Nr. 60. Abonnements- Bedingungen: y Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illustrirter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft- Beitungss Preisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für bas übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene Kolonelgetle oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Aus den erffen Tagen der Sammlungspolitik. Berlin, 11. März. Daß der Aufruf zur Sammlung, der heute Abend verschickt wurde, Frieden unter den zu besänftigenden feindlichen Brüdern hergestellt habe, kann man wahrlich nicht behaupten. Die Bündler sind frech wie zuvor und die NationalLiberalen machen alle möglichen Einwendungen gegen den Patt, den sie eben feierlich beschlossen haben. Die heutige Gigung des Reichstages zeigte, was die Sammlung bedeutet. E3 handelte sich um eine Lebensfrage eines der wichtigsten deutschen Großgewerbe, um die Versorgung unserer Textil- Industrie mit australischer Wolle. Da erklärte Herr Plög, im Vereine mit dem bayerischen Bauernführer des Zentrums Dr. Heim und dem Vorsitzenden der deutsch fonfervativen Reichstags- Fraktion, daß sie der Industrie teinerlei Zugeständnisse machen könnten, wenn diese der Landwirthschaft Schaden beibringen würden. Ein merkwürdiger Vertrag, wo die einen nur zu nehmen haben und die anderen nur das geben wollen, was ihnen feinerlei Opfer fostet. Herr v. Stumm und der Vertreter der National liberalen mußten da im Verein mit Freisinnigen und Sozialdemokraten gegen die Begehrlichkeit der Agrarier sprechen und stimmen. Aber nicht nur der Verlauf der Reichstagssigung ist ein böses Omen für die Sammlung. Muß doch selbst der hochmögende Freiherr v. Stumm erleben, daß sein Kollege als Unterzeichner des Aufrufs, der Vorsitzende des Bundes der Landwirthe, Dr. Röfife- Görsdorff, gegen ihn kan didirt. Auch bezüglich der Unterzeichnung des Aufrufes herrscht nicht die Einhelligkeit, auf die man früher hoffte. Von den 118 Reichstags- und Landtags- Abgeordneten der nationalliberalen Partei haben nur 55 ihre Unterschriften her gegeben, während vorläufig noch 63 abseits stehen. Von den Reichstags Abgeordneten fehlen bis jetzt 25, unter anderen v. Benda, v. Bennigsen, Böhme, Brünings, Brunck, Clemm, Enneccerus, Hammacher, Jebsen, Kruse, Osaun. Von den Landtags- Abgeordneten fehlen bis jetzt 38, darunter unter anderen: Bu e d, Enneccerus, v. Eynern, Hammacher, Hobrecht, Kruse. Die Nationalliberale Correspondenz" führt die geringe Anzahl von nationalliberalen Unterzeichnern des Aufrufs auf das Schwänzen der parlamentarischen Sigungen durch ihre Parteigänger zurück, sie behauptet feststellen zu können, daß innerhalb der nationalliberalen Partei im Lande die Kundgebung des Zentralvorstandes und der beiden Fraktionen eine geradezu elementare Zustimmung gefunden hat". Wie stimmt das aber mit der Thatsache, daß eine Reihe der Nichtunterzeichner des Aufrufs in Berlin und in den Parlamenten anwesend waren und daß man mit der offiziellen Veröffentlichung des Aufrufes gerade zu dem Zwecke so lange gezögert hat, um eine möglichst große Anzahl von Unterschriften zu sammeln? An der nationalliberalen Bresse bemerkt man wahrlich nichts von der geradezu elementaren Zustimmung" der nationalliberalen Partei zu dem Sammlungsaufrufe. Mit einer sonst nur bei der Sozialistenbekämpfung in der Magdeb. 3tg." anzutreffenden Entschiedenheit wendet sich dieses hervorragendste Blatt der Nationalliberalen der Provinz Sachsen gegen die agrarischen Bestrebungen in einem„ Die Industrie und Sonnabend, den 12. März 1898. der drohende wirthschaftliche Umschwung" überschriebenen Artikel. Das Blatt schreibt: alte Die deutsche Industrie behauptet den deutschen Markt nahezu vollständig... Kurzum, so weit es sich nicht um für unsere eigene Industrie unentbehrliche Einfuhren handelt, beherrscht sie den eigenen Markt vollkommen und hat sie von einer Erhöhung des Bollschutzes wenig oder nichts zu erwarten. Es haben denn auch in der That die Klagen über die Roufurrenz durch ausländische Fabrikate ganz aufgehört. Unsere Industrie schlägt mit großen Ausfuhrmassen die ausländische in ihrem eigenen Gebiet, so namentlich auch die englische; es wäre daher widerfinnig, wenn sie behaupten wollte, fie wäre der englischen wohl auf dem englischen Markt gewachsen ( wo ihr feine Schutzölle zu Hilfe kommen), nicht aber auf dem deutschen, der durch Schußzölle gegen das Ausland abgesperrt ift. Wenn man die Industrie jetzt verlocken will, als Ent. schädigung für die Zustimmung zum Bruch mit den Handelsverträgen eine Erhöhung der Industriezölle anzunehmen, so sollte die Industrie das zurückweisen, weil sie keinen Vortheil davon hat. Darin muß auch der schutzöllnerischste Fabrikant zu dem gleichen Schluß kommen. Um so größer sind aber die Gefahren, die sie dabei läuft. Und hier verweisen wir auf die bösen Erfahrungen, die die englische Judustrie mit fremden Schußzöllen gemacht hat. Unsere Industrie tritt nun mit jedem Jahre mehr in Parallele zu der englischen. Durch eine unentrinnbare Nothwendigkeit ist sie darauf angewiesen, sich die auswärtigen Märkte immer mehr dienstbar zu machen, denn den heimischen behauptet fie längst, und dessen langsames Anwachsen kann ihrem Ausdehnungsbedürfniß entfernt nicht genügen. 1879 lag die Sache noch anders. Damals galt es noch, die einen großen Theil unseres Marktes besetzende englische Industrie zu verdrängen. Das ist inzwischen längst geschehen. Eine solche Absperrung fremder Märkte müßte aber die unausbleibliche Folge sein, wenn wir mit dem System der Handels verträge brechen wollten. Wenn die fremden Staaten nicht auf die Wünsche unserer Agrarier eingehen wollen, so denken diese: um so besser, dann giebt es Bollfrieg", natürlich werden dann auch die fremden Staaten nicht faul sein und uns zu treffen wissen, wo wir empfindlich sind, nämlich in unserer Fabiifatausfuhr. Rußland, die Vereinigten Staaten, Argentinien, die britischen Kolonien werden von ihren Waffen Gebrauch zu machen wiffen. " Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. dann müssen sie losgeschlagen werden. Dann heißt es: Käufer um jeden Preis, oder Submissionsofferten um jeden Preis. Manche Fabrikanten würden so etwas wohl nicht gern mitmachen wollen und lieber unter Betriebseinschränkung bei den alten Preisen bleiben. Aber die Preise hängen nicht von ihnen ab, die bestimmt der billigste Verkäufer. Auch Kartelle würden wenig helfen tönnen, wenn die Versperrung fremder Märkte zu einem allgemeinen sauve qui peut führt. Dann steht ein Preisdruck in Aussicht, der die gesammte Industrie be= trifft, auch die am Gyport nicht betheiligte, denn die durch Zollfriege lahmigelegten Arbeitskräfte werden Dann fich auf jeden anderen Produktionszweig werfen. ift mit einem Worte die Handelskrisis da, wie wir fie von 1878 bis 1878 erlebt haben, die Absahstockung, der Preissturz, die Verlustabschlüsse der Aktien Gesellschaften, endlich auch die Arbeiterentlassungen mit ihren verderblichen Folgen für unsere sozialpolitischen Zustände. Wenn die Industrie nicht ganz verblendet ift, wenn sie nur ihr eigenes Interesse tlar ins Auge faßt, so tann sie den Verlockungen, mit denen sie jest so viel umschmeichelt wird, tein Gehör schenken." Und das Organ der rheinischen Nationalliberalen, die Röln. 3tg." schreibt: Kann eine Bindung der Getreidezölle umgangen werden, so wird es der Industrie ganz gewiß recht sein, wir befürchten nur, man stellt da der deutschen Diplomatie gegenüber den Getreide ausführenden Ländern eine ganz unlösbare Aufgabe. Zum Ueberfluß blieben noch Streitpunkte in Hülle und Fülle übrig: Antrag Ranib, Doppelwährung, Erneuerung des Privilegiums der Reichsbaut, Kanalpolitit, Förderung oder Unterbindung des Verkehrs und der Freizügigkeit. Einen werthvollen Schritt zur Sammlung tönnen wir in dem vieldeutigen Aufruf nicht erblicken; wir sehen lediglich, daß er jenen Uebermuth und jene Halsstarrigkeit der Bübler verstärkt hat, die eine Sammlung ganz unmöglich machen. Dazu kommt, daß die Regierung gar nicht den Muth hat, den Bündlern energisch entgegenzutreten, und nach den Ereignissen der letzten Jahre auch gar nicht den Muth haben tanu. Da wird also die Bevölkerung dafür sorgen müssen, daß diese Bäume nicht in den Himmel wachsen." 0 Aehnlich äußert sich die Nat.- 8tg.". Wir sind überzeugt, Nun sollte aber vor allen Dingen die Industrie bedenken, daß ein großer Bruchtheil der Großindustriellen, welcher Parteidaß die einfache Störung unseres Abfakes nur die erfte, aber rid, tung fie auch sonst angehören, ähnlich denkt. keineswegs die schlimmste der nachtheiligen Folgen ist. Der Die Hoffnungen der Sammlungs Arrangeure auf die Zustand kann auch das Ausland immer mehr auf die Bahn der Unterstützung des Zentrums haben sich nicht erfüllt. Kein Schutzölle drängen, was wir doch nicht wünschen tönnen. Daun Bentrumsabgeordneter oder, wenn man der tritt als zweite Folge ein, was der englischen Industrie so nach Tentschen Tageszeitung" glauben darf, einer, Graf Hompesch, theilig gewesen ist, nämlich daß das Ausland mehr und mehr hat den Aufruf unterschrieben. zu eigener Erzeugung derjenigen Waaren übergeht, die es jetzt von uns bezieht. Auch wenn das künstliche, ungefunde Entwickelung ist, die Wirkung für uns bleibt dieselbe. Dann wird unsere Industrie von den fremden Märkten verdrängt und die fremden Länder haben eine schwächliche Industrie erzeugt, die sie dann durch hohe Zölle am Leben zu erhalten suchen werden. Wir aber haben unsere Kundschaft verloren, auch wenn wir uns hernach zum Einlenken entschließen wollten. Die Zentrumspresse ist einstimmig in der Ablehnung des Gedankens der Sammlungspolitik. Der Westf. Merf." z. B. äußert sich über den wirthschaftlichen Aufruf wie folgt: " Fürst Bismarck hat den Aufruf unterschrieben. Es handelt fich um die Wiederherstellung des alten Kartells unter neuem Namen; es soll eine Bismarck- Mehrheit geschaffen werden, die Herr v. Miquel für den allerneuesten Kurs auszunuzen gedenkt. Das Wohl die der Landwirthschaft ist nur Vorwand; Handelsverträge stehen noch in weitem Felde. Die praktis fchen Biele" find: Kartellmehrheit, Vereinsgefet à la Rece, Beschränkung des Reichstags Wahlrechts, neue indirekte Steuern. Wer diese schönen Sachen liebt, der mag für den Aufruf" schwärmen Am wenigften scheint sich die deutsche Industrie die dritte Folge flar zu machen: wenn uns der Abfah nach außen erschwert wird, so kämpfen um den heimischen Absaz vermehrte Kräfte mit verdoppeltem Eifer. Die Eisenbahnschienen, Chemikalien, Webund Lederwaaren( auch Zucker dürften wir als Beispiel nennen, obwohl er nicht zu den Fabrikaten gerechnet wird, sondern zu den Lebensmitteln), die im Auslande den Absatz verloren haben, fuchen ihn fich im Inlande. Und zwar durch Preis- So stehen die Aussichten der Sammlungspolitiker recht ermäßigung; Lagerbüter fönnen sie nur eine Turze Zeit bleiben, schlecht. Selbst unter denen, die den Aufruf unterschrieben haben, " 244 Nachkomme Rudolfs von Habsburg, ein Schattenkaiser, auf dem konnten. Wenn je einer, der in einem engen, niederen Gemach einVon der Wiener März- Revolution. Throne seiner Väter. Seine Regierungsunfähigkeit war unbezweifelt. gefchloffen, dem Ersticken nabe ist, die Fensterscheiben einschlägt, um Wien, 10. März. Seit Jahren war ihm auch das Ruder aus den schwachen Händen mit vollen Zügen die lebenerhaltende frische Luft einathmen zu Daß das alte vormärzliche Desterreich reformbedürftig ge genommen, eine Art Regentschaft vertrat ihn, in der Metternich und können, so rang alle geistige Kraft in Desterreich nach Befriedigung wesen, leugneten am Ende auch die nicht, die sich hartnäckig und Erzherzog Ludwig befahlen, Ezherzog Franz Karl, der Vater des aus diesem lähmenden Druck, nach Zufuhr frischer Luft. Der fo lange es anging, gegen jeden Fortschritt gestemmt hatten. Im jezigen Kaifers von Desterreich, und Graf Rolowrat mitfaßen. Schriftsteller, der sich freiwillig exilirte, um in der Fremde Gegentheil, sie hoben, allerdings etwas zu sehr post festum, alle Damit war aber die Regierung feineswegs in ftärkere schreiben und wirken zu können, der Wiener Student oder Bürger Gebrechen dieses Staatswesens hervor, deren allmälige Behebung Hände übergegangen. Metternich und Erzherzog Ludwig waren oder intelligentere Arbeiter, der mit Heißhunger die verbotenen und durch den Wirrwarr der Revolution unterbrochen worden wäre. Männer. Graf Rolowrat, ein unfähiger Magnat, eingefchmuggelten Bücher las beide stellen sie nur zwei verschiedene In Wirklichkeit war die Wahrheit die, daß das im Vormärz den feine persönlichen Eifersüchteleien mit Metternich in Seiten derselben Erscheinung dar. Die grimme Klage der Dichter herrschende System jede Veränderung, jede Entwickelung nicht nur den Geruch des Freisinns gebracht, Erzherzog Franz Carl ohne und Broschürenschmiede" gegen die habsburgische Völkerzwingburgverabscheute, sondern einer solchen ganz unfähig war. Gewiß die Bedeutung, wenn nicht als Mann der bayerischen Sophie, der fie flang wie ein Berzweiflungsschrei gegen die geiftwürgende Atmosphäre leitenden Personen wollten auch nichts vom Fortschritt wiffen. einzigen Person am Hofe, welche Talent, Bedeutung und gefunde in Desterreich, die man künstlich geschaffen, künstlich aufrecht hielt. Der Geift des feligen Raisers Franz, der auffuhr, als ihm Nerven hatte"( Ottokar Lorenz). Diese luge und ehrgeizige Frau war es ja doch z. B. verboten, an einer fremden, d. h. deutschen oder fein Leibarzt seine gute Ronstitution rühmte, und sich die Er gelangte aber neben Metternich auch nicht zur Geltung, weshalb fte fchweizerischen Universität zu studiren! wähnung dieses Wortes in jeder Bedeutung und in jedem zu feit Jahren an seinem Sturze arbeitete. Dieses geistesmörderische Syftem wirkte ärger als die blutigste sammenhange verbat, ging in der Wiener Hofburg immer noch um. Also ein geistiger Krüppel als Träger der Krone, ein Kollegium, Tyrannei. Denn als einen tyrannischen Despotenstaat darf man sich Noch immer galt das kleinste Zugeständniß als das erste Glied einer das keines Entschlusses fähig war, ausgenommen den Entschluß dieses alte Desterreich wirklich nicht vorstellen. Und die Flüche, die verhängnißvollen Rette, deren legtes unfehlbar die Revolution bilden nichts zu thun so stellte sich die absolute Monarchie in auf dem Andenken Metternich's baften werden für alle Zeiten, müsse. Und der" Juntament- Nöt"-Standpunkt, niemals etwas zu Desterreich dar. So beschaffen war das System, das von der kommen durchaus nicht davon, daß er etwa eine Art Dschingis: Chan thun, was von nichtzuständiger Seite, also von der Kanaille ver- Vorsehung berufen sein sollte, die Völker Desterreichs zu regieren und oder dergleichen gewesen wäre! Ganz im Gegentheil. Es ging alles langt wurde, war bis zur Konsequenz des Wahnsinns entwickelt. an das so wurde immer und immer wieder betont der Be recht gemüthlich zu, wie das väterliche" Regiment immer mit Stolz Sagte doch Metternich 1845 einer Deputation von Schrifftellern stand Defterreichs gefuüpft war. Das in den Protokollen des Wiener betonte. und Gelehrten, die um Wilderung des Zenfurdruckes vorstellig Kongresses niedergelegte feierliche Versprechen von Verfassungen für Aber was war's denn mit den Festungen Munkacs und wurden, daß sie durch ihre Petition alles verdorben hätten, daß eine die Staaten des deutschen Bundes hatte man gebrochen, die Be- Spielberg u. s. w., deren Schrecken in durchaus nicht übers bereits entworfene Aenderung der Preßpolizei unterbleiben müsse, deutung der Stände auf Null gebracht, jedes freie Gemeindeleben un- triebenen Schilderungen bekannt gemacht, die ganze zivilisirte Welt weil die Regierung fich nichts abzwingen lassen dürfe! möglich gemacht, das Volk von der Theilnahme an der Staatsverwaltung mit Abschen vor Desterreich erfüllten? Die Politik dieser Genel Aber der Grad der Tollheit, den hier die Theorie vom Gottes nicht nur ausgeschlossen, sondern es dazu auch unfähig zu machen, war mit Franz so ziemlich vorüber, zum theil weil wirklich die gnadenkönigthum erreicht hat, beweist auch schon, daß es mit der Herrlich durch den Druck der Kirche, der Zensur, der polizeilichen Bevormundung, letzten Buchungen revolutionären Geistes verschwunden waren, die feit dieses Systems garnicht weit her sein taun. Das ist nicht mehr des unheimlich wuchernden Denunziantenthums auch nur die letzten Ausläufer der franzöfifchen Revolution und der napoleonischen selbstbewußte, rohe, brutale Kraft, das ist greifenhafte Schwäche, die Möglichkeit des Entstehens eines öffentlichen Lebens auszuschließen Kriege, die für Europa nicht minderen Kulturwerth hatten als seinerihre Willenlosigkeit durch Eigenfinn zu verdecken, ihre Unjähigkeit gesucht alles zu dem Zwecke, daß der Selbstherrscher ungestört zeit die Alexanderzüge gehabt hatten, zum theil weil diese Abscheu als Prinzip hinzuftellen versucht. In der That fab es mit diesem seine Kräfte der Beglückung seiner Unterthanen widmen fönne! Und lichkeiten innig mit Franzens Charakter zusammenhingen. Den guten nun hieß dieser Autofrat von Gottes Gnaden Ferdinand, und ein Kaiser Franz" Gottesgnadentönigthum in Defterreich sehr traurig aus. so genannt, weil er jeden Bittsteller empfing, Vor allem war es ad absurdum geführt durch die Person des Regiment von Greisen, die mit blöden Augen in das helle Licht der jeden mit den gleichen Worten: Werden's schon rachen" entließ felbherrlichen Gebietigers über 30 Millionen Menschen, durch die neuen Zeit starrten und aus ihrer kräftigen Jugend sich nichts ge- zeichnete nämlich eine ganz besondere mitleidslose Härte und unPerson des armen Ferdinand. Bon Jugend auf Epileptiter, infolge rettet hatten, als den bösartigen Haß gegen alle Freiheit und alles versöhnliche Rachsucht aus, die dem beschränkt- kleinbürgerlichen Wesen dessen von geschwächter Kraft des Gedächtnisses und des Willens, Boltsthümliche, waltete in Desterreich! des trockenen schwunglosen Neffen Josef's II. eine äußerst anmuthige zeitweilig des Gebrauches dieser beiden geiftigen Fähigkeiten voll- Verwesung athmete diefes Staatswesen und unerträglicher, Färbung verliehen. Im Verzeihen bin ich ein schlechter Christ", ständig beraubt, dabei aber von seltener Herzensgüte beseelt, saß der dumpfer Druck lagerte sich über der Brust aller, die noch denken hatte er selbst von sich gesagt und auch danach gehandelt, selbst " berrscht das größte Mißtrauen gegen die Milunterzeichner| Man dotixt also auf der einen Seite die Schiffe mit wenig besagenden Gesegesbestimmung abspeisen möchte", und Sahu, Dr. Rocficke, Plötz und ihren Anhang. Die Millionen und verbietet ihnen auf der anderen Seite meint, nach seinen Informationen sei das Scheitern des Ges Regierung freilich wird alles thun, um den Sammlungs- die Waaren zu befördern, welche sich im freien Verkehr aus fetes an der Kostenfrage noch durchaus nicht unmöglich. politikern zum Siege zu verhelfen. Wir werden nicht bieten. Kann man sich eine verrücktere Wirthschaftspolitik Dann aber räth es der Partei, auf einer Mittellinie" sich zu relativ unbeeinflußte Wahlen haben wie 1893, sondern denken? vereinigen und eine Verständigung herbeignführen. Wie soll mit Hochdruck wird gearbeitet werden; alle Autoritäten", Und doch hätte der Antrag ein wahrscheinlich eine m an sich aber verständigen, wenn die einen nichts von jener Landrathe, Gendarmen, Pfarrer, Lehrer, Gutsbefizer u. f. w., Majorität gefunden, wenn die unbezähmbare Naffsucht der Abspeisung" wissen wollen, welche den anderen gerade werden mit Macht für die Sammlungspolitiker eintreten, und Agrarier nicht auch bei dieser Gelegenheit in nackter Brutalität recht ist? Und wenn nun die Elemente der Partei, je geringer die Zahl der Gesammelten sein wird, desto größer hervorgebrochen wäre. Den Herren der äußersten Rechten ge- welche der Regierung auch in der Kostenfrage entgegenkommen werden amtliche und nichtamtliche Anstrengungen sein, den nügte der Antrag Heim nicht, fie wollten auch möchten, die Mehrheit bilden, will dann die Kölnische Volksneuen Kartellpolitikern zum Siege zu verhelfen. die Wolle in denselben aufgenommen haben. Damit zeitung" aus Liebe zur Verständigung" ihr Deckungsprinzip hatten sie aber den Topf zum Ueberlaufen gebracht. Den Ar- aufgeben? beitern zu gunsten der Großgrundbesitzer das Brot zu vertheueru, Es dürfte also dabei bleiben, daß das Zentrum sich mit dazu sind unsere Juduftriellen bereit, aber ein Boll auf aus- tläglichen Brocken abspeisen" lassen wird, denn viel mag die ländische Wolle, ohne die unsere Textilindustrie nicht fertig Regierung nicht geben und die Konservativen laffen lieber das werden kann, das bringt unsere begeistert sten industriellen Schutz- ganze Flottengesetz fallen, als daß die Wohlhabenden in Zöllner aus der Fassung. An dem Punkte sind die industriellen ihren Beutel greifen sollen. Manchem seiner Mitglieder, die Borkämpfer der nationalen Arbeit fierblich. So ging denn auch heute an die Vergeltung der Wähler denken, mag es allerdings schwer über den konservativen Antrag, die Wollzufuhr zu erschweren, die ankommen. ganze, Sammlung" in die Brüche, und Sozialdemokraten und Frei- nebrigens wird heute Abend noch aus Augsburg telefinnige ftimmten zusammen mit den Herren von Münch graphirt, die dortige bayerisch- offiziöse Augsburger Abendztg." Ferber und Freiherrn von Stumm die Herren um theile mit, daß die bayerische Regierung sich ganz entschieden nieder. die von Plötz und von Levezzow gegen die Lieber'ſchen Anträge erklärt habe. Agrarier im ftande sind, noch etwas zu lernen, so tönnten daß es selbst unter der Politik der Sammlung nicht wohlgethan fie aus der heutigen zweiten namentlichen Abstimmung ersehen, ist, den Bogen zu überspannen. Deshalb lulle man sich nicht in Sorglosigkeit, nein, man schärfe die Waffen und richte sich auf einen überaus schwierigen Wahlkampf ein. Heiße Tage stehen uns bevor. Beigen wir, daß wir jeder Situation gewachsen sind! 1848. Erinnerungstage der Revolution. 