Nr. 50. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit tauftrirter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Bettungs Preisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonels getle oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für bie nächste Nummer müffen bts 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Mmt 1, Mr. 1508. Telegramm Adresse: " Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der Nautische Vereinsfag und die Sonntagsruhe der Seeleute. Wie alljährlich im Monat Februar haben auch heuer die deutschen nautischen Vereine im Raiserhof allhier ihren Vereinstag abgehalten und sich u. a. auch mit der Seemannsordnung beschäftigt. Bekannt lich haben sozialdemokratische Abgeordnete seit Jahren die Nothwendigkeit einer Revision der Seemannsordnung im Reichstage nachgewiesen und bereits zweimal einen vollständigen Entwurf, welcher fämmtliche, von den Seeleuten für nothwendig erachtete Aenderungen ents bielt, als Antrag eingebracht. Nach jahrelangem, passivem Widerstande fab fich die Regierung schließlich doch veranlaßt, nach dieser Richtung hin einen Schritt vorwärts zu machen. Die dem Reichsamt des Innern unterstehende technische Kommission zur Seeschifffahrt ist mit Durchsicht der alten und Anfertigung eines Entwurfs für eine neue, den gegenwärtigen Beit verhältnissen entsprechende Seemanns- Ordnung beauftragt worden. Diesem Auftrage ist die genannte Kommission gerecht geworden und der also entstandene Entwurf ist alsdann den betheiligten Kreisen zur Begut achtung zugestellt worden mit dem Ersuchen, abseiten der Reichsregierung, bas Resultat der gefällten Gutachten dem Reichsamte des Innern zukommen zu lassen. " Nachdem sich nun die einzelnen nautischen Vereine bereits mit Dieser Materie beschäftigt hatten, wurde von diesen, wie gewöhnlich bei Fragen von allgemeiner Bedeutung, namentlich dann, wenn sich's um gefeßgeberische handelt, in legter Instanz der Bereinstag mit der nochmaligen Berathung betraut. Nicht etwa, daß sich's über verschiedene wichtigeBestimmungen, um Differenzen gehandelt hätte, für welche auf dem Vereinstage ein Ausgleich herbeigeführt werden sollte, o nein! In bezug auf die Hauptpunkte: Verneinung jeglicher Anerkennung Berneinung jeglicher Anerkennung irgend welcher Rechte der Seeleute, waren sich die Herren Rheder und Rhederei- Interessenten in ihren heimischen Bereinen sämmtlich einig geworden. Aber man war sich flar darüber, daß diese Ver neinung eine wirksamere sein müsse bei einem so vorzüglichen Resonanzboden, wie ihn der Nautische Vereinstag in Gegenwart von einer Anzahl gebeimer und nicht gebeimer Ober- und Unter Regierungsräthe bildet. Deshalb die Verweisung von den lokalen Vereinen an den Vereinstag. In der Diskussion des Entwurfs hat die Frage der Sonntagsruhe Der Seeleute nach den Zeitungsberichten einen breiten Raum eingenommen. Während es nach der bestehenden Seemannsordnung für den Seemann ein Recht auf Ruhe überhaupt nicht giebt, geschweige denn auf Sonntagsruhe, hat die technische Kommiffion es doch für nothwendig erachtet, in dieser Beziehung den sozialdemokratischen Anträgen nicht so ganz und gar aus dem Wege zu gehen. Sie hat wenigstens so gethan, als ob sie den Seeleuten die Möglichkeit geben wolle, sich das Recht auf Ruhe fichern zu können. Es heißt nämlich im§ 31 des Entwurfs: 2 Wenn das Schiff in einem Hafen liegt, so ist, wenn nichts anderes vereinbart ist, der Schiffsmann nur in dringenden Fällen schuldig, länger als zehn Stunden zu arbeiten. Sonntagsarbeit und Arbeit über zehn Stunden hinaus ist als Ueberzeitarbeit zu vergüten." Dieser völlig unschuldige Paragraph, der an den bestehenden Buständen auch nicht das geringste ändert und den Schiffsmann nach wie vor der Willkür seiner Ausbeuter überläßt, indem nach Dem beibehaltenen§ 30 der Schiffsmann verpflichtet ist, in Ansehung des Schiffsdienstes den Anordnungen des Schiffers unweigerlichen Gehorsam zu leisten und au jeder Zeit alle für Schiff und Ladung ihm übertragenen Arbeiten zu verrichten," hat doch den ganzen Zorn der RhedereiIntereffenten wachgerufen. Geschärft mag diesen Zorn die Motivirung des§ 31 durch den Regierungsvertreter Geheimrath v. Jonquières haben. Der Herr Geheimrath äußerte fich nämlich dazu folgendermaßen: Wir haben von Vereinen für evangelische Seemannsmiffion u. a. das Ersuchen erhalten, möglich ft für eine aus Zur Vorgeschichte der 48er Revolution in Deutschland. II. Dienstag, den 1. März 1898. reichende Sonntagsruhe zu wirken.( Daß der Herr Geheimrath die Seeleute bezw. den diesbezüglichen Antrag in dem von der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion eingereichten Entwurfe in dieser Gesellschaft nicht zu erwähnen für gut befand, wollen wir ihm nicht weiter verübeln.) Nun wissen wir ja, welch ein mißliches Ding die Durchführung des Prinzips der Sonntagsruhe im Verkehrs gewerbe ist. Ich bitte nun, daß sich der Vereinstag einmal über Diese ungemein wichtige Frage ausspreche. Namentlich möchten wir gerne wissen, warum in Deutschland nicht möglich fein follte, was in Norwegen schon lange besteht. Dort wird die Feiertags und Sonntagsarbeit für Schiffe durch die Seemannsordnung ganz er heblich eingeschränkt und dafür gesorgt, daß an Sonnund Feiertagen an Bord soviel als möglich Gottesdienst abgehalten wird." Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3: arbeiten, schaffen ohne Rub', ohne Raft, bis zum Verstegen ihre Arbeitskraft, bis zum Zusammenbruch, nur um sich den Hunge vom Leibe halten zu können. Hoffentlich werden die deutschen Seeleute diese Worte des Ber treters des zweitgrößten Rhedereibetriebes in ganz Deutschland niemals vergessen. Daß die sozialdemokratischen Vertreter der Seeleute im Reichstage dafür Sorge tragen werden, daß die von Oberinspektor Meyer verkündete Thatsache gehörigen Dris im Intereffe der Seeleute verwendet wird, versteht sich am Rande. Bei solcher Stimmung war es erklärlicherweise dem Regierungsvertreter troy aller aufgewandten Mühe nicht möglich, auch nur das fleinfte Bugeständniß in der fraglichen Angelegenheit zu erlangen. Bergebens waren seine Versicherungen, daß die Regierung ja gar nicht daran dente, die absolute" Sonntagsruhe für die Seeleute zu fordern, ja nicht einmal beabs Dem Anschein nach witterten die Herren Rhederei- Interessenten fichtige, eine wirkliche Aenderung des bestehenden Zustandes herbeihinter diesen Worten des Regierungsvertreters das Gelüft der zuführen, wenn wirklich der strittige Passus in die SeemannsRegierung, ihnen polizeiliche Schranken in der bisher völlig ordnung aufgenommen würde. Vergebens auch der Hinweis, daß unbeschränkten Ausbeutung der Arbeitskraft ihrer Arbeits- die famose, freie Vereinbarung" immer noch übrig bleibe. sklaven zu ziehen, und einmüthig fielen sie über den armen Die Herren Rheder und Rhederei- Interessenten ließen sich auf nichts, unschuldigen§ 31 des Entwurfs der technischen Kommission und rein garnichts ein, fie lehnten jede Anerkennung irgend welcher dessen Vertheidiger, den Herrn Geheimrath v. Jonquières her. Rechte ihrer Ausbeutungsobjekte als einen unberechtigten Einbruch Der Vertreter der Hamburg Amerika- Linie, Direttor 2audner, in ihre Interessensphäre" rundweg ab. Sie haben eben ihre Zeit gab den Ton an. Er erblickt in der Aufnahme dieser Bestimmung begriffen und nutzen sie aus. in das Gesetz eine ungeheuere, Rapitalsschädigung". Die Norweger mit ihren alten Raften und Handel und Schifffahrt von geringfügiger Bedeutung könnten unmöglich mit den ungeheuren, in der deutschen Rhederei investirten Werthen( natürlich auch entsprechend höheren Profiten) in Parallele gestellt werden. Der Hamburger Handelskammer- Sekretär Dr. Gütsch om erblickte in Es ist nunmehr Sache der organisirten deutschen Seeleute, unaufschiebbaren Arbeiten" ein unüberwindliches in dieser Frage das Wort zu ergreifen und der Regierung in nicht Hinderniß. Der Lübecker Rheder Lange hält die„ Gesammtinter- mißzuverstehender Weise klar zu machen, daß sie auch Menschen effen der deutschen Schifffahrt" dadurch gefährdet. Die Vertreter und Steuern zahlende Reichsbürger sind, und mithin ein wohlvon Danzig, Rodena der, und Stettin, vers, balten die bes begründetes Recht auf gefeßlichen Schuß und auf eine Sonntagsstehenden Zustände in dieser Beziehung für durchaus ideale und be- ruhe haben, soweit eine solche nach Art des Betriebes möglich und haupten, daß bezüglich der Sonntagsruhe bisher wenig Anlaß zu durchführbar ist. Klagen" vorhanden war. " Es wird sich ja nun zeigen, ob die Regierung diesen Ausbeutern gegenüber feftbleiben, oder als Starter" mutbig zurückweichen wird. Die hoffentlich noch in diesem Jahrhundert erscheinende Novelle zur Seemannsordnung wird's lehren, welchen Weg die Regierung zu wählen für gut befunden hat. 1848. Erinnerungstage der Revolution. 1. März. Es bleibe dabingestellt, ob die letzteren beiden Herren wirklich feine Renntniß davon haben, daß viele Seeleute, namentlich recht fromme und gottesfürchtige, die den Katechismus und die Bibel besser fannten wie das Gesetz, win, fie unterstanden, die Seemannsordnung, mit oftmals mehustlichen Gefängnißstrafen den Frithum büßen mußten, daß das dritte Gebot: Du sollst den Ju Deutschland hatten die Nachrichten aus Paris eine un Feiertag heiligen" auch für deutsche Seeleute Giltigkeit habe, und geheure Aufregung hervorgerufen. Schon in den letzten Februar aus diesem Irrthum heraus ihnen übertragene Arbeiten an Sonn- und den ersten Märztagen entstanden überall in den füd- und und Feiertagen verweigerten. Thatsache aber ist das und wir mitteldeutschen Staaten lebhafte, gegen die reaktionären Regierungen könnten mit dußenden von Beispielen aufwarten, behalten uns das aber für andere Gelegenheiten vor. gerichtete Boltsbewegungen. Sogar der Bundestag in Franks " Den Bogel beim Schießen nach der Scheibe Sonntagsruhe" furt a. M. sah sich bewogen, diesem neuen Geist scheinbare Zu hat zweifellos der Oberinspektor 2. Meyer von der Hamburg- geftändnisse zu machen. Er erließ am 1. März eine Proklamation Amerika Linie abgeschossen. Der edle Herr äußerte sich, nachdem er, wie alle anderen Redner, feine und seiner Aktingesellschaft plato: an das deutsche Volk, in der zwar von den liberalen Forderungen nischen Liebe zur Sonntagsruhe der Seeleute Ausdruck verliehen, der Beit keine Rede ist, aber den bisher stets grausam verfolgten Be in folgender Weise: strebungen auf Erringung eines einigen Deutschlands" start geschmeichelt wird. Es heißt in der Proflamation: V Ich hebe hervor, daß eine absolute( sic!) Sonntagsruhe gar nicht im Interesse der Seeleute felber liegt. Die HamburgAmerika Linie hatte einmal den Befehl gegeben, daß Sonntags nur die allernothwendigsten Arbeiten verrichtet werden dürften. Es dauerte nicht lange, so schickten die Arbeiter Deputationen um Wiedereinführung der Sonntagsarbeit, indem sie erklärten, fie fämen mit dem bloßen Wochenlohn nicht aus und könnten den Sonntagslohn nicht entbehren." " Deutschland wird und muß auf die Stufe gehoben werden, die ihm unter den Nationen Europa's gebührt, aber nur der Weg der Eintracht, des gesetzlichen Fortschritts und der einheitlichen Entwickelung führt dahin." tags vom 1. März, ohne Bewilligung der Preßfreiheit sich nicht mehr Baden und Württemberg erklärten in der Sigung des BundesDa haben wir doch endlich einmal von durchaus autoritativer halten zu können, und führten dieselbe gleichzeitig provisorisch ein. Seite", aus offiziellem Munde eine unanfechtbare Anerkennung der In Paris findet die erste Sigung der zur Untersuchung der oft aufgestellten und ebenso oft bestrittenen Behauptung, daß die Arbeiterfrage eingesetzten Kommission statt. Die Arbeitszeit wird Seeleute von den ihnen gezahlten Hungerlöhnen nicht leben können. Nach dieser Erklärung also müssen die, die in einem so schweren, in Paris von 11 auf 10 und in den Provinzen von 12 auf 11 Stunden gefährlichen und mörderischen Gewerbe wie das des Seemanns herabgesetzt. so $ " Das war ein Zustand schon schlimm genug für die Zeit, in der die deutschen Volke gerächt, daß es in seiner politischen Unreife dem Bevölkerung vorzugsweise Naturalwirthschaft mit geringem Güter- beschränkten Bureaukratenverstand die Zeitung seiner Geschide überließ. austausch betrieben hatte, er wurde unerträglich, als nicht der Ort, Die deutsche Bureaukratie, die damals als Klasse betrachtet, nicht die Provinz, taum noch das ganze deutsche Staatengemeuge ein durchweg Gegnerin der politischen Einigung Deutschlands war Während die Freiheits- und Einheitsbestrebungen der deutschen isolirtes Wirthschaftsgebiet bildete. Buerft erzwang fich die und foeben noch die einheitsschwärmerischen Demagogen" bis aufs Ideologen den Verfolgungen der Bureaukratie und ihrer Spigel Industrie in dem thüringischen Kleinstaaten Wirrwarr einen Blut verfolgt hatte, abute natürlich in ihrer blöden Kurzsichtigteit horden zum Opfer fielen, waren im Wirthschaftsleben der Nation thüringischen Zollbund; dann einigten sich 1828 Preußen und Sachsen nicht, daß sie durch die wirthschaftspolitische Einigung auch die Kräfte thätig, die eine Umgestaltung der gesellschaftlichen Verhält zu einer Bolleinigung und gleichzeitig Bayern und Württemberg zu ftaatspolitische Einigung vorbereitete. nisse herbeiführten und den Boden für staatliche Neu- einer anderen. 1884 wurden alle diese drei Gruppen zu dem In jene Zeit fällt auch der Beginn der Millionärzüchtung in gentaltungen vorbereiteten. Die Großindustrie, lange zurüddeutschen Bollverein aufammengeschloffen, dem dann auch Deutschland. Die nämlichen Praktiken, durch die in Frankreich gehalten burch die ewigen Kriege und ben Druck Baden, Seffen und die übrigen mitteldeutschen Kleinstaaten Finanz Aristokratie und Bürger Königthum Gelder zusammen fleinlicher Beamtenchikanen hielt ihren Einzug in Deutschland, Voll- beitraten; der nordwestdeutsche Steuerverein, Hannover, Braun- rafften, fanden auch in Deutschland ihre Seitenstücke, nicht so großdampf voraus. Schon die Noth nach der Jenenser Niederlage fchweig, Oldenburg umfassend, blieb noch bis 1851 draußen, da der artige zwar wie die Urbilder es waren, denn im vormärzlichen hatte zur Einführung der Gewerbefreiheit in Preußen geführt. Die welfifche Familienbünkel bes hannoverschen Rönigshauses sich in dem Deutschland war alles kleinlicher und fümmerlicher angelegt, als in! rechtliche Borbedingung zur freien Entwickelung der wirthschaftlichen Gedanken wirthschaftlicher Selbstherrlichkeit gefiel. Die österreichische Frankreich oder England, alles, auch die Finanzgaunerei en gros. Kräfte war damit gegeben. Deutschland fing an, den halbhundert Regierung wollte sich nicht zu dem Anschluß bequemen, ba fie angft Die Methode indeß blieb die nämliche. So erzählte der preußische jährigen Vorsprung der englischen und französischen Industrie lich darauf bedacht war, ihre getreue Unterthanenschaft von jedweder Bundestags- Gesandte Graf Galen es ist gut, einzuholen. Fabriken entstanden mit vervollkommneten Ma- wirthschaftlichen wie geistigen Berschmelzung mit dem übrigen zweifelsfreien Gewährsmann zu haben eine charakteristische schinen unter Ausnugung ber Dampftraft. Das erfte Deutschland fernzuhalten. Unter der Regierung des Fürsten Geschichte von ber Geschäftsverbindung des Hauses RothDampfschiff befuhr 1816 den Rhein, die erste Eisenbahn wurde Metternich, der den guten Raiser Franz" gängelte, wie schild mit dem Prinzregenten des damaligen Kurfürsten. in Defterreich 1828 zwischen Linz und Budweis eröffnet, im heutigen er wollte, wurde das österreichische Bolt vermittelst der thums Hessen- Kaffel. Die Rothschild's, aus Frankfurt stammend, Deutschen Reich erst 1835 zwischen Nürnberg und Fürth. Preußen schärfften Zensur und der brutalsten Polizeiwillkür in einer verdanken, das mag voraus bemerkt werden, den Grundstock ihres binfte nach. Wie wenig Berständniß das mächtigste Verkehrsmittel Abgeschloffenheit und geistigen Verkümmerung erhalten, die Vermögens diefer alten Geschäftsverbindung. Der Kurfürst von ber Neuzeit bei denjenigen Persönlichkeiten begegnete, denen das dem damaligen Raiserstaat an der Donau den Beinamen das Heffen hatte sich ein beträchtliches Vermögen durch den Verkauf Geschick die Leitung der Staatsgeschäfte in die Hand gespielt hatte, europäische China" eintrug. seiner Landeskinder als Söldlinge an die englische Regierung zur einen zeigt die Bemerkung Friedrich Wilhelm's III. zu dem Antrage, auf Offizielle Geschichtsschreiber haben die Gründung des Boll- Bekämpfung der aufständischen Nordamerikaner erworben, so daß ver neuen Bahnstrecke Potsdam- Berlin täglich statt eines volle vereins als eine Großthat bureaukratischer Staatsweisheit ge- noch heute in den Vereinigten Staaten das Wort„ Heffe" ein Schimpfawei Züge laufen zu lassen. Der erleuchtete Selbstherrscher, der priesen. Thatsächlich war es nur der bureaukratisch sonder wort für feile Soldknechte ist. Uebrigens hatten auch andere deutsche feinen Unterthanen so wenig Fähigkeit zur Besorgung ihrer staatlichen Engherzigkeit zu danken, daß die Zolleinigung, Landesväter diesen einträglichen Handel getrieben. Schiller entwirft) eigenen Angelegenheiten zutraute, daß er ihnen eine Volksvertretung die schon 1815 eine Nothwendigkeit war, erft fo spät erfolgte. von seinen Wirkungen in Kabale und Liebe" ein anschauliches Bild. bis an sein seliges Ende vorenthielt, sagte erstaunt: Ja, wozu Im Volke war kein Widerstand dagegen, und hätte Deutschland Als nun der Kurfürst von Hessen vor Napoleon flüchten mußte, wollen denn die Berliner mehr als einmal täglich nach Potsdam bei der Begründung des Deutschen Bundes sofort eine gemeinsame übergab er sein Vermögen zur Verwaltung dem Frankfurter Banfier fahren?" Boltsvertretung erhalten, so hätte sie in wenigen Wochen die Zoll Anselm Meier Rothschild, der so trefflich damit zu wuchern wußte, Trotz der Verständnißlosigkeit dieses Landesvaters für die gemeinschaft geschaffen, zu der die Bureaukratie 20 Jahre brauchte. daß er selbst ein steinreicher Mann würde, ohne daß sein fürstlicher Lebensinteressen des seinem Szepter preisgegebenen Boltes drängten Die politische Bedeutung der Zolleinigung erhellt schon daraus, daß Rompagnon dabei zu furz fam. Ihre Nachkommen seßten die guten gerade unter feiner Regierung die Verhältnisse zu einer wirthschafts- fich später die politische Einigung Deutschlands zum Deutschen Reich Beziehungen fort. Graf Galen erzählt nun: Als die Bahn von politischen Neuerung von größter Tragweite: Handel und auf den nämlichen Linien vollzog, die durch den Zollverein vor Kaffel nach Frankfurt gebaut werden sollte, hätte das Haus Rothschild, Wandel fließen sich in Deutschland alt den Zollschranken, gezeichnet waren. Eine deutsche Boltsvertretung von 1815 hätte ge- statt der erforderlichen Anleihe von 6 Millionen Thalern, gleich bie unorganisch abgegrenzten Einzelländer in ihren fagt: Mein Vaterland muß größer sein!" Sie hätte Desterreich 34 Millionen Thaler mehr aufgelegt und den Ueberschuß als regellos durcheinander gewürfelten Bruchstücken überall umschlossen. Inicht draußen gelaffen. So hat es sich damals schon an dem Provision" mit dem Kurprinzen von Hessen getheilt, die Politische Mebersicht. Berlin, 28. Februar. und Wie die Mehrheit des Zentrums sich zu den Ansichten in[ augenehmen Lage, in einer Lage, die an das Jahr 1862 erder Budgettommiffion stellen wird, wonach der Regierung in der innert, in welchem König Otto und mit ihm die bayerische Sache alles bewilligt werden soll, ist noch unbekannt. Beschluß- Dynastie den griechischen Thron verlor. Hent wie damals be Der Reichstag beschäftigte sich heute trotz aller Versuche faffung darüber ist noch nicht erfolgt. Wir meinen, ohne eine findet sich das Land in einem Zustand nationaler Verzweiflung. der Konservativen, die Verhandlungen auf ein anderes Gebiet Bestimmung darüber, wie bie Rosten zu becken sind zu leiten, fast ausschließlich mit den Eisenbahn- Unfällen, welche war ohne Belaftung der schwächeren Schultern.dürfte das Schon während des Krieges im vorigen Jahre und nach seiner Beendigung drohte das Königthum Georg's zu grunde Flottengefet nicht angenommen werden." Die Bevölkerung mit recht in so große Erregung verfezt haben. Das Blatt kritisirt bann weiter recht scharf das Verhalten it gehen, nur mühselig lavirte es sich durch. Und nun ist Dr. Pachnide von der freisinnigen Vereinigung eröffnete ber Budgetkommissions Mitglieder zu dem sozialdemo ihm ber Retter erſtanden. Wie gerufen kam das die Debatte mit einer Begründung seiner tesolution, ratii chen Antrag betreffend die Deckungsfrage. Aber mit Attentat". Die Unzufriedenheit gegen eine Regierung, welche die Intervention des Reiches gegen die Schäben des der Bindung des Etatsrechts scheint auch dies Blatt ber man schuld giebt, das Land ins Unglück gestürzt zu haben, Eisenbahnwesens in den Partitularstaaten forberte. In ebenso sich schon abzufinden, es bringt wenigstens nichts mehr dagegen verwandelt sich in Empörung über die Bösewichter, die den scharfer wie sachkundiger Weise erörterte Genosse Gerisch vor. Wenn man dazu nimmt, daß Lente wie Abg. Müller- Fulba, König heimtückisch ermorden wollten. bie Ursachen der Eisenbahnunfälle, er exemplifizirte die auf dem linken Flügel der Zentrumspartei stehen, in jeder Hin Man muß weitere Nachrichten abwarten, um zu be= an beni Eisenbahnunglück von Celle, wie man alle möglichen Dinge dem Publikum vorerzählt, um es von hinter diesem Parteiführer jebenfalls die große Mehrheit seiner die Sache überhaupt ernsthaft aufzufaffen; jedenfalls dürfte möglichen Dinge dem Publikum vorerzählt, um es von sicht mit Dr. Lieber gestimmt haben, dann ist offensichtlich, daß urtheilen, was an dem„ Attentat" ist. Vorläufig ist es schwer, der Erkenntniß der wirklichen Ursachen abzulenten. Fraktion stehen wird. Mögen vielleicht einige bayerische Ab- faum je ein Fürst mit so gutem Recht wie König Georg ausDie Regierungsvertreter hatten die üblichen Rebensarten, halben Bersprechungen und Entschuldigungen vorgebracht, sie geordnete absplittern, die Mehrheit für die Borlage erscheint rufen: Gesegnet sei die Bombe, gesegnet sei das Grasgewehr! konnten aber den Eindruck der oppositionellen Steden nicht verwischen. Morgen wird die Debatte fortgesetzt. schwer erkrantt. Das prenfische Abgeordnetenhans hielt heute zwei Sigungen ab. Die erfte Sigung, auf deren Tagesordnung die zweite Lesung des Eisenbahn- Etats stand, erreichte schon nach wenigen Minuten dadurch ihr Ende, daß der Ministerialbirektor Fleck mittheilte, der Eisenbahnminister Thielen set gestern Abend In der zweiten Sigung, bie einige Stumben später stattfand, wurden eine Reihe kleinerer Etats, meist ohne Debatte, genehmigt Beim Etat der Lotterieverwaltung regte Abg. Arendt( ft.) unter Hinweis auf die vielen Mißstände im Lotteriewefen die Schaffung einer Reichslotterie an. Minister v. Miquel gab die Mißstände zu, hält aber den Plan einer Reichslotterie nicht für durchführbar und glaubte, daß burch eine Kontingentirung sowohl der Wohlthätigkeitslotterien als auch der Lotterien der Einzelstaaten eine Befferung erzielt werden könne. Gegen den Ge danken einer Reichslotterie sprach Graf