Nr. Abonnem Abonnement Wierteljährl. wöchentlich Einzelne Nu Nummer m Beilage, Die Abonnement Eingetragen Preisliste fü Unter Kreuz Defterretch= 1 übrige Aus Erscheint -Bedingungen: ets pränumerando: Mt., monatl. 1,10 mt., sfg. fret ins Haus. : 5 Pfg. Sonntags= luftrirter Sonntagse Welt" 10 Pfg. Poft 30 Mart pro Quartal. der Poft Zeitungs98 unter Br. 7576. für Deutschland und rn 2 Mart, für bas 3 Mart pro Monat. d außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Infections- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelzetle oder beren Raum 40 Pfg., für Beretns- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Erpebition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Hmt 1, Mr. 1508, Telegramm Adresse: " Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaf on: SW. 19, Beuth- Straße 2. rinnen trägt, so etwa a Gemüse möglich, verfaulen fabrikati Für sie nugung in Brau wird zu Arbeitst angenom Personen lange A fann. Die = Freitag, den 11. März 1898. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3: Nach alledem würden wir es für verkehrt und für einen Rückschritt unserer Sozialpolitik halten, wenn der Bundesrath den Wünschen der Konservenfabrikanten nachkommen sollte. 1848. Erinnerungstage der Revolution. 11. März. Der Kurfürst von Hessen- Rassel hatte die ihm als letzte sodann aber ist die Ansicht verbreitet, daß die ge- der weiblichen Arbeitskräfte gegeben gegeben wurde? Sollen Arbe szeit in Konservenfabriken. währte Ueberarbeit, also bis zu 13 Stunden täglicher Arbeits- die Arbeiterinnen für Fehler der Fabrikanten ihre zeit innerhalb 40 Tagen, nicht hinreiche, die täglich zugeführte Gesundheit opfern müssen? Liegt es nicht vielJede Sommer zur Zeit der Gemüse Ernte beginnt für Menge frischen Gemüses jeder Zeit voll und ganz aufzu mehr im Interesse einer vernünftigen Sozialpolitik, Die Kons nfabrikation die kurze, aber arbeitsreiche Saison. arbeiten. Die Klagen der Konserven- Fabrikanten sind mit die Fabrikanten durch verschärfte Anwendung der geltenden Wenn w nd der übrigen Jahreszeit die Zahl der Arbeite- den Jahren immer lauter geworden und gipfeln in der Be- Bestimmungen zu nöthigen, dafür Sorge zu tragen, daß ste einer Konservenfabrik noch nicht ein Duhend be- hauptung, daß mit den jezigen Bestimmungen über die Dauer besser einkaufen lernen und die Materialzufuhren, der Zahl willt sie jetzt auf hunderte an. Im Verlauf von der Arbeitszeit nicht auszukommen sei. Es ist nun anzu- der Arbeitskräfte entsprechend, zu regeln verstehen? Frühzeitige Wochen muß der neue Vorrath frischer nehmen, daß diese Klagen im Bundesrath Gehör gefunden Kaufabschlüsse mit den Gemüselieferanten, denen bestimmte fgearbeitet werden. Da ist tein Aufschub haben. Denn mit nichts anderem kann der Entwurf Liefertage angegeben werden, ermöglichen es bei einiger Disoll nicht das Rohmaterial über Nacht sich befassen, den der Bundesrath in seiner Sigung position, daß das tägliche Arbeitsquantum nicht überschritten and unbrauchbar werden. Die Konserven vom 3. März dem zuständigen Ausschuß überwiesen zu werden braucht. Anbau, Pflege und Ernte der Gemüse ist ein Saisongewerbe durch und durch. hat. Man weiß nichts weiter, als daß er Be werden dadurch gleichfalls geregelt und die Mißstände in der den Wochen des reifenden Sommers die Aus- ftimmungen über die Beschäftigung von Arbeiterinnen Konfervenfabrikation bis auf ein Minimum reduzirt. Minute das dringendste Bedürfniß. Wer z. B. in Konservenfabriken enthält. Da es eine Thatsache ist, daß veig sich während einer Kampagne umsteht, der auf grund des 138a den Konservenfabriken seitens der unteren st die äußerst lebhafte Nachfrage nach weiblichen und höheren Verwaltungsbehörden die weitgehendste Been wahrnehmen. Zu hunderten werden Arbeiterinnen willigung von Ueberarbeit zugestanden wird, so scheint die und ohne Auswahl werden alte und junge Absicht zu bestehen, von Reichs wegen ein für allemal generell gelaffen, falls sie nur gegen billigste Löhne und den Konservenfabriken für die Dauer der Saison die untsdauer feinen Einspruch erheben. Wie lebhaft beschränkteste Anwendung von Ueberarbeit zu gestatten. Der gerade in Braunschweig die Kampagne in den meisten Bundesrath wird also von§ 139a, 4 der Gewerbe- Ordnung Jahren ist, da beweist die Thatsache, daß zur Bewältigung Gebrauch machen. Nach dieser Bestimmung ist der Bundesder Arbeit selb die Prostituirten herangezogen werden. Es rath ermächtigt, für Fabrikationszweige, in denen regelmäßig Frist von den Hanauern gesetzte Mittagsstunde ohne Bewilligung besteht daselbst imlich die eigenthümliche Einrichtung, daß die zu gewissen Zeiten des Jahres ein vermehrtes Arbeitswegen eines get igen Verstoßes gegen die Polizeivorschriften bedürfniß eintritt, Ausnahmen der allgemeinen Bestimmungen verstreichen lassen. Große Menschenmassen wogten in den Straßen inhaftirten Prof tuirten in der Sommerzeit gehalten sind, im über die Dauer der Arbeitszeit für Arbeiterinnen mit der Residensstadt Kassel. Schon haben die Hanauer Abgesandten Gefängnisse Gemüse für Konservenfabriken zu puzen und zu der Maßgabe zuzulassen, daß die tägliche Arbeitszeit drei ihre Wagen wieder bestiegen, um den ablehnenden Bescheid und zurichten gewiß ein Beweis, daß die Arbeit sehr dringlich zehn Stunden, an Sonnabenden zehn Stunden nicht über- damit den Bürgerkrieg in ihre Heimath zu tragen, als sich die sein muß, venu man sogar diese Hilfskräfte nicht entbehren schreitet. Die Erlaubniß zur Ueberarbeit für mehr als vierzig Voltsmassen in Raffel ins Mittel legen. Sie beschwören die AbTage darf jedoch nur dann ertheilt werden, wenn die Arbeitsgesandten, noch einen letzten Versuch beim Kurfürften zu machen. So lage nun die Arbeitszeit für weibliche Arbeitskräfte zeit so geregelt wird, daß ihre tägliche Dauer im Durchschnitt Als die Audienz verzögert wird, fliegen Steinmaffen durch die Fensternicht beschänkt war, so lange war es für die Fabri- der Betriebstage des Jahres die regelmäßige gefeßliche Arbeits- fcheiben ins turfürstliche Schloß. Endlich werden die Abgesandten ins fanten leht, durch die kraffeste Ueberarbeit die zu zeit nicht überschreitet. geführter Bemüsemiengena von Tag zu Tag aufzu Nach den Darstellungen der Fabrikanten mag allerdings Schloß gerufen und ihnen die Erfüllung fämmtlicher Wünsche zugebilligt. arbeiten. Als aber die Verkürzung der Arbeitszeit ein Bedürfniß nach konstanter jährlicher Ueberalbeit zu bestehen in vom 11. datirtes Patent verspricht vollständige politische auf elf undren évatrat, da war Holland in großer scheinen. Aber vom Standpunkte der Arbeiter muß ein solches innestie, Breßfreiheit, Nationalvertretung und die Berufung voltsNoth. Auf die verschiedenste Weise wurden und werden die Verlangen als unberechtigt bestritten werden. Ueberarbeitszeit thümlicher Männer ins Kabinet. gesetzlichen Bestimmungen umgangen. Entweder man sucht der trotzdem zu bewilligen, könnte nur dann begreiflich er- In Göttingen läßt an diesem Tage der hannoversche Polizei in Schnippchen zu schlagen und arbeitet ruhig in die scheinen, wenn in der That die Herstellung der Konserven Polizeidirektor Heinze durch berittene Gendarmen in eine vom Nacht hinein. Der Verschwiegenheit seiner Arbeiterinnen ist in den Sommermonaten nur unter Anwendung von Ueber- Rommers nach Hause gehende Studentenschaar einhauen, wo mehrere man versichert. Man läßt es barauf ankommen, ob die Polizei arbeit möglich wäre. Nun wird man wohl zugeben müssen, erheblich verwundet werden. die Sache merkt. Schlimm wird es dann nicht; man bezahlt daß bei der unorganisirten Art und Weise, wie heute die direktor habe die Gendarmen vorher trunken gemacht, damit sie Es wurde behauptet, der Polizeidie niedrige Strafe und versucht das Manöver von neuem. Gemüsezufuhren bewerkstelligt werden, es jetzt allerdings vor den nöthigen Muth fanden. Ein zweiter Weg, die Arbeitszeit bis in infinitum auszudehnen tommt, daß an manchen Tagen, ja während mancher Wochen pörung hervor. Die Georgia Augusta verlangte amtlich GenugDies rief die größte Em ist der, daß die Beschäftigung in der Fabrik zwar Tag und Nacht gearbeitet werden muß, sollen die Vorräthe zur Zeit beendet, den Arbeiterinnen aber ein ganzer Berg von nicht anfaulen. Aber gerade dieses ungesunde Verhältniß thuung, Absetzung und Bestrafung des Polizeidirektors, ebenso Gemüse, gut abgewogen, mit nach Hause gegeben wird, damit sie gilt es zu beseitigen, nicht noch zu verschlimmern. Eine gut wie von der Universität ging eine Deputation der Bürgerdort die Nacht hindurch weiter arbeiten. Arbeiterinnen, die geleitete Konservenfabrik, an deren Spize ein umsichtiger Geschäfts- schaft beschwerdeführend nach Hannover. Die Deputationen sich darauf nicht einlassen, können sich in einer Fabrit einfach mann steht, kann aber die Zufuhren von Gemüse so vertheilen, wurden jedoch nicht vorgelaffen und die verlangte Genugthuung vers nicht halten. Dieser Weg ist für unsaubere Fabrikanten der daß er Tag für Tag ein gleich großes Quantum Gemüse bekommt, weigert. rentabelste, aber für Gemüse- Esser der unappetitlichste. In das er sofort mit den vorhandenen Arbeitskräften in 11 Stunden welchen Räumen und unter welchen Nebenumständen wird da aufarbeiten kann. Auch hier ist es nicht ausgeschlossen, daß österreichischen Stände gerichtete Adresse mit tausenden von UnterDie Wiener Bürgerschaft bedeckt eine an die niederdes Nachts das Gemüse geputzt! Schreiber dieser Zeilen hat aus Gründen der Temperatur an einigen Tagen die Zufuhr schriften. Sie enthält die Hauptpunkte der Märzforderungen, Berlange Zeit danach, nachdem er persönlichen Einblick in diese erheblich größer, also auch Ueberarbeit erforderlich wird, aber Verhältnisse gewonnen hatte, auf jeden Genuß Braunschweiger solche Ausnahmefälle können dann die Regel nicht erschüttern, öffentlichung des Staatshaushalts, periodische Berufung ständischer Ronserven verzichtet. Der einzig gesetzliche Weg, Ueberarbeits- wonach in elf Stunden die Vorräthe täglich gut auf Vertretungen mit Steuerbewilligungsrecht und Theilnahme an der zeit zu erlangen, ist endlich der, daß man sich an die Aufsichts- gearbeitet werden können. Was aber einer gut geleiteten Gesetzgebung, Preßfreiheit, öffentliches Gerichts- und Verwaltungsbehörde wendet, die mit Genehmigung von solchen Anträgen Fabrik möglich ist, sollte man das nicht von anderen Fabriken verfahren, Aenderung der Stadt- und Gemeindeverfassung. An dem wahrlich nicht fargt. Aber einmal sind manche Fabrikanten gleichfalls verlangen können, namentlich da es sich darum selben Tage unterzeichnen auf der Aula der Universität mehr als zu bequem, solche Anträge überhaupt zu stellen, handelt, ein Gesetz zu durchbrechen, das zum Schuße 2000 Studenten eine Adresse der Studentenschaft an den Kaiser. 21 " Und da war urplöglich das Unmögliche Ereigniß geworden. In Paris hatte der alte Revolutionsfrater sich am 22. Februar 1848 geöffnet, und in das beste aller politischen Uhrwerte einen Stein geschleudert, der im Nu die schöne Ordnung in die schönste Unordnung brachte, so daß das beste aller Uhrwerte nicht mehr gehen wollte. Vor dem 18. März. gab's nicht, die Presse war geknebelt, das Bolt war zufrieden", der Herr der Heerschaaren auf die sündige Erde herabschaut, thronte Denn die Karlsbader Beschlüsse, ausgeführt durch die Mainzer der Jubegriff aller staatsmännischen Weisheit, der größte StaatsBor fünfzig Jahren bot Deutschland ein gar merkwürdiges Kontroll- Untersuchungskommission, sorgten dafür, daß jeder Nicht- mann, den die Welt jemals gesehen hat, nicht der Säkular-, sondern und lehrreiches Schauspiel. Wir wollen hier nicht von der Ge- zufriedene hinter Schloß und Riegel besorgt und aufgehoben ward. der Millenniar: Mensch- denn um ein solches Genie fertig schichte, den Verlauf und dem Wesen der Märzrevolution reden, Das Muckerthum trieb geistige und fleischliche Orgien. Die böse zu bringen, braucht der Weltgeist mindestens 1000 Jahre der überderen Halbjahrhundert- Jubelfest das deutsche Volt im Laufe dieses Wissenschaft hatte umfehren müssen. Ju den Städten herrschte menschliche, mit göttlicher Weisheit, Alwissenheit und MachtvollMonats begeht. Sie ist erst in der Vorbereitung begriffen und die Ordnung des Ererzirplages und auf dem Lande erstommenheit ausgestattete Millenniar- Mensch Metternich. Metterhat noch nicht die Berliner Bluttaufe empfangen, Was uns heute freuten sich die Bewohner aller Segnungen patriarchalischer nich, der Atlas, welcher das europäische Staatensystem auf seinen beschäftigt, bas ist die Haltung und das Handeln der Regierungen, Leibeigenschaft fie waren an die Scholle geheftet und mußten Schultern trug, der geniale Uhrmacher, der die ganze Staatsleitenden Staatsmänner" und sonstiger, ftaatserhaltenden Gewalten" dem angestammten Junker für ein paar Pfennige den Tag Sklaven- und Gesellschaftsordnung so wunderbar gut eingerichtet hatte, daß gegenüber der Bewegung des Bolts und den sich vollziehenden und arbeit verrichten. Kurz, alles, was unseren Junkern nebst Anhängsel die Möglichkeit ausgeschlossen war, das Werk könne versagen. vorbereitenden Ereignissen. Das Wort Handeln" bätte eigentlich beute das höchfte politische Jdeal ist damals war es Wirklichkeit. wegbleiben tömten, denn von Handeln" war die Rede nicht, es sei wohl haben sie recht, die Herren, auf den Zukunftsstaat" der denn, man nen ne den Trick des Mifitäfers, der sich beim Erkennen Sozialdemokraten zu schelten wenn man den Vergangen einer Gefahr to dt stellt, ein Handeln". Diese völlige Abwesenheit beits staat will, muß man naturgemäß die Zukunft haffen und bewußten, plan ollen, muthigen Handelns auf seiten der herrschenden dem Zukunftsstaat gram sein. Gewalten ist ein charakteristischer Bug, der die deutsche März Die 88 väterlichen Regierungen des deutschen Musterstaates revolution von allen übrigen Revolutionen unterscheidet, sie au hatten des weiteren die größten Armeen unter allen Staaten der Und das so musterhaft regierte und so wohl erzogene deutsche einem Unifum, d. h. zu einem Einzigen, das tein Seitenstück hat, Welt, so viel Polizei als die gesammte übrige Welt zusammen Bolt, statt zu trauern, daß aus dem gottlosen Welschland heraus in unter den Revolutionen macht. genommen, eine Justiz, die, Deffentlichkeit und sogar Mündlich das beste aller politischen Uhrwerke und an den Kopf der achtundMan vergegenwärtige sich die Lage. Dreiunddreißig Jahre lang. feit ausgeschloffen waren, mit derselben Pünktlichkeit ihres Amts dreißigfachen Regierungsweisheit, von der es dreiunddreißig Jahre also ein Mensche malter und mehr, war das Deutschland des Deutschen waltete, wie die Polizei und obendrein hatte das vormärzliche lang so himmelsväterlich beglückt worden, ein abscheulicher Bundes die Vor macht der Heiligen Allianz" gewesen, die Deutschland, damit ja teine der erstrebten oder wirklichen Stein geflogen war, vergaß, in schnödem Undank haarklein in Wien ihr geistiges Haupt, in Berlin ihre eifrigsten Büttel hatte, Herrlichkeiten von heute fehle, den denkbar schönsten 3ick alle Wohlthaten, die feine achtunddreißigfache Regierungsweisheit während der große Hohlkopf Nikolaus von Rußland nur eine zack Kurs, der von Friedrich Wilhelm IV. mit Origi ihm erwiesen hatte, und tanzte, wie von der Tarantel gestochen, in ornamentale Spige bildete, obgleich die preußischen Junker ihn als nalität und selbst einer gewissen Genialität ausgeführt tollem, polizeiwidrigen Jubel der achtunddreißigfachen Regierungs. Heiligen, Obe rheiligen und Dalai Lama anbeteten, bis auf die ward. Kurz Herz, was verlangft Du! Alles, aber auch alles, weisheit auf der Nase berum, Miene machend, den Mangel an heiligen Extre mente. Das vormärzliche Deutschland war die geistige was unsere Gegenwartsreaktionäre verlangen, war erfüllt. Für das Respelt noch viel weiter zu treiben. Werkstätte der Heiligen Allianz gewesen, und zu gleicher Zeit väterlich regierte Deutschland wenigstens war die beste der Welten Was that nun die achtunddreißigfache Regierungsweisheit, mit ihr Hauptversuchsfeld. Hatte sie auch in Italien, in Spanien und Wahrheit geworden. Der beschränkte Unterthanenverstand hatte Metternich als Dem von der Vorsehung gesandten Mittler Frankreich an den Völkern ihre Rumst geübt, so war doch das deutsche Steuern zu zahlen, Soldat zu werden und das Maul zu halten zwischen Gottheit und fündigen Menschen? Mit den größten Bolt ihr vornehmstes und hauptsächlichstes Vivisektionsthier, an dem die Autorität der achtunddreißig Regierungen war von feinen Armeen und der zahlreichsten Polizei der damaligen Zeit? Was sie herum exp erimentirte und in deffen lebendigem Fleisch sie mit gottlosen Umstürzlern angezweifelt, und in unbestrittener All that fie? Nicht 3. Und das ist das merkwürdige und lehrreiche Wollust herur aschnitt. So war denn, da diese Arbeit über ein weisheit und Almacht walteten ihres gottesgnädigen Herrscher Schauspiel, von dem wir reden wollten. Was that Metternich? Menschenalter hinaus gedauert hatte, Deutschland, das heißt der amts die achtunddreißig Regierungen und behüteten die Schaf Nichts. Was thaten die von ihm auf den höchsten Gipfel staatsdeutsche Bund mit Desterreich und Preußen ein Muster staat geworden heerde, die ihnen von der göttlichen Vorsehung anvertraut männischer Weisheit erhobenen achtunddreißig Musterregierungen? nach dem Herzen des Metternich und seiner Handlanger und worden war, um kunstgerecht geschoren, gelegentlich auch abgeschlachtet nicht 3. Was thaten die Vorfahren jener treppenwißigen Žige, Helfershelfer in ben achtunddreißig Musterländern des großen zu werden. Hoch über allen achtunddreißig Regierungen, ungefähr Brüse- und sonstigen schneidigen" Junterwiße und lige von heute, Musterstaats. Die Polizei regierte absolut, Versammlungsrecht in der Mitte zwischen ihnen und dem siebenten Himmel, aus dem welche vermeinen, die" Kanaille" fei mit Hundepeitschen, Feuer " Politische Mebersicht. Berlin, 10. März. Das preußische Abgeordnetenhaus nahm heute zunächst in dritter Berathung den Gefeßentwurf betr. die Bewilligung von Staatsmitteln zur Beseitigung der durch die Hochwasser des Sommers 1897 herbeigeführten Beschädigungen an. In zweiter Lefung hatte das Haus den ausgeworfenen Betrag bekanntlich von 5 auf 10 Millionen erhöht; da aber Finanzminister Dr. v. Miquel damals erklärte, daß hieran eventuell das ganze Gesetz scheitern könne, so strich das Haus heute einstimmig diese Bestimmung und begnügte sich mit einer Resolution, worin die Regierung aufgefordert wird, den über den Betrag von 5 Millionen nothwendig werdenden Bedarf aus bereitstehenden Staatsmitteln ohne Verzug zu entnehmen. " sowie auf Arbeiten, von welchen die Wiederaufnwerktägigen Betriebes abhängig ist, sofern nicht di Werktagen vorgenommen werden können; 4. auf Arbeiten, welche zur Verhütung des Rohstoffen oder des Mißlingens von Arbeitšerzeug lich sind, sofern nicht diese Arbeiten an Werktage werden können. S Bergwerksbetriebe zum Schuße des Lebens und der Gesundheit der Bergarbeiter herbeizuführen. In Verfolg dieser Erklärung sind nunmehr die Oberpräsidenten der für den Bergbau in betracht kommenden Provinzen und die Oberbergämter zum Bericht darüber aufgefordert worden, ob es sich empfiehlt, zu dem in Rede stehenden Zwecke bergpolizeiliche Unterbeamte aus dem Steiger und Arbeiterstande anzustellen, oder ob nach dem Vorgange der Gesetzgebung anderer Staaten der Weg Nach der bisherigen, im„ Reichs- Gesezb gangbar erscheine, Delegirte der Bergarbeiter zu be Reichs Anzeiger" publizirten und damit alle rufen, denen die Verpflichtung zur regelmäßigen Befahrung der giltigen Fassung durften also über 16 Bergwerke, zur Prüfung der Sicherheitsvorrichtungen und aur beiterinnen, die kein Hausweser zu besorgen ha Anzeige festgestellter Ordnungswidrigkeiten obliegen würde. Die endgiltige Entscheidung in dieser Frage wird erst erfolgen, Fortbildungsschule nicht besuchen, laut Biffer& wenn die erforderten Berichte eingegangen und die Kommiffare, zur Durchführung der gesetzlich vorgese welche der Handelsminister nach England, Frankreich und Belgien Inventur sowie zu den unter Biffer zum Studium der Wirksamkeit der Arbeiterbelegirten abzusenden Zwecken an den Vorabenden von Sonnbeschloffen hat, zurückgekehrt sein werden. tagen länger als bis 1/26 Uhr unt leber diese und andere im Abgeordnetenhause erörterte Fragen bis 29 Uhr abends beschäftigt werden. Nach der Bergpolizei wird demnächst auch eine mündliche Besprechung gung des Reichs- Anzeigers" soll das nicht mehr stattfinden, zu der die Berghauptleute für die erste Hälfte in Beziehung auf die gesetzlich vorgeschriebene der stillen Woche hierher berufen worden find." " " 3 vollen 5 Seiten an ens von rforder= ents ommen = Pr 3,30 nd im 28chtsmme it tr te Ar Neu eine : 3, 105 c in euent * 18annten band Feier anga testens land erichti atull sein ur, die ten ist, mmen, V011 eits: rinnen ific Uhr itchten ervits 1 und et also der Orga n( cht haben. fa 9 für ir bisalud die ähr ein= Hierauf trat das Haus in die dritte Lesung des Gefehentwurfs betr. Aenderung des Ansiedelungsgeseges für Westpreußen und Posen. In der Generaldebatte ging es äußerst lebhaft zu; namentlich das Zentrum gab sich redliche Mühe, das Gesetz zu Falle zu bringen oder doch wenigstens die endgiltige Entscheidung darüber hinauszuschieben, indem es Verfassungsbedenken vorbrachte, die eine nochmalige Abstimmung nach 21 Tagen er Warum das Ministerium die Spizen der politischen und doch höchstens aller Jahre einmal vor forderlich machen. Das Hauptbedenken des Zentrums besteht darin, Bergbureaukratie erst befragt, ob sie der Anstellung von Be- dafür aber soll der Unternehmer die Erlaubni daß nach der Verfassung die Ausgaben und Einnahmen alljährlich amten aus den Kreisen der Steiger und Berglente oder der Taut Biffer 4 zur Verhütung des Verder festgesetzt werden, während hier eine verhältnißmäßig hohe Summe Berufung von Delegirten der Bergarbeiter den Vorzug Rohstoffen oder des Mißlingens von der budgetrechtlichen Verfügung des Landtages völlig entzogen wird. Leider hat aber das Sentrum durch seine Nichtachtung des Budget- gäben, ist nicht leicht begreiflich. Selbstverständlich können erzeugnissen" die über 16 Jahre alten 2c. rechts in der Flottenfrage selbst seine besten Waffen aus der Hand preußische Bureaukraten nur für die Anstellung von Be Sonnabends über 1/26 Uhr hinaus b gegeben, und sowohl Minifter Miquel als auch die Konservativen amten stimmen, denn diese werden ernannt, während abends beschäftigen zu dürfen. benugten diese günstige Gelegenheit, das Zentrum mit seinen eigenen Delegirte der Bergarbeiter von diesen gewählt Für eine ganze Reihe von Indus Waffen zu schlagen. Ersterer flocht in seine Rede wieder einmal werden müßten. Welcher Oberpräsident wird aber den Ar- namentlich für die Lebensmittelbranche wieder eine Anpreifung der Marinevorlage ein, wie er es bereits beitern eine solche Konzession machen, noch dazu in der Aera die Verichtigung des Reichs- Anzeigers" eine Ver bei früheren Gelegenheiten gethan hat. Der Hauptredner Stumm? Von den Ober- Bergämtern gar nicht zu reden. Dennung des ohnehin höchst elenden L des Zentrums, Dr. Stephan, entgegnete, daß in der Flottenfrage ein wenn diese für die Berufung von Delegirten der Bergleute Arbeiterinnen, die mangels kraftvoller berr Botum feiner Partei noch gar nicht vorliege, sondern daß es sich bisher nur um Anhänger einzelner irgend welche Sympathie hätten, so würden sie diese Ein- nisationen so wie so schon eine weit längere Kommissionsmitglieder handele. Nachdem der Zentrumsantrag, richtung, die von den Bergleuten seit langen Jahren zeit haben als die Männer, und eben deshall in 21 Tagen eine nochmalige Abstimmung vorzunehmen, mit großer bei jedem Grubenunglück immer und immer wieder igen Schutz in der von der Gewerbe- Or Mehrheit abgelehnt war, wurde die Vorlage gegen die Stimmen des gefordert worden ist, längst selber dem hohen Ministerio fie festgesetzten Beschränkung der Arbeit: Zentrums, der Polen und der Nationalliberalen angenommen. empfohlen haben. Nach der Berichtigung des Reichs- Anzeigers" In der sich hieran schließenden weiteren Berathung des Rultusetats wurde die gestern begonnene Debatte über die Oberfragerei, wie ungern man in den Regierungsfreisen einer bort angegebene neue Faffung die richtige sein. Wie dem aber auch sei, jedenfalls zeigt die Hin- und Her- herige Fassung des letzten Absatzes des§ 138a die lehrerinnen- Brüfungen weiter gesponnen. Um zu zeigen, auf einem wie Arbeiterforderung nachgiebt, wenn auch deren hoher Werth erst der Beweis zu liefern. Eine einfache Be tiefen Niveau diese Debatte über einen nicht ganz unwichtigen Theil der Frauenfrage stand, genügt es, darauf hinzuweisen, daß die Redner längst feststeht. Während die agrarischen und industriellen Reichs- Anzeiger", die noch dazu von niema Der konservativ- klerikalen Mehrheit, die Abgg. Danzenberg( 3.), Unternehmer häufig genug nur ein paar Drohartikel in eichnet ist, genügt absolut nicht, sondern die Schall( t) und Dr. Dittrich( 3) mit Schlagworten, wie ihren Zeitungen nöthig haben, um die Berücksichtigung ihrer Was im Reichsgesehblatt" feinerzeit publ weibliche Eitelkeit" operirten und den Standpunkt vertraten, daß Interessen bei der Regierung durchzusetzen, müssen die Arbeiter und jahrelang gegolten hat, das kann n die Frau ins Haus gehöre und dem Manne jetzt schon eine gefähr jahrelang vergeblich harren, ehe man ihre berechtigten Wünsche geblic, ein Satzfehler vorliegen soll, ohne weiteres liche Konkurrenz bereite. Die Redner der Gegenparteien, die Abgg. erfüllt. klärt werden, sondern der Fehler ist, wenn Rei Wetetamp( frs. Bp.), Dr. Friedberg( natl.) und Dr. So müssen wir denn noch stärkste Zweifel hegen, ob der Bundesrath ihn als solchen anerkann Enneccerus( uatl.) beschränkten sich darauf, die Ansicht der Anlauf, den Herr Brefeld, unter dem Eindrucke des furcht derselben Weise bekannt zu machen, wie Artikel! Herren vom Zentrum und der konservativen Partei zu widerlegen, baren Grubenunglücks bei Bochum, zur Verbesserung der Reichsverfassung vorschreiben. rbe ohne jedoch in eine eingehende Diskussion über die Frauenfrage zu Grubeninspektion nimmt, zu wirklich ersprießlichen Reformen Innehaltung der verfassungsmäßigen Forme zu dringen die Reichsgesetze sind Angelegenheiten, bei dezen auf strengste Morgen wird die Berathung des Kultusetats beim Rapitel führen wird. ,, Universitäten" fortgesetzt.Jedenfalls dürften die Bergarbeiter selbst, Arbeiter Deutschlands denselben Anspruch haben, wie die wenn auch nicht befragt, ihre Meinung über die vom Minister übrigen Klaffen der Bevölkerung, was hentlich auch die gestellten Fragen deutlich zum Ausdruck bringen. Bundesregierungen zugeben werden. Wohin soll es mit der nothwendigen Achtung vor den Der Druckfehler" in der Sozialpolitik. Der Reichsgesetzen kommen, wenn schon eine formlo'e BeitungsMärz folgende Reichs- Anzeiger" bringt in seiner Nummer vom meldung genügen soll, den Text von Gefeßen abziändern! treten. Einen befferen Prüfftein für den Stand unserer Reaktion hätten wir nicht wählen können, als unsere gestrige Notiz zur Vorgeschichte der lex Arons." Was wir da als gemeinsame Meinungsäußerung der verbündeten Regierungen hinstellten, ist nichts anderes als ein Absatz aus den Karlsbader Beschlüsse n", diesem Ausfluß der heiligen Allianz". Bossische Zeitung" und National- 3tg." entdeckten die Quelle unserer Notiz. Die Kreuz- Zeitung" erkundigte sich im Ministerium, ob wir recht hatten, die ganze übrige Presse zweifelte aber nicht daran, daß das, was im Jahre 1819 unter der Herrschaft Metternich's, im Zeitalter der schamTosesten Reaktion, der elendesten Demagogenriecherei, über die alle Patrioten trauerten, die die Hoffnung auf Einigung Deutschlands extödtete, gesch, ah, auch im Jahre 1898 ganz gut möglich sei. Die würdige, Deutsche Tageszeitung" hält Metternich's Schandthat, die die ersten Größen der Wissenschaft von deutschen Universitäten vertrieb, die harmlose Studenten zu Jahrzehnte langeni Kerker verdammte, für ebenso verständig wie selbst. verständlich". Der Scherz, den wir uns erlaubten, zeigt den Ernst unserer Situation, zeigt, wie herrlich weit wir in der reaktionären Unterdrückung im geeinten und freien Deutschland" gekommen find. ・ Zur Gruben Inspektion in Preußen. Die amtliche Berliner Korrespondenz" theilt mit: Bei der ziveiten Berathung des Etats der Berg, Hüttens und Salinenverwaltung in der Sihung des Hauses der Abgeordneten vom 24. Februar d. J. hat der Minister für Handel und Gewerbe eine Erweiterung der bestehenden Organisation der Bergpolizei durch Einführung unterer Aufsichtsorgane als ein geeignetes Mittel bezeichnet, um eine wirksamere Beaufsichtigung der 10. Berichtigung. 3 In dem in Nr. 18 des Reichs Gefeßblattes für 1891 ( S. 261 ff.) abgedruckten Gefet, betreffend Abänderung der Gewerbe- Ordnung vom 1. Juni 1891 find Seite 283 im letzten Absatz des§ 138a infolge eines Bersehens die Worte: " Biffer 2 und 3" au stelle der Morte, 3iffer 3 und 4" gefeßt worden. Der letzte Absaß des§ 138a hat richtig wie folgt zu lauten: 5 " st aber on ng im ft iter. jebeest fo: wurde näc! cäfftig er mer 9 und nicht ans n, in 317 der Flottenbauten ohne Ende. Es wäre verphlt, einem einzelnen von den europäischen und außereuropäissen Staaten die alleinige Schuld an den sich immer mehr steigernden friegerischen Rüstungen zuzuschreiber. Es liegt a vielmehr ein Wettbewerb vor, in dem jeder Konkurrent zuleich schiebt und geschoben wird. Es ist im Einzelfall nicht leit zu sagen: Diefer Staat oder jener Staat hat angerang " Darum ist aber nicht irgend einer der betheiligter„ KulturDie untere Verwaltungsbehörde kann die Beschäftigung von Staaten" frei von Schuld. Keine Regierung fann fegen, wir Arbeiterinnen über fechzehn Jahre, welche kein Hauswesen zu be- waschen unsere Hände in Unschuld. Das Schuldkonto ist forgen haben und eine Fortbildungsschule nicht besuchen, bei den gleich groß bei den Deutschen wie bei den Franzosen, bei den im§ 105c Abs. 1 unter Biff. 3 und 4 bezeichneten Arbeiten an Engländern wie bei den Ruffen, und so fort. Die maßlose Sonnabenden und Vorabenden von Festtagen nachmittags nach Konkurrenz in den kriegerischen Rüstungen ist eine nothwendige Uhr, jedoch nicht über 82 Uhr abends hinaus, gestatten. Folgeerscheinung der modernen Nationalitätenbildungen und Die Erlaubniß ist schriftlich zu ertheilen und vom Arbeitgeber der kapitalistischen Weltmarkts- Konkurrenz. zu verwahren." Danach ist die Lächerlichkeit der Behauptung unserer bemerkungen nöthig. Nach§ 105c finden die Bestimmungen jede Vermehrung der deutschen Armeeftreitkräfte, jede kostZum Verständniß dieser Berichtigung sind einige Vor- Land- und Wasser- Chauvinisten zu beurtheilen, welche stets des§ 105b, der die Vorschriften über die Sonnspielige Verbesserung" der Gewehre und Kanonen, fede nene tagsruhe enthält, u. a. feine Anwendung 1. auf Arbeiten, welche in Nothfällen oder im öffentlichen fuchen. Vielmehr erscheint Deutschland in diesem WettrüstungsFlottenforderung mit dem Hinweis auf das Ausland zu stüzen Intereffe unverzüglich vorgenommen werden müssen; 2. für einen Sonntag auf Arbeiten zur Durchführung einer treiben als eine besonders eifrig vorwärts" treibende Kraft. gefeßlich vorgeschriebenen Inventur; So auch jetzt wieder mit den neuen Marineforderungen. 3. auf die Bewachung der Betriebsanlagen, auf Arbeiten zur Als der Tirpitz'sche Flottenbauplan bekannt wurde, wiesen Reinigung und Instandhaltung, durch welche der regelmäßige wir sofort darauf hin, daß dieser Plan ein Signal für die Fortgang des eigenen oder eines fremden Betriebes bedingt ist, umwohnenden Nationen sein werde, auch ihrerseits vermehrte Flottenrüstungen in beschleunigtem Tempo vorzunehmen. Und überaus schnell fam die Bestätigung dieser Voraussage. Alsbald erhöht die französische Regierung ihren so schon hohen Marine Etat um bedeutende Summen. Dann kam England und beschloß den Bau einer großen Zahl neuer Panzerkolosse und Torpedos. Jezt kommt Hußland, nachdem es bes reits ebenfalls in seinem letzten Marine- Etat bedeutend höhere Summen als je zuvor für Schiffsbauten zu verwenden bes schloffen hatte, mit einer weiteren außerordentlichen, von den ordentlichen Ausgaben des Marineminifteriums un abhängigen Aufwendung von 90 Millionen Rubel( gleich ca. 195 Will. Mart) zur Verstärkung ber Kriegs. flotte. Sprißen zu Paaren zu treiben, und falls das nicht verfängt, im Hand- vor dem Schloß wahrscheinlich von einer Notte spaßenhirniger Junker umdrehen über den Haufen zu schießen was thaten sie? Nichts. angezettelt war. Und der Kampf war eine Niederlage der Reaktion, Alle, alle thaten sie nicht3! Und warum? Aus die erst nachher sich zu besinnen anfing, als sie fab, daß die Wogen einem sehr guten Grunde. Sie hatten allesammt den Kopf ver- der Revolution, nachdem jeder Widerstand weggeschwemmt, von selbst loren. Metternich war, wie vom Donner gerührt, versteinert zurückwichen. durch das Medusenhaupt der Revolution, die er dreiunddreißig An dieser beschämenden Thatsache ist nicht zu rütteln; sie dient Jahre ausgebrannt, ausgetilgt, eingemauert, begraben hatte und aur Charakteristit der Reaktionsparteien, die heute wieder an der die nun lebendig vor ihm stand. Und ebenso war es mit dem edlen Herrschaft sind, und es ist um so nothwendiger, die Thatsache fest Bundestage in Frankfurt, und mit allen 88 väterlichen Regierungen. unageln, als die Herren Reaktionsjunker mit der ihnen eigenen Es flingt unglaublich, ist aber buchstäblich wahr: in ganz Großmäuligkeit und Ruhmredigkeit von dem Heldenmuth und dem Deutschland- Desterreich mitgerechnet- war Scharfsinn erzählen, die sie oder ihre Vorgänger 1848 befundet nicht ein einziger Regierungsmensch, der die haben wollen. Vor dem März 1848 waren die Junter aller Lage überschaut und den Muth gehabt hätte, dings außerordentlich tapfer- so tapfer, wie die junkerlichen Gardefür das drei und dreißig Jahre lang vertretene, Offiziere, die 1806 vor Jena rudelweise auf der Treppe des gepriesene und zugespite Regierungsfyft e m franzöfifchen Gesandtschaftsbaues in Berlin unter renommistischem In Rußland werden diese ganz außerordentlichen AufBen Kampf aufzunehmen. Das ist eine Thatsache, die Gebrüll ihre Säbel wetten. Der März 1848 war ein inneres wendungen für die Marine natürlich ganz ähnlich begründet" nur von einem der Geschichte des Jahres 1848 Unfundigen ge- Jena. wie bei uns in Deutschland. Die russische Ostsee flotte ist erleugnet werden kann. Die Gegner, welche nicht so unwiffend oder so gewiffenlos find, heblich geschwächt worden durch die Abfomniandirung von Die Nachricht der Februar- Revolution tam der elektrische die Thatsache zu leuguen, behaupten freilich die Schuld habe au Schiffen nach Ostasien und nun muß Erfaz dafür geschaffen Telegraph war noch nicht im Gebrauch erst am persönlichen und zufälligen Momenten gelegen und heutzutage tönne werden. 25. Februar abends nach Deutschland, war erst den 27. Februar Aehnliches nicht vorkommen. Das ist ein schlechter Trost und außer deutschen Marine durch das Tirpit- Gesez. Diese Verstärkung Dazu kommt dann die geplante Bermehrung der überall bekannt. Die fofortige Wirkung war, daß jeder dem auch falsch, auf Unkenntniß der Thatsachen beruhend. Ueber Respett vor den bisher gefürchteten Behörden aufhörte und ihre die Möglichkeit oder Unmöglichkeit einer Wiederholung der 1848er nachbarliche" Rußland mit einer doppelt großen Vermehrung der deutschen Ostseeflotte beantwortet das freund Anordnungen nirgends mehr befolgt wurden. Benn wir aber die Ereignisse selbstverständlich in den veränderten Verhältnissen entZeitungen jener Zeit noch so genau durchsuchen, so finden wir sprechender Form wollen wir uns hier nicht auslassen, seiner Ostjeeflotte. nirgendwo auch nur einen Versuch der Behörden, allein die Behauptung, daß die heutigen Vertreter der Re- Noch ehe das Flottengesetz des Herrn Stirpitz fertig ist, ihre Autorität aufrecht zu erhalten oder wieder herzurichten. Aus altion den damaligen Bertretern der Reaktion überlegen seien, ist sein Zweck überholt. Eigentlich müßte Heer Tirpitz sofort nahmslos schwimmen sie entweder mit dem Strom oder stellen sich ist durchaus binfällig. Im Gegentheil: Metternich steht an geistigen ein neues Panzergeschwader fordern und das deutsche Volk todt. In Frankfurt, in Wien, in Berlin überall die gleiche Fähigkeiten, Erfahrung, Weite des Gefichtstreifes und Umsicht ent- sollte gleich statt der einen Milliarde ve Milliarden Muth und Rathlosigkeit. Wir sagten: die Geschichte schieden höher als Bismarck, geschweige denn deffen und seine bewilligen. Freilich würde auch das gar nichts helfen. Denn biete tein Seitenstück dieser jammervollen Haltung. pygmäenhaften Nachfolger. Und der Prinz von Preußen, der im die Nachbaru Ein Vergleich der deutschen März Revolution mit der Därz 1848 der erbittertste Feind der revolutionären Bewegung war, wenden dann zweieinehal.be oder drei englischen Revolution von 1648 und der französischen von 1789 be- und dem es sicher nicht an Gelegenheit fehlte, seine Gedanken Milliarden auf und da sie schon von vornherein im Vortheil stätigt die Richtigkeit dieses Urtheils. Sowohl die Cavaliere Karl's in Thaten umzusetzen, wird von den heutigen Wortführern sind, so wird Deutschland, je mehr es sie überflügeln des Zweiten, als die Adligen Ludwigs des Sechzehnten leisteten der Reaktion doch wohl nicht für minderwerthig erklärt werden. will, um so mehr selbst von ihnen überfliigelt werden. von Anfang an der andringenden Sturmfluth Widerstand. In Sie müßten denn alles ausstreichen und widerrufen, was sie zum Das Wettrennen ist groß und kann eine end ose Zahl von Deutschland dachte fast drei volle Wochen lang niemand Lobe Wilhelm's des Großen" gesagt und geschrieben haben. Kriegsschiffen auf seinen breiten Rücken" tragen. Man kann an Widerstand. Denn alle vor den 18. März fallenden Nein, der moralische Bantrott der Reaktion war 1848 also immer fortbanen, bis ins Unendliche! S lange die Widerstandsversuche waren nicht ernsthafter Natur der ein vollständiger; und dieser Bankrott ist es, der ihr zur ewigen Mittel reichen! 13. März in Wien, der Metternich nach London trieb, war blos ein Schande gereicht. Und damals hatte die Reaktion alle die Waffen, unbedeutendes Straßenscharmützel, das weniger Menschen das Leben nach denen sie heute schreit, und in deren Besiß sie sich unbesiegbar toftete, als die jüngsten Brottrawalle in Italien( 18 Todte). Gedünkt! tämpft, mannhaft gekämpft wurde erst am 18. März in Berlin. Das deutsche Volt bat feit 1848 sehr viel gelernt; und die Und auch hier war der Kampf nur die Folge kläglicher Planlofig- deutschen Regierungen haben nach alter internationaler' Reaktionsteit, nicht eines gereiften Planes- obgleich der schuftige Ueberfall fitte nichts gelernt und nichts vergessen". 1 furchtbarer lastet auf ihnen der Druck der mi litärischen AusDiese Mittel aber müssen die Völker aufbringen. Immer gaben. Immer mehr wächst infolge dessen die Einsicht, daß es nicht ewig so fortgehen fann. Schon meinen viele: Lieber ein Ende mit Schrecken als dieser Schrecken ohi te Ende. 40 ökonomie. gelegt. Schweiz. Je gewaltiger Militarismus und Marinismus sich aus- lebens gleichmäßig gefördert werden, kommt insofern in erster Linie im Hinblick auf die kritische Lage und das ernstlich gefährdete behnen und je furchtbarer fie die Völker belasten, um so lebs dem deutschen Arbeiter zu gute, als sie ihm dauernd Arbeitsgelegen Staatsintereffe gebilligt werde, damit sich der verfassungstreue Großhafter und eindringlicher macht sich das Verlangen geltend, beit und Arbeitsverdienst sichert; aber die staatserhaltende Kraft, grundbesiz sowohl im öfterreichischen als insbesondere im deutschen dieser naturwidrigen Entwickelung der Konkurrenzrüstungen welche in der Sammlung der produktivthätigen Klaffe der Bevölkerung Interesse an der Herstellung geordneter Verhältnisse aktiv betheiligen ein Halt zu gebieten und eine Entwickelung zu friedlicher Ver- liegt, stärkt naturgemäß die Widerstandskraft der Gesammtheit gegen fönne. einigung der Völker auzubahnen. über der sozialrevolutionären Tendenz, und info= Selbst in den Kreisen der deutschen Großgrundbesther fand diese fern richtet sich die Politik der Sammlung zwar nicht Auffassung nicht ungetheilten Beifall. Das Zentrum und die Deckungsfrage. Die Zentrums- gegen die deutschen Arbeiter, wohl aber gegen die sozialdemo fraktion hat noch keine Beschlüsse über ihre Stellungnahme fratischen Verführer derselben. Die prononcirte Feind. zum Flottengeset und im besonderen zu der Frage der Koften- chaft der sozialdemokratischen Partei liefert daber nur einen neuen rath hat den Privatdozenten Dr. N. Reichesberg zum außerordent -Auch etwas zur lexron 3. Der bernische RegierungsBeweis für die Richtigkeit der Politik der Sammlung. deckung gefaßt. Aber alle Anzeichen deuten darauf hin, daß diejenigen unrecht behalten werden, welche annehmen, daß die Correspondenz": Sehr deutungsfähig ist die Erklärung der Nationalliberalen lichen Professor gewählt. Die juristische Fakultät zählt somit unter 11 Professoren 3 Sozialdemokraten: Alex. Reichel, Professor des Partei wenigstens bezüglich der Aufbringung der Kosten einiger Wir sehen von der Mittheilung der Unterschriften, welche der Prozeß- und Verwaltungsrechts, Phil. Lotmar, Professor des maßen fest bleiben werde. Einen neuen Beweis hierfür giebt heute zur Bersendung gelangende Aufruf aus den nationalliberalen römischen Rechts, und N. Reichesberg, Profeffor der Nationaleine Buschrift aus parlamentarischen Zentrumskreisen an die Fraktionen finden wird, an dieser Stelle ab; theils weil gegenwärtig in der Kostenfrage recht energisch auftretende Märkische Abgeordnete von Berlin ferngehalten find und so die Lifte nicht Frankreich. Volkszeitung". Der Parlamentarier ist allerlei Lobes vollständig sein könnte, sodann aber, weil wir auch den Anschein Paris, 9. März. Das Korrektions- Tribunal erklärte sich in der voll für seine Partei und und ihre vermeiden wollen, als ob zwischen den Mitgliedern der Fraktion, Angelegenheit des Verleumdungsprozeffes der Schreibfachverständigen in der Kosten- welche den Aufruf unterzeichnen und welche nicht, irgend eine gegen 3ola für zuständig und vertagte die Verhandlung um frage zu erwartende endgiltige Haltung. Sein Lob be Differenz bezüglich der Auffassung des Aufrufs auch nur anzus 14 Tage. steht aber, näher besehen, darin, daß er die Partei dagegen deuten sei." Bola hat gegen diese Entscheidung Berufung einverwahrt, sich mit einer Lösung der Frage begnügen zu wollen, die überhaupt keine Lösung wäre. Der Parlamentarier preist feine Partei, daß sie sich nicht mit einer bloßen Busage des Reichskanzlers abspeisen lassen werde, daß sie sich darauf, nach den Erfahrungen mit dem Vereinsgefeß und der MilitärStrafprozeßordnung, nicht einlassen werde. Was wird sie aber dann thun? Wird sie wenigstens an dem Antrag Lieber, der eine gesetzliche Bestimmung über die neuer stehenden Kosten für den Flottenbau verlangt, festhalten? Das wagt der Parlamentarier, der aus der Fraktionssizung Dresden, 10. März. Das Dresdner Journal" veröffentlicht ausplaudert und alle Vorgänge daselbst hübsch rosig malt, ein Gefeß vom 2. März 1898 betreffend die Umwandlung der als nicht zu behaupten. Er deutet vielmehr an, daß das Zentrum Staatsschuld übernommenen ursprünglich 41/ aprozentigen, jetzt 4 prozentigen Prioritätsanleihe der vormaligen Leipzig- Dresdener in seinem Gros den Antrag Lieber aufgeben wird, wie der Eisenbahnfompagnie vom Jahre 1872 in eine 32 prozentige Staats: Antragsteller selbst ihn bereits in der Budgetkommission so schuld bezw. die Tilgung derselben. gut wie aufgegeben hat, und daß es sich zwar nicht mit einer Grüna i. S. Hier wurde am 8. d. M. das vom Feftausschuß „ Erklärung des Reichskanzlers", wohl aber mit einer für das Jubiläum des sächsischen Königs an den Gemeinderath ,, bindenden Erklärung aller verbündeten Regierungen" be- gerichtete Gesuch um Bewilligung des Kostenaufwandes zu den guügen werde, die dahin geht, daß aus der Deckung geplanten Fefilichkeiten aus Gemeindemitteln mit 10 gegen 9 Stimmen nicht neue Steuerlaften für die kleinen Steuerzahler erwachsen abgelehnt. Dieser Beschluß dürfte als ein Zeichen der politischen sollen. Mißstimmung in der fächsischen Bevölkerung und besonders als eine Das ist natürlich die reine Silbenstecherei. Die Redaktion Antwort auf die Wahlrechtsänderung anzusehen sein. der Märk. Volksztg.", des Zentrumsblattes, selbst spricht sich Meiningen, 9. März. Der Landtag nahm die Gesetz entgegen ihrem Parlamentarier dahin aus, daß alle folche entwürfe, betreffend die Versorgung der Wittwen und Waisen der Staatsbeamten sowie der Volksschullehrer an. Erklärungen", in welcher Art auch immer sie erfolgen mögen, nichts werth find. Dieser Meinung können wir nur beipflichten. Braunschweig, 10. März. Dem Landtag ging eine Vorlage Aber das Zentrum wird sich zu einer anderen Meinung be- betreffend die Kündigung der 4 prozentigen andesanleihe tehren, ganz nach den Wünschen der Regierung. bezw. ihre Konvertirung auf 81/2 pt. " " - Seltsamer Selbstmord eines Soldaten. E3 Eine Versammlung von etwa 200 Deputirten aller Parteien wird uns aus Offenburg telegraphirt: Der hiesige„ Bolksfreund" sprach sich heute für den zweijährigen Militärdienst meldet von einem auffälligen Fall eines Soldatenselbstmordes. Ein aus und nahm einen Beschlußantrag an, in welchem die Regierung Rekrut des 9. badischen Infanterieregiments Nr. 170 in Kehl soll sich ersucht wird, einen Gesetzentwurf auf der Grundlage dieses Prinzips erhängt haben. Im Heimathsort des Soldaten, Stolhofen, wohin vorzubereiten. die Leiche transportirt wurde, zeigte sich beim Deffnen des Sarges Paris, 9. März.( Eig. Ber.) Noch ein geheimnißvoller Fall funden habe, dagegen eine lange Wunde über Stirn und Wange. eines Unbekannten, den man am 3. März im Gasthaus der Rue de fein Zeichen, daß der Verstorbene durch Erhängen sein Ende ges zu allen bisherigen Geheimnissen der Dreyfus- Affäre! Der Tod Eine Untersuchung des Falles ist eingeleitet. 8 " Sèvres aufgehängt fand, bleibt bis zur Stunde ein Räthsel. Die Polizei suchte von Anfang an den Vorfall als einen gewöhnlichen Selbstmord darzustellen. Aber die nach und nach bekannt gewordenen näheren Umstände haben den Verdacht erweckt, daß dieser Mortimer gewissen Leuten sehr gelegen starb. Das Thun und Lassen der Polizei und der Justiz müſſen den Verdacht stärken. Man bedente folgende Thatsachen. Der Todte wurde gefunden Er hing an einem für seinen Wuchs viel zu niedrigen Fensterriegel, in einer Lage, die einen Selbstmord durch Aushängung ausschließt. den Körper gebeugt, die Füße auf dem Boden schleppend, den Mund geschlossen. Man begreift daher, warum die Behörden ein paar Lage den Leichnam in der dem Publikum unzugänglichen Abtheilung der Morgue versteckten. Ein Mitarbeiter des" Figaro", der dann infolge des verursachten Aufsehens zum Leichnam zugelassen werden mußte, weil er in der Lage war, ev. die Identität des Todten mit dem verschwundenen" Werkzeug Esterhazy's, Lemercier Picard, festzustellen, bezeugt, daß der Todte wie ein Schlafender und keineswegs wie ein Aufgehängter aussieht. Beiter. Die Justiz hat bis heute unterlassen, die ärztliche Leichen Untersuchung anzuordnen. Die Protefte der unabhängigen Breffe Aber mit der Leichenhaben sie schließlich dazu gezwungen. untersuchung soll der gehorsame Gerichtsarzt Socquet betraut werden, zu lieb einen groben Expertise, Fehler" beging. der fürzlich in einem fenfationellen Prozeß dem Untersuchungsrichter M oder Obwohl selbst der ursprüngliche Antrag des Dr. Lieber badischen Rammer haben heute die wichtigsten Debatten der Ans Baden, 9. März.( Eig. Ber.) In der zweiten nichts taugte wie wir wiederholt nachgewiesen- so wird Landtags- Session, die Wahlrechts.Debatten das Zentrum doch noch nicht einmal auf ihm bestehen bleiben, Nachdem der demokratische Abg. Dr. Heimburger den Rom Thatsache zu finden, daß die Identität des Todten mit Lemercier begonnen. Der Schlüssel zu dieser behördlichen Geheimthuerei ist in der sondern in seiner Preisgabe der Voltsinteressen noch weiter missionsbericht erstattet, welcher sich in der Hauptsache für direktes Picard entdeckt worden ist, genauer mit jener Person, die unter gehen. Wahlrecht ohne Kautelen und vierjährige Integralerneuerung dem Namen Lemercier Picard im Interesse Esterhazy's den Der Landtag von Anhalt hat den Gefeßentwurf, der Kammer ausspricht, erklärte Minister Eisenlohr, daß die Dreyfus- Freunden ein plump gefälschtes Belastungsdokument gegen durch welchen das Verbot des Inverbindungtretens der poli- Regierung dem Kommissionsbeschluß nicht zustimmen werde, weil er Esterhazy einzuschwärzen versucht hatte. Die wahre Identität des durch welchen das Verbot des Inverbindungtretens der poli- eine Schwächung des Einflusses enthält, den der Mittelstand im Todten will Bertillon, der halbverrückte Expert des Dreyfus tischen Vereine aufgehoben wird, einstimmig angenommen. fulturellen Sinne zu beanspruchen hat. Sollte der Antrag Fieser Prozesses und Vorsteher des Identitäts- Bureaus der Polizeipräfeftur, Zugleich ist damit die Bestimmung gefallen, daß nur Anhaltiner( Wahl von Kreisvertretern) angenommen werden, so würde die in der Person eines Moses Lehmann entdeckt haben. Darauf kommt Mitglieder politischer Vereine sein dürfen. Regierung eventuell darin eine Ausgleichung erblicken und mit es indeß nicht an. Es sei nur bemerkt, daß der Lehmann im Zur chinesischen Frage. Die Times" fahren fort, scharfe sich reden laffen. Sprache gegen Rußland zu führen. In einem ihrer Artitel heißt Sierauf ergriff unser Parteigenoffe Abg. Dreesbach das Befiße einer Tarnkappe gewesen sein muß, da er, seit Juni 1894 in fünf Prozessen zu insgesammt 4/2 Jahren Gefängniß verurtheilt, es, niemals seit dem Krimkriege sei das englische Wolf weniger gewillt ort, um in einer längeren glänzenden Rede die traurige Haltung bis zu seinem Tode auf freiem Fuße blieb... Bon politischgewesen, von irgend einer Seite ausgehende Berlegungen seiner der Regierung und der Nationalliberalen in der Wahlrechtsfrage polizeilicher Bedeutung ist namentlich der Umstand, daß der Uns guten Rechte ruhig zu dulden; wenn es Pflicht des englischen Volkes bu charakterisiren. Dreesbach führte etwa folgendes aus: bekannte mit den wechselnden Namen auch in den letzten Monaten werben sollte, feine Rechte zu vertheidigen, so werde es sich nicht heute wieder zur Sisyphusarbeit verurtheilt sein sollen, daß schließlich vielmehr gerade wegen der gegen ihn vom Abgeordneten Reinach Nach der Erklärung des Ministers ist anzunehmen, daß wir mitten in Paris für die Polizei unauffindbar blieb, tros davon abhalten lassen. Ueber den Proteft Japan's wird der„ Daily Mail" aus unsere Beschlüsse keine Gnade finden. Damit zeige die Regierung angestrengten Auflage auf Fälschung des erwähnten Dokuments. Shanghai gemeldet, der japanische Gesandte in Peking habe im aufs neue, daß sie den Wünschen des Volkes, so dringend und be- Dagegen wußte die politische Polizei sofort nach dessen Tode Tsung- li- Yamen den Rath ertheilt, die auf Port Arthur und rechtigt diese sind, keine Beachtung schenkt. Sonst würde ihre den Weg zu seiner Wohnung zu finden und alle vorTalienwan bezüglichen Forderungen Rußlands abzu feit 1891 müssen auch dem Blinden gezeigt haben, daß die WahlrechtsAntwort vor dieser Volkskammer anders lauten. Denn die Wahlen gefundenen Papiere zu beschlagnahmen. lehnen, und gedroht, Japan werde, wenn die russischen horde- frage nicht eine Liebhaberei der sogenannten„ Schürer und Hetzer", heimagenten zu thun hat, der zuletzt seinen Auftraggebern rungen bewilligt werden sollten, sich zu energischem Vor= gehen veranlaßt sehen. Die Besatzung von Wei- Hai- Wei ist von hat doch deutlich gesprochen. Wenn die geborenen Vertreter des sondern eine heilige Forderung des Volkes ist. Und das Volt 3000 auf 6000 Mann verstärkt worden. Die Verhandlungen zwischen Rußland und China find noch nicht Besitzes, unsere Nationalliberalen, in die Minderheit rückten, so ist abgeschlossen. Hierzu erfahren die„ Times" aus Peking vom Mittwoch: dies nur möglich gewesen, weil das Bolt sich von ihnen seine Rechte Obgleich die Frist, welche China zur Beantwortung der russischen nicht mehr vorenthalten laffen ließ. Diese Erkenntniß scheint bei der Forderungen gestellt war, verstrichen ist, hat der russische Geschäfts- Regierung immer noch nicht gereift zu sein und es wird deutlicherer träger feine weiteren Schritte gethan, weil das Tsung- li- Yamen ihn Beweismittel bedürfen. benachrichtigt habe, daß der chinesische Gesandte in Petersburg füChing- Cheng angewiesen sei, als besonderer Botschafter in Peters. burg dahin zu wirken, daß die russischen Forderungen zurückgezogen werden. Die chinesische Regierung bestreite, daß die russischen Forderungen in der Form eines Ultis matums gestellt feien. Deutsches Reich. -Ueber den Beitpunkt der Wahlen schreibt die Nationallib. Corr.": " In verschiedenen Blättern werden bereits genaue Daten genannt, wann die Reichstags- und preußischen Landtagswahlen stattfinden. Wie wir hören, sind diese Mittheilungen verfrüht. Ueber die Termine ist noch nichts bestimmt. Nichtig ist mur, daß zur Zeit ein amtlicher Meinungsaustausch in dieser Richtung stattfindet." Nach den Aeußerungen des Staatssekretärs Posadovsky liegt zwar kein Bundesrathsbeschluß aber eine Entschließung des preußischen Ministeriums vor. V Ueber den Aufruf zur Sammlung bemerkt die National Zeitung." trotz der Beschlüsse der nationalliberalen Partei, daß der auf die Meistbegünstigungsverträge bezügliche Satz, trotz der erfolgten Abschwächung, höchst verdächtig und daß der ganze sonstige Inhalt in bezug auf alle strettigen Fragen nichtsfagend ist." " Alles spricht dafür, daß man es mit einem polizeilichen GeBlattes" Froude", Frau Séverine, ist der Ueberzeugung, daß der unbequem wurde. Die Mitarbeiterin des frauenrechtlerischen unbekannte ermordet wurde. Sie beruft sich unter anderem auf dessen Briefe an sie gegen Ende des Zola- Prozesses. Aus den Briefen geht nämlich hervor, daß der Unbekannte in Todesangst lebte, die Ausführung der ihn seit einiger Zeit fortwährend verst Redner will hente nicht ein Loblieb auf die direkte Wahl halten. Vermuthung ausgesprochen, daß der Todte der Urheber aller geheimen folgenden Drohungen" befürchtend. Ferner wird bereits offen die Das indirekte Wahlverfahren ist längst überlebt, es gehört in die und extra- geheimen Fälschungen in den Dreyfus Akten sei.... Rumpelkammer, in das Germanische Museum in Nürnberg; aber Warten wir die weitere Entwickelung der Angelegenheit ab, wenn am Ende des 19. Jahrhunderts soll ihm niemand mehr das Wort es auch freilich schwer anzunehmen ist, daß mit dem Unbekannten reben. Sollte es überhaupt eines Beweises bedürfen für die Noth- nicht zugleich alle seine Geheimnisse beseitigt worden sind. Polizei, wendigkeit seiner Beseitigung, so hat die berühmte Wahl in Lörrach Justiz und Anti Dreyfus Presse arbeiten um die Wette für die Land das indirekte Bahlrecht ad absurdum geführt.( Beifall.) Bertuschung des blutigen Standals. And Elfak- Lothringen, 9. März.( Eig. Bericht). Bur des Stimmzettel- Affäre Kreisdirektors Ersteiner Beucer bringt heute das klerikale Journal de Colmar" noch folgenden interessanten Beitrag: „ Es war bei der Reichstagswahl im Jahre 1898, Kreis direktor Herr Peucer. In einem Dörfchen faß als Hüter der Wahlurne, von zwei Mitbürgern flankirt, der gesinnungstüchtige Dorf bürgermeister, ein Freund des Kreisdirektors. Da trat ein Arbeiter des Bürgermeisters in den Saal, einen weißen Wahlzettel in der Hand. Der Bürgermeister erhob sich, bemerkte dem unfundigen Wahlmann, daß er keinen rechten Bettel babe, und händigte ihm einen der gelblichen Bettel ein, die Herr Kreisdirektor Peucer in der Offizin des Ersteiner Kreisblattes eigens hatte drucken laffen. Das war der rechte. Auf Veranlassung des Bezirkspräsidiums hat der pflichteifrige Dorfschulze seither zum Herzeleid des Herrn Peucer demissioniren müssen." Unfer Dittaturminister v. Puttkamer hat anläßlich der Behandlung der Peucer'schen Heldenthaten im Landesausschuß bekannt: lich die Behauptung aufgestellt, es sei keiner der vom Kreisdirektor bestellten erkennbaren Stimmzettel verwendet worden. Desterreich. Die Italien. anderen Abgeordneten, einen Gefeßentwurf ein betreffend Einsetzung Nom, 10. März. Abg. di Martino bringt, unterstützt von eines Ehrengerichts, welches bei bürgerlichen Streitigkeiten, die eine Folge von Ehrenbeleidigungen sind, zu entscheiden hätte. Sozialistenpartei bringt einen Antrag ein, welcher das Duell auf eine Stufe ftellt mit gemeinen Verbrechen. Beide Gesezentwürfe werden gemäß der Geschäftsordnung zunächst durch die Bureaus Der Kammer geprüft werden. Mailand, 9. März. Das Leichen begängniß Cavallotti's hat heute in feierlichster Weise stattgefunden. Alle Straßen, durch welche der Trauerzug sich bewegte, waren von einer dichtgedrängten Menschenmenge angefüllt. Die Börse, die Läden und die Schulen waren geschlossen. Den Zug eröffneten zahlreiche Vereine und Vertreter von Stadtbehörden, Körperschaften 2c. Dent Leichenwagen, den die Freunde und Waffengefährten des Verstorbenen umgaben, folgten Senatoren, Deputirte, Vertreter der Die Köln. Bolts- 3ta." schreibt: Die 3entrumspartei Stadtbehörde von Paris u. f. w. Der Bürgermeister von Mailand, wird, das bedarf keiner näheren Ausführung, dafür sorgen, daß die mehrere Deputirte und der Direktor des„ Secolo" hielten Ansprachen. schutzöllnerische Mehrheit des gegenwärtigen Reichstages erhalten Die Freunde Cavallotti's trugen sodann die Bahre nach der Leichenbleibt. Dazu ist keine besondere Anstrengung erforderlich. Diese halle, wo die Leiche bis zur Eröffnung des Testaments, das die Mehrheit wird auch, und zwar unter Zustimmung des Zentrums, Wien, 9. März. Die Neue Freie Breffe" meldet: Die Borstände Entscheidung über den Ort der Beerdigung enthält, verbleiben nach der Seite des Schußes der Landwirthschaft, eine schärfere der deutschen Fortschrittspartei und der deutschen wird. Stellung einnehmen, wie die bisherige. Ebenso sehr muß aber die Boltspartei beriethen heute über die Lage. Die Leitung England. Zentrumspartei darauf bedacht sein, zu verhindern, daß unter beider Parteien erklärte, daß auch die die Gautsch's chen London, 9. März. Bei der Erfahwahl zum Unters der täuschenden wirthschaftlichen Sammelparole eine poli- Sprachenverordnungen für die Deutschen unhaus in Stepney wurde der Liberale Steadmann mit 2491 Stimmen tische Kartell mehrheit im Sinne des früheren annehmbar seien und daß nach wie vor auf eine den Rechten gewählt. Der fonfervative Kandidat Gordon erhielt 2471 Stimmen. Bismard'schen Kartells zu stande komme, welche unser Ver- des deutschen Wolfes entsprechende gesegliche Regelung Steadmann tritt an die Stelle des verstorbenen Konservativen fassungsrecht durch absolutistische Strebungen der Sprachenfrage mit allen Mitteln zu drängen sei. Gegen Isaacson. bedrohen und das Zentrum an die Wand drücken über dem Kabinet Thun erscheine sowohl nach seiner Zusammen- Dem Ministerium Salisbury kann als Trost für die ununters würde. Mit einem Worte: das Zentrum hat seine volle Selbst- feßung als auch nach den Parteien, auf die es sich zu brochenen Siege der Liberalen bei den Nachwahlen bloß der Umstand ständigkeit und Aktionsfreiheit zu wahren." stützen beabsichtige, das vollste Mißtrauen und entschiedene dienen, daß die Neuwahlen zum Parlament erst im Jahre 1902 Das christlich soziale Volk" erklärt:„ Wir unsererseits haben Gegnerschaft berechtigt. Der Eintritt Bärnreither's in das Kabinet stattfinden werden. Hätten heute ceuwahlen stattzufinden, so wäre unsere Stellung schon mehrfach dahin klargelegt, daß ein wirth erscheine um so bedauerlicher, als auch durch die geänderte Stellung es um das Kabinet Salisbury geschehen. schaftliches Jutereffenkartell nur dann unseren vollen Beifall finden nahme des verfassungstreuen Großgrundbesizes die bisherige Einig fann, wenn eine intensive volfsfreundliche Sozialpolitik unmittelbar keit der deutschen Parteien durchbrochen sei. Die beiden Parteien damit verknüpft wird. Wir sind ganz damit einverstanden, daß die werden, wie verlautet, der ruhigen Konstituirung des Abgeordneten- Die Folkethingswahlen dürften in der erften Apri berühmte Henne, welche die goldenen Eier legt, auch gut ernährt hauses kein Hinderniß bereiten und schon in der ersten Sizung einen woche stattfinden. wird. Aber wir interessiren uns dann auch weiter dafür, in wessen Antrag auf gesetzliche Regelung der Sprachenfrage sowie einen Antrag Rußland. Tasche sie die werthvollen Resultate ihrer Bemühungen ablegt." auf Erhebung der Anklage gegen Badeni wegen Die Finanzlage des 3arenreiches ist heute Die" Post", das würdige Organ des Freiherrn v. Stumm des Einmarsches der Polizei in das Parlament günstiger als je vorher. Die Staatstaffen hatten am Schlusse des schreibt: und wegen gewaltsamer Handlungen an Abgeordneten einbringen. Jahres 1897 einen Ueberschuß von 434 Millionen Mart, Es ist natürlich eitel Humbug, wenn das sozialdemokras In der Konferenz der deutschen Großgrundbesiger von denen 230 Millionen zur Deckung außerordentlicher Ausgaben tische Blatt behauptet, daß diese Politit fich gegen die wurde betont, daß die Gruppe sich trotz des Eintritts Dr. Barn- für das Etatsjahr 1898/99 und der Reft für außerordentliche Flotten deutschen Arbeiter richte. Denn eine Wirthschaftspolitik, reithers in das Kabinet volle Aktionsfreiheit dem Grafen Thun verstärkung verwendet werden kann. In einem Handschreiben des durch welche die Interessen aller Zweige des heimischen Erwerbs: gegenüber vorbehalte und daß der Eintritt Bärnreither's nur Kaisers au den Finanzminister Witte wird konstatirt, daß unter " " Dänemark. feiner Verwaltung( also feit September 1898) die ordentlichen Ein- jaus Hamburg ist Anklage wegen Beleidigung des hiesigen Amtsnahmen die Ausgaben um über 1300 Millionen Mart überfliegen vorstehers Meister erhoben worden. Die Beleidigung soll im haben. Korrespondenzblatt" der General- Kommission der deutschen Gewerk Türkei. schaften enthalten sein, worin das Verhalten Meister's zu den beAufklärung über diese Angelegenheit, die hoffentlich die Ver- bewegung und ersuchen deshalb die Fachgenossen um Vermeidung fannten Versammlungsversuchen in Poremba besprochen wurde. Die Konstantinopel, 10. März. Die Nachrichten von neuerlichen Truppen- Konzentrationen in Makedonien bestätigen fich nicht. Rußland verlangte von der Pforte die Erlaubniß zur Durchhandlung bringt, wird uns sehr willkommen sein. fahrt zweier Kriegsschiffe durch die Dardanellen. Die beiden Schiffe sind zur Ablösung der zur Zeit bei Kreta befindlichen Schiffe bestimmt. wurden. Asien. er in Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. " Wir wollen auf die im Zirkular enthaltenen Angriffe gegen die gewerbsmäßigen Agitatoren" garnicht näher eingehen, dagegen wollen wir nicht unterlassen, nochmals darauf hinzuweisen, daß die Unternehmer, ob zünftler oder nicht, sich zur Wahrung ihrer Intereffen zusammenfinden, während die Arbeiter sich gegenseitig zerfleischen. Das sollte den letzteren doch zu denken geben und zum Verbandes soweit heraus aus dem feindlichen Gebiet zu verlegen." Die Versammlung der Unternehmer hat also dazu geführt, daß die Organisation der Arbeiter gestärkt worden ist. Ein Erfolg, den die Unternehmer jedenfalls nicht erwartet hatten! Die Schneider Wilhelmshavens stehen in einer Lohndes Zuzugs. Achtung, Zementarbeiter! In den Zeitungen sucht das Portlandzement- Wert Heidelberg 200 Arbeiter. Dem gegenüber wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Arbeiter dieses Werkes schon seit mehreren Wochen im Kampfe um bessere Existenzbedingungen stehen. Ausland. Soziales. Unruhen in Bombay. Aus Bombay wird vom ährend die Arbeiter im Maurer- und Zimmerergewerbe 9. März telegraphisch gemeldet: Im hiesigen Eingeborenen- Viertel sich um die beste Organisationsform herumstreiten und sich in den tam es infolge Auflehnung gegen die anläßlich der Pest letzten Wochen in der erbittertsten Weise bekämpft haben, sind die Von den 1500 Zimmerlenten, die in Wien in den Ausgetroffenen gesundheitlichen Maßregeln zu ernsten Unternehmer im Baugewerbe eifrigft bemüht gewesen, sich fester zu stand getreten waren, find bereits nahezu 1000 wieder in Arbeit, Unruhen, bei denen mehrere Personen getödtet und verwundet organisiren. Vor und liegt ein Birkular, batirt: Februar 1898, in ba ihre Forderungen bewilligt wurden. Weitere Unterschriften von welchem die Arbeitgeber des Maurer- und Zimmerergewerbes auf Meistern werden erwartet, so daß zu hoffen steht, daß der Ausstand Die Unruhen wurden hervorgerufen durch den Versuch der gefordert werden, einem Bunde beizutreten, der teineswegs bald zu gunsten der Arbeiter beendet sein wird. Sanitätsbeamten, den Grund der Krankheit einer Mohamedanerin auf die Mitglieder der Baugewerks Innungen au erfahren, welche in der Ripon- Road wohnte. Es wurde ihnen beschränkt werden", sondern von der Innung unab jedoch der Zutritt zu dem betreffenden Hause verweigert. Alsbald hängig und sämmtliche Arbeitgeber" umfaffen soll. fammelte fich eine große Menschenmenge an, welche nach den Be- Als einziger Zweck des Bundes wird angeführt, unberechtigte AnDie Uebernahme des Heilverfahrens durch die Alters, und amten mit Steinen warf, sodaß sich die Beamten nach dem Revier- sprüche( der Arbeiter) mit Erfolg zurückzuweisen und uns gegen die Invaliditätsversicherungs- Anstalten fommt von Jahr zu Jahr mehr bureau des Polizeidistrikts zurückzogen, um sich Unterstüßung zu holen. Ausschreitungen und Vergewaltigungen zu schüßen, Bewaffnete Polizisten begleiteten nunmehr die Beamten nach dem welche von seiten der gewerbsmäßigen Agitatoren unter den Arbeit in Gebrauch. Im Jahre 1894 betrug die Zahl der solchermaßen unterstützten Versicherten 2286, im Jahre 1895 schon 4037 und im Hause zurück. Es wurde jedoch der erneuten Aufforderung, die nehmern zur Erzwingung ihrer Forderungen begangen werden." Kranke auszuliefern, nicht stattgegeben. Ein Beamter forderte die Bereits am 14. Januar d. J. sind eine größere Anzahl von Mit folgenden Jahre 6950. Die Kosten des Heilverfahrens sind von über Menge auf, auseinanderzugehen, gab aber, als man nach ihm schlug, gliedern der Baugewerks Innungen von Berlin und der Nachbarorte 255 000 M. im Jahre 1894 auf über 1 253 000 m. im Jahre 1896 gestiegen. Das Heilverfahren ist nicht ohne bedeutenden Erfolg ge= der Polizei den Befehl zum Angriff. Vier Mohamedaner wurden zusammengetreten und haben eine Kommission gewählt, welche die blieben. Von den 6950 Personen, die im Jahre 1896 in Behandlung getödtet und mehrere verwundet. Die Aufregung verbreitete sich Statuten zu entwerfen hatte. Das Statut regelt das Verhalten der mit beunruhigender Geschwindigkeit weiter; die Hindus schlossen Bundesmitglieder bei Streits und Bausperren. Stellen die Arbeiter genommen wurden, find 1359 geheilt und 2355 an ihrem Geſundsich den Mohamedanern an. Kein Christ, welcher Nationalität auf einem Bau Forderungen, so ist das sofort dem Vorstand zu heitszustande soweit gebeffert, daß sie den im§ 9 des Alters- und Invaliditätsversicherungs- Gesetzes festgesetzten Mindestverdienst er. er auch war, fam unbehelligt davon, wenn ihre melden. Erkennt dieser die Forderungen als berechtigte an, reichen können. Was speziell die an ungenschwindsucht Hände gerieth. Viele wurden thätlich angegriffen, zwei mischt er sich nicht ein. Sind die Forderungen nach seiner Meinung europäische Soldaten sollen schwer verwundet sein. In der Vorstadt unberechtigte, so tritt der Bund„ mit allen ihm zu Gebote leidenden Kranken betrifft, so wurden im Jahre 1896 von 2136 folcher Byculla griff der Pöbel die Victoria- Gebäude an. Die Bewohner stehenden Mitteln" für das betreffende Mitglied ein, eventuell durch Kranken 513 geheilt und 596 wurden soweit gebessert, daß sie die gefeßliche Mindesterwerbsfähigkeit erlangt haben. verbarrikadirten die Häuser und gaben von den Fenstern aus blinde Entlassung sämmtlicher Maurer oder Bimmerer Die Neberwachung der Privatverhältnisse der Arbeiter in Schüffe. Die Truppen der Garnison rückten im Galopp mit zwei auf allen Bauplägen. Jedes Mitglied hat einen Solawechsel Feldgeschützen zum Entsatz heran. Ueberall herrscht große Auf zu hinterlegen, der auf den zehnfachen Betrag des Jahresbeitrages Staatsbetrieben wird hübsch illustrirt durch zwei amtliche Schreiben, regung. lautet und welcher verfällt, sobald sich der Aussteller den Beschlüssen die der Zufall unserem Münchener Bruderorgan in die Hände gespielt hat. In dem ersten Schreiben theilt ein Bahnmeister der Einer neueren Meldung des Reuter Bureaus zufolge hat die der Generalversammlung nicht fügt. Unruhe sich theilweise gelegt, doch wird die Lage immer noch für bayerischen Staatsbahnen unterm 22. April 1897 seiner sehr ernst gehalten. Kavallerie ist von Puna herbeigerufen worden, vorgesetzten Behörde mit, daß einige Bahnarbeiter seines Distrikts um sich an dem Patrouillendienst in den Straßen zu betheiligen. dem( katholischen) bayerischen Eisenbahner- Verband Die Stadt ist in den Händen des Militärs. Zwei englische Solbeigetreten feien. Dann heißt es weiter:" Gehorsam unterfertigter daten wurden getödtet. Die Menge versuchte die Hofpitäler in erlaubt sich die ebrerbietige Anfrage, wie eine hohe vorgesehle We Brand zu stecken, wurde aber zurückgetrieben. Der gesammte Verlust hörde über diesen Verein denkt, dem Beitritte der Bahnunterhaltungsder Aufrührer ist noch nicht genau bekannt. Arbeiter zu demselben sympathisch gegenüber steht, oder das Gegentheil. Unterfertigter erklärte heute seinem Personale, daß er nach persönlicher Meinung wenig von dem Vereine halte, sogar befürchte, daß er ein sozialistisches Gepräge erhalte, er sie aber nicht zwangsweise beeinflussen wolle. Die Arbeiter erklärten sofort, falls die Angehörigkeit an Die Gegner der Tarifgemeinschaft im Buchdruckerverband diesen Bereinen bei einer hohen vorgesetzten Stelle nicht gern gesehen fegten in einer am Mittwoch abgehaltenen Versammlung eine aus wird, ihren Austritt zu erwirken bei dem Vereine bayerischer Eisendrei Verbandsmitgliedern bestehende Kommission ein, mit der Aufbahnerverband." gabe, innerhalb des Verbandes gegen die Tarifgemeinschaft zu Darauf antwortet die Generaldirektion der bayerischen agitiren. Dann wurden Wolf und Ewald als Delegirte zu dem Staatsbahnen unterm 14. Mai 1897: daß die Eisenbahn- Verwalam ersten Ostertage in Halle stattfindenden Kongreß der Tarifs tung gegenüber dem bayerischen Eisenbahnerverband" genau den Die Deutsch Sozialen wollen in wollen in Ohlan- Nimptsch gemeinschaftsgegner gewählt und Klein zum Stellvertreter bestimmt. gleichen Standpunkt einnimmt, welchen fie, wie dem fal. Ober- Bahns Strehlen diesmal nicht mehr den konservativen Kandidaten Ein Ortsverein der Schneiderinnen und Näherinnen amite wohl bekannt sein muß, gegenüber zahlreichen ähnlichen VerRother unterstüßen, sondern haben Herrn Zimmermann aus Dresden Berlins im Anschluß an den Verband deutscher Gewerkvereine ist einigungen von jeher eingenommen hat. Jusolange die allgemeinen aufgeftelt. Für sämmtliche 14 pommerfche 28 ahl gestern gegründet worden. Die Referentin, Frau Dr. Schwerin, Dienstesvorschriften keine Veranlassung bieten, werden sich demnach treise sind nunmehr die sozialdemokratischen Kandidaten auf hat ohne Zweifel Kenntniß davon, daß hier am Orte bereits eine die Organe der Eisenbahn- Verwaltung jeder Einflußnahme auf die gestellt. Es werden folgende Genoffen kandidiren: Rügen Filiale des Veibandes deutscher Schneider und Schneiderinnen besteht Theilnehmer an dem„ bayerischen Eisenbahnerverbande" zu ents Stralsund: A. Genzen- Stralsund. Grimmen Greifs und sie dürfte auch überzeugt sein, daß dieser Verband die Interessen halten haben. Im Zweifelsfalle wird das t. Oberbahnamt ohne. wald: G. Knappe Stettin. Demmin Antlam: 23. Göbel- dieser Arbeitergruppen wahrzunehmen bestrebt ist. Warum sie troß- bin vorsorglich hierber berichten." Stettin. Ueckermünde Wollin: A. Kunke Stettin. dem den Bestrebungen nach Zersplitterung der Kräfte Borschub Randow Greifenhagen: 2. Körsten- Berlin. Stettin: leistete, läßt sich schlechterdings nicht recht begreifen. Fritz Herbert Stettin. Pyrit Saagig: A. Appel Stettin. Naugard Regenwalde: Dr. Maz- Stettin. Greifen, erg- Rammin: A. Kunze- Stettin. Belgard. Dramburg: Ablauf der Kündigungsfrist, die Arbeit dort niedergelegt, wo der Die Schuhmacher in Brandenburg a. d.§. haben, nach A. Berger- Stettin. Rolberg- Röslin: Frit Herbert- Stettin. Neustettin: A. Berger- Stettin. Bütow von ihnen aufgestellte Lohntarif nicht bewilligt wurde. An dem Schlawe: E. Hennig- Röslin. Stolp Lauenburg: E. Hennig- Köslin, Ausstand find zur Zeit etwa 50 Mann betheiligt. Zuzug ist streng Eine Vertrauensmänner- Versammlung der Konservativen in Mülfernzuhalten. hausen stellte, da der bisherige Abgeordnete Elemm eine Wiederwahl tümmeln. Schule in 2 and 3 berga. W. ist wegen Maßleber die Tischlerwerkstätten von Hentel, Sartstock, regelung von Tischlern die Sperre verhängt worden. Es wird gebeten, Zuzug fernzuhalten. Amerika. Washington, 9. März. Auch der Senat hat einstimmig das Gefeß über die Bewilligung von 50 Millionen Dollars für die Landesvertheidigung angenommen. Der Präsident Mac Kinley hat das Gesetz bereits unterzeichnet. V Wahlbewegung. = = ablehnte, den Dekonomierath Wagner- Ingersleben auf. Dieser wird im Falle seiner Wahl der Reichspartei beitreten. In Hildes heim hatte ein Kaufmann den Wahlaufruf der Agrarier mit unterzeichnet. Eine Anzahl seiner Kollegen hatten nun, als die Einlenken mahnen. Die Kistenmacher nehmen in der nächsten Generalversammlung eine Abstimmung vor darüber, ob der Anschluß an den Holzarbeiter Verband stattfinden solle. verdroß Deutsches Reich. einer als Einheiteres" Vorkommnik. Unter diefem Stichwort schreiben die Münchener Neuesten Nachrichten": Auf Veranlassung des tgl. Staatsministeriums werden zur Zeit Lohnarbeiten der Kinder unter 14 Ihren gepflogen. Als dieſer Tage in allen bayerischen Schulen Erhebungen über die gewerblichen in einer fränkischen Kreishauptstadt der Oberlehrer die Oberklasse betrat, um Ermittelungen anzustellen, fiel ihm sofort ein Knabe auf, der sehr übernächtig aussah und jeden Augenblick einund ungefämmt sei und in einem fort gähne, erwiderte der Knabe, schlafen zu wollen schien. Auf die Frage, warum er ungewaschen er habe Nachts bis um 2 Uhr Regel aufstellen müssen. Der Oberlehrer bemerkte, daß er das nicht dulden könne und sofort den Herrn Nechtsrath X. davon Mittheilung machen werde. Darauf entgegnete der Snabe:" Ja, der Rechtsrath X. weiß es ja schon, er tegelt jeden Abend felbft bis 2 Uhr mit." An diesem Vorkommniß finden wir gar nichts lustiges, sondern es ist vielmehr sehr traurig, daß der Herr Rechtsrath, wie wahrscheinlich die meisten Leute seines gleichen, sich so wenig um das scheinlich die meisten Leute seines gleichen, sich so wenig um das leibliche und geistige Wohl der ärmeren Jugend fümmert. Der Verband deutscher Steinseher Junungen hat sich schon Wahl des betreffenden zur Handelskammer in Frage fam, aus mehrfach auf feinen Verbandstagen mit der Frage beschäftigt, welche diesem Grunde ihr Bedenken" geäußert. Das agrarische Kreisblatt, Stellung seine Mitglieder etwaigen Streits im Steinfegergewerbe der Hildesh. Kurier", brachte darauf ein„ Gingesandt", in dem gegenüber einzunehmen haben. Jedes Mal wurde dann den es heißt: Wenn die Herren( folgen die Namen der betreffenden Innungsmeistern die strenge Verpflichtung" auferlegt, Gefellen aus Hildesheimer Kaufleute) zeigen wollen, daß ihnen an Kunden aus Streiforten nicht zu beschäftigen. Diese Verpflichtung wurde denn den Kreisen der Konservativen, der deutsch- sozialen Reformpartei auch von vielen Mitgliedern so lange strenge innegehalten Dem Gemeinderath von Bern in der Schweiz wurde von und des Bundes der Landwirthe nichts gelegen ist und sie diese man mit der gewöhnlichen Anzahl von Arbeitern auskommen konnte. gern los fein wollen, so ist dies ihr gutes Recht!"- Dos thun Trat aber Mangel an Arbeitern ein, dann beschäftigte man auch dem Arbeiterfekretär Dr. Wassilieff ein von 1083 Stimm dieselben Leute, die sich zu entrüften pflegen über den Boykott der Gesellen aus Streitorten. Das wiederholte sich auch im vorigen berechtigten unterzeichnetes Gesuch um Einführung eines Minimal Sozialdemokraten. In einer Versammlung des national Jahre mehrmals. Die Innungsmeister in Magdeburg und ohnes für die Gemeindearbeiter eingereicht. Der liberalen Vereins in Hannover in das, und wurde beschloffen, als Hannover am 10. Januar Gemeinderath überwies das Gesuch der städtischen Finanzdirektion. Kandidaten für die bevorstehende Reichstagswahl Senator in Hannover stattgehabten, von 31 Steinfegermeistern besuchten Fink für den 8. hannoverschen Reichstags- Wahl Vorversammlung wurde die Gründung eines neuen Verbandes Depeschen und lehte Nachrichten. freis vorzuschlagen. Bugleich gab die Versammlung ihre beschlossen. Dieselbe follte am 14. Februar in Halle a. S. vor sich Zustimmung, die bisherigen Vertreter der Stadt Hannover im Ab- gehen. Durch eine feine Schiebung wußten es jedoch Berliner Karlsruhe, 10. März.( W. Z. B.) Jn der heutigen Sigung wurde die Wahlrechts Debatte fortgeordnetenhause, Archivdirektor Dr. Sattler und Senator Baurath Innungsmitglieder so zu drehen, tß auf Umwegen eine Resolution der zweiten Kammer Wallbrecht, für die demnächstigen Landtagswahlen wieder als angenommen wurde oder richtiger für angenommen erklärt wurde, gefeßt. Von liberaler Seite sprachen mehrere Abgeordnete dafür, Kandidaten vorzuschlagen. Im zweiten oldenburgischen Reichstags. inhaltlich deren die Anwesenden( es waren allerdings nur ca. 70 Mann) daß die Regierung die Initiative in der Frage der direkten Wahlkreise, Varel- Jever, haben die Nationalliberalen den sich verpflichteten, dem Innungsverbande beizutreten. In Be Wahl ergreifen möge. Von Seiten des Zentrums griff der Abg. Versicherungsdirektor Harbers- Oldenburg als Kandidaten für die beziehung auf die Bekämpfung des Streifunwesens" wurde dann be- Wacker den Minister des Innern Dr. Eisenlohr scharf an und vorstehende Reichstagswahl aufgestellt. Das Zentrum stellte im schlossen, das vollständige Nationale jedes an einem Streit betheiligten erklärte, es handle sich um ein ausdrückliches MißtrauensWahltreise Trier den bisherigen Abgeordneten Rintelen wieder auf. Poliers, Gefellen, Lehrlings oder Arbeiters möglichst allen Mitgliedern des votum gegen den Minister und die Regierung, soweit sie Verbandes sofort mitzutheilen und solche Leute nicht zu beschäftigen. mit dem Minister einverstanden sei. Der Minister Dr. Eisenlohr Weiter soll bei den Behörden darauf hingewirkt werden, daß bei erwiderte, er habe gestern feinen Kollegen das Mißtrauensvotuin Ausbruch von Streits die Unternehmer von der Einhaltung der mitgetheilt und es sei auch als solches von denselben gewürdigt Baufrist entbunden werden. In den einzelnen Innungen sollen worden. Das Staatsministerium sei aber einmüthig der Ansicht, die Arbeitsnachweise und das„ An- und Abmelbe- daß mit Rücksicht auf die bekannten Regierungserklärungen der wesen" der Arbeiter strenge gehandhabt" werden. Lebhafte Antrag Wacker einen Anlaß zu weiteren Erklärungen der Regierung Klage wurde auch darüber geführt, daß die Behörden bei Sperren nicht gebe. Von sozialistischer Seite wurde ein Antrag eingebracht, nicht ohne weiteres gegen die Arbeiter einschritten.( Die meisten den Antrag Wacker dahin abzuändern, daß an stelle des Bedauerus Sperren, die verhängt wurden, waren sehr wirksam. In Hamburg eine entschiedene Mißbilligung über die Haltung der Regierung auss fand sich beispielsweise in e If Monaten nicht ein einziger ausgedrückt werde. wärtiger Streitbrecher!) Weiter beschlossen die Unternehmer, Mannheim, 10 März.( B. S.) Der Buchhalter Vincenz unter allen Umständen an der sehnstündigen Arbeitszeit fest Sung von der Zollstofffabrik Waldhof hat 50 000. unterschlagen. zuhalten. Er wurde verhaftet. bereit. Partei- Nachrichten. In Stralsund beschloß eine start besuchte Versammlung die Gründung eines sozialdemokratischen Vereins. Der Wahlverein, der früher dort bestand, war eingegangen. Zur For mulirung der Statuten wurde eine Kommission von fünf it gliedern gewählt. Die meisten Anwesenden erklärten sich zum Beitritt Gemeindewahlen in Hessen Nassau. In den Orten Bischofsheim, Dörnigheim, Rüdingen und angen diebach wurden in der 3. Klasse die Kandidaten unserer Partei mit großer Mehrheit gewählt. In Oberrad siegten 5 unserer Kandidaten und einer fommt in Stichwahl. Bis jetzt unterlagen wir nur in einigen wenigen Orten. = In Salza bei Nordhausen wurden bei der Gemeinde rathswahl in der 3. Klaffe die sozialdemokratischen Kandidaten einstimmig gewählt. Im Dorfe Diemitz bei Halle a. S. gelang es in der dritten Klaffe unseren Parteigenoffen zum erstenmal, einen Bertreter in den Gemeinderath zu bringen. Von 107 abgegebenen Stimmen erhielt er 58. Der am felben Tage( 14. Februar) in Magdeburg ftatt- Salzburg, 10. März.( B.$) Dem„ Salzburger Tagebl." gehabte Verbandstag der Arbeiter des Steinfegergewerbes ftand zufolge erstattete der Abgeordnete Schönerer bei dem Wiener Landdenn auch sichtlich unter dem Zeichen der Meifterversammlung, das gericht gegen den Grafen Badeni, den Ritter v. Abrahamowicz und heißt alle Beschlüsse liefen darauf hinaus, die Widerstandsfähigkeit Dr. Kramarcz Anzeige wegen Verbrechens öffentlicher Gewaltthätig der Organisation zu heben. So wurde die Erhöhung des Wochen- teit und Mißbrauchs der Amtsgewalt. Die Anzeige bezieht sich auf beitrages von 15 auf 20 Pf. ohne jede Widerrede einstimmig be- die bekannten Vorgänge im Abgeordnetenhause. schlossen. Ebenso wurde in namentlicher Abstimmung festgesetzt, London, 10. März.( 23. T. B.) Unterhaus. Fortsetzung. Der daß die für die Unterstützung größerer Streits nothwendigen Gelder Unterstaatssekretär des Auswärtigen Curzon erklärte ferner, die durch einheitliche, obligatorische Getrabeiträge auf- Mandschurei fei sicher ein integrirender Theil der Befizung des zubringen sind, während dieselben bisher durch freiwillige Samm Raisers von China. Die ruffifche Regierung habe keine souveränen lungen aufgebracht wurden. Den einzelnen Filialen wurde zur Rechte über Port Arthur und Talienwan gefordert und Die Parteigen offen in Saalfeld i. Th. befchloffen, sich in Pflicht gemacht, lokale Streiffonds anzulegen und diese so aus auch nicht gedroht, Truppen in die Mandschurei zu senden. Murawjeff Zukunft an den Gemeindewahlen nicht mehr zu betheiligen, zustatten, daß im Falle eines Angriffsstreits in den erfien zwei habe ferner erklärt, daß Talienwan, falls es an Rußland verpachtet da die letzte Wahl( die erste nach Erlaß des neuen, verschlechterten Wochen die Hilfe des Verbandes nicht angerufen zu werden braucht. werden, dem fremden Handel wie die anderen chinesischen Gemeindegesetzes) gezeigt habe, daß zwar die weitaus größte Mehr- Beim Eintritt in eine Lohnbewegung ist wöchentlich ein obligatorischer Häfen geöffnet sein werde. Weiter erklärte Curzon, die englische zahl der Wähler auf sozialdemokratischer Seite stehe, aber infolge Extrabeitrag von 50 Pfennigen zu entrichten. Mitglieder, die Regierung habe keine Nachricht, daß die russische Regierung die Andes Mehrstimmenrechts unsere Kandidaten die Mehrheit der Stimmen während eines Streits zu den neuen Bedingungen arbeiten, haben leihe der englischen und deutschen Banken bekämpfe; wie er( Curzon) niemals bekommen fönnten. Wie werden sich die patriotischen die Hälfte des durch die Lohnbewegung erzielten Mehrverdienftes, höre, fei die Anleihe auf dem Punkte, ausgegeben zu werden. Ueber Karpfen im Gemeindeteiche über diesen Beschluß der sozialdemokra mindestens aber 50 Pf. wöchentlich an die Streikkaffe abzuführen. Die Kubafrage feien zwischen der britischen und der amerikanischen tischen Hechte freuen! Ein Antrag der süddeutschen Filialen, aus agitatorischen und vereins- Regierung feine Mittheilungen ausgetauscht worden. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. gefeßlichen Gründen den Siz des Zentralvorstandes des Verbandes Barcelona, 10. März.( W. T. B.) Beim Brande eines Aus Zabrze in Oberschlesien wird der Breslauer Volks- nach Süddeutschland zu verlegen, wurde zurückgezogen, weil es Petroleum- Magazins erstickten eine Frau und ihre vier Kinder in wacht" geschrieben: Gegen den Reichstags- Abgeordneten Leg i en unter den gegebenen Umständen taktisch unklug wäre, den Kopf des ihrer Wohnung. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Interhaltungsblatt. " Ur. 59. 15. Jahrgang. 1. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 59. Sigung. Donnerstag, 10. März 1898, 1 hr. Am Bundesrathstische: Nieberding, Schönstedt. Ein schleuniger Antrag der Abgg. Zimmermann u. Gen. wegen Einstellung des gegen den Abg. Müller- Waldeck( Antis.) schwebenden Privatklageverfahrens wird debattelos angenommen. Es folgt die Fortschung der dritten Berathung des Entwurfs daß alle diese game with the to the pie ebenso die Zuziehung von Laien erfordern, d Freitag, 11. März 1898. schiedenen Ehen, die Regelung des Verkehrs zwischen den geschie- Antrages Auer ganz allgemein werden. Wohin würde das denen Ehegatten und den Kindern, die sie nicht erziehen dürfen, führen? Jedes kleinste Amtsgericht wäre gezwungen, einen da handelt es sich um Maßregeln gegen den Mißbrauch der Er- Dolmetscher anzustellen. Ich muß also bitten, den Anziehung, Unterbringung in einer Familie, Besserungsanstalt, die trag Auer abzulehnen.. Wenn das Bedürfniß wirklich vorBeistandsbestellung gegen den Willen der Mutter, die Streitigkeiten liegt, einen Dolmetscher zuzuziehen, wird kein Richter fich zwischen zwei Vormündern u. s. w. Sehr wichtig ist die Frage der dagegen fträuben. Eine Annahme des sozialdemokratischen Anzin Entmündigung eines Erwachsenen; da war es die communis opinio trages würde das Zustandekommen dieses hochpatriotischen Werkes des Reichstags, daß Laien zugezogen werden sollten. Ich glaube, ernstlich gefährden. Abg. Wellstein( 3.) bittet ebenfalls um Ablehnung des Aneines Gesetzes über die Angelegenheiten der freiwilligen wie die vermögensrechtlichen Sachen. Sie haben alle eine außer trages Auer und Genoffen, welcher der Böswilligkeit Thor und Thür Gerichtsbarkeit. Hierzu liegen eine Reihe von Abänderungs- ordentlich hohe soziale und politische Bedeutung; und ich hoffe, daß öffnen würde. vorschlägen der Abgg. Auer u. Gen. vor. Das Haus tritt in die nach wohlwollender Prüfung sich hier eine Majorität finden wird Abg. v. Sak- Jaworski( Pole) erklärt sich für den Antrag. Spezialdiskussion ein. für das Prinzip, das wir hier ausgesprochen.( Beifall bei den Sozial- Noch in letzter Zeit scheine eine Verfügung ergangen zu fein, die die Der§ 10 des Entwurfs bestimmt: Die Bearbeitung der Vor- demokraten.) Buziehung von Dolmetschern erschwert. mundschaftssachen und der Nachlaßsachen kann während der Ferien Abg. Günther- Naumburg( natl.) bemerkt zur Geschäftsordnung, unterbleiben, so weit das Bedürfniß einer Beschleunigung nicht vor- daß, da die Kommission über die einzelnen Punkte diefes Antrages handen ist. Hierzu beantragen die Sozialdemokraten, die Worte überhaupt nicht berathen habe, auch im Plenum dieselben nicht " Vormundschaftssachen und" zu streichen. einzeln erörtert werden dürften. Abg. Haase( Soz.) begründet diesen Antrag. Da nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch die Bedeutung der Vormundschaftsgerichte eine viel größere geworden ist, so ist es durchaus nothwendig, daß die Bearbeitung der Vormundschaftssachen auch während der Ferien feine Unterbrechung erleidet. Abg. Günther( natl.) spricht gegen diesen Abänderungsantrag. Derfelbe wird gegen die Stimmen der Sozialdemokraten ab gelehnt. 3u§ 11, welcher lautet: Anträge und Erklärungen fönnen zu Protokoll des Gerichtsschreibers des zuständigen Gerichts oder " Abg. Wellstein( 3) bekämpft den Antrag der Sozialdemo traten gerade mit Rücksicht auf die von dem Abg. Stadthagen angeführten Einzelfälle. Ihm widerstrebe es, Privatpersonen, wo möglich aus der Nachbarschaft, in solche intimen Familienverhältnisse hineinbeziehen zu lassen. Justizminister Schönstedt bestreitet, daß eine solche Verfügung besteht. Es sei nur auf die befremdliche Thatsache hingewiesen worden, daß trotz des deutschen Schulunterrichts die Zahl der Fälle zunehme, in denen Dolmetscher zugezogen würden. " Abg. Haafe( Soz.): Der Herr Minister hat gemeint, daß der Richter allein darüber zu entscheiden haben solle, ob die Hinzu ziehung eines Dolmetschers erforderlich sei oder nicht. Doch auch das Bürgerliche Gesetzbuch enthält einen Bassus, der genau unserem Eventualantrag entspricht. Im§ 1244 heißt es dort: Erklärt der Abg. Nintelen( 3): Diese Fragen verdienen eingehendste Er- Erblasser, daß er der deutschen Sprache nicht mächtig sei, so muß örterung; die Kommission ist leider allzu schnell über sie hinweg- ein vereideter Dolmetscher hinzugezogen werden." Es hat also der gegangen. Mir ist die Hauptsache dabei, daß jest sehr oft ganz Gesetzgeber sich nicht der Erkenntniß verschließen können, daß junge Amtsrichter, die eben erst ihr Examen gemacht haben, über allein der Betheiligte die Entscheidung über die Notwendig Vormundschafts- und Ehe- Angelegenheiten aburtheilen. Natürlich keit der Hinzuziehung eines Dolmetschers haben könne. Und des Gerichtsschreibers eines Amtsgerichts erfolgen", beantragen die haben solche jungen Leute in diesen Sachen nicht die genügende Er- in der Hinzuziehung eines Dolmetschers haben könne. 21 Ist eine Erklärung an eine bestimmte Frist gebunden, so ist fie noch giltig abgegeben, wenn sie innerhalb der Frist zu Protokoll eines Gerichtsschreibers abgegeben ist." der That kann doch nutr der Betheiligte selbst ers fahrung. Ich bitte den Antrag Stadthagen mit einem von mir messen, ob er der deutschen Sprache derartig mächtig ist, daß er gestellten Unterantrag an die Kommission zurückzuverweisen. sicher ist, in dem Wortlaut seiner Aussage das auch wirklich zum Geheimrath Struckmann: Der Antrag Stadthagen enthält eine Ausdruck zu bringen, was er mit derfelben bezweckt. Der Herr Neuerung gegenüber dem bisherigen Recht. Ein Bedürfniß, da eine Minister hat dann gemeint, unser Antrag werde für die polnischAbg. Hanse( Soz.) begründet diesen Antrag. Die Bevölkerung Aenderung eintreten zu laffen, liegt nicht vor. Herr Wellstein bat nationale Agitation ausgebeutet werden, und hat verschiedene Fälle ist zum größten Theile nicht so ausreichend mit dem gerichtlichen schon hervorgehoben, daß es sich hier um sehr diskrete An- angeführt, die beweisen sollen, daß schon jetzt vielfach von polnischen Verfahren bekannt, daß sie beurtheilen kann, ob sie mit einer Ergelegenheiten handelt, und ich glaube auch, daß es den Zeugen die Kenntniß der deutschen Sprache abgeleugnet werde, flärung zu Protokoll eines Gerichtsschreibers genug gethan hat, um Parteien lieber sein würde, diese Angelegenheiten der Wer- obwohl sie dieselbe beherrschten. In der That beweisen ihre Rechte zu wahren oder nicht. Fast ausnahmslos wird der einzelne schwiegenheit bes Amtsrichters als betheiligten Privat diese Fälle jedoch nichts. Sie zeigen nur, daß Personen, das Bewußtsein haben, daß mit der Abgabe einer protokollarischen personen anzuvertrauen. Auch die Bestimmung des Bürgerlichen die erklärt hatten, sie seien der polnischen Sprache nicht mächtig, Erklärung sein Recht wirksam gewahrt fei. Das ist aber nicht der Gesetzbuchs ist schon erwähnt, daß bei wichtigen Vormundschafts- später, wenn Zwangsmittel gegen sie angewandt wurden, erklärten: Fall, da nach dem Entwurf die Beschwerde erst als eingelegt gilt, fachen Verwandte des Mündels gehört werden müssen. Dadurch wird pater peccavi, wir wollen uns schon in der deutschen Sprache zit wenn sie bei dem Gerichte, dessen Verfügung angefochten wird, oder dem Bedürfniß vollkommen genügt. Herr Rintelen hat gemeint, daß verständigen suchen. Also fie haben dies gethan unter dem Druck bei dem Beschwerdegericht eingegangen ist. Da hierbei aber gerade junge Richter solche Angelegenheiten nicht beurtheilen können. Es ist von Zwangsmitteln und in der Befürchtung, daß ernenter Zwang aus mannigfachen Ursachen eine Verzögerung entstehen kann, an der aber Thatsache, daß die Erledigung solcher Sachen in der Regel gegen sie ausgeübt würde.( Sehr richtig! links.) Wenn übrigens derjenige, der die Erklärung abgegeben, nicht im mindesten mehr älteren Amtsrichtern zufällt. Ich bitte Sie also, den Antrag Stadt- gesagt wird, es habe sich später herausgestellt, daß der Mann schuld ist, so wird das Einlegen der Beschwerde sehr unsicher oder hagen abzulehnen. genügend der deutschen Sprache mächtig gewesen sei, so ist das sogar vom Zufall abhängig gemacht. Diesem Mißstande wollen wir Abg. v. Cuny( natl.): Ich bitte Sie ebenfalls, den Antrag ab- eine rein subjektive Auffassung. Es mag ja sein, daß in einem Falle durch unseren Antrag vorbeugen. zulehnen. Auch die Zurückweisung an die Kommission halte ich für kein großer Wortschatz nöthig ist, um eine Aussage abzugeben, aber überflüssig, da diese doch keine Aenderungen vornehmen wird. es fann auch leicht der Fall sein, daß der Richter sich einbildet, er verstehe den Mann, während dieser etwas ganz anderes hat aussagen wollen. Zudem wird hierbei viel zu wenig berücksichtigt, daß ia jeder, der einen Dolmetscher wünscht, selbst diesen bezahlen muß, also ist es wohl nicht zu befürchten, daß ein solches Verlangen un nöthigerweise gestellt wird. Der Herr Justizminister suchte uns schließlich Schrecken einzujagen, indem er meinte, die Annahme unseres Antrages würde das Zustandekommen des ganzen Gesetzentwurfs, der doch ein großes nationales Werk bedeute, in Frage stellen. Ich meine aber, wenn die Regierung wegen einer solch geringen Aenderung dieses patriotische Werk zu Falle bringt, so fällt auf fie die Verantwortung zurück.( Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Abg. Strombeck( 3) erklärt sich mit diesem AbänderungsAntrag einverstanden. Geheimrath Strootmann und Abg. Wellstein( 8.) erklären sich gegen denselben, hauptsächlich mil der Begründung, daß der Partei felbft hierdurch zu sehr die Verantwortung für die Beschwerde- Einlegung abgenommen wird. Abg. Haase( Soz.): Das Argument von der Verminderung der Verantwortlichkeit ist nicht stichhaltig. Nach unserem Antrag bleibt die Verpflichtung für die Partei ja bestehen, innerhalb der festgesezten Frist die Erklärung zu Protokoll abzugeben. Der Zusaß wird hierauf gegen die Stimmen der Sozialdemo fraten und einige Stimmen des Zentrums abgelehnt. Abg. Rembold( 3.) spricht sich in demselben Sinne aus. Abg. v. Buchka( f.) vertheidigt die Kommission gegen den Vorwurf des Abg. Rintelen, daß sie über diese Angelegenheit zu schnell hinweggegangen fei. Darauf wird der Antrag Rintelen auf Zurückweisung des vorliegenden Paragraphen an die Kommission abgelehnt, ebenso der Antrag Auer and Genossen. Letzterer nur gegen die Stimmen der Sozialdemokraten.§ 32 wird hierauf in der Kommissions faffung angenommen. Bu§ 156( Eintragung in das Vereinsregister) beantragen die Sozialdemokraten folgenden Zusay: Die landesgefeßlichen Vorschriften, welche das Inverbindung treten von politischen Vereinen verbieten, werden aufgehoben. Abg. Graf zu Jun- und Kuyphansen( t.) befürwortet die Ans nahme des§ 1 unter Hinweis auf die von anderen Ländern gezahlten Subventionen und die durch die Besitzergreifung von Kiaotschau erhöhte kommerzielle Bedeutung der oftasiatischen Linie. § 28, welcher im Absatz 1 die Gerichte für die Ein legung der weiteren Beschwerde bestimmt, schreibt im Sat 2 Geheimrath Struckmann: Verfügungen von Todes wegen treten dieses Absages vor, daß, wenn bie Einlegung durch Abg. Stadthagen( Soz.) begründet den Antrag. Die Herren erst zu einer Beit in kraft, wo der Verfügende seinen Willen nicht Einreichung einer Beschwerdeschrift erfolge, diefe von einem vom Zentrum haben es in der Kommission sehr bedauert, daß mehr deklariren fann. Deshalb läßt das Bürgerliche Gesetzbuch bei Rechtsanwalt unterzeichnet sein müsse. Saß 3 sodann lautet: Der fie sich in ihrem Vertrauen git dem Versprechen des Testamenten die Zuziehung eines Dolmetschers zu, damit alles Zuziehung eines Rechtsanwalts bedarf es nicht, wenn die Beschwerde Reichsfanglers so getäuscht hätten. Durch unseren Antrag gethan wird, um den Willen des Testirenden zu klarem Ausdruck von einer Behörde eingelegt wird. Die Sozialdemokraten bean- geben wir ihnen Gelegenheit, ihr Versehen wieder gut zu zu bringen. Eine Verwerthung dieser Bestimmung zu politischen tragen, diese beiden Sätze( 2 und 3) zu streichen. Diese machen. Ich gehe nicht auf das materielle des Antrags ein; die Parteizwecken ist ausgeschlossen. Deshalb ist es unrichtig, wenn zur Streichung wird nach kurzer Begründung durch den Aufhebung jenes Berbotes liegt so sehr im Interesse der Kultur, der Begründung des Antrages Auer auf die Bestimmung des BürgerAbg. Haase( Soz.) gegen die Stimmen der Sozialdemokraten Gerechtigkeit und sozialen Nothwendigkeit, daß es überflüssig ist, dem lichen Gesezbuches bezug genommen wird. abgelehnt. noch ein Wort hinzuzufügen. In der Kommission ist gegen den An- Auf Antrag des Abg. v. Strombeck( 8) wird die Diskussion § 82 bestimmt, daß für die dem Vormundschaftsgerichte ob- trag materiell auch nichts eingewendet worden. Nach dem gefchloffen. liegenden Verrichtungen die Amtsgerichte zuständig sein sollen. Bürgerlichen Gesetzbuch ist es sehr sehr gut möglich, daß Der erste Antrag Auer der Prinzipialantrag- wird gegen Hierzu beantragen die Sozialdemokraten folgenden Zusah: in dem einen Theile Deutschlands ein Richter ent die Stimmen der Sozialdemokraten und der freisinnigen Volkspartei " Bu Entscheidungen der Vormundschaftsgerichte ist die scheiden kann: Ihr dürft Euch ruhig mit anderen Vereinen in mit Ausnahme des Abg. Lenzmann abgelehnt, dagegen wird der Buziehung von zwei Schöffen in den durch eine Reihe von Be- Verbindung setzen, solch ein kulturwidriges Verbot exiftirt in unferer Eventualantrag, für den auch das Zentrum mit wenigen Ausnahmen ftimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs dem Vormundschaftsgericht Gefeßgebung nicht, während ein anderer Amtsrichter fagen stimmt, angenommen; ebenso der damit abgeänderte§ 175. zugewiesenen Fällen nöthig. Fähig, das Amt eines Schöffen zit be fann: nein, bei uns besteht das Verbot des Inverbindungs Der Rest des Gesetzes wird debattelos genehmigt; ebenso, da fleiden, ift, wer zur Bekleidung des Amtes eines Vormundes fähig tretens politischer Vereine, d. h. folcher, die sich mit anderen kein Widerspruch erfolgt, das Gesetz im ganzen in der Schlußist und nicht zu denen gehört, die nicht zum Vormund bestellt Dingen, als mit Kegelschieben beschäftigen. Es steht also die Auf- abstimmung. werden sollen. Ueber die Bufammenfeßung der Vormundschafts- hebung der bezüglichen landesgefeßlichen Bestimmungen im aller- Es folgt die zweite Berathung der Novelle zum Gesetz über die gerichte und die Einberufung der Schöffen trifft das Gerichts- engsten Zusammenhang mit dem 1. Abfaz des§ 156. Dadurch würden Post dampfer Subvention. verfassungs- Gesetz die näheren Bestimmungen." Sie bewirken, daß die Politik mehr wie bisher aus dem Gerichts- Den§ 1, der die Erhöhung der Subvention um jährlich Abg. Stadthagen( So.): Ich zweifle nicht daran, daß die faale entfernt wird, und daß man wieder Zutranen zu feierlichen 1 500 000. behufs Einrichtung 14tägiger Fahrten( statt bisher von der äußersten Rechten bis zur äußersten Linken gehende Neigung, Versprechungen faßt. Sie würden also eine nationale Arbeit alle vier Wochen) nach Ostasien vorsieht, beantragt die Kommission die Heiligkeit der Familie hochzuhalten, Sie veranlassen wird, dem dadurch verrichten. Ich bitte dringend um Annahme dieses Antrags[ Referent Abg. Prinz v. Arenberg( 8.)] unverändert anzuGrundgedanken unferes Antrages zuzustimmen. Nach dem Bürger- auch im Intereffe des politischen Ansehens des Reichstags, der der nehmen. lichen Gesetzbuch soll das Gericht entscheiden über Mißbrauch des Regierung gegenüber einmal darlegen muß, daß nicht ungestraft der Rechts des Ehemanns durch Beschränkung oder Ausschließung des großen Majorität gegenüber Erklärungen abgegeben werden dürfen, Rechts der Ehefrau. Soll nun wirklich ein 25, 28, 30 jähriger die man irrig" auffaffen kann.( Beifall bei den Soz.) Hagestolz beffer informirt sein, welches Verhältniß zwischen Mann Hierauf wird der Antrag Auer und Genossen gegen die und Frau zu bestehen hat, als vernünftige Leute aus dem Bolte, die Stiminen der Sozialdemokraten, Freisinnigen und Antisemiten ab= auch die Fähigkeit haben, Vormund zu werden? Daffelbe gilt von gelehnt. dent Recht des Ehemanns, über bes Arbeitsverhältniß Der§ 175 verlangt: Ist ein Betheiligter nach der Ueberzeugung seiner Frau au bestimmen, au bestimmen, ebenso von der Gewährung des Richters oder des Notars der deutschen Sprache nicht mächtig, des Unterhalts für ein Kind. Für all diese Sachen ist auch nicht so muß bei der Beurkundung ein vereideter Dolmetscher zugezogen ein Atom juristischer Kenntniß nothwendig, sondern die Kenntniß werden. des Familienlebens, vor allem aber für die Punkte, die das Erziehungsrecht der Eltern betreffen; dasselbe darf doch nicht durch einen einzelnen Richter und dessen eigenthümliche Ansichten ihnen geraubt werden. Einzelne Richter haben über die Erziehung der Kinder und die Entziehung des Erziehungsrechtes so wunderbare Anschauungen produzirt, produzirt, fie haben selbst religiöse Abg. Molkenbuhr( Soz.): Der Nachweis, daß wirklich mit und politische Momente hineingemengt, daß selbst der Justizder Vorlage ein patriotisches Wert gefördert wird, ist bis zum minister Schönstedt sich über einzelne Fälle gewundert hat. Da hat Abg. Haase( Soz.) begründet den Antrag feiner Partei. Wir heutigen Tage nicht erbracht worden. Der Hinweis auf die ein Amtsrichter Spindler, jezt Amtsrichter von Spindler, einer halten es für erforderlich, klar zum Ausdruck zu bringen, daß die Subventionen anderer Länder genügt doch nicht. Bei anderen Fragen Reihe von Bätern das Erziehungsrecht deswegen entzogen, weil sie politische Leidenschaft aus dem Gerichtssaale entfernt werden müsse. berücksichtigt man ja auch nicht die ausländischen Verhältnisse. ihre Kinder nicht hinderten, einem angeblich sozialdemokra. Wenn ein Betheiligter erklärt, daß er der deutschen Sprache nicht Man thut so, als wäre ohne bie Subvention eine tischen Turnverein beizutreten; der Befehl des Amtsrichters mächtig sei, so ist es sein natürliches Recht, einen Dolmetscher zu Verbindung mit Ostasien unmöglich. Das ist aber durchaus nicht an die Eltern erging deshalb, weil der Verein eine rothe verlangen, auch wenn er vielleicht nur Zweifel hegt, daß er voll- der Fall. Man wird sich auch hüten, alle Linien nach Ostasien nunFahne habe. Die rothe Fahne bedeutet ja Baterlandslosigkeit, ständig der Verhandlung vor Gericht folgen könne. Wir bitten also mehr zu subventioniren. Nicht die Häufigkeit der Fahrten wird den Religionslosigkeit, Sittenlosigkeit und all die fleinen Scherze, die da um Annahme unferes Antrages. Export heben, wie Graf v. Knyphausen fagt. Dafür sind ganz andere hergesagt werden, wenn man weder sozialdemokratische, noch über- Abg. Fürst Radziwill( Bole): Wir haben bereits in der zweiten Dinge maßgebend. Steigert sich aber der Export, dann wird ganz von haupt verständige Tendenzen zu verstehen im ftande ist. Nebenbei: Lesung unsere volle Sympathie für den Antrag Auer und Genossen selbst eine beffere Verbindung entstehen. Durch die Subvention bebie rothe Farbe war nicht einmal die Vereinsfarbe; sie hatten eine ausgesprochen. Es ist in der That das mindeste, was wir verlangen fördert man den unlauteren Wettbewerb. Und nicht einmal der Umfchwarz- weiß- rothe Fahne, nur durch Zufall war das Schwarz können, daß einem Zeugen, der der deutschen Sprache nicht mächtig stand kann in Frage kommen, daß man den beiden hier in Frage und Weiß ziemlich abgerissen.( Lebhafte Burufe und Heiter ist, ein Dolmetscher gestellt werde. tommenden Gesellschaften deshalb Vortheile zuwenden müßte, weil feit.) Das war eben der Scherz dabei.( Heiterkeit.) Und dafür Justizminister Schönstedt: Die Gründe, die gegen den Antrag sie sehr viel für die Hebung der Schifffahrt gethan haben. Denn die Entziehung der Erziehungsrechte!! Muß nicht jedermann dieser Auer sprechen, sind schon in der Kommission erörtert und bis jetzt das ist bei diesen beiden Gesellschaften gar nicht der Fall. Die er Art der Rechtsprechung, dieser Mißachtung der Heiligkeit der Familie nicht widerlegt. Es liegen mir eine Reihe von Berichten vor, nach höhte Schnelligkeit der Dampfer wird schon durch die Konkurrenz entgegentreten? Der Laie würde es nie wagen, einen solchen Spruch denen die Verleugnung der Kenntniß der deutschen Sprache in auf der verschiedenen Linien herbeigeführt. Auch Schiffe nichtsubventio= zu fällen, er kennt nicht die juristische Interpretirungskunst; er fallender Weise zugenommen hat. Auch wo die Kenntniß der nirter Linien fahren ebenso schnell wie die fubventionirten. würde sich sagen: Dasselbe, was ich heute thue, könnte morgen deutschen Sprache bei dem Betreffenden nachzuweisen war, wurde Bremen in seiner Gesammtheit hat keinen Vortheil von der mit mir gefchehen. Bu solchen Entscheidungen ist nicht dieselbe doch nach den Berichten häufig in Abrede gestellt. Die An- Vorlage, nur ein kleiner Interessentenkreis. Die Verhältnisse Juristerei, sondern gesunder Menschenverstand erforderlich, und den nahme des Antrages Auer würde dahin wirken, daß in Zukunft jeder in China find gegenwärtig noch noch sehr unflare. Wird dürften die Leute doch haben, die als Vormünder fungiren polnische Arbeiter einen Dolmetscher verlangen würde, und zwar find sich der Verkehr dorthin wirklich in dem erhofften Maße steigen, müssen. In allen weiteren Fällen, in denen unserem Antrage ge- wir der Ueberzeugung, daß dies Verlangen lediglich im Interesse dann werden die Linien um so leichter ohne Subvention bestehen mäß Laien entscheiden sollen, werden Sie immer wieder die beiden der polnisch- nationalen Agitation erfolgt. Auch hierfür liegen uns tönnen. Wir werden gegen die Vorlage stimmen. Punkte: Beziehung von Mann zur Frau und Entscheidung von Er- Beweise in den Berichten vor. Redner verliest eine Reihe von ziehungsstreitigkeiten, wiederfinden. Da ist die Unterstüßung der Fällen, in denen Zeugen die Kenntniß der deutschen Sprache ab Eltern durch Anwendung geeigneter Buchtmittel gegen die Kinder, leugneten, während später nachgewiesen wurde, daß sie derfelben da ist die Entscheidung über Entziehung von Kindern aus gemächtig waren. Diese Fälle würden also nach Annahme des # Hierzu liegt ein Antrag Auer und Genossen vor: prinzipaliter nach Betheiligter" einzuschalten: nach seiner Behauptung oder nach der Behauptung eines anderen Betheiligten" oder eventuell folgende Faffung zu wählen: Erklärt ein Betheiligter, daß er der deutschen Sprache nicht mächtig sei, so muß bei der Beurkundung ein vereideter Dolmetscher zugezogen werden." Abg. Frese( frf. Vg.): Die Vorlage ist für den deutschen Handel durchaus nothwendig. Die Wichtigkeit derselben liegt vor allem in der Regelmäßigkeit der Verbindung und in der Schnelligkeit der Fahrt der Dampfer. Die Postdampfer selbst werden den Ost asiaten die Blüthe deutscher Schiffsbaukunft, der deutschen Eisenindustrie vor Augen führen. Für eine Reihe werthvoller Artikel hat bie Dampferverbindung keinen Werth, wenn fie 811 felten ist. Die Vortheile der Vorlage find auch von vielen Handelskammern anerkannt worden; ich hoffe, fie wird deutschem Handel und deutscher Industrie zum Segen gereichen. Abg. Jebsen( natl.) schließt sich den Ausführungen des Abg. Frefe an. Abg. Dr. Haffe( natl.) tritt für die Vorlage nicht nur im Interesse des Handels, sondern auch vom nationalen Standpunkt ein.. Er wiederholt den vom Grafen Arnim bei der ersten Lesung geäußerten Wunsch, daß der Lloyd seine Bekanntmachungen nicht in englischer und deutscher Sprache, sondern nur in deutscher Sprache erlassen möge. Hierauf vertagt sich das Haus. Nächste Sitzung Freitag, 2 Uhr.( Fortsetzung der heutigen Berathung. 2. Gesetzentwurf, betr. die Entschädigung unschuldig Ver urtheilter. 3. Zweite Lesung des Marine- Etats.) Schluß 51/2 Uhr. Abgeordnetenhaus. 43. Sigung vom 10. März 1898, 11 Uhr. Am Ministertische: Dr. v. Miquel, v. d. Rede, später Dr. Bosse. Die Ueberschwemmungs- Entschädigungs- Vorlage steht zur dritten Lesung. Eine Generaldebatte wird nicht beliebt. tann. der Resolution Letocha. Abg. Dr. Enneccerns( natl.): Wenn Sie von dem Gramen abstehen, würde der Unterricht auf unseren Töchterschulen bald so zurückgehen, daß Sie selbst eine Besserung wünschen werden. Unerfüllbares wird keineswegs verlangt. Nach einer Entgegnung des Abg. Dr. Dittrich( 3.) schließt die Debatte; das Kapitel wird bewilligt. Bei dem Kapitel„ Universitäten" wünscht Abg. Böttinger die Errichtung besonderer Professuren für Geschichte der Medizin, und zwar an den Hauptuniversitäten Extra- Ordinariate, in Berlin aber ein Ordinariat. Regierungskommiffar Geh. Rath Althoff: Die Regierung er: fennt das Erfordernis, für die Errichtung solcher Lehrstühle zu sorgen, an und ist auch bereits mit geeigneten Lehrkräften in Verbindung getreten.( Bravo!) Morgen( Freitag) 11 Uhr: Fortsetzung der Berathung. Schluß 44 Uhr. Parlamentarisches.'" Die Einführung des neuen Stadtraths Dr. Münsterberg. wird in der nächsten Sizung stattfinden. Vom Stadtv. Perls ist ein dringlicher Antrag eingebracht: Die Versammlung wolle beschließen, durch eine vom Vor: stand zu ernennende, aus 10 Personen bestehende Abordnung einen Kranz auf die Grabstätte der Märzgefallenen niederTegen zu laffen." Ilmann, widersprochen wird, kann der Antrag erst am Da der Dringlichkeit von mehreren Seiten, u. a. vom Stadtv. 17. März verhandelt werden. fu chung der im städtischen Dienste Anzustellenden hat Der bekannte Antrag Dinse, betr. die ärztliche Unter= in folgender Fassung: " Die Versammlung ersucht den Magistrat, eine erste ärztliche Untersuchung aller im städtischen Dienste Anzustellenden schon vor deren Annahme stattfinden zu lassen, vorbehaltlich In der Spezialberathung liegt zu§ 1 ein Antrag des Abg. einer zweiten definitiven Untersuchung durch den städtischen Letocha( 3.) vor, den von der Kommission beschlossenen, vom Bertrauensarzt" Hause in zweiter Lesung angenommenen Zusatz zu streichen, wodie Genehmigung des niedergesetzten Ausschusses gefunden. Die nach der zur Verfügung gestellte Betrag von 5 Millionen im der bezüglichen Ausschüsse betreffend die Ausführung des Gesetzes Etats ausschuß, der sich nach Schluß der vorigen Sitzung Der Bundesrath hat in seiner gestrigen Sitzung dem Antrage Bersammlung beschließt ohne Debatte in gleichem Sinne. Der Bedürfnißfalle bis zu 10 Millionen Mark erhöht werden über das Auswanderungswesen, dem Bericht des Aus- fonftituirt hat, ist seiner ersten Sigung übereingekommen, der Minister v. Miquel erklärt nach der Begründung des Antrages schusses über den Entwurf einer Verordnung wegen theilweiser Bersammlung zu empfehlen, die sämmtlichen im Etat für 1898/99 durch den Abg. Leto cha das Einverständniß der Regierung mit werbe- Ordnung vom 26. Juli 1897, dem Bericht des Ausschusses Erhöhungen, über welche ein Stadtverordneten- Beschluß noch Inkraftsehung des Gesetzes betreffend die Abänderung der Gegegen denjenigen von 1897/98 vorgenommenen GehaltsDie Vorlage wird nach Annahme der von dem Abg. Letocha über den Entwurf von Bestimmungen betreffend die Beschäftigung nicht vorliegt, abzusehen und in den Etat die Gehaltssäße von beantragten Streichung im§ 1 sofort endgiltig angenommen, ertheilt.-von Arbeiterinnen in Konservenfabriken die Buftimmung 1897/98 einzustellen. ebenso die Letocha'sche Resolution. Ohne Debatte tritt die Versammlung auch diesem Vorschlage bei. Es folgt die dritte Lesung der Ansiedelung 3- Novelle In der Budgetkommiffion des Reichstages wurde gestern die Die Vorlage betr. den Fortbestand des Erziehungshauses ( Forderung weiterer 200 Millionen für deutsche Ansiedelungszwecke Berathung des Marine Etats fortgesetzt. Die Kapitel: Betrieb Kleinbeeren wird nach furzer Debatte, an welcher sich die in Posen). der Flotte, Naturalverpflegung, Bekleidung, Garnisonverwaltungs- Stadtvv. Gerstenberg, Matterne, Schwalbe, sovie Abg. Motty( Pole) erklärt, daß seine Freunde sich auch in und Serviswesen, Wohnungsgeldschuß, Sanitätswesen, Reise-, Stadtschulrath Bertram betheiligen, unter Ablehnung des Andritter Lesung nicht an der Berathung, wohl aber an der Abstimmung Marsch- und Frachtkosten, Bildungswesen wurden ohne wesentliche trages auf Ausschußberathung angenommen. betheiligen werden. Debatte genehmigt und die Ansätze des Etats durchweg unverändert Zur Verhandlung steht nunmehr die Vorlage einer neuen Abg. v. Standy( t.) widerlegt die von dem Abg. Rickert bei angenommen. Die Berathung des Marine- Etats gelangte damit Gehaltsordnung für das Lehrpersonal der Ge= der zweiten Lesung vorgebrachte Behauptung, daß in einem be- zum Abschluß. Morgen stehen der Allgemeine Pensionsfonds und meindeschulen, wie sie der Magistrat am 28. Februar cr. eins stimmten Falle das Verfahren der Ansiedelungskommission zur Ent- der Reichsinvalidenfonds auf der Tagesordnung. gebracht hat, nachdem die früheren Festsetzungen der Gemeindelaffung der deutschen Arbeiter und zum Ruin des deutschen Besitzers Die fechfte Kommission des Reichstages erledigte gestern in behörden vom Kultusminister nicht genehmigt worden sind. geführt habe. Diefe Darstellung sei durchaus falsch; jedenfalls zweiter Lesung die Novelle z um Gerichts. Nach der Vorlage soll jetzt das Grundgehalt für Lehrer könne gegen die Ansiedelungskommission ein Vorwurf aus ihrem verfassungs- Geses, wobei zwei in der ersten Lesung Verhalten nicht hergeleitet werden. Redner wendet sich so- beschlossene Aenderungen des bestehenden Rechts( wegen der sog. dann gegen den Abg. Jäckel, einen Deutschen, wie er in Polen Interventionstlagen und wegen der Behandlung der GewerbegerichtsGott sei Dant nur felten vorkomme und der namentlich fachen in der Berufungsinftanz) wieder rückgängig gemacht wurden. seiner Schilderung von dem H. K- Verein eine vollständig falsche Nächste Sigung Freitag: Zweite Lefung der Novelle zur ZivilAuffassung von der Stellung der Deutschen in Posen zu grunde legte. Prozeß- Ordnung. Abg. Dr. Gerlich( ft.) wendet sich ebenfalls gegen Jäckel. Redner erörtert dann, wie sein neulich von dem Abg. v. Czarlinskij besprochener Brief in dessen Hände gekommen ist; nur durch einen groben Bruch des Amtsgeheimnisses fönne die polnische Partei Kenntniß von diesem Briese aus gerichtlichen Atten erlangt haben. Eine Partei, die noch einiges Gefühl für politischen Anstand hat, verschmäht solche Waffen. Bräsident v. Kröcher ruft den Redner wegen dieser Aeußerung zur Ordnung. Abg. Dr. Gerlich: Der Minister habe neulich den Polen zu gerufen: Spielen Sie nicht mit dem Feuer! Was die Polen jetzt handhaben, das sei nicht mehr offenes, ehrliches Feuer, sondern das schleichende Gift der Lüge und des Verraths!( Rufe: Zur Ordnung!) Auf die Frage des Präsidenten erklärt Redner, daß er nicht die Fraktion des Hauses mit seinem Vorwurf habe treffen wollen. ( Lachen.) Abg. Imwalle( 3) findet in dem Gesetz eine VerfassungsHenderung und beantragt die danach nöthige nochmalige Ab stimmung nach 21 Tagen.( Der Antrag wird genügend unter stüßt.) Abg. Dr. Stephan( 3.) tritt dieser Auffassung bei. Das angestrebte Ziel des Gesetzes fönne doch in einer begrenzten Zeit erreicht werden; man brauche also nicht einen dauernden Fonds zu schaffen. Minister v. Miquel hält diese Auffassung für ganz falsch. Alle Ausgaben und Einnahmen des Etats find dauernder Natur, fo lange bis fie förmlich aufgehoben werden. Daher sei es auch falsch, wenn bei der Bereitstellung der Mittel für den Flottenbedarf auf mehrere Jahre eine Einschränkung des Budgetrechts gefunden werde. Er hoffe, daß das Haus eine Verfassungsänderung in der Vorlage nicht erblicken werde. Auch die erste Vorlage sei als eine Verfassungsänderung nicht erachtet worden. Justizminister Schönstedt schließt sich den Miquel'schen Ausführungen in allen Theilen an. Regierungskommiffar Sachs legt dar, daß der bisherige Befih wechsel im Kleingrundbesitz ein erhebliches Ueberwiegen des polnischen Besitzes erkennen lasse und schon unter diesem Gesichtspunkte die Vorlage gerechtfertigt sei. Abg. Jäckel( frs. Vg.) verwahrt sich gegen Gerlich's Vorwürfe. Abg. Dr. Sattler( natl.) hält die Verfassungsbedenken für unbegründet und empfiehlt die unveränderte Annahme der Vorlage. Abg. v. Puttkamer( t.) ebenfalls; von einer feindseligen Tendenz der Vorlage gegen die katholische Kirche tönne teine Rede sein; bei der Stellung, welche das 3entrum im Reichstage einnehme, sei eine solche Möglichkeit ausgeschossen. Abg. Frhr. v. Sedlitz( frt.) glaubt mit gutem Gewissen gegen die Behandlung als Verfassungsänderung stimmen zu können. Abg. Motty( Pole) fordert von dem Abg. Dr. Gerlich, daß er feine schweren, gegen ganze Bevölkerungsklaffen geschleuderten Beschuldigungen beweise, widrigenfalls er die Folgen seiner Handlungsweise zu tragen haben werde. Abg. Dr. Stephan meint, daß die Bezugnahme auf das frühere Gesetz die Verfassungsänderung durch die Vorlage nicht befeitige. Es liege hier das Novum vor, daß der Fonds jeder tünftigen Beschlußfassung des Hauses entzogen werde. Das involvire aber eine Verfassungsänderung. 0 Offasiatisches und Indisches. London, 8. März. Welchen Grund hat der Mann, frank zu werden?" fragte Talleyrand, und eine ähnliche Frage stellte sich heute morgen alle Welt, als die Thatsache bekannt wurde, daß die Königin ihre Reise nach Südfrankreich wegen plötzlich eingetretenen Unwohlfeins auf Donnerstag verschoben habe. Daß es mit der Erkältung nicht sehr schlimm gewesen sein kann, geht daraus hervor, daß die Königin beut nachmittag schon wieder ausgefahren ist, und so liegt um so mehr Anlaß vor, den wahren Grund des Aufschubs in der bedrohlichen Wendung der Dinge in der ostasiatischen Frage zu er blicken. " 1200( statt 1000) m., der Wohnungsgeldzuschuß nicht mehr 600 M., sondern für unverheirathete Lehrer ohne eigenen Hausstand 432, für alle andern 648 M. betragen; für die Rektoren 2400 M. und 800 M. Für Lehrerinnen Grundgehalt 1000. Miethsentschädigung 400 M.; Fachlehrerinnen 900 bezw. 300. Die dadurch erforderlichen Mehraufwendungen sollen durch Aendes rungen bezw. Herabsehungen der Altersskala wieder eingebracht werden. Die neue Fraktion der Linken( Preuß u. Gen.) beantragt Bes lassung der bisherigen Altersstufen, Bemessung der Miethsentschädigung mit 440 und 650 M., für Lehrerinnen auch 440 M. Stadtv. Singer beantragt Ausschußberathung. Stadtv. Dr. Preuß: Ein Ausschuß erübrigt sich meiner Ansicht nach, da die Sache nachgerade spruchreif geworden ist. Das ministerielle Veto hat die Mehrheit des vorigen Ausschusses vorhergesehen. Im Plenum wurde der Plan des Ausschusses durch ein anderes System ersetzt. Es stehen sich die beiden Systeme des Magistrats und unseres Autrages gegenüber. Was wir beantragen, ist das Minimum dessen, was den Lehrern gewährt werden muß. Zeitlich hat sich Berlin in der Ordnung dieser Angelegenheit ins Die gestern den Times" von ihrem sehr gut unterrichteten Hintertreffen drängen lassen; und auch jetzt heißt es: Immer langBelinger Korrespondenten zugegangene Meldung, daß Rußland von fam voran, immer langsam voran, damit die Berliner KommunalChina als„ Entschädigung" für den Abschluß der anglo- deutschen verwaltung nachkommen kann."( Heiterkeit und Unruhe.) Ich empfinde Anleihe und die an England bewilligten Zugeständnisse die fattische heute keinerlei Schadenfreude, sondern bedaure lebhaft, daß Berlin durch Aushändigung von Port Arthur und Talienwan sammt dem Einwirkung der Regierung zu einer Aenderung gezwungen werden muß, werthvollsten Theil der Mandschurei und Schantungs verlangt habe und ich fürchte, daß die Berliner Selbstverwaltung dadurch schon an ( denn darauf laufen die geforderten Pachtverträge und Eisenbahn- Prestige in der Oeffentlichkeit eingebüßt hat.( Widerspruch.) Die Konzeffionen hinaus), hat hier die größte Aufregung in der Magistratsvorlage ist für uns absolut unannehmbar; sie läßt die Presse, den Klubs nud an der Börse hervorgerufen. Heut Gelegenheit, Versäumtes wieder gut zu machen, unbenutzt vorübervor acht Tagen erft hat der Unterstaatssekretär Curzon das gehen und stellt sich fast noch schlechter als die erste dar. G3 spricht Barlament ermuthigt, die von dem Russenfresser Ashmead Bartlett sich in der neuen Gestaltung etwas wie Nerger über die Interbeantragte Resolution anzunehmen, daß die Erhaltung der Unab- vention der Regierung aus. Die bisherige Gesammtaufwendung hängigkeit des Gebiets von China ein Lebensintereffe des britischen für die Besoldung des Lehrerpersonals darf nach dem Willen Handels und Einflusses" sei, und nun wird England zugemuthet, des Magiftrats durchaus nicht überschritten werden; desbalb wird einen offenbaren tiefen Ginschnitt in das Gebiet von China still- anderswo abgesetzt, wenn an dieser oder jener Stelle nach Anordnung schweigend mit anzusehen. Wohl dürfen die„ Times" heute schreiben, der Regierung erhöht werden muß. Es ist ein Novum in der Verdaß Rußlands Vorgehen den Eindruck erweckt, als wolle es nicht nur waltung, daß ein fires Pauschquantum angenommen wird und man Vergrößerung, sondern Vergrößerung, die mit einer Demüthigung und nur die Untervertheilung ändert. Würde es dem Magistrat gefallen, Schädigung Großbritanniens zusammenfällt". Wenn sich die Meldung wenn gegen ihn in seiner Gesammtheit von der Versammlung dasaus Beting bewahrheitet( bis jetzt behauptet die Regierung, feine offizielle selbe Prinzip geltend gemacht würde?( Seiterkeit.) Die Alterszulagen Mittheilung erhalten zu haben), so wird England, will es sich nicht sollen also mit aller Gewalt verschlechtert werden. Wir sind in den Augen der Asiaten völlig blosstellen, nichts übrig bleiben, doch nicht sicher, об wir auf diese Weise als entweder Abweisung der russischen Forderung zu verlangen und zum zweiten Male in die höchst peinliche Lage fämen, mit unserem es auf einen Krieg mit Rußland ankommen zu lassen, oder, gleich Plan von der Regierung zurückgewiefen zu werden. Der Standpunkt dem tugendhaften Hund in Heine's Fabel, auf irgend ein anderes des Magistrats ist unhaltbar. Nach der Stellungnahme der FreiStück des von ihm für unverleßlich erklärten chinesischen Gebiets sinnigen Voltspartei im Abgeordnetenhause sollte doch das GrundBeschlag zu legen. Beide Eventualitäten werden von der Presse gehalt auch in den billigsten Orten der Monarchie 1200 M. betragen; lebhaft erörtert. Die, allerdings etwas nervöse Daily Chronicle" wenn dies Gesetz geworden wäre, hätte sich Berlin doch vor den tommit bei dieser Gelegenheit wieder auf die Idee einer billigsten Orten wenigstens durch eine ordentliche Altersstala unteranglo- deutschen Kooperation zurück, während andere Blätter scheiden müssen. In einer großen Reihe von Städten wird mehr für die Zweifel darüber ausdrücken, daß Deutschland Lust verspüre, in irgend Lehrer geleistet, als auch nach der neuesten Vorlage in Berlin. Nach einer Weise mit Rußland anzubinden. Bei der Art, wie heute 32 Jahren stellt sich allerdings die Situation für die Lehrer Politik von der Hand in den Mund getrieben wird, werden diese günstiger; wenn nur die Lehrer alle Methusalems wären!( Heiterkeit.) Zweifel ja wohl auch begründet sein. Der einzige Staat, der außer Die für nothwendig gefundenen Erhöhungen dürfen auf keinen Fall England unmittelbar durch Rußlands Forderungen bedroht würde durch Abstriche an der Altersskala gedeckt werden. Bei der Mieths( mittelbar würden es natürlich andere auch), ist Japan. Daß dies entschädigung wollen wir dem Magistrat in der Differenzirung mit England im Bunde keine verächtliche Quantität wäre, liegt auf folgen( Stadtv. Singer: Leider!); wir wollen der Verwaltung der Hand. Gelegenheit geben, einen Versuch damit zu machen. Wir wollen dann Heute Abend wird Lord Salisbury, der einige Tage an Influenza aber auch wirklich 650, nicht 648 M. geben; die 2 M. werden sich doch darniederlag, in London zurückerwartet. Der Ernst der Lage kann nicht wohl aufbringen lassen.( Heiterkeit.) Für die Lehrerinnen bringen besser illuftritt werden, als durch diese schleunige Rückkehr des Premiers. wir eine besser gegliederte, hinter dem ursprünglichen Ausschußantrag Bezeichnend für die antirussische Stimmung oder, vielleicht nur wenig zurückbleibende Stala. Die finanziellen Konsequenzen besser, die von neuem um sich greifende Russenfurcht, war die unseres Autrages stellen sich als eine Erhöhung um 350 000. gestern im Hause der Lords von dem früheren Oberbefehlshaber der dar; diefe Ueberschreitung ist nicht so groß, um Berlin der Pflicht indischen Truppen Lord Roberts( Bobs", wie ihn die Soldaten einer befriedigenden Gehaltsordnung zu überheben. Der Magistrat nennen) gehaltene Rede für Vertheidigung der Vormarsch- Politik würde seine wahre Kraft als kommunale Körperschaft beweisen, wenn an der nordindischen Grenze. Direkt und indirekt ward die russische er durch Annahme dieser Anträge einen formellen Rückzug anträte! Gefahr als zwingender Grund für die Befestigung der Pässe und( Lebhafter Beifall.) nicht Abg. v. Czarlinski( Pole) behauptet, daß er von dem fraglichen Briefe aus einer Gerichtsverhandlung Kenntniß erhalten habe. Abg. Dr. Gerlich bleibt dabei, daß dies nur durch eine Indiskretion geschehen sein könne. Hierauf wird die Vorlage definitiv angenommen, die die Unterwerfung der Bergstämme vorgeführt. Der Unterstaats- Stadtv. Singer: Mein Wunsch, daß zunächst ein Mitglied Frage der Verfassungsänderung verneint und sodann die sekretär für Indien, Lord Onslow( der Staatssekretär für die Magistratsvorlage auftreten möchte, ist nicht erfüllt worden; Spezialberathung des Kultusetats fortgesetzt bei dem Kapitel selbst sitt im Hause Der Gemeinen), fuchte den Ein- sollte das daran liegen, daß man in der Versammlung darüber einig ist, an Prüfungskommissionen". bruck der Rede etwas abzuschwächen und sprach mehr der Vorlage ist nichts zu vertheidigen?( Heiterkeit.) Ich wünsche auch die Abg. Dr. Friedberg( natl.) hat Bedenken gegen zu weit davon, die Stämme zu verföhnen, als sie mit Gewalt nieder- Annahme der Anträge Preuß; aber die Wahrnehmung, daß die Schulgehende Erleichterungen des Oberlehrerinnen- Examens; wollen zuhalten was obendrein ein ebenso schwieriges wie foftfpieliges freundlichkeit des Liberalismus versagt, wenn der metallische Nach diese die gleichen Stellungen wie Männer einnehmen, so müssen fie Unternehmen sein würde aber bei allem brachte er mehr oppor- geschmack tommt( Heiterkeit), erweckt doch begründete Zweifel. Auch auch die gleichen Vorbedingungen erfüllen; allerdings müffen ihnen tunistische als prinzipielle Einwände gegen die Roberts'schen Aus der Antrag Preuß stellt keineswegs das Ideal des Schulliberalismus dann auch die gleichen Ansprüche zustehen, wie den Männern. führungen vor. Mehr in dessem Sinne sprach der Kriegsminister dar. Wenn wir keinen Ausschuß einsehen, so ist nach Ablehnung Abg. Danzenberg( 3) ist für Beseitigung der Oberlehrerinnen- Lord Lansdowne, während die liberalen Beers Kimberly und des Antrags Preuß nichts weiter möglich als die Annahme der Prüfungen, die ganz überflüssig sind und nur von unruhigen Ripon die alte Theorie verfochten, daß, je weniger die Bergtetten mit Magistratsvorlage. Diese ist aber selbst für diejenigen, welche ihrem Köpfen gefordert würden. Militärstraßen versehen und je weniger die dort wohnenden Stämme von Grundgedanken zustimmen könnten, zu sehr voller Mängel, als daß Abg. Wetekamp( freif. Bp.) tritt diesen Ausführungen ent- England behelligt würden, um so größer die Schwierigkeit für Ruß man sie unbesehen ohne Ausschußberathung annehmen sollte. Man land sei, von jenter Seite her größere Truppenmassen nach Indien soll nicht in einer Art Hurrabstimmung, um den unangenehmen ErRegierungskommissar Geh. Rath Schneider: Den Lehrerinnen hinabzuschicken. Der langen Debatte Ergebniß war, daß die Ne örterungen aus dem Wege zu gehen, die Sache heute abihun; man wird fonnten wir auf grund unserer praktischen Erfahrungen die Zu- gierung es weder ganz mit der Vormarsch- Politik zu halten Luft hat, dadurch der Lehrerschaft nur neuen Grund zur Unzufriedenheit geben. lassung zum Oberlehrerinnen- Examen nicht länger versagen. Wir zumal sie anderorts genügend Arbeit vor sich sieht, noch sich auf die Nach Aeußerungen, welche von Mitgliedern der Caffel'schen Mehrheit in verlangen von ihnen keine tiefe Gelehrsamkeit, sondern ein ge- Defensivpolitik der Liberalen man tönnte fagen, das militärische der Oeffentlichkeit neuerdings gethan sind, würde man der Lehrerdiegenes praktisches Wissen, das sie zum Unterricht in den höheren Manchesterthum beschränken will, sondern die goldene Mitte schaft nicht verdenken können, wenn sie mit allem Nachdruck und Stlassen befähigt. zwischen beiden einzuhalten gedenkt, die wahrscheinlich beider Nach- Eifer wiederum gegen die Stadt an die höheren Instanzen geht. Abg. Schall( t.) hat sich von der Nothwendigkeit der Ein- theile vereinigt. Die Versammlung sollte doch sich an der einen Niederlage genug führung des Oberlehrerinnen- Examens nicht überzeugen können. sein laffen. Es ist doch beschämend, wenn die Stadtverwaltung, Der Antrag zu diesem Examen ist die Folge eines gewissen Ehrwelche sich auf die Förderung des Schulwesens auch in personeller geizes. Schon heute ist in bezug auf die Zulassung der Hinsicht so viel zu gute thut, sich vom Minister oder dem ihn Frauen zu Stellungen, die bisher nur Männer Stadtverordneten Versammlung. instruirenden Geheimrath sagen lassen muß, daß sie die Verhältnisse innehatten, zu viel geschehen. Zu weiteren Schritten 8. Oeffentl. Sigung vom Donnerstag, 10. März, der Lehrerschaft garnicht zu beurtheilen versteht. Es zeugt von möchten wir nicht die Hand bieten. Auf medizinischem Gebiete nachmittags 5 Uhr. größerer voltswirthschaftlicher Weisheit bei der Regierung als bei gönnen wir den Damen gern Gelegenheit, sich auszubilden, Zu Beginn der Sigung wird der für den verstorbenen Stadtv. dem Magistrat, wenn die Regierung sich nicht durch den Hinweis aber nicht den gleichen Bildungsgang wie dem Manne. Der Wohlgemuth gewählte Stadtv. Architekt Profeffor Cremer ein- auf die Befferstellung des Lehrers in den späteren Jahren hat ab eigentliche Lebensberuf der Mädchen liegt auf einem anderen Gebiet. geführt und verpflichtet. finden lassen. In der Vorlage wird mitgetheilt, der Magistrat sei gegent. Kommunales. fest entschlossen, die Gesammtbezüge nicht zu erhöhen, und hiergegen sei| Minister gegenüber.( Stadtv. Max Schulz: Heiliger Boffe, steh' von der Regierung keine Einwendung erhoben worden. Auch eine uns bei!) Tokales. Den Parteigenoffen im 2. Reichstags- Wahlkreise zur Kenntniß, daß am Sonntag Abend 62 Uhr bei Zubeil, Lindenstraße 106, eine Volts Versammlung stattfindet, in welcher Dr. Schütte über: Die Schlange in der Wölfermythologie" einen lichen Zuschuß von 8000. Vortrag halten wird. Nachher gemüthliches Beifammensein. " M. An der Weidendammer Brücke ist ein neuer Schritt zur Bollendung der ganzen Anlage gethan. Gestern Morgen hat man mit dem Abbruch des Hauses Friedrichstr. 104 begonnen, das dem Ausbau des östlichen Bürgersteiges der Friedrichstraße südlich der Brücke noch im Wege stand. eintreten Furcht vor der Sozialdemokratie. Das vom Minister an geordnete Disziplinarverfahren gegen das Direktorium der akademischen Behörde soll niemals„ Niemals!" sagen. Wozu sind wir denn eigent- Stadtv. Hugo Sa ch 3 ist in der Frage abweichender Meinung Lesehalle hat seinen Abschluß gefunden. Wie man sich erinnert, lich mit der Vorlage befaßt worden? Unsere Berathung ist ja bloß von seinen Freunden. Der Bürgermeister habe das konstitutionelle handelt es sich um zwei sozialistische Hefte, die, einem Verbot des noch eine Formalität, wenn der Magiftrat dazu fest entschloffen" Prinzip vertheidigt und die unheimlich hohen Aufbefferungen vor- vorjährigen Rettors zuwider, auf Antrag von Mitgliedern durch Beschluß ist. Wir hätten dann blos das Kouvert, welches der Magistrat geführt, daß man ordentlich das Gruseln hätte lernen des Direktoriums von neuem angeschafft und ausgelegt worden waren. an die Regierung abschicken will, zuzukleben.( Heiterkeit.) Das ist fönnen. Man habe aber die Dinge nüchtern zu betrachten. Drei der studentischen Direktoren, die an diesem staatsgefährlichen auch ein außerordentlicher Eingriff in das Selbstverwaltungs. Der Minister habe seine Lehrerfreundlichkeit auf Kosten Beschluß theil hatten, wurden mit Verweis bestraft, dessen Empfang recht. Dazu brauchten wir garnicht zufammenzukommen, das ließe der Kommune bekundet; nun heiße es doch dem Minister ein sie dem Rektor schriftlich quittiren mußten. Der Vertreter des W.-C., sich auch durch Zirkular abmachen. Wo bleibt dann aber eine Schnippchen schlagen, wenn man das Grundgehalt erhöht und sich der gegen die Neuanschaffung gestimmt, ein Vertreter des Wingolf, geordnete gemeinsame Besprechung der städtischen Angelegen dann an den Stalen erholt. Bei den Lehrerinnen sei blos die Mieths- der sich zur Abbitte entschlossen hat, und ein Herr vom soziala heiten? Die Entschlüsse des Magistrats nehme ich ja nicht entschädigung beanstandet worden, und doch müsse auch hier die Stala wissenschaftlichen Verein, dem das Verbot des früheren Rektors nicht außerordentlich tragisch, besonders wenn sie nach oben gehen; herhalten! bekannt war, sind der„ Voff. 3tg." zufolge ohne Strafe davonDer Magistrat mochte wohl hoffen, für seine liebenswürdige Haltung Der Antrag auf Ausschußberathung wird abgelehnt; gekommen. nach oben in den letzten Monaten von der Regierung in seinem desgleichen in namentlicher Abstimmung der Antrag Preuß Kampfe gegen die Versammlung unterstützt zu werden; nun hat er bezüglich der Alterszulagen der Lehrer mit 55 gegen Alexandrinenstraße erfolgte gestern Vormittag um 10 Uhr. Die Eröffnung der Frühjahrsmeffe im Meßpalaft in der Etwa feine Quittung, der Minister sagt: Nein, die Versammlung hat 40 Stimmen. Gleichfalls verworfen wird der Antrag 600 Aussteller von Erfindungen haben 781 Gegenstände der verrecht!( Heiterfeit.) Nach der Vorlage sollen die Lehrer unter Preuß bezüglich der Altersskala für die Lehrerinnen in schiedensten Branchen ausgestellt. einander bezahlen, was mehr gefordert ist: die Lehrer namentlicher Abstimmung mit 53 gegen 40 Stimmen. werden bestraft dafür, daß die Regierung die Erwartungen Die Magistratsvorlage wird unverändert an Fahrschule. Die städtischen Behörden haben bekanntlich eine langjährigen Mühen festgestellt worden; jetzt foll fie plöglich blos gegen 35 Stimmen. Die Abstimmung vollzieht sich anfangs unter in Berlin zu errichtende Fahr- und Fachschule zu fubventioniren, des Magistrats nicht erfüllt hat. Die Altersstala ist hier 1894 nad) genommen und zwar in namentlicher Abstimmung mit 54 Kommiffion eingesetzt, welche den Antrag des Verbandes deutscher Lohnfuhr- Unternehmer und der Berliner Fuhrherren- Innung, eine Deswegen geändert werden, weil unten 200 M. zugelegt werden großer Unruhe und Erregung. sollen. Bis jetzt ist ein solches Verfahren ohne Vorgang. Der Die Vorlage betreffend den Ankauf einer Grundstück 3. berathen soll. Auf Ersuchen dieser Kommission hat namens der bisherige große Andrang der Lehrer nach Berlin kann doch fläche an der Wattstraße zu Schulzwecken geht an einen Herr E. Beck, einen Plan und einen Etatsentwurf für die Schule Lohnfuhr- Unternehiner der erste Obermeister der Fuhrherren- Innung, tein Anlaß sein, jetzt ungünstigere Bedingungen zu stellen; Ausschuß. von diesem Unternehmerstandpunkt aus könnte man ja noch viel Schluß 91% Uhr. ausgearbeitet. Nach dieser Aufstellung werden in Berlin jährlich an niedrigere Gehälter auswerfen. Die jetzige Haltung des Magistrats 1000 Rutscher in das gewerbsmäßige und sonstige Fuhrwesen einzur Altersskala schlägt geradezu der von ihm jahrzehntelang vergestellt, die also die Schule zu besuchen hätten. Als Kosten der tretenen Auffassung ins Gesicht. Sie war bisher das noli me Einrichtung werden 18 000 M., als Jahresausgabe rund 25 000 M. tangere des Magistrats; heute läßt er sie faltblütig fallen, um mittheilt, an Subventionen: 1. geeignete miethsfreie Räumlichkeiten, angenommen. Von der Stadt erwartet man, wie der Fuhrhalter" jährlich ein paar 100 000 M. zu sparen, und das bei einem Etat 2. zur Bestreitung der Einrichtungskosten einen Zuschuß von 9000 M., von 100 Millionen! Ferner hat früher der Magistrat stets gleich 3. zur Unterhaltung der Schule für die ersten 5 Jahre einen jähr mäßige Miethsentschädigung empfohlen; heute hält er plötzlich die Differenzirung für richtig und will damit wenigstens einen Verfuch machen. Das ist verkehrt und fehlerhaft und spricht auch gegen den Antrag Preuß, der diese kommunalfinanzielle Kleinkrämerei nicht Die Polizeigewalt gegen die Märzfeier? Der Minister hätte mitmachen sollen. Die Lehrer werden sich alle den eigenen des Innern hat, wie verschiedene Blätter melden, dem kgl. Polizei Hausstand zulegen, und so wird hier überhaupt keine Ersparniß präsidium die Weisung zugehen lassen, daß am Tage der fünfzigsten eintreten.( Widerspruch.) Zwei leere Zimmer und Küche kosten doch wiederkehr des 18. März jedwede Demonstration", insnicht mehr als ein möblirtes, und Abzahlungsgeschäfte für besondere auf dem Friedhofe der Märzgefallenen im Friedrichshain, ver- Krankheit und Stellungslosigkeit haben dem 44 Jahre alten Möbel giebt es doch auch; es fostet ihnen also garnicht hindert werden soll. Selbst die Niederlegung von Kränzen Kellner Wilhelm Müller aus der Mittelstraße 39 das Leben verso viel. Ueberall versagt aber der Liberalismus, wenn es sich soll, wie verlautet, von der Polizei verboten werden. Die Gegend leidet. Müller war zwei Jahre lang bis zu den letzten Weihnachtsdarum handelt, die Ideale in Zwanzigmarkstücke umzusetzen. Sie am Friedrichshain dürfte am 18. März bei weitem strenger als in ferien im Reichstagsrestaurant beschäftigt. Ein Nervenleiden, das vertreten die Ehe mit heiligem Eifer, aber hier erschweren den früheren Jahren polizeilicherseits überwacht werden. er schon länger hatte, steigerte sich, nachdem er im November v. J. Sie den Lehrern die Gründung des eigenen Hausstandes. Bis jetzt glauben wir noch, daß nur der Wunsch gewiffer Bolts von einem Poftwagen überfahren worden war. Es gelang ihm nicht ( Unruhe und Zwischenrufe.) Praktisch hat diese Be- feinde der Vater des hier kundgegebenen Gedankens ist. Die mehr, eine nene Stellung zu bekommen, obwohl er als ein ordentlicher schränkung gar feinen Werth, aber ethisch und sozial große Arbeiterschaft hat die Todten des 18. März 1848, wenn auch sehr Mann bekannt ist. Gestern, Donnerstag, Vormittag gegen 10%, Uhr hörte Nachtheile. Die Erzieher der Jugend müssen im eigenen zum Verdruß der Reaktionäre, noch jedes Jahr in friedlicher, feine Wirthin Frau Steen, bei der er feit Jahren wohnt, Müller Hause Gelegenheit haben, das gute Beispiel zu geben. Auch päda- würdiger Form geehrt. Souten die Hebrüder aber nach einer in feinem Zimmer stöhnen und fand, daß er sich mit einem Brodgogisch ist die Möglichkeit der Gründung des eigenen Heims für zweiten Gummischlauch- Affäre Sehnsucht tragen, so wäre zu ermesser an der linken Hand die Pulsader geöffnet hatte. Der Mann die Lehrer von höchstem Werthe. In der Frage der Mieths wägen, ob sie für das heute noch maßgebende Regime in der That lag start blutend im Bette und hatte bereits das Bewußtsein verentschädigung für die Lehrerinnen hat die frühere Minorität den gewünschten Erfolg hätte. Man sollte sich hüten, mit dem loren. Frau Steen holte einen Arzt und die Polizei des 3. Reviers, ebenfalls recht behalten. Uns haben Sie erzählt, eine Feuer zu spielen. Lehrerin tönnte für 300 M. das Wohnungsbedürfniß befriedigen. die den Schwerverlegten mit einem Kopp'schen Wagen in ein Vergebliches Mühen. Der Bund der Handel und Gewerbe- Krankenhaus bringen ließ. Aber die Regierung ist in dieser Beziehung besser unterrichtet ge- treibenden hat nunmehr seine von 25 Vereinen unterstützten Vorwesen als das Rothe Haus. Ein überaus frecher Gaunerstreich ist vor ein paar Tagen Die Finanzlage Berlins braucht schläge für die Entlastung der kleinen und mittleren Gewerbe- gegen den Kandidaten der Zahnheilkunde B., welcher in der Linienman garnicht für rofig zu halten, und wird doch treibenden durch Wegfall bezw. Ermäßigung der Gewerbesteuer, fo- ftraße wohnt, verübt worden. Der junge Mann, welcher sich zu seinem. überzeugt sein, daß ohne neue Steuern die geringen Mehr wie durch Herabsetzung der Gemeinde- Einkommensteuer für Ein bevorstehenden Staatsexamen bei einem Repetitor vorbereiten läßt foften auf den Etat genommen werden fönnen. Wenn kommen unter 3000 Mark, Verbilligung der es an einer Stelle nöthig ist, auskömmliche Besoldungen zu schaffen, dem Gaspreise und infolge dessen von 2 Uhr nachmittags bis 7 Uhr abends nicht zu Magistrat unter ausführlicher Begründung dann ist es in der Volksschule. Sagen wir also der Vorlage gegen gestellt. 31 Sause ist, besigt außer einer umfangreichen Bibliothek sehr theuerer, In der Eingabe des Vereins wird über Nein!" Keine Politit ift unzweckmäßiger als die des Aergers Nachweis für den Rückgang der Gewerbebetriebe im Ertrage mente, deren Gesammtwerth sich auf ungefähr 400 m. beläuft. Am der statistische wissenschaftlicher Werke eine Sammlung zahnärztlicher Justrus und Eigenfinns. Offenbar ist die Vorlage diftirt vom Zorne darüber, von 1500 bis 4000. geführt. Die Zahl der Berliner Dienstag Nachmittag gegen 3 Uhr erschien nun ein älterer, würdig ausdaß sich die Lehrerschaft, wozu sie doch gesetzlich befugt ist, an Zensiten der Gewerbesteuer- Klasse IV ist von 1894/95 zu 1896/97 fehender Herr in der Wohnung des Kandidaten, stellte sich der die die entscheidende Stelle gewandt hat. Darunter können doch die von 44 827 auf 47 024 gestiegen, dagegen ihre gesammte Gewerbe: Thür öffnenden Wirthin als deffen Onkel vor und fragte, ob fein städtischen Behörden die Lehrer nicht leiden lassen. Die Besoldungs- steuer- Ginschätzung von 968 158 m. auf 958 016 M., mithin im Neffe zu Hause sei. Auf die Mittheilung, daß der Herr erst um frage muß in eine Form gebracht werden, die den Ansprüchen der Durchschnitt um 790 gesunken. Dagegen hat sich die Zahl der 7 Uhr abends aus dem Repititorium zurückkehren werde, bat er, Großstadt und. der Lehrerschaft entspricht. Der Magistrat Gewerbesteuer- 3ahler Klasse I im gleichen Zeitraum von 912 in das Zimmer feines Neffen hat in dieser Frage zu dürfen, um ganz außerordentlich wenig ver auf 1131, der Gewerbesteuer- Betrag derselben von 2,75 Millionen diesem in standen, den Puls der Bürgerschaft zu fühlen. Briefe verschiedene Mittheilungen zit Berlin auf über 4 Millionen, ihr gewerbliches Durchschnittseinkommen machen. hätte den Ehrgeiz haben müssen, andere Städte mit sich zu von Zu diesem Zwecke ließ er sich von der Wirthin ca. 215 000 m. auf ca. 250 000 MM. erhöht. vergleichen, nicht umgekehrt!( Vorsteher Langerhans hält den gesammte gewerbliche Einkommen der Klasse I stieg von 196 auf schreiben. Außerdem mußte die Frau ihm eine Tasse Kaffee kochen, Das Papier, Tinte und Feder zurechtlegen und begann sofort zu Ausdruck Aerger und Eigenfinn" mit bezug auf den Magistrat nicht 265 Millionen Mark. Von den ca. 340 000 Einkommensteuerzahlern die er auch sogleich mit 25 Pf. bezahlte. Als die Wirthin nach für zulässig.) Berlins haben 297 776, mithin 87 pCt. ein Einkommen zwischen einiger Zeit das Geschirr aus dem Zimmer herausholen wollte, Bürgermeister Kirschner: Die ersten Beschlüsse der Ver- 900 und 3000 M. und zwar ein Durchschnitts- Einkommen von war der alte Herr bereits fortgegangen, was der arglosen Frau fammlung hat der Magistrat, wenn auch nicht leichten 1100 m., während 458 physische Personen ein Durchschnitts- Ein- um so weniger auffiel, als Herzens angenommen und auf dem Tische ein mit den Mehrbewilligungen zugestimmt. tommen von 267 500. versteuern. Es ist nur billig, so schließt Onkel Friz" unterzeichneter offener Brief lag, welcher Nun wird uns zum Vorwurf gemacht, daß wir an die Eingabe, daß die Großbetriebe, die die wirthschaftliche Existenz eine ganze Reihe diefer Basis festhalten. alt von Fragen und Mittheilungen Dafür hätte der Magistrat doch der kleineren und mittleren Gewerbetriebe in außerordentlicher Weise Neffen Dank verdient; enthielt. nicht Kandidat aber am Abend Meinung hat er vertreten, schädigen, wenigstens insofern einen Ersatz dafür leisten, als sie diesen zurückfehrte, machte er zu seinem größten Schrecken sofort die Ents fondern einen Gemeindebeschluß.( Sehr richtig!) Der Vorwurf, die Steuernlasten von den Schultern nehmen. daß wir den Puls der Bürgerschaft nicht verstehen, ist mir undeckung, daß seine sämmtlichen Instrumente und ein Theil seiner verständlich. Ich habe der Bürgerschaft hier und nicht in den Bezirks ist unter den Berliner Fuhrwerksbesitzern eine lebhafte Bewegung ein ganz geriebener Gauner gewesen, der sich die theueren Gegens Gegen die Anhängewagen der elektrischen Straßenbahn werthvollsten Bücher verschwunden waren. Der„ Onkel Friz" war vereinen an den Puls zu fühlen.( Zustimmung.) Der Magiftrat eingeleitet worden. hat nicht ab irato gehandelt, sondern nach sehr eingebender angeblich noch zu recht bestehende Straßenpolizeiverordnung vom fetzt hat. Bis jetzt ist von dem gestohlenen Gute noch nichts wiederMan stüßt sich dabei in erster Linie auf die stände auf diese raffinirte Weise angeeignet und sie jedenfalls verUeberlegung. Bei der Prüfung der Frage der Angemessenheit der 7. April 1867, wonach fein" Fuhrwerk" breiter als 1,90 Meter und erlangt worden. Gehälter fann man ohne Vergleiche gar nicht durchkommen. Der nicht länger als 8,20 Meter sein darf und das„ Anhängen" von Vergleich ohne Berücksichtigung der Miethsentschädigungen läßt er- Fuhrwerken bei Strafe verboten ist. Da nun die im Verkehr be- Meter Stabel für den eigenen telegraphischen Dienft unterirdisch legen. Das Polizeipräsidinm läßt in Schöneberg sechstausend kennen, daß nur einige westliche Städte eine Kleinigkeit mehr findlichen elektrischen Bahnwagen bereits eine Länge von 10,50 Meter Tag und Nacht wird gearbeitet, um diese Arbeiten bis zur Ueberzahlen, und das find Städte mit denselben wirthschaftlichen haben und somit von vornherein gegen die angezogene Polizei- nahme der Schöneberger Polizei, die am 1. April erfolgen soll, Berhältnissen wie Berlin. Für die Absetzungen in letzten 22 Jahren sind die Besoldungen in den ersten 10 Jahren Wagenlänge erst recht für unangebracht, namentlich in verkehrs verordnung verstoßen, so hält man einen Bahnzug mit doppelter rechtzeitig fertig zu stellen. aufgebessert worden. Auch bei den Lehrerinnen ist blos Frankfurt reichen Straßen. Bestünde die Verordnung wirklich noch zu recht, aus der Marienburgerstraße schwer verunglückt. Als er vorgeftern Bei der Arbeit ist der 15jährige Straßenkehrer Louis Hinde und Dortmund uns vor. Da kann man nicht behaupten, daß so müßte sie als den modernen Verkehrsverhältnissen nicht ent- Nachmittag einen Karren der Straßenreinigung um die Ecke der Berlin ins Hintertreffen gekommen ist. Die Anträge Preuß erfordern sprechend, schleunigst aufgehoben werden. im ganzen mehr als 600 000 m. mehr. Die augenblicklichen günftigen Charlotten und Dorotheenstraße schob, faßte ihn ein Omnibus der Etatsverhältnisse können nicht einer solchen dauernden Belastung der Konserv. Korresp." folgende Zuschrift: Berlin, den 6. März 1898. ihm über beide Beine und Huftritte der Pferde brachten ihm außer Ein polizeiliches Dementi. Der Polizeipräfident übersendet Linie Kreuzberg- Stettiner Bahnhof( Nr. 260). Die Räder gingen entgegengestellt werden.( Zustimmung.) Die Lehrerinnen sind schon bei den Die Konservative Korrespondenz hat in der Nr. 20 vom 15. v. M. dem schwere innere und äußere Verlegungen bei. Der Verunglückte letzten Gehaltsaufbesserungen außerordentlich bedacht worden. Es könnte leicht Wohlthat Plage werden, weil wir schließlich die gleich unter der Ueberschrift Bur Sittengeschichte" eine Mittheilung des wurde von einem Schuhmann des 2. Reviers in ein Krankenhaus befäbigten jüngeren Lehrer vor den älteren, denen gesetzlich, die ganze Dienstzeit angerechnet werden muß, vorziehen, auch event. der Anstellung von Lehrern austatt der Lehrerinnen überzugehen ver- getheilt hätten, daß zwei die hiesige Volksschule besuchende Kinder dem mit Hilfe eines Tauchers ein großer Theil der Ladung geborgen Der an der Kronprinzenbrücke gesunkene Steinkahn ist, nach anlaßt sein würden. Die bisherige Altersskala hatte das bisherige Grund- von dreizehn und zwölf Jahren der fittenpolizeilichen Kontrolle unter- worden war, in der üblichen Weise gehoben worden. An jede Seite gehalt zur Voraussetzung; wurde letzteres geändert, so konnte sie nicht be- ftellt feien. Diese Mittheilung, welche die„ Konserv. Korrespondenz" legte sich ein Leichterkahn und auf Ketten, die man durch sägende stehen bleiben. Daß die Unterscheidung zwischen verheiratheten und um die beiden Volksschul- Lehrerinnen Fräulein Mießner und Fräulein mit dem Rest der Last hochgewunden. Es ist dann dicht an das schon als unglaublich bezeichnet hat, ist völlig unwahr. Auch Bewegungen unter den Rumpf brachte, wurde dann das Fahrzeug verheiratheten Lehrern ganz unangemeffen ist, können wir um fo Perwo haben nach ihren eigenen Bekundungen die ihnen in den Alexanderufer herangebracht worden, sodaß jetzt das Fahrwasser weniger zugeben, als dieselbe im Gesetz statuirt ist. foll hier allerdings derselbe Inhalt in anderer Form gereicht und gelegten Aeußerungen nicht gethan. Frl. Mießner hat an wieder vollständig frei ist. jenem Diskussionsabend nur mitgetheilt, daß ein 13jähriges Schulwird nicht danach bemessen, wie die Lehrer befoldet werden, solche Ausführungen treiben mit mädchen dem schmachvollen Gewerbe der Prostitution seit Jahr und Ein gefährlicher Fahrgast. Gestern früh fuhr der Droschkene. dem Begriff des Liberalismus Mißbrauch. Der Liberalismus besteht Tag nachgehe, von der Polizei auch aufgegriffen, aber nicht einer futscher Karl Hoffmann aus Schöneberg den Kaufmann Max St. nicht in der einseitigen Zuwendung unangemessener Vortheile au 3wangserziehungsanstalt übergeben, sondern nur den Eltern zugeführt aus Charlottenburg am Stettiner Bahnhofe. Als der Kutscher vor Einzelne, sondern in der Gerechtigkeit nach allen Seiten.( Lebhafter welche den von ihr zur Sprache gebrachten Fall nur vom Hören jedoch nicht verletzte, da der Revolver nur mit Playpatronen ge worden sei. Dieselbe hat aber ebensowenig wie Fräulein Berwo, einem Revolver einen Schuß auf den Kutscher ab, der letzteren dem Bahnhofseingang den Wagenschlag öffnete, feuerte St. aus Beifall und Händeklatschen.) Stadtv. Cassel ist mit den Ausführungen des Bürgermeisters fagen fennt, behauptet, daß dicfe Mädchen unter fittenpolizeiliche laden war. Ein Schußmann brachte den St. zur Bache, wo sich Kontrolle gestellt worden seien. einverstanden. Ohne die Lehreragitation wäre vielleicht die Beanstandung nicht erfolgt und die bessere Gestaltung der Alterszulagen mäßig nebensächlicher Umstand in dem traurigen Kapitel richtig ge- ärztlicher Untersuchung in die Frrenanstalt Dalldorf gebracht. An fich ist damit vom Polizeipräsidenten nur ein verhältniß- ergab, daß der Kaufmann schwer geistestrant war. Er wurde nach gesichert gewesen Jetzt müsse man sich der Magistratsvorlage anstellt worden. Wir bemerken übrigens, daß wir gleich anderen bequemen, die man für eine Verbesserung der früheren Beschlüsse Blättern die in betracht kommende Mittheilung aus einer hier unter tower Feldmark der 32 jährige Kaufmann May Lewin den Tod ges Durch Oeffnen der Pulsadern hat sich gestern in der Pan nicht halte. Von der Differenzirung der Miethsentschädigung sei der Leitung von bürgerlichen Frauen herausgegebenen Korrespondenz geben. 2. hatte als Stadtreifender einer hiesigen Weißwaarenfirma, allerdings ein großer Erfolg nicht zu erwarten. entnommen haben. Stadtv. Rosenow hat den Antrag Preuß unterschrieben, bei der er seit drei Jahren in Stellung war, sich Unterschlagungen. plaidirt aber auch für Ausschußberathung, um die Frage in aller arbeiten veranstaltet die Fachschule der Maler Berlins Fachschule der Maler. Eine Ausstellung von Maler.dadurch zu schulden kommen lassen, daß er Rechnungen einkafsirte, Ruhe nochmals zu erörtern. Mit den 300 000 M. mehr für die 13. März in der Aula der Gemeindeschulen 193-195, Manteuffel- einem Kunden stellten sich die Unterschlagungen heraus und L. sollte am jedoch die Gelder nicht abführte. Gelegentlich einer Mahnung bei Lehrer werde doch die Stadt nicht zu grunde gerichtet werden. Wennstraße 7. Hauptsächlich legten die Lehrer der Fachschule, die Herren zur Verantwortung gezogen werden. Er entzog sich der ihm drohender Magistrat den Puls der Bürgerschaft hier in der Verfanumlung Borchert und Schelle darauf Gewicht, daß sich die an dem Unterricht den Strafe durch Selbstmord. zu fühlen habe, wie stehe es dann mit der Ausführung jenes theilnehmenden Gehilfen und Lehrlinge Kenntnisse von den in der mit 77 gegen 16 Stimmen gefaßten Beschlusses wegen. Grrichtung Neuzeit verlangten Stilarten aneignen. Der größte Theil der De: Donnerstag Morgen der 19 Jahre alte Kaufmann Albert L., der Einen Selbstmordverfuch in einer Droschke machte am eines Dentmals für die März gefallene n??( Stürmische forationsmalereien in deutscher und englischer Stilart ist in faft Sohn eines Arztes aus dem Osten der Stadt. Zustimmung und Unruhe.) tünstlerisch vollendeter Weise ausgeführt worden. Auch die Holz- nahm in der Schönhauser Allee eine Droschte, um, wie er fagte, eine Der junge Mann Stadtv. Mommsen hält mit seinen Freunden Ausschuß- und Marmorarbeiten, die bis vor zwei Jahren in Deutschland so Stunde durch den Thiergarten spazieren zu fahren. In der Hofjägerberathung für absolut überflüssig; hier heiße es entweder oder. wenig bekannt waren, aber jetzt bei besseren Neubauten mit Vorliebe allee hörte der Kutscher hinter sich einen Schuß fallen und fand Die Magistratsvorlage sei im Interesse der Stadt und der Lehrer zur Anwendung kommen, find zahlreich und gut vertreten. schaft anzunehmen.( Widerspruch.) Der Magistrat habe thatfäch- Gröffnung der interessanten Ausstellung erfolgt am Sonntag um sich mit einem kleinkalibrigen Revolver in die linke Brust geschossen. Die feinen Fahrgast in seinem Blute schwimmen. Der Lebensmüde hatte lich die Sache würdig und leidenschaftslos betrieben, auch dem 12 Ühr mittags. Der Eintritt ist frei. Der Kutscher löschte die Kleider, die am Schußkanal in Brand ge feine werden. Der Liberalismus E3 " aber des Bereins, Jugendschuh, zwei Wolksschul- Lehrerinnen mitVorwärts" zum Abdruck gebracht, nach welcher in einem Diskussions gebracht. einent Alz der den athen waren, und brachte mit einem Schuhmann des 76. Reviers den Verwundeten in ein Krankenhaus. Der junge Mann fagt, daß Familienverhältnisse ihn zu dem Selbstmordversuche veranlaßt hätten. Im Thiergarten erschossen hat sich am Mittwoch Abend ein gut gefleideter, etwa 40 bis 45 Jahre alter Mann, dessen Persönlichfeit noch nicht festgestellt werden konnte. Er ist in der Charitee turze Zeit nach der Aufnahme seinen Verlegungen erlegen. Frühjahrsquartal wird am 18. April und folgenden " n Aus den Nachbarorten. Den Parteigenossen von Steglik zur Nachricht, daß die Stichwahl zur Gemeindevertretung für den ersten Bezirk am Donnerstag, den 17. März, abends von 5-8 Uhr im Albrechtshof, im zweiten Bezirk am Freitag, den 18. März, abends von 5-8 Uhr in den Kaiserhallen stattfindet. Zwecks näherer Aussprache findet am Montag, den 14. März, abends präzise 8 Uhr in Stegliß bei Zieke, Albrechtstr. 125, eine Volksversammlung statt, zu welcher Genosse Paul Jahn- Berlin das Referat übernommen hat. Auch sind die beiden Gegenkandidaten brieflich eingeladen. Es ist Pflicht der Parteigenossen, zahlreich zu erscheinen und die Säumigen wach zu rütteln. Die Genossen, welche gewillt sind, am Sonntag ein Flugblatt, die Wahl betreffend, zu vertheilen, mögen fich früh 7 Uhr bei Schellhase, Ahornstr. 15a, recht zahlreich einfinden. Das Wahlfomitee. " Stralan. Den Genossen hiermit zur Nachricht, daß am Sonntag, den 13. März, nachmittags 1/2 Uhr, in der Brauerei Stralau eine öffentliche Kommunalwähler Versammlung stattfindet. In derselben hält der Gemeindevertreter Genosse Buck einen Vortrag: Warum betheiligen wir uns an den Kommunalwahlen?" Ferner wird Stellung zu der am Mittwoch, den 16. März, nachmittags von 4-7 Uhr, stattfindenden Gemeindevertreter Wahl genommen. Die Wähler der dritten Wählerklasse werden hiermit ersucht, recht zahlreich in der Versammlung zu er scheinen. Die Vertrauensperson. Bahn wird das Gelände sowohl mit dem Bahnhof Zehlendorf wie diese ganze Geschichte von Sreinbrind einfach erfunden worden ist und mit dem Bahnhofe Lichterfelde verbinden; ebenso soll eine andere diefer den Instruktionen folgte, die ihm der Angeklagte Richter elektrische Bahn, die von Dahlem nach Teltow fährt, dem Verkehr gegeben hat. Die Geschworenen bejahten die Schuldfragen und das dienen. Die ganze Kolonie wird elektrisch beleuchtet, mit bequemen Gericht verurtheilte Steinbrind zu 1/2 Jahren, Richter Straßen und Anpflanzungen verfehen. Auch der Bau einer Kirche zu drei Jahren Zuchthaus nebst den entsprechenden Nebenund einer Schule ist in Aussicht genommen. Das gesammte Gebiet strafen. ist etwa 150 000 Quadratruthen groß und giebt für 4-5000 Ginwohner Raum. Das neue Volkebab in Charlottenburg, die größte derartige Anstalt Deutschlands, ist im Bau so weit beendet, daß noch in dieser Woche das große Becken zunächst probeweise mit Brunnenwasser gefüllt werden soll. Gerichts- Beitung. Versammlungen. Wenn ein Zivilift sich Schuylenten gegenüber unangemessen benimmt. Sein Verhalten Schuhleuten gegenüber hat Das Hochwasser der Spree hat gestern seinen höchsten Stand für den Zieglermeister Heinrich Lehmann schwere Folgen ge= erreicht und beginnt nun langsam zu fallen. Der Wasserstand blieb habt. Er stand gestern unter der Anklage der wissentlich falschen nur um ca. 16 Zentimeter hinter dem höchsten seit 10 Jahren feftAnschuldigung vor der dritten Strafkammer des Landgerichts I. gestellten Wasserstand zurück. Demgemäß sind auch an den NiedeLehmann war eines Tages eine Strecke in einem Abtheil 2. Klasse rungen der Spree bedeutende Ueberschwemmungen eingetreten, die der Stadtbahn gefahren, obgleich er nur eine Fahrkarte 3. Klasse ganz besonders hinter Westend großen Umfang angenommen haben.digde gelöst hatte. Bei der Feststellung seiner Persönlichkeit benahm er sich Das Terrain hinter der Spandauer Bockbrauerei bildet eine Wasserderart, daß seine Sistirung zur Wache erfolgen mußte. Dies konnte fläche. Das preußische Gesch über den Gewerbebetrieb im nur unter dem Aufgebot von mehreren Schuhleuten bewerkstelligt Auf der Straße vom Tode ereilt wurde am Mittwoch Umherziehen vom 3. Juli 1876 macht das Feilbieten von Waaren werden. Auf der Wache redete er den ihn vernehmenden Beamten Abend die über 70 Jahre alte Wittwe Challier, geb. Fritsche, die Gewerbescheins abhängig. Dieser Schein wird gegen Bahlung er ihn mal unter vier Augen treffen sollte. außerhalb des Betriebsortes vom Erwerb eines Wander mit" Du" an und stellte ihm allerlei Unangenehmes in Aussicht, wenn in dem Pensionat der französischen Kolonie in der Friedrichstr. 129 der Steuer verabsolgt, der der Gewerbebetrieb im Umherziehen seinen Taschen befindlichen Gegenstände hervorholen mußte, Als er dann die in wohute. Wahrscheinlich hat ein Herzfchlag sie getroffen. unterworfen ist. An der Volts: Hochschule Humboldt Akademie werden, wie der sich der Fischhändler Drabinski vergangen Gegen die angeführte Vestimmung sollte erklärte er, daß er bestohlen werden solle. Am folgenden Generalsekretär in der letzten Vorstandssigung berichtete, in diesem Lehr- einer Steuerdefraudation schuldig gemacht haben. Schöffengericht gab eine Anzeige zu Protokoll, in der und sich dadurch Tage begab er sich wieder nach dem Polizeibureau und er die Schußleute quartal 87 Vortragscyclen von 2335 eingeschriebenen Hörern besucht, eine und Landgericht sprachen ihn jedoch frei, indem sie folgenden Sach- schwerer Vergehen beschuldigte und die Thatsachen geradezu auf den abermalige Zunahme von 500 Sören gegen nochenabenden eröffnet. verhalt feststellten. Der Angeklagte, der in W. eine Fischerei beſitzt, Kopf fellte. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten Bom Vorstande wurde an ſtelle des wegen Ueberbürbung zurückgetretenen war nach einem Nachbarorte mit Fischen gefahren, weil ihm der eine Gefängnißstrafe von 9 Monaten, der Gerichtshof war aber der Stadtraths Käntpf der frühere langjährige Schazmeister Herr Siegfried dortige Gasthofsbesizer gefagt hatte, wenn er einmal schöne Bier- Ansicht, daß in einem Falle, in welchem flar erwiesen sei, daß den Sobernheim mit demselben Ehrenamte betraut. Der letzte Wissenschaftliche fische habe, möge er welche mit heranbringen. Der betreffende Gast- Beamten Unrecht geschehen sei, die Strafe eine besonders empfindAbend dieses Winter- Halbjahres findet Sonnabend, 8 Uhr abends, wirth lehnte es indessen ab, von Dorotheenstr. 41, statt. Den Vortrag hält Dr. Clemens Klein, Dozent der Zufällig befand sich aber im Gasthof eine Jagdgesellschaft, sofortiger Verhaftung des Angeklagten. den Fischen zu kaufen. liche sein müsse. Das Urtheil lautete auf 1 Jahr Gefängniß bei Hum vidt- Akademie, über die Kulturbewegung der Kreuzzüge"; hierauf die Disputation an der Hand gedruckter Thesen. Karten für Nichtmitglieder in fich lebhaft für die Fische des Angeklagten interden Bureaus der Humboldt- Akademie. effirte lebhaft für Ans Straßburg i. E. wird uns berichtet: Die unheilvollen ihm auch solche abkaufte. Das Landgericht Folgen des Submissionswesens traten wieder einmal recht Theater. In Jbsen's Schauspiel Hedda Gabler", welches zur nahm nun mit dem Schöffengericht an, daß hier von einem Feil- deutlich hervor anläßlich der gerichtlichen Aburtheilung einer am Feier von des Dichters fiebzigjährigen Geburtstage im Deutschen Theater bieten, worauf es ankomme, nicht die Rede sein könne. Das 4. August v. J. zu Hagenau stattgehabten Bau tatastrophe, am 19. d. M. zum ersten Mal in Szene geht, beginnt zugleich Frau Rammergericht gab der Revision der Staatsanwaltschaft statt, bei welcher zwei Maurer ums Leben tamen. Angeklagt Gertrud Eyjoldt bom tgl. Hoftheater in Stuttgart als Frau Elvstedt hob die Vorentscheidung auf und verurtheilte D. zu einer Geldstrafe war der Bauunternehmer Albert aus Schneckenhausen( Rheinpfalz) ein auf Engagement abzielendes Gastspiel. Als weitere Rollen wird die von 36 M., dem doppelten Betrage der hinterzogenen Steuer. Ihm war die Ausführung des Neubaues auf grund eines Angebotes von Künstlerin zunächst das Hannele in Hannele's Himmelfahrt" und die In der Begründung führte der Präsident aus, der Vorder- 2500 M. im Submissionswege übertragen worden. Um sich dabei Marianne in den Geschwistern" spielen. richter habe mit recht in der Aufforderung des Re- nun einen ordentlichen Gewinn zu sichern, stellte Albert das FundaFeuerbericht. Ein Zimmerbrand mußte Mittwoch Abend ftaurateurs, D. möge ihm Fische bringen, falls er ment des Baues, anstatt bis auf den tieferliegenden Letten hinunters werden. Verschiedene Betten welche habe, eine Bestellung im Sinne des Gesetzes über den Ge- zugehen, auf eine 80 Zentimeter dicke Moorschicht, unter der sich gingen hier in Flammen auf. Bur felben Zeit erfolgten Alarmiringen werbebetrieb im Umherziehen gesehen. Der Vorderrichter irre nochmals eine etwa 60 Bentimeter starke Schlammsandschicht befand. nach Potsdamerstraße 27 und Alexanderstraße 8, wo jedoch mit der Annahme, daß D. der Jagdgesellschaft gegenüber die Bum Mauern des Fundamentes wurden ferner alte aus einem bei es sich um Schornsteinbrände handelte. Donnerstag früh 10 Uhr Fische nicht feilgeboten habe. Pofitive Handlungen erfordere Abbruch übernommene Backsteine verwendet, die erfahrungs wurde die Wehr nach Joachimstraße 15 gerufen, wo die das Feilbieten allerdings. Solche lägen aber auch vor, denn der gemäß sich nur sehr schlecht mit dem Mörtel verbinden. Balkenlage unter der Kochmaschine Feuer gefangen hatte. Das Haus Händler habe doch auf den Wunsch der Herren, Fische zu kaufen, Endlich soll auch die im Bau angebrachte Eisenkonstruktion erlitt beträchtlichen Schaden. Nachmittags 3 Uhr entstand ihnen die Fische zeigen, Geld fordern und das Gewicht angeben sich als unsachgemäß und gefährlich erwiesen haben. Körnerstraße 14 ein Schadenfeuer, das eine ganze Wohnungs- müssen; das seien aber positive Handlungen, worin ein Feilbieten geladene Sachverständige, Regierungsbaumeister Wolf von hier, einrichtung und den Fußboden zerstörte. liege. do stellte die Verantwortlichkeit des Bauunternehmers fest, auch für den Eine der Schuhmanns- Affären, die in letzter Zeit wiederholt Fall, wenn er unter Leitung eines Architekten gearbeitet hätte. Die die Deffentlichkeit beschäftigt haben, wird am 16. d. M. die erste Kenntniß und Beobachtung der in diesem Fall gröblich verletzten Straftammer des Landgerichts I unter Vorsitz des Landgerichts- Bauregeln müsse auch von ihm verlangt werden. Üngenügende oder Direktors Dr. Felisch beschäftigen. An diesem Tage wird sich der fehlerhafte Baupläne dürften seitens der Unternehmer gar nicht zur Schuhmann Otto Volkmann wegen wiederrechtlicher Sistirung Ausführung angenommen werden. Das Urtheil des Gerichts schloß eines Mädchens und versuchter Nöthigung vor der Straf- fich dieser Auffassung an und lautete demgemäß, unter Annahme fammer zu verantworten haben. Es handelt sich dabei um mildernder Umstände, auf eine Gefängnißstrafe von drei die Abenteuer, die die Schneiderin Martha Schulz in der Nacht Monaten. des 29. Dezember mit dem Schußmann gehabt haben will. Fall hat seinerzeit großes Aussehen erregt. Das Mädchen war in jener Nacht von einem Besuche am Königsplay 6 heimkehrend, vor dem Hause ihrer am Kronprinzen- Ufer 29 belegenen Wohnung an Die gewerblichen Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen, ins gekommen und behauptet, daß sie während des Aufschließens der besondere die in den Berliner Gummiwaaren- Fabriken beschäftigten, Hausthür von dem angeklagten Schuhmann belästigt worden sei. hielten am Montag eine start besuchte öffentliche Versammlung ab, Dieser habe ihr gefagt, er müsse sie nach der Wache in Moabit mitnehmen, in der Genosse Jahn einen mit großem Beifall aufgenommenen denn ein auständiges Mädchen gehe nicht so spät abends allein Vortrag über„ Die kapitalistische Ausbeutung und die Nothwendigs auf die Straße. Das Mädchen will dann dem Schußmann gefolgt sein, teit der gewerkschaftlichen Organisation" hielt. In der Diskussion behauptet aber, daß dieser, anstatt den Weg nach Moabit einzu- wurden von einigen Arbeitern die Arbeitsverhältnisse in den schlagen, sich dem Thiergarten zugewendet und dort ihr unfittliche Gummiwaaren- Fabriken geschildert und zum Anschluß an die Dr Anträge gemacht habe unter der Androhung, daß er sie event. unter ganisation aufgefordert, desgleichen wurden die Arbeiter ersucht, ans sittenpolizeiliche Kontrolle bringen würde. Das Mädchen behauptet statt der bürgerlichen Zeitungen, das einzige Berliner Arbeiterblatt, ferner, daß sie dem Schutzmann nicht zu Willen gewesen, dieser vielmehr den Vorwärts" zu lesen, um daraus die nöthige Aufklärung zu angesichts ihrer Weigerung plöglich unsichtbar geworden sei. Sie hat den schöpfen. Schumann schilderte unter Verschiedenem" einige Angeklagten am nächsten Tage mit aller Bestimmtheit aus einer An- Machenschaften einzelner Kolonnenführer in den Bereinigten Berlins zahl ihr vorgestellter Schuhleute heraus erkannt. Dieser hat Frankfurter Gummiwaaren- Fabriken" in der Mühlenstraße. Dort bisher seine Schuld entschieden bestritten und durch Rechts- werden die betreffenden Arbeiter von einem Rolonnenführer ganz anwalt Dr. Schwindt einen umfangreichen Alibibeweis angetreten, nach Belieben mit 18,00, 16,50, 15,00 und 13,50 M. pro Woche indem Ans Pankow wird uns geschrieben: Auf die Berichtigung des er behauptet, daß er zu der Zeit, in welcher der entlohnt und willkürlich Strafen verhängt, z. B. 50 Pf. für das Direktors der Schultheißbrauerei, Herrn Richard Röside, gestatten Vorfall sich abgespielt haben soll, an einer ganz anderen Stelle mit Deffnen eines Fensters. Zu alledem kommt eine monatelange wir uns ein paar Worte zur Erwiderung. Wir haben durchaus der Verfolgung einer Frauensperson beschäftigt gewesen sei. Bei dem Arbeitslosigkeit während der stillen Saison. Die anwesenden Meister nicht im Sinne gehabt, die Direktion der Schultheißbrauerei für die großen öffentlichen Interesse, welches dieser Fall erweckt, wird die schwiegen natürlich. Zum Schluß wurde noch mitgetheilt, daß in Borkommnisse bei der Gemeindewahl an unserem Orte ver Verhandlung im Kleinen Schwurgerichtssaale stattfinden. den Zahlstellen von Ende, Kottbuserstr. 6, und bei Ewald, antwortlich zu machen und auch keine derartige Andeutung Eine menschliche Bestie. Ein trübes Sittenbild beschäftigte Schönleinstr. 6, Aufnahmen und Beiträge entgegen genommen. gemacht, sondern die Personen flar und deutlich bezeichnet. gestern die 9. Strastammer des Landgerichts I. Aus der Unter- werden. Nichtsdestoweniger bleiben die von uns geschilderten Vorkomme fuchungshaft wurde der Anschläger May 3id, ein Mann in Ter Zentralverband der Konditoren hielt am 3. März eine nisse bestehen. Herr Hager, welcher dicht neben der reiferen Jahren vorgeführt, welcher beschuldigt war, feine 14 jährige Mitglieder Versammlung ab, in welcher der Zahntechniker Schultheißischen Mälzerei seinen Ausschant hat, wird ja wissen, auf leibliche Tochter in der unfittlichsten Weise gemißbraucht zu haben. G. Gädicke einen hochintereffanten Vortrag über: Die Zähne, welche Art die Arbeiter ihm verpflichtet sind. Hätte Herr Mösicke In einem früheren Termine hatten sowohl die Ehefrau wie die ihre Krankheiten und ihre Pflege", erläutert durch Zeichnungen und die Wahlmache, die unter Führung des Herrn Pradel ins Wert Tochter des Angeklagten ihre Aussage verweigert. Die Verhandlung Modelle, hielt. Dem mit reichem Beifalle aufgenommenen Vortrage gesetzt war, mit angesehen, so würde gewiß ein eigenthümliches Ge- mußte deshalb damals vertagt und eine Reihe anderer Zeugen gefolgte eine rege Diskussion, nach deren Schluß noch besonders auf fühl, das wir nicht näher kennzeichnen wollen, in ihm aufgestiegen laden werden. Im gestrigen Termine erklärte die Tochter, daß die nächste öffentliche Versammlung am 10. d. M., abends 81/2 Uhr, fein. Im übrigen werden in der am Sonntag stattfindenden Ver- sie nunmehr aussagen wolle, ihr Vater verdiene teine Schonung, bei 3u beil, Lindenstr. 106, woselbst Genoffe Th. Me zner über: sammlung die Vorkommnisse näher beleuchtet werden. denn er habe ihren 11 jährigen Bruder so schlecht behandelt, Unternehmerverbände und Arbeiterbestrebungen" referiren wird, In der Säure Abtheilung der königl. Pulverfabrik zu unter Ausschluß der Deffentlichkeit statt. Der Angeklagte wurde Versammlung am Sonntag, den 20. d. M., nachmittags 4 Ühr bei daß derselbe sich das Leben genommen habe. Die Verhandlung fand hingewiefen wurde. Der Saison halber findet die nächste Mitglieder: Spandau wurden am Mittwoch zwei Arbeiter durch die Explosion durch die Beweisaufnahme derart belastet, daß der Gerichtshof ihn Schiller, Rosenthalerstr. 57, statt. naffer Schießbaumwolle erheblich verletzt; einer von ihnen mußte in das Krankenhaus geschafft werden. Derartige Explosionen fommen ei Jahren Buchthaus verurtheilte. Nach Anhörung in diesem Betriebe häufig vor, wenngleich sie zumeist für die be des Erkenntnisses wurde der Verurtheilte von solcher Wuth ergriffen, theiligten Arbeiter gelinder ablaufen, als in diesem Falle. Es ist daß er über die Umfassung des Antlageraumes fprang und auf seine Gerichtsdiener und nicht darüber hinwegzukommen, daß die Arbeiter der Säure Ab Tochter losstürzte, um sie zu mißhandeln. theilung täglich und stündlich sich in Gefahr befinden, ihr andere Personen schützten die Bedrohte, der Rasende mußte aber gefeffelt werden. Sollte da der Jrrenarzt nicht am Blaze sein? Leben einzubüßen oder doch Schaden an ihrem Körper ชิน nehmen. Dennoch erhalten diese Leute eine geradezut An zwei bis zum späten Abend währenden Sizungstagen elende Bezahlung. Am letzten Zahltage, den 8. März, war das Schwurgericht des Landgerichts I mit einer Anklage wegen haben Arbeiter, da der Monat Februar um zwei Tage fürzer ist als eineides und Anstiftung zu diesem Verbrechen beschäftigt. A. F., Weißwasser. Beruhigen, Friede. Stiller Ocean. Pacifiqueandere, mit Beträgen von 27 M. für 11 Arbeitstage den Betrieb Angeklagt waren der Arbeiter Karl Ernst Steinbrin ct und Bahn verbindet den Atlantischen mit den Stillen Ocean. verlaffen; hiervon soll es ein Familienvater fertig bringen, Miethe der Kaufmann Paul Richter zu Halensee, welche durch die Rechts. A. K. 2. Wenden Sie sich an die Klinit, Ziegelstraße. zu zahlen und während 15 Tagen den Unterhalt seiner Familie zu anwälte Mar Cohn und Holländer vertheidigt wurden. Nach Sie haben vergessen auzugeben, ob die Mutter des Kindes verheirathet ist bestreiten. Sind auch diese Mittheilungen unwahr, Herr Kriegs. Den ergebilitat detreten met handelt es sich um einen mit dem of fie bent Bater bez stiubes geheirathet. Die Antwort if in jeden A. N., Hamburger minister? Oder halten Sie es wirklich für möglich, diefes Kunststück, größten Frivolität geleisteten Meineid, zu welchem Steinbrind Fall eine andere. Ergänzen Sie Ihre Anfrage. welches königl. Arbeitern zugemuthet wird, auszuführen? durch den zweiten Angeklagten überredet worden ist. Richter hatte strake. Die Mobilien, mit Ausnahme der unentbehrlichen und deshalb. sich mit dem Apotheker Robert Stock im Jahre 1893 zum gemein- der Pfändung entzogenen, fönnen vom Wirth wegen der für die Aus Rigdorf. Die hiesige Gemeindevertretung genehmigte in schaftlichen Betriebe einer Fabrit von photographischen Trockenplatten ganze Dauer des Wiiethsvertrags rückständigen Mieihe einbehalten werden. ihrer am Mittwoch stattgehabten Sigung die Einführung einer vereinigt. Zu diesem Zwecke erwarben sie die von dem jetzt verBiersteuer mit 17 gegen 11 Stimmen. Als Steuer sollen vom storbenen Kaufmann H. Mertewiß in dem Hause Friedricheinheimischen Bier 50 pet. der Braufteuer, von eingeführtem, ausstraße 250 betriebene Trockenplattenfabrit. Aus dem Raufgeschäft wärts gebrautem Bier 65 Pf. pro Hektoliter erhoben werden. Die mit Merkewitz entstanden bald darauf Streitigkeiten unter den BeVertreter unserer Partei ftimmten gegen diese neue Steuer, die theiligten, die zu Zivilprozessen zwischen Richter und Merfewiß, doch nur auf die Schultern des kleinen Mannes abgewälzt würden. sowie zwischen Stock und Richter, sodann auch zu einem Straf- Stationen. Wegen eines schweren Sittlichkeitsverbrechens, begangen an verfahren gegen Richter wegen Betruges führten. In letterem einem 6jährigen Mädchen, ward der vielfach vorbestrafte wurde Richter zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt. In dem Mustter H. in Haft genommen. Zu erschießen versuchte Stock'schen Geschäft war ein Frl. Marie Beseschek als Buchhalterin sich der Rentier Sch. aus der Hermannstraße. Er hat sich so schwer und Geschäftsführerin angestellt. Diese hatte sowohl in den Zivil- Swinemünde verlegt, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Das Motiv prozessen als auch während des Ermittelungsverfahrens in der Hamburg der That ist unbekannt. Der Prozeß gegen Belß und Genossen Straffache äußerst belastende Aussagen gegen Richter abgegeben und Berlin wegen Beleidigung des Gemeindefchöffen Regierungsbaumeisters diesem kam es nun darauf an, die Glaubwürdigkeit der Beugin soWeigand, soll am heutigen Freitag, vormittags 11/2 Uhr, vor dem viel als möglich zu erschüttern. Mit Hilfe eines ihn befreundeten Privat Landgericht II zum Austrag gebracht werden. Die Sache zieht sich detektivs gelang es, in dem Angeklagten Steinbrind einen Mann zu finden, nun schon fast ein Jahr hin. Falsche Thalerstücke von vorzüge der bereit war, alles, was von ihm verlangt wurde, unter feinem licher Prägung mit dem Bildniß Friedrich Wilhelm IV., der Jahres- Beugeneide auszusagen. Dieser hat dann auch seinen Auftrag zahl 1855 und dem Münzzeichen A sind in den letzten Tagen hier geber in jeber Beziehung zufrieden zu stellen gesucht. Als am angehalten worden. 10. Juli 1896 vor der 7. Strafkammer die Straffache gegen Richter Der Theil von Zehlendorf, der am Teltower und Schönower verhandelt wurde, trat Steinbrinck als Zeuge auf und erzählte See gelegen ist, soll zu einer Billenkolonie nach Art der Grunewald unter seinem Zeugeneide eine etwas romantische Geschichte, die und Wannsee- Kolonien umgewandelt werden. Es hat sich, wie der sich in der Merkewig'schen Villa in Erfner abgespielt haben und beWetter- Prognose für Freitag, 11. März 1898. Konf." erfährt, zu diesem Zweck eine Unternehmergesellschaft ge- weisen sollte, daß Fräulein Beseschet nicht glaubwürdig sei, da sie Mild und zeitweise aufklärend, vorwiegend trübe bei schwachen bildet, welche die Bebauungspläne bereits fertiggestellt und mit der mit dem alten kräuflichen Herrn Merkewitz fträflichen Umgang ge- füblichen Winden; keine erheblichen Niederschläge. Gemeindeverwaltung Zehlendorf vereinbart hat. Eine elektrische habt habe. Die Verhandlung vor dem Schwurgericht hat ergeben, daß! Berliner Wetterbureau. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Juferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Briefkasten der Redaktion. Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( awet Buchstaben oder eine Baht) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag und Sonnabend von 6 bis 7 Uhr statt. Tews. Mehr. R. 7. Die Adresse ist: Habsburgerstr. 5. Th. R. 45. Witterungsübersicht vom 10. März 1898, 8 1hr morgens. Wiesbaden Wien. Barometerftand in mm, d. Meeressp. ៩៩|' reduzirt auf Windrichtung Windstärke (-) BITTA221223 Wetter Temperatu 765 GSD bebeckt 2 . 765 765 763 N GGD N Regen 1 bedeckt 2 bedeckt 5 762 4 Nebel 2 767 bedeckt --2 769 Echnee <-13 774 bedeckt -8 771 N wolfig 6 Aberdeen. 766 . 764 SW NND heiter Nebel 2 München Haparanda. Petersburg. Gork. Paris. GSD ( 50 G. 4° R.) 1 Nr. 59. 15. Jahrgang. 2. Beilage des des Versammlungen. " zur Abnahme „ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 11. März 1898. Arbeiter Bildungsschule. Inselfir. 10, v. 2 Er. Unterrichtsturse schäftigungslosen Arbeiter elf Monate lang gelöst war. Im prozentigen Aufbesserung des Lohntarifs einzutreten. Dieser Beschluß Sodann wird noch weiteren Verlauf bringt Redner Fälle vor, wo es sich um gebrech soll den Unternehmern unterbreitet werden. Gine Agitationsversammlung zu gunsten des Wahl. liche Personen handelt, denen man Mißtrauen entgegenbringt, mitgetheilt, daß fortan in jeder vierten Woche eine BranchenEin Antrag Morgenstern's, berus im sechsten Wahlkreise, die sich eines sehr starken Be- daß die geklebten Marken nicht während einer Berufsthätigkeit versammlung flattfinden solle. In derartigen Fällen müßten vielfach eine Präsenzliste aufzustellen, ergiebt, daß sämmtliche Fabriken der suches, auch von Frauen, zu erfreuen hatte, tagte am 8. März im geklebt worden seien. Lokale Schulstr. 29. Reichstags- Abgeordneter Förster sprach über schriftliche Bescheinigungen von seiten der Arbeitgeber eingereicht Branche, bis auf zwei, in der heutigen Versammlung vertreten seien. werden. Bei einer anderen Gelegenheit wurde folgender Betriebsunfall die wirthschaftliche und politische Lage in bezug auf die bevor- als berechtigt anerkannt. Ein Arbeiter war während des Betriebes in Brauer nahm in der letzten Mitgliederversammlung Stellung zum Ter hiesige Zweigverein des Zentralverbandes deutscher stehenden Reichstagswahlen. Der Redner gab einleitend ein an schauliches Bild von der sozialen, wirthschaftlichen und politischen ein nahegelegenes Wirthshaus gegangen, um ein Glas Bier zu trinken. Delegirtentage. Nach einem einleitenden Referat des Kollegen Struktur der heutigen Gesellschaft. Nach seiner Ansicht schildert die Infolge des starken Glatteiſes zog eil sich einen Unfall zu, der in Richter gelangten u. a. Anträge zur Annahme über: Regelung Berufs- und Gewerbezählung, welche die Veranlassung zu so leb- diesem Falle als Betriebsunfall angesehen wurde. Verschiedene ähn der Urabstimmung; Entlastung des Vorsitzenden; Erhöhung der Beis lebliche haften Kontroversen über die Zusammenbruchstheorie" gegeben hat, liche Fälle und Entscheidungen weiden noch angeführt. Eine Dis träge auf monatlich 1,10M.[ und gleichzeitige Erhöhung der Reise- und die Verhältnisse in viel zu rosigem Lichte. Der Redner unterzieht sodann die fussion findet jedesmal nach Vorführung eines einzelnen Falles Arbeitslosen- Unterstützung auf das doppelte des bisherigen Sayes verschiedenen kleinen und großen Mittel, welche zur Hebung der statt. Verschiedene Vorkommnisse und Mißverständnisse werden in( 30 refp. 60 m. jährlich). Als Delegirter zum Verbandstag wurden untergehenden Schichten gegeben und noch gefordert worden, einer die Debatte gezogen von Buchholz, Meier, Stuhlmann, in Vorschlag gebracht: 2. Richter, Hodapp und Krieg; die Die Mitglieder werden darauf eingehenden Kritik. Dieselben sind entweder wirkungslos oder so Simanowski und Kruse. Im Verschiedenen theilt Wolt- Wahl erfolgt per Stimmzettel. weit sie vorübergehend helfen, ist es die arbeitende Klasse, die die mann( Düsseldorf) mit, daß man in Düsseldorf beabsichtige, einen aufmerksam gemacht, ihre Stimmzettel sofort auszufüllen und an Rosten zu tragen hat. Namentlich die Junker glauben ein Recht beitervertreter Verein zu bilden. Für die nächste Exkursion wird 2. Hodapp, Weißenfee, Wörthstr. 13, einzusenden. Auch können der 27. März in Aussicht genommen. darauf zu haben, von der großen Masse des Volkes erhalten zu die Einladungskarten jedoch etwas früher als gewöhnlich zu ver- nannter Adresse erhalten. Es wird darum ersucht, die Mitglieder, welche noch keine Stimmzettel haben, solche von gewerden. Die herrschenden Klassen scheinen in der That nicht Davor zurück Au schrecken, andere Völker unter Be fenden. drohung Die Handels, Transport- und Verkehrs- Arbeiter hielten mit Kanonen Die Parkettbodenleger hielten am Montag im Zubeil'schen deutscher Produkte au zwingen. Die Roslen diefer gefährlichen und abenteuer- Restaurant eine öffentliche Versammlung ab, in welcher Genosse am Sonntag, den 6. d. Mts., im Englischen Garten" eine öffentlichen Weltpolitik wälzt man der arbeitenden Klasse auf, die auf der Pfannkuch über" Arbeitsvertrag und Koalitionsrecht" referirte. liche Versammlung ab. Nach einem Vortrage von Waldeck anderen Seite politisch entrechtet werden soll. In der hierauf ein- ein selbstverständlicher Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit liege, Beifizer über ihre Thätigkeit. In der nachfolgenden Diskussion er Redner führte aus, wie in der gegenwärtigen wirthschaftlichen Lage Manasse erfolgte die Berichterstattung der Gewerbegerichtstretenden Pause ließen sich viele der Anwesenden als Mitglieder der niemals eine Harmonte zwischen diesen beiden Faktoren auf- gänzten Püschel, Plög ,, Rosenstengel und Dreher die aufnehmen. In der Diskussion sprach zuerst ein Arbeiter Riesow, welcher sich als christlicher Sozialdemokrat bekannte, kommen lassen würde. Hierauf geht Referent näher auf die einzelnen Ausführungen Schumann's, der den Bericht gegeben hatte. und hervorhob, daß man auch das christliche Moment nicht aus den Paragraphen der Gewerbe- Ordnung ein, die sich mit der Lohnzahlung, in ebe uebung( ueber den Aufbau der Rede, Besprechung volkswirthschaft Augen lassen solle. Die Ausführungen desselben boten den Genossen Kinderarbeit, Werkstättenreinigung, Kündigungsfrist u. s. w. befaffen. licher und anderer Grundfragen) Montags, Dr. Conrad Schmidt; in Leid, Brinkmann, Kiesel, sowie dem Referenten in seinem Gegen event. Nichtachtungen dieser Paragraphen seitens der Unternehmer Nationalötonomie( Die wirthschaftliche Entwickelung; Großbetrieb und Schlußwort Gelegenheit, in drastischer Weise das Christenthum der hätte man die Organisationen geschaffen, um in geschlossener Reihe Bandwert; Kartellwesen, Arbeitsmarkt und Arbeitsnachweis; die Aufgaben ber Gewertschaften) Mittwochs, Schriftsteller Richard Calwer; in Die heutigen ftaatserhaltenden Parteien zu schildern. Nachdem der allen industriellen Mißständen gegenübertreten zu können. Dies hätte Geschichte( Hellas nnd Rom) Freitags, Dr. A. Berthold. Mitgliedsbeitrag Vorsitzende darauf hingewiesen hatte, wie nothwendig gerade jetzt aber bald eine ähnliche Erscheinung in den Kreisen der Arbeitgeber Bibit other it an diesen Abenben von 8-9 Uhr geöffnet. vor den Wahlen der Anschluß an den Wahlverein und auch das gezeitigt, die sich gleichfalls zu Ringen, Trusts u. s. w. verbunden monatlich 25 Pf., Kursus( 10 Abende) 1 M. pro Fach. Theilnehmer werden aufflaße 40a; Reul, Barnimstr. 42; Schiller, Rosenthalerfir. 57; Gleinert, MüllerLesen der Arbeiterpresse sei, wurde die Versammlung mit einem bätten. Derartige Organisationen des Unternehmerthums feien bereits genommen in der Schule und in folgenden Stellen: Gottfr. Schulz, AdmiralHoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. heutzutage so stark, daß der Arbeiter durch eine Lohnbewegung in faße 7a, u. in den Sonntags Bersammlungen. Boifigender: Baul Mücke jr., einzelnen Branchen schwerlich etwas erreichen dürfte. Da helfe nur SO. Manteuffelfir. 128; Kassirer: H. Königs, S. Dieffenbachstr. 30. Der Berliner Arbeitervertreter- Verein hielt am Donnerstag eine fräftige, zielbewußte Organisation und eine unermüdliche und Berliner Arbeitervertreter- Nerein tagt jeden Dienstag nach dem ersten bei Buste in der Grenadierstraße eine Versammlung ab. Nach Vers unerschrockene Agitation für die kommenden Reichstagswahlen. im Monat bet Buste, Grenadierstr. 38, abends s½ Uhr. Unentgeltlicher Rath Lesung des Protokolls von der legten Versammlung erstattete Debne Der beifällig aufgenommene Vortrag rief eine kurze Diskussion wird ertheilt: Im Norden Berlins: Für Unfall, Invaliditäts- und Alters- Versicherung, den Bericht aus den amtlichen Nachrichten( Refurs- und Revisions hervor. Zum dritten Punkt der Tagesordnung: Sind die Kollegen abends von 7-9 Uhr: A. Daehne, Demminerfir. 36, v. 8 Tr. N. Gutheit, entscheidungen)". Er verlieft einige Entscheidungen des Reichs. gewillt, in diesem Jahre in eine Lohnbewegung einzutreten?" erwiesenstr. 29a, von 8-9 Uhr abends. F. Pieschel, Gartenstr. 55, v. 2 Tr. Versicherungsamtes. In einem Falle handelt es sich um die stattete Genosse Nerre Bericht. Er tritt für eine Herabsetzung der G. Gimanowsti, Gartenfir. 78, Portal 2, 2 Tr. M. Stuhlmann, Oderbergerirrthümliche Verwendung einfacher statt doppelter Marken. Das Arbeitszeit für eine zehnprozentige Lohnerhöhung ein. faße 37, 4 Tr., von 6-9 1hr abends. R. Tamm, Huffitenstr 6, von 8-9 1hr abends. A. Voigt, Wiesensir. 41-42. E. Warnst, Kolbergerstr. 7, von 6-7 Uhr Schiedsgericht hat den Kläger abgewiesen, allein das Reichs Die Konjunktur sei in diesem Frühjahr besonders günstig, abends. Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Blume, Versicherungsamt hebt dieses Urtheil auf, so daß die Marken wieder da sehr viele Bauten etwa im Mai pußseitig dastehen Streligerfir. 58. P. Reimann, Bellermannſtr. 83. F. Trapp, Schulstr. 59, von 7-8 Uhr abends. W. Mohs, Swinemünderstr. 64( vorn linter Aufgang). berichtigt werden konnten. Ein anderer Fall beschäftigt sich mit dürften. Ait Der betheiligen sehr lebhaften Diskussion Nur für Unfallversicherung: J. Krause, Gartenstr. 13. der Frage, ob eine Lohnbewegung im Sinne des Altersversicherungs- fich wierig, Ehlers, Schmit, witte, Morgenstern, Im Often: Nur für Juvaliditäts- und Altersversicherung: E. Bader Gesetzes als Arbeitsunterbrechung anzusehen sei. Hier wird Klement, Becker, Kley, Beliz und Rosenhain. Sämmt. Gr. Frankfurterftr. 34, v. 4 Tr. Sm Süd- Often: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: vom Reichs Versicherungsamt, Ansicht liche Redner erklären sich mit den Ausführungen Nerres ein Schalthoff, Michaelfirchstr. 18. entgegengesett der des Schiedsgerichts, erkannt, daß eine Arbeitsunterbrechung verstanden und sind der Hoffnung, daß man bei festem Zusammen= 2m Süden: Für Unfalls, Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Stügelstattgefunden habe, da es nicht erweisbar fei. ob Arbeit halten die Forderungen erfüllt bekommen werde. Sch mit fordert geber und Arbeitnehmer während der Dauer des Ausstandes die Unorganisirten zum Beitritt in die Organisation auf. Klement alt ein Uebereinkommen oder ein ferneres Weiterarbeiten ist der Ansicht, daß die heutige Lage der Dinge eine andere als vor gedacht hätten. Diesem Falle ist ein anderer gegenüber zwei Jahren sei, zumal eine bedeutend größere Einigkeit unter den zustellen, 100 eine Arbeitsunterbrechung nicht anerkannt wird, gesammten Kollegen herrsche. Hierauf beschließt die Versammlung, obwohl das Verhältniß zwischen dem Ünternehmer und dem beslin eine Bewegung zur Verkürzung der Arbeitszeit und zu einer zehnM Am 9. März verstarb plötzlich mein lieber, guter Mann, unser lieber Bater, der Bauanschläger Julius Kornisch, 3. und mater, Grimmfiraße 39. Nur für Juvaliditäts- und Altersversicherung, B. etter, Rirdorf, Panierstr. 58, Hof part. Im Süd- Westen: Nur für Unfallversicherung: G. Hänet, Solmsstr. 44. Im Nord- Weßen: Nur für Unfallversicherung: J. Krause, Wilsnackerftraße 19. N. Stephan, Leffingfir. 34. Im Zentrum: Nur für Unfallversicherung: E. 2öffler, Klosterfir. 91. Bei sämmtlichen vorgenannten Bersonen, bei denen hier teine Sprechzeit angegeben, ist dieselbe Wochentags von 7-9 Uhr. Wahlkreis. Brauer, Böttcher und Brauerei- Hilfsarbeiter. Neque bie Beleidigung gegen Fran im 63. Lebensjahre. Um filles Beileid Sonntag, 13. März, abends 6%, br, in Feuerstein's ob. Saal, bittet Die Wittwe n. Kindern. Die Beerdigung findet Sonntag, den 13. März, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause, Oderbergerstr. 20, statt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme beim Hinscheiden meines lieben Mannes, besonders den geehrten Herren Vertretern der Firma Rosen 6½ Alte Jakobstr. 75: 240/9 Oeffentliche Versammlung. Tagesordnung: Vortrag der Lehrerin Fräulein J. Altmann über: Hierauf: Geselliges Beisammensein und Tanz. Jugenderziehung." Entree 10 Pf., Garderobe 10 ẞf. Der Einberufer. Freitag, den 11. März, abends 8½ Uhr: Sonntag, den 13. März cr., nachm. 1½ Uhr: Grosse öffentliche Versammlung in den ,, Armin- Hallen", Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Wagner über: Die Lehren der Berufszählung und die Pofabowsky'sche Koalitionsfreiheit. 2. Wahl von drei Hilfsarbeitern zur Agitations- Kommission. 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwünscht Der Einberufer. 12515 Freie Vereinigung der Bauarbeiter Berlins. felb u. Co., dem Fachverein der Mofait: Oeffentliche Volks- Versammlung Sonntag, den 13. März, nachmittags 4 Uhr, im Lokale des Herrn fliesenleger Berlins und Umgegend, fowie allen feinen werthen Kollegen, welche ihm während seiner langen Krankheit treu zur Seite standen, im„ Louisenstädtischen Konzerthaus", Alte Jakobstr. 39. Tages Ordnung: 12466 ſage ich hiermit meinen tiefgefühlten Der Nationalitätenkampf in Desterreich und die agrarDank. Ww. Auguste Stamm 12476 nebst Kindern. Allg. Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter ( E. H. Nr. 29). Filiale Berlin 7. Große Mitglieder- Versammlung Sonntag, den 13. März 1898, bormittags 10 Uhr, bei Bergemann, Basewalterstr. 2. Tages- Ordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Aufstellung der Kandidaten zur Generalversammlung. 3. Wahl eines Wahlkomitees. 4. Berschiedenes. 119/5 Die Ortsverwaltung. Allgem. Kranken- u. Sterbefaffe der Metallarbeiter. Filiale Berlin 3. Außerordentliche Mitgliederversammlung Sonnabend, den 12. März 1898, abends 82 Uhr, Manteuffelstr. 47. Tages- Ordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Berathung der Statuten. 3. Kandidatenaufstellung zur Generalversammlung. 4. Ver: fchiedenes. 12496 sozialistischen Bewegungen in Ungarn. Bu zahlreichem Besuch fordert anf Achtung! Albert Weidner. Wilke, Andreasstraße 26: Mitglieder- Versammlung. 1. Bortrag. 2. Distuffion. a. Bereinsangelegenheiten und Berschiedenes. 3. Nach der Versammlung: Gemüthliches Belsammensein und Tanz. Gäste willkommen. [ 31/3] J. A.: Fritz Krüger. Achtung! Achtung! Bauarbeiter. Berliner Gewerkschaften! Achtung Sonntag, den 13. März, mittags 12 Uhr: Am Montag, den 14. März, abends 8 Uhr, in den„ emin Oeffentliche Baudeputirten- Versammlung Hallen", Kommandantenstraße 20: " Allgemeine Gewerkschafts- Versammlung. Tages Ordnung: Fortsetzung der Diskussion über das Referat des Genoffen Gaschim ,, Englischen Garten", Alexanderstraße 27c. Wegen der Wichtigkeit werden die Kollegen aufgefordert, von jedem Bau einen Deputirten dorthin zu entsenden. 30/8 Die Lohnkommission. Leipzig: :„ Die Spaltung unter den organisirten Buchdrudern und went Achtung! Achtung! Kupferschmiede. Achtung! sich die Arbeiterschaft zu der Ursache derselben, der jahrelangen Festlegung der Arbeitsbedingungen( Tarifgemeinschaften). 265/18 Montag, den 14. März 1898, abends 8½ 1hr, Die Mitglieder sämmtlicher Gewerkschaften, insbesondere im Grand- Hotel Alexanderplatz, Eingang Neue Königstraße, Portal II die Vertreter der Tarifgemeinschaften sind zu dieser Versammlung hiermit öffentlich eingeladen. Zahlreichen Besuch erwartet Der Einberufer. J. A.: Gustav Koopmann, Zuschneider. Bentralverband d.Bimmerer Deutschl ( 3ahlstelle Berlin). Große öffentliche Versammlung der Kupferschmiede Berlins. Tages Ordnung: dieselbe für eine ehrenhafte Frau. Dörffel. Betten, Steppdeck., Wäsche, Gardin., Portieren, Chaiselogn., Tischdeck., Regul., Sommer Paletots, Anzüge, Sosen, Remontoiruhr., Reisekoff., Operngläser spottbillig PfandleiheNeanderstr.6. Möbel, Spiegel u. Polsterwaaren reell, zu foliden Preisen, empfiehlt H. Strelow, Tischlermſtr. Rixdorf, Richardstraße 116, Arbeitsmarkt. Lehrmädchen für Busfeber- Fabrication finden gegen sofortige angemessene Vergütung gute Lehrstelle. 12106 Louis Fünkenstein, Alte Jakobstr. 61. Tapezirerlehrling verl. Krafft, 12136 Köpniderstr. 190. Höchsten Lohn erhalten geübte Puhfeder Arbeiterinnen in und außer dem Hause bei Louis Fünkenstein, Alte Jakobstr. 61.[ 12116 Putzfedern. Berlins. breimonatl. Lehrzeit u. sofortigem 1. Die Lohnverhältnisse in unserem Beruf. 2. Wahl von drei Revisoren zum Dispositionsfonds. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches und vor allem pünktliches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Sonntag, den 13. März, vormittags 10% Uhr, in den 99/5 ,, Armin Hallen", Kommandantenstr. 20: Außerordentl. Mitgliederversamml. Beerdigungsverein Berliner Zimmerleute. Tages Ordnung: V 1. Der bevorstehende Provinzial Verbandstag. 2. Delegirtenwahl zu Bahlreiches Erscheinen der Mitglieder 3. Verschiedenes. demselben. 3. Der Antrag Weber's( Beitragsbefreiung der Arbeitslosen). Um zahlreiches Erscheinen bittet erwünscht. Die Ortsverwaltung. 254/8 Orts- Krankenkasse der Drechsler und verwandter Gewerbe. An der Stralauer Brücke 4. Die Bertreter der Arbeitgeber resp. Mitglieder werden zur General- Versammlung am Sonntag, den 20. März 1898, vormittags 91/2 Uhr, nach den Armin- Hallen, Kommandantenstr. 20, ergebenft eingeladen. Tages- Ordnung: 1. Abnahme des Kaſſenberichts für 1897. 2. Bericht und Wahl der Be schwerdekommission. 3. Antrag der General Bersammlung vom 28. Nov. 1897 behufs Gehaltserhöhung der Beamten. 4. Stellungnahme zur Der Vorstand. J. A.: H. Knüpfer, Stralauerstr. 48. NB. Das Bureau der Bahlstellen von Berlin u. Umgegend befindet sich Stralauerftr. 48. Teleph., Amt V 3785. An daffelbe sind alle Mittheilungen, welche die Lohn- u. Arbeitsverhältnisse in unserem Beruf betreffen, zu richten. Groker öffentlicher Vortrag für Damen u. Herren im Heilverein Kube 1243b am Sonntag, 13. März, nachm. 5 Uhr, im Kösliner Hof, Röslinerstraße Nr. 8. Frl. M. Kube, Naturheilkundige, spricht über: ,, Das nervöse Jahrhundert Nervenschwäche( Neurasthenie), Schlaflosigkeit, Epilepsie, Syfterie. Beitstanz u. f. w. Es werden mehrere Patienten vorgestellt. Nach dem Vortrage: Tanz- Kränzchen. Bentralisation der Orts- Krankenkassen. beten, recht zahlreich zu erscheinen. 5. Bericht über die Berliner Rettungs Mitglieder und Freunde des Naturheilverfahrens werden hierdurch geDer Vorstand. gut Geſellſchaft. 6. Berſchiebenes. 265/19 Mechaniker- Kittel und blaue Köper- Anzüge und Der Vorstand. 3. A.: Paul Rückert, Vorsitzender. in der Fabrik C. Flach& Co., Köpnickerstr. 111, Hof part. Sonntag, den 13. März, nachm. präz. 5 Uhr, im Lokale des Herrn Buske, Grenadierstr. 33: 1258b Versammlung. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Verband der Sattler und Tapezirer. Verwaltungsstelle Berlin 1. Sonnabend, 12. März, abends 9 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27 c: 156/4 Versammlung. TO.: 1. Gewerkschaftliches. 2. Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. Orts Krankenkasse für das Tapezirer- Gewerbe zu Berlin. Sonntag, den 13. März, vormittags 10% Uhr: Versammlung Versammlung der Arbeitnehmer der Arbeitgeber in den Arminhallen, Kommandantenstraße Nr. 20. Tagesordnung: Wahl von 20 Delegirten. in Ehrlich's Weißbierlokal, Stralauerstraße Nr. 36. Tagesordnung: Wahl von 10 Delegirten. Um zahlreiche Betheiligung wird gebeten. 1245b M. Oest, 1. Vorsitzender. S. Feder, 2. Borsigender. Junge Mädchen zum Lernen bet Gehalt verlangt 1212b Adolf Rosen, Gertraudtenstr. 23. Lehrdame, die das Kurbelsteppen erlernen will, findet günstige Gelegenheit, nachher 12486 Müller, Große Frankfurterstr. 14. Blousen- Stepperinnen auf beffere und seidene Blousen finden dauernde Beschäftigung. 12536 Blousen- Konfektion Samuel, Schillingstr. 35a. Damen- und Herren- Kragen: Bornäherinnen, Vorrichterinnen sowie Lehrmädchen sucht 12546 Kragennäherei Samuel, Schillingstr. 35a. Mädchen, schulfrei, wird verlangt Admiralstr. 18E, III rechts. [ 12566 cert. 12596 Kistenmacher perlangt Große Hamburgerstr. 20. Tischler auf fournirte Bettstellen wv. verlangt Krautstr. 4-5, III. Aufg. Goldleisten. Tüchtige Farbigmacher und Ver: solder verlangt her fofort Liepmann, Königs- Wusterhausen. Farbigmacher und Bersilberer werden verlangt Andreasstr. 10. 1260b Schlosser- Lehrling verlangt 15/ 9* Rettig's Werft, Stralau. Farbigmacher und Backer werden vert. Weißensee, Gustav Adolfstr. 5. Für den Juhalt der Inserat übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 11. März. Opernhans. Bar und Zimmermann. Anfang 72 Uhr. Schauspielhaus. Königskinder. Anfang 72 Uhr. Deutsches. 712 Uhr. Urania Volks- Theater W. Noack's Theater Taubenstr. 48/49. Täglich 97. Dresdener Straße 97. Neu! New! Neu! Brunnen- Strasse 16, Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: geöffnet von 10 Uhr vormittags Nureddin n. Bereddin! Gr. Extra- Theatervorstellung ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr Wissenschaftliches Theater. Invalidenstr. No. 57-62. Täglich abends 7 Uhr: Ausstellungs- Saal und Vorträge. Näheres die Tagesanschläge. Johannes. Anfang Passage- Panopticum. Leffing. Im weißen Röß'l. Anfang 72 Uhr. Berliner. Alarich. Anfang 71/2 Uhr. Schiller. Die Ahnfrau. Anfang 8 Uhr. Thalia. Fortunio's Lied. Die Kleinen Lämmer. Anfang 72 Uhr. Central. Die Tugendfalle. Anfang 71 Uhr. Belle Alliance. Die Räuber. Anfang 8 Uhr. Luisen. Die Stütze der Hausfrau. Anfang 8 Uhr. Offend. Unter der Polarsonne. Anfang 8 11hr. Residenz. Sein Trid. 8 11hr. Anfang Neues. Die Schildkröte. Anfang 7 Uhr. Goethe. Hasemann's Töchter. Anfang 72 Uhr. Unter den Linden. Der Opernball. Anfang 72 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Opernschule des Stern'schen Kon: fervatoriums. Alexanderplatz. Berlorene Mädchen. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundl. Ausstellung v. 10 Uhr vormittags ab. Abends 8 Uhr Wissenschaftl. Theater. Berliner Nachtleben Komödie in 12 pantomimischen Szenen mit Gesang und Tanz. Vorher: Theater Variété. Castan's Panopticum. Friedrichstr. 165. Neu!! Indischhindustanische Gaukler -undSchlangenBeschwörer. Das BÄREN WEIB. Juvalibenstraße 57/62. Tägli Maehr's Theater ( außer Sonntags und Mittwochs) abends 8 Uhr: Wissenschaftliche Vorträge. Passage Panoptikum. Wiener Oranien- Strasse 24. Täglich: 0 Tanz- und Operetten- Gesellschaft. Theater und Spezialitäten. American. Spezialitäten. Anfang 71 Uhr. Reichshallen. Spezialitäten. An fang 7 Uhr. Apollo. Spezialitäten. Anf. 72 Uhr. Feen- Palast. Ethnographische Aus: stellung. Novitäten- Programm. Das Schoßkind. Posse. Blaue Augen. Schiller- Theater Anfang: ( Wallner- Theater). Freitag, abends 8 Uhr: Die Ahnfrau. Sonnabend, abends 8 Uhr: Ein ge: machter Mann. Sonntag, nachmittags 3 Uhr, 5. Vorstellung im 2. Schiller- Cyclus: Don Carlos. Abends 8 Uhr: Hans Wurst in Berlin. Central- Theater Mte Jakobfir. 30. Direktion Richard Schultz. Freitag, den 11. März 1898: Bunt 51. Male: Emil Thomas a. G. Die Tugendfalle. Burleste Ausstattungspoffe m. Gesang und Tanz in 4 Bildern unter Benutzung eines französischen Sujets von Jul. Freund und With. Mannstädt. Musik von Jul. Einödshofer. Anfang 28 11hr. Morgen und die folgenden Tage: Die Tugendfalle. Luisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Novität! Abends 8 Uhr: Novität! Die Stütze der Hausfrau. Posse mit Gesang in brei Atten von Schwant. tags 6 Uhr. Wochentags 8 1hr. I. Original Budapester Possen- und Operetten- Theater Direktion: Gebr. Herrnfeld. Allabendlich ausverkauft!! 0000 Kaufmann's Variété. E. Karl. Muſtt von Frik Kraue Reichshallen- Theater. Toni Klein: Anna Müller- Binde. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, Nachm. 3 Uhr: Volts: Borstellung. Regie: J. Türk. Dorf und Stadt. Billets à 60 Pf. zu der Sonntag: Nachmittag- Vorstellung in den be: Tamten Berkaufsstellen. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterfir. 132. Dir. G. efft. Benefiz für Jos. Dill. Auftreten von Carl Weiss. Gr. Ausstattungsstück! Gr. Novität! Bum 24. Male: Unter der Polarsonne. Aktuelles Ausstattungsstück mit Gesang 11. Tanz in 5 Bildern von E. Sonder mann und Chr. Bischoff. Gesangsterte von J. Dill. Musik v. C. Schüler. Anfang 8 Uhr. Im Tunnel vor und nach der Vorstellung: Frei Ronzert Morgen, zum 25. Male: Unter der Polarsonne. Sonntag Nachut. 3 Uhr( fl. Preise): Der Wilderer. Drama in 5 Aufzügen v. Fr. Gerstäder. Weiß, Journalist: Carl Weiß. Alcazar- Theater. Dresdenerstraße 52/53( City- Passage) Rinnenstraße 42/43. Direttion: Richard Winkler. A6 1. März 1898: Durchiveg nenes Programm. Neues Personal. Neue Spezialitäten. Hans und Klara Sarno. Mary Mann. Anton Hildach. Helene Werner, Karl Miller. Betty Frey. Little Alfans. Adolf Adolft. Familie Reinsch( 4 Personen). Die kleine Handschuhmacherin. Charakterbild mit Gesang in 1 Att. Die erste Todte. Schwant in 1 Aft. Wochentags 8 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Bf. Sefervirt. Plaß 50 Pf. Die für den Feen- Balaft ausge gebenen Ehren- und Freikarten haben Giltigkeit. Leipzigerstrasse 77. Täglich steigernder Erfolg! Karl Wilhelm, Kratertanz. der aktuelle Humorist. Rauch- u. fenersprühender Die besten Kraft- Künstler Brüder Paxton. 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Concerthaus Leipzigerstr. No.48 Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen. Anfang: Sonntags 7 ugr Wochent. 8 Uhr. Ganz neu! 20 ,, In Zossen": Fortsetzung von: Alle 5 Barrisons". " Sonnabend geschlossen. Victoria- Brauerei Lützow- Strasse 111/112. Heute, sowie jeden Freitag und Montag: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Möhl, Schneider und Schrader.) Anfang 8 Uhr. Entrec 50 Pt. ( Vorverkauf 40 Pfennig.) Neu! " Nen! Sumpfhühner Ensemble von Meyfel. Dienstag: Böhmisches Brauhaus. Neues Olympia Theater. Riesen( Circus Renz.) Karlstrasse. Bolossy Kiralfy's Konstantinopel mit dem sensationellen Feuer- und Flammentanz ausgeführt nicht von einer Person, sond. vom gesammten Ballet- Personal. ca. 1000 Mitwirkende, sowie das neue kolossale SpezialitätenProgramm. Wiederauftreten von The jolly british girls. Anf. 8 Uhr. Sonntags 2 Vorst. Nachm. 1 Kind frei. Circus Busch ( Bahnhof Börse). Am Freitag, den 11. März, Abends 72 Uhr: Neu! Amateur- Konturrenz- Reiten. Men! Wer 3mal die Manège stehend auf dem Pferde umreitet, erhält eine Prämie von 50 Mt. Kavallerie zu Fuß, höchft fomisches Intermezzo. Ihre Familie. Boltsstück mit Gesang in 3 Atten von Stinde u. Engels. Musik v. Michaelis. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Konzert- Sanssouci haus Rottbuser Straße Nr. 4a. Direktion: H. Pierry. Sperling und Sperber Schwank in 1 Aft. Im wunderschönen Monat Mai. Licderspiel in 1 Aft. Auftreten des spanischen Professors Signor Pedro mit seinen dressirten Hunden. Sensationell! Gustav Rose, Salon- Hnmorist. Auftreten des luftigen Chinesen, sowie Spezialitäten nur ersten Ranges. Entree 30 Pf. Sonntag 50 Pf. Auf. d. Konz. 7 11hr, Borst. 8 Uhr. Passepartouts gelten. Sonntag Anf. 5 Uhr, Borst. 6 Uhr. Jeden Dienstag, Donnerstag und Sonntag: Vorstellung. H. Pierry. Wilmersdorf 5. Klingenberg's Volksgarten Berlinerstr. 40 und Gasteinerstr. Jeden Sonntag: Großer Ball bei startbeseztem Orchester. Um vielen Wünschen nachzu kommen, steffe ich meine ges. Lokalitäten: Gr. Garten, Tanzsaal, Kegelbahnen, Kaffeeküche 2c. in den Sommermonaten außer Sonnabends auch Sonntags den geehrten Vereinen z. Festlicht. z. Verf. u. nehme Bestell. Hierauf [ 44292* schon jetzt entgegen. Heinrich Kiingenberg. Wegen Räumung. ca. 500 Stück S Freie Volksbühne. V. Abtheilung: Sonntag, den 13. März, 234 Uhr, im Fach Wilhelmstädtischen Theater: Die lustigen Weiber ven Windsor. II. Abtheilung: Sonntag, den 20. März, im Lessing- Theater: Abu Said+ Cyprienne. III. Abtheilung: Sonntag, 27. März, desgleichen. Das Märzfest findet am Sonnabend, den 26. März cr., abends 8 Uhr, im grossen Konzertsaale der Brauerei Friedrichshain statt. Grosses musikalisch- deklamatorisches Fest- Konzert. Artistische Leitung Dr. M. Alfieri. Mitwirkende Damen: Frau Emma Bock, Pianistin. Frl. Anna Bromberg, Sängerin. Marie Janner( Theater Unter den Linden). Carla Lingen und Louise Voigt, Konzert- und Opernsängerinnen. Mitwirkende Herren: Alexander Heinemann, Richard Oeser( Mitglied des Deutschen Theaters), Ossip Schnierlin( Violin- Virtuose), Max Schulz, Violoncello- Virtuose, Alexander Weinbaum, Kapellmeister, und Dr. M. Alfieri. Klavierbegleitung Frau E. Bock. Orgel, Stapellmeister Weinbaum. Deklamation Herr R. Oeser. Die Thüren zum Saal und die Büffets bleiben während der Vorträge geschlossen. Zur Vermeidung aller Störungen bittet das Komitee alle Festtheilnehmer um grösste Ruhe und Aufmerksamkeit. Das Rauchen ist erst nach Schluss des Konzerts gestattet. Zutritt haben nur Mitglieder, wenn sie sich in ihrer Zahlstelle eine blaue Marke à 50 Pf. in ihre Mitgliedskarte einkleben lassen. Tanz ist frei. Da nur eine beschränkte Anzahl Marken ausgegeben werden, empfehlen wir den Mitgliedern, sich baldigst damit zu versehen. 228/17 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler, Rixdorf, Kirchhofstr. 46, II. Neue freie Volksbühne. Sonntag, den 13. März, nachmittags präzise 22 Uhr. im Thalia- Theater: Die Geschwister. Schauspiel in 1 Akt von W. v. Goethe. Hiorauf: Die Mitschuldigen. Lustspiel in 3 Akten von W. v. Goethe. Die Verloosung beginnt um 12 Uhr. Um Störungen zu vermeiden, werden die Mitglieder ersucht, recht pünktlich zu sein; präz. 22 Uhr werden die Zugangsthüren zum Theater geschlossen. Sonnabend, 19. März, in den Räumen des Schweizergarten, Am Friedrichshain 35-38: Gr. humoristisches Kostümfest. Anfang 9 Uhr. Entree 50 Pf. 150/5 Eintrittskarten sind in allen Zahlstellen des Vereins zu haben. Alle Freunde und Bekannten lade hierdurch zu dem am Sonnabend, ophastoff- den 12. und Sonntag, den 13. März stattfindenden Reste ausreichend zu Bezügen, in Wollrips, Damast, Phantasie, Moquet und Plüsch, sowie Satteltaschen, nur gute Qualitäten spottbillig.[ 45169* J. Adler Teppichhaus Spandauerstr. 30, vis- à- vis bem Rathhause. Deutsch. Porter Dessert- u. Malzkraftbier 1. aug. Brauerei Burghalter, Potsdam, gegr. 1736, bef. f. 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Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. 12076