Nr. 61. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 ML., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. Nummer mit ilustrirter Sonntags. Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Gingetragen in der Poft- BettungsPreisliste für 1898 unter Br. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Norwärts 90 Berliner Volksblatt. 106) 15. Jahrg. Die Jnfertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel. sette oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm= Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Sonntag, den 13. März 1898. " = " Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. laffenen, formlosen Berichtigung im Reichs- Anzeiger" ab- Vorwärts" stellte, jetzt ihr kapitalistisches Herz entdeckt hat geändert werden soll. und meint, weil in dieser oder jener privaten Ausgabe der Es handelt sich bei der jetzt spielenden Angelegenheit Gewerbe- Ordnung der Text des§ 138 a schon im Sinne ,, berichtigke" Gewerbe- Ordnung. gar nicht um die Berichtigung eines Druckfehlers, wie der Notiz des Reichs- Anzeigers" berichtigt" fei, wäre die Reichs- Anzeiger" gebrachte sogenannte Be- man aus der- irreführenden-Angabe des Reichs- Sache wohl erledigt", so geht das nationalliberale Blatt richtigung" des legten Absages des§ 138a der Anzeigers" schließen mußte, sondern die Berichtigung ist bedenklich in der Frre, denn es ist ganz gleichgiltig, was Gewerbe Ordnung scheint die Ausführung eines Be- thatsächlich eine Aenderung des Textes des§ 138a Privatleute in die Gesetze hineinschreiben. Die Nationalschlusses des Bundesrathes zu sein. Diese Körperschaft Absatz 5, wie er von Reichstag und Bundesrath be- Beitung" sollte wissen, daß allein maßgebend ist der Text, ertheilte in ihrer Plenarsizung am 21. Februar einer Vorlage schloffen nnd mit kaiserlicher Unterschrift unter Ver- der auf grund der Reichsverfassung zu stande gekommen ist. die Zustimmung, die die Berichtigung des§ 138a, Absaz 5 antwortlichkeit des Reichskanzlers veröffentlicht wurde und m der Gewerbe- Ordnung( Beschäftigung jugendlicher Arbeiterinnen und damit Gesetz ist und bleibt. an Vorabenden von Sonn- und Feiertagen)" betraf. Etwas Näheres über diesen Beschluß ist damals nicht mitgetheilt worden. Nach Lage der Dinge scheint es sich um die Bes richtigung des angeblichen Druckfehlers gehandelt zu haben, denn Absatz 5 des§ 138a ist eben dessen letzter Absatz. Um so sonderbarer wäre es aber bann, daß die Be richtigung weder von dem Reichskanzler noch dessen Stell. vertreter, dem Grafen v. Posadowsky, unterzeichnet worden ist. Weshalb erschien die Berichtigung" anonym? Wir finden teine Antwort und müssen es dem Reichstage überlassen, in dieser staatsrechtlich außerordentlich bedeutungsvollen Angelegenheit Klarheit zu schaffen. Wie peinlich genau der Reichstag gerade in der Zeit, wo der Fehler vorgekommen sein soll, bei der Feststellung und Ausmerzung von Druckfehlern verfahren ist, dafür mögen hier zwei Beispiele aus der parlamentarischen Geschichte des hier zwei Beispiele aus der parlamentarischen Geschichte des Arbeiterschutz- Gesetzes angeführt sein: Abgeordneter Hahn: Ich verzichte.( Heiterkeit.) Bizepräsident Graf v. Ballefirem: Es handelte sich um die Berichtigung eines Druckfehlers, der aber inzwischen durch Annahme des Amendements auf Nr. 416 der Drucksachen thatsächlich berichtigt worden ist. Wir stellen hiermit fest, daß die Darstellung des ReichsAnzeigers", der letzte Absatz des§ 138a beruhe in seiner jetzigen Fassung auf einem Druckfehler, unzutreffend ist. Man schreibt uns darüber: " 1848. Erinnerungstage der Revolution. Steigende Erregung in Berlin. 13. März. drour Bon diesem Tage an beginnt die Bewegung in Berlin einen Wie§ 138a zu seiner jezigen Faffung gelangte, ist bereits im Jahre 1895 in Stadthagen's" Arbeiterrecht"( S. 137, Anmerkung) revolutionären Charakter anzunehmen. Am 18. floß bereits Blut. dargelegt. Es beißt dort: " Joel( Das Arbeiterschuh- Gesez) macht mit Recht darauf Es war Montag und der erste schöne Frühlingstag des Jahres. aufmerksam, daß aus den Berathungsmaterialien hervorgeht, Auf den Straßen machte sich ein lebhaftes Treiben bemerkbar. nicht die Nummern 2 und 3, sondern die Nummern 3 und 4 sollten in dem§ 138a stehen. In deß ist Nummer 2 und 3 Allerlei beängstigende Gerüchte schwirrten umber; so erzählte man, befchloffen, ist also Gefeß. Diese Nichtübereinstimmung des die Rheinlande befänden sich im offenen Aufruhr; auch hieß Gesetzes mit der Absicht der Gesezesmacher beruht auf deren es, die Beltenversammlungen sollten gewaltsam unterdrückt werden. Streben, möglichst viele Ausnahmen von dem sogenannten Arbeiter- An demselben Tage empfing der Schriftsteller Dr. Löwinson vom schuß in das Gesetz hineinzusehen." = " Es unterliegt feinem Zweifel, daß nicht etwa ein nach Ab- Rabinetsrath Jllaire die Mittheilung, daß der König die Deputation schluß des Gesetzes im Reichstag vorgefallener Druckfehler" vor- der Beltenversammlung nicht empfangen wolle. Dazu kamen große. liegt. Es liegt vielmehr keinerlei Druckfehler", fordern eine militärische Borbereitungen. Schloß, Zeughaus und Bank wurden von den Sozialdemokraten bereits im Jahre 1891 1. Bei Berathung des§ 137 der Gewerbe- Ordnung angenagelte Oberflächlichkeit der Verschlechterungsgefahren. Auf den Straßen zeigten sich Infanterie- und Kavallerie ungewöhnlich stark besetzt. Im Schloßhof wurden Kanonen aufin der 103. Sigung vom 18. April 1891( S. 2435 C der tommission Gutfleisch Stumm vor. Stenographischen Berichte) spielte sich folgender Vorgang ab: Daß jest, 7 Jahre nach Intrafttreten der Gefeß- Abtheilungen. Schon in den Nachmittagsstunden sammelte sich viel Bizepräsident Graf v. Ballestrem: zur Geschäfts: Novelle, es gewagt wird, durch eine unzutreffende Darstellung Bublifum aus allen Ständen in den Zelten. Gegen Abend strömten ordnung hat das Wort der Abg. Hahn. im Reichs Anzeigers" ein der Ausbeutungsluft entgegenkommendes neue Arbeitermassen hinzu. Es wurden vielfach Reden gehalten und neues Gesetz zu schaffen, ist für das gegenwärtige Regierungssystem diskutirt, ohne daß jedoch eine planmäßige Bersammlung stattfand. bezeichnend. Bei dieser Gelegenheit sei daran erinnert, daß eine andere An 20 000 Menschen waren im Thiergarten versammelt. Arbeiter Bestimmung der Gewerbe Ordnung thatsächlich auf einem verbreiteten die folgende Adresse in lithographirten Abzügen an das Druckfehler beruht. Es ist kies die auffallende Benimmung Publikum: des§ 124 Nr. 5 der Gewerbe- Ordnung, durch die ein Arbeiter gebindert ist, aus einem Betriebe, der seine Gefundheit thatsächlich gefährdet, auszufcheiden, falls er bei Beginn des Arbeitsverhältnisses war zwischen zweiter und dritter Lesung im Reichstag entstanden: die Gesundheitsgefährlichkeit bereits gefannt hatte. Der Druckfehler die Folgen des Druckfehlers wurden aber vom Reichstage nicht bes feitigt, wiewohl bei der Berathung im Jahre 1891 auf die Entstehung des § 124 Nr. 5 hingewiesen war. Freilich bätte die Beseitigung der lenderung des§ 124 Nr. 5 der Gewerbe- Ordnung die Gesundheitsgefährdung des Arbeiters beseitigt. Das genügte für die Verschlechterungskommission Gutfleisch- Stumm. 2. Bei der Gesammtabstimmung über den Gesehentwurf, betreffend die Abänderung der Gewerbe- Ordnung auf grund der in dritter Berathung gefaßten Beschlüsse( Nr. 479 der Drucksachen aus der Session 1890/91) sagte der Präsident v. Levezom nach dem amtlichen stenographischen Protokoll der 117. Sigung vom 8. Mai 1891( Stenographische Berichte der Verhandlungen des Reichstags 1890/91, Seite 2813 B): " Ich will bemerken, daß im Artikel II vor dem legten Worte im ersten Absatz des§ 55a ein Romma steht, welches beseitigt werden muß. Das Haus ist damit einverstanden." Erst nach dieser peinlich genauen Feststellung, die wegen mangelnden Widerspruchs einer formellen Beschlußfassung des Reichstags gleichkommt, nahm der Präsident die Gesammt abstimmung über dasselbe Gesetz die damalige Novelle zur Gewerbe- Ordnung vor, das jetzt in einem grundlegenden Theile auf dem einfachen Wege einer einseitig erDer 13. März 1848 in Wien. Nach dieser Darstellung fann fein Zweifel darüber bestehen, daß der im Reichs- Anzeiger" berichtigte Text des § 138 a Absatz 5 falsch ist, folglich von keinem Gerichtshof anerkannt werden darf. Wenn die National Zeitung", die sich in ihrer ersten Aeußerung im wesentlichen auf den Standpunkt des Allerdurchlauchtigster König! In dieser schon seit Jahren für uns so schwer bedrängten und drückenden Zeit wagen die Arbeiter jedes Standes, eine Bitte an Ew. Majestät zu richten. Diese Bitte ift um schleunige Abhilfe der jeßigen großen Noth und Arbeitslosigkeit aller Arbeiter und Sicherstellung ihrer Bu tunft. Der Staat blüht und gedeiht nur da, wo das Volk durch Arbeit seine Lebensbedürfnisse befriedigen und als fühlender Mensch seine Ansprüche geltend machen kann. Wir werden näm lich von Rapitalisten und Wucherern unterdrückt; die jetzigen bestehenden Geseze find nicht im stande, uns vor ihnen zu schützen. Wir wagen daher, Ew. Majestät unterthänigst vorzustellen, ein Ministerium bestellen zu wollen, ein Ministerium für Arbeiter, das aber nur von Arbeitgebern und Arbeitern zusammengesetzt werden darf, und deren Mitglieder nur des Polizeistaates stellt. Ja, es war mehr als blos infonsequent. so weiter. Nun aber hatten sich die adeligen Herren in gewöhnlicher Mag man noch so viel auf Rechnung der Unfäbigkeit des Systems Kleidung unbemerkt durch ein Seitenthor in den Sigungsfaal begeben Wien, 11. März. selbst setzen, das vor den kleinsten Schwierigkeiten verjagte, noch so und unten stand man rathlos da. Rathlosigkeit in solchen Momenten Wohl niemals hat es eine so in aller Form angefagte Revo- viel auf das hohe Alter der maßgebenden Namen des Fünften ist gefährlich, weil sie lächerlich wirkt. Und in der That begann der Intion gegeben, wie es die Wiener Revolution vom 13. März war. Metternich und des Erzherzog Ludwig und auf die hochmüthige unverwüstliche Trieb des Wieners zur Selbstbewigelung sich bereits Jedermann wußte, daß an diesem Tage die niederösterreichischen Unterschäßung des Volfes in ihren Kreisen immer noch bleibt geltend zu machen. Da hatte ein der Menge unbekannter junger Stände ihre Tagung beginnen und sich mit der Frage der unab- die passive Haltung der Behörden ein Räthsel, nimmt man an, daß Arzt wie sich dann herausstellt Dr. Adolph Fischhof- den weislich gewordenen Reformen befaffen würden. In der Form sie in ihrer Aktionsfähigteit unbehindert waren. Das waren ettenden Einfall. Er verlangte zu sprechen, wurde rasch auf die nämlich, daß fie der Krone die unbedingte Nothwendigkeit ein- fie aber nicht. Geheime Einflüsse am Hofe Schultern Umstehender geboben und begann zu sprechen, indem schneidender Veränderungen, bei Gefahr des sonst unvermeidlichen selbst waren thätig, die die Demonstration er die Bedeutung des Momentes und die landläufigen Forderungen Berfalles Desterreichs, darstellen würden, sei es, daß sie vom 18. März beeinflußten, um sie als Mittel zur des Liberalismus darlegte. Damit hielt er die erfte Boltsihre Forderungen selbst aufstellten und begründeten, fei Entfernung Metternich's auszunuzen. Der alte Versammlungsrede in Defterreich, damit beging er eine revolutionäre es, daß sie eine seit mehreren Tagen umlaufende" Petition Gegensatz zwischen Metternich und der ehrgeizigen Erzherzogin That als einzelner wagte er aus der Menge der Demonstranten der Bürger" und bie darin entwickelten Wünsche auf Sophie war zu direkter Feindschaft geworden. Ein Ehrgeiz ursprüng herauszutreten damit löfte er den Bann, der über der rathlosen nahmen und befürworteten. Man wußte auch, daß aus diesem lich persönlicher Naturschwer ertrug die Ituge Frau mit boch- Masse gelegen war. Auf der einen Seite trat nach ihm eine Reihe Anlaffe die Studenten für den 18. März einen großen Demonstrations- fliegenden Plänen die Herrschaft des geistesschwachen Ferdinand, die von Rednern auf, deren immer heftiger werdende, die Abneigung zug vor das Haus der Stände beabsichtigten, um ihre Wünsche vor- ja in Wirklichkeit eine Herrschaft Metternich's war, hatte er auch gegen das herrschende System und seine Träger immer unverhüllter zutragen. In einer Adresse, die sie dem Hofe überreichen lassen und in politischer Beziehung Ausdruck gefunden. Die Erzherzogin streng betonenden Ausführungen die Zuhörer aus dem Zustande der Rathauf die sie keine Antwort erhalten hatten, waren Preß- und Rede gläubig und unbedingt flerikal, Metternich, persönlich ein Kind der lofigkeit, zum theil auch der theilnahmslosen Neugier in immer freiheit, Sebung des Boltsunterrichtes, Lehr- und Lernfreiheit, Aufklärungsperiode, als Staatsmann aber der Kirche die Geister größere Erregung und revolutionäre Empfänglichkeit verfekten. Auf fonfeffionelle Gleichberechtigung, Deffentlichkeit und Mündlichkeit des nur so weit überlassend, so weit sie im Staate nicht mehr der anderen Seite brach sich der Gedanke immer mehr Bahn, Gerichtsverfahrens, allgemeine Boltsvertretung, sowie Boltsvertretung Bedeutung beanspruchte, als die Polizei oder ein sonstiges es fönne sich jetzt nicht mehr darum handeln, die Aktion der der deutschen Theile Desterreichs beim deutschen Bunde verlangt Organ des Absolutismus. Geradezu aber als eine Daseinsfrage für Stände zu unterstüßen, vielmehr nur darum, die Stände worden. die Dynastie betrachtete Erzherzogin Sophie die Entfernung zu zwingen, die Boltswünsche vor den Thron zu bringen, Gewiß war dieses Vorhaben an sich genommen durchaus nicht Metternich's, seitdem die Nachrichten über die Pariser Februar fich so gleichsam vornehme Mitschuldige zu schaffen, die revolutionär. Eine Massenagitation, ein Demonstrationszug es Revolution eingelaufen waren und das Schicksal des Hauses den Theilnehmern an den bisherigen Vorfällen des Tages Straflofigs liegt wahrhaft nichts umwälzendes, umstürzlerisches darin. Aber Orleans warnend von hartnäckigem Widerstand gegen die Forde feit sichern würden. Unter unbeschreiblichem Lärmen, Gefchrei, eine Maffenpetition im vormärzlichen Desterreich, das überhaupt ein rungen der neuen Zeit abrieth. Sie und ihre Partei arbeiteten mit Wirrwarr unten sprach man zur Menge, auf die namentlich die Petitionsrecht nicht kannte! Eine politische Demonstration in dem allen Kräften an dem Sturze Metternich's. Es ist nahezu gewiß, Verlesung der Rede Kossuth's auf dem Breßburger Bandtag vom Lande, da Politik zu treiben als großer Verstoß gegen die Pflichten daß die Stände sowie die Leute, die die Bürgeradresse veranlaßt, 3. März enthusiasmirend wirfte, oben sprach man zu den Ständen des ruhigen Staatsbürgers galt! Um Reformen vorstellig zu werden, und jene, die am 6. März im Gewerbeverein eine gegen das System gelangte dieser Gedanke endlich zum Durchbruch: Die Menge stürmte während doch die Reform als der Anfang der Revolution angesehen gerichtete Adresse durchgesetzt hatten, in Fühlung mit dieser Hospartei rasend den Sizungssaal und die Stände, für ihre persönliche Sicherwurde und während doch vor allem es dem beschränkten Unter- ftanden. Und nur zu angenehm wäre es dieser gewesen, die beit besorgt, bequemten sich endlich dazu, in die Hofburg zu ziehen. thanenverstand nicht zukam, zu beurtheilen, ob etwas reformbedürftig Studentendemonstration gleichfalls so ausnutzen zu können. als Ueberbringer der Wünsche des Volkes. sei, oder gar, in welcher Richtung es reformirt werden solle. Das So zogen dann die Studenten am 13. März, einem warmen, Aus der Demonstration war im Handumdrehen etwas gevar nackte Revolution vom Standpunkte des vormärzlichen dunstigen Frühlingstage, vergebens vor ihrem Vorhaben gewarnt, worden, was einer Revolution schon bedeutend ähnlicher sah. Nuns Absolutismus. gegen das Ständehaus, von den massenhaft versammelten Zuschauern mehr spitzte sich der Konflikt zusehends zu, nun war Gewalt wider Jit es nun nicht verwunderlich, daß der Absolutismus diesen fürmisch bejubelt. Kein Verfuch wurde gemacht, ihren Marsch zu Gewalt zu erwarten. Bange Schwüle herrschte. Immer heftiger Angriff gegen sein innerstes Wesen gar nicht abzuwehren versuchte, stören. Vor dem Ständebaufe trafen sie bereits eine so dichte wurden die Reden, immer entschlossener die Gesinnung. Immer mehr ihn nicht gewaltsam zu verhindern trachtete? So lächerlich es auch Menschenmenge, daß sie sich nur schwer durchs Gewühl drängen nahm in der Menge das Arbeiterelement überhand. Die erften! sein mochte, das was kommen mußte, durch irgend eine Polizei fonnten. Die Studentendemonftration war zu einer allgemeinen Truppen erscheinen, fleine Abtheilungen, die offenbar noch maßregel aushalten zu wollen, diese Lächerlichkeit zu begehen lag im Massenversammlung geworden. Soweit wäre nun alles ganz glatt nicht den Auftrag, zum äußersten zu schreiten, erhalten haben. Sie Wesen des Metternich'schen Systems. Wie, wenn zum Beispiel am und programmgemäß verlaufen, hätte nur die Menge, die den Hof bleiben machtlos, werden zerstreut, verdrängt, zurückgejagt. Der Abend vor der angekündigten Demonstration des 13. März alle des Ständehauses und die Gaffen ringsum füllte, gewußt, was sie Stadtkommandant, Erzherzog Albrecht den 1866 fein irgendwie kompromittirten oder gar alle Studenten verhaftet, die eigentlich wolle. Aber das wußten leider nicht einmal die Studenten. Generalstabschef John zum Sieger von Eustozza machte Universität geschlossen worden wäre? Es zu thun, wäre, hiftorisch Es war wohl die Absicht gewesen, wenn die Ständemitglieder in versucht in seiner barschen, hochfahrenden Weise Ordnung zu schaffen; genommen, eine große Dummheit gewesen, daß es aber nicht gethan ihren Prachitaroffen und Gala- Uniformen angefahren tämen, sie zu er muß unverrichteter Dinge abreiten, wie behauptet wurde, von wurde, war höchst intonfequent, wenn man sich auf den Standpunkt begrüßen, als freifinnig geltende Stände besonders auszuzeichnen und verruchten Händen sogar mit Holz beworfen. Nun wird es Ernst. aus beider Mitte selbst gewählt werden dürfen. Ein solches| Ronservativen im Reichstage aufthun. Was dann hinter den Minifterium ist nur im stande, den wahren Grund der drückenden Herren Leveßow und Manteuffel verbleiben wird, kann blos ein Lage des Volkes kennen zu lernen, das Loos der Arbeiter zu ver- fleines Häuslein sein, nicht viel mehr als etwa die Wadenbessern, den Staat vor drohenden Gefahren zu schützen, Eigen- ftrümpfler unter Rickert's Führung. thum und Leben aller bevorstehenden Verwüstungen nicht preis zugeben. In tieffter Unterthänigkeit verharrend..." " -DieUnterzeichner des Sammlungsaufrufes find die gemischteste Gesellschaft, die sich je in Deutschland zu einer politischen Aktion zusammengefunden hat. Fürst Bismarck und Herr Die Bossische Zeitung" schon damals das Organ ber v. Diest- Daber, die in einem Wahlbezirk gegen einander kandi liberalifirenden, aber um Aufrechterhaltung der Ordnung" und birenden Grafen Dohna- Wundlaken und Döhnhoff- FriedrichSicherung des Eigenthums" sehr besorgten Berliner Spießbürgerstein, Herr Diedrich Hahn und seine nationalliberalen Freunde meinte zu dieser Adresse:„ Der Verfasser scheint seine Absicht, Auf- haben den Aufruf zusammen unterzeichnet, und solche Beispiele laffen sich zu vielen Duzenden anführen. wiegelung der arbeitenden Klassen, wohl überlegt zu haben". folgende für sich und gegen den unverwüftlichen Optimismus der Nat.- 8tg." sprechende Gegenüberstellung: Friedrich Gen erklärte 1819, daß es gemäß, der wahren Bestimmung der Universitäten" die Pflicht der akademischen Lehrer sein müßte, die ihnen anvertrauten Jünglinge für den Staatsdienst, zu welchem sie berufen, zu erziehen und die Gesinnung in ihnen zu erwecken, von welcher das Vaterland, dem sie angehörten, sich gedeihliche Früchte versprechen tonnte."( S. Rarlsbader Beschlüsse.) Rultusminister Bosse erklärte 1898 im preußischen Abgeordnetenhause:" Die Universitäten haben nicht nur die Aufgabe, die freie Wissenschaft zu fördern, sondern sie sind auch Schulen im Dienst des Monarchen. Dazu gehört nicht nur die Bermittelung von Kenntnissen, sondern die Universi täten haben auch die Aufgabe, die Jugend mit der Liebe zu König und Vaterland, mit dem Respekt vor der Monarchie und Ver faffung zu erfüllen." Von " Als abends die Masse von den Belten" in die Stadt hineinDie Deutsche Tageszeitung" bemerkt heute, daß Herr strömte, tam es bereits am Brandenburger Thor mit dem Militär v. Stumni und Dr. Röfice noch nicht gegen einander und zu Reibereien. Alle Straßen wurden von Militärpatrouillen durch überhaupt nicht als Kandidaten aufgestellt seien. Nun wissen zogen. Auf dem Schloßplatz hieben Kürassiere in die Menge ein, faudidirt und daß Dr. Röfice sein Gegenkandidat werden wird, wir aber, zu unserer Freude, daß Herr v. Stumm wieder Die Flottenvorlage soll, so wird mitgetheilt, am die sich dort angestaut hatte. Den Flüchtenden wurde mehrfach leugnet auch die Deutsche Tages- Zeitung" nicht. Im übrigen Donnerstag wieder vor die Budgetkommission gelangen. Man nachgesetzt. In der Grünstraße kam es zu Versuchen eines Barri haben die Bündler als erste That nach der vollzogenen erwartet, so schreibt die Deutsche Tageszeitung", zu Beginn kadenbaues, in der Jägerstraße begann man einen Waffenladen zu Sammlung in dem nationalliberal vertretenen Wahlkreis dieser Sigung eine Erklärung des Reichstanzlers kraße begann man einen Waffenfade dem nationalliberal ult plündern. Hameln einen Gegenkandidaten, den Hofbefizer Holzgreve, im Namen der verbündeten Regierungen. St 14. März. aufgestellt. Dazu bemerkt entrüftet der Hannoversche Courier": diese Erklärung in genügendem Maße autoritativ" und stellt Die Aufregung stieg von Stunde zu Stunde. Der Militär- Aus dieser That" der extremen Agrarier des Wahlkreises fie außer Zweifel, daß etwaige Mehrkosten der Flottenvorlage Gouverneur und der Polizeipräsident verboten durch plakate( ab= Hameln... ersteht man aufs neue, welcher Art die„ Samm nur den tragfähigern Schultern aufgebürdet werden: dann lung" im Hahn'schen Sinne ist. Wir bedauern nur, daß wird man sich damit begnügen, und die Flottenvorlage ist gedruckt im lokalen Theil dieser Nummer) die Zeltenversammlungen. Dr. Hahn und fein Anhang, ihrem Handeln entsprechend, besser unter Dach und Fach gebracht, als die Regierung in Nachmittags 2 Uhr empfing der König die Deputation der städtischen nicht offen den Nationalliberalen und soweit fie in Behörden mit Herrn Krausnick an der Spitze. Der König machte Frage kommen Freifonfervativen, also den nationalen ihren fühnsten Träumen erwarten durfte." viele schöne Redensarten, versprach jedoch lediglich die Einberufung bes des Vereinigten Langtages auf den 12. April. Abends erschien das hierauf bezügliche Patent. Nach mittags fand im Englischen Hause unter dem Vorfize des Buchhändlers Mittler eine Versammlung der Buchhändler und Buchdrucker Berlins statt. Man war der Ansicht, daß auch in Preußen die Preßfreiheit sofort gewährt werden müsse, da in den meisten übrigen deutschen Staaten die Presse von der Bensur befreit worden sei; im anderen Fall würde das Berliner Buchhändlergewerbe gefchädigt werden.„ Kein Schriftsteller, der ohne Zensur zu schreiben Gelegenheit findet, werde sich der Benfur unterwerfen, tein schreiben Gelegenheit findet, werde sich der Zensur unterwerfen, kein Leser, der ein zenfirtes Tageblatt mit einem unzensirten vertauschen fann, ersteres beibehalten." Man beschloß eine entsprechende Petition an den König. Das Straßenbild hatte sich mittlerweile immer bewegter geftaltet. Besonders mit dem Eintritt der Dunkelheit begannen Bufammenhäufungen in der Gegend des Schlosses. Die Boltsmassen waren auf das Militär sehr erbittert und verhöhnten die zahlreichen Patrouillen. Abends kam es au einem blutigen Gemezel in der Brüderstraße, wo die Kavallerie in die bicht eingeteilte Menge sprengte und mit den Säbeln einhieb. Zahlreiche zum theil schwer Verwundete blieben auf dem Platz. Diese Militärexzesse veranlaßten die umwohnenden Bürger zu einer ausführlichen Beschwerde an die Zivil- und Militärbehörden. Bu gleicher Beit wurden am Spittelmarkt die erften wirklichen Barrikaden in Berlin errichtet. Die Reiterei reichte zu deren Bewältigung nicht aus und es mußte Jufanterie requirirt werden. Diese wurde mit einem bichten Steinhagel empfangen. Es gelang ihr jedoch, die Ver schanzungen zu nehmen. Nachts zerstreuten sich die Voltsmassen und es trat Ruhe ein. 00002 elat aid nstst Politische Neberlicht. Berlin, 12. März. 1458 Unterschriften find für den Sammlungsaufruf gewonnen worden, zum weitaus überwiegenden Theile sind es in den weitesten Kreisen unbekannte Personen. Interessanter als die Namen der Unterzeichner sind diejenigen, die nicht unterzeichnet haben, wie die bisherigen Führer der nationalliberalen Partei oder, vielleicht besser gesagt, die Führer der bisherigen nationalliberalen Partei. Daß die Sammlungspolitik zur Sprengung der nationalliberalen Partei bald geführt haben wird, scheint ja sicher. Wie die konservatie Partei babei abschneiden wird, steht noch nicht fest. Haben aber die Blöt, Hahn, Rösicke- Gersdorff, Dertel große Erfolge erzielt, dann werden sie die Maske fallen lassen und sich als reine agrarische Partei, frei von allen Traditionen und Rücksichten der DeutschPioniere schreiten ein, schießen, hauen, flechen in die enge ein auf dem Pflaster liegen stumm und regungslos fünf Tobteawei Arbeiter, eine alte Pfründnerin, zwei Kleinbürger. Nun ist die Revolution in vollem Gange. Entsetzt zuerst, dann racheschnaubend zerftiebt die Menge. Waffen! Waffen!" heult sie und sucht, das bürgerliche Beughaus zu stürmen, um sie sich hier zu holen. Ein wüthender, hartnäckiger Kampf entbrennt, ein Kampf, zwischen dem unbewaffneten Bolt, dem nur Knüttel und Stöcke, Latten und Steine zur Verfügung stehen, und den Soldaten, die Entweder ihr unter: werft euch völlig der Hahn'schen Interpretation der„ Sammlung". Fürstbischofs Ropp nach Rom in Zusammenhang mit der oder wir stören eure Kreise und arbeiten den Sozialdemokraten und Stellung des Zentrums zur Flottenfrage gebracht. Der FürstWelsen in die Hände." Das wäre wenigstens ehrlich gehandelt; bischof soll sich aus Rom Informationen holen über denn die ganze Agitation des Bundesdirettors in der Provinz Forderungen, welche das Zentrum zum Entgelt für seine Hannover bezweckt nichts anderes, als hannoversche Wahlkreise extremen Flottenbegeisterung bei der Regierung erheben werde. Man einseitigen Agrariern in die Hände zu spielen, unter allen Umständen will sogar wissen, daß es sich dabei außer der Abstellung von ihre Wahlkreise zu entreißen, selbst auf die Gefahr, daß letztere mancherlei Paritätsklagen um die Errichtung einer besonderen dabei in die Hände der Sozialdemokraten oder Welfen fallen. katholischen Abtheilung im preußischen Kultusministerium Und eine solche Revolverpolitit" nennt Dr. Hahn dann noch gar handelt. Wegen der Kopp'schen Reise habe man die endgiltige seine Politik der Sammlung"! Abstimmung über die Flottenvorlage in der Kommission vers Diese nationalliberale Entrüftung hat, wie die Bossische schoben und diese Abstimmung werde sich je nach der Auf3tg." richtig bemerkt, einen starken komischen Beigeschmack, nach- nahme der Zentrumsbedingungen seitens der Regierung richten. dem die Nationalliberalen soeben erst den Akt der Einigung Diese Kombination charakterifirt gewiß das Zentrum und mit den Mannen des Direktors Dr. Hahn vollzogen haben. fein politisches Schachertreiben recht gut, aber glaubhaft erAber nicht nur die Nationalliberalen, sondern auch die scheint sie in diesem Falle doch kaum, denn jene Zentrums Konservativen beginnen bei dem Anschluß an die Bündler mit forderungen sind uralt und ihretwegen braucht Fürstbischof recht ängstlich zu werden. Der Direktor Dr. Hahn hatte in Ropp nicht, noch dazu im letzten Moment der Verhandlungen über das Flottengesch, nach Rom zu reisen. Die Zentrums einer Versammlung in Ostpreußen erflärt: Da der wirtschaftliche Ausschuß dem bekannten Aufrufe teine partei weiß auch ohnedem, was sie will. Sie hat nur den bestimmte Deutung gegeben habe, wolle der Bund ihn intereinen Zweifel, ob sie die Deckungsfrage als günstige Wahlpretiren, damit nachher nicht pflaumenweiche Wänner parole benutzen soll oder ob sie, mit der zu erwartenden Erkommen, die mit allgemeinen Redensarten sich um die entscheidenden klärung des Reichskanzlers sich zufrieden gebend, zwar ihre Punkte berumbrücken wollen; der Bund müsse ihre Ran Wahlsituation verschlechtert, dafür aber sich die Regierung sich didaten dem wirthschaftlichen Detlarations. verpflichtet, deren Belohnungen dann nicht ausbleiben können. wange unterwerfen. Herr Dr. Lieber vertritt den letzteren Standpunkt und ihm Die fonfervative Partei hat in Dresden durch Herrn Freiherrn dürfte wahrscheinlich das Gros der Partei nachfolgen. v. Manteuffel auf das bestimmteste tund gethan, daß nach wied Die Situation in Chind. Angeblich sollen jetzt Schwierig vor darauf gehalten werden wird, unabhängige und entschiedene feiten entstanden sein wegen des Zeremoniells beim Empfang Männer als Abgeordnete heranzuziehen, welche auf dem Boden einer nationalen Wirthschaftspolitit stehen; es möge aber nicht des Prinzen Heinrich am Hofe von Peking. Der übersehen werden, daß eine Partei, die bie Pflege ihrer idealen Sohn des Himmels" soll sich, nach einer Dalziel Meldung Biele in den Vordergrund stellt, niemals zu einer Juteressens aus Shanghai, weigern, den Prinzen unter den Formen zu vertretung werden darf. Das würde aber geschehen, wenu fie fich empfangen, die von deutscher Seite gefordert werden. Der dazu hergeben wollte, die Unterwerfung ihrer Abgeordneten unter Brinz bleibt vorläufig einige Wochen in Hongkong, woselbst, einen Deklaration zwang" von welcher Seite er auch immer nach Daily Mail", der Kreuzer Deutschland" einer wahrs versucht werden möge zu dulden. scheinlich drei Wochen dauernden Reparatur unterzogen werden wird. Der Kreuzer hat sich auf dieser Ausfahrt sehr schlecht Hierzu erklärt die Rons. Korr.": Nach den Wahlen wird Herr v. Manteuffel noch viel bescheidener dem Bunde gegenüber auftreten als jetzt. bewährt. Si Die Konservativen, die mit den Antisemiten gemeinsam Die wichtigste Meldung des Tages ist, daß England durch den Sammlungsaufruf unterzeichnet haben, sehen sich dadurch seinen Gesandten im Tsung- li- Damen Protest gegen die nicht gestört, den wenig fröhlichen Kampf fortzusetzen. Die Abtretung Port Arthurs erhoben habe, die eine Kons. Korresp." schreibt hente: In den Deutsch- Sozialen- Blättern" wird die Liste der bis jetzt Störung des Gleichgewichts der Machtvertheilung im Osten Es aufgestellten antisemitischen Reichstagskandidaten veröffentlicht. Ga bedente. Die chinesische Regierung erklärte sich find deren 81, davon fandidiren 8 in tonservativen Wahitreisen, ab jedoch außer stande, den russischen Forderungen zu gefeben von einzelnen Kreifen, wie Westpriguiz u. a., die infolge widerstehen. Die Verhandlungen über die russischen Forde antisemitischer Einbrüche unserer Partei bei Ersatzwahlen verloren rungen dauern fort. gingen und in denen ebenfalls Antisemiten kandidiren follen. Aus der Aufstellung ist zu ersehen, daß die von der Leitung des Bundes der Landwirthe als ungehörig erachteten Kandida turen gegen die konservativen Parteimitglieder von Winterfeldt ( Prenzlau) und Dr. v. Levetzow( Königsberg N- M.) aufrecht erhalten find. Der Bund der Landwirthe unterstützt diese antisemitischen Sonderkandidaturen nicht; er sollte aber in Gemäßheit der Resolution feiner letzten Generalversammlung die nöthigen energischen Schritte thun, um die antisemitischen Einbrüche, die nur die antiagrarischen" Richtungen stärken, noch in letzter Stunde zu verhindern. Und die Blätter der Großindustrie heben weitere schwere Bedenken gegen den Sammlungsaufruf hervor. full Die Sammlung geht lustig weiter. Daily Chronicle" hält die Situation der Mandschu Dynastie für sehr gefährdet. Sie werde, so meint das Blatt, dem Anlauf der europäischen Mächte nicht stand zu halten vermögen. Wahrscheinlich werde eine neue Dynastie mit dem Hauptsitz in Nanting an ihre Stelle treten. OF Deutsches Reich. bat Bismarck es bezeichnet, daß die deutschen Bundesstaaten ihren - Als eine Stärkung des Partitularismus eigenen diplomatischen Dienst aufrechterhalten. Rußland scheint eine Stärfung dieses Partifularismus zu wünschen, hat es boch feinen Ministerresidenten in Darmstadt Gesandtenrang verliehen und ihn auch mit der Vertretung am badischen Hofe beauftragt, nun ist auch der russische Winisterrefident am Dresdener und BraunSchweiger Hose, Baron v. Wrangell zum Gesandten ebendaselbst er- dans Im Berliner Auswärtigen Amte dürfte man hierüber wenig erbaut sein. nannt worden. " Das preußische Abgeordnetenhaus ist auch heute noch erbarmungslos in die Menge schießen und einbauen. Ueber drei Stunden nicht mit der Berathung des Kultusetats zu Eube gekommen. währt der Rampf; immer wieder bringt das Volk aus den kleinen Aus der Debatte, die sich in der Hauptsache um eine BesserNebengäßchen auf den Platz, auf dem das Beughaus flebt, greift todesverachtend die Soldaten an, zurückgetrieben, überschüttet cs von stellung der Lehrer an höheren Lehranstalten drehte, ist nur Barrikaden herab die nachdrängenden Soldaten mit einem Stein- ein der Budgetkommission überwiesener Antrag zu erwähnen,-Stumm Sedert 2ühow. Jm Gerichtstheil unserer hagel Weiber und Kinder tragen die Munition zu, wird mit der worin die Regierung aufgefordert wird, alsbald die Mittel gestrigen Nummer berichteten wir über die Beleidigungsflage Feuerwaffe angegriffen, flieht und bringt wieder vor. 10920 no bereit zu stellen, um die vom 1. April 1897 ab eingeführte Stöcker's gegen Schwuchow, den Redakteur der Neuen Saar 3 Auch vor der Hofburg drängt sich eine dichte Menge, schäumend Gehaltsaufbefferung für die Lehrer an den vom Staate unterbrücker Zeitung", des Leiborgans des Herrn v. Stumn. der famosen vor ohnmächtiger Wuth, weil der Gedanke, die Burg zu stürmen, haltenen höheren Lehranstalten auch auf die Lehrer der vom Wir bemerkten dabei bereits die Benutzung der augenscheinlich unausführbar ist. Jeden Augenblick ist eine entfe Staate und anderen gemeinsam unterhaltenen höheren Lehr- Spitzelbrüder Leckert und Lützow durch die Partei Stumm liche Katastrophe zu erwarten; faffen ja einige den tollen Plan, un anstalten auszudehnen, bei denen die betheiligten Städte auf ist interessant genug, um sie in ihren näheren Umständen mitzutheilen. zur Ausfpionirung von Material gegen Stöcker; diese Sache bewaffnet wie fie find, die vor ihnen stehende, den Burgeingang Aufforderung der Prvinzialschulkollegien die Uebernahme ihrer Herr v. Gerlach befundete eidlich, edert fei bei ibm im Aufschüßende Artillerie anzugreifen. In ber Hofburg liegt der Kaifer bewußtlos in epileptischen Hälfte der Kosten für die gesammte Besoldungsausbesserung trage Schwuchow's erschienen, um Material gegen Stöcker zu be Krämpfen. Unaufhörlich finden Berathungen statt; die Mitglieber beschlossen und für ihre städtischen Anstalten eingeführt haben. tommen. v. 2ützow fagte unter dem Eid aus: der kaiserlichen Familie, die Minifter und sonstige Würdenträger, Die Regierungsvertreter erklärten sich aus finanziellen Gründen die Abgeordneten der Stände, Deputationen der Universität, bes gegen den Antrag. Bürgermilitärs treffen sich in den Berathungssälen. Die Stimmung Wenn die Berathungen, bie am Montag fortgesetzt werden, bleibt eine unnachgiebige. Man sieht, wie gegen 5 Uhr der Kampf weiter einen so schleppenden Verlauf nehmen, so wird der nachläßt; das unbewaffnete Bolt ist eben troy allen Heldenmuthes Etat voraussichtlich wieder nicht rechtzeitig fertiggestellt dem Militär nicht gewachsen; die bis auf den Tod erschöpfien Truppen werden aus der Stadt herausgeführt, mit Ausnahme der Burgbefagung und kleiner Wachkörper. Da steigen vor den Stadtthoren Feuersäulen auf: das BorstadtProletariat beginnt sich zu rühren. Da man es nicht in die Stadt einläßt, durchzieht es tobend und verheerend die Bororte, Fabriten gehen in Flammen auf, Maschinen werden zerstört. Num beginnt man oben einzulenten. Man sieht, man hat es jeht mit ganz Wien, nicht blos mit einem kleinen Häuflein freiheitsbegeisterter Kämpfer zu thun. Die Metternich feindselig gesinnte Partei verdoppelt ihre Anstrengungen. Endlich trägt sie den Sieg davon. Während um 7 Uhr abends noch Erzherzog Maximilian d'Este die Artillerie zum Schießen kommanbirte, was nur durch die muthige Weigerung des Oberfeuerwerkers Bolet verhindert wurde, wird jest nachgegeben. Die Entlassung Wetternich's und die Bewilligung der Bewaffnung der Studenten wird befanntgegeben. Patrouillen der nun improvisirten Volkswehr siehen vor die Thore um Ruhe zu schaffen. Mit dem Kampf gegen bie Proletarier, die die Revolution gerettet haben, schließt der 18. Mära. werden. and dau Er habe von Saarbrüden aus den Auftrag erhalten, gegen eine Geldentschädigung Material über Stöcker zufammenzubringen. Als ich", so fährt Lützow dann fort, den Herrn Schaper, einen Mit arbeiter der oft", welcher mit mir darüber verhandelte, darauf aufmerksam machte, wer mir denn meine Arbeit, die mich ca. 6 Wochen in Anspruch nehmen würde, bezahlen würde, nannte er mir den Berlag der„ Neuen Saarbrücker Zeitung". Als ich ihm darauf vorGenz und Boffe. Zu unserem leider nur zu ernsten hielt, daß mir dies nicht sicher genug wäre, da jene Zeitung mir Scherze über die Vorgeschichte der lex Arous schrieb die gänzlich unbekannt fei, erwiderte er mir, da fönnte ich ganz ruhig fein, denn hinter dem Verlage stände ja Stumm, fo National- Zeitung": oder ähnlich drückte er sich aus." Auf weiteres Befragen gab Er( der Vorwärts") kann sich nunmehr allerdings fodann Lützow noch folgende Auskunft:" Das Honorar darauf berufen, daß eine Anzahl ernsthafter Blätter eine derartige für mein Material erhielt ich theils per Poftanweisung Verständigung der jetzigen Regierungen für möglich gehalten, und burch Schaper, den Mitarbeiter der" Post", theils auf Andaß das Organ der Herren von Plös und Genossen sie, wie wir weisung beffelben durch die Rasse der Der " Post"." schon erwähnten, für ebenso verständig wie selbstverständlich" er- Chefredakteur der" Post", Herr Grodded, ließ Anfang August 1896 tlärt hat. Trozdem scheint uns der Scherz" des„ Vorwärts" übel Lüß om fommen und fragte ihn, wie weit er mit seinem Aufam Blaze; es ist nichts geschehen, was zu einer Bertrage fei, gegen Stöcker Material herbeizuschaffen; er habe, sagt gleichung des jeßigen Verhaltens der Res Ligow aus, ihn darauf angetrieben, die Angelegenheit eifrig zu be gierungen gegenüber den Universitäten mit treiben. ber Beit der Starlsbader Beschlüsse Anlaß geben Aus allebem geht deutlich hervor, daß Freiherr v. Stumm felbst der Sintermann der Personen ist, welche bie Spigel Leckert Die letzte Nummer der Nation" bringt aus ihrem und v. Lüßow engagirten, um gegen den politischen Gegner Stöcker Bitatenschate unter der Ueberschrift, Gesinnungslehre" Belaftungsmaterial zu sammeln. tönnte. " " aus. Herr v. Stumm ist in höchfteigener Person nicht mit Spigeln verkehrt. distrikte sind vom Gemeinde-( Stadt) Rath zu bestimmen und durch An- 1 Potsdam hatte aber dennoch die Eröffnung des Hauptverfahrens Er mag dies wohl absichtlich vermieden haben, wodurch aber gerade schlag am Rathhause, durch Einrücken in das amtliche Verkündungs- abgelehnt. Auf Beschwerde der Staatsanwaltschaft hat indes das bewiesen wird, daß er sich der Häßlichkeit und Unfauberkeit eines blatt und nach Gutbefinden in ein oder mehrere Lokalblätter be- Kammergericht diesen Beschluß der Potsdamer Kammer aufgehoben folchen Spionagegebahrens durchaus bewußt gewesen ist. fannt zu geben. Die Wahl findet von 12 Uhr mittags bis 8 Uhr und das Hauptverfahren angeordnet. Der Termin der Verhandlung - Die Aerzte, die Post novelle und die lex abends statt. Dieser Artikel wurde einstimmig angenommen. Somit ist nunmehr auf den 29. cr. angesetzt. Arons. Ein Vorgang, der sich in der letzten Sigung der Berliner gelangt das Gefeß in Form dieses einzigen Artikels an die Erste Defterreich. medizinischen Gesellschaft" ereignete, verdient Erwähnung, weil er, Kammer. Der Antrag Dreesbach, der Regierung ent Wien, 12. März. Die deutsch- nationale Studentenschaft hat an fich zwar unbedeutend, boch bezeichnend dafür ist, wie heute auch schiedene Mißbilligung für ihre Saltung in der Wahl beschlossen, morgen torporativ von der Universität aus das Grab für die akademisch gebildeten Schichten des Bürgerthums die Juter- rechtsvorlage auszudrücken, wurde gegen die Sozialdemokraten und der Märzgefallenen zu besuchen. Die sozialdemokratischen Studenten effen des Geldbeutels in erster Linie stehen, während die idealen zwei Demokraten abgelehnt. Der Antrag Wacker, wonach der versammeln sich im Café Grillparzer und legen Kränze am Grabe zurücktreten. Wie der Vorsitzende, Rudolf Virchow, mittheilte, hat Regierung wegen ihrer Haltung das Bedauern der Borstand, einer Anregung von außen folgend, eine Petition an gesprochen wird, wurde mit 82 gegen 25 Stimmen an nieber. Der deutsch- nationale Abgeordnete Wolf wird eine Rede anhalten. den Reichstag abgesandt, welche sich gegen die Erweiterung des genommen. Wien, 12. März. Jm nächstjährigen Staatsvoranschlag wird, Poftregals wendet, da diese das finanzielle Interesse auch der wissen- Aus Heffen: 11. März.( Eig. Ber.) Landtag. Die wie bestimmt verlautet, die Regierung Geldmittel zur Gründung schaftlichen Vereine schädigen würde. Ein Widerspruch gegen dies Generalbebatte zum Justizetat, die die zweite Rammer einer czechischen Universität in Mähren, und zwar in Kremfter, Vorgehen des Vorstandes wurde nicht laut. Und doch wäre einige Tage beschäftigte, gab unseren Genoffen Gelegenheit, wichtige fordern. wohl der Hinweis darauf angebracht gewesen, daß eine Klagen vorzubringen. Abg. David illufirirte die, auch von andere Gefeßesvorlage die Berliner medizinische Gefellschaft" anderen Abgeordneten gerügte Schädigung der Zeugen durch die weit mehr angeht, als die Postnovelle: der Gesetzentwurf über die ungeordnete Ansehung der Termine, mit einem Fall aus Mainz, Disziplinarverhältnisse der preußischen Privatdozenten, die sogenannte wo durch eine Terminverschiebung den Betheiligten ca. 100 M. Kosten lex Arons. Ob die Erweiterung des Poftregals zweckmäßig ist, das mehr erivuchfen, als nöthig gewesen wären. Außerdem führte unser ift eine mehr politische Frage, zu welcher eine wissenschaftliche Gesell Genoffe die erbärmlichen Besoldungs- und Anstellungsverhältnisse der schaft beffer nicht Stellung nehmen sollte; besonders dann nicht, Gerichtsschreibergehilfen vor, die die„ Liberalität der Regierung wenn die finanzielle Lage der Gesellschaft eine durchaus günstige ist, in ein sehr wenig fchönes Licht stellen. Die echten Proletarier der Budapest, 12. März. Abgeordnetenhaus. Die Vorlage und materielle Interessen überhaupt nicht oder nur in sehr geringem Feder" müssen Beamtenfunktionen erfüllen, werden aber sonst als betreffend die Fest se yung des 11. April als nationalen Umfange in Frage kommen. Dagegen wäre es wohl am Blake ge-" Privatgehilfen" der Gerichtsschreiber behandelt; für Ueberstunden, Feiertag wurde mit allen gegen 4 Stimmen en bloc an wesen, wenn die Mitglieder der medizinischen Gesellschaft, als Ver- Die sie zu leisten verpflichtet sind, ist Extrabezahlung untersagt; für genommen. treter der freien Wissenschaft und Angehörige eines freien Standes, Krankheitsfälle besteht nur 14 Tage lang Anrecht auf Gehaltsbezug. einmüthigen Protest erhoben hätten gegen die lex Arons, als eine Gefahr für die Freiheit der Wissenschaft und einen Verfuch zur politischen Knechtung bisher unabhängiger Männer der Wissenschaft. Ein Vorgehen in dieser Richtung anzuregen, hätte einem Vorstande, an dessen Spitze Rudolf Virchow steht, besser angestanden, als das Gintreten für private Erwerbsgesellschaften, die schon wegen der schoflen Behandlung ihrer Angestellten eine solche Parteinahme nicht verdienen. " " - Das Ministerium Thun, faum geboren, scheint schon einer Krise entgegenzugeben. Die deutsch- bürgerlichen Parteien bes rathen heute über die Stellungnahme zum neuen Ministerium. Von dem Ausgange dieser Verhandlungen soll es abhängen, ob der deutsche Großgrundbesitzer Dr. Bärnreither im Minifterium verbleibt. Ungarn. V M Frankreich. Die von der Regierung normirten Höch ft gehälter belaufen sich Paris, 12. März. Der Abgeordnete Hubbard hat dem Minister für nicht geprüfte Gehilfen im Alter von 17-19 Jahren auf 400 m., von des Auswärtigen eine Interpellation darüber angekündigt, welche 20-24 Jahren auf 500 m., von 25-28 Jahren auf 700 M., über 29 Jahre Maßregeln der Minister im Einvernehmen mit der europäischen auf 800 M. Diefe wahren Hungergehälter sollen nun um 50-200 m auf Diplomatie ergreifen wolle, um England zu veranlassen, auf gebeffert werden. Wir haben beantragt, die Aufbesserungssumme noch den Gebrauch der Dum Dum= Kugel, die gegen wesentlich zu erhöhen und diese Privatgehilfen" in dirette staatliche da 3 Völkerrecht verstoße, zu verzichten. Die Ver Verwendung zu übernehmen. Abg. Ulrich ging auf das Thema: wundungen, welche das Dum Dum Geschoß im indischen Gefängnißarbeit" näher ein und zeigte an Hand eines Grenzkrieg bewirkt hat, werden als überaus schwer geschildert; das - Freiherr v. 3edlig, der Zeitungs- Geheimrath der Birkulars, wie die Darmstädter Gefängnißverwaltung den Bürsten- Geschoß explodirt beim Eintritt in den Körper des Getroffenen und " Post", hat seine Klage gegen die National- Zeitung" zurück- fabritanten eine vernichtende Konkurrenz macht. Er verlangte höhere reißt Wunden im Umfang bis zu zehn Zentimeter auf. Auch in genommen, nachdem zwischen ihm und der Redaktion dieses Blattes Entlohnung der Gefangenenarbeit und Unterstüßung der Familien England selbst hat sich bereits eine Bewegung gegen den Gebrauch ein Vergleich zu stande gekommen ist. Der Vorwärts" hatte das derselben aus dem Arbeitsertrag, der die Höhe der außergefänglichen dieser Geschosse bemerkbar gemacht. gleich prophezeit. Enthüllungen vor Gericht über die kapitalistischen Arbeitslöhne abzüglich der Unterhaltungskosten haben sollte. Auch Beziehungen der National- Beitung" und über die journalistische von gegnerischer Seite wurde diese Frage behandelt und unsere VorThätigkeit des Freiherrn v. Bedliß wären beiden Theilen höchst schläge gebilligt. Die Regierung lehnte den Vorschlag der Lohn peinlich gewesen. erhöhung jedoch prinzipiell ab. Allgemein anerkannt wurde die ruhige und fachliche Art, wie der neue Ministerialdirektor Ditt - Eisenbahnunfälle. Nach amtlicher Bekanntmachung mar waren im Januar d. J. folgende Betriebsunfälle zu verzeichnen: ar auf die vorgebrachten Beschwerden und Anregungen ausführEntgleisungen auf freier Bahn 2, in Stationen 19, Busammenstöße lich einging. auf freier Bahn 4, in Stationen 24, sonstige Betriebsunfälle 161, Aus Elsah Lothringen, 10. März.( Eig. Ver.) Die reichs. zufammen 210. Bei den Unfällen wurden 63 Personen geländische Regierung sorgt dafür, daß der Chronik der Diktatur tödtet, darunter 8 Reisende, 36 Bahnbeamte und maßregeln der Stoff nicht ausgeht. Vor einigen Tagen beArbeiter, 19 fremde Personen. Berlegt wurden richteten wir, daß der Bezirkspräsident des Oberelsaß einer für 170 Personen, darunter 38 Reisende. mann = Der Minister des Auswärtigen anotaur wird in der nächsten Woche in der Kammer einen Gesetzentwurf einbringen, der dahin geht, die Konvention betr. die Garantien der griechischen Anleihe zu ratifiziren. " 600 Die Zeugen Esterhazy's schrieben an diesen, sie hätten Picquart nicht bestimmen können, sich mit ihm zu schlagen und betrachteten daher ihre Aufgabe als beendet. Esterhazy führt in feiner Antwort die Weigerung Picquart's auf Furcht und Feigheit zurück und bemerkt, es bleibe nur noch die Reitpeitsche, und dafür werde er sorgen. Paris, 11. März. Die Polizei verhaftete drei Personen, die Colmar angefeßten Arbeiterversammlung, in welcher Herr Weiß sich an den anarchistischen Attentaten auf der Place de la Concorde, Riel, 11. März.( Eig. Ber.) Die Rieler Arbeiter, aus Stuttgart über die Stellung der Arbeiterschaft zur an der Cascade und in der Rue Lafayette betheiligt haben sollen. Es die Nationalsozialen und die Flottenvorlage. Handwerksorganisation sprechen sollte, die erforderliche Ge- Gs ist sicher(?), daß der eine von ihnen an dem ersten Attentat In einer am Donnerstag Abend stattgefundenen Versammlung fam ehmigung verweigerte. Heute ist über ein neues Polizeiftückchen theilgenommen hat. Von der Korruption. Die Petite Republique" era es zu einer recht interessanten Auseinandersehung zwischen Sozial: aus Straßburg zu berichten. Der in Colmar, verbotene" Herr demokraten und Nationalsozialen. Von letteren war die Verfamm mit insofern Erfolg, Weißmann wollte dort sein Glück versuchen und hatte da zählt, Wahlagenten des orleanistischen Grafen Greffulhe hätten dem als das unter elfäffische lung einberufen und als Referent Herr Naumann über Flotte und präsidium die mit derselben Tagesordnung wie in Colmar angemeldete Grafen auf seine Kandidatur in dem Wahlkreise Dieppe verzichte. Bezirks Deputirten Breton 50 000 Fr. angeboten, falls er zu gunsten des Freiheit" angekündigt. Da er durch Krankheit verhindert war, waren die Herren v. Gerlach und Göhre erschienen, die in bekannter Versammlung gestattete. Die Hochwohllöbliche knüpfte an diese Er Breton wies diesen Antrag in Gegenwart von Zeugen zurück Weise den Standpunkt der von ihnen vertretenen Partei flar legten. laubniß jedoch die Bedingung, daß kein auswärts und soll entschlossen sein, die Angelegenheit vor das Gericht zu Von unserer Seite waren unter anderen der Abg. Legien erschienen, betheiligt, und daß Vorträge wie Diskussion nicht wohnender Arbeiter sich an der Versammlung bringen. um an der Debatte sich zu betheiligen. Zu einer stürmischen Rund- über die örtliche Organisation der Straßburger England. gebung für den Abg. Meifter fam es, als der Referent Gerlach mitLondon, 10. März.( Eig. Ver.) Die Wahl in Stepney, deren theilte, daß, wo felbft der ewige Neinsager Eugen Richter in der gewerblichen Arbeiter hinausgehen"(!). Da der Resultat Ihnen der Telegraph gemeldet hat, war ein großer Erfolg Kommission für die Flottenvorlage gestimmt habe, nur Abg. Meister praktischen Ausführung dieser fürsorglichen Polizei Verfügung der Liberalen und der organisirten Arbeiterbewegung. Alle Gewerk dagegen war. Diese von ihm ungewollte Rundgebung war der erste sowohl hinsichtlich der Beschränkung des Kreises der Ver schaften Londons traten für W. Stendmann ein und ebenso arbeitete Beweis, daß die Rieler Arbeiter völlig mit dem von unserer Partei thema's erhebliche Schwierigkeiten im Wege standen, so ver- Wahlkreis nicht liberal gewählt, und auch damals drang ber wie derjenigen des Verhandlungs- der ganze Apparat der liberalen Partei für ihn. Seit 1885 hat ber vertretenen Standpunkt der völligen Ablehnung durchaus einverstanden zichtete der fiberwachende Beamte darauf, von jedem Ein- liberale Kandidat nur mit einer Mehrheit von 10 Stimmen durch. waren. Der zweite Beweis wurde durch die Abstimmung über eine tretenden ein Atteft der Behörden über seinen derzeitigen Wohnsitz Gegen 1895 find die liberalen Stimmen in Stepney von 1876 auf eingelaufene Resolution erbracht, wo von den etwa 2500 Anwesenden gut 90 pt. für und nur 10 pet. dagegen stimmten. Die angenommene u verlangen und ließ auch dem Referenten und den Diskussions: 2492 geftiegen, ein für hiesige Verhältnisse großer Aufschwung, der Resolution lautet: rednern in ihren Ausführungen einen ziemlich weiten Spielraum. hauptsächlich stärkerer Betheiligung der Arbeiter zuzuschreiben ist. Bezirkspräsidenten von neuem bewiesen, wie wenig Herr Halley be- Sekretär der Bootszimmerer- Gewerkschaft, Mitglied der BezirksImmerhin ist durch diese mehr als sonderbare Entscheidung des Steadmann ist Schahmeister des Londoner Gewerkschaftsraths, rechtigt war, im Reichstag die Diftatur in Elsaß- Lothringen als ein vertretung, der Armenbehörde und des Grafschaftsraths, und war bloßes Schlagwort" zu bezeichnen. Delegirter auf dem Brüsseler, dem Züricher und dem Londoner oft" zum Sammeln der bürgerlichen Parteien, um bei den ReichstagsWie zu erwarten war, findet der Lockruf der Straßburger Internationalen Sozialisten- und Gewerkschaftsfongreß. Jm Parlament wurde gestern in zweiter Lesung ein Antrag, auch wahlen den Sieg des Sozialisten in der Hauptstadt der Reichslande für solche Unfälle, die nicht unter das neue Haftpflichtgesetz fallen, 3 verhindern, in den bürgerlich- oppofitionellen Lagern wenig Gegenliebe. den Grundsay der gemeinsamen Beschäftigung"( wonach der Unter das, Journal de Colmar", weist auf die unüberwindlichen der mit dem Beschäftigten am gleichen Wert arbeitete) aufzuheben, Eines der einflußreichsten Organe des reichsländischen Klerikalismus, nehmer für feinen Schaden aufzukommen hat, den jemand verursachte, Schwierigkeiten hin, die bei uns einer befriedigenden Lösung der mit 215 gegen 59 Stimmen genehmigt. Als T. Burt vor zwanzig Kandidatenfrage im Sinne der von der Post" gepredigten Sammel Jahren einen gleichen Antrag stellte, fand er keine sechs Stimmen taktit entgegenstehen und fragt dann, ob der Straßburger Gemeinde- Unterstüßung. für Elsaß- Lothringen und jetzige Bürgermeister von Straßburg, der Autokrat" Back, der frühere Unterstaatssekretär im Minifterium underkandidat sein solle, der die Stimmen aller Parteien auf sich zu vereinigen bestimmt ist. Nach seinem Dafürhalten, so schließt das flerifale Blatt, gehöre der Straßburger Reichstagssiz heute den Sozialisten und werde ihnen auch in 3ukunft mächtigt haben. Offiziell wird gemeldet, daß eine Abtheilung von 170 Mann die Besatzung von Bolinao befreit habe. - Die Revision des fächsischen Vereinsgefee3. erbärmliche Haltung, welche die Nationalliberalen anläßlich Aus Elfast Lothringen, 11. März.( Eig. Ber.) Die geradezu Türkei. Mir nahmen gestern Notiz von den Erklärungen des Ministers des sozialistischen Antrages auf Befeitigung des Diftaturparagraphen Konstantinopel, 12. März. Es verlautet, Rußland fei bemüht, v. Metsch zu den konservativen Anträgen. Die„ Sächsische Arbeiter in Elsaß- Lothringen im Reichstag eingenommen haben, hat hier zu für die reparaturbedürftigen unter den Schiffen des Mittelmeer8tg." warnt vor Optimismus in dieser Angelegenheit, fie führt aus: Lande ihre Wirkung nicht verfehlt. Ebenso spricht sich die demo- Geschwaders, die der baltischen Flotte zugetheilt find, freie Paffage In der Deputation hat nun die Regierung bei der zweiten fratische Breffe des Landes in abfälliger Weise über nach dem See- Arsenal des Schwarzen Meeres zu erlangen. Lesung den Schein, als ob sie sich alle Mühe gebe, die Konservativen 1. Fehlen einer größeren Anzahl Mitglieder der von ihren Kompensations"-Vorschlägen abzubringen, zu wahren gesucht. Gelungen ist ihr dies freilich nicht. Vor allem vermist fässer Gruppe in jener Sigung des Reichstages Bombay, 11. März. Während der Unruhen wurden zwei man in den Ausführungen des Ministers des Junern eine ent- und läßt durchblicken, daß die Entwicklung des Zentrums zur Regieschiedene Erklärung, ob die Regierung unter allen Umständen nichtungspartei unter Führung Lieber's nicht ohne abschwächenden Ein. Soldaten und ein Pest Inspektor getödtet, 22 Polizisten und 17 schiedene Erklärung, ob die Regierung unter allen Umständen nicht fluß auf die bisherige schroffe Opposition feines reichsländischen An- andere Personen verwundet; von den Aufrührern wurden 9 getödtet über den Rahmen ihrer Vorlage hinausgehen will... Was geht denn nun aus dem ganzen Brimborium der zweiten hanges geblieben sei. Die einer Volksvertretung durchaus unwürdige und 22 verwundet. Motivirung des nationalliberalen Standpunktes zum erwähnten An- Als Protest gegen die Best- Verordnungen sind die Stückgüters Lesung des Gefeßentwurfes in der Deputation hervor? Nichts ist trag, wie sie in der Rede v. Cuny's erfolgte, hat ein Zusammen- märkte und die Zäden geschlossen worden und 15 000 Dockarbeiter getlärt. Bis zur Schlußberathung im Plenum wird zwischen der Regierung und den Konservativen weiter ge- rathen, was wohl noch mit den Anhängern des Gouvernements in den Reichslanden schäfte liegen barnieder, die Europäer können sich nicht unbewaffnet gehen der bürgerlichen Opposition( Demokraten und Klerikalen) und Wagenführer haben die Arbeit eingestellt. Alle Semit dem Juwel" anzufangen sei. Für das Bolt giebt dies umfo mit dem" Juwel" anzufangen sei. Für das Volk giebt dies umso mehr Veranlassung, fich durch die Hinziehung der Angelegenheiten vollends unmöglich gemacht, da es den ersteren in erster Linie darauf auf die Straße begeben. ankommt, einen entschiedenen Gegner der Ausnahmegeseze in den nicht etwa täuschen zu lassen. Es wäre ein fträflicher Optimismus, Reichstag zu entfenden. Es dürfte sich also bei den bevorstehenden aus den Aeußerungen des Minifters in der Deputation den Schluß Wahlen eine Aenderung der Parteilonstellation im Sinne der von fall wird der Jnt. Corr." aus New- York gemeldet: Der auf Bum spanisch- nordamerikanischen Streit zu ziehen, die Regierung sei fest entschlossen, mit der Aufhebung des der„ Str. Poft" empfohlenen Sammeltaktit" bei uns taum ergeben. Antrag des Abgeordneten Cannon zur freien Verfügung des PrästVerbindungsverbots für politische Vereine teine verschlechternde Ab- Speziell in den beiden für die Sozialdemokratie in erster Reihe in änderung des Vereinsgesetzes zuzulaffen... Die heute im Kolosseum" von zirka 2500 Personen besuchte Boltsversammlung ist der Ansicht, daß für die von dem Referenten behauptete Nothwendigkeit der Flottenvermehrung weder von dem Referenten, noch von den Diskussionsrednern seiner Partei auch nur ein Beweis erbracht worden ist, daß die Kosten der Vermehrung der Flotte auf die Schultern der Besitlosen in letter Linie abgewälzt werden, die Vortheile des angeblich des Schutzes bedürftigen Handels in erster Instanz der Rapitalistentlasse au gute fommen. Die Versammlung hält es für eine unverantwortliche Politik der Gutmüthigkeit, der reaftionären Regierung in der Bewilligung der Marinevorlage neue Machtmittel an die Hand zu geben und steht in jeder neuen Rüftung, also auch in der Verstärkung der Flotte, eine Provokation zum Kriege, also ein kulturhemmendes Moment. Die Versammlung hält deshalb für unvereinbar Freiheit und Flotte. Bis nachts 1/22 Uhr währte die Bersammlung, in der 16 Redner zum Worte famen. " bleiben. das D " " aus betracht kommenden Wahlkreisen Straßburg Stadt und Mülhausen erscheint nach unserem Dafürhalten eine Einigung der bürgerlichen Parteien völlig ausgeschlossen. Spanien. behauptet die„ Daily Chronicle", daß die Aufständischen sich zweier - Ueber den Aufstand auf den Philippinen Städte, die mit Manila durch Eisenbahnen verbunden sind, be S Asien. Amerika. benten bewilligte Kriegskredit von 50 Millionen Dollars ist besonders zum Antauf von Kriegsschiffen bestimmt. Nach den Erkundigungen, Siegersdorf, 2. März.( Niederschlesischer Courier".) Auch welche die biplomatischen Vertreter der Vereinigten Staaten bei den eine Folge des Hochwassers. Gestern Nachmittag ist der verschiedenen europäischen Werften einzogen, sind augenblicklich in Stellenbesitzer Frizz Borrmann in den Queis gelaufen und hat sich Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Europa a cht größere Kriegsschiffe fertig oder im Bau begriffen, ertränkt. Die schweren Verluste, die er durch das vorjährige Hoch- Wegen Majestätsbeleidigung wurde gestern der Schuhmacher Nicolaus welche an Nordamerika verkauft werden könnten. Es handelt sich. waffer erlitten hat, haben den Unglücklichen schwermüthig gemacht Dombrowski von der II. Straffammer des Landgerichts I zu sechs bierbei um Schiffe, welche von China, Brasilien und Chile und zu dem unfeligen Schritt getrieben. Wie dem Laub. Zgbltt." Monaten Gefängniß verurtheilt. Der Angeklagte hatte eines in Auftrag gegeben wurden, deren Nebernahme feitens der Bes hierzu noch mitgetheilt wird, ist der Schaden, den Borrmann erlitten Tages ein Bild des Kaisers, welches seine Tochter bei der Heimkehr ſteller jedoch aus finanziellen Gründen zweifelhaft erscheint. hat, auf 13 000 W. tagirt worden, und als Entschädigung hat er von der Schule mitgebracht hatte, unter höchst verwerflichen Be- Die von New York bereits abgegangene Kommission hat bis jetzt ganze 250 M. erhalten. Das ist auch ein recht lehr merkungen vernichtet. Ein Zeuge dieses Vorfalles, der mit dem An- daher den Auftrag, mit sämmtlichen hierbei in Frage reiches Bild; aber wie sagten doch die Herren am Regierungs- geklagten in Geldgwiftigkeiten gefommen war, hatte davon in einem ftehenden Werften wegen des Ankaufs dieser Schiffe in Unterhandtische Gin Nothstand existirt nirgends. Schantlokale erzählt. Auf diese Weise hatte der Rohrleger lungen zu treten. Karlsruhe, 11. März. Nach fünfstündiger Debatte ging hente onestowski Kenntniß davon erhalten, und dieser fühlte sich ver- Vorstehende Angaben bestätigend meldet das„ Reuter'sche die Zweite Kammer zur Abstimmung über die 28 ahlrechts- aulaßt, der Staatsanwaltschaft Mittheilung zu machen. Bureau" aus Washington: Wie jetzt hier verlautet, werden die Vers Anträge über. Der Antrag der Nationalliberalen In dem Majestätsbeleidigungsprozeß gegen den Redakteur der handlungen wegen des Ankaufs der brasilianischen Kreuzer„ Barbozo" ( 63 Abgeordnete der Städte und Aemter, 11 Abgeordnete der Kreis- Brandenburger 3tg.", Huth das Delitt soll in dem Bericht und Amazonas", die in England erbaut wurden, fortgesetzt, sind versammlungen) wurde mit 88 gegen 24 Stimmen abgelehnt. ber Fraktion über das Schicksal des Antrages wegen Be- aber noch nicht zum Abschluß gebracht. Die Berhandlungen Die Artikel 1 und 2 des Kommissionsantrages wurden seitigung des Majeftätsbeleidigungs Paragraphen enthalten wegen des Antauss japanischer Kreuzer, die in St. Francisco mit 32 gegen 25 Stimmen angenommen, da dies aber nicht die fein- war Huth längere Zeit nach feiner erften Vernehmung die und Philadelphia in Bau begriffen sind, sollen thatsächlich abs erforderliche Zweibrittel Mehrheit ist, so find die beiden Artikel Auflage zugestellt worden mit Angabe einer Frist, innerhalb deren gebrochen sein. " thatsächlich abgelehnt. Artikel 8(§ 41 der Wahlrechts- Ordnung) Huth sich noch dazu äußern tönnte. Huth ließ die Frist absichtlich Auf den Tortuga Inseln läßt die nordamerikanische Res erhält folgende Fassung: Die Wahllokale der einzelnen Wahl unbenutzt verstreichen. Die Strafkammer( sog." Antlagetammer") in gierung schleunig Befestigungen anlegen, um dort einen Schuh Dafen für das im Golf von Mexiko befindliche Südgeschwader zu errichten. tlären. " " und Waldeck. Die Unterstützung aller rechtsstehenden Parteien fei Zum Schuhmacherstreit. Der Verband der Schuhfabrikanten außerdem gesichert in Potsdam- Osthavelland und Ueckermünde. In hatte in dem Antwortschreiben an die Gewerkschaftskommission, in In Havana ist, wie der Intern. Korresp." aus Madrid mit dem Partei- Organ wird aufgefordert, in jedem Wahlkreis mindestens dem er es ablehnte, mit dieser wegen des Schuhmacherfireits zu getheilt wird, bezüglich des nordamerikanischen Generalkonsuls einen Bäblkandidaten zur Sammlung der Anhänger aufzustellen. unterhandeln, u. a. auch die Behauptung aufgestellt, daß die ArbeiterLee ein neuer Streitfall eingetreten. Es wurde spanischerseits Wo mit anderen Parteien auf irgend einer Grundlage Ver- Vertreter direkte Verhandlungen bezüglich der Antheilnahme an der entdeckt, daß sich unter den großen Sendungen von Liebesgaben, abredungen getroffen feien, die das unthunlich erscheinen ließen, Führung des Arbeitsnachweises abgelehnt hätten. Diese Behauptung welche aus den Vereinigten Staaten für die angeblich nothleidenden habe es natürlich zu unterbleiben. entspricht, wie unsere Leser aus dem Verfolg der ganzen AngelegenRubaner an die Adresse Lee's zollfrei eingingen, viele zollpflichtige Aus der Pfalz.( Eig. Ber.) In unserer Pfalz geht's heit wissen werden, nicht den Thatsachen. Die Unternehmer haben Handelsgegenstände für nordamerikanische Geschäftshäuser befunden gegenwärtig gar luftig zu. Die Reichstagswahlen fangen an, ben es bekanntlich vor dem Einigungsamte abgelehnt, in dieser Sache haben. Lee bestreitet die Richtigkeit dieser Behauptung, während Nationalliberalen auf die Finger zu brennen, alldieweil der Bund zu erscheinen; der Kommission der Arbeiter selbst haben die Fabrikanten die spanischen Behörden die entgegengesetzten Beweise zu haben er- der Landwirthe verschiedenen aller Abgeordneten den Stuhl vor die ebenfalls abschlägigen Bescheid gegeben. Die Agitationskommission hat in Thür setzt und andere Kandidaten präsentirt, und die National- einem Briefe an den Fabrikantenverband gegen obige Behauptung Aus Washington wird ferner gemeldet: Gin Gerücht, der liberalen ohne Unterftüßung der Bündler nicht in den Wahlkampf Verwahrung eingelegt, gleichzeitig aber betont, daß sie nach wie vor amerikanische Gesandte Woodford in Madrid habe der spanischen ziehen können. Die Wahl in Homburg- Rufel hat gezeigt, wie die bereit sei, in direkte Verhandlungen einzutreten. Der Fabrikanten Regierung notifizirt, Präsident Mac Kinley beabsichtige, an den Aktien für die nationalliberale Partei stehen. Man wird es daher verband behauptet in dem erwähnten Schreiben noch, daß viele Kongreß eine Botschaft zu richten mit der Mittheilung, daß die begreifen, wenn die Herren für das Sammelprogramm der junker- feiner Mitglieder bereits Arbeitskräfte genug hätten und ihre alten Vereinigten Staaten die Unabhängigkeit Kuba's anerkennen, wird lichen und großindustriellen Beutepolitiker eintreten und alle Hebel Arbeiter nicht mehr beschäftigen fönnten. Demgegenüber stellen die von dem Assistenten des Staatssekretärs für unbegründet erklärt. in Bewegung feßen, um eine Verständigung mit den Arbeiter fest, daß sich nur eine geringe Anzahl Streitbrecher geUnd aus Madrid wird telegraphirt: Die öffentliche Meinung Bündlern zu erzielen. Die nationalliberalen Blätter gefunden habe. Am Montag Abend wird eine Versammlung der Spaniens protestirt gegen die Meldung des New York Herald" stehen es selbst ein, daß wenn das nicht geschieht, auch Streifenden stattfinden. bezüglich des Vorschlages des Verkaufs von Kuba; die Kortes feine Einigung mit den Bündlern zu Wege kommt, verschiedene würden den Verkauf niemals gutheißen. Wahlkreise verloren sind. Und sie machen deshalb den Bündlern innerung, daß laut Beschluß Listen anderer Gewerkschaften in den Achtung, Metallarbeiter! Wir bringen den Kollegen in Er. Aus Havana wird telegraphirt: Der Kommandant des die weitgehendsten Konzeffionen. Die Pfälz. Presse" z. B. machte Betrieben der Metallindustrie nicht zirkuliren sollen. Den aus amerikanischen Stahlkreuzers Montgomery" stattete den Behörden fürzlich sogar den Vorschlag, die letzte Bedingung, daß der Kandidatständigen Schuhmachern ist daher aus dem Unterstützungsfonds der Befuche ab. Mehrere amerikanische Senatoren und Deputirte, der nationalliberalen Fraktion beitreten müsse, fallen zu laffen; fie metallarbeiter die Summe von 1000 M. vorläufig überwiesen welche an Bord der Yacht Anita" eingetroffen waren, tauschten ist zufrieden, wenn der Kandidat national gesinnt" ist, im übrigen worden. Durch regen Vertrieb von Marken zum Unterstützungsfonds mit den hiesigen Behörden Besuche aus. Die" Anita" wird dem- fann er sein, was er will. Weiter kann man wohl nicht in der Ver: der Berliner Metallarbeiter mögen uns die Kollegen in die Lage setzen, nächst die Reise fortsetzen und die kubanische Küste für Rechnung leugnung seiner Grundsätze gehen. Am fouragirtesten sind noch die bei Fortdauer des Kampfes weitere Unterstützung gewähren zu können. eines amerikanischen Blattes besuchen. Diese Thatsache wird hier Nationalliberalen des ersten Wahlkreises( Ludwigshafen Speyer). Die Marken sind bei sämmtlichen Vertrauensleuten erhältlich. fehr bemerkt. Ju einer am Sonntag in Ludwigshafen stattgebabten vertraulichen Der New York Herald" meldet aus Washington, ein hoher Besprechung haben die dortigen Plutokraten beschlossen, ohne langes Der Vertrauensmann der Berliner Meta II. Beamter habe versichert, wenn die Explosion der Maine" sich als Befragen der Bündler in den Wahlkampf zu ziehen; und zwar arbeiter. von außen erfolgt herausstellen sollte, werde Präsident Mac Kinley, wollen sie den Kommerzienrath und Direktor der großen Badischen Dtto Naether, N., Anflamerftr. 44. während er eine Verdächtigung Spaniens für unzulässig halte, doch Anilin- und Sodafabrik, Herrn Dr. Brunck, einen Bruder des Der deutsche Holzarbeiter Verband sucht jetzt namentlich die darauf bestehen, daß Spanien eine Entschädigung zahle, weil dieses Reichstags- Abgeordneten für Kaiserslautern Kirchheimbolanden, auf in der Ladeneinrichtungs- Branche beschäftigten Arbeiter es an der nöthigen Vorsicht habe fehlen las n, das Unglück zu ver- den Schild erheben. Mit dem mächtigen Einfluß, den dieser Mann zur Organisation heranzuziehen. Ene am 10. d. M. abgehaltene hüten. Gleichzeitig werde der Präsident die Anerkennung der Un- bat, hoffen sie den Wahlkreis noch einmal zu retten. Sie gehen Versammlung, zu der alle Werkstellen durch Haudzettel geladen abhängigkeit Kuba's vorschlagen, unter der Bedingung, daß die dabei ziemlich selbstbewußt vor. Sie wollen dem Bund der Land- waren, war von etwa 100 Personen besucht. Festgestellt wurde, Rubauer einen Theil der Kriegsschuld unter Garantie der Ver- wirthe zwar Kenntniß von ihrem Beschluß geben, aber einen Einfluß daß gerade in dieser Branche Nachtarbeit und Ueberstunden an der einigten Staaten übernehmen. auf diesen Beschluß sprechen sie ihm ab. Die Bündler wollten den Tagesordnung sind, was vielfach auf die schlechte Diganisation dieser Ein spanischer Diplomat theilte einem Mitarbeiter des Pariser Major v. Heyl, einen Bruder des Wormser Lederkönigs und Gruppe zurückzuführen ist. Die Agitation unter diesen Arbeitern Gaulois" mit, der Minister des Aeußeren Hanotaur habe dem Reichstags Abgeordneten, aufstellen; ob unter diesen Umständen soll eifrigst fortgesetzt werden. spanischen Botschafter in Paris Castillo befriedigende Versprechungen eine Einigung zu stande fommt, muß abgewartet werden.dahin gemacht, daß gegen die in Paris konspirirenden tubanischen Was die übrigen Wahlkreise betrifft, so werden die Nationalliberalen Deutsches Reich. Agitatoren entsprechende Maßregeln ergriffen werden würden. Die wohl klein beigeben und vor den Bündlern zu Kreuze friechen In Nenmünster ist, wie die„ Schleswig- Holsteinische Bolts- 3tg." Machenschaften der Agitatoren feien um so gefährlicher, als sie von müssen. Im zweiten Wahlkreis will man Herrn Dr. Bürklin nicht mittheilt, über den Kasernenbau der Unternehmer Busdorf den Mitgliedern der Pariser amerikanischen Kolonie finanziell unter- mehr, und mit Herrn Brünings sieht's im dritten Wahlkreis noch und Rohwedder die Sperre verhängt wegen Nicht. stüßt würden. windiger aus. Herr Brünings hat es wegen seiner Stellung zu der innehaltung des schriftlich anerkannten Lohns Handelsvertragspolitik mit den Bauern verschüttet, und da der tarifs. Nach dieser Darstellung des Sachverhalts werden die Wahlkreis von den Nationalliberalen arg vernachläffigt worden ist, so Streifenden gut thun, sich mit einer Beschwerde an das Kriegswerden die Bündler wohl die Erbschaft antreten. Es werden verschiedene ministerium zu wenden. Unter den Bedingungen, die bei der VerKandidaten genannt; aber bis jetzt hat sich noch keiner zur Annahme gebung von Arbeiten und Lieferungen im Bereiche der allgemeinen einer Kandidatur erklärt. Nicht besser sieht es im 4., 5 und 6. Wahl. Bauverwaltung, der Staatseisenbahn- und Bergverwaltung des freis aus. Besonders der 6. Wahlfreis( Kaiserslautern- Kirchheim- preußischen Staates zur Anwendung kommen, heißt es in§ 8: bolanden) ist durch die Kandidatur Quidde sehr gefährdet. Soviel steht fest, die nationalliberale Hochburg wird bei den kommenden Wahlen geschleift. Parlamentarisches. Der Geschentwurf über das Dienſteinkommen der Geift lichen soll in den nächsten Tagen dem Abgeordnetenhause zugehen. Das Herrenhaus hält am 24. März feine nächste Sigung ab; auf der Tagesordnung stehen blos Petitionen. Ueber die Beschäftigung von Arbeiterinnen in Konservenfabriken. hat der Bundesrath unterm 11. März d. J. folgende Verordnung erlassen: Partei- Nachrichten. Der diesjährige Parteitag der Sozialdemokratie Deutsch I. In Konfervenfabriken dürfen bei der Herstellung von Gemüse- acer'schen Saaalbau in Stuttgart abgehalten. lands wird in der Woche vom 3. bis 8. Oktober im Dintelund Obstkonserven in den Zeiten des Jahres, in denen ein vermehrtes Arbeitsbedürfniß eintritt, Arbeiterinnen über 16 Jahre au den Werktagen mit Ausnahme der Sonnabende, abweichend von den Bestimmungen des§ 137 Absatz 1 und 2 der Gewerbe Ordnung, unter den nachstehenden Bedingungen beschäftigt werden: 1. Die tägliche Arbeitszeit darf dreizehn Stunden nicht über schreiten und nicht in die Zeit von 10 Uhr abends bis 5/2 Uhr morgens fallen. 2. Werden Arbeiterinnen über sechszehn Jahre auf grund dieser Bestimmungen an mehr als vierzig Tagen im Betriebsjahr über die regelmäßige gesetzliche Arbeitszeit hinaus beschäftigt, so ist die Arbeitszeit der Arbeiterinnen für den Betrieb oder die betreffende Abtheilung des Betriebes so zu regeln, daß ihre tägliche Dauer im Durchschnitt der Betriebstage des Jahres die regelmäßige gefeyliche Arbeitszeit nicht überschreitet. " " Sollte das angemessene Fortschreiten der Arbeiten dadurch in Frage gestellt werden, daß der Unternehmer Handwerkern oder Arbeitern gegenüber die Verpflichtungen aus dem Arbeitsvertrage nicht oder nicht pünktlich erfüllt, so bleibt der bauleitenden Behörde das Recht vorbehalten, die von dem Unternehmer geschuldeten Beträge für dessen Rechnung unmittelbar an die Berechtigten zu zahlen. Der Unter nehmer hat die hierzu erforderlichen Unterlagen, Lohnliſten 2c. der bauleitenden Behörde beziehentlich dem bauleitenden Beamten zur Verfügung zu stellen." Man fann wohl annehmen, daß diese, von der königlichen März- Literatur. Soeben ist die in München bei M. Ernst Ministerial Bautommission unterm 16. Februar d. J. era gedruckte Illustrirte März 3eitung" erschienen. Das lassenen Bedingungen auch entsprechende Anwendung auf die dem Titelblatt bringt eine schöne und stimmungsvolle Beichnung Kriegsministerium unterstehenden Bauten finden. Jedenfalls läge es von Marcus, während auf der vierten und fünften Seite im Interesse nicht nur der Arbeiterschaft, sondern auch im Interesse der prächtige Roller'sche Todtentang" aus dem Jahre 1849 wiedergegeben ist, das revolutionäre Gegenstück zum Rethel'schen reaktionären Todtentanz. Trefflich werden neben einem Gedicht von Lavant„ Nach 50 Jahren" die Revolutionsbewegungen in den einzelnen Ländern historisch und kritisch behandelt, darunter ist auch ein sehr interessanter Aufsatz Bernstein's über den Zusammenbruch der Chartistenbewegung in England. " des tariftreuen Theils des Unternehmerthums, wenn der Staat den Schuß des§ 8 auch jenen Arbeitern nicht verweigern würde, die deshalb die Arbeit niederlegen, weil der Unternehmer den schriftlich vereinbarten ortsüblichen Lohntarif nicht innehalten will. Ju Offenbach a. M. wurden am 10. März die Gewerbe. gerichtswahlen vorgenommen. Bei den Arbeitern stieg die Die Buchhandlung Vorwärts hat ferner zum 18. März Bahl der abgegebenen Stimmen von 664 im Jahre 1895 auf 1051, Illustrirte Postkarten ausgegeben; uns liegen vor die Marwahllokals umfehren mußten. Bei den Unternehmern ist ein Rück obgleich wenigftens 300 Wähler infolge der Unzulänglichkeit des seillaise" von Doré, die Freiheit" von Delacroix, eine Barrikaden- Szene von Raffet, desgleichen ein„ Gedenkblatt wurden in der Klasse der Arbeitervertreter die Randidaten des gang der Abstimmenden von 196 auf 180 festzustellen. zur Maifeier" alle 4 Sujets in fünstlerisch- sauber ausgeführtem Gewerkschaftskartells. Gegenkandidaten waren überhaupt nicht aufLichtdruck, der alle Schönheiten der Orginale wiedergiebt. Nächster Zeit sollen auch kolorirte Karten ausgegeben werden. gestellt. " Als Betriebsjahr gilt die Zeit vom 1. Mai bis zum 30. April des folgenden Kalenderjahres. 3. An einer in die Augen fallenden Stelle der Betriebsstätte ist eine Tafel auszuhängen, auf der der Betriebsunternehmer oder der von ihm Beauftragte noch an demselben Tage, an welchem Ueberarbeit stattfindet, neben dem Datum die Zahl der Arbeitsstunden Auf vielfache Anfragen: ob für die Wahlagitation seitens einzutragen hat, während welcher Arbeiterinnen über sechzehn Jahre der Parteileitung noch eine Veröffentlichung zu erwarten ist, theilen in dem Betrieb oder der betreffenden Betriebsabtheilung beschäftigt wir mit, daß sich eine umfängliche Agitationsschrift mit dem werden. 4. Findet ueberarbeit an mehr als vierzig Tagen im Cetricnöthigen Material in der Arbeit befindet und Anfang April fertig jahre statt, so werden bei der Feststellung, ob die Ueberarbeit gestellt sein dürfte. Die Schrift wird in ähnlicher Weise, wie die durch Minderarbeit an anderen Tagen des Betriebsjahres ausgeglichen früheren Agitationsschriften über die Thätigkeit des Reichstages ist( Biff. 2), für die Tage ohne Ueberarbeit die gemäß§ 138 21bf. 2 a. a.. abgefaßt werden, aber sie wird an Umfang mehr als doppelt so der Ortspolizeibehörde gemachten Angaben über die regelmäßige start werden. Arbeitszeit der Arbeiterinnen zu grunde gelegt, soweit nicht der Betriebsunternehmer eine geringere Arbeitsda... nachweist. Dieser Die polnischen Sozialisten Wiens, die zu einer März Ge Nachweis kann jedoch nur dadurch erbracht werden, daß die Zahl der dächtnißfeier versammelt waren, sandten unferem im Gefängniß Arbeitsstunden, während welcher Arbeiterinnen über sechzehn Jahre weilenden Parteigen offen Wilhelm Liebknecht telegraphisch in dem Betrieb oder der betreffenden Betriebsabtheilung beschäftigt eine in den wärmsten Ausdrücken gehaltene Sympathie Erklärung. werden, nach den Vorschriften der Ziffer 3 auch für Tage mit Minderarbeit auf der daselbst vorschriebenen oder auf einer anderen in gleicher Weise ausgehängten jel eingetragen ist. II. Die Befugniß der unteren Verwaltungsbehörden, nach Maß gabe des§ 188a Absatz 5 der Gewerbe- Ordnung Ueberarbeit zu geftatten, bleibt für die Sonnabende unberührt. auf oder neben der durch§ 138 Absatz 2 der Gewerbe Ordnung III. In den Räumen, in denen Ueberarbeit stattfindet, muß vorgeschriebenen Tafel ein Aushang angebracht sein, welcher in deutlicher Schrift die Bestimmungen unter I wiedergiebt. 1V. Die vorstehenden Bestimmungen treten am 1. Mai 1898 in kraft und haben bis zum 30. April 1908 Giltigkeit, Die Befürchtungen, die wir vor einigen Tagen äußerten, haben sich vollinhaltlich bestätigt. Das Recht zu dieser unerfreulichen Verordnung gewährt dem Bundesrath der§ 139a der Gewerbe- Ordnung. Bedauerlich ist es nur, daß er von seiner Befugniß in diesem Falle Gebraucht machte. Aber wir leben ja in der Zeit, wo die Berücksichtigung der Unter nehmer- Interessen in erster, der Arbeiterschuß in zweiter Linie steht. Die Verordnung ist von dem Grafen v. Pojadowsky als Stellvertreter des Reichstanzlers unterzeichnet. Sie fonnte teine paffendere Unterschrift finden. " Wahlbewegung. " -NOO er Soziales. Gewählt Ein städtischer Arbeitsnachweis ist nun auch in Sagan er richtet worden. Die Vermittelung erfolgt für beide Theile kostenlos. Bei der Gewerbegerichtswahl in Bremen fiegte, wie uns telegraphirt wird, die sozialdemokratische Lifte in allen vier Gruppen Kartellfandidaten gewählt. Wir haben danach 36, die Junungen der Arbeitnehmer. In zwei Gruppen der Arbeitgeber wurden die 12 Vertreter; wir gewannen 6 Vertreter. Depelthen und lehte Nachrichten. Karlsruhe, 12. März.( W. T. B.) Die amtliche Rarlsruher Todtenliste der Partei. Aus Aachen wird uns telegraphirt, Beitung" schreibt: Der Großherzog hat dem Staatsministerium auf daß am Sonnabend früh dort der Genosse Krewinkel gestorben Vorlage der Kammerbeschlüsse vom 11. d. Mts seine allerhöchste ist. Krewinkel ist zwar in weiteren Parteikreisen nicht näher Willensmeinung dahin fundgegeben, es solle die Gesammtregierung, bekannt geworden, aber er gehörte zu den besten und opferwilligsten die sich im Vollbesitz des landesherrlichen Vertrauens befinde, die Genossen, auf welche die Partei unter allen Umständen und zu allen Zeiten Staatsgeschäfte weiterführen, da irgend ein Anlaß zu einer Berrechnen fonnte. Unter dem Sozialistengesetz hat er zu dutzendmal Exiftens aufs Spiel gesetzt: er war einer der geschicktesten gegeben fet. für die Partei ohne Bandern und ohne Bedenken Freiheit und änderung in der Zusammensetzung der obersten Staatsbehörde nicht muthigsten Postillone der Feldpost" Ein Vertrauensvotum des Großherzogs wiegt das Mißtrauensnatürlich fiel er trotz_aler Tollkühnheit und Verschlagenheit auch der Polizei zum Opfer votum der Volksvertretung lange nicht auf. und mit monatelangem Gefängniß mußte feine Liebe Paris, 12. März.( W. T. B.) Deputirtenkammer. Das Hans und Trene für die Partei büßen. Noch nach dem Sosialistengesetz ist start besetzt; der Radikale Drou interpellirt über die Politik der mußte er wegen Richterbeleidigung auf 3 Monate ins Gefängniß Regierung und wirft derselben vor, daß sie reaktionär und flerifal sei, wandern, weil er in einer Spigelgeschichte neben dem Nachweis, Der Minister des Innern Barthou erwidert: Die Regierung habe stets daß mit Wissen der Polizei die Freiheit" von Verviers eine Vereinigung aller Republikaner angestrebt. Er protestire gegen die nach Aachen gefchmuggelt wurde, auch eine die Richter verlegende Unterstellung, daß sie mit den Klerikalen verbündet sei. Die Regierung Kritik des betreffenden Urtheils ausgesprochen hatte. Nicht blos die achte die Gewissensfreiheit boch, aber sie bleibe den Traditionen deutschen, auch die belgischen Genoffen, mit denen er in regen Be- der republikanischen Partei getreu. Der Minister erklärte hierauf. ziehungen, namentlich bei der letzten Wahlbewegung stand, trauern der Papst habe auf die innere Politik Frankreichs keinen Einfluß an feinem Sarge über den Verlust eines so braven und opferwilligen auszuüben. Man müsse für die Republik die Unterstützung aller Genossen. Loyalen annehmen. Der Minister widerlegt alsdann die von Drou angeführten Einzelfälle und weist auf die Nothwendigkeit hin, den Sozialismus offen zu bekämpfen.( Beifall.) Milleraud vertheidig die Politik der Sozialisten. Gewerkschaftliches. Mailand, 12. März.( B. H.) In Ober- Italien dauern die Erdbeben fort. In Argenta wurde eine Kathedrale während des Gottesdienstes von einem Erdstoß heimgesucht, was unter den Andächtigen eine große Panit hervorrief. Wiele wurden bei der Flucht aus dem Gotteshause verlegt. Madrid, 12. März.( W. T. B.) Die„ Correspondencia de Espana" meldet aus New- York, der Bericht betreffend die Untersuchung über die Explosion auf der Maine" werde, wie verlante, das Unglück einer äußeren Ursache zuschreiben, ohne indessen Berlin und Umgebung. Jm Wahlkreise Sagan will man seitens der konservativen Achtung, Gewerkschaften Berlins! und nationalliberalen Parteien den Landrath des Sprottauer Kreises Alle für die streitenden Schuhmacher Berlins bestimmten v. Klizing aufstellen. Die deutschsoziale Reformpartei bat im Gelder sind an das Gewerkschaftsbureau, Annenstr. 16 I.( R. Millarg) neunten hannoverschen Wahltreise( Hameln) den Hof zu senden. besitzer Holzgrefe als Randidaten aufgestellt und die Kreisleitung des Für die Schuhmacher gingen folgende Beiträge ein: Bundes der Landwirthe" ersucht, die Kandidatur zu unterstützen.. Fachverein der Stellmacher 30,-. Arbeiter und Arbeiterinnen der Wie die N. Weftf. Bolts- 3tg." meldet, bat Pfarrer Lic. Weber Filzschubfabrik von E. Werner, Planufer 92d, 7,05. Sparverein ( M. Gladbach) die ihm von den Chriftlich Sozialen an Seif und Fest( Listen) 16,15. Glacé- Handschuhmacher Berlins 30, getragene Reichstags Kandidatur für Bielefeld abgelehnt. Verein der Berliner Buchdrucker und Schriftgießer 1000,- Buch- Spanien als mitschuldig erscheinen zu laffen. Die Regierung werde Die deutsch- soziale Partei veröffentlicht ein Kan- drucker der Buchdruckerei H. S. Hermann 8,30. Agitations die Vorlegung des Berichtes im Repräsentantenhause benutzen, um gegen didaten Verzeichniß in den Deutsch sozialen Blättern". Darin fommission der Vergolder Berlins 100,- Glasarbeiter Stralau's Spanien die Forderung einer Entschädigung zu erheben, welche find besonders die Kandidaten hervorgehoben, bei denen 50,- Möbelfabrik von J. E. Pfaff, Eaal I, großer und kleiner, binnen zwei Wochen gezahlt werden solle. Dann werde die Regiedie Unterstützung des Bundes der Landwirthe ficher ift. Als und Saal II, 13,65. Korfarbeiter Berlins( Listen) 4,15. Leder rung, da sie Spanien für außer stande halte, die Interessen der solche Kandidaten find bezeichnet die Kandidaten in Osnabrück, arbeiter Berlins( Weißgerber, Lohgerber und Lederfärber) 50,-. Angehörigen fremder Staaten auf Kuba zu schützen, Spanien den Hannover, Hameln, Hildesheim, Northeim, Göttingen, Goslar, Berliner Gewerkschaftskommission 3000,-. Borschlag machen, gegen eine Entschädigung Kuba die UnabhängigRinteln, Friglar, Eschwege, Hersfeld, Eisenach, Oldenburg, Varel! Berliner Gewertschaft3 Rommission. feit zu gewähren. W Verantwortlicher Redakteur: Anaust Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 4 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 61. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Kommunales. Sonntag, 13. März 1898. " in der Versammlung sowie an folgenden Zahlstellen aufgenommen: Der unternehmerfreundliche Charakter der Polizei tritt Moll, Klosterstraße 101, Preuß, Neue Friedrichstraße 20, drastisch in einer Mittheilung zu tage, welche das Polizeipräsidium Die ftädtische Verkehrsdeputation hat gestern unter dem Sommer, Grünstraße 21, Mörschel, Jüdenstraße 35. Der hiesigen Blättern zugeben läßt. Diefelbe lautet: Vorsitz des Bürgermeister Kirschner die Anträge des Bachst ein Vorstand. Belästigungen von arbeitsuchenden Schuhmachern fchen Vorortsbahn Ronsortiums auf Verkürzung der Gestern Mittag Die Freie Volksbühne veranstaltet am 26. März, Sonnabend durch Streiter fangen an häufiger zu werden. ein Arbeiter, als er Shupfennig- Linien nach Wilmersdorf und Halensee abgelehnt. Der Abend 8 Uhr, für ihre Mitglieder ein Märgfest in der Brauerei wurde von seiner Arbeitsstelle in von Kaiserstraße nach Hause ging, Magistrat wünschte von der Deputation ein Gutachten über den Friedrichshain, mit durchweg künstlerisch gewähltem Programm. der zwei Männern Artikel des mit den städtischen Glettrizitätswerten ab. Die artistische Zeitung des musikalischen Fest- verfolgt und belästigt. Auf dem Landberger Platz veranlaßte zuschließenden Vertrages, der von der Entnahme der elektrischentonzerts liegt in Händen des Herrn Dr. M. Alfieri. Das er die Feststellung feiner erfolger durch einen Schuhmann, es Betriebskraft handelt. Die Gesellschaft hat in dem Vertragsentwurf Ensemble für diesen Abend weist eine Reihe bewährter Namen auf, gelang jedoch nur einen derfelben zu stellen, der zweite entflob. Auf dem Magistrat die Verpflichtung auferlegt, die Unternehmer von deren Mitwirkung gesichert ist, z. B.: Die Pianistin Frau Emmy gleiche Weise wurden in der Andreasstraße drei Arbeiter von einer zukünftigen Straßenbahnen zu zwingen, die Betriebsfraft aus Bock, Sängerin Fräulein Anna Bromberg, Fräulein Marie ganzen Rotte streifender Schuhmacher verfolgt, von denen zwei den Kraftstationen der Elektrizitätswerte zu entnehmen. Nach längerer Janner( Theater Unter den Linden), Fräulein Carla Lingen feftgenommen wurden. Diskussion beschloß die Deputation auf Antrag des Stadtv. Singer, und die Konzert und Opernsängerinnen Fräulein Louise Voigt Wie mag das Unternehmerherz beim Lesen dieser amtlichen dem Magistrat zu empfehlen, durch Ablehnung dieses Verlangens und Frau Dr. Alfieri. Alexander Heinemann, Violin Meldung jauchzen und die Ordnung lobpreifen! Bis jetzt waren es der Stadt volle Freiheit für zukünftige Unternehmungen auf dem virtuose Offip Schnierlin, Violoncellovirtuose Max Schulz, nur die im Dienst der Kapitalisten stehenden Blätter, die Gebiete der elektrischen Straßenbahnen zu sichern, soweit die Ent- Orgel Kapellmeister Alexander Weinbaum, Deflamationen stereotyp etliche der Arbeiter, welche fireng in Rahmen nahme der Betriebe kraft in Frage kommt. Die Anträge der Char- Richard Defer vom Deutschen Theater. Das Entree foftet 50 Pf. des Gesetzes ihre und ihrer Leidensgefährten Lage zu verbessern lottenburger Straßenbahn und der Firma Siemens u. Halste, intl. Tanz. Eine Ausgabe von Billets erfolgt nicht; auch offene fuchten, als Rädelsführer" bezeichneten, ein Ausdruck, der ihnen zu gestatten, auch über die jetzt bestehenden Linien Kaffe ist nicht vorgesehen, sondern haben nur Mitglieder Zutritt im allgemeinen nur dem Führer von Diebes- und Räuberbanden hinaus, die Betriebskraft aus den eigenen Kraftstationen zu gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte, die eine blaue Marke aus ihrer gegenüber gebräuchlich ist. Ob das Polizeipräsidium wohl be entnehmen, wurden ebenfalls abgelehnt. Die Dampfschifffahrts Bahlstelle enthalten muß. Den Witgliedern wird empfohlen, sich rechtigt ist, streifende Arbeiter mit dem herabwürdigenden Ausdruck Gesellschaft Stern" hat ihren Sommertarif zur Genehmigung balbigft eine solche Marke zu lösen, da nur eine beschränkte Anzahl" oite" zu bezeichnen? Die Rotte streikender Schuhmacher wird, vorgelegt. Die Gesellschaft hat für die Sonn- und Festtage die ausgegeben werden kann. wie tausend gegen eins zu wetten ist, wahrscheinlich nichts anderes. doppelten Tarife eingesetzt als für die Wochentage. Dies Verfahren Auf vielfaches Verlangen der Mitglieder haben gethan haben, als daß sie die Arbeitswilligen" darauf auf wurde mehrfach gemißbilligt und auf Antrag des Stadtv. Singer sich der Ausschuß und Vorstand entschlossen, im April Gerhart mertfam machte, wie schädigend ihr Treiben für die Streikenden beschlossen, den Tarif nicht zu genehmigen und der Ge- Hauptmann's Die Weber" zur Aufführung zu bringen. fei. Hätten die Arbeiter, die in den Streit treten mußten, um ihre sellschaft mitzutheilen, daß die Deputation grundsätzlich teine Das außerordentlich figurenreiche Stück erfordert eine so reiche Auf- und ihrer Familie Lage um ein weniges sicherer zu gestalten, sich Tarife gutheißt, die für Sonntage höhere Preifefeffeßen. wendung von petuniären Mitteln, daß der Aprilbeitrag um die geringste Ausschreitung zu schulden kommen laffen, was übrigens Trotzdem die Gesellschaft nicht an die Genehmigung der Stadt gebunden ist, zehn Pfennige erhöht werden mußte. Durch Heran- die Stellung der Streifenden nur verschlechtern würde, so würde der und nunmehr ohne Tarif fahren kann, glaubte die Deputation nicht iehung erster Kräfte wird den Mitgliedern dafür eine durchaus gute Polizeibericht ganz gewiß nicht verfehlt haben, solches brühwarm zu die Verantwortung dafür übernehmen zu können, daß mit ihrer Zu- Vorstellung geboten werden. melden. So aber ist schlaufweg von Arbeitern, die ihre Kollegen zit ftimmung am Sonntag höhere Beförderungspreise auf den Sprec Im Mai gelangt im Leffing- Theater Jbsen's: Wildente" anständigem Handeln befehren wollten, als von einer Notte die Rede.: dampfern gezahlt werden müffen, als in der Woche. Zu Beginn der zur Aufführung. Die Arbeiterschaft wird sich diesen Ausdruck merken! Verhandlungen wurde Bericht erstattet über den Stand des Die Vorstellung für die V. Abtheilung findet heute Nachmittag Projelts einer a fenanlage bezw. Bau von Lagerhäusern 28/4 Uhr im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater statt: Die und Schaffung von Lösch- und Ladestellen mit Eisenbahn- Anschluß In stigen Weiber von Windsor". Sonntag, den 20. März, im Often der Stadt. Die Deputation war der Ansicht, die Aus- II. Abtheilung im Leffing- Theater:" Abu Said" und" Cyprienne". führung des Projekts empfehlen zu sollen, und wird mit den zu= Der Vorstand. J. A.: G. Winkler. ständigen staatlichen Behörden in weitere Verhandlungen treten. Die übrigen Gegenstände, namentlich die Berathung des Projekts einer von der Stadt zu erbauenden elektrischen Unterpflasterbahn, Jahren durch unsere Presse schleppt und namentlich im AnnoncenEin guter Rath. Ein sprachlicher Widersinn, der sich seit mußten wegen vorgerückter Zeit vertagt werden. Der Etat- Ausschuß der Stadtverordneten- Bersammlung Annoncen zur Einladung zu Volksversammlungen heißt es: öffent theile derselben wüthet, sollte endlich beseitigt werden. In fast allen hat in feiner am Freitag Abend unter Vorsitz des Stadtverordnetenliche Bolksversammlung oder große öffentliche Bolts Vorstehers Dr. Langerhaus und in Anwesenheit der Magistrats: tommiffare Rämmerer Maaß, Stadtschulräthe Dr. Bertram und Fürstenau, sowie der Stadtbauräthe Hoffmann und Kranse und der Stadträthe Tourbiè, Bohm und Kochhann abgehaltenen Sigung das zum Etat der Park- und Garten- Berwaltung vorgelegte Projekt der elektrischen Effekte bei der( mehrfarbigen) Beleuchtung des Wassersturzes im Bittoria Bart während der lung beigewohnt? Die Einladung zu einer Volksversammlung schließt Hat jemand schon einer nicht öffentlichen Volksversamme Sommerzeit an zwei Tagen in der Woche bis abends als selbstverständlich ein, daß jedermann, dem nach den Gefeßen 10 Uhr, deffen Justallationstoften auf 18 500 Mart und dessen der Besuch gestattet ist, auch Zutritt hat. Wird der Zutritt gewiffen jährliche Betriebstoften auf 1500 Maik veranschlagt worden Klassen von Personen oder gewissen Parteirichtungen durch die Ein find, abgelehnt. Zum Etat des Fortbildungs- Unterrichtswesens berufer verboten, dann verliert die Versammlung ihren Charakter find folgende Refolutionen beschlossen worden: Die Versammlung als Bolts versammlung, sie wird Partei versammlung. Da es erfucht den Magistrat: 1. den Kochunterricht bei den aber der Sozialdemokratie, die zu einer Volks versammlung einläd, städtischen Fortbildungsschulen für Mädchen nicht einfällt, irgend jemand vom Besuch auszuschließent, so ist die einzuführen; 2. einige Fortbildungsschulen refp. Fortbildung Einladung zu einer öffentlichen Wolfsversammlung ein sprach anstalten so einzurichten, daß sie dem Bedürfniß einer licher Nonsens. Handelsschule oder fanfmännischen Fortbil Denselben Nonsens leisten sich die Gröffner solcher Versamma dungsschule entsprechen; 3. die Summe für Fort- lungen, die fast stets erklären, die für heute einberufene öffent bildung der Lehrer an den Gemeindeschulen um 800 Mart liche Bolksversammlung erkläre ich hiermit eröffnet. Auch in den zu erhöhen, um für dieselben Experimentirfurfe eingefaßten Resolutionen kommt nicht selten der gleiche Widerstun zum zurichten. Dagegen erlangte ein Antrag, welcher dahin Vorschein. Man höre endlich mit dieser Malträtirung der Bezeichnung ging, den Magiftrat zu ersuchen, für die Verwaltung des von Volksversammlungen auf. Fortbildungs Schulwesens eine besondere er waltungs Deputation einzusegen, im Ausschuß nicht die Mehrheit und wurde abgelehnt. Der Gtat nicht die Mehrheit und wurde abgelehnt. Der Etat bes gewerblichen Unterrichtswesen 3 mit seinen Anhängen ( betreffend die verschiedenen Fachschulen, die Tischlerschule, den Gewerbesaal, die städtische Webeschule, die beiden Handwerker schulen und die Baugewerfschule) wurden ohne Abänderung nach den Vorschlägen des Magistrats angenommen. Auch die Etats der Armenverwaltung, des Friedrich Wilhelm Hospitals und der Siechenanstalten, des Arbeitshauses in Rummelsburg, des städtischen Obdachs, der Desinfektionsanstalt daselbst und der Hilfs station für Geschlechtstrante erlitten feine Veränderungen, sondern wurden nach den Entwürfen genehmigt. V versammlung. Nicht selten kehren die gleichen Bezeichnungen in den Berichten wieder, in welchen es heißt, in einer öffentlichen Voltsversammlung. versammlung oder in einer großen öffentlichen VoltsAbermals ein Mikgriff unserer Polizei. Der B. 3." wird von Herrn Robert Strausuict, Prokurist im Saufe Jacob Ravené u. Söhne geschrieben:" Was einem jungen Manne in Berlin alles paffiren kann! Mit diesem Ausruf kann man den Mißgriff der Berliner Polizei bezeichnen, dem mein Sohn Richard Krausnick am 5. d. M. am Spätnachmittag zum Opfer gefallen ist. Mein Sohn verließ an dem Tage gegen 3 Uhr nachmittags nach eingenommener fchäftigung als Modelleur und Kunstgewerbezeichner bei der AktienMahlzeit die elterliche Wohnung, Brückensir. 14 II, um seiner Bedamm, nachzugehen, von wo er sich einige Minuten nach 4 Uhr gesellschaft J. E. Spinn u. Sohn, Musterlager am Schiffbauers, nach der Leipzigerstraße 118 begeben hat. In diesem Hause ift mein Sohn um 4 Uhr 30 Minuten am Eingang zur Berlitzschule in fehr elendem Zustande, an die Thürfüllung gelehnt, von der Frau Wirthin des Hauses gesehen worden. Etwas später hat das Dienstmädchen der Dame den jungen Mann eine halbe Treppe tiefer mit entblößtem Haupte auf dem Fensterbrett ist mein Sohn vermuthlich in bewußtlofem oder ohnmächtigem Bu igen sehen. Nachdem sich auch Erbrechen bei ihm eingestellt hatte, stande die Treppe hinuntergefallen und dort, als Verkehrshinderniß auf der Treppe liegend, bewußtlos aufgefunden worden. Alsdann ist die Polizei benachrichtigt worden, die ihn für sinnlos betrunken gehalten, nach der Polizeiwache in der Kronenfir. 73/74 gebracht, dort auf den Fußboden niedergelegt und bis zum nächsten Morgen in dieser Situation hat liegen lassen. Sohn seinen Namen sowie seine Wohnung angegeben und auch Das ist geschehen, obgleich meint den Wunsch ausgesprochen hat, nach Hause gebracht zu werden, Aber abgesehen davon war mein Sohn anständig gekleidet, hatte neben 10-12 m. baarem Gelde auch eine Monatskarte 2. Klasse für die Stadtbahn zwischen Station Jannowißbrücke und Bellevue und eine Dauerkarte für den Besuch des Schulte'schen Kunstsalons, Unter den Linden, bei sich, auf der die Wohnung deutlich angegeben ist. Erst am nächsten Morgen um 1/27 Uhr bin ich durch einen Schutzmann davon benachrichtigt worden mithin volle Gine andere öfter vorkommende sehr überflüssige Sitte in folchen 13 Stunden nach seiner Einlieferung, die um 5 Uhr 30 Minuten Berfamminngen ist, daß die Einberufer oder die Vorsitzenden es für nachmittags erfolgte- daß sich mein Sohn an bezeichneter Stelle nöthig erachten, ohne alle Veranlassung die Versammelten zur Rube befände, indeß nicht gehen könne. aufzufordern, Beifalls oder Mißfallsbezeugungen zu unterlaffen zc., dann zwischen 7 und 8 Uhr früh in einem sehr bejammerns furs, sich schlimmer als Polizei- Drgane geberden. Diese guten Leute werthen Zustand in Empfang genommen; er lag in dem Wach vergessen, daß es zum Charakter einer interessanten Ber- lokale auf dem Fußboden, seinen Rock und Ueberzieher hatte man fammlung gehört, solche Zeichen der Stimmung des Publikums zu ihm ausgezogen, zugedeckt war er nicht, falt und starr lag er ba, hören, die auch anregend auf den ledner wirken. Mäßigend mag er konnte weder stehen noch gehen, sprach in Phantasien und der Vorsitzende eingreifen, wenn solche Kundgebungen turbulente fonnte auch den Kopf nicht halten, das linke Bein hing am Körper Szenen hervorrufen und die Versammlung vor die Gefahr der Auf- wie das Bein an einem verbrauchten Puppenbalge, schlaff herunter lösung stellen. ohne Leben, und auch der linke Arm war gelähmt. Ich stand vor einem Räthsel und fand es ganz unbegreiflich, wie mein Sohn, ein ordentlicher, pflichttreuer Mensch, diese furchtbare Veränderung hat erleben können! Die Antwort darauf hat mir alsbald mein Arzt, Herr Sanitätsrath Dr. Rich. Kretschmer, Alexanderstr. 50 I., era theilt. Ich habe durch ihn die traurige Gewißheit darüber erlangt, " Ich habe meinen Sohn als Da mit dem beginnenden Wahlkampf wieder maffenhaft Berfammlungen abgehalten werden, empfiehlt es sich, die hier gegebenen Der Militärfiskus hat sich, natürlich gegen schweres Geld, zu Winke zu beobachten. Selbstverständlich gilt, was hier von Volkseiner Verkehrserleichterung bequemt. Es wird darüber berichtet: versammlungen gesagt wurde, von allgemeinen Wählerversamm Die längst geplante Weiterführung der Schicklerstraße bis zur Neuen lungen. Friedrichstraße scheint jetzt endlich zur Thatsache werden zu sollen. Vor 50 Jahren arbeitete die Polizei schon ebenso, wie heute. daß mein armer Sohn in dem genannten Hause urplöhlich von der Die Mittel zu dieser für den Verkehr dringend wünschenswerthen Wenn sich irgend eine Bewegung erhob, die ihr staatsgefährlich Genickstarre befallen wurde, die ihm das Bewußtsein Straßendurchlegung sind von der Stadtverwaltung schon vor Jahren dünkte, so erließ sie ein- polizeiliches Verbot dagegen. Genügt hat derlei und leider auch den Gebrauch seiner Gliedmaßen geraubt in den Etat eingestellt worden. Die Ausführung des Unternehmens allerdings gegen den Ausbruch der Märzrevolution in Berlin sehr wenig. hatte. Vergebens frage ich mich: Aus welchem Grunde hat sich jedoch bisher nicht ermöglichen laffen, weil die Berhand- Es ist jedoch nicht uninteressant, zu sehen, wie die Polizei vor 50 Jahren hat die Polizei den unglücklichen jungen Mann dreizehn ich raclid unglückliche Iungen wegen Freilegung der Straße, welche bekanntlich der fleigenden Bewegung in Berlin Herr zu werden hoffte. Am Stunden lang zurückgehalten, wer war auf der Wache das militärfistalische Grundstück des ehemaligen Proviant 14. März, nachdem abends zuvor eine Boltszusammenkunft mit etwa berufen, den Kranken für sinnlos betrunken zu halten? magazins zwischen der Stadtbahn und der Neuen Friedrichstraße 20 000 Theilnehmern an den Belten im Thiergarten gewesen war, Unfallstationen find genug vorhanden! Warum brachte man meinen durchschneidet, sich äußerst langwierig gestalteten. Diese Verband lasen die Berliner an allen Straßenecken das folgende Plakat: Sohn nicht dahin, warum willfahrte man seinem Wunsche nicht, Iungen haben nunmehr zu dem Ergebniß geführt, daß der Militär- Eine auf gestern Abend im Thiergarten unter den Belten ver- nach Hause gefahren zu werden, da er genug Geld in fistus sich bereit erklärt hat, das gesammte zur Straßenanlage er- abredete Bolksversammlung hatte eine so bedeutende Menge von der Tasche für die Fahrt und auch seine genaue Adresse forderliche Gelände von Gebäuden freizulegen und an die Stadt- Menschen in Bewegung gesetzt, daß zur Vorbeugung etwaiger Un- bei fich hatte? In einer so gefährlichen Krankheit, wie die gemeinde abzutreten, wenn die letztere die Straße mit thunlichster ruhen die Aufstellung von Truppen nothwendig wurde. Diefelbe Genickstarre ift, übt eine um volle 13 Stunden zu spät aufgebotene Beschleunigung anbaufähig herstelle und den Betrag von 400 000. entsprach ihrem Zweck, und war nur an einzelnen Punkten eine Hilfe sicherlich einen wesentlichen Einfluß auf den Ausgang der an den Militär fiskus zahle, wovon jedoch zur Ablösung der orts- Berstreuung der Volksmasse nöthig. Da Bolksversammlungen un- Strankheit, der vorläufig noch nicht abzusehen ist. Das Verhalten statutarischen Beiträge für die Straßenpflasterung und Entwäfferung erlaubt find, so ergeht hiermit die Aufforderung an das Publikum, der Berliner Polizei muß mit recht in diesem Falle als ein der Betrag von 17 M. für das Quadratmeter Dammfläche und sich bei derartigen Zusammenfünften nicht zu betheiligen, indem nicht schwerer und sehr beklagenswerther Mißgriff bezeichnet werden, 50 M. für das laufende Meter Baufront in Abzug zu bringen allein die dabei betroffenen Rädelsführer(!) und Theilnehmer, son- bei dem sich's allerdings nicht um die Ehre und das Ansehen, seien. Diese Angelegenheit wird die Stadtverordneten- Bersammlung dern auch die aus Neugierde anwesenden Personen sich denjenigen wohl aber um die Gesundheit und das Leben eines Menschen voraussichtlich schon in ihrer nächsten Sigung beschäftigen. Folgen aussehen, welche die Ueberschreitungen der gefeßlichen Behandelt." stimmungen nach sich ziehen. Außerdem finden wir uns veranlaßt, Etwas Ueberraschendes enthält die Mittheilung ja gerade nicht. nachstehende Verordnung in Erinnerung zu bringen: Zu bedanern bleibt, daß die geschilderte Behandlung einem Manne Sobald bei einem Auflauf von seiten des tommandirenden aus bürgerlichen Kreifen, und nicht einem höheren Edelsten und Am 18. März, abends 8 Uhr, werden in folgenden zehn Lokalen Offiziers die Aufforderung an die Versammelten ergangen, aus Besten zu theil wurde. Es bleibt abzuwarten, ob der Polizeipräsident einanderzugehen, oder dieser Zuruf durch dreimaligen Trommel- auch in diesem Falle melden wird, daß die in betracht kommenden Boltsversammlungen abgehalten werden: schlag oder Trompetenschall erfolgt ist, verfallen diejenigen, welche Beamten forreti" verfahren haben. dieser Aufforderung nicht augenblicklich Folge leisten, schon deshalb Die Pläne für die von der Firma Siemens u. Halste projektirte in eine Freiheitsstrafe bis zu sechsmonatlicher Gefängniß oder Straf- elektrische Nordringbahn sind gestern dem Magistrat und dem. arbeit.§ 8 der Berordnung vom 30. Dezember 1798.§ 5 der Ver- Polizeipräsidium zur Genehmigung überreicht worden. ordnung vom 17. August 1835. Tokales. 1. Wahlkreis: Cohn's Festfäle( großer Saal), Beuthfir. 20. 2. Wahlkreis: Bickel's Festsäle, Hafenhaide 52/53. 3. Wahlkreis: Berliner Ressource, Kommandantenftr. 57. 4. Wahlkreis: Sanssouci, Rottbuserstraße 4a;. Reller's Festfäle, Koppenstr. 29. 5. Wahlkreis: Schühenhaus, Linienftr. 5. 6. Wahlkreis: Kronen- Brauerei, Alt. Moabit; Rolberger Salon, Rolbergerstr. 28; Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstr. 42; Berliner Prater, Raftanien- Allee 7/8. Die Tagesordnung sämmtlicher Versammlungen lautet:" Der 18. März und seine Bedeutung." Referenten sind: Arons, Bebel, Frau Lily Braun, Ledebour, Singer, Timm, Vogtherr, Wurm. Etwas Ueberraschendes enthält die Zugleich wird den Hauswirthen in Erinnerung gebracht, bei Adrehbuch für Berlin und Vororte, Verlag von August entstehendem Auflauf ihre Häuser zu verschließen. An Eltern, Schul- Scherl. Der Nachtrag zum Adreßbuch 1898 wird im Laufe des lehrer und Herrschaften ergeht die Aufforderung, ihre Kinder, 3ög- nächsten Monats zur Ausgabe gelangen. Im Interesse seiner BollBorwand zu gestatten, die Bolksmenge durch ihr Hinzutreten zu ver- Ginwohnerschaft Berlins und der Vororte, möglichst umgehend, spä linge und Gesinde zurückzuhalten und ihnen unter feinerlei ständigkeit und Genauigkeit billet der Verlag des Adressbuchs die größern. Die Inhaber von Fabriken und die Gewerksmeister sind teftens jedoch bis zum 5. April cr., der„ Redaktion des Adreßbuchs, verpflichtet, solche Vorkehrungen zu treffen, daß ihre Arbeiter, Ge- SW., Bimmerftr. 39/41", von allen Veränderungen Kenntniß zu geben, fellen und Lehrlinge verhindert werden, sich aus den Werkstätten die seit dem Erscheinen des Jahrgangs 1898 bis Anfang April einund Wohnungen zu entfernen. Muthwillige Buben, welche bei Ge- getreten find. Sämmtliche Eintragungen in den Nachtrag, der an legenheit eines Auflaufes auf den Straßen und an öffentlichen Orten alle Käufer der Hauptausgabe 1898 unentgeltlich abgegeben wird, Unruhe erregen und Unfug begehen, wohin auch Aufregung durch erfolgen fostenfrei. Näheres ergiebt das Inserat in der heutigen Die Bertrauensmänner. Geschrei und Pfeifen zu rechnen, werden nach§ 183, Tit. 20 Nummer unferer Zeitung. Den Parteigenoffen des ersten Wahlkreises zur Nachricht, Th. II Allg. 2. N. bestraft. Berlin, den 14. März 1848. Königs daß am Montag Abend 81/2 Uhr Jägerstraße 69 eine Wahlvereins- liches Gouvernement. v. Pfuel. Königliches Polizei- Präfidium. Versammlung stattfindet.( Siehe heutige Annonce.) Möge der v. Minutoli." Umstand, daß es uns endlich gelungen ist, im Mittelpunkt des Gewirkt hat diese polizeiliche Maßregel freilich nichts, denn vier Wahlkreises ein Lokal zu bekommen, die Parteigenoffen zu zahl- Tage später tobte der Straßentampf in Berlin und am 19. März reichem Besuch der Versammlung veranlassen. Mitglieder werden hatte das Bürgerthum gefiegt. M Die Markthalle XII auf dem Gesundbrunnen wird am 31. März cr. abends geschlossen. Infolge dessen beabsichtigen die städtischen Marktstättengeld- Pächter Gebrüder Krüger auf dem Gesundbrunnen einen offenen Markt wieder zu eröffnen und find bereit, der Stadt eine Pachifumine von 2000 Mart jährlich zu ents richten. Gerichts- Beifungs Die Geschichte einer frendelosen Ehe erzählte gestern die Gegen die Erweiterung des Monopols der Reichspost) In der Urania, Taubenstraße, wird diese ganze Woche hindurch noch haben die Neltesten der Kaufmannschaft in einer Eingabe Stellung das wissenschaftliche Ausstattungsstück„ Der dunkle Erdtheil" gegeben. Regenommen. Wir haben in dem Falle, daß die Intereffen der in pertoir der Urania Invalidenstraße: Sonntag, Dr. Schwahn," Bilder aus betracht kommenden Arbeiter ausreichend berücksichtigt werden, be- dem Himmelsraum"; Dienstag, Dr. Schwahn,„ Ueber Erdbeben"; Mittwoch, Frau des Koppelfnechts Wehliz einer Abtheilung des SchöffenProfeffor Dr. Müller,„ Ueber Schutz- und Trußfärbungen"; Donnerstag, kanntlich nichts gegen die Erweiterung des Poftregals einzuwenden. Dr. Spieß,„ Wechselfrom und Drehstrom"; Freitag, G. Witt,„ Der Mond gerichts, vor welcher sich ihr Ehemann auf die Anklage der Be In einem Gasthofe der Friedrichstadt hat sich Freitag- und die inneren Planeten"; Sonnabend, Franz Görte, Malerische Wande Drohung zu verantworten hatte. Sie ist mit dem Angeklagten Abend ein Mann erschossen, dessen Persönlichkeit noch nicht fest- rungen durch die Mark Brandenburg". bereits seit acht Jahren verheirathet; doch ist diese ganze Zeit gestellt werden konnte. Der Mann, der dem Greifenalter schon nahe Das Paffage Panoptikum theilt uns mit, daß die pantomimischen eine fortgesette Kette von Leiden, Merger und Verdruß ge war und den Eindruck eines Rentners machte, wohnte einige Tage Szenen„ Berliner Nachtleben" jeden Abend 812 Uhr aufgeführt werden. wefen. Die bedauernswerthe Frau hat ihren Nachbarinnen oft in einem Gasthofe in der Nähe des Brandenburger Thores als„ Raufgenug thränenden Auges von den Gewaltthaten erzählt, die ihr dem mann August aus Hamburg". Aus den Nachbarorten. Trunte ergebener Ehemann an ihr verübte. Diese Szenen wieder und er Die Mädchen aus der benachbarten Barnimstraße in seine Wohnung Parteigenossen Friedrich Masuch ist seitens der Stadt Manne unbehelligt Küche und hoffte, dort von ihrem gegangen war. bleiben. Verhängnißvoll ist dem 46 Jahre alten Rupferschmied Karl In Rigdorf werden morgen, Montag, von 10 Uhr vormittags holten sich in letzter Zeit sehr häufig und es scheint so, als ob der Schreck aus Rathenow eine Verwechselung von Flaschen geworden. bis 6 Uhr abends im Deutschen Wirthshaus, Bergstr. 136/137, die Angeklagte nur noch ein Ziel vor Augen hatte: seine Frau so Der Mann wollte am 5. d. M. in Rathenow auf seiner Arbeitsstelle Gemeinderathswahlen der dritten Wählerklasse stattfinden. wieder höchst aufgeregt nach Hause und brach mit seiner Fran bald als möglich los zu werden. Am 8. Dezember tam einen Schluck Schnaps nehmen, ergriff aber irrthümlich eine Flasche Die Kandidaten unserer Partei find: Buchdruckereibesitzer Konstantin Streit vom Zaun. Er ergriff plöglich das Nachtgeschirr, hob es mit Salzsäure und trank von der äßenden Flüssigkeit. Am nächsten Janiszewski, Bigarrenfabrikant Louis Hermann Tage tam er in das Rathenower Krankenhaus und lag dort bis Schankwirth Wilhelm Sy. Jeder wahlberechtigte Parteigenoffe ist drohend empor und meinte der erschrockenen Frau: zum Donnerstag. Dann kam er mit seiner Frau nach Berlin und verpflichtet, feine Stimme abzugeben; wer es irgend möglich machen langte dann den Wohnungsschlüssel und erklärte der Frau in brüllendem So ein A.. müßte man todt schlagen wie einen Hund!" Er versuchte hier ein Krankenhaus auf, in dem er in einem höchst bedent- fann, genüge schon am Vormittag seiner Wahlpflicht. Am Diens lichen Zustande ankam. Trotz aller Mittel, die man anwandte, ist tag Abend spricht Genosse 3ubeil in Hoffmann's Festfälen. Tone, daß sie am nächsten Tage sich aus der Wohnung packen folle er gestern den Wirkungen des Giftes erlegen. Tagesordnung: Was lehrt uns der 18. März Bahlreicher Besucher fie talt machen würde, wenn sie sich dessen weigerte. Wegen schwerer Verbrechen ist der 58 Jahre alte Arbeiter dieser Volksversammlung ist erwünscht. Siehe Inserat in heutiger Frau, welche ernstliche Furcht für ihr Leben hatte, wollte sich unKarl Hanel aus der Büschingstr. 12 verhaftet worden. Hanel, der Nummer. Der Vertrauensmann. bemerkt zur Wohnung hinausschleichen, der Angeklagte hatte aber in tinderloser Ghe lebt, wird beschuldigt, in drei Fällen kleine die Thür verschlossen und sich in sein Schlafzimmer zurückgezogen. Arbeiter, Parteigenoffen Schönebergs! Die Wahl unseres| Die Frau ging in die gelockt zu haben, wenn seine Frau auf den Handel aus verordneten für ungiltig erklärt worden, und zwar deshalb, weil erschütteruder Schrei vom Hofe aus durch das Haus und alarmirte zu Plötzlich tönte ein markvon dem Wahlvorsteher die Steuerzettel als Legitimation nicht an die Hausbewohner, die die Frau hilflos auf bem Pflaster des Hofes Ein ganzes Waareulager von gestohlenen Gegenständen erkannt wurden. Obgleich es nun als Thatsache gilt, daß von den liegen fanden. Sie hatte sich aus Furcht vor ihrem ift gelegentlich einer am Sonnabend stattgehabten Haussuchung in zurückgewiesenen Wählern eine ganze Anzahl für unseren Kandidaten Mann selbst auf den Hof hinabgestürzt. Wie sie gestern der Wohnung der Portierfrau Weiß, Neue Königftr. 75, entdeckt gestimmt hätten, glaubt ein Theil unserer Gegner durch eine noch vor Gericht versicherte, hat ihr Mann plötzlich die Küchenthür geöffnet worden. Die W. wurde bekanntlich vor acht Tagen in Haft ge- malige Wahl( die auf den 25. März von 11-5 Uhr festgesetzt ist) und unter wüsten Drohungen Miene gemacht, mit einem Messer auf fie nommen, weil sie bei dem Schlächtermeister Feitsch fortgesetzt Dieb- den Bezirk an sich reißen zu können. Unermüdlich wird von diesen loszugehen. Da hat sie in namenloser Angst das Küchenfenster stähle ausgeführt hatte. Am gestrigen Sonnabend wurden ein Posten Personen in Familien und Vereinen gearbeitet, um für ihren Kan- aufgerissen und sich hinausgestürzt. Sie hat sehr erhebliche VerTeller, die aus einem Restaurant in der Liezmannstraße stammten, didaten Stimmung zu machen. Da heißt es nun für uns, nicht letzungen davon getragen und mußte im besinnungslosen Zustande ferner Tischtücher und Servietten, Kleider und Wäsche, Kessel 2c., müßg zu sein, sondern unsere ganze Kraft daran zu sehen, um diesen sofort nach der Charitee getragen werden. Außer inneren alles Sachen, die aus Diebstählen herrühren, aufgefunden und be- Wahlbezirk 811 behaupten. Mehr und mehr, von Tag Verlegungen hat fie auch einen doppelten Knöchelbruch schlagnahmt. Die W. war häufig bei Geschäftsleuten als Auf zu Tag lernt Ihr erkennen, mit welch' frivolen Mitteln am rechten Fuß erlitten und fann sich auch jetzt nur wärterin resp. Reinmachefrau thätig und scheint diese Gelegenheiten unsere Gegner arbeiten, um uns auch den letzten Reft mit Hilfe eines dicken Stockes fortbewegen. Der Staatszur Ausführung der Diebstähle benutzt zu haben. von Freiheit und Selbständigkeit zu rauben. Da ist es denn nun anwalt hielt das Verfahren des Angellagten für ein so bodenlos Das Schiller- Theater wird im nächsten Jahre außer den unsere Pflicht, alle Energie und Kraft zusammenzunehmen, um diesen rohes, daß er das höchste zulässige Strafmaß von sechs Monaten allabendlichen Vorstellungen in dem jetzigen Heim im Wallner- Leuten zu zeigen, daß die Arbeiter nicht gesonnen sind, sich von ihren Gefängniß in Vorschlag brachte. Der Gerichtshof erkannte auch Theater zweimal in jeder Woche im Theater des Westens Feinden bevormunden zu lassen, sondern daß sie Willens sind, diesem Antrage gemäß, indem er besonders die bedauerlichen Folgen Gastvorstellungen geben. Zwischen der Direktion des Schiller- ihr Mitbestimmungsrecht in der Gemeinde selbst zu wahren. berücksichtigte, die die Rohheit des Angeklagten nach sich gezogen hat. Theaters und Herrn Direktor May Hofpauer wurde heute ein Ver Um unsere Stellung und Wünsche der Kommune gegenüber den Eine Gewaltthat, wodurch ein blühendes Menschenleben ver trag perfett, laut welchem das Schiller- Theater jeden Donnerstag Wählern des 5. Wahlbezirks tlar zu legen, findet am Dienstag, Abend und jeden Sonn- und Feiertag Nachmittag Gastspiel- Vor- den 15. März, abends 8 Uhr, im Lokal von Obst, Grunewald: nichtet wurde, beschäftigte geftlern das Schwurgericht des LandAus der Untersuchungshaft wurde der 24jährige stellungen geben wird. Herr Direktor Hofpauer, welcher im Theater Straße 110, eine öffentliche Kommunalwähler: Ber- Schlächtergeselle Emil Kohl vorgeführt, eine wahre Hünendes Westens bekanntlich die Oper pflegen wird, beabsichtigt, durch iammlung statt. Ansprachen werden halten die Genossen gestalt, welche auch über die entsprechenden Riefenkräfte verfügt. Diese Schauspielvorstellungen in erster Linie dem Spielplan eine Meiling und Masuch. Schattirung zu geben, und weiteres nicht über 6 Opernvorstellungen Agitire ein jeder für den Besuch dieser Versammlung, damit wir Er war der schweren Körperverlegung mit tödtlichem Ausgange. in jeder Woche hinausgehen zu müssen. Einen besonderen fünstlerischen durch ein zahlreiches Erscheinen dokumentiren fönnen, ein wie großes Am 1. Januar d. Js. hatte der Angeklagte mit mehreren Kollegen beschuldigt. Der Anklage lag folgender Sachverhalt zu grunde: Werth dürfte die oben gemeldete Kombination insofern haben, als Interesse die Schöneberger Arbeiterschaft an dieser Wahl nimmt. es dem Ensemble des Schiller- Theaters möglich wird, im Theater Das Wahlkomitee. eine Bierreise gemacht. Gegen 11 Uhr abends waren sie in etwas des Westens auch solche Schauspiele zu geben, die die Mitwirkung Den Parteigenoffen von Pankow zur Nachricht, daß die angeheiterter Stimmung auf dem Heimwege begriffen. eines großen Opernorchesters erforderlich machen. Als Eröffnungs Stichwahl zur Gemeindevertretung am Montag, den 14. März, in Bürgersteiges wegen in Gruppen getheilt. Der Angeklagte ging allein gingen durch die Neue Königstraße und hatten sich des schmalen vorstellung ist Goethe's" Egmont" mit der Beethoven'schen Mufit in der Zeit von 3-7 Uhr nachmittags stattfindet. Das Wahllokal ist hinter feinen Kollegen. Einige junge Raufleute tamen den Schlächters Aussicht genommen. wieder wie bei der Hauptwahl Riegel's Bellevue", Breitestraße. Schiller- Theaters heute Sonntag, 13. März, im Bürgerfaale des Rath- ftraße, eine öffentliche Wählerversammlung statt. Genossen, Stimmung rief er den ihm Begegnenden ein Profit Neujahr!" zu. Die An dem„ Georg Herwegh Abend", den die Direktion des Am heutigen Nachmittag 3 Uhr findet bei Krüger, Kaiser Friedrich- gefellen entgegen. Einer von den ersteren, der Kassirer Schwenderley, batte ebenfalls des Guten etwas zu viel gethan, in seiner fröhlichen hauses veranstaltet, wirken mit: Fräulein Klothilde Barth und die welche gewillt sind, heute früh 7 Uhr bei der Flugblattvertheilung Kollegen des Angeklagten erwiderten den Gruß, der lettere antHerren Ewald Bach, Max Laurence und Karl Schreiner. Die Ge- au helfen, werden ersucht, sich bei Griffel, Kaiser Friedrichstr. 15, zu wortete dagegen unhöflich. Es kam zwischen ihm und fangsvorträge hat Frau Marie Bland- Peters übernommen, den ein- obiger Zeit einzufinden. Das Wahlkomitee. leitenden Vortrag hält Dr. Haphael Löwenfeld. Die geplante Vereinigung von Brik und Buckow zu einem Schwenderley zu einem furzen Wortwechsel. Plötzlich versetzte Schwenderley erwiderte Im Berliner Aquarium ist nun, nachdem die Witterung in den eigenen Amtsbezirke ist jetzt durch die Regierung genehmigt worden. Rohl seinem Gegenüber eine Ohrfeige. Nun packte der AnAlpengegenden dies zuläßt, die erste diesjährige Sendung empfindlicherer Zum Amtsvorsteher des neuen Amtsbezirks ist Gemeindevorsteher durch einen Schlag mit dem Stock. den geflagte den Schwenderley mit beiden Händen an Seethiere vom adriatischen Meere hier eingetroffen. Sie brachte außer einer Regling in Aussicht genommen. reichen Zahl der reizenden Seepferdchen Stachelhäuter, Weichthiere und Aus Spandau wird uns berichtet: Unter dem Verdacht der Hüsten, hob ihn hoch wie ein Kind und schlenderte ihn mit voller Pflanzenthiere mancherlei Gattungen und Arten. Das in Gestaltung und Falschmünzerei sind am Donnerstag drei Arbeiter der königlichen liegen. Seine Freunde brachten ihn in einer Droschfe nach dem Wucht auf das Straßenpflaster. Schwenderley blieb regungslos Aeußerem merkwürdigste, aber auch zu den seltensten Erscheinungen gehörende Geschützgießerei verhaftet worden; bereits anderen Tages wurde Weichthier ist die Thetys oder Segelschnecke des Mittelmeeres, welche dort Krankenhause, bevor sie das Ziel aber erreicht hatten, war als freischwimmendes Wesen die hohe See bewohnt. Das jeder Schale und jedoch der eine von ihnen wieder auf freien Fuß gesetzt. Allem Schwenderley, der außer einem Schädelbruch schwere innere Verjeden Gehäuses entbehrende, plattleibige, durchsichtig grauweiße Geschöpf Auscheine nach ist ein ziemlich harmloser Vorgang Ursache zu einem letzungen erlitten hatte, verstorben. Dem Angeklagten wurde von erhält ein ganz absonderliches Ausschen durch zwei Reihen buschelförmiger solchen schweren Verdacht gewesen. Der Arbeiter G. hatte sich feinen Kollegen das Zeugniß ausgestellt, daß er im nüchternen Zustande Siemen auf dem Rüden und einen halbkreisförmigen, gefrausten Lappen nämlich eine Form zur Herstellung von Medaillen für die Uhrkette eine Lammsnatur" habe, der Genuß geistiger Getränke ändere ihn ( das sog. Segel) auf dem Kopfe, namentlich aber durch paarig gestellte, roth angefertigt; während seiner Arbeit in der Geschüßgießerei goß er aber vollständig, eine Kleinigkeit könne ihn dann rasend machen. und schwarz gezeichnete und sich leicht ablösende Hautanhänge des Rückens, gerade eine solche Medaille, als er von seinem Meister überrascht Die Geschworenen billigten dem Angeklagten mildernde Umstände die früher merkwürdigerweise für Schmarozer gehalten wurden. wurde. Hierbei ließ er die Form in den Schmelztessel fallen. Dieser Vorgang soll nun von einem rachsüchtigen Kollegen des G. 3, worauf der Gerichtshof ihn nach dem Antrage des Staatss der Staatsanwaltschaft angezeigt worden sein; da hier in letter anwalts zu einer Gefängnißstrafe von 2 Jahren verurtheilte. Beit wiederholt falsche Geldslücke turfirten, so lag der Berdacht der Falschmünzerei nahe, und die Verhaftung des G. sowie zweier anderer Arbeiter wurde angeordnet. Wie bereits erwähnt, ist G. inzwischen wieder entlassen. B M Für die Völker Schaustellung im Fecupalast werden Arbeiter Vereinsanweisungen" unentgeltlich herausgegeben, welche den Juhaber berechtigen, die Schaustellung gegen ein auf 25 Pf. ermäßigtes Entree zu besuchen. Unerfindlich ist, warum diese Karten nur Montags und Donnerstags von 6-10 Uhr abends und Sonntags von 12-2 Uhr Giltigkeit haben. Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW., Beuthstr. 2. Soeben ist erschienen: Bum Jubeljahr der Märzrevolution Von Wilhelm Liebknecht. 96 Seiten 8°. Preis 30 Pfennig. Porto 5 Pfennig. Bereits im Sommer hatte der Parteivorstand den Genoffen Liebknecht mit der Abfaffung der Broschüre beauftragt, die nunmehr auf den 18. März von dem Verlag publizirt wird. Die glänzend geschriebene Schrift enthält nicht blos eine lebendige, eingehende Schil derung der 48 er europäischen und namentlich der deutschen RevolutionsBewegung, sondern auch eine kritische Würdigung jener Ereignisse und sie faßt zum Schluffe die Aufgaben zusammen, welche die deutsche Arbeiterklasse, die zielbewußte Erbin der 48 er Vorkämpfer, zu übernehmen von der Geschichte bestimmt ist. Arbeiter- Bildungsschule. Am Sonntag, den 13. März 1898, abends 7 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Vortrag des Reichstags- Abg. M. Schippel über: Goldhunger u. Kulturentwicklung. Nach dem Vortrage: Gemüthliches Beisammensein u. Tanz. Der zum 7. Stiftungsfest von Ernst Preczang verfasste, mit Eintritt 10 Pf. Garderobe 10 Pf. grossem Beifall aufgenommene Prolog mit Programm und Liedertexten ist in dieser Versammlung à 10 Pf., Leitfaden zur theoretischen Nationalökonomie von Dr. Conr. Schmidt à 5 Pf. zu haben; ebenso Billets à 20 Pf. zu dem am Sonntag, den 17. April, abends 6 Uhr, in Keller's Festsälen, Koppenstr. 29, stattfindenden Vortrag des Herrn Spitzbergen" mit zahlreichen Lichtbildern. Berliner Kranken- Unterstützungs- und Begräbniss- Verein Gegr. 1892. für Frauen und Mädchen. Gegr. 1892. Heute, abends 5% Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27e, I. Vortrag des Augenarztes Herrn Dr. Wurm über: Die Erhaltung der Sehkraft mit Demonstrationen am künstlichen Auge. Nach dem Vortrag: Geselliges Beisammensein( Vorträge, Tanz). Entree 10 Pf. Gäste willkommen. Garderobe 10 Pf. [ 1268b Brantbett, 30. 3 verfaufen rothes, prachtvoll, sof. zu Fantaficfedern Ritterstr. 118, v. 2 Tr. rechts. 1286b Arbeiterinnen in und außerm Hause Eleg. Herren- Anzüge u. 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Tages- Ordnung: Fortsetzung der Diskussion über das Referat des Genossen Gasch- Leipzig: Die Spaltung unter den organisirten Buchdruckern und wie stellt sich die Arbeiterschaft zu der Ursache derselben, der jahrelangen Festlegung der Arbeitsbedingungen( Tarifgemeinschaften). 265/20 Die Mitglieder sämmtlicher Gewerkschaften, insbesondere die Vertreter der Tarifgemein: schaften sind zu dieser Versammlung hiermit öffentlich eingeladen. Zahlreichen Besuch erwartet Der Einberufer. J. A.: Gustav Koopmann, Zuschneider. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Freitag, den 18. März, abends 8 Uhr, im Saale der Brauerei Friedrichshain: Lieder- Abend. Gesangs- Piècen vom ,, Sonderchor" des Bundes.- Instrumental- Konzert, am 10. März plötzlich am Herzschlag 78/10 Die Beerdigung findet am Sonntag Nachmittag 4 Uhr von der LeichenHalle des St. Pauls- Kirchhofs, Seeftraße, aus statt. Um rege Betheiligung ersucht Die Ortsverwaltung. 1. Die Religion der Freude. 2. Religionsfreiheit und der Austritt aus verstorben ist. der Kirche. Referent: Dr. Bruno Wille. Dr. Wille ist wegen Diskussion. 4. Berichterstattung der Revisoren und Neuwahl der Kommission. Die Herren Geistlichen der umliegenden Glaubensgemeinschaften sowie Pfarrer Naumann sind brieflich hierzu eingeladen. J. A. Hermann Jänsch. Austrittserklärungen sind bei folgenden Kommissionsmitgliedern zu haben itgliedern nud werden auf Wunsch ausgefüllt: Ad. Hoffmann, Blumenstr. 14. E. Lindemann, Morisstr. 9. G. Bohne, Brunnenstr. 141. H. Jänsch, Wridenweg 77. F. Buckow, Münchebergerstr. 10. Achtung, 1. Wahlkreis! Montag, den 14. März 1898, abends 812 Uhr, in den Festsälen Jägerstraße 69: Wahlvereins- Versammlung. Tages Ordnung: Vortrag des Genoffen Hugo Pötsch über: Allerhand Staats: pensionäre." Diskussion. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahleichen Besuch bittet Der Vorstand. 236/3 Achtung! 2. Wahlkreis. Achtung! Sonntag, 13. März, abends 6% Uhr, bei Zubeil, Lindenstr. 106: Versammlung. Tages Ordnung: Vortrag des Herrn Dr. Schütte über:" Die Schlange in der Völker Mythologie." Nach dem Vortrage: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. 210/11 Die Vertrauensperson. Orgel- Vortrag und deklamatorische Vorträge.- Bundes- Mitgliedskarte legitimir Marmors u. Granitarbeiter. 16/6 Sonntag, den 20. März 1898, vormittags 11 1hr, im Saale der Branerci Friedrichshain: General- Versammlung. Die Tagesordnung erhalten die Vereine zugestellt. SPAGA Sämmtliche Mitglieder der Vereine haben Zutritt. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Montag, den 14. März, abends 84 Uhr: Bezirks- Versammlungen. Weften und Südwesten: im Lokale des Herrn Zubeil, Lindenstraße Nr. 106. Tages Ordnung: 1. Wahl von 4 konsequenten Kontroll Kommissions: Mitgliedern für Süd- Weft. 2. In welcher Weise schädigen die Kollegen der sogenannten besseren Werkstätten unsere Organisation und wie trefen wir den Arbeitgebern betr. Angebote der Ueberstundenarbeit entgegen? Der Vorstand. Freie Vereinigung der Badenser zn Berlin und Umgegend. Dienstag, 15. März, abbs. 1/29 Uhr, ( bei Lange): Dienstag, den 15. März, abends 8 Uhr. im ,, Englischen Garten", Alexander- Strasse Nr. 27c: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: Hierdurch zur Nachricht, daß unser langjähriger Kollege Karl Leidke am 11. d. Mts. verschieden ist. Das Personal der Celluloidwaaren- Fabrik von A. Wendt. Die Beerdigung findet Sonntag, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause Waldemarstr. 64 aus statt. 12926 Kränze, Schleifen, Guirlanden, Blumen empfiehlt den Parteigenossen A. Nimtz, Gärtner, NO., Friedenstr. 68. Kränze, Guirlanden empfiehlt 44452* 44082* Kranzbinderei, F. Jacobitz, Koppenstr. 46. L. Klatt,. Binnenhandlung, 6. Landsbergerstr. 6, Ecke Höchstestr., ( früher Königsbergerstraße) empf. Widmungstränze mit Schleifen in bester Ausführung. PROMPT DURCH ERICH PETERS.CIV.JNGENIEUR BERLIN SW.29. MITTENWALDERSTR.24. atente 172/6 Damen u. Herren zur unentgelt= 1. Bierteljahrs- und Jahresbericht. 2. Bericht des Vertrauensmanns. 3. Neuwahl des Vertrauensmanns und der Revisoren. 4. Bericht und Neulichen Erlernung des Klavierspiels in wahl des Gewerkschaftsdelegirten. 5. Stellungnahme zum Kongreß. 6. Ver: 8 Stunden behufs Einführung neuer 12 Stunden oder Violinspiels in schiedenes. Methoden verl. Oranienstr. 118, 1 Tr. Um zahlreiches und pünktlicher Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Außerordentt. Berjammlung. Bildungsverein ,, Mehr 1. Vortrag über das Jahr 1848 resp. die Kämpfe des badischen Volkes im Jahre 1848. 2. Aufnahme neuer Mitglieder, 3. Vereinsangelegenheiten. Landsleute willkommen. Der Vorstand. J. A.: J. Ege. Orts- Krankenkasse Hierzu find die Kollegen der Firmen Sumpel n. Friedrichsen, Vort für das Bierbrauer- Gewerbe straße 42; Joh. Pingel, Wilhelmstr. 130; Siebert n. Aschenbach, Horn straße 11, eingeladen. Mißstände halber sind die Kollegen von Raat, Kreuzbergstraße, eingeladen. 3. Ein Muster von Fabrifordmung der Firma Grün u. Hettwig. zu Berlin. Dienstag, 22. März, abends 1/29 Uhr, in den Arminhallen, Kommandanten Straße 20: Der Arbeitsausschuß ſammt allen Kollegen sind hiermit eingeladen. Ordtl. General- Versammlung. bei Rautenberg, Süden und Südoften: Oranienstr. 180. Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Ratforskt über:" Die foziale Bedeutung der Geschlechtsfrankheiten". 2. Diskussion. 3. Wahl eines Teitragsammlers auf Bahlstelle 22. 4. Verschiedenes. Auch Nichtmitglieder haben Zutritt. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Tages Ordnung: 1. Jahresbericht des Vorstandes. Billigste Quelle für tonreine, klangvolle Bildungsverein ,, Mehr Licht!" Pracht- Zithern Sonntag, den 13. März, abends 7 Uhr, Alexanderstraße 27c: Versammlung. in Prim. in Konzert [ 120/10 Tagesordnung: Vortrag des Genossen Waldeck Manasse über: luglaube in der Weltliteratur!" Distuffion. Darauf: Geselliges Beisammensein mit Tanz. Entree 10 Bf. Garderobe 10 f. Kranken- Unterstützungsbund der Schneider ( Filiale Berlin). Versammlung am Dienstag, den 15. März 1898, abends 8½½ Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20 ( großer Saal). Tages Ordnung: 166/4 1. Vortrag des Herrn Dr. Friedeberg fiber: Die Schwindsucht 2. Bericht der Revisionskommission. und ihre Heilung in den Lungen- Heilstätten. 2. Abrechnung vom des Vorstandes. 3. Entlastung des Nendanten und 4. Quartal 1897. 3. Berschiedenes. Die Ortsverwaltung. 4. Verschiedenes. Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Otto Wolf, Vorsitzender. Offen und Nordoften: bei Mann, Straußbergerftr. 3, 41/3 Tagesordnung: abends 8 Uhr. 1. Vortrag des Kollegen Robert Ahrens über:„ Gewerbegerichte". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Frauen und Gäste haben Zutritt. Rofenthaler und Schönhauser Vorstadt: Schwedterstr. 23 bei Wernan. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Weyl über: Hypnotismus". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Wedding und Gesundbrunnen: im Lokale des Herrn Baabe( Kolberger Salon), Kolbergerstr. 23. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Albin Mohs. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Bezirksleiters. 4. Verbandsangelegenheiten. Hierzu sind die Kollegen der Firma H. Hellmich, Bergstr. 37, eingeladen, insbesondere die Kollegen: Jakubowsky, Richter, Ziervogel, Jelewsky, Politz jun., Heinze, Schwarz I, Lüdtke, Kukahn, Jonsen, Schwarz II, Krüger, Mangelsdorf, Hühn, Binck, Meyritz und Koch I. Vortrag. Moabit: im totale des Herrn Fischer, Beaffelstr. 9. Friedrichsberg bei Heinecke, Friedrich Karlstr. 11. Tages Ordnung: 1. Wahl des Bezirksleiters. 2. Wahl von Werkstatt Kontrolleuren. 3. Verbandsangelegenheiten. V Friedrichsfelde bei Bube, Prinzen- Allee 30. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen Zirkel aus Kottbus. 2. Diskussion. 3. Wahr eines Bezirksleiters. 4. Werkstattangelegenheiten. Branchen- Versammlung d. Drechsler im., Englischen Garten", Alexanderftr. 27c: Tages Ordnung: 1. Vortrag des Fachschriftstellers u. Redakteurs der„ Deutschen Drechsler: Zeitung" Herrn R. Stübling über:„ Die Entwicklung der technischen Hilfsmittel im Drechslergewerbe". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. In anbetracht des für Jeden bildenden Vortrages wird um zahlreiches Erscheinen ersucht. Branche der Parkettbodenleger Dienstag, den 15. März, abds. 8 1hr, bei Zubeil, Lindenstr. 106: Sitzung der Werkstatt- Kontrollkommission mit Vertrauensleuten. Tagesordnung: Tarifberathung. Jede Firma refp. jeder Bau muß vertreten fein. Achtung! Maurer. Achtung! Genossenschafts- Tischlerei ,, Ostend" Memeler- Str. Nr. 9. ( E. G. mit Wir bringen hierdurch zur Stennt niß, daß die diesjährige Ordentliche 13206 Achtung! Schuhmacher, Montag, den 14. März 1898, abends 8 Uhr, bei Nieft, Weberstrasse 17: Oeffentliche Versammlung.. Tages Ordnung: 1. Protest gegen den Pojadowsky'schen Erlak. 2. Die Lage des Streifs. 3. Berschiedenes. 171/1 Bahlreichen Besuch erwartet Die Agitationskommission. Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplätzen beschäftigten Arbeiter. Filiale 1. 82/4 Den Kollegen zur Kenntniß, daß der Umzug des Arbeitsnachweises am General- Versammlung 15. b. te, abends 8 Uhr, von Mariannen- Ufer 4 nach der Kleinen vormittags 10 Uhr, in unserem ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. am Sonntag, den 27. März, Andreasstraße 15 bei R. Neumann, stattfindet. Die Kollegen werden Der Vorstand. gebäude 3 Tr. stattfindet. Geschäftslofal Memelerstr. 9, FabritTagesordnung: 2. Bericht über die stattgefundene Re 1. Vorlage des Jahresabschlusses. vision. 3. Neuwahl des Borstandes Achtung! Studateure. Achtung! die öffentliche Versammlung der Stucateure aus und werden die Kollegen Wegen der am 18. März stattfindenden Gedächtniß- Versammlungen fällt und Aufsichtsrathes. 4. Geschäftliches. ersucht, dafür die in ihrem Kreise stattfindende Versammlung zahlreich zu Um pünktliches Erscheinen ersucht besuchen. J. A. Carl Daschütt. Der Vorstand. David Heim, Geschäftsführer. Hermann Kemp, Kassirer. Wir machen darauf auf: [ 173/4] Lackirer! Arminhallen, Kommandantenstr. 20: merksam, daß die Bilanz den Genossen Montag, den 14. März 1898, abends 8% Uhr, in den in unserem Komtoir Am Ostbahnhof Nr. 3 zur Einsicht ausliegt. D. D. Mitglieder- Versammlung des Verbandes aller in der Kürschuerei beschäft. Arbeiter n. Arbeiterinnen Berlins und Umgegend Montag, den 14. März, ab. 81 Uhr, im Restaurant Feind, Weinfir. 11. T.:O.: 1. Vortrag: Wie stellen wir uns zur Arbeitslosen Unter: stützung?" Referent Kollege Riem. 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. 93/4 Um zahlreiches und pünktliches ErDer Vorstand. scheinen ersucht Möbel. Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Otto Sillier über: Vertheilung des Arbeitsertrages." 2. Die Testen Vorkommnisse in unserem Gewerbe, und welche Lehre ziehen wir daraus? 3. Bericht, Abrechnung und Neuwahl der 104/1 in Elegie in Streich 8,75 • von 6,60 " 99 10, 7,75 von 12,00 in Konzert( Harfenin 99 kopf) in Konzert( Arion) v. 25, ( Harfenzithern) v. 27, bis zu der allerfeinsten eleg. Ausführung. Doppel- Polisand mit vergold. Mechanik und Perlmutter- Wirbel. Arion- Harfen, Konzert- Zither mit Rippen- Resonanz wie Pianoforteboden. Grösste Neuheit, Grösste Tonfülle, hocheleg. Ausführ. M. 75, in echt Polisand 82,50 m. reich verg.grav. Mechanik mit Perlmutter- Wirbel. The Lowendall StarWorks L.Löwenthal, Gegr. 1866. Musik- Instr.- Fabrik, 121, Reichenbergerstr. so. Hof, Fabrikgebäude, 2 Tr. Elektr. Bahn passirt meine Fabrik. 15 Pf. Fahrgeld- Vergütung. Time is money. Margarine faufen Sie für 60 und 65 Pfg. à Pfund hochfein und frisch[ 44203 Dresdenerstr., Stand 200-201, Markthalle und Plan- Ufer 96, a. d. Kottbuser Br. A. Bothe( Gegr. 1884.) Versandt nach allen Stadttheilen. Goldabfälle. Gold, Silber, Kehrgold, Tressen, Platin u. 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In der Voraussetzung, daß die„ Nat. 3tg." bezüglich ihrer, den Redner beleidigenden Aeußerung eine zufriedenstellende Erklärung in ihrer nächsten Nummer abgeben wird, anerkenne er, daß die wirthschaftspolitische Haltung der Nat.- 3tg." ihrer politischen Parteistellung entspreche. uns für die vorhandenen Stellen die nöthigen Bewerber, dann soll es an deren Anstellung nicht fehlen. Abg. Dr. Glattfelter( 3.) bittet, die Errichtung höherer Lehranstalten in kleineren Städten zu fördern. Abg. Groth( natl.) empfiehlt eine Aufbesserung der an den höheren Lehranstalten thätigen Vor- und Volksschullehrer. Für die Abhaltung der Examina wünscht Redner eine Verbesserung verschiedener Vorschriften. Regierungskommissar Geb. Rath Köpce: Es wird bei den Prüfungen möglichste Rücksicht in der vom Vorredner gewünschten Richtung genommen. Abg. Mücke( 3) führt Beschwerde wegen der Vertheilung der Funktionszulagen; es bestehe über deren Gewährung volle Ungewißbei der pelts ain Sonntag, 13. März 1898. nahme auf die Verhältnisse in Aachen und anderen rheinischen Städten. Regierungskommissar Geh. Finanzrath Germar tritt für die Ablehnung des Antrages ein. stimmt aber Wöller darin bei, daß sein Antrag der Billigkeit Abg. Klafing( t.) fann zwar dem Abg. Mooren nicht beitreten, entspreche. Abg. Nintelen( 3) findet die rein formalen Gründe, die man gegen den Antrag vorgebracht, nicht stichhaltig. Abg. Bueck( uatl.) tritt für den Antrag ein. E3 sprechen noch die Abgg. Möller, Wetekamp, Wallenborn( 3.) und Dr. Sattler( natl.) für den Antrag, der darauf der Budgetkommission zur Vorberathung überwiesen wird. Montag 11 Uhr: Fortsetzung der Berathung. Schluß 44 Uhr. E3 wird in der Spezialberathung des Kultu3 etats bei mäßigkeiten ertheilung selbst känien die auffallendsten Ungleich. Das Kapitel„ hövere Unterrichtsanstalten" wird genehmigt. dem Titel„ Höhere Lehranstalten" fortgefahren. vor. Abg. Kirsch( 3): Die Gehaltsgleichstellung könnte der Finanz minister sehr gut durch Ortszulagen fördern. Abg. Dr. Arendt( frk.) ist nöthigenfalls bereit, einem Zwangs Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag und Sonnabend von 6 bis 7 1hr statt. Lindow( Mark). Da die Einsender des Manuskripts über Borgänge unter den dortigen Aerzten ihre genaue Adresse nicht angeben, so theilen wir denselben auf diesem Wege mit, daß wir uns nicht gut auf die Be handlung derartiger örtlicher Verhältnisse einlassen können, da wir von hier aus den Sachverhalt nicht genau prüfen können. Abg. Wetekamp( frf. Bp.) wünscht zunächst ernstliche Förderung der Gleichstellung der Gehälter auf staatlichen und städtischen Anstalten. Erwünscht wäre auch ein ziffernmäßiger Nachweis über gefeß zuzustimmen, das Die Gleichstellung der Gehälter ſichen. wehr Briefkasten der Redaktion. die Abnuzung der Unterrichtsfähigkeit der Lehrer; die anscheinend im argen liege die Reliktenversorgung der höheren Lehrer. Auch von privater Seite gesammelten Ziffern geben ein betrübendes Bild von für die Zeichenlehrer fordert Redner eine Gehaltsaufbesserung. der schnellen Abnutzung der Arbeitstraft der Lehrer. Die Schreibleistungen Regierungskommissar Geh. Rath Tiemann erwidert, daß bei der Schüler feien gegen früher beffere geworden. Der mathematische der Aufstellung des Normaletats und des Nachtrages zu demselben Unterricht wird möglichst konkret gestaltet und ist bei den Anforde eine Aufbefferung der Zeichenlehrer stattgefunden habe. Für eine rungen des öffentlichen Lebens durchaus unentbehrlich. Redner Berbesserung der Reliktenversorgung schweben Vorverhandlungen. empfiehlt dann Zulassung der Realschul- Abiturienten zum Studium der Abg. Rickert( frf. Vg.) fragt, ob die Zeitungsnachricht zuMedizin und überhaupt Erweiterung der Rechte dieser Schulen. In der trifft, daß der Minister eine Verschärfung der Bestimmungen für Schulverwaltung hält Redner ein Vorwalten des schultechnischen das Abiturienteneramen beabsichtige, und dahin zu wirken, daß sich Elementes vor dem juristischen empfehlenswerth. Wenn auch der die jungen Leute mehr praktischen Berufen zuwenden. Minister nicht gerade ein Lehrer zu sein braucht, so ist es doch nöthig, daß Schulmänner ihm zur Seite gestellt werden, während heute in der Schulverwaltung das juristische Element überwiegt. Er wünsche in der Entwickelung des Schulwesens nicht Revolution sondern Evolution. Regierungskommissar Geheimrath Althoff: Ueber die Gleich ftellung der Gehälter der staatlichen mit den städtischen Lehrern schweben Verhandlungen, von denen die Unterrichtsverwaltung hofft, daß sie zu einem befriedigenden Ziele führen werden. • Abg. Dr. Dittrich( 3.) wünscht zunächst eine Neuregelung des Funktionszulagen Wesens. Genaue Ermittelungen über die Dauer der Lehrfähigkeit sind nöthig, denn die Fälle von Nervosität und Ueberarbeitung werden immer häufiger. Bei der Stellung höherer Anforderungen an die Gemeinden möge der sind und der staatlichen Unterstützung nicht entbehren tönnen. Redner Minister nicht vergessen, daß zahlreiche Gemeinden schwer belastet beklagt sich über die fortschreitende Simultanisirung höherer Lehrer der höheren Lehranstalten in West- und Ostpreußen und zwar sowohl der evangelischen wie der katholischen. Es müsse Gewicht darauf gelegt werden, daß die Anstalten ihren stiftungsmäßigen Charakter behalten.( Sehr richtig!) Regierungskommiffar Geh. Finanzrath Germar: Der Staat hat ein finanzielles Jutereffe gegen die Gleichstellung der städtischen mit den staatlichen Lehrern nicht. Es kann den Gemeinden nur empfohlen werden, die Gleichstellung der Lehrer sobald wie möglich 3 bewirken. Der Finanzminister wird dem nicht nur teine Schwierigkeiten entgegenseßen, sondern die Gleichstellung nach Kräften zu fördern suchen. Regierungskommissar Geh. Rath Meiners: Die Besetzung der Stellen hängt ab von den Bewerbern. Es ist wiederholt vorgekommen, daß wir für fatholische Stellen nur evangelische und für evangelische Stellen nur katholische Bewerber hatten. Schaffen Sie Minister Boffe bat zwar diesen lebhaften Wunsch, aber nicht die geringste Veranlassung, die Bestimmungen für das Maturitäts. examen nach der einen oder anderen Richtung hin zu ändern. dem Gewerkschafts Vorstande abgestempelt sind. Holen Sie das BerMews. Solche Mittheilungen fönnen wir nur bringen, wenn sie von fäumte nach. D. F. 5. Berlin C., Kaiser Wilhelmstr. 39. G. B., Nigdorf. 1. Beuthstr. 20, jeden Sonnabend von 8-10 Uhr. Vorsteher der Kasse ist Herr Schneider, Blumenstr. 48. 2. Nein. C. W. 16. Das Futter ist zu fett. Geben Sie Brot, etwas gekochte Kartoffel, etwas Apfel u. f. w. 1. Nein. Abg. Bueck( natl.) bringt die in der Stadt Duisburg hervor- R. 11. Die des letzten Aufenthaltsorts; es fann aber von dieser getretenen Uebelstände zur Sprache, die sich herausgestellt haben Ablehnung und Verweisung an die Behörde des Wohnsizes erfolgen. zwischen den Besoldungen der höheren Lehrer und der Bolksschul. A. D. 36. Der Bertrag ist ungiltig, wenn der Bormund ihm nicht zulehrer infolge der Besoldungserhöhungen für die letzteren. stimmt oder seine mangelnde Zustimmung durch das Vormundschaftsgericht Abg Nadbyl( 3.) weift auf die mißliche Lage der alten Ben- bie vereinbarte oder die für angemessen erachtete Gebühr zu zahlen. Alls ergänzt ist. K. J. 98. Eine Tare für Hebammen besteht nicht. Es ist fionäre bin, welche zum theil kurz vor der Gehaltserhöhung pensionirt angemessen wird in Berlin erachtet: für die Entbindung 6-12 M., für find. Lehrer, die 30 Jabre im Staatsdienste thätig waren, beziehen jeden Besuch 1-3 M. eine Pension von 2400 M., während heute der Lehrer bei der An- die Krankenkassen- Borschriften zu befolgen. 2. Nein. Adolf Schreiber. 1. Auch am Sonntag find ftellung schon einen Anspruch auf eine Benston in diefer Höhe hat. Streitende 1500. 2. Der Lohnrreft wird dadurch vollzogen, daß Minister Boffe verkennt nicht die humanen Absichten des Vor- das Gericht den Anspruch auf Lohn durch Gerichtsvollzieher pfändet. redners, aber die Erfüllung seines Wunsches würde die Folge Lefer. Sprechen Sie gelegentlich zur Darlegung des Sachverhalts in der gleichen Forderung kommen und daraus würde doch eine be- ersatzklage wird allerdings nicht nur darauf Rücksicht genommen, was man haben, daß die Pensionäre sämmtlicher anderen Beamtentlassen mit der Sprechstunde vor oder legen Sie den Sachverhalt genauer schriftlich 44. Sie befinden sich im Irrthum. Bei jeder anderen Schadensdeutende Finanzfrage entstehen.( Sehr richtig!) Zu dem Titel: Buschüsse zu den vom Staate mit anderen wöhnlichen Laufe der Dinge etwa später mehr erwerben tönnte. Beim Unfall verdient hat, sondern auch darauf, was man voraussichtlich nach dem gegemeinschaftlich zu unterhaltenden Anstalten" liegt ein Antrag ist das nicht der Fall. Es wird nach dem Geseze stet& die Unfallrente Möller- Buec( natl.) vor, die Regierung aufzufordern, niedriger bemessen als der wirkliche Schaden beträgt. Jm besten Falle alsbald die Mittel bereit zu stellen, um die Gehaltsauf- erhält der verunglückte Arbeiter 2/3, im Durchschnitt kaum die Hälfte des befferung vom 1. April 1897 für Lehrer an Staatsanstalten auch auf, Schadensersatzes. Rücksicht darauf, daß Sie nach dem Unfalle mehr verdie Lehrer der vom Staate mit anderen gemeinsam zu unterhaltenden dienen tönnten, als vor dem Unfalle, wenn Sie den Unfall nicht erlitten Anstalten auszudehnen, bei denen die betheiligten Städte die Ueber- burg. Die Verpflichtung besteht weiter. hätten, wird nicht genommen. Böhm. Nein. F. L., Charlotten nahme ihrer Hälfte der Kosten beschlossen und für ihre städtischen recht steht Ihnen nicht zu, weil es sich um keine Wiethsforderung handelt. M. K. Das ZurückhaltungsAnstalten die Besoldungsausbesserung eingeführt haben. Abg. Möller empfiehlt Vorberathung des Antrages durch die Budget- Kommission. Regierungskommissar Geh. Rath Tiemann hält mit Rücksicht auf die thatsächliche Lage der Verhältnisse den Antrag zum größten Theil für gegenstandslos. Abg. Mooren( 3.) trat dem Antrage Möller bei unter Bezugdar. Briefkasten der Expedition. Abonnement an die Postanstalt des neuen Wohnortes, und haben Sie nur Altenburg. Bei Wohnungswechsel überweist die Reichspost Ihr einen diesbezüglichen Antrag bei Ihrem jezigen Poftamt vor Ihrer Abreise zu stellen. ون Adreßbuch für Berlin und Vororte. bol für # 11997 Der verehrlichen Einwohnerschaft der Reichshauptstadt und der Vororte hierdurch die ergebene Mittheilung, daß im Laufe des Monats April der Nachtrag zum Adreßbuch für Berlin und seine Vororte( 1898) zur Ausgabe gelangen wird, in welchem die seit dem Erscheinen des letzten Jahrgangs bis Anfang April d. J. eingetretenen Veränderungen Aufnahme finden sollen. Alle Interessenten werden deshalb höflichst gebeten, die Anmeldungen für den Nachtrag, ngiz and insbesondere die sie betreffenden Veränderungen ihrer Adresse zum Zwecke der Erreichung größter Genauigkeit und Vollständigkeit möglichst umgehend, spätestens bis zum 5. April, der Redaktion des Adreßbuchs, SW., Bimmerstraße 39/41, zugehen zu lassen. zugehen zu lassen. Auch von allen infolge der bevorstehenden April- Umzüge eintretenden Wohnungs- Veränderungen wolle man der Redaktion bis zu genanntem Termin Mittheilung machen. Die Eintragungen in den Nachtrag des Adreßbuchs werden gänzlich kostenfrei aufgenommen. Der Nachtrag wird allen Käufern der Haupt- Ausgabe unentgeltlich verabfolgt. Berlin, 12. März 1898. 91892 August Scherl. Inhalt Für den Jubalt der Juferate Luisen- Theater Urania übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei 34. Reichenbergerstraße 34. Novität! Abends 8 Uhr: Novität! Verantwortung. Theater.milk Die Stüge der Hausfrau. Poffe mit Gesang in brei Atten von E. Karl. Musik von Frit Krause. Sonntag, den 13. März. Freie Volksbühne( Friedr. Wilhelm- Toni Klein: Anna Müller Linde. städtisches Theater). 5. Abtheilung. Nachm. 3 Uhr: Volks Vorstellung Regie: Julius Türk, Die lustigen Weiber von Windsor. Anfang 2 Uhr. Opernhaus. Die Afrikanerin. Anfang 7 Uhr. Montag: Lobetanz. Die Rose von Schiras. Schauspielhaus. Königskinder. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Neues Opern Theater( roll). Mutter Thiele. Anfang 7 Uhr Montag: Macbeth. Deutsches. Johannes. Anfang 71/2 Uhr. Nachin. 22 Uhr: Die Weber. Montag: Johannes. Lessing. Im weißen Röß'l. Anfang 71/2 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Jugend. Montag: Jin weißen Röß'T. Berliner. Der Widerspenstigen Zähmung. Anfang 72 Uhr. Nacht. 22 Uhr: Romeo und Julia. Montag: Die Cameliendame. Schiller. Hans Wurst in Berlin. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Don Carlos. Montag: Ein gemachter Mann. Thalia. Fortunio's Lied. Die kleinen Lämmer. Anfang 7 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central. Die Tugendfalle. Anfang 712 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Belle Alliance. Pension Schöller. Vorher: Ich heirathe meine Tochter. Anfang Uhr. Nachmittag: Das Käthchen von Heilbronn. Montag: Jch heirathe meine Tochter. Pension Schöller. Euifen. Die Stige der Hausfrau. Anfang 8 Uhr. Nachi. 3 Uhr: Dorf und Stadt. Montag: Die Stüße der Hausfrau. Cflend. Unter der Polarsonne. Anfeng 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Wilderer. Montag: Unter der Polarsonne. Residenz. Sein Trid. 8 11hr. Anfang Nachm. 3 1hr: Fernande. Montag: Sein Trick. Neues. Die Schildkröte. Vorher: Noblesse oblige. Auf. 7 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Logenbrüder. Montag: Die Schildkröte. Vorher: Noblesse oblige. Goethe. Das Opferlamm. Anfang 71/2 Uhr. Dorf und Stadt. Schauspiel in 5 Atten von Charlotte Birch Pfeiffer. Montag: Die Stütze der Hausfran. Billets à 60 Pf. zu der Sonntag: Nachmittag- Vorstellung in den be: fannten Verkaufsstellen. Volks- Theater im Welt- Restaurant 97. Dresdener Straße 97. Neu! Nen! Nen! Nureddin u. Bereddin! Stomische Oper von Richard Thiele. Sensationell! Little Dolf- Gustay auf dem schlaffen Drahtseil. Phänomenal! De Mr. Willy, Jongleur auf rollender Kugel und Xylophon Virtuose. Im vorderen Saale: Tyroler Sänger Alois Ebner. Neues RiesenOlympia- Theater. ( Circus Renz.) Karlstrasse. Bolossy Kiralfy's Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung. 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Anfang 8 11hr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplatz. Verlorene Mädchen. Anfang 8 Uhr. Leipzigerstrasse 77. Noch nie dagewesener durchschlagender Erfolg sämmtlicherKunstkräfte. Karl Wilhelm, Original- Humorist. Corty und Rettlé. Christina's Affen- Circus. Span. Trio Bernal. Anton Sattler. Nachm. 4 Uhr: Der Hüttenbesizer. Ein ruhiges Zimmer zu vermiethen. Montag: Verlorene Mädchen. Urania. Taubenstraße 48-49. ( Pantomime) u. s. w. Naturfunbl. Ausstellung v. 10 ur Anfang: Sontag 1½ Uhr. vormittags ab. Abends 8 Uhr Wissenschaftl. Theater. Invalidenstraße 57/62. Täglich ( außer Sonntags und Mittwochs) abends 8 Uhr: Wissenschaftliche Vorträge. Passage Panoptikum. Wiener Tanz- und Operetten- Gesellschaft. American. Spezialitäten. Anfang 72 Uhr. Reichshallen. Spezialitäten. Anfang 62 Uhr. Apollo. Spezialitäten. Anf. 7/2 11hr. Feen- Palast. Ethnographische Ausstellung. Reichshallen- Tunnel: 2 vorzügliche Kapellen. Mittwoch: Bockbierfest. Quarg's Vaudeville- Theater Grand Hotel Alexanderplatz. Heute Sonntag ( Anfang 7 1hr): Der Lumpenball. Burleste in 2 Bildern. Die zweite Frau! Schwant. Schiller- Theater Hervorragende Specialitäten. ( Wallner- Theater). Sonntag, nachmittags 3 Uhr, 5. Vorstellung im 2. Schiller- Cyclus: Don Carlos. Abends 8 Uhr: Hans Wurst in Berlin. Montag, abends 8 Uhr: Ein ge: machter Mann. Dienstag, abends 8 Uhr: Ein ge machter Mann. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. G. Weis. Sonntag Nachm. 3 Uhr( halbe Preise) zum letzten Male: Der Wilderer. Drama in 5 Aften von Fr. Gerstäder. Abends 72 Uhr: Auftreten von Carl Weiss. Gr. Ausstattungsstück! Gr. Novität! 27. Anton Sattler u. s. w. Entree 30 Pf. Morgen Montag: Anf. 8 Uhr. Jn Verbereitung: Der Mord am Alexanderplatz und König Heinrich( Boffen). Apollo- Theater. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Letzter Sonntag mit La Loïe Fuller ferner Auftreten von Unter der Volarfonne. Emilia Persico Aktuelles Ausstattungsstück mit Gesang ut. Tanz in 5 Bildern von G. Sonder mann und Chr. Bischoff. Gesangsterte von J. Dill. Muſit v. C. Schüler. Jm Tunnel vor und nach der Vorstellung: Frei Konzert. Montag und folgende Tage: Unter der Polarsonne. Central- Theater Alte Jakobsir. 30. Direktion Richard Schultz. Sonntag, den 13. März 1898; Bum 53. Male: Emil Thomas a. G. Die Tugendfalle. Burleste Ausstattungspoffe m. Gesang und Tanz in 4 Bildern unter Benutzung eines französischen Sujets von Jul Freund und Wilh. Mannstädt. Mufit von Jul. Einödshofer. Anfang 28 11hr. Morgen und die folgenden Tage: Die Tugendfalle. Sign. Salerno- Ida Heath Fischer& Wacker, The Senetts u. s. W. u. s. w. Kasseneröffnung 612, Anf. 72 Uhr. Feen- Palast Burgstrasse 22. Unter den Linden 68a, Eingang Schadowstr. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis 50 Pf. Reichhaltigste Ausstellung der Welt an lebenden Seethieren. Reptilien etc. Actien- Brauerei Friedrichshain. 4. Heute Sonntag: KonzertKommer Sanssouci Freie Volksbühne. haus Sonntag, den 13. März cr.: Singvögelchen. Bieberspiel in 1 Aft. Ein bengalischer Tiger. Schwant in 1 Aft. Prof. Pedro mit seinen dressirten Hunden. Sensationelle Leistung. Herr Gustav Rose, SalonHumorist. Frl. Marion, Kostum- Soubrette, ſowie Specialitäten nur 1. Ranges. Dienstag, Donnerstag u. Sonntag: Vorstellung. Anf. b. Konz. 5 Uhr, Borst. 6 Uhr. Nachdem: Ball. H. Pierry. Alcazar- Theater. Dresdenerstraße 52/53( City- Baffage) Annenstraße 42/43. Direttion: Richard Winkler, V. Abtheilung: Heute Nachmittag 2 Uhr, im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater: Die lustigen Weiber von Windsor. II. Abtheilung: Sonntag, den 20. März, im Lessing- Theater: Abu Said+ Cyprienne. III. Abtheilung: Sonntag, 27. März, desgleichen. Die XI. Vorstellungs- Serie beginnt im April mit G. Hauptmann's ,, Die Weber" unter Mitwirkung hervorragender Kräfte auf vielseitiges Verlangen der Mitglieder. Die XII. Serie im Mai im Lessing- Theater: Die Wildente von Ibsen. nas ut bil Brands ind Das Märzfest findet am Sonnabend, den 26. März cr., abends 8 Uhr, im grossen Konzertsaale der Brauerei Friedrichshain statt. Grosses musikalisch- deklamatorisches Fest- Konzert. Artistische Leitung Dr. M. Alfieri. rken Mitwirkende Damen: Frau Emma Bock, Pianistin. Frl. Anna Bromberg, Sängerin. Marie Janner( Theater Unter den Linden). Carla Lingen und Lonise Voigt, Konzert- und Opernsängerinnen. Mitwirkende Herren: Alexander Heinemann Richard Oeser( Mitglied des Deutschen Theaters), Ossip Schnierlin( Violin- Virtuose), Max Schulz, Violoncello- Virtuose, Alexander Weinbaum, Kapellmeister, und Dr. M. Alfieri. Klavierbegleitung Frau E. Bock. Orgel, Stapell Deklamation Herr R. Oeser. Die Thüren zum meister Weinbaum. Saal und die Büffets bleiben während der Vorträge geschlossen. Zur Vermeidung aller Störungen bittet das Komitee alle Festtheilnehmer um grösste Ruhe und Aufmerksamkeit. Das Rauchen ist erst nach Schluss des Konzerts gestattet. Zutritt haben nur Mitglieder, wenn sie sich in ihrer Zahlstelle eine blaue Marke à 50 Pf. in ihre Mitgliedskarte einkleben lassen. Tanz ist frei. Da nur eine beschränkte Anzahl Marken ausgegeben werden, empfehlen wir den Mitgliedern, sich baldigst damit zu versehen. 228/18 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler, Rixdorf, Kirchhofstr. 46, II. Ab 1. März 1898: Durchweg nenes Programm. Neues Personal. Neue Spezialitäten. Hans und Klara Sarno. Mary Mann. Anton Hildach. Helene Werner, Karl Müller. Betty Frey. Little Alfons. Familie Adolf Adolft. Reinsch( 4 Personen). Die kleine Handschuhmacherin. Charakterbild mit Gesang in 1 Att. Die erste Todte. Schwank in 1 Aft. Wochentags 8 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Nefervirt. Plag 50 Pf. Die für den Feen- Palast ausge: gebenen Ehren- und Freifarten haben Giltigkeit. Concerthaus Leipzigerstr. No.48 Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen. Sonntags 7 Anfang: Bochent. 8 hr In Zossen. Fortsetzung von: Alle 5 Barrisons. Nur noch kurze Zeit! Circus Busch ( Bahnhof Börse). Sonntag, den 13. März 1898: Vereinen und Gesellschaften empfehle mein auf das beste renovirte Lokal, Saal und schattiger Garten mit Theaterbühne, 2000 Personen fassend, zu Sommerfestlich feiten jeder Art. FernJulius Wernau, Gastwirth, Schwedterstr. 23/24. sprecher. 1. Acetylen- Fachausstellung Berlin mam Stadtbahnhof ,, Savigny- Platz" Geöffnet von 1 bis 10 Uhr nachmittags. Heute, Sonntag von 7 Uhr ab Entree 50 Pf. Fiebig's Salon, Frankfurterstr 28. Frankfurterstr. 28. Sonnabend, den 19. März 1898: A. Garde- Regts. zu 2 große Vorstellungen. Großer Wiener Maskenball Fuss in Uniform. Kgl. Musifdirigent F. Bergter. Anfang 5 Uhr. Entree 20 Pf. I. Original Budapester Possen- und Operetten- Theater Kaufmann's Variété. Direktion: Anton und Donat Herrnfeld. Hauptschlager der Saison Von Dreien der Glücklichste das originellste, lustigste und eigenartigste der Gebr. 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Noack's Theater Brunnen- Strasse 16, Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: [ 40082*] Sebastianstr. 39. Jeden Sonntag, Montag, Donnerstag, Sonnabend: Volks- Ball. Einige Sonnabende find noch frei. Gesellschaftshaus Gr. Extra- Theatervorstellung winemünderstr. 42( alte Nr. 35) jeden Sonntag: Die Erbschleicherin Ball 1. Theater- Vorstellung. oder: Unser Sabinchen. Schwant in 4 Aften von C. Paul. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Victoria- Brauerei Lützow- Strasse 111/112. Morgen sowie jeden Montag und Freitag: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader.) Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. Dienstag: Böhmisches Brauhaus. Große Völler- Ausstellung Maehr's Theater veranstaltet vom Wiener Zoologischen Garten. Aschanti- Dorf und Javaner- Dorf 132 Eingeborene. Concert. Volksbelustigungen. Heute geöffnet von 12-2, 3-10. Entree 50 Pf. Kinder und Militär die Hälfte. Heute von 12-2 Uhr find Arbeiter- Anweisungen giltig. 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OranienStr. 206, nahe Manteuffelstr. Ur. 61. 15. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Derlammlungen. tommen. " Sonntag, 13. März 1898. % Annahme einer Resolution, wonach die Anwesenden sich verpflichten, am Tage der Wahl voll und ganz ihrer Pflicht zu genügen, beifällig aufgenommen. Die Gegner glänzten durch Abwesenheit. Saat, Alte Satobitr. 75: Deffentliche Versammlung. Achtung, 3. Wahlkreis! Heute Abend 6x Uhr in Feuerstein's oberem Die Lehrerin Fräulein J. Altmann wird über" Jugenderstehung" referiren. Sterauf: Tanztränzchen. Entree 10 Pf. Bahlreiche Betheiligung erwartet Der Einberufer. kommandantenstr. 20: Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Max Schippei Arbeiter- Bildungsschule. Heute, abends 7 uhr, in den Arminhallen", über:„ Goldhunger und Kulturentwickelung". Wir laden die Parteigenoffinnen und Genoffen zu diesem Vortrage höflichst ein und erwarten zahlreichen Besuch. Der Vorstand. Arbeiter Bildungsschule. Jufelfir. 10, v. 2 Tr. Unterrichtsturse mittwoch, den 16. März, abends 8% Uhr. Vortrag des Genoffen stö st er über: Arbeiter- Bildungsverein in Wilmersdorf. Mitgliederversammlung am Endziel und Bewegung". Gäste willkommen. Theater. zu Rontrolleuren Jeitner, H. Prüfer, Schäfer und Fender fizer und Körner als Raffirer gewählt. Die Wertstatt Kontrollgewählt. Sodann fand ein Antrag, einen Kranz auf den Gräbern fommission bilden sechs Kollegen. Ferner wurden die im Beruf Die Töpfer nahmen am Dienstag in einer gutbesuchten öffent- der Märzgefallenen niederzulegen, einstimmige Annahme. thätigen Frauen aufgefordert, sich der Organisation anzuschließen. lichen Versammlung die Abrechnung des Vertrauensmannes David für die Zeit vom 18. Oftober v. J. bis 7. März d. J. entgegen. hielt am 6. März seine regelmäßige Mitgliederversammlung ab, in gut besuchte Boltsversammlung statt, welche die Vorbereitungen zur be Der Verband der Maurer, 3 ablstelle Berlin I( Buzzer) Weißensee. Am vergangenen Freitag fand hier eine öffentliche Die Abrechnung schließt mit einer Einnahme von 516,94 M., einer der man sich mit der Frage: Wie führen wir unsere diesjährige vorstehenden Reichstagswahl treffen sollte. Reichstags- Abgeordneter Ausgabe von 101, M., so daß ein Ueberschuß von 415,95 M. bleibt, außerdem ist ein alter Bestand von 1105,65 M. vorhanden. Demi Lohnbewegung?" beschäftigte. Die Frage, welche eine lebhafte und Beus hatte das Referat übernommen und entledigte fich deffen in Vertrauensmann wurde Entlastung ertheilt und dann über einen rege Diskussion herbeiführte, konnte in dieser Versammlung nicht befter Weise. Eine Diskussion fand, da Gegner sich nicht meldeten, gedruckt vertheilten, ausführlich begründeten Schiedsspruch diskutirt, ihre Erledigung finden. Einzelne Redner sprachen dafür, man möge nicht statt. Es wurde ein Wahlkomitee, bestehend aus neun Pergedruckt vertheilten, ausführlich begründeten Schiedsspruch diskutirt, den Arbeitsnachweis noch in diesem Jahre einführen, andere fonen gewählt. Unter Berschiedenem wurde noch auf die bevors den die Gewerkschaftskommiffion in bezug auf die Deckung eines von sprachen sich dagegen aus, da ein Erfolg in diesem Frühjahr nicht stehende Gemeindevertreterwahl hingewiesen und die Genossen aufder früheren Geschäftskommission der Töpfer Deutschlands auf- sprachen genommenen Darlehus voll 1000 m. gefällt hat. Hierauf zu erwarten sei. Einige Redner wünschten, daß das System, wie gefordert, sich rege daran zu betheiligen. hielt Bitfin einen Vortrag über die Taktik der deutschen stand dürften die Pußzer zum Frühjahr nicht denken. Da man einen es bis jetzt bestanden hat, fortbestehen möge; denn an einen Still Weißensee. Am Sonntag, den 6. März, tagten hier fünf Gewerkschaften bei Lohnbewegungen. Der Redner Kommunalwähler Versammlungen, zieht aus dem Verlauf des englischen Maschinenbauerstreiks und der Beschluß in dieser Versammlung nicht fassen fonnte, so wurde die öffentliche Lohnbewegungen, die in letzter Zeit in Deutschland sich abgespielt Lohnbewegungen, die in letzter Zeit in Deutschland sich abgespielt ohnkommission beauftragt, eine größere Sitzung( 20. März) au einzelnen Referenten, welche den Werth der Betheiligung unserer welche sämmtlich sehr gut besucht waren. Die Ausführungen der haben, den Schluß, daß die bürgerliche Gesellschaft einstweilen noch dieser Frage einzuberufen, um dann mit geeigneten Borschlägen zu feits an den Kommunalwahlen barlegten, wurden durch einstimmige recht fest stehe und daß die Arbeiter in absehbarer Zeit noch keine Aussicht hätten, einen Einfluß auf die Leitung der Produktion aus Die Handschuhmacher nahmen in einer am Montag, 8. März, zuüben. Die Arbeiter müßten deshalb bemüht sein, schon in der stattgehabten öffentlichen Versammlung Stellung zu ihrer interheutigen Gesellschaft ihre Lage nach Möglichkeit zu bessern. Ein nationalen Vereinigung. Das Referat hielt Karl Leid. Seit 1892 Mittel zu diesem Zweck sei der Lohnkampf, der aber nur sind die Handschuhmacher international organisirt. Speziell auf Erfolg verspreche, wenn die streikende Gewerkschaft über ausreichende Betreiben der Deutschen ist erst eine größere Fühlung der Kollegen Geldmittel verfüge. Die Erfahrungen der letzten Zeit hätten be- romanischer Bunge geschaffen worden, insbesondere durch Gründung wiesen, daß ein Streit, der von vornherein auf die Unterstützung eines Organs in franzöfifcher Sprache. Die deutschen Kollegen sind der gesammten Arbeiter angewiesen sei, in der Regel bald erfolglos durch den Umstand, daß Sekretär und Redaktion der Zeitung ende. Es müsse den Arbeitern flar gemacht werden, daß eine Ge- Le Gantiers" in ein und denselben Händen sich befinden, genöthigt, werkschaft mit niedrigen Beiträgen nichts leisten könne. Ein großes neben ihren eigenen Verwaltungsorganen in Deutschland auch die Hinderniß der gewerkschaftlichen Bewegung in Deutschland, nament- Verwaltung der romanischen Länder mindestens zur Hälfte zu be in tebe uebung( Ueber den Aufbau der Rede, Besprechung voltswirthschaftlich in Berlin, sei der leidige Streit um die Form der zahlen. Es geht nun das Bestreben der Deutschen dahin, das fran- licher und anderer Grundfragen) Montags, Dr. Conrad Schmidt; in Drganisation, wodurch ein einiges Vorgehen gegen den zösische Organ vom internationalen Sekretariat zu trennen und so attonalötonomie( Die wirthschaftliche Entwickelung; Großbetrieb und Handwert; Kartellwesen, Arbeitsmarkt und Arbeitsnachweis; die Aufgaben wirthschaftlichen Gegner verhindert werde. Welche Form die die französischen Kollegen zu veranlassen, sich möglichst auf eigene der Gewerkschaften) Mittwochs, Echriftsteller Nichard Calwer; in Organisation haben solle, das sei lediglich eine tattische Füße zu stellen. Bisher waren alle Bemühungen, die französischen Gefchichte( Hellas und Rom) Freitags, Dr. A. Berthold. Die aber feine prinzipielle Frage. Man dürfe nicht verkennen, Syndikale zu Zentralorganisationen zusammen zu schließen, ver- monatlich 25 Pf., Kurfus( 10 Abende) 1 M. pro Fach. Theilnehmer werden aufBibliothet ist an diesen Abenden von 8-9 11hr geöffnet. Mitgliedsbeitrag daß die Zeit vorüber sei, wo die Borstände der Bentralverbände gebens. Diese Reform der Internationalen Föderation soll nun genommen in der Echule und in folgenden Stellen: Gottfr. Schulz, Admirals über die Angelegenheiten der Berufsorganisation des ganzen Landes ein in Stürze stattfindender Kongreß, der vierte, in die Wege leiten fraße 40a; Neul, Barnimfir, 42; Schiller, Rosenthalerstr. 57; Gleinert, Müllerallein entscheiden konnten. Die Verbände werden nicht umbin können, und wurde eine in diesem Sinne gehaltene Resolution angenommen. ftraße 7a, u. in den Sonntags Bersammlungen. Borsigender: Paul Müde it., den größeren Ortsgruppen mehr Bewegungsfreiheit einzuräumen, Im weiteren erstattete der Delegirte zur Gewerkschaftskommission. Manteuffelftr. 128: Saffirer: D. Königs, S. Dieffenbachstr. 30. Samariter- Burfus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den als ihnen früher zustand. Damit falle der Streit um die Organi Pröbrot Bericht über seine Thätigkeit. In der Diskussion wurde 14. März, abends 8% Uhr, in Cohn's Festfälen, Beuthftr. 20: Vortrag des Herrn fationsform von selbst fort. Ein weiteres Uebel, an dem die deutschen besonders betont, daß der Delegirte entschieden auftreten soll gegen die Dr. Katkowsky in praktischen Uebungen. Allgemeine Familien- Sterbekaffe. Heute Babitag: Ackerstr. 123 bei Dieke. Gewerkschaften franken, sei der Mangel an Stabilität des Mitglieder- Anstellung eines ziveiten Beamten. Auch wird gerügt, daß oft Berliner Kranken- interfühungs- und Begräbnißverein für Frauen heftandes. Man könne die Berufsgenossen mehr als bisher für die Streits unternommen werden, ohne dieselben zunächst eine längere und Mädchen. Heute, abends 5% Uhr, im Englischen Garten", AlexanderDrganisation interessiren und an dieselbe feffeln, wenn man ihnen Beit aus eigenen Mitteln führen zu können. Man solle das ftraße 27c, oberer Saal: Vortrag des Herrn Dr. Wurm über:„ Die Erhaltung der Schtraft". Nachher: Gemüthliches Beisammensein. greifbare materielle Bortheile biete. Solange die Gewerkschaften in Hauptaugenmerk darauf richten, erst einmal höhere Beiträge zu Vergnügungsverein ,, Alemania". Heute Gesellschaftsabend im ,, Englischen erster Linie auf Unterstützung von Streits zugeschnitten sind, hätten leisten, dann würde auch manches besser im Gewerkschaftsleben. Sof" Neue Noßfir. 3. Anfang 6 Uhr. bie Indifferenten, welche gar nicht streifen wollen und im Falle fie Die Mitglieder der hiesigen Zahlstelle der Buchbinder mitstreiken, doch unterstützt werden müssen, gar kein Interesse, Mit- hielten am 7. März ihre Versammlung ab. Vor Eintritt in die glied der Gewerkschaft zu werden. Man müsse den Indifferenten Tagesordnung wurde das Andenken der Mitglieder Täter und den Nugen der Organisation dadurch flar machen, daß man ihnen seir ch hoff in der herkömmlichen Weise geehrt. Hierauf hielt weniger Streifunterstügung zable, wie den Organisirten und Fräulein Altmann einen Vortrag über Ehe und Religion". unter letzteren wieder einen Unterschied zwischen Unter Verbandsangelegenheiten giebt Brückner bekannt, daß die folchen die längere, und solchen die fürzere Beit Mitglied nächste Versammlung im Norden bei Schiller, Rosenthalerstr. 57, 13. Die Afrikanerin". Anfang 7 Uhr. Montag, 14.: 3. GeſellſchaftsWochen Spielplan der hiesigen Theater. Opernhaus. Sonntag, find. Wer Teine Pflichten übernehmen wolle, fönne auch am 14. März stattfindet. Sodann giebt Meyer die Abrechnung abend. Lobetana"." Die Rofe von Schiras." Anfang 8 Uhr. Dienstag, Teine Rechte beanspruchen, deshalb folle man die Unorganisirten vom Sylvestervergnügen; dasselbe schloß mit einem Defizit von 15.:" Undine". Writtwoch, 16.: Bar und Zimmermann". Donnerstag, 17.: nicht mitreden laffen, wenn es sich um die Entscheidung einer Lohn 15,10 M. ab; der Vergnügungskommission wird Decharge ertheilt." Cobetanz". Die Rose von Schiras". Freitag, 18.:" Der Prophet". bewegung handele, sondern dahingehende Beschlüsse nur innerhalb Gin Antrag, die Zahlstelle nach Annenstr. 16 zu verlegen, wird an- Anfang 7 Uhr. Sonnabend, 19.: Lobetanz". Die Rose von der Organisation fassen. Die Ginwendung, bie hier empfohlene genommen. Ein Besuch des Böhmischen Brauhauses findet Sonntag, Schiras". Sonntag, 20.: Der fliegende Holländer". Montag, 21.: Taktik jühre zur Versumpfung der Gewerkschaftsbewegung, treffe den 13. März, statt und ist Treffpunkt vormittags 10 Uhr vor dem Bierfer Gesellschaftsabend." Der Evangelimann". Anfang 8 Uhr. nicht zu. Die Gewerkschaftsbewegung sei feine ideale, fondern eine betreffenden Brauhause. Nachdem noch dem hiesigen Bevoll Schauspielhaus: Sonntag, 13.: Sönigsfinder." Der Königssohn: durchaus materielle. Gewiß folle folle der Klassenkampf, die Arbeiter zu führen haben, nicht vernachlässigt werden, Zentrum der Stadt Sorge zu tragen, erfolgte Schluß der Versamm Dienstag, 15. önigskinder." Herr Christians, Frt. Erl, als Gäste. Mittden mächtigten anheimgestellt wurde, für ein passendes Verkehrslokal im Herr Rud. Chriſtians; die Gänsemagd: Fraul. Dora Erl, als Gäste. Montag, 14.: Königskinder." Herr Christians, Frl. Ert, als Gäste. aber es müffe mit der Nebensart gebrochen werden, lung. daß die Gewerkschaften nur den Klaffenkampf zu prebigen haben. woch, 16.: Königskinder." Herr Christians, Frl. Ert, als Gäste. Donners Der Fachverein der Holz und Bretterträger hielt am tag, 17.: Sönigsfinder." Herr Christians, Fri. Erl, als wäfte. Freitag, 18.: Daudert vertrat die Ansicht, daß den Gewerkschaften die Auf- 7. März eine öffentliche Versammlung ab, in der Genoffe Timm( Hebber's Geburtstag.) Judith." Sonnabend, den 19.: Ein moderner gahe zufalle, die Arbeiter aufzuklären und den Boden für die über das Koalitionsrecht der Arbeiter" referirte. In der Diskussion Barbar." Brandenburgische Groberungen." Monsieur Herkules." Der zufünftige Gesellschaft zu bereiten. Er wendet sich hierbei gegen die über den Vortrag legte der Vorsitzende der Versammlung es noch- Ruhmesweg", dazu lebende Bilder. Anfang 8 Uhr. Sonntag, 20.: Art wie der Verband der Töpfer agitire. Die übrigen Redner mals ans Herz, die gehörten Worte festzuhalten und danach zu pern Theater.( Kroll.) Sonntag, 13.: Mutter Thiele". Montag, " Der Burggraf". Montag, 14.:„ Ein Boltsfeind". Neues königl. flimmten im allgemeinen dem Referenten zu und beschäftigten sich handeln. Nur eine starke Organisation tönne zum Ziele führen. eingehend mit den Verhältnissen innerhalb des Berufes der Töpfer, 14. Gastspiel der Englischen Schauspiel- Gesellschaft:" Macbeth". Dienstag, hervorhebend, daß es beffer sei, sich gegen die Unternehmer zu 8. März, Dranienstr. 51, ihre Vereinsversammlung. Die Graveure und Ziseleure hatten am Dienstag, den 15.: Desgl.: Abschiedsvorstellung: Macbeth". Mittwoch, 16.: Wohlthätig wenden, anstatt mit nuglosen Fragen die" Form der Organisation" millarg hielt einen beifällig aufgenommenen Vortrag über: hinterm Serd."„ Madame Dutitre." Anf. Suhr. Sonntag, 20.: Mutter Thiele". feitsvorstellung. der Bum besten Hinterbliebenen der Bochumer Katastrophe: Konzert. Eine Parthie Piquet." Tanz.„ Das Versprechen betreffend, die Zeit zu vergeuden. Es wurde fast einstimmig eine Das Unfall- Versicherungsgesetz". Wie alljährlich, so soll auch in Das Deutsche Theater bringt in dieser Woche Wiederholungen des Resolution angenommen, welche allen Kollegen den Anschluß an den Zentralverband und die Betheiligung an den diesem Jahre am 18. März ein Kranz für die Märzgefallenen auf Johannes" außer am heutigen Sonntag Abend noch morgen, Montag, öffentlichen Sammlungen zur Pflicht macht. Die dem Kirchhof am Friedrichshain niedergelegt worden." Mittwoch und Freitag; Der Biberpelz" wird am Dienstag und Donnerstag übrigen Punkte der Tagesordnung wurden der vorgerückten Zeit jährigem Geburtstage Hedda Gabler" zum ersten Mal in Szene; gegeben; am Sonnabend geht zur Vorfeier von Henrik Ibsens fiebzigwegen bis zur nächsten Versammlung vertagt. dieselbe Vorstellung wird am nächstfolgenden Sonntag Abend wiederholt. Ars Nachmittagsvorstellung sind für diesen Sonntag Die Weber" angesetzt. Im Berliner Theater wird Shakespeare's" Der 23iderspenstigen Zähmung" Sonntag Abend und Freitag wiederholt. Montag, Dienstag und Mittwoch spielt Tina di Lorenzo und Flavio Andó, und zwar in den Stücken, Die Kameliandame", Cyprienne" und" Frou Frou". In Charlottenburg tagte am Sonntag, den 6. März, in der Ein Wintermärchen" gelangt am Donnerstag zur Darstellung.„ Abschied", Gambrinusbrauerei eine öffentliche Brauereiarbeiter Schauspiel von Georg Engel, wird Sonnabend zum ersten Male gegeben Versammlung in welcher Genosse Görte über das Thema: und Sonntag wiederholt. Nachmittags Vorstellungen: Diesen Sonntag „ Der Werth der Organisation" referirte. In feinen Ausführungen Romeo und Julia". Im Leffing Theater wird das vier: besprach der Vortragende die herrschenden Mißstände in den altige Lustspiel Das grobe Hemd" von C. Karlweis aut Montag Brauereien, wie sie hier am Ort bestehen. kommen. zur Aufführung Er betonte, daß nicht übrigen Spielabende alle Brauereien den seit Aufhebung des Boykotts gemachten Ver- och gehören bem Lustspiel" Im weißen Rößl". As Nachmittagseinbarungen gerecht geblieben sind. Redner wies auf die Spandauer Halbe's Liebesdrama" Jugend" gegeben. vorstellung zu vollsthümlichen Preisen wird am heutigen Sonntag Wear Im Residenz Theater Brauerei hin, wo die sämmtlich dort beschäftigten Brauer und erlebt der noch immer zugkräftige Schwant Sein Trick!" an diesem Sonn Arbeiter an jeder politischen und gewerkschaftlichen Organisation tag bereits die 81. Aufführung. Sonntag Nachmittag wird Sardou's fesselndurch Maßregelung seitens der Direktion verhindert werden. An des Schauspiel Fernande" gegeben. Repertoir des Neuen Theaters: der fehr lebhaften Diskussion betheiligten sich mehrere Redner, Sunächst geht der Schwant„ Die Schildkröte" am Donnerstag zum 50. Male in Szene. Dann folgt die von Direktor Lautenburg für die Ibsen- Feier welche den Ausführungen des Referenten zustimmten. Sie gerist geplante Aufführung der„ 2ilbente". rügte, daß nach Aufhebung des Boykotts die Brauerei- Arbeiter ihre Sardou's" Spiritismus" zur ersten Aufführung. Endlich kommt noch in dieser Woche Jm GoetheOrganisation vernachlässigt haben, und forderte alle Anwesenden auf, Theater" beherrscht das Gastspiel von Georg Engels den Spielsich zu organisiren, da sie nur dadurch ihr Ziel erreichen können. plan. Georg Engels als Griebenow unter Verschiedenem wurden die Verhältnisse der Gambrinus- wird diesen Sonntag, Montag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Sonnund nächsten Sonntag gegeben. Am Dienstag wird Ein Brauerei kritisirt, welche nicht geneigt ist, die Arbeitskräfte vom abend Arbeitsnachweis zu beziehen, dieselben vielmehr von außerhalb Sommernachtstraum" wiederholt." Hasemanns Töchter" gelangt diesen kommen läßt und den vereinbarten Minimallohn der Ningbrauereien Sonntag als Nachmittags- Vorstellung zur Aufführung.- Richard Heuberger's nicht bezahlt. Ferner wurde noch behauptet, daß in der Kaiser Operette" Der Opernball" beherrscht in der kommenden Woche das NeBrauerei die Arbeitszeit eine 14 bis 15 stündige ist und die Ueber- student" in Szene. pertoir. An diesem Sonntag Nachmittag geht Millöcker's Bettel arbeit nicht bezahlt wird. Die Filiale Berlin des Verbandes der deutschen Töpfer hielt am 1. März eine gut besuchte Versammlung ab, in der Genoffe Timm einen Vortrag hielt über das Thema:" Weshalb ist die deutsche Gewerkschaftsbewegung noch schwach?" Die Distusfion gestaltete sich sehr lebhaft; es wurde von allen hervorgehoben, unter wie schlechten Zuständen im Töpfergewerbe gearbeitet wird, und wie durch den Gleichmuth der Kollegen es von Stufe zu Stufe herabgeht, so daß kaum noch einer im stande ist, sich oder gar noch Familie ernähren zu können. Von allen Rednern wurde betont, daß eine Befferung dringend nöthig ist, dieselbe aber nur wirksam durchgeführt werden kann, wenn sich alle denkenden Kollegen der am Drt bestehenden Organisation anschließen. Die Anwesenden wurden noch darauf aufmerksam gemacht, daß es Pflicht sei, in den öffentlichen Versammlungen zu erscheinen, um auch dort die Rechte der Organi: fation wahren zu können. Genosse In Charlottenburg tagte am 10. b. M. eine besonders von Frauen stark besuchte Voltsversammlung, in der Frau Ziez- Hamburg über die lex Heinze sprach. Dem mit großem Beifall auf genommenen Vortrag( den wir bereits furz wiedergegeben D. Red.) folgte eine Diskussion nicht. Mit einem Hoch auf die Arbeiterbewegung wurde die Versammlung gefchloffen. " wieder " „ Das Opferlamm" mit V Alle der Die im Vergoldergewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins hielten am Montag, den 7. März, in den Arminhallen eine öffentliche Versammlung ab. Magnusson er= stattete den Geschäftsbericht der Agitations tommiffion vom Jahre 1897. Diesem Bericht zufolge erledigte die Kommission ihre Geschäfte in 18 Sizungen. Deffentliche Versammlungen fanden sieben statt, Vorträge wurden drei gehalten. Behuss Besprechung von vorhandenen Mißständen in verschiedenen Werkstätten und deren möglichste Beseitigung, sowie sonstiger Verbesserungen der Lohn- und Arbeitsverhält nisse und auch zur Werbung neuer Mitglieder für die Organisation fanden mehrere Werkstättenbesprechungen flatt, welche zum theil günstige Im Schiller Theater wird Sonntag Nachmittag" Don Carlos", abends Resultate aufwiesen, auch hatten einige Ausstände nach kurzer Dauer „ Hans Wurst in Berlin" günstige Erfolge. Der Kassenbericht der Agitationskommission ergab In Steglitz fand am Sonntag, den 6. März eine Kommunal- gegeben. Die Poffe„ Ein gemachter Mann" wird Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag, Grillparzer's Trauerspiel" Die Ahnfrau" Donnerstag eine Einnahme von 1171,45., eine Ausgabe von 484,95., mit Wählerversammlung statt, in welcher Stadtv. Ob ft Schöneberg wiederholt. Sonnabend ist die erste Aufführung von" Brand", dramatisches einem Bestand von 686,50 M. Hierzu ein Bestand vom Jahre 1896 über Die Nothwendigkeit der Betheiligung der Arbeiter an den Gedicht von Henrik Ibsen. Sonntag, den 20. 6. M., nachmittags die erste von 853,05 M., ergiebt einen Gesammtbestand von 1593,55 M. Dem Gemeindewahlen" referirte. Nach dem beifällig aufgenommenen Vor- Vorstellung im Anzengruber Zyklus„ Der Pfarrer von Kirchfeld". wurden trag Reinh. Jm Central Theater wird am Dienstag der Komiker An Helle per bisherigen breigliedrigen Agitationstommiſſion ſoli Fritsch sich näher über die örtlichen Verhältniffe aus und er: Fris Delmerbing, in ber Tugendfalle" sein Benefiz begehen. nunmehr ein Vertrauensmann eingesetzt werden. Die Wahl desselben mahnte zu thatkräftiger Agitation bei der Wahl. Der Antisemit Sonntag und Montag" Pension Schöller" in Verbindung mit„ Ich heirathe Der Wochenspielplan des Belle Alliance Theaters zeigt für soll in der nächsten öffentlichen Versammlung erfolgen. Bericht Hasselmann suchte, allerdings vergebens, für seine Partei Stimmung meine Tochter" an. Dienstag bleibt das Theater wegen der Generalprobe erstattung und Neuwahl des Gewerkschafts- Delegirten wurden vertagt. zu machen. zu, Kaiser und Galiläer" geschlossen. Mittwoch geht das Ibsen'sche Hierauf wurde der Brandenburger Streit besprochen und das Ver- Rigdorf. Am 8. d. M. hielt der sozialdemokratische Schauspiel mit Herrn Baul Wiecke vom fönigl. Hoftheater zu Dresden als halten der fünf bei Barthels- Berlin beschäftigt gewefenen Bergolder Verein einer Kritik unterzogen. Nach dreiwöchentlicher Beschäftigung bei Berlesung des letzten Protokolls erhoben sich die Anwesenden zur Käthchen von Heilbronn" für diesen Sonntag angesetzt. Borwärts" seine Monatsversammlung ab. Vor Gast in der Rolle des Julian erstmalig in Szene und verbleibt dann die Woche hindurch auf dem Spielplan. Als Nachmittags- Vorstellung ist„ Das genannter Firma sind dieselben wieder nach Brandenburg zurück- Erinnerung an die bei dem letzten großen Grubenunglück verstorbenen Henrit auf das entschiedenste verurtheilt und betrachtet die Versammlung Genoffe Dr. Lütgenau das Wort zu seinem trefflichen Vortrage, zwar in folgender Beschung der Hauptrollen: Dr. Stockmann Buisen Theater zur ersten Aufführung und. den weiteren Bezug der Streitunterstützung seitens dieser Kollegen denselben mit dem erwähnten Grubenunglück beginnend, um Julius Türk; Petra Hedwig Martens; Hans Stockmann Arthur als zu Unrecht. Den Punkt Verschiedenes bildeten Werkstatt- dann ilt dem eigentlichen Thema: Leo Landeck; Billing Die politische Lage" Windler; Haustadt Frizz Kiedaisch. Heute angelegenheiten und wurde über fortgesetzte systematische Lohn überzugehen. Eine Diskussion über das Gehörte fand nicht statt. Sonntag Nachmittag geht zum zweiten Male" Dorf und Stadt" reduzirungen bei den Barockvergoldern der Firma Adolf Werkmeister Der Vorsitzende Genosse Klein brachte nochmals die Illumination vont Ch. Birch Pfeiffer und abends 8 Uhr das Repertoirstück getlagt. Den streifenden Schuhmachern Berlins bewilligte die Ver- am 18. März sowie das am Sonntag den 20. März in Gröpler's Theater gelangt nachmittags bei „ Die Stüze der Hausfrau" in Szene. fammlung 100 M. Salon stattfindende Vergnügen und die Urania- Vorstellung am Die Zahlstelle des Verbandes der Bauarbeiter nahm 12. Osterfeiertag in Erinnerung. Nächsten Monat findet die nach einem Vortrage von I ah n den Antrag an, den Beitrag von Generalversammlung des Vereins statt, in welcher die Neuwablen 70 Pf. auf 75 Pf. pro Monat zu erhöhen. Damit sollen die Un- des gesammten Vorstandes vorgenommen werden, worauf die Mit kosten für die Spedition der Zeitung gedeckt werden. Der Ueberschuß glieder schon jetzt hingewiesen werden. vom Weihnachtsvergnügen 29,70 M. wird der Lokaltasse überwiesen. Rigdorf. Im Verband der Möbelpolirer wurde in der letzten Zu Spediteuren wurden Eichel, Scheider und Güthert und Versammlung ade als Bevollmächtigter, Mettner als Bei " gefehrt. In einer Nesolution wurde das Verhalten dieser Kollegen Arbeitsbrüder von ihren Plägen. Hierauf erhielt der Referent, 15. März, im Ibsen's Schauspiel„ Ein Boltsfeind" gelangt am Dienstag, den Im Im Ostend= Drama halben Preisen das „ Der Wilderer" zum letzten Male zur Aufführung. Abends geht das Aus stattungsstück„ Unter der Polarsonne" zum 27. Male in Szene. & riedrich Wilhelmstädtischen Theater bleibt das Sensations: Schauspiel" Die fleinen Bagabunden" auch noch ferner auf dem Repertoire. Im Alexanderplak Theater finden heute zwei Vorstellungen statt; nachmittags 4 Uhr geht das beliebte Schauspiel Der Hüttenbesizer" nach George Ohnet in Szene, während abends 8 Uhr das Repertoirstück Berlorene Mädchen" zur Darstellung gelangt. Verkauf nur gegen Baar zu streng festen, sehr billigen, in Zahlen gezeichneten Preisen. Baer Sohn Fabrikation VOD Herren- u.Knaben- Bekleidung 24a Chausseestrasse 24a, swischen Invalidenstrasse und Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. 11 Brückenstrasse 11, am Bahnhof Jannowitzbrücke, Ecke Rungestr. 284 097,32 Meter Waaren sind laut Gutachten eines gerichtlichen Bücher- Revisors von uns in einem einzigen Jahre verbraucht worden. 16 Gr. Frankfurterstr. 16, zwischen Bürger- Hospital u. Fruchtstrasse. .. 0 Jaquet- Anzüge Rock- Anzüge Radfahrer- Anzüge 40,-, 36,-, 30,-, 25,- 21,- 18,-, 9 Mk. 50,-, 45,-, 40,-, 30, 25,- 18,-, 55,-, 50, 40,- 36,- 30, 45, 10 Mk. 27 Mk. Gehrock- Anzüge 60,- 50,-, 45,-, 42, 40, 36,-, 33 Mk. 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Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin Dr. 61. 15. Jahrgang. 4. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 13. März 1898. Februar. -HOTS Mnterm neueffen Kurs. . 3. Hagenow. Drei Vorstandsmitglieder des Arbeiter Bildungsvereins je 30 M. und fünf Borstandsmitglieder je 15 Geldstrafe wegen Verstoßes gegen die Verordnung aus dem Jahre 1851, betr. politische Versammlungen. 4. Mainz. Genosse Rabenstein wegen Beleidigung eines Buchdruckereibesitzers 50 M. Geldstrafe. 0 Oberhausen. 15 M. Geldstrafe Genosse Horn wegen Nebertretung des Preßgesezes. der eine 5. Nen Ruppin. Der Maurer Wegner aus Wittenberge unter& Stunde bis 14 18: 14 bis Stumben und 3? Wohnen Schlafen Kochen Wohnen und Schlafen Schlafen und Kochen Wohnen, Schlafen utapoy' n arbeitende Frau an der Nähmaschine, von deren Verdienst das Wohl heiten der Auskunftgebenden wurden genau die Hälfte der oder Wehe einer Familie mit abhängig ist." Krankheitsfälle als Erkrankungen des Blut- und Nervenlebens beUnter 253 befragten Personen waren 186 verheirathet, 78 ledig zeichnet. Bleichsucht und Nervosität mit allen ihren Folgeund 39 alleinstehende Frauen. Die Zugehörigkeit zu den verschiedenen Erscheinungen sind die eigentliche Nähterinnenkrankheit, an denen Altersstufen zeigt folgendes Bild: Im Alter von 13 bis 16 Jahren jährlich Tausende zu arunde gehen. waren 3, von 16 bis 20 Jahren 12, von 20 bis 25 Jahren 32, von Ueber die Beschaffenheit der Wohnungen wurden bei 246 Per25 bis 35 Jahren 98, von 35 bis 45 Jahren 74, von 45 bis 65 Jahren sonen Erhebungen veranstaltet. Auf die Frage Wird der Raum, 33 und darüber eine Person. 44 Arbeiterinnen waren 1 bis 3 Jahre, in dem Sie arbeiten, auch zu anderen Zwecken benutzt?" lautete die 45 3 bis 5 Jahre, 60 5 bis 10 Jahre, 33 10 bis 15 Jahre, 21 15 bis 20 Jahre Antwort: und 14 über 20 Jahre in den Branchen thätig. Die Arbeitszeit ift in ungeheuer Iange. Von den Antwortenden hatten 8 eine Arbeitszeit wegen Mißhandlung eines Streitbrechers drei Monate Ge- Stunden, 49: 12 bis 14 Stunden, 18: 14 bis 16 Stunden und 3: 16 bis 18 Stunden. Für die unter 10 Stunden Arbeitenden 10. Augsburg. Elf Parteigenoffen je 3 M. Gelbftrafe wegen war ihre Beschäftigung durchweg nur ein Nebenverdienst. Aber Vertheilung von Flugblättern an öffentlichen Orten. auch der Sonntag muß von vielen Arbeiterinnen zur Er12. Zwei Wochen Gefängniß Genoffe Mattutat wegen Bewerbsarbeit benuht werden. Antwortenden arbeiteten 78 am Conntage, und von diesen nicht vi die Hälfte regelmäßig am Tage des Herrn." Zwölf der Befragten viel weniger als gaben an, den ganzen Tag zu nähen. Von den alleinstehenden Frauen haben beinahe drei Biertel der Antwortenden auch Sonntags zu arbeiten, und zwar bei einem reichlichen Drittel von allen ist es die Regel, den halben oder ganzen Tag weiter zu nähen. Die Ehefrauen referviren sich den Sonntag im allgemeinen zur Erledigung der häuslichen Blackereien, so daß die gewerbliche Arbeit nicht durch Ruhe, sondern durch andere Arbeit an diesem Tage abgelöst wird. " " fängniß. a. leibigung eines Betriebs- Ingenients.attutat n Breslau. Wegen Beleidigung des Grafen Frankenberg Genosse Neukirch 100 M. Geldstrafe. Lüneburg. Genosse Gehrte wegen Uebertretung der hannoverschen Sabbathordnung 60 M. Geldstrafe. „ Mülhausen i. E. 300 M. Geldstrafe Genoffe Haug wegen Beleidigung eines Bauunternehmers. Lübeck. Wegen Berübung groben Unfugs die Tischler Meyer und Liesegang 5 bez. 10 Tage Haft; zwei Bauarbeiter je 3 Tage. 14. Leipzig. Jn der Revisionsinftans Genosse Bahle aus Magdeburg 1 Monat Gefängniß wegen Beleidigung der Polizeibehörde. Danzig. Genosse Classen wegen Uebertretung des Preß. gefeges 30 M. Geldstrafe. Mannheim. Wegen Bergehens gegen§ 153 der Gewerbe" Ordnung der Kohlenarbeiter Run 3 Wochen Gefängniß. 15. Halberstadt. 4 Monate Gefängniß Genoffe Rünne wegen Offiziers- Beleidigung. 17. Augsburg. Genosse Mattutat 8 M. Geldstrafe wegen Abhaltung einer nicht angemeldeten Versammlung. 19. München. In der Revisionsinstanz Genosse Fuchs wegen Verübung groben Unfugs 50 M. Geldstrafe. Gotha. Wegen Beleidigung des Staatsanwalts Genoffe J003 80 M. Geldstrafe. 21. Leipzig. . 1. Bei 196 Arbeiterinnen, die ohne fremde Hilfe arbeiteten 3. Bei 26 Arbeiterinnen, die 2. Bei 24 rbeiterinnen, die mit fremder Hilfe arbeiteten Arbeit ausgeben... . 8 2 4 5 8 49 72 27 85 5 4 12 2 2 15 schilderung der hausindustriellen Wohn- und Arbeitsräume. Daneben giebt die Verfasserin uns eine anschauliche Einzelwüchiges Mädchen und ein Ehepaar in der Küche, während für In einer Wohnung nächtigten eine alte Mutter, ein halbdas dreijährige Kind zwischen den beiden Betten noch nachts auf drei Stühlen ein Lager hergerichtet wird. Wel Jammerlöhne in der langen Arbeitszeit erreicht werden, darüber bringt die Verfafferin ein umfangreiches Material, lungenfrante Mann und drei Kinder in der als Arbeitsraum be den, An anderer Stelle schläft die ganze Familie, die Frau, der welches durch viele Einzelbeobachtungen besonders werthvoll wird. mußten Küche, weil das Bimmer an Schlafgänger abvermiethet ist. 7 Blousenarbeiterinnen, die direkt fürs Geschäft lieferten und für welche unregelmäßig, doch ziemlich das ganze Jahr hindurch in der hat, lebt und arbeitet in einem Gelaß, das 4,50 Meter tief, Eine eheverlassene Frau, die zwei kleine Kinder zu unterhalten Branche zu thun war, hatten folgenden Netto- Wochenverdienst: 2,50 Meter breit und 2,50 Meter hoch ist. Eine Wittwe mit zwei 1: 5-7 m., 1: 7-9 M., 3: 9-11 m., 2: 13-15 M. Netto- Wochenverdienst in der Saison stellte sich bei 9 anderen 4 Jahren in einem nassen Kellerraum, 4,40 Meter tief, 1,90 Meter Der Knaben von 11 und 13 Jahren und zwei Mädchen von 9 und Arbeiterinnen wie folgt: 3: 5-7 m., 1: 7-9 m., 4: 9 bis breit und 2,50 11 M.; eine Detail Arbeiterin erreichte einen Nettoverdienst schäftigten Arbeiterinnen waren 3 durchgängig, wenn auch nicht voll von 13-15 m. pro Woche. Von 19, vom Zwischenmeister be beschäftigt. Davon hatte: Nr. 1, ein sehr gewandtes Mädchen, das in der Saison 14, 16 ja 20 Stunden arbeitet, fnapp 9 M.; Nr. 2 bei 12ftündiger Arbeitszeit 7-7,50 M.; Ju der Revisionsinftans Genoffe Bahle aus Nr. 3, welche unterschiedlich 10-18 Stunden arbeitet, 3,50 bis Magdeburg 3 Monate Gefängniß wegen Militär- Beleidigung. 4,50 m. durchschnittlichen Wochenverdienst. 22. Dortmund. Wegen Beleidigung eines Bau- Unternehmers Der Saisonverdienst vertheilte sich bei 16 Arbeiterinnen pro Genosse Theiß 30 M. Geldstrafe. " B Benthen. In der Berufungsinstanz Genosse Dy1ong aus Königshütte 4 Wochen Gefängniß wegen Verübung groben Unfugs. 24. München. Genosse Fuchs wegen Majestätsbeleidigung zehn Monate Gefängniß. 26. Rostock. Wegen Beleidigung eines Bürgermeisters Genoffe Groth und Töpfer Bamba ch aus Goldberg je 6 Wochen Gefängniß. „ Königsberg i. Pr. 120 M. Geldstrafe Genoffe Erdmann wegen Beleidigung eines Polizeibeamten. 27. Augsburg. Genoffe Mattutat 10 M. Geldstrafe wegen Beleidigung eines Fabrifdirektors. 28. Bochum. Je 50 m. Geldstrafe Genoffe Sue, der Ver trauensmann der Bergleute in Querenburg und ein Wirth dafelbft wegen Uebertretung des Vereinsgesetzes. Insgesammt wurde erkannt auf 2 Jahre 3 Monate Gefängnißund 1066 m. Geldstrafe. Berlin, den 5. März 1898. @ruldeslis Der Parteivorstand. Konfektionsarbeiter- Elend. Zwei Jahre find am 11. Februar feit dem Ausbruch des dent würdigen Konfektionsarbeiter- Ausstandes verstrichen, der damals die ganze Offentliche Meinung gegen die ungeheuerlichen Mißstände in Der Ronfektionsindustrie wachrief und sogar den Nationalliberalen im Reichstage zu einer Jnterpellation an die Regierung Anlaß gab. Freilich von all den Mitteln, die damals von Regierung und Parteien zum Schuße der Konfektionsarbeiter angeregt wurden, ist bts heute noch nichts weiter verwirklicht, als eine belanglose Bundesraths- Verordnung, über deren Wirkung selbst die Unternehmer fich luftig machen. Die dringlichsten Reformen werden von der gegenwärtigen Regierung auf die lange Bank geschoben. Da ist es wenigstens gut, daß die sozialpolitische Fachliteratur weiter arbeitet und fortgesetzt Material zur Begründung der nur von der Regierung nicht als dringlich erkannten gesetzgeberischen Forderungen herbeifchafft. 7: 7-9 M. Wo der Stundenlohn berechnet wurde, betrug er Woche auf die folgenden Lohnklaffen: 6: 3-5., 3: 5-7., 7-10 Pf. arbeiterinnen wurde auf 50-75 Pi. bei elf bis zwölfftündiger Der sehr unverhältnißmäßige Tagesverdienst dreier RuopflochArbeitszeit berechnet. Die Feststellung der Löhne in der Schürzenkonfektion führte zu dem Ergebniß, daß von den Antwortenden bei der thatsächlich geleisteten Arbeit nur etwa 3/8 auf ein wöchentliches Ginkommen von 7 M. zu stehen kommen, 5/8 fallen unter diese Linie. Fast gleich lautend find die Schilderungen aus den anderen Branchen. Zur Illustration sei nur noch ein Fall aus der Trikot Konfektion an geführt. Jahren für dieselbe Meisterin. Frau G., 45 Jahre alt, näht feit 16 Jahren Trikots, feit neun Sie meint, nicht länger als 11 Stunden durchschnittlich nähen zu können, denn durch Zeiten großer Ueberanstrengung sei sie arbeitsmüde geworden. Aus ihrem Lohnbuch ist zu entnehmen, daß sie in der flotteften Zeit durchschnittlich 8,90 m. pro Woche verdient. Davon gehen noch ab an Unkosten für Del und Nadeln, Haken und Defen, Garn und Maschinenabnuzung zusammen 2 M., so daß der Nettoverdienst pro Woche nur 6,90 M. beträgt. Während der Zeit von fünf Monaten sinkt er auf 2-5 M. herab. 50 Meter hoch. die Gefahr der Verbreitung ansteckender Krankheiten durch haus material veröffentlichen. Doch seien nur noch einige Thatsachen für Leider können wir nicht mehr von dem interessanten Detailindustrielle Kleidungsstücke angeführt. Kinder Diphtheritis durchgemacht hatten, beschäftigte 6 Stepperinnen Eine Frau, die in einer Kochstube wohnte, in der ihre drei und eine Knopflocharbeiterin, etwa 12-15 Dußend Blusen wurden fagte der Verfasserin, daß sie ihre Stellung zum theil deshalb aufwöchentlich bei ihr aufgeschichtet. Eine frühere Geschäftsangestellte Bündel so unerträgliche Dünfte aufgestiegen wären, daß ihr ohnehin gegeben habe, weil beim Deffnen der von den Heimarbeitern abgelieferten geschwächter Magen zu sehr darunter gelitten habe. Selbst Ungeziefer ihren Untersuchungen an dem masernkranten Kinde einer Heims fei in den Packeten vorgekommen. Die Verfasserin selbst hat sich bei lich viele Dutzende von Trikottaillen arbeitete, war zugleich Schlafarbeiterin angesteckt. Das Zimmer, in dem die Betreffende wöchent und Wohngelaß von vier Personen, die Küche von einem Schlaf burschen besetzt, die Absonderung des Patienten außer dem Bereich der Möglichkeit. haarsträubenden Uebel ist die Verfasserin sehr bescheiden. Der Fort In ihren gesetzgeberischen Vorschlägen zur Eindämmung der die Forderung, daß diese Betriebsform gesündere Formen annehmen bestand der Hausindustrie erscheint ihr unerläßlich, aber sie erhebt foll. Das glaubt sie zu erreichen, wenn eine besondere Kategorie der häuslichen Werfftätten" in der Gesetzgebung geschaffen wird, die der Anmeldepflicht und der Gewerbe- Inspektion unterliegt. einem speziellen Abschnitt der Gewerbe- Ordnung über die Verhält Die besonderen für sie nothwendigen Bestimmungen sollen in nisse der Hausindustriellen" zusammengefaßt werden. Bedeutungss voller ist die aus dem Fabrik- und Ladengesetz in Vittoria( Australien) von 1896 entlehnte Forderung nach fafultativem Zwang bei Lohnabmachungen durch Schaffung von Lohnämtern. Den Mindestverdienft zur Beftreitung einer dürftigen Existenz berechnet die Verfasserin mit 9 M.; sie ist im großen und ganzen Regierung eingebrachten Gesetzesvorlage heißt es: Die Löhne in Aber schon in der Begründung der im vorigen Jahre von der durch die Feststellung der Arbeitslöhne zu dem Ergebniß geführt worden, der Kleider- und Wäschekonfektion sind allerdings außerordentlich daß bei einer Arbeitsdauer, wie Verdienst der Arbeiterinnen unter die Linie herabfinkt, welche wirkung der Gesetzgebung auf diesem Gebiete nicht in Aussicht ges fie im allgemeinen üblich ist, der niedrig. So beklagenswerth das ist, kann eine unmittelbare Eindie äußerste Nothdurft bezeichnet. Wer möchte da wohl den Muth nommen werden." finden, diesen objektiven Thatsachen zu widersprechen? au thun hat, als Die Aera Stumm Posadowsky, die gegenwärtig wichtigeres" Konfektionsarbeiter zu denken, wird heute noch weniger als sonst an Schutzmaßregeln für die ausgebeuteten Richtung gegenwärtig noch obenauf ist, wird auch vorläufig für die den Nothschrei dieser unglücklichen Opfer beachten. Und weil diese Beseitigung der zum Ueberdruß bekannten Uebel in der Konfektionsindustrie nichts Durchgreifendes unternommen werden. Wir haben gefehen, daß die Löhne durchschnittlich für die Saison berechnet sind. Nun sind aber diese Branchen alle großen Produktionsschwankungen unterworfen. In der Schürzenkonfektion hatten die direkt vom Geschäft beschäftigten Arbeiterinnen ca. 63/4 Monate volle Arbeit, 43 Monate halbe Arbeit und 1/2 Monat keine Arbeit. Die beim Zwischenmeister Beschäftigten hatten im Durchschnitt nicht ganz 8 Monate volle Arbeit, über 31/2 Monate halbe Arbeit und etwa 2/3 Monate teine Arbeit. Die neueste Arbeit, ein Heft des 15. Bandes der Schmoller'schen In der Blusenkonfektion hatten die direkt vom Geschäft Be Staats- und sozialwissenschaftlichen Forschungen rührt von Gertrud schäftigten im Durchschnitt reichlich 6 Monate volle Arbeit, knapp Dyhrenfurth her und enthält Untersuchungen über die haus- 3 Monate halbe Arbeit und knapp 3 Monate feine Arbeit. Die industriellen Arbeiterinnen in der Berliner Blousen-, Unterrock, beim Zwischenmeister Thätigen hatten im Durchschnitt 61/2 Monat Schürzen und Trikotkonfektion. Die Verfasserin, eine bürger- volle Arbeit, knapp 3 Monat halbe Arbeit, knapp 3 Monat teine liche Dame, hat mit einigen Recherchentinnen zusammen die Arbeit. Arbeiterinnen der betreffenden Branchen in den Häusern aufgesucht, In der Unterrock- Konfektion hatten die vom Zwischenmeister beum die Berechtigung der Forderungen der Arbeiter in engster Beschäftigten Arbeiterinnen 7 Monate volle Arbeit, 3/3 Monate halbe ziehung mit der Wohnungsfrage und den sanitären Verhältnissen Arbeit und 12/3 Monate feine Arbeit. zu studiren. Es lagen der Verfasserin die Auskünfte von 206 Arbeiterinnen vor, und zwar 117 aus der Schürzen, 56 aus der Blousens, 27 aus der Unterrock und 6 aus der Trikotkonfektion. Ferner sind 55 Personen befragt worden, die fremde Lohnarbeiterinnen beschäfs tigen: 24 aus der Schürzen, 13 aus der Blousen, 18 aus der Unterrock und 5 aus der Trifotkonfektion. statistisch unanfechtbaren Schlüffen zu kommen; immerhin laffen die Das zusammengetragene Material reicht nicht aus, um zu erforschten Thatsachen gewisse Regelmäßigkeiten in den Branchen erkennen. Was die Verfasserin über die soziale Lage der betreffenden Arbeiterschicht aufdeckt, ist nichts Neues mehr: es sind dieselben traffen Bilder des tiefen Elends, die übereinstimmen mit allen Ergebnissen der bisherigen Untersuchungen. den Jahresumsatz betrifft, so nennt. In der Trikottonfektion waren sowohl zwischenmeister als Arbeiterinnen selten ausreichend beschäftigt. Befragten gab an, immer etwas, doch nie genügend zu thun zu Etwa die Hälfte der haben; der andere Theil hatte nur während 2/2 bis 41/2 Monaten volle Arbeit. Was wird nun aus diesen Arbeiterinnen in der schlechten Zeit, wo deren Verdienst kaum in der guten Zeit zur Bestreitung der noth tommiffion für Arbeiterstatiñit giebt die tröstliche Versicherung, daß wendigsten Lebensbedürfnisse ausreicht? Der Bericht der Reichs„ besondere" sittliche Mißstände sich in der Konfektion nicht gezeigt hätten. Die Verfasserin ist indeß der Ansicht, daß die Logik der Thatsachen dem widerspricht. fei. = Soziale Rechtspflege. fann jeden Tag erfolgen", legte die Kammer VI des GewerbeEine Engagementsfarte mit dem Vermerk: Die Entlassung gerichts dahin aus, daß darin der Tag als Einheit aufgefaßt Der Gastwirth Börschmann, der seine Kellnerin P. eines wurde deshalb verurtheilt, ihr den fraglichen Tag mit 4,50 M. zu Morgens zurückgewiesen hatte, als sie die Arbeit antreten wollte, entschädigen. Der Kellner S. beanspruchte vom Gastwirth Gramt 4 M. mit Beklagten zugesichert habe. Frau Gramy bestritt, dem Kläger folgender Begründung. Er habe bei einer Hochzeit fervirt und nicht die 4 M. von dem Bräutigam erhalten, die ihm die Frau des versprochen zu haben, daß ihm der Bräutigam 4 M. geben werde. Krause führte begründend aus, selbst wenn die behauptete VerDie Kammer VI des Gewerbegerichts wies die Klage ab. Assessor halten und zwar im Zivilstreit beim ordentlichen Gericht. abredung getroffen worden wäre, hätte Kläger abgewiefen werden müssen. Denn dann könnte er sich nur an den Hochzeiter halten und zwar im Zivilstreit beim ordentlichen Gericht. Die soziale Fürsorge ist sogar auf dem Gebiete der Unfallversicherung, wo sie noch verhältnißmäßig am meisten geleistet hat, Rechnet man den großen Prozentsaz der Ehefrauen und der auf halbem Wege stecken geblieben. Diese oft von uns behauptete im Hause der Eltern lebenden Töchter ab, die einen Rückhalt an Thatsache wird durch folgenden Fall wieder einmal bewiesen. Die Die Verfasserin schildert sehr anschaulich zunächst Umfang und Gatten und Eltern haben, und sieht nur die alleinstehenden Personen, Erwerbsthätigkeit des Glasarbeiters Lahmann, der im Betriebe Methode ihrer Untersuchungen und liefert dann ein übersichtliches die ganz auf den eigenen Arbeitsverdienst angewiesen find, in verunglückt war, Bild der Produktionsverhältnisse und der kommerziellen Organi betracht, so drängt ie Lage zu der Annahme, daß zuweilen zu 50 Prozent geschäßt. Die Berufsgenossenschaft verminderte ins wurde nach beendetem Heilverfahren auf fation. Wir entnehmen daraus, daß Berlin in diesen Geschäfts- einem unfittlichen Nebenverdienst gegriffen weroen muß, um das folge deffen die Vollrente auf diese Höhe, worauf Lahmann mit zweigen die führende Stellung gewonnen hat. Im Jahre 1893 bloße Leben zu fristen... Die Sittlichkeitsvereine haben ein der Klage antwortete. Er verlangte die Vollvente; sein Anspruch bestanden in der Berliner Blousen, Schürzen, Trifot- und reiches Material darüber, wie Frauen, an denen sie arbeiten, wurde aber vom Schiedsgericht zurückgewiesen. Numinehr legte 2. Juponfonfetti. 311 Geſchäfte, während das Berliner Adreß durch einen Nothſtand zuerst auf abſchüffige Bahn gekommen find." ben Rekurs beim Reichs- Bersicherung 3 amt ein und machte das Jahre 1897 Zwischenmeisterin fagte aus, daß von ihren drei geltend, er wolle sich ja später mit 50 pet. der Vollrente begnügen, Die Gefamutzahl der Geſchool ſich ſelbſt der ber fleinen Geschäfte zeit 8 M. wöchentlich verdienen, zwei bet ihren Eltern leben, die so lange weiter gewähren, bis er das Korbflechten erlernt habe. Die ist also bedeutend gestiegen. Was Languettirerinnen, die bei zwölfftündiger ununterbrochener Arbeits- nur möge man ihm, der in bedrängter Lage sei, die Vollrente noch auf 100 000. belaufen; bei den meisten soll er sich zwischen 100- britte bei einem jungen Mann; anders ginge es nicht. Eine Feststellung eines bestimmten Grades der Erwerbfähigkeit und die bis 300 000 m. bewegen und bei einzelnen Firmen 1 Million er andere, Wittwe mit zwei Knaben, erklärte von sich selbst:" Ich Berechnung der Rente in der fragiichen Höhe könnten ihn doch reichen oder auch noch übersteigen. So sind auch diese Branchen habe mir ein Verhältniß anschaffen müssen, sonst wäre ich mit den jetzt nicht befriedigen, 100 er der Konfektion für die Unternehmer erfreulich und recht profitabel. Rindern zu grunde gegangen seinen bisherigen Beruf aufder Mann sorgt gut für sie geben und in einem fremden Beruf sich hineingewöhnen müsse. SoNicht so für die Arbeiterinnen. und mich." lange er lerne, verdiene er doch nichts. Das Reichs- VersicherungsEs war lange die landläufige Vorstellung," fchickt die Ver. Nicht klein war die Zahl der Fälle, in denen die Ver- amt unter dem Vorsitz des Herrn Friedensburg wies ihn indeffen fafferin voraus,„ daß der Typus der Konfektionsarbeiterin ein junges fasserin, welche der national- sozialen Richtung angehört, durch die ebenfalls ab, indem es von der Erwägung ausging, daß der festMädchen sei, das auf eigene Fauft nach Berlin gekommen sei, um Inanspruchnahme von privater oder Vereinshilfe für den Augen- gestellte Grad der Erwerbsfähigkeit für die Höhe der Rente die Freuden der Großstadt zu genießen. Anstatt in ein sicheres blick zu helfen suchte, viel größer aber die Zahl derjenigen Fälle, maßgebend sei und daß die jeweilige Möglichkeit, diefe Erwerbss Dienstverhältniß zu treten und den Schuh anständiger Leute auf- wo davon abgesehen werden mußte, gegen einen chronischen Noth- fähigkeit zu verwerthen, nicht berücksichtigt werden könne. Es ist das zusuchen, ziehe es vor, selbständig, d. b. frei und zügellos zu leben stand anzukämpfen und den unzureichenden Lohn durch Wohlthätigkeits- ein Grundsatz, den das Rekursgericht öfter gegenüber den Verletzten und gerathe dadurch in Noth und Verschuldung. Unter den spenden zu ergänzen. vertritt, wenn sie darüber klagen, daß ihnen, weil sie Krüppel seien, Heimarbeiterinnen haben wir die junge flotte Nähmamsell kaum Das physische, geistige und soziale Elend kommt auch die Verwerthung des ihnen noch verbliebenen Theils der Erwerbsangetroffen. An ihrer Stelle sitzt eine sorgenvolle, Zag und Nacht zum Ausdruck in den Gesundheitsverhältnissen. Von den Krank- fähigkeit sehr schwer falle oder überhaupt unmöglich sei. Die bei dem ang 10 1 grossen Brande.- na sehr in meinem Waarenhause am 1. März d. 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