Mr. 62. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 wt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit tauftrirter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft- BettungsPreisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Just a moder Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel getle oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Amt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Dienstag, den 15. März 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Bentrum und Polenbewegung in lichkeit zu säen, das gute Verhältniß beiber zu einander zu stören. Personen oder Eigenthum angegriffen habe, und ferner Organisirung daß der„ Katolik" bestrebt sei, Mißtrauen zwischen Volk und Geist siehung des Militärs, so lange nicht das Volk wirklich Oberschlesien. Die Geistlichkeit verwahrt sich gegen den Vorivurf, daß sie das Volk zu germanisiren und seine ererbten Sitten zu ändern trachte; fie " " einer Bürgertommission zur Aufrechterhaltung Aus dem oberschlesischen Industriebezirk wird uns geschrieben weist die Anmaßung" des Katolik" zurück, der sich„ erdreiftet" der Ordnung und Beschwichtigung des Boltes. Die StadtDie oberschlesische Polenbewegung ist im Unterschiede von der habe, sich in innere kirchliche Angelegenheiten au mischen und verordneten- Versammlung trat darüber sofort in Berhandlung und nach Polenbewegung in den Provinzen Posen und Westpreußen jüngeren firchlich liturgische Vorschriften zu kritisiren gewagt habe, einigen Stunden beschied der Vorsteher die Deputation: die StadtDatums. Oberschlesien hat eine total andere historische Stellung der sogar das Volk ermuntert habe, sich über seine Geistlichen, als jene beiden Provinzen, indem es bei den Theilungen Polens mit denen es nicht zufrieden sei, beim Bischof zu beschweren. Sie verordneten- Berfammlung habe sofort Mitglieder an den Gouverneur, nicht in betracht tam. So lange der Unterricht in den ober- flagen den„ Ratolit" an, daß er durch die Verhegung des Volkes gegen an den Oberbürgermeister und den Polizeipräsidenten abgeordnet, Schlesischen Volksschulen polnisch war, brauchten sich die Oberschlesier den Klerus das Wachst hum der Sozialdemokratie um dort im Sinne der von den Bürgern gestellten Forderungen auch nicht über Germanisation zu beklagen. förbere. Sie verweisen auf die durch sie erfolgte Gründung der thätig zu sein. Die angegangenen Behörden, auch die Minister, Mit der behördlichen Germanisirung begann erst die Polen Gazeta Katolicka" als einen Beweis dafür, daß sie polnische Sitte gaben fämmtlich sehr beruhigende Zusicherungen und sprachen sich bewegung in Oberschlesien. Vor dreißig Jahren wurde der heute und Sprache schätzen. zu einem schon einflußreichen Blatt gewordene Ratolit" gegründet. Das Hauptinteresse an dieser Erklärung hat für uns der der namentlich auch für Einführung der gewünschten Bürgerwache aus. Die Träger und Leiter der Bewegung waren Lehrer und Geistliche, Ratolit"-Partei gemachte Vorwurf, daß sie langsam aber sicher Man glaubte nun, daß das Militär nicht mehr, die Massen provobesonders die legteren, und unter ihnen besonders die jüngeren das Wachsthum der Sozialdemokratie fördere". Glemente, die Rapläne, die eigenthümlicherweise in der ober- standen ist dieser Saz natürlich falsch und der in ihm enthaltene tam, wurden wieder Truppen- Abtheilungen aus dem Schloßportal vorWörtlich ver- zirend, die Straßen und Pläge durchziehen werde; als jedoch der Abend schlesischen Bevölkerung oft mehr Einfluß haben als die Pfarrer. Vorwurf gegen den Katolit" ungerechtfertigt. Und doch enthält tam, wurden wieder Truppen- Abtheilungen aus dem Schloßportal vorPolitisch bildete die junge Bewegung ein bloßes Anhängsel des er etwas Wahres. Die Entstehung der„ Katolik"-Partei ist das vor geschoben, und damit war derkonflikt aufs neue geschaffen. Wieder bildeten Zentrums, das bis in die letzten Jahre über Oberschlesien absolut läufige Resultat des auch in Oberschlesien zu fonstatirenden Er fich große Menschenmassen, auf die plöglich, nachdem einige herrschte. wachens des Volkes. Sie umfaßt gerade den intelligenteren Theil Mit der Zeit ist aber die Bewegung so erftarkt, daß sie einen des Proletariats und der Bauernfreise, die sich endlich gegen die Trompetensignale gegeben waren, Infanterie und Kavallerie Losnicht unwichtigen Faktor im politischen Leben Oberschlesiens zu uralte klerikale Tyrannei auflebnen. Auf die Dauer können aber stürzte. Das Volk wurde in die Breitestraße, Brüderstraße und ſpielen berufen erscheint. In erster Linie verdankt sie das den namentlich beim Proletariat die einseitig nationalen Bestrebungen Königstraße gedrängt. An der Ecke der Breitenstraße und NeumannsBehörden, die durch ihr Vorgeben nach echt preußischer Art nur nicht verfangen, selbst die radikalen Formen der Bolenagitation gaffe beginnt man eine Barrikade zu bauen. Das Volk wird jedoch allzu oft die oberschlesischen Polen reizen. Die maffenhaften, feffeln es nicht mehr: ohne daß es bei anderen bürgerlichen Parteien weiter zurückgedrängt. Einige Rompagnien dringen in die schmalen ursprünglich rein religiösen Vereine in der polnischen Bevölkerung Zwischenstationen macht, kommt es von der im grunde inhaltlofen wurden nach und nach immer mehr Herde der polnischen Agitation; und reaktionären Bolenbewegung herüber zur gehaltvollen und das Gassen ein, die zur Spree führen und setzen die Verfolgung die Geistlichen gaben darin den Ton an. Wohl der arbeitenden Klassen vertretenden sozialdemokratischen Be- bis zur Gertraudten, Jungfern- und Grünstraßen Brücke fort. In zweiter Linie hat die polnische Bewegung ihre mächtige wegung. Dieses Ueberlaufen des intelligentesten Theiles des an der Die Brücken werden vom Bolte aufgezogen, worauf die Soldaten Förderung der Politit des Zentrums und des Breslauer Polenbewegung betheiligten Proletariats zur Sozialdemokratie über den Fluß hinüber schießen, eine Reihe von Menschen tödten Fürstbischofs, des Kardinals Georg Kopp, zu verdanken. Dem fchreitet mit der Ausbreitung jener immer weiter fort, und in diesem offiziellen Zentrum lag viel daran, nicht in den Berdacht zu Sinne befördert allerdings die Katolik"-Partei das Wachstbum der und viele verwunden. Auch auf dem Pflaster der Neumannsgaffe gerathen, als ob es die Bestrebungen der Polen unterstüße, die Sozialdemokratie. E3 ist, wenn sich die Bolenbewegung vollständig und der Spreegaffe lagen Todte. Die Vossische 38tg." berichtete übrigens auch nach und nach über ihr Ziel hinauszuschießen be auf eigene Füße stellt, sicher, daß die Sozialdemokratie Oberschlesiens über die Vorgänge, daß man den Prinzen von Preußen( den späteren gannen, indem sie sich nicht mehr blos gegen die Germanisation nicht mit dem offiziellen Zentrum, sondern mit seinem abtrünnigen Kaiser Wilhelm I.) mit seinem Stabe persönlich leitend und anwehrten, sondern sich mit dem Gedanken der Wiederherstellung Rinde, der Polenbewegung, den Entscheidungskampf fämpfen wird ordnend gegen 8 Uhr abends auf den Straßen gesehen habe, was Bolens ernsthaft befchäftigten. Die Wünsche der Polen, daß das Die Herkunft eines Theiles der oberschlesischen Sozialdemokratie Zentrum gelegentlich auch einmal einen polnischen Kandidaten für offenbart fich nebenbei auch darin, daß dieser Theil seine zugefpigt jedoch später offiziell bestritten wurde.- Mittlerweile waren auch die Reichs- oder Landtagswahl aufstelle, wurden vom Zentrum nationalen Bestrebungen auch in der Sozialdemokratie weiter zu die Nachrichten von dem Siege der Revolution in Wien nach Berlin zu sehr von oben herab bebandelt. Die Folge waren weitläufige pflegen bemüht ist, was gelegentlich zu inneren Bwiftigkeiten gedrungen und erhöhten die Aufregung der in Bewegung gerathenen Kandidatenstreitigkeiten, wie wir fte in den Wahlkreifen und zu Rückfällen in die polnische Bewegung Anlaß giebt. Neustadt, Pleß Rybnik und im Industriebezirke erlebt Bum theil erklärt diese Thatsache die häuslichen Zwiftigkeiten Volksmassen. Nachts wurde es wieder ruhig auf den Straßen. haben und in Zukunft sicher wieder erleben werden. Ferner unserer eigenen Parteigenoffen in Oberschlesien. In Wien hatten am 14. März die Fürsprecher eines gewaltbetrieb die Zentrumspresse den Kampf gegen die Germanisation Die angeführte Erklärung eines Theiles der oberschlesischen thätigen Vorgehens am Hofe die Vorhand gewonnen. Fürst Windisch nur sehr laut und brachte sogar gelegentlich Artikel gegen die obers Geistlichen gegen den Ratolit" bat natürlich nur Del ins Feuer ge- gräß wurde beauftragt, Ruhe und Ordnung wieder herzustellen". schlesischen„ Hehredakteure". Das hatte natürlich nur die Wirkung, goffen. Eine große Anzahl Geistlicher schickte feine von ihm ver- Aber schon am 15. befann man sich eines anderen. Vom Jubel des daß die Polen immer mehr versuchten, selbständig und unabhängig langte schriftliche Zustimmung zur Erklärung nicht ein, auf bBolles umringt, erschien der Kaiser in einem offenen, im Schritt die vom Zentrum aufzutreten. Gefahr bin, für Parteigänger des Katolik" gehalten zu werden. Die Politik des Breslauer Bischofs förderte diese Pläne ganz Selbst deutschgesinnte Pfarrer verweigerten die Unterschrift, weil sie fahrenden Wagen auf den Straßen. Die Fahrt glich einem wahren ungemein dadurch, daß sie, was sie natürlich nicht beabsichtigte, die mit der Art Schirmeifen's und seiner Freunde, gegen den„ Katolit" ganze polnische Bewegung zu einer immer mehr rein weltlichen machte. einzuschreiten, nicht einverstanden sind. Dem Katolit" aber machte Triumphzug. Der Kaiser weinte, als er sah, wie sich die Den Geistlichen wurde zunächst verboten, sich am politischen Leben es geringe Mühe, die Erklärung der Gegner zu zerpflücken. In seiner jubelnden Massen um seinen Wagen drängten, ihm die Hände aktiv zu betheiligen, vor allem sich für die Polenbewegung zu intereffiren. Gegenerklärung weift er auch deutlich genug nach Breslau als den entgegenstreckten und die Pferde auszuspannen versuchten.„ Einem Dann gedachte Bischof Kopp durch einen Erlaß die halb religiösen, Ursprungsort des Auftretens jener Geistlichen gegen ihn. Kardinal so guten Wolfe dürfe man die verlangte Konftitution nicht vorhalb polnischen Vereine, insbesondere die Aloysiusvereine, die an Stopp in Breslau gilt nämlich mit recht als der gewaltigfte Gegner enthalten," äußerte er. jedem größeren Orte vertreten sind und untereinander gute Ver- der oberschlesischen Polenbewegung. Inzwischen haben auch andere Nachmittags erschien das folgende bindungen haben, wieder vollständig unter die Bevormundung der Blätter Oberschlesiens die Sache aufgegriffen, und der alte, so lange Manifest: Kirche zu bringen. Ropp erwartete wahrscheinlich, daß die Ober- verheimlichte Streit zwischen Deutschen und Polen ist hißig entDie Preßfreiheit ist durch unsere Erklärung der Aufhebung schlesier noch die Alten seien und seinen Worten eilig gehorchen würden. brannt. der Zensur in derselben Weise gewährt, wie in allen Staaten, wo Doch geschah das Unerwartete: ein Aloysiusverein nach dem andern sie besteht. Eine Nationalgarde, errichtet auf den Grundlagen erklärte sich mit der vom Bischof gewollten Verwandlung des Ver: des Besitzes und der Intelligenz, leistet bereits die ersprießlichsten eine nicht einverstanden, setzte die geistlichen Vorsitzenden, die bei Dienste. Wegen Einberufung von Abgeordneten aller Proder Verweltlichung des Vereins nicht mitthun wollten, an die Zuft vinzialstände und der Zentral- Rongregationen des lombardischund betrieb seine Geschäfte allein, zunächst natürlich noch in der alten venetianischen Königreiches in der möglichst fürzesten Frist mit Weise, halb religiös, halb polnisch, aber doch mit immer entverstärkter Vertretung des Bürgerstandes und unter Berücksichtigung schiedenerer Akzentuirung des Polnischen. Der Prozeß der Verweltlichung der bestehenden Provinzialverfassungen zum Behufe der von uns der polnischen Vereine ist noch längst nicht abgeschlossen, wird aber beschlossenen Konstitution des Vaterlandes ist das nöthige verfügt.ficher zur Stärkung und Selbständigmachung der polnischen Be Sonach erwarten wir mit Zuversicht, daß die Gemüther sich bes wegung führen. ruhigen, die Studien wieder ihren geregelten Fortgang nehmen, die Gewerbe und der friedliche Verkehr sich wieder beleben werden. Dieser Hoffnung vertrauen wir um so mehr, als wir uns heute in Euerer Mitte mit Rührung überzeugt haben, daß die Treue und Anhänglichkeit, die Ihr seit Jahrhunderten unseren Vorfahren ununterbrochen und auch uns bei jeder Gelegenheit be= wiesen habt, Euch noch jetzt wie von jeher beseelt. So bildete sich der Gegensatz zwischen der herrschenden Sentrums partei und der polnischen Bewegung immer schärfer heraus. Wenn es auch noch nicht zu einem offenen Bruche tam, und das Zentrum fich immer bemühte, die gänzliche Lossagung der Polen durch einiges Entgegenkommen zu verhüten, so war der Friede zwischen beiden doch nur ein fauler. Die politische Bedeutung dieses Streites ist ohne Zweifel für Oberschlesien sehr groß oder wird wenigstens sehr groß werden. Was augenblicklich aus ihm refultiren wird, ist ungewiß; die Nähe der Wahlen beeinflußt die Entwickelung der Angelegenheit zu sehr. Der„ Katolit"-Partei mangelt noch das Selbstvertrauen, das sie be figen muß, wenn sie selbständig neben dem Zentrum und gegen es auftreten will. Es ist deshalb wohl das wahrscheinlichere, daß sich die beiden feindlichen Brüder noch einmal die Hände reichen, daß sich die Polen gegen einige Reichstagsmandate noch einmal als brave Unterthanen des verkoppten Zentrums betragen. Damit wäre freilich die Entscheidung weit hinaus geschoben, aber nicht aufgeboben. Das Zentrum, auch das schlesische, muß mehr und mehr Regierungspartei werden, während die oberschlesischen Polen immer mehr in die Oppofition gedrängt werden. Wien, 15. März 1848. Ferdinand." Ein Jubelsturm erhob sich. In die Hofburg ergoß fich ein Strom von Dankadressen und Dankdeputationen. Vor der Wir Sozialdemokraten find bei der ganzen Angelegenheit die tertii gaudentes, mag ihre vorläufige Entwickelung fein wie fie Da tam es aber neuerdings dennoch auch die Nähe der will. Schließen Polen und Deutsche wieder einen faulen Frieden, Wahlzeit konnte es nicht hindern zu einer Explosion jenes auf- fo nageln wir die Polen auf ihre Großmäuligkeit und demokratischen gesammelten Zündstoffes. Es ist zwar angesichts der Machtmittel Phrasen feft und haben eine Masse Unzufriedener als Ueberläufer des oberschlesischen Zentrums, seiner Geschicklichkeit im politischen zu erwarten. Trennen sich die beiden aber schon jetzt, dann desto Universität knieten die Studenten auf offenem Platz zu einem DankSchachern und angesichts der Unentschloffenheit der Polenführer beffer; wir haben es dann mit zwei schwächeren, statt mit einem nicht unmöglich, daß doch wieder Waffenstillstand oder Frieden ge- starken Gegner zu thun, mit Gegnern, die sich noch dazu selbst beschloffen wird; vorläufig aber tobt wilder Kampf zwischen dem kämpfen; die Fortschritte aber, die dann allerdings zunächst die offiziellen Zentrum und der„ Katolit" Partei. Auf jener Seite steht Ratolit"-Partei machen würde, fämen am Ende uns zu gute, wie ein großer Theil des Klerus, die Verfoppten", auf dieser heimlich wir oben gezeigt haben. Die Vorfrucht" der Sozialdemokratie ist der fleinere Theil des Klerus, Leute aus der alten Ropp feindlichen in Oberschlesien die national- polnische Bewegung. Schule oberschlesischer Geistlichkeit und öffentlich die Majorität des Voltes, soweit es sich überhaupt mit politischen Diugen zu befassen begonnen hat. " 1848. Erinnerungstage der Revolution. 15. März. gebet nieder. Inzwischen war die ungarische Reichsdeputation, die eine Adresse der Magnaten- und Ständetafel nach Wien bringen follte, angelangt. Abends schwamm die Stadt in einem wahren Freuden- und Feuermeer. In den Vorstädten und der Umgebung freilich röthete sich der Himmel noch immer von brennenden Fabriken. Das Proletariat war unbefriedigt gelaffen. Politische Nebersicht. Berlin, 14. März. A18 Wahltermin für die Erneuerung des Reichszufolge Donnerstag, der 16. Juni, in Aussicht genommen sein. tags soll einer Meldung der Berl. Börsen- 38tg." aus Weimar Die Stichwahlen sollen im ganzen Reiche am Sonnabend, den Hauptwahlen stattfinden können, halten wir für ausgeschloffen, 25. Juni, stattfinden. Die Freis. 3tg." bemerkt dazu: Daß die Stichwahlen überall am 9. Tage nach den zumal das Wahlergebniß der Hauptwahl erst am vierten Tage nachher festgestellt wird." Wir halten den nahen Stichwahltermin für gar nicht unwahrscheinlich. Ein verhältnißmäßig recht unbedeutendes Ereigniß führte den Ausbruch der Explosion herbei. Der oberschlesische Pfarrer und Landtagsabgeordnete für Pleß, Wolczyk, starb. Der„ Katolit" feierte ihn als Volksmann, den sich die übrigen Geistlichen, ins- In Berlin hatte das brutale Vorgehen des Militärs in der befondere die jüngeren, zum Muster nehmen sollten. Leider würden Brüderstraße viel böses Blut in der Bürgerschaft gemacht. Männer wie Wolczyk immer seltener; das Volk folle Gott Soldaten hatten an den Aufläufen ganz unbetheiligte Bürger, die Die um Geistliche bitten, die sich wieder mehr der Sache des Volkes( sollte heißen: der nationalpolnischen Bestrebungen) von der entgegengesetzten Seite der Straße tamen, mit den Säbeln annähmen. Ein chirmeifen in Beuthen, war so untlug, in den katholischen und der Minister des Junern v. Bodelschwingh strenge Unter" deutscher" Geistlicher, der geistliche Rath zusammengehauen, sodaß selbst der Stadtkommandant v. Ditfurth Hauptblättern die im Katolit" versteckt vorgebrachten Anklagen Juchung der Vorfälle und Bestrafung der Schuldigen gegen den jetzigen Klerus scharf zurückweisen zu wollen. Er holte fich dadurch vom„ Katolit" eine Abfuhr und es tam zu beftigen fagten. Schon, vom frühen Morgen an strömten zahlreiche Auseinandersetzungen zwischen beiden Richtungen, bis schließ- Menschenmassen nach dem Schauplage der militärischen Heldenlich eine große Versammlung oberschlesischer Geistlicher thaten, wo das mit Blut besudelte Pflaster von dem Geein geharnischte Erklärung losließ. Nun sollten die Nichtmegel des vorhergehenden Tages zeugte. Die von anwesenden schriftlich zur Unterschrift aufgefordert werden. Das preußische Abgeordnetenhaus sezte heute die Berathung Verweigerung dieser Unterschrift gelte als Beweis der Bürgerschaft gewählte Deputation begab sich auch in die gerade des Kultusetats beim Kapitel Elementar Unterrichtswesen" fort. Begünstigung der„ Katolitpartei". Denn die Erklärung stellte feft", tagende Stadtverordneten Versammlung und forderte 3urück. In der fünfftündigen Debatte hielt es kein Redner für angebracht, " 811der und " uf die zahlreichen Mißstände in unserem Bolksschulwesen, auf die 100 000 Arbeiter in einem 6 Rilometer langen Zuge, in dem I agrar- politischen Forderungen denn doch nicht so weit, wie die fiberfüllten Klaffen, die sogenannten fliegenden Klassen u. dergl. hin- 200 Kränze getragen wurden, defilirten gestern, am Gedenktage der Leiter des Bundes der Landwirthe, während sie andererseits weiter zuweisen, oder die eigenthümliche Art zur Sprache zu bringen, wie gehen als die mitunterzeichneten Nationalliberalen. Auch dieser namentlich in letzter Zeit wiederholt Lehrer während der Unterrichts- Wiener Revolution, durch drei Stunden vor dem Grabe der März. Theil der„ Sammlungs". Politiker wird daher seine Vorbehalte stunden politische Reden gegen die Sozialdemokratie gehalten haben. gefallenen, an dem Reden in allen Sprachen Desterreichs gehalten machen, wie die anderen Theile es schon gethan haben. Im Derartige Vorkommnisse erscheinen den Vertretern der Geldsacks wurden. Die ernste Feier spielte sich in den würdigsten Formen ab; Hinblick auf die politische Seite der Miquel'schen Sammlung" aber bielten sie sich wieder einmal stundenlang über die feindselige Weise den nnvergeßlichen Gedenktag. intereffen im preußischen Landtag zu unwichtig. Statt deffen unter auch in der Provinz beging das Proletariat in der großartigsten bleibt angesichts der Unterzeichnung des Aufrufes durch die Leiter der genannten Vereine nur die Alternative, daß dieselben entweder Haltung der Schule gegenüber der Kirche und über andere Fragen, Weife den nnvergeßlichen Gedenktag. die darin für den Bestand der Zentrumspartei liegenden Gefahren an denen die Mehrheit des Volkes tein Interesse hat. Das Zentrum nicht erkennen, was wir bis auf weiteres annehmen möchten, oder wiederholte seine bekannten Wünsche auf Auslieferung der Schule an gewillt sind, aus wirthschaftlichen Erwägungen eine gegen den Bestand die Kirche, verlangte eine weitere Herabsehung der Schulpflicht und der Zentrumspartei gerichtete Attion mitzumachen. In legterem ftellte andere ähnliche Forderungen zur Verdummung des Volkes auf. Falle würde, davon sind wir überzeugt, die große Mehrheit der Daneben brachten die Polen ihre bekannten Klagen über die Vernachlässigung des polnischen Unterrichts in Westpreußen und Posen Mitglieder der Bauernvereine jedenfalls für die Sammlung" nicht zu haben fein." zur Sprache. Auch von dem im vorigen Jahre angenommenen Bon anderer Seite wird übrigens behauptet, daß der agrarische Lehrerbefoldungs- Gesetz war hin und wieder die Rede, ohne daß Zentrumsmann Graf von Hoensbroech den Aufruf unterzeichnet jedoch ein Mitglied es für nöthig hielt, die eigenartige Behandlung habe. zu kritisiren, die manche Gemeinden ihren Lehrern zu theil werden laffen. Die Durchführung des Gesetzes bezeichnete der Kultusminister Dr. Boffe im allgemeinen als eine gelungene. Unsere BoltsSchullehrer find vielfach anderer Auficht. Da die Verhandlungen des Etats nicht von der Stelle kommen, findet heute eine Abendfizung statt. " Zur Flottenvorlage ist neues von Bedeutung heute nicht zu vermelden. Die Germania" die Annahme einiger Blätter zurück, daß der Besuch des Fürstbischof Ropp beim Bapst irgend etwas mit der Haltung ihrer Partei zur Flottenvorlage zu thun habe. Der Besuch verfolge lediglich firchliche Zwecke und sei schon seit langem geplant gewesen. Von anderer Seite verlautet, es handle sich um die tatholischen Missionare in China. Die Zentrumsfraktion wird ihre Berathung am Dienstag fortsetzen. Sobald der Bundesrath sich über seine Stellung nahme zu den Anregungen aus der Budgetkommission über die Kostendeckung entschieden hat, wird diese Kommission wieder zusammentreten. Die Köln. Volfsztg." nimmt an, daß die zweite Lesung des Flottengesetzes im Plenum garnicht mehr vor Ostern vorgenommen werden wird. Dagegen scheint man in Bentrumstreifen den Marine- Etat für das Jahr 1898/99 noch vor Ostern erledigen zu wollen. Einige linksstehende Zentrumsblätter fahren fort, scharf gegen die, Bewilligungsmeister" ihrer Fraktion zu polemisiren. Die badische- offiziöse Süddeutsche Reichs- Korrespondenz" in Karlsruhe bringt eine Auslaffung über die Stellung der Regierungen zur Deckung der Flottenkosten. Ihre Ausführungen gipfeln in folgender Ankündigung: In Wien tam es nach der Feier zwischen czechischen Anarchisten Polizisten zu einem übrigens unerheblichen Scharmützel. Die extremen Deutsch- Nationalen brachten ganze 800 Mann ihrer ersten Märsfeier, der diesjährigen, zufammen. Die Deutsch- Liberalen gaben sich ein Festbankett, das mit einem natürlich begeistert aufgenommenen Hoch auf den Raiser eröffnet wurde! su Deutsches Reich. en " Der China. Aus Peking wird gemeldet, Frankreich beab- Nationalliberale Wahlvorbereitungen. Die fichtigt Leistschau in der Provinz Kwantung als Flotten- Nationalliberale Correfp." schreibt:" Wenn auch der Tag, an stützpunkt zu besezen. Die Provinz Kwantung ist die südlichste welchem die Reichstagswahlen stattfinden sollen, noch nicht feststeht, Provinz China's und grenzt mit einem schmalen Streifen so muß doch mit der Thatsache gerechnet werden, daß die maßan das französische Tongking. Tongking, eine Lei tschau liegt auf gebenden Stellen dahin einig sind, die Wahlen mit oder unmittelbar einer großen Halbinsel,[ die fich der Insel Hainan entgegen- nach Ablauf des Mandats des gegenwärtigen Reichstages vorstreckt, und dann halbwegs von Tongting bis Hongkong. nehmen zu laffen. Aus äußeren Rücksichten wird als Termin In Korea scheint die russenfeindliche Stim- ein Tag der dritten Juni woche angefekt werden, damit Stim- ai thaleritten mung zur Zeit die Oberhand zu behalten. Es wird aus die Schulferien beginnen. Unter diesen Umständen sind die WahlSöul telegraphirt: Das foreanische Rabinet notifizirte dem vorbereitungen nun schleunigst zum Abschluß zu bringen, so daß russischen Gesandten am 12. d. M. seine Absicht, die russischen nach Ostern der Wahlkampf auf der ganzen Linie aufgenommen werden Militär- Instrukteure und den russischen Finanzbeirath zu fann. Die Zentralleitung der nationalliberalen Partei entlassen. hat demgemäß Vorkehrung getroffen, daß alsbald nach Ostern der allgemeine Delegirtentag veranstaltet werden faun, welcher das Wahlprogramm der Partei zu beschließen hat. Der Zentralvorstand der Partei ist auf nächsten Sonntag einberufen, um Vor der Sammlungspolitik wird im Rheinland die endgiltigen Beschlüsse darüber zu fassen. Der zur Vorbereitung entschieben gewarnt. So schreibt am Schluffe längerer Ausführungen des Delegirtentages bereits im Spätherbst v. J. eingefeßte Ausschuß wird als Termin den Sonntag nach Ostern und als Ort für die die nationalliberale Röln. 3tg.": " Die Agrarier des nächsten Reichstags tönnten in fünf langen Abhaltung des Delegirtentages Berlin in Vorschlag bringen. Jahren der Industrie böse Ueberraschungen bereiten. Wir beneiden Ausschuß zur Vorbereitung des Delegirtentages hat in einem Rundalle die Herren, die jetzt so hoffnungsfreudig und leichtgläubig der schreiben bereits aufgefordert, daß jeder Obmann in seinem Reichseigenartigen buntfchillernden Fahne folgen, um in ihrem politischen tags- Wahlkreise unverzüglich die Wahl der Delegirten herbeiführen Optimismus, der fie treibt, einen dunkeln Weg einzuschlagen, der möge. Der Ausschuß betont in dem Rundschreiben ausdrücklich, wie durch das Licht der gegebenen Thatsachen faum eine Spanne breit dies a u d) 1896 schon geschehen ist, daß auf das preußische erleuchtet und darüber hinaus in tiefster Finsterniß verhüllt liegt. Wir Vereinsrecht strengstens Rücksicht zu nehmen sei, weshalb er würden einen solchen Sammelruf mit Freuden begrüßt und unterstützt felbst nur mit Personen, und zwar in jedem Reichstagehaben, sobald dieser Weg ausreichend beleuchtet und genügend deutlich wahlkreis nur mit je einem Obmann, in keiner Weise aber mit erkennbar wäre. Dazu gehört aber vor allem, daß wir mit Zuversicht Vereinen oder sonstwie mit Organisationen der Partei in Verkehr ermitteln könnten, wohin denn die Wirthschaftspolitik treibt, welche treten könne. Wir unterstützen den Wunsch des Ausschusses, daß die die zur Zeit in dieser Frage ausschlaggebenden Staatsmänner der von ihm zugezogenen Obmänner sich unverzüglich in geeigneter Wir glauben Au wissen, daß die verbündeten Regierungen gegenwärtigen Regierung einzuschlagen beabsichtigen. Ueber diese und durch das Gesetz gestatteter Weise" mit anderen Gesinnungsgeneigt sein dürften, eine Erklärung dahin abzugeben, daß die Absicht aber herrscht zur Zeit naturgemäß noch volles Dunkel. Wir genossen innerhalb ihres Wahlkreises in Verbindung setzen, um die Beschaffung der Kosten für die Flottenvermehrung in teinem stehen erst am Anfange der ersten Vorbereitungen. Es sollen erst Delegirten zu benennen, und wir hegen das Vertrauen, daß die mit Falle durch Erhöhung der bestehenden oder die nothwendigsten Grundlagen zu statistischen Vorarbeiten und dem Delegirtentag bezweckte Sammlung und Kräftigung der national Einführung neuer indiretter Steuern erfolgen Ermittelungen gemacht werden. Ganz flar find dagegen liberalen Partei in vollkommener Weise erfolgreich durchgeführt die Absichten der Agrarier, die den nächsten werden kann." Die indirekten Steuern sollen nicht erhöht werden. Die Reichstag und damit die wichtigsten wirthschaftspolitischen Nach den großen Differenzen, die der Sammlungsaufruf in den birekten will man nicht erhöhen. Was bleibt da übrig, wenn Entscheidungen beherrschen möchten. Die Industrie und der Reihen der Nationalliberalen ganz aufgedeckt hat, kann der Parteitag die Einkünfte aus den jetzigen Einnahmequellen nicht zu Handel haben von diesen Absichten nur Unheil recht interessant werden. reichen? Die 8Bölle auf Getreide und sonstige au erwarten; fie müssen also unbedingt verlangen, daß die- Die Postdampfer Borlage zieht ihre Ronsequenzen. unentbehrliche Lebensmittel! Zu gleicher Zeit Träger dieser Absichten in die Ecke geftellt werden. Wir möchten Mach Meldung der Samb. Börsenhalle" schweben Verhandlungen follen die Arbeitenden und Armen den Agrariern höhere Korn wünschen, daß die Herren, welche jetzt vorzeitig den Ruf zum zwischen der Packetfahrtlinie und der Kingfiulinie, die auf VerSammeln erlaffen baben, nicht dereinst, wenn es sich um Lösung schmelzung beider Gesellschaften bingielen. Während bisher preise und dem Staat höhere Einnahmen zur Bezahlung der praktischer Fragen handelt, die Erfahrung jenes Hirten machen innerhalb je vier Wochen drei Verbindungen mit Ostasien Flottenpolitik leisten! werden, der vorzeitig über den Wolf gezetert hat. Die Herren bestanden, die einmalige Berbindung des Lloyd und die zweimit ihrem übereilten Die Militär- Strafprozeß- Ordnung wird in zweiter haben und unzeitgemäßen Vorgehen malige Verbindung durch die Kingfinlinie, würden künftig Lesung am Dienstag im Reichstag begonnen werden. Von eine schwere Verantwortlichkeit auf sich genommen. Wir würden innerhalb je vier Wochen nur zweimal Berbindungen mit Oft innerhalb je vier Wochen nur zweimal Verbindungen mit Ostsozialdemokratischer Seite sind eine große Anzahl von Ab- uns freuen, wenn die Zukunft uns belehren sollte, daß in dem asien übrig bleiben. Die Erhöhung der Subvention des Reiches änderungsanträgen eingebracht worden, welche die Vorlage, fei, die auf eine Sammlung der gemeinschaftlichen Interessen in lands mit Ostasien zur Folge haben. Ohnedies ist angesichts der jetzigen Sammelrufe eine Unterstützung derjenigen Politik zu finden würde also geradezu eine Einschränkung der Berbindungen Deutsch wie sie aus den Berathungen der Kommission hervor Landwirthschaft, Handel und Gewerbe hinausläuft." gegangen ist, wenigstens einigermaßen mit dem bekannten VerUnd ihre feindliche Schwester, die fleritale Köln. Bolts- 3tg.", Dampfervorlage schon vor kurzem die Hickmerslinie in die Packetsprechen des Fürsten Hohenlohe in Einklang sehen sollen. Ob dies ge- fchreibt, nachdem sie festgestellt hat, daß weder Graf Hompesch noch fahrt- Linie übergegangen. Die Rickmerslinie hatte seit einiger Zeit auch eine regelmäßige Verbindung mit Ostasien unterhalten. Man lingen wird, ist allerdings sehr zweifelhaft, da selbst die ein anderes parlamentarisches Mitglied der Zentrumsfraktion den ersieht auch daraus, bemerkt die" Freif. 3tg.", wie die Ausdehnung bayerischen Zentrums- Abgeordneten unter Gröber's Führung Aufruf unterzeichnet hat: für die minderwerthigen Kommissionsbeschlüsse eintreten werden. Von den Leitern des Westfälischen und des Rheinischen Bauern des Subventionssystems statt fördernd gerade einschränkend auf die Neugierig fann man sein, wie weit die freisinnige Volkspartei vativen Parteien, den Antisemiten und der Hälfte der National Bereins, welche geglaubt haben, in Verbindung mit den fonfer. nationale Seeschifffahrt wirken kann. Wieder ein neues tleines Mittel für die fich von ihrem Vertreter in der Kommission, dem Abg. Lenz- liberalen den„ Sammlung"-Aufruf unterzeichnen zu können, wird nothleidenden Agrarier. Die„ Berl. Pol. Nachrichten" mann, absagen wird. Von konservativer Seite liegen einige man annehmen müssen, daß sie unter der„ Sammlung" wirth schreiben offiziös: d Verschlechterungsanträge, die zum theil die Regierungsvorlage schaftlich wieder etwas anderes verstehen, als diese Parteien. Nach„ Infolge von Anträgen des deutschen Landwirthschaftsrathes ist wiederherstellen wollen, vor. ihren bisherigen Rundgebungen gehen dieselben z. B. in ihren der Reichstanzler schon vor einiger Zeit wegen anderweiter Res werde." Minister v. Bodelschwingh über den 18. März. Der 18. März ist unseren Staatsmännern ein höchst unangenehmer Tag. Anstatt dieses große hiftorische Datum fachlich und objektiv zu begreifen und aus den Vorgängen jener Zeit zu lernen, fuchen sie trampshaft allerlei zusammen, um den Revolutions Gedenktag und seine Helden zu schmähen.„ Kreuz- Zeitung" und Reichsbote" haben selbst lyrische Schimpfgedichte losgelassen, um den 50 jährigen Jubiläumstag herabzusetzen. Jnmitten dieser Bemühungen ergeht es den Feinden einer freiheit lichen Boltsentwickelung aber gar sonderlich. Während sie sonst sehr unzufrieden sind mit den Ergebnissen der 48 er Erhebung, der Ein führung der Konstitution, der Breßfreiheit 2c., während die„ Kreuz- 3tg." aufs lebhaftefte bedauert, daß die Regierung damals weichlich nach gegeben habe, statt" start" au bleiben, findet sich jetzt plöglich eine ganz andere Lesart in den Reaktionsorganen. In irgend einer Art muß man den Versuch machen, die Feier des Gedenktages zu be einträchtigen freilich ein fruchtlofes Beginnen! wird. erforderlich war, um die Entschließungen des Königs herbeizuführen. Er war etwas Ueberflüffiges, und das Blut, welches er getoftet hat, ist für andere Zwecke und Pläne als zur Erlangung einer Verfassung in Preußen vergoffen worden. Die Regierung Friedrich Wilhelms IV. war vor dem Kampf am 18. zur Einführung der Verfassung entschlossen und nach dem Siege der Truppen auch am 19. vollkommen start genug, um jede Konzeffion zu versagen, wenn der König es gewollt hätte." " Zwei Tage später, am 16.( Mära) trafen die Nachrichten von dem Umsturze Wiens in Berlin ein. Die Lage der Dinge war total verändert, es mußte ganz anders operirt werden. Sodann schildert Bodelschwingh den Beginn der Straßenunruhen und die Absicht der Bevölkerung, dem Könige durch eine Massen petition ibre Forderungen zu überbringen; er fährt dann fort: .. " Ich glaubte ihnen zuvorkommen zu müssen, weil selbst Also Bismarck. Nebensächliche Umstände verhinderten dann die ein Versuch schon den Schein des Ertrogens habe, dadurch Veröffentlichung des Bodelschwingh'schen Briefes, der jenen Beweis jedes Gesch entschwächen müsse. Darum schrieb ich in der angeblich erbringen sollte. Während die Kreuz 3tg." gegen die Nacht vom 17. bis 18. das Patent vom 18. und fandle Boten ab Revolution setert, weil sie das Blatt Papier zwischen König und an den Oberbürgermeister, den Stadtverordneten Vorsteher, den Volt" geschoben hat, soll nun die Berliner Erhebung gänzlich un- Polizeipräsidenten mit der Weisung, alles aufzubieten, damit keine nöthig und überflüssig gewesen sein. Alles was gemeiniglich als Aufwiegelung stattfinde. Es sei der Tag erschienen, Erfolg des Aufstandes gilt, wollte die Regierung freiwillig geben; wo durch großartigen Entschluß des Königs Deutschland und hätte sie es nicht geben wollen, so wäre sie start genug gewesen, um Preußen in eine neue Phase treten werde. Jede bedeutende die Maffen in den Straßen zu zerschmettern. Der Abzug der Truppen, Demonstration. könne diesen Schritt unmöglich machen oder den Zweck vereiteln die Bewilligung der Verfassung, der Gruß der Todten vom Balton des Schlosses alles freiwillig gegeben. Folglich ist es ganz unnöthig, Deutlicher fann der Stand der damaligen Dinge nicht ge. Der Regierungspräsident v. Diest veröffentlicht eine Kleine die Märzgefallenen zu feiern. Vielmehr sollte man Friedrich zeichnet werden. Aber eine Freiwilligkeit" auf Seiten der Regierung Schrift, in der das Verhalten seines Onkels, des Staatsministers Wilhelm IV. feiern. Dies die Logik und die Konsequenzen der und eine„ Ueberflüssigkeit" des Straßenkampfes ist daraus nicht v. Bodelschwingh, der bis zum 18. März das preußische Bismarck'schen Auslegung des Bodelschwingb'schen Briefes. All ersehen. Bodelschwingh selbst ist der Meinung, daß eine Ministerium leitete, auf grund von Briefen desselben dargestellt Nun ist allerdings der Bodelschwingh'sche Brief, datirt vom Ronstitution u vermeidlich geworden war. Warum unvermeidlich? Es handelt sich dabei hauptsächlich um die Frage, 30. März 1848 und an einen Freund gerichtet, ein werthvolles Infolge der Pariser Februarereignisse und ihrer Folgen in den wer den Abzug der Truppen am Morgen des politisches Dokument. Nicht weil er zeigt, daß nicht v. Bodelschwingh deutschen Ländern. Aber nicht etwa infolge der töniglichen Frei19. März aus Berlin veranlaßt und wver den Aufruf den Abzug der Truppen und den Aufruf an meine Berliner ver- willigkeit; den König an diesen Gedanken zu gewöhnen, war viels bes Königs An meine lieben Berliner" veranlaßt habe. Die anlaßt hat, oder auch nicht, weil er die Beranlassung zu jenen mehr nicht leicht". Dann waren es wieder die Wiener Eingriffe, Schuld" hieran wurde vielfach dem Minister v. Bodelschwingh bei- Schritten anderen Personen und besonders dem König selbst beimißt, welche die Lage der Dinge total veränderten" d. h. außerordentlich gemessen, während die Briefe v. Bodelschwingh's zeigen, daß der sondern weil er sehr schön darlegt, wie die preußische Regierung, beschleunigten und ihre Führung im Sinne der Voltsforderungen Verlauf ein anderer war. Diese Frage ist an sich nicht un- Bodelschwingh eingeschlossen, teineswegs freiwillig, sondern unumgänglich machten. Freilich, auch der Minister v. Bodelschwingh intereffant, weil sie Streiflichter wirft auf die Psychologie der gedrängt und gezwungen durch die Voltsbewegung, wie spricht von einem Geschent", das der König gemacht habe. leitenden Personen des Staates in jenen kritischen Tagen. Aber den fie fich seit langem schon entwickelt hatte und sich in den Märztagen Aber er zeigt zugleich in föstlicher Aufrichtigkeit, daß man das wollte, daß es Gegnern der Revolution soll die Erörterung zu einem ganz anderen immer fräftiger erhob, den Rückzug vom Absolutismus antreten Geschent" geben mußte, wenn man nicht Zwecke dienen, als festzustellen, wie es kam, daß die Regierung mußte. Wir brauchen aus dem umfangreichen Schreiben v. Bodel- im nächsten Augenblic genommen werden würde. Also ein zurückwich. schwingh's nur einiges zu entnehmen, um die Situation klar zu nichts weniger als freiwilliges Geschenk. Db irgend ein einzelner Aft in einem Geschichtsverlauf etwa stellen. Bodelschwingh schrieb: Ats nach der Pariser Revolution auch in Deutschland im so oder anders oder gar nicht hätte sein brauchen, das ist hernach Laufe weniger Tage ein Land nach dem anderen seine unblutige ein febr müßiges Gerede. Gewiß spielt der Zufall" eine große " Zufällig" gingen ja auch die beiden Revolution machte, erkannte ich bald, daß auch bei uns ent: Rolle in der Geschichte. scheidende Schritte geschehen müßten, daß namentlich in unserem Schüsse los, welche den Hauptkampf in den Berliner Straßen hervor Verfassungswesen die Linie nicht einzuhalten sei, riesen. Aber nichts alberner, als deshalb ein oder das andere Ers welche der König im verflossenen Jahre als un eigniß, weil es nicht gefällt, au eliminiren und zu sagen: die überschreitbar so laut bezeichnet hatte und Sache wäre auch ohnedem gegangen. " blieb " Der wichtigste der Briefe des Ministers v. Bodelschwingh Tag im Jahre 1889 schon einmal dem Fürsten Bismarck vor, der die Veröffentlichung wünschte- welche allerdings dann doch unterweil sie sich aus politischen Gründen empfehle". Welches waren die wichtigen politischen Gründe", zu denen Bismarck den Brief Bodelschwingh's ausnutzen wollte? Er schrieb an den Pastor v. Bodelschwingh, den Sohn des Ministers, Gründer der befannten Anstalt zu Bethel bei Bielefeld: Dasselbe liefert weiteres Beweismaterial, um die Legende z1: zerstören, als ob es der Märzrevolution bedurft habe, um ben König Friedrich Wilhelm IV. zum Erlaß der Verfassung zu bestimmen. Ihr Herr Vater ist ein klassischer Zeuge in allen Fragen, welche unsere innere politische Entwickelung in den 40er Jahren betreffen, und es ist daher von hohem Interesse, aus seinem Schreiben zu ersehen, daß bereits jahrelang vor den Märztagen des Jahres 1848 die Regierung des Königs fich von der Nothwendigkeit überzeugt hatte, die Verfassung des Landes in tonstitutionellem Sinne auszubauen, und daß der Barrikadenkampf, dev man Märzrevolution nennt, nicht " die ich zu vertheidigen berufen gewesen war, daß mit Mit weit mehr Recht tönnte man dann das Gegentheil be einem Worte eine sogenannte Konstitution bei un 3 haupten; man tönnte sagen, das Blut der Märzgefallenen hätte unvermeidlich geworden sei. Natürlich war es allerdings nicht fließen müssen, wenn die Regierung sich zeitiger in nicht leicht, den König, noch schwerer, einige meiner Kollegen an die Nothwendigkeiten der Zeit, in die Forderungen des Boltes ge diesen Gedanken zu gewöhnen, doch war er bereits durch fügt hätte. gedrungen, als mit Aussicht hierauf der allgemeine Landtag auf Der neue Fälschungsversuch, als hätten die Kämpfer des Den 27. April berufen wurde. Früher fonnte er damals nicht be: 18. März ihr Blut ganz unnöthigerweise vergossen, ist ebenso un rufen werden.... Schon im vorigen Herbst( 1847) wurde es bei historisch als plump. Auch diese Methode, dem Volte die Erinnes uns als nöthig anerkannt, daß zur Wiederherstellung oder vielmehr rung an seine Todten zu vergällen, wird jeden Erfolges ledig zur ernsten Belebung des Deutschen Bundes entschiedene Schritte bleiben. geschehen müßten.... " gelung des Gesinde- Bermiethungs- und Stellenvermittelungswesens diese Banten das Gesetz auch sofort begrüßt haben. Schrieb doch Straßburg i. E., 12. März.( Gig. Ber.) Der Sendapoftet mit den Bundesregierungen in Verhandlung getreten. Nach dem die Deutsche Bank schon in ihrem 1895er Geschäftsberichte: der deutsch- sozialen Reformpartei, 2ie be'r mann von Sonnen= Ergebniß der Erörterungen darf angenommen werden, daß dem Unausbleiblich wird eine Einwirkung auf die innere Geberg, hat mit seiner vor einigen Tagen hier abgehaltenen BoltsBundesrath vor Beginn der nächsten Seffion des Reichstages eine staltung der Börse eintreten, nämlich die, daß nur sehr versammlung" ein klägliches Fiasto gemacht. Von den etwa 22000 Vorlage wegen Abänderung der einschlägigen Bestimmungen der tapitalträftige Häuser den neu an sie herantretenden Reichstagswählern Straßburgs waren knapp 150 Männlein, in der Gewerbe- Ordnung zugehen wird. Hauptsächlich dürfte es sich dem Ansprüchen gewachsen fein werden, die schwächeren überwiegenden Mehrheit Post- und Eisenbahnbeamte, erschienen, um nach wohl um eine andere Fassung der§§ 35 und 40 der Gewerbe- aber zurücktreten." seinen Bortrag über das Thema:" Neue Zeiten, neue Parteien" ans Ordnung handeln." zuhören. So verlief denn die Veranstaltung sang- und klanglos, i völlig unbeachtet von dem großen Publikum. Die beiden Paragraphen handeln von der Konzessionspflicht einiger Berufe. Ob da aber nicht auch ein versteckter Angriff auf die so ver: haßte Freizügigkeit der Arbeiter in's Auge gefaßt wird? Die Fahrradsteuer ist das neueste Projekt unseres unermüdlichen Miquels. Wir leben eben im Zeitalter des Verkehrs, richtiger wäre freilich in Preußen zu sagen, im Zeitalter der Vertehrserschwerungen. " Ueber den Fortgang der Arbeiten zur Herstellung eines Reichsversicherungs Gesetz= entwurfs erfährt die Zeitschr. f. Versicherungswesen", daß das Protokoll der im Januar d. J. unter Hinzuziehung der Sachverständigen gepflogenen Berathungen sich bereits in den Händen ber Theilnehmer an diesen befindet, und daß die Arbeit so beschleunigt werden soll, daß eine Prüfung dieser durch eine Redaktionstommiffion, der gleichfalls Versicherungsdirektoren angehören werden, wenn möglich schon im April d. J. erfolgen und dann noch im Laufe des Sommers an den Bundesrath gelangen soll. Da wird wohl der Einfluß des Zentralverbandes deutscher Industrieller zum rechten Ausdruck kommen. - Der deutsche Handelstag hielt heute unter zahl reicher Betheiligung der Vertreter der kaufmännischen Korporationen feine diesjährige Plenarversammlung ab. Nach ben Er Diese Voraussage hat sich voll bewahrheitet. Die fünf ersten Banten Berlins haben für das Jahr 1897 nicht weniger als 423/4 Millionen Mart an Dividende und 9,28 Millionen Mart an Tantièmen vertheilt und zwar in Millionen Mart Dividende . 10,0 Die Deutsche Bank die Diskontogesellschaft. 11,5 die Dresdener Bank tie Handelsgesellschaft Zantième 2,97 2,22 . 7,65 1,86 7,2 EA 1,27 0,96 die Darmstädter Bant 6,4 - Riaotsch a u. Die Nordd. Allg. 8tg." theilt mit, daß fofort nach dem Eintreffen der Nachricht von dem völligen Abschluffe des deutsch- chinesischen Bertrages der Befehl ergangen ist, unverzüg lich alle Befagungen aus der sogenannten neutralen Zone von Riaotschau im Durchmesser von 50 Kilometer des Hinterlandes zurückzuziehen. Das letztere ift demnach wieder den Chinesen übergeben mit der Maßgabe, daß China in der erwähnten Zone ohne Buftimmung der deutschen Behörden keine Anordnungen trifft. Desterreich. An dieser Gewinnvertheilung fält uns nicht sowohl die Höhe der Dividenden als die der Zantièmen auf. Eine Hand voll Leute, die als Direktoren, Aufsichts- und Verwaltungsräthe an der Spige Wien, 14. März. Der sozialistische Abgeordnete Cingr hatte der Berliner Banten und ihrer Filialen stehen, theilt das hübsche gegen den Wachmann Glas Strafantrag gestellt, weil Glas den Sümmchen von 42 Millionen Mart unter sich. Und wofür? Dafür, Abg. Cingr, als dieser auf Anordnung des Präsidenten Abrahamowicz daß sie mit etwa 300 Millionen Mart Betriebskapital in ber in der lebten Sigung des Abgeordnetenhauses gewaltsam aus dem ganzen Welt Geschäfte eingehen, die nicht zu kontrolliren sind, die Sigungssaal entfernt wurde, die Treppe hinabgeschleift und mißvielmehr den deutschen Kapitalbesitz und damit die Leistungsfähigkeit handelt habe. Der Wachmann wurde heute vom Bezirksgericht zu des wirthschaftlichen Organismus in Deutschland in höchstem Grade 14tägigem Arrest verurtheilt.lerosis and girl gat bedrohen. Ganz abgesehen davon, daß diese Finanziers aus ihrer Prag, 12. März. Das Wahltomitee bes vers intimen Kenntniß der finanziellen Vorgänge durch private fassungstreuen Großgrundbesiges hielt heute eine Trinkgeld" als Aufsichtsrath Spekulation noch Summen verdienen, gegenüber denen das Berathung ab, der auch Handelsminister Dr. Bärnreither bei betracht kommt, legt als Aufsichtsrath oder Direktor gar nicht in wohnte. In dem ausgegebenen Communiqué heißt es u. a., es diese finanzielle Auffütterung ein erscheine als Pflicht des verfassungstreuen Großgrundbefizes in einer zelner Personen auch die Gefahr nahe, daß die leitenden Beit, wo so viel auf dem Spiele stehe, die Hand zur Vers Ungarn. öffnungsformalitäten hielt Staatssekretär v. Posadowsky Kräfte unserer Banken, deren Thätigkeit volkswirthschaftändigung zu bieten und nichts unversucht zu lassen, damit cine Ansprache, in Der der Handel des Schuzes der lich immer verantwortungsvoller wird, das Vertrauen der Deffent- die Verfassung nicht blos theoretisch aufrecht bleibe, sondern auch Regierung versichert und die Förderung der Export lichkeit verlieren müffen. Die Berliner Bärsenaristokratie, die heute lebendig funktionire und Verhältnisse im Parlament eintreten, die industrie zusagt wurde. Der Staatssekretär sprach so warm für einen kleinen, aber geschloffenen Ring auf gegenseitige Bereicherung dem unheilvollen Zustand wirthschaftlicher Unsicherheit ein Ende den Handel, daß die Deutsche Tagesztg." schon heut Abend feine bildet, hätte allen Anlaß, weniger dreist ihre egoistischen Pläne zu machen, damit der Staat in Zukunft nicht durch einen Kampf um Worte recht abfällig gloffirt. Es wurden dann mehrere Vorträge verfoigen. Denn leicht tönnte sich die öffentliche Meinung für ein des Kampfes willen in Gefahr gebracht werde. gehalten und dem Referenten zustimmende Resolutionen angenommen. anderes Börsengesetz begeistern, das den finanziellen Drohnen ihre Man sprach sich für Erhaltung der gegenwärtigen Verfassung exorbitanten, volkswirthschaftlich nicht zu rechtfertigenden Gewinne der Reichsbant aus und für die Subvention der Dampfer beschnitte. Budapest, 14. März. Die Ausgleichsvorlage wird nach Ostasien. In einer Erklärung zur Vorbereitung noch im Laufe dieses Monats im Abgeordnetenhause eingebracht. neuer Handelsverträge wird bedauert, daß dem Handelstag kein Was mag das toften? Die Miquel- offiziösen Berl.- Arbeiterblut ist wieder gefloffen! Das ist größerer Einfluß auf die Zusammensetzung des wirthschaftlichen Pol. Nachr." bringen folgende Anregung": die neueste Nachricht vom Schauplatze des Krieges gegen die agrarAusschusses" eingeräumt sei, aber die Handelskreise sollen die Ar- Daß England sich der Macht bewußt ift, die ein eigenes sozialistische Bewegung. Eine offiziöse Depesche meldet hierüber: beiten des Ausschusses eifrig unterstüßen; sodann wird von den bis- Rabelnet über die ganze Erde gewährt, hat Chamberlain bei den In Duna- Földvar fand gestern eine Sozialisten- Versammlung herigen Handelsverträgen, wenn sie auch im einzelnen Mängel vorjährigen Jubiläumsfeierlichkeiten ausgesprochen. Er wollte statt, an welcher etwa 2000 Personen theilnahmen. Es wurden haben, mögen, gefagt, daß fie grundsäglich richtige die Telegraphenverbindung für das englische Weltreich segar Umzüge veranstaltet, wobei eine rothe Fahne mitgeführt wurde. Wege eingeschlagen haben"; es sei daher danach zu streben, soweit vervollkommnet wissen, daß keine Verbindung fremdes, Die Gendarmerie, welche die Umzüge verhindern wollte, mußte" daß die auswärtigen Staaten 1. für eine längere Reihe von Jahren nichtenglisches Land berühre. Daß englische Rabel bei be- von der blanken Waffe Gebrauch machen. Zwei an den Kunddie Zölle auf die hauptsächlich von ihnen eingeführten Waaren er sonderen Gelegenheiten für Depeschen fremder Nationen den gebungen betheiligte Perfonen wurden getödtet und viele verwundet." mäßigen oder wenigstens nicht zu erhöhen sich verpflichten, und 2. die Dienst zeitweilig versagt haben, ist schon vorgekommen, Wenn die ungarischen Gewalthaber die Absicht haben sollten, Meistbegünstigung uns gewähren. Können in einem Handelsvertrag daß sie in einem Kriege vor allem Englands Intereffen dienstbar die Erbitterung aufs höchste Maß steigern zu lassen, konnten sie nicht feine Zugeständnisse in bezug auf die Bollfäße erreicht werden, so sein werden, ist sicher. Wir Deutsche besitzen bis jetzt nur ein anders handeln, als sie es thun. ist auch die Meistbegünstigung allein ein werthvoller Gewinn." größeres Kabel, dasjenige von Emden nach Bigo, und müßten danach streben, sobald als möglich eine eigene Verbindung mindestens mit unseren Kolonien herzustellen." " - Weiteres von der agrar sozialistischen Bes -Herr Gamp, der freikonservative Abgeordnete, Millionär wegung. Aus S.-U. Ujhely wird dem Pester Lloyd" berichtet: und Nachtreter des Herrn v. Stumm, hat bei Berathung des Kultus Bisher wurden in zehn Gemeinden des Bodrogközer Bezirks soziaetats in der Sigung des Abgeordnetenhauses vom 7. d. M. eine Die ganz bedeutenden Rosten für derartige Rabelanlagen würden liftische Verbände aufgelöft; in sechszehn anderen ist die Auflösung Rede, welche der Kurator der Universität Bonn und frühere Vor- geradezu auf das Konto der Kriegsrüstung gesetzt werden müssen. bevorstehend. Achtzehn Verbände widersetzen sich der Auflösung; fizende der Reichskommission für Arbeiterstatistik bei Gelegenheit würde man, statt auf die Entzweiung der Nationen, auf ihre Ver- trotzdem hofft man, die Pazifikation in der Bodrogköz bald zu be= einer Feier der landwirthschaftlichen Akademie zu Poppelsdorf im einigung hinwirken, so könnte man solche fostspieligen Unter- endigen. Heute wurde troß hartnäckigen Widerstandes der Leanyvarer Juli vorigen Jahres gehalten hat, einer abfälligen Kritik unternehmungen sparen. fozialistische Vorstand festgenommen." foziaqug dem ganzen Lande meldet das offiziöse Blatt der ungarischen zogen. In einer längeren Erklärung, der wir nur das folgende Aus entnehmen können, antwortet nun Herr v. Rottenburg dem würdigen- In der schlesischen Landwirthschaftskammer Regierung von weiteren Verfolgungen der Agrar- Sozialisten, aber Herrn Gamp: An und für sich wäre ich nicht abgeneigt gewesen, forderte der Referent, ein Herr v. Tochammer, die Zilgung der un- auch davon, daß sie sich nicht entmuthigen lassen und daß die Bemit Herrn Gamp in eine Diskussion über das Thema jener Rede ficheren Hypotheken durch den Staat. Die Bolts- Zeitung" bewegung ständige Fortschritte macht. Reberichtet einzutreten. Freilich vermag ich sein Urtheil in sozialpolitischen richtet fiber die neueste Blüthe agrarischer Begehrlichkeit das Fragen keineswegs als maßgebend zu bewerthen; es fehlt ihm folgende: Schweiz. nach meiner Schäzung auf diesem Gebiete das richtige Ebenmaß Bern, 13. März.( Eig. Ber.) Das Surrogat für die vor „ Die für Ablösung von Nachhypotheken erforderlichen Mittel it 195764 zwischen Wollen und Können. Nachdem ich heute den stenographischen sollen von der Staatsregierung durch Ausgabe von dreiprozentigen Jahresfrist mit 255 984 gegen 195 764 Stimmen in der BoltsBericht über die erwähnte Verhandlung gelesen habe, muß ich aber Konsols beschafft werden, während die Landwirthschaft kostenfrei abstimmung verworfene Bundesbant, welches der schweizerische jede Diskussion mit Herrn Gamp ablehnen, da ich nunmehr er- alle durch die Umwandlung von Nach hypotheken in staatliche Handels- und Industrieverein mit dem Projekt einer zentralen fahren habe, in welcher Weise der Redner mich auch persönlich an- für Rechnung des Staates das gesammte neu zu errichtende Kredit zustimmende Ausnahme. Das ist begreiflich, bedeutet der Vorschlag Darlehne entstehenden Mühewaltungen besorgen und unentgeltlichttienbank bietet, findet anscheinend wenig begeisterte und feine gegriffen hat. Bor mehreren Jahren bin ich an einem Nervenleiden erkrankt und wert verwalten soll. Alle für dieses Kreditwerk erforderlichen Aus- doch nichts anderes als die Bermehrung der bestehenden Privats habe mich nach verschiedenen Versuchen, meine amtliche Thätigkeit als im Grundbuch, die Ausfertigung von Hypothekenbriefen u. f. w. Bank, die ihre 50 Mill. Grundkapital zu 3/5 von Privatkapitalisten, fünfte, Bescheinigungen, Bessionen, Eintragungen und Löschungen banken um eine weitere, mit besonderen Privilegien ausgestattete Unterstaatssekretär wieder aufzunehmen, genöthigt gefeben, um Ent haben fostenfrei zu erfolgen; für 3insausfälle bat ber 5 von den bestehenden Notenbanken, deren eine Anzahl ebenfalls in alles Thatsachen, über welche Herr Gamp sich, bevor er seine Rede hielt, mit Leichtig 2/3 der Tage hinausgehenden Hypothekenschulden zu verstehen, und Ausschluß des Bundes aufbringen will. Daß sich ein Privatkapitalist Staat aufzutommen. Unter Nachhypotheken sind die über privatkapitalistischen Händen ist und zu 2/5 von den Kantonen unter teit hätte informiren können. Nach meinem Gefühl ist es eine gewöhnliche Pflicht der Humanität, jedermann, den eine solche war foll der Staat nach den Thesen des Referenten das betr. nur mit 100 000 Fr. Daran betheiligen darf, also 100 Aktien zu je Prüfung trifft, mit Sympathie zu begegnen, zumal dann, wenn es Grundstück als direkter Kreditgeber bis zum vollen Tagwerthe 1000 Fr. werben fann und daß nur schweizerische Kapitalisten zus fich um ein Leiden handelt, welches wie das bei mir der Fall beleihen. Schuldner soll für das Darlehn 4/4 p& t. zahlen und gelassen werden, will nicht viel besagen, da dadurch der privat war eine Folge übergroßer Anstrengung im Dienste des Staates war 3 pet. Binfen, 1 pct. Amortisation und 1/4 pct. in einen fapitalistische Charakter der Bank durchaus nicht alterirt wird und ist. Was thut nun aber Herr Gamp? sogenannten Sicherheitsfonds zur Deckung von Ausfällen. Troß mit den festgelegten 4 pCt. Dividenden für das Grundkapital dem mehrere Redner, darunter Frhr. v. Huene und Graf Bedlig, angesichts niedrigen Binsfußes bis auf 8 pet. herab der frühere Minister, sich dagegen aussprachen, wurden die Thesen immerhin ein schönes Gefchent gemacht wird. Ist die Bundesdes Referenten angenommen und dem deutschen Landwirthschafts- der fantonalen Staatsbanken verworfen worden, so würde aber die rath als schäßbares Material überwiesen." Was werden diese Herrschaften erst fordern, wenn die Samm- vorgeschlagene Attienbank mit dem Notenmonopol von einer großen Voltsmehrheit mit Glanz verworfen werden, weil denn doch das lungspolitiker gefiegt haben? Schweizervolt, wie man aus der glänzenden Annahme der Eisen- Das sächsische Finansministerium hat eine für bahu- Verstaatlichung entnehmen tann, nicht neue Privilegien für den Eisenbahn- Verkehr äußerst wichtige Entscheidung ge- das Kapital schaffen will. Gerade die Annahme der Eisenbahntroffen. Es sollen vom 15. April ab die im Binnenverkehr der Verstaatlichung ermuntert zu einem neuerlichen Versuche mit der sächsischen Staatsbahnen zur Ausgabe gelangenden Rückfahrkarten Staatsbank, die mit der Finanzoperation für die Eisenbahn- Vereine zehntägige Giltigkeitsdauer erhalten, während staattichung von vornherein eine wichtige Aufgabe zu übernehmen solche Karten jeht nur drei Tage gelten. haben würde. laffung aus dem Reichsdienste einzukommen Nachdem er ausgeführt, daß die Pensionirung eines Beamten nur zulässig sei infolge eines förperlichen Gebrechens oder wegen nur zulässig sei infolge eines förperlichen Gebrechens oder wegen Schwäche, welche dauernde Unfähigkeit bewirke, fährt er fort: Aus welchen Gründen die Pensionirung des Herrn v. Rottenburg erfolgt ift, fann ich nicht beurtheilen; aber ungewöhnlich ist es jedenfalls, daß ein Beamter unmittelbar nach seiner Pensionirung in den preußifchen Staatsdienst übernommen wird, dem unmittelbar vorher sein Chef im Reichsdienste die amtliche Bescheinigung ausgestellt hat, daß er dauernd unfähig sei zur Erfüllung feiner amtlichen Pflichten." Niemand wird diesen Sägen einen anderen Sinn unterlegen können als den, es stehe für Herrn Gamp nicht fest, ob ich einen Anspruch auf Pension gehabt habe. Nach meinen Neigungen und Gewohnheiten ist das Niveau, auf welchem sich dieser Angriff bewegt, für mich unzugänglich; ichischer wurde heute vom Landgericht wegen Unterschlagung zu Braunschweig, 14. März. Der hiesige Antisemitenführer beschränke mich darauf, verschiedene Behauptungen in der Rede des 6 Monaten Gefängniß verurtheilt und auf zwei Jahre für unfähig er Herrn Gamp richtig zu stellen. Die Angabe, daß meine Poppelsdorfer Rede unter den Mit- flärt, als Rechtsanwalt zu fungiren. gliedern und Gastgebern ernstes Befremden und große Mißstimmung- Die Bayerische Landwirthschaftsbant, eine erregt habe, ist unzutreffend. Meine Ausführungen fanden wieder ultramontane Gründung, die vom Staate bis jetzt mit über holt lauten Beifall. Der kompetenteste Richter, der Herr Minister 5 Millionen Mark dotirt wurde, hat im Jahre 1897 an Darlehen für Landwirthschaft, reichte mir, nachdem ich gesprochen, die Hand gewährt: lendo und dankte mir. MUSA jed 18 Posten von je unter 1000. 207 1.000" " " 240 3 0003 000 5 000 " " 169 5 00010 000 " 10 00020 000 " 20 00050 000 " " " " " 50 000-100 000 mehr als 100 000 89 40 B 3 " bank von des Frankreich.. Paris, 12. März. Oberst Picquart erklärte einem Redakteur des Temps" gegenüber in bezug auf den Brief Esterhazy's:„ Ich bin über die Beleidigungen und Drohungen Esterhazy's erhaben. Man wird wissen, was diese Drohungen werth find, sobald die ganze Wahrheit bekannt wird. Dieser Tag ist näher, als man glaubt; ich verbürge es Ihnen." Paris, 18. März.( Eig. Ber.) Der Ausgang der Inter pellation Dron über die allgemeine Politit der Regierung" stand für Regierung und Opposition von vornherein sicher. Das Ordnungskartell, das seit bald zwei Jahren Meline am Ruder ers hält, konnte unmöglich am Vorabend der Wahlen sich auflösen und so die von ihm bereits diskontirten Wahlergebnisse in Frage stellen. Der Zweck der Interpellation war lediglich eine letzte Heerschau der Parteien vor dem Schluß der Legislatur, eine lehte parlamentarische Warnung an die Wählerschaft vor der die Grundlagen der Republik bedrohenden Koalition der republikanischen und In einer Zuschrift an die National- Zeitung" habe ich seiner zeit ausdrücklich erklärt, daß ich das Prinzip, welches dem sogenannten Raniz'schen Antrage zu Grunde liegt, nämlich die Unterstügung der nothleidenden Landwirthschaft durch den Staat, für unantastbar" erachte. Wenn ich diesem Antrage nicht beipflichte, so gefchieht das um deswillen, weil ein eingehendes Studium der französischen Wirthschaftsgeschichte, welche bis in die Zeit Heinrich III. hinein verschiedene Beispiele ähnlicher Verfuche aufweist, mich davon Das geht sogar der regierungsfreundlichen Allgemeinen flerifal monarchistischen Bourgeoisie. Dieser Zweck wurde voll überzeugt hat, daß der von dem Herrn Grafen Ranig gewählte Beitung" wider den Strich. Sie fagt:„ Es hat somit der Weg nicht zum Ziele führen kann. Damit erledigt sich alles, was mittlere und größere Landwirthschaftsstand, bezw. der ständig erreicht. Der Interpellant Dron, ein Republikaner, der sich Herr Gamp über meine Stellung zur Landwirthschaft gesagt hat. Großgrundbesib in überwiegendem Maße Darlehen be- nicht einmal zu den gemäßigten Radikalen zählt, deffen Argumentation Herr Gamp hat seine Rede mit den Worten geschlossen:" Wir kommen, während die Unterflüßung" des kleinen Bauern sich Thatsachenmaterials nach, daß die Wahltaktik der Regierung auf die aber desto eindrucksvoller war, wies an der Hand eines überreichen haben alle das Interesse, uns vor derartigen Angriffen zu schützen, in sehr engen Grenzen hielt." und ich möchte deshalb den Herrn Minister bitten, gütigst in diesem Interessant ist noch, daß zwei Drittel der Mitglieder der Bank Verstärkung der antirepublikanischen Gruppen in der zukünftigen Rammer abzielt. Ueberall werden die Präfekten angewiesen, notorische Sinne(?) eine Erklärung abgeben zu wollen." Ueber dieses charat zugleich deren Schuldner sind. teristische Geständniß, daß man genöthigt sei, hinter einer ministeriellen Die Münchener Poft" meint zu dem Rechenschaftsbericht: Es Feinde der Republik als offizielle Regierungskandidaten zu unterErklärung Deckung gegen meine Poppelsdorfer Rede zu suchen, quittire bewahrheitet sich, was die sozialdemokratische Fraktion und Preise füßen. Die offizielle Kandidatur steht wieder im Flor, wie unter ich dankend. Jedenfalls würde eine minifterielle Erklärung nur so von Anbeginn fagte: Dieses agrarpolitische" Infiitut beziveckt, Wahlen Mac Mabon's 1877. dem zweiten Kaiserreich Kaiserreich, wie unter den Staatsstreichslange Schutz gewähren, als ich Beamter bin, und diese Qualität dem Großgrundbeliß und den Broßzenbauern auf Kosten der Unterpräfekten, auch die Schullehrer werden gezwungen, Nicht nur die Präfekten und werde ich in demselben Augenblicke aufgeben, in welchem meine Steuerzahler, der Arbeiter und der kleinen Bauern, billige Darlehen die Rolle von offiziellen Wablagenten zu spielen. Der Klerus Pflichten als Beamter in Kollision kommen mit der mir durch meine zu gewähren. Waterlandsliebe auferlegten Pflicht, auf Schäden unseres sozialen ist ganz offen, troy des Konkordats, in die Wahlaktion eingetreten. Lebens aufmerksam zu machen. Ich befürchte aber nicht, daß eine agitatorische Rundreise durch die franzöfifchen Bisthümer machen, 8wei päpstliche Emissäre dürfen umbehelligt eine wahl derartige Maulforbspolitik in unserem Staate möglich sei. um im Namen des Papstes die gesammte Geistlichkeit zur Agitation für die Regierungskandidaten aufzufordern. Endlich ermuntert die Regierung die Aufstellung von Geldkandidaten. Nie vorher hat man so viel Millionäre in den Wahlkampf eintreten sehen.. " eine Organisation der Arbeiterschaft mit direkter Bertretung im Im hessischen Landtage beantragte unsere Frattion, Ministerium in die Wege zu leiten, ähnlich der Vertretung der Landwirthschaft und des Gewerbes, die in der oberen landwirthschaftlichen Behörde und in der Zentralstelle für die Gewerbe vorhanden find. Wir find begierig, wie sich die Finger und Genoffen da drehen und wenden werden, um die Berechtigung dieses Antrages bestreiten - Die diesmaligen Zantièmen der Berliner Großbanten für das Jahr 1897 geben den Beweis, wie üppig unter dem Börsengesetz gerade die größten Finanzinstitute zu gedeihen vermögen. Das agrarische Börsengesetz bedeutete nichts anderes als eine Stärkung der Berliner haute finance, als welche zu können. Der Fall Greffulhe Breton hat gerade am Vorabend der Interpellation die schändliche Unterlage der Geldkandidaturen offen bart. Graf Greffuthe, ein fteinreicher Großgrundbesitzer und intimer Freund Felix Faure's, versuchte durch seine Wahlagenten den oppofitionellen Abgeordneten Breton auszukaufen um 100 000 Frts und zwei fette Pöstchen für ihn und dessen Schwiegersohn. Und awar beriefen sich die Wahlagenten auf die 3usage Meline's und F. Faure's bezüglich der versprochenen Pöstchen. Die Regierungsreduer, Barthon und Meline, konnten keine einzige Thatsache widerlegen. Ihrer Majorität sicher, antworteten sie, wie immer, mit nackten Ableugnungen, mit pathetischen Lügen, mit Kriegsrufen gegen den Sozialismus. Die Klerikal- Monarchisten verziehen sogar Barthou seine energisch- heuchlerische Erklärung zu gunsten der antiklerikalen Schulgesete, eine Erklärung, die übrigens von Meline bezeichnenderweise abgeschwächt wurde. Die Thaten der Regierung genügen ihnen vor der Hand. " = Deutsches Reich. In der spanischen Presse ist von hier aus die Meldung ver-| Wort. Die Nachricht dürfte von den Unternehmern ausgehen zu breitet worden, der Kaiser habe bei einem Familien Diner, daß dem Zwecke, die Arbeiter dieser Branche zum Streit zu provoziren. bei der Prinzessin Heinrich von Preußen stattgefunden hätte, eine Aeußerung gethan, die auf eine scharfe Parteinahme Deutschlands in der kubanischen Berwickelung Vergleich beendet; dieselben bekommen von ihrer Forderung zwei Der Streit der Schiffszimmerer in Rathenow ist durch schließen lassen würde. Der Streit der Tischler dauert unverändert fort. Gefangene werden Drittel bewilligt und nehmen infolge dessen die Arbeit wieder auf. nicht mehr beschäftigt. Wir sind zu der Erklärung ermächtigt, daß diese ganze Erzählung auf Erfindung beruht. Das offizielle Blatt der nordamerikanischen Armee und der Marine behauptet, die Lage sei sehr ernst. Der Krieg scheine un- Der Verband der deutschen Kupferschmiede( Siz Hamburg) vermeidlich. hält in den Tagen vom 20. bis 23. März in München seine diesMan behauptet in Washington, daß die Katastrophe des jährige Generalversammlung ab. Die vorläufige TagesPanzers Maine" durch einen von außen kommenden Stoß herbei- ordnung lautet: Berichterstattung des Ausschusses und geführt worden sei, und daß der Bericht der Untersuchungskommission Delegirien; Statutenänderung; Berathung der vorliegenden sonstigen auch dahin laute. Anträge; Wahlen für den Sitz des Ausschusses; Wahlen für die Dagegen wird aus Washington gemeldet: Vereinsleitung; Festsetzung des Ortes für die nächste GeneralNach einer Konferenz, an der der Präsident Mac Kinley und versammlung. die Staatssekretäre des Krieges, der Marine und des Schayes theil- An dem Ausstand der Färberei Arbeiter in Mühlhausen nahmen, ist die nachbrüdliche Giflärung erfolgt, daß die Regierung in Thür. find gegenwärtig noch 168 Arbeiter betheiligt. Im Anbis jetzt durchaus ohne Kenntniß der Ursache des Maine- Unglücks fange des Streits hatten 236 die Arbeit niedergelegt. 60 Färberei sei und keinen Bericht irgendwelcher Art von dem Untersuchungs- Arbeiter haben die Arbeit wieder aufgenommen, einige arbeiten in ausschusse oder irgend jemand mit diesem im Zusammenhang anderen Betrieben. Die Frage, ob die Arbeiter gewillt seien, bei stehenden erhalten habe. einer zehnprozentigen Lohnerhöhung die Arbeit wieder aufzunehmen, wurde von den Streifenden abgelehnt. Wie verlautet, sollen in der Fabrit Streitbrecher übernachtet haben und ist hiervon die Polizeibehörde in Kenntniß gefeßt. " = " 11 • Die Radikalen nahmen Stellung durch die Rede Léon Bourgeois. Der ehemalige Ministerpräsident, der nur mit Hilfe der Sozialisten sich hatte am Ruder erhalten können, richtete einen letzten Appell an die Opportunisten, sich mit den Radikalen wieder zu verföhnen, nebenbei eine Erflärung gegen den Kollektivismus abgebenb. Das verzweifelte Klammern der regierungsfähigen" Radikalen an die felige Politik der republikanischen Konzentration", von der die kapitalistischen Republikaner nichts wissen wollen, ist tein günstiges Anzeichen für die radikale Wahltaktik. Um fo mehr, als Bourgeois' Ausführungen auf eine Rede Die in Lissabon liegenden Kriegsschiffe Bancroft" und" Belena" Millerand's folgten, worin dieser im Namen der Sozialisten haben Segelordre nach Key- West erhalten." fategorisch erklärte, daß die Sozialisten im zweiten Wahlgang überall, Aus New Yort wird gemeldet, daß im dortigen Hafen große wo ein Meline'scher Kandidat von einer Spaltung innerhalb der Vorbereitungen getroffen und unterirdische Minen gelegt werden. In Potschappel ist einer der am Streit betheiligten Bild. Opposition profitiren könnte, für die Radikalen eintreten würden. Daily Mail" meldet aus Washington: Große militärische Kräfte hauer verhaftet worden, nur weil er einen weiterarbeitenden Barum nun hat Bourgeois nicht eine ähnliche Verpflichtung seitens werden in Atlanta zusammengezogen. An dem Tage, wo der Krieg Kollegen, der erst den Streit mit beschloffen hatte, in maßvoller und der Radikalen zu gunsten der Sozialisten anerkannt? War das mit Spanien erklärt werden sollte, könnten 25 000 Mann sofort nach besonnener Weise zuredete, doch sein Wort zu halten. augenblickliche Tribünentaktit oder der stillschweigende Ausdruck der Kuba eingeschifft werden. In der Jute Spinnerei und Weberei von Tränker bevorstehenden Wahltaktit der gemäßigten Radikalen? Der Jnt. Corr." wird aus Madrid gemeldet: Das Botum der Rammer zeigte die unerschütterliche Eintheilung Der spanische Geschäftsträger in Washington hatte die nord- und Biker in Leipzig Lindenau fiud wegen 14prozentiger der Parteien in zwei Lager. Es wird gebeten, den Zuzug fern zu halten. Das Kabinet erhielt die übliche amerikanische Regierung ersucht, die Zusendung von Lebensmitteln ohureduzirung sämmtliche Weberinnen in den Ausstand getreten. politische Mehrheit von 82 Stimmen, just die Zahl der klerikal- und Kleidungsstücken für die nothleidenden Kubaner mittel3 nord. Es wird gebeten, den Zuzug fern zu halten. monarchistischen Abgeordneten. Friedliche Verhältnisse amerikanischer Kriegsschiffe einzustellen, da das Verhältnisse zwischen Arbeitgebern Paris, 18. März. Präsident Faure bestreitet, von den Unter- fortwährende Einlaufen dieser Panzerschiffe in die tubanischen Häfen Arbeitern hat der Arbeitgeber- Verband von Hamburg- Altona nach handlungen zwischen Greffulhe und Breton bezüglich Greffulhe's auf der Jufel große Beunruhigung hervorrufe. Die nordfeinem Geschäftsbericht vom vorigen Jahre herbeigeführt. Auf Kandidatur Kenntniß gehabt zu haben. amerikanische Regierung hat jedoch dieses Er welche Weise das geschah, darüber giebt der Bericht einige interfuchen zurückgewiesen, da die Benutzung von Privat effante Aufschlüffe. Ueber die Errichtung des Arbeitsnachweises Schiffen die Zusendungen unverhältnismäßig vertheuern würde. heißt es, daß es das Bestreben des Berbandes gewesen sei, Diese Haltung hat in Madrid einen peinlichen Eindruck hervor alle Maßnahmen zu hintertreiben, die darauf abzielten, einen gerufen. auf gleichberechtigte Theilnahme der Arbeiter und Unters nehmer bafirten Arbeitsnachweis zu schaffen. Zweimal schien das Zustandekommen des geplanten Nachweises überhaupt in Frage gestellt. Einmal, als die Senatskommission sich dafür verwandte, daß der Nachweis für Schauerleute aus Staatsmitteln unterhalten und in die Hände der Patriotischen Gesellschaft gelegt werden follte. Es gelang, in einer vom Verbande berufenen Sigung die Gesellschaft davon zu überzeugen, daß unter den obwaltenden Ver hältnissen ein derartiger Nachweis weder den sozialen Frieden fördern, noch dem allgemeinen Wohle dienen würde! obil Dänemark. . und -Im Folkething entwickelte sich bei der Berathung des Kultusetats eine längere Diskussion über die Forderung von 25 000 Kronen für den Christlichen Verein junger Männer". Die Die Madrider Agencia Fabra" schreibt recht großspurig: Linte hatte sich im Ausschuß in dieser Frage gespalten, indem drei Es find auf Ruba 82 000 bewaffnete Freiwillige vorhanden, die Radikale für die Bewilligung waren, die übrigen dagegen. Und da bereit sind, die spanische Souveränetät zum Aeußersten zu verauch die Rechte und die Moderaten dafür waren, war der Poften theidigen. Spanien wird keinen Krieg provoziren, aber wenn es im Ausschuß bewilligt worden. Im Plenum sprach besonders herausgefordert wird, wird es nicht allein fein. Spanien würde Klausen, namens der Sozialdemokratie, dagegen. Der Christ nicht nöthig haben, amerikanisches Gebiet anzugreifen, es würde liche Verein junger Männer" hänge mit Paftor Bed's Junerer ein Krieg mit Raperschiffen genügen, der den amerikanischen Handel Vertreter der Senatskommission sowohl wie die der Patriotischen Mission" zusammen, deren wahnsinniger religiöser Fanatismus zu grunde richten würde. Die gesunde Vernunft räth zum Frieden. unter den jütischen Bauern schon genug Unheil anrichte. Der Jrren- Aus Madrid wird ferner gemeldet: arzt Dr. Geill hätte nachgewiesen, daß die„ Innere Mission" mit ihrer Die Abfahrt eines neuen Geschwaders von Radix nach Kuba Verbreitung der Teufelsfurcht in 15 Jahren dem Aarhuser Irrenhaus ist erfolgt." 60 Geistestrante zugeführt habe, wovon allein 35 in den letzten fünf Aeußerlich werden die Formen in den Beziehungen zwischen Jahren. Klausen hätte nichts dagegen, daß die" Innere Mission" beiden Mächten aufrecht erhalten, wie die folgende Depesche ihre Buß- und Frauenversammlungen abhalte, aber er müsse dagegen aus Washington beweist: protestiren, daß der Staat diese religiöse Sette mit den Geldern der Bürger unterstüße. Nachdem namentlich die drei„ Radikalen" sich für die Bewilligung energisch ins Zeug gelegt hatten und auch der Minister Sthyr dafür gesprochen hatte, obwohl er es ablehnte, sich über die Junere Mission" zu äußern, wurde der Antrag in namentlicher Abstimmung mit 50 gegen 42 Stimmen abgelehnt. " Ein sozialdemokratischer Erfolg. Bei der zweiten Lesung des Postetats hatte der Vertreter der Sozialdemo kraten für die Pofibeamten Sommerkleider verlangt. Der Minister war damals zweifelhaft. Nun ist zur dritten Lesung für die Land briefträger bereits eine Summe zur Anschaffung der geforderten Kleidung eingesetzt.Italien. Rom, 12. März. Deputirtenkammer. Nach einer Lebhaften Debatte, die mehrere Tage dauerte, hat die Kammer ohne besondere Abstimmung sämmtliche Artikel des Gesetzentwurfs über Arbeiterunfälle in der vom Senat in Uebereinstimmung mit den Wünschen der Regierung gebilligten Fassung angenommen. Die geheime Abstimmung über die Gesammtvorlage wurde wegen Beschluß unfähigkeit vertagt. Spanien. Madrid, 12. März. Nach amtlichen Meldungen hat die aufrührerische Bewegung in Bolinao( Philippinen) vollständig aufgehört. Die telegraphische Verbindung ist wieder hergestellt. Glauben werden diese schönfärberischen Meldungen heute weniger benn je finden. Madrid, 14. März. Eine Anzahl Abgeordneter hat beschlossen, die Revision des Prozesses von Montjuich zu fordern. no Die von den Radikalen und Sozialisten gestern veranstaltete Rundgebung hat unter Theilnahme von Frauen stattgefunden. Nußland. den " Bezeichnend ist die Rücksichtslosigkeit, mit der jede Mitwirkung der Arbeiter am Arbeitsnachweis abgelehnt wurde, und wie es die Unternehmer verstehen, ihrem Einfluß gegenüber den Behörden Nachdruck zu verleihen. Daß mit dieser Diktatur des Arbeitgeber- Verbandes friedliche Verhältnisse zwischen Arbeitgebern und Arbeitern zu erhalten find, wird schwerlich jemand glauben. Interessant ist eine weitere Mittheilung in dem Bericht über die" Preßtrabanten" des Arbeitgeber Verbandes, die in ſchon B Der neue spanische Gesandte Bernabe und die Mitglieder der spanischen Gesandtschaft begaben sich heute nach dem Weißen Hause und wurden von dem Staatssekretär Sherman dem Präsi denten Mac Kinley vorgestellt. Die Worte des Gesandten und die Antwort des Präsidenten waren sehr herzlich!" Washington, 12. März. Das Schabamt hat die Zollbeamten bes Arbeitsnachweises, so war wohl die Beeinfluffung der öffent gannen. Es heißt darüber im Bericht:" Berlaffen wir das Gebiet angewiesen, auf aus Frankreich stammenden Zucker Kompensations- lichen Meinung auf publizistischem Wege eine wesentliche Aufgabe zölle zu erheben. der Geschäftsführung. Dementsprechend hat es der Geschäftsführer Ottawa, 12. März.( Jnt. Korr.) Ein internationaler nicht fehlen lassen, feinen Einfluß auf die Redaktionen verschiedener Streitfall betreffs des tanadifchen Goldlandes. Tagesblätter geltend zu machen und auch in mehreren sam Die Behörden des zu den Vereinigten Staaten gehörenden burger wie Berliner Blättern wurden vornehmlich solche Küstengebietes zwischen Juneau und Stag way, von wo aus ins Auge gefaßt, die in maßgebenden Kreisen und Ministerien gebisher der Durchmarsch nach den Goldfeldern über den weißen Paß halten und gelesen zu werden pflegen." stattfand, find nicht in der Lage, gesetzliche Zustände aufrecht zu er Aus welchen Quellen die Mittheilungen bürgerlicher Blätter über halten. In den genannten Küstenorten haben sich viele tausend die Arbeiterbewegung fließen, konnte nach den bisherigen Leistungen Personen angesammelt, welche von der Ueberschreitung der Pässe faum zweifelhaft sein. Die Lügenberichte über Streiks, über Ausabstehen mußten und bei der dort herrschenden Theuerung völlig schreitungen der Arbeiter und die Beschimpfungen der GewerkWochen andauernd Gewaluhaten, denen die Behörden der Ver- gewiffen Programmen immer willige Aufnahme gefunden und liegt mittellos geworden sind. Diese Elemente verüben seit mehreren schaften, um das Koalitionsrecht der Arbeiter einzuschränken, hat in einigten Staaten machtlos gegenüberstehen. Um nun ein Uebergreifen im Intereffe der Unternehmer. Das heuchlerische der Presse ist, daß der Unruhen auf das kanadische Gebiet zu verhüten, wurde von sie sich den Anschein giebt, als ob fie objektiv berichte und arbeitereinem in jenen Gewässern frenzenden englischen Kriegsschiffe am freundliche Tendenz vertrete. 6. März eine Abtheilung von 50 Marinesoldaten in Skagway ge- Ueber den Ausstand der Maler in Wiesbaden wird landet, welche die sechs englische Meilen breite Rüflenzone des zu uns von der Lohnkommission berichtet, daß die Zahl der Streifenden den Vereinigsten Staaten gehörenden Gebietes durchschritten und nach 14tägigem Verlauf des Streits auf 317 gefunken ist, da eine auf kanadischem Gebiet ein Lager bezogen. Dieser Durchzug Anzahl Kleinmeister die Forderungen hewilligt haben. Streitbrecher erfolgte obne vorher eingeholte 3ustimmung der sind bis jetzt im ganzen 24 zu verzeichnen. Die Unterstützung bes Regierung in Washington; doch hat der dortige britische trägt die erste Woche 4095 M. und ist für die zweite Woche eine Gesandte Pauncefote dem Präsidenten Mac Kinley die Versicherung Unterstützung von mindestens 3000 m. nöthig. Da nun die Organisation gegeben, daß irgend eine Verlegung der Hoheitsrechte der Ber noch ziemlich jung ist, so wird die Hauptkaffe der Vereinigung in einigten Staaten in dem Küstengebiet aufs gewissenhaftefte vermieden erhöhtem Maße in Anspruch genommen. Es ist daher nothwendig, werden solle. Es ist jedoch noch fraglich, ob man in Washington wenn dieser Lohnfampf erfolgreich durchgeführt werden soll, daß die diesen Fall so ruhig hinnehmen wird. Kollegen die Streifenden unterstützen. Die Gelder sind an die Hauptkasse unserer Vereinigung nach Hamburg zu Gin liberales Windchen weht wieder einmal im Reiche des Zaren. Ein im russischen Regierungsboten" publizirter senden. kaiserlicher Utas verfügt die Einführung der Geschworenen= Ju Werdan ist der Streit der Weber der Firma C. G. Bäßler Der Bundesrath hat in seiner heutigen Sitzung die Vorlage, mit theilweisem Erfolge beendet. gerichte und der Justizordnung Alexander's II. in den Gouver betreffend die Feststellung eines Nachtrags zum Reichshaushalts- Gtat nements Dlonez, Astrachan, Orenburg und Ufa, welche bereits am für das Rechnungsjahr 1898, den zuständigen Ausschüssen überwiesen; Ausland. 1. Juli ftattzufinden hat. Gleichzeitig mit diefer Verordnung wird dem Ausschußantrag zu dem Entwurfe zu Vorschriften über AusDie Handschuhmacher Wiens haben in jüngster Zeit eine vom Justizministerium bekanntgegeben, daß diese vier Gouverne- wandererschiffe und dem Ausschußantrage zu dem Entwurfe von Be- musterhafte Lohnbewegung durchgeführt. Von zwanzig Firmen, bei ments demnächst auch die Landschaftsverfassungen er- ftimmungen über den Geschäftsbetrieb der Auswanderungsunter- oder schon nach furzem vorübergehenden Ausstand die Forderungen denen Forderungen erhoben wurden, haben achtzehn entweder sofort halten werden. Die ruffischen Blätter äußern ihre Befriedigung nehmer und Agenten wurde zugestimmt. über die Erweiterung der Geschworenengerichte und der Semftwobewilligt. Gänglich ablehnend verhalten sich blos zwei Firmen. Bei Autonomie. diesen wird deshalb auch jetzt noch gestreift; Buzug von Handschuhmachern ist vor allem fein zu halten. " Ans Odessa wird den Times" gemeldet, die russische Regierung beabsichtige eine neue Schiffswerft in Sebastopol zu errichten zum Bau von Torpedobootszerstörern und Torpedobooten; zwei neue Kreuzer für die Freiwilligen- Flotte feien fürzlich im Auslande bestellt worden. Griechenland. wurden von Parlamentarisches. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. Die Schmiede und Stellmacher in Lausanne baben durch Ver. Die Forderung der Steinsetzer auf Einführung der neun- einbarung mit den Meistern den Zehnstundentag, Minimallohn von stündigen Arbeitszeit wurde von der Innung abgelehnt. Wie in 40 Cts. per Stunde, Abschaffung von Kost und Logis beim Meister, einer Versammlung der Gesellenschaft, die am Sonntag bei Röllig, 14tägige Lohnzahlung und Kündigung, Versicherung gegen Unfall, Rosenthalerstraße tagte, von den Altgefellen bekannt gegeben wurde, Bevorzugung der organisirten Arbeiter bei Neueinstellungen und Athen, 18. März. Die Zeitung Asty" meldet, daß die drei weigerte sich die Innung in einem Schreiben, das auch zur Verlesung Unterlassung jeder Maßregelung erreicht. fam, mit über die Schußmächte ihre Garantie auf die gesammte Anleihe ausdehnten, rbeiter in Berhandlung sit freten. 213 Dann doch auf Beranlassung Depeschen und letzte Nachrichten.. deren Effektivbetrag sich auf 155 Millionen Franks belaufe. Die des Gesellenausschusses eine gemeinschaftliche Sigung stattfand, Regierung hofft, die betreffende Gesetzesvorlage in zwei Tagen der München, 14. März.( W. Z. B.) Der Polizeibericht schreibt Kammer vorzulegen. den Meistern die Wünsche der Arbeiter be Gin Student der Rechte aus Berlin Frizz D. wurde heute füh mit Die Urheber des Attentats gegen den König werden noch fämpft und ihnen nur zugestanden, daß keine Reduzirung des einer Schußwunde im Unterleib in das chirurgische Hospital gebracht, in diesem Monat vor das Schwurgericht gestellt werden. festgefeßten Lohntarifs stattfinden soll. Der bisher giltige Tarif, wo er nach 2 Stunden verstarb. Es besteht kein Zweifel, daß die wonach bei 10 stündiger Arbeitszeit der Stundenlohn 60 Pf., Verwundung auf ein Duell zurückzuführen ist. - Der tretische Gouverneursposten. Den Times" Minimallohn 55 Pf., und für eben ausgelernte Gesellen 50 Pf., für London, 14. März.( W. T. B.) Unterhaus. Das Mitglied wird aus Athen gemeldet: Eine Petersburger Drabtung versichert, Ueberstunden 75 Pf. und für Nachtarbeit 90 Pf. beträgt, foll auf des Unterhauses Davitt fragt die Regierung, ob im Falle eines die Wahl des Prinzen Georg zum Gouverneur von Kreta sei nun ein weiteres Jahr beibehalten werden. Jedenfalls wäre aber eine Strieges zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und einer mehr gewiß, da die Zustimmung aller Mächte gesichert Verkürzung der Arbeitszeit sehr nothwendig, da, abgesehen von dem europäischen Macht britische Kriegsschiffe der amerikanischen Resei. Der Kaiser von Oesterreich und der König von Italien oft stundenlangen Wege bis zur Arbeitsstelle, wodurch der Arbeiter gierung gelieben werden sollen. Der Unterfekretär des Auswärtigen hätten in einem Handschreiben den Zaren von ihrer Zustimmung für fich und feine Familie überhaupt keine freie Zeit Curzon verneinte diese Frage. verständigt. übrig behält, die Arbeitslosigkeit in diesem Beruf eine Rom, 14. März.( W. T. B.) Die Fünferfommission, welche Asien. große ist, daß sogar im Sommer kaum mehr als 40 pt. der mit der Prüfung der Crispi Angelegenheit beauftragt war, hielt Bombay, 14. März. Die Stadt ist ziemlich ruhig. Die in betracht kommenden Arbeiter beschäftigt werden. Gegen die Aus heute ihre letzte Sigung ab. Der Bericht, welcher etwa 100 Seiten militärischen Vorsichtsmaßregeln bleiben aufrechterhalten. Alle Abführungen des Obermeisters Dellos in der gemeinsamen Sigung, umfaßt, wird der Kammer am Freitag vorgelegt werden. theilungen des Sanitätsdienstes, denen es obliegt, die an der Pest daß im Steinfegerberuf feine Mißstände vorhanden sind, protestirte Kapstadt, 14. März.( Meldung des Reuter'schen Bureaus".) erkrankten Personen zu ermitteln, werden von Truppen begleitet.. die Versammlung und mißbilligte in einer angenommenen Resolution, Wie eine Depesche aus Johannesburg meldet, ist der Mitinhaber Die Ausstandsbewegung dehnt sich weiter aus. Zahlreiche Ver- daß es den Vertretern der Gesellen verboten wurde, von ihrem zu der Firma Barnato Frères, Wolf Joel, heute früh in seinem haftungen wurden vorgenommen; auch die Mörder der beiden am stehenden Recht Gebrauch zu machen und die Mißstände in den ge- Komptoir erschossen worden. Der Mörder, ein früherer Soldat, 9. b. M. getödteten englischen Soldaten sind zur Haft gebracht meinsamen Sigungen vorzubringen. Zur Ergänzung des Gesellen wurde verhaftet. worden. ausschusses wurden Kunze und Hempel gewählt. Das Material Havana, 14. März.( W. T. B. Zwischen Abtheilungen von Amerika. über die Mißständefbei den einzelnen Unternehmern soll dem Gesellen Aufständischen, die sich unterwerfen wollten, und anderen, die sie ausschuß unterbreitet werden, der dann das weitere veranlassen wird. hieran zu verhindern suchten, kam es zu einem blutigen Zusammen Die Kistenmacher sollen nach der Meldung bürgerlicher Blätter stoße. Die Leichen der Führer Alvarez, Nunez und Espinosa beabsichtigen, in einen Streit einzutreten. An dieser Reporterente wurden gefunden. Eine Truppenabtheilung verfolgt die Aufist, wie uns von sachkundiger Seite mitgetheilt wird, kein wahres ständischen. Die Kriegsgefahr hat eher zu als abgenommen. Die Hoffnung der Spanier auf eine mehr als moralische Unterflüßung Durch die Großmächte ist sicherlich unberechtigt. Die Nordd. Allg. 3tg." schreibt heute: " fo 10 Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Wax Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. unterhaltungsblatt. Br. 62. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die Abänderung des§ 138a Absatz 5 der ziehung verglichen werden kann, ganz abgefehen von der Frage, ob Gewerbe- Ordnung. " Dienstag, 15. März 1898. Arbeiter- Sanitätskommission. halb mit der Berichtigung aus dem Jahre 1873 in gar keiner Bedie Form, wie der Druckfehler im Militär- Strafgesetzbuche berichtigt Der Winter mit seinen kurzen Tagen und langen Nächten ist wurde, einwandsfrei ist oder nicht. Bur Rechtfertigung der vom Reichs- Anzeiger" gebrachten Be- Schon aus diesem Grunde genügt also die Zustimmung des ein Feind der Armuth; für den Besitzenden durch die langen Abende richtigung" veröffentlicht die offiziöse Norddeutsche All- Bundesraths und des Reichstags- Präsidenten nicht, um der Be- die Zeit der Vergnügungen innerhalb und außerhalb des Hauses, gemeine Beitung" eine von unterrichteter Seite" herrührende richtigung" des§ 138a Absatz 5 der Gewerbe- Ordnung die Rechts- bringt er dem Besitzlosen nur Noth und Entbehrungen in erhöhtem Mittheilung. Es wird darin angegeben, daß der Sache ein redaktio- fähigkeit zu verleihen. Daß der Reichstags- Präsident nicht über die Maße, erschwerte Arbeitsgelegenheit und gesteigerte Unterhaltungsnelles Versehen zu grunde liege, das zwischen der dritten Lesung Abänderung von Gefeßen bestimmen tann, sondern dies Sache des kosten. Besonders empfindlich wird den Armen das Wohnungs und der Gesammtabstimmung im Reichstage vorgekommen sei. Dann Reichstages selbst ist, sei nur nebenher erwähnt. Außerdem kann elend in einem Winter, der wie der diesjährige Regen und Sturm sagt der Offiziosus: der jetzige Präsident über die Sache nicht mehr wissen als jedes flatt Schnee und Frost bringt. Es regnet, regnet, regnet. Die Wenn bei der Gesammtabstimmung dieses Versehen unbemerkt andere Mitglied des Reichstages, und Herr v. Leveyzow, der 1891 Kinder müssen im Zimmer bleiben, die Fenster werden ängstlich geschlossen gehalten, um die Feuerung zu sparen und den Regen blieb, so konnte dadurch, bei der rein formellen Natur dieser Ab- das Präsidium führte, ist ja nicht mehr im Amt. stimmung, eine der klaren Absicht des Reichstages zuwiderlaufende Kurz, die Rechtfertigung der Abänderung des§ 188a ist voll nicht hinein zu lassen, durchnäßte Kleidungsstücke trocknen in der Aenderung der in dritter Lesung gefaßten Beschlüsse nicht bewirkt ständig verfehlt. Die Abänderung kann, wenn man darauf be- Küche, häufig dem einzig geheizten Raum, in welchem die ganze Familie zusammengepfercht ist. Und nach und nach dringt das werden, vielmehr ist das Ergebniß lediglich als eine unrichtige steht, nur im Wege der Gesetzgebung vorgenommen Wasser durch Decken und Bände, verstopft die Boren im Mauerwerk Beurkundung des wirklich gefaßten Beschlusses anzusehen. Da werden. und tropft herab, macht die Luft im Zimmer muffig und dumpf und ferner auch die Zustimmung des Bundesraths zu dem Gesetz schafft den Nährboden für Schimmel und Schwamm, die nicht blos entwurfe sich nur auf den vom Reichstage fachlich gefaßten BeFußboden und Tapeten, sondern auch des Armen Hab' und Gut und schluß und nicht auf dessen unrichtige Wiedergabe beziehen konnte, seine Gesundheit zerstören. so entsprach der im Reichs Geseyblatt verkündete Text in dem fraglichen Punkte nicht dem Geseze, wie es von den gesetzgebenden Faktoren angenommen worden war. " 0 Wahlbewegung. 0 # den Für den Wahlkreis Tilsit Niederung stellen die Mehr als sonst noch gelangen dieses Jahr Klagen über nasse, Litthauer den durch seine litthauischen Propagandafchriften be ungesunde Wohnungen an uns, mehr als sonst noch vermissen wir fannten Dr. Sauerwein als Reichstags Kandidaten und im Kreise ein städtisches Wohnungsamt und städtische Ge= Von der Beseitigung dieses Versehens konnte, wie sich in der abian Wehlau an ftelle von Lapat- Laufnen, welcher fundheits- Aufseher, die solche gesundheitsschädlichen Praxis herausgestellt hat, im Intereffe der Sonntagsruhe die Annahme der Kandidatur abgelehnt hat, den Besitzer Juschka Wohnungen beaufsichtigen und verbieten müßten und der Arbeiterinnen nicht abgesehen werden. Arbeiterinnen Weynothen auf. dürfen nämlich nach§ 105 c a. a. D. zu Arbeiten, die zur Eine Versammlung der Vertrauensmänner des Bundes der armen Bewohnern dazu verhelfen, schleunigst aus denselben hinauszukommen. Verhütung des Verderbens oder Mißlingens erforderlich find, auch Landwirthe" im Wahlkreise Kassel Melsungen verwarf mit Aber noch immer verlautet nichts von der Schaffung eines Sonntags herangezogen werden, soweit diese Arbeiten nicht an allen gegen eine Stimme die Kandidatur Wegmann und erklärte solchen städtischen Gesundheitsamtes. Wohl hat die Sonnabenden im Wege der Ueberarbeit geleistet werden können. sich für Unterstützung des Kandidaten der deutsch- sozialen Stadtverordneten- Bersammlung im vergangenen Jahr eine Res Der Fall ist nicht selten, daß Arbeiten, welche eine Unterbrechung Reforinpartei( Schack). Die Versammlung fordert die vereinigte folution gefaßt, in welcher sie den Magistrat ersucht, die Kosten für vom Sonnabend bis zum Montag nicht zulaffen, in der gegenüber tonfervativ- nationalliberale Partei in Beantwortung ihrer Ans ein Gesundheitsamt in den diesjährigen Etat einzustellen, aber bis anderen Wochentagen fürzeren Arbeitszeit an Sonnabenden bis frage, auf, fich mit oben genannter Partei( Reformpartei) jetzt haben wir vergebens auf eine entsprechende Vorlage gewartet. 51/2 Uhr nicht beendet werden können, während ihre Beendigung bis über die Ausstellung eines gemeinsamen Kandidaten zu einigen; Nach wie vor stehen diese armen Leute schußlos dem Hauspascha 81/2 Uhr abends möglich ist. Nach der bisherigen unrichtigen der Bund würde dann auch diesen Kandidaten zu dem feinigen gegenüber, nach wie vor erflärt das Polizeipräsidium auf die BeFassung des§ 138a Abs. 5 gehörten die in Biffer 4(§ 105 c) be- machen. schwerde derselben, daß die Polizei nicht einschreiten könne, da ein zeichneten dringenden Arbeiten nicht zu denjenigen, für welche Neber- Der Vorstand des bayerischen Handwerkerbundes ist auch von öffentliches Interesse nicht(!) vorliege, und verweist den Armen arbeit am Sonnabend gestattet werden konnte. Es blieb also nur der Sammelmanie befallen. Er erläßt einen Aufruf, in dem es auf den Weg der Ziviltlage. die Sonntagsruhe zu verkümmern. Dies entspricht, wie oben am Schluß heißt:„ Wenn es auch wichtig ist, die Kandi dargelegt, nicht der Absicht des Gesetzgebers, die wirkliche Absicht daten auf ihre Handwerkerfreundlichkeit zu prüfen, so ist des Gesetzgebers mußte daher zu unzweifelhaftem Ausdruck gebracht doch in jedem Falle die Stimme offen gegen die werden. Sozialdemokratie abzugeben, auch dort, wo wir, um den anderen Kandidaten zum Siege zu verhelfen, einen Bruchtheil unserer politischen Ueberzeugung dem großen Gedanken der Sammlung aller Ordnungsfreunde zum Opfer bringen müssen." Im Mannheimer Wahlkreise ist von der nationalliberalen Partei der bisherige Vertreter des Kreises Rechtsanwalt Bassermann wieder aufgestellt. Nach dem Vorgange der im Reichs- Gesetzblatte von 1873 G. 138 veröffentlichten Berichtigung des§ 95 des Militär- Strafgesetzbuchs für das Deutsche Reich wurde hierfür nach Einholung der Zustimmung des Präsidenten des Reichstages, sowie der Zustimmung des Bundesraths der Weg der Berichtigung im ReichsGefeßblatt gewählt." Partei- Nachrichten. S Weibenweg 54 im Quergebäude zu ebener Erde bewohnt der Glaser Braun mit seiner Frau einen feuchten, vollständig dunklen Raum, der an einen Pferdestall grenzt. Der Fußboden ist mit Schwamm durchsetzt und vielfach durchlöchert, Waffer läuft an Thür und Wänden herab, an der nach dem Stall gelegenen Wand Pilzanfäße. Gestant nach Pferden und Mist. Die Bewohner kränklich. Der Raum, der gleichzeitig als Werkstatt dient, ist für Menschen unbewohnbar. Trotzdem läßt der Verwalter den Miether nicht ziehen. Dresdenerst r. 14, Hof I. 3 Tr., aus drei Räumen bes stehende Dachwohnung mit zwei freiliegenden Mauern. Die von fechs Personen bewohnten Zimmer sind an den Wänden naß und mit Schimmelauflagerungen besetzt. Die Möbel, Betten, Spinden, Kleidungsstücke verschimmeln, die Bewohner träntlich. In dieser Mittheilung des offiziösen Blattes wird also zugegeben, daß der Reichstag den§ 138 Absatz 5 in der Fassung an= genommen hat, die im Reichs- Anzeiger" als angeblich falsch hingestellt wurde, und daß die Annahme dieser Fassung gerade bei der entscheidenden Abstimmung, nämlich bei der GesammtGemeindewahlen in Heffen- Naffan. In Kassel kommen abstimmung erfolgt ist. Ueber den durch die Gesammt. Ab von 14 Randidaten unserer Parteigenossen 7 in die Stichwahl. In Eberswalder str. 32, Quergebäude 4 Tr., bei Doege, aus stimmung dokumentirten Willen des Reichstags allein hat Bettenhaufen und Heiligenrode stegte die sozialdemo aber der Bundesrath zu beschließen; was der Reichstag vorher, fratische Lifte mit großer Mehrheit. Weiler wurden Kandidaten Stube und Küche bestehende Wohnung. Erstere so naß, daß die während der üblichen drei Lesungen beschließt, geht den Bundesrath unserer Partei gewählt: in Oberrab 4, in Eschersheim 2 Bewohner ständig über Kopfschmerzen flagen und besonders das Staatsrechtlich gar nichts an. ( und 1 kommt in Stichwahl), in Soffenheim 1, in Ginn- Kind nicht aus den Erkrankungen herauskommt. Breslauerst r. 25, 3 Tr., nach 2 Seiten freie Wohnung aus Ebenso wenig glücklich ist der Offiziofus mit seiner Behauptung, beim 4. Stube und Küche. Besonders die Giebelwand in der Stube so naß, daß sie ganz mit Bilzen ausgekleidet ist. Stockiger Geruch. Garde robe im Spind verdirbt. Von den 3 Kindern unter 4 Jahren ist eins bereits erkrankt. " " von der Beseitigung des Versehens" des Reichstages tönne im Bei der Gemeinderathswahl in Züllchow bei Stettin Interesse der Sonntagsruhe der Arbeiterinnen wurden in der 3. Klaffe die beiden Kandidaten des sozialdemokra nicht abgesehen werden. Daß das nur eine Verlegenheitsausrede ist, tischen Wahlvereins mit 119 und 133 Stimmen gegen 40 und zeigt sich schon daran, daß der Offiziofus falsch zitirt. Er fagt 52 Stimmen der Gegner gewählt. nämlich: Arbeiterinnen dürfen nach§ 105 c zu Arbeiten, die zur Verhütung des Verderbens oder Mißlingens erforderlich sind, auch Sonntags herangezogen werden, soweit diese Arbeiten nicht an Sonnabenden im Wege der Ueberarbeit geleistet werden Tönnten." Die Worte im Wege der Ueberarbeit" stehen aber garnicht in dem§ 105 c. " Boziales. Friedenstr. 30, Quergeb. part. Dunkle, feuchte Wohnung ( Stube, Kammer, Küche). Pferdestall vor dem Fenster, eine Darmhandlung unter der Wohnung. Schimmel an Fensterwand und Kleiderschrankt. Schlechter Geruch. Prenzlauer Allee 40b, Quergeb. 1 Tr. bei Gallat Zur Grubeninspektion. Ueber die ministerielle Befragung Neubau. Der Fußboden in den beiden Stuben ist naß und hat sich Ganz im Gegentheil, wie der Offiziofus angiebt, würden durch der Oberpräsidenten und Ober- Bergämter in Preußen, ob berg- in der größeren infolge deffen um 4-5 Bentimeter gehoben. die Berichtigung" des§ 188a die Arbeiterinnen nicht von der Polizeiliche Unterbeamte aus dem Steiger und Arbeiterstande an- Schwamm anscheinend im Boden. Beim heizen stockiger Geruch. Fennstr. 45 r. Seitenfl. 4 Tr. bei Krüger. Wohn- und Sonntagsarbeit entlastet werden, sondern es besteht die Gefahr, daß gestellt oder Delegirte der Bergarbeiter berufen werden sollen, schreibt Schlafraum nach zwei Seiten frei, an Giebel- und Fensterwand die Rheinisch- Westfälische Arbeiter- Zeitung": fie tünftig sowohl von 1/ 26-1/ 29 Uhr Sonnabends wie auch Sonntags Die Möbel stehen inmitten der würden schauzen müffen, wenn der Unternehmer von der unteren ja auch schon kundgegeben haben, gegen die Berufung von Delegirten Stube und verderben ebenso, wie die Kleidungsstücke. Es ist selbstverständlich, daß die Grubenbefizer, wie ihre Organe Schimmel von oben bis unten. Berwaltungsbehörde die Erlaubniß bekommt. Diese zu erhalten, ist der Bergarbeiterschaft sich ins Beng legen und, da sie doch wohner, darunter 2 Kinder, kränklich. aber für einen einigermaßen pfiffigen Unternehmer fein Kunststück. " einige Konzessionen machen müssen, für die Auswahl der Hilfs " Die Be KI. Markus str. 8, Neubau. Die ganze untere Etage noch Welch großen Nachtheil die Arbeiterinnen von der Abänderung kontrolleure durch die Behörden eintreten werden. Hoffentlich be- naß. In den Restaurationsräumen befinden sich üppige Pilgrafen des§ 188a haben würden, zeigt sich aber auch in anderer Beziehung richten die um Auskunft angegangenen Stellen nicht blos die An- an den Wänden und Maden auf der Tapete. Die Gäste klagen Nach der unterm 11. März d. J. erlassenen Bundesraths verordnung dürfen vom 1. Mai d. J. an bis zum 30. April 1908, Schauungen der Bergwerksbesitzer, sondern auch die der Arbeiter über den muffigen Geruch, die Bewohner kränkeln. nach Berlin. Bekanntlich ist selbst der Gewerkverein christlicher Lichtenbergerstr. 18, 4 Tr. bei Seffacs. Die freistehende also zehn Jahre lang die über 16 Jahre alten Arbeiterinnen der Konservenfabriken an den Wochentagen mit Ausnahme Bergleute für die freie Wahl der Hilfskontrolleure durch die Ar: Giebelwand des Vorderzimmers zeigt von oben bis unten Schimmel der Sonnabende täglich 18 Stunden lang beschäftigt werden in den beiter! Ferner muß unbedingt gefordert werden, daß die Berg- pil- Ueberzug. Die Betten mußten von der Wand entfernt werden. Zeiten des Jahres, wo ein vermehrtes Arbeitsbedürfniß" eintritt. Leute selbst vor Ausarbeitung eines Gefeßentwurfs gehört Muffiger Geruch. Blumeshof 6 im Keller, der an und unter dem Niveau des Daneben heißt es aber noch in der Verordnung:„ Die Befugniß der werden. Am vernünftigsten und zweckentsprechendsten wäre es, wenn man unteren Verwaltungsbehörden, nach Maßgabe des§ 188a Absatz 5 ihre selbstgewählten Vertrauensleute, die Leiter ihrer Organisationen, Borgartens liegt, ist Schwamm im Fußboden, trotz aller Reparaturen der Gewerbe- Ordnung ueberarbeit zu gestatten, bleibt für die Sonn- beriefe. Wenn indeß dieser Weg dem Herrn Minister zu„ revo: faulen die Balken immer wieder. Stegliterst r. 88, Hof im Quergebäude parterre. Dunkle abende unberührt." Das heißt, diese Ausnahmebestimmung hat lutionär" erscheint, so berufe er mindestens die Berggewerbe und nasse Wohnung", bestehend aus einem schmalen Bimmer" gerichtsbeisiger. Gegen die Anhörung auch für die Konservenfabriken nach wie vor Giltigkeit. Die untere Bertreter der Bergarbeiter tönnen die Grubenbesitzer nichts ein- und einem höher gelegenen niedrigen Schlafraum, einer Art Hänges Verwaltungsbehörde kann also, wenn§ 138 a Absatz 5 in wenden!" boden, in dem obendrein ein Kochherd steht. Die Bewohnerin ist der in der Berichtigung" des Reichs- Anzeigers" angegebenen Weise Der Frankf. 3tg." wird geschrieben: Seit einigen Tagen asthmatisch und sieht ihrer Entbindung entgegen. Es ist unerläßlich, abgeändert wird, den Konservenfabrikanten das Recht er. theilen, die über 16 Jahre alten Arbeiterinnen, die kein Hauswesen treffen auf den verschiedenen Zechen des Ruhrreviers täglich urtheilte der behandelnde Arzt, die Frau aus dieser Wohnung zu haben und eine Fortbildungsschule nicht besuchen, zu zwingen, Der Gruben vornehmen. Wie ich erfahre, soll in dem System höhere Bergbeamte ein, die eine gründliche Revision entfernen. Chauffeeftr. 2e. In den Fabriken des 2. unb 8. Quer Sonnabends bis 1/29 Uhr abends zu arbeiten, denn den erforderlichen der Grubenlampen eine Nenderung erfolgen, und zwar dergestalt, gebäudes find eine sehr große Anzahl männlicher und weiblicher Grund dazu: das Verderben von Rohstoffen zc. zu verhüten, werden daß an die Stelle der heute im Gebrauch befindlichen Dellampen Personen beschäftigt, von denen etwa 150-200 auf dret auf den die Konfervenfabrikanten stets anführen können. Die Zahl Höfen befindliche, offene Klosets au gehen genöthigt sind. Es liegt also im Interesse des Arbeiterinnenschußes, daß der Text des§ 138a Abfah 5 in der Fassung aufrecht erhalten der Unfälle ist in der letzten Woche wieder sehr erheblich Klosets sind nicht zu verfchließen oder zu verriegeln, fodaß es zu den ärgsten Unzuträglichkeiten kommt. Die Arbeiter halten es für bleibt, wie er vom Reichstag bei der Gesammtabstimmung beschlossen, gewesen. nothwendig, daß auf dem linken Hofe mindestens noch eines und vom Bundesrath afzeptirt und mit kaiserlicher Unterschrift durch den Dem Verband deutscher Arbeitsnachweise ist nunmehr auch auf dem rechten Hofe zwei( natürlich verschließbare) Klosets eins Reichskanzler im Reichsgesetzblatt veröffentlicht worden ist. Daß diese der größte deutsche kommunale Arbeitsnachweis, das Arbeitsamt gerichtet werden. Fassung durch ein Versehen" des Reichstags zu stande gekommen ist, München, beigetreten, ebenso das städtische Arbeitsamt Stuttgart. Alte Jakob ft r. 108 im rechten Seitenflügel liegen( neben war ein Glück für die Arbeiterinnen, das preiszugeben In dem Verbande sind jetzt alle bedeutenden allgemeinen Arbeits: 2 geschlossenen) 2 offenene Klosets, die auch nicht zu verriegelnn sind, und ihnen kein Mensch zumuthen kann. Wenn der Offiziosus den Bogel nachweise des Deutschen Reiches vertreten. abschießen zu können meint, indem er sich auf einen Präcedenzfall aus dem Jahre 1873 beruft, so trifft er auch damit vollkommen Die damals im Reichs- Gesetzblatt" publizirte Mittheilung lautete wörtlich wie folgt: Berichtigung. daneben. " Benzinlampen mit Selbstanzünder treten. mechanischen Betrieben weichen. So 3. B. gab es in einer& in Die Handweberei in Schlesien muß mehr und mehr den der Grafschaft Glatz im Jahre 1892 noch 298 Haushandweber; jetzt nur noch 184. In den paar Jahren hat sich also an dem einen Ort die Zahl der Handweber um 114 vermindert. Die 1 Pissoir. Die Besucher des letzteren müssen vor den Klosets besichtigen. Die Klosets befanden sich bei einer zweimaligen Kon vorbei und vom Hofe aus ist jeder Besucher der Bedürfnißanstalt zit trolle in total beschmutztem Zustand und wurde von den Arbeitern mehrerer Werkstätten benutzt. Ein anderer Theil der Arbeiter geht auf zwei auf dem Boden unter dem Dach gelegene Klosets, die außerdem noch von 12-15 Familien benutzt werden sollen. In dem im 18. Stück des Reichs Gefehblattes für 1872 sub Die Arbeitslosen- Versicherung foll in der Stadt St. Gallen Schönhauser Allee 46. Auf dem kleinen Hof befinden sich Nr. 838 abgedruckten Militär- Strafgesetzbuche für das Deutsche wieder eingeführt werden, wobei man die Fehler, an denen der Abtritte auf Gruben, die ebenso wie die unter dem Wohnungsfenster Reich vom 20. Juni 1872( Reichs- Gesezblatt für 1872 Nr. 18) erste Versuch scheiterte, vermeiden will. Als folche Fehler gelegene Mülltute und das Pissoir ohne Spülung in der Gastwirths find S. 191 im ersten Absatz des§ 95 zwischen den Worten verden bezeichnet die Höhe der Beiträge der Arbeiter, die schaft die Luft verpesten. " Festungshaft" und nicht" infolge eines Druckerei- Versehens die Komplizirtheit der Verwaltung, die Nichtheranziehung der Köpnickerstr. 127, im Fabrikgebäude parterre, 1 und 2 Tr. nachstehenden Worte ausgelaffen worden: Unternehmer zur Beitragsleistung, das Obligatorium für die Tischlerei von Olm. Bis zu 40 Mann sollen auf 1 Hoffloset bis zu fünf Jahren, im Felde Gefängniß oder Feftungshaft." Arbeiter, die selten arbeitslos werden 2c. Nach dem Projekt des angewiesen sein. Außerdem giebt es keine Wasserleitung im Fabrite Der erste Absatz des§ 95 hat hiernach wie folgt zu lauten: bekannten Sozialpolitikers Pfarrers Dr. Hoffmann foll sich gebäude." Wird eine der in dem§ 94 bezeichneten Handlungen die Versicherungspflicht nur erstrecken auf Taglöhner, Erdarbeiter, Reichenberger str. 72a. Der Hofbrunnen giebt stinkendes, vor versammelter Mannschaft oder gegen den Befehl, unter Handlanger, Maurer, Steinhauer, Gipser, Zimmerleute, Maler, gesundheitsgefährliches Wasser, trotzdem ist er zugänglich für jeder. das Gewehr zu treten, oder unter dem Gewehr begangen, Dachdecker, Gärtner, Ausläufer, Packer und Appreteure, während mann. Aehnlich schlechtes Waffer sollen auch die Brunnen der so tritt Gefängniß oder Feftungshaft bis zu fünf Jahren, den Echneidern, Schlossern und Spattern der freiwillige Beitritt Nachbarhäuser geben. im Felde Gefängniß oder Festungshaft nicht unter Einem offen bleiben soll. Die Zahl der so beschränkten Versicherungs- Dresdenerstr. 35. Die Arbeiter der im 3. Hof 3 Treppen Jahre ein." pflichtigen würde 400 betragen. Die Prämie foll auf 20 Cts. pro bei Bittes gelegenen Lederwaaren- Fabrik beklagen sich über den Lärm Bei dieser Berichtigung handelt es sich also um ein Druderei Wodje feftgefegt werden, die Unterfiüßung würde nur für die des Gasmotors der darüber gelegenen Schleiferei. Das Geräusch ist Versehen, das bald entdeckt wurde. Die„ Berichtigung" des Wintermonate November bis März erfolgen. Von Staat und Ge- tagelang so arg, daß die Fensterscheiben klirren und der ganze § 138a Abfah 5 der Gewerbe- Ordnung betrifft aber fein Druckerei| meinde wird ein Jahresbetrag von 10 000 Fr. erwartet. In Ver- Arbeitsraum erschüttert wird. Alle Beschwerden bisher fruchtlos. Versehen, sondern sie stellt die textliche Abänderung eines bindung mit der Arbeitslosen- Versicherung soll ein Arbeitsnachweis von Reichstag und Bundesrath vor vielen Jahren beschlossenen Ge- errichtet und eine allgemeine umfichtige fommunale Arbeitspolitik feyes dar, welche Berichtigung" übrigens nicht im Reichs- Gefeßblatt", verfolgt werden. Man hofft, daß die Sache schon bald wieder in sondern nur im Reichs- Anzeiger" veröffentlicht worden ist und des Fluß kommen werde. Für die Arbeiter Sanitätskommission gingen ein: 3 M. von der Arbeiter- Bildungsschule. Kommunales. Man denke an das hänfige Ereigniß, daß ein Fahrgast, eine mit zwei Farben, monumentalen Linien und breiten, gut vertheilten Frau ungeschickt oder unvorsichtig absteigt und aus irgend Flächen eine ansprechende, wirkungsvolle Arbeit geschaffen. 13 And dem Verwaltungsbericht, den die Deputation für die einer Ursache ein Stück mitgefchleift wird; dann kann der Muster, das sogar einen nicht geringen künstlerischen Gehalt hat, Städtischen Kanalisationswerte und Riefelfelder über Schaffner die altbewährte Signalleine, welche ihm im Bogen muß das Blatt mit den Auerhähnen gelten. Die gekrümmten Zweige ihre Geschäftsführung im Verwaltungsjahre 1. April 1896/97 in zur Hand hängt, mit leichtem Griff erfassen, um zweimal zu ziehen einer verkrüppelten Lärche, ihre Nadelbüsche sind mit den Wald. diesen Tagen erstattet, entnehmen wir folgendes: Den elf Abtheilungen und Halt zu signalisiren; er ist dabei sogar zuweilen noch im stande, hühnern derartig verwendet, daß sie ein erstaunlich schönes Ornament des Stadtgebiets, den Radialsystemen I- X und XII, welche schon seit die Gefährdete mit dem freien Arm zu halten oder zu ergreifen. abgeben. Die Farben sind nicht schreiend und wirken auf alle EntJahren befriedigend funktioniren, wird in nächster Zeit als letzter Will er aber den winzigen Punkt des Druckknopfes erreichen, dann fernungen. Das wäre das Ziel für moderne Dekorationsmalerei. der Kanalisationswerte Berlins in feinen gegenwärtigen muß er den Treffpunkt im Falle der Gefahr mit beiden Augen Die Fachschule sollte endlich mit dem Eindrillen der Rokokko- und Grenzen das Radialsystems XI hinzutreten. Dieser Bau, auf dem fuchen, ihm feine Aufmerksamkeit zuwenden und muß dann Renaissancemanieren aufhören. Denn die Hauptsache für einen in der Deffentlichkeit vielbesprochenen Gebiet rechts und links von mühsam zweimal drücken, um Hallsignal zu geben. Noch schlechter Maler wird doch sein, mit wenigen Farben in furzer Zeit eine der Greifswalderstraße, etwa von dem Nordring der Verbindungs- ist die Einrichtung für den Schaffner, der im Junern des Wagens Fläche dekorativ gefällig auszufüllen. Und das ermöglicht ihm allein bahn bei Weißensee sich erstreckend ein weiter Strich Ackerlandes, elektrisch das Halt Zeichen geben will; denn auch da muß die neue Methode, die nur die Methode des echten, ernsten Kunstnur hie und da mit einigen Häusern besetzt wird nun wenigstens er fich erst einen Druckknopf suchen, während ihm die gewerbes ist. - daß betertlärlich vor dem Wagen Fallende in der Vereine muß es Ehrenfache sein, uns in diesen Bestrebungen zu " mit einem Erst jetzt, wo ihnen vor der Großbeeren mit 26 105 M., Falkenberg mit 85 338 562 aussieht, weiß ich nicht, bin aber überzeugt, daß verständige Lehrer unsere Parteigenossen die mit so großem Geschrei angekündigte Verin dem Umfange eines Theilprojektes, das die dem Verkehr zunächst lederne Bugleine früher bequem überall zur Verfügung stand. ,, Erst jcht." Wie eine Selbstantlage flingt folgende Ein liegenden Gebiete umfaßt, den betheiligten Kreisen die Er- Die Konkurrenzaesellschaft Behrenstraße- Treptow, die ja in technischer ladung, die zu einer heute in der Urania, Wrangelstraße, stattfindenden füllung ihrer Wünsche bringen, indem es Striche Beziehung der Großen Straßenbahn- Gesellschaft weit überlegen istöffentlichen Versammlung massenhaft unter der Bevölkerung des städtischem Anbau erschließen und dem Häusermeer Berlins nur nicht in der Schonung menschlicher Arbeitskräfte hat denn Südostens verbreitet wird: eine ganz neue Stadtgegend angliedern wird. Der Beginn des Baues auch in richtiger Würdigung jener Gefahr die 3ugleine als " Der jetzt erst gegründete evangelische Arbeiterverein harrt nur noch der bereits nachgesuchten landespolizeilichen Ge- Signal beibehalten, während die neuen elektrischen Wagen Berlins hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle evangelisch- christlichen nehmigung seitens des Polizeipräsidenten von Berlin und des Re- Echöneberg- Alexanderplatz mit dem unzuverlässigen elektrischen Arbeiter und Handwerker zu sammeln und geschlossen gegen die gierungspräsidenten in Potsdam. In den übrigen Stadttheilen ist Läute signal fahren. Beachtet man nun noch, wie gefährlich frei, alles terrorifirende, christenthums nud vaterder Bau von Straßenfanälen und Leitungen im Schritt mit der Ent- das heißt ohne Borderschutzblech, wieder die Einsteige land3- feindliche Sozialdemokratie Front zu machen. wickelung Berlins und der angeschlossenen Nachbargebietstheile von fiufe liegt, so ist und 0 11 CÔ bereits Den Mitgliedern der evangelisch- christlichen Männer- und ParochialCharlottenburg, Schöneberg und Lichtenberg fortgeführt worden. In nefchehen, daß dem ausgedehnten Betriebe der Kanalisationswerke, der Regel schon todtgcquetscht wird, ehe ihn die Räder erfassen. unterstützen, unfere erste, große, öffentliche Versammlung der Gruppe a. a. mit 11 Bumpstationen in den verschiedenen Stadtgegen- Es wird aber wohl, wie gesagt, erst noch einer Reihe schwerer Un- Süd- Ost zu besuchen und unsere Reihen dort stärken zu helfen. Da den nebst vielen Maschinen mit einer Anzahl von Pferdekräften glücksfälle bedürfen, bevor mit Hilfe energischer Sachverständiger diese Versammlung durch Säulenanschlag bekannt gegeben werden ausgestattet war, sind nennenswerthe Störungen nicht vorgefommen. Darauf gedrungen wird, Fahrgäste und Fußgänger in gleicher Weise soll, so werden die Sozialdemokraten, durch das Bortragsthema Die Riefelfelder hatten diesmal erfreulicherweise recht gute gegen die technischen Mängel der neuen elektrischen Betriebsmittel angezogen, in großen Massen erscheinen. Deshalb bitten wir unsere Wirthschaftserfolge. Von den sechs Administrationsbezirken, dreien zu schützen. Freunde, rechtzeitig zu kommen und sich möglichst Sitzpläge zu im Norden und dreien im Süden von Berlin, haben vier mit Die Prügelftrafe in den Schulen. Die Erörterung dieser sichern." Ueberschüssen und nur zwei, die jüngsten Bezirke, mit indeffen nur Frage hat uns mancherlei Buſchriften aus Fachkreisen eingetragen, Das„ erſt icht" in der Einladung bedeutet, mögen die„ macher mäßigen Zuschüssen gewirthschaftet. Wie berichtet wird, ist im allgemeinen eine Mittelernte erzielt worden. Ins die an sich zwar zum theil von einer gewissen Einseitigkeit Zeugniß vous Ganz" wahr haben wollen oder nicht, daß die besondere sind Wintergetreide und Hackfrüchte gut gebiehen ablegen, im großen Ganzen aber immerhin der Beachtung werth christlichen und patriotischen" Leute, die nun und zu befferen Preifen als im Vorjahre abgesetzt worden, während find. Wir glauben die Durchschnittsmeinung des gebildeteren Theiles Male die Arbeiter vor dem Terrorismus der Sozialdemokratie die Sommerfrucht bei dem ungünstigen Wetter während der Wege- der Lehrerschaft wiederzuspiegeln, wenn wir ein Echreiben eines retten und sie in der ihnen imputirten Liebe zu König und Vatertation und Ernte zum theil mißrathen ist. Der Strohabsatz hat sich höheren Lehrers, deffen Name selbstverständlich ungenannt bleiben land schützen wollen, sich bisher den Teufel um das Wohl und Wehe infolge der Anwendung von Strohpreffen gehoben, das Viieselgras Irrthum richtig gestellt, der uns fürzlich unterlaufen war. Der immer stärker anwachsenden sozialdemokratischen Arbeiterbewegung hat bei reichlicher Ernte einen guten Absatz gefunden und der ziemerr schreibt uns:„ Schon mehrfach und so wieder in der Freitag angst und bange wird, riskiren sie den kläglichen Berſucheicht lich große Viehstand ist von nennenswerthen Verlusten freigeblieben. Insgesammt für alle Bezirke beläuft sich der Ueberschuß auf 184 385,19 nummer habe ich mit Befremden im Vorwärts" gelesen, daß in Arbeiter nach König Stumm's Rezept zu organisiren". Vielleicht Mart, gegenüber dem Vorjahre 1895/96, das mit einem Gesammt-„ höheren" Schulen der Bakel überhaupt verpönt sei. Ich muß dem haben die Arbeiter ein mitleidiges Lächeln für die armen Schächer zuschüsse von 69 978,15. abschließt. An diesem Wirthschafts- entschieden widersprechen. Wie es in höheren Mädchenschulen übrig, die sich ihnen heute mit solcher Inbrunst aufdrängen. Ob die Bezirke Osdorf mit m., Großbeeren mit 26 105 M., Falkenberg mit 85 338 M., Malchow in solchen nicht prügeln werden. In höheren Knabenschulen aber fammlung besuchen wollen, ist natürlich ihre Sache. Wer aber hin mit 92 296 M. Ueberschüssen, dagegen Sputendorf mit 15 302 n. machen sehr anständige und humane Lehrer unter Umständen von geht, möge fich in acht nehmen, daß er nicht einer Majestätsund Blankenfelde mit 7414 M. Zuschüssen. In Prozentfäßen dem ihnen ganz wie den Volksschullehrern zustehenden Büchtigung, beleidigungs- Denunziation zum Opfer falle. Wegen der Austellung von„ ,, Fahrkartenansgeberinnen" der aufgewendeten Anlagekapitalien ausgedrückt, die allerdings recht ganz ausgiebigen Gebrauch. Ich selbst bin eigentlich Gegner der Prügelstrafe für jedes Alter; in der Sexta tommt es aber doch hat der Eisenbahnminister Thielen folgendes bestimmt: Von den am bei der Eigenart des Rieselwesens besonders hoch sind und sich nicht zum Vergleich mit gewöhnlicher landwirthschaftlicher Betriebsweise nicht selten vor, daß ich dem einen oder anderen fleinen Schlingel 1. April d. J. hinzukommenden hundert Stellen soll mindestens die eignen, haben der Bezirt Dsdorf 0,07 pct., Großbeeren 0,40 pct., einen Jagdhieb verseze, den Söhnen aus" besseren Familien" nicht Hälfte mit vollbeschäftigten Gehilfinnen besetzt werden; es find solche Falkenberg 1,36 pCt. und Malchow 1,59 pt. eingetragen, dagegen dringend barum bitten, den Rohrstock bei ihren Sprößlingen anwärter melden. Mit der Führung der Anwärterinnenlifte wird Faltenberg 1,36 pCt. und Malchow 1,59 pét. eingetragen, dagegen am wenigsten. Garnicht selten ist es auch, daß Väter direkt recht auch weiter einzustellen, falls sich nicht genügend viele Militärs Sputendorf 0,29 pet. und Blankenfelde 0,13 pet. Zuschüsse erdoch ja nicht zu schonen. Und damit komme ich denn die Königliche Eisenbahndirektion Berlin beauftragt. Die etats fordert. zu einem für die Frage höchst wichtigen Punkte: So lange mäßige Anstellung erfolgt unter Vorbehalt einmonatiger Kündigung, Wegen Erwerbs der zur Verbreiterung der Wallstraße vom in der häuslichen Erziehung Nuthe und Stock die Hauptrolle bei der Anstellung haben die Fahrkartenausgeberinnen den Dienfteid Spittelmarkt bis zur Neuen Grünstraße erforderlichen Grundstücke pielen, wird die Echule den Stock schwer ganz entbehren fönnen. als Staatsbeamte zu leisten. Angenommen werden nur unverhei hat der Magistrat bei der Stadtverordneten Versammlung die Zu Ünartige Jungen und solche giebts doch nun mal, die an die rathete weibliche Personen, tinderlose Wittwen und solche Wittwen, ftimmung beantragt, daß 1. die Grundstücke Wallstr. 95/96 und schärfere Strafe des Stocks gewöhnt sind, werden sich durch mildere welche der Pflege ihrer Kinder enthoben sind. Die Anstellungs 97/ 97a, sowie die von den Grundstücken Wallstr. 92/93 und Spittel- Strafen gewiß nicht leicht von Unarten abhalten laffen, der Lehrer Verfügungen müssen daher den Vorbehalt enthalten, daß das Dienst. markt 1 zu Straßenzwecken erforderlichen Flächen von ungefähr müßte denn ein pädagogisches Genie- sein, und die find felten." verhältniß im Falle der Verheirathung der Fahrkartenausgeberin 759 Quadratmetern und 97 Quadratmetern im Wege der In der Frage, ob es möglich ist, den Stock in der Schule gänzlich ohne besondere Kündigung mit Ablauf desjenigen Kalenderviertel Enteignung, 2. das 2. das Grundstück Wallstr. 94/ 94a zu einem zu entbehren, gebührt den Lehrern gewiß eine der vornehmsten Stimmen. fabres aufgelöst wird, in welchem die Eheschließung erfolgt. Das Preise von 60 000 M. freihändig erworben, 3. die Nun sind uns neben Pädagogen, die von diesem Büchtigungs. Diensteinkommen der Fahrkartenausgeberinnen ist demjenigen der auf den Grundstücken Wallstr. 92-98 und Spittelmarkt 1 mittel den ausgiebigfien Gebrauch machen, auch solche bekannt, die Fahrkartenausgeber gleichgestellt; das Mindestgehalt beträgt jährlich befindlichen Baulichkeiten gegen Meistgebot zum Abbruch ver- grundsätzlich nicht prügeln und durch Worte und Strafen, welche 1100 M. und steigt in 15 Jahren 1500 M.; daneben wird der * auft werden und der Zuschlag ertheilt werde, wenn die geeignet sind, das Gewissen zu schärfen, meistens ebenso viel erreichen, Wohnungsgeldzuschuß für Unterbeamte gewährt. Die vorangegangene Tage der zuständigen Bau- Inspektion erreicht ist. Die Verhand wie andere mit dem Basel. Daß außer diesen Extremen noch eine Beschäftigung als Gehilfin im Eisenbahndienste( in felbständiger lungen wegen freihändigen Erwerbs mit den Grundstücksbefizern große Kategorie vorhanden ist, die den Stock nur im Nothfalle ge- Stellung) foll nach Maßgabe der allgemeinen Grundsäge mit der unter 1 blieben ohne Erfolg. Der Kaufmann Louis Ravené be- braucht, etwa wenn der Junge sich durch Unfläthigkeit und Faulheit fünf Jahre übersteigenden Dauer auf das Besoldungsdienstalter an rechnet sein Grundstück Wallstr. 92/93 mit 2 100 000. und den unrühmlich hervorhebt, ist ja selbstverständlich, und die Anwendung gerechnet werden, wobei aber eine sechsmonatige Probezeit außer Werth der von ihm ferner abzutretenden Grundstücke, Wallstr. 97/ 97a der Prügelstrafe in solchen Fällen wird ein verständiger Wann ja betracht bleibt. und 98 mit 201 000 M. Er hat sich jedoch bereit erklärt, für den Fall auch keineswegs so tragisch nehmen. Aber das Ziel eines jeden Das prächtige Wetter am Sonntag hatte zum ersten Male eines freihändigen Erwerbs die Grundstücke 97/ 97a u. 98 unentgeltlich an Lehrers sollte sein, die Kinder ohne den Bakel zu erziehen. Be- nach des Winters unwirschem Gebahren die Berliner wieder ins die Stadtgemeinde abzutreten, wenn ihm für das Hauptgrundstück deutend erleichtert würde der Weg zu diesem Ziel, wenn dem Lehrer Freie gelockt. Die Grunewaldzüge brachten Ausflügler in dichten Wallstraße 92/93 eine Entschädigung von 1700 000. gezahlt nicht durch Ausbürdung einer übergroßen Schülerzahl der Beruf so Schaaren und auf dem Kurfürstendamm war es vor den Staubsverde; diese Forderung hält aber der Magistrat zu hoch. Der sauer und aufreibend wie nur denkbar gemacht würde. Traurig ist wolfen, die durch ungezählte Equipagen und Fahrräder aufgewirbelt Kaufmann Siebe hat einen freihändigen Verkauf des ihm gehörigen es allerdings, wenn einige Eltern den Lehrer als eine Art Profoß wurden, kaum auszuhalten. Desgleichen waren die Ortschaften an Grundstücks Wallstraße 95 abgelehnt, der Rentier Benver für sein ansehen und ihm eine Rolle zumuthen, die jedem gefilteten Erzieher der Oberspree zahlreich von Berlinern und Berlinerinnen belebt, und Grundstück Wallstraße 96 die frühere hohe Forderung von 40 000 M. als Beleidigung erscheinen muß. selbst auf die Spree hatten sich schon etliche Seebären hinaufgewagt. aufrecht erhalten, der Kaufmann Lorenz für die Abtretung seines Grundstücks Spittelmarkt 1 die Summe von 205 000 M.( 1220,24 M. für den Quadratmeter) verlangt, was dem Magiftrat für zu erheb lich hoch erscheint. " S = Berliner Rettungs- Gesellschaft. Vor einem geladenen Kreise zur Vorfeier des 18. März waren zahlreiche Arbeiter im Friedrichsvon Stadtverordneten sprach am Sonnabend Abend im Langenbed- hain versammelt, doch sah man an der geweihten Stätte auch haus Professor v. Bergmann über die Erfahrungen, die mit den manchen Mann aus bürgerlichen Kreisen. Einrichtungen der Berliner Rettungs- Gesellschaft, deren Vorsitzender Tas Polizeipräfidium theilt mit: Hierdurch wird die rechts Besoldungsordnung für das Lehrpersonal der höheren Schulen u. f. w. Der von der Stadtverordneten Versammlung ein- Prof. Bergmann ist, gemacht worden sind. Die allgemeinen Ein- zeitige Beschaffung namentlich derjenigen Atteste in Erinnerung gegefeßte Ausschuß hat im großen und ganzen die Vorlage des richtungen der Rettungs- Gesellschaft sind von uns ja schon in unserm bracht, welche insbesondere am 1. April, aber auch sonst zu bes Magistrats angenommen. Folgende Aenderungen wurden be: Referat über den Vortrag geschildert worden, den Prof. v. Berg- stimmten Fristen zum Ausweise bei Zivil- und Militärbehörden geschlossen: Beim Gehalt der Oberlehrer wird folgende Resolution mann vor kurzem den Vertretern der Berliner Krankenkassen über braucht werden. Bei einem Theile des Publikums ist die Annahme Den Ausführungen vor verbreitet, daß derartige Bescheinigungen sofort ausgefertigt vorgeschlagen: Die Versammlung ersucht den Magistrat, in be- dasselbe Thema gehalten hat. den Stadtverordneten ist 31 entnehmen, daß die tele- werden können. Diese Annahme ist aber irrig. Die Ausfertigung fonders geeigneten Fällen wegen gänzlicher oder theilweiser An- phonische Zentral Vermittlungsstelle in den ersten vier setzt Ermittelungen voraus, deren Erledigung in der Regel 8-10 rechnung der über 4 Jahre hinausgehenden Thätigkeit als voll- Monaten des Bestehens der Gesellschaft 1709 Mal in Anspruch Tage in Anspruch nimmt. Anträge um Atteste sind deshalb möglichst beschäftigter Hilfslehrer eine Vorlage zu machen. Bei den Oberlehrern an den Mädchenschulen wurde beschlossen, daß genommen worden ist, ein Beweis, daß eine solche Zentralstelle für früh bei dem zuständigen Revier- Polizeibureau und zwar schriftlich Die etatsmäßige Zahl dieser Stellen durch Umwandlung von Die etatsmäßige Zahl dieser Stellen durch Umwandlung von den sofortigen Nachweis von Aerzten, Krankenvagen oder leer anzubringen; das persönliche Erscheinen im Polizeipräsidium ist für ordentlichen Lehrerftellen in Oberlehrerstellen um höchstens 10 Lehrer- stehenden Betten in den Berliner Krankenhäusern einem vorhandenen die Erledigung durchaus zwecklos. Der Verein der Brauereien Berlins und Umgegend hat an stellen vermehrt werden kann. Den Lehrerinnen am Waisendepot Bedürfniß entgegengekommen ist. Die Zentralstelle ist zur Zeit wird eine Funktionszulage von 100 m., den wissenschaftlichen durch 14 direkte, also Tag und Nacht in Funktion befindliche Fern das Polizeipräsidium das Gesuch gerichtet, den hier überhandsprecher mit 11 Krankenhäusern und drei Krankenwagen- Instituten nehmenden Mißbräuchen in der Weiterveräußerung und Benutzung Lehrerinnen am Erziehungshause Kleinbeeren eine solche von 400 m. verbunden. Ferner wird eine ebenfalls direkte Verbindung mit dem der den Brauereien gehörigen Bierflaschen durch Erlaß einer öffentgewährt. Der Direktor der Taubflummen- Anstalt foll 4500 M.( flatt Bolizeipräsidium geschaffen werden, sodaß es dann möglich sein lichen Warnung entgegentreten zu wollen. Die weitere Benuzung 4000), der der Blindenanstalt 5500 M.( ſtalt 5000) beziehen. Das wird, auch des Nachts von jedem Polizeirevier aus durch Ver- der von den Brauereien den Abnehmern ohne Kaution übergebenen Gehalt der Turnlehrer an den höheren Lehranstalten wurde wie folgt festgesetzt: Anfangsgehalt 2100 M., Höchstgehalt 2900 m., mittlung des Polizeipräsidiums mit der Zentralstelle telephonisch Flaschen fann nach§ 246 R.-St.-G. eine Strafverfolgung nach sich nach 12 Dienstjahren in 4 Steigerungen à 3 Jahre à 200 m verkehren und die gewünschte Hilfe in kürzester Zeit zu beziehen. Die Polizeibehörden der Städte Tilsit, Meißen und Chemnitz tommen. Die Zentralstelle erfordert einen Aufwand von etwa haben schon derartige Warnungen erlassen. Bei den Zulagen für die Oberlehrer wurde noch folgende Re- 15 000 m. im Jahr. Die geplanten Nebenwachen an der Peripherie der solution gefaßt: Die Versammlung bewilligt bewilligt die Tas nubeaufsichtigte Stehenlaffen eines Fahrrades auf zahlung vom 1. April 1897 als einen durch den Vorgang sollen, foften jede etwa 9000 m. Nach- Stadt, die Tag und Nacht zur ersten Hilfeleistung geöffnet sein den Straßen Berlins ist neuerdings in einem Fall als Verstoß gegen Nach dem Vortrag gingen auch des Staates begründeten Ausnahmefall und verwahrt sich einige Stadtverordneten auf die Einrichtungen der Reitungs- Gesell- die Straßenpolizei- Ordnung aufgefaßt und mit 3 M. Ordnungsstrafe soll, daß Gehaltserhöhungen nur von dem Zeitpunkte an zu gelten Unter anderm drückte Genoffe Singer seine Anerkennung aus und Radfahrer sich an die Polizei gewendet hatte, nachdem ihm sein Rad dagegen, daß dies ein Präjudiz gegenüber dem Prinzip ſeinschaft ein, die allerseits als sehr segensreich anerkannt wurden. geahndet worden. Die Polizei hat das Rad als„ Juhrwerk" aufhaben, wo sie nach dem ordnungsmäßigen Geschäftsgange durch hob hervor, daß die Einrichtungen vor allem der Arbeiterbevölkerung Gemeindebeschluß festgesetzt sind. Schließlich wurde noch folgende Resolution gefaßt: Diejenigen Direktoren, Lehrer und Lehrerinnen, u gute kommen würden. Er sei deswegen bereit, ein Gesuch der von der Straße gestohlen war, um, deren Hilfe gegen den Dieb an welche durch die geringere Anrechnung des Wohnungsgeldzuschusses Gesellschaft um finanzielle Beihilfe durch die Stadt Berlin in der zurufen. Statt der erwarteten Hilfe erhielt er der„ Voss. 3tg." zitder Tüchtigkeit unserer Polizei. bei der Bemessung ihrer Pension eine Einbuße gegenüber den jetzigen Stadtverordneten- Versammlung zu unterstützen, was auch von folge aber zunächst die Ordnungsstrafe. Da zweifle noch einer an Bestimmungen erleiden würden, sollen eine den jetzt geltenden Be- einigen anderen Herren zugesagt wurde. ftimmungen entsprechend höhere Anrechnung des Wohnungsgeldzuschusses erhalten." Tokales. Arbeiter- Bildungsschule. Der Unterricht in Nationalökonomie kann Umstände halber nicht Mittwoch stattfinden, sondern wird heute, Dienstag, abgehalten. Die Liebe zur Musik soll die Ursache des Selbstmordverfuches Die Fachschule der vereinigten Maler bewies mit ihrer gewesen sein, den am Sonntag ein junges Mädchen begangen hat. Ausstellung, die am Sonntag im Schulgebäude Mantenffelftr. 7 Die 16 Jahre alte Emma B., die Tochter einfacher Bürgersleute stattfand, daß sie den Bestrebungen des modernen Kunstgewerbes aus der Wrangelstraße, genoß eine höhere Schulbildung und zeigte nicht mehr fremd gegenübersteht. Leider sind aber die Verfuche, eine besondere Neigung für die Musik. Nachdem sie die höhere moderne, dekorative Flächenmalerei einzuführen, noch recht spärlich. Töchterschule durchgemacht hatte, besuchte sie eine Handelsschule, um Auch find nur wenige der Versuche zum besten ausgefallen. Und sich in der Buchführung auszubilden. Obwohl dieses kaufmännische doch sollte gerade von hier die nothwendige Aenderung in den An- Fach ihrer Liebe zur Mufit wenig entsprach, so arbeitete sie doch schauungen über dekorativen Schmuck ausgehen. Die Fach sehr fleißig, um möglichst bald selbständig zu werden. Das Mädchen, Schule der vereinigten Maler sollte mit ihren ganzen das von Kindheit an Klavier gespielt hatte, äußerte seinen Wunsch, Kräften fich wehren, daß sie ins Hintertreffen temmit. sich zur Künstlerin auszubilden und zu dem Zwecke auch noch Geigenist wenig zu sagen, es sind unterricht nehmen zu können, vor einem halben Jahre, stieß aber Eine besondere Gefahr des Straßenbahnbetriebes, so Bon den Lehrlingsarbeiten schreibt uns ein Techniker, liegt in einer neuen Einrichtung, die bie die üblichen Zeichnungen nach Gipsmodellen. Unter den zahlreichen damit bei den Eltern auf Widerstand. Durch den innerlichen Zwist her scheinbar ihren Zweck gut erfüllte, das ist die Einführung Arbeiten der Gehilfen fällt besonders ein Maschinenbauer Wappen und Ueberanstrengung wurde es nervös und fam so schließlich auf der elektrischen Glocke an fielle des Bugleine Signals wegen seiner außerordentlich sorgfältigen farbigen Durcharbeitung Selbstmordgedanken. Hätten die Eltern die Tiefe der Neigung ihrer für„ Anhalten und Abfahren" der Straßenbahn- Wagen. Das ge- auf. Dennoch dürfte die malerische Wirkung des Wappens eine Tochter völlig erkannt, so würden sie auf ihrem Widerspruch nicht beharrt fährliche dieser höchst unpraktischen Neuerung denn auch mit der fehr fragwürdige fein. Es enthält zu viel Farben, zu viel abgetönte haben. Aber es tam wohl zu feiner gründlichen Aussprache, und Elektrizität fann man technische Mißgriffe thun wird erst bei Uebergänge, fodaß keine Linie oder Fläche deutlich hervortritt und so brachte erst eine Katastrophe vollständige, aber verhängnißvolle einem größeren Unglück gewürdigt werden. Es ist nämlich sehr un das ganze bei einiger Entfernung ineinander verschwimmt. Dieser Klarheit. Vorgestern Worgen nach dem Kaffee setzte sich Emma B. bequem für den Schaffner, den winzigen Druckknopf schnell und Art stehen einige Entwürfe, die unter Eckmann'schem Einfluß entstanden ans Klavier, und ihr Spiel ließ nicht ahnen, daß sie trüben Geficher zu treffen und schnell zweimal zu drücken. find, grundsäßlich gegenüber. Auf einem Blatt mit Schwänen ist dauten nachhänge. Dann schrieb sie einen Brief, den sie unten in 0 Nachricht, daß weitere Zusendungen überflüssig sind. Die Haupthalle des Stettiner Bahnhofes wird am heutigen Dienstag wieder in Benutzung genommen werden, nachdem sie wegen Umbaues einige Zeit lang geschlossen war. Der Bau ist nunmehr fertiggestellt, und der Betrieb wird in der Haupthalle um 6 Uhr morgens wieder aufgenommen. Die östliche Nothballe wird wieder eingeben. Die Ankunftsseite und der Droschkenhalteplay bleiben an den früheren Stellen. Mit feinem fünfjährigen Sohn ist der geisteskranke Zuch: macher Ernst Kühn aus Wittstock seit Dienstag voriger Woche ver: schwunden. Er sollte in eine hiesige Heilanstalt aufgenommen werden, doch gelang es ihm, seiner Frau, die ihn begleitete, zu entwischen, als diese ihren in der Holzmarktstraße wohnenden Schwager aufsuchen wollte. Kühn ist 35 Jahre alt und fällt durch seinen wackelnden Gang auf. Wer etwas über die Verschwundenen weiß, wird gebeten, entweder das nächste Polizeirevier oder Herrn Wilhelm Kühn, Holzmarktstr. 35a part., zu benachrichtigen. Die ,, Allgemeine Volks- Krankenkasse"( E. H. 126), Müller: ftraße 175, bittet uns mitzutheilen, daß sie mit der Kasse Volkswohl", welche die Nr. 127 trägt, nicht identisch ist. Die Soziale Rechtspflege. dem endete 81t Wer da er verantworten. Die der Beklagten, Beweis der Wahrheit damals der Geh. Kommerzienrath " ber Wohnung liegen ließ, und ging in bas Bimmer hinauf, das in diesem hartnädig einbehalten auch tros eingelegter Beschwerde herangezogen werben können. Das Berliner Pfandbrief- Amt, das demfelben Hause ihr Bruder bewohnt, der augenblicklich auch bei beim Landrath und erfolgter Aufforderung nicht herausgegeben. in dieser Weise handelt, wurde darum zu den Börsenbeiträgen den Eltern unten war. Kaum hinaufgekommen, jagte sie sich im Der Gemeindevorsteher hat nun gegen den gefaßten Beschluß, die herangezogen. Dem Amte war es vorbehalten, die rechtlich strittige Zimmer des Bruders aus einem Revolver eine Kugel in die Brust. Parzellen nicht einzuverleiben, Beschwerde erhoben, dieselbe wurde Frage nach der Berechtigung eines solchen Vorgehens zum Austrag Der Bruder fand sie dann mit einer schweren Verlegung in ihrem vom Kreisausschuß als begründet erachtet und verfügt, daß die Ein- zu bringen. Eine Reihe anderer Reklamanten, die sich in derselben Blute schwimmend daliegen. Arzt und Polizei ließen die Lebens- verleibung des Grundstücks des Herrn Röder zu erfolgen hat. Die Lage, wie das Pfandbrief- Institut befinden, wurden auf den Ausgang bes müde mit einem Krankenwagen nach Bethanien" bringen, wo sie Gemeindevertretung beschloß nun, gegen den Beschluß des Kreis- schwebenden Rechtsstreites verwiesen. Das Ober- Verwaltungsgericht hat bedenklich darniederliegt. Der Brief, den man unten in der Wohnung ausschusses Beschwerde beim Bezirksausschuß zu erheben; gleichzeitig nunmehr zu ungunsten der Aeltesten der Kaufmanns fand, war an die Eltern gerichtet. Die Tochter erklärte, daß sie wurde der Gemeindevorsteher beauftragt, mit Herrn Röder in Verhand- fchaft entschieden, indem es ausführte, die Inanspruchnahme eines ohne Erfüllung ihres Wunsches nicht leben könne, und bat die lung zu treten und denselben zu veranlassen, den zur Regulirung nöthigen Kursmallers fönne nicht als Börsenbesuch der Person aufgefaßt Eltern wegen ihres Schrittes um Verzeihung. Theil seines Grundstückes unentgeltlich an die Gemeinde abzutreten, werden, die den Kursmakler für sich an der Börse wirken lasse. Der übliche Redaktions- Maikäfer aus dem Friedrichshain in welchem Falle alsdann die Einverleibung ohne weiteres erfolgen Das Pfandbrief- Institut sei deshalb von den Börsenbeiträgen frei ist gestern bei uns eingetroffen. Allen Lesern, die etwa gleichfalls foll. Tritt nun Herr Röder nicht freiwillig ab und wird die Be- zustellen. diese braven Thierchen für uns in Bereitschaft halten sollten, aur schwerde der Gemeinde als unbegründet erachtet, so hat das Ent- Die Berliner Ausstellung internationaler Knuft und cignungsverfahren einzutreten, wodurch die Gemeinde eine ganz Industrie Erzeugniffe", welche die Gerichte schon so vielfach be bedeutende Belastung erleidet. Röder hat alsdann auf Kosten der schäftigt hat, gelangte gestern wiederum vor der 8. Strafkammer des Gemeinde Stralau seinen Vortheil gewahrt. Alle sonstigen Ad- Landgerichts I in der Berufungsinstanz zur Erörterung. Im Sepjazenten haben sich zur unentgeltlichen Abtretung des nöthigen tember 1896 erschien in verschiedenen Berliner Zeitungen eine Notiz, worin mitgetheilt wurde, daß die Staatsanwaltschaft nunmehr gegen Straßenterrains bereit erklärt. Vom Amt suspendirt wurde nach Einleitung eines Disziplinar den Kaufmann Hugo Bloch, welcher Schwindel Ausstellungen ins verfahrens der Prediger Woock aus Nixdorf. Man legt ihm zur Leben rufe, einen ausgedehnten Handel mit Ausstellungs- Medaillen Last, daß er mit einem jungen Mädchen ein Berlöbnis eingegangen betreibe und die deutsche Geschäftswelt diskreditire und ausDie Thatsache, daß gegen Bloch sei und es trob eines Cheversprechens habe sitzen lassen. Die Ent- beute, einschreiten werde. war richtig; es täuschte hat beim Konsistorium Anzeige erstattet, die zu den Maß ein gerichtliches Verfahren eingeleitet war, auch zu einer umfangreichen Verhandlung, Verhandlung, welche nahmen gegen W. führte. Die eingeleitete Untersuchung erstreckt fam sich auch noch auf einen anderen Fall, der von einer Konfirmandin grelle Schlaglichter auf die erwähnte Ausstellung, die im Sommer 1895 in zwei Räumen eines Hinterhauses Unter den Linden stattsur Sprache gebracht wurde. In Borsig's Werken zu Zegel ist gestern Mittag dem Arbeiter fand, warf. Bloch mußte indessen aus juristischen Gründen freis Pieß der linke Fuß vollständig vom Schwungrad der Maschine eines gesprochen werden. Darauf hat er gegen fämmtliche Beitungen, Gasmotors zermalmt worden. Der Unglückliche blieb eine Viertel- welche die obige Notiz brachten, den Privatklageweg beschritten. Im Stunde im Schwungrad hängen und mußte dann noch etwa eine Dezember v. J. hatten sich die Redakteure Strowonnet von der halbe Stunde auf den Arzt warten. Pieß wurde endlich, nachdem Berliner Morgen- Zeitung", Keller vom Berliner Tageblatt" er verbunden war, im Krankenwagen nach einem hiesigen und Großmann von der Berliner Zeitung" wegen Beleidigung Schöffengericht Krankenhause gebracht. Mitarbeiter des Berunglückten vor mit Freisprechung schreiben die Ursache des Unglücksfalles dem Umstande zu, handlung Aus unglücklicher Liebe hat sich am Sonntag Abend um daß der Arme, der nur geringe Kenntniß vom Umgange angenommen wurde, daß der bracht fei. E3 war 11/2 Uhr der 20 Jahre alte Expedient Arthur Hamann, der bei mit der Maschine hatte, erst seit einigen Tagen an dem ge einem Fachblatt angestellt ist und in der Saarbrückerstraße wohnt, fährlichen Plaze beschäftigt war und als Neuling nicht einmal Goldberger als Gutachter vernommen worden. Er erklärte, daß die mit einem Teschin zu erschießen versucht. Er hatte von Bekannten jemanden zugefellt erhielt, der ihn im Bedienen der Waschine unter betreffende Ausstellung so gekennzeichnet worden sei, wie sie es ver dienc. Es sei einfach ein sogenanntes Erwerbs- Unternehmen" erfahren, daß seine Braut mit einem Anderen ausgegangen fei. In richten fonnte. gebrückter Stimmung begab er sich nach Haufe, wo sein Schlafgenosse gewefen. Schon der Titel des Unternehmens errege einen falschen durch den Ruf: Adieu, geliebte Klara!" erweckt wurde. Gleich Eindruck und dessen Organisation fönne fein Vertrauen erivecken! darauf fiel der Schuß, der ihn in die Brust traf. Nach einem Die ganze Ausstellung sei als ein Verkaufsbazar anzusehen, dessen großen Blutverlust wurde er nach einem Krankenhaus gebracht. Einen Vertrauensbruch warf der Tapetenfabrikant Crom Inhaber nicht das Recht hätten, Medaillen zu vertheilen. Durch Vom Balkon abgestürzt ist am Sonnabend Mittag in der berger dem Musterzeichner N. vor. Der Unternehmer weigerte sich, ein derartiges Unternehmen werde die heimische Industrie geschädigt. Gleimstr. 13 die elfjährige Tochter des dort in der dritten Etage dem Arbeiter eine Gehaltsentschädigung von 80 M. wegen un Bloch legte gegen das freisprechende Erkenntniß Berufung ein. Im wohnenden Putzers Bischof. Das Mädchen war erst kurz vorher berechtigter Entlaffung zu zahlen. Herr Gromberger behauptet viel gestrigen Termine wurde er durch den Rechtsanwalt Dr. Hirschfeld aus der Schule gekommen und begab sich, während seine Mutter in mehr vor der Kammer VIII des Gewerbegerichts, wo über vertreten, während die Beklagten von den Rechtsanwälten Mosse der Küche beschäftigt war, wie häufig nach dem mit einem eisernen die Angelegenheit verhandelt wurde, daß er zu der sofortigen Ent- und Dr. Halle vertheidigt wurden. Diesmal war der Kommerzien Geländer umgebenen Balkon und blickte über die Brüstung hinweg laffung des Klägers durchaus berechtigt gewesen sei. N. habe gegen rath Kühnemann als Sachverständiger geladen. Sein Gutachten fiel auf die Straße. Hierbei verlor die Kleine jedenfalls das Gleich- fein Verbot Pausen von Entwürfen zu Tapetenmustern fast noch vernichtender aus, als das des Geheimraths Goldberger. gewicht und stürzte in die Tiefe. Mit gebrochenem Schädel blieb sie mit nach Hause genommen. Daß dies verboten war, bestätigte ein Er bezeichnete die fragliche Ausstellung als ein Unternehmen, das im Interesse der Industrie entschieden zu verwerfen sei. auf dem Straßenpflaster todt liegen. Zeuge. Der Kläger gab bie ihm vorgeworfene Thatsache zu, er Theater. In der ersten Aufführung von Henrik Ibsen's Schauspiel meinte jedoch, die mitgenommenen Pausen seien nur eigene Versuche Es sei dringend zu wünschen, daß Wiederholungen nicht die stattfänden, denn deutsche Judustrie werde dadurch Hedda Gabler", welche im Deutschen Theater am nächsten Sonn- gewesen, die gar keinen Werth hätten. Er habe zu Hause versuchen Auf die Frage des Rechtsanwalts abend, den 19., stattfindet, sind außer Louise Dumont in der Titelrolle und Frau Gertrud Cysoldt vom fgl. Hoftheater in Stuttgart, die Damen Agnes wollen, seine Geschicklichkeit zu erweitern, nicht aber sei es ihm in im Auslande geschädigt. Des Dr. Hirschfeld, ob der Ausdruck Schwindel Ausstellung" gerechtMüller und Luise v. Böllnik, sowie die Herren Hermann Nissen, Emanuel den Sinn gekommen, Geschäftsgeheimnisse zu verrathen. Reicher und Oskar Sauer beschäftigt. Im Luisen Theater wird Klägers Darlegungen machten einen durchaus glaubwürdigen fertigt fei, erwiderte der Sachverständige, daß er es vorziehe, seine Cater Jbsen's Boltsfeind" heute zum ersten Male gegeben. Eindruck. Der Beuge, ebenfalls ein Zeichner, wurde gut- innere Ueberzeugung nach dieser Richtung hin nicht zum Ausdruck Fenerbericht. Im Laufe der letzten beiden Tage war eine achtlich darüber gehört, ob der Besitz jener Stizzenpausen zu bringen, da er sonst befürchten müsse, ebenfalls verklagt zu ganze Reihe Brände abzulöschen. Schilling str. 12 hatte sich eine Gefährdung des Gromberger'schen Geschäfts ermögliche. Der werden. Der Gerichtshof verwarf die Berufung mit der Begründung, Wollstaub entzündet und erheblichen Schaden verursacht. Oranien Beuge bejahte diese Frage mit Rücksicht darauf, daß aus den Pausen ftraße 120 brannte die erste Etage vollständig aus, wobei die nicht die im Geschäft des Beklagten erfundene eigenthümliche Komposition daß die Beklagten in Wahrnehmung berechtigter Interessen gehandelt versicherte Wohnungsinhaberin fammt ihren Aftermiethern großen der zeichnerischen Ideen zu ersehen sei. Der Gerichtshof wies die Verlust erlitten. Taubenstr. 23 wurde ein im 2. Stock belegenes lage mit folgender vom Affeffor Meier gegebenen Begründung Damenmäntellager vollständig eingeäschert. Ein Zimmerbrand war zurück: Es sei ganz gleichgiltig, ob der Kläger im guten Glauben Ranonierstr. 35 abzulöschen. Zwei Kellerbrände mußten Barnim- oder mit böfer Absicht gehandelt habe. Denn thatsächlich habe er straße 38 und Langestr. 35 beseitigt werden. Gerichtstr. 32 brannte sich eines Vertrauensbruches schuldig gemacht, indem er eine Anzahl der Fußboden im Bodenverschlage, doch konnte die Gefahr recht Baufen mitnahm, obwohl ihm dies ausdrücklich verboten gewesen zeitig beseitigt werden. Im neuen Abgeordnetenhause, Prinz sei. Somit sei die Entlassung zu recht erfolgt. Albrechtstraße, hatten Sonntag Mittag im großen Sigungs- Weil sie nicht die Arbeitgeberin sei, lehnte die Firma faale Theile des Baugerüftes Feuer gefangen, das aber gelöscht Benedir Söhne, Attiengesellschaft für Holzbearbeitung, es vor werden konnte, bevor es große Ausdehnung erreichte. Bur felben dem Gewerbegerichte ab, auf einen Lohnentschädigungsanspruch des Beit mußte Oranienstr. 154 in einer Tischlerei em kleiner Einfegers B. einzugehen. Der Kläger begründete seinen Anspruch Brand beseitigt werden. Montag früh 61/2 Uhr brannte damit, daß er ohne gesetzlichen Grund sofort entlassen worden sei. Stegligerstr. 70 verschiedenes Hausgeräth. Nachmittags 4 Uhr Außer der Entschädigung beanspruchte er gemeinsam mit feinem erfolgte Wolliner str. 47 in einer Kellerwohnung ein Brand, bei Bater einen Restlohn. Ueber das Verhältniß des jüngeren B. zur dem Gardinen und Möbel start beschädigt wurden. beklagten Firma wurde einer ihrer Angestellten vernommen. Diefer fagte aus, nur der Baer B. habe bei Benedix Söhne in Arbeit gestanden und zwar habe er in Afford gearbeitet. Eines Tages habe er ihn, den Beugen, gefragt, ob ihm nicht sein Nixdorf. Bei der geftrigen Gemeindewahl wurden unsere Sohn helfen könne. Benge babe darauf erklärt, er hätte nichts das gegen. Von da ab habe denn B. junior seinem Vater bei der Kandidaten, Buchdruckereibefizer Janiszewski mit 803, Bigarrenfabrikant Herrmann mit 802 und Restaurateur W. Sy mit de rigstellung feiner Arbeit geholfen, hierdurch sei er aber zur 761 Stimmen gewählt. Für den Kandidaten des Kommunal- Bezirks- nie besonders bezahlt. Die Stammer IV des Gewerbegerichts unter Firma selbst in keine nähere Beziehungen getreten. Ihn habe man vereins Bimmermeister Heffe wurden nur 12 Stimmen abgegeben dem Vorsitz des Assessors Dr. Gerth wies hierauf den jüngeren B. Für Herrmann und Sy hat indessen eine Nachwahl stattzufinden, mit seinem Anspruch ab, weil er nicht Arbeiter der Beklagten geweil diese beiden nicht Grundbesitzer sind. Die Nachwahl ist auf wesen sei. Die Nestlohnforderung erkannte der Vertreter der Firma Aus den Nachbarorten. den 4. April anberaumt. Ein neues Postamt in Rixdorf wird fam 1. April in dem Hause Knesebeck, Ecke Bendaftraße eingerichtet. An der heutigen Gemeinderathswahl in Adlershof werden die Parteigenossen sich nicht betheiligen, da ihnen kein geeigneter Hauseigenthümer als Kandidat zur Verfügung steht. Die. Parteigenossen werden ersucht, sich an der Illumination am 18. März rege zu betheiligen, sowie am nächsten Sonntag die Versammlung zahlreich zu besuchen, in der die Bedeutung des revolutionären Gedenktages erörtert werden soll. freiwillig an. Gerichts- Beitung. sein, Die ein hätten. Einen Beitrag zur Beurtheilung des heutigen Verhältnisses zwischen Dienfiherrschaften und Dienstboten lieferte eine Verhandlung wegen Unterschlagung und Verlegung des Briefgeheimnisses, welche vor der ersten Strastammer des Landgerichts II gegen die Dienstmagd Agnes Günther geitern verhandelt wurde. Bei dem Ingenieur Hermes in Lantwit war im Oktober ein Monatsgehalt von vorigen Jahres die Angeklagte gegen 17,50 M. in Dienst getreten. Nach der Anklage soll nun die Magd zwar stets Geld zu den erforderlichen Einfäufen erhalten, theilweise aber auf Borg gelaust und die Herrschaft somit beim Kaufmann mit 17,50 M., beim Bäcker mit 9,60 m. und beim Kohlenhändler mit 3,20 m. zu unrecht belastet haben. Als der Kaufmann schließ lich einen Mahnbrief an die Herrschaft richtete, hat die Dienstmagd denselben in Empfang genommen, geöffnet und unterschlagen. Später klagte der ohne Antwort gebliebene Kaufmann und ließ die Klage zustellen. Die Magd unterschlug die Klages, wie auch später die Urtheils zustellung und so erfuhr der Dienstherr von seinen Schulden erst, als der Gerichtsvollzieher die Zwangsvollstreckung vornehmen wollte. Tie Auflage sab somit sehr bedrohlich aus. Der VerEntlastungsbeweis. Der frühere Dienstherr mußte zeugeneidlich theidiger, Rechtsanwalt A. Gabriel führte einen umfangreichen februar feinen Pfennig zohn ausgezahlt, sondern er der Magb vom Ottober bis zum nur kleine Vorschüsse gegeben habe. Nach Abzug der unterschlagenen Beträge habe die Magd noch 28 M. von ihm zu erhalten. Indeffen suchte er sein Verhalten damit zu entschuldigen, daß er( obwohl Berliner) der Ansicht gewesen sei, das Dienstlohn werde halbjährlich gezahlt, wenn auch das Lohn nach Monaten berechnet werde. Der Bertheidiger folgerte daraus, daß das Mädchen in dringendster Noth gehandelt habe, als sie beim Kaufmann Schulden machte, die sie nach Empfang des ihr zustehenden Lohnes bezahlen wollte und thatsächlich auch bezahlt hat. Daß es in Berlin und Umgegend nicht Sitte sei, Dienstlohn halbjährlich zu zahlen, wisse jedes Kind und der Herr Ingenieur werde wohl auch nicht gern ein balbes Jahr auf Gehaltszahlung warten. Der Gerichtshof hielt Die Angeflagte zwar der Unterschlagung in einem und der Verletzung des Briefgeheimnisses in zwei Fällen schuldig, fand aber so viele Milderungsgründe in der Sachlage, daß das Ürtheil nur auf 20 W. Geldstrafe lautete. Die rothe Fahne. Nach der Magdeburger Polizeiverordnung vom 21. April 1891 dürfen rothe Fahnen, deren Entfaltung als Demonstration gegen die bestehende Ordnung zu wirken bestimmt und geeignet sind, nicht öffentlich ficht bar angebracht werden. Hiergegen sollte sich der Gastwirth Müller vergangen baben; er wurde deshalb vom Schöffengericht zu einer Geldstrafe von 20 M. Friedrichshagen. Parteigenossen! Die Gemeindewahl der verurtheilt. Das Landgericht wies seine Berufung zurück. Der That: 3. Wählerklasse findet am Mittwoch, den 16. März, von bestand war folgender. Zu Ehren von Delegirten der Zimmernachmittags 5 Uhr bis abends 71/2 Uhr im Restaurant Franz Lerche, lente, die im Saale des Angeklagten Sigungen abhielten, hatte Friedrichstr. 81, statt. Nur der zweite Bezirk hat in diesem Jahre Müller im Saale Guirlanden anbringen lassen, von denen sieben Die Verhandlung gegen den Schuhmann Otto Volkmann, eine Wahl vorzunehmen, derselbe umfaßt die Straßen: Bellevue tothe Fahnen herabbingen. Diese Dekoration blieb später erhalten, welcher eines unittlichen Angriffs gegen ein junges Mädchen bei In der straße, Breestpromenade, Kaiserstraße, Kastanienallee, Kirchstraße, bis sie auf polizeiliches Einschreiten entfernt wurde. Sturzestraße, Mühlenweg, Neu- Kamerun, Rahnsdorferstraße, See Bwischenzeit fanten im felben Saal verschiedene Versammlungen Ausübung seines Dienstes beschuldigt ist, wird am Mittwoch, den Straße, Spritzenweg. Scharnweberstraße, Viktoriastraße und Waffer- anderer Gewerkschaften 2c. statt. Gerade bieran nahmen Polizei und 16. d. M., im kleinen Schwurgerichtssaale stattfinden, da bei dem zu erwartenden großen Andrauge der Sigungssaal der ersten Straf Aller= Straffammer schlußfolgerte: werke. Unser Kandidat ist Genosse Otto Barth. Wenn ein Gerichte Anstoß. fammer zu wenig Raum bietet. Es werden zu der Verhandlung jeder Arbeiter seine Schuldigkeit thut, dann wird der zweite Sozial- dings mußten die rothen Fahnen öffentlich sichtbar Karten ausgegeben werden, die am Sigungstage in den Vormittagsdemokrat in die hiesige Gemeindevertretung seinen Einzug halten. angebracht und polizeiliches gerichtliches stunden in der Gerichtsschreiberei, Zimmer 51, zu erbitten sind. Nun hätten in dem Saal Es ist darum die Ehrenpflicht eines jeden Genossen, recht rege für Einschreiten zu rechtfertigen. die Wahlbetheiligung zu agitiren und die Säumigen heranzuziehen. mehrfach öffentliche Versammlungen, ausgehend von verschiedenen Das Wahlfomitee. Berufen, stattgefunden, zu denen jedermann Zutritt gehabt habe. Witterungsübersicht vom 14. März 1898, morgens 8 Uhr. Ju Stralau finden morgen Mittwoch im Restaurant Storch. Die Dekoration sei also der breitesten Oeffentlichkeit zugänglich ge neft die Wahlen zur Gemeindevertretung statt. Die wesen, folglich könne hier von einem öffentlich fichtAuch seien die Wahlhandlung ist auf die Stunden von 4 bis 7 Uhr festgesetzt, die baren Aubringen gerebet werden. Wahl der zuerst in Aftion tretenden dritten Abtheilung wird um rothen Fahnen bestimmt und geeignet gewesen, als Demonstration Stationen. 6 Uhr beendigt sein. Von sozialdemokratischer Seite wird der bis- gegen die bestehende Ordnung zu wirken. Die Polizeiverordnung Da die felber fei durchaus rechtsgiltig. Gegen dieses Urtheil legte Rechtsherige Vertreter, Genosse W. Buck, wieder kandidiren. Dritte Abtheilung sehr umfassend ist und, abgesehen von den Beamten, anwalt Landsberg für den Angeklagten die Revision ein und Es Swinemfinde fast fämmtliche Grundbesitzer in sich schließt, so wird der Kampf be- machte geltend, der Begriff der Deffentlichkeit sei verkannt. Hamburg fonders lebhaft werden. Jedem Parteigenossen erwächst daher die fomme lediglich darauf an, ob die rothen Fahnen von der bringende Pflicht, auf dem Posten zu sein und sein Wahlrecht aus- Straße aus sichtbar gewesen seien; nur dann läge ein öffent- Berlin lich sichtbares Anbringen vor. Der Straffenat des Kammer- Wiesbaden. zuüben! gerichts hob die Vorentscheidung auf und sprach Müller frei. München Aus Strafan wird uns geschrieben: Die Gemeindevertretung Das Gericht schloß sich den Ausführungen des Anwalts an, Wien. Beschäftigte sich vor einigen Tagen zum dritten Male mit dem daß öffentlich sichtbar sei, was man von der Straße sehe. Haparanda. Antrag des Herrn Rittergutsbesitzers Röder, betreffend die Ein verleibung der am Markgrafendamm belegenen, zum Rittergutsbezirt Ein Rechtsstreit zwischen den Aeltesten der Berliner Petersburg. Lichtenberg gehörigen Barzellen" in die Gemeinde Stralau. Der Kaufmannschaft und dem Pfandbrief Institut in Berlin gort. Antrag wurde in zwei vorhergehenden Sigungen von der Gemeinde- beschäftigte den drillen Senat des Ober Verwaltungs- Aberdeen. vertretung abgelehnt, weil Herr Röder sich nicht verpflichtet hat, gerichts in feiner letzten Sitzung. Die Finanzkommission der Paris. von seinem einzuverleibenden Grundstück so viel Terrain abzutreten, Heltesten der Kaufmannschaft ist der Ansicht, daß Institute und Wetter- Prognose für Dienstag, 15. März 1898. als die festzusehende Banfluchtlinie für den au regulirenden Mart Personen, die Kursmaller mit der selbständigen Wahr Karte 2c, nehmung ihrer Geschäfte an der Börse Ziemlich fühl, vorwiegend trübe mit geringen Niederschlägen betrauen, als Sämmtliches Material, grafendamm erfordert. Börse im im Sinne der Börsenordnung und mäßigen westlichen Winden. welches dem Herrn Röder bei Festlegung der Baufluchtlinie Befuch er der Berliner Wetterbureau. von anzusehen sind, und daß sie barum zu Börsenbeiträgen zur Einsicht und Zustimmung übergeben war, wird " Wetter 760 761 SSW WSW 1 heiter 1 762 NNW 3 bedeckt! woltenlos 763 N 2 Regen 761 W 2 wolkenlos 0 762 1 woltenlos 4 761 NNO 2 Schnee 10 761 NO 1 Schnee 9 763 NW 2 heiter 6 756 W 5 heiter 4 761 3 bedeckt 6 Briefkasten der Redaktion. O. G. Das Jahr 1900 ist kein Schaltjahr. Stadtpark. 0,85 Mt. -GO M. H. 100, Schöneberg. 75 Pf. bis 1 W. 25 Pfanstalt gestellt werden. io Wäre bie haben einen Anspruch auf Erstattung der Hälfte des Betrages der Klebe G. G. 15. 1. Für einen befferen Erfolg ist wenig Aussicht. 2. Ncin. marken, wenn der Ehemann bez. der Vater verstorben ist, bevor er in den 3. Nein. N. 2. 100. Der Betreffende muß seine Forderung im 2. 100. Nein. Kontursverfahren anmelden E. B. 33. 1. u. 2. Ja. und, falls der Verwalter ste be: Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag und Genuß einer Rente gelangt ist. A. 100. 1. Die beiden Geburtsurkunden sind erforderlich. 2. Recherche streiten sollte, M. O. 120. Nein. Sonnabend von 6 bis 7 1hr statt. auf Anerkennung flagen. findet nicht statt. 3. In den Bezirken, wo die Verlobten in den legten Zampel. Nein. The 1. Es sind Bestrafungen deshalb erfolgt. 6 Monaten wohnten. B. 163. 1. X. Solange der Aufenthalt dem G. K. 18. Sie fönnen sich selbst im Patentamt melden. 11. F. Für E. S. 21. Der Schlafburschen erforderlich erscheint, es sei denn, es ist etwas anderes ver den Fall der Klage würden Sie verurtheilt werden. einbart. F. Voigt. Darin tönnen wir aus strafrechtlichen Gründen Rath Antrag auf Rückerstattung muß innerhalb 3 Monaten bei der Versicherungs nicht ertheilen. Ein Formular für solchen Antrag fönnen Sie in Komisch. Die Gebühr beträgt wird als üblich erachtet. War fein Proteft erhoben, so wäre die Klage aus der Buchhandlung Vorwärts erhalten. die Selage Sch., Rinteln. fichtslos. W. Sch 43. Es genügt, wenn Sie Anzeige dem Gericht 50 M. und muß auf einem Brett gezahlt werden. erstatten: Sie sind nicht haftbar. M. D. 1. Sie müßten beim Landgericht Gesetzliche Bestimmungen giebt es nach dieser Richtung hin nicht. burch einen Anivalt Klage anstrengen. 2. Nein. B. S. W. 1. Gesetzliche A. 2. 3. 1. Ja. 2. Etiva 50 Mart. 3. Ja, falls die Mutter fich F. K. 87. Bis zum Ansprüche stehen Ihnen leider nicht zu. 2. Nein. 3. Das fönnte nichts schaden nicht weigert, mit dem Vater zusammenzuleben. 100 R. G. Sie müssen das Porto tragen. E. C. in A. Eine Schluſſe des Quartals.- B. 3. 51. Eine Klage gegen den Wirth hätte B. W. 41. Für die Woche müßte er zahlen. Anfechtung des Vergleichs wäre nicht ohne Aussicht auf Erfolg.- Adlers wenig Aussicht auf Erfolg. Mar hof. Wenn Sie nicht innerhalb vier bis spätestens sechs Wochen nach Ein: Er fann aber auch( gegen Zahlung) bis zum Ersten bleiben. gang Ihrer Anmeldung dieselbe vor Gericht widerholen, so ist sie hinfällig. Hecker. 1. und 2.: Ja.- A. Sch. 100. 1. Ja. 2. Die Herrschaft ist G. R. 138. 1. Solch Verein besteht nicht. 2. Kündigung findet bet in diesem Falle Geschenks berechtigt. B. 2. 100, Herzfelde. Schlafburschen, falls nichts anderes vereinbart ist, bis zum 15. zum 1. ftatt. einbehaltung in Höhe des Gerahme des Geschents, noch zur LohnSimson. Auch das kann als strafbar er: Wegen rückständiger Miethe steht dem Wirth das Retentionsrecht in die nicht Die Klage wäre aussichtslos. Frau B. Ja. M. W. 45. Sie sind zur Räumung verpflichtet. 2. 26. Falls der Richter achtet werden. unentbehrlichen Sachen zu. A. B. 100. Wenn in den ersten zwei Jahren Unterstützungen zu der Ueberzeugung gelangt, daß die Wohnung infolge der Mängel unwerden, besteht keinerlei Schwierigkeit. I. N., brauchbar ist, würde die Forderung des Wirths abgewiesen werden. Ob der nicht begehrt Richter zu solcher Ueberzeugung gelangt, läßt sich nicht im voraus beurtheilen. Blumenstraße. Spätestens am 15. zum 1. F. M. Die exceptio plurium gilt nach Salzburger Recht auch für Nicht- Defterreicher nicht: Ihr Freund hat zu zahlen. Briefliche Antwort ertheilen wir nicht. Alter Abonnent. 1. Die Entlaffung wegen Krant: heit ist leider berechtigt. 2. Die Zahlung läßt sich aus den von Ihnen an: geführten Gründen nicht mit Erfolg verweigern. A. 77. Die Gerichts: foften in 4 Jahren vom Ablauf des Jahres ab, in dem sie entstanden sind, die dem Gegner zu ersetzenden Koften aber erst in 30 Jahren. N. Paasch. Nach der hierorts giltigen altpreußischen Gefinde- Ordnung von 1810 tönnen Weihnachtsgeschenke auf den Lohn verrechnet werden, wenn das Gesinde innerhalb des Dienstjahres( also wenn es am 1. April angezogen war, bis zum 1. April) den Dienst aufgiebt oder durch seine Schuld entlassen wird. 2. D. 35. 1. Der Gläubiger fann so lange auf grund des Urtheils borgehen, bis er befriedigt ist. 2. Das Retentionsrecht steht dem Wirth zu. 2. Die Nachweise für die 3 Jahre 1888, 1889, 1890 müffen befchafft werden. 2. N. Leider ja. G. D. 100. Die Vereinbarung über die Höhe der Preise steht im Belieben beider Parteien. Die Klage würde daher gegen Sie ausfallen. Abonnent Wollinerstraße. Die Wittwe und falls folche nicht vorhanden, die hinterlassenen ehelichen Kinder unter 15 Jahren $. 25. Fünfzig Mark für Ausländer. Wörtherstraße. 1. Ja. -O ouis dor Freitag, den 18. März 1898, abends 8 Uhr: Typographia Behn Volks- Versammlungen in folgenden Lokalen: 1. Kreis: 336 3 Gesangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgiesser. Sonntag, den 20. März, abends 6 Uhr: Vokal- u. Instrumental- Konzert D. 100. Nein. Dem Razenzüchter Franz Geisler zu seinem heutigen Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch. Na Franz, da giebst Du doch wieder wat bei zu. 2. P. M. T. G. Todes- Anzeige. 13386 Gestern früh um 7 Uhr verschied nach langen schweren Leiden mein lieber Vater, Schwiegervater, Großvater und Onkel, der ehemalige Kutscher der 1343b in Louis Keller's Festsälen, Koppenstr. 29. Firma C. Hedmann, I. Theil. 1. Gutenberglied 2. Nachtzauber 9019 319 3. Zwa Sterndlan Cohn's Festsäle( großer Saal), Beuthstraße Nr. 20. 2. Kreis: Bickel's Festsäle, Hafenhaide 52-53. 3. Kreis: Berliner Ressource, Rommandantenstraße Nr. 57. 4. Kreis: Konzerthaus Sanssouci, Rottbuserstraße 4a. Keller's Festsäle, Koppenstraße 29. 5. Kreis: Schützenhaus, Linienstraße 5. 6. Kreis: Kronen- Brauerei, Alt- Moabit. mp 0R 294 do Colberger Salon, Colbergerstraße Nr. 23. Programm. Schwab. Storch. Kremser. 4. a) Marsch a. d. Op. Katharina Cornaro". Lachner. b) Abendchor a. d. Nachtlager von Granada. Kreutzer. ( Cornet- Quartett.) 5. Muttersprache 6. Im Mal II. Theil. 7. Die Hoffnung. Engelsberg. Jürgens. Schärtlich. 8. Sonnenuntergang Conradi. 9. Altniederländisches Volkslied B Kremser. 10. Adagio aus dem KlarinettenQuintett. Mozart. 11. Der Lindenbaum Schubert. . 12. Prinzessin Ilse. Machanek. III. Theil. 13. Der Menschheit Erwachen 14. Spielmannslied 15. Unter allen Wipfeln ist Ruh Uthmann. Hoff. Kuhlau. 16. a) Arie aus der Oper, Martha" Flotow. b) Wanderlied Abt. ( Cornet- Quartett.) 17. Waldeinsamkeit. Bieber. 18. Tanz und Gesang. Zander. Die Musik wird von Mitgl. des Neuen Berl. Sinfonie- Orchesters ausgeführt. Eintrittspreis 50 Pf., im Vorverkauf 40 Pf., Kinder die Hälfte. Nach dem Konzert: Ball. Christian Meier. Die Beerdigung findet am 17. d. M., nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Lohmühlenstr. 14, aus statt. Im Namen der Hinterbliebenen Ernst Meier. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß mein lieber Mann, der Maurer [ 1344b Gustav Bengs in Schöneberg an der Prole: tarter- Krankheit am 13. d. M. ver storben ist. Die Beerdigung findet am Mitt: woch, den 16. d. M., nachu. 125 Uhr, von der Leichenhalle des ZwölfApostelkirchhofs aus, nach dem Schöne berger Kirchhof in der Marstraße statt. Die tranerude Wittwe n. Kindern. lichen Spenden bei der Beerdigung Für die rege Theilnahme und reich Herren, welche sich am Tanz betheiligen, zahlen 50 Pf. extra. Billets sind bei den Herren Nettermann, Moabit, Bandelstr. 45, Kaun, Grüner Weg 17, im Vereinsbureau, Ritterstr. 88, und im Setzer- meines lieben Mannes, unseres guten saal des ,, Vorwärts zu haben. Der Vorstand. NB. Heute Dienstag: Uebungsstunde. 65/8 Baters sagen allen Kollegen und Be kannten unseren herzlichen Dank. 1334b Wwe. Leidke nebst Kindern. Achtung! Droschkenkutscher. Achtung! able weten Boele ber stehe Oeffentliche Versammlung der Droschkenkutscher Berlins und Umgegend mit Frauen am Mittwoch, den 16. März, abeuds 9 1hr, in Fey's Gesellschaftshaus, Brunnenstraße 184. Tages Ordnung: 1. 1848 und 1898". Referent: Genosse Adolf Hoffmann. 2. Bericht der Vertrauensmänner, eventuell Neuwahl derselben und Bericht der Revisoren. 3. Diskussion. Für die vielen Beweise Liebe bei dem Hinscheiden meines lieben Mannes und Vaters, des Schriftsetzers Albert Schwede fagen ihren herzlichſten ant Die Hinterbliebenen. Hiermit erkläre ich Herrn Rob. Bleibaum als einen ehrlichen Mann und nehme die ihm zügefügte Beleidigung zurüd. E. Hünchen, Forsterstr. 19. 13336 Kind findet gute und billige AufUmstände halber kann diese Versammlung nicht, wie in der Fahr nahme. Granso, Nostizſtr. 39, v. III. Lokal stattfinden, und bitten wir um recht zahlreichen Besuch. Swinemünder Gesellschaftshaus, Gwinemünderstraße 42. eitung" angekündigt, in Senſel's Feſtsälen, sondern in dem obengenannten Berliner Prater, Kastanien- Allee 7-8. Tages- Ordnung in sämmtlichen Versammlungen: 52/2 Die Vertrauensmänner. J. A.: H. Schulz. Achtung, Schmiede! Carl Becker Cigarren, Cigarretten u. Tabake Lindowerstr. 25 an der Müllerstr. Donnerstag, den 17. März, abends 8 Uhr, in Feuerstein's Festsäten, Mühlenstr. 8, nae berbaum, Alte Jakobstraße 75: Der 18. März und seine Bedeutung. Große öffentliche Versammlung. E Referenten: Genoffen Arons, Bebel, Frau Lily Braun, Heine, Kiesel, Ledebour, Singer, Timm, Vogtherr, Wurm. Bu recht zahlreichem Besuch laben ein Die Berliner Vertrauensmänner. Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW., Beuthstr. 2. Soeben ist erschienen: Zum Jubeljahr der Märzrevolution Von Wilhelm Liebknecht. 96 Seiten 8°. Preis 30 Pfennig. Porto 5 Pfennig. Bereits im Sommer hatte der Parteivorstand den Genoffen Liebknecht mit der Abfassung der Broschüre beauftragt, die nunmehr auf den 18. März von dem Verlag publizirt wird. Die glänzend geschriebene Schrift enthält nicht blos eine lebendige, eingehende Schil derung der 48 er europäischen und namentlich der deutschen RevolutionsBewegung, sondern auch eine kritische Würdigung jener Ereignisse und fie faßt zum Schluffe die Aufgaben zusammen, welche die deutsche Arbeiterklaffe, die zielbewußte Erbin der 48 er Vorfämpfer, zu übernehmen von der Geschichte bestimmt ist. Verein der graphischen Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Filiale Berlin I. Donnerstag, den 17. März 1898, abends 8% Uhr: 213/6 1. Tenor für Quartett gesucht Görligerstr. 65 im Lokal. Meldungen bis Donnerstag abends von 9 Uhr ab. Warschauerstr. und Schlesischem Bahnhof, sind von sofort und 1. April 1898 freundliche und Hofwohnungen von 2 it. Stube nebst Korridor, Küche, Kloset u. Näheres beim Verwalter.[ 40062* f.. H. Admiral. str. 34, H. II 1. 1. Vortrag des Genossen ahn über:" Die Koalitionsfreiheit und der oder Boden billig zu vermiethen. Posadowsky'sche Erlaß". 2. Stellungnahme zum 1. Mai. 3. Verschiedenes. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. 176/3 Frdl. Schlafft. Das Erscheinen aller Kollegen erwartet Der Vertrauensmann. Achtung! Manrer. Achtung! Arbeitsmarkt. Am Dienstag, den 15. März, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Oeffentliche Versammlung der Baudeputirten. Mehlmann( fr. Buske), Grenadierstr. 33: Tages Ordnung: 13406 Berathung über die in der letzten öffentlichen Versammlung an 131/17 Allen Freunden zur Nachricht, daß genommenen Anträge. ich den Rummelsburger Die Kollegen find verpflichtet, von jedem Bau einen Deputirten Volksgarten und Balllokal zu entfenden; die zur Diskussion stehenden Anträge sind sehr wichtiger eröffnet habe. G. Blechschmidt, Natur, und können nur ihren Zweck erfüllen, wenn diefelben genügende Ver: Neue Prinz Alberistr. 70/71. breitung unter den Kollegen finden. Die Lohnkommission. J. Jablonsky Nachfl. Otto Müller, SO., Nannynstr. 37, empfiehlt sein Weiss- und Bairischbier- Lokal nebst großem Frühstücks, Mittags u. Abendtisch in bekannter Güte und zu soliden Preisen. Bentral- Krankenkaffe der Manrer c. Grundstein zur Einigkeit". Junge Mädchen von 14-16 Jahren für leichte Handarbeit verlangt. 12676, Louis Fünkenstein, Alte Jakobstr. 61. Lüchtige Schlosser werden für sofort gesucht. Solche, welche bereits auf Nähmaschinen ge arbeitet haben, werden bevorzugt. Angebote sub J. S. 6153 an Rudolf Moffe, Berlin SW. 15/ 12* Plätterinnen auf Stehfr., Um legefr. u. Manschetten in u. außer dem Hause sucht M. Treppe, Schön: Sonntag, den 20. März, vormittags 10 Uhr, in Stabernack's Salon, hauser Allee 167a, Fabrifgebäude. Inselstraße 10: Außerordentliche Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Wahl der Abgeordneten zu der am 31. Mai in Erfurt stattfindenden General- Versammlung und Anträge zu derselben. 149/2 NB. Die Versammlung wird punft 10 Uhr eröffnet. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Die Verwaltung. J. A.: With. Garbe. Vereinszimmer, Achtung! 60 bis 100 Personen faffend, ist Donnerstags und alle 14 Tage Sonnabends zu vergeben.[ 45052* H. Lippke, Melchiorstr. 15. Robert Drescher, Tüchtige Farbigmacher gesucht Goldleistenfabrik Lieguizerstr. 15. Glasschleifer v. Heckert, Prinzenstr. 32. Farbigmacher verlangt C. Ruthenberg. Ein tüchtiger Werkzeugmacher für Fraiseret, aber nur ein Beschäftigung bei Achtung! folcher, findet dauernde und lohnende Maurer Charlottenburgs und Umgegend. Am Mittwoch, den 16. März, abends 8 Uhr, im Lokale ,, Bismarckshöhe", Wilmersdorferstr. 39: Heinr. Thiele& Comp., Mechanische Werkstatt, Prinzen Straße 86, Farbigm., Versilb. u. Versilberin v. Wienerstr. 57a. 13426 Kanten Waldemarstr. 15. Linienſtr. 218, am Schönh. Thor Oeffentl. Versammlung.grafier auf Sorufnöpfe verf. empfiehlt sein Weiß- und Bairisch: Bierlokal nebst schönem Vereins: General- Derlammlung simmer. bei Hoffmann, Alexanderstraße 27c. Tages Ordnung: 1. Geschäftliches und Abrechnung vom Streit. 2. Stellungnahme zur General Bersammlung in Frankfurt a. M. und Aufstellung der Delegiten. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. NB. Die Kollegen, welche noch Urania- Billets abzugeben haben, sowie Urabstimmungslisten zur Einführung der Arbeitslosen- Unterstützung, werden 96/9 ersucht, es bis zur Versammlung zu thun. Mitgliedsbuch legitimirt. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen Die Verwaltung. ersucht auf. Möbel Möbel Theilzahlung. unter Garantie guter Arbeit. Theil zahlung gestattet. 45562* * 131/18 Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gegeben. Zahlreichen Grüner Weg 36. 4405 Befuch sämmtlicher Kollegen erwartet Die Lohnkommission. Kranzbinderei u. BlumenIn Fabriken-, Arbeiter, Handwerker- u. Kleinbürgerauch Damen, werden als Better Streifen bekannte und geachtete Leute, für eine durch ihre koulanten Aufnahmebedingungen beliebte Kranten: faffe gesucht. Näheres durch W. Kayser, Subdirektor, Fürbringerstr. 16, II. Kranzbinderei, L. Klatt, 16/1 u. Blumenhandlung, 6. Landsbergerstr. 6, Ede Höchstestr., ( früher Königsbergerstraße) empf. Widmungstränze mit Schleifen 1. Brandt, Alte Jakobstr. 65. J. Kellermann, Jakobstr. 26. in befter Ausführung. Guirlanden empfiehlt 13376 Lehrmädchen Neufeld, Blumen fuchen Lewin& fabrit, Ritterstr. 45. 13356 Stürzer v. Hornemann, Nenen: 13336 44089 burgerstr. 7. handlung von 40762 Kränze, Robert Meyer, F. Jacobitz, Stoppenstr. 46. No. 2. Mariannenstr. No. 2. Widmungs- Kränze, Guirlanden, Ballsträußchen, Bouquets 2c. werden sehr geschmackvoll und preiswerth geliefert. Kränze, Schleifen, Guirlanden, Blumen empfiehlt den Parteigenoffen A. Nimtz, Gärtner, * INO., Friedenstr. 68. 4445 Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Glasversichrg. bei außergewöhnlich hoher Provi: die Erped. d. Blattes. Rührige Agenten für Feuer- und lumenhandlung fien gefucht. Offerten unter Q2 an P. Abromeit, Bucheritr. 14. 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Ueber die Anträge zum Bezirkstage fonnte nicht verhandelt werden, weil die am 1. d. M. fällige Zeitung nicht erschienen war. Bu Punkt 3 der Tagesordnung, Bewilligung eines Kranzes für die Märzgefallenen" gab Sta. rosson in furzen, martigen Worten einen Auszug aus der 1848er Bewegung und kam zu dem Schluß, daß wir die Opfer jener Tage am besten ehren, wenn wir für das von ihnen Begonnene in Abg. Lückhoff( ft.) wünscht in den Volksschulen den Kindern rubiger würdevoller Weife weiter fämpfen. Die Versammlung eine genauere Kenntniß der giftigen Pilze beizubringen, um den recht häufig vorkommenden Vergiftungsfällen entgegenzuwirken. Die MöbeltransportA- rbeiter( Rutscher, Packer 2c.) beriethen stimmte feinen Ausführungen zu und bewilligte einen Kranz. Auch in den Schul Lesebüchern findet man Darstellungen, in einer am Sonntag abgehaltenen zahlreich besuchten Versammlung Der Verein zur Wahrung der Jutereffen der Maurer die ganz unzutreffend sind und unter Umständen gefährlich werden die Frage, ob es angebracht sei, für den bevorstehenden Umzugs Berlins und Umgegend nahm in feiner Generalversammlung am können. Redner wünscht, daß auf den Seminarien Einrichtungen termin Forderungen auf Lohnerhöhung zu stellen. Die Referenten 8. März einige Statutenänderungen vor. Die Mitglieder wurden getroffen werden, wonach keinem Kandidaten des Lehrfaches das Schumann und Dreher beleuchteten unter Heranziehung vieler aufgefordert, ihre genaue Adresse an die Hilfskaffirer abzugeben, Reifezeugniß ertheilt wird, wenn er in der Pilzkunde nicht bestimmten Einzelfälle die Lage der Arbeiter, welche bei Umzügen und Trans- damit vom 1. April an die Zustellung der Einigkeit" pünktlich er Anforderungen genügt. porten Verwendung finden. Wenn schon die Lohnverhältnisse folgen kann. Abg. Danzenberg( 3.) erörtert die Wechselbeziehungen zwischen Schule und Kirche und führt aus, daß seit dem Ministerium Falck der berechtigte Einfluß der katholischen Kirche auf die Schule noch nicht wieder hergestellt ist. Iesen fonnten. " der dauernd beschäftigten Möbeltransport- Arbeiter keine günstigen Verein der Wäsche- und Kravatten- Branche. Am Donnerstag, feien, so sei die Lage der gelegentlich eingestellten Arbeiter den 10. d. M., fand eine gutbesuchte Mitgliederversammlung statt, eine noch weit ungünftigere, da dieselben mit 3 bis 3,50 M. in welcher Dr. Neumann Friedenau einen ebenso interessanten Tagelohn bezahlt würden und nur auf eine Beschäftigungsdauer von wie lehrreichen Vortrag über den Bericht der Kommission der er dem Erings daß für die Volksschule garnicht genug gethan werden könne; nehme man an, daß der Verdienst durch Trinkgelder erhöht werde, Diskussion, an welcher sich die Kollegen Roopmann, aber der verfaffungsmäßige Zustand, daß die Volksschule eine aber diese fallen in der Regel sehr knapp aus, und dann sei es für und Stanofsky betheiligten, zeigte, daß die Anwesenden fech Veranstaltung des Staates ist, muß aufrechterhalten werden. Die den Arbeiter auch im höchsten Maße entwürdigend, wenn er mit der vollständig mit den Ausführungen des Referenten einverstanden Wünsche des Vorredners auf dem Gebiete der Schulaufsicht zu er- Müze in der Hand um Trinkgelder bitten müsse, von denen in erklärten. füllen, wäre nur durch eine Verdoppelung der Zahl der Schul- manchen Fällen noch der Unternehmer einen Antheil fordere. Eine Die Stellmacher beschäftigten sich in der legten Mitglieder inspektoren möglich; aber dann würden diese Beamten nicht aus Erhöhung der bisher gezahlten Löhne sei also wohl berechtigt, versammlung am 10. b. M. mit der Regelung des Uebertritts zum reichend beschäftigt sein. Daß der berechtigte Einfluß der Kirche umso mehr, als der fürzlich gegründete Verband der Möbeltransport Holzarbeiter- Berband. Es wurde eine Liste ausgelegt, wo diejenigen gewahrt ist, davon überzeugt das Entgegenkommen, das die Bischöfe Unternehmer einen Tarif für Umzüge festgesetzt habe, der einen Mitglieder, die gewillt waren, dem Holzarbeiter- Verband beizutreten, den Schulräthen bewiesen haben bei der Regelung dieser Frage. wesentlichen Preisaufschlag bedeute, und für den bevorstehenden sich eingetragen haben. Für Mitglieder, die nicht in der VersammAbg. Schröder( Pole) bringt eine Reibe von Klagen über den Umzugstermin bereits durchgeführt werden solle. Die bekannte lung anwesend find, liegt eine Lifte im Verkehrslokal, Elsafferstr. 9 Volksschulunterricht in den polnischen Schulen vor. Ein Schul: Firma Knauer habe schon vor einigen Wochen allerdings auf bei Wiegand, aus. Gg wird ersucht, die Gintragung bis zum inspektor habe unebrerbietige Aeußerungen über den Papst gethan. Bei Veranlassung einer Veröffentlichung im Organ des Verbandes der 1. April zu bewerkstelligen, da die Listen an diesem Tage dem Holzmehreren Gerichtsverhandlungen habe sich ergeben, daß viele Kinder Handels: und Transport- Arbeiter den bei ihr beschäftigten Ar- arbeiter- Verband übergeben werden. Ferner wurde einem Kollegen, der deutschen Sprache nicht mächtig waren, ja nicht einmal deutsch beitern eine Lohnerhöhung bewilligt. Nun hätten Vertreter von der wegen einer Unfallsache in Klage steht, seitens des Vereins ein Das feien die Folgen des deutschen Unter Arbeitern aller größeren Möbeltransport- Firmen fich dahin geeinigt, Rechtsschutz gewährt.. 3 richts, der die Muttersprache der Kinder vernachlässige. Die Kinder der Versammlung folgende an die Unternehmer zu stellenden Forde lernen das Deutsche nur oberflächlich und einige Lesestücke aus. rungen zu empfehlen, die denen im Knauer'schen Geschäft bereits zu tiche Maurerversammlung ftatt, welche sich mit den BauJu Köpenick fand am Mittwoch, den 9. März, eine öffent= wendig und es ist bei Leseprüfungen vorgekommen, daß der Schüler gestandenen angepaßt 1. Für festangestellte das ihm vorgelegte Lesestück mit den Worten vorlas: Im Anfang und Kutscher 23 M. Wochenlohn. 2. Für neuangestellte Packer und sperren in Wilhelminenhof beschäftigte. Dort haben die Maurer die schuf Gott Himmel und Erde! Das Lesestück betraf aber etwas ganz Kutscher 21 M. Anfangslohn, von Jahr zu Jahr um je eine Mark Forderung von 55 Pf. Stundenlohn und 9 Stunden Arbeitszeit aufanderes! Die verschiedenartige Behandlung des katholischen und des steigend bis zur Höhe von 25 M. 3. Für nicht festangesteute gestellt. Aus dem Bericht des Lohnkommissions- Mitgliedes& cert evangelischen Unterrichts läßt deutlich erkennen, daß es neben der Arbeiter 4 M. Tagelohn, während der Ziehzeit, d. h. 14 Tage vor ging hervor, daß 67 Kollegen mit 81 Kindern an der Sperre beGermanisirung in Polen auch auf die Evangelisirung abgesehen ist. und 14 Tage nach dem Duartals- Ersten, 4,50 m. 4. Bei stunden- theiligt sind; die Haltung der Kollegen set gut. Herr Obriket, der Regierungs- Kommissar Ministerial Direttor Kügler proteftirt weifer Beschäftigung 50 Pf. pro Stunde; jede angefangene Stunde bisher 45 bis 47 Pf. die Stunde Lohn zahlte, hat schon 52% Pf. und neun Stunden bewilligt. Herr Lebauer hat auch begegen den Anspruch der Polen, eine Sonderstellung einnehmen zu ist voll zu bezahlen. 5. Der Lohn ist seitens der Firma an jeden willigt. Architekt wollen. Gegenüber den guten Erfolgen, die mit dem deutschen Arbeiter persönlich zu zahlen. 6. Unter den vorübergehend beschäftigten feinen von den alten Kollegen wieder einstellen. Lehmann hat bewilligt, nur will Auf einem Bau Sprachunterricht in Westpreußen gemacht sind, kämen Einzelfälle, Arbeitern ist die Arbeit möglichst gleichmäßig zu vertheilen sind die Kollegen garnicht zur Arbeitsniederlegung gekommen, ber man fann sagen Anekdötchen, nicht in betracht. und an jedem Abend bekannt zu geben, wer von ihnen Abg. Dr. Glattfelter( 3.): Man tann dem Minister glauben, am folgenden Tage arbeiten soll. 7. Die Unternehmer verpflichten Bauarbeitern ans Herz gelegt, für die Forderungen der Maurer Unternehmer hat sofort bewilligt. Dann wurde den anwesenden daß er nicht die Absicht hat, die Schule zu entchriftlichen, aber sein sich, die Rundschaft von der Bewilligung etwaiger Trinkgelder nicht fräftig miteinzutreten. Die Maurer würden, wenn die Bauarbeiter Syftem führt dahin. Abg. Dr. Arendt( frt.) wünscht eine Bermehrung der deutschen ist zu dieser Versammlung eingeladen worden, sie hat aber weder in eine Bewegung eintreten, dasselbe thun. Zum Schluß wurde eine Unterrichtsstunden in all denjenigen Schulen Polens, wo die Kinder einen Vertreter entfandt noch überhaupt auf die Einladung ge Resolution angenommen, in welcher die Versammlung für die Fordenicht die erforderliche Fähigkeit im Deutschen erlangen. antwortet. Alle Diskussionsredner erkannten die Nothwendigkeit rungen einzutreten verspricht. Abg. Dr. Nenbane( Pole) die polnischen Kinder seien in der einer Lohnerhöhung an. Eine Meinungsverschiedenheit machte sich Rummelsburg. Eine außergewöhnlich stark besuchte Volt 3Schule so überlastet, daß von einer Vermehrung der deutschen nur bezüglich des zweiten Punktes der Forderungen geltend, versammlung, in welcher der Erlaß des Grafen Posadowsky Unterrichtsstunden irgend ein Vortheil nicht zu erwarten sei. indem einige Redner verlangten, daß die neuangestellten auf der Tagesordnung stand, tagte vergangenen Sonntag Nachs Abg. Dr. Bueck( natl.) bringt die von der Regierung geforderte Arbeiter mit den festangestellten von vornherein im Lohne mittag bei Piatkowsky. Genosse Buck Stralau unterzog den ges Herabminderung der städtischen Lehrer in Stirum zur Sprache. gleichgestellt würden. Dem widersprachen jedoch die Vertreter heimen Erlaß des Herrn Ministers einer eingehenden Kritik. In Die Gehälter waren nicht zu hoch, sondern nur den örtlichen Ver- der Organisation. Sie machten geltend, daß diese Forderung einer lebhaften Disfuffion wurden noch von mehreren Genoffen die hältnissen von Stirum und seinen Nachbarorten angemessen. Die an sich durchaus berechtigt sei, daß sie aber nach Lage der Verhält Ausführungen des Redners ergänzt, worauf die bekannte Protest Stadt Stirum ist finanziell gut fituirt und würde durch die frei- niffe leine Aussicht habe, von den Unternehmern angenommen zu refolution einstimmig angenommen wurde. Nach einem Hinweis, willig übernommene Verpflichtung nicht bedrückt werden. In werden, und daß, falls man darauf beharre, der Kampf unnöthig bei der Reichstags sowie der bevorstehenden Gemeinderaths- Wahl finanziell auch nur gleich gut fituirten Nachbargemeinden hat die erschwert und sein Erfolg in Frage geftellt werde. Die Schluß diesen Protest in die That umzuseßen und den sozialdemokratischen Regierung gleich hohe Gehälter wie in Stirum und auch noch abstimmung ergab die Annahme obiger vom Referenten vorgelegter Kandidaten zum Siege zu verhelfen, wurde die Versammlung ge höhere Gehälter genehmigt. Forderungen. Zur Durchführung derselben wurde eine Kommission schlossen. Minister Dr. Boffe ift erfreut, daß in jener Gegend die Neigung gewählt, bestehend aus den Kollegen: Schumann, Dreher, aur Bewilligung bober Lehrergehälter bei den Gemeinden vorhanden Neumann, Grunz und Nix. In der Zeit vom 15. bis ift und daß die Regierungsbezirke Arnsberg und Düsseldorf mit 25. März sollen sich die Unternehmer über die Forderungen der ihren Lehrergehältern an der Spige marschiren. Aber die Leistungs- Arbeiter entscheiden. fähigkeit der Gemeinde Stirum scheint doch nicht so ganz zweifels. ohne und namentlich scheint es, als ob sie bei Bewilligung der hohen Gehälter auf einen Staatszuschuß spekulirte. Das ist übrigens in einer ganzen Reihe von Fällen geschehen und die Regierungen haben in diesen Fällen die Gehaltssäte berabgemindert; das mag den Lehrern unangenehm sein, läßt sich aber nicht vermeiden. Abg. Dr. Böttinger( nall.) beklagt die Fälle, in denen bei nahe bei einander liegenden Gemeinden und unter gleichen örtlichen Preis- und Steuerverhältnissen die Lehrergehälter von der Regierung selbst dann verschieden hoch bemessen sind, wenn die Gemeinden eine übereinstimmende Höhe der Gehälter beschlossen hatten. Abg. Wetekamp( frs. Bp.) erörtert angebliche Mängel des modernen Schreibunterrichts und empfiehlt im Interesse der Förderung desselben die Beseitigung des deutschen Alphabets und die alleinige Anwendung des lateinischen, das ja doch bei allen Kulturvölkern das gebräuchliche sei. In der Orthographie follte man nicht ein bestimmtes System maßgebend sein lassen, sondern eine größere Entwickelungsfreiheit gestatten, vielleicht auch eine Vereinbarung mit Defterreich und der Schweiz anzubahnen suchen über einige wichtigere moderne Fragen, so über die Abschaffung oder Verringerung der großen Buchstaben u. a. m. Der Präsident schlägt hierauf Bertagung und Abendsiyuug um 71/2 Uhr vor, zur Fortsetzung der Berathung. Solide, gut bürgerliche abzuhalten. Die Maler waren am 28. Februar zirka 200 Mann start in den Arminhallen" versammelt. 2int referirte in eingehender Weise über den Posadowsky'schen Erlaß und wies nach, daß derselbe in striktem Gegensaße zu den bekannten Februar- Erlassen des deutschen Kaisers vom Jahre 1890 stehe. Redner wies ferner an der Hand von Thatsachen nach, wie man versuche, dem Arbeiter die Ausmüßung des Koalitionsrechts unmöglich zu machen. Statt daß man dem Arbeiter dieselben Freiheiten in der Ausübung des Koalitions= rchts gewähre wie dem Unternehmer, sehen wir, daß der Unternebmer die gröbsten Gesetzesverletzungen offenfundig begehen kann, ohne zur Rechenschaft gezogen zu werden. In der Diskussion sprach Nowusch. Bezüglich der Maifeier beschloß die Versammlung, wie bisher, so auch in diesem Jahre vormittags eine öffentliche Versammlung abzuhalten. Ein Antrag von Böhling, Mark und Lint, der dahingeht, daß, da in diesem Jahre ein Ausfall an dem Arbeitsverdienste durch die Maifeier nicht entsteht, so bat jeder arbeitende Maler und Berufsgenoffe eine Maimarte à 1 M. zu entnehmen, welche dem Agitations resp. Unterstützungsfonds zufließt, wird angenommen. Das Andenken der auf dem Schlachtfelde der Arbeit gebliebenen Opfer der Bergleute bei Bochum ehrte die Versammlung durch Erheben von den Plägen. Der Zweigverein Berlin des Verbandes deutscher Barbier, Friseur- und Verrückenmachergehilfen hielt am Freie Vereinigung der Badenfer. Seute, abends 8 Uhr, Dragoners ftraße 15: Versammlung. Bortrag: Die Kämpfe des badtschen Boltes im Jahre 1848". d Von Eingelaufene Druckschriften. bereuen Brit( Etuttgart, J. 8. W. Diez' Berlag) tn foeben bas 24. eft is 16. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir bervor: Bum Gedächtniß der Märzrevolution. Kritisches Bwischenspiel. Von Ed. Benstein. Sozialismus und Darwinismus. Von Profeffor Karl Pearson ( London). Autorisirte Ueberfegung von Dr. Benno Karpeles( Schluß.) Selbstmordstat: fiit Aus der Revolutions chronit von 1848. Wirthschaftliche Rundschau.. Notizen: Bücherschäße der Parifer ,, Bibliothèque Nationale". „ Archiv für Sozinis Gefekgebung und statistik". Das neuefie geft biefer -T nur mehr im elften Jahrgang erscheinenden von Dr. Heinrich Braun herausgegebenen Zeitschrift( Berlin, Carl Heymann's Berlag) hat folgenden Inhalt: abbandlungen: Bur Revision der deu schen Seemannsordnung. Von Dr. B. Nocht, Hafenarzt in Hamburg. 8ur Geschichte der Bindhölzchenfrage in der Echweiz und zur Beurtheilung der neuen Gefeßvorlage. Bon Prof. Dr. F. Eismann in Zürich 2 as Eweatingsystem in den Vereinigten Staaten. Bon Florence Kelley in Chicago. Geschgebung: Dänemart. Die dänische Arbeiter versicherung, insbesondere das Unfallversicherungs Gefeß vom 7. Januar 1998. Bon Gordt Trap, Direktor des statistischen Bureaus der Stadt Kopenhagen. Wortlaut des Gesezes über die Versicherung der Arbeiter gegen die Folgen von Unfällen in großen Betrieben. Echive 3. Wortlaut des Bundesgefeßes( Ents wuifs) betreffend Fabrikation, Einfuhr, Ausfuhr und Verkauf von Bündhölzchen mit gelbem Phosphor Miszellen: Die Arbeitsinspektion in Belgien während bei Jahre 1895 und 1896. Von H Banderiyot, Ingenteur in Brüffel. niederländische Fabritinspektion in den Jahren 1894-1896. Von Prof Dr. R. von der Voight in Aachen. Literatur Stefmann, Dr. Robert, Die Unternehmerverba de( Konventionen, Karielle), ihr Wesen und ihre Bedeutung. Ve sprochen von Prof. Dr. A. Menzel in Wien.- Cornil, Georges, L'assurance municipale contre le chômage involontaire. Besprochen von Dr. E. Hofmann in Stettfurt( Echweiz) Wischler, Prof. Dr. Erni, Das Armenwesen in Steters mart. Besprochen von Dr. Paul Kolmann, Direttor des statistischen Bureaus in Oldenburg. 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