12. März. In Wien sollte die Adresse der Studentenschaft an den Kaiser am Sonntag, den 12., überreicht werden. Allein die Studenten fanden sämmtliche Hörsäle der Universität, wo sie sich versammeln wollten, geschlossen. Nur schwer gelang es, Unruhen zu unterdrücken. wollten, geschlossen. Nur schwer gelang es, Unruhen zu unterdrücken. Die Profefforen Hye und Endlicher entschließen sich, die Adresse in die Hofburg zu bringen. Erst gegen Abend gelingt es diesen, sich Audienz beim Kaiser zu verschaffen. Einige Konzeffionen wurden in wenig verbindlicher Weise zugesagt. In Berlin wurde die am 11. Beschlossene Adresse der Stadtverordneten an den König dem Magistrat vorgelegt. Am 12. traten die Mitglieder des Magistrats zusammen, und da der Ober- Bürgermeister Kransnick die Gelegenheit, vor dem König eine Rede halten zu können, nicht unbenutzt vorübergehen laffen wollte, so befür wortete er jetzt den Anschluß an die Adresse, worauf sich der Magistrat mit derselben einverstanden ei klärte. An demfelben Tage dem Oberpräsidenten der Rheinproving, Gichmann, nach Berlin gemeldet, er fönne 11112 im Falle fofortiger Einberufung der Landstände für die Aufrechterhaltung der Ordnung in den Rheinlanden gutstehen. Die Mittheilung macht bei Hofe tiefen Eindruck und man beschließt die beschleunigte Einberufung des Landtages. Die Veröffentlichung der Absicht wird jedoch zunächst hintertrieben. Der Prinz von Preußen verabschiedet sich vom Garde- Korps, um nach den Rheinlanden abzugehen und dort den Oberbefehl zu übernehmen. Politische Mebersicht. Berlin, 11. März. Die Borlage selbst neben den von der Kommission ge stellten Resolutionen wurde gegen die Stimmen der Sozial demokraten und der beiden Volksparteien angenommen. Nächste Sitzung Dienstag, 15. März, mittags 1 Uhr. Militär- Strafprozeß. : Das prenßische Abgeordneteuhans erledigte heute einige wurden die bereits früher vorgebrachten Wünsche betr. größere weitere Kapitel des Kultusetats. Beim Kapitel Universitäten" Berücksichtigung von Männern des praktischen Lebens bei der Befetzung nationalökonomischer Lehrstühle und betr. Bereinigung der ftaatswissenschaftlichen mit den juristischen Professuren vorgebracht. Die übrige Debatte, die sich in Einzelheiten verlief, entbehrt des Außerdem wurde eine Aenderung der juristischen Prüfung angeregt. allgemeinen Interesses. Recht charakteristisch war es, daß im Laufe der Werhandlungen auch der Scherz zur Sprache gebracht wurde, den sich der erlaubte und auf den nicht nur der größte Theil der Presse, " Vorwärts" gestern durch Abdruck eines der Karlsbader Beschlüsse sondern auch viele Volksvertreter hineinstelen. Zur Beruhigung des Hauses fragte offenbar auf Bestellung der Abg. Dr. Fried. berg( nail.) die Regierung, ob ihr wirklich so reaktionäre Pläne zuzutrauen sind; es liege doch gar kein Grund vor, die Professoren so zu behandeln. Einem solchen Märchen müsse wider. sprochen werden, weit es sonst von den Sozialdemokraten zu Agitationszwecken mißbraucht würde. Und der Minister that dem Hause den Gefallen und widersprach dem Märchen, indem er die betr. Bestimmung aus den Karlsbader Beschlüssen vorlas und schadenfroh erklärte, der Vorwärts" fei von jemandem hineingelegt worden und auf den Leim gegangen. Offenbar hatte Herr Bosse die heutige Nummer des Vorwärts" noch nicht gelesen. " " " Der Druckfehler" in der Sozialpolitik. Unserer brachte Berichtigung" des letzten Absages des§ 138a geftrigen Aeußerung über die vom Reichs- Anzeiger" geder Gewerbe Ordnung tritt die National: Beitung" im wesentlichen bei. Zum Schluß bemerkt das " im nationalliberale Blatt: M " Es scheint ganz zweifellos, daß diese ohne irgend welche Unterschrift im Reichs Anzeiger" erschienene Besichtigung" teine gefeßliche Wirkung haben kann, und daß, ehe nicht das in der Berichtigung behauptete Versehen" der Ziffernverwechselung unter Verantwortlichkeit des Reichskanzlers aufgeflärt ist, der publisirte Wortlaut der GewerbeOrdnung zu recht besteht." Das Stöcker'sche Bolt" fagt: thrisis ds sind ind Die Konserven- Fabrikanten flagen, daß sie mit der gesetzlich festgelegten Arbeitszeit der Arbeiterinnen nicht anstommen. Die Schwierigkeit liegt in der Saisonarbeit und in der Verarbeitung von Gemüsen 2c, die verderben, wenn sie nicht sofort verarbeitet werden. Der Bundesrath hat nun neue Bestimmungen beschlossen. Leider ist die Furcht berechtigt, daß die Fürsorge für die Arbeite rinnen der Fürsorge für die Unternehmer wird weichen müssen. llebrigens hat man ein fleines Mittel" schon gefund.n, m wenigstens an den Vorabenden der Sonn- und Feiertage die Arbeitszeit auszudehnen: man hat nämlich einen Drucks hier fin Reichsgesetzblatt entdeckt... Das wäre natürlich ein weiltragender Druckfehler und ein recht unsozialer zugleich! Natürlich wird diese Berichtigung erst von den offiziellen Stellen anerkannt werden müssen, ehe man sie hinnimmt!" Die Freisinnige Zeitung" schreibt: " " " Der Vorwärts" meint, daß eine folche Berichtigung nicht in der einfachen, von niemand unterzeichneten Form einer BeAus dem Reichstage. D rühret, rühret nicht daran," richtigung im Reichs- Anzeiger" erfolgen dürfe. Auch wir sind das war der immer sich wiederholende Schlußrefrain in den der Meinung. Ob die Aerichtigung aber nur in der Form bes Reden des Herrn v. Posadowsly, in denen er davor warnte, Gefeßes, also mit Zustimmung von Reichstag und Bundesrath das Werk der Sammlung" in den Kreis der Erörterungen Der Stand der Flottenvorlage. Die Bundesregierungen Das Vereins- und Versammlungsrecht in Sachsen. erfolgen tann, ist eine Dottorfrage für Staatsrechtslehrer." zu ziehen und dadurch die junge Pflanze Miquel'scher sind auf telegraphischem Wege über den Inhalt des Lieber'schen mir batten bie fonservativen Abänderungsanträge zu dem Re Diplomatenkunst im Reime zu ersticken. Antrages zur Deckung der Kosten für die Flottenvermehrung So schön sie klingt, die Redensart vom Schuße der benachrichtigt worden und täglich wird ihre Auskunft, wie sie gierungsentwurf mitgetheilt, durch die das Inverbindungtreten nationalen Arbeit", so schwer hält es, die Schuhherren sich zu dem Antrage stellen, erwartet. Es soll alsdann in der politischen Vereine erlaubt werden soll. Die Konservativen unter einen Hut zu bringen. Das zeigte sich heute einer Sondersihung des Bundesraths Beschluß gefaßt werden. verlangen bekanntlich„ Kompenfationen", Ausweisung der Frauen im Verlaufe der Debatte über die Dampfersubvention Die" Post" will wiffen, daß man in den leitenden Regierungs- und Minderjährigen aus politischen Vereinen und Versammso recht deutlich. Freilich, so weit es sich um den wirk- treisen der ausschlaggebenden Bundesstaaten schon jeht darüber lungen. lichen Träger deutscher Arbeit, den Arbeiter selbst, cinig sei, daß die Lieber'schen Anträge um deswillen keine An- Jezt hat die betreffende Deputation der 2. Kammer des handelt, da ist sich die erdrückende Wehrheit der Bour- nahme finden können, weil sie einen Eingriff in die Rechte Landtags in zweiter Lesung berathen und dort hat endlich geoisparteien einig. Der Arbeiter kann vor der Kon- der einzelnen Bundesstaaten bedeuten. Die" Post" fügt dieser auch die Regierung sich zu einer Aeußerung herbeigelassen. kurrenz der Indier und Chinesen nicht geschützt werden; Mittheilung hinzu, daß man in Reichsregierungskreisen denn. Der Staatsminister v. Me 3 sch erklärte: für ihn giebt es keinen deutschen Markt, wenn die Ausländer noch überzeugt fet, daß es zu einer Einigung kommen werde. billiger schuften. Deshalb wurde der Antrag Molfenbuhr, Dieses glauben wir auch. Wir glauben es, obwohl einige für die subventionirten Dampfer nur weiße Schiffslente ans Bentrumsblätter noch immer den Anschein zu erwecken verzumustern, in namentlicher Abstimmung mit 172 gegen 39 Stimmen suchen, als ob eine Hoffnung vorhanden sei, daß das Zentrum abgelehnt. Der Kuli ist eben billiger und deshalb dürfen seiner in der Kostenfrage einigermaßen fest bleiben werde. Ausbeutung im Interesse des vaterländischen Kapitals keine Schranken gezogen werden. Die Köln. Volksztg." wendet sich heut nochmals gegen allzu weitgehende Konzessionen an die Regierung. Sie be Dieselben Herren aber, welche den deutschen Arbeitern bauert, daß durch das Aeternat dem Reichstag für immer der ben Schutz vor den Kulis verweigerten, sie erhoben so- Weg versperrt werde, Forderungen für Ersatzbauten abzulehnen fort das nationale Schußbanner, als es sich um Konkurrenz oder zu verschieben. Aber die Schwächlichkeit des Standpunktes für die landwirthschaftlichen Produkte handelte. In dieselbe der Köln. Wolfsztg." zeigt sich sofort, indem das Blatt jener Borlage, in der den deutschen Steuerzahlern jährlich eine Sub- ungeheuerlichen Preisgabe des Etatrechts des Reichstags nicht vention an den Norddeutschen Lloyd von 5½½ Millionen anders entgegenzutreten weiß, als mit dein dringenden Wunsche, aufgehalft wird, um den Handel und Verkehr" mit Dst diese Bestimmung wieder zu streichen". gfien und Australien zu fördern, in dieselbe Vorlage verlangen die Agrarier die Aufnahme einer Bestimmung, in der den subventionirten Schiffen verboten wird, nach europäischen Häfen„ Getreide, Fleisch oder Molkereiprodukte" zu befördern. " Die Regierung wünschte, daß bie Borlage ungeändert afgeptirt werde. Die Wünsche der Konfer vativen feien theoretisch" ganz berechtigt, aber praktisch nicht durchführbar. Uebrigens treffe man damit die Sozialdemokratie nicht fo empfindlich, da diese ihre Agitation dann noch energischer durch Literatur und Presse, sowie in den Fabriken und Arbeitsplägen 2c. betreiben würde." Die fonservativen Mitglieder der Deputation, die Opit, Kühlmorgen 2c. waren mit diesen Aeußerungen des Ministers nicht einverstanden, erklärten aber, sie würden nunmehr ihre Anträge och ma 13 prüfen". Die sächsische Regierung scheint also in dieser Frage doch nicht mit den foufervativen Machern durch Dick und Dünn gehen zu wollen. Obwohl die Regierung in ihres Herzens Tiefe sicherlich für jede noch so reaktionäre Maßnahme gegen die Sozialdemokratie zu haben wäre, so scheint sie doch die durch Befolgung des konservativen Begehrens sicher zu gewärtigende weitere Berstimmung des sächsischen Volkes zu fürchten. Die Regierung sagt sich, daß das Maß an Verbitterung, das auf Aehnlich flau ist die Haltung des genannten Zentrums. organs- und das ist der linke Flügel der Partei!-hin. sichtlich der Deckungsfrage. Erst wendet es sich dagegen, daß man das Zentrum mit einer Resolution oder einer möglichst wenn Gründe der Staatsflugheit gegen ein solches Vorgehen sprachen. wie in Rußland heute noch. Der tolle Plan des Polizei Wie doppelt unerträglich mußte der Druck auf dem lasten, dem Geld Metternich aber von Ferdinand gar nicht zu reden war durch ministers SedInitty, die Besitzer verbotener Schriften bei ent nicht zur Verfügung stand? Und fand man mit dem einzelnen ans nicht gleich geartet; ein Berächter der Menschen und strupel fprechender Strafandrohung aufzufordern, diefe binnen bestimmter Beamten sein Auskommen, der Herrschaft der Kaste fonnte sich loser Genußmensch war er gewiß weit entfernt davon, das Recht Frift an die Behörde abzuliefern, war niemals verwirklicht worden. niemand entziehen. Die Schreiberherrschaft war bis zu ihrem Focal auf persönliche Freiheit anzuerkennen, aber Graufamfeit lag ihm Also auch hier die höchste Gemüthlichkeit. Aber zähneknirschend ausgebildet; nichts geschieht im weiten Oesterreich, von rechtswegen ganz ferne. Darum hörte unter Ferdinand die Aera der politischen empfanden die besten Stöpfe Defterreichs die Schmach, die diefes wenigftens, was nicht seinen ordentlichen Instanzenzug von unten Verfolgungen und Prozesse auf. Die österreichischen Grbländer Polizeiregime dem ganzen Volke zufügte, wie es die tüchtigsten nach oben, und wer weiß wie oft noch hin und zurück durchgemacht; waren ruhig, felbft in Italien war die Zeit der ärgften Verfolgungen Kräfte labmlegte, fie nicht zur Entfaltung gelangen ließ und um nichts wird anerkannt, was nicht seine Protokoll und Regifter vorüber und nur offene Revolution, wie die des Jahres 1846 in jeden Preis den geistigen Verkehr zwischen Desterreich und Deutsch- nummer erhalten hat. Aber schließlich läuft die Sache darauf hins Galizien oder die galizifchen Militärputsche der vorangegangenen land unterbinden wollte. Die beispiellosen Dummheiten der aus, daß man vollkommen sich damit begnügt, wenn diese ProtokollJahre gaben zu strengen Verurtheilungen Anlaß. Zenfur ganze Anekdotenschäße ließen sich aus ihnen und Registernummern stimmen. Dieser weitläufige Apparat versagt Aehnlich verhielt es sich mit dem früher erwähnten Spionage zusammenstellen wurden als ebenso viele Beleidigungen allmälig. Und dazu erst die göttliche Grobheit dieser Herren der fyftem. Auch die Zeit war vorüber, da der Naderer", der agent Defterreich selbst empfunden. Wie entmannt dieses Defter papiernen Well! Es ist erst eine Errungenschaft der Revolution, provocateur, ihre große Rolle gespielt und Leben und Freiheit vieler reich war, beweift die Liste der Zensoren, die derartiges be- daß amtliche Zustellungen an Leute, die nicht Standespersonen sind, hunderte von Menschen vernichtet hatten, wie namentlich in der gingen! Durchaus nicht etwa robe, ungebildete Büttel, die streichen, die Aurede Herr, Frau" zu führen haben. Das wichtigste aber tlaffischen Epoche der zwanziger Jahre mit ihren füdeuropäischen was sie nicht verfteben! Ju Jahre 1848 finden wir in Wien als war: Die tiefe Rorruption des Volkes selbst, die durch ders revolutionären Bewegungen. Der Spion bedrohte nicht mehr Bücherzensoren die Studienbirettoren der Universität Wien, Pro artige Rorruption der Behörden bewirkt werden mußte. Nors die persönliche Sicherheit von Revolutionären und Liberalen. Aber fefforen, hochgeftellte Kleriter und zwei Dichter: Deinhard ruption ist aber nicht blos dann vorhanden, wenn Gesetze er hatte eine viel verderblichere Aufgabe: Durch die Furcht vor dem stein und Johann Gabriel Seidl, Jm System felbft lag um Geld oder Gunst gar nicht oder nicht gleichmäßig angewendet weitverzweigten Netz der geheimen Polizei sollte jedermann von also das Uebel. Jin System, das einen Dichter wie Grillparzer werden. Fast noch verderblicher in ihren Wirkungen auf die Boltspolitischer Bethätigung, von jeder Aeußerung einer politischen nicht nur geistig bemmte und schädigte, ihn auch gesellschaftlich miß- feele ist es, wenn gewisse Gefeße mißgebandhabt oder nur lag ausMeinung abgeschreckt werden. Dann, hoffte man, würde eublich handelte, eben weil er ein Dichter. Die Mißachtung der geistigen geübt werden können, weil diese Gesetze unsinnig, einander widerauch die Fähigkeit zu politischem Denken verschwinden. Man kann Arbeit und das Mißtrauen gegen sie waren ebenso lebendig, wie zu sprechend, unmöglich find. Eine gewisse Larbeit der moralischen nicht lenguen, daß diese infame Politit einen gewiffen Erfolg hatte. Des feligen Franz Beiten. Als der Hof im Jahre 1809 vor den Franzosen Anschauungen, der Begriffe für Recht und Gesetzlichkeit greift ein, Die bleierne Furcht lähmte die Geifter, korrumpirte die Gemüther. sich und seine Schatzkammer in Sicherheit brachte, da bat der Dichter die Fähigkeit, nachhaltig und fest auf feinem echt zu bestehen, Die Bedeutung des gezahlten Polizeifpions trat zurück gegen Castellt, ein typischer Repräsentant des hyperloyalen, harmlofen, vor. fchon aus Rechtsbewußtsein gegen jede Willtür und Eigenmacht der über ber Des freiwilligen Denunzianten. In der Ueber- märzlichen Wien, der damals auch einige Gedichte gegen die Franzosen Behörden aufzutreten, nimmt ab. Diese moralische Schlamperei" treibung des englischen Reisenden, jeder Defterreicher fei verbrochen und darum Augft hatte, den Kaiser um die Erlaubniß, lastet heute noch schwer auf uns Desterreicheru. ein freiwilliger Polizift, lag ein gut Stück Wahrheit. sich dem Hofpersonale auf dem Rückzuge nach Komorn anschließen Es war an der allgemeinen Berachtung, daß das alte DefterDie Polizei draug in alle Geheimnisse des innersten, privatesten zu dürfen. Als er dem Kaiser über dessen Frage mitgetheilt hatte, reich zu grunde ging. Es ist vielleicht beispiellos in der Geschichte, Lebens. Aber damit nicht genug: der Vorgesetzte hatte geheime Be- daß er Beamter fei, schlug ihm Franz seine Bitte unwillig ab: daß ein gestürztes politisches Eystem so unbedauert verschwand. Der richte über die Haltung seiner untergebenen Beamten zu erstatten. Was? Beamter seins und Gedichte schreibens?' schieht Ihnen reiche Bürger jubelte und der Proletarier, der Fortschrittsmann, Verhalten von Beamten, Offizieren und Klerus bildete eine ständige schon recht! Dableiben werden?!" Rubrik in den monatlichen Polizeiberichten. Und die Revolution Die Allmacht der Bureaukratie trug denselben Charakter. Die war schon im vollen Gauge, da bat noch der Rektor der Universität österreichischen Beamten waren durchaus teine Alba's im Gegen Graz um Befreiung der Studiendirektoren( Fakultäts- Dekane) von theil! Rücksichtslose Handhabung der Gefeße war feineswegs ihre ber entwürdigenden Verpflichtung, die Profefforen auf ihr persönliches Sache sie faben gerne durch die Finger, weil sie vor und politisches Berhalten überwachen und darüber berichten zu müffen! allem auf die Finger faben. Es ließ sich mit ihnen schon aus Und stand es anders mit der Zensur? Die verbotenen Bücher kommen. empörte der Gedanke, der Willkür eines gingen von Hand zu Hand, jeder wußte, wo sie zu taufen wären. rohen Büttels ausgeliefert zu sein, deshalb minder, weil das Mittel Der Besitz verbotener Bücher war nicht im geringsten fo gefährlich allgemein bekannt war, das den bureaukratischen Löwen zähmte? Aber begrüßte den Sturz Metternich's nicht mehr als der adelige Slandesherr; Beamte und Offiziere freuten sich, daß die Stickluft des Vormärz beseitigt, ja, zum Schluffe febiten auch die Piaffen nicht, die die moralischen Sutreiberdienste für den Absolutismus versehen batten, und fandten in den Hiftorisch- Politifchen Blättern", allwo Sarde jahrelang das Evangelium Metternich's verkündigt hatte, bem geftürzten Staatsfangler bittere Vorwürfe nach. Mit dem patriarchalischen Regiment war es gründlich und für M. B. alle Beiten aus in Desterreich. solche Weise erzeugt würde, nicht im Verhältniß steht zu den instrukteure für die chinesischen Truppen angestellt werden Der wirthschaftliche Aufschwung Teit 1895 tritt in dieser Vortheilen", welche dadurch gegenüber der Sozialdemokratie follen. Bestätigt( wird der Theil der russischen Forderungen, stärkeren Inanspruchnahme der Reichsbank deutlich hervor, obwohl erzielt werden könnten. Die starke Bewegung in der Arbeiter der sich auf Port Arthur und Talienwan sowie auf den die Konkurrens der anderen großen Banken in den letzten Jahren schaft hat wohl die Regierung doch ein wenig stußig gemacht. Bahubau durch die Halbinsel Liaotung bezieht. Nicht bes außerordentlich gewachsen ist. Der Bericht spricht auch von der Jedoch wäre es voreilig, zu glauben, daß dieser reaktionäre stätigt wird dagegen die Meldung von der überaus brüsten zeichnete, und sich auch in dem zuletzt abgelaufenen Jahre unver regen wirthschaftlichen Thätigkeit, welche das Jahr 1896 ausAnschlag der sächsischen Konservativen schon völlig und end- Art, in der Rußland sein Verlangen am Pekinger Hofe mindert fortsetzte". giltig zurückgewiesen sei. Vielleicht hoffen die sauberen Herren gestellt haben sollte. auf eine Umstimmung der Regierung, wenn sie mit etwas Alles in allem sieht die Sache also nicht viel anders aus, veränderten Anträgen wiederkommen. als die ersten Meldungen, die in England so große Bestürzung hervorriefen, befagten. Günstig für England ist lediglich die Erhaltung englischer Ingenieure für die Nordbahn nach Kirin gegenüber dem russischen Begehren, auch aus diesem Posten den Nebenbuhler zu vertreiben und sich selbst festzusetzen. Der Bank in 3 fuß hat wesentlich deshalb seit 1894/95 Iangfam angezogen. Er betrug im Jahresdurchschnitt im Wechsel verkehr 1894 1895 8,12 pct. 8,14 1896 3,66 " 1897 8,81 im Lombards verkehr 8,62-4,12 pet. 8,64-4,14 n 4,16-4,66 4,56-4,81" " Der Der: Das wohlverdiente Mißtrauensvotum ist dem badischen Ministerium von der zweiten Rammer mit 32 gegen 25 Stimmen nun auch formell ertheilt worden. Es richtet fich in erster Linie gegen den Wahlminister" Eisenlohr, der sich einen recht unrühmlichen Namen erworben hat, nicht blos durch die systematische Beeinflussung der Wahlen, sondern auch Noch nichts sicheres ist bekannt, wie sich die chinesische Der Metall bestand, der 1895 mit 1011,76 Millionen Mark durch die Hintertreibung jeder ernsthaften Wahlreform, die Regierung zu den russischen Forderungen zu verhalten gedenkt. feine höchste Söhe erreicht hatte, ist weiter etwas zurückgegangen: von der überwiegenden Mehrheit nicht nur des Parlaments, Derweilen spißt sich der Konflikt auf Korea schärfer zu. Noten umlauf war daher 1895 mit 92,35 pct., 1896 mit 82,32 1896 auf 891,99 Millionen, 1897 auf 871,45 Millionen. sondern auch der Bevölkerung seit langem als dringlich ent- Der russische Gesandte führte Klage über unfreundliche Be- und 1897 mit 80,27 pet. burch Metall gedeckt, obwohl er absolut schieden gefordert wurde. Das Ministerium Nott- Eisenlohr- handlung koreanischer Beamten gegenüber dem russischen eher eine Verminderung zeigt, denn er betrug 1895 1095,59 Millionen Braner- Buchenberger hat sich, so lange es die Majorität hinter Finanzbeirath Alexejeff und den russischen Militärinstrukteuren. Mart, 1896 1088,50 millionen und 1897 1085,7 Millionen. fich hatte, als liberales und konstitutionelles Kabinet bezeichnet. Der koreanische Ministerrath faßte darauf den Beschluß, steuerfreie Betrag ungedeckter Noten ist 1897 neunmal überschritten Wir bezweifeln trotzdem sehr, daß es die konstitutionelle Alexejeff und die Militärinstrukteure gänzlich aus dem korea- worden, verhältnißmäßig start besonders am Ende des dritten und Konsequenz aus dem Mißtrauensvotum zieht und zurücktritt.nischen Dienst zu entlassen. Dagegen erklärte der Bertreter des vierten Quartals; die dafür zu entrichtende Steuer betrug Englands Seerüstungen. Der erste Lord der Admi- nationalen Selbständigkeit Korea's nur mit Rußlands nicht, sie weifen böchstens auf die Verbesserungsbedürftigkeit des§9 des Ministeriums des Auswärtigen, daß die Erhaltung der 767 916 M.