Nr. 56. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustrirter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft- BeitungsPreisliste für 1898 unter Br. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die sechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Rmt I, r. 1508. Telegramm- Adresse: „ Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Quiffung. In den Monaten Januar und Februar find bei dem Unterzeichneten folgende Parteibeiträge eingegangen: a) Januar. Augsburg, U. durch G. Ü. in St. 20,-. Achim bei Bremen, Dienstag, den 8. März 1898. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. lose Gesellen 1,75. Württemberg 50,- Witten, Rarten R. 4,21. als Krönungsstatthalter begrüßt. Sein freundliches Verhältniß 2. Y. 3. 4012,50. Berlin, den 5. März 1898. Für den Parteivorstand: A. Gerisch, Razzbachstr. 9 I. zu den Czechen währte jedoch nicht lange, denn die damals noch das demokratische Mäntelchen tragenden Jungczechen griffen ihn als Feudalen und Beschützer der Altczechen an. Heute, wo die Jungczechen ganz in die Bahnen und Beziehungen der Altczechen eingelenkt haben, schafft ihnen ihrer staatsrechtlichen Hoffnungen, die sie vor acht Tagen in der Adresse des böhmischen Landtages unter schroffstem Proteste der Deutschen wieder einmal programmatisch festgelegt haben. durch den Vertr. 11, Berlin, Beiträge der Wahlkreife: 2. Kr. Die Herrschaft der Feudalen in die Ernennung Thun's, die Hoffnung auf ſpätere Erfüllung Oefterreich. 200,-( dar. Morgenroth 2,40, Uebersch. v. Jafob 3,50). 6. Kr., Rosenth. Borst. u. Gesundbr. 700,-( bar. Uebersch. der Kranz spende v. R. Güßfeld 3,30). Berlin, diverse Beiträge: Ertrag von Zeitungstaschen 4,-. Dr. 2. A. 50,-. Reinickendorfer. Das Ministerium Gautsch ist gestürzt und ein ehemaliger ftraße 7,55. Liberté 5,55. Graf Thun ist ein entschiedener Feudaler und Föderalist. Macketes 5,-. Sorgenfrei 5,- Wortführer der czechischen Feudalen, Graf Thun, ist MinisterAufgelöfte Jugendfreunde 12,80. Rothe Buchbinder, Grünftr. 5,- präsident in Desterreich! Wenige Stunden nachdem das öster Wirthschaftlich fühlt er sich als ein Vertreter der InterWerkabtheilung der Buchdruckerei von M. Bading 20,- Peter- reichische Amtsblatt die neuen Sprachenverordnungen für essen des adeligen Großgrundbesizes, politisch vertritt er mann, Prozentreste 1,45, J. Schmit, nicht verbrauchte Prozente Böhmen und Mähren und die Einberufung des Reichstags nicht nur die Erhaltung der großen, in Desterreich leider 1,20, Sa. 2,65. Geburtstagsfeier b. KI., Merseburgerftr. 3,25. für den 21. März veröffentlicht hat, war die Demission des noch verfassungsmäßig festgelegten Vorrechte des Feudalabels, Chamiffoplag 5 4,-... 50,-. 2. 28. 50,-. M. 28. 75, Rabinets Gautsch vom Monarchen angenommen. Dieses Sterben sondern auch das Prinzip des Föderalismus, der möglichst J. B. 25,-. Bremen R. C. 10,-. Bernburg 10,-. Barme erinnert an die Sultanslaunen von Stambul, unter deren großen Selbständigkeit der einzelnen Kronländer, die in einem ftedt, rother Geburtstag 4,45. Bamberg, Jäcklein Rohrbach 5,-. Cottbus, S. 10,-. Dresden, 5. fächf. Reichstags. Herrschaft Minister kommen und gehen, weil es also dent all- losen Verbande durch die gemeinsame Dynastie und die nur wahltr. 500,-. Erfurt 50,- Erfurt, rother Pädagoge 8, mächtigen, des Gefühls der Verantwortung baren Großherrn ganz unumgänglich gemeinsamen Staatsangelegenheiten zu Falkenberg( Oberschl.) 2.- Freiburg, von badischen Genossen so beliebt. sammengefaßt bleiben sollen. Das Jdeal der czechischen 10,-. Güstrow, rothe Hochzeit 1,57. Gießen, G. R. 5,-. Gotha, Sicherlich grenzt Desterreich nicht blos territorial an das Föderalisten, Böhmen, Mähren und Schlesien eine gleich d. d. Bertrauensmann 50,-. Gera( Reuß) 50,-. Görlig 50,- Sultansreich, wie Preußen an das Zarenreich, sicherlich machen unabhängige Stellung dem Gesammtreiche gegenüber zu Greiz, Wahlkr. Reuß ä. 2. 50,-. Halle und Saalkreis 200,-fich in Desterreich orientalische, wie bei uns absolutistische schaffen, wie es feit 1867 Ungarn und feine Häslicht, v. Genossen 10,-. Hamburg, die Zimmerer von D'swaldquai 15,- Hohenstein- Ernst- Einflüsse geltend, aber mit diesem Vergleiche ist der neueste Nebenländer besitzen, ist auch sein Zukunftsbild des öfterreichischen Staates. Wie weit er sich der Richtigkeit des be thal 20,- Hastedt v. Genoffen 20,-( darunter für Dezember Umschwung in Desterreich nicht erklärt. E., 10,-). Hundshübel i. rothe Kindtaufe 3,-. Hams Was Badeni blindwüthig verdarb, das konnte felbft ein faunten Wortes Bakunin's zur Zeit seiner schärfsten panburg, 2. Kreis von den Tabakarbeitern der Firma Frant, großer Staatsmann, sicherlich aber kein Gautsch, in 14 Wochen slavistischen Ueberzeugungen: Das Zugrundegehen Desterreichs Ratharinenstraße, 80,- Ilmenau, Bigarrenkonsum der Weißgerber gut machen. Die österreichischen Parlamente, der Reichsrath ist für uns Slaven eine Lebensfrage" bewußt ist, lassen wir 30, Lugau, rothe Sylvesterfeier 2,40. Leipzig, rother Holzwurm wie die Landtage, waren arbeitsunfähig gemacht worden, die dahingestellt. Sicher ist, daß die czechischen Politiker, die das 3, Leipzig, Stadt und Land 2000,-. Luckenwalde, Rdsbl. 100,-. bürgerlichen Barteien waren in ihrem inneren Zusammenhange System Thun stüßen sollen, die Gregr, Basaty und Konsorten, Ladenburg, vom Vertrauensmann 20,-. Memel, v. Genossen 10, erschüttert, der Verfassungsbau kuarrte in allen seinen Grund- an diesen Satz glauben. M.- Gladbach 7,-. Mannheim, v. Genoffen 50,-. München, v. G. vesten, das Verhältniß zu Ungarn schien nicht mehr erneuerungs- Die staatsrechtlichen Jdeale charakterisiren den Politiker Dft 21,50( darunter Münchener Kindl 1,50). Marburg, ein Einsamer 10,- Mann im Monde 2900,-. München, Wald. fähig, das Etatsgesetz hatte noch nicht die erste Lesung Thun, aber vorerst nicht den Ministerpräsidenten. Dessen erste läufer 5,-. Nürnberg 300,-. Neudörfchen bei Mittweida 2,- passirt, hochwichtige Gesetze harrten vergeblich der Ver- Sorge wird sein, mit einem arbeitsfähigen Parlament den Niederbaßlau, rothe Rindtaufe 5,-. Ohlau, durch d. Bertrauenss abschiedung. Dabei war die österreichische Regierung ab- Ausgleich mit Ungarn und das Budget für das nächste Jahr mann 50,-. Dttensen durch H. 500,- Offenburg, von einem hängig von den rücksichtslos egoistischen Staatsmännern fertig zu stellen; bis dahin werden die staatsrechtlichen Jdeale, Bohnenburger Fastnachtsmann in d. Kammer 7,35. Pforzheim 27,-. Ungarns, welche die politische Schwäche der österreichischen die Umwandlung Desterreichs in einen losen Verband von Plauen i. B., zielbewußte Frauen 15,-. Pfeerfee, v. Bertrauensihaun Regierung zu ganz ungerechtfertigten wirthschaftlichen Zu Einzelstaaten, zurückgestellt. 5,-. Peine, Borkers 1,35. Quedlinburg, durch A. T. 25,- geständnissen an ihre Reichshälfte auszunuzen bestrebt waren. Rathenow, von Genoffen 50,-. Remscheid, rothe Schleife 1,-, Daß Gautsch an der Schwere und Größe dieser Aufgaben Sylvesterfeier d. F. 3. 3,-, Summa 4,-. Sagan, d. d. Vertrauensm, 5,- Stuttgart G. u. 10,-. Schriesheim v. Genossen 5,-. Suhl, scheitern würde, war vorauszusehen; daß selbst dieser streberGraf Thun will zunächst die Bildung eines Ministeriums der Kreis Schleusing 40,-. Siegen, von Genossen 6,-. Saarabien, haftefte und den Forderungen der Krone gegenüber rückgrataus dem Königr. Stumm 10,- St. Ludwig( Elf.), für den Wahl loseste Staatsmann aufathmen würde, wenn ihm die schwere Koalition oder Konzentration versuchen. Sein Ministerium soll fonds 14,80. Vorwärts" 4. Quartal 1897 11 272,45. Württem Bürde des österreichischen Ministerpräsidiums abgenommen würde, fich charakterisiren als eine Vereinigung des deutschen und slavischen berg 50,-. Wüste- Waltersdorf i. Eulengeb., mehrjährige Spar- ist begreiflich. Er wußte, daß er seine Mission nicht erfüllen konnte, Großgrundbesitzes, die durch gemeinsame wirthschaftliche Interessen pfennige v. Genoffen f. d. Wahlkampf 60,60. Witten, v. d. Rothen er wußte, daß er wie ein hilfloser Greis, der sich nicht zu helfen aneinander gefettet, durch Bertretung ihrer agrarischen Wünsche bei den weiß, in 14 Tagen dem Abgeordnetenhause gegenüber stehen würde, daß er den Ausgleich mit Ungarn, der in wenigen kommenden Handelsvertrags- Verhandlungen völlig befriedigt werden Altona, Bigarrenfabr. v. L. Schulz, Schulterblatt 12 16,30. Mugs Monaten abgeschlossen sein muß, nicht fertigstellen werde; so sollen. Damit soll ein Reil in die deutsche Opposition geschlagen werden. burg, 11. d. G. U. Stuttgart 20,-. Berlin, Beiträge der Wahl- fiel er nicht in offener Feldschlacht, sondern bevor noch die Durch die Gewinnung Dr. Baernreither's, eines mehr bürgerlichen freise: 2. Streis 250,-( dar. die Rothen vom Westen 10,-,. 3,-, die luftigen Zwölf 1,25, Ueberschuß v. Jakob 2,50) 3. Kreis Geschütze zur Schlacht aufgefahren wurden. Es ist kein rühm Vertreters des deutschen Großgrundbesitzes Böhmens, foll die„ deutsch350,- 4. Kreis( Dft) 1200,-( dar. durch Kandale, Bau Grunewald: licher Tod, aber ein angenehmer, und so entspricht er mehr fortschrittliche" Gruppe der Opposition von der Führung der deutschstraße, 6,-, Andreas B. 65,-). 4. Kreis( Südost) 1500,-( darunter dem echt österreichischen Naturell des Gautsch. irredentistischen Abgeordneten Wolffund Schönerer, losgelöst und damit Ueber den äußeren Anstoß der Demission des Ministeriums die Obstruktion unmöglich gemacht werden. Vorläufig wird vom Bierprozente W. Wöllmer 50,-, Gtl. 50 15,-, Bierprozente Ritterstraße 47 11,50). 6. Kreis( Schönhauser Borstadt) 450,-( dar Gautsch wird in der österreichischen Presse gestritten, doch ist Grafen Thun der Verdacht jeder Staatsstreichabsicht entrüstet abgelehnt. unter über d. See gefahren bei Wernau 1,70). 6. Streis dieser Streit gleichgiltig, da die tieferen Ursachen des Hin Buerst das Geschäft, dann das Vergnügen! Zuerst muß Budget und AusWedding und Oranienburger Vorstadt) 450,-( darunter scheidens dieses Ministeriums von 98 Tagen flar zu tage gleich mit Ungarn fertiggestellt sein, dann kommen die staatsrecht( Rofenthaler liegen. Vorst: und Gesundbr.) 250,-( darunter Fork, Kretschmer it. Co) Weit wichtiger als die Würdigung des verflossenen Ver- lichen Ideale des neuen Herrn in Frage. Als sicher gilt, daß der Saal III, 15,-, R. B. 1,-). 6. Kr.( Moabit) 200,-( dar. Beussels ftraße 24, 2. Hate, 5,-, G. Müller 3,-, Ringelwolte 30,-). Berlin, legenheits- Ministeriums ist die Würdigung der gegenwärtigen Professor der Nationalökonomie an der czechischen Universität, div. Beiträge: Dr. L. A. 50,-. Dr. H. 100,-. Madetes 5,- Situation, die Beurtheilung des kommenden Ministeriums Dr. Kaizl, Finanzminister, der schon genannte Dr. Josef Bierprozente v. 8 Militärschneidern, Jägerstr., 10,-. Rothe Buch- und der Versuch Rothe Buch- und der Versuch eines Ausblickes auf seine Aufichten Maria Baernreither, übrigens auch Verfasser eines sehr guten binder, Günftr., 5,-. Chamiffoplah B., Seeburgerftr. 2. 8,50. und Ziele. Buches über die englischen Arbeiterverbände und ihr Recht", aus dem Ruhrthale 15,-. b) Februar. Kranz Ueberschuß von B. 4,-). 6. Kreis = Aber schon der Weg, auf dem Thun jene dringlichste Aufgabe zu lösen sucht, ist charakteristisch. Hierüber telegraphirt unser Wiener y- Korrespondent: G. II. 20,-. Sylvesterfeier, Grünauerftr. 5, 4,75. Brasilien, Forster. Feststeht heute nur der Name des künftigen Minister Sandelsminister, der klerikale Landeshauptmann von Oberösterreich, ftraße, 20,- Amerit. Auft. b. Bowileit 2,04. Von den B.'fchen präsidenten; dieser allein ist aber, selbst wenn begründete Verstast, Ackerbauminifter werden sollen. Die übrigen Ministerposten Buchbruckern 11,-. J. M. 2,-. 3 D.'s 70. Geburtstag bei muthungen über die Zusammensetzung seines Kabinets noch sollen mit den aus dem Kabinete Gautsch zur Verfügung stehenden Liedemann 7,-. Grand Schwarz 5,-. Von der Liquidationstommission F. G. 25,- Nagel, rothes Kreuz 6,-. 88 Arbeiter nicht gemacht werden könnten, fast ein Programm. V . 3 H • von Schuster u. Bär 12,65. 51 Arbeiter von Schuster u. Bär 11 ,. Graf Thun entstammt einer alten deutschen ursprünglich Persönlichkeiten besetzt werden; so gilt als sicher, daß Graf Beno Mitglieder der U. Dr., Werkabth. 4,05. W. Hamm 4,--. Arbeiter in Südtirol beheimatheten Adelsfamilie, aus der viele öster- Welsersheimb, der schon dem Taaffe'schen Ministerium und und Arbeiterinnen der Buchbinderei M. Bading 10,-. A. J., reichische Staatsmänner und hohe Beamte hervorgegangen sind. allen späteren als Landesvertheidigungs Minister angehörte, Moabit 10,-. Einer, der zu Raisers Geburtstag festessen In der neuesten Geschichte Desterreichs treten die Thun als klerikale, auch dem Ministerium Thun verbleibt, und daß R. v. Witter, mußte 2,-. Bierprozente der Geschäftsbücher Fabrit von liberale, feudale, ja als deutsche und czechische Wortführer auf; auch Desterreichs tüchtigster Eisenbahn Fachmann, der wegen der Bumpe 10,-. Zugendbund zum Wahlfonds 11,-. D. M., ein Beweis, wie wenig die Abstammung mit der Nationalität als im 3uge befindlichen Fortsetzung der Eisenbahn Verstaats zum 40. Geburtstag 1,-. Bon Mitgliedern der U.-Dr. 3,10. politischen Fattor zu thun hat. Der neu ernannte Ministerpräsident lichung als unentbehrlich gilt, im Amte verbleibt. Auch das Unter Roll, Reft., Suffitenstr. 44 2,-. A. B. 50,-. S. 50,- Franz Anton v. Thun- Hohenstein als Chef des Majorats Tetschen, richts- und Justizministerium dürften vielleicht zwei Minister des Bamberg, Jäcklein Rohrbach 5,-. Breslau 200,-. Brüffel, zum Wahlfonds 24.14. Bernburg 10,- einer der reichsten österreichischen Grundbesizer, verschwägert Rabinets Gautsch erhalten; über die Besetzung des polnischen LandsCrimmitschau 200,-( bar. v. Böhse b. St. 0,20, Sil. 1,50, 3. i.. mit dem ganz entnationalisirten alten deutschen Fürstengeschlechte 1,-, P. Steinmann, Amerika 5,-, E. a. 1,50,.. 1,50, R. Schr. der Schwarzenberg, hat sich in der Rolle des czechischen Feudalen mann- Ministeriums scheinen die Verhandlungen wegen der Menge der 1,-, D. G. 1, G. Sch. 2,-, S. P., Rodewisch 5,-, G. S. 8, gefallen. Der nun 57jährige Ministerpräsident, der Neffe des bungrigen Kandidaten einige Schwierigkeiten zu machen. Ob aber rothe Kindtaufe 2,-). Darmstadt, Wahlkreis 25,- Döbeln, hochbegabten deutsch- kleritalen Unterrichtsministers Leo Thun, alle Genannten für den Eintritt beziehungsweise das Werbleiben in Romanus II 85,- Erfurt 50,-. Erfurt, rother Pädagoge 8,- war zuerst Dragoneroffizier. Nachdem er seine militärische Lauf den Ministerposten bereit sein werden, steht noch nicht fest. Faltenberg( Oberschlesien) 2,-. Flensburg, d. d. Vertr 60,- bahn aufgegeben hatte, wurde er 1879 ins Abgeordnetenhaus Dem Grafen Thun schwebt wohl vor, daß der geeinte GroßFreiburg, von badischen Genossen 10,-. Greiz, Wablfreis Gera( Reuß) 50,- gewählt, 1881 folgte er seinem Vater, einem im diplomatischen grundbesitz mit Hilfe feiner Klerikalen und Reuß ä. 2. 50,-. Gießen, E.. 10,-. Gießen, A. B 20,50. Höchst a. M. 11,85. Hannover, durch. 5,-Dienste vielfach verwendeten Beamten, auf dem erblichen Sitze läufer den Ausgleich mit Ungarn unter großen Bugeständnissen au Hamburg, diverse Beiträge: Fortschritt, Altonaerstraße 80,- der Grafen Thun ins Herrenhaus. Weiteren Kreisen wurde bas Ministerium Banffy fertigstellen kann, denn dent 2. Am. 2. Kr. 74 23. 10, Sylvefterfeier b. Drews 2,-. Holt er bekannt durch seine radikal föderalistische Politik im Großgrundbesitz ist die Höhe des Antheils Desterreichs an den Kosten fest, Eppendorf 6,-. Saffelbrod 15,50. Karl 5,85. M. 2, Bau böhmischen Landtage, in den ihn der fideikommissarische Groß- Großgrundbesitz ist die Höhe des Antheils Desterreichs an den Kosten des gemeinsamen Staatshaushaltes ziemlich gleichgiltig, dagegen hat Raiser Wilhelmstraße 20,- Bufriedenheit 24,-. Ein Beamter 2, grundbesig 1883 entsandt hatte. Bigarrenarbeiter von Böhling u. Muhle 20,-. Vogeleifen 10,-. Dem staatsrechtlichen Programm der Czechen gab er den er mit den Agrariern, die Ungarn beherrschen, fast die gleichen Vorwärts! 15,-. Harburg, Bierkonsum der Lederfabrik entschiedensten Ausdruck in seiner Landtagsrede vom 5. Oktober Interessen bei der Vorbereitung der Handelsverträge. E. P. 22,-. London, Rckzhl. 102,-. Mainz 5,-. Marburg, ein Einfamer 10,-. Memel von Genoffen 1888, die mit den Worten schloß: 10,-. Magdeburg 300,-. Ober- Langenbielau, von Arbeitern aus dem Eulengebirge 100,-. Ottensen, durch Poulsen, 9. Rate, 10, Paris, von Genossen 160,-. Pößneck, Auf zur Wahl! 5, Infolge dieser Rede wurde Graf Thun, als er ein Jahr Rudolstadt, Glanzgold-80. Regensburg, von Genossen 10, Stuttgart, G. u. 10,-. Saarabien, aus dem Königreich Stumm später, am 7. Oktober 1889, als Nachfolger des Baron Kraus 10,-. Teltow Beeskower Wahlkreis 250,-. Weißenfels, vaterlands. Izum Statthalter von Böhmen ernannt wurde, von den Czechen oon Möge die Salbung und Krönung mit der Krone des heiligen Wenzel die Bande noch inniger schließen, die den geliebten Herrscher mit seinem treuen Volte verbinden." nationalen Nachan Ueber die Stimmung der Parteien zum neuen Kabinet kann noch nicht viel gesagt werden. Vorläufig verhalten sich die DeutschBürgerlichen wie die Jungczechen dem kommenden Kabinet gegens über sehr refervirt. Aus den zahlreichen sonst vorliegenden Depeschen entnehmen wir das folgende: alte Wort: " = wohl aber forderte Wie die Neue Freie Breffe" meldet, entscheiden heute nach: Dreyfus überzeugt sei. Sicher ist jedenfalls, daß im Verhalten des entgegen dem Wunsche einiger Abgeordneter, die sie an das Juſtizmittag in Prag bie Bertrauensmänner der jungczechischen Partei besseren Theils der russischen Preffe die wachsende Abneigung ministerium anfügen wollen, beim Kultusministerium verbleiben. über den Eintritt Kaizl's, über denjenigen Bärenreither's die Ver- der liberalen und demokratischen Elemente gegen die immer reaktio- Der Kampf gegen den Um sturz kehrte in verschiedenen trauensmänner des verfassungstreuen Großgrundbesizes, die nach närer werdende Bourgeoisrepublik zum Ausdruck fommt. Die von Reden wieder, so namentlich in den Reden der Herren vom Zentrum Wien berufen wurden. Mittwoch oder Donnerstag versammeln sich den franto- russischen offiziellen und offiziösen Patrioten befungene und des Abg. Stöcker, die die Kirche zum Kampf gegen die in Wien die Vertrauensmänner der deutschen Fortschrittspartei und quast mystische Sympathie zwischen den beiden Bölkern" hatte, was Sozialdemokratie mobil machen wollen. der Volkspartei, um zu der neuen Lage Stellung zu nehmen. Rußland, genauer die russischen gebildeten Schichten betrifft, denselben Als interessanter Zwischenfall sei die Denunziation des früheren Ein Kommuniqué der Vertrauensmänner der Rechten befagt: Grund, wie die Achtung der vorgeschrittenen Elemente aller zivilifirten Unterstaatssekretärs v. Rottenburg durch den Abg. Gamp( frk.) Die Rechte ist nicht entschloffen, die Regierung um jeben Preis Länder für Frankreich, das Land der größten Revolution, den Wegweiser erwähnt. Dem Agrarier Gamp ist der Kurator der Bonner alt unterstützen, sondern ur für den Fall, daß diese des allgemeinen Fortschrittes. Nur daß die russischen Sympathien Universität ein Dorn im Auge, einmal weil er nach seiner Willen und Entschloffenheit genug befizen wird, um nach defto lebhafter waren, je größer der politische und fulturelle Abstand Berabschiedung aus dem Reichsdienst dem eine Anstellung an dem Programm der Rechten und im Geifte desselben zwischen Frankreich und Rußland war. Deshalb aber muß anderer einer preußischen Universität gefunden hat, was was Herrn die unhaltbaren Bufiände dieser Reichshälfte zu ordnen. Würde feits der Werfall der Bourgeoisrepublik die demokratischen Elemente Gamp, trotzdem er sich dazu für äußerst befähigt hält, nicht Graf Thun in fein Kabinet auch Vertreter der bisherigen Opposition Rußlands am schmerzlichsten berühren. gelungen ist, sondern aber, weil v. Rottenburg bei der Feier der aufnehmen, so würde daburch das Berhältniß der Rechten gegenüber Die franto ruffische Allianz hat keineswegs Frankreich den landwirthschaftlichen Akademie zu Poppelsdorf den Agrariern Hyperder Regierung des Grafen Thun wohl noch kein geradezu feind- bezeichneten russischen Kreisen sympathischer gemacht. Im Gegentheil. trophie des Egoismus und Mangel an gesellschaftlichem Gefühl vorfeliges werden müssen. Allein es könnte nicht fenes Berhältniß sein, Man erkannte dort sehr wohl den reaktionären Einfluß der Allianz geworfen hat. Daß gegen ihn disziplinarisch vorgegangen würde, das in so ernster Beit zwifchen der Regierung und der Mehrheit des auf Frankreich und die Stärkung des Barenthums durch dieselbe. verlangte Abg. Gamp nicht, denn dazu sei ihm die Person des Parlaments unerläßlich ist. Die überspannte Barenschwärmerei in Frankreich behagt Herrn v. Rottenburg zu unbedeutend im Falle Arons hat gerade Den ausführlichen, bie verworrene Situation aufhellenden übrigens bem oppositionellen Rußland auch deshalb nicht, die Partei, der Herr Gamp angehört, am lautesten nach Ausführungen unseres Wiener Korrespondenten ist nichts hinzus weil damit die franzöfifchen Revanche Hoffnungen verknüpft disziplinarischen Maßregeln geschrieen-, find. Und zivar darf über diese zufügen. Die nächsten Tage werden endgiltige Nachrichten über Standpunkte bedenkliche Seite der Allians in der russischen Breffe nehmen gerechtfertigt sei. vom russischen er den Minister auf, sich darüber zu äußern, ob ein solches Bedie Zusammensetzung des Rabinets und sein offizielles Programm offen geschrieben werden, da auch das offizielle Rußland sich nichts Der Kultusminister Dr. Bosse antwortete ganz, wie es Herr bringen. aus der Revanche macht. So schrieb die angesehene Petersburger Gamp wünschte, ohne zu bedenken, daß auf demselben Feste der Das scheint aber sicher, wie auch das öffentlich fund- liberale Revue„ Der Europäische Bote" welche in ihrer letzten preußische Landwirthschaftsminister fich weit schärfer als v. Rottengegebene Programm Thun's lauten mag, daß Thun das Februar- Nummer die durch die Dreyfus- Affäre wieder entfachten burg gegen die Agrarier geäußert hat. Aber Herr v. Hammersteir Streben Badeni's, das alte Desterreich zu begraben, zu beendigen chauvinistischen Leidenschaften tadelt anläßlich der Kronstadter hat sich inzwischen gemaufert, und v. Rottenburg hält an seiner bemüht sein wird. Allianzatte: Die Jdee einer franko- russischen Annäherung wurde wohlbegründeten Ansicht fest. Sinne der Revanche aufgefaßt. Diese Idee, Morgen wird die Berathung fortgefeht. Ist es auch wenig schade um das alte Defterreich, so ist anfänglich ficher, daß das neue föderalistische Desterreich auch nicht von strebten, wies Rußland eine allzu naive Rolle aur; eine derartige Boltszeitung" kritisirt scharf die Haltung ihrer Parteiführer unterstützt von Männern, die einen Krieg mit Deutschland an Zum Flottengesetz. Die Zum Flottengesetz. Die links ultramontane Märk. langem Bestande sein wird. An Desterreich bewährt sich das franko- russische Allianz hatte keine Aussicht auf Erfolg. Die Idee der Allianz gewann Bedeutung erst von dem Augenblicke an, da sie Lieber und Gröber in der Kostendeckungsfrage. Das Blatt von der elsaß- lothringischen Unterlage losgelöst wurde...." möchte es aber nicht gelten lassen, daß der Vorwärts" von Ueberhaupt wird das chauvinistische Element in der Affäre einem Umfall des ganzen Zentrums sprechen dürfe. Dreyfus- Bola ebenso scharf verurtheilt, wie die Gesetzesverletzungen. Wir haben aber immer für möglich gehalten, daß Vom rein kulturgeschichtlichen Standpunkte bietet die Haltung eine Dr. Lieber Anzahl Zentrumsmitglieder dem der russischen Presse eine seltene Gelegenheit zum Vergleich zwischen dieser Frage die Gefolgschaft verweigern werden, und tralischen Rußland Appell des Bürgerthums an die Rechtsordnung finden werden, um die Vorlage ganz nach den Wünschen der einem aufstrebenden und verfallenden Bürgerthum. Im auto wir haben nur gesagt, daß genug Zentrumsstimmen sich ( das Bosungswort der russischen Liberalen) und Bekämpfung des Chauvinismus, im republitanischen" Frankreich Bruch des Rechts- Regierung fertig zu bringen. Wir dürften also nicht, wie bodens und Züchtung des Chauvinismus im Interesse der Selbst- das genannte Blatt meint, zu früh gesichert" haben. Es mag erhaltung der Bourgeoisie, dieses vieltöpfigen Baren Frankreichs. einige Gruppen in der Zentrumspartei geben, denen das tad Verhalten ihrer Vertreter in der Flottenfrage sehr peinlich Politische Webersicht. ist, aber sie haben offenbar bei weitem nicht die lebermacht in der Partei, deren Mehrheit, nach Regierungswonnen lüftern, Berlin, 7. März. das Kompagniegeschäft Tirpit Lieber mit Freuden be Aus dem Reichstage. Die Debatte über die Vorlage, grüßt. betreffend Aenderung im Postwesen, nahm heute einen Umfang an, der nicht vorauszusehen war. Schon der General- Postmeister Die von der Belten". Versammlung in Berlin gewählte von Podbielsti erging fich in etwas sehr breiter Weise Deputation kommt in der Zeitungshalle" zusammen, um die Adresse bei der Begründung der Vorlage und die nachfolgenden Wünsche der Jugend von Berlin" dem König ins Schloß zu Redner schienen auch das, was an Gründen fehlte, bringen. Plötzlich erscheint der Polizeipräsident von Berlin, Herr durch bie Länge ihrer Ausführungen ersetzen 811 erwiesen Besonders die konservativen Herren v. Minutoli, und erklärt der Deputation, der König wolle die wollen. Deputation nicht persönlich empfangen und das Schriftstück dürfe sich heute sehr gesprächig. Nicht weniger als drei Mann Lediglich durch die Stadtpoft eingefchickt werden. Er habe den Auf- sprachen aus ihren Reihen. trag, die Deputation nöthigenfalls mit Gewalt zurückzuhalten. Man beschließt nunmehr, die Stadtverordneten von Berlin zu erfuchen, das Schriftstück dem König zu übermitteln. An demfelben Tag erscheint noch eine Proklamation des Königs, in der von Reform der Preßgesetzgebung die Rede ist. Nationalität trennt, Freiheit eint! An Nationalitäten hatte Desterreich stets Ueberfluß, die Freiheit hat aber immer gefehlt und sie wird am wenigsten unter Thun kommen, dessen unermüdliche, brutale, gesetzes. verächterische Bekämpfung der Sozialdemokratie von unseren böhmischen Genossen deutscher und czechischer Nationalität nieböhmischen Genossen deutscher und czechischer Nationalität niemals vergessen werden wird. arthri Nur wenn man sich in Desterreich zu einer wahrhaft freiheitlichen Politik entschließen könnte, würden die unüberwindlich scheinenden, den Bestand des Staatswesens in Frage stellenden Schwierigkeiten überwunden werden können. 