Nr. 1 31. Jahrgang Die Gleichheit Zeitschrift für die Frauen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Mit den Beilagen: Für unsere Kinder.- Die Frau und ihr Haus Die Gleichheit erscheint vierzehntagig Prets: Bier.etjährlich 3,60 Mart Inserate: Die 5 gespaltene Nonpareillezelle 1,50 Mart, bei Wiederholungen Rabatt Berlin 1. Januar 1921 Zuschriften sind zu richten an die Redaktion der Gleichheit, Berlin SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Amt Morigplag 147 40 Erpedition: Berlin SW 68, Lindenstraße 3 Am altersgrauen Baum der Zeit Ift eine Blume abgeblüht, Und eine Knofpe tut fich auf. Die Menschheit feufzt in gleicher Fron; Von ihrer müden Stirne fällt Der Schweiß in Tropfen erdenwärts.. Ihr Glaube aber träumt im Cicht: Vor ihren Sehnluchtsblicken Schwimmt Das Morgenrot des neuen Tags. Jahreswende CLOUDS Wie auch die Kette klirrt und drückt, Der Zukunft Sturm zerbricht fie doch Und jedes Jahr löft einen Ring. Und jede Knofpe, die erblüht Am altersgrauen Baum der Zeit, Birgt einen Keim der künftigen Frucht. So grüß' ich dich, du neues Jahr; Du junge Knofpe tu dich auf, Und blüb' in lichtem Rofenrot! Des Friedens milder Maienwind Umfpiele deinen vollen Schoß, Der Liebe Geilt befruchte dich! Und deine Düfte gieße aus Mit Blütenblättern kränze du Der Menschheit tiefgefurchte Stirn. In des Jahrhunderts Пliedergang Sei du ein lichter Zukunftstraum, Sei du ein Gruß der neuen Zeit! Klara Müller- Jahnke. Recht und Wohlfahrtspflege Von Stadtrat Dr. Caspari( Brandenburg a. C.) I. A. Familienrecht. Im 4. Buch, und zwar in den§§ 1297 bis 1921, behandelt das Bürgerliche Gesetzbuch vom 18. August 1896( abgefürzt: BGB.) das Familienrecht. Für das Wesen dieses Familienrechts bezeichnend ist die Tatsache, daß seine Bestimmungen, soweit es sich nicht um rein vermögensrechtliche handelt, swingenden Rechts sind. Das bedeutet, daß sie grundsätzlich nicht durch die Beteiligten geändert werden können. Es fönnen also beispielsweise ein Mann und eine Frau eine Ehe nicht nach freier Sagung eingehen; denn für die Ehe schließung hat das Gesetz bestimmte Vorschriften aufgestellt, Bei deren Nichteinhaltung der von den Beteiligten geschlossene Bund vom Gesetz nicht als Ehe betrachtet wird. Es ist selbstberständlich, daß das Familienrecht in besonderer Weise auf gebaut ist von den Moralanschauungen, die zur Zeit seines Erlasses bestanden. So kommt es, daß eine Reihe von Bestimmungen gerade des Familienrechts mit den Anschauungen der heutigen Zeit, insbesondere oom Standpunkt der soziali stischen Weltanschauung, nicht mehr vereinbar find. Ganz besonders muß jedem objektiven Beurteiler unseres Familienrechts auffallen, daß es ein typisches Mannesrecht ist, was fich daraus erklärt, daß der Einfluß der Frau zur Zeit der Schöpfung des Bürgerlichen Gesetzbuches in Deutschland im öffentlichen Leben gering, im Parlament ausgeschaltet war. Die Gleichberechtigung der Frau wird solange ein Wort bleiben, als unser heutiges Familienrecht bestehen bleibt. Sier hst der sozialistischen Frauenbewegung weiter Spielraum zur Betätigung gegeben! Das Familienrecht des BGB. zerfällt in drei Abschnitte. Der erste Abschnitt behandelt die Ehe, der zweite die Verwandtschaft, der dritte die Vormundschaft. Dazu treten aus anderen Gefeßen wichtige Bestimmungen formeller Natur, teils im Berfonenstandesgesetz, teils im Gesetz über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit, teils in der Bivilprozeßordnung, wozu noch in den Ausführungsbestimmungen der Landesgeseze wichtiges hinzukommt. Wissenswert ist, daß bei den preußischen Amtsgerichten ein„ Famillienrechtsregister" geführt wird. Dieses hat nichts zu tun Das Güterrechtsregister mit dem Güterrechtsregister". führen die Amtsgerichte(§ 1558 BGB., näheres soll später noch dargelegt werden). Es dient im wesentlichen der Aufzeichnung der vermögensrechtlichen Beziehungen der Eheleute. Das Familienrecht 3register" führt die familienrechtlichen Angelegenheiten eines preußischen Amtsgerichts auf und ver zeichnet unter VII die Vormundschaften, unter VIII die Pflegschaften, unter IX die Beistandsschaften, unter X und Xa andere familienrechtliche Angelegenheiten, unter XI die Fürsorgeerziehungen. Die Kenntnis der grundlegenden Bestimmungen des Familienrechts ist für wichtige Gebiete der Wohlfahrtspflege, vornehmlich der Jugendwohlfahrt, unumgänglich. I. Vom Verlöbnis( BGB.§§ 1297-1302). Unter Berlöbnis versteht man erstens die Vereinbarung zwischen Mann und Frau, miteinander die Ehe eingehen zu wollen, fowie zweitens den durch diese Verlobung herbeigeführten Zustand. Es liegt auf der Sand, daß jeder Eheschließung, wenn auch häufig stillschweigend, ein Verlöbnis borausgeht. Damit ist nicht gefagt, daß jede Liebschaft oder das sogenannte„ Berhältnis" ein Verlöbnis ist. Im Boltsmumde spricht mon oft davon, daß ein Mann mit einem Mädchen gehe". Hier wird nicht immer leicht festzustellen sein, ob nur eine bloße Liebelei oder ein Berlöbnis im Sinne des Gesetzes vorliegt. Die Entscheidung hat sich danach zu richten, ob auf beiden Seiten der Wille besteht, miteinander die Ehe eingeben zu wollen. Diese Unterscheidung hat nicht nur akademischen, theoretischen Wert, sie ist im Leben außer ordentlich wichtig. Alle die Nechtsfolgen, die sich an das Verlöbnis Inüpfen, fnüpfen sich nicht an die Liebelei, an das 2 Die Gleichheit ,, Verhältnis". So hat beispielsweise die Braut eines Angeklagten zwar das Recht, ihr Zeugnis zu verweigern, nicht aber die Geliebte. Geschäftsunfähige Perfonen fönnen ein gültiges Verlöbnis nicht schließen. Es ist also notwendig, daß die Berlobten zur Zeit der Eingehung des Verlöbnisses volljährig, also über 21 Jahre alt sind, oder daß sie, wenn sie diese Altersstufe noch nicht erreicht haben, die Zustimmung ihres gefeglichen Vertreters( des Vaters, bzw. der Mutter, bzw. des Vormundes) haben. Dasselbe gilt für aus anderen Gründen geschäftsbeschränkte Personen, also für die wegen Geistes. schwäche, Verschwendung und Trunksucht entmündigten Per. fonen( vgl.