AnterhaltuntzsbeLlaHe öes!j)srwürö für Cräumer ist nicht ptäts in dieser Zeit, Oie raitloa ift und spariam im Vericbtnhen. Xbr Sifentritt au» rasselnden Selenken, Sr üherdräbnt, was ihn nicht ßberlchreit, Qnd fchüttert die Oehime, daß sie denken. A n i o N W i l d g a n Die„L'chcetin". Vc« Karl Schön kere. Gestern habe ich ein ganz nÄteI, bedeutungsvolles Genrebild- che« gesehen. Da steht in der Gasse gegenüber meinem Fenster em etwa» turu fälliges Haii»tor weit offen. Dahinter gähnt ein dunkler Flur. Vor dem Tor steht ein kleines, etwa vierjähriges Vilbel, an bm man es wieder einmal so recht deutlich sehen konme, dcch der Mensch aus Erde und Lehm gemacht ist. Der Kleine benützt das Tor als Schreibtafel. Der rechte Zeigefinger dient ihm als Feder. Auf dem Boden in einem Grübchen ist Strastenkot zu Brei gerührt das ist die Tinte, im die der Junge danm und wann die„Feder" taucht. Er hat im Eifer des„Schreibe»»' die Zunge ängstlich zwischen die Zähne geklemmt und schielt immer wieder Keinverzagt nach hiubeu. Ein etwa fünfjähriges Mägdlein sitzt ängstlich zufammengeduckt auf dem Wehrstein nebenan und lmli die Hände— zwei liebweich- patschige, schmutzige Pfötchen— nach braver Schiilerart schön flach auf einen umgestürzten blechernen Margarinokübel. Ruch sie wendet gleich dem Knaben immer wieder ihr herziges Köpfchen in halber Wendung furchtsam nach rüchoärts. Denn die Kinder spielen„Schule' und hinter ihnen lauert die gestrenge Lehrerin: .Ein Mädel von etwa sieben Jahren, barfuß, mit einem dünnen, semmelblonden Zöpfchen. Sie Hat neben sich ein Strickzeug liegen, aber weiß Gott, sie komnlt nicht dazu, eine einzige Masche zu fassen. Immer wieder springt sie ans und langt nach dem Hase' stälchen. Bemüht sich auch als„Lehrerin' ein gutes Schriftdeutsch zu sprechen: „Was? DöS da soll ein Haarstrich sein?' schreit sie den. Knaben vor der„Tafel" an.„Du Fratz! Ich werde es dir learnen!" Und das Haselstäbchen saust unbarmherzig über die kleinen Finger. Arme» Bül'ell Mit solcher Feder und solcher Tinte soll er auf dem alten Tor Haarstriche machen! Nichts ist der Lehrerin recht. Sie sitzt da und lauert auf Fehler und Uilgebörigteite», wie ein Jäger auf den Fuchs. Das Stäbchen in ihrer Hand sucht ordentlich nach lebendiger Betätigung. „Habe ich es dir nicht älw gesagt, du sollst die Hände gerade halten!" herrscht sie das brase Kleine auf dem Wehrstein an. „Wart, Fratz! Ich ioerde dich learnen I" Und das Stäbchen saust auf den Margarinekübel nieder, daß es dröhnt. Die Kleine hat ihre Pfötchen zum Glück noch rechtzeitig in Sicherheit gebrächt und befleißigt sich jetzt nur noch ängstlicher einer musterhaften Haltung. Die„Lehrerin" nimmt nun summarisch die„ganze Klasse" vor: „Ihr uukulidivierten Fratzen! Ihr berbüiert mir mein ganze? Löben!" Kein lieber Zug ist an dieser Kleinen; alles streng und mit» leidlos. Ich kenne das Mädel. E? ist sonst gnt und sanft. Aber es kopiert da offenbar seine eigene Lehrerin. So tat sich mir in dem simplen Spiel der.Kinder ein getreues. Widerbild einer kleinen Tiroler Dorfschule auf mit seiner ganzen trostlosen Dürre und Härte, Die. zlvei kleinen Schüler haben sich ebenso wie die„Lehrerin" mit der ungeheuren Kraft der Ktnderphaniasie ganz und. voll ui da? ..Milieu" hin eingelebt. Ganz devot und unterwürfig lassen sie alle Schelte und Schläge über sich ergehen; trauen sich nicht zu uurcksen und zucken jedesmal schmerzlich zusammen, wenn die„Lehrer tn' wieder nach dem Stäbchen langt. Sie versuchen alles ja nur recht gut und schön zu machen, aber was Hilft's? Wer sucht, der findet! Die„Lehrerin" hat schon wieder einen„Anhaltspunkt" gefunden— das schmutzige Häubchen der Kleinen; Gott sei Dank, da» Hasel- siäbchen bekommt wieder Arbeit. Die„Lehrerin" besah.Vorerst ihre etgene Hand, die auch nicht gerade sauber war; sie spuckte heimlich darauf»nd wischte sie an ihrem Röcklein verstohlen tut» dem gröbste» Schmutz heraus. Dann stürzte sie wie- sine Natter auf das Kleine los und riß ihr da? Patschhändchen in die Höhe: „Du Schmutzfink! Ich werde dir learnen, die Hände waschen!' Dann schall sie wieder mtl dem Knaben vor der Tafel: „Tui man'mit der Hand die Tafel abwischen? Siehst du nicht den Schivamm, du Racker?" Sie wies auf einen allen rotwollenen Fetzen, oer an dem Tor hing: „Du hast den Schwamm nicht amal ansgewascht? Marsch zum Brunnen und mache den Schwamm g'.mt naß! Und du Schmutz- sink, wasche dir die Hand', sonst schlage ich dich manSgageltott" Sie stieß die Kleinen mit Härder Faust gegen de» Brunne» zu und gab jedem noch einen Streich mit auf den Weg. Die beiden watschelten mikt ihren kurzen Beinchen furchtsank. enge anemandergcschmiegt dem Brunnen zu und wuschen und scheuerten und hatten ja gut acht, nur alles recht gut zu wachen! Wohl zwauzigmal taucht die Kleine ihre Patschhändchen tief in de« Brunne», di» sie ganz rotblau waren vor Külte. Aber was half's? Wer sucht, der findet! Die„Lehrerin" stand unter dem Tor und schrie ihnen zu; „Macht man e? so? Zehn Minuten von der Schule auSge� blieben! Ihr Fratzen! Ich werde Enk learnen!" Und sie schwang vielv er heißend das Hafelstäbchen den angstvoll Näherkommenden Kindern entgegen. Aber dann langte plötzlich ein langer, dürrer, brauner Schicksals» arm aus dem Dunkel des Hausflurs nach der„Lehrerin"; faßte sie hinten beim blonden Schopf. Ich hurte eine kreischende Stimme t-i sie gehörte wohl der Mutter an: „Hab' t nii g'sagt, du sollst stricken?' Dann dernabm ich ein dumpfes Pitsch-Paisch und das gellend« Geschrei der„Lehrerin". Im Nu war die kleine Schulwckt zerstört, die sich die Kindes unter dem Haustor aufgerichtet hatten. „O je," lachten die beiden Kleinen.„Die Lehrerin kriegt Schlag'!" Und liefen lachend davon. Ich aber mußte lange Zeit noch an die wirkliche Lehrerin dee kleinen„Lehrerin'» Lenken. Ich kenne sie nicht, und kenne sie doch! „Ans meinem Merkbuch", Verlag Staackmann, Leipzig, die VersammlungsreferMten. Bon Philipp Scheide manu. Im Laufe einer Jahrzehnte umfassenden Praxis als'Bev» sammlungsredner babe ich mancherlei Erfahrung sammeln könne», die ich für alle Interessenten, besonders also für Orga»isat»onS« leiter und VersaunnlungSredner. hi Gestalt einiger Fingerzeigs nutzbar machen will. Da die metsten Referenten sehr wohlhabende Leute sind, legd n t e M als Rückporto bei, wenn du anfragst, ob sie geneigt sind, in einer Versammlung zu reden. Beigelegte Rückmarke» wirken verletzend. Es wird jedem Referenten ein besonderes Vera gnüge» sein, täglich zehn bis fünfzehn Briefe zu beantworten. Das- - /w wr ms izr�-s jnz--—---------: ffrcrpfjrfc&e ßü* tin/b W&fage Verlangt wivb, /vorauf boti ben mi Sictie Sin frage üben in ben meiften fällen auSbrüctlid} peftanbet Werben foKte. Hat ein angefragter Redner Augesagt, dann nimm den Fahr- plan zur Hand und stelle fest, mit welchem Zug er ankommen kann. Kommt ein Zug mittags um 1 Uhr, ein anderer abends um 8 Uhr, dann berufe die Versammlung bestimmt für 7 Uhr ein, weil der Referent daheim ohnedies nichts ku tun hat und froh ist, wenn er schon vormittags reisen darf, mm in dem zumeist sehr inter- essanten Versammlungsort sechs Stunden in � einem freundlichen Lokal sitzen zu können. Ist es möglich, daß der Redner nach der Ver- sammlung, sagen wir um oder 11 Uhr, wieder zurückreisen könnte, dann ist die Versammlung so spät einzuberufen, daß der Redner einen Nachtzug bestimmt nicht mehr benutzen kann. Wenn es irgend geht, schreibt dem Referenten nicht, in welchem Saale er reden soll. Der Ort gewinnt sehr an Interesse für ihn, wenn er nach seiner Ankunft erst eine Plakatsäule aufsuchen muß, daran aber kein Versammlungsplakat findet, weil grundsätzlich nur im Parteiorgan inseriert wird. Er mutz infolgedessen erst einige Lokale besuchen, bevor er die Zeitung findet, in der die VersaMM- lung angekündigt worden ist. Derartige Fahrten wirken auf' die Stimmung des Redners überaus günstig ein. Ich setze als selbst- verständlich voraus, daß ein Referent nicht durch Abholen vom Bahnhof gekränkt wird. Unter allen Umständen mutz dafür gesorgt werden, datz der Saal zu Beginn der Versammlung bereits mit Rauch dicht gefüllt ist. Es ist für den