Nr. 57. Abonnements Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Beitungss Preisliste für 1898 unter Br. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Beretus- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20. Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bts 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt I, nr. 1508. Telegramm- Adresse: „ Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Mittwoch, den 9. März 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. -militärischen, noch im aftiven Dienst befindlichen Vor der Zutritt zu öffentlichen Verhandlungen in allen Die Reform der gefeßten schuldig macht. Die Regierungsvorlage wollte Fällen gestattet sei. Dies die Errungenschaft der Kommission, Militär- Strafgerichts- Ordnung. bis zwei Jahre nach Beendigung der militärischen diesen Knebel den Militärpersonen freilich sogar noch auf welche ihre Majorität nicht wenig stolz zu sein scheint. Ein erbauliches Schauspiel war es, als von den MitDer Plan der Regierung führt gliedern unserer Fraktion der Antrag gestellt wurde, daß In der Reichstagskommission für die Militär- Strafgerichts. Kontrolle anlegen. Ordnung wurden am Dienstag die von den Abgg. de Witt einfach dahin, jede Person, die dem aktiven dem aktiven Heere der Angeklagte bei Ausschluß der Deffentlichkeit aus militärund Dr. Görtz verfaßten Berichte über diesen Entwurf, das oder der Marine angehört hat, bis zum 42. Lebensjahre dienstlichen Interessen oder aus Gründen der Disziplin das dazu gehörige Einführungsgesetz und das Disziplinargesetz vers an der Mittheilung von Mißständen zu hindern, welche sie bei Recht haben solle, drei Personen Verwandte, Verschwägerte lefen und genehmigt. Die zweite Berathung im Plenum ist ihrem Truppentheil erlebt hat. Denn eine solche Mittheilung oder Bekannte zur Verhandlung zuzuziehen. Dieses im noch für diese Woche in Aussicht genommen. kann nach der herrschenden Auslegungstunst allemal als Be Interesse der Angeklagten liegende Recht ist seit 28 Jahren in Das Ergebniß der Kommissionsberathungen entspricht leidigung aufgefaßt werden. Die Wirkung der von der Re- Bayern in Geltung, hat sich dort bewährt und das bayerische auch nicht den bescheidensten Anforderungen, die an ein frei gierung geplanten Gesetzesvorschrift liegt klar auf der Hand. Militär ist dabei nicht zu grunde gegangen. Weder ein heitlich ausgestaltetes Strafgerichts- Verfahren gestellt werden Berichtet eine Zeitung oder ein Abgeordneter über einen Fall Vertreter der bayrischen Regierung, noch ein von Soldatenmißhandlung, so wird mit der Folter des 3entrumsmann rührte sich, um für den in Bayern müssen. Der, Das Zentrum hat in dem Bestreben, auch auf diesem Ge- Beugnißzwangsverfahrens zunächst ermittelt, von wem der bestehenden Zustand eine Lanze zu brechen. biet seine Regierungsfähigkeit zu beweisen und in inniger Bericht stammt. Ist der Urheber ein ehemaliger Soldat, preußische Kriegsminister sprach sich jedoch entschieden gegen Harmonie mit der Regierung etwas zu stande zu bringen", der noch nicht 2 Jahre außerhalb der militärischen den Antrag aus mit der köstlichen Begründung, die Zudiejenigen Grundsätze über den Haufen geworfen, welche es vor kontrolle steht, so wird er wegen Beleidigung eines lassung von drei Personen gewähre nur eine be nicht langer Zeit noch selbst mit Entschiedenheit vertreten hat. früheren Vorgesetzten vor das Militärgericht gezogen; und ich räntte Deffentlichkeit, während der Kaiser die DeffentNoch kläglicher war aber die Haltung des freisinnigen wehe ihm, wenn es ihm in diesem Verfahren nicht gelingt, die lichkeit im weitesten Umfange gewährleisten wolle. Ju der Frage der Zulassung von Vertheidigern zu Herrn Lenzmann, der seine Rolle als freiwilliger Regierungs- Richtigkeit seiner Behauptung bis zum Punkt über dem i zu kommissar mit der schon früher an ihm bewunderten Virtuosität beweisen. Im Reichstage wirft sich dann der Minister in die den Militärgerichten hat die Mehrheit der Kommission die spielte. Immer, wenn die Vertreter der Militärverwaltung in Brust und erklärt, daß wie durch Gerichtsurtheil festgestellt Interessen der Angeklagten auf das schwerste geschädigt. Die sozialdemokratischen Kommissionsmitglieder gingen davon aus, der Diskussion eine Schlappe erlitten, erstand ihnen in Herrn worden sei, der Bericht über Mißstände unwahr sei. Die Kommission hat diese Knebelung, wenn auch in be- daß dem angeklagten Soldaten das Recht gewahrt werden Lenzmann ein Retter in der Noth. Der preußische Kriegsminister gab seinem Entzücken über schränktem Maße gebilligt. Auch nach ihrem Entwurf wird müsse, sich denjenigen Vertheidiger zu wählen, zu welchem er diesen Vorkämpfer für die reaktionären Bestrebungen der der ehemalige Soldat noch 1 Jahr nach Beendigung Vertrauen hat. Sie beantragten daher, daß jeder Rechtss anwalt bei dem Militärgericht als Vertheidiger zuzulassent Militärverwaltung unverhohlen vor der Kommission Ausdruck. der Dienstzeit mundtodt gemacht. „ Ich kann" so sagte er Dieses Hinübergreifen des Militarismus auf das bürger- sei, während die Regierung dem Militärgericht vorbehalten unr meine Freude darüber aussprechen, daß ein früherer Auditeur( Lenzmann) so warm liche Gebiet muß im Plenum des Reichstags entschieden zu wollte, jeden ihm nicht genehmen Rechtsanwalt zurückzuweisen. für die Intereffen der Armee eingetreten ist. Ich habe auch rückgewiesen werden. Diese Erweiterung der Militärgerichts- Der preußische Kriegsminister vertheidigte den Standpunkt der Gelegenheit gehabe, mit ihm persönliche Erfahrungen auszu- barkeit auf Handlungen von Zivilpersonen im bürgerlichen Leben Regierung mit dem Hinweis anf die Disziplin, die durch getauschen." Dieser Austausch persönlicher Erfahrungen" hat ist ein schreiendes Ünrecht. Sie verletzt die Jutereffen der wisse Anwälte untergraben werden könnte. Dabei sang er in dem„ demokratischen" Gemüth des Herrn Lenzmann einen ehemaligen Soldaten und unterbindet die Kritik der militäri- einen Hymnus auf das bayerische Verfahren, daß der Regieunanslöschlich reaktionären Eindruck hinterlassen. schen Einrichtungen. rung zum Vorbild gedient habe. Dies gab unseren AbKein Wunder, daß dieser Herr, als es sich um die Zu Die Ausübung der Militär- Strafgerichtsbarkeit ist eng an geordneten den Anlaß, in einem Eventualantrag die bayerischen laffung der Rechtsanwälte zur Bertheidigung vor den Militär- die Kommandogewalt angelehnt. Die Machtbefugnisse Vorschriften für das Reich in Vorschlag zu bringen. Ju gerichten handelte, die Erklärung abgab, er begreife es, daß des Gerichtsherrn( der Kommandeur), wie sie der Regierungs- Bayern sind bei Verbrechen und Vergehen gegen die all. die Regierung im Interesse des Vaterlandes und zur Auf- entwurf enthält, sind von der Kommission unberührt gelaffen. gemeinen Strafgesete uur Rechtsanwälte als Vers rechterhaltung der Disziplin Rechtsanwälte mit gewisser poli- Demgemäß tritt auch bei der Rechtsprechung überall das iheidiger zugelassen, und zwar ohne Beschränkung. Bei tischer Gesinnung ausschließen" wolle. Trotz alledem rief es militärische Element überwiegend hervor. Nach dem militärischen Verbrechen und Vergehen kann in dem allgemeine Ueberraschung hervor, als er ausführte, er sei auch Beschluß der Kommission bestehen die Kriegsgerichte Beschluß über nicht mehr Anhänger der freien Advokatur aus drei Offizieren und zwei Gerichtsräthen, entscheidende für das bürgerliche Gerichtsverfahren. Es muß für während die Regierungsvorlage allerdings noch weiter die Zulassung ihn ein erhebender Augenblick gewesen sein, als Herr v. Putt gehend vier Offiziere und nur einen Gerichtsreth vorsah. ausgeschloffen werden. Dann ist aber jeder Rechtsanwalt tamer- Blauth unmittelbar darauf bemerkte, er sei mit den Aus- In den Ober- Kriegsgerichten hat die Kommission ausgeschlossen, und nur die Vertheidigung durch einen Militär neben fünf Offizieren nach Justizbeamten zulässig. führungen des Herrn Lenzmann sehr zufrieden". Um zwei Juristen desavouiren. Verweisung des Straffalls vor das Gericht aus militärdienstlichen Interessen eines Rechtsanwalts als Vertheidiger In der zweiten Lesung hat aber das Zentrum selbst diese geringfügige Bestimmung beseitigt. trag zum Beschluß verholfen, daß für jeden Gerichtsbezirk Aus Entgegenkommen für die Regierung hat es dem An durch die Militärbehörde mehrere Anwälte ernannt werden, welchen die Vertheidigung übertragen werden kann und welche die Vertheidigung nicht ablehnen dürfen. die Wichtigkeit dieser Szene festzuhalten, beeilte sich Herr dem Vorschlage der Regierung für ausreichend gehalten. Sobald fich die Sozialdemokraten der bayerischen Gerichtss v. Staudy, an Herrn Lenzmann heranzutreten und ihn als In einem kühnen Augenblick hatte sich die Kommission zu dem ordnung annahmen, ließen sie die auderen Parteien im Stich. Freund des Zunftgedankens in jovialstem Ton mit den Beschluß aufgerafft, daß das Reichs- Militärgericht, Das bayerische Volk kann daraus ersehen, wie es auch in Worten zu begrüßen: Sie kommen doch nächstens zu uns das im wesentlichen Ste chtsfragen zu entscheiden hat, in dieser Frage von dem Zentrum verlaffen worden ist. herüber." Der Abgeordnete Munckel, der in rühmlichem der Besetzung von drei militärischen und vier Nur so viel wurde in erster Lesung durchgesetzt, daß bei Gegensatz zu Herrn Lenzmann in Opposition verharrte und juristischen Mitgliedern entscheiden solle. Vor dieser Verbrechen und Vergehen gegen die allgemeinen Straf fast durchweg für die von sozialdemokratischer Seite gestellten Kühnheit erschrat jedoch die Kommission und in zweiter Be- gesetze die Rechtsanwälte ausnahmslos zuzulassen seien, Anträge stimmte, mußte Herrn Lenzmann schließlich ausdrücklich rathung wurde dem militärischen Element wieder das Ueber- während im übrigen der Willkür der Militärgerichte der freieste gewicht eingeräumt. Regelmäßig sind vier militärische Spielraum gelassen wurde. Geschlossen und konsequent führten die Vertreter der sozial- und drei juristische Mitglieder zur Entscheidung berufen. demokratischen Fraktion den Kampf gegen die Reaktion; aber nur wenn es sich bei der Revision lediglich um Verletzung gegenüber dem Verhalten der anderen Parteien mit geringem licher Strafgesetze handelt, entscheidet das Gericht in der prozessualer Vorschriften oder allgemein bürgerErfolg. Der Kompetenzkreis der Militär- Strafgerichtsbarkeit ist Beschung von vier Juristen nnd drei Militärs. von der Mehrheit der Kommission im wesentlichen nach den Die Oeffentlichkeit des Verfahrens ist zwar auf dem Wünschen der Regierung geregelt worden. Noch im Jahre Papier als Hegel zugestanden. Sie kann aber in der Praxis Ob diefe patentirten Muß- Vertheidiger das Vertrauen des 1889 vertrat der Abgeordnete Gröber namens des Zentrums fällig illusorisch gemacht werden. Das Gericht kann den Standpunkt, daß die Militär Strafgerichtsbarkeit sie ausschließen wegen Gefährdung der öffentlichen Angeklagten genießen und ihrer Aufgabe gewachsen sind, das eingeschränkt werden müsse auf die militärischen Ver- Ordnung, insbesondere der Staatssicherheit wegen Ge- fümmert das Zentrum nicht. Für die Wlilitärbehörde wird brechen und Vergehen. Jetzt wagte es das Zentrum aber fährdung der Sittlichkeit oder der militärdienstlichen gar oft die Hurrah- Gesinnung und nicht die Tüchtigkeit maßnicht mehr, für einen dahingehenden Antrag der sozialdemo- Interessen. Daneben ist aber dem Kaiser noch das gebend sein. Wenn polnische und wenn bei einer anderen politischen fratischen Kommissionsmitglieder zu stimmen. Die Militär- Recht eingeräumt, allgemeine Vorschriften darüber Strafgerichtsbarkeit ist vielmehr mit Hilfe des Zentrums nach zu erlassen, unter welchen Voraussetzungen die Deffentlichkeit Ronstellation der Zentrumspartei augehörige Anwälte von dem Wunsche der Regierung auch auf die bürgerlichen wegen Gefährdung der Disziplin ausgeschloffen der Vertheidigung ausgeschlossen, wenn katholischen Soldaten Ver Etrafthaten der in dem Regierungsentwurf bezeichneten Ber- werden kann. Diese Bestimmung ist aus dem staatsmännischen theidiger aufgezwungen werden, die sie nicht wollen, so mögen sie sich Das Zentrum wollte anfangs bei der Zentrumsfraktion dafür bedanken. Freilich darf nach sonen ausgedehnt worden. Den bürgerlichen Gerichten find Geist des Zentrums geboren. nach dem Entwurf der Kommission zur Aburtheilung nur ver- mit scheinbar großer Entschiedenheit dem Kaiser das Recht, dem auf Betreiben des Zentrums gefaßten Beschluß der Kom Vorschriften über den Ausschluß der Deffentlichkeit zu erlassen, mission jeder Rechtsanwalt bei dem Gerichtsherrn den Autrag 1. Die mit Geldstrafe bedrohten Zuwiderhandlungen entziehen. Als aber die Regierung Miene machte, dann das auf Bulaffung als Vertheidiger im einzelnen Falle stellen, und gegen die Finanz, Polizei, Jagd und Fischerei ganze Gesetz scheitern zu lassen, da zog es sich bestürzt die Uebernahme der Vertheidigung soll ihm gestattet werden, gefeße, zu einer neuen Berathung zurück, deren Resultat die wenn nicht eine Gefährdung der militärdienstlichen Interessen 2. die Amtsverbrechen oder Amtsvergehen, welche mitget heilte, von der Regierung natürlich akzeptirte Be- oder eine Gefährdung der Staatssicherheit zu besorgen ist. Militärpersonen des aktiven Heeres oder der aktiven Marine bei ftimmung ist. Das Zentrum that, wie immer in letzter Zeit, Diese Formel ist sehr leicht niederzuschreiben, wenn der einstweiliger Verwendung im Zivildienst des Reich 3, eines so, als ob es mit der Regierung heftig kämpfe, während es Bundesstaates oder einer Kommune begangen haben, 3. die während der Dienstleistung begangenen Bu- mit etwas anderen Worten alles bewilligte, was die Regierung widerhandlungen der in Friedenszeiten zum Dienste einberufenen wünschte. Personen des Beurlaubtenstandes gegen die allgemeinen Strafgesetze. blieben: Anwalt wegen seiner Gesinnung dem Gerichtsherrn nicht paßt. Die Vorschrift ist also ganz werthlos. Dazu kommt, daß die Anwälte, welche etwas auf sich halten, regelmäßig nicht an die Gnade des Gerichtsherrn appelliven werden. Dem durch eine strafbare Handlung Berlebten ist allerdings durch die Kommission der Zutritt zu der geheimen Etwas erreicht hat die Kommission dadurch, daß sie die Der bürgerlichen Gerichtsbarkeit sind ferner unterstellt Verhandlung gestattet, wenn der Ausschluß der Deffentlichkeit Frivolitätsstrafe für Einlegung von Rechtsmitteln bes die von einer Person vor Eintritt in den Dienst des wegen Gefährdung militärdienstlicher Interessen oder der seitigt hat. Dieses Lob bedeutet indeß nicht viel, da die aktiven Heeres oder der aktiven Marine verübten Zuwider Disziplin oder der Sittlichkeit erfolgt ist. Nur, wenn durch barbarische Frivolitätsstrafe selbst die regierungsfähigen handlungen gegen die allgemeinen Strafgesetze. die Deffentlichkeit die Staatssicherheit gefährdet ist, kann auch Bentrumsleute nicht gut konserviren konnten, nachdem sogar, Gehört der Verletzte zu die Nationalliberalen gegen sie Stellung genommen hatten. Dagegen ist eine Person des aktiven Heeres oder der aktiven der Verletzte ausgeschlossen werden. Das Plenum des Reichstags hat noch eine erhebliche Marine den Militärgerichten auch noch nach Beendigung dem aktiven Heer oder der aktiven Marine, so kann er von der des die Militär- Strafgerichtsbarkeit begründenden Berhält geheimen Verhandlung auch aus Gründen der Disziplin aus. Arbeit im Interesse der Freiheit zu verrichten, wenn auch nur die reaktionärsten Vorschriften aus dem Entwurf der nisses unterworfen, wenn sie sich innerhalb eines Jahres nach geschlossen werden. Attive Militärpersonen haben nach der Regierungsvorlage Rommission beseitigt werden sollen. Die sozialdemokratische Beendigung dieses Verhältnisses wegen der ihr während ihre Schuldigkeit thun. Ihr Streben der Dienstzeit widerfahrenen Behandlung auch zu der öffentlichen Verhandlung keinen Zutritt, Fraktion wird die der Beseitigung besonderen oder Heraus wenn der Angeklagte im Range über ihnen steht. Die ist auf Militär einer Beleidigung, Körperverlegung forderung zum Zweikampfe gegenüber einem früheren Kommission hat dagegen beschlossen, daß dem Verlegten Strafgerichtsbarkeit überhaupt gerichtet. Sie wird aber schon fett energisch dahin zu wirken suchen, daß diese Gerichtsbarkeit| verträge fich nicht abschließen lassen sollten." Aber, und hier eingeschränkt und dem Angeklagten vor den Militärgerichten lugt eben der Pferdefuß wieder hervor: der erforderliche Rechtsschuß gewährleistet werde. Ob und wie weit dies gelingen wird, ist freilich bei der traurigen Haltung der bürgerlichen Parteien, besonders des Zentrums, zweifelhaft. Zweifelhaft ist auch, ob nicht die leidige Frage des bayerischen Reservatrechts- Anspruches auf einen eigenen bringen wird. Sehr bedauerlich würde dies freilich auch nicht obersten Gerichtshof die ganze Borlage zum Scheitern sein! 1848. Erinnerungstage der Revolution. 9. März. Die Berliner Stadtverordneten berathen im Kölnis schen Rathhaus, dem heutigen Märkischen Provinzial Museum, eine an den König zu richtende Petition. Der ängstliche Magistrat lehnt die Theilnahme ab. Auf die Beförderung der an den Zelten beschlossenen Voltsversammlungs. Adresse wollen sich die Stadtverordneten nicht einlassen. Das Schriftstück wird nunmehr der Post übergeben. Eine Antwort ist darauf niemals ergangen. Der Bundestag in Frankfurt a. M. sab sich infolge der mächtigen Bewegung in Süddeutschland veranlaßt, dem Zeitgeist Bugeständnisse zu machen. Am Morgen des 9. März geschah das Unerhörte, daß eine mächtige Fahne in den so lange verfolgten Farben schwarz- roth- gold über Frankfurt wehte. In Baden und Württemberg werden an demselben Tage die Namen der neuen März- Minister" bekannt. von " Politische Webersicht. OWAN Deutsches Reich. Von dem Rücktritt des Herrn v. d. Recke foll wieder gesprochen werden, doch finden diese Gerüchte auch jetzt wenig Glauben. Dann wünschen wir natürlich, daß die Getreidezölle einen solchen Werth haben, daß der Landwirth bei den felben überhaupt beste ben tann, was er heute bekanntlich Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat nicht vermag. in einem Erlaß an die föniglichen Eisenbahn- Direktionen bestimmt ,! Graf v. Schwerin Löwit begnügt sich vorläufig mit daß von den am 1. April d. J. hinzukommenden 100 Stellen für dem Zugeständniß der Industrie, daß eine längere" Bindung Fahrkarten- Ausgeber und Ausgeberinnen 50 Stellen, sowie die achtens der Boden für eine Verständigung in der Hauptsache begehrt würden, ausschließlich mit vollbeschäftigten Gehilfinnen zu der Getreidezölle nicht erforderlich sei;„ damit ist meines Erjenigen von den übrigen, welche von Militäranwärtern etwa nicht 0 besetzen sind. durchaus gegeben." Das Motiv diefer Maßregel dürfte weit mehr die Beschaffung Und die Industrie? Herr Möller hält die Stetigkeit recht billiger Arbeitskräfte als die Eröffnung neuer Berufsarten der wichtigeren Auslandszölle ,, auf eine gewisse längere Reihe für die Frauen sein. von Jahren" geradezu für eine Lebensbedingung. Indeß er will es offen lassen, " Ja, wer den Papst zum Better hat, tann Kardinal leicht werden. Die Entwickelung der Kleinbahnen int Herbert, der geniale Sohn des Herzogs von Lauenburg ,. soll nun doch wieder eines der am reichsten dotirten Aemtchen erob bei zukünftigen Handelsverträgen die Getreidezölle halten, er soll an stelle des demnächst nach Paris versezten Fürsten gebunden werden müssen, und in welcher Höhe Nadolin Botschafter in Petersburg werden. Der bisherige Botfie gebunden werden müssen, oder ob das überhaupt schafter in Paris, Graf Münster, soll in den Ruhestand treten. geschehen foll.... Herbert's Versorgung wird ihm neben prächtiger Dienstwohnung, Db die Getreidezölle zu binden sind und in welcher Höhe, 150 000 m. jährlich einbringen. darüber kann heute niemand bestimmen, und ich warne die Herren drüben ich habe es schon neulich gethan fich in irgend einer Weise zu engagiren; denn wir können heute nicht wissen, wie über 5 Jahre die Verhältnisse liegen. Die Herren Breußen. Die Entwickelung der Kleinbahnen ist nach der Zeitdrüben werden demnächst selbst zu erörtern haben, ob es nicht für sie vortheilhaft sein wird, nach 5 Jahren die Getreidezölle in einer schrift für Kleinbahnwesen auch in dem Jahre vom 1. Oftober 1896 gewiffen Weise zu binden, wenn ihnen eine gewisse Garantie auch bis 80. September 1897 in erfreulicher Weise weiter fortgeschrittlen. Die Gesammtzahl der nach dem Inkrafttreten des Gesetzes ge= nach unten gegeben wird." Herr Bued geht ebenfalls der eigentlichen Schwierigkeit nehmigten Kleinbahnen stellt sich am 30. September 1897 auf 180 gegen 129 an demfelben Zeitpunkte des Jahres 1896. Von diesen aus dem Wege: 180 Kleinbahnen befinden sich bereits im Betriebe 120 Bahnen, in „ Ich bin mit meinen Freunden ganz darin übereinstimmend, der Ausführung begriffen sind 60. Von ihnen dienen dem Personendaß es außerordentlich verfrüht wäre, heute den Grafen Kanik verkehr 62, dem Güterverkehr 10, dem Personen- und Güterverkehr 108, zu fragen oder die Landwirthschaft zu einer Erklärung zu insbesondere dem Personenverkehr in Städten und deren Umgebung Drängen, wie sie sich stellen würden zur Bindung der( nebenher auch dem Güter- und Gepäckverkehr) 64, dem Fremden-( Bade-) Getreidezölle. Die Bindung der Getreidezölle wird sich Berkehr 9, dem Personen- und Güterverkehr für Handel und finden, sie wird von den zukünftigen Verhältnissen abhängen." Industrie 38, für landwirthschaftliche Zwecke 54 und annähernd in Endlich, der Zentrumsredner Graf Ballestrem hält gleichem Maße für Handel und Industrie wie für Landwirthsich vollends ausschließlich an das vieldeutige und vielgedeutete schaft 15. Als Betriebsmittel dienen Lokomotiven bei 104, elektrische Schlagwort von der Sammlung, von dem guten Willen" zum Maschinen bei 43, thierische Kraft( Pferde, in einem Falle auch Zusammengehen, das nur dann möglich ist, wenn auf allen Ochsen) bei 22 und theils Pferde, theils elektrische Maschinen bei Seiten nicht auf dem Aeußersten bestanden wird"; im übrigen 7 Babnen, ferner Drahtseile und theils Lokomotiven, theils elektrische Maschinen bei je 1 Bahn, sowie theils Lokomotiven, theils Pferde walte Gott!" bei 2 Bahnen. Berlin, 8. März. Der Reichstag beendete heute die erste Lesung der Postnovelle. Der Abg. Lenzmann bezeichnete die Nichtentschädigung der Privat- Postanstalten als ein Segeln in den sozialistischen Zukunftsstaat". In eine recht böse Situation brachte unser Fraktionsredner Wurm den sonst so wortgewandten Herrn v. Podbielsti, als er die Es ergiebt sich somit immer flarer, daß man, vor den Wahlen Von den jetzt im ganzen vorhandenen 224 Kleinbahnen entfallen Heiligkeit des Briefgeheimnisses nicht blos in Zweifel zog, wenigstens, über die Proklamirung einer sehr unbestimmten auf Ostpreußen 4, Westpreußen 6, Berlin 8, Brandenburg 26, sondern seine Bedenten auch mit Beweisen begründete. Herr Bundesgenossenschaft nicht hinaus kommen wird. Dem entspricht Bommern 21, Pofen 8, Schlesien 15, Sachsen 22, Schleswigv. Podbielski fah, daß es kein Entrinnen gab und stellte eine bekanntlich auch der Aufruf aus den Kreisen des Posadowsky Holstein 14, Hannover 12, Westfalen 11, Hessen- Nassau 21 und die Antwort für die dritte Lesung der Vorlage in Aussicht. Bei schen Ausschusses. Der Industrielle wird um die Stimmen Rheinproving 56. der hierauf folgenden Berathung des Gesetzentwurfs über die der Agrarier buhlen, indem er sich für später die Erwägung- Der Abg. Bassermann, einer der sonst linksstehenden freiwillige Gerichtsbarkeit begründete Stadthagen die vorbehält, wieweit die Getreidezölle zu erhöhen