Limburg Stirum( t) in Interesse der Selbständigkeit der Einzelstaaten, während Abg. Dr. Sattler( natt.) überhaupt die Lotterien aufgegeben wiffen wollte, dabei aber auf den Widerstand des Finanzministers stieß, der bie Millionen, die hieraus für den Staat fließen, nicht entbehren au tönnen glaubt. Morgen: Etats der direkten und der indirekten Steuern. Der Umfall des Zentrums in der Flotten Vorlage erregt in der konservativen und nationalliberalen Bresse eitel Freude. Es zeigt sich dabei, wie sehr diese Blätter ges Heuchelt hatten, als sie es so darzustellen suchten, als ob eine Auflösung des Reichstages und eine Wahl unter der Parole des Flottengesetzes ihnen angenehm sein würde. Jetzt ist ihnen ein Stein vom Herzen gefallen. Und sie haben das dem Zentrum zu danken, was ihnen allerdings auch nicht recht past, wie einige Nörgeleien der Hamb. Nachrichten" und der Berliner Neuesten Nachrichten"" zeigen, was sie aber in Kauf nehmen müffen. Interessanter ist die Haltung der Zentrumspresse. Die Germania" jucht den eklatanten Ümfall derer um Dr. Lieber in töftlicher Weise zu bemänteln. Sie stellt die Situation so bar, als sei es der Staatssekretär Zirpiz, der sich auf dem Wege der Verständigung dem Zentrum genähert habe, während in Wahrheit die Konzessionen der Regierung gleich Null find und die Konzessionen des Zentrums ungefähr alles ausmachen, was die Regierung von vornherein forderte. Die Germania" thut ferner noch gar wichtig, daß auch jetzt noch mannigfache Schwierigteiten zu überwinden seien, um die Vorlage endgiltig zu sichern; be sonders die Deckungsfrage müsse noch gelöst werden. Wir aber glauben, Herr Dr. Lieber wird mit diesen Schwierigteiten sehr leicht fertig werden. Wer das Septennat, das Aeternat bewilligt, wer die Vernichtung des Etatsrechts des Reichsparlamentes übernimmt, dem wird auch die Kostenfrage feine schlaflosen Nächte bereiten. gesichert. Wir möchten uns unter diesen Umständen schon jetzt den Rußland und Japan in Ostasien. Aus Petersburg Borschlag erlauben, bas erste Panzerschiff, welches auf wird gemeldet: Der Bar hat befohlen, daß die zebn oft grund des neuen Flottengesetzes gebaut werden wird, zu taufen ibirischen Küstenbataillone im laufenden Jahre zu Regimentern à zwei Bataillone ungewandelt und die auf den Namen des um dies Gesetz verdientesten Mannes: Reiterdivision des Küstengebiets burch ein neues Dragoner- Regiment Dr. Lieber! zu fecha Echwadronen verfa oftwer delet Mit der Sammlung steht es wirklich schlecht. Die Nach einer Meldung des Bureau Reuter" soll die japanische Nationalliberale Corresp.", die ihre Indiskretionen über die Regierung beabsichtigen, von China Erklärungen zu erbillen, weny Sammlungssigung im Abgeordnetenhause fortsetzt, macht vor die russische Flotte nicht den Hafen von Port Arthur verallem die hochintereffante Enthüllung, daß auch Mitglieder laffen sollte, sobald die Schifffahrt in den nördlichen Häfen wieder der Bentrum spartei an den Berathungen theilnahmen. eröffnet ist. Die japanische Regierung behauptet, Rußland habe den vou Yamagata und Lobanoff hinsichtlich Storea's abgefchloffenen Ist Herr Lieber schon so weit? Vertrag verlebt. Eine vorgeschlagene Resolution, die in handelspolitischer Beziehung Grundlage der Agitation der Sammlungspolititer" sein soll, wurde mit 11 gegen 11 Stimmen abgelehnt! Merkwürdige Sammlung. Ein Anschlag auf das Leben König Georg's von Griechenland soll am Sonnabend Nachmittag verübt worden sein. Ein amtlicher Bericht, der in Athen herausgegeben wurde, befagt über das Attentat: Beute Nachmittag 51, Uhr, als Ge. Moj. der König in Begleitung der Prinzessin Marie in offenem Wagen von feiner ge wohnten Spazierfahrt aus Palaio- Phaleron zurückkehrte, fchoffen zwei mit Gras- Gewehren bewaffnete unbekannte Individuen aus einer Entfernung von fast sechs Klafter auf das königliche Fuhr wert. Sie verwundeten den Leibjäger, welcher neben dem Rutscher faß, leicht am Bein und die beiden Pferde. Seine Majestät wurde, obgleich er sich erhob, um Prinzessin Marie gegen die Geschoffe zu decken, nicht verlegt und kehrte unversehrt in das Palais zurück." Aus den sonstigen telegraphischen Meldungen über die Hergänge bei diesem sonderbaren Attentat und die Stimmung der Bevölkerung erscheint noch folgendes mittheilenswerth: Es find am Sonnabend starte Patrouillen abgesandt worden, um der Mörder habhaft zu werden. Die Polizei foll einem Klub auf der Spur sein, welchem einer der Verbrecher angehört zu haben scheint und von welchem derselbe, wie man annimmt, burch das Loos zur That bestimmt worden ist. Ein unterer Beamter der Bürgermeisterei, namens Rar dihi, ist verhaftet worden; ber felbe foll an der That betheiligt gewesen sein, sich aber weigern, Mitschuldige zu nennen. Die Bevölkerung soll in allen Kreifen von Abschen gegen das Attentat erfüllt sein; auch die Kreise, in denen wenig Sympathie für den König herrscht, seien von demselben Gefühl bewegt. In den Provinzen wird, so telegraphirt das Wolff'sche Bureau, die That ebenso scharf verurtheilt, wie in der Hauptstadt. Royali fische Kundgebungen werden in gang Griechenland geplant. Die der Regierung freundlich Je mist die Schuld an dem Attentat einer gewissen Bresse bei, welche jeden Tag die Seele des Volkes errege, indem sie vorgebe, an dunkle Machenschaften zu glauben, die auf die Niederlage und den Untergang Griechenlands hinarbeiten. Das Attentat macht nach den bisherigen Mittheilungen zu urtheilen einen höchst eigenthümlichen Eindruck. Eigen thümlich ist das übermäßige Ungeschick der beiden mit Gras Die Frage ist nur, ob ein erheblicher Theil gewehren bewaffneten Männer. Eigenthümlich ist, daß jebe des Zentrums dem Dr. Lieber die Heeresfolge Nachricht über das Verbleiben und die Art der Geschoffe fehlt. verweigern wird. Hierüber läßt sich sicheres heute noch Waren es vielleicht Play patronen, mit denen das Leben nicht sagen. Daß nicht in allen Theilen der Zentrums- des Königs Georg bedroht war? partei Begeisterung über den großen Umfall herrscht, ist klar. Das ist jedenfalls sicher: Nichts konnte dem„ König Die Märt. Bolts- 3tg.", welche die Politik der mehr demo- der Hellenen" und seiner Dynastie gelegener tommen als kratisch gerichteten rheinischen Kapläne verfolgt, ist nicht sehr dies Attentat. Der unglückliche König und die traurige erbaut von den Verhandlungen und Beschlüssen der Budgets Finanzlage haben das Ansehen der herrschenden Kreise des Tommission. Sie drückt ihre Unzufriedenheit durch folgende Bandes, insbesondere der königlichen Familie schwer erschüttert. Bemerkung aus: Das griechische Königthum befand sich in einer recht un" " Deutsches Reich. Gin merkwürdiger Beleidigungsprozeß foll, der Köln. Wolfsstg." aufolge, der National Beilung" drohen. Der Abg. Frhr. v. Bedliß Neukirch hatte im Abgeordnetenhause ber Nat. 8tg." den Vorwurf gemacht, fie beurtheile die Politit nur vom großtapitalistischen Standpunkt aus, worauf die Nat- tg." u. a. erwiderte, für die ausgedehnte Preßthätigkeit des Bin. v. Bedlig feien wohl nur Gründe des Gelderwerbes maßgebend. " Klagt Herr v. Bedliß deshalb erst anno 1898, weil er feit ganz furzem seine Bresthätigkeit eingeschränkt haben soll oder verläßt er sich darauf, daß seine Honorare bei der" Post" wenigstens unter anderem Namen einkaffirt wurden? Schon 1890 mußte Herr v. Bedliß in einer Bufchrift an die Saale- Beitung" eingestehen daß er Herrn Schweinburg journalistisch unterstützt habe. Bu intereffanten Exörterungen vor Gericht könnte es bei diesem Prozesse wohi fommen, wenn nicht, wie wir sehr befürchten, die Sache von einflußreichen Freunden der feindlichen Brüder früher in Ordnung gebracht werden wird. B Sie werden sich lieber vertragen statt sich zu schlagen. Gine treine Reform im Reiche des Herrn Thielen. Aus Bromberg meldet man der Berl. 31g.":" Infolge der vielen Eisenbahn Unglücksfälle hat die hiesige Eisenbahndirektion angeordnet, daß die Hauptbahnen von den Bahnwärtern nicht wie früher nur dreimal binnen 24 Stunden, sondern sechsmal revidirt werden. Die Strecke für einen Bahnwärter ist von 41/2 auf 3 Kilometer verkürzt worden." Das genannte Blatt fügt hinzut: Aehnliche Verfügungen werden wohl auch feitens der übrigen Eisenbahn- Direktionen getroffen werden. Wir nehmen dabei als selbstverständlich an, daß mit der Vermehrung der Zahl der Revisioncu auch eine entsprechende Vermehrung des Wärterpersonals Sand in Hand geht." In einer riefig besuchten Versammlung ver handelten am Sonntag die Bergleute der Bochumer Gegend über die Nothwendigkeit der Vermehrung des Arbeiterschutzes. Die Ver sammlung, der nach Angabe des Wolff'schen Bureaus ungefähr 4000 Mann beiwohnten, nahm zwei Resolutionen an, von denen die erste die Anstellung von Bergarbeiter- Kontrolleuren für beleuchtungsgefährliche Strecken, die Austellung von Wettersteigern, sowie die Umgestaltung der Wetterführung fordert. Die zweite Resolution verlangt die Abänderung des§ 8 des Unfallgesetzes dergestalt, daß die Ansprüche der Bergarbeiter an die Knappschaftskaffe sichergestellt verden. Als Redner traten auf die Reichstagsabgeordneten Eulers Recklinghausen, 2ütgena u Dortmund und Möller- Waldenburg. Die Nationalliberalen find, wenn man Luft ver spüren sollte, den Ausführungen des Abgeordneten Paasche auf dem thüringischen nationalliberalen Parteitage Glauben zu schenken, bis auf zwei, drei Fraktionsmitglieder vollständig einig. Wir wissen, daß dies Geflunker und Täuschung der Parteigänger ift. Der thüringische Parteitag" nahm eine Resolution an, der wir den folgenden Baffus entnehmen: " " " Jacoby wurde, wie das so der Brauch, angeklagt wegen Majestätsbeleidigung, vom Kammergericht verurtheilt, aber auf feine Berufung hin eine solche Einrichtung gab's damals noch in Preußen freigesprochen. Es versteht den Gedanken der Sammlung im Sinne einer Sammlung aller politisch besonnenen Elemente der Wählerschaft Während so die großen Finanzmänner ihren Vortheil So geht's her in absoluten Monarchien. Die Höflinge, die den veröffentlichte 1841 eine Flugschrift Bier Fragen, beantwortet von auf seiten der Machthaber fuchten, entwickelte sich in dem übrigen Landesvater genau studirt haben, die ihm alles bearbeiten und zu einem Ostpreußen". Die Fragen lauteten: Was wünschen die Bürgerthum ein scharf oppofitioneller Geift. Die Universitäten waren schneiden, was er zu lesen bekommen soll im Staatsintereffe", unter- Stände? Was berechtigt sie? Belcher Bescheid ward' ihnen? Was bamals wesentlich freiheitlich gesinnt. Die Demagogenverfolgungen breiten ihm die fertig gemachten Beschlüsse in solcher Form, daß er bleibt ihnen zu thun übrig? Die Antwort auf die lettere Frage steckten ihnen noch in den Knochen. Das zeigte fich 8. B., als 1887 flets ben Ausbruck feiner allerhöchsten" Willensmeinung zu unter fagte furz:" Das, was sie bisher als Gunft erbeten, nunmehr als gegen den Verfassungsbruch des aus England herübergekommenen neuen fchreiben glaubt, erwiesenes Recht in Anspruch zu nehmen." Königs Einst August von Hannover sieben Göttinger Professoren Im Jahre 1840 erfolgte der Thronwechsel, der dem romantisch profeftirten. Sie wurden aus dem Amte gejagt, aber auf allen angelegten, redeluftigen Friedrich Wilhelm IV. die preußische Krone Hochschulen Deutschlands gefeiert. Indeß auch die herangereifte übertrug. Man erhoffte liberale underdinge von ihm. Zunächst Bourgeoisie begann sich zu fühlen. Sie empfand angesichts ihrer wurde auch die öffentliche Meinung wenigftens dadurch befriedigt, Bedeutung im Wirthschaftsleben es doppelt peinlich, daß fie im daß er durch eine Amnestie für alle politischen Verbrechen und Ber Staate so gut wie nichts bedeutete, daß ein dünkelhafter Adel und gehen einigen der noch lebenden Opfer der Demagogenverfolgungen eine verfuöcherte Bureaukratie sich in die Macht theilten. Besonders Freiheit und Rechtssicherheit gab. Es gehört zu den dramatischen in Preußen trat dieser Gegensas scharf zu tage, in den kleineren Effekten der Weltgeschichte, daß einer der boshaftesten Peiniger der deutschen Staaten war er durch landständische Verfassungen Demagogen, der Geheimrath T3fchoppe, auf die Nachricht von ihrer einigermaßen gemilbert. In Preußen aber stand die Freilaffung hin in Wahnsinn verfiel. Er glaubte sich verfolgt von damals schon hochentwickelte rheinische Bourgeoisie und allen den Opfern seiner staatsretterischen Thätigkeit. bas nicht minder vorgeschrittene Judufiric- Proletariat, beide Alle Welt hatte aber auch erwartet, der König werde nun Klaffen durchtränkt von den Einflüssen der französischen Die volution, dem Staatswesen, das sich auf die ofielbische Junkerschaft flüßte, in schroffer Opposition gegenüber. So kam es, daß die Rheinlande damals die Vorhut um Kampfe gegen die feudalbureaukratische Staatsordnung in Deutschland bildeten. Die Verfassungsfrage blieb im Fluß. Nicht irgend welches Wohlwollen für das Volt, sondern die Noth der Verhältnisse zwang den König schließlich doch noch, einen Verfuch mit einer Landess vertretung zu machen. Schon am 17. Januar 1820, noch zu Zeiten Friedrich Wilhelm's III. war nämlich ein Geseß erlassen worden, daß Staatsanleihen nicht ohne Zustimmung und Mitbürgfchaft von Reichsständen abgeschlossen werden sollten. Angesichts der damals fattfam bemerkbar gewordenen Wackligkeit der Throne nollten die Finanzbarone sich nicht anders auf Staatsanleihen einlaffen. Friedrich Wilhelm IV. erließ nun am 3. Februar 1847 in aus geblicher Erfüllung dieses Gesizes ein„ tönigliches Patent", in dem er versprach, so oft neue Anleihen oder neue Steuern erforderlich werden sollten, die Provinzialstände zu einem Bereinigten and tag" zusammentreten zu laffen. Dieser Vereinigte Landlog, in dem der Adel die Mehrheit hatte, sollte außer der Steuer une Anleihenbewilligung nur das Recht haben, mit Zweidrittel- Wiehist Bilten" an den König zu richten. " endlich das Versprechen seines Vaters, eine Verfaffung mit Voltsvertretung zu geben, einlösen. Friedrich Wilhelm schwankle auch eine seitlang, ob er nicht das Versprechen erfüllen müsse. Da brachte der politische Regiffeur des verflossenen Regimes Fürst Wittgenstein ein Schriftstück vor, in dem angeblich König Friedrich Wilhelm III. Aber auch im übrigen Deutschland fehlte es nicht an Anzeichen als seinen testamentarischen Willen aber ohue alle teftamendafür, daß das Bolt aus seiner dumpfen Unterthanendemmth er- tarischen Formen bestimmt hatte, daß eine Verfassungs wachte, denn auch die anderen beherrschten Klassen, die Bauern- änderung nur mit Zustimmung der Aguaten, schaft und das Kleinbürgerthum waren von dem Geiste der Unzu- also der erbberechtigten männlichen Verwandten des Königs, friedenheit angesteckt worden. So tam es als Nachwirtung der erfolgen dürfe. Der König neigte der Ansicht zu, daß er Am 11. April 1847 trat dann auch der erste und einzige Verfranzösischen Juli Revolution des Jahres 1880, die Starl X. die dieses Schriftstück nicht anzuerkennen brauche, gab aber auf einigte Landtag in Berlin zufammen. Der Stönig war so freundlich, Strone gefoftet hatte, in Braunschweig zu einem Aufstande gegen den den Widerspruch seines Bruders, des Prinzen von Preußen, des den Landboten in seiner Eröffnungsrede- schwungvoll, wie immer lebemännisch verwahrlosten Herzog Rarl, der pou feinem au- nächstberechtigten Thronerben( später König Wilhem 1) endlich- zu erklären, er bätte sie nicht berufen, wenn er glauben müßte, geftammten Thrönchen heruntergejagt wurde und dann noch Jahr nach. Es ist bezeichnend für dieses Regierungssystem, daß von der fie hätten Gelüfte, die Rolle sogenannter Boltsvertreter zu spielen." zehnte lang in Paris und Genf als Gönner der Halbweltdamen momentanen Eingebung eines altersschwachen Greises dauernd Das war denn doch selbst diesen fiebenfach gefiebten getreuen Herren unter dem Namen des Diamantenherzogs die europäische Standal die Fortentwickelung des Verfassungslebens der Nation abhängig Rittern und Bürgern" zu starter Labat. Eine zahlreiche Oppofition, gemacht werden sollte. bauptsächlich Ostpreußen und Rheinländer umfassend, machten aus chronit bereicherte. In Preußen vertröstete sich die Bevölkerung mit dem sprich Friedrich Wilhelm IV. lebte fich als ausgemachter Stimmungs- ihren Gelüften" kein Hebl. Obgleich sie diesen Gelüften nur auf wörtlichen Kronprinzen- Liberalismus. Sie erwartete große Dinge mensch bald in den berauschenden Gedanken des Gottesgnadenthums recht schwächliche Weise Ausdruck gaben, tam es drch zum von dem im Geruche der Geistreichigkeit und Freigesinntheit stehenden ein. Bei der Huldigung der oftpreußischen Provinzialstände gab Konflikt bei der Forderung einer Eisenbahn- Anleihe von 30 Millionen Kronprinzen Friedrich Wilhelm und ließ deshalb die Regierung er auf die Anfrage, wie es denn sei mit der Verfassung, Thaler für die Ostbahn. Tie Versammlung verlangte die vorherige er würde auf der Grundlage ständischer Anerkennung der Regierung dafür, daß die Rechte des Landtages feines gleichnamigen Vaters, des dritten seines Namens, ruhig über die Antwort, fich ergehen, immer auf einen baldigen Thronwechsel hoffend. Wie Gliederung( mit den bestehenden Provinzial- und Kreisständen) die nicht ohne dessen Zustimmung geändert werden dürften. Als die es zu Lebzeiten dieses Fürsten mit der Landesregierung bestellt war, Regierung fortführen. Darob entstand große Aufregung im Regierung darauf nicht eingehen wollte, wurde die Anleihe mit 366 abgelehnt. Der Landtag wurde dani erbellt gar hübsch aus einem Koulissengeheimniß, das der Minister prenßischen Bürgerthum, und diese Aufregung brachte zuerst einen gegen 179 Stimmen v. Alvensleben ausgeplaudert hat: Mann in die Schranken, der in späteren Lebensjahren, nachdem er ungnädig nach Hause geschickt. Der König redete sich immer mehr ein volles Menschenalter hindurch sich vergeblich bemüht hatte, den und mehr in eine starre Auffassung seines Gottesgnadenthums hinbleiernen Säbel der bürgerlichen Demokratie zu schleifen, sich der ein. Er erfand die schwungbaste Redewendung, daß sich„ tein Sozialdemokratie anschloß. Der Arzt Johann Jacoby in Königsberg Blatt Papier zwischen unseren Herrgott im Himmel und dieses Land Wir tennen die Meinung des Monarchen ganz genau und tönnen unsere Berichte also abfassen, daß wir der Genehmigung ficher find." " zur Vertheidigung eines sicheren, freien Verfaffungslebens gegen jede das es fo vortrefflich versteht, die jüdischen Staatsbürger vor dem richter für Breßfachen zweimal tonfisgirt. Die erfte Ausgabe wurde Art von Anfechtung und insbesondere aur Werthei- Ausbruch des furor antisemiticus zu bewahren. Wir wissen nicht, wegen des Artikels: Sajtószabadság" tonfiszirt. Die Heraus bigung von Staat und Erwerbsordnung gegen ob in der guten alten Zeit" in Bamberg die schöne Einrichtung geber ließen fofort eine zweite Auflage erscheinen, in welcher der be die fozialrevolutionäre Gefahr. Er versteht den des Judenschußgeldes" bestand. Dem Anschein nach ist der anstandete Artikel fehlte. Seine Stelle nahmen die fett gedruckten Gedanken weiterhin im Sinne einer Sammlung aller maßvollen Bamberger Bürgermeister der Meinung, daß der im Mittelalter Worte:" Biróilag defoglalva" und die Einleitung zum G.-A. XVIII: Wirthschaftspolitiker zur Wahrung der gemeinsamen Intereffen der für Geld gewährte Judenschuh" an der Schwelle des 20. Jahr 1848 ein: großen Erwerbsstände- Industrie, Landwirthschaft, Handels- hunderts durch Beiträge für Fürstendenkmäler erworben werden Die Präventiv- Benfur wird hiermit für ewige Beiten auf gewerbe und Handwerk bei der Gefeßgebung und Verwaltung, fann. Der Herr Bürgermeister wird, um seiner löblichen Absicht gehoben und wird zur Sicherung der Freiheit der Preffe verordnet: wie namentlich bei der Vorbereitung der nächsten Handels- möglichst Nachdruck zu verleihen, sich hoffentlich verpflichtet füblen, 1. Jebermann fann seine Gedanken im Wege der Preffe frei mitverträge.dem Denkmal eine Widmung zu geben, die etwa lauten müßte: theilen und verbreiten." Errichtet von der Bamberger Judenschaft und einigen anderen Bürgern"! -Durch friegsgerichtliches Urtheil wurde dieser Lage ein Vize Wachtmeister des in Bagenau garnifonirenden Dragonerregiments au 20 Tagen Gefängniß verurtheilt, weil er einem Dragoner beim Fußdienst mit der Faust in das Geficht gestoßen hatte. Auch der Wacht meist er der Schwadron, welcher den mißhandelten Dragoner zu veranlaffen fuchte, die Meldung zurückzunehmen, wurde mit einem Tage Arrest bestraft. Besonders die lettere Bestrafung tann nicht als eine genügende fallen. " Defterreich. 20ten, 27. Februar. Die Wiener Beitung" veröffentlicht wieder einmal eine taiferliche Berordnung auf grund des§ 14 der Staatsgrundgefeße, durch welche die Aushebung des Rekruten tontingents für 1898 ohne die nothwendige parlamentarische Ges nehmigung bewilligt wird. Bald nach dem Erscheinen der zweiten Auflage ber Nepßava" wurde auch dieses Blatt tonfiszirt, und zwar wegen des zweiten Artifels: A haza megmentöi", welcher auch in der ersten Auflage enthalten() und unbeanstandet( 1) geblieben war. Die deutsche Betlage der" Nepßava", die" Boltsstimme", verfiel selbstverständlich gleichfalls der Konfissirung. Trotz all' dieser auf der Hanb liegenden Ungefehlichkeiten, um unsere Preffe finanziell total zu ruiniren, erschien das sozial demokratische Partei- Organ Nepßava" und die Boltsstimme" in Ahndung angesehen werden, wenn man bedenkt, wie der Mißbrauch womit die tägliche Landtagssession vorläufig thren Abschluß fand: oritter Auflage. An stelle des in der zweiten Auflage vom Unterder Vorgesetztenftellung das Beschwerderecht der Soldaten häufig der Abzug der Deutschen, die Erklärung der Regierung und die megmentöi" ist der folgende§ 82 bes.-. III: 1874/48 abA haza völlig hinfällig macht. Dresden, 28. Februar.( Eig. Ber.) Die Bermögens ften er feiner Nacktheit gezeigt. Abgesehen davon, daß bie Flucht der Adreßdebatte, hat den ganzen unhaltbaren politischen Zustand in G... gebruckt. ift jetzt von der fonfervativen Landtagsfraktion abgelehnt worden, Deutschen jebe Grundlage des Barlamentarismus geradezu negirt, jede solche Handlung oder Berordnung, welche die Unabhängigkeit Die Minister können zur Berantwortung gezogen werden a) für damit ist das Schicksal derselben entschieden. Die Ronfervativen gewinnt die Sache durch die Erklärung der Regierung den Charakter bes Landes, bie Garantien der Verfassung, die Verfügungen der be wollen schlimmstenfalls lieber eine stärkere Progression der Ein- ciner Komödie. tommensteuer. Da sich dagegen aber die Regierung von vornherein den Inhalt der Adresse und betheiligte sich an der Debatte mit Eigenthums verletzt und von ihnen in amtlicher Eigenschaft verübt, Die Regierung ist in der Theorie gegen flehenden Gesetze, die individuelle Freiheit oder das Heiligthum des erklärt hat und die Vermögenssteuer als das Rückgrat der Steuer feinem Wort; in der Bragis hat fie die Jungczechen protegirt und respektive erlassen wurde." reform" bezeichnet hat, so dürfte diese wohl ganz ins Wasser den Deutschen die Flucht ermöglicht. Es ist nicht möglich, daß auf die Dauer die Regierung sich der Ueberzeugung verschließt, mit der die sozialdemokratischen Parteiblätter, sondern auch auf die Organe Die Aufmerksamkeit der Preßbehörde erstreckt sich nicht blos auf München, 26. Februar.