§ 114 BGB.). Die Verlobung eines Geschäftsunfähigen( z. B. Geisteskranken) ist nichtig(§ 104 BGB.). Mir ist in der Praxis wiederholt der Fall begegnet, daß Personen, die in noch gültiger Ehe leben, eine Verlobung eingegangen sind. Erst jüngst fragte mich ein Arbeiter danach, ob er, der mit seiner Frau in Scheidung lebe, sich bereits wieder verloben könne. Die Frage ist nach geltendem Recht zu verneinen. Unzulässig ist die Stellvertretung bei Abschluß des Berlöbnisses. Ein Bater kann also z. B. seine minderjährige Tochter nicht ohne deren Zustimmung verloben. Im Gegensatz zur Eheschließung ist das Verlöbnis formlos gültig. Der schöne Brauch des Ringewechselns oder die Veröffentlichung in den Zeitungen usw. ist ohne jeden rechtlichen Belang. Gemäß§ 1297 I des BGB. fann aus einem Verlöbnis nicht auf Eingehung der Ehe ge. flagt werden. Selbst das Versprechen einer Vertragsstrafe für den Fall, daß die Eingehung der Ehe unterbleibt, ist nach dem felben Paragraphen nichtig. Nr. 1 Es darf daher wohl einmal besonders für die Genossinnen, die sich dieser Tätigkeit widmen, ein kurzer Ueberblick darüber gegeben werden. Der Jugendwohlfahrtsgesehentwurf, der dem Reichstag nunmehr hoffentlich bald zugehen wird, schreibt die Einrichtung von Jugend. ämtern für alle Selbstverwaltungstörper vor. Das ist erfreulich, denn dadurch erhalten nicht nur die großen und Mittelstädte, die sie heute schon vielfach haben, sondern auch die kleineren Ge meinden und die Kreise und Provinzen Jugendämter. Durch die Schaffung von Jugendämtern wird die Fürsorge für die Jugend zu einer Stelle und bei denselben Persönlichkeiten vereinigt, und die heute noch häufig vorkommende Zersplitterung unterbunden. Die gesamte Jugendwohlfahrtspflege wird den öffentlichen Körperschaften übertragen, die sich der Hilfe der mit der Jugendfürsorge beschäftigten Personen bedient. Der Jugendwohlfahrtsgeset entwurf regelt auch den Aufgabenkreis der Jugendämter und überträgt damit den öffentlichen Störperschaften Verpflichtungen, die zum Teil bisher gar nicht oder von der freiwilligen Wohl fahrtspflege geleistet worden sind. Es tritt damit an die Stelle der sittlich gewiß hochzuwertenden Freiwilligkeit einzelner Bersonen, die Nöte der Jugend zu lindern, die Anerkennung der Pflicht der Gesamtheit gegenüber der Jugend. Damit wird auch der Jugend ein Recht auf Fürsorge gegeben. Dieses Recht auf Fürsorge soll nicht nur von weiten Areisen das Gefühl nehmen, Wohltätigkeit zu empfangen, sondern eine sichere un fangreichere Fürsorgetätigkeit garantieren. Die vielgerühmte Initiative der freien Liebestätigkeit bleibt gewahrt durch die im Gesez vorgesehene Mitarbeit in der Jugendwohlfahrtspflege er. fahrener und bewährter Männer und Frauen". In vielen städtischen Jugendämtern wird schon häufig, soweit das gefeßlich möglich ist, die umfassende Tätigkeit ausgeübt, die der Jugendwohlfuhrtsgesetzentwurf den Jugendämtern überträgt. Es ist darum das, was im folgenden ausgeführt wird, durchaus nicht reine Zukunftsnfufit. Der Jugendwohlfahrtsgesetzentwurf weist dem Jugendamt die Tätigkeit des Gemeindewaisenrats, die Mitwirkung im Vormund schaftswesen, den Schutz der Pflegefinder, die Fürsorge für hilfsbedürftige Minderjährige, die Jugendhilfe bei den Gerichts- und Polizeibehörden und die Mitwirkung bei der Fürsorgeerziehung, letztere beide gemäß reichsgesetzlicher Regelung, zu. Aufgabe des Jugendamts foll ferner sein: Einrichtungen und Veranstaltungen anzuregen, zu fördern und gegebenenfalls zu schaffen zur Beratung in Angelegenheiten der Jugendlichen, Mutterschutz vor und nach der Geburt, Wohlfahrt der Kleinkinder, Wohlfahrt der im schulpflichtigen Alter stehenden Jugend außerhalb des Unterrichts, Wohlfahrt der schulentlassenen Jugend. Der Gemeindewaisenrat hat im wesentlichen die Aufgabe, PerDas Verlöbnis hat nach dem BGB. nur vermögensrechtliche Wirkung. Das bedeutet folgendes: Tritt ein Verlobter ohne wichtigen Grund vom Verlöbnis zurück, dann ist er schaden erfatpflichtig; tritt er zurüd wegen eines schyveren Verschuldens des anderen Verlobten, dann ist dieser schadenersatzpflichtig( die Braut tritt z. B. zurück, weil ihr Verlobter sich gleichzeitig noch mit einer anderen verlobt hat). Selbstverständlich entsteht keine Schadenersatzpflicht, wenn ein Verlobter aus einem wichtigen Grunde zurücktritt, den aber der andere Verlobte nicht verschuldet hat( z. B. unheilbare Erfrankung und dergleichen mehr). Schadenersatzberechtigt find gemäß§§ 1298, 1299 der andere Verlobte, dessen Eltern sowie eventuell dritte Personen. Wenn z. B. ein Mädchen in Er-, wartung seiner Ehe bereits seine Stellung aufgegeben hat oder sich eine Aussteuer angeschafft hat und sie nunmehr vom Verlöbnis zurücktritt, weil ihr Verlobter ihr nicht die Treue hält, so ist der Ungetreue schadenersaßpflichtig. Ebenso kann die unbescholtene Verlobte, wenn sie ihrem Verlobten die Beiwohnung gestattet hat, auch wegen des Schadens, der nicht Bermögensschaden ist, Ersatz beanspruchen(§ 1300 BGB.). Brautgeschenke sind im Falle der Auflösung der Verlobung zurückzugeben; es sei denn, daß das Verlöbnis durch den Tod aufgelöst ist(§ 1301). Diese sämtlichen Ansprüche verjähren in 2 Jahren von der Auflösung des Verlöbnisses an, was Bestimmungen der Eltern oder gesetzlicher Bestimmungen oder durch achtung verdient. Früheres Recht stellte die sogenannten Brautkinder, also Kinder, die im Brautstand erzeugt wurden, günstiger als andere uneheliche Kinder. Diefe Meinung ist auch heute noch verbreitet; sie entspricht aber nicht den Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches. sonen für Uebergabe von Vormundschaften und Pflegefchaften vorauschlagen und dem Vormundschaftsgericht Anzeige zu machen, wenn ein Fall zu seiner Kenntnis gelangt, in welchem das Vormundschaftsgericht zum Eingreifen berufen ist. Auch diese Tätig feit wird häufig heute schon von Beamten und Helfern der Jugend ämter erledigt. Der