1848. Erinnerungstage der Revolution. 8. März. Der Bweibund und der Bola- Prozek. = 1 Da über die Heraufsehung des Briefgewichts von 15 auf 20 Gramm Einstimmigkeit im Hause herrscht, so drehte sich die Debatte ausschließlich um die von der Regierung vorgeschlagene Ausdehnung des Monopols auf die Beförderung aller geschlossenen Briefsendungen innerhalb eines Postbezirks. Der unverständige Eigensinn, mit dem unter dem verstorbenen General- Postmeister v. Stephan an dem niedrigen Briefgewicht und für Berlin an dem hohen Stadtporto festgehalten wurde, hat die Existenz und Ausdehnung der Privatposten ermöglicht, deren Vorhandensein jetzt unangenehm empfunden wird und denen durch die Vorlage das Lebenslicht ausgeblasen werden soll. Privatgesellschaften in betracht kommt. In Regierungskreisen, das ging deutlich aus den Ausführungen des Herrn von Podbielsti hervor, möchte man die Entschädigung möglichst knapp halten, dem aber widerstrebt der Bourgeoisinstinkt in allen bürgerlichen Parteien. Das Expropriiren und Monopolisiren liegt heute in der Luft, und was heute den Privatposten passirt, kann morgen in anderen Erwerbszweigen Platz greifen. Da heiß tes aufpassen und die wohlerworbenen" Ausbeuterrechte schützen. Von Dr. Buchta über Herrn ieber bis zu dem freisinnigen Fischbeck waren deshalb alle Redner darin einig, daß, wenn überhaupt, ohne ausgiebige Entschädigung von einer Ausdehnung des Monopols keine Rede sein könne. Paris, 3. März. In der Kammerfißung vom 29. Januar rechtfertigte Meline das Tichtscheue Verhalten der Regierung in der Dreyfus Frage mit Für die Ausdehnung des Postmonopols ist nun zweifellos den patriotischen Worten: Was wir vertheidigen, das ist der eine Majorität im Hause vorhanden, die Meinungen gehen aber gute Ruf Frankreichs im Auslande." Seitdem hat die auseinander, soweit die Frage der Entschädigung der bestehenden Öffentliche Meinung des Auslandes in unzweideutiger Weise bekundet, daß Meline den guten Ruf Frankreichs unrettbar vernichtet hätte, wenn nicht eine muthige Minderheit dem berr fchenben Klüngel und der verheyten Menge die Spitze geboten hätte. In der Kammerfizung vom 24. Februar stimmte daher der um ein faules Argument nie verlegene Minister ein anderes Lied an. Die Entrüstung des Auslandes über die Verderbniß des Generalstabes follte nach Meline den Kämpfern für Wahrheit und Recht zur Schande gereichen. Nun aber zählen zum entrüsteten Auslande nicht nur Frankreich freundliche Länder, wie die Schweiz, Belgien und Holland, sondern sogar das verbündete" Rußland. Alles, was in Rußland ehrlich und rechtlich denkt, spricht über die französischen Vorkommnisse im Grunde, von der nicht immer!- schonenden Form abgesehen, nicht anders wie die deutsche oder englische Presse. Das Petersburger Blatt Syn Dtetscheftwa" schrieb im Laufe des Prozesses Bola: Frankreich ist nicht mehr.... Es ist auf den Rang Den Standpunkt unserer Fraktion legte der Abgeordnete barbarischer Völkerschaften herabgefunken.... Die Dreyfus- Affäre Wurm dar. Derselbe lehnte nicht ab, aus Billigkeit, auch resumirt und versinnbildlicht den Berfall diefes einst großen und in die Verhandlung über die Entschädigung der Privatjezt durch die Furcht vor Wahrheit hypnotifirten Gesellschaften einzutreten, wichtiger aber ist für uns Boltes. In der„ Rußtija Wiedomosti", dem demokratischen die Frage der Entschädigung oder anderweiten UnterProfefforenblatt Mostau's, liest man:" Hat noch Frankreich das bringung der durch die Monopol- Ausdehnung brotRecht, sich das Land des Lichtes zu nennen?... Baris liegt nicht ftellungslos werdenden Beamten und mehr in Frankreich, es ist ein entlegenes Fleckchen in Aften oder in und Arbeiter Afrita, wohin die Zivilisation noch nicht gedrungen ist.. der Privatgesellschaften. Von der auskömmlichen Regelung Ueber den Ausgang des Bola Prozesses schreibt baffelbe Blatt: dieser Angelegenheit macht unsere Fraktion die Zustimmung Das Urtheil wird unzweifelhaft die verschiedenartigste Würdigung zu der Vorlage abhängig, gegen die grundsätzliche Bedenken finden. Die Dreyfuß- Affäre ist selbstverständlich noch nicht er: unsererseits nicht vorliegen. Um 5 Uhr trat Vertagung der lebigt. Einige im Prozeß Bola aus Licht getretene Einzelheiten des Verhandlung auf morgen Mittag 2 Uhr ein. Dreyfus- Prozesses liefern manchen Anlaß zur Agitation für die " 40 ber " in Im übrigen kritisirt die Märkische Volkszeitung" recht treffend die Politik ihrer Parteiführer. Sie schreibt: " Wir müssen gestehen, daß wir es nicht begreifen, wie man fich jetzt plötzlich mit einer Erklärung" zufrieden geben will und sei sie auch noch so autoritativ". Mit Erklärungen und Versprechungen haben wir doch Erfahrungen genug gemacht, die uns wohl zu äußerster Vorsicht veranlassen sollten. Jst nicht die Regierung gesetzlich verpflichtet und zwar schon seit Anfang der 50er Jahre, ein allgemeines Bolts: schul. Gesetz vorzulegen; ist sie nicht ebenfalls schon lange verpflichtet, eine Militär: Strafprozeß Reform einzuführen( die erst jeht vorgelegt wurde, und wie ist sie aus gefallen!); hat nicht im Jahre 1893 Reichetangler Graf Caprivi versprochen, zur Deckung der Koften des Septennats sollten nur die stärkeren Schultern herangezogen werden? Auf letzteres Versprechen folgte die Quittungs, Inseraten-, Weinsteuer 2c., welche allerdings glücklich abgelehnt wurden. Und wie ist die Busage betreffs Milderung des Wereinsgesetzes gehalten worden? Nein, wenn das Zentrum etwas erreichen will, muß es auf einer fofortigen gefeßlichen Regelung der Flottensteuer bestehen; es darf sich auch nicht mit einer bloßen, gesetzlichen Verpflichtung der Regierung zur Einführung der Flottensteuer begnügen, denn es giebt schließlich immer noch Mittel und Wege, auf denen die herrschenden Parteien solche gesetzliche Verpflichtungen hintertreiben tönnen. Man muß das Eisen schmieden, so lange es heiß ist, und gerade der jezige Beitpunkt ist für eine Flottensteuer günstig. Wird erst die Flottenvermehrung bewilligt, und später die Roftendeckung erörtert, dann hat das Zentrum keinen Trumpf mehr auszuspielen, dann wird sich die Regierung auf die Hinterbeine stellen und einer Flottenstener niemals zustimmen. Warum auch? Sie hat ja ihre Schiffe und die Kosten müssen eben bezahlt werden. Deshalb darf die Frage der Kostendeckung jeßt nicht von dem Flottengesetz losgelöst werden; es muß eine Bestimmung in das Gefeß aufgenommen werden, welche so vollständig und so gut ausgearbeitet ist, daß auf grund deren eine Deckung ber Roften im Wege der Steuererhebung ohne weiteres möglich ist. Sollte aber jetzt eine befriedigende Lösung der Frage nicht zu erreichen sein, dann wäre es besser, wenn das ganze Flottengeset bis zum Herbste verschoben und Der inzwischen eine entsprechende Lösung gesucht würde. Entwickelung unserer Flotte würde das nichts schaden, denn es könnten in den Marine- Etat die für ein Jahr nothwendigen Summen eingestellt werden. Das Zentrum ist hier in einer verantwortungsvollen, gefährlichen Lage und man würde es ihm im Wolfe nicht vergeben, wenn es jetzt nicht völlig aus= reichende Fürsorge treffen würde, daß nur die stärkeren Schultern aur Deckung der Flotten- lukosten berangezogen werden. Das tann aber nur durch gesetzliche Regelung im Flotten gefeß selbst, aber auf teinem anderen Wege, erreicht werden." Heute Abend tritt die Zentrumsfraktion zur Berathung und Entscheidung über ihre Stellung zu den bisherigen BeWiederaufnahme des Verfahrens..." Die Nowosti", das Peters- Das preußische Abgeorducteuhaus fegte heute die Beschlüssen der Budgetfommission zusammen und sie dürfte sich burger fapitalistisch- liberale Blatt, tommentirt den Prozeß wie folgt: rathung des Kultusetats fort. Die Sigung entbehrt, wenn sie auch ohne Zweifel besonders auch mit der Kostenfrage befaffen. Wie zu erwarten war, hat die Gerichtsparodie unter Betheiligung zum größten Theil wieder durch Kulturkampfdebatten ausgefüllt unbefugter Ankläger in der Rolle von Zeugen und einer zahlreichen wurde, doch nicht des allgemeinen Intereffes. Zunächst sei die An- Da wird es sich also bald zeigen, ob ein erheblicher WiderMenge Schreihälfe und Radaumacher ihre Früchte geseitigt. Der fündigung des Abg. Dr. Porsch( 3.) erwähnt, daß das Zentrum stand gegen die Aufgabe des Etatsrechtes des Reichstages berühmte franzöfifche Schriftsteller muß büßen für seine heldenhaften bei den nächsten Landtagswahlen nur solchen Randidaten feine in Marinefragen und gegen die Art, wie Herr Dr. Lieber Bestrebungen zur Aufdeckung der Wahrheit Dieser Druck Stimme geben werde, die in der Frage der tirchenpolitischen Gesetz über die Kostendeckung hinwegtanzen möchte, vorhanden ist. ( be Boisdeffre's) auf die Geschworenen ist in der Geschichte der gebung seinen Standpuntt theilen. Einen breiten Spielraum nahmen Alle Zeichen deuten darauf hin, daß ein solcher Widerstand franzöfifchen Juftig beispiellos, ausgenommen natfirlich die Beiten die Erörterungen über das im vorigen Jahre beschlossene Lehrer nur in geringem Maße vorhanden ist, daß vielmehr die Fraktion bes Schreckens und der Kommune. Boisdeffre hat durch seine wenigen bef oldungs- Gefeß ein, dessen mangelhafte Ausführung zum des Zentrums dem Vorgehen des Dr. Lieber ihren Segen erWorte sämmtliche Grundlagen der französischen Berfaffung umgestürzt." Schaden der Lehrer von den Freisinnigen nörcke und Rickert theilen wird. In einem zweiten Leitartikel spricht daffelbe Blatt von dem Einfluß getadelt wurde. Leider vergessen die Herren die jämmerliche Haltung, Rußlands Vormarsch in China. Als vor einigen auf die Gefchworenen der terroristischen Eingebungen der Boulevard- die die freifinnige Stadtverordnetenmehrheit Berlins in dieser Breffe und der psychopatischen Menge... Der Prozeß hat Bola den Frage eingenommen hat, und gaben so den Konservativen Monaten russische Kriegsschiffe in Port Arthur und später in Ruhm eines Rämpfers für Wahrheit und für den guten Ruf Frant- v. Heydebrandt und Gamp Gelegenheit, Wahlreden zum Fenster der benachbarten Bucht von Talienwan vor Anker gingen, da reichs verschafft." Selbst das offiziöse und antisemitische" Nowoje hinaus zu halten und unter nicht ganz objektiver Darstellung des wurde offiziell erklärt, die Schiffe sollten daselbst nur überBremja" findet das Auftreten Bellieux' und Boisdeffre's abnorm vom wirklichen Sachverhalts die Lehrerfreundlichkeit der Konservativen wintern. Doch alle Welt war sich darüber klar, daß die Standpunkt der Einrichtungen, welche überall die Würde des Gerichts zu preisen. Der Kultusminister äußerte sich zu dieser Frage nicht. Ueberwinterung nur einen vorläufigen Vorwand für die Absicht: und die Unparteilichkeit des Geschworenen- Urtheils garantiren", und hingegen erklärte er auf eine Anregung des Abg. Rickert, eine tann nicht lengnen, daß die Geschworenen einem gewiffen moralischen größere Summe für Schulbauten in den Etat einzustellen und Rußlands bietet, jene Häfen dauernd in feine Macht zu er wisse dem bringen oder, wie es nun von Ottupationen chinesischen Druck ausgesetzt waren..." Schließlich sei noch erwähnt der scharfe eine Revision der Schulgebäude vorzunehmen, heißt, dieselben Protest des Vorsigenden des russischen Rasfations Finanzminister dafür dant, daß bereits vier Millionen für Schul- Besizes Zu Jetzt ist „ pachten". gerichts, des Senators Sakrewsky, gegen die Gefeßes bauten angewiefen sind, und er nehme von einer allgemeinen Re- Rußland mit diesem Plane offen herausgetreten und. verlegungen in den Prozessen Dreyfus und Esterhazy. Der vision Abstand, weil dadurch die Begehrlichkeit erweckt würde erzwingt in schroffster Weise seine Erfüllung vom„ beerste Gerichtsbeamte Rußlands widmete diesem Gegenstande wieder ein neuer Beweis dafür, wie sehr in Preußen die freundeten" Pekinger Hofe. Nach einer Londoner Meldung bereits zwei ftreng- juristische Artikel in der Juriditschestaja Gafeta" wichtigsten Kulturaufgaben vernachlässigt werden. Die endliche verlangt Rußland das Recht dauernder Besetzung von Port ( Juristische Zeitung). Durchführung der Medisinalreform stellte der Minister Arthur und Talienwan und wünscht die hierüber schwebenden Die Unterthanen des ruffischen Selbstherrschers, die Meline's im weiteren Verlauf der Debatte in Aussicht; da er dies jedoch Verhandlungen bis Ende März zum Abschluß zu bringen. Republik juristische Bettionen ertheilen eine schärfere Berurtheilung bereits seit vielen Jahren thut, so wird man auf dies Versprechen Nach einer Meldung der„ Times" aus Peting hat die russische ber Afterrepublit ist nicht denkbar. Die Bola freundlichen Blätter nicht allzuviel geben können. Bevor die Medizinalreform durcherblicken in den Aeußerungen der russischen Presse einen Beweis geführt ist, soll auch die Medizinalabtheilung vom Kultus Regierung sogar eine Frist von nur 15 Tagen zur Be bafür, daß man in ruffischen Regierungstreifen von der Unschuld des minifterium losgelöst werden. Hingegen soll die Kultusabtheilung antwortung der Forderungen gestellt und gedroht, im Falle der Ablehnung der Forderungen ihre Truppen in die] Mandschurei einrüden zu lassen. 001 die Rußland ganz gewiß nicht halten wird und nicht halten will begnilgen und sich im übrigen im südlichen und mittleren China schadlos halten. а Deutsches Reich. -Kultusminister Dr. Boffe hat eben wenig Glüd, Defterreich. besonders wenig in der Auswahl seiner Räthe, benen er vertraut Prag, 6. März. Im Laufe des Tages fanden vereinzelte Anund die thatsächliche Leitung der Geschäfte überläßt" so schließt sammlungen statt, die von der Polizei, welche Zusammenstöße mit ein auswärtiges Blatt feine kurzen Ausführungen zur lex Arons. Studenten befürchtete, zerstreut wurden. Ein Student wurde durch Uus tamen diese Worte wie eine Erleuchtung. Jetzt ist es uns tlar Steinwürfe verletzt. Im Laufe des Nachmittags wurden mehrere Herr Boffe, der Mann der vollen und ganzen Wahrheit, hat bei der wurden theils wegen Einmengung in Amtshandlungen, theils wegen Herr Bosse, der sich seiner Offenheit und Rückhaltlosigkeit rühmt, Fensterscheiben einzelner Gebäude eingeworfen. Fünf Personen ersten Lesung der lex Arons im preußischen Abgeordnetenhause aufreizender Reden verhaftet. trotz des böfen Scheines sich nicht geirrt. tammern: " Die russischen Forderungen beziehen sich aber nicht nur auf die genannten Häfen, sondern auf noch weit mehr. Man verlangt Bau- Erlaubniß für eine Eisenbahnlinie Mukden. Niutschwang Port Arthur, welche an die sibirisch mandschurische Linie anschließen würde; durch diesen Plan, der übrigens nicht neu ist, würde die ganze Halbinsel Liaotung der russischen Macht anheimfallen. Endlich verlangt Rußland Prag, 6. März.( Eig. Ber.) Die kritische Lage der Regie Es ist in der That die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß einer rung, mag fie nun Gautsch oder Thun heißen, wird durch den Umaber auch die ausschließliche Verwendung seiner Räthe den Universitätsrichter mit der Einleitung des Disziplinar stand erschwert, daß sich die Politik nicht auf das Parlament allein russischer Militärinstrukteure in den nördlichen verfahrens gegen Arons im Namen des Kultusministers beauftragte, beschränkt, sondern jeden Augenblick auf die Straße überspringen Theilen des chinesischen Reiches mit Einschluß der Provinz ohne Vorwissen des Minifters. Und kann es dann Wunder nehmen, fann. In der letzten Beit haben es in Defterreich die Politiker Petschili, in der die Hauptstadt Peking liegt. daß nach dem für das Ministerium recht kläglichen Ausfall dieses gelernt, die Argumente der Straße" ins Feld zu führen, die Menge Rußland ist also im Begriffe, feinen längst vorbereiteten Berfahrens der Nath dem Minister gegenüber erst recht Stillschweigen att gebrauchen und auch zu mißbrauchen. Daß da eine gewisse übte? Wenn also Herr Boffe in jener Sigung des Abgeordneten Erregung und Lebhaftigkeit in der Masse blieb, ist selbstverständlich. zu Plan, das ganze nördliche China seiner Herrschschaft unterthan hauses betheuerte, ribaltlos die ganzen Borgänge" Raum ist in Prag das Farbenverbot aufgehoben, zu machen, in großen Schritten der Verwirklichung entgegen bargelegt zu haben, trotzdem aufgehoben, dessent zu haben, trozdem er jenen wesentlichen Miß- Berlautbarung von der ängstlichen Regierung nur im Amtsblatte zuführen. erfolg nicht mit einem Wort erwähnt hatte, so bat er erfolgte, so ist auch das Straßentreiben wieder erwacht. Gestern Die chinesische Regierung wird natürlich nicht in der Lage sich anscheinend in gutem Glauben befunden er kannte offenbar tam es in der sechsten Abendstunde zu einigen Ansammlungen, meist fein zu widerstehen, jetzt um so weniger, als ihr auch im iene Vorgänge nicht, feine Räthe, denen er vertraut und die that von Schuljungen und Lehrburschen, die nationale Lieder singend eigenen Lande große Schwierigkeiten erstehen; es wird nämlich fächliche Leitung der Geschäfte überläßt", trifft die Verantwortung durch die Straßen zogen und erst gegen neun Uhr von der Polizei berichtet, daß die Vizekönige in mehreren Provinzen wegen der für die objektive unwahrheit. Ein Umstand freilich ist noch nicht zerstreut werden konnten. Heute Vormittag mochten vielleicht einige völlig bellig aufgeklärt; nach den ersten Auseinandersetzungen des Ministers farbige Müßen böses Blut erregt haben, und so tam es am der Reichsregierung abgeschlossenen Verträge, be in jener Landtagssigung hatte Herr Mundel hervorgehoben, daß der Abend abermals zu Demonstrationen". Man tann dieses Schreien sonders, soweit sie die Likin Abgaben betreffen, sehr Fall Arons noch nicht vollständig vorgetragen sei und auf jene und Sinundherlaufen der jüngsten Generation" wohl garnicht unzufrieden feien und an die Proklamirung ihrer Vorgänge im Jahre 1895 bingewiesen. Dätte das Herrn Bosse nicht so bezeichnen, denn ein politischer Anlaß zu jedwelcher Rundgebung Unabhängigkeit denken. Ob andere Mächte, insbesondere auffallen und ihn zu einer schnellen Erkundigung bei den ihn umliegt nicht vor. Dennoch wird dadurch die Erregung gesteigert und England, für den bedrohten Pekinger Hof ernsthaft gebenden Kommissaren veranlassen müssen? Wir wollen hoffen, daß abermals griff die Polizei am Wengelsplatz ein. Gin ernstlicher cintreten werden, erscheint wenig wahrscheinlich, obwohl die auch noch über diesen legten Zweifel Aufklärung erfolgt. Zwischenfall tam nicht vor. Bis jetzt haben diese Ansammlungen englische Presse sicherlich ihre Regierung wieder zu scharfem sicher gelegen. Schreibt doch ein medizinisches Fachblatt zu der Straßenpolitit" eine gewiffe Preffion auf die Regierung ausgeübt Ju Herrn Bosse's Interesse wäre eine solche Erklärung gans auch keinen ernsten Charakter; boch scheint es, daß durch diese Borgehen gegen Rußland antreiben wird. England dürfte auch fich auch weiterhin mit einigen Versprechungen bezüglich der vom Minister geplanten Errichtung von ärztlichen Disziplinar- werben soll. Daß gerade die Schuljungen diese Aufgabe zu erfüllen Handelsfreiheit in den russifizirten Gebieten- Versprechungen, Selbst wer an dem unbedingten Wertrauen baben, ist sehr traurig. au ben Worten des Herrn Kultusministers auch Frankreich. nach der Beröffentlichung der brei Dokumente in die Rammer bie 1892 zuerst eingeführten Seidenprämien er Paris, 5. März.( Eig. Ber.) Nach viertägigen Debatten hat Sachen Arons noch festbielt, wird- recht genaue Fixirung dessen, was Herr Bosse in seinem Erlaß versprochen, im höht und um weitere 10 Jahre verlängert. Die fechsjährige Er Gefeß verlangen müssen." munterungszeit" hat den Appetit der prämiirten Seidenraupen Herr Bosse steht, das frühere Vertrauen au seiner Offenheit und züchter und Seidenspinner gereist, aber keineswegs die Nothwendig - Graf Pofadowsty hat nunmehr auch seine Ehrlichkeit ist im Schwanken begriffen er wird uns bankbar feit der Einfuhr für die Lyoner Seidenweberei beseitigt. Bon den Arbeiter" vertreter gefunden, die ihn um Schuß auflehen sein, daß wir ihm Gelegenheit geben, auch die letzten Zweifel zu über 3 Millionen Kilogramm jährlich verarbeiteter Seide entfallen gegen die Vergewaltigungen durch sozialdemokratische Agitatoren", oder, wie es zum Schlusse der Eingabe nochmals heißt: durch„ ruhe: erstreuen, nachdem wir bereits unser Möglichstes zu seiner Ent- auf die einheimische Produktion blos 800 000 Kilogramm. Daher die Unmöglichkeit eines Schutzzolls, soll anders störende arbeitsscheue Personen", durch aufrührerische Elemente". fchuldigung gethan. die Lyoner Export Industrie nicht ruinirt werden. Der Und wer sind diese Repräsentanten der stillen, ehrlichen Arbeit, der- Das Mitglied des Herrenhauses Graf Wilhelm Schußzzoll nun durch bie Prämien ersetzt, Den Pflicht auf redlichen Erwerb"? Die Maurer, Bimmer und zu Stolberg- Wernigerode, General der Kavallerie, ist auf seinem Steuerzahlern erwächst daraus eine Last, welche im Budget für das Steinmetz... Poliere, Herr Torgau Schöneberg und Herr Wohnsitze zu Alt- Jannowitz, Kreis Hirschberg, gestorben. laufende Jahr insgesammt 8,8 Millionen Frants beträgt: 41/2 Mia. Klauſt- Berlin an der Spike! Erst die Baugeneitsmeister, one freiere ie nothwendig bie frengeberatung ber für die 280 Seidenspinneret- Befiher. Bei Abwesenheit Berarbeitung für die durchweg fleinbäuerlichen Raupenzüchter und 3,8 Mill. der Bäckereien und dementsprechend die Aufrechterhaltung Poliere, mit diesen auserwählten Bundesgenoffen zur Seite muß die Sturm gelaufen wird, zeigt eine Mittheilung der„ Franks. Zeitung", ausländischer Kokons, aber etwas weniger als für die Verarbeitung Bundesrathsverordnung ist, gegen die von den Bäcker- Innungen solles erhalten lettere natürlich Prämien auch für die Berarbeitung Die Streits find den Polieren natürlich in den meisten Fällen Militärpflichtigen fast alle Bäckergehilfen mit ersten Sorte ut. f. f. wonach in Bamberg bei der letzten Ausmusterung der inländischer, 51/2 gegen 61/2 Fr. pro Kilo gesponnene Seide der Die Prämien der Seidenspinner kommen das Werk einiger sozialdemokratischer Agitatoren", sie waren meist der Kräge behaftet gefunden wurden. Es sollen nun nahezu dem ganzen Betrage des von ihnen gezahlten Arbeitsbedingungen der augenblicklichen Lage der Verhältnisse auf dem frankheiten aus den Betrieben der Lebensmittel Bereitung verbeitszeit von vielfach 12 bis 14 Stunden! Trotzdem ist es Arbeitsmarkte und dem herrschenden Verkehrsgesetze entsprachen, schwinden. fodaß sich die nenaufgestellten Forderungen lediglich als agitatorische Genossen Jaurès, der sich an der Debatte in hervorragender Pläne der Streitführer zu dem Zwecke fennzeichnen, den Unfrieden eise betheiligte, nicht gelungen, für die Spinnerinnen eine Arbeitszwischen den Gruppen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu nähren zeit von 10 Stunden unter Beibehaltung der bisherigen Löhne als und die Kluft zwischen beiden zu erweitern." Minimum durchzusetzen. Sein Antrag wurde nachher von radikaler Seite in der Form einer maximalen Arbeitswoche von 60 Stunden ohne Berücksichtigung des Lohnes wieder aufgenommen und von der Rammer mit blos 8 Stimmen Mehrheit votirt. Der Senat wird aber den Antrag um so eher verwerfen, als beffen Annahme in der Rammer gegen den Willen der Regierung geschah. Gerner wurden die Seidenspinner verpflichtet, unter Strafe des Verlustes der Prämie höchstens 10 pet. ausländischer Arbeiter zu beschäftigen. Diese sozial- chauvinistische Idee, welche in der vorjährigen ZuckerprämienWeimarischer Landtag, 5. März.