Nr. 53. Abonnements- Bedingungen: abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 8,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illuftrirter Sonntagss Bellage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Pofts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Beitungss Preisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montage. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Dte Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel setle ober beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis & Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm Abreffe: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Gegen Dikkatur und Ausnahmegesetze in Ellah- Tothringen. g Straßburg i. Els., 2. März. Der Reichstag wird am Freitag den von der sozialdemofratischen Fraktion und von der elsässischen Gruppe ein gebrachten Antrag auf Abschaffung der Ausnahme gefege in Elsaß Lothringen berathen. Es ist für unsere Zustände charakteristisch, daß ein solcher Antrag noch gestellt werden muß; der Bundesrath trägt hieran die Schuld, hat er sich doch bisher beharrlich geweigert, dem be reits mehrfach und mit stets wachsender Mehrheit ausgesprochenen Wunsche des Reichstags, das Land der wieder gewonnenen Brüder" unter das gemeine Recht zu stellen, endlich einmal Folge zu geben. Man scheint an jener Stelle der Einsicht unzugänglich zu fein, daß das bestehende System der Diktatur und des gesetz lichen Ausnahmezustandes in den Reichslanden der Hemmschuh jedes versöhnlichen Ausgleichs ist. Man vergißt aber, daß einem Volke, dessen Regierung ohne die Gewaltmittel der disfretionären Willtür der Verwaltungsbehörden nicht auskommen zu können meint, vor allen Dingen Eines fehlt, ohne das eine gedeihliche innere Entwickelung undenkbar ist: das Vertrauen in das Wohlwollen der Regierung und damit die Voraussetzung der Autorität der Behörden. Freitag, den 4. März 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: Eine Aenderung dieses Zustandes in absehbarer Zeit zu Fußstapfen zu treten streben und auch die Landräthe und Amtserwarten, wäre ein politischer Optimismus, zu dem in einer vorsteher nach Kräften mithelfen, daß in den nächsten Landtag eine Beit wie der gegenwärtigen, wo von oben mit allem Nachdruck reaktionäre Mehrheit einzieht. auf eine Verstärkung der staatlichen Machtmittel hingearbeitet mund e I( frf. Wp.), der dem Minister Miquel in seiner bekannten Von den Reden gegen die Vorlage feien erwähnt die des Abg. wird, nicht der mindeste Anlaß vorhanden ist. Die Sozial- farkastischen Weise prophezeite, er würde noch einmal um die Gunft demokratie, die unter dem elsaß lothringischen Diktatur der Freifinnigen, die er jeßt so vor den Kopf stößt, buhlen, sowie regiment prächtig gedeiht, hätte, sofern sie Bosheitspolitik treiben die des Abg. Dr. Stephan( 3.), ber namens des Zentrums die wollte, allen Grund, die Fortdauer des bestehenden Zustandes Vorlage als unnöthig, nußlos und ungerecht verwarf und in der mit Freuden zu begrüßen; denn Herr v. Puttkamer und das felben ein Abweichen von dem Artikel 29 der Verfassung erblickte, von ihm vertretene System sind in den Reichslanden nach welchem alle Preußen vor dem Gefeße gleich sind. Wie leicht ihre erfolgreichsten Agitatoren, die nicht nur das zahlreiche sich die Herren von der Rechten über solche Verfassungsbedenken Industrieproletariat, sondern in steigendem Maße auch die hinwegfeßen, bewies die Antwort des Abg. v. Puttkamer, der die Angehörigen der kleinen Bourgeoisie in das Lager der radikalsten Preußen vor dem Gefeßz gleich feien, die auf dem Boden der Ber betreffende Bestimmung dahin interpretirte, daß nur diejenigen Opposition treiben. faffung stehen, nicht aber die Polen und Sozialdemokraten. Ihm gehe das Wohl des Waterlandes über einen solchen Verfassungsparagraphen. Trotzdem werden die Vertreter des arbeitenden Volkes im Reichstag sich zu beredten Dolmetschern der Wünsche und Forderungen einer Bevölkerung machen, die unter einem schweren Drucke seufzt, dessen Beseitigung nicht nur ein Gebot der Gerechtigkeit und Menschenwürde, sondern ganz besonders auch der politischen und staatsmännischen Klug heit ist. Politische Webersicht. Berlin, 3. März. Die Vorlage wurde schließlich mit dem Zusatzantrag Siegl( natl.) angenommen, daß in Ausnahmefällen auch die Bildung größerer Resigüter zulässig sei. Sodann wurde noch der Etat der Anſtedelungskommission genehmigt und die dazu gehörige Denkschrift durch Kenntnißnahme für erledigt erklärt. Morgen: Antrag Felisch betr. Einführung des Ber fähigungsnachweises für das Baugewerbe. Ueber die Kostendeckung der Flottenvorlage ist die Budgetkommission auch heut noch zu feiner Entscheidung getommen. Außer dem sozialdemokratischen Antrage und dent Aus dem Reichstage. Auch die heutige Sigung, die des Abg. Lieber, die wir gestern besprochen haben, wurden Wenn die Behauptung der Vertheidiger des gegenwärtigen obendrem noch tief bis in die siebente Stunde hinein dauerte, heute noch zwei andere Vorschläge in der Kommission vors Regimes, die Gesinnungen der großen Massen der eingeborenen wurde ganz mit der Diskussion über das Reichs- Eisenbahnamt gebracht. Ein Antrag des Zentrumsabgeordneten Müller- Fulda Bevölkerung seien dem durch den Frankfurter Frieden ge- ausgefüllt. Die häufigen Eisenbahnunfälle der letzten Zeit verlangt, daß die Regierung eine annehmbare Formel finde, schaffenen Zustand feindlich und bedingten deshalb die Mög haben auch unsere Bourgeoisie aufgeschreckt und so kam es, sei es Heranziehung der besonderen Interessenten, sei es Verlichkeit der Anwendung außerordentlicher Zwangsmittel, ich daß Reduer aller Parteien und zwar wiederholt, sich durch mögensstener. Ein nationalliberaler Vorschlag geht dahin, sage: wenn diese Behauptung wirklich den Thatsachen ent- brei Tage an der Debatte betheiligten, die sonst in der Regel daß jetzt keinerlei gesetzliche Bestimmung über die Aufbringung spräche, so wäre die Schuld an dieser bedauerlichen Situation in einer Sitzung erledigt wird. der Kosten getroffen werden solle, sondern daß man sich damit nicht etwa bei einer böswilligen Starrköpfigkeit des annektirten Das Ergebniß der Debatten ist, daß die Meinung weit begnüge, den Reichskanzler aufzufordern, er möge dahin Bolles zu suchen, sondern müßte den total verfehlten Regierungs- verbreitet ist, daß mangelhaftes Material und Neberanstrengung wirken, daß im Falle des Nichtzureichens der jezigen Steuern marimen der Eroberer zugeschrieben werden. Diese waren in des Personals die hauptsächlichen Ursachen an der Häufigkeit die Wehrkosten durch Heranziehung der„ starken Steuerkräfte" Elsaß- Lothringen bestrebt, mittels diktatorischer Zwangsmaß der Eisenbahnunfälle sind und daß diese Ursachen wieder aufgebracht werden. regeln die Ruhe des Friedhofes herzustellen, anstatt durch ihren Urgrund in einer übertriebenen Sparsamkeitspolitik An Vorschlägen mangelt es also nicht. Doch scheint es Wohlwollen und Gewährung der den übrigen Reichsbürgern zu haben, als deren Vertreter immer wieder der preußische nicht, daß irgend einer von ihnen Aussicht auf Annahme stehenden staatsbürgerlichen und politischen Rechte die elsaß- Finanzminister Dr. v. Miquel genannt wurde. habe. Obwohl gegen den sozialdemokratischen Vorschlag auch Lothringische Bevölkerung organisch in das große Reichsganze Ausnutzung des Materials bis zur vollen Unbrauchbarkeit nicht ein ernsthaftes Wort der Widerlegung vorgebracht einzugliedern und dadurch die politischen und sozialen Inter- und Ueberanstrengung des Personals bis zur äußersten Er wurde und obwohl dieser Vorschlag der Klarste und eineffen des annektirten Volkes mit denen des großen deutschen schöpfung, das sind die Quellen, aus denen die bis zu 7 pet. fadifte ist, so wird doch die Kommission ihm sicherlich nicht zuVaterlandes innig und dauernd zu verbinden. des Herstellungswerthes gestiegenen Ueberschüsse fließen, aus stimmen. Aber auch der viel mattere Vorschlag Dr. Lieber's denen aber auch die Unfälle mit ihren schlimmen Folgen für wird kaum zur Annahme gelangen. Denn der StaatsLeben und Gesundheit des Personals und des reisenden sekretär v. Thielmann erklärte, die Regierungen würden Bublifums bergeleitet werden müssen. Auf grund unserer Kenntniß der einschlägigen Verhältnisse müssen wir fonstatiren, daß die Bevölkerung der Reichslande durchweg gesetzlich gesinnt ist und, nicht zum mindesten unter dem Einfluß der sozialistischen Agitation, die Ueberzeugung gewonnen hat, daß der Streit über die Frage der nationalen Zugehörig feit unter den gegebenen Verhältnissen ein müßiger und un fruchtbarer ist. Auch im Reichslande bewegen die gesellschaft lichen und Klaffengegensäge alle Gemüther; hier wie überall souft haben sie zu mannigfachen internationalen Vereinigungen geführt. " Daneben wurden auch die alten Klagen über Wagenmangel, langsamen Gütertransport, unrationelle und viel zu hohe Tarife vorgetragen. Begeisterte Vorkämpfer des Staatsbahn- Systems, wie Dr. Ha m m a cher, führten die schwersten Auflagen. die gemachten Vorschläge ,, wohlwollend prüfen", aber der Antrag Lieber sei in der vorliegenden Form unannehmbar. Da un Dr. Lieber und mit ihm das Zentrum in jeden Fall die Borlage fertig stellen wollen, so wird sich schon auch in dieser Kostenfrage eine Einigung mit der Regierung finden lassen. Vielleicht wird die Regierung ein feierliches Versprechen" abgeben, daß sie keine neuen indirekten Steuern schaffen wolle. Dann wird das tapfere Zentrum schließlich beVon unserer Seite griffen heute Dr. Schoenlank und Stolle wiederholt in die Debatte ein, wobei ersterer be Der Trugschluß der staatsmännischen" Logit unserer fonders die mangelhafte Behandlung des Personals, Ueber- friedigt sein und der letzte Stein des Anstoßes ist aus dem Dittatur- Regierung argumentirt also: die Bevölkerung Elsaß- arbeit und schlechte Bezahlung, sowie die Vergewaltigung des Wege geräumt. Lothringens respektirt zwar die Gesetze, fie thut es aber nur Koalitionsrechtes geißelte, während Stolle Parallelen Auch in Anhalt wird die Revision des Verein 3unter dem Druck des Ausnahmezustandes, also muß dieser auf zwischen den Zuständen auf den sächsischen und preußischen recht erhalten werden; dieser Trugschluß ist nur die Folge der Bahnen zog. gesetzes jetzt in die Wege geleitet. Die betreffende Novelle Verlegenheit, in der man sich an, maßgebender" Stelle befindet, Morgen ist Schwerinstag mit Petitionen und dem An- enthält nach zwei Richtungen Verbesserungen. Sie bringt die wenn man gezwungen wird, seine freiheits- und fortschritts trag auf Aufhebung des Diktaturparagraphen auf der Tages- Anhalt unter einander und mit anderen deutschen Vereinen. Verbindungsfreiheit der politischen Vereine in feindliche Haltung vor der Deffentlichkeit einigermaßen zu ordnung. motiviren. Wenn es wirklich Thatsache wäre, daß wir Die Verbindung mit außerdeutschen Vereinen bedarf der Geauf dem Wege zur Aussöhnung unserer annektirten West- Lesung den Ges Bentwat negen Abänderung des Gesetzes vom aufgehoben, daß nur Anhaltiner politischen Vereinen in Anhalt Tas preußische Abgeordnetenhaus berieth heute in zweiter nehmigung des Ministeriums. Ferner wird die Bestimmung marken mit dem neuen staatsrechtlichen Bustand im 26. April 1886, betr. die Beförderung deutscher An Laufe der langen 28 Jahre noch nicht so weit gesiedelungen in Westpreußen und Posen. Nach der zugehören dürfen; jetzt wird dies Recht allen deutschen Staatstommen find, um dem Volke die politischen und Vorlage, deren unveränderte Annahme die Budgetkommission empfahl, angehörigen eingeräumt. flaatsbürgerlichen Rechte der übrigen Reichsangehörigen an wird der der Regierung zur Verfügung gestellte Fonds von 100 auf Die Regierung von Anhalt kommt also ebenso wie die vertrauen zu fönnen, ließe sich dann über jene Ausnahmes 200 Millionen Mark erhöht; außerdem soll die Fristbestimmung des von Bayern den Versprechungen des Reichskanzlers nach und maßregeln hinsichtlich der von ihnen erwarteten pacificirenden Gefeßes, das in seiner jeßigen Gestalt nur bis zum 31. März 1897 zwar ohne diese Verbesserungen mit reaktionären Kom Giltigkeit hat, in Bufunt fortfallen. Obgleich die Annahme von penfationen" zu verknüpfen. Wirkung ein vernichtenderes Urtheil fällen, als es durch obige vornherein feststand, zog sich doch die Debatte über den einzigen von der Regierung behauptete Thatsache geschieht!? Wo aber, so muß wieder und wieder gefragt werden, Paragraphen fast fünf Stunden lang hin, da die meisten Redner Man tomme uns nicht mit der vom spiritus rector des nicht streng zur Sache sprachen, sondern sich über allgemeine bleibt Preußen? Offenbar hofft man hier, daß aus der reichsländischen Ministeriums, Herrn v. Puttkamer, so oft bes politische Fragen verbreiteten. Die Bolen wiederholten ihre bereits nächsten Wahl ein noch mehr fonservativer Landtag hervor liebten Behauptung, die Diftatur" stehe in Elsaß- Lothringen bei der ersten Lesung abgegebene Erklärung, daß sie das Gefeß für gehen werde, der das Recke' sche 3 wangsgeset schließ nur auf dem Papier, und die sog.„ Ausnahmegeseze" enthielten verfassungswidrig halten und infolge deffen an den Verhandlungen lich doch noch durchführen soll. eine Reihe von Bestimmungen, um die uns die übrigen nicht theilnehmen werden. Unmittelbar nach dieser Eklärung verBundesstaaten eigentlich beneiden sollten. Wer so spricht, der ließen sie demonſtrativ den Saal, um von der Zuschauertribüne tennt die Zustände nicht, unter denen bas Reichsland berab die weitere Debatte mit anzuhören. Die Vertheidigung der Vorlage übernahmen außer dem Vizeleidet, die jede gesunde Regung des politischen und öffent präsidenten des Staatsministeriums Dr. v. Miquel, der wiederholt in lichen Lebens dort gewaltsam niederhalten. Die Unterdrückung Die Debatte eingriff, die beiden konservativen Parteien und die National einer ganzen Anzahl oppofitioneller Breßorgane auf rein liberalen, während die Freifinnigen und das Zentrum sie lebhaft beadministrativem Wege, die Verweigerung der gefeßlich er- fämpften. Daß das Zentrum in dieser„ großen nationalen Frage" nicht forderlichen Genehmigung von politischen und gewerkschaftlichen auf Seiten der„ nationalen" Parteien stehe, wurde sowohl vom Grafen zu Bereinigungen sowie von öffentlichen Versammlungen selbst mit imburg- Stirum( f.) als auch vom Minister Dr. v. Miquel Andererseits wird besonders für Japan das dauernde lebhaft bedauert, die beide ihrer Freude darüber Ausdruck gaben, ganz unpolitischen Tagesordnungen, die chikanösen Bestimmungen baß das Bentrum in der Flottenfrage eine so klägliche Haltung ein Anwachsen der russischen Macht in seiner nächsten Nähe über die Schriftenkolportage, die Verhinderung der Bericht genommen, oder, wie sie sich ausdrückten, die großen Interessen des immer peinlicher, und die Annahme scheint sich zu bestätigen, erstattung über Preßprozesse auf grund vorsintfluthlicher fran- Baterlandes so hervorragend vertreten hat. Im auffallenden Gegen- daß Japan einen kräftigen Gegenstoß gegen die russische Auszösischer Geseze u. s. w. all' dies bringt dem elsaß- lothringischen fatz zu dem Lob, das er dem Zentrum zollte, stand der Tadel, den dehnungspolitik zu unternehmen gedenkt. Nach einer Mittheilung Bolk den Jammer seiner politischen Verhältnisse tagtäglich der Minister den Freifinnigen zu theil werden ließ, denen er vorwarf, der Intern. Korresp." aus Petersburg wurde die russische Remit Gewalt zum Bewußtsein und zeigt ihm, daß es vor daß sie die nationale Gesinnung dem Fraktionsinteresse zu Liebe gierung durch ihren Vertreter in Tokio benachrichtigt, daß eine allem die Polizei ist, die in dem eroberten Lande regiert. unterdrückten. Er verlangte direkt, daß die Freisinnigen in den östlichen japanische Truppenmacht von 4500 Mann zur Ergänzung und Ju Elsaß Lothringen„ regiert" man im Geiste alt- Landestheilen bei den nächsten Wahlen überall im Verein mit den Verstärtung der Besetzung von Wei- Hai- Wai abpreußischer Traditionen; die heilige Hermandad bildet den übrigen deutschen Parteien gegen die Polen vorgehen sollten, damit gegangen sei. In den unterrichteten Streifen Japans wurde fein polnischer Kandidat mehr gewählt wird, und warf den Polen wichtigsten Bestandtheil des Verwaltungsorganismus, und ihre Gegnerschaft aur Marinevorlage vor. Herr Miquel ist jetzt, wo erklärt, daß, nachdem Rußland eine Verpflichtung zur baldigen ganz im Sinne des ostelbischen feudalen Junkerthums aus dem die Flottenvorlage gesichert ist, oben auf. Wenn der leitende Räumung von Port Arthur zurückgewiesen habe, au ch verflossenen Jahrhundert wird alles von Polizei wegen Staatsmann Preußens so offen im Parlament Wahlpolitik treibt, so Japan die Räumung von Wei- Hai Wai ab. reglementirt, gestattet oder verboten. ist es allerdings kein Wunder, wenn andere kleinere Geister in seine lehue. M In Ofta fien ist jetzt in erster Linie das Gegenspiel zwischen Stußland und Japan beachtenswerth: Rußland sammelt so außerordentliche Streitkräfte im fernen Often, daß man glauben möchte, es führe noch bedeutende Pläne im Schilde, mit denen es nur vorläufig noch zurückhält. Wie die" Times" aus Odessa meldeten, ist wiederum ein Kreuzer mit über 1000 Mann und Garnisonsvorrath nach Wladivostock abgegangen. Deutsches Reich. 8ur Sammlungspolitit liegt heute in der ,, Mat.- lib. Korr." eine Erklärung des Landtags- Abgeordneten Th. Möller vor, aus der die folgende Stelle der Wiedergabe werth ist: die Entwürfe zu ungunfien ber Diese Nachricht hat recht viel Wahrscheinlichkeit für sich. I feiner seit Weihnachten mit ihm verlobten Braut sowie feinen Eltern welche der Nationalrath hatte. E3 scheint auch in ber Und im Zusammenhang hiermit sind die Meldungen zu be- Abschiedsbriefe, besorgte sie selbst zum Briefkasten und ging wieder Arbeiter verschlechtert trachten, welche aus der foreanischen Hauptstadt Söul tommen, auf sein Bimmer. Der Kompagniechef, Hauptmann von Arnim, That die Hoffnung berechtigt zu sein, daß die Kommission, wonach in Korea eine starte Agitation gegen den russi brach beim Empfang der Todesnachricht in Thränen aus. Wie in der sich viel weniger Unternehmereinflüsse geltend machen, als im Weise von dem Offizierkorps, den Jägern des Bataillons und der Nationalrath, den Wünschen des Arbeiterfefretariats, welche natür schen Einfluß um sich greift, welche auch vom Kaiser Bürgerschaft geehrt war, das bewies der nicht endenwollende Beichen- lich die Wünsche der gesammten unterrichteten Arbeiterschaft find. selbst unterstützt werde. tonbutt. gerecht werden will. Bereits hat sie die Altersgrenze für den Beis -Der westfälische Provinsiallandtag befchloß fritt zu den öffentlichen Krankenkassen von 40 Jahren auf 45 Jahre die Aufnahme einer Anleihe von 50 Millionen und die Errichtung erhöht und ferner die läppische Bestimmung gestrichen, wonach der Unternehmer bei unrechtmäßigem Fernbleiben des Arbeiters von einer Landwirthschaftskammer für die Provinz.-Der Kampf gegen die Handelsgroßbetriebe der Arbeit den ganzen Krankenkaffen- Beitrag vom Lohne abziehen wird jeht auch in der Welthandelsstadt Hamburg lebhaft geführt. Frankreich. Auch ich bin der Einladung der Herren Vopelius und Graf Ein im Jahre 1895 eingesetzter bürgerschaftlicher Ausschuß, der einen Paris, 8. März. Einzelne Blätter erklären, die Regierung habe v. Schwerin- Löwiß gefolgt, habe die Attion an sich für berechtigt Antrag auf Einführung einer Steuer für Konfum Genossenschaften gehalten, wenn von beiden Seiten die bestehenden Gegensäge in prüfen sollte, empfiehlt in feinem jetzt erstatteten Bericht ein- dem General Mercier durch seine Ernennung zum Mitgliede des genügender Weise eingeschränkt würden. Das ist seither leider noch stimmig die Einführung einer solchen Steuer, weil er Obersten Kriegsrathes eine Ehrung erweisen wollen, die im Hinblick nicht gelungen, aber, wie ich hoffe, noch keineswegs ausgeschlossen. fich für die Detaillisten große Vortheile davon ver- auf die Affäre Dreyfus von doppelter Bedeutung set. Ich habe daher mit der Mehrzahl der in jener Bersammlung er spricht. Bur Beit ist auch ein zweiter bürgerschaftlicher Ausschuß jetzt den" Untersuchungsrichter Bertulus mit ihrer Feindschaft, Die Aurore" behauptet, die Presse des Generalstabes bebrohe schienenen Industriellen und, wenn ich mich recht entsinne, dabei, einen Antrag des Antisemiten Raab auf Einführung einer jetzt den Untersuchungsrichter Bertulus mit ihrer Feindschaft, von fünf Landwirthen den Aufruf nicht unterschrieben, da progressiven Umfassteuer für Konsum- Gesellschaften und weil er habe feststellen wollen, ob zwischen dem Geheimpolizisten sonst Mißdeutungen des Aufrufs unweigerlich erfolgt wären; große Berkaufs- Basare, die bei einem Jahresumsay Souffrain und dem Obersten du Paly de Glam Einvernehmen ge herrscht babe hinsichtlich der an den Obersten Picquart geschickten hat doch Herr Dr. Hahn in der Hauptversammlung des von 200000 m. anheben soll, zu prüfen. tonnte. Bundes der Landwirthe diese Politit der Sammlung als Gegen diese Bestrebungen hat, wie wir im„ Samb. Echo" lesen, faischen Telegramme. " " Dänemark. eine unklare bezeichnet und zur Sammlung um den Bund der die Neue Gesellschaft zur Wertheilung von Lebensbedürfnissen von Landwirthe aufgefordert. Mit Männern dieser Art, deren Existenz 1856" in ihrer Generalversammlung folgenden Beschluß gefaßt: Arbeiterwohnungen in Kopenhagen. Nachdem von der von ihnen betriebenen Agitation und der Fortdauer dieser Die Generalversammlung der Neuen Gesellschaft zur Vertheilung der Folkething die Darleihung von Geldern an die Kommunen zum Agitation in möglichster Schärfe abhängt, ist eine solche Politit der von Lebensbedürfnissen von 1856 erklärt in bezug auf den in der Bau von Arbeiterwohnungen bewilligt hat, haben die sozialistischen Sammlung nicht zu betreiben, und so lange keine Garantien gegeben Bürgerschaft gestellten Antrag von Raab, betreffend progressive Um Stadtverordneten dem Kopenhagener Magistrat folgenden Antrag find, daß, Männern, die den wirthschaftlichen Frieden ernstlich suchen, fatzfleuer für Großgeschäfte, Waarenhäuser, Bazare, Filialgeschäfte, eingereicht: Wir fordern den Magistrat auf, einen Ausschuß von nicht in den Rücken gefallen wird, wie es in dem bekannten Bildes Konfumvereine 2c.: Wir protestiren, was unsere Vereinigung fünf Gemeinderathe Mitgliedern und drei Magistrats- Mitgliedern heimer Wahlaufruf geschehen ist, werden weder ich noch meine betrifft, gegen eine solche Befteuerung schon aus dem Grunde, weil einzufeßen, um Pläne und Vorschläge auszuarbeiten und vorzulegen, politischen und wirthschaftlichen Freunde fich entschließen tönnen, wir sie mit der reichsgesetzlich gewährleisteten auf daß die Kommune Wohnungen für Arbeiter und ihnen sozial burch ihre Unterschrift zu befunden, daß sie schon die Beit für ge- Gewerbefreiheit unvereinbar erachten. Das Fort gleichgestellte Personen errichtet." tommen erachten, wo die, absolut nothwendige Berständigung ge- bestehen unserer Gesellschaft würde durch eine Steuer, die Italien. funden werden kann." schon bei 200 000 Mart Umsatz 1 pt. beträgt und dann Rom, 2. März. Der Senat hat in geheimer Abstimmung - Zur Ausführung des Margarine Gefezes progreffiv steigt, unmöglich gemacht werden. Unsere Gemit 71 gegen 16 Stimmen den Gefeßentwurf über die Garantien hat der Reichskanzler die Bundesregierungen ersucht, den Bolizei- fellschaft verfolgt während ihres nunmehr 42 jährigen Bestehens und die Sanirung des Notenumlaufe der Emissionsbanken in der behörden nachstehende Grundsäge zur Richtschuur zu machen: in Ausübung ihres guten Rechtes den Zweck, durch gemeinsamen von der Deputirtenkammer angenommenen Faffung genehmigt. Die Verkaufsstätten für Butter oder Butterschmalz einerseits und Einkauf von Lebensbedürfnissen im großen fich durchaus erlaubte für Margarine oder Kunstspeisefett andererseits müffen, falls diese und gerechte Wortheile au sichern. Dadurch hat sie zuMadrid, 8. März. Im Ministerrathe wurde gestern über die Waaren nebeneinander in einem Geschäftsbetriebe feilgehalten werden, gleich die Vorzüge des Baareintaufs, gegenüber dem der Art getrennt sein, daß ein unauffälliges Sinüber und Herüber verwerflichen Borgfyftem, in weiten Kreifen zu gebühren Getreidetheuerung berathen; es wurde beschlossen, den Eingangszoll schaffen der Waare während des Geschäftsbetriebs verhindert und der Würdigung gelangen lassen. Endlich hat sie, gegenüber der oft für Getreide auf 6 Pesetas( 4,80 M.) für das Hektoliter herabzuinsbesondere die Möglichkeit, an stelle von Butter oder Butter- genug in Hamburg aufgetretenen Nahrungsmittel- feßen, solange der Preis des Getreides höher als 12,50 pesetas schmalz unbemerkt Margarine oder Runftspeisefett dem taufenden verfälschung. ihren Mitgliedern ausschließlich reine und( 10 M. für das Hektoliter, ift. Publikum zu verabreichen, thunlichst ausgeschlossen wird. Die gute Waare ohne schädliche und auf Uebervortheilung berechnete Rußland. Entscheidung darüber, in welcher Weise diefen Anforderungen ent- Beimischungen zugängig gemacht. Staatsbürger wider ihren Willen Petersburg, 3. März. Die Rommission für Ausgestaltung sprochen wird, fann nur unter Berücksichtigung der besonderen zu bewegen, fünftig ihren Bedarf durch Einkauf bei Kleinhändlern und Werbesserung der Schwarzen Meer Häfen beschloß, den KriegsVerhältnisse jedes Einzelfalles und namentlich der Beschaffen- zu decken, halten wir für ebenso ungerecht wie unbillig; wir hafen Sebastopol durch neue umfangreiche Befesti= heit der dabei in betracht kommenden Räume erfolgen. hegen das Vertrauen, daß, falls, wie freilich kaum zu erwarten, eine gungen zum stärksten Kriegshafen des Reichs zu machen. Doch werden im allgemeinen folgende Grundfäße zur Nichtschnur Mehrheit der Bürgerschaft solche Zwangsmaßregel beschließt, der Rumänien. Senat seine Zustimmung hierzu verfagen werde." dienen können: 1. Es ist nicht erforderlich, daß die Räume je einen befonderen Zugang für das Publikum besitzen. Es ist vielmehr zu lässig, daß ein gemeinschaftlicher Eingang für die verschiedenen Räume besteht. 