Jugendwohlfahrtsgesehentwurf fieht das Jugendamt als Bormund des unehelichen Kindes ohne jeden Vor, mundschaftsvorschlag tor. Heute muß auch dort, wo der städtische Berufsvormund besteht, er vom Vormundschaftsgericht auf Vor schlag bestellt werden. Echon der Vormundschaftsvorschlag er fordert Außentätigkeit. Nach der Meldung der Geburt eines un ehelichen Kindes, des Todes der Eltern oder der Aberkennung der elterlichen Gewalt müssen die Familienverhältnisse der Kinder und der Personen, die zur Uebernahme der Vormundschaft geeignet sind, ermittelt werden, wenn nicht infolge testamentarischer Be die bestehende Berufsvormundschaft die Uebernahme der Vormund schaft- Freunde der Eltern oder der Großvater zum Beispiel ohne weiteres gegeben ist. Die Durchführung der Berufs. vormundschaft erfordert eine ausgiebige Tätigkeit außerhalb der Bureauräume. In der Regel wird ein städtischer Beamter zum Berufsvormund für sämtliche in Frage kommenden Kinder bestimmt, der zur persönlichen Fürsorge der Kinder sich alle berer Beamten bedient. Auch der Jugendwohlfahrtsgeset entwurf sagt, das Jugendamt hätte die Ausübung der vor. mundschaftlichen Obliegenheiten einzelnen seiner Mitglieder oder Bom Außendienst der Jugendfürsorgerin Beamten übertragen. Danach kann die Vormundschaft ent Bon Hedwig Wachenheim. Anfängerinnen auf dem Gebiet der Jugendwohlfahrtspflege merden auch nach einer Berufsausbildung zunächst in beruflicher und ehrenamtlicher Tätigkeit meistens im Außendienst verwendet. weder schematisch, etwa nach dem Alphabet des Anfangsbuchstabens der Mündel, oder nach persönlichen Gründen bestimmten Beamten oder Mitgliedern übertragen werden, die dann die persönliche Für forge übernehmen und vom Jugendamt durch juristischen Nat. Nr. 1 Die Gleich beit Eingaben, etwa auch Einreichung von Alimentenklagen gegen den Bater unterstützen werden. Oder ein oder mehrere Beamte, je nach Größe der Stadt, werden Berufsvormund, leiten die ganze Vormundschaft über die Mündel und übertragen ihre einzelnen Aufgaben auf andere ihnen unterstellte Helfer. Der Jugendpflegerin würde dann zufallen, die persönliche Fühlung mit dem Mündel aufrechtzuerhalten, um den Vormund aus ihrer Kenntnis des Milieus, der Gesundheit und der charakterlichen Eigenschaften des Jugendlichen zu beraten. In der Praxis würde ihre Tätigkeit Damit beginnen, festzustellen, ob das uneheliche Kind bei der Mutter bleiben kann oder in Anstalts- oder Familienpflege ge bracht werden muß. Bei plöglich zu Waisen gewordenen ehelichen Kindern müssen sie begutachten, ob die Anstellung einer Haushälterin, Unterbringung im Waisenhaus, in einer verwandten, befreundeten oder fremden Familie in Frage kommt. Sie müßle in allen Fällen feststellen, ob eine. Unterstüßung der Kinder durch Geldmittel notwendig ist. Wenn die Entscheidung über das Schic fal der Kinder gefällt ist, hat sie etwa die anderweitige Unterbringung durchzuführen und muß dann die Kinder, die in Pflege= stellen sind, beaufsichtigen. Die Pflegeeltern hätten mit ihr, wenn eigene Mittel der Kinder nicht vorhanden sind, die notwendigen Anschaffungen zu besprechen. Sie müßte dle rechtzeitige Buziehung eines Arztes, wenn das Kind leidend ist, und dann natürlich auch die Einleitung eines Heilverfahrens durchsetzen. Je älter die Kinder werden, um so schwieriger wird ihre Aufgabe. Sie muß nun feststellen, ob die Pflegeeltern die richtigen Erzieher sind, muß Berbindungen mit der Schule halten und die richtige Berufsausbildung in die Wege leiten. Das alles ist ungeheuer schwierig und kann nur erfüllt werden, wenn die Jugendpflegerin mit ernstem Willen bestrebt ist, an den ihrer Obhut Anvertrauten Elternstelle zu vertreten und die Kinder nicht nur zu nützlichen, sondern auch zu glücklichen Gliedern der menschlichen Gesellschaft zu machen. ( Fortseßung folgt) Ein Wort an unsere Mütter " Oft schon ist die Frage der seruellen Aufklärung und der Ge schlechtsfrankheiten, auch in der Gleichheit", behandelt worden, and wie oft tamen dann die Mütter und sagten: Ja, das ist ja ganz gut und richtig, aber sagen Sie uns doch nur, wie man über solche Sachen mit den jungen Leuten reden kann." Gab ich ihnen dann in flaren Worten kurze Beispiele, dann In * Feuilleton Das neue Jahr O neues Jahr, du fiebit am Tor, harrit nur der Glocken ernitem Chor, Daß Kron' und Szepter dir zu eigen. Ach, wolltest du dich buldreich zeigen, Wir bitten dich, es iſt nicht viel: Aus heißem Kampf führ uns ans Ziel, Daß bittres Leid zur Freude werde Und bange Пot ein heim'lig Glück! Rui unfrer nachtverfunknen Erde Der Liebe heil'ge Glut zurück! Sich, wie wir kämpfen, wie wir ringen, Mach uns der trüben Sorge frei, Dilf uns die Dornenqual bezwingen, Daß Glück und Friede unfer fei. Vom Christkind * Frieda Rudolph- Staubitz. Aus„ Graspfeifer", von Ludwig Finkh ( Schluß) n dieser Knakenzeit, da mir das Herz von Sagen, Märchen und Indianergeschichten angefüllt war, nahm ich Schaden an meiner Seele durch törichte Schauergeschichten, die in meinen von treuer Elternhand geschenkten sittenreinen Weihnachtsbüchern standen. Ich erinnere mich besonders einer, die im Spessart spielte, und ich denke heute noch an den Spessart, obwohl ich ihn nicht kenne, nur mit Schaudern. Da schlief einer im Wirtshaus in seinem Bett, ein großes Bild eines Mannes hing über thin an der Wand; in der Nacht träumte ihm, das Bild bewege fich; er wachte dadurch auf und fah, wie das Bild in Wirk3 hieß es: Ja, wenn Sie so darüber reden, ist alles so schön, so leicht verständlich; aber wenn wir nun so zu unseren Kindern sprechen, nein, das geht doch nicht, das will uns nicht über die Lippen." Ginzelne verzagte Mütter tamen denn auch im stillen zu mir und baten: ,, Ach, liebe Genosin, wollen Sie denn nicht einmal mit unseren Kindern darüber sprechen?" " Ja, das könnte ich schon!" war meine Antwort, aber erstens müßte sich erst eine passende Gelegenheit oder eine stille Stunde dazu finden, und zweitens wären meine Worte, und wären ste noch so schön und gut