f Tar , 00 1,00 2,5 0,50 1,00 nen Tuft Ber aus den de, Gee e3 ten der Der Ten. cfen Don an ide, Dem arde den Ber en Fin ent er Bes afür inen dem Det επιδ dem chs M. Pf. en in Pf. bern M. Wer errn nten in § 2 Belne 1 20 aben nter erein rder Ge mi 1,25 0,60 1,25 Fran Nr. 222. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monats lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste 1 für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernspredj- And: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Ein kgl. preußischer Mittwoch, den 23. September 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. berufen sind, der Mühseligen und Beladenen sich anzu- Räthe, die auf nichts als auf Vers nehmen, ist eine historisch begründete und erklärbare Ergrößerung der Steuern und Steigerung Ober- Konsistorialrath über Die scheinung, über welche zu streiten kaum Jemanden bei- der ersten und nothwendigen LebensVertheuerung der Lebensmittel. Die stürmische Begeisterung eines jungen Kandidaten aber langsam wieder ersetzen. Derjenige Fürst handelt fallen dürfte. Um so erfreulicher ist es, wenn nicht blos mittel denken. Der Schaden läßt sich leicht stiften, Geistlichkeit und Junkerschaft halten gemeiniglich treu Damm und Deich der heiligen Ordnung niederreißt, son- flüglich, der.... die Lasten seiner Unterthanen eher zu zusammen, und der eifervolle Schwung, mit welchem die dern wenn auch gereifte Männer in Amt und Würden, erleichtern, als zu häufen strebt, und der die Armen, die talarivte Reaktion ihre Sache versicht, zeigt am besten die wenn hochgestellte Geistliche den Muth finden, der den größten Haufen des Volks ausmachen, nicht aus innige Gemeinschaft der Interessen. Feudalherr und Armen und Elenden Fürsprecher zu sein und mit einer falscher Politik ärmer, sondern reicher zu machen, wenigstens Pastor, Pietisterei und Ritterthum find wahlverwandt, Wärme, die von aller höfischen Glätte und Doppel- ihnen das, was sie wirklich haben, nicht heimlich zu entund Herr Stöcker ist eine typische Erscheinung, ein Gat- züngigkeit frei ist, gegen die Belastung der breiten Massen ziehen sucht. Derjenige regiert weislich, der ein wahrer tungsbegriff, wie er klarer und verständlicher nicht zu des Volkes ihre Stimme zu erheben. Vater des Volkes und der Armen zu werden sich be= denken ist. Wenn die Beutezüge der modernen Herren Das Verdienst, das durch dieses Vorgehen unstreitig| müht." vom Steigreif nicht die Weihe der Stillen im Lande er- erworben wird, wiegt für einen Mann aus diesen Kreisen Der erfreuliche, schlichte Freimuth dieser Worte sticht hielten, so wären diese Unternehmungen nicht halb so an- dreifach schwer, da der Mann, welchen wir sogleich selbst scharf ab gegen die verlogenen Kapriolen, welche unsere muthig, und es ist ein erhebendes Bewußtsein für die zu Worte kommen lassen wollen, sich unmittelbar an den Orthodoxie Angesichts des herrschenden Nothstandes Köferite, Lüderitze und sonstige Aristokraten, die in der Herrscher gewendet hat, unbeirrt von Schranzenrücksichten schneidet. Die Dinge beim rechten Namen zu nennen und Mark saßen, ehe die Hohenzollern dorthin kamen", wenn und ohne Scheu vor dem korybantischen Lärm der in sich an die Adresse des Regenten selber zu wenden, ist ein der Getreidewucher der Schutzzollvergnügten von der ihren heiligsten Gefühlen verwundeten Aristokratie. Gerade Wagniß, zu welchem die Stöckerei und Muckerei sich nicht Klerisei mit freundlichem Schmunzeln gebilligt wird. Es jetzt, da die Theuerung uns bedrückt, und die obersten aufzuraffen vermag. Finden sich Eingänger, die von der ist nicht minder einleuchtend, daß die guten Hirten taub Diener des Staates es für vereinbar mit dem Gemein- breiten Heerstraße abweichen und trotz ihrer Bäffchen mit sind für die Klagen der Armen, welche unter dem Drucke wohl halten, die Privilegien des Großgrundbefizes dem Volke zu fühlen und zu denken verstehen, so gebührt ter Lebensmittelzölle seufzen, und daß sie ihr Auge zu wahren, indeß der Hunger die kleinen Leute heimsucht, es sich, daß man sie an den Pranger stelle und mit wurmschließen vor dem Anblick der Schäden, die das moderne gerade jetzt, da das warme Herz" des Herrn v. Caprivi stichigen Aepfeln bewerfe. Fabrifsystem gezeitigt hat. Das Unternehmerthum, mag sich erfolgreich sträubt gegen den Fall der Getreidezölle, ist Paul Göhre hat dies bereits in reichem Maße eres Schnaps brennen oder Schienen flicken, weiß diese der Mahuruf des Wackern willkommen, der das Ohr fahren, und er wird noch lernen, daß es gefährlich ist, liebevolle Rücksicht zu schäßen, welche die sittliche Ent- des Regenten zu finden wußte. vom Baume der Erkenntniß zu essen und das Erkannte rüstung über die Sittenlosigkeit der niederen Stände" Der Geistliche, ein föniglich preußischer Oberkonsisto- fund zu thun. Thut er nicht in Sack und Asche Buße, mit löblicher Toleranz gegen die oberen Zehntausend ver- rialrath, Probst und Mitglied an der königlichen Akademie sondern geht er auch fürder weiter auf diesem Wege, einigt. der Wissenschaften, hat die Schrift, auf welche sich unsere dann wird ihm seine theologische Haut bald zu eng werden. Tritt dann ein jugendlicher Schwärmer auf den Bemerkungen beziehen, dem preußischen Könige gewidmet, Den Anderen jedoch, der seinen Appell unmittelbar an den öffentlichen Markt und verkündet, ein Marquis Posa der und diese Widmung ist angenommen worden. Der Ver- König hat richten dürfen, kann der schwarze Klüngel nicht Theologie mit lauter Stimme, offen und ehrlich, was er faffer sagt nun: antasten. gesehen und erlebt in sich und mit Anderen, als er etwelche Die Verarmung des Volkes muß aufs äußerste Mag man ihn hassen und verlästern, sie können ihm Monate den Fabrikarbeiter gespielt, so ist das Schicksal verhütet werden. Diese wird aber verursacht, wenn man nichts anhaben, daß er so kegerische Ansichten hat von folch eines Paul Göhre besiegelt. Man erinnere sich, mit erstens die Preise der nothwendigen Lebens- der göttlichen Ordnung. was für verlegenem, süßsaurem Lächeln die würdigen mittel, deren ein jeder benöthigt ist, steigen läßt, so Organe der Rechten und der Schlotbarone, vom Reichs- hoch sie mögen und können, ja wenn man die Steige= boten" bis zum westfälischen Grubenblatte, das verhäng- rung gar noch vorsäglich befördert; zweinißvolle Buch Göhre's begrüßten. Und je tiefer der Ein- tens wenn man die Auflagen auf das Volk willkür" druck war, desto nachdrücklicher schalten und zeterten die lich und ohne ein richtiges Verhältniß erhöht. Politische Webericht. geliebten Gottesmänner über diesen Revolutionär im Kan- Dadurch kann es leicht geschehen, daß der, der Berlin, den 22. September. didatenrock. Denn ein Revolutionär däucht ihnen Jeder, sonst hundert Thaler Einkünfte gehabt, nur fünfzig welcher den Muth hat, die Uebel der heutigen Wirthschafts- und weniger behält. Er wird wirklich ärmer In Bezug auf die geplanten Mehrweise anzuerkennen, gründlichen Arbeiterschutz zu fordern gemacht..... Es ist wahr, die Einkünfte des Staates forderungen für Militärzwecke beobachtet die Regierungspresse und der Geistlichkeit, welche dem Volke durchaus fremd können durch willkürliche Auflagen vergrößert... werden. Es bleugnungen- ein unheimliches Schweigen. Da man in denn eine solche besteht wieder trotz aller und nur zu oft feindlich gegenübersteht, einimal gerade ist aber nur ein gegenwärtiger und scheinbarer Reichthum, derartigen Dingen bei uns nicht gerade verschämt ist, so heraus die Wahrheit zu sagen. Ser wirklich zur Verarmung führt. Was man jetzt ge- muß aus dem Schweigen der Schluß gezogen werden, daß Der innige Zusammenhang zwischen den Mächtigen winnt, das verliert man in der Zukunft auf die empfind- die geplanten Mehrforderungen sogar den Männern der dieser Erde und denen, welche doch nach ihrer Meinung lichste Weise. Das sind also nur schlechte Regierung sehr hoch beängstigend, erscheinen. Feuilleton. Nachdrud verboten.] Er kehrt zurück! [ 23 Herr Deshommes, Larirette ist in der Pitié und befindet sich in einem guten Bett. Der Arzt hat geäußert, sie würde bald geheilt sein; morgen werde ich sie besuchen. Einstweilen stehe ich Ihnen zur Verfügung, was soll ich thun? Sie können auf mich rechnen. Ich weiß es, lieber Freund, versetzte Des hommes; ich will Dir einen Auftrag geben, der Vertrauen erfordert und gefährlich ist. Während Charlotte in die Küche ging, um für den jungen Lehrling ein Glas Wein, Brot und ein Stück Käse zu holen, und während die Mutter Michels sich von Neuem über ihren Sohn gebeugt hatte und ihm sanft die schweißtriefende Stirn trocknete, näherte sich Deshommes dem Mijoulet und flüsterte ihm einige Worte ins Ohr, welche den Letzteren erzittern machten. Dann trat er einige Schritte zurück und nahm seine gleichgiltige Haltung an; seine Augen jedoch hatten einen schrecklichen Ausdruc. Originalroman von Jean Meroz. Als Deshommes wieder zu sich gekommen war, war er Die anderen kämpfen zerstreut in Paris und ich habe Charlotte hatte die bescheidene Mahlzeit schnell auf Vermaßen bestürzt, daß er unfähig war, Charlotten, die an den Tisch gesetzt und Mijoulet an demselben Platz ge= feinen Hals flog, zu antworten, mit ihr zu sprechen oder nur Dich bei mir. das Wort an Michel Ferrand zu richten, dem er einfach Barrikaden gehen, die sich in der Umgegend befinden, und Du sollst also folgendes thun. Du wirst nach den nommen. die Hand gedrückt hatte, ohne ihn anzusehen. Er hatte rasch gegessen und getrunken. Zehn Minuten Er wußte also nicht, was aus Larirette geworden war, allen denen, die hinter denselben auf dem Austand liegen, darauf erhob er sich, nahm seine Flinte und Patronenund fragte sich verwirrt, ob sie wohl die Zeit gehabt hatte, sagen, daß die Linientruppen nicht mehr vorrücken werden, tasche und stolperte eiligst die Treppe hinunter. Als alle ihre Bouquetts zu vertheilen, d. h. alle die zu benach um sie hier anzugreifen, daß sie darum den Kameraden er sich auf der Straße befand, war er wie umhelfen sollen, welche sich bei den Tuilerien schlagen. richtigen, welche handeln sollten. gewandelt. Er sah ernst aus, auch nicht Und dann wollte er, der jetzt sich allmälig erholte, war von seinem Dort ist der Kampf heiß, dort wird die Regierung ihre gerade feierlich und jedes Lächeln vor allen Dingen wissen, was aus der Bouquet- Ver- letzte Schlacht schlagen, wird ihr Widerstand ein ver- höhnischen Munde gewichen. Man fühlte, er hatte eine schwere Mission, eine drückende Verantwortlichkeit; er war käuferin geworden war, die sich stets so hingebend zweifelter sein. gezeigt und der Sache so viele Dienste geleistet hatte, Du wirst allen sagen, daß Du von Warche Seul auf einmal zum Manne gereift. indem sie, ein Lächeln auf den Lippen, den größten Ge- kommst, man wird Dir dann folgen. fahren trotte. Mijoulet hatte leise sein Gewehr in den Winkel des Bimmers gestellt und das Bandelier abgelegt, welches ihn am Sitzen hinderte. Er fühlte, daß seine Bewaffnung ziemlich schwer war, und daß ihm die Schulter schmerzte, infolge des im Verhältniß zu seinem zart gebauten, schwächlichen Körper ungeheuren Gewichtes des Gewehres. Bei der Frage Deshommes' erhob er sich von dem Stuhle, auf welchen er sich ermüdet gesetzt hatte. Deshommes wollte weiter sprechen, aber er sah Charlotte, welche den Kopf nach ihm hinwandte und ihn entsetzt anstarrte, neben Madame Ferrand, die das Bett ihres Sohnes verlassen hatte und aufmerksam zuhörte. Er sah unentschlossen und verwirrt aus, aber diese Unentschlossenheit und Verwirrung verließen ihn bald. Mit ruhiger Stimme fügte er hinzu: - Du wirst ein Glas Wein zu Dir nehmen, Mijoulet, in aller Eile ein Stück Brot essen und dann Dich schleunigst auf den Weg machen; ich verlasse mich auf Dich. wenn Er lenkte seine ersten Schritte nach der Barrikade, die sich in der Rue Saint- Severin erhob und dieselbe in der Höhe eines Stockwerks quer durchschnitt. Es befanden sich dort etwa 12 Kämpfer; einige schliefen auf Stroh, andere plauderten und aßen. Er trat zu ihnen heran und sagte: Bürger, Ihr müßt aufstehen und mit mir gehen. Hier giebt es nichts mehr zu thun. Die Truppen haben Sas linke Ufer geräumt und werden nicht mehr wiederkommen. Ihr habt Flinten und Patronen; es handelt sich darum, Fehlt es aber an direkten Mittheilungen, so haben erhaltung der Ordnnng" mittelst des Diktaturparagraphen| Frage giebt auf alle Fälle zu schweren Bedenken wir desto mehr indirekte Andeutungen und Aus- und der Ausnahmegesetze wirklich kein Zeichen für die und mancherlei Unzuträglichkeiten Anlaß. Es wäre führungen. Man muß nur die Artikel der Regierungs- Stärke einer Regierung. wünschenswerth, wenn die Angelegenheit, in welcher bisher presse über die jüngsten großen Manöver und über die nur einseitige Beschlüsse des Reichstags vorliegen, durch allgemeine politische Lage mit einiger Kritik lesen. So Besonderen Respekt vor der Obrigkeit verräth eine authentische Auslegung bezw. einen Zusatz zu dem ziemlich aus jeder Zeile springt uns der Gedanke entgegen: es gerade nicht, wenn anläßlich der Jahresversammlung betreffenden Verfassungsartikel klargestellt " Unsere Armee, unsere Armee- Bewaffnung, unsere des orthodoxen Vereins der Gustav Adolf- Stiftung der würde." ganzen Armee- Einrichtungen sind vorzüglich, das non plus ofprediger Rogge von Potsdam das Nichtvertreten ultra nach dem bisher giltigen Maßstab- allein dieser sein der weltlichen höheren Behörden, des Oberpräsidenten Gegen das Duell hat der Papst gestern bei der Maßstab hat sich für die neugeschaffenen Militärverhält der Provinz Schlesien und des Regierungspräsidenten von österreichischen Botschaft und bei der preußischen Gesandtnisse als zu klein erwiesen wir brauchen sehr be- Lieguit, sehr freimüthig wie folgt monirte:" Freude erfüllt schaft beim Vatikan die Kopie eines Schreibens übergeben deutende Verbesserungen", um auf die Höhe der Situation mich, daß der Gustav Adolf- Verein seine 45. Haupt- lassen. Dasselbe ist an den Kardinal Schoenborn in Prag, zu gelangen. Und die europäische Lage ist so bedenk- versammlung in Görlitz abhält und wenn bei den Feste den Erzbischof Krement in Köln und an andere Erzbischöfe lich, daß wir auf Alles gefaßt sein müssen." eine Vertretung der höheren weltlichen Behörden fehle, so und Bischöfe Desterreich- Ungarns und Deutschlands gerichtet Das ist der stereotype Gedankengang unserer Ne- müsse er erklären, man vermisse dieselben wohl, aber und handelt von der un sittlichen Gepflogenheit gierungspresse. Und wenn wir hierzu noch die famose Be- man entbehre sie nicht." des Duells. In diesem Schreiben weist der Papst rechnung von der Unzulänglichkeit unserer Armeestärke nach Wir sind gleichwohl weit entfernt, diese offene Sprache darauf hin, daß das Duell dem Naturgesetze Proportion der Bevölkerungsziffer, im Vergleich mit rügen zu wollen, im Gegentheil, wir wünschten, unser ebenso wie dem göttlichen Gesetze entgegen sei, Ser französischen hinzufügen, so können wir Bürgerthum hätte auch ein Bischen von diesem Rückgrat ermahnt den Episcopat und den Klerus, diese Gepflogenzwar noch nicht wissen, wie viele Millionen man von übrig behalten, das ein Theil dieser protestantischen Zeloten heit auszurotten und erinnert an die gegen gegen das uns fordern wird, aber das können wir wissen, daß sich noch bewahrt hat. Verständlich ist der Groll schon, den Duell gerichteten Verurtheilungen seiner Vorgänger der die Forderungen folossale sein werden. Wir haben der Hofprediger so offen herausstößt; nach all' den offiziösen Päpste Alexander III., Benedict XIV. und Pius IX. schon wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß die famosen und offiziellen Aeußerungen konnte diese Muckergesellschaft Ob diese demonstrative Uebergabe an die preußische GesandtEnthüllungen des vorigen Kriegsministers noch von keiner wirklich glauben, sie sei der einzige Hahn im Korbe, der schaft mit besonderem Wohlwollen seitens der Regierung Seite widerrufen worden sind, und daß sie den in militä von der Rettung der Gesellschaft durch die Macht der aufgenommen wird, ist bei der Stellung, welche in Preußen rischen Kreisen herrschenden Anschauungen völlig entsprechen Kirche krähen dürfe. Aber in neuerer Zeit hat sie sehr viele der Monarch zur Duellfrage für Studenten und Offiziere und obendrein vom Standpunkt des Militarismus aus gemäßigte und sogar katholisch- ultramontane Mitesser" ge- einnimmt, wohl fraglich. Mit der Auffassung des Strafdurchaus, logisch und nothwendig" sind. kriegt. Daher der Groll. gesetzes deckt sich allerdings die päpstliche Auffassung; aber dieser Auffassung steht der militärische Geist als ein viel mächtigerer Faktor gegenüber. " I Für den Militarismus hat eine Zeit der Krise begonnen die wunderbare Vervollkommnung der Waffen Bornirten Chauvinismus trägt die heutige Volks und die riesig gesteigerte Machtkonzentrirung der Staaten Beitung" zur Schau. Zu dem albernen, aber durch und muß eine entsprechende Umgestaltung und Erweite- durch Bourgeoisgeist athmenden Vorschlag des Pariser„ In- Einen Freund hat die Reichsregierung doch noch errung des Militarismus zur Folge haben oder sein en Baris zu boykottiren und sie so aus Paris zu vertreiben, in Bremen tagende Verein gegen den Mißbrauch geistiger transigeant", alle deutschen Arbeiter und Geschäftsleute in obert für ihre Trunksuchtsgesetz- Vorlage. Der gegenwärtig Untergang. Vorläufig herrschen noch die Mächte, welche den Mili- macht sie die ganz vernünftige Bemerkung:" Die Auf- Getränke hat sich natürlich für die Vorlage erklärt und tarismus zu ihrer Existenz brauchen, und die Völker forderung, keinen Deutschen mehr in Paris zu beschäftigen, sogar für Verschärfung derselben sich ausgesprochen. Rechtswerden sich mit dieser Thatsache abzufinden haben. Ent- ist seit 1871 schon sehr oft ausgesprochen, aber niemals be- anwalt Fulda- Mainz, dessen reaktionäre Gelüste auch weder zahlen, oder diesen Mächten das Regiment ent- folgt worden, aus dem einfachen Grunde, weil man sie nicht auf politischem Gebiete bisweilen an die Grenze des Unwinden! Ein Drittes giebt es da nicht. entbehren kann," fügt dann aber als Erklärung, warum geheuerlichen- fast hätten wir geschrieben: der Unzurechnungsman sie nicht entbehren könne, Folgendes bei: Deutsche fähigkeitstreifen, donnerte gegen den Juristentag, weil Die Folgen der Niederlagen in Oftafrika zeigen backen dem Pariser sein Brot, nähen ihm seine Kleider und dieser seine und die anderen Trunksuchts- Anträge bekanntlich sich schon. Gestern war nach der Soden'schen Depesche Schuhe, pflegen seine Kinder, reinigen seine Straßen 2c. unter den Tisch gewischt hatte, der Vertreter des MinisteAlles ruhig", heute meldet das Berliner Tageblatt" in Ohne deutschen Fleiß müßte er im Hemde riums des Innern, Regierungsrath Jaup, erklärte aber einem Kabeltelegramm aus Sansibar bereits den Ausbruch und barfuß gehen, Teig essen und verkäme im nach dem Grundsatz: eines Aufstandes der bisher friedlichen Wa digo 3 und Schmu h." den Abmarsch neuer Truppen ins Innere wie folgt: Krenzler, Kommandant einer Abtheilung der deutschen Schußtruppe, hat sich mit Truppen von Tanga ins Innere begeben, wo ein Aufstand der Wadigos ausgebrochen ist. Price, ein Offizier der deutschen Schutztruppe, begab sich mit einer Anzahl von ausgewählten Zulu- Soldaten ins Innere und zwar auf dem Wege von Saadani nach Mpwapwa." " Man wird zugeben, diese Argumentation ist genau so Es is zwar net viel Aber g'freuen thut's mi do" blödsinnig wie der ekelhafte Rochefort'sche Deutschenhaß. das Ministerium lege großen Werth auf die Beschlüsse Die Sache liegt im Ganzen betrachtet doch einfach des Vereins. so, daß nach Vertreibung der deutschen Arbeiter einfach französische Arbeiter deren Werk verrichten müßten. Teig eſſen", und im Schmutz verkommen" würde der nicht. Er bringt folgende Mittheilung: Bariser nachher so wenig wie vorher. Die Frage, warum Der Pazwang in Elsaß- Lothringen ist vom heute in einer ganzen Reihe von Berufen, warum ins1. Oktober ab aufgehoben. Von diesem Zeitpunkt ab unter- besondere bei der Straßenreinigung eine verhältnißmäßig liegen demselben nur noch aktive französische Militärpersonen, große Zahl deutscher Arbeitskräfte beschäftigt find, wollen ehemalige aktive Offiziere, die Böglinge militärisch orga- wir nicht des Näheren erörtern, aber ihre Beantwortung nifirter ausländischer Schulen, sowie solche Personen, welche würde jedem vorurtheilsfreien Beobachter zeigen, wie be die deutsche Staatsangehörigkeit vor Erfüllung ihrer Wehr- rechtigt das Verlangen der französischen Sozialisten ist, daß pflicht verloren und das fünfundvierzigste Lebensjahr noch die französischen Bourgeois gehalten sein sollen, deutsche nicht überschritten haben. Ausländer müssen sich binnen Arbeiter nur zu gleichen Löhnen wie französische zu vierundzwanzig Stunden bei der Ortspolizei anmelden, beschäftigen. In dieser Lohnfrage liegt mit die Erwidrigenfalls sie die sofortige Ausweisung zu gewärtigen klärung, warum alle diese chauvinistischen Appelle an den haben. Die Verordnung vom 5. Februar betreffend die Patriotismus der Unternehmer erfolglos verhallen. Wie Meldekarten, sowie die Bestimmungen über die Meldung beim deutschen, so hört auch beim französischen Bourgeois ausländischer Militärpersonen bleiben von der neuesten am Geldbeutel der Patriotismus auf. Er zieht den deutschen Verfügung unberührt. Damit ist abermals ein Stück jener Arbeiter dem französischen vor, wenn er billiger ist, Bismarc'schen Gewaltspolitik, die eigentlich nur einen genau so wie der preußische Junker, der doch den Patriotismus veratorischen Charakter, praktische Erfolge aber zu keinem in Erbpacht hat, die russisch- polnischen Halb- Kulis den einAugenblick in Aussicht hatte, ins alte Eisen geworfen heimischen Arbeitern vorzieht, auch wenn diese zehnmal des worden. Wird sich die Regierung nicht auch bald die Königs Rock getragen". Frage vorlegen, ob es denn nicht endlich an der Zeit sei, den ganzen Ausnahmezustand, unter dem die wieder- Die Stellungnahme des Chemnitzer Staatsgewonnenen Bruderstämme" jetzt nach 20 Jahren der anwalts zu dem bekannten Reichstagsbeschluß in der Frage Annexion noch immer niedergehalten werden, fallen zu der Unverfolgbarkeit der Reichstags Abgeordneten während lassen, der Diktaturherrschaft in den Reichslanden ein Ende der Vertagung, giebt, nachdem jetzt der preußische Justizzu machen und die Elsaß- Lothringer mit den übrigen Reichs- minister den Beschluß des Reichstags zu respektiren anangehörigen auf den gleichen Rechtsboden zu stellen? Man geordnet hat, selbst der Kölnischen Zeitung" zu Bedenken sollte denken, es wäre da nun doch in der Politik Recht Aulaß. Nicht daß sie den Muth fände, gegen den Staatsund Gerechtigkeit keine Rolle zu spielen haben- einfach anwalt aufzutreten und die Würde und Rechte der Volks. ein Gebot der Klugheit für die Reichsregierung, sich diese vertretung zu wahren, aber sie meint doch: Frage ernstlich vorzulegen. Im Grunde ist die„ Aufrecht- Eine verschiedenartige Entscheidung dieser denen zu Hilfe zu kommen, welche das Palais Royal und die Tuilerien einschließen. " Ohne Entstellung thuts Eugen Richter grundsätzlich Eine Trinkgeldsperre gegen alle nichtsozialdemo fratischen Kellner versucht jetzt der sozialdemo tratische Vorstand des Vereins Berliner GastwirthsGehilfen" zu erzwingen. Es wird uns ein kleiner gedruckter Bettel mitgetheilt, der gegenwärtig von den Sozialdemo= fraten in allen Versammlungen und Gastwirthschaften vertheilt wird. Auf diesem Bettel ersucht der Vorstand alle Arbeiter und Parteigenossen", jeden Kellner, gleichviel, in welchem Lokal und bei welcher Gelegenheit, nur dann mit einem Trinkgeld zu bedenken, wenn er sich als ein auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehender organisirter Gastwirths- Gehilfe ausweist. Als Ausweis dient ihm das von uns an unsere Mitglieder verausgabte farbige Grkennungszeichen, welches die gedruckte Aufschrift: Verein Berliner Gastwirths Gehilfen", Name des Inhabers, Giltigkeitsdauer( von Vierteljahr zu Vierteljahr die Farbe wechselnd), trägt." Wahrscheinlich erhalten die Kellner von den Nichtsozialdemokraten in Berlin weit mehr Trinkgelder als von den Sozialdemokraten. Was würden die Herren Sozialdemokraten fagen, wenn umgekehrt etwa der Verein der Gastwirthe oder ein politischer Parteivorstand seine Mitglieder ersuchte, nur solche Kellner in Lokalen mit Trinkgeld zu bebenken, welche sich durch bestimmte Erkennungszeichen ausweisen, daß sie mit der Sozialdemokratie nichts gemein haben. Alsdann würde die Sozialdemokratie über schändliche Knechtung der politischen Gesinnung zetern und über Maßnahmen, welche geeignet sind, die politische Heuchelei groß zu ziehen. Man sieht auch an diesem Beispiel wieder, welchen Terrorismus die Sozialdemokratie rücksichtslos aus: zuüben bestrebt ist überall