Der«Zugend-Vorwärks* ist ein Diskussionsorgan der Arbeiter-Jugend und der Jungsoztalisten. Es können hier ge- lcgenkiich auch Meinungen zum Ausdruck kommen, die dem Standpunkt der Partei nicht voLkommen entsprechen. Die Redaktion trögt daher sür den Inhalt dieser Beilage nur die prcßgesehliche Verantwortung. Redaktion des„Vorwärts". �ungfozialististher Zührertag. Don Pidder am Steen. Der Führ er tag der Jungsozialisten vom 1. Oktober nahm einen überraschend angenehmen, man möchte fast sagen: vornehmen Der- lauf. Jedenfalls war es wieder einmal ander- gekommen, als man vorher gedacht hatte. Die Wetterprognose stand auf„Sturm". Teils dieserhalb, teils außerdem:«o waren Spannungen, Gegensätze, Rich- tungen, Gruppen in Masse vertreten, von den diversen„Weltan- lchauungen" zu fchweigen— man durfte billigerweise ein halbes Dutzend Haorigkeiten erwarten. Es waren ihrer gar viele, die es unter dem Kopf von Karl Brögsr nicht tun wollten, andere hatten sich den Rucksack mit Problemen vollgepfropft, die sie nicht un- geiöst wieder von hinnen bringen wollten, und Resolutionen, Reso- lutionenl!— aber es kam ganz anders. Melleicht trug der Raum dazu bei, auf dem Plüsch des Reichstagssaales geht es nun mal nur mit Leisetreterei, die höfliche Akustik dämpft zu schrille Töne, der Geist der Toleranz schwebt über dem belederten Gestühl. Diel- leicht lag es auch daran, daß ein Teil der Gemüter zu überspannt war, so platzte die prinzipiell gedacht« Bombe schon im Geschäfts- ordnungsmäßigen— und hatte keine Nachfolgerin. W e st p H a l! bekam die Leitung und seine blonde Ruhe herrschte über den Wassern, i es siedete, brauste und zischte nicht mehr W e i m a n n sprach zu leidenschaftslos, wie immer, aber er hatte seine Sache in Ordnung,! der kühle Organisator, der Derwaltungsmann, der Dämpfer. Man merkte auch seine„Richtung", aber er blieb passiv,, regte sich nicht auf, würdigte Gründe und Gegengründe: gescheit konservativ. In der Hauptsache ging es um Karl Bröger und um die „Jungsozialistischen Blätter". Kaum einer, der mit der Zeitschrift! zufrieden war. Trotzdem hatte Bröger einen leichten Stand, er brauchte nur zu sogen:„Wenn einer mit der Zeitschrift unzufrieden � ist, bin ich es. Aber auf mich kommt es nicht an, ich bin nur der Schriftleiter: nicht von mir, sondern von euch Jungsozialisten und eurer geistigen Kraft sollen die Blätter Zeugnis geben und das haben sie getan: nicht mehr und nicht weniger. Wenn ihr über dos Bild unzufrieden seid, das euch der Spiegel Mistet, so klopft an die eigene Brust und schmäht nicht den, der den Spiegel hält." Das wurde denn auch«ingejehen und Bröger kam aus dem Schußfclde. „Ja," wurde gesagt,„die„Jungsozialistischen Blätter" dürfen kein Klärung»- und Ausfpracheorga» mehr fein, sondern müssen mehr wissenschaftlich, mehr Bildungsblatt werden." Diesen Tod hinten- herum aber wollten die„Iungsaziolistischen Blätter" nicht sterben, es war zu leicht nachzuweisen, daß man sich, will man seine Bildung aus 16 Seiten monatlich rationieren, ebensogut ein Haarschleischen in die Jesuslocken winden