Mr. 42. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Ginzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. Nummer mit illustrirter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post: ZeitungsPreisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene stolonelzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Hmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, 23enth- Straße 2. Das Grubenunglück bei Bochum Sonnabend, den 19. Februar 1898. bei einem Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Hierauf brachte Genoffe Kunert Klagen und Beschwerden der Militärarbeiter zur Sprache, sowie das Unwesen, daß, MilitärLieferanten die Arbeiten au Hausindustrielle unter schlimmsten 3u lange Arbeit und leberhaftung bei der Genosse Bebel tehrte heute die Waffen um und bewies Arbeit, um nur den geringen Lohn nicht noch geringer werden an einer Reihe drastischer Fälle, daß Mißhandlungen von ist eines der fürchterlichsten unter den zahlreichen und schweren zu lassen, veranlassen den Bergmann zu nicht immer genügender Soldaten, die von den Militärbehörden auf grund stattUnglücksfällen, welche die deutschen Bergarbeiter in neuerer Beobachtung der nöthigen Vorsichtsmaßregeln. Du mußt gehabter Untersuchungen geleugnet wurden, später, als die Zeit heimgesucht haben. Bis Freitag Mittag waren auf verdienen; du darfst nicht um dich schauen; Weib und Kind Soldaten dem Drucke der Kaserne entzogen waren, gerichtlich der Zeche Vereinigte Karolinenglück" 110 Todte gewarten auf den färglichen Groschen-mag der Tod dich festgestellt wurden. Auch dem Generalauditeur Ittenborgen, und von den 46 Verletzten, die im Laufe dabei niederwerfen! Das ist des Bergmannes täglicher ba ch wies Bebel einen thatsächlichen Frrthum nach, wie er des Donnerstag aus der Tiefe heraufgeholt wurden, find Wahlspruch. zwei bereits gestorben. Bis Freitag Mittag war aber noch so hoch gestellten Beamten ausgeschlossen Vor allem aber mangelt es noch immer in den Gruben an fein sollte. Des weiteren nicht ermittelt, ob sämmtliche Verunglückte, seien sie den erforderlichen Schutz vorrichtungen und an einer hin- noffe erging sich unser Gein längeren höchst interessanten Ausführungen lebend oder todt, zu Tage gefördert waren. Es ist also mög- reichenden Inspektion. Vielerlei hat der Erfindergeist über die Vortheile des Milizsystems gegenüber dem stehenden lich, daß die Zahl der Opfer noch größer ist. Die des Technikers erdacht, aber der Grubenbesiger macht teinen Heere. Persönlichkeit der Todten kann in vielen Fällen nur durch Gebrauch davon, denn sein Betrieb ist auf den Profit Der Herr Kriegsminister deckte sich mit dem bekannten die Kontrollmarten ermittelt werden, da die Leichen gestellt und Schutzvorrichtungen fosten Geld, schmälern die Hinweis, daß ihm die Einzelfälle unbekannt seien. Herr zum theil verkohlt oder sonst schrecklich entstellt sind. Dividende der Herren Aktionäre. Ist das Unglück geschehen, ttenbach mußte seinen Frrthum zugeben, was ihm In den Zechengebäuden liegen die Todten in langen dann freilich jammert man und veranstaltet Sammlungen, hoffentlich für die Zukunft eine Lehre sein wird, nicht mehr Reihen aufgebahrt, alt und jung, Vater und Sohn. Die von durch welche den Hinterbliebenen knapp über die erste Beit so von oben herab zu urtheilen, wenn anderen einmal ein der Explosion selbst nicht getroffen wurden, sondern durch die ihres Leidens hinweggeholfen wird. Vorher aber war die kleines Versehen unterläuft. Nachschwaden erstickten, zeigen, wie berichtet wird, den Aus- Dividende, das Heiligthum der kapitalistischen Industrie, gedruck friedlichen Schlafes. fährdet, wenn es galt vorzubeugen und Menschenleben zu er Einzelne Familien sind von der Katastrophe besonders halten. heimgesucht. So ist ein Bergmann namens Bohnenkamp Die Berginspektion ist bei uns geradezu kläg- Lohndrückereien weiter geben. Kunert stand ein reichmit seinen beiden Söhnen ums Leben gekommen. Die Familien lich. Nicht nur daß die Zahl der Inspektoren unzureichend haltiges Material zur Verfügung, auf das er seine energischen Leiterholt und Brandenbrüder verloren ebenfalls ist, vor allem ist zu bemängeln, daß der Berg- Beschwerden stützte. Weiter rügte der Redner theils aus per je zwei Söhne. Unter den Todten befinden sich auch eine arbeiter selbst, der den Betrieb aus praktischer sönlicher Erfahrung, theils geftigt auf fremde Mittheilungen, Anzahl Steiger. Erfahrung genau fennt, nicht zur Inspektion heran- Uebelſtände, unter denen die Soldaten zu leiden haben wie Die Szenen am Schauplatz der industriellen Tragödie sind gezogen wird. In anderen Staaten, in England, Frank- unnüßer Sonntagsdienst u. s. w. In dieser Beziehung schrecklich. Hier, so schildert der Berichterstatter die traurigen reich und Belgien, werden Bergarbeiter als Assistenten bestehen zwar sehr schöne Verordnungen, aber man Szenen, jammert eine Wittwe um den Verlust ihres der Inspektionsbeamten berufen, eine Einrichtung, die sich im fümmert sich nicht darum. Gatten und ihrer Söhne, dort steht ein kleiner Knabe und hohen Maße bewährt hat. Aber in Deutschland, dem ge- Der Vertreter des Kriegsministers bestritt natürlich die schluchzt: Mein Vater, mein Bruder!" Ein Greis, gebeugt lobten Lande der Sozialreform", kann man sich nicht zu Berechtigung der vorgebrachten Beschwerden, auch solcher, die von der Last seiner Jahre, hat sich auf seinen Krücken zur solchen selbstverständlichen Maßnahmen zum Schuße der Ge- der Vorwärts" aus Spandau berichtet und auf die Kunert Unglücksstätte begeben, um Nachricht über seinen Sohn, seinen fundheit und des Lebens der Arbeiter aufschwingen! einzigen Ernährer, zu erlangen. Stunden lang steht er schon verwiesen hatte. Die Militärverwaltung habe nur Wohlwollen Möge das Grubenunglück in Hamme bei Bochum, der Tod für die Arbeiter. Schade, daß lettere dies nicht einsehen da, bei jedem Rauschen der Maschine, das den Aufgang des von mehr als hundert braver Bergleute, die Thränen und das wollen. Förderkorbes anzeigt, bang neue Kunde erwartend. Und als Unglück zahlreicher Wittwen und Waisen das Gewissen der ihm auf alle seine Fragen ein Achselzucken zu theil wird, da maßgebenden Kreise aus der trägen Ruhe aufpeitschen und subventionsvorlage. Morgen 2 Uhr Fortsetzung der Debatte über die Dampfervergräbt er fein Gesicht in den Händen und weint. Während über die Ursache der Explosion etwas Wacht steht, dem täglich im Angesicht des Todes arbeitenden rathung des Etats des Ministeriums des Junern fort und bewilligte Anlaß werden, daß endlich, soweit es irgend in menschlicher Das preußische Abgeordnetenhans fetzte heute die Beeinigermaßen zuverlässiges noch gar nicht angegeben werden Bergmann Hilfe und Schuh geschaffen werde. tannt, stellt ein Theil der Presse schon die tecke Behauptung Mit den zum großen Theil veralteten Bestimmungen der erwartet hatte, daß es zu großen Auseinandersetzungen kommen nach fast sechsstündiger Debatte das Gehalt des Ministers. Wer auf, ein Bergmann habe durch unerlaubtes Deffnen einzelstaatlichen Gesetzgebung muß aufgeräumt werden. Die würde, wurde arg enttäuscht. Die häufigen Berstöße von Beamten einer Wetterlampe bas Unglück verursacht. Aehn- Hekatombe von Menschenopfern in der Bochumer Katastrophe gegen das Vereinsgeseh, ungerechtfertigte Auflösung von Verliche Erklärungen der Bergwerks- Katastrophen werden muß die Reichs- Gesezgebung veranlassen, nunmehr fammlungen und andere wichtige Fragen, die wohl einer eingehenden aber bei jedem Grubenunglück versucht, und zum Schluß sich auf ihre Pflicht und Schuldigkeit zu befinnen! muß dann die amtliche Untersuchungskommission gewöhnlich feststellen, daß die Ursache nicht ermittelt werden kann. Go wird es wohl auch in dem vorliegenden Falle kommen. Politische Mebericht. Berlin, 18. Februar. " Erörterung werth gewesen wären, wurden kaum gestreift, geschweige denn, daß ein Mitglied den Muth gefunden hätte, den Minister darüber zu interpelliren, wie es mit der versprochenen Aufhebung des Verbindungsverbots politischer Vereine steht. Die Herren haben sich gestern Man kann aber den Bergleuten nicht zumuthen, daß sie einmal etwas oppositionell gezeigt, fie glauben damit ein Helden. sich auf die Dauer mit dem Troste begnügen sollen, Grubenstück begangen zu haben und heute auf ihren Lorbeeren ausruhen zu explosionen seien Elementar Ereignisse, die sich ebensowenig fönnen. Auf die polizeilichen Mißgriffe tamen nur die Aus dem Reichstage. Die zweite Lesung des Militär- Abgg. Dr. Langerhaus( frf. Vp.) und Rickert( frs. Vg.) verhüten ließen, als etwa ein Sturm auf dem Meere. Etats brachte zunächst Herrn Lingens auf die Tribüne, von zurück; ersterer gab der Polizei den Rath, lieber zehn Dirnen laufen Derartige entsetzliche Borkommnisse wie das jetzige zwingen wo aus er seine alten Klagelieder über mangelnde Frömmigau laffen, als eine anständige Dame zu unrecht zu arretiren, und vielmehr, alles, was in Menschenkräften steht, aufzubieten, um feit beim Militär wieder einmal unter allgemeiner Un- Rickert empfahl dem Minister, in einem Zirkular seinen Beamten möglichste Verminderung derselben zu erzielen. Und unendlich aufmerksamkeit zum Vortrag brachte. Mit ein paar beruhigen- die Lektüre von Knigge's Umgang mit Menschen" ans Herz zu wenn wir nicht in einer Gesellschaft lebten, für die Arbeiter zufrieden, obwohl festgestellt ist, daß Kavallerie an hohen des Verhaltens der drei Landrathe in Hannover viel läßt sich da thun und würde schon längst gethan sein, den Worten des Kriegsministers gab sich übrigens das Zentrum legen. Die Angriffe auf die Presse wiesen beide scharf zurück. Einen großen Spielraum nahm in der Debatte die Kritik leben eine quantité négligeable, etwas Nebensächliches und fatholischen Festtagen zum Mistfahren geschritten und ein ein, die bekanntlich einen Wahlaufruf zu gunsten des Bundes der Gleichgiltiges ist, das alle Tage in Masse wieder ersetzt werden katholisches Blatt, daß sich darüber beschwerte, auch noch an- Landwirthe unterzeichnet und ihre amtliche Stellung zu Wabl kann, bilden. getlagt und natürlich verurtheilt wurde. beeinflussungen benutzt hatten. Da sich der Aufruf namentlich gen Der Bürgerkönig. start. " " " 1836 wurde von der Polizei eine geheime Pulverfabrik Auch sonst erfreute diese sich nicht des besten Leumundes. Die entdeckt und die Organisation der Gesellschaft bloßgelegt. Sie hatte Habsucht des Königs war sprichwörtlich, sein unaufhörliches bereits eine Anzahl Offiziere der Pariser Garnison gewonnen und Petitioniren bei den Kammern wegen Ausstattung seiner Kinder wollte mit Hilfe des Militärs und der Arbeiter die Republik ein- machte ihn verächtlich. Die ganze Regierung war torrumpirt und Wenige Tage noch trennen uns von dem 50 jährigen Jubiläum führen. jenes berühmten 24. Februar 1848, an welchem Tage das Pariser in ein schmähliches System der Bestechlichkeit verwickelt. Zudem 1887 gründeten die mittlerweile begnadigten Blanqui und Barbès schwenkte der allmächtige Minister Guizot immer unverblümter ins Proletariat den Thron des Bürgerfönigs Louis Philipp auf dem eine neue Gesellschaft, die Jahreszeiten", die eine entschieden reaktionäre Fahrwasser ab. Reformen wurden höhnisch verweigert, Bastilleplay verbrannte und zum zweiten Mal in der Geschichte sozialistische Färbung hatte. Ihr Zweck war eine foziale und radikale sodaß das Bürgerthum, das einen stärkeren Antheil an der Regierung Frankreichs die Proklamirung der Republik erzwang. Republit, die alle Vorrechte der Geburt und des Bermögens ab. des Landes verlangte, rebellisch zu werden begann. Die bürgerliche Der Bürgerkönig Louis Philipp, der eigentliche Leibtragende der schaffen und die Gleichheit einführen sollte. Um einen wirklichen Kammeroppofition verlangte Wahlreformen". Der Zenfus, der die Februar- Revolution, würde jedem deutschen Thron der damaligen Klaffengegensatz zwischen Kapitalisten und Arbeitern handelte Wahlfähigkeit verlieh, sollte von 200 Frants auf 100 Frants herab Zeit zur Zierde gereicht haben und als ein Muster von Liberalität, es fich dabei freilich nicht. Je 6 Mann Gerechtigkeit, Mäßigung und Friedensliebe angestaunt worden sein. fchaft bildeten der Gesell gefeht werden, so daß also ein größerer Prozentsaz des Bürgerthums eine Woche", an Seine ganze Bergangenheit wies ihn ja auch darauf hin, nicht den tag" stand. 28 Mann bildeten einen Monat" und 352 Mann Beamten nicht wählbar sein sollten, durch welche Maßnahmen man deren Spitze ein Sonn- wahlfähig werden sollte. Auch verlangte man, daß die abhängigen Tyrannen, sondern den liberalen, verfassungsmäßigen König zu ein Jahr" oder Bataillon. Jedes Mitglied tannte nur seinen uns die Guizot'sche Rammermajorität zu brechen hoffte. spielen. Sein Bater, ein Herzog aus dem Hause Bourbon, hatte sich mittelbaren Vorgesezten. Alles Schriftliche wurde streng vermieden. der großen französischen Revolution angeschloffen, war Jatobiner Die Musterungen fanden auf offener Straße statt und zwar so, daß konnte natürlich die Opposition mit diesen Forderungen nicht durch Ju der Kammer selbst mit ihrer regierungstreuen Majorität und nannte sich schlechtweg Philipp Egalité, was ihn freilich nur die Führer um die Gegenwart ihrer Leute wußten, die sich unter bringen. Und nicht davor bewahrte, später auf dem Konkordeplatz seinen Kopf einander völlig unbekannt blieben. Raum tausend Mann waren an indem so wandte sie sich all das Land selbst, fie den unter das scharfe Messer legen zu müssen. Auch Louis Philipp, sein der Verschwörung betheiligt; aber man hoffte, daß sich beim Aus- Dieser bestand darin, daß an zahlreichen Orten des Landes sogenannten Bankett- Feldzug" unternahm. Sohn, war Anhänger der Revolution gewesen. Er war hinter- bruch eines Aufstandes viele Tausende aus dem Bolte anschließen Festlichkeiten einander Herzog, Jakobiner, Kavallerie General und Schulmeister. würden. An einem Sonntag im Mai 1839 gelang es den Verschworenen, hervorragenden Wähler und sonstige bekanntere Persönlichkeiten veranstaltet wurden, zu denen man die Als später die Julirevolution von 1830 die legitimen Bourbonen fich des Stadthauses zu bemächtigen und eine provisorische Re- heranzog und durch Tischreden und dergleichen Stimmung für die mit den drei Lilien im Wappen hinweggefegt hatte, war ihm- dem gierung einzusehen. Aber Proletariat, das die Republik verlangte, zum Troß es ist jetzt eine banale Phrase die Krone Revolutionen laffen sich sich nicht machen. Die Masse des zugespielt worden, und seitdem hatte er die 18 Jahre hindurch den Volkes blieb theilnahmslos. Um 10 Uhr abends war alles erstickt. verfaffungsmäßigen Bürgerkönig gespielt. Die Theilnehmer wurden zum Tode verurtheilt und zu lebensläng Freilich nicht ohne Anfechtung. Die Vertreter der legitimen lichen Gefängniß begnadigt. Mit den Verschwörungen war es nun Bourbonen hatten nicht geruht, Aufstände anzuzetteln. Die Bona- auf eine Reihe von Jahren vorbei.. partiften pflanzten im Stillen die ruhmreichen Traditionen Der Sozialismus in seinen verschiedenen Systemen verschwand der glänzenden Napoleonischen Zeit fort. Andererseits bestand aber nicht mehr von der Tagesordnung, und ebenso machte die neben der bürgerlichen Opposition der Kammer eine radikale, soziale Frage den berrschenden Gewalten immer mehr zu schaffen. republikanische Partei, und auch die sozialistischen Ideen gewannen 1847 gab es infolge ungewöhnlich schlechter Ernten vielfach Blündeimmer mehr an Ausbreitung. rungen von Getreidelägern und Bäckerläden. Hungersnoth und Im Sommer 1835 war von Barbès und Blanqui eine geheime Theuerung führten Verbindung, die" Familie" gegründet worden, die besonders in der Krise Handelsstockung und wirthschaftliche herbei. Ein Banterott jagte ben anderen. Die rbeiterbevölkerung Anhang besaß. Je fünf Männer bildeten eine kleine Bourgeoisie erlitt fchwere Verluste, während die milie, deren Haupt allein ihren Namen fanute und mit den Ber- Finanz- Aristokratie und die Geldinstitute, deren Weizen über etern des Zentralausschusses verkehrte. Alle Befehle wurden münd haupt unter dem Bürgertönig blühte, fich den herrschenden Rothstand die aus Anlaß der Thronrede ausbrechende berühmte Adreßdebatte lich gegeben. Jeder war angewiesen, seine Flinte und seine Patronen zu nutzen machten und ihre Reichthümer noch zu vermehren ver- trug wesentlich dazu bei, das Land in die revolutionäre Stimmung b.reit zu halten. Ende 1835 war die Familie 1200 Mann standen. Die Aufregung gegen die Regierung wuchs. au versehen. eine Wahlreform machte. Dieser Feldzug war den ganzen Sommer 1847 fortgefegt worden. Im Februar 1848 war das Berbot eines solchen Banketts in Paris die indirekte Ursache des Ausbruches der Revolution. Vorläufig waren die Kammern Ende 1847 eröffnet worden, und die Regierung zeigte sich den Reformen abgeneigter als je. In der Thronrede hieß es über die Heformbewegung: " Jnmitten der Aufregung, welche feindliche und blinde Leidenschaften angestiftet haben, belebt und stützt mich die Ueberzeugung, daß wir in der tonftitutionellen Monarchie, in der Einheit der großen Staatsgewalten die sichersten Mittel besitzen, alle Hindernisse zu überwinden und allen geistigen und materiellen Intereffen unseres theuren Baterlandes zu genügen." Diese Wendungen erregten die Entrüstung der Opposition, und bie Nationalliberalen richtet, so sahen sich deren Vertreter, die Abgg. Dr. Friedberg und Dr. Krause zu einem energischen gelegten Berhältniffen gestatten, sich der Landwirthschaft anzu Brief bis zum Gewicht von 20 Gramm einschließlich 10 B., schließen, oder dem Rufe nach Sammlung zu folgen, bei größerem Gewicht 20 Pf. betragen. Bei unfrantirtent Brotest gegen diese Art der Agitation veranlaßt, wobei namentlich Dr. Kranse auch dem Minister einige Seitenhiebe versetzte. Die Herren bevor nicht vollkommen unanzweifelbare, sichere Anzeichen dafür Briefen soll ein Zuschlagsporto von 10 Pf. ohne Untervorliegen, daß die Landwirthschaft nicht beabsichtigt, den schied des Gewichts des Briefes hinzutreten. Daffelbe Daffelbe 3 von der Rechten, Frhr. v. 3 edlig und Dr. v. Heydebrandt, verfuchten, den ganzen Borgang abzuschwächen und die Landrathe in Schuß agrarischen Führern in ihrer gegen die Interessen der Industrie schlagsporto soll bei unzureichend frankirten Briefen, neben dem Ec gerichteten Haltung weiter zu folgen." zu nehmen, aber ohne Erfolg. Es ist charakteristisch, daß diefelben Herreu, gänzungsporto, angesetzt werden. Der Reichskanzler soll ermächtigt sein, Das klingt ähnlich wie 1887 die Drohnoten gegen Herrn den Geltungsbereich der Ortsbrieftare auf Nachbarorte auszudehnen, die die einst darin, daß der freifinnige Landrath Baumbach mit dem Stöcker's Beherrschung der konservativen Partei. Aber der durch den Verkehr eng verbunden find. Diese Serabsetzung der Gebühr Wahlbeeinflussung erblickten, heute die Wahlmache nicht nur als Sochfluth längst eine wirkliche Volksbewegung bg. Lasker gemeinsam in einem Wagen gefahren war, fchon eine Unterschied zwischen damals und heute ist, daß die agrarische ist auch für Berlin und seine Vororte beabsichtigt. Ferner foll die such techt, sondern sogar als eine Pflicht der Landräthe hinzustellen wegung, breiter Landwirthschaftlicher Massen- geworden ist die innerhalb ihres mit einer Poſtanſtalt versehenen Ursprungsorts ein eine Be Beförderung geschlossener Briefe auch auf Briefe Anwendung finden, fuchten. verbleiben. Im übrigen kamen, abgefeben von lokalen Beschwerden, Klagen und daß diese Massen für die Schmerzen der Industrie in der über gesetzwidrige Behandlung von P. Ien, über ländlichen Arbeiter. That gar keine Empfindung haben und in handelspolitischen Bodbielsti unlängst! Die Tägl. Rundschau" schrieb zu den Plänen des Herrn von mangel und über zu strenge Verordnungen betr. die Sonntagsruhe Fragen eher noch radikaler denken, wie der Graf zu Bodangen zur Sprache. Morgen wird die Etatsberathung fortgesetzt. " In Bundesrathskreisen besteht die Absicht, die Novelle zum bei Wormditt. Wir bezweifeln daher, daß der Einschüchterungs- Reichspost- Gesetz vom 28. Oftober 1871 so rasch zur Durchberathung Mit der Auflösung des Reichstages muß nun wohl versuch des Herrn Bueck etwas fruchten wird. Wir wünschen zu bringen, daß sie ohne Schwierigkeit noch in der laufenden ernstlich gerechnet werden. Wie vom„ Berliner Tageblatt" aus es auch nicht, damit die Industrie endlich einfieht, daß alles Tagung im Reichstage zur Erledigung gelangen kann. Richtig ist, Stuttgart geschrieben wird, ist dem Ministerium des Innern Vertuschen der Gegenfäße auf die Dauer nichts hilft, und daß die Novelle die Ausdehnung des Staatsmonopols auf die an die bürgerlichen Kollegien der Städte des 7. württem- daß sie zur Wahrung ihrer Interessen wird kämpfen Entschädigung der davon betroffenen Privatpoftanstalten vorfieht. Beförderung verfchloffener Briefe innerhalb derselben Stadt ohne bergischen Wahlkreises die vertrauliche Anfrage gerichtet müssen! Für die verbündeten Regierungen muß, lediglich vom Rechtsstands worden, ob im Bezirke eine Strömung für die Vornahme Grober Unfug" ohne Ende. An die Arbeiter der punkte aus betrachtet, diese Stellungnahme als die einzig mögliche einer sofortigen Neuwahl wahrzunehmen sei, oder ob die Wahl Königin Mariahütte" in Cainsdorf bei Zwickau i./S. wurden und gegebene angefehen werden, da die geplante Monopolerweiterung mit den allgemeinen Wahlen vorgenommen werden solle, da der Flugblätter vertheilt, in denen bie Arbeiter aufgefordert zweifellos bem Geiste des Reichsgefeßes entspricht. Die verbündeten neue Abgeordnete kaum noch an den Berathungen des Reichs- wurden, die von der Direktion der Hütte ausgelegte Betition Regierungen glauben es der Volksvertretung überlaffen zu sollen und tages theilnehmen könne. zu gunsten der Marine- Borlage nicht zu unterzeichnen. Darauf Billigkeit zur Geltung zu bringen. Es fann schon heute als feststehend bes zu müssen, diefem Rechtsstandpunkte gegenüber den Standpunkt der Am Septennat soll der Reichstag enden und das erhielten einige der Flugblattverbreiter folgenden amts- trachtet werden, daß die Reichsregierung einer in angemessenen Septennat in Verbindung mit dem Ruhme von Riaotschau hauptmannschaftlichen Strafbefehl, der werth ist, zur all- Grenzen gehaltenen Entschäbigung der Privatpoftanstalten feinen soll einen Reichstag schaffen, wie er den Posadowsty, gemeinen Kenntniß gebracht zu werden: Widerspruch entgegenstellen wird. Dem prinzipiellen Standpunkt Miquel, v. d. Recke gefallen soll. Die Wahlparple Laut Gendarmerie Anzeige haben Sie am 24. Januar 1898 ber verbündeten Regierungen entspricht es auch, daß regierungsfeitig der Regierung soll die Wähler hindern, ihre Stellungabends in der 6. und 7. Stunde in Cainsdorf vor den drei Portier- feinerlei Erhebungen über den muthmaßlichen Schaden, den die nahme durch die brotvertheuernden Pläne der Rebäusern der Königin Marienhütte an Arbeiter dieses Werkes Flug- Privatpoftanstalten durch die Monopolerweiterung erleiden werden, gierung, durch die Bedrohung des Koalitionsrechtes und die blätter mit der Ueberschrift:" An die Arbeiterschaft der Königin angestellt worden sind. Es wird Sache dieser Gesellschaften sein, bürgerlichen Freiheiten bestimmen zu lassen. Wenn wir auch Marienhütte in Cainsdorf" vertheilt, in denen dem Direktorium das zur Beurtheilung der finanziellen Seite der Angelegenheit erdie Mittel offizieller und offiziöser Wahlmache wohl kenuen, der Königin Marienbütte vorgeworfen wird, daß es die Arbeiter forderliche Material an geeigneter Stelle zur Verfügung zu stellen hoffen wir doch, daß die Regierung ihr Spiel nicht gewinnt. zur Unterzeichnung einer die Annahme der Marinevorlage bezwecken- und es verlautet, daß die dazu nöthigen Schritte bereits eingeleitet den Petition zu bewegen versuche und in denen weiter behauptet seien. Unsere Freunde find an der Arbeit, wir dürfen aber auch wird, daß der Arbeiter" die Kosten der Marinevorlage auf nichts verabsäumen.Beterinär politisches. Der Bundesrath hat in der bringen müffe, wie überhaupt alle Kosten für den Militarismus Sigung vom 17. d. M. bezüglich des Verfahrens bei der Einfuhr bem arbeitenden Volke durch indirette Steuern abgepreßt würden. der aus Dänemark und Schweden- Norwegen auf dem Seewege einDa diese Flugblätter, deren Inhalt in keiner Weise der Wahrheit entspricht, geeignet sind, die Arbeiterschaft gegen das Direttore gehenden Rinder befchloffen: 1. daß die nach dem 28. d. M. eingehenden Thiere ausnahms der Königin Marienhütte wie gegen andere Klassen völkerung in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise verdächtig befundenen Thiere nach Anbringung eines vom Reichsder Belos auf Tuberkulose zu untersuchen und daß die dabei krank oder aufzureizen und die Bertheilung zur Zeit des Schichtenwechsels, tangler zu bestimmenden Merkzeichens zurückzuweisen feien, und also zu Zeiten besonderen Menschenandranges und ohne Rücksicht Darauf erfolgte, ob dem einzelnen Arbeiter am Empfange des Flugblattes etwas gelegen war, so wird wegen Berübung groben Unfugs auf grund von Nr. 360,11 des Reichs- Strafgesetzbuches gegen Sie bierdurch eine Geldstrafe von dreißig Mart festgesetzt, im Falle der Uneinbringlichkeit hat an deren Stelle Haft in der Dauer von sechs Tagen zu treten. Zwickau, den 8. Februar 1898. Kgl. Amtshauptmannschaft Dr. Schnorr v. Carolsfeld." Verkehr auszuschließen und nur unter gleichen Bedingungen wie das 2. daß die nicht verdächtig befundenen Thiere von dem freien österreichisch ungarische Schlachtvieh zur Abschlachtung in öffentlichen Schlachthäusern zuzulassen feien. der Wiederaufhebung des kürzlich aus anderen Gründen erlassenen Diese Maßregel wird gegenüber Schweden Norwegen erst nach Vieheinfuhr- Verbotes zur Anwendung kommen. -§8 des preußischen Vereinsgefeßes gilt nur Es kriselt bei den ,, Sammlungs". Politikern. Die Bolitik der Sammlung ist kaum eingeleitet und doch steht sie bereits vor einer ähnlichen Krisis, wie die Kartellbildung im Jahre 1887. Gammeln fann man schließlich nur auf einer verschwommenen Mittellinie, die den extremen Flügeln rechts und links