( 1896: 464 801 M.). ralität, Goschen, hat am Donnerstag im Unterhaus ilfe Irgend etwas Bedenkliches haben diese Ziffern unferes Grachteng folgende bemerkenswerthe Ausführungen über die Entwickelungit fe möglich wäre, erhob gegen den Beschluß des Miniſter- des Reichsbank- Gesetzes hin. der britischen Marine gemacht: raths Widerspruch und gab darauf seine Entlassung. Abgenommen hat hauptsächlich der Bestand in Barren und Im Jahre 1872 wären 91/2 Millionen, heute 231/2 Millionen So fämpfen russische und antirussische Bestrebungen aufs fremden Münzen: von durchschnittlich 382,81 Millionen Mark 1896 für den Marine- Etat verlangt. England habe in vielen Theilen lebhaftefte um die Macht in Söul. Natürlich werden die auf 299,27 Willionen 1897. Zugenommen hat dagegen das Gold der Welt effektive Geschwader, wo andere Mächte nur einzelne gegen Rußland gerichteten Tendenzen von Japan und Eng- in deutschen Münzen: von 269,19 Millionen auf 292,33 Millionen. Schiffe hätten. England habe außer jenen Geschwadern auf dem land unterstützt. Schon schien es, als wäre die Herrschaft Die für das Ausland nicht vollwerthigen Thalervorräthe sind Meere eine gewiffe Anzahl Schiffe für den Krieg bereit, falls un- Rußlands über Korea unantastbar gesichert. Jetzt wird deut wiederum weiter zurückgegangen: von 204 auf 1982 Millionen, die glücklicherweise ein Krieg entstände. Das chinesische Geschwader lich, daß die Ereignisse so weit denn doch nicht gediehen Scheidemünzen von 86 auf etwas über 814 Millionen Mark. sei durch die Schiffe" Barfleur" und„ Victorious" verstärkt, die find. Fast alle Geschäftszweige der Reichsbank: Wechselankäufe, im Mittelmeere durch die Schiffe Hannibal" und" Illuftrions" Lombard- Darlehne, Giroverkehr zeigen starfe Steigerungen. ersetzt würden; alles sei ruhig, ohne Prahlerei gethan. Er hoffe, verlautet, daß Unterhandlungen über den Abschluß eines Bünde die Reichebant immer mehr von den anderen großen Bankanstalten Der Londoner Daily Telegraph" meldet aus New- York:„ Es in den Ankäufen von Wechseln auf das Ausland scheint man werde nicht in die Regierung dringen, Aufschluß über etwaige nisses zwischen England, den Vereinigten Staaten geschlagen zu werden. Während das Jahr 1886 noch Beträge von Dispositionen zu geben für den Fall, daß die Wolken dunkler und Japan zum Echub ihrer Interessen in Ostasien schweben." über 100 Millionen Mark aufweist, 1891 noch über 78 Millionen, würden, als sie gegenwärtig feien. Die Admiralität habe forg- Aehnliche Nachrichten wurden schon vor längerer Zeit verbreitet, steht die Summe in den letzten drei Jahren auf etwa 54 Mill. flill. fältig Pläne ausgearbeitet, besonders hinsichtlich der Bestimmungen ohne sich zu bewahrheiten. der Kreuzer zum Schuße der Handelsrouten. Im Laufe des Jahres werde eine große allmälige Vermehrung des Flottenperfona 13 stattfinden, aber es sei unwahr, daß jetzt die Schiffe ungenügend bemannt auslaufen. Anläßlich des- Ueber die Arbeiten des Reichs justizamts Jubiläumsjahres wurde in Frankreich behauptet, daß die Schwie- wird der Münchener Allg. 8tg." von Berlin gemeldelt: rigkeit, Mannschaften für die Flotte zit haben, so groß sei, daß Sobald im Reichsjuflizamt die unerläßlichen Ausführunge er( Goschen) 19 Besuche in Portsmouth gemacht haben solle, um Bestimmungen für das Bürgerliche Gesetzbuch festgestellt und die drei die Operationen zu beschleunigen. In Deutschland behaupte mit dem letzteren noch zusammenhängenden Novellen über das Verdaß nicht weniger als 20 000 Ausländer in der sicherungs- und Verlagsrecht und über die Hypothekenbanken ausFlotte dienen und daß, wenn sie zurückgezogen würden, England gearbeitet worden sind, wird man an die Revision des Strafaußer slande wäre, die Schiffe auslaufen zu faffen. Beide Be- prozesses herantreten; die Nothwendigkeit derselben erscheint immer bauptungen, fährt Goschen fort, feien aus der Luft gegriffen. Tie mehr unabweisbar. unzulängliche Zahl der Offiziere gebe er zu. Was den Schiffs. man, " Dentsches Reich. " Nur Da die Dividende der Aktionäre bei den Debatten über die Verstaatlichung der Reichsbant eine große Rolle spielt, so theilen wir sie von Anfang an mit. Sie betrug 1876 1877 1878 1879 1880 1881 61/8 6,29 6,30 5 6 62 3 pt. 1882 1888 1884 1885 1886 1887 7,05 6,25 6,25 6,24 5,29 6,20 pCt. 1888 1889 1890 1891 1892 1898 5,40 7 8,81 7,55 6,38 7,53 pCt. 1894 1895 1896 1897 6,26 5,88 7,50 7,92 pt. Im ganzen erhielt 1897 das 9t eich von dem Gewinn( also außer Beitung" schreibt: Der plutokratische Charakter des Kommunal - Bom Dreitlaffen Wahlfystem. Die„ Boffische Watts in Preußen tritt an folgendem Beispiel drastisch hervor: Lie Stadt Gronau in Westfalen, der vor kurzem Stadtte verliehen worden sind, hat eine Stadtverordnetens Versammlung, aus 24 Mitgliedern bestehend, zu wählen. Die erste Wählerklasse, die acht Stadtverordnete zu wählen hat, besteht aus zwei Wählern, den Fabrikbefizern M. van Delden und G. van Delden. Die zweite Wählertiaffe, die ebenfalls acht Stadtverordnete zu wählen hat, besteht aus vier Wahlberechtigten, und diese sind zwei Söhne des Herrn M. van Delden, ein Sohn des Herrn G. van Delden und der Kompagnon des Herrn G. van Delden. Alle anderen Wähler der Stadt Gronan, und darunter befinden sich auch zahlreiche wohlhabende Leute, wählen in der dritten Wählerklasse zusammen auch nur acht Stadtverordnete. bau betrifft, so hoffe er troß des Ausſtandes jeßt, wo die Ur- wendet sich gegen unsere geftrige plotis fiber oftenbatten the bie Aktionäre bei 120 Millionen Aktienkapital 9 Will. Mart, Die Norddeutsche Allgemeine Beitung" der Notensteuer von 767 916 M.) annähernd 9,9 Millionen Mart, beiter wieber energiſch arbeiten, daß die Rückstände in den Giber, well of a lot the one is the ten patent, Subde 1807 waren 29 647 Antheile( à 8000 M.) im Refige von InKontrakten bald eingeholt sein werden. Das Bauprogramm fei weil Deutschland ihm damit vorangegangen sei. Das offigiöse Organ ländern, 10 853 Antheile im Befige von Ausländern. nach forgfältiger Erwägung dessen, was andere Mächte knüpft daran längere Bemerkungen, die aber sämmtlich dadurch hinthun, festgestellt. Goschen hofft, das Haus werde nicht auf fällig werden, daß sie auf einer Mißdeutung des doch genug klaren Mittheilung des genauen Charakters der Schiffe dringen; er Wortlautes unserer Ausführungen beruhen. werde erst später in der Session die Einzelheiten der Schlacht drücklich auf die oftasiatischen Greignisse als wichtige. Ur Wir haben aus schiffe und der Kreuzer mittheilen, damit das Ausland jetzt Eng- fache der Flottenrüstungen Rußlands hingewiesen; hierüber lands Pläne nicht erfahre. Die Kreuzer würden den speziellen bedurfte es also der Belehrung der„ Norbd. Allg. Stg." durchaus Verhältnissen angepaßt fein, die im vergangenen und in diefem nicht. Das deutsche Flottengefeß haben wir lediglich als ein Glied Jahre fich in den verschiedenen Welttheilen gezeigt haben. in der verhängnißvollen Stette der Flottenvermehrungen der ver Goschen schloß mit einem beredten Lobe des die lotte be- fchiedenen Nationen aufgefaßt und wir haben in diesem Gesetz eine feelenden Geistes und gab dem Vertrauen Ausdruck, daß, falls der Mitursache für die neuen Rüstungen der Nachbarstaaten gesehen und Friede gewahrt bleibe, was Gott gebe, es ein Frieden mit Ehre erwiesen. Einen Gegenbeweis hat die Nordd. Allg. 3tg." auch im fei, und, falls es Krieg gebe, was Gott verhüte, es ein von Sieg geringsten nicht geführt; wie sie auch zu unseren allgemeinen Dar getrönter Strieg sei." legungen über die Berderblichkeit der Konturrengrüftungen nichts Das Unterhaus nahm diese( Darlegungen Goschen's mit gesagt hat, wohl weil sie nichts dagegen zu sagen wußte. anhaltendem Beifall auf. Die Rede des Admiralitätschefs Der Marine Etat. Die Budgetkommission des Reichsbeweist, wie große Anstrengungen England macht, um seine tags hat dem Plenum eine Zusammenstellung ihrer Beschlüsse zum Seemacht den wachsenden Flotten der Festlandsmächte über Marine Etat unterbreitet. Der Gtatsvoranschlag fordert an Aus. Sechs Personen aus zwei Familien desselben Namens van legen zu erhalten. Die Rede zeigt aber auch, wie sehr man gaben für die Verwaltung der Marine 121 677 896 M. Die Kom Delden, die also anscheinend unter einander verwandt sind, wählen fich in England mit dem Gedanken vertraut macht, daß das miffion hat 121 717 548 9. bewilligt, d. h. sie ist um 39 652 M. vei Drittel aller Stadtverordneten, alle übrigen Kommunalwähler Land leicht in die Lage kommen könne, um die Erhaltung hat sie 129 652 W. angescht, 90 000 m. Dagegen abgefeßt. Im ein wohner! Die Kommunalverwaltung ist somit der Familie von Delden über die Gtatsanfäße hinausgegangen; und zwar zusammen wählen das dritte Drittel. Dabei bat Gronau 2200 Ginfeiner Weltmachtstellung mit den Waffen streiten zu müssen. zelnen stellen sich die Zablen wie folgt: An fortdauernden Aus faft bedingungslos in die Hand gegeben. Und troß solcher Uns Der Hinweis Goschen's auf die Kriegsgefahr hat seine Spitze gaben werden 62 627 246 m. gefordert; von der Kommiffion wurden geheuerlichkeiten verfchließt die preußische Regierung sich beharrlich natürlich insonderheit gegen Rußland und dessen Vordringen 62 750 898 m. bewilligt, indem sie 129 652 M. aufsetzte und 6000. einer Reform des Kommunal- Wahlrechts.in Ostasien gerichtet. Aber auch den westeuropäischen Mächten, absetzte. Von den einmaligen Ausgaben im ordentlichen Etat, die mit denen allen fast England an irgend welchen Stellen des fich im Etatsvoranschlag auf 29 414 650 W. belaufen, fegte die KomErdballes sich in Rivalität um Landbesiz oder Handels- misston 84 000 m. ab und bewilligte 29 330 650 M. Die einmaligen vortheile befindet, soll Albions Kraft und Siegeszuversicht Ausgaben im außerordentlichen Etat wurden unverändert nach dem gezeigt werden. Etatsansatz mit 29 686 000. bewilligt. Go jagt Staat um Staat um die Wette nach dem Ziele, möglichst friegsstart zu werden. Während jede Regierung ihre Friedfertigkeit betont, rüstet sie immer mehr und mehr zum völkerverderbenden Kriegsspiel, das, je länger es hinaus geschoben wird, um so furchtbarer werden muß! = Tageszeitung" schreibt: - Gine häßliche Gepflogenheit. Die Deutsche Biel kleinlicher und bedenklicher als das Schwänzen felbst scheint uns die Gepflogenheit mancher Reichstags- Abgeord neten, dann, wenn fie aufällig bei namentlichen Abstimmungen anwesend gewesen sind, ihrem heimischen Lokalblatte eine Liste zur Veröffentlichung zuzustellen, auf der der eigene Name als anwesend prangt, während die Vertreter der Nachbarkreise als Schwänzer an den Branger gestellt werden. Wir halten dies Verfahren für uns gemein fleinlich." Wer sind denn diese kleinlichen Leute? Sind es vielleicht gutagrarische Freunde der Deutschen Tageszeitung"? macht. 8ur Handhabung des preußischen Bereins. gefeßes. Aus Düsseldorf wird gemeldet: Der Ausschuß des Vereins falen hatte, wie seinerzeit mitgetheilt wurde, gelegentlich einer hier zur Wahrung wirthschaftlicher Interessen für Rheinland und Weft abgehaltenen Sigung unter Vorsiz des Kommerzienraths Servaess Ruhrort, an der ungefähr 10 Perfonen theilnahmen, die bekannte Der Streit um China. Endlich hat die englische Re- Refolution zu gunsten der Flottenvorlage gefaßt und befchloffen, die gierung offizielle Mittheilungen über die neuen russischen Mitglieder zur Theilnahme an der Berliner Flottenversammlung Forderungen gegenüber China erhalten und der Unterstaats- aufzufordern. Bon gegnerischer Seite war dies als„ nicht an beschloß in ihrer heutigen Sizung bezüglich der von der Kammer München, 10. März. Die Kammer der Reichsräthe sekretär Curzon gab am Donnerstag dem Unterhans davon und letztere hatte auch den Vorsitzenden mit einer Polizeiftrafe von tatholischen und proteftantischen Geistlichen nicht gemeldete politifche Versammlung" bei der Polizei denunzirt worden der Abgeordneten abgelehnten Gehaltserhöhung für die Kenntniß. Derselbe führte hauptsächlich folgendes aus: Der britische Botschafter in Petersburg sei von dem Minister getragen und erftritt nun in der Verhandlung vor dem Schöffens über diefelbe hinauszugehen, als die Gehaltszulage für fatholische 15 M. belegt. Diefer batte jedoch auf gerichtliche Entscheidung aus nur die Regierungsvorlage wiederherzustellen, sondern insofern noch des Auswärtigen Murawjew benachrichtigt worden, daß Rußland gericht ein freisprechendes Urtheit, indem sich das Gericht den Aus Geiftliche schon nach 10, 15 und 25 Jahren fiatt nach 10, 20 mit China wegen der Pacht von Port Arthur und führungen der Vertheidigung, es habe sich um eine vertrauliche 30 Jahren eintreten soll, was ein Mehr von 124 000. u gunsten Talienwan auf eine gewisse Anzahl von Jahren, Sigung, nicht um eine anmeldepflichtige Versammlung gehandelt der fatholischen Geistlichen gegenüber der Regierungsvorlage aus fowie betreffs des Baues einer Eisenbahn nach Zalien- anschloß. Nach dem vielen richterlichen Scharfsinn, der angewandt wan oder Port Arthur unter denselben Bedingungen wie bei der worden ist, um in Zusammenkünften der Arbeiter politische BerMandschureibahn unterhandelt. Die ruffische tegierung habe faunmlungen zu finden, berührt dies sehr liberale Urtheil über eine München, 10. März. Die Kammer der Abgeordneten feine souveränen Rechte über jene Häfen gefordert und auch Sigung, in der eine hochpolitische Resolution gefaßt wurde, höchft begann heute die Berathung des Etals der Poft und Telegraphie. nicht gedroht, Truppen in die Mandschurei zu fettsam! Im Laufe der Generaldebatte bemerkte auf mehrere Anfragen versenden. en. Murawjew babe ferner erklärt, daß Talienwan, schiedener Abgeordneter der Minister Freiherr v. Crailsheim, Preußische Parlamentarier als Duellanten. Die Frage der Privatposten tönne nur reichsgefeßlich geregelt falls es an Rußland verpachtet werde, dem fremden Handel Der Landtags: Abgeordnete Dr. Gerlich hat aus Anlaß seiner werden. Wir sind für Ausdehnung des Regals im Bundesrathe die anderen chinesischen Häfen geöffnet fein werde. Aeußerungen in der Bolenbebatte am Donnerstag eine Duellforderung eingetreten. Der Staat muß die unlukrativen Auslagen tragen, Der britische Gesandte in Peking bestätigte die Thatsache dieser Berhandlungen und entlärt es fet rein anzeich, veit Forderung anzunehmen. Von dritter Seite werden jedoch erfche laffen." Im weileren widerlegte der Minifter bie Bebausberg" bie erhalten. Wie behauptet wird, soll der Geforderte willens sein, die man soll ihm daher auch die lukrativen, soweit es geht, zukommen irgend einer Form eines Ultimatums vorhanden, soweit Die gemacht, einen Ausgleich herbeizuführen. Um eine prinzipielle Ent: Borrebnern, daß die Reichs post beamten, besonders englische Regierung habe auch keine Nachricht, daß die ruffifche cheibung der ganzen Frage treffen zu laffen, wird nach Mit- unteren, höher bezahlt feien, als die bayerischen. Eine Herabseßung Regierung die Anleihe bei den englischen und deutschen Banten Senioren Ronvent einzuberufen und zum Schiedsrichter zu Rente, nicht aber die Netto- Rente erhöhen. theilung eines parlamentarischen Reporters vorgeschlagen, ben des Telephon- Abonnements würde höchstens die Bruttoeines parlamentarischen Reporters vorgeschlagen, befämpfe; wie er höre, stehe die Ausgabe der Anleibe nahe bestimmen. bevor. Der britische Gesandte in Peling babe im Oktober Die Herren Abgeordneten dürften wohl auch wissen, daß die berichtet, daß von dem russischen Geschäftsträger der Versuch Handlung, die sie verfolgen, ungefeßlich ist. -Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. gemacht worden sei, die Abfebung Kinder's als Haupt- ist.Jin Zeitalter der Majestätsbeleidigungs Prozesse ist niemand vor ingenieurs der Nordbahn von Tientsin noch Kirin zu erlangen Der Verwaltungsbericht der Reichsbank derartigen Anklagen sicher. Gestern stand der Peter Schwuchow, auf grund des Versprechens der chinesischen Regierung, daß sie für das Jahr 1897 zeigt einen Gesammt umfaß von 142 110,6 der felbft dem Stumm bald zu schlecht als journalistischer Handlanger im Falle der Ausdehnung der Linie fich zuerst an russische In- Millionen Mart, also über 10 Milliarden mehr wie im Vorjahre. war, in Wittenberge wegen Majestätsbeleidigung vor Gericht. Er genieure und russisches Kopital wenden würde. Der britische Ge- Bisher ist eine solche Höhe überhaupt noch nicht erreicht worden: wurde freigesprochen. fandte erhielt vom Thung- li- Yamen die Zusage, daß Kinder nicht Die große deutsche Zentralbant begann 1876 mit dem bescheidenen Der aus Kleinaubar( Böhmen) gebürtige Schlächtergeselle Hübner abgesetzt werden solle. Bezüglich der angeblichen Abtretung der Umfay von 36 684,8 Millionen, 1890 überschritt sie zum ersten Deer Jufeln an Rußland seien noch keine Informationen ein- Male die 100 Milliarden, seitdem stellen sich die Ziffern folgendergelaufen." maßen: 1890 Die Mittheilungen Curzon's lassen wohl die russischen Forderungen in etwas anderem Lichte erscheinen als zuvor, bujes dns aber im allgemeinen bestätigen sie die große Tragwei.. berselben. Auffällig ist besonders das Schweigen des Unter- 1895 staatssekretärs über das angebliche Verlangen Rußlands, daß als me künftig in der Provinz Petschili nur russische Militär108 595 412 900. 1891.109 938 249 000 1892 1893 . 1894 104 489 885 000 110 942 848 400 110 788 951 000 " " 121 818 106 800 · 1896 181 499 198 300 1897 142 110 610 900 D 00 hat am 31. Januar zu Apenrade den Kaifer beleidigt. Die Straffammer zu Flensburg erkannte gegen den Angeklagten auf 1 Jahr Gefängniß. Desterreich. Wien, 11. März. Der Bollzugsausschuß der Rechten bot nach einer Meldung der hiesigen Blätter die Präsidentschaft des Abs geordnetenhauses einstimmig dem zweiten Vizepräsidenten Fuchs an, der die Kandidatur auch annahm. Damit wird ein Mitschuldiger der Abrahamovica und Kramarca Präsident des Abgeordnetenhauses. Das ist tein gutes Beichen für Der sozialdemokratische Verband des Abgeordnetenhauses hielt geftern eine Sigung ab, worin auf die wachsende Ausbreitung der Partei hingewiesen undder Wunsch ausgesprochen wurde, daß das Parlament nicht ausschließlich der Schauplatz des nationalen Haders sein möge. Als selbstverständlich für die ruhige Thätigkeit des Parlaments wird vorausgesetzt, daß für die Verbrechen im Parlament, mit denen die letzte Tagung schloß, Genugthuung gegeben werde und daß nicht durch das Wiedererscheinen der Hauptschuldigen am Präsidententische die Minderheit herausgefordert werde. Der Verband wird gegen das Ministerium in vollste Opposition treten. Die Ent Scheidung über die Frage, ob Ministeranklagen gegen Badeni und Gautsch erhoben werden sollen, wurde der nächsten Sizung vorbehalten.Wien, 11. März. In der heute Vormittag abgehaltenen Konferenz des Exekutivkomitees der parlamentarischen Majorität wurde beschlossen, den bisherigen engeren Verband der alten Majoritätsparteien aufrecht zu erhalten, mit der Gruppe des verfassungstreuen Großgrundbesizes einen geschäftlichen Verkehr herzustellen, von Parteiwünschen und Forderungen vorläufig ganz abzusehen und das Bestreben der Majorität darauf zu richten, das Parlament wieder aktionsfähig zu machen, damit die Regierung vor allem den Ausgleich mit Ungarn zu stande bringen kann. Den Minoritätsparteien soll eine Bizepräsidentenstelle im Abgeordneten hause reservirt werden. Ungarn. " Wahlbewegung. A eine ruhige Thätigkeit des Abgeordnetenhauses, das am 21. b. M. Krieg vermieden werden würde. MacKinley habe An dem Tischlerftreik in Rathenow find, soweit bis jetzt aufammentreten wird. geantwortet, er hoffe den Krieg vermeiden zu können. Der festgestellt ist, 147 Tischler und Maschinenarbeiter betheiligt. Die korrespondent des" New York Herald" bemerkt hierzu ferner, auch der Bahl der Kinder, die sie zu ernähren haben, beträgt 186. In den englische Botschafter in Madrid bemühe sich im Sinne der Aufrecht- Fabriken von A. Mo wit( Inhaber Günther) und A. Schmidt, erhaltung des Friedens; er habe Vertrauen zu Sagasta ausgedrückt, sowie in einigen fleineren Werkstätten ist der Streit ein voll. befürchte aber Ränte feitens des Generals Weyler. Schließlich ständiger, in der Fabrik von Heller u. Bagenkopf ein theilmeldet der Korrespondent, Mac Kinley würde, sobald die Maine- weiser. Die Firma A. Mowih bemühte sich, aus dem KreisAngelegenheit erledigt sei, Spanien den Borschlag der Unabhängig gefängniß in Rathenow billige Arbeitskräfte zu bekommen; das keits- Erklärung Kubas machen, wogegen an Spanien eine Ent- gelang ihr auch. Seit Dienstag arbeiten bei ihr, wie die„ Brandenfchädigung von 750 Millionen( ob Dollars oder Pesetas sagt die burger Zeitung" mittheilt, eine Anzahl Sträflinge, noch dazu Wolff'sche Depesche nicht. In früheren Jahrzehnten haben die Ver- au den Holzbearbeitungs- Maschinen. Infolge dessen einigten Staaten auch Geldangebote für Kuba gemacht. Nach der haben die Stuhlarbeiter, die sich dem Streik bis dahin nicht Voff. 3tg." sollen 150 Millionen Dollars, also über 600 Mill. Mark, angeschlossen hatten, nun ebenfalls die Arbeit niedergelegt. Dies was 750 Millionen Pesetas in Gold entsprechen würde, angeboten worden jenigen Unternehmer, die am Montag Neigung zeigten, sich mit den sein. Diese Angabe dürfte mehr den Thatsachen entsprechen. Red.) ge- Arbeitern zu einigen, erklärten am Dienstag, sich auf nichts mehr zahlt werden solle; wenn sich Spanien weigere, werde Mac Kinley einzulassen. Der Vertreter der Firma C. Schmidt u. Komp. suchte selbst auf die Gefahr eines Krieges hin die Unabhängigkeit Ruba's der bei ihm vorsprechenden Kommission mit der Bemerkung zu anerkennen. imponiren, er bekäme Arbeiter vom„ Staate", er habe schon danach depeschirt. Die Arbeiter werden gut thun, sich über solche Ver wendung der Gefangenen sofort bei der Instanz zu beschweren, der das Kreisgefängniß in Rathenow untersteht. Soweit sind wir Nachdem der Bund der Landwirthe im Wahlkreise Neustettin auch in der Aera Stumm- Posadowsky noch nicht, daß den Arbeitern die Unterstützung der Kandidatur des konservativen Landraths das im§ 152 der Gewerbe Ordnung ausgesprochene Recht, ihre v. Bonin beschlossen hat, ist, wie die Pomm. Reichsp." meldet, Herr wirthschaftliche Lage auf dem Wege der Arbeitseinstellung zu verAschendorf, der Kandidat der Antisemiten, von seiner Kandidatur bessern, dadurch illusorisch gemacht werden dürfte, daß den Unterzurückgetreten. Für den Reichstags- Wahlkreis Posen stellte die nehmern Gefangene zu Streifbrecherdiensten überlassen werden. polnische Volkspartei einen besonderen Kandidaten, den Rentner In Westerhüsen an der Elbe legten 16 organisirte GI afer Budapest, 11. März. Das Abgeordnetenhaus berieth Andrzejewski auf. Der Reichsverein in Lübeck stellte nunmehr heute den Gesezentwurf, betreffend die Gedenkfeier der endgiltig als nationalliberalen Kandidaten zum Reichstage Direktor wegen Entlassung zweier Kollegen die Arbeit nieder. 1848er Gefeßgebung. Der Entwurf bestimmt den 11. April Gebhard von der hanseatischen Versicherungsanstalt auf.- In Krefeld berieth am Sonntag eine von 2000 Perfonen be= als nationalen Feiertag. An diesem Tage soll eine gemeinsame Aus Erfurt wird der Voss. 3tg." geschrieben: Auf eine versuchte We berversammlung darüber, wie dem Elend der feierliche Sigung beider Häuser des Reichstages stattfinden und dem trauliche Anfrage der Konservativen wegen Unterstützung ihres Weber am Niederrhein zu steuern sei. Gister Redner in der von König eine Huldigungsadresse überreicht werden. Der Referent Kandidaten Jacobstötter durch die Nationalsozialen sind diese über der 23 eber- Innung einberufenen Versammlung war der VorAbg. Czigardy erläuterte den Adreßentwurf, welcher voller Hoff eingekommen, bier dann auf einen eigenen Kandidaten zu verzichten, sigende des evangelischen Arbeitervereins, Webermeister Lütgen, nung für die Zukunft mit liebevoller Pietät der Vergangenheit ge- wenn Herr Jacobstötter fich würde verpflichten können, dafür zu der die Schaffung einer Organisation befürn ortete, die alle Weber dente. Die Adresse bringe neben startem Selbstvertrauen, Vater- sorgen, daß im I. Berliner Wahlkreis tein tonservativer des Niederrheins umfaßt. Er bedauerte dabei die indifferente Landsliebe und Anhänglichkeit an den Herrscher, das Festhalten an Gegenkandidat gegen den nationalfozialen aufgestellt wird." In Haltung des fatholischen Webervereins Unitas, der von ihm zu den Errungenschaften von 1848 zum Ausdruc. Abg. Franz Düsseldorf kandidirt für das Zentrum der Abg. Bürger- der Versammlung eingeladen worden war, dessen Führer aber Kossuth erklärte, seine Partei nehme die Adresse an, doch hätte sie meister a. D. Wenders wieder, während als Kandidat der Mittel- die Theilnahme der katholischen Arbeiter hintertrieben haben, gewünscht, statt des 11. April den 15. März zum nationalen Feier- parteien Bürgermeister Mary ausersehen sein soll. und erklärte hierzu: Alle Arbeiter angelegenheiten, die von der tage zu erheben zum Andenken an die Errungenschaft der Freiheit In einer nationalliberalen Versammlung in Augsburg Geistlichkeit geleitet werden, gedeihen nicht. Diesem Redner folgten der Presse. Er werde einen dahingehenden Abänderungsantrag zu wurde als Kandidat für den Wahlkreis Augsburg der Kommerzien zwei unserer Parteigenoffen, die der Versammlung den Werth der dem Gesetzentwurf einbringen. rath Georg Brach aufgestellt. gewertschaftlichen Organisation auseinandersetzten und dabei dar legten, daß die Lohnfrage eine wirthschaftliche Angelegenheit ist, zu der sich alle Weber, gleich viel welche religiöse oder politische Anschauung fie sonst haben, einträchtig zusammenfinden können und zus fammenfinden müssen, wenn sie ihre Lage wirklich verbessern wollen. Insbesondere wurde der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß die Mitglieder des katholischen Webervereins Unitas so viel gefunden Menschenverstand werden, zeigen ihren Führern in dieser Sache feine Heeresfolge zu leisten, sondern mit den übrigen Webern gemeinsam an der Besserung der Verhältnisse zu arbeiten. Die Versammlung erhob zunächst einmüthig Proteft gegen das Posadowsky'sche Rundschreiben und beschloß dann die Gründung eines Verbandes der bestehenden Organisationen zum Zwecke der " Hebung des gesammten Weberstandes". Eine Kommission erhielt den Auftrag, das Statut auszuarbeiten. Frankreich. Paris, 10. März. Die Deputirtenkammer berieth die Reform der Gewerbesteuer, welche an das Finanzgesetz angefügt ist. Gutgegen den Erklärungen der Minister Boucher und Cochery nahm die Kammer mit 293 gegen 225 Stimmen einen von Berry eingebrachten Abänderungsantrag an, welcher die Gewerbesteuer der großen Kaufgeschäfte beträchtlich erhöht. Danach würden die großen Kaufgeschäfte von Paris im ganzen etwa 33 Millionen Gewerbesteuer zahlen. Paris, 11. März. Die meisten gemäßigten Blätter bekämpfen die Resolution betreffend die zweijährige Dienstzeit. Diese sei lediglich eine Wahlreklame und habe wenig Aussicht auf Verwirklichung.Berichtigung. In Nr. 58 des Borwärts" vom 10. d. m. muß es anstatt: im Wahlkreise Aschersleben Halberstadt heißen: Oschersleben. Partei- Nachrichten. Bei den Stadtverordneten Stichwahlen in Hanan find, einer Meldung der„ Franki. Zeitung" zufolge, unsere Standidaten mit 1517 Stimmen gegen 1768 bürgerliche unterlegen. Von etwa 5000 Wahlberechtigten nahmen 3285 an der Wahl theil. Bei der Hauptwahl waren für unsere Kandidaten 1507-1563 Stimmen abgegeben worden, für die Gegner 1011-1604. Todtenliste der Partei. In Blankenburg am Harz ist Norwegen. im Alter von 80 Jahren der Arbeiter Karl Göbel gestorben. Er Chriftiania, 11. März. Der Konstitutions Ausschuß gehörte der Partei schon seit der' Lassalle'schen Zeit an und hat in sprach sich mit 5 gegen 2 Stimmen dafür aus, daß allen über jener Gegend im Verein mit unserem unvergeßlichen Workämpfer 25 Jahre alten Männern, mit Einschluß des Ge- Bracke die sozialistische Bewegung ins Leben rufen helfen. Ehre findes, das allgemeine Stimmrecht verliehen werde.seinem Andenken! Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Der Redakteur der Mecklenburgischen Voltszeitung" in Rostock, Genosse Groth, hat am 9. März die Spanien. Madrid, 11. März. Eine von den Philippinen- Inseln " Obwohl die Fabrikanten den Webern selbst den Rath gegeben haben, sich zu organisiren, ist doch schon einer der Versammlungsredner gemaßregelt worden! Bei der Gewerbegerichts- Erfahwahl in Nordhausen wurden in der Klasse der Arbeitervertreter die Kandidaten des Gewerkschaftsfartells gewählt. Die Dachdecker in Zeit, die sämmtlich dem Verband beieingelaufene amtliche Depesche bestätigt, daß eine Abtheilung von sechswöchige Gefängnißstraße angetreten, die ihm vom Rostocker getreten find, stellten vor 14 Tagen an die Meister das Ersuchen, 8 Mann der Garnison Bolinao durch aufrührerische Eingeborene Landgerichte wegen Beleidigung des Goldberger Bürgermeisters auf- haben die Meister versprochen, den geforderten Lohn vom 1. April abgeschnitten worden ist. Zum Entsaz sind Truppen nach Manila abgegangen. Man sieht hieraus, daß der Friede auf den Philippinen noch lange nicht hergestellt ist. Bulgarien. Sofia, 11. März. In der Verhandlung des Appellationsgerichts gegen die wegen Ermordung Stambulo 1's Angeklagten ließ der Staatsanwalt die Anklage gegen Tüfett. fchiew fallen, nachdem es demselben gelungen war, ein völliges Alibi beizubringen und durch Zeugen die nicht erheblichen Indizien für seine Mitschuld als Anstifter zu entkräften. Der Gerichtshof fprach darauf Züfettschiew frei. Die Verurtheilung des mitangeklagten Droschkentutschers Azow wurde aufrecht erhalten. verurtheitt.Armee verstärkt. " Aus Prätoria meldet das Reuter'sche Bureau" vom 10. d. M.: Der Präsident befürwortete im Volksraad während der Debatte über den Gesetzentwurf betr. Kühlräume zur Aufbewahrung von Fleisch die Vorlage, indem er darauf hinwies, daß man vielleicht stürmischen 3eiten entgegengehe, und betonie, daß Transvaal in bezug auf seine Versorgung mit Lebensmitteln vom Auslande abhängig sei.Amerika. Chandler erlegt ist. Volkswacht" einen Prozeß wegen groben Unfugs einbrachte, ist nun Der Ausdruck Mordspatriotismus, der der Breslauer gebüßt. Der verantwortliche Redakteur Neukirch hat die vier Wochen Haft hinter sich, die ihm wegen jenes Bergehens, das ein Vierteljahrhundert lang teins war, auferlegt gewesen find. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. an zahlen zu wollen. Die Zimmerlente Nürnbergs haben in einer riesig besuchten Bersammlung folgende Forderungen aufgestellt: 92 stündige Arbeitszeit, 11/2 ftündige Mittagspause, Minimal Stundenlohn von 45 Pf. ( die Organisation hatte 42 Pf. beantragt, was jedoch die Verfammlung verwars). Die Verhandlungen mit den Unternehmern führt eine in der Versammlung gewählte Lohukommission. Ausland. Die Lohnbewegung der Parkettbodenleger in Nürnberg ist beendet, nachdem die Unternehmer den Tarif, den ihnen die Ar beiter vorgelegt haben, theilweise anerkannten. Die Arbeit wurde Zum Ausstand der Berliner Schuhmacher. Bürgerliche am 10. März in sämmtlichen Betrieben wieder aufgenommen. Die Die Angeklagten Blätter brachten dieser Tage Notizen, daß der Ausstand einen für neuen Arbeitsbedingungen treten am 1. Mai in kraft. Der Erfolg Bone Georgiew und Haliu wurden als die Mörder in contumaciam die Arbeiter ungünstigen Verlauf nehme. Diese Nachrichten ent- der Bewegung ist zwar gering, doch muß berücksichtigt werden, daß behren jeder Begründung und scheinen nur im Interesse der die Organisation der Parkettbodenleger noch sehr jung ist und daß Türkei. Fabrikanten in die Presse lancirt worden zu sein. Thatsächlich die Vortheile ohne Streit errungen wurden. Konftantinopel, 11. März. Alle frankheitshalber beurlaubten ist der Stand der Bewegung für uns außerordentlich günstig. Redifs, ungefähr 30 000 Mann, erhielten den Befehl, im Frühjahr In einigen Fabriken haben sich Die Maurer in Schweinfurt haben den Stundenlohn von aus den Reihen der einzurücken. Nach vorliegenden verläßlichen Informationen wurde Ausständigen Ueberläufer gefunden, doch kann von einer Aufnahme eine einheitliche Arbeitsordnung eingeführt. 36 auf 38 Pf. erhöht bekommen. Weiter wird in allen Betrieben die militärische Befagung von Makedonien, welche aus 26 Bataillonen des Betriebes in diesen Fabriken keine Rede sein. Ein weiterer mit 8 Batterien besteht, anläßlich der letzten Vorfälle in Djakova Abfall ist nicht mehr zu befürchten und dürfte nunmehr die Zahl Ju Stuttgart nahm am Sonnabend eine Versammlung der in und Kotschana um 14 Bataillone mit 2 Batterien von der Operations- der Ausständigen eine konstante Leiben. Ueber alle Erwartung den städtischen Betrieben beschäftigten Arbeiter günstig liegen die Verhältnisse in den ausschlaggebenden Fabriken Stellung zur Forderung der zehnstündigen Arbeitszeit. Es wurde Afrika. wie Fürsten beim, Erpel, Zevy u. 1. m. Dort stehen die einstimmig eine darauf abzielende Resolution angenommen und Eine 14gliedrige Kollegen einmüthig und geschlossen zu einander und ist zu hoffen, daß weiter beschlossen, eine Organisation zu schaffen. durch diese einmüthige Haltung der Ausstand bald zu unsern Gunsten Kommiffion hat in Verbindung mit dem Gewerkschaftstartell die beendigt sein dürfte. Während die Fabrikanten vor ihrem Arbeits- weiteren Schritte einzuleiten. nachweis Landsbergerstraße ruhig Posten stehen können, geht man gegen unsere Streifposten mit der grö, ten Strenge vor. Zahlreiche Die Zimmerer Wiens haben, wie uns von dort mitgetheilt Verhaftungen wurden vorgenommen. In einem Falle forderte ein wird, außer dem 2 Gulden- Tagelohn noch folgende Forderungen auf Polizeibeamter die Streifenden auf, ihr Verkehrslokal binnen einer gestellt: 9 stündige Arbeitszeit, 1 Stunde Mittagpause, 12 Stunde je Stunde zu verlassen, da er sie sonst verhaften würde. Diesem An- Frühstück und Vesper; Sonnabends eine Stunde früber Feierabend finnen wurde selbstverständlich feine Folge gegeben. Von den Kriegsvorbereitungen. und 20 Kreuzer Zulage, wenn die Arbeit eine Stunde vom ZimmerDie Berliner Schubfabrikanten haben gestern in einer plage entfernt ist. Es haben wiederum einige Meister mehr bebrachte im Senat einen Antrag ein, durch welche das von der Verbandsversammlung befchloffen, die bisherige Tattit weiter zu willigt, andere lehnten die Forderungen ab, worauf die Gesellen die Regierung getaufte Kriegsmaterial bis zum Januar 1899 von verfolgen und sich unter feinen Umständen auf Einigungsverhand Arbeit niederlegten, fodaß jetzt im ganzen etwa 600 im Ausstand Einfuhrzöllen befreit wird. Die Einbringung des Antrages wird fungen oder auf Vermittelungen, von welcher Seite fie auch kommen fich befinden. Leider ist die Organisation noch sehr schwach. Bor einer Anregung des Marinesekretärs Long zugeschrieben. Einer Depesche des„ New- York Herald" aus Rio de Janeiro mögen, einzulaffen". Der Verband hat ferner beschlossen, weiterhin allem ift Buzug fernzuhalten; auch ist finanzielle Unterstüßung sehr zufolge bestreiten die dortigen Regierungsorgane, daß Brasilien Aeußerungen beleidigen, gerichtlich zu verfolgen.- Bürgerliche Blätter Hotel Raabel, Wien I, Fleischmarkt 16. sämmtliche Versammlungsredner, welche die Fabrikanten durch erwünscht. Zusendungen sind zu richten an: Joseph Bopp. irgend ein Kriegsschiff an die Vereinigten Staaten verkauft melden von Ausschreitungen, die sich Streifende angeblich haben zu hätte; die Depesche versichert aber, aus guter Quelle au schulden kommen laffen. In Erfurt und Delisch, wo start Staaten ein oder mehrere Kriegsschiffe besuchte Gewerkschafts- Versammlungen mit der Tagesordnung: Der verkauft habe, die sich in Europa im Bau befanden. Berliner Schuhmacherstreit" abgehalten worden sind, wurde beDieser Nachricht wird indes in Newport wenig Glauben beige- schlossen, die Berliner Schuhmacher finanziell zu unterstüßen. meffen. Daily Mail" berichtet aus Shangbai, daß das amerika- Der Verband der Handels- Hilfsarbeiter für Berlin und nische Geschwader von Hongkong nach Manila abgegangen sei. Umgegend nahm in der letzten Versammlung Stellung zu der geDieses Westgeschwader" hat eine Armirung von 88 Kanonen und planten„ Revision der Sonntagsrube". Folgende Refo- Depelthen und lehte Nachrichten. etwas über 3000 Mann. Man hält es für start genug, um im lution fand einstimmige Annahme: Die heutige Versammlung erKriegsfalle einen bedeutenden Theil der spanischen Streitkräfte in hebt Proteft gegen die von den Konservativen und Reichsparteilern Trotha bei Halle, 11. März.( Privattelegramm.) Bei der Ostasien festzuhalten. zu gunsten der Unternehmerklasse eingeleitete Aftion gegen die heutigen Gemeinderathswahl wurde Banse( Sozialdemokrat) mit In der Staatswerft bei New- York ist mit dem Bau eines Sonntagsruhe im allgemeinen, sowie im besonderen gegen die 135 gegen 91 Stimmen gewählt. Schlachtschiffes begonnen, welches das größte und stärkste Kriegs- Sonntagsruhe im Handelsgewerbe. Von der seitens der Regierung Sitten, 11. März.( W. T. B.) Eine gewaltige Sawine riß schiff der Welt werden soll. Es wird den Namen Georg vorzunehmenden Revision der Sonntagsruhe erwarten die Handels- auf dem Gebiete der Gemeinde Töibel( Oberwallis) 4 Hänser und Washington" führen und 32 Millionen Mart. tosten. Die Bau- Hilfsarbeiter, welche heute überhaupt zum großen Theil an Sonn- 8 Scheunen fort. 37 Stück Vieh kamen um. Ein Verlust au zeit ist auf 11 Monate berechnet. tagen noch arbeiten müssen, nicht eine Einschränkung, sondern eine Menschenleben ist nicht zu beklagen. Sicherung und Erweiterung der Sonntagsruhe. Die Versammlung Paris, 11. März.( W. T. B.) In der Deputirtenkammer erklärt weiter, daß nach ihrer Meinung die Einführung einer voll- wurde die Berathung des Budgets fortgesetzt. Auf eine Anfrage ständigen Sonntagsruhe unbedingt nöthig ist und erwartet, daß der des Deputirten Castelin versprach Finanzminister Cochery, die Frage Reichskanzler zur Förderung der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe einer den in Frankreich ansässigen Ausländern auszuerlegenden Tage Nach einer Depesche des Nejp Port Herald" aus Washington beitragen wird." Vorher hatte Genosse Moe 3 aus Leipzig über in Erwägung zu ziehen. verlautet dort, der englische Botschafter Bauncefote habe bei seinem die 1848er Voltserhebung gesprochen. Budapest, 11. März.( W. T. B.) Der ehemalige Botschafter Besuche beim Präsidenten Mac S. y die Genugthuung der am Berliner Hofe, Graf Emerich Szechenyi, ist heute gestorben. Dentsches Reich. Königin Victoria darüber ausgedrückt, d ß die Beziehungen der VerKonstantinopel, 11. März.( B. H.) Im gestrigen Ministerrath Achtung, Vergolder! Der Streit der Brandenburger ist über die bulgarischen Grenzvorfälle und über die fortdauernden einigten Staaten zu Spanien im Hinblick auf Kuba, den Charakter der Besonnenheit und Mäßigung bewahrt hätten. Pauncefote habe Kollegen dauert unverändert fort. Es wird dringend ersucht, den Umtriebe der bulgarischen Komitees in Makedonien berathen und hinzugefügt, die Königin wünsche, daß die Bemühungen der Buzug fernzuhalten. Der Verbandsvorstand. beschlossen worden, mit Serbien sowie Rumänien freundschaftliche Amerikaner, das 2003 der Kubaner zu erleichtern, Erfolg haben In Brandenburg haben von den streiken den Schuh- Beziebungen anzufnüpfen, um ein Gegengewicht gegen Bulgarien an möchten, aber ohne daß es zum Kriege fomme; der Botschafter machern 17 die Forderungen bewilligt bekommen. Im Ausstand gewinnen. Nach Belgrad soll demnächst ein Adjutant des Sultans schiene es für wahrscheinlich zu halten, daß der sind noch 27 Schuhmacher. in vertraulicher Mission entsandt werden. wissen, daß Brasilien an die Bereinigten " " Der spanische Minister des Auswärtigen, Gullon, erklärte einem Berichterstatter gegenüber, er lege der Ankunft des nordamerikanischen Stahlfreuzers Montgomery" vor Havana teine Bedeutung bei. Das Schiff diene lediglich Transportzwecken. " Ein internationaler Formerkongreß wird von dem Bertrauensmann der dänischen Former einberufen. Derselbe soll am 29. und 30. Mai d3. Js. in Kopenhagen abgehalten werden. Auf der Tagesordnung steht vorläufig: Internationale Regelung der Streitunterstützung und Reiseunterstüßung. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. Br. 60. 15. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 12. März 1898. Reichstag. 60. Sigung. Freitag, 11. März 1898, 2 Uhr. Am Bundesrathstische: Graf Posadowsky, Nieberding. Die zweite Berathung der Novelle zum Post dampfer Subventionsgesetz wird beim§ 1 fortgesetzt, durch welchen die Erhöhung der Subvention um 12 Millionen Mark für die Einrichtung vierzehntägiger Fahrten nach China festgesetzt wird. Abg. Dr. Hammacher( natl.): Der Abg. Molkenbuhr hat gestern gemeint, die Subvention fäme nur dem Lloyd zu gute. Herr Molkenbuhr übersieht jedoch dabei, daß der Lloyd bisher mit Verlust gearbeitet hat. Die Vorlage beabsichtigt auch nicht vor allem den Gütertransport zu fördern, sondern die Regelmäßigkeit und vor allem auch eine erhöhte Schnelligkeit der Dampferverbindung nach China zu erreichen und hierbei ist naturgemäß fein befonders hoher Gewinn zu erzielen. Abg. Richter( frf. Vp.): Für uns ist die Frage eine reine Zweckmäßigkeitsfrage, feine nationale. Wir meinen gerade im Interesse der nationalen Seeschifffahrt zu handeln, wen wir uns gegen eine Erweiterung der Subvention aussprechen. Die deutsche Seeschifffahrt steht an erster Stelle nach der englischen und hat diese Position ohne Subvention erreicht. Nun soll die Subvention noch erweitert werden. Die Subvention einzelner Linien wirkt aber gerade hindernd auf die Entwickelung anderer nationaler Berbindungen ein, während diese ohne das Hemmniß der Subvention emporblühen würden. Für das gewöhnliche Fracht. geschäft liegt ein Bedürfniß zur Vermehrung der Linie überhaupt nicht vor; die Hälfte des Transportes entfällt ohnehin auf aus ländische Produkte; das schließt natürlich nicht den geringsten Vorwurf gegen den Lloyd ein. Aber man höre auf, da von einer nationalen" Pflicht zu reden, wo auf die Deutschen nur ein geringer Bruchtheil des Vortheils entfällt. Es ergiebt sich ganz von selbst, daß auf die Ausländer ein größerer Rabatt fommt, als auf die Deutschen; das ergiebt sich naturnothwendig aus dem Geschäft. Bleibt noch die Post. Die Subvention fann nicht verhindern, daß die Postverbindungen sich verändern; so hat man jetzt bereits einen türzeren Weg über Amerika nach Yokohama. Wenn ich nicht irre, hat auch Herr Tirpik, weil er es eilig hatte, mit seiner Flotten vorlage von Ditafien nach Deutschland zu kommen, den Weg über Amerika benutzt.( Heiterfeit.) Man exemplifizirt auf Frankreich; dort hat aber gerade die Subvention hemmend auf die Entwicklung der Schifffahrt gewirkt. Wenn Sie, übrigens die Beförderung ein zelner Waaren auf den subventionirten Linien verbieten wollen, so erreichen sie dadurch nur, daß diese Waaren auf nicht subventionirten Konkurrenzlinien billiger eingeführt werden. Meine politischen Freunde werden also gegen die Vorlage stimmen. Staatssekretär Graf Posadowsky: Der Abg. Richter hat be hauptet, daß der Lloyd ausländische Passagiere bevorzuge. Demgegenüber bemerke ich, daß eine Vereinbarung mit dem Lloyd existirt, wonach er einzelnen Passagieren einen Rabatt von 20 pCt. auf den festgesetzten Fahrpreis bewilligen darf, um der Konkurrenz anderer Linien zu begegnen. Es ist jedoch ausdrücklich bestimmt, daß Auss länder dabei nicht bevorzugt werden dürfen. Abg. Richter( frs. Vp.): Ich habe nur behauptet, daß man gerade infolge dieser Bestimmung aus einem englischen Hafen a. B. billiger nach Ostasien fahren tann als von Bremen aus. Dem Lloyd habe ich keinen Vorwurf gemacht. § 1 wird darauf in der Fassung der Kommission gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und der freifinnigen Volkspartei an= genommen.§ 2 und§ 3 werden debattelos genehmigt. Der§ 4 enthält in der Kommissionsfassung die Bestimmung, daß die Dampfer für die ostasiatische Linie abwechselnd von Bremen und Hamburg ausgehen müssen. Hierzu liegt erstens ein Antrag Dr. Heim( 3.) und Genossen vor, dem§ 4 folgenden Zusatz zu geben: Der Unternehmer ist zu verpflichten, als Rückfracht nach europäischen Häfen Getreide, Fleisch oder Molkereiprodukte nicht zu befördern. es sich später herausstellte, daß der Mann thatsächlich leprakrant der Sammlung grade in diesem Moment bereit, für dieses Gesetz zu war. Wenn dies also Professor Bergmann passirte, wie stimmen, das nur der Industrie und dem Großhandel dient. Das viel eher werden da Schiffsärzte das Vorhandensein der Lepra- ist eine Selbstlosigkeit( Stürmische Heiterfeit links), denn von dem frankheit auf dem Schiffe übersehen. Es liegt also eine erhebliche Gesetz haben wir feinen Vortheil. Nur geschädigt wollen wir nicht Gefahr vor, daß die Leprakrankheit durch chinesische Arbeiter in die werden durch den subventionirten Preisdruck fremder landwirthdeutschen Häfen eingeschleppt werde. Nun zweifle ich ja nicht daran, schaftlicher Produkte. Von der Annahme bloßer Resolutionen halte ich daß, wenn es sich um eine Seuchengefahr für Schweine handelte, gar nichts. Wir müssen sicher gehen und werden deshalb für die Anträge die große Majorität des Hauses bereit sein würde, die entschiedensten Heim und Levehow stimmen.( Bravo! rechts.) Maßregeln zur Beseitigung der Gefahr zu ergreifen.( Abg. Bebel: Staatssekretär Graf Posadowsky erwidert, die Zahl der ResoSehr wahr! Hier aber ist ja nur eine Gefahr für den Arbeiterstand Intionen des Reichstages, denen der Bundesrath in den letzten vorhanden und da sagt man, ja das muß nun einmal ertragen Jahren Folge gegeben habe, sei doch eine sehr große. Wollte er sie werden, die Gefahr ist auch nicht so groß u. s. w. Ich meine aber nur aufzählen, so würde dem Hause angst und bange werden vor doch, wenn nun einmal das deutsche Volt so große Summen der modernen Vielregiererei. Die Aufnahme einer Bestimmung über hergeben foll, fo muß auch alles gethan werden, der um den Ausschluß der Wolle sei ganz un annehmbar. Gefahr einer Einschleppung der in Lepra die dentfchen Häfen vorzubeugen. Abg. Dr. Barth( frs. Vg.): Die Debatte ist recht interessant: Bielleicht wird man uns sie zeigt uns das eine: wenn die Herren sich nicht einmal bei Raffenhaß vorwerfen. Natürlich liegt uns so etwas vollständig tiefem kleinen Anlaß verständigen können, dann fern, wir hat es wollen nur die Arbeiter vor der Lepra schützen mit der Harmonie der Interessen zwischen Agrariern und schutzund erreichen, daß auf den mit deutschem Gelde subventionirten zöllnerischer Großindustrie, wovon bei der Politik der Sammlung so Linien auch deutsche Arbeiter Verwendung finden.( Beifall bei den viel die Rede ist, noch gute Wege. Die Agrarier muthen uns zit Sozialdemokraten.) geradezu eine Politik von Schöppenstädt. Auf der einen Seite foll Staatssekretär Graf v. Posadowsky: Ich bitte Sie, den An- von dem Gelde der Steuerzahler eine Dampferlinie subventionirt trag Molkenbuhr abzulehnen. Das Handbuch für die deutsche werden, auf der andern Seite aber soll eine Bestimmung geschaffen Handelsmarine enthält nicht die Angaben über die Durchschnitts- werden, die diejenigen Länder, wohin man die fubventionirten mannschaft, sondern Angaben beruhen auf den Mittheinischen Zwecken gemacht. Die Dampfer schickt, zwingen muß, sich feindlich gegen das Unternehmen der Rhedereien. Zahlen wechseln und es ist nach dem Handbuch unmöglich, eine der Steuerzahler. Die zu verhalten. Das heißt Verschwendung treiben mit dem Gelde Durchschnittszahl festzustellen. Bei der Fahrt durch das Rothe Meer find farbige Mannschaften erforderlich, die weiße Mannschaft würde dann 16 Tage, also ten dritten Theil der Fahrt von Bremen nach Shangai, müssig sein. Wir werden dahin wirken, die farbige Mannschaft aufs äußerste zu beschränken, ganz ausschließen läßt sie sich nicht. Ich gebe anheim, die Resolution anzunehmen. Die Aus führung des Antrags Molkenbuhr halte ich nach dem statistischen Handbuch für unmöglich. B Antrag Heim und den Zusatzantrag Levezzow stimmen. Bloße ReAbg. Gräfe( Reformp.) erklärt, seine Freunde würden für den folutionen außen nichts. Noch hat die Regierung nicht bewiesen, daß es ihr Ernst ist mit dem Schuße der nationalen Arbeit. Anträge Abg. Münch- Ferber( natl.): Ich habe bisher für alle die gestimmt, der nußen, obwohl ich Jndustrieller bin. Von dem Antrage Heim Landwirthschaft und Levehow kann ich mir keinen Nußen für die Landwirthschaft Abg. Dr. Heim( 3) befürwortet seinen Antrag. Es fei gefagt versprechen. Es würde durch ihn höchstens erreicht werden, daß die worden, für den Getreide Import eignen sich die Schnelldampfer australischen Wollen auf nicht fubventionirten Dampfern 6 Tage nicht. Um so anstandsloser könne der Antrag angenommen werden. später eintreffen. Jetzt sei die Regierung agrarfreundlich, der Vertrag mit dem Lloyd Millionen Kilo fremder Wolle jährlich. Wie lange Zeit würde die Die deutsche Textilindustrie verbraucht zwei werde aber auf 15 Jabre abgeschlossen, wer bürge unter dem deutsche Landwirthschaft brauchen, um die Schafzucht so zu heben, wechselnden Wind, daß die Regierung agrarfreundlich bleibe. daß diefes folossale Quantum auf beimischem Boden produzirt werMit Resolutionen sei gar nichts gethan. Er persönlich halte von den kann? Die deutsche Textilindustrie, die jetzt schon Resolutionen gar nichts. Er werde in diesem hohen Hause noch bei einen schweren Stand auf dem Weltmarkt hat, würde einer anderen Frage Gelegenheit haben, in dieser Beziehung Farbe zu einen verderblichen Schaden erleiden und bekennen. Er werde mit einigen seiner landsmännischen Freunde ventionirten Linien würden geschädigt werden. die subfür den Antrag Molkenbuhr stimmen, der den deutschen Arbeiter schützen wolle. Sein Antrag wolle den deutschen Bauer schüßen und deshalb bitte er um seine Annahme. Auf Antrag des Abg. Frbrn. v. Stumm( Rp.) werden die beiden folgenden Refolutionen mit zur Distuision gestellt: a) den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, mit dem Norddeutschen Lloyd eine Vereinbarung dahin zu treffen, daß der Reichsfangler die Befugniß erhält, landwirthschaftliche Produkte, welche mit denen der deutschen Landwirthschaft konkurriren, mit Ausnahme von Tabak, Häuten, Fellen und Wolle, von der Einfuhr durch die subventionirten Dampfer nach deutschen, belgischen und holländischen Häfen auszuschließen; b) den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, in den mit dem Unternehmer der Postdampfschiffsverbindungen mit Ostasien und Australien abzuschließenden Verträgen eine Bestimmung dahin aufzunehmen, daß farbige Schiffsmannschaften auf der australischen Hauptlinie in der Regel nicht, auf der ostasiatischen Hauptlinie aber nur für den Dienst in den Maschinen- und Kesselräumen insoweit verwendet werden dürfen, als die Verwendung europäischer Mannschaften aus gesundheitlichen Rücksichten unthunlich ist. Bräsident v. Buol schlägt nunmehr vor, auch folgenden Antrag des Grafen zu Jun- und Knyphausen( fonf.) zur Debatte zu stellen. Der Reichstag wolle an stelle der von der Kommission be= antragten Refolution folgende Resolution beschließen: Den Herrn Reichstanzler zu ersuchen, mit dem Norddeutschen Lloyd eine Vereinbarung dahin zu treffen, daß der Reichskanzler die Befugniß erhält, landwirthschaftliche Produkte, welche mit denen der deutschen Landwirthschaft konkurriren, von der Einfuhr durch die fubventionirten Dampfer nach deutschen, belgischen und holländischen Häfen auszuschließen." unter den Tropen könnten aus hygienischen Gründen Weiße Abg. Fritzen( 8.) erflärt sich gegen den Antrag Molkenbuhr; als Heizer nicht benutzt werden. Zum Schutze der Landwirthschaft sind wir gern bereit, aber von dem Verbot der Einfuhr australischer Wolle durch die Subventiousdampfer hätte die Landwirthschaft feinen Nutzen. Zu Resolutionen haben wir auch kein allzu großes Vertrauen.( Hört! Hört!) Aber der Antrag Heim muß doch große Bedenken hervorrufen, da er beim Abschluß neuer Handelsverträge hinderlich sein würde. Dagegen verdient die Resolution des Abg. v. Jun- und Kuyphausen angenommen zu werden. Darauf wird die Diskussion geschlossen. Es liegt ein Antrag auf namentliche Abstimmung über den Antrag Molfenbuhr vor. Abg. Dr. Barth beantragt namentliche Abstimmung über den Antrag Zevehow. Abg. v. Kardorff( Np.) bemerkt dagegen zur Geschäftsordnung, daß ein Antrag auf namentliche Abstimmung schriftlich und von 50 Mitgliedern unterstützt eingereicht werden müsse. Abg. Singer( So) bittet den Abg. v. Kardorff, ehe er sich auf die Geschäftsordnung berufe, diese doch erst zu lesen.( Heiterkeit links.) Es sei nach dieser lediglich eine Unterstützung durch 50 Mitglieder nöthig; von einer schriftlichen Einreichung sei gar feine Rede. Ju namentlicher Abstimmung wird hierauf der Antrag Molkenbuhr mit 172 Stimmen gegen 39 Stimmen abgelehnt. Dafür stimmten nur die Sozialdemokraten und einzelne Zentrumsmitglieder. Der Antrag Dr. v. Levezom wird in namentlicher Abftimmung mit 157 Stimmen gegen 47 Stimmen abgelehnt. Dafür stimmen nur die Mehrheit der Konservativen und ein kleiner Theil des Zentrums. Ein Abgeordneter enthielt sich der Abstimmung. die Regierung der Resolution zustimmen wird, denn in Preußen ist es Staatssekretär Graf v. Posadowsky: Ich glaube nicht, daß Grundfaß, daß es nur Kanäle baue, die sich rentiren. Abg. Müller- Fulda: Die Annahme der Resolution ist durchaus nothwendig, und ich hoffe, die Regierung wird soviel Einsicht hahen, ihr ftattzugeben.( Sehr richtig! im Zentrum und links.) Ferner beantragt Abg. Moltenbuhr( Soz.) folgenden Zusatz: Der Unternehmer ist verpflichtet, für die Ausreise der Dampfer so viele weiße Schiffsleute anzumustern, als die Dampfer nach dem vom Reichsamt des Innern herausgegebenen Handbuch für die deutsche Handelsmarine an Befagung haben sollen." Abg. Molkenbuhr( Soz.): Die Anträge der Herren Dr. Heim Der Antrag Dr. Heim( 3.) wird ungefähr mit der gleichen Ein von Graf v. Arnim( Rp.) eingebrachter, mit der Mehrheit wie der Antrag v. Levezow abgelehnt. Der§ 4 wird in und Genossen stehen in eigenthümlichem Widerspruch zu dem Refolutior a fast wörtlich übereinstimmender Antrag wird zurädder Kommissionsfaffung mit großer Mehrheit angenommen. ganzen Subventionsgesetz.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) gezogen. Einmal sollen die deutschen Steuerzahler Geld hergeben, um eine Es folgt die Abstimmung über die Resolutionen. Die Reso Aby. Dr v. Levehow( t.): Die Landwirthschaft hat von der lution a wird mit dem Abänderungsantrag des Grafen zu Junregelmäßige und schnelle Verbindung zwischen Deutschland und Dit Vorlage wenig zu erwarten, wir gönnen aber Handel und Industrie und Knyphausen angenommen, ebenso wird die Resolution b aften zu unterhalten, andererseits aber verbietet man den Schiffen Rück gern jede Unterstügung. Nur direkten Schaden darf die Landwirth- angenommen. Gegen beide Resolutionen stimmen Sozialdemo frachten aufzunehmen, um die deutsche Konkurrenz nicht zu schädigen. fchaft nicht davon haben, und ein Schaden wäre es, wenn die fraten und die freisinnigen Gruppen. -In dem Antrage find nur vorwiegend landwirthschaftliche Bro- tonfurrirenden landwirthschaftlichen Produkte durch die fub= dukte genannt. Aus Ostasien kommen diese ja nun nicht, wohl aber ventionirten Dampier schneller und billiger nach Deutschland einSchließlich wird noch eine dritte Resolution beantragt: aus Australien. Was sollen dann aber die subventionirten Dampfer geführt würden. Die Kommission hat diesen Schaden durch die AnDer Reichskanzler möge, um dem süddeutschen Binnenlande aus Australien zurückbringen? Ohne Ladung tönnen sie nicht zurücknahme einer Resolution zu verhindern gesucht. Sie geht mir aber den Anschluß an die Ausfuhrhäfen zu erleichtern, dahin wirken, tehren, sonst wäre die Existenzfähigkeit der Linie auch mit der Sub nicht daß die Erhebung von Schifffahrtsgebühren auf dem Main unterweit genug. Ich erkläre mich deshalb für den bleibt. vention in Frage gestellt. Mit demselben Recht könnte auch die Antrag Heim, 821 dem ich beantrage, das Wort Wolle" Industrie verlangen, dagegen geschützt zu werden, wenn später binter Abg. Frhr. v. Stumm( Rp.) bittet, die Resolution abzulehnen, dem Worte Fleisch" einzufügen. Die vielleicht Garn aus Japan in Deutschland eingeführt werden sollte. der australischen Wolle, die als Rückfracht billig befördert werden zu statuiren. Konkurrenz da es nicht angehe, für einen einzigen Fluß eine solche Ausnahme Uebrigens wird ja immer gesagt, es handele sich hier um möglichst würde, ist für die heimische Landwirthschaft besonders gefährlich. schnell fahrende Schiffe, die tönnten nicht so viel Fracht aufnehmen. Ich befürchte nicht, daß durch die Annahme des Antrages Heim Wünsche zahlreicher süddeutscher Interessenten. Der Main sei stets Abg. Dr. Hammacher( natl.) verweift demgegenüber auf die Nun, dann können sie eben auch nicht viel landwirthschaftliche das Zustandekommen des Gesetzes gefährdet würde. Redner erklärt zur Schifffahrt benutzt worden, jezt nachdem die Mainkanalisation Produkte einführen. Unter Umständen tann aber der Antrag des fich gegen den Antrag Moltenbuhr, der undurchführbar sei. Dr. Heim gerade der Landwirthschaft gefährlich werden. Wenn vorgenommen fei, verlange man Kanalgebühren. Er hoffe, daß die Abg. Frhr. v. Stumm( Rp.) spricht sich gegen den Antrag des Resolution angenommen werde. zum Beispiel in Australien ein ganz vorzüglicher Weizen ist, den Abg. Heim aus, der völlig unannehmbar sei. Eine solche Vorschrift man hier zur Aussaat haben will, so tann es leicht geschehen, gehöre nicht ins Gefeß, sondern höchstens in den Vertrag mit dem daß er mit den anderen Dampfern nicht schnell genug Lloyd. Deshalb möge man sich auf die Annahme der von der Komhierher kommt, während ihn die schnell fahrenden subventionirten mission beantragten Resolution beschränken. Manchmal hätten solche Dampfer nicht befördern dürfen. Der Antrag Heim mag vielleicht Resolutionen allerdings nur einen akademischen Werth, aber doch geeignet sein, gewissen agrarischen Kreisen, die bisher der Vorlage nicht in den Fällen, wo sich die Regierung wie hier ausdrücklich mit feindlich gegenüber standen, dieselbe sympathischer zu machen, in ihnen einverstanden erklärt habe. Ein für die Industrie so unentWirklichkeit aber wird durch ihn nichts geändert; die landwirth behrliches Rohprodukt, wie Wolle, dürfe auf keinen Fall von der schaftlichen Produkte Auftraliens tommen doch zu uns, nämlich auf Beförderung auf diesen Linien ausgefchloffen werden. den nicht subventionirten Linien. Schließlich kommt noch hinzu, Staatssekretär Graf Posadowsky: Ich warne davor, im daß man nicht nur Getreide und Fleisch, sondern auch Wolle aus Jutereffe der deutschen Landwirthschaft Mittel zu ergreifen, die ihr fchließen will. Die Wolle braucht aber unsere Industrie sehr noth nichts nüßen. Deutschland kann feinen Bedarf an Wolle nicht selbst wendig und es fann sehr leicht kommen, daß sie infolge dieses produziren. Die deutsche Textilindustrie braucht jährlich Wolle- Einfuhrverbots in eine Verlegenheit tommt, aus der ihr auch 170 000 Tonnen ausländischer Wolle. Von diesen 170 000 Tonnen tönnen. die deutsche Landwirthschaft nicht helfen kann. kommen nur 5470 Tonnen auf subventionirte Linien. Was Abg. Dr. Heim( 3.) erwidert, gerade durch die Kanalisation Ich komme nun zu meinem Antrag. Man hat immer be- will diese geringe Bahl bedeuten. Und wenn wir der sei der Floßverkehr schwer geschädigt worden. hauptet, daß die Deutschen das Klima in den Tropen nicht vertragen australischen Wolle auch die Einfuhr auf subventionirten Linien ver- Die Resolution wird hierauf angenommen. Nächste Sigung und in der Kommission wurde ja auch ein Brief eines Schiffsarztes schließen, sie kommt doch. Der Zeitpunkt für die Einführung eines Dienstag 1 Uhr.( Zweite Berathung der Militär- Strafprozeßverlesen, wonach die deutschen Arbeiter in den chinesischen Ge- Wollzolles ist verpaßt. Ich will mich nicht auf eine große handels- Reform.) wässern die Hiße nicht vertrügen. Es ist nun merkwürdig, daß nach politiche Debatte einlassen, aber ob es richtig ist, daß in einem Schluß 612 Uhr. Ansicht der Rheder das Klima in den Gegenden zwischen dem 70. Augenblick, wo die Vertreter der Landwirthschaft doch auch im und 110. Meridian östlicher Länge, die Gesundheit der deutschen eigenen Interesse eine Politit der Sammlung einArbeiter ernftlich gefährdet, daß aber in den Gegenden zwischen schlagen wollen, burch ein solches Verlangen eine ge= dem 30. und 40. Meridian westlicher Länge in Südamerika waltige Industrie wie die Textilindustrie es Ju der Budgetkommiffion des Reichstages wurde gestern zits und auch in den australischen Gewässern diese Gefahr ist, zu beunruhigen über fünftige Absichten, erscheint nächst die vom Reichsamt des Innern zurückgestellte Etats- Pofition für die Gesundheit nicht vorhanden sein soll. Woran mir doch sehr zweifelhaft. Auch das Ausland könnte ein Reichstags Präsidialgebäude" bewilligt, nachdem der Referent, liegt das? Ja, meine Herren, das liegt ganz einfach daran, daß solches handelspolitisches Vorgehen mißdeuten. Die Regierung ist Abg Singer, hervorgehoben, daß die vom Geb. Banrath Wallot man in den ostasiatischen Häfen sehr billige Ersatzkräfte in den gewillt, für die Landwirthschaft alles zu thun, was sich innerhalb umgearbeiteten Pläne, wie sie jetzt vorliegen, gegenüber den früheren chinesischen Arbeitern bekommen fann.( Heiterfeit und sehr richtig! Der bestehenden Handelsverträge für sie thun läßt, und nach Ablauf weit zweckmäßiger erscheinen und die Anschläge von 750 000. links.) Ferner muß ich noch auf eine Gefahr hinweisen, die in der der Handelsverträge in eine erste und wohlwollende Prüfung darüber nicht überschritten werden würden, während nach den früheren Einstellung chinesischer Arbeiter auf deutschen Schiffen liegt, ich meine einzutreten, was in Zukunft für sie zu thun ist. Von dem Antrage Plänen über eine Million erforderlich gewesen wäre. Sodann die Einschleppung der Lepra. Es ist erwiesen, daß zum Beispiel in Heim wird die Landwirthschaft positiv nicht das geringste haben. stand der Etat des allgemeinen Pensionsfonds zur Be Kalifornien die Lepra auftrat zu der Zeit, als dorthin Chinesen in Ich warne Sie, ihn anzunehmen, und bitte Sie, für die Resolution ratbung. Der Referent Müller- Fulda legt dar, daß die Steigerung der großer Masse tamen. Uebrigens ist es durchaus nicht leicht, genau der Kommission zu stimmen. Gesammtausgaben gegen das Vorjahr 3256012 oder 61/4 pCt. betrage. festzustellen, ob jemand an Lepra erkrankt ist oder nicht. Hat doch Abg. Dr. Hermes( frf. Bp.) erklärt fich gegen alle Anträge, die Die Hauptsteigerung entfalle jedoch nicht auf die Pensionen für selbst der hiesige Professor Bergmann die Lepra an einem ihm zur auch der Landwirthschaft feinen Nuhen bringen würden. Offiziere, sondern auf die Pensionen der sogenannten FriedensUntersuchung vorgeführten Manne nicht feststellen können, während Abg. v. Plök( f.): Die Agrarier sind im Interesse der Politik invaliden( Feldwebel, Unteroffiziere und Gemeine). Für Offiziere die Regierung würde in Bayern das Gefühl hervorrufen, daß man Abg. Dr. Heim( 3.): Die Nichtannahme der Resolution durch von Bayern Opfer für den Einheitsgedanken fordere, daß es aber auf der anderen Seite mit der Bruderliebe nicht weit her sei. D Abg. Graf Limburg Stirum( t.): Durch die Kanalisation tönnen doch tiefer gehende Schiffe fahren, ein Vortheil, der doch den Süddeutschen zu gute kommt und den sie nicht umsonst verlangen " " Parlamentarisches. Betrage die Steigerung etwa 2 pet, für die zweite Stategorie etwas schichte nicht paßte, haben das Wert bei der Verlagsbuchhandlung ist. Brentano war vor mehreren Jahren eine zeitlang„ Dramaturg" 14 pCt. Die lehtere Steigerung sei feit Erlaß des Gesetzes vom von Reinhold Schwarz in Berlin, Roppenstraße 96, des Wintergartens, trat dann als Mitarbeiter von Zeitungen auf 22. Mai 1898 besonders start hervorgetreten; dieses Gesetz beschränke wieder abbestellt. So auch ein hiesiger Nachbar. Kaum ein paar und hatte jegt in der Königgräberfir. 55 ein„ Literarisches Bureau". die Annahme bezw. den Fortfall der Pension auf die im Bivil. Tage nach der Abbestellung erhält nun der Betreffende von den Seine Stellung im Wintergarten hatte er aufgeben müssen, weil ihn Staatsdienst Angestellten und erhöhe das nicht anrechnungs Rechtsanwälten Rothenberg und Dr. Edelstein in Berlin die Gläubiger überliefen. Die Verhaftung soll mit Finanzoperationen fähige Zivildienst- Einkommen von 800, 300, 450 und 600 M. eine gedruckte Aufforderung mit folgendem Wortlaut: zusammenhängen, welche Herr Brentano zur Ausbesserung seiner auf 600 refpettive 900, 1200 und 1400 Mart. Das Gesetz petuniären Verhältnisse unternommen habe. Hochachtungsvoll Rothenberg, Vlechtsanwalt. Man steht hier vor einem Räthsel. Ein chriftlich empfohlenes Werk, meist armen Leuten aufgeschwatt; es wird abbestellt, Mechts. androhung, Kostenforderung und dergleichen. Der geheimnißvolle Kolporteur hat niemanden feine Adresse oder Namen angegeben und nun diese Neberraschung. Es ist selbstverständlich, daß die Leute in Aufregung gerathen sind. Aber die Sache muß auch in großartigem Maßstabe betrieben werden, weil man gedruckte Formulare bei den Rechtsanwälten dazu benutzt und sicherlich lassen die Herren nicht blos 10 oder 50 Formulare drucken, sondern wohl gleich hunderte oder tausende. Vielleicht weiß einer unserer Leser näheres über das christliche Geschäftsunternehmen zu melden. Ronsul Leop. Auerbach, fowie die früheren Juhaber der vor etwa Im Untersuchungsgefängniß sind gestern der Kaufmann und neun Monaten in Konturs gerathenen Firma Weinert u. Cohn eingeliefert worden. Dem Vernehmen nach ist gegen die beiden zuletzt Genannten ein Verfahren wegen betrüglichen Bankrotts und Wuchers eingeleitet worden. Auerbach wird der Beihilfe beschuldigt. Ter Selbstmord im Thiergarten, über den wir gestern be. richteten, ist jest aufgeklärt. Der Mann, der sich in der Nähe des Neuen Secs erfchoß, ist der 41 Jahre alte Kellner Richard Hempel aus der Resselsfir. 41. Pekuniäre Sorgen sollen den Mann in den Tod getrieben haben. Gesunken ist gestern, Freitag, Nachmittag an der Schloßbrücke zu Gharlottenburg ein mit Bauschutt beladener Spreekahn, der an einen Prellbock anlief und leck wurde. Die Mannschaft konnte fich retten. Der Kahn gehört dem Schiffer Karl Schade aus Eichhorst. Theater. Im Schiller Theater wird Sonntag Abend Lee's neue Komödie Hans Wurst in Berlin", Sonntag Nachmittag als fünfte Borstellung im zweiten Schiller- Cyclus„ Don Carlos“ gegeben. Heute geht die Posse„ Ein gemachter Mann" in Szene. Für die Sonnabend, den Gedicht von Henrik Ibsen, beginnt, um vielseitigen Wünschen zu entsprechen, 19. 5. Mts. stattfindende erste Aufführung von Brand", dramatisches der Vorverkauf anstatt Donnerstag bereits sechs Tage vorher, d. i. Montag, ben 14. b. Mets. Ber das Berlin W., den 24./2. 98. fichere dagegen den im Kommunal dienst Angestellten den Geehrte Fraut! Mittels eigenhändig unterschriebenen Bestellunverkürzten Bezug der Penfion überhaupt. Seitdem mache scheines haben Sie bei der Verlagsbuchhandlung von Reinhold wird jetzt bekannt, daß das weibliche Wesen, welches sich gemeinsam Zu dem Doppelselbstmord in dem Gasthof an der Stadtbahn fich das Bestreben geltend, die Pension auch allen im Staats. Schwarz in Berlin- Koppenstr. 96- das Werf Evangelisches mit dem Kaufmann Scheel aus Neubrandenburg getödtet hat, die Zivildienst Angestellten unverkürzt zu sichern. Hierüber liegen eine Haus- und Predigtbuch" bestellt. Trotzdem sind Sie Ihrer Vers 22jährige Plätterin Juliane Walkowiak aus dem Posenschen ist. Sie Menge Petitionen vor. Würde diesen Folge gegeben, so würde die pflichtung nicht nachgekommen und haben die Annahme der Sendung hat im vergangenen Jahre als Amme in Strelitz gedient und ist Gesammtausgabe für die Friedensinvaliden alsbald um weitere verweigert. Im Auftrage der genannten Buchhandlung ersuche ich dann zu einer Frau H. in der Waisenstraße gezogen, wo sie bis zum 500 000 W., auf mindestens 20 Millionen steigen. Die Forderung, Sie nun hiermit, zur Vermeidung sofortiger am hiesigen 1. d. M. gewohnt hat. Ueber die Ursachen zum Selbstmord ist noch hinsichtlich des Fortbezugs der Pension, Staats- und Kommunal tgl. Amtsgericht I anzustellender Klage sich binnen nichts bekannt geworden. dienst gleichartig zu behandeln, habe gewiß ihre Berechtigung; jedoch einer Woche zur Abnahme des erwähnten Werkes unter den ver nur in der Voraussetzung, daß es sich in allen Fällen des Pensions- einbarten Bedingungen bereit zu erklären und an mich an Anwalts: bezugs um eine wirklich vorhandene Ganz oder Halbinvalidität, gebühren und Auslagen für dies Aufforderungsschreiben porto und dadurch verminderte Erwerbsfähigkeit handle. Das Gesetz von frei 1,20 m. zu senden. 1898 scheine jedoch nicht in allen Fällen in diefem Sinne angewendet zu werden und es lägen zahlreiche Beispiele vor, welche den Glauben erwecken, als ob bei Bewilligung der Invalidenpension an sogenannte Friedensinvaliden mehr im Sinne der Anerkennung für eine lang jährige gute Militärdtenftführung als nach den Prinzipien des Gesetzes gehandelt würde. Ebenso scheine die Nachuntersuchung nicht dem Zweck des§ 100 entsprechend durchgeführt zu werden, vorausgesetzt, daß solche überhaupt erfolge. Die Vermehrung der Pensions empfänger feit 1891 dürfte diese Annahme bestätigen. Seit 6 Jahren zeige fich hier eine Steigerung um 98 pet. Die ganze Entwicklung diefer Aus gabe verdiene Beachtung und da es auf die Dauer kaum zulässig sein werde, den im Gesetz von 1898 gemachten Unterschied zwischen Staats. und Kommunalbeamten aufrecht zu erhalten, empfehle fich genauefte Bandhabung des Gesetzes in bezug auf Buerkennung des Invalidencharakters Au dem ,, Georg Herwegh- Abend", der am Sonntag, den und alljährliche Nachrevision, ob die ursprünglichen Voraussetzungen Vororte foll, wie eine Lokalforrespondenz meldet, zum Zwecke eines Mitgliedern des Schiller Theaters Fräulein Barth und die Herren Eine Vereinigung der Zigarrenhändler Berlins und der 13. März, im Bürgersaale des Bathhauses stattfindet, wirken von geminderter Erwerbsfähigkeit noch vorhanden sind, damit ohne zu Kampfes gegen das Bazar- und Massenkonkurrenzwesen gegründet Ewald Bach und Max Laurence mit. weit gehende Belastung der Reichsfinanzen den Bittgefuchen der im werden. Nach den vorläufig aufgestellten Statuten soll der Verein lyrische Stücke des als Lyriter noch zu wenig gewürdigten Dichters Zum Vortrag gelangen Staatsdienst befindlichen Friedensinvaliden nach Möglichkeit ent- gemeinschaftliche Bezugsquellen erwerben und für sämmtliche Mit und die machtvollen politischen Dichtungen, die den Gefühlen ber sprochen werden kann. Generallieutenant v. Viebahn erklärt, die glieder gleiche Bigarrenmarken einführen. Dadurch, daß die versturmbewegten Zeit von 1848 den kräftigsten Ausdruck gaben. Den Prüfung sei außerordentlich sorgsam, die Anwendung des Gesetzes schiedenen Bigarrenmarken bei den sämmtlichen Vereinsmitgliedern einleitenden Vortrag hält Dr. R. Löwenfeld. gewissenhaft und in Preußen, Sachsen und Württemberg einheitlich gleiche Nummern führen und die Kunden somit, gleichviel in welcher geregelt. Die Steigerung fei eine Folge davon, daß man bemüht Stadtgegend sie sich befinden, immer diefelbe Bigarre erhalten können, nachmittags 22 Uhr, im Thalia Theater zwei Stücke von Goethe zur AufDie Nene freie Volksbühne bringt am Sonntag, den 13. März, fei, allen berechtigten Ansprüchen zu genügen. Der fächsische soll der Kampf um die wirthschaftliche Existenz unterstützt werden. führung: Die Geschwister", Schauspiel in 1 Alt, und„ Die Mitschuldigen", Oberst Graf Bißthum v. Eckstädt und der württembergische Jedes Vereinsmitglied erhält als Vereinsabzeichen ein Schild. Als Lustspiel in 3 Aften. Generalmajor Freiherr v. Watter schließen sich dieser Er aufnahmefähig in diese Vereinigung sind alle Zigarrenhändler, welche tlärung an. Abg. Müller Fulda hebt hervor, daß die Steige- nicht mehr als zehn Verkaufsstellen besitzen. Die monatlichen Bei Brug der Invaliberklärten in Preußen und Württemberg den träge für die Vereinigung betragen 3 M. In einer in der nächsten Prozentsatz in Sachsen weit übertreffe. Er möchte eine Angabe Woche stattfindenden Versammlung wird über diese Vereinigung ein darüber, wie viele Feldwebel nicht invalide abgehen. General endgiltiger Beschluß gefaßt werden. Diese gegen Loefer it. Wolff Lieutenant v. Biebahn betont, daß die Militärverwaltung streng nach gerichtete Koalition beweist abermals, daß auch die kleineren Gewerbe: den Grundfäßen des Rechts verfahre. Die gewünschte Nachweisung treibenden in dem einst so geloblen Segen der freien Konkurrens fagt er zu. An der Debatte betheiligen fich noch die Abgg. ein Haar gefunden haben. v. Bennigsen, Dr. Hammacher, Prinz Arenberg, Gröber, Bebel und Konzerthaud Leipzigerstraße. Geit einem guten halben Singer. Die Anfäße des Etats werden schließlich unverändert ge- Verkaufsstände für Postwerthzeichen. Unter der Spizmarte Jahre ist jenes Institut, welches ehedem zu den wenigen Unter nehmigt und folgende vom Abg. Gröber beantragte Refobeamten werden gegenwärtig durch unwichtige, aber zeitraubende Sängergesellschaft mit Beschlag belegt worden. „ Schaltertioste" wird postoffigiös geschrieben:„ Die Schalter nehmungen für beffere Konzertmusit zählte, von der Hoffmann'schen Lution angenommen: Anscheinend ist das Den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, über die Gründe der Den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, über die Gründe der Dienstverrichtungen wie Einzelverkauf der Werthzeichen, Gewichts- Glück dem neuen Unternehmen günstig; wenigstens fanden wir, als auffallenden Zunahme und Ungleichheit der in einzelnen Stonermittelung gewöhnlicher Briefe auf Ersuchen des Bublifums 2c. er wir gestern einer Bremière" beiwohnten, den großen Soal faft tingenten gewährten Invalidenpenfionen dem Reichstag eine nähere erschwert und die Abfertigung des übrigen Publikums verzögert; hingestellt worden, der seine Opfer haufenweise verfchlingt, und vor heblich in Anspruch genommen. Dadurch wird das Annahmegeschäft vollständig besetzt." Das Publikum ist oft als der gierige Drache Darlegung zugehen zu lassen." Beim Etat des Reich 3- Invalidenfonds bemerkt auch leidet darunter die zuverlässige Erlebigung der Arbeiten. Es dem die Direktoren der Vergnügungsstätten um Herbeifcheffung Müller- Fulda, daß die Zahl der unterstützten Veteranen zwar von wäre daher erwünscht, die Schalterbeamten, wenigstens bei den neuer Attraktionen in fleter Sorge Leben müssen. 15 000 auf 20 000 gestiegen fei. Noch aber gebe es 8094 Veteranen, großen Postanstalten, von jenen unwichtigeren Geschäften möglichst Stonzerthaus besucht, wird finden, daß diese Charakteristik überdie trotz gesetzlichen Anspruchs feine Unterflügung beziehen. Er beaus zu befreien. Um dies zu erreichen, wird beabsichtigt, in den Schalter trieben ist. Abend für Abend treten hier acht Herren auf und geben tragt folgende Resolution: vorräumen solcher Postanstalten, wo ein Bedürfniß dazn vorhanden eine Anzahl harmloser Lieder ernsten und heiteren Jubalts zum Den Herrn Reichsfangler zu ersuchen, die Mittel, welche zur ist,. a. nur während der Stunden des stärkeren Verkehrs, einen Besten; den Beschluß des Programme bildet ein gleichfalls feder Den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, die Mittel, welche zur Gewährung der Beihilfen von 120 W. an alle nach dem Gesetz besonderen Verkaufsstand einzurichten, der sich mit dem Einzelverkauf Schärfe entbehrendes Ensemblespiel. Gin Nentier aus Boffen fommit vom 22. Mai 1895 Art. III als Anwärter anerkannten Veteranen Bostanweisungen zc. zu befäffen bat, und außer mit den zur Unter Publikum flatscht Beifall, wenn der Herr, der die weibliche Rotte von Werthzeichen und von Formularen zu Postpacketadressen, als Echwerenöther nach Berlin; seine Frau folgt ihm heimlich. Das bringung von Werthzeichen nöthigen Mappen noch mit einer Brief: spielt, nach einander vier Seidel Bier austrinft; schier endlos ist waage ausgerüstet ist. Die Inhaber der Verkaufsstände sollen aus der Applaus aber, wenn die ganze Gesellschaft in einer Art den Reihen der Privatpersonen entnommen werden; für ihr Ver Barrisontoflüm hältniß zur Postverwaltung und für ihre Thätigkeit werden diefelben diefes Dramas, der unter dem Titel" In Zoffen" gestern un und Musik macht. Der zweite Theil Grundsäge maßgebend sein, welche nach Abschnitt VIII§ 20 der ersten Male gegeben wurde, befaßt sich mit der Gardinenprebigt, A. D. A. für die von Privatpersonen verwalteten amtlichen Vers die der heimkehrende entier über sich ergehen lassen muß; be faufsstellen" gelten. Die neue Einrichtung wird zunächst versuchs bentend verschlimmert wird die Situation des Aimen durch einige weise bei den Postämtern I in Altona, Gifurt, Frankfurt( Main), weibliche Bekanntschaften, die ihm bis in die Waterstadt nachgelaufen Hannover, Leipzig, Magdeburg und Wiesbaden, bei dem Poftamte kommen. Natürlich löst sich auch diesmal alles in Jubel und WohlLeipzig V. sowie bei einem werliner Poftamte ins Leben treten. gefallen auf und das durchaus ehrbare Familienpublikum geht vers Von dem Ausfalle des Versuches wird es abhängen, ob der Eine gnügten Sinnes nach Hause. Dem preußischen Abgeordnetenhause ist ein Antrag Bieres richtung eine weitere Ausdehnung gegeben werden kann. So ans Feuerbericht. Donnerstag Abend, kurz nach 7 11hr, erfolgte und Wiltan( t.) und Genossen betreffend Vorlegung eines Gesetz genehm wie die Neuerung ist, so gräulich ist der Name, unter welchem entwurfs über die Kreisabgabenpflicht der Gesellschaften mit be fie in's Leben tritt. Giebt es kein anderes Wort als Schalter gelaufenes Betroleum in Brand gerathen, wodurch verschiedene gleichzeitig Alarm nach drei Brandstellen. Kur str. 38 war ausschränkter Haftung und ein Antrag v. Mendel Steinfels( t) tiost"? Wirthschaftsgegenstände zerstört wurden. Charlotten str. 37 und Genossen betreffend Maßregeln gegen Viehseuchen und Ein Tie Thiergarten Verwaltung ficht, wie wir hören, den Bebatten Gardinen und Möbel Feuer gefangen, und Gughafener führung der obligatorischen Fleischschau zugegangen. ftrebungen auf Schaffung von großen, dem Sport bienenden Wegestraße i war in einer Chemikalienfabrit ein Schadenfeuer abzu de danzügen im Thiergarten direkt ablehnend gegenüber. Sie meint verschen, das die Wehr über eine Stunde beschäftigte. Kommunales. tändigerweise, daß man auf die Hunderttausende, die zu Fuß im 11 Uhr ging Friedrichstraße 75 ein Theil eines PosamentenAus der Magistratsfigung am Freitag. Die Sommer: Thiergarten Erholung und Erfrischung suchen, anehr Rücksicht nehmen geschäfts in Flammen auf. Auch hier hatte die Wehr längere Zeit ferien ber höheren Lehranstalten Berlins find dahin huldigen, fie fürchtet vor allem aber auch, daß der Thiergarten Wasser zu geben. Kurz darauf mußte Io ach i m ſtr. 15 ein Balkens müiffe, als auf die wenigen, die dem Reit- und dem Wagensport abgeändert worden, daß dieselben auf die Zeit vom 9. Juli bis feinem Charakter als Park beeinträchtigt werde, wenn man die ge- früh 11 Uhr fam Stur str. 17 in einem Puppengeschäft ein Brand 16 August verlegt worden sind. Die städtische Schut planten breiten Fahrstraßen, die der Wagensport erfordere, anlege. auf, ohne jedoch einen erheblichen Schaden anzurichten. Abends Deputation, welche gegenwärtig aus 32 Mitgliedern besteht, bei deren Sizungen aber noch 10 Schulinspektoren und ein Magistrats: 61/2 Uhr erfolgte gleichzeitig Alarm nach Mulad str. 28 und Affeffor mitberathen, fell auf Antrag der Stadtverordneten- Verfamm lung und nach Beschluß des Magistratskollegii um zwei Mitglieder Prinsen str. 73. Jn beiden Fällen handelte es sich um unbedeutende Zimmerbrände. vermehrt werden, und zwar durch einen Stadtverord und einen Bürger- Deputirten. Für den Eintritt des Stadtverordneten in die Die Nachricht, daß der Minister des Innern den Boligcis Aus den Nachbarorten. del bomb Deputation wird die erforderliche Genehmigung der Regierung nach. präsidenten angewiefen habe, mit besonderer Strenge jede Demons Den Parteigenossen von Tempelhof zur Nachricht, daß zuz gesucht werden, für den Bürger- Deputirten ist dies nicht erforderlich, ftration auf dem Friedhof der Märzgefallenen zu verhindern, hat weil die Vermehrung der Bahl der Bürger- Deputirten in der fich, wie die Berliner Zeitung" schreibt, als unzutreffend erwiesen, der am 15. März stattfindenden Gemeinderaths Wahl, in welcher Deputation in dem Belieben der städtischen Behörden steht. Da sie just an demselben Tage von einem Magistrate- Offiziofus in awei Hausbesitzer zu wählen sind, uns feine geeigneten Kandidaten Die Große Berliner Straßenbahn hat beim Polizeipräsidium die Welt gefeßt wurde, wo sich im Rothen Haufe die Schreckens sur Verfügung stehen. Es wird deshalb Wahlenthaltung Die Große Berliner Straßenbahn hat beim Polizeipräsidium funde verbreitete, daß der Stadtv. Perls die Niederlegung eines empfohlen. Der Vertrauensmann. mid bei der Verkehrsdeputation die Genehmigung zur Einführung Stranzes durch eine Deputation der Stadtverordnetenverfammlung In Weißensee sind die Kommunalwahlen zur 3. Klaffe des mit dem 4. April d. J. in Gilligkeit tretenden Fahrplanes für beantragen werde, so lagen Ursprung und Zweck jener Meldung, wie plöglich auf Dienstag, den 15. März, anberaumt worden. die fogenannten Arbeiter Frühwagen für folgende Linien Wahl findet in allen drei Bezirken von Mittags 11-1 Uhr statt. nachgefucht: 1. Rigdorf( Verbindungsbahu)-Hallesches Thor: Ab. das Blatt schreibt, klar zu tage. fahrt 5.20 und 6 Uhr; 2. Rigdorf( Verbindungsbabu)-Echönhauser Bersteuerte Hunde waren nach dem Jahresbericht der städtis Der 1. Bezirk wählt im Schloßrestaurant, Rönig- Chauffee. Kandidat Der 2. Bezirk im VereinsAllee( Ecke Pappel- Allee): Abfahrt 6 Uhr; 3. Gesundbrunnenschen Stenerdeputation im letzten Jahre in Berlin 23 329 vorhanden, ist Genosse Albert Taubmann. Moltenmarkt: Abfahrt 5 Uhr und 5.13; 4. Rosenthaler Thor- 517 mehr als im Jahr vorher. Die steuerfreien Hunde haben sich haus, Charlottenburgerstraße. Kandidat: Genosse Gerstenberger. Moabit( Waldstraße): 5.20 und 6 Uhr; 5. Tegeler Chauffee( Scharn- von 5695 auf 5715 vermehrt, davon waren Ziehhunde 3191, Wach Der 3. Bezirk im Warthul'schen Lokale, Gustav Adolfstr. 155. weberstraße)- Charlottenstraße( Unter den Linden): Abfahrt 5 und oder Kettenbunde und Wächterhunde 2121. Als Begleiter tauber Randidat: Genoffe Schilling. Die Arbeiter und Parteigenossen 5.10 Uhr. oder blinder Personen blieben 315, als Eigenthum des Königs oder werden aufgefordert, zu der am Sonntag, den 13. März, früb 8 Uhr, von Gesandten u. s. w. 85 Hunde steuerfrei. stattfindenden Flugblattvertheilung sich in den bekannten Bahlstellen einzufinden, sowie am Wahltage selbst, soweit möglich, fich dem Stomitee zur Verfügung zu stellen. Weiter wird bekannt fich dem Stomitee zur Verfügung zu stellen. wähler- Bersammlung stattfindet. Thue jeder, so gut er fann, feine gegeben, daß am Montag, den 14. März, abends 81/2 Uhr, im Prälaten", König- Chauffee- und Lehderstraßen- Ecke, eine KommunalDas Wahltomitee. Pflicht, damit der Sieg unser werde. " fehlen, durch einen Nachtragsetat für das Rechnungsjahr 1898 nachzufordern." Diese Resolution wird angenommen. Die Anfäße des Etats werden genehmigt. Die nächste Sitzung der Kommission zur Berathung der kleinen noch ausstehenden Etats ist auf Dienstag, den 22. d. M., anberaumt. Die fechte Kommission des Reichstages trat hente in die zweite Lesung der Novelle zur 8ivilprozeßordnung ein und erledigte unter Wiederaufhebung mehrerer in der ersten Lesung gefaßten Beschlüsse die SS 1 bis 142 der Zivilprog. Bordnung. Die Berathungen werden Dienstag fortgefeßt.-Toktales. 14 Im übrigen fei darauf hingewiesen, daß von kundiger Seite bebauptet wird, die treibende Kraft in der ganzen Bestrebung sei ein hiesiger Wagenbauer, der naturgemäß ein geschäftliches Interesse daran hat, den Wagensport ausgedehnt zu sehen. " Zurückgewiesene Aufichts Postkarten. In letzter Zeit ist es, wie ein hiesiges Blatt schreibt, wiederholt vorgekommen, daß Ansichts: daß am Montag Abend 82 Uhr Jägerstraße 69 eine Wahlvereins fleine weiße Glassplitterchen hergestellt sind, von der Post be: Ten Parteigenoffen des ersten Wahlkreises zur Nachricht, Postkarten mit Winterlandschaften, auf denen Gis und Schnee durch Bersammlung ftatifindet. Möge der Umstand, daß es uns endlich anstandet und den Absendern zurückgesandt refp., wenn sie ungelungen ift, im Mittelpunkt des Wahlkreises ein Lokal zu bekommen, bekannt, bei feite gelegt worden sind. Diese Verweigerung der die Parteigenossen zu zahlreichem Besuch der Versammlung ver- Beförderung wird damit motivirt, daß durch die Glassplitterchen anlassen. Mitglieder werden in der Versammlung, sowie an das Poi personal sich verlegen und event. eine Blutvergiftung au folgenden Bablstellen aufgenommen: Moll, Slofterstraße 101, sieben tönnte. Die 101, siehen tönnte. Preuß, Nene Friedrichstraße 20, Sommer, Grünstraße 21, Das Polizeipräsidium theilt mit: Alljährlich müffen Personen, Mörschel, Jüdenstraße 85. Der Vorstand. die das zulässige ter( jezt 80 Jahre) überschritten haben, mit ihren C Anträgen, die Hebammenkunft zu erlernen, abgewiesen werden. Wie gottesfürchtige Geschäftslente von armen Lenten Bielfach versuchen dann die abschlägig Befchiebenen, ibre Aus Geld einzuheimfen wiffen. Aus Diethara berichtet man dem bildung auf einer außerpreußischen Hebammen Lehranstalt zu ge„ Gothaer Boltsblatt": Vor einigen Wochen machte ein Mann in winnen, in der Hoffnung, nachträglich die Genehmigung zu erlangen, einem Raifermantel, mit einer geheimnißvollen Mappe unter dem von einer preußischen Prüfungstommission fich pritjen zu lassen. Da Arm, hier und wie wir hören auch in Tambach verfchiedenen Leuten bas fönigl. Polizeipräsidium dies zur Warnung der Betheiligten Arm, hier und wie wir hören auch in Tambach verschiedenen Leuten eine derartige Genehmigung jetzt nicht mehr ertheilt wird, bringt feine Aufwartung und bot denfelben ein Gvangelifches biermit aur öffentlichen Renntniß. Haus und Predigtbitch" an mit dem Bemerken, daß es Wieber mit Bäumen bepflanzt wird jetzt der Theil der der Herr Pfarrer sehr empfohlen habe. Verschiedene find auf den Letm gegangen, vor allem aber haben sich die lieben Frauen über- Potsdamerstraße, welcher im vorigen Jahre verbreitert wurde und reben lassen, das Werk, welches in monatlichen Heften à 50 Pf. er- deshalb seinen schönen Baumschmuck verlieren mußte. scheinen soll, zu bestellen, d. h. fie baben ihre Unterschrift hergegeben Verhaftet worden ist der Schriftsteller Fritz Brentano, ber und gleich das erste Hest bezahlt. Einige Männer, denen die Ge- I woh! noch vom Marschall- Tausch Prozeß her in der Erinnerung " Die Den Parteigenossen von Pankow zur Nachricht, daß die Stichwahl zur Gemeindevertretung am Montag den 14. März in der Beit von 8-7 Uhr nachmittags stattfindet. Das Wahllokal ist wieder wie bei der Hauptwahl diegel's Bellevue", Breitestraße. Am Sonntag Nachmittag 8 Uhr findet bei Krüger, Kaiser FriedrichStraße, eine öffentliche Wählerversammlung statt. Genossen, welche gewillt find, am Sonntag früh 7 Uhr bei der FlugblattWertheilung zu helfen, werden ersucht, sich bei Griffel, Kaiser Friedrichstr. 15, zu obiger Zeit einzufinden. Das Wahlkomitee. Ein neues Polizeirevier wird in Charlottenburg in der burger Polizeirevier zum 1. Oktober d. J. errichtet werden. Gegend zwischen Nürnberger- und Fasanenstraße als 8. CharlottenDroschkenbezirk Charlottenburg- Berlin. Eine neue PolizeiVerordnung für Charlottenburg, welcher der dortige Magistrat gestern seine Zustimmung ertheilt hat, bestimmt, daß die Charlottenburger Droschten eine Fahrt von dort nach Berlin zur einfachen Tage auszuführen haben, die erhöhte Tage dagegen ganz in Fort fall kommt. Gerichts- Beifung. + " die sich mit " $ " Versammlungen. von Ausnugung in beschäftigten Eltern " Aus Spandan wird bürgerlichen Blättern berichtet: Große anwälte Dr. Schwindt und Abraham auf die reichliche Vertretung geblich entlaffen worden, weil er dem Herrn Bergrath Neustein Dimensionen nimmt eine Diebstahls. und Hehlerei- Affäre an, die der Breffe hingewiesen, was dafür spreche, daß der Ausgang des Mittheilungen über Betriebsmängel machte." soeben hier aufgedeckt worden ist. Es handelt sich um enorme Eut- Prozesses ohnehin in die Deffentlichkeit gelange. wendungen von Metallen aus den Militärwertstätten; in großen Das Aktionskomitee des Evangelisch- fozialen Kongresses Massen ist Aluminium, Kupfer, Messing und Zink gestohlen worden. gehend gegen das Nahrungsmittel- Gefen beschäftigte gestern sozialen Rongreß in der Pfingstwoche in Berlin abzuhalten. Als Eine bisher noch nicht dagewesene Anklage wegen Wer hat sin feiner Sigung am 7. Mära befchloffen, den EvangelischAus der Munitionsfabrik und dem Feuerwerks- Laboratorium, die bie 184. Abtheilung des Schöffengerichts. Die Gesundheitspolizei Bedner find gewonnen die Profefforen Seeberg aus Erlangen an der Havel belegen find, wurde nächtlicher Weile gestohlenes hat in letterer Zeit auch den sogenannten„ Trint- Giern" ihre Auf- und Stieba aus Leipzig fowie Pfarrer D. Rade aus Franks Metall in Rähnen fortgeholt. Die Beute ist fast durchweg sofort mertfamfeit nach außerhalb, vielfach nach Berlin geschafft und dort verkauft liefen, daß die Ränfer geschenkt, da da vielfache Klagen darüber einfurt a. M. worden. In Spandau sind bis jetzt sechs Personen, darunter ein anstatt frische Eier erhielten. von den Händlern„ Kalf- Eier" Produktenhändler als Hehler, in Untersuchungshaft genommen fchen Eheleuten wurden von der Polizei zwei Gier gekauft, Bei den Milchhändler Joachim worden. Auch Abnehmer der gestohlenen Waare in Berlin werden welche von der Ehefrau Joachim, die sich das Stück mit sieben mit in die Angelegenheit verwickelt. Der dritte Wahlverein hielt am Donnerstag im Märkischen Pfennigen bezahlen ließ, ausdrücklich als frisch" bezeichnet wurden. Hof"( Admiralstraße) eine Versammlung ab, in der Paul Hirsch Gerichtschemiter Dr. Bischoff stellte fest, daß es Kalfeier waren. über Die lex Heinze und die Moral der bürgerlichen Gesellschaft" Dies habe nicht allein die Lichtprobe ergeben, sondern auch der referirte. Eingangs feines Bortrages wies Redner darauf hin, wie Verfuch, der mit einer fechsprozentigen Kochfalz- Lösung gemacht bei Vorfällen heitler Natur stets die Sozialdemokratie als Sünden Auf versuchten Word lautete die Anklage, welche geflern vor wurde. Ein frisches Ei sinke in dieser Flüssigkeit unter, ein in Kalt bock hingestellt werde. Auch damals bei dem Fall Heinze sei die dem Schwurgericht des Landgerichts I gegen den Bäckergesellen aufbewahites schwimme oben. Im Termine begutachtete Dr. Bischoff, gesammte bürgerliche Preffe in Aufregung über Dinge gewesen, die Friedrich Gustav Saluth verhandelt wurde. Es war eine all- daß es als eine Verfälschung von Nahrungsmitteln angesehen gerade nach bestem Wissen jener empörten bürgerlichen Kreise lägliche Liebesgeschichte, welche durch die Verhandlung ihren Ab- werden müsse, wenn man einer Waare den Anschein der in Berlin zur Tagesordnung gehören. Nach Berührung einiger schluß fand. Saluth stammt aus Friedeberg in der Neumark. Er Frische gebe, obgleich fie alt fei. Der Staatsanwalt beantragte hierher gehöriger Paragraphen des Strafgesetzbuches geht Redner, lernte dort das Dienstmädchen Luise Töpper kennen, das seine Zuneigung darauf gegen die Angeklagten eine empfindliche Geldstrafe, der auf den vom Zentrum eingereichten Gesetzentwurf über anfangs erwiderte, aber bald gegen ihn erkaltete. Das Verhältniß schien Gerichtshof fam aber zu einem freisprechenden Urtheil. Das Gefeß und weift nach, wie fich in vielen Fällen gerichtlicher. ein Ende erreicht zu haben, als Saluth im Jahre 1894 zum bedrohe denjenigen mit Strafe, welcher verdorbene, nachgemachte oder Sittlichkeitsbegriff und der Boltsbegriff von Sitte und Scham unterMilitär eingezogen wurde. Doch als er nach zwei Jahren entlaffen verfälschte Nahrungsmittel in Verkehr bringe oder feilhalle. Keine schieden. Gebilligt fönnte vom ethischen Standpunkt nur ein wurde, galt feine erste Frage in Friedeberg dem Verbleiben seiner dieser drei Bezeichnungen seien auf Ralfeier anzuwenden. schärferes Vorgehen gegen das Zuhälterthum werden. Auch gegen früheren Braut. Als er erfuhr, daß sie sich in Stellung in Lands. In Saarbrücken wurde am 9. März vor dem Schöffengericht Arbeitgeber, die ihre übergeordnete Stellung den Arbeiterinnen berg a. 23. befand, begab er sich auch dorthin und versuchte in der Beleidigungsklage Stöder Schwuchow verhandelt. Im gegenüber unzüchtig ausnußen wollen, müsse eingeschritten werden. das frühere Verhältniß wieder anzuknüpfen. Die Topper 309 April 1896 hielt Freiherr v. Stumm die vielbesprochene Neun- um einen wahren Kautschukparagraphen aber handle es sich in dem es vor, ihren Dienſt aufzugeben und nach Stettin zu verziehen. tirchener Rede, worin er die an Sinapeter gerichtete Drahtmeldung Bunkte, wo von sichtbarer Schaustellung und Verbreitung unfiltlicher Der Angeklagte ermittelte bald ihren Aufenthalt; er folgte ihr des Kaifers veröffentlichte. Im Anschluß an diese Rede wurden Schriften oder Bilder gesprochen werde. Wenn unsere Moral durchauch dorthin. Hier ging die Töpper, nicht aus Liebe, sondern aus in der in St. Johann erscheinenden Neuen Saarbrücker Zeitung", aus geschützt werden müffe, so ziehe man doch zuerst das schreckliche Furcht, anscheinend auf die Erneuerung des Verhältnisses ein. Sie die von Herrn v. Stumm ins Leben gerufen wurde und damals Wohnungselend, das Handeln kleiner Kinder mit Blumen und batte aber so viel unter der Eifersucht des Angeklagten zu unter Leitung des Herrn Schwuchow stand, eine Reihe von Streichhölzern zur Nachtzeit, sowie die grenzenlose wirthschaftLeiden, daß sie sich vor ihm nach Berlin rettete, wo sie beim Artikeln veröffentlicht, den Christlich Sozialen, liche Weinhändler. Eweft am Magdeburger Platz einen Dienſt fand. speziell aber mit Stöcker beschäftigten. Stöcker reichte darauf sowohl in betracht. Hier sei die Wurzel des Uebels und hier müsse zuerst Sängere Zeit blieb sie von Nachstellungen befreit, denn Saluth, gegen den Freiherrn v. Stumm wie gegen Herrn Schwuchow, gebessert werden. Sollte die lex Heinze zum Gesez werden, so der inzwischen verbummelt- oder wie der Staatsanwalt als den verantwortlichen Redakteur der„ Neuen Saarbr. Beitg.", dürfte dadurch an allen den großen Uebelständen in unserem filtsich in seinem Plaidoyer ausdrückte ein fanatischer Anhänger der Klagen ein. Die Klage gegen den ersteren konnte erst im Herbstlichen Leben nichts geändert werden, wenn nicht die wirthschaftlichen Sonntagsruhe auch an Wochentagen war, hatte nach wiederholter v. J. zum Austrag gelangen, da der Beklagte für sich die Verhältniffe unseres arbeitenden Boltes gehoben und die ganze Bestrafung wegen Arbeitsschen für längere Zeit im Arbeitshaufe Immunität als Reichstags- Abgeordneter in Anspruch nahm. Be- Moral unserer bürgerlichen Gesellschaft von Grund auf gereinigt Aufenthalt nehmen müffen. Aber anfangs November erhielt fie vom fanntlich ist vom Neunkirchener Schöffengericht der Frhr. v. Stumm würde. Dem beifällig aufgenommenen Vortrage folgte eine kurze Angeklagten ein Schreiben, worin er fie zu sprechen over freigesprochen worden, weil ihm§ 193 des Strafgesetzbuchs, Diskussion. In Vereinsangelegenheiten theilte der Vorsitzende mit, Langte. Sie antwortete ibin, daß von der Fortsetzung des Ver- die Wahrnehmung berechtigter Interessen zugebilligt wurde. Die daß der Verein am 18. März einen Kranz auf dem Friedhof der hältnisses keine Rede sein könne. Am folgenden Tage versuchte der Angelegenheit wird, da Berufung gegen das Urtheil eingelegt ist, Märzgefallenen niederlegen werde. Angeklagte, fie im Hause ihrer Dienstberrschaft zu sprechen. Er noch das Landgericht Saarbrücken beschäftigen. Gegen Schwuchow pacte sie am Arme, das Mädchen riß sich aber von ihm los und wirde am 4. November 1896 vor dem Saarbrücker Schöffengericht hielt am Donnerstag eine gut besuchte Versammlung ab. Der Wahlverein für den fünften Reichstags- Wahlkreis entfloh. Senoffe Nach einigen Tagen erhielt die Töpper von dem An zuerst verhandelt. Die Klage Stöcker's gegen Schwuchow flüßt sich Th. Glocke referirte über„ Die Volksseindlichkeit der Sammlungsgetlagten einen schwarz umränderten Brief. Er schrieb ihr, daß sie darauf, daß in Nr. 184 der Neuen Saarbrücker Zeitung" vom politiker", deren Bestrebungen seit den letzten 20 Jahren darauf lebend oder todt ihm gehören müsse, weigere sie sich, so würden 29. Mai 1896 behauptet worden war, daß Stöcker 1. den Weg gerichtet seien, durch hohe Schutzzölle den großen Volksmassen die innerhalb einer Sefunde zwei Leichen fein". Die Topper ant- fozialpolitischer Besonnenheit, 2. ben der bürgerlichen Ghrlichkeit. Lebenshaltung zu vertheuern, um andererseits den Druck auf wortete ebenso wenig auf diesen Brief, wie auf einen zweiten, 3. ben der firchlichen Lauterkeit verlassen habe und 4. daß er politischem Gebiet durch Beschränkung der Boltsfreiheiten noch mehr der ähnliche Drohungen enthielt. Am Abende des 22. November hieran thatsächlich zu grunde gegangen sei. Der Kläger ist der ausüben zu können. Eine Diskussion sand nach dem mit lebhaftem vorigen Jahres befand die Töpper sich in der Küche, deren Fenster Ansicht, daß ihm mit diesen Behauptungen 1-2 unzweideutig Beifall aufgenommenen Vortrag nicht statt. Unter Vereinsnach dem Hofe zu sich befanden. Plötzlich erfolgte ein gewaltiger vorgeworfen sei, daß er unehrliche Handlungen begangen habe, angelegenheiten" machte Saffenbach bekannt, daß der Vorstand Knall vermischt mit Fenstertlirren. Das Mädchen erlitt einen der Kläger fühlt sich hierdurch in seinem Beruf geschädigt und beleidigt. wie bisher, so auch in diesem Jahre am 18. März einen Kranz auf artigen Schreck, daß es das Geschirr fallen ließ, welches es gerade Wegen der vierten Aufstellung und ist hieran thatfächlich zu grunde die Gräber der Märzgefallenen legen werde. Am 17. April findet in der Hand hatte und noch fassungslos dasland, als die gegangen" reichte Stöcker am 20. August 1896 eine zweite Klage die nächste Generalversammlung des Wahlvereins im„ Schützenhaus" Hausbewohner, die ebenfalls den Knall gehört hatten, herbeieilten. ein. In der am 4. Nov. 1896 stattfindenden Hauptverhandlung nabi statt, wo Genosse Rechtsanwalt Heine einen Vortrag halten wird. In der Scheibe befand sich, in Kopfhöhe des Mädchens ein der Verklagte den Schutz des§ 193 des Mt. St.-G.-B. für sich in An Im übrigen ersuchte der Vorsitzende die Genossen, auch fernerhin fast kreisrundes Loch und die Gardine war an derfelben Stelle eben- spruch und beantragte, den Wahrheitsbeweis für seine Behauptungen rege für den Wahlverein zu agitiren und sich den zu diesem Zweck falls zerriffen. Der als Sachverständiger vernommene Hof- Büchsen antreten zu dürfen. Er hatte umfangreiche Beweisanträge gestellt. In gefchaffenen Gruppen des Wahlvereins anzuschließen, um eine regere macher Barella begutachtete, daß dies nur die Wirkungen eines Stücksicht auf die weite Entfernung und die dadurch erwachsenden der 50 jährigen Gedenkfeier des Revolutionsjahres 1848 entsprechend Schuffes sein tönnten, welcher in einer Entfernung von etwa 6 Genti Roften beantragte der Bertheidiger Schwuchow's, der Juftigrath Boly, Agitation entfalten zu können. metern vom Fenster abgefeuert worden sei. In der Schußrichtung bie tommiffarische Bernehmung der vorgeschlagenen Beugen. Nach wurde ferner in der Wand eine Abbröckelung des dem dies geschehen, stand gestern die Beleidigungsklage StöckerIm sechsten Wahlkreise fand am Montag, den 7. März, in entdeckt, hier mußte das Geschoß gegengeschlagen und abgeprallt Schwuchow wieder zur Verhandlung vor dem Saarbrücker Schöffen- Hensel's Salon" eine öffentliche Wolfsversammlung fein. Aber merkwürdigerweise war trotz sorgfältigen Suchens die gericht. Den Vorsitz führte der Amtsrichter Longard. Erschienen statt, in welcher Genosse Antrick über die Nothwendigkeit des Kugel in der Küche nicht zu finden, es blieb nur die Annahme waren nur die beiden Vertreter der Parteien, von denen der Rechts- proletarischen Klassentampfes" referirte. Der Redner wies zunächst übrig, daß sie zufällig in den Aschkaften gefallen fei. Von anwalt dem Thäter Dr. Muth St. Johann Herrn Stöcker, der Justiz darauf hin, daß die Arbeiterklasse auf dem Arbeitsmarkte der Kapis war nichts zu entdecken. Er wurde erst nach rath Bolz Saarbrücken den Verklagten vertrat. Längerer Zeit zur Haft gebracht. Die verlesenen taliſtentlasse gegenüber immer im Nachtheil ist, wenn sie der Da der Angeklagte von Protokolle über die Bernehmung einer großen Meihe von Beugen, der letzteren nicht organisirt gegenübersteht. Er fam ferner auf einigen Personen auf dem Hofe gesehen worden war, legte er Herren Frhr. v. Manteuffel, Witte, Graf Bieten- Schwerin, Graf unsere widerfinnige Wirthschaftsordnung zu sprechen, welche fich in der Beziehung auch nicht aufs Leugnen. Er muß aber wohl Bernstorff, v. Gerlach, Oberwinder, Pastor Hülle, Leckert, v. Lügow, es verursacht, daß zu Zeiten der Krise alle Magazine mit Waaren gehört haben, daß das Geschoß nicht aufgefunden worden ist, denn bieten kaum etwas, das heute noch Interesse haben fönnte, und vollgepfropft sind, während ein großer Theil des arbeitenden Bolles, mit außerordentlicher Hartnäckigkeit blieb er in der Voruntersuchung liefern auch für die Anschuldigungen des Herrn Schwuchow gegen welches diese Borräthe mit erzeugte, dieselben nicht konsumiren kann, ivie in der Hauptverhandlung dabei, daß er schossen, sondern nur nur einen Stein burch ge Stöcker unzureichendes Beweismaterial. Es ergiebt sich daraus nur, mud forderte die Versammlung auf, nachdem er noch auf die engdas Fenster ge daß Herr Schwuchow durch Vermittelung des Herrn Schaper, eines lischen Trades- Unions hingewiesen, die Organisirung der indifferenten worfen habe, ‚ um dem Mädchen einen Schabernack 8 Mitarbeiters der" Post", seiner Zeit den berüchtigten Leckert und Wasse zu betreiben, damit wir bei den bevorstehenden Reichstagsspielen". Vergebens wies der Präsident, Landgerichtsrath Opis, dessen Kompagnon v. Lühow beauftragt hatte, Material gegen Stöcker wahlen einen glänzenden Sieg über die vereinigten Brotvertheurer den Angeklagten darauf hin, daß ebensowenig ein Stein in der Küche zu sammeln, und daß die Kosten dafür aus der Tasche des Herrn und sonstigen Unterdrücker der Arbeiterklasse erringen. Nachdem die gefunden worden fei, sowie daß mehrere Personen den Kuall einer v. Stumm geflossen sind. Das Urtheil foll am Montag, 14. März, Genossen Statsch u bowsti, Koopmann und Loose mit Schußwaffe gehört hätten. Saluth blieb bei seiner Behauptung stehen. mittags 12 Uhr, verkündet werden. einem fernigen Appell zur Organisation aufgefordert, wurde eine Verschiedene Zeugen wußten, daß er früher im Besitze eines Revolvers geentsprechende Resolution angenommen und erfolgte darauf Schluß wesen war. Anderen Personen gegenüber hatte der Angeklagte geäußert, der mäßig besuchten Versammlung. daß er das Mädchen tödten würde und wenn er dafür den Kopf auf den Block legen, oder 20 Jahre im Zuchthause zubringen müsse. In einer öffentlichen Versammlung der Zimmerer, die am Während Staatsanwalt Klein ausführte, daß der Angeklagte einen arilaula de Donnerstag bei Keller, Koppenstraße, lagte und von etwa 1500 Berfeigen Meuchelmord habe begehen wollen und keine Spur von Berg und Hüttenarbeiter Beitung 8um Grubennnglück bei Bochum. Die Deutsche fonen besucht war, tam es zu lebhaften Auseinandersehungen zwischen " hatte an den den Vertretern der lokalen und den der zentralen Richtung. Den Mitleid verdiene, suchte der Wertheidiger darzuthun, daß das Beweis: Dber Bergrath v. Sobbe eine Reihe Fragen über die Re- Streitpunkt bildete die Art der Verwendung der Gelder vom Generalmaterial zu einem Schuldinspruch nach dieser Richtung hin nicht vifton der Beche Vereinigte Karolinenglück gerichtet. Der fonds. Nach dem Beschluß der Tonhallen- Bersammlung sollte bes ausreiche und daß nur grober Unfug oder höchstens Bedrohung genannte Beamte antwortete darauf in einem von dem Bergassessor tanntlich die Lohnkommission aufgehoben und deren Arbeiten von vorliege. Werner mitunterzeichneten Schreiben wie folgt: den beiden am Orte bestehenden Organisationen übernommen werden. Der Spruch der Geschworenen lautete auf Schuldig des Eine Beriefelung der Flöge auf der Zeche Vereinigte Wie die Redner der zentralen Richtung anführten, hat hierauf eine Karolinenglück ist bergpolizeilich nicht vorgeschrieben gewesen. Konferenz, in der die Lohnkommission sowie beide Organisationen Der Staatsanwalt beantragte fünf Jahre 3uchthaus, Der nach der Explosion am 17. Februar 1898 gefundene Staub vertreten in waren, getagt, zehnjährigen Ehrverlust und Steffung unter Polizeiaufsicht. beschlossen worden ist, ist vor derselben nicht in dem Der Gerichtshof erkannte auf ſechs Jahre Zuchthaus, bis dahin auch nach bebeke vorhanden gewesen: von dem Generalfonds 3000 Maik der hiesigen Filiale des den früher vorgekommenen fleinen- Beutralverbandes zu überweisen, während der Rest, zirka im übrigen nach dem Antrage des Staatsanwalts. plosionen für ungefährlich gehalten worden. Es ist richtig, 3500 Mart, dem Verein der Berliner Zimmerer zufallen sollte. Die Bourgeoisie von Rigdorf ist wieder einig! Tiefgehende daß eine Wetterstrecke und zwar diejenige auf dem Eattelflöße eine Nachdem nun das Geld von der Bank abgehoben worden war, verkommunale Differenzen sollten heute in einer Verhandlung vor zeitlang zu Bruche gelegen, aber nur so lange, als dieselbe nicht weigerten die Vertreter der lokalen Richtung die Herausgabe des der zweiten Straffammer am Landgericht II strafrechtlich benutzt wurde. Zur Zeit befindet sich diese Strecke in einem durch- Geldes an die Vertreter der zentralen Richtung, das diese, gestützt Die Sache fab sehr bedenklich aus, denn aus guten Zustande. Die Beche Bereinigte Karolinenglück ist im auf den einftimmigen Beschluß der Konferenz, zu verlangen fich für außer dem Amts und Gemeindevorsteher waren noch an Jahre 1897 von dem Revierbeamten und dem Hilfsarbeiter zur berechtigt hielten. Die Vertreter der lokalen Richtung verweigerten, zwanzig Zeugen geladen, die sämmtlich zu den Honorationen polizeilichen Kontrolle der Betriebe und zur Untersuchung von Un- wie angeführt wurde, die Herausgabe des Geldes deswegen, weil Nixdorfs gehören. In Rigdorf besteht ein Kommunalreform- Berein fällen, mit welcher gleichzeitig eine Revision der Betriebe verbunden von der Gesammtsumme, die zur Zeit 6492,37 M. betrug, der der Nixdorfer Grundbesitzer", in dessen Versammlung vom 20. Mai v. J. war, 22 Mal befahren worden, außerdem sind der Revierbeamte Berein der Berliner Zimmerer noch eine Forderung von 4700 M. der Regierungs- Baumeister Weigand, der stellvertretender Amts und sein Hilfsarbeiter, Bergassessor Werne, in Betriebsangelegenheiten hatte, die derfelbe als Darlehen zur Lohnbewegung der Lohns und Gemeindevorsteher und Gemeinde- Baumeister ist, sehr start und zur Untersuchung von Unfällen u. f. w. 33 Mal auf der Grube tommiffion gegeben habe und demnach zurückgezahlt werden mitgenommen wurde. Die Grundsätze, nach denen in Riganwesend gewesen. müßte. Diefer Versammlung wurde 111111 von dem Kassirer dorf für öffentliche Zwecke erforderliche Grundstücke ausgewählt und Die legten Juspektionen bezw. Befahrungen der Grube hat der der Lohnkominission folgende Schlußabrechnung gegeben: Gine erworben wie bebaut werden, wurden nach allen Richtungen hin Bergaffessor Werne am 5. und 11. Januar 1898 ausgeführt. nahme inkl. des Bestandes am 21. Februar von 6492,37 M. ironisch gloffitt, wobei sich besonders der Lehrer Reinhold Belß Bon keinem Arbeiter der Zeche Ver. Karolinenglück ist im vorigen insgesammt. 6939,37 AN. Ausgabe, darunter 4700 M. und der Maurermeister Na mich hervorthaten. Gegen diefe beiden Jahre eine Beschwerde über Mängel in den unterirdischen Betriebs Darlehn an den Verein Berliner Zimmerer zurück, ins Beer fellte Baumeister Meigan Cirafantrag wegen Beleidigung einrichtungen bei dem Revierbeamten oder dem Silfsarbeiter an gesammt 5080,70 M. Mithin verbleibt ein Bestand von 1858,67 und trat dem Verfahren als Nebenttäger bei. Dem hochnothpein gebracht worden. Ein oder zweimal ist eine Beschwerde über die Mart. In der Diskussion, an der sich eine große Anzahl Redner lichen Verfahren wurde jedoch von vornherein durch den Vorsitzenden Waschlaue in der Deutschen Berg und Hüttenarbeiter Zeitung" von beiden Richtungen betheiligten und sich gegenseitig auf das Landgerichts- Direktor Stüber die Spike abgebrochen. Noch bevor veröffentlicht. Die gerügten Mängel sind durch vollständigen Umbau heftigste befebdeten und wobei Ausdrücke gebraucht wurden, die man in die eigentliche Verhandlung eingetreten wurde, ließ der Vor- und Neneinrichtung der Waschkane beseitigt. bafonft in Arbeiterversammlungen zu hören nicht gewöhnt ist, wurde sigende den Nebenkläger vortreten und redete demselben freundlich Das Ergebniß der Untersuchung ist abzuwarten." ein Ausgleich, der zu einer ersprießlichen Ginigung der Parteien ins Gewissen. Der kommunale Friede Rixdorfs werde sicher nicht Zu diefem Schreiben bemerkt die Redaktion der Deutschen führen tönnte, nicht geschaffen. Nach einer mehrstündigen unerquickgefördert, wenn alle auf diesem Gebiete wurzelnden Details in Berg- und Hüttenarbeiter- Zeitung" u. a.: lichen Debatte wurde die von Knüpfer( Verbandsmitglied) ge= öffentlicher Gerichtsverhandlung erörtert würden. Die Sache liege" Daß eine Befahrungen der betr. Grube stattgefunden im stellte Resolution, in der das Verhalten Fischer's und auch nicht so schlimm, um einen Vergleich auszuschließen, da Jahre 1897 die Angeklagten erklärt hätten und bereit feien, dieß wieder zu er lautetezie on nicht behauptet worden. Ünfere Frage My ler's auf das scharffte gemißbilligt und in der verlangt klären, daß sie Herrn Weigand nicht in seiner menschlichen und nicht puntten revidirt worden?" Thatsache ist, daß Arbeiter, welche bewegung mehr einnehmen sollen, sowie die Auszahlung der 3000 m. in seiner Amtsehre angreifen wollten. Nach einigem Zureden gab 1/2 Jahre auf der Grube thätig sind, eine Inspektion nicht an den Werband gefordert wird, nach zweimaliger Abstimmung denn auch der Nebenkläger unter der Bedingung nach, daß ihm eine fennen. Ob die Revisionen, von denen Herr v. Sobre schreibt, fich abgelehnt. Nachdem nunmehr beschlossen worden war, dem Verband Ehrenerklärung vor allen Zeugen zit theil würde. Der Vorsitzende auf alle Betriebspunkte erstreckten, geht aus dem obigen Schreiben ebenfalls die zur Lohnbewegung geleisteten 500 M. zurückzuzahlen, ließ sämmtliche Beugen eintreten, und vor dieser Korona wurde nicht hervor. gelangte folgende, von Myler( Bereinsmitglied) gestellte Resolution zur Annahme: Die heute bei Keller, Roppenstraße 29, tagende Bers fammlung der Zimmerer Berlins und Umgegend erklärt die am 25. Februar in der Tonhalle mit geringer Majorität angenommene Resolution für ungiltig und zwar deshalb, weil das durch die angenommene Resolution geschaffene System für die gesammte Berliner Zimmererbewegung schädlich ist. In anbetracht dessen beschließt die Versammlung, das System der Lohnkommission wieder einzue versuchten Mordes. erörtert werden. " " Boziales. der ist Karolinenglück an allen Betriebswurde, daß die beiden Personen kein Vertrauensamt in der Arbeiter, protokollirt, daß die Angeklagten den Kläger nicht angreifen Betreffs des vielen Rohlenstaubes fei bemerkt, daß der wollten und daß fie, wo dies geschehen sein tönnte, ihre Worte selbe auch an den von der Explosion verschont gebliebenen zurücknahmen, Die Beklagten erklärten ferner, daß sie auch sonst Betriebspunkten gefunden wurde. Ob er ungefährlich oder gefähr keinen Grund hätten, an der Ehrenhaftigkeit des Herrn Weigand zu lich fei, hat gewiß die Berginspektion zu entscheiden. Aber auch zweifeln und daß sie auch die Kosten übernähmen. Der Kläger ver- diese ist nicht unfehlbar, wie Thatsachen beweisen. langte allerdings auch noch Veröffentlichung der Erklärung in ver Daß die Arbeiter teine Beschwerden vorbringen, hat seine guten schiedenen Zeitungen, nahm aber davon Abstand, als die Rechts- Gründe; ist doch lehthin ein Bergmann auf„ Graf Beust" an wirken. " führen. Weil die alte SohnTommission aufgelöst ist und Bericht der Betheiligten allzu große Hoffnungen auf das Lungen Heil- T-Die Stadt Winterberg im Sauerlanbe hat, m über ihre Thätigkeit sowie Abrechnung gelegt hat, ist sofort die verfahren gesetzt, so taß ein Theil derselben in Bestrebungen der der zunehmenden Vernichtung der Singdrosseln zu steuern, den Wahl der neuen Lohnkommission vorzunehmen, welche aus einem Kommission sich feindlich gegenübergestellt habe. Den in der Krammetsvogelsang in ihren Gemarkungen verboten. Vertrauensmann, einem Kassirer und je einem Stellvertreter besteht. Kommission vertretenen Kassen gehören etwa 90 pet. aller in Berlin Ein Unteroffizier, der aus Augsburg vor 11= Die Versammlung beauftragt diese neue Lohnkommission, versicherten Personen an. Die Kommission habe auch ein Ein- gefähr zwölf Tagen defertirte, ist am Donnerstag in der Nähe dieser die Geschäfte der alten zu übernehmen und zur Durchführung des vernehmen mit einem großen Theil der Aerzte erzielt, und erreicht, Stadt verhungert aufgefunden worden. noch nicht vollständig errungenen 60 Pf.- Stundenlohnes die nöthigen daß von denselben mehr als 300 Anträge auf Uebernahme des Heil-- In Hörersdorf( Niederösterreich) wollte die Tochter Vorarbeiten zu treffen und um ein genaues Resultat über die jetzigen verfahrens durch die Invaliditätsanstalt gestellt worden seien, die eines Bauern mit at gewandtem Gesicht die Wanduhr aufziehen, er= Lohn- und Arbeitsverhältnisse zu bekommen, eine Kontrolle sämmt- allerdings nicht alle berücksichtigt worden sind. An die Invaliditäts- griff aber statt der Gewichtsketten den Hahn eines daneben hängenden licher Arbeitsstellen vorzunehmen. Ferner überweist die heutige anstalt stelle die Kommission die Forderung, daß sie Lungen- Heil- geladenen Jagdgewehre. Das Gewehr entlud sich und das Mädchen Versammlung der gewählten Lobukommission den jetzigen Bestand stätten für beide Geschlechter errichte und diefelben möglichst fürzte zu Tode getroffen auf die Erde. vom Agitations- und Unterstüßungsfonds, sowie sämmtliches mit einem größeren landwirthschaftlichen Betriebe verbinde, Das Neue Wiener Tagblatt" erhielt folgende Zuschrift mit Material, welches bis jetzt der Lohukommission zur Verfügung stand, wo die Rekonvaleszenten mit geeigneter Arbeit beschäftigt der Bitte um Veröffentlichung:„ Ein Fremder, der Morgens um sofort in eine rege Apitation eintreten zu können." Nach An werden könnten. An die preußische Regierung folle der ans seinem fleinen Hotel fortgegangen ist und nicht mehr nahme dieser Resolution verließen, auf die Aufforderung Antrag gestellt werden, daß sie einen Theil des für die zurückfinden kann, jedoch seine Kleider dort zurückgelassen Knüpfer's, die Verbandsmitglieder den Saal. Dem Kassirer Ostprovinzen ausgeworfenen Kolonisationsfonds für landwirthschaft bat, bittet den Hoteleigenthümer, selbe in das Hotel Belvedere" zu Myler wurde die Decharge ertheilt und sein Verhalten, liche Rolonien verwende, in denen die Geheilten eine Beschäftigung senden." sowie das des Revisors Wolf als richtig erklärt. finden, die sie vor der Gefahr des Rückfalles schützt. Von der-Auf der Station Judenburg( Steiermark) ist ein mit Von den im Saal Berbliebenen( wohl fast ausschließlich Invaliditäts- Anstalt fordere man ferner: Obligatorische und so italienischen Arbeitern besetzter 3ug mit einigen leeren Wagen Vereinsmitglieder) wurde sodann Th. Fischer als Vertrauens fortige Uet ernahme des Heilverfahrens in den zur Behandlung ge- zusammengestoßen. Der Schaffuer und drei italienische Ärmann und R. Myler, der die Wiederwahl eines Raffirers eigneten Fällen; Uebernahme der Familienunterstützung nach beiter wurden schwer verletzt. ablehnte, als Vertreter des Vertrauensmannes gewählt. Als Kassirer Ablauf der Unterstützungspflicht der Kassen, in NothEin russischer Kaufmann, der als Buchhalter bei einer wurde Reppschläger und als dessen Stellvertreter Schäfer fällen auch schon frühere Unterstügung; unentgeltliche Ver Gräfin beschäftigt war, ist nach Unterschlagung von 1800 000 Rubel gewählt und zu Revisoren G. Hoff und Schimmelpfenig breitung einer Schrift, welche die einer Schrift, welche die Arbeiter aufflärt überflüchtig geworden. bestimmt. Das Bureau der neugewählten Lohnkommission befindet| Symptome und Heilung der Tuberkulose, sowie über ihre aus der In dem Dörfchen Klementjew( Rußland) wurde ein fich Dragoner str. 15, Telephon Amt III Nr. 5028 und find alle Versicherungs- Gesetzgebung fließenden Rechte auf geeignete Behand- obdachloser Greis von einer armen Frau aufgenommen. Nachdem Vorkommnisse nach dort zu berichten. Die Ausgabe der Marten soll lung; eine unter Mitwirkung der Gewerbe- Inspektion regelmäßig er die erste Nacht dort verbracht hatte, ergriff er in Abwesenheit fofort vorgenommen werden. Auf allen Arbeitsstellen sollen die vorzunehmende ärztliche Untersuchung der Arbeiter; Errichtung der Frau ein Messer und durchschnitt dem jüngsten Kinde Zimmerer der lokalen Richtung Playdeputirte wählen und für eine eines Arbeitanachweises für die aus den Heilanstalten Entlassenen. Die Kehle. Die anderen beiden Kinder vermochten sich zu retten. rege Agitation zur weiteren Betheiligung an der Lohnbewegung Die Invaliditäts- Anstalt stehe diefen Forderungen sympathisch Vor dem Untersuchungsrichter fagte der Mörder einfach: Was gegenüber. Die Untersuchung des Auswurfs Iungenkranker mir gerade einfällt, das thu' ich Es handelt sich jedenfalls um Die Zentralfommission der Berliner Krankenkassen ließ Personen dürfe das habe der Kultusminifier genehmigt einen Wahnsinnigen. durch ihren Vorsitzenden Simanowsti in einer von Vorständen von den Kassenärzten im Koch'schen Justitut vorgenommen Nach amtlichen Berichten find in Balitesser( Türkei) und Verwaltungsbeamten der Krankenkassen zahlreich besuchten Ver- werden. Die Kommission habe demnach schon manches erreicht durch das Erdbeben völlig zerstört worden: 1940 Häuser, fammlung, die am Donnerstag stattfand, Bericht über ihre bisherige und werde bei Fortsetzung ihrer Thätigkeit noch mehr erreichen. 14 Magazine, 2 öffentliche Bäder, 13 Medvessebs( theologische UnterThätigkeit erstatten. Die genannte Kommission ist im Jahre 1896 Es gelte, auch die Kommune für die Errichtung eines eigenen Sanas richtsanstalten) und 4 Schulen in der Stadt selbst, sowie 925 Häuser Halb zerstört sind: 1769 Häufer, eingesetzt worden, sie besteht aus Mitgliedern des Berliner Arbeitertoriums zu gewinnen. Nachdem sich mehrere Kaffenvertreter zu dieser in 25 Dörfern der Umgegend. Getödtet wurden vertreter Vereins, der Krankenkassen und der Aerztevereinigungen Angelegenheit geäußert hatten, wurde die Zentral- Kommission in 4 Moscheen und 14 Hans( Wirthshäuser). und hat die Aufgabe, dahin zu wirken, daß das in den Lungen- ihrer bisherigen Zusammensetzung bestätigt und an ſtelle zweier aus- 46 Personen, verwundet 52; außerdem find 240 Stück Vieh geheilstätten angewandte diätetisch hygienische Heilverfahren in scheidender Mitglieder zwei neue gewählt. tödtet. Der Gesammtschaden des Bezirks, in dem die Eidstöße weitestem Maße auch den an Tuberkulose leidenden Kassen- Berliner Arbeiter- Verein. Montag, den 14. März, abends 8% Uhr, übrigens noch nicht aufgehört haben, wird auf 15-16 Mill. Mark patienten zu gute fomme. Die Kommission kann, dem Bericht Kommandantenftr. 20( Arminhallen): Borfeter des 18. März. Beteranen geschätzt. Der Freiheitsbewegung werden über: Erinnerungen an das Jahr 1848" sprechen. zufolge, auf eine erfolgreiche Thätigkeit zurückblicken. Sie hat u. a. Jedermann hat Butritt. -In West australien wurde dieser Tage angeblich ein eine Statistik aufgenommen, welche veranschaulicht, daß die Berliner Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. S. 29). Goldklumpen von 463 Unzen( 13 Kilogramm) gefunden Das statistische Amt in Bittoria veranschlagte die Be= Strankenkassen unverhältnißmäßig große Aufwendungen für Lungen-& tiale Berlin 1. Berfammlung am Sonntag, den 13. März, vormittags 10% Uhr, Lindenstr. 106 bei Zubeil.. Filiale Berlin 3: Außerordentliche völkerung der australischen Kolonien Ende 1897 auf franke machen müssen. Da durch eine infolge rechtzeitiger Beband- Mitgliederversammlung heute, abends 8½ Uhr, Wanteuffelstr. 47. lung erzielte Heilung der Kranken die Alters- und Invaliditäts- Berlin 5. Mitgliederversammlung heute, abends 9 Uhr, bet Koplin, Lothringer: 4410 124 Röpfe. Anstalt Berlin wesentlich entlastet werde, fo liege es natürlich im praße 69. Filiale Rigdorf. Versammlung heute, abends 8 Uhr, bet Interesse der letzteren, mit ihren reichen Mitteln den Krankenkassen Bilice, Kirchhofstr. 41.- Ueberall wichtige Tagesordnung bezüglich der Behandlung voll Lungenkranken zu Hilfe zu tommen. Die Alters- und Invaliditäts Auftalt beabsichtige zwar, eine eigene Lungenheilstätte zit errichten, jedoch seien die weitergehenden Forderungen der Zentral- Kommission bis jetzt noch nicht erfüllt, und mache sich daher eine fernere Agitation nach dieser Richtung nöthig. Nach dem von Dähne erstatteten Kassenbericht hat die Zentralfommission eine Ausgabe von 198,76 m. gehabt, die zunächst gedeckt wurde durch ein Darlehen des Arbeitervertreter Vereins in Höhe von 151,20 m. und aus- Das Offizierstafino des 12. Infanterie- Regiments eigenen Mitteln der Kommission in Höhe von 47,76 W. Gin in Frankfurt a. D. bietet 3000 leere Champagnerflaschen genommen sind aus Zuwendungen betheiligter Rassen und Personen zu 4 Pf. das Stück zum Verkauf aus. 177 M., davon sind 48,50 M. an den Arbeitervertreter- Verein zurückGin Oberschlesischer Apotheker ist beim Marinegezahlt, sodaß derselbe noch 102,70 M. zu bekommen hat. Ein kommando darum eingekommen, in Kinotschau eine Apotheke errichten Baarbestand von 80,74. ist gegenwärtig vorhanden. Es sei zu dürfen. wünschenswerth, daß die Krankenkassen mehr als bisher y. In Hannover hat ein Student der Thierärztlichen Hochdie Kommission mit Geldmitteln unterstützen. Hierauf legte schule sich zusammen mit seiner Geliebten durch Morphium zu tödten Dr. med. Friedeberg in längerem Vortrage dar, was die versucht. Der Student follte nach Berlin gehen. Das Mädchen Krankenkassen in der Tuberkulofefrage bisher erreicht haben und wurde als Reiche aufgefunden, der Student in bedenklichem Zustande wir um gefällige Ginsendung des Betrages. was noch zu erstreben ist. Er wies auf die bekannten Verhand- ins Krankenhaus gebracht. lungen mit dem Vorstande der Alters- und Invaliditäts- Anstalt = 0 = Filiale Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 13. März, vorm. 9 Uhr, im großen geftfaal der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57: Versammlung. FretEwald Bogtherr:" Beruf und Erziehung". Gäste willkommen. religiöse Vorlesung. Um 11 Uhr vormittags ebendaselbst: Vortrag des Herrn Deutsche Gesellschaft für ethische Kultur. Heute, abends 8% Uhr, Ziegelstraße 10/11. Bái agogische Gruppe Dr. phil. Bergemann( Jena):„ Ueber Begriff, Möglichkeit, Nothwendigkeit und Grenzen der Erziehung". Vermischtes vom Tage. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag und Sonnabend von 6 bis 7 1hr statt.. M. K. 30. Wenden Sie sich an P. Dupont, Redakteur der„ Bildhauer- Zeitung", Berlin S., Solmsstr. 33. C. K., Reichenbergerstraße. Wir können von Ihrer Zuschrift teinen Gebrauch machen. Mt. B. Alle Anträge auf Bulassung zu der Lehranstalt find an den betreffenden Regierungspräsidenten zu richten. Die Adresse des Professors ist:„ üßowstr. 88" P. S. Von 9-10 Uhr vormittags. 2. S. 15. 1. Gemeindewähler mit dem 24. und Reichstagswähler mit dem 25. Lebensjahr. 2. Elisabethstraße 66, II. 3. Lebenslänglich. 4. Vor dem Schlafengehen gut waschen mit warmem Waffer und Seife. Bezüglich des Einreibemittels halten Sie Nachfrage in einer Apotheke. Briefkasten der Expedition. Schöndorf, Holzhausen. Ihr Inserat tostet netto 3 M., und ersuchen Wetter- Prognose für Sonnabend, 12. März 1898. Rubig, theils heiter, theils neblig. nachts leichter Frost, am Berliner Wetterbureau. Ein Zahlmeister- Aspirant in Germersheim wettete im hin, dann habe die Kommission Aufklärung in der Bevölkerung zu Wirthshaus, daß er innerhalb einer Viertelstunde einen Schoppen verbreiten gesucht, um ein rechtzeitiges Erkennen und Behandeln der Schnaps trinke. Er that es und starb bald darauf unter furcht- Tage mild ohne wesentliche Niederschläge. Tuberkulose zu ermöglichen. Anfangs habe man in den Kreisen baren Schmerzen. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Todes- Anzeige. Am Donnerstag, den 10. März, verstarb unser Mitglied, der Tischler August Schenk. VP Die Beerdigung findet am Sonntag, den 13. d. M., von der Leichenhalle des St. Pauls Kirchhofs, Plögensee aus statt. Um rege Betheiligung bittet 246/13 Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter Verband. = Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler August Schenk am 10. März plötzlich am Herzschlag verstorben ist. 78/10 Deutſcher Metallarbeiter- Verband. Fachschule der Maler Berlins. ( Verwaltungsstelle Berlin.) Todes- Anzeige. Am Mittwoch, den 9. März starb unser Mitglied, der Gürtler Oskar Heim. Ehre seinem Andenken! [ 111/4 Die Beerdigung findet am Sonntag, den 13. März, vormittags 101 Uhr, vom Krankenhaus Am Friedrichshain aus nach dem Zentral- Friedhof in Friedrichsfelde statt. Um rege Betheiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Verband der Möbelpolirer. Die Ausstellung Sonntag, 13. b. M., lad. z. Frühsch ein Joh. Guadt, Swinemünderstr. 45Am Sonntag Abend musikalische Unterhaltung in W. Grube's Familienheim, Wrangelstr. 136-41, ber angefertigten Schülerarbeiten findet Sonntag, den 13. März, in der vom Unterhaltungsverein„ Südost". Zeit von 12-5 nachmittags in der 193./195. Gemeindeschule. Manteuffelstraße 7, statt. 124/7 Kranzbinderei, L. Klatt, u. Blumenhandlung, 6. Landsbergerstr. 6. Ecke Höchstestr., ( früher Königsbergerstraße) empf. Widmungsfränze mit Schleifen in bester Ausführung. Reell und billig Montag, den 14. März cr., abends 82 Uhr, Brunnenstraße 150: fauft man in der Norddeutschen SchuhVersammlung. Tages Ordnung: 1. Projektions- Vortrag des Herrn Grundmann mit farbigen Lichtbildern über: Ein Blick in das Innere des Menschen. 2. Wahl. 3. Verschiedenes und Ausgabe der Billets zum Maskenball, welcher am 19. März in Keller's Festsälen, Koppenstraße 29, stattfindet. 145/13 Der Vorstand. fabrit von W. Hitschke, ge: gründet 1872, Stalikerstr. 13, Gcfe Admiralstraße, am Kottbuser Thor.* Wohnungs- Einrichtung, 2 Stuben, Küche, einzeln oder im ganzen, sofort zu verkaufen. Zwingliftr. 26. Quergeb. 3 Tr. r. Die Fachschul- Kommission. Empfehle meinen Freunden u. Be fannten mein Weiß- und Bairisch Bier- Lokal nebst Vereinszimmer bis 45210* Harzer Kanarien- Sänger 50 Personen faffend. versendet an alle Genossen gegen Nachnahme, so lange der Vorrath reicht, à Stüd 5, 6, 7 M. Weibchen 1,50 m. ( Packung frei.) Bestellung über 20 M. portofrei. Buch über Zucht und Be handlung wird jeder Bestellung gratis beigelegt. Wilhelm Schöndorf, in Holzhausen bei Pyrmont. S. Siejak, Spandauer Brücke 13. Restauration, Destillation, ältere, frankheitshalber zu verkauf. Auskunft ertheilt Bitter: mann, Adalbertstr. 4 Hof III.[ 12636 Restauration, voll. Schant, fl. Saal, Br. 1800 M., Miethe 2000 m. Näheres Manteuffelstr. 22, Lokal.[ 12526 Künstliche Zähne. Bahlstellen, Bereine, fofort verkäuflich. 3. Steffens, Rosenthalerstr. 61, 2 Tr. Theilzahlung pr. Woche 1 M. Starting me so our comme Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe Frühjahrsanzüge. Arbeitsmarkt. Die Beerdigung findet am Sonntag Nachmittag 4 Uhr von der Leichen: Halle des Pauls- Kirchhofs, Müllerstraße, aus statt. Um rege Betheiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige! Allen Freunden, Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser sorgsamer Vater, der Vergolder Heinrich Ehrhardt, am 13. März gestorben ist. Die trauernde Wittwe und Kinder. 12616 Die Beerdigung findet am Sonntag, den 13. März, Nachmittag 5 Uhr vom der Metallarbeiter. ( Eingeschr. Hilfskaffe Nr. 29.) Filiale Berlin I. Sonntag, den 13. März, vorm. 102 Uhr, bet Bubeil, Lindenstr. 106: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Aufstellung der Kandidaten zur Generalversammlung. 2. Kaffen bericht. 3. Statutenberathung. 4. Verschiedenes. 119/6 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Verband der in Buchbindereien, Sommerpaletots, Beinkleider, borjähr., Hochfein, nach Maaß bestellt, nicht ab: geholt, verkaufe Hälfte Kostenpreis. Engel, Münzstr. 26, part. Kohlengeschäft zu verkaufen, nachw. sichere Eriſtenz. Aust. erth. A. B. Koch, Kohlen en gros, Brombergerstr., Kgl. Ostbahn. Milchkübel, Rannen, Satten, Buttermaschinen 445L* Jordan, Kl. Markusstr. 28. Trauerhause Rirdorf, Brinz Handjery der Papier- und Leder- Galanteriewaaren- Industrie Großes Möbellager, ſtraße 51, nach dem Thomas- Kirch- beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Hof statt. ( Zahlstelle Berlin.) Kranken- u. Begräbnisskasse montag, den 14. März 1898, abends 8 Uhr, in Schiller's Saal, Rosenthalerstr. 57: der Berl. Gürtler n. Bronzeure Bezirks- Versammlung für den Norden, Nordosten und Osten Berlins. ( E. H. 60). Die Beerdigung des am 10. b. M. verstorbenen Mitgliedes, Gürtler Karl Meinert, findet am Sonntag, den 13. März, Nachm. 32 Uhr von der Leichenhalle des St. Georgen- Kirchhofes in Weißenfee aus statt. Um rege Betheiligung bittet[ 12706] Der Vorstand. Danksagung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Waldeck Manasse über:" Der Kampf ums Dasein." 2. Verschiedenes. 23/18 Um zahlreiches Erscheinen speziell der in obigen Stadttheilen wohnenden Mitglieder ersucht. Der Bevollmächtigte. Sonnabend, den 19. März 1898: Feier des XI. Stiftungs- Festes in Stechert's Festsälen, Andreasstr. 21. Grosses Vokal- und Instrumental- Konzert unter Mitwirfung des Buchbinder- Männerchors. Nach dem Konzert: Grosser Ball. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Eintritt 20 Pf. Anfang 8% Uhr. vollständige Wohnungs- Einrichtungen, gebrauchte sehr billig. 1264b Georg Müller, Höchfteftr. 22. Lohnende Fabrikationen. des illuftr. Kataloges durch den Verlag " Achtung! Achtung! Holzarbeiter! Die Differenzen in der Bautischlerei von Reuter, Steinmetzstr. 27, sind zur Zufriedenheit der Kollegen bei: gelegt. 78/11 Die Kommission. 99 Junge Mädchen von 14-16 Jahren für leichte Handarbeit verlangt. 12676 Louis Fünkenstein, Alte Jakobftr. 61. Tüchtige Schwarzdrud- Graveure auf Biffernräder finden dauernde und lohnende Beschäft. Heinr. Thiele& Co., Prinzenftr. 86. 1266b Für unsere täglich erscheinende Friseurlehrling raße 63.( 12665 Lüchtige Schlosser , Tribüne" suchen wir einen. zweiten 4544L Redakteur, werden für sofort gesucht. Solche, welche bereits auf Nähmaschinen ge der gleichzeitig die Korrektor- arbeitet haben, werden bevorzugt. stellung mit zu versehen hat. Angebote sub J. S. 6153 an Rudolf 15/ 12% Vertrautheit mit der gewerk- Moffe, Berlin SW. schaftlichen traheit wegung, Wedegewandtheit erwünscht. Antritt sofort. 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Billets sind heute Abend in sämmtlichen Zahlstellen, am Montag in Die trauernde Hinterbliebene obiger Versammlung, sowie im Bureau, Annenste. 50, bis zum 19. d. M. Wwe. Kloss.[ 12606 zu haben. Das Komitee. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Geschulter Lokalredakteur, der bereits längere Braris hat, für Parteiblatt nach Süddeutschland sofort gesucht. Umgehende Bewerbungen mit Proben und Gehaltsforderung an die Expedition des ,, Vorwärts" unter P. 2 erbeten. [ 45192 Br. 60. 15. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 12. März 1898. Abgeordnetenhaus. 44. Sitzung vom 11. März 1898, 11 Uhr. Am Ministertische: Dr. Bosse. Die Spezialberathung des Kultusetats wird bei dem Kapitel Universitäten" fortgesetzt. " Abg. Frhr. v. 3edlitz( frt.) spricht seine Genugthuung darüber aus, daß die Regierung, früheren Anregungen Rechnung tragend, die national- ökonomischen Ordinariate vermehrt hat; er bittet, diefe Lehrstühle von der philosophischen Fakultät abzulösen und sie der juristischen anzugliedern, auch auf die Lehrstühle möglichst Leute des prattischen Lebens zu berufen, die in sozialen und wirthschaftlichen Dingen praktische Erfahrungen gesammelt haben. Bei den juristischen Prüfungen werden die Grundzüge der Nationalökonomie und der Finanzwissenschaft mit zum Gegenstande der Prüfung gemacht werden müssen. Regierungskommissar Geheimer Rath Althoff bemerkt, daß von den Vertretern der Landwirthschaft erklärt worden ist, daß sie die volkswirthschaftlichen Lehrstühle bei der philosophischen Fakultät nicht entbehren könnten. Mit der Berufung von Praktikern auf einzelne Lehrstühle sind üble Erfahrungen gemacht worden, es hat das in einem Falle sogar einen gewaltigen Spektakel erregt. Ob die volkswirthschaftlichen Lehrstühle besser der juristischen Fakultät angegliedert werden, das ist Juternum der Fakultäten. Jedenfalls muß die Grundlage der juristischen Fakultät das Privatrecht bleiben. Abg. Dr. Virchow( frs. Bp.) spricht sich, soweit auf der Tribüne verständlich, aus praktischen Gründen gegen Volks Hochschulfurse aus, ebenso hat er Bedenken gegen die schrankenlose zu lassung der Frauen zum Studium, da es sowohl an Auditorien wie an Lehrmitteln fehlen möchte. Besonderen Lehrstühlen für Geschichte der Medizin könne er nicht so große Bedeutung beilegen wie der Abg. Böttinger. Die Erfahrung habe bei ähnlichen Gelegenheiten gezeigt, daß solche Professoren nicht voll beschäftigt werden können und dann noch zu anderen Neben beschäftigungen greifen müssen. Regierungskommiffar Geheimer Rath Althoff erklärt, den Vor redner in verschiedenen Punkten nicht verstanden zu haben. Was die Lehrstühle für Geschichte der Medizin anbelangt, so sollen dieselben immer nur nach Maßgabe des vorhandenen Bedürfnisses eingerichtet werden. Die Stellung desselben zu den Volks- Hochschulkursen sei ihm nicht verständlich geworden, weshalb er nicht näher darauf eingehe. Anknüpfend an weitere Ausführungen Virchow's legt der Regierungskommissar dar, daß bei der Regelung der ProfessorenGehälter diese Beamten so gut weggekommen seien, daß für sie kein Grund zur Beschwerde vorliege. Abg. Dr. Friedberg( natl.) stimmt mit dem Abg. Virchow darin überein, daß die Extra- Ordinariate, die allerdings sich sehr zahlreich entwickelt haben, wie das vorauszusehen war, auskömmlicher dotirt Für den Inhalt der Inserat übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 12. März. Opernhaus. Figaro's Hochzeit. An: fang 72 Uhr. Schauspielhaus. Der Burggraf. Anfang 7/2 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). The Second Mrs. Tanqueray. Anfang 71/2 Uhr. Deutsches. Johannes. Anfang 72 Uhr. Leffing. Im weißen Röß'l. Anfang 71/2 Uhr. Berliner. Jl Padrone della Ferriere. Anfang 71/2 Uhr. Schiller. Ein gemachter Mann. An: fang 8 Uhr. Thalia. Fortunio's Lied. Die kleinen Lämmer. Anfang 72 Uhr. Central. Die Tugendfalle. Anfang 712 Uhr. Belle Alliance. Pension Schöller. Borher: Ich heirathe meine Luisen. Die Stüge der Sausfrau. Tochter. Anfang 8 Uhr. Anfang 8 Uhr. Cftend. Unter der Polarsonne. Anfang 8 Uhr. Residenz. 8 Uhr. Sein Trid. Anfang werden müssen. Er regt dann die Einrichtung hydro- terapeutischer der Professoren, die so gestellt werden müßten, daß sie nicht des GeldVorlesungen an. Baden habe damit dem preußischen Staate den erwerbes wegen genöthigt sind, umherzureisen und Vorträge zu halten. Rang abgelaufen und ein hydroterapeutisches Institut bei der Nach einigen Bemerkungen der Abgg. v. Jazdzewski( Pole), Universität Heidelberg eingerichtet. Den Uebergang der Volkswirth Dr. Eckels und Dr. Sattler( natl.), welche spezielle Verhältniffe schaftslehre von der philosophischen auf die juristische Fakultät der Universitäten Breslau bezw. Göttingen und das Lyceum hält er für wünschenswerth und durchführbar. Schließlich wünscht Hosianum in Braunsberg betrafen, wird das Kapitel Universitäten Redner eine Besserstellung der Pedelle, die bei den Gehalts- genehmigt. aufbesserungen zu kurz gefommen seien. Bei dem Kapitel„ Höhere Lehranstalten" findet " Vor mir liegt eine Nummer des Vorwärts" vom Donnerstag, Abg. v. Pappenheim( t.) es bedauerlich, daß es keine festen den 10. März 1898, da findet sich folgende fenfationelle Nachricht: Grundsätze giebt, nach denen die Subventionirung höherer Lehrzur Vorgeschichte der lex Arons." Ich glaube, für jeden mit den anstalten durch den Staat erfolgt; es wäre sehr wünschenswerth, solche Dingen einigermaßen Vertrauten braucht es nicht hervorgehoben zu Grundsäge festzustellen, und es sei überhaupt nöthig, die Gemeinden werden, daß diese Nachricht des Vorwärts" lediglich Erfindung ist, möglichst zu unterstützen bei der Unterhaltung solcher Lehranstalten. eigentlich, verzeihen Sie mir das harte Wort, Blödsinn. Ein hervor Bei der in Aussicht stehenden Erhöhung der Lehrergehälter an den ragendes Berliner Blatt hat vollständig recht, wenn es die Vermuthung gemeindlichen höheren Lehranstalten werde der Staat ganz erhebliche ausspricht, es sei dem Vorwärts" eine Abschrift der Karlsbader Be Unterstützungen gewähren müssen, wenn diese Erhöhung durchschlüsse von 1819 untergeschoben worden; denn weder haben wir geführt werden soll. eine Regierung, der eine derartige reaktionäre Tendenz zuzutrauen Abg. Seyffarth- Magdeburg( natl.) bittet, die Gleichstellung der ist, noch lag irgendwie für jeden, der im Leben der deutschen Uni- Lehrer an den städtischen mit denen an staatlichen Anstalten zu be versitäten steht, Grund zu der Annahme vor, daß die Regierung schleunigen und diese Gleichstellung energisch durchzuführen. Denn nach irgend einer Richtung bin gegen die Professoren einzuschreiten es herrsche in vielen Gemeinden große Lässigkeit; andere verhalten Veranlassung gehabt hätte. Ich habe die Sache hier nur zur Sprache fich offenbar ablehnend gegenüber einer Gehaltserhöhung für die gebracht, weil ich weiß, daß in den Kreisen des Vorwärts" und seiner höheren Lehrer. Gesinnungsgenossen solche Märchen, wenn sie unwidersprochen bleiben, Minister Bosse: Bei den staatlich subventionirten Anstalten als unbeftrittene Wahrheiten in die öffentliche Agitation hineingetragen| fönnen wir die Gehaltserhöhungen durch den Fortfall der Subwerden. Deswegen wünsche ich von der tönigl. Staatsregierung vention nicht erzwingen. Bei der großen Mehrzahl der nicht submeine Ansicht bestätigt zu hören, daß wir es hier mit einer Erventionirten Anstalten haben wir Entgegenkommen gefunden; allfindung, und zwar einer unsinnigen Erfindung zu thun haben. zusehr möchte ich auf die Gemeinden auch nicht drücken, sie werden ( Beifall bei den Nationalliberalen.) ohnehin genöthigt sein, die Gehälter zu erhöhen, da sie sonst keine tüchtigen Lehrer bekommen und ich aus Unterrichtsrücksichten einzuschreiten genöthigt sein könnte. " " Minister Boffe konstatirt, daß die Vorwärts" Nachricht wörtlich übereinstimme mit den provisorischen Karlsbader Beschlüssen der Bundesregierungen vom 20. September 1819. Der Vorwärts" habe sich mit dieser Nachricht" gründlich hineinlegen lassen. ( Heiterkeit.) Regierungskommissar Geh. Rath Althoff theilt mit, daß die hydro- terapeutischen Vorlesungen und Kurse nach Bedarf eingerichtet werden sollen. Die Stellung der Pedelle ist allerdings durch den Fortfall der Gebühren, die sie früher bezogen, ungünstiger geworden, doch soll ihnen ein ausreichender Ersatz dafür künftig gewährt werden. Abg. v. Arnim( f.) bedauert, daß für landwirthschaftliche Unterrichtszwecke an der Universität Königsberg keine Mittel eingestellt sind. Minister Bosse erwidert, daß die Anträge so spät eingingen, daß eine Entschließung für diesen Etat nicht mehr möglich war. Nach unerheblicher weiterer Debatte beschwert sich Abg. Gothein( frs. Vg.), daß auf den Universitäten Industrieund Gewerberecht sehr vernachlässigt sei, er wünscht Besserstellung Oftend- Theater Urania Central- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. C. Weiß. Gr. Ausstattungsstück! Gr. Novität! Bum 25. Male: Unter der Polarsonne. Aktuelles Ausstattungsstück mit Gesang u. Tanz in 5 Bildern von E. Sonder: mann und Chr. Bischoff. Gesangsterte von J. Dill. Musik v. C. Schüler. Anfang 8 Uhr. Jm Tunnel vor und nach der VorSonntag Nachm. 3 Uhr( fl. 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Anf. 71% Uhr. kannten Verkaufsstellen. Goethe. Hans Huckebein. Anfang 712 Uhr. Unter den Linden. Der Opernball. Anfang 72 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. B Die fleinen Vagabunden. Anfang 8 Uhr. Volks- Theater im Welt- Restaurant 97. Dresdener Straße 97. Neu! Neu! Neu! Alexanderplatz. Berlorene Mädchen. Nureddin u. Bereddin! Anfang 8 Uhr. Urania: Taubenstraße 48-49. Naturkundl. Ausstellung v. 10 Uhr vormittags ab. Abends 8 Uhr Wissenschaftl. Theater. Invalidenstraße 57/62. Täglich ( außer Sonntags und Mittwochs) abends 8 Uhr: Wissenschaftliche Vorträge. Passage Panoptikum. = Wiener Tanz- und Operetten- Gesellschaft. Komische Oper von Richard Thiele. Sensationell! Little Dolf- Gustav auf dem schlaffen Drahtseil. Phänomenal! Mr. Willy Jongleur auf rollender Kugel und Xylophon: Virtuose. Jm vorderen Saale: American. Spezialitäten. Anfang Tyroler Sänger Alois Ebner. 72 Uhr. Neichshallen. Spezialitäten. Anfang, 73% Uhr. Apollo. Spezialitäten. Auf. 712 Uhr. Seen- Palaft. 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Dr. Gerlich( st.), daß er mit feiner gestrigen Ertlärung, die große Erregung unter den Polen hervorgerufen, nicht die polnische Fraktion des Hauses, auch nicht die polnische Bevölkerung allgemein habe treffen wollen, sondern nur diejenigen, die das Pflichtgeheimniß verlegt. Er gebe diese Er flärung ab, nicht aus Furcht, sondern lediglich um den Thatbestand zu figiren. Schluß 41/2 Uhr. Quarg's Vaudeville- Theater Grand Hotel Alexanderplatz. Apollo- Theater. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Heute wegen Privatfeftlichfeit Neues Programm. geschlossen. Morgen Sonntag: Das vollständig neue grosse Programm. Bum letzten Male: Emilia Persico Heinrich Heine. nur noch bis 15. März. Anton Sattler u. s. w. Anfang 6 Uhr. Entree 30 Pf. Alcazar- Theater. Dresdenerstraße 52/53( City- Passage) Annenstraße 42/43. Direttion: Richard Winkler. Ab 1. März 1898: Durchweg neues Programm. Neues Personal. Neue Spezialitäten. Hans und Klara Sarno. Mary Mann. Anton Hildach. Helene Werner, Karl Müller. 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