( Münchner Post".) Berjüngung bisherigen Politik brechen zu müssen. Der Landtag hat den der Fachvereine, da es wiederholt vorgekommen ist, daß ein von der des Richterstandes. Das Staatsministerium der Justiz hat schlagendsten Beweis geliefert, daß an eine Nachgiebigkeit der beiden Breßbehörde inkriminirter Artitel am selben Tage in einem anderen an die Präsidien der Oberlandesgerichte einen Erlaß hinausgegeben, bürgerlichen Parteien nicht zu denken ist; im Gegentheil, bie fozialdemokratischen Fachblatte veröffentlicht wurde. In diese Rategorie der die Anstellungs und Beförderungsverhältnisse der Richter, Kluft wird immer größer. Die Regierung wird endlich aus ihrer gehören das Schneiderfachblatt, der Bauarbeiter", bie, Typographia", Staatsanwälte und Justisdienst- Aspiranten nach der Einführung Unentschiedenheit heraustreten müffen; nur ein Mittel ist möglich. Der Gisen- und Metallarbeiter", der Schuhmacher" und die„ Nova des Bürgerlichen Gefeßbuches( 1. Januar 1900) betrifft. Den hier mit dem gefährlichen Experiment eines abfolutistischen Regims tann Doba". Letzteres Blatt erschien heute nachmittags und sollte wegen mit verbundenen hohen Anforderungen, heißt es in dem Erlasse, man heute nicht mehr kommen, also bleibe nichts übrig, als über eines aufreizenden Artikels fonfiszirt werden, allein der mit der wrden nur diejenigen Justizbeamten gerecht werden können, welche den Kopf der streitenden Parteien ein neues, auf grund des all Saifirung betraute Stadthauptmann Dr. Franz Pekary fand in icht nur geiftig, sondern auch törperlich außerordentlichen Anstren gemeinen Wahlrechts zusammengesettes Haus zu bilden.der Administration tein einziges Exemplar mehr vor. Das Blatt gen auf die Dauer gewachsen erscheinen.... Daraus erwächst für 1 Einzelnen die Verpflichtung, sich eingehend selbst zu prüfen, soll nicht mittels Post, sondern durch Vertrauensmänner in die Pros vo er sich seiner jeßigen und seiner künftigen Aufgabe auf die Dauer vina verschickt worden sein. wachsen fühlt. und ob der künftige Träger einer Stelle nach Tien bisherigen Leistungen und Bestrebungen, nach seinem Lebens alter, und seinen Gesundheitsverhältnissen der ihn erwartenden Aufgabe auch thatsächlich gerecht werden kann." Es wird also in nächster Zeit ein großes Sterben unter dem alten lichterpersonale eintreten. Wenn nur die einfeilige Vorbildung unserer Juristen nicht dem Reservelieutenantsgeist in der Rechtsprechung das llebergewicht verliehe. Ungarn. " " Budapest, 28. Februar. Abgeordnetenhaus. Franz Roffuth interpellirt über die Frage, auf welche Grundlage fügt sich die Res Die sozialdemokratische Parteileitung ist übrigens nicht gewillt, gierung in ihren Angriffen gegen das Verfammlungsrecht gegen die die Flinte ins Korn zu werfen. Beweis hierfür bietet der Umstand, persönliche, wie die Preßfreiheit. Bittor Pichler interpellirt wegen daß für den 6. März in 4 hauptstädtischen Bezirken und in Neupest ber lebergriffe und des Amismißbrauchs von seiten der Budapester Boltsversammlungen geplant find. Außerdem soll am 18. März 1. J. eine Polizei. Demonstrationsversammlung mit Umzug stattfinden. Der Aufruf Außerdem wird eine Interpellation des Abg. Boda, gleichfalls au sur Betheiligung an dieser Demonstration führt den Titel: Die den Minister des Innern angekündigt, welche lauten foll: Besitzt der Herr freie Presse in Gefahr". Minister Kenntniß davon, daß die hauptstädtische Staatspolizei in den Der gestern inhaftirte, in Nempest wohnende Arbeiterführer München, 26. Februar. Gegenüber der vor kurzem in der Wohnungen der Führer der sozialdemokratischen Bewegung Haus. Alexander Raby, der eine ihm vor kurzem zuerkannte dreißigtägige Hanauer Handelskammer aufgestellten Behauptung, als habe die durchfuchungen abgehalten und die dort vorgefundenen Geldbeträge Gefängnißstraße abbüßte, wurde inzwischen seitens der Polizei aus bayerische Regierung noch immer kein Verlangen zu Verhandlungen ohne Rücksicht auf deren Ursprung einfach fonfiszirte; besitzt der der Hauptstadt ausgewiesen. lady appellirte gegen diesen über die Fortsetzung der Main Kaualifirung nach Bayern Minister ferner Kenntniß davon, daß Angestellte der Haupt- Bescheid durch seinen Rechtanwalt Dr. Wilhelm Vazsonyi. Sonnabend nachts 10% Uhr wurde im Auftrage des Obergezeigt, ftellt das Süddeutsche Korrespondenz Bureau" fest: städtischen Polizei unter dem Vorwande der Uebergabe einer Die bayerische Regierung hat schon vor mehr als zwei Jahren Vorladung in der Wohnung einer Dame erschienen und die Stadthauptmanns seitens des Bezirkshauptmanns Ludwig Toth eine die Initiative in dieser Frage ergriffen. Wenn die Angelegenheit einen felbe in ihrer Gegenwart nöthigten, das Bett zu verlassen Revifion in dem an der Ecke der Trommelgaffe und des Elisabethbefriedigenden Fortgang bisher nicht erfahren hat, so ist der Grund und ihnen zu folgen; hat der Herr Minister Kenntniß davon, ringes befindlichen, Café Kontinental", dem bekannten Versammlungshierfür darin zu suchen, daß hierzu die thatsächlichen Unterlagen daß infolge dieses Vorfalles der Konsul von Nordamerika Ungarn orte der Sozialisten, vorgenommen. Die Revision wurde mit großem gefehlt haben, indem die Verhandlungen über die Fortsetzung der Main- Kanaliftrung nach Bayern sich naturgemäß den vorausgehenden Berhandlungen über die main analisirung in Hanau anfchließen müffen. Es darf nunmehr aber auf die baldige Eröff nung förmlicher Verhandlungen über die Main Kanalisirung bis Aschaffenburg mit ziemlicher Sicherheit gerechnet werden. " : als einen Polizeistaat bezeichnete und sich zu einer Intervention veranlaßt fand, und wenn er von diesen Vorfällen Kenntniß befigt, hat er die Abficht, fraft feines Oberaufsichtsrechtes die Unter fuchung einzuleiten und die gegen das Gesez verstoßenden Handlungen zu ahnden? wurden Apparat in Bollzug gesetzt. Unter Führung der Konzipisten Eugen Princz und Ignaz Tepper waren 10 Detektivs und 15 Polizeiwacht männer erschienen. Letztere beschten sämmtliche Ausgänge des Lotals. Dierauf wurden alle im Kaffeehause anwesenden Gäste zur Legitimirung aufgefordert. Jene, welche ihre Personsidentität nicht in zweifelloser Weise nachweisen fonnten 25 Personen - Es wird weiter photographirt! Der Befter behufs weiterer Amishandlung zur Stadthauptmannschaft des Die Geschichte eines boch modernen Denkmals. Lloyd" schreibt:„ Das polizeiliche Photographiren wird fortgefeßt. 8. Bezirks stellig gemacht. Wie man die antisemitische Hochfluth, von der Frankreich beim G8 wurde unter anderen auch der als Berfaffer zahlreicher Arbeiter Ju Bertretung der photographirten fozialistischen Agitatoren gesucht ist, in Deutschland für sogenannte patriotische Zwecke zu Broschüren bekannte Journalist Ludwig Mezöfy photographirt. Er hat Dr. Milhelm Bazsonyi beim Budapester Strafgerichte fruttiftziren versucht, dafür wird uns aus Bamberg ein intereffantes erklärte anfangs, nur der Gewalt nachzugeben. But" bemerkte fowohl gegen die betreffenden Stadthauptleute, als gegen denjenigen, Vorkommniß mitgetheilt. Der dortige Bürgermeister Nitter von hierzu der anwesende Stadthauptmann Edmund Garlathy-; hierauf der die hierauf bezügliche höhere Berordnung erlassen, die Klage Brandt hat den heißen Wunsch, dem Prinzregenten von Bayern wurde Mezösy von zwei Detektives unter die Arme genommen und wegen Mißbrauchs der Amtsgewalt überreicht." schon bei Lebzeiten ein Denkmal zu feßen. Ein Modell ins Atelier des Polizei- Photographen Fischer geführt. Die Polizei Auch aus der Proving wird von unzähligen Ungesetzlichkeiten, für bas Dentmal wurde in München bestellt und läßt nicht nur jene Personen photographiren, die als Führer oder in Vereinsauflösungen, Verhaftungen, Ausweisungen, Konfistationen die Absicht der Denkmals Errichtung an höchster Stelle anderer aktiver Eigenschaft an den sozialistischen Agitationen theil von Geldern, sowie auch von großen militärischen Maßnahmen bes bekannt gegeben. Es fehlte nur noch das Geld. Ein Appell nehmen, sondern auch andere Persönlichkeiten, die, ohne der Sozial- richtet. an den Patriotismus der Einwohner blieb ohne den gewünschten demokratie anzugehören, nur vom allgemeinen Gesichtspunkte mit Schweiz. Erfolg. Nun war guter Rath theuer. Da vei fiel der Stadtregent der Frage sich befassen. So wurde für heute der Hauseigenthümer Zürich, 27. Februar. Das hier tagende Romitee der links. von Bamberg auf den vortrefflichen Gedanken, den jüdischen Mit- und em. praktische Arzt Dr. Geza Horvath zur Polizei vorgeladen; stehenden Gruppen der schweizerischen demokratischen Partei forderte bürgern einen sanften Rippenstoß zu geben. In einer Beer war ganz erstaunt darüber, als Stadthauptmann Garlathy einstimmig die sozialpolitische Gruppe auf, bei der Bundes sprechung mit dem Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde ihm eröffnete, er fei vorgeladen worden, um photographirt zu werden, versammlung einen Antrag einzubringen, betreffend die Wahl des ber fich zuerst ablehnend verhielt ließ man, Horváth wies diefe Zumuthung mit Entrüftung zurück, indem er Bundesrathes durch das Volk und betreffend die Proportionalwahl unter Hinweis auf die neuesten Vorgänge in Frankreich, durchblicken, erklärte, daß er wohl Vorlesungen über Sozialismus zu halten des Nationalrathes. daß auch in Bamberg der konfessionelle Frieden gestört werden fönnte pflege, dies aber ohne Unterschied der Partei ichtung seines Audi. -wenn das Denkmal durch die Schuld der Juden nicht errichtet toriums thue. Dr. Horvath wurde entlassen, ohne photographirt zu werden fönnte! Das half, und dank dieses probaten Mittels geht werden. Ueberrascht ist man, daß die Polizei auch solche Personen vor nun eine Rollette unter den jüdischen Einwohnern Bambergs berum, laden läßt, die wohl Anhänger der sozialistischen Joeen sind, bisher mit deren Ertrag, wie man hofft, die Kosten des Denkmals aber nie öffentlich bei vorgetreten sind. Von diesen werden gleich bestritten werden tönnen. So löst sich alles in Freundschaft und falls viele photographirt werden. Morgen werden der Direktor der Frieden auf. Bamberg bleibt von einer modernen Jubenverbrennung Budapester Krankenkasse, Adolf Kiß, und mehrere Beamte bei der verschont und der Patriotismus der alten Bischofsstadt erstrahlt in Polizei erscheinen. erneutem Glanze durch die Errichtung des projektirten Denkmals. Die Bamberger können sich gratuliren zu ihrem flugen Stadtoberhaupt, Frankreich. Paris, 26. Februar. Die Deputirtentammer nahm mit 886 gegen 160 Stimmen einen Gefeßentwurf an, durch welchen ein Boll von 3 Fr. im Maximaltarif und 2,50 Fr. im Minimaltarif für filberhaltiges Blei und 4 Fr. im Maximaltarif und 3,50 Fr. ini Weinimaltarif für nicht filberhaltiges Blei erhoben werden soll. 1899 al. Italien. Rom, 28. Februar. Wie der Messagero" meldet, hat ber Fünferausschuß in Sachen Grispi- Favilla den Abgeordneten alborni zum Berichterstatter ernannt. Der Ausschuß erkannte auf angel an einem strafbaren Thatbestand sowohl in politischer als auch in privatrechtlicher Hinsicht und tabelt lediglich einige Inforrettheiten. Spanien. Die Budgetkommission der Deputirtenkammer berieth heute über die Anträge bezüglich der ausländischen WerthDie gulegt erschienene Nummer des Partei- Organs der sozial papiere. Für diese Papiere foll der Stempel auf einen Frant demokratischen Partei„ Nepßava" wurde von dem Untersuchungsanstatt auf 50 Centimes erhöht werden, aber erst vom Januar drängen soll." Verstärkt in seinem Wahne durch die Höflinge, trieb Gerhardt Hauptmann, wirkungsvoll dramatisirt hat. Sunger- Paris, 28. Februar. Die Royalisten hielten in Blois er der Katastrophe entgegen. So wurde er ein unbewußtes Wert revolten werden leicht niedergeschlagen. Das Zuchthaus ernährt die eine Parteiversammlung ab, in welcher der Herzog von Luynes im zeug der Revolution. Heber seinen Charakter hat der sonst als Rädelsführer. Die Uebrigbleibenden weben weiter am Hungertuch; Auftrage des Herzogs von Orléans das abiprogramm enta Hohenzollernbewunderer bekannte Hiftorifer Heinrich v. Treitschte aber auch der Ingrimm frißt weiter um sich. Und überali wickelte. Herzog von Luynes erklärte, die Royalisten müßten in folgendes Urtheil gefällt: in Deutschland bemächtigte sich dampfer Groll des Volkes, denjenigen Bezirken, wo sie nicht eine gesicherte Majorität besitzen, ... Und selisam, während sonst Naturen von fo vielseitiger als die Mißernten und Handelstrifen von 1846 und 1847 die Kandidaten der Ordnung gegen die Kandidaten der Empfänglichkeit sich anderen anzuschmiegen pflegen, stand Friedrich das gum Nachdenken über seine wirthschaftliche und Unordnung und die Gemäßigten gegen die Radikalen Wilhelm ganz auf eigenen Füßen. Hier lag das Räthsel diefes politische Lage brachten. Bis auf die Höfe, den del und die und Sozialisten unterstützen. feltsamen Charakters, hier der Grund, warum er selbst von großen Bureaukratie befanden sich alle Klassen in Opposition gegen die Re- Oberst Picquart verließ gestern Mont Balérien. Er fand Röpfen so oft überschätzt wurde. In sorgloser Seiterfeit, ganz un gierungen. Zwar Klarbeit über das, was geschehen follte, be in feiner Wohnung zahlreiche Sympathiebezeugungen vor.anthunlich, wie die Holländer sagen, schritt er durch das Geben; stand nicht. Groß und Kleinbürgerthum verlangten staatliche Gina fraft der Weihe seines töniglichen Amtes, fraft. feiner persönlichen heit für Deutschland und ein Verfassungsleben; in der Arbeiter Begabung glaubte er alle Welt weit zu übersehen und es gefiel ihm fchaft, die vorläufig noch in ihrer Mehrheit das Bürgerthum unterzuweilen, feine Absichten in ein ahnungsvolles Duntel zu büllen, flügte, regte sich indeß außerdem schon der Sozialismus. burch halbe unklare Worte die kleinen Sterblichen in Verwirrung In Deutschland ist er zwiefachen sprungs. In der wandernden zu sehen. Ohne durchgreifende Willenstraft, obue prattifchen Ver Handwerksburschenschaft entstanden Träume eines mystisch utopistischen fland, blieb er doch ein Selbstherrscher im vollen Sinne. Niemand Kommunismus. Sein Hauptvertreter war Weitling. Bur tieferen beherrschte ihn; aller Glanz und alle Echmach feiner Regierung Erforschung der gesellschaftlichen Mißfläude wurden vorfirebende fiel auf ihn felbft allein zurück. Auf den Widerspruch seiner Geisler durch die französischen und englichen Sozialisten Fourier, Räthe ließ wohl einen Lieblingsplan plöglich fallen, St. Simon und Robert Owen angetrieben. Sehr bald traten da in schien es eine Weile, als ob die Gedaufen den Vordergrund als führende Köpfe die beiden Rheinländer Mary in diesem unruhigen Ropfe wechselten wie die Bilder im und Engels, die wir als Begründer des wissenschaftlichen Sozialis Wandelglase bis sich endlich mit einem Male zeigte, daß der mus, als Vorfämpfer im proletarischen Emanzipationstampje König an seinem ursprünglichen Plane mit einer felisamen stillen verehren. Mary batte ein Jahr lang, vom Herbst 1842 bis März Bähigkeit festgehalten hatte und troy allem, was dazwischen lag, zu 1848 die scharf oppofitionelle Rheinische Zeitung" redigirt. Nach ihm zurückkehrte. Er gab nichts auf und setzte wenig durch. ihrer Unterdrückung war er ins Ausland, nach Paris, Brüssel, Neigungen des Gemüths und fertige Doftrinen bestimmten feine London gegangen, auf feiner Irrfahrt mit Engels sich befreundete Ronftantinopel, 27. Februar. Die Pforte richtete an die tür verbündele. Beide traten dem Entschlüsse; Gründe der politischen Zweckmäßigkeit konnten dawider und Kommunistenbunde" tischen Vertreter im Auslande zwei Rundschreiben. Das eine der nicht auffommen," bei, der aus dem älteren Bunde der Gerechten entstanden felben verlangt die Lösung der Kretafrage vor der Diefes Urtheil Treitschke's trifft den Charakter des Romantikers war. Auf grund eines Kongreßbeschlusses des Kommunisten Räumung Thessaliens; das andere, welches sich auf die auf dem Throne ziemlich genau. Nur überschäßt er als eingefleifchter bundes im November 1847 verfaßten sie jenen Aufruf an das Prole. Ereignisse im Sandschat Uestue b bezieht, fündigt die Freilassung " Heroenverehrer" selbst den Einfluß Friedrich Wilhelm's 1V. auf tarint, der wenige Wochen vor der französischen Februar- Revolution der gefangenen Bulgaren an und dementirt die Gewaltthätigkeiten, Den Gang der Ereignisse. Auch dieser Selbstherrscher ward weit veröffentlicht wurde und als„ Kommunistisches Manifest" bekannt ist. welche selbst durch die Aussagen der Bulgaren und die ärztliche mehr geschoben, als er schob. Ihr Weckruf: Proletarier aller Länder vereinigt Euch!" bat erst Untersuchung in Abrede gestellt werden. Um in dem Staale, dessen Steuerruder diefer Mann zu lenten nach und nach seine weltumspannende Wirkung ausgeübt. Damals glaubte, es zu einer Revolution zu bringen, bedurfte es aber noch war das Manifest ein fecker Sturmvogel, der den Revolutionsstürmen eines gewaltigen Hebels, der wirthschaftlichen Noth. Sie tam im vorausflog, dessen Stimme in dem allgemeinen Lärm indeß bald Gefolge der fapitalistischen Entwicklung. Zunächst riß der Sieges übertönt wurde. Die Zeit für den schöpferischen Sozialismus war aug der Großindustrie die handindustriellen Arbeiter, die mit der noch nicht gekommen, am wenigsten in Deutschland, das zu harrte. Dampfmaschine nicht fonturriren konnten, unter seine Räder. Die Weber nächst einer bürgerlichen Revolution Die französische erlitten zuerst diefes Schicksal. Immer mehr durch die Unternehmer Februar- Revolution war es, die die Funken in die deutschen Bulver im Lohne gedrückt, siechten sie dahin oder empörten sich mit einem fäffer warf. Buerst zündeten fie in Wien, wo das Metternich'sche G. L. legten Verzweiflungsschrei gegen ihre Unterdrücker, wie 1844 bie System in die Luft flog. Schlesischen Weber, deren Hungerrevolte einer ihrer Nachkommen, und dann er - Die Cortes( das Parlament) ist aufgelöst worden. Nach amtlicher Bekanntmachung finden die Wahlen zur Deputirtenfammer am 27. März, die Wahlen zum Senat am 10. April und der Zu fammentritt der Kammern am 25. April statt. Türkei. Das Rundschreiben bezüglich der Kretafrage erscheint als eine Antwort auf die neulichen Erklärungen der englischen Regierung, in denen ausgesprochen wurde, die Türkei werde Thessalien räumen, sobald die Kriegsschuldfrage geordnet fei. Jest verlangt die Pforte vorherige Lösung der Kretafrage. Nach dem Friedens vertrage ist sie jedoch hierzu nicht berechtigt. Nachrichten aus Gallipoli zufolge veranstalteten etwa 600 Personen Rundgebungen gegen die Behörden wegen der Grhöhung der Brotpreise. Es wurde versucht, die Regierungsgebäude in Brand au stecken; 86 Personen wurden verhaftet. Afrika. Wady Salfa, 27. Februar. Der Emir der Mahdisten Mahmud droht, das befestigte Lager am Atbara anzugreifen. Infolge hiervon ift den britischen Truppen Befehl ertheilt worden, nilaufwärts zu marschiren. Es scheint danach, als ständen entscheidende Kämpfe zwischen den egyptisch- britischen Truppen und den Mahdisten bevor. Amerika. Landesvorstands und Bericht der Revisoren; 4. Bericht über das Bartei- Organ; 5. Erledigung etwaiger Beschwerden; 6. Anträge; 7. Neuwahl des Landesvorstandes; 8. Verschiedenes. " Die Maurer und Zimmerer in Eberswalde haben den Streit befchloffen, da ihre Forderungen: 91/2 stündige Arbeitszeit und 40 Pf. Stundenlohn, von den Unternehmern rundweg abgelehnt Ju Yokohama( Japan) erscheint, wie der Londoner Clarion" worden sind. Sie bitten die Fachgenossen um strenge Fernhaltung mittheilt, feit furzem ein sozialistisches Organ„ Die Arbeits des Zuzugs. Die Arbeiterpresse wird ersucht, hiervon Notiz zu welt". nehmen. Todtenliste der Partei. In Lichtenstein Gallnberg Die ftreifenden Arbeiter der Vereinigten Berlin- ErdAfien. ift der Parteigenoffe Friedrich Schmidt im Alter von mannsdorfer Büstenfabriken in Erdmannsdorf im RiesenYokohama, 28. Febr. Wie hier verlautet, hat Rorea die Deer: 65 Jahren verschieden. Er stand seit 1867 in der Arbeiterbewegung. gebirge versenden einen Aufruf, worin es heißt: Seit Jahren sind die niederen, theilweise nur Pfennige" beInsel auf der Höhe von Fusan an Rußland verpachtet. Polizeiliches, Gerichtliches ze. Der Parteigenoffe Karl Künne in Halberstadt, der Büstenfabrikation spotten jeder Beschreibung. Für eine Damentragenden Affordlöhne systematisch herabgedrückt worden. Die Löhne früherer verantwortlicher Redakteur der Sonntags 3eitung", Kriegsrüstungen in den Vereinigten Staaten. hatte eine Notiz veröffentlicht, wonach zwei Arbeiter gehört hatten, 50-60 m. intl Ständer verkauft wird, erhalten die Kleber 40 Pf. büste, z. B. Katalog Nr. 884, welche in eleganter Ausführung mit Aus London wird der Int. Corr." gemeldet: Nach Drahtmeldungen, daß in der Reitbahn des Küraffier- Regiments ein Mensch geschlagen Arbeitslohn. Desgleichen für eine Herrenbüste, Katalog Nr. 885, welche hier an privater Stelle aus New York eingetroffen, hat worden sei und jämmerlich geschrien habe. Die Notiz trug die die Regierung der Vereinigten Staaten das Kriegsamt angewiesen, Ueberschrift Dwelche Lust, Golbat zu sein!" Die Offiziere laufend Abzüge gemacht worden. Für einen dreitheiligen Ron 35-50 Pf. Arbeitslohn, Jm Tischlereibetrieb sind ebenfalls fort/ die Ausrüstungsmittel für eine Armee von 480 000 Mann und Unteroffiziere, die zur betreffenden Beit in der Reitbahn ge schleunigst zu beschaffen bezw. in Bereitschaft zu halten. Augen wesen waren, ftellten Strafantrag wegen Beleidigung und in der fettions.Spiegel, Katalog Nr. 334, gab es a. 28. früher 35 M. blicklich sind nur für 35 000 Mann Repetirgewehre neuer Konstruktion Verhandlung vor dem Landgericht bekundeten einige Kürassiere preis 185 W. Arbeitslohn, jetzt 27,50 M. Dabei beträgt der Verkaufs Ebenso des Systems Krag Jorgeson vorhanden und ist die staatliche Gewehr- und ein Roßarst des Regiments, Major Graf Reichens Tapezierer, Bildhauer und find die Löhne der Drechsler, Arbeiter Sonstigen bie denkbar fabrit zu Springfield angewiesen, mit allen verfügbaren Mitteln an bach, sie hätten nicht gefehen, daß ein Mensch geschlagen niedrigsten. So zahlte man früher für das Dußend Hutständer der Herstellung einer Viertelmillion neuer Gewehre zu arbeiten. worden sei, sondern ein Hund, der zivei Mal an Zugleich sind mehrere Vertreter der Vereinigten Staaten in Europa vorgeführten franken Pferden emporgesprungen wäre und deshalb geworden. So ging es nicht mehr weiter. Deshalb that gemein9 M. Arbeitslohn, jetzt 5,34 M. Die Lohundrückerei ist System beauftragt worden, mit europäischen Fabriten wegen sofortiger mit der Reitpeitsche geschlagen worden fei, habe geheult, und zwar james Handeln noth und es wurden vor vierzehn Tagen folgende Lieferung neuer Repetirgewehre zu verhandeln. Die nicht worden ist soll das Thier wie Mensch gebeult -- wie dem genannten Major bei seinen Nachforschungen gesagt Forderungen einmüthig aufgestellt: 1. Einführung der zehnstündigen tommen laffen. Anständige BeDie Nachrichten über den Untergang des Kriegs beiden Arbeiter jedoch, die als Entlastungszeugen vernommen wurden, Arbeitszeit. 2. 30 pCt. Lohn- und Akkordzuschlag. 