immer wenig behagen wird. 1887 halfterte man daher in Berlin die Stöckergruppe ab, deren Uebergewicht in der Berliner Bewegung" das ganze chriftliche und jüdische Handelskapital, deffen Geld man dringend brauchte, zurückbaltend und sogar feindlich stimmen mußte. Augenblicklich ist Graf Kaniß die Sprengbombe, die man für das Schuzzollkartell fürchtet. Die Induftrie war bereit, die Getreidezölle zu erhöhen, aber sie will die bestehenden - Ueber eine Reorganisation der Polizei soll, Tarifverträge nach ihrem Ablauf durch neue er wie die Köln. 31g." zu melden weiß, in einer Konferenz von setzen; sie will sie nur von der Grundlage eines verWenn es richtig wäre, daß der Inhalt des Flugblattes Polizeipräsidenten der größeren preußischen Städte auf grund der änderten, für die Agrarier günstigeren Bolltarifs aus aufbauen. nicht der Wahrheit entspricht, so würde die Amtshauptmann- vor einigen Monaten erfolgten Informationsreise des Berliner Graf Kaniz verwirft jedoch alle Vertragsbindungen auf schaft von Zwickau genug Strafgesetzbuchs- Paragraphen an der Polizeipräsidenten v. Windheim demnächst in Berlin berathen längere Zeit, selbst die bestehenden bloßen Weistbegünstigungs- and haben, um die Uebelthäter zur Strafe zu bringen. Die werden. verträge würde er lieber heute wie morgen beseitigen. Das Amtshauptmannschaft sagt ja selbst, das Flugblatt rege für sozialdemokratische Arbeiter und Polen, das haben wir so oft be hat erst den Abg. Möller im Abgeordnetenhause zu der gegen andere Klassen der Bevölkerung in entschiedenen Erklärung herausgefordert, die Industrie stehe und den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise auf". Warum wiesen, so zuletzt an der Zusammensetzung des konservativen Parteifalle ihres Exportes wegen mit der Bindung der Tarife auf zieht man den Herausgeber und die Verbreiter nicht wegen tages und der von den Wörmann und Bueck geleiteten Marinefalle ihres Exportes wegen mit der Bindung der Tarife auf dieses schweren, mit hoher Strafe bedrohten Delikts vor Gericht? Sotel. Nun wählen, wie die„ Bolts- 3tg." erwähnt, die Nationallibe bemonstration des Zentralverbandes deutscher Industrieller im Kaiserhof längere Zeit. Bei dem Einfluß des Herrn Möller im Zentralverband deutscher Industrieller war schon diese Kundgebung Wir haben das Flugblatt eingesehen, aber es ist darin weder ralen in Vereinsversammlungen Delegirte für ihren demnächst in nicht ohne Bedeutung. Nunmehr hat sich auch der General ein Verstoß gegen den Aufreizungs- Paragraphen zu finden Magdeburg stattfindenden Parteitag. Und diese Herren schreien Ach sekretär des Zentralverbandes, der Landtags- Abgeordnete strafbares darin ist, aber die löblichen fächsischen Be- interpretirten Rechte ausuügen! noch sonst irgend etwas ftrafbares. Und weil nichts und Weh, wenn die Arbeiter die wenigen ihnen noch nicht weg Bueck, in der Deutschen Industrie- Beitung", vernehmen laffen, derselbe Bueck, der zuerst die Bereitwilligkeit seiner hörden sich durch das Flugblatt unangenehm berührt fühlen,- Riaotichau. Die„ Nordd. Allg. Btg." schreibt: Auftraggeber zu einer Brotzollsteigerung verkündete. Auch beziehentlich annehmen, daß irgend jemand anders sich Bueck schlägt einen ernsten Ton gegenüber der agrarischen dadurch unangenehm berührt fühlen könnte, so muß der Grobe Unfug", das Mädchen für alles", herbeigezogen Diese Vorgänge erweisen, daß die agrarischen Führer die Handelsverträge überhaupt und insbesondere Tarifverträge unbe- Wir wollen es uns ersparen, den Strafbefehl des dingt verwerfen. Durch diese Stellungnahme werden die Interessen Dr. v. Carolsfeld weiter zu zerpflücken und nur noch auf ein der Industrie durchaus preisgegeben... Die Industrie Moment hinweisen. Die sozialdemokratischen Arbeiter haben wird und muß auf den Abschluß von Tarif verträgen, d. h. auf ihr Flugblatt zur Abwehr eines gegen sie ge der Bindung der beiderseitigen Zariffäße für möglichst lange Beit richteten Angriffs verbreitet. Und zwar handelt es sich bestehen Wir haben es für unsere Pflicht erachtet, die Aufmerksamkeit Die Direktion der Königin Marienhütte" hatte die Petition um einen Angriff von nicht weniger als gentlemanliker Art. der Industrie auf die Haltung der agrarischen Führer in der Handels- und Verkehrswelt zu lenten; diese Saltung ist fast aus. in ihrem Romptoir aufgelegt und ließ ihre" Arbeiter zum nahmslos bisher von der Landwirthschaft mit Beifall begrüßt und Zweck des Unterschreibens hereinkommen. gebilligt worden. Die Industrie wird reiflich zu er wägen haben, ob ihre vitalsten Interessen es ihr unter den darAbenteurerpolitik an: wurden. • " Ob eine solche Bression auf die abhängigen Arbeiter fich nicht hundertmal eher als Grober Unfug" qualifiziren dürfte als die Abwehr der Arbeiter dagegen? Freilich, Freunde für die Marinevorlage werden weder durch solche Wachenschaften der Kapitalisten noch durch die eifrige Grobe Unfugs". Hilfe der sächsischen Verwaltungsbehörden gewonnen werden! Die nach dem Siegboten" von verschiedenen Blättern ge brachten Mittheilungen aus einem Brief eines Theilnehmers an der deutschen Aktion bei Kiaotschau, wonach eine mehrwöchige Expedition in das Junere von Schantung mit verschiedenen, für die Chinesen verlustreichen Gefechten stattgefunden haben sollte, entsprechen nach Sachverhalt. Dieser war vielmehr einfach folgender: Ein Theil den von uns eingezogenen Erfundigungen nicht dem thatsächlichen des deutschen Landungskorps hatte, Ende November v. J., den Auftrag erhalten, einen auf wenige Tage berechneten Marsch durch das ganze von uns besetzte Gebiet vorzunehmen, um nachhaltiger wirken zu laffen. Auf dem Marsche in der Gegend von dadurch den Eindruck der erfolgten Besetzung auf die Bevölkerung fimo wurde von chinesischen Bauern bei dem deutschen Befehlshaber barüber Klage geführt, daß sich auf dem besetzten Gebiet chinesische Waffen ausplünderten. Infolge deffen wurde am 1. Dezember eine Marodeure herumtrieben, welche die Dörfer unter Bedrohung mit Verfolgung dieses Gesindels eingeleitet und dabei wurden bei Fahai- fre von einem Zuge der Abtheilung Kaifer" zwei Salven über die Köpfe der Marodeure abgefeuert, ohne jemand zu treffen. Erst als die letteren nun ihrerseits Widerstand zu leisten versuchten und von den Seiten und vom Rücken her auf die Marinemannſchaften lebhaft Feuer gaben, wurde auch deutscherseits von der Schußwaffe Gebrauch gemacht. Die Marodeure flohen darauf aufgelöst über die Grenze des besetzten Gebiets unter Zurücklaffung von drei Todten und vier Berwundeten. Auf deutscher Seite gab es weber Zoote noch Verwundete. Die chinesischen Verwundeten wurden verbunden, die Beerdigung der Todten den Dorfbewohnern aufgetragen. Die deutsche Expedition fegte ihren Marsch nach Kiaotschau fort, und beendete denselben in wenigen Tagen ohne weitere Borfälle." Nach fast zwei Monaten wird also offiziell bekannt gegeben, daß im Gebiet der neuen deutschen Pachtung doch nicht ganz unwesentliche Zusammenstöße mit der einheimischen Bevölkerung stattgefunden haben. Es gab Verwundete und Todte. Jedenfalls würde auch jetzt noch feine Mittheilung von diesen Vorkommnissen gemacht werden, wenn nicht die Kunde davon durch Privatbriefe an Die Deffentlichkeit gelangt wäre. Die Rede sollte nämlich durch eine Adresse der Rammer beant wortet werden, und die Opposition schlug unter anderem vor, man solle die Regierung in der Adresse auffordern, ohne Unterbrechung daran zu arbeiten, die Moral der Bevölkerung zu heben und dieselbe ntcht mehr durch ein böses Beispiel aufchwächen". Dr Dichter Lamartine warf dem Minifterium seine liebedienerische Die internationale Buckerkonferenz ist, allem Anfcheine Politit gegenüber der europäischen Reaktion vor. Aber schließlich, nach infolge französischer Machinationen, auf unbestimmte Zeit veram 12. Februar, wurde boch von der regierungstreuen Majorität eine tagt worden. Adresse an den Rönig angenommen, worin die beleidigenden Im englischen Unterhaus machte der Unterstaatssekretär des Heußerungen über die Reformbewegung wiederholt und bestätigt Auswärtigen, Gurzon, die Mittheilung, er könne das Gerücht nicht bestätigen, wonach China die Fortführung der birmanischen Mit diesem Siege nicht zufrieden, verbot bie Regierung auch Eisenbahn durch die Provinz Dünnan gewährt habe. Jeden noch ein in Paris beabsichtigtes großes Reform- Bantett, womit dem falls, fügt Curzon hinzu, sei es rathsam, die Bahn nach der Bolte auch das bis dahin ungeschmälert ausgeübte freie Bersamm chinesischen Grenze zu bauen, bevor ein Beschluß hinsichtlich lungsrecht genommen werden sollte. Die in der Kammer geschlagene der möglichen Fortführung derselben über die Grenze hinaus zu Opposition gab sich unter dem erhitzenden Eindruck der hinter ihr faffen sei. liegenden Redeschlacht teineswegs gefangen. Am Tage nach Schluß Wie Daily Mail" behauptet, sei die englische Anleibe der Adreßdebatte versammelten sich die Deputirten der Opposition, für Ebina nun doch end giltig zustande gekommen. etwa Hundert an der Bahl, um eine Proteftnote, die allen Beitungen Eine Bestätigung dieser Mittheilung muß abgewartet werden; vor Wenn in dieser Weise von der deutschen Regierung der Schleier zur Beröffentlichung zuging, zu verfaffen. Die Note wendet sich läufig erscheint sie noch nicht sicher. des Geheimnisses über die Vorgänge in Riaotschau gehüllt wird, gegen die beschlossene Adresse und gegen jeden Bersuch der Unter- England und Rußland in Beutralaffen. Die heraus- so ist es tein Wunder, daß auch übertriebene Gerüchte leicht Glauben drückung des Bersammlungsrechts. Die Opposition erklärt, mit allen fordernde Sprache des Unterstaatssekretärs Curzon im englischen finden. gesetzlichen Mitteln die Aufrechterhaltung dieses Rechts erzwingen Unterhaus bei der Debatte über den indischen Grenzkrieg wird in Jedenfalls erscheint durch die jetzigen Mittheilungen der zu wollen. Sie habe zu diesem Zweck eine Rommission gewählt, Rußland begreiflicherweise nicht angenehm aufgenommen. Die Nordd. Allg. 3tg." auch die Ermordung des Matrosen um gemeinschaftlich mit dem Bentralfomitee der Pariser Wähler Nowoje Bremja" führt dazu aus: Für Tschitral und die Einkleidung Schulze in anderem Lichte. Es scheint sich nicht um einen das Brotest- Bankett, troß dem Verbot der Regierung, au organisiren. ber Afridis in englische Uniformen zu sorgen, habe die englische tüctischen Ueberfall gehandelt zu haben, wie bisher dargestellt Die Augelegenheit war nun au einer Machtfrage zwischen der Regierung folange teinen Anlaß, als sie aufrichtige freund wurde, sondern um einen Racheftreich der Chinesen, die über die Regierung und der Opposition geworden. Am 14. Februar trat ein schaftliche Beziehungen zu Rußland bewahre. Die übermäßige Für- Tödtung ihrer Volksgenossen erbittert waren. Komitee in der Wohnung Barrots, eines der Führer der bürger- forge für die Nordwestgrenze Indiens laffe unwillkürlich annehmen, lichen Opposition, zu Berathungen über das Bankett zusammen. daß London solche internationale Ereignisse voraussehe, welche die Man beschloß, daffelbe am 22. Februar zu veranstalten und bei dem ruffische Regierung zwingen könnten, wenn nöthig, an die unmittelfelben Reden auf das ungeschmälerte Bersammlungsrecht und die bare Nachbarschaft Rußlands und Afghanistans zu erinnern. Grade Wahlreform halten zu laffen. Später wurde ein Platz in der Nähe von diesem Gesichtspunkte erscheint der Nowoje Wremja" die Rede der Elyseischen Felber für 1000 Frts. auf 10 Tage gemiethet und Gurjous nicht nur intereffant, sondern auch instruktiv. Das heißt, mit dem Aufschlagen eines mächtigen Beltes begonnen. Nowoje Bremja" meint, Rußland werde diese Lehre beherzigen. Die Regierung traf demgegenüber militärische Vorbereitungen, Rußland und England wiffen aber schon längst, was sie in Zentral machte die Garnison mobil und sorgte für Munition. Gleichzeitig afien von einander zu halten haben. gedachte sie aber doch auch mit Sorge der Dinge, die fich möge licherweise aus der gegenseitigen Machtprobe entwickeln tonnten, und knüpfte mit der Opposition Unterhandlungen an. Die Mehr zahl dieser bürgerlichen Helden ging nur allzu bereitwillig hierauf Der Distont der Reichsbant ift heute von 4 ein. Aber mittlerweile war das arbeitende Volt in Aufregung ge- auf 3 pet., der Lombard Zinsfuß von 5 auf 4 pt. herabgefeht rathen, der alte Pariser Revolutionsfrater begann zu rumoren. worben. So geschah es denn, daß im Laufe weniger Tage von den un Poftreform. Nach dem vom Bundesrath in seiner höflichen Blusenmännern, die nicht erst die Herren von der liberalen heutigen Sigung genehmigten Gesezentwurf, betreffend Menderungen Rammer Opposition um Erlaubniß fragten, die Dynastie Louis vou Bestimmungen über das Bostwesen, soll, wie bereits Philipps hinsveggefegt wurde. gefteru mitgetheilt, das Porto für den frantirten gewöhnlichen • " " Deutsches Reich. Effen, 17. Februar. Heute wurde hier der Bahnwärter Jakob Schmidthuysen wegen des am 30. Dezember v. J. zu Osterfeld vorGefängniß verurtheilt und als dienstunfähig erklärt. gefallenen Bahnunglücks von der Straftammer zu drei Monaten wurde festgestellt, daß die Arbeitszeit des Angeklagten überaus lang, der Dienst schwer und das Gehalt sehr niedrig war. E3 - BomStrafvollzug in Bayern. Wie der Münchener Bost" mitgetheilt wurde, werden in der Strafanstalt in Laufen bei Traunstein faft täglich", je nach Umständen folgende Erziehungsund Befferungsmethoden" zur Anwendung gebracht: " 1. Doppeltgeschärffter einfacher und Dunkelarrest mit permanentem Anschluß an die Wand. 2. Tragen von Fesseln( dem sogenannten„ Springer!") auf die Mindest dauer vou drei Monaten. 3. Doppeltgeschärfter einfacher und Dunkelarrest mit täglich vierstündigem Krummschluß. Der Anschluß an die Wand geschieht in der Weise, daß der Gefangene gleich einer wilden Bestie mittels einer schweren Das Krummschließen geht so vor sich: Der Gefangene bockt sich nieder, legt das Handgelenk der linken Hand an den Knöchel des rechten Fußes und das Handgelenk der rechten an den Knöchel des linken Fußes, darauf werden Hände und Füße durch eine eiserne Rette zusammengezogen und festgeschlossen. Die ingendlichen Gefangenen legt man auf Bauch und Bruft und schließt ihnen die Hände und Füße von hinten zusammen, so daß fie rund wie ein Bogen daliegen. Es vergeht teine Viertelstunde, so fällt der Gefeffelte um, Hände und Füße laufen blau an, meist gefellt sich noch Muskelkrampf hinzu und der Gefangene liegt in vollständig gelähmtem apathischem Zustande auf der Erde; nach Abnahme der Kette fann er stundenlang weder eine Muskel noch ein Glied rühren. Sehr oft mußten Gefangene nach erlittenem Krummfchluß fofort ins Spital geführt werden und für viele dürfte diese Hausstrafe" der Reim zu lebenslänglichem Siechthum werden. Die Prozedur des Krummschließens wird in Laufen in die Zeit des Diners" verlegt, nämlich von 10 Uhr früh bis 2 Uhr nachmittags. Sind die 4 Stündchen verstrichen, so steht für den Gemarterten ein Stück Brot und ein Eimer Brunnenwasser bereit. " STORNOS " eifernen Rette am Fußgelenk an die Wand geschlossen wird, die ihm| pflegen, nicht aber soziale Gefühle"? Das letztere fei doch die Anfrage des Referenten theilt Major Wauber mit, daß nur eine Bewegung von ca. zwei Schritten gestattet. Grundlage des Patriotismus, der ohne soziales Gefühl hohl und die Fortschritte der militärischen Luftschifffahrt und die gründliche Das Tragen von Fesseln, sogenannten Springerlu, be- hinfällig sei. Man wolle uns feinen Anspruch auf Schonung" Erprobung friegsmäßig aufgestellter Luftschiffer- Formationen es er steht darin, daß dem Gefangenen eine furze, starke dreigliedrige Kette zuerkennen. Nun, wir erheben auch gar feinen Anspruch auf forderlich machen, die vorhandene Feldausrüstung zu ergänzen und mit Eisenschellen an beide nackten Füße oberhalb der Fußtnöchel Schonung; wir erheben Anspruch auf Recht und Gerechtigkeit. Und zu verbessern. Die Gefammtkosten von 804 000 m. sollen in 4 Haten angelegt wird; das Gewicht einer solchen Kette variirt zwischen wenn uns die Regierung diese versage, so appelliren wir an das gefordert werden. Für den Kriegsfall seien diefe Formationen wichtig. 15-30 Pfund, Der Gefangene kann nur ganz kurze Schritt machen, Volt. Das Wort von der Schonung werde der Sache der Regierung Bisherige Versuche hätten gute Erfahrungen geliefert. Die Witterungsdurch das beständige Reiben auf der bloßen Haut werden in kurzer Zeit nicht dienen. Der Nutzen werde auf unserer Seite sein. Wir danken verhältnisse seien nicht von sehr großem Einfluß. Die Position wird die Knöchel wund. Die Ketten werden Tag und Nacht getragen der Regierung für dieses Wort. Die Debatte wird damit ge- bewilligt. Zur Herstellung einer Uebersichtskarte des Deutschen und entziehen dem Körper außerordentlich viel Wärme, was besonders schlossen und die Position mit einem kleinen Abstrich genehmigt. Reichs in Buntdruck im Maßstabe von 1: 100 000 werden zunächst im Winter für den Gefangenen nachtheilig ist. Das Anlegen der 5200 Mark gefordert. Auf Anfrage theilt Major Wandel mit, Fesseln muß der Gefangene auch noch selber bezahlen. Ungarn. daß die Karte im Jahre 1910 fertig fein und dem großen Budapest, 18. Februar. Die Haussuchungen bei den fozia: Bublifum zugänglich gemacht werden soll. Die Forderung wird be liftischen Fachvereinen werden fortgesetzt. Die Bibliotheken diefer willigt. Abgelehnt wird dagegen die erste Baurate für Fachvereine sind konfiszirt worden. Bei dem Fachverein der Schlosser Magazingebäude in Gelle in Höhe von 21 000 M.( Gesammtwurden Sammelbogen beschlagnahmt. Der Präsident, dessen Stell foften 213 000 M.) Zur Vermehrung der Reserven an Ververtreter, der Kassirer und ein Ausschußmitglied sind verhaftet worden. Die Polizei beabsichtigt, alle" Sozialistenführer" aus dem Pflegungsmitteln wird eine dritte Rate von 3 Millionen gefordert. Sier werden 2 Millionen abgesetzt und nur 1 Million bewilligt. hauptstädtischen Gebiet auszuweisen. Abgelehnt wird sodann die erste Baurate von 100 000. für -8ur agrar sosialistischen Bewegung meldet ein Stabs- und Familienwohngebäude für ein Eisenbahnregiment heute der„ Pester Lloyd":" Die Polizeibehörde gelangte zur Kenntniß in Berlin. Bewilligt werden u. a. die erste Baurate für eine der Thatsache, daß die Raution für die hier erscheinende sozialistische Kaserne in Basewalt und in Magdeburg, sowie für den Nepszava" im Wege von Sammlungen aufgebracht werden soll. Da Neubau eines Intendantur- Dienstgebäudes in Stettin. Die Befolche Sammlungen minifteriell verboten sind, sab sich die Polizei rathungen werden morgen fortgesetzt. veranlaßt, behufs Saisirung der etwa bereits vorfindlichen Sammel gelder bei den hiesigen Arbeiterführern in der verflossenen Nacht die Formel für die gleichzeitige Beeidigung mehrerer Zeugen ohne In der Kommission zur Berathung der lex Salisch wurde ausdurchsuchungen vorzunehmen. Auch in den Redaktions- Widerspruch angenommen. Die Formel ist gleichlautend mit der lofalitäten der Nepszava" wurde eine Hausrevision gehalten. Sämmt jenigen, welche nach gegenwärtigem Gesetz schon bei der Beeidigung Sämmt- Widerspruch Iiche Briefschaften und die Beitungsstempel von Schöffen und Geschworenen in Anwendung kommt. wurden beschlagnahmt. Zur Zeit der Hausdurchsuchung weilten in der Redaktion die Mitglieder der sozialdemokratischen Der Antrag, die Beeidigung bei der ersten gerichtlichen Als feinerzeit Wiac Kennan feine Schilderung der Gefängniß- Barteileitung Eduard Baron und Desider Bokanyi. Beide mußten Bernehmung des Zeugen vorzunehmen, wurde vom Antragsteller zurückgenommen. zustände Sibiriens veröffentlicht hatte, ging durch die ganze zivilifirte sich auch eine Leibesdurchsuchung gefallen lassen. Baron Welt das Gefühl der Empörung. Deutschland hat aber eine be- hatte 88 fl. 45 Fr. bei sich. Trotzdem er angab, daß das Geld dem unter welchen Voraussetzungen die Beeidigung eines Zeugen unterErhebliche Debatte wurde durch die Frage hervorgerufen, ob und fondere Ursache, über die russische Barbarei zu zetern. Wie die unter seiner Leitung stehenden Konsumverein gehöre, bleiben darf, wenn das Gericht einstimmig die Aussage für offenbar Schilderungen zeigen, die bald über dieses, bald über jenes deutsche mußte er dennoch das Geld ausfolgen. Dem Bokanyi nahm man unglaubwürdig oder unerheblich hält. Als Resultat ergab sich die Gefängniß veröffentlicht werden, steht es im Verhältniß zu der Manuskripte des Fachorgans der Bauarbeiter und Annahme des Antrages mit folgender Modifikation: höheren Kulturstufe, die das deutsche Volt einnimmt, bei uns um den mehrere Brivatbriefe ab. Hierauf wurden die Lokalitäten Strafvollzug nicht beffer, sondern hier und da vielleicht noch schlechter des Konsumvereins durchsucht; hier wurden selbst die Meblsäcke Beeidigung eines Beugen unterbleiben, wenn das Gericht einstimmig Vor dem Schöffengericht und vor der Strafkammer darf die als in Rußland. nach Geld durchsucht. In Gasthause und in der Privat: die Aussage für offenbar unglaubwürdig oder unerheblich Dresden, 18. Februar.( Eig. Ber.) Gestern und heute wurde wohnung Baron's fand gleichfalls eine Hausdurchsuchung statt. bält und legteren falles die Beeidigung nicht beantragt ift. Baron's Gasthaus dient dem Budapester Hausmeisterverein" als des Kultusetat im Landtag berathen. Abg. Goldstein( Soz.) Lokal; die Schränke und die Bibliothek des Vereins wurden durch- In dem Verfahren wegen Uebertretungen darf die Beeidigung auch weist auf die große Bevorzugung der höheren Schulen im Verhältniß zu sucht, ohne daß jedoch etwas vorgefunden wurde. Das gleiche glaubwürdig hält und die Beeidigung nicht beantragt wird. dann unterbleiben, wenn das Gericht einstimmig die Aussage für den Volksschulen hin, die bei ihrer großen Schülerzahl von zirka negative Resultat hatten die Haussuchungen bei Alexander Pfeifer, Bor dem Schwurgericht darf die Beeidigung nicht unterbleiben. 170 000 ungefähr den gleichen Etat hätten wie die höheren Schulen mit ihren zirka 22 000 Schülern. Für die Boltsschule sei immer wurden die Privatbriefe der Genannten beschlag- vermeiden, daß die Beeidigung von Sachverständigen unterbleiben Heinrich Kalmar und Emanual Ruzicska. An allen drei Orten Beschlossen ist ferner, um die Häufung von unnüßen Eiden zu fein Geld vorhanden, und die Forderung nach unentgeltlichkeit nahmt. des Unterrichts und Ruzicsta erschrat über den nächtlichen Besuch der dürfe, wenn der Staatsanwalt und der Beschuldigte auf die Beder Lehrmittel fei noch immer nicht Polizisten so sehr, daß er frank wurde. Bei Karl Czinder, eidigung verzichten. erfüllt. Bu erstreben sei eine Einheitsschule für alle Die Mehrheit habe bei Ausführung der Wahl- ebenfalls ein Arbeiterführer, hielt Stadthauptmann Krecsanyi perFür das Zivilprozeß Verfahren wurde ebenso wie entrechtung versprochen, nach Ausschluß der Sozialdemokratie selbst- fönlich die aus durchsuchung. Ezinder kam spät Nachts zu Hause für das Strafverfahren der Nacheid beschlossen. Auch ist dem fländig die Berhältnisse des arbeitenden Boltes zu verbessern; es und wurde von den feiner bereits harrenden Polizisten gezwungen, den in Prozeß gericht die Befugniß eingeräumt, den Beugen nicht zu be werde hohe Zeit, daß sie damit endlich einmal anfange, damit sie seinem Besize zur Beftreitung des Haushaltes bestimmten befindlichen, eidigen, wenn es deffen Aussage für offenbar glaubhaft hält. nicht draußen im Lande stinkend blamirt werde.( Ordnungsrufe. wurden 77 Gulden gefunden, von welchen er behauptet, daß es das buchs dahin in Antrag gebracht, daß auch die falsche un In dem Entwurf ist schließlich um Erweiterung des StrafgesetzKultusminister v. Seydewitz sucht die Vorwürfe Goldstein's über die Gelb der Administration des Fachorgans der Metallarbeiter fei. beeidigte Aussage unter Eid geftellt werde. ungleiche Behandlung der höheren und der niederen Schulen zu entkräften. Gleichfalls in der vergangenen Nacht wurden in Neupeft bei den der Antrag, die wissentlich falsche unbeeidete Aussage mit GeBeim Kapitel Universität Leipzig hält Opis( f.) einen längeren bort wohnenden Arbeiterführern Alexander Radi, Alexander Csiz fängniß bis zu sechs Monaten zu bestrafen, wenn der Zeuge oder Vortrag über Universitätsreform. Er kommt hierbei auch auf das madia und Max Großman Hausdurchsuchungen vorgenommen. Sachverständige auf die Strafbarkeit seiner Aussagen hingewiesen Frauenstudium zu sprechen, das er bekämpft. Kultusminifter v. Seydewiz: Wenn früher einzelne Frauen die Vorlesungen die Polizisten mit der Wegnahme von Büchern und Privatbriefen." Man fand aber nirgends Rautionsgelder; so begnügten sich denn worden ist. der Universität besucht, so sei dies ohne Kenntniß und ohne ZuDie Reichstags- Kommission für die vom Zentrum beantragte ftimmung des Ministeriums geschehen. Seit Ostern 1897 sei es geFrankreich. Strafgesegnovelle( lex Heinze) lehnte heute die vom Abg. stattet, daß Frauen Vorlesungen hören dürfen unter der Voraus- Paris, 18. Febr. Die Blätter heben einstimmig die Bedeutung Bebel beantragte Streichung des§ 175 des Str.-G.-B.( Päderastie) fehung, daß in der Person der Petentin teine Bedenken liegen, des gestrigen Zwischenfalles in den Verhandlungen des Bolaprozesses gegen die Stimmen des Antragstellers und des Abg. Dr. Kruse daß die Vorlesungen genau bezeichnet werden und der hervor und meinen, dieser Zwischenfall dürfte eine entscheidende( natl.) ab. Zur Neuformulirung des vorgeschlagenen§ 184a Rektor zustimmt. In den letzten 8 Jahren hätten 19 Damen Wendung herbeiführen. Die Zola feindlichen Blätter fordern die( öffentliche Ausstellung von Schriften, Abbildungen oder Darstellungen, solche Gesuche gestellt, davon 9 Amerikanerinnen, 3 Ruffinnen, Regierung auf, fie möge verhindern, daß die geheimen Schriftstücke, welche, ohne unzüchtig zu sein, durch Unanständigkeit das Scham2 Bulgarinnen, 1 Engländerin, 1 Franzöfin, 2 Preußinnen und nur welche diplomatische und friegerische Verwidelungen herbeiführen und Sittlichkeitsgefühl verlegen) wurde eine Subkommission eingesetzt, 1 Sächsin. Ju nächster Zeit werde das Ministerium der Frage könnten, dem Schwurgericht vorgelegt werden. Die der Revision die aus den Abgg. Nören( 3.), Dr. Pieschel( natl.), Iskraut( Antif.), erneut näber treten müssen. Er wolle die Frauen nicht bedingungsfreundlichen Blätter legen dem von Bellieug angedeuteten Schrift Beckh( fef. Wp.) und Schall(.) besteht. Die nächste Sigung ist los vom Studium ausschließen, aber Garantien schaffen, daß die stücke wenig Bedeutung bei. auf den 24. d. M. anberaumt. Weiblichkeit möglichst nicht verloren gehe. Abg. Fräßdorf( Soz.) Spanien. tritt für das Frauenftudium ein. Stände. Am Freitag wurde das Kapitel Volksschulen behandelt. Er wird sich um das Deputirtenmandat von Havana bewerben. Barcelona, 17. Februar. General Weyler ist hier eingetroffen. Von sozialdemokratischer Seite wurden besonders die Schülermißhandlungen kritisirt. Türkei. Salonichi, 18. Februar.