der Wolle, welche zugelassen werde, eventuell aufgefordert wurde, ihren Werkführer zu entlassen, weil derselbe sigung einen unvollständigen und irreführenden Bericht erstattete. durch einen Wollzoll paralyfirt werden könnte. Sozialdemokrat fei. Der Geb. Rath v. Philippsborn mußte Bur Lage in Oftafici. Rußland verstärkt seine Streit Letztere Aussicht veranlaßte den nachfolgenden Zentrums- sugeben, daß in diesem Falle der betheiligte Gendarm feine Beträfte in Oftasten in ganz außerordentlicher Weise. Vom 16. d. M. Müller( Fulda) zu der Erklärung, daß nach seiner Ansicht gar nichts Verkehrteres geschehen könnte, als einen ein ungefen habe, während er in dem Magdeburger Falle wird aus Konstantinopel gemeldet, daß das Schiff„ Tambow" der " Bei der hierauf begonnenen Berathung des Ausgabetitels russischen Freiwilligenflotte mit 2000 Goldaten und 16 Kanonen ben Zoll auf Wolle einzuführen. Dadurch würde die Industrie Minister" tam die Angelegenheit der brei Baudräthe in Hannover Bosporus paffirt habe und sich auf der Fahrt nach Wladiwoftot mehr geschädigt, als durch alle Subventionen genügt werden und das Berhalten der Behörden gegen polnische Staatsbürger aur befinde. tönnte. Sonst anerkannte Herr Müller der jetzigen Vorlage Sprache. Nach den üblichen Beschönigungsversuchen des Ministers die Situation in China nach wie vor feinen Anlaß zu Besorgniffen Trogdem ist man in diplomatischen Streifen der Meinung, baß eine Reihe Borzüge gegen ihre Vorgängerinnen zu und wurde die Berathung auf morgen vertagt. versprach er die Stimmen seiner Parteigenoffen, veili Im Herrenhause hat bette bei Berathung der Denkschrift gebe. In der italienischen Deputirtenkammer famen die Er es in der Kommission gelingt, allen berechtigten deutschen über ben Stand ber Betriebssicherheit der Gisenbahnen minifteigniffe in Ostasien am Mittwoch zur Besprechung infolge einer Ans des Abgeordneten Santini. Der Unterstaatssekretär des Jutereffen zum Siege au verhelfett. Thielen als Grund für die Häufung von Unfällen des letzten Aeußeren Bonin gab die folgenden Erklärungen ab: Graf Limburg Stirum melbete auch bei der Ge halben Jahres die große Steigerung des Verkehrs angeführt. Im Tegenheit den Tanschhandel an. Er versprach, aus den Taschen übrigen fang der Minister ein langes Loblieb über die preußischen der Steuerzahler natürlich, die Subvention an den Handel Gisenbahnen, das von den hohen Herren mit großem Beifall auf und die Industrie gerne zit zahlen, wenn diese zu agrarischen Die nächste Sigung findet erst statt, wenn dem Haufe der Etat Gegendiensten sich bereit erklären. In daffelbe Horn stieß als aus dem Abgeordnetenhause zugegangen ist. letter Redner der Direktor des Bundes der Landwirthe, Dr. Sab 11. genommen wurde. Auflösungs Gerüchte sputen in den Blättern. Die Borher legte Moltenbuhr noch den Standpunkt Freis. 8tg." will wiffen, der Kaiser wünsche, daß die Session unferer Fraktion bar, wobei er besonders den Mangel an des preußischen Landtag 3 schon am 15. März beendet fachlichen Motiven für die Vorlage vermißte, der durch werde, damit die Wahl schon im Frühjahr, vor der Reichs nationale und patriotische Nebensarten schlecht verdeckt werde. tagswahl, stattfinden könne. Dazu wäre eine Auflösung des Der Redner wies besonders auf den Widerspruch hin, daß Landtags nöthig, Die Nat. 8tg." versichert jedoch, man mit den Geldern der Steuerzahler den Handel zu fub den von den parlamentarischen Dispositionen am besten unter ventioniren fuche und dann, wenn dieser billige Konsumtions. richteten Mitgliedern der verschiedenen Barteien" fei nicht 3 mittel in das Land bringe, dies im Interesse der Agrarier bekannt davon; der Präsident des Abgeordnetenhauses be durch Zölle oder Einfuhrverbote zu hindern suche. Man gebe schleunige die Berathungen nur, um den Etat rechtzeitig vor den Handel frei und er bedarf dann feiner Subventirung. dem 1. April fertigzustellen. Die Debatte wurde abgebrochen und die Sigung vertagt. Morgen Beginn der Berathung des Militär- Etats. " Die oftasiatischen Vorgänge, welche vor einigen Wochen die öffentliche Meinung Europa's in Spannung hielten, entwickelten fich in der Folge, ohne die befürchteten territorialen Rivalitäten zu tangiren, und scheinen immer mehr auf dem Boden des kommerziellen Wettbewerbs stehen zu bleiben unter Fernhaltung der Ges fahr internationaler Berwickelungen. Die italienische Regierung hat den Schuß ihrer Landslente durch Entfendung des Striegefchiffes Marcopolo" nach China sichergestellt, fie wird auch initiative die Entwickelung der wirthschaftlichen Beziehungen dafür sorge tragen, durch möglichste Grmunterung der PrivatItaliens zu China zu fördern, damit der italienische Gewerbe fletß von den Vortheilen nicht ausgeschloffen werde, welche die allmälige Gröffnung jenes großen Marktes im Gefolge hat. Stutz, bie Regierung ist von der Wichtigkeit der Frage durchbrungen und widmet ihr alle gewünschte Aufmerksamkeit." Wie die Times" aus Stobe von gestern melden, wird berichtet, daß der Minister des Auswärtigen, Baron Nishi, und die japanischen Gesandten in London und Peking der japanischen Regierung anrathen, daß China für die Zahlung der Kriegsentschädigung vin 3 a pan und China herbeizuführen. Es wird jedoch bezweifelt, Aufschub bewilligt werde, um eine Aussöhnung zwischen ob der Stand der japanischen Finanzen dies gestalten werde.( bo tion Deutsches Reich. Eine Betschärfung der Galgftener fcheint von Serrn v. Miquel geplant zu werden. Die Neue Berl. Corr." berichtet nämlich: des Reichstag 3 wegen des Flottengesetzes faum etwas Ebenso wird es mit der jetzt vielbesprochenen Auflösung werden. Wir haben schon mehrfach ausgeführt, daß wir nicht Das prensische Abgeordnetenhand begann heute die zweite annehmen können, die Regierung werde unter der Parole: Berathung des tats des Ministeriums des Innern, Nieber mit dem Budgetrecht des Reichstags wobei es gelegentlich des Einnahmetitels Polizeiverwaltungen zu nieder mit den elementarsten Rechten des deutschen Volkes einer vorläufigen Abrechnung mit dem Winister des Innern fam. Die polizeilichen Mißgriffe ber legten Zeit haben felbst der Herr sich in den Wahlkampf begebent. Auch die Deutsche Tages fchenden Klaffe vor Augen geführt, daß eine Reform der Polizei geftung" warut die Regierung vor einem Wahlkampf unter unumgänglich nothwendig ist und daß es im allgemeinen Intereffe der Parole der Flottenvorlage, weil ein für die Regierung§ 20, 8 des Salzfiener Gefehes bestimmt, daß Salz, das zum liegt, biefe Fälle vor dem Lande zu erörtern. 28äre die legierung und ihre berechtigten Forderungen nachtheiliges Ergebniß zu inpöteln von Seringen und abnlichen Fifchen" flug gewefen, fo hätte fte angegeben, daß in einzelnen Fällen erwarten ist." dient, steuerfrei ist. Unter ähnlichen Fischen" versteht man in Uebergriffe vorgekommen stub; statt deffen versuchten sowohl bes Minister als and) feine Stommiffare, ble Sollte die Regierung dennoch so thöricht sein, mun gut. Preußen die Fische, die den breiten Volksschichten als NahrungsBeamten dellen, Schellfisch, stabttans, Store, Echoffen, netvöhnliche Butten, ats unschuldige Engel binzustellen, bie feinem Menschen Menschen wir sind gewappnet. Jede Stunde kann unfertwegen der mittel dienen. Es find dies Sprotten, Breitlinge, nordische Saretwas zu Belbe thun und lediglich ihrer Instruktion gemäß bandeln, Tanz beginnen! Steinbutte und Maifische. Nun ist in den beiden Mecklenburg eine Daß dabei der Geheimrath 2iedig fich milde ausgebraict Bum Ball Boffe. Unsere Beröffentlichungen vom 12. Februar Beflimmung veröffentlicht worden, daß außer biefen eben erwähnten nicht ganz faktvoll benahm und sich nicht fcheute, unter Verletzung haben in weitesten Streifen berechtigtes Aussehen gemacht. Im so ifchen auch Hornfische, Dorsche, Flandern, Schnepel, Lachse ud ber Diskretion, eine Dame öffentlich zu fompromittiren, nur damit eifriger ist man auf der anderen Seite bemüht, die für Herrn Boffe Wakrelen den Heringen gleichzunchten felen. Diese Anordnung hat an feinen Beamten fein Matel hängen bleibt, das mag dieser Berr peinlichen Schlußfolgerungen aus denselben abzufchwächen. Die den preußischen Finansminister veranlaßt, die Provinzial. mit sich selbst abmachen; unferem Geschmack und selbst dem Ges Nordd. Allgent. 3tg." lenguet in einer Wittheilung an der Spize Steuerbehörden zur Aeußerung darüber aufzufordern, inwieweit auch schmack der Mehrheit der Abgeordneten entspricht ein derartiges bes Blattes schlechtweg. daß man von einem widersprechenden Bers biefe Fische als Nahrungsmittel im obigen Sinne anzusehen Berhalten nicht. Febr. v. d. De ce batte in der Erwartung, fahren des Ministers sprechen könne; in ähnlicher Weise verfahren feten." daß die polizeilichen Maßnahmen zur Sprache kommen würden, eine die übrigen gouvernementalen Blätter. Der Kern der Sache, die Daß man die unpopulärste indirette Steuer noch weiter auslängere Stebe ausgearbeitet, die fich unter dem Durchschnitt feiner feierliche Betheuerung des Ministers im Landtag, die ganzen Vor batten will, kann nur die Stimmung gegen die Regierung verfonftigen Reden hielt und vom Hause vielfach durch anhalten des gänge" rückhaltlos" dargelegt zu haben, wagt auch nicht eines zu berühren. fchärfen. Gelächter unterbrochen wurde. Die Weisheit des Herrn v. 5. Recke Anders die Zentrumspresse, die zwar den Winifter noch nicht für Das materielle Recht im preußischen behauptet nämlich, daß bie ganze Schuld garnicht an den Boligetorganen überführt hält, aber doch nur, weil ihr noch ein Glied in der Schluß Privatdozenten Entwurf unterzieht Dr. J. Jastrow liege, fondern an der bösen Presse, die solche Vorfälle nicht verfette zu feblen scheint. Es sei aus den Schriftstücken nur zu erfehen, in der Deutschen Juristen- Zeitung" einer Brüfung, in der er darauf fchweigt, sondern an die Oeffentlichkeit bringt, und er benutte die daß der Minister Dr. Arons vernehmen laffen wollte und daß det binweist, daß der Entwurf feineswegs blos Aenderungen im Vers Gelegenheit, die Breffe zur Befferung zu ermahnen. Es ist ja ein Universitätsrichter erflärte, es handle fich um eine Disziplinarfache. fahren bringt, sondern die Privatdozenten einem neuen materiellen after Rniff statt fich zu vertheidigen, den Spieß umzukehren und Deshalb genüge das bisher veröffentlichte noch nicht zu dem Nach Recht in Disziplinarfachen unterstellt. Er zeigt im eingelien, au zum Angriff zu schreiten. Die anfländige Presse wird sich natür weise, daß der Kultusminister im Abgeordnetenhause, wie es die welchen Widersprüchen die hier verlangte finngemäße" Anwendung lich um die guten Rathschläge des Herrn Ministers nicht fümmern, Germania" schonend ausdrückt, unrichtige Behauptungen auf eines Beamtenrechts auf Nicht beamte führt, und kommt daraus zu fondern nach wie vor ihre Pflicht thim und Wißstände gestellt habe. Wir sind in der Lage, die empfundene Lücke aus folgenden Schliffen: zur Sprache bringen. Auf wie tiefem Niveau die Rede des jufüllen. Wo bisher eine Disziplinargewalt über Nichtbeamte geübt Minifters fich bewegte, beiveist 1. a. der Ausspruch, daß in Als in dem Termin vom 26. März 1895 Arons erklärt hatte, wurde, hat man immer anerkannt, daß es Dinge giebt, um deret teinem Staate der Welt die persönliche Freiheit so gefchüßt sei wie daß er die Kompetenz des Kultusministers nicht anettenne, eröffnete willen ein Beauter disziplinist werden muß, ohne daß fie dein bei uns. Geradezu klassisch war im weiteren Verlaufe der Debatte ihm der Universitätsrichter zunächst, diese Weigerung sei nicht Nichtbeamten zur Ungier gereichen. Wiederholt ist der Fall voreine gelegentliche Bemerkung des Herrn v. d. Recke, daß man der angängig. liva bestehende Bweifel feien dadurch be gekommen, daß ein Notar einer drohenden Disziplinirung nur mit Boltzet teinen Vorwurf daraus machen dürfe, wenn tn legter Beit feiligt, daß die Angelegenheit in einer Staatsfreiwilligem Abschied aus dem Wege gehen konnte, während man einige Kapitalverbrechen nicht entdeckt feten in anderen Ländern fei ministerialfigung behandelt und vom Staats nach Lage des Falles nichts dagegen hatte, daß er als Rechtsanwalt bas auch der Fall, im übrigen aber beruhe die Entdeckung solcher ministerium dem Kultusminister bie Befugniß weiter fungirte. Aber die Disziplinargewalt fiber Rechtsanwälte Alle Boltstlaffen einten fich zum Widerstande. Die Stegierung Nationalreichthums" nennt Marg die Juli- Monarchie. Die Spetulantens reichte dadurch nur, daß die sozialistischen Proletarier, noch ganz wußte nicht aus noch ein. Da fchwellte bas gelungene Rolonial Rorruption hat in jener Zeit fich in der franzöfifchen Gesellschaft unter dem Banne des Glaubens Glaubens an Berfchwörungen und abenteuer der Groberung Algiers bem König das Bers, so daß er eingebürgert. Sie hat alle Regierungswechsel überdauert. Die Putsche, wie er seit der 89er Revolutionsperiode auch unter den fich durch die ihn leitende Klique zu einem Staatsstreich bewegen schamlosesten Orgien feierte sie unter dem zweiten Kaiserreich, doch franzöfifchen Kleinbürgern im Schwange war, fich in geheimen Geließ. Bermittelst der sogenannten Ordonnangen ließ er hat sie ihren Charakter auch unter der Republit nicht geändert, wie fellschaften zusammenthaten. So rief 1889 die Gesellschaft der eine neue Berfassung oftroviren und würzte ben Gewaltaft der Panama Standal gezeigt hat. Jahreszeiten einen Butsch hervor, und einige Jahre später gerieth durch eine besonders bösartige Ruebelung der Presse. Das Doch im Schooße der tapitaliflifchen Gesellschaft erwuchs der bei einer anderen Verschwörung Blanqui, der bedeutendste Kopf des brachte die Wolfserbitterung zum Siedepunkt. In der Spetulantenforruption der furchtbarste Feind in dem Industries an des alten Methode hängenden sozialistischen Proletariats, in die Juli- Revolution des Jahres 1880 brach das Bourbonenregiment au proletariat, das zuerit unter der Juli- Monarchie au politischer Selbst- Hände der Stegierung, die sich beeilte, ihn auf Jahre einsperren zu lassen. fammen wie ein Rattenbaus. Rart X. floh mit seinem Lilien banner ständigkeit heranreifte, indem es begann, sich seines Klaffengegenfahes Wie von den Methoden des revolutionären Kleinbürgerthuis, über die Grenze und die Trifolore flatierte wieder über Paris und gegen die Bourgeoisie bewußt zu werden. haftete auch noch viel von beffen Ideen an dem französischen Frankreich In der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts nahm auch in Proletariat. Broudhont, der hervorragendste Theoretiker der daGine einheitliche Boltserhebung hatte den Bourbonenthron Frankreich wie früher schon in England die Industrie jenen gemaligen fojialistischen Bewegung in Frankreich, bent das paradore geftirst, ihre Früchte wurden wiederum von einer fleinen Sippe walligen Aufschwung, den die Erfindungen der dampfgetriebenen Schlagwort Gigenthum ist Diebstahl" feinen Ursprung verdankt, geerntet. Die fpefulirende Großbourgeoisie bemächtigte sich der Werkzeugmaschinen die Wege geebnet batten. Auch den Verkehrsielt trotz der Befürwortung genossenschaftlicher Einrichtungen doch Bügel umb ibr Bertrauensmann Louis Philipp, bas Haupt revolutionirte der Dampf. 1828 wurde in Frankreich die erste in der Hauptfache auf eine individualifirte Produktionsweise hin, ber Orleans, der jüngeren Linie der Bourbons, bestieg den Thron. Gisenbahn eröffnet. Die Revolutionirung der Produktion führte zur die er nur von den Schlacken des Stapitalismus au reinigen gedachte. Die Borhersage Unfitte's, daß nunmehr die Bantiers herrschen Revolutionirung der Geister. Noch nicht einmal wat die industrielle Jm Jahre 1841 erschien denn auch Louis Blanc's Organisation würben, bewahrheitete fich aufs Wort. Enrichissez- vous, messieurs! Produktion auf ihrer Höhe angelangt und fchon pochten die Border Arbeit", ein Versuch der theoretischen Begründung sozialistischer -Bereichern Sie sich, meine Berren!" fet es nun, daß Louts boten des Sozialismus an die Thore det tapitalistischen Gesellschafts- Organisationen innerhalb der fapitalistischen Produktionsweise, aus Philipp felbft oder einer seiner Minister den Ausspruch gethan, ordning. Zwar hatte schon die gewaltige Erregung der großen ben befanntlich spätes Laffalle die Anregung zu ähnlichen Vorwurde bas Bosungswort der Beit. Nach dem Hunter Devolution eine verfrühte kommunistische Bewegung in Babenf's fchlägen entnahm. Doch auch im wirthschaftlichen Leben suchten die regiment der Bourbonen bas Börsenregiment der Orleans. Berschwörung der Gleichen erzeugt, doch hatte ihre Niederwerfung Arbeiter ihre Lage zu bessern. In den verschiedensten Branchen Die alles verwaltende, alles bespigelnde Bureaukratie mit feine nachwirkende Reaktion der unterdrückten Volksmassen brachen Streits aus. ihren Präfetten, Interpräfetten, Polizisten und Mouchards ward bervorgerufen. Zwar hatten die beiden großen französischen Während die Unzufriedenheit im Wolfe infolge der Unter. die gefügige Handlangerin der neuen Machthaber wie aller ihrer Utopisten früher bereits ihre Hauptwerte veröffentlicht, Fourier 1808, brüidungsmaßregeln wuchs, verbärteten sich Louis Philipp und feine Vorgänger. Da die zentralistische Staatsmaschinerie den Franzosen St. Simon 1821, aber das waren nur ideologische Sturmvögel, nicht Minister immer mehr in ihrer Politik der Begünstigung einer kleinen jedwede wirkliche Selbstverwaltung vorenthielt, war der bis zum der Sturm selbst. Erst im Jahre 1831 wurde die französische Klique. Doch lauter und immer lauter wurden die Anklagen gegen Felbhfiler hierarchisch organisirte Verwaltungsapparat ftets ein Bourgeoisie durch eine echte reinproletarische Bewegung aus ihrer die herrschende Korruption und in den Vordergrund der Erörterung trat treffliches Werkzeug zur Beeinflussung aller Wahlen zu gunsten der selbstgefälligen Ruhe aufgeschreckt. 1881 erhoben sich die Seiden- bie Forderung einer Grweiterung des Wahlrechts, zu deren Wundstfick jeweiligen Regierung. Gegen das Aufkommen einer wirksarbeiter in Lyon gegen Staat und Gesellschaft, indem sie auf ihr fich in geschicktes Weise die parlamentarische Oppofition machte. lichen antifapitalistischen Oppofittion im Parlament gewährte, Banner den Wahrspruch schrieben: Vivre en travaillant ou mourir Die Regierung wußte dem allgemeinen Unwillen nichts anderes überdem das Wahlsystem die ausgiebigfte Bürgschaft, die bei en combattant!( Arbeitend leben oder kämpfend sterben!) Die entgegenzusehen, als die Versicherung, daß sie wissen werde, der durch bem hohen Benfus ganz Frankreich 240 000 Wähler aufwies, bewaffnete Macht wurde bald des Aufstandes Herr, und diefes felüdliche Hezereien erzeugten Aufregung mit den Mitteln der Staatswährend das allgemeine gleiche Wahlrecht, felbft wenn die Frauen Stück Gesellschaftsretterei befestigte das Ansehen der Juli- Monarchie gewalt Herr zu werden. ausgefchloffen blieben, eine etwa breißigmal so hobe Wähleranhl in den Augen der bevorrechteten Klassen. Aber die Jbeen bes Bielleicht hätte die orleanistische Klique auch noch einige ergeben hätte. Bei biefem idealen Berfaffungszustande beschränkten Sozialismus oder Kommunismus verbreiteten fich unter dem Prole Jährchen länger in der gewohnten Weise fortwursteln fönnen, wenn fich bie Raminertämpfe auf Razbalgereien zwischen den Intereffen- tariat nur um so schneller. Die beginnenden gewerkschaftlichen und nicht eine Reihe von Mißernten 1846 und 47 mb eine fich darau gruppen der Bourgeoisie. Der Großgrundbefiz und die Groß genoffenschaftlichen Organisationen fuchte die Stegierung Louis Phi- fchließende Handelstrife einen schiveren Nothstand hervorgerufen und induftrte machten Oppofition gegen die Finanz- Aristotentie, die das lipp's nach der überall beliebten Staatstettermethode zunächst durch damit jene elektrische Spannung im Bolte erzeugt hätten, zu deren Heft in Händen hatte. Eine Attiengesellschaft aue Ausbeutung bes ein brutales Koalitionsverbot( 1884) im Reime au ersticken. Sie errevolutionärer Ontladung es nur des Anstoßes bedurfte. " " Bat man nicht in der Art geregelt, daß man sie einem Beamten- Anforderungen beim Abiturienteneramen und bem 8wischenegamen gefeß unterstellte und sinngemäße Anwendung" vorschrieb, sondern der Untersekund a im Reichsland strenger als in Preußen. Das Blatt man hat das, was über sie zu sagen war, expressis verbis ge- fordert die Regierung zur Beseitigung diefer erbitternden Ungleichheit fagt. Ein Beamtengefeß auf Nichtbeamte anwenden zu wollen, ist auf und erwartet vom Unterrichtsminister im Landesausschuß befinnwidrig; es finngemäß" anzuwenden, ist ein unlösbares friedigende Busage in diesem Sinne. Problem." Oesterreich. Afien. Bombay, 17. Februar. Die Besttodesfälle in verfloffener Woche bezifferten sich auf 1257, die Gesammtsterblichkeit betrug 2195 oder 187,44 pro Tausend. Amerika. Netv York, 17. Februar. Nach einer Meldung aus Ringstone Die Frantf. 3tg." bemerkt dazu: Man wird das unbedingt anerkennen müssen, sofern man ohne Wien, 17. Februar. Im niederösterreichischen Bandtag brachten( Jamaica) ist ein nach Stuba bestimmter Freibeuterzug behördlich anBoreingenommenheit die Sachlage prüft, und ebenso unzweifelhaft Mayer und Genossen eine Interpellation an den Statthalter ein gehalten worden. Eine Menge von Waffen und Munition, welche bat Dr. Jastrow darin Recht, daß nach diesen Feststellungen der wegen des eventuellen Erlasses eines Einfuhrverbotes für von Kingstone in Fässern verschifft wurden, die angeblich Bement Gutwurf felbst von denen nicht zum Gesez erhoben werden dürfte, amerikanisches Obst mit Rücksicht auf deffen Behaftung mit der enthalten sollten, ist beschlagnahmt worden. San José- Schildlaus. welche seine Tendens billigen. Ueber den fürchterlichen Unglücksfalt im Hafen von Havana liegen folgende Nachrichten vor: Einer Meldung der Offiziere der Maine" zufolge fand die Explosion im Hauptmagazine statt. Das Schiff wurde aus dem Wasser gehoben und brach thatfächlich in Stücke. Die Mehrzahl der Mannschaft und der Offiziere war zur Beit der Explosion unter Dec. Die offizielle Todtenliste verzeichnet 258 Mann und zwei Offiziere. Nach der Neußerung eines Matrosen des untergegangenen amerikanischen Kreuzers Maine" soll die Explosion in dem zur Nufbewahrung von Schießbaumwolle für Torpedos benutten Magazin stattgefunden haben. Das Unglück auf der Maine" wird nach einer anderen Meldung einer unvorsichtigkeit zugefchrieben, die beim Reinigen eines Torpedos begangen worden ist. " Aus Washington wirb telegraphirt: Die Nachricht von dem Untergange der Maine" hat in dem Marinedepartement ungebeure Aufregung hervorgerufen. Der Chef des Navigations bureaus Dickens ist der Ansicht, daß die Explosion im Magazine stattfand. Die Thatsache, daß das Schiff nicht sofort fant, spreche deutlich dafür, daß die Explosion nicht einem Torpedo augu schreiben ist. Der spanische Geschäftsträger du Bosc begab sich gestern nach dem Staatsdepartement, um persönlich und offiziell seine Theils nahme auszudrücken und gleichzeitig ein von dem Generalgouverneur Blanco eingegangenes Beileidstelegramm zu übermitteln. Auch der deutsche Kaiser hat dem Präsidenten Wiac Kinley fein Beiland ausdrücken lassen. H meldet, beschloß ber Gerichtshof," bas von dem Bertheidiger bes Wien, 17. Februar. Wie die Neue Frete Presse" aus Krakau Abgeordneten Daszynsti vorgelegte ärztliche Beugniß nicht zu berücksichtigen, jedoch mit der Ausschreibung der Berhandlung bis sur Rückkehr Dassyusti's einzuhalten, ba gemäß des Vertrages mit der Schweiz dem in Zürich weilenden Daszynski eine Vorladung zur Berhandlung wegen Aufwiegelung, fomit wegen eines politischen Delittes, nicht zugestellt werden kann. Ungarn. Partei- Nachrichten. 