Mitteilungs- Blatt Nr. 4. des Verbandes der sozialdemokratischen Wahlvereine Berlins und Umgegend. Berlin, den 12. Juli 1916. Rückblick und Ausblick. 11. Jahrgang. Der drinnen im Lande geschah oder auch nicht geschah, am rauhesten angepackt, am tiefsten erAm 25. Juni haben die Berliner Genossen schüttert. Eine Bewegung, die groß geworden zum ersten Male wieder seit mehr als zwei ist im scharfen Zugwind demokratischer SelbstJahren eine Verbandsgeneralversammlung ge- fritik und demokratischer Kontrolle, kann in habt. Aber zwischen dieser Berliner Partei- der burgfriedlichen Luft nicht das krafttagung und der lezten im Juni 1914 liegt volle Gebilde bleiben, das sie war, als das ein brandendes Meer erschütternder, furcht- Für und Wider der verschiedenen Parteibarer weltgeschichtlicher Ereignisse, ein Meer meinungen frei und ungehindert miteinander von Blut und Tränen, dessen Wogen heute ringen und auf demokratischem Wege zu einem vielleicht mehr denn je vom Sturmwind Ausgleich gebracht werden konnte. Die Reichsdämonisch- gewaltiger Vernichtungskämpfe auf- tagsfraktion, die parlamentarische Vertretung gepeitscht werden. Alle Grundfesten des der Partei, deren Tätigkeit jahrzehntelang der Völkerlebens, all seine wirtschaftlichen, politi- Kontrolle der Gesamtpartei unterstellt war, schen, sozialen und kulturellen Erscheinungen etablierte sich, in gewollter oder ungewollter sind erschüttert, und jeder, der sich nicht in Anpassung an die durch den Belagerungsstumpfer Ergebung oder gedankenloser Ober- zustand geschaffenen Zustände, als die höchste flächlichkeit in dieser Weltkatastrophe treiben und allein maßgebende Parteiinstanz. läßt, muß sich fragen: Was will das werden? Parteivorstand, dessen Mitglieder zum größten Teil als sehr attive Parlamentarier für die Haltung der Fraktion verantwortlich sind, erblickte seine Aufgabe nicht darin, in dem Meinungsstreit, der durch den Krieg entstanden war, eine vermittelnde und die Einheit wahrende Stellung einzunehmen, sondern er dekretierte, daß die Beschlüsse der Fraktion als die einzig richtigen von der Partei als Ausflüsse unfehlbarer politischer Weisheit hinzunehmen seien. Alle organisatorischen Machtmittel, die zu anderen Zeiten und unter anderen Voraussetzungen dem Parteivorstand in die Hand gegeben waren, fast der ganze bureaukratische Apparat der Partei wurde benutzt, ihr die Politik des 4. August und des großen Umlernens aufzuzwingen. Wer die Dinge mit anderen Augen ansah, wer da meinte, der wissenschaftliche Sozialismus und die Beschlüsse unserer Parteitage und internationalen Kongresse ebensosehr wie die Erfahrungen und Wirkungen des Weltkrieges erforderten gebieterisch eine andere Politik unserer Partei, wurde als„ Parteizerstörer", als Phrasenheld oder als unbelehrbarer Querkopf verlästert, von anderen Beschimpfungen ganz zu schweigen. Ging es doch sogar so weit, daß eigene Parteigenossen den Gegnern der Fraktionsmehrheit vorwarfen, sie stünden im Solde des feindlichen Auslandes. Diese ernst- besorgte Frage hat auch das Leitmotiv unserer legten Berliner Parteitagung gebildet. Die krampfhaften Zuckungen, die jetzt den Körper der Kulturwelt schwächen und schütteln, haben auch unseren Parteiförper er faßt. Er hat jezt eine schwere Krise durchzumachen, gegen die alle früheren in seiner fünfzig jährigen Lebensgeschichte nur Kinderkrankheiten waren. Man hat den Berliner Genossen bittere Vorwürfe gemacht, daß sie gerade in dieser Krise zusammengetreten sind, um in ihrem Organisationsleben tiefeinschneidende Aenderungen vorzunehmen. Man hat sie verlästert als eine Bande tobsüchtiger Amokläufer, die kein anderes Lebensziel kennen, als gegen die Partei und ihre Organisation zu rasen und zu zertrümmern, was in jahrzehntelanger Arbeit mühsam auf gebaut worden ist. Und dennoch können die Berliner Genossen mit gutem Gewissen sagen, daß sie das, was sie auf ihrer letzten Tagung beschlossen haben, im Interesse der Partei und ihrer Organisation notwendig war. Zwei Jahre lang war die Partei in ihrem ureigensten Lebenselement, der freien AusSprache in Versammlungen, in der Presse, auf Barteitagen usw. so gut wie vollständig lahmgelegt. Und dabei wurde gerade sie von all dem, Dieser Druck von oben erzeugte natürlich was draußen auf den Schlachtfeldern und den Gegendruck von unten. Die Opposition, die - 2 sationsleben vergiftenden Differenzen kommen. Das einzige Mittel zur Wiederherstellung gesunder Verhältnisse war das Korrektiv von Neuwahlen, die das Verhältnis zwischen der Parteigenossenschaft und ihren Funktionären wieder ins Gleichgewicht brachten. Daß dabei mancher Parteigenosse, der jahrzehntelang in den vorder= sten Reihen der Berliner Parteibewegung gestanden hat, dem Mehrheitswillen der Delegierten, als den Beauftragten der Berliner Parteigenossen, weichen mußte, ist vom menschlichen Standpunkte gewiß schmerzlich, muß aber um des höheren Organisationsinteresses willen ertragen werden. angesichts der Unterbindung eines freien Or-| stimmung zwischen Wählern und Gewählten ganisationslebens zu Mitteln greifen mußte, auf, mußte es zu tiefgehenden, das Organideren Art und Wirkung ebenfalls der Kontrolle der Gesamtpartei entzogen war, wurde größer und größer. Die Dauer des Weltkrieges und seine Wirkungen gaben ihren Auffassungen immer mehr Recht. Die Meinungsgegensäße in der Partei wurden tiefer und schärfer. Noch wäre es für den Parteivorstand Zeit gewesen, vermittelnd und ausgleichend einzugreifen, auf dem Boden der Organisation und nach demokratischen Grundsäßen den Meinungskampf zum Austrag kommen zu lassen. Aber seine Mitglieder sind selbst zu sehr Partei, als daß sie sich dazu entschließen konnten. Wirkliche oder vermeintliche, aus der Kriegsnot verständliche Verstöße gegen die äußere Form des Parteistatuts gaben ihm Anlaß zu rücksichtslosem, diktatorischem Vorgehen gegen die unbequeme Opposition. Klare und unzweideutige Angriffe auf unser Parteiprogramm, unsere Theorien und Grundanschauungen in der Presse usw. wurden von ihm dagegen mit nachsichtigem Schweigen hingenommen. Unter dem Vorwande, die Einheit der Partei aufrechtzuerhalten, wurde mit allen Machtmitteln gegen die Opposition vorgegangen, wobei man faltblütig Verlegungen des Organisationsstatutes beging, um gleich zeitig in den schärfsten Tönen über Organisationswidrigkeiten der anderen Seite zu zetern und zu Maßnahmen zu greifen, die das Vorgehen der Zensur in den Schatten stellen. Ein solches Vorgehen mußte verbitternd wirken und besonders ungestüme Strömungen inner halb der Opposition auf die Propagierung von Abwehrmaßnahmen bringen, die im Wider spruch stehen zu den Bestimmungen des Organisationsstatutes und dem Geiste und den Traditionen unseres deutschen Organisationslebens ( Beitragssperre). Im Laufe der zwei Kriegsjahre ist die über wältigende Mehrheit der Berliner Parteigenossen in Gegensatz geraten zu der vom Parteivorstand und Fraktionsmehrheit verfolgten Politik und Taftif. Ein großer Teil der in leitenden Stellungen sizenden Genossen der einzelnen Berliner Organisationen, vor allem aber der geschäftsführende Ausschuß des Groß- Berliner Wahlkreisverbandes, standen aber entschieden zu Parteivorstand und Fraktionsmehrheit. Ihnen galt die schematisch- demokratische Fraktionsdisziplin für weit wichtiger als die auf Grund eines höheren demokratischen Prinzips zustande gekommenen Beschlüsse der Parteitage, mehr als der Massenwille und das Massenempfinden, das noch stets das Rückgrat unserer Bewegung gebildet hat. Auf ihre Posten gestellt wurden diese Genossen zu einer Zeit, in der die Uebereinstimmung ihrer Anschauungen mit dem Mehrheitswillen ihrer Organisationen selbstverständliche Voraussetzung ihrer Wähler war. Hörte dieses Vertrauen und diese UebereinEine besonders scharfe Note erhielt die Abrechnung auf der Verbandsgeneralversammlung durch die Art, mit der der Parteivorstand in die durch Statut und Tradition festgelegten Rechte der Berliner Genossen auf ihr Parteiorgan eingegriffen hat. Die Einzelheiten dieses Vorwärts"-Konfliktes sollen hier nicht aufgerollt werden, sie sind bekannt genug. Und da sie weit über die Grenzen Berlins hinaus Bedeutung haben, werden sie auch noch den kommenden Parteitag beschäftigen. Unerhört und für eine Partei wie die unsere ganz besonders schmählich und beschämend ist es, daß der Parteivorstand unter Ausschaltung der Berliner Preßkommission Berliner Organisationen daran geHindert hat und noch hindert, ihre Willenskundgebungen in ihrem eigenen Blatte zu veröffentlichen. Der Einheit der Partei wollte man angeblich damit dienen, in Wirklichkeit hat man die schon vorhandene Verbitterung ins Riesenmaß gesteigert. Die Groß- Berliner Verbandsgeneralversammlung und die Berliner Wahlkreise haben durch Neuwahlen Genossen ihres Vertrauens in die Parteiämter gesetzt. Es wäre Illusion, zu erwarten, daß diese Genossen mit einem Ruck die Partei und die Berliner Bewegung aus aller innerer und äußerer Bedrängnis herausführen könnten. Dazu lasten Kriegszwang und Kriegsnöte noch zu schwer auf uns. Aber der unſelige Gegensatz zwischen Funktionären und Organisation ist beseitigt. Das neugeschaffene Vertrauensverhältnis wird auch das jetzt mögliche Organisationsleben befruchten. Dieses Leben aber wird und muß sich wiederum nach den Beschlüssen der überwältigenden Mehrheit der Verbandsgeneralversammlung abspielen auf dem Boden unseres Organisationsstatuts, im Geiste des wissenschaftlichen Sozialismus und nach den Richtlinien der Beschlüsse unserer Parteitage und der internationalen Kongresse. Die Entschließungen der Verbandsgeneralversammlung sofern sie nicht totes Papier bleiben sollen verpflichten die Berliner Genossen, gleichermaßen Front zu machen gegen Anmaßung und Gewaltstreiche der oberen - 3 Barteiinstanzen wie gegen unbesonnene und das| März der Zentralvorstand die Versammlungen Wesen unserer deutschen Organisationseigenart zu den Steuervorlagen beschlossen hatte und aus nichtachtende Vorstöße von unten her. Mit der Beteiligung an diesen Versammlungen sich dieser Aufgabe hat die Verbandsgeneralver- die weitere Entwickelung für andere Unternehsammlung ihre neugewählten Funktionäre be- mungen ergeben sollten, stellte es sich heraus, traut, diese bei der Erfüllung ihrer Aufgabe zu daß der Besuch wenig Ermutigendes für die unterstützen, ist Pflicht der Berliner Partei- Folge ergab. genossinnen und-genossen. Bericht über die Generalversammlung von Groß- Berlin am Sonntag, den 26. Juni 1916. Aus dem Kassenbericht, den der Kassierer Boeske gab, der ebenso wie der Vorstandsbericht gedruckt vorlag, ist zu bemerken, daß die Verbandskasse während der Dauer ihres Bestehens ein Zeitraum von 10 Jahren an den Parteivorstand 11 Millionen Mark abge= führt habe. Zurzeit sei die Lage der Verbandsfasse keine gute. Auf Antrag der Revisoren wurde dem Kassierer Entlastung erteilt. " Der Vorsitzende Ernst eröffnete die Genevalversammlung vormittags 91/2 Uhr mit der beDie auf die Berichte folgende ausgiebige kannten Tagesordnung. Abänderung derselben Diskussion sowie das Schlußwort und die darwurde nicht vorgenommen. Den im Felde ge- an anschließenden persönlichen Bemerkungen fallenen Genossen widmete Genosse Ernst einen sind in großer Ausführlichkeit im Vorwärts" warmen Nachruf, indem er der Hoffnung für bericht vom 27. Juni 1916 zu finden, worauf eine baldige Beendigung des Krieges Ausdruck hier hingewiesen wird. Ebenso weisen wir auf gab. Genosse Radtke- Neukölln beantragte vor den Bericht über die Vorwärts" angelegenheit, Eintritt in die Tagesordnung die Zulassung die vom Genossen Däumig behandelt wurde, der Delegierten des Neuköllner Wahlvereins. und die darauf folgende Diskussion hin. Zum Von dem alten Kreisvorstand von Teltow- Bees- Schluß wurden folgende Resolutionen, nachdem fow seien den Neuköllnern feine Delegierten- ein Antrag mit 140 gegen 123 Stimmen den farten zugesandt, sondern in einem Schreiben Schluß der Debatte herbeiführte, mit großer ſei ihnen mitgeteilt worden, solange der Mehrheit angenommen. Neuköllner Antrag, die Beitragssperre betreffend, nicht aufgehoben sei, hätten die Neuföllner fein Recht, an der Generalversammlung teilzunehmen. An der Hand einwandfreien Materials weist Redner nach, daß ihr Ortsverein 48 Prozent aller Einnahmen des Zentralwahlvereins für Teltow- Beeskow aufbringe, auch habe der Verein formgerecht das lette Quartal abgerechnet; demgemäß sei das Vorgehen des alten Zentral- Wahlvereinsvorstandes unberechtigt. Die Versammlung beschloß, nachdem noch von zwei Rednern Ausführungen gemacht worden waren Groger, altes Zentralvorstandsmitglied von Teltow- Beeskow, die Angelegenheit für erledigt zu betrachten erklärte, die Zulassung der Delegierten von Neukölln und Groß- Lichterfelde. Im Geschäftsbericht, der hierauf von dem Vorsitzenden Eugen Ernst gegeben wurde, ging derselbe auf die bekannten Vorgänge, die aus der Stellungnahme der Mehrheit der sozialdemokratischen Fraktion sich entwickelt haben, ein, spielte dann auf eine angeblich wohlorganisierte Opposition an und bemerkte, daß der Zentralvorstand dazu Stellung genommen hätte; eine Verurteilung der Abhaltung von Sonderkonferenzen sei da erfolgt. Auch hätten private Sammlungen stattgefunden, die gleichfalls nicht die Billigung des Vorstandes gefunden hätten. Wenn dann dem Geschäftsführenden Ausschuß wegen zu wenig Initiative zu Aktionen in dieser Zeit ein Vorwurf gemacht werde, so sei solcher nicht angebracht. Als im Resolutionen. I. Die am 25. Juni d. J. in den„ Germaniasälen" tagende Verbandsgeneralversammlung GroßBerlins hält die Gründung der Fraktion„ Sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft" im Interesse der deutschen Arbeiterschaft und des internationalen Proletariats für notwendig und spricht derselben ihr Vertrauen aus. Die Generalversammlung verpflichtet sich, in deren Sinne und zum Zwecke unverbrüchlichen Zusammenhaltens der Partei zu wirken. Krause. II. Die Verbandsgeneralversammlung spricht der Redaktion des„ Vorwärts" ihre volle Anerkennung und ihre Billigung für die Bemühungen aus, unter den heutigen schwierigen Verhältnissen die Grundsätze des internationalen Sozialismus hochzuhalten und spricht die Erwartung aus, daß sie auch in Zu kunft, unbeirrt durch alle Hindernisse, diese Grundsäße aufs schärfste und konsequenteste im Organ der Berliner Genossen zum Ausdruck bringt. III. Die Generalversammlung beschließt: Eichhorn. 1. Die Präventivzensur, die selbst als außergewöhnlicher Staatsaft in Kriegszeiten die entschiedenste Verurteilung erfährt, ist nicht nur verwerflich, sondern auch verächtlich, wenn sie von einem Organ der sozialdemokratischen Partei gegen eine Zeitung ausgeübt wird. Die Selbständigkeit und Unabhängigkeit der „ Vorwärts"-Redaktion galt unter allen Umständen als unantastbar, bis sie in schimpflichster Weise von dem gegenwärtigen Parteivorstande unterbunden wurde. Sie wiederherzustellen ist die dringendste Forderung der Berliner Parteigenossen. 2. Vorwärts- Unternehmen und Druckerei sind durch unermüdliche Arbeit und große Opfer der Berliner Genossen geschaffen worden. Die juristischen Träger dieser Unternehmungen sind lediglich Treuhänder der Berliner Genossen auf Grund besonderen Vertrauens, so lange dieses Vertrauen besteht. Sie handeln treulos, wenn sie unter Bruch dieses Treueverhältnisses den Willen der wahren Eigentümer, das ist: der Berliner Genossen, mißachten. 3. Obwohl die Geduld der Berliner Genossen durch die Herausforderung des Parteivorstandes und des Genossen Richard Fischer auf die härteste Probe gestellt worden ist, so wird doch der neugewählte Vorstand von Groß- Berlin aufgefordert, allein oder in Gemeinschaft mit der Preßkommission in Verhandlung mit dem Parteivorstand zu treten, um auf gütlichem Wege die Präventivzensur im " Vorwärts" zu beseitigen und der Vorwärts"= Redaktion wenigstens das infolge der staatlichen Zensur noch übriggebliebene Maß von Freiheit und Unabhängigkeit zu verschaffen. 4. Sollte die Verhandlung mit dem Parteivorstand nicht zu diesem Ergebnis führen, so werden die Berliner Genossen die Angelegenheiten des „ Vorwärts" ohne Rücksicht auf den Parteivorstand allein regeln, um sich den Einfluß zu sichern, der auch dem kleinsten Parteiort auf sein Parteiorgan zusteht. Der neugewählte Vorstand wird ermächtigt, im Einbernehmen mit der Preßfommission schleunigst alle dazu erforderlichen Schritte zu tun und die Bestätigung durch eine neue Generalversamm lung nicht abzuwarten, falls deren Abhaltung vereitelt werden sollte. Die Verantwortung für die schädlichen Folgen, die dieser Schritt für die Partei haben sollte, fällt ausschließlich dem Parteivorstand und dem GeEichhorn. nossen Richard Fischer zu. IV. Die Generalversammlung erklärt in Ueber= einstimmung mit dem einstimmigen Beschluß der Breßkommission, der nicht durch einen Mehrheitsbeschluß der Kontrollfommission aufgehoben ist, die Kündigung und Entlassung des Genossen Meyer aus der Vorwärts"-Redaktion für unrechtmäßig und ersucht in Uebereinstimmung mit dem Zentralvorstand den Kassierer, das Gehalt des Genossen Meyer aus der Kasse auszuzahlen und die ausgezahlten Gehaltsbeträge von den an die Gesamtpartei abzuführenden Beiträgen abzuziehen. " V. Eichhorn. Die Generalversammlung des Verbandes hält die Einheit und Geschlossenheit der Partei für ein notwendiges Erfordernis für den Aufstieg der Arbeiterklasse; sie erklärt aber, daß diese Einheit gegründet sein muß auf die Grundsäße des sozialdemokratischen Programms, auf die altbewährte Taktik der Partei und auf die Beschlüsse nationaler 4 schlüssen nicht vereinbar und erhebt Einspruch dagegen, daß diese Politik als die Politik der Partei ausgegeben wird. Wie die Reichstagsfraktion nur ein Organ der Partei sein kann, das der Gesamtpartei Rechenschaft schuldig ist, so hat auch der Parteivorstand als ausführendes Organ der Gesamtpartei kein Recht, der Partei die Politik der Mehrheit der Reichstagsfraktion als die maßgebende Politik der Partei vorzuschreiben. Die Versammlung gibt ihrer Empörung Ausdruck darüber, daß der Parteivorstand dieses sein Bestreben durchzusehen sucht durch Anwendung brutaler Gewaltmittel, wie das in Duisburg, Frankfurt a. M., Bremen und in Berlin durch Maßregelung unbequemer Genossen und durch Einschnürung der freien Meinungsäußerung der Genossen und der Presse in widerwärtige Erscheinung ge= treten ist. Solche Maßnahmen sind geeignet, der Zersplitterung und Zertrümmerung der Partei die Wege zu bahnen. Die Parteigenossen versprechen, trotz der die Partei in der schwersten Weise schädigenden Maßnahmen des Parteivorstandes die Grundsätze der Partei und ihre alterprobte proletarische Taktik Hochzuhalten und der Organisation und unserer Presse die Treue zu bewahren. Sechster Wahlkreis. Eine Sympathiekundgebung für Karl Liebknecht, vom Genossen Adolf Hoffmann eingebracht, wurde einstimmig angenommen. Hierauf begründete Genosse Emil Eichhorn nachstehende Resolution, die, ohne daß eine weitere Diskussion darüber stattfand, einstimmig angenommen wurde. " Die Generalversammlung weist die Anmaßung der preußischen Landeskommission zurück, die den Parteiorganisationen Groß- Berlins vorzuschreiben sich herausnimmt, wie sie ihren Vorstand zusammensetzen sollen. Der Beschluß der Landesfommission ist auch ein offener Bruch des Statuts der Landesorganisation für Preußen. Nach§ 3 dieses Statuts hat der heute gewählte Vorstand als geschäftsführender Ausschuß der Landeskommission zu fungieren. Die Generalversammlung fordert den heute gewählten Vorstand auf, diese Funktion auszuüben und sich von dem Boden des Organisationsstatuts durch jenen organisationswidrigen Beschluß nicht abdrängen zu lassen." Nach Erledigung des ersten Punktes und zwischendurch bei Beratung der darauffolgenden anderen Angelegenheiten wurden die Wahlen vorgenommen und die Resultate bekanntgegeben, die sich wie folgt stellten. Es erhielten Stimmen: 1. Vorsitzender Adolf Hoffmann 307, Eugen Ernst 67; Schriftführer Hermann Weise 244, Th. Fischer 56, Eberlein 66; Rassierer Richard Herbst 294, Boesfe 59. Als Vertreterinnen der Frauen wurden gewählt: Fahrenwald, Wurm, Reichert, Duncker und Kiesel. Zu Revisoren: Die Generalversammlung hält die Politik, die Ludwig Borchardt, Paul Burghardt, F. Zimmerals die Politik des 4. August von der Mehrheit der mann, Otto Osburg, Ernst Andree. Als ParteiReichstagsfraktion betrieben worden ist und noch ausschußvertreter erhielt Stadthagen 262, als betrieben wird, mit diesen Grundsäßen und Be- Parteiausschuß- Stellvertreter Rosa Luxemburg und internationaler Kongresse. - 5 243 Stimmen. Der Bildungsausschuß setzt sich zusammen aus den Genossen Däumig, Frasseck, Mazigkeit, Bergmann, Meyer, Eichhorn und den Genossinnen Wurm und Kautsky. Vom vierten Wahlkreis ist der Antrag gestellt, der Neunerkommission aufzugeben, bei ihrer Beratung über die Zensur des Vorwärts" durch den Parteivorstand ein Mitglied der Preßkommission sowie einen Redakteur des Die von den Kreisen vorgeschlagenen Genossen zu den einzelnen Kommissionen wurden| Vorwärts" hinzuzuziehen. bestätigt. Dieser Antrag wird vom Zentralvorstand Auf Antrag Barenthin( 4. Kreis) wurde angenommen. die Wahl des Vertreters für die preußische Landeskommission zwecks Stellungnahme zu Vorschlägen den Kreisen überwiesen. Der Zentralvorstand soll dann die endgültige Delegation vornehmen. Weiter wurde beschlossen, den neugewählten Kassierer zu den alten Bedingungen anzustellen. Der Schriftführer wird seine Funktionen vor läufig ohne Besoldung ausüben. Ein Antrag, dem Vorstand die Ermächtigung zu geben, lekteren gleichfalls wenn nötig anzustellen, wurde mit knapper Mehrheit abgelehnt. Nachdem noch eine kurze Auseinandersetzung zwischen den Genossen Adolf Hoffmann und Eugen Ernst stattgefunden, erfolgte der Schluß um 634 Uhr. Aus dem Zentralvorstand und Aktionsausschuß. Zentralvorstand. Sibung am 16. Juni 1916. In der Sigung des Zentralvorstandes am 26. Mai d. J. wurde der geschäftsführende Ausschuß beauftragt, die Neunerkommission zu veranlassen, daß in der nächsten Sigung dem Zentralvorstande der Gesellschaftsvertrag vorgelegt werde. Auf das an den- Obmann der Neunerfommission gerichtete Ersuchen hat derselbe folgendes geantwortet: Werte Genossen! Bestätige dankend den Empfang Ihres Schreibens bzw. Aufforderung vom 6. d. M. und bemerke, daß ich nicht in der Lage bin, dem Zentralvorstand ohne einen dahingehenden Beschluß der Neunerkommission den Gesellschaftsvertrag vorlegen zu können. Im übrigen verweise ich auf den Beschluß der Neunerkommission vom 24. 5. cr., worin uns ausdrücklich gesagt wird, unsererseits so lange von einem Beschluß Abstand zu nehmen und nicht früher in die Streitigkeiten zwischen der Redaktion, Preßkommission und dem Genossen Fischer einzugreifen, bis die Kontrollkommission gesprochen, d. h. ihre Entscheidung gefällt hat. Im übrigen wollen Sie gefälligst davon Kenntnis nehmen, daß ich vom 4. 6. bis 24. 6.. a. c. beurlaubt bin und mich außerhalb Berlins befinde. Mit Parteigruß J. A.: Carl Alboldt, Obmann. Nach dieser Mitfeilung muß von einer Besprechung der Angelegenheit Abstand genommen werden. Zur Angelegenheit des Redakteurs Meyer teilt der Vorsitzende mit, daß der geschäftsführende Ausschuß dem Genossen Meyer sein Gehalt nicht ausbezahlt habe, wie es der Zentralvorstand beschlossen hat. Dieser Beschluß verstoße gegen das Statut und gegen die Beschlüsse der Verbands- Generalversammlung. Dem Zentralvorstand steht das Recht der Gehaltsbewilligung für einen Redakteur nicht zu. Die Redaktion, insbesondere der Redakteur Meyer stehe in keinem Anstellungsverhältnis zum Verbande. Außerdem sei auch von einer Anzahl Genossen des Zentralvorstandes gegen die Ausbezahlung des Gehalts protestiert worden, und zwar habe der schriftliche Protest folgen. den Wortlaut: Die unterzeichneten Mitglieder des Zentralvorstandes protestieren gegen den Beschluß seiner Mehrheit vom 26. Mai. 1916, wonach das Gehalt für den entlassenen Redakteur Meher aus Mitteln des Verbandes gezahlt werden soll. Die Mehrheit des Zentralvorstandes hat sich mit diesem Beschluß Rechte angemaßt, die ihr nicht zustehen. Die Aufgaben des Verbandsvorstandes sind im § 3 des Statuts in aller Klarheit festgelegt. Und nur für diese Zwecke darf der Kassierer Gelder verwenden. Zu diesen gehört aber die Besoldung der Redakteure nicht; diese ist vielmehr, wie ihre Anstellung, Aufgabe der Preßkommission und des Parteivorstandes. Der Bezahlung des Gehalts für Meher steht außerdem der Beschluß der Verbandsgeneralversammlung vom 25. August 1912 entgegen, durch welchen dem Zentralvorstande jede eigenmächtige Gehaltserhöhung oder Gewährung von Teuerungszulagen sogar an die Angestellten des Verbandes untersagt wurde. Franz Thurow, Gustav Schmidt, A. Bittorf, J. Jänicke, H. Schröder, Frizz Woik, A. Stieffenhofer, E. Basner, Carl Alboldt, Elfriede Ryneck, Franz Lucht, Albert Hahnisch, K. Wenzel, Julius Meyer, August Pohl, Alexander Fröhlich. Infolgedessen habe der Kassierer im Einverständnis mit seinen Kollegen im geschäftsführenden Ausschuß den Auftrag des Zentralborstandes nicht ausgeführt. Hiergegen wird von den Genossen Leßle, Gichhorn, Laukant, Weise und Leid auf das allerschärfite protestiert und verlangt, daß die Beschlüsse des Zentralvorstandes ausgeführt werden. Genosse Boeske geht noch einmal auf die Gründe ein, die für sein Verhalten maßgebend gewesen sind und führt dann aus, wenn die Bentralvorstandsmehrheit durchaus auf ihrem Standpunkt beharre, dann gehe es nur in der - 6 Form, daß dem Genossen Meyer ein Darlehn gegeben werde. Dies wird dann auch auf Antrag des Genossen Leid mit 27 gegen 13 Stimmen beschlossen. Zur Tagesordnung der Verbands- Generalversammlung werden die Vorstandsvertreter er sucht, etwaige Anträge, sowie die Adressen der vorgeschlagenen Zentralvorstandsmitglieder dem Bureau einzureichen. Ueber die Zusammensetzung des Bezirksbildungsausschusses wird berichtet, daß die Gewerkschaftskommission wiederholt abgelehnt habe, eine Aussprache zur Klärung herbeizuführen. Auch die letzte schriftlich beantragte Sigung habe Genosse Körsten telephonisch abgelehnt. Infolgedessen nimmt der Zentralvorstand folgenden Antrag an: Zur Frage der Kündigung der nichtwiedergewählten angestellten Vorstandsmitglieder, des Kassierers Boeske und des und des Schriftführers Fischer, berichtet der erste Vorsitzende, daß eine Aussprache zwischen der neugewählten Geschäftsleitung und den Gen. Boeske und Fischer stattBeide Genossen hätten sich, gefunden habe. nachdem sie von verschiedenen Forderungen Abstand genommen, bereiterklärt, die Kündigung, lautend bis zum 30. September 1916, anzunehmen. Nur forderten sie die Nachzahlung der am Anfang des Krieges in Abzug gekommenen Summe, die für jeden 250,- Mt. betrage. Von allen Rednern wurde diese Forderung anerkannt, auch daß ihnen das Gehalt sofort bis zum Ende des Quartals voll ausbezahlt wird. Es wurde demgemäß einstimmig beschlossen. Der Zentralvorstand nimmt Kenntnis von der Die in der Generalversammlung angenomMitteilung der Berliner Gewerkschaftskommission über den Abbruch der Beziehungen zum Bezirks- menen Resolutionen wurden, nachdem eine kurze bildungsausschuß und beschließt, den Bezirks- Aussprache stattgefunden, dem Aktionsausschuß bildungsausschuß nur mit Vertretern der Partei zu zur weiteren Vorarbeit überwiesen. besetzen. Der Bezirksbildungsausschuß soll in 3ufunft aus 8 Genossen bestehen, aus jedem Kreise ein Genosse. Dazu kommt als neuntes Mitglied der Sekretär des Ausschusses. Nachdem Genosse Däumig noch über die letzten Zensurverfügungen Mitteilung gemacht hatte, wird beschlossen, der Redaktion bei Aufnahme der Bekanntmachungen über die Veranstaltungen der Jugendlichen freie Hand zu lassen. Es sollen neben den Bekanntmachungen der alten Jugendorganisation auch die Bekanntmachungen des neuen Bildungsvereins berücksichtigt werden. Zentralvorstand. Sigung am 26. Juni 1916. Konstituierung des Vorstandes und der Kommissionen. Der Vorsitzende Adolf Hoffmann begrüßt nach der Eröffnung die Neugewählten. Er gibt der Hoffnung Ausdruck, daß ein einiges gemeinsames Bemühen aller Genoffinnen und Genossen im Vorstand die Arbeiten, die für eine weitere gute Entwickelung der Organisationen in Groß- Berlin fich ergeben, beleben möge. Einmal müsse auch diese schwere Zeit, an der wir keine Schuld und Verantwortung tragen, ein Ende finden, dann müsse uns die Zeit gerüstet finden. Nicht nachlassen in unseren Zielen, sondern vorwärts und aufwärts. Als erster Punkt beschäftigte die Sigung die Konstituierung des gesamten Vorstandes. Als zweiter Vorsißender wurde Genosse Leid ( 6. Kreis) gewählt. Die Kommissionen traten hierauf einzeln zur eigenen Leitungswahl zusammen. Die Zusammensetzung mit Vorsiz erfolgte wie umstehende Liste des gesamten Vorstandes zeigt. In der Sache Kinderschußkommission beantragte Barenthin( 4. Kreis), der Kommission durch den Zentralvorstand den Vorschlag zu machen, die Genossin Demmning als erste Vorsitzende vorzuschlagen und von der Gepflogenheit, den Kassierer des Verbandes zum Vorsitzenden zu bestimmen, abzugehen. Dem wurde zugestimmt. Auf Vorschlag der Genossin Wurm wurde von einer Stellungnahme zum Bezirksjugendausschuß, bis nähere Klärungen vorliegen, Abstand genommen. Ebenso wurde die Angelegenheit des GroßBerliner Bildungsausschusses zurückgestellt. Ein Antrag des 6. Kreises, in welchem die Abbestellung der Partei- Korrespondenz gefordert wird, wurde zur Beratung den Kreisen überwiesen. Nach dem Julizahlabend soll Beschlußfassung im Vorstand stattfinden. Aktionsausschuß. Sigung vom 30. Juni 1916. Beratung der in der Generalversammlung angenommenen Resolutionen. Resolutionen I, II, IV und V wurden nicht Es debattiert. Zu Resolution III sprachen die Genoffen Däumig, Leid, Glöckner, Laukant, Weber, Eichhorn, Weise, Schwahn, Eberlein, P. Hoffmann und Braun. Von allen Rednern wurde betont, alles zu versuchen, laut Absatz 3 der Resolution die unerquicklichen Verhältnisse, wenn möglich, bald aus der Welt zu schaffen. wurde vom Genossen Däumig beantragt, eine gemeinsame Sigung auf Grund des genannten Absages der Resolution zwischen Parteivorstand und Preßkommission unter Hinzuziehung des Geschäftsführenden Ausschusses und der 1. Vorfißenden der Kreise stattfinden zu lassen. Den Parteivorstand um seine Zustimmung hierzu zu ersuchen. - 7 Dieser Antrag wurde einstimmig an-| Minna Lohse, N. 58, Oderberger Str. 20. genommen. Die Resolution, die preußische Landeskommission betreffend, ergab, daß alle Redner, die hierzu das Wort nahmen, übereinstimmend zum Ausdruck brachten, daß die Resolution das aus drücke, was alle Genossen, denen es mit der Einheit der Partei ernst ist, sagen können. Der Geschäftsführende Ausschuß wird an die Genossen Ernst, Boeske und Fischer eine Aufforderung um Herausgabe des Materials, die preuBischen Angelegenheiten betreffend, richten. Die weiteren Schritte bleiben vorbehalten. Die Anstellung des Kassierers. Laut Beschluß der Generalversammlung soll die Anstellung des Kassierers wieder erfolgen. Dem Zentralvorstand soll seitens des Aktionsausschusses der Vorschlag unterbreitet werden, die Anstellung Herbsts so stattfinden zu lassen, wie bei der Anstellung des Genossen Fischer im Jahre 1912 verfahren wurde, das heißt nach der Stufe des Gehalts, das nach der Dienstzeit in genossenschaftlichen Betrieben und Betätigungen erreicht ist. Verband der sozialdemokratischen Wahlvereine Berlins und Umgegend. Die Uebernahme der Verbandsgeschäfte durch den neugewählten Zentralvorstand erfolgte am 28. Juni 1916. Minna Reichert, NW. 52, Lüneburger Str. 7 IV. Hugo Eberlein, Mariendorf, Ringstr. 82 I. Mar Zirkel, Neukölln, Weigandufer 7. Otto Glöckner, O. 112, Gryphiusstr. 34 III. Emilie Brühl, O. 112, Neue Bahnhofstr. 31 III. Emil Eichhorn, NO. 18, Langenbeckstr. 9 III. Obmann der Preßkommission. Gustav Laukant, N. 39, Nordufer 11. Obmann Alfred Schwahn, S. 42, Ritterstr. 20. Obmann der Schiedsgerichtskommission. der Lokalkommission. Emil Basner, N. 20, Prinzenallee 46a. 06mann der Stadtverordneten und Gemeindevertreter. Paul Burghardt, O. 34, Straßmannstr. 29. Obmann der Revisoren. Richard Weimann, SW. 68, Lindenstr. 3. Sekretär des Bezirksjugendausschusses. Martha Demmning, D. 34, Borhagener Str. 29. Vertreterin der Kinderschutzkommission. Ernst Däumig, Redaktion des„ Vorwärts". Bildungsausschuß. B. Preßkommission: Friz Schäfer, S. 59, Gräfeftr. 65a. Johanna Ludewig, C. 2, Nikolaikirchplatz 4/5. Emil Krüger, W. 35, Lützowstr. 81. Emil Eichhorn, NO. 18, Langenbeckstr. 9. Hermann Tschischké, SO. 36, Manteuffelstr. 76 II. Ch. Gutekunst, O. 17, Koppenstr. 33 bei Krüger. G. Müller, O. 34, Memeler Str. 5. Die Geschäfte werden wie zuvor durch das Agnes Fahrenwald, O. 34, Zorndorfer Str. 13. Bureau, Lindenstr. 3, 3. Hof 3 Treppen, erledigt. Karl Vollmerhaus, NW. 6, Philippstr. 5. Bureauzeit bis auf weiteres vormittags von Otto Zander, N. 65, Otaviſtr. 30. 9 bis 1 Uhr und nachmittags von 5 bis 8 Uhr. Frizz Gliesche, N. 20, Soldiner Str. 33. Alle Zuschriften, Verbandsgeschäfte Groß- Ber- Frau Schubert, N. 20, Soldiner Str. 13. lins betreffend, und alle Geldsendungen sind air Hermann Weise, Bureau: Lindenstr. 3, 3. Hof 3 Treppen, zu senden. Im Nachstehenden die Adressen des gesamten Vorstandes, der Vorsitzenden der Kommissionen, ferner der Vorsitzenden und Kassierer der einzelnen Wahlkreise Groß- Berlins. A. Aktionsausschuß: Adolf Hoffmann, O. 27, Blumenstr. 22, 1. Vorsitzender. Fernsprecher: Amt Königstadt, 563( Nebenanschluß). Karl Leid, SW. 68, Lindenstr. 3, 2. Vorsitzender. Hermann Weise, S. 68, Lindenstr. 3, Schriftführer. Fernsprecher: Amt Morißplay, 4740-4741. Richard Herbst, SW. 68, Lindenstr. 3, Kassierer. Fernsprecher: Amt Morißplay, 4740 4741. Karl Petermann, SW. 68, Ritterstr. 49. 2. Jacubowski, SW. 47, Kreuzbergstr. 72. Mathilde Wurm, W. 35, Stegliger Str. 45. Justin Braun, Köpenick, Kaiser- Wilhelm- Str. 69. Baul Hoffmann, D. 34, Gubener Str. 5. Hermann Barenthin, D. 17, Stralaner Platz 10u. 11. Otto Gallas, NO. 43, Georgenkirchstr. 48. Dr. R. Luremburg, Südende, Lindenstr. 2. Albert Westphal, Mariendorf, Dorfstr. 36. Franz Künstler, Neukölln, Treptower Str. 23 IV. Oskar Wipke, O. 112, Grüneberger Str. 9 III. Albert Leßle, Weißensee, Wörther Str. 15. Alle Mitteilungen und eventuellen Beschwerden, den Vorwärts" betreffend, sind an den Obmann der Preßkommission, Emil Eichhorn, NO. 18, Langenbeckstr. 9, zu richten. C. Schiedsgerichtskommission. Albert Dehmigen, C. 2, Sieberstr. 15. Ferdinand Ewald, S. 59, Schönleinstr. 6. Gustav Müller, SO. 36, Grünauer Str. 26. C. Kunze, D. 34, Petersburger Str. 55. Eugen Rosemann, NO. 55, Winsstr. 58. Gustav Laukant, N. 39, Nordufer 11. Franz Walther, Bohnsdorf bei Grünau, Paradiesstr. 6. Käte Dunder, Stegliz, Rothenburgstr. 5. Theodor Geßner, Pankow, Nordbahnstr. 3. Alle Anträge, die Schiedsgerichtskommission betreffend, sind an Gustav Laukant, N. 39, Nordufer 11, zu richten. - 8 D. Lokalfommission: Albert Schicke, O. 34, Gubener Str. 48. Alfred Schwahn, S. 42, Ritterstr. 20. Ernst Tschickert, SO. 26, Admiralstr. 23. Karl Rott, D. 34, Straßmannstr. 29. Andreas Hacker, N. 24, Auguststr. 91. Alfred Goezze, NO. 55, Belforter Str. 11. C. Kaiser, Neukölln, Wildenbruchstr. 86. Ernst Werkmann, Friedrichshagen, Köpenicker Straße 18. Anna Kiesel, Reinickendorf- West, Eichbornftr. 87. Alle Mitteilungen, Zuschriften und Beschwerden in Lokalangelegenheiten für Berlin und Umgegend sind nur an den Obmann der Kommission, Alfred Schwahn, S. 42, Ritterstraße 20, zu richten. E. Revisoren: Ludwig Borchardt, SO., Reichenberger Str. 52, part. Paul Burghardt, D. 34, Straßmannstr. 31. F. Zimmermann, NW. 87, Waldstr. 23. Otto Osburg, Groß- Lichterfelde, Kaiserstr. 10. Ernst Andrée, Weißensee, Gürtelstr. 14 III. Obmann der Revisoren ist Paul Burghardt, D. 34, Straßmannstr. 31. Vorsitzende und Kassierer der Wahlvereine. 1. Kreis. Vorsitzender: Karl Petermann, SW. 68, Ritterstr. 49. Kassierer: Mar Bolzmann, SW. 29, Mittenwalder Str. 39. 2. Kreis. Vorsitzender: L. Jacubowski, S. 47, Kreuzbergstr. 73. Kassierer: Gustav Schmidt, S. 61, Bärwaldstr. 42. 3. Kreis. Vorsitzender: Justin Braun, Köpenick, Kaiser- Wilhelm- Str. 69. Kassierer: Rudolf Budde, S. 59, Maybachufer 2. 4. Kreis. Vorsitzender: Paul Hoffmann, D. 34, Gubener Str. 5. Kassierer: Hermann Barenthin, D. 17, Stralauer Blaz 10/11, Wahlvereinsbureau. Fernsprecher: Amt Königstadt, 3759. 5. Kreis. Vorsitzender: Hermann Weise, NO. 43, Georgenkirchstr. 61. Fernsprecher:. Amt Alexander, 78. 6. Kassierer: Otto Gallas, NO. 43, Georgenfirchstr. 48. Kreis. Vorsitzender: Karl Leid, N., Panfstraße 57. Kassierer: Otto Frank, N. 39, Gerichtstr. 71, Wahlvereinsbureau. Fernsprecher: Amt Norden, 2137. Teltow- Beeskow. Vorsitzender: Hugo Eberlein, Mariendorf, Ringstr. 82 I. Kassierer: Mar Freigang, Treptow, Gräßstraße 24, vorn IV. Niederbarnim. Vorsitzender: Otto Glöckner, O. 112, Gryphiusstr. 34 III. Kassierer: Emilie Brühl, D. 112, Neue Bahnhofstr. 31, Wahlvereinsbureau. Fernsprecher: Amt Königstadt, 3912. Monatsbeiträge für Juni 1916. 1. Streis 2. 3. 4. 5. 6. " " " " " Teltow- Beeskow Niederbarnim . B. Mister Diverse: Unbekannt durch Thiele Gen. Repkow Kinderschußkommission: Dr. Landau, Wandlik Aus den Kreis- Wahlvereinen. Resultat der Urwahl des II. Berliner Reichstags- Wahlkreises am 18. Juni 1916. 11181111 100, 2856 2, 3, 6, 5, ― Vorsitzender Kassierer Schriftführer Abteilung Nr. Schröder Jacubowski Lohse G. Schmidt Sczilinski Budzinski Rautmann Pirig 1. 1. 2. 1. 1. 1. 2. 2. Schrade Frau Wurm Neuling Beisiger Prez Revisoren LokalfomRevis. Schieds tommission mission gericht f. Groß Berlin ugos Trautmann Moses Krüger Meyer Schäfer Schwahn Aßmann Ewald Jänicke 345678 1 und 2 15 148 158 40 155 142 12 15 132 149 157 154 145 16 139 147 12 129 15 139 142 10 142 14 4 5 26 33 30 32 32 9 26 29 7 26 33 28 30 29 7 27 29 4 26 5 27 6 19 46 57 39 39 40 24 29 30 35 62 46 40 24 28 43 18 29 43 11 45 20 44 18 33 18 43 50 45 16 35 27 21 37 43 29 33 43 15 27 29 24 22 21 24 23 23 27 32 113 142145 142 118 24 24 111 132 144 134 134 26 122 126 23 128110 4122 6113 30 19 82 101 100 100 78 21 26 66 91 93 77 87 38 84 89 16 88 88 8 91 8 78 21 44 117 122 30 126 33 101 126 16111 29 167 33 67 54 145 102 88538 145 40 110 150 114 152 109 39 36 104 148 148 136 138 165 543 684516 663532 159 162 490 625 677 608 609 200 531 583 135 551 340 288 576 Berantwortlicher Redakteur: Herm. Weise; Berleger: Adolf Hoffmann; beide Berlin SW.68, Lindenstr. 3. Drud: Borwärts Buchdruckerei und Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 68, Lindenstr. 3. 157 725 Jacubowski G. Schmidt Abgegebene Stimmen