und vertrags- nationalliberalen Abgeordneten, äußerte sich auf der in Karlsruhe Der unserer Fraktion gestellten Abänderungs- Anträge, mäßig festzulegen seien. Agrarier wird nach stattgefundenen Landesversammlung der nationalliberalen Partei, welche, soweit sie den Schuß der nicht deutsch verstehenden den industriellen Stimmen angeln, indem er treu daß die langfristigen Tarifverträge für die deutsche Industrie eine Rechtsuchenden bezwecken, warme Unterstützung bei den Polen herzig versichert, versichert, unter Umständen, die jetzt noch unbedingte Nothwendigkeit feien, fügte aber hinzu, jedenfalls werde fanden. Zentrum und Bundesraths- Vertreter empfahlen die nicht zu übersehen seien, könne auch er Handelsverträge unter die nationalliberale Partei bei dem seinerzeitigen Abschluß neuer unter- Handelsverträge keinen Anstand nehmen, einen höheren GetreideAblehnung unserer Anträge. Hierauf wurde die Debatte stützen. Es ist heute noch zu früh meint Graf Ranib- oll zu bewilligen, falls die Lage der Landwirthschaft noch so unvertagt. sich die Hände zu binden... wir wollen uns nicht binden, günstig wie gegenwärtig sein sollte. Diese Darlegungen fanden Morgen um 1 Uhr soll zuerst der schleunige Antrag wegen es ist nur ein freundschaftlicher Gedankenaustausch."" Ich stürmischen Beifall. Einstellung des Strafverfahrens gegen das Mitglied unserer schlage vor" echot Herr Wöller- binden wir uns Der Mann, der aber so gesprochen hat, wird in feinem jetzigen Fraktion Schmidt- Frankfurt erledigt werden, hierauf folgt die nach keiner Richtung hin; wir dürfen nicht fünf Jahre vorher Wahlkreis nicht mehr in den Reichstag gewählt werden. Ist das nicht auch ein Zeichen, wohin die nationalliberale Förde Fortsetzung der am letzten Schwerinstage abgebrochenen De- sagen, was tommen soll." batte über die Rechtsfähigkeit der eingeschriebenen Berufs- Man vertagt also die eigentliche Auseinandersetzung rung der Sammlungspolitik führen wird? und geht im Augenblick nur darauf aus, möglichst viele ho chi chußzöllnerische Abgeordnete aller Art zusammenzubringen. Wenn dann nach 1900 die wirklichen Entscheidungen zu treffen sind, so will man sehen, ob die agrarische Hochfluth noch so stark ist wie heute, was ja in erster Linie von der Entwickelung der Getreidepreise in den nächsten Jahren abhängen wird. vereine. " " -WO Polizei im Runsttempel. Aus Görlig wird der. Berl. Morgenztg." geschrieben: Das Drama Barthel Zurafer" von Philipp Langmann, welches gegenwärtig, ähnlich wie die Weber" Intereffe erregt, war vor einigen Wochen am hiesigen Stadttheater mehrere Male zur Aufführung gelangt, mußte aber, da ihm das Publikum wenig zuspruch erwies, vom Repertoire abgesetzt werden. Die gestrige Sonntags- Nachmittags Borstellung des Dramas, welche auf Wunsch der Gewert und Arbeitervereine stattfand, bot ein wesentlich anderes Bild; die Räume des Stadttheaters waren von einer andächtigen Menge bis auf den letzten Platz geAllein die Haltung der Arbeiterbevölkerung, die nach jedem Atte füllt. Aber auch die Polizei war stärker als sonst vertreten. brausenden Beifall spendete, war musterhaft. Dem Darsteller des Barthel Turafer, Herrn Béla Duschalt, wurde ein Riefenlorbeerkranz mit einer prachtvollen rothen Schleife auf die Bühne geworfen. Das gab der Polizei Veranlassung, sofort bei der Direktion zu erscheinen und sich den Kranz vor legen zu lassen, um von der Schleifen- Aufschrift Kenntniß zu nehmen. Bereitwilligst wurde dem Ersuchen nachgekommen, denn Künstler für die lobenswerthe Darstellung des Barthel Zurafer." Die Polizei hat also vergeblich gehofft, wieder einmal das ges fährdete Baterland retten zu können. -Chronik der Eisenbahn Unfälle. Amtlich wird aus Kempen( Posen) gemeldet: Heute früh 91/2 Uhr überfuhr ein von Jarotschin kommender Güterzug das Haltefignal und fuhr auf einen in Bewegung befindlichen Hangirzug. Der Zugführer ist Beide Lokomotiven und schwer, ein Bremser tan berat, 2 Stunden regelrecht wieder aufgenommen. 15 Wagen sind zum theil stark beschädigt. Der Verkehr wurde nach Das prenkische Abgeordnetenhaus hat heute die Berathung des Kultusetats fortgefeht und endlich nach dreitägigem Hin- und Herreden das Gehalt des Ministers bewilligt. Die Kulturkampf Baufereien erreichten heute ihren Höhepunkt und liefen, wie das alljährlich der Fall zu fein pflegt, schließlich in eine kleine Sozialisten debatte aus. Wenn die Herren vom Zentrum und von der national liberalen Partei sich nämlich lange genug über höchst nebensächliche Für die Arbeiter ist nach wie vor die Lage vollkommen und veraltete Fragen die Köpfe zerbrochen haben, so wirft gewöhn lich jede der beiden Parteien der anderen vor, daß sie die Sozial- geklärt. Was sie thun können, diesem grundsäßlich" zu allem demokratie bei den Wahlen unterstützt habe. Namentlich empfinden die fähigen hochschutzölluerischen Mischimaschi das gemeingefähr Nationalliberalen es schmerzlich, daß in der Nachwahl in Dortmund ihr liche Spiel zu verderben, werden sie bei den nächsten Wahlen Mitglied Möller durch unseren Genossen Lütgenau verdrängt wurde; thun. Beug' vor! rufen wir mit Johannes von Miquel und diesen Berrath" können sie dem Zentrum, das die Schuld an dem William vom Avon aus. Ausfall der Wahl tragen soll, nicht vergessen. Auch die Verhältnisse in Solingen bereiten ihnen viele Schmerzen, während das Zentrum Die Zentrumsfraktion des Reichstags hat am Monfeinerseits sich durch das Bauchrutschen der Nationalliberalen vor tag Abend unter den Vorsitz des Grafen Hompesch ihre Beden Sozialdemokraten in Köln tief verlegt fühlt. Beide Parteien rathung zu den Beschlüssen bezw. Anträgen der Budget versicherten hoch und heilig, daß es ihnen mit der Bekämpfung des kommission bei der ersten Berathung des Flottengefeßes beUmsturzes Gruft sei, nur daß das Zentrum von den Mitteln, mit denen die Nationalliberalen der Sozialdemokratie au Leibe gonnen. Die Germania" berichtet darüber: Nachdem der es stand nichts anderes auf der Schleife als die Worte: Dem ehen, nichts wissen will. Uns fann das im Grunde genommen Abg. Müller- Fulda ein eingehendes Referat über die bevöllig gleichgiltig fein, wir buhlen weder um die Gunst züglichen Verhandlungen der Budgetkommission erstattet hatte, des Zentrums, noch um die der Nationalliberalen, oder überhaupt erfolgte in der Form einer Generaldiskussion eine gegenseitige einer bürgerlichen Partei. Wir haben uns bisher auf unsere eigene Aussprache. Die Diskussion wurde nicht zu Ende geführt und Kraft verlaffen, und uns dabei am wohlften gefühlt, und werden soll Dienstag Abend fortgesetzt werden. Abstimmungen und das auch in Zukunft so halten. Beschlüsse sind also am Montag noch nicht erfolgt. Im übrigen brachten die Polen ihre bekannten Klagen über Unter Von anderer Seite wird mitgetheilt, daß die baneri drückung des polnischen Sprachunterrichts in Posen vor, während fchen Mitglieder der Fraktion aufs lebhaftefte gegen die die Dänen dieselben Beschwerden in bezug auf den dänischen Sprach, Politit Dr. Lieber's gesprochen haben und gewillt seien, unterricht in Schleswig zur Sprache brachten. Selbstverständlich wurden diese Klagen vom Kultusminister unter Berufung auf die gegen die Vorlage zu stimmen. Wenn es wirklich so tommt, daß ein erheblicher Theil des für Arbeiter und Polen existirt, bewies wieder eine am Freitag, den Posen, 7. März.( Eig. Ber.) Daß das Vereinsgefeß nur noch Gefahr der großpolnischen und der dänischen Agitation für unbegründet erklärt. Zentrums feine Gegnerschaft gegen die Vorlage nicht nur 4. b. M., im Lambert'schen Saal in Bosen abgehaltene, vom„ AllDie Berathung wird morgen fortgesetzt. durch das viel beliebte Sichabkommandirenlassen, sondern durch deutschen Verbande" veranstaltete öffentliche Bersammlung. Diese Zur Sammelpolitik. Die führenden Schutzzollblätter Abgabe seiner Stimmen bezeugt, so würde dadurch die An- Versammlung, in der von einem Korvetten- Kapitän und noch einem sprechen zwar ausnahmslos mit großer Befriedigung von den nahme der Vorlage zwar nicht in Frage gestellt sein, wohl aber anderen Redner Reklame für die Flottenvorlage gemacht wurde, legten Debatten im preußischen Abgeordnetenhause. Die würde die Einheit des Zentrums start erschüttert war von mindestens einem halben Hundert Offizieren und Soldaten agrarischen und industriellen Redner vom vorigen Freitag werden. Das wäre der erste Erfolg" der Streberpolitik derer in Uniform und mit Säbeln bewaffnet besucht, doch nahm in diesem Falle weder Polizei noch sonst jemand den geringsten thaten das auch. Nachdem jedoch die stenographischen um Lieber. Anstoß darau. Es ist dieses um so bemerkenswerther, als gerade Berichte über die Sigung vorliegen, zeigt sich flarer Die chinesische Frage. In England haben die Mit- hier in Bosen mit äußerster Strenge und allerhand Chikanen gegen wie je vorher, daß eine Einigkeit nur in den theilungen von den neuen russischen Forderungen die durch den andere, namentlich polnische Versammlungen vorgegangen wird. verschwommensten Allgemeinbeiten erreicht ist, Abschluß der Anleihe kaum beruhigte Mißstimmung von neuem Freilich, es wurde ja für die Flotte agitirt und für derartige hochalso da, wo sie eigentlich niemand bezweifelt hat, der über- und im vermehrten Maße entfacht. Im Unterhause erklärte politische Versammlungen kann das Gesetz ja ruhig mal übersehen werden, wenn es nur um so schärfer angewendet wird haupt auf ein Urtheil über unsere Wirthschaftszustände in Curzon am Montag, daß noch keine offizielle Bestätigung Arbeiter und Polen. Eine Diskussion fand in dieser Versammlung Deutschland Anspruch erheben kann- daß die Uebereinstim- der betreffenden Gerüchte eingetroffen sei; es ist jedoch kaum mung aber sofort wieber in die Brüche geht, so wie es sich zu bezweifeln, daß sie sich durchaus bestätigen werden; nach einer natürlich nicht statt, Dresden, 8. März.( Eig. Ber.) Landtag. Zur Berathung um fonkrete, wirthschaftspolitische Entscheidungen handelt. Reuter- Meldung" soll China bereits in allen Stücken nach Graf Kanit befürwortete im Deutschen Landwirth gegeben haben. Die Times" erklären, England müsse sich schafts- Rath jederzeit auf ein Jahr tünd bare Ver- dem Prinzip der verschlossenen Thüren" aufs äußerste wider träge; er zog nur aus Opportunitätsgründen seinen dahin sehen; man müsse bereit sein, selbst der Möglichkeit europäischer zielenden Antrag zurück, ehe ein Beschluß gefaßt wurde. Jetzt Verwickelungen muthig entgegenzusehen. spricht er ganz unverbindlich von der Zulässigkeit auch lang- Japan soll nunmehr, wie schon seit längerer Zeit verfristiger internationaler Vereinbarungen:„ Wir Landwirthe, so- muthet wurde, auch die Erklärung beim Hofe in Peting abweit ich die Sache beurtheilen kann, sehen keine Beranlassung, weshalb gegeben haben, daß es Wei- Hai- Wei nicht zum Mai, dem dawir den Abschluß von Handelsverträgen auf längere Zeit ver- für festgesezten Termin, räumen wolle. Japan will gegen weigern sollten, falls die Industrie in ihrer Mehrheit es wünscht, über dem in russische Hände gerathenen Port Arthur am falls sie es nachher verstehen wird, diese Forderung angemessen zu Eingang in den Golf von Petschili die Wacht behalten. begründen". Das sei einstweilen eine rein akademische Frage". Der Konflitt auf Korea soll wegen der Verpachtung der bergbau für nahezu aussichtslos; man möge darum im Intereffe Der Führer der Agrarier fügt indeß gleich hinzu:„ vorausgesetzt, Deer- Jusel bei Fusan an Rußland entstanden sein. Den der übrigen Bevölkerung den Betrieb einschränken. Für die im daß die landwirthschaftlichen Schutzölle, in specie die Getreide- Minister des Auswärtigen, der dieses Abkommen geschlossen Bergbau beschäftigten etwa 3000 Arbeiter werde sich in Industrie zölle nicht in Mitleidenschaft gezogen werden." Aehnlich hatte und zuerst seine Entlassung nehmen mußte, dann aber und Landwirthschaft anderweit genügende Beschäftigung finden. hält Herr v. Kardorff es für nüglich, teine Tarifbindungen durch russische Einwirkungen wieder in sein Amt eingesetzt Der Landwirth, der die Bergarbeiter nöthig in seinem Befönne, müsse als Steuerzabler noch dazu einzugehen, er ist aber, wenn die Industrie das als vortheil wurde, wollen die übrigen Kabinetsmitglieder in Anklage- triebe brauchen beitragen, diese Arbeitskräfte seinem Gewerbe fernzuhalten. haft erachtet, auch selbst mit der Bindung der in zustand versetzt wissen; dieselben haben insgesammt ihr Amt Horn( Soz.) spricht sich für die Einschränkung, aber dustriellen Zölle" einverstanden. Ja, selbst eine Bindung niedergelegt, um gegen das neue Zngeständniß an Rußland gegen die vollständige Aufbebung des Freiberger Silberbergbaues der Getreidezölle würde er zwar niemals wünschen, jedoch im zu protestiren. aus; er hält ein schnelleres Tempo der Abrüftung für möglich, Nothfalle zugestehen, wenn schließlich ohne dieselbe Handelswenn man den freiwilligen Abgang der Arbeiter möglichst unter " gegen steht der Bergbau und Hüttenetat. Beim Etat des Steintohlenwerts zu Baukerode verwendet sich Abg. Horn( Soz.) für beffere Bezahlung der Bergarbeiter. Alsdann kommen die Frei berger Hütten- und Silberbergwerke zur Debatte. Der Ertrag dieser Bergwerke geht fortgesetzt zurück und erforderte im Jahre 1896 allein einen Zuschuß von 2 481 424 m., der indeß durch die Ueberschüsse der damit verbundenen Hüttenwerke auf 1455196 M. herabgemindert wird. Die Regierung sucht infolge deffen den Silberbergbau; möglichst einzuschränken, während vielfach die völlige Einstellung desselben verlangt wird. Die Vertreter der Freiberger Gegend plädiren im Interesse der dortigen Bergarbeiterbevölkerung für möglichste Aufrechterhaltung des Betriebes. Opit( t.) hält den Silber man es mit nur älteren " ftüße. Der Hüttenbetrieb sei aufrecht zu erhalten. Man möge verSchiveig. I genannte Unabhängige. Sagasta brauchte eine ftarte Majorität, fuchen, andere Jndustrien dort anzusiedeln, damit die Arbeiter nicht auszuwandern brauchten, und die Zuschüsse, die jetzt gezahlt werden, Ronfulat errichtet und Artif Ben su beffen Leiter ernannt. wärtigen Beziehungen Spaniens mit den Bereinigten Staaten febr Bern, 7. März.( Gig. Ber.) Die Türtet hat in Genf ein um im Falle auswärtiger Berwickelungen, welche bei den gegenlieber zu Unterstützungen in dem von ihm erwähnten Sinne vers Bisher hatte weder die Türkei in der Schweiz, noch umgekehrt die im Bereiche der Möglichkeit liegen( siehe auch die Notiz Zur wenden. Georgi( natl.): Man möge bedenken, daß Schweiz in der Türkei eine amtliche Vertretung; die Schweizer in tubanischen Frage"), den parlamentarischen Kämpfen mit Zuversicht anderwärts schwer Unterkommen finden; der junge Nach und fühlen sich dabei nach bezüglichen Mittheilungen ganz behaglich. 300 Mandate; die übrigen würden sich dann in der Weise verArbeitern zu thun babe, bie der Türkei stehen unter dem Schuße Deutschlands und Frankreichs entgegensehen zu können. Man hofft in liberalen Kreifen auf etwa wuchs sei längst beseitigt. Goldstein( Soz.) weist darauf und Unabhängigen 30 und der Rest der 432 Size den Karlisten, bin, daß die alten Bergarbeiter für die Landwirthschaft untauglich In der Schweiz haben allerdings fleinere Staaten und mit ge theilen, daß den Silveliften 50, den Romeriften 20, den Republikanern ringerem Handelsverfehr als die Türkei fonfularische Vertretung, so feien und von dieser deshalb garnicht aufgenommen würden. Die z. B. Griechenland. Die Einfuhr von Waaren aus der Türkei in den Sozialisten und übrigen kleineren Gruppen zuftelen. In ausLandwirthschaft könne gar keine dauernde Beschäftigung gewähren, bie Schweig betrug 1896 dem Werthe nach 1,82 und die schweizerische wärtigen Fragen glaubt überdies das liberale Stabinet, auch auf die da fie infolge Einführung der Maschiner arbeit nur periodisch zu Ausfuhr nach der Türkei 8,69 Millionen Franken. Aber troß dieses Anhänger Silvela's sowie die Republikaner und Unabhängigen zählen thun habe. Die Schaffung eines Unterf gungsfonds, um den Berg Handelsverkehrs ist man in weiten Kreifen der Schweiz der Metu können. nung, daß der neue türkische Konful in Genf weniger tommerzielle, als vielmehr polizeiliche Aufgaben zu erfüllen bat, obwohl das Hauptquartier der jungtürkischen Emigranten nicht in Genf, sondern auf dem benachbarten französischen Boden ist, wo auch ihr Organ erscheint. Su ber Ueberwachung der Ruffen ist nun auch die der Türken in der Schweiz hinzugefommen und damit die internationale Organisation der politischen Polizei um ein Glied weiter ausgebaut worden. Frankreich. leuten den Uebergang zu einem anderen Gewerbe möglich zu machen, sei dringend nöthig. Der Finanzminister hält den Uebergang der Bergarbeiter zur Landwirthschaft für ausgeschlossen. Die von Horn angeregte Ansiedelung neuer Industrien babe die Regierung bereits erwogen, fie fei aber sehr schwierig. Zur Aufrechterhaltung des Bergbaues feien ungefähr 1200 Mann nothwendig. Die Zuschüsse ließen ein Abnehmen erhoffen. Rußland. Warschau, 8. März. Jn allen Boltsschulen der Weichselproving wird demnächst die polnische Vortragssprache für den Religionsunterricht eingeführt. macht hat, soll mit diesem Zugeständniß die noch national denkenden Die polnische Bourgeoisie, die ihren Frieden mit Rußland geKreise des polnischen Volkes über die Besiegung des Nationalismus durch den Kapitalismus täuschen. Türkei. - Der württembergische Ministerpräsident v. Mittnacht, so verlautet gerüchtweise, werde nach Schluß der bevorstehenden Tagung der Landstände sein Amt aufgeben. Zugleich Paris, 7. März. Deputirtentammer. Auf Anregung Konstantinopel, 8. März. In ihrer Antwort auf die Note damit sollen Aenderungen in der Regierung auch organisatorischer mehrerer Senatoren und Deputirten wird an die italienische Art beabsichtigt fein, es soll nämlich das Ministerium des Aus- Deputirtenkammer eine Adresse gesandt werden, in welcher das des bulgarischen Agenten Markoff stellt die Pforte in Abrebe, wärtigen von der Verwaltung der Verkehrkauftalien getrennt und Ausdrud gebracht wird. Die Adresse hat bereits zahlreiche Unter weiten Korps vermehrt worden seien; es sei nur eine Todes Cavallotti's zum die und im Bereiche des Inspizirung der Ausrüstung des zweiten Korps vorgenommen worden. Griechenland. ein selbständiges Verkehrsdepartement eingerichtet werden. werden. Aus dem Oberelfaf, 7. März.( Eig. Ber.) Der Zusammenbruch der Baseler Unionsbant", eines Schwindel- Unters nehmens erster Güte, erregt hierzulande gewaltiges Aufsehen. Die Bank, deren beide verhaftete Direktoren Wirz und Wüst bei uns schriften gefunden. QUG schwunden.Amerika. - Die Nachsicht der Gerichte gegenüber Unter nehmern, die durch Unterlassung von Schuhmaßregeln Leben Paris, 7. März. Die Deputirtentammer nahm den und Gesundheit der Arbeiter gefährden, wurde in einer Sigung der Artikel 8 des Finanzgefeßes an, welcher die Einführung ausländi- Recht geheimnißvolle Gerüchte.werben über Münchener Lokal Bautommission gerfigt. Unser scher Werthe auf französischen Börsen von der Bestellung und der das Attentat gegen den König von Griechenland verbreitet: dortiges Parteiblatt theilt darüber mit: Bulaffung eines Vertreters abhängig macht, der für die Stempel- Der Intern. Korrefp." wird aus Athen geschrieben: Obgleich über Baumeister Bertele hatte bei der Auswechselung eines Ladens und Steuerabgaben haftbar ist. die bisherigen Ergebnisse der gegen die Thäter geführten Unterjedwede Vorsichtsmaßregel, wie Abbolzung und dergleichen, unter Paris, 8. März. Die Beugen Esterhazy's haben vom Oberst fuchung völlige Geheimhaltung bewahrt wird, so darf doch als laffen. Es wurde Strafeinschreitung veranlaßt, allein vom Amts: Picquart einen Brief erhalten, worin dieser seinen Entschluß, keine sicher angenommen werden, daß die Spuren auf einen britten Thäter gericht München I wurde Bertele freigesprochen. Der Amtsanwalt Zeugen zu bezeichnen, aufrecht erhält. Die Zeugen Esterhazy's geführt haben, deffen wahre Persönlichkeit auch den beiden verlegte Berufung ein, worauf das Landgericht München I auf Geld- werden ein Ehrengericht vorschlagen, um über die Angelegenheit zu bafteten Theilnehmern nicht bekannt gewesen ist. Diese Person strafe von 20 Mart eventuell vier Tage Saft erkannte. dies in der Sigung bekannt gegeben wurde, sprach Bürger- Picquart ihre Zeugen geschickt. Gerüchtweise verlautet, die Be- sein, Als berathen. Die beiden Kartellträger Esterhazy's haben dem Oberst scheint kürzlich aus dem Auslande nach Griechenland gekommen zu wo fie unter Aufwendung bedeutender Geldmittel den meister Brunner das Bedauern aus, daß die Gerichte so geringe dingungen Esterhazy's feien sehr strenge gewesen, und zwar 6 maliger anarchistischen Klub der Kardißi und Genossen begründete, aber Strafen verhängen, so daß es für manche als vortheilhaft er. Rugelwechsel auf 20 Schritt mit Zielen, und im Falle des resultat niemals persönlich direkt hervortrat. Dieselbe ist auch offenscheine, die Gefeße zu umgehen. So fei im gegenwärtigen Fall durch losen Verlaufs Kampf auf Degen bis zur vollständigen Kampf- bar gleich nach Verübung des Mordanschlages aus Athen verdas Weglaffen der Sicherheitsgerüfte eine weit größere Ausgabe er unfähigkeit. spart worden, als die Strafe ausmache. Nachdem durch ein solches - Das Rasfationsgesuch 3ola's fügt sich haupt- Athen, 7. März. Das Gefet betreffend die Finanzkontrolle Verfahren der Sinn für Gefeßlichkeit wenig gefördert, hingegen aber fächlich auf vier Bunkte: 1. das Eingreifen der Generale de Bois: und das Abkommen mit den Staatsgläubigern ist endgiltig der Baupolizeidienst wesentlich erschwert wird, wurde befchloffen, an beffre und de Bellieux; 2. die Thatsache, daß aus dem Briefe Zola's von der Kammer genehmigt worden und wird unverzüglich vom die vorgesetzten Behörden über den Fall Bericht zu erstatten. Bu J'accuse", der in der Absicht seines Verfaffers ein Ganzes bildete, Könige vollzogen werden. gleich wurde konstatirt, daß z. B. all wöchentlich etwa 15 bis nur einzelne Stellen herausgeriffen worden sind; 3. zahlreiche Form20 Bauten wegen Ordnungswidrigkeiten eingestellt werden müffen, fehler, die sich bei einer genauen Prüfung der Prozeßverhandlungen daß aber in der Regel solche Einstellungen öffentlich nicht beachtet herausstellen werden; 4. die ungenügende Motivirung der Ent- Kreisen wird der Internat. Correspondenz zufolge zugestanden, 3ur tubanischen Streitfrage. In amtlichen scheidungen des Schwurgerichtshofes, der alle Schlußanträge der Ver- daß während der" letzten Wochen drei höhere nordamerikanische theidigung grundsäßlich zurückwies. Marine- Offiziere unerkannt sämmtliche tubanischen Hafenplätze be. England. sucht und dieselben genau besichtigt haben. Der Senator Hanna, -Im Oberhaus tam am Montag die indische Mac Kinley's nächster Gesinnungsgenosse, erklärte hierauf bezugbekannte Persönlichkeiten sind, batte auf elfäffischem Boden, in Vorwärts Politit" nochmals zur Besprechung. Roberts nehmend, daß Spanien gar nicht in der Lage sei, Kuba gegen einen St. Ludwig, eine Filiale, bei welcher die Briefe, Einschreib- meinte, daß die Vorwärts- Politit" nöthig sei, weil eine fremde man in Madrid sehr wohl und deshalb werde auch Sagasta unter Angriff der nordamerikanischen Flotte zu vertheidigen. Dies wisse fendungen, Bostanweisungen der zahlreichen Dummen, die dem Macht unweit der indischen Grenze unmittelbar an Afghanistan großartig angelegten Maffenbetrug zum Opfer gefallen find, stoße, für dessen Integrität einzustehen England sich verpflichtet allen Umständen den Frieden aufrecht zu erhalten suchen. aus allen Gegenden des Reiches zusammenliefen. Den gewaltigen babe. Die Grenzstämme zwischen Indien und Afghanistan fönnten Aus Washington liegen noch die folgenden Meldungen vor: Aufschwung" verdankte das Geschäft einer Broschüre, Der Weg die Erfüllung dieser Verpflichtung schwierig machen, wenn ihre sekretär Long und mehrere hervorragende Mitglieder des Kongresses Nach einer Konferenz im Weißen Hause, an welcher der Marinezum Reichthum", die in äußerst raffinirter Weise auf den Gold Unterwerfung nicht geschehe. Angesichts der Schwierigkeiten, theilgenommen hatten, brachte der Vorsitzende des Ausschusses für hunger unserer Zeit spekulirt und in einer Auflage von nicht die Rußland schon überwunden. habe, fei fet es lächerlich weniger als 250 000 Exemplaren zum Versandt gelangte. Bei Bezu glauben, daß die jeßigen in kurzer Entfernung von Die Kredite Cannon im Repräsentantenbaufe eine Bill ein, durch ginn der Einlieferung derfelben im Januar d. J. mußte, wie die Afghanistan vorhandenen Hindernisse es von einem Bordringen, falls welche dem Präsidenten der Union zu Zwecken der nationalen BerBlätter berichten, das Personal im Poftamte zu St. Ludwig um es dies zu thun wünsche, abhalten würden. Wenn Rußland zwei Beamte verstärkt werden. In welch' folossalem Umfang das ftattet werde, die Hindutusch- Schranke zu überschreiten, so sei einfügung gestellt werden. Die Bill wurde dem Ausschusse für die Schwindelgeschäft betrieben wurde, geht u. a. daraus bervor, daß Angriff auf Indien nur eine Frage der Zeit. Kredite überwiesen. Der bereits annähernd 150 000 M., welche in St. Ludwig für die Unionsbank Parlaments- Unterfekretär des Indischen Amtes Earl of Onslow Das Repräsentantenhaus nahm die bereits vom Senat genehmigte aus allen Berufsklaffen: Aerzte und Pfarrer, Kaufleute und Beamte. werfung der Grenzstämme in sich schließen, was enorme Kosten von zusammen 1610. Mann an, eingingen, mit Beschlag belegt wurden. Die Hereingefallenen find Leute erklärt hierauf, die von Roberts vertretene Politik würde die unter Borlage betreffend die Bermehrung der Artillerie um zwei Regimenter Aus allen Gegenden des Reiches kamen sie. Vom fernsten Often bis verursachen würde. Die Politit der Regierung sei, Der Marinesekretär Long beauftragte den Kommandanten sich zum äußersten Weften, alle, alle wollten reich werden, alle den Tanz jedes Verfuches, eine administrative Kontrolle über diese Brownson von der amerikanischen Marine, sich sofort nach England Grenzen. Wenn man bedenkt, daß der Direktor der Union, Wüst, liche Beziehungen mit ihnen zu pflegen. Er tönne angebotenen Schiffe zu besichtigen. ums goldene Kalb mitmachen. Der Vertrauensdusel kannte teine Stämme zu errichten, zu enthalten und gleichzeitig freund und Frankreich zu begeben, um die dort den Vereinigten Staaten der Hauptmacher bei dem Riesenschwindel, bereits fünf Jahre Zucht nicht einsehen, weshalb England eine Vorwärts Politit" wem die Leute in die Hände gefallen find. Erst wurde in der jetzt den fibirischen Eisenbahnen und den Häfen im Osten seine Aufhaus abgefeffen bat, so kann man sich einen Begriff davon machen, infolge des Wordringens Rußlands einschlagen solle, das Schweiz von der sauberen Gesellschaft ein Raubzug unternommen, merksamkeit zu schenken scheine. Im weiteren Verlaufe der Sigung dann kamen Elsaß Lothringen und das übrige Deutschland an die erklärte der Kriegsminister Marquis of Lansdowne, es bestehe Reihe; ihm wäre jetzt Defterreich gefolgt, wenn die Staatsanwalt nicht der Wunsch, eine Politik im Sinne Roberts sofort durchzu schaft von Mülhausen nicht gegen den beispiellofen Schwindel ein- führen oder die indischen Finanzen übermäßig zu belasten; es fei geschritten wäre. allmälige Durchführung beabsichtigt und gleichzeitig folle man mit den Stämmen freundliche Beziehungen unterhalten. " = " " Schweden und Norwegen. theidigung 50 Millionen Dollars( 200 Millionen Mark) zur VerNach einer Depesche aus Jacksonville soll der Dampfer ,, Dauntles" genommen worden sein. unter der Beschuldigung der Freibeuterei von den Spantern wegman glaubt, daß der Zwischenfall thatsächlich beendet ist. GegenSpanien hat die Forderung der Abberufung Lee's zurückgezogen. wärtig heißt es, die Forderung habe lediglich die Form einer Anregung gehabt, welche Spanien sogleich fallen ließ, als es wahrnahm, daß sie teine gute Aufnahme finden würde. Aus Madrid wird dagegen gemeldet: - Rapitän zur See Rosendahl ist, wie jetzt offiziös Es ist unrichtig, daß Spanien am Sonntag an die Vereinigten mitgetheilt wird, zum Befehlshaber an Land der deutschen StreitStaaten die Forderung der Abberufung des Generalkonsuls Lee in träfte in Riaotschau ernannt worden. Er führt den Titel Stockholm, 7. März. Der Bericht der schwedisch nor Habana richtete, oder daß es die Absicht hatte, es zu thun. Der " Gouverneur" und steht an der Spiße der Militär- und Zivil- wegischen Unionskommission wurde heute dem schwe- General- Gouverneur von Kuba, Blanca, bestätigt, daß Lee sich ihm verwaltung im Riaotschau- Gebiet. Trotzdem wird die AnNach einer an das Oberkommando der Marine gelangten tele- fchwedische Majorität beantragt: Ginen gemeinschaftlichen Minister gelegenheit durch die amerikanische Jingo- Partei dazu benutzt, Zwiedischen Reichstag und dem norwegischen Storthing vorgelegt. Die gegenüber stets forrett verhalten habe. graphischen Meldung sind die Schiffe Deutschland" und" Gefion" des Aeußeren, entweder Schwede oder Norweger, wohnhaft in tracht zwischen beiden Ländern zu erregen. unter Führung des Prinzen Heinrich am 8. März in Hongtong Stockholm; derfelbe darf weder Mitglied des Reichstages noch des Generalkonsuls Lee sei ihm in jüngster Beit feinerlei Mittheilung Der Minister des Auswärtigen hat erklärt, bezüglich des eingetroffen.Storthing sein. Ferner Errichtung eines Staatsraths der äußeren Desterreich. Angelegenheiten, bestehend aus wenigstens zwei schwedischen gemacht worden; der Minister hat es abgelehnt, sich über die Frage Staatsräthen; - Das neue Rabinet, das von den Deutschen refervirt, und zwei norwegischen Wie der„ Liberal" meldet, hätie einen Konstitutions: bezüglich der Schiffe zu äußern. aber nicht direkt feindlich aufgenommen wird, setzt sich folgender Ausschuß des schwedischen Reichstages und einen vom Storthing der Minister des Auswärtigen einem Berichterstatter gegenüber ermaßen zusammen: Vorsiz und Juneres Graf Thun( czechisch- feudal), gewählten Ausschuß, berechtigt, die Staatsrathsprotokolle zu prüfen. flärt, die Vereinigten Staaten hätten beschlossen, daß die Schiffe, Landesvertheidigung Graf Welfersheimb( farblos), Eisenbahnen Der Minister des Aeußeren kann von einem gemeinschaftlichen welche die Unterstützungen nach Kuba bringen werden, keine KriegsRitter v. Witter( farblos), Unterricht Graf Bylandt- Rheydt( farblos), Reichsgericht angeklagt werden. Das Reichsgericht besteht aus den schiffe fein sollen. Das offiziöse Blatt erkennt somit an, daß eine Handel Baernreither( deutsch- lib. Grokgrundbesitzer), Ackerbau Baron zwölf schwedischen Reichstags- Abgeordneten und zwölf Storthings. Nach einem Augenblick der Unruhe ist man hier nunmehr überzeugt, Justiz Edler v. Rubner( farblos), Finanzen Kaisl( Jungczeche), fechs obersten Mitgliedern der höchsten Gerichte beider Länder, Reklamation Spaniens bezüglich der Schiffsfrage vorliegt. Ferner wird aus Madrid unter dem Datum des 8. d. M. gemeldet: Raft( deutsch- klerital), Minifter ohne Portefeuille Ritter v. Jendrzejovicz Die norwegische Majorität beantragt: Jedes Reich sei an daß der Friede nicht gestört werden wird, und daß die Be und Konsulatswesen. ( polnischer Slachzize). Aus Prag wird heute telegraphirt: den Ausgaben im Etat des Aeußeren im Verhältniß zuiebungen zwischen Spanien und den Vereinigten In der gestrigen Sitzung des Exekutivkomitees der jung. feiner Voltsmenge zu betheiligen. Staaten freundschaftliche bleiben werden. In allen Das Konsulatswesen sei auf czechischen Partei wurde festgestellt, daß die Berufung des Abg. 15 Jahre gemeinschaftlich, worauf jedes Land berechtigt sein soll, politischen Kreisen versichert man, daß die letzten Senfationsdepeschen Raizl zum Finanzminister im neuen Rabinet Thun ohne Borwiffen die Aufhebung der Gemeinschaft zu fordern. Die norwegische vollständig entstellt gewesen seien, insofern man ihnen eine gegen die des Exekutivkomitees erfolgte. Angesichts der vollendeten Thatsache Minorität beantragt einen besonderen Minister des Aeußeren, be- zwischen den beiden Regierungen bestehenden diplomatischen Be sei jedoch die Partei nicht gesonnen, Kaizl an der Annahme des fondere Diplomatie und besonderes Konsulatswesen für jedes Land. siebungen gerichtete Tendenz gab. Beziehungen, welche nicht einen Finanzportefeuilles zu hindern. Die Partei behalte sich aber dem Die gegenwärtige Mehrheit des norivegischen Parlaments steht Augenblick ihren wohlwollenden Charakter verloren hätten. auf dem Standpunkte der norwegischen Minorität der Union KomKabinet Thun gegenüber völlige Freiheit vor, so lange bis es deffen mission. Ein Ausgleich dieser Bestrebungen mit denen der schwedischen Mehrheit der Union- Kommission, die auch der Meinung des Königs ift, scheint ausgeschlossen. Italien. Programm fenne. Die bürgerlichen Deutschen nehmen der Berufung Baernreither's und dem Minifterium Thun gegenüber eine ähnliche Haltung ein. Wien, 7. März. Wie die Neue Freie Presse" meldet, wird den Delegationen eine größere Kreditforderung für die Ausgestaltung der Hafenanlagen in Teodo in dem Bocche di Cattaro, wo sich eine Flottenstation der Kriegsmarine befindet, zugehen. 0 $ Ungarn. Rom, 8. März. Die Ueberführung der Leiche Cavallotti's gestaltete sich zu einer imposanten Feierlichkeit. Eine ungeheure Menschenmenge hielt die Straßen, in denen die Läden geschlossen waren, besetzt. Der Zug setzte sich nach 11 Uhr nach dem Bahnhof in Bewegung. An der Spize marschirte ein Bataillon Infanterie. Garibaldiner in rothen Blousen umgaben den Leichenwagen, der von Kränzen völlig bedeckt war. Im Zuge bemerkte man die Präsidenten der Kammern, viele Senatoren und Abgeordnete, sowie mehrere Minister und Unterstaatssekretäre. Spanien. großen nordamerikanischen Republik nun doch nicht, daß Erklärungen So einfach liegen die Verhältniffe zwischen Spanien und der zwischen den Regierungen den Frieden sichern werden. Die Er regung in Amerika gegen Spanien, in Spanien gegen die Vereinigten Staaten ist so groß, daß man stets mit einer Störung des Weltfriedens rechnen muß. Partei- Nachrichten. Gemeindewahlen in Hessen- Naffau. In Fechenheim gaben von 974 Wählern 573 ihre Stimme ab. Unsere Parteigenossen errangen den Sieg mit 309-447 Stimmen. Aus der Redaktion der Mainzer Volkszeitung scheiden, wie diese mittheilt, am 1. April die Parteigen offen Rabens stein und Liebmann auf grund freundschaftlicher Vereinbarung mit dem Verlage aus. Um Uebernahme der Redaktion ist Landtags= abgeordneter Philipp Haas ersucht worden. Budapest, 7. März. Das Abgeordnetenhaus nahm den mit der Levante- Schifffahrts- Gesellschaft abgeschlossenen Vertrag an. Handelsminister Daniel erklärte, der Export Ungarns nach bem Orient sei wohl gering, doch biete diefer Vertrag die Bor bedingungen, auf grund deren ein Aufschwung zu erwarten fei. Der Tarif habe infolge der fortwährenden Schwanfungen nicht auf länger als drei Jahre festgestellt werden können, doch werde die Die Wahlbewegung für die am 27. d.. ftattfindenLevante Schifffahrts Gesellschaft darüber hinaus auch ver den Kammerwahlen hat begonnen. Als erste sind die Sozialisten Aus Holland. Der Anarchist Cornelissen, bisher Mitpflichtet sein, Ungarn um mindestens 30 pC. wohlfeilere Tarife ein- und die Carliften mit Wahlmanifesten auf den Plan getreten. Wenn glied der Redaktion des Recht vor Allen", ist nach dem Ausland zuräumen, als jedem anderen Lande. Von dem Import brauche in Spanien, wo die jeweilige Regierung die Wahlmaschine voll- gegangen, nach Frankreich, wo er in der Nähe von Paris einen man nichts zu befürchten, da die Tarife nur für den Export gelten. tommen beherrscht, Ueberraschungen zu gewärtigen sind, dann Bruder zu wohnen hat. Er verspricht zurückzukommen, sobald die Der Minister erklärte ferner, Ungarns Schifffahrtsintereffen feien kommen sie meist nur aus den Reihen der Republikaner, Sozialisten Umstände in Holland sich verbessert haben", will sagen, sobald die nunmehr nach allen Seiten gefichert, und er wies nach, daß die und Carliften. Die am 27. v. M. durch königliches Defret aufgelöste anarchistische Propaganda wieder mit Hoffnung auf einigen Erfolg Vereinigung verfchiedener Schifffahrts- Gesellschaften unmöglich und Rammer war im April 1896 unter dem Regime Canovas gewählt gehoben werden kann, was wohl nimmer der Fall sein wird. Mit die Schaffung einer einheitlichen, besonderen Schifffahrts- Gesellschaft worden und umfaßte 306 Ronservative, 87 Liberale, 10 Carliften, dem Verschwinden Cornelissen's verliert die holländische Sozialdem viel zu theuer wäre. 5 Silveliften( tonservative Dissidenten), 3 Republikaner und 11 so. fratie einen ihrer giftigsten, obwohl in letzter Zeit keineswegs gefährlichsten Gegner. Die Arbeiterbewegung in Amsterdam aber ist| tampfe befänden und sie doch lieber wieder abreisen möchten, Arbeiter Nififo. Wie der hannoversche Boltswille" mittheilt, jezt einen Mann los, der, fußend auf ihre Gutgläubigkeit und ihre Un- event. würde man ihnen die Fahrt vergüten. Diesen wohlgemeinten sind in der Lindener Eisen- und Stahlfabrik am tenntniß fremder Sprachen, sie mit den unglaublichsten Märchen Rathschlägen Folge zu leisten, schienen fie auch nicht abgeneigt, ja Bapenkamp letten Sonnabend zwei Arbeiter beim Reis über Thaten und Gesinnung der ausländischen Arbeiterparteien zu fie erklärten sich sogar bereit, das Anerbieten sofort anzunehmen. nigen der Gaszuführungsrohre erstickt. Ein dritter födern suchte. Das Wachsthum der politischen Erkenntniß des hol. In diesem Augenblick betraten, wie Schreiber dieses später erfuhr, fonnte wieder ins Leben zurückgerufen werden. Der eine der geländischen Proletariats mußte aber nothwendigerweise die Position Agenten den Bahnhof und begrüßten ihre importirte Waare. Daß tödteten Arbeiter hinterläßt vier Kinder, der andere eins. Wen die feines falschen Führers unmöglich machen. Er fällt als Opfer der die vorhin erwähnten Belehrungsversuche nicht im Flüstertone ge- Schuld an dem Unglück trifft, ist noch nicht festgestellt. eigenen Verbohrtheit. schahen, ist selbstverständlich, immerhin fanden sie doch in an- Reinigen der Gaszuführungsrohre wird aller 2-3 Wochen vorTodtenliste der Partei. In Hamburg verschied am Sonn- ständiger Form statt, so daß nicht einmal die amtirenden Bahn- genommen. tag im Alter von 68 Jahren der Parteigenosse Friedrich Erd- beamten Veranlassung hatten, einzuschreiten. Erst als einer der Aus Würzburg, wo dieser Tage in dem herrschaftlichen mann Schulz. Er war 31 Jahre lang Vorsitzender des Hamburg- oben erwähnten Agenten sich vor dem Perron als Redner versuchte Schieferbruch neun Arbeiter ums Leben gekommen sind, theilt die Altonaer Buchdruckergehilfen- Vereins, um den er sich, wie um die und in seiner Art den Streikenden auseinanderseßen wollte, Reuß. Tribüne" mit, daß schon wieder, und zwar in dem Schiefergewerkschaftsiche Organisation der deutschen Buchdrucker überhaupt, daß sie daran schuld seien, daß er die fremden Leute bruch Bärenstein, ein Bergsturz sich ereignete, wobei ein sehr schäzenswerthe Verdienste erworben hat. Wenige Tage vor hierher( nach N.) tommen Lassen müsse, erhob sich ein Arbeiter Vater von fünf Kindern getödtet wurde. Durch die feinem Tode war er noch in seinem Berufe als Inferaten- Metteur homerisches Gelächter, worauf sich dann beide Parteien die Vorsicht des Werkführers ist noch größeres Unglück verhütet des Hamburger Echo" thätig. Ehre seinem Andenken! Kirsch Allee entlang bewegten. Schreiber dieses bemerkte hier, wie worden. auch die zugereisten Italiener dann den wahren Sachverhalt be= Polizeiliches, Gerichtliches 2c. griffen, einer von ihnen, ein schon älterer Mann, erklärte wörtlich wird, in diesem Jahre sehr früh auf; schon jetzt trifft man sie in Die Sachfengänger brechen, wie uns aus Schlesien geschrieben Durch eine Briefkastennotiz über einen Betriebsunfall in der Hier Streit? Wir nichts wissen! Gleich wieder abreifen." In Maschinenfabrik des Kommerzienraths Dehne hat das" Bolt 3. Diesem Augenblick fiel in einer Entfernung von ca. 30 Metern von leinen Schaaren, die immer meist aus denselben Dörfern kommen, blatt für alle" nach der Feststellung des Landgerichts die uns ein Schuß. Sofort drängte alles nach diesem Punkte, um, auf den größeren oberschlesischen Bahnhöfen; in Breslau belagern dortige Polizei und Staatsanwaltschaft beleidigt. Der damalige wie wir vernehmen konnten, den Schießer zu entdecken und zu ent- sie den Zentralbahnhof und die Station Machtern bereits zu verantwortliche Redakteur Dr. Böltet wurde aber nur der Fahr- waffnen. Wir bemerken hierbei ausdrücklich, daß nach unserem Dafür Hunderten. Von Machtern aus gehen jeden Montag, Mittwoch und lässigkeit(§ 21 des Preßgefeßes) schuldig befunden, weil er die halten we der einer der Streifenden, noch einer der angekommenen Freitag Sachsengänger Extrazüge zu besonders niedrigen FahrNotiz nicht gelesen hat, sondern zur Zeit ihres Erscheinens aus- Italiener den Schuß abgegeben hatte, sondern nur einer der an preisen ab. wärts in Versammlungen gesprochen und nur versäumt hat, einen der Schußstelle befindlichen Agenten geschossen haben kann. Arbeiterfreundlichkeit beim Norddeutschen Lloyd. Uns anderen verantwortlichen Redakteur zu bestimmen. Das Urtheil Die Agenten waren auch gleich darauf verschwunden. Da nun wird geschrieben: Die Lloyd- Dampfer sind mit einem Mufitforps Tautete auf 50 M. Geldstrafe, während der Staatsanwalt 3 Monate beide Parteien schärfer aufeinander plagten, entstand eine allgemeine von acht Mann besetzt, welche gleichzeitig Steward-( Kellner-) Dienste Gefängniß beantragt hatte. Brügelei, bei der auch das Messer eine Rolle gespielt haben soll. Die in der II. Kajüte verrichten und für diese Leistungen früher bei Veranlassung zu dieser letzten Affäre hat wohl keiner der Streifenden freier Verpflegung eine monatliche Gage von 45 M. als Musifer, gegeben, sondern der Umstand, daß von gegnerischer Seite ein Schuß und 10 M. Service als Steward und 10 M. Wäschegeld erhielten. fiel. Vor dem Abgeben des Schusses wurde alles nur in Worten Dies scheint jedoch neuerdings anders geworden zu sein. Im Juli ausgetragen. Auch keiner der italienischen Maurer ist verlegt vorigen Jahres bekam ein Musiker in Berlin vom Henerbureau des worden, sondern nur einer der Ausständigen." Norddeutschen Lloyd in Bremerhaven den Auftrag, mit einem guten Um Fernhaltung des Zuzugs von Schneidern nach Stendal Musikkorps von acht Mann( Streich und Blechmusif) am 25. Juli ersucht die dortige Filiale des Deutschen Schneider- und Schneiderinnen- in Bremerhaven einzutreffen, um auf einem der Dampfer eingestellt Verbandes, da in dem Geist e l'schen Geschäft Differenzen aus- werden. Die acht Musiker hatten sich auch bald gefunden uo gebrochen seien. Die Arbeiterpresse wird um Abdruck gebeten. fte trafen zur bestimmten Zeit in Bremerhaven ein. Aber ihre Enttäuschung war groß, als ihnen bei ihrer Ankunft erklärt wurde, daß fie nur eine Gage von 35 M. monatlich erhalten würden und das Servis- und Wäschegeld gänzlich weg falle ( also ein Minus von 30 M. monatlich gegen früher). Da die In der Stadt Schleswig hat, wie uns geschrieben wird, von Musiker kein Reisegeld mehr besaßen, um wieder nach Berlin zurückMai 1897 bis März 1898 die Zahl der Mitglieder des Lederkehren zu können, sahen sie sich bis auf einen arbeiter Verbandes sich von 64 auf 221 gehoben. Es ist das traurige Engagement zu willigen. Und dieses Engagement ge genöthigt, in dies namentlich der Agitation des Gewerkschaftskartells zuzuschreiben. ftaltete fich noch viel erbärmlicher, wenn man dabei in betracht zieht, daß ihnen von dieser so geringen Gage die Schiffskleidung, die ihnen Abzug gebracht wird und daß sie für die in der Kajüte verloren vom Heuerbureau geliefert wird, mit einem erheblichen Betrage in gegangenen oder sonst abhanden gekommenen Gegenstände aufkommen müssen. In dieser Kajüte wird nämlich mit Silbergeschirr servirt, wobei zuweilen Gegenständen verschwinden. Für diese als verloren bezeichnete Gegenstände, worüber sie eine Kontrolle nicht aufkommen! Aber Servis tann der arme Norddeutsche Lloyd nicht einmal besigen, müssen sie mit einer Buße von 4-10 M. monatlich zahlen! Wieviel mag da den Musikern von ihrer geringen Gage für ihre nicht leichte Thätigkeit noch übrig bleiben? Unter diesen Umständen war es dann auch nicht zu verwundern, daß schon in den ersten paar Monaten fünf Musiker von besagtem Dampfer desertirten. -In Reichenbach i. V. war, wie uns geschrieben wird, in einer Protestversammlung dem Referenten Ecf st ein das Wort entzogen worden, als er ausgeführt hatte, es werde mit zweierlei Maß gemessen und dadurch verlören die Arbeiter das Rechts bewußtsein. Später wurde die Versammlung aufgelöst. Die Wirkung dieser polizeilichen Maßnahmen war ein außerordentlich starker Besuch der nächsten Versammlung, die die Fortsetzung der vorigen bildete. Au ſtelle Eckstein's, der nicht reden durfte, hielt Frebfe aus Zwickau unter großem Beifall das Referat. Die befannte Resolution wurde einstimmig angenommen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. Die Pflasterrammer in Gerresheim sind wegen der Lohnfrage mit den Unternehmern in Differenzen gerathen und bitten deshalb um Fernhaltung des Zuzuges." Zum Schuhmacherstreik. Die Gewerkschaftskommission hatte in dem Bestreben, wenn irgend möglich, eine Verständigung zwischen den Streifenden und den Fabrikanten herbeizuführen, an den Unternehmerverband ein Schreiben gerichtet, in dem der Verband In Wiesbaden haben die Malermeister die Forderungen ersucht war, mit der Kommission in Unterhandlung zu treten. Der der Ausständigen bewilligt, die Tünch er meist er aber noch nicht. Fabrikantenverband hat heute geantwortet, daß er sich auf keinerlei Das Gros der Arbeiter steht daher noch im Streit. Unterhandlungen einlassen fönne. Vor Ausbruch des Streits würde er bereit gewesen sein, mit der Gewerkschaftskommission zu unter- meidung des Zuzugs, da sie in einer Lohnbewegung stehen. Die Schiefer- und Ziegeldecker Leipzige ersuchen um Verhandeln. Diese lettere Versicherung flingt etwas sonderbar von einer Vereinigung, die es mehrfach abgelehnt hat, mit der Agitations. In der Crimmitschauer Maschinenfabrik( Aktiengesellschaft) kommission der Schuhmacher zu unterhandeln, nur, weil die Mit- find die Arbeiter in eine Lohnbewegung eingetreten, weshalb Zuzug glieder derselben nicht, oder nicht alle zu ihren Arbeitern von Metallarbeitern aller Branchen nach dort fernzuhalten ist. gehören. Am Streit sind jetzt 437 männliche und 50 weibliche Die Tischler Münchens beschlossen in einer von ca. 3000 PerArbeiter betheiligt; diese haben zusammen 335 Kinder zu verfonen besuchten Versammlung, daß sämmtlichen Meistern, die Bausorgen.-und Möbeltischler sowie Maschinenarbeiter beschäftigen, folgende Die Puterträger beschlossen in einer Bersammlung am Sonn- Forderungen zugestellt werden sollen: tag, sich dem Verbande der Bauarbeiter anzuschließen und eine be- 1. 9stündige Arbeitszeit, 11/2 stündige Mittagspause und je eine fondere Filiale zu errichten. Dieser traten sofort 20 Personen bei; Viertelstunde Frühstück- und Vesperpause, Sonnabend um 5 Uhr etwa 40 Arbeitslose, zogen nach dem Gemeindehause ab und In Mülhausen i. E. vereinigten sich am Sonnabend Morgen die Leitung der Geschäfte übernimmt vorläufig ein provisorischer Arbeitsschluß ohne Lohnabzug. 2. Behnprozentige Lohnerhöhung; Vorstand. für Arbeiten nach Feierabend sowie an Sonn- und Feier begehrten den Herrn Bürgermeister zu sprechen. Derselbe ließ eine Verbandes hat in ihrer letzten Versammlung die Delegirtenwahl 3. Bei Affordarbeit ist der vereinbarte Tagelohn nebst Zuschlag für italienische Arbeiter annähmen, die Einheimischen aber grundDie Zahlstelle Nixdorf des deutschen Holzarbeiter tagen sowohl im Lohn wie im Afford 50 pCt. Zuschlag. Deputation von 4 Mann zu sich kommen, die bitter darüber klagten, daß bei den Kanalisirungsarbeiten zum Berbandstag vollzogen. Als Kandidaten für die Wahlabtheilung etwa geleistete Ueberstunden wöchentlich vollständig auszuzahlen. fäßlich zurückwiesen; mehrere der Erschienenen seien Familienväter Brandenburg, Weißensee, Rigdorf, famen Eckardt- Brandenburg und 4. Bei Arbeiten außerhalb der Werkstätte ist im Bereiche des Burg: und kaum im stande, Arbeit auswärts zu suchen, um ihre Familien Henning- Rixdorf in Frage. Die Zahlstelle Nixdorf entschied sich friedens pro Tag 40 Pi. Vergütung zu bezahlen, bei Arbeiten auf zu ernähren. Der Bürgermeister nahm die Beschwerden mit Intereinstimmig für Henning, weil Eckardt für Einführung der Arbeits- größere Entfernung je nach nebereinkunft. Bei Benutzung des lofenunterstützung ist. In der Bahlstelle Schöneberg fiel die eigenen Werkzeugs ist eine Entschädigung von 1 M. pro Woche zu effe entgegen und versprach, von den verschiedenen Arbeitsstellen Wahl auf Bleeck- Charlottenburg. In derselben Versammlung wurden bezahlen. 5. An den Vorabenden von Ostern, Pfingsten, Kirchweih, sofort Aufklärung zu verlangen. noch 3 Mitglieder in die Kommission der Bautischler Weihnachten und Neujahr ist um 4 Uhr Arbeitsschluß bei Bezahlung Den Kleinmeistern im Schuhmachergewerbe wird durch die gewählt. des vollen Tagelohns. 6. Maßregelungen bezüglich der Lohn- Fortschritte der Technik das Leben immer faurer gemacht. Der Deutsches Reich. bewegung dürfen nicht stattfinden. 7. Die bei der Lohnbewegung Münchener Post" wurde darüber aus der Rheinpfalz geschrieben: zeichneten Werkstattordnung niederzulegen und diese ist in der Wert- hergestellt. Für die kleinen Flickschuster sind die mechanischen Schnell1898 gemachten Vereinbarungen sind in der gegenseitig unter Selbst die sogenannte Flickarbeit wird jetzt vielfach mit Maschinen stätte aufzuhängen. sohlereien eine garnicht zu unterschäßende Konkurrenz. Jezt hat ein Schuhfabrikant in Speyer namens Fulta auch noch einen auswechselbaren Absatz erfunden. Jedermann kann sich danach daß er stets in der Lage ist, gerade, leichte und billige Abfäße tragen in Zukunft fertige Absätze kaufen und diese selbst aufschrauben, so zu können, die sich auch von einem Stiefel oder Schuh auf den andern wechseln lassen. Die lästige, mitunter ungenügende Reparatur fällt auf diese Weise ganz weg. Daß darunter die fleinen Schuhmacher wieder am meisten zu leiden haben werden, bedarf keiner näheren Erörterung. Ein Kongreß der Buchdruckerei Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands tritt am 30. Mai in Berlin zufammen. Geplant ist die Gründung eines Verbandes für diese Arbeitergruppe. Auf der Tagesordnung befinden sich u. a. noch die Punkte: Bericht des Agitationsfomitees, Presse, Arbeitsnachweis. Anfragen find zu richten an Heinrich Jahn 3, Berlin O., Holzmarktstraße 13. Die Tischler in Rathenow ersuchen um Vermeidung des Zuzuges, da sie in einer Bewegung um Durchführung folgender Forderungen stehen: 9/ 2stündige Arbeitszeit, der Lohn für Tischler und Möbelpolirer soll mindestens 18 M. betragen, bei Affordarbeit foll ein gleich hoher Lohn garantirt werden; auch wird Gratis: lieferung von Buthaten verlangt, weiter soll Kost und Logis beim Meister abgeschafft werden. Die Maschinenarbeiter fordern 16 M. 50 Pf. Lohn. Antwort auf diese Forderungen wird bis 20. März verlangt. Ju der Fahrradfabrik Freya in Giesing bei München find die Lohnabzüge im wesentlichen rückgängig gemacht worden. Die Schlosser haben infolgedessen die Arbeit wieder aufgenommen. Ausland. Aus Wien wird unterm 8. d. M. gemeldet: Heute traten die immerleute in einen allgemeinen Streit ein. Man hofft jedoch, denselben bald beizulegen, da ein großer Theil der Meister die Forderungen der Arbeiter bereits bewilligte. " Die schweizerischen Fabrikinspektoren haben im Jahre 1897 Der schweizerische Gewerkschaftskongreß, der zu Ostern in wiederum wie in früheren Jahren mehr Revisionen ausSolothurn stattfindet, hat auf seiner Tagesordnung unter anderem geführt, als Fabritbetriebe vorhanden sind. Bei 5534 Am Zimmererstreik in Eberswalde, der am 28. Februar be- Erhöhung der Monatsbeiträge von 20 auf 25 Cts. pro Mitglied revisionspflichtigen Betrieben wurden 6164 Revisionen vorgenommen, Damit steht die schweizerische ganu, find 63 Mann betheiligt, darunter 43 Verheirathete. Die an den Gewerkschaftsbund, Revision des Fabrikgesetzes, Schutz des also um 670 mehr als Betriebe. Forderungen, die den Meistern bereits Anfang Januar vorgelegt Vereinsrechtes der Arbeiter, Gründung des neuen Gewerkschafts- Fabrikinspektion ganz allein da.- Der Bund leistete im Jahre 1897 worden waren, find: 91/ aftündige Arbeitszeit, 40 Pf. Mindest- Stunden- blattes 2c. an die Ausgaben der Kantone und Gemeinden für gewerbliche lohn, Ueberland- und Wasserarbeit 5 Pf. Ausschlag pro Stunde. Zur Bewegung der Schneider in der Schweiz. Die und induſtrielle Berufsbildung einen Beitrag von 673 902 Fr., Die Meister haben die Forderungen als berechtigt anerkannt, be- Errichtung von Betriebswerkstätten forderten kürzlich seit 1884 insgesammt 5 121 148 Fr. an die Gesammtausgaben von 19 156 584 Fr. haupten aber, jetzt nicht mehr als 36 Pf. Stundenlohn zahlen zu die Züricher Schneider und Schneiderinnen in einer Refolution, tönnen. Die Vertreter der Gesellen schlugen der Meisterversamm die in öffentlicher Versammlung einstimmig zur Annahme gelangte. lung 38 Pf. Stundenlohn als äußerstes Zugeständniß vor. Da die Das Bureau der Versammlung wurde beauftragt, die Meister Depeschen und lehte Nachrichten. Meister nicht darauf eingingen, wurde, gemäß einem früheren von dem Beschlusse in Kenntniß zu setzen und sie aufVersammlungsbeschluß, die Arbeit eingestellt und nun die früheren zufordern, binnen 14 Zagen ihre Stellungnahme ชิ้น er= Karlsruhe, 8. März.( W. T. B.). Die nationalliberale Partei Forderungen voll aufrecht erhalten. flären. Ein Ausbleiben der Antwort ihrerseits wird brachte in der Verfassungskommission der zweiten Kammer den AnJu Brandenburg a. H. will die Polizei von der dortigen als Ablehnung der Forderung betrachtet. Eine später einzuberufende trag ein, für die Wahlen der Abgeordneten der Städte und Aemter In Brandenburg a. H. will die Polizei von der dortigen Versammlung soll Stellung zur Haltung der Meister nehmen und zur zweiten Kammer statt der indirekten Wahlen die direkten Bahlstelle des Zentralverbandes der Maurer durchaus über weitere Schritte beschließen. In mehreren anderen Städten der Wahlen einzuführen. ein Mitgliederverzeichniß haben. Der Vorsitzende Kluge hat schon Schweiz haben die Schneider beschlossen, in eine Lohnbewegung einfrüher einmal eine dahingehende Aufforderung erhalten, der er nicht Paris, 8. März.( W. T. B.) Deputirtenkammer. Berathung Das Zentralfomitee des Schweizerischen Schneider und des Finanzgesetzes. Berichterstatter Kranz verliest den Bericht, nachtam. Er erhielt ein Strafmandat, das aber vom Schöffengericht Schneiderinnen- Verbandes hat deshalb beschlossen, wie wir schon in welcher die Annahme des Amendements Fleury Ravarin betreffend mit der Begründung annullirt wurde, ein Mitgliederverzeichniß tönne Viviani befürwortet seinen Gegens nur innerhalb der ersten 3 Tage nach der Anmeldung der Vereins- der Sonnabendnummer kurz berichteten, die Sperre über die ganze den Geldmarkt empfiehlt. gründung eingefordert werden. Ende Dezember v. J. versuchte die Schweiz zu verhängen und vom Tage ihrer Erklärung ab die Reise- antrag, nach welchem eine strengere Kontrolle der Makler und der Unterstügung aufzuheben. Polizei abermals ihr Glück. Wieder verweigerte der Vorsitzende Kluge die Einreichung der Mitgliederliste, wieder erhielt er ein Der zweite Rongreß des Papierfabrik- Arbeiter- Verbandes Strafmandat und abermals erkannte das Schöffengericht( in der wurde Ende Februar in Kopenhagen abgehalten. Aus dem Sigung vom 7. März) aus demselben Grunde wie früher auf Frei- jetzt erschienenen Bericht geht hervor, daß unter anderem der sprechung, obwohl die Polizei sich darauf berufen hatte, daß die Beschluß gefaßt wurde, in den Verband der vereinigten Fachvereine Bahlstelle sich mit öffentlichen Angelegenheiten beschäftige. zutreten. einzutreten. Boziales. Coulissiers und erhöhte Garantien für das Publikum eingeführt werden sollen. Finanzminister Cochery giebt eine Darstellung der Garantien, welche die Regierung im Interesse des Publikums einzuführen gedenkt und unterzieht den Gegenantrag Viviani, der die schließe, einer Kritik. Der Antrag Viviani, erklärt der Minister, Anerkennung der Koulisse und die Beseitigung der Makler in fich würde den Markt nicht französisiren und jede Garantie auf heben. Cochery tritt für den Antrag Fleury- Ravarin ein, der der Regierung gestatte, ein Reglement vorzubereiten, das in drei oder vier Monaten in fraft treten solle, damit die laufenden Geschäfte abgewickelt werden können. Der Gegenantrag Viviani wird schließ= lich mit 337 gegen 200 Stimmen abgelehnt. Das Amendement Toulon, 8. März.( B. H.) Auf den hiesigen Schiffswerften haben die Metallarbeiter die Arbeit niedergelegt. Duell eine stürmische Volksdemonstration stattgefunden. Eine große Venedig, 8. März.( B. H.) Gestern Abend hat gegen das Menge zog vor das Rathhaus und verlangte das Ausstecken einer umflorten Fahne als Trauerzeichen für den Tod Cavalloti's. Die Munizi umflorten Fahne als Trauerzeichen für den Tod Cavalloli's. Die Munizi palität verweigerte dies. Nunmehr schlug die Menge die Fenster und Laternen ein und zog zur Redaktion der„ Gazetta di Venezia". Militär schritt ein und zerstreute die Demonstranten; mehrere Personen wurden verhaftet. In Naumburg ist es zwischen streitenden Maurern und importirten Italienern zu einer Prügelei gekommen. Da es auf dem Gebiete der Arbeiterbewegung heute in der Aera der Stumm und Posadowsky ungefähr ebenso steht, wie unter dem Beschäftigung von Kindern in gewerblichen Betrieben Sozialistengeset zur Zeit der Bismarck und Buttkamer, wo in Er. Nachdem jetzt die eft ftellungen über die Beschäftimangelung triftiger Gründe auch der unbedeutendste Vorgang dazu gung von Kindern in gewerblichen Betrieben er benutzt zu werden pflegte, die organisirten Arbeiter in dem Kampfe folgt sind, werden die bezüglichen Erhebungen mit den Be- Fleury- Ravarin mird mit 333 gegen 135 Stimmen angenommen. um Besserung ihrer wirthschaftlichen Lage mit allen Mitteln einer richten der zuständigen amtlichen Organe den gewaltthätigen und argliftigen Politik zu hindern, so wird es nicht bearbeitet werden. Alsdann wird durch das Reichsamt des Innern Ministerialinstanzen zugehen und hier zunächst übersichtlich ohne Nutzen sein, den Bericht wiederzugeben, der der„ Leipziger der Kommission für Arbeiter statistit eine Vorlage über Boltszeitung" über die Naumburger Prügelei von Augenzeugen ein Umfang und Art der Beschäftigung der in Gewerbebetrieben thätigen gesandt wurde. Der Bericht lautet: Wir fuhren mit dem Zuge 11 Uhr von Corbetha nach Naum- fchulpflichtigen Kinder zur Erwägung der Frage zugehen, ob und gegen die hervor. burg. Im Wagen befanden sich unter anderen auch fünf dem welche Mittel im Wege der Gesetzgebung Anfcheine nach italienische Maurer. Ohne daß sie in irgend einer getretenen Uebelſtände zu ergreifen find. Weise belästigt wurden, wurde doch die Vermuthung geäußert, daß Krankenkassenwesen. Der Kranken- und Sterbekaffe der Bieres Streitbrecher wären, die nach Naumburg gingen. Auf Bahnhof brauergesellen von Berlin( E. H.) ist vom Handelsministerium beNaumburg, wo sie mit uns den Zug verließen, wurden sie, wie es scheinigt worden, daß fie, vorbehältlich der Höhe des Krankengeldes, uns schien, von dortigen Maurern empfangen und ihnen in aller den Anforderungen des§ 75 des Krankenversicherungs- Gesetzes Ruhe auseinandergesetzt, daß die dortigen Maurer sich im Lohn- genügt. Madrid, 8. März.( B. H.) Die Sozialisten beschlossen, in dieser Woche eine große Manifestation zu gunsten der Revision des Prozesses von Montjuich stattfinden zu lassen. Fast in allen Provingstädten haben derartige Rundgebungen bereits stattgefunden. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Sieran 2 Beilagen u. interhaltungsblatt. Ir. 57. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die Londoner Grafschaftswahlen. London, 4. März. Die Grafschaftsrath3= Wahlen haben den Pro greifisten einen großen Erfolg gebracht. Es sind 68 Pro gressisten gewählt, zu denen voraussichtlich noch zwei( für einen Bezirf, wo die Wahl ausgesetzt wurde) hinzukommen werden, während die Konservativen oder Gemäßigten nur 48 Vertreter durchbrachten. Dadurch ist den ersteren im neuen Grafschaftsrath eine entschiedene Mehrheit gesichert, die noch durch die Gruppirung der Aldermen ( Aeltesten) verstärkt wird. Von diesen sind nämlich zur Zeit 13 Progressisten und 6 Gemäßigte, womit die Progressisten auf über 80 Stimmen kommen gegen einige 50 Gemäßigte. Reichstag. 57. Sigung. Dienstag, 8. März 1898, 2 Uhr. Am Bundesrathstisch: v. Podbielsti, Nieberding. angenommen. Mittwoch, 9. März 1898. theil die Fähigkeit, näher bestimmen. das Natur sind, um Amt eines Schöffen zu bekleiden, Einer der An träge verlangt die Aufhebung der landesgesetzlichen Vorschriften, welche das Juverbindungtreten von Vereinen, welche politische Zwede Die Verordnung des Bundesraths betr. die Aufnahme der verfolgen, verbieten. Kugelschrotmühlen in das Verzeichniß der konzessions: Die ersten Anträge, die au fich formeller Natur sind, haben doch Abg. Stadthagen( Soz.) begründet diese Abänderungsvorschläge. pflichtigen Betriebe wird debattelos in erster und zweiter Lesung einen gewissen ideellen Werth, dadurch, daß sie es dem Laien er Hierauf wird die erste Berathung der Novelle zum Postmöglichen, sein Recht selbst durch alle Instanzen zu verfolgen; das Bürgerlic, e Gesetzbuch soll eben eine Rechts- Ordnung schaffen, die gesez fortgesetzt. Abg. Dr. Marcour( 3.) wünscht noch weitergehende Reformen, dem Rechtsgedanken, dem Rechtsleben, dem Rechtsbedürfniß des Volkes vollkommen entspricht. Weitere Anträge betreffen die besonders zu gunsten des platten Landes. von Laien den Vormundschaftsgerichten; Die Sozialdemokratische Föderation vereinigte auf ihre fünf Ran- Abg. Leuzmann( frf. Bp.) erklärt sich gegen die Ausdehnung Heranziehung didaten 1054 Stimmen, von denen nahezu die Hälfte( 494) auf James des Poftregals nicht sowohl im Interesse der Privat- Postanstalten diese ist von eminenter sozialpolitischer Bedeutung. Was die AufMacdonald entfielen. Die unabhängige Bürgerpartei erhielt auf als vielmehr in dem des Publikums. Eine fonfequente Berfolgung bebung des Verbots des Juverbindungtretens der Vereine anlangt, vier Kandidaten 1714 Stimmen und brachte außerdem ihr von den der Gründe, die jetzt für die Ausdehnung des Postregals angeführt so haben Sie diesem Gedanken materiell ja längst Ihre Zustimmung Progressisten unterstütztes Mitglied Frank Smith mit 1557 Stimmen würden, bedeute die Einführung des sozialistischen Zukunftsstaates gegeben; nach den bekannten Vorfällen ist es dringend nothwendig, durch. Der Verein der Fabier hatte neben drei Mitgliedern, die als in optima forma. Wenn das Publikum fein Vertrauen zu den daß Sie diesen Antrag im Interesse des politischen Ansehens des progressistische Arbeiterkandidaten, und vier( darunter Smith), die Privatposten habe, würden diese von selbst zu grunde gehen, Beschwerden gerecht zu werden, die von den Polen, Dänen und allen Reichstags annehmen. Ein weiterer Antrag von uns versucht den für die Unabhängige Arbeiterpartei kandidirten, fünf als Pro- alfo liege bie pünktliche Beförderung der Briefe und die greffisten aufgestellte Mitglieder im Felde. Von allen diesen drangen stritte Wahrung denen mit vollem Recht erhoben werden, die in gemischtsprachigen Be des Briefgeheimnisses in dem eigenften sechs durch. Neben den drei Fabischen" wurden noch drei Intereffe der Privatposten. Uebrigens benutzt der königliche Hof zirken wohnen. Bei der ersten Lesung haben wir gehört, daß in polnischen mit den Progressiften verbündete Arbeiter bezw. Gewerkschafts- in Dresden auch die dortige Privatpost. Betreffs der Entschädigungs- Bezirken Amtsrichter Polen selbst deswegen, weil sie nicht deutsch drei solcher Kandidaten unterlagen. frage fei er nicht der Ansicht der Sozialdemokraten, daß die sprechen konnten, eingesperrt haben( fehr richtig! im Zentrum), Die mit den Progressiften gehenden Sozialisten und Arbeiter er- ftionäre feine Entschädigung bedürften. Das beste sei, die Zarif unter der Behauptung, daß sie deutsch sprechen müßten. Die bielten fämmtlich sehr viel mehr Stimmen als 1895 für sie oder ermäßigungen anzunehmen und die Erweiterung des Poftregals Regierung hat diese Beschwerden nicht widerlegt; wir müssen dafür ibre Vorgänger abgegeben wurden. Hier die Liste der gewählten möglichst einstimmig abzulehnen. sorgen, daß auch auf dem Gebiete der freiwilligen Gerichtsbarkeit Sozialisten und Arbeiter, der die Zahlen für 1897 in Klammern nicht der Haß und die politische Voreingenommenheit zu Miß beigegeben sind( Mitglieder des Vereins der Fabier sind mit einem bräuchen gegen die fremdsprachigen Elemente führen. Nach der * ausgezeichnet): jetzigen Fassung ist es nicht ausgeschlossen, daß eine Ver handlung aufgenommen wird ohne Dolmetscher in einer Sprache, die einige der Betheiligten nicht versteht. Wie leicht kann das benutzt werden, um den, der die deutsche Sprache nicht versteht, auf dem Gebiete der freiwilligen Gerichtsbarkeit durch amtliche, notarielle und gerichtliche Akte zu übervortheilen. Ich hoffe, daß Sie unsere minimalen Forderungen bei der dritten Lesung noch berücksichtigen Zum Schluß noch eine Entschuldigung, daß wir erst in dritter Geheimrath Tambach vertheidigt das juristische Gutachten der Lesung mit den Anträgen hervorgetreten sind; die Verzögerung be Postbehörden. Die Juhaber der Privatposten hätten fein wohl- ruht darauf, daß versucht wurde, eine Form zu finden, die eine erworbenes Recht", das entschädigt werden müsse. In der Ausschnelle Vereinbarung ermöglicht. legung des Begriffs expresser Bote" werde die Post nicht eng herzig sein. fandidaten gewählt, und Progressiften: John Burns, Mechaniker, 5126( 3940) 28. Cooper, Böttcher, 3632( 3052) * B. Crooks, Bigarrenarbeiter, 3082( 2906) Ch. Freat, Schuhmacher, 2733( 1828) * H. R. Taylor, Maurer, 3318( 3061) * W. Steadman, Bootszimmerer, 1955( 1763) R. C. Phillimore, Verwalter, 4487( 3922) Sidney Webb, Schriftsteller, 4512( 4286) Unabhängig: Staatssekretär v. Podbielski: Der König von Sachsen hat ein Recht auf freie Beförderung seiner Postsachen durch die Reichspost, also fein Intereffe an der Beibehaltung der Privatposten. Ich habe gestern die Leistungsfähigkeit der Privatposten im allgemeinen durchaus nicht angegriffen, doch giebt es unter ihnen auch recht schlecht geleitete Institute. Abg. Dr. Förster( wild. Aut.) verlangt weitergehende Ermäßigungen. Das Porto für eilige Briefe fönnte auf 5 Pf. und für gewöhnliche Briefe auf 3 Pf. herabgesetzt werden. Die Ausdehnung des Postregals sei durchaus nothwendig. Eine Entschädigung aus Billigkeitsgründen sei geboten. zu werden. ein Gesetz, das einen Fortschritt in der Rechtsprechung darstellt und Stimmen Sie unseren Anträgen zu und schaffen Sie dadurch dem Rechtsbewußtsein der Allgemeinheit entspricht! Die Generaldiskussion wird geschlossen. Hierauf vertagt sich das Haus. auf Einstellung eines Strafverfahrens gegen den Abg. Schmidts Nächste Sitzung: Mittwoch 1 Uhr.( Schleuniger Antrag Auer Frankfurt. Anträge der Freifinnigen und des Zentrums betr. die Berufsvereine.) Parlamentarisches. * Frank Smith, urspr. Tapezier, 1557( 1814) Gegen Burns, Steadman und Webb kämpften die Gemäßigten mit besonderer Heftigkeit. Ersterer wurde in einer, von Blättern dieser Richtung publizirten schwarzen Liste als Bannerträger des Sozialismus", Webb als„ Doktrinär" und Steadman als„ Kom- Abg. Frhr. v. Stumm: Die Vorlage sollte so, wie sie ist, an munalisirer um jeden Preis" bezeichnet Abg. v. Czarlinski( Pole) tritt dafür ein, daß in gemischt Leute, die man genommen werden, denn sie bringt ausgleichende Gerechtigkeit. unter keinen Umständen wählen dürfe. Aber trotzdem auf der Liste, um Warum sollen die 82 Millionen Bewohner der großen Städte den sprachlichen Bezirken auch in den Angelegenheiten der freiwilligen sie als unparteiisch erscheinen zu lassen, auch einige konservative Vortheil billiger Briefbeförderung haben, von dem die übrigen Gerichtsbarkeit darauf Rücksicht genommen wird, ob ein Betheiligter Schächer geopfert wurden, erreichte sie so wenig ihren Zweck, wie 44 Millionen ausgeschlossen sind? Auch dadurch wird die beklagens- erklärt, daß er der deutschen Sprache nicht mächtig sei. Er bes die in ganz London angeschlagenen Riefenplakate, auf denen Webb werthe Entvölkerung des platten Landes befördert. Die Ausfürwortet den von den Abgg. Auer und Genossen gestellten Antrag, den Steuerzahlern und Burns den Arbeitern denunzirt wurden dehnung des Postregals ist wichtiger als die Porto- Ermäßigungen. daß in solchen Fällen bei den Beurkundungen ein Dolmetscher zu der erstere, weil er vor der königlichen Arbeitskommission ausgefagt Die Entschädigung kann den Privatposten nicht aus Rechts, gezogen werden muß. haben sollte, daß er mit Vergnügen die Erhöhung der Grundsteuer sondern aus Billigkeitsgründen gewährt werden und wird Abg. Wellstein( 3.): Der Abgeordnete Stadthagen hat felbft auf 20 Schillinge pro Pfund d. h. 100 pet. begrüßen würde höchstens 1/2 Million beanspruchen. Die 2000 Angestellten der bedauert, daß er seine Anträge erst jetzt zur dritten Lesung hat eins bringen können. Hätte er sie schon zur zweiten Lesung eingebracht, ( feine Aussage bezog sich auf den unverdienten Werthzuwachs), und Privatposten werden leicht Unterkunft finden. es wäre ihm flar geworden, daß sie auf Annahme int Burns, weil er einen demagogischen Antrag, daß alle Arbeiten für Abg. Wurm( S.): Die ostelbischen Landarbeiter kommen wahr hohen Hause nicht zu rechnen haben. Die Anträge sind den Grafschaftsrath nur an Londoner Geschäfte vergeben werden haftig nicht, nicht, wie Herr v. Stumm Stumm meint, deshalb nach in der Kommission sämmtlich geprüft worden, aber mit großer Majos sollten, als widerfinnig und reaktionär bekämpft hatte. Ueberhaupt Berlin, weil sie hier durch die Privatposten billigeres rität abgelehnt worden. Die Vorlage ist in zweiter Lesung auch haben die Gemäßigten durch maßlose Uebertreibungen mehr sich selbst Porto für ihre Briefe haben.( Seiterkeit.) Sie werden ver- mit den Sozialdemokraten en bloc angenommen worden. Ich bitte als ihren Gegnern geschadet. trieben auch durch die Behandlung, die ihnen die Junter Sie, es bei den Beschlüssen zweiter Lesung zu belassen? Für die Regierung ist der Ausfall der Grafschaftsrathswahl ein und Gesinnungsgenossen des Herrn V. Stumm dort be. Geb. Regierungsrath Dr. Kunkel bittet ebenfalls um Ablehnung arger Schlag. Sie hat in Ueberschätzung ihrer Stärke den großen Fehler reiten. Von einer Entschädigung der Gesellschaften für den ent- der Anträge Stadthagen. Ein Bedürfniß, Dolmetscher für die gemacht, den kommunalen Konflikt auf das Gebiet des politischen gehenden Gewinn fann teine Rede sein, nur die Material in Frage kommenden Angelegenheiten zu stellen, sei nicht vor Parteikampfes zu übertragen. Lord Salisbury, der Herzog von entwerthung fann entschädigt werden. Es ist bezeichnend, daß sich handen. Dnvonshire, Mr. Chamberlain u. a. haben ihre konservativen und jetzt alle die Parteien mit aller Entschiedenheit für eine Entschädigung Abg. Szmula( 3) schließt sich den Ausführungen des Abg. liberal- unionistischen Parteigänger aufgerufen, Mann für Mann für der Privatposten aussprechen, die tonsequent geschwiegen haben, v. Czarlinsfi an. Es gäbe in den polnischen Bezirken viele, die der die gemäßigte" Fraktion des Graffchaftsraths einzustehen. Das war als eine ganze Masse von Privatbetrieben durch die Gesetzgebung deutschen Sprache nicht mächtig feien, auch wenn sie beint ein foloffaler Bock, wie Regierungsblätter selbst nachträglich ein- vernichtet wurden. Wo waren diese Parteien, als das Sozialisten- Militär gestanden haben. Der Richter habe die Pflicht, wenn geftehen. In den administrativen Fragen gruppiren sich die Elemente geset Druckereien und Buchhandlungen Surchaus anders wie in Reichsfragen. Es giebt z. B. fozialpolitisch kein Mensch hat baran gedacht, die vernichteten Griftergen ein Mann erklärt, er verstehe kein Deutsch, einen Dolmetscher hinzua zuziehen. sehr fortschrittlich gesinnte Leute, die leidenschaftliche Gegner entschädigen. Wenn es sich bei der Aufhebung der Privatposten umgestellt werden. Die Leute werden überhaupt vor Gericht zu uns Es könne das nicht in das Belieben des Richters eines irischen Nationalparlaments und der doktrinären aus eine Maßregel im allgemeinen Interesse handelt, dann braucht eine freundlich behandelt. wärtigen Politik der Liberalen sind. Niemand hätte das besser Entschädigung nicht gewährt zu werden. Herr v. Podbielski hat wiffen müssen als Herr Chamberlain, und doch hat er mit größter gestern behauptet, daß das Briefgeheimniß durch die Post nicht Wollust in das Horn des urkonservativen Salisbury geblafen, verletzt werde. Er hat gefagt, er betrachte es wie fein Vorvon dem niemand Berständniß für munisipale Dinge erwartet, und gänger als seine Pflicht, das Briefgeheimniß stets zu wahren. Herr theilt daher jetzt deffen Niederlage. Die Progressisten haben sich v. Stephan hat es aber nicht gewahrt, darüber liegen authentische Atten in diesem Puntte als sehr viel beffere Tattifer erwiesen, indem sie vor. Fürst Bismarck schrieb seiner Zeit, unter Herrn v. Stephan die Parole„ no party politics" ausgaben und verschiedene, in sei es etwas say werer gewesen, derartige Wünsche( auf Deffnung munizipalen Dingen radifal gesinnte Unionisten und Konservative von Briefen durch die Post) durchzusetzen als unter Herrn auf ihre Lifte nahmen. Im ganzen Lande gilt ihr Sieg doch als v. Philippsborn, also möglich war es auch unter Herrn Sieg des Liberalismus und Radikalismus und wird auch bei den v. Stephan. Ein Beweis hierfür ist auch ein Gerichtserkenntniß Parlamentswahlen als solcher seinen Einfluß geltend machen. Im vom 22. Februar 1873. In diesem heißt es, daß durch Zeugen- Marine Etat zur Berathung, und zwar zunächst das Ertrag In der Budgetkommission des Reichstags fland heute der liberalen Lager herrscht demgemäß großer Jubel, bei dem es selbst aussagen erwiesen sei, daß Briefe, die von auswärtigen Genossen an Ordinarium. Eine Reihe von Schlußraten für Schiffsbauten wird verständlich nicht ohne Uebertreibungen abgeht, der aber insofern die Führer der sozialdemokratischen Partei und umgekehrt der Post zur ohne wesentliche Debatte nach den Anträgen der Referenten bewilligt: gerechtfertigt erscheint, als ganz ersichtlich das Pendel der öffent- Beförderung übergeben waren, entweder gar nicht oder in solchem Mit Tit. 11 beginnen die Forderungen, die sich aus dem Flottens lichen Meinung wieder nach der liberalen Seite zuneigt. Zustand an die Adreffaten gelangt seien, daß man deutlich wahr geset ergeben. Es entsteht zunächst eine Debatte über Bemerkenswerth ist, daß das ganze östliche und fast das ganze nehmen konnte, wie diefe Briefe in der Zwischenzeit an den Seiten den Zeitpunkt, wann das Flottengesetz in das Plenum zit nördliche und füdliche London Progreffiften, die City und das aufgeschnitten und wieder gefchloffen waren. Ich will noch darauf bringen sei. Die ersten Raten zum Bau von zwei Linienschiffent, West- End, sowie die im weiteren Nordwesten und Süden gelegenen, hinweisen, daß auch in der Sigung vom 28. Februar 1875 hier im eines großen Kreuzers, zwei kleiner Krenzer, zweier Kanonenboole, mit Billenquartieren durchsetzten Distrikte dagegen fast ausschließlich Reichstage verschiedene derartige Fälle angeführt wurden und noch eines Torpedo- Divisionsboots und die erste Rate zum Bau von Gemäßigte in den Grafschaftsrath ſenden. Die graphischen Verin jüngster Zeit, am 20. Januar 1896, sprach Herr v. Jazdzewski Torpedobooten werden darauf bewilligt. Eine weitere Reihe von Bo anschaulichungen der Wahl zeigen geradezu zwei kompakte Lager. Ju be- von einer solchen Verletzung des Briefgeheimnisses. Wir behaupten fitionen bleibt unbeanstandet, darunter die Forderung von 60 000 27. zug auf Wählerstimmen halten sich die beiden Parteien nahezu die Wage. ja nicht, daß einzelne Beamte aus Neugierde das Briefgeheimniß zur Vergrößerung des Werft- Krankenhauses zu Wilhelmshaven. Die Arbeiter kämpften vor allem gegen die Bertrümmerer", verlegen, sondern sie handeln gewöhnlich im Auftrage der Behörde Abg. Dr. Müller- Sagan fragt bei dieser Gelegenheit, welche Maßs das sind die Gemäßigten oder Konservativen. Lettere bekämpfen und zwar meist nicht direkt der Postbehörde, sondern auf Anfuchen der regeln die Regierung treffen werde, die Einschleppung der Lepra mit großer Heftigkeit das Betriebsamt des Grafschaftsraths, Polizei, die in ihrer Wißbegierde beim Postamt Nachforschungen anstellt, aus Riaotschau zu verhüten. Staatssekretär Tirpitz erwidert, mant vermöge dessen dieser sich von den Kontraktunternehmern unabhängig wie sie es z. B. auch bei der Steuerbehörde thut. Es handelt sich also darum, habe bisher noch keine Veranlassung gehabt, der Frage näher zur zu machen suche. Ferner lehnen sie sich dagegen auf, daß der daß auch in solchen Fällen das Briefgeheimniß gewahrt werden treten. Staatssekretär v. Thielmann: Er habe Gelegenheit gehabt, Grafschaftsrath die Straßenbahnen, die Gas- und Wasserversorgung muß, ja es ist im Intereffe der Neutralität der Boft nothwendig, in Persien zahlreiche Leprakranke zu sehen, aber niemals erfahren; in eigene Regie übernimmt, und schließlich wollen sie den Rath selbst daß von ihr aus Anzeige bei der Staatsanwaltschaft gegen den daß Europäer sich angesteckt hätten. Abg. Dr. Müller- Sagan eines Theils seiner Bollmachten berauben, indem sie die Pläne Lord Bolizeibeamten erhoben wird, der eine solche Verlegung des Brief- Auf der Lepra- Konferenz in Berlin sei festgestellt worden, daß sich Salisbury's und des Herrn Chamberlain auf Auftheilung geheimniffes verlangt hat. Unser Mißtrauen gegen die Poft die Lepra auch auf Weiße übertragen tönne. Abg. Dr. Kruse: Die Londons in eine Reihe( zehn oder mehr) selbständiger verwaltung in dieser Hinsicht ist nicht etwa eine willkürliche Laune, Lepra kann nur durch intimen persönlichen Verkehr übertragen Kommunen unterstützen, denen gegenüber der Grafschaftsrath sondern es ist eine Folge unserer jahrzehntelangen Erfahrungen. werden, nicht aber in der Weise wie Cholera, Typhus oder ähnliche nur noch eine Art Zentrale für die Kanalisation und dergleichen Wir können uns also nicht damit zufrieden geben, wenn das Brief Infektionskrankheiten. Man fann fich also ganz leicht vor Ansteckung gemeinsame Angelegenheiten bliebe. Natürlich bildet sich fein Mensch geheimniß wie bisher" gewahrt werden soll, es wird uns dagegen schützen. Bis jetzt ist auch trotz des lebhaften Verkehrs mit China ein, daß die ganze Riesenstadt von einer Zentralftelle aus gut ver- freuen, wenn Herr v. Podbielski erklärt, er werde absolut auf nicht bekannt geworden, daß Leprakrante von dort nach Europe waltet werden fönnte. Auch die Progressisten sind für Theilung der Wahrung des Briefgeheimnisses dringen. gekommen find. Außerdem schüße die bei unserer Marine herrschende Arbeiten zwischen der Zentralvertretung der Hauptstadt und Bezirks. Abg. Lenzmann( frs. Bp.) erwidert dem Geheimrath Dambach, Reinlichkeit und ärztliche Ueberwachung gegen die Ansteckung. verwaltungstörpern. Aber sie legen das Schwergewicht auf die erstere, daß auch er ein ersessenes Recht nicht für vorliegend halte, aber er Bur Erweiterung der Arbeiterkolonie Prieser Höhe" in als Repräsentantin der gemeinsamen Interessen, während das balte es für durchaus nothwendig, daß die Privatposten entschädigt Friedrichsort wird eine erste Rate in Höhe von 104 000 m. ge Salisbury- Chamberlain'sche Projekt den Kirchthurmsgeist und die würden. fordert. Mehrere Abgeordnete finden den Kostenansatz zu hoch, es tleinlichen Rücksichten in den Vordergrund schiebt. Staatssekretär v. Podbielski: Wenn ich erkläre, es ist meine tönne billiger gebaut werden. Es werden 24000 M. gestrichen. Es ist nur natürlich, daß die Sozialisten, in diesen Fragen vornehmste Pflicht, das Briefgeheimniß zu wahren, so wird dies wohl Es werden weiter einige Forderungen, betreffend Bauten zi prinzipiell auf Seite der Progreffiften stehen, die übrigens selbst von für die Mehrheit des Hauses genügen. Es ist aber auch meine Pflicht, firchlichen Zwecken, und zunächst bewilligt. ihren Gegnern als Sozialisten denunzirt werden und ausgesprochene meinen Vorgänger im Amt zu vertheidigen. Die Poft hat sich Die Kommission wendet sich darauf zum Außerordentlichen Etat. Sozialisten in ihrer Mitte zählen. Die Unabhängige Arbeiterpartei immer dagegen gewehrt, Auskünfte über den Inhalt von Briefen zu Auch die hier angesetzten Forderungen werden unverändert bewilligt, hatte z. B. ihre Mitglieder in London aufgefordert, überall dort, wo ertheilen, nur wenn Richter und Staatsanwälte eine Auskunft ver- darunter nach längerer Debatte die erste Rate zum Bau eines zweiten fein unabhängiger Sozialist in Frage steht, für diejenigen Kandidaten langen, muß diesem Ersuchen stattgegeben werden. Den einen Fall großen Trockendocks in Kiel. Mittwoch soll die Berathung des zu stimmen, die für Fortführung und Weiterausbildung des Betriebs- aus dem Jahre 1875 kann ich jetzt nicht widerlegen, es war furz Ordinariums erfolgen. amts, Kommunalisirung der Straßenbahnen, der Gas- und Wasser- nach dem Kriege und Herr v. Stephan war eben Reichs Postsekretär werke sind und bezüglich der Arbeiterpolitik des Grafschaftsrathes geworden. In der Hamburger Versammlungsangelegenheit, schwebt genügende Bürgschaft darbieten. Desgleichen hatte sie einen Die Untersuchung, vielleicht kann ich bei der dritten Lesung des Post. Aufruf zu gunsten aller vom Londoner Grafschaftsrath an- etats näher darauf eingehen. erkannten Kandidaten unterzeichnet, d. h. auch für diejenigen Die Diskussion wird geschlossen. Die Vorlage wird an eine dieser Kandidaten sich erklärt, die direkt als Progressisten Kommission von 14 Mitgliedern verwiesen. in die Wahl gingen. Es waren dies im ganzen acht Angehörige der Es folgt die dritte Berathung des Entwurfs eines Gesezes über Arbeiterklasse, darunter John Burns, W. Steadman( Bootszimmerer, die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichts- Jm Reichstagswahlkreise Grünberg Freystadt ist Pring war Delegirter des Londoner Internationalen Kongreffes), Ben barkeit auf grund der in zweiter Berathung des Reichstages un- Georg von Schönaich- Carolath auf Saabor als Kandidat der vers Cooper( Bigarrenarbeiter), H. Gosling( Ewerführer), C. Freat verändert angenommenen Kommissionsbeschlüffe. Von seiten der einigten Konservativen aufgestellt worden. ( Schuhmacher), W. Stevenson( Bauhandlanger), sowie zwei in sozialdemokratischen Fraktion sind hierzu eine Reihe von Ab- Wie die Frankf. Oder- 3tg." meldet, haben sich die Vertrauens Woolwich aufgestellte radikale bürgerliche Progressisten. änderungsanträgen eingegangen, die zum theil formeller männer der konservativen Partei des Wahlkreises 3üllichau " " Im Abgeordnetenhause haben die Abgg. Johannsen und Hansen( Dänen) einen Antrag auf Abänderung der schleswigholsteinischen Landgemeinde Ordnung( Bestätigung der Kommunal beamten) eingebracht. " 00 Wahlbewegung. 3 Schwiebus Rroffen a. b. D. darüber geeinigt, Dr. Beer in Glogfen bei Züllichau als Reichstage- Kandidaten aufzustellen. " Tokales. Frau vor, die schon vor drei Tagen einmal dort gewesen waren, aber fein Zimmer genommen hatten, weil ihnen die Preise zu hoch waren. Vorgestern Abend verlangten sie ein möglichst billiges Zimmer. Der Pförtner wies ihnen ein Zimmer an. In das Der Kampf der Behörden gegen den Bauernverein Nordost" Durch die Austellung eines zweiten Straßeninspektors geht lustig weiter. Von acht Versammlungen, die im Wahlkreise ein solcher ist in der Person des früheren Polizeiwachtmeisters Herrn Naugard Regenwalde von diesem Verein angemeldet Weber gewonnen worden ist es dem deutschen Thierschutz- Verein Fremdenbuch schrieb sich der Herr als Kaufmann Rudolf wurden, konnten nur drei statthaben. Die übrigen fünf wurden möglich gewesen, im verflossenen Jahre eine Steigerung der er Scheel, geb. am 6. November 1862 zu Hamburg, mit Frau durch Maßregeln der Amtsvorsteher vereitelt. statteten Anzeigen von Thierquälerei 2c. von 829 im Vorjahre auf ein. Die Gäste, die zwei Tage bleiben wollten, zogen sich Im zweiten schleswig- bolsteinfchen Wahltreife 1253 berbeizuführen. Diese Steigerung legt gewiß das beste Zeugniß schnell zurück und ließen sich etwas Bier auf ihr Zimmer Flensburg Apenrade haben die Bertrauensmänner des ab für den Eifer des neuen Straßeninspektors und der ihm helfenden bringen. Gestern Morgen sollte der Pförtner fie um 6 Uhr wecken. Bundes der Landwirthe" beschlossen, für den bisherigen Abg. Jebsen Thierschutzfreunde und Freundinnen! Daß aber dieser Gifer in nicht Als dieser dann auch flopfte, bekam er feine Antwort. Dagegen nicht wieder einzutreten. wenigen Fällen weit über das Ziel hinausschießt, das muß der hörte er zweimal ein furzes Röcheln. Ungesäumt ging er nun in In Rehren, Kreis Rinteln, hat der Bund der Land. Vorstand des deutschen Thierschuß- Vereins in seinem Jahresberichte das nicht verschlossene Zimmer hinein, eilte, als er darin einen wirthe beschloffen, bei der Reichstagswahl die Wiederwahl des pro 1897 gewiß zu seinem eigenen Leidwesen selber konstatiren, indem starken Gasgeruch wahrnahm, ans Fenster, und riß es auf, dann von der deutsch- sozialen Partei aufgestellten bisherigen Abgeordneten er eingestehen muß, daß von den 1253 ergangenen Anzeigen nicht fah er sich nach den Gästen um. Diese lagen entfleidet im Bett. Dr. Vielhaben in Hamburg zu unterstützen. Dafür sollen die weniger als 305 völlig unbegründet waren und 82 wegen Sie hatten Beide die Besinnung verloren und lagen regungslos da. Deutsch- Sozialen den konservativen Kandidaten unterstützen. ungenauer Angaben und mangelnder Zeugen nicht verfolgt werden Der Wirth, den der Pförtner herbeirief, holte gleich einige Aerzte Aus Halle wird uns mitgetheilt: 2m 7. März tagte hier founten. Also fast ein Drittel aller Anzeigen waren entweder völlig und die Polizei. Es war aber nicht mehr möglich, die Bewußt eine sozialdemokratische Parteiversammlung. Nach einem mit Beifall unbegründet oder ungenau und zeugenlos. Das läßt den über- losen ins Leben zurückzurufen, die Aerzte konnten schließlich aufgenommenen Vortrage des Genossen Manfred Wittich aus Leipzig triebenen Gifer der Thierschußfreunde und Freundinnen in nur noch feststellen, daß der Tod bereits eingetreten war. über die allgemeine politische Lage und die bevorstehenden Reichs hellstem Lichte erscheinen. Der Thierschutz hat ja gewiß Die Revierpolizei beschlagnahmte die Sachen der Todten und tags: Wahlen, wurde der jetzige Vertreter des Streifes, Schriftsteller Genoffe feine Berechtigung und wurzelt in der vorgeschrittenen Kultur, ließ gestern Vormittag die Leichen nach dem Schauhause bringen. Friz Runert, einstimmig als Kandidat für die nächste Reichstags. aber allzuviel ist ungesund und ein frankhafter Eifer auf An Papieren hatte der Mann einen Baß, eine Vorladung und eine wahl proflamirt. Der Einbruch" der Antisemiten in den Wahl- dem Gebiete des Thierschußes ist nur geeignet, diefen zu diskredi- quittirte Rechnung aus einem Geschäft in der Neuen Königstraße freis Salzwedel Gardelegen wird, wie der Deutschen tiren. Und solche Leute, die über menschliches Glend stolpern und bei sich. Der Paß lautet auf den Kaufmann Rudolf Scheel, wie im Tageszeitung" von antisemitischer Seite gefchrieben wird, wieder nur darauf verpicht sind, Thierquälereien ausfindig zu machen, Fremdenbuch eingetragen steht. Die Borladung bezieht sich auf rückgängig gemacht werden. Von der Kandidatur des Herrn tönnen kaum noch ernst genommen werden. Bedenklich mag es auch er- einen gestern in Moabit angefegten Termin. Ob Scheel's Be v. Kröcher, der ihnen ganz sympathisch fei, hätten die Antisemiten scheinen, daß der Vorstand dem Polizeipräsidium 1500 M. Geld- gleiterin seine Ehefrau war, ließ sich nicht feststellen. Nach der Annichts gewußt. Auch im Kreife Stendal Osterburg werde prämien zur Auszahlung an diejenigen Schuyleute, welche die ficht der Aerzte ist das Paar nicht an Gasvergiftung gesto ben; es die antisemitische Bähltandidatur nicht aufrecht erhalten werden, meisten Anzeigen wegen Thierquälerei erstatteten, überwiesen hat. muß vorher ein anderes Gift genommen haben, von dem allerdings wenn dadurch ein Sieg des Freisinns oder der Sozialdemokratie Dadurch kann die pflichtmäßige Handlung leicht in falsche Bahnen nichts mehr gefunden wurde. Die Frau scheint etwa 30-32 Jahre herbeigeführt werden könnte. gelenkt werden. Alle nüßlichen und berechtigten Bestrebungen des alt gewesen zu sein und war gut gekleidet; sie hatte in ihrer Börse In einer Vertrauensmänner- Berfammlung der Freifinnigen Thierschutz- Vereins wird gewiß jeder gern unterstützen, und hierzu nur 62 Pfennig, während der Mann mehr Geld besaß. Boltspartei zu Erndtebrück( Wahlkreis Siegen) wurde Lehrer gehört unzweifelhaft der gemachte Versuch, den häßlichen Straßen- Von der Kutsche des Branddirektors Giersberg überfahren Schepp in Berlin nach Darlegung seines Programmis als Kandidat transport der eingefangenen Hunde durch die Gestellung von Efels wurde gestern, Dienstag, Nachmittag an der Ecke der Leipziger und gegen den Hofprediger a. D. Stöcker aufgestellt. fuhrwerken zu beseitigen, welche dieselbe Rolle spielen, wie der Mauerstraße der 20 Jahre alte Klempnergeselle Säwert aus der grüne Wagen" im Polizeidienste. Esel werden als Gespannthiere Golßstraße zu Schöneberg. Der junge Wann schob einen Handwagen gewählt, weil man den Beweis erbringen will, daß die Zieh- durch die Leipzigerstraße und gerieth an der genannten Ecke zwischen hunde sehr leicht durch unsere grauen Vettern ersetzt werden können den Wagen des Branddirektors und eine Droschke. Er verlor den In der am Sonntag stattgehabten Sigung des Gesammt Kopf, sprang bei feite und wurde so von dem Wagen gefaßt und vorstandes des Zentralvereins für Arbeits überfahren. Da er einen Schenkelbruch erlitten hatte, so brachte nach weis berichtete der Vorsitzende Dr. Freund über die man ihn in die Charitee. Hier erschien bald nach seiner EinBerhandlungen mit dem Ausschusse des Gewerbegerichts, betreffend lieferung Branddirettor Giersberg, um sich nach dem Befinden des die Wahl einer Vertretung der Arbeitgeber und Arbeitnehmer zur Verunglückten zu erkundigen. Theilnahme an der Beaufsichtigung und Verwaltung des Arbeitsnachweises. Der Ausschuß des Gewerbegerichts, sowohl Arbeitgeber wie Arbeitnehmer, haben ihre Mitwirkung zugefagt und die Wahlen bereits vollzogen, jedoch unter der Vorausseßung, daß die Gewählten auch vollberechtigte Mitglieder des Vorstandes des Zentralvereins für Arbeitsnachweis werden. Der Vorstand des vereins hat nun einstimmig der Aufnahme der Vertretung der ArbeitBentral geber und Arbeitnehmer in den Vorstand zugestimmt. Um dieser ver änderten Zusammensetzung des Vorstandes eine unanfechtbare Grund lage au geben, beschloß der Vorstand, der Generalversammlung eine entsprechende Aenderung des Statuts vorzuschlagen, wonach die von dem Ausschuß des Gewerbegerichts gewählten Arbeitgeber und Arbeitnehmer ohne weiteres Mitglieder des Borstandes werden. Im Wahlkreis Braunschweig Blantenburg einigten fich die bürgerlichen Parteien einschließlich der gemäßigten Welfen auf die Kandidatur des Professors Viereck- Braunschweig. Im Wahlkreis Holzminden Gandersheim stellen die vereinigten Liberalen den Fabrikanten Liebold- Holzminden auf. Im Wahlkreise Altentirchen Weglar wird, nachdem der von konservativer Seite empfohlene Regierungsrath Statmann die ihm angetragene Kandidatur abgelehnt hat, der bisherige Vertreter des Kreises, Bürgermeister a. D. Krämer, wieder aufgestellt und auch von den Konservativen unterstügt werden. Im sächsischen Wahlkreise Freiberg ist das Kartell der Ordnungsbrüder völlig in die Brüche gegangen. So ist jetzt dort beschlossen worden, einen liberalen, politischen Verein zu gründen, mit dem ausgesprochenen Zwecke, der Kandidatur des Herrn Dr. Dertel( Bund der Landwirthe und Konservative) entgegen zuwirken. Auch in Dresden- Neustadt stehen sich zwei ordnungsparteiliche Randidaten gegenüber. Dadurch sind in diesem Kreise die Aussichten für uns außerordentlich günstige. Im I. weimarifchen Wahlkreise sind, wie uns geschrieben wird, unsere Parteigenoffen bereits in eine lebhafte Agitation eingetreten. In einer Reihe von Orten, in denen 15 Jahre keine Verfammlungen abgehalten werden konnten, haben folche jetzt flattgefunden. Die Nationalliberalen und der Bund der Landwirthe wollen in Gotha einen gemeinsamen Kandidaten aufstellen. Für den bayerischen Wahlkreis Kronach Lichtenfels sou Bandtagsabgeordneter Zinner aus Förtschendorf als Kandidat der Siberalen aufgestellt werden und sich auch zur Annahme der Kandidatur bereit erklärt haben. Die badische freifinnige Partei, die am Sonntage in Rarls: ruhe tagte, befchloß ein Zusammengehen mit den Demokraten bei den Reichstagswahlen. In Karlsruhe und Mannheim sollen demokratische, in Pforzheim, 2örrach und Heidelberg freifinnige Reichstagskandidaten aufgestellt werden. = In 3 weibrüden hielten die Nationalliberalen und der Bund der Landwirthe Vertrauensmänner Versammlungen zur Berathung der Reichstagskandidatur ab. Da ein Kandidat nicht vor handen war, so gaben nach der Pf. Pr." die Nationalliberaien es ben Bündlern anheim, einen Kandidaten aufzustellen, der auf liberalem Boden stehe. Kommunales. In den Nordhafen hat sich Dienstag Nachmittag ein Mann gestürzt, über deffen Persönlichkeit man sich noch nicht ganz klar ist. Soweit man von ihm erfahren fonnte, heißt er Wichern und ist obdachloser Bäckergeselle. Seinen Angaben nach war er einmal wegen Bettelns aufgegriffen und bestraft worden, dann hielt er sich Bum Unglück wurden ihm in der Herberge auch noch die Stiefel in einer Herberge auf, bis ihm alle Mittel ausgegangen waren. gestohlen, und ein Paar, das ihm der Pförtner schenken wollte, war zu flein. Da er nicht mehr betteln wollte, um nicht wieder bestraft zu werden, und nicht wußte, was er anfangen sollte, so lief er barfuß nach dem Nordhafen und sprang ins Waffer. Schiffer retteten ihn und ein Schuhmann brachte ihn in ein Krankenhaus. Ihren ersten Unfall hatte die elektrische StraßenbahnMittags fuhr der Wagen 1209 in der Spandauerstraße, Ede der linie Alexanderplatz Schöneberg am Montag zu verzeichnen. Rathhausstraße mit solcher Gewalt gegen ein ihm entgegen kommendes Milchfuhrwerk, daß dem Motorwagen zwei der großen Scheiben zertrümmert und die Seitenwand theilweise eingedrückt wurde; auch der Milchwagen erlitt nicht unerheblichen Schaden. Bersonen wurden bei dieser Premiere nicht verlegt. Der start be Im Hörsaal ist ein Schüler der Maschinenban- Abtheilung der Unternehmerthum und Gewerbe Ordnung. Das Polizei- Technischen Hochschule in Charlottenburg, der aus Warschau gebürtige präsidium theilt mit: Gemäß§ 120a und ff der Gewerbe- Ordnung Techniter G. plöglich wahnsinnig geworden. Während einer Vorlesung find die Gewerbe- Unternehmer verpflichtet, die Arbeitsräume, Betriebs Professor Kammerer's erhob sich der Unglückliche von seinem Blaze und einrichtungen, Maschinen und Geräthschaften so einzurichten und zu rief in polirischer Sprache Starrt mich nicht so an, seht Ihr nicht, daß unterhalten, daß die Arbeiter gegen Gefahren für Leben und Gesund ich verrückt geworden bin! Der Hunger hat mir den Verstand geraubt". beit soweit geschützt sind, wie es die Natur des Betriebes gestattet. Kollegen führten G. aus dem Hörsaal, bemühten sich aber vergeblich, Insbesondere ist für genügendes Licht, ausreichenden Luftraum ihn zu beruhigen. Man brachte G. in ein Krankenhaus, wo die und Luftwechsel, Beseitigung des bei dem Betriebe ent- Aerzte eine atute Geistesstörung infolge dauernder physischer flebenden Staubes, der dabei entwickelten Dünste und Entbehrungen tonstatirten, jedoch die Hoffnung auf eine Gafe, sowie der dabei entstehenden Abfälle Sorge zu Wiedergenesung nicht ausschlossen. G. zählt 28 Jahre, er besißt, tragen. Chenso find diejenigen Vorrichtungen Borrichtungen herzustellen, abgesehen von einer gänzlich mittellofen Mutter, feine Verwandten, welche zum Schuße der Arbeiter gegen gefährliche Berührungen mit auf deren Unterstützung er hätte rechnen fönnen. Er war als Maschinen oder Maschinentheilen oder gegen andere in der Natur menschenscheuer Sonderling bekannt und unterhielt mit seinen der Betriebsstätte oder des Betriebes liegende Gefahren, namentlich Kollegen nur wenig Verkehr. Die polnischen Blätter, denen dieser auch gegen die Gefahren, welche aus Fabrifbränden erwachsen Fall aus Berlin berichtet wird, knüpfen daran lebhafte Bor tönnen, erforderlich sind. In Anlagen, deren Betrieb es mit sich würfe gegen die in der Reichshauptstadt lebenden Polen, welche bringt, daß die Arbeiter fich umkleiden und nach der Arbeit sich sich um ihre studirenden Landsleute wenig kümmern und troh reinigen, müssen ausreichende, nach Geschlechtern getrennte Antleide- ihrer umfassenden Vereinsorganisationen und verschiedener Unterund Waschräume vorhanden sein. Die Bedürfnißanstalten müssen so ftüßungsfonds und Hilfskaffen die polnischen Studenten, ohne jede eingerichtet sein, daß sie für die Zahl der Arbeiter ausreichen, daß Rücksicht auf deren Nothlage, ihrem Schicksale überlassen, während den Anforderungen der Gesundheitspflege entsprochen wird und in anderen großen Städten die landsmannschaftliche Unterstützung Der Etatsansschuß der Stadtverordneten Versammlung zur daß ihre Benutzung ohne Verlegung von Sitte und Anstand er armer Studirender trefflich geregelt ift. Borberathung des Stadthaushalts- Etats pro 1898/99 beschäftigte fich folgen fann. Infolge der vielen großen Brände des legten Jahres ift am Montag Abend unter Vorsitz des Stadtverordneten- Vorstehers Diesen Forderungen des Gesetzes ist in vielen, namentlich der Feuertassen- Beitrag der Hauseigenthümer auf 6% Pf. für je Dr. Langerhans und Anwesenheit der Magiftratsfommiffare: älteren, gewerblichen Anlagen noch nicht hinreichend 100 M. der Versicherungssumme erhöht worden. Rämmerer Maaß, Stadtfyndikus Weise, Stadtbaurath Krause, sowie Rechnung getragen. Das Polizeipräsidium, welchem ber Stadträthe Namslau, Bohm, Kochhann, Bail, Dr. Straßmann und die Pflicht obliegt, obliegt, auf die Durchführung der gesetz. Wagner mit den Etats der Kämmerei Berwaltung, die nach lichen Beftimmungen hinzuarbeiten und namentlich dafür zu den Borschlägen des Magistrats festgestellt wurden. Hierbei beschloß sorgen, daß die oben eingeführten Forderungen in neu 3 Der Ausschuß, der Versammlung zu empfehlen, fie möge an den errichtenden Anlagen berücksichtigt werden, bringt deshalb die bes Magistrat das Ersuchen richten, in fämmtlichen städtischen üglichen Bestimmungen auf diesem Wege in Erinnerung. Da nach Gebäuden die vorhandene offene Gasbeleuchtung möglichst durch trägliche bauliche Aenderungen an schon im Betriebe befind Gasglühlichtbeleuchtung ersetzen zu laffen. Ferner foll lichen gewerblichen Anlagen in der Regel unliebfame Be der Magistrat ersucht werden, die Zahl der Erlaubnißtriebsstörungen und einen größeren Roftenaufwand verertheilungen zur Errichtung von Bertaufs ursachen, fo liegt es im Interesse der Gewerbe- Unternehmer, fchädigte Waggon mußte sofort außer Betrieb gefeßt werden. buden an Privatpersonen möglichst einzuschränken. Bei den gefeßlichen Forderungen von vornherein Rechnung zu dem Etat der städtischen Krantenhäuser ist auf Antrag tragen. Diejenigen Gewerbe- Unternehmer, welche über das Maß Rinderhalle des städtischen Zentral- Viehhofes, Eldenaer Straße, ant des Magistrats das Gehalt der Ober- Aerzte vom 1. April b. J. ab diefer nicht genügend unterrichtet sind, seien darauf bin 21., 22. und 23. Juni ftatt. Nähere Bestimmungen über die Auf um 700 M. erhöht und diese Zulage nachträglich in den Etat ein gewiefen, daß die zuständigen Gewerbe- Aufsichtsbeamten befahrt und Abfahrt, den Marktverkehr und die Höhe der zu ents gestellt worden. Der Etat für die städtischen Bade- reitwillig eingehende Auskunft eingehende Auskunft geben. Zu diesem Zwecke, richtenden Gebühren werden noch zur öffentlichen Kenntniß gebracht Anstalten gelangte ohne Abänderung zur Annahme, es wurde fowie zur Auskunftertheilung über andere bie Gewerbe werden. aber gleichzeitig folgende Resolution beschlossen: Die Bersammlung Aufsicht oder die Dampfteffelprüfung betreffende Angelegen Ausgefehtes Kind. Im Flur des Hauses Alte Jakobfir. 37 ersucht den Magiftrat, vom 1. April d. J. ab die erste Klasse heiten sind die Beamten der I. Gewerbe- Inspektion, Mariannen wurde vorgestern nachmittags ein etwa sechs Wochen alter Knabe in den städtischen Bade Anstalten aufzuheben Blaz 21, der II. Gewerbe- Jnspektion, Georgen- Kirchplatz 21, und der aufgefunden. Das ausgefeßte Kind wurde dem Waisenhause überund medizinische Bäder nicht mehr zu verabs III. Gewerbe- Inspektion, Paulstr. 24, am Dienstag und Freitag jeder geben. reichen. Alles in Rücksicht auf die Inhaber von theuren Private Woche von 121/2 bis 1/2 Uhr anwesend. Die plötzliche Verhaftung eines aktiven Offiziere erregte, Bade- Anstalten. Die Etats für die öffentliche Desinfettions. Das Kuratorium der Berliner Universität hat bei dem der Berl. Big." zufolge, dieser Tage in Potsdam Aussehen. Zu dem Anstalt in der Reichenbergerstraße und der Heimstätten Kultusminister die Genehmigung nachgesucht, die Hörer der Lehr- Infanterie- Bataillon dortfelbst war als Führer der 4. Kompagnie für Genesende sind unverändert angenommen worden. Die Universität gegen Unfall versichern zu lassen. Nach der Hauptmann K. vom 3. Pommerschen Infanterie- Regiment Nr. 14 Feststellung des Etats für die Parks und Garten der Absicht des Kuratoriums foll hierzu jeder Studirende am abkommandirt. Als sich derselbe nun vor einigen Tagen im Kreise verwaltung ift bis aur zweiten Lesung ausgefeßt. Semefter- Anfang einen bestimmten Beitrag für die Unfall- Versicherung der Offiziere im Kasino des Lehr- Infanterie- Bataillons befand, er weil das Projekt wegen elektrischer Beleuchtung des Waffer an die Universitätstaffe leisten. Die Versicherung soll sich erstrecken schien unvermuthet der Stadtkommandant von Potsdam, General turzes im Biktoria- Parke gegenwärtig noch der Prüfung und Be auf alle Unfälle, die beim Unterricht eintreten, wie im Labora major von Keffel, forderte ihm seinen Säbel ab und erklärte ihn für schlußfaffung des Magistrats unterliegt. Die Etats der Polizei torium 2c., nicht aber auch auf Unfälle bei wissenschaftlichen verhaftet. Der Hauptmann wurde nach seiner Garnison, der Festung verwaltung und des Feuerlöschwesens, der Straßenbeleuchtung, Rei- Exkursionen. In mehrereu anderen Universitäten Deutschlands ift Graubens gebracht. Der Grund au der Verhaftung soll darin zu nigung und Besprengung gelangten nach den Etatentwürfen zur die Unfall- Versicherung der Studirenden bereits eingeführt. Gleich fuchen fein, daß K. im Verdacht fieht, in Graudenz die Schießbücher Feststellung, indeffen wurde folgende Resolution befchloffen: Die der Berliner Universität ist auch die Technische Hochschule in feiner Kompagnie gefälscht zu haben. Ein Unteroffizier soll dieferBerfammlung ersucht den Magiftrat, eine einheitliche Beleuchtung Charlottenburg deswegen ebenfalls schon beim Kultusminister vor balb bereits mit einem Vierteljahr Festung bestraft sein und nun der Leipzigerstraße bis zum Spittelmarkt herbeizuführen. ftellig geworden. allerlei Enthüllungen gemacht haben. Wegen seiner Strenge im Dienst war R. von den Soldaten gefürchtet. Aus den Nachbarorten. und So " Der Berliner Wollmarkt findet in diesem Jahre in der Die Lehrerfreundlichkeit des freifinnigen Berliner Auf den Bahnhöfen der Stadtbahn sollen im kommenden Magiftrats erftrablt weiter in bellem Licht. Herr Belle, der Sommer verschiedene Veränderungen vorgenommen werden. jezige Oberbürgermeister der Reichshauptstadt und ehemalige fort wird auf dem Bahnhof Jannowißbrücke ein weiter Aufgang von fchrittliche Abgeordnete, geht weiter auf der Bahn, die er gewandelt der Holzmarktstraße angelegt. Der Bahnhof Börse foll, wie es be Bei der geftrigen Gemeinderathswahl in Steglitz erhielt ist, ehe er in Punkto der Lehrerbesoldung die Nackenschläge vom reits auf der Station Alexanderplaß der Fall ist, einen gesonderten im zweiten Begirt unser Kandidat Schellhaje 127 Summen, ber preußischen Kultusminister bekommen hat. Bekanntlich hat das Ausgang erhalten. Ferner werden auch im kommenden Sommer die Kandidat der Bürger- und Gewerbepartei 221 Stimmen, zwei Kultusminifterium, an deffen Spize Herr Boffe, ein Reaktionär Bauarbeiten für die neue Station Puttligstraße in Angriff ge- andere Kandidaten je 76 Stimmen. Es tommen danach unsere von reinstem Waffer, steht, die vom freisinnigen Magistrat nommen, sodaß der neue Bahnhof voraussichtlich für den nächsten beiden Kandidaten Fritsch und Schellbase in Stichwahl. In Eine Erweiterung wird der nächsten Woche finden zwei große Wähler versammlungen festgesetzten Lehrerbesoldungen beanstandet. Mit wahrem Raffinement übrigens auch noch der Bahnhof Bellevue erfahren, dessen Bahnsteig zur Vorbereitung der Stichwahl statt, die mit großem Gifer be hat der Magistrat nunmehr bei den Alterszulagen fo fich schon jett a ungenügend erweist. trieben werden müssen, da wir alles daransehen müssen, den Sieg viel abgeknapft, daß die neue Vorlage nur 4912 Mart Gegen die sogenannten Privatbroschken, die an den großen zu gewinnen. Pflicht jedes Parteigenossen muß es fein, mit allem mehr Roften bedingt, als die frühere. Was also die jungen Lehrer Gafthöfen zu halten pflegten, um die Reisenden durch Berlin zu Eifer in die Agitation zu treten und vor allem die Versammlungen mehr bekommen, wird den altgedienten Schulmännern genommen. fahren, hatten sich wiederholt Droschtenkutscher beim Rommiffariat zu besuchen. Das nennt sich echt liberal. Es fragt sich nur, ob die Stadtverord- für das öffentliche Fuhrwesen beschwert. Daraufhin ist es jetzt neten sich inzwischen eines besseren besonnen haben und dem Magistrat auch den Droschtenkutschern erlaubt worden, vor Gasthöfen auf einen Strich durch seine Rechnung machen werden. Biel ist von Fabrgante zu warten, doch nur in ganz beschränkter Zahl, meist den freisinnigen Wadenstrümpflern freilich nicht zu hoffen. einzeln oder zu zweien. Ein Doppel- Selbstmord ist in der vergangenen Nacht in einem hiesigen Gasthofe verübt worden. Montag Abend nach 11 Uhr fprachen in einem Gasthofe an der Stadtbahn ein Herr und eine Soziale Rechtspflege. Lebhaftes Kopfschütteln dürfte eine neuere Entscheidung der Rammer I des Gewerbegerichts hervorrufen. Die Eltern eines jungen Mädchens klagten gegen die Schneiderin Dunkel auf Herausgabe bes Lehrgeldes von 50 M., das sie der Beklagten gezahlt hatten, damit den B dem Der Schriftsteller Richard Calwer; in Briefkasten der Redaktion. Bir bitten, bei jeder Anfrage eine Ghiffre( zwei Buchstaben oder eine Baht) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag und Sonnabend von 6 bis 7 1hr statt. Bayer. Ihr Brief hat uns sehr interesfirt. Beider sind wir in der ganz speziellen Frage, die Sie an uns richten, nicht kompetent. Eine gewiffenhafte Redaktion kann sich auf Beantwortung solcher Fragen nicht einlaffen, am allerwenigsten der Vorwärts", der die speziellen Börsenvorgänge nicht berfolgt. 2. 100. Bebel ist am 22. Februar 1840 zu Köln a. Nh. geboren. Witterungsübersicht vom 8. März 1898, 8 1hr morgens. Stationen. Barometerftand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. OS Windrichtung Windstärke ( Stala 1-12) Better fie ihre Tochter in der Damenschneiderei perfekt ausbildet. Sie beordnung dagegen eingeschritten. Herr Arendt erhob vergeblich Beschwerde I Köpenick. Am Donnerslag sand hier eine öffentliche Versamm daupteten, das junge Mädchen sei vorwiegend als Laufmädchen benutzt beim Oberpräsidenten und klagte dann beim Ober- Verwaltungs- fung bei Scheer statt, die auch von Frauen sehr gut besucht war. worden. Auf die Frage des Vorsißenden Hellwig, wer das Lehrgeld gericht auf Aufhebung des Verbots. Er sprach der Polizei über Frau 8iet besprach die wirthschaftliche und politische Sklaverei der gezahlt habe und aus weffen Vermögen es stamme, theilte der Vater haupt das Recht ab, derartige Beschränkungen des Baurechts durch Arbeiter und Arbeiterinnen und fesselte die Versammelten besonders des Lehrlings mit, daß das Geld sein eigen gewesen sei. Der Ge- Verordnung zu regeln, und insbesondere focht er die Bestimmung durch ihre zutreffende Kritik über die geplante Verschlechterung des Lichtshof wies nunmehr die Kläger wegen Unzuständigkeit über die Benuhung der Dachräume Der vierte Senat Koalitionsrechtes. Unter starkem Beifall schloß die Referentin ihre des Gewerbegerichts ab. Assessor Hellwig führte begründend aus, des Ober Verwaltungsgerichts wies jedoch die Klage ab. ausgezeichneten Ausführungen mit einem Appell an die Frauen, der nur der Vater könne das Geld fordern, da es feinem Vermögen Die Polizei fei sehr wohl befugt, eine Einschränkung Reaktion bei den kommenden Reichstagswahlen die Quittung für entnommen sei; das Gewerbegericht sei jedoch nur zuständig für der Bebaubarkeit von Grundstücken im sanitären Interesse zum ihr Verhalten den Arbeitern gegenüber dadurch zn ertheilen, daß die Streitigkeiten zwischen Arbeitnehmern und ihren Arbeitgebern, also 3wecke einer besseren Zuführung von frischer Luft anzuordnen und Frauen sich mit in den Dienst der gerechten Sache stellen und unter uiüsse Kläger seinen Anspruch beim Amtsgericht geltend machen. dadurch auf eine Verminderung der Bevölkerungsdichtigkeit hin ihren Geschlechtsgenoffinnen für Aufklärung sorgen. Nach AnWegen Unzuständigkeit des Gewerbegerichts wurde der zuwirken. Andererseits dürfe fie in solchen Fällen aus Rücksicht aufnahme einer entsprechenden Resolution wurde die Versammlung geSchnider P. mit einem Anspruch an die Erben seines früheren die Intereffen der Bevölkerung eine beschränkte Bewohnbarkeit von fchloffen. Arbeitgebers Graul von der Kammer I abgewiesen. Die Wittwe Dachräumen zulassen. Deshalb fei auch die hier angewandte Be Arbeiter Bildungsschule. Infelftr. 10, v. 2 Tr. Unterrichtsturfe in Rede uebung( Ueber den Aufbau der Rede, Vesprechung voltswirthschaftdes Herru Graul hatte bei dessen Tode den Betrieb aufgelöst, sodaß ftimmung berechtigt. licher und anderer Grundfragen) Montags, Dr. Conrad Schmidt; in der Kläger zu ihr in kein Arbeitsverhältniß getreten ist. Die Auch eine öffentliche Versammlung unter freiem Himmel. Nationalökonomie( Die wirthschaftliche Entwickelung; Großbetrieb und Hinterlassenschaft des Verstorbenen ging laut Testament in Die Kunst der Auslegung wird von der preußischen Polizei und von Sandwert; Kartellwesen, Arbeitsmarkt und Arbeitsnachweis; die Aufgaben Gewerkschaften) Mittwochs, Besitz seiner Adoptivtochter über. P. hatte nun preußischen Richtern mit einer Virtuosität geübt, die geradezu Geschichte( hellas nnd Rom) Freitags, Dr. A. Berthold. Die Frau Graul und die Adoptivtochter wegen des Anspruches staunenswerth ist. Das mußte auch Herr Schnell, ein Freund Bibliothet ist an diesen Abenden von 8-9 Uhr geöffnet.- Mitgliedsbeitrag verklagt, den er an Herrn Graul zu haben glaubte. des Hafenarbeiter Verbandes, erfahren. Er hatte sich darum bemüht, monatlich 25 Pf., Kurfus( 10 Abende) 1 M. pro Fach. Theilnehmer werden aufgenommen in der Echule und in folgenden Stellen: Gottfr. Schulz, AdmiralAffeffor Hellwig begründete die Abweisung der Klage damit, daß die interesfirten Arbeiter Billau's dem genannten Verbande zuzu aße 40a; Rent, Barnimfir. 42; Schiller, Rosenthalerfir. 57; Gleinert, Müllernach dem Gewerbegerichts- Gefeß die Gewerbegerichte nur zuständig führen. Schnell schrieb seinerzeit einen Brief an einen fitaße 7a, u. in den Sonntags. Bersammlungen. Borsigender: Paul Müde ir., feien für Streitigkeiten zwischen den Arbeitern und ihren Arbeit Billauer Bekannten, worin er die Einberufung einer Ver- SO. Manteuffelfir. 128; Kassirer: H. Königs, S. Dieffenbachstr. 30. gebern, nicht aber für Ansprüche der Arbeiter an dritte; mit seiner fanimlung anregte, die der Agitation für den Verband ge Forderung an die Erben müsse sich deshalb der Kläger an das widmet sein sollte. Er ersuchte den Freund, sich nach einem Saal ordentliche Gericht wenden. umzuthun. Das geschah, indeß vergeblich, ein Saal war nicht zu Haftbarkeit des Arbeiters für den von ihm verursachten haben. Der Wirth, der besonders in betracht kam, wollte nicht seine Schaden. Gegen Herrn Stähr, den Inhaber des bekannten Fensters Gäste verlieren. Eines schönen Tages fanden sich nun eine Anzahl reugungs- Instituts, flagte der Fensterputzer W. beim Gewerbe Leute zwangslos im Garten des Lokals zusammen, setzten sich an gericht mit dem Antrage, Stähr zur Zahlung eines Refilohns von mehrere Tische und unterhielten sich über alles mögliche, auch 75 Pfennigen und zur Herausgabe der Kaution von 5 Mark zu ver über die schlechten Zeiten und darüber, was dagegen zu bellen. Beklagter erkannte die Forderung an sich an, behauptete thun fei. Plöglich erschien der Polizeiverwalter, tonfiszirte mehrere aver, der Kläger habe in einer Konditorei drei Glass Bücher und halfte Schnell wegen Bergehens gegen das Vereinseinlagen zerschlagen und müsse nach der Geschäftsordnung gefeß eine Strafe von 30 M. auf. Schöffengericht und Landgericht der Firma für die Hälfte des Schadens aufkomme. Die verurtheilten ihn gleichfalls. Die Straftammer nahm an, die Verzerichlagenen Scheiben feien 20 Mark werth gewesen. Die an fammlung sei schon darum öffentlich gewesen, weil zu gezogene Bestimmung der Geschäftsordnung besagt, der Arbeiter zahle Garten jedermann Zutritt gehabt habe. Auf die Revision des zur Teckung eines event. vorkommenden Schadens jede Woche 15 Pf. Angeklagten hob der Strassenat die Vorentscheidung auf, ein und bleibe nur für die Hälfte des von ihm verursachten sprach den Angeklagten frei und führte aus, Schnell Schadens haftbar. Nachdem die Besizerin der Konditorei ver- fei des Vergehens gegen die Paragraphen 9 und 17 Abfaz 2 nommen worden war, verurtheilte die Kammer VIII des nicht schuldig. Der Begriff der öffentlichen Versammlung sei könne Gewerbegerichts den Beklagten gemäß dem Klage Antrage. verkannt worden. Bon einer öffentlichen Versammlung tonne Assessor Dr. Meier führte zur Begründung aus: Die an nur die Rede sein, wo es sich um eine unbestimmte Menschengeführte Bestimmung des Vertrages( der Geschäftsordnung) sei menge handele oder wo eine unbestimmte Menschenmenge Zutritt unanfechtbar. Es sei eine Versicherung des Beklagten, der oftmals babe. Der Vorderrichter irre, wenn er schon in dem Umstande, Schaden habe, weil er an Glas arbeiten laffe. Nach dem Wortlaut daß der Garten jedermann zur Verfügung gestanden habe, das Swinemünde müßte Kläger die Hälfte des von ihm verursachten Schadens Merkmal einer öffentlichen Zusammenkunft fehe. Bu der 3u Hamburg tragen. Doch sei nicht jeder Schade, den der Arbeiter irgendwie sammenkunft selbst bätte jedermann Zutritt haben müssen, Berlin anrichte, von ihm verursacht. Das Gericht verlange, wie bei allen wenn die Annahme einer öffentlichen Versammlung gerecht. Wiesbaden München anderen Ersatzansprüchen, den klaren Nachweis, daß nicht blos die fertigt sein sollte. Handlungsweise des Arbeiters im ursächlichen Zusammenhange Ein Komplott gegen den Pfarrer Witte? Wegen wiffentien.. mit dem Schaden stehe, sondern daß auch ein gewiffer Borsay, lich falscher Anschuldigung ist gestern der Schneidermeister Rudolf Haparanda. mindestens aber Fahrlässigkeit bei der Entstehung des Diemke zu zwei Jahren Gefängniß und vierjährigem Ebrverlufi etersburg Schadens mitwirkte. Dieser Nachweis sei trotz der fraglichen Be- verurtheilt worden. Er hatte das Unglück, im Jahre 1885 wegen ftimmung in der den Arbeitsvertrag ersehenden Geschäftsordnung Unterschlagung zum theil unschuldig verurtheilt zu werden. Als Aberdeen. erforderlich, wenn Betlagter die Bestimmung an= er später, ein ruinirter Mann, aus dem Gefängniß ent- Paris. wenden wolle. Der Nachweis fei nicht erbracht worden, denn lassen wurde, gab der aus seinem Streit mit dem Hofprediger Wetter Prognose für Mittwoch, 9. März 1898. die Zeugin charakterisire das Verhalten des Klägers als Ungeschicks Stöcker bekannte Paftor Witte sich große Mühe, ihm auf die Beine Mild, jedoch ziemlich trübe mit Niederschlägen und mäßigen lichkeit, und diese sei noch keine Fahrlässigkeit. zu helfen. Er sammelte 1722,77 M. für den Schneidermeister und Berliner Wetterbureau. Rohe Behandlung eines taubstummen Lehrlings. Der ließ sich über das ratenweise an den Schützling abgeführte Geld füblichen Winden; nachher etwas kühler. Schneidermeister Suchfort hatte den taubftummen Sohn des Ar- Quittungen geben. Später erhob Diemte gegen seinen Wohlthäter beiters Braun in die Lehre genommen, um ihm die Schneiderei so die Anschuldigung, daß dieser einen großen Theil der gesammelten weit beizubringen, daß er sich später selber weiter helfen könne. Er Gelder unterschlagen habe. In der gestrigen Berhandlung fete rechnete dabei auf die Staatsprämie von 150 M., die für solche fich heraus, daß die Anschuldigung jeder Grundlage entbehrte; Erfolge den Lehrmeistern zugesichert ist. Nach einem Jahr und acht Diemte blieb allerdings dabei, daß er in gutem Glauben gehandeli Monaten verließ jedoch Braun auf Veranlassung seines Vaters die habe, und deutete an, daß er von den politischen Feinden des Lehre. Letterer flagte dann gegen Suchfort beim Gewerbegericht auf Predigers Witte zu der Beschuldigung verleitet worden sei. Gr Aufhebung des Lehrvertrages, indem er geltend machte, fein Sohn würde gegen denselben vielleicht keine Anzeige bei der Staatsanwaltbabe faft nichts gelernt und sei von Suchfort grob mißhandelt schaft erstattet haben, wenn er nicht von Personen, die hinter ihm worden. Hierüber wurden Zeugen vernommen. Ein ehemaliger ständen und die er nicht nennen wolle, dazu aufArbeiter des Betlagten sagte aus:" Der Schneidermeister verfehte geft a chelt worden sei. einmal dem Jungen, der vor dem Kohleneisen kauerte, um die Ein Streit unter Patrioten wurde gestern vor dem SchöffenGluth anzupuften", einen solchen Fußtritt, daß er mit dem Kopf gericht am Amtsgericht II zum vorläufigen Abschluß gebracht. Ter auf das Eifen aufschlug. Der Meister machte sich dem Dr. phil. Hans Natge aus Tempelhof, Verlagsbuchhändler, JuJungen überhaupt nur so oder ähnlich verständ. haber der Deutschen Kriegerbund- Buchhandlung und Redakteur der lich, zum Beispiel schlug er ihn öfter mit der Faust. Parole", hatte den Schriftsteller Georg Schmidt in Tempelhof Er schimpfte auch viel; Bezeichnungen wie Spigbube und Verbrecher wegen Beleidigung verklagt. Die beiden Freunde hatten früher waren an der Tagesordnung." Die Frau dieses Zeugen bestätigte gemeinsam gearbeitet. Scheidel hatte eine von patriotischem Charlottenburg, Bismarckshöhe, über„ Die lex Heinze" referiren. ben geschilderten Vorgang und setzte noch hinzu, der Beklagte habe Geifte getragene Broschüre über den Herzog Ernst von dabei geäußert: Verflixter Hund, einen richtigen Verbrecherblick Sachsen- Altenburg geschrieben, Dr. Naze batte aber diese Broschüre hat er!" Eine andere Beugin hat gesehen, wie Suchfort dem Lehr- nußbringend zu verwerthen gewußt und sich als Verfasser ling wegen der unrichtigen Ausführung einer Arbeit ins Gesicht gerirt. Dafür hatte Dr. Naße einen sächsisch- altenburgischen Orden Am 28. März, abends, wird Serr Dr. Wilh. Meyer in der fchlug. Dem Knaben blutete infolge des Schlages die Nase. erhalten. Scheidel war nun der Meinung, er habe den Vogel ab- Brauerei Friedrichshain( früher Lips) einen Vortrag mit vermehrten Die Rammer I des Gewerbegerichts verurtheilte auf grund der geschoffen und dieser hätte in sein Knopfloch und nicht in das des und verbesserten Lichtbildern über die Reife nach Spitzbergen" halten. Billets à 20 Pf. sind in allen mit Plakaten belegten Handlungent Beweisaufnahme den Beklagten, einzuwilligen, daß der Lehrvertrag Dr. Natge gehört. Darob ging die Freundschaft in die Brüche und zu haben. aufgelöst werde. Eine nähere Begründung gab der Vorsitzende, daher der Streit. Im März v. J. kam Scheidel in das Greve'sche Affeffor Techow, nicht. " Gerichts- Beitung. " Lokal in Tempelhof, wo er mit Dr. Natge zusammentraf. Er fagte zu diefem: So wenig wie Sie den Seehund geschossen haben, so " Sort O • Achtung! 761 DSD 761 758 754 NNO NO N 751 760 768 NNW 779 330 769 MO 769 W 755 NND 3222510 bedeckt bedeckt bedeckt wolkig halb bedeckt bedeckt Schnee bedeckt heiler heiter Schnee Temperatur LNNLbAWAA! nach Gelius ( 50.40 R.) Achtung! Genossinnen und Genossen Schönebergs! Heute Mittwoch, den 9. März, abends 8 Uhr, in der Schloßbrauerei, Hauptstr. 112-114: Große Volks- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag der Genossin Louise Zietz aus Hamburg über: Die bevorstehenden Reichstagswahlen und die Frauen. 2. Discussion. 3. Wahl einer Vertrauensperson. Um zahlreichen Besuch besonders der Frauen bittet 1/15 Die Vertrauensperson. Morgen Donnerstag, den 10. März, wird Genoffin Zietz in Vorläufige Anzeige. Sozialdemokratischer Wahlverein wenig haben Sie den Orden verdient!" Ein anderes Mal tam er für den 3. Berliner Reichstags-Wahlkreis. " " Versammlung. Tages Ordnung: in dasselbe Lokal, bestellte einen Doktor"( Liqueur) mit dem Donnerstag, den 10. März, abends 82 Uhr, Zusage: Aber einen echten, nicht einen Talmi Doktor", im Botale des Herrn Möhring( Märkischer Hof), Admiralstr. 18 c: und dabei machte er eine Bewegung nach dem unfern sitzenden An anderen Stellen fügte Dr. Natge. er erklärend für den Begriff„ Talmi- Doktor" bei, daß Dr. Natge fich seine Doktor Differtation von dem Privatdozenten Deffoir babe anfertigen lassen. 1. Vortrag des Herrn Dr. P. Hirsch über: Die lex Heinze Dr. Natge flagte darauf, der Beklagte bot dem Schöffengerichte den und die Moral der bürgerlichen Gesellschaft." 2. Diskussion. Beweis der Wahrheit an, der aber abgelehnt wurde, weil die ge: 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder finden Aufnahme. brauchte Form die Absicht der Beleidigung klar erkennen laffe. Das Urtheil lautete demgemäß auf 100 Mart Geldstrafe. Herr Besuch sieht entgegen Scheidel will den Wahrheitsbeweis aber dennoch führen und zu diesem Zweck die zweite Instanz anrufen. 210/8 Regent Der Vorstand. Sozialdemokratischer Verein Eine Schuhmannsthat. Am 29. Dezember v. J. stand der Händler 3im med mit seinem Handwagen, auf dem er Neujahrsfarten feil bot, am Dranienplay. Der Schuhmann Schimmes forderte ihn auf, weiter zu fahren. Zimmed glaubte das nicht nöthig zu haben, weil Käufer am Wagen standen. Es fam zwischen ihm und dem Schuhmann zum Wortwechsel; Zimmed follte wegen Feststellung feiner Personalien zur Wache fiftirt werden. Wie Schuhmann Schimmes vor dem Schöffengericht ausfagte, habe Zimmect sich der Sistirung widersetzt, so daß er genöthigt gewesen sei, den Zimmed anzufassen, um deffen Siftirung zu bewirken. Nun habe Zimmed ihn vor die Brust gestoßen und am Halse gewürgt, und um den Angriff abzuwehren, habe er dann den Säbel gezogen und zweimal nach Zimmed ge= In Bremen verurtheilte die Strafkammer den Kaffirer Andreas für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. schlagen, einmal gegen den Arm und einmal gegen den Kopf. Der Jakobi, der bei der Firma Bänecke in 7 Monaten 92 000 m. für wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt angeklagte Bimmed be- Spiel und Pferdewetten unterschlagen hatte, zu 4 Jahren Gehauptet dagegen, er habe den Schuhmann keineswegs angegriffen, fängniß und 5 Jahren Ehrverluft. sondern denselben, der ihn sehr unsanft am Arm festhielt, durch eine Armbewegung abwehren wollen. Jufolge feiner Gr regung möge diese Bewegung wohl etwas heftig gewesen sein, denn dem Schußmann sei der Helm vom Kopfe gefallen und nun babe der Beamte mit dem Säbel auf ihn eins Cine Start besuchte öffentliche Versammlung der an HolzVersammlungen. Da der Bertrauensmann eine Neuwahl ablehnte, Versammlung am Donnerstag, den 10. März, abends 8% thr, bei Röllig, Rosenthalerstr. 11-12. 245/3 Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Th. Glocke über: Die Volksfeindlichkeit der Sammlungspolitiker. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Bahlstelle Berlin. Andreasstr. 21: Brauchen- Versammlung der Ladeneinrichtungs- Branche. Tagesordnung: Wie können wir die günstige Geschäftskonjunktur aus: 78/5 nügen. Referent Kollege Maas. Distusfion. Kollegen, erscheint Mann für Mann! Mittwoch, den 9. März, abends 7 Uhr, bei Herrn Schöning, Branchen- Versammlung der Perlmutt- Arbeiter. gehauen. Der Schlag, welchen der Schuhmann gegen den Kopf des bearbeitungsmaschinen beschäftigten Arbeiter tagte am Montag, Der Delegirte zur Angeklagten führte, muß ein sehr träftiger gewesen sein, denn er den 28. Februar, im Englischen Garten. durchschlug die Belzmüße Zimmeds und brachte dem legteren eine Gewertschaftskommission Biehl erstattete zunächst Bericht über erhebliche Kopfwunde bei, die eine fünfwöchentliche Behandlung feine Thätigkeit. Im zweiten Punkt der Tagesordnung gab der Das im Krankenhause nöthig machte. Gericht tam auf Vertrauensmann die Abrechnung vom letzten Halbjahr. Dem Bestand grund der Zeugen Aussagen zu der Ansicht, daß Zimmed vom 1. Halbjahr 1897 von 1528,75 M. und der Einnahme vom fich des der 2. Halbjahr von 1141,30 M. ftand eine Ausgabe von 939,44 M. Donnerstag, den 10. März, abends 8 Uhr, bei Herrn Stechert, Widerstandes gegen die Staatsgewalt und Es wäre Ruheftörung schuldig gemacht habe. dem Ane gegenüber, sodaß am 31. Dezember 1897 ein Bestand von 1730,61 M. getlagten zu wünschen gewesen, daß der Schlag weniger schwer vorhanden war. ausgefallen wäre, jedoch habe er denselben durch sein Verhalten wählte die Versammlung Jaedh und als Stellvertreter Jubre. felber verschuldet. Es wurde in Uebereinstimmung mit dem An Bekannt gemacht wurde, daß die noch ausstehenden Listen der trage des Staatsanwalts wegen Widerstandes auf zwei Wochen englischen Maschinenbauer so schnell wie möglich abzuliefern find. Gefängniß und wegen Ruheftörung auf drei Tage Haft erkannt. Der Kollege Albert Günther, Schönhauserstr. 85/34, erhob in der Die Giltigkeit der am 27. April 1894 erlassenen Bau Bersammlung Beschwerde, daß man ihm vorwerfe, noch eine Liste polizeiordnung für das Hansaviertel von Berlin vom Streit 1896 nicht abgerechnet zu haben; es wurde ihm sehr wurde in einem Hechtsstreit des bekannten freifonservativen Schrift gern erklärt, daß er mit dem p. Günther nicht identisch ist. ftellers Dr. Otto Arendt gegen den Oberpräsidenten angefochten. Die Verordnung bestimmt, daß die Vorderbäufer diefer Stadt gegend mit Ausschluß des Holsteiner Ufers über dem Erdgeschoß nur noch zwei Stock und das Dachgeschoß enthalten dürfen. Die Berordnung versicherungs- Geseh" und führte in furzen Zügen den Umfang des schreibt dann weiter vor, die Ränme im Dachgeschoß des Vorder- Gefeßes und die Organisation desselben aus. Im Anschluß hieran hauses dürften nur insofern benutzt werden, als sie Zubehörräume ourde eine Resolution dahingebend angenommen, daß das Ber zu den Wohnungen im Erdgeschoß oder den beiden Stockwerken ſicherungsgefeß auch auf die Bureau- und Handelsangestellten aus barüber seien. Herr Arendt hatte nun Räume im vorderen Dach gedehnt werde. Nach Erledigung einiger Internas wurde noch auf geschoß seiner Häuser Altonae straße 11 und 12 mit den baran die am 16. März stattfindende öffentliche Versammlung in den stoßenden Räumen im vierten Stod der Seitenflügel zufammen als Arminballen", Rommandantenstr. 20, hingewiesen und um zahlreiche Wohnungen vermiethet. Die Polizei war auf grund der jitirten Ver. Betheiligung ersucht. Köpnickerstr. 68: Der Zentralverein der Bureau- Angestellten Deutschlands Tagesordnung: 1. Unsere gestellten Forderungen und der Streit bei ( Mitgliedschaft Berlin) hielt am 3. März seine regelmäßige Mitsinze. 2. Nußen unserer Werkstätten- Bersammlungen. 3. Verschiedenes. Millarg referirte über das Unfall- Es ist dringend nothwendig, daß jeder Kollege am Blaze ist. gliederversammlung ab. Die Ortsverwaltung. Sonntag, den 13. d. M., Taubenstrasse 48/49: Urania" Urania"-Vorstellung. Bormittags von 9-10 Uhr: Besichtigung. Um 10 Uhr Vortrag über Im dunklen Erdtheil". Billets find nur noch im Arbeitsnachweis, Annenftr. 39 zu haben. Für den Inhalt der Inserat übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 9. März. Opernhaus. 8. Symphonie Abend der tgl. Kapelle. Anfang 71/2 Uhr. Schauspielhaus. Geschlossen." Deutsches. Johannes. Anf. 71/2 Uhr. Urania Volks- Theater Tanbenstr. 48/49. im Welt- Restaurant 97. Dresdener Straße 97. Neu! Neu! Nen! Naturkundliche Ausstellung. Täglich Nureddin u. Bereddin! geöffnet von 10 Uhr vormittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr Wissenschaftliches Theater. Invalidenstr. No. 57-62. Täglich abends 7 Uhr: Ausstellungs- Saal und Vorträge. Näheres die Tagesanschläge. Leffing. Das grobe Hemd. Anfang Passage- Panopticum. Berliner. Alarich. Anfang 72 Uhr. Schiller. Ein gemachter Mann. Anfang 8 Uhr. Thalia. Fortunio's Lied. Die fleinen Lämmer. Anfang 72 Uhr. Central. Die Tugendfalle. Anfang 72 Uhr. = Belle Alliance. Lenore. Anfang 8 Uhr. Luifen. Die Stüße der Hausfrau. Anfang 8 Uhr. Oftend. Unter der Polarsonne. Anfeng 8 Uhr. Residenz. Sein Trid. 8 11hr. Anfang Neues. Die Schildkröte. Anfang 71 Uhr. Goethe. Hans Huckebein. Anfang 71/2 Uhr. Unter den Linden. Fatiniga. Anfang 7 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. # Die fleinen Vagabunden. Anfang 8 11hr. Alexanderplatz. Verlorene Mädchen. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundl. Ausstellung v. 10 Uhr vormittags ab. Abends 8 Uhr Wissenschaftl. Theater. Invalidenstraße 57/62. Täglich ( außer Sonntags und Mittwochs) Berliner Komische Oper von Richard Thiele. Sensationell! Achtung! Achtung! Zimmerer Berlins n. Umgegend! Donnerstag, den 10. März, abends 8 Uhr: Little Dolf- Gustav Große öffentliche Versammlung auf dem schlaffen Drahtseil. Phänomenal! Mr. Willy, Jongleur auf rollender Kugel und Xylophon Virtuose. Jm vorderen Saale: Nachtleben Tyroler Sänger Alois Ebner. Komödie in 12 pantomimischen Szenen mit Gesang und Tanz. Vorher: Theater Variété. Castan's Panopticum. Friedrichstr. 165. eu!! Indischhindustanische Gaukler <-undSchlangenBeschwörer. in Keller's Festsälen, Koppenstraße 29. Tagesordnung: 1. Schlußabrechnung der alten Lohnkommission. 2. Neuwahl eines Vertrauensmannes. Zu dieser Versammlung haben nur Zimmerer Zutritt! Der Vertrauensmann der Zimmerer Berlins und Umgegend. 1226b Achtung! Zimmerer. Achtung! Deutsch. Metallarbeiter- Verband Donnerstag, den 10. März, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Paul, Rummelsburgerstraße 24-25: Oeffentl. Versammlung der Zimmerer von Friedrichsberg und Umgegend. Referent: Kamerad Kube. Der Vorstand. Charlottenburg- Wilmersdorf. 254/6 Donnerstag, den 10. März, abends 81 Uhr, im Lokale des Herrn Lehder, Charlottenburg, Bismarckstraße 74: Oeffentl. Bautischler- Versammlung. Tagesordnung: 1. Unsere gegenwärtige Lage. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 78/9 Der Vertrauensmann. Das BÄREN WEIB. Luisen- Theater ahends 8 Uhr: Wiſſenſchaftliche Reichshallen- Theater. Vorträge. American. Spezialitäten. Anfang 72 Uhr. Leipzigerstrasse 77. Täglich steigernder Erfolg! 34. Reichenbergerstraße 34. Robität! bends 8 Uhr: Novität! Die Stüße der Hausfrau. Posse mit Gesang in drei Aften von E. Karl. Musik von Fritz Krause. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Reichshallen. Spezialitäten. Karl Wilhelm, oni Klein: Anna Müller: Linde. fang 7 Uhr. Feen- Palast. Ethnographische Ausstellung. der aktuelle Humorist. Rauch- u. feuersprühender Kratertanz. Schiller- Theater Die besten Kraft- Künstler ( Wallner- Theater). Brüder Paxton. Mittwoch, abends 8 Uhr: Ein ge: Rossini- Trio! ein zwerchfellmachter Mann. erschütterndes Dreigestirn. Donnerstag, abends 8 Uhr: Gin ,, Ein ruhiges Zimmer zu gemachter Manu. Freitag, abends 8 Uhr: Die Ahn: fran. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. C. Weiss. Ausstattungs- Novität! Sensationell! Bum 21. Male: Unter der Polarsonne. Aktuelles Ausstattungsstück mit Gesang u. Tanz in 5 Bildern von E. Sonder mann und Chr. Bischoff. Gesangsterte von J. Dill. Musik v. C. Schüler. Anfang 8 Uhr. Im Tunnel vor und nach der Vor: stellung: Fret Konzert. Anfang 6 Uhr. Morgen und folgende Tage: Unter der Polarsonne. Anfang 8 Uhr. Freitag: Benefiz für Herrn Jos. Dill. inter der Polarsoune. Sonntag Nacht. 3 Uhr( fl. Preise): Der Wilderer. Drama in 5 Aufzügen v. Fr. Gerstäder. Central- Theater Alte Jakobstr. 30. vermiethen" bleibt die beste aller Pantomimen. Anfang 3/8 Uhr. Entree 50 Pfg. Reichshallen- Tunnel: 2 vorzügliche Kapellen. Mittwoch: Bockbier- Fest. Quarg's Vaudeville- Theater Grand Hotel Alexanderplatz. Heinrich Heine Lustspiel, und das große Spezialitäten Programm mit Anton Sattler. Anfang 8 Uhr. Entree 15 Pf. Concerthaus Leipzigerstr. No.48 Täglich: Direktion Richard Schultz. Hoffmann's Quartett Mittwoch, den 9. März 1898: 49. Emil Thomas und Humoristen. Anfang: Wochent. 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Zu einer wirklichen Sehenswürdigkeit bildet sich mit jedem Abend mehr das neueste Zugstück des I. Original Budapester Possen- und Operetten- Theater in Kaufmann's Variété die hyper- originelle Burleske Von Dreien der Glücklichste heraus; indem sie ihren Stoff aus einem an sich schon äusserst eigenartigen Gebiete schöpft, dem komische Momente. von Natur schon in überreicher Fülle eigenthümlich sind, entfaltet sie mit Donat und Anton Herrnfeld in den Hauptrollen eine geradezu überwältigende Fülle burlesker Komik, die es erklärlich erscheinen lässt, wenn das Publikum abends beim Herausgehen aus Kaufmann's Variété zu einander äussert: Die beiden Herrnfeld's sind in der That komisch zum Verrücktwerden. Die Zugendfalle. Mujay: Apollo- Theater. Burleste Ausstattungspoffe m. Gesang Donnerstag, den 10. März, und Tanz in 4 Bildern unter Benuzung eines französischen Sujets von Jul. Freund und Wilh. Manustädt. Musit von Jul. Einödshofer. Anfang 28 11hr. Morgen und die folgenden Tage: Die Tugendfalle. Feen- Palast Burgstrasse 22. Größte Attraktion der Neuzeit. Nach einstimmigem Urtheile der gesammten Berliner Bresse noch nie dagewesen! Aschanti- Dorf und Javaner- Dorf 150 Eingeborene. Concert Volksbelustigungen täglich ununterbrochen von 11 bis 10 Uhr. Entree 50 Pfg., Kinder und Militär 25 Pfennig. Neues Olympia- RiesenTheater. ( Circus Renz.) Karlstrasse. Bolossy Kiralfy's Konstantinopel mit dem sensationellen Feuer- und Flammentanz ausgeführt nicht von einer Person, sond. vom gesammten Ballet- Personal. ca. 1000 Mitwirkende, sowie das neue kolossale SpezialitätenProgramm. Wiederauftreten von The jolly british girls. Anf. 8 Uhr. Sonntags 2 Vorst. Nachm. 1 Kind frei. zum 1. Male: ,, In Zossen': Fortsetzung von: Alle 5 Barrisons". " Konzert- Sanssouci haus Kottbuser Straße Nr. 4a. Direktion: H. Pierry. Sonntags, Dienstags, Donnerstags Eine Stunde Kaiser von Oesterreich Lustspiel in 1 Att. Der Hausschlüssel. Schwant in 1 Aft. Auftr. von Spezialität. nur 1. Ranges. Gebr. Clarisson mit ihrem Angloamerikain- Biograph( Seb. Photographien. Mit theilweise bunten Bildern. Bisher noch nicht gezeigt. Entree 30 Pf. Sonntag 50 Pf. Anf. d. Konz. 7 Uhr, Vorst. 8 Uhr. Passepartouts gelten Wochentags Sonntag Anf. 5 Uhr, Vorst. 6 Uhr. Nachher: Grosser Ball. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Ivner- Guillot, Mr. Jigg, Fischer u. Wacker, Toni Tonchette, Else Sadoni, La Loïe Fuller, Les Guitanas, Jrma Dolezel, Mr. Paulton, Hanni Luxa, Signor Salerno, The Satours, King u. Kray, Ida Heath, Granto und Maud, Im Zoologischen Garten, Pantomime, ausgeführt von der Senetts- Troupe. Kasseneröffnung 61/2, Anf. 712 Uhr. Circus Busch ( Bahnhof Börse). Am Mittwoch, den 9. März, Abends 7/2 Uhr: Grande Soirée equestre. Gr. Extra- Theatervorstellung haben sich bis 1 uhr mittags an ber Ihre Familie. Volksstück mit Gesang in 3 Akten von Stinde u. Engels. Musik v. Michaelis. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Maehr's Theater Oranien- Strasse 24. Täglich: Theater und Spezialitäten. Novitäten- Programm. Große Schulquadrille à la Musketier, geritten von 8 Damen u. 8 Herren. Neu! Amateur- Konkurrenz- Reiten. Neu! Wer 3mal die Manège stehend auf dem Pferde umreitet, erhält eine Prämie von 50 Mt.( Bewerber Birtustaffe zu melden). Kavallerie zu Fuß, höchst tomisches Intermezzo. Außerdem: Die 8 Ungarn mit ihren berühmten Vollblut Springpferden. Unter anderem: a) Sprung: d. Voll butpferdes Scipfi" über eine 7 Fuß hohe feste Barriere m. Reiter; b) der berühmte Szandorsprung über 3 große = Bierde. Die vorzüglichen Freiheitsdreſsuren des Direktor Busch. Auftreten d. ausgezeichneten Schulreiters Herrn Foottit- Burghardt. Die Springtowns Ripp u. Lipp Die musikal. Exentrits Gebr. Krasuci. Zaragoza. Das Schoßkind. Orig. Manège- Schauſtück des Circus Boffe. Blaue Augen. Schwank. Wochentags 8 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Busch. Besonders hervorzuheben: Die weiblichen Fanfarenbläser. Der Sturz von der 60 Fuß hohen Brüde ins Waffer. Der pompöse grüne Att. Morgen 7/2 Uhr: Sport- Vorstellung. Aleazar- Theater. Dresdenerstraße 52/53( City- Baffinge) Annenstraße 42/43. Direktion: Richard Winkler. Ab 1. März 1898: Durchweg nenes Programm. Neues Personal. Neue Spezialitäten. Hans und Klara Sarno. Mary Mann. Anton Hildach. Helene Werner, Betty Frey. Little Alfans. Adolf Adolfi. Familie Reinsch( 4 Personen). Die kleine Handschuhmacherin. Karl Müller. Charakterbild mit Geſang in 1 Att. Die erste Todte. Schwank in 1 Att. Wochentags 8 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Verwaltungsstelle Berlin. Heute Mittwoch, den 9. März, abends 82 Uhr, im Lokale des Herrit Rautenberg, Oranienstraße 180: Bezirks- Derlammlung für den Südosten. 113/13 Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Borchardt über: Heinrich Heine. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Kollegen werden dringend ersucht, zahlreich u. pünktlich zu erscheinen. Die Bibliothek des Verbandes befindet sich im Restaurant Mörschel, Jüdenstr. 35. Dieselbe ist geöffnet jeden Abend von 72 bis 9 11hr. Sonntags geschlossen. Die Ortsverwaltung. Achtung! Buchdrucker! Mittwoch, den 9. März, abends 9 Uhr, in den„ Arminhallen". Kommandantenstraße 20: Oeffentliche Versammlung 35/1 aller im Verbande befindlichen Tarifgemeinschafts- Gegner. Tages Ordnung: Um Stellungnahme zu dem Kongreß der T.-G.-G. in Salle. zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer: J. Wolff, Junkerstr. 15. der Verein zur Wahrung der Intereffen Gaft- und Schankwirthe Berlins und Umgegend. Am Freitag, den 11. März, nachmittags 5 Uhr, beim Kollegen Zubeil, Lindenstrasse 106: Außerordentl. General- Versammlung. Tages- Ordnung: Entree 30 Bf. Refervirt. Blak 50 Pf. Die für den Feen- Palast ausge: 1. Weiterberathung der Statuten. 2. Angelegenheit Gründel. 3. Aufgebenen Ehren- und Freikarten haben nahme neuer Mitglieder. 4. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Giltigkeit. Der Vorstand. J. A.: Ferdinand Ewald. 69/4 Eine Zuckerin- Tablette zu 2 Pfennig I ist so süss, dass der Süsswerth von 1 Pfd. Zucker nur 12 Pfennig kostet, 1 Liter Kaffee zu versüssen kostet nur 1 Pfennig. Man verlange ausdrücklich ,, Zuckerin"-Tabletten, deren Echtheit der gesetzlich geschützten gerieften Form zu erkennen ist. Zu haben bei: an Berlin N. Central- Drogerie Dr. E. Kuhlmann, Friedrichstrasse 134. G. A. Hesterberg, Elsasserstr. 97 und Luisenstr. 39. Aug. Schönebeck, Zehdenikerstrasse 1. P. Recollin, Reinickendorferstr. 26 a. H. Boesefeld, Reinickendorferstr. 14 und 29. Hugo Schultz, Müllerstr. 166a. Werner Kapell, Brunnenstrasse 118. Albert Ramhold, Prinzen Allee 18. Albert Haseloff, Wriezenerstr. 30 und Biesenthalerstr. 15. Hermann Schusdziara, Exercierstrasse 22. Albert Jung, Wörtherstr. 39 und 28. Hugo Staab, Marienbad- Drogerie, Badstr. 45/46. F. W. Helmholz, Templinerstr. 7. Berlin NW. Hoffmann& Schinke, Thurmstr. 77. Sally Fabian, Drog. z. Burggrafen, Bachstr. 11. Rudolf Fink, Thurmstr. 10. E. Klüber, Stromstr. 62. Emil Hauke, Bandelstr. 11 und Dreysestr. 18. Babel& Hauke, Wilsnackerstr. 38. Hermann Gornick, Rathenowerstr. 79. Berlin W. J. C. F. Schwartze, Leipzigerstrasse 112. Curt Winger, Markthalle, Mauerstrasse. W. Marzahn, Potsdamerstr. 16. F. L. Harnisch, Potsdamerstr. 22. G. Wendler, Matthäikirchstr. 10. A. Freitag, Potsdamerstr. 82. LützowApotheke, Lützow- Platz. Eugen Gowin, Linkstr. 37. Berlin SW. Heinrich Rottmann, Blücherstr. 15. Paul Löschen, Fürbringerstr. 18. W. Richter, Halleschestr. 15. H. Dölle Nachf., Kommandantenstr. 39. Berlin S. Hugo Wolter, Kottbuserdamm 42. 0. Knauth, Kommandantenstr. 30. W. Ebel, Prinzenstr. 6 u. Gitschinerstrasse 58. R. Seebe, Alte Jakobstr. 71. Albert Gehrke, Bärwaldstr. 53. Berlin SO. J. Schulze. Lausitzerstr. 5/6. A. Peglow, Reichenbergerstr. 53, Reichenbergerstr. 1, Kottbuserstr. 4a und Görlitzerstr. 66. Gustav Wittig, Pücklerstr. 41 und Eisenbahnstr. 41/42. A. Wegener, Muskauerstr. 13. Theodor Lott, Manteuffelstr. 119. Berlin 0. Adolf Wolff, Holzmarktstr. 68. Theater- Drogerie, Wallnertheaterstr. 18. F. Kornstädt, Blumenstr. 14. H. Schmidt, Andreasstr. 77b. Berlin C. Fr. Schulz, Alte Leipzigerstrasse 16. R. Sauer, Kaiser Wilhelmstr. 47. Charlottenburg. Ad. Schädler, Pestalozzistr. 10. E. Zimmerling, Kantstrasse 150a. Gr. Lichterfelde. H. Kuhnert, Drakestrasse 56a und Dahlemerstrasse 77. E. L. Grothe, Jungfernstieg 4. Reinickendorf. G. Sonnenstuhl, Provinzstr. 105. Pankow. Hugo Lautenbach, Wollankstrasse 135. Breitestr. 16. Ruminelsburg. Reinhold Passeck, Goethestrasse 45. Hermann Kalisch, Türrschmidtstr. 1. Spandau: Otto Nowack Muschelbettstelle b. Jähns, Solmsftraße 13, H. 2 Tr. Gebr. Hartung, Umzugshalber spottbill. Muschel: 12276 möbe, Rosenthalerstr. 4, 3 Tr. I. Herzlichen Dank sage ich für die vielen mir am 5. März zu m. 25 jährigen Jubiläum als gerichtl. Sachverständiger u. Tarator dargebrachten Glückwünsche. F. Wittnebel, Malermeister. Danksagung. Nur auf diesem Wege ist es mir möglich, allen Verwandten, Freunden und Bekannten für die vielen Beweise innigster Theilnahme anläßlich des Hinscheidens meines lieben Mannes, unferes guten Baters, des Gastwirths Karl Herrmann meinen tiefgefühltesten Dank zu fagen. Berlin, den 7. März 1898. Dorothea Herrmann geb. Hürdler nebst Kindern. Kränze, Guirlanden empfiehlt 44082* F. Jacobitz, Soppenstr. 46. Gesanglehrer von einem Verein für Donnerstag gesucht. Restaurant Maerz, Swinemünderstraße 56. Louisenstädt. Clubhaus 16 Annenstrasse 16. Saal, 200 Pers. fassend, zu öffentl. wie Vereinsversamml. u. Festlichkeiten jeder Art; desgl. mehrere Vereins: zimmer mit Piano, alles renovirt. Sonnabend, 26. März, und Oster, 44682* feiertage Saal frei. Carl Helfer. Amt VII. 4892. Mundt's Saal. Jnh.: Ernst Gründer. Köpnickerstraße 100. Fernsprecher Amt VII 39. Täglich: Grosser Ball.* Entrée Herren 50 Pf. Tanz Garderobe Damen 25 Pf. 2 Vereinszimmer sofort zu ver geben. Paul Zimmermann, 42940* Marfiliusstr. 8, Ecke. Nieft's Fest- Säle Weberstr. 17, ca. 1000 Perf. fassd., Sonnabend, 26. März, 2. April und Palmsonntag frei.[ 4450L* Dr. Simmel Moritzplatz, i.Haus v.Aschinger 2 Treppen rechts. Spezialarzt f. Haut n.Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. monatl. 10 M. und Theilzahlung gegen baar liefert saubere Herren Garderobe Tomporowski, Jüdenstr. 37, I. Fracks u. Gesellschafts- Anzüge, für jede Figur passend, werden verlieh. Baruch, Kommandantenstr. 72, 1. Et., Ecke Beuthstraße. 231b Betten, Steppdeck., Wäsche, Gardin., Bortieren, Chaiselogn., Tischdeck., Regul., Sommer Paletots, Anzüge, Hosen, Remontoiruhr., Reisefoff., Operngläser spottbillig Pfandleihe Neanderstr.6. Ziehhund vert. Mühlberg, Fehr: bellinerstr. 43. 12076 Pfd. Naturbutter 10 fb. Co., Frc. 5,75 art Bienenhonig 3,80 M. Joczes Nr. 1. Probuzna. Galizien. 12086 Zur Einsegnung bill. Kleiderstoffe, Knabenanzüge, Capes u. Stoffreste bill. 6. Mickenau, Sorauerstr. 30, part. Resterhandlung. 12246 Knabenmützen aller Façons und Rester Helgoländer zu kaufen ges. v. Selbstverfertiger. Adr. a. O. Ludwig, Bergbrück- Rüdersdorf. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von May Bading in Berlin. 12206 Dr. 57. 15. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Abgeordnetenhaus. Abg. Böttinger( natl.) wünscht eine Vermehrung der Profeffuren für Chemie und Einführung eines Staatsexamens, indem er die Bedeutung dieser Wissenschaft für die industrielle Entwickelung des Landes hervorhebt. Mittwoch, 9. März 1898. Abg. Dr. Friedberg( natl.): Das Oberhaupt der fatholischen hauptsächlich um die Frage, ob angesichts der augenblicklich sehr Kirche hat in der Canisius- Encyklika einen Zon angeschlagen, den ungünstigen Ronjunktur und weiter in Rücksicht darauf, daß in den 41. Sigung vom 8. März 1898, 11 11 hr. er, der als weltlicher Souverän geschätzt sein will, vermeiden müsse. wenigen schon geöffneten Werkstätten beinahe für jeden Preis ges Am Ministertische: Dr. Bosse und Kommiffarien. Es mag ja für Katholiken schwer sein, gegen diesen Ton, der das arbeitet würde ob es angesichts dieser Thatsachen rathsam und Die Spezialberathung des Kultusetats wird mit der evangelische Gewissen schwer verlegt, au protestiren. Aber die möglich sei, die Beschlüsse der Magdeburger Konferenz der Arbeiter geflein abgebrochenen Besprechung über den Titel„ Ministergehalt"| Katholiken lassen eben die Verfassung gegen sich nicht gelten. Bei der Geschoßtransportforbbranche augenblicklich in vollem Umfange fortgesetzt. der Anstellung der Professoren an einzelnen Instituten wird in einer aufrecht zu halten. Nach sehr lebhafter und ausgedehnter Diskussion Weise verfahren, daß evangelische Paritätsbeschwerden wohl be- gelangte eine Resolution aur Annahme, in welcher zunächst gründet wären.( Lachen.) das unsolidarische Verhalten einer Anzahl namentlich lediger Kollegen scharf getadelt und ausgesprochen wurde, daß die Versammlung im Prinzip an den Magdeburger Beschlüssen festhält, jedoch in Rücksicht darauf, daß dieselben augenblicklich nicht durch zuführen sind, es jedem Kugelforb- Arbeiter zur Pflicht macht, unter allen Umständen den Stückpreis von 3 M. hochzuhalten. übrigen Beschlüsse der Magdeburger Konferenz: Neunstündige Arbeitszeit und Maximalleistung( höchstens zehn Körbe pro Woche) bleiben bestehen. Weiter wurde beschlossen, daß jeder arbeitende Rollege drei Prozent seines Verdienstes an den Streitfonds aba zuführen hat. Nachdem noch die Niederlegung eines Kranzes für die Märzgefallenen beschlossen und der Vorsitzende zu reger Betheiligung an den Sammlungen für die streikenden Schuhmacher aufgefordert hatte, erfolgte Schluß der Versammlung. Minister Dr. Bosse: Die Unterrichtsverwaltung ist bestrebt, der chemischen Wissenschaft Förderung zu theil werden zu lassen. Von einem Examen ist von hervorragenden Seiten abgerathen worden, weil es eine bekannte Erscheinung ist, daß sich zu jedem neuen Examen sofort zahlreiche Personen drängen. Wir besitzen hervor ragende Lehrkräfte für Chemie und wir hoffen allen berechtigten Forderungen, die man an die wissenschaftliche Leistung unserer Justitute stellen kann, genügen zu können.( Bravo!) Abg. Dr. Dittrich( 3.) bestreitet den gestrigen Ausführungen der Abgg. Sattler und Stöcker gegenüber, daß die katholische Kirche intolerant fei; ihre Intoleranz beschränke sich gegenüber den religiösen Irrthümern. berie Zulaſſung Abg. Neubauer( P.) erörtert die polnische Sprachunterrichts- Frage. Auf eine Anregung des Abg. Hanken- Apenrade( Däne). erwidert Minister Bosse, daß er nicht in der Lage sei, eine generelle Berordnung in der dänischen Sprachenfrage zu erlassen. Abg. Hansen- Oldenburg( frt.) ist mit der Stellungnahme des Ministers einverstanden. Abg. Fuchs( 3.) fordert Eynern auf, für seinen ehrenrührigen Vorwurf, er, Fuchs, habe umstürzlerische Agitation betrieben, den Beweis zu erbringen. Dagegen sei es bekannt, daß die National liberalen den Sozialdemokraten auf dem Bauche nach geruscht seien, um ihre Stimmen bei den Stich wahlen zu erlangen. genügend beweise, wie berechtigt v. Eynern's Vorwürfe waren; Abg. v. Eynern( nall.) meint, daß Fuchs' heutiges Auftreten D Versammlungen. brechung von vielen Jahren eine äußerst start besuchte öffent. In Groß- Lichterfelde fand am Sonntag nach einer Unterliche Boltsversammlung in Bagel's Lofal statt. Der große Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Da die Referentin Genossin Ziez- Hamburg sich etwas verspätet hatte, wurde zur Wahl der Komitees für die Neichstagswahl geschritten und in dieselben die Genossen Hopf, Lehmann, 3öllner, Schulz und Böhme für Lichterfelde und Krause, Bilicke und köhne für Behlendorf delegirt. Bei der Diskussion über den Punkt Genossen Borheimer, Wenzel und Röder einer scharfen, aber vollkommen berechtigten Kritik unterzogen und die organisirten Arbeiter aufgefordert, den Wirth Pagel als Entschädigung für die in Aussicht stehenden vexatorischen Maßnahmen nach Kräften zu unterstützen. Nachdem hielt die inzwischen eingetroffene Genossin 3iet das Wort zu ihrem Bortrage. In anderthalbstündiger ausgezeichneter Rede schilderte dieselbe die innere und äußere Politik, die Zerfahrenheit in den Regierungsfreifen, und schloß unter stürmischem Beifall mit der Aufforderung, mit allen Kräften die für einta Wahl des sozialdemokratischen Kandidaten Mit Rücksicht auf den trefflichen Vortrag wurde Lokalfrage wurden die Bracneichterfelder Polizei von den Abg. v. Eynern( natl.) hätte gewünscht, auf eine Polemik mit Abg. Porsch( 3) sucht nachzuweisen, daß die Provokationen dem Zentrum verzichten zu können, angesichts der Annäherung, von evangelischer Seite um nichts geringer und seltener sind als die die sich im Reichstage vollzieht. Aber die Ausführungen angeblichen von katholischer Seite. der Herren Porsch und Dauzenberg zwingen zur Entgeguung. Die Abg. Johannsen bittet den Minister, sich über die Verhältnisse Herren wollen den Umsturz bekämpfen, aber in Dortmund hat in Nordschleswig nicht von Leuten unterrichten zu lassen, die sich der Sozialdemokrat beim Zentrum für dessen Unter- dort alles durch die anarchistische Brille sehen. stützung bedankt. Herr Windthorst verstand es oft genug, Minister Bosse weist dieses Anfinnen zurück. Er beziehe seine einem Sozialdemokraten zum Siege zu verhelfen, weil sein Gegen- Informationen von Beamten, die dort auf vorgeschobenem Posten fandidat ihm nicht katholisch genug war. Wenn Herr Fuchs umber- ihres Amtes walten, wofür ihnen das Vaterland dankbar sei. reift, so unterscheiden sich seine Reden in feiner Weise Nach wiederholten Bemerkungen der Abgg. Friedberg, von den sozialdemokratischen; ebenso findet sich der gleiche ver- Porsch, Johannsen, Stöcker wird der Titel„ Minister: hetzende Ton in Zentrumsblättern wie in sozialdemokratischen Dr- gehalt" bewilligt, ebenso ohne weitere Debatte das ganze Kapitel ganen. Verlegungen der Parität durch Anstellung evangelischer Ministerium". Hausknechte oder Dienstmädchen in katholischen Anstalten scheinen ja Morgen( Mittwoch) 11 Uhr: Vereidigung der bisher nicht feit den darüber vorgebrachten Beschwerden aufgehört zu haben. verei digten Mitglieder des Hauses. Fortsetzung der Berathung des Die weitgehendsten Forderungen des Zentrums in bezug| Kultusetats. auf die Konvikte und Seminare finden in weiten Kreisen der katholischen Bevölkerung keinen Widerhall. Die Zulassung der Redemptoristen, die Fuchs gestern forderte, flärt uns auf über die Ziele dieses Herrn. Wo dieser Orden sich niederleber ,, die bevorstehenden Reichstagswahlen und die läßt, ist es mit dem religiösen Frieden vorbei.( Widerspruch im Franen" referirte Genoffin 3ieß aus Hamburg unter wieder- zutreten. Sentrum.) Wir sehen das in Belgien, wo das Ordenswesen mit holtem, reichen Beifall am 7. März im Alten Schützenhaus, Linien- von einer Diskussion Abstand genommen und beschloffen, nur schwerem Druck auf den materiellen Verhältnissen der Bevölkerung ftraße 5, in einer von der Vertrauensperson einberufenen Volks- Gegner zum Wort kommen zu lassen, indessen meldete sich niemand. lastet. Wir freuen uns, daß das Zentrum den Umsturz bekämpfen versammlung. Im Anschluß an den bereits im„ Vorwärts" wieder: Der mitanwesende Abgeordnete Genosse 3ubeil forderte die Ans will. Bei den Wahlen wollen wir ihm Gelegenheit geben, seine gegebenen Vortrag nahm die Versammlung hierauf einstimmig eine wesenden auf, vor allen Dingen sich die Erhaltung des Lokals ans Worte in Thaten umzusetzen. von Frl. Ha afe begründete Resolution an, die das vollkommene gelegen sein zu lassen und die Parteipresse durch Abonnements au Abg. Johannsen( Däne) erörtert die Schulverhältnisse in Nord: Einverständniß mit dem Vortrage ausspricht und die Frauen ver- unterstützen. Mit einem begeisternden Hoch auf die Sozialdemokratie schleswig, wo es oft vorkomme, daß die Kinder bis zum 15., ja bis pflichtet, bei der kommenden Reichstagswahl mit aller Energie für schloß die imposante Versammlung. zum 16. Lebensjahre zum Schulbesuch gezwungen werden. Er bittet, die sozialdemokratischen Kandidaten zu agitiren, um dadurch die In der letzten Mitgiederversammlung des Vereins der die Altersgrenze für den Schulbesuch einheitlich festzusetzen. Mißbilligung mit dem jetzigen Regierungssystem zum Ausdruck zu graphischen Arbeiter und Arbeiterinnen wurden zunächst Minister Boffe: Im allgemeinen ist die Bevölkerung mit den bringen. Weiter wendet sich Frl. Haase an die Genoffen des fünften 18 männliche und 4 weibliche Mitglieder aufgenommen. Dann hielt Verhältnissen in Nordschleswig ganz zufrieden. die von de Kreises mit dem Ersuchen, die Agitation der Franen zu unterstützen Herr Manasse einen Vortrag über den Kampf ums Dasein", Abg. Jürgensen( natl.) kann ein Bedürfniß für die von dem und ihre Frauen zu veranlassen, in den Volksversammlungen recht welcher eine sehr beifällige Aufnahme fand. Die Abrechnung vom Abg. Johannsen gewünschten Aenderungen nicht anerkennen. zahlreich zu erscheinen. Frau Mefch schließt sich in allen Punkten Stiftungsfest ergab ein Tefizit von 25,15 M., doch stehen noch Abg. Dr. Porsch( 3): Im Kampfe gegen den Umsturz ver- den Darlegungen der Referentin an, und schließt die Versammlung 105 Billets aus, deren Eingang bald erhofft wird. Der VergnügungsTangen wir Freiheit der Kirche. Ueber sein Verhalten bei den mit dreifachem Hoch auf die Sozialdemokratie. kommission wurden Bieber, Haß und Pommert zugewählt. Wahlen läßt sich das Zentrum jedenfalls keine Vorschriften machen. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner. Heute Abend 8% Uhr in Die Ordensniederlaffungen haben bei uns nirgends den konfeffionellen Frieden gestört; auch die Redemptoristen würden das nicht thun. Theater- und Vergnügungs Verein Helgoland. Sigung heute Abend Die Korbmacher unterzogen in einer am Montag stattgehabten öffentlichen Bersammlung die augenblicklichen Arbeitsverhältnisse in G. Feuerstein's Fejisälen, Ate Jakobstr. 75: Zusammenkunft. ihrem Berufe einer sehr eingehenden Besprechung. Es handelte sich s uhr Ackerstr. 144. 188 Saddundo? Hamburger Engros- Lager Spittelmarkt pizza 16-17 Vorteilhaftes nasting & a.Jandorf& Co. Selmarkt 16-17 Angebot für Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Baumwollwaaren. den 10. März. den 11. März. 1 Kurzwaaren und Nähartikel. si Wirtschafts- Artikel: Bettsatin, gestreift, ca. 84 cm breit, für Kopfkissen, 48 P. Rockgurte, abgepasst, Bettsatin, gestreift, ca. 130 cm breit, für Oberbetten, 75 Pf. Meter Cöper- Inlett, rot gestreift, für Kopfkissen, Meter 75 Pf. Cöper- Inlett, rot gestreift, für Oberbetten, Meter 115 Pf. Gardinenhalter, bordeaux und grün. Stück Schweissblätter. Rocknadeln Wäschebuchstaben Bettlitzen, Stück 10 Meter Besenborde, schwarz 14 P., 30 P Nagelbürsten Kettenhalter für Portièren, Stek. 14 Pf., 23 Pf. Ponponfranzen, einfarbig und bunt • Sicherheitsnadeln Aufschürzer aus Gummi. . Garderoben- Leisten . · Stück 18 Pf. Paar 8 Pf. 3 Haken 4 Haken 5 Haken B . 2 Stück 3 Pf. 23 Pf. 32 Pf. In 40 Pf. 2 Dutzend 5 Pf. . .28 4 Meter 18 Pf. 3 Grössen. .. 2 Stück 9 Pf. 28. 35 P Marktkörbe mit 2 Deckeln, 85 Pf. 125 Pf. 150 Pf. Obstmesser- Ständer Wirtschafts- Waagen Stück 15 Pf. . 3 Dutzend Pf. Stück 5 u. 9 Pf. mit 6 Messern • 12 Pf., 23 Pf. Schablonenkasten mit Pinsel und Farbe. Stück Meter • Roulleaux Cordel, weiss, crême, grau • Stück 20 Meter 37 Pf. Tapisserie, vorgezeichnet. Bestecktaschen mit Futter Markttaschen mit Netz Tischläufer mit Franzen Stück 100 Pf. Stück 48 Pf. Stück 50 Pf. Schirmhüllen,.... 1teilig 32 Pf., 2 teilig 54 Pf. 5111 Taschentücher Weiss Batist, mit schmalen schottischen Bordüren, ganz neu Schleiertülle Pf. Pf. 1/2 Dutzend mit Punkten, ca. 45 Centimeter breit, in allen Farben, 21 Pf. sehr kleidsam Vorsteckschleife Meter Rüsche ( 10 Kilo). mit Feger. ... 85 Pf. Krümelschippen Stück 42 Pf. 38 Pf. Spiral- Schneeschläger Stück 8 Pf. Kartoffelstampfer... Stück 20 Pf. aus neuester Pariser Gaze, mit schmaler Rück 80 P. Kaffeesiebe besetzt. bhen Nackenrüschen Tassensiebe . Uhrhalter sehr praktisch, elegant fertig. 58 Pf. aus gestickten Tüllspitzen, mit Atlashand 25 Pr. Anhängesiebe mit Seide gestickt . Stück .. Stück 5 Pf. · Stück 5 Pf. Stück Pf. Proben und Preislisten portofrei. Mittwoch, Donnerstag, Freitag Porzellan Körbchen mit Henkel 48 Pf. Leuchter, Blumenmuster, 38 Pf. Schwedenhalter, Blumenmuster, 38 Pf. Aschschalen, Blumenmuster, 32 Pf. Nadelschalen 9 Pf. Schalen, rund, bemalt, 9 Pf. Satztöpfe, bemalt, 6 Stück 1,70 Mk. Dessertfeller, Blumenmuster, 32 Pf. BlumenDessertkörbe, muster, 28, 65,95 Pf., 1,25 M. Kuchenkörbe, Blumen- 1,35мM., muster 1,35M., Kuchen- 70 Pf. Milchtöpfe, bemalt, 9 Pf. teller Kaffeebecher für Kinder, bemalt, 10 Pf. bemalt, Kaffeeservices,& Teile, für 6 Pers. 2,45 Mk. bemalt, 11 11 9 Telle, 6 Pers. 2,65, 3,75,4,50, 16 Teile 12Pers. 9 M. Franz. Kaffeeservices 11 u. 17 Mk. graue Steingut Inhalt 1/2 1. Liter Bierkrüge, einfarbig 30 45 Pf. 58 Pf. flach mit Figuren, bunt 38 Dessertteller 5P. Speisefeller, 6P Englische Waschservices, einfarb. Muster 6 Mk. 5 Teile, buntes Muster 8 Mk. Emaille Durchm. ca. 32 34 utief mit Figuren 13,50 Mk. 36 cm Schüsseln weiss 28 35 40 Pf. Wannen, oval Länge ca. 45 50 55 60 cm blau 1,40 1,65 2,10 2,35 M. marmor. 1,45 1,75 2,25 2.60 M. Durchm. ca. 22 Teller weiss Kehrschaufeln 24 cm 911 Pf. marmor. 35 40 45 Pf. Konsole mit Wassermass, 35 Pf. marmoriert Dekorierte Eimer Durchm. ca 28 cm mit Deckel, 2 Mk. Versand- Abteilung Berlin W., Leipzigerstr. 132/33. Glas Durchm. ca. 15 18 cm Salatschalen, geschliffen, 45 58 Pf. Fruchtschalen mit Fuss, geschliffen 95 Pf. Tafelaufsätze mit Vase, geschliffen 2,50 Mk. Käseglocken mit Teller, geschliffen 48 Pf. Zuckerschalen mit Fuss, geschliffen 28 Pf. Teller, geschliffen, Durchm. ca. 13 cm. 18 Pf. Dekorationspokale mit Figuren 2,35 Mk. Wassergläser 5 Pf. Theegläser mit Fuss, geschliffen 23 Pf. Bierbecher mit Skatbildern 30 Pf. 11 11 reich geschliffen 70 Pf. Likörschalen, geschliffen 12 Pf. Weissbiergläser, klein 19, gross 28 Pf. Weingläser, Römerform, grün 24, gelb 30 Pf. Wirtschafts- Artikel mit Haarbesen, Borsten 65, 85 Pf., 1,10 Mk.| Bohnerschrubber, si 5,25 Mk. graue Handfeger, Borsten 40, 45, 50 Pf. Rosshaarbesen, poliert 1,90, 2,10, 2,40 Mk. Handfeger, Rose 75 Pf., 1, 1,10 Mk. Rosshaar, poliert Schrubber 22 u. 28 Pf. Wurzel, Bohnermasse 55 Pf. Bohnerspähne 20 Pf. Stehleitern mit 6 7 Stufen 2,85 3,30 Mk. Walzenlänge ca. 36 39 42 cm Wringmaschinen 12 12,50 13,25 Mk. mit Teppich- Handfeger, Waze 1095 35 u. 45 Pf. Küchenlampen, 850, 10, 95 Pf. lackiert 35 Hand- Waschbürsten 5, 8, 10 Pf. nickelt. Blender EisenKaffeemühlen, ich 1,20, 1,30, 1,50 Mk. Briefkasten 35, 55, 75, 90 Pf. Holzlöffel, spitz rund u. Dtz. 42, 70, 95 Pf. blau Vorratstonnen, dekoriert 28 Pf. Butterkühler, vernickelt 2 Mk. vernickelt, Kabaretts, mit 4 Glas- Einsätzen 2,40 Mk. Brittannia- Theelöffel, Dtz. 70 Pf. Tischlampen, Fadenstiel oder bunter Fuss m. dekoriert. Schirm 2,80 Mk. 。 Esslöffel, 92 Dtz. 1,60 ML galvanis. Zinkfuss m. weissem Schirm Warenhaus A.Wertheim Allen Vereinen Berlins bietet sich jetzt die beste Gelegenheit, ihre Sommerfeste unter toulanten Bedingungen zu feiern, in C. Joël's Victoria- Garten Möbel und Volkerwaaren. Franz Tutzauer, Tischlermeister, Berlin SW., Blücherstr. 14. Vom 1. April 1898 ab: N. Brunnenstrasse 152. vollständige Wohnungs- Einrichtungen von 250 M. 42859* Wilhelm Lambrecht, Simeonftr. 19. Möbel ant, fowie Einzelstücke zu den billigsten Preisen. nach Maaß Herren Knaben SO., Köpnicker Landstraße 4, unmittelbar am Treptower- Bark: Anzüge ya B für Telephon Amt 4, No. 2724. 11. Größte Auswahl in in- und aus: Großer Saal, Konzert- Garten, geschütte Veranden, 11 Kegelbahnen, ländischen Stoffen für Paletots, Kaffeeküche und allerlei Volksbelustigungen. Anzüge, Beinkleider 2c. werden unter Garantie des guten Sites zu überaus billigen Preisen 11686 schnellstens angefertigt im Tuchgeschäft Haltestelle der Elektrischen Eisenbahnen( Siemens u. Halske); von der großen Berliner Pferde bahn und der Stadt und Ningbahnstation Treptow 2 Minuten entfernt. 9005) Entschädigung erhalten Vereine, Bersammlungen 2c., die Wochentags( außer Sonnabends) meine Säle von 100-800 Beri.( mit Bühne, benußen. Franz Müller, Central- Feitsäle, Alte Jakobstr. 32( Central- Theater). Einige Sonnabende im April noch frei. Das Gute siegt zuletzt doch! Das seit ca. 20 Jahren existirende echte Dr. Thompson's Seifenpulver ( Schutzmarte Schivan") hat fich unter allen übrigen Waschpräparaten als das beste, billigste und bequemite Waschmittel der Welt erwiesen! Dasselbe ist zu haben in den meisten Kolonialwaaren, Drognen und Seifenhandlungen. Täglich von 7 1hr morgens bis 6 Uhr abends: Verkauf frisch gek. schw. verls. und sinn. Fleisches. pro Pid. von 30 Bf an, 40 Pf. Rindfleisch Schweinefleisch Verwaltung der Kochanstalt Städt. Schlachthof [ 4041 bei A. Karle, Waldemarstr. 66. Eine bedeutende süddeutsche Kunstschlosserei, we schon lange am Plage besteht, ucht hehufs Bergrößern ihres Betriebes eine Anzahl tiichtiger[* Vorarbeiter bei höchsten Löhnen. Reise wird vergütet. Dauernde Beschäf tigung wird zugesichert. Auch tüchtige Helfer, welche event. bald den Play eines Kolonnen: Berücksichtigung.dungen bei Herrn Bruno Milch, Berlin, Burgstraße 29, der auch jede gew. Aus: funft ertheilt. Abds. 5-7 Uhr. Möbel, Wegen Räumung Wegen Räumung.grers einnehmen, finden ardinen. Spiegel n. Polsterwaaren reell, zu soliden Preisen, empfiehlt H. Strelow, Tischlermstr. Rixdorf, Richarbitraße 116, am Denkmal. Margarine faufen Sie für 60 und 65 Pfg. à Pfund hochfein und frisch[ 44202 Markthalle Dresdenerstr., Stand 200-201, * und Plan- Ilfer 96, a. d. Kottbufer Br. A. Bothe( Gegr. 1884.) Berfandt nach allen Stadttheilen. und [ 45082* Stores Platterinnen crême und weiss auf Stehkr., Um legefr. u. Manschetten in u. außer dem Hause sucht M. Treppe, Schönfabelhaft billig. hauser Allee 167a, Fabrikgebäude. Gardinen Lager J. Adler Spandauerstraße Nr. 30, gegenüber dem Rathhause. Gardinen Abbildung. gratis u. franko. Fahrrad 1898er Modell, erfitt. Betten Stand 10,00 bis 80,00, Mand.2,35, Bettfed., Bettw., deutsches Fabrikat, Gard. spottb. Bettenhaus Neanderstr. S. reelle Garantie, verf. billig Carl Schultze, Annenstr. 26, II. Sehr günstiger Gelegenheitstauf. 1188b Milchkübel, Sammen, Satten, Buttermaschinen 445L* Jordan, Kl. Markusstr. 28. Arbeitsmarkt. Lehrmädchen für Pusfeber- Fabrikation finden gegen Zähne v. 2 Mark event. Theil fofortige angemessene Vergütung gute zahlung. Lehrstelle. 1210b Olga Jacobson, Juvalidenst. 145. Louis Fünkenstein, Alte Jalobftr. 61. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. 6 Korbmacher auf grüne Arbeit bei hohem Lohn Achtung! Holzarbeiter! In ber Möbeltischlerei von Gebr. Geisler, Lothringer: strasse 39, haben 19 Tischler und in der Bautischlerei von Reuter, Steinmenstr. 24, 13 Tischler wegen Lohndifferenzen die Arbeit eingestellt. 78/ 8* Zuzug ist fernzuhalten. Die Ortsverivaltung. Gelibte Linoleumleger verlangen Quantmeyer& Eicke. Putzfedern. Junge Mädchen zum Lernen bel dreimonatl. Lehrzeit u. sofortigem Gehalt verlangt 1212b Adolf Rosen, Gertraudtenstr. 23. Tapezirerlehrling vert. Krafft, Köpnicerfir. 190. 1213b Schneiderlehrling verl. H. Stabrow, Groß- Besten. 1214b Beistengrundirer v. Büschingstr. 4. Farbigmacher werden verf. Barnimstr. 2. 1215b fofort verlangt Rob. Zwerner, Briefumschlag- Fabrik Friedrichsfelde bei Berlin. Höchsten Lohn erhalten geübte Putfeder: Arbeiterinnen in und außer dem Hause bei Louis Fünkenstein, Alte Jafobstr. 61,[ 12116 Geübte Leistenbelegerinuen verlangt Büschingstr. 4. 1218b sucht bei hohen Löhnen perfekte Arbeiter und Arbeiterinnen auf Hand und Maschinen. Reise: vergütung. Offerte unter N. S. 275 an Haasenstein& Vogler, A.-G., Frankfurt a. M. Einen Korbmachergesellen a. Rohr: Suche für meine Bilderrahmen. arbeit verl. Aug. Habiz, Lausitzerstr. 12. Fabrik und Glaserei einen Tücht, Ges., a.. Büff, 1. beff. Möbel, Sichtenberg, Wilhelutstr. 18, dicht a. aus aufständiger Familie. 12226 Bahnhof Lichtenberg- Friedrichsfelde. Gost, Alvenslebenstr. 22. Lehrling Druck und Verlag von Max Bading in Berlin.