gewählt, nicht der Mutter Worte." Ein Mutterwort ist dem Kinde heilig. Die Mutter allein, wenn sie ihrem Kinde eine rechte Mutter gewesen ist, fennt das Seelenleben ihres Kindes ganz Die Mutter allein weiß. wie sie das Kind zu nehmen hat. Mir selbst als Mutter sind die Stunden der Aufklärung nie schwer geworden, im Gegenteil, Stunden der Weihe, Feierstunden sind es mir geivesen. Früh schon habe ich damit begonnen, habe nicht erst gewartet, bis irgendeine gute Freundin oder ein guter Freund von der Straße meinen Kindern etwas ins Ohr flüsterte, was ihnen des Lebens höchstes, heiligstes Wunder entheiligen müßte; gewappnet sollten sie sein gegen alles, was niedrig, schmutzig und gemein ist. Ich habe auch nicht gewartet, bis das Kind ein gewisses Alter erreicht hatte, sondern bei jeder Gelegenheit, die sich mir bot, daheim im trauten Stübchen oder draußen in Feld und Wald, angeknüpft. Nur ein kleines Beispiel will ich hier nennen. In der Schule, die mein Aeltester besuchte, hatten sie auch einen Halbidioten, der von den Mitschülern viel gehänselt und gefoppt wurde. Als mein Junge mir davon erzählte, sagte ich zu ihm: ,, Sieh mal, wie traurig das ist. Ich kenne den Knaben und seine Eltern recht gut. Der Aermste hat einen Trunkenbold zum Vater und muß darum verlacht und verspottet durchs Leben gehen, und ist doch so schuldlos daran!" Erft schwieg mein Junge, dann sah er mich groß und verständnisvoll an, und seit dem Tage ist er dem armen Jdioten ein Freund und Beschützer gewesen Und ich weiß, er selbst wird fich hüten vor dem Teufel Alkohol, der solch unsägliches Clend schafft. Also schlug ich zwei Fliegen mit einer Klappe. Und wie froh bin ich, daß ich so früh damit begann. Denn als eines Tages mein kaum 18jähriger Sohn plötzlich vor mir stand und sagte: ,, Mutter, ich mag nun nicht länger als Arbeitsloser herumbummeln, ich gehe zur See," da war nicht viel Zeit übrig zur Aufklärung; in der Scheidestunde will solch ein Gespräch nicht lichkeit sich auf ihn herabsenfte, eine scheußliche Maschine, um ihn zu erdrücken. Das Blut gerann ihm in den Adern. Als die Mordmaschine seine Nasenspite berührte, konnte er aufspringen und sich noch retten. Viele Nächte habe ich dieser Geschichte wegen nicht geschlafen; ein unheimliches Bild war dabeigedruckt; ich erschrak oft und schrie in der Nacht und wurde scheu und furchtsam. Und wenn ich frühzeitig merkte, was es heißt, Nerven zu haben diese Geschichte und dieses Jugendbuch flage ich an, und ich verlange, daß die Kindheit behütet werde vor törichten Ammenmärchen wie vor den groben Mordund Gespenstergeschichten, die oft wie ein Beil in unbewachte Seelen fallen und sie vor der Zeit wund und blutend machen. Da war es föstlicher sich auf Weihnachten zu freuen und Abende lang die heilige Familie" zu spielen. Meine Mutter war Maria, meine Schwester der heilige Dreifönig, ich war der Esel an der Krippe. Wir lagen Maria zu Füßen und sangen mit hellen Stimmen und noch helleren Augen. Als ich älter wurde, wandte sich das Christkind von mir ab. Die Freude fror mir ein im Herzen. Etüd um Stüd nahm ich vom Baum herunter. die Silberhaare, die Pfauen, die gläserne Trompete, und schließlich auch das Christkind. Ich tat's nicht gern; ich war ein alter Kauz geworden. Bloß die weißen Lichter durften bleiben. Ich nahm die Feiertage wie sie fielen, nahm auch wohl einen Werkeltag dazu, bloß konnte ichy's nie leiden, daß die Menschen sich auf einen einzigen Tag beschenkten; und ich gewöhnte mir's an, aus dem blauen Himmel heraus, recht ohne Grund und unvernünftig, zu schenken, grad nicht auf einen Festtag, an Tagen, die grau und trüb und staubig waren. fröhlich in den Tag hinein. Am Festtag häufen sich Geschenke an, im Alltag, wo man's braucht, fehlt oft die Freude. Und so will ich's weiterhalten. Das Chriftfind lebt auch außerhalb der Weih nachtszeit, manchmal verstedt es sich am Chrifttag. Das hab id einmal erfahren, da mich's im Stiche gelassen und ich am Chrifttag arm und verlassen und verzweifelt stand, ohne Eegen und So 4 Die Gleich beit so gut von den Lippen fließen. Und welchen Gefahren geht nicht gerade solch junger Seemann entgegen! Und so habe ich meinem Aeltesten nur fest die Hand gedrückt und gesagt:„ So gehe, mein Jung, und vergiß unsere schönen Feierstunden nicht. Backt das Leben dich rauh und hart an, will die Verführung dich schmeichelnd umgarnen, gedenke der Worte deiner Mutter!" Und da sind wir wieder an dem toten Punkt angelangt. Was soll man ihnen sagen, wie soll man zu ihnen sprechen? Daß die Gefahren da sind, ist ihnen bald gesagt, auch wie schrecklich die Folgen sind. Aber wie soll ein Mädchen, wie soll der Jüngling fich davor hüten lernen, namentlich vor den verheerenden Geschlechtskrankheiten, die der unselige Krieg in so großem Maße heraufbeschworen hat. Ein kleines Hilfsbuch für die Mädel finden unsere Genossinnen in Klara Bohm- Schuchs vortrefflichem Schrifts chen: Willst du mich hören?" Und wer es kann, möge seinen Töchtern getrost das prächtige Buch:„ Vom Mädchen zur Frau", von Frau Dr. Emanuele 2. M. Meyer, Verlag Strecker und Schröder, Stuttgart, in die Hand geben. Allen Heranwachsenden Töchtern, Gattinnen, Müttern und Volkserziehern ist es gewidmet. Ueber vieles werden unseren Mädeln darin die Augen geöffnet, auch über die Gefahren der Geschlechtskrankheiten mit ihren mannigfachen Folgen. Schon das Vorwort des Buches sagt, daß eine Frau, eine Mutter und Aerztin das Buch mit ihrem Herzblut schrieb. Mutter sein. heißt höchste Liebe scin." Oft kann man auch mit wenig Worten zu einem Mädel sprechen und doch verstanden werden. Meiner Tochter habe ich z. B. schlicht und recht gesagt:„ Du bist nun ein junges Mädchen, mein Kind, ich kann dich nicht ewig am Schürzenband führen; trift mutig hinaus ins Leben, verlaß dich auf dich selbst, auf deine sittliche Kraft, die in dir wohnt. Vergiß nicht, was ich dir längst gesagt habe: Ein Mädchen ist wie eine weiße Schürze, ist erst ein Fleck daran, ist die