Nr. 55. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftrirter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BettungsPreisliste für 1898 unter Er. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonelgeile ober beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Rint I, nr. 1508. Telegramm Adresse: „ Bozialdemokrat Berlin" Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Moch immer nicht handelseins! Die Budgetkommission ist auch in ihrer Sonnabendfizung noch nicht zur Abstimmung über die Rostendedung 3 frage gekommen. Die Frage bleibt noch in der Schwebe. Zentrum und Regierung sind noch nicht handelseinig geworden. Wir laffen zunächst den Bericht über die Kommissions verhandlung folgen: Zunächst wurde in der heutigen Sigung über eine vom Abgeordneten Müller- Fulda vorgeschlagene und von Herrn Tirpik mit lebhafter Danksagung aufgenommene Abänderung des FlottenbauPlanes selbst diskutirt. Nach diesem Antrage des Abg. Müller soll der Sollbestand der geforderten Schiffe statt in fieben, bereits in sechs Jahren, alfo bis 1903 ftatt 1904 erreicht werden. Dieser Antrag wurde mit 21 gegen 7 Stimmen der beiden Volksparteien und der Sozialdemokraten angenommen. Aus dem Septennat ist fomit ein Serennat geworden. Eine besondere Bedeutung hat dieser ohne genügende Ziffernübersichten in Hast erledigte Antrag kaum. Die Gesammtkosten, die für Schiffsbauten aufgewendet werden sollen, bleiben die gleichen. Sonntag, den 6. März 1898. es schon bedenklich, eine ganz neue Steuer einzuführen, so würde die Vermögenssteuer noch ganz besondere Schwierigkeiten bieten. Der neue Antrag Lieber habe auch noch den Vorzug, daß die Schulden tilgung darunter nicht leidet. Staatssekretär Graf Pofabowsky erklärte fich gegen die gestellten Anträge, die feinen gangbaren Weg zur Deckung bieten. Die Einführung einer Reichs- Ginkommensteuer dürfe nicht nebenbei und gelegentlich bei Regelung einer andern Frage vor genommen werden. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3: All diese Sonderbarkeit erklärt sich schließlich doch einfach genug. Das Zentrum will den Anschein wahren, als habe es wacker gestritten gegen übermäßige Forderungen der Regierung, als sei es eine wahre, ehrliche Partei der Boltsintereffen. Und diesen Anschein sucht es zu erwecken, indem es Gorge tragen will, daß die Schiffsvermehrung nicht wiederum die Unbemittelten mit den Rosten belaſte. Wahrlich ein recht billiges Vergnügen! Die Regierung Abg. Bennigfen: Man könne den Einzelstaaten keine be- fträubt sich sehr gegen den Lieber'schen Antrag und hierdurch stimmten Vorschriften machen über die Art, wie sie ihre Steuern gewinnt die Zentrumsposse noch mehr den Schein eines ehrerheben follen. Das wäre ein Schritt zum Einheitsstaat. Die Rom: lichen Kampfes. Aber die Regierung sträubt sich weniger, mission könne hier ihre Meinung nur in Form einer Reweil die starken Schultern ernstlich belastet werden sollen, folution aussprechen. Redner beantragt schließlich für§ 9 sondern weil sie annehmen darf, daß neue Steuern überfolgende Fassung: merkwürdig sein würde, um dieses Nichts willen eine tief haupt nicht nöthig sein werden und daß es allerdings ganz einschneidende Aenderung der bisherigen Prinzipien des Steuerwesens anzuerkennen. " Soweit die Summe der fortdauernden und der einmaligen Ausgaben der Marineverwaltung für ein Etatsjahr die Höhe von 117 525 494 M. übersteigt, und die dem Reiche zufließenden eignen Einnahmen zur Deckung des Bedarfs nicht ausreichen, darf der Mehrbetrag nicht durch Erhöhung oder Vermehrung der indiretten Abgaben aufgebracht werden." Denn man vergesse nicht: der Zentrumsantrag handelt überhaupt nicht an den Kosten, welche das neue Flottengesetz Die Kommission ging alsdann zur Beratbung der Dedungs- Abg. Lieber: Bennigsen's Vorschlag erreiche nur den Aus- über den bisherigen Etat hinaus erfordert, sondern lediglich frage über. Hier lagen die bekannten Anträge vor: die national schluß der Vermehrung der indirekten Steuern, zeige aber nicht den an den Kosten, die auch durch das Wachsen der Steuern und liberale Refolution, welche lediglich den Wunsch ausspricht, die Re- Weg, wie man Erfaß schaffen solle; er sei durchaus bereit, diesen Bölle nicht mehr gedeckt werden könnten, d. h. der gierung möge„ die stärkeren Schultern" belaften, der freifinnige An- Vorschlag mit seinen politischen Freunden in Erwägung trag auf Einführung einer Vermögenssteuer, der sozialdemokratische zu nehmen. Sein Antrag bedeute allerdings eine Berfaffungs- Bentrumsantrag beschäftigt sich-im vollen Gegensatz zu dem Antrag auf Einführung einer progressiven Reichs- Einkommensteuer. änderung, doch sei dies nicht bedeutsam. Eine bloße Erklärung des sozialdemokratischen Antrag- mit Kosten, die möglicherweise, Der Lieber'sche Antrag ist in etwas veränderter Form eingebracht guten Willens seitens des Reichskanzlers set für ihn werthlos, ja wahrscheinlicherweise überhaupt nicht entstehen werden. worden, er hat jetzt folgenden Wortlaut: fich auf zusicherude Erklärungen nur einlassen, Und dazu kommt, daß Herr Dr. Lieber sich auch schon Die durch dieses Gesetz verursachten Kosten dürfen nicht zu wenn fie von sämmtlichen verbündeten Regierungen in bereit erklärt hat, auch über den Antrag Bennigsen, der noch einer Erhöhung der ordentlichen Matrikularbeiträge oder einer autoritativer Form abgegeben würden; dies sei das äußerste, matter als der Lieber'sche, mit seinen Freunden, in Erwägungen vermehrten Inanspruchnahme des Anleihetitels oder einer Unter- worauf er sich einlassen könne. Er ziehe es aber vor, feinen zu treten". brechung der Schuldentilgung führen. Vielmehr wird erforder: Gedanken im Gesetz zum Ausdruck gebracht zu sehen. Die lichen Falles, soweit die Summe der etatsmäßigen fort Sympathie für die Flotte, ja felbft die Eikenntniß von der Noth wird seine Judas mission bis zu Ende er. Nach alledem zweifeln wir nicht: das Zentrum dauernden und einmaligen Ausgaben der Marineverwaltung für wendigkeit derfelben schließe es nicht aus, daß er die von ihm verein Rechnungsjahr die Höhe von 117 525 494 M. übersteigt, der langte Sicherheit für die Mehrbelastung haben müsse; mit füllen! Mehrbetrag durch außerordentliche Matritular- dieser Frage stehe und falle die Vorlage. Er müsse beiträge gedeckt. die verbündeten Regierungen auf diesen Ernst der Lage hinweisen, " er 1. Die außerordentlichen Matrikularbeiträge werden durch die Bevölkerung werde den Widerstand der Regierungen nicht bes landesgefeßlich zu regelnde Buschläge zu den greifen und ihrerseits zu dem Schlusse kommen, daß die Flotlen direkten Steuern aufgebracht, wobei die unteren und frage nicht so ernst sei, wie man sie gemacht habe. mittleren Stufen freigelassen sind. Abg. Hammacher( natl.) schloß sich im allgemeinen dem Borredner an. 2. So lange die landesgefeßliche Regelung in einem Bundes: staate nicht erfolgt, gelten für denselben nachfolgende Bestimmungen: I. In denjenigen Bundesstaaten, welche eine a II. gemeine Einkommensteuer besigen, wird die zu schlagsteuer von allen Einkommen von 10 000 m. und mehr erhoben. Der Einheitssaß dieses Zuschlages aur Einkommensteuer beträgt für je 100 M. des Jahreseinkommens von 10 000 m. einschließlich bis zu 50 000 M. 0,25 M. 50 000 100 000 0,50 100 000 200 000 " " " "" " • . # " 0,75 " 1,00 " 200 000 und mehr Durch das Reichshaushalts- Gesez wird bestimmt, wie viele Male diefer Einheitssatz zur Erhebung kommen soll. Für die Veranlagung und Erhebung der Zuschlagsteuer find die landesrechtlichen Vorschriften über Beranlagung und Erhebung der Einkommensteuer maßgebend. ein, 1848. Erinnerungstage der Revolution. 6. März. In Berlin findet am 6. die erste der später so berühmten Boltsversammlungen an den„ Zelten" im Thiergarten statt. Die erste Versammlung war nur einige Hundert Köpfe start und bestand im wesentlichen aus Bürgern, Handwerkern und Arbeitern. Die Verfammlung beabsichtigt, eine Adresse an den König zu richten, doch verläuft sie ziemlich resultatlos. In München ist der große Tag der Bewilligungen angebrochen. Anfangs zögert der König zwar noch. Aber als es wieder drohende und bewaffnete Aufläufe giebt, werden mittags Abg. v. Massow( t) ist für die Hinausschiebung der ganzen Frage, die jetzt gar nicht dränge. Abg. Bebel führte aus, der sozialdemokratische Antrag scheine ihm auch nach dem ganzen Verlauf der Debatte als der beste. Die Kommission scheine ja davon überzeugt, daß eine stärkere Belastung der schwächeren Schultern unthunlich fei. Eine Sympathie für eine Einkommensbesteuerung der Wohlhabenden genüge aber nicht, man müsse derselben praktisch näher treten, und diesen Zweck erfülle fein Antrag in einfachster Weise. Verfassungsbedenken beständen dagegen nicht, er wirte gleichmäßig unter allen Verhältnissen, schaffe keine Ungleichheiten für die Staaten, wo noch keine Einkommensteuer durch eine Proklamation alle liberalen Wünsche nach Preßfreiheit 2c. bestehe, und gehe nur insofern weiter als die übrigen Anträge, als befriedigt. Die reaktionären Minister werden entlassen und liberale er alle durch die Vorlage erwachsenden Kosten auf die von berufen. Nachmittags wird das Heer auf die Verfassung beeidigt. ihm gewollte Steuer verweise. Käme dadurch mehr Geld Auch in Württemberg hatte die Bewegung in den vorherso toune man ja damit Schulden tilgen; auch enthalte dieser Antrag nicht wie der Antrag Lieber die Ver: gehenden Tagen, besonders auch bei den in Aufruhr gerathenden suchung, die produttiven Ausgaben des Staates zu Bauern, einen sehr ernsten Charakter angenommen. Die Regierung 2. In denjenigen Bundesstaaten, welche eine allgemeine gunsten der unproduktiven Ausgaben einzuschränken. entschließt sich zum Nachgeben und beruft ein liberales Minifterium. Einkommensteuer nicht besigen, find sinngemäß ent- Dem Richter'schen Antrag in vorliegender Form fanu er nicht zu sprechende Zuschläge zu den höheren Steuer- ftimmen, unter Umständen würden seine politischen Freunde für den 7. März. beträgen zu erheben. Lieber'schen Antrag zu haben sein; die Hammacher'sche Resolution Im Berliner Magistrat wird eine von den Stadträthen Die Regelung der im vorstehenden Absage bezeichneten fei absolut zwecklos. Bennigfen's Antrag verlasse das föderalistische Dunder, Schulz und Gärtner beantragte Petition an den König Buschläge, sowie deren Veranlagung und Erhebung erfolgt Prinzip, er wolle ja eine gefeßliche Bestimmung, enthalte aber wegen schleuniger Einberufung des Landtages, Preßfreiheit und im Verordnungswege. nichts Positives, man sei dadurch nicht behindert Anleihen aufzunehmen, deren Zinsen wieder die indirekten Gleichberechtigung der Konfessionen berathen. Der Antrag fällt Steuern vermehrten. jedoch, da sich der völlig lakaienhafte Oberbürgermeister Krausnick Abg. v. Kardorff bemerkte, der Antrag Bebel sei überhaupt dringend dagegen ausspricht. Abends findet die zweite Beltennicht ernst zu nehmen und nur gestellt, um das ganze Flottengesetz versammlung statt, die schon bedeutend stärker besucht ist. E3 Zu diesen Anträgen erklärte zunächst Staatsfekretär Graf au Fall zu bringen. Wenn die Regierung mit dem Antrage v. Bennigsen Posadowsty, die Kommission möge die Entscheidung hierüber einverstanden sei, sei er bereit, für den Antrag zu stimmen. wird eine Adresse all den König, die Wünsche der bis zur zweiten Lesung zurückstellen. Die gestellten Anträge griffen Abg. Gröber( 3): Wenn man das Gefeß populär machen Jugend" enthaltend, beschlossen und eine Deputation gewählt. tief in die Rechte der Einzelstaaten ein und der Reichskanzler müsse wolle, so müsse man die Kosten der breiten Masse abnehmen. In wirthschaftlicher Beziehung ist eine große Stagnation fich daher zunächst mit denselben hierüber in Verbindung setzen. Abg. Singer: Der Antrag Lieber werde die Vorlage nicht unverkennbar. Die Mehrheit der Kommission entschied sich indeffen für fofortige popular machen, man werde vielleicht von der Mißstimmung wird durch die Entlassung vieler Arbeiter noch vermehrt. An der Die in den Arbeitervierteln herrschende Noth Behandlung der Deckungsfrage, um die Situation nach Möglichkeit zur Gleich giltigteit übergehen. Dieser Antrag stoße zu klären. mindestens auf die gleichen technischen Schwierigkeiten, Börse herrscht Aufregung und rapider Sturz der Kurse. 3. Soweit in einem oder dem anderen Staate auch die in 3iffer 2 bezeichneten Zuschlagftenern nicht erboben werden tönnen, werden die außerordentlichen Matrikularbeiträge wie die ordentlichen aufgebracht." bie " Abg. Richter empfahl in erster Reihe feinen Antrag, der wie der fozialdemokratische. Stimmten seine Freunde auch gegen In Hannover werden vom König die Deputationen mit bedeutende Vorzüge vor dem Lieber'schen habe. Eine bloße das Gefeß, so wollten sie doch für den Fall seiner Annahme die von ihren liberalen Forderungen kurzer Hand abgewiesen. Resolution zu fassen, habe jedenfalls gar keinen Zweck; es ihnen vertretenen Volksschichten schützen. müsse gefeßlich festgelegt werden, wie die neuen Mittel beschafft Darauf wurde die Diskussion geichlossen. Die Abstimmung Der Kurfürst von Hessen Kassel läßt, ba bewaffnete werden sollen. Sein Antrag löse den Steuervorschlag los von den wurde bis zur zweiten Lesung ausgesetzt. Mittlerweile Schaaren das Schloß umdrängen, unter Trommelschlag die Ges Mehrkosten für die Marine; die neuen Steuerbeträge tönnten also erwartet man weitere Erklärungen der Regierungen zu den Anträgen währung verschiedener Wünsche bekannt machen. Das Bolt ist auch zur Aufhebung oder Herabfeßung von indirekten Steuern der Parteien. verwandt werden. Der Antrag Lieber greife tief in jedoch nicht befriedigt. Die Hanauer ziehen bewaffnet in die Stadt, Rechte ber Einzelstaaten und das föderative föderative Prinzip die darauf geschlossen und start verbarrikadirt wird. ein, während sein Antrag sich streng im Rahmen der Ber- Bom Ernst der Situation" sprach Dr. Lieber. faffung halte. Was verstehe der Abg. Lieber unter mittleren Wir glauben auch heute nicht an diesen Ernst. Uus bat die Politische Nebersicht. und unteren Steuerstufen? Diese seien in den einzelnen Bundes Verhandlung zwischen Zentrum und Regierung eher den staaten grundverschieden. Bei seinem Vorschlag würden nur Anschein einer Posse, einer recht niedrigen Posse. Berlin, 5. März. 160 000 Steuerpflichtige in betracht kommen. Nach dem Lieber'schen Wohl schienen die Zentrumsführer im letzten Augenblick Das preußische Abgeordnetenhaus begann heute die Vorschlage schreite die Progression der Steuersäge im Verhältniß einen gelinden Schreck bekommen zu haben, da sie sahen, zweite Lesung des Kultusetats. Für das Zentrum und die von 1 zu 4 fort. Die Veranlagung zu der preußischen Ergänzungs- wie reißend schnell ihre Handelspolitik sie bergab geführt hat. Nationalliberalen find die Debatten über diesen Etat seit steuer habe zu keinerlei Beschwerden geführt, eine Verinögens fleuer brauche auch nur alle drei Jahre festgesetzt zu werden. In den Reihen ihres eigenen Gefolges machte sich in den Jahren das wichtigste parlamentarische Ereigniß der Session, Obwohl Redner in erster Linie feinen Antrag aufrecht letzten Tagen viel Unmuth bemerkbar. Dazu die Furcht, der für andere Parteien haben die fortwährenden Imparitätsflagen erhält, erklärt er sich schließlich doch eventuell bereit, auch den Sozialdemokratie eine vortreffliche Waffe für den Wahlkampf der Katholiken und die wüthenden Reden der nationallibe= Lieber'schen Vorschlag zu akzeptiren, falls für seinen eigenen Antrag in die Hand zu geben. So ffuzen sie jetzt ein wenig und Herr ralen Kulturkämpfer wenig Intereffe. Aktuelle Fragen werden Teine Mehrheit zu erlangen sei. Lieber trumpft auf: Mit dieser Frage steht und bei dieser Gelegenheit nicht berührt, es sind immer wieder Abg. Gröber: Das Zentrum sei gegen jebe Bermehrung der fällt die Vorlage! die alten Beschwerden, um welche sich taum ein Mensch mehr indirekten Steuern, welche vornehmlich die ärmeren Klassen treffen. Nach Mit einem Male dieser Muth in der Zentrumsbrust! fümmert, die aber von den darauf dressirten Parteirednern einer Berechnung des Prof. Neumann in Tübingen fommen bereits Eben hat man das Etatsrecht des Reichstags, Jahr für Jahr, und nicht einmal in neuer Form, vorgebracht jetzt auf ein Einkommen unter 800 m. 41/2 pct. indirekte Steuern. Heute sprachen bie beiden Zentrumsredner, Was die von Richter vorgeschlagene Vermögenssteuer anlange, so welches für das deutsche Volk den größten Werth zur Abwehr werden. habe sie mit dem Flottengesel an sich nichts zu thun. Zudem reaktionärer Pläne allerlei Art in sich schloß, preisgegeben und die Abgeordneten v. Strom bed und Danzenberg bestehe eine Vermögenssteuer Jur in drei wenigen Staaten, jetzt bei einer viel geringeren Frage plöglich diesemannhafte allein Stunden, ohne die Aufmerksamkeit des die Einkommensteuer dagegen in den meisten Bundesstaaten. Sei Oppofition"! Höchst sonderbar. Hauses fesseln zu können. Auch die Antwort des Kultusministers Dr. Bosse enthielt nichts Neues, er weigert sich nach wie vor, angeblich im Juteresse des konfeffionellen Friedens, die Reste der Kulturkampfs- Gesetzgebung aufzuheben und will von dem Lieblingswunsch des Zentrums, der Wiedererrichtung einer besonderen katholischen Abtheilung im Kultusministerium, nichts wiffen. Zu dem in der Debatte wieder hervortretenden Verlangen