3. Abrechnung der Befund der offiziellen Untersuchungskommission veröffentlicht peitsche geschlagen worden sei und geschrien habe; man müffe doch derungen wurden rund abgelehnt. Darauf erfolgte gemeinsame schiffes Maine widersprechen sich noch immer. Da in diesen Tagen hielten daran seft, sie hätten gehört, daß ein Mensch mit der Reit über die jahrelang abgezogenen Strafgelder. 4. Anständige Behandlung, Abänderung der Fabrikordnung. Diese berechtigten Forwerden muß, erübrigt sich die Registrirung der zahlreichen Gerüchte unterscheiden können, ob ein Mensch oder ein Hund heule. Der Kündigung zum Zweck der Arbeitsniederlegung, welche nun erfolgen über diesen Fall. Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Heldberg, machte die beiden Arbeiter darauf aufmerksam, daß man doch nicht so unvorsichtig sein mußte, um wenigstens einigermaßen menschenwürdige Löhne zu erhalten." dürfe, bestimmt zu behaupten, daß gerade ein Mensch und noch Aus Wiesbaden wird uns mitgetheilt: Nachdem jede gütliche Ueber die 3entrumskandidaturen in Schlesien dazu mit einer Reitpeitsche geschlagen worden sei; er würde nicht schreibt die Breslauer Morgen- Beitung": Von den 35 Reichstage behaupten, das so bestimmt unterscheiden zu können. Die Arbeiter blieben Bereinbarung seitens der Meister abgelehnt worden war, legten am Abgeordneten, die Schlesien zu entfenden hat, gehören zur Zeit 18 dem jedoch bei ihrem Glauben. Das Urtheil des Gerichts lautete auf Sonnabend 556 Tüncher und Anstreicher die Arbeit nieder. Zentrum an. Davon fallen zwei( Glatz und Frankenstein- Münster- 4 Monate Gefängniß. Nach der Sonntags- Zeitung" wurde bei der Die Forderungen sind: Zehnstündige Arbeitszeit und ein Minimalberg) auf den Regierungsbezirk Breslau und elf auf den Regierungs- Begründung ausgeführt: Die Absicht, die Armee herunterzufeßen, Lohn von 88 Pfennigen; für jüngere Leute, die noch keine zwei ein solcher von 27 Pfennigen. bezirt Oppeln. Diefe Mandate, einschließlich des Wahlkreises fei mit der Anklage schon aus der Ueberschrift anzunehmen gewesen. Jahre aus der Lehre find, Ratibor, der 1893 gefährdet erschien, glaubt man ohne weiteres be: Beleidigt seien die Vorgesetzten, die den Dienft gehabt hatten. Die( Der bisherige Lohn betrug im Durchschnitt 88 Pfennige bei haupten zu können. Ferner hofft man auf den Wahlkreis Reichenbach- Partei des Angeklagten erbebe beständig im Reichstage leichtsinnig" 11 ftündiger Arbeitszeit.) Weiter wird wöchentliche Lobnzahlung Neurode, der 1898 an die Sozialdemokraten fiel. Sodann wird eine Vorwürfe und solche leichtfertige Heßerei" müsse mit ungeheurer anstatt der 14tägigen gefordert. Das Gros der Streifenden gehört der Vereinigung der Maler, Lackirer, Austreicher, Tüncher und ver für das Zentrum günstige Stichwahl erhofft für Ohlau Nimptsch Strenge" geahndet werden. Es wird ersucht, den Zuzug streng Streblen sowie für Schweibniz- Striegau. In allen übrigen Wahlkreisen Unfer Genoffe Künne ist ein Mann von 60 Jahren. Das wandten Berufsgenossen an. Db aber eine folche fernzuhalten. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck sollen Zählkandidaten aufgestellt werden, aber diese Bäblkandidaturen Urtheil trifft ihn also besonders hart. sollen behandelt werden, als wenn sie ernsthaft wären, damit das Rechtsprechung geeignet ist, den mit ihr verbundenen Zweck zu gebeten. Die ftreifenden Former der Brandes' schen Fabrik in Bentrum möglichst viel Stimmen bei der allgemeinen Bufammen erreichen, ist eine Frage, die wir, nach unserer Renntniß des zählung aufweisen kann und nicht, wie 1893, um etwa 300 000 Voltsempfindens, verneinen müssen. Ein durch den Schrecken Wolfenbüttel ersuchen die Fachgenossen um solidarisches VerStimmen hinter der Sozialdemokratie zurückstehen muß. erzwungenes Schweigen über angebliche oder wirkliche Mißstände im halten, besonders, da die genannte Firma in den verschiedensten Die Be Orten Erfagkräfte sucht. Militärwesen mußt den Militärbehörden gar nichts. gründung des Urtheils ist aber umio weniger einleuchtend, als sich Das Arbeitersekretariat in München beginnt seine Thätigkeit am 1. März. das Gericht dabei mit auf die Thätigkeit beruft, die unsere AbAusland. geordneten im Reichstage zum Schuße der Soldaten ausüben; denn eine Kritik der Reichstagsverhandlungen steht einem Gerichtshof Die große Brauereifirma Guinnes n. Ko. in Dublin, ber ebensowenig zu, als er sich erlauben wird, die Bundesrath3: Hauptstadt Irlands, bewilligte, wie der Daily Chronicle" gemeldet verhandlungen zum Gegenstand einer abfälligen Erörterung zu wird, ihren sämmtlichen Arbeitern den Achtstundentag freiwillig. Im Wahlkreise Eschwege Wihenhausen- Schmal machen. talden haben sich Konservative, Freikonservative und Nationals Wegen Beleidigung des Bürgermeisters Dr. König in Wann wird man etwas Gleiches in unserem lieben deutschen Vater liberale dahin geeinigt, den freifonservativen Landtagsabgeordneten Goldbergi. M. wurde der Redakteur der Mecklenburgischen Frhrn. v. Christen- Werleshausen als Kandidaten für die bevorstehende Volkszeitung", Genosse Emi! Groth, vom Langericht in Rostock zu 6 Wochen Gefängniß und der Gewährsmann für die Reichstagswahl aufzustellen. In Bielefeld.Wiedenbrück ist von den Christlich- betreffende Mittheilung, Töpfermeister Bambach aus Goldberg, Sozialen der Pfarrer Weber aufgestellt worden, zu derselben Strafe verurtheilt. " Wahlbewegung. In dem Wahlkreise Rosenberg Löbau ist seitens der reaktionären Parteien der Landrath Bonin aufgestellt. In Altona Ottensen haben beide Fraktionen der Freifinnigen beschlossen, dem Abg. Fischbeck bei der Reichstagswahl ihre Stimmen zu geben, obwohl man einen Erfolg für unwahr scheinlich hält. Für die Landtagswahl ist gleichfalls Herr Fischbeck als Kandidat aufgestellt worden. Gewerkschaftliches. # Berlin und Umgebung. Der Hirsch Dnucker'sche Agitator Goldschmidt Berlin hat, wie uns aus Magdeburg mitgetheilt wird, in einer dortigen Gewerkvereins- Versammlung die Behauptung aufgestellt, es feien im Berliner Gewerkschaftsbureau bei den Sammlungen für die englischen Maschinenbauer Unregelmäßigkeiten vorgekommen. Millarg habe 43 000 Mart weniger abgeliefert, als bei ihm eingegangen seien. An diesem gänzlich grundlosen Geschwäß ist kaum nöthig zu sagen selbstverständlich kein wahres Wort. Solche aus der Luft gegriffenen leichtfertigen Behauptungen als Waffe gegen die Mittel- Arbeiterschaft zu gebrauchen, haben freilich die Hirsch- Duncker'schen fich von jeber nie gescheut. Wahrlich, es muß schlimm bestellt sein um eine Sache, die mit derartigen Mitteln kämpfen muß. Sehr ins Gedränge wird der Freifinn bei den nächsten Reichstagswahlen in Fürth Erlangen gerathen. Dort ist der Reichstags- Abgeordnete Weiß wieder aufgestellt, der bei der letzten Wahl nur mit Aufwendung aller Kräfte in der Stichwahl mit einer Majorität von 300 Stimmen über Segi siegte. Die„ Fränk. Tagespost" meint, daß durch die Konstellation der Parteien, wie sie sich für die nächsten Wahlen in dem genannten Kreise vollzogen hat, der Freifinn überhaupt nicht mehr in die Stichwahl kommen werde. Nationalliberale, Konservative und Bauernbündler haben ein Wahlbündniß geschlossen, andererseits tritt die Demokratie mit einem eigenen Randidaten auf den Plan. Beide Konkurrenten müssen nach Lage der Verhältnisse versuchen, den Freisinnigen von rechts und lints Stimmen abzusprengen. Die Situation ist also ziemlich klar. Aehnlich liegen die Dinge in Hof, 100 Die parteien einen Kandidaten zu finden bestrebt waren, der vielleicht unter der Bezeichnung wildliberal" als Reichstags Abgeordneter dem einen Flügel der Nationalliberalen, sowie dem einen Flügel der freisinnigen Partei entsprechen würde. Nun kommen auch hier die Nürnberger Demokraten und stellen einen eigenen Kandidaten auf, womit sie womöglich, es ist schauderhaft zu sagen, dem Sozial: demokraten zum Siege verhelfen. Stadtpfarrer Dr. Weißenhagen in Monheim ist gesonnen, sich als Reichstags- Randidaten der Zentrumspartei für Donauwörth aufstellen zu lassen. Mit der Aufstellung des Genossen Proß im 4. württem bergischen Reichstags Wahlkreise Böblingen- Maulbronn sind nun seitens der sozialdemokratischen Partei sämmtliche 17 württembergische Kreise mit Kandidnten besetzt. Partei- Nachrichten. Der Gemeinderath von Bant bat am 24. Februar an stelle unferes Genossen Hug ein anderes seiner Mitglieder zum Stellvertreter des Gemeindevorstehers gewählt, da eine Wiederwahl ungesetzlich wäre. Hug's Freunde hatten Beschwerde ans Gesammt ministerium beantragt, blieben aber mit 1 Stimme in der Minderheit. Die bürgerlichen Vertreter hatten keine Lust und nicht genug Rückgrat, um einen, wie uns geschrieben wird, Krieg mit dem Ministerium zu führen. Nicht allzuviel hätte aber gefehlt, so wäre ein anderer bestrafter sozialdemokratischer Agitator", der Genosse Duden, gewählt worden. Er erhielt im ersten Wahlgang von drei Kandidaten die zweitgrößte Stimmenzahl. 1 Achtung, Holzarbeiter! In der Bautischlerei Sawahti, Bellealliancetr. 84, 8. H. I haben sämmtliche Tischler wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist fernzuhalten. Die Ortsverwaltung. lande erleben? Boziales. Die Juvaliditäts- und Altersversicherungs- Anstalten haben, wie aus einer vom Reichs- Anzeiger" veröffentlichten Tabelle zu ersehen ist, bis Schluß des vorigen Jahres von ihrem Vermögen insgesammt rund 49 Millionen Mark verliehen oder zum Verleihen bereit gestellt und zwar 21,4 Millionen für den Bau von Arbeiters wohnungen, 17,8 Millionen zur Befriedigung des landwirthschaft lichen Kreditbedürfnisses( Sypotheken, Kleinbahnen, Land- und Wege verbesserungen, Hebung der Viehzucht 2c.), 7,8 millionen an Stadt gemeinden und 2,4 Millionen an Landgemeinden für den Bau von Kranken- und Genesungshäusern, Herbergen zur Heimath, Boltsbädern, Kleinkinderschulen, ferner für Krankenpfleger, Spar- und Konsumvereine 2c. Kellnerinnen- Schuh. Ueber eine Petition der Freundinnen junger Mädchen" in Heidelberg um gesetzlichen Schuß für die Kellnerinnen in fittlicher, gesundheitlicher und wirthschaftspolizeilicher Hinsicht ist dem Reichstage der schriftliche Bericht zugegangen. Die Petition verlangt zunächst, daß es den Mädchen untersagt werde, vor dem 21. Lebensjahre sich dem Kellnerinnenberuf zu widmen, da minderjährige Mädchen zu leicht der Unzucht verfielen. Weiter verlangt die Petition, daß jeder Arbeitgeber, der eine Kellnerin ohne bestimmten Lobn anstellt, bestraft werde. Nach den Erhebungen des Statistischen Amtes betrage das monatliche Durchschnittsgehalt einer Kellnerin 10 M.; ein Viertel sämmtlicher Kellnerinnen erhielten überhaupt keinen Lohn. Achtung, Korbmacher! Die Zuschläge von der im Januar Aus dieser Thatsache resultire das auch in fittlicher Beziehung ge stattgehabten Submission find nun sicherem Vernehmen nach vom fährliche Trinkgelder- Unwesen. Mit Rücksicht auf die Thatsache, daß Kriegsministerium ertheilt. Den Mindeftfordernden, den Gebrüder die Hälfte der Kellnerinnen täglich 14-16 Stunden beschäftigt werden, Schulz, ist nicht die gewünschte Summe von 114 000 Stück, wird eine Regelung der Arbeitszeit und insbesondere eine Bestim sondern nur eine kleine Bahl, wie verlautet 2800, zur Anfertigung mung dahin verlangt, daß die Arbeitszeit nicht über die zehnte, überwiesen worden. Leider haben die zunächst in betracht kommenden höchstens elfte Nachtstunde ausgedehnt werden dürfte. In gesundFirmen auch noch sehr niedrige Preise abgegeben, sodaß die ge- heitlicher Beziehung wird endlich verlangt, daß den Kellnerinnen rechten Forderungen der Arbeiter sicherlich erst erkämpft werden eine ununterbrochene achtstündige Schlafenszeit, ein freier Nach müssen. In anbetracht der augenblicklichen Arbeitslosigkeit ist vormittag in der Woche und die Freigabe des Sonntags- Vormittags allem nothwendig, Zuzug nach Berlin streng fernzuhalten. zum Besuche des Gottesdienstes gewährt werde. Die Kommission Die Kommission. beschloß, die Petition dem Reichskanzler zur Berücksichtigung zu überweisen. Deutsches Reich. An die Steinarbeiter Teutschlands! Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Die Zahlstellen des Deutschen Melltallarbeiter- Verbandes Der Jahresbericht des bremischen Fabrikinspektors ist in Brandenburg und Pommern halten am Sonntag vor Ostern foeben der Bürgerschaft zugegangen. eine Konjeren in Berlin ab. Die Verhandlungen werden sich Eine auerkennenswerthe Verfügung hat in Württem namentlich um die in den genannten Provinzen zu betreibende Agi- berg das Ministerium des Auswä.tigen, Abtheilung für die Vers tation drehen. tehrsanstalten, erlassen. Danach soll den bei den Eisenbahnen und der Post beschäftigten Arbeitern bei dienstlicher Entsendung zur ärztlichen Untersuchung, bei Arbeitsversäumniß infolge der Ausübung des Wahlrechts bei Reichs- und Landtagswahlen, sowie aus Anlaß militärischer Kontrollverfaminlungen und der Theilnahme an den Sigungen der Arbeiterausschüsse der Lohn ohne Abzug fortbezahlt werden, soweit die Verfäumniffe die als nothwendig erkannte Dauer nicht überschreiten. Bei den im Attord beschäftigten Werkftätte Arbeitern ist bei Bemessung der Entschädigung für Arbeitsversäumniß der ordentliche Tagelohnansaß zu grunde zu legen. Depeschen und lehte Nachrichten. Wie bekannt, wurden am 10. Dezember v. I zirka 40 Rollegen Ueber die Nichtbestätigung Hug's wird uns noch mitgetheilt: in Sulzfeld in Baden von den Unternehmern ausgesperrt, Der politische Kurs, der im großen Nachbarstaate Preußen gesteuert weil sie nicht für einen bedeutend niedrigeren Lohn als bisher arbeiten wird, lockt die kleinen Exzellenzen zur Nachfolge und es ist in ge- wollen. Die Unternehmer des ganzen Bezirks von Maulbronn bis Bretten wiffen Kreisen kein Geheimniß, daß die Rücksichtnahme auf Preußen haben sich vereinigt und in ihren Zusammenkünften befchloffen, die hauptsächlich den Minister zu dieser Maßregel veranlaßt bat. Denn Organisation der Arbeiter mit Stumpf und Stiel auszurotten. Als als Vertreter des Gemeindevorstehers von Bant, das unmittelbar nun am 23. Jannar in Sulzfeld zwei Vertrauensleute entlassen bei Wilhelmshaven liegt, tönnte ja das schreckliche Unglück wurden, legten 50 auf demselben Platz beschäftigte Steinarbeiter die Da alle von der Geschäftsleitung passien, daß eine preußische Behörde mit dem Sozialarbeit gleichfalls nieder. der Organisation, sowie den Sulzfelder Kollegen felbft andemokraten wie ein Gleicher mit Gleichen verhandeln müßte. Breslan, 28. Februar.( W. T. B.) Der Provinzial Landtag Polnische Sozialdemokratie. Die Breslauer Volkswacht" gebahnten Berhandlungen mit den Unternehmern scheiterten, wurde am 30. Januar der Generalstreit beschloffen. 220 Arbeiter bewilligte einen festen Beitrag von 1 100 000 m. aus Provinzial schreibt: Von einer allgemeinen Versammlung, die von den polni legten die Arbeit nieder, so daß die Zahl der Ausständigen 800 be- mitteln für die Beseitigung des durch die Hochwaſſerſchäden entschen Genossen Schlesiens zu Ostern in Neustadt veranstaltet trägt. Ihre Forderungen find: zebnstündige Arbeitszeit, Abschaffung standenen Rothstandes. werden soll, ist an zuständiger Stelle nichts bekannt. Die Meldung des sogenannten wilden Affords und Einführung eines Stunden Junsbruck, 27. Februar.( B. H.) Mehrere Schüler der verschiedener Zeitungen über diese Versammlung beruht auf Irrthum. lohnes von 42 Pf., die Errichtung von Arbeits- und Frühstücks- Staatsgewerbeschule wurden relegirt, well fte der deutschen VerIn der„ Gazeta Robotnicza" wurde vor einigen Wochen der Vorschlag gemacht, den nächsten Parteitag der polnischen Sozialdemo buden, Abschaffung der dreiwöchentlichen und Einführung der bindung„ Teutoburgia" angehörten, ihr Kneiplokal schwarz- roth- gold fraten, der erst 1899 stattfinden soll, ausnahmsweise schon in diesem vierzehntägigen Löhnung, sowie Wiedereinstellung der gemaß- drapirten, ein Bismarckbild aufhängten nud„ die Wacht am Rhein" Jahre und zwar zu Ostern in Neustadt abzuhalten; der Borschlag regelten Vertrauensleute. wurde indeß von der Redaktion dieses Blattes als unausführbar bezeichnet. 1848 er fangen. Die Behörde hatte versucht, zu vermitteln. Da fie aber die Basel, 27. Februar.( W. Z. B.) Die Direktoren der hiesigen Wünsche der Arbeiter als gerechte anerkannt hat, lehnen die Unionbant, Wüft und Wirz, wurden gestern Abend wegen unlauterer Unternehmer jede weitere Unterhandlung mit geschäftlicher Machenschaften verhaftet. Das Agitationskomitee für die Rheinpfalz fordert die den Arbeitern und der Behörde ab und fordern Athen, 28. Februar.( B. H.) Die Polizei verhaftete mehrere Parteigenossen auf, allerorts die Vorbereitungen zu treffen zu einer unbedingte Unterwerfung der Leute und Austritt des Attentats auf den König Georg verdächtige Personen, von denen der Gedächtnißfeier würdigen Bolts derselben aus der Organisation. Die Steinarbeiter jedoch nur der Magistratsbeamte Kardiga am Attentat wirklich erhebung. sind jedoch nicht gewillt, ihre Forderungen fallen zu lassen, und es betheiligt zu fein scheint. Ferner wurde der Redakteur des königs Die Sozialdemokratie Württembergs hält am 10. April in ift Pflicht der organisirten Steinarbeiter ganz Deutschlands, deu um feindlichen Blattes Embros" in Haft genommen, weil fein Blatt Stuttgart im Saale der Arbeiterhalle ihre diesjährige Landes- ihr gutes Recht tämpfenden füddeutschen Fachgenossen mit moralischer schon vor dem Attentatt verschiedene Thatsachen, die auf einen Anversammlung ab. Die vorläufige Tagesordnung lautet: und finanzieller Hilfe zur Seite zu stehen. 54 Streitende find ab- schlag schließen ließen, publizirt hatte. Athen, 28. Februar.( W. T. B.) Die Polizei hat an dem Orte, 1. Die politische Lage und die bevorstehende Reichstagswahl. Re- gereift, es bleiben noch 250 Mann zu unterstüßen. Alle Unterferent Reichstags- Abgeordneter A. Bebel; 2. die Vertretung der ftüßungen find zu senden an die Geschäftsleitung der Steinarbeiter wo der Mordanschlag gegen den König verübt wurde, eine mit Sozialdemokratie im württembergischen Landtag. Referent Landtags- Deutschlands( Adresse: P. Mitschte in Rixdorf, Steinmetzftr. 14. Dynamit gefüllte Grube entdeckt. Die über die Genoffen Kardigi's Alle Arbeiterblätter werden um Abdruckt gebeten. ermittelten Einzelheiten werden bestätigt. Abgeordneter R. Kloß; 3. Thätigkeits- und Kaffenbericht des Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 50. 15. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 52. Ginng. Montag, 28. Februar 1898, 2 Uhr. Am Bundesrathstische: v. Schulz. wurde " Dienstag, 1. März 1898. zwischen Entschede und Celle stattgefunden hat. Damals Was aber sagt die Denkschrift der preußischen Eisenbahns die Entgleifung auf die starke Verbiegung einer Verwaltung? Schiene, die nur durch eine äußere gewaltthätige Einwirkung Dem tadellosen Gang der Signale wird die veranlaßt sein konnte, zurückgeführt. Blätter vom Schlage der größte Aufmerksamkeit geschenkt." " Post" waren denn auch sofort bereit, da der Hofzug einige Beit Nun ist eine Kommission eingesetzt worden, welche die Betriebss Die zweite Etatsberathung wird beim Etat des Reichsvorher das andere Geleife befahren hatte, den Vorgang zu einem verhältnisse besichtigen soll, aber nicht ein einziger Betriebsbeamter Eisenbahnamt 3 fortgesetzt. politischen Attentat zu stempeln. Als ob der Apparat, der noth- ist in ihr vertreten, sondern lediglich Bautechniker. Was dabei wendig ist, um eine in fester Verbindung befindliche Eisenbahn- herauskommen kann, darüber kann ja wohl kein Zweifel bestehen.schiene start durchzubiegen, wie ein Bigarrenabschneider in Die Eisenbahn Verwaltung hat viel Aufhebens davon gemacht, der Westentasche getragen werden könnte. daß die Arbeitszeit verkürzt sei. Ich meine, so lange noch eine " Beim Titel Präsident" beantragt Abg. Dr. Pachnicke ( frf. Va.) folgende Resolution: = " 1 Den Reichstag zu ersuchen, dahin zu wirken, daß in Aus führung des Artikels 43 der Reichsverfassung und§ 4 des Die Attentäter" wären Narren gewesen, wenn fie in diefer Arbeitszeit von 10-12 Stunden den Durchschnitt bildet, kann man Gesetzes betreffend Errichtung eines Reichs Eisenbahnamtes vom Weise operirt hätten. Mit einem einfachen englischen Schrauben die bisher vorgenommenen Kürzungen nur als den bescheidensten 27. Juni 1873, Maßregeln getroffen werden, um schlüssel, der überall käuflich ist und unter dem Rock getragen Anfang zur Besserung bezeichnen. Bei alledem will man den aga) einer Häufung von Unfällen, wie sie in letzter Beit auf werden kann, würden sie viel rascher zum Ziele gekommen fein, in- unteren Beamten das Recht der Koalition nicht einmal ge= deutschen Eisenbahnen vorgekommen sind, wirksam zu be- dem sie da nur nöthig hatten einige Schrauben zu lösen, um eine statten, und beantwortet alle folche Versuche mit Maßbegnen; Entgleisung herbeizuführen. Später hat sich allerdings die Eisen- regelungen. Man sagt, es müsse der Gefahr vorgebeugt Sie Leistungsfähigkeit der Bahnen, dem steigenden Verkehr bahn- Verwaltung gezwungen gesehen, bie Behauptung von werden, daß durch einen Streit der Verkehr gestört werde. In entsprechend, zu erhöhen. den Bösewichtern, welche die Schienen verbogen haben Wahrheit aber verhindert man die Arbeiter an der Koalition, damit Abg. Pachnicke( freis. Bg.) begründet seinen Antrag. Man ift follten, fallen zu laffen, freilich nur, um eine andere ebenso unwahr nicht zu viel Beschwerden über die Mißstände in die Deffentlichkeit Teinen Morgen mehr sicher, nicht in den Zeitungen von neuen grauen- scheinliche Erklärung als Ursache der Entgleisung anzugeben. Und gelangen. Wenn übrigens die Verwaltung jetzt die Methode be vollen Eisenbahnunfällen zu lesen. In einem einzigen Jahre warum alle diese Erklärungen? folgt, bei allen Bekanntmachungen über stattgehabte Unfälle die hat die Zahl der Unglücksfälle 3136 erreicht, die Zahl der Getödteten Nur damit niemand auf den Gedanken kommen sollte, der Beit mitzutheilen, welche die für schuldig gehaltenen Beamten 2113. Die Ursache dieser Häufung der Unglücksfälle ist entweder Oberbau sei nicht in Ordnung gewesen, weil dann der Schluß an dem betreffenden Tage im Dienste zugebracht hatten, im Material oder Personal oder in beiden zu suchen. Die Ver- sehr nahe lag, daß das andere Geleife wahrscheinlich nicht viel so ist diese Methode doch eine sehr einseitige. Bei dem Unfall in mehung des Materials hält nicht Schritt mit der Steigerung des besser und somit auch der Hofzug in Gefahr Die Oberhausen, bei welchem eine Jagdgesellschaft überfahren wurde, Verkehrs. Seit Berstaatlichung der preußischen Bahnen ist Dinge find freilich schon so weit gediehen, daß man vielfach die weil die Schranke nicht geschlossen war, wurde auch gemeldet, teine neue große Verkehrslinie mehr gebaut worden, sondern Meinung aussprechen hört, es müsse auch erst einmal einem Hofsug daß der betreffende Beamte nach 12 stündiger Ruhe erst lediglich Abzweigungen der bereits bestehenden. Dagegen wächst die ein Unfall widerfahren, ehe eine Befferung in unseren Eisenbahn- 22 Stunden im Dienste war. Diese Angabe ist richtig. Bahl der Unfälle fast noch schneller als der Verkehr, wohl besonders verhältnissen eintritt. Sollte dem Hofzug wirklich einmal etwas Aber Der Beamte erhielt für seine für seine verantwortungsvolle infolge des enorm gesteigerten Güterverkehr, der viel Störungen paffiren, dann würden die Herren von der preußischen Eisenbahn- Thätigkeit pro Tag nur 2 M. 20 Pf. Gehalt gezahlt.