dort, wo sie glaubt die Macht dazu zu befigen." Wir wollen von vornherein betonen, daß wir in der Beurtheilung dieser Art, für die Gewerkschaft Propaganda Er war entschlossen alles zu versuchen, damit es nicht wie im Jahre 1830 gelinge, die Revolution heimlich zu bes seitigen. die Absicht, sich von Neuem an dem Kampfe zu betheiligen, ihn zu leiten und den Plan, welchen er gefaßt hatte, zu Nehmt Eure Fahnen, Eure Flinten und folgt mir! einem guten Ende zu führen. Die Jusurgenten hatten sich erhoben und überrascht Er zweifelte daran, daß die Liberalen eine außerordent- Er hatte sich der Zusammenkunft in der Rue de Beauden Worten Mijoulets gelauscht. liche Austrengung zur Eroberung der höchsten Gewalt, jolais erinnert und war der Intrigue auf die Spur ge -Was willst Du denn, Bursche, sprach zu ihm ein zur Konstituirung eines Ministeriums und zur kommen. Arbeiter in einer Blouse. Wir müssen die Barrikade Rettung der Monarchie durch große Konzessionen Ein Haufen entschlossener Leute sollte bei den Tuilerien hüten, dort unten sind sie zahlreich genug. machen würden; jedenfalls war er überzeugt, daß sie den sein, um im Nothfall auf den König zu schießen. Eine Nein, nein, Bürger, Ihr müßt mitgehen, Ihr müßt Versuch machen dürften, eine Regentschaft aufzustellen, an andere Bande, wollte er selbst bei der Deputirtenkammer mir folgen. deren Spize die Herzogin von Orleans und der unmündige befehligen, welche unter dem Befehl Merister's am StadtSie zögerten, weil sie aus dem Auftreten diefes jungen Graf von Paris treten sollten. haus die Entwickelung der Ereignisse abwarten sollte. Mannes, der wie ein Knabe von 14 Jahren aussah und ihnen Befehl geben wollte, nicht klug wurden, und machten darum Anstalten sich wieder zu setzen. Mijoulet sagte gemeffen: Er kannte die Politiker der Nationalpartei gut genug, um zu wissen, daß jene bis zur Republik fortschreiten würden, aber mit der bestimmten Absicht, sie zu ihrem Nutzen zu konfisziren. Der Bürger Marche- Seul schickt mich und hat Mit einem Worte, er wollte, daß die Republik, welche mir befohlen, Alle in diesem Viertel zu versammeln im Entstehen und welche von dem Volk der Arbeiter geund Euch dahin zu führen, wo man tämpft." schaffen worden war, alles zu Gunsten derjenigen thäte, welche sich soeben geschlagen und so viel von dem Glend gelitten hatten. Demgemäß hatte er Mijoulet genau vorgezeichnet, wie er sich zu verhalten habe, und dieser hatte vollkommen begriffen, ohne sich um die Gefahr zu kümmern; er war nur zu bereit, die empfangenen Befehle auszuführen, wie ein Soldat diejenigen eines Vorgesezten ausführt. dringen. Er sollte den Posten am Chateau d'Eau überwältigen Der Name Marche- Seul's hatte die Wirkung eines und den Versuch machen, ins Innere der Tuilerien einzuBauberwortes. Wenn er gezittert hatte, als Marche- Seul ihm leise ins Die Jusurgenten, welche wachten, weckten die Schläfer Deshalb hatte er Mijoulet gebeten, möglichst viele Dhr sprach, so geschah es, weil der alte Revolutionär ihm und folgten dem Lehrling, der die Kolonne führte. Sie Rämpfer nach den Tuilerien zu führen. Sein Plan war ein einen Auftrag gegeben, der ihn augenblicklich bestürzt machte waren durch viele Straßen, in denen sich Barrikaden be- fach: Er ging dahin, um jeden seiner Genossen, die er kannte, und erschreckte. Während er auf dem Marsche die In fanden, gezogen und zählten ungefähr 200 Mann, als sie und von denen er wußte, daß sie entschlossen wären, ihm furgenten um sich sammelte und seine Truppe führte, kratzte er auf der Rue Dauphine ankamen. Bei der ersten Barrikade überallhin zu folgen und seine Befehle auszuführen, mög- fich hin und wieder mit der verwirrtesten und urkomischsten hatte Mijoulet die rothe Fahne entfaltet, welche ein großes lichst viele Insurgenten zu scharen; dann eine ziemlich große Miene von der Welt das Ohr und sprach zu sich: Gewicht hatte; das Banner rauschte im Winde. Jetzt Anzahl Leute bei der Hand zu haben, um überall handeln wurde ihm sein Gewehr lästig, er brach fast zusammen zu können, wo es nothwendig werden sollte: bei den was thut das? Ich bin ein unerfahrener Mensch, und der Ich verstehe nichts von allem, absolut nichts. Aber unter dem für ihn so schweren Gewicht. Tuilerien, wo die Monarchie erwartete, bestürmt zu werden Unterwegs war er auf den Leichnam eines Voltigeur- und wo die Thore zur Flucht offen standen; beim Palais Bürger Marche- Seul muß seine Gründe haben. offiziers gestoßen, hatte dessen Degen ergriffen und der Bourbon, wo, wie er wohl einsah, die Anhänger der Und darauf schritt er rüstig weiter. Sein Gesicht schweren Waffen sich entledigt. Jetzt, wo er einen Degen Regentschaft ihren Staatsstreich in Szene setzen, und die nahm den Ausdruck der Entschiedenheit an, er war mun in der Fauft hatte, fühlte er sich als Anführer. Gemäßigten versuchen würden, sich der Gewalt zu bemäch- terer, denn je. Indessen sah er unruhig und unentschlossen aus. tigen; endlich auf dem Stadthaus, auf dem Haus Deshonimes vergaß Collards Drohung keinen Augen Er dachte über die letzten Worte nach, die ihm Marche der Kommune, wo die Voltsbewegung( im Nothfall blick, aber er wollte troß seiner politischen Boreingenommen Seul geheimnißvoll ins Ohr geflüstert hatte. mit Flintenschüssen) sich gegen die Intriganten wenden heit, troß seines scharfen Blickes, der ihn rasch und energisch Seine Stirn hatte sich umwöltt. sollte, welche versuchen würden, eine provisorische Regierung zu handeln trieb, doch um jeden Preis bedächtig verhindern, einzurichten, die unter einer neuen Etikette, abgesehen von Daß dem Spion ein Unglück zuftieß, obgleich er ihn haßte einigen unbedeutenden und trügerischen Modifikationen die und ihn unter allen Umständen hätte erschießen lassen. Bergangenheit konserviren würde. ( Fortsetzung folgt.) Die Mission, die ihm Marche- Seul in geheimnißvoller Weise übertragen, war in der That gefährlich und delikat. Marche- Seul war wieder von Hause fortgegangen, er hatte zu gli ge fü: gL an ste fir Ka Re I jet fer de Lic de D e de 10 die gia Ar da de 110 Ti ni Er Se tis ſch jed an die fel Re ver M hal ma M der und ult En Ar Ar fab An Ba der ftel gö Kin die Ge täu die ung Kar im zuso Bil cine win ein Fra Sch Für gelö herr uns Da beni wor habe Feie Maf Pen theil und man Vorf fie se ange einer welc forti einer um Ria Wie Selaff so m werde 8. B. t e " 0 zu machen, mit Herrn Richter einig gehen. Die Mit- in Cincinnati der Gouverneurs Kandidat Mc Kinley gearbeiteten Programm Entwurf im Großen und Ganzen glieder des Vereins der Berliner Gastwirthsgehilfen ver-( zolltariflichen Andenkens) die Parade abhielten, und an einverstanden erklärte und der Erwartung Ausdruck gab, daß der gessen weiter, denn wie die Unfitte des Trinkgeldgebens sofort anderen Plätzen sonstige Prominenzen den Arbeitern Süß- nächste Parteitag die etwaigen Mängel des Entwurfs ausmerzen für Geber wie Empfänger den Charakter der Demüthi- holz raspelten, und man wird verstehen, was ich meine. und ein allgemein befriedigendes Programm fertig stellen werde. gung, der Entehrung annimmt, wenn das Trinkgeld Obwohl ein Theil der kapitalistischen Presse den Verlust Unter Verschiedenem brachte Genosse Bentrup die Spenger Heldenan solche, mit der Bedienung in gar keiner Beziehung des Arbeitstages mit Schmerzen bedauert, ja theilweise einige Artikel über dieselben, welche in unseren und in thaten des Pastors straut zur Sprache und verlas stehende Bedingungen geknüpft wird. Wollen die organi es nicht lassen kann, gegen die gefeßliche Santtionirung des gegnerischen Blättern erschienen waren, worauf nachstehende firten Kellner in ihrem außerordentlich schweren und berechtigten Labor Day" zu eifern, sind die Politiker, welche mit Resolution angenommen wurde: Die am 8. d. M. im Tivoli Rampf gegen die beispiellose Ausnügung und Ausbeutung der Stimmen zu rechnen haben, so schlau, den Tag für ihre tagende Versammlung des Allgemeinen Arbeitervereins für Kellner durch die Wirthe die Unterstützung des weiteren Zwecke auszunutzen. Dies gelingt ihnen auch, wie erklärlich, Flensburg und Umgegend spricht ihre Entrüstung aus über die Publikums, so müssen sie die Abschaffung jeglichen überall dort, wo nicht die auf dem Boden der modernen gegen unsere Genossen in Spenge bei Bielefeld verübten Brutali Trinkgeldes fordern. Denn, wenn der Wirth wie Arbeiterbewegung stehenden Arbeiter die Führung haben, der Vorgänge, damit die Uebelthäter ihrer gerechten Strafe nicht täten und erwartet von der Behörde die strengste Untersuchung jeder andere Unternehmer gezwungen ist, seine Angestellten was leider noch an sehr wenig Orten der Fall ist. Unter entgehen. Sie erkennt in den Vorkommnissen wiederum, mit felber zu bezahlen, ist auch für die Kellner die Möglichkeit den Massen derjenigen Arbeiter, welche in dieser Beziehung welchen Mitteln die Gegner arbeiten, aber trotzdem wird die geder Organisation gegeben. So viel hier zur Frage selbst. bezüglich des Arbeiter- Feiertages enttäuscht wurden, hat sich rechte Sache des Proletariats siegen!" Herr Richter natürlich stempelt diese rein gewerkschaft- infolge dessen ein Gefühlfeingenistet, als ob der Tag unter den Am 13. September fand hier eine vom hiesigen Vertrauensa liche Agitation zu einer Partei- Aktion. Die Sozial- obwaltenden Verhältnissen zu einer Art moderner mann Bentrup einberufene Konferenz der Vertrauensmänner des demokratie hat aber damit gar nichts zu thun. Saturnalie" sich gestalte. Andererseits legen fich diejenigen 1., 2. und 3. schleswig- Holsteinschen Reichstags- Wahlkreises statt, Der solcher Agitation zu Grunde liegende Gedanke ist ein Arbeiterführer, welche zugleich als politische Drahtzieher" welche sich mit dem Programm- Entwurf gleichfalls einverstanden rein bürgerlicher, nicht aber im Entferntesten sozial- für eine der herrschenden Parteien fungiren und ihre erklärte. Beschlossen wurde dann, für die drei Wahlkreise nur demokratisch. Und nebenbei gesagt: er ist einfach die Ant- Bahl ist groß!- gehörig in's Zeug, um mit„ Massen" zu Wahl den Flensburger Genossen zu überlassen. Diesem Delegirten und ihre einen Delegirten zum Erfurter Parteitag zu entfenden und die wort auf die Brutalität der Unternehmer, paradiren. die wiederholt man braucht blos an die Zeit des So- Wie so viele andere Dinge, wird der„ Labor Day" erft Konferenz es für nothwendig erklärt, Bebel, Liebknecht oder Auer wird aufgegeben, auf dem Parteitag zu beantragen, daß die zialistengesetzes zu erinnern und fortwährend von ihren seine wahre Bedeutung erhalten, wenn das arbeitende Volt möchten einmal eine Agitationsreise nach dem nördlichen Theil Arbeitern die unterschriftliche Erklärung verlangten, der Vereinigten Staaten im großen Ganzen zur Erkenntniß der Provinz Schleswig Holstein unternehmen. Betreffs daß sie, um mit Herrn Richter zu reden, mit der Sozial- seiner Klassenlage gekommen ist. des Vorgehens der Berliner Opposition gegen den Demokratie nichts gemein haben". Erklären nicht heute Barteivorstand wurde dem Delegirten freie Hand gelassen, noch, ohne Widerspruch zu erfahren, Minister vom grünen Berichtigung. Gegen unsere Bemerkung, daß das und zum Schluß noch der Beschluß gefaßt, dahin wirken Tisch herab, Sozialdemokraten dürfen in Staatswertstätten Berliner Tageblatt" die von Gilles inspirirten Berleum- zu wollen, daß für den dänisch redenden Theil Nordschleswigs nicht beschäftigt werden? Da soll man also nicht sittliche Dungen Aveling's später nicht als solche zugestanden habe, Agitationsschriften dänischer Sprache beschafft werden, denn ohne Entrüstung zeigen, wenn Arbeiter einmal das Gleiche thun! geht uns von der Redaktion des„ Berliner Tageblatts" die diese ist wenigstens unter der dortigen Landbevölkerung jede Agitation vergebens. Die Rinder lernen wohl in den Schulen Hätte Herr Richter auch nur ein bischen Gefühl für poli- Mittheilung zu, daß fie bereits in Nr. 459 die vom Vor- deutsch, aber die Eltern sprechen meist nur dänisch und diese tischen Anstand, so suchte er nicht für jede in der Gewerk- wärts" gebrachte Widerlegung reproduzirt habe, wie die sollen doch gerade über ihre Klassenlage aufgeklärt werden, damit schaftsbewegung gefallene Redensart oder jeden Beschluß beigesandte Nummer auch beweist. Damit ist natürlich die uns auch die Jugend zugeführt wird. jedesmal die sozialdemokratische Partei ver- von uns an diesen speziellen Fall geknüpfte Schlußfolgerung Wieder hat der unerbittliche Sensenmann einen tüchtigen antwortlich zu machen, da er doch ganz genau weiß, daß hinfällig geworden, die wir bei Kenntniß des Sachverhalts Kämpfer für die gerechte Sache des arbeitenden Volkes dahindie Partei mit der Gewerkschaftsbewegung gar nichts selbstverständlich nicht gezogen hätten. zu thun hat. Aber Richter verschmäht sogar das armfelige Demagogenkniffchen des, politischen Parteivorstandes" nicht, wie er auch die Aufforderung der Kellner, Trinkgelder nur an die Mitglieder ihres Vereins zu geben, in die Behauptung umlügt, allen nicht= fozialdemokratischen" Kellnern soll das Trinkgeld verweigert werden. Er muß wirklich eine sehr geringe Meinung von seinem Lesepublikum und von sich selber haben! In der Frage der Erhöhung des Militärbudgets marschirt Desterreich bereits muthig voran. Der gestrige Ministerrath beschloß eine Erhöhung von 15 Millionen Mark; der Reichstag wird zustimmen, Deutschland wird nachfolgen, und die Völker werden zahlen und hungern. Eine Komödie führen gegenwärtig die französischen Ultramontanen auf. Zum Dank für den Erlaß der Enzyklika wollen sie dem Papste 20 000 französische Arbeiter als Pilger zuführen. Die glücklichen 20 000 Arbeiter, die in der heutigen Zeit der Arbeitskrise Romfahrten machen können, möchten wir eigentlich auch sehen. Am 19. b. Mts. wurden die ersten 2000 Arbeiter" bem Papste vorgeführt, der eine Reihe Redensarten im Sinne der Enzyklika zum Besten gab, die er mit folgenden Kraftfeellen schloß: " " Korrespondenzen und Parteinachrichten. " gerafft. In der ersten Morgenstunde des 18. September starb im nahen Ostseebade Glücksburg nach längerem Leiden unser braver Genosse und Freund, der Steuereinnehmer a. D. Robert Meck. Mit ihm ist ein rühriger Agitator unter der ländlichen Bevölkerung in der Umgegend Glücksburgs und ein treuer Berather der dortigen Genossen von uns geschieden. Ehre seinem AnDenken! # * Stakfurt. In einem Vortrage über die Noth der Zeit, wobei auch die Entstehung des Kartells Erwähnung fand, führte Die Wildberger'sche Aeußerung, daß sozialdemokratischen Genosse Märtens die Nationalliberalen an und Reichstags- Abgeordneten aus der Parteikasse Subventionen ge- fagte dabei:" Bald hätte ich gesagt: miserable Partei." macht worden seien, ist von der gegnerischen Preffe natürlich mit Der überwachende Beamte gab dagegen in seinem Bericht an, Begeisterung aufgenommen und entsprechend phantasievoll aus das Wort„ miserabel" sei im Laufe des Vortrages dreimal gegeschmückt worden. Die Münchener Neuesten Nachrichten", fallen und zwar in der Bedeutung, daß die Rechtsprechung deren Zuverlässigkeit wir auch an anderer Stelle der heutigen eine miserable sei. Das hatte für Märtens eine Anflage wegen Nummer kennzeichnen, fehlten bei der Verwerthung der Wild- Berächtlichmachung von Staatseinrichtungen zur Folge. Die von berger'schen Enthüllungen" natürlich nicht, ebensowenig Eugen Märtens als Entlastungszeugen angeführten Genoffen Holz und Richter's Freisinnige Zeitung". Der Reichstags- Abgeordnete Wiezorowski bekundeten unter Eid, daß das Wort miserabel nicht Sarm, welchem diesmal die Anzapfung galt, fette aber die dreimal, sondern nur einmal, und nicht in Bezug auf StaatsBiedermänner von den Münchener Neuesten" und der Frei- einrichtungen, sondern mit Beziehung auf die nationalliberale, finnigen" sofort auf den Sand mit folgender Erklärung: bezw. die Kartellparteien gefallen set, der überwachende PolzeiAbgeordnete, welchem aus der Parteitaffe mehrere tausend Mart wurde Märtens zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt, und Holz Die" Freifinnige Beitung" schreibt:" Der sozialdemokratische beamte aber beschwor seine Aussage gleichfalls und darauf hin als Darlehn gegeben worden sind, ist nach den Münchener und Wierzowski wegen angeblich wissentlichen Meineids verNeuesten Nachrichten" Herr Sarm( Elberfeld). Das Darlehen haftet. Bis jest find in dieser Sache 26 Entlastungszeugen verfei bewilligt worden, weil sonst eine Neuwahl nothwendig genommen worden, darunter 5 zweimal. Von letteren, welche verworden wäre, die noch größere Rosten seitens der Partei erfordert eidigt wurden, kam einer namens Neßler nachträglich gleichfalls hätte. Die Neuwahl hätte vorgenommen werden müssen, weil in Haft. der Konkurs des Kaufmanns Harm diesen unfähig gemacht hätte, Benützt die Freiheit und Ruhe, welche Cure Arbeit klären, daß mir vor nunmehr drei Jahren 1000 Mart seitens der geblicher Veranstaltung eines verbotenen Festdem Reichstag anzugehören." Dem gegenüber habe ich zu er 21 Parteigenoffen standen am 17. September wegen angeber Euch gönnen, zur Erfüllung der religiösen Partei bewilligt worden sind, well mir die Aufrechterhaltung zuges vor dem Schöffengericht in Uetersen, nachdem die Pflichten. In der Arbeit seid fleißig und gelebrig. Der Freien Presse" sonst aur Unmöglichkeit geworden Angelegenheit schon einmalam 18. Juli- verhandelt worden Vermeidet die Gottlosen, welche insbesondere unter dem wäre." Uebrigens haben obige 1000 Mart schon im großen war. Der Anklage lag folgender Thatbestand zu Grunde. Am Namen von Sozialisten auftreten, um die soziale Ordnung Sozialistenprozesse eine Rolle gespielt, denn in den Büchern, 5. Juli hatte der Arbeiter- Bildungsverein in Uetersen eine zu Eurem Schaden umzustürzen. Bildet unter dem welche seitens der hiesigen Staatsanwaltschaft mit Beschlag belegt Festlichkeit arrangirt, wozu auch der Pinneberger Arbeiter hohen Patronat der Bischöfe Vereine, in welchen ihr, waren, war genannter Betrag vollständig gebucht. Fr. Harm, Bildungsverein eingeladen war; derfelbe hatte ein paar Tage wie in einer zweiten Familie, rechtschaffene Freude, Licht in Mitglied des Reichstags." Schwierigkeiten, Kraft in Kämpfen, Stüße im Siechthum und vor dem Jeste um Erlaubniß zur Veranstaltung eines öffentlichen im Alter finden werdet. Gebet Euren Kindern eine moralische Aufzuges bei der Behörde nachgesucht, jedoch wurde diese Gechristliche Erziehung und sichert ihnen durch weise Ertnecht habe sich geweigert, in München in einer Bersammlung Pinneberger von Uetersen gestellt werden und wurde, als einige Durch die gegnerische Presse läuft die Nachricht, Lieb nehmigung nicht ertheilt. Die Weusit sollte auf Ersuchen der sparnisse eine ruhige Zukunft." mit Bollmar zusammen aufzutreten. Die Münchener Neuesten Genossen den Pinneberger Verein abholten, auch mitgenommen. Die Ruhe, die der Arbeitgeber dem Arbeitssklaven Nachrichten", welche diefe Mittheilung zuerst brachten, fügten Als nun die Pinneberger im Strug zum grünen Kranze" gönnt, zum Beten benußen und durch weise Ersparnisse den derselben die billige Malice binzu: Die unbedeutenden tattischen antamen, theilten dieselben mit, daß ihnen der Festzug Kindern eine ruhige Zukunft sichern- wohlfeiler kann man Differenzen" der beiden sozialistischen Führer scheinen demnach nicht erlaubt sei, also auch nicht stattfinden könnte. So die soziale Frage wirklich nicht lösen! Und mit solchem Nachricht ist, wie gewöhnlich bei Mittheilungen der bürgerlichen Musikklänge der Stadt zu. Plöhlich, an einem Seitenwege, doch nicht so ganz leichter Natur zu sein. An dieser ganzen ging, es unter heiterem Geplauder und ohne Gerede glaubt man die Arbeiter über ihre Lage hinweg- Bresse über Berhältnisse unserer Partei, fein wahres Wort. Erst tauchte die heilige Hermandad auf und machte den Festtheiltäuschen zu können! Nebenbei hat der Papst eine sehr industrielle Ader bei bis zum Parteitag überhaupt nicht mehr Gegenstand von Aus- um nach dem Festlokale zu kommen. Diese Bevormundung wurde lich ist es selbstverständlich, daß die Bollmar'sche Angelegenheit nehmern Vorschriften, welchen Weg dieselben einschlagen sollten, dieser Gelegenheit verrathen. Bekanntlich hat er durch einandersegungen innerhalb der Partei, geschweige denn vor der natürlich zurückgewiesen und so ging man unter Aufsicht der unglückliches Börsenspiel seines Kassirers, eines frommen Deffentlichkeit fein fann, wie sie der gegnerischen Presse begreif- Bolizeibeamten durch die Stadt nach dem Festlokale. Die AnKardinals, 30 Millionen Frankender arme Gefangene licherweise sehr erwünscht wären, und giveitens hat das ver- flage stützt sich nun auf die Aussagen der beiden als Zeugen im Vatikane, für den die Pfennige der Wittwen und Waisen spätete Auftreten Liebknechts in München lediglich in veränderten geladenen Polizeibeamten Bingel und Borens, welche behaupteten, zusammengebettelt werden!- verloren. Wohl um nun die Dispositionen der bayerischen Parteigenoffen betreffe Liebknechts baß ein Festzug stattgefunden habe, aber nicht anzugeben wußten, Bilgerzüge noch weiter finanziell auszunußen und somit Agitationstour feinen Grund Veränderungen, die schon bei wer denselben geordnet hätte. der Abreise Liebknechts von Berlin getroffen waren. einen kleinen Ersatz für die verlorenen Millionen zu ge winnen, hat der Papst aus der heiligen Stätte des Vatikans ein Wirthshaus für die Pilger gemacht; jeder, der vier Franken zahlt, kann jetzt im Vatikan schlafen. Barmherzige Schwestern übernehmen die Küche, Mönche den Kellnerdienst. Fürwahr, die soziale Frage des Papstes und der Pilger ist gelöst, und fröhlich kann Leo XIII. fingen:" Der Papst lebt herrlich in der Welt!" # * * Die Verhandlung endete mit der kostenlosen Freis Kosten auf den Staat. sprechung sämmtlicher Angeklagten und Uebernahme der * Die Parteikonferenz für den Wahlkreis Friedberg: Büdingen wählte den Genossen Fritz Schmidt aus Friedberg bei Frankfurt a. M. zum Delegirten für den Erfurter Parteitag. Bei der Wahl ging man von der Ansicht aus, daß es sich empfehle, geftelt" war und überhaupt Frauen zugelassen werden sollten, ,, Weil sogar eine Frauensperson als Referentin aufzu Delegirten möglichst folche Parteigen offen zu wählen, welche deshalb hat der Magistrat von Bamberg eine für den im Streise selbst wohnen und deshalb die Verhältnisse deffelben 7. September angemeldet gewefene öffentliche Schneideram besten kennen; ferner fet öfterer Wechsel hinsichtlich der Per- und Schneiderinnen- Versammlung verboten. fonen der Delegirten insofern niglich, als dadurch eine größere Beschwerde ist natürlich eingelegt worden, trotzdem man im vore tagen thätig mitzuwirken. Bahl von Genossen in die Lage kommt, auf den wichtigen Partei- hinein sich versichert hält, daß sie erfolglos sein wird. Antwort wird nicht ertheilt. New- York, 11. September. Aus New York wird uns unteru 11. b. M. berichtet: Der diesjährige ,, Labor Day" ist nach den bis jetzt vorliegenden Nachrichten in Fernere Delegirtenwahlen zum Parteitag: Krefeld denjenigen Staaten unter größerer Betheiligung gefeiert Wesch, Frankfurt a. M. Schmidt und Emmel. worden, welche ihn noch nicht geseglich eingeführt haben, als in denen, wo dies der Fall ist. Gesetzlicher Eisenach. Am 18. September fand hier eine sehr gut beBriefhaffen der Redaktion. Feiertag ist er gegenwärtig in Colorado, Connecticut, Jowa, fuchte öffentliche fozialdemokratische Parteiverfammlung statt, in set Anfragen bitten wir die Abonnements Cuttung betzufügen. Brtefiich Massachusetts, Nebraska, New- Jersey, New- York, Ohio und reichem Beifall über die einzelnen Punkte des zweiten Theils des welcher der Stadtverordnete Ehrhardt aus Ludwigshafen unter Pennsylvanien. Diese Verschiedenheit in der Be Programm- Entwurfs referirte. Die Versammlung nahm darauf nicht gleich beim Damen genannt haben. Die heroftratische 2. 8. Sie fragen, warum wir den Zumpazius Gilles theiligung an der öffentlichen Feier hat freilich ihren Grund, folgende Resolution einstimmig an und es ist nöthig, darüber Mittheilung zu machen, da Parteiversammlung spricht sich wiederholt für den Programm- sollen. Dieser G. hat sich seit fast einem Jahre die erdenklichste Mühe Die heutige öffentliche Eitelkeit", die wir ihm beilegten, hätte Ihnen den Grund verrathen man sich sonst über den ganzen Labor Day" eine falsche entwurf aus, wie er vom Parteivorstande vorgelegt wurde; gleich gegeben, von uns genannt zu werden. Er gehört zum Geschlecht Vorstellung macht. zeitig spricht dieselbe ihre entschiedenste Mißbilligung aus über das jener Lebewesen in Heine's Wintermärchen", die um einen FußDie dee der Einführung eines Arbeiterfeiertags, wie fortgefente, die Partei so sehr schädigende Treiben einzelner Ber- tritt betteln. Für einen Fußtritt mit Namensnennung sie seiner Zeit von der Exekutive der„ Federation of Labor" liner Genossen; sie hofft, daß der Parteitag dieser zum Gaudium wäre er vor Stolz in die Luft gesprungen. Wir zogen die Fußunferer Gegner betriebenen Heze endgiltig ein Ende macht, und tritte ohne Namensnennung vor und verurtheilten ihn zur angeregt wurde, fand in allen Arbeiterkreisen in den erklärt im weiteren, daß sie mit der Thätigkeit der Fraktion wie Anonymität. Jezt, da der G. die Ohrfeigen Aveling's ab einen sofort, in den anderen später- Antlang. Denen, auch mit derjenigen der Parteileitung vollkommen zufrieden ist." hat, kann man ihm ja den Gefallen der Namensnennung thun. welche die dee sofort aufgriffen und dafür wirkten- den Zum Delegirten für den Parteitag wurde nach kurzer Debatte Habet und Habeat! Er hat sein Theil und kann noch mehr fortschrittlichen Elementen- schwebte dabei vor, durch der hiesige Bertrauensmann der Partei, Genoffe Pätzold, ein haben. einen solchen Arbeiterfeiertag ein neues Mittel zu erhalten, stimmig gewählt. Die Versammlung schloß mit einem Hoch auf um den Arbeitern der Vereinigten Staaten den Begriff ihrer die internationale Sozialdemokratie. Rlassenlage zum besseren Verständniß zu bringen. Wie man sich in diesem Lande in Bezug auf die arbeitende Flensburg, 20. September. Die am 8. d. Mts. im Tivoli Klasse aber in jeder Beziehung„ merschdendeels" verrechnet, für Flensburg und Umgegend faßte nach den Referaten der Gestattgehabte Monatsversammlung des Allgemeinen Arbeitervereins so muß dies auch bezüglich des„ Labor Day" konstatirt noffen Mahlte und Bentrup über den vom Parteivorstand ver werden. Ich brauche hierbei nur darauf hinzuweisen, daß öffentlichten Entwurf sum Parteiprogramm einstimmig eine Re& B. in Buffalo der Gouverneur des Staates New- York, solution, in welcher sie sich mit dem vom Parteivorstand aus* W. Herrmann. Da wir der Sache zu fern stehen, um entscheiden zu können, wer recht hat, so müssen wir um eine amtliche Mittheilung des hiesigen Verbandsbevollmächtigten der Tabatarbeiter bitten. im Uebrigen find Warnungen erst dem Parteivorstand zuzusenden. 3. E., Wiesbaden. Es ist uns keine Warnung zugegangen; R. Sch. 50. Wir können Ihnen keine Auskunft geben. treffenden Stelle angekommen F. Schmidt, Friedberg. Das Schreiben ist an der be Theater. Mittwoch, den 23. September. Opernhaus. Die Hochzeit des Figaro. Schauspielhaus. Zriny. Lessing- Theater. Der Fall Clemenceau. Berliner Theater. Väter und Söhne. Residenz- Theater. Georgette. Deutsches Theater. Der blaue Brief. Circus Renz. Mittwoch, den 23. September 1891, Abends 7/4 Uhr: Auf Helgoland oder: 317M Ebbe und Fluth. Große hydrologische AusstattungsPantomime in 2 Abtheilungen mit Unserem Freunde und Kollegen A. Dähne eine herzliche Gratulation zu seinem Feste, daß Du uns nicht durften läßt. 39. Geburtstage und wünschen zu dem 1619b] Deine Kollegen vom Bau. Unserm Vorsitzenden und Kollegen Gust. Assmann Oeffentliche Versammlung der Tischler u. Berufsgenossen am Donnerstag, den 24. September, Abends 8 Uhr, in Feuerstein's grossem Saal, Alte Jakobstrasse No. 75. Tagesordnung: Gründung einer Zahlstelle des deutschen Tischler- Verbandes zu Berlin. Um zahlreiches Erscheinen ersucht J. A.: Die Kommission. zum heutigen Geburtstage die herzlichsten Glückwünsche. 261/20 250/17 Die Vorstandsmitglieder Wallner- Theater. Der Mann mit National- Tänzen( 60 Damen), Auf- des Vereins der Sattler und Fachgen Freie Vereinigung sämmtlicher in der Papier- Industrie hundert Köpfen. Musikalisch deklamatorische Abendunterhaltung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Pariser Lebent. Thomas- Theater. Im siebenten Himmel. Berlin unter Ostend Theater. Wasser. Bellealliance- Theater. JungDeutschland zur See. Adolph Ernst Theater. große Prophet. Alexanderplat- Theater. Schwarze Brüder. Der Feenpalast. Spezialitäten- Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezügen 2c., Dampfschiff- u. Segelbootfahrten, Wasserfällen, Riesen- Fontänen mit allerlei Lichteffekten 2c., arrangirt u. inscenirt vom Dir. E. Renz. Debüt derberühmten Kunstschwimmerinnen 3 Geschwister Janson. Schluß- Tableau: Grande Fontaine lumineuse, in einer Höhe von mehr denn 80 Fuss ausstrahlend. Außerdem: Pascha, Othello, Satan, Nero, Mohr und Pipifax( Trakehner Dem Herrn Fritz Damenberg in Scheffer's Lokal, Inselstrasse 10: beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen Berlins u. Umg. in Pankow zu seinem 25. Wiegen- Heute, Mittwoch, den 23. September, Abends 8 Uhr, feste eiu dreimal donnerndes Hoch, daß die ganze Rohrfabrik wackelt und sein Sieschen voll Freuden vor die Maschine zappelt. Na die Marie to a so a bis't [ 1618b och leben. T. F. P. D. Heute früh 4 Uhr verschied sanft nach langem schweren Leiden mein lieber Mann, der Stuckateur Franz Lucas. Grosse Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag der Genoffin Ottilie Baader über ,, Kapital und Arbeit". 2. Bericht über Arbeitsnachweis und Rechtsschuh. 1 N welche genom 1. M 3. Verschiedenes und Fragekasten. Der wichtigen Tagesordnung wegen erwartet zahlreiches Erscheinen 2. W 254/6 Der Vorstand. 3. M NB. Billets zu dem am 17. Oktober bei Norbert, Beuthstr. 22, stattfindenden Vergnügen gelangen zur Ausgabe. 4. 29 5. 2 6. V Mitglieder- Versammlung 1627b Der Freien Vereinigung der Maurer Berlins Rapphengste) in ganz neuem Genre Berlin, den 21. September 1891. in Freiheit dressirt und vorgeführt von Marie Lucas geb. Mo II. Die Beerdigung findet am DonnersHerrn Franz Renz. The goldbird ger. von Frl. Clot. Hager. Schulpferd Cyd tag, den 24. September, Nachmittags zialitäten- Vorstellung. geritten von Herrn Gaberel. Alaskas. 4 Uhr, vom Trauerhause ReichenThenter der Reichshallen. Spe- Miss Aida m. ihren 5 dress. Miniatur- bergerstr. 63 aus nach dem Neuen zialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor- Hunden. Auftreten d. weltberühmten Jacobi- Kirchhof statt. 4 Gebr. Briatore. Pas de deux Am 20. d. M. verstarb nach langem moderne auf 2 Pferden v. Geschwister Leiden an der Schwindsucht unser Chiarini. Auftreten der Reitkünstlerin lieber Kollege, der Töpfer Sisters Lawrense, d. Parforcereiters Mlle. Adele, der amerit. Künstlerinnen Carl Sasse. Mr. Pierre 2c. Romische Entrees und Intermezzos v. sämmtlichen Clowns. Morgen, Donnerstag: stellung. Spe Konkordia- Palast- Theater. zialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Eiskeller. Theater und SpezialitätenVorstellung. heaterd. Reichshallen Neu! Neu! Rosita, die Riesin. Neu! Neu!# ,, Auf Helgoland." E. Renz, Direktor. und Umgegend am Donnerstag, den 24. Septbr., Abends 8½ Uhr, bei Orschel, Sebastianstr. 39. Tages- Ordnung: Die Beerdigung findet am Mittwoch, 1. Vortrag des Genossen Lazarus über die Entstehung der Religion. den 23. September, Nachmittags 4 Uhr, 2. Distuffio n. 3. Antrag Jezorte und Liezegt, event. Berathung über denvon dem Krankenhause Friedrichshain selben. 4. Beschlußfassung über das an den Magistrat gerichtete Schreiben. nach dem Kirchhof der Zionsgemeinde 5. Verschiedenes und Fragekasten. Weißensee statt. 318/12 238/11 Zentral- Krankenkasse der Töpfer. Danksagung. Für die zahlreiche Betheiligung, soFür nur 10 Pfennige wie für die reiche Blumenspende bei Spandau! Der Vorstand. kann sich jede Hausfrau überzeugen, der Beerdigung meines Sohnes, des Oeffentl. Volks- Versammlung Hunde- Orchester. welch große Ersparniß erzielt wird, Gürtlers Wilhelm Dübelt am Anfang 72 Uhr. u. f. w. Gratweil'sche Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Heute sowie täglich: Auftreten der Hamburger Gaudebrüder Konzert- und Roupletsänger. wenn man zum Bohnenkaffee bis zur 19. d M., sage ich hiermit meinen tiefHälfte gemischt, gefühltesten Dant, insbesonders dem Hrn. Prediger Krüger für die trostreichen Worte am Grabe des Entschlafenen. Kathreiner's Kneipp's Wittwe Dübelt geb. Göze. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten, insbesondere den Mitgliedern der Zahlam Sonnabend, den 26. d. M., Abends 8 Uhr, im Saale der Spandauer Bergbranerei. Zages Ordnung: 1. Vericht über den Brüsseler Kongreß. 2. Der Programm- Entwurf. 3. Wahl eines Delegirten zum Parteitag. 4. Wahl einer Lokal- Kommission. 1610b Malzkaffee stelle Berlin I des Zentralverbandes deutscher Maurer, sowie dem Gesang- der verwendet; im Geschmack ist gegen Versammlung Der Einberufer. Mitglieder- Versammlung Filiale der Steindrucker des Kranken- UnterſtühungsBerlins Donnerstag, d. 24. Sept., Abends 81/2 Uhr, reinen Bohnenkaffee taum ein Unter- verein Gemüthlichkeit für die rege BeAnfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntagsschied zu bemerken. Probepakete theiligung bei der Beerdigung meines 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 Pf. à 10 Pfg. find wie die plombirte lieben Mannes, unseres guten Baters, Sonntags 25 Pf. Empfehle meinen berühmten Mittags- Namenszug Kneipp's und mit unserer sagen wir hiermit unseren tiefgefühltesten 1/2 und 1/4 Kilo- Packung mit Bild und des Puzzers August Nieczecki, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75. tisch à la Duval. 3 Regelbahnen Unterschrift versehen. 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Mit Porträt. Der Tuberkelbazillus und das Koch'sche Heilmittel. Mit Abbildungen.- Heimkehr aus Kamerun.( Gedicht.) Mit Illustration.- Fliegende Blätter. ( Humoristisches.) Die Sehmaschine. Humoreste von M. Regel. Mit Juftrationen. Auflösungen der Räthsel aus 1891. Räthsel und Charaden. 93 Wir empfehlen den vorliegenden 16. Jahrgang des Neuen Welt- Kalender" jedem Parteigenofen zur AnSchaffung und zur weitesten Verbreitung in indifferenten Kreisen. Derselbe ist ein vorzügliches Agitationsmittel und steht durch seinen gewählten Inhalt weit über der gesammten sonstigen Kalender- Literatur. Wiederverkäufern, sowie für Partiebezug, hoher Rabatt. Tages Ordnung: 1. Geschäftliches. Wahl des Kassirers. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Vortrag des Kollegen Sillier: Die technische u. maschinelle Entwickelung unseres Berufs und die daraus entstehende Nothwendig keit der Organisation. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes und Fragetaften. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 207/13 Der Bevollmächtigte. 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Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW ,, Beuth straße 2. r. 19 t 29 Hal 3, 1, 1, Ft. b h 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 222. Die Wahlen der Delegirten zum Erfurter Parteitag, welche gestern Abend in allen sechs Berliner Wahlkreisen genommen wurden, ergaben folgendes Resultat: Mittwoch, den 23. September 1891. 8. Jahrg. Baues einer Handwerkerschule auf dem Waisenhaus- Grundstücke traut von den Stätten ihres öffentlichen Auftretens, aber dort er. erörtert wird, stehen sich in der Stadtverordneten- Versammlung scheinen sie nur in ihrem Flitterprunk mit dem angelernten zwei verschiedene Strömungen gegenüber. Dieselben sind in den Lächeln, und ein Blick in die Seele des merkwürdigen Völkchens, Berathungen des Ausschusses lebhaft zum Ausdruck gekommen. in die des blendenden Schimmers entkleideten Alltagsverhältnisse vor- Gegen die Uferstraße wird eingewendet, daß sie der Stadt etwa eröffnet sich dem staunenden Zuschauer nicht. Tiefere Einblicke 6-8 Millionen kosten werde, und es wird verneint, daß das erhalten wir durch ein Studium der Artistenblätter, in deren AnVerkehrsinteresse eine derartig hohe Aufwendung erheische. Etwas zeigen und Mittheilungen die Leutchen sich oftmals geben wie sie anderes würde es sein, wenn mit der Uferstraße eine Ladestraße ohne Trifot, Schminke und pomphafte Ausstaffirung wirklich verbunden sein könnte. Das sei aber nicht ausführbar und die sind. Den ganzen Schmerz einer geknickten Künstlerseele fühlen Uferstraße bleibe deshalb nur als Verkehrsstraße übrig. Die wir mit, wenn Fräulein Borista, erste ungarische LiederStraße kann nur in einer Breite von 15 Meter angelegt werden und sängerin", erklärt, daß ihre Stimme schöner denn je, und nicht, man verweist darauf, daß Uferstraßen in derselben Breite, als da find: wie neidische Kollegen behaupten, perdu" ist, und den Jubel Friedrichsgracht, An der Schleuse, Neu- Kölln, Am Schiffbauerdamm 2c. eines Glücklichen, dem im Großen und Ganzen nur todte Straßen sind. Die Gegner Bande eines bedauerlichen Irrthums zu es gelungen ist, die ehernen sprengen, lesen des Projekts machen ferner geltend, daß der Verkehr lang durch wir aus der Entlobungs- Anzeige" heraus, in welcher gehende Straßenzüge verlangt und sich nicht nach Belieben in Herr Jean Crassé mittheilt, daß seine Verlobung mit enge Straßen zwängen läßt und daß der Zug von Osten nach Fräulein Gerda Wagner Felicitas nach freundschaftlichem UeberWesten sich später nach vollständiger Verbreiterung der Wallstraße einkommen aufgehoben sei. Wie ernst es die Artisten mit der 6. Wahlkreis: Restaurateur Scholz, Schriftsteller Beus, noch mehr als jetzt über die neue Waisenbrücke durch die Wall- Hebung ihres Standes nehmen, ersehen wir aus der BrandFrau v. Hofstetten. straße und über den Spittelmarkt nach der Leipzigerstraße und martung eines sogenannten Konzertunternehmers in Bayern, der weiter wenden werde. Den Vortheil von der ganzen Straße für 60 M. monatlich jugendliche Chansonetten sucht, aber feine Sämmtliche Gewählte stehen auf dem Boden der bisherigen würden nur die Adjazenten haben. Man meint auch, daß die schüchterne, lieber etwas feck, denn das hiesige Publikum will es Zaklik der Partei. 1. Wahlkreis: Schuhmacher Th. Mehner, Schneider A. Täterow, Zigarrenhändler B. Stabernac. 2. Wahlkreis: Buchbinder Kleinert, Frau Ihrer. 3. Wahlkreis: Tischler Fris, Zigarrenhändler Börner. 4. Wahlkreis: Strumpfwirker Wengels, Restaurateur Tempel, Frau Rohrlac. 5. Wahlkreis: Die Versammlung wurde, während der Tapezier Biester sprach, aufgelöst. Tokales. Aussicht, von den letzteren die Hälfte der Anlagekosten erstattet so haben". Freilich steht mit der sittlichen Entrüstung hierüber zu bekommen, wenn sie an der Straße bauen, eine trügerische die Aufnahme der folgenden Anzeige nicht recht im Ginklang: sei, da sich die Adjazenten dieser Beitragspflicht leicht dadurch For Gentlemen. Zwei junge hübsche Artistinnen suchen die entziehen könnten, da sie die Bauten an der neuen Straße wohl Bekanntschaft refp. Unterstützung eines reichen älteren Herrn mit Fenstern, aber nicht mit Ausgängen versehen, weil behufs geselligen Verkehrs." Auch sonst ist nicht Alles heiter in ihnen der Zugang zu diesen Bauten ja von der dieser besonnenen Welt. Aus München wird berichtet, wie eine gekränktem Ehrgeiz sich die Adern zu Was den adjazirenden Sängerin aus Ueber fogenannte ,, Arbeiterfragen" zerbrechen sich manche Stralauerstraße aus offen stände. Leute mit Vorliebe die Köpfe, aus dem einfachen Grunde, weil Fiskus betrifft, so meint man, daß demselben eine Ufer öffnen gesucht, zum Glück aber nicht das rechte Messer dazu erstlich einmal die Arbeiterfrage heute im Vordergrunde der Straße gewiß ganz willkommen sein, daß er sich aber das erforder- gefunden habe, und auf zerrüttete Familienverhältnisse deutet liche Land sicher sehr hoch bezahlen lassen würde. öffentlichen Diskussion steht, und zweitens, weil ein Jeder sich sprecher der Userstraße glauben dagegen, mit 1/2 Millionen aus dessen sehnlicher Wunsch dahin geht, in einer Akrobatentruppe Die Für wohl das Angebot eines gewandten siebenzehnjährigen Knaben, für befähigt hält, in Arbeiterfragen mitzureden, es besser zu kommen zu können. Im Ausschusse ging die Ansicht der Mehrheit Aufnahme zu finden. Dieser Wunsch dürfte ihm erfüllt werden, wiffen, als die Arbeiter selber, weshalb diese auch gar nicht be- dahin, daß überall dort, wo es nur irgend ausführbar sei, Ufer- denn für alle Fächer des Spezialitätenwesens giebt es Lehrer, ja, fragt werden, sondern man bevormundet sie einfach, man überläßt die Sorge für das Wohlergehen der Arbeiter einer Anstraßen zum Zwecke der größeren Reinhaltung der Spree angelegt wer sich diesem Berufe widmen will, braucht für gewisse Zweige zahl Geheimer und sonstiger Räthe; die werden es schon machen! werden sollten. Für Alt- Berlin wird eine Uferstraße um so mehr gar keine Vorkenntnisse. Ein Fabrikant in Hannover bietet ein Ein schon vielfach diskutirtes Thema ist die Frage, welches der Luft fehlt. Schließlich wird auch geltend gemacht, daß nach er- unter der gleichzeitigen Erklärung, daß der Unterricht bis zum empfohlen, als der Stadttheil eng bebaut ist und ihm Licht und reichhaltiges Verzeichniß von Zauberstücken und„ Illusionen" dar beste Lohnzahltag für die Arbeiter sei und ist schon viel herum folgter Verbreiterung der Gertraudtenstraße voraussichtlich auch vollendeten Künstler gratis" sei, wenn der Apparat bei ihm ge= experimentirt worden, um zu einem befriedigenden Resultate zu der Verkehr in der Stralauerstraße bedeutend zunehmen werde, fauft worden. Billig mag dieses Handwerkszeug freilich nicht gelangen, wie es scheint, noch immer erfolglos, denn ein Herr da der Zug von Osten nach Westen ebenso wohl die Stralauer sein, denn wir finden mannigfache Anzeigen, laut welchen geKarl Rode sieht sich veranlaßt, in der D. W." diese Frage straße, als auch die Wallstraße aufsucht. D. W." diese Frage straße, als auch die Wallstraße aussucht. So weit die Ansichten brauchte Requisiten wohlfeil zu kaufen gesucht werden. Hieraus nochmals zu erörtern. Die Arbeit des Herrn Rode verdiente über diese Frage. Ihre Entscheidung wird davon abhängen, erfahren wir zugleich, daß neuerdings das zarte Geschlecht mit nicht die ehrenvolle Erwähnung an dieser Stelle, wenn diefelbe welche Stellung der Fiskus dazu einnimmt, zu welchem Preise Vorliebe sich dem Athletenstande zuwendet. Außerordentlich nicht eben typisch wäre für die Ansichten derjenigen Leute, die berufen sind, über das Wohl und Wehe der Arbeiter zu berathen, er sein Land abtreten und wie sich der gesaminte Kostenanschlag preiswerth erscheint die Anleitung der Erlernung der Bauchrednerstellen würde. und wenn dieselbe nicht eine unfreiwillige Komik enthielte, deren funst, welche nur 2,50 M. fostet und Jedermann befähigt, binnen 14 Tagen diese edle Kunst vollendet auszuüben. Wer nach erheiternde Wirkung wir auch unseren Lesern zugänglich machen Die Witterung im Monat August. Mit dem August ist solchen und anderen lockenden Anerbietungen die Lust verspüren möchten. Also Herr Rode wendet sich gegen die Lohnauszahlung der letzte Sommermonat dahingegangen, ohne rechte sommerliche sollte, den bisher wenig lohnenden Beruf mit dem des Artisten am Ende der Woche, d. h. am Samstag( Sonnabend) Abend, und Witterung gebracht zu haben; gleich seinen Vorgängern muß auch zu vertauschen, indessen im Zweifel ist, welchem Zweige des zwar, weil er hierin eine große Gefahr für den Lohnempfänger er im Gesammtdurchschnitte als kühl und regnerisch bezeichnet Spezialitätenwesens er sich widmen soll, den verweisen wir auf liegend erblickt, unklug über seinen Verdienst zu verfügen." Und werden. Die Temperatur blieb überall in Norddeutschland gleich die große Ausstellung, welche demnächst in Hamburg auf die nun kommt die bekannte Litanei, wie der Arbeiter, wenn er des mäßig andauernd bis in die dritte Dekade hinein unter dem viel- Dauer von sechs Wochen eröffnet werden wird. Die Ausstellung Sonnabends Abends die Tasche voll Geld hat, das Bedürfniß jährigen Mittelwerthe, und erst am Monatsschlusse gab es einige wird ein Bild der Gesammtindustrie für Schaustellungen und fühlt, nach Vollbringung eines schweren Wochenwerkes sich eins Tage mit ziemlich hohen Wärmegraden. Das Monatsmittel liegt verwandte Branchen" geben, vom schlichten Flitter- und Laternenanzuthun, was ihm Herr Rode indessen nicht verübelt und meint: daher allgemein unter dem normalen, im Osten um etwa einen, fabrikanten bis zur Panoramamalerei und Wachsplastik. Wie Belohnen sich doch selbst hochgebildete Leute nach vollbrachten im Westen um etwa zwei Grad. Die Regenmenge war nicht so vielgestaltig das Artistenthum ist, bekundet das ständige, nach Werfen und erzielten Erfolgen in dem Bedürfniß nach Auf- bedeutend wie im voraufgegangenen Juli; ein beträchtlicher mehr als 40 besonderen Fächern geordnete Adressenverzeichniß. frischung mit kleinen Extravaganzen." Aber, so behauptet Herr Ueberschuß wurde nur in allen Küstenländern beobachtet, während Das Fach der Schwertschlucker weist allerdings nur noch einen Rode, allerdings eine freche Behauptung, ,, bei neun Zehnteln sich im eigentlichen Binnenlande der Arbeiter bleibt es nicht bei der Befriedigung dieses jittlichen gerechnet wenige Ausnahmen ab- einzigen Vertreter auf, während wir von Spezialitäten- ,, Schrifteher Mangel geltend machte. Dagegen war auch stellern" sechszehn zählen, davon neun in Berlin, und zwar einen, Triebes" und nun folgt das Gezeche, das Kartenspiel, die im August die Häufigkeit der Niederschläge wiederum außer der nebenbei noch Philosophie studirt, und einen Anderen, Böllerei 2c., der ganze große Wochenlohn wird verjubelt und ver- ordentlich groß, ja an vielen Stellen, z. B. der Nordsee- Küste, ver- welcher sich der Mitarbeiterschaft praßt, indessen die arme Familie daheim zusehen kann, wie sie ging fast kein Tag ohne Regen; nur die Provinz Posen scheint" Bazar" und leber Land und Meer" rühmt. Letzteres an den Zeitschriften zurecht kommt. So Herr Rode und Konsorten! Nun kommt auch in dieser Beziehung ziemlich trocken gewesen zu sein. Diesem ist ein verlockender Titel für den Artisten, denn über Land und das zweite Bild! Ist der Mann ordentlich" und bringt am Niederschlagscharakter entspricht die verschwindend kleine Zahl Meer führt ihn ja sein Beruf, der so international ist, wie fein Sonnabend Abend den Wochenlohn hübsch nach Hause, so ist der heiteren Tage und auch die ziemlich geringe Gesammtdauer anderer. Und daß der Künstler in der Fremde wohl aufgehoben nach der Ansicht des Herrn Rode dadurch noch nichts des Sonnenscheins, die nirgends mehr als die Hälfte und im sei, dafür sorgen die in allen Großstädten bestehenden Artistengebessert, denn an Stelle des Mannes tritt nun die Frau, Nordseegebiete nur ein Drittel der überhaupt möglichen Dauer heime", die ihm wohlfeil Quartier und Kost geben. Selbst in welche, nun sie auf einmal soviel Geld( den Wochen- betragen hat. Das andauernd kühle, veränderliche und zumeist entlegenen Moskau giebt es ein solches Heim, und daß es dort verdienst eines Arbeiters!) in die Hände bekommt, übermüthig regnerische Wetter der ersten, größeren Hälfte des August ver- gemüthlich zugeht, beweist der Zusay:" Familien können selbst wird und nun eine Fettlebe macht, wie er mit der erhaltenen dankt Norddeutschland dem Umstande, daß es sich fast un- kochen." Summe nicht im Einklange steht. Sonnabend und Sonntag wird unterbrochem am Rande nördlich vorbeiziehender Depressionen ,, bon" gelebt und die Woche hindurch wird gefastet. So machen befand, welche Winde aus dem westlichen Quadranten und mit Die Fenerbestattung dürfte in Kurzem in Berlin einen es die Arbeiter. Herr Rode und seine Gesinnungsgenossen müssen ihnen jene unbeständige, meist trübe Witterung und niedere tüchtigen Schritt vorwärts thun, wenn sich die Nachricht bedas ja wissen. Um aus diesem Dilemma herauszukommen, Temperatur bedingten. Später, um Beginn der dritten Dekade, stätigt, wonach die kürzliche Abordnung des Berliner Stadtraths wünscht Herr Rode im Interesse der Arbeiter einen anderen Zeit- überzogen die Minima Zentraleuropa selbst und machte sich da Friedel zur Einweihung der für die Feuerbestattung gewählten punkt der Lohnzahlung, als den Sonnabend Abend und kommt her gleichfalls noch keine Aenderung in den Witterungsverhält- neuen Stätte in Hamburg nur der Vorläufer einer in Erwägung dabei, nachdem er der Versuche gedacht und gefunden hat, daß nissen geltend. Erst vom 25. an, als eine von Südosten her gezogenen Vorlage des Magistrats an die Stadtverordneten- Verder Samstag( Sonnabend) der naturgemäßeste Lohnzahltag ist vorrückende Antizyklone den niederen Luftdruck zu verdrängen sammlung sei, auf dem allgemeinen städtischen Friedhofe zu und bleibt und daß sich kein Arbeiter mit einem anderen Tage begann und sich über Zentraleuropa verlagerte, trat bei südwest- Friedrichsfelde ein Krematorium zu errichten. Allerdings feien es als solchem befreunden könne, zu folgenden Schlußfolgerungen: lichen Winden beträchtliche Erwärmung und auch Aufklären nicht in erster Reihe ethische Erwägungen, welche dem Gedanken Es ist aber auch gar nicht nothwendig, einen anderen Tag, ein, so daß wenigstens der Monatsschluß schönes Wetter ge- bei unserem Magistrat größere Freunde gemächt haben, sondern als den Samstag zur Lohnzahlung zu nehmen, man gehe nur bracht hat. sehr praktische Gründe. Es handelt sich um die von Jahr zu von der Abendlöhnung ab. Denn gerade in der Abendlöhnung Jahr größer werdenden Kosten, welche die Bestattung der todt liegt