( Eigener Bericht) In der Debatte abgelehnt worden war, vereinigte nunmehr debattelos 386 heutigen Sigung wurden die für das Forstwesen nöthigen Gelder gegen 118 Stimmen. Auch eine Folge der Zola- Dreyfus- Affäre!.. bewilligt, die Regierungsvorlage betr. der Aufbesserung der Gehälter Sämmtliche Sozialisten stimmten mit der Mehrheit. Das gesammte fand einstimmige Annahme; die Abgg. Casselmann( frf) und Gefeß gelangte zur Annahme mit 434 gegen 76 Stimmen. Die Baudert( soz.) traten für erhöhte Ausbesserung der Gehälter der Sozialisten stimmten theils für, theils gegen, theils enthielten sie sich Die Polizeibehörde hatte durch eine Verordnung das Auf- Forstaufseher ein, der Antrag wurde nur von sieben Abgeordneten der Abstimmung. stellen von Playposten, das Besehen der Zugangsstraßen und der unterstützt. Unter den neuen Eingängen befindet sich ein Ge Die Wahl des sozialistischen Kandidaten Navarre zum Bahnhöfe, das Absperren des Arbeiterzuzuges unter Strafandrohung fuch der Gewerkschafts- Kartelle der größeren orsigenden des Pariser Gemeinderathes ist die untersagt. Die Streitführer haben selbst anerkannt, daß dieses Städte des Großherzogthums, betreffend die Er erstmalige Anerkennung der sozialistischen Erfolge in den Pariser energische Vorgehen sie zum Aufgeben der Arbeitseinstellung haltung und Erweiterung des Koalitionsrechtes Gemeindewahlen von 1896. Bisher haben die Radikalen der bestimmt habe." der Arbeiter. stärkeren sozialistischen Gruppe die Ehre des Vorsizes verweigert. So die Poliere, wegen deren Unterstützung wir das Reichsamt In den lehtjährigen Präsidiumswahlen hatten sich die braven des Junern ebenso aufrichtig beglückwünschen, wie wir es seinerzeit Aus Elsaß- Lothringen, 6. März.( Eig. Ber.) Während der Hadikalen sogar in ein Schachergeschäft mit der kapitalistischbei der Eingabe der Baugewerks- Innung gethan haben. Sage mir, Vertreter der reichsländischen Regierung im Reichstag die Diftatur reaktionären Minderheit eingelaffen. Diesmal ging das beim beften mit wem du intimen Umgang haft, und ich will dir sagen, was in Elsaß- Lothringen als ein bloßes Schlagwort" hinzustellen beliebt, willen nicht, da die Kammerwahlen vor der Thür stehen und auch deine Sozialpolitit werth ift. mit dem sich bequem manipuliren laffe, fährt man bei uns ruhig in Paris ein Wahlbündniß zwischen Radikalen und Sozia Der ErUeber die Erzeugung und die Behandlung fort, in der Praxis nach den alten Entrechtungs- und Unterdrückungs- listen vielfach ein Gebot der Nothwendigkeit ist. des Saccharing in den verschiedenen Ländern sind der grundfäßen zu„ regieren". Verfloffene Woche sollte in Colmar folg der Präsidiumswahlen ist daher von gewiffer günstiger eine öffentliche Metallarbeiter- Versammlung stattfinden, für welche Borbedeutung 10. Rommiffion des Reichstages einige interessante Schriftstücke ein Referat des Herrn Weißmann aus Stuttgart über die Stel- zählte bis vor wenigen Jahren zur radikalen beziv. sozialistischfür die Pariser Kammerwahlen. Navarre feitens des Reichsschaamtes übermittelt worden. Danach betreiben in Deutschland heute 5 Fabriken die lung der Arbeiterschaft zu der reichsgefeßlichen Organisation des radikalen" Gruppe. Er sitzt im Gemeinderathe seit 1885 und ist ein Die Genehmigung derselben wurde gediegener Renner namentlich des städtischen Unterstützungswesens. Herstellung von Saccharin und ähnlichen Süßstoffen: Riedel- Berlin, Handwerks vorgesehen war. Fahlberg, Lift u. Co. in Salbke- Weiterhüsen, die Farbwerte Polizeilich erfeits ohne jede Angabe von Gründen verweigert. Die Einen hervorragenden Dienst leistete er den Sozialisten Ende 1894, Höchst a. M., die Farbenfabrik vormals Bayer u. Go. in Glberfeld, betreffende Polizeiverfügung entspricht genau dem Schema jener als er in der Stichwahl zu gunsten Gérault- Richard's sich zurückzog die chemische Fabrit von Heyden in Radebeul. Die Produktion Utase, mittels deren man bei uns auf grund der diskretionären Be- und so dessen Wahl, das Vorspiel der Demission Cafimir Perier's, ist genau zu bemessen, weil die Fabriken auf grund des fugnisse der Verwaltungsbehörden der Bereinigungs- und Bersamm sicherte. Buckersteuer- Gesetzes der Rontrolle der Steuerverwaltung unter lungsfreiheit der Arbeiterschaft den Kragen umzudrehen pflegt. Es für Todtschlag und Körperverlegung unachtsamen Bauleiter fordern, und nun auch noch die völlig ungerechtfertigt, indem die derzeitigen Lohn- und Arbeits- energische Maßregeln getroffen werden, daß diefe ekelhaften Haut( m. 20 Bf.) täglich, meist niedriger, lohnes gleich. Der Lohn ift nirgends höher als 1/2 Fr. Der Arbeiter habe sein Recht auf Arbeit ganz verloren; alljähr: lich würden auf diese Weise erhebliche Kapitalien dem National vermögen entzogen, zahlreiche Familien in Vermögensverfall gebracht und auf die öffentliche Armenpflege angewiesen. Mrs Arbeitervertreter und„ friedliebende Arbeiter" ersuchen num bie Petenten um nachhaltigsten Schutz" und schnelle und strenge Ahndung jeder Gesegesverlegung von seiten der Streitführer". Bezeichnenderweise scheinen sie dem Grafen Posadowsky teine großen Erfolge bei seinem Anlauf gegen den§ 153 der GewerbeOrdnung zuzutrauen. Sie wollen also innerhalb der geltenden Rechtsregeln" möglichst viel Terrorismus seitens der Polizei und der Gerichte. Ihr Ideal ist wir wissen nicht, ob mit Recht oder Unrecht die Polizei in Liegnitz: Verbrauch. " 3 - Ghronik der Eisenbahn Unfälle. Amtlich wird aus Main beute gemeldet: Am Sonntag, den 6. März sind in bem Güterzuge 481, welcher die Station Gustavsburg um 7 Uhr 48 Minuten abends durchfahren hatte, fünf theilweise beladene Güterwagen auf dem Damme noch vor der Fluthbrücke entgleift, wodurch beide Geleife bis gegen 8 Uhr morgens gesperrt waren. Vom Personal des Buges ist dabei niemand verlegt worden. So weit es möglich war, wurde der Werkehr durch Umfeigen, sowie durch Ueberleiten der Reisenden auf die rechtsrheinische Strecke auf recht erhalten. Die Untersuchung ist fofort eingeleitet worden. Die Ursache der Entgleisung ist noch nicht festgestellt. lautet kurz und bündig: Colmar, ben 28. Februar 1898. Die von Ihnen durch Eingabe vom 26. d. Mts. für den 3. März angekündigte öffentliche Versammlung würde nach Art. 1 des Gesetzes vom 6. Juni 1868 nur mit Genehmigung des Herrn Bezirkspräsidenten stattfinden können. Der Herr Bezirkspräsident hat diese Genehmigung versagt, weshalb die Versammlung unterbleiben muß. D ( 1 bei einer ArBelfort, 6. März. Bei einem von der republikanisch- pros worfen sind: ste betrug in den Betriebsjahren 1894/95 bis 1896/97 greffiftischen Partei heute hier zu Ehren Bourgeois' veranstalteten etwa 38-842/ 3 tausend Kilogramm, scheint aber feit dem Ablauf des letzten Betriebsjahres, also seit August 1897 in rascherem Bankett hielt letterer eine Rede, in welcher er auf die Wichtigkeit Wachsen begriffen zu sein, vielleicht wie die Regierung erwähnt ber bevorstehenden Wahlen hinwies, bei denen es sich darum handeln nur infolge der drohenden Besteuerung, um rasch noch unverftenerte werde, das Erbtheil der Vergangenheit zu vertheidigen und zu ver hindern, daß die Autorität des Papstes und des Königs die des Mengen in den Verkehr zu bringen. Etwa 6/10 der Produktion gehen gleich von den Fabriken in das Ausland. Von den 4/10, welche Voltes ersetze. Die Gemäßigten, die Legitimisten und die Ralliirten ständen unter der Zahne der offiziellen Kandidatur zusammen. Zur Die Julandshändler zunächst übernehmen, scheint ebenfalls ein beDreyfus Affäre übergehend warf Bourgeois der Regierung ihre ver Der Kreisbirettor. trächtlicher Theil später wieder exportirt zu werden, so daß höchstens zögerten Erklärungen in dieser Angelegenheit vor. Bourgeois schloß ( gez.) Dr. Curtius. ein Viertel bei uns Verwendung findet. Von einer Einfuhr kann bei uns demnach nur unter ganz außergewöhnlichen Umständen vor ein Barteigenoffe aus dem Oberelsaß zu diefer neuesten llustration Schrumm! In unserm reichsländischen Parteiorgan schreibt mit einem Appell an die Einigkeit der Republikaner. England. übergehend einmal die Rede sein. des Halley'schen Schlagwortes": Wir waren nicht sehr überrascht, Rundgebung der englifchen Handels Biele Staaten haben hohe Eingangszölle( Finland 12000 Mart als wir das Verbot erhielten. Machdem die Herren Kreisdirektoren tam mern gegen die deutsche Handelspolitik in pro Doppelzentner!), die wie ein vollständiges Berkehrsverbot wirken und Bürgermeister unter vieler Mühe eine Art Handwerker- Organi- D ft a fien. Wie aus London berichtet wird, hat der ständige Aussollen, da diese Länder selber kein Saccharin erzeugen. Norwegen fation au stande gebracht, wie sollten sie sich da von den Arbeitern schuß der Handelskammern Englands beschlossen, der am 12. März und England verbieten die Berwendung zur Bierbereitung, Spanien etwas breinreden lassen?! Die Herren Meister und Unternehmer in London zusammentretenden Delegirtenversammlung der Handelsfür Nahrungszwecke. Belgien, Italien, Portugal, Rußland, ähnlich werden von Staat, Gemeinde und Kirche gehätschelt und gestreichelt, tammern eine Resolution vorzulegen, worin ausgesprochen wird, auch Schweden, beschränken das Saccharin auf den medizinischen werden zur Gründung eines wirthschaftlichen Intereffenbundes ein- daß die von der deutschen Regierung durch die Bachtung von Die italienischen Bestimmungen von 1889/90 und die belgischen von 1897 werden unserer Reichstags- Kommission wahrscheinlich zum Anhalt dienen, nur daß man bei uns dem Ausgang aus den Fa briten ähnlich überwachend folgen wird wie dort der Einfuhr über die Grenze. In Belgien z. B. ist die inländische Herstellung verboten. Jeder Apotheker, der ein bestimmtes Quantum einführen will, hat dafür vom Finanzminister die ausdrückliche Genehmigung Chinesische 3. Der Reichs- Anzeiger" melbet: Die von Brüffel, 6. März.( Boff. 3tg.") In ganz Flandern einzuholen. An der Grenze wird die Waare revidirt, fie geht unter dem kaiserlichen Gesandten in Peking mit der chinesischen Regierung herrscht eine ungeheure Gährung auf dem flachen Lande; unter den Zollverschluß bis zum Wohnort des Apothekers, wo das Steueramt geführten Verhandlungen sind zum Abschluß gelangt. Der Vertrag, Arbeitern und Bauern hat eine so allgemeine und wachsende Gutdie Einbringung überwacht. Der Apotheker darf das Saccharin nur welcher auch die an Deutschland in Shantung gewährten wirthschaft- rüftungsbewegung platgegriffen, daß das katholische Regis auf ärztliche Verordnung verabfolgen. Er ist zu einer genauen lichen Zugeständnisse umfaßt, ist am 6. ds. Mts. von beiden Theilen ment in Flandern ernsthaft gefährdet ist. Das von dem Genter Registerführung über die eingegangenen und abgegebenen Mengen unterzeichnet worden. Bischof Mgr. Stillemans über den chriftlich- demokratischen Führer verpflichtet, so daß die Behörden aus dem Stande des Vorrathes Das Wolff'sche Bureau theilt mit: Nach telegraphischen Nach Abbé Daens verhängte Verbot, in politischen Versammlungen im Vergleich zu den Nachweisen des Registers sich jederzeit davon richten aus China ist der Fall des deutschen Missionars Homeyer aufzutreten und ein parlamentarisches Mandat anzunehmen, überzeugen fönnen, ob unerlaubte Mengen eingeführt oder Quantitäten von der Berliner Mission, der bekanntlich landeinwärts von Canton bat die schon längst dahinschleichende Gährung zum Ausau unerlaubten Zwecken abgesetzt worden sind. verwundet und beraubt worden war, nunmehr befriedigend erledigt. bruche gebracht. Daher der Beschluß der Bischöfe, allen Wenn wir die Situation richtig beurtheilen, so ist bei uns nicht Die Thäter und die der Nachlässigkeit schuldig befundenen Beamten Brie stern die Annahme eines parlamentarischen nur die Mehrheit der Reichstagskommission, sondern auch die Re- werden bestraft. Der Generalgouverneur hat eine namhafte Summe Mandats zu verbieten, und der Lütticher Bischof Mgr. gierung für den Weg der Verkehrsbeschränkung, nicht der Besteue- als Entschädigung angewiesen und sich auch anheischig gemacht, den Dutrelour hat bereits dem Senator Abbé Reesen verboten, sich rung und Berzollung. Besonders eilig wird man es damit jedoch Erwerb dreier Grundstücke zur sicheren Unterkunft für die Missionare um die Verlängerung feines Mandats als Senator zu bewerben. nicht haben. zu vermitteln. Doch das vermag nicht mehr den Sturm aufzuhalten, und die kleine geladen, und wenn sich die Arbeiter ihrerseits die Freiheit nehmen, aus dieser allgemeinen Organisation des Handwerker- und Unternehmerthums für sich die Nutanwendung zu ziehen, so werden ihre Bersammlungen verboten. Bedarf's noch fernerer Fingerzeige, um der Arbeiterschaft die Augen zu öffnen? " Riaotschau inaugurirte Handelspolitik den allgemeinen Interessen des europäischen Handels zuwiderlaufe. Es soll demnach die englische Regierung ersucht werden, bei der deutschen Regierung die völligeGleichstellung der deutschen Handelspolitik mit der bisher von England innegehaltenen zu beantragen. Belgien. " Parket- Nachrichten. Am vlämische Presse ruft mit echt vlämischer Heftigkeit das Bolt zum Deutsches Reich. erbittertften Kampfe gegen die Klerikalen auf. Auge um Ange! En Flensburg ist der Formerstreit, ber bei der Firma Zahu um Zahn!" fo ruft das einflußreiche Hat Recht". Bu Die fünf Mitglieder des Vorstandes der sozialdemokrati Jepson 1. Sohn ausgebrochen war, gütlich beigelegt. den Wahlen, zum Kampfe! Der tausenden Demokraten fchen Partei sind der Genossenschaft zur Herstellung der Bergi 3. März nahmen sämmtliche Ausständige die Arbeit wieder auf. in der Person ihres Führers zugefügte Schlag wird gesch en Arbeiter stimme" in Solingen( G. m. b. S.) bei" rächt werden. Horchet auf! schon ertönt die Alarmglocke! getreten. Damit und mit dem Eintritt einer größeren Anzahl von In Halle a. S. waren nach einer vom Gewerkschaftskartell Ihre Stimme wird sich über ganz Flandern verbreiten! Auf Genossen der Opposition in dieselbe Genossenschaft, der demnächst aufgenommenen Statistik, die sich auf die Zeit vom 1. April bis zum Kampfe ohne Raft und ohne Erbarmen! Auf Leben und Tod! erfolgt, werden hoffentlich die letzten Schwierigkeiten beseitigt sein, 16 715 Arbeiter, 2084 bis 2134 Arbeiterinnen, 2959 bis 3084 1. Oftober 1897 erstreckt, insgesammt beschäftigt: 15 415 bis Zu den Waffen! Zur Schlacht!" In Gent, in Aloft und anderen die sich bisher im Kreise Solingen der gemeinsamen Parteithätigkeit flandrischen Wahlkreisen, die bisher nur klerikal vertreten sind, ist unserer dortigen Genossen entgegenstellten. Jugendliche. für die bevorstehenden Wahlen schon ein Kartell zwischen Die Zahl der organisirten Arbeiter betrug am 1. Oktober Liberalen, Fortschrittlern, christlichen Demokraten unb Sozialisten In den oberschlesischen Wahlkreisen ist insofern eine Aendes vorigen Jahres 8138. Die Hirsch- Dunder'schen Vereine sind dabei zum Abschlusse gekommen auf der Grundlage: Beseitigung der rung unserer Kandidatenliste eingetreten, als an stelle des Genoffen jedoch nicht berücksichtigt worden. Mehrstimmen und Einführung der verhältnißmäßigen Vertretung." Habel, der zurück tritt, Genosse Hirschmeier aus Neustadt Revision hat der Staatsanwalt eingelegt in der Sache des Wird dieses Kartell durchgeführt, so sind alle klerikalen Size in im Kreise wird. Leobschüz kandidiren In Groß- Vorsitzenden des 3immerer Verbandes, Uebertretung des Flandern gefährdet. Die katholische Presse ist darob ganz aus dem Strehliz Rosel aber, 100 Hirschmeier erst aufgestellt§ 360 Abs. 9 des St.-G.-B. betreffend. Jener Verband soll eine Häuschen und beschwört die Ordnungsmänner, fich um die katholische aus Breslau aufgestellt worden. war, ift von dem oberschlesischen Wahlkomitee F. Wolny Versicherungsanstalt sein, was das Landgericht aber nicht Fahne zu schaaren. Gegen die lettere Ran- angenommen hat. Dänemark. - Ein Finanstonflitt ist für die nächste Zeit garnicht ausgeschlossen. Für die dritte Lesung des Budgets liegen nicht weniger als 224 Nenderungsanträge vor, von denen mehrere von tiefeinschneidender Bedeutung sind. Namentlich ist es ein neuer Zusaß posten von 325 000 Kr. im Militärbudget, der leicht zu einem Kon flikt führen könnte. Der Folkething hat das Schulgeset in aweiter Lesung behandelt. Die Moderaten sind gegen den Zuschuß von 270 000 kronen, welcher der Stadt Kopenhagen für das Schulwesen gewährt werden soll. Der sozialistische Abgeordnete Klaufen wies nach, daß es Lehrer giebt, die durch ihre Noth gezwungen würden, noch einen Nebenerwerb zu treiben; so betrieb ein Lehrer sogar Bürstenbinderei. Aber der Vertreter der Moderaten meinte, das entehre die Lehrer nicht, und warnte die Lehrer davor, zu versuchen, durch Berufsverbände ihre Verhältnisse zu verändern. Klausen widerlegte seine Einwände und ironisirte namentlich das Berfahren der Moderaten, die beim Kirchenwesen für Kopenhagen alles bewilligten, aber für die Schule nichts geben wollen. Schließlich wurde das Gesetz nach dem Entwurf des Folkething Ausschusses gegen die Stimmen der Moderaten angenommen. Schweden. - Dem Reichstag ist in der vorigen Woche der hier früher schon besprochene und als unannehmbar bezeichnete Regierungsantrag einer Arbeiter Altersversicherung zugegangen. Sehr charakteristisch für die Haltung der schwedischen Regierung ist die Begründung, welche man für die unmögliche Bestimmung, daß alle Arbeiter über 30 Jahre von der Versicherung ausgeschlossen sein follen, giebt: Db die übrigen Arbeiter mit aufgenommen werden sollen, ist eine reine Kostenfrage. Wenn der Reichstag also weiter geben wolle, habe die Regierung nichts dagegen. Hjalmar Branting, der sozialistische Abgeordnete, weist mit recht darauf hin, daß es ein Beweis der außerordentlichen Schwäche der Regierung gegenüber den Konservativen sei, daß sie in einer so wichtigen sozialen Reformfrage nicht die Initiative ergreifen will, sondern die Verantwortung auf die Kammermehrheit abwälze. Italien. Gemeindewahlen in Hessen Naffan. In Sed bach, Bergen, Pre ungesheim und Praunheim wurden in der dritten Klaffe die Arbeiterkandidaten mit großer Mehrheit gewählt. " # zehn didatur wendet sich nun in der letzten Nummer der„ Gazeta Ueber die Ursachen des Streiks der Maurer Naumburgs Arbeiterpartei in einer langen Erklärung uns erscheint letzteres Robotnicza" der Vorstand der polnisch sozialdemokratischen berichtet das Boltsblatt für Halle": Vorgehen sehr unangebracht. Die Aufstellung der Kandidaten Ruf mitbringen, ihre Arbeit sehr gut gelernt zu haben, mußten fich Die Naumburger Maurer, die überall, wo sie hinkommen, den ist Sache der Genoffen des betreffenden Kreises und der Um- bei elfstündiger Arbeitszeit mit einem Stundenlohn von 20 bis stand, Organ, und sei es auch der Parteivorstand, in Differenzen gerathen arbeiter) erhielten einen Lohn bis 33 Pfennigen. Selbst auf dem daß ein Genosse einmal mit irgend einem Partei- 30 Pfennigen abspeisen lassen, und nur sehr wenige( Poliere, Borauszuschließen. Die Verhältnisse in Oberschlesien liegen für unsere Auch hier wurden Löhne von 25 bis 40 Pfennigen bezahlt, trotzdem ist, ist fein Grund, diesen Genossen von den Partei- Ehrenämtern größten Bau, dem Neubau der Kadettenanstalt, war es nicht besser. Partei schwierig genug; man sollte sie durch persönliche Zwiftig gerade dieser Bau ausgezeichnete Arbeitskräfte gebrauchen konnte. feiten nicht noch schwieriger gestalten. Dabei ist wohl kaum in einem Ort der Klassenlohn so verbreitet wie in Naumburg. Auf einem Bau, wo Maurer arbeiteten, wurden auch zehn verschiedene Löhne bezahlt. Die Maurer beschlossen daher, und zwar schon im Herbst des vorigen Jahres, den Unternehmern die Forderung zugehen zu lassen, daß sie genossen Baul Hug als Beigeordneter der Gemeinde Bant er Arbeitszeit verlangen würden. Also über rechtzeitige Meldung der Gegen die ministerielle Nichtbestätigung unferes Partei vom 1. April 1898 an 35 Pf. Stundenlohn und eine zehnftündige bob eine stark besuchte Gemeindebürger Versammlung daselbst scharfen Forderung brauchten sich die Unternehmer nicht zu beklagen. Sie Brotein. Weiter wurde von der Versammlung den Vorständen ber lönnen alle ibre arbeiten auf die Forderung der Maurer einrichten. Bürgervereine aufgegeben, eine Petition an den Landtag zu richten Als die Arbeiter Ende Februar nun die Bitte an die Unternehmer worin derselbe ersucht wird, auf eine Aenderung des Bestätigungs- stellten, ihnen eine klipp und flare Antwort zu gebeit, rechtes des Ministeriums hinzuwirken, nach welcher dasselbe wurde ihnen erklärt, man wolle eine zehnprozentige Lohndie Bestätigung eines zum Gemeindevorsteher oder zum Beigeordneten erhöhung bewilligen, aber nur insoweit, daß der HöchstGewählten nur dann versagen kann, wenn derselbe zur Ausübung lohn 30 Pf. betragen sollte. Also den Maurern, die vorher der Amtsfunktionen unfähig oder wegen gemeiner Bergehen, die 31 oder 32 f. erhielten, follte ihr bisheriger Mehrverdienst entzogen mit dem Verlufte der bürgerlichen Ehrenrechte verbunden sind, be- werden, und die Klassenlöhne sollten beibehalten werden. Dieses straft worden ist. Anerbieten der Unternehmer wurde zurückgewiesen, und die Maurer legten, nachdem sie am 27. Februar mit über 100 gegen 4 Stimmen beschlossen hatten, in den Kampf einzutreten, die Arbeit nieder. Wenn die Unternehmer gehofft hatten, mit einer großen Zahl von Streifbrechern rechnen zu können, so hatten sie sich geirrt. Von 120 Mann waren es am ersten Tage nur ein Dugend, und selbst biefe armselige Zahl vermindert sich von Tag zu Tag. = Die Arbeiter Zeitung in Halberstadt, die feit Neujahr zweimal wöchentlich erscheint, wird vom 1. April an dreimal wöchentlich herausgegeben. Der Abonnementspreis beträgt monatlich 50 Pf. In Leipzig ist ein Wahlverein für den 12. Reichstags Wahlkreis( Stadt Leipzig) gegründet worden. Der Töpferstreik in der Fabrik Saronia in Meißen= Für Parteizwecke gingen aus Zwickau ein: Von Richard Cölln wurde am Sonnabend in einer Versammlung mit 134 M. 5,20. August M. 4,80 Julins S. 3,20. Gottlieb R. 6,00. gegen 19 Stimmen für beendet erklärt, nachdem die Direktion Hermann Sch. 20,-. Robert R. 8,80. Johann W. 40,-. Dito Bugeständnisse gemacht hatte. Der Streit hat 7 Monate gedauert. N. 20,-. August J. 4,-. Gustav 2. 25,-. Albin V. 20,40. Bur Unterstüßung der betheiligten Arbeiter waren bedeutende Mont, 6. März. Wegen eines Zeitungsstreites fand heute Christian R. 40,-. Gustav 2. 25,80. Vom Weihnachtsmann 75,60. Summen erforderlich, die aber zu einem beträchtlichen Theile von zwischen dem Deputirten Macola, dem Direktor der Gazetta di Mother Johannes 3,68. Seiler 8, A. W. V. 162,42. Tillner den Töpfern Meißens selbst aufgebracht wurden. Während die Venezia" und dem Deputirten Cavallotti ein Duell statt, bei 8,60. Adam Sann 3,90. Rampfgenossen an der Bluts 3,-. Einigungsverhandlungen schwebten, wurden wie wir bereits welchem Cavallotti infolge eines Säbelhiebes, der die große Schlag Hammerdittrich 4, Brand 6,55. Heinrich 13,45. Feiner Davd mittheilten drei der Ausständigen vom Dresdner Landgericht ader durchschnitt, todt auf dem Plaze blieb. 