( Sört! hört! verursacht. Vielleicht empfiehlt sich die Anlage einer Linie von Ost verwaltung freilich auch mit der schönsten Dentschrift über die links.) Damit fonnte er feine sehr starke Familie nicht ernähren stach Weſt nur für Güterbeförderung. Auch eine Entlastung der Betriebssicherheit auf den preußischen Bahnen nicht mehr aus- und mußte daher in seiner dienstfreien Zeit noch andere Arbeiten ver Bahnen durch Bau von Kanälen ist durchaus nothwendig. Der kommen. richten, sodaß er müde und erschöpft seinen Dienst antrat. Gewiß, Hauptübelstand liegt jedoch in dem zu geringen Personal. Es läßt Angenehm war es mir, von dem Vertreter des Reichs- Eisen- der Mann war schuldig und er wird eine harte Strafe erleiden. fich ziffernmäßig nachweisen, daß in den letzten zehn Jahren das bahnamtes zu hören, daß eine Revision der Betriebsordnung vom Aber die preußische Eisenbahnverwaltung ist nicht minder schuldig. Personal verringert worden ist. Ebenso ist die Qualität des Jahre 1892 beabsichtigt ist. Dieselbe ist total ungenügend, was schon Statt hunderte von Millionen jährliche Ueberschüsse zu machen, Personals heruntergegangen. Einmal find immer ungeschulte am besten barans hervorgeht, daß faft alle Betriebsverwaltungen sollte sie in erster Linie ihre Beamten so bezahlen, daß sie Aibeiter eingestellt und dann wirkt auch die außerordentlich lange über das in der Betriebsordnung geforderte Mindestmaß von ihre freie Zeit wirklich zur Ruhe und und nicht zu er Dienstzeit sehr schädlich. Ferner find gerade die unteren Beamten, Sicherheitsvorkehrungen hinausgegangen find. Nach den Aus- neuter Erwerbsthätigkeit benutzen müssen. Im Betriebe wird von denen am meisten Leben und Sicherheit der Passagiere abhängt, führungen des Vertreters des Eisenbahnamtes scheint es wohl schließlich eine Besserung eintreten, da schließlich auch ám schlechtesten gestellt. Die Erzielung eines möglichst großen Ueber aber, als ob die veraltete Bestimmung aufrecht erhalten bleiben soll, die Baffagiere der D- Büge ihres Lebens nicht mehr schusses ist doch nicht die Hauptsache. Einer Tarifverbilligung daß Personenzüge mit geringer Geschwindigkeit nicht mit durchgehenden sicher sind. Auf eine Reform der Personengeld Tarife ist scheint man aus dem Wege zu gehen, um eine Vermehrung Bremsen zu versehen sein brauchen. Die geringere Geschwindigkeit jedoch unter der Herrschaft der Agrarier nicht zu hoffen, des Verkehrs zu verhindern. Hätten wir Privatbahnen, schüßt nicht vor Unfällen, wie das große Unglück, welches im vorigen Diese Herren haben ja sogar verlangt, daß die Plakate so wäre die Regierung längst gegen solche Mißstände eingeschritten, Jahre einen derartigen Bug zwischen Hillesheim und Geroldstein der Jünglings- und Jungfrauen- Vereine aus den Bahnhöfen wie sie sich jetzt im Staats- Eisenbahnwefen gezeigt haben. Diese betroffen hat und wobei es 10 Zodte und 39 Verlegte gab, zur entfernt werden, weil dadurch der Zuzug nach Berlin ge Mißstände drohen sich aber mit jedem Tage zu vermehren, denn wir Genüge beweist. Züge mit geringer Geschwindigkeit sind meistens steigert werde. Eine gründliche Aenderung wird erst eintreten, fiehen erst am Anfange der Entwickelung. Daher haben wir unseren Militärzüge. Gin Unglück bei ihnen ist um so verderblicher, als wenn mit dem ganzen gegenivärtigen System gebrochen wird, Antrag gestellt. Hoffentlich wird er mit recht großer Majorität die Züge meistens sehr besetzt sind. Die Soldaten, die sich Zug und wenn die Eisenbahnen aufhören, für die übrigen Verwaltungszweige angenommen.( Beifall.) Wagen nicht auswählen dürfen, haben zu verlangen, daß bei ihrer die milchende Kuh zu sein und wenn den Eisenbahnen diejenige Direktor des Reichs- Eisenbahnamts Dr. Schulz: Verband. Beförderung dieselben Vorkehrungen für ihre Sicherheit getroffen Stellung eingeräumt wird, die ihnen als vornehmstes Kulturmittel lungen über eine Tarifreform sind im Gange, doch noch nicht werden, wie bei der Beförderung anderer Reisenden!( Sehr richtig! der heutigen Gesellschaft zukommt.( Bravo! bei den Sozialdemos abgeschlossen. Zur Verhütung der Unfälle ist von uns alles geschehen, bei den Sozialdemokraten.) Ein weiterer Uebelstand ist die unfelige fraten.) was geschehen konnte. Wenn man die Zahl der Unfälle beim Verbindung der Bau- und Betriebs Inspektionen. Diese Abg. v. Kardorff( Mp.): In welchem Zusammenhange Wagentuppeln u. f. w. abrechnet, so ist die Zahl der wirklichen Inspektionen find für den Bau und die Justandhaltung feiner der Bau verschiedener Kanäle mit dem Reichs Eisenbahnamt Bugunfälle, die die öffentliche Meinung so erregt haben, unter dem Theile und für die Regelung und leberwachung des Betriebes steht, ist mir unerfindlich. Es widersteht mir, hier auf preußische Durchschnitt des letzten Jahrfünfts zurückgeblieben. Die Zahl der verantwortlich. Ein Juspektor hat durchschnittlich 8 Bahnmeistereien, Berhältnisse einzugehen, da der preußische Eisenbahnminister Thielen Todesfälle ist allerdings gestiegen, 1895 unter 209 Verletzten 21 Todte, 9 Bahnhöfe und 10 Haltestellen zu überwachen. Entweder fümmert beute schwer erkrankt ist. Ich will eine Beschwerde von Textil 1896 unter 191 13, und 1897 unter 298 Verletzten 18 Todte. Auf sich der Inspektor um den Bau oder um den Betrieb. Beides kann industriellen aus Chemnitz vorbringen, die im Interesse des Exports unsere Veranlaffung haben sich die einzelnen Bundesregierungen er nicht besorgen, eins muß leiden. Von dieser Doppelstellung hat von Garnen nach England um schnellere Beförderung ihrer Güter bitten. bereit erklärt, Maßregeln zur Erhöhung der Betriebs die Betriebssicherheit den größten Schaden.( Sehr richtig! bei den Präsident des Reichs Eisenbahnamts Dr. Schulk: Ich bin bea ficherheit ohne Rücksicht auf die Kosten zu treffen. Das Sozialdemokraten.) Wie steht es mit den Instruktionen? Das Sozialdemokraten.) Wie steht es mit den Instruktionen? Die reit, den Wünschen der Chemnitzer Fabrikanten entgegenzukommen. Signalwesen ist ergänzt worden, die Achsenzahl der Züge verringert, Instruktionen werden oben am grünen Tisch gegeben und gelten für Abg. Graf v. Stolberg( t): Der Antrag Pachnicke hatte wobl eine Verstärkung der Kuppelungen und der Zugapparate bei den normale Verhältnisse. In der Praxis aber bilden sich ganz andere nur den Zweck gehabt, eine Diskussion über die Unfälle hier zu erLokomotiven ist durchgeführt worden. Eine Anzahl Bahnhofsanlagen Instruktionen heraus. Denken Sie an die Zustände vor der möglichen, einen praktischen Werth wird er nicht haben. Bachnick's Nede ift für unzulänglich befunden worden, die preußische Verwaltung Bahnsteigsperre. Da kletterten die Schaffner an den fahrenden gehörte ins preußische Abgeordnetenhaus. Ich kann aber nicht aut wird bestrebt sein, die Bahnhofsanlagen dem größeren Verkehr anzu- Bügen entlang, um die Billets zu koupiren. Ihre Instruktion geben, daß die Bilang des Staatsbahnbetriebes eine ungünstige ift. paffen. Soweit das Reichs- Eisenbahnamt zuständig ist, find auch die verbot ihnen das auf das strengste, und jedesmal, wenn ein Schaffner Richtig ist, daß Hauptbahnen nicht mehr gebaut find; Gleisanlagen geprüft worden; das Betriebsmaterial foll überall ver- verunglückte, wurde die Instruktion erneut bekannt gegeben. Und doch die waren eben schon alle gebaut. Die Möglichkeit allgemeiner mehrt werden. Die Wagen- Bauanstalten sind bis zur äußersten Leiftungs- wurde weiter geklettert. Warum? Weil die Schaffner einfach Tarifreformen ist doch erst durch Verstaatlichung der Bahnen gegeben. fähigkeit mit Aufträgen bedacht worden. Das Reichs- Eisenbahnamt nicht im stande waren, ihre Obliegenheiten in der Zeit, die Ich wünsche vor allem eine Reform der Gütertarife, wo man au ift pflichtgemäß bestrebt, alles das zu thun, was nach der Verfassung ihnen dafür zur Verfügung stand, zu erledigen. Gegen eine Be- Staffeltarifen übergehen sollte. Abg. Pachnicke hat von den Kanälen in feiner Macht steht. stimmung mußten fie nothwendig verstoßen. Derartige Ueber gesprochen. Ich erkläre, daß ich kein unbedingter Gegner der Kanäle Abg. Graf v. Kanik( t): Ich will die Aufmerksamkeit des schreitungen der Instruktion finden in der gleichen Weise in faft bin, aber von größerer Benutzung der Kanäle kann ich mir eine Vera Hauses auf einen anderen Punkt richten: auf die Ausnahmetarife. allen Betriebszweigen statt. So können die Rangiermeister mit den minderung der Eisenbahnunfälle nicht versprechen. Gerade wenn die Diese dienen nicht Verwaltungszwecken, sondern find sozialpolitische vorhandenen Geleisen und Wagen die Züge in der ihnen gegebenen Stanäle einmal zugefroren find, wird der Eisenbahnverkehr dann Maßnahmen zu dem Zwecke, durch Verminderung der Frachtfäße Zeit nicht zusammenstellen, wenn sie die Instruktion genau doppelt überlastet werden und diese Ueberlastung wird dann zu um für einheimische Produkte das Eindringen ausländischer befolgen. Auch im äußern Betriebe können aus dem gleichen so größeren Störungen und Unfällen führen. Waare nach Möglichkeit zu verhindern. Der englische Handelsminister Grunde die Instruktionen nicht Buchstaben gemäß befolgt Hierauf vertagt sich das Haus. bat vor 14 Tagen erklärt, daß bei dem deutsch englischen Handels- werden. Wenn irgendwelche Komplikationen eintreten, helfen Nächste Sigung Dienstag 2 Uhr.( Fortsetzung der heutigen Bes vertrag die Frage der Ausnahmetarife einer besonderen Regelung fich die Beamten ebenso gut, wie sie tönnen. In welcher rathung. Verordnung des Bundesraths betr. die Ronzessionirung bedürfe. Gemeint ist damit wahrscheinlich der Kohlentransport auf Lage befinden sich nicht häufig die Vorsteher der kleinen der Anlagen von Kugelschrotmühlen.) Schluß 5 Uhr. deutschen Bahnen. Ich möchte an die Regierung die Anfrage richten, Stationen, die ihren Nangir und sonstigen Verkehrsdienst no zu welchen Konsequenzen für Deutschland diese Aeußerung des eng glatt abwickeln sollen und gleichzeitig die Geleise für den Durchgangslischen Handelsministers geführt hat. verkehr freizuhalten haben! Ein typischer Fall ist in der Dent Abg. Gerisch( Soz.): Bei der Erörterung des Antrages Pachnicke schrift erwähnt. Es ist der Unfall, der fich am 23. September auf wird man nicht umhin fönnen, besonders auf die preußischen Eisen- dem Bahnhof zu Budenheim ereignet hat. Der Beamte ließ den Der Bundesrath nahm in feiner heutigen Sihung die Vorlage bahnen bezug zu nehmen. Einmal sollen die Maßnahmen, welche Bug kommen, ohne daß das Geleise frei war. Hundert Mal gehen betreffend statistische Uebersichten über die Durchführung der der größte Bundesstaat auf diesem Gebiete trifft, gewissermaßen den derartige Dinge durch, ohne daß etwas paffirt. Der Beamte hofft Arbeiterversicherungs- Gefeße im Bereiche der preußischen Eisenbahnverwallungen der übrigen Bundesstaaten vorbildlich sein, eben fertig zu werden, bevor der Zug durchfährt. Schließlich wird Heeresverwaltung zur Kenntniß. Dem Ausschußantrage zum Ent und 2. find gerade auf den preußischen Bahnen in den letzten das Uebertreten der Instruktion zur Gewohnheit, und wenn etwas wurfe zu Bestimmungen über die Wiederholung der statistischen Jahren die größten Unfälle vorgekommen. Ich will nun paffirt, wird ein Beamter, der als Muster von Pflichttreue Aufnahme des Heilspersonals wurde die Zustimmung ertheilt. gerne zugeben, daß im Eisenbahnbetriebe stets Unfälle unvermeidlich galt, plöglich bei Pflichtwidrigkeiten gröbster Art ertappt. Gerner wurden die Mitglieder des provisorischen und des ordent sein werden, aber eben so sicher ist, daß die Unfälle auf ein Minimum Diese Pflichtwidrigkeiten sind aber nicht das Resultat plöglicherlichen Beiraths für das Auswanderungswesen gewählt. reduzirt werden können." Eingebung, sondern sehr langer Gewohnheit. Sie wären nicht mög- Die Reichstags Kommission für die Novelle zum Poft : Parlamentarisches. Daß wir von diesem Jdealzustand, in welchem nur noch die lich, wenn die Betriebsinspektoren wirklich Jufpektoren des Betriebs Dampfer- Subventionsgesetz hat heute die erste Bes: absolut unvermeidbaren Unfälle übrig bleiben und die Bahn- wären und nicht das Aschenbrödel für alles.( Sehr richtig! bei den rathung der Vorlage beendet. Mehrere in Borschlag gebrachte Reios. verwaltungen wirklich mit gutem Gewiffen sagen können, daß Sozialdemokraten.) Sie wären dann in der Lage darauf zu lutionen, betreffend die dem Lloyd zu stellenden Bedingungen, wurden fie alles gethan haben, was in menschlichen Kräften steht, bringen, daß alle Vorkehrungen getroffen bis zur zweiten Lesung zurückgestellt. Zum Berichterstatter ist Prins um Unfälle zu vermeiden noch außerordentlich weit entfernt find werden, die nothwendig sind, um instruktions- Arenberg ernannt. darüber ist sich so ziemlich jedermann flar, höchstens die preußische gemäßes Handeln zu ermöglichen, mag es mit noch so großen Beiden Hänfern des Landtags ist ein Bericht über die Eisenbahn- Verwaltung nicht. Wer darüber noch im Zweifel war, Rosten verknüpft sein. Dann kann auch mit äußerster Strenge weitere Ausführung von Eisenbahnverstaatlichungs- Gesetzen zu ist gewiß durch ihre Denkschrift über die Betriebssicherheit auf den darauf gehalten werden, daß die Bestimmungen der Dienstordnung gegangen. preußischen Bahnen belehrt worden. Eine Denkschrift über die Betriebs- aufs pünktlichste innegehalten werden, heute liegen die Dinge so, Unsicherheit auf den preußischen Bahnen wäre weit mehr am Plage daß die niederen Beamten, die das Unglück verschuldet haben, auf gewesen. Sie würde um so werthvoller gewesen sein, wenn in die Anklagebant spazieren, während die höheren Beamten, die es dieser Denkschrift auch alle die Urtheile Aufnahme gefunden hätten, zu verantworten hatten, daß den Angeklagten Dinge au Für Neupflasterungen und Entwässerungs- Anlagen find durch welche angeklagte Beamte freigesprochen werden mußten, weil gemuthet wurden, die sie so, wie verlangt, garnicht aus im Ordinarium des Etats für Straßen- und Brückenbau nicht fie, sondern die außerordentlich mangelhaften Einrichtungen führen konnten, als Sachverständige erscheinen und um den 847 000.437 200 M. mehr als im Vorjahre und für Um die Unfälle verschuldet hatten. Betrieb zu entlasten, möglichst ungünstig aussagen. In dieser pflasterungen von größeren Straßenstrecken mit Asphalt und neuen = Kommunales. Hinter der gewaltigen Zunahme des Verkehrs find die im Beziehung ist die Gerichtsverhandlung über das Vohwinkler Steinen 3 275 000., das find 1 359 300 W, mehr als der vora Interesse des Betriebes nothwendigen Vergrößerungen und Erweite Verkehrsunglück außerordentlich lehrreich. Diese Verhandlung jährige Etat für diese Zwecke aussette. Der Magistrat bemerkt rungen der Bahnanlagen weit zurückgeblieben. Das ist auch erhellte wie ein Scheinwerfer unfere Eisenbahn Zustände. Durch dabei, daß noch etwa 27 pet. des Steinpflasters aus Steinen! ausdrücklich von dem Vertreter des Reichs Eisenbahnamtes Beugenaussagen wurde konstatirt, daß das Läutewerk, welches die IV.-IX. Klasse besteht und daß für 1898/99 6 000 000 9. er zugegeben worden. Bahnanlagen, wie die in Vohwinkel, wo erst im Büge ankündigen sollte, vielfach gar nicht und oft falsch forderlich sein würden, um die von den Bau Inspektionen vorigen Jahre ein größeres Unglück passirte, hätten längst umgebaut funktionirte. Wäre die Glocke an dem Unglücksabend für dieses Jahr als dringend bezeichneten Umpflasterungen werden müssen. richtig ertönt, dann hätte das Unglück verhindert werden auszuführen. Außerdem steht der nächste Etat im Extras = Was ist das für ein Zustand, wenn für die Ein- und Ausfahrt tönnen. Am Tage nach dem Unglück ist die schadhafte Ordinarium noch folgende Straßen Regulirungen und einer start benutzten Strecke nur ein Geleise vorhanden ist, das Glocke erneuert worden und dabei hat der die Arbeit ausführende Pflasterungen vor( die Listen der Neu- und Umpflasterungen außerdem noch eine scharfe Kurve bildet und deshalb nicht übersehen Beamte geäußert, die Glocke sei nichts anderes mehr gewesen als aus Mitteln des Ordinariums haben wir bereits mita werden kann! ein alter Topf. Telegraphenmeister Dorice wußte, daß auf getheilt): 1. Verbreiterung der Sieges Allee vom Lange Zeit hat auf dem Berliner Bahnhof der Berlin Görliger gegebene Signale falsch wirkten, und er äußerte dabei, Kemperplat bis zur Charlottenburger Chauffee 74 000 m.( als erste i Bahn die gleiche Einrichtung bestanden. Vom Bahnhof bis furs daß eine Aenderung erst dann möglich sei, wenn man ein besonderes Rate); 2. definitive Umpflasterung der Königstraße vom vor die Verbindungsbahn war für Ein- und Ausfahrt nur ein Stabelnetz einrichte; ein solches werde aber nicht angelegt, Solspflafter der Kurfürstenbrücke bis zur Poft bezw. Heiligegeift, Geleise vorhanden und auf diesem einen Geleise mußte auch der sehr weil es zu theuer fei. Telegraphen Direktor Maring hat fich davon straße 25 000.; 8. definitive Neupflasterung der starte Sonntags- Nachmittagsverkehr bewältigt werden. überzeugt, daß in der Unglücksnacht oder am andern Morgen das Gormannstraße von Linien bis Lothringerstraße 8500 m.; Auch der Oberbau der Bahnen ist nicht in dem gleichen Maße Nachahmungssignal auf Ausfahrt stehen blieb, als das Ausfahrts. 4. Regulirung und Pflasterung der Straße 18, Ab wie das rollende Material schwerer geworden ist, verstärkt worden. signal heruntergelaffen war.( Hört! Hört!) Er erklärte weiter, daß theilung II des Bebauungsplanes( Am Urban) Von seiten der preußischen Eisenbahnverwaltung wird das zwar er vorher nicht gewußt habe, daß an dem Signalapparat eine zur 195 000 m. Die Regulirung und Neupflasterung wird nur flets bestritten und bei Entgleisungen auf freier Strecke nach allen Sicherung des Betriebes ganz wesentliche Einrichtung überhaupt beabsichtigt für den Fall, daß die mit den Anliegern möglichen Erklärungsgründen gesucht. Besonders lehrreich war in fehlte u. f. w. Kurz eine Summe der allerschwersten Mißstände an angeknüpften Verhandlungen über Landabtretung und über dieser Beziehung die Entgleisung, die im vorigen Jahre einer Stelle. die Zahlung ber durch die Straßenanlage entstehenden " Roften zu dem gewünschten Biele führen; 5. Meupflaste- 1 verschiedene Bethprellereien verübt hatte, versuchte er die weltbekannte] Bräutigam verkehre mit einem anderen Mäbchen, begab sie sich anfangs rung der Lychenerstraße zwischen Raumer und Verlagsfirma Breitkopf u. Härtel um eine größere Summe zu be- voriger Woche zu einer Bekannten, die ihr die Karten legte und ihr die Zus Stargarderstraße 95 300 m.; 6. Umgestaltung des Pots schwindeln, fiel aber dabei der Polizei in die Hände. Die Unter- funft prophezeite. Die Kartenlegerin fand, daß der Pique- Bubeneben der damer Playe 3 68000 M.; 7. Umgestaltung und fuchung des Falles dürfte einen großen Umfang annehmen. provisorisches Pflaster der Straße Am KupferCoeur- Dame liege, und da die Pique- Sieben in die Nähe der beiden graben" 43 500.; 8. Umgestaltung und provi: Schulbehörden Fragebogen, betreffend die gewerbliche Beschäftigung Grenadiers mit einem blonden Mädchen erwiesen. Als Troft konnte Den Leitern der hiesigen Gemeindeschulen sind von den anderen Karten fiel, so war die Untreue des schwarzhaarigen forische Pflasterung der Straße Am Weiden von Schulkindern im Monat Februar", zugegangen, deren Ausfüllung, die moderne Pythia der Weinenden noch mit auf den Weg gebeu, damm" 13 500 M.; 9. Verlegung, Regulirung und der„ Voff. 3tg." zufolge, gestern erfolgen sollte. Als gewerbliche daß sie binnen kurzem einen Absagebrief erhalten werde. Das geDefinive Neupflasterung der Stallstraße 19 200 M.; Thätigkeit, ist nicht anzusehen die Beschäftigung in der Landwirth- nügte, um die geistig schwach veranlagte Schneiderin zur Verzweiflung 10. Provisorische Neupflasterung der verlängerten schaft, beim Obstbau, Garten- und Weinbau, auch nicht die Thätig zu treiben. Am Sonnabend Abend fand die Wirthin der R. ihre Gormannstraße von Lothringer bis Zehdenickerstraße 17900 teit im Gesindedienst( Hütekinder, Kindermädchen, Aufwärterinnen 2c.) Mietherin in heftigen Krämpfen bewußtlos auf dem Bette liegen. Die Mark. Wegen der zu erwartenden Bodenfenkungen wird beab- Dagegen ist alle in gewerblichen, Handels- und Verkehrsthätigkeiten Bedauernswerthe hatte, wie ein hinzugerufener Art fonstatirte, Arsenit fichtigt, den Damm zunächst mit alten Steinen 6./7. Klaffe zu vorkommende Beschäftigung zu berücksichtigen, gleich viel bei wem fie genommen. Nach Anwendung geeigneter Gegenmittel wurde die R. pflastern und die definitive Pflasterung im Jahre 1899/1900 zu be- stattfindet und ob sie gegen Entgelt oder umsonst geleistet wird, es nach einem städtischen Krankenhause geschafft. avirken. Die beiden Inselperrons und die Dammpflasterung in der foll ohne alle weitere Rücksicht lediglich die Thatsache der gewerb Lothringerstraße tönnen sofort definitiv hergestellt werden. lichen Beschäftigung verzeichnet werden. Diese soll ferner so genau wie möglich angegeben werden, damit klar ersichtlich ist, wie viel Kinder z. B. zum Zeitungsaustragen, Regelauffeßen, Backwaaren austragen, als Laufburschen 2c. verwendet werden. Endlich soll noch die Zahl derjenigen Kinder angegeben sein, die mehr als drei Stunden am Tage und an wieviel Tagen in der Woche beschäftigt sind. Die Erhebung erstreckt sich nur auf die öffentlichen Volts- und die diesen gleichstehenden Schulen und ist nicht auf Berlin beschränkt. Die polizeiliche Abnahme der elektrischen Straßenbahnlinie Alexanderplat- Schöneberg hat gestern stattgefunden. Tokales. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstagswahlkreis. Die Genoffen der Rosenthaler Vorstadt werden hiermit ganz besonders auf die heutige Versammlung hingewiesen. Genoffe Bubeil referirt bei Daafe, Brunnenstr. 154, über die Sozialdemokratie und ihre Entwickelung in den letzten 20 Jahren". Gleichzeitig geben wir bekannt, daß die Zahlstelle von Köhler, Calvinftraße 11, in Moabit vom 1. März an nach Hube, Kirchstraße Restaurant Spreehallen verlegt ist. Der Vorstand. " " werken in der Brunnenstraße der 47 Jahre alte frühere Hutmacher Zu Tode gekommen ist auf den Allgemeinen ElektrizitätsHermann Katschmann aus der Swinemünderstr. 74. Bei der Arbeit gerieth er zwischen einen Krahn und einen Pfeiler und wurde so schwer verletzt, daß man ihn nach einem Krankenhause bringen mußte. Dort ist er einem erlittenen Beckenbruch und der zerreißung innerer Theile erlegen. Eine fatale Ueberraschung wurde am Sonntag einem Bigarrenhält, die mit einer Annahmestelle der Packetfahrtgesellschaft verbunden händler F. zu theil, welcher in der Brunnenstraße eine Filiale unter ist. Gestern Vormittag fiel es den Nachbarn auf, daß das Geschäft Das Landgericht Berlin II befindet sich jetzt nicht mehr nicht geöffnet wurde, und als der Laden auch um 12 Úhr Rathenowerstr. 112, sondern Rathenowerstr. 