auf Erlaß eines allgemeinen Volksschulgesetzes auf christlicher Grundlage äußerte sich der Minister nicht, die Klage der Polen, die ebenfalls beim Kultusetat nicht fehlen dürfen, ließ er durch seine Kommissare als unbegründet zurückweisen. Bon allgemeinem Interesse war nur der von dem Abg. Böttinger( natl.) geäußerte Wunsch, scharfe Maßnahmen gegen die Geheimmittel zu treffen. Ministerialdirektor Bartsch erwiderte, daß eine gesetzliche Regelung dieser Materie auf Schwierigkeiten stößt, da es eine absolut sichere Definition des Begriffs Geheimmittel" nicht gebe, und daß deshalb vorläufig auf dem Wege der Judikatur von Fall zu Fall ent schieden werden müsse. " Am Montag werden die Berathungen des Kultusetats fortgesetzt. Infolge der neuen Sprachen- Verordnung wurden für Anfang| Arbeiter Beiträge zu zahlen hätten, fand keine Mehrheit, es wurde nächster Woche die Vorstände der deutsch- fortschrittlichen und der vielmehr beschlossen, die Rente als diretten Rechtsdeutschen Volkspartei mit Hinzuziehung von Vertrauensmännern anspruch festzulegen ohne Beitragsleistung der nach Wien berufen, um die Stellungnahme der Opposition zu Arbeiter, nachdem die beiden sozialdemokratischen Vertreter den erlaffenen Verordnungen zu fixiren. Die Verordnung für erklärt hatten, eine Beitragsleistung nur bei gleichzeitiger LohnBöhmen erweckt in den hiesigen deutschen Kreisen nichts weniger erhöhung unterstüßen zu können. Einstimmig wurde ferner bes als Befriedigung, namentlich die§§ 8, 11, 12, welche eine leichte schlossen, wie im vorigen Jahre auch heuer wieder für diesen Zweck Handhabe zum Durchbruch des beschloffenen deutschen Sprachens 20 000 m. vorzusehen. gebiets geben. Auch erregt der späte Zeitpunkt der Einberufung des Reichsrathes Befremden. Man sieht hieraus, daß die Situation in Desterreich noch völlig ungeklärt ist, und daß es verwegen wäre, heute schon über die nächsten Wochen österreichischer Entwickelung etwas voraussagen zu wollen.Die Betheiligung Englands an ber Buderprämien Konferenz ist gesichert und dürfte demnächst offiziell bekannt gegeben werden. Die Konferens wird voraussichtlich Ende April in Brüssel zusammentreten. Rufland und Japan. Der„ Daily Mail" wird aus Tientsin telegraphirt, Japan habe an das russische Ministerium des Aus wärtigen eine Note gerichtet, welche eine fofortige und be: stimmte Erklärung über die Frage der fortgesetten Ottupation von Port Arthur fordert. -Deutsches Reich. Ueber die Grenzen der Sammlungspolitik sind sich die Linksliberalen von der National BZeitung" und die Agrarier um Plöh und Hahn noch nicht einig. Die Bündler Schweninger und lex Arons. In der neuesten auf der am 3. März. abgehaltenen Provinzialversammlung Nummer der Deutschen Medizin. Wochenschrift" findet sich die des Bundes der Landwirthe in Ostpreußen sehen in dem folgende nicht unberechtigte Notiz: Aufrufe zur wirthschaftlichen Sammlung den Beitritt zu der Politik der letzten Generalversammlung des Bundes der Landwirthe. Die Nat.- 3tg." schreibt dazu: Als Beitritt zu dieser Politit" faßt nach dem Königsberger Beschluß die ostpreußische Provinzialversammlung des Bundes der Landwirthe den Aufruf des wirthschaftlichen Ausschuffes auf; fie interpretirt ihn in diesem Sinne"; und damit über den Sinn nicht der leiseste Bweifel bleiben könne, wird ausdrücklich die Befeitigung der jetzigen Meistbegünstigungs- Verträge verlangt und von neuem eine Regulirung des Getreidehandels im Sinne des Autrages Kanig denn dies ist die Bedeutung der legten Worte der Rönigsberger Resolution- gefordert. Wian darf gespannt darauf sein, welche Mäuse nunmehr noch Verlangen tragen, in die Falle zu gehen, nachdem sogar der Speck der Zweideutig feit herausgenominen worden und die Kaze sich an den Eingang gesetzt hat. Das ist ja sehr nett gesagt, aber an der Opposition der heute mehr denn je, selbst in ihrer Partei einflußlosen„ Nat. Beitung." wird die Sammlungspolitit nicht scheitern. Karlsruhe, 4. März. Die Verfassungskommission des badischen Landtags hat der Einführung des allgemeinen direkten andtagswahlrechts zugestimmt. Dagegen stimmten die Nationalliberalen und Konservativen. Desterreich. " Aus Hessen, 3. März.( Eig. Ber.) Landtag. Beim Titel: Landeskreditkasse begrüßt Abg. David die in Aussicht genommene Erweiterung der Wirksamkeit dieses Instituts Gehe man auf auch für das nichtlandwirthschaftliche Gewerbe. diesem Wege weiter, so gelange man schließlich zum staatlichen Monopol für den Immobiliarkredit, wodurch dem Iukrativen der Privatfinanziers ein gut theil Wasser abGeschäft der Privatfinanziers Bei dem sodann zur Berathung kommenden gegraben würde. Titel Kreisamt traten die Abgeordneten David und Ulrich energifch für die Besserstellung der Kreisamts- Gehilfen ein. Abg. Gramer vertrat den sozialdemokratischen Antrag auf Aufhebung der polizeilichen Feierabendstunde. Er bezeichnete diese Einrichtung als ein Ausnahmegesetz gegen die minderbemittelten Klassen", das außerdem noch benutzt wird, um das freie Versammlungsrecht einzuschränken. Abg. Ulrich wies auf die parteiische Handhabung der Feierabendstunde gegenüber fozialdemokratischen Bersammlungen hin und verlangte zum mindesten Herr Schweninger, Geheimer Medizinalrath und außerordent- die Beseitigung der Bestimmung für die Zeit der Wahlen. Der licher Professor der medizinischen Fakultät in Berlin, hat das Antrag gebt zunächst an den Ausschuß. Die Regierung hüllte sich unsterbliche Berdienst, eine neue erfolgreiche Methode des ärztlichen bezeichnenderweise in tiefes Schweigen. Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Broterwerbs gefunden zu haben. Seit mehreren Wochen zieht der Bielbewunderte als Reise- Apostel von Ort zu Ort und verkündet Die Straffammer in Flensburg verurtheilte den Schlächterden staunenden Zuhörern in Wien, München 2c. seines Wissens und gesellen Hübner aus Aupa in Böhmen wegen Majestätsbeleidigung Nicht fährt Herr Schw. dabei nach Art au einem Jahr Gefängniß. Rönnens Herrlichkeit. Nicht fährt Herr Schw. dabei nach Art berühmter Genossen des Mittelalters auf einem Musikwagen oder läßt unter Schellengeläute Pillen, Mixturen und dergleichen feilWien, 5. März. Die amtliche Wiener Zeitung" veröffentlicht bieten: ganz eigenartig, wie auf dem Gebiete seiner medi zinischen Wissenschaft handhabt er auch die Mittel, das ver- das Kaiserliche Patent, durch welches der Reichsrath zum 21. März ehrliche Publikum für seine Glaubensfäße einzufangen und seinen einberufen wird. Ferner veröffentlicht daffelbe Blalt die Ernennung Zweifellos wäre die des Fürsten Windischgrät zum Präsidenten, sowie des Fürsten Absichten dienstbar zu machen. neue Methode Schweninger's an sich geeignet, bei manchen Kollegen Auersperg und des Grafen Hoyos zu Bize- Präsidenten des Herrendurch Fortfall von In- hauses. Schule zu machen, um so mehr, als' fie sertions und anderen Kosten den Vorzug der Billigkeit hat. InUngarn. - Die Berlogenheit der ungarischen Regie deß läßt sich nicht leugnen, daß sie für Nachaber gewiffe Gefahren in fich birgt. Gewöhnliche Aerzte, die es versuchen wollten, den rungspresse über die sozialistische Bewegung zeigt sich mit Spuren des großen Meisters ohne Erröthen zu folgen, würden sicher- jedem Tage deutlicher; so wird berichtet, daß die deutsche Partet lich sehr bald mit den Ehrenräthen der Bezirksvereine, Aerzte- feitung auf ein Ersuchen um Unterstützung der ungarischen fammern und anderer Institutionen in Konflikt gerathen. Preu- Bewegung erflärt habe, daß die Parteitasse, mit Rüdsid, t ßische Privatdozenten würden schon vor Annahme auf die bevorstehenden Reichstags- und Landtagswahlen, diesma der bekannten Gefeßesvorlage mit dem Disziplinar wohl nicht in Anspruch genommen werden könne, dafür werden aber gericht in Berührung tommen, da doch die berühmte in ganz Deutschland zwei Wochen hindurch Geldsammlungen unter Seifengutachten Affäre gelehrt hat, welcher Zurückhaltung fich den sozialistischen Arbeitern für die ungarischen Parteigenossen statts Privatbozenten in manchen Dingen gegenüber der Deffentlichkeit finden. befleißigen haben. Noch weniger dürften reguläre Professoren An der ganzen Notiz ist alles vom ersten bis auf den letter Wir wollen abwarten, ob Herr Stoppel einer Erwiderung ungestraft so deutlich sich der Gunft des Bublifums für geneigte Buchstaben frech gelogen. Der Parteivorstand bat weder ein Gesuch zu würdigen ist. Nachfrage empfehlen und dabei ihre Berufsgenossen in den Roth um Unterstützung erhalten noch irgend eine Antwort auf ein solches Die Reaktion in Sachsen. Die Gesetzgebungs- Deputation treten. Aber Herr Schweninger?- Ja, das ist eben ertheilen können. ber zweiten Rammer des sächsischen Landtages hat sich nun Herr Schweninger." mit der Regierungsvorlage beschäftigt, durch welche das Bekanntlich wurde Herr Sch weninger, der Leibarzt BisVerbot des Juverbindungtretens von Bermarc's, seinerzeit der Berliner Universität als Profeffor aufottroyirt, obwohl er wegen sittlicher Verfehlungen der einen aufgehoben werden soll. allerschwersten Art mit dem Strafgeset in Ron Die vier nationalliberalen Mitglieder der Deputation fritt getommen war. Bon einer lex Schweninger hat man haben erklärt, der Vorlage ohne Aenderung zustimmen zu aber nie gehört. wollen. Neustadt S., 8. März. Begnadigung. Dem Aber die konservative Partei hat für sich allein Wehosstischen Ehepaare in Langenbrück, welches wegen schwerer bie Mehrheit in der Deputation und in der Kammer Suppelei zu einem Jahre Zuchthaus verurtheilt worden war, ift, felbst. Und die Mitglieder dieser Partei verlangen Rom der Neuft. Zeitung" zufolge, genannte Etrafe im Gnadenwege er pensation". Sie wollen einen§ 5a in das Vereinsgesetz lassen worden. Die Kulturaufgaben leiden nicht! Nicht allein einfügen des Inhalts: Personen weiblichen Geschlechts, desgleichen Minderin Oftelbien giebt es mustergiltige Volkszustände. In Häfel jährige sollen in Versammlungen, in welchen öffentrieth bei Hildburghaufen, einem meiningenschen Dorfe, werden liche Angelegenheiten erörtert werden, nicht zugelaffen 178 Kinder von zwei Lehrern unterrichtet. Davon entfallen auf den Paris, 4. März. Die vier Gruppen des Senats traten heute werden. Das Verbot soll sich auf solche Versammlungen, in älteren Lehrer, welcher die älteren Kinder unterrichtet, 77, auf den Nachmittag zusammen, um sich mit dem Fall des Hauptmanns welchen Berufs- und Standesinteressen erörtert jüngeren Lehrer 101 Kinder. Drei Wochen lang waren nun beide Begonen, welcher den Senator Travieux wegen seiner Aussage im werden, nicht beziehen. Ein weiterer Absah soll darauf sehen, Lehrer erkrankt; während dieser Zeit fiel der Schulunterricht einfach Bola- Prozeß beleidigt und dessen Bestrafung der Kriegsminister daß vor Beginn einer jeden Versammlung von aus. Seit dem 2. März ist der zweite Lehrer wieder gesund und Billot abgelehnt hatte, zu beschäftigen. Die Gruppen kamen darin dem Bersammlungsleiter eine Aufforderung an die in§ 5a Abs. 1 unterrichtet derfelbe jetzt fämmtliche 178 Kinder! Troß diefer überein, daß die vom Ministerpräsidenten mittlerweile verfügte Verbezeichneten Frauen und Minderjährigen zu richten ist. Gin ungeheuren Kinderzahl, welche beiden Lehrern zufallen, bleibt diesen Schlußabfat foll bestimmen, daß für den Fall des Nichtbefolgs Herren doch noch Zeit, bezahlte Gemeinde- Aemter zu verwalten. So fegung desselben ihnen volländige Genugthuung gewähre, und erdieser Aufforderung die Polizeibeamten die Versammlung gleich ist der ältere Lehrer Friedensrichter und Schultheiß- Stellvertreter, achteten somit den Zwischenfall für erledigt. Paris, 5. März. Heute Vormittag fand das Degenduell zwischen wohl unbeanstandet weitertagen lassen sollen." der jüngere dagegen Standesbeamter! dem Oberstlieutenant Picquart und dem Oberst Henri statt. Wie München, 8. März.( Eig. Bericht.) Bayerischer Landes heißt, ist letterer zweimal, und zwar am Handgelenk und am tag. Die Kammer genehmigte heute einstimmig die Erhöhung des Arm, verwundet. Staatszuschusses für das bayerische Gewerbemuseum in Nürnberg von 75 000 auf 100 000 m. Auch die löbliche Geistlichkeit zieht hier die Sammlungspolitik ins Feld; so beginnt ein Pfarrer 2. Stoppel im Reichsboten eine Artikelferie über" Die Verföhnung" von Industrie und Landwirthschaft, eine Forderung chriftlicher Sozialpolitik". Der erste Artikel wendet sich gegen die Sozialdemokratie. " Dieselben Bestimmungen sollen auch auf Vereine übertragen werden. Zuwiderhandlungen sollen mit Geldstrafe bis zu 150 M. und mit Haft bis 6 Wochen gestraft werden. Eine neue schwere Gefahr droht den arbeitenden Klaffen Sachsens. Wird die sächsische Regierung es wagen, des mächtig auftretenden Grolls des Volks zu spotten? Wird sie es wirk lich für flug halten, kurz vor den Wahlen zum Reichstag den Diktaten der von Haß gegen die Arbeiter schaft verblendeten und zu jeder Brutalität bereiten konser: vativen Partei zu folgen? Sollte es also nicht geschehen- nicht billig wird der Reaktion auch dieser Triumph tommen! Hierauf wurde nachstehender Antrag unferer Freunde im bayerischen Landtage verhandelt: Frankreich. Paris, 4. März. Die Deputirtenkammer begann heute die Be rathung des Einnahme- Budgets. Abg. Dussaussoy tadelt das gesellschaften; er verlangt, daß die Regierung diefen großen Ge beständige Anwachsen der Depots bei den Banken und den Finanzschäften, die die Rapitalien ins Ausland treiben, besondere Steuern auferlege.Carnaub ftellt eine Anfrage wegen bes Unterganges des Paris, 5. März. Deputirtentammer. Der Sozialist Flachat" bei Teneriffa und wünscht zu wiffen, ob die Häufigkeit der Schiffsunfälle nicht der Ueberanstrengung der Schiffsbesagungen zuzuschreiben sei. Garnaud beantragt, daß für Handelsschiffe cine Mindestanzahl von Mannschaften vorgeschrieben werde. Marine minister Admiral Besnard erklärte natürlich, daß alles in bester Ordnung sei. 6 Belgien. englischen Res Die Konservativen erklären, an diesen Forderungen feftBei Berathung des Justizetats in der Rammer halten und, wenn sie nicht von der Regierung gebilligt werden, ereignete sich das seltsame Schauspiel, daß ein Sozialdemokrat, der die Regierungsvorlage selbst zu Fall bringen zu wollen. Genosse Vandervelde, Gelegenheit nahm, für einen Geistlichen Es sei die königl. Staatsregierung zu erfuchen, für eine den einzutreten, den man maßregeln will. Es handelt sich um den beEs giebt also nur zweierlei. Entweder die Regierung thatsächlichen Verdiensten der Arbeiter mehr entsprechende Fest fannten christlich demokratischen Abgeordneten Abbé Daen 3, giebt den Konservativen nicht nach und es kommt überhaupt fegung der ortsüblichen Tagelöhne, sowie des durchschnittlichen dem verboten worden ist, bei den nächsten Wahlen wieder nichts zu stande. Oder die Regierung beugt sich und Jahres- Arbeitsverdienstes für die land- und forstwirthschaftlichen zu kandidiren, Das ganze Verbrechen des Abbé ist, das Vereins- und Versammlungsrecht wird nach den Wünschen Arbeiter Sorge zu tragen. daß er in freimüthigfter Beife im und außer dem der Konservativen verschlechtert. In beiden Fällen ver Zur Begründung dieses Autrages führte unser Genoffe Segi Parlament die Sache der Armen verficht. Da ens erklärte, daß er hindern die Konservativen die Einlösung des Ver- u. a. aus, daß die Festsetzung der ortsüblichen Tagelöhne schon des gegen das Verdikt des Genter Bischofs an den Papst appelliren sprechens des Reichskanzlers. Wahrscheinlich ist nach den halb nothwendig fet, um für die Unfall- und Invaliditätsrente eine werde. Gebiete der Papst, daß er zurücktrete, so werde er als früheren Erklärungen des Herrn v. Wietzsch, daß die Regierung zuverlässige Grundlage zu erlangen. Bielfach sind die Verhältnisse guter Christ" gehorchen. Das muthige Burückweichen des ftreitgeneigt sein wird, den Willen der Konservativen auch in diesem so, daß die ortsüblichen Tagelöhne dem wirklichen Verdienst durchbaren Gottesmannes dürfte den Arbeitern flar machen, daß es schon Falle zu erfüllen. Meine Herren, wir arbeiten ja nur aus nicht entsprechen. Infolge beffen werden die Leute später in sicherer ist, mit der Vertretung ihrer Interessen Leute zu betrauen, ihren Rentenbezügen empfindlich gekürzt. Redner brachte mehrere denen ihre Pflicht höher steht, als die Wünsche von Rom. für Sie!" Beschwerden vor. So habe es drei Jahre gedauert, bis das Reichs- Versicherungsamt aussprach, daß die land- und forst England. wirthschaftliche Berufsgenossenschaft den Rentenanspruch eines durch London, 4. März. Das Oberhaus nahm die zweite Lesung der Unfall Berunglückten anerkennen müsse. Nach diesen drei Jahren Londoner Universitätsbill an, durch welche die Errichtung einer begann dann der Kampf um die Höhe der Rente. Mit recht Universität in London, die bisher blos eine Prüfungsbehörde war, beklagen sich ferner die Rentenberechtigten über die bagatellmäßige als lehrendes Institut bezweckt wird. Behandlung seitens der Schiedsgerichte. Zahlreiche Beschwerden Ueber die Stellung der werden auch darüber geführt, daß die Aerzte ihr Gutachten zu ober- gierung zu den griechischen Angelegenheiten sprach sich flächlich abgeben, wodurch viele Leute um ihre Rente gebracht urson am Freitag im Unterbaus aus. Die Mächte, so führte er werden. Arge Mißstände herrschen schließlich in den sogenannten aus, hoffen, die Türkei werde Thessalien innerhalb der festSeilanstalten. Beim Arbeiterfekretariat Nürnberg beschwerten fich gefeßten Beit räumen; sie würden jeden Druck auf die Türkei einmal sämmtliche Patienten der Nürnberger Heilanstalt darüber, daß ausüben, daß sie die Provinz räume. Die Kandidatur des Prinzen diese Anstalten eigentlich Strafanstalten feien, und bei einem Besuch Georg fei nicht zurückgezogen worden; es feien Eindiefer Anstalt fand man diese Beschwerde vollkommen berechtigt. In den wände erhoben worden, und die Regierung habe nicht gehört, ob Das Ministerium Gautsch hat die Bause zwischen der landwirthschaftlichen Betrieben vermehren sich die Unfälle in be- diese beseitigt seien. Aber so wichtig die Frage der Statthalterschaft auf Kreta auch sei, die Räumung Thessaliens sei wichtiger. Schließung des böhmischen Landtages und der Eröffnung des denklichster Weise. Minister v. Feilisfch bat, den Antrag abzulehnen, denn die Erst müßten die Türken aus Theffalien herausgebracht werden, Reichsrathes benutzt, um die Badeni'sche Sprachenverordnung, Jahresverdienste würden alle fünf Jahre neu revidirt; die nächste dann könne man die endgiltige Pazifizirung Kreta's in die Hand diese äußere Ursache der Obstruktion, aus der Welt zu schaffen. Revision müsse in 12 Jahren stattfinden und deshalb fei jetzt eine nehmen. Eine Privatdepesche aus Wien meldet uns: Revision unnöthig. Das wichtigste an den Verordnungen ist, daß sie ausdrücklich Das flets arbeiterfreundliche" Bentrum und der Bauernbund Rudini als Sozialistentödter". Während das al3 provisorische erlassen wurden, daß aber eine gefeßliche thaten denn auch dem Minister den Gefallen und beschlossen auf Elend im ganzen Lande weiter drückt, und es in Troina in Sizilien Regelung dieser Materie in Aussicht genommen ist. Inhaltlich Antrag der Zentrumsabgeordneten Dr. Pichler und Dr. Orterer am 18. Februar zu einer Glendsrebellion kam, bei welcher vier ift die wichtigste Aenderung, daß von den Beamten die Kenntniß mit allerdings sehr geringer Mehrheit den Uebergang zur Tages Bauern erschossen und viele verwundet wurden, treibt Rudini nach beider Landessprachen nicht mehr gefordert wird. Mehr als ordnung. crispinischen Heften den Kleinkrieg gegen die Sozialisten. Der zweifelhaft ist, ob die Deutschen von diesem Zugeständniß be= Stuttgart, 4. März.