18,54. Theodor M. 1,-. Vom Wolf in der Rose 1,-. Buch unter Borsiz des früheren Amtsrichters Dr. Becker wegen Be binder 10,-. Cavallotti, der so schmählich geendet, war 1842 geboren, August M. 1,-. M. R. 1,-. Papierfiste drohung von Streifbrechern zu der horrenden Strafe von je fünf St. Anw. 38,31. jung schloß er sich Garibaldi an, unter dessen Truppen er Zwickau 2,50. Luz 30,-. 2. P. 11,60. Monaten Gefängniß verurtheilt! ehrenvoll focht. Er war eine demokratische Natur, stimmte D. 2. 3. 30,-. Hermann R. 31,64. Hermann S. 6,50. Lohr 15,80. Ausland. stets mit der äußersten Opposition. Erst in der letzten Zeit schien er der Tabatarbeiter Zwickau Schedewitz 14,20. Coldis 9,20. Colditz 9,20. Summa: Regierung freundlicher gegenüber zu stehen. Seine politische 734,69 m. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Haltung war im wesentlichen bestimmt durch seine irredentistische Gesinnung, er hielt die Einigung Italiens nicht für vollendet, bevor Durch eine Notiz über die Beerdigung eines angeblich Schein Triest, Istrien und Südtyrol an Italien gekommen seien. Deshalb todlen in Wüstegiersdorf soll die Breslauer, Volts wa ch t" war er auch schroffer Gegner des Dreibundes und, obgleich Frank- groben Unfug begangen haben. Das Schöffengericht hatte auf Freireich italienisches Gebiet wie Savoyen und Nizza besigt, fritifloser sprechung erkannt, weil die Allgemeinheit durch die Notiz nicht Franzosenfreund. Er hatte sich auch als Diamatiker einen Ruf beunruhigt worden sei. Das Landgericht nahm das Gegentheil an erworben, von übertriebenen Bewunderern wurde er der italienische und verurtheilte den verantwortlichen Redakteur Neukirch zu Schiller genannt. 30 M. Geldstrafe. Spanien. für die Küstenwacht teine Schlachtschiffe seien. Sehr friedliche Anzeichen für das Verhältniß zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten sind dies nicht. " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. Zum Schuhmacherstreik ist mitzutheilen, daß bts jetzt noch Der Streik der Waggonarbeiter in Graz ist noch nicht beigelegt, die Zahl der Streitbrecher will sich trotz aller Aufrufe des Direktors Profosch nicht vermehren. Damit die Beilegung des Ausstandes baldigst möglich ist, muß noch immer der Zuzug von Schmieden, Schlossern, Drehern u. s. w. nach Graz streng ferngehalten werden. Soziales. Dor. Der Arbeitsmarkt im Februar erhielt durch die ausnahms. Der verantwortliche Redakteur der Schleswig- Holweise Lage im Baugewerbe gegenüber dem vorigen Jahre ein stark Madrid, 6. März. Der Minister des Aeußern zeigte dem steinschen Volkszeitung" in Kiel, Genosse üttgen 3, verändertes Aussehen. Wie in einer ausführlichen Darstellung in amerikanischen Gesandten Woodford an, die spanische Regierung wurde am Sonnabend wegen Beleidigung des Regierungspräsidenten der neuesten Nummer der Monatsschrift" Der Arbeitsmarkt" über wünsche, daß der amerikanische Generalkonsul in Havana, F. Lee, in Schleswig zu 100 M. Geldstrafe verurtheilt. Vom Reichsgericht den Saifonwechsel im Baugewerbe" nachgewiesen ist, hat der diesabberufen und die Kriegsschiffe vor Kuba durch Handelsschiffe er war das frühere freisprechende Urtheil aufgehoben und die Sache an jährige Winter den Arbeitern unerwartet reiche Arbeitsgelegenheit st würden, damit der offizielle Charakter des dortigen amerikani- die Strafkammer zurückverwiesen worden. Der Staatsanwalt batte geboten; infolge war auch im Februar diesmal die Lage des Arbeitsfchen Unterstützungsdienstes beseitigt werde. Woodford übermittelte drei Monate beantragt und es als unerhört" bezeichnet, daß der marktes wesentlich günstiger als im selben Monat des vorigen diese Wünsche seiner Regierung in Washington auf telegraphischem Antrag gestellt worden war, es solle festgestellt werden, daß der Re- Jahres. Nach den Berichten der Arbeitsnachweis- Verwaltungen beWege. Dieselbe antwortete, daß sie sich weigere, unter den gegen- gierungspräsident parteiisch vorgegangen fei. warben sich um 100 ausgebotene offene Stellen im Februar wärtig obwaltenden Umständen Lee zurückzuberufen und den Dienst dieses Jahres 137,2 gegen 145,2 im Februar vorigen Jahres. Von der Kriegsschiffe einzustellen unter dem Hinweis darauf, daß Kreuzer 48 Arbeitsnachweisen liegen vergleichbare Daten Von diesen weisen im Vergleich zum Februar vorigen Jahres 26(+2 ausländischen) eine Abnahme und nur 18(+2 ausTändifchen) eine Zunahme auf. Abgenommen hat der Andrang der Arbeitslosen in Rig Havana, 7. März. Die Wahlen für die kubanischen Rammern feine Verhandlungen stattgefunden haben. Wie schon befannt gedorf, Erfurt, Gera, Hannover, Osnabrück, Münster, Elberfeld, werden am 27. April stattfinden. geben, haben sich noch die Ballschuh- Arbeiter, die Stepper und Düsseldorf, Anchen, Kreuznach, Frantfurt a. M., Darmstadt, Heidel Stepperinnen der Firma Fürsten beim dem Streit angefchloffen. berg, Lahr, Mannheim, Konstanz, Pforzheim, Stuttgart, Rannstatt, Die Unternehmer scheinen beschlossen zu haben, daß der Arbeits- Ludwigsburg, Gßlingen, Reutlingen, Heilbronn, Ulm, Fürth, AugsMilutin Garaschanin, der serbische Gesandte in Paris, ist im Alter von 55 Jahren gestorben. Damit verliert die nachweis nicht eher für andere Firmen vermitteln darf, bis der burg, Brünn, Bern. an Arbeitern Bedarf an sogenannte serbische Fortschrittspartei ihren Führer, der häufig Ein Ballschuh- Arbeiter, der von einem Fabrikanten engagirt Posen, Breslau, Frankfurt a. D. Berlin, Halle a. S, Quedlinburg, in den Ausstandsfabriken gedeckt ist. Eine Zunahme von Arbeitslosen war zu verzeichnen in Minister und Ministerpräsident war und an dem Zerfall der worden war und sich den Schein auf dem Bureau des Fabrikanten Essen, Köln, M.- Gladbach, Wiesbaden, Gießen, Worms, Kaisers serbischen Finanzen die Hauptschuld mit trägt. Seit 1894 war er Verbandes abholen wollte, wurde abgewiesen; er könne nur einen lautern, Freiburg i. B., Schopfheim, Schw. Hall, Nürnberg, Gesandter in Paris, 1895 wurde er noch zum Präsidenten der solchen für die Firma Fürstenheim erhalten. In einer Zeit, wo so München, Wien, Winterthur. Stuptschina gewählt. Seitdem war er politisch ohne Bedeutung. viel vom Terrorismus" der Arbeiter die Rede ist, ist es besonders angebracht, auf dieses Verhalten der Unternehmer hinzuweisen. Konstantinopel, 6. März. Gegen den ersten Sekretär des Die Schuhmacher der Friedrich it a dt( Handarbeiter) bulgarischen Exarchats, Markabrosow, wurde gestern Mittag ein erklärten in einer am Montag abgehaltenen Versammlung, den Attentat verübt. Der Angreifer ſtellte an den Sekretär einige Fragen Streit der Fabrikschuhmacher wegen seiner prinzipiellen Bedeutung in bulgarischer Sprache und gab darauf mehrere Revolverschüsse ab. mit allen Mitteln zu unterstüßen. Durch zwei Schüsse wurde der Sekretär schwer verlegt; der Thäter In Weißenfels hat eine Gewerkschaftsversammlung erklärt, enttam. Da der Sekretär Chefredakteur des Blattes" Novini" ist, da der Streit der Berliner Schuhmacher von großer das dem bulgarischen Exarchat gehört, wird ein politischer Racheatt prinzipieller Bedeutung für die gesammte Organiſation der Schuhvermuthet. Markadrosow ist an den erhaltenen Wunden gestorben. macher Deutschlands sei, die Sache zu der ihrigen zu machen und Serbien. Türkei. Bisher sind 50 Verhaftungen vorgenommen worden. Griechenland. gelobte, die Berliner streitenden Schuhmacher mit allen moralischen und materiellen Mitteln zu unterstützen. Arbeiterwohnungen. In Fürth erbot sich der Baumeister Rißtalt, angesichts des Mangels an kleinen Wohnungen eine Anzahl Arbeiterwohnhäuser zu erbauen, wenn ihm die Stadt für diese Häuser, Erleichterungen in Beziehung auf Her= stellung der Straßen und Beleuchtung und Kanalisirung derselben einräume. Die Stadt ist jetzt auf diese Bedingungen eingegangen und hat mit dem genannten Baumeister einen Vertrag abgeschlossen. Depeschen und lehte Nachrichten. Wien, 7. März.( W. T. B) Der Neuen Freien Presse" zits folge ift das Rabinet Thun folgendermaßen zusammengefeht: Athen, 5. März. Die Deputirtenkammer nahm heute den GesetzAchtung, Zimmerer! In Erwiderung auf die Bekanntgabe Vorig und Juneres Graf Thun, Landesvertheidigung Graf Welferentwurf über die Finanz- Kontrolle in zweiter Sesung an. von Knüpfer und Kube in Nr. 55 vom 6. März habe ich zu beimb, Eisenbahn Ritter v. Witteck, Unterricht Graf Ryland- Rheydt, erklären, daß ich gezwungen war, die Gelder vorläufig zurückzu- Juftis Edler v. Hübner, Finanzen Raizl, Handel Bärnreither, Acters 3ur Kandidatur des Prinzen Georg erhält balten, da der Revisor off gegen die Auszahlung Einspruch er- bau Baron Raft, Minister für Galizien Professor Milewski. Morgen die Intern. Korresp." folgende Meldung aus Athen: Es wird be- hob. Dieser hatte der beschließenden Sizung nicht beigewohnt und werden die Minifter vom Raiser beeidigt. hauptet, daß die italienische Regierung nunmehr in der legte, weil die Lohukommission die Schlußabrechnung noch nicht ge- Prag, 7. März.( W. T. B.) Heute Abend fam es neuerdings fretischen Frage die Initiative ergriffen und dem Sultan die Belegt hat, gegen die Auszahlung Protest ein. Die Gelder find aber auf dem Graben zu großen Ansammlungen. Mehreren Gruppen rufung des Prinzen Georg dringend empfohlen habe. Der Admiral während dieser Zeit in jeder Hinsicht gesichert und werde ich das deutscher Studenten, unter denen sich einzelne in Couleur befanden, Canevaro hatte am Donnerstag eine längere Besprechung mit mir von den Berliner Zimmerern gefchentte Bertrauen in teiner folgte eine große Menschenmenge Seilo Nazdar" rufend. Etwa dem Präsidenten der tretischen( aufständischen) Nationalversammlung, Weise mißbrauchen. Rudolf Myler, Rassirer. bundert Wachleute zu Fuß und dreißig Berittene zerftreuten die wobei sich der lettere bereit erklärte, alle von den Mächten gewünschten Garantien bezüglich des ruhigen Verhaltens der Kreter Reuter, Steinmezstr. 24 und der Möbeltischlerei Gebrüder Menge. Eine Anzahl wurde wegen Widerfeßlichkeit zur Wache ges Achtung, Holzarbeiter! Die Gesellen der Bautischlerei bracht. Um 9 Uhr abends herrschte vollkommene Ruhe. zu übernehmen. Geisler, Lothringerstr. 39, waren gezwungen wegen Lohn Paris, 7. März. Die Entgleisung des Eilzuges Lyon- Vienne Asien. Bombay, 7. März. Die Reibung zwischen der Stadtverwaltung differenzen die Arbeit niederzulegen. Zuzug nach obigen Werthätten( nicht wie irrthümlich gemeldet, Lyon- Wien) ereignete sich um 1 Uhr Die Kommission. 30 Minuten. Dem Eilzug Marseille- Paris versperrten die Maschine ist fernzuhalten. und der Pestkommission hat letten Sonnabend den höd sten Grad und zwei Wagen des entgleisten Zuges das Geleiſe. Drei Beamte erreicht, als die Stadtverwaltung die Zahlungen an die Kommission Die Packetfahrt- Angestellten nahmen in einer Versammlung, der Gesellschaft und sieben Reisende wurden verwundet. Sämmtliche einstellte. Anweisungen waren ausgestellt in Höhe von 38 000 Rupien, die am Sonntag Nachmittag stattfand und von etwa 500 Personen Verletzte sind Franzosen, mit Ausnahme eines Reisenden aus Wien. während sich nur 4800 auf der Bank befinden. Es wurde eine zu besucht war, nachstehende Resolution an:„ Die Versammlung sämmt Ein Hilfszug führte die Reisenden nach Lyon. Die Entgleisung wird sammenkunft im Palais der Regierung abgehalten, um eine Lösung licher Angestellten der Berliner Packetfahrt- Gesellschaft ersucht den einem Schienenbruch zugeschrieben, der, wie gerüchtweise verlautet, der Frage zu versuchen, eine zweite Zusammenkunft berief die Kors hohen Reichstag, den Artikel 2 der Postgesetz- Novelle abzulehnen, auf ein Verbrechen zurückzuführen ist. poration. Große Unruhe herrscht in Bombay. Die Agitation gegen und, wenn dies nicht geschehen sollte, die Angestellten der Privat- Paris, 7. März.( W. Z. B.) Die Deputirtenkammer nahm die Bestmaßregeln nimmt noch zu. Die Kleiderhändler follen die Ab- posten in den Dienst der Reichspost unter Anrechnung der bisher einen Gefeßentwurf an, in welchem erklärt wird, daß der Bau der ficht haben, die Läden zu schließen zum Zeichen des Protestes gegen zurückgelegten Dienstjahre zu übernehmen." Die Reichstags: Bariser Stadtbahn im öffentlichen Intereffe liege; ein weiterer Das neue Bestreglement, das geeignet sei, die Empfindlichkeit der Abgeordneten Dr. Barth und Dr. Lütgenau versprachen, mit den Gefeßentwurf wurde angenommen, durch welche die Stadt Baris Hindus zu verletzen. Die Sterbefälle an der Pest häufen sich, da die Angehörigen ihrer Parteien bei Berathung des Gesezes die Inter- ermächtigt wird, eine Anleihe von 165 Millionen Frants aufa Krankheit bösartiger wird. effen der Angestellten wahrnehmen zu wollen. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen n. Unterhaltungsblatt. zunehmen. r. 56. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. spris 56. Sing. Montag, 7. März 1898, 1 Uhr. Am Bundesrathstisch: v. Podbielsti. Auf der Tagesordnung steht die erste Berathung der Novelle zum Postgesetz. Hiernach soll das Mindestgewicht für gewöhnliche Briefe von 15 Gramm auf 20 Gramm erhöht und das Poftregal auf geschlossene Briefe im Ortsverkehr ausgedehnt werden. Dienstag, 8. März 1898. Abg. Zimmermann( Reform- P.): Wir bedauern, daß der PostZeitungstarif noch immer nicht reformirt worden ist. Die Vorlage ist ein Stückwerk. Mit der Beseitigung der Privatposten können wir uns nicht befreunden, da sie gerade für den kleinen Gewerbetreibenden von großem Nutzen sind. Für eine Entschädigung muß im Falle der Beseitigung der Privatposten gesorgt werden. Es ist sehr be= zeichnend, daß sich gerade die Sozialdemokratie unbedingt gegen jede Entschädigung ausgesprochen hat. Abg. v. Buchfa( f): Die Juhaber der Privatposten müssen auf, jeden Fall entschädigt werden. Wohlerworbene Rechte dürfen nicht. ohne Entschädigung aufgehoben werden. Ich werde mich überhaupt nur schwer entschließen, für den§ 2 zu stimmen. Ein Vertagungsantrag wird hierauf angenommen. Nächste Sigung Dienstag 2 Uhr.( Bundesraths- Verordnung betr. die Aulage von Kugelschrotmühlen). Fortsetzung der heutigen Be rathung. Gesetz über Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit, Gesetz über Entschädigung unschuldig Verurtheilter.) Schluß 5 Uhr. Abgeordnetenhaus. Zag Konkurrenzgesellschaften gegen eine bestehende Privatpost bilden unternehmer schlimmer sein kann. Dieses Vorgehen muß uns mißfönnten, die sie vernichten, die würden doch auch keine Entschädigung trauisch machen, eine neue Klasse von Reichs- Postbeamten zu schaffen, zahlen. Die Unterbeamten follen allerdings thunlichst von wenn uns nicht klipp und klar die Versicherung gegeben wird, daß der Reichspost angestellt werden. Was die Portoherabsehung keinerlei Nachforschung stattfinden soll darüber, ob der Beamte, betrifft, so so find wir ja alle damit zufrieden, nur der bisher im Privatdienst gestanden hat, früher organisatorisch: müßte auch auf dem Lande das Porto in einem Postagentur- thätig war oder nicht. Wie hoch die Entschädigungen zu bemeffen Bezirk auf 5 Pf. reduzirt werden. Auch ich bin für Kommissions- sein werden, wird Sache der Kommission sein, an die wir die Vorberathung. lage zu überweisen bitten. Wird das Regal erweitert, dann müssen, Staatssekretär v. Podbielski: Seit dem Bestehen des Post- Abg. Nintelen( 3.) spricht nur für seine Person und eine An- auch durchgreifende Tarifermäßigungen erfolgen. Solange die Privat gefeßes hat sich der Verkehr bedeutend erweitert, und es erscheint zahl seiner politischen Freunde. Er vermißt eine Regelung der posten billiger als die Reichspoft befördern, haben sie eine Existenzdaher wünschenswerth, an dem Gesetz einige Aenderungen vor- Beitungsbeförderung. Mit der Erweiterung des Postregals ist er berechtigung. Wir hoffen, daß dieser Gedanke in der Kommission zunehmen. Es handelt sich bei der Vorlage nicht etwa nur, wie es nicht einverstanden. Wer seine Briefe der Privatpost übergebe, die Mehrheit erlangen wird.( Bravo! bei den Sozialdemokraten.) den Anschein haben könnte, um einen Krieg gegen die Privatpost thue das auf eigenes Risiko. Es scheine hier lediglich ein Staatssekretär v. Podbielski: Wir erachten es stets als Gesellschaften, sondern das Gesetz enthält wesentliche sachliche Ver- fiskalisches Interesse vorzuliegen. Durch die Ermäßigung des Portos unsere vornehmste Pflicht, das Briefgeheimniß aufs strengste zu wahren besserungen. Alle Forderungen, die an die Reichspost- Verwaltung würde den Privatposten viel entzogen werden. Wie schädlich eine und werden jedes Vergehen dagegen strenge ahuden. gestellt werden, können wir nicht mit einem Male ohne Gefährdung Unterdrückung der Konkurrenz sei, lehre das Beispiel der Eisenbahn- Abg. Dr. Lieber( 3): Wir vermissen die Regelung des Postdes Budgets berücksichtigen, wir müssen schrittweise vorgehen. Bis jetztum verstaatlichung.( Sehr richtig! links.) Meine politischen Freunde Beitungstarifs. Getren dem Programm seiner Partei hat Herr fassen die Kosten der Verbesserungen bereits 51/2 Millionen, ferner foll feien gegen Monopole. Ich werde gegen die Erweiterung des Post- Wurm den juristischen Ausführungen des Staatssekretärs zugestimmt. aber auch in furzem für Poftanweisungen über geringe Beträge das regals stimmen und schlage vor, die Vorlage der Postdampfer- Ich wünsche dem Herrn Staatssekretär Glück zu der sozialPorto auf 10 Pf. ermäßigt werden. Die Erhöhung des Briefgewichts kommission zu überweisen. demokratischen Bundesgenossenschaft bei feiner ersten gesetzfommt nicht etwa nur den Geschäftsleuten, sondern gerade den Staatssekretär v. Podbielski erklärt, daß auch die Ermäßigung geberischen Maßnahme. Wir stehen nicht auf dem starren ärmeren Klassen zu gute, das zeigt uns unsere tägliche Er- des Stadtportos auf 5 Pf. vorgesehen sei. juristischen Standpunkt, halten die Rechte der Privatposten fahrung. Der erste Theil des vorliegenden Gesetzes ent- Abg. Fischbeck( frf. Vg.): Vei Erweiterung des Poftregals für wohlerworben und verlangen unbedingt Entschädigung sowohl spricht den allseitigen Wünschen des Publikums, der zweite sind allein fiskalische Interessen maßgebend. Die Privatposten haben für die Gesellschaften, wie für die Angestellten. Wie die EntTheil enthält Forderungen, die sich aus den langjährigen Erfahrungen das Recht, aus einem vorhandenen Verkehrsbedürfniß Kapital zu schädigung bemessen werden soll, ob durch eine Abfindungsder Reichs- Poftverwaltung ergeben haben. Besondere Anfeindung schlagen, und das Publikum hat den Nutzen davon. In Hannover summe oder dadurch, daß man nur das Entstehen neuer Privat hat bisher nur die Bestimmung erlitten, die Ausdehnung des Post haben auf 10 000 Anfragen 7000 Antworten sich für das Weiter posten verhindert, wird Sache der Kommission sein. Dieselbe wird regals verlangt. Ich muß es jedoch offen aussprechen, daß von bestehen der Privatposten ausgesprochen. Herr v. Stephan bat am auch entscheiden, ob dem platten Lande nicht auch noch mehr Vortheile intereffirter Seite hier doch vielfach Entstellungen vorgekommen 31. Januar 1896 ausdrücklich gefagt, daß er den Privatposten zuzuwenden sein werden. In ihrer gegenwärtigen Form kann die find. Schließlich Schließlich laufen die Klagen der Privatinstitute gern das Leben gönne und daß ihr Bestehen ein Grund für Vorlage nicht angenommen werden. immer darauf hinaus, daß sie recht viel Entschädigungen ihn sei, das Porto nicht herabzusetzen. In anderen Ländern Abg. Dr. Barth( frs. Vg.): Ich hoffe, daß es sich in der verlangen. Ich glaube aber, der Grundgedanke bes bestehen aber keine Privatposten, weil das Porto dort überhaupt Kommission als das beste herausstellen wird, die Erweiterung des Postmonopols ist ein durchaus gesunder. Die Poft dient eben der niedriger ist. Das Aufblühen der Privatposten beweist, daß das Postregals überhaupt abzulehnen. Gerade im Interesse des Allgemeinheit und alle ihre Einrichtungen fommen der Allgemeinheit Publikum mit ihnen zufrieden ist. Sollte die Vorlage angenommen postalischen Fortschritts sollte die Konkurrenz nicht beseitigt werden. zu gute. Man hat darauf hingewiesen, daß mein großer Vorgänger, werden, so ist man verpflichtet, die Inhaber der Privatposten zu Leben und leben lassen! Herr v. Stephan, ganz anders über die Berechtigung der Privat- entschädigen, so wie man für die Angestellten sorgt. Aber hoffentlich posten dachte. Abgesehen davon aber, daß auch er öfters tommen wir gar nicht dazu. Das Moment der Konkurrenz gegen polizeilich gegen diefelben vorgehen mußte, wenn zum die Reichspost muß erhalten bleiben. Mit einer KommissionsBeispiel Briefe, die versehentlich in ihre Hände geriethen, beratbung sind wir schließlich einverstanden. nicht befördert wurden, hat Herr v. Stephan fich da eben in einem Abg. Rettich( f): Wir würden das Scheitern der Vorlage Irrthum befunden. Er war der Meinung, die Privatpostanstalten sehr bedauern. Wer hat denn etwas von dem Bestehen der Privat feien nicht konkurrenzfähig und würden von selbst zu bestehen auf- posten? Das platte Land jedenfalls gar nichts. In der Enthören. Dieser Frrthum war auch ganz erklärlich, da von den schädigungsfrage behalten wir uns unsere Entscheidung noch vor; 78 Privatpostanstalten 60 erst seit 1893 bestehen. Er konnte auch wir sind für eine Kommissionsberathung. fich also noch gar fein Bild machen von dem Einfluß, Abg. Wurm( Soz.): Der Novelle zum Postgesetz steht meine den diese Institute erreichen würden. Heute aber können Fraktion nicht prinzipiell ablehnend gegenüber. Im Interesse der wir diesen Einfluß sehr wohl beurtheilen, und ich stehe nicht an zu Allgemeinheit, im Interesse des Verkehrs wünschen wir das Posterklären: die Privat- Postanstalten sind ein Pfahl im Fleische der regal, aber seine vorgefchlagene Ausdehnung scheint nur fiskalischen Reichspost. Ihre Konkurrenz bedeutet für uns einen ganz be- Interessen zu dienen. Es wird wieder die Beseitigung der Privatdeutenden Ausfall an Einnahmen. Auch wenn z. B. Bororte postanstalten als nothwendige Vorbedingung für die Portoherabgrößerer Städte eingemeindet werden, ist damit für die Reichspoft fetzung bezeichnet. War denn der Vorgänger des Herrn v. Podbielsti, ftets ein Berlust an Einnahmen verbunden. Heute ist es noch Beit, war denn Herr v. Stephan, der doch auf seinem Gebiete so diese Konkurrenz zu beseitigen, da die Privat- Postanstalten, wie Großes geleistet hat, so fleinsichtig, daß er nicht gewußt hätte, daß gesagt, erst furze Zeit bestehen, die ältesten erst seit 1885. Alle durch die Herabsetzung des Portos die Privatpost- Anstalten beseitigt anderen Staaten find übrigens ebenso vorgegangen, ohne daß werden lönnten? Onein, er wünschte aber eben gar nicht die Erfich Unzuträglichkeiten daraus ergeben hätten. Gerade die Herren weiterung des Pofibetriebes und aus diesem Grunde hat er das von der Linken verlangen ja immer gleiches Recht für alle, hier Stadtporto im Gegensatz zu den Betriebskosten für Berlin auf 40. Sigung vom 7. März 1898, 11 Uhr. aber sagen sie, nein, die großen Städte sollen ein Sonderrecht haben. 10 Pfennige festgesetzt. Jetzt will die Posiverwaltung das Am Ministertische: Dr. Bosse und Kommissarien. ( Widerspruch links.) Ich glaube, wer auf dem Standpunkt des Porto also herabfeßen, fie verlangt aber eine bestimmte Die Spezialberathung des Kultusetats wird mit der am gleichen Rechts steht, daß jeder einzelne Deutsche au denselben Be- Gegenleistung. Also dafür daß fie unrechtmäßigerweise Sonnabend abgebrochenen Debatte über das Ministergehalt fortdingungen feine Postfachen erhält, der muß unbedingt für die Aus- früher zu viel Porto erhoben hat, dafür will die Post- gesetzt. gestaltung des Monopols der Reichspoft eintreten. Ermäßigungen verwaltung jetzt noch entschädigt werden.