2. Wenn auch die Scheidewände nicht aus feuerfestem Material hergestellt zu sein brauchen, so müssen fie immerhin einen fo dichten Abschluß bilden, daß jeger unmittelbare Zusammenhang der Räume, so weit er nicht durch Durchgangsöffnungen hergestellt ist, ausgeschlossen wird. Als ausreichend find beispielsweise zu betrachten abschließende Wände aus Brettern, Glas, Zement- oder Gipsplatten. Dagegen fönnen Lattenverfchläge, Borhänge, weitmafchige Gitterwände, verstellbare Abschlußvorrichtungen nicht als genügend betrachtet werden. Bei offenen Berkaufsständen auf Märkten können jedoch auch Ein richtungen der letzteren Art geduldet werden. Die Scheidewände müffen in der Regel vom Fußboden bis zur Decke reichen und den Raum auch in seiner ganzen Breite und Tiefe abschließen. Spanien. Afien. • Bukarest, 2. März. Die Deputirtenkammer hat einstimmig mit Aus Hamburg wird uns geschrieben: Hier ist vor einiger Zeit allen 92 Stimmen den Gefeßentwurf über die Konvertirung der Versuch gemacht worden, die Post- Unterbeamten au von 446 Millionen der öffentlichen Schuld angenommen. organisiren. Es wurde zu diesem Zweck vom Eisenbahner- Verband Griechenland. eine gemeinsame Versammlung von Eisenbahnern und Post- Unter Athen, 2. März. Eine offiziöse Mittheilung der Regierung beamten einberufen, die sowohl von Eisenbahnern wie von Postso Unterbeamten sehr zahlreich besucht war. Diese Versammlung besagt, daß Frankreich, England und Rußland die von ihnen zu scheint nun Maßregelungen zur Folge haben zu sollen. Durch leistende Garantie auf 5 Millionen Pfund Sterling der neuen Anirgend Jemand find der Postbehörde eine Anzahl Post- Unterbeamte leihe, deren Binsfuß 3/4 pet. sein werde, ausdehnen. als Theilnehmer an jener Bersammlung denunzirt worden und die Ober- Postdirektion bat schleunigst schleunigstein hochnothpeinliches Verfahren eingeleitet. Durch einen Bostinspektor wurden an der Beft gestorben, die Gesammtsterblichkeitsaiffer beträgt 2080 Bombay, 8. März. In verflossener Woche sind 1097 Personen eine Anzahl Post- Unterbeamte zu Protokoll über folgende sechs oder 129,98 von Tausend. Die unter dem Namen black blister" Fragen vernommen: 1. Waren Sie in der Versammlung am bekannte Krankheit ist in Pattal und Taluka im Gebiete des Nizains 15. Februar? 2. Waren Sie einverstanden mit dem, was dort ge von Haiderabad ausgebrochen. Täglich find 50 Todesfälle zu ver macht wurde? 3. Hat der X. X.( hier sind ganz bestimmte zeichnen. Namen genannt) Taut Bravo gerufen? 4. Wer hat am meisten Amerika. und lautesten Bravo gerufen? 5. Wußten Sie, daß die Versammlung eine fozialdemokratische Mache war? 6. Was waren Sie, bevor Sie angeordnet, da zwei Schiffe nach Ruba gehen, um den nothleidenden Die Postbehörde scheint es der Eisenbahn- Berwaltung, die mit Kubanern die Lebensmittel zu bringen, welche das Hilfskomitee in zahlreichen Maßregelungen gegen die sich koalirenden Eisenbahner Washington gesammelt hat. Die Schiffe haben Ordre, sofort nach vorgegangen ist, gleich thun zu wollen. Auch sie wird aber das Ablieferung der Lebensmittel nach Washington zurückzukehren. Man Gegentheil von dem erreichen, das sie erreichen will, gerade wie die versichert, daß den nothleidenden Kubanern baldige Hilfe gebracht Eisenbahn- Verwaltung, die durch ihre Maßregelungen den Werband werden müsse. nur gestärkt hat. 8. Die Berbindung zwischen den abgetrennten Räumen dari mittelst einer oder mehrerer Durchgangsöffnungen hergestellt fein. Derartige Deffnungen sind in der Regel mit Thürverschluß zu in den Bostdienst traten? versehen. Waaren. Die vorstehenden Grundsäße finden finngemäße Anwendung auf die Räume zur Aufbewahrung und Verpackung der bezeichneten Nach den gleichen Gesichtspunkten ist die Trennung der Ge schäftsräume für Käse und Margarinekäse zu beurtheilen. - Chronik der Eisenbahn- Unfälle. Die Verhandlungen zum Eisenbahn- Etat im Reichstage erhalten eine charakterische Beleuchtung durch einen neuen Rechtsfall, über den der„ Volts- 3tg." folgender Bericht zugeht: Washington, 8. März. Der Staatssekretär der Marine hat Aus Havana wird gemeldet: Wie verlautet, soll eine Kommission von spanischen Seeleuten ernannt werden, welche eine Und aus Madrid wird telegraphirt: Der amerikanische Ge fandte versicherte Sagasta, daß Präsident Mac Kinley der JingoesPartei keinen Einfluß auf die auswärtige Politit gestalten würde. Mehrere amerikanische Senatoren würden sich nach Havana begeben, um an der Untersuchung der Explosion auf dem Kriegsschiff Maine" sich zu betheiligen. Diese würden jedoch nur als Privat Chronit der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Dem Genoffen Göcke- Groß- Ottersleben ist eine Auflage wegen We- Untersuchung in betreff der Explosion auf der„ Maine" anstellen soll. leidigung des Kaisers zugegangen, die er durch Sitenbleiben bei einem im Rathsteller in Seehausen ausgebrachten Hoch auf den Raiser begangen hat. Die betreffende Versammlung war von sozial Demokratischer Seite einberufen, aber von gegnerischer Seite über rumpelt worden. Desterreich. " personen handeln und hätten keinen amtlichen Charakter. Die Flottenvorlage in der Budgetkommission. Vierundzwanzig Stunden ununterbrochen im Dienst gewesen sind die Bremser eines Güterzuges, welcher am 29. Juni v. J. auf der Strecke zwischen Friedrichsruh und Reinbeck auf einen andern Güterzug gefahren ist. Durch den Zusammen- Wegen angeblicher Herabwürdigung des kaiserlichen Geburts floß wurde ein erheblicher Materialschaden verursacht und außerdem tages ist gegen den Pastor Zerlang in Holebüll( Nord- Schleswig) ein Hilfsbremser am Auge verlegt. Die Schuld an dem Unfall wurde beim Konsistorium zu Kiel eine Denunziation eingereicht worden. dem als Hilfsweichenſteller beschäftigten Bahnarbeiter Münch und dem Paftor Berlang wurde vom Vorsitzenden des Kriegervereins zu Holebi Lokomotivführer des aufgefahrenen Buges, Tenzer, beigemeffen und gelegentlich der letzten Kaifer Geburtstagsfeier ersucht, einen Fest infolge deffen Anklage gegen beide aus§§ 316/319 St.-G.-B.( Ge gottesdien ft abzubalten. Der genannte Geiftliche erklärte auch In der Budgetkommission des Reichstags wurde heute die Spezialfährdung eines Eisenbahn- Transports) erhoben. Dem ersten An- feine Bereitwilligkeit hierzu, knüpfte jedoch daran die Bedingung, berathung der Flottenvorlage fortgesetzt.§ 3, betr. Ingeklagten wurde falsche Signalgebung, dem zweiten Ueberschreitung daß die Mitglieder des Kriegervereins nach dem Gottesdienst haltungen wurde nach dem Borschlage des Referenten, Der zulässigen Fahrgeschwindigkeit zur Last gelegt. Im Haupt bienste fich jeglichen Trinkgelages refp. Tanz der nur redaktionelle Aenderungen des Entwurfs vorsieht, nach un verhandlungstermin vor der ersten Strafkammer des Landgerichts beluftigungen und Kartenspiels enthalten follten. erheblicher Debatte angenommen.§ 4, der für die Bereitstellung zu Altona stand dem Angeklagten Tenzer als Vertheidiger der Da sich der Kriegerverein auf tiese Bedingung nicht einlaffen wollte, der Mittel für Indiensthaltung der Torpedos, Schulschiffe u. s. m. Syndikus des Vereins Berliner Lokomotivführer, Herr J. Fräntel zerschlug sich die Sache. Nunmehr wurde in der Weigerung des jährliche Festsetzung durch den Etat vorsteht, wurde nach zur Seite. Der Vertheidiger ließ durch die geladenen Beugen Bastors 8., einen Festgottesdienst bebingungslos abzuhalten, dem Vorschlage des Referenten, als selbstverständlich, gestrichen. feststellen, daß der aus 70 Achsen bestehende Zug nur von eine Herabwürdigung des Kaiserlichen Geburtstages erblickt, was die 86 Etatsstärken der Matrosendivision unterliegen der jährlichen brei Bremsern bedient war, die sich noch dazu bereits 24 Stunden oben erwähnte Denunziation des Geistlichen bei seiner vorgesetzten Festseßung durch den Etat wird angenommen, ebenso der von ununterbrochen im Dienst befanden, und er richtete im An- Behörde zur Folge hatte. Auf den Ausgang dieser eigenartigen dem Referenten beantragte§ 7( Sonstige Ausgaben: alle dauernden schluß an diese Feststellung die Frage an den von Der Staatsanwaltschaft geladenen Sachverständigen, ob der An Angelegenheit ist man in den betheiligten Streifen sehr gespannt. und einmaligen Ausgaben des Marine Etats, hinsichtlich deren biefes Gesetz keine Bestimmungen enthält, unterliegen der jährlichen Festgetlagte Tenzer den Zusammenstoß hätte verhindern können, wenn setzung durch den Etat). Auch§ 5( Perfonalbestand) verdie übermüdeten Bremser auf das von ihm rechtzeitig gegebene Brems- Prag, 2. März. Der Landtag wurde heute Abend ge anlaßt teine wesentliche Debatte.§ 8 ist gestern bereits erledigt fignal die Bremsen nicht rechtzeitig angezogen hätten. Der Sachverständige schlossen. Der Statthalter und der Oberst- Landmarschall sprachen worden. Die Verhandlung wendet sich also zu dem von dem Remußte zugeben, daß Tenzer vollkommen machtlos war, wenn die in den Schlußreden ihren Dank für die Mitwirkung der Abgeord- ferenten beantragten§ 9, der verlangt, daß wenn die Mehrkosten der Bremser sein Signal nicht rechtzeitig befolgt hätten. Unter diesen neten bei den parlamentarischen Arbeiten aus und äußerten ihr Marine nicht durch bestehende Steuern, sondern durch Matrikular Umständen konnte sich der Gerichtshof von der Schuld des An- Bedauern über den Austritt der deutschen Abgeordneten. Sie beiträge gedeckt werden müssen, alsdann die Einzel. getlagten Tenzer nicht überzeugen und sprach ihn frei. Der Arbeiter drückten die Hoffnung aus, daß bald ruhige Verhältnisse eintreten staaten, welche Einkommensteuern erheben, verpflichtet sein sollen, ihre Münch wurde zu 100 m. ev. 10 Tagen Gefängniß verurtheilt. Die würden, welche die Vertreter beider Volksstämme in nicht allzu Mehrkosten an Matrikular- Beiträgen durch Buschläge auf die Strafe gegen ihn wurde mir aus dem Grunde so gering bemessen ferner Beit wieder im Landtag zu erfprießlichem, gemeinsamen inkommensteuer zu decken bei denjenigen Steuerpflichtigen, ( 100. für einen Arbeiter gering?), weil der Gerichtshof annahm, Bufammenwirken führen würden. Der Oberst Landmarschall welche ein Einkommen von mehr als 10 000 m. beziehen. Für daß Münch nach seinen Fähigkeiten den ihm gestellten Aufgaben nicht betonte, er hoffe, daß unter den Deutschen allmälig die Erkenntniß diesen Buschlag werden progressive Säße nach der Höhe des Eingewachsen war. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen ihn 4 Wochen playgreifen werde, daß der Landtag allein der Ort sei, wo die kommens von 1 zu 4 vorgeschrieben. Der Wortlaut des Antrages ist Gefängniß beantragt. Die Verurtheilung des Münch zu einer Geld. Ordnung ber nationalen Echwierigkeiten ermöglicht werden könne. von uns gestern mitgetheilt worden. strafe ist auch deshalb interessant, weil das Gesetz für die Gefähr Den Thatsachen entsprechen diese Hoffnungen und Erwartungen dung eines Eisenbahntransportes nur Gefängnißstraße fennt. Das freilich in feinem Puntte. Reichsgericht hat jedoch vor einigen Jahren auch bei solchen Ver gehen die Zulässigkeit von Geldstrafe ausgesprochen, wenn durch die Gefährdung des Eisenbahntransports zugleich Personen verletzt werden, d. h. in juristischer Ausdrucksweise, wenn die Gefährdung des Eisenbahntransports in Jdealfonkurrenz" mit fahrlässiger Budapest, 3. März. Der Minister des Innern erließ neuer Körperverletzung tritt. Für dieses Vergehen ist Geldstrafe nicht ausdings an alle Brovinzbehörden eine Verfügung, wonach gegen die geschlossen. Jun gauzen ist diese Verhandlung eine ungemein scharfe Ber- sogenannten Wander- Apostel", welche ungeschwächt ihre Aufurtheilung eines Sparsystems, das schon so viele Eisenbahnunfälle bebungsthätigkeit" fortfeßen und dadurch eine Unterdrückung der agrar- sozialistischen Bauernbewegung erschweren, mit äußerster verschuldet hat! Strenge vorzugehen sei. Die Neue Freie Preffe" meldet aus Brag: Durch eine Kundmachung der Polizei- Direktion wird das Verbot des Tragens von Farben und Abzeichen aufgehoben. " Ungarn. Schweiz. Abg. Dr. Lieber begründet den Antrag in längerer Nede. Gine Anleihe zur Deckung der Kosten dürfe nicht aufgenommen werden, das jetzt lebende Geschlecht müsse die einmaligen Ausgaben auf bringen. Der Mehrbedarf folle auch nicht durch indirekte Steuern, sondern sondern durch Matrikular Beiträge 0 aufgebracht werden. Er gebe zu, daß es sehr schwierig sei, die richtige Fassung zu finden. Es solle in allen Staaten, welche die Einkommensteuer haben, der Zuschlag erhoben werden. Das Reichsbudget dürfe niemals ein Defizit haben, dazu seien die Matrikular- Beiträge da. Jede Vermehrung der indirekten Steuern begegne im Bolte stärkstem Widerwillen, das Volk empfinde, daß die große Masse die indirekten Steuern aufbringe. Die Lasten müssen auf die leistungsfähigen Schultern gelegt werden. Gelinge es der Kommission, bier eme Berständigung zu finden, so würde damit Beruhigung in weite Kreise der Bevölkerung getragen. Korreferent v. Massow( t.) bedauert, dem Abg. Dr. Lieber Die Koften auf die Lübben. Am 24. v. M. früh wurde der Kammeroberjäger Weise erschossen in seiner Stube aufgefunden. Weife, der 27 Jahre. alt und 8 Jahre Dienstzeit hinter sich hat, war tags vorher wacht- Zürich, Anfangs März.( Eig. Ber.) Hier ist gegenwärtig die habender Oberjäger. Gegen 12 Uhr erschien im Wachtlokal der stånderäthliche Kommission verfammelt zur Borberathung Setondelieutenant v. Wigleben und fab, daß Weise geschlafen hatte, der Gefeßentivürfe, betreffend die Krankens und Unfall auf diesem Wege nicht folgen zu können. sich die Augen rieb und im Augenblick nicht stramm stand. Dies ver versicherung, wie sie aus den Verhandlungen des National- leistungsfähigen Schultern zu wälzen, sei ein schöner Gedante, aber anlaßte den Lieutenant vor der zumeist aus Retruten bestehenden Wach rathes hervorgegangen sind. Das schweizerische Arbeiter- wie solle er verwirklicht werden? Die vorliegenden Anträge seien mannschaft zu einer scharfen zurechtweisung, die nicht näher erläutert fetretariat( Genosse Greulich) hat an die Kommission eine nicht durchführbar. Staatssekretär v. Zhielmann: Die verbündeten Regierungen werden mag. Sodann ließ er Weise sofort ablösen. Dies glaubte längere Eingabe gerichtet und die Abänderung oder völlige BeWeise nicht überleben zu können, er ging auf sein Bimmer, schrieb seitigung einer Reihe von Bestimmungen verlangt, durch würden die gemachten Vorschläge wohlwollend prüfen. In der vors nicht brauchen. Die weitere Berathung wird hierauf auf Sonnabend vertagt. Parlamentarisches. er war eine " liegenden Form aber fei der von Dr. Lieber empfohlene§ 9 für den Abg. Beckh theilt den Standpunkt der Regierungsvertreter. Das bes Abgeordnetenhaufes, Hauptritterschafts Direktor v. Kröchers Bundesrath unannehmbar. Es dürfte sich vielleicht eine Resolution Strafrecht habe nicht die Aufgabe, sittliche Bucht zu üben; er sucht Bingelberg, aufgestellt. Herr v. Kröcher- Winzelberg war zugegen und am besten zur Annahme eignen. nachzuweisen, zu welch' schlimmen Konsequenzen der Paragraph nahm die Wahl an; es sei für ihn Ehrensache, seinen Heimathskreis Abg. Singer: Eine Resolution sei ganz nuglos. Der von führen müffe. Abg. Bebel: Er sei entschiedener Gegner des Antrages im Reichstage zu vertreten. Dr. Lieber vorgeschlagene Weg erscheine aber auch recht bedenklich. Bieschel, der viel zu eng sei und vieles nicht treffe, was getroffen werden Die Konservativen Thüringens treten nächsten Sonntag Weit richtiger und einfacher wäre der von Bebel und ihm gestellte müffe. Das Gebiet, für das der§ 182a bestimmt sei, müsse aber getroffen in Erfurt zusammen. In Halle a. S. findet den darauffolgenden Antrag der progressiven Einkommensteuer von allen Einkommen werden, hier handle es sich um zahlreiche Misstände der schlimmsten Sonntag eine Busammenkunft der konservativen Vertrauensmänner über 6000 M. Art. Höre man verschiedene der Redner, dann scheine es, man der Provinz Sachsen statt. Hier, wie dort dürfte es sich um die Abg. Müller Fulda befürwortet ben folgenden Antrag: müffe nicht die Arbeiterinnen, sondern die Arbeitgeber und ihre Wablagitation handeln. Den Herrn Reichstanzler zu ersuchen, bis zur zweiten Lesung des Vertreter schützen. Die Herrenmoral tomme hier zum Vorschein, auf Dem gemeinsamen Randidaten der Freisinnigen Wollspartei, der Flottengesetzes in der Kommission dem Reichstage einen Gesetz dem Herrenrecht beruhe aber auf diesem Gebiete unser Strafrecht, Demokraten und Nationalliberalen in Frankfurt a. M., Herrn entwurf vorzulegen, welcher die Deckung der durch das Flottengefeß jezt gelte es auch, den Frauen zu ihrem Recht zu verhelfen, Stadtrath Flinsch, ist vom demokratischen Wahlausschuß ein Wahlentstehenden Mehrkosten in der Weise regelt, daß solche entweder die durch mangelnde Bestimmungen, wie fte der Paragraph programm vorgelegt worden, welches die Forderungen der süddeutschen durch eine entsprechende Heranziehung der Interessenten( Aus- und enthalte, auf's schwerfte geschädigt und benachtheiligt feien. Demokraten enthält. Herr Flinsch hat sich auf dasselbe verpflichtet. Einfuhrhandel, Schifffahrt und der Deutschen im Auslande) oder: Thatsächlich gebe es zahlreiche Geschäfte und Fabriken Das Zentrum hat für den Wahlkreis Duisburg den Rechtsdurch Besteuerung der über den Betrag von 300 000. hinaus mit überwiegend weiblichem Personal, bie reine Harems anwalt Görg aus Trier aufgestellt. gehenden Vermögen der deutschen Reichsangehörigen gedeckt werden." für ihre Chefs und deren Vertreter seien. Welche Frau sich deren Herr v. Frege, von dem das geflügelte Mort von den sozialAbg. Paafche( natl.): Innerhalb acht bis vierzehn Tagen Gelüften nicht füge, werde arbeitslos. Der Paragraph gehe eher demokratischen grünen Jungen" stammt, ift in einer Versammlung könne der Bundesrath unmöglich den Entwurf einer Bermögenssteuer nicht weit genug als zu weit, unter den Begriff unzüchtige Hand- ordnungsparteilicher Bertrauensmänner im fächsischen Wahlfertig ftellen. Jedenfalls erscheine ein Bufchlag zur Einkommensteuer lungen" fiele manches nicht, was auch bestraft werden solle. treise Borna Pegau wieder aufgestellt worden. als der richtige Weg. Die Laften tönnten wahrscheinlich ohne neue Auch bekämpfe er den Versuch, das Delitt 811 einem Steuern aufgebracht werden. Jin Bolte wolle man aber die Antrags Delikt au machen, bas hieße die Bestechung Partei- Nachrichten. Beruhigung schaffen, daß wenn neue Steuern nothwendig würden, zum Syftem machen. Dagegen fei er geneigt, das Strafmaß zu fie den leistungsfähigen Schultern aufgebürdet würden. ermäßigen, daß ihm zu hoch erscheine. Nach einer längeren Debatte, Ju Achim im hannöverschen Reichstags- Wahlkreise Berdens Abg. v. Karborff tritt nochmals für Anleihen ein. Durch an der sich noch die Regierungsvertreter und die Abgg. Bieschel, Soya sprach, wie uns von dort geschrieben wird, am Sonntag in die Annahme des Lieber'schen Vorschlages würde die Flottenvorlage Roeren, Schwarz, Iskraut, Beckh und Fürst Radziwill betheiligen, einer startbesuchten Boltsversammlung unser Kandidat Hermann in Frage gestellt werden. Redner ist für indirekte Stenern; der kommt man zur Abstimmung. Die Worte unbescholtene Junge aus Bremen und der Parteigenoffe R. Rüger über die Say:" Die indirekten Steuern belaften die unteren Klaffen mehr Arbeiterinnen" werden gegen 4 Stimmen abgelehnt, mit der notbleibende" Landwirthschaft, den Bund der Landwirthe und die als die reichen," sei nicht stichhaltig. Die Flottenvorlage selber ges gleichen Stimmenzahl die Worte Gestattung des Beischlafe". Deutsch- hannoversche Partet. Einstimmig wurde eine Resolution winne täglich an Popularität. Der Vorschlag, zu setzen:" Die Verfolgung tritt nur auf Antrag angenommen, worin gegen die Schmälerung des Roalitionsrechts Abg. Graf Stolberg: Er werde nur für den ersten Theil ein" wird gegen& Stimmen abgelehnt. Der Antrag Bebel, ein der Arbeiter proteftirt und der Ueberzeugung Ausdruck gegeben wird, des Antrages Lieber stimmen. Neue Steuern werde man überhaupt Jahr Gefängniß als Maximalstrafe zu setzen, unterliegt mit 7 gegen daß nur von der sozialdemokratischen Partei eine wirkliche Besserung 7 Stimmen. Darauf wird der unveränderte§ 182a mit 10 gegen ber heutigen Zustände zu erwarten ist. Die Wortführer des Bundes Abg. Dr. Hammacher: Der Weg einer Reichs- Einkommen- 4 Stimmen angenommen und beschlossen, denselben als§ 174a zu der Landwirthe und der welfischen Partei, die in jener Gegend ihr ftener fei leider nicht gangbar. Redner schlägt deshalb folgende bezeichnen. Wesen treiben, waren zu der Versammlung eingeladen, aber nicht Resolution vor: Es erfolgt Vertagung der Sigung auf Freitag Bormittag erschienen. „ Der Herr Reichskanzler wird aufgefordert, dahin zu 10 Uhr. Bolizeiliches, Gerichtliches 2c. wirlen, daß falls infolge der Ausführung des Gesetzes betreffend bie Rebatteur Stengel vom Hamburger Echo", der zur deutsche Flotte, eine die Ueberweisungen des Reiches an die Einzelgerichts- Ordnung wurde heute die zweite Berathung der Vorlage Gefängnißftrafe verbüßt, erhielt vom Landgericht in Altona noch In der Reichstagskommiffion für die Militär- Straf Beit wegen Beleidigung des Königs der Belgier eine achtmonatige ftaaten übersteigende Erhebung von Matrikularumlagen nach dem Reichs fortgefeht bei§ 172, ber von der vorläufigen Festnahme handelt. 1 Woche Bufabftrafe wegen Beleidigung eines Polizeibeamten. Stat nothwendig werden sollten, die Bundesstaaten die für die Nach der Regierungsvorlage sollten Offiziere durch Polizeibeamte Deckung der Mehrmatrikularleistungen erforderlichen Mittel nur nur feftgenommen werden können, wenn sie bei Begehung eines Redakteur Korn von der Schleswig- Holsteinschen Volksburch größere Heranziehung der starken Steuerkräfte aufbringen, fo- Berbrechens auf frischer That betroffen werden. In erster Lesung geitung" in Kiel verläßt heute das Gefängniß daselbst, wo er wegen fern die desfallsige Berpflichtung gegen das Reich überhaupt die ist diese Bestimmung gestrichen worden. Erhebung neuer Steuern bedingt." Abg. v. Levezow Preßvergehen vier Monate lang internirt war. Während der zweiten Abg. Werner( Reformp.) meint, die heutige Erklärung des beantragt Wiederherstellung der Regierungsvorlage. Abg. Gröber Sälfte seiner Strafzeit wurde ihm die Selbstbeschäftigung entzogen, Schaßfekretärs werde im Lande einige Beunruhigung hervorrufen. stellte den Antrag, in der Regierungsvorlage zu sagen: wenn die ihm vorher gewährt war. -Wegen Beleidigung des Magdeburger Kriminalkommissars bei Begehung eines Verbrechens oder eines Vereinert wurde der Redakteur der Märkischen Voltsstimme", Frhr. v. Thielmann habe zwar eine wohlwollende Prüfung der gebens, bei welchem auf Berlust der bürger Bieber'schen Vorschläge zugefagt; das sei aber nur eine fchöne fichen Ehrenrechte erkannt werden tann, auf frischer Seinrich Bappay in Forst, vom Schöffengericht dafelbſt Es handelt sich Auch Graf Caprivi babe sein Wort bei der Deckungsfrage für die Militärvorlage nicht hat betroffen oder verfolgt wird." Mit diesem Zusage wurde die 8 sechs Wochen Gefängniß verurtheilt. Notiz, worin eine bei dem Regierungsvorlage wieder hergestellt, nachdem der Kriegsminister Parteigenossen balten können. Ihm und seiner Partei tomme es darauf an, die v. Gosler sich damit einverstanden erklärt hatte. Im Fortgang der Gärtner in Magdeburg vorgenommene Haussuchung be= Roften auf die leistungsfähigen Schultern am besten durch eine Berhandlungen werden zumeist die Beschlüsse erster Lesung aufrecht nicht genannt. Ein Verfahren, das wegen derfelben Notiz seinersprochen war. Der Name jenes Kriminalkommissars war darin progressive Einkommensteuer zu legen. Für neue indirekte Steuern erhalten, zum theil modifizirt durch Anträge Gröber. Wesentlich ſei ſeine Partei nicht zu haben. Abg. Dr. v. Bennigsen ist ist nur eine Nenderung in dem Abschnitt über die Berthei bizeit gegen das„ Sächsische Boltsblatt" in Zwickau eingeleitet war, nur für eine Resolution. Die drei Anträge annehmen heiße das In erster Lesung gung. ist befanntlich wieder eingestellt worden, obwohl die sächsische Justiz Gesetz zu Fall zu bringen. unter anderem beschloffen doch dafür bekannt ist, daß sie es bei Prozessen gegen sozialdemo worden, als Vertheidiger zuzulassen Rechtsanwälte, welche bei einem deutschen Gerichte zugelassen sind, insoweit bürger- fratische Blätter an Gifer nicht fehlen läßt. liche Verbrechen oder Vergehen den Gegenstand der Auflage 2. arbaum, war vom Schöffengericht wegen Nichtanmeldung -Der Verleger der Magdeburger Boltsstimme", Diese Faffung wurde heute auf Antrag Gröber durch des Geschäftsbetriebes der Buchhandlung der Volksstimme" zu die folgende erfeßt:" Olechtsanwälte, welche von der obersten Militär- 60 m. Geldstrafe verurtheilt worden. Die Berufungsinstanz er Der Bundesrath hat in seiner heutigen Sigung die Vorlage Justizverwaltung ernannt find". Dem§ 826 wurden aber folgende mäßigte die Strafe auf 10 Mart. Die Anfichts. Obermäßigte die Strafe auf 10 Mart. betr. die Gold- und Silberausprägungen im Jahre 1897 zur Kennt beiden Abfäße hinzugefügt: Bei den Kriegsgerichten und Ober oft tarten der Boltsstimme", bie deren Geschäftshaus und niß genommen. Den zuständigen Ausschüssen wurden überwiesen: Kriegsgerichten werden durch die oberste Militär- Justizverwaltung ben davor stationirten Schuhmanns- Doppelposten zeigten, waren Der Entwurf von Vorschriften für die Einrichtung und den aus den im Bezirk des Ober- Kriegsgerichts, bei dem Reichs- Militär- von dem Lithographen Pötsch hergestellt. Da dieser seine Firma Betrieb von Anlagen zur Herstellung von gericht durch seinen Präsidenten aus ben am Siz des Reichs nicht auf der Karte angegeben hatte, veranlaßte der Verleger elettrischen Attumulatoren aus Blei oder Blei Militärgerichts wohnenden Rechtsanwälten nach Maßgabe des Beverbindungen, die Entwürfe von Muster statuten für freie dürfnisses und nach Befragung der Anwaltskammer mehrere bie Rarte mit seiner Firma zu versehen. Diese Angelegenheit Harbaum den Drucker der Volksstimme", Franz Bethge, Innungen und für Zwangs Innungen, sowie des Rechtsanwählte ernannt, welchen die Vertheidigung übertragen führte zu einer Anklage wegen Hebertretung des Preßgefeßes, die Musters für einen Jnnungsbeschluß über die Regelung des Lehrlings werden kann und welche die Uebernahme der Bertheidigung nicht ver bamit endete, daß Harbaum zu 30, Bethge zu 20 und Pötsch zu wefens, der Entwurf einer Berordnung über die theilweise Inkraft weigern dürfen. Einem bei den deutschen Gerichten zugelassenen Rechts. Damit endete, daß Harbaum zu 80, Bethge zu 20 und Pötsch zu Inkraft- weigern 5 M. Geldstrafe verurtheilt wurden. fehung des Gesetzes, betr. die Abänderung der Gewerbeanwalt ist auf seinen Antrag die Uebernahme einer Wertheidigung vor dem Ordnung vom 26. Juli 1897, sowie der Entwurf von Be Militärgericht vom Gerichtsherrn zu geftatten, wenn nicht eine Ge ftimmungen über die Beschäftigung von Arbeiterinnen fährdung militärdienstlicher Interessen oder eine Gefährdung der in Konservenfabriken. Staatssicherheit zu beforgen ist. Gegen die Versagung der GeKommission lex Heinze, Zweite Lesung. Ueber den Abfah 2 Militär- Justizverwaltung zu; der Fortgang des Verfahrens wird nehmigung steht dem Antragsteller die Rechtsbeschwerde an die oberste bes§ 180, welcher von Vermiethung von Wohnungen an Frauens durch die Einlegung der Rechtsbeschwerde nicht gehemmt."