( Eig. Ber.) Einen neuen Weg auf dem Franks. 3tg." schreibt hierüber ihr römischer Korrespondent: friedigt sein werden. Sicher ist, daß die Czechen verstimmt Gebiet der fommunalen Sozialpolitit hat der hiesige Gemeinde Augenblicklich fäubert er start das Heer und die Professorenschaft. sind, obgleich ihnen wenig genommen würde. Es läßt sich rath in seiner Sigung am 3. März beschritten, indem er auf An- Jeder Soldat, der der Sozialdemokratie überwiesen ist und man noch nicht absehen, ob die Regierung mit der neuen Sprachen: trag des Oberbürgermeisters Rümelin den prinzipiellen Beschluß muß wissen, was hier amtlich alles als Sozialdemokratie gestempelt verordnung den erhofften Erfolg haben wird, wahrscheinlich ist gefaßt hat, städtischen Lobnarbeitern, die nach einer wird wird nach Capri in das Strafbataillon gesteckt. Unter fie zwifchen zwei Stühlen. Ob das Parlament arbeitsfähig sein mindestens 10jährigen Arbeit im Dienste der Stadt durch Alter anderem wurde ein Soldat, der voriges Jahr in Griechenland mit oder sonstige Umstände arbeitsunfähig werden, eine lebens- den Garibaldinern fämpfte, gleich am ersten Tage seines Dienstes 1ängliche Rente zu zahlen. Der dabei gestellte Antrag, au verhaftet und nach Aburtheilung durch ein Standgericht nach Capri diesem Zweck eine Versicherungskasse zu gründen, zu welcher die geschickt und zwar gefesselt. Der Mann hatte das Unglück, daß sein Die Reichstagswahl naht. Es wird der fächsischen Reaktion eine Abrechnung gemacht werden, daß sie ihren voltsfeindlichen Thaten nicht lange froh bleiben wird. wird, läßt sich garnicht absehen. Aus Prag liegt noch die folgende telegraphische Mel bung vor: " Italien. " Elmerika. sater, ein alter Freiheitsschwärmer, ihn Comonardo" benamset 1tes festgestellt: Der Streit geht nicht von den Schuhmachern im hatte. Die Sozialisten sind um so mehr aufgebracht, als auf der Die Rriegsandrohungen der Vereinigten allgemeinen aus, sondern von einem Theil der Schuhfabritarbeiter. anderen Seite die Regierung nichts gegen diejenigen Soldaten thut, Staaten. Der„ Int. Corr." werden folgende private Meldungen Von diesen haben in 11 Verbandsfabriken etwa 60 Arbeiter die die oftentativ in klerikalen Vereinen verkehren, trotzdem diese doch aus New York vom 3. Mära zur Verfügung gestellt. Die Arbeit eingestellt, während in 21 Verbandsfabriken etwa 1100 ausgesprochen politischen Charakter haben. Erklärungen von maßgebender Stelle lauten andauernd sehr wider arbeiten. Aus diefen Bahlen fann jeder Unbefangene entnehmen, Gine Depesche aus Rom vom gestrigen Tage meldet: In Be- spruchsvoll, indem Wac Kinley, Sherman und die Minister der daß es sich um Bestrebungen zur Aufbefferung der Lage der Ar antwortung einer Interpellation Codronchi's in der Deputirten- Marine und des Krieges bald der friegerischen Stimmung des beiter nicht handelt, sondern lediglich um ein Machtfrage, kammer über die jüngsten Ereignisse in Sizilien erklärt Minifter Landes nachgeben, bald in Rücksicht auf die auswärtigen Beziehungen die von einer fleinen Anzahl unruhiger Glemente in die öffentlichen präsident di Rudini, die Unruhen in Siculiana und Modica hingen sprechen. Den einzelnen Aeußerungen ist daher wenig Bedeutung Versammlungen geworfen wird. Thatsächlich haben die Berliner mit der Phylloxera- Frage zusammen. Von den 50 000 Einwohnern beizulegen. Dagegen zeigen die Thatsachen, daß die Regierung die Schuhfabrikanten ihren Arbeitern die niedrigste Arbeitszeit und die Modica's ſeien mindestens 40 000 Bauern, der Best Weinbergs- Rüstungen mit fieberhafter Gile fortsegt. Auf Anordnung des neus höchften Löhne in Deutschland bewilligt. Durch den Arbeitsnachweis Arbeiter, die infolge der Phylloxera Plage arbeitslos feien; diefer ernannten Krieg 3 ministers RoofereIt werden in allen Einzel hat sich der Verband nur das unbedingte Annahme- und EntUebelstand sei durch die Mißernte noch vergrößert. Staaten die Einberufungsliften der Miligen aufgestellt, und zur fofortigen laffungsrecht gewahrt und hat mit der Konzession, in direkte Ber Instandsetzung aller Rüftenforts find feitens des Kriegs handlungen mit einer Arbeiterkommiffion zu treten und etwaige Ueber die Arbeiterbewegung in Jetateri- ministeriums Spezialkommiffare entsandt. Der Marineminister Long Mißstände abzustellen, bewiesen, daß er über Differenzen auf gütlichem noslaw( Süd- Rußland) wird uns geschrieben: erklärte, die Marine sei soweit in Bereitschaft gefeßt, daß sie jeder Wege sich zu verständigen bereit war. Trozdem haben die plöblichen Anforderung genügen könne. Außer dem aus acht Schiffen Arbeiter dies Entgegenkommen abgelehnt, find in den Streit einbestehenden Geschwader im Golf von Merito ist noch ein getreten und haben nunmehr ihre wahren Abfichten mit der Fordegleich starkes Atlantisches Südgeschwader gebildet. Beide rung Nr. 1: Uebergang des Arbeitsnachweises in die Hände der Geschwader können im Falle der Kriegserklärung binnen 24 Stunden Arbeiter" enthüllt. Der Verband der Berliner Schuhfabrikanten fann sowohl in seinem als im Interesse des Verbandes deutscher auf der Rhede von Havana eintreffen. Forderung niemals erfüllen." Schuh- und Schäfte- Fabrikanten, deffen Zweigverein er ist, eine solche Rußland. Die Arbeiterbewegung in Jekaterinoslaw ist im Wachsthum begriffen. Im Sommer haben mehrere erfolgreiche Streits stattgefunden. Unter anderem erzielten die Arbeiter der Eisenbahnwert stätten mittels eines Streits pünktliche Auszahlung der Arbeitslöhne, die von der Eisenbahnverwaltung nach dem Streif eingeführten Bestimmungen über Auszahlung der Löhne sind buchstäblich von den Arbeitern diktirt worden. Im Dezember ist der Direktion derselben EisenbahnWerkstätten eine von 160 Arbeitern unterzeichnete Petition eingereicht worden, in welcher sie bitten, die Fahrpläne der von den Vororten kommenden Arbeiterzüge dem Beginn und Schluß der Arbeit in den Eisenbahn Werkstätten anzupassen. Einen Erfolg hat diese Petition bis jetzt nicht gehabt, doch fagte der Direktor der Werk: flätten einigen von den Arbeitern, welche die Petition unterzeichnet haben, ihr Vorgehen sei Kollektivismus" und er würde sie auf grund dieses Schriftstückes der Gendarmerie überliefern! -" In einigen Abtheilungen der Brjanst'schen Eisengießerei baben die Arbeiter in gemeinsamen, an die Direktion gerichteten Petitionen die Einführung des Achtstundentages verlangt, und darauf ist in diesen Abtheilungen thatsächlich der Achtstundentag ein. geführt worden. Jedoch ist die Verfügung der Direktion darüber mit einem älteren Datum versehen worden, damit die Arbeiter sich nicht einbilden, sie sei durch ihre Petition veranlaßt worden! ver In der letzten Zeit find Beit find in Jekaterinoslaw haftet worden die Arbeiter Duchowek, Pogorelow, Korekty, Schewtschenko und noch zwei Arbeiter, deren Namen und unbekannt find, außerdem der zur Intelligenz gehörende Peter Sacharow. Um von den verhafteten Arbeitern Aussagen zu erzwingen, verschmäht die Jekaterinoslawer Gendarmerie fein Mittel; fie sucht sie mit spirituosen Getränken zu betäuben, fleckt sie in die elendeſten Bellen, geftattet ihren Verwandten nicht, sie zu besuchen, erlaubt ihnen keine Lektüre u. f. w. Türkei. volles Vertrauen in die Versicherung des Generals Blanco, daß Der amerikanische Generalkonsul Lee in Havana erklärt, er setze feines Wiffens keine Minen im Hafen von Havana vorhanden ge wesen seien. Indessen sei nicht ausgeschlossen, daß General Weyler absichtlich derartige Minen im Hafen gelegt und deren Vorhandensein feinem Nachfolger verheimlicht habe. Die Redensarten von den unruhigen Elementen", für die es fich um eine Machtfrage" handele, wollen wir dem Herrn schenken, die tehren bei jedem Streit wieder. Wir wollen auch ununtersucht laffen, ob von ihnen wirklich die höchsten Löhne in Deutschland Die spanische Regierung erhielt, wie dem Berliner Tageblatt" gezahlt werden; auf jeden Fall ist dabei zu bedenken, daß seitens Berlin aus Madrid telegraphirt wird, den Bericht der spanischen Taucher, an den Haushalt des Arbeiters. auch größere Anforderungen gestellt welche die Ursachen der Explosion der amerikanischen Korvette werden. In bezug auf die obigen Bahlen aber wird uns von fachMaine" untersuchten. Der Bericht erklärt kategorisch, es sei feine fundiger Seite folgendes mitgetheilt: Wie die Herren Unternehmer Spur von Sprengstoff vorhanden. Die Hebung des Schiffes wird zu den Ziffern kommen, ist uns einigermaßen unverständlich. Der als unmöglich bezeichnet. Die Regierung übermittelte diesen Bericht letzte Streit umfaßte 22 Fabriken 620 Arbeitern. Zu den 1100 Arbeitern können die Fabrikanten nur durch Hinzurechnung der Filzan die Regierung der Bereinigten Staaten in Washington. Wie aus Key- West gemeldet wird, hat die amerikanische Unter- und Ballschuharbeiter und der in der Schäftebranche thätigen Arbeiter fuchungskommission gestern ihre Arbeiten beendet, sie wird wahrschein gekommen sein. Diese streifen allerdings diesmal nicht mit. Wie uns weiter mitgetheilt wird, ist es heute zu den erwarteten Verlich heute die Heimkehr antreten. geheure Menge Munition für das in Hongkong liegende amerita" Daily Mail" wird aus New York telegraphirt, daß eine un- handlungen noch nicht gemmen. nische Geschwader eingefchifft worden sei. Fünf amerikanische Panzerschiffe haben Drdre, die Blockade des Stillen Ozeans vorzunehmen, sobald der Krieg zwischen Amerika und Spanien erklärt werden sollte. Wahlbewegung. Achtung, Zimmerer Berlins. Laut Beschluß der öffentlichen Versammlung vom 25. Februar d. I, ist die Lohukommission der Berliner Zimmerleute aufgelöst; an dessen Stelle die Vorstände beider Organisationen beauftragt, die Interessen ihrer Mitglieder nach jeder Richtung hin wahrzunehmen, besonders aber bei Differenzen mit den Arbeitgebern thatkräftig einzugreifen. Infolgedeffen wurde eine Sigung der alten Lohnkommission, zu welcher von jeder Organisation vativen Wahlvereins erläßt in den Kreisblättern der Mark um sich zu verständigen, in welcher Weise das vorhandene Bermögen Der Vorstand des Berliner deutsch konfer: Bertreter zugezogen waren, am Freitag, den 4. März abgehalten, einen Aufruf, der uns fast Mitleid fühlen läßt mit den stolzen Arifto- verwendet werden solle. Man einigte sich dahin, von dem vorfraten der Hauptstadt. Nachdem da von der Schmach und Schande handenen Baarbestand, welcher 6492,37. beträgt, 3000. dem gesprochen ist, die weite Kreise" darüber empfinden, daß ges Berband zu überweisen, während der Verein, mit Rücksicht darauf, rade die Reichshauptstadt ausschließlich von freifinnigen und daß in der letzten Zeit die Verbandsmitglieder weniger dazu beisozialen Demokraten vertreten wird, Strydlow beauftragt sei, bei seinem Aufenthalte in Athen den zu eifrigen Geldsammlungen. Aber nicht blos für die Proving, getragen haben, den Rest von 3492,37 M. bekommen solle. fondern auch für Berlin, aus alter Anhänglichkeit an die Stadt, auf der Deutschen Bank eingetragen waren, wurden beauftragt, ges Die beiden Personen Myler und Kube, auf deren Namen 4500 m. in der er so manche schöne Zeit erlebt hat", soll Konservative in der Provinz seinen Obolus abladen, denn es von der Bant abzuheben und dem Verband, sowie dem Verein zu ber meinschaftlich mit den beiden Revisoren Hoff und Knüpfer das Geld fei Ehrenfache des ganzen Landes", daß die Reichshauptstadt eine überweisen. tönigstreue parlamentarische Vertretung" erhalte. Ob das ziehen wird? Als Reichstags- Kandidat der masurischen Volkspartei für Ortelsburg Sensburg ist der Apotheker Lewandowski aufKonstantinopel, 5. März. Die russische Botschaft hat gestellt. Derfelbe tritt, falls er gewählt wird, der Fraktion der bei der Pforte Vorstellungen erhoben wegen eines Vorfalles in Freifinigen Boltspartei bei. In Kalbe wird von den Konser Artati am Marmarameere; Muselmannen hatten daselbst den griechi- vativen und Nationalliberalen der Abg. Placke wieder aufgestellt. schen Friedhof und zwei chriechische Kirchen geschändet, wobei es Ans Konstantinopel erhielt der Londoner" Standard" eine Nachricht, im Palaste erzähle man sich, daß der russische Admiral Prinzen Georg an Bord zu nehmen und ihn auf Kreta auszufchiffen. Dievad Pascha fei angewiesen, sich jedem folchen Versuche mit allen in seiner Macht stehenden Mitteln zu widersetzen. Dieser Nachricht dürfte jedoch ein Glaube nicht beizumeffen sein. In solcher Weise kann Rußland feine Wünsche bezüglich des tretischen Gouverneurpostens unmöglich durchseßen wollen.zum Streit gefommen sein son, bei dem mehrere Personen getödtet und verwundet worden seien. Partei- Machrichten. " Unterzeichneten abgehoben worden; als wir aber nachher die AusDie Summe von 4500 M. ist durch Myler in Gegenwart der lieferung des auf den Verband fallenden Antheils verlangten, vera weigerte Myler dieselbe unter dem Vorwande, daß vorher die Lohnkommission über ihre Einnahmen seit dem 20. Februar d. J. Abrechnung zu liefern habe. Wir bringen diesen dem getroffenen Abkommen direkt widerstreitenden Vorgang zur Kenntniß unserer Berufskollegen mit dem Bemerken, daß wir unter solchen Umständen jede Verantwortung für den Verbleib und die beschlossene Verwendung des Geldes aba lehnen müffen. Rube. Knüpfer. Von den Holzarbeitern, die anläßlich des Eberhardt schen Streits angeklagt worden waren, find bis auf einen fämmt. liche freigesprochen worden. Deutsches Reich. Der bulgarische biplomatische Agent Martow richtete heute Die Gemeindewahlen in der Provinz Hessen Nassau an die Pforte eine Note, in der er um Aufklärung über die Benehmen für unsere Partei einen guten Anfang. Wie in Rüdigheim, wegungen der türkischen Truppen an der bulga- worüber gestern berichtet wurde, haben auch in den Orten Roß= rischen Grenze ersucht.dorf und Ravolabaufen bei der Wahl der Vertreter der Griechenland. britten Klasse die Arbeiterkandidaten gefiegt. Die Roufisfation der Wiener Revolutions Denkmünzen Das Attentat gegen den Rönig Georg foll die ist durch die- Preßpolizei erfolgt. Die Arbeiter Zeitung" Folgen haben, welche allemal berartige unsinnige Thaten zu haben berichtet darüber: Die Zentralfaffe des Vereins deutscher Schuhmacher hat pflegen. Es wird der Intern. Korresp." hierüber aus Athen gemeldet: " Daß Medaillen von Bronce als" Preßerzeugnisse" aufgefaßt im vorigen Jahre an Unterstützung bei Streifs, Aussperrungen zc. Die Polizeiverwaltung in Athen und in Piräus soll eine werden, die dem objektiven Verfahren unterliegen, entspricht zwar rund 64 000 M. ausgegeben. Insgesammt wurden 87 Konflikte an= gänzliche Umgestaltung erfahren und jedem Einflusse der Gemeinde- leider der Praxis, jedoch durchaus nicht dem Gesetz. Wenn aber die gemeldet, wovon 3 aus dem Ausland. Gingerechnet die lokalen behörden entrückt werden, indem man besonders alle zweifelhaften Behörde sich schon auf diesen ganz unhaltbaren Standpunkt stellt, unterſtügungen dürfte die Summe der für die gewerkschaftlichen Elemente aus der Polizei ausschließen wird. Sodann sind Ver- mußte sie abwarten, bis mit der Verbreitung dieser gewichtigen Kämpfe der Schuhmacher aufgewandten Gelder weit über 100 000 Mt. änderungen in der Regierung wahrscheinlich; oder es tritt das ganze Preßerzeugnisse begonnen wurde. Früher hatte weber der Gr- betragen. Die meisten Kosten verursachten die Kämpfe in OffenRabinet zurück, um einem Beamtenministerium, welches die zenger noch der Besteller Veranlassung, der Behörde Pflichtexemplare bach a. M. und Ottensen; ersterer beanspruchte 23 206 M., letterer Neuwahlen zur Abgeordnetenkammer leiten soll, Platz zu machen. vorzulegen, früher hatte sie keine gesetzliche Möglichkeit, vorzugehen. 