Nr. 46. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Bfg. Pofts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft Beitungs Preisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montage. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für bte fechsgespaltene Rolonel geile oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis & Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werben. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: But I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 24. Februar 1898. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3: fluthet, defto rascher wird es zur Unmöglichkeit, daß einzelne fundige hervor. Ob bie Schwierigkeiten zu überwinden sind, das wird Politische Nebersicht. mit, Die Publizität des Arbeitsmarkts.") Artion schreitet. Je breiter der Strom der Gewerkschaftsbewegung baues der kommunalen Arbeitsvermittelungsstellen aufs schärfste Im Verlaufe der letzten Jahre machen sich auch im bürgerlichen Führer für jede Aktion den Kurs und ihren Beginn angeben, desto einmal davon abhängen, ob die Arbeiter prinzipiell für das System Lager lebhafte Bestrebungen geltend, die darauf hinzielen, durch nothwendiger wird das Bedürfniß nach einem sicheren, unanfechtbaren der öffentlichen Arbeitsnachweise einzutreten gewillt sind, und zweitens, öffentliche, hauptsächlich kommunale Arbeitsnachweise sowohl den Barometer, das den Stand der Konjunktur für jedes einzelne Ge- ob feitens der Unternehmer und der Behörden bei Errichtung solcher Arbeitern auf dem kürzesten Wege Arbeit, als dem Unternehmer werbe anzeigt. Es genügt nicht, daß man eine allgemein richtige Arbeitsnachweise die Garantien geboten werden, die für eine allArbeitskräfte zu beschaffen. Ohne Zweifel ist es an der Beit, daß Vorstellung von der jeweiligen Gesammtkonjunktur hat. Das allgemeine Benutzung der öffentlichen Arbeitsnachweise durch die die Arbeiterschaft der Frage der öffentlichen Arbeitsnachweise näher gemeine Gepräge der Lage des Arbeitsmarktes in den letzten zwei Arbeiter gefordert werden müssen. Ueber diese Punkte soll ein tritt und entweder für oder gegen diese Bestrebungen prinzipiel Jahren war günftiger, aber auf diese allgemeine Erkenntniß hin die zweiter Artikel das Nähere ausführen. Stellung nimmt. Hier soll ohne jeglichen Anspruch, dieser Stellungnahme Arbeiter irgend eines einzelnen Gewerbes ermuthigen zu wollen, in vorgreifen zu wollen, das auf der Tagesordnung stehende Problem eine Lohnbewegung einzutreten, wäre für die Arbeiter verschiedener in Kürze und der Orientirung halber beleuchtet werden. Juduftriezweige eine Aufforderung gewesen, sich ins eigene Fleisch Eine ständige und übel vermerkte Wahrnehmung steht von vorn zu schneiden. Nur eine spezialisirte Detailkenntniß des ArbeitsBerlin, 23. Februar. herein feft: Das ist die traurige Thatsache, daß die Arbeiter über marktes vermag richtige Direttiven für die Thätigkeit der gewerks Das preußische Abgeordnetenhaus beschäftigte sich heute die Lage des Arbeitsmarktes jeweils nur ungenügend unterrichtet sind schaftlichen Arbeiterbewegung zu geben. Doch damit ist der Nutzen zunächst mit dem Antrag Herold( 3.) betr. die Uebernahme und fein können. Was der bürgerlichen Presse in ihrem fogenannten einer präzisen Arbeitsmarkt- Berichterstattung noch nicht erschöpft. Das ibierärztlicher Untersuchungen auf die Staatstaffe. Handels- und Börsentheil zur Verfügung steht, eine genaue Berichts durch, daß für jede einzelne Industrie über das ganze Reich hin die Lage des Der Antrag wurde nach unerheblicher Debatte, in der Redner aller erstattung über die jeweilige Lage des Geld- und Waarenmarktes, das Arbeitsmarktes festgestellt wird, kommt als Resultat zu tage, daß wir Parteien ihr Einverständniß mit seinem Grundgedanken erklärten, fehlt heutzutage den Arbeitern über die ihnen wichtigste Waare, die die Verschiedenheiten der Konjunktur an den einzelnen Orten er der Agrarfommission überwiesen. Die Regierung machte finanzielle Arbeitskraft, noch vollständig. Wollen wir uns darüber überhaupt blicken. Wir sehen im selben Moment Industriegegenden, wo Nach- und veterinärpolizeiliche Bedenken dagegen geltend. auch nur annähernd orientiren, so find wir mehr oder weniger auf frage nach Arbeitern besteht, während in anderen Bezirken der näm Hierauf trat das Haus in die erste Lesung des Gesehentwurfs Anleihen von dem Waaren und Geldmarkte angewiesen. Eine lichen Industrie das Angebot von Arbeitskräften überwiegt; endlich betr. Ausdehnung des obligatorischen Anerbenrechts auf eigene Berichterstattung über die Lage des Arbeitsmarktes im all. zeigt uns eine statistische Berichterstattung noch außerdem die Höbe Westfalen und die angrenzenden Bezirke des heinlandes. gemeinen, wie für die einzelnen Industriezweige oder an einzelnen der Arbeitslöhne und ihre Bertheilung nach Ort und Beruf. Nicht Die bereits vom Herrenhause genehmigte Vorlage ist ein Orten 2c. giebt es heute noch faum. Angesichts dieser Thatsache nur wird durch eine solche Berichterstattung ein Ausgleich zwischen Schritt weiter auf dem Wege der reaktionären Miquel'schen entsteht die Frage, ob der festgestellte Mangel von Nachtheil für die Arbeitsangebot und Nachfrage durch das ganze Reich hin ermöglicht, Agrarpolitik. Wie bei allen gefeggeberischen Maßnahmen Regierung, Arbeiter ift. Darauf ist zweifelsohne mit Ja zu antworten. Er ist es ist auch den Gewerkschaften die Aussicht eröffnet, in ähnlicher Weise, der so spielt auch hier die Frage ein Nachtheil für den einzelnen Arbeiter, denn in deffen Intereffe wie es heute schon ganze Produzentengruppen thun, das natürliche welche Wirkung das Gesetz auf die Ausbreitung liegt es, feine Arbeitskraft zu möglichst hohen Preifen zu verkaufen. Verhältniß zwischen Angebot und Nachfrage durch vorbeugende Ein- der Sozialdemokratie bat. Während die Junker des Herrens Wie aber ift ihm das heute möglich, wo er die Gesammt griffe, durch Vereinbarungen, Koalitionen u. f. w. zu ihrem Vortheil baufes die Einführung des obligatorischen Anerbenrechts als Mittel lage des Arbeitsmarktes garnicht fennt. Er weiß nicht, zu regeln. Davon soll gar nicht gesprochen werden, daß eine gegen die gewiffenlofe fozialdemokratische Agitation" betrachten, wie groß an einem erheblichen Industrieort in dem Moment, wo er genaue Berichterstattung über die Lage des Arbeitsmarktes auch glauben die linksstehenden Parteien gerade, daß das obligatorische um Arbeit sucht, das Angebot von Arbeitskräften ift, er kennt nicht ohnausgleichende Wirkung ausüben wird, sobald nur erst das Änerbenrecht die Unzufriedenheit vermehre und die dabei benach ben augenblicklichen Grad der Nachfrage nach Arbeitern; tura er Augenmerk der Gewerkschaften auf diesen Punkt gerichtet sein wird. theiligten nachgeborenen Geschwister der Sozialdemokratie in die schließt in der Unkenntniß über die Lage des Arbeitsmarktes einen Wenn wir demnach au der Anficht gelangen, daß eine zu Arme führe. Dieser Gegenfas tam auch in der heutigen Berathung, Arbeitsvertrag ab, der für ihn günftiger hätte ausfallen tönnen, verlässige, eingehende Berichterstattung über die Lage des Arbeits die im übrigen recht belanglos ist, stellenweise zum Ausdruck. Die wenn er über das Verhältniß von Angebot und Nachfrage genau marties für die Arbeiter und die gewerkschaftliche Bewegung von Vorlage, für welche unbedingt das Bentrum und die Konservativen orientirt gewefen wäre. Aber noch wichtiger ist die Drientirung eminent bohem Werthe ist, so wird nur noch zu fragen sein, in eintraten, wurde schließlich einer Kommission von 21 Mitgliedern hierüber für den Arbeiter, der feine Stellung wechseln will. Ohne welcher Weise diese Berichterstattung zu erfolgen hat. Und hier überwiesen. genaue Renntniß der Ronjunktur des Arbeitsmarktes wird laffen sich zwei Wege denken, die beide zusammen beschritten Morgen: Etats der Bergverwaltung und des Handelsministeriums. er in ben meisten Fällen gum mindesten nicht den werden müssen, wenn der Effett ein vollkommener sein will. Der brandenburgische Provinziallandtag beschloß geeignetften Zeitpunkt zum Wechseln wählen. Kennt er dagegen den Zunächst sind die besten Kenner des Arbeitsmarktes an einem Arbeitsmarkt in seiner Branche, dann wird er im ftande sein, die Orte und in einem Gewerbe die dort und darin thätigen Arbeiter gestern, ein Reiterstandbild Wilhelms I. in Potsdam errichten Wechsel möglichst in einer solchen Beit zu vollziehen, wo eine Nach selbst und von diesen wieder die an der Spitze der Organisation zu lassen, zu dem bereits ein Entwurf fertiggestellt ist. Sehr frage nach Arbeitskräften besteht. 3ft so eine Publizität des stehenden Kollegen. Von ihnen muß und kann durch Vermittlung enttäuscht wurden die Mitglieder des Landtags durch die Arbeitsmarktes für den lokalen Arbeitswechsel schon von großem der Arbeiter und Gewerkschaftspresse die Berichterstattung erfolgen. vom Vorsitzenden gemachte Mittheilung, daß der Kaiser Mugen für den einzelnen Arbeiter, so ift fie es in noch höherem Die politische Bresse wird mehr die Lage des lokalen Arbeitsmarktes, wegen Heiserkeit nicht auf dem zum gestrigen Abend Grade für die Arbeiterbewegung, innerhalb deren der einzelne die Gewerkschaftspreffe diejenige der einzelnen Branchen für's ganze angesetzten Festmahl erscheinen könne. In den vorigen Arbeiter verschwindet. Reich zu illustriren haben. Dieser Weg ist zwar mit Schwierigkeiten Jahren hat Wilhelm II, auf dem Landtage ständig Festreden Bunächst liegt hier flar, daß in gewerkschaftlichen Kreisen febr verknüpft, aber bei gutem Willen und einiger Ausdauer werden gehalten. 1897 sprach er von der Pest der Sozialdemokratie, oft die Ansichten darüber, ob die Zeit für eine Lohnbewegung, nüßliche Erfolge nicht ausbleiben. Der zweite Weg, der den ersten die ausgerottet werden müsse bis auf den letzten Stumpf; er für Aufstellung von Forderungen gekommen ist, weit aus ergänzt, ihm zur Grundlage dient, bafirt auf der Errichtung werde sich freuen, jedes Mannes Hand bei diesem Kampfe in einandergehen. Woher diese Verschiedenheit der Ansichten? und Zentralisation öffentlicher, tommunaler Arbeitsnachweise, durch Nicht zum letzten deshalb, weil man die Lage des Arbeits: deren Statiftit es möglich wird, zu jeder Zeit für die Bezirke, die der seinen zu wissen, sei er edel oder unfrei. Auch sprach der Bismarck als dem Handlanger des ex marties nicht genau genug fennt. Wohl sind die an der Spige der der Organisation unterstehen, eine unanfechtbare, ziffernmäßige Kaiser von Bewegung stehenden Arbeiter über den Stand der Konjunktur am Uebersicht über das zeitweilige Verhältniß zwischen Arbeitsangebot habenen Wollens Wilhelms des Großen, der, wenn er Orte selbst hinreichend unterrichtet, aber darüber hinaus ist man und Nachfrage, sowie über die Zahl der Arbeitslosen zu erhalten, im Mittelalter gelebt hätte, heilig gesprochen wäre. 1896 mehr auf allgemeine Beobachtungen und vereinzelte Wahrnehmung und zwar für den einzelnen Ort, für einen ganzen Produktions- nannte der Kaiser seinen Großvater diese uns geradezu heilig angewiesen, als auf sichere und bis ins Detail begründete Angaben. bezirt, für ein ganzes Land, sowie für eine einzelne Branche, für gewordene Persönlichkeit". 1895 sprach Wilhelm II. den Und doch hängt der Erfolg gewerkschaftlicher Thätigkeit vor allem eine gesammte Industrie, für die gesammte Produktion. So ver- Agrariern gegenüber noch davon, daß kein Stand bes von der richtigen Wahl des Moments ab, an dem man zu einer lockend nun gerade die Verwirklichung der Zentralisation des anspruchen könne, auf Roften des anderen bevorzugt zu Arbeitsnachweises über das ganze Reich hin im Interesse der Arbeiter wäre, fo Lassen fich 1894 fagte er, daß das Hohenzollernhaus doch eine ganze arbeiter, der das Studium des Arbeitsmarktes eifrig betreibt, lassen Reihe von Schwierigkeiten nicht verkennen, bie der Aus von Gott an diese Stelle gesetzt sei, und daß er Gott und es aber dahingestellt, ob er das heute Ereichbare nicht überschäßt. Und Diese Schwierigkeiten treten gerade angesichts des Aus- was er zum Wohl des Landes thue. 1893 sprach Wilhelm II. führung dieses Gedankens in hohem Grade entgegenstehen. feinem Gewissen allein Rechenschaft zu geben habe für das, *) Wir veröffentlichen gerne diese Anregungen eines unserer Mit Redaktion des Vorwärts". " Der 24. Februar 1848 in Paris. -werden. Bolt beauftragt worden. Von den ersten Barrikaden, die sich wenige Patronen an die Aufständischen. Die Artillerie übergab der National Schritte von den Tuilerien entfernt erhoben, war Barrot mit dem garde sogar ihre Geschüße. Nur mit Mühe gelang es, einen Theil Rufe Hoch Barrot! nieder mit Bugeaud!" empfangen worden. des Korps auf der Place de la Concorde zu sammeln. Die Lichter der vom Bürgerthum aus Freude über den Minister Allein in der Nähe des Bastille- Playes schlug schon der Ruf ,, Nieder Aehnlich war es an anderen Stellen. Die Armee verbrüderte wechsel veranstalteten Illumination waren am Abend des 23. noch mit Louis Philipp!" an sein Ohr. Er drang trotzdem weiter, um sich mit dem Volte oder zog sich zurück, während der Aufstand nicht verlöscht, als die Sturmglocken schon aufs neue zu heulen be- die Konftituirung einer liberalen Regierung und die Gewährung immer weiter gegen das Königsschloß vordrang. Um 11 Uhr gannen und das in feinen Tiefen aufgewühlte Bolt die Bäume der liberalen Forderungen auf Wahlreform und Auflösung wurde das Stadthaus vom Wolfe gestürmt. Schon drang der Lärm fällte und das Straßenpflaster aufriß zum Barrikadenbau. Ter der Rammer zu verkünden. Aber er tam nicht weiter, in die Gemächer der Tuilerien. Der König wollte sich den auf dem revolutionäre Juftinkt des heißblütigen Voltes trieb zu übermensch als bis einer gewaltigen Barrikade am Boulevard Karrousselplatz stehenden Reserven zeigen, um den Geist der Truppen licher Arbeit. Am späten Abend des 23. hatte man vor dem Palais Bonne Nouvelle, auf der eine rothe Fahne flatterte und von der zu heben. Aber aus den Reihen der dort aufgestellten Nationalgarde Guizot in die Massen hineingeschossen. Der Rochefchrei des Volkes sich ihm Flintenläufe entgegenstreckten. Drohende Worte rief man scholl es ihm entgegen:" Nieder mit dem System!" Jus Schloß war erschallt, und am frühen Morgen des 24. standen in Paris ihm zu und tief entmuthigt tehrte er in die Tuilerien zurück. zurückgekehrt, wurde der um eine Nummer liberalere Barrot zum über 1500 nach allen Regeln der revolutionären Kriegskunst fest ges Das Heer begann sich beim Zusammenprall mit dem Aufstand Ministerpräsidenten ernannt und das Oberkommando dem bes fügte Barrikaden. zu zersetzen. Der siegreiche Geist der Revolution überwältigte auch liebteren Marschall Gérard übertragen. Aber das Verhängniß Das Sturmgeläut ber Glocken und das wirre Kampfgefchrei die Truppen. Das bewaffnete Bürgerthum, die Nationalgarde, hatte schritt weiter. Schon trachten die Schüsse in der Nähe des Schlosses. konnten auch in den Tuilerien nicht mißverstanden werden. Nachts ja von vornherein mit dem Aufstande, der nur auf einen Wechsel Da, gedrängt von den mächtig hereinstürmenden Ereignissen, zwei Uhr empfing der Marschall Bugeaud, ein alter beim Bolke ge- der Regierungsmänner zu zielen schien, sympathisirt. Aber auch die schrieb der völlig zerschmetterte König inmitten des von der Straße haßter Haudegen von brutaler Tapferfeit, den Oberbefehl über Armee Linientruppen blieben von dem Geifte, der das vordringende Volt heraufdringenden Kampfgetöses: und Nationalgarde. Im Gegensatz zu diefer Maßregel entschloffenen beherrschte, nicht unberührt; sie schonten das Volt so viel wie Widerstandes empfing jedoch, ebenfalls in der Nacht, der liberale Thiers möglich. den Ruf des Königs zur Kabinetsbildung. Die gefeiertsten Namen der Ein von dem General Bedean befehligtes Korps war mitten liberalen Opposition follten in der neuen Regierung vertreten sein. unter die Insurgenten gerathen. Der General rüstete zum Angriff. Der Oberbefehlshaber beschloß mit seiner allerdings in vielen Jedoch von allen Seiten eilten Offiziere der Nationalgarde und Gliedern erschöpften und durch das lange ungeordnete Herumstehen Bürger auf ihn zu, um ihn zu beschwören, kein Blut zu verund die schlechte Verpflegung demoralifirten Truppe frätige Vor- gießen, fondern die Wirkung abzuwarten, welche die Veröffentlichung des töße in das Zentrum der Revolution zu führen. Die Barrikaden Ministerwechsels hervorbringen werde. Angesichts der sich bemerkbar follten zerstört, Widerstand ohne Schonung niedergeworfen werden. machenden Kampfunluft seiner Truppen willigte er ein, daß nach den Im Schloß konstituirte sich das liberale Ministerium. Seine Pro- Tuilerien geschickt werde, um Proklamationen zu holen. Ein flamationen, daß alle Volkswünsche befriedigt werden sollten, wurden Bürger eilte zu dem Oberbefehlshaber Marschall Bugeaud, um ihm Man hatte teine Truppen mehr, dem Andrange zu widerstehen. jedoch kaum bekannt. Man fonnte der Barrikaden wegen nicht die Sachlage auseinander zu setzen. Dieser war durch den Einfluß Der König mit seiner Gemahlin und einigen Getreuen durcheilten einmal an eine Druckerei herankommen, um die Beruhigungs- der liberalen Minister schon in seinen Entschlüssen gelähmt. Er den Tuileriengarten und waren froh, einige Fiater zur Flucht nach Manifefte der neuen liberalen Regierung vervielfältigen zu gab dem Mann einen Zettel mit, auf dem er dem General die Ein St. Cloud zu gewinnen. Unmittelbar darauf fluthete das Volk tönnen, und ein Journalist soll in den Tuilerien gerufen haben: stellung des Feuers und den Rückzug befabl. General Bedeau fam jubelnd und lachend durch die von dem geflohenen König verlassenen Am Mangel einer Druckerpresse geht das Königthum zu grunde!" der Ordre nach. Eine Kompagnie Nationalgarde zog voraus, Tuilerien. Freudensalven knallten in den Gemächern und auf den Jedenfalls gingen die Ereignisse der Straße unbekümmert ihren eine gewaltige Menschenmasse umringte die Truppen. Fort Höfen. Als man des Thrones ansichtig wurde, kam der Uebermuth Gang, und das, was im Schloß gewährt wurde, kam an diesem während stockte die Kolonne; man mußte mit den Auf der Sieger zum Durchbruch. Die Verhöhnungen der Abzeichen des Zage regelmäßig zu spät, um noch irgend eine Wirkung auf die ständischen wegen Freigebung der Straßen verhandeln, Königthums nahmen kein Ende. Ein Karneval der Freiheit ward erregten Voltsmassen üben Alt tönnen. Der bisherige da fich nach dem Vorrücken der Truppen in ihrem Rücken gefeiert, Alles jubelte, tanzte, schoß zum Fenster hinaus, fang die Führer der Kammeropposition, Odilon Barrot, und ein volts- sofort wieder die Barrikaden erhoben hatten. Die Rath- und That Marseillaise oder betheiligte sich an dem Vertilgen des aus hümlicher General, Lamorcière, waren mit einer Friedens- losigkeit der Führer wuchs. Die Mannschaften traten aus Reib und den königlichen Kellern herbeigefchafften Weines. Gestohlen mission an das tämpfende und immer weiter vordringende Glied, schüttelten den Volksmännern die Hand und vertheilten ihre wurde nichts. Gold, Silbergeschirre, Werthpapiere, SchmuckIch entsage dieser Krone, welche zu tragen die Stimme des Boltes mich berief, zu gunsten meines Entels, des Grafen von Paris. Möge es ihm gelingen, die große Aufgabe zu lösen, die ihm heute zufällt! 24. Februar 1848. Louis Philipp." Man hatte gehofft, daß nach diesem lehten Zugeständniß dem Volte die Waffen entfinken würden Aber jetzt tam auch die Aba dantung schon zu spät. Den Offizieren, die die Kunde der Abdankung an das kämpfende Bolt bringen sollten, schallte es bereits entgegen: Vive la République!" theil, es werde in Port Arthur noch länger bleiben, und es leistete fich dabei den üblichen Scherz, daß die Zurückziehung seiner Schiffe gegen alle Interessen verstoßen würde. China's und Korea's die Hoffnung aus, daß er einen Zustand schaffen werde, mit Fahrwasser hat treiben lassen. Man möchte die wirth dem alle zufrieden sein können, die zufrieden sein wollen. 1892 ich aftlichen Fragen als Nebenfragen erklären, aber es zeigt rieth er den mißvergnügten Nörglern, den deutschen Staub von sich auch für die nationalliberale Partei immer deutlicher, daß ihren Pantoffeln zu schütteln. 1891 äußerte der Kaiser, daß der gerade die wirthschaftspolitischen Fragen grundlegend und ausGeist des Ungehorsams durch das Land schleiche; den Mit Schlaggebend sind und daß eine Partei nicht zusammenhalten Rußland will also in Port Arthur bleiben, d. h. die gliedern des Provinziallandtages rieth er, ihm durch Dick und kann, wenn in diesen Fragen prinzipielle Gegenfäße vor- Provinz Liantung unter seiner Botmäßigkeit halten. Daß dies Dünn zu folgen. 1890 sagte der Kaiser auf dem Provinzial handen sind. die Absicht der Russen sei, wurde ja schon immer angenommen. Landtage, daß er den zerschmettern wolle, der sich ihm entgegen Wohin sind die schönen Beiten geschwunden, da die national. Es scheint aber, als ob Japan fich durch eine dauernde stelle. liberale Partei unter Bismarck's Führung geschlossen und groß Festseßung am Eingang in den Golf von Petschili sehr beHerr v. d. Recke ist den Konservativen fein genehmer die deutsche Politik beherrschte und leitete! Längst ist sie schwert fühlt und dagegen zu wirken versucht. Ob Japan Minister des Innern, obgleich erwenn auch nicht in zu zusammengeschmolzen und hat ihren einstigen Einfluß verloren. etwa, da es ihm taum gelingen kann, die russischen Pläne zu glücklicher Form-alles gethan hat, den konservativen und immer mehr geht es bergab mit ihr, nur von Agrarier verhindern, versuchen wird, auch seinerseits in China eine fefte Musterminister sozialistengefeßlichen Andenkens, Butikamer, Gnaden kann sie ihr Dasein noch fristen und nun weisen große Position zu behalten, indem es Wei- hai- wei festhält, muß ab zu kopiren. Herr v. Manteuffel, der Landesdirektor der Blätter, die Jahrzehnte lang treu diefer Partei gedient, grollend gewartet werden. Provinz Brandenburg und Führer des noch nicht- bündlerischen die Zumuthung zurück, Organ dieser Partei" zu sein. D alte Theiles der Konservativen, wird von antisemitischer Seite als Burschenherrlichkeit... tünftiger Minister des Innern bezeichnet; von verschiedenen Seiten wird diese Meldung energisch dementirt, von einer v. Manteuffel als Zum Niger- Streit. Im englischen Oberhaus brachte Lord Salisbury am Dienstag ein Telegramm des englischen Wie dem auch sein mag achfolger des Herrn Bosse genannt. Botschafters in Paris zur Verlesung, das folgendes besagt: jedenfalls kann die sozialistentödtende Rede Manteuffel's am letzten konservativen Parteitage als Programm des neuen Herrn gelten. Daß jemand, der vom Sozialismus einen richtigen Begriff hat, Minister werden könne, halten wir für absehbare Zeiten für völlig ausgeschlossen. Doch mögen Herr v. d. Recke und Bosse auch noch einige Beit bleiben, oder Herr v. Manteuffel einem von ihnen wirklich bald folgen, für uns ist dies ganz gleich. Wir wissen, was wir von den gegenwärtigen Ministern und ihren Nachfolgern zu halten haben, und daß keiner den Erwartungen, die ihre Freunde in sie sehen werden, entsprechen kann. Unseren Siegeslauf hindern diese Herrschaften nicht. " Ich überreichte Hanotaur, sobald ich eine Unterredung mit ihm ermöglichen konnte, eine Note, welche seine Aufmerksamkeit auf den Bericht lenkt, der über das Borrücken der Franzosen in Sofoto veröffentlicht worden. Ich sagte, wenn der Bericht zu treffend sei, so müßte die Nachricht als eine sehr ernste angefehen werden. Hanotang antwortete, er habe teine Kenntniß von irgend welchem Vorrücken. Falls aber irgend etwas Derartiges fich ereignet habe, so fei es nicht nur ohne Befehl von der französischen Regierung, sondern sogar gegen deren Wunsch und Instruktion geschehen, da die französische Regierung das Verlangen, nach Scoto vorzurücken, nicht hege. Er glaube nicht, daß die Meldung wahr sei, und hat mir inzwischen die Bersicherung zukommen laffen, daß in jener Gegend teinerlei französische Truppen sich befänden." O alte Burschenherrlichkeit! Es ist das Schicksal gewiffer Parteitage, daß sie Einigkeit bringen sollen, und die ums nichts gemacht. Das zeigt aber, wie leicht erregt man in Danach scheint es, als hätte man in England viel Lärm Bersetzung nur beschleunigen. In Magdeburg hielten die England bei jeder Nachricht einer möglichen Schädigung des Friedberg und v. Eynern schwungvolle Reden auf die Zukunft englischen Einflusses an irgend einem Punkte des Kolonial. der nationalliberalen Partei und an diese selben Reden knüpft sich Hader und Zwist in den nationalliberalen reiches ift. Vielleicht werden die günstigen Nachrichten aus China die erhitzten Gemüther wieder etwas beruhigen. Kreisen. Noch heut Abend mahnt die Nationalliberale Korrespondenz", das offiziöse Organ der Partei, man, d. h. ihre natürlich die bedeutenden Schwierigkeiten der Jntereffenabgrenzung Trotz des obigen Pariser Beruhigungstelegramms bleiben Parteifreunde, solle" das Einigende fuchen", und an diesem zwischen England und Frankreich bestehen und können noch felben Abend fagen sich zwei der bedeutendst en mancherlei Anlaß zu Auseinandersetzungen zwischen den ReBlätter Preußens geradezu von der nationalliberalen gierungen der beiden Staaten geben. Partei lo3. Wir haben die Angriffe des Herrn v. Eynern auf die Die chinesischen Zugeständnisse an England stellen sich National Zeitung" sowie die Antwort die Antwort dieses Blattes nach neuerer amtlicher Mittheilung aus London als noch erwähnt. Darauf hatte die nationalliberale Fraktion des bedeutender heraus, als gestern angenommen wurde. Es Abgeordnetenhauses die Form der Autwort der Nat.- 3tg." wird folgendes bekannt gegeben: bedauert. Aber die Nat.- 3tg." ist weit entfernt, diesen Nüffel ruhig einzustecken. Sie erwidert, indem sie Herrn v. Eynern jahrelange öffentliche Hetzereien und heimliche Intriguen, die lediglich durch persönliche Beweggründe veranlaßt sind", vorwirft und der Fraktion folgende deutliche Absage ertheilt: " " " Beitungen beurtheilen alles, was öffentlich geschieht, und jedermann hat das Recht, die Aeußerungen der Zeitungen zu beurtheilen. Insofern steht es ohne Zweifel der nationalliberalen Fraktion des Abgeordnetenhauses frei, die Meinung auszusprechen, welche sie über unsere Zurückweisung des Herrn v. Eynern hat. Soll dadurch aber, wie die Form der Mittheilung( der Natlib. Korr.") es vermuthen läßt, irgend eine andere Befugniß der Fraktion zu einem Urtheil über die Nat.- 3tg." in Anspruch genommen werden, so lehnen wir dieselbe auf das Nachdrücklichste ab, und wir beaweifeln nicht, damit die Ansicht aller unabhängigen Blätter ausausprechen, welche in irgend einer Beziehung bisher mit der nationalliberalen Partei zusammengewirkt haben. Die Befugniß zu irgend einer Art von Kontrolle oder Bensur steht einer Gemeinschaft von Personen nur gegen ihre Mitglieder und gegen Leute zu, welche Weisungen von ihr zu empfangen haben. Auf uns trifft teiner von beiden Fällen zu." Deutsches Reich. - Das zweierlei Recht gilt vor allem bei der Durchs führung der Bestimmungen über die Vereine und Versammlungen. Die Bolts- Zeitung" macht wieder auf eine Reihe eklatanter, von den Behörden ohne Zucken der Wimpern geduldeten Geseześübertretungen von besseren Leuten" als Arbeitern hin. Sie erinnert an folgende Fälle: Bor einigen Monaten sprach im Architektenhause in einer vom nationalliberalen Wahlverein veranstalteten Versammlung der Kontre- Admiral a. D. Werner über die Flotten: vorlage. Dieser Versammlung wohnten Damen in großer Zahl bei und mindestens zwei Duhend Offiziere der Armee und Marine. Gleichfalls von Frauen und Militärs besucht war am Montag Abend eine Versammlung des Vereins der Konservativen vor dem Pots= damer Thor." " Wie wenig man sich in diesen Kreisen um das Gesetz zu kümmern braucht, das ersieht man daraus, daß nach den Vorträgen der Referenten ein Stationsassistent ganz offen und naiv auftrat und dem Vorsitzenden des fonservativen Bereins den Dank des deutschen Eisenbahnbeamten Vereins aussprach für die freundliche Einladung zu der Bersammlung. Er versicherte, er habe auch sofort an alle Beamten seines Bezirks die Aufforderung versendet, an der Versammlung theilzunehmen. Die reiche Zahl von Eisenbahnbeamten- Uniformten, die man in der Versammlung sah, bewies, daß die Aufforderung nicht vergeblich gewesen war. Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichte nicht kümmern. Ja, wenn Das sind eine ganze Reihe von Gesetzesübertretungen, die aber Arbeiter derartiges gethan hätten--= - Chronik der Eisenbahn- Unfälle. Heute Morgen stießen auf dem Bahnhofe Geseke zwei Güterzüge zusammen. Ein großer Theil der Wagen wurden zertrümmert. Der Materialschaden ist bedeutend. Die Strecke Aachen Kassel Berlin ist gesperrt. Herrn v. Kardorff's industrielle Studien sind recht Die chinesische Regierung hat eingewilligt, daß die binnen einträglich und dauern sehr lange, denn auch heute widmet der ländischen Wafferwege in China für britische und andere Dampfer wadere Rampfgenosse des Freiherrn v. Stumm feine Kräfte nicht im Laufe des nächsten Juni geöffnet werden sollen und zwar blos den Bestrebungen zur Erhöhung des Silberpreises und der dergestalt, daß überall da, wo jetzt der Gebrauch von Booten wichtigsten Nahrungsmittel des deutschen Boltes, er findet auch Eingeborener durch Vertrag gestattet ist, den Fremden gleicher noch das bischen Zeit, das ein Aufsichtsrath einer Aktiengesellschaft maßen erlaubt sein soll, Dampfer und Dampfboote zu benutzen, gleichviel, ob diefelben ihnen felbft oder Chinesen gehören. Mit für seine weniger mühevolle als ertragsreiche Bethätigung beRücksicht auf den großen Werth, den England darauf legt, daß darf. Er ist noch jetzt, wie die„ Bolts- 31g." erinnert, eines der dreizehn Aufsichtsrathsmitglieder der Schlesischen Attiengesellschaft das Yang- tfe- Kiang Gebiet in chinesischem Besitze bleibt, theilte für Bergbau und Zinthüttenbetrieb. Dies Amt bringt ihm eine die chinesische Regierung der britischen Regierung formell mit, es erfleckliche Summe ein. Die Aufsichtsrathsmitglieder dieser Gesell könne keine Rede davon sein, daß irgend ein Gebiet im Thale schaft erhielten im Geschäftsjahr 1896 für ihre aufreibende" oder in dem Bereich des Yang- lfe- Kiang an irgend eine Macht Thätigkeit nur etwas mehr als eine viertel Million Mark, näms verpfändet, verpachtet oder abgetreten werde. Der Posten des fich 256 422 Mart an Tantieme. Herr v. Kardorff streicht somit der Seezölle foll in Zukunft wie Generalinipettorsn feither eingenommen werden von einem Engländer, und auf seinen Theil 19 72410/18 Mart ein. Wenn die„ Bolts- 3tg." nicht zwar fo lange, als der britische Handel mit China in den Säfen irrt, fungirt Herr v. Kardorff auch noch als Aufsichtsrathsmitglied eines anderen industriellen Unternehmens. fortfahre, denjenigen der anderen Mächte zu übertreffen. Ein Die von uns schon auf grund einer Privatdepesche mitgetheilte Hafen in Hu- nan wird innerhalb zwei Jahren geöffnet werden." Reminiszenz der Breslauer Beitung" aus der früheren Gründerzeit Die Erzielung großer Erfolge in der chinesischen Politik des, Herrn v. Kardorff lautet: seitens der britischen Regierung bestätigt sich mithin im vollsten Maße. Es ist erfreulicherweise nicht dahin gelommen, daß Rußland die Bekinger Regierung völlig in ihren Händen Und die National- 3tg." steht nicht allein. Auch das hat, wie von mancher Seite befürchtet wurde. Blatt, welches am Orte des Parteitags, von dem dieser Streit In Rußland dürfte dieser Gang der Dinge ausgeht, erscheint und welches stets eines der wichtigsten und ein natürlich arg verdrießen. Und schon kommt die Mit flußreichsten Organe der Nationalliberalen gewesen ist, auch die theilung, daß Rußland, wie zur Antwort auf die Magdeb. 8tg." ist nicht nur ebenfalls mit den Vorgängen Bewilligungen an England, die Besetzung Port auf dem Parteitag unzufrieden, sondern schließt sich völlig der Arthurs auch über den Winter hinaus National- 3tg." an. Die Magd. 3tg." verwahrt sich dagegen, bas Organ irgend einer Partei zu fein". Sie fet, schreibt fie, ein fretes, unabhängiges Blatt, das von keiner Partei Weisungen entgegenzunehmen hat." Statt der erhofften Einigkeit herrscht also offene Rebellion im nationalliberalen Lager. Das ist auch kein Wunder, da ein sehr großer Theil der Partei sich gänzlich ins agrarische ankündigt. Wie die" Times" erfahren, hätte die japanische Regierung die chinesische um die Zusicherung ersucht, daß die russischen Schiffe mit dem Ende des Winters wirklich Port Arthur verlassen würden, wie Rußland bei der Besetzung des Hafens erklärt hatte. Darauf habe die chinesische Regierung die russische Regierung um eine solche Busicherung ersucht. Rußland aber erklärte im Gegenund " Bor uns liegt Nr. 289 der Bresl. 3tg." vom 24. Juni 1871, worin der Prospektus der neugegründeten Bereinigten Königs Laurahütte, Attien Gesellschaft für Bergbau und Hüttenbetrieb" veröffentlicht ist. Unter den Mitgliedern des ersten Aufsichtsraths befindet sich nun auch Ritter gutsbefizer und Mitglied des Reichstages Herr W. v. Kardorff- Wabnis in Berlin". Daß Herr v. Kardorff in dem Aussichtsrathe der neugegründeten AktienGesellschaft sogar eine leitende Stellung eingenommen hat, geht aus der Ankündigung einer außerordentlichen Generalversammlung vom 6. März 1873 hervor, in der das Aktienkapital der Gesellschaft um drei Millionen Thaler erhöht werden sollte. In dieser Ankündigung, die sich in Nr. 116/17 der Bresl. 8tg." vom 11. März 1873 findet, zeichnet für den Aufsichtsrath v. Kardorff und Karl Egells, Fabrikbefizer in Berlin. Es sind seit jener Zeit zwar rund 25 Jahre ins Land gegangen, aber es scheint doch unbegreiflich, daß Herr v. Kardorff fene seine fo verantwortliche und bedeutsame Thätigteit so ganz vergessen hat. nicht! -Im Zeitalter der Absperrung will man in täften mit Juwelen blieben unberührt. Männer in zerriffenen lingt es einigen Männern, sich verständlich zu machen. Es werden Deutschland nun auch die Hochschulen gegen den Zuzug vom AusKleidern, die keinen Pfennig in der Tasche hatten, noch wußten, für die provisorische Regierung vorgeschlagen: Ledru- Rollin, Arago, land absperren. Während man früher stolz war, daß unsere Hochwoher fie einen nehmen sollten, nm zu Mittag zu effen, ftanden Marie, Dupont, Lamartine, Grémieug und Garnier Pagès. Ein Schildwache bei Millionen und halfen ganze Schubkarren voll Silber Arbeiter schießt auf das über dem Präsidium hängende Bild Louis Schulen tüchtige Lehrer und zahlreiche Schüler aus dem Auslande über die Barrikaden hinweg nach der Bank bringen. Philipp's und dann fluthet die Wlenge, mit den Männern der beranzuziehen verstanden, scheint man sich nun gegen das Ausland abschließen zu wollen. Nach Andeutungen konnte man schon seit In den frühen Nachmittagsstunden ging ein phantastischer provisorischen Regierung an der Spize, dem Stadthause zu. Bug vom großen Bestibil des Palastes aus durch den Tuilerien Auf dem Redaktionsbureau der Reforme" war aber unterbeffen einiger Zeit an einen solchen Plan denken. Nun meldet der„ ReichsAnzeiger", daß nichtdeutsche Staatsbürger fünftig in die Abtheilung garten und schwenkte in die Boulevards ein. Auf einem von der äußersten Linken der Republikaner ebenfalls eine provisorische für Maschinenbau an der Charlottenburger technischen Hochschule Karren führte man die Trümmer und Ueberrefte der ger Regierung gewählt worden, die außer den auch in der Kammer Er störten Herrlichkeiten des Thronsaales. Der vergoldete Thron nannten die Redakteure des„ National", Marraft und Flacon, ferner nicht mehr aufgenommen werden sollen; Raummangel wird als Thron- nannten Ursache angegeben. feffel schwebte, von vier handfesten Blousenmännern getragen, den Sozialisten Louis Blanc und den Arbeiter Albert umfaßte. Hat Preußen trop feiner glänzenden Finanslage kein Geld für über den Köpfen der Schaar. Hinterher eine fröhliche Menge, an Diefe letteren traten ohne viel Förmlichkeiten in die Versammlung entsprechende Ausgestaltung der Lehranstalten? Für Kasernen und den Enden ihrer Pifen Purpurfeßen, Brokatftücke und Hofuniformen der im Stadthause fizenden Regierungsmänner und mußten wohl tragend, Wige reißend, singend und schreiend. Das Ziel der Pro- oder übel akzeptirt werden. Vom Plate herauf drang vieltausend- Panzerschiffe fehlt das Geld nie! Kulturaufgaben leiden bei uns zession war der Bastilleplay, an dem so viele Traditionen der Pariser stimmig das Geschrei nach Proklamirung der Republit. Umwälzungen haften. Am Fuße der Julisäule wurde ein Holz- Eine unabsehbare, siegestrunkene Boltsmenge erfüllte den Grève- Ueber die staatsgefährliche Thätigkeit bes stoß gethürmt. Darauf famen die erwähnten fragmentarijchen play vor dem Stadthause. Aus den Massen erscholl ab und zu der Dr. Leo Arons an der Berliner Universität giebt das foeben erHerrlichkeiten und auf die Spitze der Pyramide stellte Mahuruf:" Bürger, man will uns täuschen, wie 1880! Bürger, schienene amtliche Vorlesungsverzeichniß der Berliner Universität man bent Thronstuhl. Jezt ward unter Anstimmung hütet Euch vor Berräthern!" Und gleichsam zum Beweis, daß man Auskunft. Der Privatdozent Dr. Arons wird im nächsten Semester eines beliebten Spottliebes auf den„ Roi des Agioteurs" entschlossen sei, das Errungene festzuhalten und nöthigen über elettrifche Wechselströme lesen, Schrecklich! Schreck- auf den König der Jobber der Holzftoß angezündet. Als die falls ben Rampf aut zu erneuern, hatte man vier Geschütze lich! Fürchterlich! Kann Preußen das noch ein halbes Jahr er. Flammen den Thron ergriffen, brach ein tausendftimmiges Gejauchze vor dem Portal bes Stadthauses aufgefahren, und Aufragen? Los und hochauf schlug die schwvelende Lohe. ständische flanden als Wachen dabei. Die elf Regierungsmänner Wie bie taiserliche Werft in Riel ihren Ruf als Während hier das revolutionäre Bolt aus eigener Machtvoll oben befanden sich in leidenschaftlichen Diskussionen über die zu Must er anstalt wahrt. Es wird uns ans Kiel geschrieben: Zu fommenheit ein forruptes Königthum hinwegfegte, griff es auch wählende Staatsform. Entschieden für die Republik waren Blanc, diesem Thema tönnen wir hiermit wieder einen fleinen Beitrag ohne viel zu fragen in die Verhandlungen der Deputirtenkammer Ledru- Nollin und Flacon; entschieden dagegen Arago und Dupont; liefern. Werden da dieser Tage 4 Arbeiter des Ressort IV ein nnd erzwang die Proklamierung der Republit. die andern schwankten unentschlossen hin und her. Die Voltsmassen( Maschinenbau) durch ihren nächsten Vorgesetzten zum Sekretär des Nach der Flucht des Königs war die Herzogin von Orleans wurden ungeduldig. Man wollte wissen, was diese Regierung, die Reffort bestellt und dieser Herr eröffnet den Arbeitern, daß sie seid mit ihren beiden Kindern in die Deputirtenkammer geflohen. man mit einem Hauch hinweg blasen konnte, eigentlich trieb. Es ihrer Beschäftigung auf der Werst versehentlich 20 Pf. pro Fast gleichzeitig erschien dort eine Abordnung der Republikaner, wurden Delegirte ernannt, die bewaffnet waren und sich den Zutritt Tag zu viel erhalten hätten, sie von nun an also 20 Pf. pro Tag um im Parlament die Republit auszurufen. Immer noch stand erzwangen. Drohend zeigten sie auf den Play hinab und verlangten weniger bekommen würden und auch für jeden Tag die Bank von Bordeaux auf der Tagesordnung. Beim Erscheinen die sofortige Proklamirung der Republik. der Herzogin rief man ihr von vielen Bänken Huldigungsworte entgegen. Aber auf den Gallerien begann es drohend zu murmeln. Schaaren von proletarischen Barrikadenkämpfern brangen in den Sigungsfaal. Aus der Kämpferschaar und von den Gallerien scholl es: Absetzung! Reine Bourbonen mehr! Nieder mit den Ber räthern!" ihrer feitherigen Beschäftigung auf der Werft ( feid Anfang Dezember 1897) 20 Pfennig wieder an die Werfttasse abzuführen hätten. Der bisherige Lohn betrug 2,70 M. pro Tag; der ist ihnen zwölf Wochen lang versehentlich gezahlt worden. Nunmehr bekommen sie 2,50 M. pro Tag und davon sollen den Arbeitern in vier Raten, je bei der Lohnzahlung, etwa zwölf Mark abgezogen werden, damit die Werftkasse wieder zu ihrem Gelde kommt. Endlich spät abends entschloß sich die Regierung zu der folgenden Bekanntmachung: Die provisorische Regierung will die Republik, vorbehaltlich der Zustimmung des Boltes, welches fofort befragt werden wird." Die Bekanntmachung wurde sofort gedruckt und unter das Bolt vertheilt. Die Maffen beruhigten sich, und langsam entleerte sich Bon verschiedenen Seiten wurde das Königthum zu halten ge- der Grèveplay. Aber die Nacht brachte den Voltskämpfern noch sucht, trotzdem von eigentlichen Verhandlungen feine Rede teine Ruhe. Man wußte, daß die Forts um Paris herum noch in den mehr fein konnte. Einige Radikale, Ledru- Rollin, später Händen der Truppen waren und befürchtete die Rückkehr des Nun brauchen sich die Arbeiter ja ein solches Anfinnen, wie es auch Lamartine, verlangten die Einsetzung einer provisorischen Militärs. So blieben denn die Barrikaden von mächtigen Feuern von einem profitwüthigen Unternehmer nicht schlimmer gestellt Regierung. Da frachen Schüsse in der Borhalle, neue Massen beleuchtet und die siegreichen Revolutionäre unter den Waffen. werden könnte, nicht gefallen zu laffen, die Folgen find dann aber wälzen sich herein. Ein unbeschreiblicher Tumult entsteht. Aber Borläufig hatte jedoch das Königthum endgiltig abgedankt, und auch wohl für den Betreffenden mit Sicherheit vorauszusehen. Auf nur ein Ruf durchbrauft die Hallen und Gänge: Nieder mit auch die Armee erkannte schon in den nächsten Tagen die neue Re- diese Weise glaubt wohl die Werftverwaltung Bufriedenheit" unter ben Korrupten! Vive la République! Endlich ge- gierung an. Die Revolution war gewonnen, die Republik erkämpft. den Arbeitern zu verbreiten? Dresden, 21. Februar.( Eig. Ber.) Bei der heutigen Schluß berathung über den Etat des Innern beschwert sich Abg. " " und Defterreich. Ungarn. Für den Neubau einer tatholischen Garnisontirche in Straßburg find als letzte Rate 90 000 m. gefordert, die Rommission hat nur 88 000 m. bewilligt. Das Haus beschließt debattelos dem Antrage der Kommission gemäß. bahnregiment in Berlin werben gefi richen, ebenso Brag, 22. Februar. 2andtag. In der heutigen Sigung die Forderung von 43 000. für Neubau des Romman Goldstein( So) darüber, daß die vom Minister zugefagte ges des Landtages wurde der Bericht der Kommission für Sprachen: danturgebäudes in Glay. 72 000 m. werden für rechtere Handhabung des Vereins- und Bersammlungsangelegenheiten über den Antrag der Abgg. Schlesinger, Eppinger Ersatzbauten in Koblenz mehr bewilligt, in Summa 322 000 m. gefeges feitens der Unterbehörden nicht beachtet werde. Redner und Genoffen betreffend die Aufhebung der Sprachenverordnung Die Forderung für Beschaffung eines Bureaugebäudes in geht alle die betreffenden Vorgänge durch. Man stüße sich bei für Böhmen vom 5. April 1897 im Druck vertheilt. Der Bericht Altona wird nach Antrag der Kommission gestrichen, eben Bersammlungsverboten nicht auf Thatsachen, sondern auf leere fchließt nach eingehender Motivirung des Antrages: Der Landtag wolle fo für einen Ergänzungsbau in Braunschweig. Für einen Vermuthungen. Man habe sogar einen Vortrag über Goethe's beschließen in Erwägung, daß im Königreich Böhmen die czechische Erweiterungs- und Umbau der Trainfaserne in Darmstadt sollen Faust" verboten. Eine Lassalle Feier in Waldheim Sprache und die deutsche Sprache nach dem geltenden Gefeße gleich statt 400 000 m. nur 60 000 m. bewilligt werden. Das Haus fei verboten worden, weil Laffalle gefagt, Rechtsfragen berechtigte Landessprachen sind, in Erwägung, daß die Staats- beschließt demgemäß. 6000 M., die für den Neubau einer Kaserne feien nur Machtfragen. Die Ausweisung Bebel's aus verwaltung verpflichtet ist, Borsorge zu tragen, daß auf grund in Alt- Breisach gefordert sind, werden nach den Beschlüssen Frankreich habe auch zum Verbot einer Versammlung, wo Bebel der Geseze das Gleichgewicht beider beider Landessprachen bei der Budgettommiffion gestrichen. Für Neubau einer Kaserne referiren sollte, herhalten müssen. Aus einer Resolution habe das den Behörden den Gerichten zur vollen Geltung ge- nebst Zubehör in Mannheim hat die Kommission die Einstellung Wort, Streitbrecher" gestrichen werden müffen; eine Ber- lange, in Erwägung, daß durch die Sprachenverordnung von 208 000 m. befchloffen. Gefordert sind 8000 M. Das Haus fammlung fet aufgelöst worden, weil das Wort französische vom 5. April 1897 das gleiche Recht beider Theile der öffentlichen bewilligt mit großer Mehrheit die 208 000 M. für Entwurf Revolution gefallen sei; derfelbe Gendarm habe eine andere Verwaltung im Sinne der geltenden Gefeße durchgeführt wurde, in und Grunderwerb. Bersammlung aufgelöst, weil sie bereits drei Stunden gedauert habe. Erwägung, daß durch diese Verordnung eine Beschränkung des Die Forderungen für den Neubau einer Raserne in Graudenz Der Gendarm erlaube sich in Sachsen eben alles. In Leipzig fei fo- gleichen fprachlichen Rechtes des deutschen Voltes im Königreich und Ausbau eines Garnisonlazareths in Bonn werden abgelehnt gar eine Bersammlung aufgelöst, weil einer den chinesischen Bize Böhmen nicht erfolgt ist, befchließt der Landtag des Königreichs gemäß den Beschlüssen der Kommission. Die für Erweiterung und fönig ishung tfchang fritifirt. Redner besprach weiter die Böhmen, über den Antrag des Abg. Dr. Schlesinger und Genoffen, Neubau eines Garnisonlazareths in Schleswig ges ungleichmäßige Anwendung des Verbindungsverbots und demzufolge die Regierung aufgefordert wird, die Sprachenverordnung forderten 58 000 m. werden trotz der Befürwortung des Abg. die Ausnugung des Groben Unfugs Paragraphen. für Böhmen unverzüglich aufzuheben, zur Tagesordnung überzugehen. Jebsen den Beschlüssen der Kommission entsprechend gestrichen. Mit solchen Mittelchen mache man die Sozialdemokratie nicht Die Situation in Desterreich nimmt durchaus fein friedlicheres Eine Forderung von 45 000. zur Beschaffung beweg todt; habe doch die Partei bei der letzten Reichstagswahl 45 pSt. Ansehen an. Am 10. März dürfte der Reichstag zusammentreten. Iich er 2azarethbaraden wird gestrichen. aller fächsischen Stimmen erhalten. Die nächste Wahl werde einen noch wie lange er tagen wird, ob er überhaupt zu ruhiger Thätigkeit größeren Prozentfat ergeben. Redner fommt noch auf den Fall gelangen wird, darf billig bezweifelt werden. Rosenow zu sprechen, der nach Verbüßung einer dreimonatlichen Strafe bei seiner Rückkehr nach Chemnitz aus 12 Ortschaften der Umgegend ausgewiesen worden sei. Die Ausweisung sei eine ungerechtfertigte gewesen, da sie sich nur auf Personen erstrecken könne, die dauernden Wohnsiz nehmen wollen, nicht aber auf Personen, die sich nur auf Stunden im Orte aufhalten wollen. Bei Erlaß des Ausweisungsgesetzes sei seitens der Regierung geleugnet worden, daß es sich gegen fozialdemokratische Agitatoren richten folle; es feien nur gemeine Verbrecher in Aussicht genommen gewesen. Politische Agitatoren feien nicht mit Spitzbuben und Hehlern gleichzustellen. Die Regierung selber sei es, die durch solche Gefeßesauslegungen den Klaffenhaß fördere. Der Gemeindevorstand Rudelt aus Deuben( t.) sucht die Polizeiwirthschaft zu beschönigen und flagt über den Gasthofsboykott in seiner Gemeinde. Ihm erwidert Fräßdorf( Soz.), der zur Ordnung gerufen wird, weil er das Wahlgesetz ein erbärmliches nennt. Redner bespricht ferner das vor zwei Jahren erlaffene Gesetz über die ärztlichen Bezirksvereine. Das Gesetz verleihe den Aerzten ein Vorzugsrecht, und dieses werde vielfach zur Bedrängung der Krankenkassen benügt. Die Krankenkassen müßten für die Massenzuweisung von Kranken Rabatte beanspruchen, sonst würden fie einfach bankrott. Er gönne den Aerzten ein ausreichendes Einfommen, aber die ärztlichen Bezirksvereine stellten Forderungen, die felbst der Regierung zu weit gingen. Auch das Verbot, in Naturbeilvereinen Vorträge zu halten, überschreite die Befugnisse der ärztlichen Bezirksvereine. Redner bespricht hierauf das Geset Stockholm, 28. Februar. Die Regierung hat heute beim über die Ausschließung fäumiger bgabenpflichtiger Reichstage einen Gesezentwurf betr. die Altersversorgung vom Besuch der Schantstätten. Nicht jeder sei in der Lage, der Arbeiter eingebracht. feine Steuern zu bezahlen. Budapest, 28. Februar. Abgeordnetenhaus. Graf Alexander Andrassy fragt an, welche Verfügungen der Minifter des Innern gegen die sozialistische Agitation zu treffen gedente. Der Redner führt bezüglich dieser Anfrage aus, daß die agrarfozialistische Bewegung im Szabolcser und Zempliner Komitate nur ein Wert von Agitatoren sei und absolut nicht durch Nothstand verursacht werde. Die Agitatoren vertheilten Heßschriften unter den Bauern, ließen diefelben bei Nacht schwören und verkündeten ihnen, daß ihre Befirebungen an maßgebender Stelle gebilligt würden. Die Regierung müsse energische Maßregeln ergreifen. Gegen die verheßende sozia listische Presse müsse eingeschritten werden; er fei kein Freund der Präventivzenfur, auch dürfe die anständige Presse durch die bes treffenden Maßregeln nicht berührt werden. Außer den momentanen Maßregeln sollte die Regierung aber auch schleunigst eine gründliche Lösung der sozialen Frage vornehmen. Diese Heuchelei! Budapest, 22. Februar.( Frankf. 8tg.) Nach der Mittheilung eines Abendblattes wurden heute gelegentlich einer Durchsuchung der hauptstädtischen Rafernen angeblich bei mehreren Soldaten sozialistische Drucksachen gefunden; die Beurlaubungen und die Erlaubniß zu längeren Spaziergängen von Soldaten feien auf ein Minimum reduzirt. Schweden. Die Für Vergrößerung des Artillerie- Schießplages bei 3eithain zu einem Truppen Uebungsplatz sind 1 250 000 m. gefordert. Die Kommiffion hat nur 1000 000 m. bewilligt. Der Antrag der Rommission wird genehmigt. Für den Neubau einer Kaserne in Kamens( Sachsen) find 330 000 m. gefordert. Die Kommission hat nur 200 000 m. bes willigt. Das Haus beschließt dem Antrage der Kommission gemäß. Bei Titel 163, Ersatzbauten für die durch Brand zerstörte Raferne( 225 000) 9.) richtet Abg. Stolle( Soz.) folgende Fragen an den Bevollmächtigten: 1. Hat eine gerichtliche Untersuchung über die Entstehung des Brandes stattgefunden? 2. Sind die Löschvorrichtungen ausreichend gewesen? 3. War die Kaserne nach den baupolizeilichen Vorschriften gebaut? 4. Warum ist die Ruine noch nicht abgetragen, die eine Ges fahr für Nachbargebäude bedeutet? Sächsischer Bevollmächtigter Major Günther: Was die erste Frage betrifft, so nahm man erst an, der Brand sei durch die Esse oder Flugruß entstanden, beide Annahmen haben sich nicht beftätigt. Die Frage, ob fahrlässige oder böswillige Brandstiftung vorliegt, ist eifrig diskutirt worden, es hat sich nach dieser Richtung aber fein Anhalt ergeben. Die Ursache des Feuers muß also als unaufgeklärt bezeichnet werden. werden. Lokale und Was die zweite Frage anlangt, so will ich zunächst der frei willigen Feuerwehr für ihr Eingreifen den Dank der Militärs Italien. verwaltung abstatten. Sie hat gethan, was ihr möglich war. Freis Minister des Innern v. Metsch will den Wünschen Fräßdorf's bezüglich der ärztlichen Bezirksvereine und der Behandlung einer Unterredung, daß die innere Sage Staliens höchst Sinwohnern diese freiwillige Feuerwehr nicht ausreicht. Der Brand Rom, 28. Februar.( Boss. 3tg.") Giolitti erklärte in lich hat sich gezeigt, daß für eine Stadt von 50-60 000 fäumiger Steuerzahler nachkommen. Für die Unterstützung Boykotlirter bebentlich sei wegen der Theuerung, Arbeitslosigkeit und des fam in der Nacht vom 28. zum 29. April aus, es herrschte große tönne er feine materielle Hilfe zusagen, weil der Staat hierzu Trockenheit und starker Wind. Er verbreitete sich sofort über den feine schlechten Steuersystems. Die Unzufriedenheit sei verbreitet, beBefugniß habe, aber die Gemeinde tönne hier bei Eintritt Vermögens Verfall von helfend rechtigt und voller Gefahren, falls nicht viel wirksamere Mittel an- ganzen Giebel und konnte nicht bewältigt werden. eintreten. Er müffe feine Unterbehörden gegen die Sozialdemokraten in Schuh gewendet werden, als die Herabfegung des Kornzolles und die Ein andere Umstände verhinderten, daß die ausreichend vorhandenen nehmen. Wenn die Behörde zu der Ueberzeugung gelange, daß eine berufung der Reservisten. Weder große öffentliche Arbeiten noch öschvorrichtungen ausreichend verwendet werden konnten. Die Kaserne war vollständig den baupolizeilichen Vorschriften Versammlung Strafbares bezwecke, so sei das Verbot gerechtfertigt. Gründen möglich, was die Ünzufriedenheit bedenklich steigern Gefahr für Nachbarhäuser bedeuten und wird zudem bald abgetragen versprochenen Steuererleichterungen feien aus finanziellen entsprechend gebaut. Sie steht ganz frei, die duine fann also teine Die Person bes Referenten allein fet allerdings als Verbotsgrund müsse. nicht ausreichend. In den monirten Fällen habe die Behörde nicht den angegebenen Zweck, sondern die eigentliche Tendenz" der Ver- Syrakus, 28. Februar. In Mobica zogen gestern Nachmittag anstaltungen zu prüfen gehabt. Er glaube nicht, Er glaube nicht, daß der an tausend Bauern und Arbeiter vor das Haus des Bürgermeisters, Vortrag über" Faust" der Berherrlichung Goethe's habe in welches fie einzubringen versuchten, um zwei Berhaftete au bedienen follen. Mai- und Laffalle Feiern gäben allerdings freien. Es fam zu einem Zusammenstoß mit der bewaffneten Grund zu Befürchtungen. Wenn patriotische Vereine gefeßwidrig Macht, wobei zwei Personen getödtet wurden. Acht Berhaftungen das Verbindungsverbot überträten, würden sie bestraft werden. wurden vorgenommen. Der Präfekt hat sich nach Modica, wo die Militärvereine aber seien berechtigt, mit einander in Verbindung zu Ruhe jetzt wieder hergestellt ist, begeben.treten. Ob das Austragen von Flugblättern au fich grober Unfug fei, sei ihm zweifelbaft; es tomme auf die näheren Umstände an; der grobe Unfug dürfe nicht in der Haltung des Flugblattes, fondern nur in der Art der Austheilung desselben gefunden werden. Er fei für das Koalitionsrecht, aber gegen den Koalitions zwang; die Sozialdemokratie grabe den Streitbrechern das Brot ab und meffe felber mit zweierlei Maß. Die Sozialdemokratie wolle alles Bestehende umstürzen, solchen Bestrebungen müsse der Staat die schärfften Maßregeln entgegensetzen. Dem Minifter erwiderten Horn( So.) und Goldstein ( Soz.), letzterer erweist besonders die Ausführungen des Minifters betreffs des angeblichen Koalitionszwanges" als unrichtig. Dann hält Opis( tons.) seine übliche Sozialistenvernichtungsrede, Ni et bammer( natl.) fordert ein Arbeit geber Schuhgesez, Dr. Mehnert machte einige faule Späße. Die Sigung wurde vertagt. von Stadtverordneten zu wählen ist." Amerika. Abg. Stolle( Soz.): Wie war es nur möglich, daß ein solches Gebäude innerhalb weniger Stunden niederbrennen founte? Daß das Gebäude vorschriftsmäßig gebaut gewefen fein soll, bezweifle ich start. Nach den baupolizeilichen Vorschriften müßten in bestimmten Zwischenräumen Brandmauern vorhanden sein und war dies hier der Fall, dann hätte mit Leichtigkeit mit jeder irgendwie leistungsfähigen Feuerwehr wenigstens ein Flügel gerettet werden fönnen. Daß die Ruine feine Gefahr für umstehende Gebäude bildet, ist Sturm ein Theil der Ruine umgestürzt und fiel auf die Baracke, ia richtig, da solche nicht vorhanden ftud, es ist aber dicht daneben eine Varacke gebaut worden. Vorige Woche nun wurde durch den wodurch leicht sehr großes Unglück hätte entſtehen können. eine Bill an, durch welche die Artillerie um zwei Regimenter, das Washington, 22. Februar. Der Senat nahm fast einstimmig ift 1610 Mann, zur Kompletirung der Bedienungsmannschaften der schweren Geschütze und der Mörser in den Forts und den KüstenSächs. Bevollmächtigter Major Günther: Wasser zum Löschen vertheidigungs Stationen vermehrt wird. war wohl vorhanden bis ins oberste Stockiverk, da aber die Kaserne Der Frankfurter Seitung" wird aus New York gemeldet: Die fehr hoch liegt, hat das Waffer oben nicht mehr genügend Druck. Es Rüstungen dauern fort. Alle Kriegsschiffe aus den südamerikanischen entstand überdies sehr schnell eine enorme Hige und Rauchentwicke Ges Säfen wurden zurückbeordert. lung, so daß den Mannschaften befohlen wurde, sofort das Gebäude zu verlassen. Eine Brandmauer war zwar vorhanden, leider aber reichte sie nicht über Dach, doch bezweifle ich, daß eine dahingehende Vorschrift vorhanden ist. Die fächsische Militärverwaltung hat übrigens sofort eine Revision sämmtlicher Garnisonverwaltungen vornehmen laffen. 3um Untergang des Panzerschiffes Maine wird der Int. Corr." folgender aus Madrid unterm 18. Februar abgegangener Bericht zur Verfügung gestellt: Der Titel wird hierauf bewilligt. Die spanische Regierung erhielt aus Havana auf amtlichem Wege sehr genaue Mittheilung über die Ursache der Explosion, wonach es außer allem Zweifel steht, daß die Katastrophe durch einen Ans Baben, 21. Februar.( Eig. Ber.) Die sozialdemokrati im Innern des Schiffes entstandenen Brand herbeiZur Erweiterung des Bekleidungsamtes in Ludwigsburg schen Bürgerausschuß Mitglieder von ganz Baden geführt wurde. Der zweite Kommandant der, Maine" hat dem spanischen werden als erste Nate 6500 M. gefordert. werden auf Sonntag, 27. Februar, nach Karlsruhe zu einer Ron Beit von 5 bis 1/26 in seiner Kajüte befand und sich dort umkleidete. Gouverneur General Blanco ausdrücklich erklärt, daß er sich in der Abg. Lieber( 3.) beantragt, diese Forderung zu streichen. ferens eingeladen, in der Stellung zu der vom Wahlminister Bierbei bemerkte er in der Rajüte einen schwachen Bauch, den er Summe ist in der Budgetkommission mit ganz geringer Mehrheit Abg. Müller- Fulda bittet, diesem Antrage Folge zu geben. Die Eisenlohr vorgeschlagenen Menderung der badischen Städte Ordnung anfangs unbeachtet ließ. Erst als der Brandgeruch stärker wurde, bewilligt. Gerade bei acnommen werden soll. In den neuen Gefeßentwurf will Herr eilte er zur Kajüte des ersten Kommandanten, der ebenfalls etwas rungen müssen wir vorsichtiger sein, da wir häufig die Erden württembergischen MilitärfordeGifenlohr bekanntlich einen Paragraphen einschmuggeln, durch den geruht hatte. Gerade als der zweite Offizier die Thür des Komman- fahrung gemacht haben, daß die Kostenanschläge ohne genügende den Nationalliberalen in allen größeren Städten( mit Ausnahme banten erreichte, fand die erste Entladung statt, durch welche der Unterlage vorgelegt werden. Die Sache ist jedenfalls noch nicht von vielleicht Mannheim) die Herrschaft auf den Rathhäusern ge- Rommandant von seinem Ruhebette geschleudert wurde. fichert werden soll. Dieser Paragraph lautet: Er stand spruchreif und kann bis zum nächsten Jahre zurückgestellt werden. Geheimrath v. Horion tritt dieser Ansicht entgegen. Der ErBeträgt die Babl der Wahlberechtigten einer Klasse mehr als jedoch eiligst auf und beide Offiziere begaben sich auf die Kommando500," So kann durch Ortsstatut die Bildung von Wahlbezirken an- brücke, um die Rettungsarbeiten zu leiten. Ihren Befehlen gehorchten weiterungsbau sei sehr dringend. Die Kostenanschläge fehlen nur geordnet werden, mit der Maßgabe, daß in jedem Wahlbezirk eine jedoch nur fünf Maschinengehilfen, welche ein Boot losmachten, das noch für die Geräthe und Maschinen, die im nächsten Jahre nachder Bahl der barin wohnhaften Wahlberechtigten entsprechende Zahl unterging. Im übrigen gehorchte niemand den Anordnungen des aber infolge des massenhaften Eindringens der Mannschaften sofort geholt werden können. Abg. v. Maffow( f.) tritt für die Bewilligung in diesem Würde diefer Paragraph Gefeß, so wäre der berüchtigten Wahl- und dem Dampfer City of Washington" Boote zur Rettung erschienen, Kommandanten, und als von dem spanischen Kreuzer Alfonso XII." Jahre ein. treisgeometrie ein famoses Hinterthürchen geschaffen. Der Antrag Bieber wird gegen die Stimmen des Zentrums Die freistunig- bemokratische Fraktion hat nun einen Gegenantrag fürsten sich die Offiziere über den Kommandanten, der auf der Brücke und der Sozialdemokraten abgelehnt. Die Forderung wird be= zu dem Entwurf eingebracht, der in der Hauptsache verlangt, daß ausharren wollte, her und brachten ihn mit Gewalt in das Boot willigt. Zur Errichtung eines Remontebepots für Wartendie von den drei Klaffen der Wahlberechtigten gewählten Stadt- des spanischen Schiffes. Nach Annahme des spanischen Sachverständigen ist demnach berg werden nach dem Kommissionsantrag statt 250 000 m. nur verordneten je ein Drittel der Stadträthe wählt, und daß die erste Wählerklasse fünftighin das erste, die zweite a wei Sechstel und durch Nachlässigkeit in den für die Mannschaften bestimmten 178 500 m. bewilligt. Räumen ein Brand entstanden, welcher sich langsam weiterverbreitete, die dritte brei Sechstel faffen solle, anflatt wie bisher ein Zwölftel, bis er explosive Stoffe erreichte. Dadurch erklärt sich die Fort zur Annahme. Ebenso die Einnahmen. Der Rest des Extraordinariums gelangt debattelos zwei Zwölftel und neun Zwölftel. Der Antrag entspricht zwar sehung der Explosionen, die nur durch das schnelle Sinken und unferen Forderungen nicht, bedeutet aber doch eine wesentliche Ber- bas Eindringen des Waffers in die übrigen Aufbewahrungsräume Damit ist die Tagesordnung erledigt. befferung. Das Haus vertagt sich auf Donnerstag 2 Uhr. Tagesder Sprengstoffe aufgehalten wurden. Anderenfalls wären wohl das ordnung: Anträge Dr. Schneider( fr). Bp.) und Dr. Bieber ganze Schiff sertrümmert und sämmtliche Mannschaften getödtet( 3.) betr. bie Berufsvereine. Aus Havana wird telegraphirt: Aus der ersten Untersuchung der amerikanischen Rommission für die Untersuchung der Maine".Katastrophe gcht hervor, daß die Explosion in der Vorrathstammer erfolgt ist. Im übrigen foll auf der Konferenz Broteft gegen das Berhalten des Ministers Eisenlohr in der Frage der Reform des Lanb tags Wahlrechts erhoben werden. Aus Hessen, 21. Februar.( Eig. Ber.) Jm hessischen Landtag hat sich nunmehr auch eine agrarische Bereinigung gebildet. Es sollen nur Abgeordnete Aufnahme finden, die vom Lande sind und ländliche Wahlkreise vertreten. Abgeordnete mit akademischer Bildung sollen nur ganz ausnahmsweise Zulassung finden. Die Seele der Bereinigung, die sich scherzweife beffischer Bundschuh" nennt, ist neben dem Abg. Köhler( Reformpartei) der Abg. Schönberger, der bisher zur nationalliberalen Fraktion zählte. Die Vereinigung treibt einen Keil in die Reihen der Nationalliberalen und offenbart sich bis jetzt lediglich als eine Vereiniguug. Uns foll's recht sein. " worden. " Reichstag. 48. Sigung. Mittwoch, 28. Februar 1898, 2 Uhr, Am Bundesrathstische: v. Go ßler. Die zweite Berathung des Elats wird beim Militäretat" fortgefeßt und zwar beim Extraordinarium. Der Berichterstatter Abg. Gröber( 8.) berichtet ausführlich über die Kommissionsverhandlungen. Schluß 44 Uhr. Parlamentarisches. Die sozialdemokratische Reichstag8 Fraktion hat in ihrer geftrigen Sigung folgenden Beschluß gefaßt: Nachdem die Fraktion auf grund der Erklärungen des Genoffen Heine sich überzeugt, daß der Gedanke ihm fern gelegen hat, sich mit dem herrschenden System in eine Rompensationspolitik einzulassen, und daß er durchaus auf dem Standpunkt der bisherigen Tattit der Partei und der Fraktion steht, erklärt die Fraktion, daß für sie die Angelegenheit befriedigen erledigt ist. Die Geschäftsordnungs- Kommission des Reichstages hatte Die sozialdemokratische Fraktion hat einen Antrag auf heute sich mit dem ihr vom Plenum augewiesenen Antrag des Abg. Bermehrung der Fabritiuspettorate auf 4 eingebracht. Augst( füdd. Bp.) zu beschäftigen:" Die verbündeten Regierungen Der vierte Inspektor soll seinen Sig in Gießen nehmen. Dem Die Forderung für den Neubau von Magazingebänden zu ersuchen, zu veranlassen, daß dem württembergischen Gericht Darmstädter Fabrikinspektor soll die Oberaufsicht über das ganze in Celle ein Betrage von 21 000 M. wird gemäß den Beschlüssen Langenburg die Genehmigung zur Strafverfolgung Der nationalliberale Abg. Reinhart der Kommiffion abgelehnt. Band übertragen werden.. Zur Vermehrung der Redes Abg. Augst wegen angeblicher Verlegung des§ 186 des Straf hat ebenfalls einen Antrag auf Erweiterung des Fabrikinspektorats ferven an Berpflegungsmitteln wird statt 3 Millionen gefehbuchs ertheilt werde." Es handelt sich um eine Privattlage zugleich mit uns eingereicht. Nächste Sigung Mittwoch, den Mart nur 1 Million bewilligt. Die geforderten 100 000 M. für des Abg. Augst gegen den Pfarrer Brecht in Gerabronn wegen Bea Neubau eines Stabs- und Familiengebäudes für ein ifen leidigung und Widerklage des letteren gegen Augft. Die Kommiffion 23. d. Mts. beschloß einstimmig, dem Antrage stattzugeben, wie es bereits in zwei früheren Fällen geschehen war, wo der analoge Antrag vom Abg. Stadthagen( Soz.) bezw. vom Abg. Radwansti( 3) gestellt worden war. # Wahlbewegung. Für den Wahlkreis Jena Neustadt, dessen derzeitiger Bertreter, Mühlenbesitzer Walther, nicht wieder kandidiren wird, hoffen die Nationalliberalen Herrn Bassermann als Reichstags- Kandidaten zu gewinnen. In dem Kreise treten noch auf ein freisinger, ein sozialdemokratischer und ein national- sozialer Kandidat, Pfarrer Naumann. B " " Gewerkschaftliches. Bertin uub Hmgebung. Licht zu bringen, als er von dem Schriftstücke sprach, 1 in welchem es heißt: Sagen Sie besonders nicht, daß wir mit diesem Juden in Verbindung geftanden haben." Das ift, sagt Labori, der traurigfte Zwischenfall des ganzen Prozesses ge= Achtung, Lackirer! Bei der Firma Faltson, Wafferthor wesen, denn man hat geglaubt, dant einem moralischen ftraße 9, haben die Lackirer wegen Maßregelung eines Kollegen die Beweise, wirklichen Charakter des Prozeffes ändern zu Arbeit niedergelegt. Die Kollegen werden ersucht, dies zu beachten. Abg. isch bed wird der„ Freis. 3tg." zufolge nicht im tönnen. Man hat damals von der Vernichtung, von dem Nicht Alles nähere in der am Dienstag, den 1. März, bei Schöning, Abg. ifch bed wird der Freif. 3tg." zufolge nicht im eintreten der Vertheidigung gesprochen. Meine Herren, wir haben Röpnickerstr. 68, stattfindenden Versammlung. Die Agitationsbritten Berliner Wahlkreise, sondern wieder in Lennep- Mettmann geglaubt, daß man bis zum Ende des Prozesses gehen müsse. In tommiffion. tandidiren, diefer nicht authentischen Note stand nicht mit diesem Juden", Der Vorstand des Berliner deutsch konservativen sondern mit dieser Judenschaft". Die Begleitfarte trug einen Namen, Für Maaß und Koftüm- Schneider tagt am Dienstag, den Wahlvereins erläßt einen Aufruf, in welchem er alle fonfer- ben wir," um hier nicht den wirklichen Namen des Gesandtschafts: 1. März, m den„ Arminhallen", Kommandantenstr. 20, eine öffent vativen Männer auffordert, dem Verein beizutreten, wenn auch nur Attachés zu geben, Claude" nennen wollen, wenn es Ihnen rechtliche Versammlung, zu der vorher eine Flugblattvertheilung statt,, vorübergehend, in diesem Jahre des schweren Wahlkampfes". ift. Labori führt hierauf aus, er glaube, daß die Karte von findet Die Ausgabe des Blattes erfolgt heute Donnerstag, abends Wenigstens möge man einen Geldbeitrag in die Wahlkasse geben; einem fubalternen, mit der Spionage betrauten Agenten stamme, 8 Uhr, bei Schüffel, Ecke Jäger und Mauerstraße; Friz Linke, schließlich erklärt sich der Vorstand schon damit zufrieden, wenn nur der, nachdem er sich die Karte, die er leicht habe erlangen können, Bimmerftr. 33 und Ernst Boigt, Charlottenftr. 60. Die Kollegen durch Erklärung der Parteistellung den in der Arbeit stehenden verschafft habe, das Ganze dem Kriegsministerium zugestellt werden hiermit aufgefordert, sich rege an der Agitation zu betheiligen. Gesinnungsgenossen die Agitation erleichtert wird. In der That habe. Labori fügt hinzu:" Ich glaube auch, daß der General. Der Vertrauensmann. J. Limm. fehr bescheiden! Wird aber auch nichts nüßen. stab, an dessen gutem Glauben ich, wie ich ohne Vorbehalt Achtung, Bauarbeiter! Wir machen nochmals auf den Bes Aus Königsberg wird uns geschrieben: Jm Wahlkreise erkläre, nicht zweifle, meine Erklärungen anhören und verstehen schluß betreffend die Wahl von Baudeputirten aufmerksam und er Rönigsberg( Land) Fischhausen wird bei den Aus wird, daß er seine Nachforschungen fortfeßen muß. Die Mit- warten, daß dem überall nachgekommen wird. Alsdann sei darauf einandersetzungen zwischen den beiden sich feindlich gegenüber- glieder des Generalstabes werden dann sehen, daß das Schrift: hingewiesen, daß heute ein Flugblatt zur Bertheilung gelangt, und stehenden fonservativen Richtungen, der gouvernemental und der ftück, welches sie guten Glaubens für authentisch erachteten, nur bitten wir die arbeitslosen Kollegen, sich bei W. Noad, Lausitzer agrarisch- konservativen, noch manches Intereffante zu tage gefördert eine Fälschung ist. Hatte nicht z. B. Major Esterhazy einen ftraße 35, solche abzuholen und es zur Verbreitung zu bringen. werden. Daran werde auch die Erklärung des Elfer- Ausschusses, Mitschuldigen, ich will nicht fagen, im Generalstabe- bis zu Die Kommission. J. A.: K. Krüger. von der der Vorwärts" bereits Notiz genommen hat, nichts diesem Argwohn will ich nicht gehen, aber einen unter ihm ändern. Der Ton zwischen den zwei feindlichen Brüdern hat an stehenden Mitschuldigen? Wenn der Beweis, von dem man geKorbmacher werden von der Firma Gebr. Wolff in Schärfe eher noch zugenommen. Vom Grafen Dönhoff, der mit der sprochen hat, überzeugend gewesen wäre, hätte man ihn dann Bernburg und zwar für März und April gesucht. Da aber bei Abgabe seiner Stimme für den Handelsvertrag mit Rußland ja eine nicht dem Oberst Picquart gezeigt, um dessen Nachforschungen diefer Firma jezt gestreift wird, ist es naheliegend, daß die betr. Politik betrieben hat, für die damals auch der Kaiser sich aus Einhalt zu thun? Was den General Pellieux anbetrifft, so kann Annonce in der hiesigen Volts- 3tg." nur irreführen soll. Die gesprochen hat, sagt jetzt die„ Ostpreußische Zeitung", daß er gerade man sich erklären, daß, nachdem sein guter Glaube gemißbraucht Berliner Korbmacher werden sich gewiß dazu nicht hergeben, ihren dieser seiner Abstimmung wegen nicht mehr als Vertreter des worden, er sich für verpflichtet hielt, hier von diesem Schriftstück Bernburger Kollegen den Kampf zu erschweren. " echten" Ronservativismus angesehen werden könne. Die Sozial- au sprechen. Und wenn die Herren von unserer Regierung das Demokraten werden nicht verfehlen, aus diesem Bruderzwift Nußen Schriftstück nicht gezeigt haben, so ist das geschehen, weil das Deutsches Reich. zu ziehen. Schriftstück zeigen nicht, wie man gefagt hat, der Krieg, F. Baafe in Brandenbug dauert unverändert fort. Die Achtung, Vergolder! Der Streit der Kollegen bei der Firma Der Oberpräsident v. Goßler hat die ihm von den Konser sondern die Lächerlichteit gewesen wäre."( Be- Streifenden sind fest entschlossen, ihre Forderung: Wiedereinstellung vativen in Danaig angebotene Reichstags- Kandidatur abgelehnt. wegung.) Labori geht nun auf die Frage des Bordereau ein; er der Gemaßregelten, mit allen gefeßlich zu Gebote stehenden Die Freisinnigen haben im erften medlenburg fragt sich nach der Herkunft desselben und wirst dem General Mitteln durchzuführen. Ihre Haltung ist musterhaft. Aus fchwerin'schen Wahltreise Herrn Fischer- Stegliß, den Mercier, als dem ersten Verantwortlichen in diefer Angelegen den Reihen der Sekretär des Deutschen Fischereivereins, aufgestellt. Streifenden ist bisher niemand abtrünnig heit vor, daß er Dreyfus, wenn er von der Schuld desselben überzeugt war, nicht im Namen der Staatsraison viel eher habe in brei Arbeitswillige" gefunden. Um die Durchführung der Forderung geworden, jedoch haben sich, vermuthlich aus Berlin, den tiefsten Verließen verschwinden lassen, als das Schauspiel diefer mit allem Nachdruck vertreten zu können, ist es dringend noth vor dem Kriegsgerichte, das Dreyfus verurtheilte, gespielten Justiz wendig, den Zuzug streng fernzuhalten. Wir ersuchen die Kollegen, tomödie zu geben. ihre Solidarität in diesem Sinne zu bethätigen. Alle Arbeiter: Labori, der dabei bleibt, baß die Schrift des Bordereaus die blätter werden um Abdruck gebeten. Der Hauptvorstand des VerEsterhazy's sei, bestreitet, daß sie von Dreyfus durchgepauft worden bandes der Vergolder. F. Nary, Borsigender, Berlin, OppelnerDie Chriftlich und die Deutsch Sozialen in Barmen be- ist. Der beste Beweis hierfür sei, daß der Verdacht des Verurtheilten schlossen, einen eigenen Kandidaten aufzustellen. Die Freikonser sich zuerst auf einen anderen gerichtet habe, der den Bureaus des Straße 43. vativen, die Freifinnigen, die Nationalliberalen und das Zentrum Generalstabes angehöre. Wenn Dreyfus, wie behauptet worden, Aus Erdmannsdorf im Riefengebirge wird gemeldet, daß es haben sich auf einen Freifinnigen( freifinnige Volkspartei) geeinigt. die Schrift Esterhazy's durchgepanft hätte, hätte er dann nicht so sich bei dem Streit in den Vereinigten Berlin- ErdmannsGegen den Mischmasch- Kandidaten Herrn Stadtrath Flinsch fort den Berdacht auf Esterhazy gelenkt. Labori bespricht nun dorfer Bürstenfabriken( nicht Büstenfabriken, wie auf grund in Frankfurt a. M., der wie bereits mitgetheilt, von den die Berichte der Sachverständigen und führt als Beispiel einer unrichtigen Zeitungsnachricht mitgetheilt worden war) um Nationalliberalen, Freifinnigen und Demokraten gemeinsam auf einen Sachverständigen an, der vor diesem selben Schwurgerichtshofe folgende Forderungen handelt: Einführung der 10stündigen ArbeitsDie„ Franks. Volksst.", in der es u. a. heißt:„ Wie kommt die demo- die eines der Angeklagten, wogegen der Präsident Berard des Glajeur gestellt worden ist, wendet sich ein Demokrat in einer zuschrift an behauptet habe, die Schrift auf dem Rande eines Schriftstückes fei seit, 30 pet. Lohn- und Akkordzuschlag, Abrechnung über die jahre= lang abgezogenen Strafgelder, anständige Behandlung und Abänderung fratische Partei dazu, in heutiger Zeit, der Zeit der Majestäts- den Sachverständigen habe darauf aufmerksam machen müssen, daß der Fabrikordnung. Die Firmeninhaber Ed. Böhmu. Th. Haraske beleidigungs- Prozesse, der Flottenvorlage, der lex Aions, lex Heinze die Schrift von ihm selbst sei.( Bewegung und Bachen.) Was nun lehnten diese Forderungen ab, worauf sämmtliche Arbeiter, etwa und wie die schönen Dinge sich alle nennen, einen Sozialisten durch die Mittheilung eines oder mehrerer geheimen Schriftstücke 100 Mann an der Bahl, die Kündigung einreichten. Nach Ablauf einen Freisinnigen verdrängen zu wollen? Wenn meine Partei, anbetreffe, so sei dieselbe nicht zu leugnen; diese Thatsache der Kündigung legten sie die Arbeit nieder. Ein Verfuch des Bürgerdie demokratische, einen passenden Kandidaten nicht auftreiben stehe jetzt feft, und zwar fei fie festgestellt sowohl durch meisters Hartung aus Hirschberg, als Vorsigender des Gewerbefonnte, bann gab es nur einen vernünftigen Ausweg und zwar den, Artikel von Zeitungen, welche das Ohr des Generalstabes besigen, gerichts die Differenzen güllich beizulegen, ist gescheitert. schon im ersten Wahlgang für den Sozialisten zu stimmen!" wie auch durch den Bericht Navary's. Diese Thatsache lastete auf Im siebenten sächsischen Wahlkreis haben die dem Gewissen der Richter des ersten, wie derjenigen des zweiten der Arbeiter stegreich beendet. Der Formerftreik in Aachen ist dank der guten Organisation Antisemiten einen Herrn Gäbel als Kandidaten für die Reichstags: Kriegsgerichts. In der Deputirtenkammer habe sich 011wahl aufgestellt. Mitglieder des Bundes der Landwirthe fagten auf läßlich der Interpellation Jaurès' Ministerpräsident Meline einer in Meißen abgehaltenen Versammlung den Antisemiten die darauf beschränkt, Jaurès' zu erwidern, er wolle nicht Unterstützung des Bundes zu. Der nationalliberale Reichstags- dadurch, daß Unternehmer- Verbände. Abgeordnete Dr. Clemm hat endgiltig auf eine Kandidatur für die des legteren dienen. Sei bas nicht die Antwort einer An der 34. Hauptversammlung des deutschen Vereins Die Nationalliberalen haben im Reichstags- Wahlkreise Sin 3- grunde des Saales.) Labori erinnert die Geschworenen an das Bement, die vom 21. Februar ab in Charlottenburg im ArchitektenRegierung, die etwas zu verheimlichen habe?( Lärm im Hinter- für Fabritation von Biegeln, Thonwaaren, Ralt und beim Eppingen Bretten den pensionirten Major Kühn- Stillschweigen, das hier in der Gerichtssigung Mercier in betreff hause Berlin" tagt, nahmen auch Regierungsvertreter theil. horn Heidelberg als Kandidaten aufgestellt. Ob der jetzige Ver- der Mittheilung des geheimen Schriftstückes beobachtet habe. Aus den Verhandlungen ist zu entnehmen, daß das Ministerium treter des Kreises, der konservative Abgeordnete Graf Douglas, den Als loyaler Soldat habe Mercier sein Gewissen nicht mit einer für Handel und Gewerbe auf eine vom Verein ergangene Petition die Nationalliberalen bisher unterstützten, wieder kandidiren wird, Lüge beschweren wollen; sein Schweigen sei ein Zugeständniß, bin, sich bereit erklärt hat, für die Ziegelschule in Lauban für die der Beweis sei erbracht. Nichtsdestoweniger habe Mercier nächsten 2 Jahre je 2500 m. staatlichen Zuschuß zu bewilligen. den Richtern ein Urtheil entrissen, das er für gerecht halten mochte, Nach weiteren belanglofen geschäftlichen Mittheilungen hielt Inund zwar unter Mißachtung aller Gesetzlichkeit. Ihre Söhne, genieur Arldt einen Vortrag über: Benutzung vorhandener Naturs Der Parteigenoffe Samuel Kokosky in Berlin feierte meine Herren Geschworenen, sind es, die einem Erscheinen vor träfte zur Erzeugung elektrischer Kraft und Bertheilung derselben gestern seinen 60. Geburtstag. Wenn er sein Leben überblickt, so militärischen Richtern ausgesetzt sind, welch letztere selbst bei ihrem auf die Betriebsstätten eines Werfes". Er fam zu dem Schluß, daß darf er sich sagen, daß er zu denen gehört, die im Kampfe um die Justizwerke irre geleitet werden können.( Bewegung, Widerspruch der gesammte Betrieb eines Wertes, insbesondere auch der Ziegel-, Freiheit und Wohlfahrt des arbeitenden Volkes immer in der im Hintergrunde des Saales.) Nun wohl, ich glaube, daß das Thon- und Zementtechnik, durch elektrische Kraft wirthschaftlich sobald die erforderliche Elektrizität in vordersten Reihe gestanden haben, und daß seine geistvolle, witzige and, wenn es den Ernst der Dinge begreifen wird, sich da gerechtfertigt erscheine, Feder, die er zwanzig Jahre lang als Redakteur des ältesten Blattes gegen nur auflehnen und im Namen der ewigen Moral geeigneter Weise zur Verfügung steht, d. h. entweder in eigener Anlage leicht erzeugt werden fanu oder von einer großen Zentrale unferer Partei, des Braunschweiger Volksfreundes", führte, hervor- protestiren tönnen wird. Das hat Zola gethan. ragend mit dazu beigetragen hat, daß der sozialistische Gedanke Labori kommt nun auf die Familie Dreyfus zu sprechen und billig geliefert wird. Ziegeleibesiger Evers referirte alsdann über die Wirksamkeit unter der deutschen Arbeiterschaft so felfenfest Wurzel schlug. Möge verliest dann einen Brief vom September 1897, in welchem Der alte Kampfgenosse, der sich trotz eines schweren förperlichen Dreyfus stärker als je, und in den rührendsten Ausdrücken feine und die Erfolge des im vorigen Jahre gegründeten Verbandes Leidens immer noch den guten Humor zu erhalten weiß, durch den Unschuld betheuert und ausruft, handelte es sich nur um mich, deutscher Thon Industrieller. Er resumirte sich dahin, er den Parteigenossen so manche frohe Stunde bereitet hat, noch um meine eigene Person, längst hätte ich im Grabe Vergessen daß feit Gründung des Verbandes der Preis der Mauersteine von viele Jahre unter uns weilen und noch den Tag erleben, wo das alles dessen gesucht, was ich gefehen; aber ich will für Dich leben 17. M. auf 25 M. gestiegen sei, auch könne die auf 60 pct. be Banner der Sozialdemokratie gefiegt hat, unter dem er treu und für unsere Kinder, deren Name, wie ich hoffe, eines Tages endlich schränkte Produktion für dieses Jahr wieder auf 70 pCt. erhöht rehabilitirt werden wird." Labori fährt fort: Man hat gesagt, werden. Es sei nicht beabsichtigt, durch ungewöhnliche Preistapfer gefochten hat wie Einer! Ju Solingen scheint leider immer noch nicht jeder Sozialdemo- Dreyfus habe unſere, mit dem Nachrichtendienste im Auslande be fleigerungen unfittliche Gewinne zu erzielen, man wolle nur nicht frat begriffen zu haben, daß es die höchste Zeit war, den jahre wohl, ein Bruder dieses Offiziers, Paul Degony, hat mir gestern hier trauten Offiziere verrathen, so besonders den Hauptmann Degony. Nun mehr mit Schaden arbeiten. Die zweite Hauptversammlung des Verbandes langen Zwist beizulegen. Die„ Bergische Arbeiterstimme" berichtet, gesagt: Obgleich mein Bruder, der Hauptmann Degony, nicht auf deutscher Thon- Industrieller, die im Anschluß an die es feien Flugblätter verbreitet worden, worin zu einer Versammlung Ihrer Seite ist, weil er nicht glauben kann, daß seine Vorgesetzten 34. Hauptversammlung des deutschen Vereins für Fabrikation von eingeladen werde, die über den Bunkt verhandeln soll: Wie sind die Dreyfus hätten ohne Beweise verurtheilen fönnen, bat er Biegeln 2c. tagte, verhandelte eine Reihe wirthschaftlicher Fragen, Beschlüsse des Hamburger Parteitages in betreff der Solinger An- mich ermächtigt, Ihnen in seinem Namen und ich schließe die auch für weitere Streise von Interesse sind. Herr Evers. gelegenheiten ausgeführt worden und wie verhalten wir uns zu mich dem sür meine Person an zu erklären, daß wir aus Berlin referirte über die Frage: Wie lassen sich die denselben? Die Bergische Arbeiterstimme" bemerkt hierzu: E3 Gründen, die Ihnen auseinanderzusehen zu lang wären, nicht an Schäden unseres Submissionswesens beseitigen?" gewinnt somit den Anschein, als ob die alten Feindseligkeiten diesem Berrath gegen den Kapitan Degony, der Er befürwortete, mit den Behörden in Verbindung zu treten und wieder aufs neue entfacht werden sollen. Die Parteigenossen nicht hat stattfinden tönnen, glauben.( Anhaltender Bewegung.) gemeinschaftlich Normal Submissionsbedingungen aufzustellen, die aus den beiden früheren Richtungen werden hoffentlich angesichts der Sier tritt eine Pause ein. die Mängel des jeßigen beseitigen Die Versammlung stimmte dem zu. bevorstehenden Reichstagswahl sich nicht zu unbesonnenheiten hin- Hier tritt eine Pause ein. Nach Wiederaufnahme der Sigung fährt 2abori fort: Hierauf referirte Rusch über die Frage: Welche Wege hat der reißen lassen." Von der Agitation. Im XII. hannoverschen Wahlkreise Esterhazy wurde in flagranti auf der unwahrheit ertappt, als er vor Borstand zur Aufhebung der minifteriellen Verfügung betreffend das dem Kriegsgericht, von einem veritablen Nachschlüssel- Diebstahl sprach. Beschäftigungsverbot russischer und galzischer Ziegelarbeiter ein wurden am Sonntag und Montag in Münden, Göttingen Warum hielt sich denn Esterhazy damals für gefährdet, als noch geschlagen?" Redner wendet sich gegen diese Verfügung und beantragt, und Bovenden bei Göttingen sehr start besuchte Versammlungen niemand seinen Namen ausgesprochen hatte? Ich hätte ihn dieser den Vorstand zu ermächtigen, in Verbindung mit dem Vorstande der abgehalten, wo Neichstags- Abgeordneter Bogtherr über die nächsten Reichstagswahlen referirte. Die Stimmung im Babifreis balb gern vor diese Schranke gebracht, aber Sie erinnern sich, meine Biegelei Genossenschaft sofort beim zuständigen Minister nochmals ist vortrefflich und die Genossen hoffen ihren Kandidaten, den Herren Geschworenen, seines vorsichtig flugen Stillschweigens. Labori persönlich dahin vorstellig zu werden, daß wenigstens für dieses ist vortrefflich und die Genossen hoffen ihren Kandidaten, den fäbrt fort: Es hate niemals ernste Geständnisse Dreyfus oder Jahr das Einwanderungsverbot für russische und galizische Ziegeleis Redakteur Heymann in Braunschweig, mit dem Welsen in die vielmehr juristische Geständnisse gegeben. Wenn die Aften Beweis arbeiter nicht zur Ausführung komme." Dieser Antrag wurde anStichwahl zu bringen. stücke von erdrückendem Gewicht enthalten hätten, so würde Gonse zu genommen. Im ganzen 6. Hannoverschen Wahlkreise werden Hona Picquart gesagt haben: Sie sind ein Narr, laffen Sie doch die Sache Fabrikant Weigert Berlin sprach im weiteren über die wurde, wie uns von dort geschrieben wird, am Sonntag von unseren Parteigenoffen eine Broschüre verbreitet, die den Titel trägt:„ Auf- ruhig gehen; Sie wiffen ja, daß der Beweis der Schuld des Dreyfus Organisation der Arbeitgeber und die Versicherung gegen Streifa vorhanden ist.( Bewegung.) Wie soll man sich nun die plögliche verlufte. ruf an die Stadt- und Landbevölkerung des 6. hannoverschen Wahl- Veränderung erklären? Es ist die Jnterpellation Garbelin, die die treises zur Bleichstagswahl 1898". Aenderung der Ansicht hervorrief. Man fürchtete, daß die Juters Polizeiliches, Gerichtliches 2c. pellation Beunruhigung in das Land werfen könnte; man sagte sich, Redakteur Joos vom Boltsblatt für Gotha" man muß den Freunden des Verräthers den Mund schließen. wurde wegen Beleidigung des Erfien Staatsanwalts daselbst zu Nach weiteren sehr eingehenden Erörterungen den Prozeß 80 M. Geldstrafe verurtheilt. Es handelte sich um einen Artikel, Dreyfus betreffend, schließt Labori: Mit ehrlichen Herzen schlägt man worin von der Gothaer Staatsanwaltschaft gleiches Recht für alle siegreich Schlachten. Bedenken Sie wohl, daß Zola eine Ehre für Frankgefordert wurde. reich ist. Ihr Wahrspruch wird dreierlei bedeuten: Es lebe die Armee, es lebe die Republik, es lebe Frankreich! Das heißt, es lebe das Recht, es lebe das ewige Jdeal!"( Lang anhaltender Beifall, Bischen und Rufe: Es lebe die Armee! Nieder mit den Juden!) nächsten Reichstagswahlen verzichtet. = ist unbekannt. Partei- Nachrichten. " Prozek Bola. " er die Affäre Dreyfus diskutire, den Plänen Clemenceau schließt sich im wesentlichen den Ausführungen Labori's an. Die Geschworenen beantworteten alle gestellten Schuldfragen Paris, 23. Februar. Die Sigung wird um 121/4 Uhr eröffnet. Das sehr zahlreiche Publikum ist erregt, das durch die Unterhaltungen hervorgerufene Geräusch betäubend. Ruhe tritt erst ein, als 2abori das Wort ergreift, um in seinem Plaidoyer fortzufahren. Labori führt aus: mit" Ja". Ich habe Ihnen die Lüge zeigen und Sie lehren wollen, den Werth der vernommenen Zengenaussagen zu würdigen. Den Schrist ftücken, von denen General Pellienx zu Ihnen gesprochen hat, ist tausend Francs Geldstrafe verurtheilt. Das Urtheil gegen nicht mehr Bedeutung beizulegen, als allem übrigen. Labori Clemenceau, den Herausgeber der ,, Aurore", lantete auf vier der Erklärung Pellieur, der behauptete, Monate Gefängniß und dreitausend France Geldstrafe. Spricht von Zola wurde zu einem Jahre Gefängniß und zu drei" Schließlich referirte Dr. Fie beltorn über die Frage: Wie ftellen fich die Biegeleibesiger zu der ministertellen Verfügung betr. die Beschäftigung weiblicher und jugendlicher Arbeiter in den Ziegeleien und welches Resultat hatte der vom Verbande in dieser Angelegenheit versandte Fragebogen?" Der Verband hatte 3500 Fragebogen an Ziegeleibefizer versandt, um Material darüber zu sammeln, ob eine noch weitergehende Er mäßigung der jetzt geltenden bundesräthlichen Vorschriften über die Beschäftigung von Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeitern in Biegeleien anzustreben sei. Der größte Theil dieser Fragebogen ist ausgefüllt zurückgeliefert und spricht sich, wie der Vortragende auss führte, dahin aus, es bei den jetzigen Bestimmungen über die Arbeitszeit jener Personen zu belassen. Depeschen und lehte Nachrichten. durchzogen gestern Abend etwa 1000 Arbeiter unter Absingen bes Arbeiterliedes demonstrirend die Straßen. Dazwischen wurden Hochs rufe auf 3ola und die Sozialdemokratie ausgebracht. Triest, 23. Februar.( B. H.) Nach dem Faschings. Korso Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Nr. 46. 15. Jahrgang. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 24. februar 1898. Abgeordnetenhaus. 29. Sigung vom 23. Februar 1898, 11 Uhr. Am Ministertische mehrere Kommissarien. Eine Reihe von Petitionen, 46 an der Zahl, werden debattelos als zur Erörterung im Plenum ungeeignet erachtet. " Die Hälfte Gemeindeschulen zur Berathung. Der Minister fordert für die aus geht es nach den verschiedenen Stationen. Lehrer ein höheres Anfangsgehalt und für die Lehrerinnen eine Er wird im ersten Quergebäude untergebracht; der Rest zieht ins höhung der Miethsentschädigung. Außerdem sind auf eine Anzahl zweite Quergebäude ein, zwei, drei, auch vier Treppen hoch. fleinerer Bestimmungen Einwendungen erhoben worden. Die Haben die Gefangenen die Frage, ob fie arbeiten wollen, bejaht, Deputation hat infolge dessen beschlossen, den städtischen Behörden so führt man die Gesellschaft in ein fleines, zweifenstriges Zimmer, zu empfehlen, das Grundgehalt der angestellten Lehrer auf in welchem schon vier Personen anwesend sind. Man muß an Es folgt die Berathung des Antrages Herold( 3): Die Lehrer auf 650 M., für unverheirathete bezüglich für diejenigen, fast zum lachen 1200 M. und die Miethsentschädigung für verheirathete einem Tische Kaffeebohnen verlesen. Für den Tag giebt es- es tlingt Staatsregierung zu ersuchen, baldigft einen Gefeßentwurf vorzulegen, welche feinen eigenen Hausstand bilden, auf 4331/8 m. festzustellen. an dieser Vergünstigung nur derjenige theil, der über 3 Tage ab baare drei Pfennige Arbeitsverdienst, doch nimmt wodurch das Ausführungsgesetz zum Reichs- Viehfenchen- Gesetz in der Richtung geändert wird, daß die Kosten thierärztlicher Unter Dagegen ist die Alterszulage abgeändert worden. Der Wohnungs- ubrummen hat. Um 5 Uhr giebt es Abendessen. Ein Napf mit sehr fuchungen, die auf Anordnung der Verwaltungsbehörden erfolgen, zuschuß der Lehrerinnen soll 400 M. betragen; es ist aber auch hier dünner„ Suppe", auf welcher ein paar Fettangen schwimmen. Auch auf die Staatskasse übernommen werden. ein Ausgleich bei der Alterszulage getroffen worden. Es wird sich etwas Grünes sieht man und eine zerdrückte Kartoffel, von welcher Der Antragsteller Herold begründet seinen Antrag. das Diensteinkommen des Lehrerpersonals demgemäß neben der an die Suppe ihren offiziellen Namen hat. Dazu giebt es eine Scheibe Regierungsfommissar Geh. Rath Küfter erklärt, daß die Re: geführten Miethsentschädigung wie folgt gestalten: A. Für einst- sogenanntes Vollbrot. Um 6 Uhr wird schlafen gegangen. Einige terung sich über den Antrag noch nicht schlüssig gemacht habe. weilig angestellte Lebrer und bis zu vier Dienstjahren erzählen sich noch ihr Schicksal und bauen gar auf die Zukunft; Giner anderweiten Regelung sei die Regierung nicht abgeneigt, Grundgehalt 960 M., Miethsentschädigung 4881/8 M.( statt jetzt mancher aber meint: Wie lange dauert es, so bin ich doch wieder hier. fie bezweifelt aber, ob die Uebernahme der gesammten Kosten auf den 400 m.). B. Für fest angestellte Lehrer: Grundgehalt von Wenn man nur beffer in Kluft wäre, aber so?" Endlich schlafen Staat das richtige trifft. 4-7 Dienstjahren 1200 m., Alterszulagen: von 7-9 Jahren auch die letzten. Abg. v. Mendel- Steinfells( t) stimmt ebenfalls der Tendenz 300 m., von 9-11 Jahren 500 M., von 11-14 Jahren 800 m., Morgens Uhr sechs ruft die Glocke zum Aufstehen. Der Stubendes Antrages zu, bezweifelt aber, daß die vorgeschlagene Aenderung von 14-17 Jahren 1000 m., von 17-20 Jahren 1200 M., älteste reinigt das Bimmer. Kurz vor sieben Uhr giebt es Brot und Kaffee. sich in dieser Allgemeinheit empfehle. 20-23 Jahren 1400 M., von 23-26 Jahren 1600 M., Es ist Sonntag. Gegen 8 Uhr wird man nach dem Hofe zum Abg. Dasbach( 3): Die Angelegenheit schwebt bereits seit dem von 26-29 Jahren 1800 M., von 29-31 Jahren 2000 M, Spazierengehen, dem sog. Bärentanz_beordert. Je fünf Personen Herbst 1896 und es handelt sich dabei hauptsächlich um die Interessen Lehrerinnen neben der Miethsentschädigung von 400 M. Gin Theil geht dann zur Kirche. und mehr Jahren 2200 M. C. Für die müssen abwechselnd abtreten, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Kleinerer Landwirthe. Wenn man für die wegen Seuchenverdachts getödteten Thiere eine staatliche Entschädigung zahlt, sollte man doch bis zu 3 Dienstjahren ein Grundgehalt wie bisher 1000 m Bellen sind, kommt die Sonntogslektüre. Neben zwei Erbauungsbüchern die Schutzmaßregeln, die zu gunsten anderer Leute getroffen werden, Alterszulagen von 3-6 Jahren 100 m., 6-9 Jahren 200 m., liegen drei Exemplare des vom Sozialistenverläumder Pastor Hülle hererst recht aus dem Staatssäckel bezahlen. 9-12 Jahren 300 M., 12-15 Jahren: 500 M., 15-18 Jahren ausgegebenen, Arbeiterfreundes" aus. In jeder Nummer wird natürlich Ferner foll bestimmt angegeben werden, daß sich bei Eintritt der auch andere, namentlich für Häftlinge wiffenswerthe Dinge in der gleich 700., 18-21 Jabren 900 m., 21 und mehr Jahren 1100 M. der Sozialdemokratie ordentlich eins ausgewischt. Aber es stehen Bensionirung die Bestimmung über die Anrechnung der Dienstzeit Beitschrift. So die Meldung: In Stettin ist eine Gesellschaft von von 8 Jahren sich nur auf diejenigen Lehrer beziehe, welche in 14 chinesischen Arbeitern eingetroffen, welche in der Proving Pommern biefigen Privatschulen, in welchen nach dem Plane der Bolts- auf dem Lande mit Erdarbeiten beschäftigt werden soll." Für einen schule unterrichtet wird, beschäftigt werden. Dem entsprechend wegen Bettelus verurtheilten Häftling ist es ja gerade nicht schwer, ist das Grundgehalt der Rektoren um 200 m. auf 2400 m. erhöht aus dieser frohen Botschaft die Schlußfolgerung zu ziehen.„ Da werden wieder 14 Mann mehr ins Arbeitshaus kommen", heißt es einftimmig. überlassen könne. Abg. Gothein( fr. Vg.) erklärt, daß seine Freunde den Antrag anzunehmen bereit feien, und wendet sich gegen Dasbach's Ausführung, daß man den Großstädten die Aufbringung der Kosten auch ferner Abg. Kuebel( natl.) erklärt sich namens seiner Freunde mit dem Grundgedanken des Antrages einverstanden. Abg. Reinecke- Sagan( frt.) findet den Antrag durchaus sympathisch, wünscht aber die Kosten den Großstädten möglichst aufzuerlegen, die doch die Hauptkonsumenten sind. Damit schließt die Besprechung. Nach einem Schlußwort des Antragstellers geht der Antrag zur Vorberathung an die AgrarRommission. von " voll 31 3 worden. Tokales. 1 Nachdem alle wieder in den Nach Abbüßung der Haft wird der Gefangene wieder vom Auffeber nach der Expedition geführt. Man erhält dort eine Bescheinigung, daß die Strafe verbüßt sei und muß dann ins Wartezimmer. In der Expedition steht an einer Tafel zu lesen, daß 380 Mann in Hause anwesend sind. Jm Wartezimmer halten sich diesmal 22 Perfonen auf. Nach zwei Stunden umweht einen die frische Luft. An die Frauen und Mädchen Berlins! Gine furze Spanne Es folgt die erste Lesung der Vorlage betreffend das länd: Beit trennt uns voraussichtlich nur noch von den Reichstagswahlen. Tiche Anerbenrecht in der Provinz Westfalen. Wie unsere männlichen Genossen, so müssen auch wir bei Zeiten Abg. Nölle( natl.) ist kein Gegner der Vererbung von Bauern- darauf vorbereitet sein. Wir müssen uns über die Fragen der gütern; sogar bei der Vererbung von industriellen Anlagen inneren und der äußeren Politit flar werden, wir müssen Stellung auf wie lange? läßt sich der Grundsatz des Auerbenrechts vertheidigen. Aber für ihnen nehmen, um dann mit der ganzen Kraft selbständiger Die Lex- Arons und die akademische Freiheit lautet das die Vorlage, mit deren Grundgedanken er einverstanden sei, fehle eberzeugung in die Wahlagitation einzugreifen. Durch den Erlaß Thema einer am Freitag Abend 81/2 Uhr bei Keller, Koppenſtr. 