kann. Die„Blätter" hatten und haben nur Sinn, wenn sie Tribüne des ringenden Geistes unserer Bewe- gung bleiben— wie der beschaffen ist, bleibt eine andere Frage. Darüber wurden viele und nicht wenig gescheite Worte gewechselt: � inzwischen toten junge Genossen eine Tat und sammelten für die „Blätter" Geld ein:«s wurde tapfer gegeben und so wurde die finanzielle Frage des nächsten Bierteljahr- im wahrsten Sinne des Wortes„aus dem Handgelenk" gelöst. Bröger sammelte hundert Anregungen in die Scheuer seiner zukünftigen(Weiter-)Heraus- geberschaft: auch die Wahlen kamen schnell und kameradschaftlich zum End«. Zum Schluß sprach Westphal, wie ich ihn selten reden hörte:. es wurde uns wohl und warm dabei ums Herz.... Selbst für den kritischen und unpathetischen Beobachter bleibt folgendes Ergebnis: der Jungsozialismus ist eine geistige Ein- h e i t, trotz aller„Gegensatz e", die meist nur solche der Tem- peranwnte sind; er ruht auf einer Art junger Menschen, die sowohl ihrer Erscheinung als auch ihrem Bewußtsein und ihrer Vitalität nach durchaus geeignet ist, Herr über die aus der Zukunft heran- drängenden schweren Aufgaben zu werden. Und darauf kommt es an. Frei Hejll___ *„Res publica". Aon Walter Spengler. Unser Begriff Republik ist ein« Ableitung vom römischen res publica imd heißt: die genicinsame Sache. Wir haben eine Republik. Ist sie uns gemeinsame Sache? Wenn es nur auf die Fchm ankäme, möcht's leidlich scheinen. Es kommt aber auf mehr an, und tneles Mehr ist der Inhalt. Wenn das Leben und Treiben unserer Tage an uns vorüber- zieht, dann bietet sich dem Betrachter zunächst ein Bild der Würde- losigkeit, der Demoralisation. Schieber, Wucherer, Demagogen be- herrschen das Feld, Industriekapitäne und Junker halten die Hand an die Kehle des deutschen Volkes, jeden Augenblick bereit, zuzu- drücken. Auf der anderen Seite die arbeitenden Massen. Der Der- elendung entgegcnschreitend, hilflos, fatalistisch und nur zuweilen ein dumpfer Aufschrei. Ihre Führe, von edlem Wollen beseelt, dennoch nicht in der Loge, den rettenden Weg zu zeigen. Wenn das der Inhalt unserer Republik sein soll, dann graut uns vorm eigenen Werk Es gibt Kreise, die uns dieses Bild des Elends und des Verfalls, an dem sie bestimmt nicht die wenigste Schuld trogen, immer wieder als das Produkt der Staatsform Republik aufreden wollen. Wohlgemerkt, diese Kreise sind nicht so dumm, daß sie die Zusammenhänge nicht begriffen, sondern sie verfolgen damit einen klaren pvlltilchen Zweck: Tod der Republik! Weg mit res publica! der Staat sei nicht gemeinsame Sache, sondern Sache einiger Interessenten. BersorgunZsanstalt für die Söhne der ewig Gestrigen. Sind wir uns darüber klar, diese Ao tation. diese gerade in der Gegenwart so gefährlichen Machenschaften fallen nicht aus unfruchtbaren Boden, wir können an ihnen zugrunde gehen: Es kommt alles daraus an. daß wir die Kraft und den Mut besitzen, aus uns heraus der Republik Inhalt zu geben. Wir, die Arbeiter, und vornehmlich die Jugend. Wir haben eine starke Jugendbewegung Sie war einmal hoff- nimgsoollsr als heute, aber sie kann eine Keimzelle sein, aus der wirtlich Reue, kommt Allerdinqs muß sie dann vieles, was sie heute für wesentlich hält sein lasten und wird sehr viel hinzulernen. Sie muß begreifen, doß Ansdnicksformen eben nicht mehr sind als Ausdruck. Die Sache w�rd fatal, wenn man nichts auszudrücken hat. Die Zielrichtung der Jugendbewegung ist eine pädagogische. Es handelt sich als« darum, wie diese Erziehung lein soll. Und es ist kein Zweifel, daß das spartanische Ideal heute wieder mehr Be- deutung erlangt hat. als b;e meisten ahnen und wistsn. Wir brauchen Menschen, die schakfonskrcudig, einfach, hart und unbeirr- bar sind. Die Sache mit dem wesentlichen Menschen muß aufgegeben werden. Wesentlich wird man, wenn man etwas Wesentliches ge- Nummer 9/ Sonnabend, den 14. Oktober 1922 schaffen hat. Dos Werk, die Sache macht die Person- l i ch k e i t. Hier liegt auch der Gedanke der Gemeinschaft. Auch sie wird durch Kampf, durch Arbeit für eine gemeinsame Sache. Leuch- tendes Beispiel ist immer wieder die Kameradschaft im Felde, sind die Forscherexpeditioncn usw. Zu dieser gemeinsamen Art gehört aber, daß man sich auch wirklich anstrengt, seine Kenntnisse zu er- weitern, damit man aus den Geschehnissm sofort das Entscheidende herausfindet, d. h. in der Lage ist, den Sinn der Dinge zu begreifen. Es ist sehr faul, wenn Jugend sich damit entschuldigt, daß sie ein Produkt ihrer Berhältnisse sei Was hat das mit dem Inhalt der Republik zu tun? Wir werden sehen. Die Republik ist nicht von den Arbeitern gemacht worden, aber als sie da war, wurde sie von ihnen gehalten und geschützt, wenn auch nicht nur von den sozialistischen allein. Sie werden ihr auch Inhalt zu geben hcHen. Die große Masse hat vor allem die Aufgabe, aus sich heraus Menschen zu schaffen, die einmal bestunmend sind: Führer. Was die Masse selbst kann, das Ist: Format und Haltung haben. In unser Volk muß etwas hinein von der Selbstficherheit des Engländers. Jeder einzelne muß die Freuden und Leiden des Staates selbst mitempfinden und sich dafür irgendwie mitverantwort- lich fühlen. Es sollen hkr einige Wort« Goethes aus seinen Ge- sprächen mit Eckermonn stehen. Goethe bewundert den Stolz und die Beliebtheit der Engländer, worauf ihm Eckermann erwidert: „Ich möchte jedoch nicht behaupten, daß unsere weimarischen jungen Engländer gescheiter, geistreicher, unterrichteter sind und von Herzen vortrefflicher wären als andere Leute auch." Darauf Goethe, und nun kommt das, worauf ich hinaus will:„In solchen Dingen, mein Bester, liegt es nicht. Es liegt auch nicht in der Geburt und im Reichtum: sondern es liegt darin, daß sie eben die Courage haben, das zu sein, wozu die Natur sie gemacht hat. Es ist an ihnen nichts verbildet und verbogen, es sind an ihnen keine Halbheiten und Schiefheiten, sondern wie sie auch sind, es sind immer komplette Menschen. Auch kon plette Narren mitunter, das gebe ich von Herzen zu: allein es ist doch was und hat doch'auf der Wage der Natur immer einiges Gewicht. Das Glück der persönlichen Freiheit, das Bewußtsein des englischen Namens und welche Bedeutung ihm bei anderen Nationen beiwohnt, kommt schon den Kindern zugute, so daß sie souohl in der Familie als in den Unterrichtsstunden mit weit größerer Achtung behandelt werden und eine weit glücklich- freiere Entwicklung genießen als bei uns Deutschen." Wir müssen auch, selbst auf die Gefahr hin, in den eigenen Reihen mißverstanden zu werden, wieder etwas auf unt- als Deutsche halten. Dazu gehört auch der Mut, immer dort, wo der deutsche Name beschmutzt wird, für ihn einzutreten.— Es sind keine Tagemärsche, die zurückgelegt worden sind, wenn wir das Gesagte beherzigen, aber Schritte nach vorwärts sind es bestimmt. Utopististhe paüagogik. Bon Herbert Heiland. W y n e k e n hat auf der Reichsschulkonferenz die optimistischen Worte gesprochen:„Hier ist der Ort, an dem die alte Schule zu Grabe getragen wird." Aber die bürgerliche Gesellschaft hat ihn gebrand- markt, ihn, den U t o p i st e n. Denn was war er anderes? Die sozialen Utopisten der Vergangenheit wendeten sich hilfesuchend an das Bürgertum selbst. Fourier hat bis an sein Lebendsende auf den„Kandidaten gewortet, der ihm die Mittel zum Bau eines Ver- suchsphalansteriums zur Verfügung stellen sollte. Auch Wynekens Bersuchsschule in Wickersdorf war ein kapitalistisches Unternehmen und war ein Experiment. Trotzdem kann Wynekens Versuch, pädagogische Erkenntnisse auf ihre praktische Ver- wertbarkeit zu prüfen, nicht hoch genug eingeschätzt werden. Und Wynekens Utopie? Man müsse, sagt er, die Jugend herausnehmen aus dieser ihrer schlechten-, Umgebung, sie trennen von der für künftiges, reines Menschentum unrettbar verlorenen Generation der Alten, sie in einsamer, einfach-natürlicher Umwelt erziehen. Aber es ist ein fundamentaler Irrtum, anzunehmen, daß eine Umgestaltung„des" Menschen und nicht- weiter vonnöten sei, daß der Geist, die Idee Ursprung und Triebkraft aller Bewegung und Entwicklung sei: es Ist das, was wir das F r e i d e u t s ch t u m Wynekens nennen wollen. Und der damit verbundene Gedanke, daß die Jugend im Alter den Feind zu sehen habe. Eine solche Differenzierung nach Jahren und Gemütseinstellungen kennt die Arbeiterklasse nicht. Wyneken ist der Schöpfer des Begriffs „Iugendkultur". Er hat mit größter Schärfe das Recht der Jugend auf sich selkfft und auf eigene Lebensgestaltung proklamiert. Das ist eine Auffassung, die mehr und mehr Anerkennung gewinnt: die Jugend ist nicht nur Vorbereitung auf das Frauen- oder Manncsalter, sondern ein Zeitraum im Leben des Menschen mit eigenen Lebensgcsetzen und eigenen Forderungen. Die Erziehung soll also auch nicht nur in Hinsicht auf einen späteren durch andere Gesetze bestimmten Lebenszeitraum gestaltet werden. Freilich hat das Wort„Jugendkultur" auch manchen Wirrwarr angerichtet. Sonst gäbe es nicht soviel« Alte, die allen Ernstes an ihr jugendliches Herz glauben.— Die Rudolstädter Strafkammer hat in diesen Tagen Wyneken abermal«, wie im vorigen Jahre, zu einem Jahre Gefängnis ver- urteilt. Es scheint also, daß unsere„moralische" Gesellschaft den Ver- fehmten nicht mehr rehabilitieren wird. Und Wyneken legt wohl selbst keinen Wert darauf.„Mir mag widerfahren, was da will... Tragisch ist für mich nur das, daß Verrat aus den Reihen der Jugend selbst... den Dolch zückte gegen den, der sein Leben der Jugend geschenkt und anvertraut hatte." Die Jugend selbst möge die Tat sühnen: eine Bewegung möge in ihr aufflammen,„die nicht eher ruht, als bis sie gesiegt, als bis sie erreicht bat, daß niemals wieder solche Erniedrigung und Schändung des Gros möglich ist." Die junge Generation der Arbeiterschaft hat nichts, zu sühnen. Und die kommende Pädagogik geht andere Wege. Eines aber ist zu beachten. Die Person Wynekens ist den Reaktionären herzlich aleichgültig. Mit ihm gedenkt man den Gedanken der Schulreform in Deutschland überhaupt totzuschlagen. Und dieser Umstand ruft uns aus den Plan. Nicht für Wyneken, aber gegen die Schulreaktion!- /lbstbieö von der?ugenö. Von E l l- E l l. Ja. es ist kein Zweifel! Was mich vor einiger Zeit in blitz- artiger Ahnung überfiel, wird mehr und mehr wahr. Es heißt: Abschiednehmen von der Jugend. Abschied vom holdesten Traum, der uns Menschen zu träumen vergönnt ist..' Was waren das für Jahre- Zwischen achtzehn und zwemnd- zwanzig! Ist ee möglich st- zu schildern? Den Reiz der durch selbst- aewählte Beschränkung im Zaum gehaltenen Ungebundenheit, die herrliche Sorglosigkeit, die edle Auswallung, die großen Mcnschheits- ziele, die selbstlose Hingabe' Wo wird sich jemals wieder ein Freundestreis zusammenfinden, gleich jenem, der uns Jünglinge und Mädchen umschloß: Einer dem anderen unbedingt vertrauend, Freude und Lächeln beim Begegnen, übermütige Ausgelassenheit, neidloses Streben mit und nebeneinander. Buben und Mädels in ehrlichster Kameradschaft zusammen. Ohne Arg, ohne störendes Beiwerk. Kein Alkohol, keine Zigarette, keine heimlichen Witze. Und doch voll jubelnder Lebenssieude, voll tollster Ausgelossenhcit. Welche Begeisterung für die Kunst, sür die Literiaturl Wie saßen sie da und lasen mit feurigem Ausdruck und nachhelfender Geberde die„Räuber", den„Wallenstein" und mit erstem Verstehen, mehr Ahnen noch, Ibsens Gesellschaftsdramen. Welche Liebe zur Natur! Haben Berge und Täler je wieder so frische, fröhliche Wanderer ge- sehen? Ohne Zupfgeigen und ohne rote Halstücher und all den Firlefanz, mit dem ein verstiegener Sport dieses edelste Vergnügen umgibt. Und die Stadt! Wie gern wandelten wir nachts nach den gemeinsamen Zusammenkünften durch die Straßen, in die das Mond- licht phantastische Schatten warf. War ich des Nachts die fünf Treppen zu meiner Mansarde hinaufgeturnt, dann lag ich vor dem Schlafengehen einige Minuten am Fensterchen. Das war über alle Maßen schön. Oft wurde dieser nächtliche Blick aus dem Mansarden- fensterchen letzter Ausklang harmonischer Abende, angefüllt mit dem Schwärm jugendlichen Ideenreichtums, innigster Verbrüderung von Freund zu Freund. In breitem Strom flössen unseren offenen Hirnen und Herzen die Ideale der Arbeiterbewegung zu. In uneigennützigem Streben, das noch nichts wußte von reiner Zwccksetzung, in tiefster Hingegeben- heit, die dem edlen Ziele geweiht war, so reiften wir dem Kampf der Männer und Frauen des arbeitenden Volkes entgegen. Im Flug ging der Arbeitstag vorüber. Der Abend, die gemeinsamen Stunden oder auch das einsame Studium in der Man- sarde brachten erst lebendige Bewegung des jugendlichen Geistes. So reich waren wir alle! Nie wieder habe ich mich so reich gefühlt. Das war alles Proletarierjugcnd. Ueber die freilich noch nicht die Kriegsfurie dahingebraust war. Lag nicht in jenen Jahren auch die„Tippel-Zeit"? Jene Wochen vollkommenster Freiheit, weitgehendster Selbstbestimmung, wie sie wohl das Leben nie wieder bietet? Der Rhein, blühend und leuch- tend zuerst, berußt und mit harter Fron beladen später, dos Kohlen- bott, die riesenhafte Industrie Rheinland-Westfalens, die weite Ebene des westlichen Westfalen, Holland, Belgien, Frankreich, Schweiz, Dänemark, Schweden. Und nicht zuletzt das schöne deutsche Land. Ein Epos von jugendlichem Schauen und Erschauern, von Penn-' bnideni und Kohldampsschiebcrn, von holländisch-belgischep Kirchen und Rathäusern in sein ziselierter Gotik mit Glockenspielen, von französischen Kathedralen und Weinbauern, die dem im Sonnenbrand dahinziehenden Wanderer kühlen Wein der Lobe bieten. Noch nichts von„Boche". Noch überall gutmütige Menschlichkeit. So die feinen holländischen Genossen in Amsterdam, die erstaunt über die Unter- nehmungslust des eben Ausgelernten, ihn mit aller Freundlichkeit umgeben. So das alte Ehepaar in der belgischen Provinz Limburg, das dem durchnäßten Tippelbruder Obdach bietet, ihn bewirtet mit soviel Zutraulichkcit, daß ihm ordentlich warm ums Herz wird, und ihist zuletzt noch seinen Rucksack vollstopft mit Kuchen und guten Sachen.' mehr als lt'v M, desglelchru tur größere Heilmittel emen Zuschuß dis zu li.0 M.: 3 zu den Kosten einer Kur und Ver- vfleguug in einem dffentlichen Kranken- ho.u'e(K'ankenhausr siege) eine tägliche j Beihtlfe von-/» dos Betrages, jedoch ntckl,! mehr als 59 M auf öie Dauer von. längstens Wochen. 'Die Veidilie zu Ziffer 3 wird nur aus!! Antrag des Versiä e'tm gezahlt, und zwar| oann, wenn der Kaue innerhald einer j Woche von der Keankenhonsausnahmel Mitteilung gemacht wurde Die Zahlung! erfolgt gegen guntierie Rechnungen a.! den Persicherten, andernfalls an die Kran- k'nhausve.waltnng Ee hören beide Ehe-\ oifteii einer K.ankenkasie an dre f e e � Krankenhausbehandtung für Kinder nn'-r l8 Jahren oder guichüste in ot-iger Höt e aorvädrt» so besteht der Anspruch g-aen die Kasse nur, wenn der Ehemann Mitglied der Kasse ist. 4. Der Kassenvorstand ist derech'igt. den unter diese Familieniursorge ialleuden Kindern der Mitglieder nach nähere? vom Vorstände zu treffenden Regelung ur und Veovflegung in Erholungsheimen zu gewähren Druckexemplare des Vi II. Nachirages sind vom 16. d. M. cd im Kassenlokal erhältlich 171 IG Berlin- Eäpenlck, den 10 Oktober 1922 Oer Vorstond. Otto N i ck e l Vorsitzender.' öpsmhaus Volksbülins 7V, U. r T1/. Uhr: Rigoietto ilehsr die Krajt - rzr—('■ Te») Friedridistr. ZU(Apoll»-!.!.) Uraufiührune: am 14. Okiober 1922 abends Uhr: Maienkönlein. Les .Millions d'A'lequin. Guda'.ä Fes Kela�e. Uojarenhocnzeit. Künstlerisch. Leiter Boris Romanofi, Baileum. des enem. saiserl. Theaters in Petersburg im 60. Sebcnsi. Mos neigt in ticlcr Trauer on Frao Anna Beyer. Einäscherung am Montag, nechm 4 Uhr, Rrcmatot Wilmersdork. Dr. Schnr. bisher am Kaiserin- Auß.-Victona Haus Reichtansta t z Be- kämplunc der Sänß- lingssterblichkeit. Lessing- Tis. Heute, bis Atg. i1',■ Vater u. Sohn 8U.: Slmson oder Scham u. Eifersucht S'.ß Z1/�: Buchse der Pandora T/i: Der Bund der duzend Katutasrspiele 8 Uhr üasrspiele d. Russ. Theaters „Kkitnora" Stg. 2'/?: Der Raub der Sabinerini.en 8: Gastspiele des Russisch. Theaters „Kikimora" Al'abendl. P/jUhr Käthe Dorsch kl yerwaltun�stelle Berlin H 54. UnienslraSe B3/85. SeFdlSfts teit norm. 9 Übt bis nachm. 4 Uhr. Selcohon: Ämi Norden 833, 8.14. 835, 836. Montag, den IS.OKobrc, natfimllfogs i 2 Uhr, im v'rwerlschgslhgns» Engelufer 24 25 kSaal I): Versammlung drr Mechaniker. Lptiker und verwandten Verufc ans den Pe- trieben des ZlrbeitgedervervaiideS für Feiniiiechanik und Cptik. Tagesordnung! Siellungnahme zur Kündigung des Rahmenvertrages Mitgliedsbücher der(retett Bemcrtldjaftcn legitimieren. Acht, mal Pftarolfdj? BWBÜie. Ulonkaq. 16. Oftohrtr, nachm. 5 Ahr, in den SaphleniSlen. Sophtenstr. 16 17: vzr- Versammlung aller in der chtriirgischen Branche deschäft. Kolleginnen u..Kollegen. Tagrsordnung: I Bericht über dir letzten Lohnoerbandiungen. 2 Disluillon. Mitgliedsbuch legitimiert Wer iSnner als 6 Wochen mit den Beiträgen im Slüdstanbc ist. hgl laut Beschluß leinen Zutritt._ Montag. 23. Oktober, abend?» 8 Uftv, m den Sophieasetlen, Sophiensle 16/1! Branchenversammlnng der Werkzeugmacher, Werkzeug- schletfer und Harter. Taaesarbnung: I. Dir neue Schlidjiungsordnung und das Ari ritsteit» .esen. 2. Dislusston. 3. Branchen- .ngelegendeit. *u:ir Pflicht aller Kollegen Ist es, zu erschemen. Mitgliedsbuch iegitimiert. 127 17 Die Otteocereallung. Varf
Pl-i DcrWiderspen- sti en Zähmung Kioener, Bergner, Graetz Sfg. 21/2 Danton 71/2. DerWIüerspen stigen Zainnung Kloet er, Bergner, Graetz Moritzplatz 16077 eden Aoend 7'', U. >. und Sonn- W M ta" nachm Ah X 3 Uhr Hei'una OhneQueC Silber, oh e t»'fL Einspritzung, ohne Beru sstör; auf*l. Broschüre m. taus. freiwill Dankschr. übst 1) Harnröhren eld(Au.sf uö. 2' Syphilis 4)v\annc5schwäche 4) Weiß* tiP, kosienl i. versch». Briefumschl. ohne Ad d uck ■»eg Elisen ungv.Mk 18— für Po« oeic Leiden genau angeben!—— Dr. med. H. S e e m a n n, G. m b. H. Sommerfeld II. N-L Thealer 1. d > sJ' g, preise: Vorvkf Ii HL 4 d "0 JSfllilf.tOiiilu ünla. Deutsch. Kinz. Pohl, Stieda, Li wen. HoacV Sh.nachra j: W.Gcsth.Kraisler •0. Jüdin v. Toledc KcmodiGniiaus llenaei.Sofb 7.30 EiseEc.Acrsberg Georg Alexander Reichshallen�Th. Allabendi 7siL Unr Smin'agnadim. 3Ü. & halbe Preise M STETTIUER •M � sim. M fgRi CSnhoff- "ti'1 u. Komische Oper I!.?' 7. itgs.aodillihr URANIA Taubenstr: S Uhr Der Mensch vor 100 OUO Jahren Hörsaal 5'/* Uhr; Kampf ums Da sein unter Wasser Invalider str.: H Uhr Das südindisetu Paradies (7* j) Dir.: James Klein(7»/,) Die große Internationale Revue in 25 Bildern: Europa spricht davon!! Uebertrifft Paris und London an Pracht und Ausstattung und ist das Fahclhaiteste. was auf einer Bühne gezeigt worden ist 6 Pracht-Ballelte!! 200 NihvirKende 1 1 Mister Jackson v. Alhambra- Theatcr in London mit seinen englischen Qirls Hauptdarsteller; Margit Suchy, Ro-a Feiscgg, Balzer- Lichtenstein, Max Lands, Alben Kutzner, Bruno Kastner, Arnold Rieck, Mizi Metclka, Else Reval, Walters, Spira, Bartels usw. Vorverkauf ununterbrochen. Zweimal Circus Busch Xaciim. I Hin.. frei 4> ,'tts.«edd.».kirnni 9 Variete- Spielplan Rsd jien �stattet! (L'nionkmb) Sonnabend, 14. Oktober mlttascs 12' u Uhr_ Preiswert Eeere Jlionopol-flaschen 2® KterSs wenn unbeschädigt und nicht verunreinigt werden jetzt zu Trianon-Th Täglich»/(SUhr: Eriza Giässncr von den Verkaufsstellen zurückgenommen auf bequemste Teilzablung Herren- Damen ADiiigc, Palelots Paletots, Kostlm». Schlüpfer Rocke. Kleider. Regeüc&tel, Bondisn-Änzlige Gute Ware, solide Preise, — grosse Auswahl.— Jll.S6SS8r,LothringerStr.67 Slssi die Kokotte Albers. Klubertanz lägt. 8 unr Internat. Groß-Vertrieb für Bezirk Berlin und Brandenburg: Sütonopolbranntmeln-Verfrlebsgesellschaft m. b. JI Amt Moabit 2292 Berlin XW 23 Brücken- Allee 10 �»Sar" OoliZStraOe 9 No.lendort 1613 APabendllch h'i, Uhr: Da» neue dritte Programm. Votverkaut an al en Theaterkassen und an der Kasse d Thealers v II— 2 u addUnradends Varietü donntag 3.3» 7U halben Preis. das vnlie Programm (Rose.Tlieater) w.u.ßatJisiglzöigi Seizungs-Monieure sofort oerlangt. Deutsche Hcizungs-Werte, Freisinger. stratze 4._____ 1L8/6- Seii.u»g--Monteure, tüchtige, sofort. RieseiisWlil. Äurfürftcnftr. 113. 118/9 Botenfrauen, Männer sucht Seitungs. spebilion Merkur, Barutlierstratze 4.__ Wäschenäherinueu, feine Dornen- wasche, Siifjatf, gezogener Hanbhchl- faum, autzerm Saus, ständige Arbe.t, o-sucht. Brobocr'ocit. Wäschesalon Biels!:, Motzstr. 49, l. U8.» Zu sofortigem Eintritt gesucht tüchtige für Brcmsstand und Montage, sowie erfahrene Nnndschleifer fiie''iÄM!i i B, Kciunch Maurers Prioat-Zuschneide- schule, Aleranderpsotz sEsngang Äönigs. graben». Tages-. Abendkutfe. Herren-. Damenschnetderei, Putzsurse. Schnitt. zeichnen. Zuschneiden. Siatzlurse. Schnittmuster. Heuiisiculiatte Untersuchung,.�tsah- rene Heb-mme Eckel. BMowstr. 62. 132 C00 Rotsuckende! Vereinigung der Rechtssreunde: nur ssriedridistratze 12i. Aitertannie Prozetzadlcilung. 9—'. j ge f.__ 1 Geld sofort. Rotenrlickzahlung. Jlram- Big. Linienstr. 88 sRosenthalervl.». Eosort Seid. Ratcnriickzohlung. Mi. ton. Motzstraste 12._* ' Sofort Geld. Ratenrlickzahlung. Pllg- ner. Droste ikranlkurierstr. 14t.» Psaudsck-csue, Garderobe. Wäsche� Wertgegeiistände kauft, Siadfoufsre.iit, Joseph. Scaimobctgrrstt. 4. Skijörblich konzessioniert. 20016' sucht Pneum-ittlsadrik Bewerbungen unter S 52 an die Exped. d. Blatte» Votenfrnncll und Männer stellt sofort ein Melle, Pctersbuigcr Platz �ölz, Immcktiuelkirchftr. 2* Jchinidt, Bänvaldstr. Lindenstr. 3, Laden, hauptexpeöition vorwärts. villi Schnupfen