ganze Schürze verdorben." Anders der Jüngling. Ich glaube mit Recht sagen zu dürfen, daß der Jüngling, namentlich der unerfahrene, oder besser gesagt unaufgeklärte junge Mann, viel leichter noch den Gefahren der Geschlechtskrankheiten ausgesetzt ist als daß junge Mädchen. Mädchen reifen früher, und lernen gewissermaßen die Gefahren früher erkennen, vor denen sie sich zu hüten haben. Allein schon aus Angst vor dem Mutterwerden" halten sie sich rein. Wer aber von uns Müttern kennt sie nicht, die Vampyre, die im Grund ihrer Seele verdorbenen Weiber zur Schande unseres Ge schlechts sei es gesagt die gerade mit Vorliebe solche unerfahrenen Jünglinge in ihre Netze locken. Und wie oft muß dann ohne Liebe. Es hatte keine Zeit für mich und hatte sich zu anderen gewandt. Ich saß im Eisenbahnwagen, auf der Heimfahrt von Afrika, und war allein und fuhr am Genfer See vorbei, und trug das Herz voll Gram und Bitterkeit. Ein heiliger Abend im Eisenbahnwagen der sauste durch die Nacht und durch den Schnee, und in der Heimat brannten tausend Lichter! Nun sit ich auf dem Berg in einem Hause, der Schneesturm pfeift und wirbelt uns um die Ohren, und der Kachelofen wärmt. Ein Ränftlein Erde ist mir noch geblieben. Das Bauernblut in mir steht auf und freut sich, daß es mit Schnee und Wind und Sonne verschwistert ist, es versteht die Freude und ihren Atem. Das Christkind aber hat rote Backen und ist ein Bauernkind und fitzt bei mir am Kachelofen, ich laß es nimmer los, und wir awei grüßen euch auf Erden und lachen euch in die Augen, daß ihr es mit uns wisset und in euch habt. Sie ist aus Glas Von Erna Büsing in lieber Mensch, dessen Schultern Tag für Tag ein schweres Joch Arbeit drückte, lud mich neulich zu sich, um mir sein Puppentheater zu zeigen. In all diesen winzigen Tischen und Stühlen, den pappenen Dekorationen und den vielerlei Einrichtungsgegenständen stedten abgesparte Groschen, mit Arbeit ausgefüllte Mußestunden. Er liebte sein Puppentheater, denn er war ein bewußter Spieler. Gr spielte aus Ablenkungsbedürfnis, der Sehnsucht nach der Berstreuung sowie der Freude an der Schönheit und an dem gewollten. Traum in Nippsachenform. Dann rollte der fleine rotgoldene Vorhang auf und die Puppen erschienen. Eine Tote. Die Seele des Weibes. Ste Nr. 1 das arme Opfer eine einzige ,, tolle Nacht" mit Gesundheit und Leben bezahlen. Vor kurzer Zeit habe ich in einer Nervenflinif eine Mutter gesehen. Eine Mutter mit todwunder Seele, die feine Kunst der Aerzte mehr heilen wird. Mit bangen, großen Augen, denen man es ansah, daß sie einmal etwas Entsetzliches gesehen haben mußien. saß sie stundenlang und starrte ins Leere. Dann aber famen wieder Stunden, wo sie raste und tobte und nach ihrem Sohne schrie. In einer lichten Stunde aber, als ich mit ihr Arm in Arm durch den grünen rauschenden Sommerwald schritt, hat sie mir ihr Leid offenbart. Auch ihr junger Sohn, ihr einziger Bub mit dem Sonnenblick, war in die Welt gezogen, unerfahren, unaufgeklärt; sie, die Mutter, hatte nicht mit ihm über ,, folche Sachen" sprechen können, es hatte ihr nicht über die Lippen gewollt, fo gern sie es getan hätte. So war er blindlings hineingegangen in den Großstadtfumpf. Nach einem Jahr war er heimgekehrt. Gebrochen an Leib und Seele. Todkrank hatte er sich nach Hause geschleppt mit letter Kraft, um bei der Mutter Trost zu finden. Nicht fassen konnte es die Mutter, daß jener Heimkehrer ihr einst so blühender, lebensfroher, gesunder Junge war. Von der Syphilis war er durch und durch verseucht. Er hatte so lange geschwiegen, aus Scham und Angst vor dem Arzte, vor den Menschen, bis er zujammengebrochen war. Und nun, als die Mutter erschüttert an seinem Krankenbett saß und ihm das blonde Haar aus der feuchtheißen Stien strich, als die großen blauen Augen ihres Kindes sie hilfesuchend anflehten, da hatte sie Worte gefunden. Da hatte sie reden können über die furchtbare Krankheit, die ihn nun sein ganzes Leben nie mehr berlassen würde, als ein Gezeichneter würde er einhergehen. Auch Vorwürfe hatte sie gehabt. Mutter, Mutter, glaub's mir doch! Nur eine Nacht nur die eine einzige Nacht bei der tollen Marie," hatte da der Sohn geschluchzt. ,, Wir hatten alle ge trunken, es war so fidel, und die tolle Marie, wie sie sie alle nannten, fie mußte so zu schmeicheln, ich war ja so betrunken! Geefelt habe ich mich vor mir selbst, als ich wieder nüchtern war, o so geschämt! Und weil ich mich von keinem sehen lassen wollte, hielt sie mich versteckt bis zum nächsten Abend. Da bin ich davon. Aber geschlichen mit dem festen Vorsatz:„ Nie mehr! Nie!" es war ja schon zu spät. Nun muß ich meinen Rausch mit dem Leben bezahlen, und bin doch so jung, so jung! O Mutter, hilf mir doch!" zu spät, zu spät!" hatte die Mutter gestöhnt, ,, o hätte ich früher gesprochen." Da sahen zwei schmerzerweiterte, große blauen Augen fie todes. flagte um die Schwere ihres dahingeschwundenen Erdendaseins, um den Verrat an ihrer Liebe. Der ließ sie zur tauben Ruß werden. Der zertrünimerte ihr Götzenbild und zerschmetterte sie zugleich. Freudlos ging sie den Weg der Pflicht, das Auge nur auf die Härten des Lebens eingestellt. Aber anklagend blieb sie, noch über das Grab hinaus, weil die seelische Spannkraft zur Liebe, zum Verzeihenkönnen in ihr getötet wurde.- Langjam zieht die zierliche Puppe über die dämmerige Bühne. Ich denke an eigene Erlebensmöglichkeiten, an die eigene Fähigkeit zum Verrat und erschauere leicht. Nach der Vorstellung werden all die Püppchen in einen großen Pappkarton verstaut. Da liegen ein gruseliges Teufelchen, ein lustiger Clown mit Schellen am bunten Gewand und am wippenden Kragen, der Vogel Kunterbunt, der Mitwirkende aus einem Weihnachtsmärchen und die kleine Seele. Sie trägt ein grünes Kleid und rote Rosenketten, von denen sie wohl nur die den anderen nicht sichtbaren Dornen spürte. Sie ist eine große Träne, die sich mit vielen, vielen Schwestern fristallisierte. Vorsichtig nehme ich die fleine Puppe in die Hand, denn sie ist mit Wasserfarben gemalt und aus Glas. -Sie ist aus Glas und bei ihrer Betrachtung denke ich an die Frauen. Wie manche Frau wird zur Illusion! Weil sie den Stürmen des Lebens nicht gewachsen ist, da eine falsche Erziehung, die nur Gemüt und Anlehnungsbedürfnis ausprägte und vielleicht das Tändelnde in ihr pflegte, sie zur Puppe werden ließ. Doch die Frau, begabt durch ihre Liebeskraft, hat eine Riefenaufgabe vor fich. Sie darf nicht aus Glas sein, das klirrend zerspringt, sondern sie muß wurzel Nr. 1 Die Gleichheit traurig an: Mutter, ja, du hast das alles, alles gewußt, und du haft mir nichts gesagt, fein Wort!?" Dann hatte er den Kopf still nach der Wand gekehrt und fassungslos geweint. Und in einer dunklen, schweren Stunde, als die Verzweiflung wieder über ihn kam, hat er sich erschossen. ,, Hätte ich dich doch gewarnt! Hätte ich doch früher zu dir gesprochen, mein Jung, mein lieber goldiger Bub!", hörte ich manche Nacht die Unglückliche schluchzen. Hätte sie z. B. nicht sagen können:„ Sieh, mein Jung, nun ziehst du in die Welt, und wirst manchen Gefahren begegnen. Vor allen Dingen hüte dich vor den Gefahren des Alkohols. Er bringt dein junges Blut zur Siedehize und raubt dir den klaren Verstand, der deine beste Waffe ist." Und dann hätte sie biel leicht gefragt: Hast du schon einmal etwas über Geschlechtsfrankheiten gehört?" Der Sohn hätte sicher geantwortet wie jo viele: O ja, so ein wenig." Und dann die Mutter: ,, Glaube es mir, mein Kind, diese Krankheit ist nicht so harmlos, wie ihr jungen Leute glaubt, sie ver= giftet nicht nur das Leben des von der Krankheit befallenen Mannes, ach, oft nach Jahren, wenn er glaubt, geheilt zu sein, bricht sie plöglich wieder hervor und vernichtet das Leben des geliebten Weibes, das er inzwischen genommen hat. Oft auch der Kinder, oder die Ehe bleibt kinderlos liebelos. Solch ein gezeichneter Vater kann nur Vater gezeichneter Kinder sein. Weißt du, was das sagen will! Sich deinen schönen, gesunden Körper an und siehe, das dankst du deinen Eltern, daß sie rein an Leib und Seele in die Ehe traten. Ich will dir raten, wenn dir einmal ein Mädchen begegnet, das dir mit häßlichen, schlüpferigen Reden kommt, merde es mein Sohn. Sprichst du dagegen mit einem Mädel, tue es frei und offen, als sprächst du mit einem deiner Kameraden. Sieh ihr offen ins Auge, ein Mädel ist ein Mensch wie du, es will gar nicht angehimmelt", angeödet sein, wenn es ein rechtschaffenes, gesundes Mädel ist. Auch ein Tänzchen liebt die Jugend ja über alles. So tanze, tanze und springe nach Herzenslust, es ist das Recht der Jugend, froh und luftig zu sein. Auch gehört es zum Anstand, daß du deine Tänzerin heimbegleitest. Aber das merke dir, ein Mädel, das auf jedem Tanzboden zu Hause ist, gefällt mir nicht. Noch dazu, wenn es, ohne dich recht zu kennen, sich gar so liebenswürdig an dich hängt, dich mit Lift nach einsamen Orten schleppen möchte oder dir gar sein Kämmerlein anbietet, dann fliehe vor ihr, denn sie öffnet nicht nur dir allein ihre Arme, sie hat schon manchem Manne angehört. Auch wenn du ein Mädel gern leiden magst, weil es gar so fein und schick gekleidet ist ein rechtfest werden, das ist ihre Pflicht, vorgeschrieben von der Verantwortung für die kommenden Geschlechter. In unserer, von allen Schädlingen der Jchsucht und Noheit durchsetzten Zeit, brauchen wir eben die Liebe nötiger denn je. Eine Liebe, die verzeihen kann, die verstehen und helfen will, die sich jedoch auch selbst nicht als Almesen betrachtet, sondern zielflar ihres Weges geht. Denn das Wachstum des Guten durch die Liebe der Frau, das darf nicht zur Illusion werden. Bücherschau Frauenschicksal heißt eine fleine Agitationsbroschüre von Luise Schröder und Marie Juchacz, die der Bezirksverbandsvorstand in Kiel, Klinke 21, herausgibt und die zum Preise von 20 Pf. von dort zu beziehen ist. In einfacher, flarer Weise werden den Frauen die Ursachen unserer heutigen Not und die mühseligen Aufstiegsmöglichkeiten, woran jede Frau durch politische Anteilnahme mitzuarbeiten hat, geschildert. Die kleine Schrift ist ein gutes Hilfsmittel für die sozialistische Erziehungsarbeit unter ben Frauen. Ferner sind die Referate der Genossinnen Elisabeth Röhl und Toni Bfülf sowie des Genossen Dr. Caspari, die auf dem Kasseler Parteitag gehalten wurden, jetzt im Drud erschienen und durch die Buchhandlung Vorwärts zu beziehen. Sie können allen Genofsinnen als Informationsmaterial aufs beste empfohlen werden. Der Narr der Liebe. Noman von E. Müller- Sturmheim. Anzengruber- Verlag, Wien- Leipzig. Wir müssen endlich heraus. kommen aus den die Menschen und die Menschheit mordenden Mühlsteinen Sieg und Nache, Nache und Sieg. Und da gibt es nur einen Weg, das ist der Weg der Liebe." Dieser Gedanke beherrscht den ganzen Roman, ohne jedoch fest umrissen zum 5 schaffenes Mädel weiß sich mit Einfachheit schön und geschmadvoll zu fleiden eine Allerweltsdame", die in Seide und Samt daherrauscht, so denke doch einmal darüber nach, wo dieses Mädel, soweit sie feines Kriegsgewinnlers Tochter ist, in dieser Zeit der furchtbaren Teuerung das Geld zu dem Ankauf solcher Toilettea herhaben kann. In den meisten Fällen ist es ein reicher Liebhaber, dem sie es verdankt. Gewöhnlich ein efler Lebemann, dem sie ihren Leib dafür verkauft. O. meide, meide, meide sie wie die Pest! Die rechte Liebe kommt dir schon von ganz allein und sieht so ganz, ganz anders aus. Werden dir auch oft Stunden kommen, wo die Jugend gar un gestum in dir brauft und drängt, Stunden, in der du nur zu leicht der Versuchung unterliegen könntest, dann suche Zerstreuung, Ablenkung in der großen freien Natur, wandere mit deinen Jugendgenossen bis zur völligen, gesunden, wohltätigen Ermüdung, rudere, schwimme, turne, so biel du willst, es wird deinem Körper Wunder tun." Ja, hätte jene unglückliche Mutter nicht so zu ihrem Sohne sprechen können? Wäre das nicht ein Fingerzeig gewesen, den er verstanden hätte? Versuche es nur, zagende Mutter, ehe auch dir vielleicht einst das Wort zu spät" entgegenhallt. Anna Mosegaard. Dies foll dein Wahripruch fein; Machtvoll, still und rein, Sollit du dem Menschen Dienste weihn Und ihn vom Arbeitsjoch befrein. Leob. Jacoby. Neue Beihilfen für die Bedürftigsten Von Minna Schilling, M. d. N. Das deutsche Volk in seiner breiten Masse ist ein gänzlich armes Volf geworden, von Schiebern und Kriegsgewinnlern ab gesehen. In den meisten Familien fehlt sogar das Nötigste zum Leben, man schlägt sich kümmerlich Tag für Tag durch. Noch grauenhafter aber tritt uns die Not in den Reihen der Alters-, Invaliden, Witwen- und Waisenrentner entgegen. Hier st wirkliche Not, tiefstes Glenb. Es sind diejenigen, die ihr einziges Gut, ihre Arbeitskraft, verloren haben. Ihnen zu helfen, wäre doch vornehmste Pflicht der Regierung von jeher gewesen. E Ausdruck zu kommen. Der Roman ist mehr eine Aufzeichnung der Revolution und noch nicht einmal das, sondern nur die mehr oder weniger dichterische Berichterstattung eines Aufruhrs. Nur einen Erfolg kann der Held des Romans, der Prediger des Evangeliums der Liebe und damit zugleich der Verfasser ver. zeichnen: den Kongreß der Mütter. Doch dort findet er auch sein Ende. Die Kugel einer fanatischen Kommunistin rafft ihn dahin. Beweint von den Müttern der Erde wird er zur Ruhe bestattet. Und auch sein Los ist: Vergessen. Wenn vielleicht einmal der Mensch kommen wird, der uns in überzeugender Weise diese Liebe predigt, nicht nur durch Worte, sondern auch durch Werke, nur diese wahre, reine Liebe, dann wollen wir ihm folgen als begeisterte Jünger und ihn preisen als neuen Messias. Dieses Buch der suchenden Menschenliebe ist gleichzeitig eine fachliche Auseinandersetzung zwischen Sozialismus und Kom munismus. Es zeigt uns, wie wir politisch schaffen müssen, um das Glück auf Erden im Sozialismus zu erringen. Es ist ein Buch, welches an Menschenschicksalen zeigt, wie die Frauen, die Mütter berufen sind, durch ihre Teilnahme am politischen Leben eine bessere Welt gestalten zu helfen. Fröhlich und heiter berührt uns ein Büchlein von Anton Fendrich: Menschen und Menschlein", ernste und heitere Ge schichten, das in der Franchschen Verlagsbuchhandlung, Stuttgart, zum Preise von geh. 6,60 Mt., geb. 9,80 Mt., erschienen ist. Eine ganze Reihe anmutiger, reizender Erzählungen von großen und Kleinen Menschen lassen uns den Verfasser liebgewinnen. Spricht doch aus jeder Zeile eine große Liebe, verbunden mit einer feinen Beobachtungsgabe. Dieser gute Menschenkenner drängt uns dazu, selbst beobachten zu lernen an den vielen Dingen, die uns umgeben. Und wo fände sich ein reicheres Feld hierfür als beim Menschen! Ein sinniger Humor verschmilzt alle Erzählungen. 3. D. Möge das Buch recht viele Freunde finden! 6 Die Gleich beit geschah aber nichts, man überließ die armen Menschen mit den paar Mark Rente im Monat ihrem Schicksal. Dieselbe Regierung aber bekommt es fertig, wie in dem Leitartikel in Nr. 51/52 der „ Gleichheit" ausgeführt wurde, für den Bau eines Kreuzers 150 Millionen Mark zu fordern! Nun hat sich der Ausschuß für Sozialpolitik im Reichstage mit dieser Frage befaßt. Es wurde von den Mitgliedern der sozial demokratischen Fraktion ein Antrag eingebracht, zu dem jeßigen Betrage für Empfänger einer Invaliden, Alters-, Witwen und Witwerrente eine Beihilfe von monatlich 40 Mart und für Empfänger einer Waisen rente eine solche von monatlich 20 Mark zu gewähren. Dieser Antrag wurde von allen Parteien angenommen. Die Beihilfe wird monatlich im voraus auch wenn der Empfänger nur den Bruchteil der Rente erhält gezahlt. Sie wird nicht länger als drei Monate rückwärts, aber auch nicht vor dem 1. Januar 1921 ausbezahlt. Die Auszahlung erfolgt durch die Post. Die Deckung der Aufwendungen für die Beihilfe wird natürlich auch von den Arbeitern mitgetragen, da die Gewährung der= felben nur durch doppelte Beitragsleistung zur Invalidenversiche rung ermöglicht werden konnte. Sonst wäre die Durchführung des Planes an der Geldfrage und an dem Widerstand der Rechts parteien ohne Frage gescheitert. So erhielt das Gesetz mit So erhielt das Gesetz mit großer Mehrheit die Zustimmung des Reichstages. Es wurde ferner eine von unserer Fraktion eingebrachte Refolution angenommen, die etwa folgenden Inhalt hatte: „ Die Reichsregierung wolle unmittelbar nach Zusammentritt bes Reichstages Maßnahmen treffen, die Not der Kleinrentner, besonders auf steuerlichem Gebiet, zu lindern, den Knappschaftsrentnerwitwen und waisen auf Grund des angenommenen Gefetes eine Beihilfe in entsprechendem Umfange zu verschaffen. Ferner folle ein Gefeßentwurf vorgelegt werden, daß diejenigen, die nach dem Versicherungsgesetz für Angestellte Rente beziehen, mit einer außerordentlichen Beihilfe nach Art der Sozialrentner fichergestellt werden." Bei Wir wollen nun hoffen, daß diese Worte Tat werden. dieser Gelegenheit soll nochmals darauf hingewiesen werden, daß es immer an den Wählern selbst liegt, ob ein Parlament wahre Sozialpolitif betreibt. Kommt bei den bevorstehenden Wahlen in Preußen ein Parlament zustande, das fich in seiner Mehrheit aus Bertretern der bürgerlichen Parteien ausammensetzt, so besteht wenig oder vielmehr gar keine Aussicht, daß jemals etwas für die notleidende Bevölkerung getan wird. Nach den früheren Erfahrungen sollte jeder flug geworden sein und wissen, wem er bei der Wahl seine Stimme zu geben hat! Wohlfahrtspflege Aus der Arbeit der Ausschüsse für Arbeiterwohlfahrt. In Hannover, wo bereits ein Orisausschuß bestand, hat fich nun auch ein Bezirksausschuß für Arbeiterwohlfahrt gebildet, mit dem Genossen Feldmann als Vorsitzenden. Es ist ein Arbeitsausschuß aus 12 Mitgliedern, dem Vertreter aus dem ganzen Bezirk angehören, gewählt worden, der sich vor allem auch die Bildung von Unterausschüssen in allen zum Bezirk gehörenden Städten angelegen sein läßt. In der Gründungsversammlung, bie am 22. Oftober in Hannover stattfand, ist beschlossen