11 432 Wt. Der König wird voraussichtlich einen Aufruf erlassen, worin er mir glauben auch annehmen zu dürfen, daß die Konfistation auf zur Wahl unabhängiger, nicht durch enge Parteifchranken gebundener gehoben werden wird, sobald die Behörde die Medaillen gesehen Die Bimmerer Wicus wollen in eine Lohnbewegung eins Männer auffordert. Der neuen Kammer sollen Anträge betreffs und die Ueberzeugung gewonnen hat, daß jedem Delikt mit größter treten. Sie fordern einen Minimallohn von 2 fl. pro Tag, je eine Abänderung der Verfassung vorgelegt werden, welche Vorsicht aus dem Wege gegangen wurde, daß sich gegen den Inhalt halbe Stunde Frühstück- und Besperpause. Ferner foll an zahltagen eine Einschränkung der Breßfreiheit und der poli- bes Breßerzeugnisses" also nichts einwenden lasse. Jedenfalls bleibt am Werkplaß stets eine Stunde früher Feierabend gemacht werden. tischen Rechte der Militärpersonen bezwecken." es ein bezeichnendes Kuriosum, daß eine Denkmünze auf den Auf den Bauten soll um die entsprechende Zeit früher Feierabend Ausland. Athen, 4. März. Deputirtenkammer. Finanzminister Streit 18. März 1848, dessen erster Ruf: Preßfreiheit! war, der Zensur gemacht werden. Ist der Werkplatz über eine Stunde von dem giebt einen historischen Ueberblick über die Verhandlungen wegen der verfällt, als würden wir noch im Bormärz leben. Oder soll uns Bauplatz entfernt, so ist eine Zulage von 20 kr. zu gewähren. Finanskontrolle. Der Minister erklärte, daß jede von der Kammer augenscheinlich klar gemacht werden, wie wenig sich in den letzten Endlich wird eine Zulage für Arbeiten auf dem Lande, 20 pCt. angenommene Abänderung einen Einsturz des mühselig errichteten 50 Jahren in Desterreich geändert hat?" Mehrzahlung für Ueberstunden und anständige Behandlung von Gerüftes herbeiführen würde. Der Minister spricht alsdann die seiten der Poliere verlangt. Die Gehilfenschaft wird auch bei den Dankbarkeit Griechenlands gegenüber den drei Mächten, welche die Anleihe garantirten, aus. Hierauf wird der Gefeßentwurf in erster Ausstellungsarbeiten entsprechende Zulagen fordern. Lesung ohne Debatte genehmigt. Boziales. Afrika. Dies würde Polizeiliches, Gerichtliches 2c. in Brandenburg a. H. war seiner Beit Anlaß von Straf Die rothe Fahne bei der vorjährigen Feier des 18. Mära verfügungen gegen den Parteivertrauensmann Neudeck und den Besizer von Wiengert's Boltsgarten, in welchem Lokal die Märzfeier Arbeiter Risiko. Ju der Saturn- Grube in Sosnowice an abgehalten worden ist. Schöffen- und Landgericht erkannten aber der russischen Grenze gerieth die Zimmerung in Brand. Nach Ans auf Freisprechung und das Kammergericht am 25. Oftober vor. Is. gabe des„ Oberschlesischen Wanderers" sind dabei se ch 3 Arbeiter gleichfalls. Das Urtheil des Kammergerichts liegt jetzt in feinem ums Leben gekommen. Der Brand selbst wurde bald gelöscht. schriftlichen Wortlaute vor. Die„ Brandenburger Beitung" theilt darüber mit: Der Neunuhr- Ladenschluß ist in Bielefeld von 280 Firmen eingeführt; 10 schließen bereits um 8 Uhr. Die füdafrikanische Republik geht nach der Präsidentenwahl baran, ihre Unabhängigkeit weiter zu sichern und zum Ausdruck nach außen hin zu bringen. Man beabsichtigt, eine größere Summe auszusetzen, um eine ansehnliche Bertretung im Auslande zu schaffen. Die Hauptvertretung soll in Berlin errichtet werden und in allen großen Städten, wie Brüssel, Paris, London, Kopenhagen u. f. w. burger Polizeiverordnung vom 15. Juni 1891 bezug, wonach unter Die Entscheidung nimmt auf den Wortlaut des§ 8 der BrandenDie Pariser Arbeitsbörse im Jahre 1897. Einem Bericht der sollen Konsuln ernannt werden. Staatssekretär Dr. Leyds be fürwortete im Bolksraad den Poſten; derselbe ſei nöthig, um einen bestraft werden, wenn sie in ihren Räumen u. f. w. aulaffen, ratb find folgende Angaben zu entnehmen. Bis zum 31. Oktober 1897 anderem Grund- und Hauseigenthümer, Schiffs- und Lokalbesitzer berathenden Kommission der Arbeitsbörse an den Pariser Gemeinde auch ein Beweis der Unabhängigkeit der Republik sein, über welche daß rothe Fahnen, deren Anbringung als Demonstration gegen die zählte die Arbeitsbörse 194 Gewerkschaften, d. i. 9 mehr als 1896. es feine Suzeränetät gebe. In England wird man über bestehende Ordnung zu wirken bestimmt oder geeignet ist, öffentlich Die Gesammtzahl der gewerkschaftlichen Bersammlungen in fichtbar angebracht werden". In dieser Beschränkung finde fagt den ersten zehn Monaten von 1897 beträgt 1803. Außerdem wurden diese Absichten nicht erfreut sein. das Kammergericht die qu. Polizeiverordnung ihre event. Be- die Lokale für Fachkurse und Vorträge benutzt. Die Fachs Aber auch die Pläne einer schärferen Gefeßgebung gründung in§ 6d des Geseses vom 11. März 1850, da ein öffent- turfe, veranstaltet von 7 Gewerkschaften, vereinigten 522 Schüler. Un gegen die Fremden find wieder aufgenommen. Unter den fich sichtbares Anbringen eines solchen als Banner der den Umsturz 12 Vorträgen von Profefforen des polytechnischen Vereins betheiligten Vorlagen, die dem Bolksraad gemacht sind, befinden sich auch zwei der Verfaffung und der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung er fich 800 Zuhörer; außerdem wurden zwei Vorträge über die englischen alte Entwürfe in neuer Form, nämlich einer über die Bestrafung firebenden sozialdemokratischen Bartei geltenden Beichens geeignet Gewerkschaften gehalten. 82 Gewerkschaften haben einen un von Breßvergehen und einer über die Ausweisung von ist, Ordnung und Gefeßlichkeit bei dem öffentlichen Zusammensein entgeltlichen Arbeitsnachweis organisirt, darunter 72 Ausländern aus der Republik. Gegen die ähnlichen früheren einer größeren Menschenmenge zu gefährden." mit Hilfe der Subvention des Gemeinderathes. Nach dem Berichte Entwürfe erhoben bekanntlich nicht nur die Uitländer, sondern auch Das Kammergericht faßt aber mit der Vorinstanz das sichtbare von 52 diefer Gewerkschaften wurden insgesammt 16 741 Stellen das englische Kabinet Einspruch, und die Regierung in Pretoria sah Anbringen" dahin auf, daß die Fahne für jeden," der fich vermittelt, davon 8202 dauernde und 8539 zeitweilige.- Die sich schließlich veranlaßt, diese Entwürfe zurückzuziehen. Das neue Breßgefeß bestimmt, daß der verantwortliche Redakteur eines anßerhalb der Versammlung befindet, sichtbar befestigt sein Bibliothet enthält über 8000 Bände, über 38 Karten und 389 muß". Das sichtbare Anbringen einer Fahne in einer Ver- Zeichnungen. Vom August 1896 bis Ende Oftober 1897 wurden an Blattes feinen festen Wohnsitz in der Republik haben muß. fammlung wird dadurch, daß der Zutritt zu derselben jedermann ge- Ort und Stelle 3529 Bände gelesen und 612 ausgeliehen, beides Nach dem Artikel 6 der Verfassung ist das Gebiet der Republik jedem Fremden unter der Bedingung geöffnet, daß ſtattet, dieselbe also eine öffentliche ist, noch nicht ein öffentlich hauptsächlich im Winter. Die gelesensten Bücher beziehen sich auf sichtbares. Erst dann kann ein solches für vorliegend erachtet Geschichte und Geographie( 1127 Bände), Nationalökonomie er sich den Gesehen des Landes unterwirst. Diese Maßregel der Ausweisung von Fremden kommt zur Anwendung, wenn sie den werden, wenn ein besonderes Betreten des Versammlungsraumes,( 939 Bände), Romane( 727), Literatur( 465), Enzyklopädien, Wörtere Gesetzen nicht gehorchen und wenn sie sich der Erhaltung der öffent. um die Fahne zu sehen, nicht nöthig, diefelbe vielmehr nach außen bücher( 427) u. f. f. lichen Ordnung gefährlich erweisen. Hierzu führt nun der Artikel 1 bin für jedermann zu sehen ist." Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. des neuen Entwurfes Folgendes aus: Jeder Fremde, der sich durch Wort oder Schrift in Widerspruch mit den Gesezen des Landes setzt oder Mittel anwendet, die die öffentliche Ordnung ftören können, tann auf Verfügung des Staatspräsidenten ausgewiesen werden, nachdem sich dieser mit dem Ausführenden Raad und mit dem In der Schuhfabrik von Fürstenheim haben sich gestern auch die Staatsprofurator verständigt hat und nachdem die Regierung dem Stepper und Stepperinnen dem Streit der Schuhmacher angeschloffen. betroffenen Ausländer die Möglichkeit der Vertheidigung gewährt In Sachen des Schuhfabrikarbeiterftreiks faßte der Ver bat. Das neue Gesetz wird wohl unter den uitlandern nicht ge- band der Berliner Schuhfabrikanten in seiner am Freitag Abend ringeren Widerstand wie 1897 erregen, und sicher wieder Mr. Chamber- stattgehabten außerordentlichen Generalversammlung folgende ein ' ain zu einem besonderen Schriftwechsel mit der Regierung in Pre- stimmige Erflärung: Gegenüber den vielen falschen Mittheilungen, oria veranlassen. die von intereffirter Seite in die Presse gebracht werden, sei folgen Depeschen und lehte Nachrichten. Bozen, 5. März.( B. H.) In der Nähe von Cismone hat zwischen österreichischen Schmugglern und italienischen Zollwächteru ein blutiger Kampf stattgefunden. Zwei Schmuggler wurden dabei erfchloffen; einer wurde in einen Abgrund geworfen, woselbst man ihn schwerverlegt fand. Budapest, 5. März.( B. H.) Die große Löwe'sche Parketta fußboden- Fabrit in der Winzerstraße brennt. Rom, 5. März.( V. H.) In der letzten Nacht haben in gana Ober- und Mittel- Italien, hauptsächlich in Parma und Florenz heftige Erdstöße stattgefunden. Achtung! Achtung! Deutscher Holzarbeiter- Verband. Berl. Arbeitervertreter- Verein. Genossinnen und Genossen! Montag, den 7. März 1898, abends 8 Uhr, im Schützenhaus, Linienstr. 5: 1/13 Große Volks- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag der Genossin Frau Louise Zietz aus Hamburg über: „ Die bevorstehenden Reichstagswahlen und die Frauen". 2. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen, besonders der Frauen ersucht Die Vertrauensperson. Vorläufige Anzeige. Am Dienstag, den 8. März, wird die Genoffin Zietz über„ Die lex Heinze" im Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünder: straße 42, referiren. Am 28. März, abends, wird Herr Dr. Wilh. Meyer in der Brauerei Friedrichshain( früher Lip 8) einen Vortrag mit vermehrten und verbesserten Lichtbildern über die Reise nach Spizbergen" halten. Billets à 20 Pf. find in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Bahlstelle Berlin. Donnerstag, den 10. März, abends 8 Uhr, bei Herrn Stechert, Andreasstr. 21: Brauchen- Bersammlung der Ladeneinrichtungs- Brande. Tagesordnung: Wie können wir die günstige Geschäftskonjunktur ausnützen. Referent Kollege Maas. Diskussion. 78/5 Kollegen, erscheint Mann für Mann! > Sonntag, den 13. d. M., Taubenstrasse 48/49: Versammlung am Dienstag, den 8. März 1898, abends 82 Uhr, bei Buske, Grenadierstraße 33. Tages Ordnung: 1. Bericht aus den amtlichen Nachrichten( Rekurs: und Revisions> entscheidungen). 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. NB. Die Mitglieder werden dringend ersucht, ihre Adresse beim Kassirer Urania" "-Dorstellung. abzugeben. Vormittags von 9-10 Uhr: Besichtigung. Um 10 Uhr Vortrag über: Achtung! ,, Im dunklen Erdtheil". Billets sind nur noch im Arbeitsnachweis, Annenstr. 39 zu haben. 53/3 Schuhmacher! Achtung! Sonntag, den 6. März, vorm. 11 Uhr, in der„ Königsbank", Große Frankfurterstraße 117: Große öffentliche Achtung! Töpfer. Achtung! Schuhmacher- Versammlung. Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! ber Sonntag, den 6. März, nachmittags 6 Uhr: Große öffentl. Volksversammlung im„ Rösliner Hof", Köslinerstraße 8. Tagesordnung: 1. Vortrag der Genoffin Zietz aus Hamburg aber: Die Sklaverei des 19. Jahrhunderts. 2. Diskussion. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein. Bu recht zahlreichem Besuch ladet ein Der Vertrauensmann. 219/8 6. Wahlkreis. Dienstag, den 8. März, abends 82 Uhr, in Wefiersky's Gesellschaftshaus, Schulstr. 29, Gr. öffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Die wirthschaftliche und politische Lage mit besonderer Berücksichtigung Dienstag, den 8. März, abends 6 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstrasse 75: Oeffentliche Versammlung Töpfer Berlins und Umgegend. Die Tattit der Gewerkschaften bei Lohnbewegungen" Refer.: Genoffe Vertrauensmannes. Gewerkschaftliches. Tages Ordnung: 1. Die Lage 3. Verschiedenes. NB. Streiffarte legitimirt. 2. Diskussion. 171/9 Verein deutscher Schuhmacher. Versammlungen Litfin. Stellungnahme zur Durchführung unseres Vohntarifes. Bericht des am Montag, den 7. März, abends 8 1hr, 193/4 Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht jedes Kollegen, in Der Vertrauensmann. dieser Versammlung zu erscheinen. Achtung, Maurer! Dienstag, den 8. März, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexander Straße 27c: General- Versammlung bes Vereine zur Wahrung der Jutereffen der Maurer Berlins und Umgegend. Tagesordnung: 1. Statutenberathung. 2. Vereinsangelegenheiten. NB. Jedes Mitglied ist verpflichtet, in dieser Versammlung zu erscheinen und seine genaue Adresse an die Hilfstafsirer anzugeben. Der Vorstand. J. A.: Fr. Kater. Achtung! Schuhmacher. Achtung! der bevorstehenden Reichstagswahlen. Referent: Reichstags- Abgeordneter Montag, den 7. März, abends 8%, Uhr, im Nenen Clubhaus, H. Förster- Hamburg. 2. Diskussion. Bahlreiches Erscheinen erwartet 246/12 Der Einberufer. Achtung! 2. Wahlkreis. Achtung! Kommandantenstr. 72: Große öffentliche Versammlung aller in der Schuhindustrie beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen. in über: Bahlstelle I bei Feind, Weinstr. 11. Vortrag vom Gen. Dr. Weyl Der gegenwärtige Stand der LungenHeilverfahren." 169/14 Bahlstelle bei Lange, Dragonerstr. 15. Vortrag. Bahlstelle IV bei Roll, Adalbertstr. 21. Vortrag. Bahlstelle Friedrichsberg im„ Lezten Berliner", Frankfurter Allee 150. Bahlstelle Schöneberg bei Obst, Grunewaldstr. 110. Um zahlreiche Betheiligung bitten Die Bevollmächtigten. Montag, den 7. März, abends 8 Uhr, Oranienstr. 180: Oeffentliche Bersammlung der Korbmacher. Tagesordnung: 1. Die augenblicklichen Arbeitsverhältnisse in unferem Gewerbe. 2. Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Einberufer. 98/9 Achtung! Buchdrucker! Mittwoch, den 9. März, abends 9 Uhr, in den Arminhallen, Hommandantenstraße Nr. 20, Oeffentliche Versammlung 35/1 Lages: Ordnung: 1. Bericht über den Streit unserer Kollegen aller im Verbande befindlichen Tarifgemeinschafts- Gegner. Sonntag, 6. März, abends 6½ 1hr, bei Zubeil, Lindenstr. 106: den Fabriken. 2. Wahl. eines Delegirten zum Schuhmacher- Kongreß in Mainz. 4. Die Lage der Schuhmacher der Friedrichstadt. 4. Verschiedenes. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Zahlreichen Besuch erwartet Die Agitations- Kommission. Versammlung. Tages Ordnung: Vortrag des Genossen Theob. Völker über: Das Aesthetische in Kunst und Natur. Nach dem Vortrage: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Die Vertrauensperson. 210/10 Sozialdemokratischer Wahlverein Tages Ordnung: Um zahl Stellungnahme zu dem Kongreß der T.-G.-G. in Halle. reiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. J. Wolff, Junkerstr. 15. Verband der Maler 2c. Deutschlands Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker ( Filiale Berlin I). Mittwoch, den 9. März 1898, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Berlins und Umgegend. Außerordentliche General- Versammlung für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Außerordentl. General- Versammlung. Dienstag, den 8. März, vorm. 11 Uhr, bei Brüder, Waldemarfir. 76. Dienstag, den 8. März, abends 8, Uhr, bei F. Zubeil, Lindenstrasse Nr. 106: Versammlung. " Tages Ordnung: Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Paul Bernstein über: Proletariat und Hygiene." 2. Diskussion. 3. Rechenschaftsbericht des Vorstandes. 4. Anträge. Der wichtigen Tagesordnung wegen werden die Mitglieder er: sucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen, Der Vorstand. Achtung! Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins. Montag, den 7. März 1898, abends 8 Uhr, im Lokal Süd- Ost, Waldemarstraße 75, 1. Vortrag über: Gesetz und Recht". Referent: Genosse A. Hoffmann. 124/6 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. 238/6 Achtung! Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Donnerstag, den 10. März er, abends 8½ Uhr, im Lokal des Herrn Möhring ,,, Märkischer Hof, Admiralstr. 18 c, Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. P. Hirsch über: ,, Die lex Heinze und die Moral der bürgerlichen Gesellschaft". 2. Disfuffion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder finden Aufnahme. Regem Besuch ficht entgegen Der Vorstand. 210/8 Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Osten). der Große öffentliche Versammlung aller Fabrik, gewerblicher Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen. Tagesordnung: Tages Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Ueber unsere Betheiligung am Gewerkschaftshause. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch und Karte legitimirt. Um pünktliches und zahlreiches 50/3 Der Vorstand. Erscheinen ersucht Schrifthauer Versammlung am Montag, den 7. März, abends 7/2 Uhr, int ,, Englischen Garten", Alexanderstraße 27c. [ 172/5 T.- D.: 1. Tarifangelegenheit. 2. Neuwahl d. Tariffommission. 3. Verschiedenes. Wegen d. Wichtigkeit d. Versammlung ist es Pflicht, daß jeder Kollege erscheint. Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken 1. Die kapitaliſtiſche Ausbeutung der Arbeiter und die Nothwendigkeit u. auf Holzpläken befch. Arbeiter Deutschlands gewerkschaftlichen Organisationen. Referent: Genosse Paul Jahn. 2. Diskussion. 3. Mißstände in den Vereinigten Berlin- Frankfurter Gummi 64/5 waaren- Fabriken Mühlenstr. 71. 4. Verschiedenes. Kolleginnen, Kollegen! erscheint zahlreich und pünktlich. Keiner darf Der Einberufer. Emil Schumann, Kolbergerstr. 23. fehlen. Parketbodenleger Berlins und Umgegend. Dienstag, den 8. März, abends 8 Uhr, im Lokal„ Königsbank", Montag, den 7. März 1898, abends 8 1hr, bei Zubeil, Lindenstr. 106, Frankfurterstr. 117: Te Versammlung. Tages- Ordnung: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: ( Filiale Berlin I). Montag, den 7. März, abends 8½½ Uhr, bei Herrn Fritz Wilke, Andreasstr. 26: Mitglieder Versammlung. 82/3 Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Ingenieur Grempe über: Was können die Gewerkschaften zur Verminderung der Betriebsunfälle thun? Mit De= monstration an Schutzvorrichtungen. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. Der Vorstand. Die Kollegen werden ersucht, mit den Billets vom Maskenball abzurechnen und zugleich zahlreich zu der obigen Versammlung zu erscheinen und die uns fernstehenden Kollegen aufzurütteln, damit sie Mitglieder des Verbandes werden. 1. Vortrag des Genoffen J. Auer über: Die Märstage. 2. Dis Koalitionsrecht. 2. Diskussion. 3. Sind die Kollegen gewillt, in diesem Achtung! Tussion. 3. Verschiedenes., 242/6 Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Erscheinen aller Mitglieder ift Pflicht. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein. für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Südost). Dienstag, den 8. März, abends 8 Uhr, in Behren's Festsälen, Manteuffelftr. 95: Große Versammlung. Tages Ordnung: I 1. Bortrag des Genossen Th. Metuer: Das Bürgerthum sonst und jetzt. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 242/7 Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. NB. Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes zu erscheinen. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Verein 78/6 1. Bortrag des Genossen W. Pfannkuch über Arbeitsvertrag und Jahre in eine Lohnbewegung einzutreten? 4. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Kollegen ist dringend erforderlich. Der Vertrauensmann. Achtung! Britz. Sonntag, den 7. März, Nachmittag 2 Uhr, bei Adam- Buschkrug, Nudowerstraße: Oeffentliche Posamentirer! Kommunalwähler Versammlung. Oeffentliche Versammlung aller Arbeiter und Arbeiterinnen Dienstag, den 8. März, abends 8 Uhr, Neue Roßstraße Nr. 3. Tages Ordnung: 153/1 1 Vortrag. 2. Abrechnung vom Reservefonds und der Agitations: fommission 3. Mißstände in unserer Branche. 4. Wichtiges Verschiedenes. Die Agitationskommiffion. Verband der Graveure u. Ziseleure Deutschlands. ( Filiale Berlin.) Vereins- Versammlung Dienstag, den 8. März, abends 82 Uhr, Oranienstraße Nr. 51. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag:" Der moderne Stil." Stef. Dupont. für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. 3. Berschiebenes.- Bahlreichen Besuch erwartet Versammlung am Donnerstag, den 10. März, abends 82 Uhr, bei Röllig, Rosenthalerstr. 11-12. 245/3 Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Th. Glocke über: Die Volksfeindlichkeit der Sammlungspolitiker. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Sonntag, 6. März 1898, vorm. 10% Uhr, im Lokal von Lehder, Bismarckstr. Nr. 74, Bezirksversammlung für Charlottenburg. Tages Ordnung: 1. Diskussion über: Einführung der Arbeitslosen- Unterstützung. angelegenheiten und Verschiedenes. 2. Wie betreiben wir unsere Agitation? 3. Verbands: Die Kollegen und Kolleginnen werden dringend ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. 111/12 Die Ortsverwaltung. Achtung! 74/8 Die Ortsverwaltung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Paul Jahn. 2. Diskussion.- 3. Verschiedenes. Um regen Besuch bittet Das Wahlkomitee. 222/9 Geschlossene Mitglieder- Versammlung des deutschen Schneider- und Schneiderinnen- Verbandes am Dienstag, den 8. März, abends 82 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung 1. Abrechnung vom IV. Quartal. 2. Wahl eines Bureaubeamten. 3. Ergänzungswahl der Ortsverwaltung. Das Mitgliedsbuch legitimirt. Tapezirer. Filiale Nord. Achtung! montag, den 7. März 1898, Charlottenburg! abends präzise 9 Uhr, bei Röhlig, Rosenthalerstr. 12: Mitglieder- Versammlung. 1. Bortrag des Herrn Wollheim. 162/2 Die Bevollmächtigten. Orts- Krankenkasse der Möbelpolirer Generalversammlung Sonntag, 13. März, nachm. 2 Uhr, bei Scheere, Blumenstr. 38. Tages Ordnung: 1. Bericht des Rendanten. 2. Bericht ein Konzert, 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegen: ber stevisoren. Decharge- Ertheilung. 177/6 3. Abänderung des Statuts. 4. Ver heiten. schiedenes. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß am Sonntag, den 6. d. M., im Lokal Bismardshöhe von nachmittags 4 Uhr ab Theatervorstellung und Tanz, veranstaltet vom Theaterverein Charlottenburger Theaterfreunde", stattfindet, und ersucht um gütigen Zu 265/16 Der Verein. spruch Charlottenburg. Achtung! Schuhmacher. Sonntag, den 6. März, nachm. 5 Uhr, bei Beyer, Wallstr. 96: Vortrag des Gen. Pörsch- Berlin Filiale Süd. Mittwoch, den 9. März 1898, abends präzise 9 Uhr, bei Zubeil, Lindenstraße 106; Mitglieder- Versammlung. 145/12 Berlin, den 6. März 1898. Der Borstand. Verlnft- Anzeige. Montag Bormittag blieb im Rigt. 1. Bortrag des Genoffen P. Litfin raucher Stadtbahn Stoupee 3. Klaffe über den§ 153 d. Gew.- Ordn. 2. Dis: ran en Aquarell. Gemälde( Winterfussion. 3. Vereinsangelegenheiten. garten Etablissement) in weißent Damen u. Herren zur unentgelt: Bapter- Umschlag mit Bindfaden vers 12 Stunden oder Violinspiels in leisten muß, wird Finder gebeten, 8 Stunden behufs Einführung neuer ouffelbe gegen Belohnung abzugeben. Methoden verl. Oranienstr. 118, 1 Tr. 11676 Grasnick, Linienstr. 10a, über: Die soziale Bewegung der Gegenwart lichen Erlernung des Klavierspiels in Schnürt liegen. Da Berlierer Erfaß " Nachdem: Gemüthliches Beisammensein. Es ladet freundlichst ein [ 169/15 Der Vorstand des Vereins Deutscher Schuhmacher: H. Richter. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt, Br. 55. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Abgeordnetenhaus. 89. Sigung vom 5. März 1898, 11 br. Am Ministertische: Dr. Bosse und Kommissarien. Auf der Tagesordnung steht die Berathung des Kultusetata. Bei den Einnahmen" weist か Abg. v. Strombeck( 3.) auf die dem Staate noch fortgesetzt Aufließenden Einnahmen aus sätularifirten Fonds hin. Es sei ja gegen die Thatsache der Säkularifirung nicht aufzukommen, jeden falls werde aber das Zentrum darauf bestehen, daß auch künftig über die Verwaltung der katholischen Fonds die bisher üblich gewefene alljährliche Denkschrift erstattet werde. Auch möge der Staat aus dem bedeutenden Vermögen, das ihm aus der Säfularis fation katholischer Kirchengüter zugeflossen ist, die Verpflichtung ents nehmen, den Bedürfnissen der katholischen Kirche nach Möglichkeit zu genügen. Regierungskommiffar Geh. Ober- Finanzrath Lehnerdt: Soweit Regierungskommiffar Geh. Ober- Finanzrath Lehnerdt: Soweit die eingezogenen Fonds keine juristische Persönlichkeiten sind, werden fie einfach als Staatsgut behandelt und geben in Einnahme und Ausgabe durch den Etat. Fonds einer juristischen Persönlichkeit werden Sonntag, 6. März 1898. Der Ausschuß zur Vorberathung der Angelegenheit wegen der in Beelib häufig herrschenden Nebel geltend gemacht wurden, Regulirung der Gehälter des Lehrpersonals an den höheren Lehr- wird der Vorstand burch Sachverständige prüfen lassen. Auf die anstalten führte gestern nach 33/4 stündiger Berathung die erste Lesung Bemängelung des Preises es sind nämlich angrenzende Waldzu Ende. terrains für den Preis von 300 m. per Morgen von Besitzern an geboten ging, dem B. B. R." zufolge, der Vorsitzende, Affeffor Freund, nicht ein, ebenso nicht auf ein eingereichtes Angebot eines großen Terrains bei Königs- Wusterhausen. Tokales. Nachtrag zur Lokalliste. Die Inhaber folgender Lokale: Bum Chef der Kriminalpolizei an stelle des pensionirten Festfäle, Jägerstr. 69; Berolina, Schönhauser Allee 28; Elysium, Grafen Bückler soll, wie verschiedene Blätter mittheilen, der Landsberger Allee 40/41, Gifermann, haben die Bewilligung zur Regierungsrath Dieterici bestimmt ausersehen sein. Herr Dietrici Abhaltung von Bersammlungen in ihren Lokalen gegeben. Die steht schon längere Zeit im Dienste der Polizei, er gehört augenLokale sind somit frei. Die Lokalkommission. blicklich der I. Abtheilung( Allgemeine und landespolizeiliche Verwaltung) an und war vorher bei der politischen Abtheilung thätig. Der Vertrauensmann des ersten Reichstags- Wahlkreises, Parteigenoffe Christian Bohn, wohnt jetzt Jägerstr. 72, v. 3 Treppen bei Hahn. Dienstag, den 8. b. m, bei Fr. 3ubeil, Lindenstr. 106, statt Die Genoffent des zweiten Wahlkreises weren auf die am findende Bersammlung des Wahlvereins aufmerksam gemacht; Genoffe Adolf Hoffmann wird einen Vortrag über„ Gefeß und Recht" halten. Gäste haben Zutritt. Zahlreichem Besuch steht entDer Vorstand. gegen Von größeren Arbeiten der städtischen Kunst Deputation sind jetzt zur Vollendung gekommen: 1. Die monumentale Bant anf stein. Die beiden dazu gehörigen Gruppen von den Bildhauern Haverdem Andreasplage nach dem Entwurfe des Geh. Baurath Blankenkamp und Gomanski werden noch im Laufe dieses Jahres zur Aufstellung fommen. 2. Der Brunnen an der Rosenthalerstraße, zu welchem der bildhauerische Theil von Uechtrit und der architektonische Theil vom Regierungs- Baumeister Stahn entworfen wurde. 3. Die Nymphe vor der v. d. Heydt Villa von Professor Calandrelli. Die Baurath Hobrecht übernommen. abgesondert behandelt werden müssen, aber auch in den Etat eins Machiittag im Lessingtheater: Abu Said" und" Cyprienne". Leitung bei Ausführung der beiden letzteren Runstwerke hat Geh. gestellt werden, um dem Landtage Rechnung zu legen. Minister Dr. Boffe: Die Behandlung der Fonds ist mit dem Finanzminister vereinbart. Der Abg. v. Strombeck wird aber nicht behaupten können, daß bei der Rechnungslegung irgendwo illoyal verfahren sei. Was die Erhöhung der Pfarrgehälter betrifft, fo baben wir das Bedürfniß ermittelt und daffelbe zu befriedigen gesucht. Die Fonds haben darauf gar keinen Einfluß. Abg. v. Heydebrand( k.) dankt dem Minister für die Dar Abg. Dr. Sattler( natl.) ist erfrent über die in Aussicht stehende Regelung der Pfarrgehälter. Mit dem Abg. v. Strombeck stimmte er früher in der Fondsfrage überein, heute aber nicht mehr, denn cin Kapital, das fäfularisirt ist, und für welches der Staat die Zinsen in den Etat einstellt, ist darum noch kein Fonds. Die Einnahmen werden bewilligt. Frei Volksbühne. Die Vorstellung für die I. Abtheilung ist heute Nächsten Sonntag: V. Abtheilung: Die luftigen Weiber( Siehe heutiges Inserat.) Der Vorstand. J. A.: G. Winkler, Kirchhofstr. 46, 2 Tr., Berlin- Nixdorf. " Für Radfahrer. Man begegnet vielfach der irrthümlichen Auffaffung, daß die Radfahrer zwar verpflichtet feien, rechts aus Sonnabend von 6 bis 7 1hr statt. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag und zuweichen, daß aber sonst feine Vorschriften über die Benußzung der Fahrdämme beständen. Demgegenüber sei darauf aufmerksam gemacht, daß nach der Polizeiverordnung über den Verkehr mit FahrIngend" scheint, soweit sich der Erfolg dieser Thätigkeit in Zahlen Hinderniffe entgegenstehen, beim Fahren stets die rechte Seite der Tas Missionswerk an der heranwachsenden männlichen rädern die Radfahrer genau so wie Kutscher, soweit nicht örtliche ausdrückt und sich danach beurtheilen läßt, in den letzten zehn Fahrbahn inne zu halten haben. Die Vorschrift ist zur AufrechtOstdeutsche Jünglingsbund", der die Jünglingsvereine Ihre Befolgung wird von der Polizei ständig streng kontrollirt Jahren erhebliche Fortschritte gemacht zu haben. Der erhaltung der Ordnung im Straßenverkehr von großer Wichtigkeit. der Stadt Berlin, der Provinzen Sachsen, Pommern, Ost- und werden. Westpreußen, Posen, Schlesien und des Herzogthums Anhalt umfaßt, Die Jnteressenten für eine östliche Wasserstraße Stettin bestand, nach Angabe des Jahrbuches des Bundes für 1898- gegen Berlin, welche bei der letzten Sitzung des Schifffahrtsfanal- Vereins Ende des Jahres 1897 aus 252 Vereinen mit 15 162 Mitgliedern, Bei dem Titel" Ministergehalt" schildert der Abg. Tanzen im Jahre 1888 dagegen nur aus 115 Vereinen mit 7487 Mit: aus der Kommiffion ausgeschieden, entfalten nunmehr eine lebhafte berg( 3.) die verheerenden Wirkungen des Kulturkampfes, gliedern. Speziell in Berlin nebst Bororten bestanden 1897: Agitation, in welche die gesammten Vereine und Bewohner der östder eine fortlaufende Kette von Gesetzesverletzungen und Vergewaltigungen der Katholiken war. Die 33 Vereine mit 3584 Mitgliedern, 1888: 17 Vereine mit 1572 it. lichen und südlichen Stadttheile hineingezogen werden. Der Hauskatholischen Angelegenheiten in der Zentral Juftana werden heute gliedern, und in dem übrigen Brandenburg 1897: besigerverein im Osten Berlins hat in seiner geftrigen Sitzung bevon evangelischen Räthen bearbeitet. 3war sagt der Minister, die 76 Vereine mit 4397 Mitgliedern, 1888: 34 Vereine mit schloffen, sich dem neuen Komitee, welches sich unter dem Namen 2056 Mitgliedern. Man sicht, daß der christliche Hauch, Binnenschifffahrts- Verein für die wirthschaftlichen Interessen des katholischen Angelegenheiten würden durch katholische Räthe vorher der seit 1888 über die preußischen Lande weht, nicht spurlos Ostens" zusammengethan, anzuschließen. Der von den Oſtintereffenten bearbeitet; aber mix tönnen doch verlangen, daß im Minifterium vorübergegangen ist. Die christlichen„ Freunde" der heranwachsenden ausgearbeitete Plan geht dahin, daß ein Kanal entweder oberhalb soviel katholische Räthe angestellt werden, als zur Bearbeitung unserer Jugend blicken aber mit noch größeren Hoffnungen in die des Finowkanals bei Neu- Gließen nach der alten Oder oder von Angelegenheiten erforderlich sind. An die Vorbildung der Geistlichen Butunft. Sie vertrauen auf den Herrn, wie sie sagen, und Kienitz nach dem Klostersee angelegt wird. Im ersteren Falle würde Hele der Staat eine ganze Reihe recht überflüffiger Bedingungen. Schreiben ihm allein alle bisherigen Erfolge zu; aber daneben sind dann die alte Oder bis Alt- Friedland schiffbar gemacht und von Während der Staat die Altkatholiken noch immer materiell und sie praktische Leute und verstehen es, sich auch greifbarere Hilfen zu dort soll der Kanal zwischen Buckow und Müncheberg durch hier aus ein kurzer Kanalstich nach dem Klostersee führen. Von nicht unerheblich unterstützt, gestattet er den Ratholiken nicht einmal fichern. die volle Freiheit der Entwickelung ihrer Orden. Sie suchen vor allem die Behörden in ihren Minister Boffe: Unbilligkeit aus konfessionellen Gründen findet Dienst zu stellen und finden dabei auch bereitwilligstes Entas rothe Luch nach dem Möllensee und weiter in die Spree geleitet werden. Das Spreebett würde eine Vertiefung erfahren und gegentomi e n. Um eine planmäßige Arbeit an den vielen bei der Beamtenanfstellung nicht statt. Die Wunden der Kirche zu fährlich nach Berlin einwandernden jungen Leuten die Schifffahrtsstraße durch den Dämeriz- und Müggelſee bis hinter heilen, die der Kulturkampf geschlagen, laffen wir uns angelegen sein. in die Wege zu leiten", haben sich im Jahre 1897 die Berliner Röpenick geleitet werden. Unterhalb Köpenicks würde ein Durchstich In gleicher Weise find Niederlassungen der Orden erlaubt worden Jünglingsvereine bereit erklärt, alle ihnen gemeldeten jungen Leute die Spree mit der Havel verbinden. Der Kanal würde den Teltower und die Gefahr, daß eine Niederlassung nachträglich verboten wird, persönlich aufzusuchen und zum Besuch der Kirche und des Vereins Kreis durchschneiden und dann bei Potsdam in die Havel hinein ist kaum zu befürchten. Jede Regierung wird den konfeffionellen einzuladen. Das Jahrbuch für 1898 bemerkt hierzu mit freudiger führen. Bei diesem Projekt würden nur vier Schleusen respektive Frieden zu erhalten suchen und sie wird kein Kloster auflösen, wenn Genugthuung: Die Behörden erwiesen dem Werke das größte mechanische Hebewerke erforderlich sein. Nach der von dem Auswird aber auch die katholische Kirche mit der Aufhebung einverstanden die Adressen nicht etwa die allerunglaublichsten Dinge vorgekommen find. Dann Entgegenkommen, und das fönigl. Polizeipräsidium versprach, schuß aufgestellten Berechnung dürften sich auch die Anlagekosten aller zugezogenen jungen Männer zwischen dieses Kanals wesentlich billiger stellen, da die