29, der Nachweis eines Bedürfnisses. Die ländliche Bevölkerung liebe des Grafen Posadowsky haben wir deutlicher, als wir es bisher stattfindende Versammlung, in der Professor Dr. L. Quid de aus München referiren wird. Da freie Aussprache gewährleistet ist, so falls sei es den Westfalen nicht erwünscht, daß zu derselben Zeit, wo gerüttelt werden soll. Der spärliche Rest davon, den die Verfassung den steht zu hoffen, daß nicht allein die Akademiker, sondern überhaupt für das ganze Reichsgebiet ein einheitliches Recht in Kraft tritt, für Frauen gewährt, wird dadurch ganz und gar in Frage gestellt. Während weitere Bevölkerungsfreise an der Bersammlung Antheil nehmen Westfalen ein Sonderrecht gegeben wird. Diedner erörtert dann die immer größere Schaaren von Frauen im Frohndienst des Kapitals werden. Nachtheile der Bindung des Erbrechts, die namentlich hindern stehen, mit Gut und Blut dem Staate Steuern zahlen, will man, werden, daß die industriellen Arbeiter sich seßhaft machen statt ihre Rechte zu erweitern, fie schmälern. Dagegen, Ihr Frauen, können, was doch, wie wir in Schlesien sehen, von großem müßt Ihr laut und immer lauter protestiren, Ihr müßt die BagSozialpolitischen Werthe ist. haften und die Blinden unter Euren Geschlechtsgenoffinnen er muthigen und sehend machen! Regierungskommissar Geh. Rath Holtermann verweist auf den vom Hause angenommenen Antrag v. Schorlemer, der diese Borlage forderte, und auf die einstimmige Annahme der Vorlage durch den Provinzial- Landtag. Von einer Bindung des freien Willens kann feine Rede sein; der westfälische Bauer wird gerade nach Annahme der Vorlage in freiester Weise über seinen Besitz zu verfügen be= rechtigt sein. Bu gleicher Beit aber, da man dem arbeitenden Volte mit einer nenen Entrechtung droht, verlangt man auf der anderen Seite, daß feine Vertreter im Reichstage auf eine lange Reihe von Jahren hinaus Millionen und Abermillionen für die Kriegsflotte bewilligen. Und diese Millionen von wo werden fie genommen werden, als von der Lebenskraft des Proletariats, von Eurer Kraft, Ihr Frauen, und der Eurer Kinder! # Die nenen Schlachthofanlagen zwischen der Landsberger Allee und der Thaerstraße sind vor kurzem dem Betriebe übergeben. wei von den riesigen Schweine- Schlachthäusern sind den fogen. Stückschlächtern überlassen, die in den von ihnen gepachteten Schlachtkammern die von den Ladenschlächtern auf dem Viehhof ge kauften Schweine schlachten, während die Großschlächtermeister einstweilen noch auf dem alten Schlachthofe verblieben sind und erst zum Die neuen SchlachtApril nach den neuen Anlagen übersiedeln. häufer übertreffen die alten besonders in bezug auf Umfang, Licht, Heizung und Ventilation ganz bedeutend. Abg. Frhr. v. Heereman( 3) hält es nach den Ausführungen Von dem Wagenpark der Großen Berliner Pferdebahit des Regierungskommissars nicht für nöthig, seinen zustimmenden werden in der nächsten Woche eine Reihe öffentlicher Bolt 3: balten bleiben und als Angängewagen umgearbeitet werden. Um alle diese wichtigen Fragen eingehend besprechen zu können, Gesellschaft werden nur 600 Wagen für den Straßenbetrieb er Standpunkt noch näher zu begründen. Die Abg. Gamp( frt.) will die Angemeffenheit der Vorlage nicht versammlungen in verschiedenen Stadttheilen Berlins ab übrigen Wagen, über 500 an der Bahl, werden verkauft. Als Anbestreiten für Westfalen; allein es scheine sich hier um einen ersten gehalten werden, in denen unsere Genoffin Frau ziet aus Ham. hängewagen werden ausschließlich die Sommerwagen der Großen Borstoß zu einer neuen agrarischen Gesetzgebung zu handeln, die burg die Referate übernommen hat. Sie wird am 28. d. M. bei Berliner Pferdebahn- Gesellschaft, sowie die Metropolwagen Verfeineswegs für alle Landestheile passe. Nach dem Entgegenkommen ernau, Schwedterstr. 23/24, am 1. März bei Bickel, Hafenwendung finden, während die Deckfigwagen, sowie die Einspännerdes Borrebners bezüglich der industriellen Bezirke ist jedenfalls haide Nr. 53, den 2. März in Moabit in Ahrens' Brauerei. waggons gänzlich aus dem Betrieb gezogen werden sollen. Für den eine große Schwierigteit beseitigt. Eine Reihe von Ginzelbestimmungen sprechen.( Alles Nähere siehe Annonce.) elektrischen Betrieb des vollen Straßenbahunezes find insgesammt der Vorlage bedürfen der Verbesserung. Bedenklich Bedenklich erscheint Wir fordern Euch auf, durch Euren zahlreichen Besuch den ca. 300 Attumulatorenwagen erforderlich, die innerhalb 5 Jahren namentlich der landesrechtliche Eingriff in das reichsgesetzlich ge- Beweis dafür abzulegen, daß Ihr gewillt feit, an dem Wahlkampf, fertig zu stellen find. Gegenwärtig befigt die Gesellschaft für die regelte Erbrecht. Man wird überlegen müffen, ob eine solche Be- der uns bevorsteht, energisch theilzunehmen und für diejenigen Ver- bereits bestehenden sowie für die demnächst zu eröffnenden Strecken ftimmung überhaupt möglich ist. Viel besser als durch die Vorlage treter des Bolts einzutreten, die für seine Rechte und gegen feine 150 derartiger Wagen. würde der Grundbesitz durch die Festsetzung einer Verschuldungs- Ausbeutung kämpfen. Die Vertrauensperson. Die königliche Bibliothek macht bekannt: In der Woche vom. grenze gegen Berstückelung geschützt. Es wäre erwünscht, über die Achtung! Mitglieder der Freien Volksbühne! Die 28. Februar bis 5. März findet nach§ 48 der Benugungs- Ordnung Absichten der Regierung zur Entschuldung des Grundbesißes näheres fünfte Abtheilung ist gefchloffen, Mitglieder zu die Zurücklieferung fämmtlicher aus der königlichen Bibliothek ents zu erfahren. dieser Abtheilung können, da diese gefüllt ist, nicht mehr aufliehenen Bücher statt. Alle, welche solche Bücher in Händen haben, Justisminister Schönstedt widerlegt die Auffassung, als ob die genommen werden. Die Mitglieder der anderen Abtheilungen werden aufgefordert, fie in den Geschäftsstunden( 9-3 Uhr) zurückVorlage überflüssig würde durch die bereits vorhandene Landgüter- tönnen daher die erste Vorstellung dieser Abtheilung, welche am zuliefern. Die Zurücknahme der Bücher erfolgt nach alphabetischer Novelle, in die sich die Besitzer eintragen lassen können. Leider Sonntag Nachmittag 23/4 Uhr im Lessing Theater stattfindet Ordnung der Namen der Entleiher: von A- H am Montag und finde diese Einrichtung bei den Bauern wenig Auflang.( Hört! hört!)( Bartel Turafer"), nicht noch einmal besuchen, da eine Dienstag, von J- R am Mittwoch und Donnerstag, von S- 3 am Unbedentlich sei es, das reichsgesetzliche Erbrecht durch Landesgesetze Ueberfüllung des Theaters vermieden werden muß. Na ch Freitag und Sonnabend. nach Art des vorliegenden zu modifiziren. zügler aus anderen Abtheilungen erhalten, so Der Friedhof der Märzgefallenen im Friedrichshain wird Abg. Brandenburg( 3.) empfiehlt die Vorlage auf grund der weit Raum vorhanden ist, nur einen Stebplay. schon jetzt zahlreich vom Publikum besucht, welches sich hauptsächlich günstigen Erfahrungen in Hannover. Die zweite Vorstellung der fünften Abtheilung ist voraussichtlich darüber informiren will, ob irgend etwas für die Instandsetzung des Minister v. Miquel tritt der Forderung des Abg. Gamp ent- Sonntag, den 13. März, im Friedrich- Wilhelmstädtischen Theater. Friedhofes gethan worden ist. Wie der Augenschein lehrt, hat die gegen, daß der Staat die Ablösung der Renten übernehmen soll. Die Vorstellung der vierten Abtheilung findet damit betraute Verwaltung, der ausnahmsweise vorgeschrittenen Dazu sei der Staat um so weniger verpflichtet, als ja Herr Gamp gleichfalls Sonntag, den 27. Februar, nachmittags 23/4 Uhr, im Jahreszeit Rechnung tragend, es sich angelegen sein laffen, die gerade die Ausdehnung der ganzen Einrichtung über das gesammte Friedrich- Wilhelmstädtischen Theater statt. Aufgeführt wird: Die historische Stätte, so weit ihr die Mittel dazu gegeben waren, einigerStaatsgebiet bekämpft. Gerade die Provinz ist die geeignete Be- luftigen Weiber von Windsor". Die Eintrittsmarten zum maßen würdig zu gestalten. hörde für die Rentenablösung. Es muß besonders betont werden, Märzfest der Freien Voltsbühne werden nur an das durch die Vorlage das freie Eigenthum in feiner Weise ein Mitglieder in den 3ablftellen à 50 Pf. verabfolgt wie amerikanische Blätter berichten, dieser Tage in New- York an Eine Gruppe Berliner Auswanderer nach Klondyke ist, geschränkt wird. Solches Gesetz darf auch der Bevölkerung nicht bezw. in die Mitgliedstarten getlebt. Da die Nachaufgezwungen werden.( Sehr richtig!) Thatsächlich werden die frage groß ist, empfehlen wir den Mitgliedern, fich rechtzeitig damit spieler, ein Zimmermann, ein Graveur, zwei Tischler und ein ehe gekommen. Es sind 18 Personen, darunter ein gewesener Schaus Vorschriften der Vorlage im Bolte überall geübt und darum ist es au versehen.( Siehe heutiges Inserat.) Der Vorstand. J. A.: maliger Börsenagent. Bier der Theilnehmer an dem abenteuerlichen ſpieler, ein Zimmermann, ein Graveur, zwei Tischler und ein ehe nur billig, wenn wir diese Gewohnheit hier gesetzlich zum Ausdruck G. Wintler, Kirchhofstr. 46, 2 Tr., Berlin- Rigdorf. Buge, die nur zum theil mit den nöthigen Mitteln versehen sind, bringen. Opfer der göttlichen Weltordnung. Nachdem am Eingange alleinstehendes Mädchen unter den Goldfuchern, welches eines aus haben ihre Frauen mitgenommen. Außerdem befindet sich auch ein Minister Freiherr v. Hammerstein antwortet auf Gamp's Anfrage wegen Maßnahmen zur Entschuldung des Grundbesizes, daß des Filialgefängnisies in der Perlebergerstraße die Hausglocke ge- Eifersucht verübten Attentates wegen eine mehrjährige Freiheitsstrafe gealleinstehendes die Regierung Beschlüsse noch nicht gefaßt habe; diese werden sich zogen worden, öffnet ein Gefangenenaufseher die Pforte, und die auch besser formuliren lassen in der Zeit des wirthschaftlichen Auf- Häftlinge werden nach der Expedition gebracht. Der diensthabende verbüßt hat und sich nach ihrer Entlassung vergeblich Mühe gab, Die Geschichte hat Schwunges. Beamte notirt das Nationale jedes Eingelieferten und weist wieder in Berlin einen Erwerb zu finden. Abg. Wintermeyer( frf. Bp.) vermißt den Nachweis zwingen- dann die Gefangenen nach dem gegenüberliegenden Zimmer. einen etwas" amerikanischen" Beigeschmack. ber Gründe für die Vorlage. Dort befinden fich bereits zwölf Personen versammelt. Eine wenig lohnende Falschmünzerei" hat der KlempnerRegierungskommissar Geh. Rath Holtermann weist ziffernmäßig Die Unterhaltung dreht fich meift um die Fragen: geselle Merten, welcher zur Beit in Plößensee eine Strafe verbüßt, nach, daß die Verschuldung in Westfalen unter dem Einflusse des Wie lange" und weshalb"? Man giebt einander Auskunft und im Gefängniß betrieben. M., der dort in seinem Berufe bedortigen Vererbungsmodus fich günstiger gestaltet hat, als in den bald hat jeder seine Geschichte erzählt. Die Mehrheit muß natürlich schäftigt ist, wußte fich von einem Fünfzigpfennigftück einen Gipsöstlichen Provinzen und daß die Vermögenslage der Abfindlinge wegen Bettelns fizen; ein wesentliches Rontingent stellen Händler, abbruck anzufertigen und goß vermittels Löthzinns derartige eine günstige war. die sich im Guerillatriege mit der Polizei gegen die Straßenpolizei- Falsifikate. Eine solche Münze schenkte er einem Mitgefangenen, Dronung und die Gewerbe- Ordnung vergangen haben, ferner folgen welcher versuchte, dieselbe in Baargeld umzusetzen. Natürlich war in ziemlichem Abstande Berüber groben Unfugs und ähnliche dies Falsifikat derartig plump gearbeitet, daß es als solches fofort mehr oder minder harmlose Leute. Ein ärmlich gekleideter erkannt wurde. Der Klempner giebt an, nur drei solcher FünfzigSchneider erzählt, daß er so und so lange ohne Arbeit pfennigftücke angefertigt au haben, lediglich der Spielerei halber. sei, so daß er schließlich aus seiner Schlafstelle habe ausziehen müssen. Die Hebamme W. aus der Brandenburgftr. 52 treibt Abg. Willebrand( 3.) spricht für die Vorlage. Abg. Dr. Langerhaus( frs. Bp.) räth zur größten Borficht gegenüber der Vorlage, die darauf abziele, allmälig das Verfügungsrecht der bäuerlichen Besitzer einzuschränken, wie Herr Miquel das im Herrenhause flar ausgesprochen. Regierungstommiffar Geh. Rath Holtermann bestreitet entschieden, daß Miquet eine Aeußerung in diesem Sinne gethan. Es sprachen noch Plek( 3) gegen, Sielermann( t.) und Klasing( t.) für die Vorlage, die an eine besondere 2ler Kommission verwiesen wird. Morgen( Donnerstag) 11 Uhr: Berg, Hütten, Salinen- und Handels- Etat. Schluß 43/4 Uhr. " ls Obdachloser sei er dann abends ins städtische Asyl gegangen, weiter ihr wunderliches Wesen. Am Dienstag Morgen wollte der wo man ihm beint fünften Besuch in der üblichen Weise verwarnt Arbeiter Wilke aus der Brandenburgstr. 61 die Dame zur Entbindung und ermahnt habe, sich Arbeit zu suchen, denn bei der Wiederkehr feiner Frau holen. Vorher hatte die W. sich bereits bei der werde er der Polizei zugeführt werden müssen. Jetzt habe er sich Wöchnerin erfundigt, ob ihr Mann auch Sozialdemokrat sei, und ob beim Betteln abfassen lassen und dafür zwei Tage Haft erhalten. Die die Eheleute an Gott glaubten. Obgleich Frau Wilte auf diese unVerwarnung sei nun aber hinfällig geworden und er dürfe wieder gehörigen Fragen eine für die Fragestellerin wenig befriedigende das Asyl auf fünf Nächte in Anspruch nehmen. Verschiedene Zu- Antwort gegeben hatte, war die Hebamme doch so gnädig, ihre rufe befunden, daß andere Häftlinge dieselbe Geschichte durchgemacht Hilfe zuzusagen. Im letzten Augenblick jedoch befann sie sich haben. Einer berichtet, daß er einen ganzen Tag nichts zu effen eines anderen. Nachdem der Ehemann es war morgens 51/4 Uhr gehabt und nun erfolgreich versucht habe, von einem Delikateß- dreimal vergeblich geklingelt hatte, kam Frau W. ohne ihre händler etwas Abfall zu erhalten. Als er mit der Düte aus dem Tasche aus dem Hause heraus und ging mit den Worten Laden getreten sei, habe ihn gleich ein Schußmann vor der Ihnen keine Hilfe leisten, weil Sie nicht an Gott glauben Ministerielle Korrektur der kommunalen Lehrerfreundlich- Thür in Empfang genommen. Die Folgen waren in diesem Arbeiter vorüber. Dieser mußte nunmehr auf gut Glück eine andere feit. In der gestrigen unter Vorsitz des Bürgermeisters Kirschner Falle: Wache, Alexanderplatz.„ Perleberg" und, was das Schlimmste, Hebamme suchen. Als er mit derselben in seine Wohnung antam, stattgehabten Sigung der städtischen Schuldeputation gelangte die fechs Monat Arbeitshaus. Romme ich heraus, so ist der Sommer par das Kind bereits geboren. Es erscheint uns nothwendig, daß Verfügung des Provinzial- Schulfollegium3 in wieder vorbei." Nachdem in solcher Unterhaltung einige Stunden bie Behörde auf das gefährliche Gebahren der Hebamme Wimmer bezug auf die Gehaltsordnung des Lehrpersonals an den hiesigen vergangen find, heißt es: Auf dem Hausflur antreten!" Bon hier acht giebt, Kommunales. ich kann an dem Die Leiche eines hübschen Mädchens im Alter von etwa 19 Jahren ist am Montag hinter dem Monbijou- Play aus dem Wasser gelandet worden. Sie hatte schon längere Zeit in den Fluthen gelegen. Ein Paletotdieb. Ein unerwartetes Wiedersehen führte vorgestern Nachmittag in der Friedrichstraße zur Verhaftung eines Paletot marbers. Dem Arbeiter Geschte aus der Schönholzerstraße war am Sonntag Nachmittag während feines Aufenthalts in einem Lokal in der Nähe des Hackeschen Marktes der Ueberzieher gestohlen worden, in welchem sich auch sein Portemonnaie mit 20 M. Juhalt befand. Von dem Thäter fehlte jede Spur. Als der Be ftohlene vorgestern Nachmittag auf einem Geschäftsgange die Friedrich straße passirte, fab er vor sich einen Mann, welcher den vermißten Ueberzieher trug.. erkannte denselben sofort an einen Webefebler wieder und veranlaßte bei dem nächsten Schuhmannspoften die Verhaftung des Unbekannten, der zuerst sehr entrüftet that. Zur Ent rüstung lag aber keine Veranlassung vor, denn wie auf der Polizei: wache festgestellt wurde, war der Verhaftete ein wegen verschiedener Diebstähle, auch wegen Paletotraubes, vorbestrafter Kellner. Der selbe behauptete, den Ueberzieher von einem unbekannten Manne für 10 Mart getauft zu haben. Diese Behauptung wurde jedoch badurch hinfällig, daß bei dem Festgenommenen auch das gestohlene Portemonnaie vorgefunden wurde. Von dem Inhalte desselben fehlten " Gerichts- Beitung. Durch Neberfahren wurde gestern Mittag gegen 121'2 Uhr derr 55 Jahre alte, bei der Allgemeinen Berliner Omnibus- AktiengesellDen Magifirat auf Bahlung der gesetzlichen Benfion in Höhe von 300 Mart jährlich für einen Zeitraum von zwei Jahren verklagt. schaft angestellte Rutscher Stache aus der Usedomftr. 29 getödtet. Schüler Mikhandlung in Schöneberg", betitelte sich ein Den Antrag auf Beweisaufnahme, welchen der Vertreter des Er hatte auf dem Hofe des Omnibusdepots in der Gneisenauftr. 14 Artikel des Schöneberger Tageblattes" vom 28. Oktober vor. Js., Magistrats, Justizrath Laué, gestent hatte, lehnte das Gericht ab eben die Pferde eines schweren Arbeitswagens aufgeschirrt, als die welcher Anlaß zu einer Anklage wegen Beleidigung gegen den ver- und entschied nach viertelstündiger Berathung zu gunsten der Klägerin. Thiere plößlich fchen wurden und durchgingen. Stache ergriff den antwortlichen Redakteur Hugo Brüning gegeben hat. Dieser Ein weiterer derartiger Prozeß ist bereits in erster Instanz anhängig Bügel des rechts gehenden Handpferdes und suchte es zum Halten stand deshalb gestern vor der II. Strafkammer des Landgerichts II. gemacht worden. Er betrifft die Klage der Wittwe des Hilfearbeiters zu bringen. Der alte Mann, der durch den schweren, langen Beleidigt ist der Lehrer Lindner, der als Nebenfläger auftrat Rosinski. Termin zur Hauptverhandlung steht in wenigen Tagen besonders neben dem galoppi- und vom Rechtsanwalt Dr. Schwindt vertreten wurde. beim Landgericht I an. Weitere Klagen von Wittwen verstorbener renden Pferde bis an das auf die Gneisenaustraße führende Hofthor, Der Angeklagte behauptete, daß der Inhalt des Artikels Hilfsarbeiter stehen bevor. wo er an den Pfeiler geschleudert wurde. Er ließ die Zügel fos, auf guten Informationen beruhe. Danach habe der Lehrer Lindner überschlug sich an dem Bordstein und stürzte so unglücklich zu Boden, ein von ihm unterrichtetes Mädchen wegen eines kleinen Fehlers Dienstag vor dem Disziplinarsenat des Ober- Verwaltungsgerichts Gegen den Magiflrats: Hilf8arbeiter Malik stand am daß die Städer des Wagens ihm über Gesicht und Schädel hinweg- beim Schreiben aufs heftigste am Arm gezogen, zu Boden geworfen Termin an. Als Staatsanwalt fungirte Stadtrath Bohm, der gegen gingen, was feinen sofortigen Tod herbeiführte. und nicht nur heftig auf die Hände, sondern auch über das Gesicht den wegen verschiedener Dienstvergeben Angeklagten die DienstBum gänzlichen Untergang eines Spreekahnes führte Sowohl aus der Vernehmung des Lehrers Lindner, des Rektors fenntniß des Bezirksausschusses, welches den Malik zu einer Geldgeschlagen. Die Beweisaufnahme bestätigte diese Behauptung nicht entlaffung beantragte. Der Gerichtshof beließ es aber bei dem Ergestern, Mittwoch, Nachmittag um 6 Uhr ein Unfall an der Krons Roeper, bei welchem die Mutter des betreffenden Mädchens vorstellig strafe von fünfzig Mart verurtheilt batte. Malit, dessen Beamtenpringenbrücke. Ein Dampfer mit zwei beladenen Steinfähnen im geworden war, als auch aus den Bekundungen des Mädchens felbst qualität nunmehr nicht mehr bezweifelt werden kann, verbleibt dem Schlepptau tam vom Lehrter Bahnhof her stromaufwärts gefahren. ergab sich, daß der Lehrer das am Ende der Bank fizzende Mädchen, nach im städtischen Dienst, womit die Niederlage, die der Magistrat Nachdem der Dampfer und der erste Kahn die Kronprinzen welches er an dem dafür bestimmten Orte in der zulässigen Beise erlitten hat, eine vollständige geworden ist. brücke paffirt batten, lief der zweite Kahn mit dem Schnabel züchtigen wollte, aus der Bank herausgeführt und das Mädchen auf einen Pfeiler auf. Mit zerschmettertem Bug fant das Fahr dabei sich an der Nebenbant gestoßen hat und einen Augen febrer Gawielong zu Wiegschüß war das Hauptverfahren wegen Vom Prügelrecht des Schulmeisters. Gegen den Hauptzeng, in das das Wasser start eindrang, unter der Laft der blick in die Knie gesunken ist. Lehrer Lindner ist schweren Ladung so rasch, daß der Schiffer und seine Frau und die auch keineswegs abgesetzt worden. Der Angeklagte machte fahrlässiger Körperverlegung eingeleitet worden. Auch hatte man beiden Bootsleute nur das nackte Leben retten konnten; nur einiges geltend, daß die Verhältnisse der Schöneberger Gemeindeschulen gegen ihn den Vorwurf erhoben, sich gegen den Absatz II des§ 230 Bettzeug warfen sie noch auf den Dampfer, der sofort zurückführ und besonders die dafelbst vorgenommenen Büchtigungen, die in lässiger Körperverlegung eine höhere Strafe ein, wenn den Thäter des Strafgesetzbuches vergangen zu haben. Danach tritt bei fahrund sie aufnahm, hinüber. Der umgelegte Maſt und das Steuer- ärztlichen Attesten als Mißhandlungen bezeichnet worden seien, in lässiger Körperverlegung eine höhere Strafe ein, wenn den Thäler ruder fielen bei dem heftigen Anprall vom Rahn ins Wasser hinab. Schöneberg große Aufregung hervorgerufen haben. Er berufe sich verpflichtet, die er außer Auge ließ. Die der Auflage zugrunde sein Amt, Beruf oder Gewerbe besonders zu der Aufmerksamkeit fein Amt, Beruf oder Gewerbe besonders zu der Aufmerksamkeit Man hatte taum den gewaltigen Krach, den es beim Auflaufen gab, auf den Stadtverordneten- Borsteher Gustav Müller und dessen liegenden Thatsachen waren folgende. Ezwielong hatte den Schülern vernommen, als auch das Fahrzeug schon in die Tiefe fant. Es Stellvertreter Dr. Richter, die beabsichtigt hätten, diese Dinge zum seiner Klasse aufgegeben, liegt im Mitteljoch der Brücke auf dem Grunde. einen von ihm gehaltenen VorGegenstande der Erörterungen in der Schuldeputation zu machen, trag ins Diarium einzutragen und ihm dann das Heft zur er beantrage ferner den Gymnasialdirektor Dr. Gruber zu ver: Korrektur zu geben. Ein 13jähriger Schüler B. gab tatt des vertrag nehmen, welcher bekunden werde, daß der Unterricht in seiner Schule Diariums fein Schönschreibeheft ab, worüber ihn C. Vorwürfe Korrektur zu geben. Ein 18jähriger Schüler B. gab tatt des wiederholt durch die Züchtigungen, die in der Nachbarschule ver machte. Der Knabe bückte sich darauf, um das Diarium hervor abfolgt wurden, gestört worden sei. Endlich beantragte der Angeklagte die Vernehmung zweier Schülerinnen, von denen die eine zuholen. G. benutte die Gelegenheit und schlug ihn mit Die Klaffengenoffin des angeblich mißhandelten Mädchens ist, um die bem Stock auf den Rücken. Der zweite Schlag traf aber Wahrheit seiner Behauptungen zu bestätigen. Der Gerichtshof be- den Kopf des Jungen, da diefer ini felben Moment schloß, die Verhandlung zu vertagen und noch eine Schülerin als emporschreckte. Der Hieb war so träftig, daß der Ruabe Beugin zu laden. eine Wunde davontrug, davontrug, bie nach einem ärztlichen Gut achten erst nach zwei Wochen heilte.- Die Regierung in Schaden der Berliner Aerzte wurden gestern der Schuhmacher Paul gunsten des Lehrers. Sie machte geltend, er habe sich innerWegen Unterschlagung einer Summe von 7532 Mark zum Oppeln erhob, bevor es zur Verhandlung kam, den Konflikt zu Grimm und die Wittwe Louise Schmidt vor der 1. Straf- halb seiner Amtsbefugnisse gehalten und könne deswegen nicht be fammer des Landgerichts I zur Verantwortung gezogen. Der ver- ftraft werden. Das Landgericht in Ratibor und das Ober- Landesstorbene Ehemann der Angeklagten Schmidt betrieb seit etwa gericht 27 Jahren ein ärztliches Inkassogeschäft, welches gegen einen bestimmten hörden den Konflikt für begründet, das heißt, fie ftellten in Breslau erklärten als gutachtlich gehörte BeProzentsatz die zweifelhaften Forderungen der Berliner Aerzte an ihre fich auf patienten einzuziehen hatte. Grimm war seit etwa 10 Jahren in diesem staatsanwalt war dagegen anderer Meinung. den Etandpunkt der Regierung. Geschäft thätig und schließlich bei der andauernden Kränklichkeit der Hauptlehrer E. habe durchaus fahrlässig gehandelt, denn er des Schmidt die Seele des Geschäfts. Nach dem Tode des Besizers hätte mit der sehr großen Wahrscheinlichkeit rechnen müssen, daß der ging das Geschäft mit allen Attiven und Passiven auf den ver- Knabe sich beim Zuschlagen emporrichten würde und daß dann der darauf bezüglichen Vertrag mit der Wwe, Schmidt abschloß. Letztere so sei darin eine Ueberschreitung der Amtsbefugnisse zu finden. mögenslosen Grimm über, der in recht leichtsinniger Weise einen SchIng leicht den Kopf treffen könne. Wenn er ihn dennoch schlug, bieit fich für berechtigt, den beim Tode ihres Ghemannes vor. Das Ober Verwaltungsgericht unter dem Vorsitz des Präsidenten handenen Kassenbestand, der sich zum größten Theile aus den Perfius schloß sich dieser Ansicht an und erklärte den Konflikt für für Aerzte einkaffirten Geldern zusammensetzte, an sich zu nehmen unbegründet. Das Strafverfahren kann daher seinen regulären und ihn gewissermaßen als das von Grimm gezahlte Raufgeld zu Fortgang nehmen. betrachten. Grimm tam bei dieser ganz unsicheren Basis sehr bald in große geschäftliche Schwierigkeiten, denn er war von Anfang an darauf angewiesen, ein Loch aufzumachen, um ein anderes zuzuftopfen, Die beiden ältesten Söhne des Kaisers sollen, wie der d. h. die Gelder, welche er für den einen Arzt einkafsirt hatte, Für den vierten Wahlkreis fand am Dienstag eine öffent Abendpoft" zufolge ein kirchliches Blatt zu melden weiß, in Abendpost" zufolge ein firchliches Blatt zu melden weiß, in zur Befriedigung eines anderen zu verwenden. Die Buchführung liche Versammlung in der Urania, Wrangelstraße statt. ReichstagsPalästina tonfirmirt werden, und zwar gelegentlich der Fahrt des scheint schon in früheren Jahren eine wenig forrekte gewesen zu Abgeordneter Dr. Bütgenau hielt einen beifällig aufgenommenen fein. Diese Transaktionen mußten schließlich zu einem schlechten Bortrag über das Leben in Gefängnisfen. Er tnüpfte an bie Kaisers nach Jerufalem in der dort fertiggestellten evangelischen Ende führen. Bücherrevisor Kruse hat einen Fehlbetrag von während seiner vor kurzem beendeten Gefängnißstrafe gemachten Stirche. Recht glaubhaft klingt die Meldung nicht. 7532 M. aus den Büchern feststellen können. Frau Schmidt be persönlichen Erfahrungen an und kam zu dem Schluß, daß wir zu Feuerbericht. Ein größerer Bimmerbrand rief die hauptete, daß sie in gutem Glauben gehandelt habe, als sie die nächst für eine zeitgemäße Reform des Strafvollzuges einzutreten, Wehr Dienstag Abend 8 Ühr nach Stargardterstraße 73. 3000. an fich nahun, da von jeher ihres Mannes Gelder mit den im weiteren dahin zu wirken haben, daß die Strafe nicht den Möbel, Thüren und der Fußboden wurden zerstört. Durch über Honorargeldern in einer Kasse verwaltet worden seien. Der Staats- Charafter der Nache für begangene Delitte tragen solle, sondern auf gefochtes Fett entstand Mittwoch Mittag Dessauerstr. 23 ein anwalt hielt beide Angeklagte für schuldig und beantragte 500 M. eine psychische Heilung des Verbrechens das Hauptgewicht zu legen Küchenbrand, der aber erheblichen Schaden nicht anrichtete, da Hilfe Geldstrafe gegen Frau Schmidt, sowie 6 Monate Gefängniß gegen fei. Genosse Paul Jahn führte eine Reihe persönlicher Erlebnisse in schnell zur Stelle war. Kurz nach 2 Uhr nachmittags erfolgte Alarm Grimm. Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten Grimm Gefängnissen an und meinte, eine gesetzliche Regelung des Straf nach Buttbuser str. 19. Hier waren Wiöbel und der Fußboden wegen Unterschlagung und Untreue zu 8 Monaten Gefängniß vollzugs sei höchst nothwendig. Hierauf wurde die Angelegenheit in Brand gerathen, der auch sonst das Haus noch erheblich be- unter Anrechnung von 2 Monaten Untersuchungshaft, die Angeklagte des früheren Vertrauensmannes Buchdrucker Franz Schulze be schädigte. Schmidt zu 600 M. Geldstrafe event. 60 Tagen Gefängniß. handelt, die auf Beranlaffung einer früheren Versammlung von einer Gegen den Agenten Adolf Kretschmar wurde die kürzlich Konferenz von Genossen des Wahitreises untersucht worden ist. gegen ihn stattgehabte Verhandlung, welche der Wertagung verfiel, Diefe Untersuchung hat wie der Referent Paul Böhm ausergeben, daß Schulze in verschiedenen Fällen Parteigelder, vor der dritten Strafkammer des Landgerichts I zu Ende geführt. führte Der Angeklagte hatte sich zwei arbeitstofen Leuten gegenüber als Ober- die er als Bertrauensmann verwaltete, unbefugterweise an Genoffen Kontrolleur beim Olympia- Theater ausgegeben und ihnen dort eine verborgt, sich auch sonst habe manche Unregelmäßigkeiten Anstellung versprochen. Er rieth ihnen aber, sich aus Paris eine au schulden tommen loffen. Schulze suchte sich den Anklagen Theater. Im Schitter Theater beginnt im Monat März ein Anzahl Operngläser kommen zu lassen, um dieselben an die Theater- gegenüber zu rechtfertigen, die Hergabe von Darlehen seitens des Anzengruber- Byflus, umfassend die Werke:" Der Pfarrer von Kirchfeld" befucher verleihen zu können. Er erbot sich zur Besorgung der Vertrauensmannes sei üblich, die ihm vorgeworfenen UnterHeimg'funden"," Der Meineibbauer",„ Der G'wissenswurm", Die Kreuzelschreiber"," Doppelselbstmord". Die" Abonnementsbedingungen sind Gläser und erwarb dadurch das Vertrauen der beiden Leute, daß er schlagungen seien Rechenfehler und Mantos, wie sie bei der Verauf den Anschlagsäulen ersichtlich. Heute und morgen finden Wiederholungen den Vorschlag machte, sie sollten bei einem Dritten je 40 M. hinterlegen. waltung größerer Summen stets yorkämen. Mehrere im Kreise des Lee'schen Schauspiels Hanswurst in Berlin" statt. Die Rolle des Nach einiger Zeit erklärte er, daß die Gläser angekommen seien und bekannte Parteigenossen bezeichneten die Feststellungen der Konferenz Ministers Dantelmann wird in diesen beiden Aufführungen Herr Albert auf dem Haupt Steneramt Lagerten. Er hob daraufhin als zutreffend und erklärten sich gegen Schulze. Die Versammlung Batry für den erkrankten ersten Darsteller dieser Rolle, Herrn Bategg, über 40 M. ab, der zweite Theilnehmer blieb dadurch vor Schaden be- beschloß, dem Autrage der Konferenz gemäß, daß Franz Schulze Heute Donnerstag, abends 8 Uhr, geht im Lutsen Theater wahrt, weil er das Geld noch nicht flüssig gehabt hatte. Der An- ferner feinen Vertrauensposten in der Partei mehr bekleiden darf. Engelbert Karl's breinttige Poffe„ Die Stüge der Hausfrau" zum ersten geklagte verbrauchte das Geld für sich, die ganze Geschichte war Male in Szene. nur 2 Mart. Gch. Kommerzienrath Schwabach, der Seniorchef des Bank hauses S. Bleichröder, ist gestern Morgen plötzlich nach der RückFunft von einem Spaziergange infolge eines Schlaganfalles gestorben. Er ist 68 Jahre alt geworden. Die Ausstellung des Vereins der Vogelfreunde ,, Aegintha", welche heute in den Festsälen der„ Oranienballen", Oranienstr. 51, eröffnet wird, ist von 50 Ausstellern aus Berlin, Hamburg, Dresden, Leipzig, Magdeburg, Kleve, Kassel, Altenburg und anderen Orten des Reiches beschickt. nehmen. Aus den Nachbarorten. " Schwindel. Versammlungen. = Ter OberEr führte aus, Manrer. Unter starkem Andrang tagte eine Mitglieder- VerDer Gerichtshof hielt den vielfach vorbestraften Angeklagten Maurer, welche zu Sonntag, den 20. d. M., nach dem Cohn'schen fammlung der Filiale Berlin II des Zentralverbandes deutscher nunmehr für's Buchthaus reif, es wurde auf 1 Jahr 3 Monate Botale, Benthstr. 20, einberufen war. Die Tagesordnung bildeten Achtung, Paukow! Wir machen nochmals darauf aufmerksam, Buchiha u 3, Ehrverluft und 150 an. Geldstrafe erfaunt. die Vorgänge in den letzten öffentlichen Maurer- Versammlungen. daß am Donnerstag, den 3. März, von vormittags 9 Uhr bis nachModerne Zengenvernehmung. Das Landgericht Breslau Im Auftrage des Vorstandes brachte der Kollege Fritsch folgende mittags 6 Uhr die Erfahwahlen für die hiesige Gemeindevertretung hat am 21. Dezember v. J. den Raufmann Ernst Ogrowsti Resolution ein: In der am Mittwoch, den 2. Februar d. J., statts stattfinden. Von seiten unserer Genoffen sind aufgestellt im ersten wegen fahrlässigen Falscheides zu zwei Monaten Gefängniß ver- gefundenen Versammlung aller Maurer Berlins und der Umgegend Bezirke der Hutmacher Karl Kummert, im zweiten Bezirke der urtheilt. D. war in einem Prozeß gegen S. als Zeuge geladen wurde mit 4/ 5- Majorität beschlossen, die für dieses Jahr zu wählende Zapezirer Georg Freiwaldt. Genossen, welche gewillt find, am worden und hatte die allgemeine Belehrung der Zeugen durch den Lohnkommission prozentual der Stärke der beiden hier am Orte Sonntag früh 7 Uhr bei der Flugblattverbreitung zu helfen, wollen Vorsitzenden angehört, in welcher vor dem Meineide gewarnt und wohl bestehenden Organisationen zu wählen, und zwar vier Kollegen fich im Restaurant Griffel, Raiser Friedrichstr. 15, und bei auch gefagt worden war, daß Beugen, die schon wegen Meineids be- zentraler und zwei Kollegen lokaler Richtung. Tumultuarischen Clement, Görsch- und Wollantstraßen- Ecke zu genannter Stunde straft sind, zwar nicht vereidigt werden können, aber doch Vorgängen, verursacht von Stollegen, welche sich mit diesem einfinden. Ferner findet am Montag, den 28. Februar, bei Gaffe, verpflichtet sind, die Wahrheit zu fagen. Als Ogrowski an die Beschluß nicht einverstanden erklärten zufolge, wurde diese Ver Nordstern", Wollanfftr. 111, eine öffentliche Wählerversammlung Reibe fam, wurde er zunächst vereidigt und der Vorsitzende richtete fammlung, sowie die mit derselben Tagesordnung am 14. d. m. statt. Genoffen! Nach Ausweis der Wählerlisten muß in beiden Be- dann in einem Tone, als erwarte er selbstverständlich eine bejahende einberufene polizeilich aufgelöst. Bu erwarten war, daß auch ferner zirken die Sozialdemokratie den Sieg erringen, wenn Ihr Mann für Antwort, an ihn die Frage:" Sie find unbestraft?" Diese Frage hin die Wahl der Lohnkommission auf grund genannter Resolution Mann Guer Wahlrecht ausübt. Da der letzte Arbeitervertreter aus- beantwortete D. dann auch mit ja. Nun hatte er aber in Wirklich auf jeden Fall von lokaler Seite hintertrieben würde; diesen Vor scheidet, ist es Ehrensache der Partei am Orte, dahin zu streben, feit mehrere Vorstrafen erlitten, nämlich er war verurtheilt zu 9 M. gängen zufolge ist das Rechtsgefühl der Mehrheit der Berliner wegen Gewerbepolizei- Bergehens, zu 20 M. wegen Körperverlegung, Maurer aufs tiefste verlegt, und steht bei wiederholten baß der Sieg unser wird. Das Komitee. 311 80 M. wegen Gewerbepolizei- Bergehens und zu 30 M. wegen derartigen Krach Versammlungen die Lohnbewegung für das Friedrichshagen. Parteigenossen! Am Sonnabend, den 26. b., Beleidigung. In der Hauptverhandlung am 21. Dezember gab er Jahr 1898 auf dem Spiele, und die schweren materiellen abends 81/2 Uhr, findet im Saale von May Lerche, Rundtheil, eine zu seiner Entschuldigung an, er habe geglaubt, die Frage und moralischen Opfer in den beiden voraufgegangenev Gemeindewähler Versammlung ftatt, in welcher Genosse des Vorsitzenden beziehe sich nur auf eine etwaige Berurtheilung Jahren wären umsonst gebracht worden. Da fich gleichzeitig au Sonnenburg über die Thätigkeit der Gemeindevertretung wäb- wegen Meineides. Das Gericht nahm aber an, er habe fahrlässig grund dieser Borgänge die Kollegen von Charlottenburg, Wilmers rend des verflossenen Jahres Bericht erstatten und die Aufstellung die Eidespflicht verletzt. Der Reichsanwalt erflärte gestern vor dem dorf, Rixdorf und Briz verletzt fühlten, und es öffentlich aus eines Kandidaten zur Neuwahl eines Gemeinde- Reichsgericht, die Revision sei begründet und auf dessen Antrag gesprochen haben, daß dadurch die Interessen der an obigen Orten vertreters erfolgen wied. Die Genossen werden gebeten, pünkt wurde die Angelegenheit zur nochmaligen Verhandlung in die Vors wohnenden Kollegen nicht genügend vertreten werden können, sic lich und zahlreich zu erscheinen. Die Vertrauensperson. instanz zurückgewiesen. auch durch öffentliche Versammlungsbeschlüsse am Donnerstag, dev Friedrichsberg. Der Bauernverein Rapland veranstaltet am Eine schamlose Beleidigung eines jungen Mädchens brachte 17. d. M. eine von den Berliner Maurern unabhängige Leitung ge 26. d. Mts. im Schwarzen Adler", Frankfurter Chauffee 120, einen gestern dem Kaufmann Bruno Mendelsohn vor der 185. Ab- geben haben, mithin zirka 900 Mitglieder des Verbandes aus unsere Mastenball. Das Lotal ist gesperrt. Die Genoffen werden ertheilung des Amtsgerichts I eine empfindliche Freiheitsstrafe ein. Gemeinschaft austreten, befchließt die heutige Verbands- Vev wie Am 24. Juli v. J. bemerkte eine in der Blumen- und Federnfabrik sammlung sucht, bies Bergnügen zu meiden. Die Lokalkommission. folgt: In Erwägung, daß 1. die Bers ein reges Intereffe Intereffe an der Befferstellung 29 Tage hat der diesjährige Februar in Schöneberg. Seit Kommandantenstr. 77/79 beschäftigte Arbeiterin, wie der Angeklagte bandsmitglieder an ein Fenster des zweiten Stockes des gegenüberliegenden Hauses unserer Lage, mithin zur zur Durchführung unferer Lohns mehr denn acht Tagen prangt an allen Anschlagsfäulen, sowie am trat und unfittliche Bewegungen machte. Bestürzt trat fie zurück, bewegung haben, was ihre Stellungnahme zur legten Einigungsfrage Rathhause Schönebergs eine amtliche Bekanntmachung, in welcher ließ die Sache aber auf sich beruhen, weil sie schließlich glaubte, fie tönnte fowie in der Lohnbewegung der letzten Jahre in vollem Maße bes das Resultat der stattgehabten Gewerbegerichts Wahlen verkündet fich vielleicht doch geirrt haben. Ganz dasselbe schamlose Manöver fundet; 2. das gegenseitige Verhältniß in der Stärke der beiden wird. Beschwerden resp. Einwendungen gegen diese Wahl", fagt wiederholte sich aber am folgenden Tage, dem 25. Juli v. J. Das Organisationen durch die neuerdings geschaffene Selbständigkeit diese Bekanntmachung, müffen bis zum 29. Februar d. J. an das Mäbchen eilte beftürzt zu einem Schuhmann, der das weitere veran obiger Vororte ein anderes geworden ist, nehmen die Verbands Bezirksgericht zu Potsdam angebracht werden". laßte. Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten zu 2 Monaten mitglieder von ihrem Recht, vier Mitglieder in die Lohnkommission zu wählen, Abstand und schlagen der nächsten öffentlichen Versamma Spandan. Parteigenossen! Seute Abend findet bei War- Gefängniß. muth, Segefelberstr. 54-55 die Proteftversammlung gegen Eine neue Abart von Hilfearbeiter- Klagen steht dem lung folgendes vor: 1. Die Lohnkommission wird für Berlin aus den Posadoisty'schen Erlaß statt. Reichstags Abgeordneter Magistrat Berlin in großer Zahl bevor, die der Relitten ver- 3 Kollegen zentraler und 8 lokaler Richtung zusammengefeßt. 2. Bon Schippel referirt. Erscheint Mann für Mann in der Verstorbener Bureau- Hilfsarbeiter des Magistrats auf Bahlung der Montag, den 28. Februar, ab müssen die Sammeltarten für fammlung, damit der Regierung klar zu verstehen gegeben werde, gefeßlichen Pension. Die erfte derartige lage hat der 11. Bivil dieses Jahr verausgabt werden. Das Sammeln zum Streita daß wir gründliche Werbesserungen unseres Koalitionsrechts fenat des Rammergerichts gestern zu ungunsten des Magiftrats ent- fonds beginnt am Sonnabend, den 5. März. In längeren Ause schieden. Die Wittwe des Bureau- Hilfsarbeiters Sondheim hatte führungen plädirte Frisch für Annahme diefer Resolution, verlangen, nicht aber eine weitere Verschlechterung desselben! In der nun folgenden sehr lebhaften Diskussion sprachen Rabe, Muck, W. Schulz, Frenzel und Hauke im Sinne des Referenten. Gröppler sprach in längeren, sehr lebhaften Ausführungen gegen die Resolution und forderte die Mitglieder auf, an den Beschluß vom 2. Februar festzuhalten. Bei der Abstimmung über die Resolution stimmte die große Mehrheit der Anwesenden für dieselbe. 1 1 Gefanerein titterpof, Sindens Verein Stenographenfchule, 8-11 Uhr: unentgeltlicher Unterricht und nebungsstunde für Schüler und Erwachsene, Annenstraße Nr. 9. 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Donnerstag: Turnverein Fichte, Seite einberufene Gemeinde Wählerversammlung. In Oranienfir. 51 bei helfer. Sorgenfret, Admiralstr. 18c bet Möhring. 2. Damen- Abtheil., Aderstr. 67. der Diskussion wurde an dem Grundbesitzer und Bürger Berein morgengrauen, Rosenthalerstr. 11-12 bei Röllig, nachmittags 3-6 Uhr. und deren Kandidaten herbe Kritik geübt. Als Kandidat der dritten Süd- Ost II, Wrangelfir. 93 bei Ludwig. Steinnelte, Pafewalterstr. 8 Wählerklasse wurde Jenner einstimmig gewählt. Sodann wurde Frühling, Schönhauser Allee 65 bet Gerber. bet Bergemann. Möbelpolirer, Blumenftraße 38 bei Scheere. das Wahlkomitee beauftragt, bei der örtlichen Behörde vorstellig zu traße 38 Fortschritt, Köpnider bet Peutert. Bereinigte Sänger Wilmersdorfs, werden, den Wahltag nicht auf einen Lohnzahlungstag anzusetzen, Wilmersdorf, Berlinerstr. 40, Boltsgarten. Le Cercle de Conversation Française s'assemble touts les weil sonst viele Wähler der dritten Klaffe verhindert sind, sich an im Bereinskalender sind zu richten an Hermann Braunschweig, Dres Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen jeudis soir à 9 h. dans son local Zum Patzenhofer", Leipzigerstr. 136. Cercle Français: Jeudi Séance a 9 h. dans son local Rest.„ Vier der Wahl zu betheiligen. Ferner den Wahlaft der dritten Klasse in benerstraße 80, 2. Sof. Donnerstag: Mehr Licht, Weißenfee, Jahreszeiten", Prinz Albrechtstr. 9. Des hôtes sont les bien- venus. solchen Stunden anzusetzen, daß kein Wähler an seinem Einkommen Straßburgerstraße 66 bet Sorrer. Weiße Afche, Görligerstraße 69 Deutscher Arbeiterverein„ Vorwärts", Kopenhagen, K., Compagnte Verluste erleidet. Als der allein richtige Wahltag ist der Sonntag Ramphaufenerstr. 4 bei Lübde. bei Schulze. feifendedel, Langeftr. 73 bei Schnell. Columbus, Strabe Nr. 48, Café Bolangé. Ohne Furcht, Wienerstr. 44 bet Schmidt. 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Heute Abend 9 Uhr: Haupts upfer Glühlicht 1, Meu- Weißenfee, Streustr. 3 bet Stegemann. versammlung.( Siehe Juferat in gestriger Nummer.) Edelweiß, Charlottenburg, Kaiser Friedrichstr. 50a bei Kuhlmey. Felsen Südwest, Simeonftr. 18 bet the. fest, Wrangelfir. 25 bei Schmidt. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Geselliger Berein unter uns, Beuffelstr. 66 bet D. Fischer. Orchester- Berein Allegro, Dresdenerstraße 116 bei Richter. Rauchflub Süd- West, Sinteonftraße 18 Die juristische Sprechstunde findet bis zum 5. März am bei Michaelis. Rauchflub Kernspize, Rüdersdorferstraße 8 bei Montag, Donnerstag und Sonnabend abends von 7½ vis A. Böhl. Statffub unter uns, Eisenbahnstraße 7 bet Bauer. Orchesterchor 8½ 1hr statt. Vorwärts, Rigdorf, Bergftr. 151-152, Hoffmann's Festfäle.- Stattlub Süd, N. W- r. Besten Dank für Ihre Zusendung. Das Diagramm war Böckhstraße 21 bet Krebs. Gesangverein Sängertrets,( MufitJnstrumenten Arbeiter), Naunynstraße 78 bei 2. Böker. Ruderverein uns schon bekannt. Borwärts, Inselstr. 10 bei Stabernact.- Arbeiter Radfahrerverein Wetter Prognose für Donnerstag, 24. Februar 1898. Berlin, Sigung jeden Donnerstag nach dem 1. und 15. im Monat, Andreasstr. 26 Ziemlich fühl, vorwiegend trübe mit geringen Niederschlägen bei Witte. Staitlub Gemüthlicher Ramsch, Blumenftr. 21a bet Jonas. Stattlub Grand Schwarz, Chrifiburgerstr. 47 bei Stein. und schwachen nördlichen Winden. Guitarren- und | Gesangverein Eintracht, Schönhauser Allee 189 bei Mauß.- Rauchtlub Ohne= Berliner Wetterbureau. Eele-. Diskutirhlubs. Donnerstag. Neue Beit, Boyenfir, 40 bet Gieshoit. Süd- Ost, bei Tolksdorf, Sorauer- u Görligerfir.- Gde.- Rubber Freunde bet Burghause, Puttbuferstr. 82. Gosialistischer Lese- und Distutirtlub, Meichenbergerftr. 157. August Getb, im Restaurant Streit, Naunynstr. 87. Ost, Tilsiterfir. 40 bet chillinger( jeden Donnerfiag vor dem 1. und 15.).. Morgenroth, Siebenwalderstr. 43 bei N. Wilke( jeden Donnerstag nach dem 1. und 15.)- Brüderlichkeit, jeden Donnerstag nach dem 1. und 15. im Monat Landsbergerstraße 8 bei Haseloff. Friedrich Engels II, Görligerstr. 40 bet Thäder. Gleiches Recht, Reichenbergerstraße 83 bet Bange. Arbeiter- Sängerbund Berlins und der Umgegend. Borstzender Md. Neumann, Brunnenstraße 150. Alle Aenderungen im Bereinskalender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 50, v. 2 Tr. Donnerstag. Abends 9-11 1hr lebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder.- St. Urban, Annenstr. 9 bei Prog. Summer'scher Gefangverein, Fruchtstr. 54 bei Beyer. Vorwärts II.( Beutner'scher Männerchor) Schwedterstr. 24 bet Wernatt. Süd- Ost I, stopnickerstr. 191 bei Becker. Frühlingsluft, Bülowftr. 59 bei Werner. Morgenroth I, Rummelsburg, Mozartitr. 7 bet Benger. Borar, Naunynstr. 6 bei Scholz. Flöterscher Gefangverein, Frtebenstr. 67 bei J. Wiedemann. 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Avis! Donnerstag, den 3. März, im Parterre- Saal: Letzter gr. Maskenball. Im Reichshallen- Tunnel Doppel- Konzert. Neue Kräfte. Quarg's Vaudeville- Theater Grand Hotel Alexanderplatz. Nur noch 4 Vorstellungen bei den 1. Original- Budapestern. Jockl Geiger Der Beheme. Avis! Sonnabend, 26. Febr., Luisen- Theater bleibt bas Vaudeville- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Novität! Abends 8 Uhr: Zum 1. Male: gefchloffen. Dafür letztes Gaft: spiel im Reichshallen- Theater. Novität! Volks- Theater Die Stütze der Hausfrau. Bosse mit Gesang in drei Atten von E. Karl. Musik von Fritz Krause. Toni Klein: Anna Müker Linde. Müker- Linde. Freitag: Dieselbe Vorstellung. Sonntag Nachm. 3 Uhr: Volts: Borstellung. Regie: J. Türk. Trilby. Billets à 60 Pf. in den bekannten Verkaufsstellen. im Welt- Restaurant 97. Dresdener Straße 97. Großer Erfolg! Die Möbelpolonaise. Urtom. Gesangspoffe von D. V. Roeder. Gust'l Ebner, oberbayrischer Schuhplattler und National Tänzer. Im vorderen Saale: Kolossaler Erfolg von Die Nadel- und Radelmadel. Boltsstück mit Gesang in 2 Aften von Eugen Fredy. Musik v. Otto Tieke. Wochentags 8 11hr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Neues RiesenOlympia- Theator. ( Circus Renz.) Karlstrasse. Bolossy Kiralfy's. Konstantinopel. Grösste Sensation Berlins. Nen! Im 3. Bild: ,, Alt- Wien" Neue humorist. SpezialitätenRevue. Wiederauftreten der The jolly british girls. Sensationell! Im letzten Bilde: Constantinopel Feuer- u. Flammentanz, ausgeführt nicht von einer Person, sond. vom gesammten Ballet- Personal. ca. 1000 Mitwirkende. Anf. 8 Uhr. Sonntags 2 Vorst. Nachm. 1 Kind frei. Konzert- Sanssouci haus Rottbuser Straße Nr. 4a. Direktion: H. Pierry. Sonntags, Dienstags, Donnerstags Eine Stunde Achtung! Maurer. Achtung! Donnerstag, 24. Februar, abends 8 Uhr, bei Keller, Roppenstraße 29: Große öffentliche Versammlung der Maurer Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: 131/11 1. Wahl der Lohnkommission, der Revisoren und Beitragsammler. 2. Schlußdebatte über die Abrechnung. 3. Festsetzung des Schlußtermins über Abstempelung der Sammelfarte vom Jahre 1897. Eventuelle Beschlußfaffung über Ausgabe der Sammelkarte für dieses Jahr und Festsetzung über Beginn des Sammelns zum Streitfonds. NB. Bei Gintritt in das Versammlungslokal muß die Sammelkarte vom Jahre 1897, welche den Schlußstempel haben muß, vorgezeigt werden, dient also als Legitimation. Es sind Beschlüsse von weittragender Bedeutung in dieser Versammlung zu faffen, also ersuchen wir die Kollegen recht zahlreich zu erscheinen. Die Lohnkommission der Maurer Berlins u. Umg. Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! Beutral- Kranken- u. SterbeDonnerstag, den 24. Februar, abends 8 Uhr: Große Volks- Versammlung im Lokale ,, Berliner Prater", Kaftanien- Allee 7/8. Tages Ordnung: Die politische Lage und die bevorstehenden Reichstagswahlen. Referent: Genoffe Wilh. Pfannkuch. Disfuffion. Recht zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vertrauensmann. Freie Volksbühne. 219/7 Die V. Abtheilung ist geschlossen. Mitglieder zur V. Abtheilung können vorläufig nicht mehr auf genommen werden. Die Mitglieder der V. Abtheilung werden nunmehr gebeten, ihre Mitgliedskarten aus den Zahlstellen abzuholen. Die erste Vorstellung für die V. Abtheilung ist Sonntag, 27. Febr., nachm. 2 Uhr, im Lessing- Theater. Aufgeführt wird ,, Bartel Turaser". Die 2. Vorstellung für die V. Abtheilung ist voraussichtlich am 13. März im Friedrich- Wilhelmstädtischen Theater( Die lustigen Weiber von Windsor). IV. Abtheilung am Sonntag, den 27. Februar, nachm. 23 Uhr, im Friedrich- Wilhelmstädtischen Theater: Die lustigen Weiber von Windsor. Da die V. Abtheilung gefüllt ist, dürfen Mitglieder anderer Abtheilungen die Vorstellung im Lessing- Theater am Sonntag nicht noch einmal besuchen. Kasse der Zimmerer ( Eingeschr. fr. Hilfskaffe Nr. 2) Filiale 4. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Frau Anna Guttheil am 22. Februar verstorben ist. Die Beerdigung findet 25. Februar nachmittags 4 Uhr von Veuffelstr. 68, nach dem Heilandskirchhof zu lösen: fee statt. 259/5 Um recht rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. Hiermit allen Freunden und Be fannten die traurige Nachricht, daß am Dienstag, den 22. Februar, nachmittags 3/4 Uhr, meine liebe Frau, 9726 geb. Rechlin unfere gute Wutter Sophie Natusch nach ſchiverem Krantenlager im fünfzigfteit Lebensjahre fanft entschlafen ist. Dies zeigen tiefbetrübt an, die trauern: den Hinterbliebenen A. Natusch nebst Kindern. den 26. d. W., nachm. 3 Uhr von der Die Beerdigung findet Sonnabend, Leichenhalle d. Freireligiösen Gemeinde Bappel- Allee 15-17, aus statt. Am 22. d. m. verschied nach längerem Leiden unser lieber Sohn und Bruder Hugo im 18. Lebensjahre. Dies zeigen tief: betrübt an 9696 Fritz Siewert und Familie. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 27. d. M., nachm. 3 Uhr von der Kirchh. Hermannstr.( Rixdorf) aus statt. Nachzügler aus anderen Abtheilungen erhalten, soweit Raum Reichenhalle des Neuen Jerufalemervorhanden, nur noch einen Stehplatz. 228/13 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler, Rixdorf, Kirchhofstr. 46, II. Nachruf! Zentral- Kranken- u. SterbeArbeiter- Bildungsschule. ed. deutigen Wagenbauer Am Sonntag, den 27. Februar 1898, abends 7 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Vortrag des Herrn Dr. Förster über Sternschnuppen und Feuerkugeln im Hinblick auf das Jahr 1899. Nach dem Vortrage: Gemüthliches Beisammensein u. Tanz. Eintritt 10 Pf. Garderobe 10 Pf. Der zum 7. Stiftungsfest verbotene Prolog mit Programm ist in dieser Versammlung à 10 Pf. zu haben; ebenso Billets à 20 Pf. zu dem am Sonntag, den 17. April, abends 6 Uhr, in Keller's Festsälen, Koppenstr. 29, stattfindenden Vortrag des Herrn Dr. Wilh. Meyer ( früher Direktor der ,, Urania") über ,, Die Reise nach Spitzbergen" mit zahlreichen Lichtbildern. 4/13 ( Berlin, Bezirk II). Am 20./2. 98 verstarb das Mitglied Emil Hilscher. Ehre seinem Andenken. [ 9736 J. A.: A. Fanger, Bevollmächtigter. Danksagung. Für die zahlreichen Kranzspenden und Theilnahme bei der Beerdigung unseres lieben Sohnes, Bruders und Schwagers, des Schlossers Albert Handtke, fagen wir allen Berwandten u. Bekannten, besonders den Kollegen der Firma Prog, Stralau, sowie dem Gesangverein Namentos" 9705 Die trauernden Hinterbliebenen. Achtung! Textil- Arbeiter! Achtung! unsern Herzlichsten Dank. Sonnabend, den 26. Februar 1898, abends 8½ 1hr, im Lokale von Wilke, Andreas- Strasse No. 26: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Waldek Manasse über: Friede auf Erden". 2. Disfussion. 3. Wahl eines Delegirten. 4. Abrechnung vom Weihnachts- Vergnügen. 5. Verschiedenes. 197/5 Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein mit Tanz. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Achtung! Putzer! Achtung! Montag, den 28. Februar, abends 7 Uhr, Tyroler Sänger Alois Ebner. Raiser von Defterreich im Lokale ,, Königsbank", Grosse Frankfurterstr. 117: Central- Theater: Suns Alle Jakobfir. 30. Sonylags 6 Uhr. Wochentags 71% 116r. Direttion Richard Schultz. Kein Theater Berlins Donnerstag, den 24. Februar 1898: Emil Thomas a. G. Bum 34. Male: Die Tugendfalle. Burleste Ausstattungspoffe mt. Gefang und Tanz in 4 Atten von Jul. Freund und W. Mannstädt. Mufit von Jul. Einödshofer. Anfang 28 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Die Tugendfalle. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Gr. Extra- Theatervorstellung Eine Berliner Waschfran oder: Müller n. Müller. Schwant mit Gesang in drei Aften. Vorher: Bersprechen hinterm Herd. Singspiel in einem Att. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Concerthaus Leipzigerstr. No. 48 Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen. Anfang: Sonntags 7 ugr Wochent. 8 Uhr. Avis! Um den überaus zahlreichen Wünschen nachzukommen, findet am Sonnabend, den 26. Februar, : dürfte für lange Zeit hinaus in der Lage sein, seinem Publikum einen derartig hervorragenden Schlager zu bieten, wie das I. Original Budapester Possen- und Operetten- Theater mit dem Anton u. Donat Herrnfeld'schen Schwank Von Dreien der Glücklichste Unerreicht im Sujet, imponirend an Situationswitz und effektvoll an Komik und Humor. Dazu die bedeutendsten Spezialitäten mit ihrem aussergewöhnlich gutem Programm. Apollo- Theater. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Lustspiel in 1 Aft. Auftr. von Spezialitäten 1. Ranges. Neu! Tom& Tam, die Iuftigen Neu! Chinesen. Neu! Ada Risson, Tauben- Dress. Entree 30 Pf. Sonntag 50 Pf. Anf. des Konz. 7 1hr, Vorst. 8 Uhr. Passepartouts gelten Wochentags Sonntag Auf. 5 Uhr, Vorst. 6 11hr. Nachher: Grosser Ball. Circus Busch ( Bahnhof Börse). Donnerstag, 24. Februar 1898, abends 7/2 Uhr: Elite- Abend. The greatest equestrian Act of the present time, ausgeführt von Geschip. Cottrell. Gebr. Borghetti mit ihren ausgezeichnet gestellten Marmor: Gr. öffentliche Versammlung der Putzer Berlins 1. Umgegend. Tages Ordnung: 1. Verlesung des Spezialberichts über den Jahresbericht u. Diskussion. 2. Neuwahl der Revisoren. Verschiedenes. Da verschiedene Kollegen versuchen, den Jahresbericht zu mißdeuten und der Kommission Unregelmäßigkeiten zu unterschieben, ersuche ich sämmtliche Kollegen, Mann für Mann zu erscheinen. 131/12 Der Vertrauensmann: Otto Kohl, Buchholzerstr. 3, v. II, Redeschule Zukunft. Die am Freitag, den 18. Februar polizeilich inhibirte öffentliche Versammlung findet doch statt Donnerstag, den 24. Febr., abends 1/29 Uhr, bildern. Geschw. Lorch mit ihren groß im Louisenstädt. Concerthaus, Alte Jakobstrasse 37. artigen ifarischen Spielen zu Pferde. Große Schul- Quadrille, geritten von 6 Damen it. 6 Herren. Die berühmten Fuchshengste, in Freiheit vorgef. vom Dir. Busch. Clown Boganowsky als Tanzimitator. Außerdem: Auftreten aller neu engagirten Reitkünstlerinnen und Künstler sowie sämmtl. Clowns und Auguste mit ihren besten Späßen. Zaragoza. Orig. Manège: Schaustück des Circus Busch. Besonders hervorzuheben: Die Granto u. Maud. Les Senett's. weiblichen Fanfarenbläser. Der Sturz von der 60 Fuß hohen Brücke ins Waffer. Der pompöse grüne Aft. Morgen 7 Uhr: Humoristischer Abend. La LoïeFuller Für 36 Mark fertige feine Anzüge nach Maaß, für 30 M. ff. Sommerpaletots nach Maaß, The Milons Mr. Arvey für 8-12 M. feine Hosen nach Maaß. und Riesenstoff lager eine nochmalige Gratis Bertheilung 30 hervorragende Künstler. Krausenstr. 14, 1, kein Laden. des Textes von„ Lene, liebe Lene ftatt. Kasseneröffnung 61/2, Anf. 72 Uhr Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Paul Schirrmeister: Selbstbefreiung aus der sozialen Noth. 2. Diskussion. Verband der Korbmacher Berlins und Umgegend. Deutsch. Porter Dessert: n. Malzkraftbier 1. Nang. Brauerei Burghalter, Potsdam, gegr.1736, bef. f. Bintarme, Brustkranke, 62/ 2* Cognac Bleichs., Wöchn., Refonv.zc. d. leicht bekömml., nahrh. träftigste Bier. Ift blutbild., desh. bess. Gesichtsf. it. Gewichtszunahm. überr. 14 Flasch." drei, 50 zehn M. exfl. In Geb.( 1/8, 1/16) 3. Selbst: abz. wesentl. bill. Allein. Versandtst f. Berlin 1. Prov. Porterfellerei Ringler, Berlin, Benn nenstraße 152. NichtFlaschenzahl -Qual. entscheid. felber zu machen. Man nehme 1 Originalflasche Reichel's Cognae- Essenz für 75 Pfg., 1 Liter feinsten Weingeit ( Spiritus vini) für Mt. 1,40 und 1/4 Liter Wasser. Die Mischung ergiebt ein reines, gefundes, 967b wohlbekömmliches Getränk von vollem, herrlichem Bouquet und hochfeinem Geschmack, welches durch Lager echtem Cognac vollständig gleicht. Es giebt Nachahmungen, welche Am 26. Februar 1898 im ,, Königstädtischen Kasino", Cognac in nichts gleichen als in der Grosse Frankfurterstrasse 76: Großer Wiener Maskenball. Billet 50 Pf. Anfang 82 Uhr. Um regen Besuch bittet 971b Das Komitee. Die Möbel- Fabrik Farbe und nur Mißfallen erregen. Tausendfach erprobt und aner: kannt ist mir die unübertreffbare, un vergleichliche Reichel's Cognac- Essenz welche echt einzig und allein nur diret erhältlich ist bet Otto Reichel, Eisenbahnstr. 4. Fernspr.- A. 4, 3190. Jede Grosser Möbelverkauf. Nene Schönhauserite. 2 Bestellung frei Haus. Die Selbst( früher Rosenthalerstr. 13) liefert bürgerliche Wohnungs Einrichtungen schon von 150 M. an. Auch gebe ich Einrichtungen auf Theilzahlung. Lager gebrauchter und verliehen gewefener Möbel. Eigene Tapezier ut. Deforations Werkstatt. Transport durch eigene Gespanne, auch nach außerhalb. bereitung von Rum, Arac, Nordhäuser und fämmtlichen Liqueuren mit den gesetzlich geschütten Combinirten Original: Reichel- Effenzen. Prospekte mit Rezepten gratis und franto. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin, Druck und Verlag von May Bading in Berlin,