Redner lästig, wenn die Rauchwolken sich erst während seiner Rede entwickeln. Ungemein wichtig ist es, für den Redner den geeigneten Platz ausfindig zu machen. Der Redner hat den großen Vorzug, seine Lungen während des Sprechen mehr gebrauchen zu müssen, als die bedauernswerten Zuhörer. Je nach Temperament wird der Redner mehr oder weniger schnell in Schweitz geraten. Zur Förderung seiner Gesundheit und zur Abhärtung ist es deshalb geradezu un- erlätzlich, ihn so zu stellen, datz er fortgesetzt von einem ftischen, abkühlenden Lufthauch berührt wird. Sehr einfach ist das Ver- fahren, wenn man seitwärts vom Redner die oberen Fensterflügel öffnet. Ausgezeichnete Zugluft kann auch erzielt werden, wenn man den Redner vor einen heruntergelassenen Vorhang stellt, den Vorhang aber etwa handbreit vom Boden in die Höhe zieht und dann auf der Bühne ein Fenster öffnet. Geradezu unverantwortlich ist es, dem Redner Wasser in greif- bare Nähe zu stellen. Das heißt, ihn in direkte Todesgefahr bringen; schließlich trinkt er in erhitztem Znstande wirklich einen Schluck des saalwarmen Wassers und stürzt, vom Schlage getroffen, als wte Leiche um. Dann findet die Versammlunig nicht den ge° . wünschten Abschluß. Die Pulte, hinter denen ein Redner spricht, s in d immer sauber, es ist also unsinnig, auf sie irgendwelche Sorgfalt zu ver- wenden. Der vorige Redner hat den Staub schon mit seinen Händen und Rockärmeln abgewischt. Aber es schadet auch gar nichts, wenn sich der Redner einmal das zornglühende Gesicht im Eifer ein wenig mit Pultstaub beschmiert. Dergleichen wird vom Publikum gern gesehen und lenkt die Aufmerksamkeit ein wenig von der Hetzrede hinweg fröhlicheren Gedanken zu. Ueberhaupt darf man die Rücksicht aus das Publikum nicht vergessen, für das schließlich der Redner da ist, nicht umgekehrt. Deshalb keine übertriebene Rücksichtnahme auf den Referenten. Kolossale Heiterkeitserfolge kann man erzielen, wenn man den Redner von einer altersschwachen Kiste herunter reden läßt, die man leicht so herrichten kann, daß sie zusammenbrechen mutz, so- bald der Redner eine heftigere Bewegung macht. Es wirkt un- � gemein komisch, wenn ein Redner in dem Augenblick verschwindet, in dem er mit dem Fuße auf den Boden stampft und mit der Faust auf das Pult klopft. Manche Redner haben die lächerliche Gewohnheit, nach einer schriftlichen Disposition zu sprechen. Viel amüsanter ist es aber für die Versammlungsbesucher, wenn der Redner eine Feld-, Wald- und Wiesenrede hält, in der alles wie Kraut und Rüben durch- einander serviert wird. Deshalb beachte man die Lichtverhäliniffe für den Redneri Wenn man dafür sorgt, daß er seine Notizen nicht lesen kann, ist die vergnüglichere Rede wahrscheinlich sicher. Besondere Rücksicht muß übrigens auf gegnerische Versamm- lungsbesucher genommen werden. Weiß man, daß eine Versamm- lung gestört oder gesprengt werden soll, dann muß man von vorn- herein die Maßnahmen so treffen, daß die zärtliche Verwandtschaft in nächster Nähe des Referenten die besten Plätze findet, damit sie den Referenten und dieser sie in gar keiner Beziehung mißver- stehen kann. Man sollte, wenn es irgend geht, die Bühne, auf der der Redner steht, für die Besucher reservieren, die stören wollen. Wenn die von mir gegebenen Fingerzeige beachtet werden, ist jeder Versammlung der Erfolg von vornherein gesichert. y~ neuen tifeetT!~ f 9tid)ntb(SIS ttev bat unter biefem Xitel SSerfmfe flf» fammelt, bie in SipIforbSmenfotm zum[oitalifti{d)ett Deute» und Handeln anfeuern falten. fZwilling- Verlag, Pankow.) Di« folgenden find dem Büchlein entnommen: Siehst du die Rettung winken? Sie kommt von den Bergen, wie immer, wenn du das Haupt hebst. Di: mußt den Kopf heben. Bruder, denn von den Bergen flammt die Rettung. Du mußt nicht auf das Fleckchen Erde starren, auf dem du stehst. Merkst du nicht, daß dann jeder deiner Brüder ein anderes Fleckchen Erde sieht, wenn er ebenso tut wie du? Du mußt den Kopf heben, du und deine Brüder; ihr müßt nach den Bergen sehen, von denen die Rettung winkt. Wenn Millionen den Kopf heben, sehen alle ein und dieselbe große Sonne. Du mußt den Kopf heben. » Sozialismus ist keine Tat schlechthin, sonst müßte er einmal sterben; jede Tat welkt und stirbt. Sozialismus ist eine wirkende Kraft, nie Erfüllung, immer Glaube, immer Hoffnung, das imnier wieder aufgehende Gestirn des Himmels. Sozialismus ist der göttliche Funke im Menschen. Sozialismus ist erstrebte Menschenbeglückung, der Weg zum Paradies, nicht zum Paradies der Toten, sondern der Lebendigen, der Schaffenden. » Wie kann ich aber mein Vaterland lieben, wenn ich meine Volksgenossen hasse? Hat nicht die verlogene materielle „Vaterlandsliebe" den Wahnsinn gezeigt, ein Sozialist ver- rate sein Land? Hat nicht der ruchlose Nationalstolz immer wieder die Klauen nach fremdem Gut ausgestreckt, bis er selbst einmal zum Opfer und zum Verderben am eigenen Volke wurde? Ist der ein Patriot, der sein Volk dem Hasard- spiel des Krieges immer und immer wieder aussetzt und nicht nach dauernden Volkergesetzen strebt? Nicht durch Kriege werden die Aufgaben der Menschheit gelöst, sondern durch einen friedlichen Wettbewerb der Nationen. Um dazu zu gelangen, muß der Körper der Nationen für unverletzlich erklärt werden. Gegenseitige Hilfe. Natürlich leugne ich den Kampf ums Dasein nicht, aber ich b» hcvupte, daß die fortschre'iitende Emtvuklung dos Tierreichs und ins- besondere der Menschheit weit mehr durch gegen sottige Unter- stützuny als durch gegeuseitigein Kampf gefordert wird.... Alle Lebewasen haben zwei wcfenÄiche Bedürft risse; Das der Ernährung und das der Fortpsla-NAUng der Art. Tos erste bringt sie zu Kampf und zu gsgenij erdiger Verdilgii-ng, während das Bedürfnis. die Art zu srhatten, sie au gegsnfsiMger Annäherung und Unterstütz-ung bringt. Aber ich neige zu der Anschauung, daß in der Entwicklung der organischen Welt, in der fortschreitenden Ver- änderung der Lebewesen, die gegenseitige Hilfe unter ihnen eine viel wichtigere Rolle spielt, als ihr gegenseitiger Kampf. Glücklicherweise ist Konkurrenz weder im Tierreich noch in der Menschheit die Regel; sie beschränkt sich unter Tieren auf Aus- nähmezeiten. Bessere Zustände werden geschaffen durch die Uelber- Windung der Konkurrenz, durch gegenseitig Helfe In dem großen Kamps ums Dasein sucht die natürliche Auslese fortwährend aus- drücklich die Wege aus, auf denen sich die Konkurrenz möglichst vermeiden läßt. Die Ameisen vereinigen sich in Haufen, in Völkern, sie stapeln ihre Vorräte auf, sie halten sich ihr Vieh und vermeiden so die Konkurrenz; und die natürliche Auslese wählt aus der Familie der Ameisen die Arten aus, die es am besten verstehen, die Konkurrenz mit ihren unabwendbaren verderblichen Folgen zu vermeiden. Die meisten unter unseren Vögeln wenden sich läng- sam dem Süden zu, wenn der Winter kommt, aber versammeln sich tu zahllosen Gesellschaften und imlernehrnen lange Reisen— und vermeiden so die Konkurrenz. Male Nagetiere fallen in Schlaf, wenn die Zelt kommt, wo die Konkurrenz eintreten würde. Und wieder andere Nagetiere stapeln Nahrung für den Winter aus. und sie versammeln sich in großen Kolonien, um den nötigen Schutz zu haben, während sie an der Arbeit sind. Die Renutiere wandern, wenn die Flächen im Jnitern des Landes vertrocknet sind, gegen die See. Büffel durchqueren ungeheure L Endflächen, um reichliche Nahrung zu sinden. Streitet nicht! Streit und.Konkurrenz ist der Art immer schädlich, und ihr habt reichlich die Mttel, sie zu vermeidenl Das tst der Sinn der Natur, der nicht immer völlig verwirklicht wird, über immer wirksam ist. Das ist die Pavole, die aus dem Busch» dem Wald, dem Fluß, dein Ozean zu uns kommt. Das ist es, was die Natur uns lehrt, und das ist es, was alle die Tiere, die die höchsten Stufen in ihren Klassen erreicht haben» getan haben. Das ist es auch, was der Mensch in allen Sinsen semer Entwicklung getan hat; und darum hat die Menschheit die Stufe erreicht, aus der wir jetzt stehen. Peter Kropatk in. 0==- Syzimat V»« Ernst S ch» r. Heimat! Ist Heimat nur Dorf und Land 1 Nur die kleinen Städte? Auch über dem Meer der Mietskasernen wölbt sich der Nachthimmel mit all den Sternen. Tausende funkeln auch hier und die Milchstraße spannt ihren Bogen. Ein Meer von Häusern duckt sich darunter wie Schafs, die in der Hürde zittern, und Lichter leuchten aus den Stuben der guten, kleinen Menschen, überall sind sie am Werk. Cin rastlos Gewimmel. Wie Bienenfleiß. Wie Ameisenrennen unter dem unendlichen ruhigen Himmel. Gibt es nur ein Zurück? Zu Dorf und Land? Gibt es nur eine Flucht? — Zu den kleinen Städten? Es gibt größere Zusammenhänge! Es gibt größere Organismen! Weit wie der Himmel! Und stark wie die Welt! Die kennen dich nicht, die der Zufall hierher geführt, wie der achtlose Wind ein Blatt verwehk. Lassen sich treiben in dem Strom der Ding« bis zu dem Zentrum, das sie anzieht: Berlin l Meilenweit verschlingt dieser Magnetberg im Umkreise die Cisenstücke. Meilenweit streckt dieses gewaltige Tier seine Arme. Deren Jugend hier aufwuchs zwischen all den Häufern, die den Himmel suchen mußten, sehnten sie sich nach der Bläue, die kennen dich. Heimat I Die in den Straßen irrend Erinnerung überfällt— hier— und da— und dort wieder- die kennen dich. Denen du Wunden schlugst tief in ihre Seele— die erkennen dich: Werkmeister ihrer Seele. Und tausend und mehr als tausend Herzen nennen dich, auch dich mit bebender Lipp«: Heimat. Wasser tut's freilich. Von Pvof. Alfred Grotjahn, Berlin. Wer je Weimar und seine Evimvorumgs stätie n an eine wiMich große Zeit besucht hat, erinnert sich mit Befremden, mit welch be- schvÄenein Waschgervt die dort pietätvoll erhaltenen Wohnungen aniierct großen Dichter und ihrer hetrschastftchen Gönner ausgerüstet sind. Offenbar sind unsere Aliworcheren selbst an den Gipfel- puaMen ihrer Kultur in der Antoendirng des Wassers auf ihren Körper sehr zurückhaltend gewefen. In der Tat begannen wir Mitteleirropäer erst vor wenigen Jahrzehnten die mimliche Reinlichkeit, die die Landesfiite der äußeren Kleidung und den Ge- bvauchsgegenfiänden widmet, mich auf Haut und Körper anszu- dehnen. Und selbst heute ist es damit noch schlechter bestellt, als vom Standpunkte der Gesundheitspflege wünschenswert ist. Viele behmpten zwar auch schon gezemvävtig, daß sie sich„tägÄch" den ganzen Körper wüschen. Fovscht man aber nach, so erstreckt sich die Bezeichnung des �ganzen" Körpers in den weitaus meisten Fällen auf die Gegend ober halb der Brri-ft, während doch gerade unter- halb dieser Gegend jene Körpsvregionen liegen, die die tägliche Be- rührung mit Wasser, und zroerr am hosten mit warmem Wasser am nötigsten haben. Der ideale Zustand wäre ein kurzes warmes Bad für jede Person täglich Sicherlich wird im hygienischen Zu- Znn'stsstaat jeder einen Tay, an dem er nicht gebadet hat, nur mit dem Gefühl des schlechten Getvisseais zarbringen. Daß diese Forde- runz des täglichen Bollbades den meisten von uns noch übertrieben vorkommt, ist schon bezeichnend dafür, wie wenig entwickelt der Rei-nlichkeitssinn bei uns noch ist. Leider wird aus naheliegenden Gründen auf die Erfüllung dieser hygienischen Forderung für ab- fehbare Zeit nicht zu rechnen sein. Das Waschen soll nicht nur die Verunreinigungen der Haut fori spülen, sondern vor allen Dingen vorher anflösem. Deshalb wasche man sich, wenn es irgend die Umstände«wlaulben, mit warmem Wasser, das die Schmutzteilchen der Hautoborslache schnell auflest, wahrerd das kälte gar zu leicht wirkungslos in Perlen «m der fettigen Haut abläuft. Es ist«in Jrvtum. anzunehmen, daß das Waschen mit warmem Wasser die Haut verweichliche und zu ErkAtungen geneigt mache. Die kurze Zeit des Waschens ist für die Abhärtung oder Berwoichlachumg bedeutungslos; denn für diese Zwecke ist es wichtiger, die Haut den natürlichen Reizen der frischen Lust bei gleichzeitiger Bewegung auszusetzen und sich häufig im Freien in leichter Kleidung zu bewegen. Wenn hier gerade dem warmen Wasser eine besonders warme Lobrede gehalten wird, so soll damit nicht gesagt worden, daß nicht auch das kalte großen Wert für die Renwzung und Rvinhaßung des Körpers hat. Solange die Böueiiiwig von warmem Wasser für Bade- und Waschgwecke noch das Vorrechb weniger, mit Warm- Wasserversorgung versehener Wohnungen-ist und solange nicht eine Herabsetzung der unerhört hohen Tarife für Elektrizität die wunder- vollen eleZwischen Heizwasserapparate zum Gemeingut gemacht hat, wird die große Masse d«r Bevölkerung immer noch vorwiegend auf das kalte Wasser als Haup tr einigungsmittel angewiesen bleiben. Es ist deshalb vom gesundhoitllick�n Standpunkte unbedingt orforber- iich, daß wir nnö und unsere Kinder daran gewöhnen, einanal am Tage mit Lappen oder Schwamm sich vom Kopf bis zu den Füßen mit kaltem Wasser abzureiben, und zwar die Füße einbegriffen, was ausdrücklich hervorzuheben nicht überflüssig ist und am besten durch Hineinstellen in das mit Wasser halb gefüllte Waschgevät be- werkstelligt wird. Diese Prozedur gewöhne man die Kinder an, abends vor dem Schlafengeh«! vorzuacehinen. Auch die Erwachsenen sollten nicht unbedingt an dem Grundsatz festhalten, daß die Anwendung des Wassers nur in der morgendlichen Haft vorgenommen werden dürfe. Namentlich wer staubige oder schweißtreibende Ar- bete verrichtet, sollte sich der Wohltat gönnen, nach getaner Arbeit vor dem Abendessen sich ein Vieritelstündchen den umständlicheren und feineren Maßnahmen der Körperpflege zu widmen. Aber auch wer täglich den ganzen Körper mit kaltem Wasser, Schwamm und Handtuch abreibt, muß wöchentlich ein warmes Vollbad oder wenig- stens eine Soifenabwaschung der gesamten Körperoberflache vor- nehmen. Von größter Wichtigkeit für die Körperpflege ist auch das Waschgerät. Geschichtlich überkommen, aber völlig verkehrt ist eine Waschschüssel aus zerbrechlichem Material, sei es aus Porzellan oder Ton oder Steingut. Sie muß vielmehr, wenn sie auch nur den bescheidensten Anforderungen der Hygiene genügen soll, ans Metoll fein, damit sie nicht zerbricht, wenn sich der Benutzer mit den Füßen hineiinstellt. Unzertrennlich mit jeder Waschschüssel im Schrank verbrmden mach selbstverständlich eine ausgiebige Wasserkanne und ein geräumiger mit Deckel versehener Ausgußeimer seiu. Eine solche Waschgarnitur aus emailliertem Eisen genügt bei richtiger Benutzung allen billigen Ansprüchen der Reinlichkeit und ermöglicht sowohl ein täglich einanaliges Waschen des«ganzen" Körpers in des Wortes„ganzer" talsächlichcr Bedeutung als auch ein mehrmaliges der besonders wichtigen Wrpcoteil«, namentlich der Hände, die am moisten als„Bazillenkutsche" zur Kvankhoitsübertragung dienen. Roch besser ist es natürlich, wenn man außer einer handlichen Waschschüssel noch über eine Wanne aus Zinkblech oder Holzstoff verfügt, die etwa einen halben Meter im Durchmesser mißt und ________________________ � «V\\ �vs!�aswv\v«yx>stcv�>c>rcc-» vMoo�vV� cwvvS wxx'x'v �xJo-v�tyvC-V� ex�cAg�. xo�rCSs«**- �ui �üiywcjc, bl-e Wotm hex im�\<Ä.\;c«.cti Yffittn* lo�uen uns. bo�\«uch das i u V u b c r n SliivctulWffcitctt bac Sjcmt bofcltlg;« Soniw. Jiciibec umchetr We tmeiftett Ntenschen btnn Pudac eiurai durchmiS ber?chrten Gsbmmch. Er gehört»rtchi auff die sichwaren Tei-le des KSrporS, wie Gestchi, Hände nmd«iMSssle Aome. sondern iwsrall dorthnl, w»ind Mähe auf d!e tcvnsend topsptÄligen und übersllrsftgen SchAchcitSmittMen beMenden, ,ntt deren An-wendirnig sie dem Körper oft mehr schaden als nsttzen. 77«? —=5S3E5.- Z�Ml�WMn und Schauen Beim Deila' Lama. Zum zweiten. Male im Verlaus eines Alchrchundects ist jetzt der Fast Vreignis geworden, baß ein Euro- päer eine Audienz bei dein in Lhassa, im innersten unzugänglichsten Asien, residierenden Dalai ÜZamq erhalten bat. Der erste, dem diese seltsame Auszeichnung zuteil wurde, war der englische Arzt Dr. Mamling» der im Fahre 13t t bau dem Oberhaicht der vuddhistr- fchen Kirche empfangen wurde. Jetzt. ist dem englischen Telegraphen- Ingenieur Fairley die gleiche Ehre gölvorden. Allerdings hatte dieser es ungleich leichter als sein Borgänger, da er die Reise nach Lhassa auf Einladung der tibetantschen Regierung machte, die den Wunsch hegte, mit Indien eine rekegraphische Verbindung zu. er- langen. Ein Besuch in Lhassa, so erzählte Kachlet» einem Berichterstatter der„Morning Post", fahrt ums in das Mittelalter,>vo eS am tief- sten und dunkelfren ist. Die WM0 Einwohner Lhassa? Hausen in elenden, schmutzigen Hütten, die der etmeniarsheu ReinlichkeitS- bedtugungen entbehren, and unter den jämmerlichsten hygteuischea Lebe n soe rhä l tnisse ru Es ist unter diesen Umständen als ein wahres Glück gi? betrachten, das; da»„Rom der Buddhisten" auf einem Mtib Meter hohen Piatean liegt und sich eines Klimas erfreut, wie es gesünder nicht zn denken rst. Der Dalai Lama residiert in einem außerhalb der Stadt gelegenen Palast, der auf einem drei- gipfeiigeu Berge erbaut ist und zu dem man nur auf Leitern ge-- langen laniu Der Palast, das sogenannte Potala, zeigt in seinen Pracht räumen eine Ausstattung» die von üppigem Gochschmuck geradezu überladen ist. In dem schönsten dieser Räume, einer säitteugctragenen Halle, wurde Fcnrleh in Audienz empfangen und tauschie mit dem buddhistischen Kirche nfürsie,, die vom Gebrauch vorgeschriebenen Ehrenbezeugungen ar?s. Dabei breitete ihm der Dalai Lama mit eigenen Händ.n ein seidenes Tuch über die Arme, mit dem dann der Ingenieur seinerseits wieder die Hägde des Dalai Lama bedeckte. Dann erst dur'w er mit Hilfe des Dolmetschers die von dem Dalat Lama an ihn gerichteten Fragen beantworten. Fairley wurde dann auch Gelegenheit geboten, den berühmten Jolhand-Tempel zn besichtigen, vor dessen mit Edelsteine« ge- schmücklem, tu Lebensgröße anSgesrchrlcm Buddhabildnis, daS mi- geblich noch zu Lebzeilcn BrÄdhas verfertigt worden ist, beständig 27 Lampen!» massiv goldenen Kandelabern brennen. Hier, in der ,. PeterSkirche des Buddhismus", w,rd auch eine Glocke aufbe- wahrt,' die die Kapuziner im Stiche lassen mußten, als sie sich im Jahre 1745 genötigt sahen, Lhassa wieder zu oerlassen. Wenn Tibet auch beut«»roch immer der Well ein Geheimnis bleibt, so zeigt doch die Audienz Fatrleys, daß der in Regicrungskrcisen herrschende Wunsch, Verbindung init der tvestlichen Welt anzuknüpfen, hcreitK dazu beigetragen hat. eine Bresche in die Mauer der Abgeschlossen- holt zu legen. Dir Annahme der Wurnierkraukungeu. Zweifellos hat seit rem Krieg die. Zahl der Erkrankungen an Würmern, insbesondere an den kleinen Spulwürmern, ganz erheblich zugenommen; sie dürfte bedingt sein einerseits durch das enge Zusammenwohnen großer Volksmasscn in unhpaienische» Verhältnissen während des Krieges, andererseits durch daS UeberwiegeU der vegetabilischen Nährung. DW Murmerkrankung ist eine häufige Ursache deS schlechten Aussehens, sowie von Kopfschmerzen,. Magcir- und.Darmcrkran- kung, lwsond'erS der Kinder. Der Kranke wird gewöhnlich aufmerk- sä«! ans seine Erkrankung durch ein heftiges Jucken in der After- gegend; meist sind die Würmer sodann mit Leichtigkeit im Stuhl-- ga»S nachzuwerfen. Die Erkrankung ist weniger gefährlich als unangeuebm und sehr hartnäckig. Ein Medikament, das in kurzer Zeit diese Art von Würmer« beseitigt, gibt es nicht. Dagegen . kann man mit ziemlicher Sicherheit die Erkrankung beseitigen durch Einhaltung einer peinlichen Reinlichkeit und Beachtung gewisser -/Vorschrift«�. Die Würmer lagen in der Gegend des Afters. der /Menschen ihre Eier ab; durch Kratzen gelangen die Eier an die .«'"\\ XV-«»./x-XV»««x V.X-.-.X., V wX,, m-xx«Scxxxxx epncrv vvn!i> loäon xr-tober rßre. et'xoo«d x-'.x« v-sr. kvelvlaus ve-gurnt von neuem. Da? Wtchttcht-e bei der BeHand- luna ist daher die stete Wtederinsektion mit den Wurmeiern zu verhüten. Dazu gehört ein? peinliche Sauberkeit, Händetoascheu nach dem Stuhlgang, Fingernägel reinigen, nacht» Unterhosen an« lassen, damit ein Kratzen int Schlaf vermieden wird, Sitzbäder, gegen das Jucken.. Abtupfen mit Esfigtvasser. Sehr gut bewähren sich Einläufe mit abgekochlom Knoblauchwasser oder verdünntem Esstgwasser. lUt�ciZl Sucher tisch Mozart auf der Reise nach Prag, diese köstliche Novelle Eduard MörikeS, die auf dem wundervoll gewirkten Zeit« und.Kulturhiiitergrund den Menschen und Musiker Mozart in einem bedeureud ausgestalteten ErtedniS porträtiert,.wird vom Vertag Vorwärts neu herausgegeben.(Preis 2.50 M.j Das Gewand ist dem Inhalt vortrefflich angepaßt: der leinengepreßre Umschlag zeigt MozartS Medaillon in zierlicher Rahmung. Die Anmut der Sprache, die scheinbar spielende Lerchttakeit der Darstellung lockt zum ersten Genüsse, der schöne Gehalt führt zur erneuten Lektüre zurück Johannes B. Jensen: D a s V e r l o r e n e L a n d.(S. Fischer, Vertag, Berlin-j Es ist der einieitcudeäSand zu einer fünfbäiidigen Bücherreihe, die die GestaUuiig des Antlitzes der Erde in Roman- form darstellt. 2 Bänve:„Der Gleticker" und„DaS Schiff" sind bereits erschienen, zwei lveilcre in Borbereiliing. Wer sich für das Werden des Lebens aus den pninitivstei! Anfängen interessiert, von den einfachsten Lebensmvglichkeilen-- Leben von Menich, Tter unS Pflanze und ihrer gegenieitigen Abhängigkeit— aufwärts steigt bis zur Kenntnis des Feuers und dem Dämmern einer Erkenntnis von der Zweckmäßigkeit auch der nichtkoßbaren Dinge: Gestirne, Jahreszeiten, Meer, bis zum ersten Fleckchen Eises, dem Verkündige«: eines neuen Zeitabschnittes, der wird hier freudig verweile» und die weiteren Bände mit Interesse erwarten. R. B. Der deutschen Jugend HaudwerkSbrrch.(Vevlag B, G. Teubner.) Die Arbeit in die Schule einzuführen, vom toten Wissen zum leben- digen Schaffen zu führen, wird nrwner mehr als Aufgabe der Schule erkannt. Der Handferti-gkeitSunterrtcht ist der erste Auftakt dazu- Inzwischen wird die Jugend sich selber helfen müssen. Ein überaus nützliches HilfStuittel, um die. Hände geschickt zu machen zu anregender und nützlicher. Arbeit, hat Pros. Ludwig Pallat. der unermüdliche Vorkämpfer der Knabeilhandarbeit im Preußischen; Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, da? von ihm herausgegebene, von de» erfahrensten Praktikern bearbeitete Handwerksbuch geschafsen. Der zweite Band, der jetzt neu vor- Auf Papparbeite ii, Klebebilder, Drucken mit Linoleum und Papier, Anfertigen von Gall- und Sprengpapiereu folgen Holzarb eiten mit genauer Erklärung der nötigsten Werkzeuge, und Anleitung zur Behandlung des. Holzes.(Rollwagen, Kasperltheater, Wandschrank, Bücherbrett u-sw.l. Auch schwierigere Drechselarbeiteu sind mit auf- genommen. Von den Metallarbeiren ist besonders das Metallrrer- beir berücksichtigt, Draht-»lud Btecharbeitcn sowie das Lötverfahren find ebenfalls eingehend geschildert. Technisch begabte Knaben finden Anregung zum Herstellen von Dampfmaschinen, Motoren und Nugzeugmodelleu. Eine Jugend, die in solcher Werse. Kopf und Hand bildet und unmerltich zur Kunst kommt, wird auf allen Lobensgebreten tüchtig sein. Möge die Schule bald diese Aufgabe übernehmen. D. M,s öor Praxis Wluterleger. Die Hühner können nur dann im Winter Ei« legen, wenn sie'eine entsprechende Fütterung erhalten. Soll ein Huhn als Legehuhn feine Pflicht tun, so muß es mehr Nahrung erhalten als es für die Erkaltung seines eigenen Körpers braucht. Dies denen zur Mahnung, die da glauben, am Futter sparen zu. können und sich dann wundern, wenn die Hühner auch mit den Eiern sparen. Tiere, die nur so viel Futter erhalten, als sie gerade zur Erhaltung ihrer KörperkrSste benötigen, können einfach nicht legen. DaS Futter muß aber auch nahrhaft sein und dazu abwechslungsreich. Es kommt also nicht auf die Menge, sondern auch auf die Güte an..Körner allein tun es nicht, Knocheuschrot und vor allem auch Grünfutter find unerläßlich. Kleie und Kar- toffeln allein genügen ebenfalls nicht. Desgleichen soll aber auch durch Anlegen von Schammmcn für genügende Bewegung der Tiere gesorgt- werden, denn andernfalls hat das gute Futter auch keinen Zweck, da die Hühner dann nur Fett ansetzen. Das Anpflanzen von Haselnuhsträuchern in Gärten ist sehr zu empfehlen, da der Haselnußstrauch auch mit weniger günstigen Plätzen vorlieb nimmt, wenn er nur genügend Nahrung findet, Vielfach werden die Lambarisnüsse zur Anpflanzung empfol.Ien, doch sei vor ihnen gewarnt. Sie sind nicht wmterhart und leiden besonders durch Spätfröste..'.ES gibt jetzt eine ganze Anzahl besserer' Haselnüsse.