83". Dieser plögliche noch verschlossen blieb, telephonirte man bei Herrn F. an, der und ganz unangekündigt eingetretene Domizilwechsel hat bereits heute auch alsbald erschien und feststellte, daß sein junger Mann, der Die Preise der wichtigsten Nahrungsmittel sind in Berlin zu diversen Jrrungen und Zerminsverspätungen geführt. Die, wie 21 jährige H., verschwunden sei. Seit einiger Zeit ist von im Jahre 1897 ziemlich allgemein und nicht unerheblich ge bisher, nach Rathenowerstr. 112" geladenen Parteien und Zeugen der Packetfahrtgesellschaft der Filiale auch die Annahme von Poststiegen. Ueber das Steigen der Brotpreise haben wir bereits irrten ängstlich suchend umber, die in der Ladung angegebene anweisungen übertragen worden, und am Sonnabend waren vers türzlich eine ausführlichere Mittheilung gebracht. Nach den Er- Nummer 112" war nicht auffindbar. Ueber dem Portal III des schiedene Anweisungen im Gesammtbetrage von 500 M. in dem mittelungen, die das Berliner Statistische Amt zweimal monat Moabiter Juftizpalastes, über welchem bisher 112" stand, prangt Geschäft eingezahlt worden. Diese sowie die Tageskaffe vom vorherTich in 34 Bäckereien vornimmt, foftete im Durchschnitt jeßt ein neues Schild mit der Nummer 83". Niemand hat vorher gehenden Tage waren unterschlagen worden. Der Defraudant hat dieser 34 Bäckereien und des ganzen Jahres das Rilo- eine Ahnung von dieser Nummerveränderung gehabt. allem Anscheine nach Berlin am Sonnabend Abend verlassen und sich gramm Roggenbrot 1897: 223/10 Pfennig, 1896: Der hiesige Verein Berliner Journalisten hatte an den mit der Beute, welche insgesammt faum 600 m. betragen dürfte, 209/10 Pfennig, das Kilogramm Weizenbrot( Schrippen) 1897: Polizeipräsidenten das Gesuch gerichtet, den Berichterstattern auch nach Holland geflüchtet. 377/10 Pfennig, 1896: 355/10 Pfennig. Eine noch bedeutendere dann noch den Zutritt zu Versammlungen zu gestatten, wenn diese Steigerung hatten die Preise der Kartoffeln, des neben dem wegen Ueberfüllung polizeilich abgesperrt seien. Der Polizeipräsident Brot wichtigsten Nahrungsmittels der unbemittelten Bevölkerung. hat dies Gesuch abgelehnt. Die durch die Markthallen- Direktion bewirkten regelmäßigen Notirungen in den 14 städtischen Markthallen ergaben als fernhaide hat die Aufmerksamkeit der Bewohner der nördlichen Die fortschreitende Abholzung und Entwaldung der Jung: Durchschnittspreis des ganzen Jahres und aller Hallen 1897: Stadtbezirke wachgerufen. Durch die zunehmende Anlegung von 5,84 R., 1896: 4,90 M. für den Doppelzentner. Auch die Fleisch Kirchhöfen, durch eine mitten im Walde belegene Schuttabladestelle, preise sind in die Höhe gegangen, der Jahresdurchschnitt aus allen durch die bevorstehende Vergrößerung der Militär- Schießstände, sowie Martthallen um 1-4 Pfennig pro Pfund bei den einzelnen durch die geplante Anlage eines Riefelfeldes für das neue Straf Fleischsorten und in den verschiedenen Preislagen. Schweinefleisch, das für kleine Haushaltungen schon deshalb Charakter einer Erholungsstätte für die Bewohner des Nordens ge Beim gefängniß bei Tegel wird der Jungfernhaide immer mehr der in erster Linie in betracht kommt, weil es sich zum theil selber nommen. Der Grundbesitzer- Verein des Wedding und des Oranienabmacht", also am vortheilhaftesten ist, ist der Preis noch mehr als burger Thor- Stadttheils hat deshalb beschlossen, bei der Staats74 auf 77 Pfennige, Reule von 62 auf 65 Pfennige, Bauch von regierung bezw. dem Forsifiskus dahin vorstellig zu werden, in der 56 auf 60 Pfennige. Am stärksten war die Steigerung gerade in Jungfernhaide wenigstens das zu erhalten, was jetzt dort noch au der billigsten Preišlage, bei dem Bauchfleisch. bei den anderen Fleischsorten gestiegen, für 1 Pfund Rücken von = In der Zuschrift des Polizeipräsidenten, die wir in der Angelegenheit Schneider am Sonntag veröffentlicht haben, befindet fich die Stelle, daß die in der polizeilichen Berichtigung vom 17. v. m. enthaltenen, thatsächlich unrichtigen Angaben auf eine grobe Pflichtverlegung zweier Beamten des 7. Polizeireviers, sowie auf den Umstand zurückzuführen feien, daß der bei dem Transport des verstorbenen Droschtenkutschers Schneider mitthätig gewesene Metalldreher Kuhl, troß der eingehendsten Befragung, dem Vorsteher des 11. Polizeireviers gegenüber nichts davon erwähnt habe, daß er vor der Fahrt nach der Charitee zunächst das fiebente Polizeirevier aufgesucht hatte. Hierzu theilt uns der bei dem Transport des Verstorbenen thätig gewesene Herr Ruhl folgendes mit: Von einer eingehenden Befragung meiner Berson war auf dem elften Polizeirevier keine Rede. Eine solche Befragung war meines Erachtens und wohl auch in der Meinung der dort angestellten Beamten umsoweniger nöthig, als doch der mir vom siebenten Revier mitgegebene Schuhmann gemeinsam mit mir die Droschte des verstorbenen Schneider auf dem elften Revier ablieferte. Dieser Beamte gab meines Wissens, was ja auch pflichtgemäß und selbstverständlich war, alle Aufklärung über den Fall, über den er ja ebenso gut unterrichtet war, wie ich. Es war bei dem auf dem 11. Polizeirevier beendeten Schlußakt des Abenteuers ganz selbstverständlich, daß ich kaum weiter in Frage tam und eine durchaus passive Rolle spielte. Hans Kuhl. Waldbeständen vorhanden ist. Strafprozesses werden die Personen, welche am 22. Oktober v. J. Zengen gesucht. Zum Zwecke der Wiederaufnahme eines abends zwischen 8 und 9 Uhr die Affäre am Bahnhof Savignyamten und einem Baffagier abgespielt hat, dringend gebeten, ihre play beobachtet haben, die sich zwischen dem dort stationirten BeAdresse bei Hertel, Gipsstr. 7, 2 Tr., abzugeben. nach Alt- Moabit 93 verlegt. Sprechstunde 23-24 Uhr. Unentgeltliche Die Poliklinik für Sprachstörungen von Dr. med. A. Liebmann ist Behandlung. Am Mittwoch ist kein Orgelvortrag in der Marienkirche. bestehende Aschanti- und Javaner- Karawane traf gestern am PotsDie für den Feenpalast bestimmte, aus ungefähr 150 Personen damer Bahnhofe ein. Um 5 Uhr nachmittags wird die Schaustellung dem allgemeinen Besuche geöffnet. V Die Berliner Nachtbilder in 12 pantomimischen Szenen deren erste Aufführung im Passage Panoptitum für Dienstag Der Verleger der Berliner Thierzeitung, Otto Dröscher aus den 1. März, angekündigt war, fönnen wegen technischer Schwierig der Friedrichstraße 244, über dessen Rautionsschwindeleien wir vor feiten erst vom Donnerstag, den 3. März, ab gegeben werden. Ineinigen Wochen berichteten, wird jetzt von der Staatsanwaltschaft zwischen unterhält ein Spezialitäten- Programm, worunter auch die verfolgt. Leider soll feine Aussicht vorhanden sein, daß das be- bewährten 8 luftigen Wienerinnen, die Besucher des Panoptikums. trogene Personal des Mannes zu seinem Gelde kommt. Fenerbericht. Sonnabend, abends 10 Uhr, mußte Blumen Spießbürgerliche Beschränktheit. Der Bund der Handelstraße 9 ein unbedeutender Zimmerbrand und Manteuffel. und Gewerbetreibenden hat auf Antrag verschiedener Mitglieder straße 56 ein Kellerbrand abgelöscht werden. Im letteren eine Eingabe an das fgl. Polizeipräsidium gerichtet, in welcher Be- Falle gingen verschiedene Verschläge mit Inhalt in Flammen schwerde darüber geführt wird, daß es den Schaffnern der Großen auf und ist der entstandene Schaden beträchtlich. Eine Stunde Berliner Pferde- Eisenbahn gestattet ist, die Firmen der großen später wurde Michael tir ch str. 31 ein Theil der DachWaarenhäuser an den in deren Nähe befindlichen Haltestellen aus- fonstruktion eingeäschert, wobei eine Anzahl mit Hausgeräthen ge surufen. Die kleineren und mittleren Handel- und Gewerbetreibenden füllte Bodenverschläge vernichtet wurden. Sonntag früh 5% Uhr würden durch diese Gepflogenheit, die nach ihrer Ansicht einer Reklame brannte Langestraße 85 ein mit Brennmaterialien gefüllter für die betr. Bazare gleichkommt, geschädigt; sie bitten um Abstellung Schuppen nieder. Bald darauf mußte Alexandrinenstraße 21 dieser Ankündigungen. ein Zimmerbrand abgelöscht werden. Nachmittags 2 Uhr brannte Auf dem Hamburger Güterbahnhof explodirte am Sonn- It Moabit 14 Stroh und Wirthschaftsgeräth im Keller. Abends abend Abend um 8 Uhr eine dort lagernde kleine Kiste. Ein Arbeiter 9 Uhr erfolgte gleichzeitig Alarm nach Stromstr. 43 und OberbaumArnold wurde dabei leicht am Auge verletzt. Soweit bis jetzt feststraße 3. Im ersten Falle handelte es sich um einen Gardinenbrand, im gestellt ist, enthielt die Kiste sogenannte Radfahrerbomben, im Fracht zweiten Falle brannte ein Schuhmacher- Laden fast vollständig aus. briefe waren Fahrradtheile als Juhalt angegeben. Montag früh 7 Uhr entstand in der Beughofstraße 7 in der Telegraphen Bauanstalt ein Schadenfeuer, das die Wehr längere Beit beschäftigte und beträchtlichen Schaden verursachte. Nachmittags 1/2 Uhr endlich mußte Schönebergerstr. 13 noch ein Rellerbrand abgelöscht werden. Ein prächtiges Meteor, das sich von Südwesten nach Norden bewegte, wurde am Sonntag Abend 8 Uhr 39 Minuten in Berlin und der Umgegend beobachtet. Tuchfabrikant Lippstein aus Mustau i. Schl. der sich seit dem Freitag Erschoffen hat sich gestern Morgen zwischen 4 und 5 Uhr der voriger Woche in Berlin aufhielt. Er wohnte bei der Wittwe Kuhn im dritten Stock des Hauses Neuenburgerstraße 14a. Als gestern Morgen um 81/2 Uhr der Barbier erschien, fand er Lippstein mit einer Schußwunde in der rechten Schläfe todt im Bett vor. Nach Mittheilungen eines Angehörigen haben geschäftliche Sorgen die Beranlaffung zum Selbstmord gegeben. M Aus den Nachbarorten. werden mit Lehm Sie hof. Nene Maßnahmen des Magistrats gegen die Bureau: Hilfsarbeiter. Eine Nachricht, die uns zugeht, läßt darauf schließen, daß sich der Berliner Magistrat in Sachen der Hilfs arbeiter immer noch neue Lorbeeren zu holen gedenkt, trotz der von im Grunewald zur Entlastung der Grunewaldchauffee gewinnt Die vielerörterte Frage der Anlage von Radfahrwegen Rechts wegen" ergangenen Entscheidungen der Gerichte bis zum jetzt greifbare Gestalt. Man fängt, der Boff. 8tg." zufolge, schon Reichsgericht hinauf. Es handelt sich um den Versuch, einzelne Hilfs an, die Wege zu bauen und zwar in folgender Weise. Bom Bahnhof arbeiter zu bewegen, schriftlich anzuerkennen, daß sie Privatbeamte feien. So hat nach der uns gewordenen Mittheilung der Bureaudirektor Grunewald wird in der Verlängerung der Auerbachstraße ein Weg Werkmeister den Vorsitzenden des Ortsvereins der Gemeindebeamten, Einen Selbstmordversuch machte vor einiger Zeit der Rekrut längs der Eisenbahn auf deren östlicher Seite bis dahin gemacht, Herrn Korbach, letzte Woche zu sich kommen lassen und ihm ein der indem er sich mehrmals in den Hals schnitt. Der Schwerverletzte jede Seite der Chauffee jenseits der Chauffeegräben ein drei Meter abuschte von der 7. Kompagnie des Garde- Füfilier- Regiments, wo die Chauffee die Bahn kreuzt. Bon da ab kommt dann auf artiges Brotokoll zur Unterschrift vorgelegt. Korbach lehnte es ab, wurde im Garnisonlazareth I geheilt und vor 14 Tagen seinem breiter Radfahrweg. Diese Wege, von denen der östliche nur in zu unterschreiben. Darauf soll der Bureaudirektor gesagt haben, dann bekäme R. auch feine Zulage. Die Nachricht klingt zu wunder Truppentheile wieder zugewiesen. Jetzt ist er in die Heimath ent- der Richtung nach Berlin, der westliche nur in der Richtung bar, als daß wir nicht annehmen, der Magistrat werde irgend eine lassen worden, weil man erkannt hat, daß er schwa chnach Beelitzhof befahren werden darf, führen bis nach Beelitz finnig ist. Aufklärung geben. Es wäre unerhört, wenn der Magistrat, statt und Schlick befestigt und nun die Angelegenheit der Hilfsarbeiter im Sinne der Reichsgerichts- Der Selbstmordversuch eines in den Kreisen der hiesigen dürften bei sachgemäßer Ausführung, namentlich auch guter Entscheidung endgiltig zu regeln, den Leuten noch weiter Schwierig- Wollwaarenbranche bekannten Kaufmanns F. erregt Aufsehen. Abwässerung, für Radfahrer fast das ganze Jahr hindurch bes feiten machte, Schwierigkeiten, die neue Prozesse zur Folge haben, F, der verheirathet und Vater mehrerer Kinder ist, unterhielt seit nutzbar sein. Die Chauffee selbst wird auf der entsprechenden Strecke deren Ausgang nicht zweifelhaft ist und die der Stadtkasse eine wenigen Monaten verließ das Mädchen die Wohnung und war Ausgangspunkte dieſes Wegeſyſtems, zu geben ronprinzenbaum Jahren ein Liebesverhältniß mit der Arbeiterin Anna D. Vor für den Radfahrverkehr gesperrt. Um nach der Auerbachstraße, dem Menge Prozeßtoften auferlegen. gelangen, fährt entEine Polizeiverfügung von einschneidender Bedeutung hat trotz aller Bemühungen ihres Liebhabers nicht aufzufinden. Erst vor weder gleich hinter der Halenseer Brücke den Kronprinzendamm das Polizeipräsidium gegen die Große Berliner Pferde einigen Tagen erhielt F. die Mittheilung, daß die D. sich verheirathet hinunter bis zum Försterweg und diesen entlang bis Bahnhof Grunes bahn- Gesellschaft erlassen. Es handelt sich um Beseitigung habe. Er suchte am Freitag die junge Frau in ihrer Wohnung am wald, oder man verfolgt die Königsallee, von der aus man fowobl der vorwiegend im Winter auftretenden Klagen über den Play Alexanderplatz auf und es kam nun zwischen Beiden zu einer sehr durch die Trabenerstraße, die wieder zum Försterwege hinleitet, als heftigen Szene, in deren Verlauf F. die Drohung aussprach, daß das auch durch die Fontanestraße zur Auerbachstraße kommen kann. angel in den Wagen und auf den Plattformen, über die un- geben für ihn nun feinen Werth mehr habe und daß er in kürzester Schließlich ist es auch möglich, die Bismarck Allee zu benutzen, die genügende Reinigung der Fußböden und über das nervenerregende Klirren der Fenster. Die Angelegenheit hat, wie erinnerlich, bereits Beit fterben werde. Am Sonnabend Abend schoß F. sich, nachdem ia kurz vor der Fontanestraße in die Könige- Allee mündet. Mit dem das Oberverwaltungsgericht beschäftigt. Jetzt soll die Große er seine Frau in ein Theater gefchickt hatte, eine Rugel in die Brust. Einsetzen der schönen Jahreszeit hofft man die Wege vollendet und Jetzt soll die„ Große damit auch allen den Klagen und Beschwerden, die der Radfahr Berliner" sich endlich bequemt haben, den selbstverständlichen Bolizei- Der schwer Verletzte wurde in eine Klinik geschafft. verkehr im Grunewalde sowohl bei den Radlern wie bei den Nichtvorschriften nachzukommen. Unerfindlich bleibt, warum die Gesell- Mit sechzehn Wunden im Kopf wurde gestern Morgen der radlern veranlaßte, ein Ende gemacht zu sehen. schaft nicht auch gezwungen wird, die Wagen im Winter heizen Töpfer Emil Pohl in einem Krantenhause aufgenommen. Ueber die au laffen. Entstehung der Verlegungen gab er an, daß er am Sonnabend Büffetier Leitmerik aus Berlin geworden, der in Haselhorst eine Das Opfer eines Raubaufalles ist am Sonnabend der Die Verhaftung eines Berliner Graphologen wegen Hoch- Abend, als er feiner in der Rheinsbergerstraße wohnenden Frau Stelle für den Gommer angenommen hat und am 26. den Wirth stapelei hat in hiesigen wissenschaftlichen Kreisen große Ueber das fällige Pflegegeld für ein Kind habe überbringen wollen, in besuchte. Auf dem Rückwege nach Berlin ist er in der Jungfern raschung hervorgerufen. Ein Dr. Wenge, der Herausgeber der ihrer Wohnung von mehreren Personen überfallen und über zu Beitschrift für Kriminal- Anthropologie", ift in Leipzig nach Bergerichtet worden sei. Die angestellten Nachforschungen haben er- haide von fünf Wegelagerern angefallen und seiner Uhr sowie eines übung verschiedener Schwindeleien in Haft genommen worden. geben, daß Pohl in der zehnjährigen Dauer seiner Ehe seine Frau Geldbetrages von 80 M. beraubt worden. Dr. W., der es verstanden hatte, sich eine einflußreiche Stellung zu mißhandelte, so daß sie ihn Mitte Oktober v. J. verließ. Sie hatte verfchaffen, verfügte über reiche Erfahrungen auf dem Gebiete des mit ihm 14 Wohnungen inne, die sie stets des Mannes wegen Gefängnißwefens. Nach seinen Angaben hatte er sich diese Kenntnisse räumen mußte. Frau P. ernährt sich und ihre fünfjährige Tochter während seiner Thätigkeit als Gefängnißarzt in England angeeignet. Die durch Weißnäherei, wurde aber öfter durch das Erscheinen des Wegen Verbreitung des ,, Stettiner Volksboten" war det jezt nach seiner Berhaftung angestellten Recherchen ergaben die Mannes in dem Erwerb gehindert und auch gemißhandelt, so daß Parteigenoffe Büttner angeklagt worden, fich gegen den§ 10 bes intereffante Thatsache, daß Dr. W. selbst bereits geraume Zeit der Hauswirth dem Wütherich den Zutritt verbot. Am Sonnabend alten preußischen Presgesetzes vergangen zu haben. Der genannte hinter den Mauern eines Buchthause 3 verbracht hat, wo er hatte Frau P. ihr Töchterchen zum Abliefern fertiger Sachen fort: Paragraph verbietet es bekanntlich, daß an öffentlichen Orten ohne eine Reihe schwerer Straftaten abbüßte. Seinem gewandten Aufgeschickt, als es an ihrer Thür flopste. In dem Glauben, es sei das Erlaubniß der Polizei Druckschriften vertheilt werden. Schöffengericht treten, vor allem aber seiner Renntniß des Kriminal- Rind, öffnete die Frau und wurde gleich von dem vor der Thür und Landgericht sprachen B. jedoch frei, indem sie der Anschauung wesen 3, gelang es, selbst in Berliner Gelehrtenkreisen Auflauernden Mann mit einer äßenden Flüssigkeit begossen und gemiß- des Kammergerichts beitraten, daß der§ 10 des preußischen Preßmertfamfeit zu erregen. Die von 28. herausgegebene Beitschrift bandelt. Der Töpfer Bernhard Laux, der auf das Geschrei der - gefezes n. a. nur noch insoweit giltig sei, als es sich um das Berfür Kriminal Anthropologie" zählte hervorragende Autoritäten Frau aus feiner Schlafftelle heraustam, erhielt von Bohl mit einem heilen von Aufrufen, Bekanntmachungen und Blakaten handele. zu Mitarbeitern. Dabei brachte. es fertig, hiesige barten Gegenstand einen Schlag auf den Kopf. Laux ergriff zur Ginen in der betreffenden Nummer enthaltenen Artikel:„ Bist Du und auswärtige Buchdruckerfirmen in raffinirter Weise zu be- Abwehr einen Stock, und während nun ein Kampf zwischen den Sozialdemokrat?" erachteten die Gerichte im Gegenfab zur Schwindeln. Eine Firma wurde um 1500 M. geschädigt, eine andere beiden stattfand, eilten aus dem Hause andere Personen herbei, die Staatsanwaltschaft für feinen Aufruf. Der Artikel büßte 500 m. ein. Sein Lebensaufwand stand in keinem Ver- dem Eindringling den ihm gebührenden Lohn zukommen ließen und regt in ziemlich allgemeinen Ausführungen die Agitation für die hältniß zu seinen Einnahmen. Als Graphologe hatte W. vor kurzem ihn dann hinausbeförderten. Presse und die Sozialdemokratie an. Das Landgericht führte aus, noch ein eigenartiges System erfunden, dem von fachmännischer Die Prophezeiungen einer Kartenlegerin haben die unver- diese allgemeinen Ausführungen könnten deshalb nicht als Aufruf Seite eine große Zukunft prophezeit wurde. Vor einigen Wochen ehelichte 21 jährige Schneiderin Auguste Klein zum Seibstmord getrieben, angesehen werden, weil eine Aufforderung zu bes verschwand Dr. W. aus Berlin unter Hinterlassung zahlreicher Das Mädchen war mit einem Schlossergesellen verlobt, der gegen- ftimmten Handlungen fehle. Das Rammergericht, das Schulden. In Leipzig ereilte ihn sein Schicksal. Nachdem er hier wärtig bei einem hiesigen Garderegiment dient. Da sie glaubte, ihr sich gestern auf die Revision der Staatsanwaltschaft mit der Sache Gerichts- Beitung. Versammlungen. Kranz beantragte hierauf Auflösung der seinerzeit eingesetzten Kommission zur Agitation für wöchentlich einen oder mindesten monatlich 2 Ruhetage der Droschkentutscher. Die Kommission habe: ihre Aufgabe erfüllt; zuerst sei sie an die Fuhrherren herangetreten. Diese machten Versprechungen, wollten sich aber nicht binden. Das Der 31 befaffen hatte, schloß sich dem Landgericht an und sprach B.1 geklagte besißt ein Vermögen von gleichfalls frei. Vermögen von nahezu 100 000 Mark In einer öffentlichen Bersammlung der Drofchkenkutscher, und war nach seiner Inhaftirung gegen eine Raution die am 25. Februar in der Alexanderftr. 27 c tagte, referirte Verlegung ihrer Dienstpflichten auf grund des Spezialstrafgesetzes ein der Trunksucht bis zum Säuferwahnsiun ergebener Mensch ge- uns die legten Streits?" Die aus ausarbeiter Rudaska und Genossen waren wegen von 20 000 m². wieder auf freien Fuß geſetzt worden. Er wird als Siegrist unter Beifall der Versammelten über: Was lehren für Gesinde und ländliche Arbeiter vom 24. April 1854 mit Geld schildert, der zeitweise am Dilirium litt und von geradezu unheim Rommission, H. Schulz, berichtete hiernach über die Thätig ftrafen von je 10 M. belegt worden. Die Gerichte verurtheilten sie licher Habgier beseffen war. Das Gericht nahm fünf Betrugs- und feit derselben und feine Stellung zu den dortfelbft gefaßten ebenfalls, indem sie folgendes als festgestellt annahmen. Die Leute zwei Unterschlagungsfälle als erwiesen an und verurtheilte Neu zu Beschlüssen. Ihm wurde die Vertretung der Droschkenkutscher in der waren mit dem Administrator eines pommerschen Rittergutes einen einer Gesammtgefängnißstrafe von sechs Monaten Gewerkschafts- Kommission wiederum für ein weiteres Jahr übertragen; schriftlichen Vertrag eingegangen, wonach ſie verpflichtet waren, im sowie zu 800 Mart Geldstrafe; außerdem wurde auf Ab- Iffländer wurde mit der Stellvertretung betraut. Einem Antrage, Sommer des vorigen Jahres bestimmte Arbeiten auf Feld und Wiese erkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von zwei 10 M. zum Kranz für die Märzgefallenen zu bewilligen, wurde stattgegeben. auszuführen. Neben den schriftlichen Gegenverpflichtungen versprach Jahren erkannt und ihm die hohen Prozeßkoften aur Laft gelegt. der Administrator ihnen noch mündlich, daß ihnen warmes Mittagessen zugetragen werden solle, wenn die Arbeitsstelle fich in größerer Entfernung vom Gute befinde. Als die Angeklagten nun auf einer entfernten Wiese arbeiteten, erhielten sie das versprochene Effen nicht. Auf ihre Beschwerde darüber gab der Admini Eine ftark besuchte öffentliche Versammlung der Zimmerer Polizei- Präsidium, wohin sich die Kommiffion dann wandte, er firator an, er sei davon nicht unterrichtet gewesen und fagte für die Zu- tagte am Freitag in der Tonhalle, um zunächst den Rechenschafts- tlärte nicht befugt zu sein, eine diesbezügliche Berordnung met die Erfüllung des Wunſches zu. Die Angeklagten waren aber der bericht der Lohnkommiffion für die Zeit vom 1. Oktober 1897 bis au erlaffen, und verwies an die Gesetzgebung. Daraufhin fei eine Meinung, daß hier ein vollendeter Vertragsbruch vorliege, der sie zum 20. Februar 1898 entgegenzunehmen. Den Bericht für die Belition an den Bundesrath abgesandt, weil die Betenten glaubten, berechtige, ebenfalls von ihren Verpflichtungen zurückzutreten; sie kohukommission erstattete Th. Fischer, ber die Borkommniffe, die die Regelung der Sonntagsruhe im Droschkentutſchergewerbe könne legten deshalb die Arbeit nieder. Die Polizei und die Gerichte in dieser Zeit zu verzeichnen sind, eingehend erörterte und zum gleich in die neue Gewerbenovelle mit einbegriffen werden, die der Graf fahen darin indessen ein unberechtigtes Verlaffen des Dienstes. Schluß darauf hinwies, daß die von verschiedenen Seiten auf- Bosadowsky in Aussicht gestellt. Die Kommission wurde ihres Amtes Gegen das Urtheil zweiter Instanz legten die Angeklagten die Re- gestellte Behauptung, daß die Berliner Zimmerer mit ihren Lohn- entbunden und den Anwesenden anheimgegeben, genaues Material vision ein, zu deren Begründung ihr Vertreter ausführte: Nach bewegungen und mit ihrem Vorgehen im allgemeinen nichts erreicht über die einschlägigen Verhältnisse zu sammeln und dieses dem Titel 11 Theil I des Landrechts könne die eine Partei von hätten und die Kämpfe resultatlos gewesen wären, unrichtig sei. dann der in der nächsten Versammlung zu wählenden AgitationsVerträgen über Handlungen" zurücktreten, wenn die andere Partei Gr verwies darauf, daß der Stundenlohn im Jahre 1893 fommission zur weiteren Bearbeitung zu übergeben. Schu 13. fie nicht erfülle. Da ihnen das Mittagessen nicht, wie versprochen, faum allgemein 50 Pfennig betrug und daß im Jahre 1894 brachte darauf die Angelegenheit Werner zur Sprache. hinausgeschickt worden sei, hätten sie die Arbeit niederlegen können. Der in den beiden Organisationen insgesammt nur 600 Mitglieder zu Droschkentutscher Werner gerieth mit einem Bolizeilieutenant aus Oberstaatsanwalt betonte, daß die mündliche Abrede über das verzeichnen waren. Erst im Jahre 1895 wurde versucht, den Stunden- geringfügigen Ursachen zusammen, wobei der Lieutenant den Es könne aber auch dem Administrator eine schuldhafte Nicht- konnte noch nicht in der gewünschten Weise vorgegangen werden, wurde Strafantrag geftellt, er wurde jedoch damit abgewiesen; auch erfüllung seines Bersprechens nicht vorgeworfen werden. Das weil es dem Unterstüßungsfonds an den nothwendigen Mitteln die beim Oberstaatsanwalt eingereichte Beschwerde wurde als unbe Kammergericht verwarf die Revision als unbegründet. Das mangelte. Während aber bis dahin außer der zehnftündigen Arbeits- gründet zurückgewiesen. Der Lieutenant hatte behauptet, er habe nur, Landgericht in Stolp habe ohne Rechtsirrthum angenommen, daß zeit noch sehr viel Ueberstunden gearbeitet werden mußten, ist den Kopf des Pferdes, nicht aber den Kopf Werner's treffen wollen; die Angeklagten ohne gefegmäßigen Grund die Arbeit gegenwärtig bei der neunstündigen Arbeitszeit die Ueberstunden außerdem habe er sich in der Nothwehr befunden. verlassen hätten. Nach§ 878 I 11 des Allgemeinen Landrechts arbeit auf ein Minimum herabgesunken und in derselben Weise bätten sie den Dienst nur verlassen tönnen, wenn sich der auch der Stundenlohn auf 60 Pfg. gestiegen. Rigdorf. Am 28. Februar fand hier eine öffentliche Aus den Maurer Bersammlung statt, in welcher zuerst das StreifDienstherr geweigert hätte, das Essen nachzuschicken, nicht weiteren Ausführungen Fischer's sowie aus dem der Versammlung gebiet bekannt gemacht wurde. Baumschulenweg soll mit hinzus aber schon deshalb, weil er es nicht gefchidt habe. Und gedruckt vorgelegten Situationsbericht ist zu entnehmen, daß die gezogen werden. Die Abstempelung der Arbeitslosigkeit findet eine wirkliche Weigerung sei nicht nachgewiesen. Bewegung seit der letzten Abrechnung nur vereinzelte Erfolge zu Donnerstags und Freitags jeder Woche bei Thomas, Bergstr. 