von den Kanälen fein. Wir können in unserem paritätischen Staate nicht alle Sachen 15 und 21 Jahren wöchentlich, weimal uns durchschnittenen Seen durchweg eine für die größten Schiffe genügende der katholischen Kirche nur nach deren Grundfäßen behandeln; wir überweisen". Im Juni 1897 wurde dann diese Missionsarbeit Tiefe besitzen. müssen dabei auf unsere evangelischen Mitbürger Rücksicht nehmen. im Vertrauen auf des Herrn Beistand" begonnen und zu ihrer Der elektrische Betrieb auf der Straßenbahnstrecke Alexander ( Lebhafter Beifall.) Abg. Seyffarth Magdeburg( natl.) fragt nach dem Stande der wandernde männliche Jugend" gebildet. Bereits gegen 9000 gehen, da in den letzten beiden Tagen nur noch geringfügige Leitung eine besondere Gesellschaft zur Fürsorge für die ein- platz- Schöneberg kann nunmehr ziemlich ordnungsgemäß vor sich Reliktenversorgung für Boltsschullehrer. Minister Bosse erwidert, daß die Entschließung der Regierung, Kirche und Jünglingsvereine zu besuchen. Nach Angabe des Jahr nur noch in der Nacht zum Sonnabend infolge eines an den zugezogene junge Leute wurden besucht und gebeten, Störungen zu verzeichnen waren. Eine größere Störung wurde den Landtag so wenig wie möglich zu belasten, die Ursache sei, daß buchs haben die Vereine dabei manche schöne Erfahrung" gesammelt, Wagen 1202 entstandenen Defektes herbeigeführt. Der beschädigte Borlagen in der vom Vorredner gewünschten Richtung nicht ein- aber auch vielfach erfahren," daß die Sünde der Leute Verderben Waggon mußte durch einen anderen Motorivagen vom Alexandergebracht sind. ist". Das soll wohl heißen: Die Besucher sind vielfach Abg. Motih( Pole) flagt darüber, daß von den Aufsichts- vermuthlich in der Mehrzahl der Fälle mit Entschiedenheit und playz bis Schöneberg geschleppt werden. behörden verschiedenen Personen, die sich mit der Ertheilung von zurückgewiesen worden. Straßensperrung. Der Weinbergsweg von der Zehdenickers polnischem Sprachunterricht beschäftigten, dieser Unterricht unter denen, die in jüngeren Jahren durch mehr oder weniger Montag ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Bekanntlich bleiben auch von straße bis zum Rosenthaler Thor wird behufs Umpflasterung vom Androhung von Geldstrafen verboten wurde. sanfte Einwirkung für die Jünglingsvereine gewonnen werden, Regierungskommissar Geh. Rath Kügler: Die Ertheilung ihnen und der Kirche später nur die wenigsten treu. Ein deutscher Feuerwehrtag foll vom 2. bis 5. Juli in polnischen Unterrichts war bis 1894 gestattet und hatten sich Komitees meisten wenden diesem Kreise, sobald sie reifer werden, rasch Die Charlottenburg tagen. gebildet, die den Unterricht ertheilen lassen wollten. Es stellte sich wieder den Rücken zu. Aus diesem Grunde braucht man auch der Die Reise nach Kinotschau. Jn Spandau wurden am Freitag damals heraus, daß in zahlreichen Ortschaften Unterricht nicht ertheilt Agitation der Jünglingsvereine eine besondere Be Durchgänger aufgegriffen, welche die Absicht hatten, nach Riaotschan Nachmittag durch einen dortigen Polizeibeamten zwei Berliner werden konnte, weil sich keine Schüler meldeten. Trotzdem wurde deutung nicht beizumeffen. Die offiziell der polnische Unterricht ertheilt und es erfolgte das Verbot illustriren nur oben angeführten Bahlen der Winkelschulen, weil man sich dort wohl kaum auf Lese- und diese Agitation Größe des äußeren Erfolges, den auszuwandern. Die beiden Kuaben im Alter von 12 und 10 Jahrei in den letzten Jahren gehabt hat. TroßSchreibunterricht beschränkt haben würde. Um dieses Verbot durch dem sind die Söhne eines im Westen der Stadt wohnenden Fabrikanten H. Die beiden Bürschchen hatten sich am zuführen, sind die Strafverfügungen erlaffen worden. Wo Bedürfniß tommt läßt sich aber die Frage nicht unterdrücken: Wie und dessen Prokuristen. für polnischen Unterricht vorhanden ist, wird er staatlich ertheilt; haltene Berliner Polizei dazu, sich den privaten Inter erleichtert hatte, und fuhren sodann nach Spandau, um sich dort die aus der Tasche der Berliner Steuerzahler unter- Freitag Nachmittag heimlich aus den elterlichen Wohnungen entfernt, nachdem der kleine H. die Kasse seines Vaters um ca. 200 M. aber gegen Winkelschulen soll, ihrer Schädlichkeit wegen, energisch essen der Jünglingsvereine zu widmen, und wie mit Waffen auszurüsten. Als sie sich auf dem Bahnhof bei einem eingeschritten werden. fommen andererseits die nach Berlin zuziehenden jungen Leute dazu, die Nach einer kurzen Polendebatte wünscht Abg. Dr. Böttinger( natl.) eine einheitliche Berordnung für vereine auf den Hals schicken lassen zu müssen? Jedenfalls kon- Aufmerksamkeit des Befragten. Er benachrichtigte einen anwesenden sich durch die Polizei die ungebetenen Besucher der Jünglings- Angestellten nach einem Waffengeschäft erfundigten, erregte dies die den Berkauf von sogen. Geheimmitteln und eine einheitliche Regelung trafturt diese Thätigkeit der Polizei eigenthümlich zu der Stellung, Polizeibeamten, und dieser nahm die heiden Flüchtigen feft. Die für das Reich angestrebt in dem Sinne, daß die öffentliche An- die sie anderen Vereinen gegenüber einnimmt, und zu den von der Spandauer Polizei benachrichtigten Bäter nahmen die beiden fündigung von Geheimmitteln verboten werde. Hindernissen, die sie den eine Besserung der wirth- Bürschchen, die von dem unterschlagenen Gelde noch nichts verMinisterialdirektor Bartsch: Die Antwort auf die Frage des chaftlichen Lage der Arbeitertiaffe anstrebenden ausgabt hatten, noch gestern Abend in Spandau in Empfang. Herrn Vorredners ift ziemlich schwer. Der Reichskansler hat sich Arbeiterorganisationen oft genug bereitet hat. Bermißt werden seit dem 12. Februar die beiden erwachsenen bereits früher mit dem Verbot des Verkaufs von Geheimmitteln befaßt. Zu einem Resultate ist man bei ber Reichsregierung noch nicht gekommen. In den einzelnen preußischen Provinzen hat man durch einheitliche Polizeiverordnungen schon 1895 Abhilfe zu schaffen gesucht. Sierauf vertagt sich das Haus auf Montag 11 Uhr.( Fort fehung der Berathung des Kultusetats.) Schluß 44 Uhr. Gegen die Auftellung von Schulärzten hat bekanntlich auch Töchter des Schuldieners Rubbe aus der Barutherstr. 20. Die eine eise Stellung genommen. In einer Zuſchrift an die„ Berliner Es fehlt jest jede Spur von ihnen. ein Theil der Lehrerschaft in anscheinend nicht ganz einwandfreier dieser Töchter war verschiedentlich in Irrenanstalten untergebracht. Aerzte- Korrespondenz schlägt der Augenarzt Herr Dr. Wurm Im Spreckanal hat sich Freitag Nachmittag der 19 Jahre folgendes vor: Vor allem halte ich es für dringend wünschens alte Gymnasiast Paul R. aus Groß- Lichterfelde ertränkt. Der werth, dieses Thema nicht so bald fallen zu lassen und zwar muß junge Mann besuchte das Gymnasium zu Lichterfelde. Vor vierzehn es unsere nächste Aufgabe sein, die Eltern aus ihrer Gleichgiltigkeit Tagen machte er die schriftlichen Arbeiten zum Abiturientenexamen. aufzurütteln und aufzuklären. Zu diesem Zwecke ist die Ber. Da er ein guter Schüler war, auch in der Oberprima saß, so anstaltung öffentlicher Borträge über Schulhygiene und brauchte er die Prüfung wohl nicht au fürchten; es scheint aber, Schulärzte nothwendig, entweder von seiten der Hygienekommission daß er sich überarbeitet hat. Schon seit längerer Zeit zeigte er der Standesvereine oder von einem zu gründenden Aerzteverein für Spuren nervöser Aufregung. Am Dienstag ging er von Hause weg, Schulgesundheitspflege. Ein solcher Verein würde durch Referate, um eine in Berlin wohnende Schwester zu besuchen. Borgestern Dem Reichstag find zugegangen; die allgemeine Rechnung Besprechungen über alles Neue und Wissenswerthe der Schul- tehrte er weder zu dieser zurück, noch fam er nach Hause. Als die über den Reichshaushalt für 1894/95 nebst den dazu gehörigen gesundheitspflege seine Mitglieder orientiren und später durch Ein- Schwester gestern in ihrer Wohnung eine kleine Festlichkeit gab, ers Spezialrechnungen 2c., ferner statistische Nachweisungen und Be- richtung von Kursen( über Schulbänke, Helligkeitsmessungen, bielt sie plößlich von der Polizei die Nachricht, daß ihr Bruder mertungen über außeretatsmäßige Besoldungen und Arbeitslöhne, Augen, Ohren, Halsuntersuchungen zc.), jedem Arzt Gelegenheit ertrunken sei. Der junge Mann war von der Schloßbrücke in Dienftbauer und Ruhezeiten des bei der Verwaltung der Reichs. zur Erwerbung der als Schularzt nöthigen Kenntniffe geben. Dann ben Sanal gesprungen und untergegangen, bevor man ihm Hilfe Eisenbahnen in Elsaß- Lothringen beschäftigten Personals und über würde der Einwurf der Behörden wegfallen, daß die erforderlichen bringen fonnte. Die Leiche ist noch nicht zum Vorschein gekommen. die Durchführung der Arbeiterversicherungs- Gesetze bei dieser Ver- Untersuchungen nur Spezialärzte machen könnten. Einfalscher Hausdiener", der in der Livree eines der waltung.Parlamentarisches. Kommunales. Zur bevorstehenden Umzugszeit wiederholt der Polizei- größten Berliner Konfektionsgeschäfte erscheint, versucht es in letter präsident die Warnung, Miethsverträge über Räume in neuerbauten Beit, mehrfach auch mit Erfolg, Färbereien und Appreturanstalten oder umgebauten Häusern für eine Beit abzuschließen, zu welcher zu schädigen. Er giebt vor, von der Firma zur sofortigen Abholung die von der Ausfertigung des Rohabnahmefcheins ablaufende Frist der dem Institut übergebenen Waaren entsandt zu sein, da sie Die städtische Verkehrsdeputation hielt gestern unter Vorfth von sechs Monaten für die Gebrauchsabnahme Prüfung noch nicht dringend gebraucht werden. Wo man ihm feine weiteren Schwierig des Bürgermeisters Kirschner eine Sigung ab, in welcher beschlossen verstrichen ist, ba bie Polizei Organe vor Ablauf dieser Frist das feiten macht, erkundigt er sich nach dem Preise, nimmt eventuell auch wurde, an den Bootsverleiher Steller die Bootsanlagestelle am Beziehen solcher Räume nicht dulden und nach den gefeßlichen Be- erforderlichen Falls keinen Anstand, kleinere Beträge gegen Quittung Gröben- Ufer auf ein Jahr für 600 M. zu vermiethen. Die Bestimmungen auch nicht dulden können. Die Polizeireviere werden baar auszubezahlen und verschwindet mit seiner Beute. Merkt er rathung über den Betriebsumwandlungs- Vertrag mit der Berlin- nach wie vor auf Anfragen aus dem Publikum über den voraussicht aber, daß man sich vorsichtshalber erst telephonisch erkundigt, weiß Charlottenburger Straßenbahn iſt ausgefeht worden, bis lichen Termin der Beziehbarkeit von Wohnungen in neuen oder um er Vorwände zu finden, um sich schleunigst aus dem Staube zi der Ausschreibung machen. Man vermuthet in dem Schwindler, welcher eingehende neuer Linien vorliegt. gebauten Häusern bereitwilligst Auskunft ertheilen. Ferner wurde Beschluß gefaßt über den mit der Aktiengesellschaft Für die Invaliditäts- und Altersversicherungs Auftalt Branchekenntniffe verräth, einen früheren Portier. Siemens u. Halste, betreffend die Linien Behrenstraße- Treptow, Berlin von der Stadt Beelig ein Waldterrain von ca. 550 Morgen Unfälle. Ein Zusammenstoß zwischen zwei Arbeitsfuhrwerken Bankow- Gesundbrunnen, Mittelstraße- Gesundbrunnen, Warschauer- für ca. 400 000 M.( 700 M. per Morgen) behufs Erbauung einer ereignete sich am Freitag Nachmittag in der Oranienstraße, bei dem firaße- Bichhof abzuschließenden Vertrag. Schließlich wurden er- Musteranſtalt für Lungenkranke anzukaufen, ist am Freitag in der Kutscher Gustav Schenke herabgeschleudert und von seinem eigenen ledigt einige Differenzpunkte aus den Verträgen mit dem Konsortium gemeinschaftlicher Sigung gegen eine Stimme von Borstand und Wagen überfahren wurde. Mit anscheinend schweren inneren Ber= der südlichen Vorortbahn, dem Dampfstraßenbahn- Konsortium Bach- Ausschuß befchloffen worden. Die Bedenken, welche im Ausschuffe legungen wurde er in die Unfallstation I gebracht, während der an ftein und der Kontinentalgesellschaft in Nürnberg. gegen Beelitz wegen seiner Lage im Unterhavel- Gebiete, sowie wegen dem Unfall schuldige Kutscher des anderen Wagens sich seiner Fests bas Ergebniß " " ver Steilung durch die Flucht entzog. Der Arbeiter Karl Liebmann sechs Wochen 31 000 M.; damals find 7000 m. abgezahlt worden. Idem Knecht. Ein Knecht wird gefnechtet und wenn. et wurde von einem Schuhmann in der Münzstraße hilflos aufgefunden Die Stadtverordneten- Bersammlung wird sich am nächsten Mittwoch sich das nicht gefallen lassen will, muß er nicht Omnibus- Schaffner uid, da er nicht gehen konnte, in einer Droschke nach der Charitee mit dem Vorschlage des Magistrats beschäftigen. gebracht, wo eine starke Anschwellung seines rechten Knies und ein werden." Wegen dieser von einer hohen Bildungsstufe herab vers Aufbruch einer alten Wunde festgestellt wurde. Spandau. In der letzten Stadtverordneten- Sigung wurde nach übten Beleidigung ist der Prokurist zu der vorhin mitgetheilten Strafe Im Reichshallentheater bleibt auch in diesem Monat die gerichtete Petition, betreffend die Aufhebung der Baubeschränkungen einem Referat des Vorstehers Sturm eine an das Kriegsministerium verurtheilt worden. Pantomime Ein ruhiges Zimmer zu vermiethen" auf der Tages- im I. Feftungsrayon und Erweiterung der Festungsthore, ein den Gastwirth Benz und Genossen, welche in Gastwirthstreifen Eine nuzulässige Verurtheilung. In der Straffache gegen ordnung. Neben den Darstellern dieses Stückes treten eine Anzahl stimmig angenommen. Zum nächsten Punkt der Tagesordnung vor einem Jahre viel Staub aufgewirbelt hat, wurde gestern vor Künstler und Künstlerinnen auf, von denen einige als tüchtige Kräfte Einrichtung von elektrischem Betrieb für die Kanalisations- Klär- der 9. Straffammer Landgerichts I unter dem Vorsitz des Landin ihrem Fache bezeichnet werden können. Dies gilt vor allem von anlage, hatte Genosse Ducksch den Antrag gestellt, diesen Punkt gerichtsraths Boisly abermals verhandelt. Zu grunde lag die Fräulein Christina, die eine Anzahl Hunde, Affen und Katzen zu von der Tagesordnung abzusetzen und zunächst Material Revision des Kaufmanns T., welche vom Reichsgericht unter dem staunenerregender Fertigkeit ausgebildet hat. Recht anschaulich dafür zu sammeln, ob es nicht zweckentsprechender fei, ein 5. November 1897 an die Vorinstanz zurückgewiesen war. Der That wußte der Gesangshumorist Karl Wilhelm die Leiden des Rekruten- städtisches Elektrizitätswert zu errichten; es sei bedenklich, bestand war folgender: In den Jahren 1895/96 war im Lokale dafeins zu schildern, während Herr Sattler sich als Jodler wohlverdienten sich mit der Allgemeinen Elektrizitäts- Gesellschaft für 15 Jahre zu des Gastwirths Benz auf der Regelbahn allwöchentlich ein Beifall erwarb. Auf dem Gebiete der Arm- und Beinverrenkungen binden. Nach eingehenden Debatten und nachdem Oberbürgermeister Preistegeln veranstaltet worden. Der Kaufmann T. wurde nun in leisten die Excentrics" Gebrüder Parton Unglaubliches, während Költze die Magistratsvorlage dahin erläutert hatte, daß die Stadt Berbindung mit fünf anderen Personen angeklagt, beim Regeln geein Herr Allister als Mimiker große Fertigkeit erlangt hat. ein eigenes Elektrizitätswerk errichten, den elektrischen Strom wettet sowie Wetten angenommen und sich dadurch des gewerbsWeniger glücklich war die Direktion in der Auswahl der weiblichen hierzu aber aus dem Oberspree- Werk der genannten Gesellschaft, mäßigen Glücksspiels schuldig gemacht zu haben. Sämmtliche AnGesangskräfte, die sich sowohl im Inhalt der Kouplets als auch in welche eine außerordentlich günstige Offerte gemacht habe, entnehmen geklagte wurden zu Freiheitsstrafen und wegen Stempelsteuerder Vortragsweise faum über die gewohnte langweilige Mittelmäßig wolle, wurde die Magistratsvorlage in der von Herrn Kölze Hinterziehung zu Geldstrafen von 300 bis 600 M. feit erheben. Lebhaften Beifall erwarben sich hiergegen die spani beantragten Fassung mit allen gegen drei Stimmen angenommen. urtheilt. Biz auf den Kaufmann 2. hatten alle anderen fchen Tänzerinnen Bernal; auf dem Gebiete der Feuertänze ist im Reichshallen Theater mit einem„ Kratertanz" der Rekord erreicht Lehrerbesoldungsfrage eine rühmliche Ausnahme von dem Gebahren Im gestrigen Termin paffirte nun das eigenthümliche Versehen, daß Die Gemeinde Lichtenberg Friedrichsberg macht in der Angeklagten die anfänglich eingelegte Revision zurückgezogen. der Reichshauptstadt und verschiedener Vororte. Die königl. Regie- der Gerichtshof auf Antrag des Staatsanwalts über das in der rung zu Potsdam forderte für die dortigen Lehrer ein Grundgehalt früheren Verhandlung festgesetzte Strafmaß von acht Zagen Gevon 1300 M. Die Gemeindevertretung erhöhte diesen Satz auf fängniß und 300 M. Geldstrafe hinausging und den Angeklagten gierung 50 M. fireichen wollte. Nun drohte die Regierung, den ist unzulässig und der Straffall wird daher nochmals vor das 1350 M. und beharrte auch auf dieser Summe, als die königl. He- 8 14 Tagen Gefängniß und 300 M. Geldstrafe verurtheilte. Das Staatszuschuß zu entziehen. Die Gemeindevertretung ließ sich jedoch Reichsgericht gelangen. dadurch nicht einschüchtern, sondern beschloß gestern zum dritten Freigesprochen wurde gestern in der Berufungsinstanz die Male, ein Grundgehalt von 1350 M. beizubehalten. Der Gemeinde- Arbeiter- Ehefrau Ida Hasenstein, welche am 11. Januar wegen vorstand wurde beauftragt, die Entscheidung des Ministers in dieser Mißhandlung ihrer 18jährigen Tochter zu 8 Monaten Gefängniß Angelegenheit herbeizurufen. verurtheilt worden war. Durch Zeugenaussagen wurde diesmal wählerklasse findet am Montag, den 14. März, von vormittags worfen. Aus Rigdorf. Die Gemeinde- Erfahwahlen für die dritte auf den fittlichen Charakter des Kindes ein ungünstiges Licht ge 10 Uhr bis nachmittags 6 Uhr im großen Saale des Deutschen Wirthshauses, Bergstr. 