( B. H.) In den letzten zwölf Tagen Aus Heffen, 17. Februar.( Eig. Ber.) Landtag. Bei dem find 6000 Rebifs aus Thessalien nach Makedonien bebufs BerVer= Rapitel Technische Hochschule", deren Berathung heute zu Ende stärkung der dortigen Garnisonen abgesandt. Weitere 3000 Mann geführt wurde, regte Abg. David den Gedanken der Hochschulwerden aus dem Epirus am 20. d. Mts. in Uestüb eintreffen, um erweiterung an, wie er nach englischem und amerikanischem von dort nach den makedonischen Grenzbezirken abzugehen. Vorbild neuerdings auch in München und Leipzig in die Wirklichkeit übertragen worden ist. Auf diesem Wege sollten auch in Hessen die • Wahlbewegung. Angenommen ist Als Zentrumskandidat für den Reichstags- Wahlkreis Niederbarnim wurde in einer Zentrumsversammlung zu Friedrichsberg Serr Pfarrer Dr. Stephan von Weißensee aufgestellt. versammlung, zu welcher auch die Angehörigen anderer Parteien In Bossen tagte am Dienstag eine fonservative Wählereingeladen waren. Anwesend waren der Superintendent Vorberg, der fonservative Reichstags Kandidat sowie die LandtagsAbgeordneten Felisch und Ring. Nachdem die drei Herren ihre Schätze der Wissenschaft weiteren Schichten zugänglich gemacht-Englisch- französische Verhandlungen über Reben vom Stapel gelassen, lud der Vorsitzende ein zu„ freier" werden, die Masse des Volkes, die die Kosten für die Hochschulen Westafrita. Aus London wird telegraphirt: Mehrfache An- Diskussion. Als sich aber ein Berliner Genoffe zum Wort meldete, aufbringen müsse, habe ein Anrecht darauf, daß diefe theueren Anzeichen deuten an, daß die englisch- französischen Verhandlungen be- wurde erst examinirt, 100 er her set, was er für stalten sich auch die Verallgemeinerung der Bildung angelegen sein züglich Westafrita's in ein ernftes Stadium getreten sind. Beide ließen. Abg. Köhler Darmstadt( natl.) stimmte dieser Anregung Theile beharren auf ihrem Standpunkt. bei. Hoffentlich leuchtet es auch den Herren von der Regierung ein. Beim Kapitel Gymnasien, Realschulen 2c." verlas " Afrika. Amerika. Abgeordneter Gramer einen Baffus aus einem in den New- York, 17. Febr. Die in Reywest eingetroffenen Offiziere heffischen Schulen eingeführten Lesebuch, worin der Sozial- und Mannschaften vom Maine" haben übereinstimmend ihre An demokratie die Schuld an den Attentaten Hödel's und Nobiling's ficht dahin ausgesprochen, daß die Explosion nicht von Außen veraufgebürdet und unsere Partei in der gemeinsten Weise beschimpft ursacht worden sei. wird. Er verlangt energisch Remedur. Abg. David behandelte Das Schiff Maine" ift gestern gänzlich gefunken. Nichts konnte den Unfug der provisorischen Stellenbefeßung und geht gerettet worden. Auf spanischer Seite wird die Untersuchung eifrig dann mit dem deutschen Gymnasium" in längerer Rede betrieben. gründlich ins Gericht. Es quäle seine Schüler mit theilweise New- York, 18. Februar. Ein Drahtbericht aus Ringston meldet, ganz werthlosem Ballaft, und das nothwendigste Wissen, daß die Behörden von Jamaika die Abfahrt von Flibustiern für das sie für die Mitarbeit an den Aufgaben des modernen Kuba verhindert haben. Gesellschaftsganzen brauchten, gäbe es ihnen nicht. Redner läßt unter lebhafter Heiterkeit des Hauses die Gebiete Revue paffiren, auf denen so ein hochgebildeter" jüngerer Herr nichts wisse. " Parlamentarisches. Der Bundesrath hat dem Entwurf eines Gesetzes wegen er ein Jutereffe an der Versammlung habe, warum er sprechen wolle u. f. w. Schließlich erhielt er 5 Minuten Sprechzeit. Ausführungen konnte der Betreffende aber nicht machen, da die gebildeten Boffener ihn durch Lärmen nicht zum Wort kommen ließen. Auch die Herren Referenten verschafften ihm keine Ruhe. Da, wie wir hören, die oben genannten drei Herren beabsichtigen, im ganzen Kreise derartige Bersammlungen abzuhalten, dürfte zu erwägen sein, ob man solchen Radauversammlungen nicht beffer fern bleiben sollte. In Frankfurt a. M. ist das bürgerliche Kartell zur Reichstagswahl nach langen Verhandlungen endlich zu stande gekommen und ist Stadtrath Flinsch aufgestellt. • Eine sozialdemokratische Kreisvertrauensmänner Konferenz des B. pfälzischen Wahlkreises, die am Sonntag in Billigheim tagte, hat wiederum den Genoffen Huber aufgestellt. " " Partei- Nachrichten. Daraus erkläre sich dann auch die spätere Gleichgiltigkeit der Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Gebildeten" gegenüber den Problemen des modernen Lebens und einiger Aenderungen von Bestimmungen über das Postivesen, sowie-Am Tage, wo Reichstags- Abgeordneter Dr. Bütgenau Der Mangel an sozialem Empfinden und Pflichtgefühl. Zum Schluß der Vorlage, betreffend die Einfuhr von Rindern aus Dänemark und aus dem Gefängniß in Herford nach Dortmund zurückkehrte, verlangt unser Genoffe die Reorganisation des höheren Schulwefens Schweden- Norwegen, die Zustimmung ertheilt. Eine Nachweisung fanden sich im Lokal zum Goldenen Löwen dafelbft die Parteiim Sinne der„ Einheitsschule" mit der obligatorischen Volks der Veränderungen im Bestande des als Eigenthum des Reichs genoffen zu seiner Begrüßung ein. Wie das bei solchen Gelegenschule als Grundlage.- Der Ober- Schulrath Soldau ver- festgestellten Grundbesitzes wurde vorgelegt. Von den Nachweisungenheiten selbstverständlich ist, dankte Lütgenau mit ein paar Worten theidigte natürlich das liebe Gymnasium, zwar intereffire er sich über die Verhältnisse der in den Betrieben der Reichs- Eisenbahn- für den Willkomm, wobei er das Gebiet der Politik abfolut nicht sehr für die Schulreform, aber u. f. w. es müsse im wesentlichen Verwaltung beschäftigten Beamten und Arbeiter, sowie von dem berührte. Dennoch betrachtet die Polizei die harmlose Zusammenbeim alten bleiben, auch in Sachen der provisorischen Stellen Geschäftsbericht des Reichs- Versicherungsamis für das Jahr 1897 funft als eine politische Bersammlung, die der Anbesetzung. wurde Kenntniß genommen. Die Reichstags- Resolution, betreffend meldung bedurft hätte. Der Parteigenosse Lehmann und der v. köth( 3.) wünscht größere Betonung des Englischen und die Ausschmückung des Reichstags- Gebäudes, und die Vorlage, be Wirth des Goldenen Löwens find vernommen worden. Ersterer soll führt Klage darüber, daß in den eingeführten Lesebüchern in treffend die Abänderung des§ 11 der Vorschriften über die Abgabe das Lokal gemiethet haben; weiter behauptet die Polizei, er hätte tendenziös gehässiger Weise gegen die katholische Kirche gelehrt startwirkender Arzneimittel u. f. w. in den Apotheken, wurden den Lütgenau mit einem Klingelzeichen das Wort zum Reden ertheilt. werde. Abg. Ulrich konstatirt, daß das diefelben Bücher find, in zuständigen Ausschüssen überwiesen. Außerdem wurde über mehrere Beides trifft aber nicht zu. Unser Dortmunder Bruderorgan, die denen sich der schon gestern zitirte beschimpfende Paffus über die Eingaben Beschluß gefaßt. Rheinisch Westfäl. Arb. 3tg." bemerkt zu dieser Angelegenheit: Sozialdemokratie finde. Er fordert eine Erklärung von der Re- Ju der Budgetkommission des Reichstags wurde heute die Wenn die fozialdemokratischen Arbeiter beim Glase Bier gemütlich gierung, ob sie Abhilfe schaffen wolle. Der Geh. Ober- Schulrath Berathung des Militär- Etats fortgefeßt. Bunächst wurde die zusammensitzen, ist die Polizei da und wittert hinter jedem Wort Solden erklärte daraufhin, daß das betreffende Buch bereits auf vorher ausgesetzte neue Forderung von 10 000 M. zu den Ausgaben Bolitit, wenn aber die nationalliberalen Honoratioren unter der dem Aussterbe- Etat stehe, es werde in kürze durch ein neues ersetzt der Oberleitung der freiwilligen Krankenpflege bei der Armee im Maste eines geselligen Abends eine Vereinsversammlung mit hochsein, gegen das man sicherlich ähnliche Klagen nicht erheben könne. Felde" bewilligt, nachdem der Kriegsminister v. Goßler dargelegt politischen Reden abhalten und sogar Frauen daran theilnehmen, so Damit wäre die Sache abgethan gewesen, wenn nicht der Staats- hatte, daß es zur Sicherstellung einer ausreichenden Fürsorge für träht kein Hahn nach diesen Zusammenkünften." minister Finger es für angezeigt gehalten hätte, zu erklären, die die Verwundeten und Kranken im Kriege geboten sei, mit dem Sozialdemokratie babe teinen Anspruch auf Schouung", faiserlichen Rommissar und Militär Inspekteur der freiwilligen in den Lesebüchern müsse der Patriotismus" gepflegt werden, feine Krankenpflege bereits im Frieden umfangreiche organisatorische MaßRegierung, die ihre Aufgabe ernst nehme, könne unserer Forderung, regeln vorzubereiten. daß die Schule das soziale Gefühl" entwickeln müsse, stattgeben! Hierauf wurde zu den einmaligen Ausgaben übers Herr Finger verließ nach dieser Erklärung das Haus, damit ver- gegangen. Der Berichterstatter Abg. Gröber erklärt, die Forde binderte er natürlich nicht, daß von unserer Seite der Abg. David derungen feien im allgemeinen knapp bemeffen, sodaß zu erheblichen in der schärfsten Weise Proteft erhob gegen diese Worte. Wenn die Streichungen fein Anlaß vorliege. Bei der Forderung von 480 000. Regierung das Mittel der Fälschung und Verleumdung zur Gewährung von Bulagen an die Unteroffiziere bei den Be gegen uns billige, wenn sie glaube, dadurch dem Patriotismus" zu fazungstruppen in Elsaß Lothringen theilt Major Wandel Sienen, dann sei die Sache zu bedauern, der man mit solchen Mitteln auf Anfrage mit, daß die Zahl der Unteroffiziere, die aus der Troß des Regenwetters ist der Zudrang des Publikums in der zu dienen glaube. Mehr aber noch seien die Männer zu bedauern, reichsländischen Bevölkerung hervorgehen, langsam steige. Als Umgebung des Justizpalastes stärker als gestern. General Bellieng die solche Mittel sanktionirten. Es seien dieselben Männer, die erfte Rate zur weiteren Beschaffung und Aptirung von Geräth wird bei seiner Ankunft von der Menge begrüßt. Oberst Picquart, fich ehemals liberal" genannt hätten. Patriotismus" wolle man für Luftschiffer Abtheilungen find 200 000 Mart gefordert. Auf Bola, Esterhazy, Frau de Boulancy treten, ohne daß sich Prozek Bola. Paris, 18. Februar. Infolge des Zwischenfalls in der gestrigen Verhandlung begaben sich die Minister gestern Abend zum Präsidenten Faure, um mit ihm über die aus der Aussage des Generals Pellieng sich ergebende Lage zu berathen. Die Besprechung dauerte eine halbe Stunde. Die gefaßten Beschlüsse werden geheim gehalten. Perrückenmacher. J. A.: K. Wesche, erster Vorsigender, Braunschweig, Rosenhagen Nr. 5. Swischenfälle ereignen, in das Gerichtsgebäude ein. Ein starkes fie kommen, wenn Sie können. Das geht den Gerichtshof nichts ihrer Theilnahme an einem der beiden Bezirkatage klar zu legen. Wo Polizei: Aufgebot ist auf dem Blaze. Gegen Mittag treffen die an. Der Staatsanwalt erklärt: Frau Boulancy wird hier dennoch keine Delegation zu stande kommt, sind die Kartellvorstände Generale Boisdeffre, Gonse und Delanne ein. ebenso geschützt werden, wie alle Welt. Sie können sie tommen lassen. gebeten, sich alsbald mit dem Unterzeichneten in Verbindung zu Bei Eröffnung der Verhandlung furz vor 12 Uhr ist der Saal( Bewegung.) setzen, zwecks Veranstaltung einer weiteren Versammlung zur Berichtdicht gefüllt. Die Zuhörerschaft ist in lebhafter Erörterung Auf Antrag Labori's wird Oberst Picquart wieder aufgerufen. erstattung eines Delegirten über den nord- oder füddeutschen Bezirks über die Vorkommnisse des geftrigen Tages begriffen. Zunächst Auf eine entsprechende Frage Labori's erwidert Picquart: Oberst tag. In der sicheren Erwartung, nicht vergeblich an die Solidarität läßt der Präsident den Generalstabschef General Boisdeffre Henry hat hier ausgesagt, das Aftenstück, welches ich mit Leblois der Gewerkschaftskartelle zu appelliren, dankt für die Unterstützung eintreten.( Bewegung.) Der General, in Uniform, tritt an die zusammen durchgesehen haben soll, wäre aus dem eisernen Schranke im voraus bestens Schranke vor. Präsident: Herr General, es hat sich hier gestern nur herausgenommen worden, um mir durch den Archivar Gribelin Der Verband deutscher Barbiere, Friseure und ein Zwischenfall ereignet, auf den wir nicht gefaßt waren. Der zustellt zu werden. Ich erkläre, daß das Aktenstück zwischen Präsident verliest sodann das Stenogramm der geftrigen dem Monat Dezember 1894 und dem Zeitpunkte, wo ich Worte des Generals Pellieux und fagt, zum Zeugen ge- es angeblich mit Leblois durchgesehen haben soll was ich wendet: Was haben Sie zu sagen? Boisdeffre erwidert: übrigens nochmals bestreite aus dem eisernen Schrank Ich bestätige in allen Punkten die Aussage des Generals Pellieux herausgenommen worden ist; Archivar Gribelin und Major Lauth, Der Hamburg- Altouger Arbeitgeber- Verband hat in Be als richtig und als authentisch; ich füge kein Wort weiter hinzu, welcher das Schlüsselwort kannte, fonnten das Aftenstück, ebenso diehung auf einen Beschluß der dortigen Tischler Innung, tein Wort weiter.( Anhaltende Bewegung.) Aber, meine Herren gut aus dem Schrank nehmen, wie ich selbst. Picquart sagt dann, Arbeitszeit, folgende Resolution gefaßt: Weil in den auf betreffend die provisorische Einführung der nennstündigen Geschworenen, sagt Boisdeffre sodann, sich zu den letzteren wendend, zu der Zeit, als der Verdacht gegen Esterhazy begann, fei im dem Weltmarkt' hauptsächlich fonfurrirenden Ländern, nämlich Sie find hier die Nation, Sie vertreten sie. Wenn die Nation Ministerium ein Schriftstück eingetroffen, das den Verdacht gegen in England und in Nordamerika, die Arbeitszeit in tein Vertrauen zu den Führern ihres Heeres hat, so sagen Efterhazy zu beseitigen im stande war. Dieses Schrifistück. Sie es Wir sind bereit, Anderen die Sorge unserer Verantwortlich- fagt Zeuge, ist dasjenige, das man als eine Fälschung ansehen kann. den letzten Jahren nicht herabgesetzt worden ist und weil das auf keit zu überlassen. Meine Herren Geschworenen, Sie, die Sie die abori: Um welches Schriftstück handelt es sich? Picquard: dem inländischen Markte konfurrirende übrige Deutschland im allNation sind, sprechen Sie es aus und sagen Sie es.( Anhaltende Um das, von welchem gestern Bellieur gesprochen hat. General gemeinen eher eine längere als eine fürzere Arbeitszeit hat, so ist Bewegung.) Rufe: Jawohl! Hoch die Armee! und Händellatschen Gonse tritt hierauf vor, um, wie es Boisdeffre gethan hat, zu und muß an dem hier üblichen zebustündigen eine Herabfeßung der Arbeitszeit in Hamburg zur Zeit unmöglich erschallen, als Boisdeffre von der Schranke zurücktritt. versichern, daß das Schriftstück, von dem Pellieux gesprochen Arbeitstag festgehalten werden. Da auch nicht einmal Nach der Aussage des Generalstabschefs Boisdeffre sagt Anwalt hat, echt ist. Advokat Clemenceau, der sich furze Zeit entfernt für die Arbeiter selbst die Herabsehung der Arbeitszeit unter BeiLabori: Ich möchte an General Boisdeffre Fragen stellen. Präbat, tehrt zurück und theilt mit, Frau Boulancy werde erft morgen behaltung des bisherigen Stundenlohnes einen Vortheil, sondern sident: Sie werden diese Fragen nicht ftellen. Labori: Nie? kommen. Präsident: Nein; ich sage Ihnen, Sie werden sie nicht ftellen. fehen erregte. Labori stellt zwei oder drei Fragen, auf die eine Kürzung ihres Tagesverdienstes bedeutet, so empfiehlt der Arbeitgeberverband, daß Man lasse einen anderen Zengen kommen. die Tischlerinnung so bald als Troß des erregten Esterhazy unabänderlich erwidert, er werde nicht antworten. Einspruches Labori's, welcher ankündigt, daß er feine Anträge Es bricht darauf im Hintergrunde des Saales unbeschreiblicher Bei- möglich wieder zu der früheren Arbeitszeit einbringen werde, wird Esterhazy vom Gerichtsdiener herbeifall aus, was Labori zu der Bemerkung veranlaßt, er erfahre so- urüd tehre." eben, daß man den Hintergrund des Saales nur unter Vorzeigung Anmaßung des Hamburger Geldface flüngels aufs neue dentlich geholt. Diese Resolution, die die sozialpolitische Einsichtslosigkeit und einer Offizierkarte betreten dürfe.( Lärm.) darthut, könnte ganz gut von dem Neunkirchener Messias des Unternehmerthums entworfen sein, denn sie harmonirt mit den Thatsachen absolut gar nicht. Weder ift in Eng land und Amerifa noch in den für den Möbelexpoit in betracht kommenden Plätzen Deutschlands die Arbeitszeit so lang, daß die Hamburger Tischlermeister bei Aufrechterhaltung des Neun Stundentages ihre geschäftliche Position nicht zu behaupten ver möchten. Die Tischlergehilfen zahlreicher größerer und mittlerer Städte Deutschlands haben im Laufe der letzten Jahre den Neunstundentag durchgesetzt, und in England und Amerika ist die Arbeits. zeit auch im Durchschnitt eher noch fürzer. Er erscheint alsbald; im Saal herrscht tiefes Schweigen. Als Esterhazy an der Schranke ist, fragt der Präsident den Ver Hierauf stellt Advokat Clemenceau seine Fragen an theidiger Labori: Was für Fragen haben Sie zu stellen? Esterhazy. Auf die Frage: 3u welcher Zeit war Zeuge im Labori beschränkt sich auf die Antwort, daß er augenblicklich Nachrichtendienste in Frankreich beschäftigt? erfolgt feine Antwort. feine Anträge abfaffe. But, sagt der Präsident, so werde Clemenceau fragt: Hat Zeuge Frau Boulancy gekannt? Dies ich die Fragen felbft stellen: Man hat gesagt, daß Sie der veranlaßt den Präsidenten, den Zeugen zu fragen: Wollen Sie Urheber des Bordereaus feien; was haben Sie darauf zu erwidern? auf diese Frage antworten? Esterhazy erwidert: Auf keine Esterhazy antwortet: Ich habe zunächst eine Ertlärung ab Frage, Herr Präsident. Auch auf die fernere, an den Zeugen ge zugeben.( Bewegung.) Meine Herren Geschworenen, fährt er fort, richtete Frage: Haben Sie den Brief geschrieben, in welchem es ohne den Schatten eines Beweises hat der elende Mathieu heißt: die Deutschen werden alle diese Leute an ihren Platz bringen", Dreyfus mich als des Verbrechens seines Bruders schuldig erfolgt keine Antwort. angetlagt. Ich bin vor meines Gleichen gerichtet worden, die mich freigesprochen haben. Heute läßt man mich als Zeugen vor, um mich nochmals anzuflagen. Nun ich hier ohne Stechtsbeistand bin, ohne Anwalt, um mich zu vertheidigen, bin ich bereit, auf alle Fragen zu antworten, die Ihnen zu stellen belieben wird, meine Herren Geschworenen. Was die Leute da angeht, fährt Efterhazy fort, sich gegen Bola und seine Anwälte hinwendend, diesen Leuten antworte ich nicht.( Lebhaiter Beifall.) In der Dampftischlerei von Spellmann in Hannover legten am 16. Februar 28 Tischler die Arbeit wegen Lohndifferenzen nieder. Es sind Arbeiter darunter, die in dem genannten Geschäft schon seit 12 Jahren thätig waren. Die nenustündige Arbeitszeit ist auf Ersuchen der Arbeiter Bernburg eingeführt worden, ebenso werden in dieser Fabrik in der Rohr waarenfabrit von Calm u. Ahlfeld in nur Korbmacher beschäftigt, die dem Deutschen Holzarbeiter- Verband angehören. Clemenceau ftellt eine Reihe von Fragen in betreff der au Frau Boulancy gerichteten Briefe, in denen der Armee und ihren Führern mitgespielt wird, Esterhazy antwortet aber nicht, sondern dreht Bola und seinen Bertheidigern den Rücken zu und sieht nur die Geschworenen an. Jm Saale herrscht große Erregung. Clemenceau fährt mit dem Verlesen der Briefe fort, in denen von den Ulan die Rede ist und von Paris, das im Sturm ge: nommen und 100 000 betrunkenen Soldaten zur Plünderung über: Der Präsident richtet an den Vertheidiger Labori die Frage: liefert. Clemenceau fragt: Erkennt der Zeuge die Richtigkeit Haben Sie an den Major Esterhazy Fragen zu stellen: Labori: Ich dieser Briefe an? Esterhazy bewahrt sein geringfchäßiges bin mit der Abfaffung meiner Anträge beschäftigt, ich werde meine Stillschweigen. Clemenceau verliest dann die auch schon im Fragen erst stellen, wenn der Gerichtshof über meine Anträge Beschluß Kriegsgerichte verlesenen Zeugnisse, die sich sehr lobend über den In Zwickau haben die Steinmegen beschlossen, den gefaßt haben wird. Präsident: Stellen Sie ihre Fragen sofort, Bengen aussprechen, und sagt zum Präsidenten: Wollen Sie Meistern einen neuen Lohntarif einzureichen, wonach eine 10 bis oder Sie werden sie überhaupt nicht mehr stellen.( Unruhe.) Labori: den Zeugen fragen, ob er von diesen Zeugnissen nicht ein 50 prozentige Lohnerhöhung für Stückarbeit gefordert wird. Die Ich habe für den Augenblick nichts zu sagen, aber ich erhebe Gin wenig überrascht gewesen ist? Esterhazy giebt auch auf diese durch eine furze Arbeitseinstellung vor 1/2 Jahren errungene Zohnspruch gegen diese Haltung. Präsident: Wie? Herr Major Frage keine Antwort. Clemenceau fährt fort, Fragen zu erhöhung wollen einige Meister jetzt wieder illusorisch machen, was Esterhazy setzen Sie sich.( Andanurnder Beifall ertönt, als itellen, von denen eine immer schwerwiegender als die andere sich die Gehilfen aber nicht gefallen lassen werden. In der sich Esterhazy in den Hintergrund des Saales zurückbegiebt.) ist, Efterhazy giebt aber keine Antwort. Die Lage er- 3 widauer Attien spinnerei werden fortgesetzt VerbandsPräsident: Lassen Sie den nächsten Zeugen kommen. Der Ge- fcheint äußerst gespannt. Esterhazy wiegt sich ein wenig mitglieder entlassen; wer dableiben will, soll entweder fein richtsdiener ruft indessen die nächsten Zengen vergeblich auf, niemand auf den Beinen, auf seinem Gesicht, das äußerst bleich ist, spiegelt Verbandsbuch abgeben oder eine schriftliche Bescheinigung seines antwortet und er theilt dem Gerichtshofe mit, daß sich keine Zeugen fich dumpfer, mühsam verhaltener Born wieder. Alles fragt sich, Austrittes vorzeigen. Gegen 20 Spinner und Andreher sind auf mehr in dem für die Zeugen bestimmten Zimmer befinden. ob nicht ein ernster Zwischenfall sich ereignen wird. Im Saale diese Bedingungen nicht eingegangen und müssen nun abreisen. Man hört hierauf eine Stimme; es ist diejenige des Generals herrscht tiefes Schweigen. Clemenceau, der nicht weniger als Ausland. Bellieux, welcher sagt: Herr Präsident, wollen Sie mir ge hundert Fragen an Esterhazy gerichtet hat, erklärt, er tomme statten, an die Schranke zu lommen. Hier ist eine Karte, welche ich nun zu der letzten Reihe von Fragen. Clemenceau fragt dem Gerichtshofe zukommen lassen will; fie trägt den Namen Esterhazy, ob er Beziehungen zum Oberst Schwarzkoppen Bouton; ich fenne ihn nicht. Die Person ist, wie es gehabt habe. Präsident: Das berührt die auswärtigen Be scheint, von Bertulus über die Geldvorschläge gehört worden, die ziehungen, die Frage darf nicht gestellt werden." Clemenceau ihr gemacht worden sind. Wenn Sie den Betreffenden vernehmen wollen, so theile ich Ihnen mit, daß er mir bat sagen laffen, er ftebe zur Verfügung des Gerichtshofes. Der Präsident erwidert nichts und unterbricht die Sigung, um es Labori zu ermöglichen, seine Anträge zu fassen. Es herrscht außerordentliche Erregung. Während der Pause bemerkt man Zola und seine Vertheidiger, welche in lebhaftem Gespräch begriffen sind. Jun Soale unterhält man sich lärmend, es herrscht ein unbeschreibliches Geschwirr. Neber die Lehren des Maschinenbauerstreiks schreibt der Präsident des Northumberland Bergarbeiter- Verbandes, Thomas Burt, in dem Monatszirkular an die Mitglieder u. a.: Der Ver lauf des Kampfes sei angethan, die Ansichten derjenigen Trades iragt: warum nicht, wenn es sich um Ermittelung der Unionisten, welche meinen, daß mit der Ausbreitung des Kampf Wahrheit handele. Der Präsident erwidert: Weil es gebietes die Chancen der streifenden Arbeiter sich vergrößerten, start etwas giebt, das noch darüber steht: die Ehre 31 modifiziren. Seine Meinung, gegründet auf Beobachtungen und der Armee und die Sicherheit des Landes." eigene Erfahrungen, sei, daß die anderen Umstände als gleichdie Unternehmer und nicht die Arbeiter Donneruder Beifall; Rufe: Bravo! Bravo! Im Hinter- bleibend vorausgesetzt grunde ruft jemand: Gutziehen Sie ihm das Wort." durch die Erweiterung des Kampfgebietes gewinnen. Der Präsident sagt:" Führen Sie die Person aus dem Saale, die laut gerufen hat.( Großer Lärm.) Nach und nach tritt wieder Ruhe ein und Major Esterhazy tritt von den Schranken zurück, ohne auch nur ein Wort gesprochen zu haben. Die Vernehmung der Zeugen wird fortgesetzt, so die Autant's, Gewerkschaftliches. Berlin nud Umgebung. Unternehmer- Derbände. Die Verschmelzung der Kaliwerke Hildesia, Ronnenberg, dieser Unternehmen befindet sich im Befiße einer Finanzgruppe in Hannover. Von den Kuxen„ Hildefia" im speziellen hat die Bank für Handel und Industrie( Darmstädter Bank) sowie Graf Guido Alkaliwerken Ronnenberg und der Bohrgesellschaft Knieſtedt steht Hendel von Donnersmard einen erheblichen Theil im Besiz. Den ein Berliner Banthaus nahe. An all' diefen oder jedenfalls den meisten diefer Unternehmen ist auch der Fürst von Thurn und Taxis in hervorragendem Maße interessirt. Kommt die Verschmelzung zu ftande, so wird das von bedeutendem Einfluß auf die Kali- Industrie fein und das Kali- Syndikat wird mit dem vereinigten Unternehmen rechnen müffen. M im Nach anderthalbstündiger Pause wird die Verhandlung wieder aufgenommen. Labori bringt seine Anträge ein und verlieft Dieselben. Sie betreffen die Weigerung des Präsidenten, der vor dem Kriegsgerichte erzählt hatte, die Geliebte Esterhazy's Knieſtedt und Mathildenhall ist im Werke. Ein Theil der Kure an Boisdeffre Fragen stellen zu lassen, noch bevor er selbst wiffen bätte ihm mitgetheilt, I etterer babe Selbstmord begehen könne, was dies für Fragen seien. In Erwägung deffen", betont wollen.. Jules Huret vom„ Figaro" erzählt, gelegentlich der Labori besonders,„ daß hier nicht der Ort ist, zu untersuchen, Enquete, welche er in Rouen unter den Offizieren dieser Stadt verwas gerichtliche Verhandlungen vom Standpunkte der Billigkeit anstaltet habe, babe man ihm gefagt, als die Blätter von einem und des Rechts für einen Werth haben, wenn die Offizier gesprochen hätten, der an stelle Dreyfus Verrath begangen fiziere alles fagen dürfen, was sie sagen wollen, sei es über hätte, habe man sofort an Major Esterhazy, den man für die Dreyfus= Angelegenheit und das fogar unter Miß einen Hochstapler der französischen Armee halte, achlung des Beschlusses des Gerichtshofes sei es unter gedacht.( Bewegung.). Verletzung des Amtsgeheimnisses, während der Vertheidigung General Guerrier wird aufgerufen. Der Präsident beDas Wort verweigert wird, worin eine veritable Vermerkt, er lehne die Bernehmung dieses Zeugen ab, weil die Bor: lengnung der Gerechtigkeit liegt. Hier unterbricht ein lauter labung beffelben der Anklagebehörde nicht innerhalb der gesetzlichen Pfiff der Verlesung der sehr langen Schlußfolgerungen, die schließlich Frist mitgetheilt worden sei. Auch die Vernehmung des Majors Ein Papier Truft mit 45 Millionen Dollars Kapital und in die Forderung auslaufen, die Generale Boisdeffre und Pellieux a. D. Weil wird aus demselben Grunde abgelehnt. Die Sigung einer täglichen Produktion von 1337 Tonnen, ist dieser Tage von sowie den Major Esterhazy wieder an die Schranke zu rufen. wird dann ohne weiteren Zwischenfall aufgehoben. Es bleiben 16 großen 3 eitungspapier Fabriten des Ditens der Generaladvokat van Gassel hebt hervor, er habe, als er den noch fünf oder sechs Zeugen zu vernehmen. Vereinigten Staaten gegründet worden. Der Trust Gerichtshof ersuchte, nicht zu gestatten, daß von der Dreyfus- und ist unter dem Namen" The International „ The International Paper Co. der Esterhazy- Sache gesprochen werde, alles vorausgesehen, was gevon Corinth, Saratoga Cv., Cv., N. Y." in Albany kommen ist; er habe sich nur durch seine Worte zu decken und verStaate New York in das Korporationsregister eingetragen. lasse sich zudem auf das Urtheil des Gerichtshofes. Labori erDer Trust steht mit fünf weiteren Firmen in Unterhandlung zwecks widert hierauf: Wieviel Generale haben hier plaidirt, mit Anschlusses derselben; fommt es dazu, so wird die tägliche ProUniform und Orden plädirt.( Anhaltende Unruhe: Rufe:„ Ge Holzarbeiter- Verband. Jm Bezirk Wedding Gesundduktion des Trusts auf 1543 Tonnen gesteigert werden. In den mug!" im Hintergrunde des Saales.) Präsident zum Ver- brunnen wurden zur Ergänzung der Werkstatt- Kontrollkommission ersten Jahren werden die Besizer der verschiedenen Papiermühlen theidiger: Ihre Worte sind unpassend. Labori: Was hier un gewählt: Gerasch, Rubdad, Schmidt, Döhling, den Betrieb noch selber leiten. Später soll ein General Manager" passend ist, daß sind die Protestrufe und die Rundgebungen, die hier ießfanz, Klahn und Höhne. Die Zahlstelle Stettiner an die Spitze treten. vorkommen und die man nicht abzustellen weiß. Ich sage, daß, straße wurde durch Klahn neu besetzt. wenn man uns vorwirft, hier eine Revision des Prozesses Dreyfus Die geplante Vereinigung fämmtlicher amerikanischer Das Spandauer Gewerkschafts- Kartell nahm in seiner Silberschmelzereien, die den Zweck hat, die Produktion in Einvornehmen zu wollen, die Generale ihrerseits eine Gegen lekten Sigung von der Beendigung des englischen Maschinenbauer: flang mit dem Silberverbrauch zu bringen, d. h. durch Beschränkung Revision veranstalten wollten. Esterhazy ist freigesprochen; um fo Streits Kenntniß und beschloß Einziehung der ausgegebenen Sanmelder Produktion den Silberpreis zu steigern, scheint gesichert zu sein. besser für ihn; es mögen aber diejenigen, die ihn freisprachen, die liften. Das Kartell beschloß, nunmehr nachdrücklich gegen solche Die Voffische Zeitung" berichtet, daß die Verhandlungen nahezu Verantwortung dafür tragen, wenn sie eine auf sich genommen Juhaber von Sammellisten, welche dieselben trotz mehrfacher beendet wären. babe.( Lärm, Unruhe.) Labori spricht sodann von dem Mahnung nicht abgerechnet haben, vorzugehen und deren Namen in Manne, der auf der Teufelsinsel leide und der deswegen der nächsten Gewerkschafts- Bersammlung bekannt zu geben. ohne Zweifel für die, die im Hintergrunde des Saales brüllen, fehlten die Vertreter der Brauer, Bauarbeiter, Korb. Depeschen und lehte Nachrichten. uninteressant fei. Labori schließt mit der Bitte an die Mitmacher, Maurer und Barbiere. Die Porzellan= glieder des Gerichtshofes, sich über das Murren eines Saales zu arbeiter und Buchdrucker haben überhaupt noch keinen Verstellen, der nicht wisse, warum er Rundgebungen veranstalte. treter im Kartell. über die Im benachbarten Oberhohndorf sind die Maler der Erregung eines irregeleiteten Landes. Biehen Sie tracht, daß wir vielleicht an einem Standpunkte der Geschichte regelung von zwei organisirten Kollegen in Differenzen mit der unferes Landes stehen und daß Ihr Beschluß Folgen haben Fabritleitung gerathen. wird, welche niemand heute abmessen fann.( Andauernde Be wegung.) Hierauf zieht sich der Gerichtshof zur Beschlußfassung & " ( Rufe: Oh! Oh!) Stellen Sie sich, meine Herren in be- Porzellanfabrik von Kästner u. Komp. wegen Maß zwei Genossen verhaftet worden. zurück. Deutsches Reich. Au die Gewerkschaftskartelle! Hannover, 18. Februar.( B. H.) Heute Morgen ist auf dem hiesigen Bahnhofe der Einbrecher Schoo aus Hamburg, der auf einen Hamburger Schußmann ein Revolverattentat verübte, mit meldet, fand bente zwischen dem Brinzen Philipp v. Coburg und Wien, 18. Februar.( W. T. B.) Wie die Neue Freie Presse" dem Oberlieutenant des 13. Ulanengeriments Geza v. MassachichReglevich ein Duell unter besonders schweren Bedingungen statt. Daffelbe wurde zuerst auf Pistolen, dann mit Säbeln ausgefochten. Der Kampf endete mit der Verwundung des Prinzen Philipp. Nach Wiederaufnahme der Sigung verliest der Präsident Die organisirten Barbier und Friseurgehilfen den Gerichtsbeschluß, worin es heißt, dem Vertheidiger sei mit recht halten am 14. und 15. März in Magdeburg und am 21. und Die Verwundung ist nicht unerheblich. das Wort verweigert worden, weil er an die Generale Boisdeffre 22. März in Stuttgart einen nord und einen süd: Konstantinopel, 18. Februar.( B. H.) Der mit Empfehlungen und Pellieux Fragen stellen wollte über einen Zwischenfall, deutschen Bezirtstag ab ,, dessen zahlreiche Beschickung durch einer Großmacht ausgestattete Fürst Czartoryski ist gestern hier einder zum Dreyfus gehöre, dessen Besprechung ein Gerichtsbeschluß die lokalen Gehilfenkreise voraussichtlich sehr zur Kräftigung des getroffen und vom Sultan sowie vom Großvezier mit großer Ausbereits untersagt habe. Der Gerichtsbeschluß erklärt, Major unterzeichneten Verbandes beitragen würde. Der u. a. zur Verzeichnung empfangen worden. Es verlautet, der Fürst solle vom Esterhazy werde wieder berufen werden, sobald dazu Anlaß sei. bandlung stehende Buntt: Stellung der Gehilfen zur neuen Hand- Sultan als Kandidat für den kretenfischen Gouverneurposten den Clemenceau theilt mit, er werde foeben benachrichtigt, daß Frau werker- Organisation", dürfte wohl auch die indifferenten Gehilfen Großmächten vorgeschlagen werden. Boulancy sich im Gerichtsgebäude besinde, aber aus zur Entfendung eines Delegirten bewegen. Es ist deshalb höchst Havana, 18. Februar.( W. Z. B.) In Anwesenheit der Furcht für ihre persönliche Sicherheit nicht wage, wünschenswerth, daß die Gewerkschaftskartelle an Orten, wo fein spanischen Militär- und Zivilbehörden hat heute die Beerdigung in den Saal einzutreten. Er bittet den Präsidenten, Maßregeln für Berbands- Zweigverein besteht, öffentliche Versammlungen der bei dem Unglück der Waine" Umgekommenen stattgefunden. ihre Sicherheit zu treffen. Der Präsident erwidert: Lassen Sie veranstalten, um den Barbier- und Friseurgehilfen die Nothwendigkeit Auch heute sind wieder verschiedene Leichen gelandet worden. Verantwortlicher Redakteur: Ananft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. Br. 42. 15. Jahrgang. 1. Beilage des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 19. februar 1898. Reichstag. 44. Sigung. Freitag, 19. Februar 1898, 2 Uhr. Am Bundesrathstische: v. Goßler. Die zweite Etatsberathung wird beim„ Militäretat" fortgefeßt und zwar beim Titel„ Kriegsminister". Referent ist der Abg. Graf v. Roon( t.) nun hebt sondern Abg. Bebel( fortfahrend): dann versteht es sich ganz von selbst, daß die kleineren Geister diesem Vorgange folgen. einer guten Militär- Strafprozeßordnung dargethan, die Aeußerung Seite wird gegen Männer vorgegangen, die weit entfernt davon gethan, daß es mit der militärischen Gerichtsbarkeit anderswo noch sind, Sozialdemokraten zu sein. So ist dem Verleger Dr. Rupprecht viel schlimmer bestellt sei, z. B. in den Ver. Staaten von Nordamerika. in Göttingen sein Abschied als Reserve- Offizier, weil er Mitglied Herr Jttenbach führte dann eine Reihe von Bestrafungen an, wie der Nationalsozialen ist, gegeben worden. Dabei schwärmen die sie in Amerita üblich seien, und die die unsrigen an Härte weit über| Nationalsozialen für die Flottenvermehrung und Kolonialpolitik, treffen. Diese Erklärung des Herrn Generalauditeurs hat natürlich gehen in unsere Bersammlungen und rathen in Amerika begreifliches Aufsehen erregt. Und der amerikanische fation zu erhalten durch Aufgabe unserer oppositionellen Stellung. Abg. Lingens( 3.)( auf der Tribüne schwer verständlich) spricht Generalauditeur, Dr. Lieber, hat für erhöhte Sonntagsruhe unter den Soldaten. Auch den katholischen flärt, in einem Briefe er Freilich braucht man sich darüber nicht zu wundern. Es wird ja daß all die Soldaten müsse gestattet werden, ihrer Kirche zu leben. richtig seien; derartige Strafen feien dort gänzlich unmöglich vor allem den inneren Feind wehren müsse. So haben wir erst vor Kriegsminister v. Goßler: Der Herr Vorredner hat eine An-( Hört, hört!), sie sind nur noch zum theil im Bürgerkriege ange- furzem von berufenster Stelle die Worte gehört, daß nur ein guter zahl Fragen an mich schriftlich gestellt; ich werde sie ihm schriftlich wandt worden, seit 1872 aber längst durch Gefeß abgeschafft.( Hört, Christ ein guter Soldat sein tönne. Ich afzeptire das ja vollbeantworten; es liegt feine Veranlassung vor, hier auf sie einzu- hört!) Jedenfalls sei das, was Herr Jttenbach gesagt, so weit die tommen, und wenn in nächster Beit eine Verfügung ergehen sollte, gehen. Von allen dienstlichen Obliegenheiten tönnen die Soldaten gegenwärtige Handhabung in Frage tommt, vollständig falsch. daß fünftighin nur derjenige die Ehre haben soll, des Königs Rock an katholischen Festtagen nicht entbunden werden; die Verwaltung( Hört, hört!) Also der erften juristischen Autorität der zu tragen, der sich als ein guter Chrift bekennt", so würden ich und ist aber bemüht, allen berechtigten Wünschen nach Möglichkeit Rech Armee ist auf dem ihm selbst unterstellten Gebiete ein meine Parteigenossen dies mit Freuden begrüßen.( Heiterkeit.) Diese nung zu tragen. solcher Irrthum passirt, 0011 berufener Seite sind un- Aeußerung hat jedoch in den weitesten Schichten der Bevölkerung Abg. Bebel( Soz.): Meine Herren, ich habe oft Gelegenheit richtige Angaben ruhig im Reichstage verkündet worden. Ich große Mißstimmung erregt. Sogar ein so patriotisches Blatt wie gehabt, von der Tribüne dieses Hauses berab über Mißstände in dente: wenn so etwas vorkommt, dann sollte man es doch auch uns der Kladderadatsch" fühlte sich veranlaßt, dagegen zu protestiren unferer Militärverwaltung zu sprechen. Und wir haben dann stets zu gute halten, wenn uns hin und wieder so eine kleine ungenauig- und wurde daraufhin angeklagt und verurtheilt. Also ich meine, es dasselbe Schauspiel erlebt: wenn bei den eingeleiteten Untersuchungen teit mit unterläuft.( Sehr richtig!) ist außerordentlich verständlich, wenn auch im übrigen gut monarchisch fich auch nur irgend eine Kleinigkeit von dem, was ich vorgebracht, Vor einigen Monaten habe ich Vergleiche angestellt über die gesinnte Leute sich verletzt fühlen, weil ihnen aus berufenstem Munde als nicht ganz genau zutreffend erwies, dann hieß es gleich, ich Art, wie man solche Beschwerden hier bei uns im Reichstage und das Zeugniß ausgestellt wird, falls sie nicht gute Christen seien, bätte falsche Nachrichten in Umlauf gefeßt, ich hätte, ohne genügend in anderen Kulturstaaten behandelt, z. B. in der Schweiz. Auch in tönnten sie überhaupt nicht gute Soldaten sein. Es wird doch unterrichtet zu fein, Dinge behauptet, die das Ansehen der Armee schwer der Schweiz sind nach berühmten Mustern Soldatenmißhandlungen niemand behaupten wollen, daß wirklich die Grundfäße des Evanschädigten. Ich glaube aber, es ist die Hauptaufgabe eines Bolts vorgekommen, wenn auch dort beffere Vorsorge gegen so etwas getroffen geliums in unferem Staate verwirklicht sind, also sollte man solche vertreters, dafür zu sorgen, daß diese Dinge wirklich geklärt werden; ist; schon allein, daß es dort möglich ist, alles nach wenigen Wochen in Neußerungen nicht thun. Wird das Beispiel von oben gegeben, er muß also alles vorbringen, was er gehört hat, felbst auf die Ge- die Preffe zu bringen, schützt vor dem Alergften. Dort also hat im Laufe des wird die Politik so von allerhöchster Stelle in das Heer getragen fahr, daß nicht jedes Detail sich genau seinen Behauptungen ent- Ottober der Parteigenosse Wullschleger in einer Interpellation eine Präs. v. Buol: Ich muß den Redner ersuchen, die allerhöchste sprechend zugetragen. Es ist ja oft genug vorgekommen, daß Staatsan- Reihe von Ungehörigkeiten in der Soldatenbehandlung vorgebracht. Stelle nicht in die Debatte zu ziehen. wälte von den Gerichtshöfen sich sagen lassen mußten, daß ihre Da erklärte der Bundesrath Müller: Wir werden Ihnen hier immer Anklagen auf falschen Thatsachen beruhen, daß sie jedenfalls nicht dankbar für solche Mittheilungen sein und Ihnen offen Rede und erwiesen werden können. Und so etwas tommt beim Militär natür Antwort stehen. In der Schweiz, da fühlt sich eben jeder als Bürger Daran ist fein Zweifel, daß wir nicht allein infolge der alllich noch viel häufiger vor; die meisten Anklagen tönnen nicht be- des Staates, da ist auch das Militär nur eine Einrichtung wie jede gemeinen Kulturentwickelung, sondern auch infolge der politischen Lage gründet werden, weil diejenigen, die Beschwerden vorzubringen andere, die dem Staate dient, da wünscht man selbst Fingerzeige, genöthigt sind, eine Armee zu halten, die sich infolge der allgemeinen haben, in der Regel sich scheuen, der Wahrheit gemäß auszusagen. wie sie zu verbessern. Bei uns heißt es in solchen Fällen Wehrpflicht aus allen Kreisen der Bevölkerung entlehnt. Wir sind auch Es sind mir im Laufe des letzten Jahres wieder sehr viele Bu- ftets: das bringt ihr nur vor, um die Armee zu diskreditiren. weit davon entfernt, diese Einrichtung der allgemeinen Wehrpflicht schriften zugegangen, die über schwere Mißstände im Es ist traurig, daß es hier kein Mitglied der bürgerlichen Parteien zu tadeln, im Gegentheil, wir halten sie für eine der besten EinMilitärleben Klage führen; alle Thatsachen sind da auf das wagt, diese Mißstände zu erörtern.( Sehr wahr! bei den Sozial- richtungen, die wir haben. Wir haben nur stets verlangt, daß die Detaillirteste angegeben; aber überall bittet der Denunziant, wenn demokraten.) Würden die bürgerlichen Parteien hier ihre Pflicht Grundsäße der allgemeinen Wehrpflicht auch wirklich durchgeführt ich diese Dinge zur Sprache bringe, feinen Namen nicht zu nennen, thun, so könnten wir schweigen.( Widerspruch rechts.) Mit Jönen werden, während fie dies in der That nicht find. weil er es nicht wagen tönne, gegen feine Vor-( zur Rechten) ist ja darüber gar nicht zu diskutiren.( Rufe rechts: Der Herr Kriegsminister hat neulich auszuführen ge= gesetzten aufzutreten. Das ift natürlich eine schwierige Sie sind der letzte dazu, über unsere Armee zu sprechen.) Db Sie sucht, daß dies vollständig unausführbar sei oder doch nur unter Sache für einen Volksvertreter, und es bleibt ihm meistens mich für den letzten halten, ist mir sehr gleichgiltig, ich werde nach ganz toloffalen Opfern. Aber, meine Herren, wir befinden uns nichts anderes übrig, als überhaupt darüber zu schweigen. Ebenso wie vor derartige Fälle hier zur Sprache bringen, ob es mit unserer Forderung in sehr guter Gesellschaft. Es sind die Ge= schlimm ist es, dem Betreffenden etwa eine Antwort zukommen zu Ihnen nun recht ist oder nicht.( Bravo! bei den Sozial- danken eines Scharnhorst, Gneisenau und Boyen, deren Verwirklichung. laffen über die Art, wie er seine Sache fortführen könne; die Ant demokraten." Wenn in unserer Preffe derartige Mißstände be wir verlangen. Auch der frühere Kriegsminister v. Verdy sprach sich wort fann leicht in falsche Hände kommen, und der Betreffende ist sprochen werden und sich nur der leisefte Ansatz einer Kritik darin seiner Zeit dafür aus, und da man annehmen mußte, daß auf dem dann auf das schwerste fompromittirt. findet, so wird es sofort als Beleidigung aufgefaßt und nach dem Boden der heutigen Heeresorganisation, der zweijährigen Dienstzeit, Staatsanwalt gerufen. die Ausführung gedacht war, wodurch tokossale Mehrkosten entstehen mußten, interpellirte damals der Abg. Windthorst den Reichskanzler Grafen Caprivi, ob die Regierung auf demselben Standpunkt stehe. Nun, meine Herren, der Gedanke lebt heute noch fort und tommt auch in der militärischen Publizistit des öfteren zum Ausdruck. Die Heeresstärke wird nun aber stetig vermehrt. Wir werden ja im Laufe des nächsten Jahres nach dieser Richtung hin Heute will ich Ihnen nur zwei eklatante Fälle vorführen, manches erfahren, über das heute noch der Schleier des Geheimnisses die aber für die ganze Art der militärischen Beschwerdeführung in ausgebreitet ist. Der Herr Kriegsminister nicht mir zu, ich betrachte hohem Maße bezeichnend find. Der erste Fall betrifft den Gemeinen das als eine Bestätigung meiner Behauptung.( Heiterkeit). Daß eine Marzillier, von dem ich bereits in der vorigen Seffion bier geft arte Vermehrung der Artillerie in Aussicht steht, ist sprochen. Marzillier stand im zweiten oftpreußischen Regiment zu gewiß, und nach neueren Zeitungsnachrichten ist auch eine erhebliche Rönigsberg und hat dort Selbstmord verübt. Sein Bruder, der hier Verstärkung der Ostgrenze zu erwarten, da Rußland zwei neue in Berlin Inhaber eines Geschäfts ift, reiste auf die Kunde davon Ich habe bei früheren Gelegenheiten schon gezeigt, wie die Armeekorps dort zusammengezogen hat. Unter diesen Umnach Königsberg und hörte dort von Kameraden des Todten, daß Politit in die Armee, die ihr fernbleiben soll, hineingetragen wird, ständen, meine ich, haben wir das Recht, zu verlangen, daß der Mann wiederholt und auf das schwerste mißhandelt worden sei. natürlich eine Politik gegen die Sozialdemokratie. Ich habe hier der Gedanke der allgemeinen Wehrpflicht in vollstem Maße zum Er machte der vorgefeßten Behörde Mittheilung biervon, es wurde eine Mittheilung über einen Vorgang, der sich im 81. Infanterie Ausdruck kommt, daß aber auch andererseits dieser Gedanke in der ein Ermittelungsverfahren angestellt und am 13. September v. J. er- Regiment abgespielt hat. Dort sagte der Hauptmann der 7. Kom Weise verwirklicht wird, daß dem deutschen Volte nicht allzu große hielt der Bruder den Bescheid: die Kompagnie habe als Grund für pagnie v. Halben bei einer Ererzierübung zu einem jüdischen Soldaten: Opfer auferlegt werden. Nun sind wir ja bekanntermaßen die den Selbstmord einen Anfall von Geistesstörung angenommen; diese" Sie verfluchter Judenizig, halten Sie Ihr Maul, sonst sperre ich allerentschiedensten Vertreter der allgemeinen Annahme müffe auch bestehen bleiben, da man durch Umfrage eine Sie auf drei Tage ein!"( Hört! hört! links.) Und ein Volkswehr. Der Herr Kriegsminister hat aber in früheren Mißhandlung nicht habe tonftatiren tönnen. Im Gegentheil jeder Lieutenant fagte:" Juden und Sozialdemokraten ist ein und daffelbe. Ausführungen zu beweisen versucht, daß das deutsche Wolt fei mit dem Todten aus Mitleid wegen seiner geringen geistigen Ihr dürft mit keinem von beiden verkehren, denn es sind lauter die zur Erfüllung dieser Forderung diefer Forderung nothwendigen Opfer Fähigkeiten sehr nachfichtig umgegangen. Der Bruder beruhigte sich hierbei Schufte und Lumpen!"( Hört! hört! links.) Einem derartigen nicht leisten tönne. Ich bestreite das. Der Kriegsminister scheint aber nicht. Er fragte bei ehemaligen Rameraden seines Bruders herum, Treiben muß entgegengetreten werden. Die Soldaten selber können von der Annahme auszugehen, wir verlangten, es müsse mit allem die mittlerweile entlassen worden waren. Und von ihnen erfuhr er sich über solche Reden nicht beschweren, sie würden daraufhin nur noch Bestehenden tabula rasa gemacht werden, um die allgemeine Boltsnun, daß sie mehrfach Zeugen von Mißhandlungen gewesen seien, die schlechter behandelt werden. Auf die Sozialdemokraten wird scharf wehr einzuführen. Davon ist natürlich nicht die Rede. Selbstvers an dem Todten von dem Unteroffizier Rungs verübt worden. Die aufgepaßt; ich habe hier den Erlaß des Zivilvorsitzenden einer Ersatz- ständlich ist eine gewiffe Uebergangszeit nothwendig, weil bei der Sache mußte auf grund dieser neuen Aussagen nochmals auf- tommiffion im Königreich Sachsen, der allen Gestellungspflichtigen gegenwärtigen europäischen Konstellation garnicht daran gedacht genommen werden, und nunmehr erhielt Marzillier auf wiederholte zur Kenntniß gebracht haben will, die in dem Bezirk Führer oder werden kann, daß ein großer Staat auch nur einen Tag wehrlos Anfragen endlich die Mittheilung, daß der Unteroffizier Rungs wegen eifrige Anhänger der Sozialdemokratie oder Anhänger anarchistischer sei. Aber auch vorausgesetzt, würde diese Uebergangszeit begangener Beleidigungen und Mißhandlungen unter Degradation Lehren sind. Im September vorigen Jahres hat ein Obrist die Einführung der allgemeinen Volkswehr เรี nicht zum Gemeinen mit 6 Monaten bestraft sei. Merten Sie wohl, v. Wedell nach Beendigung einer Landwehrübung eine Rede ge- im entferntesten die Kosten machen, die das heutige System meine Herren: die erste gerichtliche Untersuchung war vollständig balten, in der von den Frrlehren der Anarchisten, Demokraten beansprucht. Redner weist an der Hand des statistischen Materials refultatios ausgefallen, weil feiner der Soldaten den Muth und Sozialdemokraten die Rede ist, die das Familienleben vergiften. nach, daß Deutschland im laufenden Jabre für sein Heerestudget hatte, etwas auszusagen. Ich denke, dieser Borfall( Hört! hört! links.) Die Landwehrmänner müssen sich solche Reden ruhig eine Mehrausgabe von 266 Millionen Mart gegenüber der Schweiz zeigt zur genüge, aus welchem Grunde eine ganze mit anhören. Im Widerspruch mit der Instruktion, wie die zu verzeichnen hat; dabei bekommt der schweizerische Soldat eine Reihe von Thatsachen, die hier vorgebracht sind, sich nicht hat er Soldaten sich zu verhalten haben, wenn in ihrer Gegenwart weit höhere Gage als der deutsche, und auch seine Verpflegung ist weisen laffen. Majestätsbeleidigungen fallen, steht folgender Vorfall. Beim vorzüglich. Freilich ist nicht zu leugnen, daß bei Einführung der " Meine Herren, Mißhandlungen in der Armee geschehen immer noch, und immer noch viel mehr, als die höheren Vorgesetzten je zu Wie anders ist es in der Schweiz! Im vorigen Jahre hat bei wiffen bekommen. So sehr hütet man sich nämlich, irgend eine An- einer Kavallerieübung in Zürich ein Lieutenant Soldaten in der gabe zu machen, weil man für die geringfte Ungenauigkeit in der Reitbahn auf allen Bieren laufen lassen. Solche Scherze fommen Darstellung schweren Strafen entgegengeht. Um so mehr natürlich auch bei uns vor. Wie schreibt nun die Züricher Post" darüber? Man ist es die Pflicht eines Boltsvertreters, da zu reden, wo die Be- weiß nicht, ob man den Lorbeer dem Lieutenant, der dies Buben troffenen schweigen müssen. stück erfann, oder der Mannschaft reichen soll, die feige genug war, es sich gefallen zu lassen." Das ist die Sprache aufrechter Männer. Aber die deutsche Presse sollte nur den zehnten Theil solcher Kritif wagen, was würde ihr geschehen! Um so mehr halte ich mich ver: pflichtet, bier im Reichstage zu sprechen. Wenn ich auch hier nicht viel damit erreiche, um so größer ist die Zustimmung, die ich außen finde.( Sehr richtig! bet den Sozialdemokraten.) Der zweite Fall, den ich Ihnen darlegen will, hat mit dem ersten 5. rheinischen Infanterie- Regiment Nr. 65 erklärte im Winter 1895/96 Voltswehr die Ausbildungszeit der Soldaten nicht genügen würde, frappante Aehnlichkeit: Dem Arbeiter Peter Mohr zu Berlin wird die der Premierlieutenant in der Instruktionsstunde: Wenn jemand wenn nicht zugleich auch der militärische Jugendunterricht damit Nachricht, daß sein in Wesel dienender Bruder schwer erkrankt sei; er von Euch einen im Wirthshause eine Majestätsbeleidigung sprechen Hand in Hand ginge. Natürlich tönnten die Lasten für diesen begiebt sich nach Wesel und erfährt dort, daß sein Bruder an hört, dann hat er seine Plempe zu ziehen und den Kerl nicht die Gemeinden tragen. Ich nehme an, der Unterricht Sungenentzündung gestorben sei; der Hauptmann bemerkt dazu: er so lange über den Kopf zu schlagen, bis er liegen bleibt. beginnt mit dem 10. Lebensjahr. Wenn auf je 50 Schüler ein sei ein geistesschwacher, aber williger Soldat gewesen. Meine( Hört, hört! links.) Nach der Instruktion ist der Soldat Lehrer kommt, wären 12000 Lehrer erforderlich, deren Gehalt ich Herren, da haben wir wieder dieselbe Bezeichnung: geistesschwacher verpflichtet, den Majestätsbeleidiger zu denunziren, die An- auf 1800 W. anfeße. Für Beschaffung von Waffen zc. wäre eine Soldat! Wie nun Mohr die Habseligkeiten seines Bruders in weisung des Premierlieutenants geht weit darüber hinaus. Anleihe von 100 Millionen nöthig, die sieben Willionen jährlich Empfang nehmen will, kommt er mit anderen Soldaten( Ruf rechts: Es waren nur Redensarten!) Nein, es war ganz ernst für Zinsen beanspruchen. Rechne ich alle sonstigen Ausgaben zu zusammen, und diese theilen ihm mit, daß der Todte schwer miß- gemeint, und wenn es bis jetzt nicht befolgt ist, so nur deshalb, fammen, so würde die Gesammtausgabe für das Militärbudget bei handelt worden sei, und zwar von dem Unteroffizier Briesel und weil einmal in Gegenwart von Soldaten selten Majestätsbeleidi- Einführung der allgemeinen Volkswehr ca. 385 Mill. Mark betragen, dem Gefreiten Kretschmann. Als er sie fragt, warum denn teine Anzeige gungen fallen, vielleicht auch, weil die Soldaten vernuftiger sind als also um ungefähr 200000 m. hinter dem jezigen Militärbudget zurückerfolgt sei, fagen ihm die Leute: das geht nicht, man wird dann zu ihre Vorgesetzten.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Das bleiben. Die Urtheile über das schweizerische System sind übrigens auch febr malträtirt. Mohr begiebt sich nun zum Hauptmann; diefer Politiktreiben in der Armee nimmt immer mehr überhand. Wir von fachmännischer Seite die denkbar günstigsten. So hat ein franerklärt, er habe von der Sache nichts gewußt; weitere Er- balten uns fern davon. Jedem unserer Genossen zösischer General es ausgesprochen, daß die schweizerische Armee mittelungen ergeben dann, daß der Verstorbene wieder würden wir es im höchsten Grade verübeln, unter den Armeen aller Staaten einzig dastehe. Wit großer Weisheit holt mit der Klopfpeitsche blutig geschlagen sei; ferner sei wenn er als Außenstehender Agitation in die und vollem Erfolge habe es allein die Schweiz verstanden, alle ihm befohlen worden, in voller Rüstung anzutreten und vor Armee tragen, oder als Soldat sozialbemo- Landeskinder zu bewaffnen und aus jedem einen Soldaten zu machen. den Augen der Umstehenden widernatürliche Handlungen an tratische Agitation im Heere treiben wollte. In Der Grund, weshalb man sich bei uns der Ausführung dieses Gesich vorzunehmen; er wurde ferner vor den Leib getreten, so daß er unserer ganzen Parteipreffe werden Sie nicht eine Aeußerung sinden, dankens in den Weg stellte, ist auch viel weniger das Befeinen Urin mehr lassen konnte u. f. f. Kurz, er war das Opfer die zur Agitation in der Armee räth, wohl aber zahlreiche denken gegen die praktische Ausführbarkeit als vielmehr einer schamlofen Gemeinheit, einer Barbarei ohne Gleichen. Ueber Aeußerungen, in denen dringend davon abgerathen wird. Wir der Widerwille gegen das ganze System, was dem Voltsdiese Behandlung zur Verzweiflung getrieben, brachte er schließlich vier wären Thoren, wenn wir anders handelten. Bei der Umsturz- heer im Gegensatz zu der stehenden Armee zu grunde liegt. Nächte im Freien zu, und da hat er sich dann die Lungenentzündung zuge vorlage versuchte die Regierung bekanntlich den§ 112 des Str.-G.-B. Die Vortheile eines solchen Voltsheeres wären in der That für die zogen, der er schließlich erlegen ist. Nunmehr erst wurde eine Untersuchung ganz bedeutend zu verschärfen, um die sozialdemokratische Agitation Nation großartige. Kein Mensch wird bestreiten, daß sich infolge gegen den Unteroffizier eingeleitet; über das Maß der Strafe ist in der Armee zu hindern. Bei der Kommissionsberathung aber einer solchen förperlichen Ausbildung vom 10. Lebensjahre an auch nichts genaueres bekannt geworden. Das empörendste an der Sache fonnte sie nicht das geringste Material vorlegen, um die Ver- die Aktionsfähigkeit der Nation auf wirthschaftlichem Gebiet kolossal aber war: daß der Arbeiter Mohr, als er die Beschwerde einleitete, schärfung zu rechtfertigen. Die Mitglieder der Rechten, die steigern würde. Ferner würden auch die Opfer, die deute der eins von dem Feldwebel und dem Lieutenant in einer Weise behandelt in der Kommission faßen, müssen mir das bestätigen. zelne aufzubringen hat, ganz bedeutend herabgeschwächt werden. worden ist, die ihn auf das tiefste entrüften mußte; es wurde ihm Die Behauptung, daß fozialdemokratische Agitation im Also sollte man sich doch in maßgebenden Kreisen ernsthaft damit gefagt, daß er wegen solch einer Bagatelle nicht dem Hauptmann Heere betrieben würde, ift eine leere Behauptung, beschäftigen, ob nicht auch bei uns das System durchführbar wäre. hätte Meldung machen sollen!!! eine dreiste Anschuldigung ohne jeden Beweis. Wohl aber wird Ich meine, wenn die herrschenden Klassen der Schweiz, wo das Meine Herren, diese beiden Fälle zeigen, daß in unserer Militär- von anderer Seite Politik im Heere getrieben. Anfang Januar System besteht, nicht die geringste Befürd, ang um den Bestand des Verwaltung Schäden vorhanden sind, die selbst mit einer neuen ging durch die Zeitungen die Mittheilung, daß der Oberlehrer Staates haben, dann sollte auch das Deutsche Reich in der Lage Militär- Strafprozeß- Ordnung noch lange nicht beseitigt find. Die Dr. Schmidt in Bromberg einen Vortrag über die Bermehrung der fein, ohne jede solche Befürchtung dasselbe durchzusehen. Es scheint Hauptsache ist die, daß ein Zustand geschaffen wird, in dem die Kriegsflotte, den er zunächst in der deutschen Rolonialgesellschaft aber, daß bei uns zu jedem Fortschritt erst die schwere Noth der Soldaten nicht Gefahr laufen, für Anzeigen von den Vorgesetzten gehalten, nunmehr vor den Schülern der höhern Lehranstalten und Zeit drängen muß, wie ja auch die Heeresorganisation Friedrich gewissermaßen bestraft zu werden. 600 Unteroffizieren und Mitgliedern des Landwehrvereins des Großen erst nach der Niederlage von Jena beseitigt wurde. Nun will ich aber noch eines anführen: Wenn von all den wiederholt habe.( Rufe rechts: Zur Sache.) Der§ 49 des Steichs-( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Thatsachen, die ich hier so im Laufe der Zeit angeführt, auch nur Militärgefeßes untersagt der Armee jede Betheiligung an der Politit. Kriegsminister von Goßler: Herr Bebel hat selbst zugegeben, das allergeringste nicht genau stimmte, so war es in erster Auch die Schüler sind nicht berechtigt, an politischen Versammlungen daß ein Abgeordneter nicht in der Lage ist, die Beschwerden zu Linie stets der General- Auditeur Herr Jttenbach, ganz theilzunehmen.( Ruf rechts: Der Kriegsminister ist doch kein Schul- prüfen. Ganz einverstanden! Er hätte mur dann die Beschwerden besonders entrüstet that. Nun hat fürzlich eben dieser Herr Jtten- lehrer!) Nur mit Kenntniß der Vorgesetzten konnten die Unter- unterlassen sollen. Wenigstens hätte er mir vorher Wittheilung zu bach meinem Freunde Frohme gegenüber, der die Nothwendigkeit offiziere an dieser Versammlung theilnehmen. Auf der anderen machen. Herr Bebel hat aber wieder fein altes System augewandt der and Personen angeklagt, die sich hier nicht vertheidigen können. Inicht die Löhne gedrückt werden. Ich könnte für diese Lohndrücke. Die Leute erhalten hohen Zohn und da immer genügend Arbeiter da Herr Bebel sagt, die Leute scheuen sich, die Beschwerden anzu- reien viele Beispiele anführen. Durch die Kontrakte müßte den Unter- find, so ist das ein Beweis, daß die Arbeit doch nicht so schwer ist. bringen. Es mag fein. Früher tamten wir folche Scheu nicht. nehmern verboten werden, durch Zwischenmeister die Arbeiten Lohnherabfehungen sind in Spandau insofern erfolgt, als bei der Ea liegt ein Mangel an Muth darin. Herr Bebel herstellen zu laffen.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Herstellung des neuen Armeematerials die Affordsätze bei bestimmten sollte den Leuten, die bei ihm Beschwerde führen, sagen: Habt den Aber der Kriegsminister kennt das Kontrattwesen zu wenig; wenn Arbeiten sorgfältig geprüft und erniedrigt sind, weil der Verdienst, Muth, die Beschwerden beim Borgesetzten anzubringen. Wenn ich Kontratte entsprechend ausgestellt werden, ist die Kontrolle durch der bei den alten Akkordfäßen von den Arbeitern erzielt wurde, nach dem Grunde für den mangelnden Muth forfche, so sehe ich ihn zuführen. Da haben einmal sich die Sattler mit der Aufdeckung über den vorgeschriebenen Maximalverdienst hinausging. Auch nach in der herrschenden Beitrichtung, der ja die Sozialdemokratie nicht fauler Geschäftspraktiken ihrer Firmen an die verschiedenen Kriegs- der Herabsetzung sind die Löhne durchaus angemessen. Für fern fleht. Durch die sozialdemokratische Agitation ist bei den Leuten ministerien gewandt. Sie erhielten aber durchaus abweisenden Be Reinigungsräume und Waschwasser ist reichlich gesorgt. 15 Minuten das Vertrauen zu ihren Vorgesetzten erschüttert worden.( Sehr scheid. Die Geschäftspraxis der Militärverwaltung hat nicht nach Schluß der Arbeit kann sich jeder Arbeiter umgezogen und gerichtig! rechts.) Herr Bebel hat den Fall Marzillier vorgetragen, nur bei den Arbeitern, sondern auch in bürgerlichen waschen haben. ich habe recherchirt. Es find Mißhandlungen festgestellt worden. Kreifen Unzufriedenheit erregt; das beweist der Bericht der Handelsvon Hierauf vertagt sich das Haus. Persönlich bemerkt Abg. Kunert, daß er im Rahmen einer persönlichen Erwiderung nicht die Angriffe auf seine Rede widerlegen könne, daß er aber bei nächster Gelegenheit darauf zurückkommen werde. Nächste Sigung: Sonnabend 2 Uhr. Tagesordnung: Fortsetzung der ersten Berathung der Postdampfer- Subventionsvorlage. Schluß 5/4 Uhr. Abgeordnetenhaus. Abg. Dr. Opfergelt( 3.) verwirft jede behördliche Wahlbeeinflussung, da seine Freunde den Ausdruck der unverfälschten Volksmeinung bei den Wahlen wünschen. Redner flagt darüber, daß in seiner Heimath die Bestimmungen der Reichs- GewerbeOrdnung über die Sonntagsruhe durch die Anordnungen der Arbeiter völlig Botalbehörden zum Schaden ber illuforisch gemacht werden. Namentlich sei das Bestehen der Montags- Viehmärkte in der Rheinproving für die Sonntagsruhe sehr störend. Bom Regierungstische wird erwidert, daß eine Neuregelung der Bestimmungen über die Sonntagsruhe vorbereitet wird, bei der die Wünsche der Provinz berücksichtigt werden sollen. Abg. Dr. Friedberg( natl.) wirft dem Landrathe, der den Aufruf gegen den nationalliberalen Randidaten bei der Hildesheimer Am besten wäre es, Wahl unterzeichnete, unwahrhaftigkeit vor. wenn die Beamten in Wahlsachen mehr Zurückhaltung übten; ba die Regierung nicht auf diesem Standpunkt steht, so muß ein solcher Beamter wenigstens den politischen Anstand wahren. Es wäre inter efsant, vom Vizepräsidenten des Staatsminifteriums zu erfahren, was er unter seiner Politit der Sammlung versteht; da er aber nicht hier ist, so will ich den Minister des Innern mit dieser Frage nicht belästigen.( Heiterkeit.) Es scheint, nach dem Verfahren des be tannten Landraths in Pommern zu urtheilen, als ob der Wille der Regierung sich nicht bis in die unteren Instanzen Geltung ver schaffen kann. Wir werden auf die Hildesheimer Angelegenheit wieder zurückkommen, wenn die Landräthe ihre Unterschrift unter dem Aufruf nicht ausdrücklich zurückziehen. Der Unteroffizier ist zum Gemeinen degradirt worden und mit und Gewerbevereine für Oldenburg, der sich über die unglaubliche sechs Monaten Gefängniß bestraft worden, eine Strafe, die ich ihm Preisdrückerei bei den Submissionen beklagt; es werden sogar ausganzem Herzen gönne. Bedauerlicherweise mußten auch wärtige Geschäfte auf Kosten deutscher Firmen begünstigt. Wie weit einige Kameraden des Marzillier bestraft werden, weil sie nicht den die Ausbeutung der einzelnen Arbeiter durch die Militär- Verwaltung Muth gehabt haben, die Mißhandlungen anzuzeigen. Auch in dem geht, erfieht man aus den außerordentlich niedrigen Schreiberlöhnen, Falle Mohr habe ich recherchiren lassen und es sind auch hier die sie zahlt. Eine Charlottenburger Garnison Verwaltung suchte schwere Mißhandlungen festgestellt worden. Der Unteroffizier ist unlängst in einer Annouce einen Schreiber für 30 Mart mit Degradation und 10 Monaten, der Gefreite mit 14 Monaten pro Monat.( hört! hört!) Ist das Arbeiterschutz oder UnGefängniß bestraft worden. In dem Bericht heißt es: Es sei un verfrorenheit? Ebenso elend sind die Arbeiterlöhne in den begreiflich, wie bei der humanen Behandlung durch die höheren Pulverfabriken; sie betragen 2, höchstens 2,50 Mart pro Tag. Borgesetzten solche Mißhandlungen vorkommen konnten. Also, Die Säurearbeiter in Spandau erhalten allerdings 15 Mart Herr Bebel, verweisen Sie die Leute nur auf den Bes Wochenlohn und eine Mart pro Tag als sogenannte Säurezulage; 25. Sigung vom 18. Februar 1898, 11 Uhr. schwerdeweg, Sie tönnen sich darauf darauf verlassen, daß diese Arbeiter haben aber eine außerordentlich gefährdende Arbeit Am Ministertische Frhr. v. d. Rede und zahlreiche Rom alle Mißhandlungen schwer geahndet werden. Daß die zu vollziehen; und sie halten sie auch nur verhältnißmäßig turze miffarien. Mißhandlungen mit unserem System zusammenhängen, wird Beit aus, nach wenigen Jahren sind sie vollständig herunter Die Spezialberathung des Etats des Ministeriums des wohl auch der Abg. Bebel nicht behaupten. Er hat ja selbst zu gekommen. In der Geschüßgießerei in Spandau erhielten die Innern wird bei dem Titel Ministergeball" fortgesetzt, mit dem gegeben, daß auch in der Schweizer Armee Mißhandlungen vor- Arbeiter zu Neujahr eine Lohnreduktion um 20 pet. und Fortfall die auf die Gendarmerie bezüglichen Etatspositionen verbunden tommen. Es hat darüber auch im Nationalrath eine Debatte ge- der Reinigungsbegünstigung, so daß sie jest in schmußigem Zustande werden. geben. Die Mehrzahl der Beschwerden wurde aber als unbegründet nach Hause gehen müssen. In der Munitionsfabrik schickten die Abg. Frhr. v.Beblik( ft.): In dem Falle der drei Landräthe bei der zurückgewiesen, in dem Berichte aber hieß es, daß in einzelnen Arbeiter, als eine Reduktion stattfand, eine Kommission an den Hildesheimer Wahl tönne er ernste Bedenken gegen das Vorgehen des Theilen der Schweiz allgemein Unzufriedenheit über die Behandlung Direktor; dieser belegte jeden mit einer Strafe von 1,50 Mart, weil Ministers nicht unterdrücken, denn die Landräthe waren doch nur bemüht, Der Soldaten herrsche, in anderen wieder nicht. Nun, ich meine, da sie nicht den richtigen Instanzenweg eingeschlagen hatten. die welfische Kandidatur zu bekämpfen. Wenn die wirthschaftspolitische sind wir noch besser daran. Allgemeine Unzufriedenheit über die Sierauf wurde bei einer weiteren Beschwerde den anderen Stellung der nationalliberalen Kandidaten ebenso flar dargelegt Behandlung des Soldaten herrscht bei uns nirgends. Was Herr Arbeitern ein Lohnabzug gemacht, um so die Gleichheit mit den wird, wie es hier von den Abgg. Möller und Dr. Friedberg Bebel über das Hineintragen von Politik in die Armee gesagt hat, anderen Arbeitern, die sich zuerst beschwert, herzustellen!!( Hört! hört!) geschehen ist, dann werden die Landräthe feinen Grund haben, solche tann ich nicht fontrolliren. Ist in einer Instruktionsstunde das Natürlich fonnten sich die Arbeiter nicht ohne weiteres darein schicken Kandidaturen zu befämpfen. Die gestrigen Ausführungen des Abg. Schimpfwort Jude oder Sozialdemokrat gefallen, so halte ich das Erft als ihnen direkt mit Entlaffung gedroht wurde, fügten sie sich v. Röller über die Mängel in der Verwaltung und in der Vorbildung nicht für Politit, sondern für eine Beleidigung, die, wenn sie an- in die Lohnreduttion. So geht man in einem föniglichen Muster des jungen Beamtenperfonals waren wahrhaft erfrischend. Es ist gezeigt wird, bestraft wird. Ob die Worte über die Irrlehren von betrieb vor. Außerdem sind in diesen Spandauer Artilleriewerkstätten nöthig, daß die jungen Leute praktisch besser vorbereitet werden, der Sozialdemokratie von dem betreffenden Offizier gerade geschickt nicht einmal die nöthigen Schuhvorrichtungen vorhanden. So wurde wenn ich auch glaube, daß Herr Köller die landräthliche Bureaugewählt waren, lasse ich dahingestellt. Die Meinung von im Jahre 1896 durch einen zerspringenden Schleifstein ein Arbeiter Arbeit zu gering einfchäßt. den Irrlehren ber Sozialdemokratie aber theile ich auch, getödtet und zwei au lebenslänglichen Krüppeln gemacht. Ebenso ( Heiterkeit.) Die Herren nähren fich von Versprechungen, die fie mangelt es an genügender Bentilation. Sorgen Sie doch dafür, daß gar nicht erfüllen können, und von Behauptungen, die sie nicht be- das Wort des Herrn v. Posadowsky, die Regierung sorge für Leben weisen können.( Sehr richtig! rechts.) Ich beschäftige mich, feitdem und Gesundheit der Arbeiter, nicht zum reinen Spott werde. ich Kriegsminister bin, auch nothgedrungen mit der Sozialdemokratie Ferner ist es durchaus nöthig, daß den Soldaten bei dem und war gezwungen, bie Protokolle über die einzelnen Parteitage überaus anstrengenden täglichen Dienst, die Sonntagsruhe gesichert zu lesen. Ich muß fagen, es ist das langweiligste Beug, was ich je bleibt. Bei dem Feldartillerie- Regiment Nr. 35 in Deutsch- Eylau gelesen habe.( Seiterkeit und Bravo rechts.) Die Aeußerungen, die indeß beginnt der Dienst am Sonntag früh um 6 Uhr und dauert der Abg. Bebel über eine Rede von gewisser Stelle gemacht hat, hätte mit Unterbrechungen 12 Stunden lang. Wo bleibt da die Sonntags er sich füglich sparen können. Ich meine, bei einer religiösen Feier, wo ruhe? Man hat früher gesagt, man folle den Soldaten kein evangelische und katholische Soldaten, nicht auch jüdische vor dem warmes Abendbrot geben, damit sie wenigstens den Abend Altar stehen, ist es sehr angebracht davon zu sprechen, daß die chrift frei haben. Aber sie haben ja felbft am Sonntag liche Religion ein wesentlicher Hebel für die Disziplin, den Ge- auch ohnehin feine freien Abendstunden! Ich gebe ja zu, horsam und die Tapferkeit in der Armee ist. daß das ein Ausnahmefall ist. Doch ich meine, auch das Die Berechnungen des Abg. Bebel über das Milizsystem ist unhaltbar, daß wie es hier der Fall gewesen, einfach find wohl sehr vager Natur. Herr Bebel hat leider fein Ver- der Batteriechef wegen geringfügiger Vergebungen die Leute zum sprechen nicht gehalten, mir die Broschüre zugänglich zu machen, Dienst am Sonntag kommandirt. Wir haben kein Söldnerbeer, die er über die von ihm gewünschte Heeresorganisation sondern da dienen freie Kinder eines freien Volkes und müssen auch verfaßt hat.( Heiterkeit rechts.) Jeht höre ich, daß nach der von dementsprechend behandelt werden. Ich will ja Herrn Lingens teine ihm erstrebten Heeresorganisation die Armee zum großen Theil aus Konkurrenz machen, aber ich meine doch auch, daß die Soldaten Kindern bestehen soll.( Große Heiterkeit rechts.) Db die Eltern nicht zum Gottesdienst kommandirt werden dürfen, das muß dem einverstanden fein werden, erscheint mir sehr fraglich.( Lachen freien Willen eines jeden überlassen werden. Uebrigens steht der lints.) Ob sich der Milizgedanke ausbilden läßt, bleibt abzu Fall aus Eylau doch nicht so vereinzelt da. Besonders wenn große warten. In der Schweiz liegen doch die Verhältnisse wesentlich Inspektionen in Aussicht stehen, werden die Soldaten auch am anders. Die Schweiz ift ein neutrales Land, die Sonntag sehr häufig zum Appell gerufen. Natur des Landes ist wesentlich von derjenigen unseres Es ist eine Verschlechterung in bezug auf die Sonntagsruhe Landes verschieden. Die Verhältnisse in beiden Ländern lassen sich gegen früher eingetreten. Früher haben die Soldaten von 12 Uhr nicht vergleichen. Ich bestreite, daß eine Milizarmee so friegsbereit ab stets frei gehabt; sie fonnten ausgehen, ohne den Korporalschafts- Präsident v. Kröcher rügt den vom Vorrebner erhobenen Vor sein kann wie die unserige. Ueber das Schweizer Militärbudget führer zu fragen. In einem sächsischen Gefängniß ist Sonntag für wurf gegen einen Beamten, der sich noch im Besiße der Ehrenrechte fehlen mir genaue Ziffern. Ich weiß uur, daß es in einer bestimmten Sonntag gearbeitet worden, Jahr für Jahr, zur Schmach der befindet( Heiterfeit), er habe etwas unterschrieben, was eine Un Beit aufs 36 fache gestiegen ist. Wenn Herr Bebel sagt, die Zeit der sächsischen Militärverwaltung.( Große Unruhe rechts.) Es handelt wahrheit enthielt, als die Grenzen des parlamentarisch zulässigen Noth werde uns belehren, daß wir ohne Milizsystem nicht aus sich hier um Arbeit, die unter den Augen der Vorgesetzten überschreitend. kommen werden, so glaube ich ihm erwidern zu können, mit dem geleistet worden ist. Die Sonntagsruhe wird den Sola Abg. Frhr. v. Eynatten( 3.) tritt für die Errichtung tons System Bebel würden wir erst in Noth kommen.( Lebhafter Beifall, baten illusorisch gemacht nicht blos durch höhere Offiziere, feffioneller Kirchhöfe in der Rheinproving ein. rechts.) sondern durch jeden beliebigen Unteroffizier oder Gefreiten, Minister v. b. Recke: Der Vorwurf Friedbergs, der gegen die Generalauditeur Jtteubach: Ich habe von dem, was ich am der die Soldaten mit den Sachen antreten läßt und anderen Unfug Disziplin der Beamten sich richtet, müsse entschieden zurückgewiesen 17. November gesagt habe, nichts zurückzunehmen. Unserer Straf- treibt. Aus eigener Erfahrung kann ich vom 20. und 48. Regiment werden. prozeß- Ordnung wurde der Vorwurf gemacht, daß fie barbarisch sei. bestätigen, bei denen ich in Küftrin und Treuenbriegen gedient habe, Abg. Dr. Lohmann- Hagen( natl.): Schon vor einem Jahre Ich sagte, unser Militär- Strafrecht sei das humanfte und ich führte daß wir auch Sonntags in der allerschnödesten Weise häufig durch hat man fich gegen die Bestimmungen über die äußere zwei barbarische amerikanische Urtheile an. Die Urtheile find that Appelle beunruhigt wurden, die uns die Sonntagsruhe raubten. Um Seilighaltung der Sonntage in Berlin gewendet; diese Bestimmungen auch in den Provinzen fächlich in Amerita gefällt. Sie sind in einem New- Yorker Blatte die Reichstags- Beschlüsse in dieser Hinsicht fümmert man sich nicht. jeht find Geltung abgedruckt im Jahre 1871.( Aha! links.) Warten Sie mit Ihrem Ab. Der Reichstag fann beschließen, was er will, der Bundesrath kümmert zur gebracht. Redner schildert die Wir der Verordnung in Westfalen, namentlich das ( Heiterkeit.) Die Urtheile intereffirten mich deshalb, weil selbst in unseren sich nicht darum. Das beweist, daß es in ganz Deutschland keinen fungen früheren Strafrecht solch' barbarische Strafen nicht möglich waren. größeren Hemmschuh giebt, als den Bundesrath.( Heiterkeit.) Verbot der Sonntagsjagd und das Verhängen der Schaufenster auch Ich konstatire, daß unser altes preußisches Strafrecht vom Jahre Auf die amerikanische Militärjustiz find hier Steine geworfen außer der Zeit der Kirchenstunden. Wir sollten uns hüten, einen 1845 das amerikanische Strafrecht um ein ganzes Vierteljahrhundert worden, nun das ist bereits widerlegt. Jn Sachen der Sonntags- puritanischen, englischen oder amerikanischen Sonntag bei uns eingefchlagen hat. Und den Vorsprung, den wir haben, hat das rube hat Lincoln bereits im Jahre 1862 treffliche Vorschriften für zuführen.( Sehr richtig!) amerikanische Strafrecht noch nicht eingeholt. Das Kahlscheeren, Heer und Marine erlaffen. Das Sittengefeß sagt dem Soldaten: Settentragen, an den Pranger stellen, blieben auch nach 1872 noch Du sollst den Feiertag heiligen; der Militarismus fagt ihm: Du berechtigte Eigenthümlichkeiten der amerikanischen Strafgesetzgebung. mußt darauf pfeifen. Das Sittengesetz fagt ihm: Du Auch unser Strafrecht ist noch milder, wie das neueste sollst Bater und Mutter ehren! Der Militarismus aber amerikanische Strafrecht. Ja, es ist zweifelhaft, ob das an den fagt ihm: Du mußt auf Vater und Mutter und Mutter schießen, Branger ftellen noch zu den Strafen in Amerita gehört, das Retten- wenn ich es befeble. Sic volo, sic jubeo! In der Sache Abg. Böttinger( natl.) wünscht eine anderweite Regelung der schleppen ist zweifellos noch gefeßliches Strafmittel. Db diefes liegt Syftem. Es tommt nicht darauf an, welchen Namen man Bestimmungen über die Zusammensetzung der rheinischen Gemeinde Strafmittel nicht mehr angewandt wird, weiß ich nicht. Ich bin diesem System giebt. Wollte man antikisiren, so könnte man es das vertretungen, und eine einheitliche Regelung des Geheimmittel also vollständig berechtigt, meine damalige Behauptung zu wieder- System Caligula nennen. Wem es bequemer liegt, kann auch einen wesens. holen, daß unser Militärstrafgeset humaner als das amerikanische modernen Namen an die Stelle Caligula's fezen. Das Volt aber Regierungskommissar Geh. Rath Nöll erwidert, daß die erstere ist. Ein Urtheil über die Urtheile in Amerika habe ich mir nicht hat die Pflicht, seine höchsten Güter zu schützen und diesem verderb: Frage in der Zentralinstanz nicht zum Vortrag gekommen sei. Vorerlaubt. Ich stehe auf dem Standpunkt, daß man gerichtliche Urtheile lichen System das verdiente schmähliche Ende zu bereiten.( Beifall stellbar sei ja, daß die Landgemeinde Ordnung vom Jahre 1888 nicht kritisiren darf, ohne den vollen Sachverhalt zu kennen. Ich bei den Sozialdemokraten.) Bestimmungen enthalte, die inzwischen veraltet find. Die Regierung wünsche, daß dieser Grundsatz auch auf die Urtheile der preußischen Kriegsminister v. Goßler: Warum der Herr Vorredner sich ist bereit, in eine Prüfung der Verhältnisse einzugehen und Abhilfe Kriegsgerichte Anwendung finden möge. zum Schluffe so aufgeregt hat, weiß ich wirklich nicht.( Heiterkeit rechts.) zu schaffen, allerdings tönnen die Verhältnisse einer einzelnen Ges Abg. Kunert( Soz.): Das preußisch- deutsche Militärsystem und Auf die Einzelheiten will ich nicht eingehen. Ueber die Sonntags meinde dabei nicht entscheidend sein. Die Geheimmittelfrage gehört das amerikanische laffen sich mit einander gar nicht vergleichen. Das ruhe bestehen bestimmte Vorschriften des Raisers, die dem Vorredner vor das Kultusressort. stehende Heer in Amerika ist verschwindend flein, es besteht aus offenbar nicht bekannt sind. Es soll darnach Fürsorge getroffen Abg. v. Heydebrand( t.) kann die Auffassung Friedberg's von Söldnern, gekauften und geworbenen Leuten und da wagt man werden, daß jedem Soldaten die Erfüllung seiner religiösen der Stellung der Beamten nicht theilen. Beamte und auch Landes zu vergleichen mit dem Heere, in dem die Söhne unseres Pflichten ermöglicht wird. Für die weiteren Fälle bitte ich räthe haben das Recht der politischen Stellungnahme, nur müssen Voltes dienen, mag das nun richtig sein oder nicht, was uns Herr den Herrn Vorredner um sein Material, da ich sonst eine fie die Grenzen innehalten, die ihnen ihr Amt auferlegt. Daher ist Ittenbach hier gesagt hat. In amerikanischen Blättern ist übrigens Untersuchung nicht einleiten kann. In der Budgetkommission die Rektifizirung in diesem Falle gerechtfertigt. Weiter fann aber gefagt worden, daß Herr Jttenbach keine Ahnung von den amerika- trug auch einer der Herren Genoffen( Heiterkeit rechts) Be- auch nicht gegangen werden. Der Beamte muß das Recht haben, nischen Verhältnissen hat, obwohl er sie hier fritisirt bat. Dem fchuldigungen vor. Als ich ihn dann um das Beweismaterial bat, feine Meinung nach oben wie nach unten zu vertreten.( Beifall Kriegsminister erwibere ich, daß wir nie und nimmer daran denken fagte er: Ich habe es nur gehört, beweisen fann ich es nicht. rechts.) tönnen, den Mitgliedern des Bundesraths unser Material zugänglich( Hört, hört! rechts.) Wir sind bemüht, den Arbeitern in Spandau Abg. Dr. Krause- Rönigsberg( natl.): Nicht gegen die Disziplin gegen den Mangel an Energie au zu machen. So gut stehen wir nicht miteinander. Das verträgt in jeder Hinsicht gerecht zu werden. Wenn die Sozialdemokratie der Beamten, sondern sich auch nicht mit der Würde eines Abgeordneten.( Widerspruch nicht beständig Unfrieden stiften würde, tönnten es Mufter- höherer Stelle richteten sich Friedberg's Angriffe. Die Meinungsrechts.) Der Bundesrath macht uns ja auch keine Mittheilung, anstalten werden. Ich weiß nicht, wo der Vorredner seine Nach freiheit der Beamhn billigen wir; aber er darf nicht die Politik ber wenn er Material gegen uns hat. Daß von uns die Autorität richten her hat. Wenn er sie aus einem Artifel des Vorwärts" Regierung bekämpfen. Es ist das mehr eine Frage des politischen untergraben, die Moral verschlechtert wird, ist eine gänzlich beweis- geschöpft hat, bedaure ich ihn, denn die betreffenden Nachrichten Anftandes. Eine Politit der Sammlung feht voraus, daß volles Tofe Behauptung, die ich zurückweise. Dem Soldaten gebührt ein des Vorwärts" über Spandau sind unwahr. Was die Sattler Vertrauen zu den Beamten vorhanden ist.( Bravo bei den National vernünftiges und ausreichendes Beschwerderecht, geben wir ihnen petition betrifft, so sind die Sattler darum eingefommen, daß die liberalen.) das Recht der Nothwehr in den Fällen, wo sie schmählich behandelt Hausindustrie in ihrem Fach verboten wird. Dafür lag für mich werden, dann wird es besser werden.( Unruhe rechts.) Dann feine Veranlassung vor, ich denke nicht daran, ins Erwerbsleben ein werden wir andere Soldaten bekommen.( Unruhe.) Wenn Sie ver- zugreifen.( Bravo! rechts.) langen, daß er bei der schmählichsten Behandlung, die ihm Generalauditeur Jttenbach bestreitet, daß man in den Gefängnißwiderfährt, stille schweigt, dann haben Sie ein Heer von Stlaven. anftalten der Armee die Kettenstrafe tennt. ( Sehr richtig! links.) Der Kriegsminister hielt unsere Parteitags- Generalmajor v. d. Böckh: Die Angaben des Vorwärts" protokolle für langweilig. Das ist Geschmacksache. Ich halte die über die Arbeiterverhältnisse in Spandau find im großen und Lektüre von Rang, Quartier- und Ordenslisten für viel langweiliger, ganzen nicht zutreffend. Ueber die Bestrafung der Pulverarbeiter, Angelegenheit näher treten wolle. der Kriegsminister hat nur bewiesen, daß er von sozialdemofra- die eine Beschwerde an den Kriegsminister gerichtet haben, ist mir Abg. Dr. Langerhaus( frs. Bp.): Es hat mir wehe gethan, tischen Dingen fehr wenig versteht. Der Berichterstatter Graf Roon nichts bekannt. Ist sie aber erfolgt, so ist sie zu Recht erfolgt, daß der Minister die Polizei als die beste hinstellte. Das wird im empfahl uns die unveränderte Annahme des Etats. Ich brauche ja benn fie haben den Instanzenweg nicht inne gehalten. Die Säure Bolte nicht verstanden werden. Das Verhalten der Polizeibeamten nicht erst auszuführen, weshalb wir gegen die Berausgabung der arbeiter haben gewiß eine schwere und gesundheitsschädliche Arbeit ist doch auch in auderen Fällen als ungefeßlich dargestellt worden. Militärmillionen stimmen. zu verrichten. Die Schutzvorrichtungen werden von den Fabrik- Auch in der Provinz sind Freiheitsberaubungen durch Beamte vor= Ich will nur den Kriegsminister ersuchen, bei der Bergebung inspektoren regelmäßig revidirt und feine Klagen find laut ge gekommen. Die Reviervorstände müssen verantwortlich gemacht von Bieferungen darauf zu achten, daß durch die billigen Preise worden. Bisher ist kein Mangel an Säure- Arbeitern eingetreten. werden für Prügeleien auf den Wachen. Mögen lieber " " " Regierungskommiffar Geb. Rath Kruse erwidert, daß die Rechtsgiltigkeit der betreffenden Berordnung angezweifelt worden ist, und die Regierung daher genöthigt sei, die gerichtliche Entscheidung abzuwarten. Die Regierung habe keineswegs die Absicht, einen puritanischen Sonntag anzuftreben. Abg. Reimnis( natl.) beantragt, daß Bestrafungen wegen Rauchens innerhalb der Gehöfte von dem Antrage des Besigers abhängig gemacht werden. Die Gendarmen im Regierungsbezirk Frank furt a. D., welche eine gewisse Anzahl von Strafanzeigen im Monat erstatten müffen, suchen mit Vorliebe das Rauchen zur Anzeige zu bringen. Bom Regierungstische wird erwidert, daß die Regierung dieser " " = hatte zehn Dirnen frei herumlaufen, als daß einer anständigen Frau so] Sonntag hat die 4. Abtheilung im Friedrich Wilhelmstädtischen| langer Beugenvernehmung und nachdem der Staatsanwalt eine Ges etwas passirt, wie es fürzlich geschehen ist. Theater Vorstellung und zwar von Shakespeare's Lustspiel Die fängnißstrafe von sechs Monaten beantragt hatte, ließ er sich bes Regierungskommissar Geh. Rath Braunbehrens stimmt in leg- I u ft igen Weiber von Windsor". Im März gelangt zur wegen, feine Schuld einzugestehen. Der Angeklagte terem Punkte mit dem Vorredner überein. Der Minister er- Aufführung Abu Said" und Cyprienne" von Sardou. ein Gehalt von 6000 Mart bezogen und von einer Nothwägt weitere Bestimmungen, die in dieser Richtung erlassen werden Sonntag, den 20. Februar, Vorstellung der 3. Abtheilung( grane lage fonnte somit teine Rede sein. Dieser Umstand fiel sollen. Karten). Der Vorstand. J. A.: G. Winkler. so erschwerend ins Gewicht, daß der Gerichtshof über den Auf eine Anfrage des Abg. Hornig( f.) erwidert RegierungsAntrag des Staatsanwalts hinausging und auf neun Monate Ge kommissar Frhr. v. Scherr- Thoß, daß den ausländischen ländlichen Die geftrige Sigung der Kammer VI des Gewerbegerichts fängniß bei sofortiger Verhaftung erkannte. Als die auf dem Arbeitern alljährlich ein geräumiger Termin zur Rückkehr in ihre wurde noch vor Erledigung der ersten Sache vom Assessor Dr. Krause Wandelgang barrende Ehefrau des Angeklagten dies Ergebniß er Heimath gestattet wird. für geschlossen erklärt. Sämmtliche Termine wurden auf fuhr, brach sie ohumächtig zusammen. Man brachte sie in eine leer Abg. v. Czarlinski( Pole) beklagt sich über ungerechte Behand gehoben. Die Beisitzer, die von der Berathung der ersten Sache flehende Belle und überließ sie der Pflege ihres Ehemannes, dem es lung der Polen; er vermuthet, daß die Anordnungen von Berlin her nicht wieder in das Verhandlungszimmer zurückkehrten, gingen auch nach längerer Zeit gelang, sie zum Bewußtsein zu bringen. auf grund unrichtiger Informationen erfolgen. In dem Briefe eines nach Hause. Vermuthlich ist dieser eigenthümliche frühzeitige Dann wurden die Gerichtsdiener Zeugen, wie die Gatten in Landraths feien schwere Beschuldigungen gegen die katholische Schluß der Sitzung auf einen Streit zwischen dem Vorsitzenden überaus inniger Weise von einander Abschied nahmen. Sie flüsterten Kirche enthalten gewesen. So habe es geheißen: die Küster würden und den Beisigern zurückzuführen. sich Worte zu, die für gegenseitige Trostesworte gehalten wurden. lieber zehn Meineide leisten, als gegen ihre Geistlichen aus- Die Frage der Uebernahme von Verkehrsanstalten in Sie haben aber einen anderen Sinn gehabt. Frau R. hatte schon fagen. Auf einen Zwischenruf: Wer ist der Landrath? bemerkt der städtische Verwaltung wird dem Vernehmen nach augenblicklich während der Verhandlung geäußert, daß sie die Verurtheilung ihres Redner: Dr. Gerlich beißt er!( hört! hört! im Zentrum.) im Schoße des Berliner Magistrats erwogen. Die Frage war Mannes nicht überleben würde. Nachdem sie von demselben AbAbg. Dr. Lotichius( natl.) wünscht, daß die Regierung der schon Gegenstand der Verhandlungen in der Stadtverordneten schied genommen, begab sie sich auf dem kürzesten Wege nach der Wahlbeeinflussung durch Beamte auch in der Provinz Heffen- Nassau Versammlung bei Berathung über Umwandlung des Pferdebahn Bellevue- Brücke, kletterte durch das Geländer hindurch auf einen entgegentrete. betriebes in den elektrischen. Damals hielt man die Angelegen- vorspringenden Pfeiler und stürzte sich in die Spree. Mehrere PerAbg. Dr. Schnaubert( t) tritt den Forderungen gegen die heit noch nicht für spruchreif, die Verkehrsdeputation aber sonen machten Rettungsversuche, als es dann nach längerer Zeit Sonntagsruhe entgegen. Diese sei durch den Reichstag gefordert scheint sie im Auge behalten zu haben, um sie jetzt einer end- gelang, die Lebensmünde ans Land zu ziehen, war sie bewußtlos und da sei es ganz in der Ordnung, wenn man neben der lichen Lösung entgegenzuführen. Man spricht zunächst vom und dem Anscheine nach bereits todt. Sie wurde nach dem Moabiter Sonntagsruhe auch die Sonntagsheiligung auftrebe; die Sonntags- Bau einer Unterpflasterbahn- Linie, welche die Stadt Krankenhause gebracht. Ihr Ehemann hat sich in der jagden find sehr störend, namentlich für den Bauern. Berlin auf Gemeindekosten ausführen und durch einen Unter- verflossenen Nacht im Gefängnisse erhängt. Abg. Klafing( t) vertheidigt die Bestimmungen über die äußere nehmer betreiben lassen soll, so daß der Hauptantheil des Gewinnes Anscheinend erschlagen worden ist der 24jährige Kolporteur Heilighaltung des Sonntags in der Provinz Westfalen. dem Stadtfäckel zufließen würde. Die Baukosten gedenkt man durch Albert Rahn, Landwehrstr. 22, welcher Donnerstag früh in seiner Abg. Szmula( 3) begründet ausführlich seine Forderung um eine neue Anleihe der Stadt Berlin aufzubringen. Wenn man in Wohnung mit leichten Wunden an der Schläfe todt aufgefunden Zulassung ausländischer Arbeiter. betracht zieht, daß die liberale Mehrheit unserer Stadtverwaltung wurde. R. wohnt in genanntem Hause sei etwa zwei Monaten mit Minister v. d. Recke erwidert, daß die Frage, die keineswegs sich gegen die sozialdemokratischen Anträge auf Uebernahme des seiner Frau und dem Kesselreiniger Friedrich Lange, welcher eine so einfach sei, sondern eine weitgehende nationale Bedeutung habe, Pferdebahnbetriebes in städtische Regie noch vor wenigen Monaten Schlafstelle inne hat. Am Mittwoch Abend hatten R. und 2. ge= fich nicht so leicht erledigen lasse; es finden gegenwärtig um mit Händen und Füßen gefträubt hat, so wird man dieser neuesten meinschaftlich verschiedene Gastwirthschaften besucht; sie begaben sich faffende Erhebungen über die Nothwendigkeit der gewünschten Ver Meldung zunächst berechtigte Zweifel entgegen bringen müssen. Es gegen 12 Uhr nachts nach der gemeinsamen Wohnstätte. Als Frau ordnung statt. ist ja bekannt, daß manche der maßgebenden Herren an der Er- Rahn gestern Morgen um 5 Uhr ihren Mann wecken wollte und Abg. Rickert( frs. Vg.): Die gestrige Rede des Herrn v. Köller baltung des gegenwärtigen Zustandes ein sehr starkes Jutereffe das Schlafzimmer desselben betrat, fand sie das letztere in großer war sehr interessant und lehrreich. Was würde man wohl sagen, haben. Wo sollte da ein plöglicher Gesinnungswechsel herkommen? Unordnung. Der Kesselreiniger faß auf einem Stuhl und schlief, wenn diese Rede aus der linken Seite des Hauses gehalten worden Reichspost und Privatpost. Eine treffliche Illustration für während. im Bett lag, das mit Blutsprißen bedeckt war. Der wäre. Es ist ganz gut, daß die Nationalliberalen einmal für die die Findigkeit und schnelle Uebermittelung von Briefen durch unsere fofort hinzugerufene Arzt Dr. K. konnte bei Nahn nur den bereits Wahlfreiheit eintreten müssen. Die Landräthe sollen sich Reichspost sind wir in der glücklichen Lage, in zwei Fällen anzu eingetretenen Tod konstatiren. Die Leiche wurde polizeilich jeder Wahlagitation enthalten. Auch gegen die Regierung soll geben. Der eine Fall verhält sich folgendermaßen: Eine Breslauer beschlagnahmt und Lange, der im Verdacht steht, seinen Wirth der Landrath nicht agitiren; das ist der Regierung nicht Firma hatte einen Brief an ein größeres, hiesiges Geschäft abgesandt, erschlagen zu haben, festgenommen. 2. bestreitet jegliche Schuld; nüßlich. Wenn die Landräthe in Hildesheim durchdringen, erhielt jedoch nach wenigen Tagen denselben als unbestellbar es fonnte auch nicht festgestellt werden, daß die beiden Männer and dann kassirt der Reichstag die Wahl; das schädigt auch das Ansehen zurück. Nun wandte sich die Absenderin an die Redaktion des Mittwoch Abend irgendwie in Streit gerathen wären. der Regierung. Die Stellung des Ministers gegenüber der Presse Vorwärts" mit der Bitte, doch den foeben zurückerhaltenen Brief Die Polizeibehörde theilt zu dem Falle mit: Der Maurer ist auffällig: tein Staatsbeamter, selbst tein Monarch kann das burch die Packetfahrt abzusenden. Der Vorwärts" erfüllte die Friedrich Lange, welcher verdächtig war, seinem Schlafwirth, dem Sicherheitsventil der Presse und ihrer Deffentlichkeit entbehren. Bitte, und- siehe da, die Adresse der unbekannt" ver- Stolporteur Rahn, Landwehrstr. 22, in der Nacht vom 16. zum Wir haben alle Ursache, der Preffe dankbar zu fein zeichneten Firma fand sich vor. Der zweite Fall betrifft 17. d. M. eine tödtliche Berlegung beigebracht zu haben, ist wegen für ihre Stellungnahme gegenüber den Miß einen unserer Berichterstatter. Derfelbe wurde am 14. d. M. von Mangels an Beweisen von der Kriminalpolizei wieder ent griffen der Polizei. Bedauerlich ist es, daß die Beamten unserer Redaktion aufgefordert, eine am nächsten Abend stattfindende lassen worden. Die Kopfverlegung, welche an der Leiche des fich nicht zu entschuldigen brauchen wegen ihrer Mißgriffe; man Versammlung zu besuchen. Die Redaktion wartet verschiedene Tage, Rahn vorgefunden worden ist, kann ebensogut von einem Falle wie meint, das dürfe ein Beamter nicht im Interesse seines Ansehens. allein der Bericht trifft nicht ein. Endlich bringt am 18. d. M., von einem Schlage herrühren. Rahn und Lange, welche stets freundDas Gegentheil aber ist richtig. Das Ansehen der Beamten würde also nach vier Tagen, unser Berichterstatter die ominöse Karte, gefördert durch einen höflichen Verkehr mit dem Publikum. welche laut Stempel über eine halbe Woche zu der Reise von Berlin nach Charlottenburg brauchte! Die Debatte über den besprochenen Titel wird geschlossen. Der Titel Ministergehalt wird genehmigt. Morgen( Sonnabend) 2 Uhr: Wahlprüfungen und Fortsetzung ber foeben abgebrochenen Berathung. Schluß 44 Uhr. aus 63 000. A Kommunales. " schaftlich init einander verfehrt haben, hatten in der bezeichneten Nacht zusammen an einer Geburtstagsfeier theilgenommen und nach Mitternacht schwer betrunken das gemeinschaftliche Schlafzimmer Vom Polizeipräsidium erhalten wir folgende berichtigende aufgesucht. Am Morgen fand Frau Rahn den Lange bis auf das Hemd entkleidet auf einem Stuhle sigen, fest eingeschlafen und Zuschrift: Der Vorwärts" hat in feiner Nr. 38 vom 15. d. Mts. mit der schnarchend vor; ihr Mann lag gleichfalls bis auf das Hemd entDer be. Einleitung: Die Berliner Polizeizustände werden durch folgenden fleidet quer auf seinem Bett, das Gesicht nach unten. Vorfall drastisch beleuchtet", eine Mittheilung gebracht, welche den schuldigte Lange hat angegeben, daß er sich der Vorgänge in der thatsächlichen Verhältnissen nicht entspricht. Der Sachverhalt ist vergangenen Nacht nur noch so weit erinnere, daß Rahn, als er die Ju Fortsetzung der Berathung zur Feststellung des vielmehr folgender: Als der Droschkentutscher Schneider in der Zimmerthür aufgeschlossen habe, infolge seiner Truntenheit lang Stadt Haushaltsetats für das Rechnungsjahr 1898/99 stellte das Nacht zum 14. d. Mts. infolge plöglichen Unwohlseins vom Bock hingestürzt sei. Mach zehntägigem ununterbrochenem Schlaf gestorben ist Magistratskollegium den Einzeletat der städtischen Gas- auf die Straße fiel, wurde er von zwei jungen Leuten, welche werte fest, welcher in Ginnahme und Ausgabe mit 25 814 600 m. den Vorfall mit angefehen hatten, fofort in seine Drofchte der 46jährige Auktionsgehilfe Luther, Bergstraße wohnhaft, der in un ein Uhr nachts Dirett zur Charitee einem Auktionslokal in der Neuen Schönhauserstraße angestellt war. abschließt. Der Ueberschuß aus den Gaswerken ift mit gelegt und 4 099 271 M. berechnet, welcher an die Stadt Hauptkasse gefahren. Die Hilfe eines Polizeibeamten oder, wie in der Mit- Vor zehn Tagen begleitete 2. einen Wagen, welcher von Charlotten abgeführt wird. Die Einnahmen setzen sich zusammen: theilung des" Borwärts" behauptet wird, des 11. Polizeireviers, ist burg gepfändete Sachen nach der Pfandkammer schaffen sollte, und dem Absatz vor der Fahrt nach der Charitee überhaupt nicht nachgesucht worden. fchlief unterwegs ein. Da L. nicht zu erwecken war, trugen ihn die an Gas 15 653 000 M., aus Den bei der Gasproduktion gewonnenen Nebenprodukten 4 806 400 m., ist daher auch unwahr, daß den beiden jungen Leuten auf diesem Arbeiter in einen Schuppen und ließen ihn dort, nachdem sie ihn aus Miethe für Ueberlassung der Gameffer 443 000 m., aus Ar auf der Wache nichts anfangen könne, und daß sie denselben daher nicht, ihn zu ermuntern, und so wurde er nach seiner Wohnung Revier bedeutet worden sein soll, daß die Polizei mit einem Kranken in eine Decke gehüllt, liegen. Auch am folgenden Morgen gelang es beiten für Gaslicht Einrichtungen 850 000 M. In Ausgabe gestellt nach einem Krankenhause bringen müßten. Das genannte Polizei- übergeführt, wo er weiterschlief. Auf Aurathen eines Arztes wurde find außer dem oben angegebenen Ueberschuß mit 4099 271 M. revier hat von der ganzen Angelegenheit erst nachträglich gegen er später nach der Charitee geschafft. Nahrung mußte dem Patienten, für den Ankauf von Kohlen zur Gaserzeugung 8 360 000 M., für 23/4 Uhr nachts Kenntniß erhalten. der von Tag zu Tag zusehends schwächer wurde, auf künstlichem allgemeine Betriebstoften 492 659 M., für Arbeitslöhne 1 806 000 M., für Verwaltungstoften 999 843 M., für Kontrolle, Bedienung und Re- Die Umwandlung des Pferdebahnbetriebes in den elektrischen Wege zugeführt werden. paraturen der öffentlichen Laternen 643 426 M., zur Schulden- Betrieb wird voraussichtlich den Berliner Gerichtsbehörden eine Ein gemeingefährlicher Gauner treibt zur Zeit in der tilgung und Berzinsung 2 284 962 M. u. f. w. Die Petroleumlampen, erhebliche Arbeitslast zuführen. Es verdient schon jetzt darauf bin Gegend der Jerufalemer Kirche sein Unwesen. Es ist ein mittelderen Zahl 1258 beträgt, erfordern einen Kostenaufwand von gewiesen zu werden, daß Kollisionen zwischen gewöhnlichem Fuhr großer, schmächtiger Mann von etwa 25 Jahren mit dunklem Kopfwert und den Motorwagen tagtäglich vorkommen werden. Einen haar und glattrasietem Gesicht; er ist feingekleidet und trägt Der Einzeletat der Hochbau Verwaltung, der Maßstab dafür giebt das Landgericht II, zu deffen Kompetenzbezirt goldenen Stueifer. In Geschäften giebt er eine Visitenkarte mit der eine Einnahme nicht aufzuweisen hat, erfordert eine Ausgabe von der Umkreis von Berlin gehört, wo schon jest zahlreiche, theils mit Aufschrift Dr. jur. Albert Wolf" auf und läßt sich die ausgewählten 4 897 868 M. Hiervon entfallen auf Gemeindeschulbauten 1469 000 m., Dampf, theils mit Elektrizität getriebene Motorwagen im Gauge Waaren nach seiner angeblichen Wohnung schicken. An Zahlung ist für höhere Schulen 35 000., für Gebände für besondere Schul- sind. Bei diesem Gericht haben sich die„ Transportgefährdungen" nicht zu denken. zwecke 235 000 m., für andere Zwecke, so für Feuerwehrgebäude, so erheblich gemehrt, daß dieselben eine stehende ubrik auf den Kautionsschwindler. Der Photograph Waugemann, der Boltsbadeanstalten, für den Bau des Märkischen Museums, des Terminzetteln bilden. An vielen Tagen stehen zwei bis drei solcher Disponent Scheibler und der Stellenvermittler Sahlte aus CharKinderhospitals und des 4. Krankenhauses 2 302 700 M. Anklagen zur Verhandlung. Dabei sind die Verkehrs- und Raum lottenburg sind wegen Kautionsschwindels gestern verhaftet worden. Der Ueberschuß der Stadthauptkasse Berlins aus der Ver- verhältnisse auf den Straßen vor den Thoren der Stadt meist viel Wangemann betrieb sein Geschäft unter der Firma Winge u. Wangewaltung für 1. April 1896/97 beträgt nach dem Jahresabschluß günstiger als in der Stadt selbst, wo oft enge Kurven und alle mann in der Berlinerstr. 80 und 80a zu Charlottenburg und hatte 7 988 869,84 M. Davon kommen in Abzug: 1. Zur Unterstützung futfcher, welche mit derartigen Straßenbahnwagen follidiren, Berlin, Schulstr. 4 in Stettin u. f. w. Sein Theilhaber, der nicht Augenblicke Straßenkreuzungen zu passiren sind. Die Fuhrwerts- noch mehrere Zweiggefchäfte, unter anderem Gitschinerstr. 107 au zum Besten der durch Unwetter Geschädigten in Deutschland: werden nach der heute maßgebenden schematischen Rechtsprechung festgenommen wurde, scheint zu den Geprellten zu gehören und mit 1000 000 M. 2. Zur Deckung der den Lehrern in den städtischen höheren Schulen aus der beabsichtigten und den Lehrern 2c. an den ebenso wegen Gefährdung eines Eisenbahntransports bestraft, als etwa 2000 m. hineingefallen zu sein. Wangemann suchte durch Gemeindeschulen aus der auf grund des Gesetzes vom 3. März 1897 wenn sie einen Schnellzug auf der Strecke in Gefahr gebracht hätten. Bermittler und durch Ankündigungen in einem Berliner Lokalbetreffend das Diensteinkommen der Lehrer 2c. an den öffentlichen Die private" Polizeiverordnung gegen 30 Gastwirthe, blatt Retoucheure, photographische Fachleute, Rafsiver, Buchbinder Boltsschulen beschloffenen Neuregelung der Gehaltsverhältnisse vom welche, wie die Berl. 3tg." mittheilte, vom Reviervorstand des und Kontrolleure für sein sehr ausgedehntes Geschäft. Er nahm an, 1. April 1897 ab nachzuzahlenden Gehaltszulagen für 1897/98 in 1. Reviers dahingebend dekretirt war, daß es den Gastwirthen gegen wer immer sich ihm vorstellte und zahlen konnte, und beschäftigte Höhe von 204 400 M. und rund 485 000= 689 400 m., mithin au- Androhung empfindlicher Strafen verboten wäre, den Schußleuten im ganzen etwa dreißig Personen. Jeder Angestellte mußte eine fammen 1689 400 m. Es verbleiben somit von dem Ueberschuß während des Dienstes Getränke zu verabfolgen, ist schon wieder Sicherheit in Höhe von 400, 500 m. und darüber leisten. Zur Benoch 6 298 969,34 M., welche Summe in dem Etat für das aufgehoben worden. Jene 30 Wirthe wurden gestern nach der ruhigung und Beseitigung etwa entstehender Bedenken gab WangeVerwaltungsjahr 1898/99 angefeßt worden ist. Revierwache gerufen, wo ihnen- diesmal von einem Polizeihaupt. mann die Versicherung, daß er nach Ausweis des Grundbuches eröffnet 35 000. besitze, und Sahlfe bestätigte dies bewußt oder unbewußt. Die neue Möckern Brücke. Der vom Stadtbaurath Krause mann, nicht wie das erste Mal von einem Lieutenant vorgelegte Entwurf für die architektonische Ausbildung der Möckern- urbe, daß das Verbot als nicht gegeben zu betrachten wäre". So ging das Geschäft recht gut von statten, denn die Angeworbenen Brücke ist vom Magistratskollegium genehmigt worden. Kandelaber Außerdem wurden die Herren in aller Form wegen der vielfachen waren nicht vorsichtig genug, sich über das Vorhandensein des vorsollen indessen auf der Brücke nicht zur Verwendung kommen, viel- Bemühungen in der Angelegenheit um Entschuldigung gebeten. Das gespiegelten Vermögens Aufschluß zu verschaffen. Es gelang dem mehr sollen die Straßenlaternen fortlaufend darüber hinweggeführt ist ja eine unheimliche Polizeihöflichkeit. In zivilen Kreisen ist es Schwindler, sich in den Besig von etwa 20 000 M. Bürgschaftsallerdings Gebrauch, daß man zu jemandem ins Haus kommt, wenn geldern zu setzen, die er in Gemeinschaft mit seinem Disponenten verbraucht hat. Das Magiftratskollegium bat beschlossen, den von der städti- man ihn um Entschuldigung zu bitten hat. In dem Disziplinarverfahren gegen den Kriminalfommiffar schen Baudeputation empfohlenen Fluchtlinienplan für eine Verbreiterung der Roßstraße und der Neuen. Tausch hat der Vertheidiger in diesen Tagen die BerufungsRoßstraße der Stadtverordneten Versammlung zur Zustimmung schrift des öffentlichen Anklägers beantwortet, so daß die Angelegen vorzulegen. Es ist danach eine Verbreiterung beider Straßen auf heit nunmehr an den Disziplinarhof gelangen wird, der dem Staats19 Meter und zwar auf der Oftfeite der Straße geplant. Nur auf der minifterium für dessen endgiltiges Urtheil ein Rechtsgutachten zu Strecke zwischen der Rittergasse und der Wallstraße soll die Ber- erstatten hat. breiterung auf der Westseite und im Zusammenhange mit dem Neubau der Roßstraßenbrücke ausgeführt werden. Der wissenschaftliche Hilfslehrer Dr. Otto Kunze ist vom Magistratskollegium zum Oberlehrer an der 12. Realschule gewählt werden. worden. Das Polizeipräsidium hat nunmehr die Genehmigung er theilt, daß die Markthalle XII auf dem Gesundbrunnen vom 1. April cr. ab bis auf weiteres geschlossen werde. In Quarg's Vandeville- Theater führte die Orginal. Budapester Orpheumsgesellschaft gestern zwei neue Stücke auf. Das Lebensbild" Jotel Geiger" zeigt uns den jüdischen Straßen. mufitanten, der, ein Gemisch von Verschmittheit und proletarischer Biederfeit, sich durch sein Geigenspiel die paar Nickel zum Lebensunterhalt zusammenschnorrt. Er hat beim Musikalienhändler seinen Schwarze Lifte. Die erste Auflage der Schuhliste nicht schäbigen Hut mit einem eleganten Zylinder vertauscht und empfehlenswerther Wiether ist jetzt fertiggestellt und wird in den bringt nun weniger aus Ehrlichkeit, als aus Furcht, daß niemand getrauen könnte, in den feinen Hut milde nächsten Tagen den Mitgliedern der Haus- und Grundbesigervereine fich zum" diskreten" Gebrauch zugestellt werden. Da wird ein netter Gaben hineinzuthun, die noble Ropfbedeckung dem Eigenthümer Mißbrauch getrieben werden können. zurück. Dabei stellt sich heraus, daß dieser, ein berühmter Schaus Neue Omnibusgesellschaft öffentlich erklärt, daß sich diese Einrichtung dem vor allem Herr Eisenbach sein bedeutendes Talent zur Geltung Hinsichtlich der Fünfpfennig- Theilftrecken hatte türzlich die spieler, der Bruder des armen Jokel ist. Mit einer ebenso humoristischen als wehmuthsvollen Erkennungsszene schließt das Stück, in durchaus bewährt und die Direktion durch dasselbe sogar eine Mehr bringt. In das Gebiet der gröberen Komik fällt die Poffe„ Der einnahme erzielt habe. Dies wird allerdings begreiflich, wenn man Beheme". Dies Fremdwort aus dem jüdischen Sprachschatz bedeutet fteht, in wie viele Theile eine folche Omnibuslinie zerfällt. So soviel wie Troddel" oder„ Schafskopf". Herr Eisenbach stellt den weift die Linie Schöneberg- Brunnenstraße( Ecke Usedomstraße) nicht Beheme mit verblüffender Naturtreue dar. Tokales. weniger als sieben Fünfpfennig- Theilstrecken auf, unter denen sich so Beheme mit verblüffender Naturtreue dar. Die Mitglieder der Freien Volksbühne und diejenigen turze Strecken, wie Lüßowstraße- Brandenburger Thor, Potsdamer Parteigenoffen, welche Mitglieder werden wollen, werden darauf play- Bahnhof Friedrichstraße und Brandenburger Thor- Oranienaufmerksam gemacht, daß der Schlußtermin für Aufnahmen zur burger Thor befinden. Während die ganze Tour 15 Pfennige kostet, 5. Abtheilung auf Dienstag den 22. Februar festgesetzt ist. Da von bringt fie mithin, in Theilstrecken zerlegt, die verhältnißmäßig hohe der Bildung einer 6. Abtheilung in dieser Spielsaison Abstand ge- Summe von 35 Pfennigen ein. nommen wird, so empfehlen wir den Parteigenoffen, sich bis Erschütterude Folgen hat eine Verurtheilung gehabt, welche spätestens Dienstag, den 22. in einer Bahlstelle anzumelden. am Donnerstag durch die zweite Straffammer des Landgerichts I Die Borstellung der 5. Abtheilung findet am 27. Februar im geschah. Der 56jährige Kaufmann Rosenberg war beschuldigt, seinem Lessing heater statt. Aufgeführt wird bas Drama Prinzipal einen Betrag von 400 M. unterschlagen zu haben. Er " Bartel Zurafer" von Philipp Langmann. An demselben leugnete troß des erbrückendsten Beweismaterials und erft nach felb's Komödie Landfrieden" und Anzengruber's Bauerpoffe DoppelTheater. Jm Deutschen Theater finden noch folgende Vorstellungen unter Mitwirkung von Agnes Sorma ftatt: am nächsten Dienstag Die versunkene Glocke", am Sonnabend den 26.: Agnes Jordan", am Sonntag den 27.: Nora", an allen übrigen Tagen" Johannes". Mit der Borstellung der„ Nora" beschließt Frau Sorma ihre diesjährige Thätigkeit in Berlin und reift am 1. März von Bremerhaven nach Newyork_ab. Junt Schiller Theater sind für das laufende Abonnements- Quartal on Neu- Aufführungen in Aussicht genommen zunächst Grillparzer's Trauerfpiel" Die Ahnfrau" am 26. Februar. Daran reiht sich ein Stück heiteren Genres. Bu Ibsen's 70. Geburtstag wird die bisher in Deutschland noch nicht gegebene Faust- Dichtung" Brand" vorbereitet. Darauf folgt Bauern 97 Aus den Nachbarorten. fe.bmword", welchem sich die Novität„ Blaues Blut" von G. v. Mofer und mit§ 132 des Landes- Verwaltungsgesetzes und betonte, daß es das Schubert noch furz, daß die Wahl Masuch's als Stadtverordneter Schaper anschließt. fittliche und religiöse Gefühl verleße, wenn menschliche Ueberreste für ungillig erklärt ist und daß nächstens eine Nachwahl stattfindet. zum Gegenstande von Handelsgeschäften gemacht würden. Das OberFreireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 20. Februar, vorm. 9 Uhr, im Verwaltungsgericht hat jetzt die Klage Lewin's ebenfalls für un großen Festsaal ter Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57: Bersammlung. Freireligiöse Vorlesung. Um 11 Uhr vormittags ebendaselbst: Vortrag des Für die Charlottenburger Stadtverordneten- Versammlung begründet erklärt. Exzellenz Perfius führte zur Begründung aus: wurde gestern im 6. Wahlbezirk der dritten Wähler- Abtheilung zum Der bloße Besitz der Urnen hätte allein nicht zum Einschreiten der Herrn ilhelin Bösche:„ Macht Wiffen glücklich Gäſte willkommen. Tischler- Verein. Heute Abend 8 Uhr, Melchiorstraße 15: Versammlung. vierten Male gewählt, da das Ergebniß der ersten Stich- Polizei berechtigt. Die Polizei habe jedoch das hier thatsächlich fest. Vortrag des Herrn Dr. P. Bernstein. Damen haben Zutritt. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. H. 29, wahl für ungiltig erklärt worden war und die dritte Wahl gestellte Burschaustellen der Urnen verbieten können und vor allem Hamburg.) Filiale Berlin 3. Heute Abend 8% Uhr, Manteuffelstr. 47: zu einer abermaligen Stichwahl geführt hat. Gewählt wurden verhindern dürfen, daß der Kläger damit Handel trieb, wie er es mitgliederversammlung. Filiale Berlin 4. Heute Abend 9 Uhr, bei Wilte, die liberalen Kandidaten Privatdozent Dr. Jastrow, Genoffen- beabsichtigte. Nach der allgemeinen Auffassung sollten die Reste F. Wilte, Andreasfir. 26: Mitgliederversammlung. Moabiter Naturheilverein. Sonntag, den 20. Februar, abends 7 Uhr, fchaftsanwalt Dr. Grüger, Rentner C. Braune und Schuh- von Leichnamen zur irdischen Ruhe gelangen und nicht in den Ver- Alt- Tloabit, Ecke Lüneburgerstraße, Stadtbahnbogen Nr 329 machermeister Hesse. Die Charlottenburger Parteigenoffen hatten fehr gebracht werden. Das Verhalten des Klägers sei darum ge- Herrn Grundmann über:„ Die Ernährung des Menschen und die Krankheiten der beschlossen, sich an der Wahl nicht zu betheiligen. eignet gewesen, öffentliches Aergerniß zu erregen. Die Polizei fönne Berbauungsorgane. ihm den Besitz der Urnen so lange entziehen, bis sie die Gewähr habe, daß er damit nicht mehr Handel treiben wolle. nummer. = unglückte in das städtische Krankenhaus geschafft werden. Eine Umsatzsteuer bei dem Erwerb von Grundstücken wird, wie in Tempelhof, so jetzt auch im Gemeindebezirk Schmöckwig eingeführt. Sie ist jetzt vom Regierungspräsidenten wie vom Kreisausschuß des Kreises Teltow genehmigt worden. Die Steuer beträgt 1 pCt. vom Werthe der veräußerten Grundstücke. " GOMA " 332: Vortrag des Achtung, Parteigenossen in Brik! Am Sonntag, den 20. d., Vermischtes vom Tage. nachmittags 2 Uhr, findet bei Rudolf, Chausseestr. 97, eine große öffentliche Gemeinde Wählerversammlung statt. Es ist Nach kurzer Pause wird heute, Sonnabend, wieder einmal ein- Die Lehrschmieden für Hufbeschlag sind vom preußischen Pflicht jedes Gemeindewählers der III. Klaffe, in dieser Ber: Prozeß verhandelt werden, der den Pfarrer Witte betrifft und Landwirthschaftsminister darauf aufmerksam gemacht worden, daß sammlung zu erscheinen. Näheres siehe Inserat in der Sonntags- merkwürdiger Weise schon im Dezember 1891 eingeleitet worden der Unterricht theoretisch und, wo angängig, praktisch auf das Be ist. Es handelt sich um einen Beleidigungsprozeß, der gegen den schlagen von Klauenhufen der Zugoch sen ausgedehnt Den Parteigenoffen von Steglitz und Friedenau zur Nach damaligen Kirchenfaffen- Rendanten Spindler feitens des Pfarrers und bei den Hufbeschlagprüfungen auch diesem Zweige der Beschlag richt, daß die Fortsetzung der polizeilich aufgelösten Versammlung Witte an St. Golgatha angestrengt wurde. Die Anordnung findet Das von dem letzteren lehre Aufmerksamkeit zugewendet wird. vom 14. d. M. am Mittwoch, den 28. d. M., abends präs. 8 Uhr, beantragte gerichtliche Berfahren hat dadurch eine so gewaltige Ber- ihre Ursache in der immer häufiger werdenden Verwendung von in Steglitz bei Schell base, Ahornstr. 15a, stattfindet. Reichstags- Ab: zögerung erfahren, daß die geistliche Behörde auch diese Prozeßatten Ochsen als Bugthiere auf den großen norddeutschen Gütern. geordneter Fri 3ubeil wird seinen Vortrag über: Die Entfür ihr Disziplinarverfahren gegen Pfarrer Witte heranzog. y. In der Nähe von Helsingör( Schleswig) brachen der rechtung der deutschen Arbeiter" fortsetzen. Die Parteigenossen Mehrere Zeugen find inzwischen gestorben. Pfarrer Witte, 8jährige Sohn eines Hofbesitzers, ein Dienstknecht und beim von Steglitz werden ersucht, recht pünktlich zu erscheinen. Auch hat der der Beleidigte ist, hat nun seit mehr als sechs Jahren Rettungsversuch auch die Mutter des Kindes ein und ertranfen. der Hauptmann a. D. Herter, Führer der Steglitzer Antisemiten, vergeblich auf Sühne und Genugthuung gewartet. Bei der heutigen In Stargard( Pommern) find infolge von Kohlensein persönliches Erscheinen zugefagt. Der Einberufer. gerichtlichen Verhandlung werden Angelegenheiten zur Sprache oxydvergiftung zwei Schwestern im Alter von 18 und Die Parteigenossen von Johannisthal, Niederschöneweide kommen, welche in dem Disziplinarverfahren eine bedeutsame Rolle 21 Jahren in der Nacht zum Mittwoch erstickt. Am Donnerstag versuchten im Zuchthaus zu Graudenz und Umgegend werden hierdurch auf die heute, Sonnabend, den gespielt haben; sowohl Pfarrer Witte als auch fein Rechtsbeistand 19. d. M., abends 9 Uhr im Lokale des Herrn Bastian zu Johannis- waren f. 3. mit aller Kraft, aber vergeblich bestrebt gewesen, diese einige Gefangene auszubrechen, wurden aber überwältigt; ein Austhal stattfindende Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins auf- Dinge durch ein dem Disziplinarverfahren vorausgehendes feher wurde bei dem Kampfe lebensgefährlich, zwei andere erheblich merksam gemacht, in welcher Herr Lankow einen„ Platonischer und gerichtliches Verfahren klar zu stellen. Pfarrer Witte wird durch verlegt. In den Wäldern des Erzgebirges hat der letzte Sturm urchristlicher Sozialismus" benannten Vortrag halten wird. Es Rechtsanwalt Munckel, der Angeklagte Spindler durch Rechtsweiden insbesondere diejenigen Parteigenossen, welche bisher dem anwalt attermann vertreten sein. Dem Vernehmen nach ist sehr großen Schaden angerichtet. Am Mittwoch erstickte in Coblenz bei einem Brande Verein noch fernstanden, ersucht, in dieser Versammlung zu erscheinen eine Reihe von Zeugen, darunter der frühere Konsistorialrath Arnold geladen. und sich als Mitglieder aufnehmen zu lassen. Der Vorstand. eines Hauses eine Frau mit ihrem Kinde. Bei einer Versammlung, die Paftor a. D. Kötzschke In Pilsen stürzte am Mittwoch ein Neubau ein und Reinickendorf. Die hiesige. Behörde hat wieder einmal einen feinerzeit in Güften abgehalten hatte, erklärte ein Kaufmann, dem begrub zahlreiche Arbeiter. Bisher sind 3 Leichen geborgen; man mächtigen Schlag gegen die Sozialdemokratie ausgeführt. Der am bekannt gegeben war, daß die Erhebung von Eintrittsgeld verboten Drte bestehende Arbeiter- Bildungsverein 3utunft" feiert am fei, daß er dem Herrn Pastor für seinen Vortrag 10 Pfennige weiß nicht, wie viele noch unter den Trümmern liegen. Einige Wiener medizinische Blätter wenden sich gegen Proheutigen Sonnabend fein Stiftungsfest. Was thut die Ortsfchente. Er legte dann 10 Pfennig auf den Tisch. Also thaten die feffor Schweninger und fündigen eine Rundgebung der Wiener polizei diesem gefährlichen Vergnügen gegenüber? Sie erklärt nach anderen. Auf diese Weise waren etwa 6 Mark zusammengekommen. Aerztekammer gegen ihn an. Sie werfen ihm vor, er sei bei einem dem Muster der modernen Staatsretterei das Fest für eine Dafür wurde er von der Polizeibehörde mit 15 M. bestraft. Das Vortrag, den er gemeinsam mit Harden türzlich in Wien gehalten politische Vereinsversammlung, an der keine Frauen Amtsgericht, bei dem er gegen das Polizeimandat Einspruch er- bat, standeswidrig aufgetreten und habe unzulässige Reklame und Lehrlinge theilnehmen dürfen, und verhindert damit, daß die hoben hatte, sprach ihn frei. für sich gemacht. sozialdemokratischen Frauen und Jungfrauen sich nach des Werkeltages Der Torganer Bürgermeister Girth, der sich in diesen Tagen-Bei einer Aufführung des Herz l'schen Schauspiels, Da 3 Plage einmal am Tanze gütlich thun können. Das Stiftungsfest muß von den Mitgliedern ohne Frauen gefeiert werden. Selbstverständ- vor dem Schwurgericht Göttingen wegen Untreue, Amtsunterschlagung neue Ghetto" im Karl Theater in Wien ist es zwischen lich wirkt diese Maßregel, wie alle derartigen Polizeithaten, im und Beseitigung amtlicher Urkunden zu verantworten hatte, ist am Antisemiten und Philosemiten zu stürmischen Auftritten gekommen. Der Vizegespan des Marmaroser Komitats, Rutta, hohen Grade agitatorisch für unsere Sache; zu der Zahl derer, Donnerstag dieser Verbrechen schuldig befunden und zu vier Jahren die entschloffen sind, der heutigen Ordnung mit flugem Eifer das Buchthaus, vier Jahren Ehrverluft und 300 M. Geldfirafe verurtheilt hat sich ersch offen. Er hatte es durchgesezt, daß Waifengelder wohlverdiente Ende zu bereiten, werden sich aus der Schaar der worden. Seine wegen Begünstigung mitangeklagte Ehefrau wurde im Betrage von mehr als 100 000 fl. bei einer jüngst bankrott gewordenen Bank, deren Direktor sein Schwager war, deponirt wurden. mehr oder minder Gleichgiltigen unzweifelhaft neue begeisterte freigesprochen. Mitkämpfer gefellen. Aber vorläufig ist von der Behörde die Eine Schieß- Affaire, die leicht großes Unheil hätte anrichten Gin Theil dieser Gelder ist verloren. -Langmann's Drama Bartel Zurafer" wird von einer große That vollbracht, daß die Mitglieder eines Arbeitervereins an tönnen, beschäftigte gestern die 1. Etraffammer des Landgerichts I, ihrem Stiftungsfefte nicht tangen dürfen, und daß sie so vor welcher die Brüder Arbeiter Hermann und Albert Gebhardt Wiener Schauspielerin im Auftrage des Schauspielers Antoine, der beute Abend, fie haben wollen mögen oder nicht, durch die sich wegen Hausfriedensbruches, Bedrohung, Widerstandes und Sach- auf einer großen Tournee die Titelrolle zu spielen beabsichtigt, ins Macht der Rede gezwungen sind, recht eindringlich beschädigung zu verantworten hatten. Am Spätabend des 7. De Franzöfifche übertragen. Die Bruchstelle des Kabels Emden Vigo ist nunmehr die Nothwendigkeit einer gründlichen Aenderung der heutigen Ord- zember faßen beide Angeklagte in dem Schantlokale von Lühs in der nung darzulegen. In Berlin ist die Behörde klug genug, sich mit Schönhauser Allee und tranken. A13 der Wirth ihnen auf ihr Ver- gefunden, die Enden wurden bereits aufgenommen. In Paris ist die Zahl der farbigen Studirenden be derartigen nutzlosen Kampfmitteln nicht mehr abzugeben. In der langen feinen Kredit gewähren wollte, sondern von Albert Gebhardt näfen Umgebung der Reichshauptstadt rückt man dem inneren Bezahlung verlangte, kam es zu einem heftigen Auftritte. Mit den reits so groß, daß man, um einem tiefgefühlten Bedürfniß abFeind aber immer noch wagemuthig damit zu Leibe. An einem sehr deplazirten Worten: Was, Du willst ein Nother sein zuhelfen, an die Gründung eines schwarzen Studentenvereins" zahlreichen Besuch des Stiftungsfestes wird nicht zu zweifeln sein. und stehst nicht mal uns?" สิน gingen die Angeklagten benten mußte. Auch dieser Verein fing feine Thätigkeit mit einem Leibe, diefer aber überwältigte fie und feierlichen Frühschoppen, mit der Festsetzung von Kommersen u. s. w. Spandan. In der neuen Geschoßfabrit ereignete sich am dem Wirth zu Leibe, diefer aber überwältigte fie Wuthentbrannt gingen die An- an, glaubte also, ganz wie ein gewisser neu gegründeter Verein in Donnerstag dadurch ein Betriebsunfall, daß der Schlosser warf sie zur Thüre hinaus. Winne mit der rechten Hand in eine Stoßmaschine gerieth, wobei geklagten zunächst in ihre in Pankow belegene Wohnung, wo Albert Berlin, seine Ebenbürtigkeit gegenüber den bisherigen Studentenihm zwei Finger abgequetscht und die Sehnen schwer beschädigt Gebhardt feinen bei dem Handgemenge zerriffenen Rock umwechselte, vereinen auch in diesen Dingen beweisen zu müffen. Bei dem ungewöhnlich milden Winter fangen in Franks wurden. Nach Anlegung eines Nothverbandes mußte der Ver- fich ſtedte und dann wieder nach der Schönhauser Allee zurückkehrte. reich schon jetzt im Februar manche Vögel zu brüten an. So Beide kehrten zunächst in einem Schanklokale ein, wo sie dadurch wurde auf dem Luxemburgplay in Brest ein Vogelnest mit zwei unangenehm auffielen, daß sie mit der Mordwaffe herum- Giern und ein fast vollendetes Elfsternnest gefunden. Zu Gerdingen fuchtelten und sich damit brüsteten, daß diese mit einer fand man ein Sperlingsneft mit fünf Giern; im südlichen Flandern Kugel geladen sei. Hier überredete Albert Gebhardt seinen entdeckte man bei Burst- lez- Hersele ein Buchfinkenneft, daß schon vier Bruder, dem Schankwirth Lühs, der ihnen in so un- Junge enthielt, und ein Sperlingsneft mit sieben Eiern. angenehmer Weise die Wege gewiesen, ordentlich eins aufzu3ola's Vater war Ingenieur und stammte aus Venetien. Am 16. Juni brennen". Nun begab sich der zweite Angeklagte in das neben der Er baute die erste Eisenbahn auf dem Kontinente. Lühs'schen Gastwirthschaft gelegene Lokal von Haak, bald darauf 1829 erhielt er für 50 Jahre das Privilegium für eine Linzerschien dort auch sein Bruder und antwortete auf die Frage, ob Gmundener Pferde Eisenbahn. Später leitete er in der Wegen eines Hochs auf die internationale Arbeiter: alles besorgt sei", mit den Worten: Ja wohl, der hat geendet". Provence den Bau des Kanals von Aig. Bei dem Karneval in Nizza fing der Masten belegung, welches Genoffe Jahn am Schluffe einer öffentlichen Glücklicherweise war dies eine starke Uebertreibung, doch hätte ein Textilarbeiter- Versammlung im Oftober 1896 in Finsterwalde aus folches Ergebniß leicht eintreten fönnen. Hermann Gebhardt hatte anzug eines Nordpolfahrers" Feuer. Der Unglückgebracht hatte, war derselbe vom dortigen Amtsgericht mit einem nämlich mit der Pistole durch die Scheiben des Lühs'schen Lokale liche lief davon und wurde erst eingeholt, als er sterbend zusammender Straße auf 14 Tage Haft lautenden Strasbefehl bedacht worden. Die hier von Die stürzte. eine Person Person geschossen, Eine Viertelstunde später war das Karnevalstreiben wieder gegen beantragte richterliche Entscheidung war zwar auf den 22. April in Hemdsärmeln in der Nähe des Buffets fich zeigte. im vollen Gange. 1897 angefeßt, aber, da Jahn während dieser Zeit eine sechs- Da Herr Lühs in seinem Lokale in Hemdsärmeln zu be: In voriger Woche hat es in Messina geschneit. Alle monatige Gefängnißhaft verbüßte, immer wieder vertagt worden, dienen pflegt, so galt der Anschlag wahrscheinlich ihm. 3u- Berge vor der Stadt waren mit Schnee bedeckt. Ein Bauer aus weil angeblich sein Aufenthalt nicht ermittelt werden fälligerweise war aber sein Schwager gleichfalls in Hemdsärmeln in dem Dorfe Altiola wurde erfroren aufgefunden. An der ganzen Ostküste Australiens haben heftige Tonnte". In der endlich am 17. Februar d. J. stattgefundenen der Nähe des Buffets und dieser ist in Gefahr gekommen, denn die Verhandlung vor dem Schöffengericht in Finsterwalde Kugel faufte an ihm vorüber und schlug etwa in Mannshöhe in Stürme gewüthet. Drei Schiffe sind gescheitert, 14 Personen erhob Jahn den Einwand der Verjährung und beantragte gleich einen Thürpfosten. Die beiden Angeklagten wurden bald darauf bei ertrunken. zeitig Freisprechung, da derartige Hochrufe in vielen Versammlungen Haat festgenommen; Hermann G. gelang es zu entfliehen, Albert G. ausgebracht würden, ohne daß irgend jemand daran Anstoß nähme; leistete den Beamten bei seiner Abführung Widerstand. Der Staatsin Verbindung damit beantragte Jahn zugleich Erstattung sämmt auwvalt beurtheilte den Fall auffallend milde, indem er bei Hermann licher persönlicher Kosten. Der Amtsanwalt Klig, der zugleich G. 6 Monate 3 Tage, bei Albert G. nur zehn Tage Gefängniß in Bürgermeister von Finsterwalde ist, bebarrte als Urheber des Straf Antrag brachte. Der Gerichtshof hielt das Bergehen der Angeklagten befehls bei seinem Antrage; eine Geldstrafe würde doch nur von für viel strafwürdiger; er verurtheilte den ersteren zu 1 Jahr den Genossen bezw. von den bekannten Arbeiter groschen 1 Woche, den zweiten zu 9 Monaten Gefängniß. bezahlt werden.( Wird der Amtsanwalt und Bürgermeister, wie jeder G. G. 31. Dr. Joël, Beuthstr. 8, Berliner Fremdenblatt. Beamte, nicht auch von Arbeitergroschen bezahlt? D. N.) M. 100. Man wende sich an den betreffenden Abgeordnetent. Das Schöffengericht hielt zwar ein Hoch auf die inters Brasilien. Ein Parteigenosse in Sao Paulo( Brasilien) wünscht das dort dreimal wöchentlich erscheinende sozialistische Organ„ Germania" gegen nationale Arbeiterbewegung identisch mit einem Hoch den Vorwärts" auszutauschen. Abonnent des„ Vorwärts", der zu diesem auf die internationale Sozialdemokratie, erfannte Eine Elternversammlung zur Besprechung der Schöne Austausch bereit ist, möge seine Adresse der Redaktion mittheilen. aber unter Abweisung der Verjährung auf Freisprechung, berger Schulzustände fand vorgestern Abend auf Einberufung Rußland. Ihre Schwägerin muß sich an den nächsten deutschen da nach dem Zeugniß des überwachenden Polizeibeamten nicht er von fozialdemokratischer Seite unter starker Betheiligung Konsul oder Gesandten wenden. J. R. V. Gladbach. Wenn der Bater mittelt werden konnte, ob von den Anwesenden jemand an dem von Stadtverdneten sowie auch vieler Frauen und Männer von dem verstorbenen Sohn unterhalten wurde, so hat er Anspruch auf Senie. Hoch Anstoß genommen habe; im letzteren Falle hätte eine Ver der bürgerlichen Stände in der Schloßbrauerei zu Schöneberg statt. 205 u. O. Heinemann, Kronenftr.8/ 9.- W. 2. Alt- Moabit, Rathenower: urtheilung erfolgen müssen, da durch ein berartiges Hoch Den einleitenden Vortrag hielt Dr. Schütte, früher felbft straßel.- W. S. 100. Die Klage ist nur dann unbegründet, wenn Klägerin in sehr leicht Anhänger der sogenannten" Ordnungsparteien", Gymnasiallehrer, über: Prügelpädagogit" im allgemeinen. Der Stonzeptionszeit noch mit anderen Männern den Beischlaf vollzogen hat. die mit der ,, internationalen Arbeiterbewegung" nichi Der erste Redner war sodann der Buchdrucker Schubert, welcher 2. K. 2. Frauen dürfen erst nach Ablauf des neunten Monats seit Beharmoniren, in Unruhe versetzt werden können. Wenn auch, wie erklärte, daß es mit den Schöneberger Schulzuständen, die schonendigung der früheren Ehe eine weitere Ebe schließen. Hier ist das Damm der Jahn behauptet, der Kaiser in seinem Februar- Erlaß auf die Jahre lang die Eltern beunruhigten, doch leider erst jetzt in die Rechtskraft des Ehescheidungs- Urtheils als Beendigung der ersten Ehe anzusehen. internationale Arbeiterbewegung hingewiefen habe, so seien damit Deffentlichkeit gelangt feien, nicht länger so weiter gehen könne. nicht zugleich die sozialdemokratischen Tendenzen gemeint. Die be- Die Behandlung der Kinder seitens verschiedener Lehrer und auch antragte Erstattung der dem Angeklagten erwachsenen Unkosten müsse Lehrerinnen der Schöneberger Schulen spotten jeder Beabgelehnt werden, weil er durch das Hoch zc. ja Anlaß zu dem er fchreibung, weshalb die Eltern nicht noch weiterhin dazu laffenen Strafbefehl gegeben habe; die übrigen Kosten wurden der schweigen dürften. Das Recht der Büchtigung ihrer Schüler Staatstaffe auferlegt. werde von den betreffenden Lehrern und Lehrerinnen mißEin Rechtsstreit braucht fie im Handel mit menschlichen Ueberresten. Ausschreitungen, die, 311 sondergleichen beschäftigte den ersten Senat des Ober Bergewöhnlichen Leben ein Privatmann gegen seine Mitmenschen waltungsgerichts. Im Geschäft des Bankiers Müller in verübe, ihn unbedingt, wegen Körperverlegung mittels Bromberg befanden sich infolge legtwilliger Verfügung des Vor- gefährlichen Werkzeuges", wegen Beleidigung( Be Swinemünde. befizers Haron zwei Marmorurnen mit den Aschenresten des im schimpfung der Kinder) 2c. vor den Strafrichter brächten. Hamburg Gothaer Krematorium verbrannten Aaron'schen Ehepaares. Herr Deshalb sei es an der Zeit, daß die Eltern sich jetzt rührten, damit Berlin Müller gerieth in Konkurs und bei der Versteigerung der Konturs- endlich Wandel geschaffen werde. Auch in der weiteren sehr leb- Wiesbaden masse wurden auch die beiden Urnen sammt ihrem Juhalt ausgeboten. haften Diskussion sprachen sich alle Redner, darunter ein bejahrter München Ein gewisser Julius Lewin erwarb sie für 15 W. zu dem aus. Rektor a. D. Buchholz, in gleichem Sinne aus, worauf dann Wien. gesprochenen Zweck, ein Geschäft damit zu machen. Er stellte sie einstimmig eine Resolution angenommen wurde, in der Haparanda. den Schöneberger Petersburg bei sich aus und bot sie schließlich der Bromberger Synagogen gegen die Züchtigungs Uebergriffe in gemeinde für 300 M. an. Auf deren Veranlassung schritt jedoch die Gemeindeschulen und gegen die Beschimpfungen der Kinder durch Cort Polizei ein, indem sie dem Händler einfach die Urnen fortnahm und Lehrer, energisch Proteft" erhoben, dabei aber die häufige Aberdeen. sie der Synagogengemeinde überwies. Hiergegen legte Lewin beim Ueberfüllung der Klassen berücksichtigt und den Lehrern Paris. Regierungspräsidenten Beschwerde ein, wobei er sich darauf berief, gerathen wird, hierin selbst mit eine Aenderung herbeizuführen. Hierauf gab Bäumler den Bericht der Parteifpedition, nach daß man ihm sein Eigenthum nicht fortnehmen dürfe. Er wurde aber abgewiesen, auf seine weitere Beschwerde später auch vom Ober- welchem im letzten Quartal ein Defizit zu verzeichnen ist. Als präsidenten. Dieser rechtfertigte die Einziehung der Urnen und ihres Revisoren für das nächste Halbjahr wurden Meiling, Hoffund mäßigen nördlichen Winden. - Zum Schluß berichtete Juhalts aus§ 10 II 17 Allgemeinen Landrechts in Verbindung mann und Wollermann gewählt. Gerichts- Beitung. aus auf Versammlungen. " wenn " Briefkasten der Redaktion. Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Bahl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprechstunde findet bis zum 5. März am Montag, Donnerstag und Sonnabend abends von 7½ bis 1hr statt. 8 16 298. Hat ungefähr 8000 Einivohner. Bitterungsübersicht vom 18. Februar 1898, 8 Uhr morgens. Stationen. Verantwortlicher Viedakteur: August Jacoben in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Barometer ftand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung NW WNW Windstärke 12444244425( Stala 1-12) Wetter wolfig Temperatur nach Gelnus ( 50. 4° R.) -0 23220102429 746 750 93 wolfig . 749 bedeckt 756 SW bedeckt 757 Schnee 755 28 halb bedeckt 760 SD 757 759 530 W 761 NW 757 28 Schnee halb bedeckt halb bedeckt halb bedeckt Regen -10 -12 Wetter Prognose für Sonnabend, 19. Februar 1898. Ziemlich fühl, vorwiegend trübe mit geringen Niederschlägen Berliner Wetterbureau. Druck und Verlag von Wing Bading in Berlin. Br. 42. 15. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 19. Februar 1898. Verlammlungen. Scherwarth, Winter, Dust und zu Revisoren Lorenz und bestand vorhanden, so ist der Ueberschuß an den Generalftreitfonds Schmidt. LES der Maurer Deutschlands zu senden, jedoch kann das abGeld bei Bedarf am Drte Eine stark besuchte General Versammlung des Vereins geschickte jederzeit zurückDie Buchbinder und Berufsgenossen hielten am Dienstag zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgefordert werden. Von den ihr zur Verfügung stehenden Geldern eine sehr zahlreich besuchte Protestversammlung gegen die durch den gegend tagte am Sonntag, den 13. Februar, im Englischen Garten, hat die Lohnkommission nicht blos die Kosten der Lohnbewegungen Posadowsty'schen Erlaß eingeleitete Beschränkung der Koalitions- Alexanderstr. 27. Zum ersten Punkt der Tagesordnung sprach der zu decken, sondern auch die Kosten für die mittelbar in Mitleidenfreiheit ab. Referent war der Reichstags- Abgeordnete Genosse Kollege Kater über„ Obligatorische Einführung der Einigkeit". Schaft gezogenen Kollegen. Ferner hat die Lohnkommiffion das För ft er. Er kennzeichnete in treffender Weise den Geift und die Nach langer Distufion, wurde gegen 6 Stimmen beſchloſſen, die Recht, Gelder nach Bedarf aufzunehmen. Es ist Ehrenpflicht der Tragweite des Rundschreibens. Daffelbe eröffne eine Perspektive, Einigkeit" vom 1. April 1898 für die Vereinsmitglieder obligatorisch Charlottenburger Maurer, event. folche Gelder gemeinsam abzutragen. die für die Arbeiter wenig erfreulich sei, denn niemand könne glauben, einzuführen. Jedes Mitglied hat infolgedessen vom 1. April Dieses Regulativ bezieht sich nicht blos auf die am Ort wohnhaften, wie der 20 policemen pioneer begibt Lofen Bwed haben und nicht vielmehr darauf hirauslaufen, bei nicht i 20 Bf. fondern ein Wochen orten, wie auch die auswärts arbeitenden Charlottenburger Maurer daß Erhebungen, wie sie der Staatssekretär veranstalte, einen harm- ab nicht einen Monatsbeitrag von 20 Pf., sondern einen Wochen- fondern auch auf die hier beschäftigten Maurer aus den Nachbardas Koalitionsrecht der Arbeiter illusorisch zu machen. Die hierzu Quittungsmarken sowie Quittungsbücher mit Wochenrubriken sich den an ihrem Arbeitsort bestehenden Bestimmungen zu fügen Arbeiter brauchen das Koalitionsrecht zur Wahrung ihrer an die Mitglieder herausgegeben. Der Vorstand ist angewiesen, daß haben. In die erweiterte Lohukommission werden Schönborn, Jutereffen. Sollte man ihnen dies Recht jedoch nehmen, dann Statut demgemäß zu revidiren und in der nächsten Generalversammittte und Plege, zu Revisoren E. Kresse und Busse ge. würden sie sich nicht etwa von ihren Bielen abbringen laffen, lung der Mitglieder zur Beschlußfassung vorzulegen. wählt. Der Vorsitzende fordert sodann auf, sofort nach Aufnahme. sondern vermittelst einer anderen Taktik dieselben zu erreichen suchen. der Arbeiten Baudeputirte zu wählen. Weiter theilt derselbe mit, Wohl uns, daß wir noch bei Zeiten von dem geplanten Attentat in In der Versammlung der freien Vereinigung der Bau- daß Aufnahme- und Sammellisten in der Zentralherberge bei Lehder Renntniß gesetzt worden sind, die Arbeiter werden bei den Wahlen Arbeiter Berlins sprach der Genosse Erfurth am 13. d. M. ausgegeben werden, woselbst auch die Lohnkommission ihren ständigen die Antwort darauf geben. Der Redner forderte die Anwesenden über den Erlaß des Staatssekretärs Posadowsty. Redner fordert Siz hat. Die Grenzen des Thätigkeitsgebietes der Lohnkommission auf, durch immer festeren Zusammenschluß in der Organisation die am Schlusse die Arbeiter auf, auch dieses Jahr bei der Reichstags- sollen später noch genau festgesetzt werden, wenn erst allenthalben in Anschläge der Reaktion zu pariren. Nachdem sich Bergmann Wahl Mann für Mann für die Kandidaten der Sozialdemokratie den Nachbarorten Lohnkommissionen gewählt sein werden. Frau Greifenberg in demselben Sinne geäußert einzutreten. Die nächste Mitglieder- Versammlung wird am 18. März foll am Sonnabend ein Flugblatt zur Ausgabe gelangen, batten, nahm die Versammlung eine Protestresolution an, die bei Wilke abgehalten.de in welchem die heute gefaßten Beschlüsse näher erörtert werden. Am auch dem Grafen Posadowsky übermittelt werden soll. Hierauf Charlottenburg. Eine öffentliche Versammlung Dienstag, den 22. d. M., gelangt sodann das Flugblatt gegen den plädirte Bitom3ty für Schaffung eines Widerstandsfonds, der der Maurer, welche am 17. Februar im Lokale Bismarckshöhe" Posadowsky- Erlaß zur Verbreitung, woran sich die hiesigen Maurer zur Unterstüßung von Lohnbewegungen dienen soll. Der Fonds ist tagte, beschäftigte sich mit den Vorgängen in den in letzter Zeit statt zahlreich betheiligen sollen. durch freiwillige Listensammlungen aufzubringen und von einer aus gefundenen Berliner Maurer- Versammlungen. Der Vertrauensmann 7 Mitgliedern bestehenden Kommission zu verwalten, die jährlich Schulz zog aus denselben die Schlußfolgerung, daß die CharRechnung zu legen hat, und von zwei Revisoren kontrollirt wird. lottenburger Maurer sich in bezug auf Lohnbewegungen und Regelung Wilhelm sprach gegen die Gründung eines solchen Fonds, das etwaiger Baufperren und Streits auf eigene Füße zu stellen haben. Bestehen desselben werde die Organisation insofern be- Bisher waren die hiesigen Maurer durch zwei Mitglieder in einträchtigen, als die Nichtorganisirten, welche zu dem der Berliner Lohnkommission vertreten. Nach längerer, zum theil Fonds beisteuern, nunmehr eine Ausrede für ihr Fern- recht unerquicklicher Debatte zwischen Vertretern der beiden Organibleiben von der Organisation haben. Die Organisation fationen gelangte eine Resolution zur Annahme, in welcher aus müffe der Schwerpunkt der gewerkschaftlichen Bewegung sein, ein gesprochen wird, daß die Charlottenburger Maurer eine eigene Fonds, außerhalb derselben bestehend, sei taktisch nicht zu billigen. Lohntommiffion wählen. Dieselbe hat vom Montag, den 21. Februar, Eine ganze Anzahl von Rednern sprachen für den Vorschlag ab Sammelfarten und sonstiges Material herauszugeben. Weiter Bitomsky's, welcher darauf angenommen wurde. In die Kommission find zwei Revisoren zu wählen, welche die Kaffe der Lohnkommission wählte man: Schulze, Bitomsty, Lent, Friedrich, vierzehntäglich zu prüfen haben. Sind mehr als 500 M. Kaffen- Haltung der Zentralisten. and Die Maurer von Rigdorf und Brik beschlossen in einer am Donnerstag abgehaltenen Bersammlung, hinsichtlich der Lohnbewegung nicht mehr mit den Berliner Maurern zusammen zu gehen; sie wählten eine Lohnkommission, als deren Obmann Luther bestimmt wurde, welche die Lohnbewegung für Rixdorf und Britz zu leiten hat. Begründet wurde dies Vorgehen damit, daß mit Rücksicht auf die gescheiterten Ginigungsversuche der Berliner Organisationen und die infolge deffen unter den Berliner Maurern entstandenen Zwistigfeiten, die sich namentlich in den legten öffentlichen Versammlungen derselben gezeigt haben, ein erfolgreiches Busammengehen mit den Berlinern nicht mehr möglich sei. Die Redner verurtheilten das Verhalten der Lokalisten in der Einigungsfrage und billigten die 928M..6( 919) Aussergewöhnliches Angebot nur für heute Sonnabend den 19. Februar. Weingläser mit Goldband, für Rot- u. Weisswein 20 Pf. Kuchenkörbe Porzellan, bemalt 90 Pf. 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Näheres die Tagesanschläge. Freie Volksbühne. Morgen, Sonntag, nachm. 23% Uhr: III. Abth.( graue Karten) im Friedrich- Wilhelmstädtischen Theater: Die lustigen Weiber von Windsor. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Branche der Musikinstrumenten- Arbeiter. Sonnabend, den 19. Februar 1898, abends 8 1hr, bei Möhring, " Märkischer Hof", Admiralstraße 18 c. Sonntag, den 27. Februar, V. Abtheilung( gelbe Karten), Lèssing- Theater: Bartel Turaser". Tagesordnung: 1. Diskussion über die Arbeitslosen- Unterstützung. Neue Mitglieder können sich nur noch bis Dienstag, den 2. Wahl der Kommission. 3. Verschiedenes. Die Kollegen von A. Nieber, Gr. Frankfurterstr. 16, sind hierdurch ein 22. Februar in allen Zahlstellen melden. Eintrittsgeld 60 Pfennig. Sonntag, den 27. Februar: Vorstellung für die IV. Ab- geladen. theilung im Friedrich- Wilhelmstädtischen Theater: ,, Die Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Deutsches. Johannes. Auf. 7 Passage- Panopticum. lustigen Weiber von Windsor Lessing. Jut weißen Röß't. Anfang 71/2 Uhr. Berliner. Der Veilchenfresser. Anfang 7 1hr. Rejidenz. 72 Uhr. Sein Trick. Anfang Nenes. Die Schildkröte. Anfang 7½ Uhr. Oftend. Unter der Polarsonne. An fang S 11hr. Goethe. Dorf und Stadt. Anfang 712 Uhr. Schiller. Hans Wurst in Berlin. Anfang 8 Uhr. Unter den Linden. Fatiniya. Aufang 72 Uhr. Thalia. Endlich. Die kleinen Lämmer. Anfang 7 Uhr. Central. Die Tugendfalle. Anfang 72 11hr. # Quisen. Trilby. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die kleinen Bagabunden. Anfang 8 161. Belle Alliance. Fräulein Gêne. Die Maler. Anfang 8 Uhr. Alexanderplatz. Verlorene Mädchen. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundl. Ausstellung v. 10 Uhr vormittags ab. Abends 8 Uhr Wissenschaftl. Theater. 77/15 Verband der in Buchbindereien, der Papier- und Leder- Galanteriewaaren- Industrie Deutsch. Metallarbeiter- Verband befchaft. beiter und Arbeiterinnen Deutschlands. 228/12 Im Theatersaal: Ben Ali Bey, der orientalische Magier und die 8 lustigen Wienerinnen. Castan's Panopticum. Friedrichstr. 165. IndischhindustaInische Gaukler eu!! <-undSchlangenBeschwörer. Das BÄREN WEIB. Invalidenstraße 57/62. Taglio Reichshallen- Theater. ( außer Sonntags und Mittwochs) abends 8 Uhr: Wissenschaftliche Vorträge. American. Spezialitäten. Anfang S 11hr. Apollo. Spezialitäten. Auf. 7, 11hr. Reichshallen. Spezialitäten. Anfang 7 Uhr. Teen- Palast. Spezialitäten. Schiller- Theater ( Wallner- Theater). Sonnabend, abends 8 Uhr: Hans Wurst in Berlin. Sonntag, nachin. 3 Uhr: Die wilde Jagd. Abends 8 Uhr: Der Millionenbauer. Montag, abends 8 Uhr: Der Tugend: wächter. Das Versprechen hinterm Herd. Central- Theater Alle Jakobfir. 30. Direktion Richard Schultz. Sonnabend, den 19. Februar 1898: Emil Thomas a. G. Bus: 29. Wiale: Die Tugendfalle. Burleske Posse mit Gesang und Tanz mit Benutzung eines franz. Sujets von Jul. Freund und W. Mannstädt. Musik von Jul. Einödshofer. Anfang 28 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Die Tugendfalle. Leipzigerstrasse 77. Das grosse Programm unter Mitwirkung der 1. Original- Budapester. Neu! Der Boheme. Neu! Eisenbach Georgette und die lustige Pantomime Ein ruhiges Zimmer zu vermiethen! Anfang präz. 72 Uhr. Entree 50 Pf. Im Reichshallen-Tunnel: Bockbier- Fest Stangenklettern, humor. Roulette. Quarg's Vaudeville- Theater Grand Hotel Alexanderplatz. Heute Sonnabend geschlossen. Dafür Gastspiel der 1. Original- Budapester im Reichshallen- Theater. Der Boheme. Dazu das großartige aus 30 Nummern bestehende Spezialitäten Programm. Morgen Sonntag bis Sonntag, den 27. d. Mts., finden die Vor: stellungen im Vandeville: Theater statt. Luisen- Theater Apollo- Theater. 34. Reichenbergerstraße 34. Abends 8 Uhr: Trilby. Schauspiel in 5 Aften n. G. du Maurier von Richard Mark. Sonntag, nacht. 3 Uhr, fleine Preise: Das Käthehen von Heilbronn. Großes historisches Ritterschauspiel in 5 2ften von Heinrich von Kleist. Abends 8 Uhr: Auf goldenem Boden. Boltsstück mit Gesang in 5 Bildern Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Granto u. Maud. Les Senett's. La Love Fuller The Milons Mr. Arvey und von W. Frerking. Musik von Steffens. 30 hervorragende Künstler. Billets à 60 Pf. zu der Sonntag: Kasseneröffnung 6/2, Anf. 72 Uhr. Nachmittag- Vorstellung in den be tannten Verkaufsstellen. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. 6. Weiß. Novität! 8um 4. Male: Novität! Unter der Volarsonne. Aktuelles Ausstattungsstück mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Sondermaun und Bischof. Bejangsterte von J. Dill. Musik von Cornelins Schüler. Regie: Jos. Dill. Anfang 8 Uhr. Jm Tunnel vor und nach der Vorstellung: Frei- Konzert. Anfang 7 nhr. Sonntag: Unter der Polarsonne. Sonntag Nachmittag, fleine Preise: Ter Pfarrer von Kirchfeld. Circus Busch ( Bahnhof Börse). Sonnabend, 19. Februar 1898, abends 72 Uhr: Gr. Parade- Gala- Vorstellung Newsty Malorosiesfy, gr. Quadrille, geritten von 6 Damen und 6 Herren. 8 Ungarn mit ihren unübertrefflichen Springpferden. U. a.: Sprung des Vollblutpferdes Scipsi" über eine 7 Fuß hohe Barrière mit Reiter. Der berühmte Sandorsprung über 3 große Pferde. Geschw. Lorch mit ihren großartigen itarischen Spielen zu Pferde. Hippologisches Potpourri von 16 neu dressirten Fuchshengsten vorgef. von Dir. Busch. Auftr. des ausgezeichneten Schulreiters Herrn Foottit- Burghardt. Clown Boganowski als Tanzimitator. Zaragoza. Orig. Manège: Schaustück des Circus Busch. Besonders hervorzuheben: Die weiblichen Fanfarenbläser. Der Sturz von der 60 Fuß hohen Brüce ins Wasser. Der pompöse grüne Aft. Morgen Sonntag: 2 große brillante Vorstellungen. Nachm. 4 Uhr und abends 712 Uhr. Zaragoza. Neues Olympia- Theater. ( Circus Renz.) Karlstrasse. Bolossy Kiralfy's Konstantinopel. Grösste Sensation Berlins. Neu! Im 3. Bild: ,, Alt- Wien" Neue humorist. SpezialitätenRevue. Auftreten der The jolly british girls. Sensationell! Verwaltungsstelle Berlin. Montag, den 21. Februar 1898, abends 8 Uhr: Beschließende Versammlung in Marten's Salon, Friedrichstr. 236. Tages Ordnung: 1. Regelung der Agitation für die Provinzen Brandenburg und Pommern. 2. Bestätigung der vorgeschlagenen Beisiger. 3. An die Verwaltung gelangte Anträge. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt! Achtung! Um unsere Verhandlungen rechtzeitig zu beendigen, haben wir den Beginn derselben auf 8 Uhr festgesetzt; wenn alle Kollegen pünktlich erscheinen, kann zur festgefesten Zeit begonnen werden, Wir bitten, dies ganz besonders zu beachten. Es ist an der Zeit, mit dem alten Schlendrian zu brechen, unt jedem die Möglichkeit zu bieten, rechtzeitig den Heimweg antreten zu können. Bei der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht aller Mitglieder, zu erscheinen. Au diesem Tage bleibt die Bibliothek geschlossen. Dienstag, den 22. Februar 1898, abends 8% Uhr: ( Zahlstelle Berlin.) Montag, den 21. Februar 1898, abends 82 Uhr, in Feuerstein's Festsälen, Alte Jakobstr. 75: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Otto Sattler über: ,, Asiatische Sitten und Gebräuche". 2. Verbandsangelegenheiten. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Bevollmächtigte. 23/13 Sonntag, den 27. Februar, nachmittags 2 Uhr: Besuch des Museums für Bergbau und Hüttenwesen, Invaliden: ftraße 44. Treffpunkt 13% Uhr am Eingang des Museums. Die fünf neuen Zahlstellen in den verschiedenen Stadttheilen Berlins find von hente ab regelmäßig Sonnabends von 8-10 Uhr abends geöffnet.( Siehe Buchbinder- Zeitung".) " Billets zu unserem am 19. März in Stechert's Festfälen, Andreas: straße 21, stattfindenden Stiftungsfest find heute Abend in sämmtlichen Bahlstellen sowie im Burean, Annenstraße 50, zu haben. Bezirks- Verfammlung für den Often Verband der Vergolder etc. in Stechert's Saion, Andreasstr. 21. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Joh. Timm über: Weshalb fehlt den deutschen Gewerkschaften noch eine planmäßige Taktik bei Lohnfämpfen? 2. Disfuffion. 3. Verbands- Angelegenheiten u. Berschiedenes. Die Kollegen und Kolleginnen werden dringend ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. 110/16 Die Bibliothek des Verbandes befindet sich im Restaurant Mörschel, Südenftr. 35. Dieselbe ist geöffnet jeden Abend von 7 bis 9 Uhr. Sonntags geschlossen. Die Ortsverwaltung. Filiale Berlin. 1898, abends 8 Uhr, in den ,, Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Montag, den 21. Februar Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. a) Wahl eines 1. Verbands- Vorsitzenden, b) Wahl eines 1. Verbands: 225/2 Raffirers. 2. Verschiedenes und Fragekasten. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. Verband der Möbelpolirer. Verein d. Maschinisten, Heizer u. Berufsgenossen Montag, den 21. Februar, abends 82 Uhr, Andreas- Straße 26: Versammlung Tagesordnung: 145/9 1. Die§§ 152 und 153 der Gewerbe- Ordnung nebst dem Posadowsky'schen Grlaß. Referent Kollege Weber. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Ausgabe der Billets zu dem am 19. März in Keller's Festsälen, Koppenstr. 29, stattfindenden Maskenball. Die Kollegen, welche wissen, wo die Möbelpolirer R. Schwann, Ostar Berlins und Umgegend. Sonntag, den 20. Februar, nachmittags 5 Uhr, in Cohn's Festjälen, Beuthstr. 19-22: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Scheel über„ Stältes erzeugung". 2. Verschiedenes. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 138/3 Der Vorstand. Thiel, M. Derb, A. Fistel und G. Nerlich wohnen oder arbeiten, Algemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter werden gebeten, dieses an H. Schulz, Memelerstr. 60a, mitzutheilen. Morgen, Sonntag Abend bei Neumann, Brunenstr. 150: Gemüthliches Beisammensein. Die Kollegen nebst Familien, fpeziell vom Norden, werden gebeten, zahl Der Vorstand. reich zu erscheinen. Volks- Theater im Welt- Restaurant 97. Dresdener Straße 97. Großer Erfolg! Die Möbelpolonaise. Urtom. Gejangspoffe von D. V. Roeder. Gust'l Ebner, oberbayrischer Schuhplattler und National Tänzer. Jui vorderen Saale: Tyroler Sänger Alois Ebner. Anjang: ihr. Direktion: Gebrüder Herrnfeld. Sonntags 6 Uhr. Kaufmann's Variété Budapester Possen- u. Operetten- Theater Anfang 8 Uhr. Das Sensationellste auf dem Gebiete des Theaterlebens und aller Gebr. Herrnfeld'schen Schöpfungen ist der mit frenetischem Jubel- Erfolg aufgenommene Schwank Von Dreien der Glücklichste. Die gesammte Presse hebt die Originalität hervor und bekundet, dass Anton und Donat Herrnfeld wirklich einzig in ihrer Art dastehen. Heute n. folgende Tage: Von Dreien der Glücklichste. Kaufmann's Variété Direktion: Gebrüder Herrnfeld. Im letzten Bilde: Constantinope Maehr's Theater Feuer- u. Flammentanz, ausgeführt nicht von einer Person, sond. vom gesammten Ballet- Personal. ca. 1000 Mitwirkende. Anf. 8 Uhr. Sonntags 2 Vorst. Nachm. 1 Kind frei. Sonnabend, den 19. Februar: Grosser Masken- Ball im Stile der berümten ArionBälle in New- York mit grossen Aufzügen, Riesen- Ballet, feenhafter Ausstattung, Bataille des fleurs etc., arrangirt und entworfen vom Direkt. Bolossy Kiralfy, persönlicher Leiter der New- Yorker Arion- Bälle. 6 Musik- Kapellen. Restauration: Louis Schaurté, Monopol- Hotel. Julius Schütt, Olympia. Herrenkarten 10 M. Damenk. 5 M. Im Vorverk. Herrenk. 8 M. Es werden auf allgemeines Verlangen eine beschränkte Anzahl Zuschauer- Karten zum Preise von 3 M. ausgegeben. Anfang 10 Uhr. Oranien- Strasse 24. Täglich: Theater u. Spezialitäten. Novität! Koloffaler Erfolg! Die Nadel- und Radelmadel, Volfsstück mit Gesang von Eugen Fredy. Musik v. Otto Tieke. Wochentags 8 1hr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Preise der Pläte wie gewöhnlich. Concerthaus Leipzigerstr. No. 48 Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen. Sonnabend, 19. Februar: Ballfest des Prinzen Karneval darstellend die Landung der Deutschen in Kiaotschau arrangirt vom Tyll Eulenspiegel. Dienstag, den 22. Februar: Fastnachts- Soirée mit Ball. Hierzu sind Billets im Verein junger Kaufleute, Beuthstraße; Kaufm. Hilfs: berein Seydelstraße sowie im Verein der Handl. Kominis, Hamburg 1850, Krausenstraße, zu haben. Feen- Palast 22 Burgstrasse 22. Heute wegen Privatfestlichkeit geschlossen. Morgen und die folgenden Tage Vorstellung. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Gr. Extra- Theatervorstellung Eine Berliner Waschfran oder: Müller u. Müller. Schwank mit Gesang u drei Aften. Vorher: Versprechen hinterm Herd. Singspiel in einem Aft. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Konzert Sanssouci haus Kottbuser Straße Nr. 4a. Sonntags, Dienstags, Donnerstags Im wunderschönen Monat Mai. Filiale Berlin 3. Sonnabend, den 19 Februar 1898, abends 81/2 Uhr, Manteuffelstr. 47: Mitglieder- Versammlung Tages Ordnung: 1. Kassenbericht. 2. Bericht der Fünfer- Kommission. 3. Statuten- Berathung.( Anträge des Vorstandes.) 4. Kandidatenaufstellung zur General: 119/3 versammlung. 5. Verschiedenes. Pflicht eines jeden Mitgliedes ist es, in dieser Versammlung pünktlich Die Ortsverwaltung. 3it erscheinen. Nationale Krankenkasse der Deutschen Gold- und Silberarbeiter und verwandten Berufsgenossen( E. H.) abends präzise 8½ Uhr, Montag, den 21., Februar 1898, im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45: " Mitglieder- Versammlung (§ 24 des Statuts). Tagesordnung: 1. Rechenschafts- und Kaffenbericht. 2. Diskussion. 3. Wahl der Ortsverwaltung. 4. Verschiedenes. Die verehrlichen Mitglieder werden dringend ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. 71/7 Das Kassenbuch legitimirt. Der Vorstand. J. A.: C. Holtkamp, Vorsitzender, Admiralstr. 18e. Rixdorf. Dienstag, den 22. Februar, abends 82 Uhr, bei Gröpler, Bergstr. 147: Große öffentliche Versammlung aller Gewerkschaften. Tages Ordnung: 1. Die Beschränkung des Vereins: und Ver sammlungsrechts und der Pojadowsty'sche Erlaß. 2. Der Streit der englischen Maschinenbauer und welche Lehren ziehen wir daraus. Referent: Reichstags- Abgeordneter Wilhelm Klees- Magdeburg. Alle Arbeiter, Arbeiterinnen und Einwohner, welche fich für 202/10 die Sache intereffiren, sind hiermit eingeladen. Gleichzeitig mache ich darauf aufmerksam, daß alle Listen, welche von mir entnommen sind, so bald wie möglich bei mir abgerechnet werden. Der Vertrauensmann der Gewerkschaften Nixdorfs. J. Vieweg. Liedersp. in 1 Att v. Studenbrod. General- Versammlung Sperling& Sperber. Lustspiel in 1 Aft von Görner. Neu: Tom& Tam, die lustigen Chinefen; Brothers Lange, afrovat Clowns; Linde, Humorist. Pf. Entree 30 Pf. Sonntag 50 pr. Passepartouts gelten Wochentags. Wochent. Anf. 7 Uhr, Vorst. 8 Uhr. Sonntag Anf. 5 Uhr, Vorst. 6 11hr. Nachher: Grosser Ball. Alcazar- Theater. Dresdenerstraße 52/53( City- Passage) Annenstraße 42/43. Direttion: Richard Winkler. Vornehmster Familien Aufenthalt. Bum 2. Male: Die Kunst geliebt zu werden. Liederspiel in 1 Aft von F. Gumbert. Vorher: Das Schwert des Damokles. Schwank in 1 Aft von G. zu Buttlig. Auftreten sämmtl. Kunst- Spezialitäten. Wochentags 8 Uhr. Aufang: Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Bf. Dieservirt. Play 50 Bf. Borzugskarten an Wochentagen giltig. Bitte genau auf Nr. 35 achten. zu Jede Uhr Deutscher Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Vertreter für die Mit- Holzarbeiter- Verband. glieder der Orts- Krankenkasse der Sollege Tischler der Gelb und Zinn gießer am Sonntag, den 27. Februar er.! vormitttags 10 1hr, im Lokale des Herrn Stabernack, Inselstraße 10. Tages: Ordnung: 1. Vorlage und Leopold Hentschel am 16. Februar nach langer Krankheit verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den 20. Februar, miitags 121 Uhr, vom Trauerhause, Königsbergerir. 1, nach dem Friedhof in Wither- berg statt. Um rege Betheiligung ersucht Abnahme der 77/17 Die Ortsverwaltung. Jahresrechnung pro 1897. Bericht des Rechnungs- Ausschusses. 2. Decharge- Ertheilung. 3. Verlegung der Kassenstunden der Sonn- und Festtage.. 4. Verschiedenes.; Berlin, 18. Februar 1898. 871b Der Vorstand. Todes- Anzeige. Allen Bekannten zur Nachricht, daß mein Mann, der Tischler Gustav Nürnberg, nach furzem aber schwerem Krantenlager am 16. Febr. im Strantenhause Am Urban storben ist.. ber: 869b Deutscher Metallarbeiter- Verband ( Verwaltungsstelle Berlin). Todes- Anzeige. Am 17. d. M. starb unser Mitglied, der Schloffer Albert Handtke. Ehre seinem Andenten. Die Beerdigung findet am Sonntag, Grüner Weg 64, aus nach dem Martusden 20. d. M., vom Trauerhause, Kirchhof in Wilhelmsberg statt. Um rege Betheiligung bittet Frau Nürnberg und Sohn. 110/17 Die Ortsverwaltung. repariren und reinigen Die Beerdigung findet statt Sonntag, toftet bei mir miter den 20. Februar, nachu. 4 Uhr, auf Für Parquettbodenleger oder Garantie d. Gutgehens dem Kreuz- Kirchhof in Mariendorf. Einsetzer. Gut erhaltenes Werkzeug nur 1 Mart 50 Pf. Für die herzliche Theilnahme und zu verkaufen bei Stanowsky, Landsaußer Bruch, fleine Reparaturen die überaus reichen Kranzspenden, bergerstraße 30 Hof II. billiger. Großes Lager neuer und welche uns bei der Beerdigung unserer Reell und billig gebrauchter Taschenuhren, Regu- lieben Tochter Frida erwiesen latoren und Weder, alle Arten wurden, sagen wir Freunden und Be- fauft man in der Norddeutschen SchuhKetten, sowie Brillen u. Pincenez. tannten unsern herzlichsten Dank. fabrit von W. Hitschke, ge: * Carl Lux, hrmacher, Ferdinand Ewald nebst Fran gründet 1872, Stalikerstr. 13, Gde 35 Chauffee- Straße 35. und Kindern. Admiralstraße, am Kottbuser Thor. Bading in Berlin. Berantwortlicher Debatteur: Qugust Jacobey in Berlin. Für den Juseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druf und verlag von Max 8706