162, Vom Gefindevertrag. Ein junges Mädchen Namens B. hatte verzeichnen hat. Auch hinderten, wie angeführt wird, die in Szene statt. Die arbeitenden Kollegen haben bis auf weiteres 25 Pf. pro mit der Erlaubniß des Vaters mit dem Kürschnermeister Jakobi einen gesetzten Einigungsversuche vielfach die Unternehmungen der Lohn- Woche zu zahlen. Ein Antrag, wonach die Lohnkommission be ündlichen Bertrag geſchloſſen, worin es sich verpflichtete, vom fommiffion. Die auf Beschluß von der Lohnkommission vorgenommene rechtigt sei, Gelder aufzunehmen, wird angenommen. Hierauf wurde 1. Mai 1896 bis zum 1. Mai 1897 bei J. als Dienstmädchen zu Arbeitslosigkeitsstatistit ergab, daß von denjenigen, die sich fiber- die Petition der Baugewerksmeister an den Reichstag, betreffend die fungiren. J. miethete Fräulein B. dann auf ein weiteres Viertel- haupt veranlaßt faben, hierüber Angaben zu machen, 2061 Bimmerer Abänderung der Strafprozeß Ordnung zwecks größeren Schußes der jahr, jedoch nahm ihr Bater sie schon vor Ablauf desselben aus dem 15 696 Wochen oder 94 176 Arbeitstage arbeitslos waren. Die Streit Arbeitswilligen gegen den Terrorismus der Streifenden, einer ge Dienst. Hierauf wurde gegen das Mädchen das Strafzeit ist nicht mit eingerechnet. Außerdem waren 38 Zimmerer bührenden Beleuchtung unterzogen, und sprach ferner Kollege, verfahren eingeleitet wegen Vertragsbruches auf grund des 535 Wochen als frant gemeldet; bis auf einzelne Fälle bezog sich Grodeßfy über den Posadowsky'schen Erlaß. Nachdem noch gegen Gesetzes, betreffend die Verlegungen der Dienstpflichten des Gefindes die Krankheit auf stattgefundene Unfälle. Nur 159 hatten das die bekannten Mißstände gesprochen war, wurde die gut besuchte und der ländlichen Arbeiter. Das Landgericht sprach indeffen die Glück, nicht arbeitslos zu sein. Aber ein noch viel traurigeres Bild Versammlung geschloffen. Angeklagte aus folgenden Erwägungen frei: Nach§ 22 der Gesinde- würde sich ergeben, wenn die Betheiligung an der Statistik eine allOrdnung bedürfe es zur Annahme des gemeinen Gesfindes feines gemeine gewesen wäre. Obwohl die Arbeitseinstellungen in Rücksicht schriftlichen Vertrages und nach§ 23 vertrete seine Stelle die auf die große Arbeitslosigkeit nur bei zwingenden Gründen vor: Gebung und Annehmung" des Miethsgeldes. Nun habe genommen wurden, tamen doch 901 Personen in die Lage, Angeklagte am erften Mai 1897 fein Miethsgeld um dem oft ganz gang rigorosen Vorgehen der Unternehmer erhalten, das einen schriftlichen Vertrag ersehen fönnte, entgegen zu treten, die Arbeit niederzulegen und mußten für diese und ein schriftlicher Vertrag sei auch nicht abgeschlossen worden. 1587 Wochen Unterflüßung gezahlt werden. Aus dem Kaffenbericht, Es sei also ein neuer Vertrag für die Beit nach dem Ab- den R. Myles erstattete, war zu entnehmen, daß die Einnahmen lauf des ersten überhaupt nicht zu stande gekommen und das in der Zeit vom 1. Oktober 1897 bis 20 Februar 1898 inkl. des vorMädchen sei darum nicht verpflichtet gewesen, länger bei I. zu handenen Bestandes von 3137,49 M. insgesammt 11831,24 M. betrugen bleiben. Demnach könne auch tein Vertragsbruch angenommen An Ausgaben wurden verzeichnet: 1194 M. Gemaßregelten- Unterwerden. Das Kammergericht hob auf die Revision der ftigung, 613,05 M. für Kontrolle des Arbeitsnachweises, Bauten und Staatsanwaltschaft das freisprechende Urtheil wieder auf Pläge, 629,10 M. für Entschädigung an die Lohnkommission, 1000 m. und wies die Sache au anderweitiger Entscheidung in an die ftreifenden Maschinenbauer Englands, 576,90 M. für Druck die Vorinstanz zurück. Der Borfigende führte begründend sachen, 161,55 M. für Prozeßkosten und 94 M. an die Zimmerer als, es tönne ganz dahingestellt bleiben, ob die zweite in Lichterfelde, insgesammt 5338,87. Mithin verbleibt Abrede giltig gewesen sei oder nicht, denn es tamen hier ein Bestand von 6492,37 m. Diese Abrechnung wurde §§ 114 und 115 der Gesinde- Ordnung in Frage. Diese Paragraphen als richtig bestätigt und auf Antrag der Revisoren dem Kassirer von lauten:" Ift keine Auftündigung erfolgt, so wird der Vertrag als der Versammlung die Decharge ertheilt. Hierauf gelangte ein instillschweigend verlängert angesehen. Bei städtischem Gesinde wird trag zur Annahme, nach welchem die Diskussion über den Bericht die Verlängerung auf ein Vierteljahr gerechnet." Hiernach hätte das Mädchen, da eine Auffündigung während der Dauer des ersten Vertrages nicht erfolgt fei, auf jeden Fall noch ein Bierteljahr bei J. bleiben müffen. Es sei daher das erwähnte, die Landarbeiter und das Gefinde betreffende Gesetz vom 24. April 1854 anzuwenden. bie 4 Fischer's vertagt wurde und die Abstimmung über die bereits in der Sonntagsnummer bekannt gegebenen Resolutionen vorgenommen werden sollte. Nach langer Geschäftsordnungsdebatte und mehreren resultatlosen Abstimmungen einigte man sich dahin, daß die Anwesen den beim Verlassen des Saales am Ausgange ihre Stimme abzugeben haben. Das Resultat der Abstimmung haben wir ebenfalls bereits veröffentlicht. Maricufelde. Der Arbeiter Bildungsverein für Mariendorf und Umgegend hielt am Sonntag, den 20. Februar, eine außer ordentliche Generalversammlung im Lotal des Herrn Teutschbein in Marienfelde ab. Genosse Lamme hielt einen Vortrag über Kapitalismus und Sozialismus". An der Diskussion betheiligten sich Gräulich, Jeziorsti und M. Müller im Sinne des Referenten. Der Bericht der Statuten- Berathungskommission wurde mit Ausnahme einiger kleinen formellen Aenderungen angenommen. arbeiter Verbandes hielt am Montag, den 21. Februar, Weißensee. Die hiesige Zahlstelle des deutschen Holz eine außerordentliche Mitgliederversammlung ab, in welcher die beiden Kandidaten zum Verbandstage in Göttingen, Eckardt aus Brandenburg und Henning aus Rixdorf, ihre Meinung hauptsächlich betreffs Einführung der Arbeitslosenunterstüßung vertraten. Nach einer lebhaften Distuffion, an welcher sich Lubomersky, Görlitz und A. Kirchner betheiligten, wurde folgende Resolution angenommen: Die Bahlstelle Weißensee des deutschen Holzarbeiter Verbandes erklärt sich gegen die Einführung der Arbeitslosen- Unterstützung, sowie gegen jede Erhöhung der Beiträge. Aus der Wahl ging Eckardt hervor. Es wurde jedoch beschloffen, den Delegirten fein gebundenes Mandat mit auf den Weg zu geben. Hierauf wurden Rennee als erster und einstimmig beschlossen, den bisherigen Bevollmächtigten Tischler Otto Lubomersty als zweiter Bevollmächtigler gewählt, und einstimmig beschlossen, den bisherigen Bevollmächtigten Tischler Franz Friebel aus den deutschen Holzarbeiter Verband auszus schließen. Reinickendorf. Am 20. Februar hielt der Arbeiter- Bildungsverein Zukunft" seine regelmäßige Vereinsversammlung ab. Herr Dr. 28ollheim sprach über die geschichtliche Entwickelung der Menschheit. Der Vortrag fand reichen Beifall. Von einer Dis fussion nahm man Abstand. Am 20. März findet hier in Böttcher's Seepark eine öffentliche Volksversammlung statt, in der ReichstagsAbgeordneter 3 u beil über den 18. März referiren wird. Aus diesem Grunde fällt die nächste Vereinsversammlung aus. Verein zur Förderung der Blumenpflege bei Schulkindern. General Briefkasten der Redaktion. Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwet Buchstaben ober eine Baht) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden foll. Die juristische Sprechstunde findet bis zum 5. März am 1hr statt. Ein Nachspiel zu dent Prozeß gegen die gefährliche Einbrecherbande Seibt und Genoffen, der im November 1895 hier verhandelt wurde, wird demnächst die Straftammer beschäftigen. Die Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure 2c. Die Seibt'sche Einbrecherbande bestand aus 17 Köpfen. Der Haupt- bielt am 21. d. M. im Englischen Garten ihre Monatsversammlung angeklagte Seibt, der zu 15 Jahren Buchthaus verurtheilt wurde, ab. Zu Punkt 1 gab Kollege August in den Fachschulbericht, aus mußte damals durch zwei Strafgefangene auf die Anklage- dem hervorgeht, daß nur wenig Lehrlinge die Fachschule besucht bant getragen werden, weil er fich bei einem miß- haben. Schrolle verlangte, daß jetzt, da in nächster Zeit die glückten Fluchtversuch bie Kniescheiben zerschmettert hatte. neue Handwerkergesez- Novelle in traft treten wird, eine rege Gegen acht Angeklagte wurden hohe Buchthausstrafen erkannt. Agitation in unserem Berufe entfaltet werden solle. Zu diesem In dem Prozesse vertheidigte Rechtsanwalt Dr. Friz Friedmann das Zwecke wurde eine 7 gliederige Kommission gewählt, welche das verfammlung am Mittwoch, den 2. März, abends 6 Uhr, im Bürgerfaale des als fpäter nach Paris gefolgt ist. Außer den Eheleuten Merten wurde Raffenrevisor und Kappe als Arbeitsnachweistommissions- Mitglied pflege. auch der vom Rechtsanwalt Dr. Schwindt vertheidigte gewählt. Zimmermann Johann Mathäus Pusch freigesprochen. Gegen Die Verwaltungsstelle Berlin des Deutschen Metalldiefen fcheint munt ber Grimm einiger der damals arbeiter Verbandes hielt am Montag, den 21. Februar, eine beBerurtheilten erwacht zu sein, denn sie beschuldigten in schließende Versammlung ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung Briefen an ihre Ehefrauen gerade diesen freigesprochenen Pusch der wurde das Andenken der verstorbenen Kollegen Sandte, Trettin lebhaftesten Theilnahme an ihren verbrecherischen Unternehmungen und Gust. Wegner in üblicher Weise geehrt. Hierauf erstattete Montag, Donnerstag und Sonnabend abends von 7% bis und behaupteten, daß er nicht nur Gelegenheiten zu Einbrüchen aus. Cohen als Mitglied der seinerzeit gewählten Kommission zur 8 baldowert, sondern auch wiederholt seinen Antheil an der Diebes- Regelung der Agitation in den Provinzen" Bericht, die Kommission A. S. 100. Sie dürften in der„ Afademischen Hochschule für Musik", beute erhalten habe. Diese Thatsachen kamen zur Kenntniß der batte an sämmtliche Verwaltungen der Provinz Brandenburg und Botsdamerstr. 120, nähere Auskunft erhalten. Herr Profeffor Adolf Schulze Staatsanwaltschaft, diese verfügte ausgangs Januar die Verhaftung des Pommern Fragebogen versandt, um Auskunft zu erhalten, wie fich die ist Vorsteher der Gesangsabtheilung. Sprechstunde in Amtsangelegenheiten Busch und hat nun Anklage gegen ihn wegen Beihilfe, schweren Verwaltungen zu einer eventuell einzuberufenden Provinzialfonferenz Montag und Donnerstag von 11-12 Uhr vormittags ebendaselbst. Diebstahls und Hehlerei erhoben. Seine Vertheidigung hat wiederum der Metallarbeiter stellen und welche Mittel fie für die Agitation Dr. E. In einer der nächsten Nummern. Rechtsanivalt Dr. Schwindt übernommen. aufzubringen in der Lage wären. Die Fragebogen sind von 26 Ver- und Sie nicht zu weiterer Mitarbeit ermuntern zu können. K- sch. Wir bedauern, von Ihrem Artikel keinen Gebrauch machen Die nicht blos in Paris, sondern auch bei uns bei gewissen konferenz bejahend beantworteten. Die Kommission beantragte des verständlich Preuße geworden und damit in Preußen bei den Gemeindewaltungen beantwortet worden, von denen 17 die Abhaltung einer Wiesbadener, Prinzen- Allee. Sie sind mit der Annektion selbsts Damen eingeriffene Modethorheit, sich den Oberarm täto wiren zu laffen, ist für die unverehelichte Auguste Wagner, die gestern vinzialfonferenz der Metallarbeiter für den zweiten Dfterfeiertag be- in dem Umstande zu suchen sein, daß Ihr Vater zur Zeit Ihrer Geburt wegen, die Generalversammlung möge die Abhaltung einer Pro- wahlen stimmberechtigt. Die Zurückweisung von der Wahl kann daher nur unter der Anklage des Diebstahls vor der siebenten Strafkammer stand, gefährlich geworden. Das dem schrankenschließen. Jede Verwaltung möge hierzu ihre Delegirten entfenden Bayer, Württemberger oder Angehöriger eines anderen Bundesstaates war. lofen Lebensgenuffe huldigende Mädchen hatte einen jungen und zwar diejenigen, welche von 1-500 Mitglieder haben, 1 Delegirten als Minderjähriger nehmen Sie aber die Nationalität Ihres Vaters an. A. O. Im Wahlkreise Teltow Beeskow, wozu Charlottenburg und Studenten in ihre Neke gezogen, und ihm bei einem Stelldichein und von 500-1000 Mitglieder 2 Delegirte. Berlin auf je 1000 Mitglieder Nixdorf gehören, ist Genosse Frik Bubeil aufgestellt. fein Portemonnaie mit 30 M. Jubalt gestohlen. Darauf war sie Verwaltung Berlin tragen. Nach längerer Diskussion wurde be einen Delegirten. Die Kosten der Konferenz müßte zum theil die 2. B. Am 16. April 1888. spurlos verschwunden. Der junge Mann hatte jedoch wahrgenommen, schloffen, die Konferenz der Metallarbeiter Brandenburgs und Senden Sie das Aufforderungsschreiben ein. Sch., Friedrichshagen. Bu 1: Ja. 8u 2: Ja. daß das Mädchen am Oberarm eine ziemlich funstvoll gefertigte Tätowirung hatte, er hatte sich die dort eingravirten Buchstaben gemerkt Pommerns am Sonntag vor Ostern abzuhalten, zu dieser 5 Delegirte bazu verpflichtet.- G. B. 10. Su 1: Ja. Bu 2: Ja. 2000. Nein. und die Polizei ermittelte daraufhin sehr bald die Angeklagte als die zu entfenden und zu den Kosten 250 M. beizutragen. Die VorDiebin. Das Mädchen bestritt sehr lebhaft, den Angeklagten irgend arbeiten für die Konferenz wurden der Kommission übertragen. Als wie zu kennen; der Gerichtshof überzeugte sich aber durch Augenschein Delegirte wurden Cohen, Wuschick, Mohrice, Haas nahme während deren die Deffentlichkeit ausgeschlossen wurde und Litfin delegirt, jedoch haben diese nur berathende und Scheffler gewählt; ferner wurden Mäther, Rohrlack daß an dem Arm der Angeklagten in der That die von dem Studiofus beschriebene Zätowirung vorhanden war. Sie war also Rommission zur Regelung der Agitation gemacht, der Versammlung Nachdem wurden die Vorschläge, welche die die Diebin und wurde nun zu se ch 3 Monaten Gefängniß unter Anrechnung von einem Monat Untersuchungshaft verurtheilt. übertragen werden, welche allwöchentlich eine Zusammenkunft abunterbreitet. Demnach soll die Agitation einer ständigen Kommission Ans Straßburg im Elsaß wird uns berichtet: Vor der hält, ein Mitglied derselben folle befoldet werden; Adresse der Straftammer des Landgerichts 3 a bern fand am 25. Februar ein Kommission soll Annenstr. 39 sein. Zu den Kosten der Agitation Swinemfinde Prozeß seinen Abschluß, der im ganzen Lande Aufsehen erregt hat. hat Berlin 3000 M. beizusteuern, von denen 1500 M. die Ber- Hamburg Angeklagt war der 51jährige katholische Pfarrer Jakob waltung Berlin zahlt. Litfin erklärt sich gegen diese Borschläge, Berlin. Neu, früher in Heringen- Burscheid. Ihm war zur Laft gelegt: da dieselben zum größten Theile nicht durchführbar sind, speziell Wiesbaden. fieben Fälle von Betrug, begangen zum Nachtheil der Kirchen- wendet er sich dagegen, daß die Sachen mit dem Bureau Annen- München gemeinde Heringen, zwei Fälle von Unterschlagung ver- ftraße 39 verquickt werden. Bezüglich der Rosten fei Wien. fchiedener Zu kirchlichen Zwecken bestimmter Gegenstände, er der Meinung, daß diefe diefe viel zu niedrig bemeffen Haparanda endlich drei Betrugsfälle zum Nachtheil der Kirchengemeinde fein, mit 3000 Mart ließe sich eben nichts anfangen. Pezold maß Betersburg Burscheid und einiger Bürger von dort; insgesammt handelte den Vorschlägen ebenfalls nur wenig praktischen Werth bei. Nach Gort.. es sich um Beträge von ca. 1600 M. Die Voruntersuchung hatte längerer Diskussion wurden alle von der Kommission gemachten Vor- Aberdeen. fich über ein Jahr hingezogen, weil zwischen dem kaiserlichen schläge vertagt und die Regelung der Agitation der Konferenz über- Paris. Minifterium und dem Bisthum Met Berhandlungen ftattfanden laffen. Berichtet wurde noch, daß beim Vertrauensmann Rohrlack wegen Herausgabe der Heringer Kirchenbücher, die schließlich doch Revision abgehalten und alles in Ordnung befunden worden sei, nicht erfolgte. Als Zeugen waren u. a. erschienen der Generalvikar demfelben wurde hierauf Decharge ertheilt. Die weiteren Punkte des Bisthums Meß, der Superior und ein Pater von den dortigen der Tagesordnung wurden bis zur nächsten General Versammlung Franziskanern nebst einer Anzahl weiterer Geistlicher. Der Au- vertagt. Stimme. Witterungsübersicht vom 28. Stationen. Barometer Schlichtholz. W. 5. 82. Die Kaffe ist Februar 1898, 8 1hr morgens. reduzirt auf itand in mm, d. Meeressp. Windrichtung Windstärke 44444| ANANG( Siala 1-12) Wetter Schnee 758 757 SW bedeckt 759 SW Schnee 762 SW bedeckt 764 NW bedeckt 764 Still Nebel 761 60 Schnee 765 950 2 heiter 766 WNW 3 woltig 754 28 heiter 764 SW 2 yeiter 0 Temperatur 18968CONNNO nach Celsius ( 50 G.= 40R.) 2220389631 Wetter Prognose für Dienstag, 1. März 1898. Ein wenig kühler, zeitweise aufklarend, vorwiegend trübe mit geringen Niederschlägen und mäßigen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau, Achtung! Achtung!! Genossinnen und Genossen! Hafenhaide Nr. 53: Charlottenburg. Dienstag, den 1. März 1898, abends 8 1hr, in Bicker's Botal, Donnerstag, den 3. März, abends 8 Uhr, in Bismarckshöhe: Große Volksversammlung. Große Volks- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag der Genoffin Frau Louise Zietz aus Hamburg über: Das Programm des Grafen Posadowsky und das Interesse der Frauen." 2. Diskussion. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Die Vertrauensperson. Mittwoch, den 2. März, abends 8 Uhr, referirt Genoffin Zietz In ber Moabiter Brauerei( früher Ahrens), Thurmstraße 25/26, über: Die lex Heinze. Vorläufige Anzeige. Am 28. März, abends 8 1hr, hält Dr. Wilh. Meyer einen Vortrag mit vermehrten und verbesserten Lichtbildern über die Reise nach Spißbergen. Wo Billets zu dieser Vorstellung zu haben sind, wird noch be fannt gegeben. 1/11 Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Versammlung am Dienstag, den 1. März 1898, abends 8 Uhr, im Lokal bon Daase, Brunnenstraße Nr. 154. Tagesordnung: 1. Die Sozialdemokratie und ihre Entwickelung in den legten 20 Jahren. Ref.: Reichstags- Abgeordneter Fritz Zubeil. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Bahlreiches Erscheinen erwartet 6/2411 Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Hente Dienstag, abends 8 Uhr, bei 2. Keller ( großer Saal), Koppenstr. 29: Außerordentl. Generalversammlung. Tages Ordnung: Tages Ordnung: Die Vertrauensleute. Beim Monatswechsel empfehlen sich folgende Partei- Speditionen: Berlin vierter Wahlkreis O.: Robert Wengels, Fruchts straße 30, Hof II.- SO.: Friz Thiel, Sfaligerstr. 35 b. part. Sechster Wahlkreis( Moabit): Karl Anders, Salzwedelers straße 8, part. im Laden. Wedding und Oranienburger GesundVorstadt: Emil Stolzenburg, Wiesenstraße 14. RosenStarl 1. Die bevorstehende Reichstagswahl. Referent: Reichstags- Abgeordneter brunnen: Wilhelm Gaßmann, Grünthalerstr. 64. thaler Vorstadt und Schönhauser Vorstadt: Molkenbuhr. 2. Diskussion. 3. Abrechnung der Parteispedition. Mars, 4. Verschiedenes. Kastanien Allee 95/96. Charlottenburg: Gustap 202/13 Zu regem Besuch laben ein Scharnberg, Pestalozziftr. 34, Quergeb. part.- Deutsch- Wilmersdorf: Frau Kübler, Sigmaringenstr. 34 und Frau Heinemann, Sigmaringenstr. 35.( Hier ist auch die„ Brandenburgische Volts- Zeitung" zu erhalten.) SchöneRixdorf: Ostermann, Erfstraße 6. berg: Wilhelm Bäumler, Belzigerstr. 59, Seitenflügel part. Johannisthal- Nieder- und Ober- Schöneweide: Otto Achtung! Schuhmacher. Achtung! Dienstag, den 1. März, abends 8 1hr, im Lokal Königsbank, Gr. Frankfurterstr. 117: Große öffentliche Versammlung. 171/8 Tagesordnung: 1. Wie haben die Fabrikanten ihr gegebenes Versprechen gehalten und wie stellen sich die Kollegen zum Streif? 2. Verschiedenes. Wir ersuchen die Kollegen, pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Die Agitations- Kommission. Oeffentliche John, Ober- Schöneweide, Siemensstraße 7, Bigarrengeschäft. Annahmestellen: Nieder- Schöneweide: Karl Weber, Bigarrengeschäft. Johannis: thal: Senftleben, Berjee, firefaße 15 in Friebenau. Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz: S. Mohr, Düppelstraße 8, und Fr. Schellhase, Ahornstraße 15a. Baumschulenweg: Rich. Ulbricht, Marienthaler: straße 18, I. -OTO Außerdem ist sämmtliche Parteiliteratur, fowie alle wissenschaftlichen Werke dort zu haben. Auch werden Inserate für den Vorwärts" entgegen genommen. Um genaue Angabe der Adresse wird Steinarbeiter- Bersammlung dringend gebeten. heute Dienstag, abends 7 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße 27c. 2. Verschiedenes. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung der Tarif- Kommission über die Antwort der Meister. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es nothwendig, daß jeder Kollege erscheint. 172/4 Verband der Korbmacher Berlins und Umgegend. Dienstag, den 1. März, abends 8 Uhr, Oranienstraße Nr. 180: schiedenes. Außerordentliche Mitglieder- Bersammlung. Tages Ordnung: 1. Die augenblicklichen Arbeitsverhältnisse in unserem Gewerbe. 2. Ver 98/7 Es wird ersucht, in dieser Versammlung pünktlich und vollzählig zu erDer Vorstand. 1. Amendement zu dem Antrag betr. Arbeitslosenunterstützung. 2. Anträge verschiedener Zahlstellen zum Verbandstag. 3. Wahl scheinen. der Delegirten. Jedes Mitglied ist verpflichtet zu erscheinen. S Ohne Mitgliedsbuch Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Tein Eintritt. 78/1 Der Vorstand. Mittwoch, den 2. März, abends 8 Uhr: Vertrauensmänner- Versammlungen: Süden: bei Krieger, Wasserthorstraße 68. Die Kollegen folgender Werkstätten sind besonders hierzu eingeladen: Joh!( früher Lange), Neuenburgerstr. 30; Kettner, Reuenburgerstr. 25; Bogt u. Cramer, Alte Jakobftr. 20( inkl. Drechsler u. Maschinenarbeiter), Südoften: bei Rantenberg, Oranienftr. 180. Often und Nordosten: bei Mann, Strankbergerstr. 3. Hierzu sind die Kollegen folgender Werkstätten eingeladen: Wolff, Krautstr. 38a; Weber, Kleine Andreasstr. 9; Reich, Kleine Andreasstraße. Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt: Schwedterstr. 23 bei Wernau. Wedding und Gesundbrunnen: im Lokale des Herrn Raabe( Rolberger Salon), Kolbergerstr. 23. Die Mitglieder der Werkstatt- Kontrollkommission versammeln sich um 7 Uhr vorn im Lokal. Westen und Südwesten: im Lokale des Herrn Zubeil, Lindenstraße Nr. 106. Moabit: im totale Thurmstraße 84. Branche der Musikinstrumenten- Arbeiter bei Zubeil, Lindenstraße 106. Sigung der Werkstatt- Delegirten. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Werkstattangelegenheiten. 3. Ber schiedenes.- Pflicht der Kollegen ist es, aus jeder Werkstatt einen Delegirten zu schicken. Die Sizung wird pünktlich eröffnet. Modell- und Fabrik- Tischler im Vorstädtischen Rafino", Ackerstraße 144. Tagesordnung: Wozu haben wir unser Bertrauensmänner- System Referent: Kollege Wilh. Boy. Hierzu find sämmtliche Holzarbeite folgender Werkstätten eingeladen: Frister u. Roßmann, Staltzerstraßer Siemens u. Halste, Charlottenburg und Aktien- Gesellsch. vorm. Eckerti Friedrichsberg. Alle übrigen Werkstäten müssen unbedingt vertreten sein Drechsler. Norden: Restaurant Hoppe, Ackerstraße Nr. 145. Osten: Reftaurant Miehle, Roppenstraße Nr. 41. Südosten u. Westen: Neft. Metzner, Oranienftr. 184. Branche der Parquetbodenleger bei Zubeil, Lindenstraße 106: Sitzung der Werkstatt- Kontrollkommission mit den Vertrauensleuten. Tagesordnung: 1. Revision des 1896 er Lohntarifs. 2. Die schrift: liche Bewilligung unseres 1896 er Tarifs durch Herrn Eschert und die Bezahlung der Barquetbodenleger durch den Zwischenmeister Tabbert bet der Firma Eschert. 3. Verschiedenes. Die Kollegen, welche bei Tabbert arbeiten, sind dringend eingeladen Achtung! Berl. Eisenbahner n. Postunterbeamte! Nr. 5 bes ,, Weckruf der Eisenbahner", Organ bes دو V. b. E. D., enthält an erster Stelle den einzigen bisher erschienenen Bericht der in Hamburg abgehaltenen großen öffentlichen Versammlung der Postund Eisenbahn- Unterbeamten, in der die Frage der Ausschließung der unteren Beamten von der Gehaltserhöhung behandelt wurde. Diefe Versammlung war gleichzeitig eine wirksame Gegendemonstration gegen den Berliner Protestrummel vom 13. Januar d. J. Weiterhin enthält Nr. 5 des Weckruf" den für alle Eisenbahnwerkstätten- Arbeiter sehr interessanten Bericht der vom Trier'schen Verbande in Bremen ver anstalteten öffentlichen Bersammlung, in welcher außer Herrn Beter Molz aus Trier und dem Zentrums- Abgeordneten Herrn Euler auch der Vorsteher des B. d. E. D. anwesend war. In dieser Versammlung hatte man nicht den Muth, trotz des Zentrums: redners Anivesenheit, den Gegner zu Wort fommen zu laffen. Diese Nummer des„ Weckruf" ist in besonders großer Auflage herausgegeben und der Preis der Einzelnummer auf 10 Pf. ermäßigt. Bu haben in der Buchhandlung Beuthstr. 2; feruer bei A. Hoffmann, Blumenstr. 14, Heinrich Pinger, Friedrichsgracht 16, Karl Kolms, Mühlenstr. 38. Weitere Bestellungen sind unter Beifügung des Betrages an den Unterzeichneten zu richten. Beitungsfvediteure u. f. w. erhalten Rabatt. 265/13 H. Burger, Hamburg, Woltmannstr. 24. Stand 10,00, Mandar. Daun. Künstliche Zähne. Betten2,50, Bettfeben, Steppd., BettF. Steffens, Rosenthalerstr. 61, 2 Tr. wäsche, Gardinen. spottb. Bettenhaus * Theilzahlung pr. Woche 1 M. Neanderstr. 8. Frauen und Mädchen Bildungsverein für Rixdorf und Umgegend. Am 2. März, abends 8½ Uhr, in Peter's Ballsalon( fr. Wirsing); Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 3/3 1. Das Weib im öffentlichen Leben und in der Familie. Referent: Herr Dupont( Berlin). 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Damen und Herren als Gäste sehr willkommen. Baer Sohn J. A. M. Jentze. Kinderwagen- Haus August Götze, Berlin N., Brunnenstr. 145, Ecke Rheinsbergerstrasse. Riesen- Auswahl in Kinder-, Puppen-, Sport-, Kasten- u. Leiterwagen. Kinderholzmöbel und Klappstühle. 42979* Korbwaaren eigener Fabrik. 24a Chausseestrasse 24a. 11 Brückenstrasse 11. 16 Gr. Frankfurterstr. 16. Eröffnung der Frühjahrs- u. SommerSaison. Das 11. Preis- Buch ist erschienen und wird gratis und franko zugesandt. Die darin enthaltenen Abbildungen gleichen einem Mode- Journal und dürfte unser Katalog für Jedermann, bevor er sich mit Kleidung versieht, von allergrösstem Interesse sein. Die Auswahl ist entsprechend unseren enormen Waaren- Vorräthen eine ganz bedeutende und dürfte in ihrer Art zu den grössten in Berlin zählen, Inhalts- Verzeichniss des 11. Preis- Buches: Seite 1. Vortheilhaftes Angebot in Stoffen. Seite 2. Radfahrer- Anzüge, Sweater, Strümpfe, Mützen, Gamaschen, Kostüme für Radfahrerinnen. Seite 3. Herren- Anzüge in Jaquet-, Rock-, Gehrock-, Smockings- und Frackfaçons. Seite 4. Frühjahrs- u. SommerPaletots. Seite 5. Havelocks, PelerinenMäntel, Gummi- Regenmäntel, Reise- Mäntel, Staub- Mäntel und Hohenzollern- Mäntel. Seite 6. Maass- Anfertigung in Herren- und Jünglings- Kleidung. Seite 7. Radfahrer- Joppen, Haus- Jaquets, Stoff- Jaquets, Sommer Jaquets, LodenJoppen f. Herren u. Jünglinge. Seite 8. Beinkleider für Herren, Jünglinge und Knaben, Radfahrer- Hosen, Schlafröcke. Seite 9. Schul-, Jünglings- und Einsegnungs- Anzüge. Seite 10. Kleidung für Berufsarten und zwar für Aerzte, Bierfahrer, Buchdrucker, Graveure, Kellner, Maler, Maurer, Mechaniker, Monteure, Maschinisten, Schlosser u. s. w. Seite 11. Stoffe meterweise für Anzüge, Hosen, Paletota, Mäntel, Joppen und andere Bekleidung. Maass- Anleitung und Versandt- Bestimmungen. Seite 12. Knaben- Anzüge in besonders reizender Auswahl. HERREN KNABEN. Bekleidung. Klagen, Grünframgeschäft, Materialwaaren Beerdigungsverein Berliner Zimmerleute. Am 26. d. M. verstarb nach langem Leiden unser Kamerad der Zimmerer Gustav Frädrich. Die Beerdigung findet Mittwoch, nachmittags 3 Uhr, von der Leichen halle des St. Georgen- Kirchhofes vor dem Landsberger Thore aus statt. 10826 Der Vorstand. Beerdigungsverein Berliner Zimmerleute. Am 26. d. m. verstarb nach langs jährigent Leiden unser Kamerad der Bimmerer Friedrich Werner. Die Beerdigung findet Dienstag, nachmittags 4 Uhr vom Trauerhause, Swinemünderstr. 40, nach dem ZionsKirchhofe in Weißensee statt. 10836 Der Vorstand. Danksagung. 10806 Allen denen, welche durch Blumen spenden sowie Theilnahme an der Bcstattung meines lieben Mannes Rudolph Breyer demselben die lezte Ehre erwiesen und mir ihr aufrichtiges Beileid ausgedrückt haben, insbesondere dem Buchbinder- Männer: chor für seinen stimmungsvollen Gesang am Grabe spreche ich hiermit meinen tiefgefühlten Dank aus. Wwe. Luise Breyer. 1 Danksagung. 10866 Für die herzliche Theilnahme und reichen Kranzspenden bei dem Be gräbniß unseres lieben Sohnes Oskar Hanisch fagen hiermit besonders allen Kollegen, Freunden und Bekannten unseren besten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Kranzbinderei u. Blumen40762* handlung von Robert Meyer, No. 2. Mariannenstr. No. 2. Widmungs- Kränze, Guirlanden, Balls sträußchen, Bouquets 2c. werden sehr geschmackvoll und preiswerth geliefert. Iumenhandlung P. 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Gegenwärtig schweben Unter- fraglichen Urtheil des Reichs- Versicherungsamtes Renntniß erhalten Am Ministertische Dr. von Miquel und zahlreiche Rom- handlungen darüber, ob eine Kontingentirung der Lotterien derart habe, es siehe also noch nicht fest, ob ihn ein Verschulden daran miffarien. möglich ist, daß festgesetzt wird, bis zu welcher Gesammtsumme die treffe oder nicht. Andere Restitutionsgründe lägen nicht vor. Es Auf der Tagesordnung steht die Spezialberathung des Lotterien in einem Jahre bewilligt werden dürfen. Auch vom sei fein solcher Grund vorhanden, wenn der Vorstand zu der irrigen Eisenbahn- Etats. Reiche aus könnte eine Kontingentirung vielleicht der Zahl der Annahme der Versicherungspflicht durch Ermittelungen gelangt wäre, Vor Eintritt in die Tagesordnung erhält das Wort Loose, nach der Kopfzahl der Bevölkerung stattfinden. Eine Ueber die den thatsächlichen Verhältnissen nicht entsprochen hätten. Höchstens Unterstaatssekretär Fleck zu der Mittheilung, daß sein Chef, nahme auf das Reich würde Schwierigkeiten begegnen. Der heutige tönnte erwogen werden, ob vielleicht der Vorstand der Versicherungsder Herr Eisenbahnminister, gestern Abend plöglich an einer beftigen Bustand ist sehr unerfreulich. Den unter der Form von Waarenlotterien anstalt durch eine Handlung der Klägerin M. getäuscht worden Nierenfteintolit erkrankt sei, so daß sein Zustand es ihm unmöglich versteckten Geldlotterien wird neuerdings von der Polizei eifrig auf sei, die als Betrug strafbar wäre. Doch müsse auch dies ausscheiden, mache, heute hier im Hause zu erscheinen. Wie sehr gerade ihm daran gepaßt. da eine andere Voraussetzung, die rechtsfräftige Verurtheilung der Tag, hier im Hause Rede und Antwort zu stehen auf alle die zahl- Abg. Graf Limburg( t.) hält die strengen Strafen gegen das Klägerin wegen Betruges feble. Eine betrügerische Handlungsweise reichen Fragen, die sich heute mehr denn je zusammendrängen, das Spielen in auswärtigen Lotterien gerechtfertigt. Jeder dieser anderer Personen fomme nicht in betracht, da solche Personen die werde hoffentlich ihm das Haus nachempfinden.( Sehr richtig!) Jm Spieler femne die Strafbarkeit seiner Handlungsweise und verdiene Klägerin in dem früheren Rentenverfahren nicht vertreten hätten, Namen feines Chefs habe er das Haus zu bitten, die Berathung daher kein Mitleid. Die Waarenlotterien sind besonders schädlich, Der Einwand, daß das Urtheil des Reichs- Versicherungsamtes aus des Eisenbahn- Etats auszusehen, bis der Gesundheitszustand des denn die Gewinne seien in ihrem wirklichen Werthe sehr gering und dem Jahre 1893 der Klägerin für immer jebes Anrecht auf Ministers diesem sein Erscheinen im Hause gestattet. damit die Vortheile der Unternehmer entsprechend größer. eine Rente genommen habe und daß deshalb die Versicherungsanstalt Abg. Dr. Sattler( nall.) findet diese Erörterungen überflüssig, der Klägerin die ihr nachher doch gewährte Rente jederzeit wieder so lange man sich nicht entschließt, die Lotterie in Preußen entziehen tönne, sei ebenfalls verfehlt. Erlasse eine Versicherungsaufzuheben. anstalt einen neuen Feststellungsbescheid troß eines ihm entgegen Minister v. Miquel: Das würde die Schwierigkeit, auswärtige stehenden Urtheils der höchsten Instanz, dann sei dieser Bescheid zu Lotterien zu bekämpfen, in Preußen erst recht erhöhen. Wenn Herr behandeln wie jeder andere. Somit bleibe nur übrig, vom Schieds. Sattler Ersatz bringt für den Ausfall der 9 Millionen Staats- gericht nachprüfen zu lassen, ob der Vorstand der Versicherungsanstalt einnahme, fo ließe sich auch über die Aufhebung der Lotterie reden. ohne oder durch sein Verschulden zu spät von dem Urtheil des handlung und der Münzverwaltung. Der Lotterie- Etat wird genehmigt, ebenso die Etats der See- Reichs- Versicherungsamtes aus dem Jahre 1893 Renntniß erhalten habe. Morgen( Dienstag) 11 Uhr: Etats der direkten und indirekten Schluß 23/4 Uhr. Der Präsident glaubt unter diesen Umständen die Absetzung des Eisenbahn- Etats vorschlagen zu müssen und beraumt die nächste Sigung um 1 Uhr an: Tages- Ordnung: Kleinere Etats. Schluß 11/2 Uhr. 84. Sigung vom 28. Februar 1898, 1 Uhr. Am Ministertische: Dr. v. Miquel und zahlreiche Rommiffarien. Eine Reihe kleinerer Etats, namentlich die Etats der Kron fideikommiß Rente, des Zuschusses zur Rente des Kronfideikommiß- Fonds, des Kriegsministeriums, der Landesvermessung und des Staatsministeriums werden debattelos genehmigt. Der Etat der Staatsarchive wird nach unerheblicher Debatte bewilligt. Steuern. Boziale Rechtspflege. Debattelos werden genehmigt die Etats der General- Ordenskommission, des Geheimen Ziviltabinets, der Ober- Rechnungskammer, Ein Reftitutionsverfahren von hervorragender Bedeutung der Prüfungskommission für höhere Verwaltungsbeamte, des erledigte das Reich 3 Versicherungsamt in diesen Tagen. Disziplinarhofes, des Gerichtshofes zur Entscheidung der Kompetenz Durch rechtsträftig gewordenen Bescheid vom 7. November konflitte, des Gesetzsammlungs Amtes in Berlin, des Reichs- 1895 hatte die zuständige Versicherungsanstalt der Arbeiterin M. und Staats- Anzeigers", des Herrenhauses und des Abgeordneten- eine Altersreute zugesprochen. Im Januar 1897 wurde ihr jedoch hauses. die Rente wieder entzogen; die Anstalt machte geltend, sie Beim Lotterie Etat regt der habe jetzt erft ein Urtheil des Reichs Versicherungsamtes Abg. Dr. Arendt( ft.) die Beseitigung aller einzelstaatlichen vom Juni 1893 aufgefunden, durch das damals die ArLotterien zu gunsten einer einheitlichen Reich 3 lotterie an. beiterin endgiltig mit einem Anspruch auf die Altersrente Sollte hierauf nicht eingegangen werden können, so möge man den abgewiesen worden wäre. Hätte sie rechtzeitig von dieser EntGedanken einmal näher erwägen, ob eine Pachtung der einzelstaat- fcheidung Kenntniß gehabt, dann würde sie der Frau im Jahre 1895 lichen Lotterien durch das Reich herbeizuführen sich empfehle; auch nicht die Rente bewilligt haben. Das Schiedsgericht erkannte zu an eine Lotteriegemeinschaft würde gedacht werden können, wenn gunsten der Versicherungsanstalt; das Reichs- Versicherungsamt hob Preußen den übrigen Staaten ihre Lotterie- Einnahmen sichert. Der aber die schiedsgerichtliche Entscheidung auf und wies die Sache an heutige Zustand ist auf die Dauer unhaltbar und giebt das Schiedsgericht zurück. Das Revisionsgericht führte in der zu einer bedenklichen Verfolgungssucht Anlaß. Es bleibt gar nichts Begründung folgendes aus: Für bie Entziehung einer Anderes übrig, als eine reichsgesetzliche Regelung der Materie, rechtskräftig gewordenen Altersrente feien die Vorschriften damit auf dem Gebiete der Lotterie ebenso, wie auf dem des der Zivil Prozeßordnung über die Wiederaufnahme des bürgerlichen Rechtes endlich Rechtseinheit für das Reich ge- Verfahrens maßgebend(§ 541 und folgende). Somit hätte allerschaffen wird. dings der Vorstand der Alters- und Invaliditäts- Versicherungsanstalt Minister Dr. v. Miquel hält eine einheitliche Regelung dieser als erste Instanz entscheiden müssen, obwohl er Partei sei. Die von Materie für durchaus wünschenswerth, schon um damit eine Reihe ihm durch den angefochtenen Beschluß vom 8. Januar 1897 einfontroverfer Fragen zu beseitigen, bezüglich der Zulässigkeit von geleitete Reftitutionstlage fei indeffen vorläufig sachlich unbegründet. Strafvorschriften, von Lotterie- Verboten u. f. w. Dem Andrängen Nach§ 545 der Zivil- Prozeßordnung seien Restitutionsflagen nur ber Botterie Unternehmer ist es oft schwer, zu widerstehen. I zulässig, wenn die Partei ohne ihr Verschulden nicht in der Lage = Eingelaufene Druckschriften. Con der Meuen Beit"( Stuttgart, J. 8. W. Diet' Verlag) tn foeben bas 22. Seft des 16. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir bervor: Bom Bunde der Landwirthe. Die Thätigkeit der Ansiedlungstommission in Bosen und Weftpreußen. Bon J. Karsti. II. Emile Zola. Bon Guy de Maupaffant. Deutsch von Wilhelm Thal. Von der Bauernbewegung in Ungarn. Die Dreyfus Affäre und die französischen Sozialisten. Bon Ch Bonnier. Notizen: Hefepilze als Krankheitserreger. Feuilleton: Gine Kinder- Erinnerung. Aus dem Russischen von W. S.-C. Die Sosialistischen Monatshefte"( Redaktion und Berlag Berlin N. Brunnenstr. 193) haben soeben das Februar- eft erscheinen laffen. Daffelbe enthält eine authentische Darstellung des englischen Maschinenbauer Streits aus der Feder von Tom Mann. Ferner wird in ihm die Artikel- Certe über den Stand der sozialistischen Bewegung in den verschiedenen Kulturfiaaten, die bereits in Einzeldarstellungen den Sozialismus in England, Frankreich, Italien, Polen, Queensland, Spanien und Ungarn behandelt hat, fortgefegt durch eine Studie über den Sozialismus in Desterreich. Der Inhalt des elegant ausgestatteten Heftes ist insgesammt der folgende: Tom Mann: Der Maschinenbauer- Streit in England." George Goret: Ein sozialistischer Staat? Otto Pohl: Der Sozialismus in Desterreich. Prof. Pedro Dorado: Das Baterland.- Dr. Susanna Rubinstein: Philipp Mainländer als Sosialist. Arthur Elican: Ein Kapitel aus der Frauenfrage. Giovanni Lerda: Pessimismus und Stoicismus. Rundschau: Deffentliches Leben( Die lex Arons). Kunst( Allgemeines. Berliner Bühnen. Berliner Ausstellungen. Barta. Dekorative Kunst). Die Sozialistischen Monatshefte" toften pro Quartal 1,50 M.; Ginzelbeft 50 Pf. Bu beziehen durch alle Buchhandlungen, Kolporteure und Postanstalten. Le Devenir Social, Revue internationale d'économie, d'histoire et de philosophie. Paraît tout les mois en un fasc. de 96 pages gr. in- 8°. Abonnement annuel: France, 18 fr.; Etranger, 20 fr. 16, rue Soufflot, Paris.- Sommaire du No. 2( Février). Essai d'interprétation et de critique de quelques concepts du marxisme. Benedetto Croce. La municipalisation du sol dans les grandes villes( suite et fin). Luigi Einaudi. Les bases économiques du matriarcat ( suite). Heinrich Cunow. Le Mouvement socialiste a l'étranger. Belgique ( Huysmans). Angleterre( C. B.). Italie( Giovanni Lerda). Revue des Revues. La Revue Socialiste( H. Lagardelle). Die Neue Zeit( Es). The Social Democrat( H.-H.). Revue Critique. Paul de Rousiers: Le Tradeunionisme en Angleterre( A.-M.). Notes Bibliographiques. Strada. H. Soulier. Aussergewöhnlich billiges Angebot! 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Nobität! Die Stüge der Hausfrau. ' Boffe mit Gefang in drei Atten von E. Karl. Musik von Friß Krause. Toni Klein: Amna Müller: Lince. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Ostend- Theater. Gr. Frantfurterftr. 132. Dir. G. Weift. Sensationelle Novität! Gr. Ausstattung. Bum 14. Male: Unter der Polarsonne. Aktuelles Ausstattungsstück mit Gesang u. Tanz in 5 Bildern von E. Sonder manmund Chr. Bischoff. Gesangsterte von J. Dill. Musit v. C. Schiller. Anfang 8 Uhr. Jm Tunnel vor und nach der Borstellung: rei- Konzert. Anfang 7 11hr. Morgen und folgende Tage: Diefelbe Borstellung. Sonntag Nachmittag ( fl. Breife): Der Wilderer. Drama von Gerstäder. Central- Theater Alie Jakobsir. 30. @irettion Richard Schultz. Dienstag, den 1. März 1808: Bum 38. Male: Emil Thomas a. 3. Die Tugendfalle. Burleske Ausstattungsposse m. Gesang und Tanz in 4 Bildern unter Benutzung eines französischen Sujets von Jul. Freund und Wilh. Mannstädt. Mufit von Jul. Einödshofer. Anfang 28 1hr. 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Apollo- Theater. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Leipzigerstrasse 77, Zola, Laborl, Piquart, Dreyfus dargestellt vom Mimiker Harry Allister. Grosser Erfolg der Pantomime: Ein ruhiges Zimmer zu vermiethen und 16 neue Debuts! Entree 50 Pf. Avis! Donnerstag, 3. März, Anfang 8 Uhr. im Parterre- Saal: Letzter gr. Masken- Ball. Billets an der Kasse und Loeser & Wolff. Quarg's Vandeville- Theater nur im Grand Hotel Alexanderplatz. Vollständig neues Programm mit gänzlich neut engagirten Kräften. Er raff! Schwank nach dem Französischen. Die Ballhaus- Anna. Bilder a. d. Berliner Boltsleben. Großes Spezialitäten- Programm. Anton Sattler! Nach dem Balle. Ensemble: Szene. Vitaphotoscop ( Lebende Photographien). Anf. 8 Uhr. Entree 15 Pf. Maehr's Theater Oranien- Strasse 24. Täglich: Theater und Spezialitäten. Kolossaler Erfolg von Die Nadel- und Radelmadel. Bolksstück mit Gesang in 2 Aften von Eugen Fredy. Mutfit v. Otto Tieke. Wochentags 8 11hr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Konzert- Sanssouci hans Rottbuser Straße Nr. 4a. Direktion: H. Pierry. Ganz neues März- Programm. Eine Stunde Kaiser von Defterreich Lustspiel in 1 Aft. Der Handschlüssel. Schwank in 1 Aft. Auftr. von Spezialität. nur 1. Ranges. Gebr. Clarisson mit ihren Angloamerikain- Biograph( Leb. Photo graphien. Mit theilweise bunten Bildern. Bisher noch nicht gezeigt. Entree 30 Pf. Anfang d. Stonz. 7 Uhr, der Vorstellung 8 Uhr. Passepartouts haben Giltigkeit. Alcazar- Theater. Dresdenerstraße 52/53( City- Baffage) Annenstraße 42/43. Direktion: Richard Winkler. Ab 1. März 1898: Durchweg neues Programmut. Neues Personal. Neue Spezialitäten. Hans und Klara Sarno. Mary Mann. Anton Hildach. Helene Werner, Karl Müller. Betty Frey. Little Alfans. Familie Adolf Adolfi. Reinsch( 4 Personen). Die kleine Handschuhmacherin. Charakterbild mit Gesang in 1 Alt. Die erste Todte. Schwant in 1 Aft. Wochentags 8 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Dieservirt. Play 50 Pf. Die für den Feen- Palast ausgegebenen Ehren- und Freikarten haben Giltigkeit. Vollständig neues Programm. Concerthaus und 12 Debuts La LoïeFuller Kasseneröffnung 6/2, Anf. 71/2 Uhr. Leipzigerstr. No. 48 Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen. Anfang: Sonntags 7 Uhr. Wochent. 8 Uhr. Circus Busch ( Bahnhof Börse). Dienstag, den 1. März 1898, abends 72 Uhr: Böhmisches Brauhaus Sport- Vorstellung. Landsberger Allee. Heute, sowie jeden Dienstag: Stettiner Sänger ( Weysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader.) Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Borverkauf 40 f. Neues Programm. Freitag: Victoria- Brauerel. Direct von Aachen! weltberühmt durch fast auf allen Ausstellangen prämiirte Tache liefern wir zu hervorragend niedrigen Freisen Herren- Anzug. u. Paletotstoffe von einfachst. bis feinsten in reeller Waare. Vorzügl. erstklassige Musterauswahl senden Jedem franco ohne Kaufzwang. Weit über 1000 ehrende Anerkennungsschreiben beweisen unsere tadellose Lieferung. 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