der Hauptfehler. Man zahle die Löhne am Samstag Auch in den Vororten Berlins hat das gestrige Ge- aufgefundenen, unerkannt gebliebenen und anderer auf Kosten Mittag, bevor der Arbeiter zum Mittagessen nach Hause geht. Dann witter furchtbar gewüthet und mehrfachen Schaden angerichtet. der Stadt zu beerdigenden Personen veranlassen. Ein nach dem hat der Arbeiter noch keine Zeit in den Schnaps- oder Bierschank Ganz besonders start haben die östlichen und südlichen Vororte Gesetz auf zwanzig Jahre hin unantastbares Grab bürdet zu gehen und sich zum Kartenspielen festzusetzen, er muß im unter den Wassermassen zu leiden gehabt; Rixdorf stand, wie der Stadt in Berlin größere, mit der Zunahme der Stadt Gegentheil nach Hause eilen, um zur Nachmittagsarbeit wieder uns gemeldet wird, vorgestern Abend fast gänzlich unter immer wachsende Aufgaben auf, während ein Krematorium in pünktlich am Plaze zu sein. Er wird vielleicht seiner Frau nicht Wasser und namentlich gefährdet war die Bergstraße, woselbst Berlin die Kosten für die Bestattung sehr niedrig stellen würde. allen Lohn geben, sondern ein paar Groschen zum Abend für die Bürgersteige vielfach unterspült waren und die reißenden Als ein Vorläufer des Krematoriums in Berlin, von dem der jich behalten. Gut, das ist ihm zu gönnen, wenn die Familien- Wasserfluthen in die Keller und Souterrains der Gebäude Verein für Feuerbestattung hier eine große Zunahme seiner Mitverhältnisse es erlauben; dafür daß diese nicht zu kurz fommen, drangen, dieselben gänzlich überschwemmend. In Weißensee fah glieder erwartet, ist der Bau der Urnenhalle zu betrachten, die wird die Frau schon zu sorgen wissen. Sie selbst aber, die Frau, es ebenso schlimm aus und ganze Straßenzüge standen wieder einen weit versöhnlicheren, stimmungsvolleren Eindruck macht, hat nun den ganzen Nachmittag Zeit, hin und her zu überlegen, unter Waffer; furchtbar hat der Treptower Park unter den als es die großen Hallen in Mail and thun. Dort reiht sich in wie das Geld am zweckmäßigsten zum Wohle der Familie zu Regengüssen gelitten; die Fluthen haben die Wege aufgeriffen, langen Beilen in fachwerkartigem Gemäuer eine durch einen Berverwerthen ist, sie wird und braucht dabei auch des Sonntags, die Rieslagen fortgespült und den Rasen 30lltief verschluß dem Auge entzogene Urne an die andere. Hier in Berlin welcher bevorsteht, nicht zu vergessen." sandet. Bei Sadowa tenterte ein fleines Segelboot ist die Anordnung sehr wohl geeignet, erhebend zu wirken. Die Dem hier gemachten Vorschlage können wir uns wohl an- während des Gewitters, dessen Insasse, ein Kaufmann Urnen, deren Gestaltung dem künstlerischen Empfinden freien schließen, allerdings aus rein wirthschaftlichen Gründen, Arends aus Berlin, sich mittelst Schwimmgürtels ans Land Spielraum läßt, ruhen auf Postamenten oder Säulen, reicher und nicht aber aus den Gründen, wie sie von Herrn Rode rettete, während das Fahrzeug von den Wogen fortgetrieben geschmackvoller Blumenschmuck benimmt dem Kolumbarium den vorgeführt worden sind und die nur den Anschauungen wurde. Nicht unerheblich beschädigt wurde das Hausgeräth düsteren Charakter und läßt auch hier die Anordnung trostreich der Bourgeoisie entsprechen. Herr Rode war nur das eines Berliner Sommergastes durch einen„ falten Schlag" auf erscheinen, wie auf einem wohlgepflegten Friedhof. Das KreSprachrohr derselben und kennzeichnet sich selbst als Bourgeois. der Chaussee zwischen Grünau und Adlershof; dasselbe wurde matorium in Hamburg ist einstweilen zwar nur für in Hamburg Ein maßgebendes Urtheil über Arbeiterverhältnisse darf er sich kurz vor dem Gewitter mittelst Möbelwagens nach Berlin zurück- Verstorbene bestimmt, sobald indessen der Senat auch die Bedemnach nicht erlauben! geschafft, und als sich das Gefährt in der Nähe von Adlershof nuzung durch Auswärtige zuläßt, wird der Berliner Zweigverein befand, fuhr plöblich der Blizz in einen an der Chaussee stehenden seine Todten nicht mehr nach Gotha, sondern dorthin überführen, Ueber die Sozialdemokratie unter den Studirenden Baum, sprang von diesem ab auf den Möbelwagen und zer- der Weg ist beträchtlich kürzer, die Kosten werden sich sehr herabereifert sich„ Der Pharmazeut"( Gehilfenorgan). Er schwadronirt trümmerte das Hausgeräth theilweise. Seltsamerweise blieben mindern. folgendermaßen: Wie können diese Herren es mit den studen- der Kutscher sowie zwei auf dem Wagen sigende Arbeiter und tischen Ehrbegriffen vereinigen, auf Kosten der heutigen mensch die Pferde gänzlich unverletzt. Im Grunewald hat der Blitz drei Beugen, welche in dem Mordprozesse Heinze gebraucht werden Die Staatsanwaltschaft sucht mittelst Säulenanschlags noch lichen Gesellschaft sich die nöthigen Kenntnisse zu erwerben, um mehrfach in Bäume eingeschlagen, ohne jedoch zu zünden. wo möglich mit eben diesen Waffen die menschliche Gesellschafts- Wenig oder garnicht vom Gewitter berührt wurden die nörd- und zwar: den Arbeiter Louis Karl Johann Freudenordnung von Grund aus zu zerstören!" Menschliche Gesellschaft lichen und nordöstlichen Vororte, wie Pankow, Heinersdorf, polirer Emil Bellevue. Die durch diesen Säulenanschlag verhammer, den Maler Johann Siefert und den Möbelund tapitalistische( der Pharmazeut" nennt fie menschliche) Ge- Ahrensfelde. sellschaftsordnung in der Geschwindigkeit mit einander zu verschiedentlich hervorgerufene Befürchtung, daß bei Nichtermittlung tauschen, ist das Nonplusultra logischer Seiltänzerei. Der Friedrichsberg. Der Arbeiter- Bildungsverein zu Friedrichs- dieser Zeugen eine Vertagung der Verhandlung eintreten könnte, " Pharmazeut" bringt seinen Artikel, weil wir hoffen, daß sich berg beschloß in seiner letzten Versammlung, an den Eisenbahn- erscheint nach Lage der Sache nicht begründet. Diese dret auch fernerhin jeder zur Universität übertretende junge Apotheker so Minister eine Petition abzusenden, in welcher um Pflasterung viel flaren und verständigen Sinn bewahren möge, um nicht von des Aufganges zum Bahnhof gebeten wird. Alle sich hierfür agitatorischen Trugbildern sich einfangen zu lassen". Wenn der Interessirenden werden ersucht, diese Petition, welche im Lokale Berfasser seine Erwartung für begründet hielt, wäre aber doch des Herrn Spitzig aufliegt, zu unterschreiben. jein Artikel vollkommen überflüssig gewesen. Für und gegen die Aulegung einer Uferstraße zwischen Waisenbrücke und Mühlendamm, welche jetzt gelegentlich des Beugen sind nicht von ausschlaggebender Bedeutung, aber ihre Aussagen sind wohl geeignet, die gegen den Angeklagten Heinze vorhandenen Verdachtsmomente zu verstärken. Heinze war bes fanntlich schon am 8. März 1888 unter dem Verdachte, den Nachts wächter Braun ermordet zu haben, verhaftet, nach etwa zehn Von Zeit zu Zeit einen Blick hinter die Kulissen der Wochen aber wegen Mangels ausreichender Beweise wieder Artiſtenwelt zu thun, macht Vergnügen. Die Jünger und freigelassen worden. worden. Ueber diese seine erste Untersuchung Jügerinnen der zehnten und elften Muse sind ja Jedermann ver- hat er nun seinen späteren Mitgefangenen, zu denen auch die drei jetzt Gesuchten gehören, eine Reihe von Mit- Portemonnaie und Visitentasche mit einem Badebillet zum Kaiser| Haupte. In einzelnen Fällen war der Unterschied ein so großer, theilungen gemacht, welche auf eine Theilnahme am Morde Wilhelm- Bade in Berlin bei sich und scheint den Tod durch Ver- daß die Frauen den heiß ersehnten Haarschmuck überhaupt nicht schließen lassen und namentlich auch sich auf angebliche Verfol- giftung herbeigeführt zu haben. Der Zweite, ein kaum dreißig zu tragen vermochten, in anderen Fällen wurde direkt die Begungen der Heinze durch den Wächter Braun bezogen. Bleiben jähriger junger Mann, von außerordentlich kräftigem Körperbau, schuldigung erhoben, daß die Böpfe gar nicht aus den gelieferten die Gesuchten unermittelt, so ist immer noch eine Anzahl von hat sich durch einen Schuß getödtet, und der Dritte, ein Mann Haaren angefertigt, sondern schon fertige, minderwerthige Höpfe ehemaligen Mitgefangenen vorhanden, welche die vorhandene im Alter von 45 bis 50 Jahren, wurde erhängt vorgefunden. untergeschoben worden seien. Das Schöffengericht hatte 1. 3. Lücke ausfüllen. Wie wir hören, werden sich unter den Zeugen Derselbe trug u. A. einen Hut mit der Firma G. Köpfe, Berlin S., diese Beschuldigung für erwiesen erachtet und Frau H. zu einer zwöf Strafgefangene aus Plößensee befinden, welche, um den Prinzenstr. 60 und ein mit A. E. gezeichnetes Taschentuch bei kleinen Freiheitsstrafe verurtheilt. Bei der gestrigen fortgesetzten Transport zu vermeiden, bei Beginn des Prozesses fich. Angaben über die Identität der Selbstmörder sind an den Verhandlung in der Berufungsinstanz verwandelte sich der Gehierher befördert und dann während der Dauer der Verhand- Oberförster Grafen d'Haufsonville im Forsthaus Grunewald bei richtssaal in eine Art Hochschule für Friseure und solche, die es lungen hier im Untersuchungsgefängniß behalten werden. Zur Zehlendorf zu richten. werden wollen. Zwei anwesende Vertreter der Friseurinnung, Aufrechterhaltung der Ordnung im Gerichtsgebäude während der welche an Ort und Stelle die Zöpfe der angeblich betrogenen Verhandlungen sollen angeblich dreißig Schuhleute kommandirt Selbstmord. Vergiftet hat sich in der gestrigen Nacht die Landschönen zu untersuchen hatten, sielen sich auch gegenseitig werden. Frau eines in der Brunnenstraße wohnenden Handwerkers A.; einigermaßen in die Haare und waren über die Frage, ob die ein ehelicher Streit des erst seit fünf Wochen verheiratheten Angeklagte nicht nur" falsche Behauptungen" verfertigt, sondern Ueber den Unglücksfall auf dem Schießplatz bei Jüter Paares regte die junge Frau derartig auf, daß sie am Sonntag auch aufgestellt habe, grundverschiedener Meinung. Bei dieser bogk werden noch folgende Einzelheiten mitgetheilt: Die Kata- Nachmittag zu Verwandten, die sie erzogen hatten, zurückkehrte Sachlage sah der Gerichtshof nur einen Weg, um aus dem strophe ereignete sich am Schlusse der Schießübung; es war der und weinend erklärte, daß sie mit ihrem Gatten, der schon wäh- Dilemma herauszukommen: er beschloß, als Obergutachter in letzte Schuß, den das Regiment noch abzufeuern hatte. Als der rend der Flitterwochen fie beleidige, nicht weiter leben könne! dieser haarigen Angelegenheit den Oberfriseur am Schauspielfelbe nicht losging, rief der Major v. Eckartsberg den Waffen- Natürlich gaben ihre Angehörigen der sich wie verzweifelt Ge- hause August Boltz zu laden, welcher nun in einem nächsten meister Schmidt herbei, damit dieser die Entladung bewirke. berdenden Unrecht und diese nahm unter lautem Schluchzen Ab- Termine mit den beiden dissentirenden Genossen der Künst Schinidt ging völlig nach Vorschrift zu Werke, indem er die schied mit den Worten: Ihr treibt mich ja in den Tod!" In hoffentlich zu einer endgiltigen Entscheidung kommen wird. Panzertonne umdrehte und das Geschoß nach hinten herausstoßen der That fonnte Niemand ahnen, daß die Exaltirte wenige wollte. Hierbei hat sich wahrscheinlich unverbranntes Pulver- Stunden später ihre Worte wahr machen würde. In Abwesen- Die Verhandlung gegen den Geh. Hofrath a. D. Manché, dasselbe soll von ältester Art gewesen sein entzündet, und das heit ihres Mannes, der schmollend die ganze Nacht nicht nach den früheren Vorsteher des Bureaus des Geh. Zivilkabinets, Geschoß, eine ungefähr 50 Kugeln enthaltende Kartätsche, wurde Hause kam, nahm die A. Gift- Arsenik- und wurde gestern gegen welchen das Verfahren wegen Unterschlagung, be= nach hinten zu herausgetrieben. Dem Waffenmeister, der das Ge- Morgen todt aufgefunden. Die Leiche der ingendlichen Selbst- gangen gegen den Kaufmann Thomas von der Firma Thomas schoß mit beiden Händen herausstoßen wollte, ist die eine Hand ganz, mörderin wurde nach der Morgue geschafft. u. Keiling, eröffnet worden ist, findet am 13. Oftober vor der die andere zur Hälfte abgerissen. Der unglückliche Mann wollte sich III. Straffammer statt. Bekanntlich sind durch die s. 3. tonam 6. Oft. verheirathen. Zur Ausbildung in seinem Fach hatte er bei Einen Doppel- Selbstmord begingen Sonntag Nachmittag fiszirte Broschüre des Rektors Ahlwardt gewisse Vorgänge bei dem Verfertiger dieser Geschützart, Gruson in Magdeburg, einen am Rummelsburger See vor den Augen der Gäste des gegen- Ordens- und Titelverleihungen zur Sprache gekommen, welche Kursus absolvirt. Ueber den Zustand der übrigen Verunglückten überliegenden Restaurants ein Herr und eine Dame, welche sich, der Staatsanwaltschaft zur Erhebung der jetzigen Anklage Verwird berichtet: Major v. Eckartsberg, der sich in der Bergmann- vollständig entkleidet, von einem Fischkaften aus ins Wasser anlaffung gegeben haben. Der Verhandlung wird man mit schen Klinik in Berlin befindet, hat eine Kugel in die Schulter stürzten. Da des Sonntags wegen sich feine Schiffer in der Nähe großem Interesse entgegensehen können, da einzelne Mißstände, und eine in den Mund erhalten, die zum Theil den Unterkiefer befanden, war eine Rettung unmöglich. Die Leiche der Dame welche auf diesem Gebiete bisher obgewaltet haben, eine grelle zerschlug. Beide Kugeln sind jedoch entfernt und es ist sichere wurde bereits am Abend angeschwemmt und geborgen, während Beleuchtung erfahren dürften. Der Vertheidiger R.-A. Dr. Ha ase Hoffnung auf Genesung vorhanden. Hauptmann Ed, in Pflege die des Mannes noch nicht gefunden ist. Aus Briefen, welche hat zur Entlastung des Angeklagten neuerdings noch mehrere bei seinen Eltern in Berlin, erhielt eine Kugel in den Kopf, die sich in den Kleidern der Selbstmörderin befanden, geht hervor, hochstehende Beamte vorladen lassen. auch bereits herausgezogen ist. Er wird keinen dauernden daß unglückliche Liebe das Motiv der Verzweiflungsthat war. Schaden an seiner Gesundheit erleiden. Am schwersten verwundet Wegen Betruges stand gestern der frühere Nachtwächter ist der Kanonier Hambach von der 4. Kompagnie, der eine Kugel Fuhrherr Lieprich nach der Sanitätswache, Adalbertstr. 10, Derselbe war seit fünf Jahren städtischer Nachtwächter, meldete Mit zermalmten Beinen wurde am Montag Mittag der Michael Siegmund vor dem hiesigen Schöffengericht. in die Stirn erhielt, die ins Gehirn drang. Au feinem Auf- auf seinem eigenen Wagen gefahren. Der Nermste hatte, wie es sich aber am 15. April cr. frank und gleichzeitig zum 1. Mai kommen wird gezweifelt. Schwer verwundet ist ferner der Unter- bie Führer von Arbeitswagen leider häufig zu thun pflegen, feit- fein Ausscheiden aus dem Dienste an. Er ist in seinen dienſtoffizier Proch, dem der Unterkiefer auseinandergeriffen ist, und wärts auf seinem Wagen gesessen und die Beine hinunterhängen lichen Obliegenheiten vom 15. April ab durch einen Reserveder Obergefreite Roggendorf. Mehrere Mannschaften sind leicht lassen. Da ist ein entgegenkommender Rollwagen so dicht an den wächter vertreten worden und am 30. April thatsächlich aus dem verwundet. Der Zustand des Schmidt ist lebensgefährlich. Bei 2.schen Wagen gerathen, daß er 2.'s Beine erfaßte und zer- Dienst geschieden. Trotzdem ist er noch am 1. Mai zu den Major v. Eckartsberg ist noch eine Gehirnerschütterung hinzu- malmte. Der rechte Fuß trug außer den Fleischwunden einen Hauswirthen seines Reviers gegangen und hat das sodoppelten Bruch des Schienen- und des Wadenbeines, der linke genannte Schlüsselgeld, welches den Nachtwächtern als Zwanzig Jahre eine dicke Stopfnadel im Körper zu furchtbare Quetschungen davon. Nach Erhalt der ersten ärzt- Nebenverdienst zu ihrem Gehalt zufließt, einkassirt, ohne tragen, dies zweifelhafte Vergnügen hat der Bäckergeselle Karl lichen Hilfe mußte Fuhrherr 2. in das nächste Krankenhaus ge- seinem Vertreter den pflichtgemäßen Antheil abzugeben. Der Schoch, welcher beim Bäckermeister Lieber, in der Adalbert- schafft werden. Sein Schmerzgeschrei war unbeschreiblich. Nach Angeklagte entschuldigte sich damit, daß er die Sache so gehandstraße, zuletzt Gefelle war, gehabt. Die Stopfnadel ist ihm als ärztlichem Gutachten dürfte L. beide Beine verlieren und durch habt habe, wie er es seit 5 Jahren von anderen Nachtwächtern Säugling in den Körper gerathen und wurde von dem Er- die Amputation, sofern nicht Alles gut verläuft, schließlich noch in ähnlicher Lage gesehen und sein Vertheidiger, Rechtsanwalt wachsenen längst für ausgeschieden gehalten, bis sich dieser Tage, sein Leben. 2. ist der Ernährer einer Familie. Dr. Haase suchte den Gerichtshof zu überzeugen, daß hier höchstens als er Holz abladen half, plötzlich ein stechender Schmerz im rechten Oberarm bemerkbar machte. Der Schmerz steigerte sich unglückte ein Tischlerlehrling so, daß ihm der rechte Arm vom welchem den Nachtwächtern genaue Fingerzeige bezüglich der Abein zivilrechtlicher Anspruch gegen den Angeklagten geltend zu In der Möbelfabrik von W. Eckert, Ruppinerstr. 9, ver- machen sei. Da aber ein bestimmter Tagesbefehl besteht, in dermaßen, daß Schoch seinen Arm genauer untersuchte. Da war Körper vollständig abgerissen wurde. die Spize der Stopfnadel durch die Weichtheile gedrungen und Lazarus- Krankenhause gebracht. Der junge Mann ist 16 Jahre das Schöffengericht den Angeklagten zwar nicht des Betruges, rechnung mit etwaigen Stellvertretern gegeben sind, so erachtete lugte vor. Von einem Arzte der Sanitätswache Adalbertstr. 10, alt und wohnt bei seinen Eltern Ruppinerstr. 9. wohin Sch. sich unverzüglich gewendet hatte, wurde er von der wohl aber der Unterschlagung für schuldig und verurtheilte Nadel befreit. Die Entfernung der Nadel aus dem Arm des Patienten erforderte eine schmerzhafte Operation und der Arzt ihn zu 20 M. Geldbuße. hatte nicht geringe Mühe, die Nadel, welche sich um den Knochen gebogen hatte und fest in ihr nunmehriges Lager eingewachsen war, zu lösen. Am Sonnabend ist die Operation erfolgt; das Befinden Schoch's ist nicht unbedenklich. getreten. Er wurde nach dem Vor dem Hause Große Frankfurterstr. 67 ein fünfjähriger Knabe von einem Polizeibericht. Am 21. d. M. Vormittags wurde vor dem Pferdebahnwagen überfahren und am rechten Arm so bedeutend die 92. Abtheilung des Schöffenger ichts. Der auf der AnklageEin krasser Fall von Thierquälerei beschäftigte gestern verlegt, daß er nach dem Krankenhause am Friedrichshain ge bank befindliche Fuhrherr Anton Brause bereitete ben bracht werden mußte. Zu derselben Zeit wurde vor dem Hause Passanten der Lutherstraße am Vormittage des 9. Mai einen Prinzen- Allee 21 a die zweijährige Frieda Haafe von einem aus abstoßenden Aublic. Er hatte vor seinem Wagen ein Pferd, Eine Schreckensszene verursachte vorgestern Nachmittag hierbei eine bedeutende Quetschung beider Beine. dem Thorwege herausfahrenden Wagen überjahren und erlitt welches einen jämmerlichen Eindruck machte. Es hatte am gegen 4 Uhr in einem Anfalle von Tobsucht der Hausdiener Hause Neue Königstr. 84 wurde Mittwoch eine Frau von einem Kopf, Hals, an den Fesselgelenken und Süsten, alſo faſt an Hildesheimer im Spielwaarengeschäfte von Emma Bette, Leip- Geschäftswagen überfahren und am linken Auge und dem linken gingen und nur nothdürftig mit Theer beschmiert waren, um ganzen Körper, Wunden, die zum Theil bis auf den Knochen zigerstr. 34. Hildesheimer ergriff nämlich plötzlich einen Hammer, Bein bedeutend verlegt. As an demselben Tage Nachmittags bie Fliegen abzuhalten. Wie der Thierarzt vor Gericht be As an demselben Tage Nachmittags hieb damit auf eine der Verkäuferinnen ein und zertrümmerte in der Möbeltischlerei von Eckert, Ruppinerstraße 9, der Arbeiter fundete, waren die Hinterbeine von Rheuma heimgesucht, sodann eine Menge Spielwaaren. Darauf wendete er sich zum Banket damit beschäftigt war, einen Treibriemen an einer Kreis so daß das Thier sich kaum aufrecht zu halten ver Schaufenster, das er mit dem Hammer in Scherben zer- fäge anders zu legen, gerieth er zwischen diesen und die Welle, mochte. Nur durch die sorgfältigste Pflege sei es möglich trümmerte, die auf die Straße flogen. Zum Glück wurde von wurde mit herumgeschleudert und erlitt eine Bermalmung des geworden, das Thier vor Verenden durch Marasmus zu schüßen. den Passanten durch die schweren Glasstücke Niemand beschädigt. rechten Armes, so daß er nach dem Lazarus- Krankenhause Sei es schon unerlaubt, ein Pferd in solchem Zustande zur ArMehreren herbeigerufenen Schuyleuten gelang es erst nach großen Anstrengungen, den Wahnsinnigen zu bändigen. An Füßen und gebracht werden mußte. In einem Geſchäftslokal in der beit zu zwingen, so müsse es noch viel schwerer ins Gewicht Händen gefesselt wurde derselbe in die Charitee geschafft. heimer plöglich in Tobsucht und zertrümmerte mit einem Büchtigungen zu außerordentlichen Anstrengungen anfpornte. Leipzigerstraße 34 verfiel Nachmittags der Hausdiener Hildes- fallen, daß der Angeklagte es durch Peitschenhiebe und Hildesheimer war erst seit vier Wochen in dem Bette'schen Ge- Hammer mehrere Berkaufsgegenstände, sowie ein Schaufenster, Der Beschuldigte wollte das Pferd schon in so abgemagertem Zu schäft thätig und hatte bisher keine Spur von Geistesstörung und zog sich hierbei Verletzungen am Kopf und der linken Hand stande gekauft haben, wie es später gefunden wurde, die Wunden zu. Einem herbeigerufenen Schuhmann versetzte er mit dem sollte es sich selbst beigebracht haben, als es von Kolikschmerzen gezeigt. Auch ein Zeichen des Nothstandes. Gestern Dienstag Hammer einen Schlag gegen den Helm. Hildesheim wurde geheimgesucht wurde. Der Amtsanwalt beantragte eine Geldstrafe 1/42 Uhr Nachmittags wurde einem Kinde der Korb mit Gffen fesselt und nach Anlegung eines Verbandes nach der Charitee von 30 M., der Gerichtshof erkannte auf 13 M. Geldstrafe event. von einer Frau entwendet. Abends fiel vor dem Hause Bergmannstr. 13 a eine 3 Tage Haft. Dieselbe schickte das Kind in das gebracht. Eckhaus Kastanien- Allee und Fehrbellinerstraße mit dem Auftrage, Frauensperson plöglich infolge eines Schlaganfalls besinnungslos nach einem Namen zu fragen; den Korb mit dem Essen wollte nieder, wurde nach dem Krankenhause am Urban gebracht, wo Einen Blick in das Getriebe mancher Gesindever. die Frau so lange in Verwahrung nehmen. Als das Kind er- jedoch nur der bereits inzwischen eingetretene Tod festgestellt miethungs- Bureaus gestattete die Betrugsanklage, welche die schien, war die Frau mit Korb und Essen verschwunden. Es werden konnte. Vor dem Hauſe Neue Roßstr. 15 wurde zu zweite Straftammer gestern gegen die Gesindevermietherin Engel müssen doch sehr traurige Verhältnisse bei der Frau herrschen, derselben Zeit ein Dienstmann beim Ueberschreiten des Fahr- geb. Lindemann und die verebel. Michalowska geb. Schlott daß sie sich an solchen Gegenständen vergreift. dammes von einem Arbeitswagen überfahren und erlitt außer zu verhandeln hatte. Die erste Angeklagte trägt ihren Namen bedeutenden Verlegungen am Kopfe einen Bruch des linken mit Unrecht, denn sie hat ihr Gewerbe mit allerlei Teufeleien Ein Rächer seiner Ehre, der allerdings nicht ganz zum Unterarmes. Er wurde nach der Charitee gebracht.- An betrieben und ist vor einigen Monaten zu zwei Jahren Biel tam, veranlaßte am Montag in der Gegend der Jannowitz- demselben Tage Abends ging in der Neuen Königstraße das ein Monat 3uchthaus verurtheilt worden, weil sie eins brücke einiges Aufsehen. Auf einem Omnibus saß ein jüngerer vor einen Wagen gespannte Pferd des Schlächters Kiekebusch der Dienstmädchen, die sie immer auf Lager" hielt, in einem Mann, der vor sich eines jener Delgemälde hielt, die der Berliner durch und lief gegen einen vor dem Hause 42 haltenden gegen sie schwebenden Betrugsverfahren zum Meineide hatte als„ Eil- Bilder" bezeichnet. Der junge Mann hob das Bild, das Wagen. Kiekebusch wurde hierbei vom Wagen geschleudert und verleiten wollen. Bei der Erledigung jener Anklage kam auch vor ihm an die Barriere des Omnibus- Decks gelehnt stand, plög- erlitt einen Bruch des Beines, so daß er nach dem Krankenhause der verschmigte Kauf zur Sprache, wegen deffen nun die beiden lich auf seinen Schooß und suchte augenscheinlich hinter der breiten am Friedrichshain gebracht werden mußte. Vor dem Hause Angeklagten zur Verantwortung gezogen wurden. Ein Kaufmann Fläche seinen Oberkörper zu verbergen. Unten von dem Straßen- Wrangelstr. 118 wurde Abends eine unbekannte, etwa 60 Jahre F., welcher Namens seiner Frau für sein neugeborenes Kind eine damm aus aber suchte ein fleiner, dicker Mann ebenso eifrig, dem alte Frau, augenscheinlich frank, auf der Thürschwelle fißend auf lmme suchte, gerieth in das Bureau der ersten Angeklagten, welche ihr Träger des Bildes ins Gesicht zu sehen. Plöglich sprang der gefunden und nach der Sanitätswache gebracht. Sie verstarb die bei ihr wohnende Michalowska dringend anempfahl. Sie zeigte Dicke auf das Trittbrett des Wagens, zahlte dem Kondukteur bereits auf dem Wege dorthin. Bei dem am 21. d. M. Nach dabei einen wohlgenährten, pausbäckigen jungen Weltbürger und gab 10 Pfennige und wollte aufs Deck, wurde aber hieran mit dem mittags stattgehabten Gewitter schlug der Blik auf den Grund- an, daß dies das Kind der M. sei und deren Leistungsfähigkeit Bemerken gehindert, daß der Wagen oben vollbesetzt sei. Vergebens stücken Ruheplatstr. 13 und Ackerstr. 115 ein, ohne zu zünden. glänzend illustrire. Thatsächlich imponirte der körperliche Zustand des bot der Dicke dem Kondukteur 10 Pfennige Trinkgeld, wenn er Ferner schlug der Blitz in einen Telephondraht über dem Hause Kleinen Herrn F. dermaßen, daß er mit Freuden Einschreibegeihn auf das Deck des Wagens lasse, dann sprang er ab, Memelerſtr. 33. Der Posthilfsbote Röther, welcher gerade vor bühren, Reisevergütung und Vorschuß zahlte und die Michalowska hob von dem feuchten Straßendamm auf, was er in die Hand überging, wurde durch den Blitzschlag betäubt, ohne jedoch weiteren im Triumphe seiner Gattin zuführte. Die Erfüllung der erweckten bekam und begann damit ein Bombardement gegen den Inhaber Schaden zu erleiden. Außerdem war infolge des Gewitterregens großen Hoffnungen blieb aber gänzlich aus; die M. hatte nicht des Bildes, der sich desselben nunmehr mit gutem Erfolge als das Pferdebahngeleise auf dem Mühlenweg unterspült, so daß die geringste Fähigkeit, diese Stelle auszufüllen, denn der ihr zur Schuhwehr gegen die feindlichen Geschosse bediente, durch welche eine längere Unterbrechung des Pferdebahnbetriebes eintrat. Ernährung überwiesene Sprößling war vollständig auf die Hunnatürlich auch die übrigen Mitfahrenden gefährdet wurden. Vor gerfur gefeßt. Die Lösung dieses Räthsels kam von einer andern dem Eingange zum Stadtbahnhof machte ein Schuhmann der Amme, welche schleunigst engagirt werden mußte. Dieselbe war Szene ein Ende, indem er den Dicken anhielt; das that aber auch zufällig eine Landsmännin der M., welche mit dieser gemeinsam der Omnibus und die darauf Sigenden hörten noch die Iaute aus Inowrazlaw hierher gekommen und bei der Frau Engel abRechtfertigung des Dicken: der verdammte Kerl ist mit meiner gestiegen war. Dieselbe verrieth dann der erstaunten Herrschaft, Frau durchgegangen! Als der Omnibus davon fuhr, athmete daß der Herrn F. vorgewiesene pausbäckige Kleine ihr eigenes der Bildgeschützte erleichtert auf und als er die neugierigen Blicke Eine haarige" Geschichte, die vielleicht passender im Kind gewesen, welches ihm in betrügerischer Weise vorgewiesen der Mitfahrenden auf sich gerichtet sah, meinte er augenscheinlich Friseurladen als im Gerichtssaale ihrem Ende entgegengeführt worden, während das Kind der Frau M. schon mehrere Wochen werden kann, beschäftigte gestern die VI. Strastammer hiesigen todt und die leytere ganz ohne Nahrung war. Der Gerichtshof erleichtert: der Dussel kann seine Olle jerne wiederkriegen! Landgerichts I. Die Wittwe Satel hat sich einen sonderbaren ahndete diesen Geniestreich bei der Engel mit 6 Monaten Zucht Beim Ehebruch ertappte der Geschäftsführer M. eines be- Erwerbszweig ausgewählt, der ihr aber anscheinend vortreffliche haus zufählich und bei der M. mit 1 Monat Gefängniß. fannten Restaurants am Halleschen Thore, als er in der Nacht Einnahmen zuführt: sie bereist in Begleitung einer paarkünstlerin zum Sonntag wider alles Erwarten zeitig nach Hause kam die Provinzen, pilgert von Dorf zu Dorf, von Städtlein zu M. wohnt in der Rochstraße sein über Alles geliebtes Weib. Städtlein und erbietet sich, den schönen Provinzialinnen aus aus Da wo er selbst sonst zu ruhen pflegt, fand er einen Fremden. gekämmten Haaren die herrlichsten Böpfe herzustellen. Die weibM. nahm auf die nächtliche Stunde wenig Rücksicht, griff zum liche Eitelkeit, welche überall zu Hause ist, wohnt natürlich Stocke und trieb den Fremden fast nackt unter furchtbaren Schlägen auch auf dem kleinsten Neste Hinterpommerns zum Hause hinaus, über mehrere Straßen, bis zur Polizeiwache. fommt es denn, daß überall, wo sich die Zopfflechterin Dann kehrte M. in seine Wohnung zurück und prügelte fein fehen läßt, ihr die Herzen der Frauen und Jungfrauen üppiges Weibchen durch. Am Sonntag gab es in der M.'schen entgegenschlagen und ganze Berge von Haaren ihr geheimnisvoll Simon u. Co., Berlin, Schwedterstr. 12, sind vier Kollegen In der Glasbuchstaben Schleiferei von G. Bruns Wohnung nochmals Prügel, am Montag abermals, und was zugeführt werden. Die Verarbeitung der letzteren zu 3öpfen geht gemaßregelt worden. Es wird gebeten, den Zuzug streng fern mit außerordentlicher Schnelligkeit vor sich, es scheint aber, als weiter vorkommt, wird die Geschichte lehren. Die Leichen von drei Selbstmördern sind im Grunewald gefunden und bis jetzt noch nicht retognoszirt worden. Der Eine, ein Greis von 70 Jahren, war gut gekleidet, trug silberne Uhr, Gerichts- Beitung. und fo Soziale Uebersicht. e Achtung, Glasschleifer! fön Be R bei fin Har He nän bisc zu e ibu beza einig Ver vent die heffi so n einfe in a die Die erhö A e pany Effe: Ted imm Gele Gefc e3 gehö Sie fein, Arbe feitio wied Werf ( à 81 der C 9 Pe diese giebig anlaf bier Vorsi wir w Kraft Beda ding Inn gefet dürfe fei, Sehen bestin des E Innu gchen arbeit das C arbeit Sonn Stunt 10-1 Bedür Redne Gegen wenn erstehe Mein vw D hufen, schreit liche T Stadt werden und b Werk gewäh Versan tommi auch Auch Tie E die Ar lich er tember betreffe Arbei die Be in der beschäf gegend Barag Arbeite Buftim 20 Pf. Schlußs Standes Borsize Hahn Schrift abr Fräulei befunde gefchaff nungen aufnah Mort a über de Ausfüh lichten fabritar Meinum Artikel fanten Arbeits fonftiger bezeichne fehlte, ob dabei manche Metamorphose unterläuft, denn gar manche der zu halten. Alles Nähere in der nächsten Versammlung, in welcher zopflüsternen Frauen hat mit stillem Grauen das Fabrikat der die Angelegenheit zur Sprache kommen wird. Frau Hakel angestaunt und gesehen, daß das Haar in dem Zopfe eine absolut andere Farbe hatte, als das Haar auf ihrem eigenen 10 Steinmegen, welche beim Dom bau in Brement beschäftigt waren, sind, wie man mit Grund vermuthen nicht ben ene Tönnen glaubt, beshalb entlaffen worden, weil sie einer| Fabrikant Rosenberg erklärte fich felbft für sehr arbeiter. I welchem die Versammlung stattfindet, wird am Sonntag vorher Berufsorganisation, einem Fachverein angehörten. freundlich und als einen der besten Chefs, der gewillt sei, die im Vorwärts", sowie durch Briefe in den Werkstätten bekannt Auch in diesem Dom wird natürlich nach seiner Vollendung Arbeiterbewegung zu unterstützen, war aber der Meinung, daß gegeben, jedoch sollen die Kollegen sich mehr an den Vorwärts" Religion der Liebe" gepredigt werden, troßdem schon Stabernack von der Sache nichts verstehe und der Sache mehr halten, da, bei seinem Bau nicht nur der Menschenliebe, sondern selbst der geschadet als genügt habe. Fabrikant Schreyer trat dem von wie vielfach geäußert wurde, die Briefe simpelsten Gerechtigkeit durch die oben bezeichnete Referenten gleichfalls in verschiedenen Punkten entgegen, gab geben würden. Diejenigen Kollegen, welche solches in Erpielen Meistern nicht an die Kollegen abge= Handlung ins Gesicht geschlagen wurde. aber zu, daß die Arbeitszeit der Arbeiterinnen eine unbegrenzte fahrung bringen, sind ersucht, davon sofort dem Vertrauens Ein Organistenstreik droht den katholischen Gläubigen Die weitere Debatte gestaltete sich sehr lebhaft und traten den betreffenden Meister schnellstens strafrechtlich vorgegangen fei, die in keinem Verhältnisse zu dem erzielten Verdienste stehe. mann der Lackirer Nachricht zukommen zu lassen, damit gegen. Hessens. Die katholischen Organisten Heffens beschlossen in derselben die gegensäglichen Standpunkte sehr scharf werden kann. Kollege Levit stellte es hierauf denjenigen Kollegen, nämlich in einer in Nauheim abgehaltenen Konferenz, das erz zu Tage. bischöfliche Ordinariat um endgiltige Regelung der Gehaltsfrage hin, daß sich die Bewegung hauptsächlich gegen die ausbeutenden dem Nachweis zu melden, damit auch wir eine Statistik der Genoffe Stabernad wies besonders darauf welche keine Arbeit haben, anheim, sich sofort beim Vorstand oder zu ersuchen und zwar nach der Richtung hin, daß für die Aus Fabrikanten richte. übung des Orgelspiels an Sonn- und Festtagen eine Minimal Schreyer so große Arbeiterfreunde seien, als welche sie sich zur Verwerthung einhändigen können. Kollege Warmte ersucht Wenn die Herren Rosenberg und Arbeitslosen aufnehmen und dieselbe dem Stadtverordneten Zubeil bezahlung von jährlich 200 M. eingeführt würde. Zugleich gerirten, und wenn letzterer sich sogar als Sozialdemokrat be- diejenigen Kollegen, welche über das Sommerfest noch nicht ab= einigte man sich dahin, daß, falls die kirchliche Behörde sich dem zeichne, so hätten sie von der Bewegung nichts zu befürchten, gerechnet haben, dies sobald wie möglich zu thun, da in 14 Tagen Verlangen gegenüber ablehnend verhalten sollte, man die Inter eine Voraussetzung, welche Herr Schreyer für sich persönlich die Veröffentlichung der gesammten Abrechnung stattfinde. Zum vention des hessischen Ministeriums anrufen würde, um eventuell gänzlich außer Betracht stellte. Gegen Herrn Schreyer wurden Schluß machte der Vorsitzende bekannt, daß wir Sahm's Klubdie gesetzliche Entbindung von dem Organistendienste für alle übrigens sehr gravirende Klagen laut. Mit großer Majorität haus, Annenstr. 16, als ständiges Lokal betrachten könnten. hessischen Lehrer nachzusuchen. Sollte diese verweigert werden, gelangte schließlich folgende Resolution zur Annahme: so wollen, nach dem Offenbacher Abendblatt", einige Lehrer einfach aufhören, den Dienst zu versehen. Das wäre ein Streit in aller Form. Versammlungen. 10 der Blumen- und Federnbranche erklärt sich auf das Entschiedenste 15. September abgehalten wurde, hörte zunächst einen Vortrag Die heutige Versammlung der Arbeiter und Arbeiterinnen Eine gut besuchte Gärtnerversammlung, welche am gegen den Sprechsaal- Artifel in Nr. 217 des Vorwärts", indem des Kollegen Büchner über Organisation, in welchem derselbe Der Ausstand der Dodarbeiter in Havre hat, wie die Angaben der Herren Fabrikanten den thatsächlichen Verhält auf den Nutzen hinwies, welchen die Berliner Gärtner durch ihre die„ Köln. 3tg." berichtet, mit einem Siege der Arbeiter geendet. nissen nicht entsprechen. Nicht allein die fächsischen Verhältnisse Organisation erzielt haben. An der Diskussion betheiligten sich Die Unternehmer bewilligten die verlangten 6 Franken Lohn- Berhältnissen in unserer Branche, sondern meistens ist der Trieb der Harmonieduselei, welche sich durch Unkenntniß sozialer Dinge und die Gefängnißarbeit bilden den Grund zu den traurigen ca. 18 Redner, darunter einige Anhänger Hirsch- Duncker'scher erhöhung. Fabrikanten nach Verdienst und Gewinnst die Grundursache auszeichneten, was unferen Genossen eine breite Angriffsfläche In London ftreiken seit voriger Woche dreihundert solcher Mißstände." bot und auch ausgenutzt wurde. Es gelangten dann drei Reso Werftarbeiter der London Carron- und Hermitage- Com- Die Angelegenheit Schreyer wird eine nächste Versammlung( utionen zur Annahme, in welchen sich die Versammelten mit pany, weil ihnen von Seiten der Verwaltung die Bezahlung der nochmals beschäftigen. dem Referenten einverstanden erklärten und sich zum Anschluß an Essenszeit nicht weiter bewilligt wurde, wie es seit dem großen den Zentralverein der deutschen Gärtner verpflichteten. Die dann Tederstreit von 1889 üblich gewesen war. Das Kapital ist eben schuhbrauche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen am folgende Zusammenstellung derselben: Born, Vorsitzender, und In der öffentlichen Versammlung aller in der Hand- vorgenommene Neuwahl der Arbeitsnachweis Rommission ergab immer bestrebt, die ihm abgerungenen Konzessionen bei erstbester 17. d. M. stand der Streit der Handschuhmacher in Friedrichs Gitner, Peters, Bewart, Fall, Riebensahm Gelegenheit wieder zurückzunehmen, und dazu bietet die jetzige bagen, Burg und Liegnitz auf der Tagesordnung. Die Kollegen und Dehring, Arbeitsvermittler. Zur Revision der Abrech Geschäftsstockung eine vortreffliche Handhabe. Der Company ist Leib und Jacobson referirten über die Entstehung und den Stand nung der früheren Kommission, nach welcher Einnahmen und es gelungen, die Streikenden, welche alle einer Organisation an- desselben. Wesentlich Neues, was etwa im„ Borwärts" nicht Ausgaben gleich sind, wurden die Kollegen Schulz und gehören, zum Theil durch sogenannte„ freie Arbeiter" zu ersehen. Schon berichtet wäre, fonnte nicht angeführt werden, da ebenso Waßner gewählt. Ein Reglement für die ArbeitsnachweisSie scheint aber mit den Streifbrechern nicht recht zufrieden zu wenig auf Seiten der Streifenden wie auf der der Fabrikanten Kommission, das der Versammlung vorgelegt wurde, nahm dies sein, denn in einer Bekanntmachung wünscht sie ihren alten Arbeitern, von denen viele seit einer Reihe von Jahren zu beider- von Nachgiebigkeit die Rede ist. Die Zahl der insgesammt felbe an und dann ging man mit einem Hoch auf den Zentrals feitiger Zufriedenheit thätig waren, Gelegenheit zu geben, fich 400 bis 450. Befürchtet wurde, daß noch 150 Mann dazu streikenden Handschuhmacher beträgt, wie schon früher erwähnt, verein auseinander. wieder anstellen zu lassen und zwar unter folgenden Bedingungen: fommen, sobald nämlich festgestellt würde, daß andere Fabriken Werftarbeiter von Morgens 6 Uhr bis Abends 6 Uhr 6 Pences Arbeit für Hopp anfertigen. Dies zu ermitteln, hält freilich sehr am 12. September referirte Kollege Rob. Schmidt unter lebhaftem In der Versammlung der Musikinstrumenten- Arbeiter ( à 8½ Pfg.), Schiffsladern 7 Bences per Stunde, mit Abzug schwer, da viele Arbeiten unter dem früheren Namen der Firma Beifall über den internationalen sozialdemokratischen Kongreß in der Essenszeit; von Abends 6 Uhr bis Morgens 6 Uhr 8 bea( Foster, Paul u. Ro. zur Zeit in New- York) angefertigt werden; Brüssel, dessen Einzelheiten sammt dem Für und Wider hinsichtlich 9 Pences per Stunde ohne Abzug für die Gßzeit. Offenbar ist man glaubt aber annehmen zu können, daß die für die letzt seiner Haltung der Berliner Arbeiterschaft hinreichend bekannt sind, dieses scheinbare Gutgegenkommen nur darauf berechnet, die nach- genannte Firma hergestellten Waaren ebenfalls für Sopp be- und besprach dann die internationale Konferenz der Holzarbeiter, giebigeren Elemente zur Wiederaufnahme der Arbeit zu verstimmt, d. h. beide Firmen identisch sind. Weitere Hindernisse welche zu gleicher Zeit in Brüffel tagte, wenig beschickt war und anlassen und dadurch den Streik illusorisch zu machen. des Streiks beruhen darin, daß die Arbeiterinnen nicht organisirt nicht von besonderem Werth gewesen sei. Die Franzosen und sind, vielfach auch von ihren Eltern beeinflußt werden. Im Engländer wollten eine feste internationale Organisation mit Laufe der sehr regen Diskussion, an welcher sich die Kollegen Sekretariaten, bei uns in Deutschland und Desterreich sei dies Bernihti, Saab, Latte, Bruder, Frau Bruder, Badegast und aber gesetzlich nicht möglich und die Vertreter letztgenannter Andere betheiligten, wurden ganz besonders die Mißstände, unter Länder hätten sich deshalb darauf beschränken müssen, die Wahl denen die Arbeiterinnen zu leiden haben, hervorgehoben, z. B. von Vertrauensmännern in allen Ländern vorzuschlagen. In der Versammlung des Verbandes der Bar- geringer Lohn, lange Arbeitszeit, die nach Schluß der Fabrit im Uebrigens müßten erst im eigenen Lande die Organisationen gebier und Friseurgehilfen am 17. d. M. referirte der Hause fortgesetzt wird, und so die Dauer von 18-20 Stunden stärkt werden, ehe man international mit Erfolg wirken könnte. Nachdem in der Diskussion die Kollegen Kröhn und Vogt Vorsitzende Stecziniewski über die Frage: Wie stellen pro Tag erreicht, und obendrein noch schlechte Behandlung. wir uns zu der am 1. April t. J. laut Arbeiterschutz Gesez in Beseitigung der Mißstände fönne nur durch eine strasse Organi- das Wort genommen, Letzterer u. a. den Ausschluß der Anarchisten Gefeß fation erreicht werden. Das Zusammengehen der Firma Gladen bedauernd, und Kollege Robert Schmidt im Schlußwort die Kraft tretenden Sonntagsruhe?" Derselbe gab zunächst feinem beck( Bronze- Kunstatelier) mit Hopp in politischer Beziehung, Theorie der Anarchisten für unhaltbar erklärt und mitgetheilt Bedauern darüber Ausdruck, daß dieses Gesetz ein solches Zwitter- d. h. in Bezug auf die Schmälerung der politischen Arbeiterrechte, batte, daß er nie den Standpunkt des bekannten Flugblattes der ding geworden sei und wies sodann darauf hin, daß die wurde ebenfalls eingehend diskutirt. Innung bereits zu der Bestimmung, daß an Sonntagen die Opposition eingenommen habe, gab Kollege Scholz die Abrechnung gefehlich zuläffige Arbeitszeit fünf Stunden nicht übersteigen wonach eine Wolksversammlung einzuberufen ist, welche zu dem Einnahme 1055 M. 25 Pf., die Ausgabe 948 M. 8 Pf., der Die Versammlung faßte hierauf einstimmig eine Resolution, über die Maifeier des Vereins in Stralau. Danach betrug die dürfe, insofern Stellung genommen habe, als beschlossen worden Streik der in der Handschuhbranche beschäftigten Arbeiter und Ueberschuß 107 M. 17 P. Die Revisoren haben die Abrechnung fei, eine Petition an den Polizeipräsidenten zu richten, dahin- Arbeiterinnen Stellung nehmen und dadurch den Fabrikanten genau geprüft und bestätigten die Richtigkeit der Abrechnung, sehend, von seinem Ausnahmerechte Gebrauch zu machen und zu zeigen soll, daß die Arbeiter und Arbeiterinnen mit ihren worauf die Versammlung dem Kassirer Decharge ertheilte. beſtimmen, daß die Arbeitszeit der Barbier- und Friseurgehilfen tämpfenden Genossen sich solidarisch erklären. Die Agitatione Nachdem nach einige interne Vereinssachen( Unterstützung u. f. w. des Sonntags zehn Stunden betragen solle. Die wohllöbliche kommission für die Frauenbewegung hat den Auftrag, die hierzu betreffend) erledigt waren, wurde die Versammlung geschlossen. Innung fei der Ansicht, daß das ganze Gewerbe zu Grunde gchen müsse, wenn die Gehilfen des Sonntags nur fünf Stunden nöthigen Schritte zu thun. Ebenso wurde die nachverzeichnete arbeiten. Redner erklärte eine derartige Behauptung für unwahr, Resolution angenommen: Eine öffentliche Versammlung der Eisen- und Metalldas Geschäft sei durchaus nicht von den fünf Stunden Sonntags: wesenden Arbeiter und Arbeiterinnen der Handschuhbranche be wirthschaftlichen Zustände einer eingehenden Kritik unterzogen arbeit abhängig. Die Erfahrung hat vielmehr gelehrt, daß an schließen sich zu organisiren. Nur dadurch kann etwas erreicht wurden. Der Redner führte die Behauptung einzelner Berliner Sonntagswesenden " Die in der heute tagenden öffentlichen Versammlung an- dreher, abgehalten am 16. September, nahm einen Vortrag des Genossen Wiedemann beifällig auf, in welchem die heutigen Sonntag Nachmittagen herzlich wenig zu thun sei und in fünf werden. Gehen sie geschlossen vor, so ist der Sieg sicher." Stunden die ganze Arbeit erledigt werden könne, die heute in 10-13 Etunden verrichtet werde. Auch sei es ein natürliches Unter Verschiedenem wurde lange über die Kellnerinnen- und forderte die Herren auf, sich einmal über die Lage Stadtverordneter an, wonach ein Nothstand nicht eristiren soll, Bedürfniß der Gehiljen, die Sonntag- Nachmittage frei zu haben. bewegung debattirt. Eine Resolution, welche sich gegen das Ver- der Arbeiter genauer zu unterrichten. Es seien ihm Fälle Redner war der Ansicht, daß die Gehilsenschaft eine halten des Kellners Thomas ausspricht, gelangte auf Anregung bekannt, daß Arbeiter, die Arbeit angenommen hatten, dieselbe Gegenpetition an das Polizeipräsidium zu richten hätte, Eberts nicht zur Abstimmung, dagegen faßte man einstimmig infolge von Entkräftung nicht verrichten fonnten. Redner wennschon auch an dieser Stelle den Gehilfen kein Fürsprecher folgenden Beschluß: erstehe, wie im Reichstage durch Bebel. Redner war weiter der schilderte weiter, wie der Arbeiter, der in der Hauptsache alle Werthe schafft, faum mit dem Allernothdürftigsten versehen sei, Meinung, daß diese Petition sobald als möglich zu entfenden sei und während auf der einen Seite die Magazine mit Produkten v daß mindestens 1000 der hier in Berlin beschäftigten Gehufen, deren Zahl auf 1500 gefchäßt wird, dieselbe zu unter vollgepfropft wären, ihm die Mittel fehlten, sich, was er braucht, schreiben hätten. Zu diesem Zwecke müsse eine äußerst nachdrückanzuschaffen. Durch die Entwickelung der Technik sinke der ArVerein der Lackirer, Filiale IV. Am 14. September tagte beiter gerade in der Metallindustrie immermehr zur Maschine liche Agitation durch Abhaltung von Versammlungen in allen die statutenmäßige Vereinsversammlung. Stadtverordneter Hein herab und werde auch noch durch die Frauenarbeit zurückgedrängt. Stadtgegenden, durch Flugblätter, von Mund zu Mund betrieben dorf sprach unter großem Beifall über die Gewerkschaftsbewegung Die heutige Gesellschaft wolle die üblen Zustände noch aufrecht werden. Die Versammlung stimmte diesen Ansichten durchaus zu und deren Wirkung auf den Sozialismus. Er schilderte die Ge- erhalten und ihr vermeintliches Recht nicht aus den Fingern und beauftragte den Vorstand, alles Erforderliche schleunigst ins wertschaftsbewegung seit deren Auftreten im Mittelalter bis in geben, darum sei es Pflicht jedes Arbeiters, sich einer OrganiWert zu sehen. In Ergänzung des Vorstandes wurden sodann die Neuzeit und unterzog hauptsächlich die Hirsch- Duncker'schen fation anzuschließen, durch welche bessere Zustände geschaffen gewählt die Kollegen Schubert, Süttenau und Helte. Konsum sowie die Produttivgenossenschaften einer scharfen Stritit. werden könnten.( Beifall.) Auch wurde bekannt gegeben, daß in kürzester Zeit eine öffentliche Eine Diskussion fand nicht statt. Der dritte Punkt der TagesVersammlung stattfinden wird behuss Neuwahl der Agitations ordnung betraf die Stellungnahme zur Generalversammlung. an, in welcher sie sich mit den Ausführungen des Referenten Nach dem Referat nahm die Versammlung eine Resolution tommission, da die bestehende sanft entschlafen sei, und eventuell Laut Statut der Bereinigung findet alle zwei Jahre eine General voll und ganz einverstanden erklärte und beschloß, da ste der auch Neuwahl des Delegirten zur Streit Kontrollfommission. versammlung statt; die nächste tagt Ende Januar 1892 in Ansicht sei, daß nur eine alle Branchen umfassende Organisation Tie Eröffnung der Fachschule ist leider noch nicht möglich, da Frankfurt a. M. Der Vorsitzende erläuterte nun der Versamm im Stande wäre, den immer größer werdenden Ausbeutungen die Anmeldungen zur Theilnahme am Unterrichte bisher zu spärlung den Zweck derselben und beantragte die Wahl einer Kom- des Kapitalismus einen Damm entgegenzusehen, Mann für Mann lich erfolgt sind. Mit der Mahnung, den Termin( ultimo Sepmiffion von fünf Mitgliedern, welche über Statutenabänderungen dem Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter tember), die Austrittserklärung aus der Jnnungs- Krankenkaffe schlüsse in nächster Bersammlung vorzulegen hat. Nach einer leb- Unterm dritten Punkt gaben die Kollegen Wegner und Sassenroth und sonstige Anträge in Berathung treten soll, und ihre Be beizutreten und für Vergrößerung desselben Sorge zu tragen. betreffend, nicht zu versäumen, schloß die Versammlung. haften Tebatte wurden die Kollegen Fourmon, Levit, Mechau, Bericht über die Thätigkeit der Berliner Streit- Kontrollkommission Die öffentliche Versammlung der Arbeiterinnen und Schüßler und Rautenbaus in diese Kommiffion gewählt. Sum und die Versammlung erklärte sich mit den gefaßten Beschlüssen Arbeiter der Blumen- und Federbrauche am 18. d. M. fetzte 4. Punkt, Bericht der Arbeitsnachweis Kommission für das einverstanden. die Berathung der Statuten der Freien Vereinigung fämmtlicher Sommerhalbjahr 1891 und Neuwahl derselben erstattete Kollege in der Blumen- und Federfabrikation und verwandten Berufen Fourmon Bericht. Beim Berschiedenen fritisirte Kollege Mittmann den Bericht Es sind danach 127 Arbeitgeber mit der Liquidationskommission, seine Ausstellungen wurden aber beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und der Um 151 Stellen eingeschrieben worden, wovon 20 außerhalb, darunter von verschiedenen Kollegen scharf zurückgewiesen. Alsdann gab gegend" fort. Ge offe Stabernad erläuterte furz die einzelnen eine in Kopenhagen. Arbeitnehmer, welche den Verein an- Kollege Pezold den Beschluß der bei Lips stattgehabten VersammBaragraphen des Statuts, welches den Zielen der allgemeinen gehörten, licßen sich 106 einschreiben, davon nahmen 69 Arbeit; lung, Listen für die Mailänder auszugeben, bekannt, womit sich Arbeiterbewegung angepast ist. Dasselbe erhielt die einmüthige Nichtmitglieder ließen sich 83 einschreiben, davon nahmen nur 27 die Versammlung einverstanden erklärte. Zustimmung der Anwesenden. Die Einschreibegebühr wurde auf Arbeit, mithin blieben 55 Stellen unerledigt. Nach außerhalb Die heutige Versammlung beschließt, die Kellnerinnenbewegung nach jeder Richtung hin zu unterstützen und erwartet dasselbe auch von den organisirten Kellnern." 