Nummer 5 3. Jcbtuar 1�21 _ � W/ c)�) Aneerhaleungsbeilage öss vorwärts /�•�- Xcb bin arm, du Vitt arm, Das macht uns gleich; Ich hab' dich gern, du halt mich gern» Das macht uns reich I B o l k» l i e d. Mit der Kamera auf der Löwenjagd. Bon(L 0. Schillings. Der eben verstorbene Ersocicher oi'.asrikonticher HatocU fttbt in leinem(!rtebni»buche.Mil Biitzllchl und wüchse im Zauber de» T>ei->'cho� O* Bo gtläubcrS Oering, Leipzig, da? in letnei OiblioiHel seblen lollie, metslerbasle Tier- und Nalurichitdennigem Sil geben daran» eine nächtlich« Löwenbeschieichung an der Addlränte Wieoer. Der Leser folge mir in Begleitung eines erprobten Sdiworzen in mein sorglich Hergerichlete» Dvrneuversteck, dessen Eingang von einigen Leuten durch DoraeUweige fest verschlossen wird, und in dem wir dann aliein gelassen werden. Drei nach verschiedenen Seiten ausmündend« Luken erlauben mir nach verschiedenen Rtch> hing sn ju feuern. Wir machen es uns durch mitgebrachte Decken so bequem wie möglich, und sind bald allein in der großen stillen Einsamkeit. Ich Habe mein Bersteck so gewählt, daß ich sowohl aus da» Erscheinen ven Löwen, als auch von zur Tränte ziehendem Wilde verschledener Arten— selbst auf Rinvzerosse rechnen kann. Leider erstrahlt die Mondscheibe noch nicht in ihrem vollen Glanz«. Immerhin erhellt sie uns die Umgebung in der klaren tropischen Lust derartig, wie es nur bei Bollmond in heimatlichen Breiten möglich wäre. Eine Weile vergeht in gespannter Aufmerksamkeit. Der in un» mittelbarer Näh« angebundene große Eiier Hut sich nunmehr an seine Umgebung gewöhnt: er beginnt da» ihm vorgeworfene Gras zu fressen, offenbar auch bnuhtgt durch unsere Nähe. So oergeht eine Stunde In verschwommenen Konturen zeich» neu sich vom dunNen tiintergrunde de» Schiljdicktchts am Wasser ein Rudel Antilopen ab. Es scheinen Wasser bücke zu sein, die aus ihren Berfteckea auf die offene Flöch« zur Aefung ausgetreten und bald im Hintergrunde oerschwinden. Eine gewisse Müdigkeit macht sich bei mir geltend, aber ich be- kämpfe sie und darf auch meinem Begleiter keinen Schlaf gestatten: da» unvermeidlich« Schnarch:» des Negers, ja selbst ein zu lautes Atemholen tönnie von den feinen Sinnen nachllicher Besucher au» dem Reiche der Tierwelt vernommen werden. Wiederum vergeht eine gewisse Zeit. Plötzlich erblicke ich recht» von mir, ziemlich nahe, einen vorher nicht bemerkten großen dunklen Gegenstand, der sich leise, vollkommen geräuschlos. meinem Ansitze und der Wasserstelle nähert. Ohne Aufenthalt kommt die gewaltige dunkle Masse näher und näher, und gleich darauf unterscheide ich deutlich zwei solcher Gestalten, die, stch un> mittelbar folgend, mir nunmehr aus 150 Schritte gegenüberstehen. Längst Hab« ich sie im unsichern Mondlicht erkannt: es sind Nashörner, wie es scheint, zwei ausgewachsene Tiere, die hier zur Tränke wollen. Schräg an mir vorüber, dem Wasser zu wechselnd, sind sie mir setzt auf höchstens hundert Schritte nahegekommen und oerhosfcn nochmals, dann treten sie zum Wasser, um gleich darmis im Schilf und Sumpf zu verschwinden. Ei.-»« Weile hör« ich sie noch plätschern: dann kann ich nichts m«hr wahrnehmen. Unsichere Konturen eli<«s kleinen Säugetieres, wahrscheinlich eines Schatols, heben sich nicht lang« darauf in der Näh« des Wassers vom Boden der Steppe ab, und nach einiger Zeit läßt klagendes Gebell l» derselben Richtung Meine Vermutung gerecht- fertigt erscheinen. Die erwarteten Antilopenrudet scheinen jedoch ' heute einen andere» Träukpiatz auszusuchen. So vergehen einige Stunden, nur unterbrochen durch das Geräusch de» immer noch > gleichmäßig seine Gräser kou-mden Stiere». Nun aber schnaubt er. ; urplötzlich zweimal kurz und erschreckt, eine graue, pfeilschnell und ! polternd über den Boden dahingleitende Mass« schießt auf Ihn zu, und Stier und Wwe.— denn der König der Steppe erheischt seinen Tributl— wälzen sich im nächsten Augenblicke in eine Staubwolke ' gehüllt vor meinen Blicken Ii Undeutlich fühle ich, daß noch cm zweiter Löwe von der andere» Seite ebenfalls in den kurzen stampf eingreift. Dann wird ein Röcheln und Stöhn->n härbw-, der Stier liegt am Boden und über ihm die beiden Raubtiere, die sofort ihre Mahizell beginnen. Aber als ob rm Zauberer seine Hand im Spiele hätte, ver» finstrrt sich der Mond nun plötzlich durch eine vor seine Sichel tretende Woltenbunk. Alles um mich her ist in tiefe Dunkelheit ge» hüllt: nur das Krachen der Knochen, das Zerren und Zerreißen de» Fleisches unter den Zähnen der beiden Löwen ist für mich ver» nehmbar. Rings umher herrscht tiefe nächtlich« Still«. Unbekümmert um das Drama, aus dem Tierleben, dag sich da soeben abgespiell hat, schreit nun plötzlich einer der kleinen Rachtafsen gellend und lachend in die Nacht hinaus Was kümmert ihn cm Schutz« sein« Baumkronen das Getriebe außerhalb seines lustigen Reiches, da unten am Erdboden! So vergeht Minute auf Minute. Endtich wird die Mondscheibe wieder sichtbar, und nun. da ich neu« Beobachtungen nicht mehr machen kann, benutze ich die Gelegenheit, aus einen der Löwen Frn« zu geben Aber ich habe heute kein Glück. Mit dem Knall verschwinden beide Löiven in der Dunkelheit, während ich in höchst deprimierter SUmmung in meinem Berstecke zurückbleibe. Vergeblich sind die nächsten Stunden de» Wartens: es ereignet stch nichts mehr. Selbst die sonst doch überall anzutreffenden Hnänen scheinen heute abwesend zu sein, und als der Morgen an« bricht, kehre ich wie zerschlagen zum Lager zurück, zerstochen von Moskitos, und mit jencni eigentümlichen Gefühle, weiches untrüglich bald herannahendes Fieber kündet. Gewiß habe ich auf dies« Weise manch interesianten Einblick in da» nächtlich« Leben und Treiben der Tierwelt getan. Aber ein« Jagd, auf wenige Schritte aus sicherem Berstecke ausgeübt, hat mir nie besonders zusagen können. Mehr reizte es mich, auf diese Weise zur Nachtzeit Löwenüberfälle im Lichtbild« festzuhalten. Allein, da« hat seine Schwierigkeiten, gleichviel, ab man den Apparat selbst auszulösen versucht, oder die Ausnahm« durch Löwen auslösen läßt. Immer wieder mißlangen meine nachiphotographischen Ber» suche. Masaikrieger zeigten sich In der Näh«: ein Apparat wurde mir von ihnen geraubt. Da galt es mit größter Geduld immer wieder zu versuchen, bis endlich das gewünschte Ziel erreicht worden ist. Unbeschreiblich aber war die Freude, als. zu später Nachtstund« eingeprägt, stch jene großartigen Bilder ursprünglichsten Lebens>md Wcbens des mächtigsten Raubwiides der Erde aus der kleinen Glas» platte unfehlbar getieu und dokumentarisch offenbarten. Selbst die sonst geistigen Genüssen nicht geneigten Schwarzen waren hoch er» freut, und längere Zeit hindurch bildeten diese Ereignisse ihren Ge» sprächsstvsf am Lagerfeuer. Bezeichnend für die Schwierigkeit des Antreffe»? von Löwen zur Tageszeit und völlig beweisend in dieser Hinsicht ist die Tat» fache, daß ich gerade in jenen Tagen von all den zahlreichen Löwen schußmüßig zur Tageszeit keinen z» Gesicht bekuml Kaum aber hatte ich meine Fallen aufgestellt, als ich eine gaiize Anzahl er» beutete, darunter in ununterbrochener Reihenfolge allein sieben starte männliche Mähnenlöwenl Eine Anzahl Löwen freilich ver» ichmähten dargebotene Stiere vollkommen, näherten sich denselben , zwar bis auf wenige Schritte,— hielten sich aber Nacht für Nacht ! an ihre gewohnte Beute, die Wildherdcu der Steppe. �Zum ersten, zum zweiten unö zum � Von Fritz Müller. Nach zehnjährigen treuen Diensten ächzte mein Schreibtisch» sessel auf und war kaputt. Flicken lohnte nicht mehr, also einen neuen. Neue aber waren unerschwinglich.— .Weitzt Du was/ sagte meine Frau,»wir steigern einend— »Aber ich habe keine Ahnung von der Technik."—»Hm, ich auch nicht, schau im kleinen Meyer nach." Ich schlug ihn aus:„Versteigerung ist die freiwillige oder un- freiwillige Vergantung von beweglichen und unbeweglichen, öffent- ltch aufgerufenen Gegenständen mit dem Zuschlag des Auktionars zum Höchstgebot."—„Schön," sagte meine Frau,„jetzt gehen wir. In der Löwengrube ist eine ausgeschrieben." Unterwegs fragte sie mich:„Hast Dir's ordentlich gemerkt?"— „Verstelgerung ist— Versteigerung ist die freiwillige oder unfrei» wMige Ver— Ver— ich Hab das Wort vergessen."—„Dachte mir's. Kehr um und nimmt den kleinen Meyer mit."— Ich kehrte um und nahm den Keinen Meyer mit. Unterwegs trafen wir den langen Meyer, unfern Vetter.„Na, wohin?" fragte er.—„Einen Schreibtischsessel wollen wir ein» steigern."„Steigern? Wißt Ihr denn Bescheid?"—„Freilich. Eine Verstetgerung ist die freiwillige oder unfreiwillige Vergantung beweglicher oder unbeweglicher—"—„Quatsch!"—„Bitte sehr, im kleinen Meyer hier—"— Er wollte sich totlachen.„Aufs Bieten kommt es an und nicht aufs Definieren. Der mit dem Hammer will viel haben. Ihr wollt wenig geben. Andere mehr. Ihr müßt ihnen zuvorkommen oder den Appetit verderben, das ist die Kunst."—„Aber im kleinen Meyer—*—„Der kleine Meyer ist ein theoretisches Lamm, sagt ihm das mit einem schönen Gruß vom langen Meyer, guten Morgen...1" „Das mit dem„Appetit verderben" leuchtet mir ein," sagte meine Frau.—„Aber wie?" sagte ich.—„Laß mich nur machen." In der Löwengrube wimmelte es. Eine Menge Hausrat stand zum Aufruf. Ein Eesiel stand auf einem Tisch„Sag ihm," stüslerte meine Frau,„daß der zuerst darankommt."— Eine dicke Frau drehte den Kopf herum:„Alles nach der Reihe, erst kommt der Tisch, auf dem der Sesiel steht."—„Warum nicht erst der Sessel, der auf dem Tisch steht?" sagte Ich hartnäckig. „Ein Tisch!" brüllte der Mann mit dem Hammer,„fünfzig Mark zum ersten, zum zweiten und zum—"—„Sechzig!" schrie die dicke Frau.—„Siebzig!" rief ein Neiner Mann.—„Achtzig!" schrie die Frau. Und so ging's weiter, bis der Tisch versteigert war. „Jetzt der Sessel!" rief ich.—„Ein Spiegel, ein schöner Spiegel, »in sehr schöner Spiegel!" brüllte der Hammermann,„hundert- fünfzig Mark zum ersten, zum zweiten und zum—"— Hundertsechzig I" schrie die dicke Frau— �undertstedzigl" rief der tteine Mann.—„Huudertachtzigl" schrie die Frau, lind so wester. Meine Frau hatte einen roten Kopf.„Jetzt aber den Sesfelil' rief ste.„Was die nur mit dem Sesiel hat!" brummt« es hinter uns. „Ein Kleiderschrank!" brüllt« der Versteigerer,„zwel�dert Mark zum ersten—" E» wurde schwül. Dann kam ein« Kvm- mode an die Reihe. E» wurde schwüler. Schließlich war alle» ver» steigert. Rur der Sesiel stand noch in der Ecke. Der Hammermann mußte ihn übersehen haben.„Ich schließ« hiermit die Bersteige. rung," sagte er. „Und der Sesiel!" schrie ich.—„Ach so, der Sesiel— na. schön — vierzig Mark zum ersten—"—„Nimm ihn, sagt« heiser mein« Frau.„Ich nehme ihn zu vierzig!" schrie ich ausgeregt.—„Zum ersten, zum zweiten und zum—" .Einundvierzig," sagte die dicke Frau geringschätzig und gähnt«. —„Unverschümtl" entfuhr es meiner Frau.—«Was, unverschämt!? ich geb Ihnen gleich unverschämt! Eine solche Unverschämtheit—!" „Elnundvierzig zum ersten," brüllte der Hammer gleichmäßig. „Zweiundvierzig!" rief ich.—„Dreiundvierzigl" schrie meine Frau.—„Vierundvierzig!" schrie ich und schlug mit dem kleinen Meyer aufs Geländer.—„Fünfundvierzig!" schrie meine Frau, — Der Hammer schmunzelte:„So ist's recht, wenn Mann und Frau zusammenholten." Die Leute lachten. Jemand schlug mir auf die Schutter:„Ihr treibt ja einander selber in die Höhe— übrigens ein ganz schöner Sesiel— fünfzig Mark biete Ich."—„Fünfundsünfzig!" rief meine Frau.—„Sechzig!" rief der Herr.— Ich fing zu zittern an. Was hatte der lange Meyer gesagt: Appetttverderben?„Sechzig für den Sesiel?" schrie ich,„ist ja Unsinn!" „Aha." hörte ich es raunen,„die wollen ihn um jeden Preis. Mit dem Eesiel ist was los. Historisch oder so was—"—„Sollt' mich wundern, wenn der nicht vom Herzog Karl Theodor—"— l „Awas, Herzog! da ist ganz was andere»—* „Sechzig zum ersten, zum zweiten, zum—"—„Siebzig!" rief meine Frau.—„Aber Frau," flüsterte ich.—„Laß mich." zischt« ste aufgeregt, ich muß ihn haben!" „Hört ihr'»," murmelte es hinter mir,„sie muß—" „Siebzig zum ersten, zum zweiten und zum—*—„Achtzig!" schrie meine Frau.—„Zum ersten, zum zweiten und zum—"— „Neunzig!" rief meine Frau. Gelächter und Gemurmel:„Die sind verrückt—"—„Verrückt? Die wissen ganz genau—"—„Und ich sag Ihnen, Herr Nachbar, mtt dem Sessel ist was los."—„Was soll denn mit dem Sesiel lo» sein?"„Was weiß ich— aber hat man nicht schon g'hört, daß unterm Polster oft ein gunzes Bündel Banknoten—" „Neunzig zum ersten, zum zweiten und zum—"—„Hundertl" schrie jemand.—„Zweihundert!" ein anderer. Stille. Dann wieder ein Gemunnel:„Hab ich'» Ihnen nicht g'sagt mit die Banknoten—?" „Dreihundert!" Meine Frau war weiß geworden:„Wir können nicht mehr mit. Mann."—„Jetzt grad extra!" rief ich erbost,„dreihundert- undfünfl" „Vierhundert!"—„Fünfhundert!"—„Fünfhundert zum ersten, zum zweiten und zum—"—„Tausend!" „Ah— aah— heb Ich's Ihnen nicht gesagt— wenn man nur wüßt', wie dick das Banknotenbündel—"— Lassen 6' mich aus mit die Bantnoten— was sind Banknoten heutzutag' gegen«inen festen Eesiel—" „Tausendzweihundert!"—.Tausendfünfhundert!"— Eine wilde Erregung ging um. Gerüchte schwirten durch den Saal. Auf siebentausend Mark wurde der Sesiel hinaufgetrieben. Langsam zog der Sieger mit ihm ab. Hundert Augen folgten ihm. „Was wetten wir," sagte jemand,„in fünf Minuten hat er'n aufgeschnitten, und wenn er dann wirNich hunderttausend Mark —"—„Dumm's Zeug, die haben in dem Sesiel gar nicht Platz." —„Haben Sie eine Idee! hunderttausend Mark in Tausenden sind nicht dicker wie mein Daumen, in so einem Eesiel hat«ine Million Platz, sag' ich Ihnen." Draußen auf der Straße umklammerte meine Frau meinen Arm:„Denk mal. Mann, eine Million—" „Beruhigen Sie sich," sagte«in junger Mann,„Sie erlauben, daß ich mich Ihnen vorstelle: Maier, Student der Medizin. Drei Semester Hab ich noch. Aber Geld Hab ich keine» mehr. Da Hab ich überflüssiges Erbmobiliar versteigern lassen. Jetzt langt'» außer zu den drei Semestern noch zu einem extra im Gebirge. Da» ver- dank ich Ihnen—" „Mir?" „Ohne Sie wäre der alte Sessel nicht auf siebentausend Mark gekommen—" „Aber ich verstehe nicht—•* „Das war's ja gerade. Ich habe einen zweiten— kommen Sie — den schenk' ich Ihnen..." Und jetzt steht wieder ein Sesiel vor meinem Echreibttsch. Der Keine Meyer blickt zufrieden drauf herab, nur der lange Meyer» der Vetter, ist neidig-mißvergnügt:„fjm, einen Eesiel ganz um- sonst— ich Hab'» ja Immer gesagt, am billigsten kaufen auf Ver- steigerungen die, die nichts davon verstehen." Trutzlieö And weiht du nicht mehr ein noch au». hör nur nicht auf zu ringen. Es rauscht ja auch au» finsterm Haus der Tag mit goldnen Schwingen. �as Sterben, de« Zusammenbruch muh man so oft bestehen. Dem Mut'gea webt dem Lebenstuch sich wieder u«versehen. Du bist aus Gott, dah du stets neu dir deinen Himmel zimmerst und über deiner alten Iren dich immer höher schimmerst. Das Leben ist ein Wirbeltanz. ein Fliehen und stch Finden. Aur Aarren wollen immer Glanz an ihre Sohlen binden. von Tag zv Aacht, dvrch vlühn und Frost Gleichmütig rollt die Erde, und warst du heut im Glück getrost. fei'» morgen ln Beschwerde. Hrrmann Stedr lau» dem.Lebentbuch'. S. Fischer, Scrlin.) Kinöeelügen. Don Sophie Landau. Kinderlügen l Ein altes PrMem, und doch eins, das nie ver- altet. das zu allen Zeiten das Denken von Erziehern und Dichtern beschäftigt hat. Wir leben in einer ungewiß schwülen Atmosphäre, in einer Zeit so ungeheuerer politischer Umwälzungen, daß wohl manch einer achsehuckend bei sich denken wird: Was gehen uns solche Kleinig- leiten an? Kinderlügen, wie lächerlichl Wir leben aber nicht nur in einer Zeit großer politischer Umwälzungen, sondern auch in einer traurigen Periode moralischen Tiefstandes. Wo man hinsieht und h» hört. Beweise, daß die Menschen einander übervorteilen, beliizm und betrügen, wo sie nur können. Natürlich werden wir darauf sinnen, wie wir für unser Teil dazu beitragen können, diese Zustände wieder zu besiern, und ich glaube, da liegt wie in so vielem unsere sicherste Hoffnung bei der heranwachsenden Jugend. Um gegen die Lügenhaftigkeit in einem Kinde erfolgreich an- kämpfen zu können, werden wir uns zunächst bei jedem einzelnen über die Beweggründe Nor zu werden haben. In der Hauptsache sind es da wohl drei, die in Betracht kommen. Die meisten Lügen, besonders bei kleinen Kindern, entspringen wohl einer gewissen Furcht und dem daraus erwachsenden Wunsch, durch Vertuschung oder Leugnen der verdienten Strafe zu entgehen. Nehmen wir z. B. an, ein Kleines hätte sich neugierig irgendeinen zerbrechlichen Gegenstand herunterlangen wollen und ihn bei dieser Gelegenheit auf die Erde geworfen Es erschrickt nun selbst so sehr, daß es so» gleich darauf sinnt, wie es die Strafe von sich fernhalten kann. Wenn die Mutter dann ins Zimmer kommt, flfrl es scheinbar in sein Spiel verliest in einer Ecke und schielt nur ab und zu ängstlich nach dem verräterischen Trümmerhaufen. Wann wird die Mutter ihn bemerken? Und dann, wenn sie wirklich kommt, die gefürchtete Frage, gibt e» sich einen fast hörbaren innerlichen Ruck:„Es ist allein runter- gefallen.* Es brachte die Worte heraus, aber man sieht, es fühll sich nicht wohl dabei. Und gerade dieses Mißbehagen ist die beste Waffe, die wir in der Hand haben. Diele Kinder, die von Natur nicht gar zu ängstlich sind, werden sehr bald von selbst fühlen, daß das der Lüge folgende schlechte Gewissen weit unangenehmer Ist als die Strafe, die es beim offenen Geständnis seines Vergehens zuerteilt bekommen hätte. Wenn wir nun diese eigene Einsicht des Kinde» benutzen, wird es nicht allzu schwer sein, ihm klar zu machen, daß es dem ersten Vergehen durch die Lüg« ein viel schwereres hin- zufügte. Es gibt viele Erzieher, die in Fällen, wo es sich um ängst- li«h« Kinder handelt, diesen völlige Straffreiheit beim offenen Ein- gestehen zusichern. Das mag wohl zunächst richtig sein, aber wir müsien auch verstehen, diese schwachen Kinder weiterzuführen. Haben wir also verstanden, die größte Aengstlichkeit der Kinder zu besiegen, werden wir damit beginnen müssen, ihnen die Schönheit der Wahr- haftigkeit und die Schändlichkeit der Lüg« klarzumachen, damit sie - lernen, die Wahrheit an sich zu lieben und nicht nur sie als Hafen der Straflosigkeit, in den sie sich flüchten können, anzusehen: da heißt e», den Stolz in den Kindern zu wecken. Die zwette häufig vorkommende Art der Kinderlügen ist die. die der Prahlsucht entspringt. Da stehen die Kleinen manchmal da und lügen ihren Spielkameraden das Blaue vom Himmel her- unter. Und die hören mit vor Achtung und Staunen geöffneten Mündern zu, und der Nein« Münchhausen wird durch den ersehnten Erfolg zu immer neuen Heldentaten(mit dem Mund« natürlich) er- muntert. Die kleinen Uebertteiber und Flunkerer werden am besten kuriert, indem man sie bei jeder entdeckten Münchhausiade tüchtig auslacht, da vergeht Ihnen sehr bald die Lust zu ihren Dichtungen. Die Arten der Kinderlüge, die wir bisher erwähnten, sind an sich nicht tragisch zu nehmen, sie haben keine so tiefen Wurzeln, daß man daran verzweifeln müßte, sie völlig ausmerzen zu können. Nun aber müssen wir einer Kinderlüge gedenken, die so ernste Folgen hat, daß wir ihr mit allen Mitteln entgegenarbeiten müssen. Ich meine die Lüge, die sich nur fo vorsichtig hervorwagt, die so sein ge- spönnen ist, daß sie nur zu leicht dem Auge des Erziehers entgeht. Sie braucht gar nicht in Worten gesprochen zu werden, diese ge- sährlichste Lüge, gar zu oft ist sie vielmehr Unwahrhastig- keit des ganzen Wesens, da» sich dreht und wendet, so wie .es ihm gerade zu seinem Vorteil erscheint. Ein furchtbarer Eindruck ist solch ein Kind, das sich brav stellt, solange ein Erwachsener dabei ist, das sich geschickt aus leder unangenehmen Situation zu ziehen weiß und sich durch allerlei Winkelzüge überall Vorteile zu ver- schaffen versteht. Da» sind Kinder, um die wir uns wirNIch sorgen müssen, weil bei ihnen die Unaufrichtigkeit zur zweiten Natur zu werden droht. Ihnen müssen wir mit eiserner Konsequenz immer wieder zeigen, wie viel lieber uns die freimütig« Offenheit ihrer Kameraden ist als ihre vorgespiegelte Tugendhaftigkeit. Da» sind Kinderlügen. die uns au, unserer Ruh« aufrütteln sollten, denn wer sich schon in der Kindheit durch Schlich« und falsche Vorspiegelungen im Uebervorteilen seiner Genossen übt, der wird e» gewiß in späterer Zeit nicht unterlassen. Gottfried Keller sagt in seiner schönen Erzählung„Wie Frau Regel Amrain zu Eeldwyla ihren Jüngsten erzog*, in der er das Bild seiner idealen Erziehung entwirft, unter anderem über die Kinderlügen:„Wenn Fritzchen eine derbe Lüge vorbrachte, so sagt« Frau Regel Amrain einfach, indem sie ihn groß ansah:„Was soll denn das heißen. Du Affe? Warum lügst Du solche Dummheltens Glaubst Du, die großen Leute zum Narren halten zu können? Sei Du ftoh, wenn Dich niemand anlügt und laß dergleichen Späßel* Wenn er eine Notlüge vorbrachte, um ein« begangene Sünde zu vertuschen, zeigte sie ihm mit ernsten, aber lieben Worten, daß die Sache deswegen nicht ungeschehen sei, und wußte ihm klarzumachen» daß er sich besser befinde, wenn er offen und ehrlich einen begangenen Fehler eingesteh«, aber sie baute keinen neuen Strafprozeß auf die Lüge, sondern behandelte die Sache, abgesehen davon, ob er gelogen habe, so, daß er das Zwecklose und Kleinliche des Herumlügen» bald fühlte und hierfür zu stolz wurde.* Wenn er dagegen nur die leiseste Neigung verriet, sich irgend Eigenschaften beizulegen, die er nicht besaß, oder etwas zu übertreiben, was ihm gut zu stehen schien, oder sich mit etwas zu zieren, wozu er das Zeug nicht hatte, so tadelte sie ihn mit schneidenden harten Worten und versetzt« ihm selbst einige Knüffe, wenn ihr die Sache zu arg und widerlich war. Ebenso, wenn sie merkte, daß er andere Kinder beim Spielen belog, um sich kleine Dorteile zu erwerben, strafte sie ihn härter, als wenn er ein erkleckliches Vergehen abgeleugnet hätte.* Das Wesen öer Zrau. Jahrzehnte find vergangen, feit August Bebel sein klasflsche» Werk von der Gleichberechtigung der Frau vollendete und dadurch diese Gleichberechtigung, die in der Frühzeit der deutschen Arbeiter- bewegung auch noch eine„Frage* war. zum K a m p s z i e l machte. Das Kampsziel ist nun erreicht, und doch steht der Kamps nicht still. Ja. fast erscheint es heute als ein inneres Bedürfnis, nach der starken Betonung der Gleichheit und des gleichen Rechtes nun da» Differenzierende besonders kräftig herauszuheben. Auf dem Frauen- tag in Kassel fiel das Wort von der„FrauenpolitiN, die unserem Volke und der Welt not sei nach den langen Jahren der Männer- P""k, von einer Politik des Herzens neben der Polittk des Ver- es... Vor mir liegt ein seltsames Buch, im dickleibigen Gewände der Gelehrtenarbett, mit wissenschaftlicher Terminologie und gelehrten Fremdworttelchtum, das sich die Aufgabe steckt, biologisch, entwick- lungsgeschichttich, psychologisch das Sonderwesen der Frau zu er» fassen.*) Ein Buch, das einen trotz aller Einwände und Bedenken, ote sich beim Lesen zwischen den Zeilen erheben, trotz aller Zweifel an der Möglichkeit, das Wesen„der* Frau pinchologisch zu erfassen, nicht wieder losläßt, weil es so vieles beweist, was man fühlte, o manches ausspricht, was man unter der Decke des Bewußt- eins dachte und empfand. Und da» Sektsamste an diesem Buch« ind sein« letzten Seiten, ein Anhang:„Bekenntnisse meiner Hörer und Hörerinnen*. Sie stellen die unmittelbare Verbindung her mit der Not der Zeit, aus der heraus diese» Buch geboren, sie legen beredtes Zeugnis ab von der Schuld der Gesellschaft» die da» Wesen der Frau verkümmern ließ, die Natur zur Un- natur machte im Interesse einer herrschenden Klasse, eine» herrschen» den Geschlechts. Sie weisen aber auch zuakeich die Grenzen, die einer rein bio- logischen Bettachtung des Problems gesteckt sind. Wohl läßt fich der Kern des� Wesen» der Frau entwicklungsaeschlchtlich aus der grö- ßeren verwundbarkett des weiblichen Plasma» erklären, ihr« größere Reizbarkelt. ihr mangelndes Kausalitätsbedürfnis, ihr« Passivität, ihre Hinneigung zum Gefüblsmäßlaen und so manche» andere. Da» Wesen der leidenden Frau aber läßt fich nur au» ihrer Umwelt begreifen; ihre Rot. ihren Kampf und ihre Gegen- wartsausqabe erfaßt nur, wer die Riefenschuld der Gesellschaft ab- wäat und neben der biologilchen Eigenart des Wesens der Frau auch den Einfluß der Erziehung auf die Gestaltung Ihres Wesen» als maßgebend und entscheidend anerkennt. Das Verdienst d-s vorliegenden Werkes ist es und wird es bleiben, zum ersten Male die Eigenart der Frauenseele mit dem Rüstzeug moderner medizinischer und naturwissenschaftlicher Er- kenntnis erwiesen zu haben. Die..Bekennwisse. di. am Schlüsse zusammengestellt sind, weisen über diese Bettachtungsweise hinaus; fie fordern dazu auf, dieser„Psncholoaie der Frau* einen zweiten Band hwznzufügen:„Psnchologie der Frau der Gegenwart. „Die Mütterlichkeit sst die Krone des Lebens* so lautet da« Motto, das am Eingang des Buches steht. Die Unnawr, die die Frau der Gegenwart an der freien Entfaltung dieser ikirer Mütter- lichkeit gehindert bat und noch heute hindert, ist entscheidend für di« Gestalfting ihres Wesens. Sie zu wandeln, der Frau da» Recht aus die Entfaltung ihre» Wesen» zu geben, nachdem sie sich ihre polittsche Gleichberechtigung erkämpft hat— dos ist dl« „Frauenftage* der Gegenwart. R. L. •) psnchologie der Frau,»ersuch einer synthetischen, sexual- psychologischen Entwicklungslehre, in 10 Vorlesungen, von W. Dlep- mann. Berlin 1S20. Wtffen und Schauen Meuschenwunder und Mytholoqle. Die Menschheit hat sich von alters her von dem Wunde rlich-Graustgen anq�oxen gesuhlt, das die Ratur in der unendl.chen Füll? ihrer Gestaltungen ab und ßu er« stehen läßt. Diese Vorliebe für solche.Menschenwunder", die sowohl von den grasten PanopUken wie von herumziehenden Raritäten- tabinetlea befriedigt wird, spielt auch In der Mythologie vieler VZ ker eine graste, noch zu wenig bekannt?'Rolle. Dr. A. Heilborn macht tu seiner..Entwtckiungsgeschicht« des Menschen", die in der Teubner chen Sammlung»Aus Natur und Geisteswelt" erschienen Ist, auf diese Bedeutung der Mißgeburten und MißWI düngen aufmerksam. Manch« indischen und ostostotifchen Göttergestalten, die in der phantastischen Umg:staitung menschlicher Formen unser Befremden erregen, sind die ziemlich getreue Wiedergabe solcher»Menschen- wunder", die zweifellos in der Wirklichkeit beobachtet wurden i s.erUch hat dann die Phantasie die'e vorhandenen Abnormitäten weiter ge- blldek und iibertrieben. Doch fe'bst in die klastische Schönteilswelt he» griechischen Göttergtauben» haben sich Mißgeburten aller Art etnaeschlirhen. Die oielb listige Diana van Ephesus ist die fünfte» rtfche Wiedergabe einer Mißbiiduna, die»cht allzu selten austr tt. Ts ist dt« sogenannte Polymastie, dl« L I e I b r ü st> g k« t t, für die als historische Veilpeele die Mutter des römi'chen Käsers Alexander Se> verus und Anna Boleyn. die nngiückliche Gattin Heinrichs VIII. von England, angeführt we'den können. Die von Homer geschi dort« Etnäugtgkeit der Zyklopen wird von Anatomen aus die Beobachtung der sogenannten Zyklopt« zurtütqesührt. �Iim Mißbildung, b:l der die beiden Augen zu einem einzigen, unter der Stirnmitte lieoenden Ange oerschmohzeu sind D!« Vorstellung von dem Gölte Janus, der mit seinen beiden Gesichtern noch vorn und mich htuten in Zukunft und V?n>ang?nbett blicht, kann edenjalls durch eine Miß- bildung in der Voiks�lvntoste angeregt worden sein. Es handest sich dabei um«in» Er'cheinuna. bei der Zwillinve am Hinterkopf völlig miteinander oerwachsen sind, während die Körper von unten her bi» fast zur S«d,sl?n großen Sonnen- näh« selten gut auffindbar ist Durch seine Rüchäuslgkeit«'angt Merkur schon bald nach dem 2l> Februa- wieder in lo oroße Sonnen- näy«, daß er in der Helliakeit des dst Sonne umgebenden Himme's. arundes unsichlbar wlrö Am ö. Februar snachmitwgs 5 Uhr> f- ht die ielne Sitbei des neuen Mondes, allerd nqs in b-'rächtl'chem Ab- siend, nä-dsich an Me'kur vorüber, am U vormittag» li Uhr an Mars, am 12. morgens S llbr an Venus. Man wird sich, falls di« Taoe von» si. bl» zuin 12. klar- Abende baben de« S �> entgehen losten, wie der wachsende Mond an den drei Planeten vorüberzieht. erst sichtbar,»venn dl« mlt Jo-si'ber bedeckte Plcit? in Quecksilber- dämpfuna geräuchert wurde Dann lieferte es zunächst immer vleich Bositivb lder,»o daß man, um die zum Kovleren der Btidn nötigen Negative herstellen zu können, erst de Posttlve nach einmal auf- nehmen mußte. Wesentlich oerbessert wurde dann dies« umständlich« Arbeitsweise durch das in den sündiger Jahren von Talbot entdeckte Verfahren, rschsige Regotive herzustellen. Aber sowohl dieses Wer- fahren, wst svöter auch b'e Anwendung des Kollodiums als Medium der iichtemvilndmd Sstberwlzen eine Bromsilbe'emulsivn berzustellen. die sich als außer- ordenll ch lichtemniindlich erwies. Diese Emulsion l leierte, nenn man die Silberfalze nrleder ausgewaschen haf!« und dt« Lä'ung dann ans G'asplasiun erstarren ließ, zum ersten Male ein« Platte— dt« Ge- lattne-Trockenzllotte—, die trocken zu verwenden war. Damit war nun natür'tch die Berwendunavmöallchke't der Platten säst unbe- grenzt aestleoen. Bor allem»var nun ovch dl« Mvmenivhot�'grvph!« «rrnöwichr, die es vorher überhaupt nicht«soeben hatte Heut« Ist die Pbotoa anbie ohne d!« Trockenplatte, die miill-nvesie natürlich noch nK« Berbesieruno-n erfahren hat.->ar nickt mehr denkbar? denn alle ibr« Fortfchrit»«»md ibre vielfach» Anwendung aul den ve-fchie- densten Gebieten der Kunst, der Wisstnjchast irnd des Wl'tschasts- 'sbens gründen sich auf nichts arrderes als auf die hoch ltchtempflndklch« str�mlne-T'-ockeniilo»»«. DV�MZIN O'lchtttisch ker'vr, Vostckaft an un'er« Zelt" nemst sich ein« zestg-mäß« Schrisi, die fm Verla« von K�üoer u. Eo.. Leipzig, vom Genosien l.ie. Dr Karl Aner Herausaegeben ist. Gerade In»nrieren ereignts« retchen Tagen beginnen cherder» Ideen erst recht fruchtbar zu werden. Ans d�ser E'wäauna heraus Hot Aner seine Auslest aus Herdsrs Schril'en getrosfen, mit leckem Verständnis für die Idem, wie llir > die Persönstchtell de» großen Mannes. Dl« einzelnen Kapitel sind 1 l nter die Gesichtsvunk'e: Menlck Vaterland, Staat. Religion gestellte Aber durch alle zlebt sich als Leiimottv di« arosie l>>>r Humant- � tili, dl« H« der o's Irin es und höchstes ZK» aller Persön'ickke'tsbtldung erscheint. Dstses?d?ol der„Mensch??, wurde" umfaß! nndcktduasts- mus und Sosckllsmvs? tbm ord„»n sich nationale Gesinnung und nv�sidd�if.-��s'mden noter Ja, Herker ist BaterfendsfreZ-nd und Pmiitst«'estick'. AI? b ochste g Ziel de, Stoatss erfcheckt ihm da» oWot«t?ck" der"�en'ch>en. Darum sthnt er den Kckssenstaat ab, bekennt sich zur Remid» ik als dem Stoatsidea'. Die Hinnanirät toll . nickt nur de- einzelne erstreb'", sondern sie i-'ll sich auch im Staats- | leben verwirklichen»md'chlkßllch in der Religion ihr« erhabenste Mist« finden Durch kurze, klare Er äuternngen hat e« der Bar- »nlser 1,'dem Leser erleichtert, in die Herdersche Jdeenwest t'efer ein- zudringen h. scl». Armin v. Wegner:»In, Kaufe der Silickieüqkeik."(Sibytlen- oerlaa zu Dresden. s Das Buch, so beoinnt der L-'nasier, ist auf türkischer Erd' ge'chrieben. Wie der Orlent.zug ihm dst Laudschafis- btider vor» Aua? rückt, so ze'.ot Weauer uns d!« M'nichen und ihr Gehoben tn berzonoackenden Bildern Für den Ehristusmenlchen von Gebi-rt, der Wsaner ist, wurmst der Aiifentholt im krieqliber- zogciten Orient die Ursache, zstst-rnd? Emirörung hinauszuschluchzen über das verfLie!« Eurona. Gläubia bis ck die bdchsten Himmel hinauf hä"e dieser Men'chenfrelmd a's erster das Rocht, übe- dt« ; an dm Stoatskr!p"en siebenden Religtonsbekenntnllst die Geil«! ' zu'chwinqen, die den 5kr'ea predioien In dtestm B»»cke sehe ich ! auf« neue da» aiitenoll« Her» dtete» Dichter», bloß und vluieud, ! a'ückstch und fauch, zeich. Und ich glaub» ibm, wenn er lm Ab'chnltt !„Ich fahr« über die Weintraubenbrücke" ausrufst.... ick habe nicht o'wußt, daß Ich fo asliebt worden war.. wandelt« er doch, Seelenwunden und störverwunden ve-'blnden.d, wie ein Hrl'and unter >n türstsch-n Menschen.».». �as öer Praxis V JÖ�pglP�pgj Technik iP�Dllö�gi .Iftnfzbi üodre Irockei'v'alle. Da« Verfahren, auf dem die samt- lichen Fortschri te wie überhaupt die Verbreltrmg der modernen PboKg aphie beruhen, fe ert in diesem Jabr« fein halbhundertjähriges Besteben: dos Photogrophieren ml! der Trockenplatle Man hatte allerdinas schon aeraum« Zeit vorher die photographische Plat e in verschiedener Hinsich» zu verb-siern gesucht, und es hatte denn auck schon"inen großen Fo'lschrist bedeutet, als Dnauerre im Jahr« 182L dst erst' wirlllch bro»chl>are stchtemnsinttiche Post? herstellen konnte. Allein da--. Arbeiten mit d»?n Damrerreschen Platten erso�ert« noch recht vkl Müde und'Umstände. Da» Blld wurde nach der Belichtung Der©arten im Februar Es Ist Zeit, die Samenbesievunq zu erledigen Sebdd der Boden aufgetaui und an der Obe- fläche ge- trocknet ist. körmen �m F-rien vusge'ät»verden: Zwiebeln. Lauch, Erb'en, Mähren IGeib« Rüb-mf»ud Schwarzwurzeln? auch Spinat kann vlrtg ausgesät»norden. B?! besonders gimstiasr Wstterung kann man von w-ntg a-chräuchfichorsg Arten läen: PrterfilK, Kerbel. Pulf- bahnen, MAd«. Tluspenslanzt werd-n: sknob'auck, Schnstt'auck, Scha» losten und Per'zwU'bAn Wer Mistbeete besißi. kann«g«» Ei»de de» Monat» auch d'ele in Gebrauch«bmen? bei dem Mauge! an mär« mimdcm Dung ist ein srüherer Gcb.-auch nstbi empfehlen rwort. Bei den Obstbäumen muß setzt vobrdckgi d r Rückschnitt beendig!»verden, womit die meist srbr venrachlässt te Wundpsteoe Hand ck Hand gehen kann, ebenso der Zlomv' genen Ritz imh Unaeziefer. Ende Februar 'st es ouck Zeit, an das Wtcitn V? Steinobstes zi» geben, und Zwar ck der Reibenfofo?: Aurikoli'n, Pfirsiche, Pflaumen, Zwet'ckaen und Kir'chen. Nenanxs'cn'unaen nimmt man lieber ersi im März vor. Aste Kevtv Pn>* zu dsi-'O'n, eli-nso d'e Beerensträucher. Wenn sich die Erdbeersträucher gehoben haben, find sie kräftig anzudrücken.