( Sehr richtig! links.) Wir Abg. Kuörcke( frs. Bp.) dankt dem Minister für sein Eintreten in den Tarifen können von unserer Seite nur eingeführt werden, beurtheilen die Frage lediglich vom Standpunkt der Verkehre zu gunsten der Lehrergehalts- Erhöhungen und bedauert, daß die wenn die Konkurrenz der Privatposten bestätigt wird, diese nützen interessen; wir haben einfach zu fragen, welche Portomaßregeln sind Durchführung auf so viele Schwierigkeiten bei den Gemeinden und also nicht der Allgemeinheit, sondern schädigen sie im Gegentheil. nothwendig, um allen Ansprüchen zu genügen, die der gesteigerte Verwaltungsbeamten stoße. Besonders bedauerlich ist, daß der Unsere Berkehrseinrichtungen bei der Post find vorzügliche; wir Verkehr an die Post stellt, und da hat es sich gezeigt, daß das Minimalgehaltssay, dessen Höhe ausdrücklich mit dem Hin brauchen aber vor allen Dingen teine Unterstüßung durch Privat Publikum die billigeren Säße der Privatposten braucht. Man sagt, weise auf die außergewöhnlichen Verhältnisse in einzelnen Beförderungsanstalten; höchstens würden wir im Falle der Un- für Berlin werden ja die Reichs Postsätze auch herabgemindert Orten begründet wurde, jetzt zur Regel zu werden droht. Seine zulänglichkeit der Reichspost eine Erweiterung derselben von der werden; wo bleiben dann aber die anderen Städte, in denen trotz des Partei habe sich redlich um das Zustandekommen des LehrerBudgetkommission verlangen. Es giebt feine Privatpost, die Fünfpfennig- Sayes Privat Postanstalten mit recht bestehen? Dort wäre befoldungs Gesetzes bemüht und erachte es daher auch jetzt für ihre so oft und so eratt befördert wie eben die Reichspost. Was es doch nothwendig, das Porto noch weiter zu vermindern von 5 Pf. Aufgabe, darauf zu achten, daß die Lehrer bei der Durchführung des die tarifarischen Bestimmungen anlangt, so ist es wohl auf 3 Pf. Wenn das aber in den anderen Städten geht, warum dann Gesezes nicht geschädigt werden. Muß die Regierung anerkennen, beffer, daß sie nicht hin und wieder einem einzelnen großen nicht auch in Berlin? Man sagt, für Berlin sei das nicht möglich, daß eine Gemeinde nicht leistungsfähig ist, so soll sie durch StaatsAuftraggeber, sondern daß sie der Allgemeinheit zu gute kommen. aber die Statistit hat gezeigt, daß in solchen Fällen stets der ge- zuschüsse die Durchführung des Lehrerbesoldungs Gesetzes fördern. Man fann also nur eine Reichspoft- Tarifreform verlangen, nicht steigerte Verkehr die Soften wieder wett macht. Was von Privat- Vollständig zu verurtheilen aber ist das Verfahren der Regierung in aber da zu gunsten der Privatposten reden. Und nun die Lohn- poft- Gesellschaften längst ermöglich ist, das muß doch auch der Reichs- den Fällen, wo die Gehaltsvorschläge der Gemeinden von ihr zurücks verhältnisse: Die Reichspost giebt allein jährlich 18 Millionen für poft möglicht fein. Die Poft hat eben die Verpflichtung, die Ver- gewiesen werden, weil sie zu hoch erscheinen. Pensionen aus. Muthen Sie einmal den Privatanstalten zu, das tehrsinteressen dadurch zu vertreten, daß sie das Gute, was durch Abg. Gamp( frt) verweist den Vorredner auf die Stadt Berlin, Entsprechende für diesen Zweck auszugeben. Das allein würde die Privatpost- Gesellschaften geschaffen ist, aufrecht erhält, und die er doch wohl nicht zu den leistungsunfähigen Gemeinden rechnen für sie schon hinreichen, ihren Betrieb einzustellen. Denken Sie lediglich das Schlechte derselben beseitigt, z. B. die unsichere und wird. Die Verhältnisse auf dem Lande liegen aber ganz anders, als: ferner an die freien Tage und Nachmittage, die die Reichs- Post- langsame Briefbeförderung. Herr Knörcke schildert. Die Naturalien, die der Lehrer empfängt ,: beamten haben. Die Privatanstalten sind aber auf die möglichste Wir find gemäß unserer ganzen gesellschaftlichen Grund die Erträge aus seiner kleinen Wirthschaft werden gewöhnlich viel Ausnutzung ihrer Angestellten angewiesen, können ihnen freie Tage anschauung durchaus für die vollständige staatliche Verwaltung der zu niedrig angeschlagen. Man kann doch nicht von kleinen Gemeinden daher nicht gewähren. Es ist gesagt worden: die Privatpoft ist die Post, wegen der wirthschaftlichen Vorzüge, die sie vor jedem Privat- verlangen, daß sie bei ihren 200 pet. Gemeindesteuer- Zuschlägen die Post des armen Mannes. Meine Herren, dies Schlagwort betrieb voraus hat. Aus eben diesem Grunde tönnen wir es aber Forderungen erfüllen, die das reiche Berlin ablehnt. Redner fann nicht aufrecht erhalten werden. Die Privatpoft ist die Post des nicht zulassen, daß durch die Verstaatlichung eine Reihe geht auf die Rede des Kurators der Universität Bonn bei Handelsstandes; der arme Mann hat mit ihr wenig zu thun. Sie von Existenzen in ihrer wirthschaftlichen Lage bedroht einer Feier der landwirthschaftlichen Akademie zu Poppelsfönnen mir schon glauben: es ist tein fistalisches Interesse, wird. Wir erklären also rundweg: die Entschädigungsfrage dorf näher ein, wobei Herr von Rottenburg von das mich die Ausdehnung des Pofiregals fordern läßt. ist für uns einfach die Hauptfache. Allerdings haben wir nicht die Hypertrophie des Egoismus in bezug auf die Schutzbestrebungen Wir wollen unsere Einnahmen nur aus dem Grunde fich Entschädigung der Unternehmer im Auge. Die Herrschaften, die so gewiffer Gewerbe gesprochen hat, während er früher die vielbesprochene noch mehr vermehren laffen, als dies ohnehin schon der Fall ist, ein Jahrzehnt hindurch ihre 18-20 pCt. Dividenden eingeheimft haben, Bäckereiverordnung vertheidigte. Besonders bedenklich sei, daß Herr um eben den Tarif zu gunsten der Allgemeinheit herabsehen zu die haben schwerlich ein Recht auf Schabloshaltung. Die Privat- v. Rottenburg in amtlicher Eigenschaft sprach. Von der Einleitung tönnen. Na, und was die tausende von Familien anlangt, die Bostanstalten sind Gebilde, die auf dem Boden der kapitalistischen Ge- eines Disziplinarverfahrens volle er absehen, dazu sei ihm die durch das Aufhören der Privat- Postanstalten brotlos werden fellschaft erwachsen sind; es ist selbstverständlich, daß sie ihren Person des Herrn v. Rottenburg zu unbedeutend. Er ist als Reichssollen, das habe ich ja bereits widerlegt: es sind insgesammt Gesetzen unterworfen sind, daß sie jederzeit durch die Konkurrenz beamter pensionirt, man wisse nicht, ob wegen geistiger oder förpergirta 2000 Personen in der Privat- Briefbeförderung beschäftigt. weggefegt werden können; irgend ein Recht, irgend eine Garantie licher Unfähigkeit, und gleich darauf als preußischer Staatsbeamter Nun zur Rechtsfrage: die Privat Postanstalten haben ein Recht für ihre Existenz tönnen sie nicht beanspruchen. Hierin stimme ich angestellt. Wie das möglich war, mag der Minister doch mal näher auf Entschädigung überhaupt nicht. Es handelt sich nicht um ein dem Gutachten der Reichspostverivaltung vollständig bei. Für uns untersuchen, wohlerworbenes Recht und auch nicht um ein Privilegium, da ihre handelt es sich nur um die Angestellten. Nun hat ja der Herr Kultusminister Dr. Boffe: Herr v. Rottenburg wurde wegen Thätigkeit ja jedermann freisteht. Es fönnte also nur eine Staatssekretär erklärt: es handelt sich nur um 2000 Bersonen, die feiner reichen Bildung schon früher für einen Kuratorposten in etwaige Schadloshaltung aus Billigkeitsrücksichten in betracht wollen wir schon übernehmen. Gegen solche allgemeine Ver Aussicht genommen, wobei Vorausschung war, daß sein tommen. Der Redner verliest ein Gutachten der Reichs- sprechungen vom Regierungstische sind wir aber sehr angegriffener Gesundheitszustand fich besserte. In dieser Postverwaltung, die den Rechtspunkt in diesem Sinne ent- mißtrauifch.( Heiterkeit.) Wir haben da böse Erfahrungen gemacht. Voraussetzung ist ihm die nebenamtliche Stellung in Bonn überscheidet. Denken Sie an die Einführung der Unfallversicherung; Wir müssen also schon darauf beharren, daß diese Entschädigung tragen worden. Die Poppelsdorfer Rede bin ich zu vertreten nicht auch damals verlangten die Privat Versicherungsgesellschaften gleich durch Gesetz festgelegt wird. Wir sind nicht so enthusiastisch in der Lage, doch hätte ich auch gewünscht, daß die Angriffe weniger Entschädigung. Das Reich kann sich aber darauf ein für für die Privatposten. Wir haben ein gutes Gedächtniß. Wir haben scharf gewesen wären. Wir haben uns bisher in solchen Dingen alle Mal nicht einlassen.( Buruf lints: Branntwein! feinerzeit diese Austalten boykottiren müssen, weil sie die Anforde- bie größte Reserve aufgelegt und ich halte es für dingend wünschensJa, auf diese Frage fann ich nicht antworten, da ich nicht in das rungen nicht erfüllten, die die Angestellten zu stellen berechtigt waren. werth, daß wir daran festhalten. Reffort eines anderen Ministers eingreifen kann.( Heiterfeit links.) Die Gesellschaften haben ja jetzt auch weiter nichts verlangt, als Abg. Dr. v. Jazdzewski( Pole) führt über verschiedene Uebera Eine ganz andere Sache ist die Anstellung der Privat- Unter- daß man ihnen die Entschädigung zahlt, und sie selbst werden griffe der Verwaltungsbehörden Beschwerde. beamten. Denen würden wir allerdings die Anftellung in der dann so gut sein, ihre Angestellten mit einer vollen Monats= Regierungskommissar Geh. Rath Kügler erwidert kurz. Reichspoft eröffnen; wir würden fogar hierbei von der Altersgrenze gage zu bedenten.( Heiterkeit.) ( Heiterkeit.) Darauf können wir uns Abg. v. Heydebrand( f.) hält Knörcke's Rede für eine Wahl. absehen. Dieser Punkt würde also erledigt werden. natürlich nicht einlassen, sondern die Entschädigung muß rede; durch die Anträge zur zweiten Lesung haben die Freisinnigen Meine Herren, ganz abgesehen von Ihrer politischen Partei- direkt an die Angestellten gezahlt werden. Die übernommenen das Lehrerbesoldungs- Gefeß in Gefahr gebracht und man sieht in stellung: es handelt sich hier um das Interesse der Allgemein- Privat- Postangestellten dürfen natürlich auch wirthschaftlich nicht Berlin, daß bei ihnen zwischen Abstimmen und Bahlen ein Unter heit. Sie alle wünschen Tarifherabfeßungen; sie sind nur möglich schlechter gestellt werden. Das Koalitionsrecht muß ihnen gewahrt schied ist. bei steigenden Einnahmen. Und diese schließlich kommen doch bleiben. Damit fiebt es aber bei der Reichspoft noch recht böse aus. Abg. Rickert( frf. Vg.) vertheidigt die Rottenburg'sche Rede, auch nur der Allgemeinheit gute. Bei der fachlichen In Hamburg haben die Post- Unterbeamten den Versuch gemacht, die doch noch lange nicht so heftig war, wie die Rede des Land-" Prüfung werden sich Ihnen die wirthschaftlichen Vortheile für sich zu organisiren. Es wurde eine Versammlung einberufen, wirthschafts Ministers, gegen die Herr v. Plötz eine öffentliche Ers die Allgemeinheit so herausstellen, daß die Schädigung einzelner dann sie nwar febr zahlreich besucht, und Spizel waren auch klärung erließ und die Herr Gamp mit feinem Worte erwähnt. nicht mehr in betracht kommt. Die verbündeten Regierungen sind da.( Heiterkeit.) Die Postbehörde schritt ein und ließ Redner fragt, wie es mit der Abtrennung der Medizinalabtheilung. bereit, die tarifarischen Erleichterungen einzuführen; fie rechnen auf die durch die Spigel angegebenen Unterbeamten vernehmen. Es vom Stultusministerium steht und fragt den Minister, ob er mit der die Zustimmung des hohen Hauses.( Bravo! rechts.) wurden ihnen folgende standalöse Fragen vorgelegt: 1. Waren Sie in den Etat eingestellten Summe zu Schulbauten an unterstützungs S N einer 116 Abg. Dr. Haffe( ntl.): Die Borlage ist uns im allgemeinen in der Bersammlung vom 15. Februar? 2. Wer war noch in der bedürftige Genieinden auszukommen gedenke. sympathisch, nur muß die Entschädigungsfrage aus Billigkeitsrück- Versammlung zugegen? 3. Haben Sie Bravo gerufen?( Hört, Minister Boffe bejaht die letztere Frage; es werden von Jahr fichten noch näher von der Regierung erörtert werden; ebenso die hört!) 4. Wer hat am lautesten Bravo gerufen?( Hört, hört zu Jahr erhebliche Summen für Schulbauten verwendet; eine einTariffäße, da das Publikum sich einmal an die Privatpost gewöhnt 5. Wußten Sie, daß die Versammlung eine sozialdemokratische Wache malige größere Summe zu fordern, wäre bedenklich, sie hat. Ich beantrage eine Kommission von 14 Mitgliedern. war? 6. Was waren Sie, bevor Sie in den Postdienst eintraten? würde die Begehrlichkeit der Gemeinden in bedenklicher Weise wachAbg. Graf Bernstorff- Lauenburg( Rp): Der ganze Privatpoft. Die letzte Frage wird überall Heiterkeit erregen, da man ja weiß, rufen. Die Abtrennung der Medizinalabtheilung von der Kultus.. betrieb ist stets überschäzt worden. Er hatte so viele Nachtheile daß gerade im Postdienft nicht gefragt wird, was der Betreffende verwaltung ist bisher nur zwischen dem Finanzminister und der im Gefolge, daß er feinen Vergleich mit der Reichspoft aushält. früher gewesen ist.( Große Heiterkeit.) Das Vorgehen beweist einen Kultusverwaltung erörtert worden. Heute hier darüber nähere MitBei der Entschädigungsfrage ist zu berücksichtigen, daß sich ja jeden Geist der Intoleranz bei der Post, wie er bei keinem Privat- theilungen zu machen, liegt kein Grund vor. Abg. Dr. Sattler( natl.) erklärt Ruorce's Rebe aus dessen szu einem nach 20 Diensjahren zu erreichenden Höchstgehalt von Salle förmlich im Lichte schwimmt. Auch tragbare Tischlampen Bedürfniß, von seinem Pauzer der Lehrerfreundlichkeit einige loft- 1800 9. ei hallen. Sie erhalten außerdem freie Dienstwohnung und sind von einigen Firmen ausgestellt; wenn auch nicht daran zu flecke zu entfernen. Dauzenberg's Rede beweise, Zentrum feine Forderungen, wenn daß das freies Brennmaterial zum pensionsfähigen Werthe von 450 M. zweifeln ist, daß sie die Petroleumlampen an Glanz weit übertreffen auch der Form mildere, so doch sachlich sogar erweitere; nach Dagegen sollen die Gemeinde Schuldiener, mit einem allerdings waren sie nicht in Funktion, so ist doch noch die Herr Dauzenberg Anfangsgehalt von 900 M. beginnend, nach zwei Jahren 1150 M. Frage, ob sie so billig werden sein können, daß sie der Petroleumwünsche heute schon ein Vorschlagsrecht für Ministerialräthe. und nach weiteren 2 Dienstjahren das Höchstgehalt von 1350 er- lampe ernsthafte Konkurrenz machen können. Bei den Fahrrädern ( Heiterkeit.) Die Förderung des konfeffionellen Friedens findet nicht reichen, außerdem ebenfalls freie Dienstwohnung und freies Brenn- scheint das allerdings der Fall zu sein; die Acetylenlampen für tatt, wenn sie mit der Vermehrung der Ordensniederlassungen und material. Die Schuldiener an Gemeindeschulen erhalten also be Fahrräder und Wagen sind sehr zahlreich vertreten und scheinen ähnlichen Forderungen kommen, die dem evangelischen Bewußtsein deutend weniger Gehalt und sind außerdem im Gegensatz zu ihren bereits einen guten Markt gefunden zu haben. widersprechen.( Beifall.) Kollegen an den höheren Schulen nicht pensionsfähig angestellt. Dem Man gewinnt das Acetylen, indem man einen festen schwärzlichen Abg. Dr. Porsch( 3.): Der Standpunkt des Vorredners verstößt Ausschusse der Stadtverordneten- Versammlung, welchem die Regelung Körper, das Calciumcarbid, eine Verbindung von Calcium und gegen das den Katholiken gewährleistete Recht der freien Religions- der Gehälter zur Vorberathung übertragen ist, lag nun ein Antrag Roble, mit Wasser in Berührung bringt. Alsdann entwickelt übung. Zutreffend bat man im Reichstage gesagt, daß nur durch vor, der für beide Kategorien der Schuldiener die gleichen Gehälter sich das Gas, während kalfiger Schlamm zurückbleibt. Durch Mächte der Religion die Sozialdemokratie überwunden werden verlangte. Bei der Verhandlung über diesen Gegenstand wurde von diese bequeme Methode der Bereitung wird der Konsument von fann. Das möge der Kultusminister mit seinem Generalstabe einer Seite die Behauptung aufgestellt, daß die Schuldiener, die einer größeren Gasanstalt unabhängig, da ein Acetylenentwickler überlegen. Wir werden jedenfalls bei den Wahlen jedem Kandidaten sich aus den Militäranwärtern refrutiren, zum großen sehr leicht in jedem Hause untergebracht werden kann. Die Ent die Frage vorlegen, wie er zu unseren Forderungen steht, und nur Theil dem Trunt ergeben feien und deshalb einer Gehalts- wickelungsapparate find sämmtlich entweder so gebaut, daß das den unterstützen, der unsere Forderungen voll billigt. Die zu aufbefferung nicht würdig wären. Von den anwesenden Magistrats- Carbid nach Bedarf ins Wasser geworfen wird, worauf die Gasgelassenen Orden reichen bei weitem nicht aus, der vorhandenen mitgliedern wurden diese Angaben bestätigt und die Gehalts- entwickelung eintritt, oder daß das Wasser das Carbit überschwemmt, Noth zu steuern. In Naumburg a. Qu., einer überwiegend unterschiede noch weiter damit motivirt, daß diejenigen Schuldiener, wobei der Zufluß in der Weise geregelt ist, daß jede übermäßige fatholischen Stadt, wurde in einem alten Kloster ein evangelisches die sich an den Gemeindeschulen als brauchbar erwiesen haben, zu Entwickelung ausgeschlossen ist, daß also bei genügender Gasentwicke Prediger- Seminar errichtet. Geschah das auch zur Förderung des den höheren Schulen übernommen werden sollen. Nach den Er- lung die Berührung des Carbids mit dem Wasser automatisch untertonfeffionellen Friedens? Während die evangelischen Diakonissen flärungen des Magistrats wird also ein großer Theil unserer Ge- brochen wird. Jede Gefahr ist dadurch beseitigt, und die Ausfich frei ausbreiten dürfen, macht man den katholischen meindeschulkinder von notorischen Trunkenbolden in der Schule bestellung, auf der die mannigfaltigsten Entwickler vorgeführt werden, Orden Schwierigkeiten. Aus einer Reihe lokaler Angelegen aufsichtigt, während man die erprobten Schuldiener, soll also wohl zeigt deutlich, daß die Aengstlichkeit und heiten zicht Redner den Schluß, daß die Kultusverwaltung aus heißen, die nicht dem Trunte ergeben sind, an die höheren Schulen die eigener Initiative den Schwierigkeiten abhelfen sollte, die versetzt! sich heute der fatholischen Seelsorge entgegenstellen. lich tritt Redner für die katholische Abtheilung Abtheilung ein, der man den Vorwurf der Störung des fonfessionellen Friedens nicht wird machen können. In Desterreich besteht die evangelische Abtheilung zur Zufriedenheit der dortigen Evangelischen. Dafür, daß der Minister katholische Räthe beruft, find wir ihm dankbar. Die Freie Volksbühne veranstaltet am 26. März, Sonnabend Abg. Stöcker( wildkons.) erörtert die Canisius- Encyklika des Abend 8 Uhr, für ihre Mitglieder ein Märzfest in der Brauerei Papstes und bedauert, daß die katholische Presse nicht den Muth fand, Friedrichshain, mit durchweg künstlerisch gewähltem Programm. die Angriffe gegen den Protestantismus als unzutreffend zu Die artistische Leitung des musikalischen Fest verbunden ist, ist durch die Ausstellung verschiedener Fabritate vers Die Calciumcarbid- Industrie, die mit der des Acetylens ja innig bezeichnen. Um die evangelische Kirche zum Kampfe gegen den tonzerts liegt in Händen des Herrn Dr. M. Alfieri. Das treten; mehrfach sind auch große Kohlenstäbe, wie sie bei der Umsturz zu kräftigen, sollten ernste Maßnahmen getroffen Ensemble für diesen Abend weist eine Reihe bewährter Namen auf, elektrischen Bereitung von Calciumcarbid gebraucht werden, ausgestellt. werden, namentlich wäre an eine sozialpolitische Professur zu denken, deren Mitwirkung gesichert ist, z. B.: Die Pianistin Frau Emmy Da das Celsiumcarbid in Berührung mit Wasser Acetylen entwickelt, an der die jungen Theologen sich bilden können. Bock, Sängerin Fräulein Anna Bromberg, Fräulein Marie so ist es auch vor Berührung mit Luft, die ja immer Feuchtigkeit Wahlbewegung. SchließIn Breslau- Land wurde von den Deutsch- Sozialen der Sentier Dittmar aus Strehlen aufgestellt. Von derfelben Partei ist in Kalbe Aschersleben der Kunstmaler Bindewald als Kandidat nominirt worden. Die bayerische Reformpartei stellt in München I und in 2andshut den Antisemiten Wengg und in Rigingen den Dr. Dingfelder auf. Uns scheint, daß da nähere Aufklärung sehr noth thut. Tokales. daß die Aengstlichkeit und das Mißtrauen durch Unglücksfälle ungeschickter Experimentatoren und Erfinder hervorgerufen wurden, durchaus unberechtigt sind. Auf Dörfern, in einzeln stehenden Häusern, die mit großen Gasanstalten feine Verbindung haben können, stellt sich diese Beleuchtungsart als besonders vortheilhaft dar; natürlich kann man mit diesem Gase auch tochen, wie mehrere ausgestellte Apparate beweisen. Ebenso eignet es sich, wie seit furzem erwiesen, zum Antrieb von Motoren; wenigstens ist ein mit Acetylen betriebener Motor von einer Dres dener Firma ausgestellt. Abg. Dr. Virchow( frs. Bp.) protestirt gegen die Hereinziehung Janner( Theater Unter den Linden), Fräulein Carla Lingen enthält, zu schüßen, und muß in luftdichten Gefäßen zur Versendung der Diakonissen in die Konfessionsstreitigkeiten; die Diakonissen seien und die Konzert- und Opernsängerin Frl. Louise Voigt. Alexander kommen. Diesem Uebelstande glaubt ein russischer Ingenieur ablediglich zu beurtheilen unter dem Gesichtspunkte der Humanität, Heinemann, Violinvirtuose Ossip Schnierlin, Violoncellovirtuose geholfen zu haben; er hat zum Schuß gegen die Feuchtigkeit nicht aber als Produkte einer Treibhausreligion. Die Abtrennung Max Schulz, Orgel Kapellmeister Alexander Weinbaum, Deklamationen imprägnirte Carbidstücke zur Ausstellung gesandt, die in freier Luft der Medizinalabtheilung billigt er und tritt sodann für eine beffere Richard Deser vom Deutschen Theater. Das Entree foftet 50 Pf. liegen und sich 4 Monate lang ohne Spur einer Zersetzung hallen Besoldung der Assistenzärzte ein, womit man nicht blos diesen inkl. Tanz. Eine Ausgabe von Billets erfolgt nicht; auch offene follen. In Holzfässern verpackt soll dieses Carbid ohne Schaden Aerzten fondern auch der Gesundheitspflege einen großen Dienst Kaffe ist nicht vorgesehen, sondern haben nur Mitglieder Zutritt selbst zwei Jahre lang in einem feuchten Keller lagern fönnen, und Leisten würde. gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte, die eine blaue Marke aus ihrer nur bei der völligen Uebergießung mit Wasser entwickeln die Abg. Fuchs( 3) erörtert die Seelsorgeverhältnisse in der Gegend Bahlstelle enthalten muß. Den Mitgliedern wird empfohlen, sich Stücke das Gas, indem das reichliche Wasser den Imprägnirungsvon Bochum und im Ruhrgebiet, wo es an Geistlichen feble. baldigst eine solche Marke zu lösen, da nur eine beschränkte Anzahl stoff löst. Gleichwohl geftatte man den Redemptoristen nicht, ihre vorhandene ausgegeben werden kann. Alles in allem gewährt die Ausstellung ein Bild reger Thätig Kirche zu benußen und überhaupt seelsorgerische Thätigkeit zu üben. feit und rüftigen Fortschrittes dieser jungen Industrie und zeigt, Auch die Wünsche der dortigen Polen nach Anstellung polnischer Städtische Armenpflege. Im Rechnungsjahr 1896/97( begin. wie die Gesellschaft wieder neue Produktivkräfte, deren Vorhandens Geistlicher laffe man unbeachtet, so daß die Gefahr, die polnischen 1895/96) waren der Armendirektion zur Ausübung der ihr fein vor wenigen Jahren noch nicht geahut wurde, in ihren Dienst Arbeiter fönnten der Sozialdemokratie anheimfallen, eine große ist. obliegenden, offenen" Armenpflege( die nicht in Untergestellt hat und entwickelt. Sie legt aber auch den Gedanken nabe, Für den evangelischen Theil der Arbeiterbevölkerung ist besser gesorgt. bringung in Anstalten, sondern nur in Unterstüßung durch Geld wie wenig die Gesellschaft im stande ist, ihre Fortschritte der AllWir verlangen hier Parität. Es ist klar, daß man die Polen nicht oder durch Nahrung, Kleidung, Feuerung u. s. w. besteht) 273( 269) gemeinheit zugänglich zu machen; denn trotz der Lichtfülle, die sie blos germanisirt, sondern auch protestantisirt.( Sehr richtig!) Das Armenkommissionen unterstellt, in denen 3163( 3015) Per- erzeugen kann, elektrisches und Gaslicht in den verschiedensten Formen, Verbot der Redemptoristen- Niederlassung scheint eine Folge des fonen thätig waren. Bei Beginn des Rechnungsjahres, am 1. April herrscht im Haushalt der zahlreichsten Bevölkerungsklasse die Betroleums Protestes des Bochumer Zweigvereins des evangelischen Bundes zu 1896( bezwv. 1895), wurden I aufend unterstüte Personen lampe noch unbeschränkt. Das ist nicht durch natürliche Schwierigs fein, den man als einen bedenklichen Att evangelischer Intoleranz in den Listen geführt: 26 069( 24 903) Imofenempfänger feiten und Verhältnisse, sondern nur durch gesellschaftliche Schranken bezeichnen muß. und 5821( 5739) Mütter mit 9202( 8939) Pflegefindern bedingt, an deren Beseitigung mit aller Kraft gearbeitet werden Abg. Frhr. v. Ennatten( 3.) wünscht größere Bewegungsfreiheit( das heißt Halbwaisen, die der Mutter belassen worden waren.) muß. für Voltsmissionen und firchliche Krankenhäuser. Im Laufe des Jahres stellte sich der Zugang: bei den Almosen= Minister Boffe: Man möge mur dahin wirken, daß recht viel empfängern auf 4066( 3911), bei den Pflegefindern auf 2122( 2174), Architektur und Kunst im neuen Postmuseum. Das statt. katholische Aspiranten im Staatsdienst vorhanden sind, dann werden sodaß im ganzen Jahre überhaupt 30 135( 28 814) verschiedene liche Gebäude an der stumpfen Ecke der Mauer- und LeipzigerSie auch katholische Räthe ins Ministerium bekommen. Für die Almofenempfänger und 11 324( 11 113) verschiedene Pflegekinder straße birgt in seinem Innern außer den Poſtgeräthen noch Orden ist bereits größere Bewegungsfreiheit geschaffen. Die viel unterstützt wurden. Der Abgang betrug: bei den Almufen manche Dinge, die auch in andere Gebiete hinübergreifen. Da sind angegriffene Verfügung der Regierung zu Münster über das Recht empfängern 3108( 2745) und zwar schieden aus: durch Tod 1501 zuerst die vielen Modelle der Postgebäude, die in der letzten. der Kirche, Krankenhäuser zu besitzen, würde noch der nachträglichen( 1866), Ueberweisung an Anstalten 948( 815), Berzug nach außerhalb Beit in Deutschland aufgeführt worden sind. Sie reihen Prüfung bedürfen, sie ist aber von einem katholischen Regierungs- 121( 177), Verzichtleistung oder Entziehung der Unterſtüßung 538 fich im untersten Geschoß u dem Lichthof. Ein getrenes Bräsidenten erlassen. ( 387) bei den Pflegekindern 1927( 1911) und zwar schieden Spiegelbild der Architektur jener Städte stellen sie dar, in Morgen( Dienstag) 11 Uhr: Fortsetzung der Berathung. aus: wegen Zurückleguns des 14. Lebensjahres 757( 780), wegen denen ihre Nachbildungen in fünfzigfacher Größe aufgeführt Schluß 4 Uhr. Tod, Anstaltsüberweisung, Verzug, Wiederheirath der Mutter, worden sind. Da ist das Quedlinburger Postgebäude, das die ge Befferung der Verhältnisse ut. f. 10. 1170( 1131), sodaß am Schluß drungene, altsächsische Bauweise zeigt. Ferner find dort die Kölner des Jahres, 31. März 1897( bezw. 1896), noch in den Listen geführt und Dortmunder Postpaläfte im rheinisch- gothischen und mehrere wurden: 27 027( 26 069) Almofenempfänger und 5876( 5821) Mütter norddeutsche Postgebäude in der interessanten hanseatischen Backsteins mit 9397( 9202) Pflegekindern. Die Zunahme im Laufe des Jahres gothit, von denen das Lübeck'sche Postamt das charakteristischste und betrug 958( 1166) Almofenempfänger und 195( 263) Pflegefinder. gelungenste ist. Auch Renaissancebauten sind mehrfach zu finden, aufende monatliche Unterstützungen wurden durch der Manheimer ist am reinsten im Stil. Doch von einem modernen die Armenkommiffionen gezahlt: an Almosenempfänger Stil ist noch nichts zu erblicken, man müßte denn die eigenartigen, aus 4 359 767( 4 142 286). in 317 587( 305 522) Portionen, im Durch heutigen Bedürfnissen hervorgegangenen Telephonamtthürme als Anfah Schnitt pro Monat 26 466( 25460) Portionen von 3 bis über 30 m., durch zu einem modernen Stil ansehen. Von der Architektur des MuseumsNational lithanische Randidaturen: Für den schnittlich 13,73( 13,56) M.; für Pflegefinder 684 468( 676 704) baues felbft kann man nicht gut sagen, daß sie modern fein soll, so Wahlkreis Memel beydetrug kandidirt der frühere Guts- Mart in 107 970( 107 228) Portionen, im Durchschnitt pro Monat gut auch die beiden pavillonartigen Thürme zu beiden Seiten wirken befizer Smalaties- Tilfit, für Ragnit Billfallen der Besizer 8997( 8986) Portionen von 8 bis über 10 M., durchschnittlich 6,34 und so üppig auch die Faffade über den Eingängen ausgestattet ist. Saunus- Rotaten und für Labian- Wehlan der Befiger Lapat-( 6,31) M. Da viele der Unterstützten nur während eines Theiles Auch die Innenarchitektur ist durchaus nicht ärmlich. Der Lichthof, Laufnen. Für Tilsit- Niederung wurde die Aufstellung eines Kandidaten des Jahres ihre laufende Unterstüßung bezogen, also weniger als der Hauptbestandtheil des Museums, macht wenigstens einen überaus noch ausgesetzt. 12 Portionen im Jahre bekamen, so sind die Monats Durchschnitts- freundlichen Eindruck mit seiner hellen Sandsteinfarbe, den schwarzDie Freifinnigen haben in Danzig and den Landtags. zahlen der Portionen niedriger als die weiter oben mitgetheilten grauen und rothen Säulen in den beiden oberen Stockwerken und dem Abgeordneten Schahnasjau aufgestellt. Bahlen der überhaupt unterstützten verschiedenen Personen.( Die bunten Glasdach, das beim Sonnenschein das grelle Licht in bunte In einer Versammlung des Bundes der Landwirthe in sichere Feststellung dieser Zahlen wird übrigens dadurch sehr erschwert, Töne auflöst. Ueberhaupt ist das Bestreben zu loben, die AusSangerhausen wurde die Kandidatur des bisherigen Reichs- daß die Almofen- und Pflegegeldempfänger vielfach in andere ftattung nicht zu aufdringlich zu gestalten, damit den ausgestellten tags- Abgeordneten Bieschel fallen gelassen, weil man mit seiner Kommissionsbezirke verziehen, wo sie neu gebucht werden. Die probe- Gegenständen das Hauptaugenmerk der Besucher bleibt. Doch ist Haltung bei Berathung der Handelsverträge und der Margarine weise vorgenommene Auszahlung nach Personenkarten hat denn ein häßlicher Fehler festzustellen: die sechs Figuren in Galvano Anstatt daß sie zwischen den vorlage nicht einverstanden war. An feiner Stelle wurde Ober- auch für 1896/97 bei den Almofenempfängern eine etwas höhere bronze stehen auf falschen Plätzen. amtmann Börner- Greußen aufgeftellt; dieser gehört der national- Bahl 30 496 ftatt 30 135 ergeben.) Für außerordent- Säulen der oberen Gallerie aufgestellt worden sind, sollten sie liberalen Partei an. Die Konservativen hielten am Sonntag in liche einmalige Unterstübungen( zum theil in Nahrung zwischen den Pfeilern der unteren Gallerie das Museum schmücken. Erfurt einen Parteitag für Thüringen ab. Es wurde die und Kleidung) wurden 612 237( 677 863) M. in 74 862( 82 415) Die Ausstattung des unteren Theiles des Lichthofes ist so wie fo der oberen Stockwerke. Unten Hoffnung ausgesprochen, daß es der Partei gelingen werde, die Kreise Portionen verausgabt, und zwar an ständige Almosenempfänger 8 ärmlich im Verhältniß die Darstellung des Verkehrs Erfurt, Mühlhausen, Altenburg und Weimar zu behaupten und in Gotha 114 451( 125 821) M. in 17 132( 18 777) Portionen, an ständige würden die sechs Figuren: wie in Sondershausen einen rechtsstehenden Mittelstandskandidaten Pflegegeld- Empfänger 52 429( 58 864). in 6911( 7469) Portionen, mittels Dampfkraft und Schifffahrt von D. Riesch, ein Land. durchzubringen. Dagegen würden die Kreise Jena und Meiningen an nur vorübergehend Unterflüßte 445 357( 493 178). in 50 819 briefträger und ein Postillon von Prof. Janensch, sowie der Telephons wohl in den Händen der Nationalliberalen bleiben. Jena sei durch( 56 169) Portionen. Im ganzen wurden 5 656 472( 5 496 853) M. arbeiter und der Telegraphift von Pohlmann viel besser zur den Einbruch der National- Sozialen etwas unsicher geworden. In durch die Armenkommissionen für Unterstüßungen ausgegeben. Mit Geltung kommen. Jetzt können sie, die doch gerade keine schlechten Eisenach würden die Konservativen einen deutsch- fozialen Kandidaten den übrigen Ausgaben stellten sich die gesammten Aufwendungen Werke sind, durchaus nicht gewürdigt werden. unterstützen, in Nordhausen aber selbständig vorgehen. Im Königreich der Armendirektion für das ihr zugewiesene Gebiet der mann'sche Deckengemälde, im Hauptsaal über dem Eingang, ist Sachsen find bis jetzt nachstehende Kreise mit fonfervativen Armenpflege auf 7 581 724( 7 496 998) Mart. Alle diese Zahlen sehr frisch; dagegen erscheint das Fitger'sche Bild auf der Haupts Kandidaten befeht: 2.( Söban), 3.( Bautzen), 4.( Dresden- Neustadt), laffen erkennen, daß der Umfang der städtischen Armenpflege im treppe recht altmodisch, auch dürfte der Centaur mit dem Pofthorn 5.( Dresden- Altstadt) 6.( Dippoldiswalde), 7.( Meißen) 8.( Pirna). Jahre 1896/97, wenn er auch nicht geringer geworden ist, doch im recht fomisch wirken. Auch für Kunstgewerbler giebt es manches 9.( Freiberg), 10.( Döbeln), 11.( Grimma), 14.( Borna), 20. Marien- gangen weniger start als sonst gewachsen ist. Das zeigt von Interesse. Da ist erstens das Modell eines nordischen Wagens berg, 28.( Plauen i. B,) auch die Vergleichung mit der Ginwohnerzahl. Auf je aus dem 1. Jahrhundert, dessen reicher Metallschmuck ebenso mertAuch die heffische Rechtspartei ist nunmehr in den Wahlkampf 10 000 Personen der durchschnittlichen Zivilbevölkerung famen 1896/97 würdig ist, wie der Beschlag der bei dem Wagen liegenden Joche aus dem eingetreten. Am Donnerstag Abend fand in Raffel eine von bezw. in den 5 Vorjahren( rückwärts bis 1891/92) im Monat durchzehnten Jahrhundert. Die Staatstaroffen weisen manche gute Holz Das eigenartigste ist aber die reichgeschnitte 400 Personen besuchte Versammlung statt, in welcher der Führer schnittlich 211, 209, 202, 198, 188, 178 Portionen Almosen- und bildhauerei auf. chinesische Hochzeitsfänfte, die Spuren italienischer Renaissance zeigt. der Partei, Rechtsanwalt J. Martin das Programm entwickelte. Pflegegeld. Nicht weit von ihr ist die Miniaturnachbildung eines japanischen Derfelbe wird auch diesmal wieder als Kandidat der Rechtspartei Die erfte Acetylen Fachausstellung am Kurfürstendamm, Posthauses mit Umgebung, das die ganze fünstlerische Anlage der im Wahlkreise Kassel- Melsungen auftreten. deren Gröffnung Sonntag Abend erfolgte, giebt ein anschauliches Japaner bezeugt, ebenso wie die Porzellanfigur: der Laftträger, die Der Nationalliberale Westermacher, Gutspächter in Lindheim Bild von der außerordentlich raschen Entwickelung dieser jungen im Vergleich zu den vielen chinesischen, indischen und sonstigen ( Oberheffen), der bereits vor 5 Jahren im Wahlkreife Höchst Industrie. Als vor 3-4 Jahren zuerst ein billiges Verfahren Figuren allein einen tiefen, feelischen Ausdruck zeigt. Auch die Using en kandidirte und mit Genossen Brühne in die Stichwahl erfunden wurde, Acetylengas herzustellen, erwartete man davon eine Figuren allein einen tiefen, seelischen Ausdruck zeigt. kam, wird wieder in diesem Kreise für die nächste Reichstagswahl ungeheure wirthschaftliche Umwälzung, weil Acetylen ein Ausgangs- Petersburger Darstellungen der vielen russischen Postkarten sind stoff zur Erzeugung von Epiritus ist und man daher glaubte, Im Wahlbezirk Kelheim stellte das Bentrum gegen Dr. Sigl industrielle Etablissements würden die Brennereien der Agrarier Es sei hier noch darauf aufmerksam gemacht, daß das Museum - Gegenstände als Hauptstücke enthält. als Reichstags Kandidaten den im Bezirke wohnhaften Landtagswerthlos machen. Diese Erwartung hat sich bis jetzt nicht erfüllt fehr wohl des abends geöffnet sein tönnte, da es ja keine farbigen Dieses Museum sollte doch Abgeordneten Kaufmann Aigner in Mainburg auf. Die National- und von dahin gerichteten Berfuchen ist es still geworden; die Aus auch den Kreisen zugänglich sein, die nur abends ihrem Wissens liberalen des Wahlkreises Kirchheimbolanden stellen den stellung zeigt denn auch keinen einzigen Apparat zur Spiritus- auch den Kreisen zugänglich sein, die nur abends ihrem Wissens bisherigen Vertreter des Kreises, Gutsbefizer Brund, nicht wieder bereitung mittels Acetylen. drange nachgehen können. auf. Für ihn wird Gerbereibefizer Seiler kandidiren. aufgestellt. Kommunales. nicht übel. Das Dett= Eine andere Eigenschaft des Acetylens ist seine Leuchtkraft, Ju der Angelegenheit der Kranken- Zuschußkasse ,, Volks. welche die des gewöhnlichen Steinkohlengases 16 mal übertrifft. wohl sind am Sonntag zwei Versammlungen abgehalten Daher wandten sich die Bemühungen der Beleuchtungstechniker dem worden, die sich mit einer von uns am 27. Februar veröffentlichten neuen Gase fofort zu, und seine Verwendung zu Beleuchtungszwecken Mittheilung befaßten, welche die Art, wie der Kassenvorstand sich ist gegenwärtig bereits ziemlich umfangreich. Die Ausstellung zeigt den Verpflichtungen gegenüber erkrankten Mitgliedern zu entziehen Die Militärauwärter und der Alkohol. Bekanntlich will die allerverschiedensten Acetylenbrenner, die sämmtlich ein strahlend fucht, beleuchtete. In der vom Vorstande einberufenen Versammlung ber Magistrat bei der Regulirung der Lehrergehälter an den höheren helles, weißes Licht liefern. In der furzen Zeit sind eine Reihe fuchten die Herren Beutler und Paul, nachdem sie eine Fluth von Schulen auch die Gehaltsverhältnisse der Schuldien er aufbeffern von Gesellschaften und Firmen für Acetylenbeleuchtung ent- unqualifizirbaren Schimpfereien über den Vorwärts" ausgeschüttet und zwar sollen die Schuldiener an höheren Schulen ein standen, von denen in bunter Mannigfaltigkeit Brenner und hatten, unsere Mittheilungen zu entkräften, indem sie behaupteter Anfangsgehalt von 1100 M., steigend von drei zu drei Jahren, bis Lampen in Funktion ausgestellt sind, so daß die geräumige die Kaffe sei durchaus leistungsfähig, sie habe auch den wirklic " Franken Mitgliedern flets das Krankengeld gezahlt, und nur solchen " Personen die Unterflügung verweigert, die sich blos frant stellten, richtsvollzieher Louis Dornies, der Sebastianstr. 1 eine Schlafstelle auf den Gegner fielen, zum Mitglied der Gemeindevertretung ge Beim Brande erstickt ist Montag früh der pensionirte Be- 1 genosse Jenner wurde mit 118 Stimmen gegen 72 Stimmen, die uum die Kasse zu schröpfen. Solche Kassenreißer" seien in letter inne hatte und zwar in der ersten Etage neben der Küche. Früh wählt. Seit allerdings in ziemlich großer Zahl von den Vertrauensärzten 43/4 Uhr wurde die Feuerwehr alarmirt, die bei ihrer Ankunft einen festgestellt worden. Nur von diesen Kassenreißern" gingen die dem ausgedehnten Fußboden- und Baltenbrand vorfand, der das ganze meindevertretung stalt, an welcher die Arbeiterschaft sich nicht bes In Wilmersdorf finden am Donnerstag die Wahlen zur Ge Volkswohl" ungünstigen Nachrichten aus. Zur Illustration der Haus in undurchdringlichen Rauch hüllte. Glücklicherweise hielten theiligt, da ihr unter den Hausbesitzern in der dritten Klasse tein finanziellen Lage der Zuschußkasse Volkswohl führen wir folgende die Hausbewohner ihre Wohnungen so lange geschlossen, bis es den geeigneter Kandidat zur Verfügung steht. Zahlen an, die dem Rechenschaftsbericht für die Zeit vom 1. Mai Löschmannschaften gelungen war, dem erstickenden Qualm Abzug zu bis ultimo Dezember 1897 entnommen sind: für Kranken- verschaffen. Leider wurde, wie erwähnt, eine Person bereits erflict unterstützung wurden 2147,25 M. ausgegeben, für Verim Bette vorgefunden. Die Samariter der Feuerwehr stellten unter waltungstoften 3897,71 M., darunter 2058,82 m. für Assistenz des praktischen Arztes Dr. Kirschner 11 Stunden lang Gehalt, Provision 2c. Dagegen wurden eingenommen an Beiträgen Wiederbelebungsversuche an, doch ohne Erfolg. 4950,25 m., 48,75 M. für Bücher, Aufnahmen und Strafgelder. die Thätigkeit der Wehr fast zwei Stunden in Anspruch. Das Haus Das Feuer nahm 1619,94 M. wurden als Darlehen aufgenommen. Die Mitglieder- erlitt bedeutenden Schaden. zahl soll gegenwärtig 920 betragen. Jahren seine Lieder zum Leierkasten fang und im Norden der Stadt Der schöne Oskar, ein früherer Komiker, der in den letzten wohlbekannt war, hat sich am Sonnabend erhängt. Merger über eine ungerathene Tochter hat ihn in den Tod getrieben. Der Vertrauensman 11. der sozialdemokratische Kandidat Zimmermann Reinhold Fritsch Bei der gestrigen Gemeinderathswahl in Steglit erhielt. 241 Stimmen. Steglig domizilirenden Bürgerlichen Gewerbepartei" nur 149 Stimmen. Von den bürgerlichen Parteien erhielten: Der Misch- Masch" Kandidat 205 und der Kandidat der bisher in der Arbeiter, alles aufzubieten, um ein noch günstigeres Resultat zu Fritsch kommt somit in Stichwahl. Bezirk. Unfer Randidat ist Genosse Schellhase. Es ist Pflicht Heute wählt der zweite erreichen, als der gestrige Tag gebracht hat. Genossen! Unsere Parole sei auch heute: Auf zur Wahl! " In der anderen Versammlung, die von geschädigten Mitgliedern einberufen war, wurden die von uns am 27. Februar gemachten Angaben als zutreffend bezeichnet und verschiedene Fälle angeführt, aus denen hervorgeht, daß in der ersten Zeit des Bestehens der Raffe kein Grund zu Klagen vorlag; als dann die Zahl der ErVerrathen. Einen Selbstmordversuch hat am Sonntag Borfrankungen größer wurde, habe der Kassirer Paul in vertraulichen mittag die 22jährige Mäntelnäherin Alwine Steinert unternommen. Rösicte, erhalten wir folgende Zuschrift:" In Nr. 55 Ihres Blattes Von dem Direktor der Schultheiß- Branerei, Herrn Richard Gesprächen geäußert, wenn es so weiter gehe, könne die Kasse nicht be- Das junge Mädchen war mit einem Schlossergesellen verlobt gewesen, befindet sich eine Notis über die Ergänzungswahlen zur GemeindeGesprächen geäußert, wenn es so weiter gehe, könne die Kaffe nicht be- und die Hochzeit sollte bereits in diesem Frühjahr stattfinden. Der vertretung in Pankow, in welcher es unter anderem heißt:" Ebenso stehen, man müsse darauf sehen, daß nicht so viel Kranke zu unterstützen seien. Die Vertrauensärzte hätten auch prompt ihres Bräutigam schrieb indessen am Dienstag voriger Woche der St. traten sämmtliche Arbeiter der Brauerei Schultheiß und der WeißAmtes gewaltet, indem sie einestheils Kranke für gesund erklärten, einen Absagebrief und beleidigte in demselben die Näherin in nicht bier- Brauerei Willner unter Aussicht des Herrn Paradel an, um anderentheils Krankheiten herausfanden, an denen die Betreffenden wiederzugebenden Ausdrücken. Dies nahm sich die St. so zu Herzen, felbstverständlich ihre Stimme zu gunsten des Gastwirths Jager abschon vor der Aufnahme gelitten haben sollen, in welchem Falle die daß sie trübfinnig wurde und Tage hindurch Essen und Trinken verzugeben." Diese Bemerkung läßt die Deutung zu, daß wir oder Patienten ihre Ansprüche verloren. Von 10 frant gemeldeten schmähte. Als am Sonntag Morgen die Wirthin des Mädchens jemand anders mit unserem Wissen und Willen die in unserer Mitgliedern seien einmal 8 als Simulanten erklärt worden. Ver- vom Besuch der Kirche zurückkehrte, fand sie dasselbe blutüberströmt Malzfabrik in Pankow beschäftigten Arbeiter in bezug auf die Ausfchiedene Mitglieder seien ausgeschlossen worden, weil sie dem Vor- auf dem Fußboden liegen. Die Unglückliche, die, nach den wirren übung ihres Wahlrechts beeinflußt hätten. Dies ist nicht der Fall stand auf die Finger saben und gegen seine Geschäftsführung Reden zu schließen, ihren Verstand verloren, hatte sich die Puls- und würde auch unseren Grundsätzen widersprechen." opponirten, so daß ihnen schließlich nichts übrig geblieben sei, als ader der linken Hand geöffnet; sie wurde, nachdem ihr ein Arzt die Mißstände öffentlich zu rügen und vor weiterer Betheiligung an nach einem Krankenhause geschafft und wird dann von da aus nach einen Nothverband angelegt, zur Heilung ihrer Wunde vorläufig der Kasse Volkswohl" zu warnen. Wie es scheint, ist auch anderswo vom Vorstande der Kaffe ähn einer städtischen Frrenanstalt gebracht werden. lich gearbeitet worden, wie in Berlin. Das Templiner Kreisblatt" berichtet aus Lychen, daß dort ebenfalls Mitglieder geworben worden find, die sich jetzt geschädigt fühlen und gegen den Vorstand der Kasse den Klageweg beschreiten wollen. Das Blatt warnt vor weiterem Beitritt zur Kaffe. Interessant ist noch, wie auf gegnerischer Seite der Fall aus. geschlachtet wird. So berichtet die Deutsche Tageszeitung" über den Verlauf der Nachmittagsversammlung schlankweg unter der Stichmarke„ Vom Schicksal der Arbeitergroschen!" " Gerichts- Beifung. Der Töpfer Herr Emil Pohl aus der Fürstenstr. 4 theilt uns zu dem am 1. März berichteten Vorfall mit, daß unsere Mittheilung Juni 1897, während des Maurerstreifs, begegneten dem Maurer Vom Koalitionsrecht, das die Arbeiter nicht haben. Im insoweit einen beträchtlichen Frrthum enthalte, als nicht er feine Bagert die Maurer Rieger und Weidr, welche beim Maurer Frau mißhandelt habe, sondern umgekehrt er von Bekannten feiner meister Carl, der nur 55 Pfennige Stundenlohn bezahlte, auf Frau überfallen und von ihr selber mit einer ätzenden Flüssigkeit begossen worden sei. Er habe infolge der Mißhandlungen bis einem Neubau anfangen wollten. Bagert fagte ihnen, der Bau sei gestern im Krankenhause gelegen. nicht frei, es gäbe dort nur 55 Pfennige, sie brauchten nicht erst hin zu gehen. Als Rieger erividert hatte, das hätten Zn erschießen versuchte sich in der Nacht zum Sonntag der sie nicht gewußt, in diesem Falle würden sie die Arbeit 42 Jahre alte Schuhmachermeister Karl H., In den Belten 9. Der nicht annehmen, sagte Zagert zu Weidr, der ebenso wie Bagert In der Geschichte der Berliner Stadtverordneten- Ver- Mann, der in guten Verhältnissent lebt, leidet an chronischer Nervosität. Verbandsmitglied war: Als Verbandsmitglied darfst Du überhaupt, fammlung bildet die Sigung vom 9. März 1848 ein Blatt von Am Sonnabend spät abends gerieth er aus einer ganz geringfügigen nicht auf den Bau gehen! Wach' was Du willst. Wenn Du nach hervorragender Bedeutung, sie gehörte zu den wichtigsten, welche die Veranlassung in eine große Aufregung, und bald darauf versuchte dem Bau hingehst, dann wirst Du aus dem Verbande rausVertreter der Bürgerschaft bis dahin abgehalten hatte. Das Köll- er, sich durch einen Revolverschuß in die linke Brust zu tödten. Er geschmissen". Auf Veranlassung des Maurermeister 3 Carl, nische Rathhaus, in welchem damals die Stadtverordneten- Verfamm- liegt im Krankenhause schwer darnieder. lung tagte, war denn auch an jenem Tage von einer dichten Voltsder hinterhergehend den letzten Satz gehört hatte, wurde Zagert Ein Heldenjüngling. Begnadigt worden ist der Garde- durch einen Schutzmann sofort festgenommen und hatte sich menge umlagert. Zunächst stand ein Antrag zur Berathung, der Kürassier Matt von der 4. Schwadron, der bei den erbitterten wegen Vergehens gegen§ 153 der Gew. Ordn. vor der 2. Straffammer das Wohl und Wehe Tausender betraf: über die Hebung des Arbeiter- Kouleur"- Kämpfen zwischen den Garde Kürassieren und den am Landgericht I hier zu verantworten. In der Verhandlung bekundeten standes. Die Versammlung ernannte eine permanente Rommission, um 2. Garde Dragonern, die sich im Sommer 1896 in der Hafenhaide Rieger und Weidr, daß sie unter keinen Umständen für 55 Pf. gearbeitet Mittel zur Beschäftigung der zahlreichen arbeitslosen Arbeiter anzugeben. abspielten, hervorragend betheiligt war und deshalb zu zwei Jahren und nur in der Voraussetzung, daß 60 Pf. gezahlt würden, bei Alsdann hatte die Versammlung über einen aus der Mitte der Festung verurtheilt wurde. Bürgerschaft an sie gelangten Antrag zu berathen: ein ImmediatCarl hätten anfangen wollen. Weidr bezeugt auch, daß er wohl gesuch an den König um Gewährung der in neuefter Zeit allgemein Lichter in der Andreaskirche erfolgte früh furz vor 8 Uhr eine starke bande zur Folge habe und daß er schon aus diesem Gründe Gascxplosion in der Andreaskirche. Beim Anzünden der gewußt habe, daß Bruch des Streits den Ausschluß aus dem VerRönigthum in Frankreich sei gestürzt, die Republit fonftituirt und sprengte und den Kirchendiener Sielow durch das Hauptportal auf hätte. hervortretenden Wünsche zu richten. In dem Antrage hieß es: das Gasexplosion, die die nach der Koppenstraße führenden Thüren ohne Rücksicht auf die Worte des Bagert für 55 Pf. nicht gearbeitet fomit der 30jährige Weltfriede erschüttert. Das Wohl und Wehe die Straße hinausschleuderte, ohne ihn aber gefährlich zu verletzen. von Millionen stehe auf dem Spiele und die Bestrebungen der Neu- Neben versengten Haaren trug er nur leichtere Brandwunden au Gefängniß, weil er den Weidr durch Drohung und Ehrverlegung Die Straffammer verurtheilte den Zagert aber zu 1 Woche zeit hätten den Geist des Aufruhrs und der Unzufriedenheit schon den Händen davon. Viele Scheiben der Kirchenfenster wurden durch zu bestimmen versucht habe, sich der Vereinigung der streikenden weit genug verbreitet. Deshalb sollen sich die Vertreter der Bürger- den gewaltigen Luftdruck zertrümmert. schaft Berlins mit der Bitte an den König wenden: Die Reichsstände Gesellen anzuschließen. Er habe ihm das Ülebel des Aus= zusammen zu berufen, um dem König selbst die Wünsche des Landes Durch muthiges Eingreifen eines Schußmannes wurde am schlusses aus dem Verbande angedroht und und auch durch. vorlegen zu fönnen. Es wurde angesichts der drängenden Verhält- Sonnabend ein Unglück verhütet. Unter den Linden wurden abends verächtliche hingestellt. Beides sei bewußt rechtswidrig geschehen, bas Wort„ rausgeschmissen" seine Handlung als eine nisse beschlossen, daß sofort eine Deputation aus der Mitte der Ver- die Pferde eines Rollwagens, deffen Führer abgestiegen war, schen um den Weidr zum Anschluß an den Streit zu bewegen. fammlung erwählt, welche schon Tags darauf zur Berathung über und rannten auf den Opernplay zu, auf dem gerade starker Verkehr die Petition zusammentreten und das Ergebniß wiederum am herrschte. Der Schuhmann Wrop warf sich ihnen entgegen und es geftrigen Verhandlung vor dem Rammergericht in der Revisionsinstanz. Rechtsanwalt Dr. Herzfeld bekämpfte dieses Urtheil in der nächsten Tage in einer außerordentlichen Sigung der Versammlung gelang ihm, fie aufzuhalten, ehe Menschen verletzt wurden. vorlegen sollte. In derselben Sigung erklärte sich die Versamm Große Erregung verursachte am Sonntag Abend gegen eine Person voraussetze, die zu ungünstigeren Bedingungen als Er führte insbesondere aus, daß der§ 153 der G.-D. als den anderen". lung auf eine gleichfalls an sie herangetretene Anregung hin mit 1/28 Uhr in der Nähe des Zirkus Busch der Selbstmord einer etwa den durch den Streit erstrebten zu arbeiten willens fei. Das Gegen großer Mehrheit für die Bildung einer bewaffneten Bürger- 30jährigen Frau. Sie lief zur genannten Zeit eiligen Schrittes durch theil fei bezüglich des Maurers Weidr festgestellt. Derselbe sei nicht garde, die denn auch bald darauf ins Leben trat. die Burgstraße bis zu der zwischen dem Zirkus und der Friedrichs durch die Neden des Angeklagten zum Anschluß an die Streif Berliner Flugblätter and dem Jahre 1848, welche damals brücke belegenen Landungstreppe, eilte diese hinab und sprang in vereinigung bewogen worden, sondern hätte, wie festgestellt, maffenhaft verbreitet wurden und von hochpolitischer Bedeutung die Fluthen der Spree. Wiewohl sofort Hilfe zur Stelle war, gelang als der andere mit ihnen sprach, schon zu derselben ges waren, fallen vielfach durch ihre drastischen Titel und Fauftrationen es doch nicht, den Körper, der Selbstmörderin sofort zu erfassen. hört und sei durch die Neden des Angeklagten ganz auf. Folgende kleine Blüthenlese von Flugblatt- Ueberschriften wird Erst nach ca. zehn Minuten wurde die Lebensmüde todt aufgefunden unbeeinflußt geblieben. Uebrigens sei auch die Drohung nicht rechtsdies in hinreichender Weise bekunden:" Die Freiheit is ins Wasser und gelandet. widrig, sondern rechtmäßig. Als Verbandsmitglied habe der andere auf jefallen, id hab' ihr hören plumpfen, und wär' ick nich dazu je- Fenerbericht. Sonnabend Abend 812 Uhr brannte Swine- grund des Statuts des Verbandes ein Recht, gegen jedes Verbandstommen, so wäre sie verdrunken." Die Theekessels in Frankfurt münderstraße 125 der Fußboden unter der Kochmaschine. mitglied, welches den Streit bricht, den Ausschluß zu beantragen. find an den janzen Skandal schuld."( Als Jllustration waren ver- Sonntag früh 9 Uhr gingen Prinzen Allee 71 Kleidungsstücke Auch liege feine Drohung in in strafrechtlichem Sinne vor, schiedene Theeteffel mit entsprechenden Gefichtern beigefügt.) und Lumpen auf einem Hängeboden in Flammen auf. Um 10 Uhr da, wie dem Weidr bekannt, die Ausführung derselben Allerliebster Herr Jeneral Druf! Man wirft wieder Kardätschen! erfolgte Spenerstraße 9 durch übergekochtes Fett ein Küchen- dem anderen nicht möglich war, sondern in erster Linie von seinem Betition von die bekannten lieben Berliner."„ Wer brand, der aber erheblichen Schaden nicht anrichtete. Kurz darauf Verhalten, dann aber von dem Beschluß des Verbandes abhing. will huldigen? Ich nich, wer noch?" Michelken in den Pro- mußte Reichenbergerstraße 47 in einer Lackierwerkstatt ein Das Rammergericht verwarf die Revision. Der§ 153 der Ge vinzen, wirfte denn jar nicht flug?" Realtion, verziehe Dir, fleines Schadenfeuer beseitigt werden. Abends 61/2 Uhr brannte werbe- Ordnung bestrafe je de Einwirkung auf den Willen desjenigen, Du bist schief jewickelt.( Das dazu gehörige Bild stellte drei schief Richthofenstraße ein Laternenkasten, Montag war Berlin der arbeiten wolle. Weidr sei entschlossen gewesen, zu arbeiten. gewickelte Wickelkinder dar, welche die Maske eines Offiziers, eines feuerfrei. Es genüge auch die Drohung mit der That eines Dritten, Geistlichen und eines Beamten trugen.)" Fui Charlottenburg, ollet reaktionäret Rattenneft, Dir muß man bei die Beene ufhängen." ftellung pantomimischer Szenen mit gutem Erfolge versucht worden. in der Lage fei. Das sei hier geschehen. Die Drohung sei auch Im Paffage Panoptifnm ist bei früherer Gelegenheit die Darwenn der Drohende es so darstelle, als wenn er dieselbe zu bewirken Konstablers Freiden und Leiden. Jeschildert in einem Briefe Dies mochte die Direktion veranlaßt haben, mit einer neuen Vor- rechtswidrig gewesen. Denn eine Drohung sei auch dann rechtsan feine Jelübte."- Stilljestanden, reaktionäre Offiziere! Zum führung derartiger Bilder zu kommen, die unter dem Titel„ Berliner widrig im Sinne des§ 153 der Gewerbe Ordnung, wenn mit Abmarsch richt Euch, febrt marsch! Ein sehr offenet Wort von Nachtleben" am Sonnabend zuerst auf die Bühne gebracht wurden. Handlungen gedroht werde, welche der Handelnde vorzunehmen be Aujust Buddelmeyer, Dajesschriftsteller mit' n jroßen Bart" 2c. 2c. Leider hat diesmal eine weniger glückliche Hand das Arrangement rechtigt sei. " " " fo= Im städtischen Obdach befanden sich am 1. Februar cr. zu bewerkstelligen gehabt. Ein Philifter erbaut sich beim Lesen Es bleibt dabei: Den Arbeitern ist das Koalitionsrecht gegeben 29 Familien mit 88 Personen, darunter 15 Säuglinge, und 62 Einzel- feines Leiborgans an all den aufregenden Vorkommnissen, die den aber die Ausübung desselben führt zu Gefängnißstrafen. personen. Am 1. März war der Bestand 30 Familien mit 81 Berlokalen Theil der Presse ausfüllen und streitet dann mit seiner sonen, darunter 14 Säuglinge. Das Asyl für nächtliche Obdachlose jungen Nichte über die Frivolität der Menschen, die selber Schuld vor der neunten Straftammer des Landgerichts I. Der HandelsInteressante Enthüllungen machte gestern ein Angeklagter daselbst benutzten im Laufe des Monats Februar 49 442 Personen, haben, wenn sie sich umbringen und des Nachts im Friedrichshain mann Otto Parste, Kellner Bruno Wirsig und Handelsmann und zwar 48 614 Männer und 828 Frauen. Von diesen Personen erfrieren müssen. Die Vertretung dieses Standpunktes der zahlungs- Karl Kießling waren vom Schöffengerichte wegen Betruges, bes wurden 17 dem Krankenhause am Friedrichshain, 58 dem Kranken fähigen Moral wird vom Genius der Humanität" nach Gebühr gangen durch Pfandscheinschiebungen zu Gefängnißstrafen von bezw. hause Moabit, 13 der Charitee, 30 der Krankenstation des Obdachs, übelgenommen. Der Rentier ist unter Beihilfe eines Rognats im vier, drei und drei Monaten verurtheilt worden. Sie suchten in 1 Person der Anstalt Wuhlgarten überwiesen, 534 der Polizei vor: Lehnstuhle eingedusselt. Jetzt erscheinen ihm im Traum seine der zweiten Instanz eine niedrigere Strafe zu erzielen. Wirsig ergeführt. Gebadet haben während des Monats Februar in der An- Jugendfünden und sonst noch mancherlei. Da seben wir, wie der flärte dabei, daß er sich wohl bewußt sei, Betrügereien der in Rede stalt 22 204 Personen. Bokativus im Chambre séparée mit frivolen Frauenzimmern stehenden Art begangen zu haben, aber sie, die Angeklagten, feien Auch ein Liebesroman. Der 24 jährige Rentier Emil St., schwelgt, wie er hierauf Radau macht und mit seinen Flammen auf viel weniger schuldig als andere Leute, die er bereits vor kurzem dessen Eltern vor Jahresfrist furz hintereinander starben, hatte ein der Polizeiwache eines der bekannten Abenteuer erleben muß. Auch dem Kriminalkommissar v. Manteuffel namhaft gemacht habe. beträchtliches Vermögen geerbt; so besaß er u. a. ein Haus im passirt es ihm, daß er auf einer Bank im Thiergarten gefleddert Es werde nämlich bei den Pfandscheinschiebungen folgendermaßen Frankfurter Viertel, dessen Verwalter ein Agent St. war. Der junge wird. Sodann wird ihm ein verlassenes Mädchen vorgeführt, wie Hauswirth unterhielt ein intimes Verhältniß zu der 30 jährigen es in später Nacht für sich und ihr Kind an der Nähmaschine Brot genannte„ Nepperuhren" ein, d. h. werthlose Talmi- Uhren, welche vorgegangen: Ein Handelsmann namens Scheuer führe Frau des R., das allem Anschein nach von dem Ehemann begünstigt schafft. In ziemlich frassem Wechsel geht die Geschichte weiter. Ein durch Zufügung von Blei im Innern so beschwert werden, daß sie wurde. So unternahm St. mit der Dame seines Herzens Ende Ehemann läßt sich von der theuren Gattin beim verbotenen Liebesspiel er dem Gewicht von goldenen Ihren gleichkommen. Diese Uhren vorigen Jahres eine Reise nach Italien; als er zurückkehrte, war tappen, Kümmelblättchen- Spieler treten auf die Bildfläche, und als ganz erhielten die Pfandscheinschieber von ihm auf Kredit, Scheuer der Hausverwalter verschwunden und mit ihm die von jenem ein- besondere Rarität bringt das Panoptikum einen entdeckten Mörder, wisse recht taffirten Quartalsmiethen. St. deckte die zahlreichen Schulden des der sich zum letzten Gange rüstet. Uns will bedünken, daß sich in Verschiedene Pfandleiher seien ebenfalls Hintermänner und Helfers gut, daß die Uhren sofort versetzt würden. Ehepaares und miethete hier seiner Freundin eine luxuriös eingerichtete dieser ziemlich planlosen Aneinanderreihung greller Gegenfäße gerade helfer. Wenn ihnen eine solche Uhr, die vielleicht einen Werth von Wohnung im Thiergarten- Viertel. Frau R. betrieb jetzt angeblich nicht allzuviel dramatisches Talent offenbart. Auch das Publikum 6 Mart habe, gebracht würde, so erhalte der Versetzende darauf die Scheidung von ihrem Gatten, wozu ihr der Freund reichliche schien zum theil nicht übel Lust zu haben, einige ganz besonders er- 10 Mart. Geldmittel zur Verfügung stellte und ihr obendrein noch ein Kapital fchreckliche Bilder etwas anders als in dem vom Dichter gewollten 30 Mart aus. von 30 000 M. schenkte. Mitte dieser Woche verreiste auch Frau R. Sinne zu interpretiren. Es ist eben nicht leicht, Ernst und Humor sei Aufgabe des Versetzenden. Er begnüge sich mit einem Kaufpreis auf Nimmerwiedersehen, nachdem sie die fürstliche Wohnungs- Ein- in glücklicher Mischung zu vereinen. Mancher lernt es nie. von 5 M. und der Erwerber des Scheines glaube dann, daß der richtung verkauft hatte. Dem hintergangenen Liebhaber scheint die Den Dienel'schen Orgelvortrag in der Marienkirche am Mittwoch, einzulösende Gegenstand viel mehr werth sein müsse, als er beliehen Trennung von Frau R. sehr zu Herzen gegangen zu sein. Am den 9. März, mittags 12 Uhr, werden Frau Magdalene Ernst, Fräulein worden sei. Der Pfandleiher lasse sich von ihm nicht nur die 30 M., Sonnabend Abend gegen 8 Uhr wurde er von seinem Diener be- Bilma Enequiſt aus Schweden, Herr Ernst Wandel und Herr Adolf Bolte sondern auch die Zinsen zahlen. Dieser mache somit das beste Ge= wußtlos mit einer Schußwunde im Kopf aufgefunden. Der Lebens unterstützen. Der Eintritt ist frei. müde wurde auf Anrathen eines hinzugerufenen Arztes nach einer Die Deutsche Gesellschaft für volksthümliche Naturkunde ver einem geringen Nußen begnügen müßten, sondern im Betretungsfalle schäft, während die Vertreiber der Pfandscheine sich nicht nur mit Privatklinik geschafft, doch dürfte es der ärztlichen Kunst gelingen, anstaltet am Mittwoch, den 9. März, abends 8 1hr, im Bürgersaale des auch noch wegen Betrugs bestraft würden. den Selbstmord- Kandidaten am Leben zu erhalten. Frau R. dürfte inspektor im Kultusministerium, spricht über das Thema:„ Die Natur als machte sich während dieses Bekenntnisses eifrig Notizen. Der Staatsanwalt Rathhauses einen öffentlichen Vortragsabend. Herr Körber, fönigl. Landbaujedenfalls zu ihrem Gatten nach Newyork gereift sein. Lehrmeisterin der dekorativen Kunst und Baukunft". Unter Vorführung zahlEinen Erfolg hatten diese Enthüllungen in der vorliegenden reicher Lichtbilder wird im 1. Theil das Künstlerische in der Natur, im Sache für die Angeklagten nicht, denn die Berufung wurde verworfen. Die Wohnungseinrichtung des falschen Dr. Wenge ist am Sonnabend Vormittag auf Veranlassung seines Hauptgläubigers, 2. Theil das Natürliche in der Kunst behandelt werden. eines hiesigen Buchdruckereibesizers, öffentlich versteigert worden. Kurz vor Beendigung der Versteigerung erschien die Gattin Wenge'sim Auktionslokale. Der Schreibtisch, welcher versiegelt war, wurde amtlich geöffnet und alle darin enthaltenen Stripturen der Gattin Benge's eingehändigt. Aus den Nachbarorten. Ju Brit fand gestern die Gemeinderaths- Wahl ftatt, in welcher die Sozialdemokratie einen glänzenden Sieg erfocht. Unser Parteis Der Pfandleiber stelle aber einen Schein über Dies Papier an den Mann zu bringen Die Frage, ob die Gärtner der Vororte Berlins in Berlin Gewerbeftener zahlen müssen, wenn sie hier in den Markt= hallen ihre Blumen feilhalten, hat das Ober- Verwaltungsgericht bejaht. G8 führte aus, zur Auslegung des neuen GewerbesteuerGesetzes dürfe nicht die frühere Praxis und auch nicht die ehemalige Kommunal Steuergefeßgebung herangezogen werden. Nach seinen brochen hatten, mit seinen zwei Sunden und mißhandelte fie, Ordnung einzutreten. Wenngleich die Bedeutung der Gilbe auf Bestimmungen fei anzunehmen, daß sich der in einem bestimmten wollte sie auch arretiren. Mit Rücksicht darauf, daß der Gerichtshof dem Gebiete dieser Aufgaben heute nicht mehr im gleichen Maße Orte belegene Gewerbebetrieb auch auf die Orte erstrecke, wo sich ihn für einen gewohnheitsmäßigen Säufer hielt, verurtheilte er ihn wie früher bestehe, so halte sich die Gilde nach ihrem Statute doch Verkaufsstellen desselben Betriebes befänden. Ob die Verkaufsstätte zu der milden Strafe von zwei Wochen Gefängniß. riebes Der auch heute noch bereit, im Falle der Noth die zuständige Behörde in einem Privatgebäude oder in einer Markthalle wäre, fei gleich- Gerichtsvorsitzende sprach seine Berwunderung darüber aus, daß bei Erhaltung der Ruhe und Ordnung auf Erfordern zu unters in einem Privatgebäude oder in einer Markthalle u giltig. Berlin sei als Betriebsort der Blumenstände in den Markt ein Mensch, der schon vorbestraft ist und Verwarnungen füßen. Alle Schießvorstellungen der Gilde kämen diesem Hauptballen zu betrachten und könne deshalb die betreffenden Gewerbe- barüber erhalten hat, daß er sich nachts betrunken auf der zwecke zu gute. Sie sei deshalb nicht nur von der Besteuerung der treibenden zur Steuer von ihrem stehenden Gewerbebetriebe heran- Straße herumtreibe, gegen den auch schon ein Meineids: ebungsschießen, sondern auch von der der Preisschießen freiziehen. verfahren geschwebt hat, noch als Feldhüter beschäftigt werden zustellen. Auf die Revision des Gemeindevorstandes hob aber der Briefkasten der Redaktion. Wir billeu, bet jeder Anfrage eine Chiffre( swet Buchstaben oder eine Baht) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Sonnabend von 6 bis 7 Uhr statt. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag und Wettende. 1. Drei Jahre. 2. Nein. Der Stellungnahme des Ober Verwaltungsgerichte zur fonnte. Auch der Staatsanwalt bielt es für ein psychologisches erste Senat des Ober Berwaltungsgerichts das Urtheil Besteuerung der Privatluftbarkeiten in öffentlichen Lokalen hat Räthsel, daß die Stadt einen solchen Mann, der auch als des Bezirksausschusses wieder auf und erklärte die Schüßengilde zür fich nunmehr auch das Rammergericht angeschlossen. Ein Droschkenkutscher sich vielfach vergangen hatte, als Feldhüter an- Luftbarkeitssteuer verpflichtet. Maßgebend sei, daß die Preis- und Turnverein in Hörde hatte einen Kommers abgehalten, und im An- ftellen konnte. Wenn der Feldhüter ein ehrenhafter Mann, aber Königsschießen mit ihren Nebenveranstaltungen( Musik 2c.) unter den schluß daran war getanzt worden. Der Wirth Bergmann, in dessen Sozialdemokrat wäre, würde die Behörde ihn wahrscheinlich längst Begriff der Luftbarkeit fielen, d. h. dazu dienten, ein Vergnügtsein Lokal das Vergnügen stattfand, erhielt dafür, daß er es nicht zur vom Amt entfernt haben. der Betheiligten herbeizuführen. Besteuerung angemeldet hatte, ein Strafmandat. Er beantragte richterliche Entscheidung und machte geltend, es habe sich um eine von Königsberg hat in der unweit der Hauptstadt Ostpreußens beDie Schühengilde al8 Ordnungsstüte. Die Schühengilde Privatfest lichteit gehandelt und auf solche Vergnügungen er ftrecke sich nicht das Steuerrecht der Gemeinden. Die Steuerordnung sei legenen Gemeinde Borderhufen ihre Schießstände. Der Gemeindeungiltig, soweit sie auch private Luftbarkeiten und solche geschlossener vorstand von Vorderhufen zog nun die Schüßengilde wegen 28 PreisGesellschaften der Luftbarkeitssteuer unterwerfe. Ferner fönne er sich auf seine Steuerordnung berief, wonach auch die Schützengilde und einem Königsschießen zur Luftbarkeitssteuer heran, indem er aber auch als Wirth nicht haftbar gemacht werden, da ihm die die Luftbarkeitssteuer zu zahlen hat, wenn bei ihrem Gewinn, Verfügungsgewalt über sein Lotal so lange nicht zuftehe, als es von der geschlossenen Gesellschaft, an die es vermiethet fei, benutzt werde. Preis- und Königsschießen Konzerte gegeben oder Bergnügungen Alle Instanzen hielten jedoch die Strafe aufrecht. Das Kammer- veranstaltet werden. Die Herren von der Gilde fühlten sich dadurch gericht führte begründend aus, die Besteuerung von Luftbarkeiten tief verletzt, daß man ihnen, den Patrioten, so etwas zumuthe. Ihr Abgabengesetz, und es sei auch statthaft, daß der Besiger des von der Steuer. Der Einspruch wurde jedoch zurückgewiesen und Lokals herangezogen und für Verfehlungen haftbar gemacht werde, ebenso die Klage beim Kreisausschuß. Der Bezirksausschuß in Einen absonderlichen Feldhüter hatte die Stadt Spandan folgender furioser Begründung auf Freistellung E. 11. Stegmüllerei oft gleichbedeutend gebraucht mit politischer Rück in der Person des ehemaligen Droschtenkutschers Stefan Kurows ti, Luftbarkeits Steuer. Bei der Schützengilde handele es sich gratlosigkeit. Ueber das Faß lesen Sie in einem Konversations- Lexikon nach. der sich in voriger Woche vor dem Schöffengericht wegen Körper- nicht um einen gewöhnlichen Schießverein, denn sie sei ge- tente müssen zugegen sein.- I. Sehr. Die Berufsgenossenschaft hat . J. 51. Es muß Niederlegung beim Gericht erfolgen. Beide Ghe berlegung zu verantworten hatte. In der Zeit, als er sein willt, für die Bertheidigung der Stadt und für die feinen Anspruch. 2. 115. Nein. Amt ausüben sollte, überfiel er Personen, die gar nichts ver- Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit, Ruhe und der Ihnen noch nicht übereigneten Sachen find Sie nicht befugt. B. S. W. Zum Mitnehmen Achtung! Am 5. März verstarb nach furzem Krantenlager mein langjähriger treuer Hausdiener 11926 Robert Dörmer. Die Beerdigung findet heute, Dienstag Nachmittag 4 Uhr vom Urban- Krankenhause aus statt. Achtung, Puter! Den Mitgliedern des Zentral- Ber: Bandes deutscher Maurer und verw. Berufsgenossen, Filiale Berlin I ( Buzzer) zur Nachricht, daß das Mitglied Gottlieb Kloss 2. 3. 15. Gehen Sie in eine der nächsten Versammlungen des W. Sch. 25. Nein! Nur die Zentral- Krankenkasse„ Grundstein zur Wahlvereins für den V. Kreis, dort werden Sie nähere Auskunft erhalten. Einigkeit" hielt am 2. März desselben Jahres einen Wiener Maskenball in der" Tonhalle" ab. deffen hob die Vorentscheidung auf und erkannte unter • von der H. B. 5. Uns unbekannt. Achtung! Orts- Krankenkasse f. d. Buchdruckgewerbe Künstliche Zähne. * Genossinnen und Genossen! F. Steffens, Rosenthalerstr. 61, 2 Tr. zu Berlin. Theilzahlung pr. Woche 1 M. Heute Dienstag, den 8. März, abends 8 Uhr, im Swinemünder Sonntag, den 20. März, vorm. 10% Uhr, im Restaurant Feuerstein G. Bett 18 M. z. v. Büschingstr. 8, pt. r. Gesellschaftshaus, Swinemünder str. 42: ( oberer Saal), Alte Jakobstr. 75: Große Volks- Versammlung. Ordentliche General- Versammlung. Tages- Ordnung: Tagesordnung: 1. Rechnungslegung pro 1897 durch den Ren1. Vortrag über: Die lex Heinze". Referentin Genoffin Grau Ertheilung. 3. Etwaige Anträge der Mitglieder. 4. Verschiedenes. danten. 2. Bericht des Rechnungs- Ausschusses bezw. DechargeLouise Zietz aus Hamburg. 2. Diskussion. Mittwoch, den 9. März, referirt die Genoffin Zietz( Hamburg) in Schöneberg, Schloßbrauerei, Hauptstr. 112-114. Näheres morgen die Annonce. Die Vertrauensperson. Vorläufige Anzeige. Der Vorstand. Otto Walter, Vorsitzender. Robert Thiele, Schriftführer. Achtung! Rabitzputzer. Achtung Seffentliche Versammlung Am 28. März, abends, wird Herr Dr. Wilh. Meyer in der am Donnerstag, den 10. März, abends 8% Uhr, bei Hoffmann, Brauerei Friedrichshain( früher Lip 3) einen Vortrag mit vermehrten und verbesserten Lichtbildern über die Reise nach Spitzbergen" halten. Billets à 20 Pf. find in allen mit Plakaten belegten Handlungen verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 9. März, nachmittags 3 Uhr, vom Städtischen Krankenhause ( Friedrichshain) aus statt. Um zahlreiche zu haben. Betheiligung ersucht 134/9 Die örtliche Verwaltung. NB. Der Gesangverein„ Gemüthlichfeit" wird unt zahlreiches und pünktliches Erscheinen gebeten. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß mein lieber Mann, der Putzer Gottlieb Kloss am 6. März 1898 gestorben ist. Die 252/6 Grünkram- Geschäft mt. Vorkost u. Rolle verkäuflich, Blumenstr. 60.[ 11956 Arbeitsmarkt. Achtung! Holzarbeiter! In der Möbeltischlerei von Gebr. Geisler, Lothringer Alexanderstr. 27c. Tages- Ordnung: Gewerkschaftsdelegirten und Neuwahl derselben. 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Bericht des Vertrauensmannes und bestraße 39, haben 19 Tischler und in der Der Vertrauensmann. Bautischlerei von Renter, Steinmetzstr. 24, 13 Tischler wegen, Lohndifferenzen die Arbeit eingestellt. 6. Wahlkreis. Faverein der Stellmacher Berlins und Umges. Zuzug it fernzuhalten. Dienstag, den 8. März, abends 8 Uhr, in Wefiersky's Gesellschaftshaus, Schulstr. 29, Gr. öffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Die wirthschaftliche und politische Lage mit besonderer Berücksichtigung Beerdigung findet am Mittwoch, den der bevorstehenden Reichstagswahlen. Referent: Reichstags- Abgeordneter 9. März, nachmittags 3 Uhr, bom H. Förster- Hamburg. 2. Diskussion. Städtischen Krankenhause( Friedrichs: 246/12 Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Einberufer. hain) aus statt. 12006 Die trauernde Hinterbliebene Marie Kloss. Fachverein der Mosaikfliessenleger Berlins und Umgegend. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied 11986 Ernst Stamm am Sonntag Nachm. 1 Uhr nach langen Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet ami 9. d., nachm. 5 Uhr, von der Halle des Kreuzkirchhofs( Mariendorf) aus statt. Um rege Betheiligung er fucht Der Vorstand. Jch warne jedett, meiner Frau Anna Schuppan geb. Gem all etwas zu borgen, da ich für nichts aufkomme. Franz Schuppan. Kranzbinderei u. Blumenhandlung von 40762* Sozialdemokratischer Wahlverein Donnerstag, den 10. d. M., abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Schiller, Rosenthalerstr. 57: 78/ 8* Versammlung. Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. 159/3 Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich zu erscheinen und ihr Mitgliedsbuch behufs Ueberschreiben zum Holzarbeiter- Berband mitzubringen. Charlottenburg. Donnerstag, den 10. März, abends 8 Uhr, in Bismarckshöhe", Wilmersdorferstraße Nr. 39: für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Große öffentl. Volks- Versammlung Dienstag, den 8. März, abends 8, Uhr, bei F. Zubeil, Lindenstrasse Nr. 106: Versammlung. Tages Ordnung: Tagesordnung: 1. Bortrag der Genoffin Frau Louise Zietz aus Hamburg über: " Die lex Heinze". 2. Diskussion. 202/14 Um zahlreiches Erscheinen, besonders der Frauen, ersucht Die Vertrauensperson. 1141b Die Ortsverwaltung. Mädchen- Waschkleider. Geübte Arbeiterinnen auf mur bessere Sachen finden geg. Borlage von Proben dauernd lohnende Beschäftigung bei Fischbein& Mendel, Leipzigerstr. 82. Knaben- Waschkleider. Geübte Arbeiterinnen auf nur bessere Sachen( Matrosenfaçons) finden gegen Vorlage von Proben dauernd lohnende Beschäftigung bei 11436 Fischbein& Mendel, Leipzigerstr. 82.10 Weiße Stickereikleider. Geübte Arbeiterinnen auf nur beffere Sachen finden geg. Vorlage von Proben dauernd lohnende Beschäftigung bei Fischbein& Mendel, Leipzigerstr. 82. 1. Bortrag über:„ Gefeß und Recht". Referent: Genoffe A. Soffmann. Sonntag, 13. März, mittags 12 Uhr, im Cösliner Hof, 11425 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. 238/ 6* Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Often). Köslinerstraße 8: Wohlthätigkeits- Matinee Als rührige Agenten werden Herren aller Gesellschaftskreise von deutscher Feuerversicherungs- Gesellsch. bei außergewöhnlich hoher Provision gesucht. Offerten sub J. P. 8148 an Dienstag, den 8. März, abends 8 Uhr, im Lokal„ Königebant, zum Besten des langjährigen Mitgliedes der Werk- bie Erp, b.„ Berl. Tagebl" SW. Frankfurterstr. 117: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen J. Auer über: Die Märstage. 2. Dis fuffion. 3. Verschiedenes. 242/6 Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Erscheinen aller Mitglieder ist Pflicht. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein statt- Kontrollkommission, des Modelltischlers Emil Kuschel. Unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins Oranienburger Vorstadt" ( M. d. A.-S.-B.) sowie des Humoristen Herrn Oestreich. Ronzert: Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmufiker". In anbetracht des wohlthätigen Zwecks ersucht um rege Be: theiligung der Kollegen und Parteigenossen Das Komitee. Raffeneröffnung 11 Uhr. Anfang präzise 12 Uhr. Programme à 30 Pf. find in allen mit Plakaten belegten Geschäften Robert Meyer, für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Südoft). forte an der Kaffe zu haben. No. 2. Mariannenstr. No. 2. 265/17 Widmungs- Kränze, Guirlanden, Ball Dienstag, den 8. März, abends 8 Uhr, in Behren's Festfälen, B. Günzel, Lothringerstr. 52. Spezialität: Porträts fträußchen, Bouquets 2c. werden sehr geschmackvoll und preiswerth geliefert. BarbierGeschäft m. Preiserhöhung, Skaliter: straße Nr. 69, in Steller, bei Fritz Taubert. Geschäftsprinzip: Jedem Kunden frische Wäsche, sauberste Be dienung, antiseptische Behandlung. Preis: Rasiren 15 Pf., Haarschn.35 Pf. Im Abonn., 12/2" 30" Spezialität:" Haar- und Vollbartschneiden. Sonnabend Abend nach 6 Uhr und Sonntag über werden feine Haare geschnitten. NB. Seit Preiserhöhung Mantenffelstr. 95: Große Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Th. Mehner: Das Bürgerthum sonst und fett. 2. Distuffion. 3. Vereinsangelegenheiten. 242/7 Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. NB. Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes zu erscheinen. Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) sozialistischer Führer, Laffalle, Mary 2c. in Cigarrenspizen, Pfeifen, Nadein, Brochen, Knöpfen, Büsten Bildern u. dgl., fowie jede Drechslerwaare u. Nepar.( Man verl. Preisfurant.) Robert Drescher, Linienstr. 218, am Schönh. Thor, empfiehlt sein Weiß- und BairischBierlokal nebst schönem Vereins. zimmer. 44052* Feuerstein's Festsäle Alte Jakobstrasse 75. J. Jablonsky 6 Korbmacher auf grüne Arbeit bei hohem Rohn fofort verlangt Rob. Zwerner, Friedrichsfelde bei Berlin. 12056 Tüchtigen Schriftenlithographen für Zeichnungen suchen E. A. 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Der Referent geht in großen Ahlwardt wieder abgefahren war. Tammung im Restaurant Königsbank ab. Ueber die Lage des Bügen auf die bekannte Geschichte der Buchdruckerbewegung der Streits berichtete Genosse Now a ct. Seit der letzten Versamm letzten Jahre ein, schildert das Zustandekommen und das Wesen öffentliche Versammlung der Möbeltransport In Charlottenburg tagte am Dienstag den 1. März eine lung sind die Arbeiter weiterer elf Fabriken in den Ausstand ge- der Tarifgemeinschaft und legt ausführlich zwecks Gründung einer Organisation. Rollege treten. Von den 458 Streifenden baben bis jetzt 27 Arbeiter anderdie nach feiner Ansicht, solchen auf Schäden dar, Arbeiter Beit unger referirte über Zweck und Nußen derselben. In der weitig Beschäftigung gefunden. Die Arbeit in den vom Ausstand geschlossenen Uebereinkommen mit den Unternehmern anhaften. Die folgenden Diskussion sprachen sich sämmtliche Redner für Gründung betroffenen Fabriken haben nur a cht wiederaufgenommen; es ver- Streitigkeiten, die sich hierüber in der Buchdrucker Organisation derselben aus; in die blieben also noch immerhin 423 Personen in der Bewegung. ausgelegten Listen ließen sich sofort Der entsponnen haben, seien für die gesammte Arbeiterbewegung von 33 Kollegen als Mitglieder einzeichnen. Als Vorsitzende wurden bürgerlichen Presse sei vorzuwerfen, daß sie falsche Angaben über die großer Bedeutung. Redner kommt zu dem Schluß, daß die Gewerk- Tau bih und Heyer, als Schriftführer Schramm, als Lage des Streits in die Welt setze. Im übrigen müsse er einigen der schaften die Bekämpfer des von der Buchdrucker Organisation be- Saffirer Sch me dorf, als Vertrauensmann Jahns gewählt. Kollegen schwere Vorwürfe darüber machen, daß sie auf Versprechungen liebten Systems unterſtügen, sowie gegen die dort geübte Verküm Revisoren find Bendt, Steffen und Pierstedt. Vereinsder Fabrikanten In der guten Sache abtrünnig werden wollten. Gin merung des Koalitionsrechts protestiren und konstatiren müßten, lokal ist bei Leder, Bismarckstr. 74, Charlottenburg. Die nächste derartiges unsolidarisches Vorgehen verdiene harten Tadel, denn es daß eine Gewerkschaft, die so handelt, wie der Buchdrucker- Versammlung findet daselbst am 7. März, abends 8 Uhr, statt. bedeute unter den obwaltenden Umständen nichts geringeres, als Verband, keine Gewerkschaft im Sinne der Sozialdemokratie mehr eine Vernichtung der Organisation. Die Dinge ständen augenblick- fei. In Charlottenburg tagte am Donnerstag eine Volksversamm In der sich an den Vortrag anschließenden Diskussion ging lung im Lofal Bismarckshöhe. Zunächst erstattete Genosse Scharen gewillt ſei, die Arbeit wieder aufzunehmen, ſo folle man das nur verband Berlin ein. Es sei vom Vorstand Anweisung gegeben den der von 4850,64 M., eine Muse lich außerordentlich günstig für die Arbeiter. Wenn man durchaus Arendsee besonders auf die lehtjährigen Vorgänge im Gau- berg den Geschäftsbericht der Parteispedition für das abgelaufene offen in der heutigen Versammlung fagen. An der sehr lebhaften worden, die Handlungen der Oppofitionellen im geheimen zu überDiskussion betheiligen sich Läufert, Box, Weber, wachen, und die Kritiker diefes Spionagefystems feien aus dem gabe von 4377,25 m. und einen Ueberschuß von 473,39 M. auf. Die Wertheimer, Hildebrand, Erdmann, Hermann, Verband ausgeschlossen worden. Einem Verband anzugehören, Spedition hat 1073 Vorwärts"-Abonnenten. Um auch denjenigen, Strelow, Hammacher, König, Wänig, Ullrich und in dem derartiges möglich sei, hätten viele Mitglieder denen der Vorwärts" zu theuer ist, das Halten einer Parteizeitung Krause. Sämmtliche Redner sprechen sich mit dem größten nicht mehr mit ihrer Ehre zu ermöglichen, kann durch die Spedition die dreimal wöchentlich Dem Nachdruck für die Aufrechterhaltung des Ausstandes aus und sind hätten sich deshalb zu einem neuen Verein zusammengeschlossen. erscheinende Märkische Volksstimme" bezogen werden. der Ansicht, daß man bei festem Zusammenhalten sicherlich mit geDann hielt ReichstagsTöpfer Thieme wendet sich gegen Tarifgemeinschaften.-Bu- Spediteur wurde Decharge ertheilt. 3= wissen Forderungen durchdringen würde. Erdmann erinnert schneider Koopmann findet ebenfalls, daß die Taktik der Buch- Abgeordneter Moltenbuhr einen Vortrag über die bevorstehenden noch besonders an die bekannte Generalversammlung der Schuh- drucker- Organisation nicht im Rahmen der modernen Arbeiter wirthschaftlichen Vorgänge, soweit sie in den letzten Jahren Er besprach die wichtigsten politischen und fabrikanten in Frankfurt a. M., wo man den Beschluß gefaßt bewegung gehalten sei. Maurer Hoffmann weist die„ Vorhatte, in der schärfften Weise gegen Streits vorzugehen. Die nach- würfe gegen die Arbeiterpresse zurück. Der„ Vorwärts" könne nicht der reichhaltigen Zahlen- und Thatsachenmaterials nach, daß die im den Reichstag beschäftigt haben, wies an der Hand eines stehende Resolution Weber's wird mit allen gegen vier Tummelplatz für die Streitigkeiten in den einzelnen Gewerkschaften sein. letzten Jahrzehnt ungeheuer gewachsenen Militär- und MarineStimmen angenommen:„ Die heutige Versammlung beschließt, um Gegen die zweideutige Haltung Döblin's habe der Vorwärts" sich scharf Ausgaben wesentlich auf den Schultern der arbeitenden Bevölkerung eine unnütze Berschärfung des Kampfes zu verhüten, die in der ausgesprochen.- Buchdruckerei Hilfsarbeiter Franke beschäftigt lasten, daß dagegen die Ausgestaltung der Sozialgesetzgebung an letzten Bersammlung angenommenen Zufäße zur Resolution zurück- sich mit der Bekanntmachung der Berliner Gewerkschaftskommission dem Widerstande der Regierung und der reaktionären Parteien zuziehen, dagegen die Forderungen bezüglich Antheilnahme an der in der Sonnabend- Nummer des„ Vorwärts". Wahrscheinlich werde scheitere, ja daß sogar, wie der Posadowsky'sche Erlaß zeige, die Führung des Arbeitsnachweises voll und ganz aufrecht zu erhalten auch der Gewerkschafts- Ausschuß mit der Taktik der Buchdrucker Arbeiterklaffe völlig getnebelt und ihrer Rechte beraubt werden solle. und so lange ausständig zu bleiben, bis diese gerechten Forderungen Organisation nicht zufrieden sein, aber man ziehe es wohl vor, zu Durch seine Stimmabgabe bei der Wahl könne sich der Arbeiter erfüllt sind." Mit einer nochmaligen Aufforderung, treu aus schweigen, weil man den Verband brauche. Dasselbe Motiv sei ja zuharren und fest au bleiben, schließt der Vorsitzende die von auch für die Zurückhaltung der Hilfsarbeiter- Organisation maßgebend. gegen die reaktionäre Politik wehren. Am Wahltage müffe es dem 500 Personen besuchte Beisammlung. Knoll weist den Verdacht Franke's gegen den Gewerkschafts- Pläne mit einem Schlage zu vernichten. Eine Diskussion folgte dem Volfe gelingen, die Junkergelüfte und die Stumm- Posadowsky'schen Die Zinkgießer und Stürzer hielten am 22. v. M. ihre General- Ausschuß als gänzlich unbegründet zurück, worauf gegen wenige beifällig aufgenommenen Vortrage nicht. Nach dem noch einige Ge Versammlung ab. Zum 1. Punft erstattete Slar den Kassenbericht: ablehnende Stimmen die folgende von Rigler eingebrachte Renoffen zur regen Theilnahme an den Wahlarbeiten aufgefordert Danach betrug der Bestand im 3. Quartal 486,03 Mark. Zum 2. Punkt wird der Kollege Max Schulz als 1. Vorsitzender ge- erklärt die jahrelange Bindung der Gewerkschaften durch Tarif Die am 6. März tagende öffentliche Gewerkschaftsversammlung batten, schloß die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialwählt. Preißer berichtet namens der Vermittelungs- Kommission gemeinschaften für eine große Schädigung der Selbständigkeit der 8% uhr, in Klempte's Salon, Bergitraße 136/137: Bersammlung. Vortrag des über die Arbeitsniederlegung bei der Firma Gentsch, Wasserthorstr. Arbeiter. Eine gemeinschaftliche Durchführung von Tarifen durch Reichstags- Abgeordneten Dr. Lütgenau über„ Politische Tagesfragen". Gäſte Danach versucht die Fiuma den Minimallohn zu hintergehen, indem Arbeiter und Unternehmer ist eine Unmöglichkeit. fie Lehrburschen einstellt. Die betheiligten Kollegen erklärten, daß, so lange noch Arbeitslose auf dem Arbeitsnachweise vorhanden seien, sie mit den Burschen nicht zusammenarbeiten würden. Hayer be richtet von der Firma Werk u. Glienicke, daß diese an ihn das Aus finnen gestellt habe, die Gießerei in eigene Regie zu übernehmen und mit Lehrburschen zu arbeiten. Er lehnte dies ab. Zum Schluß wurden noch einige Vereinsangelegenheiten erledigt. solution angenommen wird: B " demokratie. Sozialdemokratischer Verein„ Vorwärts" in Riedorf. Heute, abends haben Zutritt. Verein selbständiger Fensterputer. Heute Abend 8 Uhr Alte Jakobstraße 54/55: Versammlung. taktik des Buchdruckerverbands- Vorstandes den eigenen oppofitionellen Die heutige Versammlung verurtheilt entschieden die GewaltMitgliedern gegenüber. Sie verabscheut ganz besonders das In- denRücken- Fallen ausständiger Kollegen durch die eigene Organisation von der Nenen Zeit"( Stuttgart, J. S. W. Diey' Berlag) in foeben bas Eingelaufene Druckschriften. in Dresden, Luzern 2c. Die Versammlung erachtet eine Aussprache weiterer Arbeiterfreife über die Vorkommnisse in der Buchdrucker- Organisation und über die Tarifgemeinschaften für höchst nothwendig und beauftragt das heutige Bureau, baldigst eine neue Versammlung zur Forts fegung der heutigen Diskussion einzuberufen, wozu die GewertschaftsKommission hiermit eingeladen wird." 23. Heft des 16. Jahrgangs erschienen. Aus dem Juhalt heben wir hervor: Bleichröder's Rommis. Sozialismus und Darwinismus. Von Profeffor Karl Pearson( London) Autorisirte Ueberseßung von Dr. Benno Karpeles. Die Lage in Desterreich. Eine politische Glosse von Janaz Daszynsti. Nochmals der Kampf der Nationalitäten in Defterreich. Bon Karl Kautsky. Bartel Zurafer. Notizen: Zur Bertheilung der Militärbevölkerung auf Stabt und Land. Gefes zur Beilegung gewerblicher Streitigkeiten in England. Feuilleton: Herr Jeremias. Von der Gleichheit, Beitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen( Stuttgart, Dies' Berlag) ist uns soeben die Nr. 5 des 8. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Der Jahresbericht der englischen Fabrikinspektorinnen Von Helene Simon. Aus der Bewegung. Die christlich- soziale Frauenbewegung in Wien. Bon Adelheid PoppDworschat, Wien. Notizentheil von Lily Braun und Klara Bettin: Weibliche Fabritiuspettoren. Frauenftimmrecht. Sittlichkeitsfrage. Frauens bewegung. Genossenschaftliche Arbeitertunenbewegung. Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis ber Nummer 10 Pf., burch die Poft bezogen( eingetragen in der Reichspost- Beitungsliste für 1898 unter Nr. 2970) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgelb 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Der Arbeitsmarkt", Monatsschrift der Sentralftelle für Arbeitsmarkt Die Stockarbeiter und Arbeiterinnen hielten am Montag in ben Andreas sälen eine öffentliche Versammlung ab, in der Genoffe Dr. 3 adet über das Thema:" Die Berufstrant heiten der Arbeiter" referirte. In der hierauf folgenden Diskussion über den Vortrag wurde an den Referenten nur eine Anfrage bezüglich der Nüglichkeit von Medikamenten gestellt. Rigdorf. Die Bauarbeiter der hiesigen Zahlstelle hielten am Den 3. Punkt der Tagesordnung bildeten Werkstatt- Angelegen 26. Februar ihre Mitgliederversammlung ab. Ghe in die Tagesheiten. Besondere Mißstände hatten die letzten Vorgänge mit ordnung eingetreten wurde, forderte der Vorsitzende die Anwesenden dem Werkführer bei der Firma Wendt gezeigt. Dort sei u. a. die auf, sich zur Ehrung der verstorbenen Kollegen Paul Knechtel, Friz Arbeit den Attordarbeitern vorenthalten und den Hausarbeitern über- Wolf und Friz Bold von ihren Plätzen zu erheben, was geschah. geben worden. Sollte in diesen Verhältnissen nicht bald eine Nachdem hielt Genoffe Ostermann einen beifällig aufgenommenen Aenderung zum guten vor sich gehen, so müßte ein energischer Vortrag; er forderte die Bauarbeiter auf, sich an der bevorstehenden Protest erhoben und event. zu einem Streit geschritten werden. Gemeinderaths- Wahlen recht zahlreich zu betheiligen und dafür zu Die Vorgänge in der obigen Firma feien nicht etwa zu- agitiren. An der Diskussion betheiligte sich Kollege Heinemann Berichte( Herausgeber Dr. J. Jaftrom) Berlin, Berlag von§. S. Hermann. Die fällige; der allgemeinen Ansicht nach werde von dem gesammten und sprach im Sinne des Referenten. Weiter gab der Vorsitzende nunmehr als Organ des Werbandes deutscher Arbeitsnachweise erscheinende Unternehmerthum der Branche ein Schlag gegen die Organisation ge- bekannt, daß diejenigen Mitglieder, die über drei Monate mit ihren Beitschrift enthält in Nr. 6 folgende Artikel 2c.: Der Satsonwechsel im Bauplant, die fich gerade augenblicklich in einer erfreulichen Blüthe und Beiträgen im Rückstande sind, das Organ nicht mehr zugestellt be- gewerbe. Brwaltung der A beitsnachweise: Gewerkschaftliche Arbeitsnachweiſe; Stärke befände. Im weiteren Verlauf der Debatte werden noch ver- kommen. Weiter wurde noch bekannt gegeben, daß der Kranz für Unternehmernachweis der Berliner Metallindustriellen; Gemischter Nachweis der Brauereien Berlins; Internationaler Arbeitsnachweis der Notenstecher in schiedene Klagen gegen andere Firmen erhoben. Auch in diesen Fällen die Märzgefallenen am 17. März abends im Vereinslokal zur Ansicht Beipzig. Situationsberichte aus einzelnen Pläßen: Leipzig, Freiburg i. B. ist man der Meinung, energisch Protest erheben zu müssen. aufgestellt ist. Da zur Feier am 18. März von der gesammten Arbeiter- Situationsberichte aus einzelnen Gewerben Fahrrad Fabritation; MüllereiIm Verschiedenen wird bekannt gegeben, daß der Verband schaft illuminirt werden soll, forderte der Vorsitzende die arbeitslosen Lage des Arbeitsmarktes; Bändlicher Arbeitermangel( Interpellation im preußischen Abgeordnetenhause); Arbeitslosigkeit im Maurergewerbe Berlins; beschloffen habe, die Broschüre über den Posadowsky'schen Mitglieder auf, wenn diefelben es nicht möglich machen können, Bebensmittelpreise; Streits in Deutschland im Februar; Der Arbeitsmarkt im Erlaß an Arbeitslose gratis zu verbreiten. Schließlich wird ein Lichte zu kaufen, sich an den Kassirer zu wenden, der dieselben be- Februar. Mittheilungen aus deutschen Arbeitsnachweis: Berbänden: Sagungen Antrag, auf Verbandstoften einen Kranz zum 18. März auf dem schaffen soll. Nachdem noch einige interne Verbandsangelegenheiten des Berbandes deutscher Arbeitsnachweise; Verband deutscher Arbeitsnachweiſe. Beitrittserklärungen. Friedhof der Märzgefallenen niederzulegen, einstimmig angenommen. ihre Erledigung fanden und der Kassirer bekannt gab, daß achtzehn Die Lederarbeiter waren am 1. März im Bittoria- Garten Kollegen der Organisation beigetreten sind, erfolgte Schluß der Ver Witterungsübersicht vom 7. März 1898, 8 Uhr morgens. fammlung. Badftr. 12, in nur mäßiger Anzahl versammelt, um den Kassenbericht ihres Vertrauensmannes entgegenzunehmen. Die Einnahmen vom 1. Juli 1897 bis 1. Januar 1898 betrugen, einschließlich eines Bestandes von 1119,09.: 2356,19 m. gegenüber 1214 M. Aus. gaben. Somit bleiben 1142,19 M. Bestand zu verzeichnen. Der Bertrauensmann wurde hierauf auf Antrag der Revisoren entlastet. Eingangs hielt der Genoffe Millarg einen belehrenden Vortrag über: Das Unfallversicherungsgesetz und die Arbeiter." Eine Disfuffion hierüber wurde nicht beliebt. " 6.werbe In der Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins von Johannisthal, Nieder- Schöneweide und Umgegend hielt Gen. Lankow aus Berlin einen sehr lehrreichen Vortrag über: Stattonen. Platonischer und urchriftlicher Kommunismus". Die nächste VerSammlung findet am Sonnabend, den 5. März, bei Herrn Strecker in Nieder- Schöneweide statt, " Barometer and in mm, reduzirt auf d. Meeressp. 3 Windrichtung Windstärke • 761 SSM 761 NNW 760 W 759 N 751 Still 757 774 776 GGD 762 NND 766 SW 759 NO ( Z1-1) 2222 223512 = Wetter Temperatur nach Celfus 111280 C wollig bedeckt Nebel bedeckt heiter bedeckt Schnee -2 5 -10 bedeckt -10 heiter bedeckt halb bedeckt 2 1 -1 ( 50 G. 40 R.) Adlershof. Am Sonntag, den 27. Februar, tagte hier im Swinemünde Lokale des Herrn Herrguth eine gut besuchte Protest Ver- Hamburg In der Versammlung des Verbandes der Textilarbeiter fammlung gegen den Erlaß des Grafen Posadowsky. Nach den Berlin wurde nach einem Vortrag des Herrn Waldet Manasse der Ausführungen des Genossen Faber, welche mit Beifall auf- Wiesbaden. Kollege Karl Boigt als Delegirter zu der in Gera stattfindenden genommen wurden, kam die Berliner Resolution zur Verlesung und Wiünchen Generalversammlung gewählt. Der Antrag des Vorstandes, den wurde nach einer regen Diskussion einstimmig angenommen. Ein Wien.. Abend des 1. Mai gesondert zu feiern, wird abgelehnt. Beschlossen aus der Versammlung gestellter Antrag, am 18. März zu illuminiren, wird, Sammellisten für zwei frante Berufsgenossen zirkuliren zu wurde ebenfalls nach einer kurzen Diskussion angenommen. Mit laffen. Vor Eintritt in die Tagesordnung hatte die Bersammlung einem Hoch auf die Arbeiterbewegung wurde die von großer Bedas Andenken des verstorbenen Mitgliedes Schuster in der üblichen geisterung getragene Versammlung geschlossen. Weise geehrt. Spandau. Am Mittwoch fand hier eine antisemitische Eine allgemeine Gewerkschafts- Versammlung, die von Versammlung statt. Ahlwardt hatte das Referat über Wetter Prognose für Dienstag, 8. März 1898. etwa 300 Personen besucht war, fand am Sonntag Mittag in den 3ola- Prozeß" übernommen, fuhr aber, als er den außerordent- Kühl und veränderlich, vorwiegend trübe mit Niederschlägen Reller's Festfälen statt. Der Redakteur der Buchdrucker Wacht" lich schlechten Besuch der Versammlung wahrnahm, wieder nach und mäßigen nordwestlichen Winden. Gasch Leipzig referirte über: Die Spaltung unter den Hause. An seiner Stelle referirte sein Schwiegersohn, Herr Bodet. Man trinke: OriginalLöwenbitter Das beste für den Magen. In Flaschen àt. 0,60, 1,10 u. 1,80. Wie im Ausschank überall zu haben. Bo nicht vorhanden, bitte zu verlangen. R. F. Mittelstädt Weinhandlung und Likör- Fabrik N., Brunnenstr. 152. Möbel- Magazin Berlin NW., Bremerstrasse 67. Nach der Inventur Haparanda. Petersburg Cort. Aberdeen. Paris. 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Gesang und Tanz in 4 Bildern unter Benutzung eines französischen Sujets von Jul. Freund und Wilh. Mannstädt. Musik von Jul. Einödshofer. Anfang 28 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Die Tugendfalle. Circus Busch ( Bahnhof Börse). Am Dienstag, den 8, März, Abends 71/2 Uhr: Extra- Vorstellung. Nen! Amateur- Konkurrenz- Reiten. Neu! Wer 3mal zu Pferde stehend die Manège umreitet, erhält eine Prämie von 50 Mt.( Bewerber haben sich bis 1 Uhr mittags an der Birtustaffe zu melden). Kavallerie zu Fuß, höchst fom. Intermezzo. Zum 1. Male: Große Musketier- Quadrille, geritten v. 8 Damen und 8 Herren. Außerdem: Auftreten der ausgezeich neten Spring- Klowns Nipp u. Tipp. Die vorzüglichen musikal. Ercentrits „ Gebr. Krasuci". Auftreten aller neu engagirt. Reitkünstlerinnen u. Künstler, fowie sämmtliche Klowns u. Auguste mit ihren besten Späßen. Zaragoza. Orig. Manège- Schaustück des Circus Busch. Besonders hervorzuheben: Die weiblichen Fanfarenbläser. Der Sturz von der 60 Fuß hohen Brücke ins Waffer. Der pompöse grüne Aft. Morgen 7/2 Uhr: Soirée equestre. Reichshallen- Tunnel: 2 vorzügliche Kapellen. Mittwoch: Bockbier- Fest. Quarg's Vaudeville- Theater Grand Hotel Alexanderplatz. Heinrich Heine Lustspiel, und das große Spezialitäten Programm mit Anton Sattler. Anfang 8 Uhr. Entree 15 Bf. Maehr's Theater Oranien- Strasse 24. Täglich: Theater und Spezialitäten. Novitäten- Programm. Das Schoßkind. Poffe Blane Augen. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Schwank. Sonntags 6 Uhr. Böhmisches Brauhaus Landsberger Allee. Heute, sowie jeden Dienstag: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Möhl, Schneider und Schrader.) Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. ( Vorverkauf 40 Pfennig.) Nen! Neu! ,, Sumpfhühner" Ensemble von Meyfel. Jeden Freitag und Montag: Victoria- Brauerei. Feen- Palast Burgstrasse 22. Größte Attraktion der Neuzeit. Nach einstimmigem Urtheile der gesammten Berliner Presse noch nie dagewesen! 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