- Der Aus dem Bericht über die am Dienstag, den 1. d. Mis., ftatts personen handelt, die gewerbsmäßig Unzucht treiben, entspann sich Antrag der Konservativen auf Wiedereinfügung der aus der Re- gefundene Schuhmacher Versammlung wird die Arbeiter. eine kurze Diskussion über die Frage: ob der Inhalt dieses Absages gierungsvorlage in erster Befung beseitigten sogenannten„ Frivolitäts- fchaft Berlins und Umgegend bereits ersehen haben, daß alle andie Duldung von Bordellen zulaffe. Einstimmig war die Kommission strafe" wurde abgelehnt. gebahnten Versuche der Schuhmacher, eine gütliche Einigung über die der Ansicht, daß dieses nicht der Fall sei. Der Paragraph würde in der Abstimmung einstimmig angenommen. Schließlich wurde noch folgende Resolution angenommen: Arbeitsnachweisfrage herbeizuführen, von den Fabrikanten trotz des Der Absatz 3 in § 181( schwere Ruppelei) erhielt eine andere Faffung und lautet jetzt: Beröffentlichungen über die Statistik der von den bürgerlichen Ge- zurückgewiesen worden sind. Die Forderung der Arbeiter, an der Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, nach dem Vorgang der gegebenen Versprechens vor dem Einigungsamt des Gewerbegerichts Sind mildernde Umstände vorhanden, so tritt im Falle des richten erledigten Straffachen auch die Veröffentlichung einer Statistit Verwaltung des Arbeitsnachweises theilzunehmen, kann als eine uns Absatzes 1 Nr. 2 Gefängnißftrafe ein, neben welcher auf Geld- über die nach der Militär- Strafgerichts- Ordnung behandelten Fälle berechtigte nicht nicht bezeichnet werden. Das Verlangen der ftrafe bis zu 3000 m. erkannt werden kann. Arbeiter wird um so begreiflicher, wenn man bedenkt, Diese Abänderung wie der ganze Paragraph wurden ebenfalls zu veranlassen." Das Einführungs- und das Disziplinargesetz werden im ganzen nftitut den Arbeitern gegenüber gehandhabt wird. Trotzdem die Weise in welch rigoroser von ben einstimmig angenommen. Bu§ 181a( Buhälterparagraph) beantragte unverändert nach den Beschlüssen erster Lesung bestätigt. Fabrikanten Dieses Abg. Bebel als Absah 4 hinzuzusehen: Sind mildernde Umstände vorhanden, so tann auf Gefängnißrathung zum Abschluß gebracht. Zu Berichterstattern älfte beizutragen, haben sie von vornhinein den Unternehmern Damit hat die Kommission die zweite Be. Arbeiter sich erboten, zu den Rosten des Arbeitsnachweises die Strafe unter einem Monat oder auch Geldstrafe erkannt sind die Abgg. de Witt und Dr. Görtz bestellt. Die Fertigstellung in der zu wählenden Kommission die Majorität zusichern wollen. werden." des Berichts soll möglichst beschleunigt werden. An den Berliner Gewerkschaften liegt es nun, das Versprechen, Nach furzer Motivirung durch den Antragsteller wurde der Zuwelches ihre Vertreter in der Kommissionssigung vom 18. Februar einstimmig gegeben, das dahin ging, daß, sollten die Schuhmacher von den Fabrikanten zu dem äußersten Mittel, dem des Streits, gebungen werden, gegungen werden dieselben materiell wie moralisch thatträftig unterſtüßen sind, nunmehr zur Ausführung zu bringen. Besonders aufmerksam wollen wir darauf machen, daß es namentlich die Vers treter großer Gewerkschaften waren, welche die Unterstützung in dieser Angelegenheit warm befürworteten. Aufmerksam machen wir ferner noch darauf, daß alle für die streikenden Schuhmacher gesammelten und bestimmten Gelder an das Bureau der Berliner Gewerkschaftskommission, Annenstr. 16 v. I, abzuliefern sind und im Die Freifinnigen im Wahlkreise Graubenz Strasburg Borwärts" quittirt werden. Die Sammellisten zu diesem haben beschlossen, von der Ausstellung eines eigenen Kandidaten abwec tragen den Stempel der Berliner Gewerkschaftskommission. zusehen, um den Versuch zu machen, ob sich ein gemeinsamer Kans Der Ausschuß bidat aller Deutschen finden lasse. Es wurde aber dem Pos. Tagebl." zufolge fefigesetzt, daß der aufzustellende Kandidat" fein Agrarier vom Bunde der Landwirthe, kein Antisemit und kein Mit: Kandidat der Abg. Bebel beantragte, am Schluffe des Paragraphen zu feßen: Gutsbefizer vorgeschlagen werden. selben Abend um 81/2 Uhr findet in den Arminhallen eine öffents werden mit Gefängniß bis zu einem Jahre bestraft." In Usedom Wollin ist der Kandidat der deutsch- sozialen liche Bersammlung der Schäftebranche statt, zu der Abg. Pieschel motivirt seinen Antrag, er wünschte den§ 182a Reformpartei, der aus der Kolonialbewegung bekannte reiche alle Kollegen aufgefordert werden, zu erscheinen. Der Vorstand. in Gintlang mit§ 825 des Bürgerlichen Gesetzbuches zu feben. Die Dr. Schröder Poggelow, auch von den Konservativen und Bündlern Herr Goldschmidt ist erbost darüber, daß wir seine uns zus jeßige Faffung gehe ihm zu weit. Geh. Ober- Reg.- tath v. Lenthe einstimmig erforen worden. In der konservativen Versammlung, gefandte Berichtigung" nicht wörtlich zum Abdruck gebracht haben; warnt fehr nachdrücklich vor Annahme des§ 182a, er fei sehr be- die diesen Beschluß faßte, erklärte der Landrath, wenn man für er veröffentlicht fie nun im Original im Gewerkverein". Der denklich, in feinen Begriffen dehnbar und werde häufig zu Er Schröder eintrete, würden die Deutsch- Sozialen die Konservativen Raum unferes Blattes ist uns zu kostbar, sonst könnten wir jetzt preffungen führen. Geb. Reg.- Rath v. Tischendorff stimmt zwar in den übrigen pommerschen Wahlkreisen unbehelligt laffen. An noch den Beweis erbringen, daß wir in loyalster Weise den Kerndem Grundgedanken des§ 182a zu, aber feine wahrscheinlichen Nach- Stelle des Landraths v. Behr, der eine Wiederwahl ablehnt, ift im punkt der Richtigstellung herausgefchält baben. Für jeden, der lesen theile überwögen seine Vortheile. Er befürwortet eine schärfere Wahlkreis Greifswald Grimmen Herr v. Bismarck Bohlen kann, war durch unsere Zeilen von Herrn Goldschmidt das Odium Fassung, die Aufnahme der Unbescholtenheit und wünscht als Kandidat für die Konservativen nominirt worden. genommen, als habe er Millarg einer unrechtmäßigen Handlungsdas Bergehen als Antragsvergehen gefaßt zu sehen. Ab Die Freisinnigen übecks erklären, für den Kandidaten der weise beschuldigen wollen. Das, glaubten wir, müsse für ihn die geordneter Pieschel ändert dementsprechend seinen Antrag; Ordnungsparteien, Direktor Gebhard, nicht stimmen zu können. Dem Hauptsache sein, das übrige, wie: er habe einen guten Vortrag ges Abgeordneter Jetraut tritt den Ausführungen der Regierungs Gegenvorschlag der freisinnigen Partei, den Kommerzienrath Scharff halten u. f. w. war ganz gleichgiltig. Allerdings hatten wir die vertreter entgegen. Der§ 182 a fei der einzige, der den wirthschaft aufzustellen, verhält sich wiederum der Reichsverein ablehnend. Möglichkeit offen gelaffen, Herr Goldschmidt habe vielleicht das au lichen Verhältnissen der Gegenwart Rechnung trage; er weist auf Es ist eben eine schlimme Sache, wenn der Brei" nicht fest zu fich harmlose Berfahren Millarg's in einer Weise dargestellt, daß die große Zahl der weiblichen Personen hin, die gegen früher in sammen hält, sondern auseinander läuft. er leicht mißverstanden werden fonnte. In dieser unserer Annahme Judustrie, Gewerbe, Handel und Verkehr beschäftigt würden und Der konservative Verein des Wahlkreises Neubaldens werden wir jetzt bestärkt durch eine Zuschrift aus Magdeburg und Schuß beanspruchen könnten; er weift ferner auf zahlreiche fonder- leben Wolmirstedt hat in seiner letzten Generalversammlung zwar von Leuten, die in der Versammlung selbst anwesend waren liche Vorkommniffe in Berliner Geschäften hin. Geb. Ober- beschlossen, da Abgeordneter Hofang- Sommersdorf die Reichstags- und die Aeußerungen Goldschmidt's gehört haben. Danach unterRegierungsrath Lenthe wendet sich gegen die Ausführungen des fandidatur wieder angenommen habe, von der Aufstellung eines liegt es feinem Zweifel mehr, daß Herr Goldschmidt seine Aus Vorrebners, dessen Anforderungen sich nur theilweise mit eigenen Kandidaten Abstand zu nehmen, vielmehr mit allen Kräften führungen in so zweideutiger Form machte, daß er mißverstanden dem§182a deckten. Abg. Roeren erklärt fich gegen für den Kandidaten der nationalliberalen Partei, Hosang, einzutreten. werden mußte, vielleicht auch wollte. Für die lettere die Aufnahme des Begriffs unbescholten, der hier nicht Der Bund der Landwirthe hat als Reichstags- Abgeordneten für Auffassung spricht der Umstand, daß Herr Goldschmidt jetzt verwendbar sei. Der Antrag Pieschel sei unannehmbar, der vor den Wahlkreis Salzweb el. Gardelegen anstatt des auf die in feinem Organ äußert: Davon tönne ernstlich nicht geschlagene Paragraph schüße durch seinen Inhalt vor Mißdeutungen. Wiederwahl Verzicht leistenden Dr. Schulz- Lupiz den Präsidenten die Rede sein, daß Millarg's Verfahren als harmlos 3 fat mit allen gegen 3 Stimmen abgelehnt und der ganze Para Die fechfte Kommiffion des Reichstags erledigte hente den graph mit allen gegen 1 Stimme angenommen.§ 182, der die bis. Reft der Novelle zur Konkursordnung, indem sie einerseits berige Faffung im Strafgesetzbuch in erster Lesung erhalten hatte, die in der Regierungsvorlage vorgefchlagenen Berschärfungen der herige Faffung im Strafgesetzbuch in erster Lesung erhalten hatte, trafbestimmungen im wesentlichen annahm, andererseits aber bewurde ohne Distuffion einstimmig angenommen. Eine febr lebbafte Strafbestimmungen im wesentlichen annahm, andererseits aber bes Distuffton entstand über den§ 182a( Arbeitgeber- Paragraph). Abg. Schloß, daß bei den§§ 210 und 211( Bahlungseinstellung bei ein Bieschel beantragte den Paragraph zu faffen: fachem Bankrott infolge Aufwand, Spiel 2c.) bas Gericht mildernde Umstände annehmen und dann auf Geldbuße erkennen tönne. Wer eine Frauensperson unter Mißbrauch eines Ab. hängigkeitsverhältnisses zur Geftattung des außerehelichen Beischlafes verleitet, wird mit Gefängniß bestraft." Abg. Beckh beantragte eine ähnliche Fassung, wünschte aber, daß gesagt werde: Die Verfolgung tritt nur auf Antrag ein." Die Abgg. Schall und v. Schöning beantragten zu sagen: Wer eine Frauensperson unter Mißbrauch eines Abhängig. teitsverhältnisses zur Duldung oder Berübung unzüchtiger Handlungen verleitet, wird mit Gefängniß bestraft." Wahlbewegung. " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. An die Gewerkschaften Berlins! der Berliner Gewertschafts- Rommission. Die Schäftearbeiter und Arbeiterinnen der Filiale V. des Im Laufe der Diskussion wurde mehrseitig beantragt zu sagen: glied des Vereins zur Förderung des Deutschthums sei. Als gemet gemacht, daß die Bersammlung vom 5. b. M. nicht stattfindet. Am unbescholtene Arbeiterinnen". " " J Bezeichnet werden dürfe." Diese neue Spitfindigkeit spricht für die find. Immerhin beweisen die Zahlen, daß die geplante Einengung Annahme, daß er auch in Magdeburg Wendungen gebraucht hat, des Reichs Versicherungsamtes teine unwesentliche war. Und wie die einen Frrthum bei seinen Zuhörern nothwendig hervorrufen die Dinge bisher verlaufen sind, sehen die Arbeiter nun einmal im mußten. Seine Getreuen zollten ihm denn auch, wie uns mitgetheilt Reichs- Versicherungsamt noch die arbeiterfreundlichste aller in betracht wird, nach dieser Kraftstelle den wohlverdienten Beifall in recht leb- tommenden Instanzen trotz des Pastor Hülle- Rundschreibens. hafter Weise. Damit ist für uns die Sache erledigt. Die Holz und Bretterträger, die in Berlin erst in recht geringer Anzahl organisirt sind, entfalten jetzt eine rege Agitation, um ihren Verband zu stärken. Ein Flugblatt, das in beredten Worten die schlechte Lage der genannten Berufsangehörigen darlegt, ist dieser Tage unter den Arbeitern dieser Branche verbreitet worden. Für Montag ist eine öffentliche Versammlung der Bretterträger nach dem Englischen Garten" einberufen. Deutsches Reich. " = Versammlungen. " Der Verband der Maurer, 3ahlstelle Berlin I ( Buger) hielt am 28. Februar eine außerordentliche MitgliederVersammlung ab, in welcher die Unterstüßungskommiffion ihren Jahresbericht ablegte. Es liefen im letzten Jahr 17 Unterstüßungsgesuche ein, die mit Bewilligung von zusammen 420 M. ihre Erledigung fanden. Die Einnahme betrug 1061,83 M., die Ausgabe 920,60 m., bleibt ein Bestand von 141,23 W. Auf Antrag der Revisoren wurde dem Kassirer Entlastung ertheilt. In die UnterUeber die lex Heinze sprach die Genossin uise 3ies flüßungskommission wurden Tiele, Bätge, Fint, Bletsch, am Mittwoch vor einer gut besuchten in Ahrens' Brauerei ab Blantenburg, Förster, A. Lehmann und H. Riechter gehaltenen Voltsversammlung. Die Rednerin unterzog den ge- gewählt. Als Hilfskassirer wurden gewählt für den Osten: Ried, nannten Gesetzentwurf einer eingehenden Kritit, fie beleuchtete auch für Süd- Osten: Bieberstein, für Süd- Westen: Kurzrod, die Ursachen der Prostitution und deren Begleiterscheinungen und für Norden: Schönfeld, für Moabit: Kurzmann, für vertrat die Ansicht, daß ein freies Koalitionsrecht, welches die Ar Charlottenburg: Henschel, für Schöneberg: Aursch. A113 beiterinnen in den Stand fett, ihre Lebenshaltung zu heben, ein Bücherkontrolleur wurden Lange, Man und Nisch te beſtimmt. Aus Brandenburg a.. berichtet die Brandenburger 3tg.": weit wirtiameres Mittel zur Bekämpfung der Prostitution set, als Im legten Versammlungsbericht war Neumann irrthümlich als Der Baate'sche Vergolderstreit dauert unverändert fort. polizeiliche und gefeßliche Maßnahmen nach Art der lex Heinze. Lohnkommissionsmitglied aufgeführt; es tommt an ftelle dessen Das Streiffomitee wandte sich in voriger Woche nochmals an Herrn Als einzige Diskussionsrednerin trat eine Dame auf, welche bestritt, Ri e c. Baate, um eine Einigung zu erzielen, worauf unterm 26. Februar daß es wesentlich die wirthschaftliche Nothlage des weiblichen Profe eine Antwort einging, welche ein geringes Entgegenkommen in der tariats ist, welche die Mädchen veranlaßt, sich den Lüften der am Dienstag in Gründel's Festsälen. Vom Referat wurde des Eine öffentliche Versammlung der Tabakarbeiter tagte Binfelfrage zeigt. Auch wird darin zugesagt, daß innerhalb vier Männer zu verkaufen. Die Prostitution sei eine Folge der Sünde schwachen Besuchs wegen Abstand genommen. Rofentbal er Wochen ein Preistourant im Arbeitslokale ausgehängt werden foll. und könne daher nur durch die Religion bekämpft werden. Unter stattete den Kassenbericht der Kommission. Es ergaben sich als Bestand Die Entlassung der bis jetzt in Arbeit getretenen Vergolder lebhaftem Beifall der Zuhörer widerlegte Genoffin Zieß ebenso des letzten Quartals 353,25 M. Die Revisoren erklärten den Kassenund Wiedereinstellung sämmtlicher Streitenden( mit Ausnahme der fachlich wie treffend die Anschauungen der frommen Dame. Die bericht für richtig, mithin wird dem Raffirer Decharge ertheilt. In awei, um welche der Streit entstand) wird gleichfalls zugestanden; Bersammlung nahm schließlich eine im Sinne des Referats gehaltene die neue Kommission werden Buttry, Rosenthal, Koys, Rabe und Frauenarbeit wird nicht eingeführt und auf Ueberstunden Verzicht Resolution an und endete mit einem begeisterten Hoch auf die Sozial: Hande, zu Revisoren werden Frau Wirtmann, v. Glöden geleistet, wenn ein besonderer Aufschlag für diese verlangt wird. demokratie. und Reste gewählt. Schließlich theilte Herr Baate mit, daß er sich bis zum 1. März an Eine gut besuchte öffentliche Maß- und Kostümschneiderdiese Vorschläge gebunden halte. Vom Streitkomitee wurde Herrn Versammlung tagte am Dienstag, den 1. März in den Arminhallen, Rigdorf. Am 22. Februar fand im Gröpler'schen Lokale eine Baake die Ablehnung seiner Bedingungen mitgetheilt, worauf der in welcher J. Timm das Thema behandelte:" Der Wertheim'sche autbesuchte Versammlung der Gewerkschaften statt, in welcher selbe unterm 28. Februar schriftlich erklärte, weitere Zugeständnisse Großbazar als Typus in der Entwickelung der Großbazare und wie Reichstags Abgeordneter Wilhelm Klees- Magdeburg über: nicht machen zu können. werden die im Interesse der Konsumenten und Produzenten Die Beschränkung des Vereins- und Versammlungsrechts und der Die Weißgerber in Neumarkt in Schlesien, ausgenommen liegenden Forderungen dabei berücksichtigt". Wenn sich die Bosadowsky'sche Erlaß", sowie„ Der Streit der englischen Erlaß", sowie bie des G. Gottschlich'schen Geschäfts in Pfaffendorf, Handelskapitalisten immer mehr bemühen, so schickte der Niedner Maschinenbauer und welche Lehren ziehen wir daraus" fprach. Zum stehen feit 28. Februar im Streit, um ihren bisherigen Wochenlohn voraus, den Wertrieb der Waaren an die Konsumenten auf Schluß seines ca. zweistündigen Vortrages forderte der Referent die von 17 M. auf 18 M. erhöht zu bekommen. der Stufe der höchsten Vollkommenheit git organisiren, Parteigenoffen auf, bei der bevorstehenden Reichstagswahl mit aller In Hannover haben die streifenden Tischler der Spell fo läßt sich dagegen von unserem Standpunkt nichts einwenden. Im Macht für unferen Kandidaten F. Zubeil einzutreten; es müsse jeder mann'schen Fabrit ihre Forderungen voll bewilligt bekommen. Gegentheil, wir erblicken in dieser, sich mit Naturnothwendigkeit selbst zum Agitator werden, dann werde unfere Arbeit belohnt In der Fabrik von Fanger u. Kammann legten am Freitag vollziehenden Entwickelung eine Vorbedingung des sozialen Fort werden, troß des Anschlages des Grafen Posadowsky gegen das die Genossen voriger Woche fämmtliche Tischler wegen Lohnabzuges die Arbeit schritts. So sehr wir es verstehen können, daß die Kleinhandwerker Roalitionsrechts. In der Diskussion sprachen nieder; jetzt ist der Abzug rückgängig gemacht und sogar noch ein und Kleinkrämer, die durch diese Entwickelung in ihrer Existenz bes Rochan, Mielschte und Frau Göze im gleichen Sinne. Es Aufschlag von 20 pet. bewilligt; weiter wurde dem Werfführer, der droht werden und am Ende in die Schicht, aus der sie hervor wurde darauf die bekannte Refolution angenommen. Zum Schluß an den Differenzen schuld war, das Recht genommen, fernerhin gegangen sind, zurückſinken müssen, sich dagegen sträuben, wir fönnen bittet Genoffe Vieweg die Anwesenden, rege für die Organisation irgend welche Afford- Regelungen zu treffen. nicht einstimmen in den Ruf nach Extrabesteuerung der Großbetriebe einzutreten und gewerbliche Streitigkeiten behufs Anlegung einer Ju Braunschweig haben die streifenden Schneider des Hof und dergleichen mehr. Was wir aber fordern müssen, ist, daß die Lohn Statistik dem hiesigen Gewerkschaftskartell mitzutheilen. schneidermeisters Lippold ihre Forderungen bewilligt bekommen. bazare nicht herabgedrückt werden, daß vielmehr die weitgehendsten, Iottenburg am 25. Februer wurden nach einem Vortrage und Arbeitsbedingungen der waarenproduzirenden Arbeiter der Groß In einer öffentlichen Maurerversammlung zu Char. In Mühlhausen i. Th. hat sich die Zahl der streifenden auch im Interesse der Konsumenten liegenden Forderungen Berück: Silberschmidt'3 zwei Delegirte, Schönborn und Bunge. Färberei Arbeiter auf rund 360 vermehrt. Die vereinigten fichtigung finden. Als eine solche sei in der Schneiderei und zur Maurerkonferenz für die Provinz Brandenburg gewählt. Sonst Färbereibefizer wollen, wie sie der Lohnkommission schrieben, die am Konfektion die Einrichtung von Betriebswerkstätten zu bewurde noch auf die Beschlüsse der Berliner und Charlottenburger Streit betheiligten Arbeiter nie wieder einstellen". Diese Drohung trachten, deren Berechtigung allgemein anerkannt ist. Diese nicht auszuführen, haben die Herren aber selber alle Ursache, denn Forderung ist Lohnkommission hingewiesen und aufgefordert, sich denselben zut ist aber von dem Wertheim'schen Großbazar, die Arbeitsverhältnisse in ihren Fabriken sind nichts weniger als dessen Absatz fügen. im Bekleidungsfache enorm sei, vollständig verlockend. In einer Versammlung der Streifenden wurde mit unberücksichtigt geblieben; nur für die Anfertigung besserer Schöneberg. Am Montag, den 28. Februar, fand hier im getheilt, daß der Stundenlohn 13-18 Pf. und die Arbeits- Kostüme existirten in geringem Umfange Werkstätten, der übrige Obfischen Lotale eine Versammlung des Arbeiter BildungsBeit 18-14 Stunden betrug. Theil der Bekleidungsgegegenstände werde aber unter den bekannten vereins statt, in welcher das Drama Bartel Zurafer" vom Die Dachdecker Nordhausend stehen im Kampfe um die Ein- fcheußlichen hausindustriellen Verhältnissen hergestellt. Ein Groß Genossen Meiling vorgelesen wurde. Außerdem wurden noch führung eines einheitlichen Tarifs. Die Kleinmeister wünschen kleine betrieb, wie der Wertheim'sche, fönne aber sicher auch auf diesem einige Vereinsangelegenheiten erledigt. Die nächste Versammlung Abänderungen desselben, die größten Firmen aber wollen den Tarif Gebiete vorangehen, denn der Einwand, daß durch die Errichtung findet am 21. März statt. überhaupt nicht einführen. Charakteristisch ist, daß, wie die„ Tribüne" von Werkstätten die Konkurrenzfähigkeit gehindert würde, falle hier Wilmersdorf. Jn Klingenberg's Boltsgarten" referirte am mittheilt, folgender Punkt des Tarifs am meisten beanstandet wird: doch vollständig fort. Eine Firma, die für Illuminationszwecke an Sonntag Nachmittag in einer öffentlichen Boltsversammlung Genosse Aushang der Unfallverhütungs Vorschriften einem Abend Tausende hinauswerfe, müsse doch im ftande Dr. Borchardt über das Thema:" Darf die praktische Thätigkeit und Anschaffung geeigneter Schuß vorrichtungen. fein, folche Bedingungen zu erfüllen. In dieser Hinsicht im Parlament zur Bewilligung von Kanonen führen?" Die bet. Vielleicht nimmt das Reichs Versicherungsamt Ver- sei der Großbetrieb immer noch främerhaft und die fällig aufgenommenen Aeußerungen des Referenten gipfelten darin, anlassung, dieser Angelegenheit seine Aufmerksamkeit zuzuwenden. noch so berechtigten Arbeiterforderungen, werden auch hier erst be daß auf keinen Fall durch Kompensation" die Parteigenoffen im Aus Dresden. Im Vorort Reit haben sämmtliche willigt werden, wenn die Arbeiter gefchloffen dahinter stehen und Parlament dazu kommen dürften, der Regierung irgendwie Zu46 Tischler der Wünsche'schen Fabrit photographi- wenn sie von dem großen Publikum und den gefeßgebenden Instanzen geständnisse oder Bewilligungen zu Militär- und Marinezwecken zu Redner bespricht dann noch Arbeits- machen.- Ueber die bevorstehenden Kommunalwahlen referirte fcher Apparate wegen starker Lohnabzüge die Arbeit ein- dabei unterstützt werden. gestellt. verhältnisse der Maßschneider bei S. Adam, H. Hoffmann, Vor- Behrendt. Redner geißelte die Zusammensetzung der hiesigen trefflich und H. Weltmann. Ueberall, namentlich seitens der Firma Kommunalverwaltung und empfiehlt, da für die dritte Wählerklasse, Hoffmann, fuche man die 1898er Tarifvereinbarungen zu umgehen, ein Angefeffener( Hauseigenthümer), ein geeigneter Randidat worüber ein reichhaltiges Material beigebracht wurde. Für die nicht vorhanden sei, Nichtbetheiligung der sozialdemokra Anfertigung der Sportbekleidung, die durch die Freigabe der Straßen tischen Wähler an der diesjährigen Kommunalwahl in der 3. AbBerlins für den Radfahrverkehr einen großen Aufschwung genommen theilung. Im gleichen Sinne äußern sich Rübler, Hermann habe, ergebe sich die Nothwendigkeit, Tarifregelungen zu treffen, Behrendt, Klingenberg und 2üd, und gelangte eine ba bierbei eine große Willtür in der Bezahlung herrsche. In der dahin gehende Resolution zur einstimmigen Annahme. In die Nachdem Kostümbranche vollziehe sich ebenfalls eine große Umwälzung. Die Lokalkommission wurde alsdann Köhler gewählt. hausindustrielle Betriebsform mit ihren bedenklichen Begleit- H. Behrendt zum Beitritt in die politische Organisation, in den erscheinungen gewinnt immer mehr die Oberhand. Demgegenüber Arbeiter- Bildungsverein aufgefordert hatte, erfolgte Schluß der Ber erwachse allen Arbeitern und Arbeiterinnen die Pflicht, für die fammlung. Wahrnehmung die Stärkung der ihrer Interessen durch Friedrichshagen. Eine gut besuchte Gemeindewähler Ber In der Diskussion wurden sammlung beschäftigte sich am Sonnabend, den 26. Februar, mit Organisation zu wirken. die Ausführungen von Täterow vielfach ergänzt und den bevorstehenden Gemeindewahlen. Genosse Sonnenburg hervorgehoben, daß die Firma Wertheim durch die Herab- erstattete in einem einstündigen Vortrage ausführlich Bericht über drückung der Löhne den Maßschneidern eine empfindliche Konkurrenz die wichtigsten Vorkommnisse in der Gemeindevertretung während biete; so habe diese Firma beispielsweise für einen Schaufenster des verfloffenen Jahres. An der Diskussion betheiligten sich Barth Gehrock, der von anderen Firmen bis 24 M. bezahlt werde, nur und Pa a B. Einstimmig drückte die Versammlung ihre Zustimmung 12 M. bezahlt. Gegen diesen Lohndruck müßten sich die Arbeiter mit der Thätigkeit des Genossen Sonnenburg aus. Als Kandidat wehren. Der Vertrauensmann wurde schließlich verpflichtet, zur an- für die bevorstehende Neuwahl wurde Barth einstimmig aufgestellt. geregten Tarifregelung der Sportbekleidung die weiteren Schritte Jn das Wahlkomitee wurden Rose, Heyfelder und Holzs einzuleiten. Bum Schluß machte der Vorsitzende auf die am hätter gewählt. Ein Antrag, den Gemeindevorsteher zu ersuchen, Sonntag, den 20. März, vormittags 9 Uhr, stattfindende Urania- die Wahlzeit von 4 bis 9 Uhr festzusetzen, wurde ohne Widerspruch Vorstellung aufmertfam. angenommen. Mit der Mahnung an die Anwesenden, recht rege Der Geschäftsbericht des Reichs Versicherungsamtes für Etwa 800 Bäcker waren am Dienstag in der Tonhalle ver- für die Wahl zu agitiren, damit der zweite Sozialdemokrat in die das Jahr 1897 bietet nicht viel neues, nachdem die Ergebnisse der fammelt, um gleichfalls, wie dies von der übrigen Arbeiterschaft Gemeindevertretung seinen Einzug hält, wurde die Versammlung Unfall, wie der Invaliditäts- und Altersversicherung vorher verschon geschehen ist, zu dem Erlaß des Grafen von Posadowsky geschlossen. öffentlicht und von uns ausführlich besprochen worden sind. Auch Stellung zu nehmen. Mit regem Intereffe folgten die Versammelten Die Maurerversammlung, die am 25. Februar in Großüber die in Angriff genommene Unfauftatistik theilten wir bei der den Ausführungen des Referenten, Reichstags- Abgeordneten Gedichterfelde tagte, nahm den Bericht des Bertrauensmannes Ginbringung des Reichsetats bereits das nähere mit. Daß bei Ge- noffen Moltenbuhr, der die Nothwendigkeit der vollständigen entgegen. Danach find für Lichterfelde bis jetzt 283 Sammelfarten legenheit der Pariser Weltausstellung das Reichs- Versicherungsamt Koalitionsfreiheit in eingehender Weise erörterte. Der Redner verwies ausgegeben, wovon 148 abgeftempelt find. Im Vorjahre wurden in Gemeinschaft mit den Berufsgenossenschaften und Versicherungs- hierbei auf das Verhalten des Unternehmerthums gegenüber den Arbeitern, 2078,10 m. vereinnahmt, 953,80 m. verausgabt. Dem Vertrauenss anstalten nicht allein in statistischen Uebersichten, sondern auch in die ihre Interessen zu wahren bestrebt sind, und auf deren Verhalten mann wird auf Antrag der Revisoren Decharge ertheilt. Den Bauplastischen und bildlichen Darstellungen ein Gesammtbild der deutschen zur Sozialgefeßgebung, wenn diese auch nur im geringsten die Aus deputirten wird die Kontrolle der Sammelfarten übertragen. Arbeiterversicherung und ihrer Erfolge in Beziehung auf Organisation, beutung der Arbeiter begrenzt oder dem Unternehmerthum irgend Verwaltung, Rechtsprechung, Finanz- und Volkswirthschaft vor welche Ausgaben verursacht. Er verwies auf die Koalitionsfreiheit zuführen" beabsichtige, war nach der Betheiligung in Brüffel anzu der englischen Arbeiter und unterzog die Bestimmungen des§ 153 Depeschen und lehte Nachrichten. der Gewerbe Ordnung, welche durch die willkürlichen Auseinem gegen Ausnahmegesetz die Arbeiter Klage wird in dem Bericht geführt über das wenig günstige legungen Wien, 3. März.( B. H.) In der Ehrenbeleidigungs- Affäre Der Vortrag wurde des Bürgermeisters Strobach gegen den Gemeinderath Dr. Wittler Ergebniß der Prämientarife der Baugewerts- Versicherungs- geworden sind, einer herben Kritik. den mit Versammelten stürmischem Beifall anstalten, vor allem jedoch über die sträfliche Nachlässigkeit der von auf verurtheilte heute der Apellfenat den Beschuldigten zu 12 Stunden Iand und forstwirthschaftlichen Berufsgenossenschaften. genommen. In der hierauf folgenden Diskussion wurden wieder Arreft. Prag, 3. März.( B. 5.) Nunmehr machen auch in den Von den unterstellten 60 gewerblichen Berufsgenossenschaften haben eine ganze Reihe von Fällen angeführt, die beweisen, daß sich die 55 Unfallverhütungsvorschriften erlassen; dagegen zeigen die land- Bäckermeister durchaus nicht an die Vorschriften der Verordnung czechischen Gegenden die Sozialdemokraten Fortschritte. In Bulanta und forstwirthschaftlichen Berufsgenossenschaften nach wie vor noch halten wollen, sondern mit allen Mitteln versuchen, dieselbe illuforisch haben bei den Gemeindewahlen sämmtliche Kandidaten der wenig Neigung, zur Einführung entsprechender Vorschriften zu zu machen. Diejenigen Gesellen, die für die Junehaltung der Vor Sozialisten über die Czechen gefiegt. In Walescheh wurde ein schreiten", obwohl auch im Berichtsjahr auf weitere fchriften eintreten, werden natürlich entlassen und gemaßregelt. Wie Sozialdemokrat zum Vizebürgermeister und ein den Sozialisten nahes Förderung ber Unfallverhütung für die land- und forst von einem Redner behauptet wurde, hat ein Meister sogar den von stehender Omladinift zum Bürgermeister gewählt. wirthschaftlichen Betriebe, wo sich immer Gelegenheit bot, ihm entlassenen Gesellen, der schließlich doch bei einem anderen Budapest, 8. März.( B. S.) Franz Kossuth brachte heute im Bedacht genommen wurde". Nur in Sachsen sind hier nun- Meister Arbeit gefunden hatte, aufgesucht, um gemeinsam mit dem Abgeordnetenhause den Antrag ein, das Haus möge das italienische mehr mit Genehmigung des Landes- Versicherungsamtes entsprechende Junungsvorstande zu veranlassen, daß der Gefelle entlassen werde. Parlament anläßlich des 50jährigen Jubiläums der italienischen Vorschriften erlassen worden. Nachdem sich noch mehrere Redner im Sinne des Referats geäußert Verfassung beglückwünschen. Der Antragsteller wird morgen semen Bei den Tabellen über die Rechtsprechung in Unfallfachen und zur regen Agitation, zur Betheiligung an den Sammlungen Antrag begründen. Paris, 3. März.( W. T. B.) Der Deputirte Gérault- Richard find hervorhebenswerth die Ziffern über die Streitigkeiten, die dem zum Fonds, sowie zum Anschluß an die Drganisation auf Reichs- Versicherungsamt nach der vorjährigen Novelle abgenommen gefordert hatten, gelangte die in den allgemeinen Protestversamm fündigte eine Interpellation in betreff des Verbots der Aufführung angenommene Resolution zur einstimmigen Annahme der Weber" von Gerhard Hauptmann an. werden sollten. Bekanntlich war es hauptsächlich der Grad der lungen Rom, 3. März.( W. T. B.) Heute wurden fünf Amnefties Verminderung der Erwerbsfähigkeit und die thatsächliche Höhe des Hierauf wurde das Ergebniß der vorgenommenen Arbeitslosender Entschädigung zu grunde zu legenden Jahres- Arbeitsverdienstes, Statistit, deren Resultate der Vorwärts" bereits veröffentlichte, Dekrete veröffentlicht, welche der König heute Vormittag aus Anworüber nach dem letzten Entwurf in Zukunft die Schiedsgerichte bekannt gegeben und auf die traurigen Zustände, unter welchen laß des 50. Jahrestages der Verfassung unterzeichnet hat. Dieselben Arbeiter in diesem Gewerbe zu leiden haben, hin beziehen sich auf Verbrechen, begangen durch die Presse, auf Verendgiltig entscheiden sollten. Nun bezogen sich von allen erledigten die gewiesen. Festgestellt ist durch diese Statistit, wie Retursen beim Reichs- Versicherungsamt von brechen gegen die Sicherheit des Staates, auf Duellvergehen, auf dem Berichterstatter hervorgehoben wurde, daß jedenfalls kein Mangel Vergeben der Desertion von nationalen Handelsschiffen, begangen an Gesellen, wie von den Meistern behauptet wird, vorhanden ist. durch Italiener oder durch Ausländer; außerdem auf Perfonen, Es sei sogar mit Bestimmtheit anzunehmen, daß 1500 Bäckereiarbeiter welche sich der Militär- Aushebung entzogen haben und auf eine arbeitslos find, da die Erhebungen wegen Mangels an Geldmitteln lange Meihe von Finanz- Uebertretungen. Bum nicht im vollen Umfange vorgenommen werden konnten. Konstantinopel, 3. März.( B. H.) Der auf der Fahrt nach Schluß wurden die Vertrauensmänner beauftragt, einen Kranz auf Odessa begriffene ungarische Dampfer Nador" ist infolge Nebels den Gräbern der Märzgefallenen niederzulegen und sodann die Ver. am Eingange des Bosporus gestrandet." Menschenleben sind nicht zu beflagen. fammlung mit einem Soch auf die Arbeiterbewegung gefchloffen. Ju Leipzig beschloffen die in der Branche der weißen Möbel beschäftigten Tischler die Arbeit dort einzustellen, wo der von der Lohnkommission aufgestellte Tarif nicht bewilligt wird. Sie ersuchen die Fachgenossen, den Zuzug zu vermeiden. Ju Oberhohndorf bei Zwickau ist der Streit der Maler der Rästner'schen Porzellanfabrik durch Vergleich beigelegt. Die Parkettbodenschreiner Nürnbergs stellten einen Tarif aur Regelung der Affordlöhne auf, der am 1. März in kraft treten follte. Die Unternehmer haben ihn jedoch nicht anerkannt, sodaß die Unterhandlungen noch im Gange sind. Der Zuzug ist vorläufig zu vermeiden. Das Arbeiterfekretariat in Stuttgart ist in den ersten zehn Monaten feines Bestehens von 6444 Personen frequentirt worden. Bei der Gewerbegerichtswahl in Offenburg in Baden er hielten in der Klasse der Arbeiterbeisiger die Kandidaten der Gewerk schaften von 256 abgegebenen Stimmen 255, und auch in der Klasse Der Unternehmervertreter errang die Liste unserer Genossen einen glänzenden Sieg; sie vereinigte 27 Stimmen auf sich, während der Gewerbeverein nur 7 Stimmen aufbrachte. nehmen. 1895 1896 1897 Boziales. auf die Berechnung des Jahres. Arbeitsverdienstes 1,8 pt. 1,7 1,8 " " auf den Grad der Erwerbs: unfähigkeit 20,8 pet. 21,1 21,0 " " Leider erfährt man hierbei nicht, wieviele der Returfe von Verficherten erhoben und zu gunsten der Versicherten entschieden worden Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 53. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. 54. Sing. Reichsfag. Donnerstag, 3. März 1898, 2 Uhr. Am Bundesrathstische: Dr. Schulz. v. Podbielski. Die zweite Berathung des Etats des Reichs Eisenbahn amt 3 wird beim Titel Präsident" fortgesetzt. Mit zur Berathung steht die bereits mitgetheilte Resolution Pa chnick e. Abg. Graf Bernstorff- Lauenburg( p.) drückt den Wunsch aus, daß die Retour- und Rundreisebillets nicht, wie es vielfach in den Zeitungen hieß, bei der einzuleitenden Personentarif Reform ab geschafft werden sollten. Ebenso solle von der Einführung von Zu fchlägen für Benutzung der Schnellzüge bei Retour und Rundreisetarten abgesehen werden. = S -Freitag, 4. März 1898. Was die Kanalfrage anlangt, von der hier vielfach die Nede war, Ju Baden wurde letthin ein Güterzug durchgerissen, der nicht. so will ich vor allem auf einen Umstand aufmerksam machen: bei mit gelernten Bremsern, sondern mit Rottenarbeitern besetzt war Zufrieren der Kanäle muß der ganze Transport doch durch die( Hört! hört!); die kennen weder die Strecken noch die Signale und Eisenbahnen geleitet werden. Die Entlastung der Eisenbahnen, die durch sind zudem von ihrer Tagesarbeit ganz übermüdet. Ebenso werden die Kanäle herbeigeführt werden foll, bewirkt also in diesem Falle gerade Heizer sehr oft als Lokomotivführer benußt, Hilfsheizer werden zum eine erhebliche Ueberlastung derselben. Zum Schluß will ich nur noch Führerexamen zugelassen, nur weil man am Gehalt sparen will. ausdrücklich hervorheben, daß ich selbstverständlich mit meinen( hört! hört!) vorigen Ausführungen nicht die Absicht verbunden habe, das Zustandekommen des deutsch- englischen Handelsvertrages irgendwie zu bekannte Prozeß wegen Tödtung des Lehrers Grüttner vor dem Ein charakteristisches Bild aller dieser Zustände giebt der hindern. Ich betrachte im Gegentheil gesunde Handelsverträge als Graudenzer Schwurgericht. die Grundlage einer gesicherten Stellung des deutschen Handels. Hermann Müller auf Befragen des Präsidenten, daß er LokomotivDa belundete der Lokomotivführer ( Beifall rechts.) führer, Zugführer und Schaffner in einer Person gewesen sei; außer ihm und dem Heizer sei überhaupt kein Mann zur Be dienung des Nothleine habe nicht existirt, obgleich man darauf gefaßt sein fonnte, ganzen Zuges vorhanden gewesen; auch eine daß in der IV. Klasse Schlägerei entsteht. mentar ist hier überflüssig. Ich glaube, ein Kom= V " = 1 a von zit Einer der schwersten Angriffe auf die Lebensbedingungen der Arbeiterschaft, ist die planmäßige Neberarbeit. Selbst die fehlerhafte amtliche Statistit bringt erschreckende Ziffern über die Länge der Arbeitszeit der Beamten und Arbeiter. Vor einigen Tagen ist in einer Verhandlung festgestellt worden, daß der Bremser eines Güterzuges 24 Stunden ununterbrochen im Zuge gewesen ist, daß dieser Bug, der aus 70 Achsen bestand, nur von 3 Bremsern bedient war, befanden.( Hört! hört!) An- die sich dazu sämmtlich bereits 24 Stunden ununterbrochen im Dienst Abg. Dr. Schoculant( Soz.): Wenn wir über Eisenbahnreformen diskutieren, ist es sehr bedauerlich, daß der Mann hier Abg. Stolle( Soz.)( auf der Tribüne schwer verständlich): Ich nicht zugegen ist, der die ganze Entscheidung in diesen Fragen hat; habe bereits im vorigen Jahre bei der Berathung des Etats des was ist Hamlet ohne den Prinzen, was find Schiller's Räuber ohne Reichs Eisenbahnamts auf die lange Arbeitszeit der Arbeiter Karl Moor, und was ist eine Eisenbahnreform- Debatte ohne Herrn und Beamten hingewiesen. Direktor Schulz sagte damals, daß v. Miquel?( Heiterkeit.) Wenn ich auf die vorgestrige Debatte kurz thatsächlich die Sicherheit des Betriebes der Eisenbahnen fort zurückgreife, so ist nöthig, festzustellen, daß, wenn die Herren von in Kreuzburg in Oberschlesien wegen Gefährdung eines EisenbahnAber noch etwas anderes: Jm vorigen Jahre mußte eine Frau während im Zunehmen begriffen sei. Wenn man sich jetzt ein Stumm und von Kardorff hier erklärt haben, nicht Jahr später mit dieser Frage beschäftigt, kommt man doch zu das etwa zuges sich verantworten. Sie hatte den Bahnwärterdienst auf der Publikum sei durch bie wesentlich anderen Schlüssen. Die Häusung der Eisenbahnunfälle in unruhigt worden, Eisenbahn Unfälle be- Strecke Kreuzburg- Posen das ist die Strecke, die von den Herren sondern eine der letzten Zeit, die sich nicht auf ein Verwaltungsgebiet beschränken, Beunruhigung gewisse Presse habe diese v. Bleichröder und v. Kardorff gegründet worden ist( Heiterkeit). erst ins Publikum getragen daß diese und soll durch zu spätes Schließen der Schranke veranlaßt haben, sondern auf sämmtliche deutsche Eisenbahnen sich vertheilen, giebt beiden Herren durchaus im Frrthum find. Allerdings, wenn Herr daß ein Wagen überfahren und zerstört wurde, wodurch einige doch zu schweren Bedenken Anlaß. Es ist Thatsache, daß die Juten- v. Stumm von einer Beunruhigung durch die Presse spricht, so hat Schweine- Existenzen vernichtet worden waren. Die Angeklagte hatte sität des Eisenbahnverkehrs mit dem Ausschwung der wirthschaft er voraussichtlich an sein Leiborgan, die" Post", gedacht, die ge- den Streckendienst lichen Verhältnisse und wir befinden uns seit einiger Zeit wohnheitsmäßig die Deffentlichkeit beunruhigt, sei es durch Krieg- in der Bahnlinie zu besorgen, auf der Chauffee- Kreuzung, wie auf in einem solchen steigt. Daß mit der Intensität des Werkehrs Sicht- Artikel, sei es durch Artikel Auf des Messers Schneide", fei sie wo täglich 88 Büge fahren; auch hatte einen jedesmal die Unfälle fich mehren, beweist auch die Statistit es bei den Kämpfen um die Flotte. Daß aber sogar sehr konser: diesem Zweckt zurückzulegen. Dazu tam noch der Haushalt und 500 Metern Weg des Reichs- Eisenbahnamts über Unfälle von 1891-1897. Smvative Richter über jene Beunruhigung anders denten, dafür liegt das Warten der Kinder; so sei diese Verspätung entstanden, zudem Jahre 1895/96 haben wir 2891 Unfälle. Nach der Steigerung des ein interessanter Beleg vor. Am 9. Dezember 1897 verhandelte das habe noch der Zug zu früh die Linie passirt. Der Gerichtshof sprach eine Steigerung der Unglücksfälle zu verzeichnen, denn sie beziffern das Bericht Breslau und das gehört zu den schneidigsten, die Frau frei und stellte außerdem seft, daß an derselben Stelle anderen auch Liebknecht wegen des fich auf 3197. Ich meine, wir müssen nach zwei Richtungen hin eventualis auf vier Monate hinter Schloß und Riegel gebracht des dolus bereits viermal ein Eisenbahn- Unglück vorgekommen ist.( Hört! hört!) Untersuchungen anstellen. und daß die Frau den idealen Lohn von 60 Pf. täglich bezogen hat. Die Unfälle werden in der Statistik gegen den sozialdemokratischen Redakteur der Breslauer Volkswacht".( Hört! hört! links.) Jetzt ist ein Bahnwärter an ihre Stelle gegetheilt in Zusammenstöße, Entgleisungen und sonstige Un- Dieses Blatt hatte einen Artikel gebracht, die Bekanntmachung des fommen, der den berauschenden Lohn von 1.80 m. täglich bezieht. glücksfälle verschiedener Art. Scheiden wir die letzten beiden Herrn Thielen, daß eine Kommission zur Untersuchung der den Die Sparsamkeit der Eisenbahn- Berwaltung zeigt sich in rücksichtsloser Gruppen aus und nehmen wir blos die Zusammenstöße, Eisenbahn Unfällen zu grunde liegenden Schäden eingesetzt werde. Form schon seit Jahren. Im Jahre 1893 wurden eine Anzahl alter ge wobei die meisten Menschen zu grunde gehen, so tommen wir zu Der Artikel enthielt ziemlich scharfe Ausfälle gegen diese Kommission, dienter Bremser entlassen, an ihre Stelle wurden aber nicht neue folgendem Resultat: Wir müssen uns fragen, werden die Zusammen er nannte sie eine Schattenfommission, ein Schreiberkomitee, gesetzt, sondern die bereits vorhandenen mußten den Dienst für sie stöße verschuldet durch die Üeberanstrengung des Personals, oder eine Renommirkommission. Das Landgericht erhob nun Anklage mitbesorgen. Aber Herr Thielen ist ja geradezu ein Sparengel find die technischen Einrichtungen der Eisenbahnen ungenügend? gegen das Blatt wegen Beleidigung der Behörde, und der Staats-( Heiterkeit). Im vorigen Jahre wurden plößlich 150 Eisenbahnarbeiter In diesem Falle kann auch der vorsichtigste Lokomotivführer ein anwalt beantragte neun Monate Gefängniß und sofortige Ber- und Unterbeamte von Breslau nach dem fleinen Orte Wuck ow vers Unglück nicht verhüten. Anders aber steht es, wenn leber haftung, da der Verdacht eines Fluchtversuchs vorlag. Es wurde setzt; dort sind nun die Miethen theurer, die Wohnungen ungesund und anstrengung des Personals vorliegt, und in dieser Hinsicht ist auf aber nur auf eine Geldstrafe von 150 M. erkannt und in der Bemaß, zum theil noch nicht fertig, noch ohne Dien, Fenster, den Eisenbahnen sehr viel vernachlässigt worden. Aus der Statistit gründung des Urtheils ausdrücklich hervorgehoben, daß die Kritif Thüre; aber Herr Thielen zahlt ihnen den Wohnungszuschuß nicht geht hervor, daß die lange Dienstzeit, auf die ich im vorigen infolge der zahlreichen Eisenbahn Unfälle, die in letzter Zeit vor mehr, den sie in Breslau bezogen hatten. Außerdem find dort die Jahre hingewiesen habe, nicht gefürzt worden ist. Auch in gekommen seien, als Wahrung berechtigter Interessen betrachtet werden Lebensmittel theurer als in Breslau. Natürlich trägt all' das nicht Sachsen herrscht außerordentlich lange Dienstzeit. So besteht eine müsse. Man sieht, daß ein deutsches Gericht nicht der Ansicht zur Erhöhung der Zufriedenheit bei.( Sehr richtig!) tägliche Dienstzeit von 12 bis 13 Stunden in Annaberg, von 12, 16 und der Herren v. Stumm und v. Kardorff ist, daß blos die Presse die 18 Stunden in Hainichen, in Lichtenberg von 15-16 Stunden und Aufregung verursacht habe. in Stollberg hat eine Kolonne sogar eine Dienstzeit von täglich Daß wir hier im Reichstage alle Veranlassung haben, für eine 16 Stunden, an einem Tage fogar bis zu 191/2 Stunden gehabt. Eisenhahnreform einzutreten, das ergiebt sich schon daraus, daß die Hier hat das Reichs- Eisenbahnamt die heilige Pflicht, für Besserung Zahl der in den deutschen Eisenbahnverwaltungen angestellten Arzu sorgen. Die übermäßige Arbeitszeit der Eisenbahnbeamten wird beiter und Beamten nur wenig zurückbleibt hinter der Friedensauch durch freisprechende gerichtliche Urtheile anerkannt. Redner präsenzstärke des deutschen Heeres; allein in den preußischen führt eine Reihe folcher Fälle an. Aus Dresden wird berichtet, Eisenbahn Verwaltungen find 324 800 Beamte und daß am 6. Oktober eine Fahrsektion, die planmäßige Abfahrt in gestellte thätig, davon 14 500 im inneren Dienst, 43 000 in den Dresden Friedrichstadt 2 Uhr 40 Min. früh und Wiederanfunst Werkstätten, 63 400 auf der Strecke und 204 000 als Betriebspersonal. in Dresden Friedrichstadt 10 Uhr 55 Min. nachmittags in Was uns zuerst nöthig ist, um eine Basis zu bekommen für eine Krilit eingesetzt hat, an, an eine lebermüdung der Angestellten Auch die Eisenbahndirektionen fangen ja jetzt, nachdem die Dresden hatte, infolge einer Bugverspätung von einer Stunde Eisenbahnreform, das ist eine Statistit. Ich rede hier haupt zu glauben. Es liegt ein Erlaß der Eisenbahndirektion Halle vor, erst 12 Uhr nachts in Dresden anlam. Das war also eine sächlich voll der wichtigsten, von der Dienstdauer von 22 Stunden! fozialpolitischen der vor der Ueberschreitung der vorgeschriebenen Dienstdauer warnt.) Und nicht genug damit, von Reform, die sich erstrecken muß auf den Sisenbahnarbeiter- Es wird zugegeben, daß bei der bisherigen Pragis leicht eine Ers, diesen Leuten, die 22 Stunden Dienst hinter sich haben, schuß und das Koalitionsrecht der Arbeiter.( Sehr richtig! links.) müdung des Personals eintreten tönne. In Koburg wurde im wird noch weiterer Dienst auf dem Bahnhof verlangt nach einer Da ist also vor allem eine gute Statistit von nöthen, die uns ein vorigen Jahre ein Hilfsbahnwärter freigesprochen, der sich angeblich Ruhepause von nur acht Stunden. Auf diese Weise fann es nicht wahres Bild der thatsächlichen Verhältnisse giebt. Und eine solche eine Vernachlässigung seiner Pflichten hatte zu schulden fommen weiter gehen. Betrachten wir nun die Leistungsfähigkeit der ist zur Zeit nicht vorhanden. Die amtliche Statistit, die uns vor lassen. Die Verhandlung ergab, daß der Angeklagte infolge eines Bahnen! Der Verkehr ist im Königreich Sachsen jedenfalls be gelegt ist, ist einfach teinen Schuß Pulver werth. Sie ist voll- vorhergegangenen 14tägigen Nachtdienstes und der am Tage des Un deutend stärker als in Preußen; es müßten also auch höhere Erträge ständig unwissenschaftlich abgefaßt und in Prinzip wie Aus- glücks herrschenden Hize sich in einem Zustande der Bewußtlosigkeit beerzielt werden. Wie kommt es, daß Preußen trok feines geringeren führung gleich verfehlt. Was haben denn die letzten funden hatte, und deshalb nicht verantwortlich für das Unglück war. Verkehrs einen höheren Netto- Ertrag erzielt? Doch nur daher, daß Denkschriften zu Tage gefördert über die Lohnverhältnisse In dieser Weise werden die Beamten ausgenußt!( Hört! hört! man unter der Verwaltung Thielen's vermuthlich allzu große der Arbeiter? Wenn man feststellen will, was die links.) Hierbei komme ich auf den Kernpunkt der ganzen EisenbahnSparfamkeit walten läßt und diese Sparsamkeit führt dann Eisenbahnarbeiter verdienen, so muß man zunächst feststellen, wieviel Reform. Wenn Sie wollen, daß die Zustände sich bessern, so ist das wieder zu so und so vielen Unglücksfällen. Wenden sich etwa Arbeiter beschäftigt werden, ferner: welche, und ob diese Arbeiter einfachste ein ausreichender Arbeiterschuß, vor allem in hygienischer deshalb bis jetzt alle Staatseisenbahn- Verwaltungen gegen eine diesen Tagelohn erhalten. Was ist aber geschehen? Eine Lifte von Hinsicht. Ein bekannter Hygienifer hat sehr richtig gesagt: Sorglos Steigerung des Verkehrs durch Erniedrigung der Tarife, weil sie ungefähr 37 Gruppen wird aus den heterogensten Kategorien durch müssen diejenigen sein, von deren Umsicht die Sicherheit glauben, daß je intensiver der Betrieb, desto häufiger auch die einander geworfen. Es ist geradezu drollig, wie schematisch dann des Betriebes abhängt. Die Nerzte find fich barüber Unglücksfälle find? Dann müssen eben neue Verkehrsmittel geschaffen durch einfache Addition der Tagelöhne und Division durch die ge- einig, daß die im Eisenbahndienst Angestellten in fanitärer werden. Sie wollen Welthandels- und Weltverkehrs- Politit treiben leisteten Tagewerte der sogenannte Durchschnitt hergestellt wird; Hinsicht den gefährlichsten Dienst haben. Es steht fest, daß die und opfern dafür Millionen. Dabei sind unsere Verkehrs. 3. B. wird auch die Art des Lohndurchschnitts von Rangirarbeitern Säufigkeit der Erkrankungen im Eisenbahudienst die höchste ist und einrichtungen im Inlande noch nicht einmal im stande, den Verkehr und Scheuerweibern gezeigt, offenbar, weil, wie Freund Schippel zwar in bestimmten Stufen je nach der Art des Berufszweiges ohne Gefahr für Menschen zu bewältigen! Auch die Anstellungs- richtig fagt, im Alphabet St- Rangirarbeiter und S- Scheuer- innerhalb des Eisenbahndienstes. Es existirt darüber eine Statistit, verhältnisse in den verschiedenen Eisenbahnverwaltungen lassen sehr weiber auf einander folgen.( Heiterkeit.) deren Ergebnisse sie nicht anzweifeln werden, denn sie ist auf viel zu wünschen übrig. So petitioniren die Eisenbahnarbeiter aus Diese ganze Aufstellung kommt den Herren, die sie verfaßt, felbst genommen voll dem Verein Elsaß Lothringen, der deutschen Eisenbahn Ber man möchte dem Zustand ein Ende sehr verdächtig vor. Sie haben daher so eine Art Warnungspfahl vor waltungen in den Jahren 1883 bis 1887. machen, daß eine ganze Anzahl von alten geschulten und sie gefeßt: nur vorsichtig beim Gebrauch! Dieselbe herrliche Methode Jahre stellte der Verein dann plötzlich seine Untersuchungen ein, In diesem viele Jahre, bis über 10 Jahre im 10 Jahre im Eisenbahndienft auf ist bei der Berechnung der Arbeitszeit zur Anwendung gelangt. angeblich, weil genug Erfahrungen gesammelt waren, in Wirklichkeit gewachsenen Arbeitern nicht dazu käme, etatsmäßig zu werden. Kurz, die ganze Statistik ist absolut werthlos. Wenn man wirklich aber wohl, weil die Ergebnisse diefer Statistit gar zu ungünstig ausSie weisen nach: wir müssen allen unseren Vorgesetzten die Hand- die Absicht hat, eine genaue und beweiskräftige Statistit zu erhalten, fielen. Nach dieser Statistit tamen im Jahre 1887 auf die Eisens griffe lehren, müssen sie die Gefahren kennen lehren, wir müssen die so muß man eben eine fozialpolitische Enquete veranstalten, bahnbediensteten im Zugbeförderungspersonal 82 pet. Erkrankungen, Eisenbahnbeamten erst schulen und dennoch werden diese Leute nach und zwar mit kontradiktorischem Verfahren unter Zuhilfenahme des im Zugbegleitungspersonal 64 pCt., im Streckenpersonal 88 pet. und Ianger Dienstzeit nicht einmal Beamte. Wenn ein Arbeiter auch Zeugnißzwanges; dann muß aber auch Vorsorge getroffen werden, im Stationspersonal 32 pGt. Erkrankungen. Und, meine Herren, Jahrzehnte hindurch tüchtiges geleistet hat und nicht recht devot daß die Aussagen ohne Beeinflussung von seiten der Vorgesetzten welche Erkrankungen sind es denn, die man als spezifisch und schweiswedelnd ist, sc fann er nicht angestellt iverden. Sind gemacht werden; es haben selbst Blätter wie die Kölnische Bolts- Eisenbahnkrankheiten hinstellen kann? Nach derselben Statistik find das Zustände, die angethan find, Bertrauen zu unseren Eisenbahnen geitung", denen man umstürzlerische Absichten wirklich nicht unter- es erstens die Krankheiten der Athmungsorgane, Berdauungss zu erwecken? Nein! Ich komme nun zu der zweiten Rategorie von schieben fann, erklärt, daß man eine wahre Auskunft über die Lage störungen, Rheumatismus und die nervösen Krankheiten, die eine Unglücksfällen, ben sonstigen Unfällen". Es handelt sich da um der Angestellten nicht gut in Gegenwart der Vorgesetzten erhalten außerordentliche große Rolle dort spielen. Die nervösen Krankheiten Eleinere Unglücksfälle auf den Stationen. Unter den großen kann.( Sehr richtig! links.) sind am häufigsten beim Zugbeförderungs- und Begleitungsperfonal, Stationen, die einen bedeutenden Uebergangsverkehr haben, Der Krebsschaden unserer gesammten Eisenbahnverwaltung also den Lokomotivführern und Heizern und sind ist es nur eine, die Station Bitterfeld, wo haupts eine Unter ist die Sparpolitit; es werden Ersparnisse gemacht an der Arbeits- sächlich die Ursache der Dienstunjähigkeit. Die Zugführer führung der Geleise vorgenommen ist. Auf dem Anhalter und zeit und an den Arbeitslöhnen der Unterbeamten. Der preußische werden Durchschnittlich in der Zeit vom 41. bis 45. Lebensjahr Potsdamer Bahnhof in Berlin ist nicht einmal eine Drebfcheibe vor- Eisenbahnminister und um Preußen, das über das größte Gifen- dienstunfähig nach einer Dienstzeit von zirka 15 Jahren, das Bughanden. Die Züge müssen durch eine nachgeschobene Maschine von bahnney verfügt, handelt es sich ja vor allem rühmt sich ja im begleitungs- Personal mit 50 bis 55 Jahren nach 21jähriger Diensts hinten herausgezogen werden. Eine drei und vierfache Rangirung Landtage feiner Sparsamkeit; er hat vor gar nicht zeit, das Stationspersonal im Alter von 60 bis 65 Jahren nach ist nothwendig, die Beamten müssen herüber und hinüberlaufen, langer Zeit ausdrücklich erklärt: Der Ueberschuß der Be- einer Dienstzeit von 27 Jahren und das Streckenpersonal mit 65 bis verunglücken und werden todtgefahren. Eine Ueberführung über die triebseinnahmen über die Betriebsausgaben stellt sich für 70 Jahren nach 27jähriger Dienstzeit. Nach dem Urtheil der Geleise als Dienstweg ist aber nur auf dem Anhalter Bahnhof zu 1895/96 auf über 467 Millionen Mart, gegen den Etat mehr Hygienifer sind die im Eisenbahn- Betrieb selber liegenden Schädis verzeichnen. Wenn auf den Bahnhöfen in den Hauptstädten solche 53 Millionen, gegen das Vorjahr mehr 59 Millionen. Die Aus- gungen die Ursachen gerade der nervösen Krankheiten. Was das Mängel vorhanden sind, wie steht es dann auf den fleinen gaben sind in den letzten 5 Jahren fortgesetzt gefallen.( Hört! aber für die Sicherheit des Betriebes bedeutet, wenn gerade Stationen! Vielfach giebt es feine verdeckten Perrons. Es ist hört! links.) Das ist darauf zurückzuführen, daß die Verwaltung die Lokomotivführer am häufigsten an Nervosität leiden, das ein Wunder, daß die daß die Beamten bei Schnee, Kälte und fortgesetzt wirthschaftlicher und sparsamer wird.( Hört! hört! links.) näher auseinanderzusehen ist wohl nicht nöthig. Die Aerzte sind Glatteis nicht noch mehr ausgleiten und verunglücken. Diese Sparsamkeit ist aber durchaus am unrechten Ort. Ich mache also einig über die Nothwendigkeit eines Arbeiterschutzes. In dems Es ist eben eine traurige Thatsache, daß über die Eisenbahnen auf ein Rundschreiben des preußischen Eisenbahnministers auf selben Sinne hat sich auch der Hygienifer- Kongreß, der 1896 in der Finanzminister regiert und zwar in allen Bundesstaaten. Wie merksam, worin gesagt wird, daß die Vorschriften zur Verhütung Budapest tagte, ausgesprochen. Er verlangt eine Verkürzung der verhält sich das Reichs- Eisenbahnamt zu dem Verlangen nach einer der Unfälle nicht genügend befolgt werden, daß sie daher von neuem Arbeitszeit, längere Urlaubspausen und vor allem staatliche Aufsicht Berbilligung der Tarife? Die Befürchtung, daß durch billige Tarife den Beamten eingeschärft werden sollen, daß aber dafür gesorgt in bezug auf die sozialpolitischen Zustände innerhalb der eine Entvölkerung des Landes entstehen würde, ist unbegründet. Die werden müsse, daß der Beamte in der Lage sei, diese Vorschriften zu Eisenbahn Verwaltung. Wenn man die Eisenbahn- Reform Eisenbahnen sollen dem Handel und Verkehr dienen, sie sollen den verstehen und richtig anzuwenden.( Hört! hört! links.) Es handelt sich Verkehr in Gegenden tragen, wo er bisher nicht war. Auch in eben darum, daß die Eisenbahnverwaltung, um an den Arbeitslöhnen dieser Richtung müssen Reformen vorgenommen werden!( Beifall zu sparen, nicht genügend qualifizirtes oder übermüdetes Personal zu einer bei den Sozialdemokraten.) Thätigkeit verwendet, die die größte förperliche und geistige Frische Abg. Graf Kanik( t.): Ich will heute die Vorwürfe zurück- erfordert. In den Direktionsbezirken Köln und Essen werden weisen, die vorgestern von den Abgg. Dr. Hammacher und Rösicke Stationsassistenten aus der Güterbeförderung Sonntags zu der selbst gegen mich erhoben worden sind. Beide Herren haben mich total ständigen Leitung des Stations- und Telegraphendienstes verwendet, Vorläufig steht es also traurig genug um die sozialpolitischen mißverstanden. Herr Dr. Hammacher irrt, wenn er glaubt, daß und das Sonntags, wo so viele Sonderzüge eingestellt werden, wo Verhältnisse im Eisenbahndienst und solange diese übelen Zustände ich nur die Ausfuhrtarife im Auge gehabt habe. Ich so viele Störungen vorkommen können! andauern, ist nicht ernsthaft daran zu denken, daß die substantielle Irge den stenographischen Bericht der Verhandlungen des Wie war es beim Eisenbahn- Unglück in Bingerbrück? Da Ursache der Eisenbahnunfälle beseitigt werde. So lange Sie nicht englischen Unterhauses nieder, die die Richtigkeit meiner Auswurde ein Lokomotivführer verwendet, der bisher nur hessische dafür sorgen, daß die Leute genügend ausgeruht und gut bezahlt führungen über den Kohlentransport darlegen. Der Präsident des Bahnen befahren hatte, und ihm hatte man feinen gelernten Seizer find, so lange haben Sie auch nur die Garantie, daß die Leute im Reichs. Eisenbahnamtes hat auf meine Anfrage gefchwiegen; das beigegeben, sondern einen Maschinenpußer.( Hört! hört!) Die Dienst leistungsfähig, tüchtig und qualifizirt sind.( Bravo! links.) beweist, daß bestimmte Abmachungen mit England in diesem Punkte Kölnische Boltszeitung" stellte feft, daß in Bingerbrück 15 Maschinen- Aber unsere Eisenbahnverwaltungen und ich nehme da keine noch nicht getroffen sind. pußer als Heizer verwendet werden, weil sie billiger sind! aus im Deutschen Reiche- kümmern sich ebensowenig um den unterstützt, ist es, meine ich, vor allem nothwendig ein zutreten für die Anstellung von mit Vollmacht versehenen Eisenbahninspektoren( Sehr richtig! links), ich meine Eisenbahngewerbe Inspektoren( Sehr richtig! links), die die nöthige Kompetenz haben, um die vorhandenen Uebelstände aufzudecken und für ihre Besserung zu sorgen. Eisenbahn- Arbeiterschuh, wie sie sich zu viel darum fümmern, wenn Reichs- Eisenbahnamts" bewilligt, der Antrag Pachnicke mit großer der Gefretärgehälter werden wir flimmen, aber nur unter der die Arbeiter sich zum Schutz ihrer materiellen Interessen organisiren. Majorität angenommen. Der Rest des Etats gelangt ohne wesent- Bedingung, daß eine Anzahl der Sekretäre durch Assistenten ( Sehr richtig! links.) Nicht der Arbeiterschutz, wohl aber der Arbeitertruhliche Debatte zur Annahme. ersetzt wird. Es arbeiten jetzt viel zu viel Eekretäre in der Stadtist ein altes Kapitel in der Thätigkeit der Eisenbahnverwaltungen. Hierauf vertagt sich das Haus. verwaltung. Die Verwaltung der Gaswerke sollte sich endlich ent( Sehr richtig! lints.) Das Koalitionsrecht der Arbeiter steht nur Nächste Sigung: Freitag 2 Uhr.( Petitionen, Anträge der schließen, auch mit dem Preis für das Leuchtgas herunterzugehen. auf dem Papier. Die Verwaltung greift ein in diefes Recht, wenn Elsässer und der Abgg. Auer und Genossen auf Aufhebung des Bum Schluß appellirt Redner an die Pflicht der Stadt, der die Arbeiter den Versuch machen, mit Beschwerden über die Miß- Dittaturparagraphen.) Lebensmittelvertheuerungs- Politit der Agrarier entgegenzutreten. stände in die Deffentlichkeit zu treten. Es ist ja bekannt, daß die Schluß 6½ Uhr. Eisenbahnverwaltung eine förmliche Heze organisirt hat gegen den Stadtv. Dinse hat den Antrag eingebracht, den Spezialetat Eisenbahner- Verband, d. h. die Organisation der Eisenbahnarbeiter. der Gehälter in einem besonderen Ausschuß zu berathen. Man hat diesen Verband sozialdemokratisch genannt. Er ist es so wenig, wie alle übrigen Gewerkschaften. Aber, meine Herren, das Kommunales. Stabiverordneten Versammlung. = nachmittags 5 Uhr. Stadtv. Bruns: Die Vorredner haben ihre Befriedigung aus gedrückt, daß auch jetzt der Elat mit 100 pCt. Einkommensteuer balancirt. Ich bin damit einverstanden, aber man hat doch zu prüfen, ob nicht nothwendige Einrichtungen lediglich aus diesem auch die weil die ArmenDie Gehaltsaufbesserung wird hier nach berühmten Mustern aus dem Reiche angefangen wird. Dem Antrag Dinse tönnen wir nicht zustimmen; betrieben, wo nicht beim Landbriefträger, sondern beim Staatssekretär der Etats Ausschuß follte einfach die Absehung dieser B Reffeltreiben gegen den Eisenbahner- Verband ist ja nicht das 7. Deffentl. Sigung vom Donnerstag, 3. März, erste gewesen. Ich kann feststellen, daß der bekannte Erlaß des Fürsten Bismarck vom 4. Januar 1882, der sich mit den politischen Grunde zurückgestellt sind. Aus Angst vor dem Minister sollte man Vereinen der Beamten beschäftigt und den Beamten vorschreibt, die Mit den vom Magistrat vorgelegten Borentwürfen 1. zum sich doch nicht zu dieser Selbstbeschränkung verstehen. Herr Wallach jeweilige Politik der Regierung zu unterstützen, daß dieser Erlaß Neubau der II. Handwerkerschule auf dem Grundstücke hat angedeutet, daß, wenn der Etat einmal nicht so gut auch angewendet wird gegen die deutschen Verkehrsbeamten, und es Stralauer Play 24, Andreasstr. 1 und 2; 2. zum Neubau einer balancit, dann einzelne Bevölkerungsklaffen hervorragend zu steht fest, daß dieser Erlaß sogar den Bremsern und Heizern vor Gemeinde Doppelschule nebst Straßenreini= Steuerleistungen herangezogen werden müssen. Demgegenüber gelegt wird. Sie müssen eine schriftliche Bescheinigung darüber gung 3.Depot auf dem Grundstücke an der Rostoder. erinnern wir wiederholt daran, daß es in Berlin noch viele Eingeben, daß ihnen dieser Erlaß vorgelegt worden ist, und diese straße; 3. nahmequellen giebt, welche nubbar gemacht werden können, Pferdezum Neubau einer Gemeinde Doppelschriftliche Bescheinigung wird zu den Akten genommen.( Sört! chule nebst Straßenreinigungs. Depot auf dem bahnen, Elektrizitätswerke u. dgl.; und wenn uns jetzt bezüglich der hört! links.) Sogar Stationsbeamte werden in dieser Weise mit Grundstücke an der Christianiastraße, hat sich der nieder- Pferdebahnen für eine Reihe von Jahren die Hände gebunden sind, dem Erlaß behelligt. Das ist derselbe Erlaß, der nicht angewendet gesetzte Ausschuß nach langer Berathung einstimmig einverstanden wieder so zu verfahren. Wie nothwendig es ist, daß endlich Einso wird das hoffentlich ein Anfporn für die Zukunft sein, nicht wurde, wenn Landräthe gegen die Politik des Grafen Caprivi Front erklärt. Er hält außerdem für nothwendig, daß in dem machten( fehr richtig! links), wenn sie aber doch dafür eine Rüge erstgenannten Schulgebäude eine Dienstwohnung für den Direktor richtungen getroffen werden, die Gesundheit unserer Schulkinder durch bekommen, werden sie durch diese die Treppe hinaufgeworfen( Heiter eingerichtet wird. Der Handwerkerschulbau wird einen monu Schulärzte prüfen zu lassen, beweist der Umstand, daß in den letzten feit) sie werden befördert. Die Zeitung des Verbandes der Eisen- mentalen Charakter tragen. Bei den Gemeinde Schulbauten Jahren wieder zahlreiche Schulklassen, im letzten Jahre 28, davon 26 bahnarbeiter ist von der Verwaltung boykottirt worden und jedem soll bekanntlich nach den Absichten des neuen Stadtbauraths ein sechste Klassen wegen epidemischer Krankheiten geschlossen werden Arbeiter, der sie hält, mit sofortiger Entlassung gedroht. Diefen neues System der äußeren Herstellung, die Verwendung von Puh mußten. Wir wünschen ferner den obligatorischen FortbildungsDrohungen mit Maßregelung fügen sich noch andere Maßnahmen neben dem Ziegelbau zur Durchführung gelangen. Unterricht auch für Mädchen.( Hört! hört!) Die Ents an. Die Eisenbahnverwaltung hat das Bedürfniß gefühlt, fich vielleicht Die Ausschußvorschläge werden ohne Debatte nach dem Neferat wickelung des Fortbildungs Schulwesens flagnirt; etwas zu stützen, da jetzt die Wahlen bevorstehen und wichtige des Stadtv. Gerstenberg angenommen. Tönnen die bestehenden Kuratorien etwas Leben in diese Beränderungen eintreten können. Da hat man denn die höheren Es folgt die erste Berathung des Stadthauskommissions: Vorsteher ausgebessert werden; ich wünschte, daß die Entwickelung bringen. Jetzt soll die Entschädigung der ArmenSubalternbeamten zufammengetrommelt und hat durch diese die halts Etats für 1898/99. famosen Versammlungen berufen lassen, in denen Resolutionen der Bon verschiedenen Seiten wird die Verweisung des Etats an Bericht über die bisherige Thätigkeit und Bewährung der Armens Reform des Armenwesens dadurch nicht aufgehalten wird; einen Eisenbahnbeamten gegen die böse Sozialdemokratie unter höchster einen besonderen Etatsausschuß beantragt. Billigung der vorgefeßten Behörde beschlossen wurden. Es ist be Kämmerer Ma a ß leitet die Berathung mit einer kurzen Darämter jähen auch wir sehr gern. Der Geschäftsgang bei der Erledigung kannt, daß mehrere dieser Versammlungen unter obrigkeitlichen legung ein. Es ist auch diesmal möglich geworden, den Gesammt von Beschwerden bei der Armenverwaltung ist ein sehr langsamer, Auspizien stattgefunden haben. Eisenbahnwerkführer einen Aufruf an feine Mitglieder erlassen, decken zu können. Bei der Umsatzstener find blos 1 550 000 m. ein- Stadtverordneten sind gern bereit, dabei mitzuwirken- Abhilfe Ferner hat der Verband der bedarf mit 150 pet. Realsteuern und 100 pCt. Einkommensteuer oft vergehen 2 bis 3 Wochen darüber. Hier muß, wenn nicht anders, durch Vermehrung des Berjonals die Arbeiter zu nöthigen, nicht den" Weckruf" das Organ gestellt, 800 000 m. weniger als im Vorjahre; der Etatsansatz im Stadtverordneten sind gern bereit, dabei mitzuwirken des Eisenbahnverbandes, zu halten und dem Verbande nicht laufenden Jahre wird bei weitem nicht erreicht werden. Erklärt wird geschaffen werden. Der Oberbürgermeister sollte doch überhaupt nicht beizutreten. Alfo Beamte haben ihren Einfluß als Vorgesetzte be- dieser Ausfall dadurch, daß die Gerichte jetzt beim geringften Zweifel die blos auf die alten Stadtrathe die Dezernate vertheilen, sondern auch nutzt, um die Arbeiter von einer verdächtigen Thätigkeit abzuhalten. Eintragung von der vorherigen Erlegung des Stempels abhängig machen, die jüngeren berücksichtigen. Vielleicht läßt sich auch der Armenetat Aber das ist alles noch nicht genug. Den Gipfelpunkt in der Eisen- und daß dieses Verfahren auf den Grundstücksumsatz lähmend wirkt. vermindern durch eine rationellere Krankenverwaltung. Es kann bahnagitation bildet der Eisenbahnfalamander, der gerieben wurde Aus den drei großen Steuern, Grund-, Gewerbe- und Einkommen nicht im Interesse der Verwaltung liegen, wenn Kranke aus den im Januar dieses Jahres hier in Berlin auf einem Festbankett, zu steuer, find insgesammt 47 610 000. zu decken. Nach der vor: Krankenhäusern entlassen werden müssen, dem 2000 Eisenbahnbeamte erschienen waren. Und nach diesem läufigen Annahme wird 1 pet. der staatlichen Grundsteuer auf verwaltung nicht mehr für sie bezahlen will. Bemängelt werden Salamander wurden die Beamten aufgefordert zur Treue gegen den 112 000, Gewerbesteuer 47 000, Ginkommensteuer 237 600 m. muß weiter. daß der Magistrat den Anregungen auf Errichtung König und zur Unterstützung der Politik der Regierung gegen die betragen. Der Etat balanzirt mit neuer Heimstätten nicht beigetreten ist; nach dieser Seite hin sollte man 98 206 294 M. Die Sozialdemokratie. Damit war die höchste Aufgabe der Sozialpolitit vorjährige Steigerung des Aufkommens aus der Gewerbesteuer doch möglichst umfangreiche Vorkehrungen treffen. Wiederholt haben der Eisenbahnverwaltung erfüllt.( Sehr gut! links.) wird sich nicht wiederholen, daher auch bei diefer Stener wir gefordert, daß keine Positionen im Bauetat erscheinen sollen vor Gegenüber diesen Thatsachen ist es allerdings nothwendig, auf der vorige Ansah nur unerheblich überschritten ist. Dasselbe gilt find wieder eine Reihe solcher Posten in den Bauetat eingestellt! der Vorlegung der Entwürfe und Kostenanschläge; trotzdem aber die sozialpolitischen Gesichtspunkte hinzuweisen, die ich hervorgehoben von der Einkommensteuer. Von den Ausgabe- Etats find namentlich Bei den Volksbibliotheken hat der Magistrat eine Bescheidenheit ent habe. Wandel können Sie nur schaffen, wenn Sie der fistalischen die Hoch- und Tiefbau- Etats wesentlich höher als im laufenden Bei den Volksbibliotheken hat der Magistrat eine Bescheidenheit entnicht für Kulturzwecke, entgegensetzen die Politik einer Sozialreform, einfache Gemeindeschule, drei Realschulen, das Märkische Provinzial: Summen sind gegen früher heruntergefeßt. Für die Bibliotheken ift Politit, der Sparpolitik, die für alles andere Mittel bewilligt, nur Jahre dotirt worden. Gebaut werden jeyt 8 Doppelschulen, eine wickelt, die ihn sonst nicht ziert; die hier von ihm gemachten Abstriche an den Ausgaben für Bücher sind so ungerechtfertigt wie möglich; die ben Ausgaben für Bücher sind so ungerechtfertigt wie möglich; bie Die aber nichts zu thun hat mit dem Arbeitertruß des Grafen Museum und drei Badeanstalten. Im ganzen ist der Hochbau um ja seit Jahren nicht daß genügende geschehen. Charlottenburg giebt Posadowsly!( Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) 21/4 Millionen höher dotirt, im Tiefbau find rund 42 Millionen Abg. Gamp( Rp.): Die Eisenbahn- Unfälle sind Gottes Fügung mehr eingestellt. Diese Mehraufwendungen tönnen gemacht werden ür eine einzige folche Bibliothek und Lesehalle vielmehr als und müssen hingenommen werden. Die Vorwürfe über übertriebene aufgrund des günstigen Finanzabschlusses von 1896/97, der sechs fönnen wir natürlich nicht unbefehen annehmen; das dürfte Berlin. Die Magistratsvorlage bezüglich der Gehaltserhöhungen Fiskalität bei den preußischen Staatsbahnen sind unberechtigt; diese Millionen gebracht hat. Besonders hervorgehoben wird vom Kämmerer der Magifirat wohl selbst nicht ergeben nur eine Verzinsung von rund 7[ pCt., während die die reichliche Ginftellung von Gehaltszulagen. Betreffs der Ergeglaubt haben. meisten industriellen Etablissements sich mit mehr als 10 pet. verhöhung der Gehälter der Volksschullehrer hat sich der Magistrat zinsen. Die preußischen gefeßgebenden Faktoren sind mit der Politik nach der Beanstandung der früheren Beschlüsse zu der schon be Miquel's und Thielen's durchaus zufrieden. fannten anderweiten Vorlage entschließen müssen. Die höheren Abg. Dr. Hammacher( natl.): Ich habe mich nicht gegen die Lehrer erhalten ebenfalls nach dem Vorgange des Staates Berstaatlichung der Eisenbahnen ausgesprochen, sondern nur ge- Besoldungs- Erhöhungen, welche wie beim Staate für die Zeit besondere Vorlage zu machen. Positionen beschließen und dem Magistrat überlassen, eine fagt, die Staatsbahnen hätten nicht allen Erwartungen ent vom 1. April vorigen Jahres ab nachgezahlt werden sollen. feine Lohnaufbesserung erhalten, mit Ausnahme der Straßen Die städtischen Arbeiter sollen sprochen. Der Staat darf die Eisenbahnen nicht als industrielles Die Nachzahlungen werden für beide Kategorien von Lehrern reinigungs- Arbeiter, aber auch diese nicht auf Initiative des Magistrats, feine Lohnaufbefferung erhalten, mit Ausnahme der StraßenUnternehmen betrachten und nur möglichst hohe Gewinne erzielen 697 000 m. betragen, welche aus den Ueberschüssen zu entnehmen schüsse zur Verbilligung und Sicherung des Verkehrs verwenden. fonfligen städtischen Beamten und Angestellten. Bei dem Mangel an einer Prüfung unterzogen werden. Der vorjährige Streit der Gas wollen. Er könnte dann die 150-200 Millionen jährlichen Ueber- find. Besoldungserhöhungen sind auch in Aussicht genommen für die sondern weil dieser durch die Versammlung dazu gedrängt worden ist. Gerade bei den Gasanstalts Arbeitern müßten die Lohnverhältnisse In der preußischen Finanzpolitit liegt das bedenkliche darin, daß Beit und dem Umfang des Personals hat sich eine besondere Bor: arbeiter bat bekanntlich zu einer Einigung geführt; nach dem Spruch einer Prüfung unterzogen werden. Der vorjährige Streit der Gasman die zeitweiligen Ueberschüsse der Eisenbahnen zu dauernden Auslage dafür nicht mehr ermöglichen lassen. Der Magistrát mußte an: bes Schiedsgerichts sollten die feflangestellten Arbeiter eine Kündigungs. gaben verwendet. nehmen, daß, was für die Lehrer recht, für die Beamten billig sei; Abg. Werner( Reform P.): Ich halte die Juristen in allen über die mangelnde Form dürfte bei der Wichtigkeit der Sache frist haben, die für beide Theile verbindlich sein sollte. In der steht aber, daß Kündigungsfrist überhaupt Berwaltungen für ein Unglück. Auch die Miquel'sche Sparsamkeit wohl von der Versammlung hinweggesehen werden können. Das Arbeitsordnung steht aber, halte ich nicht für glücklich. In den Prozeffen fommen nicht immer laufende Etatsjahr wird wahrscheinlich auch kein ungünstiges Er: Monate beschäftigten Arbeitern auf ihr Ersuchen eine einnicht stattfindet, stattfindet, sondern fondern blos bei den mehr als sechs die Richtigen auf die Auflagebank. Was das Gehalt des Präsidenten gebniß haben; es werden vermöge des ausnahmsweise milden Monate beschäftigten Arbeitern auf ihr Ersuchen wöchentliche Frist eintritt. Das wäre schon bei einem anlangt, so find wir gegen jede Erhöhung. Man fange lieber unten an. Winters und beim Mangel an Schneefällen bei einer Reihe von Abg. Prinz v. Schönaich- Carolath( wild- lib.) flagt über den Verwaltungen erhebliche Ersparnisse eintreten. In diesen Etat privaten Arbeitgeber rigoros( Widerspruch), bei der Stadt kann Wagenmangel, unter dem die Industrie schwer zu leiden habe. Auch fließen auch die drei Millionen Erlös aus dem Verkauf der Grund- man solche Vorschrift also umsoweniger verständlich finden. Der er sieht die Hauptursache der Unfälle in der Ueberlastung des Per- ftücke am Spittelmarkt und der Alten Post".( Beifall.) Arbeiter zittert vor der Entlassung( Widerspruch), er wird sich sonals und der übel angebrachten Sparsamkeit. Stadtv. Wallach wiederholt eine Bitte, welche der Kollege also nicht dazu verstehen, von seinem Vorgesetzten diese BereinAbg. Graf v. Stolberg(.) ist mit dem Reichs Eisenbahnamt Singer vor zwei Jahren schon ausgesprochen hat, um Ueberreichung barung zu erlangen.( Erneuter Widerspruch.) Ferner sollte ganz zufrieden. Die Reform der Gütertarife fei nothwendiger als des Etats zu Anfang Februar statt Anfang März; es bleibe wirt der Magistrat sich verpflichten, Arbeiterausschüsse für jede Anstalt die der Personentarife. Redner empfiehlt Staffeltarife. Abg. Beckh( frf. Bp.): Bon der Thätigkeit des Reichs Eisen- So günstig wie der Kämmerer könne er die Lage nicht ansehen. jährlich einmal stattfinden. Seit ihres Bestehens ist faft ein Jahr ver lich kaum die nöthige Zeit zur ordentlichen Durchberathung übrig. einzurichten. Diese Arbeiterausschüsse sind vorhanden, aber ihre Vethandlungen sollen nur nach Bedürfniß, nicht häufiger als viertelbahnamts auf dem Gebiete der Tarifreform ist sehr wenig zu be- Die günftige Gestaltung fomme von dem großen Uebermerten. In Preußen scheint Herr Miquel dem Eisenbahnminister schuß von 1896/97; eine folche Ueberschußwirthschaft sei aber Sitzung einberufen worden, um die Klagen und Forderungen gangen, aber trot zahlreicher Wünsche ist noch keine fortgefeßt Hindernisse in den Weg zu legen. keine gesunde; der Rothflift müßte fräftig gebraucht werden. Grafen Kanitz über die Tarife für englische Rohlen berechtigt war, wendigen Neubau eines zweiten Verwaltungsgebäudes gegeben Arbeiter nicht erhöhen, sondern birgt neue Streitgefahren in fich. Abg. Nöficke( lib.) konstatirt, daß er nach der Neußerung des Bedauerlich sei, daß keine Andeutung über den dech so noth- der Arbeiter zu hören! Das sieht doch sehr nach der Fabrikwirthnoth- schaft des Herrn v. Stumm aus und wird die Zufriedenheit der zu sagen, daß Graf Kanit englische Interessen vertreten habe. werde. Der Umfang der Pflasterungen sei doch noch schr erheblich, Die Abg. Lenzmann( frf. Vp.): Ich bin erstaunt darüber, daß Herr theilweise fönnten die beabsichtigten Pflasterungen im nächsten Rosten der Arbeiter großen Ueberschüsse Ueberschüsse dürfen nicht hauptsächlich auf Gamp Jurist ist; das hätte ich bei seinen beständigen Widersprüchen Jahre gar nicht durchgeführt werden. herausgewirthschaftet werden; die be Die erste Klaffe und Untlarheiten nicht vermuthet. Herr Gamp meint, die Sparfamkeit in den Bade Anstalten sollte doch endlich beseitigt werden. rechtigten Ansprüche der Arbeiterklasse müssen auch von der Stadt sei verständig. Hält er die Gehälter der Unterbeamten für aus Seit Jahren sei die Stadtvertretung in beständiger Aufregung dem Sinne reformirt werden, daß alle, welche in Beziehungen zur verwaltung erfüllt werden. Das Submissionswesen muß endlich in reichend? Hält er die 12-16stündige Arbeitszeit für zu kurz? wegen der Gehaltszulagen. 1894 fei das System der Alterszulagen städtischen Verwaltung stehen, von den Lieferungen ausgeschlossen Wenn mir Herr Gamp Affefforen zur Vorbereitung überweisen will, eingeführt; diese Neu- Ordnung könne doch beute nicht schon wieder werden und daß es den Unternehmern nicht freigestellt bleibt, sich so bin ich damit einverstanden. Die Herren tönnten vielleicht auch durchbrechen werden. Die Form der beantragten Gehaltsverbeffe Riemen aus der Haut der Arbeiter zu schneiden. Diese Forderungen politisch noch manches von mir lernen( Heiterkeit). rungen fann Redner nicht billigen. Die wichtige Frage müßte eine wohlwollende städtische Verwaltung durchführen können. Abg. Dr. Schoenlauk( Soz.): Herr Gamp hat meine Angaben der Hilfsarbeiter sei noch immer ungelöſt; fie müffe ge( Beifall) über Arbeitsüberlastung der Beamten als Ausnahme bezeichnet. Ich ordnet werden, bevor man die Gehälter der festangestellten wiederhole, fie find die Regel. Nach der höchst mangelhaften Beamten weiter erhöhe. Deshalb lasse sich die Beamtengehaltsfrage Stadtv. Mommsen: Wir können doch auch aus den Etats Statistit ergiebt sich, daß 31 000 Unterbeamte noch nicht 100 M. im Rahmen des Etats nicht behandeln; es müffe eine besondere der letzten Jahre den Schluß ziehen, daß auch die Bezüge der monatlich verdienen, 17 000 verdienen nur 60-75 M., 50 pet. der Vorlage erfolgen. Die abermalige Vermehrung der Assistentenstellen Arbeiter fich sehr wesentlich gesteigert haben( Widerspruch), wenn Unterbeamten arbeiten über 10 Stunden, nämlich von den 293 530 um dreißig findet auch nicht den Beifall des Redners; wo folle man das auch nicht in den Zahlen direkt zum Ausdruck kommt. Unterbeamten 150 632 Beamte. Mehr als 10-12 Stunden Dienft mit dieser ewigen Vermehrung der Ausgaben für personelle Namentlich bei den Gaswerken ist die Summe für Löhne wieder erheblich über den hatten 115680, mehr als 12-13 Stunden 14911, mehr als 13 bis Zwecke hinkommen? Schon jetzt belaufe sich der Personaletat auf diesmal Durchschnitt der 14 Stunden 12 279, mehr als 14-15 Stunden 4272, und mehr als 36 Millionen Mark. Der Ueberschuß von 6 Millionen bedeute Vorjahre gesteigert. Ueber die Nornialfäße von 150 15-16 Stunden 3690 Eisenbahn- Unterbeamte. nur eine Ueberlastung einzelner Kategorien von Steuerzahlern, der und 100 Prozent werden wir jederzeit und ohne Schen Ich habe hier ein Aktenstück, aus dem hervorgeht, daß ein auf Gewerbetreibenden, der Hausbesitzer( Aha). Hier müsse Remedur vor dem Minister hinausgehen, wenn eine Nothwendigkeit dem Bahnhof zu Hanau verunglückter Rangirarbeiter 362 Tage im geschaffen, in diesem Sinne im Etats ausschuß gearbeitet werden. Dazu vorliegt, sonst nicht. Diese Sätze sind durchaus angemessen; Jahre Dienst gehabt hat, obwohl im Jahre nur 300 Arbeitstage( Beifall.) fommt es auf diesem Wege einmal zu Ueberschüssen, so halte ich als Durchschnitt angenommen werden. Der Mann hat also bis auf Stadtv. Ralisch: Der Ueberschuß von 1896/97 bedeute keine das für feinen Fehler. Am Pflaster Etat wird erheblich abgestrichen drei Tage täglich gearbeitet, ob er Urlaub hatte oder durch Krank- Ueberschußwirthschaft. Mit der Restwirthschaft ist aufgeräumt werden können. Die völlig neue Gehaltsskala für die städtischen Be heit verhindert war, geht aus der Gerichtsverhandlung, in der worden, wodurch über 3 Millionen Reste abgesetzt worden sind; amten hat uns sehr überrascht. Die Erledigung der Sache ist sehr schwierig die übrigen Dinge festgestellt wurden, nicht hervor. Die Statistit 1 Million ist abgefeßt, weil sie im Prozeßwege gewonnen wurde; und dabei keineswegs besonders dringlich. Zwei Ausschüsse fönnen beweist deutlich, daß die Ueberarbeit und Unterbezahlung in der unter den übrigen 4 Millionen befindet sich fast 1 Million Mehr unmöglich nebeneinander arbeiten. Das einfachste wäre, die ganzen Eisenbahnverwaltung die Regel sind. Was nun die Juristen aufkommen aus der Gewerbesteuer infolge der neuen staatlichen Ein- Gehaltszulagen aus dem Etat zu entfernen.( Sehr richtig!) Der betrifft ich bin glücklicherweise nicht Jurist so fleht schätzung. Die allgemeine Finanzlage Berlins ist so gut, daß wir Magistrat und der Kämmerer hätten sich damit abzufinden, denn ein solches fest, daß das juristische Element in der oberen Verwaltung feineswegs angillich zu sein brauchen; die Kämmereischuld und die Verfahren, ist eben der Versammlung vom Magistrat noch nie geboten fehr überwiegt. G3 müßten mehr Technifer und neben Schuld Berlins sind ja weiter zurückgegangen. Mit der Besoldungsfrage worden.( Buftimmung.) Niemand in der Versammlung hat von der ihnen Sozialpolitiker und Hygieniker in die Verwaltung be- muß endlich reiner Tisch gemacht werden; wir werden hinsichtlich Absicht dieser allgemeinen Besoldungserhöhung eine Ahnung gehabt. rufen werden. Daß Herr Thielen nicht hier ist, ist nicht meine der Lehrergehälter auf unserem früheren Beschluß verharren. Auch Gegen die Uebernahme größerer industrieller Betriebe, wie etwa der Schuld. Da wir hier bei diesem Etat die einzige Möglichkeit haben, die Zeichenlehrer sollten doch endlich berücksichtigt und auch die Elektrizitätswerte durch die Stadt, führt Redner heute besonders die die Mißstände im Eisenbahnwesen zur Sprache zu bringen, die Be- 4000. für naturwissenschaftliche Kurse für Lehrer endlich Ueberlastung der städtischen Verwaltung ins Feld; dazu sei der fprechung biefer Mißstände aber von der Bevölkerung verlangt wird, hergegeben werden. Der Armenetat ist wieder geringer ge- Magistrat in seiner heutigen Zusammensetzung überhaupt nicht mußten wir die Fragen hier anschneiden. Als Sozialdemokraten worden; vielleicht liegt das neuen fähig. waren wir dazu besonders verpflichtet, weil wir als Vertreter der Armenämter, über welche ein Bericht sehr erwünscht wäre. Stadtv. Hugo Sach 3 hält die Gehaltsaufbefferung der ans Arbeiter auch Vertreter der Eisenbahnarbeiter sind.( Bravo! bei vieles fehlt noch auf diesent Gebiete, namentlich in der Krankenhaus gestellten Beamten ohne Regelung der Hilfearbeiterfrage für gänzlich den Sozialdemokraten.) Berwaltung. Der Neubau des neuen Krankenhaufes folite be unthunlich. Die Juditatur habe bis in die letzten Tage binein schleunigt werden. Bei den Bade- Anstalten sollte auch die Abgabe konstant gegen den Magistrat in dieser letzteren Frage entschieden, medizinischer Bäder aufhören. An den Pflasterungen sollte nicht und es müiffe endlich ein Ausweg aus einem Zustande gesunden gespart werden, so lange die Mittel da sind. Für die Erhöhung werden, der sich zu einem Skandal auszuwachsen drohe. B Die Diskussion wird hierauf geschlossen. Nach einer Anzahl persönlicher Bemerkungen der Abg. Lenz umm, Bech, Rösicke und Gamp wird der Titel" Präsident des alt der Arbeit der Gladiv. Ginger: Ich hätte sehr gewünscht, daß sich der Familie Garten erfeken muß und zugleich die der Klinik eingeführt wurden. Die Beobachtung ergab zuverläffig. Magistrat auf die Anregungen aus der Bersammlung über die Gefahlen, nüchternen Hoffronten freundlich belebt und baltsaufbefferungsfrage geäußert hätte. Es ist doch eigentlich eine schönt. ver daß der Immunisirungsschutz etwa 21 Zage vorhält. Deshalb Zweifellos würde die Blumenpflege bei der un wurden die Kinder vom Januar 1896 einer dreiwöchentlichen ganz unglaubliche Elatsaufstellung, wenn furzerhand eine Gehalts- bemittelten Bevölkerung eine noch größere Ausdehnung haben, Wiederimpfung unterzogen. Die Methode hat sich seit nunmehr erhöhung von so umfassender Bedeutung in den Etat wenn nicht so viele Hausbefizer die Anbringung von Blumenbrettern zwei Jahren bewährt. Hausinfektionen mit Diphtherie sind nicht hineingearbeitet wird. Man könnte dem Kämmerer einen untersagten. In der konftituirenden Versammlung des erwähnten wieder aufgetreten; der früher so häufige Maserkroup ist verPreis dafür aussehen, ob sich noch ein anderer Etat derart Vereins im März 1897 führte Stadt- Schulinspektor Zivick aus, die schwunden, seit vom Oktober 1894, also seit mehr als drei Jahren, irgendwo finden ließe. Und noch dazu wird auf den Etat eine solche Schule müsse mit darauf hinwirken, daß die Großstadtbewohner regelmäßige Schuhimpfungen vorgenommen wurden. Vorlage gepfropft, die nach ganz anderen Gesichtspunkten als jener fernen, sich einen fleinen Ersatz für den fehlenden Garten zu schaffen. beurtheilt werden muß. Den Antrag Dinse bitte ich abzulehnen. Am Ende hat es der von dem Verein dazu gegebenen Anregung der Kultusminister einem Papierwaarenfabrikanten auf eine Eingabe Zum Verbot der Trahtheftung von Schulheften hat jüngst ( Vorsteher: Der Antrag ist zurückgezogen!) Dann bitte ich nur noch doch nicht in dem Maße bedurft, wie seine Gründer und Förderer den Bescheid ertheilt, daß der Minister ausdrücklich anerkenne, daß, den Etatsausschuß, von vornherein grundsäglich alle Erhöhungen an glaubten; aber auch so find seine Bestrebungen mit Freuden sobald die Enden der Drahtklammern nicht innerhalb des Heftes, Gehältern erbarmungslos zu streichen, um so den Magistrat zu einer zu begrüßen und dankbar anzuerkennen. Um weitere Kreise besonderen Vorlage zu veranlassen. In der Hilfsarbeiterfrage gehe der Bevölkerung mit dem Stande der Blumenpflege in een fondern auf dem Rücken sich befinden und mit genügend starkem ich nicht so weit wie der Vorredner. Es ist doch politisch unklug, Berliner Gemeindeschulen bekannt zu machen, foll gegen Schluß des Beinen oder Papierstreifen beklebt sind, eine Gefahr etwaiger Berfolche Berkoppelungen verschiedener Fragen eintreten zu laffen, wes: Sommersemesters 1898 von allen dem Verein angehörenden Schulen lehungen nicht bestehe und daß keine Bedenken vorliegen, berartige halb sollen die Einen darunter leiden, daß ohne ihre Schuld die eine gemeinsame Blumenausstellung veranstaltet werden. Im vorigen Hefte im Schulgebrauch zuzulassen. Verhältnisse der Anderen nicht geregelt find? Aber völlig einverstanden Sommer hatte jede Schule für sich ihre Ausstellung veranstaltet. Die Vertheilung der Berliner Bevölkerung auf die mit ihm bin ich darin, daß diese Frage in den letzten Jahren Mit dieser Ausstellung ist die oben erwähute Prämiirung ver- einzelnen Religionsbekenntniffe stellt sich nach dem endgiftigen geradezu zu einem öffentlichen Standal geworden ist. Fast jede bunden, von der man sich einen besonderen Ansporn für die Kinder Ergebniß der letzten Bolkszählung folgendermaßen: Evangelisch Woche wird der Magistrat einmal in einer solchen Hilfsarbeiter verspricht. Vielleicht liegt aber gerade in den Prämiirungen, bei getaufte gab es 1420 833, andere Protestanten 5758, Katholiken flagefache verurtheilt. Nachdem das oberste Gericht wiederholt seine denen nun einmal ungerechte Beurtheilungen und unverdiente 155 363, andere Christen 7824, Juden 86 152, Bekenner anderer Auffassung bekundet hat, wobei erfreulicherweise einmal der Burücksetzungen nie ganz zu vermeiden sind, ein Moment, das die Religionen 91. Mit unbestimmter Angabe des Bekenntnisses wurden juristische Verstand mit dem gefunden Menschenverstand zu Sache eher zu schädigen als zu fördern geeignet ist. 1093, ohne jede Angabe 190 gezählt. Von den Evangelischen ent fammenfällt( Heiterkeit), ift es doch mehr als eigen fallen auf die Landeskirche 1 355 601, auf die evangelisch- lutherische thümlich, der Magistrat einfach fortwurstelt. Durch Mit der neuen Lucin( Spiritu8-) Beleuchtung finden zur 30 401, auf die evangelisch- reformirte 10 881, auf die Alt einen direkten Antrag von uns aus ift er aufzufordern, Beit intereffante Proben im Reichstagsgebäude statt. Auf Anfuchen Lutheraner u. f. w. 8882, die Alt- Reformirten. f. w. 718. Bon eine Vorlage zu machen, welche die Anstellungsbedingungen für die einiger Abgeordneter des Zentrums hat der Präsident des Reichs- den anderen Proteftanten sind in Berlin vertreten: die Herrnhuter Hilfsarbeiter und die Ansprüche der Angestellten regelt. Kommt tages gestattet, daß von der neu gefchaffenen Lucin( Spiritus) mit 181 Seelen, Mennoniten 187, Baptisten 1531, Presbyterianer Dabei feine Einigung zu stande, so wird es Beit sein, auf grund Lampen in den Räumen des Reichstagsgebäudes zur Kenntnißnahme Methodisten und Quaker 474, Jrvingianer oder Anhänger der Beleuchtung( Patent Guttmann und Dr. Herzfeld u. Beer) einige oder Angehörige der englischen und schottischen Hochkirche 812, der Städteordnung eine Streitdeputation niederzusetzen. Durch die für die Reichs- und Landesvertretung aufgestellt werden. Von dem apostolischen Kirche 3073. Von den Katholiken gehören 393 der Haltung des Magistrats werden wir hier schließlich so zur Exekutive Direktor des Reichstags, Geh. Reg.- Rath Kua at, ist das Lefezimmer griechisch- katholischen Kirche an. gezwungen. Hoffentlich wird sich der Magistrat endlich ausraffen, daselbst während der Abendstunden von 6-9 Uhr bis einschließlich Sonn- fonfessionen stehen 35 Deutschfatholiken, 2179 Freireligiöfe, 4416 Außerhalb der beiden Hauptin dieser Frage reinen Tisch zu machen. Bürgermeister Kirschner betont, daß es dem Magistrat fernabend dieser Woche hierzu bestimmt worden. Die neue Verwendung des Dissidenten und 1194 sonstige Christen. Während bei der Gesammtgelegen hat, etwa auf diesem Wege die Gehaltsaufbefferung durch Spiritus zu Beleuchtungszwecken erregte, wie ein Berichterstatter bevölkerung das weibliche Geschlecht überwiegt, theilen die Alteine Hinterthür ein und an der gründlichen Prüfung vorbei zu Interesse der zahlreich anwesenden Abgeordneten. Ausgestellt waren Juden und die Bekenner anderer Religionen die Eigenthümlichkeit, schreibt, an den beiden ersten Abenden der Vorführung das lebhafte reformirten, Mennoniten, Ratholifen, Freireligiösen, Dissidenten, fchmuggeln. Die Angelegenheit sollte als besondere Vorlage an die Bersammlung gebracht werden; die Arbeiten bezüglich dieser Materie acht Lampen verschiedener Art und Größe, von der kleinsten Stall- daß bei ihnen die Zahl der Männer größer als die der Frauen ist. und des Etats hätten sich aber so gedrängt, daß schließlich jene Absicht oder Hauslaterne von etwa 1/2 Rerze bis zur größten Salonlampe undurchführbar wurde. Man werde im Etatsausschusse nach einem Mitbenutzung von Glühkörpern( Strumpf) fast ebenso einfach, wie in 1896 Fällen gegen 1238 im gleichen Monat des Vorjahres für von etwa 50 Rerzen Lichtstärkte. Die Einrichtung der Lampen ist ohne Die Berliner Unfallstationen wurden im Monat Februar cr. Wege zu suchen haben, der die hervorgetretenen Bedenken beseitigt. Die der Petroleumlampen, das Lucin ift kristallklar, verbreitet nicht erste Site in Anspruch genommen und zwar 1637 mal bei Unfällen Die Hilfsarbeiterfrage beschäftige den Magiftrat unausgesetzt. Ein Theil der Hilfsarbeiter sei zu Assistentenstellen aufgerückt, der Kreis den geringsten Geruch und giebt ein filberhelles weißes, aber nicht und 259 mal bei plötzlichen Erkrankungen. In den Stationen wurden der Betheiligten dadurch geringer geworden. blendendes Licht. Die Lampen bleiben frei von den bekannten 1767, außerhalb derselben 129 Personen behandelt. Durch die acht Die Gerichts- Uebelſtänden der Petroleumlampen, indem das Lucin, weder aus- Krankenwagen- Depots der Unfallflationen wurden 121 Transporte entscheidungen hätten nicht vorausgesehen werden können; jede Entscheidung betreffe immer auch nur den einen konkreten Fall. Schwitzt, noch Fettflecke macht. Die Lampen funttionirten an den ausgeführt und zwar abgesehen von denjenigen einiger Krankenkassens angehöriger durchweg unentgeltlich. 91 Verunglückte bezw. plöglich Der Magiftrat habe aber die Nothwendigkeit der Lösung der ersten beiden Abenden sämmtlich tadellos. Erfrankte wurden nach den öffentlichen Krankenhäusern, die übrigen Frage anerkannt und habe dazu eine besondere Kommission ein- Zu der von uns in der Mittwochnummer gebrachten Notiz nach ihren Wohnungen befördert. Nach längeren Erwägungen der gesetzt. Bei diesem Stadium der Sache sei es doch von zweifels über den Rabatt Sparverein Süd- Ost" wird uns von Bedürfnißfrage bat sich das Kuratorium zur Errichtung einer neuen haftem Werthe, zu der Frage eine Stellung zu nehmen, welche jedem, unterrichteter Seite folgendes mitgetheilt: Jui genannten Verein Unfallstation und zwar der Unfallstation XVII für den Stadt der derartige Ansprüche an die Stadt geltend macht, das Rückgrat wurde im Anfang dieses Jahres von mehreren Mitgliedern bezirk Görlitzer Bahnhof" entschlossen. Dieselbe wird demnächst in stärken muß.( Beifall.) Statutenabänderungen beantragt, welche bezweckten, den Mitgliedern Thätigkeit treten. mehr Rechte als bisher einzuräumen. Ferner follten die Gehälter der Beamten herabgesetzt werden, da dieselben den Antrag Alexanderplatz- Schöneberg ist gestern Vormittag ganz eingestellt und Verkehrsmisère. Der elektrische Betrieb der Straßenbahnstrecke stellern für die zu leistende Arbeit 811 hoch bemessen wieder durch Pferdebetrieb ersetzt worden. Nachmittags fuhren die waren. Dem Vorsitzenden war für das laufende Jahr 8000 M., dem Rendanten 4000 m. zugebilligt, für Bureauhilfe Wagen allerdings wieder. waren 2500 M. und für Entschädigung der übrigen Vorstands. Ter Personenverkehr auf der Stadt und Ringbahn, eins mitglieder 2500 m. ausgefeßt. In der Abrechnung des verflossenen schließlich Bahnhof Grunewald, betrug im Jahre 1897 87 746 914 Rechnungsjahres ist das Gehalt des Vorsitzenden mit 3300 m., des Berfonen( gegen 89 996 674 im Jahre 1896). Es wurden also Rendanten mit 6200 m., wovon Bureauhilfe gezahlt worden sei, 2249 760 Personen weniger befördert als 1896. und die Entschädigung der übrigen Vorstandsmitglieder mit 3100 m. verrechnet. Ein Verbot der Beschäftigung von Mannschaften der Die durch die Annahme der Anträge gewonnenen Feuerwehr bei mzügen u. f. w. hatte der Verband der HausSummen sollten den Mitgliedern ausgezahlt werden, und zwar so, diener und Packer Berlins in einer Eingabe an den Oberpräsidenten daß statt der bisher abgezogenen 10 pet. nur 5 pet. und am der Provinz Brandenburg verlangt. Daraufhin ist ihm folgender Jahresschluß für die, welche ihr Geld stehen ließen, nur 3 pCt. Bescheid zugegangen:" Auf die Beschwerde vom 2. Dezember v. J. statt bisher 5 pet. für Verwaltung abgezogen werden follten. erwidere ich nach Prüfung des Sachverhalts, daß nach den bei der Der Vorstand und die Inhaber der Umwechselstellen die letzteren Abtheilung der Feuerwehr bestehenden Vorschriften es den Manns haben im verflossenen Jahre eine Entschädigung von ca. 6000 M. fchaften gestattet ist, in ihrer dienstireien Zeit eine vorübergehende bezogen; nach den gestellten Anträgen sollten sie aufgehoben werden Nebenbeschäftigung anzunehmen. Nachtheile für den Dienst sind wehrten sich heftig gegen die geplanten Umänderungen. Es fanden in hieraus nicht erwachsen. Es liegt deshalb keine Veranlassung vor, dieser Sache 3 Versammlungen statt, die beiden zuletzt abgehaltenen, den Feuerwehrleuten vorübergehende Nebenbeschäftigung in Privats welche wegen Ueberfüllung abgesperrt werden mußten, tagten im geschäften zu untersagen." Das Berliner Polizeipräsidium batte, wie Lotale Sanssouci." Die Abänderungen wurden in der letzten wir seinerzeit meldeten, bereits vorher eine in gleichem Sinne ab Versammlung am 28. Februar mit an Einstimmigkeit grenzender gefaßte Petition abschlägig beschieden. Die Ziebleute lagen bei Das Erziehungshaus Klein- Beeren ist für Mädchen be- Mehrheit angenommen. Am Schluß dieser Versammlung wurde jedem Umzugstermin mit recht über die Konkurrenz, die ihnen durch ftimmt, welche in geschlechtliche Berirrung gerathen oder in Gefahr auch auf eine Anfrage festgestellt, und zwar durch den Revisor Lutz. die Feuerwehr bereitet wird. find, in solche zu verfallen. Die Durchschnittszahl für 1897/98 iſt Deckung von Unterschlagungen des früheren Kassirers verwendet Anzahl Soldaten vom 2. Garde Regiment zu Fuß, die man mit daß eine in der Abrechnung aufgeführte Summe von 12 000 W. zur Einiges Aufsehen erregten in den letzten Tagen eine größere auf 35 angenommen worden, thatsächlich ist aber die Zahl 30 nur wurde. Der bisherige Vorstand, welcher durch einen nengewählten verbundenen Köpfen in der unteren Friedrich- und in der in einzelnen Monaten überschritten worden. Nach dem Berichte der ersetzt wurde, sucht nun mit Hilfe der Mehrzahl der bisherigen Karlstraße gehen fab. Vorsteherin der Anstalt find 21 3öglinge in den Dienſt ge- mwechsler einen neuen Verein zu gründen. Der Verein Süd- Dit auf, die mit Bajonnettirgewehren aus dem Exerzierhaus in der Besonders fiel vorgestern eine Abtheilung bracht; von von diesen sind 6 unzweifelhaft gut eingeschlagen, von 12 anderen mit noch unsicheren Beugnissen ist nichts bat etwa 14 000 Mitglieder, welche sich auf Süd- Ost und Nixdorf Karlstraße tam und nach der Kaserne in der Friedrichstraße Schlechtes bekannt geworden, von zweien stehen Berichte noch aus, eine ist wegen Unehrlichkeit in eine Strafanstalt gekommen. Einige Eine neue Volfs Lesehalle wird in der ersten Woche des den Kopf verbunden hatten. Allerhand Gerüchte wurden laut, wie find als gebeffert zu Berwandten zurückgekehrt. Der Magistrat will April im Norden der Stadt auf dem Grundstück der 70. Gemeinde- die Leute zu den Verletzungen gekommen seien. Wie ein Berichtdie Stadtverordneten- Bersammlung ersuchen, fie möge fich mit der schule, Ravenéstraße, eröffnet werden. Während die erste erstatter meldet, liegt die Angelegenheit folgendermaßen: Ein Theil Fortführung des Erziehungshauses für verwahrlofte Mädchen in Volks Lesehalle( Mohrenstraße) nothdürftig in dem Schulgebäude der Verbundenen ist auf dem Tegeler Schießplaße zu Schaden Klein- Beeren einverstanden erklären und über den Etat desselben bei untergebracht worden ist, befindet sich die zweite dieser gemein- gefommen. Hier geriethen in der vergangenen Woche bei Berathung des Stadthaushalts- Etats Beschluß faffen. nüßigen Anstalten in dem Rektoratsgebäude der genannten Gemeinde- einer großen Schießübung mit Platzpatronen zwölf bis fünfzehn schule, wo zu dem Zwecke Räume eigens eingerichtet worden sind. Mann dadurch, daß Arbeiter falsche Zeichen gaben, in die Schuß In der neuen Volks- Lesehalle werden zum ersten Male auch politische linie einer feuernden Truppe. Sie erhielten dabei durch die Beitungen aller Barteirichtungen ausgelegt werden. Die dritte Pfropfen und in die Haut eindringende verbrannte Pulvertörner städtische Bolts Lesehalle soll nach dem Südosten der Stadt am Kopf und an den Händen Verletzungen, aber sämmtlich so ( Glogauerstraße) kommen; ihre Eröffnung dürfte gegen Ostern leichte, daß irgend eine ernste Gefahr nicht vorliegt. Die Verletzten nächsten Jahres erfolgen. wurden auf dem Schießplage verbunden und dann in die Kaserne Darauf wird ein Schlußantrag angenommen. Persönlich verwahrt sich Stadtv. Sa ch 3 gegen die Unter ftellung, daß er mit seinen Ausführungen den Hilfsarbeitern das Rückgrat habe stärken wollen. Bürgermeister Kirschner konstatirt, daß seine Bemerkung nicht gegen den Stadtv. Sachs gerichtet war. Stadtv. Singer( persönlich): Dann kann fie nur gegen mich gerichtet sein. Ich habe persönlich auch nicht den Hilfsarbeitern das Rückgrat stärken wollen, aber ich spreche, was ich für richtig halte, ehrlich und offen aus, selbst auf die Gefahr hin, daß die Hilfs arbeiter daraus ersehen, daß über die Frage in der Versamm Lung eine andere Meinung vertreten wird als im Schooße des Magistrats. Der Etat wird an einen besonderen Etats ausschuß von 15 Personen überwiesen. In demselben, der nach Schluß der Sigung gewählt wird, ist die sozialdemokratische Partei durch die Stadtvv. Borgmann und Bruns vertreten. Die übrigen Tagesordnungs- Gegenstände passiren ohne Debatte. Für die Auswahl der 1898/99 neu- und umzupflasternden Straßen und Pläge wird ein Pflasterausschuß ernannt, dem auch die Stadtvv. Herzfeldt und Wernau angehören. Schluß 814 Uhr. Mit der Regelung der Gehälter des Lehrpersonals an den höheren Lehranstalten beschäftigte sich am Mittwoch Abend unter Vorsitz des Stadtverordneten Gaffel und in Anwesenheit des Bürgermeisters Kirschner sowie der beiden Stadtschulräthe Bertram und Fürstenau der hierzu von der Stadtverordneten- Versammlung eingesetzte Ausschuß. Nach dreistündiger Dauer wurden die Bes rathungen abgebrochen; sie sollen in einer neuen Sigung zu Ende geführt werden. Zugleich wurde beschlossen, die Angelegenheit einer zweiten Lesung zu unterziehen. Lokales. Die Parteigenoffen und Genoffinnen des zweiten Reichstags Wahlkreises werden auf die öffentliche Versammlung aufmerksam gemacht, die am Sonntag Abend 6%, Uhr bei Zubeil, Linden. ftraße 106, abgehalten wird. Genosse Theobald Völker spricht über " das Aesthetische in Natur und Kunst". vertheilen. = marschirte. Es waren etwa zehn oder zwölf Mann, die sämmtlich Die ,, Deutsche Warte" hat mit ihren Korrespondenzen schred- gefchickt. Nach kurzer Revierschonung fonnten sie ihren Dienst liches Pech. Daß ihre Londoner Original- Korrespondenz unlängst wieder aufnehmen. Bei den anderen Leuten, etwa fünfzig, handelt nichts anderes als unbefugter Nachdruck war, haben wir bewiesen. es sich um einen leichten Ausschlag im Gesicht, der die betroffenen Heute finden wir in dem Blatte einen Spezialbericht ihres Wiener ebenfalls nicht hindert, kleinen Dienst zu thun. Dr. S. F. Rorrespondenten, der in reklamehaster Weise folgender maßen eingeleitet wird: Das März Programm des Apollo- Theaters wies namentlich auf artistischem Gebiete manche schäßbare Nummer auf. Als Stellung zugedacht ist, geht Ihrem Korrespondenten nachfolgende auf die Bühne, die viel belacht wurden. Von einer Seite, der in der nächsten Zeit eine einflußreiche exzentrische Afrobaten brachten die Guilanas einige neue Einfälle Schilderung der inneren Lage zu." Erheiternder noch als diese Künstler wirfte der Radler Paulton. Diese Korrespondenz voll Kannegießereien, fie enthält nicht nur unbeschreiblichen Kostüm wußte er als Anfänger wie als Meister. In einem eine neue aus den Fingern gesogene Ministerliste, sondern auch feste fahrer die tollsten Kapriolen auf dem Rade zu vollführen. Ein Behauptungen über das Schicksal der gegenwärtigen Minister. Aber tüchtiger Jongleur ist Herr Salerno; in seiner Hand wurden die Bur Förderung der Blumenpflege bei Schulkindern einem nicht existirenden Abg. Dr. Kazl das Finanzportefenille und Streichhölzer, Stühle und Vogelbauer zu Spielobjeften, die er mit Bech hat das Blatt auch mit diefer Korrespondenz. Es verleiht Gegenstände des gewöhnlichen Hausgebrauchs, wie Gläser, Teller, wurde hier im März 1897 eine Vereinigung begründet, die sich zwei nicht vorhandenen aktiven Ministern, den Grafen Santower unglaublicher Sicherheit durch die Luft wirbeln ließ. Eine gar nicht die Aufgabe ftellte, Topfgewächse unentgeltlich an Gemeindes und Rylandt, Statthalterposten. schulkinder abzugeben und die bestgepflegten Pflanzen zu prämiiren. Ein merkwürdig einflußreicher üble Schulung verriethen die Konzertfängerinnen Sadoni und Dieser Verein hat bereits in seinem ersten Geschäftsjahre, wie aus Mann muß den Korrespondenten der„ Deutschen Warte" in: Dolezel; weniger ansprechend waren die Damen Many und Tondem Jahresbericht zu ersehen ist, eine recht erfolgreiche Thätigkeit formiren. chette. Auf dem Gebiete der Tanzkunst leistete neben Loie Fuller entwickeln tönnen. Die Berliner Boltsschullehrerschaft hat den Von Herrn Stadtrath Selberg erhalten wir folgende Bu- Jda Head Ansprechendes. Urkomisch war der Vortrag der bayerischen Gedanken mit Bereitwilligkeit ergriffen und bas bereits schrift: In der Beilage der Nummer 52 Ihrer Beitung vom Wildschüßen Fischer und Wacker. Den Schluß der Vorstellung im Sommer 1896 verfuchsweise( an der 154. Gemeinde- 3. d. M. befindet sich eine Notiz über die arge Enttäuschung, welche bildet immer noch der Kosmograph. Leider werden die Bilder dieses schule, Zehdenickerstraße) begonnene Wert sofort zu dem ihrigen ge- die vereideten Magistrats.Briefboten erlitten. Ich gestatte mir nun, Apparats von Monat zu Monat unklarer. macht. Im Sommer 1897 haben dann 37 Berliner Gemeinde hierzu zu bemerken, daß die städtischen Briefboten allerdings einen Theater. Im Schiller Theater wird Sonntag Nachmittag Schulen, darunter auch einige Knabenschulen, die Blumenpflege ein- Diätenfaz von 2 M. pro Arbeitstag beziehen, aber außerdem noch 3 Uhr Anzengruber's Bauernkomödie„ Die Krenzelschreiber", abends 8 Uhr geführt und 5895 Topfpflanzen( Fuchsien, Pelargonien, Begonien, für jeden Brief ohne Zustellungs- Urkunde 2/2 Pf. und für jeden das Shakespeare'sche Lustspiel„ Was Ihr wollt" gegeben. In der morgigen Geranien, Heliotrop, Myrthen u. f. w.) an ebenso viele Kinder Brief mit Zustellungs- Urkunde 4 Pf. erhalten. Nach den hier ge- Aufführung von Grillparzer's Trauerfpiel„ Die Ahnfrau" wird Fräulein vertheilt. Die Jahresberichte der einzelnen Schulen an den Vor- führten Lohnlisten macht das durchschnittlich pro Tag nicht 2 M., Selene Rosner vom Stadttheater in Elberfeld die Rolle der Bertha a. G. stand bezeichnen durchweg den Erfolg des ersten Jahres als ge- fondern 4,92 M. im letzten Jahre. Auch brauchen die Briefboten spielen. Das Schiller- Theater veranstaltet kommenden Sonntag einen fungen und sichern die Fortsetzung der begonnenen Arbeit zu. nicht die Briefe an Sonn- und Festtagen zu bestellen, es wäre Johannes Brahms- Abend" im Bürgersaale des Rathhauses. Für den Sommer 1898 erhofft man außerdem eine wesentliche Zu- denn, daß dieselben am Sonnabend ihre Arbeit vernachlässigt Feuerbericht. Mitwoh Abend 61/2 Uhr gerieth August. nahme der Zahl der Schulen, die die Blumenpflege einführen und in bätten." straße 37 durch eine umgefallene Tischlampe ein Posten Wäsche in den Dienst des erziehenden Unterrichts stellen wollen. Im großen und Neber die Immunifirung kranker Kinder mit Behring's Brand, der aber noch schnell abgelöscht werden konnte. Kurz darauf ganzen wird man in der That erwarten dürfen, daß die Sache einen raschen Heilserum bringt die neueste Nummer der Deutschen Medizinischen brannten Bernburgerstraße 26 Möbel und Gardinen. Ein Fortgang nimmt. Gerade für diese Bestrebungen ist ja der Boden viel Wochenschrift" einen Bericht des Stabsarztes Dr. Slawyd aus der Schaufensterbrand rief die Wehr um 9 Uhr nach Friedrich. besser vorbereitet, als es manchem scheinen fönnte. Die Blumen- Kinderklinik des Charitee Krankenhauses in Berlin, wo er als straße 115. Eine Stunde später brannten Manteuffelpflege wird bei der ärmeren Bevölkerung, da sie meist mit nur ge- Affiftent thätig ist. Er erklärt darin, daß, während Sausinfektionen straße 3 Möbel und Fenstervorhänge. Donnerstag früh 1%, Ubr ringen Kosten verknüpft ist, ziemlich allgemein mit großem Gifer be- mit Diphtherie in früheren Jahren auf der Kinderklinik trotz aller waren Corneliusstraße 9 der Fußboden und die Balkenlage trieben, und auch die Kinder sind daran vielfach betheiligt. In den Vorbeugungsmaßregeln immer wieder auftraten, diefelben völlig ver- in Brand gerathen, und wurde das Haus beträchtlich beschädigt. Arbeitervierteln findet man vor den Fenstern der Hofwohnungen schwunden feien, nachdent vom Jahre 1895 ab regelmäßige Schuß- Um 10 Uhr erfolgte Alarm nach Schönebergerstraße 2, wo zahlreiche Blumenbretter, deren blühender Schmuck mancher armen impfungen aller Kinder mit Behring's Heilserum durch den Leiter ein Zimmerbrand zu beseitigen war. eingegangen." ermittelt worden. Aus den Nachbarorten. 780g. An 12. Februar vorigen Jahres ließ einer der Gläubiger die in aufdringlicher Art seine Begleitung anbot. Das Mädchen Weißenfee. Zu der heute abends 8 Uhr bei Hähling taltsgesammte Wohnungseinrichtung Leuschner's wegen einer Forderung ersuchte den Angeklagten wiederholt, fie ihres Weges ziehen zu findenden Volksversammlung werden die Parteigenossen hier von 2500 a. pfänden. Am folgenden Tage beglich seine Wirth lassen, er blieb aber hartnäckig an ihrer Seite, und als endlich das mit eingeladen. Reichstags- Abgeordneter Peu 3 spricht über die Be- schafterin die ganze Schuld wie sie angab, aus eigenen Mitteln. Mädchen in nachdrücklicher Weise ihr Ersuchen wiederholte, packte er Am 2. März wurden drei Pferde, ein Fohlen und zwei Jagdwagen fie am Haar, buckle sie mehrmals gewaltsam zur Erde und deutung der diesjährigen Reichstagswahlen. Parteigenossen, agitirt gepfändet, obgleich Leuschner dem Gerichtsvollzieher erklärte, daß schlug auf sie ein, wobei er eine Reihe von Schimpfworten gegen für zahlreichen Besuch! Pferde und Wagen seiner„ Ehefrau" gehörten. Jeht hielt es sie schleuderte. Die so gröblich Beleidigte hatte den Muth, dem Ans Lebhaftes Befremden erregt es in Charlottenburg, daß Leuschner für nothwendig, die Otto zu heirathen, um ihr sein Ver- geklagten zu folgen, bis es ihr gelang, seine Persönlichkeit durch die Kommission für den Stadthaushalt der Stadt Charlottenburg die mögen zuwenden zu können. Am 13. April v. J. fand die Hochzeit einen Schuhmann feststellen zu lassen. Der Staatsanwalt, der die Summe von 25 200 M., welche der Magistrat für die fürzlich eröffnete flatt. Drei Tage später, am 16. April, begab sich das Ehepaar zum Eingangs erwähnte Auffassung vertrat, hielt, troß der bisherigen UnBoltsbibliothek gefordert hat, auf 15 000 m. reduzirt hat. Die Lese- Notar, um den Ghevertrag zu schließen. Es wurde darin be bescholtenheit des Angeklagten, eine Geldstrafe für unangebracht, da er halle ist ein Bedürfniß für die Stadt. In den zwei Monaten hauptet, daß Fri. Otto 30 000 m., sowie Wagen und Pferde mit der Meinung war, daß es eine besondere Rohheit bekundet, wenn ein feit Eröffnung der Bibliothek sind zirka 8000 Bücher ausgeliehen in die Ghe gebracht habe. Daran schloß sich ein nach hunderten von fräftiger Mann in dieser Weise über ein wehrloses junges Mädchen herfällt. worden; es find ca. 1500 Personen als Entleiher in das darüber Nummern zählendes Verzeichniß über eine vollständig eingerichtete Der Strafantrag lautete deshalb auf einen Monat Gefängniß. geführte Buch eingetragen. Unter diesen Personen sind alle Klassen Wohnungseinrichtung, welche ebenfalls Eigenthum der Ehefrau Rechtsanwalt Wronker erbat für den Angeklagten, der sein Ber vertreten, von dem Arbeiter bis zur Exzellenz. Die Lefeballe wurde deuschner sein sollte. Unter den ungeheuer vielen Schmucksachen gehen sehr bald eingesehen und am nächsten Tage durch Ver von über 5000 Personen benutzt, wobei zu beachten ist, daß Tagesspielten Brillanten allerdings die Hauptrolle, aber auffallenderweise mittelung seiner Ghefrau die Zeugin um Entschuldigung gebeten zeitungen fehlen, und daß die Lesehalle in den Morgenstunden natur- war die Ehefrau auch im Besitze mehrerer Herren- Uhren", Ketten habe, mildernde Umstände. Der Angeklagte habe sich offenbar in gemäß von verhältnißmäßig wenig Personen zum Zwecke ein- und Ringe, ja sogar einer Bigarrentasche gewesen. Sein bewegliches angebeitertem Zustande befunden. Der Gerichtshof erkannte auf gehenderen Studiums aufgesucht wird. Bermögen war auf diese Weise von Leuschner vor seinen Gläubigern 100 M. Geldstrafe eventuell 20 Tage Gefängniß. Die Stadtverordneten Versammlung in Charlottenburg gesichert worden, nun handelte es sich für ihn darum, auch seine Unter der schweren Beschuldigung, eine Brandstiftung hat vorgestern die Frage der Errichtung eines städtischen Elektrizitäts- Säufer zu verschieben". Am 12. April v. J., am Tage vor seiner in Szene gesetzt zu haben, um einen schweren Diebstahl zu verwerkes vertagt. Es wurde ein Antrag des Stadtv. Jaffe aus Hochzeit, verkaufte Leuschner sein Haus Paulstr. 35 an seine Ehefrau bergen, stand gestern die 24jährige Auswärterin Ida Wendler genommen, wonach vor der endgiltigen Beschlußfassung noch die für den Preis von 269 000 m., so hoch, wie es mit Hypotheken be vor dem Schwurgericht am Landgericht I. In der Borsigfir. 4 hat Angebote der hervorragendften Firmen eingeholt werden sollen. laitet war. Er opferte dadurch noch etwa 3000 M. für Stempel und der Bankbeamte v. Hartwig von dem Musiklehrer Hubbe ein Die Erhöhung der neuen Charlottenburger Stadtanleihe von Umsatzsteuer. Am folgenden Tage, eine Stunde vor der Eheschließung, Bimmer abgemiethet. In leyterem brach am 27. Auguft nach22 Millionen auf 23 Millionen ist nach einem eingehenden Vortrag erfolgte die Auflaffung. Zwei Tager später, am 15. April, gab mittags Feuer aus, welches von der herbeigerufenen Feuerwehr des Stadtv. Marcus von der Stadtverordneten- Bersammlung ge- Leuschner vor einem Notar die Erklärung ab, daß er von seiner nach furzer Thätigkeit unter Anwendung von einem Eimer nehmigt worden. Ehefrau ein baares Darlehn von 30 000 m. erhalten habe. Er Wasser gelöscht wurde. Es brannte die unter einem Tische Auf der Straße geboren wurde vorgestern Mittag in Charließ diesen Betrag auf das Haus Bremerstr. 41 eintragen und stehende, mit Papieren und alten Münzen angefüllte Schublade, auch lottenburg ein Knabe, dessen Mutter sich auf dem Wege zum Kranken- außerdem noch für feine Ehefrau eine Sypothek von 15 000 M. war der darunter befindliche Fußboden angefohlt. Das Feuer ift hause befand und ihr Ziel nicht mehr erreichte. auf ein unbebautes Grundstück in der Birkenstraße. Diese Immobilien zweifellos angelegt worden, um die Spuren eines vorher in diesem Ans Spandan erhalten wir vom Magiftrat die folgende Bus waren nun so hoch belastet, daß sie für die Gläubiger fein Bimmer begangenen Diebstahls zu verwischen. Herr v. Hartwig schrift:„ Am Geburtstage Seiner Majestät des Kaisers und Königs den Grundstücken Bremerstr. 42 und 48, welche Leuschner bereits Tisches seine Werthfachen auf und es ergab sich, daß die Schublade begehrenswerthes Objekt mehr waren. Daffelbe war der Fall bei bewahrte nämlich in einer verschlossenen Schublade des erwähnten waren die städtischen Bureaus den ganzen Tag geschlossen. Die über den Werth belastet hatte. Jetzt hielt Leuschner feine Angelegen mittels einer Kneifzange mit großer Gewalt erbrochen war und ein Dieb Schreiber erhalten bogenweise Bezahlung. Denjenigen, welche am Geburtstage Sr. Majestät des Kaisers und Königs Schreibarbeit heiten für geordnet, er verkaufte noch Pferde und Wagen und bezog daraus ein Sparfaffenbuch, eine goldene Damenuhrkette, einen geliefert haben, ist die sonst übliche Bezahlung gewährt worden. nun eine kleine Hofwohnung in dem Hause feiner Ehefrau, Paul goldenen Ring und einen vergoldeten Geberhalter, sowie eine fleinere Beim Magistrat ist ein Gesuch um nachträgliche Vergütung nicht tonnte. Aber den Gläubigern war dies Stück doch zu start. Sie angelegt, als auch den Diebstahl begangen zu haben, lenkte sich auf straße 35. Er war nun„ Schlafbursche", dem man nichts nehmen Summe Geldes gestohlen hatte. Der Verdacht, sowohl das Feuer schoffen 1500 M. Gerichtstoften zufammen und bewirkten, daß am 6. Mai die Angeklagte, und obwohl sie die Thaterschaft entschieden bestritt Ein Soldat als Wilddieb. Die Berliner Beitung" meldet: vorigen Jahres der Konturs eröffnet wurde. Jeg kamen alle die und eine bei ihr abgehaltene Hausfuchung nichts Belastendes ergab, In der Spandauer Stadtforst, deren Jagd der Raiser gepachtet hat, betrügerischen Machenfchaften zu tage. Bunächst wurde die Ghe- wurde sie doch am 23. Oktober in Haft genommen. Der gegen fie verwerthete war feit einiger Zeit bemerkt worden, daß Wilddiebe unter An- frau Leuschner verhaftet, nach einigen Tagen dann auch der Ghe- Beweis war ein richtiger Indizienbeweis, der zwar ganz geschickt wendung von Schlingen dem Wild nachstellten. Forstbeamte faßten mann. Borher hatten diefelben aber Gelegenheit gefunden, einen ein Steinchen an das andere reihte, deffen Unzulänglichkeit aber nun am Dienstag zwei Männer ab, die ihnen verdächtig vorkamen. Koffer mit Werthsachen, baarem Gelde und Papieren nach Rechtsanwalt Oskar Gabriel den Geschworenen mit Erfolg vor Der eine war ein auf Urlaub befindlicher Soldat des 77. Infanterie dem Teste'schen Ehepaare in der Alten Jakobftraße zu bringen. Augen führte. Die Geschworenen verneinten die Schuldfragen, so Regiments in Celle; der andere ein in Spandau wohnhafter Frau Seufchner hatte als 17jähriges Mädchen bei Teste gewohnt. daß die Freisprechung der Angeklagten und ihre sofortige Maurer; beide waren mit Fanggeräthen ausgerüstet. Der Maurer Der Koffer ist hier später ermittelt worden und kommt der Inhalt Haftentlassung die Folge war. räumte ein, im Verein mit anderen Personen Bild mittels Schlingen den Gläubigern zu gute. Die Anklagebehörde nimmt zu ungunsten eingefangen zu haben; sämmtliche daran betheiligten find inzwischen der Teste'schen Eheleute an, daß sie die wahre Sachlage fannten. unerwartete Wendung nahm eine Verhandlung wegen Gefährdung Wie es im prenkischen Eisenbahnbetriebe aussieht. Eine Sie bestreiten dies entschieden. Auch das Leuschner'sche Ehepaar eines Eisenbahn- Transportes in Verbindung mit fahrlässiger KörperEine merkwürdige Blutvergiftung hat in Friedenau bestreitet seine Schuld Die Ehefrau will von ihrem den Tod der 15jährigen Tochter eines Kaufmann B. herbeigeführt. früheren reichen Liebhaber monatlich 2000 m. erhalten haben. verlegung, welche gestern vor der 1. Straffammer am Landgericht II Das junge Mädchen hatte sich beim Mittagessen mit der Gabel in Sie habe sich 30 Stück Tausendmarkscheine zusammengespart und stattfand. Am 15. Oftober 1897 ereignete sich auf dem neuen den rechten Zeigefinger gestochen, dies jedoch nicht weiter beachtet, diese, sowie Brillanten zum Werthe von über 10 000 m. mit in die angirbahnhofe in Pankow ein erheblicher Eisenbahnbis der Finger stark anschwoll und heftig zu schmerzen begann. Ghe gebracht. Vergebens weist der Vorsitzende die Angeklagten unfall. Mittags gegen 1 Uhr fuhr ein einlaufender Güterzug auf einen Rangirzug. Zwei Lokomotiven und 11 Wagen wurden ganz Sie badete nun den Finger in Seifenwasser und legte einen Ver- darauf hin, daß eine Menge Umstände gegen die Glaubwürdigkeit erheblich beschädigt und ein Hilfsbremser erlitt einen Bruch des linken band von dicker Grüße auf, worauf die Geschwulst aufging und dieser Angaben sprechen. Die Zeugenvernehmung konnte gestern Oberarms. Für diesen Unfall wurden nach der bahnamtlichen Unterdie Schmerzen nachließen. Nach einigen Tagen trat jedoch plötzlich noch nicht beendet werden, die Verhandlung wird den ganzen fuchung der Hilfsweichensteller Herrmann Pieper und der eine langsam aber stetig fortschreitende Lähmung des rechten Beines heutigen Tag in Anspruch nehmen. Stationsassistent Ludwig Köster verantwortlich gemacht. Ersterem ein, die sich am anderen Tage trotz hinzugezogener ärztlicher Hilfe auch auf die linte Seite des ganzen Körpers ausdehnte. Man Wenn ein Magistratsmitglied in Preußen die Wahrheit war die Weichenstellung für den Rangirdienst übertragen, lekterer erforschen will. Ein höchst interessantes Disziplinc verfahren hatte die Weichenstellung und die Signalstellung zu überwachen. hatte die Lähmung anfangs für gichtisch gehalten, und die Eltern erledigte bas Ober- Berwaltungsgericht. Der als frei Beide Angeklagte bestritten ihre Schuld. Pieper wollte keine bedaher dem Arzte von der Verlegung sinniger Agitator bekannte Rechtsanwalt May Stein in Anger- slimmte Instruktion erhalten haben, Köfter dagegen erklärte, er habe des Fingers gar nichts gefagt. Am zweiten Tage aber tamen fie bei dem Besuch des Arztes auch hierauf burg( Ostpreußen) gehört dem Magistrat diefer Stadt als un an vier aufeinanderfolgenden Tagen je 12 Stunden Dienst ohne zu sprechen. Und nun wurde dem letzteren die Ursache der selt: Bersammlung trat Stein für den Antrag ein, das Gehalt des 250-260 Büge eingefahren. Die dadurch bedingte unausgesetzte An zu sprechen. Und nun wurde dem legteren die Ursache der felt befoldeter Beigeordneter an. In einer Sitzung der Stadtverordneten- jedwede Bause und jede Unterbrechung gehabt. Dabei seien täglich famen Lähmung sofort klar. Leider war es jetzt aber zu spät, die Bürgermeisters zu erhöhen. Jufolge von Erzählungen des spannung aller Sinne, das Achten auf die kleinsten Details in Vers schon zu weit vorgeschrittene Blutvergiftung, welche schon den Stadtverordneten Wittko, der Hotelbesitzer ist, verbreitete sich bindung mit dem Brausen, Zischen und Stampfen des rollenden ganzen Körper des armen Mädchens in Mitleidenschaft gezogen bas Gerücht, Stein habe bei jener Gelegenheit gefagt, der Materials habe ihn nervös gemacht. Schon Tags zuvor habe er hatte, durch die schleunigst angewandten Gegenmittel wieder zu befeitigen. Und nach zwei Tagen schrecklichster Qualen gab die Kranke Bürgermeister verdiene auch deshalb die Gehaltserhöhung, weil er dem Stationsvorsteher gesagt, daß er nicht im stande unter furchtbaren Schmerzen bereits ihren Geist auf. es verstehe, der Regierung Opposition zu machen. Der Landrath des sei, während einer solchen langen Zeit seine Dienstpflichten forrett Sie Kreises, der mit Stein auf dem Kriegsfuße steht, veranlaßte nun im zu erfüllen, doch habe der Stationsvorsteher erwidert: Die Ueberbrückung der Potsdamer, Wannsee: mud Ring- Einverständniß mit dem Regierungspräsidenten Hegel Erhebungen, müssen! Es ist tein Erfaz da!" So sei es denn ge bahu an zwei Stellen in Schöneberg, worüber die Berhand- und Stein sollte durch einen Regierungskommiffar verantwortlich gekommen, daß er die Weichenstellung versehentlich nicht anordnete, Yungen jest nahezu drei Jahre geschwebt haben, soll mun im nächsten macht werden. Er brachte jedoch Zeugen bei, die ihm bestätigten, als der Güterzug, der auf dem Geleise VII einfuhr, auf welchem der Sommer endlich ausgeführt werden. Die eine Brücke zwischen der daß er dem Bürgermeister lediglich nachgerühmt habe, er vertrete Rangirzug stand, nach Geleise VIII übergeführt werden sollte. Als Groß- Görschen- und Kolonnenstraße soll die Bahn- und Stubenrauch die Intereffen der Stadt nach unten wie nach oben warm und Sachverständiger war der Baurath Bathmann geladen, welchen ftraße mit der nach dem Kreuzberg führenden Monumentenstraße ver- energisch. Herr Stein beschwerte sich darauf über die Art, wie der die Vertheidiger, die Rechtsanwälte Schmilinsky und Suter, mit binden, während die andere im„ Friedenauer Ortstheil" von Schöne Landrath gegen ihn vorgegangen fei, beim Regierungspräsidenten, was Entschiedenheit ablehnten. Letztere wiesen darauf hin, daß berg im Zuge der Saarstraße geplant ift. nur den Erfolg hatte, daß der Regierungspräsident ihn ermächtigte, der Sachverständige der Betriebsleiter der be in der Stadtverordneten- Versammlung die Mittheilung zu machen, treffenden Strecke fei. Es sei den Betriebsleitern ministeriell der Herr Regierungspräsident habe nach Anhörung des Beigeordneten verboten, als Sachverständige in Fällen aufzutreten, an deren und den weiter angestellten Ermittelungen feinen Anlaß zu der An- Ausgange sie als Betriebsleiter selbst intereffirt feien. Berlin, wie's baut und kracht!" Vor dem Schwurgericht nahme, daß Stein sich der ihm zur Laft gelegten Aeußerung bedient Der anwesende Sachverständige habe sich aber auch selbst Unterlassungen schuldig gemacht. Durch Ihm die vernommenen Stadtverordneten bekannt zu fch were r des Landgericht I begann gestern ein umfangreicher Prozeß, welcher habe. ministerielle Verfügung auts neuerer Zeit, die inbesonders in Bautreifen Interesse erregte. Aus der Untersuchungshaft machen, lehnte sowohl der Regierungspräsident wie der Land- eine ministerielle wurde der Bauunternehmer August Leuschner und seine Ehefrau rath ab. Stein wollte aber vollständige Klarheit haben; er be folge der häufigen Eisenbahn Unfälle und der vielbeklagten Marie Leuschner geb. Otto vorgeführt, während sich zwei nugte beshalb, wie schon vorher, die Presse, indem er Auf- eberbirdung der Bahnbeamten des äußeren Dienstes erlassen wurde, andere Angeklagte, der Schuhmachermeister Johann Reste und dessen rufe an die betheiligten Stadtverordneten erließ 2c., obwohl sei bestimmt worden, daß an verantwortungsreichen Posten kein Be Ehefrau Jda Reste auf freiem Fuß befanden. Leuschner wird des be- es ihm von der Regierung untersagt worden war, den Weg der amter länger als 8 Stunden ohne Unterbrechung Dienst thun dürfe. trügerischen Bankrotts durch Beiseiteschaffung von Vermögensstücken Selbsthilfe zu wählen. Auch vertrat er seine Sache in der Stadt- Diefer Ministerial- Verordnung Geltung zu verschaffen, sei Sache des zum Nachtheil seiner Gläubiger und Ausstellung von erdichteten verordneten Versammlung. Zum Beispiel interpellirte er die vom Bauraths Bathmann gewesen, von diesem jedoch unterlassen Der Bahnhof sei zur Zeit im Umbau gewesen. Rechtsgeschäften beschuldigt, während die drei übrigen Angeklagten Landrath vernommenen Stadtverordneten über ihre Aussagen. Die worden. daher nicht mit den ihm zu diesen Strasthaten wiffentlich durch Rath und That Hilfe Erklärungen dieser Herren waren ihm durchweg günstig. Die ganze Die Weichen und Signale waren geleistet haben sollen. Den Vorsitz führt Landgerichtsrath Opiz, Sache veröffentlichte er dann in geschichtlicher Darstellung in der Blockapparaten verbunden und mußten je für sich mit der Hand Daraufhin nahm ihn der gestellt werden. die Anklagebehörde Für diesen Dienst hätte der Betriebsleiter " Bote am Maderfee". Staatsanwalt Kanzow, die Zeitung Bertheidigung führt allein Rechtsanwalt Chodeziesner. Regierungspräsident in eine Disziplinar Ordnungsstrafe von eine Spezialinstruktion erlassen müssen. Auch dies habe er versäumt Mart. Bugleich verbot er Als im Mai vorigen Jahre die Verhaftung des Leuschner'schen Ghe- 60 ihm strengst ens, und deshalb könne er nicht Sachverständiger sein, weil er Partei sei, paares befannt wurde, erregte dies im Stadttheile Moabit großes jede weitere Benutzung der Presse für Erörterungen der Konflikte, Der Vorsitzende konstatirte aus den Akten, daß die höhere Eisenbahns Aufsehen, denn im großen Publikum galt der Mann, den man täglich die zwischen ihm in seiner Eigenschaft als Beigeordneten oder stell- behörde auch von vornherein einen anderen Sachverständigen in in einem selbst geführten eleganten Jagdwagen, mit einem Diener vertretenden Polizeiverwalter und dem Landrath vorgekommen feien Vorschlag gebracht hat, doch wurde nicht erörtert, warum derfelbe auf dem Rücksitz, durch die Straßen fahren fah, für einen sechssachen und noch vorkommen würden. Auch wurde es ihm aus nicht geladen worden ist. Der Gerichtshof beschloß aber gestern im reichen Hausbefizer. Bald zeigte es sich, daß er nur noch eine drücklich verboten, in den Sitzungen der Stadtverordneten noch Sinne der Vertheidigung, den ursprünglich von der Betriebsverwaltung Scheinexistenz geführt hatte. Aus feiner mehrstündigen Bernehmung weitere Erklärungen, betreffend die vom Landrath vorgenommenen vorgeschlagenen Sachverständigen zu einer neuen Verhandlung zu= in der geftrigen Verhandlung läßt sich folgender Sachverhalt zu Bernehmungen, abzugeben. Für Zuwiderhandlungen wurden ihm zuziehen, da dieser mit dem in Rede stehenden Betriebe nichts zu sammenfassen: Der 48 jährige Angeflagte Leuschner hatte an. Ordnungsstrafen von 90 M. angedroht unter Vorbehalt strengerer thun hat. fangs der 80er Jahre eine bemittelte Frau geheirathet. Er erwarb Disziplinarmaßnahmen. Besonders bart rechnete der Regierungs- Der Streit um die Brand'sche Millionen erbschaft brachte mit ihrem Vermögen in der Bandelstraße eine Baustelle, präsident es dem Beigeordneten an, daß er troß des Ver- den einst vielgenannten Reichsglöckner Joachim Gehlsen mit dem der Deffentlichkeit beschritten habe, statt Strafgesetzbuch in Konflikt. die er bebaute. Bekanntlich haben die Brand'schen Nachdem er das Haus vortheilhaft verkauft botes den Weg der Deffentlichkeit beschritten habe, mit der Beschwerde. au hatte, widmete er sich vollständig dem Bauunternehmerthum. sich begnügen. Gegen die mit Erben" gegen den Grafen Douglas einen Prozeß angestengt und Er bebaute die Grundstücke Paulstr. 35 und Bremerstr. 41-43. So- getheilte Verfügung wandte Stein sich an den Oberpräsidenten, beantragt, ihn zur Herausgabe von Dokumenten zu verurtheilen, die dann erwarb er ein größeres Terrain in der Flensburgerstraße für Grafen Bismarck, und führte n. a. aus, was wahr sei, müsje er auch die Erbschaft betreffen sollen und die ihm angeblich in VerDen Grafen Douglas ver den Preis von 210 000 m. und führte darauf ein elegantes veröffentlichen können, es stehe ibm Artikel 27 der preußischen Verwahrung gegeben worden sind. Wohnhaus auf. Dasselbe verschlang ein Gesammtkapital von faffung zur feite. Der Oberpräsident wies indessen die Beschwerde trat der Rechtsanwalt Dr. Krause, der zweite Vizepräsident Herr Gehlsen ließ sich bei seinem Hierbei will der Angeklagte, wie er angiebt, zurück. Artikel 27 der preußischen Verfassung komme hier gar nicht des Abgeordnetenhauses. weil er zu hohe Zinsen für das Bangelo habe zahlen müssen und in betracht und die Ausführung, daß man durch wahrheitsgetreue Eintreten für die angeblichen Erben dazu hinreißen, Herrn Krause weil die theueren Wohnungen längere Zeit leer standen, eine Berichte feine Ungehörigkeiten begehen könne, sei abfolut nicht am den Vorwurf zu machen, er habe einen gemeinen Advokaten= Einbuße von 85 000 m. erlitten haben. Die Handwerker blieben Plage. Auf die vom Justizrath Munckel vertretene Klage des Ge- tniff gebraucht. Dr. Krause stellte darauf gegen Gehlsen Stras mit Restzahlungen zum Gesammtbetrage von etwa 30 000 Mart maßregelten erkannte das Ober- Verwaltungs- Gericht ebenfalls zu antrag wegen Beleidigung und erzielte auch seine Verurtheilung zu im Rückstande. Das Haus Flensburgerstraße Nr. 10 vertaufte un gunsten Stein's. Die Gründe publizirte Präsident Persius einer Geldstrafe von 100 m., die dann in der Berufungsinstanz auf 30 N. ermäßigt wurde. Hiergegen legte Gehlsen beim StammerLeuschner für 540 000 Mart. Als die Handwerker im Anfange nicht. des vorigen Jahres dringlich wurden, griff Lenschner zu ,, Der Pöbel von Berlin scheint sich nachgerade daran ge- gericht Revision ein, die in der gestrigen Verhandlung verworfen Schiebungen" gewagtester Art. Nachdem ihm zwei Frauen gestorben wöhut zu haben, jedes allein auf der Straße gehende Mädchen für wurde. waren, hatte er die unverehelichte Marie Otto als Wirthschafterin eine Dirne zu halten und sich berechtigt zu glauben, ein solches Eine 98 jährige Frau zu drei Tagen Gefängniß ver zu sich genommen. Die Otto war eine hervorragende Erscheinung Mädchen in roher und gemeiner Weise zu belästigen. Die Abstellung urtheilt! Die bisher noch nicht bestrafte 98jährige in den Blumenfälen" gewesen. Sie hatte ein bewegtes Leben dieses Unwesens ist eine Lebensfrage für Berlin, die nur durch Greisin, Arbeiterwittwe Friederike Frangow zu Alt- Landsberg, wurde hinter sich. Früher war sie die Geliebte eines hochstehenden nachdrückliche Strafen gegebenenfalls gelöft gelöst werden kann." vor dem dortigen Schöffengerichte wegen bewiesenen Diebstahls von Mannes gewesen, dessen Namen sie nicht nennen will. Aus Von diesem Gesichtswinkel aus betrachtete der Staatsanwalt 4 Baumstämmen zu Bruchmühle zu 3 Tagen Gefängniß verurtheilt, diesem Berhältnisse sollen die vielen Schmuckgegenstände ftammen, einen neuen Fall der Belästigung eines anständigen Mädchens, Und da schelte noch einer auf unsere Gerechtigkeit! mit denen Fräulein Otto sich au schmücken pflegte, wodurch sie der gestern das hiesige Schöffengericht beschäftigte. Angeklagt fich in den Blumenfälen den Spißnamen„ bie Brillanten- Meta" er war der Kutscher Hoge, ein verheiratheter Mann der Körperverlegung und Beleidigung Wetter Prognose für Freitag, 4. März 1898. worben hatte. Während des Jahres 1895 hatte die Angeklagte Familienvater, der Ziemlich fühl, vorwiegend trübe mit geringen Niederschlägen Leuschner einen Artisten auf seinen Reisen begleitet und nach ihrer beschuldigt war. Er hatte ein anständiges Plättmädchen, welches Rückfunft nach Berlin eine Wohnung in der Schüßenstraße bezogen, nach gethaner Arbeit eines Abends auf dem Heimwege nach ihrer und mäßigen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. bis sie zu ihrem jetzigen Ehemanne in deffen Haus Bremerstraße 41 in der Birkenstraße belegenen Wohnung beläftigt, indem er ihr Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.. 625 000 m. Gerichts- Beitung. vertritt # = und Nr. 53. 15. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Abgeordnetenhaus. 87. Sigung vom 3. März 1898, 11 Uhr. Am Ministertische Frhr. v. Hammerstein, Dr. v. Miquel und Kommissarien. Die Novelle zum polnischen Ansiedelungsgeset ( wonach die Bewilligung von weiteren 100 Millionen zu Ansiedelungs. zwecken verlangt wird) steht zur zweiten Lesung. Die Budgetkommission beantragt unveränderte Annahme der Vorlage. Von dem Abg. Sieg( natl.) ist ein Antrag eingegangen: In Ausnahmefällen ist auch die Bildung größerer Restgüter zulässig. Abg. Motty( Pole) wiederholt den bei der ersten Lefung am 20. Januar ausgesprochenen Protest gegen die Vorlage, die Polen würden sich auch an der zweiten Lesung der Vorlage nicht betheiligen. = Abg. v. Tiedemann Labischin( frk.) ist mit dem Grundprinzip des Antrages Sieg einverstanden, wünscht aber eine andere Formulirung desselben bis zur dritten Lesung. Abg. Herrmann( 3.) warut davor, mit solchen Gesetzen die Sympathien der Polen zu verfcherzen, die immer einen Anspruch auf unfere Gerechtigkeit haben. Es ist die höchste Zeit, den Polen gegen über die Politit der Versöhnung zu treiben.( Sehr richtig!) Das Ansiedelungsgesetz verbittert ganz besonders und erhöht auch die tonfeffionelle Spannung. Suchen wir das zu fördern, was uns eint, das wäre eine wahre Politik der Sammlung.( Beifall links.) Abg. Graf Limburg- Stirum( f.): Bei den Polen tritt stets das polnische nationale Element in den Vordergrund, das sehen wir bei der Fraktion des Hauses. Wir würden lieber mit den Herren in Fricden leben; aber wir können es nicht, weil sie in nationalen Fragen auf einem uns feindlichen Standpunkt stehen. Unter diesen Umständen müssen wir ernstlich suchen, einen tüchtigen deutschen Bauernstand dort anzusiedeln. Vom nicht fehlen.( Bravo!) Sie werden gute Früchte bringen. Zentrum hofft Redner, daß es auch einem stärkeren nationalen Bewußtsein Raum geben werde; auch eine Partei wie die deutschfreifinnige sollte sich diesem Empfinden nicht verschließen. Die Beiten sind vorüber, wo es als fraktionswidrig galt, den Schutz der Deutschen in Polen zu betonen.( Bravo!) Freitag, 4. März 1898. Bei der Abstimmung wird die Vorlage mit dem Antrage Sieg angenommen. Abg. v. Standy( f.) legt dar, daß die Rickert'schen Dar stellungen über den Fall der Erwerbung eines Gutes sich doch nicht als zutreffend erweisen. Er behält sich vor, näheres Material zu sammeln und dasselbe bei geeigneter Gelegenheit zu erörtern. Der Etat wird hierauf genehmigt. Morgen( Freitag) 12 Uhr: Antrag Felisch( t.), betr. Befähigungsnachweis im Baugewerbe; Petitionen. Schluß 5 Uhr. Es folgt die Berathung des Etats der Ansiedelungstom mission. Abg. Rickert( frs. Bg.) verwahrt sich gegen den Vorwurf Miquel's, daß das freisinnige Fraktionsinteresse das nationale Abg. Dr. Stephan- Beuthen( 3) giebt eine gifferumäßige Empfinden zurückdränge. Auch Herr v. Puttkamer hat früher Der Bund der Uebersicht über die in früheren Jahren allmälig aus polnischen in anders über diese Forderungen gedacht. deutschen Besitz übergegangenen Flächen. Es ergiebt sich daraus, Landwirthe hat erklärt, daß er lieber einen Polen wähle, daß die Zunahme des deutschen Besitzes in beständigem Steigen als einen Freisinnigen; ähnlich gestalteten sich die Dinge bei begriffen ist. Das Gesetz würde nur die Annäherung der Polen der Wahl mit dem Lehrer Fricke. Redner schildert dann die Art, und Deutschen erschweren, es entspricht auch nicht den Forderungen wie das Gut eines Deutschen von der Ansiedelungskommission in der Gerechtigkeit und auch nicht dem Geiste unserer Verlassung und der. Subhastation billig erstanden wurde, worauf diese Kommission läuft, beabsichtigt oder unbeabsichtigt, nicht blos auf eine Germani- einen polnischen Inspektor einsetzte, der sofort die deutschen Arbeiter sirung, sondern auch auf eine Protestantisirung hinaus.( Sehr entließ und die Evangelischen zwang, in die katholische Kirche zu richtig!) gehen. Diese Ansiedelungspolitik ist verfehlt. Es tönnten andere Abg. v. Puttkamer- Plauth( t) empfindet den Polen nach, daß Wege eingeschlagen werden zur Förderung Polens und der dortigen sie die Vorlage nicht mit Freuden begrüßen; aber höhere Gesichts- deutschen Bevölkerung und dann wird uns der Minister an seiner punkte machen dieselbe nothwendig. Wenn nicht genug fatholische Seite finden. Ansiedler sich finden, so ist die katholische Kirche selbst schuld daran. Minister v. Miquel wiederholt, daß es ihm ferngelegen, den In den Herzen der Polen uns anzusiedeln, haben wir seit hundert Patriotismus der beiden Abgeordneten für Danzig zu bezweifeln. Jahren vergeblich versucht.( Sehr richtig!) Daß der Kampf Mann Rickert's Ermahnung, die Industrie zu fördern, war angesichts gegen Mann, wie er in dem H.- K.- T.- Verein organisirt ist, zu unserm der Bemühungen des Danziger Oberpräsidenten nicht nöthig, Gunsten ausfällt, ist doch zweifelhaft. Auf solchen Kampf sind die es scheint allerdings, als ob er in der dortigen Bevölkerung nicht gePolen besser eingerichtet. Am meisten genutzt haben den Polen die nügenden Anklang findet. Den Thätigkeiten der polnischen Privat Schwankungen in der Polenpolitik der preußischen Regierung und Ansiedelungsbanken gegenüber ist unsere Ansiedelungskommission bedas Auftreten der Abgeordneten, die ihre nationale Stellung hier deutend im Vortheil bei ihren Erfolgen. im Hause bei ihren Reden zu vergessen scheinen.( Bravo! rechts.) Abg. Munckel( frs. p.): Die wirthschaftliche Wirkung des Gesetzes ist bisher wenig erörtert; es erscheint fast, als ob das Gesetz zur Stärkung des nothleidenden Grund besitzes gemacht sei. Die Vorlage widerspricht der Gerechtigkeit und der Wahrheit und wir lehnen sie ab, nach dem Grundsaße: 1 Was Du nicht willst, daß man Dir thu, das füg auch keinem Andern Abg. Jäckel( frs. Wg.): Man spricht immer nur einseitig von zu! Das Liebeswerben des Ministers um das Zentrum war aufgegen den Freiben Agitationen der Polen, aber hat man denn nicht von dem fallend gegenüber dem fühlen Verhalten H.- K.- T.- Verein und seinem Treiben gehört. Die Polen boykottiren sinn, den er aufgegeben hat. Nun. tommt der Berg das ist er die Deutschen und die Deutschen die Polen, und von nationalen das sind wir nicht zum Propheten so tommt Männern wird anerkannt, daß erst der H. K. Z. Verein der Prophet vielleicht nochmals zum Berge! Zu bekehren sind wir die Verhältnisse in Posen so zugespitzt hat, wie sie nun mal in dieser Frage nicht; das mag man als einen Fehler heute sind. Auch in den altdeutschen Landestheilen sollte unseres Intellets betrachten, ein Fehler unseres Charakters ist es man es unterlassen, ftets in geringschäßiger Weise von nicht!( Beifall li 18.) der Polackei zu sprechen. An dem neulich gerügten Minister v. Miquel bemerkt, daß er in seinem Liebeswerben bringen ausschließlich polnischer Kandidaten bei den Gewerbe- um das Zentrum jedenfalls weit überflügelt werde durch die Leute, gerichts- Wahlen in Posen sind die Deutschen schuld; denn es war die dem Vorreduer nahe stehen und zwar aus Anlaß der bevorihnen angeboten, eine ihrem Stimmenverhältniß entsprechende Zahl stehenden Wahlen. Die Vorlage hat nicht blos nationale, sondern deutscher Kandidaten aufzustellen, was sie ablebuten Gegen die Vorlage auch kulturelle Bedeutung. wird Redner stimmen, weil es ein Ausnahmegesetz ist und bisher garnichts genutzt hat. Schädlich wirkt es, durch die in der Sache nicht begründete Steigerung der Güterpreise, die dadurch hervorgebracht werden, daß man polnische Güter unter allen Umständen zu be tommen fucht, selbst wenn hohe Preise dafür gefordert werden. Abg. Sieg( natl.) hat die Ansiedelungsthätigkeit aus nächster Nähe beobachtet und kann nur segensreiche Erfolge fonstatiren. Minister v. Miquel: Wir können uns den offenkundigen Thatsachen nicht verschließen, die wir seit Jahrzehnten beobachten. Die heutige Offensive des Polenthums tritt immer deutlicher hervor, so daß eine Regierung, welche die Dinge unbeachtet ließe, einen fchweren Vorwurf auf sich laden würde. Mit fleinen Polizeimaßregeln ist gegen die Polen nichts zu erreichen; nicht die Polen bekämpfen, sondern die Deutschen fördern wollen wir.( Sehr richtig!) Wir wünschen, daß die Polen ganz im Deutschen Neiche aufgehen und nicht, wie jetzt bei der Flottenfrage sagen, weil die Regierung bei uns nicht so regiert, wie wir es wünschen, darum stimmen wir dagegen. Das ist grundverfebrt; sie haben an der Sache das gleicheJntereffe, wie wir. Man hat mich als einen sehr engherzigen Geldmann bezeichnet.( Hört! hört! Das ist nicht richtig!( Heiterkeit!) Wenn es sich darum handelt, diefes Unternehmen materiell zu fördern, so soll es an den Mitteln • 9 Durchs Abg. Seer( natl.) spricht für die Vorlage. Abg. Ehlers( freis. Vg.) findet das Gesetz wenig geeignet, die Politit der Sammlung im Often zu fördern. Die Germanisirung die als stille Arbeit besser wirkt, denn als laute Hurrah- Agitation, die wollen wir alle. Aber wir laffen uns nicht die Mittel von der Mehrheit des hohen Haufes unter Führung des Herrn v. Miquel diktiren. Sollten Sie das Gesetz annehmen, so wünsche ich, daß Sie Ihre Ziele erreichen mögen, denn das ist wichtiger, als daß ich recht behalte. Die Herren, die jetzt überall in der Mehrheit sind, mögen doch bedenken, daß auch die Minderheit ein Recht hat, die Mittel zu prüfen, die zu einem bestimmten Ziele führen sollen. Abg. Sattler( natl.) tritt für die Vorlage ein, die nöthig sei, damit nicht innerhalb der deutschen Grenzen das Deutschthum zurück: gedrängt werde. Mit feinen Angriffen gegen den H.- K.- T.- Verein hat Herr v. Buttkamer seinen staatsmännischen Befähigungsnachweis nicht erbracht. Man sollte es den Männern Dank wissen, daß sie es unternommen, der polnischen Agitation entgegenzutreten. Minister v. Miquel betont, daß es ihm fern gelegen habe, den Gegnern der Vorlage den Vorwurf des Mangels an nationaler Empfindung machen zu wollen. Damit schließt die Debatte. Briefkasten der Redaktion. 1 Die juristische Sprechstunde findet bis zum 5. März am Montag, Donnerstag und Sonnabend abends von 7½ bis 8½ 1hr statt. R. B. Die Kaffe Volkswoht" trägt als eingeschriebene Hilfskaffe die Nr. 126. 2. B. 1000. 3u 1: Nein. Bu 2: Nein, soweit die Frage überhaupt verständlich ist. H. S. 1. Der Prozeß würde selbstverständlich verloren werden. Es mußte Zahlung erfolgen. Sie können sich zudem einer Anflage wegen Zechprefferei aussetzen. N. 38. Derartige anonyme Bu schriften ohne Abonnements quittung bleiben unbeantwortet. A. O. Zu 1: Stellen Sie unter näherer Begründung dieses Verlangens und Darlegung, daß dies für das Kind das beste ist, einen Antrag beim Vormundschafts gericht. Zu 2: Beantragen Sie auch dies beim Vormundschaftsgericht. Amsterdam. Ungefähr im Burgsdorf: traße B. in chichi 20 und 10 Grad. S. 26. Ja. Alter Abonnent. Sie haben Anspruch auf die Unfallrente. Der Antrag ist bei der Berufsgenossenschaft zu ftellen. A. B. Wenn der Vater verschollen ist, so ist seine Einwilligung nicht erforderlich. 2. 10. Auch nach dem bei Ihnen geltenden Recht ist die Alimentationsflage unbedingt mit Erfolg anzuftrengen. P. M. und R. S. 20. N. O. und 10. Fügen Sie Ihre Abonnementsquittung bei. M. M. 4. Jq. Derartige anonyme Buschriften beantworten wir nicht. 23. Es giebt nur den Klageweg. H. S., Charlottenburg. Ein Baß ist nicht nothwendig, kann aber vor Ünannehmlichkeiten bewahren. G. E. Die Vorschristen der Anstalt sind uns nicht bekannt. Lassen Sie sich vont Bezirksvorsteher bescheinigen, daß Sie arm sind, und beantragen Sie dann unter Darlegung des Sachverhalts beim Landgericht II Bewilligung des Armenrechts behufs Einreichung der Chefcheidungsklage wegen Ehebruchs und Beiordnung eines Rechtsanwalts.- Gewerbesteuer. Anzeige bei der Steuerbehörde ist nothwendig. kl. 19. Bu 1: Wird gut sein. Bu 2: Herr F. Bu 3: Nur der VerHöhe des es Berdienſtes und die näheren Bedingungen der Bestellung alt+ einbarung gemäß. Bu 4: Verlangen Sie Abschrift. Zu 5: Sie können die Vernehmung der Beugen im Strafverfahren beantragen. Dies wird Ihnen Ihr Anwalt näher erklären. Zu 6: Nein. E. D. Nicht angängig. Wegen des am Dienstag, den 1. März, in meinem Warenhause stattgefundenen grossen Brandes bleiben sämmtliche Abtheilungen vorläufig geschlossen. Der Tag, an dem die durch Feuer und Wasser zum Theil sehr wenig beschädigten Warenbestände zum Verkauf gestellt werden, wird näher bekannt gemacht. Warenhaus S. Heine Inh. H. Stege, Chausseestr. 14. Redeschule Zukunft. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Nur für Frauen! Verwaltungsstelle Berlin. Sonnabend, den 12. März, im Kösliner Hof, Köslinerstraße 8: Großes Vokal- und Inftrumental- Konzert ausgeführt von Zivil Berufsmusikern unter Zeitung des Herrn Waldemar Guttmann fowie dem Berliner Männer- Quartett Harmonie". Grosser Ball. Nach dem Konzert: Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Anfang punft 8% Uhr. Billet 25 Pf. Freitag, den 4. März, abends 9% Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstrasse No. 27 c: Oeffentlicher Vortrag der Frau Emma Helling, Spezialistin für Frauenleiden, über: Frauen: leiden, deren naturgemäße Verhütung und Heilung. Im Anschluß daran: Fragebeantwortung. Entree 20 Pf. Der Vorstand der Redeschule Zukunft. J. A.: Puschendorf, Grüner Weg 116. Wohl fühlt fich Alles Nähere befagt das Programmt, welches beim Eintritt zur Ausgabe gelangt. bei jeziger Witterung, wer Feste Preise! Hut- Engrosgeschäft. Oscar Arnold, shaft. Dresdenerstr. 116, am Oranienplatz( Kein Laden.) Einzelverkauf fehlerfreier Waare in grösster Auswahl zu nachstehenden Preisen Herrenhite, weich von Mk. 1,25-4,00, steif von Mk. 2,00-3,50. Haarfilz von Mk. 4,50-7,00, Cylinderhüte von Mk. 4,00-11,00, Chapeaux elaques von Mk. 9-12, Kinderhüte vo Mk, 0,75-2,50, Confirmandenhüte von Mk. 1,00-2,5.0, Herrenmützen von Mk. 0,35-2,00, Knaben- u. 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Abends 8 Uhr Wissenschaftliches Theater. Invalidenstr. No. 57-62. Täglich abends 7 Uhr: Ausstellungs- Saal und Vorträge. Mlle. Many, Ivner- Guillot, Fischer u. Wacker, in Keller's Festsälen", Koppenstraße Nr. 29. Tages Ordnung: 1. Die Spaltung unter den organisirten Buchdruckern und wie stellt sich Tonci Tonchette, Mr. Jigg, die Arbeiterschaft zu der Ursache derselben, der jahrelangen Festlegung der Arbeitsbedingungen Näheres die Tagesanschläge. La Loïe Fuller, Neues Opern Theater( Strom). Passage- Panopticum. Les Guitanas, Else Sadoni, Signor Salerno, Theatersaal: Ida Head, Granto und Maud Hamlet. Anfang 7 Uhr. Deutsches. Johannes. Anf. 7% Uhr. Leffing. Im weißen Nöß'l. Anfang 72 Uhr. Berliner. Narciß. Anfang 712 Uhr. Residenz. Sein Trick. Anfang 8 11hr. Menes. Die Schildkröte. Anfang 71% Uhr. Goethe. Hans Huckebein. Anfang 72 Uhr. Unter den Linden. Der Mikado oder: Ein Tag in Titipu. Anfang 7 Uhr. Schiller. Die Ahnfrau. Anfang 8 Uhr. Thalia. Fortunio's Lied. Die fleinen Lämmer. Anfang 7 Uhr. Central. Die Tugendfalle. Anfang 72 Uhr. Belle iance. Pension Schöller. Anfang 8 Uhr. Luisen. Die Stütze der Hausfrau. Anfang 8 Uhr. Ostend. Unter der Polarsonne. Anfeng 8 1hr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die fleinen Bagabunden. Anfang 8 11hr. Alexanderplatz. Verlorene Mädchen. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundl. Ausstellung v. 10 Im Specialität. Vorstellung und die 8 lustigen Wienerinnen. Castan's Panopticum. Friedrichstr. 165. Neu!! Indischhindustanische Gaukler -undSchlangenBeschwörer. Das BÄREN WEIB. vormittags ab. Abends 8 UyReichshallen- Theater. Wissenschaftl. Theater. Invalidenstraße 57/62. Täglich Leipzigerstrasse 77. ( außer Sonntags und Mittwochs) Wie immer durchschlagender Erfolg! abends 8 Uhr: Wissenschaftliche Vorträge. American. Spezialitäten. Anfang 8 Uhr. Apollo. Spezialitäten. Auf. 71/2 Uhr. dieichshallen. Spezialitäten. Anfang 7 Uhr. Feen- Palast. Spezialitäten. Passage Panoptikum. 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März, abends 8 Uhr: Die Ahnfran. Sonntag, nach. 3 Uhr: Die Kreuzel schreiber. Abends 8 Uhr: Was ihr wollt. Central- Theater Alte Jakobsir. 30. Direktion Richard Schultz. Freitag, den 4. März 1898: Bum 41. Male: Emil Thomas a. G. Die Tugendfalle. Burleste Ausstattungsposse m. Gesang und Tanz in 4 Bildern unter Benuzung eines französischen Sujets von Jul Freund und Wilh. Mannstädt. Musik von Jul. Einödshofer. Anfang 28 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Die Tugendfalle. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. G. Weiß. Sensationelle Novität! Gr. Ausstattung. Bum 17. Male: Unter der Polarsonne. Aktuelles Ausstattungsstück mit Gesang 1. Tanz in 5 Bildern von E. Sonder manmund Chr. Bischoff. Gesangsterte Entree 50 Pf. Reichshallen- Tunnel. Zwei Kapellen mit neuen Kräften: Sonnabend: Bockbier- Fest mit Stangenklettern, Gratispräsentvertheilung, humor. Roulette u. s. w. Eine überreiche Fülle von Kunst und Humor bietet das grandiose neue März- Programm des lustigen OriginalBudapester Possen- und Operetten- Theater in Kaufmann's Variété. Ganz neu engagirt: Professor Roberts. Die OriginalWieneke's. Gebrüder Forré. Fritz Fischer. Flou- Flou. Elsa Ancion. Dazu tritt an jedem Abend die erschütternde Komik und Virtuosität der Darstellung, welche Donat u. Anton Herrnfeld in Von Dreien der Glücklichste entfalten, zu in der That zwerchfellerschütternder Wirkung. von J. Dill. Mufit v. E. Schüler. Volks- Theater Anfang 8 Uhr. Jm Tunnel vor und nach der Vorstellung: Frei Konzert. Anfang 7 Uhr. Morgen und folgende Tage: Diefelbe Vorstellung. Sonntag Nachmittag ( fl. Preise): Der Wilderer. Drama von Gerstäder. Luisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Abends 8 Uhr: Novität! Novität! im Welt- Restaurant 97. Dresdener Straße 97. Auf allgemeines Verlangen: Die heilige Vehme! Operetten- Burleske in 2 Atten von D. Victor- Roeder. Hauptrollen: Ralph Holmer: Robert Dill. Rosa: Ella Richter. Buddel: Otto Wendt. Vorher: Erlauben Sie, Madame! Schwank in einem Aufzug. Jm vorderen Saale: Die Stüße der Hausfrau. Tyroler Sänger Alois Ebner. Bosse mit Gesang in drei Atten von E. Karl. Musik von Fritz Krause. Toni Klein: Anna Müller- Linde. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag- Nachmittag: Bolts Bor stellung, Regie Julius Türk. Dorf und Stadt. Billets à 60 Pf. in den bekannten Verkaufsstellen. Quarg's Vaudeville- Theater nur int Grand Hotel Alexanderplatz. Vollständig neues Programm mit gänzlich neu engagirten Kräften. Er raff! Schwank nach dem Französischen. Die Ballhaus- Anna. Bilder a. d. Berliner Volksleben. Großes Spezialitäten- Programm. Anton Sattler! Nach dem Balle. Ensemble- Szene. Vitaphotoscop ( Lebende Photographien). Freitag, 4. März: Benefiz Robert Dill. Neues Olympia- Theater. ( Circus Renz.) Karlstrasse. Bolossy Kiralfy's Konstantinopel mit dem sensationellen Feuer- und Flammentanz ausgeführt nicht von einer Person, sond. vom gesammten Ballet- Personal. ca. 1000 Mitwirkende, sowie das neue kolossale SpezialitätenProgramm. Wiederauftreten von The jolly british girls. Anf. 8 Uhr. Sonntags 2 Vorst. Sonnabend, 5. März: Letzter grosser Maskenball. Feen- Palast Burgstrasse 22. Grosse Deutschlands Buchdrucker und Schriftgießer". 2. Diskussion. 265/14 Tarifgemeinschaften). Referent Genoffe Gasch- Leipzig, früher Rebatteur des„ Correspondent für Die Mitglieder sämmtlicher Gewerkschaften, sowie die Delegirten der Gewerkschafts- Kommission sind zu dieser Versammlung hiermit öffentlich eingeladen. Bahlreichen Besuch erwartet Der Einberufer. Orts- Frankenkaffe Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! Korbmacher- Gewerbes zu Berlin. Die von der Generalversammlung am 29. November 1897 beschlossene 5. Abänderung des Statuts, betreffend bie$$ 41, 50, Abfag 1, und 64, ift vom Bezirksausschuß unterm 16. Fe brutar genehmigt worden und tritt mit dem heutigen Tage in fraft. 98/8 Carl Schwedler, Vorsitzender. Orts- Krankenkasse der Buchbinder 2c. Sonntag, den 6. März, nachmittags 6 Uhr: Große öffentl. Volksversammlung im„ Kösliner Hof", Köslinerstraße 8. Tagesordnung: 1. Vortrag der Genoffin Zietz aus Hamburg über: Die Sklaverei des 19. Jahrhunderts. 2. Diskussion. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein. Bu recht zahlreichem Besuch ladet ein Der Vertrauensmann. 219/8 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Heute Freitag, abends 8 Uhr, bei Cohn, Beuth- Straße 20-21: der Jahresbericht pro 1897 erschienen ist und im Kaffenlotal, Luisen- Ufer 11, ausgegeben wird. H. Lindstaedt, 23/15 Rendant. Achtung! Maurer Vankows Laut Beschluß beginnt die Sammlung zum Streiffonds am 5. März und werden die Karten jeden Abend von Vertrauensmann Florastr. 90 im Restaurant ausgestellt. 131/16 Die Lohnkommiffion. Köpenick. Sozialdemokratischer Völker- Schaustellung Arbeiterverein für Köpenid. veranstaltet v. d. Verwaltung des Wiener Zoologischen Gartens. Aschanti- Dorf und Volks Javaner- Dorf 137 Eingeborene. Taglich: Konzert beluftigungen. Geöffnet von 11 Uhr vormittags bis 10 Uhr abends. Heute Elite- Tag! Eintritt 1 Mt., Kinder und Militär 50 Pf. Circus Busch ( Bahnhof Börse). Freitag, den 4. März 1898, abends 71/2 Uhr: Humoristische Vorstellung. Steu! Amateur- Konkurrenz- Reiten! Gebr. Tanzkränzchen 7/1 am Sonnabend, d. 12. März 1898, im Lokale von L. Scheer. Eintrittskarten für jedermann find an der Kaffe zu haben. Näheres die Plafate. Um rege Theilnahme bittet Der Vorstand. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16, Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Gr. Extra- Theatervorstellung Eine Berliner Waschfrau oder: Müller u. Miller. Schwant mit Gesang in 3 Aften v. Elz. Vorher: Versprechen hinterm Serd. Singspiel in einem Aft v. Baumann. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Alcazar- Theater. Neu! Neu! 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Manège- Schaustück des Circus Busch. Besonders hervorzuheben: Die weiblichen Fanfarenbläser. Der Sturz von der 60 Fuß hohen Brücke ins Entree 30 Pf. Refervirt. Play 50 Pf. Die für den Feen- Palast ausge Waffer. Der pompöſe grüne Aft. Morgen 72 Uhr: Parade- Gala- gebenen Ehren- und Freitarten haben Giltigkeit. Vorstellung. Victoria- Brauerei Lützow- Strasse 111/112. Hente Freitag: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Nöhl, Schneider und Schrader.) Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. Neues Programm. Montag: Victoria- Brauerei. Dienstag: Böhmisches Brauhaus. Maehr's Theater Oranien- Strasse 24. Täglich: Cacao Aerzte empfehlen ihn! van Weil er nahrhaft und leicht verdaulich ist.* Sitzung der Ortsverwaltung. Zur Beachtung für den Süden: 78/3 Bet Wörner, Kürafierstraße 10a, ist eine neue Bahlstelle errichtet. Schäftearbeiter und Arbeiterinnen! Sonnabend, 5. März, abends 81/2 Uhr, in den Arminhallen, Kommandanten straße 20: Oeffentliche Versammlung. T.- D.: 1. Vortrag des Gen. Jahn. 2. Diskussion, Bahlreiches Erscheinen erwünscht. Die Agitations- Kommission. Achtung! Unter. Achtung! Am Sonntag, den 6. März 1898, vormittags 11 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Mitglieder- Versammlung des Zentralverbandes der Maurer Deutschlands ( Zahlstelle Berlin I). Tages Ordnung: 1. Wie gedenken wir in diesem Jahre unfere Lohnbewegung zu führen? 2. Vereinsangelegenheiten. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht der 134/8 Kollegen, zahlreich und recht pünktlich zu erscheinen. Die örtliche Verwaltung. Bananschläger Berlins und Umg. Sonntag, den 6. März, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Buske, Grenadierstrasse 33: Versammlung. Tages- Ordnung: 3. Bereinsangelegenheiten. 4. Berschiedenes und Fragekasten. 33/4 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Vortrag. Referent Genoffe Ruschke. Beiträge werden nur in der Zeit von 10-11 Uhr entgegen genommen., Der Vorstand. Lokalorganisirte Handelshilfsarbeiter! 2 große öffentliche Versammlungen Moabit: Stromstraße 28, im Lokale des Herrn Möwes. Vormittags 11 Uhr. Sonntag, den 6. März 1898: Spandau: Reumeisterftr. 5, im Lokale des Herrn Radtke. Nachmittags 4 Uhr. Referent: Kollege Joh. Réin. Ehrenpflicht der gesammten Berliner Kollegenschaft ist es, sich an diesen Versammlungen zu betheiligen. Diejenigen Kollegen, die an der Versamm lung in Spandau theilnehmen, treffen sich im Restaurant Besicke, Kronprinzen- Ufer 12. Abfahrt 3 Uhr 30 Min. vom Lehrter Hauptbahnhof. 75/2 Alle Mann auf Deck! Der Vertrauensmann: Hermann Kamp, Kleine Kurstr. 6/7. Fachv. der Musikinstrumenten- Arbeiter. Sonnabend, den 5. März, abends 8½ Uhr, in den Oranienhallen, Oranienstraße 51: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Georg Wagner über:" Die nächsten Aussichten der Juduftrie- Arbeiter." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 141/10 Der Vorstand. Verband der Bau-, Erdund gewerblichen Hilfsarbeiter Deutschlands. Zahlstelle Berlin I. Sonntag, den 6. März, vormittags 10% Uhr, im Lokale des Herrn Stabernack, Juselstr. 10: Mitglieder- Verlammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Jahn über: Die Bedeutung der Volkswirthschaft für die Arbeiter. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 32/3 Weihnachtsvergnügen. 4. Verbandsangelegenheiten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Die Ortsverwaltung. Holz- und Bretterträger! " Montag, den 7. März, abends 8 Uhr, im Englischen Garten", Alexanderstr. 27 c: Große öffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Gentoffen J. Timm über: Weshalb muß das Koalitionsrecht der Arbeiter erweitert werden? 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliche Angelegenheiten. 84/3 Nene Mitglieder werden in dieser Versammlung aufgenommen. Houten Rummelsburg und Umgegend. Mand. Am Sonntag, den 6. März, mittags 1 thr, im Lokale des Herrn Piatkowsky, Rummelsburg, Hauptstr. 83: Oeffentliche Protest- Versammlung. Tages- Ordnung: Theater und Spezialitäten. Betten Stand 10,00 bis 80,00, Wett; bie Arbeit che Arbeiterinnen von Rimmelsburg und Umgegend. Referent Kolossaler Erfolg von Die Nadel- und Radelmadel. 1. geheinte Erlaß des Staatssekretärs Grafen von Posadowsky und Gard. spottb. Bettenhaus Neanderstr. 8. wird in der Versammlung bekannt gernacht. 2. Diskussion. Entree Pfennig. Der Einberufer. 222/8 Masken Un zahlreiches Erscheinen ersucat Mechaniker- Kittel und blaue Köper- Anzüge billigst in der Fabrik C. Flach& Co., Köpnickerstr. 111, Hof part. Drud und Verlag von Max Babina in Berlin. Voltsstück mit Gefang in 2 Aften von Eugen Fredy. Musil v. Otto Tieke. elegant und billig, verleiht Ferdinand Henke, 44550* Dennewitftr. 1. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Anf. 8 Uhr. Entree 15 Pf. Nachm. 1 Kind frei, Anfang: Bochentags 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr.