Mend-Vorwarls Nr. 9 Beilage zum Vorwärts 5. Oktober 1930 MehrLugendschuh«ndLugendrecht Der Ausgang des Reichstagswahlkampfe» hat ganz unzweideutig bewiesen, daß außer bisherigen NichtWählern groß« Massen der Jungwähler, derjenigen, die nach Vollendung des 20. Lebensjahres zum ersten Male an die Urne schritten, um von ihrem höchsten staats- bürgerlichen Recht Gebrauch zu machen, ihre Stimme den Parteien der äußersten Rechten und Linken gegeben haben. Di« Jungwähler haben sich nicht tn erster Linie und in überwältigender Mehrheit für die Sozialdemokratie, für die- jenige Partei entschieden, durch deren zielbewußte Wirksamkeit diesen Wählerschichten erft das Wahlrecht gegeben wurde. Der So- zialdenwkratie, der Partei des ar- bettenden und schaffenden Volke», ging es hier nicht anders, als"'it der Einführung des Frauennvihl- rechts: sie wurde, wenn auch nicht im Stich gelassen, doch nicht in dem Maße gestützt von den Volks- kreisen, denen sie das Wahlrecht erkämpft hat, wie man gerechter- weise erwarten konnte. Das Wahlergebnis beweist aber auch, daß es die Republik nicht verstanden hat, die heranwachsend« Genera- tion für sich zu gewinnen. Große Teile der Jugend der R«> publik stehen im Lager ihrer stärk» sten Gegner, b«i den Kommunisten und Nationalsozialisten. Diese Tatsache zu erkennen bedeutet nicht, sich damit abzufinden,«e sind im Gegenteil die Ursachen iestzustellen, und dann ist für Abhilfe zu sorgen. Der Gedanke einer 5) er- aufsetzung des Wahlalters, rvie er in der Oeffentlichkeit bereits er- örtert wurde, ist völlig abwegig. Ganz abgesehen davon, daß die Sozialdemokratie getreu ihrer Ver- gangenheit und grundsätzlichen Ein. strllung dieser Maßnahme nie zu- stimmen könnt«, würde ein solcher Wahlrschtsraub die heranwachsende Generation in noch stärkerein Maße in die Arme der Rechts- und Linksbolschewisten treiben und von Republik und Demokratie entfernen. Das Ziel muß fein, die junge Generation für den neuen Staat zu gewinnen und aktiv werden zu lassen. Da ist die Frage am Platze, was die Republik bisher zur Gewinnung der Jugend getan hat. Es kann und darf nicht verkannt werden, daß in den 12 Jahren nach der Staats- umwälzirag für die geistig«, wirtschaftliche und gesellschaftliche Förderung der heranwachsenden Generation inehr geleistet worden ist, als in Jahrzehnten des Vorkriegsdeutschlabds. Achtstundentag für die Jugend, verstärkter Schutz im Arbeitsverhältnis, Schaffung von Jugendheimen, von Spiel- und Sportplätzen, Gewährung der Aer- einigungs- und Versammlungsfreiheit, Ausbau der Erholungspflege find einige der von der Republik durchgeführten Maßnahmen. Wenn auch nicht verkannt werden soll, daß die Durchführung des Grund- fatzes des in der Nachkriegszeit geschaffenen Reichsjugendwohlfahrts- gefetzes, wonach jedes deutsch« Kind„ein tstccht auf'Erziehung zur leiblichen, seelischen und gesellschaftlichen Tüchtigkeit" hat, daß die Bestimmung des Artikels 146 der Reichsverfassung, wonach„für die kin« Kalbs AAiliion erwerbslose Jugendliche gibt e» in Deutschland. Ein schweres unverschuldetes Geschick lastet auf diesen jungen Menschen. Die Sozialistische Arbeiterjugend fordert Beschaffung von Arbeit oder wenigstens ausreichende Arbeitslosen- und Krisenfürsorge für olle jungen Erwerbslosen. Du kannst diese Forderungen unterstützen, indem du Mitglied der SAJ. wirst. Aufnahme eines Kindes in eine bestimmte Schule seine Anlagen und Neigung, nicht die wirtschaftliche und gesellschaftlich« Stellung seiner Eltern" maßgebend sein sollen, noch nicht durchgeführt, Immer noch erstrebenswerte Ziele find, so steht doch der ungeheure Fortschritt gegenüber dem Vorkriegsdeutschland fest. Die Kon» statierung dieses Fortschritts genügt jedoch keineswegs zur Gewinnung der Jugend für de» heutigen Staat, für die demokratische Republik Die Jugend neigt nicht sehr stark zur Erforschung des Gewese- nen, sie ist in die Gegenwart hin- eingestellt und verspürt mit un- geheurer Stärk« die sie bedrücken- den Nöte. Die Not der Jugend ist heute— insbesondere infolge der allgemeinen Wirtschaftsdepression — trotz besserer Sozialgesetzgebung größer als in der Vorkriegszeit. Es fei nur darauf hingewiesen, daß heute die ihre Lehrzeit beendenden Jugendlichen fast restlos auf die Straße gesetzt werden. Durch die Notoerordnung der Bllrgerblock- regierung Brüning-Dietrich-Trevi» ranus wurde Jugendlichen, die das 17. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, die Erwerbslosenunter- stützung, den Ausgesteuerten unter 21 Iahren die Krisenfürsorg« ge- nommen. Wie deprimierend sich dies« Maßnahmen aus den jungen Menschen auswirken, kann nur der ermessen, der täglich mit ihnen zu- sammenkonimt. Will d i« Republik die Jugend für sich gewinnen dann muß sie ihr wenigstens den unbedingt notwen. digen Lebensraum ge- fetzlich sichern. Welche Mlindestansprüchesindzur Gewährung dieses Le- bensraumes für die'Iu- gend zu fordern? Vor allem find die von allen Jugendver- bänden ohne Unterschied ihrer Weltanschauung vertretenen sozial. politischen Jugendschutzforderunge» des„Reichsausfchusses der Deut- schen Jugendverbände" gesetzlich festzulegen: 1. Grundsätzliche Ausdehnung der Schutzbestimmungen für Lehr- linge nnd jugendliche Arbeiter und Angestellte auf das Alter vom 14. bis zum vollenieten 18. Jahr«; 2. 3 Wochen bezahlte Ferien für erwerbstätige Jugendliche (einschließlich Lehrlinge) unter 16 Iahren und 2 Wochen bezahlte Ferien für erwerbstätige Jugendliche(einschließlich Lehrlinge) zwischen 16 und 18 Iahren: 3. Festsetzung einer Arbeitswoche von höchstens 48 Stunden einschließlich des Fachunterrichts und der Zeit, die für Auf» räumungsarbeiten bcapfprucht wird: 4. Beginn der sonntäglichen Arbeitsruhe mit Soimadend- mittag oder Gewährung eines freien Nachmittags in der Woche: S. Festsetzung ausreichender Arbeitspausen: 6. Verbot der Nachtarbeit für Jugendliche bis zu 18 Jahren. Darüber hinaus ist mit Nachdruck dafür einzutreten, daß die von der Reichskonferenz des Verbandes der Sozialistischen Arbeiter- lügend Deutschlands zu Ostern ISZst in Lüneburg aufgestellten Für- Gerungen zur Durchführung gelangen, die sich durchaus im Rahmen des heute Möglichen bewegen: 1. Wiedereinführung resp. Einführung der Erwerb». lofensiirsorg« und Krisenunterstützung für Jugendlich« unter 21 Jahren; 2. Verabschiedung eines Arbeitsschutzgefetzes, das den allgemeinen Jugendschutz, die Arbeitszeit und Urlaubsfrage ent« sprechend den vorgenannten Forderungen des Reichsausschusses der Deutschen Jugcndverbänd« gesetzlich regelt; 3. Verabschiedung eines Berufsausbildungs« g e s e tz e s, das unter Berücksichtigung der Abänderungsvorschläge der freien Gewerkschaften und des Reichsausschusses der Deutschen Jugendverbände die gesetzliche Grundlage für eine gründlich« und moderne Ausbildung der erwerbstätigen Jugend fchofst; 4. Durchbrechung des Bildungsmonopols der Besitzenden durch Ausbau des öffentlichen Schulwesens unter Berücksichtigung der Bestimmungen des Artikels 146 der Reichs- v-rfafsung: S. Förderung aller Bestrebungen zur Schaffung einer Er- holungssürsorg« erwerbstätiger Jugendlicher durch Reich, Länder und Gemeinden; 6. Bereitstellung ausreichender Mittel zur Förderung der Jugendpflege durch Länder und Kommunen; 7. Förderung des Baues von Jugendheimen mit dem Ziel, doh fede Gemeinde mindestens«In Jugendheim besitzt. Dt« Durchführung dieser Mahnahmen muh Hand In Hand gehen mit der Republtkanisierung des gesamten Schulwesen». Der staats- bürgerkundliche Unterricht, sowohl In den Berufsschulen als auch in den höheren Schule», muh tn Einklang stehen mit Sinn und Geist der Verfassung, was heut« leider nicht in allen Schulen der Fall ist. Nur allzu häusig Ist auch heut« noch zu verzetchMtv. dah insbesondere an den höheren Schulen der Lehrkörper stör«»»«tt r»cht�«rlchtet«n als mit versassungstrencn Organisationen sympaihisiert und sie, wo irgend möglich, zu fördern sucht. Diese Maßnahmen in ihrer Gesamtheit sind dazu angetan, der heranwachsenden Generation zu zeigen, daß der neu« Staat für ihre Nöte Verständnis ausbringt und si« abzustellen sucht. Als Sozia» listen dürfen wir uns jedoch nicht ausschli«bllch darauf beschränken, für die gesetzliche Festlegung dieser Forderung zu wirken. Die Sozialdemokratie und die sozialistischen Jugendorganisationen sehen in der heutigen demokratischen Republik nicht die lctztmvgliche Ge- staltung gesellschaftlichen Zusammenlebens. Ihr Ziel ist die Er» reichung der sozialistischen Gesellschaft. Di« Nationalsozialisten und die Kommunisten haben in stärkstem Maße unter der Jugend An- hängerschast gesunden, indem sie sich in ihrer Agitation aus die psychologische Eigenart der Jugend einstellten. Es war nie der Vorzug der Jugend, für kleine Augenblickserfolge die ganze Kraft und die ganze Persönlichkeit in die Waagschale zu wersen. Die Jugend will nicht nur den Augenblickserfolg, sie will das Ziel sehen, für das es zu streiten gilt. Dem„Sowjet-Deutschland" der Kom- munisten, dem„Dritten Reich" der Nationalsozialisten gilt es von der Sozialdemokratie und von den sozialistischen Jugendorganisationen bei der Werbung Jugendlicher unser sozialistisches End» ziel entgegenzustellen. Di« sozialistische Idee, das zeigt fich immer wieder, hat an Schwungkraft und Werbekrast unter der Jugend nicht verloren. Es kommt darauf an, dos Ziel aufzuzeigen, um das es zu kämpfen und sein ganzes Leben dafür einzusetzen lohnt, dann wird die sozialistische Bewegung ihre von den Gegnern viel bewunderte Schlagkraft erhalten und die Bewegung der Jugend und der Zukunft sein. Unter diesen Parolen, mit diesen Forderungen geht dl« Sozia» listische Arbeiterjugend in ihr« Werbewoch« vom 5. bis 12. Ok» tober. Sie fordert die Jugend auf, mit ihr und in ihren Reihen für«ine Besserung der Gegenwart und für eine gerechte Zukunft zu kämpfen— nicht durch Phrasen und Maulheldentum, sondern durch nüchterne Kleinarbeit, die allein ein« Aenderung vorberekte» und herbeiführen fann. Hinein in die 621 9.1 Bruno Lösche. Wir werben für die Internationale! Zum Iniernationalen Lugendtag am 6. Okiober. E» Ist ein gutes Zeichen für die Lebenskraft der Sozialistischen Jugendtnternationale, wenn stc alljährlich die angeschlossenen Land«». Verbände auffordert, einen Tag— den ersten Sonntag im Oktober— in den Dienst ihrer Sache zu stellen. Dies« Aufforderung gewinnt Immer größere Bedeutung, da sie jedesmal mehr darauf abzielt, auch das letzte Mitglied der sozialistischen Jugendbewegung für den Dienst an der internationalen Idee zu gewinnen. Für den Verband der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands kommt hinzu, daß «r diesmal mit dem internationalen Kampftag sein« alljährliche Werbewoche verbundcn hat. „Proletarier aller Länder vereinigt euch!" lautet heut««rst recht unsere Parole. Niemand ist«In begeisterterer Slnhänger dieser«rsten Forderung des internationalen Sozialismus als di« arbeitende Jugend, und niemand wird dieser Parole mehr Folg« leisten als die Jungen, die während des letzten Krieges ge- boren wurden, im Elend aufwuchsen, deren Ernährung schlecht und dürftig war, und die die Arbeitslosigkeit der Eltern und Angehörigen, sowie di« eigene Not der Berufswahl kennen lernten. Di« Pionier« der ersten Arbeiterinternationale sprachen für die Jugend unserer Zeit, als str 1864 in der von Karl Marx verfaßten„Jnaugural» adreffe der internationalen Arbeiter-Affociation" zum Kampf gegen di« Kinderarbeit aufforderten. „Jedoch der aufgeklärte Teil der Arbeiterschaft versteht voll» ständig, daß die Zukunft seiner Klasse und damit die der Menschheit durchaus von der Ausbildung der werdenden Generation abhängt. Er weiß, daß vor allem anderen die Kinder und jugendlichen Ar» bester vor den erdrückenden Wirkungen des gegenwärtigen Systems geschützt werden müssen. Dies kann nur bewirkt werden durch die Verwandlung sozialer Vernunft in soziale Gewalt, das heißt unter den gegebenen Umständen durch keine andere Methode als allgemeine Gesetze, durch gesetzliche Macht des Staates." Während 1864«ine verhältnismäßig kjein« und organisatorisch ungeschulte Bewegung dies« weittragende Forderung zu ihrer eigenen machte, stehen heute Millionen organisierter Arbeiter und Angestellten hinter dem Programm des Sozialismus, und nicht zuletzt sind dabei die Hunderttausend« von Lehrlingen und Jugendlichen, die sich bereits in jungen Jahren zur roten Fahne bekennen. Waren die Kinder und jugendlichen Arbeiter vor 70 Jahren auf di« Tatkraft und Er» kenntnis mutiger Vorkämpfer angewiesen, so stehen sie heul« selbst In Reih' und Glied, um an der Verwirklichung ihrer Forderungen zu arbeiten. Die Aufklärungsarbeit der sozialistischen Bewegung hat der zunehmenden Verelendung und Gleichgültig»«!! der arbeitenden Jugend siegreich«ntgcgengewirkt, und die erst« Folg« war das Aufblühen der sozialistischen Jugendbewegung, die sich bald ihr» international« Kampforganisation schuf. War der Inhalt der Jugendintenwtional« vor dem Ärieg««in überwiegend sozialer und bildender, so erhielt er nach dem Krieg« «ine stark« politische Ergänzung. Vor allem trat der Kampf um den Frieden als wichtige Aufgabe in den Vordergrund. Und wie der Friedenswille dl« arbeitend« Jugend In der gesamten Sozia- l> st Ischen Jugendtnternationale zusammenführte, wird auch die gemeinsam« Ablehnung der faschistischen und nationalistischen Gefahren die Solidarität noch weiter festigen. Aber nicht die poli- tischen Gefahren sind entscheidend für den Zusammenschluß der sozio» listischen Jugendverbände, sondern maßgeblich ist der gemeiname Wille, mit einheitlichen Kräften zum sozialen und kulturellen Aufbau einer neuen Ordnung in der Welt beizutragen. Wer sich di« praktische Arbeit der Sozialistischen Jugend- internationale vergegenwärtigt, wird finden, daß ihre Stärke In der Fähigkeit besteht, bleibende und praktische Wert« zu schaffen So ist aus den allgemeinen Jugendschutzsorderungen der Vorkriegszeit«in klares Programm mit großer Bedeutung für die Gegenwart entstanden. Der Internationale Gewerk- s ch a f t s b u n d bekennt sich zu ihm ebenso wie die Sozia- listische Arbeiterinternationale. DI« Resolutionen vergangener Jahr« über die international« Verbundenheit der Jugend sind abgelöst worden mirch die erhebenden Jugendtage, die nicht nur die Funktionäre aus den Ländern, sondern die Massen der Mit- glieder aus den Verbänden zusammenführen. Aus das Zeltlager 1926 in Amsterdam mit 5000 Teilnehmern folgt der Wiener Jugend- tag 1929 mit 50000 Demonstranten. Zu diesen Leistungen gesellen sich dann noch viele Grenztrefsen, Auslandsfahrten und Länder- treffen, wie zum Beispiel der skandinavische Iugendtag in Kopen- Hägen. Jede Veranstaltung ist ein Zeichen des organisatorischen gort- schritts. Dann gibt«s noch die Sitzungen des Büros, di« Tagungen ____________.. r■■ der Exekutive, die Ansprachen und Sommcrschukn, die wichtig« Steine im Mosaik internationaler Jugendarbeit sind. Aus diese Weise sördert dl« arbeitend« Iug«nd selbst den Abbau trennender Grenzen, feindlicher Vorurteile und gefährlicher Frenid- helt. Diese Kleinarbeit unter der Jugend ist«in bedeutsamer Teil der Verständigungspolitik der Arbeiterklasse. Sie verdrängt und er» setzt dl« unsicheren diplomatischen Bündnisse und setzt an ihre Sielle die kriegverhindernde Organisation der Internationale. Am L. Oktober wirbt also die sozialistische Jugend sür ihre Internationale. Sie wird diese Werbung unablässig fortführen, denn noch stehen Millionen junger Proletarier außerhalb der'ozia- listischen Iugcndoerbände. Ebenso fehlt manches Land in der Jnicr. nationale, sa, nicht einmal die Organisation sür die arbeitende Jugend Ist vorhanden. Die Jugend ist aber ein« Bewegung. Sie sucht nach neuen Idealen und sindet sie teilweise in den Parolen der faschistischen und kommunistischen Parteien. Sie geht aber einig mit der Sozia- listischen Iugendinternationale In der Ablehnung des kapitalistischen Wir wollen vorwärts gehen! ?«r �eichswerbewoche der SA), vom 5. bis 12. Oktober. Wir kommen aus der Dämmerung mühsam herauf zum Lichte. Der Weg ist steil: doch wir sind jung: uns lehrte die Geschichte. Sie haben's uns nicht leicht gemacht, die Herrn von Gottes Gnaden. Borbet ist ihre hohle Pracht: Nur immer fort mit Schaden. Zu knebeln waren sie erpicht der Freiheit stolze Tugend. In Ketten schmieden läßt sich nicht das frei« Bolk der Jugend. Die Freiheit unsre Lebensluft: wir solgen dem Pamere: wir treten an. wenn sie uns ruft, der Freiheit Grenadiere. Wir haben über Meer und Land der Einheit Band geschlungen: so reicht die Jugend sich die Hand: so reden wir in Zunge». So stürmen wir mit Frohgesang dl« engen Landesgrenzen: so werden wir bei Liederklang der Freiheit Bild bekränzen. Uns sindet jede Stunde neu: das soll uns niemand wehren: doch woll'n der Väter Erbe treu wlr halten und oermehren. Wohlan, wir wollen vorwärts gehn; wie lebensmut'ge Streiter den auferlegten Kampf beftehn, der Zukunft Wegbereiter. Jürgen Brand. Wirtschaftssystems und will sozialen Schutz und soziales Recht. Auf- gab« der sozialistischen Jugendoerbände ist es daher, dl« gesamte Jugend davon zu überzeugen, daß nur der demokratische Soziali?- nms in der Welt die Ablösung des Kapitalismus vornehmen kann. Uns leiten für diese Arbeit die Lehren unserer großen Vorkämpfer. Von ihnen haben wir gelernt, daß nur der organisierte, politisch und gewerkschaftlich geführte Kampf auf die Dauer sich durch. setzen wird. Quäwix Diederich. Nie erste Enttäuschung. Der kleine Paul war das einzig« Kind eines armen Ehepaares. Sein« Eltern hatten ihn sehr gern und bemühten sich, Hunger und ander« Entbehrungen von ihm fernzuhalten. Aber trotzdem ging es ihm schlecht: die Not begleitet« ihn durch seine ganzen Kinderjahre. Der Vater war oft arbeitslos, und die Mutter, die Heimarbeit ver- richtete, verdiente nur wenig. Mit der den Kindern der Not eigentümlichen Frühreife hatte der kleine Paul bald der Eltern Sorge um fein Wohl erkannt und - sich darum vorgenommen, seine Wünsche stets zu unterdrücken. Wenn ihm dies auch schwer fiel, zumal ihn die Auslagen der Lebensmittelgeschäfte immer wieder wie inognetisch anzogen, so daß er sich oft stundenlang, indes ihm das Wasser im Munde zusammen- ' rv.- ri-y lief, an deren Erkers cheibcn die Nase platt drückte, sc blieb er do'4 seinem Vorsatz treu. Allein die ständige Unterdrückung seiner Wünsche entseflelte Ii? ihm langsam die wilde Natur. Eines Tages stand er wieder vor den Auslagen eines Geschäfts, in dem reger Betrieb herrschte. Eine Taiel Schokolade, die ganz vorn an der Tür ausgelegt war, zog den Knaben besonders an. Sein Herz begann laut zu pochen. „Ach, wenn ich die hätte!" seufzt« er und schluckte den Speichel hinunter, der sich im Mund angesammelt hatte und der ihm köstlich zu schmecken schien. „Wenn ich mir die gewaltsam verschafste? fuhr es ihn: durch den Kopf, und ehe er darüber nachgedoc!)« hatte, befand er sich iin Innern des Ladens, der mit Käufern angefüllt war. Niemand beaciftet« den kleinen blassen Jungen. Hinter einer umfangreichen Frau, in der Nähe der Auslaxen, nahm er Deckung. Leise und ängstlich schob er nun die Rolltüre, die vor de»» Auslagen angebracht war, zurück, dann— fünf Finger und eine»» Griff, und schon war die Tafel in seinem Besitz... Zugleich sprang er wie gehetzt aus dem Laden, in der.Hand die köstliche haltend... Nachdem er einige Straßen durchrast hatte, blieb er ateinlo» an«mein stillen Neubau stehen, betrachtete glückstrahlend sein« Beute... Dann riß er ihre Umhüllung herunter. Da verzerrte sich sein Gesichtchen, denn nicht die ersehnte Schoko- lade kam zum Vorschein, sondern ein elendes Stück Holz. Traurig warf er es weg. Sein Wunsch, einmal ein« Tafel Schokolade zu besitzen, war nicht in Erfüllung gegangen. Und er hätte doch gerne einnwl eine gehabt. Nur einmal. llermann dlöll, Lohntüte, Gehaltszettel und Lehrlinge. Seit«inigen Tagen bekommt unser Stift eine Lohntüte in die Hand gedrückt und freut sich über seinen„Verdienst". Im Kauf» männischen ist man etwas seiner, da gibt es keine Lohntüten, son« dern Gehaltszettel. Fein säuberlich hat der Werkstattfchreiber, das Lohnbüro oder gar der Ehcf das Geldbeutelchen selbst ausgefertigt und„gefüllt". Habt ihr schon mal überlegt, wenn da auf der Tüte oder dem Zettel steht: Abzüge: Invalidenversicherung, Angestelltenoersicherung, Krankenkasse, Arbeitslosenversicherung usw., was das bedeutet und ob diese Abzüge richtig gemacht sind? Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, welche Art Sozialversicherungen für euch als Lehrling« in Frage kommen? Die paar Zeilen hier können euch nur in groben Umrissen dl« Versicheningen auszeigen, die der gewerblich« und kauimüimisch« Lehrling zu beachten hat. Benutzt die Gelegenheiten zur näheren Information, wenn in euren Gewerkschaften über die verschiedenen Zweige der Sozialversicherung gesprochen wird. In den(Bemerk- schasts« und Parteizeitungen erscheinen Artikel über diese Fragen, lest sie, ihr habt den Vorteil davon. Wer ist versicherungspslichtig? In der Kranke nversiche- r u n g alle gewerblichen und kaufmännischen Lehrlinge. Irgend- welche Klauseln in der Lehlingsvergütung. auch das Alter spielen dabei keine Rolle. Die Beiträge zahlt zu einem Drittel der Lehrherr und zu zwei Dritteln der Lehrling. Wird weder Bärlohn gezahlt noch Kost und Logis gewährt, so muß der Lehrherr den vollen Bei- trag leisten. Selbstversicherung kommt nur bei solchen Lehrlingen In Frage, die im elterlichen Betrieb beschäftigt werden. Kankenver» sicherungsrci ist kein Lehrling. In der Invalidenversicherung sind die gewerblichen Lehrlinge versicherungspflichtig, die in der Woche mehr als zwei Mark Barentschädigung erhalten. Als Barentschädigung ist anzu- sehen: Lohn— Kostgeld— Erziehungsbeihilfe. Auch hier spielt das Alter keine Rolle. Lehrlinge mit weniger als zwel Mark EntsthM- gung sowie kaufmännische Lehrlinge sind nicht versicherungspslichtig. Zu den Beiträgen muß der Lehrherr und der Lehrling je die Hälft« tragen. Sofern die Entschädigung niedriger als sechs Mark die Woche ist, hat der Lehrherr die vollen Beiträge zu leisten. Selbst- Versicherung in der Invalidenversicherung ist bei den Lehrlinge» mög- lich, die ein geringfügiges Taschengeld von weniger als zwei Mark erhalten oder mit Kost und Logis entschädigt werden. Im letzteren Falle muß der Lehrhcrr die Hälfte der Beiträge, da diese als Lach- leistungen mit mehr als sechs Mark zu bewerten sind, zahle». Die Angestellte n Versicherung. Kaufmännische Lehr- linge in Büro- und Handelsbetrieben sind ohne Rücksicht aus ihr Alter versicherungspflichtig, sofern ihre Entschädigung zehn oder mehr Mark im Monat beträgt. Ist die Entschädigung niedriger, so sind sie versicherungsfrei. Praktisch dürften diese Fälle wohl kaum eintreten, da die Lchrentschädigungen in der Regel über diesen Satz liegen. Sollte es doch hier und da der Fall sein, so ist es ratsam, der zuständigen Angestelltengewerkschaft sofort davon Mitteilung zu machen. Die Beiträge zur Angestelltcnversicherung hat der Lehrherr in voller Höhe zu entrichten. Bei der Seibstverficherung liegen die Dinge genau so wie in der Invalidenversicherung. Der Unfallversicherung müssen all die Lehrlinge ge- meldet werden, die in Betrieben beschäftigt sind, die der staatlichen Unfallversicherung unterliegen. Die Beiträge dazu hat der Lehrherr in voller Höhe zu tragen. Will sich ein Lehrling gegen Unfall selbst versichern, so ist da» seine private Angelegenheit. Nun noch die Arbeitslosenversicherung. In dieser Versicherung sind alle Lehrlinge versicherungs p f l i ch t i g, die über 17 Jahre alt sind. Versicherungs frei sind alle Lehrlinge unter 17 Jahren. Lehrlinge, die einen schriftlichen Lehrvertrag von mindestens zwei Jahren aufweisen können, sind bis auf die letzten zwölf Monate der Lehrzeit versicherungsfrei. Es muß jedoch vom Lehr- Herrn die Befreiung von der Arbeitslosenoerficherungspflicht beim zuständigen Arbeitsamt durch die kassierende Krankenkasse beantragt und genehmigt sein. Praktisch kommt dieser Fall nur bei sehr langen «der spät angetretenen Lehrverhältmssen in Frage. Die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung werden je zur Hälfte vom Lehrherrn und Lehrling getragen. Wird keine Barentjchädigung gezahlt, so trägt der Lehrherr die vollen Beiträge. Selbstverficherung ist bei der Arbeitslosenversicherung ausgeschlossen Da es sich bei den obigen Ausführungen nur um die wichtigsten Bestimmungen der für den Lehrling in Frage kommenden Sozial- Versicherungen handelt, wird man gut tun, in allen Zweifelsfragen sofort seine gewerkschaftliche Organisation zu Rate zu ziehen. Auch die Berufsberatungsstellen der Arbeitsämter stehen den Lehrlingen und deren Eltern in dieser Angelegenheit zur Verfügung. Max Scharlstädt. Aus der Bewegung Herbstveranstottvngen per Sozialistischen Arbeiterjugend. Wie alljährlich, so sind auch diesem Herbst einiae wichtige Tagungen des. Verbandes der SAI. in feinem Reichsferienheim, Fried: ich Ebert-Heün Tännich. Nach eineui Beschluß der letzten Hauplvorstandssitzung ist die nächste Sitzung des Reichs- ausfchufses am 14. Oktober. Die vorläufige Tagesordnung ist: 1. Bericht über den Stand der Organisation. 2. Bericht über die Zeltlager 1930 3. Zlibeitsplan 1931. 4. Reichsfugendtag und Reichs zelllager 1931. 5. Redaktionsfvogen. 6. Friedrich-Ebert-Heim. Im Anschluß an dt« Reichsausschußsitzung ist die Bezirks» l<«tterausfp räche und zwar sind vorgesehen die Tage vom IL. bis Z7. Oktober Der Hauptoorstand hat für diese Tagung den folgende» Arbeitsplan in Aussicht genommen: 1. Ursachen der Veränderungen in der Jugenderziehung. Referent: Professor Dr. Weniger- Altona. Z. Di« deutschen Jugcndverbände in der Gegenwart. Referent: Hermann Maaß-Betlin. 3. Unsere Aelterenarbeit. Referent: Erich Ollen hau er. 4. Di« Ausgestaltung unserer Arbeit auf dem Gebiet des Sports, Spiels und Wandern?. Referent: Fritz L i st. Auf diesen beiden Veranstaltungen werden sehr wichtige Gegen- wartsfragen der sozialistischen Jugendarbeit besprochen. Aus der Zugend-Znternaiionale faschistische Methoden in Polen Die polnische Regierung hat am 19. September eine Reihe von sührendeu Vertretern der Opposition, vor allem auch die führenden Genossen der sozialistischen Bewegung Polens verhaftet. Unter den Verhafteten befinden sich auch der Vvrfitzende der polnischen s o z i a- iistifchcn Jugendorganisation, der Genosse D u b o i s (der Anfang August als Leiter einer Jugeuddelegation in Berlin war und bei der Antikrieaskundgebung im Lustgarten eine Ansprache gehalten hat), und der Vorsitzende der polnischen sozialistischen Stüde u t.enorganisation, der Genosse E> o l k o s z. Das Sekretariat der Sözialsstifchen Iugendinternationale hat sofort nach dem Bekanntwerden der Verhaftung der polnischen Jugcndorgani- fation ein« Solidaritätskundgebung zugehen lassen, in der es unter anderem heißt: „Wir haben seit langem den Kampf der polnischen Partei- und Ju g e n d ge n o s s e n für die Demokratie mit großer Anteilnahme verfolgt, und in diesem Augenblick, da Pilsudski offen dazu übergeht, die Oppofitio» mit faschistischen Mitteln anmgretfen, erfüllt uns der heiße Wunsch, daß es unseren polnischen Genossen trotz dieser neuen Erschwerung ihres Kampfes gelingen möge, der Sache der Demokratie zum Siege zu verhelfen. Wir bitten euch, den Genossen Dubois und Ciolkofz unsere herzlichsten Grüße zu übermitteln. Wir wissen, mit welcher Leiden- kchaft sie für die Sache der Demokratie und des Sozialismus ge- fochten haben, und es ist unser Wunsch, daß sie in dem Augenblick, da ihnen ein faschistisches Regime die persönliche Freiheit raubt, erfahren, daß die sozialistische Jugend der ganzen Welt auf ihre? Seite steht. Wir haben die sozialistischen Jugendoerbände aufgefordert, dt« Kundgebungen, die aus Anlaß des Internationalen Jugcndtages am 3. Oklober veranstaltet werden, gleichzeitig auszugestalten zu Protestkundgebungen gegen das Vorgehen der sojchistische» Regierung in Po le n. Eine solche Ver- bindung des Kampfes gegen den Krieg mit dem Kampf gegen den Faschismus erscheint uns deshalb auch besonders notwendig, well ein Sieg der Diktatur in Polen nicht nur die Entwicklung der Arbcfterktasse Polens, sondern auch in hohem Maße den Welt- frieden gefährdet." Der Verband der Sozialistischen Arbeiter» jagend Deutschlands schließt sich dieser Solidaritätskund- gebung an. Die deutsche Arbeiterjugend wird auf ihren Ver- anstaltungen am Internationalen Jugendtag bekunden, daß sie sich mit den polnischen Sozialisten eins weiß in' ihrem bedeutungsvollen, schweren und opferreichen Kamps für Demokratie, gegen Faschismus. Verüdtbrrung deutscher mit französischer Arbeiterjugend. Auf Einladung des französischen sozialistischen Jugendverbandes nahm«in« Delegation des Verbandes der Sozialistischen Arbeiter- jugend Deutschlands teil an der zweiten Studiemvoche der„/eunez .S<«iaIiM" in Lille. Es war das erstemal, daß nach dem Kriege deutsch« Arbeiterjugend in Lille ofstziell empfangen wurde. Hier im ehemaligen Kriegsgebiet, wo noch nicht olle Spuren des Krieges verwischt sind und noch der Haß in der Bevölkerung wohnt. Unsere Anwesenheit und Teilnahme an großen Kundgebungen für die Ver» ständigung der Völker ist ein Beweis dafür, daß die Arbeiter Frank- reichs die international« Verbundenheit des Proletariats erkannt haben. Das Zusammensein mit den französischen Genossen bot uns Gelegenheit, die Eigenart des französischen Jugendverbandes und der Partei, französische Menschen und Lerhöltnijse aus nächster Nähe kennenzulernen. Die französssche Jugendorganisation„leunez Sozialist" ist in ihrem Wesen gänzlich anders als unsere Organi- sation. Wandern und Jugendleben in unserem Linne ist dort un- bekannt. Ausschließlicher Inhalt der französischen Organisation ist politische Diskussion und Weiterbildung. Diese stark« politische Arbeit findet ihren Niederschlag in dein Durchschnittsalter der Ver- bandsmitglieder. das 29 Jahre beträgt. Mädel werden sehr wenig erfaßt. Zum Beispiel zählt die Ortsgruppe Lille 799 Mitglieder, davon 29 Mädel. Sozialistische Erziehungsgrundsötze, Fragen der Lebensgestaltung spielen im französischen Verband eine untergeord» nete Rolle. Er unterscheidet sich durch nichts von den Parteigruppen. Herzlich war die Begrüßung und die Aufnahme, die uns unsere französischen Genossen zuteil werden ließen. Wir sahen uns die Stadt an. Zlbends fanden wir uns als Genossen zusammen. Beim Denkmal, das den Opfern des Weltkrieges gewidmet ist und sich wuchtig vor einem zerschossenen Haus erhebt, hietten wir eine kleine, aber eindrucksvolle Friedenskundgebung ab. Jung« Arbeiter aus zwei Ländern, die sich vor sechzehn Jahren als unversöhnliche Feinde gegenüberstanden, scnkten ihr« unrslorte» roten Fahnen vor dem Monument der Gefallenen mit der Inschrift:„Sie starben für den Frieden!" Herzlich empiangen wurden wir von der Liller Stadtverwaltung, an deren Spitze als Oberbürgermeister der Genosse Roger Salengro steht. In den Abendstunden nahmen wir teil an einer imposanten Arbeiterkundgebung, die abgeschlossen wurde mit dem Lied„Dem Morgenrot entgegen". Dann begann die Arbest. Es wurden Vorträge gehalten über Grundfragen des Sozialismus, den Aufbau der sozialistischen Orga- ntsationen(Gewerkschaften, Partei, Jugendverband). Daneben waren Besichtigungen von Einrichtungen der Arbeiterbewegung und von Werken der' sozialistischen Stadtverwaltungen Lille, Roubaix und Mauscron. In diesen Tagen des geistigen Schaffens wurde uns bewußt, daß unsere französischen Genossen zielklare und plan» mäßige Aufbauarbeit im Sinne des Sozialismus leisten. Den Beschluß der Schulungswoch« bildeten Kundgebungen im Theater„Sebastopol" in Lille, auf der Genosse Salengro und der Führer der deutschen Delegation. Genosse Wemhöner aus Köln, Ansprachen Hielten, die von den Gesängen der Jnteinationale. des Roigardistenmatsches und dem Film„40 Jahre Weltfeiertag" umrahmt wurden, und im Wald von Phalampienne, an der außer den sranzösfschen und deutschen auch belgische Genossen teilnahmen. Auf dieser Waldkundgebung sprach der Generalsekretär der sozialistischen Partei Frankreichs, Äenosse Paul Faure. Wir verließen Lille und unsere französischen Genossen mit dem Gefühl, im Dienst der Völkerversöhnung und des internationalen Sozialismus eine Arbeitswoche und sestliche Höhepunkte erlebt zu haben._ W. W. Valkankonferenz der sozialistischen Ingendvcrbände. Das Sekretariat der Sozialistischen Iugend-Jniernational« hat die sozialistischen Iugendverbände und die der Sozialistischen Arbeiter-Internationale angeschlossenen Parteien in den Balkan- ländern.zu einer Balkankonserenz eingeladen. Die Konferenz wird ii» Anschluß an den Verbandstag der bulgarischen Äigend- organisation und an den sozialdemokratischen Parteitag am 29. Ok». tober in Sofia stattfinden Behandelt werden u. a.-die Ausgaben der sozialistischen Jugendbewegung auf dein Balkan, die Kriegs» gesahren auf dem Balkan. Die Sozialistische Iugend-Inteniationale wird auf dieser Konserenz durch ihren Vorsitzenden, den Genossen Kärl Heinz-Wien, vertreten sein.