8um Zweck der Wertheilung von Flugschriften im Wahl freife Oft und West Sternberg in der Mart ersucht der Randidat des Kreises, Genosse Paul Jahn in Berlin S., Prinzenftraße 98, 2 Treppen lints, bie Bartelgenoffen, die in jenem Wahl freise, besonders aber in Dft Sternberg, Bekannte haben, ihm freife, besonders aber in Dft: Sternberg, Bekannte haben, ihm Adressen geeigneter Personen zusenden zu wollen. " " Bei der Stadtverordneten- Wahl in Hanan haben, nach dem Brinn, 16. Februar. Der Landtag nahm einstimmig den Antrag Prostowet an, die Regierung aufzufordern, sofort nach dem amtlichen Resultat, von 3180 insgesammt abgegebenen Stimmen bie Kandidaten unserer Partei 1507-1563 Glimmen erhalten. Sie Busammentritt des Reichsrathes einen Gefeßentwurf wegen Sicher: fommen sämmtlich in die Stichwahl. Bon den Gegnern hat nur ftellung des Donau- Ober- kanals vorzulegen. Derfelbe hätte auch für Deutschland die größte Bedeutung. einer, mit 1604 Stimmen, die absolute Mehrheit errungen; die Nach Ausbau des deutschen Kanalneßes gäbe es dann direkte übrigen gegnerischen Kandidaten, die in die Stichwahl kommen, er Wafferstraßen zwischen dem Schwarzen Meere mit der Dffee und bielten 1011-1548 Stimmen. der Nordsee. Ju Effen an der Ruhr wurde am Sonntag das von unseren Parteigenoffen wie sie hervorgehoben wünschen aus eigenen Budapest, 17. Februar. Abgeordnetenbaus. Mohonczy Mitteln errichtete Arbeiter beim eingeweiht. Am Vormittag erfärte, fein Gewissen befehle ihm, gegen die Regierung Stellung zu tagte eine namentlich von den Nachbarorten Essens start besuchte nehmen, obwohl er sich dem Ministerpräsidenten gegenüber veiflichtet Kreis- Bersammlung, wo Reichstags Abgeordneter arm aus fühle. Die fozialistische Agitation fet eine ernste; bie Regierung Elberfeld über die Thätigkeit des Reichstages berichtete. Für den müffe die energischeften Maßregeln ergreifen. Daß die Regierung für Abend batte der Sozialdemokratische Verein einen Rommers arrangirt. Wahlzwecke drei Millionen verausgabt habe, fönne er nicht beeiden, Am gleichen Tage erschien die erste Nummer des neuen Parteiorgans Möge schreibt uns ein Theilnehmer der KreisHierauf wurde die Debatte über das Kuliusbudget fortgesetzt. Der Weckruf". Befsenyen hob die erfreuliche Thatsache hervor, daß der Unterrichts- fonferensber Weckruf" und das Arbeiterheim" der Partei zum etat und die Bolksschulen stetig anwachsen: er wolle Vertrauen zur Segen gereichen und mögen sie dazu beitragen, daß unser jetzt noch im Regierung haben und stimine für das Budget. Buchthaus schmachtender Reichstags Randidat Budwig Budapest, 17. Februar. Die Nachrichten aus dem Aufruhr- Schröder so viele Stimmen erhält, daß er als gewählt zu betrachten ist." gebiet lauten jest beruhigender. Die Polizei fährt mit den Haus fuchungen bei den Sozialistenführern und mit der Konfiskation Tas Agitationskomitee für Neuk j. L. hat befchloffen, die sozialistischer Blätter fort. Der Wiener Arbeiter Beitung" Rebe, die Meichstags- Abgeordneter Mutrin im Deichstage über die und einem( in New York erscheinenden sozialistischen Blatte ist der deutschen Fabritinfpettoren gehalten hat, brucken zu Postdebit in Ungarn entzogen worden. laffen und in allen Industrie- Orten des Fürstenthums zu verbreiten. Budapest, 15. Februar.( Gig. Ber.) Seute Nacht wurde im Nachrichten zufolge ist die Leiche unseres Parteigen offen cand. med. And Straßburg i. E. wird uns geschrieben: Sierher gelangten Botale des Parteisekretariats Hausdurchsuchung gehalten. Alle Ein offenes Wort an die schnapsbrennenden Schriften, Bücher, Notirungen und die vorgefundenen wenigen litan von Straßburg, der im Wörthersee in Kärnthen vor Großgrundbefizer finden wir in der Flugschrift„ An die Gelder wurden konfiegirt. Den Anwesenden wurde alles aus einigen Wochen ertrank, von einem Taucher der österreichischen Politiker", die Dr. Wilhelm Bode in Hildesheim eben im Selbst den Taschen genommen. Bu gleicher Zeit fanden bei acht Marine gefunden und geborgen worden. Dieselbe ist vollkommen verlage herausgegeben hat; die Stelle ist gerade zeitgemäß, wo es Genossen ebenfalls Haussuchungen statt. Alles Borgefundene wurde gut erhalten. sich jetzt wieder um eine Aenderung der Branntweinsteuer handelt. mitgenommen, bie Gelder wurden den Genossen aus Polizeiliches, Gerichtliches c. Er wendet sich gegen die Behauptung, daß die Brennerei eine noth- der Tasche gezogen und weggeschleppt. Bei dem Budapester Unserem Parteigenossen Redakteur Gewehr in Gibers wendige Stüße unserer Landwirthschaft fei." Wir denken nicht so Anarchisten, Barkonzi, der Besitzer mehrerer Häuser ist, wurde alles feId, der im Gefängniß daselbst seit 31. Januar eine dreimonatige niedrig von dem völkerernährenden Ackerbau. Wir sehen ja auch, Miethgeld in Beschlag gelegt. Die„ Volksstimme" wurde dreimal Strafe verbüßt und bisher mit schriftlichen Arbeiten für die Gedaß es nur ein sehr kleiner Theil unserer Landwirthe ist, der diesen nach einander beschlagnahmt, die„ Nepszava" ziveimal. In Uells fängniß- Berwaltung beschäftigt wurde, ist jetzt Selbſt beſchäf Nebeneriverb nöthig zu haben meint. Merkwürdigerweise handelt es bei Budapest sollte gestern eine Versammlung stattfinden. Obwohl igung in der Weise zuge billigt, daß er für die Grimpe'sche fich gerade um die, die man für zu reich, zu vornehm, zu stolz für diefelbe polizeilich genehmigt war, wurden sämmtliche Arrangeure Buchdruckerei nach Belieben literarisch thätig sein darf. Dafür hat ein folches Gewerbe halten möchte. Sollten wirklich Fürsten, Grafen, vor Beginn der Versammlung verhaftet. Genoffe Max Großman die Grimpe'sche Buchdruckerei täglich 1 Mt. an die Gefängniß- Bere Millionäre, Quadratmeilenbefizer auf den Profit aus dem deutschen wurde gestern wegen eines geringfügigen Presdeliktes zu zwei waltung zu entrichten. Es ist dies das erste Mal, daß einem Redakteur Volksgift angewiesen sein? Dann wäre es besser, sie machten den Monaten Gefängniß verurtheilt. 28 Preßprozesse sind im der Elberfelder Freien Preffe" im Gefängniß Selbstbeschäftigung fleinen Befizern Raum, die z. B. in der Rheinproving mehr Buge. In fünf Breßprozessen, die innerhalb sechs Wochen Kartoffeln bauen, als die Großgrundbesitzer in den östlichen stattfanden, wurden fünf Genossen zu 15 Monaten Gefängniß ver Provingen, und bie für diese Kartoffeln beffere Berwendung wiffen, urtheilt. Die Partei ist materiell schier geschädigt. als bie Schnaps und Schlempeerzeuger. Das New- Yorker Journal" veröffentlicht eine Erklärung, durch di es eine Belohnung von 50 000 Dollar aussetzt für die Gut deckung und Ueberführung der Person oder der Personen oder der Regierung, auf welche die verbrecherische Berantwortung fällt für die Explosionen, durch welche das Vereinigte Staaten- Kriegsschiff Maine" in Havana zerstört und 253 amerikanische Seeleute getödtet worden sind. " Das Brennen von Schnaps läßt sich vom Schnapstrinten nicht foslöfen, und darum hat auch die Gesamtheit der Landwirthschaft nicht Vortheile, sondern großen Schaden vom Schnaps, da ja auf einen alls der Brenneret Profitirenden immer viele durch den Konfum sich schädigende Angehörige der Landwirthschaft kommen. Die durch unsere Gefeße erst ermöglichte Erhaltung Der Brennerei ist eine Begünstigung der oftelbischen Groß grundbefizer zum schweren Schaden des Voltes. Man forge für andere Verwendung des Landes, für andere Verwendung der Kar toffeln, für andere Berwendung des Spiritus; dafür mögen Reich und Staaten Opfer bringen; jede Politik aber, die nicht planmäßig auf eine Verminderung des Schnapstonsums hinstrebt, wo sie möglich ist, ist eine voltsfeindliche. Jetzt, wo der Spiritus zu technischen Zwecken mehr und mehr gebraucht wird, wo er als Licht- und Kraftquelle in Frage tommt, jetzt ist auch die rechte Zeit, die Verwendung zu Trinkzwecken einzufchränken. König Friedrich Wilhelm IV. hat nicht ohne Grund einmal erklärt, er werde den Tag feiner Regierung als den glück. lichsten preifen, wo die Branntweinsteuer auf Null herabfänke, d. b. alle Brennereien aufhörten. Und als ihm sein Hausminister einmal vorhielt, eine gewisse Domäne tönne nur durch Anlage einer Brennerei wieder in die Höhe gebracht werden, erklärte er fast zornig: Um diesen Preis nicht." " Bon anderer Seite wird gefchrieben: Die ungarische Regierung schreitet auf dem Wege, den sie mit Schaffung des Erntearbeitergefeße eingeschlagen hat, rüftig vor: wärts. In einem Monat beginnt die Aussaat, und da heißt es, durch Gewalt und Drohungen die Arbeiter einzuschüchtern und in ihren Ansprüchen mürbe zu machen. Natürlich hindern die bösen Hezer" diese löbliche Attion, so daß es nothwendig wird, die Ordnung herzustellen. So wurde jüngst im Dorfe Katasz die Ordnung hergestellt, wobei eine Arbeiterfran vom Bajonnet eines Gen darmen durchbohrt und 15 Verhaftungen vorgenommen wurden. Im Dorfe Kantor- Janost ging zufällig das Gewehr eines der Ordnung wachenden Gendarmen los und tödtete einen Bauer Namens Lucoai, in Nagy Eczed würde der Sozialistenführer" Sartaoly durch Bajonnetfliche getödtet, und so meldet der Telegraph immer neue Schauernachrichten. Es wird eben alles gethan, um die Bevölkerung aufzureizen und blutige Zusammenstöße herbeiauführen. Und das ist erst der Anfang. . Der Ackerbauminister Daranyi erflärte unter allgemeiner Begeisterung des Reichstages, über das Szabolczer und Szatmarer Romitat das Stanbrecht zu verhängen, was mit einer Autorisation zum offiziellen Mord gleichbedeutend ist. Dagegen glaubte er einer Anregung der Radikalen, wer lacht da das Preßgefeß und Versammlungsrecht noch mehr einzuschränken, nicht nachkommen zu Die Steuer und Wirthschafts- Reformer müssen, da die Staatsanwälte bereits auf grund der bestehenden haben die von uns schon gestern mitgetheilte Erklärung der Herren Gefeße der sozialistischen Preffe, here werden un Das genügt v. Mendel- Steinfels und Groß- Klanin einstimmig angenommen. Den wohl zur Charakteristik der magyarischen Kultur. Bu beklagen sind legten Gegenstand der Berathung bildete die wirthschaftliche Lage nur die Opfer dieser zivilisatorischen Thätigkeit, die nicht nur ihre ber Landkreise und der Provinzen in Preußen nach der Durchführung wirthschaftliche Griftens, sondern auch ihr Leben im Kampfe mit den der Steuerreform. Der Referent, Graf v. Mirbach- Sorquitten, stellte Machthabern einbüßen müssen. folgenden Antrag: " Es hat die Steuerreform in Preußen den öftlichen Bandestheilen bie gehoffte Erleichterung im Gebiete der direkten Bestene rung nicht gebracht. Die vielfach über Gebühr scharfe Heran ziehung zu der Einkommen- und Ergänzungssteuer in Verbindung mit den konstant und schnell wachsenden Abgaben an die Kreise und die Provinzen ergiebt vielmehr eine Belastung, welche die Prästationsfähigkeit der wenig steuerfräftigen Bevölkerung dieser Landestheile ernstlich gefährdet. Die ungenügende Berücksichtigung der östlichen Provinzen in dem Dotationsgesetz bedarf nachträglich der Ausgleichung zu vorher bestimmten Zwecken. Es ist einer weiteren Verschuldung der Kreise vorzubeugen, sowie eine Tilgung ihrer Schulden zu organifiren." Der Antrag des Referenten wurde angenommen. Dann schloß die Generalversammlung. Frankreich. gestattet wird. Unser Bruderorgan bemerkt zu dieser Berbefferung des Strafvollzugs: Daß die Behandlung politischer Gefangener durch die sozialdemokratischen Vertreter im Reichstage des öfteren energisch zur Sprache gebracht wurde, hat doch etwas geholfen." Prozel Bola.. Paris, 17. februar. Aus der Sigung am Mittwoch ist noch einiges Nähere über die Aussage des Generals de Bellieng nachzutragen. de Bellieug hat zum ersten Male ausführlichere Mittheilungen gemacht über die militärischen Geheimnisse, welche Dreyfus verrathen haben soll. de Bellieux sagte: Stonimen wir zum Begleitschreiben zurück; man spricht immer nur von der Handschrift; dagegen schweigt man von den fünf Schrift fü cf en, mit denen es mitgefendet wurde, und fragt sich nicht, ob Esterhazy sie sich hat verschaffen fönnen. Ich will beweisen, daß der Offizier, der die Schriftfiüicte geliefert hat, ein sum Dienste beim Generalstab probeweise befohlener Artillerie Offizier fein mußte. Das erste Schriftfifict ist eine Arbeit über die hydrau lische Bremse des 120 Millimeter. Geschüyes und die Art, wie diefes die Feuerprobe bestanden hat. Der angewendete Ausdruck ist da cent- vingt"( hundertzwanzig), so spricht nur ein Artillerist. Ein Jufanterist hätte geschrieben de la pièce de cent vingt"( des Geschützes von hundertzwanzig). Die Artillerie hütet ihre Geheimnisse eifersüchtig, und ich, ein General, fenne biefe bydraulische Bremse noch nicht. Man behauptet, Esterhazy babe sie bei den Feldübungen kennen lernen fönnen; das ist nicht der Fall. Nur ein Offizier des Großen Generalstabes fonnte über diese Bremse Auskunft geben. Nie hat ein Ins fanterie Offizier einer Schießübung mit dem 120 Millimeters Geschütz beigewohnt. Das zweite Schriftstück ist ein Bericht über die Grenzbeckungs Truppen, da der neue Mobilmachungsplan einige Aenderungen veranlassen werde. Wie konnte Paris, 17. Február. Im heutigen Ministerrathe theifle ber ein in Rouen stehender Offizier etwas über die Deckungstruppen Justizminister Milliard mit, daß Théven et und Trarieux wiffen? Er hat das Mobilmachungs- Tagebuch feines Regiments, im Senate über Unregelmäßigkeiten au interpelliren be aber von der Zusammenziehung, vom Aufmarsch des Heeres an der abfichtigen, die 1894 im rozesse Dreyfus begangen worden Grenze weiß er nichts. Er weiß nur, wo er fich mit seinem Regi feien. Milliard wird im Senate beantragen, die Interpellation bis ment im Kriegsfall einzufchiffen hat. Dann kennt er aber nur eine nach Beendigung des Prozesses Bola zu vertagen. belanglose Haltestelle, wohin das Regiment sich zunächst bes Die für den Generalstab eintretenden Blätter heben als bas giebt und wo ihm erst der endgiltige Bestimmungsort bes Sauptereigniß des geftrigen Verhandlungstages im Zolaprozeß die kannt gemacht wird. Der neue Mobilmachungsplan wird tebe des Generals Bellien hervor, welche im ganzen einige Qenderungen bewirken," so heißt es in dem Begleitschreiben. Lande mächtigen Wiederhall finden werde. Die Zola freundlichen Wie sollte Esterhazy wissen, daß ein neuer Plan vorJournale verurtheilten sehr scharf das allzudurchfichtige Manöver bereitet wurde? Dazu hätte er einen Spießgefellen im Generalstab Pellieng, auf die Geschworenen Gindinck machen zu wollen, indem haben müssen. Das britte Echriftstück ist ein Bericht über er die Kampagne zu gunsten der Revision des Prozeffes Dreyfus als eine Renderung in den Artillerie formationen. Vorbereitung zu fünftigen Niederlagen darstellte. Wie sollte Esterhazy davon Kenntniß haben? In Rouen steht gar reine Artillerie. Das vierte Echrififlick ist ein Bericht über England. Madagaskar. Ginzig ein Offizier des Generalstabes konnte Das Begleitschreiben ist vom Mai, und erst im Auguft wurden die wiffen, daß das Landheer am Madagaskarzuge theilnehmen werde. erften Ausführungsmaßregeln zu diesem Beschlusse getroffen. Das fünfte Schriftstück ist der Entwurf einer neuen Feld. artillerie Schießvorschrift vom 14. März 1894. Diese Vorschrift war keinem Infanterie- Difisier zugänglich; sie wurbe nur den Artilleristen geschickt. Selbst im Generalstab waren es nur einige Difistere der dritten Abtheilung, die sie hatten. Der verurtheilte Offister war in der Lage, Ginficht in die Schießvorschrift zu nehmen. Seitdem ist bewiesen worden, daß die Schießvorschrift, die Bern heim, zufällig ein jüdischer Offisier, Esterhazy geliehen hat, werthlos war. Sie war im Buchhandel erhältlich und Esterhazy borgte fie sich, um einen Vortrag in seinem Regiment zu halten. Bicquart hat den Unteroffizier Hulot verhört; er zeigte ihm die neue Schießvorschrift und fragte: Haben Sie diefes abgeschrieben? Hulot er widerte: Nein, das Buch war viel dicker. Picquart antwortete: Ueberlegen Sie sich's, wenn Sie für einen Reservisten etwas wünschen, wenden Sie sich an mich. Was bleibt also von den aufgebauten Anklagen? - Beleidigungsfreiheit für Sandräthe. Det Redakteur des Deutschen Reichsblatt" hatte gegen Herrn v. Puttkamer, Landrath des Kreises Stolp, wegen Beleidigung geklagt, für das Unterhaus in Pembrokeshire wurde an stelle des Liberalen London, 16. Februar.( Voff. 8tg.) Bei der geftrigen Wahl weil derfelbe in einem Erlaß an die Lehrer des Kreises das genannte Davies, ber einen Kolonialposten erhielt, ter Liberale Philippe mit Blatt als gemeingefährlich" bezeichnet hatte. Das Schöffengericht 5070 Stimmen gewählt; fein Mitbewerber, der Unionist Campbell, sprach den Landrath fret, wie feinerzeit mitgetheilt wurde, indem erhielt 8406 Stimmen. Die liberale Majorität ist bei dieser Wahl es bemfelben Wahrung berechtigter Jutereffen aufchrieb. Das bedeutend höher als bei der vorigen. Landgericht in Stolp hat jetzt nochmals über die Klage zu befinden gehabt und das Urtheil erster Justang bestätigt. Das LandSchweden. gericht erachtet zwar den Erlaß des Landraths für objektiv Stockholm, 16. Februar. Die zweite Rammer genehmigte mit beleidigend und läßt auch den Einwand des Angeklagten nicht 189 gegen 68 Stimmen die Erhöhung der Apanage des Krongelten, daß ihm das Bewußtsein der Beleidigung gefehlt habe. pringen um 50 000 kronen. Der Finangminifter hatte die Erhöhung Aber es billigt ihm wiederum den Schutz bes§ 193 3u, weil ihm unter Hinweis auf den Widerstand des norwegischen Storthing das Recht der Schulaufsicht zustehe und er in seiner Eigenschaft als empfohlen. Beamter gehandelt habe. SPIT Novivegen. Nach diesem Urtheil darf also der Landrath, der Beamte, Gin rein raditales Rabinet soll gebildet sein. ungestraft einem Privatmanne Beleidigungen zuwerfen, die Nun haben die Habitaten zu zeigen, ob es ihnen mit der Gin all jedem anderen Menschenkinde gestraft werden würden, führung des allgemeinen, gleichen Wahlrechts ganz ernst ist. denn er ist eben Beamter. Anstatt, daß der Beamte ini erster Linie berufen wäre, das Gesetz zu wahren, darf er es straflos übertreten, denn er hat berechtigte Intereffen" gewahrt! " Türkei. Konftantinopel, 16. Febr. Der bulgarische diplomatische Agent Markow erhielt gestern die Mittheilung, daß der Sultan, um BulAus den Reichslanden, 15. Februar.( Gig. Ber.) Die elfaß garien und deffen Fürsten seine Freundschaft zu beweisen, eine Rome Tothringische Schulpolitit ist seit Jahren der Gegenstand heftiger mission, bestehend aus dem Kommandanten v. Volo, Enver, den Angriffe feitens der fleritalen Opposition. Gegenwärtig wendet sich Adjutanten Saad Eddin und drei Obersten nach Uestüb entfende. der„ Glfäffer", das Organ bes unterelfäffischen Kleritalismus, wieder Alle verhafteten Bulgaren werden unter der Bedingung, den Eid der in einer längeren Artikelferie gegen die Begünstigung der aus Treue zu schwören, begnadigt, ausgenommen 15 Hauptangeklagte. Brensen flammenden Akademiter beim Eintritt in den reichs Alle Raimatams, welche ihre Amtsgewalt mißbraucht haben, werden sprechen tönnen; es wäre dann bewiesen gewesen, daß es im ländischen Staatsdienst zum Nachtheil der Elsässer. Ebenso feien bie libres Amtes entfest.Es folgten dann die pathetischen Ausführungen des Generals be Bellieux an die Geschworenen, der Hinweis auf die Inge der Gefahr, die vielleicht näher feien als man denke u. f. w., wie der gefirige Bericht schon mittheilte. de Bellieur schloß mit den Worten: Die Wiederaufnahme ift uns gleichgiltig. Wir hätten uns glücklich geschäßt, wenn bas Kriegsgericht 1894 hätte frei französischen Heer teinen Verräther giebt. Das Kriegsgericht von 1898 hat nicht gewollt, daß man einen Unschuldigen an die Stelle des Verurtheilten fete, er fei schuldig oder nicht. ( Stürmisches Händeklatschen.) Verhandlung am Donnerstag. Der Saal ist wieder überfüllt. Advokat Clemenceau beantragt, der Gerichtshof möge anordnen, daß das im Kriegsministerium befindliche Original des Bordereaus beschlagnahmt werde. Der Präsident erwidert, das sei unmöglich. Clemen ceau bringt entsprechende Anträge ein. Nach Wiederaufnahme der Sizung sagt General Bellieug:| Post beschäftigte Steinarbeiter den Zehnstundentag und die Verein Ich bitte ums Wort!"( Sensation.) Der General tritt entschloffen barung einer Arbeitsordnung. Darauf entließ der Unternehmer an die Schranke vor und sagt: Bis jetzt haben wir uns innerhalb 20 Mann von den Unterzeichnern des Gesuchs. der Gesezmäßigkeit gehalten; da aber die Vertheidigung von den Stellen Der Formerftreik in den Eisenwerten des Rommerzien in dem Berichte des Majors D'Orneschéville gesprochen hat, so raths v. Gienanth in Hochst ein in der Rheinpfalz ist bereits werde ich die typischen Worte des Obersten Henry wiederholen: wieder beendet. Sämmtliche 70 betheiligte Former haben die Arbeit Man will Licht; nun zu denn!"( Bewegung.) An dem Zeitpunkte bedingungslos aufgenommen. Einer gewerkschaftlichen Organisation der Interpellation Castelli hatte man in dem Kriegsministerium den gehörten sie nicht an. absoluten Beweis von der Schuld des Hauptmanns Dreyfus. Diesen n Ausland. Beweis habe ich gesehen. Danach ging uns ein Papier zu, Der Ausstand in der Grazer Waggonfabrik dauert fort Hierauf wird Paul Moriaud nochmals vernommen. Zeuge welches folgendes besagte:„ Sprechen Sie niemals von den Während die Direktion behauptet, die Entlassenen seien zum theil versichert in Beantwortung der ihm von der Wertheidigung gestellten Beziehungen, welche mir mit diesem Juden hatten." wegen Arbeitsmangels, zum theil wegen Bergehen der Betreffenden Fragen neuerdings, daß die Schrift des Bordereaus die des Majors Dieſe Note war nicht unterzeichnet; sie war von einer Visitenkarte gegen die Fabrikordnung erfolgt, halten die Arbeiter die Behauptung Esterhazy fei. Dieselbe Versicherung giebt Zeuge bezüglich des begleitet, auf der sich ein vereinbartes Wort befand und zwar das aufrecht, daß es sich um Maßregelung handele. Die Arbeiter fordern Briefes ab, in welchem das Wort„ Ulan" vorkommt. Ich behaupte selbe, wie auf dem Papier. Labori: Das ist kein Schriftstück, die Wiederaufnahme der anläßlich der jüngsten Vorkommniffe entnicht nur, fagt Zeuge, daß Esterhazy den Brief geschrieben, das einen Werth hätte. Ein erftes geheimes Attenstück hat die Ver- lassenen Vertrauensmänner und neuerliche Anerkennung der zwischen fondern ich behaupte auch, daß er ihn nicht noch einmal in urtheilung Dreyfus herbeigeführt, ohne daß darüber verhandelt der Direktion und den Vertrauensmännern im Juni 1897 getroffenen derfelben graphischen Form schreiben tönnte, weil der Brief von worden ist und ohne daß es von dem Angeklagten und seinem Ver- Bereinbarungen. Esterhazy in einem ganz besonderen Augenblick seines Lebens ge- theidiger gekannt war. fchrieben worden ist, in einem Augenblicke lebhafter Ueberreizung, Der Präsident sagt nunmehr: Man laffe den Major Ein neues großes Grubenunglück. in einem Augenblick, da Esterhazy zweifellos gleichfam wahn- Esterhazy tommen!( Bewegung.) Hier fällt Vertheidiger finnig war. Jeder Federzug ist von der Hand Esterhazy's, Labori ein: Oh nein! Nicht, ehe General Boisdeffre vernommen Wie aus Bochum telegraphirt wird, sind am Donnerstag Morgen und ich wette darauf, daß kein Experte mir das Gegentheil beweisen ist. Der Zwischenfall ist zu wichtig, als daß die Verhandlung fort in der 7. Stunde in dem benachbarten Hamme auf der Zeche tann. Dann wird wieder der Schreibsachverständige Conrad ver- gesetzt werden könnte, ohne daß derselbe erledigt ist. Ich werde Vereinigte Karolinen glück und zwar auf dem Flöß nommen; derselbe sagt: Es handelt sich um zwei, von einander einen Antrag auf Aufschub einbringen." Nun zieht sich Esterhazy. Präsident" in der fünften Tiefbausohle schlagende Wetter verschiedene Affären, die erfte derselben war anderen Sach- der sich bereits äußerst bleichen Antliges zur Schrante vorbewegt explodirt, wodurch eine große Anzahl Bergleute ihr Leben ververständigen, als mir, anvertraut, ich bin also nicht im stande zu hatte, wieder zurück. Die Sigung wird unter sehr lebhafter Erloren. Bis 1/212 Uhr vormittags waren 33 Todte und etwa regung im Saale unterbrochen. 30 Schwerverlegte zu tage gefördert. 30 40 Berg. Leute, die sich zu diesem Zeitpunkt noch in der Grube befanden, gelten als verloren. Durch die Nachschwaden werden die Rettungsarbeiten sehr erschwert; die Rettungsmannschaften kehren betäubt aus der Grube zurück. antworten. Wahlbewegung. Der nun vernommene Sachverständige Varinard erklärt, Nach Wiederaufnahme der Sigung wird mitgetheilt, daß General um ein Gutachten abzugeben, bedürfe er des Originalbriefes, Boisdeffre nicht angetroffen wurde. Der Präsident vertagt daher denn das vorliegende Schriftstück, das sicherlich falsch sei, die Verhandlung auf morgen. sei in dem vom" Figaro" veröffentlichten Facsimile schlecht reproduzirt. Labori: Wenn, wie wir behaupten, dieser Brief authentisch ist, so müssen Esterhazy und der Generalstab selbst das größte Interesse daran haben, den Beweis zu liefern, daß er von In Prenzlau wurde von der deutsch- sozialen Reformpartei feinem französischen Offizier geschrieben worden ist. Man möge uns der Redakteur Böckler- Berlin als Kandidat für die nächsten Reichstagsdas Original dieses Briefes, der in keiner Weise die Landes- wahlen aufgestellt. vertheidigung berührt, zeigen. Clémenceau schließt sich den Im Wahlkreise Anhalt II( Bernburg- Röthen) haben die Forderungen seines Kollegen an, der Präsident erwidert aber, Nationalliberalen den bisherigen Abgeordneten Profeffor Friedberg er habe darüber bereits entschieden. General Pellieur wird wieder aufgestellt. Bon sozialdemokratischer Seite steht ihm Gen. wieder aufgerufen und von Clémenceau gefragt, ob es Albrecht gegenüber. Gegen den welfischen Kandidaten im 19. hannoverschen nach seiner Meinung nicht im Interesse der Armee liege, Aufklärung darüber zu schaffen, ob ja oder nein Esterhazy den Reichstags- Wahlkreise, Lehrer Alpers in Hamburg, ist Ulanenbrief geschrieben habe. Pellieux: Ich bin durchaus der aus Anlaß wiederholter Beschwerden des dortigen preußischen GeAnsicht der Vertheidiger. Es giebt nicht einen Offizier, der sandten das Disziplinarverfahren eingeleitet worden. darüber anders denken tönne, als ich. Bellieug erzählt darauf, Dr. Size( 3.) hat erklärt, in seinem bisherigen Wahlkreise unter welchen Umständen das fragliche Schriftstück in seine Hände Gelsenkirchen nicht mehr kandidiren zu wollen; er wird wahrgefallen ist. Labori: Ich hoffe, daß wir dieses Schriftstück be- fcheinlich in München Gladbach aufgestellt werden. kommen werden. Präsident: Der Kriegsminister wird um seine Genehmigung ersucht werden; morgen werden Sie die Antwort des Kriegsministers erhalten. Eine Vertrauensmänner- Versammlung der Zentrumspartei in Regensburg normirte einstimmig den bisherigen ReichstagsAbgeordneten v. Lama als Kandidaten für den Reichstag. Von seiten des bayerischen Bauernbundes kandidiren Wieland in Straubing, Eisenberger in Rosenheim, Dr. Kleitner in Traunstein. Dem Abg. Weiß( frs. Vp.) in Fürth haben die deutschen Voltsparteiler in der Person des Abg. Conrad einen Gegenkandidaten gegenübergestellt. Der Mühlenbefizer Bauriedel aus Nürnberg, der im selben Kreise für die Nationalliberalen kandidirt, hat sich protokollarisch als Gegner der Handelsverträge und für ein Brechen mit Amerika erklärt. Darauf beschlossen Bauernbündler und Konservative seine Unterstügung. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. " Eine spätere telegraphische Meldung besagt: Die Zahl der Todten betrug um 2 Uhr 10 Minuten 45, der Verwundeten gegen 40. In der dritten nördlichen Abtheilung der fünften Sohle liegen noch 30 Personen, in den anderen Abtheilungen gleich falls eine grökere Anzahl Vermißter. Außerdem können mehrere Schwerverlette örtlicher Hindernisse wegen vorerst noch nicht ge= borgen werden. Die Gesammtzahl der Berunglückten läßt sich zur Beit noch nicht bestimmen. Menschenopfer in immer fteigender Zahl fordert der moderne Betrieb der Kohlenbergwerke. Wann wird endlich die Reichs- Geſetzgebung dem Bergmann den Grad von Schutz verschaffen, den der heutige hohe Stand der Technik möglich macht und der insbesondere die Massen katastrophen verhüten läßt? Es wäre eine Schande für ein Kulturland, wenn nicht einmal in einer der gewinnbringendsten Industrien ausreichend für Leben und Gesundheit des Arbeiters geforgt würde. Boziales. Die Answanderung im Jahre 1897. Nach dem dem Reichs tage zugegangenen Bericht über die Thätigkeit der Reichskommissare für das Auswanderungswesen sind im Jahre 1897 über deutsche Häfen insgesammt 83 220 Personen ausgewandert, davon waren aus dem Deutschen Reiche 18 801, aus Desterreich Ungarn 25 688, aus Amerika Rußland 18 107, aus den Vereinigten Staaten von 17 886. Einschließlich dieser wohl aus Vergnügungs- und Geschäftssich zusammensetzenden Bahl von Amerikanern reifenden gingen nach den Vereinigten Staaten 55 698 Auswanderer, 4868 nach Britisch Nordamerika, 1607 nach Argentinien, 878 nach Brafilien, 785 nach Afrika, 292 nach Australien und Polynesien, 102 nach Asien. Ueber Bremen wurden befördert 46 798, über Hamburg 35 049, über Stettin 1878 Auswanderer. Die Auswanderung über über Hamburg 188 220. Es folgt die Bernehmung des Professors an der Ecole des Chartes und Mitgliedes des Institut de France, Giry. Derselbe sagt aus, die Aehnlichkeit der Handschrift Esterhazy's mit dem Bordereau sei aller Welt aufgefallen. Giry giebt eine wissenschaftliche Beschreibung und formulirt sem Gutachten bestimmt dahin, daß die Schrift im Bordereau eine fließende, natürliche, keine verstellte ist, daß darin keine Abweichungen vor tommen, daß es also nicht, wie man behauptet hat, eine Fälschung ist. 3ola einfallend: Und vierzig sehr hervorragende Persönlichkeiten theilten diese Ueberzeugung. Wenn wir sie für den Augenblick nicht hierher zitirt haben, so geschah es, um den Gerichtshof und den Geschworenen nicht zuviel zuzu= muthen. Giry fährt fort: ich will nicht behaupten, daß Esterhazy das Bordereau geschrieben hat, aber ich habe die moralische UeberDie Zuschrift der Fabrikanten an die Agitationskommiffion erftere beide Häfen hat im Jahre 1897 den bisher niedrigsten Stand zeugung, ohne jedoch zu absoluter Sicherheit gelangt zu sein. der Schuhmacher hat mit Hinweglassung einer unwesentlichen erreicht. 1893 wanderten über Bremen 109 400 Personen aus, und Auf Ihre Zuschrift vom 6. d. M. Unter den ausgewanderten Deutschen befanden fich Schriften prüfte, tommt auf grund physiologischer Schlußfolgerungen erwidern wir, daß die darin zum ersten Male verlangte Mit- 11 898 Preußen, 1518 Bayern, 1424 Hamburger, 888 Sachsen, dazu, daß die Schrift im Bordereau die Schrift Esterhazy's verwaltung des Arbeitsnachweises für den Verband nie eine 799 Württemberger, 501 Bremer. Von den übrigen Bundesstaaten ift. Die Identität sei eine vollständige. ftreitige Frage sein kann. Der Verband hat den Arbeits- steht Baden mit 395 Auswanderern an der Spize, während Nachdem Zeuge Héricourt seine Aussage beendet hat, sagt der nachweis gegründet, um feinen Mitgliedern bas 1111- Schaumburg- Lippe nur 2 Auswanderer aufweift. Präsident: Man laffe den Oberst Picquart kommen.( Anbedingte Annahme- und Entlassungsrecht des Arbeitgebers zu In Preußen sind die einzelnen Provinzen wie folgt betheiligt: haltende Bewegung.) Obertst Picquart tritt vor. Labori fragt wahren, das ihnen seit Jahren von der Arbeiterfoalition Hannover 2257, Brandenburg mit Berlin 1945, Poſen 1849, den Zeugen: Haben Sie die gestrigen Verhandlungen in extenso du.ch Streits und Maßregelungen aller Art bestritten Schleswig- Holstein 1153, Pommern 951, Westpreußen 857, Hessengelesen? Beuge: Jawohl. Labori: Wollen Sie uns danach wurde. Dies Recht kann auch nicht Gegenstand einer Nassau 731, Sachsen 702, Schlesien 682, Rheinland 518, Ostpreußen fagen, was Sie über die Wichtigkeit der in dem Bordereau gewerbegerichtlichen Verhandlung sein. Der Verband ist da 426, Westfalen 322, Hohenzollern 5. bezeichneten Schriftstücke 2c. denken? Picquart: Ich würde gegen bereit, Beschwerden gegen den Arbeitsnachweis zu untersuchen Von den 18 801 Deutschen gingen nach den Vereinigten hierüber nicht sprechen, wenn nicht schon vor mir General und dessen Maßnahmen zu rechtfertigen. Eine solche Fühlung wäre Staaten von Amerika 7755 männliche und 7172 weibliche AusBellieux darüber gesprochen hätte; ich ich werde aber, da ihm sogar erwünscht, um auch seinerseits die Beschwerden vorzu- wanderer, nach Afrika 798 männl. und 276 weibl., nach wir vor der Justiz stehen, im Interesse derselben reden. Picquart bereiten. Insbesondere kann der Verband es nicht mehr länger Australien 2c. 209 männl. und 100 weibl., nach Asien 96 männl. geht hierauf den Inhalt des Bordereaus durch und sagt: Es fragt mit ansehen, daß seine Mitglieder öffentlich in den Ber- und 48 weibl. Auswanderer. Die übrigen reiften nach anderen hier fich, ob Esterhazy diese Auskünfte haben konnte. Präsident: fammlungen in der unfläthigsten Weise beschimpft werden. nicht genannten Theilen Amerika's( die meisten nach Brasilien, Das ist die Frage, um die es sich handelt. Picquart: Er hat deshalb den Vorstand beauftragt, gegen den Jawohl! Esterhazy hat fich zweimal nach den Feuerwerks- Schubmacher Hildebrand, der in der letzten Versammlung öffentlich Argentinien und Britisch Nordamerika). 1988 der deutschen Auswanderer gehörten ihrem Berufe nach der Landwirthschaft an. schulen und ein drittes Mal auf seine Kosten nach dem die Mitglieder der Gewerbegerichts- Rommission Schlizweg, FürstenLager von Chalons begeben. Ich habe Erkundigungen über Ester- heim und Silberberg des Wortbruchs und meineids bezichtigte, Jn das Komitee für die Betheiligung an der Pariser hazy eingezogen; dabei sagte mir ein Offizier:" Esterhazy fragte mich eines Tages, ob mir etwas über die Mobilisation der Artillerie egen öffentlicher Beleidigung und Ehrenkränkung Strafantrag zu Weltansstellung im Jahre 1900 sind von der österreichi stellen." Die Agitationskommission hat hierzu noch keinerlei ichen Regierung auch zwei Sozialdemokraten be. bekannt fei; was wollte er? Nachrichten einziehen?" rufen, und zwar in das Spezialfomitee für die Ausstellung der Stellung genommen. Picquart sett hinzu, er sei bereit, bezüglich der Grenz Von seiten der Arbeifer ist das Gewerbegericht von neuem als Preffe der Herausgeber der Wiener Arbeiter- Zeitung", Dr. Viktor deckungstruppen Erklärungen abzugeben, er müsse aber bierzu Ginigungsamt angerufen worden. Adler, und in das Spezialkomitee für Sozialökonomie, Hygiene vom Gerichtshofe für einige Minuten den Ausschluß der Deffentlichkeit erbitten. Präsident: Wir wollen gleich sehen; fahren und öffentliches Hilfswesen der Reichsraths Abgeordnete Dr. Leo Verkauf. Sie zunächst fort. Picquart: Jemand sagte mir, daß Esterhazy immer bei sich zu Hause Dokumente abschreiben ließ; dazu war er Major und hatte einen Sekretär zur Seite. Indessen, fährt Picquart fort, habe ich bis zum letzten Augenblick die Hoffnung ge hegt, in dem Bordereau etwas zu finden, was mir bewiese, daß Esterhazy der Urheber des Bordereau sei. Diese Hoffnung hatte ich, als ich die Bemerkung darin sah:„ Ich reife jetzt zu den Manövern ab." Ich srug mich, wie war es möglich, daß ein Major im Frühjahr zu den Manövern abreifen konnte. Gewöhnlich sind es zu dieser Zeit nur die Bataillonschefs und nicht die Majore, die sich zum Manöver begeben. Ich verschaffte mir nun den Rapport des 74. Regiments vom Jahre 1894 und da war bei dem betreffenden Zeitraum eingetragen, daß Esterhazy an den Manövern theilnehmen werde.( Bewegung.) Picquart schließt mit der Be= hauptung, daß Esterhazy infolge der Schritte, die er in diesem Sinne unternommen hatte, im stande war, die in dem Bordereau angeführten Thatsachen zu kennen. IG Bersammlung, daß mit dem nächsten Monat wieder mit dem Kleben Die Marmor- und Grauitarbeiter beschlossen in ihrer legten der 50 Pi.- Streitfondsmarken begonnen werde; außerdem wurde mitgetheilt, daß sich die Alabasterarbeiter entschloffen hätten, sich den Marmorarbeitern anzuschließen. Deutsches Reich. In Cottbus streiken seit 15. Februar sämmtliche Tischler der Firma Otto Rost wegen Maßregelung eines Kollegen. Sie fordern dessen Wiedereinstellung, ferner 61 ftündige Arbeitszeit( bis her 66 Stunden), 33 Pf. Stundenlohn( bisher 30 Pf.), 10 Pf. Auf fchlag für Ueberstunden, 2 Pf. Ausschlag pro Stunde für Arbeiten außerhalb der Werkstatt, aber innerhalb des Stadtkreises. Bum theil find diese Arbeitsbedingungen in den übrigen Cottbuser Tischlereien on seit zwei Jahren eingeführt. Bei der Gewerbegerichtswahl in Grünberg in Schlesien siegte in der Klasse der Arbeiterbeisiger die sozialdemokratische Liste mit 546 Stimmen über die Liste der Gegner, die 70 Stimmen erhielt. Depeschen und lehte Nachrichten. Berlin, 17. Februar. Die Berliner Rorrespondenz" schreibt: Nach dem vom Bundesrath in feiner heutigen Sigung genehmigten Gefeßentwurf, betreffend Aenderungen von Bestimmungen über das Postivesen, soll das Porto für den frantirten gewöhnlichen Brief bis zum Gewicht von 20 Gramm einschließlich 10 Pf., bei größerent Gewicht 20 Pf. betragen. Bei unfrantirten Briefen soll ein Zuschlagsporto von 6 Pf. ohne Unterschied des Gewichts des Briefes hinzutreten. Breslau, 17. Februar.( B. H.) Nachdem gestern der Zackirer Kühn den Mord an der Trödlerin Kartte eingestanden, wurden abends, wie der Bresl. Generalanz." meldet, die Ehefrau Kühn und deren Onkel, der Haushälter Otto, unter dem Verdachte der Mitwissenschaft und Beihilfe verhaftet. darnieder. " Köln, 17. Februar.( B. H.) Die Köln. Voltsztg." schreibt zu Hierauf erhält der General Bellieur das Wort zur Erwiderung In Dommitsch an der Elbe ist am 6. Februar ein Arbeiter. der Weldung, daß die Regierung auf dem Flottengesetz bestehen und erklärt, er habe über das, was er mit bezug auf das Bordereau Fortbildungsverein gegründet worden. Sämmtlichen Vorstands- müsse: Danach würden die verbündeten Regie ungen auf der bereits gesagt habe, keine weiteren Bemerkungen zu machen. Die Ge- mitgliedern des neuen Vereins, der bereits 60 Mann start ist, wurde Marinevoilage mit der einseitigen Bindung des Reichstages bestehen, schworenen, fagt er, werden zwischen meiner Aussage und derjenigen des am 12. Februar in der Thon waarenfabrit, wo sie beschäftigt einer Forderung, welcher die Zentrumsfraktion nicht zustimmen Obersten Picquard die Entscheidung zu treffen wissen. Ueberdies würde ein find, die Arbeit gekündigt. Darauf erklärten sich 25 Mann mit den kann. Die verbündeten Regierungen würden unter dem Zeichen des Generalstabs- Offizier, z. B. General Gonse, besser als ich, fich über Gekündigten solidarisch und fündigten gleichfalls. Das übrige Flottengefeßes Neuwahlen ausschreiben, und mit dieser Entwicklung Es wird die sich ergebenden Die Tragweite der in dem Bordereau erwähnten Nachrichten und Bersonal will folgen, wenn die Kündigung der Vorstandsmitglieder hat das Zentrum bereits gerechnet. Austünfte aussprechen können. General Gouse unterstützt die nicht zurückgenommen wird. Konsequenzen zu ziehen wissen. Hamme bei Bochum, 17. Februar.( W. Z. B.) Aus der Ausführungen des General Pellieux und fügt hinzu, daß er das In Werdan i. S. haben 70 Textilarbeiter der mechanischen 120 Millimeter Geschütz nicht kenne und es niemals gesehene berei von C. G. Päßler die Arbeit eingestellt, weil zwei 88 Tobie zu age gefördert. Fünf Bergleute werden noch vermißt. bis 61/4 Uhr abends Beche Vereinigte Karolinenglück" waren habe.( Bewegung.) Beuge fährt fort: Was die Offiziere Mitglieder des Verbandes gemaßregelt worden find. Die Arbeiter und Unteroffiziere betrifft, welche Oberst Picquart in Versailles ausgefragt hat, so weiß ich, daß die von ihm versuchten vorher, die Differenz gütlich beizulegen, wurden aber Bon den Verwundeten liegt eine größere Anzahl hoffnungslos schroff abgewiesen. erlangten Auskünfte negative waren; der Oberst hat es mir gesagt. Die Auschläger Stuttgarts haben am 14. Februar den Oberst Picquart bemerkt hierauf: Ich habe nicht die Offiziere Nunmehr Streit begonnen. In acht Geschäften wurde bewilligt. Die gefragt, sondern nur einen Offizier und nicht mehrere. entspinnt sich eine Debatte über den Zeitpunkt, an welchem das Werkstattschreiner erklärten sich mit den Anschlägern solidarisch Bordereau geschrieben sein soll. Während Picquart behauptet, daß infofern, als sie versprachen, die Arbeit derselben unter feinen Umman in der 2. Abtheilung des Generalstabs stets der Ansicht war, daß ständen übernehmen zu wollen. Die Geschäftskonjunktur wird als es vom April stamme, erklärt General Gonse, daß es vom günstig bezeichnet, da die meisten Neubauten bis zum 1. April fertig August stammen müsse. Advokat Labori weist hier darauf hin, gestellt werden müßten. Im Streit stehen zirka 80 Mann. daß in der Anklageschrift gegen Dreyfus der Zeitpunkt April als Bei der Aussperrung von 20 Steinarbeitern am Neu Mons, 17. Februar.( W. Z. B.) Das Zuchtpolizeigericht Beweisgrund gegen den Verurtheilten von der Teufelsinsel vorkomme. bau der Post in Karlsruhe handelt es sich, wie die Mann- sprach heute das Urtheil über die sozialistischen Deputirten Hoger Zwei und Brenez, welche angeklagt waren, den Bürgermeister von ( Bewegung.) Picquart sagt weiter aus: Die Erklärungen, die heimer Volksstimme" mittheilt, um folgenden Hergang. Ihnen soeben General Gonse gegeben hat, enthielten gerade dasjenige, organisirte Steinarbeiter waren ohne Angabe des Grundes entlassen Hautrage geschlagen und beleidigt zu haben. Roger erhielt wegen Defsen wegen ich den Ausschluß der Deffentlichkeit verlangt hatte. worden. Der Steinarbeiterverein beauftragte eine Kommission, mit der Verlegung zwei Monate, wegen der Beleidigung zwei Wochen Brenez wurde wegen Beleidigung zu drei Wochen Ich habe also nichts mehr hinzuzufügen. Hierauf wird die Sigung dem Unternehmer Breitenberger zu verhandeln. Als dieser Gefängniß. unterbrochen. die Kommission nicht anhörte, forderten 27 an dem Neubau der Gefängniß verurtheilt. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Budapest, 17. Februar.( B. H.) Bei den hiesigen Führern der Sozialdemokratie werden die Haussuchungen fortgesetzt. Bahlreiche Dokumente wurden beschlagnahmt; mehrere Verhaftungen sollen bevorstehen. Marseille, 17. Februar.( W. Z. B.) Die Zahl der bei dem Untergang des Pocketboots Flachat" Verunglückten wird gegen 100 geschäßt, darunter 49 Passagiere. Unter den Verunglückten befindet fich fein Deutscher. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 41. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 43. Sigung. Donnerstag, 18. Februar 1898, 2 Uhr. Am Bundesrathstische: v. Posadowsty, v. Podbielsti. Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der ersten Berathung Des Gesetzes, betr. Post dampfschiff- Verbindungen mit überseeischen Ländern. Freitag, 18. Februar 1898. Abgeordnetenhaus. 24. Sigung vom 17. Februar 1898, 11 Uhr. Am Regierungstische: Frhr. v. Hammerstein. Nach kurzer Debatte wird der Rest des Forstetats genehmigt. Es folgt der Etat des Ministeriums des Innern. Bei den Einnahmen weist Abg. Dr. Sattler( natl.) auf die zahlreichen Ausschreis thungen von Polizeibeamten hin, welche bei Verhaftungen vorgekommen find. Er fragt, welche Maßnahmen der Minister zu ergreifen gedenke, um den Verhaftungen anständiger und unschul diger Leute vorzubeugen.( Lebhafter Beifall.) Regierungskommissar Geheimer Rath Lindig geht in Beant wortung der Frage näher auf den Fall Köppen ein, den er in der Weise schildert, wie er bereits bekannt geworden. ( Heiterkeit). Er hatte ganz recht, denn von diesem Gesichtspunkte aus müßten wir auch die New- Yorker Linie und alle anderen Linien fubventioniren. Der zweite Gesichtspunkt, der mir aufgefallen ist, tam in der Rede des Abgeordneten Grafen| Limburg- Stirum war. Et bot der Industrie seine Unterstüßung an, fagte aber, wir rechnen aber darauf, daß auch die Industrie die Landwirthschaft unterstützen wird. Ja, wer zahlt denn die SubAbg. Weiß( frf. Bp.): Wenn wir auch mit Genugthuung das vention? Ist etwa der Bund der Landwirthe bereit, aus seinem Steigen unseres Einflusses in Ostasien konstatiren, so hat Herr Säckel die Subvention für die Industrie zu zahlen? Da ließe fich Frese doch nicht nachgewiesen, daß dies mit der Subvention etwas über die Sache ja noch reden. Aber die Agrarier greifen nicht in zu thun hat. Die Bedeutung der Subvention für den überseeischen die eigene Tasche, sondern in die Taschen der Steuerzahler überhaupt Exportverkehr ist durchaus keine so große, wie sie jetzt immer ge- und ebenso greifen dann bei der Revanche die Industriellen in die Weder die Landwirthschaft noch schildert wird, da die meisten Exportgüter auf nicht subventionirten Taschen der Steuerzahler. Linien befördert werden. Der Passagierverkehr auf diesen Linien die Industrie bringt die Millionen auf. auf, sondern die befördert zum größten Theil Ausländer, so daß das Geld der Gesammtheit der Steuerzahler. Vertreter von Landwirthschaft und deutschen Steuerzahler für die schönen Dampfer lediglich Ausländern Industrie machen hier Schachergeschäfte und vergessen ganz, daß sie Minister des Innern v. d. Recke entschuldigt sein verspätetes zu gute tommt. Ebenso kommt der Nutzen für den Frachtgutverkehr als Vertreter des ganzen Volkes gewählt sind.( Sehr gut! Iints.) Erscheinen mit anderweiter Inanspruchnahme in der Kommiffion. hauptsächlich dem Auslande zu gute. Der deutsche Handel giebt Wenn ich hier als Gegner der Subvention auftrete, so ge- Er bedauert das Vorgehen der Presse gegen die Polizei, die so viel eben anderen Linien den Vorzug. Die Kommission wird zu entschieht das natürlich nicht, weil ich zufällig Vertreter von Ham gehaßt und doch auch viel begehrt werde. Es sei nicht wahr, daß scheiden haben, ob die Subvention wirklichen Nugen bringt. burg bin, und Hamburg von der Subvention nichts hat; ohnehin die Berhältnisse in den Gemeinde- Polizeibehörden besser seien als bei tommt das materielle Intereffe Hamburgs hier garnicht in töniglichen Polizeibehörden. ( Bravo! links.) Die Presse sei in der Dar nicht immer Staatssekretär Graf Posadowsky: Den berechtigten Ansprüchen Frage. Ich bin auch nicht deswegen Gegner der Subvention, weil stellung solcher Vorkommniffe ganz ehrlich des Handels kann ohne die subventionirten Linien nicht genügt ich Sozialdemokrat bin. Wir Sozialdemokraten haben ja stets alles und ziehe allgemeine Schlüsse aus vereinzelten Vorkommnissen, werden. Auf einzelne Einwände will ich gleich eingehen. Daß unterstützt, was zur Förderung des Handels beiträgt; wir daher gewinne es fast den Anschein, als ob bei uns ganz unglaub der Nutzen der Subvention hauptsächlich den Ausländern zu gute würden für die Subvention stimmen, wenn man uns be- liche Zustände herrschen. Das Palladium der persönlichen Freiheit kommen soll, ist durchaus nicht festzustellen, da die Deklarationen weisen könnte, daß durch die Subvention ein wirthschaftlicher zu schüßen werde er als seine vornehmste Aufgabe betrachten. Grufts sehr ungenau sind. Den Nußen einer Subvention erkennen wir am Aufschwung erzielt wird; denn von einem solchen haben ja auch die lich zu beklagen sei das Verhalten der Presse, die Mißtrauen gegen besten aus dem Verhalten anderer Staaten z. B. Frankreich der Arbeiter etwas. Auch sonst wäre uns die Subvention sympathisch, die Polizei ins Bolt trage. Hoffentlich erhebe sich der gut gesinnte Landwirthschaft kann die Subvention feine Konfurrenz machen, wenn wir in ihr den Anfang der Berstaatlichung des Berkehrs er- Theil der Bevölkerung, um diefem gemeingefährlichen Unfug entfreilich die Wolleinfuhr ist jetzt nach Aufhebung des Wollzolls nicht blicken könnten. Ich glaube aber, daß, wenn der Staat auf dieses gegenzutreten. Berhandlungen darüber, ob eine Reorganisation mehr zu verhindern. Biel hinsteuern würde, gerade diejenigen, welche sich jetzt für die der Kriminalpolizei nöthig ist, find eingeleitet. Unfer Jedenfalls steht das eine feft: daß wir ohne Subventionen den Subvention ins Beug legen, ihre schärfsten Gegner werden würden. Personal ist ein gutes; zur Vermehrung desselben sind Neus Verkehr überhaupt nicht mehr bewältigen fönnten, namentlich, wenn( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) forderungen eingestellt; besonderen Erfolg erhofft man von der Ein wir unseren Passagierverkehr mit Ostasien, den Pionier unserer Kultur, In den Angaben, die zur Begründung der Vorlage dienen sollen, beziehung der Vororte in die Polizei Organisation. Bei der aufrecht erhalten wollen. Unsere Subventionen sind ohnehin die wird auf den steigenden Verkehr mit Ostasien bingewiesen. Aber, Reorganisation der politischen Polizei wird es geringsten unter denen aller Kulturstaaten. in wiefern dieser den subventionirten Linien zu verdanken ist, geht sich wesentlich um eine Personalfrage handeln; aus ihnen in keiner Weise hervor. In den Angaben über die ungeeignete Elemente müssen ausgeschieden werden. Allgemein wird australische Linie heißt es, daß die Verluste, die die Linie früher für die Polizeibeamten die Regelung der Wohnungsverhältnisse ins gehabt, rapide in der Abnahme begriffen find, und daß bald Auge zu faffen sein. Leider kommen Vorfälle vor, die lebhaft der Zeitpunkt kommen wird, wo die Linien auch ohne Subvention zu bedauern sind, aber man soll daraus nicht schließen, daß unsere existiren können. Nun, damit wäre ja jede Berechtigung für die Polizeimannschaften nicht zu den tüchtigsten gehören, die wir auf Subvention geschwunden. dem Kontinent haben.( Vereinzeltes Bravo! rechts. Lachen links.) Abg. Freiherr v. Bedli( ft.) würde es bedenklich finden, etwa die Wahlparole auszugeben, Schutz gegen den Schußmann!" ( Sehr richtig!) Die Gehaltsverhältnisse verschiedener Polizeibeamten stimmen nicht recht überein mit ihrer sozialen Stellung. Wenn von leitender Stelle betont wird, daß ein Entgegenkommen der Be amten gegenüber dem Publikum verlangt wird, so wird auch ein Entgegenkommen des Publikums stattfinden. triebene Sonntagsrube sowie andere zu weit gehende Freiheitsbeschränkungen und die zu ihrer Durchführung nöthigen Man fann im allgemeinen von sachverständiger Seite stets das Auf der anderen Seite bringt aber die Subvention mancherlei polizeilichen Maßnahmen haben hauptsächlich die beutige hören: daß die Subventionirung auf unseren gesammten Dampfschiff- Nachtheile mit sich. Da ist zunächst die eigenthümliche Konkurrenz, Miß stimmung gegen die Polizei herbeigeführt. verkehr wie ein erfrischender Regen gewirkt habe. Es liegen zahl welche die subventionirten Dampfer in der Beförderung von Frachten( Lebhaftes: Sehr richtig!) Gine beffere theoretische Ausbildung der reiche Zeugnisse vor in den Berichten aus auswärtigen den anderen Dampfern machen können. Sie können den Preis, je Schußleute wäre sehr nöthig. Die Gehaltsverhältnisse der SchutzPlätzen. Redner verliest einige derselben. Andererseits kann nachdem ein Ueberfluß oder ein Mangel an Frachten vorhanden ist, leute sind so ungünstig, daß viele bei sich ihnen bietender Gelegen man nachweisen, daß z. B. eine Verbindung mit Australien ohne beliebig heraufschrauben und herabdrücken, und zwar können sie dies, heit ihre Stellung aufgeben. Hier wird der Minister einsetzen Subvention finanziell vollkommen aussichtslos ist. Redner bringt weil die Aufwendungen der Steuerzahler sie dazu befähigen. müssen. einige Bahlen, die aus den Einnahmen und Verlusten der betreffen- Durch diese Konkurrenz zwingen sie nun die anderen Dampfer- Abg. v. Heydebrandt( t.) will in die allgemeinen Klagen nicht den Linien einen Beleg für seine Behauptung abgeben. Die auftra- gesellschaften, ihre Kosten herabzudrücken, und das bewirkt nun wieder einstimmen, hat aber doch den Eindruck, als ob bei der Polizei nicht Lische Linie hat früher jährlich 11/ 2-2 Millionen Verlust gehabt; einen Rückschlag auf die Löhne der dabei beschäftigten Arbeiter; alles in Ordnung sei; namentlich die Festnahme von Frauen fei in man kann ihr doch daher nicht gerade jetzt, wo sie mit Hilfe der es wird die Beschäftigung von chinesischen Arbeitern dadurch groß- oftmals bedenklicher Weise erfolgt. Es ist der Wunsch der Freunde Subvention beginnt, lohnendere Fahrten zu machen, die Subvention gezogen, eine Gefahr, die gerade bei dem Verkehr mit Ostasien be: des Redners, daß der Minister in derartigen Fällen strenge Korrektur wieder entziehen. sonders droht. Was Sie( nach rechts) vielleicht in erster Linie dabei eintreten lasse.( Bravo!) bedeuten sollten, ist der Umstand, daß durch dieses Hinzuziehen von chinesischen Arbeitern, wie der Abg. Jebsen richtig bemerkte, die Tüchtigkeit unserer Marine geschädigt werden könnte. Wir müssen ferner noch berücksichtigen, daß wir demnächst mit der russisch- sibirischen Eisenbahn zu rechnen haben, die alle bisherigen Verbindungen, selbst die Pacific- Bahn weit hinter sich läßt. Wie diese auf den Welt Verkehr einwirken wird, läßt sich noch gar nicht absehen. Aber ich glaube, wenn eine neue Kulturfontanelle von solcher Dimension eröffnet wird, so haben wir alle Ursache, auf jene Gegenden, die hierbei in Frage kommen, unser besonderes Augenmerk zu richten. Es werden aller Voraussicht nach die Transportkosten zur See bedeutend geringer sein, als die auf der Bahn; wir haben also nicht zu befürchten, daß der Seeverkehr durch die sibirische Eisenbahn todtgemacht werden wird. Es ist ferner davon gesprochen worden, unsere australische Linie zu kündigen, auch der unsere Einnahmen zurückgegangen seien. Die Kündigung empfiehlt sich zur Zeit nicht, da der Lloyd ohnehin mit Unterbilanz arbeitet. Es werden nun, wie hervorgehoben worden ist, der gesteigerten Ansprüche wegen mehr Kosten aufgewendet werden müssen. Es ist übrigens nicht die Länge der Fahrt, wie Graf Posadowsky meinte, sondern die Steigerung der Schnelligkeit, die den erhöhten Kostenaufwand bedingt. Nun werden ja in nächster Beit für Ost asien auch außer der Subvention mannigfache Aufwendungen gemacht werden, zu denen uns unsere Operation in Kiaotschau veranlaßt. Also kann das Bedürfniß nach einer Subvention als ein so großes nicht anerkannt werden. Die über Was speziell die ostafrikanische Linie anlangt, so werden Abg. Dr. Sattler( natt.) fchließt sich dem letzteren Wunsche. wir über alle Details ja noch in der Kommission an. Wir verhandeln hier nicht über die Presse, ausführlich sprechen. Jedenfalls das eine will ich Ihnen ans Herz sondern über die Polizei. Ein Grund der Mißgriffe liegt Legen es handelt sich hier um eine große nationale That, beren Er Dann noch ein weiteres Moment; Es wird hier aus Reichs- in den polizeilichen Instruktionen, das hat der Kölner Prozeß gezeigt. gebuiffe im Voraus freilich nicht mathematisch zu berechnen sind, mitteln Geld bewilligt, um Handel und Verkehr zu fördern. Sowie Wahrhaft schmerzlich aber bin ich berührt von dem Auftreten des ebenso wenig, wie man den Einfluß der Errichtung einer Kunst der Handel sich aber thatsächlich entwickelt, wird nach Zöllen und Regierungs- Kommissars, der diejenige Zurückhaltung nicht beobachtet anstalt auf die Volksbildung mathematisch bestimmen kann. Wir Einfuhrverboten geschrieen, um eben den Handel, den man auf hat, deren ich mich befleißigt habe. Ich bitte das Haus, die wissen, daß Ostasien einer großen merkantilen Bukunft Kosten der Steuerzahler gefördert hat, wieder zu hemmen Vertreter der Presse und die auf den Tribünen entgegengeht; sehen, wie alle anderen Staaten und einzuschränken. Man subventionirt auftralische Anwesenden, mehr Diskretion zu üben als der Regierungswir Sie kommt nur die 22 als die größten Anstrengungen machen, sich ihren Antheil an Linie; sich ihren Antheil an Linie; australische Dampfer bringen australisches Fleisch Kommiffar.( Stürmischer Beifall.) der bevorstehenden Ausbeute zu sichern. In einem solchen Momente auf den deutschen Markt; gleich sucht man nach Maßregeln gegen Regierungskommissar Lindig erklärt, daß er geglaubt habe, ist es die Pflicht einer großen Nation, ohne kleinliche Bedenken die Fleischeinfuhr. Das sind eben die unheilbaren Widersprüche in das bisher gefliffentlich in der Deffentlichkeit unterdrückte Moment, auch etwas zu riskiren und nicht zurückzustehen hinter den anderen. unserer Politik. Würde man dem Handel nicht solche Hinder- das gerichtlich festgestellt sei, den Angriffen gegen die Polizei ente Ich hoffe, daß Sie diefe nationale Pflicht erkennen und der Vorlage nisse in den Weg legen, so würden die Dampfer- Gesellschaften sehr gegenstellen zu müssen. zur Annahme verhelfen werden.( Lebhafter Beifall rechts.) bald auch ohne Subvention floriren. Man hat das bei den Abg. Dr. Eckels( natl.) verlangt eine Nenderung der Instruktion Abg. Müller- Fulda( 3.): Sehr beachtenswerth ist der be- amerikanischen Dampfern gesehen; dasselbe würde bald auch bei den für die Beamten. rechtigte Wunsch der deutschen Industrie, daß die subventionirten australischen und ostasiatischen der Fall sein. Minister v. 5. Recke bedauert jetzt boppelt, beim Anfange Dampfer fünftig nicht in Antwerpen, sondern in Rotterdam ein- Man hat ferner darauf hingewiesen, daß durch die Subvention der Debatte nicht anwesend gewesen zu sein; denn wäre dieser laufen sollen. Jekt liegt nämlich die Sache so, daß durch uns eine der deutsche Schiffsbau gefördert werde. Es trifft bei dem Lloyd unliebsame Zwischenfall nicht vorgekommen. Auf Eckel's Anregung direkte Verbindung zwischen Antwerpen und Australien geschaffen schon zu, daß er erst durch die Subvention gezwungen worden ist, bemerke er, daß die gewünschte Aenderung der Instruktion bereits ift, die hauptsächlich dem ausländischen Handel zu gute kommt. auf deutschen Werften bauen zu lassen. Es sind aber auch andere erlassen sei. Es wäre zu erwägen, ob man dem Lloyd nicht bestimmte Ver- große Dampfer da gebaut worden, und ich denke, der deutsche Abg. Träger( frf. Bp.) geht auf die Verhältnisse der politischen haltungsmaßregeln bezüglich der Einfuhr landwirthschaftlicher Pro- Schiffsbau hat seine Leistungsfähigkeit zur genüge bewiesen, so daß Polizei näher ein, auf gefälschte Berichte, welche von bukte geben soll. All diese Einzelheiten müssen in der Kommission er jetzt jene Unterstützung durch die Subvention nicht mehr braucht. beren Organen an Borgesetzte erstattet würden, auf die Agenten Behörde. forgfältig erwogen werden, und vor allem muß genügendes statistisches Ich habe mich gewundert, daß Herr Frese, der ja besonders über dieser ber Die Verwaltung geheimen Fonds Material beschafft werden.( Beifall im Zentrum.) die Handelsinteressen orientirt ist, von der ostsibirischen Bahn eine sei eine unkontrollirbare. Dinge, wie sie in dem bekannten Abg. Graf v. Limburg- Stirum( f.): Ich glaube nicht, daß die ernsthafte Konkurrenz für den Schiffsverkehr erwartet. Das gerade Brozeffe enthüllt worden find, laffen in ber That Landwirthschaft durch die Subvention irgend welchen Schaden erleiden Gegentheil ift richtig. Je mehr Bahnen in Ostasien gebaut werden, die Minister für gewisse Dinge nicht verantwortlich erscheinen. Bur tann. Die Ueberschüsse des Lloyd sind so geringe, daß man von umso mehr wächst auch der Schiffsverkehr mit China. Nach alledem Aufgabe der Polizei gehört auch die Ueberwachung der Sozialdemo ihm die Leistungen ohne Zuschüsse nicht verlangen könnte. Unsere sehe ich keinen zwingenden Grund, eine Subvention der Dampfer- traten. Herr v. Bedliß, derselbe, ber sehr viel Stichtiges gesagt hat, Stellungnahme wäre ja ganz zweifellos, wenn man unsere Klagen linien vorzunehmen. einzelnen Aktiengesell meinte vorhin, die Widerhaarigteit, will ich einmal sagen, der Bers die ich in dieser über die Noth der Landwirthschaft nicht stets als übertrieben befchaffee nur Da bas Bolt nicht an den liner Bevölkerung gegen die Schußleute zeichnet hätte.( Hört, hört! links.) Aber wir wollen nicht kleinlich muß die Subvention nur bezahlen. Da das Volk nicht an den Vor- Allgemeinheit gar nicht zugeben fann, täme wohl viel. fein, wir wollen auch die Industrie unterstützen.( Abg. Singer ruft: theilen der Subvention theilhat, so sollte es auch zum Zahlen nicht fach daher, daß die Schuhleute angesehen werden als Neues Kartell!) Die der Industrie mögen er: herangezogen werden. Es handelt sich darum, daß das Reich eine bie Vertreter einer anderen politischen Richtung, kennen, daß wir nicht einseitige Interessen vertreten und vernünftige Handelspolitik treibt. Wenn es den Handel in seiner die Bevölkerung fie habe. Daran anknüpfend will ich meinen, sich darnach richten bei der Schaffung der neuen Handels. Entwickelung nicht flört, dann hat es mehr für ihn gethan, als durch daß die Polizei, wie überhaupt jede Behörde nichs Gefährlicheres, verträge. Für die Vorlage fommt auch unser Eingreifen in China folche Subventionen.( Bravo! bei den Sozialdemokraten.) nichts Bedenklicheres unternehmen tann, als eine Partei und bie in betracht. Wir haben die Chinapolitit mit Freuden begrüßt, sie Hanseatischer Bundesbevollmächtigter, Senator Dr. Klügmann: Angehörigen einer Partei außerhalb des allgemeinen Rechts wird unserm Handel erheblich nüßen. Ich möchte aber noch einen Der Abg. Moltenbuhr hat sich als Vertreter Hamburgs hin- auf grund ihrer Partei Angehörigkeit zu verfolgen.( Sehr Gesichtspunkt in die Debatte werfen. Vielleicht laffen sich die Kohlen- gestellt und behauptet, daß in den Hamburger Handelstreifen durch richtig! lints Unter den Stimmen, im Zentrum.) lager von Reichswegen ausbenten und so sich neue Reichseinnahmen aus tein Interesse an der Subvention vorhanden wäre. Er hat die gegen das neulich von uns berathene Gefeß betreffend die schaffen. Ich hoffe, die Zentrumspartei wird ihre Bedenken schließ- zum Beweise einen Sab aus dem 96er Bericht der Hamburger Rechtsverhältnisse der Privatdozenten laut geworden, befindet sich auch zitirt. Aber damals handelte es sich lich bei feite stellen und die Vorlage zur Annahme gelangen.( Bei- Handelskammer zitivt. um die eines bekannten Rechtslehrers an der hiesigen Universität, der am die erfle Subventionsvorlage, von der fall rechts.) eine Schädigung Schluffe fagt: Es ist nicht zu begreifen, wie die Regierung eine Partei Abg. Jebsen( natl.) begrüßt die Vorlage freudig. Wir müssen der Ringsinlinie befürchtet wurde. Der Abg. Molkenbuhr hat wie die Sozialdemokratie für vogelfrei erklären kann, mit deren Hilfe mit anderen Staaten mitgehen, die ihre Dampferlinien stets vermehrt aber verheimlicht, daß die Hamburger Handelskammer für sie felbst Gesetze zu stande gebracht hat. Nun, ich meine, wenn die haben. Der Lloyd verdient die Unterstützung, wenn er bereit ist, die die vorjährige Vorlage vollständig eingetreten ist. Hamburg ist jetzt Sozialdemokraten sich gegen das allgemeine Recht verfehlen- natürlich Schiffe mit größeren Maschinen zu bauen. Die Reise nach Ostasien durch den Vertrag mit dem Bremer Lloyd gleichmäßig an dem müssen sie bestraft werden wie jeder andere, aber weil sie sich gegen das allwird immer schneller zurückgelegt werden müssen, wenn die Unternehmen betheiligt( Aha! bei den Sozialdemokraten) und gleich gemeine Recht verfehlt haben, nicht, weil sie Sozialdemokraten sind, und in Konkurrenz mit der sibirischen Bahn aufgenommen werden mäßig interessirt an der Vermehrung des Dampferverkehrs mit einem Falle, wo ein anderer gewiß gar nicht angefaßt werden würde. foll. Die Schiffe sollen aus deutschem Material gebaut und mit Ostasien. Auch auf diesem Gebiete möchte ich Ihnen ein paar ganz kurze Deutschen bemannt werden. Darin gebe ich den Sozialdemokraten Abg. Dr. Hahn( wildt.) polemistet gegen den Abg. Molkenbuhr. Beispiele anführen. Sie werden finden, daß für Magdeburg recht, daß auf Schiffen, die hin und zurück verkehren, deutsche Die Arbeiter haben auch Vortheil von der Subvention; wenn Handel die Steueinstellung von 6 Schuhleuten gefordert wird. Dagegen Arbeiter angestellt werden müssen. Ich habe den Wunsch, daß wir und Industrie gefördert werden und es der Landwirthschaft gut habe ich nichts. Aber die Schußleute in Magdeburg, wo von seiten uns über die Vorlage in der Kommisston sachlich und ruhig unter geht, geht es auch ihnen gut. Was die Furcht vor den chinesischen der Polizei ein besonders heftiger Kampf gegen die Sozial halten und zu einem guten Ergebnis kommen. Ich beantrage eine Arbeitern anlangt, fo liegt diese Gefahr ohnehin vor; durch die demokraten geführt wird, werden auch zu höchst eigenthümlichen, Kommission von 14 Mitgliedern. Subvention wird fie wenigftens von feiten des Lloyd beseitigt. Wir bem uneingeweihten nicht besonders nothwendig und ersprießlich Abg. Molkenbuhr( Soz.): Zwei Gesichtspunkte find mir haben keine Animosität gegen den Handel; wir wollen uns nur erscheinenden Diensten verwendet. In Magdeburg erscheint ein fojiala in der Debatte aufgefallen. Der Vorredner, Herr Jebsen, der gegen die Einfuhr solcher wirthschaftlichen Produkte schüßen, die demokratisches Organ, die" Bolts it imme", welches am 1. Oktober felbst ja sehr viel von der Schifffahrt versteht, hat für die auch wir sehr gut herstellen können; die Landwirthschaft denkt nicht vor. Jahres ein neues Geschäftslokal, Breiter Weg Nr. 27, an der Vorlage nichts anderes angeführt, als daß wir aus Patrio- daran, der Industrie und dem Handel Vortheile zu mißgönnen; Ecke der Schrotdorferstraße, bezog. Unter den vier Fenstern, von tismus ja sagen müssen. Irgend ein anderes Moment diese dürfen sich nur nicht auf Kosten der Landwirthschaft bereichern. denen drei verhüllt waren, hinter denen die Redaktion arbeitet, be hat Herr Jebsen nicht anzuführen vermocht. Es müssen also solche( Bravo rechts.) det fich ein offenes, das Schaufenster der Buchhandlung, die Hierauf vertagt sich das Haus, die Berathung wird Sonnabend mit dem Beitungsverlag und der Buchdruckerei verbunden ist. überhaupt nicht vorhanden sein. Herr Jebsen sagte, wir müßten uns nach dem Auslande richten. Aber Herr v. Stephan hat einmal fortgesetzt werden. Nächste Sigung Freitag 2 Uhr( Militär- tat). Bum Erstaunen der Anwohner bezog gegen Ende Oktober ein Schluß 51/2 Uhr. gefagt, wozu haben wir denn die Schlacht im Teutoburger Walde doppelter Schumannsposten früh morgens um 8 Uhr den Raum geschlagen, wenn wir uns immer nach dem Ausland richten sollen vor der Buchhandlung, und dieser Doppelpoften ist stehen geblieben findet und bis zum 21. Januar. Es waren zwei Schuhleute, die von acht bis Abg. Porsch( 3) findet die Mißgriffe böchft bebauerlich; baj berg und Sachsen. bei der Beim Kapitel„ Militärgegen die Bei dem Rapitel Militär- Medizinalwesen" acht standen und in drei oder vierstündigen Pausen abgelöst brauche die Presse nichts aufzubauschen, diese Vorkommnisse sprechen entspinnt sich eine Debatte über die Anstellung von 17 Garnisonwurden, so daß innerhalb 42 Tagen 336 Schuhleute in 504 Stunden für sich selbst. Daß man eine Dame auf eine ganz oberflächliche apothekern. Die Kapitel„ Verwaltung der Traindepots"," Verpflegung Posten gestanden haben vor der Buchhandlung der Volksstimme". Angabe hin verhaftet und die Straße entlang transportirt, vom der Ersatz- und Reservemannschaften und Arrestanten auf dem ( Hört! hört!) Ja, was war denn nun die Aufgabe dieser armen Janbagel begleitet, das ist ein unglaublicher Zustand. Ueber Marsche"," Ankauf der Remontepferde"," Verwaltung der Remonte Leute, die nicht wie ihre beglückteren Kollegen, sich ihr Patrouillier die Straße zu geben wird dadurch für eine Dame ebenso gefähr depots"," Reisekosten, Tagegelder, Vorspann und Transportkosten" terrain aussuchen durften? In Sturm und Regen waren sie an lich wie das Reisen auf der Eisenbahn.( Heiterkeit.) ( Heiterkeit.) Für passiren ohne wesentliche Debatte. ihre Ecke gebannt; ihre Aufgabe bestand darin, Kinder und nicht eine Gehaltserhöhung der Schuhleute wolle er eintreten. Den Erziehungs- und Bildungswesen" fragt Dr. Müller- Sagan( fr. Vp.), erwachsene Personen von der Besichtigung des Schaufensters ab- Antrag Brömel bittet er abzulehnen, da nicht abzusehen, was bei ob auf den Kriegsschulen Duelle oder Menfuren gestattet seien. Die zuhalten. Nur einzelne Schutzleute, die Frage wird vom Regierungsvertreter verneint. Schließeinen besonderen diefer Berathung herauskommen soll. Eifer an den Tag legten, haben auch erwachsene Personen Abg. Wallbrecht( natl.): In Hannover seien die Gehaltsver- lich werden der Rest des Ordinariums und die Einnahmen be= daran gehindert. Und was war in diesem Fenster nun so furcht hältnisse der Polizeibeamten sehr ungünstig, während die Polizei- willigt. Morgen soll das Extraordinarium zur Berathung kommen. bares zu sehen?- Die gewöhnlichen Bücher, die in allen fosten- Beiträge immer höher werden. Auch sei dort der Bau eines Die lex Arous in der Kommission. Die Kommission zur Buchhandlungen ausliegen, Nansen's" Durch Nacht und Eis", eine neuen Polizeigebäudes erforderlich. Vorberathung der lex Arons begann gestern ihre Verhandlungen Mythologie, eine Geschichte, höchstens vielleicht Schriften Laffalle's, Regierungskommissar Geheimer Rath Lindig theilt mit, daß und nahm zunächst den§ 2, welcher als Disziplinarstrafen die Mary' oder Engels'. Also wie gesagt, es fonnte sich niemand den die Vorberathungen wegen eines Dienstgebäudes schweben. Ordnungsstrafen und die Entziehung der Eigenschaft als Privat3wed dieser Maßregel erklären. Und welches war nun ihre Folge? Abg. Frh. v. Bedlin( t.) rechtfertigt das Vorgehen gegen die dozent festsetzt, unverändert an.§ 3 bestimmt, daß zur Verhängung Zunächst eine gewisse Beunruhigung und sodann eine Anhäufung Sozialdemokratie. Eine Partei, die sich gegen die staatliche Ordnung der Ordnungsstrafen außer dem Unterrichtsminister die Fakultät von Menschen in der Nachbarschaft der Buchhandlung.( Heiter- in dieser Weise auflehnt, verdient die strengste Behandlung. Der befugt ist. Abg. Porsch( 3) beantragte, die Befugnisse der Fakultät teit.) Jeder wollte natürlich die Buchhandlung sehen, vor der zwei Antrag Brömel ist unausführbar und daher für uns unannehmbar. in den Vordergrund zu schieben und zu sagen ist außer der Schutzleute Posto standen; das verbreitete sich nicht nur in Abg. Graf Limburg- Stirum( t.) stimmt dem Borredner bei. Die Fakultät der Unterrichtsminister befugt", doch wurde dieser Antrag, der ganzen Stadt, auch Fremde wollten den Doppelposten vor der Sozialdemokratie darf und kann nicht behandelt werden wie dem die Regierung aufs heftigste widersprach, Buchhandlung als Sehenswürdigkeit sich ansehen.( Seiterkeit.) Damit andere Parteien; sie selbst würde es uns schlecht danken. Brömel Stimmen des Zentrums abgelehnt. Auch ein Antrag Friedberg( natl.), hat also die Polizei hier in dieser Beziehung selbst eine gewisse Be- erwähnte den Fall der Begnadigung eines Schußmannes. Das wonach vor Berhängung einer Ordnungsstrafe durch den Unterrichtsunruhigung verursacht. Die Volksstimme" wollte sich anfangs darüber muß mit Entschiedenheit zurückgewiesen werden. Für die aller minister die Fakultät gutachtlich zu hören ist, fand keine Mehrheit. beschweren nachträglich fam fie aber von dem Gedanken zurück. höchste Entschließung hat niemand ein Recht, Gründe zu fordern. Unverändert gelangte§ 4( der Entziehung der Eigenschaft als PrivatWarum? Weil sie mit Hilfe des Schuhmannspostens ein ausgezeichnetes Die Debatte wird geschlossen. dozent muß ein förmliches Disziplinarverfahren vorangehen) und Geschäft machte.( Heiterkeit.) Natürlich strömte alles dort zusammen Vor der Abstimmung zieht Abg. Brömel seinen Antrag zurück.§ 5( die Disziplinarbehörde erster Instanz ist die Fakultät) zur Anund die Buchhandlung sah sich genöthigt, noch Hilfepersonal zu Der Titel wird genehmigt. nahme. Statt des Staatsministeriums, das nach der Vorlage die engagiren.( Große Heiterkeit.) Die Beitung, die täglich über die Polizei- Abg. Rickert( fr. Vg.) regt an, Versuche mit der Beschäftigung zweite Justang bilden foll, verlangte Abg. Dr. Friedberg durch einen Gefangenen wache einen Bericht brachte, nahm so zu, daß sie sich vom 1. Januar von damit Landwirthschaft, diese Zusatz zu§ 5 das Ober- Verwaltungsgericht als zweite Justanz. an eine Rotationsmaschine anschaffen mußte( Große Seiterkeit), so daß Arbeitskräfte mit ihrer Konkurrenz der Industrie und dem Handwerk Ministerialdirektor Dr. Althoff hält den Antrag für überflüssig. fie, während sie bis dahin in der Woche dreimal 6 Seiten start er vom Halfe geschafft werden. In den meisten Fällen würde die Fakultät sich mit der schien, jetzt jeden Tag in dieser Stärke erscheint. Es soll unter den Regierungskommissar Geh. Rath Krone: Es ist allerdings er- Verhängung von Ordnungsstrafen befassen. Was der Antrag wolle, übrigen Buchhändlern eine allgemeine Erbitterung gegen den Polizei- wogen, ob sich die Ürbarmachung von Dedland durch Gefangene sei genügend gesichert, da die Fakultät ja ohnehin das Recht habe, präsidenten geherrscht haben, warum er nicht vor ihren Lokalen empfiehlt. Voraussetzung dabei wäre immer, daß den Gefangenen Warnungen oder Verweise zu ertheilen. Auch dieser Antrag wurde Schutzleute hinstellte( große Heiterkeit), denn diese Reklame ist gerade das Bewußtsein nicht genommen wird, daß sie ihre Freiheit nicht abgelehnt und§ 3 unverändert angenommen, ebenso§ 4, der das für den Buchhandel die wirksamste, die man sich denken fann, eine befizen. Bei derartigen Versuchsarbeiten haben sich bisher gute Disziplinarverfahren bei Entziehung der Eigenschaft als Privats folche leibhaftige und lebendige uniformirte Reklame kann sich Erfolge in bezug auf die Disziplin der Gefangenen ergeben. dozent im einzelnen regelt. Nun beantragte Abg. Dr. Friedberg natürlich der beste Staatsbürger nur wünschen, während Bei dem Ausgabetitel Ministergehalt" weist folgenden neuen Paragraphen einzufügen: fie hier bei vermeintlichen Umstürzlern verschwendet wird. Abg. v. Köller( f.) auf die Nothwendigkeit der Berringerung ,, Gegen die Entscheidung der Fakultät steht sowohl dem Beamten der Staatsanwaltschaft als dem Angeschuldigten die Be ( Heiterkeit.) Ja, noch eins! Ein ausgezeichnetes Geschäft ist gemacht des Schreibwerkes bei den Werwaltungsbehörden in einer längeren, rüfung an das Ober- Verwaltungsgericht offen." worden mit der Ansichtskarte des Geschäftshauses der Bolts- launigen, mehrfach von stürmischer Heiterkeit unterbrochenen Rede Stimme". Da fehen Sie weiter nichts als das Haus, davor einen hin. Man solle mit der Herabminderung der Journalnummern be- Ministerialdirektor Dr. Althoff führt aus, daß das Disziplinars Schußmann, der unthätig dasteht, und einen anderen Schuß- ginnen, die jungen Beamten statt wie bisher bei den Landraths- gesetz von 1852 sich bewährt habe. Es feien keine Fälle bekannt, der einen kleinen Jungen an der Hand beiseite ämtern, fünftig bei den kleinen Bürgermeistern und Amts- daß die Entscheidungen des Staatsministeriums beanstandet worden: führt. Mit dieser Ansichtskarte macht die Verlags: bezw. Buch vorstehern ausbilden. Er habe kürzlich mit einem hohen wären. Seit dem Jahre 1852 feien nur 5 Remotionen vorgekommen, handlung heute noch, wie man sich geschäftsmäßig ausdrückt, ein Beamten die Dinge besprochen. Der habe erwidert: wo die Professoren seien mit dem Disziplinargesetz zufrieden. Er warne Bombengeschäft.( Große Heiterfeit.) Das sollte sie nicht ganz unbehelligt solle denn der junge Mann lernen eine Regierungsverfügung davor, aus solch' geringem Anlaß die große Frage der Diszipling thun. Auf der ersten Boftfarte war nur der Verleger bezeichnet; zu machen. Da fragte ich fährt Redner fort Excellenz, giebt gesetzgebung aufzurollen. Er müsse die ausdrückliche Erklärung abs der Lage sei, fie wurde beschlagnahmt, weil der Drucker auch noch auf der es denn überhaupt junge Beaniten, die so dumm find, daß sie keine geben, daß die Staatsregierung nicht in Ansichtskarte hätte draufstehen müssen. Das schien doch dem be- Regierungs- Verfügung machen können?( Stürmische Heiterfeit!) Diesen Antrag zu akzeptiren. Bei der Abstimmung wurde der treffenden Verleger etwas merkwürdig, und er veranstaltete eine Das 20. Jahrhundert braucht praktisch gebildete Leute.( Sehr Antrag Friedberg mit 7 gegen 6 Stimmen angenommen, Razzia in fämmtlichen Buch, Schreib- und Papierhandlungen richtig!) Sollte aber der Fall vorkommen, daß man über eine er wird jedoch voraussichtlich bei der zweiten Lesung wieder abgelehnt Magdeburgs und brachte überall solche fehlerhaften Karten Sache wirklich keine Regierungs- Verfügung machen kann, so soll werden, da bei der Abstimmung ein konservatives Mitglied, das in Man diesem Falle den Ausschlag giebt, gefehlt hat. Einen Antrag zusammen, das heißt Karten, auf denen entweder der Drucker man fich helfen, wie man es zu meiner Zeit oft that. oder der Verleger oder beide vergessen waren und sagte: Beschlag- schreibt: Decretum. Bur gefälligen Beachtung bei vorkommenden Dittrich( 3.), zu dem Verfahren der Disziplinarbehörde zweiter Instanz einen von dem Senat der betheiligten Universität gewählten nahmt die auch! Das lehnte die Polizei ab, und soviel ich weiß, Fällen ad acta!( Große Heiterfeit.) sind diese Ansichtskarten, bezw. die Beschwerde über die BeschlagVertreter mit entscheidendem Votum zuzuziehen, zog der Antragsteller nahme derfelben bis zu dem Herrn Minister des Innern gelangt, selbst wieder zurück, behielt sich aber vor, ihn bei der zweiten Lesung Die unwesentlichen§§ 6 und 7 wurden so daß er über die Materie nicht ganz ununterrichtet sein dürfte. von neuem einzubringen. Es entbehrt, wie Sie mir gern zugestehen werden, die Angelegenheit angenommen und hierauf die Berathung vertagt. Allem Anscheine eines gewissen humoristischen Anstriches nicht.( Sehr richtig!) nach wird die ganze Vorlage von der Kommission unverändert genehmigt werden. mann, es mag " Auf eine Anregung des Abg. Eckels( natl.) erklärt der Minister, daß er die drei Landräthe, welche in Hildesheim den Wahlaufruf gegen die Nationalliberalen unterzeichnet haben, rettifizirt und eines Besseren belehrt habe. Wenn in einer zweiten Auflage des Aufrufes die Namen wieder enthalten sein sollten, so sei das sicher nicht mit dem Einverständniß der betreffenden geschehen. Herrenhaus. Kommiffion lex Heinze. Auf der Tagesordnung ftand der Antrag Bebel, betreffend Abänderung des§ 175 des Strafgesetzbuchs. Seitens des Polizeipräsidiums war der Leiter der Kriminalpolizei, handlungen verbietet eine Wiedergabe derselben. Die Debatte über den Antrag Bebel und die dazu gestellten Unteranträge wurden beendet, in der morgen stattfindenden Sitzung soll die Abstimmung vorgenommen werden. Jm Abgeordnetenhause wurde heute die Berathung der Rommission für das Nothstandsgesetz zur Beseitigung der Hochwasserschäden vom vorigen Jahre fortgefeht. Der folgende Fall, den ich Ihnen mittheilen werde und der auch durch die Beitungen gegangen ist, ist doch etwas eruster. In Der Vorschlag des Präsidenten, die Berathung jetzt abzubrechen Wernersdorf im Kreise Boltenhain lebte ruhig und zufrieden eine und heute Abend fortzusetzen, wird vom Hause abgelehnt und die verwittwete Mühlenbesigerin, die eines schönen Tages sehr glück- Berathung fortgesetzt. lich war, in der Person des Werkführers Meinert einen Abg. v. Jazdzewski( Pole) beklagt sich über die Ein- Graf Pückler, zu den Verhandlungen delegirt. Die Natur der Veraußerordentlich zuverlässigen Mann für ihr Geschäft geschränkung des verfassungsmäßigen Bersammlungsrechts der Polen. funden zu haben. Plöglich taucht das Gerücht auf Minister v. d. Recke erwidert, daß derartige Anordnungen nicht auch wahr gewesen sein, daß der Meinert Sozialdemokrat sei, ja, getroffen worden sind, es werde verwaltungsfeitig anerkannt, daß daß er an seinem früheren Aufenthalte im Kreise Görlig, glaube ich, den Polen ihr Versammlungsrecht gewährt werden müsse. fogar für die Sozialdemokratie agitirt hat. Eines schönen Tages er Weiterberathung morgen( Sonnabend) 11 Uhr. scheint der Gendarm Fiebig bei der Mühlenbesitzerin, um sie in höherem Schluß 41/2 Uhr. Auftrage aufzufordern, den Meinert zu entlassen, damit der Ort nicht Sozialdemokratisch verseucht werde. Die Frau, der die politische Richtung ihres Wertführers gleichgiltig war fie mag diese Gleichgiltigkeit, mit fehr vielen Prinzipalen tüchtigen Geschäftsgehilfen gegenüber theilen, 5. Sigung vom 17. Februar. 12 1/2 Uhr. fand dazu keine Veranlassung, auch nicht, als der Amtsvorsteher Auf der Tagesordnung steht zunächst die Interpellation fie aufforderte, selbst dann nicht, als der Herr Landrath einen eigen- v. Woyresch wegen des Unfalls, der die Gräfin Pfeil an dem händigen Brief an sie schrieb, worin er an den in ihrer Familie bisher Bahnhof Brieg betroffen hat. ftets bewährten Patriotismus appellirte. Was geschah? Es wurden Minister Thielen giebt seinem Bedauern über den Unfall die Bewohner der Mühle mit allerhand polizeilichen Strafmandaten Ausdruck. Wer die Schuld trage, werde die Untersuchung ergeben. heimgesicht und auf erhobenen Widerspruch wurden sie in ver- Wenn die dortigen Uebergangsschwierigkeiten troß langjähriger schiedenen Fällen vom Gericht freigesprochen, und einmal nahm Verhandlungen noch immer fortbestünden, so liege Stadt Brieg, die erft neuerdings wieder einen sogar der Vorsitzende des Gerichts Veranlassung, dem Gendarmen der Fiebig zuzureden, sich doch mit dem Meinert auf einen besseren Fuß achten Neubau- Entwurf abgelehnt habe. Es würden immer neue zu stellen und ihn in Ruhe zu lassen. Weit entfernt, diefer freundlichen Einwendungen erhoben. Mit der Stadt sei überhaupt nicht fertig Mahnung nachzukommen, hatten die Strafmandate ihren Fortgang; nun zu werden. Der Regierungspräsident werde nochmals zu Berhandriß dem Meinert die Geduld. Er zeigte den Gendarmen Fiebig an, daß lungen mit der Stadt beauftragt werden. Auch wegen der Bederfelbe eine Zeugenanssage gegen ihn wiffentlich falsch erstattet leuchtungsfrage werde er Auskunft erfordern. Oberbürgermeister Schmieding legt Berwahrung dagegen ein, habe, eine andere Denunziation auf unhaltbaren und frivolen Voraussetzungen aufgebaut habe, und er forderte die Gendarmerie- daß der Minister gleich mit der Verlegung des Bahnhofes drohe, brigade auf, den Fiebig binnen 14 Tagen auf einen anderen Poften wenn die Stadt sich nicht dem Willen der Eisenbahn- Verwaltung zu versehen, widrigenfalls er die Sache der Oeffentlichkeit übergeben füge. In Dortmund lägen die Dinge ähnlich. Minister Thielen bestreitet letteres und meint: wenn würde. Darauf wurde selbstverständlich der Meinert angeflagt wegen wissenschaftlich falscher Anschuldigung, wegen Beleidigung Stadt alle Projekte ablehne, bleibe eben nichts übrig, als den Bahnund Nöthigung. Der Staatsanwalt fand sich veranlaßt, fünf Mohof zu verlegen. Im Verlaufe der weiteren Debatte äußerten sich die Herren nate Gefängniß und zwei Jahre Ehrverlust zu beantragen; das Gericht erkannte nur wegen Nöthigung gegen Meinert auf 14 Tage, indem Graf Stolberg und v. Woyrsch befriedigt von den Erklärungen es annehme, daß in bezug auf die übrigen ihm schuld gegebenen des Ministers, wogegen die Oberbürgermeister Zweigert- Essen und Handlungen die Wahrnehmung berechtigter Interessen ihn schüße, Veltmann- Aachen sich dagegen wandten, daß die Bahnverwaltungen und im übrigen, weil es annehme, daß er mit Grund durch die einfach Projekte aufstellten, und den Städtern dann so und so viel Aeußerungen des Fiebig gereist sei, ihm mildernde Umstände zu- Kostenbeiträge zumutheten. Wenn mit den Ansprüchen an die Städte geftand. Ja, wenn man sich hier ganz ruhig die Sache betrachtet, so fortgefahren werde, würden sich noch gar manche Katastrophen so muß man sich doch sagen: fann es denn die Aufgabe der Be- ereignen. hörde sein, einen Mann, der sich nichts hat zu Schulden kommen laffen, als daß er einer dieser Behörde nicht genehmen politischen Ansicht huldigt, aus Amt und Brot zu bringen? Nein, das ist doch eine Maßregel, die gerade das Gegentheil von dem erzielt, was fie bezweckt. die Das Haus erledigt sodann noch einige Petitionen, sowie die Denkschrift über den Stand der Betriebssicherheit 2c. auf den Staatsbahnen. Der§ 1 des Gesetzes, betreffend die Beseitigung der durch die Sochwasser des vorigen Sommers herbeigeführten Beschädi gungen hat nach den Beschlüssen der Kommission folgende Fassung erhalten: Zur Gewährung von Beihilfen aus Anlaß der durch die Hochwasser des Sommers 1897 herbeigeführten Beschädigungen wird der Staatsregierung ein Betrag von fünf Millionen Mark zur Verfügung gestellt, der im Bedürfniß fall bis zut zehn Millionen Mark erhöht werden kann. Die Beihilfen sind insbesondere zu gewähren: a) an einzelne Bes schädigte zur Erhaltung im Haus- und Nahrungszustande und an solche, bei denen eine Gefährdung ihrer wirthschaftlichen Existenz vorliegt; b) zur Er= sableistung, bezw. Rückerstattung der für die Thätigkeit des militärischen Hilfskommandos entstandenen Untosten jeglicher Art; c) an Gemeinden und Kreise zur Wiederherstellung ihrer beschädigten gemeinnüßigen Anlagen, sowie zur Beihilfe zu den von den Ge nossenschaften für 1897/98 u aahlenden Ge= nossenschaftsbeiträgen; d) zur Wiederherstellung und nothwendigen Verbesserung beschädigter Deiche, Ufer, Uferschutzwerke und damit in Verbindung stebender Anlagen; e) zur Ausführung besonders dringender Räumungs- und Freilassungsarbeiten; f) zu Vorarbeiten für den Ausbau hochwassergefährlicher Fliiffe. Die Beihilfen sind in der Regel ohne die Auflage der Rückgewähr zu gewähren." Die gesperrt gedruckten Worte sind von der Kommission beschlossene Zusätze. Kommunales. Dad der Stadtgemeinde Berlin gehörige Schloß Gütergoh ift gegenwärtig an die Juvaliditäts- und Altersversicherungs- Anstalt Namens der Kommission referirte Herr Bräficke. Die Berlin verpachtet. Der Pachtvertrag läuft aber am 30. April d. J. Rommission habe sich überzeugt, daß die Verwaltung und namentlich ab. Es liegt nun in der Absicht der erwähnten Anstalt, das Pachtihren Leiter an der Häufung der Unfälle im vorigen Sommer keine verhältniß weiter auszudebnen; die Anstalt hat daher einen dies bezüglichen Antrag an den Magistrat gerichtet. Da aber geplant Schuld treffe. ist, das Schloß zu einer städtischen Heimstätte für brustkranke Männer einzurichten, so will der Magistrat die neue Vertragsdauer der Verpachtung nicht über den 31. April 1900 ausdehnen. Er wird daher bei der Stadtverordneten- Versammlung beantragen, sie möge genehmigen, daß die Weiterverpachtung des Schlosses Gütergoß an die Invaliditäts- und Altersversicherungs- Anstalt Berlin bis zum 1. Mai 900 unter den bisherigen Bedingungen erfolge mit der Maßgabe, daß die Anstalt während der Pachtdauer alle baulichen und sonstigen Unterhaltungskosten trägt. Minister Thielen sprach für diese Anerkennung seinen Dant aus, dabei auf die gleichzeitige Häufung der Unfälle auch in Defterreich und Frankreich hinweisend. Nach einer unerheblichen Debatte wird die Denkschrift durch Renntnißnahme für erledigt erklärt. Die Verhandlungen des Landes- Eisenbahn- Rathes werden durch Renntnißnahme erledigt erklärt. Nächste Sigung unbestimmt; jedoch nicht vor Eingang des Etats vom Abgeordnetenhause. Schluß 5 Uhr. Regierungskommiffar Geh. Nath Philippsborn erörtert ben Fall der Magdeburger Zeitung Boltsstimme": Die polizeilichen Maßregeln waren nöthig, um Verkehrsstörungen zu verhindern, die durch die sozialdemokratische Reflame herbeigeführt worden waren. Die Beschlagnahme der Ansichtskarten wurde vom Gericht beschlossen. Abg. Brömel( frs. Vg.) verwahrt die Presse gegen die Vorwürfe des Ministers; es sei ein durchsichtiges Manöver, einen Ausfall zu machen, wenn man sich nicht vertheidigen kann. Redner beantragt, den zur Debatte stehenden Titel an die Budgetkommission zurückzuverweifen, damit sie über die hier erörterten Angelegenheiten schriftlich Bericht erstatte. Wie lange soll man denn auf die ReDer Verein ,, Wöchnerinnenheim" hat in der ehemaligen organisation noch warten? Bor 9 Monaten war die Sache so weit Erziehungsanstalt am Urban eine Entbindungs- und Pflegeanstalt wie heute. Man hätte die Opfer der Polizei höflicher wenigstens für 30 arme Wöchnerinnen eingerichtet und hierfür eine Beihilfe vom Regierungstische behandeln sollen. Der Präsident findet, seitens der Stadtgemeinde erbeten. Für letztere liegt insofern ein daß diese Redewendung den Vorwurf der Unhöflichkeit gegen erhebliches Interesse an dieser Anstalt vor, als die Entbindungsdie Regierungsvertreter enthält; er bittet, vielleicht vielleicht zu Die sozialdemokratische Fraktion hat in ihrer letzten Sigung anstalt in der Charité dem Bedürfnisse nicht genügt und häufig dort fagen, man wünsche von der Regierung ein freundlicheres die von dem Genoffen Heine in seiner Kandidatenrede im 3. Wahl- Hilfesuchende wegen Plazmangels abgewiesen werden müssen. DesEntgegenkommen.( Seiterkeit.) Zahlreiche scheußliche Verbrechen freis befürwortete Rompensationspolitik einer Erörterung unterzogen. halb ist auch in dem neu zu erbauenden städtischen Krankenhause an find ungefühnt, weil die Polizei die Thäter nicht ermittelt hat. Die Berathung ist nicht zum Abschluß gelangt und wird in der der Seestraße eine Entbindungsanstalt vorgesehen worden. Bis Fertigstellung des neuen Krankenhauses muß aber Der Präfident rügt noch die Redewendung Brömel's, die nächsten Sizung, au der Genoffe Heine eingeladen wird, fortgesetzt in irgend Regierung vertheidige eine schlechte Sache, das gehe über die zu werden. einer Weise Vorsorge getroffen werden, und lässige Kritik hinaus. In der Budgetkommission des Reichstages wurde heute die war deshalb innerhalb der städtischen Krankenhaus- Deputation Minister v. 5. Necke bemerkt, daß die Reformen sorgfältiger Berathung des Militäretats fortgefeht. Das Kapitel„ Garnisons schon im vorigen Jahre die Einrichtung einer provisorischen städtis Vorbereitung bedürfen. Daß Verbrechen unermittelt bleiben, kommt Bauwesen" wurde bewilligt, bis auf die neue Forderung von fchen Entbindungsanstalt in Anregung gebracht worden. Die Kosten der Magistrat durch Unterstützung des Vereins überall vor. Bei uns liegen die Verhältnisse besser als in anderen 29 375. für 25 Garnisonbauboten, welche einstimmig glaubt abgelehnt wurde, ebenso die entsprechenden Anfäge für Württem Wöchnerinnenheim" vermeiden zu können; er hat daher zunächst Staaten. Parlamentarisches. = nur für das Verwaltungsjahr 1898/99 zu diesem Zwecke die Summe Die Polizeizenfur. Den englischen Tanzsängerinnen The Iftraße 9. Er arbeitete auf dem Werkplatz in der Yorkstr. 56 auf von 2000 M. eingestellt unter der Voraussetzung, daß die Wirt jolly british girls, welche seit einiger Zeit im Olympia- Riesentheater einem Gerüst, unter dem des unebenen Bodens wegen Klöße gelegt famkeit des Vereins den Voraussetzungen des Magistrats entspricht. ihre Künfte zum besten geben, ist seit gestern das weitere Auftreten waren. Diese hatten sich durch die nasse Witterung verschoben und Das städtische Krankenhaus in der Gitschinerstr. 104/5, polizeilich verboten worden. Aus welchen Gründen, wird nicht führten den Unfall herbei. Mit einem schweren Knochenbruch wurde das am 16. Dezember v. J. eröffnet wurde, hat seit einigen Tagen berichtet. Gegen die unbeanstandet gebliebenen Barrisons waren sie 3. einem Krankenhaus eingeliefert. auf Beschluß des Magistrats obigen offiziellen Namen erhalten, die reinen Waisenkinder. Feuerbericht. Ein Schaufensterbrand rief die Feuerwehr Mittnachdem es ursprünglich nur als Hilfs- Krankenstation des städtischen Die Drahtheftung der Schulbücher. Die Verordnung des woch, abends 7 Uhr, nach der Potsdamerstr. 74. Donnerstag Krankenhauses am Urban geplant war. Das neue Krankenhaus hat preußischen Unterrichtsministers, wonach bei Schulheften, Schul- und früh 6 Uhr brannte Eichendorffstr. 2 Stroh auf einem Wagen. Raum für 152 Kranke weiblichen Geschlechts mit inneren Krank Schulbibliotheksbüchern die Drahtheftung hinfort nicht mehr zuzu- Kurz nach 1 Uhr mittags wurden Holzmarktstr. 38 verschiedene heiten. Abgesehen von der Beschränkung auf innerlich franke lassen sei, hat eine große Protestbewegung hervorgerufen. Bereits mit Kartons angefüllte Verschläge eingeäschert. Eine Stunde später. Frauen unterscheidet sich diese Anstalt in nichts von den übrigen haben sowohl die Berliner Buchbinder Jnnung wie auch der war Rheinsbergerstr. 56 ein Kellerbrand zu beseitigen, der städtischen Krankenhäusern, insbesondere sind Ausnahme- und Ver- Bund Deutscher Buchbinder Innungen Petitionen an den Kultus- jedoch nur geringen Schaden verursachte. pflegungsbedingungen ganz dieselben wie in jenen. thi minister abgesandt, während eine dritte Petition von dem Bei den Budapestern( Gebr. Herrnfeld) in Raufmann's Verbande der Berliner Großbuchbindereien demnächst abgesandt Variété wurden am Mittwoch zwei Novitäten aufgeführt: Bum werden wird. Eine Abordnung des Börsenvereins der deutschen ersten Male im Variété" und Von dreien der Glücklichfte". Der Buchhändler hat ferner dem Minister eine Eingabe überreicht, worin Held" des ersten Stückes, ein Wäschefabrikant Wurzeller, besucht das Ersuchen gestellt wird, falls nicht die ganze Verordnung zurück mit einem Freunde ein Variété Theater, zecht sich dort einen Haargezogen werden kann, sie dahin zu ergänzen, daß die Verleger ver- beutel an und lädt im Schwips die Artisten für den nächsten Tag pflichtet sein sollen, neu erscheinende Schulbücher von Ostern 1900 an, zu einem Frühstück ein. Diese kommen auch wirklich und stürzen andere Schulbücher von Ostern 1903 an nur mit Faden geheftet den Ernüchterten in die größten Verlegenheiten. Das zweite Stück auszugeben; daß ferner erst von Ostern 1908 an die Verwaltungen es stammt von den Herrnfeld's selbst der Lehrer und Schülerbibliotheken berechtigt sein sollen, mit Ein Herr Meyer läßt sich für einen Monat in eine Privat- Frrenanstalt hat einen Schuß Satire. Draht geheftete Bücher überhaupt zurückzuweisen. Dieser Abordnung aufnehmen, um sich seine Braut, die ihm zu arm ist, vom Halse zu Den Parteigenoffen und Genossinnen des zweiten Wahl hat der Minister, der gegen Unternehmer bekanntlich immer liebens- schaffen. Was der Herr Konfektionär im„ Narrenthurm" erlebt, freises zur Nachricht, daß am Sonntag Abend 6½ Uhr bei Bubeil, würdig ist, in entgegenkommendster Weise eine erneute Prüfung der bildet die, wohl etwas zu breit ausgesponnene Handlung des Lindenstraße 106, eine öffentliche Versammlung stattfindet, in der Frage sowohl nach der technischen wie auch der wirthschaftlichen Schwantes. Außer den Verfassern und Darstellern der beiden Stücke Genoffe Grempe folgendes Thema behandeln wird:„ Das Schlacht- Seite zugesichert. Der Minister versicherte wiederholt, der Angelegen fanden auch der Komponisten- Darsteller S. Haber und die ungarische feld der Arbeit und die Wichtigkeit der Unfallverhütung". Im Vor- heit durchaus wohlwollend gegenüberzustehen. Er werde eine thun- Soubrette Etelka Görgeny besonderen Beifall. trage erfolgen Demonstrationen an Sicherheitsvorrichtungen. lichst schnelle Erledigung der Angelegenheit herbeiführen. Tokales. Die Mitglieder der Lokalkommission werden ersucht, die Nenderungen in der Lokalliste ihrer Kreise resp. Orte bis spätestens Sonntag, den 20. d. W., an Unterzeichneten einzusenden. Die Genossen aus dem Kreise Teltow- Beeskow senden alles an Otto John, Ober- Schöneweide, Siemensstraße Nr. 7. Die 2otal tommission1. " " Kultur- Schaubühne im Saal der königl. Hochschule für Musik ( Dr. Köppen und Dr. Stödtner). Am Sonntag Abend 8 Uhr wird zum letzten Male in dieser Saison der Projektionsvortrag: Venedig und seine Kunstschäße" von Prof. Dr. Max Schmid wiederholt werden. Der Vortrag wird wie gewöhnlich durch künstlerisch ausgeführte farbige Projektionsbilder erläutert. In der Mittwochs Versammlung des Vereins Berliner Preffe wurde an stelle des nach Wien übergesiedelten Dr. Paul Schlenther Friedrich Spielhagen zum ersten Borsitzenden gewählt. And den Nachbarorten. Den Parteigenoffen und Genoffinnen des 4. Wahlkreises Zur Vergiftung der Kinder der Wittwe Schnelle theilt zur Nachricht, daß am Sonntag Abend 6 Uhr bei Wilke, Andreas- der Fleischermeister Krupke in der Kremmenerstraße der Allgemeinen ftraße 26, eine öffentliche Versammlung stattfindet, in der Genosse Fleischer- Zeitung" mit, daß das Pökelfleisch, auf dessen Genuß die Johannes Timm einen Vortrag halten wird. Näheres durch verdächtigen Erscheinungen zurückgeführt wurden, von einem PolizeiAnnonce am Sonntag. Die Einberuferin. thierarzt untersucht und als durchaus gesund und tadellos bezeichnet Die Parteigenoffen und Genoffiunen des 6. Reichstags: worden ist. Auch ist keiner von den vielen Kunden, die vou dem Wahlkreises werden auf die am Sonntag Abend 6 Uhr bei Wernau, Fleische genossen haben, erkrankt. Die chemischen und bakterioSchwedterstr. 28, stattfindende öffentliche Versammlung aufmerksam logischen Untersuchungen, die mit dem von den Kindern genoffenen gemacht. Dr. A. Bernstein behandelt die Frage Was verstehen wir Fleische und an Meerschweinchen angestellt worden sind, dauern noch unter Sozialismus?" Nach der Versammlung folgt gemüthliches fort. Es haben jedoch die bisher aufgetretenen Erscheinungen bereits Beisammensein. Die Vertrauensperson. ergeben, daß sie vollständig von den sonst bei Fleischvergiftungen be Köpenick. Die organisirten Arbeiter aller Branchen werden obachteten Erscheinungen abweichen. Es besteht also keineswegs die dringend ersucht, sich am heutigen Freitag, abends Uhr, zur Ver Gewißheit, daß es überhaupt hier um eine Vergiftung durch theilung eines wichtigen Flugblattes im Lokale des Herrn Fleisch handelt. Die drei am schwersten erkrankten Kinder, die sich A. Schulz einzufinden. Das Gewerkschaftskartell. in der Charitee in Behandlung des Stabsarztes Slaweck befinden, Gegen die Ausführung des Berlin Stettiner Kanalban. sind bereits auf dem Wege der Besserung. Auch bei dem Zweit: projekts hat sich in einer zu Neu- 3ittau abgehaltenen Ver In einer Resolution drückten sie die Ansicht aus, daß ein Bedürfniß für die Herstellung eines solchen Weges nicht vorhanden sei, doch wünschten sie, daß der Finowkanal ausgebaut würde. überfüllt, daß an einen Erweiterungsbau gedacht werden muß. Das neue Kreis Krankenhaus bei Britz ist zur Zeit derartig Während nur für 150 Betten Play ist, sind dort gegenwärtig 160 Krante untergebracht. Bei der Anlage der städtischen Markthallen scheint nicht überall die erforderliche Einsicht vorgewaltet zu haben. Wie bereits erwähnt, hat das Markthallen- Kuratorium bezüglich der Markthalle an einer ungünstigen Stelle errichtet worden ist, welcher Umstand Aussicht vorhanden, daß die Kinder in etwa acht Tagen als gesund neben anderen den Verkehr in der Markthalle ungünstig beeinflußte, werden entlassen werden können. sodaß deren Schließung schließlich erfolgte. Neuerdings kommen Die Meldung ,, Mittelfener in den Allgemeinen Elek nun wieder sehr ernste Klagen aus der Markthalle XIII( Wörther- trizitätswerken führte Mittwoch Abend um 9 Uhr zwei KomTreschowstraße). Auch hier wird über einen äußerst mangelhaften pagnien der Löschmannschaften nach der Brunnenstr. 107a. Einer Verkehr getlagt. Die Standinhaber messen die Schuld daran dem Um- der Schuppen des alten Biehhofes, in welchem Theer, Werg und ftande bei, daß die Markthalle nur von der völlig verkehrslosen Wörther: Gummi lagerten, war infolge Kurzschlusses in Brand gerathen. bezw. Tresckowstraße aus zugängig fei, weshalb dieselben beim Magistrat Das Feuer griff mit großer Schnelligkeit um sich, sodaß die die Schaffung eines Buganges von der Schönhauser Allee beantragen Löschmannschaften bei ihrem Eintreffen schon einen vorgeschrittenen Abend zwifchen Pankow und Neu- Weißenfee an dem Destillations; Der räuberische Ueberfall, welcher am vorigen Freitag wollen. Angesichts dieser Sachlage muß ein anderer Umstand um so Brandherd vorfanden. Eine weitere Ausdehnung des Brandes befremdlicher wirken, gegen den die Standinhaber energisch Protest tonnte verhindert werden. Um 10 Uhr abends war jegliche Gefahr wurde, hat dem Opfer das Leben gekostet. Als Schütt den ihn an reifenden Franz Schütt( Berlin, Langestraße wohnhaft) verübt erheben wollen. Der Magistrat bezw. das Markthallen- Kuratorium beseitigt. foll nämlich beabsichtigen, in der ohnedies schon sehr dunklen Marktgreifenden Strolchen entfliehen wollte, kam er zu Falle, die Angreifer halle noch eine Anzahl von Gasflammen eingehen zu lassen. Db Gedaschte aus der Grenadierstr. 33, der feit längerer Zeit an Lungen- eilende Personen verscheucht wurden, konnte sich Schütt nicht mehr Selbstmord oder Unglücksfall? Der Schuhmacher Gustav traten mit den Füßen auf ihm herum und als dieselben durch herbeis dies der richtige Weg ist, den Markthallenverkehr zu heben, darf blutungen leidet und in der Wohnung bettlägerig ist, wurde gestern erheben. Er wurde noch in der Nacht nach dem Krankenhause ges füglich bezweifelt werden. In einer demnächst stattfindenden Ver- früh von seinem 11 Jahre alten Sohn die Mutter war außer- bracht, wo man bei ihm einen doppelten Bruch des linken Ober fammlung gedenken die Standinhaber ihren Klagen öffentlich Aushalb des Hauses beschäftigt blutend auf dem Fußboden liegend schenkels feitstellte. Alsbald aber traten bei dem Patienten hoch druck zu geben. aufgefunden inmitten von Medizinflaschen und Gläsern. Die Frau gradige Fiebererscheinungen ein, die zu beffen Tod führten. Die tgl. brachte ihn gleich nach einem Krankenhause, wo am rechten Hand Staatsanwaltschaft hat die Leiche mit Beschlag belegt, um durch eine dessen und Ellenbogengelent je eine Wunde ärztlich festgestellt wurde. Wie Obduktion die Todesursache feststellen zu lassen. Von den StraßenGedaschke dazu gekommen ist, giebt er nicht an; ebensowenig ist räubern fehlt übrigens jede Spur. ärztlich zu ermitteln, ob die Verlegungen durch einen Fall entstanden oder absichtlich beigebracht sind. Wie ,, Ehrengaben für im Dienste des Rapitals ergraute Arbeiter zuweilen zu ftande tommen, mag folgendes an die Lieferanten der Firma 2. M. Barschall, Lithographie, Buch- und Steinbruckerei 2c., Berlin C., Neue Friedrichstr. 37, gesandte Rundschreiben beweisen: Berlin C., den 11./2. 98. = Gerichts- Beitung. Flegelei. Wegen eines nichtswürdigen Eisenbahnfrevels wurden die in Rixdorf wohnenden Gebrüder S. in Untersuchung gezogen. Am 26. d. M. begeht unser Wertmeister Herr G. R. den Tag Berendien verhaftet, weil er ein Mosaikbild, dessen Werth etwa Berlin und Rangsdorf dadurch zum Stehen gebracht zu haben, daß Bilderdiebstahl. Gestern wurde der angebliche Journalist Sie werden beschuldigt, fürzlich nachts einen Eisenbahnzug zwischen der 40jährigen Wiederkehr feines Eintritts in die Firma 2. M. 100 m. beträgt, aus dem hiesigen Kunstgewerbe- Museum gestohlen sie am Bahndamm stehend eine brennende Laterne schwenkten und Barschall. Wir gestatten uns ganz ergebenft, Sie zu der von uns hatte. Der 35 Jahre alte Mann giebt an, erst vor acht Tagen hierdurch dem Zugführer das Haltefignal gaben. Als infolge dessen für Sonnabend, den 26. d. M., abends 7 Uhr, geplanten Festlichkeit, hierher gekommen zu sein, um Beschäftigung zu suchen. Bei einem der Zug hielt und die Beamten abgestiegen waren, bemerkten sie, die in einem unserer Fabrikfäle, Neue Friedrichstr. 37, zweiter Hof, Spaziergange durch die Straßen sei er ins Kunstgewerbe Museum wie etwa fünf junge Burschen eiligst davon liefen, und zwar unter 1 Treppe, stattfindet, höflichst einzuladen und hoffen, Sie bei uns gerathen. Dort habe er, wie er zugiebt, das frei an der Wand Zurücklassung der betreffenden Laterne. Diese ist nun an ihnen begrüßen zu fönnen. Ohne Ihren w. Entschlüssen vorgreifen zu hängende Bild vom Nagel genommen und es dann, unter dem zum Verräther geworden. wollen, bemerken wir ergebenst, daß wir uns zur gemeinsamen Mantel verborgen, herausgetragen. Er versuchte alsdann, das Bild hängende Bild vom Nagel genommen und es dann, unter dem Stiftung einer Ehrengabe an den Jubilar entschlossen haben, bei einem in der Nähe wohnenden Antiquitätenhändler zu verkaufen; Rudolf Fischer in Schöneberg, der furz nach seiner ihm von dem Zu der vielbesprochenen Schülerzüchtigung an dem Knaben an deren Betheiligung Ihrerseits wir in Rücksicht auf unsere dieser traute aber der Sache nicht, sondern vergewifferte sich durch Behrer Sichard beigebrachten Büchtigung an Unterleibsentzündung langjährigen Beziehungen wohl rechnen dürfen. Ihren eine Nachfrage beim Museum, daß das Bild aus einem Diebstahl verstorben ist, hat der Erste Staatsanwalt am Landgericht II die gefälligen recht umgehenden Nachrichten an Den Unterzeichneten sehen wir gern entgegen und empfehlen uns Ihnen. herrühre, und veranlaßte die Verhaftung des Mannes. Erhebung der Anklage abgelehnt, weil eine gefeßlich Hochachtungsvoll! Das Personal der Firma 2. M. Barschall. In der abgebrannten Borsig Mühle herrscht angenblicklich strafbare Ueberschreitung des Züchtigungsrechtes seitens des Lehrers J. A.: Adolf Joachim, Neue Friedrichstr. 37. ein sehr reges Treiben. Eine große Schaar von Arbeitern ist damit nicht vorliege und es ferner nicht festgestellt werden könne, ob der Wir sind die letzten, die dem Jubilar eine Ehrung mißgönnen. beschäftigt, aus sämmtlichen Räumen der großen Ruine die darin Knabe infolge der vermeintlichen Mißhandlung selbst oder infolge Dies sollte jedoch Sache derjenigen sein, in deren Dienst der Mann befindlichen, vom Feuer mehr oder weniger beschädigten Geräth- des Widerstandes, den er dem Lehrer entgegensetzte oder auf grund fich die langen Jahre abgerackert hat. Es ist eine ungehörige schaften, Maschinen- und anderen Eisentheile zu entfernen und die organischer Veranlagung ertranft ist. Die Akten sollen nunmehr Schnorrerei, wenn man die Lieferanten zu solchem Zwecke behelligt felben auf dem großen freien Plaze östlich von der Mühle gesondert der königl. Diegierung zu Potsdam zur Prüfung der Frage zugestellt und sie zu zwingen sucht, auf ihre Roften die Pflichten der Firma zu verschiedenen Haufen aufzuschichten. Daneben liegen auch noch werden, ob etwa Anlaß zu disziplinarischem Einschreiten gegen zu übernehmen. ganze Berge völlig verbrannten Getreides, das Richard vorliege. Die Eltern des kleinen Fischer haben gegen den erst vor kurzem ebenfalls aus der Mühle herausgeholt worden ist. Bescheid des Ersten Staatsanwalts Beschwerde beim Kammergericht Bur jüngsten Berliner Arretirungsaffäre, in welcher eine Aus den schwarzen Massen steigen an einzelnen Stellen kleine weiß eingelegt. Tame aus Danzig das Opfer des irrenden" Polizisten gewesen ist, liche Dampfwolken auf, ein Zeichen, daß die Gluth des Feuers bestätigt die Danziger Zeitung", daß diese Dame die Frau des aus immer noch nicht ganz erloschen ist. Auch geht von Danzig stammenden Herrn Rittergutsbesitzers und Lieutenants der der Ruine ein häßlicher Brandgeruch aus, der sich, besonders bei Reserve Linck- Senslau bei Hohenstein ist. Herr Linck, feit fünf bis dem herrschenden Winde, in der ganzen Gegend weithin bemerksechs Jahren verheirathet und seitdem Besitzer des Ritterguts bar macht. Die Zusammenkunft von 53 Parteigenossen and dem Senslau, hatte sich vor längerer Zeit im militärischen Dienst 2. Berliner Wahlkreis, die am 10. Februar 1896 im Möhrings beim Die Tapezirer der Dittmar'schen Möbelfabrik feiern am schen Lokal in der Admiralstraße stattfand und die Polizeikommissar 1. Leibhusaren Regiment einen Knochenbruch am Arm 19. d. M. im Belvedere", Jannowißbrücke, ein Vergnügen. Da Schöne mit 35 Kriminalbeamten stürmte, hatte gestern vor dem zugezogen. Seit Dezember des vorigen Jahres der Wirth zu den Saalverweigerern gehört, haben die Genossen Kammergericht abermals ein Nachspiel, wahrscheinlich das fand er sich in chirurgischer Behandlung in Berlin, wo er mit seiner Gattin und einem Söhnchen im Hotel Monopol" von diesem Bergnügen fernzubleiben. Die Lokalkommission. letzte. An jener Bufammenkunft hatte sich auch der Reichstagswohnte. Als Frau Linck mit ihrem Knaben und einer Dienerin an Auf den Schienen verunglückt ist gestern Morgen der Abgeordnete Richard Fischer betheiligt. Die Affäre passirte bald der Ecke der Leipziger- und Friedrichstraße behufs geschäftlicher Be- 64jährige Arbeiter Johann Jahn aus Schöneberg. Er war mit nach dem mißglückten Köllerkoup gegen die Wahlvereine, die Preß. sorgungen die bisher benutzte Droschke verließ, geschah die Ver- noch anderen Arbeitern auf dem Stadtbahngeleise des Lehrter Bahn- fommission 2c., und man unterhielt sich über die Wege, die nunmehr Wie den anderen Parteigenossen haftung in der bereits geschilderten Weise. Die Dame liegt, wie das hofes beschäftigt und scheint bei dem Einlaufen des Buges nicht eingeschlagen werden sollten. Die Maschine schleuderte wurde auch dem genannte Danziger Blatt des weiteren bestätigt, infolge der Auf- schnell genug bei feite getreten zu sein. Genossen Fischer wegen Bergehens Gegen regungen, denen sie durch die Arretirung und das mit ihr angestellte ihn fort. Genossen brachten ihn nach der Charitee, wo er nach gegen das Vereinsgesetz der Prozeß gemacht. ihn ging man indessen erst im nächsten Jahre, also peinliche Verhör ausgesetzt war, jetzt in Berlin frank darnieder. Der wenigen Stunden gestorben ist. Berliner Polizeipräsident v. Windheim hat sich, wie der ,, Danz. 8tg." Wegen groben Uufugs wurden am Mittwoch Abend in der lange nach Ablauf der dreimonatlichen Verjährungsfrist vor. Das noch aus Berlin gemeldet wird, Herrn Lindt gegenüber sehr eigen alten Schönhauserstraße und Linienstraße eine Anzahl Personen Schöffengericht stellte deshalb das Verfahren gegen ihn wegen Ber artig benommen; er hat Herrn Linc nicht einmal einen Platz festgenommen, welche in der befannten Weise ihr„ Allerneuestes jährung ein. Die Berufung der Staatsanwaltschaft hatte jedoch Ers zum Eigen angeboten und ist recht turz aufgetreten. Der Flügel Extrablatt" ausbrüllten. In Verkauf brachten die Händler hiesige folg, Fischer wurde von der Strafkammer wegen Bergehens gegen § 12 bes Vereinsgesetzes zu 40 M. Geldstrafe verurtheilt. Das Land adjutant Herr Oberst Mackensen ist im Hotel Monopol erschienen Abendblätter mit der Mittheilung von der Explosion auf dem 12 des Vereinsgesetzes zu 40 M. Geldstrafe verurtheilt. Das Landund hat Herrn Lindt als Mitglied des Offiziertorps feines früheren amerikanischen Kreuzer Maine" bei Havana. Die Siftirten wurden gericht ging von folgenden Gründen aus: Die Verjährung sei beim Beginn der Strafverfolgung. noch nicht eingetreten Regiments sein Bedauern ausgesprochen; er empfinde es jedoch sehr nach Feststellung ihrer Personalien wieder aus der Haft entlassen. gewefen, denn es finde hier Artikel 31 der Reichsverfassung und peinlich, daß einige Preßorgane ihn in die Affäre hineingezogen Selbstmordverfuche. Gestern früh sprang der 28jährige§ 69 bes Strafgefeßbuches Anwendung. Artikel 81 der Verfassung haben; er habe kein Wort geäußert, daß er dem Kaiser die Sache Buchhändler Wilh. T. von der Waisenbrücke in die Spree, wurde bestimme: Ohne Genehmigung des Reichstages fann fein Mitglied vortragen werde. Letzteres ist ja für den Fall an sich nebensäch Nahrungsforgen desselben während der Sitzungsperiode wegen einer mit Strafe bedrohten jedoch noch lebend aus dem Waffer gezogen. lich. Unsere Meinung, daß noch diverse unberechtigte Berhaftungen scheinen die Veranlassung zu der That gewefen zu sein. Morgens Handlung zur Untersuchung gezogen oder verhaftet worden, außer wenn von Personen aus höheren" Kreisen zur Besserung der heutigen sprang die 14jährige nervenleidende Tochter des in der Grimmstraße er bei Ausübung der That oder im Laufe des nächstfolgenden, Polizeizustände nothwendig sind, müssen wir aufrecht erhalten. wohnenden Buchbinders B. aus einem Fenster des vierten Stockes Tags ergriffen wird. Nun sei aber thatsächlich festgestellt worden, Das Postmuseum Ecke der Leipziger- und Mauerstraße soll auf den Hof hinab und fand auf der Stelle den Tod. Auf die daß der Kriminalschutzmann Haase bei der Ueberrumpelung der Vers vom Montag ab zu folgenden Zeiten dem Publikum geöffnet sein: felbe Weise versuchte vormittags die 60 Jahre alte Arbeiterfrau sammelten wohl den Abgeordneten Fischer für seinen Arrestanten Am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 10 bis 2 Uhr; Ottilie T. ihrem Leben ein Ende zu machen, indem sie sich aus dem erklärt habe, daß aber der alsbald hinzukommende Kriminalkommissar an Sonn- und Feiertagen von 12 bis 2 Uhr. Mittwochs und Sonn- Fenster ihrer im 4. Stock eines Hauses der Stephanstraße belegenen Schöne sofort auf Fischer's Festnahme verzichtet habe. Es könne abends, ferner am ersten Oster-, Pfingst und Weihnachtsfeiertage, zu Wohnung auf den Hof hinabstürzte. Sie zog sich außer einem Arm- somit nicht davon geredet werden, daß Fischer bei Auss Neujahr, am Charfreitage und am Himmelfahrtstage bleibt das bruch schwere innere Verlegungen zu. übung der That ergriffen worden sei, da man ihn nicht seiner Museum geschlossen. Zu dem Kartte'schen Morde in Breslau. Der in Berlin Freiheit, zu geben, wohin er wolle, beraubt habe. Der Borfall sei Der kürzlich von uns erwähnten Anregung des Staatssekretärs verhaftete, als des Morbes verdächtig nach Breslau transportirte während einer Sigungsperiode des Reichstages, die sich bis in den von Podbielski folgend, haben die Aeltesten der Berliner Kaufmann zacirer Rühn hat, wie bereits im gestrigen Depeschentheil mit- Sommer 1897 hinzog, paffirt, und nach§ 69 des Strafgesetzbuches an den Packet Annahmestellen der Postanstalten beschloffen, getheilt ist, jeht eingestanden, die Trödlerin Frau Kartte gemein ifchers sei daher rechtzeitig eingetreten. Er habe sich aber den betheiligten hiesigen Firmen dringend zu empfehlen, aus freien Schaftlich mit einem noch unbekannten Komplicen ermordet zu haben. auch strafbar gemacht, indem er in einer Versammlung als Redner Stüden für eine beffere Anordnung in der Auflieferung der Mit einem Gerüft zusammengebrochen ist am Donnerstag aufgetreten sei, die nicht polizeilich angemeldet war, obwohl sie be Sendungen zu sorgen. Nachmittag der Steinbildhauer Hermann Franke aus der Wedding- zweckt habe, öffentliche Angelegenheiten zu erörtern. Die Organisation H H " " N A = Versammlungen. und und er Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. S. 29, Hamburg.) Filiale Berlin 6. io uhr, bei Diete, cerstr. 123: Mitgliederversammlung.& iliale Berlin 5. Sonntag, den 20. Februar, vormittags Sonnabend, den 19. Februar, abends 9 Uhr, bei toplin, Lothringerstraße 68. Bericht der Fünfer Rommission. Heilverein Kube. Heute Abend 8% Uhr in der Braueret Königstadt" " Berufstrankheiten". Schönhauser Allee 10-11: Deffentlicher Bortrag. Frl. tube" spricht über Verein deutscher Schuhmacher.( Filtale 5, Schäftebranche.) Sonnabend, den 19. Februar, abends 8½ Uhr, bet Schiller, Rosenthalerstraße 57: Verfammlung. Freie Vereinigung der Händler und Händlerinnen. Heute Abend 8% Uhr, bei Jauer, Fruchtstraße 52: Mitglieder- Bersammlung. Gäste will tommen. Witterungsübersicht vom 17. Februar 1898, 8 1hr morgens. Statione it. Swinemünde. Hamburg Berlin Wiesbaden München inving Barometerstand in mm, d. Meeressp. Windrichtung WNW តត តត តត Windstärke 653544( Stala 1-12) Wetter bedeckt Temperatur ( 50.4° R.) NONO nach Gelnus 2 2 . 746 751 bedeckt 751 wolfig 761 NW woltig 760 wolkig 755 bedeckt 752 DSD Echnee 751 4 bedeckt <-10 769 NW # 2 halb bedeckt • Aberdeen. 762 MW 4 wolkig 768 WNW B woltig Bien. Haparanda Petersburg Cork Paris.. 827 7 Wetter Prognose für Freitag, 18. Februar 1898. frischen nordwestlichen Winden; Temperatur wenig verändert. Beitweise heiter, vorherrschend wolkig mit geringen Niederschlägen Berliner Wetterbureau. Sozialdemokratischer Zur Beachtung! Orts- Krankenkasse für das Barbiergewerbe zu Berlin. der fozialdemokratischen Partei, die besprochen werden sollte, sei eine worden. Es wurde deshalb von dieser Seite Berufung eingelegt und| Gewerkschaft beim Polizeipräsidium eine Denunziation eins öffentliche Angelegenheit, denn sie berühre das gesammte öffentliche die Sache gestern vor der sechsten Straffammer des Landgerichts I gereicht hat. Dieser Beschluß wurde von der Versammlung Interesse. Für den Genossen Fischer legte Rechtsanwalt Freudenthal unter dem Vorsiz des Landgerichtsdirektors Franke noch einmal ver- gut geheißen und der Ausschluß bestätigt. Von dem Vorsitzenden die Revision ein, die er auch gestern in der mündlichen Verhandlung handelt. Das Schöffengericht hatte gegen den Angeklagten, den früheren sowie von einem anderen Genossen wurde zur regen Agitation und vor dem Kammergericht rechtfertigte. Er erhob den Einwand der Schußmann Harf folgenden Thatbestand für erwiesen erachtet: In zur intensiven Bethätigung zu den bevorstehenden Wahlen, damit der Verjährung und machte vor allem geltend, daß der Vorderrichter der Nacht zum 14. November v. J. ging der Angeklagte Arm in Kreis der Sozialdemokratie nicht nur erhalten bleibt, sondern auch den Begriff Ergreifung auf frischer That" falsch aufgefaßt habe. Arm mit einem Gefreiten durch die Großgörschenstraße. Beide ein erheblicher Stimmenzuwachs erzielt wird, aufgefordert und gleichZum Beweise dafür zog er die Entstehungsgeschichte des Artikels 81 waren start angetrunken. Harf befand sich nicht im Dienft, trug zeitig die Mitglieder des Vereins ersucht, ihre Adressen, soweit dies der Reichsverfassung heran. Dann wandte er sich u. a. gegen aber Uniform. An einer Straßenlaterne begingen die beiden noch nicht geschehen ist, dem Vorstande bekannt zu geben. Nachdem die ebenfalls vom Landgericht vertretene Auffassung, daß Angetrunkenen eine Uebertretung. Mehrere Personen standen dem Vorstande noch aufgegeben worden war, in einer der nächsten eine Ergreifung im Sinne des Artikels 31 nicht vor in der Nähe, die sie beobachteten. Der Gefreite ging auf Versammlungen den Reichstags- Kandidaten für den dritten Streis liegen könne, weil er dem Kommiffar Schöne bekannt gewesen sei einen der Zuschauer los und wies ihn fort. Der Angeklagte kam Rechtsanwalt Heine zu einem Referat zu veranlassen, erfolgte der und kein Fluchtverdacht vorgelegen habe und weil darum seine Ber- auch hinzu, packte den Mann, den Schuhmachermeister Conrad, am Schluß der gut besuchten Versammlung. haftung unzulässig gewesen wäre. Der Straffenat des Kammer- Halse und würgte ihn unter Schimpfworten. Die Ehefrau Conrad gerichts schloß sich den Ausführungen des Recht 3 bat für ihren Mann, worauf der Angeklagte ihn freigab. hauser Wiertel) hielt am Dienstag Der Wahlverein für den sechsten Wahlkreis( Schön. anwalts Freudenthal an, hob die Vorentscheidung Die Menschenmenge hatte sich inzwischen vergrößert und nahm eine Bersammlung auf und erklärte das Verfahren für ab. Genosse Jahn referirte über" Den Welthandel des ein für den Mißhandelten Partei. Harf zog den Säbel geftellt. Die Kosten wurden der Staatstaffe auferlegt. Der stürmte gegen die Menge ein, worauf diese auseinanderftob. Es neunzehnten Jahrhunderts". Eine Diskussion fand nach dem Bräsident führte zur Begründung aus: Die Sache sei verjährt, das ertönten von allen Seiten Rufe:„ Das ist ja der reine Brüsewitz!" mit Beifall aufgenommenen Vortrag nicht statt. Der Genosse Landgericht habe den Begriff des Ergreifens im Sinne des Artikels 81 und es wurde lebhaft nach einem Schußmann verlangt. Endlich Riefel theilte hierauf mit, daß für die Mitglieder des Wahlvereins der Reichsverfassung zu eng aufgefaßt. Es sei darunter je de erschien ein solcher, der dem Berlangen des Publikums nachkam brei Borstellungen in der„ Urania" in der Taubenstraße stattEntziehung der persönlichen Freiheit durch den Beamten zu verstehen. und den Angeklagten, dessen Begleiter sich inzwischen entfernt finden, und zwar eine Vorstellung am 15. Mai vormittags; Hier genüge zur Erfüllung des Begriffs die Erklärung des Schuß hatte, zur Wache führte. Die Eheleute Conrad zwei Vorstellungen, je eine Vor- und Nachmittags am 22. Mai manns" Sie find mein Arrestant", besonders deshalb, weil sich viele andere Personen folgten. Plöglich riß der Angeklagte sich von dieses Jahres. Billets hierzu sowie zu dem am 19. März in der der Angeklagte dem gutwillig unterworfen habe. Daß die feinem Kollegen, der ihn am Arm gepackt hatte, los, wandte sich um" Tonhalle" stattfindenden Stiftungsfest des Wahlvereins à 20 Pf. Freiheitsberaubung eine dauernde sei, sei nicht erforderlich. und verfeßte dem Conrad einen Fußtritt gegen den Unterleib. Dann sind an den bekannten Zahlabenden zu erhalten. Mit der Mahnung, Darum sei es unerheblich, daß der Kriminalkommissar den erfolgte feine Siftirung ohne weiteren Zwischenfall. Das Schöffen auch ferner für den Wahlverein zu agitiren, wurde die gut besuchte Angeklagten alsbald freigelassen habe. Der Schuhmann sei auch gericht hatte den groben Unfug, die Beleidigung sowie die Körper- Bersammlung geschlossen. zuständig gewesen, Fischer wegen der Theilnahme an einer unverlegung nur mit einer Gesammtstrafe von 45 Mart geahndet, erlaubten Versammlung festzunehmen. Die Verjährung ruhte nach indem als Milderungsgründe galten, daß der Angeklagte angetrunken alledem nicht wegen der Tagung des Reichstages und sei somit war, sich nicht im Dienst befand und Conrad durch den Fußtritt beim Beginn der Strafverfolgung eingetreten gewesen. teine erheblichen Verlegungen erlitten hatte. Der Staatsanwalt be: Vom Koalitionsrecht, das die Arbeiter nicht ausüben antragte im gestrigen Termine eine Gefängnißstraße von sechs dürfen. Auf dem Neubau der städtischen Gasanstalt in der Fichte Wochen, während der Vertheidiger, R.-A. Rosenstock, bat, es bei straße stellten im August 1897 ein Theil der Maurer die Arbeit ein, dem ersten Erkenntnisse zu belassen, zumal der Angeklagte fofort um höheren Lohn und beffere Behandlung zu erlangen. Am nach dem Vorfalle von seiner Behörde entlassen worden sei. Der 24. August, während der Mittagspause, stand der Maurer Lichter- Gerichtshof war mit dem Staatsanwalt der Ansicht, daß nur eine feld, der als Streitbrecher an dem Tage auf dem Neubau zu arbeiten Freiheitsstrafe für die groben Ausschreitungen am Platze sei; es begonnen hatte, an der Ecke der Urbanstraße; der Maurer Kilz wurde deshalb wegen der beiden Bergehen auf insgesammt einen tam zu ihm heran und sagte:„ Willst Du Dich nicht Monat Gefängniß, wegen der Uebertretung auf 5 M. Geld. beffern?" Kilz verfiel dem wachsamen Auge wachfamen Auge der Polizei strafe erkannt. und wurde aus§ 158 der Gewerbe Ordnung angeklagt. Mit Helm und Säbel angethan betrat der Amisdiener und Von der sechsten Straftammer des Landgerichts I wurde er zu Nachtwächter Karl Friedrich August Wood aus Nieder einer Woche Gefängniß verurtheilt unter folgender Begrün- Schöneweide gestern die Anklagebank vor der ersten Straf dung: Kilz wollte den Lichterfeld durch seine Frage bestimmen, an fammer am Landgericht II, um sich wegen fahrlässigen Meineides ber Verabredung theilzunehmen. Die in Frageform gekleidete Auf- zu verantworten. Der Angeklagte betrat in der Nacht zum forderung, sich zu bessern, enthält eine Ehrverlegung, 81. Juli v. J. das bekannte Bergnügungslokal Neptunshain" an nämlich den Vorwurf, daß man schlecht handle, der Oberspree, in dem sich noch mehrere Gäste, darunter auch der weil sonst von Besserung keine Rede sein kann. Gastwirth Tismer, befanden. Der Wächter sagte dem Wirth, Auf erhobene Revision bestätigte gestern das Kammergericht möge sein Lotal schließen, denn draußen stehe einer, der aufpasse, um bie Verurtheilung. zu denunziren. Der Wirth eilte sofort hinaus, fand aber niemand. Mit diesem Urtheil werden felbft die Herren Innungsmeister Jetzt wurde der Wächter wegen seiner Flunkerei zur Stede gestellt, zufrieden sein, und wenn sie sich mit unserer Rechtsprechung über es gab einen kleinen Streit, in dessen Verlauf Tismer sagte:" Wie den§ 153 der Gewerbe- Ordnung nur genauer bekannt machen der Wächter stiehlt, so lügt er auch!" Diese Worte enthielten eine wollen, werden fie finden, daß eine Verschärfung dieses Paragraphen Anspielung auf die Thatsache, daß Tismer den Wächter früher wirklich gar nicht erforderlich ist. Den Arbeitern ist das Koalitions- einmal beim A epfel- Stehlen erwischt hatte. Der Wächter flagte recht gegeben, aber die Ausübung desselben wird mit Gegegen Tismer wegen Beleidigung und beschwor vor dem Schöffenfängniß bestraft. gerichte in Köpenick, daß er weder früher einmal Aepfel gestohlen, Hervorzuheben ist noch, daß der Zentrums Abgeordnete, noch daß er an jenem Abende davon gesprochen habe, daß ein Aufpasser Landgerichts- Rath v. Strombeck, als der älteste Richter in dem draußen stehe. Tismer wurde zu 10 m. verurtheilt, erstattete aber nun Kollegium saß, welches das Willst Du Dich nicht bessern Urtheil Anzeige wegen Meineides. Die Anklage nahm aber nur fahr. gesprochen hat. lässigen Meineid an. In der gestrigen Hauptverhandlung und Polizeikampf gegen fozialdemokratische Grabfpenden. wurde nun der Angeklagte zur Evidenz überführt, daß er unter Unser Parteigenosse Bunte aus Dortmund nahm am 28. Wai feinem Eide eine falsche Aussage abgegeben habe, er wurde daher 1897 in Wellinghofen an dem Begräbniß des sozialdemokratischen au sechs Monaten Gefängniß verurtheilt. Vertrauensmannes Wohlfahrt theil und legte an der Gruft einen Kranz nieder, wobei er die Worte sprach:„ Dein Geift möge weiterleben, das wünscht die Sozialdemokratie von Dortmund!" Die Polizei bedachte ihn dafür mit Jm sechsten Wahlkreise, Kronenbrauerei Moabit, einem Strafmandat von 50 M., indem sie geltend machte, er sei in sprach Mittwoch Abend Genosse Schippel über den Erlaß des einer Versammlung unter freiem Himmel, die nicht Grafen Posadowsky und die politische Lage bei den nächsten Wahlen. genehmigt gewesen sei, als Redner aufgetreten und habe sich dadurch Der Redner schilderte besonders die Wirkungen, welche eine neue gegen die§§ 9 und 17 des Vereinsgefeßes vergangen. Das Schöffen- schutzölnerische Hochfluth auf die Arbeiterklasse haben müßte, wenn das Mitglied gericht verurtheilte gleichfalls; auf seine Berufung wurde er dieser gleichzeitig ihr Roalitionsrecht noch mehr wie heute gekürzt jedoch von der Straftammer freigesprochen. Diese nahm an, würde. Nach einer kurzen Debatte und einer Aufrage über die es finde hier§ 10 des Vereinsgefeßes Anwendung, wonach ge- Währungsbestrebungen unserer Agrarier schloß der Vorsitzende Ge- am Dienstag, den 15. Februar, verwöhnliche Leichenbegängnisse der behördlichen Genehmigung nicht noffe Pfarr die gut besuchte Versammlung mit einem Hoch auf und selbst einer vorherigen Anzeige nicht bedürften. Das fragliche die Sozialdemokratie. Die Beerdigung findet Freitag, nach: Leichenbegänguiß sei nur ein gewöhnliches gewesen und auch durch die mittags 3 Uhr, von der Leichenhalle Worte Bunte's nicht zu einem außergewöhnlichen geworden. Dieser Reichstags- Wahlkreis hielt am Mittwoch seine Mitglieder- Ber- statt. Der sozialdemokratische Wahlverein für den 3. Berliner des Zions- Kirchhofes( Weißensee) aus habe nur wenige einfache Worte gesprochen und nicht eine Agitations fammlung bei Krieger, Wasserthorstraße, ab, in der Genosse Bogt- 246/ 8 rede gehalten. Die Staatsanwaltschaft legte Revision ein und be: herr über„ China und Kinotschau" referirte, wobei er die Geschäftstonte, die Straftammer habe in einem Rechtsirrthum§ 9 des und Abenteurerpolitik der Regierung gebührend geißelte. Bur Diskussion Das Rammergericht hob darauf gestern das landgerichtliche Regierung Kanonen 2c. bewilligen würde? Diese Frage beaut Urtheil wieder auf und wies die Sache zu nochmaliger Entwortet Befragter im verneinenden Sinne, auf den alten, bisher scheidung in die Borinstanz zurück. Der§ 10 meine in der vom behaupteten Standpunkt: Keinen Mann und keinen Groschen" der Kollege Tischler Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Landgericht für die Freisprechung herangezogenen Stelle verweisend. Was man als gutes Recht verlangen gewöhnlichen Leichenbegängnissen solche, die in her und zu fordern habe, brauche man nach dem Wuster der Zentrums- am 16. Februar nach langer Krankheit Leopold Hentschel gebrachter Art stattfänden. Das Landgericht hätte partei nicht einzutauschen. Genoffe Heine stellt dem entgegen, verstorben ist. darum davon ausgehen müssen, was a m betreffenden daß man beim Uebergang zu dem von uns geforderten Miliz Orte bei Beerdigungen Gebrauch sei. Das sei unterlassen system doch werde Waffen bewilligen müssen. Die Beerdigung findet Sonntag, Schweitzer den 20. Februar, mittags 122 Uhr, worden und daher müsse eine Nachprüfung erfolgen. Das Leichen- interpellirt den Referenten, ob die Regierung laut Verfassung be- vom Trauerhause Königsbergerstr. 1, begängniß, um welches es sich hier handele, sei dann als ein gerechtigt ist, Verträge mit fremden Staaten ohne Einwilligung nach dem Friedhof in Wilhelmsberg wöhnliches anzusehen und Bunte wäre dann straffrei, wenn es in der Parlamente zu schließen, worauf Genosse Bogtherr anführt, Wellinghofen Sitte sei, daß Laien an den offenen Gräbern redeten. daß dem Reichstage der Pachtvertrag" mit China in Bälde vor Vom Polizeikampf gegen Arbeitervergnügungen. Vor liegen dürfte. Heine bemerkte, daß er in letter Bersammlung eine dem Schöffengericht zu Röpenick hatte sich dieser Tage ein Regierung wie die heutige, geftüßt auf Junker und Großfabrikanten, Den Mitgliedern der Freien Ver: Vorstandsmitglied des Arbeiter- Gesangvereins Freiheit" zu Adlers nicht meinte, als er von Bewilligung von Kompensationsartikeln einigung selbständiger Barbiere, hof, Graveur Lochner, wegen unerlaubter Abhaltung eines öffent- sprach. Die Ideale des Sozialismus tönnen im praktischen Friseure und Verrückenmacher lichen Tanzvergnügens im Wilhelmsgarten zu verantworten; politischen Leben nicht immer als Leitmotiv dienen, viel Berlins und Umg. zur Nachricht, 265/11 ferner war der Restaurateur L. Scheer angeklagt, weil er dieses Ver- mehr wird man stets Schritt für Schritt das Erreichbare sich daß der Kollege gnügen geduldet hatte.( Uebertretung der§§ 1, 4 und 14 der Ober- erringen müssen und nach Erfolgen suchen. Daß er- Heine Walter präfidial- Verordnung vom 14. Juni 1896.) Die beiden Angeklagten fein National Sozialer, wie man ihn genannt, sei, dürfte bestritten ihre Schulb. Lochner räumte ein, am 13. November vorigen aus seinem bisherigen Wirken und schon früher gemachten Er- am Montag verstorben ist. die Be Jahres das fragliche Vergnügen veranstaltet zu haben, aber nicht klärungen hinreichend erhellen. Genosse Borchardt ist ver- 31/4 Uhr von der Leichenhalle des erdigung findet Freitag Nachmittag als eint öffentliches", sondern als ein" gefchloffenes". wundert, daß Heine in der Welt am Montag" falsch verstanden Bionskirchhofes aus statt. Thatfächlich hätten auch nur die Vereinsmitglieder nebst deren An- fein will, ebenso wie Genoffe Auer in seinem gedruckten Referat im gehörigen Butritt gehabt, eine öffentliche Kaffe habe nicht bestanden Boltsfreund". Ihm scheine, ale stehe man an einem Wendepunkte; und Unbefugte feien durch die an den Eingängen aufgestellten man wolle die Taktik ändern! Wir aber werden bleiben, was wir Danksagung. Kontrolleure zurückgewiesen worden. Unter diesen Umständen sei waren! An der weiteren Debatte betheiligten sich noch die nur die Anmeldung, eines geschloffenen" Bergnügens erforderlich Genossen Täterow, Wilhelm und Frant, welche be Für die bei der Beerdigung meines gewesen, und daß diefe Anmeldung" erfolgt sei, gehe aus dem von tonten, daß man den ideellen Standpunkt des Sozialismus innigft geliebten Mannes, unseres Da sich mit der Firma Zöllner: Der Polizeiverwaltung ungehörigerweise mit der Bermert, Nicht nicht verlassen dürfe, vielmehr dem gesteckten Ziele sicher zusteuern gute Baters und Bruders, des Restaurateurs & Komp. eine Einigung in dem genehmigt" zurückgesandten Schreiben hervor, daß vom Ver- müsse. Heine zerstreut die Befürchtungen Borchardt's, daß, Etwas Sinne des Versammlungsbeschlusses theidiger Rechtsanwalt Dr. Schlesinger- Berlin zu den Atten fiberreicht in der Luft liege"; die Einigkeit in der Partei sei nach wie vor Wilhelm Reichstein vom 15. d. M. nicht erzielen ließ, wurde. Die Beweisaufnahme bestätigte die Behauptungen der diefelbe, gelte es, den Gegner zu treffen. Nach einem Schlußworte uns in so überreichem Maße er werden die Kollegen ersucht, bis auf Beschuldigten. Der Amtsanwalt hielt aber troßdem eine Uebertretung Bogtherr's, in dem er zu reger Agitation für die bevor- wiesenen Theilnahmen und Blumen weiteres nach sämmtlichen für vorliegend, er beantragte für Lochner und Scheer je 10 Mark stehenden Wahlen aufforderte, beantragt Genosse Schweizer, spenden, insbesondere dem ZentralGeldstrafe. Der Vertheidiger trat indeß für Freisprechung ein, in den Beschluß der letzten Versammlung,( Ausschluß von Mitgliedern Berband Deutscher Maurer, Bahl Bauten dieser Firma den stelle I, dem Gesangverein„ Gemüth: dem er aus Entscheidungen des Kammergerichts sowie einem betreffend) dahin zu ergänzen, daß dieser auf die Landtagswahlen lichkeit", den Drehern bes" Schwark Zuzug fernzuhalten. Ministerialerlaß vom 2. November 1884 nachwies, daß bei ge- teine Anwendung findet. Man beschließt, diesen Punkt auf die topff'schen Tenderbaues, sowie dem.A.: Der Vertrauensmann. schloffenen Vereinsfestlichkeiten nicht eine polizeiliche Genehmigung" Tagesordnung der nächsten Versammlung, die eine Generalversamm Berein Immergrün" fagen hiermit erforderlich fei, sondern die einfache Anmeldung" genüge. lung sein soll, au sehen. Eine Aussprache über die Ausführungen unseren innigsten Dant Er beantragte deshalb auch, die Kosten der Wertheidigung des Vertrauensmannes Friz in legter Versammlung wird ebenfalls Im Namen der Hinterbliebenen auf die Staatstaffe zu übernehmen. Der Gerichtshof unter Vorsiz bis dahin vertagt. Endlich giebt der Vorsitzende bekannt, daß am Ww. R. Reichstein. des Amtsrichters Dr. Bornhagen erkannte denn auch auf Frei Sonntag eine öffentliche Bersammlung mit Frauen bei Feuerstein fort. Das Geschäft betreibe unverändert [ 860b sprechung. Es sei unbedenklich erwiesen, daß es sich um eine stattfinden soll. gefchloffene Gesellschaft handelte. Indeß sei zu prüfen gewesen, ob Der sozialdemokratische Wahlverein für den vierten eine polizeiliche Genehmigung vorschreibt, wenn der Verein haupt- Dienstag eine Mitglieder Versammlung in der Urania", fächlich oder ausschließlich zu Vergnügungszwecken gebildet ift. Diese Wrangelstraße, ab, in der Herr Dr. Schütte über fertige feine Anzüge nach Maaß, für Frage habe auf grund der Beweisaufnahme verneint werden müffen, Robespierre und seine Beit" referirte. Eine Diskussion über den 30 W. ff. Sommerpaletots nach Maaß, da der Verein regelmäßige Uebungsabende veranstaltete und nur Bortrag wurde nicht beliebt. Unter Vereinsangelegenheiten gab der für 8-12 M. feine Sofen nach Maaß. Bersilberer auf Stanten werd. verl. bei felten Bergnügungen abhalte. Vorsitzende bekannt, daß der Vorstand das fürzlich erst eingetretene Die Ausschreitungen eines Schuhmanns waren nach An Mitglied R. 3 euch aus dem Berein ausgeschloffen babe, weil empelhofer Ufer 10 Riefenftoff lager ficht des Staatsanwalts vom Schöffengericht zu milde beurtheilt nachgewiesen worden ist, daß Zeuch gegen Mitglieder einer Krausenstr. 14, 1, kein Laden. aufreibarbeit verlangt Verantwortlicher Redakteur: Anguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Wahlverein f. d. 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Todes- Anzeige. Montag, den 28. Februar 1898, Den Mitgliedern zur Nachricht, daß abends 9 Uhr, Rosenthalerstr. 11-12, bei Herrn Röllig, 8666 Große General Versammlung. Gustav Walter Der Vorstand. Deutscher Tagesordnung: Abänderung des§ 47 unseres Krankenbuches, dahin lautend: Die Generalversammlung besteht aus Verfretern. Butritt haben nur großjährige Mitglieder. Kaffenbuch legitimirt. Der Vorstand. J. A.: V. Kutschmann. Vereinsgefeßes nicht und die 88 10 und 17 falfch angewendet. wirft Frank die Frage auf, ob Referent als Kompenſationsartitel einer Holzarbeiter Verband. Allg. Kranken- und Sterbekaffe unter " " V " " = Um rege Betheiligung ersucht 77/17 Die Ortsverwaltung. 140 Der Vorstand. nicht der§ 4 der Ober- Präs.- W. Anwendung finde, der auch dann Berliner Reichstage Wahlkreis( Südosten) hielt Für 36 Mark der Metallarbeiter ( E. H.No. 29.) Sonnabend, 19. Febr., abends 9 Uhr, Hamburg, Filiale Berlin 4. bei F. Wilke, Andreasstr. 26: Versammlung. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Weyl über: Rheumatismus. Nur Mitglieder und deren Damen haben Zutritt. Um recht rege Betheiligung ersucht 8596] Die Ortsverwaltung. Masken- Garderobe. * Größte Auswahl. Billigste Preise. Verein. Preisermäßigung. Fr. Panknin, Oranienstraße Nr.178, II. Adalbertstraße 91, Ecke Oranienstraße. Arbeitsmarkt. Achtung! Rabitz- Putzer. Kutscher, 252/3 der schon in Liqueur 2c. Fabrik thätig war, Raution stellen kann, sucht bei hohem Lohn und Provision die Liqueur fabrik von 43462*, Philipp Abrahmsohn, Landsbergerstr. 15. Geübte Belegerinnen auf Leisten ges sucht Büschingstr. 4. 8636 Tüchtige Barock- Vergolderinnen u. Neumann, Hennig u. Co., Zeughofstr.21 Tüchtige Kunstschloffer Ed. Puls, [ 8546 Br. 41. 15. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Das deutsche Fluß- und Kanalsystem. Zur Ergänzung unseres heutigen Zeitartifels bringen wir nebenstehend eine Karte, die sämmtliche bestehenden und im Ausbau begriffenen, sowie die hauptsächlichsten projettirten Wasserstraßen Deutschlands enthält. In dieser Karte sind die schiffbaren Fluß läufe, gleichgiltig ob von Natur oder durch Kunstbauten und sonstige Regulirungen Schiffbar gemacht, durch starke schwarze Linien hervorgehoben, deren Breite in einem möglichst annähernden Verhältniß zu ihrer Wassertiefe steht; die nur flößbaren natür lichen Wasserläufe sind durch feine Doppellinien, die fertigen Kanäle, zu denen der feiner Vollendung entgegengehende Dort mund Ems- Kanal und auch der Elb= Trave- Kanal schon gezählt wurden, sind durch eine mit furzen Querstrichen versehene starke Linie, und die projektirten Kanäle durch Strichlinien hervorgehoben. Von letzteren haben der Mittellands tanal sowohl wie der den völlig vom Rhein isolirt dastehenden Dortmund- EmsRanal mit dem Rhein in Verbindung setzende projektirte Dortmund- Rhein- Ranal eine sie besonders hervorhebende Signatur erhalten. # Ein Blick auf die Karte zeigt, daß das Syftem der deutschen Wasserstraßen aus Drei von einander gänzlich getrennte Ge biete besteht. Der Westen und Süden uits faßt das Stromgebiet des Rheines und der Donau, als einheitliches, durch den Mains Ludwigs- Kanal mit einander in Verbindung gebrachtes System. Der genannte Verbindungskanal ist allerdings völlig ver altet, aber seiner Verbesserung und Hebung auf die Stufe einer leistungsfähigen Wasserstraße wird in Bayern allseitig zugestrebt. Im nordwestlichen Deutschland liegen isolirt das zusammenhände Gebiet der Weser und Ems. Zwar führt der Dortmund EmsKanal bis in das Herz des bedeutendsten Industriegebiets des Rheins hinein, jedoch fehlt hier noch das verbindende Wasserstraßenglied von Dortmund nach dem Rhein. Die Weser, nur in ihrem Unterlaufe mit der Ems verbunden, liegt in dem ganzen mittleren und oberen Theil ihres schiffbaren Laufes isolirt. Im östlichen Norddeutschland begegnen wir einem durch äußerst zahlreiche Verbin dungsglieder zusammenhängenden Wasserftraßennez, gebildet aus den Stromgebieten von Elbe, Oder und Weichsel mit deren verschiedenen Kanalverzweigungen. Zwischen dem Osten und dem Westen Deutschlands befindet sich also eine große NORD- SEE Rhein Augich Toning Schlesw Rendsb Kais A.K. hiel Brinses Elb- Osts K Altona Cuscharfe Wilhelmsh Hami Old Brem Vergun Greve Mind Osn Munster AulerCelle weber La Elbe யம் 0 0 ST SEE vism Marlow Rasp. Triebsees Buttzow ssistroa Räger Oder Sparta Berlin Gollno Rosslau Darme Rottbus Guber Danzigs Freitag, 18. februar 1898. Tusi Pregel Inster Gumb Mask Fönigsbg. Elbing Markenhg Parker Friedland Marienne Graadent Schneiden Nakel Thorn Pasewalk Dömitz Wittenberge Neus Schwede Kreuz Netze Moruppin Landsbo Ebersw warth Rüst Birnb eSchwerin Posen Play Havel Frankf bp Braunschw Hild Magdb Brand Schrim Fürstenbg. Spree Neus Krosser Wesel Lipp Stass Wittenb Forst Glogau Lippst Dortm Munden Dusseldor Cassel Halle Artmo Mersi Torgaus Finsterw Sagan Oder Wanfried Leipzig Riesa Görlitz Liegnitz Bresla Dresden Erfur Coln Chem Pirng Striegau Ohla Schwano Strenten Brie Popeln Zwickau Bon Netsse Lahn diessen Greiz osel Cletr Coblen PRatibox Karlsbad Elbe Odby PPilsen Ruhr Aach Metz Mosel Trier Wiesb. Fra Bing Ma Saarlouis Saarbr Rhein Fulda Fotenb Wein Rydols! Hildburgh Hot Bamba Bayreuth Firt Ninberg Hanaur Main Aschl Würz Main Ochsni And Hall Mannh Neck Karlsr. Hellbronn Neckar Darah Stuttgart Reutl Strass Kehl mm Rottweil Freiburg Mühlho Donau Regensbg Neust Augsb Isar Inn München Donau Budweis 1093 Wetchsel Erklärung. Weichsel Schiffbarer Flusslauf Flössbarer Kanal "" projektirt. Proj. Mittelland- Kanal. Dortm. Rhein.*** Kartogr Inst. Beseke& Co Berlin 1:50 Lücke, die einen lebhaften Austausch der unendlich zahlreichen Bros| verhindert. Diese Lücke foll der Mittellandkanal vom| Landestheile find, bis auf die demnächst sich wohl anschließende. dukte, für welche der Eisenbahntransport unverhältnißmäßig theurer Rhein bis zur Elbe ausfüllen. Unter großen Schwierigkeiten geht Provinz Sachsen, die von der Regierung geforderten Garantieift, zum Schaden aller dabei betheiligten Wirthschaftskreise noch sehr dieser seiner Bollendung entgegen, denn seitens der betreffenden leistungen für diesen Kanal nunmehr zugesagt. Für den Inhalt der Inserat übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 18. Februar. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. König Lear. Anfang 7 Uhr. Deutsches. Johannes. Anf. 71/2 Uhr. Lessing. Das grobe Hemd. Anfang 72 Uhr. Berliner. 8' Kathert. 72 Uhr. Residenz. Sein Trid. 72 Uhr. Anfang Anfang Nenes. Die Schildkröte. Anfang 71 Uhr. Ostend. Unter der Polarsonne. Anfang 8 Uhr. Goethe. Der Hüttenbesizer. Anfang 72 Uhr. Schiller. Hans Wurst in Berlin. Anfang 8 Uhr. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. C. Weiß. Novität! Bum 3. Male: Novität! Uranial Concerthaus Taubenstr. 48/49. Leipzigerstr. No. 48 Täglich: Unter der Polarsonne. Naturkundliche Ausstellung. Täglich Hoffmann's Quartett Aktuelles Ausstattungsstück mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Sondermann und Bischof. Gesangsterte von J. Dill. Musik von Cornelius Schüler. Regie: Jof. Dill. Anfang 8 Uhr. Im Tunnel vor und nach der Vorstellung: Frei- Konzert. Anfang 7 Uhr. Sonnabend und Sonntag: Unter der Polarsonne. Sonntag Nachmittag, kleine Preise: Der Pfarrer von Kirchfeld. Central- Theater Mte Jakobstr. 30. Direktion Richard Schultz. Freitag, den 18. Februar 1898: Emil Thomas a. G. Bum 28. Male: Die Tugendfalle. Burleske Posse mit Gesang und Tanz geöffnet von 10 Uhr vormittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr. Wissenschaftliches Theater, Invalidenstr. No. 57-62. Täglich abends 7 Uhr: Ausstellungs- Saal und Vorträge. Näheres die Tagesanschläge. Castan's und Humoristen. Sonnabend, 19. Februar: Ballfest A des Prinzen Karneval darstellend die Landung der Deutschen in Kiaotschau arrangirt vom Tyll Eulenspiegel. Dienstag, den 22. Februar: Panopticum. Fastnachts- Soirée mit Ball. Friedrichstr. 165. eu!! Indischhindustanische Gaukler -undSchlangenBeschwörer. Das BÄREN WEIB. Unter den Linden. Fatiniza. An- mit Benutzung eines fraud. Sufets Reichshallen- Theater. fang 7 Uhr. Thalia. Das neue Ghetto. Anfang 72 Uhr. Central. Die Tugendfalle. Anfang 7 Uhr. Luisen. Das Käthchen von Heil: bronn. Anfang 712 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die fleinen Vagabunden. Anfang 8 Uhr. Belle- Alliance. Rumpacivagabundus. Anfang 8 Uhr. Alexanderplat. Verlorene Mädchen. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundl. Ausstellung v. 10 Uhr vormittags ab. Abends 8 Uhr Wissenschaftl. Theater. Invalidenstraße 57/62. Täglich von Jul. Freund und W. Mannstädt. Musik von Jul. Einödshofer. Anfang 28 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Die Tugendfalle. Luisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Abends 8 Uhr: Das Käthchen von Heilbronn. Großes historisches Ritterschauspiel in 5 Aften von Heinrich von Kleist. Alma Schwartz vom Stadt- Theater in Kiel a. G. Sonnabend: Trilby. Anna Müller- Binde. Trilby. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Volks: Leipzigerstrasse 77. Die burleske Pantomime Ein ruhiges Zimmer zu vermiethen! bezaubert jeden Hypochonder. Dazu 30 Kunstkräfte u. neue Debuts. Anfang 3/8 Uhr. Entree 50 Pf. Im Reichshallen-Tunnel: Zwei neue Kapellen. Sonnabend: Bockbier- Fest. Circus Busch ( Bahnhof Börse). Freitag, den 18. Februar 1898, abends 71/2 Uhr: ( außer Sonntags und Mittwochs) vorstellung, Regie: Julius Türt Humoristische Vorstellung. abends 8 Uhr: Wissenschaftliche Vorträge. American. Spezialitäten. Anfang 8 Uhr. Apollo. Spezialitäten. Anf. 71/2 Uhr. Reichshallen. Spezialitäten. Anfang 73 Uhr. Feen- Palast. Spezialitäten. Passage Panoptikum. A Wiener Tanz- und Operetten- Gesellschaft. Schiller- Theater ( Wallner- Theater). Freitag, abends 8 Uhr: Haus Wurst in Berlin. Sonnabend, abends 8 Uhr: Hans Wurst in Berlin. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Die wilde Jagd. Abends 8 Uhr: Der Millionenbauer. Das Käthchen von Heilbronn. Billets à 60 Pf. zu der Nachmittags: Borstellung in den bekannten Verkaufs: ftellen. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: 100 Clowns, männliche und weibliche, darunter 20 der besten Parterreſpringer. Bär und Schildwache. Clown Boga: nowsti als Schnellphotograph. Zum 1. Male: Der italienische Clown Magrini mit seinem Hund. Die Drahtseilkünstlerin Mlle. Theresita. Die vorzüglichsten Freiheitsdreffuren des Dir. Busch. Geschwister Lorch mit ihren großartigen ifarischen Spielen zu pferd, ger. von Hrn. Foottit- Burghardt. Zaragoza. Orig. Manège: Schaustück des Circus Busch. Besonders hervorzuheben: Die weiblichen Fanfarenbläser. Der Sturz von der 60 Fuß hohen Brücke ins Waffer. Der pompöfe grüne Aft. Morgen 712 Uhr: Parade: Gala Gr. Extra- Theatervorstellung Bierbe. Beopard, mecklenb. BauernEine Berliner Waschfran oder: Müller u. Müller. Schwant mit Gesang in drei Atten. Vorher: Versprechen hinterm Herd. Singspiel in einem Aft. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Boritellung. Hierzu sind Billets im Verein junger Kaufleute, Beuthstraße; Kaufm. Hilfs: Passage- Panopticum. Im Theatersaal: Ben Ali Bey, der orientalische Magier und die 8 lustigen Wienerinnen. verein Seydelstraße fowie im Berein Volks- Theater der Handl. Kommis, Hamburg 1850, Krausenstraße, zu haben. Neues Olympia- Theater. ( Circus Renz.) Karlstrasse. Bolossy Kiralfy's Konstantinopel. Grösste Sensation Berlins. Neu! Im 3. Bild: ,, Alt- Wien" Neue humorist. SpezialitätenRevue. Auftreten der The jolly british girls. Sensationell! Im letzten Bilde: Constantinopel Feuer- u. Flammentanz, ausgeführt nicht von einer Person, sond. vom gesammten Ballet- Personal. ca. 1000 Mitwirkende. Anf. 8 Uhr. Sonntags 2 Vorst. Nachm. 1 Kind frei. Sonnabend, den 19. Februar: Grosser Masken- Ball im Stile der berümten ArionBälle in New- York mit grossen Aufzügen, Riesen- Ballet, feenhafter Ausstattung, Bataille des fleurs etc., arrangirt und entworfen vom Direkt. Bolossy Kiralfy, persönlicher Leiter der New- Yorker Arion- Bälle. 6 Musik- Kapellen. Restauration: Louis Schaurté, Monopol- Hotel. Julius Schütt, Olympia. Herrenkarten 10 M. Damenk. 5 M. Im Vorverk. Herrenk. 8 M. Es werden auf allgemeines Verlangen eine beschränkte Anzahl Zuschauer- Karten zum Preise von 3 M. ausgegeben. Anfang 10 Uhr. im Welt- Restaurant 97. Dresdener Straße 97. AF Benefiz für den Kapellmeister Oskar Roeder. Neu! Bum 1. Male: Neu! Die Möbelpolonaise. Gesangsposse in 1 Aufzug. Text und Musik von Ostar Victor Roeder. Gust'l Ebner, oberbayr. Schuhplattler und Nationaltänzer. Im vorderen Saale: Kaufmann's Variété I. OriginalBudapester Possen- und Operetten- Theater Direktion: Gebrüder Herrnfeld. Novität! Novität! Von Dreien der Glücklichste. Schwank von Gebr. Herrnfeld. Novität! Novität! Zum ersten Mal im Variété. Burleske von J. Armin. Ferner das brillante SpezialitätenEnsemble. Anfang 8 Uhr. Vorverkauf von 11-6 Uhr. Kaufmann's Variété Tyroler Sänger Alois Ebner. Apollo- Theater. Konzert- Sanssouci haus Kottbuser Straße Nr. 4a. Sonntags, Dienstags, Donnerstags Im wunderschönen Monat Mai. Liedersp. in 1 Att v. Studenbrod. Sperling& Sperber. Lustspiel in 1 Aft von Görner. Neu: Tom& Tam, die lustigen Chinesen; Brothers Lange, afrobat. Clowns; Linde, Humorist. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Granto u. Mand. Les Senett's, La Love Fuller The Milons Mr. Arvey und Entree 30 Pf. Sonntag 50 f. 30 hervorragende Künstler. Passepartouts gelten Wochentags. Wochent. Anf. 7 Uhr, Vorst. 8 Uhr. Sonntag Anf. 5 Uhr, Vorst. 6 Uhr. Nachher: Grosser Ball. Alcazar- Theater. = Dresdenerstraße 52/53( City- Passage) Annenstraße 42/43. Direktion: Richard Winkler. Vornehmster Familien Aufenthalt. Zum 1. Male: Die Kunst geliebt zu werden. Liederspiel in 1 Aft von F. Gumbert. Vorher: Das Schwert des Damokles. Schwank in 1 Att von G. zu Puttlig. Auftreten sämmtl. Kunst- Spezialitäten. Wochentags 8 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirt. Plaz 50 Pf. Borzugskarten an Wochentagen giltig. Kasseneröffnung 6/2, Anf. 71/2 Uhr. Feen- Palast 22 Burgstr. 22. Neu! William u. Merry. Jameson- Belly- Truppe. Dazu das glänzende Februar- Programm. Richard Winkler ut. Wilhelm Fröbel in der einzig dastehenden Operette Das radelnde Berlin Anfang 71% Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. bis 1,50 M. Am 28. Februar: Letzte Vorstellung.Sämmtl. ausgegebenen Ehren-, Frei: u. Vorzugskarten haben nur noch bis zum 28. b. Mts. Giltigkeit. Sonnabend, den 19. Februar: Geschlossen. Quarg's Vaudeville Theater Grand Hotel Alexanderplatz. Nur noch 10 Vorstellungen bei den 1. Original- Budapestern Ginen Bomben- Erfolg erzielten die Novitäten Jockl Geiger. Der Beheme. Avis! Soiinabend, 19. Febr., bleibt das Vaudeville Theater geschlossen. Dafür Gast: pfel im ReichshallenTheater. 6 6 grosse öffentl. Protest- Versammlungen allg. ber Gewerkschaften Berlins für Männer und Frauent am Montag, den 21. Februar, abends 8 Uhr, in folgenden Lokalen: Maehr's Theater eller's großer Saal, Koppenstraße 29. Oranien- Strasse 21. Täglich: Thenter u. Spezialitäten. Novität! Roloffaler Erfolg! Die Nadel- und Radelmadel, Bottsstück mit Gesang Bol Eugen Fredy. Musit v. Otto Tieke. • Wochentags 8 1hr. Anfang: Sonntags 6 hr. Preise der Pläge wie gewöhnlich. Victoria- Brauerei Lützow- Strasse 111/112. Heute sowie jeden Freitag und Montag: Stettiner Sänger ( Messel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader.) Anfang 8 1hr Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. Dienstag: Böhmisches Brauhaus „ Kösliner Hof", Köslinerstraße 8. " Arminhallen", Kommandantenstraße 20. Sanssouci", Kottbuserstraße 4 a. „ Tonhalle", Friedrichstraße 112. وو „ Bismarckshöhe( Charlottenburg), Wilmersdorferstr. 39. Tagesordnung in allen Versammlungen: Der geheime Erlaß des Ministers des Innern Grafen von Posadowsky und die Arbeiter Berlins. Referenten: Reichstags- Abgeordnete J. Auer, R. Fischer, C. Legien, C. Molkenbuhr, M. Schippel und Genosse Timm. Die Gewerkschaften werdcht ersucht, die obigen Versammlungen recht rege zit Befuchen, um zu zeigen, baß sie mit der Beschneiditing des schon so fümmerlichen Vereinsgefehes nicht einverstanden sind. 8650 Die Berliner Gewerkschafts- Kommission. J. A.: Rud. Millarg. Achtung! Maurer. Atung! Sonntag, den 20. Februar 1898, vormittags 10% thr, im Lokal des Herrn Cohn, Benthstraße 20: Ausserordentliche Mitglieder- Versammlung III. Wahlkreis! Sonntag, den 20. Februar cr., abends 62 Uhr, in Feuerstein's Festfälen, Alte Jakobstraße 75: Versammlung. Tages Ordnung: Vortrag des Genoffen Georg Wagner über: Voltsbildung und Klaffenbewußtsein." Sierauf: Geselliges Beisammensein nebst Tauz. Entree 10 Pf. Garderobe 10 Pf. Die Vertrauensperson. sperson. 240/7 Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! Sonntag, den 20. Februar, nachmittags 6 Uhr, im„ Kösliner Hof", Röslinerstraße Nr. 8: Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genoffen Dr. Weyl: Der Hypnotismus und seine Bedeutung für den politischen Stamps". 2. Did: tuffion. But recht zahlreichent Besuch ladet ein 9/6 Der Vertrauensmann. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein. Fachv. der Musikinstrumenten- Arbeiter. 141/9 Sonnabend, den 19. Februar, abends 8½ 1hr, Außerordentliche General: Versammlung. in ben ,, Oranien- Hallen", Oranienstraße Nr. 51: Tages Ordnung: 1. Antrag des Vorstandes auf Erhöhung der Beiträge. 2. Wie stellen wir uns zur obligatorischen Einführung der„ Einigkeit." 3. Abrechnung vom Weihnachtsvergnügen. 4. Verschiedenes. Ohne Mitgliedsbuch kein Eintritt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Am Sonnabend, den 26. Febritar, findet bei Schuegelsberg unfer Maskenball statt; Billets à 50 Pf. sind bei den Vorstandsmitgliederit, beim Handelsmann Göritz und im Restaurant Heinrich, Naunynstraße 78, zu haben. Der Vorstand. ber Gr. öffentliche Versammlung Bürstenmacher, Pinfelmacher, Borffenzurichter und Hilfsarbeiter am Sonntag, den 20. Februar 1898, nachmittags 2 1hr, Tages Ordnung: der Filiale II des Zentral Verbandes deutscher Maurer. Tages: Ordnung: Die letten Vorgänge in den öffentlichen Versammlungen der Maurer im Lokale des Herrn Hoffmann( Engl. Garten), Alexanderstr. 27c. Berlins und Umgegend, und wie stellen sich hierzu die Mitglieder der Filiale Berlin II des Zeutral. Verbandes deutscher Maurer? 136/4 Das Mitgliedsbuch Legitimirt. Der sehr wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden mit gliebes zit erscheinen. Die Lokalverwaltung. Schäftebranche, Verein Deutscher Schuhmacher Freie Vereinigung der Bauauschläger Filiale V. Versammlung 2 ain Sonnabend, ben 19. Februnt, abends 8 hr, bei Schiller, Rosenthalerstraße Nr. 57. 169/12 Vortrag der Genoffin Frl. Hause über: Die wirthschaftliche Lage der Frau. Die Bevollmächtigten. Tischler- Verein. Berlins und Umgegend. Sonntag, den 20. Február, vormittags 10% thr, bei Buske, Grenadierstraße Nr. 33: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Ausnahme neuer Mitglieder. 2. Vortrag des Kollegen Schenker. 3. Vereinsangelegenheiten. Die Mitglieder werden auf§ 9 anfuerffam ge Der Arbeitsnachweis befindet sich bei Döring, Neue SchönHauserstr. 9, Telephon III 2287. Sonnabend, den 19. Februar, abends 8½ 1hr, Melchiorstr. 15: macht. 198/7] Versammlung. Vortrag Tagesordnung: 1. Storting bes Bent Dr. F. Bernstein einsangelegenheiten und Plusgabe der Billets zum Maskenball am 5. Wars, über: Das anthropometrische Signalement nach Alphonse Bertillon. 2. Ver: Andreasstr. 21 bei Stether. Damen haben Zutritt Total- Ausverkauf. Wegen vollständiger Räu mung ber Kleiberstoffe, Gardinen, Portieren, Blujeu, Bettvorleger, interrücke und zurückgesezten Kor: setts, Wäsche und Trifotagen findet der Verfauf zum und unter dem Selbstkostenpreise statt. Sonnabend, den 19. d. Wits., nachmittags 4 Uhr wird geöffnet. D. Wurzel, 8015] Wrangelstraße 17. Gine gitgehende Destillation Der Vorstand. Die weltbekannte Bettfedern- Fabrik GustavLuftig, Berlins., Bringen straße 46, verjendet gegen Nachnahme garant.neue Bettfebern b. Bfb. 56 Bf., chinesische Halbdaunen d. Bfb. M.1,26, beffere albdaunen d. Bib. M. 1,75, borzügliche Daunen d. Psb. M. 2,80. Bon diesen Dannen genügen 3 bis 4 fund zum großen Oberbett. Verpadung frei. Preist. u. Proben gratis. Biele Anerkennungsschr. Hirsch, Rennthier, mit mehreren Bahlstellen wegen Wildschwein, pfundweise. anderweitigem Unternehmen fofort Miethe 1000 m. Kaninchen zu verkaufen. Preis 2700 art. 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Februar, vormittags 91% 1hr, im Lofale des Seren Schiller, Bosenthalerstr. 57: am Sonntag, den 20. Februar 1898, nachmittage 1 iibe, et Versammlung. Obst, Grunewaldstraße Nr. 110. Tagesordnung: Bortrag des Geitoffen Kiesel. Disnission. Verschiedenes. Frage afte n. Aufnahme neuer Mitglieder. 29/3 Die Ortsverwaltung. Großer öffentlicher Vortrag für Damen und Herren im Heilverein Kube in der Brauerei Königstadt", Schönhauser Allee 10/11. Freitag, den 18. Februar 1898, abends 8½ 1hr, spricht Fel. M. Kube, Naturheilkundige, über „ Berufskrankheiten" 265/10 spez. Rheumatismus und Gicht, Erfältung Krankheiten. Fort mit der Schulmedizin bei der Behandlung dieser Krankheiten. Zola- Prozess. S. Heine, Inh. H. Stege 14. Chausseestrasse 14. Lieferant des Berliner Lehrer- Vereins. Lieferant des Rabatt- Spar Vereins ,, Norden". 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