worden, Unterrichtskurse für alle Zweige der sozialen Fürsorgetätigkeit in den verschiedenen Orten abzuhalten. Bei allen Wohl. fahrtsämtern wird die Zuzichung zur Mitarbeit der von den Ausschüssen für Arbeiterwohlfahrt vorzuschlagenden Persönlichfeiten beantragt werden. Bei dem Hauptausschuß ist der Antrag auf die Herausgabe eines Handbüchleins für die in der sozialen Fürsorge tätigen Genossinnen und Genossen gestellt worden. In Bernburg hatte sich im Frühjahr ein Ausschuß gebildet, zuerst mit der bestimmten Aufgabe, Landaufenthalt für Kinder zu beschaffen. Das ist auch in einer ganzen Anzahl von Fällen gelungen. Als weitere Aufgabe hatte sich der Ausschuß auch hier die Ferienwanderungen gestellt und hell leuchtet in das Dunkel der Wintertage hinein die Erinnerung an die fröhlichen sonnigen Stunden im Wilhelmsgarten, die bei Spiel und Tanz auf grüner Wiese berbracht wurden. Fast 700 Stinder nahmen daran teil und bei dem letzten Gang wurde es ein regelrechtes Kinderfest. In Königsberg in Ostpreußen haben unsere Genosfinnen bereits vor der Gründung des dortigen Ausschusses, der scine Tätigkeit ebenfalls auf den ganzen Bezirk ausgedehnt hat, Nr. 1 m der Wohlfahrtspflege erfolgreich mitgearbeitet. Die Fraktionen. der Stadtverwaltung wählten im September 1919 drei Frauen in den Magistrat, darunter eine Genoffin aus unserer Partei und eine andere aus der U.S.P.D. Diesen Frauen fiel als selbstverständliches Arbeitsgebiet die Wohlfahrtspflege in der Stadt zu und sie liegt auch jetzt noch in der Hauptsache in ihren Händen. Auch die Genossinnen im Stadtparlament haben sich mit Eifer und Hingebung gerade diesem Zweig der städtischen Arbeit gewidmet. So wird keine soziale Arbeit in der Stadt ohne unsere Mitarbeit geleistet, und wir fönnen unsern Einfluß überall zur Geltung bringen. Bei der Hilisation für die hungernden Wiener Kinder, die die Genojsin Harps leitete, faben die bürgerlichen Kreise mit Staunen und Bewunderung, von welcher ungeheuren Opferwilligkeit die Arbeiterschaft beseelt ist und wie es seine armseligen Lebensmittel teilt, um noch schwerer unter der Entbehrung Leidenden zu helfen. Diese Hilfsbereitschaft zeigte sich auch bei dem Explosionsinglück in Rothenstein, wo unsere Genoffen beim Rettungsweck und unsere Frauen bei der Hilfe für die unglücklichen Opfer in vorderster Reihe standen. Wie notwendig aber eine Vertretung der Arbeiterschaft auch auf dem Gebiete ist, ist an der Tatsache zu ersehen, daß die Genossin Harpf, die als Vertreterin der Arbeiterwohlfahrt dem Ausschuß für die Auslandshilfe angehört, es erst erzwingen mußte, daß die der Stadt für die Ferienspeisung der Schulkinder auf Spielplätzen zugewiesene Milch und der Reis diesem Zwed auch wirk lich zugeführt und nicht, wie die Mehrzahl der Kommissionsmit glieder wünschte, der Mittelstandshilfe gegeben wurde. Diese Ferienspeisung ist dann unter Aufsicht der Genossinnen Wien und Longschies mit vorzüglichem Erfolg für etwa 1000 Kinder durchgeführt worden. Unser Ausschuß ist auch Mitglied der in Königsberg bestehenden Hauptwohlfahrtsstelle und nimmt an deren Beratungen teil. Es sollen in Zusammenarbeit mit dieser Stelle Kurse zur Ausbildung von Helfern und Helferinnen für berufliche und ehrenamtliche soziale Arbeit eingerichtet werden. An einem im November veranstaltelen Lehrgang für Jugendfürforge nahmen fünf unserer Genossinnen mit gutem Erfolg teil. Auch für den Lehrgang, der vom Hauptausschuß für Arbeiterwohlfahrt in Berlin veranstaltet wurde, ist ein Mitglied des Aus jusses entfandt worden, das dann einen informatorischen Bericht über die dort gewonnenen Kenntnisse und Eindrücke gab. Vom 3. Januar 1921 ab wird auch in Königsberg die erwünschte Quäferspeisung eingeführt. Einige unserer Frauen be teiligen sich schon an den Vorarbeiten und werden weiter dabei helfen. Die Freude, mit der die Genossen und Genoffinnen helfen. ihre karg bemessene freie Zeit in den Dienst der Arbeiterwohlfahrt stellen, erweckt die schönsten Hoffnungen auf eine Wohlfahrtspflege, die aufgebaut ist auf Gerechtigkeit und Menschenliebe. Aus Nam& Iau in Schlesien liegt ein Bericht über den dortigen seit einem halben Jahre bestehenden Ausschuß vor, dessen Mitglieder bei der städtischen Wohlfahrtsdeputation und anderen Störperschaften tätig sind. Auch dem Beirat des Kreiswohlfahrtsamts gehört eine Genossin an. Der Hauptausschuß für Arbeiterwohlfahrt kann heute, nach faum einjährigem Bestehen, auf etwa 150 Unterausschüsse, die im ganzen Reich verteilt sind, hinweisen; unter diesen fungieren 23 als Bezirksausschüsse. Gerade in der letzten Zeit gehen täglich neue Anmeldungen ein. Unsere Arbeit zeigt also auch organisatorisch das erfreuliche Bild des Wachsens. Die Bibliothek des Frauenberufsamtes befindet sich seit dem 1. Dezember 1920 in Berlin NW. 6, Luisenstr. 33/34, 2. StockZimmer 116. Die Lesestunden sind wie bisher: Dienstag, Mitt woch, Freitag, Sonnabend von 10-1 Uhr. Die Bibliothek hat 1. ein neues Literaturverzeichnis zur Berufsberatung( Preis 5 M.) und 2. ein Literaturverzeichnis zur psychologischen Berusseignung( Preis 2 Mt.) zusammengestellt, die im Januar zur Ausgabe gelangen. Das Inhaltsverzeichnis zum Jahrgang 1920 wird den Bea ziehern, die den Jahrgang binden lassen wollen, auf Wunsch fostenlos zugesandt. Sammelbestellungen sind durch die Vereinsleitungen bis zum 31. Dezember an die Buchhandlung Vorwärts", Berlin EW. 68, Lindenstr. 3, zu richten. Verantwortlich für die Redaktion: Frau Klara Bohm- Schuch. Druck: Vorwärts Buchdruckeret. Verlag: Buchhandlung Vorwärts Paul Singer G. m. b. S. fämtlich in Berlin 62 68, Lindenstraße 3 Nr. 1 Die Gleich beit Kluge Frauen yerlangen bei Stōrungen und Unregelmäßigkeit [ Blutstockung, meine in tausend. von Fällen bestbewährten u. vollständig unschädl. Menstruationstropfen Frebar Extrastark Mk. 16,- u. Porto. Uppige Büste erzielt man durch den Gebrauch von Büstenmassage- Crem Imposant. Dose Mk. 10,- u. 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