136/37, statt. Zu wählen sind in dieser Berliner Unfallstationen will demnächst in unserem Orte zwei weitere Abtheilung drei Gemeindeverordnete. Unfallstationen eröffnen, und zwar am Bahnhof und am Hermann play.- Beim Abspringen von der Pferdebahn kam der in der nicht unerhebliche Verletzungen zu. Bergstraße wohnhafte Rechtsanwalt Birkner zu Fall und zog sich worden. Aus den Nachbarorten. Unsere Parteigenoffin Luise Zich aus Hamburg referirt am Mittwoch, abends 82 Uhr, in der Schloßbrauerei Schöneberg und am Donnerstag, abends 81/2 Uhr, in Bismarckshöhe, Wilmersdorferstraße, Charlottenburg. Ueber beide Boltsversammlungen wird Mittwoch im Inseratentheil näheres bekannt gegeben. Die Ber. trauensperson. Parteigenoffen von Groß- Lichterfelde und Umgebung! Der Restaurateur D. Pagel, früher Biesnack, in der Chaussee Straße hat seinen Saal zu allen Versammlungen gewerkschaftlicher und politischer Natur zur Verfügung gestellt. Die erste VolksVersammlung findet heute Nachmittag 1/2 Uhr statt; Genoffin Biet aus Hamburg wird referiren. In anbetracht der nicht mehr fernen Reichstagswahlen und der wichtigen Tagesordnung ist vollzähliges Erscheinen der Parteigenossen und Genoffinnen erforderlich. Der Vertrauensmann. " Das Kuratorium der Gerichts- Beitung. die lichkeit mit. Briefkasten der Redaktion. H. T. 20. Nach dem Wortlaut der Verfassung: ja; in Wahrheit: nein. Marte steht Ihnen zur Verfügung. Dort ist uns ein Anwalt nicht bekannt Joeck. Die Fragen können wir nur im Brieffasten beantworten. Die Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag' and Sonnabend von 6 bis 7 Uhr statt. C. H., Staßfurt. Theilen Sie uns näheres über Ihre Persön Aus Pankow wird uns geschrieben: Bei den am 3. März E. 2. St. Im Jahre 1890 hatte Rixdorf 35 702 Einwohner, 1895 stattgefundenen Ergänzungswahlen zur Gemeindevertretung erhielt 59 945 Einwohner. unser Kandidat Hutmacher Kummer im ersten Wahlbezirk 95 Stimmen, S. 29. Nur Ihre Frau, nicht Sie sind dazu verpflichtet. G. Nowaives. der Kandidat der Freisinnigen 101 Stimmen, und ein dritter MischStempelung ist erforderlich. A. B. 30. Es sind nur die fälligen Raten zu zahlen. maschkandidat einige sechzig Stimmen. Unser Kandidat kommt also Fugenpinsel. Jura- Studium ist nicht erforderlich. P. 5. 33. 3u 1: Ja. Zu 2: Nein. K. J. Die Beschränkungen, in die Stichwahl, welche auf Montag, den 14. März, festgesetzt ist. Wir hoffen bestimmt, unseren Kandidaten durchzubringen; dazu gehört und Mädchen ausgesetzt sind, ist durch einen Klagefall, der dieser Tage auch hier Anwendung. Das Kapitel der Ehrverlegungen, denen anständige Franen welche der Beschlagnahme von Arbeitslohn überhaupt entgegenstehen, finden St. 2. 100. Gewiß kann die Pfändung er: jedoch, daß unsere Wähler vollauf ihre Pflicht thun. Im zweiten Wahl vor dem Ober Verwaltungsgericht beendet wurde, um stunde; da wir Fragen nicht schristlich) beantworten können, steht demselben folgen. Duten. Schicken Sie Ihren Freund einmal in unsere Sprechbezirk erhielt unser Kandidat, der Tapezirer Freiwald 119 Stimmen, der einen neuen, unerhörten Beitrag bereichert worden. Die Polizei- die Marte zur Verfügung. Kandidat des Gastwirthsvereins Bankow- Niederschönhausen Jager verwaltung von Perleberg wollte einen Herrn R. nicht als sich? D. 6. Um was für Akten handelt es 128 Stimmen, 2 Stimmen zersplitterten sich auf andere Personen. Stellvertreter der minderjährigen Besitzer einer Gastwirthschaft in Anwendung. Der Wirth kann auch diese Sache retiniren. F. Kretschmer. Da fein Streit war, findet§ 153 nicht Mit einer Mehrheit von nur 7 Stimmen wurde der Gegner ge- diesem Gewerbebetriebe dulden und machte zur Begründung ihris . 100. Ja. Laws. Ja. M. B. 66. Zu 1: Ja; zu 2: Polizeipräsidium. wählt, und doch waren in diesem Wahlbezirk etwa 500 eingeschriebene Verhaltens geltend, die Ehefrau des Gastwirths K. habe vor. 11. 24. Es kann auf Geldstrafe erkannt werden und wird vermuthlich Wähler, welche nur dem Arbeiterstande angehörten. Mit welchen Jahren einmal in Goslar unter fittenpolizeilicher Reichenbergerstraße. Kommen Sie mit dem Material einmal in die die Strafe nur so lauten. E. A. 3. Nur der Zuwachs. 5. G., Mitteln die Gegner arbeiteten, speziell Herr Pradel, der Prokurist Kontrolle gestanden. Gegen die Verfügung der Polizei, einen neuen und Schwiegersohn des Brauereibesitzers Willner, läßt sich faum Stellvertreter einzusehen, erhob der Vormund der Gasthofsbesitzer juristische Sprechstunde. 9. 11. 37. Eine Klage würde erfolglos sein. schildern. Sämmtliche Briefträger und Postbeamten betraten vergeblich. Beschwerde; er klagte dann gegen den Beschwerdebescheid ankämpfen. A. D. 10 a. Gegen die Entscheidung läßt sich leider mit Erfolg nicht hinter einander das Wahllokal, um ihre Stimme öffentlich abzu- des Regierungspräsidenten beim Ober- Verwaltungsgericht. Inzwischen wir Fragen nur im Briefkasten beantworten können. Jedes Programm ist Wiesener. Die Briefmarke steht Ihnen zur Verfügung, da geben, auf wessen Befehl wissen wir nicht. Ebenso traten fämmt hatte sich der bisherige Vertreter K. um die Konzession für die be- damit gemeint. A. B. 100. Erfahren Sie am besten auf Ihrem Polizeiliche Arbeiter der Brauerei Schultheiß und der Weißbierbrauerei treffende Gastwirthschaft bemüht. Nachdem der Kreisausschuß ihn revier. G. O, 22. Ja. E. H. St. Es kann der Einwand der VerWillner unter Aufsicht des Herrn Paradel an, um selbstverständlich abgeiviesen hatte, weil ihn die ehemalige fittenpolizeiliche handelt es sich? 2. Staatlich. 3. Jit an feine Steuerzahlung gebunden. jährung geltend gemacht werden. Heller. 1. Um was für einen Verein ihre Stimme zu gunsten des Gastwirths Jager abzugeben. Gegen Kontrolle seiner Ehefrau zum Gastwirth ungeeignet die Giltigkeit der Wahl wird Proteft eingelegt, weil etwa 30 Per mache, ertheilte ihm der Bezirktsausschuß fonen erst nach Schluß der amtlichen Wählerlisten eingetragen Konzession. Aus den Gründen des letzten Urtheils wirkt nun folgende worden sind. Ein Genosse, welcher nachträglich seine Eintragung Stelle selbst in Preußen überraschend: Allerdings babe ja die Ehefrau beantragte, wurde mit Hinweis auf Schluß der Wählerliste ab- des Klägers vor Jahren einmal nuter polizeilicher Kontrolle ge gewiesen. standen, jedoch nur, weil sie in Goslar Kellnerin war, nicht wegen Verdachts der Unzucht. In Goslar bestehe nämlich die lebung, daß alle nenanziehenden Kellnerinnen, ganz gleich, wie ihr Ruf sei, unter polizeiliche Kontrolle gestellt würden. Ein Grund, dem Gastwirth K. die Konzession zu verweigern, liege somit nicht Statione 11. Tas Goethe- Theater, das vor kurzem in den Besitz des Buch vor. Dieses Erkenntniß wurde in der Verhandlung über die Verdruckereibesizers Sehring zu Magdeburg, eines Bruders seines Er- fügung, einen geeigneteren Vertreter wie Herrn K. zu stellen, vor bauers, und des Bildhauers Profeffor Dworat übergegangen ist, hat dem Ober- Verwaltungsgericht vorgetragen. Der Senat erkannte denn der Stadt Charlottenburg bisher noch feine Steuern bezahlt und auch dahin, daß die Verfügung nicht gerechtfertigt sei. In eine Swinemünde schuldet ihr davon bereits das nette Sümmchen von 24.000 m. Den Kritik der Goslarer Polizeipraktiken scheint das Ober- Verwaltungs- Hamburg Haupttheil stellt hierzu die rückständige Umsatzsteuer von 1/2 pet. gericht nicht eingegangen zu sein. Sie richten sich allerdings selber. Verlin. eines Kapitals von vier Millionen Mart. Die neuen Besitzer Wegen Beleidigung des früheren Omnibns- Schaffners Wiesbaden. sind nun um Stundung eingekommen und der Magistrat ist Ricbe ist der Profurist der Omnibus- Aktiengesellschaft, Weniger, München auch bereit, darauf einzugehen. Die Besizer sollen sich gestern vom hiesigen Schöffengericht zu 15 M. Geldstrafe, eventuell Wien. verpflichten, die 24 000 Mart vom 1. Januar dieses Jahres 3 Tagen Haft verurtheilt worden. Ein weiblicher Fahrgast hatte Haparanda ab mit 4 pet. zu verzinsen und in drei Theilen zu je den Schaffner eines Tages nicht allein grob beleidigt, sondern Petersburg 8000 M. am 15. Dezember dieses, des nächsten und des Jahres 1900 obendrein eine Beschwerde an die Direktion der Gesellschaft gelangen Cork abzutragen. Die Zinsen find vierteljährlich im Voraus zu zahlen. laffen, auf welche hin der Schaffner ohne weitere Untersuchung Aberdeen. Erfolgt die Zahlung eines fälligen Theiles, sei es der Zinsen oder sofort aus dem Dienst entlassen wurde. Als der Schaffner Paris. der Schuld, nicht binnen vierzehn Tagen nach der Fälligkeit, so soll sich über diese Behandlung in Bureau der Gesellschaft befofort die ganze Schuld fällig sein. Zur Sicherheit für Haupt- schwerte, unterstand fich der Prokurist Weniger, wvie schulden und Zinsen sollen beide unmittelbar hinter eine Hypothet gestern ein Zeuge bekundete, dem Entlassenen folgendes zu sagen: von 3 075 000 M. eingetragen werden. Vielleicht läßt sich so eine Was denken Sie denn, was ein Schaffner ift? Ein Schaffner steht Zwangsvollstreckung vermeiden. Die Steuerschuld betrug bis vorlauf der niedrigsten Bildungsstufe und noch unter Ju Rummelsburg sindet heute Mittag, 1 Uhr, bei Biatowski, Hauptstraße 83, eine Protestversammlung gegen den Bosadowsty'schen Erlaß statt. Wir machen die Parteigenossen auf diese Versammlung aufmertfam. artei- Lokal, gut geh., bill. verffl. Verband der Buchbinder 2. wiegenfeste unseres Sollegen Herzlichen Glückwunsch zum heutigen Geft. Offerten Boſtamt 25.[ 11786 Den Mitgliedern hiermit die traurige Nachricht, daß unser treuer Kollege, senden der Lederarbeiter Georg Thater am Freitag früh 9 Uhr verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet morgen, Montag, nachm. um 12 Uhr, vom V Trauerhause, Franzstr. 8, aus nach dem Michaels Kirchhofe in der Her: mannstraße statt. 23/17 Um rege Betheiligung bittet Der Bevollmächtigte. Nach jahrelangen qualvollen Leiden erlöfte Freitag früh 52 Uhr ein fanfter Tod meinen lieben Mann, unseren guten Vater, den Gastwirth Carl Herrmann, Inselstr. 12. Albert Jänicke 1159b Mehrere Kollegen. Meine Buchdruckerei mit den Verlag event. Druck des Kanarienhähne verkauft 11576 Bleibaum, Bergmannstr. 21, 2 Tr. Kanarienroller u. Weibch. bill. Krösel, Reichenbergerstr. 141, Seitft. III.[ 11856 Kanarienhähne u. Weibchen verkauft E. Bender, Schönhauſer Allee 46a, H. L. Kanarienvögel vt. Rühl, Mariannenstraße 19. 1886b dreimal wöchentl. erschein. Beobachters in Chemnit, ca. 7000 Auflage, Maschinen, Gasmotor, Tiegeldruck- u. bill. Milchkübel, Stannen, Satten, Buttermaschinen 445L* Witterungsübersicht vom 5. März 1898, 8 hr morgens. Barometer= and in mm, d. Meeressp. Windstärke Wetter woltig Temperatur nach Celfus ( 50 6.40 R.) -0 761 . NNW 1 760 • GD 3 halb bedeckt 760 • NO B heiter 753 NE 2. bedeckt 752 2 bedeckt -1 757 60 2 wolfig 770 5 2 wolkig 2 <-12 761 M 2 759 . WSW 2 753 NNW 4 halb bedeckt halb bedeckt Regen Wetter: Prognose für Sonntag, 6. März 1898. Ein wenig wärmer, ziemlich trübe mit Niederschlägen und schwachen südlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Tüchtige Mamsells Graveurlehrling auf Stahl verlang Hollstein, Sparrstr. 11, Wedding Jordan, Al. Markusstr. 28. Arbeitslohu 1,80-2 W., verlangt Feuerversicherungsmaschine und sonst. Hilfsmaschinen, Kanarienhähne 11 Buchweibchen Grünauerstr. 3ohnungen, 60 bis sowie reichlich vorh. Schriftmaterial, Betten, Steppdeck., Wäsche, Gardin., Bortieren, Chaiselogn., Tischdeck., Regul., Remontoiruhr., Reisekoff., Operngläser Sommer:- Baletots, Anzüge, Hofen, spottbillig Pfandleihe Neanderstr. 6. Plättkell., flott geh., bill., Franzstr.10, I. 86 Thlr. z. 1. April. Oberbaunt, 1155b Schlesischem Bahnhof, sind von sofort und 1. April 1898 freundliche Vorderund Hofwohnungen von 2 u. 1 Stube nebst Sorridor, Küche, Kloset u. Keller oder Boden billig zu vermiethen. 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März, in Cohn's Festsälen: Grosses Zither- Konzert ausgeführt vom Zitherverein ,, Einigkeit", Dirigent W. Konrad. Nach dem Konzert: Grosser Ball. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Anfang präz. 6 Uhr. Eintritt 30 Pf. Achtung! Schloffer. Achtung! den 19. März 1898 Brauerei Friedrichshain früher Lips) Sonnabend, Am Königsthor: Gr. Frühjahrs- Vergnügen der Schloffer und Berufsgenossen. Vocal- u, Instrumental- Concert ( Leitung: Herr Rud. Tietz) 111/1 unter gütiger Mitwirkung der Gefangvereine Liebesfreiheit I und Maiglöckchen I", sowie der Gesellschaft Strzelewicz. Anfang 8 Uhr. Billet 25 Pf. Nach dem Concert: Tanz. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Billets sind bei den bekannten Werkstatt- Vertrauensleuten sowie bei folgenden Kollegen erhältlich: Joh. Rölle, Klödenstr. 8, III; Otto Zimmermann, Dieffenbachstr. 58, Quergeb. II; August Rosenberg, Urbanstr. 87, Seitfl. part.; Gustav Lubatsch, Waldemarstr. 14, Quergeb. III; Max Menzel, Wrangelstraße 78; Hugo Winter, Grüner Weg 35, III; Rudolf Neumann, Georgen: firchstraße 63, 2. Hof, Seitfl. IV; Aug. Talman, Bergstr. 14, III; Heinrich Schmitz, Buttmannstr. 9, Bort. I, III; Hugo Rathmann, Sellerstr. 1, Hof III; Joseph, Gottowskystr. 1, born I; Rudolf Hintze, Bülowstr. 49/50, Hof, Stfl. IV; Paul Krössner, Steinmetzstr. 66, II. Das Comité. I. Abtheilung: Heute, nachm. 23/4 Uhr, im Lessing- Theater: Abu Said, Lustspiel in 1 Akt von Dr. Oskar Blumenthal. Hierauf: Cyprienne, Lustspiel in 3 Aufzügen von Sardou und P. de Najac. städtischen Theater: Die lustigen Weiber von Windsor. V. Abtheilung: Sonntag, 13. März, im Friedrich Wilhelm( Beitragsmarken in der Februar- Rubrik.) Abu Said+ Cyprienne. II. Abtheilung: Sonntag, den 20. März, im Lessing- Theater: Jedes Mitglied ist nur berechtigt, die Vorstellung seiner Abtheilung zu besuchen. Das Märzfest findet am Sonnabend, den 26. März cr., abends 8 Uhr, im grossen Konzertsaale der Brauerei Friedrichshain statt. Programm: Grosses musikalisch- deklamatorisches Festkonzert. Artistische Leitung Dr. M. Alfieri. Mitwirkende Damen: Frau Emma Bock, Pianistin. Frl Anna Bromberg, Sängerin. Marie Janner( Theater Unter den Linden). Carla Lingen und Louise Voigt, Konzert- und Opernsängerinnen. Mitwirkende Herren: Alexander Heinemann, Richard Oeser( Mitglied des Deutschen Theaters), Ossip Schnierlin( ViolinVirtuose), Max Schulz, Violoncello- Virtuose, Alexander Weinbaum, Kapellmeister. und Dr. M. Alfieri. Klavierbegleitung Frau E. Bock. Orgel, Rapellmeister Weinbaum. Deklamation Herr R. Oeser. Die Thüren zum Saal und die Büffets bleiben während der Vorträge geschlossen. Zur Vermeidung aller Störungen bittet das Komitee alle Festtheilnehmer um grösste Ruhe und Aufmerksamkeit. Das Rauchen ist erst nach Schluss des Konzerts gestattet. Zutritt haben nur Mitglieder, wenn sie sich in ihrer Zahistelle eine blaue Marke à 50 Pf. in ihre Mitgliedskarte einkleben lassen. Tanz ist frei. Da nur eine beschränkte Anzahl Marken ausgegeben werden, empfehlen wir den Mitgliedern, sich baldigst damit zu versehen. 228/16 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler, Rixdorf, Kirchhofstr. 46, II. 9006] Entschädigung erhalten Vereine, Arbeiter- Raucher- Bund Berlins und Umgegend. Bersammlungen 2c., die Wochentags( außer Sonnabends meine Sälen Sonnabend, den 12. März 1898, abends 8 Uhr, in der Brauerei Friedrichshain( früher Lips): Grosser Wiener Masken- Ball. Die Ballmusik wird von einem doppelten Orchester der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker ausgeführt. Historische Aufführungen. Billets find zu haben: N. Renssen, Bernauterstr. 18; S. Ghrie, Schönleinstr. 11; W. Küter, Schöneberg, Marstr. 5; O. Bollfraß, Ostbahn 7. 11536 Offene Kaffe findet nicht statt. Das Comité. 100-800 Perj.( mit Bühne, benußen. Franz Müller, Central- Festsäle, Alte Jakobstr. 32( Central Theater). Einige Sonnabende im April noch frei. 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Paul Uckel, Forsterstr. 19. 74/7 Zentralverband d. Konditoren, Lebfüchler u. verw. Berufsgen. ( Mitgliedschaft Berlin) Sonnabend, den 12. März in Keller's Gesellschaftshaus ( Juh. Melchert), Bergfir. 68: Frier des 6. Stiftungsfeftes unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins Norddeutsche Schleife" ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). Festrede, gehalten vom Genossen Waldeck Manaffe. == Ernste und heitere Vorträge. Billets à 25 Pf. find in den Konfiturengeschäften von Reinsch, Elsasserstr. 22; Weißenstein, Wallstr. 14; Stürmer, Brunnenstr. 27, fowie bei den bekannten Mitgliedern zu haben. Anfang präzise 9 Uhr. Tanz für Herren 40 Pf. Es ladet höflichst ein( Gäste willkommen) 51/1 Fort mit den Hosenträgern! Vertreter Zur Ansicht erhält jeder franto geg. Franto- Rückſbg. 1 Gesundheits Spiralhoſenhalter. Bequemt, stets paff, gef. Saltg., feine Athemmoth, her 2 rundt, fein Soweiß, fein Knopf. Breis 1,25 M. Briefm.( 3 St. 3 W. Nachn.) S. Schwarz, Berlin S. 64, Neue Jakobstr. 9. 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Nachm. 