20 Pf., der monatliche Beitrag auf 25 Pf. festgesetzt. Im An- wurden 8 Stellen bescht. Kollege Fourmon sprach sein Bedauern schluß hieran fand die Wahl eines vorläufig provisorischen Vor- darüber aus, daß gerade die Blechlackirer sich am wenigsten Berufsgenoffen, welche am 17. September stattfand, legte der Einer öffentlichen' Versammlung der Drechsler und ftandes statt. Derselbe besteht aus Frau ienistädt( erste daran betheiligten, feruer viele Kollegen sich wohl Scheine geben Kollege ani de die Abrechnung vom Streit der PerlmutterVorsitzende), Herr Müller( zweiter Vorsitzender), Fräulein ließen, aber nicht zur Arbeit gingen, auch nicht im Nachweis sich arbeiter der Firma Paul Hinze vor. Danach betrugen die EinSahn( erste Schriftführerin), Fräulein Neuendorf( zweite abmeldeten; dies gereiche dem Nachweis gewiß nicht zur Ehre; möge nahmen 2658,72 M. und die Ausgaben ebenfalls 2658,72 M. An Schriftführerin), Fran Goldader( Kassirerin), Fräulein doch jeder Kollege dahin streben, so viel wie möglich den Nachweis Schuldenfabzutragen sind noch drei Posten mit insgesammt 108,15 m. abniß, Fräulein Goldacker, Fräulein Bauschte und hochzuhalten. Es wurde dann zur Wahl der Kommission ge- Es stehen jedoch noch eine Menge Listen aus, welche Redner mit Fräulein Jat oby( Beisigerinnen). In der folgenden Pause schritten; dieselbe bestand bisher aus acht Mitgliedern, was für Angabe der derzeitigen Inhaber zur Verlesung brachte. Nachdem Jakoby betundeten die Anwesenden ihr warmes Interesse für die neu zu viel erachtet wurde; man reduzirte deshalb diese Zahl für Kollege Rautenberg als Mitglied der Kontroll- Kommission der geschaffene Organisation durch zahlreiche Mitglieder- Ginzeich das Winterhalbjahr auf vier Mitglieder und wählte in die Kom- Drechsler die Richtigkeit der Abrechnung bestätigt hatte, wurde nungen in die zu diesem Behuse ausgelegten Listen. Nach Wieder mission die Kollegen Fourmon, Barndt, Leben und Hoffmann, dem Kollegen Janice Decharge ertheilt. Hierauf nahm man einen aufnahme der Verhandlungen nahm Genosse tabernad das welche fämmtlich die Wahl annahmen. Zum 5. Punkt, Anträge Antrag an des Juhalts, dem Stollegen Liege, welcher ein halbes Jahr Wort zur Charakterisirung des Verhaltens der Fabrikanten gegen des Borstands, lagen zwei Anträge vor, wovon der erste forderte, lang arbeitslos gewesen ist, das Geld, was er auf zwei noch nicht abgeüber der geschaffenen Arbeiterorganisation. Derselbe legte feinen daß in Anbetracht der Arbeitslosigkeit der Kollegen im Winter lieferte Listen gesammelt hat, zu schenken. Kollege Rautenberg gab Ausführungen den in Nr. 217 des„ Vorwärts" veröffent der Vorstand jedem Mitglied der Nachweiskommission pro Woche dann die Abrechnung vom Lohnfonds der Stockarbeiter, wonach lichten Sprechsaalartitel der Vereinigung Berliner Blumen- 1 M. Entschädigung verabfolgen solle. Dieser Antrag wurde die Einnahmen 658,85 M. und die Ausgaben 570,75 m. betragen, fabrikanten und Grossisten zu Grunde und gab seiner nach lebhafter Debatte angenommen, ebenso der zweite Antrag, was einen Bestand von 82,60 M. ergiebt, welcher durch einen Meinung dahin Ausdruck, daß entgegen der in dem besagten nach welchem die Vorstandsmitglieder für jede Vorstands- dazukommenden Rest auf 109,33 M. sich erhöht. Das Geld ist Artikel ausgesprochenen Ansicht doch die von einzelnen Fabri- sigung 50 Pf. bekommen sollen. Unter Verschiedenem" mit Zustimmung des Vertrauensmannes der Stockarbeiter den tanten getriebene Ausbeutung Schuld an den überaus schlechten theilte Kollege Rautenhaus mit, daß Montag, den 28. September, Vertrauensmann Plagens übergeben worden, und dieser hat fonftigen Versuche der Schuldabwälzung von sich auf Andere wichtigen Tagesordnungspunkt besprechen soll: Wie erringen Annoncen schuldeten, bezahlt; außerdem 33 M. an den R.-A. Heine. Arbeitsverhältnissen der gedachten Branchen sei und daß die eine öffentliche Lackirerversammlung stattfindet, welche den sehr davon 65 M., welche die Stockarbeiter dem Vorwärts" für nicht den thatsächlichen Verhältnissen entsprechen. Redner wir eine kürzere Arbeitszeit und eine Lohnaufbefferung?" Die Das übrige Geld verblieb in den Händen Plagens', welcher den jetzt bezeichnete die Erklärung der Fabrikanten als eine gänzlich ver- Kollegen werden ersucht, recht rege für guten Besuch der Ver- einheitlich gestalteten Fonds verwaltet. Nach Abstattung des Berichts fehlte, übte eine scharfe Kritik an denselben und forderte damit fammlung zu agitiren, da es von großem Interesse ist, daß sämmt über die Revision der Stockarbeiter- Streitabrechnung durch Kollegen jener Frage Eine gut besuchte öffentliche Versammlung der Uhrmachergehilfen Berlins und Umgebung tagte am 17. September. Vor Eintritt in die Tagesordnung theilte Herr Näther mit, daß er u. A. die drei Delegirten der Berliner Uhrmachergehilfen zum Verbandstag, den Vorsitzenden des Verbandes der Gehilfen, den Redakteur des Gehilfenorgans, den ersten Vorsitzenden des Vereins Berliner Uhrmacher zum Besuche der heutigen Versammlung eingeladen habe. Es stellte sich jedoch heraus, daß keiner dieser Herren erschienen war. Darauf sprach Wilhelm Werner über die Entwickelung der Arbeiterorganisationen und ihre Biele". Er bewies die Unmöglichkeit einer Harmonie zwischen Kapital und Arbeit und schloß unter anhaltendem Beifall mit der Mahnung, daß alle Arbeiter gegen die Ausbeutung des Kas pitals Front machen möchten. Theater- und Vergnügungsverein All Deutschland." Damen und Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs am Mittwoch Wäsche, Schürzen und Jupon- Arbeiter u. Arbeiterinnen. " früheren Streiffaffirer der Stockarbeiter, seitens der Versammlung| Weißensee und Umgegend statt, in welcher Genoffe Bubeil einen[ erbetteln. Das Landgericht nahm mildernde Umstände an unb die Befriedigung mit seiner Thätigkeit als Kassirer ausgesprochen. mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über den Entwurf verurtheilte ihn zu einer Gefängnißstrafe von 4 Wochen, welche Hierauf nahm man die Wahl einer einheitlichen Lohntommiffion vor, des Gesetzes zur Verhütung der Trunksucht hielt. Redner wies durch die Untersuchungshaft für verbüßt erklärt wurden. Dieser in welcher alle Branchen vertreten fein sollen. Gewählt wurden darauf hin, daß das Gesetz nicht etwa die herrschenden Klassen, Borfall hätte uns nicht veranlaßt, darüber zu berichten, wenn Holzdrechsler Stein, Stodarbeiter Rasehorn, Perlmutter- sondern nur die Arbeiter trifft, auch arbeiter Schwarz und Elfenbeinarbeiter 2öwe. trifft, auch geeignet ist, nicht aus der Verhandlung vor Gericht hervorgegangen wäre, Von der die Trunksucht eher zu befördern, statt einzudämmen, und führte daß der Angeklagte im Jahre 1878 als Soldat von dem Wahl eines Kaminmachers mußte Abstand genommen werden, mehrere Paragraphen des Entwurfs an, welche derart beschaffen sind, Militärgericht wegen einer Reihe von militärischen Vergehen, da sich Niemand aus dieser Branche für diesen Posten daß man sich staunend fragen muß, wie überhaupt jemand es darunter auch wegen Majestätsbeleidigung, zu 36 Jahren fand. Hierzu wurde noch beschlossen, daß Kollege Plagens fertig bringen fonnte, sie zu verfassen. und 5 Monaten Festungshaft verurheilt wor als Kassirer der Lohnkommission zn fungiren habe, und In der Diskussion sprachen mehrere Genossen im Sinne des den ist. Von dieser Strafe hat der Verurtheilte 12 Jahre dann zur endgültigen Regelung der Angelegenheit J. Hilde Referenten. Dann wurde in Anregung gebracht, im Sozialdemo- weniger 1 Tag verbüßt, der Rest der Strafe wurde ihm in brandt geschritten. Zunächst erhielt Rautenberg das fratischen Arbeiterverein eine Gesangsabtheilung zu errichten, und" Gnaden erlassen". Seit dieser Zeit irrt der Unglückliche in der Wort, um den Sachverhalt nochmals festzustellen. Nach den Aus- es meldeten sich auch sofort mehrere Sangeslustige zum Eintritt Welt herum, ohne Arbeit zu finden, und fälschte daher eine Urführungen R.'s schuldet Hildebrandt den Drechslern Berlins, in dieselbe. Ferner wurde aus der Mitte der Ver- tunde.( Frks. 3tg.) foweit dies bis jetzt erwiesen, ca. 136 M., welche Summe sich sammlung der Antrag gestellt, eine Fußpartie zwecks zusammenfekt aus unrechtmäßig zurückbehaltenen öffentlichen Agitation in Wartenberg, Blumberg und den nächſtliegen Abtragen der Gerüste ein neues Kreuzgewölbe der Andreaskirche Hildesheim, 22. September. Heute Nachmittag stürzte beim Geldern, aus Vorschüssen und Darlehen. 50 M. von dieſem den Dörfer zu unternehmen, was Antlang fand; man wählte Gelde sind erweislich geliehen. Dem Kollegen Hildebrandt wurde eine Kommission von sieben Personen, deren Aufgabe es war, die ein und begrub 4 Arbeiter. Einer derselben blieb sofort todt, in der Diskussion Gelegenheit gegeben, sich zu vertheidigen, nothwendige Anordnungen zu treffen. zwei andere sind schwer verletzt. was er denn auch that. Die sehr langwierige Debatte zeigte, daß ein Theil der Thorn, im September. Man schreibt uns von hier: Wie Große öffentliche Versammlung der Ost- und Westpreußen am Anwesenden Hildebrandt's Handeln Sonntag, den 27. September, Abends 7 Uhr, im Saale der Gratwell'schen in vielen anderen Städten wurden auch hier in Thorn vor absolut verurtheilte und der andere seine schlechten materiellen Bierhallen. Vortrag über:" Ist unsere Zeit human?" Referent: Dr. Pinn. einiger Zeit die sogenannten Voltsspiele" eingerichtet. Ich Berhältnisse als Entschuldigung seiner Handlungen betrachtete. Gerren, welche an der Neugründung theilnehmen wollen, werden gebeten, ihre sage sogenannten", denn in Wirklichkeit darf sich nur die das zeigte sich auch bei der Abstimmung. Eine Resolution, welche adressen bei Herrn Otto Schmidt, Brunnenstraße 115, Hof lints 2 Tr., abzu- Vourgeoisnachtonmenschaft an diesen Spielen betheiligen, wie H. für unwürdig erklärt, irgend welchen Posten in der Arbeiter geben. folgender Fall beweist: In Begleitung mehrerer Freunde besuchte bewegung jemals wieder zu bekleiden, in Anbetracht der in igtten Arbeiter und Arbeiterinnen Serlins und Umgegend. Mittwoch, ich den zu dem obigen Zweck hergerichteten Spielplatz, auf Freie Vereinigung fämmtlicher in der Papierindustrie beschäfletzter Zeit von ihm begangenen Unregelmäßigkeiten, wurde mit den 23. September, in Scheffer's Salon, Inselstr. 10: Große Versammlung. welchem die Spiele im besten Gange waren. Es betheiligten sich 38 gegen 37 Stimmen abgelehnt, dagegen folgende angenommen: Vortrag der Genoffin Ottilie Bader über Kapital und Arbeit". 450 Kinder gegen nicht aller, sondern nur der mittleren und Die Versammlung ertheilt dem Kollegen Hildebrandt eine Rüge Achtung, Schuhmacher! Mittwoch, den 23. September: Sigung der obersten Klassen. Wir sahen aber auch eine Schaar ärmerer und spricht demselben so lange das Recht ab, ein Amt in der Agitations- Rominission. Verein Bildung und Geselligkeit. Am 26. September, in Dräfel's Kinder, welche den arrangirten Spielen von fern mit sehnsüchtigen Drechslerbewegung anzunehmen, bis er die Summe, die er der Festfalen, Neue Friedrichstr. 35: Kränzchen. Billets zu 50 Pf. bei den Herren Blicken folgten. Einer meiner Freunde richtete an ein gerade Gewerkschaft schuldet, abgezahlt hat." Außerdem wurde be-. Schulze, Rheinsbergerstr. 6; Baron, Brandenburgstr. 6; H. Posner, schlossen, H. das Geld, was zur Zeit der Summe nach noch nicht straße 23; Kurz, Beteranenstr. 12, zu haben. Die Sigungen des Vereins finden legenheiten seinem Patriotismus die Zügel schießen läßt, die Frage, Reibelsir. 10; Bigarrengeschäft Weber, Johannisstr. 9; Bloch, Straußberger vorüberkommendes Vorstandsmitglied, das sonst bei allen Gebekannt ist und er außer der oben genannten Summe der Ge- vom 8. Ottober ab im Prälaten", Aleranderplaß, ftatt. weshalb denn die letterwähnten Kinder nicht mitspielen wertschaft noch schuldet, zu schenken. Mit Annahme dieser AnDiese Kinder können doch nicht träge fiel ein solcher, welcher Hildebrandt das gesammte in Be- Naunynftr. 83. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen mitspielen, die haben ja keine Schuhe an!" Kommentar überVorwärts", Abends 8 Uhr, Stzung im Lofale des Herrn köhn dürften. Die Antwort lautete: tracht kommende Geld geschenkt haben wollte. Eine zwischen„ Nord", Abends 8 Uhr, bei Raabe, Ruppinerstr. 46. Eman flüssig. Ein anderes Schreiben sagt über diese„ Volksspiele", Doft und Hildebrandt schwebende Streitfrage wurde dem Bureau sipation", Abends 8½ Uhr bei Wagner, Neue Königstr. 89. Gäfte willkommen. zur Erledigung übertragen. Gleichheit", 8% Uhr bei Schönemann, Staligerstraße 7. welche nach Görliger Muster unter den Auspizien eines evanGäste willkommen. Frete Denter", 9 Uhr bei Franz Schmunt, gelischen Pfarrers geschaffen wurden: Man kann sich keine Kottbuser Damm 33. Gäfie willfommen.-" Bereinte kraft", heute teine Gelegenheit denken, bei der die scharfe Absonderung in Klassen Sizung. Die nächste Sigung findet Donnerstag, den 24. September, Abends deutlicher zu Tage tritt als hier. Es wird in Gruppen gespielt, 8% Uhr im Lotal Schönleinstraße 6, statt. abends 9 Uhr, Sigung im Restaurant Herold, Kleine Präsidentenstr. 7. Fach- bildet. Daß beide Geschlechter gesondert spielen, kann ja bei den Berufsvereine. Verein Berliner Mechaniter. Jeden Mittwoch, deren jede eine in sich geschlossene Klasse, ja sogar auch Rasse wissenschaftliche Borträge. Gäfte willkommen. Verein der selbst and. Begriffen von Sittlichkeit, die unsere Bourgeois haben, auch nicht Jeden Mittwoch nach dem 1. und 15. des Monats Abends 9 Uhr, Zusammen- Wunder nehmen. Gymnasiasten, Töchterschülerinnen, auch in funft in Kortmann's Salon, Brunnenstr. 34. Rassen getrennt, sind die einzigen Mitspielenden. Von ElementarArbeiter Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwody. Uebungsstunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Gesangverein„ iebes- oder gar Volksschülern ist nichts zu sehen. Bei der ganzen Gefreiheit", Blumenstraße 38, bei Sente. ( Gem. Chor), Alte Schönhauserstraße, Bögow's Brauerei. Gesangverein Freya", schichte machen nota bene die Pferdebahn, ein paar Gastwirthe Gesangverein außerhalb der Stadt und der Lieferant der Spielsachen das beste Silaritas", Hochstraße 32 a, bet Wilte. Gesangverein Deutsche Allee 28, bei Kuhlmey. Eiche", Blumenstraße 46, bei Went. ,, Vorwärts" 2," Schönhauser Geschäft." Gesangverein Ech o" 1, Pantow, Schulzestr. 28. In Parey, einem preußischen Ort an der Elbe, herrscht Gefangverein erche", Pappel- Allee Nr. 3 und 4, bei Kruse; ieben Mittwoch 9 Uhr. Gefangverein der Steinmeßen" große Aufregung. Dort hatte seit langen Jahren der Pastor Johannisstraße 20, bet Müller. Gesangverein Freiheit", Löwe als Geistlicher gewirkt und sich allgemeiner Achtung erBülowstraße 59 Tie Diskussion gestaltete sich zu einer äußerst regen. bet Hämmerle. Gesangverein der Kürschner, freut. Am Sonntag vor acht Tagen verstarb derselbe plöglich Neue Friedrichstraße 44, bei Röllig. Gesangverein„ Südost" 2, Herr Näther führte unter lebhafter Zustimmung der Ver- Guvryſtraße 16, bei Ziemer. Gefangverein Alpenrose( Gem. im Alter von 63 Jahren, nachdem er am Vormittag noch eine fammelten aus, daß auch in der Uhrmacherbranche Verhältnisse hor), Jüdenstr. 55, bei Trischmann. Gefangverein Crescendo", Predigt gehalten, bei welcher er das Bibelwort: Wahrlich, so herrschen, welche als unwürdig und unhaltbar bezeichnet werden Dranienftr. 153, bei Göße. ,, Offenbacher Sängertrang", Gesangverein Freies Ried" 1, Frant wahr der Herr lebt, es ist nur ein Schritt zwischen mir und müßten. Die Arbeitstheilung, der fabrifmäßige Betrieb habe in furterstr. 81, bet Weis. Gefangverein Gleichheit", Bernauer dem Tode", zum Text gewählt hatte. Unter allseitiger Be der Uhrmacherei weit eher als in anderen Gewerben ftraße 72, bei Casper. Gefangverein Sanges luft", Bülowftr. 69, bei theiligung wurde Pastor Löwe zur Ruhe bestattet und die auf und zwar schon mit der Anfertigung der Schwarz- burg a. S., bei Mengert. Gefangverein 3ufriedenheit", Nostizstr 29 Montag angesetzte Revision der Kirchenbücher verschoben. wälder Uhren vor mehr als hundert Jahren begonnen. Der kleine bei Sahn. Gesangverein Morgenroth" 3, Reichenbergerstr. 16, bei, Nach der Beerdigung stellte sich ein Tischlermeister bei den Uhrmacher sei lediglich noch" Reparateur", das heiße Päzold. Flicker. Gesangverein„ Steinne Ite", Gerichtstr. 10, im Restaurant. Hinterbliebenen ein, um Dokumente, gegen welche er dem Pastor Steinfeger- Sängerchor", Schwedterstr. 17, bei Wolter. Gefang Redner ermahnte in feurigen Worten zur Einigkeit und zur verein„& yra" 1, Raupachstr. 6, im Reſtaurant.- Verein ,, Euphonta 4000 M. geliehen, in Empfang zu nehmen. Pastor Löwe hatte Organisation. In gleichem Sinne sprachen die Herren Loves, 9-11 Uhr, Reßner, Annenstraße Nr. 16. Gefangverein seiner Zeit die Dokumente in ein Kouvert gelegt, das er mit dem Seidel, Töpfer, Schmidt, Runge und Faber. Die and in Hand 1, Mariannenftr. 31 und 32, Industriehaus. Gesang Kirchenfiegel verschlossen und im Kirchenschrank aufbewahrt verein, Schneeglöd chen 1," Rottbuser Damm 40 bei Jacob. wenigen Rebner, welche für die Prinzipalität eintraten, werden verein" Schneeglöckchen 2," Potsdam, Brandenburger Kommuntation 16 Gefang hatte. Nun stellte sich bei Deffnung des Kouverts heraus, daß widerlegt, auch von Werner in seinem Schlußwort. Zum zweiten bei Glafer. Arbeiter Gesangverein Morgenroth 4," Köpenick, dasselbe nur Papierabfälle enthielt. Als sich diese NachWiedemann u. Manowski. Punkt der Tagesordnung: Die Forderungen der Gehilfen und der uebung in Adlerhof bei Gefangverein richt im Dorfe verbreitete, fanden sich alsbald zahlreiche der Kupferschmiede, Weinstraße 11 bei Feind. Gefangverein un= Verbandstag der Prinzipale zu Leipzig, führte Herr Näther verbroffen", Fennstr. 5, bei Strüger. Gläubiger ein, welche dem Pastor Löwe, der 12 000 M. Gehalt Flöter'scher Gesangverein. aus, daß der vom 24. bis 26. August dieses Jahres Landsbergerstr. 31, bei Musehold. Gefangverein Blüthe", Friebenau bezogen, Geld geliehen hatten. Eine sofort vorgenommene e in Leipzig ftattgehabte Uhrmacher Verbandstag auch Gefangverein ,, Borwärts 5, Friedrichshagen, Rundtheil, vision der Kirchenkasse ergab, daß der verstorbene Geistliche die mit der Gehilfenfrage sich beschäftigt habe, schilderte die noch Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend: Koupons der der Kirchenkaffe gehörigen Papiere bereits bis zum junge Bewegung der Uhrmacher und erörterte die unwürdigen mittwoch: Vergnügungsverein" Proletariat", bei Stehmann, Melchior Jahre 1893 abgeschnitten und verkauft hat. Da angenommen Verhältnisse näher, welche wie oben erwähnt auch in diesem Ge- fraße 15. Verein Fridolin", 9% Uhr, bet Wolff, Brunnenstr. 35a. wird, daß Pastor Löwe sich vergiftet hat, so ist die Ausgrabung Theaterverein ,, Blumenlese", bei Förtsch, Stallschreiberstr. 60. werbe herrschen. Prinzipal Wagner bestätigte unter lebhafter und Vergnügungsverein Bultánia", 9 Uhr, bei Meißner, Gartenstr. 162. der Leiche angeordnet worden. Befriedigung der Anwesenden des Vorredners Ausführungen, und Damen und Herren als Gäste willkommen. es gelangte dann folgende Resolution einstimmig zur An- beutel", Abends 9 Uhr bei Poppe, Lindenstraße 106. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Gesangverein" Baufe der russischen Grenze eingetroffenen Meldungen fand gestern Gleiwin, 22. September.( Berl. Tageblatt.) Nach hier von nahme: " Hoffnung", Moabit, Abends 9 Uhr bei Jlges, Wilsnackerstr. 63. Abend zwischen Golaczowy und Wolbrom, unweit der deutsch" In Erwägung dessen, daß die wirthschaftliche und soziale Männergesangverein" Sangestreue", Abends 39-11 Uhr bei Luther, russischen Grenze, ein Zusammenstoß zweier PerNothlage der Uhrmachergehilfen sich täglich steigert und einen Brüderstr. 26. Gesangverein Alpenrose",( Gem. Chor) 8-10 Uhr, Alexanderstr. 37, Ecte Raiserstr., 1 Tr. Gesangverein Alpenglühen" sonenzüge statt. Zehn Personen sollen getödtet und eine Höhepunkt erreicht hat, der mit Naturnothwendigkeit eine geistige 8 Uhr, bet Schröder, Reichenbergerstr. 24. Gäste, burch Mitglieder eingeführt große Anzahl verwundet sein. Der Schaden an Material ist und physische Degeneration unseres gesammten Standes zur Folge willkommen. Bitherflub Alpenveilchen", Abends 8½ Uhr, Raiser Gäste willkommen. sehr bedeutend. Tambourverein haben muß; in fernerer Erwägung, daß die Verhandlungen des Ver- ftraße 25b, Ece Aleranderstraße. ,, Echo"( Vergnügungs- Verein), Abends 9 Uhr bei Hüttrich, Gollnowstr. 9.bandstages des Zentralverbandes der deutschen Uhrmacher zu Leipzig Tambourverein Borwärts", Uebungsfiunde 9 Uhr Langeſtr. 65. Gäste Buer( Westf.), 22. September. Eine von einer Festlich auss neue den unwiderleglichen Beweis erbracht haben, daß auf willkommen. Tambourverein, Einigkeit", Ritterfir. 21. bei Juhdisch, teit heimkehrende bürgerliche Gesellschaft wurde von gütlichem Wege eine Besserung und Hebung unserer Lage nicht verein" Edelweiß", Abends 8% Uhr, bei Schneider, Belforterstr. 15. Neue der Bäckersohn Halbeisen wurden getödtet, drei andere Personen Mitwoch und Sonnabend, Abends 8% Uhr, Uebungsstunde. Männergesang einer anderen überfallen. Der Bauunternehmer Neukirchen und zu erreichen ist, verpflichten sich die in der heutigen öffentlichen Mitglieder werden aufgenommen. Versammlung der Uhrmachergehilfen Berlins und Umgebung Lübeck'scher Turnverein: I. Lehrlingsabtheilung, Abends von 8 bis schwer verletzt. Sechs von den Angreifern wurden verhaftet. Anwesenden Mann für Mann dem Fachverein der Uhrmacher 10 Uhr im Turnsaale des Königstädt. Gymnaf.", Elisabethstr. 57-58. und verwandten Berufsgenossen Berlins und Umgebung" beizu- Zurnlofal Mariannen- Ufer 1a. Berliner Turngenossenschaft. 5. Männerabth. Abds. von 8-10 Uhr; Melbourne, 1. September. Sir George Grey schlägt eine 8. Männer- Abth., Abends von 9 bis gefeggebende Kammer für Neuseeland vor, welche ganz treten, um so gemeinsam mit allen uns zu Gebote stehenden 11 Uhr. Zurnlokal: Mühlenstr. 49–50.- Turnverein„, sten", länner aus Frauen bestehen und an Stelle des jetzigen Oberhauses Mitteln Front zu machen gegen das Unternehmerthum und btheilung, von 8-10 Uhr Abends, Blumenstr. 63a. energisch einzutreten für die Durchführung unserer Forderungen." gate in a Mittwoch Abends 8 Uhr Reichenbergerstr. 73a bet Faustmann, treten soll. Das Frauenhaus soll jedoch nur ein beschränktes Man schritt dann zur Wahl der Agitations- Kommission und wählte in dieselbe die Herren Georg Schulze, Mäther, Maiwald, Krause und Schrader; ferner wurde in die Streit- Kontrollkommission Herr Näther als Delegirter gewählt. Mit brausendem Hoch auf die moderne Arbeiterbewegung schloß die Versammlung. = Wrangelstraße 141 bet Schmidt. Gründer. im Kurhaus. bei Lerche. Brandenburger Männergesangverein", Branden " " Gäste willkommen. Aufnahme neuer Mitglieder. TheaterGefangverein Kraft- Turn- Verein Theaterverein Blumenlese" Sigung 9 Uhr Abends mit Damen, Stallschreiberstr. 60.- Theater- u. Vergnügungsverein Bultania" Abends 9 Uhr, meiners Restaurant, Gartenstraße 162. Damen und Herren, welche ge neigt sind, dem Berein beizutreten, tönnen sich daselbst melden oder beim Borfizenden M. Sieste, Ackerstraße 13, Hof 1 Treppe. ziewald, Dresdenerstr. 38. Pollack- Klub Lustige Brüder", Abends 8-10% Uhr im Restaurant Verein Fidele Brüder", Schönleinstr. 5 bei G. Kien. Gäste willkommen. Bergnügungs- Verein Proletariat", Sigung Abends 9 Uhr, bet Steemann, Melchiorstr. 15, Hof part. Gäste will tommen. Geselliger Klub Proletariat" bet Lorenz, Koppenstr. 40 e. Vergnügungsverein" Bonum", Abends 8 Uhr bei Schröder, Stegliger Verein " Straße 18. Gäste, burch Mitglieder eingeführt, willkommen. der Soldiner", Abends 8% Uhr bei Wutte, Friedrichsbergerstr. 24. Rauchflub ,, Nord= " Vetorecht besigen. Sprechsaal. Die Redaktion stellt die Benugung des Sprechfaals, soweit der Raum bafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung; ste verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. Die Freie Vereinigung der Zimmerer hielt am 14. Sep: tember eine Vereinsversammlung ab, in welcher der Kand. phil. Hoffmann über das Thema referirte:„ Ist es möglich, bei der heutigen Produktionsweise die gesetzliche achtstündige Arbeitszeit Berein Kreuzfidel", Sigung mit Damen bei Doberstein, Mariannen- Berichtigung. Zu dem Bericht über die Sigung der einzuführen?" Der Redner bejahte diese Frage, beleuchtete die Straße 31. Berein ehem. Schüler der 44. Gemeindeschule". Delegirten der Streit- Kontrollkommission vom 11. September Nothwendigkeit des Achtstundentages nach allen Seiten hin und abends 9 Uhr im Albrechtsgarten, Wilhelmstr. 105. erklärte es für die Pflicht eines jeden Arbeiters, daß er die Ar- stern" in Friedrichsberg.- Rauchtlub, Bultan", Abends 9 Uhr bei Ahmer,( Nr. 216 des Vorwärts") erkläre ich hiermit, daß ich nicht ge Gräfestr. 82.- Orientalischer Rauchflub, Abends 9 Uhr, bei Hart sagt habe, der Unterstützungsbund der Berliner Hausdiener stehe beitszeit zu verkürzen und dadurch die Arbeit selbst so viel wie mann, Manteuffelstr. 71. Gäste willkommen. Rauchtlub Frisch gewagt", nicht auf dem Boden der Arbeiterbewegung, sondern ich habe in Rauchflub ,, Dhn e möglich zu veredeln suche, denn je edler die Arbeit, je aufge- abends von 9-11 Uhr, Bofenerstr. 5 bei Rockendorf. der Streit- Kontrollkommissions- Sigung gesagt, daß der Verein 8wang", ", Abends 8½ Uhr, bei Spät, Weinstr. 28.- Rauchtlub ,, Grüne klärter würde auch der Arbeiter sein. Ferner sei es Pflicht jeder Buaste", Abends 9 ühr, bet Schlüter, Kleine Markusstraße 10. Gäste will Berliner Hausdiener nicht auf dem Boden der Arbeiter Gewerkschaft, ihre Mitglieder auch politisch aufzuklären; jede Ge- tommen. Rauchklub Bruder bund". Borsigender: H. Pfuhl. Sigung bewegung steht; ich muß deshalb die Erklärung des Unter werkschaft müsse versumpfen, wenn sie nicht politisch wirken könne. jeben mittwoch, Abends 9 Uhr, Köpnickerstr. 127a bei Küster. Gäste willkommen, stüßungsbundes Berliner Hausdiener vom 18. September in Aufnahme neuer Mitglieder. Rauchklub Sumatra", Südost, Neichen In der Diskussion sprachen die Genossen Meißner, Paesler, Leh- bergerstr. 83, Restaurant Trucks. Jeden Mittwoch von 8% Uhr ab Nr. 218 des Vorwärts" ganz für berechtigt bezeichnen. mann und Berlin. Es wurde dann die Erhebung einer Extra- Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Rauchflub Victoria," Wünschenswerth wäre es, wenn die Herren Berichterstatter bei Beisteuer angeregt( 50 Pf. Eintritt und 20 Pf. pro Quartal), feben Mittwoch, Abends 9 Uhr, Schüßenstraße 40-41, bet Stallbaum( Restaur.) der Abfaffung ihrer Referate etwas vorsichtiger zu Werke gingen. gäste willkommen. Aufnahme neuer Mitglieder. Rauchklub ,, Gutge: wofür die Angehörigen von Mitgliedern beim Tode der letzteren finnte Freunde." Jeden Mittwoch höchftestraße 28 bei Neumann. Gäste Albert Herrmann, ein Sterbegeld von 60 M. empfangen. willkommen. Mitglieder werden aufgenommen. Humoristischer Hausdiener, Rauch klub. Jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, Sigung bei Niemann, Görabends 8 Uhr, Frankfurter Allee Nr. 90 bet Otto Zabel. Gäste willkommen. Telegirter in der Streit- Kontrollkommission. ligerstr. 42. Gäste durch Mitglieder eingeführt willkommen.- Stattlub Treff", Pfeifenkluba stania". Tagt jetzt jeden Mittwoch von 9 Uhr ab Brizerftraße 22. Gäste willtommen. Regelflub Vorwärts". Jeden Mittwoch Beughofstraße 8, Restaurant Biester. Eine Versammlung des Allgemeinen Arbeiterinnen Vereins sämmtlicher Berufszweige Berlins und Umgegend tagte am 15. September. Herr Sparfeldt referirte über Sibirien, in ergreifender Weise das Schicksal der russischen Berbannten schildernd, welche bei ihrer schweren Arbeit infolge schlechter Ernährung und Behandlung in furzer Zeit elend zu Grunde gehen müssen. Der 3. Punkt der Tagesordnung, Wahl einer Kassirerin, wurde wegen zu schwachen Besuchs bis zur nächsten Versammlung zurückgestellt. Unter Verschiedenem führte man betreffs der Vertrauens Teute im 6. Wahlbezirk Klage darüber, daß sie entweder gar feine oder zu mangelhafte Auskunft geben. Es sei schon zweimal passirt, daß der Allgemeine Arbeiterinnen- Verein mit dem Wahlverein eine Versammlung am gleichen Tage gehabt hätte und der erstere, wie nicht anders zu erwarten gewesen, infolge dessen einen leeren Saal hatte. Vermischtes. ist fast völlig niedergebrannt. Der Schaden wird auf Halle, 21. September. Die 3uderfabrik in Artern 100-120 000 m. geschätzt. Briefkaffen der Redaktion. M A. N., Grüner Weg. Sie müssen den Gothaischen A manach nachsehen. 5. M. 4. Ihre Frage ist von uns beantwortet worden. Interesse. W- r., Tischler. Die Angelegenheit hat kein allgemeines A. Sch. 10. Wir bedauern, Ihnen feine Auskunft ertheilen Mainz. Die Straffammer des Landgerichts hatte sich mit zu können. einem recht bedauernswerthen Menschen zu befassen. Vor einigen öffentliches Interesse. F. B., Brunnenstr. 107. Ihre Einsendung hat kein Wochen wurde hier der Glasergehilfe Alb. Neumann aus Wormsditten wegen Urkundenfälschung verhaftet. Der Unglückliche hatte aus Noth, da er keine Arbeit finden konnte, einen AufIn Neu- Weißenfee fand am 14. September eine öffent- nahmefchein in den Verband der Glasergesellen gefälscht, um sich liche Versammlung des sozialdemokratischen Arbeitervereins für I auf Grund dieses Scheines einige Pfennige Reise- und Zehrgeld zul Verantwortlicher Redakteur: R. Gronheim in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. e t 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 222. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Mittwoch, den 28. September 1891. des am Orte bestehenden Wahlvereins beschlagnahmt. Auf Befragen nach der Ursache diefer Maßregel antwortete die Polizei, dies fei auf Grund eines vom 11. September datirten Beschluffes des Amtsgerichts geschehen. Raturbe. * Da uns hier seit einem Jahr fein Lokal zu öffentlichen Ver3½ Monate sind seit der Gislebener Knippel Affäre fammlungen freisteht, sind wir nicht in der Lage, alle die Arverflossen, schreibt der Zeitzer Boltsbote", ohne daß bis beiterschaft interessirenden Fragen in größeren Kreisen zu heute weber gegen die Knippelhelden noch gegen unseren Partei- besprechen; um aber den Chitanen unserer Gegner zu begegnen, genossen Franke Anklage erhoben worden ist." Ja, noch halten wir von Zeit zu Zeit Versammlungen von Delegirten der mehr, der Polizeifergeant Köhler, deffen sonderbare Art und Fabriken und Werkstätten ab. Die Wahl des Delegirten unseres Weise des Eingreifens wir damals im„ Voltsboten" kennzeichneten, Streises zum Parteitage haben wir ebenfalls in einer solchen ist bis heute noch im Amte! Wie sollen wir das verstehen? Damals fielen alle Regierungsblätter über uns her, nannten Delegirtenversammlung vorgenommen. Gewählt wurde Genosse unsere Berichte verlogen und unsere Angaben gegen die Beamten Verleumdungen, ja der Herr Bürgermeister erließ zum Schutze Dessau. Am 15. September sprach hier Peut 3- Berlin vor gut der Beamten eine amtliche Erklärung, sodaß wir uns auf besuchter Bersammlung unter großem Beifall über das richtig darauf freuten, angeklagt zu werden, um den Wahr- Thema: Worin liegt der Grund der zweifellosen Siegesgewißheit heitsbeweis antreten zu können. Aber wir warteten vergebens, denn bis heute, am 16. September, ist weder eine der Sozialdemokratie? Die Zuhörer beantworteten die AufVernehmung des Redakteurs unseres Blattes noch eine Anklage forderung des Referenten, eben wegen dieser zweifellosen Siegesgegen denselben wegen Beleidigung erfolgt. Da nach der gewißheit mit ganzer Kraft dahin zu streben, daß auch die ArSchreibweise der fartellbrüderlichen Bresse doch jedenfalls beiterschaft Deffaus ein fest organisirtes Bataillon in dem geStrafantrag gegen den Redakteur unseres Blattes gestellt ist, waltigen Arbeiterheere der ganzen Welt bilden möge, mit einem stürmischen Hoch auf das Gedeihen der Dessauer Sozialso erlauben wir uns hierdurch daran zu erinnern, daß Bedemokratie. leidigungen durch die Presse in drei Monaten Zerbst. Nachdem uns hier zwei Frauenversammlungen ververjähren und bitten deshalb, die Frist micht verstreichen zu laffen. Haben die Beamten, besonders Köhler, das ihnen zur boten worden, referirte am 14. d. M. Genosse Peus aus Berlin Last gelegte gethan, dann gehören dieselben auf die Anklagebank unter großem Beifall vor einer stark besuchten Versammlung. und mindestens Köhler aus dem Amte, ist aber das im Volts: Die anwesenden Gegner, unter ihnen der Landtags- Abgeordnete boten" behauptete unwahr gewesen, dann muß der Redakteur wegen Beleidigung bestraft werden." Sollte es wirklich erst einer Verhandlung im Reichstage Bedürfen, um Sozialdemokraten, welche ihren Jbeen in ganz legaler Weise Verbreitung unter der Bevölkerung fleiner Orifchaften schaffen wollen, Schuh für Leib und Leben zu schaffen? Das Schweigen der Justiz über die Vorgänge in Eisleben, Spenge und anderen Orten scheint diese Vermuthung zu bestätigen. Sering, meldeten sich trotz des ihnen von Peus gemachten Vorwurfs der Muthlosigkeit nicht zum Wort. Erst als in der lebhaften Diskussion die schmähliche Kampfesweise der freisinnigen Presse an genagelt wurde, welche die 8 M. Diäten unseres Delegirten für den Barteitag als aus Arbeitergroschen erpreßt hinstellte, und bei diefer Gelegenheit darauf hingewiesen wurde, daß die 13 M. Diäten des Landtags- Abgeordneten für seine Nachmittagsreise von Berbst nach Dessau auch aus Arbeitergroschen, nur leider ohne den Willen der Arbeiter, flössen, ebenso wie die von der Berliner Stadtvertretung Medizinern, Schriftstellern und fremden Fürsten gestifteten Summen, da packte endlich den Herrn LandtagsAbgeordneten der Muth: er erklärte der Notiz über die 8 M. fernzustehen und brachte dann gleich Einiges zur Entgegnung vor. Das Beste war die berühmte Eugen Richter'sche auch konfiszirte Die nichtswürdige Agitation der Sozialdemokraten ist", Hütte" und dann die staunenswerthe Wahrheit, daß es manchen schreibt ein gegnerisches Blatt in spaßhafter Entrüstung, Hausbesitzern schlechter ginge als manchem Arbeiter. Als ob wir 62 nachdem sie ihre Meze nacheinander nach den Kellne: Hausverwalter nicht von ihren wirklichen Besizern, den Hypothekenrinnen, Dienstmädchen und Ammen ausgeworfen, verleihern, unterscheiden könnten! Selbstverständlich war es Peus Die ein Leichtes, die Eugen Richter'schen Frrlehren zu widerlegen. jezt richtig auch noch auf die Kinder verfallen. Verrohung unferer Jugend geht den Kultur"-Pionieren mit Unter braufendem Hoch auf die Sozialdemokratie und mit dem der Petroleumfanne noch nicht schnell genug von Statten, daher Abfingen der Marseillaise endete die glänzend verlaufene Versoll ihr planmäßig nachgeholfen werden durch Vergiftung der sammlung. Kinderlektüre.. Daß der Jugendliteratur nach dem Antrage unferer Breslauer Parteigenossen von Seiten der Sozialdemokratie eingehendere Beachtung geschenkt werden soll, paßt den Muckern gar nicht in ihr trübfeliges Handwerk. Die Hüter und Leiter der religiösen, sittlichen und unterrichtlichen Erziehung unserer Jugend werden nicht unterlassen dürfen, das Schicksal dieses Projektes auf das Sorgfamfte zu verfolgen und zu überwachen, damit im Augenblick der Gefahr auch die Abwehr zur Hand sei. Denn wem die Jugend gehört, der hat die Zukunft. Das sehen die Sozialdemokraten ganz richtig ein." * Soziale Ueberlicht. Bericht über die am 7. und S. September 1891 zu Halber stadt abgehaltene Konferenz der Zentralvorstände der deutschen Gewerkschaftsverbände. 8. Jahrg. Behörden. Die hier anwesenden Vertreter erklären jedoch, daß Sachfens Organisationen sich den Beschlüssen der Mehrheit fügen, und Mittel und Wege finden werden, möglichst allen Anforderungen, welche an die übrigen deutschen Gewerkschaften gestellt werden, nachkommen zu tönnen. 2. Scholz, Dresden. G. Jacob, Leipzig. Fr. Paeplow, Chemnitz. Ferner wurden noch folgende Anträge angenommen: Die Delegirten verpflichten sich, mit allen ihnen zu Ges bote stehenden Mitteln in ihren Gewerkschaften dafür einzutreten, daß baldmöglichst in ihren Statuten Bestimmungen aufgenommen werden, welche die Durchführung der von der Konferenz beschlossenen Organisationen ermöglichen. A. Dammann." ,, Sollten zu dem bevorstehenden Gewerkschafts- Kongreß einzelne Zentralvorstände noch bestimmte Anträge zu stellen haben, so sind dieselben bis zum 1. Januar 1892 der Generalfommission mitzutheilen, damit sie den Delegirten des Kongresses sofort gedruckt vorgelegt werden können. Th. Meyer." " In Grwägung, daß bei der großen, täglich machsenden Bedeutung der Frauenarbeit auf allen Arbeitsgebieten fich die energische Inangriffnahme der Organisirung derselben als ein Gebot der Selbsterhaltung erweist, beschließt die Konferenz, die Vorstände der bestehenden Organisationen aufzufordern, dahin zu wirken, daß die Statuten derselben derart umgestaltet werden, daß auch den im Berufe be schäftigten Frauen der Beitritt zu denselben möglich ist. Die Agitation für Ausbreitung der Organisation hat sich bei allen Berufen, in welchen Frauen thätig sind, auch auf deren Heranziehung zu erstrecken. Frau Steinbach. Frau Kähler. Frau Wolter." " Die Konferenz beschließt, die Generalfommission zu beauftragen, einen Separatabdruck der Artikel über die Organisationsfrage, welche im Korrespondenzblatt der Generalfommission" erschienen sind, mit etwaigen nothwendigen Aenderungen und Ergänzungen in Broschürenform herauszugeben und noch rechtzeitig vor dem Gewerk schaftskongreß zu möglichst billigem Preise unter den deutschen Arbeitern zu verbreiten. Th. Leipart." Nach Erledigung dieser Anträge wird die Konferenz um Uhr Abends vom Vorfiyenden Legien geschlossen. Versammlungen. Der Verband der Gast- und Schaukwirthe für Berlin und Umgegend hatte zu Donnerstag Nachmittag eine Bersammlung sämmtlicher Gast- und Schankwirthe Berlins und Umgegend nach Keller's Gesellschaftsfälen einberufen, um zu dem Entwurfe eines Gesetzes, betreffend die Bekämpfung des Mißbrauches geistiger Getränke, Stellung zu nehmen. Der Vorstand des genannten Vereins, bestehend aus den Gastwirthen Nümann( Gubenerstr. 57), Abel, Brunzlow, Säger und Die Beschwerde des Allgemeinen Arbeitervereins in Berglein, bildete das Bureau, und Herr Nümann eröffnete die den großen Saal füllende Versammlung gegen 5 Uhr mit der BeMagdeburg gegen das vom Polizeipräsidenten Keßler ausge sprochene Verbot des Stiftungsfestes das nachher regierungsgrüßung der Anwesenden und gab nach einigen einleitenden Die weiteren Beschlüsse der Konferenz sind folgende: seitig, vorbehältlich der Prüfung der Rechtsfrage, erlaubt wurde Der Gewerkschaftstongreß findet Anfang März 1892 statt. Worten das Wort dem Referenten Herrn Rechtsanwalt Dr. Schöps. -ist nunmehr vom Regierungspräsidenten zurückgewiesen worden, Als Tagungsorte sind Halberstadt, Halle, Hannover, Weimar Derfelbe führte ungefähr folgendes aus: Der§ 1 des Entwurfs ist für die Ertheilung der Konzession weil jenes Fest infolge der an jedermann ergangenen Einladung, und Altenburg vorgeschlagen. In Bezug auf die Beschickung des Rongresses wird beschlossen, von größter Bedeutung. Bisher wurde das Bedürfniß nur ge" gegen Zahlung eines Eintrittsgeldes und die mit keinen Schwierigkeiten verbundene Erwerbung der die diesbezüglich von der Berliner Konferenz getroffenen Bestim- prüft, wenn Jemand um volle Schankkonzession oder um AusMitgliedschaft des Allgemeinen Arbeitervereins an dem mungen hochzuhalten, wonach je 1000 Mitglieder der Zentral- fchant von Branntwein oder Kleinhandel mit demselben einkam. Vergnügen theilzunehmen, sich nicht als Lustbarkeit eines ge- vereine oder der organisirten Arbeiter in Staaten, wo dieselben Nach dem Entwurfe soll in Zukunft bei jeder Schankkonzession schlossenen Vereins, sondern als eine für das ganze Publitum einem Zentralvereine nicht angehören dürfen, einen Vertreter das Bedürfniß geprüft werden, also auch beim Bierausschank. Bisher fonnte man wenigstens in furzer Frist bestimmte Luftbarkeit charakterisire, auf welche demnach alle für entsenden können. und hatte dann Zeit, öffentliche Tanzbeluftigungen geltenden Vorschriften Anwendung Die Wahl des Ortes, wo der Kongreß tagen soll, wird der halbe Konzession erhalten, passender Gelegenheit um die volle Konzession einzukommen. zu finden hätten". Das heißt also wohl so viel: die Polizei Generalfommission überlassen. hatte das Recht, das Fest zu verbieten oder zu genehmigen. Der Organisationsentwurf der Generalfommission wird in Nach dem Entwurfe wird ein Schankwirth 6, 8 Wochen und seinem ersten Theil ohne Widerspruch angenommen. Beim zweiten noch länger ohne Konzession abwarten müssen, ob das Bedürfniß Theil: Aufgaben der Zentralvereine", wird ein Antrag, die Ge- anerkannt wird; er hat in ein neues Unternehmen sein Geld währung von Arbeitslosenunterstüßung gleichfalls als Aufgabe hineingesteckt, und kann dasselbe nicht, wie heute, wenigstens als der Zentralvereine in den Entwurf mit aufzunehmen, in wieder- Bier- Ausschank eröffnen, er kann eben nichts unternehmen. Holter Abstimmung mit 18 gegen 18 Stimmen abgelehnt, dagegen Und wie schwer ist es überhaupt mit der Konzessions- Erlangung, mit allen gegen eine Stimme beschlossen, im Absatz f unter 1 wo die Polizei gleichzeitig die beklagte Partei und außer der Reise Unterstüßung auch Unterstügung Gedie Aufsichtsbehörde ist! Durch Jahre lange Arbeit hat sich Jemand 2-3000 m. gefpart; er fauft sich hierfür ein maßregelter aufzunehmen. Nun, das Fest hat stattgefunden, und das ist die Hauptsache. Im Uebrigen müssen wir sagen, wenn man sich seitens der Behörden ebenso eingehend mit der Lösung der sozialen Frage beschäftigte, wie mit solchen juristischen Dingen, so wäre der Menschheit um ein gutes Theil wohler. * Die sächsische Amtshauptmannschaft Nochlitz hat den Einberufern von Versammlungen die Veranstaltung von Tell er sammlungen gestattet, nachdem dieselben die Kosten= rechnung mitgetheilt hatten. = " " die bei Bei Aufgaben der Unionen" wird, nachdem der vorstehende Schankgeschäft und bekommt nach dem neuen Gesetze möglicher Theil, Unionen", ohne Widerspruch angenommen ist, der Absatz b, Weise gar teine Konzession, ist also ein ruinirter Mann. Der " Herausgabe eines gemeinschaftlichen Preßorgans, welches so Verfasser des Entwurfs meint, die Trunksucht werde befördert Das Vertheilen sozialdemokratischer Druckschriften soll eingerichtet sein muß, daß den Interessen sämmtlicher dabei be- durch die vielen Schantlokale, und wenn die letzteren vermindert in dem Bezirke Wolmirstedt vom Landrath im theiligten Zentralvereine Rechnung getragen wird", nach langer würden, dann würde sich auch die Zahl der trunkfälligen Leute Namen der Polizei" verboten worden sein. Unfern Genossen, Diskussion gestrichen und dafür gefeßt:" Regelung des Preß- vermindern. Thatsächlich haben sich in Preußen die Lokale mit welche sozialdemokratische Druckschriften daselbst vertheilen wollten, wesens." Dieser Beschluß ergab sich aus den Bedenken, welche voller Konzession in lezter Zeit um 7000 vermindert, dagegen ist das wenigstens in Wolmirstedt und Jersleben eröffnet" die Mehrzahl der Delegirten gegen das Verlangen, die vielen die Zahl der übermäßigen Trinker vermehrt; es ist also ein worden. Begründet hat man das merkwürdige Verbot angeblich einzelnen jest bestehenden Fachblätter zu je einem gemeinschaft Busammenhang zwischen der Vermehrung der Schantstätten pamit, daß das dortige Publikum an derartige Schriften nicht lichen Preßorgan für eine Union zu verschmelzen, beaten mit 19 nun die Vorschriften des Gesetzes in Bezug auf den Kleinhandel hegten. und der Vermehrung der Trunkenbolde nicht vorhanden. Was Der Absatz c unter Aufgaben der Unionen" wird gewöhnt" sei und die Sozialdemokraten das Publikum mit solcher Literatur auch geradezu überhäuften. Wenn wirklich das er gegen 11 Stimmen angenommen. Ebenfalls angenommen werden mit Branntwein anbetrifft, so find diefelben von so einschneidender Schärfe, daß eine Reihe von Lokalen wird schließen müssen. Die wähnte Verbot ausgesprochen worden ist, so hätte es, um die beiden letzten Abfäße d und e. Bei dem Theil: General- Kommission" werden im letzten Sage hinsichtlich der Festsetzung der Polizeistunde geschaffenen Vorwenigstens vor der Hand giltig zu sein, im Amtsblatt publigirt werden müssen. Das ist aber jedenfalls nicht geschehen, sonst die Worte gestrichen: und aus je einem Vertreter der einzelnen schriften sind ebenfalls unannehmbar. Am besten wäre es, es hätte davon längst etwas in der Presse verlautet folglich hat Unionen". Die Generalkommission soll demnach nur aus sieben gäbe für alle Wirthe eine Polizeistunde. Im Gesezentwurfe ist es auch nicht den Schatten von Rechtsgiltigkeit, und kein Mensch von dem alle zwei Jahre stattfindenden allgemeinen Gewerkschafts- jerner bestimmt, daß die Orts- Polizeibehörden über die bereit zu braucht sich daher unserer Ansicht nach daran zu kehren. Kongreß jedesmal zu wählenden Mitgliedern bestehen. Im Uebrigen haltenden Speisen Bestimmungen treffen können. Der Verfasser wird auch dieser Theil des Entwurfs im Wortlaut angenommen. des Entwurfs scheint zu glauben, daß die Schankkonzession eine Die Meiningen'schen Parteigenoffen treten in den Land- Ebenso der weitere letzte Theil: Aufgaben der General Apothekerkonzession ist. Weiter kann der Betrieb der Schanktags- Wahlkampf mit folgenden Hauptfordernngen ein; allgemeines, tommission", dessen Absatz e in bestimmten und dringenden wirthschaft für die Zeit vor 8 Uhr Morgens untersagt werden. gleiches, direttes und geheimes Wahlrecht zum Meininger Land. Fällen und unter Zustimmung der Mehrzahl der Unionen an Der Verfasser des Entwurfs steht wahrscheinlich erst um 8 Uhr tag und für die Gemeinden auf dem Lande, unentgeltlicher Unter einzelne Gewerkschaften oder Unionen bei Streifs Unterstüßung Morgens auf und denkt nicht daran, daß der Arbeiter dann richt und unentgeltliche Verabfolgung der Lehrmittel in allen aus einem zu schaffenden Generalfonds zu gewähren", noch der schon sein zweites Frühstück zu sich nimmt. Personen unter Bildungsanstalten des Herzogthums. Saß angehängt wird: resp. die anderen bestehenden Unionen 16 Jahren sollen feine Getränke zum Genuß auf der Stelle verabreicht werden. Wie soll der Gastwirth wissen, ob ein junger Ferner verlangen sie, daß in die Steuereinschätzungs- und zur Unterstügung heranzuziehen". Returskommissionen auch Arbeiter berufen werden, was ja mit Es folgt jetzt die namentliche Gesammtabstimmung über den Mann unter 16 Jahr alt ist; soll er sich in jedem Falle die der oben berührten Revision des Gemeinde- Wahlrechts zusammen- Organisationsentwurf, deren Resultat die Annahme desselben mit Geburtsurkunde vorlegen lassen? Keine Anwendung soll das hängt, und fordern weiter die Unentgeltlichkeit des Rekurs 35 gegen 4 Stimmen war, bei einer Stimmenthaltung. Verbot finden, wenn ein solch' junger Mensch unter 16 Jahren verfahrens. Die Entlastung der Gemeinden von der Armenlast und Dagegen stimmten die Maler, Metallarbeiter- Verband, Sattler sich auf der Reise oder auf einem Ausfluge befindet. einem Schankwirth ein junger Mann der Borsorge für Geistestrante, Schwachsinnige, Taube, Blinde 2c. und Töpfer; der Vertreter der Buchdrucker enthielt sich der Wenn nun zu einem Schankwirth und die Uebernahme der diesbezüglichen Verpflichtungen auf den Stimmabgabe. Der abwesende Vertreter der Schuhmacher hatte sagt, ich bin auf dem Wege nach Schöneberg, dann braucht er Staat bildete gleichfalls einen Theil der Forderungen einen anderen Delegirten beauftragt, für ihn zu erklären, daß er das Alter nicht feststellen! Es werden dem Gastwirthe Dinge zugemuthet, die unbegreiflich sind. Durch das neue Gesetz wird die unferer Meiningischen Parteigenossen. Die Liste ihrer Kandidaten für den Entwurf stimme. Damit war die Tagesordnung für die Konferenz erschöpft. Gewerbefreiheit einfach aufgehoben und der Gastwirth unter enthält niemand aus den Reihen des Ausbeuterthums, sondern nur einfache schlichte Arbeiter und Freunde des arbeitenden Es wurde nun noch zunächst folgende Erklärung der sächsischen polizeiliche Aufsicht gestellt. Nach dem Entwurfe soll ein Gastwirth einen Betrunkenen entweder bei sich behalten oder nach Bolles sind darin aufgeführt, welche durch Bernf und Leben die Vertreter entgegengenommen. Erklärung. Hause schaffen. Wie das durchzuführen ist, darüber schweigt sich Leiden des armen Volles aus eigener Erfahrung fennen und sich schon vielfach in der Arbeiterbewegung und in den GemeindeDie unterzeichneten Vertreter der Gewerkschaften in der Entwurf aus. Forderungen für Getränke, welche auf Borg vertretungen um dessen Interessen verdient gemacht haben. Sie Sachsen verkennen nicht die schwierige und komplizirte verabfolgt wurden, sollen nach dem Entwurf nicht eingeklagt stehen sämmtlich auf dem Boden des sozialdemokratischen Pro- Neuorganisation der deutschen Gewerkschaften, umsomehr, werden dürfen. Ja, was soll der Schankwirth denn machen? Er gramms. als die sächsischen Kollegen sich voraussichtlich nur als Einzel- muß jedes Getränk vorläufig ohne Zahlung verabfolgen und kann mitglieder anschließen können auf Grund der entgegen- doch nicht beim jedesmaligen Bedienen Geld einkassiren! Was stehenden vereinsgefeßlichen Bestimmungen in Verbindung nun zum Schlusse die Strafbestimmungen anbetrifft, so ist hers mit der Handhabung dieser Bestimmungen seitens einzelner vorzuheben, daß Jedermann bestraft werden soll, der Burg. Unter neuem Rurs". Am 15, September wurden von der hiesigen Polizeibehörde sämmtliche Bücherl e t 3 nn P= e] де ſt on d en te 73 es es für men ent ber ber ge ehe in in ters ter in en. bei gen. T. M 7. ines weilen tein Redner Literarisches. märgernißerregender Trunkenheit an einem öffentlichen| schäftsmäßig betrieben. In den Polikliniken werde man behandelt| Meister und Gefelle habe sich gegen früher auch vollständig ge Orte betroffen wird. Daß sich Jemand mal einen wie ein Nichtzahlender, nämlich als Verfuchsobjekt. Das den ändert. Früher sei der Geselle mehr der tameradschaftliche MitRausch holt, kommt in jedem Stande vor. Der Wohlhabende Aerzten gewährte Honorar sei zu gering und die jungen Aerzte arbeiter des Meisters gewesen, heute beute der Letztere nur die wird in einer Droschke zu Hause fahren; derjenige, der hierzu wendeten sich an die Kassen, um dadurch Kundschaft zu erhalten. Kenntnisse des Gesellen aus. Auf das Herbergswesen zu sprechen nicht die Mittel hat, wird dem strafenden Geseze verfallen! Der Redner bezweifelte, daß man vom Kassenarzte immer die der kommend, tadelte Redner aufs schärffte die Zustände in Das ganze Gesetz wird Erbitterung und Unzufriedenheit Krankheit entsprechende Medizin erhalte und betonte die Noth- der Herberge der Schmiede und Stellmacher Berlins, in, bringen; es wird die anständigen Elemente aus dem Schank wendigkeit, diesen Uebelständen abzuhelfen. Ueberdies hätten sich welcher das Unglaublichste in Bezug auf die Behandlung wirthsgewerbe verdrängen, und nur derjenige wird Schantwirth schon annähernd 700 Berliner Aerzte zur Frage der freien Aerzte- der den Arbeitsnachweis benutzenden Kollegen geleistet würde. bleiben, der nichts mehr zu verlieren hat. Wenn der Gesetz- wahl zustimmend ausgesprochen. Die Mehrzahl der Mitglieder Dabei sei noch in Betracht zu ziehen, daß der Arbeitsnachweis entwurf wirklich Gesetzeskraft erlangt, so wird das die Demo- werde gern einige Pfennige mehr zahlen. Man möge eine feineswegs unentgeltlich ist. Nicht nur die Schmiede und Stellralisation des Schankwirths Gewerbes nach sich ziehen.( Leb- Kommission ernennen, welche der Frage ernstlich näher trete macher, sondern die gesammte Arbeiterschaft Berlins müsse gegen hafter anhaltender Beifall.) In der Diskussion war der erste und später nach reiflicher Prüfung geeignete Vorschläge jene Uebelstände energisch Front machen. Die sehr beifällig aufzu machen habe. Herr Dr. Müller erklärte, das Kranken- Ver- genommenen Ausführungen des Referenten wurden in der DisGastwirth Sente( Vorsitzender des Vereins Nord- Ost): sicherungsgesetz gewähre freie ärztliche Behandlung, aber in Berlin fussion von mehreren Kollegen durch Mittheilung drastischer Bei Was sollen wir uns viel über die einzelnen Paragraphen äußern? müsse der Kranke zu demjenigen Arzt gehen, den man für ihn spiele ergänzt. Man beschloß endlich, dem Beispiele der StellWir faffen einfach den Beschluß dahin, daß das Gesetz für uns ausersehen habe, gleichviel, ob er ihm Vertrauen entgegen bringe macher zu folgen und die Herberge, welche gleichzeitig Arbeitsunmöglich ist. Sollte wirklich ein kleines Theilchen Gutes drin sein, oder nicht. Dem freien Bürger aber gezieme es nicht, sich diese nachweisbureau ist, nicht mehr zu besuchen, sondern ein eigenes so wird dadurch das viele Schlechte nicht aufgewogen. Die großen Behandlung gefallen zu lassen. Jedem sei nur der Arzt will- Arbeitsnachweisbureau in dem in der Weberstr. 22 belegenen Beschränkungen zur Erlangung von Branntwein nügen gar nichts, kommen, zu dem er Vertrauen habe. Nedner wies darauf hin, Lofale zu errichten. Die Arbeitsvermittelung, welche bekanntlich ein Söffel wird doch immer Schnaps zu bekommen wissen. Wir daß viele Kassenärzte in der Sprechstunde 40-50 Patienten haben ein sehr gutes Schuhmittel für die Arbeiter gegen ausbeutungshaben schon Bestimmungen genug, mit denen die Polizei den und außerdem täglich noch 10 bis 15 Besuche machen müssen; lustige Unternehmer ist, wird daselbst kostenlos gewährt. Mit wirklichen Trunkenbolden zu Leibe gehen kann. damit aber sei die Arbeitskraft des Arztes erschöpft. Von dem einem Hoch auf die internationale Arbeiterbewegung schloß die Gastwirth Theuners: Ich möchte nur auf die schon Honorar für die Behandlung der Kaffenmitglieder könne der Versammlung. jetzt so unerquicklichen Zustände in Betreff der Konzessionserthei- Arzt nicht existiren( 1500 bis 2400 m. jährl.), sein Bestreben lung hinweisen. Wenn man bedenkt, daß der Gast- und Schank- müsse daher sein, sich Privatpraxis zu verschaffen, und die Folge wirth so ganz von den Polizeibehörden abhängt, so muß man dessen wäre, daß er nachher die Kranken in Bürger erster und sagen, wir haben Vormund und Gegenvormund. Ist denn der zweiter Klasse scheide. Die Sprechzeit für die einzelnen KonsulGast- und Schankwirth ein Bürger zweiter Klasse? Nicht nur tationen sei unzulänglich, in der kurzen Zeit von wenigen Midem Trunksuchtsgeseh, nein auch den schon jetzt bestehenden Vor- nuten eine gründliche Behandlung unmöglich. Es werde dem schriften im Konzessionswesen müssen wir entgegentreten. Gin zufolge schnell etwas verordnet, was ja auch zuweilen helfe. weiterer wunder Punkt ist der Kleinhandel mit Branntwein Ganz besonders sei dabei aber zu bedenken, daß die heutige seitens der Materialisten; um diese kümmert sich die Polizei gar Medizin mit den Rezepten gebrochen habe. Wenn der Arzt da= nicht, wohl aber beim Schankwirth um pünktliche Innehaltung gegen Zeit habe, sich mit dem Kranken zu beschäftigen, dann der Polizeistunde. Es ist haarsträubend, daß die Polizei nach werde an Krankentagen gespart. Der Berliner Arbeiter wolle Lage der örtlichen Verhältnisse eine Speisekarte vorschreiben soll, sobald wie möglich wieder arbeiten, er sei kein Faullenzer, vielleicht in Jauer: Jauersche Würste und in Magdeburg: der auf das Krankengeld spekulire. Die Provinz, wäre Berlin Magdeburger Sauerkohl. Der Verfasser des Gesetzes hat in dieser Beziehung voraus, verschiedene größere Städte hätten gemeint, in einem Wirthshaus. gegessen werden. das Prinzip der freien Aerztewahl durchgeführt und gute Er Er hat an den leeren Magen des Trunkenboldes gedacht und ge- fahrungen damit gemacht, die Behandlung als solche sei durch wollt, der letztere solle essen, wenn er Speisen sieht. Ich meine, die freie Arztwahl allerdings theurer geworden, aber dafür hätten der Gesetzgeber solle lieber Speise- Anstalten schaffen, wo man sich andere Verhältnisse der Kassen gebessert. Die durchschnittliche für 5 Pfennig einen Teller kräftiger Suppe bekommen könnte. Krankheitsdauer betrüge bei freier Arztwahl 17 Tage, bei Von den 40 Millionen, die den Brennern zu Gute kommen, 3wang 39 Tage. Der Krankheitsfall in Berlin beim Zwang sollte man 10 Millionen für Speise- Anstalten ausgeben. Heil- toftete 53 M., bei freier Arztwahl 35 M. anstalten sollte man gründen für die Trinker, denn ich halte diefelben für Kranke. Wir sollen einem profeffionirten Trinker nichts einschänken? Ja, wie sollen wir in Berlin alle Leute fennen! Da muß solcher Mann schon einen Ring in der Nase tragen! Ich bleibe dabei, durch den Gesetzentwurf werden die Gaft- und Schankwirthe zu Bürgern zweiter Klasse degradirt. Im Steuerzahlen allerdings sind sie die Lieblinge des Staats, wie der General- Steuerdirektor Burghardt sagt. Gastwirth 8ubeil: Der vorliegende Gefeßentwurf ist ein Ausnahmegefeß gegen die Arbeiter; es fann feinen Gastwirth geben, der dies bezweifelt. Im ganzen Reiche wird egen das Gesetz agitirt und in Berlin ist solche Agitation erst recyt nothwendig. Nicht ein einziger Paragraph des Gesetzes ist annehmbar. An den Bedrückungen des Gastwirthsstandes ist aber ein großer Theil der Gastwirthe selber schuld. Machen Sie doch nicht so viele Bücklinge vor der Uniform, deren Träger von Ihren Eteuern bezahlt werden! Als hoher Steuerzahler sollte der Gast- und Schantwirth ein etwas steiferes Kreuz haben. Das Gefes charakterisirt sich lediglich als Klassengesetz und erniedrigt die Gaft und Schantwirthe zu Bürgern zweiter Klasse. Ich bitte Sie, protestiren Sie gegen das ganze Gesetz auf das Schärfste; es giebt keinen Paragraphen, der annehmbar wäre. Ich befürchte, der Entwurf wird aber doch Gesetz werden, wenn auch einzelne Bestimmungen geändert werden. Also protestiren wir gegen das Gesetz, weil es ein Klassengesetz und weil es eine Degradation der Gaft- und Schankwirthe zu Bürgern zweiter Klasse ist. Gastwirth Abel: Da das Gesetz in allen seinen Paragraphen unannehmbar ist, so erübrigt sich wohl eine spezielle Motivirung; ich hoffe, daß der Reichstag das Gesetz ablehnen wird. Auf Antrag des Vorsitzenden wird nachstehende Resolution einstimmig angenommen: „ Die heute in Keller's Gesellschaftsfälen, Röpenickerstr. 96/97 versammelten Gast- und Schantwirthe von Berlin und Umgegend protestiren hiermit auf das Entschiedenste gegen den Entwurf des Trunksuchtsgesetes, als eines die Gast- und Schankwirthe unter eine Polizeiaufsicht unerhörter Art stellenden und die Existenz, insbesondere der kleinen Gast- und Schankwirthe auf das Schwerste Ledrohenden Gesetzes. Sie richten an die zur Gesetzgebung im Reiche berufenen Körperschaften und Personen die dringende Bitte, diesem Gesetze die Zustimmung zu versagen." M ,, Ein Appell an alle Arbeitgeber. Ein bescheidener Beis trag zur Beantwortung der Frage: Wie und wodurch wächst die Unzufriedenheit im Volfe? Von Alfons vom Rhein. Frankfurt a. M., Foesser." " Der Verfasser dieser 34 Seiten starken Schrift ist, wie aus derselben hervorgeht, Handlungsgehilfe und ein recht gutmüthiger, naiver Mensch. Er führt Erfahrungen und Beweise für die im allgemeinen viel zu wenig beachtete Thatsache an, daß Verheirathetsein in unserer Zeit ein großes Hemmniß für das Fortkommen ist, daß der Familienvater bei den Bewerbungen immer weniger Berücksichtigung findet. Er betrachtet ziemlich ausschließlich den kaufmännischen Beruf, in welchem diese Erscheinung am erschreckendsten auftritt und denkt über die Abhilfe nach. Charakteristisch für seine Dentweise ist, daß er die schlimmste Folge dieser Thatsache nicht in der ungenügenden Existenz der Familien, in den unzufriedenen Ehen, auch nicht einmal in der. dadurch mit beförderten Prostitution sieht, sondern in der VerDie Aerzte hätten sich flar gemacht, was sie den Kassen mehrung der Unzufriedenheit, in dem Wachsthum der Sozialbieten wollen und beabsichtigten, unter die niedrigste Taye herunter demokratie. Die grollende Mutter spricht mit ihren Kindern zu gehen. Es würden Abkommen zu treffen sein, wie viel pro über frühere Zeiten, über die Härte der Mitmenschen, den Kopf und Jahr zu zahlen ist, und dabei würden die Kassen in egoistischen Zug, der durch das All geht, die Verschwendung und keinem Falle höher belastet werden, gleichviel was vorkommen Bergendung der oberen Zehntausend, den Lurus der Reichen, die möge. Eine Kommission werde festzusetzen haben, was für die friechende Höflichkeit gegenüber dem Geldmann und die schroffe, einzelne Konfultation gezahlt wird, und beide Theile würden verlegende Behandlung des Unbemittelten, die Lebensverlängerung dabei gut fahren. Die Krankheitsdauer würde entschieden des franken vornehmen Mannes, dessen Mittel ihm jegliche Hilfe abgekürzt werden. Die Kassen gingen gingen nur zu Grunde zugänglich machen, dem sicheren, frühzeitigen Tode des in gleicher an der langen Krankengeld Zahlung, nicht am Arzt Weise armen Mannes und was der Dinge mehr sind. Die Noth honorar. Die Behandlung in den Polikliniken streifend, ist die Urheberin solcher Gedanken." Das ist dem Verfasser das stellte Dr. Müller sich auf den Standpunkt des Referenten Zubeil. Schlimme. Als ob solche Gedanken nicht vernünftig wären, und Daß der Aerztezwang zu verwerfen sei, hätten felbft enragirte als ob die Unzufriedenheit nicht der Stachel zum Fortschritt wäre. Kaffenärzte schon eingesehen. Leider sei nicht überall das nöthige Der Verfasser verräth an teiner Stelle, daß er vom Wesen der Entgegenkommen vorhanden, um für eine Aenderung einzutreten, Sozialdemokratie etwas weiß. Und es fehlt ihm an allem soziales gebe noch Leute in den Verwaltungen der Kassen, welche an ökonomischen Verständniß. Seine Vorschläge sind ein unfruchtder Aufrechterhaltung des Alten interessirt seien. bares möchte"," follte". So sagt er:„ Ich komme daher zu In der nun folgenden Diskussion sprachen sich sämmtliche dem Schluß, daß es Pflicht jedweden Arbeitgebers ist, dem Fa15 Redner( Rüchart, Schröder, Gutheit, Dünze, Rowalewsti, milienvater bei sonstiger Gleichwerthigkeit den Vorzug vor anLampe, Pladeck, Staudinger, Hennig, Wittig, Faber, Höflich, deren Bewerbern zu geben." Männer wie Frauen sollten aber Aßmann, Schulze, Reuther) im Prinzip für freie Aerztewahl dahin streben, die Arbeitskraft möglichst hoch im Preise zu halten aus und nach einem warmen Appell des Stadtverordneten Zubeil und nicht noch selbst dazu beitragen, daß schmutzige Arbeitgeber an das Pflichtgefühl der Kaffenvertreter gelangte folgende Re- immer häufiger wahre Hungerlöhne ihren Angestellten anzubieten solution einstimmig zur Annahme: wagen." Ja, aber wird die Pflicht zur That? Der Verfasser spricht G. 18 folgenden, durch seine naive Tautologie zum Lächeln nöthigenden Satz aus:„ Aber man würde nicht nur schöne Worte in Thaten umwandeln, wenn man anfinge, dem Familienvater vor dem ledigen Mann den Vorzug zu geben, sondern auch" u. s. w. Ganz so, wie Herr Alfons vom Rhein feine Anschauungen berichtigen würde, wenn er an die Stelle von Falschem Richtiges sehen würde. Es kann kaum überraschen, daß der Verfasser für Beschränkung der Frauenarbeit im fauf männischen Beruf ist, merkwürdiger Weise aber nicht in gelehrten Berufen, da nur die erstere unnatürlich sei: warum, bleibt ein Geheimniß des Verfassers. Absonderlicher Weise will er dagegen, ,, daß Gattin und Mutter bevorzugt werden, falls dieselbe sich in der betrübenden Lage befinden, um Arbeit anhalten zu müssen". Er ist selbst für Beschränkung der Verehelichungsfreiheit und nennt es eine Krankheit, den Sohn einen anderen Beruf als den eigenen ergreifen zu lassen". Das Schriftchen ist bemerkenswerth als Beitrag zur Psychologie des Handlungsgehilfen- Standes und als Illustration der Rückständigkeit des Gros dieses Standes. L. Das Schulbücherwesen muß verstaatlicht werden. Mahnruf an das deutsche Volt von Dr. August Heinrichs, Professor. Zittau. Pahl. 1891. Die heute in Deigmüller's Salon, Alte Jakobstr. 48a, versammelten Delegirten und Vorstandsmitglieder der Orts- Krankenfaffen Berlins erklären sich mit den Referenten Herrn Stadtv. Zubeil und Herrn Dr. med. G. Müller, einverstanden, indem sie die Einführung der freien Arztwahl bei den Krankenkassen Berlins als unbedingt nothwendig anerkennen, verpflichten fie fich, mit aller Energie und allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln für die Einführung derselben einzutreten." Schließlich wurde eine Kommission von 9 Mitgliedern eingesetzt, welche die Sache eingehend prüfen und alsdann weitere Vorschläge zur Durchführung des Beschlusses den Vorständen unterbreiten soll. Vertreten waren 34 Kassen.. " Ein In der öffentlichen Schuhmacher Versammlung am 14. September hielt Genosse Roland einen Vortrag über die Sozialdemokratie in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, und legte dabei dar, daß, wenn wir erst im Parlament zu bestimmen hätten, die Sozialisirung von Staat und Gesellschaft wohl auf friedlichem Gastwirth Hensel beantragt die Resolution dem Reichstage Wege sich ermöglichen lassen werde. In der Diskussion vertraten durch eine Deputation überreichen zu lassen. Büttner und Melberg die Meinung, daß die Arbeiter sich nicht Gastwirth Abel: Eine persönliche Vorstellung wird wenig so viel Illusionen über den Parlamentarismus machen sollten, Das 88 Seiten starte Büchlein, dessen Standpunkt und Inhalt nügen. Jeder Abgeordnete bekommt doch ein Druckeɣemplar. denn wenn man sähe, wie jetzt alle reaktionären Parteien( Freisinn, der Titel hinreichend deutlich ausspricht, ist von der bürgerlichen Gastwirth Hensel: Ich habe von Abgeordneten gehört, Antisemiten, Konservative und wie sie alle heißen), geschlossen Presse nirgends erwähnt worden. Das ist jedenfalls charakteristisch. daß sie viele Eachen garnicht lesen und meine deshalb, daß eine gegen die Interessen der Arbeiter vorgehen und speziell der Wenn wir nun unsererseits zu dem Buche Stellung nehmen persönliche Ueberreichung vortheilhaft für die Sache ist. Freijinn den Arbeitern nur Sand in die Augen zu sirenen ver sollen, so müssen wir doch unterscheiden. Nach dem Verfasser Gastwirth Hencke: Resolutionen, wie die heutige, werden suche, so könne man sich der Erkenntniß nicht verschließen, daß soll der Staat oder lieber noch das Reich die Abfassung, den nie hinlänglich begründet, so war es auch bei der Betriebssteuer. Die Noth und das Elend der Volksmassen dereinst über den Druck, den Verlag und die Vertheilung aller Lehrbücher für alle Man muß den gefeßgebenden Faktoren durch Zahlen nachweisen, Parlamentarismus hinwegfluthen würden. Der nächste Redner, Schulen, ausgenommen( einstweilen) die Universitäten, in die ein wie großer Theil der Gast- und Schankwirthe mit Sorgen zu Wagner, verwahrte sich ganz energisch dagegen, daß die frei- Hand nehmen. Die Abfassung" müssen wir streichen. Damit tämpfen hat, wie viele bei Brauereien und Groß- Destillationen sinnige Partei zu den reaktionären Parteien gerechnet würde tritt der Schematismus an die Stelle des Persönlichen, was Schulden haben. Man müßte nachweisen, wie viel Schankitätten und als Gegnerin der Interessen der Arbeiter betrachtet werde; allerdings heute schon die Tendenz der Staatsschule ist. Aber ihren hauptsächlichsten Besuch vor 8 Uhr Morgens, wieviel nach Kollege Lindblad bewies ihm aber eingehend, daß die Freisinnigen was Herstellung und Vertheilung der Bücher betrifft, so hat der 11 Uhr Abends haben, wieviel Schantstätten nur Getränke nicht das Recht haben, sich Vertreter der Arbeiter zu nennen. Verfasser Recht, und er führt hier gute Gründe an, hin und führen u. s. 1. Im Uebrigen schloß sich Wagner den Ausführungen der ersten wieder zu viele, wodurch er den Leser drängt, auch die GegenGastwirth 3ubeil: Die Resolution soll nur ein Protest beiden Redner an. Nachdem der Referent im Schlußwort seine gründe zu suchen und sich klar zu machen. Manche Angabe ist sein; dieser Protest soll dem Reichstage, welcher schon im Meinung flargestellt hatte, wurde bekannt gemacht, daß das interessant, z. B.( S. 28): Gin Rittergutsbesizer. dessen Sohn ein November zusammentritt, überreicht werden. Zu einer Petition Stiftungsfest des Vereins zur Wahrung der Interessen der preußisches Gymnasium besucht, bat für diesen Sohn schriftlich mit Begründung im Sinne des Kollegen Hende gehören tausende Schuhmacher am 24. Oftober gefeiert wird, worauf die Ver- um Freischule, mit der Begründung, daß er 20 000 Thaler in von Unterschriften. Hierzu ist es eventuell Zeit zwischen sammlung mit einem dreifachen Hoch auf die internationale Bodenmeliorationen gesteckt hätte. Dasselbe Gymnasium wurde der ersten und dritten Lesung des Gesetzes im Reichstage. revolutionäre Sozialdemokratie ihr Ende fand. von den drei Söhnen eines anderen reichen Gutsbesitzers besucht, Nachdem Herr Hensel seinen Antrag zurückgezogen hat, er mächtigt die Versammlung das Bureau zur Absendung der arbeiter Berlins und Umgegend hielt am 8. September eine Gesuch erst dann zurückzog, als er erfuhr, daß auch dritte Brüder Die Agitationskommission der gewerblichen Hilfs. der für seinen dritten Sohn schriftlich um Freischule bat und sein und Bedürftigkeit bewiesen sei." In der Begründung des nahme und bedauert, daß bei einer so hochwichtigen Frage eine welcher besonders die Anilin- und Färberei- Arbeiter und-r- Verfassers spielt die Unzufriedenheit mit der gegenwärtig üblichen Der Vorsitzende dankt der Versammlung für ihre rege Theil- große öffentliche Versammlung von Männern und Frauen ab, zu nur dann Freischule beanspruchen könnten, wenn ihre Würdigkeit Notiz im„ Gasthause" manche Mitglieder des Weißbier- und beiterinnen eingeladen worden waren. Wilhelm Werner referirte Stritit eine Rolle. Da erwähnt er, daß ein Autor( Plök) in der über das Thema: Welche Organisation ist für uns Hilfsarbeiter Gastwirth- Vereins von der Versammlung habe zurückhalten bie beste? Der Referent schilderte in klarer Weise, daß die Vorrede einer späteren Auflage seines Buches ſage:„ Da die mir der gewerblichen Hilfsarbeiter infolge der und Schankwirthe doch genug gesunden Sinn, um einzusehen, von vollkommnung der Maschinen sich immer mehr vergrößere und da so habe ich sie natürlich nur soweit benutzt, als es nicht gegen durch dem Kapitalisten die Möglichkeit gegeben werde, für be- meine Ueberzeugung war", und bemerkt dazu:„ Diese Aeußerung Eine stark besuchte Versammlung von Vertretern der liebigen Lohn Arbeitskräfte zu bekommen. Dem gegenüber sei es allein würde genügen, um die ganze Hohlheit und Wirkungshiesigen Orts- Krankenkassen tagte am 15. September. Die hoch an der Zeit, daß die gesammten gewerblichen Hilfsarbeiter losigkeit unserer heutigen Kritik zu kennzeichnen." Die Aeußerung ist aber doch ganz richtig. Von der Verstaatlichung des Schulist aber doch ganz richtig. Von der Verstaatlichung des SchulEinladung war von der Maschinenbauertasse ausgegangen, als Berlins und Umgegend und zwar auch sämmtliche Kleine Vereine, bücherwesens erwartet der Verfasser als ganz selbstverständliche Referenten fungirten die Herren Stadtverordneter 3 u beil und die ja doch nicht im Stande wären, einen Druck auf das Kapital bücherwesens erwartet der Verfasser als ganz selbstverständliche Dr. med. Georg Müller; das Thema bildete die freie auszuüben, demselben einen Damm entgegen zu setzen, sich in Wirkung, daß die auf Täuschung berechneten oder verkehrt untereinen Verband, eine große Union zusammenschlössen. Es gelangte stützenden gedruckten Hilfsmittel verschwinden. Das ist nicht einAerztewahl für die Mitglieder der Orts- Krautentassen. zusehen. Herr Zubeil unterzog zunächst die jetzige Behandlung der die anwesenden Männer und Frauen mit den Ausführungen des dann einstimmig eine Resolution zur Annahme, in welcher sich " Der amerikanische Sonntag. Kulturhistorische Stizze von Raffenmitglieder, welche dem Gewerts- Krantenverein angehören, einer scharfen Kritik, bemerkend, daß die angestellten 131 Kaffen: Referenten voll und ganz einverstanden erklärten und dem neu Karl Knory( New- York). Zürich, 1891, Verlags- Magazin." Der Verfasser stizzirt in interessanter Weise die Geschichte ärzte kaum in der Lage wären, die unter 260 000 Mitgliedern zu gründenden Verband gewerblicher Hilfsarbeiter Berlins und des englischen und amerikanischen Sonntags, schildert die Be Umgegend beizutreten beschlossen. Die Versammlung endete mit vorkommenden Krankenfälle gründlich zu behandeln, außerdem ſei einem dreifachen Hoch auf die zielbewußte internationale Arbeiter- mühungen der Mucker, die zunehmenden weltlichen Bergnügen es fraglich, ob das heutige Krantentassen- System für die Dauer am Sonntag zu beseitigen( nach dem Motto: Gedent des bewegung. beibehalten werden könne, ohne die Mitglieder mehr zu belasten. Sabbaths, auf daß Du Dich langweilest!") und vertritt die For Hierauf hätten Vorstände und Vertreter ihr Augenmerk mit Eine sehr stark besuchte öffentliche Schmiede- Verfamm- derung: Nur Arbeitsruhe am Sonntag; jeder bringe den Sonn zu richten. Jeder Zahlende wolle die Gewißheit haben, für seine lung tagte am 15. September. Der Referent Millarg schilderte tag zu, wie er will! Wenn der Verfasser aber die Sonntagsruhe Bahlungen freie Wahl betreffs der Gegenleistung gewährt zu be- das Innungswesen der alten und neuen Zeit und wies nach, der Post- und Eisenbahn- Beamten am Sonntag für unmöglich tommen, dies sei aber bei dem jezigen System nicht der Fall. daß besonders das Schmiedehandwerk vom Innungswesen nichts erklärt, so vergist er, daß sie wohl abwechselno je einen freien Der Arzt behandle die Kranken als Waare, es werde alles ge- Vortheilhaftes zu erwarten habe. Das Verhältniß zwischen Tag in der Woche bekommen können. Resolution. welcher Seite ihnen Beistand und Hilfe komine. Verantwortlicher Redakteur N. Crouheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. " L. L. it bay mei eine der berc wel fani zur staa mitc D he do di ge A De U 2112 De G 206 ein he de fei sch U mi DO DO Hi im fo ort der ein Pre auc ento Fro getE Machde ihn i Mene hinde Lehrl beschi Geul Aber die einen ebenfa bloßen talter J Bildfa in die griff i 吧 Reihe welche tamen.