3 Uhr: Der Bettelstudent. Montag: Pariser Leben. Schiller. Was ihr wollt. Anfang 8 Uhr. Nachut. 3 Uhr: Die Kreuzel schreiber. Montag: Hans Wurst in Berlin. Tyalia. Fortunio's Lied. Die fleinen Lämmer. Anfang 712 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central. Die Tugendfalle. Anfang 72 Uhr Montag: Dieselbe Vorstellung. Belle- Alliance. Die Räuber. An fang 8 Uhr. Nachmittag: Lenore. Montag: Das Räthchen von Heil: bronn. Luisen. Die Stütze der Hausfrau. Anfang 8 Uhr. Nachin. 3 Uhr: Dorf und Stadt. Urania Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vormittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr Wissenschaftliches Theater. Invalidenstr. No. 57-62. Täglich abends 7 Uhr: Ausstellungs- Saal und Vorträge. Näheres die Tagesanschläge. Passage- Panopticum. Berliner Nachtleben Komödie in 12 pantomimischen Szenen mit Gesang und Tanz. Vorher: Theater Variété. Castan's Victoria- Brauerei Lützow- Strasse 111/112. 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Direktion: H. Pierry. Sonntags, Dienstags, Donnerstags Eine Stunde Kaiser von Oesterreich Lustspiel in 1 Aft. Der Hausschlüssel. Schwant in 1 Aft. Auftr. von Spezialität. nur 1. Ranges. Gebr. Clarisson mit ihren Angloamerikain- Biograph( Leb. Photo: Gr. Extra- Theatervorstellung graphien. it theilweise bunten Ihre Familie. Boltsstück mit Gesang in 3 Atten von Stinde u. Engels. Musik v. Michaelis. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Eine überreiche Fülle von Kunst und Humor bietet das grandiose Central- Theater neue März- Programm Alle Jakobstr. 30. Direktion Richard Schultz. Sonntag, den 6. März 1898: 8mm 46. Male: Emil Thomas a. G. Die Tugendfalle. Burleske Ausstattungsposse m. Gesang und Tanz in 4 Bildern unter Benutzung eines französischen Sujets von Jul Freund und Wilh. Mannstädt. Musik von Jul. Einödshofer. Anfang 28 11hr. Morgen und die folgenden Tage: Die Tugendfalle. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. C. Weift. Sensationelle Novität! Gr. Ausstattung. Bum 19. Male: Montag: Die Stütze der Sausfrau. Unter der Polarsonne. Oftend. Unter der Polarsonne. An feng 8 Uhr. B Nachm. 3 Uhr: Der Wilderer. Montag: Unter der Polarsonne. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die fleinen Vagabunden. Anfang 8 Uhr. Nachm. 4 Uhr: Des Meeres und der Liebe Wellen. Montag: Die fleinen Vagabuuden. Alexanderplatz. Verlorene Mädchen. Anfang 8 Uhr. Nachnt. 4 Uhr: Der Hüttenbefizer. Montag: Verlorene Mädchen. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundl. Ausstellung v. 10 Uhr vormittags ab. Abends 8 1hr Wissenschaftl. Theater. Invalidenstraße 57/62. Täglich ( außer Sonntags und Mittwochs) Aktuelles Ausstattungsstück mit Gesang 11. Tanz in 5 Bildern von E. Sonder mann und Chr. Bischoff. Gesangsterte von J. Dill. Musik v. C. Schüler. Anfang 72 Uhr. Nachmittags 3 Uhr( l. Preise): Der Wilderer. Drama in 5 Aufzügen v. Fr. Gerstäder. Jm Tunnel vor und nach der Vor: stellung:& rei Konzert. Anfang 6 11hr. Morgen und folgende Tage: Unter der Polarsonne. Anfang 8 Uhr. Freitag: Benefiz für Herrn Jos. Dill. Inter der Polarsonne. Reichshallen- Theater. Leipzigerstrasse 77. abends 8 Uhr: Wissenschaftliche Wie immer durchschlagender Erfolg! Vorträge. Unübertrefflich; American. Spezialitäten. Anfang Ranch- u. fenersprühender 7 Uhr. Apollo. Spezialitäten. Auf. 72 Uhr. Deichshallen. Spezialitäten. An fang 62 Uhr. Feen- Palast. Ethnographische Aus: stellung. Passage Panoptikum. Wiener Tanz- und Operetten- Gesellschaft. Schiller- Theater ( Wallner- Theater). Kratertanz. Die eleganten Broth. Paxton, das verrückte Kleeblatt Rossini- Trio. Immer noch die sensationelle Pawell'sche Pantomime: Ein ruhiges Zimmer zu vermiethen. Der aktuelle Humorist Sonntag, nachur. 3 Uhr: Die Kreuzel Karl Wilhelm. schreiber. Abends 8 Uhr: Was Ihr wollt. Montag, abends 8 Uhr: Hans Wurst in Berlin. Dienstag, abends 8 Uhr: Die Ahn: frau. Luisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Nachm. 3 1hr: Volks- Vorstellung. Regie: J. Türk. -OW Bum ersten Male: Dorf und Stadt. Schauspiel in 5 Aften von Charlotte Birch- Pfeiffer. Abends 8 Uhr: Die Stüge der Hausfrau. Poffe mit Gesang in drei Atten von E. Karl. Musik von Fritz Krause. Toni Klein: Anna Müller: Lince. Montag: Die Stüße der Hausfrau. Billets à 60 Pf. zu der Sonntag: Nachmittag- Vorstellung in den be tannten Verkaufsstellen. Volks- Theater im Welt- Restaurant 97. Dresdener Straße 97. Neu! Neu! Neu! Sonntag: 6 Uhr Anfang: Montag: 7 Uhr. Reichshallen- Tunnel. Zwei Kapellen mit neuen Kräften. Mittwoch: Bockbier- Fest. Quarg's Vaudeville- Theater nur im Grand Hotel Alexanderplatz. Vollständig neues Programm mit gänzlich neu engagirten Kräften. Er raff! Schwank nach dem Französischen. Die Ballhaus- Anna. Bilder a. d. Berliner Vollsleben. Großes Spezialitäten Programm. Anton Sattler! Nach dem Balle. Ensemble- Szene. Sonntags 7 Uhr. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Heinrich Heine. In Vorbereitung: des lustigen OriginalBudapester Possen- und Operetten- Theater in Kaufmann's Variété. 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Wacker, Toni Tonchette, Else Sadoni, La Loie Fuller, Les Guitanas, Jrma Dolezel, Mr. Paulton, Hanni Luxa, Signor Salerno, The Satours, King u. Kray, Ida Heath, Granto und Maud, Im Zoologischen Garten, Pantomime, ausgeführt von der Senetts- Troupe. Kasseneröffnung 6, Anf. 7%, Uhr. Alcazar- Theater. Dresdenerstraße 52/53( City- Passage) Annenstraße 42/43. Direttion: Richard Winkler, Ab 1. März 1898: Durchweg neues Programm. Neues Personal. Neue Spezialitäten. Nureddin u. Bereddin! Maehr's Theater gans und Klara Sarmo. Mary Mann. Komische Oper bon Richard Thiele. Sensationell! Little Dolf- Gustay auf dem schlaffen Drahtseil. Phänomenal! Mr. Willy, Jongleur auf rollender Kugel und Xylophon Virtuose. Jm vorderen Saale: Oranien- Strasse 24. Täglich: Anton Hildach. Helene Werner, Karl Müller. Betty Frey. Little Alfans. Adolf Adolft. Familie Reinsch( 4 Personen). Theater und Spezialitäten. Die kleine Bandschuhmacherin. Novitäten- Programm. Das Schoßkind. Poffe. Blane Augen. Schwant. 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Co. in der Periode 1880-1890 von 88 auf zentration des Kapitals, somit der Expropriation der Mittelklasse 151 Millionen und in der Periode 1890-1898 von 151 auf 253 geworden sind. Denn diese Fonds find vorwiegend von Angehörigen Millionen Dollars. Die Zunahme des Kapitals dieser Gesellschaft der Mittelklasse aufgebracht worden, um die Zukunft ihrer An- betrug feit 1880 nahezu zweimal soviel als die Kapitalansammlung gehörigen zu sichern. Diese Leute haben also gerade durch die Für der ersten 38 Jahre. forge, die sie für die Zukunft getroffen haben, die Mittel geliefert, mit denen die Griftenz ihrer Klasse untergraben wird. Die Equitable Life Assurance Society batte 1880 nach zwanzigjährigem Bestehen einen Kapitalbesig von 37 Millionen Dollars; sie vermehrte denselben in den folgenden 10 Jahren auf 119 Millionen und von 1890 bis 1898 auf 236 Millionen. = In den Vereinigten Staaten von Amerika sind in den letzten 10 Jahren rund 150 Trusts gegründet worden. Bei der Gründung der größten dieser Ausbeuter- Juftitute haben, so wird angenommen, drei Lebensversicherungs: Gesellschaften die Rolle des Geburtshelfers gespielt. Es sind dies: die Mutual Life Insurance Company, deren Kapital am 1. Januar d. J. 253.7 Millionen Es ist auch Thatsache, daß diese Versicherungs- Gesellschaften Dollars betrug, die Equitable Life Assurance Society mit gerade von der Zeit an, als ihre Kapitalien in größerem Maße 236,8 Millionen und die New York Life Insurance Company mit zum Aufbau von Trusts und zur Vernichtung der Mittelklasse an- Die New York Life Ins. Co. brachte es in 35jähriger 200,6 Millionen Dollars. Alle drei Gesellschaften zusammen hatten gewandt wurden, einen früher nicht geahnten Aufschwung nahmen. Thätigkeit bis 1880 auf ein Kapital von 38 Millionen, vermehrte am 1. Januar d. J. ein Kapital von 691,3 Millionen Dollars. Die Die Mutual Life Insurance Company wurde 1842 dasselbe von 1880 bis 1890 auf 115 Millionen und von 1890 bis New Yorker Volkszeitung" giebt eine Schilderung dieser Gesell- organisirt. Sie brachte es in den ersten 38 Jahren ihres Bestehens 1898 auf 200 Millionen Dollars. schaften, die auch für unsere Leser Jnteresse haben wird. auf einen Kapitalbestand von 88 Millionen Dollars. In den acht- Um das riesenhafte Anschwellen dieser Kapitalfolosse zu veran= Die Bedeutung dieser riesigen Rapitalskomplexe" schreibt ziger Jahren fingen die großen Kapitalmagnaten, welche auch diese schaulichen, stellen wir die Summe ihrer Kapitalien für die beiden unser Bruderorgan liegt durchaus nicht in der Rolle, die sie im Versicherungs Gesellschaften kontrolliren, an, das ihnen zur Ver- Jahre 1880 und 1898 neben einander, wie folgt: Versicherungswesen spielen. Die Direktorien haben sich nicht einmal fügung stehende Kapital zur Trustifizirung von Industrien und Gebemüht, das Lebensversicherungs- Geschäft zu monopolifiren. Sie fchäftszweigen zu gebrauchen. Dabei entfiel auch auf die Versicherungs37 228 143 Doll. 236 876 308 Doll. haben die von ihnen kontrollirten Kapitalien in andere Geschäfts: Gesellschaften eine größere Einnahme, und ihr Vermögen wuchs 88 281 143 253 786 437 zweige geworfen und zu deren Monopolisirung verwandt. Und schneller. Der günstigere Vermögensstand sicherte den Gesellschaften 38 881 029 200 694 440 " gerade der Umstand, daß Dreiviertel des gesammten Kapital eine größere Rundschaft. Zugleich aber wirkte dahin auch der 164 390 221 Doll. 691 357 185 Doll. vermögens dieser Korporationen so angewandt werden konnten, macht Konzentrationsprozeß, der Le Existenz der Mittelklasse 1111- Es ist also in 18 Jahren eine Vervierfachung gerade dieser dieselben zu den einfachsten Faktoren der ökonomischen Ent- ficher machte und einen wachsenden Theil ihrer An Kapitalansammlung eingetreten, die ganz besonders der Reorganisation wickelung Amerika's. Von den 691 Millionen Dollars, welche den gehörigen veranlaßte, sich versichern zu lassen. Dadurch wurde der Betriebe auf der Trust- Basis dient. Nach dem, was mit dem Rapitalbesitz der drei Gesellschaften ausmachen, befinden sich wiederum das Einkommen der Gesellschaften vermehrt und ihren geringeren Rapital bisher geleistet worden, fann man sich vor540 Millionen in einer Form, die sie jederzeit als Leihfapital ver- großkapitalistischen Verwaltern wurden größere Mittel für die Truststellen, wie sehr der Konzentrationsprozeß fünftig beschleunigt fügbar macht. bildung, somit für die Untergrabung der Existenzbasis der Mittel- werden wird." " = Equitable.. Mutual New York . 1880 " 1898 H " Vom Montag den 7. bis Sonnabend den 12. März Leinen und Baumwollwaren. Tischtücher. Tischtücher, Grosse ca. 130x170 cm, gesäumt, Stück 1,75 ML. Tischtücher, Reinleinen, besonders schwere Qualität, 2,20 Tischfücher, Grösse ca. 150 × 165 cm, gesäumt, Stück Mk. Grösse ca. 132X165 cm, gesäumt, Stück 2,70 Mk. 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Lohntommission mit der Ausarbeitung eines solchen Reglements unter Hinweis auf die Nichtgenehmigung der Behörde abgelehnt beauftragt, welches der nächsten Baudeputirten Versammlung vor- worden, obwohl es in anderen Orten längst eingeführt ist. Ge= Eine öffentliche Maurerversammlung tagte am Freitag in zulegen ist. der Tonhalle. Silberschmidt warf einen Rückblick auf die Lohn- der Sammelkarten für das Jahr 1897 bis zum 5. März auf, bie mangelhafte Beleuchtung der zumeist von Arbeitern bewegung des Vorjahres und kennzeichnete die Feindseligkeit der j beendet fein muß mit Ausnahme derjenigen, deren benüßten Wege und Straßen hinweist. Gegen eine beffere Beleuch Unternehmer gegen die Arbeiterforderungen. Dann bemerkt er hin- Inhaber nachweisen können, daß sie während der nicht durch tung wie gegen Einrichtung einer öffentlichen Bade- Anstalt hat sich sichtlich der in der kommenden Bauperiode einzuschlagenden Taktif, Beitragsmarken belegten Zeit sich außerhalb des Streifgebietes auf die bisherige Gemeindeverwaltung stets gesträubt. Er wie Meyner Die Lohnkommission sei der Meinung, daß sich der Kampf in erster gehalten haben. Den Restanten soll es gestattet sein, ihre Rück- in seinem Schlußwort erwarten daher, daß die Wähler in Rummels Linie drehen müſſe um Erhaltung und Befestigung des bisher ſtände an Beiträgen mit diesjährigen Marken zu decken, in diesem burg nur solche Vertreter wählen, welche auch bereit sind, Errungenen, nämlich des Neunstundentages und des 60 Pf. Falle foll jedoch kein Schlußstempel gegeben werden. Als Beitrag für das Wohl der gesammten Bevölkerung energisch einzutreten. Stundenlohues. Da eine Reihe von Ünternehmern während sammler für Nord- Ost wurde Fatsch, für Sentrum Schade ge- Da der bisherige Vertreter, Genosse Pahl, seines hohen Alters der Wintermonate eine Lohnherabsehung vorgenommen haben, wählt. Die Versammlung beschloß einstimmig, daß namens der wegen eine Wiederwahl dankend ablehnt, wird hierauf Genosse fo gelte es also, diese Positionen wieder zu erobern. Zu Maurer am 18. März ein Kranz auf den Gräbern der Märzkämpfer Ritter einstimmig als Kandidat von der Versammlung einem allgemeinen Streit werde es aus diesem Anlaß nicht kommen, niedergelegt werden soll. proklamirt. Der von dem bürgerlichen Gemeindevertreter Herrn jedoch würden sich, je nach Lage der Verhältnisse, einzelne BauRostock gemachte Vorschlag, die Wahl eines Komitees zu unters sperren nöthig machen. Eine weise Vorsicht hinsichtlich des Vor- In Rummelsburg fand am Montag eine gut besuchte Ge- laffen, da ja Ritter ohnehin gewählt werde, veranlaßte einige gehens der Arbeiter sei deshalb geboten, weil wegen der milden meindewähler- Versammlung statt, in der Genosse Meiner einen Genossen zu einer Entgegnung, daß bei der letzten Wahl mehrere Witterung des vergangenen Winters viel Arbeit fertig geworden interessanten Vortrag über Gemeindevertretung und Dreiklassen- unsaubere Manöver von den Gegnern ausgeführt worden seien, die und daher die Arbeitsgelegenheit für das kommende Frühjahr etwas Wahlsystem" hielt. Die Ausführungen des Dieferenten über die man wohl auch jetzt wieder versuche. Man möge sich daher durch knapp seit. Für spätere Beit sei dagegen Aussicht auf genügende Arbeits. Aufgaben einer Gemeindevertretung in bezug auf die von jeder Ge- eine so wohlwollende Beurtheilung" nicht täuschen lassen und gelegenheit. Nachdem die Hauptforderungen gesichert sind, könne man meinde zu schaffenden Wohlfahrts- Einrichtungen wurden von den etwaige" Wahlbeeinflussungen vereiteln. E3 wurden hierauf daran denken, auch die in der vorjährigen Lohnbewegung aufgestellten Anwesenden mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Da sich trob Bitterboff, Bröder und Gebauer als Mitglieder des Nebenforderungen zur allgemeinen Durchführung zu bringen, sowie mehrfacher Aufforderung keiner der anwesenden bürgerlichen Wahlkomitees ernannt und zum Schluß die Genoffen zu reger ernstliche Schritte zu thun für Beseitigung der Leben und Gesund Gemeindevertreter zum Worte meldete, übernahm es Genosse Agitation für Wahlbetheiligung aufgefordert. heit der Arbeiter gefährdenden Mißstände auf Bauten. Auch die Ritter, einige Zustände in Rummelsburg einer Kritik zu unterFestlegung der während der verkürzten Arbeitstage des Winters ziehen. So wählen dort in der I. Klasse 4, II. Klaffe 100, III. Klaffe innezuhaltenden Pausen sei im Interesse der Gesundheit des über 800 zur Steuer veranlagte Wähler die Gemeindevertretung. 8. März, abends 8% Uhr, in Behrend's Festfäle, Manteuffelstr. 95: MitgliederArbeiters sehr erwünscht. Diese Vorschläge der Lohnkommission Bei alledem wird für die große Masse der arbeitenden sollen vorerst unter den Kollegen, sowie in den Sizungen Bevölkerung, welche die meisten indirekten Steuern aufbringt, der Baudeputirten diskutirt einer späteren Versamm- so gut wie nichts gethan. Eine schon lange gewünschte Vorschule Tung zur zur Beschlußfassung vorgelegt werden. Die Lohn sei nicht vorhanden, die übrigen Schulklassen durchweg überfüllt, tommission halte, um unüberlegte Arbeitsniederlegungen möglichst zu zumeist bis 68 Schüler. Bei Submissionen sind die Bewerber gar verhindern, die Aufstellung eines Reglements für angebracht, worin nicht im stande, die Arbeiten gediegen und sachgemäß ausführen zu bie Bedingungen festgelegt werden, unter denen die Kollegen eine tönnen, weil die Preise zu niedrig sind. Eine schon mehrfach an Bausperre verhängen dürfen. Nach längerer Diskussion wurde die geregte Verlängerung der Wahlzeit bis abends 7 Uhr ist immer " Sozialdemokratischer Wahlverein Berlin 4( Süd- Ost). Dienstag, den Bersammlung. Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder erwartet der Vorstand. Samariter- Rurfus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 7. März, abends 8% Uhr, im Lolale des Herrn Neumann, Brunnenstr. 150: Bors trag des Herrn Dr. Kotwiz in praktischen Uebungen. Um zahlreichen Besuch bittet der Borstand. Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplägen be8% uhr, bet Friz Wilte, Andreasftr. 26: Mitglieder- Bersammlung. Bortrag bes fchäftigten Arbeiter.( Filiale Berlin 1.) Montag, den 7. 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Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin.