Nr. 63. Vorwärts Abonnements- Bedingungen: Abonnements Prets pränumerando: Biertelfährt. 3,30 m, monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. dag Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illuftrirter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Bettungss Preisliste für 1898 unter Dr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. هد Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgefpaltene Kolonel zeile oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Hmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: ,, Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 16. März 1898. _ Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Ein Erfolg der Sammlungspolitik. Caprivi und Marschall, es darzustellen beliebt, sondern nichts der Handelsverträge führen kann, scheint uns die liberale Sammanderes als die Vertheidigung der Caprivi- Marschall'schen lung lediglich von Bedeutung als Abwehr der extremen SchuhWährend in den Kreisen der Sammlungspolitiker nach Handelspolitik gegen die hochschutzöllnerischen Sturmläufer. zöllnerei. Ueber dieses Gebiet hinaus herrschen heute und bem Scheinerfolge des nichtssagenden, aber überaus Gin Theil der liberalen Presse giebt sich den Anschein, als ob sie aller Voraussicht nach auch fünftighin tiefe Meinungsdeutungsfähigen Sammlungsaufrufes böser Razenjammer sich vor Jubel nicht fassen könnte über die bevorstehende verschiedenheiten zwischen den Unterzeichnern des Aufrufes. und regstes Mißtrauen herrscht, haben sich die liberalen Bildung einer großen liberalen Partei, die von den Links- Die nationalliberale Magdeburgische Zeitung", die ihn Gegner des Agrarierthums und der Hochschutzzoll-| nationalliberalen bis zu der deutschen Volkspartei reichen soll. freudig begrüßt, hofft von ihm für die Großindustrie und Liebesgabenpolitit, Männer, die sich seit langem Bu einer solchen Auffassung liegt aber gar keine Veranlassung annehmbare Handelsverträge, sie wird aber in Fragen des aufs heftigste in unerquicklichster Weise bekämpft haben, vor. Und die Blätter, die heute Morgen vor Jubel sich nicht Vereinsgesetzes nach wie vor nicht mit Herrn Rickert, in zur Abwehr zusammengefunden. Unter den Auspizien des faffen konnten, müssen schon am Abend Wasser in ihren Wein Fragen der Kolonialpolitik nicht mit Eugen Richter, in Fragen deutschen Handelstages haben sich Eugen Richter, Hauß- gießen, denn der Kommentar Eugen Richter's in der Freis. der Marinevermehrung nicht mit Herrn Konrad Haußmann mann und Rickert die Hände gereicht; zahlreiche Vertreter Beitung" zwingt sie zu veränderter Haltung. übereinstimmen. der Großindustrie und des Großhandels haben die folgende Nachdem Richter konstatirt hatte, daß die erste Anregung Trotzdem muß man nach der Aufnahme des liberalen Erklärung unterzeichnet: zu obiger Erklärung von nationalliberalen Industriellen und Aufrufes durch die Presse der rechtsstehenden Parteien anRaufleuten ausgegangen ist, welche ihren handelspolitischen nehmen, daß der erste Erfolg der Sammlungspolitit, die Vers Ueberzeugungen im Gegensatz zu anderen Kundgebungen einigung der Anhänger der Caprivi- Marschall'schen Handelseinen klaren Ausdruck vor der Deffeutlichkeit zu geben politit, den eigentlichen Vätern dieser neuen Verbindung höchst wünschten, schreibt er: unbequem ist. Der Zeitpunkt der Reichstagswahlen ist nahe gerückt. Die Wahlen werden wie über andere wichtige Fragen über die zukünftige Gestaltung der Wirthschaftspolitik des Deutschen Meichs entscheiden. Die Erfüllung agrarischer Sonderforderungen zieht nothwendigerweise eine Vertheuerung der Lebenshaltung der breiten Schichten des Volkes nach sich. Hierdurch würde die Konsumfähigkeit Deutschlands geschwächt und nicht nur Industrie und Handel, sondern auch die Landwirthschaft beeinträchtigt werden. Wenn auch einzelnen Produktionszweigen durch weitere Erhöhung der Schutzölle und den Ausschluß des auswärtigen Wettbewerbes die Möglichkeit gegeben wäre, sich theilweise schadlos zu halten, so würden doch die arbeitenden Klassen und das Erwerbsleben in seiner Gesammtheit, insbesondere die Exportindustrie auf allen Märkten der Welt schwer darunter zu leiden haben. Deutschlands wachsende Bevölkerung bedarf im Interesse aller Produktionszweige der Erhaltung und Ausdehnung der heimischen Industrie, die exportfähig bleiben muß, soll dem Aufschwunge der legten Jahrzehnte nicht ein verhängnißvoller Rückschritt folgen. Nur Handelsverträge von langer Dauer mit gegenseitiger Bindung der Tariffäße tönnen jene Stabilität gewährleisten, bie für die gesunde Entwickelung unseres nationalen WirthschaftsLebens unerläßlich ist. Durch das Recht der Meiftbegünstigung muß der deutsche Export dagegen gefchüßt werden, daß ihm durch Bevorzugung anderer Nationen der Mitbewerb nicht erschwert oder unmöglich gemacht wird. Deshalb halten wir fest an der Handelspolitit der letzten Jahre, deren Fortführung und Ausbau wir erstreben. Angesichts der Herausforderungen auf der Gegenseite haben Zur Aufrüttelung sonst politisch träger Schichten der die Fraktionen der Freifinnigen Voltspartei am Sonnabend be- Bourgeoisie wird der neue Sammlungsaufruf sehr wirkungsschlossen, die Erklärung, welche sich inhaltlich durchaus deckt mit voll sein, er wird zu einer entschiedeneren Führung des Wahldem bisherigen handelspolitischen Standpunkt der Partei, mit zu fampfes, zur Aufklärung über die von den Hochschutzöllnern unterzeichnen. Die Erklärung berührt nur eine, allerdings drohenden Gefahren für die industrielle Entwickelung und die wichtige Frage für Neuwahlen. Daneben aber kommen Handelsstellung des deutschen Reiches führen. Im Interesse für dieselben auch andere nicht wichtige Fragen in betracht. Die Gesammtheit aller des regeren politischen Lebens kann man über den Aufruf einige solcher Fragen muß nach wie vor maßgebend bleiben für die Befriedigung empfinden. Daß wir aber auch mit dieser Kandidaturfragen auch in den wenigen Wahlkreisen, wo, abgefehen Sammlung nichts gemein haben, versteht sich von selbst. von Zählkandidaturen, die Kandidaturen der Freisimmigen Volts- Aus anderen Gründen wie das Zentrum stehen wir den sich partei endgiltig noch nicht aufgestellt sind. Die obige Erklärung bekämpfenden Sammlungspolitikern kühl gegenüber. Das ist auch nicht dazu bestimmt, einen Wahlaufrui Zentrum kann nicht klare Stellung nehmen, weil sich zu ersehen. Die Partei lehnt es nach wie vor ab, unter dem in ihm die verschiedensten haudelspolitischen Anschauungen Sammelnamen des Liberalismus und der alleinigen Wahlparole des befehden. Unsere Stellung zu diesen Fragen tann Kampfes gegen das Junkerthum in ein Wahl- Kuddelmubbel aber nicht in der Wertheidigung der bestehenden Handelssich aufzulösen, welches unter verwaschenem, abgeblaßtem verträge bestehen, wir sehen in ihnen wohl das kleinere Uebel Banner eine gemischte in sich haltlose, deshalb nicht aktionsträftige gegenüber der Bismarck'schen Handelspolitik, wie gegenüber Gesellschaft zusammenfassen würde. Im Kampfe gegen das Junkers den hochgespannten Wünschen und Hoffnungen der Agrarier; thum und für den Liberalismus wird die Freisinnige Boltspartei was wvir aber fordern, ift eine viel weiter nach ihrer Stärke und Geschlossenheit immer das Hauptkontingent gehende Abkehr von der Bismarck'schen Handelspolitik. und die eigentliche Kerntruppe zu stellen haben. Im Intereffe So wenig wir auch die Wichtigkeit der fünftigen Gee des Gesammtliberalismus war es von Beginn der Wahlbewegung an unsere Aufgabe, die Partei überall in sich zu festigen, fampf staltung der Handelspolitik unterschäßen, so sehr müßten Wir wollen die Förderung der gesammten nationalen Arbeit, bereit zu machen und unter der Führung bestimmter Kandidaten wir uns für verblendet halten, wollten wir über diese Fragen nicht die Bevorzugung Weniger auf Kosten der Allgemeinheit. Wer zum Aufmarsch für den Wahlkampf zu bringen.(!!) die großen Lebensfragen für die deutsche Arbeiterklaffe, um Deutschlands wirthschaftliche und politische Machtstellung erhalten Diese Darstellung entspricht im wesentlichen den Thatsachen, die es sich bei den nächsten Wahlen handelt, irgendwie unterund erhöht wiffen will, der forge an seinem Theile dafür, daß fie berichtigt die Auffassung, welche vor allem Drgane, die der schäßen. aus den kommenden Wablen ein Reichstag hervorgehe, der die Wir wissen nur zu gut, daß auch unter den Unterzeichnern Zumuthungen einer unter dem irreführenden Schlagworte der freisinnigen Vereinigung nahestehen, dem Aufrufe gerne unterSammlungspolitik" auftretenden einseitigen Wirthschaftspolitit schieben wollen, sie mindert aber nicht die Bedeutung der Ab- des neuen Sammlungsaufrufes verschworene Arbeiterfeinde zurückweist und ein volles Berständniß für die Bedeutung und wehrstellung gegen die extremen Hochschutzöllner. Auch der sind. Von so manchen dieser liberalen" Sammlungspolitiker Die Tragweite einer wahrhaft nationalen Wirthschaftspolitik befigt. Sammlungsaufruf" war nichts als eine Parteiverschmelzung ist nicht einmal eine feste Haltung gegenüber den reaktionärsten Es ist dies ein klares handelspolitisches Abwehr Pro- der rechtsstehenden Nationalliberalen mit den Konservativen Absichten zu erwarten, gegenüber dem Verlangen nach einem gramm gegen die Kanize, Plöße und deren nationalliberale beider Richtungen und den Antisemiten gedacht, sondern als Spezialgesetz, einer lex Recke, einer Einschränkung des Stlaven, es ist aber kein Programm der Einigung auf politischem eine Vereinbarung zur gemeinsamen Erzwingung einer den Koalitionsrechts. Vollständig aber im Stiche läßt auch Gebiete. Das was die Unterzeichner einigt, ist nicht einmal Bedürfnissen der Agrarier entsprechenden Handelspolitik. Aber diese politische Vereinigung das deutsche Volt in allen Fragen eine offen freihändlerische Stellung zu den schwebenden während die Thatsache der Sammlung bei der Betonung der Sozialpolitit. Eine ernsthafte, gründliche handelspolitischen Fragen, wie die konservative und offiziöse sonstiger Meinungsverschiedenheiten zu großen Gefahren für das Sozialreform, Schuß der Arbeiter gegen Presse, so das Organ Miquels, des früheren Kollegen der deutsche Volk auch auf anderen Gebieten, als dem der Erneuerung tapitalistische Ausbeutung wollen und können, Der Gedenktag der Wiener Revolution. Eine eindrucksvolle Maffenkundgebung sah Wien am 13. März. Sozialdemokratisch war der Charakter der ganzen Stadt. Es war ein Sonnentag, so schön und so leuchtend, wie er Wien vor 50 Jahren befchieden war. In tiefem Blau spannte sich der wolkenlose Himmel über Wien, und mit Maienwärme strahlte die Sonne hernieder, mit ihrer Kraft alles belebend, stärkend und erhebend aus dem dumpfen Trott des Alltags. Zu einer Maffenentfaltung im Freien das dentbar schönste Wetter! " Abzeichen der Arbeiter, die auch in diesem Trupp nun die Und doch waren das nur Vorläufer des Hauptzuges, aber auch anderen Farben erdrücken. Das Abzeichen der Studenten und diese Vorläufer zählten nach tausenden. Auch der Zug batte Nationalen, die Kornblume, ist nur wenig zu sehen. Die Studenten, sozialdemokratisches Gepräge, das einheitlich blieb, bis um obwohl sehr zahlreich am Playe, verschwinden in der Maffe der halb 3 Uhr die Deutsch Nationalen, etwa 2000 Mann start, Proletarier, die vor und hinter ihnen, die mitten unter ihnen ziehen. vorbeidefilirten. Während ihres Aufmarsches schien es, als ob sich Dort, wo nach rückwärts der Blick durch die Staubwolte begrenzt die Kornblume der rothen Nelke zugefellt hätte; das Bild der heranwird, sieht man gerade noch die Spitze des Zuges der Kranzträger, fluthenden Menge wurde da recht farbenprächtig, besonders als der schier kein Ende nehmen will. Boran gehen die Mitglieder der die Kouleurstudenten in ihrem bunten Staat vorüberzogen. Eine Parteivertretung. Bis zum Friedhof ein und daffelbe Bild wogen halbe Stunde vorher waren die Anarchisten, etwa dreihundert Per der Menschenmassen. Wir fahren zurück- aber erft weit unter- fonen, am Blaze erschienen. halb des Martiplages erreichen wir das Ende des Buges. Schier Die Kränze unserer Organisationen sollten von einer Kranz unerschöpflich scheinen die Quellen zu sein, die den Wienschenstrom trägergruppe dem Hauptzuge vorangetragen werden. Einige Vereine Ueberwältigend war dieser Anfang des Wiener Proletariats, fpeisen, der sich nur langsam auf das weite Leichenfeld da draußen hatten es aber vorgezogen, schon vor Ankunft des Hauptzuges ihre das noch nie in solcher Maffe auf die Straße gefliegen war. Schon auf der Haide ergießt. Kränze niederzulegen, und es lagen ihrer bereits zivanzig vor dem von frühem Morgen an zeigte Wien eine andere Physiognomie als Nach 10 Uhr vormittags schon war der Plaz um das Monument Sockel, ehe der Hauptzug der Kranzträger vor dem Obelisken an gewöhnlichen Sonntagen, ja das Bild war sogar lebhafter ge- von einer Kopf an Kopf gedrängten Menge besetzt, und in der eintraf. färbt als an anderen Festtagen der Arbeiterschaft. Avenue wogte es auf und ab wie auf einem Korso. Es war die 200 Kränze hat die Arbeiterschaft allein auf das Grab der Recht lebendig wurde das Bild beim Klang der Mittagsglocken. Stunde, da die bürgerlichen Demonftranten erwartet wurden. Sie Märstämpfer gelegt. Diese imposante Anzahl, die noch in keinem Nun strömten aus allen Häusern die Männer und Frauen, um tamen in überraschend großer Anzahl, aber sie blieben dennoch eine Jahre erreicht wurde, ist dadurch zu erklären, daß heuer auch viele rechtzeitig bei den Zusammenfunftsorten in den einzelnen faum zu beachtende Minorität gegenüber den dichten Arbeiter Provinzgenossen das Grab schmückten, und daß zu den Kränzen der Bezirken zu fein, und eine Stunde später zogen ungezählte schwärmen, die sich schon vormittags im Friedhof bewegten. Die Wiener Organisation in diesem Jahre eine große Anzahl von Kränzen Tausende auf allen Radialstraßen zur Ringstraße, die bald rothen Nelken, die die Brust dieser ersten Vorläufer des ersten Zuges famen, die die Arbeiter einzelner Betriebe brachten. einen fesselnden Anblick, reich an Kontrasten, bot. Auf der Stadt schmückten, bekundeten, daß sie sich nicht als müßige Spaziergänger Der Obelist schimmerte im Sonnenglanze. Aus den Opfers feite promenirte der Seidenhut und das Veilchenbouquet und über oder Neugierige, sondern im Bewußtsein ihrer Zugehörigkeit zum fäulen zu beiden Seiten des Sockels schlug Brand zum Himmel. die äußere Ringstraße zog der Schlapphut und die rothe Nelfe. Heere derjenigen, die nachmittags die Manen der Märztämpfer ehren Ein leichter Wind trieb den Rauch in horizontale Richtung. Den Hier schwatzend und lächelnd und lorgnettirend die Bourgeoisie famen, eingefunden hatten. Inzwischen trugen die bürgerlichen Grabhügel verdeckte bald ein sich mächtig wölbender Berg von dort, um die Straßenbreite getrennt, ernst und würdevoll und Vereine Kranz um Kranz herbei, und gegen Mittag war der Kränzen mit rotben Schleifen, der Rasen war nicht mehr grün, die Herzen von Begeisterung gefchivellt, das Proletariat eine Erdhügel, worauf sich der Sockel des Denkmals erhebt, schon dicht sondern purpurroth von Nelken, die es unablässig auf ihn heraba Straßenbreite und doch lag eine ganze Welt dazwischen! Fast von mit Kränzen und Schleifen belegt. regnete. Bald war nichts Grünes mehr von ihm zu sehen, als die jedem der überfüllten Pferdebahnwagen flatterten rothe Kranzschleifen. Stellenweise war das Gedränge ein beängstigendes. Von noch tieferer Bewegung erfaßt als sonst, find wir heute um dieses Dentzeichen versammelt. Vor fünfzig Jahren, genau zur selben Stunde, sind die ersten Opfer der Freiheit hingesunken auf das Straßenpflaster von Wien. Um halb 1 Uhr erschienen die sozialdemokratischen Ordner. Tagushecke, die ihn umfäumt. Als die Kränze niedergelegt waren, Jeder Bezirk hatte einen dreißig bis fünfzig Mann starken Ordner- entblößten sich die Häupter der Tausende, die das Denkmal ums Von der ehemaligen Magerlinie ab war der Eindruck bis zum zug beigestellt. Bald waren nicht nur das Rondeau um das Denkmal, drängten. Genosse Höger bestieg den Sockel und hielt mit weithinFriedhof großartig. Bom Dach eines Omnibus hatte man freien sondern auch die Zugänge von zweckmäßig postirten Ordnergruppen tönender Stimme eine Ansprache, der wir leider blos die folgenden Ausblick. So weit das Auge nach vorn und nach rückwärts auf besetzt. Der dichte Ordnerkordon batte den Zweck, die Defilirung Abfäße entnehmen können: der geraden Straße blicken fonnte alles ein einzig wogendes vor dem Denkmal dadurch zu ermöglichen, daß er Anstauungen der Menschenmeer, dessen Enden man nicht ersehen konnte. Der Aus- heranfluthenden Masse verhinderte; die in der Avenue und den blick war nach beiden Seiten durch Staubwolfen begrenzt. Schiffen Seitengängen postirten Genossen dagegen sollten hauptsächlich ihr gleich erhoben sich aus diesem Meer von Menschenleibern die Augenmerk auf die Gräber richten und deren Beschädigung verhüten. Imperialwagen der Tramway. Von den Pferden war nichts zu Die Friedhofsverwaltung dirigirte alle verfügbaren Bediensteten zum seben und die überfüllten Dächer schienen menschenbesäete Ver Denkmal, wo sie die Uebernahme der Kränze besorgten und die Ordner in decke zu sein. Die farbigen Kappen der Studenten hoben sich ihrem schweren Dienst unterstützten. Der Samariterbund hatte auf leuchtend von dem schwarzen Grundton ab. So lange der Trupp dem Rondeau eine Ambulanz errichtet. vor uns ist, hat er studentisches Gepräge wir sind vorüber rückwärts schauend sehen wir nicht mehr die weißen, blauen, rothen und grünen Kappen, wir sehen nur mehr die rothen Um halb 4 Uhr sollte die Tête des Zuges eintreffen, aber schon um 2 Uhr wogten die Massen so dicht beran, daß die Ordner alle Hände voll zu thun hatten, um ihrer Aufgabe gerecht zu werden. Am 13. März von 1848 hat das Volk von Wien die Bluttanfe empfangen. Heute vor fünfzig Jahren hatte Desterreich den glorreichsten Tag in seiner Geschichte zu verzeichnen-fein glorreicherer wird so bald wiederkommen. Unser Gedanke gilt aber nicht allein den Opfern des 13. März er gilt allen den vielen Geopferten vom März 1848 bis zum Ende der Revolution des Bürgerthums in Desterreich klärungen zu fordern haben. B in schlechter auf Munkel's diefe kapitalistischen Parteien nicht gewähren. Wir wissen, möglich war, sich zu entfernen. Darauf knallte eine Salve in die begründete seinen Antrag mit Geist und Wih, wobei nament was wir von diesen Leuten zu halten haben. Ihre Er Menge hinein, durch die mehrere Personen getödtet und viele ver- lich der Abg. Gröber schlecht weg kam. Dieser, der schon durch klärung, daß sie gegen die Hochschutzölle sind, wird uns nicht wundet wurden. Die Szene der Verwirrung, so schildert ein Augen- die Ausführungen Haase's gereizt fein mochte, antwortete genügen, wenn sie bei Stichwahlen auf unsere Unterstützung zeuge, welche auf den Schuß folgte, ist schwer zu beschreiben. Mit Stimmung angewiesen sein werden, wir werden viel weitergehende Erfurchtbarem Angstgeschrei stürzten sich die am Opern- und Zeughause Angriffe sehr heftig und grob, was später Munckel noch einmal Da die Sozialdemokratie aber die entschiedenste Gegnerin befindlichen Massen an der Schloßfreiheit hinunter nach der Schleusen. 3 einer scharfen Abwehr veranlaßte. Gröber schwieg aber gänzlich über die Stellung, die das Zentrum zum Antrag der unter dem Protektorate von Miquel's in's Wert ge- brücke. Die Verwirrung wurde noch vermehrt durch eine von der Munckel einzunehmen gedente. Das veranlaßte von unserer fetzten neuen Politit unerhörter Brotvertheuerung und anderer Jägerstraße aus anrückende Kavallerie- Patrouille. In wenigen Seite Genossen Bebel, dem Zentrum wegen feines Boltsausbeutung ist, müssen die Männer der neuen Sammlungs- Minuten war das bis dahin friedliche Aussehen der umliegenden Schweigens sehr nachdrücklich auf den Leib zu rücken politit sich klar werden, wie sie sich in den bevorstehenden Straßen und Bläze wie verwandelt. Das Militär patrouillirte bis und eine flare Antwort zu fordern. Abg. Spahn Wahlkämpfen gegenüber der Sozialdemokratie stellen wollen. zur Nacht in den Straßen und hielt äußerlich die Ruhe aufrecht. antwortete in recht unglücklicher Weise, worauf Bebel Hierau wird man erst ihren Ernst, die agrarischen Ueber- In der Charitee lagen 80 Verwundete, in den Privathäusern abermals das Wort nahm, um nunmehr das Zentrum griffe richtig und rückhaltlos zu bekämpfen, beurtheilen können. vielleicht ebenso viel. Die genaue Zahl der Todten ist nicht fest auf seinen Abfall von seinen bisherigen Wir machen uns hierüber keinerlei Hoffnungen, wir bauen auf zustellen gewesen. – Von der Regierung werden aus Stettin, Grundsägen in der Duellfrage anzunageln. General unsere eigene Kraft, wir wissen, und mit uns so mancher v. Wiebahn, der dem Abg. Spahn zu Hilfe tam, konnte im Deutschen Reiche, der noch nicht Sozialdemokrat ist, Frankfurt a. D., Halle und Potsdam telegraphisch Truppen die moralische Niederlage des Zentrums nicht mehr verwischen, telegraphisch Truppen daß die Sozialdemokratie die einzige zuverlässige Gegnerin der verstärkungen herbeigerufen. und diese wurde vollständig, als Munckel die namentagrarischen Volksfeinde ist, daß die Stärkung unserer Partei In München ließ die Aufregung darüber, daß sich Zola li che Abstimmung über die Aufrechterhaltung der Ziffer 2 beund nicht die der liberalen Herren vom Wenu und Aber den Zentrumsführern die Ver Garantien bieten kann für eine bessere Zukunft des Bater- halten solle, nicht nach. Alle Häuser wurden vom Volte durch- legenheit über diesen Antrag an und sie hatten landes. fucht, deren Befißer der Tänzerin möglicherweise hätten Aufnahme Ursache dazu, denn es stellte sich heraus, daß ein erheb Das wird den deutschen Arbeitern Sporn und Anreiz gewähren können. Sogar das Polizeigebäude wurde gestürmt, die licher Theil des Zentrums, darunter die Abgg. fein, zu zeigen, daß sie den Agrariern die wohlverdiente Nieder- Arten zerrissen und alles demolirt. An demselben Tage traten die Freiherr v. Heeremann und Roeren und die Mehrzahl lage bereiten können. der Zentrumsabgeordneten aus Bayern, gegen die eigene Partei stimmten. Für die Aufrechterhaltung der Biffer 2 alodun 190 Die Namen der neuen fächsischen Märzminister" werden stimmten 109, dagegen 78, ein Abgeordneter enthielt sich der bekannt. Es waren ernannt die mehr oder weniger Liberalen Abstimmung. Damit war aber auch die Nichtbeschlußfähigkeit Erinnerungstage der Revolution. Dr. Braun, Georgi, Graf Holzendorff und Oberländer; ferner auch des Hauses konstatirt, die Sigung mußte abgebrochen werden. oder konservative Professor von der Pfordten. Die neuen Männer Nächste Sigung morgen 1 Uhr. Tagesordnung: Forterließen eine Proklamation, daß sämmtliche Volkswünsche vom König fetzung der heutigen. Die Sigung beginnt mit Wiederaufnahme bewilligt seien. der namentlichen Abstimmung. die slazdil aid anu nis But 1848. da 16. März. nou chilpidel gitul In Berlin ist morgens bei dem Minister des Innern eine Konferenz, an der auch die städtischen Behörden theilnahmen und in der beschlossen wird, bürgerliche Schutzkommissionen einzurichten. Die Organisation derselben erfolgt sofort und es erscheint bald darauf die nachstehende Bekanntmachung: hnolo " wachen beftraft." Montes noch immer in der Stadt und deren Umgebung auf antragte. Man ſab be Rammern zufammen. Politische Nebersicht. 200 Berlin, 15. März. SHE daß die Im preußischen Abgeordnetenhause haben die Berathungen des Kultus Etats nun bereits zehn Sitzungen in Anspruch genommen, und noch immer ist ein Ende der Verhandlungen nicht abzusehen. Selbst die Abendfißungen, die sonst die Nedelust der Boltsvertreter Seit drei Tagen ist das Eigenthum und die Sicherheit der Die heutige Reichstagefihung, in welcher die 2. Lesung zu hemmen pflegen, scheinen in diesem Jahre ihren wohlthätigen Bürger Berlins in der größten Gefahr. Die Stimme der Bürger- der Militär- Strafprozeß- Ordnung auf der Tagesordnung stand, Einfluß eingebüßt zu haben. Wenigstens wurden in der geftrigen schaft hat sich mit Entfchiedenheit gegen ein solches Beginnen er nahm einen interessanten und unerwarteten Verlauf. Nach Abendigung, in der es über die Frage der staatlichen Aufsicht der tlärt und ist zu helfen bereit. Es ist daher beschlossen worden, daß einem längeren Vortrag des Referenten der Kommission Schule zu einem äußerst heftigen Busammenstoß zwischen dem Abg. in jedem Bezirke der Stadt eine Schuytommission gebildet Abg. de Witt nahm der Kriegsminister das Wort, Frhru. v. Heeremann( 3.) und dem Kultusminister Dr. Boffe werde, aus den sämmtlichen bürgerlichen Kommunalbeamten um in einem sehr elegisch gehaltenen Vortrag noch einmal all tam, genau so überflüssige und endlose Reden gehalten, wie die werde, aus den sämmtlichen bürgerlichen Kommunalbeamten die Tugenden zu preisen, welche angeblich die alte preußische die Frage der Schulaufsicht. Wenn es nach den Herren vom ganzen Tage vorher. Die heutige Debatte drehte fich wesentlich um bestehend, welche aus der Zahl der Mitbürger ihres Bezirkes die Militär- Strafprozeß- Ordnung befize. Man hörte und fab Bentrum und nach der Mehrzahl der Konservativen geht, so 6 geeignetsten und bekanntesten hinzuwählen und insbesondere die e ihm alt, wie wenig das nette Werk ihm werden nur noch Geistliche zu Schulinspektoren und SchulGewerks- Altmeister und Jnnungs- Vorsteher hierbei zuziehen werden. gefällt und mit wie wenig Neigung er ihm gegenüber steht. räthen ernannt; kommt es doch nach der offen ausgesprochenen Das Abzeichen der Schußbeamten ist eine um den linken Arm Das gab unserem Genossen Haase Veranlassung, die merk Ansicht dieser Herren auch weniger darauf an, getragene schwarz und weiße Binde, mit der aufgedruckten Be- würdige Haltung des Kriegsministers zu kritisiren, und Kinder in der Schule etwas lernen, als daß sie religiös erwerden! zogen Im in einigen Streiflichtern auf das große Wert" 3 bg. Knörde( frs. Wp.), daß die Regierung, wie sie es bereits Gegensatz Bunt Bentrum verlangte zeichnung Schutzbeamter" und ein weißer Stab. Wiberfetzlichkeiten gegen die Schutzbeamten werden gleich denen zeigen, wie wenig dasselbe dem entspreche, was selbst von wiederholt mit gutem Erfolge gethan, möglichst viele seminaristisch gegen Abgeordnete der Obrigkeit und beziehungsweise gegen Schild- einem mäßig bürgerlich liberalen Standpunkt gefordert werden gebildete Wolfsschullehrer, die praktische Erfahrungen hinter sich müffe. Es bliebe vielfach hinter den bescheidensten Anforde haben, zu Schulinspektoren beruft.- Won allgemeinerem Intereffe rungen zurück. Ein Angriff auf die frühere Haltung des war aus der heutigen Debatte nur das von verschiedenen Seiten Die Stadtverordneten Bersammlung, die an demselben Tage Abg. Gröber( 3) in der Frage der Militär- Strafprozeß aufgeftellte Verlangen, die Gehälter der Lehrer an höheren Töchtereine bewegte Sigung hatte, war mit dieser Einrichtung ebenfalls Ordnung veranlaßte diesen, einen wahren Panegyritus anzuschulen einheitlich zu regeln. Die Regierung erkannte an, daß auf einverstanden gewesen. Die bürgerlichen Schutzbeamten bewährten stimmen über die Vorzüge, welche die Kommissionsvorlage diesem Gebiete unhaltbare Zustände bestehen; wenn fie auch nicht sich jedoch in der Folge in teiner Weise. Die guten Bürger mit gegenüber den jetzt bestehenden Zuständen in Preußen ihrer heutigen Haltung zu schließen, daß sie diese Forderung erdirekt eine Gesetzesvorlage in Aussicht ftellte, so ist doch aus Binde und Stab verfielen sogleich dem Berliner Straßenwig. Man und Württemberg darstelle. Dieses Lob aus dem füllen wird. bezeichnete fie als„ Leichenbitter" mid ihre Stäbe als Munde Gröber's bedeutete ein großes Eigenlob, ba Heute findet wieder eine Abendigung ftatt. Ballkellen". Eine Wirksamkeit zur Beruhigung oder Ber man weiß, daß die Kommissionsvorlage wesentlich sein Wert Das Flottengefeh wird morgen, Mittwoch, in der ift. Wie bei allen größeren gesetzgeberischen Aufgaben der letzten Budgetkommission zur weiteren Berathung gelangen. Der ftreuung aufgeregter Boltsmassen vermochten fie au fie nicht 8 Jahre, so geist auch hier das Beutrum nach dem Ruhm, als Reichskanzler hat der Rommission eine Mittheilung zugehen entfalten. Die Studenten waren an demselben Tage in Regierungspartei sich zu zeigen, die selbst die Nationalliberalen lassen, daß die Reichsregierung bereit sei, ihre Ansicht zu den der Aula verfammelt und beschlossen, sich ebenfalls an in den Schatten stellt. Anträgen bezüglich der Deckungsfrage beizutragen. Die dem Beruhigungswert zu betheiligen. Eine von ihnen an den Kom Selbstverständlich wurden die Verbesserungsanträge, die mandanten geschickte Kommission, deren Mitglieder die schwarz- roth- unsere Partei und die Freifinnigen zu§ 1 der Vorlage gesiellt hatten, niedergestimmt. Bei§ 2 hatten die Frei sinnigen beantragt, die Biffer 2 zu streichen, welche bestimmt, daß auch die dem Beurlaubtenstande In der Gegend zwischen dem Opernhause und der Schloß angehörenden Offiziere, Sanitätsoffiziere und Ingenieure wegen 3weikampfs mit tödt brücke waren nachmittags wieder viele Menschen versammelt. Die lichen Waffen, wegen Herausforderung oder Schutzbeamten vermochten nicht, die Menge zu zerstreuen, sondern Annahme einer Herausforderung zum Duell geriethen selbst ins Gedränge. Da rückte, gleichsam aum der Militär- Strafgerichtsbarkeit unterstellt Schuße der Schußkommissionen, Infanterie von der neuen werden sollten. Diese Bestimmung enthält einen prinMache vor. Es wurde ein dreimaliger Trommelwirbel geschlagen, zipiellen Verstoß gegen die Auffassung, die speziell das Ben jedoch in so turzen Zwischenräumen, daß es dem Publikum nicht trum bisher in dieser Frage eingenommen hat. Abg. Munkel goldene Kokarde trugen, wurde jedoch höhnisch abgewiesen. Das Militär wurde, froß des Vorhandenseins der bürgerlichen Schutz wachen nicht von der Straße genommen. Ungarn, die erst auf den iltalienischen Schlachtfeldern ihr Ende erreichte. Die Freiheit eines Boltes ruht nicht auf ficherer Grundlage, wenn sie nicht die Bluttaufe empfangen hat." Dieses vor mehr als fünfzig Jahren ausgesprochene Wort ist heute nicht mehr wahr. Die Freiheit, welche unsere Väter erkämpft, ist ver rathen worden. Das Proletariat, das die letzten verzweifelten Stürme wider die Schaaren Windischgräß' und die Horden Jellacic wagte für das Bürgerthum, ist um den ihm gebührenden Preis betrogen worden. Kaum waren die Prinzipien der Revolution fieghaft, als das verrätherische Bürgerthum auch schon bereit war, seine Kämpfer zu verkaufen. Und sie haben uns Arbeiter verrathen, betrogen und verkauft. uns das Andenken an die Todten und die Opfer des Jahres 1848 immer heilig bleiben wird, daß wir in dem Ringen um die voll tommene Freiheit des Menschen und die soziale Gleichheit aller nie erlahmen werden, daß wir dafür so lange fämpfen werden, bis uns endlich der Sieg werden wird.( Brausender Beifall.) Und so schwören wir abermals, tren zu sein und treu zu bleiben bis zum Tode der alles einigenden, alles umfassenden, alles ver jüngenden und alles umgestaltenden, die Menschen edler und besser machenden Sozialdemokratie. Sie allein wird alle Ränke, alle Reaktionen und Gegenrevolutionen überdauern, weil sie allein die wahre Umwälzung bedeutet. Staatsbürger- Zeitung" bemerkt zu dieser Nachricht: Wie wir hören, wird die Erklärung des Reichskanzlers unter Ablehnung der Dedungsanträge derart befriedigend lauten, daß das Zentrum bis auf eine fleine füddeutsche Minderheit geschlossen. für die Vorlage ftimmen wird." Auf die Zentrumsabgeordneten, welche in der Kommission siten, dürfte diese Voraussage allerdings fich als zutreffend erweisen. Ob die Mehrheit der Partei, welche den Kommissionsmitgliedern nachfolgen soll, groß oder klein sein wird oder wie sich die Dinge innerhalb des Zentrums sonst etwa entwickeln tönnten, läßt sich doch noch nicht mit absoluter Sicherheit ab sehen. Bei der heutigen Berathung der Militär- Strafprozeßund Lieben sieben Bersammlungen abgehalten, die überaus zahlreich befucht waren. Nach Ablauf dieser Versammlungen fand ein Maffenmeeting auf der Heginsel flatt, wohin die Arbeiterschaft zog. Die Rednertribüne, die im Freien errichtet worden, war bald dicht umdrängt. Die Zahl der Anwesenden betrug etwa 11 500. Die Festrede bielt der Redakteur des" Pravo Lidu". Genosse Nemec. Ginstimmig wurde eine Resolution angenommen, die die Forderung des allgemeinen, gleichen mid direkten Wahlrechts enthält. Außerdem wurde die Massenpetition unterzeichnet, welche demnächst an das Nach einer Rede des Abgeordnetenhaus geleitet werden wird. Genoffen Dedic wurde die Bersammlung um 1/212 Uhr geschloffen. Diesen Schwur erneuert die fosialdemokratische Arbeiterpartei Die Maffen zogen langfam über die Brücke in die Stadt. Defterreichs über dem Grabe derjenigen, welche am ersten Tage der Während des Marsches erklang das Lied der Arbeit, von Taufenden An die Stelle der Willtir des fluchwürdigen Metternich- EedInigly- bürgerlichen Revolution in Desterreich gefallen find für die Freiheit. gesungen. In der inneren Stadt, am Graben, promenirte gerade schen Systems ist die Willkür des Bürgerthums getreten, das rund. Sie sind vergessen von jenen, für welche sie ihr Leben geben mußten, bas Sonntagspublikum, als der Bug, der die ganze Breite der weg erklärt: Wir haben die Macht, wir thun, was wir wollen. von uns aber find sie, die unsere Brüder. unsere Schwestern waren, Straße einnahm, heraufgezogen kam. Am Wenzelsplatz vor den Und so ist es gekommen, daß wir heute gerade auf demfelben tiefen geehrt und werden es bleiben jetzt und immer. Ihr Andenken sei uns Redaktionen der flerital- konservativen Politit", der„ Narodny Standpunkt stehen, auf dem das Volk vor dem 18. März heilig ihr Andenken hoch! Lifty" wurden stürmische Bereatrufe laut. Fort mit der jungvon 1848 ftand. Die Bourgeoisie, die wir befreien geholfen, Im Namen der Parteigenossen czechischer Bunge sprach dann czechischen Inquisition!"" Schande den Verräthern!", erscholl es hat uns zum Dank in Fesseln geschlagen, hat uns zu Heloten ge- Genosse Krapta, für die polnischen Genossen Jachymoviez. Hierauf immer wieder. Auch vor dem Gebäude der Staatsanwaltschaft macht. Aus Furcht vor den Arbeitern, die ihr Recht heischen, hat folgte eine Rede des czechischen Unabhängigen" Opletal, worauf blieb die Menge stehen und demonstrirte laut. Der Staatsanwalt fich die Bourgeoisie dem Adel und dem Klerikalismus in die Arme für die sozialdemokratischen Studenten und Studirten Dr. Freundlich, wollte es am Tage des 18. März recht deutlich zeigen, daß der Geist geworfen, und sie hat gänzlich vergeffen ihres Ursprungs, der in der für die italienischen Parteigenossen Ottolini und namens der des Vormärz noch lebendig ist in Oesterreich, und tonfiszirte die Revolution wurzelt. slovenischen Arbeiterschaft Genoffe Big sprach. Sonntagsnummer des Pravo Lidu". Aber trotzdem ist das Blut derjenigen, deren Gebeine unter diefen Steinen ruhen, nicht umsonst gefloffen. Sie find uns heilige Muster zur Nacheiferung, und nicht ruhen wird das arbeitende Bolt, bis es endlich das Evangelium von der Befreiung des Menschen wird verwirklicht haben. In vollster Ruhe und Ordnung vollzog sich der Rückzug der ungeheuren Menschenmassen, die von unserem Partei- Organe auf 200 000 Perfonen geschäßt werden. " Vom Wenzelsplatz durch die Krakauergasse bewegte sich die Menge zum St. Emmaustlofter, wo ein Grab der Märzgefallenen ift. Nach einer furgen Rede eines Genoffen löste fich der Bug auf. Während der ganzen Demonftration ereignete fich fein Zwischenfall, was vor allem der ruhigen und besonnenen Haltung der Arbeiterschaft zu danken ist. Die Polizei war in großer Bahl aus. gerückt, in den Kasernen das Militär konfignirt. Die Jubelfeier der Märzrevolution war tein bloßes Erinnerungs Auch in der Proving fanden zahlreiche, massenhaft besuchte und Wenn diese Ebene, an welcher wir uns im Augenblicke befinden, glänzend verlaufene Märzfeiern statt, so z. B. in Reichenbach, wenn dieses riesengroße Gräberfeld längst wieder vielleicht Wald Mährisch- Schönberg, Jägerndorf, Eger, Kratau, Spital a. Drau, wird geworden sein, wenn fein Stein von den Häusern und Thürmen Brünn, Knittelfeld, Linz, Graz und Frag. Diefer gewaltigen Stadt, die zu uns herübergrüßen, mehr auf Ueber die Revolutionsfeier in Prag berichtet unser dortiger feft, es war eine imposante Manifestation der Sozialdemokratie, dem andern liegen wird die Erinnerung an euch wird niemals Korrespondent: verschwinden aus der Geschichte der Reiche und Völker, die einmal Von dem herrlichsten Frühlingswetter begünstigt, feierte gestern die sich ihrer schwierigen Lage gerade jetzt bewußt ist, aber groß waren und mächtig. Aber diese spätere Siftorie wird auch das czechische Proletariat den Gedenktag der Märzrevolution. Schon auch ihrer Kraft und Stärke. Nur die Sozialdemokratie nur Verachtung haben für jene Bourgeoisie, welche die arbeitenden am frühen Morgen, bevor das Straßenleben noch begann, zog die Ar- ist es, die heute in Desterreich nach vorwärts drängt, Proletarier gebraucht und mißbraucht, verkauft und verrathen hat. beiterschaft in Schaaren nach den Versammlungsorten; die rothe Nelfe, und wie weit und wie mächtig sich das Bedürfniß nach Von dieser Bourgeoisie, die so lange schlecht bleiben wird, als das Abzeichen der Sozialdemokraten, dominirte und gab der Straße den nothwendigen Reformen geltend macht, konnte man am Sonntag fie existirt unter welcher Bezeichnung imuner, uns endlich gänzlich das Gepräge. Im Laufe des Vormittags gestaltete sich die Feier zu recht deutlich wahrnehmen. Die Bourgeoisie betheiligte sich in Loszusagen und sie zu bekämpfen mit allen Mitteln, ist unsere Pflicht. einer gewaltigen Kundgebung, die einen glänzenden Beweis abgiebt teiner Weise an der Jubelfeier. Wohl rief bei manchem der Reine Freundschaft, feinen Frieden thr! Und fort mit allem aus von dem Bewußtsein des czechischen arbeitenden Bolkes, und die Passanten und Neugierigen der Anblick der Arbeiterschaar ein Gefühl unseren Reihen, was am Besize hängt und zum Besitze drängt! deutlich bewiesen hat, daß die vor fünfzig Jahren von Mary aus der Bewunderung, hervor und des Lobes über den Verlauf der Dieses Monument, ein Ehrendenkmal für die Hingeopferten gefprochene Befürchtung von der Unmöglichkeit einer freiheitlichen Feier war genug zu hören Begeisterung aber ward nirgends des Jahres 1848, ift zugleich ein Schandmal geworden für das Entwicklung bei den Czechen doch nicht zur Wahrheit geworden. verspürt. Auch nicht die studirende Jugend der deutschen und seine Berrätherei an üppiger Bankettafel feiernde verrottete, torrupte Freilich, das Proletariat allein ist es, das die Erbschaft der czechischen Hochschulen war zu sehen; die Arbeiterschaft allein war Bürgerthum. Revolution angetreten hat, aber die vielen tausende von Arbeitern, sich ihrer Pflicht bewußt. Der 18. März war ein sonniger Tag in Jim Angesichte dieses heiligen Bodens, in deffen Tiefe alle ruben, die gestern ihr Recht heischten, sprachen im Namen der Mehrheit der traurigen Beit, es war ein Tag der Freiheit, die auch in Defters: die uns lieb gewesen und theuer waren, und in welchem viele von der czechischen Nation. In Prag allein wurden in der Stadt selbst reich eine Hüterin besigt die Sozialdemokratie. uns einst selber verwesen und vergehen werden, schwören wir, daß und in den Vororten Smichow, Karolinenthal, Vysehrad, Bubna " Bezüglich der Aussichten der Flottenvorlage erfahren wir von zuverlässiger Seite, daß die Nachricht, im Zentrum feien nur die Bayern gegen die Anträge Lieber, unrichtig ist, Gin großer Theil der Mitglieder der Zentrumsfraktion wird gegen diese Anträge stimmen, darunter Ober- Landesgerichtsrath Roeren, Ober Justizrath Rintelen, Rechtsanwalt Schmitt Mainz u. a. 10 Diese Gruppe vertritt den Standpunkt: Keine Bindung des Etatsrechts, weder durch Sep. tennat, noch durch Serennat, und auch nicht durch Aeternat, fondern alljährliche, etatsmäßige Bewilligung; ferner gefeßliche Lösung der Deckungsfrage durch Besteuerung der höheren Eintommen." Das Gericht erachtete nicht sämmtliche inkrimintrte Vorwürfe für beleidigend, so denjenigen nicht, daß Stöcker die Bahn politischer Besonnenheit verlaffen hat, sowie daß er aus Furcht Klagen zurückgezogen habe. Ueber die sonstigen Punkte der Klage befagt das Urtheil: Ordnung im Plenum des Reichstages hat sich das Schauspiel Gräfe erfolgt und ohne daß von einer Abstellung der Miß- 1896 in demselben Blatte ein Artikel, in dem behauptet zugetragen, daß eine sehr große Zahl von Zentrums- ftände oder Bestrafung der Schuldigen etwas verlautet hätte, wird, Stöcker gehe mit seinen Gegnern deshalb nicht vor Gericht, Abgeordneten ihren Vertretern in der betreffenden Kommission folgendes aus: weil er die Deffentlichkeit scheue, auch habe er wiederholt, falls von die Gefolgschaft bei der Duellfrage verweigerten. Etwas ähnliches " Jezt endlich, nachdem man es bis zur Jnterpellation eines ihm eine Klage eingeleitet sei, diefelbe kurz vor den Hauptverhandstellt folgende Mittheilung des Bureau Herold" hinsichtlich fozialdemokratischen Abgeordneten im Reichstag hat tommen lassen, lungen aus Furcht zurückgezogen. des Flottengesetzes in Aussicht: mußte man sich zu der Erklärung bequemen, daß drei Bestrafungen Nach langen umständlichen Beweisaufnahmen wie mitgetheilt, erfolgt und die Mißstände abgestellt seien. Dabei wird uns aber fuchten sich die Stumm- Schwuchow durch die Leckert- Lützow versichert, daß letzteres nicht durchweg der Fall sei; und im Material gegen Stöcker au sammeln hat fürzlich das Schöffen Reichstage hat Kunert weder über die Namen der Bestraften, noch gericht in Saarbrücken über die Klage Stöcker's verhandelt und am über die Höhe der Strafen Auskunft erhalten können. Es ist also Montag wurde das Urtheil verkündet. Schwuchow wurde zu 200 M. nicht unmöglich, daß überhaupt nur untergeordnete Organe gemaß- Geldstrafe verurtheilt. regelt, oder die wirklich Schuldigen so gelinde weggekommen sind, daß, wie Kunert bemerkte, das Kriegsministerium die Strafen nicht Bu nennen wage. Und dazu stimmt vollständig, daß der hauptsächlich in betracht kommende Major B. noch heute Bataillons Kommandeur ift. Generallieutenant v. 3. hat sich allerdings unmittelbar nach Beröffentlichung der Sache ins Privatleben zurückgezogen, aber unseres Wissens unter Umständen, die keineswegs auf eine Maßregelung deuteten. Unter diesen Umständen faun jene amtliche Erklärung des Vertreters der sächsischen Regierung im Reichstage nur peinliche Empfindungen weden. Jedenfalls ist die Sachlage nach wie ungeklärt, und das durch die Behandlung eines evangelischen Geistlichen unserer Landeskirche vor dem Militärgericht verlegte Rechts- und Standesgefühl hat bisher keine ausreichende Genugthuung erhalten. Daß eine erneute Anfrage des Abg. Kunert, die dieser schon angekündigt hat, zum Ziele führen werde, ist nach dem Verlauf der bisherigen kaum anzunehmen. Es ist überaus bezeichnend, daß kein einziger anderer Abgeordneter bei der Gelegenheit das Wort genommen hat, als allein dieser Sozialdemokrat, wie es schon bezeichnend ist, daß man diese Sache den Sozialdemokraten überhaupt überlassen hat. An drei konservative Abgeordnete, an die Herren Graf Roon, Freiherr von Stumm und P. Schall ist seinerzeit das Material über den Fall geschickt worden, aber feiner von ihnen hat den Mund aufgethan, auch Freiherr von Stumm nicht, der dieses Organ sonst wohl zu brauchen weiß, wenn es Wie weit diese Mittheilung wirklich zuverlässig ist und ob, wenn sie richtig, dadurch die Mehrheit für das Gesetz gefährdet sein würde, muß dahin gestellt bleiben. Unsere Meinung geht nach wie vor dahin, daß Herr Tirpit sein Flottengeset mit Zentrumshilfe unter Dach und Fach be kommen wird. hom § 138 a der Gewerbe- Ordnung. Die im Reichs- Anzeiger" beliebte Art und Weise der Abänderung des jetzigen Textes diefes Paragraphen in seinem letzten Abschnitt wird Don feinem der Blätter, die sich über die Angelegenheit gel äußert haben, als ausreichend angesehen, um der Abänderung die Rechtsgiltigkeit zu verleihen. Selbst die Magdeburgische Zeitung" schreibt:" Es wäre vielleicht richtiger ge wesen, wenn die Veröffentlichung( der„ Berichtigung") in einer Weise erfolgt wäre, welche die Verantwortlichkeit des Reichskanzlers für sie " " " . vor gilt, se sen evangelische Geistliche etwas zu sagen. Reins von Den vielen konservativen und nationalliberalen Amtsblättern, von den kleinsten bis zu den größten, hat zu der Sache Stellung Die österreichischen Blätter, bie vor kurzem noch heftig gegen die Kandidatur des Prinzen Georg protestirt hatten, weil sie in der Durchführung derselben eine Stärkung Rußlands auf dem Balkan sahen, schweigen sich jetzt völlig über diese Frage aus. Es scheint, als ob Rußlands Wille schließlich durchdringen wird. Db dadurch auf Kreta bald friedliche Verhältnisse eintreten werden, ist eine andere Frage. dd strong " " " Zum Beweise, daß Stöcker fich vor der Deffentlichkeit der Unwahrheit schuldig gemacht und damit den Weg der bürgers lichen Ehrlichkeit verlassen habe, kommt zunächst die Behauptung Stöckers in der Tonhallen- Bersammlung in betracht, er befize teinen maßgebenden Einfluß auf das Volt". Der ehemalige Leiter dieses Blattes, Oberwinder, wie die Beugen v. Gerlach und der Besitzer des Bolt" haben dazu eiblich ausgesagt, Stöcker habe keinen maßgebenden Einfluß auf das„ Volk" er übe nur einen moralischen Einfluß aus als Autorität und Führer der Chriftlich- Sozialen. Demgegenüber hat aber das Gericht berücksichtigt, daß Stöcker am 16. Juni 1896 im Elfer- Ausschuß des tonfervativen Wahlvereins gesagt hat, als er über die damalige Haltung des Volt" interpellirt wurde, er wolle bis zur nächsten Sigung das Volt" in tonservative Bahnen überführen. Das Gericht erachtet hiermit den Ausdruck Stöcker's, er besige teinen maßgebenden Einfluß auf das Volt", als vom Angeklagten widerlegt. Es erübrigt noch die Angelegenheit des Scheiterhaufenbriefes", der ebenfalls in Beziehung auf Die Behauptung, Stöcker entbehre der bürgerlichen Ghrlichkeit und firchlichen Lauterkeit, von Schwuchow herangezogen worden ist. Dieser Brief an Hammerstein, der durch den Vorwärts" zuerst veröffentlicht wurde, fand in feinem Hauptinhalt durch " Stöcker selbst in einer Broschüre eine Widerlegung, in der er es bestreitet, mit dem Brief die Absicht gehabt zu 201 haben, Zwietracht zwischen dem Kaiser und Bismarck zu fäen, es fame im Scheiterhaufenbriefe nur zum Ausdruck, daß er ( Stöcker) ein Intriguenspiel gegen Bismarck abgelehnt habe. Diese Auffassung theilt das Gericht nicht, denn aus dem Zu fammenhang des Briefes geht hervor, daß der Schreiber auf ein Berwürfniß des Kaisers mit Bismarck hinwirken wollte, er weist auf den Weg des Intriguenspiels hin. Dem offenen Vorgehen wird hier ein Vorgehen auf Schleichwegen vorgezogen. Der Kläger hat dies selbst gefühlt, denn er hat, trobem es ein wichtiges Attenstück ist, feine Abfaffung anfänglich in Abrede gestellt. Den Scheiterhaufenbrief tann daher das Ges richt nur als mit der bürgerlichen Ehrlichkeit und kirchlichen Lauterkeit nicht vereinbar anerkennen. In Beziehung auf diesen Brief gilt der Beweis für die beleidigende Behauptung als erbracht." Dem Bolt" des Herrn Stöcker ist dies Urtheil natürlich nicht, fehr angenehm. Es theilt bereits mit, daß Stöcker Berufung einlegen wird. Wir haben für beide streitende Theile gleich wenig übrig. Es ist aber sehr hübsch von beiden, daß sie im Streit mit einander ihre häßlichen Charaktere selbst aufdecken. ohne weiteres ersichtlich gemacht hätte. In der Dienstagnummer des " Vorwärts", 1. Beilage, haben wir in der Erwiderung auf die von der„ Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" gebrachte offiziöse Recht- genommen; ein Wint von oben und sie schwiegen fertigung der„ Berichtigung" aber nachgewiesen, daß die Abänderung alle." des§ 188 a Absatz 5 nur durch Gesetz herbeigeführt werden Einsegung des Prinzen Georg zum Gouverneur von Kreta als ge Die tretische Randidatur. Gestern wurde aus Petersburg die fann; folglich würde die Unterzeichnung der Berichtigung" durch sichert gemeldet. Mittlerweile hat sich in der italienischen den Reichskanzler auch nicht ausgereicht haben, um diese rechtsgiltig Deputirtenkammer der Unterstaatssekretär Bonin über den Stand zu machen. Die„ Magdeburgische 3tg." meint, die sozialdemokratische dieser Angelegenheit ausgesprochen. Danach ist eine Uebereinstimmung Partei habe auf die Sache früher selbst wenig Werth gelegt, weil über diese Kandidatur unter den Mächten noch nicht erzielt worden, fie fonst einen Abänderungsantrag gestellt sondern die Unterhandlungen dauern noch fort; eine andere Kandidatur gestellt hätte. Dazu fei aber nicht in Frage gekommen. Tag für fie, als der Vertretung der Arbeiterschaft, aber Aus Kanea wird gemeldet, daß die Oldenburg", welche gar keine Veranlassung vor, denn die bisherige Fassung des Deutschland auf Kreta vertritt, im Begriffe stehe abzufegeln. Da5. Absatzes des§ 188 a ist für die Arbeiterinnen vortheilhafter. nach hält die deutsche Regierung die Situation für eine derartige, Die Faffung des§ 188a ist durchaus korrekt. Stumm Gutfleisch forderlich ist.o daß eine Vertretung durch eine Truppenabtheilung nicht mehr erund Konforten hatten aber entgegen den Bekämpfungen der Sozialdemokraten die Ausnahmebestimmungen des§ 105c um eine vermehrt. Ferner hatte der Reichstag abgelehnt, die jetzt durch die Nachnumerirung Nr. 4 des§ 105 c gewordene Ausnahme au streichen, wiewohl die Sozialdemokraten es beantragt hatten. Als die Sozialdemokraten nunmehr aus der Endzusammenstellung bemerkten, - Der Zyphus in Saarbrücken. Dem Ober- Medizinaldaß durch diese Fassung ihre Absicht erreicht war, die alte Nr. 3, jezige China. Bum toreanischen Konflikt verlautet heute nur, rath v. Coler, Generalstabsarzt der Armee, der sich mit Profeffor Nr. 4 wirkungslos zu machen, hatten sie keinerlei Veranlassung, die daß ein Dampfer der russischen Freiwilligenflotte, von Port Arthur Gerhardt, Generalarzt Dr. Benke aus Berlin und vier anderen Verböserungskommission Gutfleisch- Stumm, die von Herrn Regierungsnach Soul mit viel Munition und Lebensmitteln begaben. In die Ursache der Typhusepidemie beim dortigen 8. Bataillon des tommend, in Chemulpo 57 Marinesoldaten gelandet hat, die sich ersten nach Saarbrücken begeben hatte, ist es gelungen, nunmehr kommiffar Wilhelmi unterstützt war, darauf aufmerksam zu machen, Söul befindet sich bekanntlich eine größere ruffische Militär- 70. Regiments mit Sicherheit festzustellen. Dr. v. Coler ging bei daß zur Erreichung ihrer Absicht noch ein weiterer Antrag erforderlich Abtheilung. Es muß sich nun zeigen, ob die in Soul versuchte feiner Untersuchung von der Zeitdauer aus, den der Typhusbazillus fet. Bu solch arbeiterfeindlichem Vorgehen war um fo Burückdrängung des russischen Einflusses nur vorübergehenden Er zu seiner Entwickelung gebraucht, und konnte so konstatiren, daß weniger Beranlassung, als turze Zeit zuvor die Stumm- Lieber- But folg hat, oder ob ein ernstliches Auftreten Rußlands, was bei bie Erkrankungen der Mannschaften auf einen an Kaifers. deffelben in Korea zu erwarten ist, Geburtstag genoffenen Kartoffelsalat zurückfleisch- Mehrheit die bekannte Faffung des§ 124 Nr. 5 zu ändern ab- den Kaiser" wieder gefügig macht. Bugleich wird sich zeigen, wie zuführen sind. Die Bubereitung dieses Salates lag einem Soldaten gelehnt hatte, wiewohl sozialdemokratischerseits nachgewiesen und weit Japan oder England oder diese beiden Mächte zusammen hinter ob, der kurz vorher mit der Reinigung einer Kloake zu thun gehabt von niemand beftritten war, daß diese unheilvolle Biffer 5 des§ 124 dem Vorgehen des koreanischen Ministeriums gegen den ruffischen hatte. Infolge ungenügender Säuberung der Hände übertrug sich Einfluß stehen. ihre Fassung einem Versehen des Bureaus, nicht etwa einem Ueberder Krankheitsstoff auf die Kartoffeln, die, wie Dr. v. Coler betont, Aus Peting berichtet Bureau Reuter": Der russische Ge- einen ganz besonders geeigneten Nährboden für den Typhusbazillus seben oder einer Ungeschicklichkeit von Gesetzesverschlechtern zu verfchäftsträger Paw Io w besuchte am Sonnabend das Tsungliyamen abgeben, und verursachte so die Epidemie. Sämmtliche Manndanken habe. Uebrigens hat der Reichstag felbft an der Berichtigung und widersprach entschieden der Verlegung der Verhandlungen über schaften, die von dem Kartoffelsalat genossen hatten, etwa 300 Mann, des Bersehens kein Interesse verrathen, der von Seite unserer Frat die Verpachtung von Port Arthur nach Petersburg. Er ver- erkrankten. Die Unteroffiziere und die beurlaubten Leute, die an der des Versehens kein Interesse verrathen, der von Seite unserer Fraklangte die Erledigung der Angelegenheit in Peking. Der Besuch Mahlzeit nicht theilgenommen hatten, sind vollständig verschont ges tion gelegentlich in einer folgenden Session auf das redaktionelle blieb jedoch erfolglos. Pawlow hat mißgestimmt das Tsungli blieben. Gestorben sind bisher 40 Personen. Versehen" aufmerksam gemacht wurde. Interesse an der Berich- yamen verlaffen. Braunschweig, 15. März. Der Landtag beschloß, die Re tigung" tann im Rern der Sache nur die Richtung Stumm Pofa: Vereinigten Staaten und Japan, berichtet bie Londoner Daily eigenen Einnahmen des Reiches durch vermehrte Besteuerung der Zu den Gerüchten über ein Bündniß zwischen England, den gierung zu ersuchen, im Bundesrath dahin zu wirken, daß die dowsky haben, auf deren Banner der Unternehmerschuß Mail" aus New York, die dee eines solchen Bündniffes werde Genußmittel derart erhöht werden, daß die Ueberweisungen an die steht.in offiziellen Kreisen nicht als günstig angesehen; man sagt, dieser Einzelstaaten die Matriknlarbeiträge jährlich um 40 Millionen Mart Zur Verhütung der Schlagwetter Explosionen in Gedanke fei den Traditionen der Vereinigten Staaten zuwider und übersteigen. den Kohlengruben. Aus Essen wird der Voss. Zeitung" gefährlich, weil er Spanien in die Arme des Dreibundes werfe.- Besonders gelegen wird dieser Antrag dem Reichskanzler gerade geschrieben: jetzt faum tommen, wo sich alles um die Deckung späterer Rosten " Von der Bergbehörde wird die Frage erörtert, ob sich beim Deutsches Reich. der Flottenvorlage dreht. Rohlenbergbau eine Vermehrung der Schächte in der -Bei den Vorarbeiten au einem Reichs- Ber- Chronik der Majestätsbeleidigungs- Projeffe. Weise empfehlen würde, daß die Betriebspunkte höchstens tausendficherungsgesetze, von denen wir gestern berichteten, handelt Die Franks. Volksst." theilt mit: Wegen angeblicher MajestätsMeter von einem Schacht sich befinden und von einem solchen es sich nicht um Fragen der Arbeiter- Versicherungsgesetzgebung, beleidigung ftand am vorigen Freitag der Zigarrenfortirer Genosse mit frischer Luft genügend versorgt werden können. Wegen sondern um die staatliche Beaufsichtigung und Regelung des privaten Noak aus Nied vor der Strafkammer in Wiesbaden. Gin diefes legten Punktes hat das Oberbergamt zu Dortmund sich Versicherungswesens. Schreinermeister in Nied hatte ihn denunzirt; er sollte am 28. Nobereits mit den Vertretern der Bechen in Verbindung gesetzt. Diese Die nationalen" Agrarier. Der Oberbündler vember und 11. Dezember in einer dortigen Wirthschaft beleidigende stehen der Forderung zwar nicht gerade feindlich gegenüber, Plöß hat in Magdeburg in einer Versammlung der Seinigen, die Aeußerungen über den Raiser gethan haben. Die Verhandlung weisen indeß auf die großen Kosten hin, die dadurch nament- den Mund vom Schuße der nationalen Arbeit immer so übervoll wurde hinter verschlossenen Thüren geführt. Es waren mehrere lich in den Bezirken den Bechen erwachsen, wo das Rohlengebirge nehmen, u. a. auch von der Zeit gesprochen, da der Bund die Ein Beugen von feiten der Staatsanwaltschaft sowie von dem Anmehrere hundert Meter von dem wafferreichen Kreidemergel über- fuhr" chinesischer Arbeiter werbe fordern" müssen. Man sieht, daß geklagten geladen. Die Beweisaufnahme ergab, daß die erste lagert ist. In diesen Bezirken aber befinden sich gerade die dem Plög troß der Raftlosigkeit seiner Agitation für die Interessen Aeußerung nicht beleidigender Art war und für die zweite mangelte eigentlichen Schlagwettergruben. der Großgrundbesitzer noch Zeit bleibt, fozialdemokratische Wahl es an der Möglichkeit, den Wortlaut der Aeußerung festzustellen, Es ist sehr gut, daß hier einmal zugegeben wird, daß agitation zu betreiben. Was sagt Herr Sohnrey zu der Offenheit da die Belastungszeugen nicht in der Lage waren, etwas Bestimmtes der Schaffung ausreichenden Arbeiterschußes die großen des Herrn Plötz? auszusagen. Troßdem beantragte der Staatsanwalt vier Monate Rosten im Wege stehen. Im Abgeordnetenhause erklärte- Die schlesische Landwirthschaftstammer Gefängniß. Der Gerichtshof fällte auf grund der Beweis bei der Erörterung des Unglücks auf Beche Vereinigte bat am Sonnabend über die Lanbarbeiterfrage verhandelt aufnahme ein freisprechendes Urtheil. Karolinenglück der Vertreter für Bochum, Bergrath Schul: und einen Beschluß angenommen, worin folgende Mittel zur Be - Eine Vermessungsabtheilung von vier Offizieren, Das Vaterland kann verlangen, daß auch im Bergbau jeder feitigung der Arbeiternoth vorgeschlagen werden: seine Schuldigkeit thut. Der Herr meinte hiermit die Arbeiter, gefangenen und Korrektionshäuslingen zu land- am 28. d. t. unter Führung des Lieutenants zur See Deimling a) Geftattung vermehrter er ansiehung von Straf zwei Decfoffizieren, fieben Unteroffizieren und vierzehn Mann geht von denen er behauptete, daß sie vielfach selbst an den Unglückss wirthschaftlichen Arbeiten; b) eine ohne Vernachlässigung des mit dem Reichs- Poftdampfer von Bremerhaven nach Riaotfchau. fällen Schuld seien. Nun, die Thatsachen lehren, daß zunächst Schulzweckes den den landwirthschaftlichen BedürfNach Mittheilung des Reichs- Marine- Amts an die Werft in Danzig einmal die Bech en besiger offenbare Mißstände in ihren nissen mehr entsprechende Gestaltung der Schul find für die Verwaltung in Kiaotschau vier Werftbeamte er Betrieben beseitigen und ihre Schuldigkeit thun sollten, ohne einrichtungen, Unterstützung der Einrichtung von Kleinkinder- forderlich. die Kosten scheuen zu dürfen. Wie die Erfahrung gelehrt hat, bes Gesinde und Arbeitervermittelungswesen 3; ruhen im Waheheland. Der Häuptling Merere foll sich mit 80 000 schulen, sowie von Schul- Sparkassen; c) schärfere Beaufsichtigung- Aus Ostafrita tommen Mittheilungen über neue Uns find aber von den Bechenbefizern freiwillige größere Opfer d. energische Bestrafung des Rontrattbruchs, fowie der Mann gegen die deutsche Verwaltung erhoben haben. Ueber die nicht zu erwarten; die Regierung muß deshalb so sauer es Arbeitgeber, die kontrattbrüchige Arbeiter annehmen; e) erweiterte wahrscheinliche Ursache schreiben die„ Berl. Neuesten Nachr.":" Am ihr ankommen mag mit Zwangsmaßregeln vorgehen, wenn zulassung ausländischer Arbeiter für landwirthschaft Nordufer des Nyassa unter den Konde sind ernstliche Unruhen der Bergmann des Schutzes, der ihm feierlich versprochen liche Arbeit und Gesindedienst; f) energische Förderung der inneren entstanden. Der Stationschef von Langenburg, Hauptmann v. Elpons, worden ist, endlich theilhaftig werden soll. Rolonisation; g) Anstellung von Schwestern für Krankenpflege und ist auf einem Buge von mehren tausend Konde umringt worden und soll Kirche und Militarismus. Ueber die Vorkommnisse im Wenn nur alle Landarbeiter von dieser patriarchalischen Arbeiter und dadurch eine große Aufregung unter ihnen hervorufen haben. Kinderbeaufsichtigung. ohne weiteres von den Waffen Gebrauch gemacht Dresdener Festungsgefängniß, welche der Abg. Kunert bei der zweiten Lesung des Etats im Reichstage zur Sprache brachte, konnte fürsorge des Junkervoltes genaue Kenntniß erhielten, sie würden Da die Konde ein zahlreiches und starkes Bolt sind, welches 20 000 der sächsische Regierungsvertreter feinerlei befriedigende Auskunft trotz allen Druckes die Herrschaften aus den Parlamenten verjagen. und mehr Krieger stellen tann, so wäre es möglich, daß Merere, ihr geben, sondern er sucht um diese heifle Angelegenheit mit nichtsVon der Abbröckelung der nationalliberalen nördlicher Nachbar, diese Aufregung benutzen will. Herr v. Elpons fagenden Worten und Ausflüchten herumzukommen. Selbst kirchliche Partei. Der hessische Landtags Abgeordnete Westermacher- hätte vielleicht doch sich mit ihnen in Frieden verständigen können. und über den„ Berdacht" politischer Oppofition erhabene Blätter Büdingen erließ eine Erklärung an seine Wähler, der zufolge er Is Dr. Bumiller 1898 auf einer Expedition durch tausende von sprechen jezt ihre Unzufriedenheit mit dem Verhalten der fächsischen aus der nationalliberalen Partei ausscheidet. Ronde sich plötzlich umringt sah, ging er allein ohne Waffen auf sie Regierung in jener Angelegenheit aus. So führt das in So führt das in Stumm Schwuchow und Stöcker. Wir hatten über au und beruhigte sie so schnell. Merere selbst ist eine nicht leicht Leipzig erscheinende Neue Sächsische Kirchenblatt", ben Prozeß Stöcker's gegen Schwuchow, früherem Redakteur ber zu behandelnde Person. Dieser Aufstand tann dem Gouvernement nachdem es daran erinnert hat, daß es sich um An- Neuen Saarbrücker Zeitung", des heimathlichen„ Schleifsteins" des viel zu schaffen machen." fchuldigungen gegen hobe Offiziere wegen fortgesetter Freiherrn v. Stumm, berichtet. In einem Artifel vom 29. Mai 1896 Sonntagsentheiligung, Mißbrauch der Dienstgewalt, wiffentlich falsche hatte das genannte Blatt in einem Leitartikel dem Hofprediger a. D. Dienstliche Meldung, auch Verleitung zum Meineid gehandelt habe, Stöcker die sozialpolitische Besonnenheit, die bürgerliche Ehrlichkeit ohne daß darauf eine Antlage gegen den ehemaligen Divisionspfarrer und kirchliche Lauterkeit abgesprochen. Ferner erschien am 27. Juni " 5 S " Frankreich. Paris, 15. März. Ein gewiffer Koch, der verhaftet wurbé, geftand ein, die Bomben auf dem Place de la Concorde und auf den Cascaden in Longchamps geworfen zu haben. Spanien. Italien. " Ju der Budgetkommiffion des Reichstags wurden am Diens- lassen Aufforderungen an ihre Arbeiter, daß, wenn sie nicht bis zu einem Savana, 14. März. Von amtlicher Seite werden folgende tag die noch zu erledigenden kleineren Etats berathen. Der bestimmten Tage die Arbeit aufgenommen haben, sie entlassen sind Einzelheiten über die Operationen in der Sierra Maestra mit Etat des Reichs- Schabamts, die Ueberweisungen an die und ihre Stellen durch andere, welche sich schon gemeldet hätten, getheilt: Mehrere Regimenter mit Artillerie verließen Manzanillo Bundesstaaten wurden nach den Anfäßen der Regierung genehmigt. neu befeßt werden. Damit haben allerdings die Herren kein Glück am 10. d. M. unter der Führung des Obersten Guelpe und unter- 3um Etat des Bankwesens beantragte Abgeordneter v. Rar gehabt. Die Haltung der Ausständigen ist eine musterhafte, dieselben ftützt durch den Dampfer Reina de los Angeles". Die Spanier dorff folgenden Beschlußantrag: Die verbündeten Regierungen stehen geschlossener denn je und eine frohe Zuversicht herrscht in schlugen die Insurgenten und nahmen zahlreiche Positionen. Der zu ersuchen, vor Ablauf des Reichsbank Privilegiums eine ihren Reihen. In den großen und namentlich den Fabriken, in spanische Verlust beziffert sich auf drei Todte und 12 Verwundete. Abänderung des Statuts der Reichsbant in des Statuts der Reichsbank in Erwägung zu welchen beffere Artikel angefertigt werden, find ungelernte ArbeitsZahlreiche Insurgentenfamilien unterwarfen sich freiwillig. General ziehen, um diese einerseits tapitalsträftiger zu gestalten, andererseits willige nur in ganz geringer Anzahl vorhanden. Der Schaden, Bando beglückwünschte die Truppen. Die Mannschaften der Kreuzer in den Stand zu setzen, für die Kreditbedürfnisse niedrigere Diskontfäße den diese Fabrikanten durch Stehenbleiben der Betriebe und nicht Venadito" und" Reina de los Angeles" warfen ihrerseits den festzuhalten." Die Beschlußfaffung darüber wurde vorläufig ausgefeßt, befriedigter Kundschaft erleiden, ist bedeutend. Mit Rücksicht auf Aufstand zwischen dem Fluß Camarino und dem Ort ihrer Ein- da Staatssekretär Graf Posadowsky und der Reichsbankpräsident das nahe Osterfest muß es zu einer baldigen Entscheidung fommen. schiffung nieder. Ferner zerstörten andere Kolomen von Falma aus nicht anwesend waren. Die Anfäße für Veräußerung von ehe- Wie schon berichtet ist, wird auch von der Polizei in scharfer das Lager der Aufständischen bei Solis und Serafina und brachten maligem Festungsgelände und der Ueberschuß aus dem Münz- Weise gegen die Schuhmacher vorgegangen, doch bewahren den Rebellen eine Niederlage bei. Schließlich soll die Division wesen wurden genehmigt. Es folgte der Etat für die Ver diese Ruhe( und Besonnenheit und kommt es nirgends zu Aus= Bernal am Sonntag Baire genommen haben. waltung der Eisenbahnen. Auf Anfrage des Referenten schreitungen. Um so auffälliger ist der Erlaß des Berliner Polizeia Galler sprach sich Geh. Rath Wackerz app gegen die Ein- präsidenten, welcher von Belästigungen der arbeitsuchenden Schuhs führung der Kilometerhefte im Lokalverkehr aus. Der fistalische macher durch Streifende spricht, die in dem einen Falle durch eine Rom, 13. März.( Eig. Ber.) In fehr Furzer Zeit hat die Ausfall würde ein großer sein, dabei kämen die Kilometerhefte nur ganze Rotte" erfolgt sei. Die durch Verhaftungen betroffenen radikale Demokratie drei ihrer bedeutendsten Männer verloren. Erst einem kleinen Theil der Bevölkerung zu gute. Auch die zehn- Personen hatten in der That nichts anderes gethan, als der alte Journalist Dario Pape, Direktor des republikanischen tägigen Retourbillets würden nicht in dem Umfange benutzt, wie Arbeitswillige auf die gegenwärtigen Verhältnisse aufmerk Blattes Italia del Popolo", dann Imbriani, der sich von man glaube. Auf dreitägige Retourfarten fämen 90,7 pet., auf fam gemacht, wozu fie unzweifelhaft durch Gesez berechtigt feinem Schlaganfall nicht mehr erholt, und nun Felice Caval zehntägige mur 9,8 pet. Minister Thielen bemerkt noch, die Ein- waren, und liegt zu einer derartigen Kundgebung, wie sie von der Iotti, getödtet von dem Säbel Macolas, von der Meute führung der Kilometerhefte sei von allen deutschen Bahnen als ein Polizeibehörde ergangen, nicht der geringste Grund vor. Crispi. Cavalloti war der eigentliche Leiter der radikalen Experiment angesehen worden. Für die preußischen Staatsbahnen Der Verband der Zimmerer bewilligte den SchuhLinken und der hervorragendste Träger der Garribaldini'schen feien die Kilometerhefte aus technischen Gründen nicht einführbar. machern 200 m. Tradition. Er repräsentirte auch den allerdings nur kleinsten Theil Diese Hefte seien überhaupt nur für die Kapitalkräftigeren ver- In Frankfurt a. M. und in Offenbach, beides Haupts der Linken, der noch nicht angefressen ist von der politischen Kor- wendbar. Der geringste Saz sei 25 Mart. Abg. Prinz Arenberg pläge der Echuhwaarenfabrikation, erklärten fich ſtart besuchte ruption, er war, soweit die Bourgeoisie in betracht kommt, der tritt den Ausführungen des Ministers bei. Auf Anfrage des Abg. Schuhmacherversammlungen mit den Ausständigen solidarisch. Allenergischste Vertheidiger der wenigen Boltsrechte in Italien. Darum Müller- Sagan bemerkt Minister Thielen, daß die Verwaltung gemein wird angenommen, daß Berlin nur das Versuchsfeld der liebten wir Sozialisten ihn, immer, indem wir ihn bekämpften. fich schon lange mit der Frage der Verbesserung der Beleuchtung Fabrikanten ist und daß daher die Schuhmacher von ganz DeutschJetzt, da er nicht mehr ist, hat es die Majorität der beschäftige. Die elektrische Beleuchtung sei aus ökonomischen land an dem gegenwärtigen Kampfe interessirt sind und zur UnterStammer leicht, mit der Regierung zusammen das Werk der Reaktion Gründen nicht einzuführen. Die praktischen Amerikaner hätten die stützung der Streifenden beizutragen haben. weiter zu betreiben. elektrische Beleuchtung wieder abgeschafft und seien auf unsere Be Die Gruppirung der Parteien wird nach Cavallotti's leuchtung mit Gas zurückgekommen. Unsere Versuche laffen hoffen, Tode ohne Zweifel eine andere werden. Die radikale Linke, die daß wir ir in in turzer Zeit zu einer verbesserten Beleuchtung durch ihn zusammengehalten wurde, wird sich bald zersplittert haben. fommen werden. Abg. Dr. Hammacher befürwortet die Der eine Flügel wird sich unter das Banner der Partei der Linken, Reform der Personentarife. In Belgien komme man mit die immer bereit ist mit der Regierung und gegen die extremen zwei Wagentlassen aus. Das sei vielleicht auch für Deutschland Parteien zu stimmen, begeben, ein Theil, der kleinste, dürfte wahr zu erstreben. Minister Thielen hält eine Vereinfachung des scheinlich in die republikanische Gruppe eintreten. Daraus dürfte Tarifs für nothwendig. Die Frage sei im Fluß. Eine besondere später sich wohl eine Partei der Republikaner, und Sozialisten Ermäßigung fönne er indeß nicht zusagen. Abg. Dr. Pa as che bilden, die einzige dann, der die Vertheidigung der Volksrechte und empfiehlt, besonders für ländliche Bahnhöfe, die Anwendung von Freiheiten anvertraut sein wird. Aufgabe der Sozialisten be- Spiritusglühlicht. Schließlich wird der Etat der Eisenbahnen sonders wird es sein, den Kampf gegen Crispi und seinen bewilligt und ebenso der Ansatz für die Vervollständigung des Aubang, gegen die Reaktion ind die Korruption des deutschen Eisenbahnnetes im Interesse der Landesvertheidigung. politischen Lebens fortzuführen. Und, um damit keine Beit zu Morgen, Mittwoch, soll in der Kommission zunächst die verlieren, haben sie, veranlaßt durch den tragischen Ausgang des De dungsfrage erledigt und sodann in die zweite Berathung Duells Cavallotti- Macola, in der Kammer einen Geseßentwurf ein: des Flottengefeges eingetreten werden. gebracht, der eine härtere Bestrafung der Duellanten vorsicht. Das Duell wird auch hier als ein privilegirtes Verbrechen angesehen und nur leicht bestraft; dazu kommt, daß das Gouvernement sich dann meistens beeilt, bald Begnadigung eintreten zu lassen, währent es politischen Verbrechern ihre Strafe natürlich bis zu Ende durch kosten läßt. Die Sozialisten beantragen, daß das Duell behandelt, und gerichtet werde, wie ein gemeines Verbrechen. Ju Steglitz haben die Gewerkschaften ein Rartell gegründet. Demselben find bis jetzt beigetreten die Maurer, Zimmerer, Holzarbeiter, Metallarbeiter, Steinsetzer, Bauarbeiter und Bäcker. Der Obmann ist August Friedrich, Stegliz, Forststr. 40. Deutsches Reich. Wegen Lohnangelegenheiten wird gebeten, den Zuzug von Feilenarbeitern nach Leipzig streng zu vermeiden. Infolge Lohndifferenzen haben am Sonnabend in der Werkzeugfabrit von Mehldau u. Kupfer, Leipzig Lindenau, 11 Ma schinen- und Hilfsarbeiter die Arbeit niedergelegt. In der Fahrradfabrik Freya" in München haben 115 Ar beiter wegen unberechtigter Entlassung zweier Arbeiter die Arbeit eingestellt. Ferner find in der Lampens und Blechwaaren- Fabrik Differenzen ausgebrochen. Ju der Hasenhaarschneiderei Donner in Ober- Roden. in Heffen streiten 106 Arbeiterinnen. Die Ursache des Streiks bilden Die Abgg. Graf v. Oriola n. Gen. haben unter Zurück Lohnkürzungen, die vorgenommen wurden, indem man die Akkord= ziehung eines denselben Gegenstand betreffenden Antrages im partien erhöhte. Für denselben Preis, der bisher für 80 Felle geReichstag eine Resolution zur zweiten Berathung des Etats zahlt wurde, müffen jetzt 90 geschnitten werden; eine andere Partie eingebracht, wonach der Reichskanzler ersucht werden soll, dem wurde von 90 auf 100, von 100 auf 110 erhöht und eine gar von Reichstage baldthunlichst einen Gesezentwurf vorzulegen, durch 80 auf 130. Dabei verdienten die Arbeiterinnen jetzt schon bei der welchen, unter Berücksichtigung der gesteigerten Kosten der Lebens- sehr gesundheitsgefährlichen Arbeit, die dem Fabrikfgefeß zuwider, baltung, den berechtigten Wünschen der Militärinvaliden, sehr oft täglich 13 Stunden währt, nur 5,50 m. pro Woche im insbesondere auch in bezug auf die Versorgung der Wittwen und Durchschnitt. Die streikenden Arbeiterinnen sind leider nicht or. aisen, die Entschädigung für Nichtbenutzung des Zivil- Verganisirt. forgungsscheines und die Belaffung der Militärvension neben dem Tem Maurerftreik in Naumburg widmet die Polizei wieder Bivil- Dienſteinkommen bezw. der Zivilpension, Rechnung ge- ihre ganze Aufmerksamkeit. Wie unser Hallisches Parteiblatt schreibt, wurden am Sonnabend 25 Streifende polizeilich vernommen und Im Abgeordnetenhause haben Rickert und Träger sind auch einige Verhaftungen erfolgt. In den meisten Fällen handelt folgenden Entwurf eines Gesezes betreffend den es sich um das sogenannte Poftenstehen. Die Streitenden glauben Religionsunterricht der Kinder von Dissidenten aber trogdem, ihren Kampf fiegreich zu beenden, wenn der Zuzug eingebracht. Einziger Paragraph: Schulpflichtige Kinder, deren ferngehalten wird. Eltern nicht einer vom Staate anerkannten Religionsgesellschaft angehören, können zur Theilnahme am Religionsunterricht eines von dem ihrigen verschiedenen Bekenntnisses nicht angehalten werden. Der Staatsanwalt wird den Mörder Cavallott's und die Sekundanten verfolgen; ob die Kammer, deren Mitglied der reaktio näre Redakteur Wacola ist, dazu die Genehmigung ertheilen wird, bleibt abzuwarten. Macola feinerseits hat unser Zentralorgan Avanti" und mehrere radilale Blätter verklagt, weil diese ihm vorgeworfen hatten, daß er sich einen unlauteren Vortheil übertragen wird. feinen Gegner im Duell verfchafft hatte." Avanti" versichert, daß er dem Prozeß mit Rube entgegensteht. " Rom, 15. März. Deputirtenkammer. Der Präsident theilt ein Ersuchen der Staatsanwaltschaft mit, die Kammer möge die Er mächtigung ertheilen, gegen die Abgeordneten Macola, Donati, Fusinato und Tassi wegen ihrer Theilnahme an dem Duell mit Cavallotti das Strafverfahren einzuleiten. Das Verlangen wurde den Abtheilungen des Hauses überwiesen. England. London, 14. März. Der Arzt hat dem Bremierminister Lord Salisbury vollständige Ruhe und einen Aufenthalt in Süd- Frankreich angeordnet. Der Erfte Lord des Schatzes, Balfour, erledigt die laufenden Geſchäfte des Auswärtigen Amtes. Als Nachfolger foll Salisbury den Lord Cromer gewünscht haben. Im Unterhaus wurden am Montag wiederum Fragen Der auswärtigen Politit debattirt, ohne daß besonders nenes oder wichtiges dabei zum Vorschein gekommen wäre. Die meisten An fragen aus dem Hause, wie die, ob ein Bündniß mit den Vereinigten Staaten wegen der oftasiatischen Angelegenheiten abgeschloffen werden folle, ferner ob die Regierung gegen die Abtretung Port Arthurs an Rußland protestirt habe, erklärte Gurzon nicht ohne weiteres beantworten zu können, da dies zur Zeit unzweckmäßig sei. Bemerkenswerth war nur die Antwort Gurgon's auf die Frage Webster's, ob Schritte gethan werden, um die an Hongtong grenzenden Inseln und weitere gegenüber liegende Theile des Fest Landes zu erwerben, falls dies zur Vertheidigung Hongtongs nothwendig werde. Hierauf erwiderte Curzon, die Frage der Schritte, die zur gehörigen Sicherung der britischen Besitzungen in Hongkong zu ergreifen feien, beschäftige feit einiger Zeit die Aufmerksamkeit der Regierung und werde nicht aus den Augen verloren. Asien. Yokohama, 15. März. Heute fanten in Japan die Wahlen ftatt. Dieselben sind ruhig verlaufen. Man hält eine Regierungsmehrheit für wahrscheinlich. Amerika. Das Verhältniß zu Spanien gestaltet sich nicht günstiger. Der Frankfurter Zeitung" wird aus New York ge meldet: Präsident Mac Kinley ist anscheinend davon überzeugt, daß die Maine" Ratastrophe durch eine äußere Explosion verursacht worden ist, da sein soeben aus Ruba zurückgekehrter Freund, Senator großem Eifer fortgefeßt. Proctor, dies öffentlich erklärte. Die Striegsvorbereitungen werden mit In amerikanischen Zeitungen finden wir die folgende Meldung aus New Orleans vom 2. März: Mit einem Votum von allen gegen 3 Stimmen hat der hiesige Stadtrath heute dem Präsidenten Mac Kinley und den Marinesefretär Long aufgefordert, ein Kriegsschiff nach New Orleans zu schicken, damit die Stadt geschüßt sei, wenn es mit Spanien zum Kriege tommen sollte." Wahlbewegung. Soziales. Gegen die Krägkrankheit unter den Bädern Bambergs hat, wie die Franff. 3tg." mittheilt, der Magiftrat bie entsprechenden Maßregeln beschlossen. Es wurde der Bäckerinnung Die Freis. 3tg." zweifelt daran, daß der Abg. Richter zur Berpflichtung gemacht, fämmtliche Gehilfen ärztlich unter bei der nächsten Reichstagswahl in Hagen auch nur in die suchen zu lassen, während an die Bäckermeister die Aufforderung übrigens unzu- erging, auf Wäsche und Wohnftätten der Gesellen ein schärferes Stichwahl gelangen werde. Sie giebt die treffende, lediglich dem Wunsch entspringende Nachricht der Augenmerk zu richten. Erwähnt wurde hierbei die allerorts geltende Söln. Btg." wieder, daß die Hagener Antisemiten für den national- Thatsache, daß die Gehilfen dieſe Strankheit so lange wie möglich liberalen Kandidaten stimmen würden, und fügt hinzu: vertuschen und nicht in ärztliche Behandlung gehen wollen. Die gute Absicht dabei geht offenbar dahin, den nationalliberalen Kandidaten statt des Abgeordneten Eugen Richter mit dem Sozialdemokraten in die Stichwahl zu bringen." Die gegenwärtigen Reichstags- Abgeordneten der freifinnigen Boltspartei sind sämmtlich erst in Stichwahlen gewählt. Wenn es dahin kommt, daß die ersten Kräfte der Partei aber gar nicht mehr in die Stichwahl gelangen, dann ist es mit der Partei bald am Ende. Der Nationalliberale Dr. Osann will eine Kandidatur für Darmstadt nicht wieder annehmen. In den Kreisen Elmshorn und Altona Stormarn haben die Bertrauensmänner des Bundes der Landwirthe" sich für die deutsch- sozialen Kandidaten" Eyler und Raab erklärt. Sie wünschen aber, daß dafür die Kandidaten der Reformpartei in Eckernförde, Schleswig und Flensburg zurücktreten. = Die Konservativen im Wahlkreise Sorau Forst werden den Baumeister Felisch als Kandidaten für die Reichstagswahl aufstellen, während die Deutsch- Sozialen die Kandidatur des Hofpredigers a. D. Stöcker proklamirt haben. In Ludwigshafen haben die Nationalliberalen beschlossen, den Direktor der Anilins und Sodafabrit, Dr. Brunt, aufzustellen. Sie wollen dabei um die Unterstüßung der Bündler werben, jedoch wird dafür wenig Aussicht bestehen, da die Bündler bereits einen Kandidaten nominirt haben. Partei- Nachrichten. Gemeindewahlen in Hessen Nassau. In Sanders= = Der Zivilvorsigende der Ersatzkommiffion will festgestellt haben, daß von mehr als zehn gemusterten Bädergehilfen nur zwei mit der Krätze behaftet befunden und von ihm sofort in das Krantens haus verwiesen worden seien. Das Aussehen dieser zwei war ents feßlich, wie Augenzeugen berichten. Nun ist es aber öffentliches Ge heimniß, daß die Kräße in mehr als zwei Betrieben beobachtet wurde. Wie die Verhältniffe liegen, zeigt eine Bemerkung der Bamberger Allg. 3tg." Es heißt da: In der Kräge- Angelegen heit sind uns scharfe, diese Schweinerei mit recht geißelnde Artikel zugegangen, welche ihre Erledigung in der Magiftratssitzung gefunden haben. Von einer Namensnennung wollen wir diesmal noch Umgang nehmen. " " Zur Wohnungsnoth in Nürnberg und Fürth. Der Be schluß des Magistrats von Nürnberg, in einigen außer Gebrauch gesetzten Schulhäusern kleine Wohnungen einzurichten, wurde vom Gemeindekollegium annullirt, da ein derartiges Experiment den Grund und Boden entwerthe". Das Gewerkschaftstartell, das sich schon seit einiger Zeit mit der herrschenden Wohnungsnoth beschäftigt, hat jetzt das Arbeiterfetretariat beauftragt, eine 28 obnungsenquete zu veranstalten. In Fürth bildete sich ein Hausbauverein, ber den Zweck bat, durch Errichtung fleiner Wohnungen dem Wohnungss elend etwas zu begegnen, das dort kolossal ist. So wurde jüngst in einer Versammlung festgestellt, daß in manchen, nur aus Stube und Kammer bestehenden Wohnungen mehrere Familien, 20-25 Pera sonen, beisammen wohnen! baufen gingen Wähler der ersten und zweiten Klaffe, darunter Depeschen und lehte Nachrichten. reiche Leute, mit der Arbeiterschaft Hand in Hand und halfen das Budapest, 15. März.( W. T. B.) Die heutige Märzfeier bisherige Regiment in der Gemeinde brechen. Die Kleinbauern, die der zweiten Klasse angehören, stimmten geschlossen in diesem Sinne. nahm hier und in ganz Ungarn einen ungewöhnlich großen Umfang In Kirchbitmold brachten unsere Parteigenossen in der dritten an. Vom frühen Morgen an durchzogen Zehntausende festlich geKlasse drei ihrer Kandidaten durch, die Gegner nur einen, und in fleideter Personen aller Stände die Straßen der Stadt, die mit Die Läden waren geschlossen. Erumbach siegten in derselben Klasse alle Kandidaten der Arbeiter. Fahnen reich geschmückt waren. In der hiesigen großen National Reitschule veranstaltete die Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Die Staatsanwaltschaft in Rudolstadt ersuchte den Pefter Bürgerschaft eine große Feier, an welcher zahlreiche, den Aus Lissabon wird telegraphirt: Der amerikanische Kreuzer meiningischen Landtag um Ermächtigung zur Einleitung oppositionellen Parteien angehörende Abgeordneten theilnahmen. " San Francisco" ist in südwestlicher Richtung von hier aus eines Strafverfahrens gegen den Redakteur Heinrich Beder Die anwesenden Sozialisten brachten in die Feier dadurch einen gelaufen. vom„ Saalfelder Boltsblatt", der durch einen Artikel über Mißton, daß einer trotz des Widerspruches des Präsidiums ein gegen Und aus Madrid wird gemeldet: Das am Sonntag von Wahlprüfungen den Landtag beleidigt haben soll. Der Landtag hat Defterreich gerichtetes Gedicht vortrug. Infolge deſſen verliehen die Notabilitäten den Saal. Im großen Reboutensaal wurde eine Cadix abgegangene Torpedoboots- Geschwader wird sich bei den das Gesuch der Staatsanwaltschaft abgelehnt. Canarischen Inseln und bei Portorico nur so lange Zeit aufhalten,-Eingestellt wurde vom Amtsgericht in widau i. S. die Betöfi- Feier abgehalten, welche großartig verlief. Eine Störung der als es zur Berproviantirung braucht, und wird dann direkt nach Untersuchung gegen den Redakteur W. Freh se vom Sächsischen Ordnung fand nicht statt. Havana gehen. Ein zweites Torpedoboots- Geschwader wird in Boltsblatt", der gegen den Erlaß der Amtshauptmannschaft Paris, 15. März.( W. T. B.) Infolge des Bola- Prozesses furzer Zeit Spanien verlassen; voraussichtlich wird daffelbe nach Zwidau vom 17. Mai 1894, Verrufserklärung von Wirthen, Geist Advokat Leblois von dem Rathe der Körperschaft der Anwälte Portorico gehen. schäftsleuten 2c. betr., durch eine kurze Notiz gesündigt haben sollte. für sechs Monate von der Ausübung seiner Thätigkeit als Anwalt Die beiden Gastwirthe, auf welche Frehse aufmerksam gemacht fufpendirt worden. Rom, 15. März.( W. T. B.) Die Deputirtenkammer hat mit hatte, geben ihre Lokale jetzt wieder zu sozialdemokratischen Ber- 172 gegen 60 Stimmen den Gefeßentwurf betreffend die Unfallversicherung der Arbeiter angenommen. fammlungen her. Parlamentarisches. Der Bundesrath hat in seiner gestrigen Sitzung eine Reihe von Beſchlüſſen gefaßt, die wir schon gemeldet haben. Er hat ferner den zuständigen Ausschüssen überwiesen: die Vorlagen betr. die unter dem 3. April 1894 und 30. Oftober v. J. zu Paris sowie unter dem 19. März v. J. zu Venedig unterzeichneten internationalen Sanitätstonventionen, betr. die Zulassung des Norddeutschen Lloyd in Bremen zur Beförderung von Auswanderern, und betr. die Ertheilung der Erlaubniß zur Beförderung von Auswanderern an die HamburgAmerikanische Packetfahrt- Aktiengesellschaft in Hamburg. Schließlich wurde über eine Reihe von Eingaben Beschluß gefaßt. Gewerkschaftliches. Lissabon, 15. März.( W. T. B.) Der Kriegsminister hat be= schlossen, die Vertheidigungseinrichtungen des Hafens von Lissabon schleunigst zu vervollständigen. coloing and Berlin und Umgebung. Zum Schuhmacherausstand wird uns geschrieben: Die Be Washington, 15. März.( Meldung des Reuter'schen Bureaus".) hauptung der Schuhfabrikanten, sie hätten genügend Arbeitskräfte Das Marinedepartement beschloß, die Jufelgruppe der Tortugas Die zur Verfügung, wird durch die Thatsache widerlegt, daß sie durch( südöstlich der Halbinsel Florida) schleunigst zu befestigen. allerlei Versprechungen suchen, Streifende abtrünnig zu machen. So Inseln sollen als Basis für Operationen zur See im Kriegsfall dienen. versprach Herr Manf denjenigen, welche sich bereit erklärten, in Kalkutta, 15. März.( W. T. B.) Oberstlieutenant Gaisford, seinen Betrieb zurückzukehren, das Streitgeld, deffen fie verluftig geben, Verwaltungsbeamter im Bezirk Thal Chotiali( Belutschistan) wurde Dem Reichstage ist der Gesetzentwurf, betreffend die elek- ihnen zu ersetzen. Leider haben sich auch einige gefunden, die das ihren bei Loralai von einem Ghafi verwundet und ist heute gestorben. Der Mittämpfern gegebene Wort gebrochen haben. Andere Fabrikanten er. Mörder wurde verhaftet. trischen Maßeinheiten zugegangen. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. W r. 63. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 61. Sigung. Dienstag, 15. März 1898, 1 Uhr. Am Bundesrathstische: v. Goßler, Fürst Hohenlohe. Auf der Tagesordnung steht die zweite Berathung der Mili tär Strafgerichts- Ordnung. § 1 beantragt die Zuständigkeit der Militär- Strafgerichtsbarfeit auf 1. die Militärpersonen des aktiven Heeres und der aktiven Marine; 2. die zur Disposition gestellten Offiziere, Sanitätsoffiziere und Ingenieure des Soldatenstandes; 3. die Studirenden der Kaiser Wilhelms Akademie für das militärärztliche Bildungswesen; 4. die Schiffsjungen, sobald sie eingeschifft find; 5. die in miltärischen Anstalten versorgten Invaliden, Offiziere und Mannschaften; 6. die nicht zum Soldatenstande gehörigen Offiziere à la suite und Sanitätsoffiziere à la suite, wenn und so lange sie zu vorübergehender Dienstleistung zugelassen sind; Mittwoch, 16. März 1898. Staatsanwaltschaft die Nummern nicht beschlagnahmt hatte, ist für Waffen oder Herausforderung zu einem solchen und wegen Kartell das Militärgericht nicht maßgebend, dieses urtheilt schärfer tragens dem Militärverfahren unterstellt. und ist über den Charakter des Aufreizenden denn doch anderer Abg. Munckel( frs. Bp.): Ich stimme ja nun nicht mit dem Meinung als das Zivilgericht." Wenn dies also offiziell anerkannt Abg. Gröber überein, der da sagte: Wo man seine Meinung nicht wird, so haben wir wohl allen Grund, jeder Ausdehnung der durchsetzen kann, da geht man mit der Majorität.( Heiterkeit.) Ich Militärgerichtsbarkeit entgegenzutreten, und vor allem zu verlangen, tann nicht einsehen, weshalb das Duell anders beurtheilt werden daß wenigstens alle, die nicht mehr direkt im Militärdienst stehen, solle als andere bürgerliche Vergehen. Diskretion ist gewiß gut, von der Militärgerichtsbarkeit ausgeschlossen werden.( Bravo! bei aber in diesen Duellsachen wünsche ich keine Diskretion. Die Offiziere den Sozialdemokraten.) sollen ihr Blut vergießen gegen den Feind aber nicht untereinander. Kriegsminister v. Goßler: Die vom Borredner erwähnten( Sehr richtig.) Fälle sind bereits früber eingehend besprochen worden. Das Berbreiten von sozialdemokratischen Druckschriften ist den Soldaten verboten, jede Uebertretung wird eben bestraft. Die Kabinettsordre König Friedrich Wilhelms III. ist allerdings ergangen. Der König hat sich aber später davon überzeugt, daß dieser Weg nicht eingeschlagen werden konnte. Generallieutenant v. Biebahn: Die Militärgerichte urtheilen. ebenso ftreng ab über die Zweifämpfe, wie die Zivilgerichte.. die Zweikämpfe haben sich übrigens in letzter Zeit stetig vermindert und deshalb möchte ich das hohe Haus bitten, die Nummer 2 beizubehalten. Abg. Gröber( 3.): Herr Munckel versteht es, die Worte eines Abg. Beckh( frs. Vp.): Der deutsche Juristentag von 1869 hat anderen im Munde umzudrehen. Ich habe nicht gesagt, wenn man ausdrücklich anerkannt, daß die bayerische Militär- Strafprozeß- anderes nicht durchsetzen kann, geht man mit der Majorität. Herr. Ordnung ein großer Fortschritt ist. Sollten die von den Kon- Munckel hat mir Muth einsprechen zu müssen geglaubt. Er hat fervativen zu späteren Paragraphen gestellten Anträge angenommen nicht einmal den Muth gehabt, in jeder Sigung der Kommission zu werden, so dürfte das Gesetz taum eine große Mehrheit im Hause erscheinen und mitzuarbeiten und mir und meinen Parteifreunden finden. Meine Freunde bitten, jedenfalls über die Kommissions- die Arbeit allein überlassen. Haben wir dann Abänderungsanträge beschlüsse hinauszugehen und die zur Disposition gestellten Offiziere gestellt, die Verbesserungen waren, so hat uns der Parteigenoffe des den verabschiedeten Offizieren gleichzustellen. Herrn Munckel, Abg. Lenzmann, in den Rücken gestoßen. Herr Generallieutenant v. Vicbahu: Man kann vor der Autorität Munckel hat also gar keine Veranlassung, uns Muth zuzusprechen. 8. die bei militärischen Untersuchungen amtlich betheiligten der Juristen die größte Hochachtung haben und braucht doch nicht( Bravo! im Zentrum.) Personen. alles, was fie für gut halten, für die militärischen Verhältnisse Abg. Beckh( frs. Vg.): Ich muß entschieden gegen die InDie Abgg. Auer und Genossen( Soz.) beantragen dagegen: richtig finden. Die Offiziere 3. D. find noch vollkommen und vektiven, die Abg. Gröber gegen meine Fraktionsgenossen geschleudert Der Militär Strafgerichtsbarkeit sind wegen Zuwiderhand- mit allen Fasern mit dem Heere Heere verwachsen, deshalb hat, protestiren.( Lachen im Zentrum.) Mit Lachen beweist man lung gegen die Militär- Strafgesetze zu unterstellen: ift es durchaus am Plaze, daß fie den attiven nichts.( Erneutes Lachen.) Ich habe gegen Lenzmann gestimmt. 1. die Militärpersonen des attiven Heeres und der aktiven Offizieren in der Militärgerichtsbarkeit gleichgestellt werden und Was ich aber thue, ist meine Sache und was Kollege Lenzmann Marine; nicht den inaktiven. thut, ist seine Sache.( Lachen.) Er wird sich, wenn er wieder hier ist, 2, die bei militärischen Untersuchungen amtlich beschäftigten gewiß selbst vertheidigen. Personen. 7. die verabschiedeten Offiziere, Sanitätsoffiziere und Ingenieure des Soldatenstandes, wenn und so lange fie als solche oder als Militärbeamte im aktiven Heer oder in der aktiven Marine vorübergehend wieder Verwendung finden; = Die Abgg. Munckel und Beckh( frf. Vp.) beantragen, die Biffer 2 zu streichen und in Ziffer 7 zu sagen: die zur Disposition gestellten und verabschiedeten Offiziere. Abg. Munckel( fr. Vp.): Ich habe dem Kollegen Gröber keine Veranlassung gegeben, grob gegen mich zu werden. Ich habe eben mit dem General Biebahn auch eine fachliche Differenz gehabt, aber deshalb ist Exzellenz Biebahn nicht grob gegen mich geworden. Ich habe zwei Sigungen nicht beiwohnen können, gebe auch zu, daß Kollege Gröber der fleißigste in der Kommission war.( Heiterfeit.) Weshalb der Abgeordnete Gröber nicht für unseren Antrag stimmen will, verstehe ich um so weniger, als ja die Regierung durchaus nicht erklärt hat, daß nach Annahme unferes Antrages das Gesetz unannehmbar sei. Der Abg. Gröber, dem ich stets höflich gegenüber getreten bin, hat auch am meisten in der Kommission geredet. Es besteht aber oft ein Mißverhältniß zwischen Worten und Gedanken.( Beifall bei den Freifinnigen.) 4 Abg. Gröber( 3): Jch durfte verlegt sein, weil mir Abg. Munckel etwas in den Mund gelegt hat, was ich nicht gesagt habe. Die Aeußerung, daß uns gerade sein Parteigenosse Lenzmann in den Rücken gefallen ist, entspricht nur den Thatsachen. Der von mir angeschlagene Ton war vielleicht zu erregt; was ich gesagt habe, halte ich fachlich aufrecht. Abg. Vaffermann( natl.): Meine Freunde werden gegen die Anträge Auer und Munckel slimmen und den Kommissionsbeschlüssen au§ 1 beitreten. An dem mühsam in der Kommission errungenen Resultat müssen wir um so mehr festhalten, da die Militärverwaltung uns dabei entgegengekommen ist. Wir haben zwar nicht alles Kriegsminister v. Gokler: Die ganze Organisation unserer erreicht, aber doch die gemeinsame Grundlage für ein deutsches Armee und die Ursache ihrer Erfolge beruht auf der Einfachheit und Militär- Strafverfahren. Klarheit aller ihrer Einrichtungen, und diese ist auf die Militär- Abg. Gröber( 3): Meine Freunde sehen in dem Gesetze Strafprozeß- Ordnung auch übertragen worden. Das Prinzip ist, im ganzen einen Fortschritt und nehmen die Mängel mit in den daß der Kommandeur die Verantwortung für den Zustand des Rauf, um die Rechtseinheit zu stande zu bringen. Die Kommission Truppentheils hat. Er beantragt bei irgend einem Vorkommniß hat im Vollgefühl ihrer Verantwortung, sogar einzelne ihrer Beeinen Auditeur mit der Untersuchung des Falles. Bon da schlüsse erster Lesung in der zweiten wieder preisgegeben, um nicht ab geht das Verfahren, wie bekannt, in der einfachsten das Ganze in Frage zu stellen, das in einzelnen Buntten sogar Verund durchsichtigsten Weise vor sich; und diese prozessuale befferungen gegenüber dem bayerischen Verfahren bringt.( WiderMethode hat vor allem die Erfahrung für sich. Das spruch.) Die Herren aus Bayern bestreiten das. Wo haben Sie preußische Verfahren hätte sich zweifellos ohne Schwierigkeit denn in Bayern die Möglichkeit für den Angeklagten, alle ihm gut auf das Deutsche Reich übertragen lassen, wenn nicht 1869 Bayern scheinenden Beweismittel beizubringen? Wo haben Sie in Bayern sich eine besondere Militär- Strafgerichtsordnung geschaffen hätte, die die Berufung? Ich weiß, Sie halten die Stellung des Gerichtsherrn für sich genau im Gegensatz zu den Grundsäßen der preußischen hielt. eine Verschlechterung.( Zustimmung.) Aber in Bayern sitzt der Gerichtsherr Ich will diese Gegenfäße aber übergehen, zumal Gegenfäße zwischen mit im Gericht, er steht nicht, wie nach der Vorlage, außerhalb des den Heereskontingenten selber nicht bestanden haben. Redner er erkennenden Gerichts. Dem Abg. Haase erwidere ich: Auch in der Abg. Bebel( Soz.): Ich will mich in den Streit zwischen den innert an die Leistungen der Bayern im Kriege 1870/71. Wir haben Schweiz und in Frankreich, also in Republiken, besteht eine besondere beiden Herren nicht einmischen. Als objektiver Beobachter möchte ich nun in der Kommission ein Resultat erzielt, das nicht zu unterschätzen Militär- Strafgerichts- Ordnung. Das Zentrum hat seine Stellung allerdings sagen, Herr Gröber fonnte sich über Herrn Munckel ist. Ich bedanere deshalb, daß wieder eine Fülle von Anträgen seit der ersten Lesung durchaus nicht geändert, es hat sich nur auf ärgern, aber zu einer derartigen Erwiderung hatte er keinen Anlaß. vorliegt, welche die Gegensätze verschärfen. Was sich im militärischen den Standpunkt der gegebenen Thatsachen gestellt und das bei Was mich interessirt, ist die Stellung des Zentrums zu dem Antrag. Interesse aus dem bayerischen Verfahren übernehmen ließ, haben feite gelaffen, worüber, wie bei der Beschränkung der Militär- Obwohl mehrere Herren geredet haben, ist die Stellung der Herren wir zugestanden. Wir haben die Mündlichkeit und Deffentlichkeit Strafgerichts- Ordnung auf militärische Thatsachen, doch im mir nicht flar geworden. Gerade hier handelt es sich um im weiten Maße zugestanden. Nur übertrieben dürfen diese Hause keine Einigung zu erzielen gewesen wäre. Wir haben eine Frage, in der die Zentrumspartei stets flar Stellung genommen Prinzipien im militärischen Verfahren nicht werden. Es handelt der Regierung nachgegeben und auch die zur Disposition hat, die Duellfrage. Gerade hier hat das Zentrum nach seiner sich dort nicht um Uebelthäter, die man ohne weiteres der Deffents gestellten Offiziere unter die Militärgerichtsbarkeit gestellt, weil es ganzen Vergangenheit keinen Grund, nicht mit der Linken zu gehen, lichkeit preisgeben soll. Ein schnelles Verfahren, wie es nun einmal die Regierung im Interesse der Armee für unbedingt erforder- um so weniger, als auch nach der wiederholten Provokation durch im militärischen Verfahren liegt, kann nicht allein auf der Münd- lich hält. den Abg. Munckel der Bevollmächtigte der Regierung fein Wort lichkeit beruhen; da ist ein gemischtes Verfahren richtiger. Deshalb braucht Abg. v. Standy( f.): Meine Freunde können den Anträgen gesagt hat, daß die Annahme des Antrages die Vorlage unauch im militärischen Strafprozeß der Vertheidigung fein so weitgehender Auer und Beckh nicht zustimmen. Schon die Kommiffionsbeschlüsse annehmbar macht. Das Duell wurzelt in der Armee; tönnte es in Spielraum gewährt zu werden, wie im bürgerlichen. Die gehen uns zu weit. Die Regierung hätte gar nicht so nachgiebig zu der Armee beseitigt werden, würde es bald unmöglich sein. Nach preußische Regierung hält die Kommissionsbeschlüsse für sehr wohl sein brauchen. Wir stehen den Kommissionsbeschlüssen nicht günstig Herrn Biebahn sollte man glauben, die Vorlage begünstige die annehmbar. Zum theil war ihr freilich die Wiederherstellung der gegenüber, wollen aber weiter mitarbeiten und uns bemühen, etwas Beseitigung des Duells. Gerade das Gegentheil halten wir für Regierungsvorlage erwünscht. Die Abänderungsanträge sind ihr zu stande zu bringen. Db wir schließlich für das Gesetz stimmen richtig, denn die milden militärgerichtlichen Strafen sind nicht geaber zum größten Theil unannehmbar. Deshalb bitte ich die staats- werden, fönnen wir heute noch nicht sagen. eignet, das Nebel einzuschränken. erhaltenden Parteien, sich möglichst auf dem Boden der Kommissions- Abg. Haase( Soz.): Ich habe mich geflissentlich auf den§ 1 Generallieutenant v. Viebahn: Ich möchte meine Ausführungen beschlüsse zu vereinigen.( Bravo! rechts.) beschränkt und will auch jetzt, trotzdem es von anderer Seite ge- von vorhin ergänzen und darauf hinweisen, daß auch jeder zur Abg. Haase( Soz.): Wir stehen dem vorliegenden Entwurf schehen ist, nicht darüber hinausgehen. Ich wiederhole, der Disposition gestellte Offizier bei Ehrenhändeln dem Ehrengerichte schon aus dem Grunde feindlich gegenüber, weil wir den herrschen Abg. Gröber hat sich früher für eine Beschränkung der Militär- untersteht, und wenn er ein Duell begeht, militärisch wegen Unden Geist, das gegenwärtige System überhaupt als gefährlich be- Strafgerichtsordnung für Militär- Strafthaten ausgesprochen und gehorsam gegen eine Kabinetsordre bestraft wird. Es hieße also trachten. In den Reden, die in den letzten Jahren bei Fahnen gegen eine Einbeziehung von bürgerlichen Strafthaten. Heute sagt die Dinge künstlich trennen, wenn nicht die Vorlage angenommen weihen gehalten worden sind, ist immer wieder hervorgehoben er, er hätte sich auf den Standpunkt der gegebenen Thatsachen wird. Die Regierung legt auf diese Bestimmung den allergrößten worden, daß der Soldat etwas besseres sei als der gemeine Mann. gestellt, weil dafür doch feine Majorität zu finden ge- und entschiedensten Werth. Damit ist klar beleuchtet die unüberbrückbare Kluft zwischen dem wesen wäre. Ich meine, der Abg. Gröber ist Manns Abg. Spahn( 3.): Die taiserliche Verordnung läßt uns hoffen, stehenden Heer und dem Volt. Es ist unrichtig, daß das genug, seine für richtig erkannte Ansicht auch gegen daß das Duellwesen im Heere vermindert werden wird; da anderergegenwärtige Heer ein Volksheer ift. Wäre das der Fall, eine Majorität zu vertheidigen. Er hätte es um so leichter feits das Strafgesetzbuch für Beseitigung des Duell wesens nicht ausdann müßte der Entwurf ganz anders aussehen, denn thun können, als er er mit unserer Hilfe für diese seine reicht, so sind wir für die Unterstellung unter die Militärgerichtsdie Konsequenz dieses Gedankens müßte dahin führen, daß frühere Ansicht auch eine Majorität hatte erreichen können. Daß barkeit. das gesammte Volt, das Heer und das bürgerliche Volt unter einer uns alle Einrichtungen Frankreichs, obwohl Frankreich eine Republik Abg. Bebel( Soz.): Wenn die im Strafgesetzbuch angefeßten einheitlichen Strafgerichtsordnung steht. Unser grundsäßlicher ist, nicht nachahmenswerth erscheinen, daß wir an eine bourgeoise Strafen nicht ausreichen, um das Duelwesen aus der Welt zu Standpunkt ist in der That der, daß man das Militär Republik die Sonde der Kritik ebenso anlegen, wie an den Mon- schaffen, so sollte das Zentrum dafür sorgen, daß sie verschärft unter die bürgerliche Strafgerichtsordnung stellt. Uebrigens erkennen archien, das sollte doch auch der Abg. Gröber wissen. Was aber die werden. Daß man aber unter Berufung auf eine faiserliche Verwir sehr wohl an, daß der Organismus des Heeres aufgebaut ist schweizerische Militär Gerichtsordnung anlangt, so so wäre ich ordnung nicht einmal ein Gesetz die Hoffnung auss auf der Disziplin, und halten deshalb auch besondere Bestimmungen dem Kollegen Gröber dankbar, wenn er mit uns dazu helfen spricht, daß das Duell vermindert wird, und deshalb auch Personen für Vergehen gegen die militärische Disziplin für nöthig; soweit wollte, daß das schweizer Gefeß auf Deutschland übertragen des Beurlaubtenstandes den Militärgesehen unterwerfen will, das aber andere Strafthaten in betracht kommen, müssen die werde. Das schweizerische Gesetz beschränkt sich thatsächlich auf die steht in so diametralem Gegensage zu der ganzen bisherigen Haltung felben von bürgerlichen Strafgerichten abgeurtheilt werden. gegen die Militärgefeße begangenen Vergehen, auch besteht in der des Zentrums, daß ich mich darauf beschränken kann, diese ThatWir wissen nun natürlich ganz gut, daß unser prinzipieller Stand Schweiz eine einheitliche Gerichtsordnung für alle Kantone. Der fache lediglich zu registriren.( Lebh. Beifall lints.) punkt teine Aussicht auf Annahme hat und haben uns daher darauf Kollege Bassermann meinte in bezug auf den von mir erwähnten beschränft, im§ 1 unsere Forderungen betreffs der Gestaltung des Königsberger Fall, ein solcher Einzelfall beweise nichts. Ich wieder Verfahrens zu sormuliren. Unserem Verlangen liegt doch wirklich hole, das Urtheil gegen meinen Landsmann entbehrt jeder Logik. fein so umstürzender Gedanke zu grunde. Auch König Friedrich Das Urtheil, was im Falle Liebknecht wegen des dolus eventualis Wilhelm III. betonte am 21. Januar 1808, daß die Militär- gefällt worden ist, ist geradezu ein Musterurtheil dagegen. Wenn gerichtsbarkeit beschränkt werden solle auf militärische Verbrechen und Herr Baffermann die Akten einsehen wollte, würde er mir als Bergehen, also genau dasselbe, was in unserm Antrag zum Ausdruck tüchtiger Jurist, der er ist, recht geben. tommt. Ebenso erklärte am 11. Novbr. 1889 der Abg. Gröber im Namen der Zentrumspartei, daß die Militär- Gerichtsordnung selbstverständ lich beschränkt werden müsse auf die militärischen Verbrechen und Vergehen. Unsere Genossen haben nun umsomehr Grund, den Wirkungsfreis der Militärgerichtsbarkeit auf das Mindestmaß zu be schränken, da der Entwurf selbst darauf hinausgeht, die Militärgerichtsbarkeit immer mehr auszudehnen, ja sogar über den Rahmen der gegenwärtig in Preußen geltenden Strafgerichts- Ordnung hinaus. Die Berathung des Kapitels Elementarschulwesen ( Hört! hört! lints.) Es wird versucht, sowohl Personen, die noch In der darauf folgenden Abstimmung werden die Abänderungs- wird bei sehr schwach besetzten Bänten namentlich fehlte die nicht zum Militär eingezogen sind, wie z. B. die Studirenden der Kaiser Anträge Auer und Munckel gegen die Stimmen der Sozialdemo- Rechte fortgesetzt. Wilhelms Akademie und die Schiffsjungen, unter die Militär- traten und freisinnigen Volkspartei abgelehnt;§ 1 wird in der Abg. v. Heereman bestreitet, daß eine unter rein staatlicher gerichtsbarkeit zu stellen wie auch Personen, die aus dem Militär- Kommissionsfassung angenommen, ebenso§ 1a. Verwaltung und Aufsicht stehende Schule noch eine chriftliche ges Dienst bereits wieder in das bürgerliche Leben hinübergetreten sind,§ 1b besagt, daß die Militärpersonen, sofern sie nicht dem nannt werden kann. Redner tritt dann namentlich für Wiederwie z. B. die verabschiedeten und invaliden Offiziere. Freilich meint Offizierftand angehören, wegen Amtsvergehen oder Amtsverbrechen, herstellung eines freien Schultages ein, wie er früher in Westfalen der Herr Kriegsminister, daß die Militärgerichtsbarkeit eine so vor- welche fie bei einstweiliger Verwendung im Zivildienste bestanden habe. zügliche sei, daß niemand daran Anstoß nehmen könne, wenn er ihr begangen haben, der bürgerlichen Strafgerichtsbarkeit unterliegen. Minister Boffe erwidert, letzteres sei eine rein schultechnische unterworfen sei. Wir sind da allerdings durchaus anderer Ansicht. Ich Hierzu liegt ein Abänderungs- Antrag Auer und Genossen Frage, die er schon drei-, viermal habe untersuchen lassen. Aber selbst will nur einen Fall anführen, der deutlich beweist, daß wir ein Recht vor, der die Worte sofern sie nicht dem Offizierstand angehören zu seine katholischen Räthe hätten ihm versichert, daß auch in Westfalen dazu haben. Ein Unteroffizier in Königsberg war im Jahre 1890 ft reichen vorschlägt; ferner ein Abänderungsantrag Munckel, der freie Schultag nur schädigend wirken würde. Auf das allerzur Uebung nach Tilfit eingezogen. Er hatte sozialdemokratische der auch die in Friedenszeiten zum Dienste einberufenen Personen entschiedenste weise er den Vorwurf zurück, daß eine staatliche Schule Beitungen mitgenommen, um sie in Tilsit an Maurer zu vertheilen. des Beurlaubtenstandes wegen der während der Dienstleistung be- teine christliche sei. Bevor er in die Kaserne fam, erfuhr er jedoch, daß die Uebung gangenen Zuwiderhandlungen gegen die allgemeinen Strafgesetze der Geh. Rath Brandi verbreitet sich über die schultechnischen nicht in Tilsit, sondern in Insterburg stattfinde. Er hatte nicht Ge- bürgerlichen Gerichtsbarkeit unterstellen will. Beide Anträge werden Gründe gegen den freien Tag. legenheit, die Beitungen abzugeben, und schloß sie in Justerburg in abgelehnt,§ 1b in der Kommissionsfaffung angenommen; ebenso§ 1c. Abg. Herold widerspricht denselben. der Kaserne ein. Einige Nummern gab er dann allerdings§ 2 handelt von den Fällen, darunter Zweikampf, in denen die Geh. Rath Brandi: Gegen die weiten Entfernungen hilft nicht auch an Kameraden ab, doch war deren Inhalt durchaus Personen des Beurlaubtenstandes und die denselben gleichstehenden der freie Mittwoch, sondern nur die Errichtung von Schulen auf nicht aufreizend. Die tönigliche Staatsanwaltschaft, die Personen der Militärgerichtsbarkeit unterworfen sind. Ein Antrag dem Lande.( Rufe: Sehr richtig! links.) Abg. Beckh( fr. Bp.) wendet sich gegen den Abg. Gröber und sucht nochmals die Einwände gegen den freisinnigen Antrag zu entträften. Herr Gröber hat felbft früher weitergehende Forderungen gestellt. Abg. Gröber( 3) vertheidigt sich mit dem Hinweis darauf, daß man eine Reform, die einen Fortschritt darstellt, nicht deshalb scheitern lassen dürfe, weil nicht alle Wünsche erfüllt seien. Damit schließt die Diskussion. Damit schließt die Diskussion. Auf Antrag Mundel findet namentliche Abstimmung statt. In dieser wird der Antrag Munckel gegen die Stimmen der Sozialdemokraten, der freisinnigen Boltspartei, des bayerischen Zentrums, der Zentrums- Abgeordneten Roeren, Rintelen, Mooren, Radwanski, des Antisemiten Dr. Förster abgelehnt, und zwar mit 109 gegen 78 Stimmen; das Haus ist so. mit beschlußunfähig. Die Sigung wird daber abgebrochen. Nächste Sigung: Wittwoch 1 Uhr.( Fortsetzung der heutigen. Berathung.) Schluß 5 Uhr. Abgeordnetenhaus. Abendsigung vom 14. März. jener Zeit ganz besonders scharf auf den Inhalt Auer u. Gen. will diesen Paragraphen abgelehnt wissen; ein An- Nach einer Auseinandersetzung zwischen dem Abg. Opfergelt fozialdemokratischer Blätter fab, hatte in ihnen nicht den trag Munckel wünscht die Streichung des Absages, der die dem und Ministerialdirektor Kügler über die Lehrerbesoldungen im Bezirk geringsten Grund zum Einschreiten gefunden. In dem militär- Beurlaubtenftand angehörenden Offiziere, Sanitätsoffiziere und Aachen wünscht Abg. Lotichins eine anderweite Ordnung der Ferien gerichtlichen Erkenntniß heißt es nun aber:" Der Umstand, daß die Ingenieure des Soldatenstandes wegen Zweikampfs mit tödtlichen im Nassauischen. Abg. Rickert erbittet genauere Uebersichten über die Verwendung[ schen Schulen. In Schöneberg, vor den Thoren Berlins, find| Der Patient, der ohnehin an empfindlichen Kreuzschmerzen Teibet, der zentralen Dispositionsfonds in den einzelnen Provinzen. Was 300 katholische Kinder vorhanden, die in die evangelische Schule will infolge der geschilderten Mißhandlungen eine zeitweise Vers die Gemeindebeschlüsse über die Lehrerbesoldungen betreffe, so müsse gehen müssen, weil teine katholische Schule vorhanden ist. schlimmerung seines Leidens davon getragen haben. Eine Bes er dem Minister doch bemerken, daß mehrfach die Beschlüsse auch Regierungskommissar Geh. Rath Kügler: In Schöneberg ist schwerde bei dem ärztlichen Leiter der Klinik scheint feine unan folcher Gemeinden unbestätigt geblieben seien, die durchaus leistungs- eine tatholische Schule vorhanden, die sich bis zur vierten Klaffe genehmen Folgen für den Krankenwärter gehabt zu haben, denn fähig seien und nicht auf Staatszuschüsse spekulirten. Redner wendet entwickelt hat. Ganz unbegründet ist der Vorwurf, es werde für die derselbe waltet nach wie vor seines Amtes. Nun will es der mißsich sodann gegen das Vorschulwesen an höheren Schulen und ver- evangelischen Schulen mehr gethan, als für die katholischen. Im handelte Patient mit einer Beschwerde an die Berufsgenossenschaft langt Gleichlegung der Ferien an diesen und den Volksschulen. vergangenen Jahre sind 756 katholische und 565 evangelische Schulen versuchen, in der Hoffnung, daß auf diesem Wege einer WiederAbg. Glemborki( Pole) vermißt Obstbau Kurse für die Volts- errichtet worden.( Hört! hört!). Die katholischen Mitbürger wollen holung derartiger verurtheilenswerther Vorkommnisse vorgebeugt schullehrer, in den polnischen Landestheilen natürlich in polnischer sich versichert halten, daß alles geschieht, um ihre Wünsche zu be- werde. Sprache.( Heiterfeit.) friedigen. Der Präsident empfiehlt Bertagung und Abendsigung. Frhr. v. Eynatten und Dr. Porsch widersprechen unter Hinweis auf die feit dem 5. Februar ununterbrochen täglich stattfindenden Sitzungen. Die Abgg. Graf Limburg, Frh. v. Beblitz, Dr. Sattler und Ehlers sprechen für den Vorschlag des Präsidenten, der angenommen wird. Heute Abend 71/2 Uhr: Fortfehung der Berathung. Geh. Rath Brandi bemerkt, daß das im wesentlichen Sache der landwirthschaftlichen Verwaltung sei, den Obstbau zu fördern. Die betreffenden Kurse seien aber in steter Zunahme. Abg. Groth( natt.) wünscht eine Beschleunigung der Gehaltserhöhung au Mittelschulen. I. Instanz fann nicht in betracht kommen. Kultusetats. Schluß 10 Uhr. 47. Sigung vom 15. März 1898, 11 11 hr. Am Ministertische: Dr. Bosse und Kommissarien. Zwei fleine Vorlagen, betreffend ein für Preußen und SachsenMeiningen gemeinsames Landgericht in Rudolstadt, und betreffend die Errichtung für Thüringen und Preußen gemeinsamer Schwur gerichte in Gera und Meinigen werden in erster und zweiter Lesung debattelos erledigt, sodann wird die zweite Lesung des Kultusetats fortgesetzt und die gestern abgebrochene Debatte über das Kapitel Elementarschulen" wieder aufgenommen. Schluß 4 Uhr. Kommunales. = Vom Polizeipräsidenten ist eine Gebührenordnung für ge prüfte Heilgehilfen und Masseure der Stadtfreise Berlin und Charlottenburg ergangen, die am 1. April d. J. in kraft tritt. 213 geprüfte Heilgehilfen und Masseure" dürfen sich künftig nur solche Personen bezeichnen, die ein Prüfungszeugniß des Stadtphysikus von Berlin oder Charlottenburg besigjen. Eine der merkwürdigsten Straßen ist die Lohmühlenstraße. Ein Theil gehört zu Berlin, ein Theil zu Treptow und ein Theil Die zu Rigdorf. Postalisch ist die Straße Berlin einverleibt. Straße wird dadurch noch merkwürdiger, daß jede der drei Gemeinden auf ihrem Gebietstheile unabhängig von einander eine Numerirung der Häuser vorgenommen hat. Um den sich hieraus At 11111 Vom Regierungstische her wird erwidert, daß diese Gehaltserhöhung im Ministerium völlig erledigt sei, aber erst nach Durchführung des Volksschullehrer- Gesetzes ausgeführt werden könne. Abg. Nabby!( 3.) führt Beschwerde über die Anordnungen Schlesischer Schulbehörden, wonach Kinder zum Messedienen nicht die erforderliche Dispensation vom Unterricht erhielten, und das Bestimmungsrecht der Mutter über den Religionsunterricht ihres Sohnes in zwei verschiedenen Fällen, die ganz entgegengesett Der Etatsandschuß der Stadtverordneten- Versammlung, welcher ergebenden Unzuträglichkeiten zu steuern, wollen, wie die„ Vossische aber zu gunsten der Evangelischen von demselben Gericht ent- am Montag Abend unter Vorsitz des Stadtverordneten Borstehers Beitung" schreibt, jetzt die Bewohner der Lohmühlenstraße bei ihren schieden sind. Dr. Langerhans und in Anwesenheit der Magistrats- Kommission: Buständigen Gemeindevorständen um eine einheitliche Numerirung Regierungskommiffar Ministerialdirektor Kügler behauptet, daß Kämmerer Maaß, Stadtschulrath Dr. Bertram, der Stadtbauräthe der Häuser vorstellig werden. Grund zu Beschwerden wegen des Messelesens nicht vorliege. Die Hoffmann und Krause, sowie der Stadträthe Friedel, Dr. Hirsekorn, sich fünstig mit dem bisherigen Chefredakteur Rippler der bekannte In die Chefredaktion der„ Täglichen Rundschau" wird Schulbehörden schaffen auf begründete Beschwerden sofort Abhilfe. Bohm, Hübner, Haack, Schäfer, Bail und Selberg eine Sigung abIn bezug auf den Religionsunterricht vaterlofer Waisen liegt eine hielt, genehmigte in erster Lesung den Etat der Hochbau Erjefuit und nachherige fanatische Katholikenfresser Graf Hoensbroech sehr bestimmte und bisher in allen Fällen aufrechterhaltene Kammer- Verwaltung nach den Vorschlägen des Magifirats. Die zweite betonten wie niemals eingehaltenen„ Unparteilichkeit" nicht zu vertheilen. Das Blatt behauptet, dadurch an jener ebenso geflissentlich gerichts- Entscheidung vor; eine zufällige Entscheidung eines Gerichts Lesung ist bis zum Abschluß der Statsberathungen ausgefeht worden, lieren. Amüsanter wird die Zeitung durch den neuen Redakteur weil beabsichtigt wird, etwaige Abstriche vom StadthaushaltungsAbg. Schröder( Pole) hält seine Behauptung über die Erfolg Etat zur Verstärkung einzelner Bauraten zu verwenden. Die Etats sicherlich nicht werden. Finanzielle Gründe sollen die Besitzer des Tosigkeit des deutschen Unterrichts bei polnischen Kindern aufrecht. für die Verwaltung der Bureaugebäude, der Geschäftsbedürf- Blattes zur Aufnahme der journalistischen Grafen veranlaßt haben. Morgen( Dienstag): Kleine Vorlagen und Weiterberathung des nisse und Prozeßkosten, der Pensionen und Unterstügungen, für die Bekanntlich hat der Hempel'sche Verlag durch sein verfehltes Gemeinde- Friedhöfe und Zivil- Standesämter wurden unverändert nach Experiment mit der längst eingegangenen Boltsrundschau" sehr den Entwürfen festgesetzt. Beim Wasserwerts Etat bat der erhebliche Summen eingebüßt. Ausschuß außer einigen Veränderungen bei den Gehältern der Be- Noch ein modernes Abenteuer. Ein Leser schreibt uns:-Am amten die für Wassermessermiethe angefeßten Sonntag Abend begab ich mich mit meiner Frau und meinem 162 800 Mart gestrichen und den Tarif dem ent- 14jährigen Töchterchen, welches noch die Schule besucht, nach Keller's sprechend abgeändert. Gegen die tats des Festfälen in der Köpnickerstr. 96/97, wo wir auf Verabredung noch städtischen Wiehhofes, des Schlachthofes, der Fleischschau zwei Familien antrafen. Die Damen, unsere Frauen, beschlossen, auf dem Schlachthofe und der Markthallen fand sich nichts zu er sich das Schaufrisiren der Friseure anzusehen, während wir drei innern, weshalb dieselben nach den Entwürfen genehmigt wurden. Männer und meine Tochter etwas umberspazierten, Ebenso gelangte der Et at der Haupttasse der städtischen uns dann nach Schluß des Frisirens im Schultheiß'schen Etat Werke mit einigen Korrekturen bei den Beamtengehältern zur Restaurant 811 treffen. Wir fanden aber unserem Annahme. Unglück nicht Play, mithin waren wir nun genöthigt, unfere Frauen Die Waisenraths Versammlungen des V. und VI. Baisen haben, kommt ein Herr etwas wankend heran und nimmt knapp vor Keller's Festfälen zu erwarten. Wie wir eine Weile gestanden Abg. Latacz( 3.) tritt früheren Ausführungen des Abg. freises, welche wegen Belegung der zu diesem Zwecke früher ge- 2 Schritt vor uns Posten, belästigt uns und namentlich meine Wetekamp darin bei, daß durch eine anderweite Anordnung des wählten Schulen an den geplanten Abenden durch Vereine, Tochter mit furchtbaren Blicken, sodaß wir nicht wissen, was wir Unterrichtsstoffes in verschiedenen Unterrichtsfächern Zeit gespart Innungen zc. dort abzuhalten verhindert sind, werden zusammen werden könne, dieman zu neuen Unterrichtsgegenständen, so namentlich am 25. März cr. in der Aula der 67. Gemeinde Schule, sagen sollen. Er mißt den einen Herrn, dann den andern, und das zur Pilzkunde, Obstbau, Fischzucht und auch zum Stenographen Elisabethkirchstraße 19, stattfinden. dauert so an 20 Minuten. Da kommt ein Pferdebahnwagen an Unterricht verwenden könne. Redner wendet sich sodann der Ausgefahren; der Schaffner springt herunter um die Weiche zu stellen; führung des Lehrerbesoldungs- Gesetzes zu und bittet namentlich den und unser grimmiger Nachbar, der Schlächtermeister Hugo Stant, Minister um ausreichende Unterstüßung bedürftiger Gemeinden in Martgrafenstr. 84, Hof 4 Treppen bei Schröder wohnhaft, springt zum Schlesien. Schaffner, erzählt dem etwas, dieser schüttelt den Kopf und fährt weiter. Der Herr Schlächtermeister ist wieder neben uns, und durchbohrt uns mit seinen furchtbaren Blicken. Jetzt taucht ein Schuhmann ungefähr 15 Schritt von uns auf, und mein Schlächtermeister geht hin zu ihm. Nachdem sich beide 10 Minuten unterhalten haben, fommt der Schutzmann Nr. 4228 und erklärt mich mitsammt dem Mädchen für fiflirt. Wegen öffentlicher Nothzucht an dieses Mädel," fügt der Herr Schlächtermeister hinzu. Wir waren sprachlos. So eine junge Berliner Schneppe und Hure läuft schon mit Keris herum, und diese Kerls wollen denn noch der Vater sein. Und Sie," Sie ver Ueber eine neue wunderliche Ohrfeigen- Affäre wird be- fchrie der Schlächter zu meinem Freund gewendet, Unter richtet: Vor vier bis sechs Wochen hatte sich der praktische Arzt fluchter Berliner Ludewig, Sie kommen auch mit." Dr. Mennicke in Finsterwalde niedergelassen, nachdem er seine in diesen Redensarten ging es also von der Köpnickerstraße nach Bayern während mehrerer Jahre betriebene Praxis infolge allerlei der Schmidstraße zur Wache, natürlich unter großem Auflauf. Auf Anfechtungen, die er als Proteftant in dem ganz katholischen Orte der Wache konnte sich der Herr immer noch nicht beruhigen, die zu erdulden gehabt, hatte aufgeben müssen. Der Zentrums. Beleidigungen nahmen kein Ende, und meine Tochter ſchrie und Abgeordnete Dr. Heim feyte nun aber in dem bayerischen Land zitterte fürchterlich. Nachdem unsere Adressen festgestellt waren, tage seine Angriffe gegen Dr. Mennicke fort, indem er ihn be- wurden wir natürlich entlassen und konnten uns nun wieder langsam chuldigte, in seinen Honorarforderungen ungewöhnlich hoch erholen, denn unsere Aufregung war eine fürchterliche. Am Montag die ärztliche Tage überschritten und durch Einziehung der begab ich mich noch einmal zur Wache Schmidstraße, um mich zu schuldigen Beträge eine Menge armer Leute von Haus und erfundigen, ob der erste beste Mann das Recht habe, drei unbestrafte Hof vertrieben zu haben. Außerdem suchte man von Bayern aus ordentliche Leute verhaften zu lassen; der Herr Lieutenant erklärte, Herrn Dr. Mennicke auch bei den Behörden und den Zeitungs- der Schuhmann habe nur seine Pflicht gethan; ich solle den redaktionen in Finsterwalde zu verdächtigen. Dr. Mennicke hatte Schlächtermeister verklagen. = Tokales. Regierungskommissar Geh. Finanzrath Germar bemerkt, daß es Den Mitgliedern des sozialdemokratischen Wahlvereins nicht zugelassen werden könne, wenn die von den Gemeinden be- für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis zur Nachricht, daß schlossenen Lehrerbesoldungen sich, sei es ihrer Höhe wegen, sei es der Vorstand beschlossen hat, seinen Mitgliedern für den geleisteten aus anderen Gründen, in Widerspruch setzen mit den Besoldungen Monatsbeitrag Februar die Broschüre" Zum Jubeljahr der für unmittelbare Staatsbeamte. Märzrevolution", von W. Liebknecht, fostenlos zu verabfolgen. Dies selbe ist von heute ab in allen Zahlstellen zu haben. Ferner werden die Mitglieder gebeten, den§ 2 des Statuts zu beachten. Der Vorstand. Regierungskommiffar Geh. Rath v. Chappnis bemerkt, daß die Lehrer im allgemeinen mit den Anordnungen zufrieden seien und bedürftige Gemeinden bereits ausreichend unterstützt werden. Abg. Dr. Sattler( nall.) empfiehlt die Volksschullehrer in Waldeck dem Wohlwollen des Ministers zu einer Gehaltsaufbefferung und wendet sich sodann gegen die Abgg. Dauzenberg und Freiherrn v. Heereman, die wieder den Standpunkt vertreten hätten, daß die Schule ein Annex der Kirche sei. Dem könne nicht entschieden genug entgegengetreten werden. Abg. Dr. Porsch( 3): Wir verlangen für die katholische Kirche nichts, was wir nicht zugleich für die evangelische Kirche verlangen. Wie da eine Beunruhigung der Protestanten möglich sein foll, ist doch nicht einzusehen. Ein Schlußantrag wird angenommen und die Titel 1-22 des Rapitels Elementarschulen" werden genehmigt. Bei dem Titel 23 Schulaufsicht" wiederholt 0 " Abg. Dauzenberg( 3.) seine Wünsche nm Einstellung von geistlichen Schulinspektoren in größerer Anzahl. Abg. Frhr. v. Jedlitz( frf.) tritt diesen Wünschen entgegen. infolge dieser Ehrenkränkungen dem Dr. Heim, der sich als Der Stettiner Fernbahnhof ist geflern Morgen wieder dem Abg. Schilling( t.) bemerkt, daß es den Wünschen seiner Reichstags Abgeordneter gegenwärtig in Berlin aufhält, vorigen Verkehr übergeben und der provisorische Bahnhof in der Invalidens Freunde nicht entspreche, wenn der Minister die Kreis- Schul- Montag durch seinen Kartellträger eine Forderung auf Pistolen mit straße gleichzeitig geschlossen worden. Der Stettiner Bahnhof hat inspektoren im Hauptamte anstellt und diese Stellen start vermehrt, fünfzehn Schritt Distanz und dreimaligem Kugelwechsel zugehen nach seinem Umbau sich wesentlich verändert. Die Bahnsteighalle während den Geistlichen diese Stellen im Nebenamte nur selten lassen. Als Dr. Heim auf eine wiederholte Forderung abermals ift um 21/2 Meter höher gelegt und das Bestibul bedeutend erweitert. übertragen werden. Die Konservativen legen aber gerade Werth auf Ausflüchte machte, begab sich Dr. Mennicke selbst in das Hotel des Die Gepäckannahme ist unter dem Bahnhof untergebracht und mit die nebenamtliche Uebernahme des Kreis- Schulinspettorats Dr. Heim, wo er aber nicht vorgelaffen wurde. Ueber die weiteren der Halle durch Fahrstühle verbunden. Ebenso find die Poſträume durch den Geistlichen, der hierfür die beft geeignete Borgänge berichtet nun das„ Finsterwalder Wochenblatt" wie folgt: unterhalb des Bahnkörpers errichtet und werden die Postfachen Persönlichkeit ist. Es werde mit Vedanern bemerkt, daß Nach mehreren vergeblichen Anstrengungen, die Herr Dr. Mennicke mittels Aufzügen nach den Waggans befördert. Die Halle selbst diese Wünsche der Konservativen bisher wenig Beachtung gefunden. im Laufe des Tages machte, des Dr. Heim habhaft zu werden, hat drei Bahnsteige mit vier Geleisen. Die beiden rechten Geleise In besonderen Fällen wurde gegen die Anstellung der Kreis- Schul- gelang es ihm endlich in der sechsten Abendstunde, denselben find für die Stettiner Bahn, die beiden linken Geleise für inspektoren im Hauptamte auch unsererseits nichts einzuwenden sein. im Restaurant zum Weihenstephan Bräu" in der Friedrichstraße die Nordbahn bestimmt. Ein fünftes Geleife läuft auf einen Auf eine Anfrage des Abg. Knörre bestätigt der in Berlin zu stellen, wo letterer mit einem halben Dutzend Bahnsteig am Ende der Halle nördlich von derselben Regierungskommissar Hofrath Kügler, daß die Erfahrungen Reichstags Abgeordneter beim Biere saß. Mit den Worten: belegen, woselbst die Kremmener Züge abgelassen werden. Im mit mit den seminaristisch gebildeten Kreis- Schulinspektoren durchaus Jetzt habe ich meine Satisfattion", verabreichte Dr. Mennicke dem diesen Zügen mitzukommen, muß man stets mindestens 5 Minuten gute gewefen feien. In den letzten vier Jahren befanden sich Beleidiger seiner Ehre im Restaurant eine schallende Ohrfeige, vor Abgang der Trains zur stelle sein. Vollständig neu ist ein unter den neu angestellten 63 Schulinspktoren 20 seminaristisch ge- worauf Herr Dr. Heim nichts weiter zu erwidern wußte, als einige elektrisches Signalsystem, welches auf dem Stettiner Bahnhof zum Schimpfworte. Dr. Mennicke verließ umbehelligt das Restaurant. ersten Male zur Anwendung kommt. Sobald ein einlaufender Zug Abg. Jm Walle hält den betreffenden evangelischen Schul- Damit hat die Angelegenheit allerdings noch nicht ihre endgiltige das Vorsignal vor dem Bahnhof passirt, wird der Zug in der Halle inspektor für völlig ungeeignet, in einer katholischen Gegend zu Erledigung gefunden, sondern es dürfte auf die gerichtliche Klage mittels elektrischer Vorrichtung angekündigt, indem auf einer Tafel funktioniren; er prüfe nach wie vor in religiösen Unterrichtsfächern. des Herrn Dr. Mennicke auch eine solche von Herrn Dr. Heim die Meldung: 3ug Nr.... von... läuft auf Geleise... ein, ( Hört, hört!) folgen. Wenn dieser offenbar etwas gefärbte Bericht die Wahr erscheint. Auf das angekündigte Signal wird das Beamtenpersonal heit enthält, so scheint der prügelluftige Dr. Mennicke der Behand- durch einen elektrischen Alarmapparat aufmerksam gemacht. fung, die ihm von fatholischer Seite zu theil geworden, nicht ganz unwürdig gewesen zu sein. bildete. Geh. Rath Bartsch: Bisher ist eine Anzeige hierüber nicht erstattet. Abg. v. Heydebrand( t.) bittet den Minister, teine weiteren Stellen für selbständige Kreis- Schulinspektoren in den Etat ein. zustellen. Schiffer Die Kontrollversammlungen finden in diesem Jahre zum theil wieder im alten Landwehr- Dienstgebäude am Kaiser Franz Zwei neue Aerztinnen in Berlin. Faft zu gleicher Zeit Garde Grenadierplate statt. Hierhin befiehlt das Bezirkes haben zwei Aerztinnen in Berlin ihre Praxis begonnen. Den An- Kommando I Berlin die Landwehr ersten Aufgebots, während die Die Abgg. Hoffmann( natl.) und Lückhoff( ft.) bilten um fang machte in der vorigen Woche Fräulein Dr. Jenny Springer, Offiziersaspiranten und die Reserve der Provinzial- Infanterie fich Befferstellung der Streisschulinspektoren in ihren Gehaltsverhältnissen. Potsdamerstr. 103. Diefelbe ist geborene Berlinerin, befuchte die auf dem Hose des neuen Dienstgebändes an der General Papestraße Abg. Hanfen- Oldenburg( jf.) bedauert, daß die seminaristisch uifenschule und machte barauf das Lehrerinnenexamen. In Zürich und die Erfahreservisten in der Kaserne des 2. Garde- Dragoner gebildeten Schulinspektoren im Gehalt ungünstiger gestellt werden, wurde sie auf grund des Berliner Lehrerinnenzengnisses immatritulirt Regiments an der Blücherstraße zu gestellen haben. als die akademisch gebildeten. und legte dort später auch das eidgenössische Staatsexamen ab, Regierungstommiffar Geb. Rath Kügler bezeichnet das als unwelches den Kandidaten für die ganze Schweiz approbirt. Fräulein ein junges Mädchen ins Wasser. Die 18 Jahre alte Tochter eines Unglückliche Liebe und Eifersucht trieben vorgestern Abend richtig. Gerade die seminaristisch gebildeten Schulinspektoren würden Dr. Springer läßt sich nieder für Frauen- und Kinderkrankheiten Tapezierers aus der Reinickendorferstraße hatte mit ihrem Liebhaber gleich bei ihrer Austellung vielfach günstiger gestellt als die akademisch und für Geburtshilfe. Die andere Aerztin ist Fräulein Dr. Agnes einen Besuch des Lessing- Theaters verabredet, wartete aber vergeblich gebildeten. Abg. Neubauer( Pole) klagt darüber, daß in Posen fast nur höhere Mädchenschule und legte später das Lehrerinnenegamen ab. anderen ins Theater zu gehen. Als nun die Versetzte ihn nach der Hacker, Kleiftstr. 29. Sie stammt aus Königsberg, besuchte dort die vor dem Theater. Der junge Mann hatte es vorgezogen, mit einer evangelische und deutsche Schulinspektoren angestellt werden. Regierungskommiffar Stügler entgegnet, daß sich tros wieder- Bum theil in Königsberg, zum theil in Zürich bereitete fie sich auf Vorstellung am Arm einer Nebenbuhlerin berauskommen fah, gerieth das Abiturium vor, daß fie in Zürich im Frühjahr 1891 ablegte. fie in die größte Aufregung und stürzte sich in die Spree. holter Aufforderungen an die Regierungsbehörden keine katholischen Im Frühjahr 1896 legte Fräulein Hacker dann das eidgenössische retteten sie und wollten sie in ein Krankenhaus bringen. Dem widerInspektoren nach den östlichen Bezirken melden. Staatsexamen ab. Zuletzt war Fräulein Dr. Hacker als Volontär- setzte sich das Mädchen und ließ sich durchaus nicht zureden. Man Bei dem Titel„ Höhere Mädchenschulen" treten die Abgg. arzt bei dem Gynäkologen Professor Dr. Saenger in Leipzig thätig; brachte es daher auf die Revierwache, wo es bis zur Ankunft des Dr. Friedberg( natl.), Nadbyl( 3.), Knörcke( frs. Va.), Dr. Arendt( ft.) für die Erhöhung der Gehälter an den städtischen sie wird jetzt in Berlin ihre Hauptthätigkeit der Geburtshilfe und benachrichtigten Vaters wartete. Dieser griff gleich nach dem Verben Frauenkrankheiten zuwenden. laffen der Wache, schon im Hausflur, zu einem drastischen Mittel, höheren Töchterschulen ein. Regierungskommissar Geh. Rath Schneider erwidert, daß die Die erste schwarze Lifte" der nicht empfehlenswerthen" um seiner Tochter die Liebes- und Selbstmordgedanken auszutreiben Regierung wenig thun könne, fie müsse sich darauf beschränken, den Miether ist nunmehr vom Bund der Berliner Grundbesitzer- und den verdrehten Kopf wieder zurechtzusehen. Gemeinden Vorstellungen zu machen. Vereine herausgegeben worden. Sie umfaßt 784 Namen, auf etwa Die letzte Nummer des anarchistischen Armen Konrad" Abg. Arendt empfiehlt Staatszuschüsse für bedürftige Ge- 300 Miether je ein nicht empfehlenswerther". Es ist bekanntlich ist gestern wegen des sogenannten Vergebens der Gotteslästerung auch vom Erscheinen einer Liste nicht empfehlenswerther Hauswirthe tonfiszirt worden. Die Strafthat soll begangen sein in einem aus Abg. Dr. Friedberg meint, es werde genügen, wenn die Re- die Rede. der Hölle datirten Briefe. gierung ihren Einfluß ausübe. Ueber eine recht sonderbare Behandlung beschwert sich ein Ein Banunfall hat sich am Montag Nachmittag in der Beim Titel" Bur allgemeinen Erleichterung der Boltsschullasten verunglückter Arbeiter bei der zuständigen Berufsgenossenschaft, auf Kommandantenstraße zugetragen. Der 34 Jahre alte Steinträger deren Veranlassung er sich zur Zeit als Patient in einer Privat- Ferdinand Rahn aus der Schulstr. 44 stürzte auf dem Grundstück Abg. Dasbach( 3.) das Fehlen eines Boltsschul Gesetzes, flinit, Dorotheenftr. 8, befindet. Er giebt an, daß ihn der Kranken- Nr. 14, auf dem ein Neubau errichtet wird, von der Leiter und zog wodurch in einzelnen Gegenden recht unerträgliche Zustände ge- wärter Hartwig in mehreren Fällen in außerordentlich grober Weise sich schwere innere Verlegungen zu. Der Verunglückte wurde in ein schaffen seien; namentlich fehle es in vielen Gemeinden an katholi- l in den Rücken gestoßen habe, und zwar ohne jede Beranlassung. Krantenhaus gebracht. meinden. 26 700 000 9." bedauert 9 " " Die neneste Polizeithat an dem jungen Krausnick, über welche| Maurer, welche sich dem Ausstande nicht anschlossen. Sie wurden auch solches Einkommen ansieht, das ben Steuerpflichtigen aus ble off. 3tg." am Sonnabend berichtete, soll nach einer in der angegangen, wenigstens von ihrem Wochenverdienst einen bestimmten Grundstücken infolge von Berechtigungen irgend welcher Art zus Gerinania" veröffentlichten Darstellung insoweit in völlig ver- Prozentsatz der Streiffommission zuzuführen. Der Maurer Woy fließt, so sei auch nach dieser Bestimmung erforderlich, daß das Einändertem Lichte" erscheinen, als Krausnick in der That finn- wode, der sich ablehnend verhielt, will deshalb vielerlei Un tommen unmittelbar aus Grundstücken zufließt und zwar nicht etwa los betrunken" gewesen sei. Ob diese Anschuldigung zu bilden ausgesetzt gewesen sein. Bald entdeckte er, daß eine bös- einem dritten, sondern dem Steuerpflichtigen felbst. In diesem Falle treffend ist, wird ja vielleicht aufgeklärt werden. Mag der Fall willige Hand ihm irgend ein Stück Werkzeug verdorben hat aber Graf von Tiele- Winkler nicht seinen Grundbesitz zum aber wirklich günstiger für die Polizei liegen, als nach dem Bericht hatte, bald wurde ihm ein Kleidungsstück versteckt oder Bergbaubetrieb wegen Entrichtung des Zwanzigften" verpachtet, an die Voff. 3tg." anzunehmen war, so trifft diese Behörde immer sonst allerlei Unfug mit ihm getrieben. Wenn er sich bei sondern erhält diese Abgabe als Gegenleistung für die Verleihung noch ein schwer belastender Vorwurf. Denn auch ein Betrunkener der Arbeit befand, wurden ihm halbe fann sich eine schwere Krankheit zuziehen, wenn er über einen halben in seinen Kalttaften geworfen, daß der Jubalt umbersprißte. Das Grundstücken der Beliehenen oder Dritter. und ganze Steine des Rechts auf Gewinnung von Materialien durch Bergbau auf Tag balb angekleidet auf dem Fußboden eines Wachlokals liegt, Ende war, daß Woywode die Arbeit aufgeben mußte. Unter seinen ohne daß sich irgend ein Mensch ernsthaft um seinen Zustand Gegnern soll sich besonders der Angeklagie hervorgethan haben, der Verwaltungsgericht hatte die Frage zu entscheiden, ob ein Bom Bürgerrecht der öffentlichen Beamten. Das Obers tümmert. Daß endlich einmal eine bessere Ordnung der Dinge bei dem Woywode angeblich gedroht hatte, es werde ihm schlecht gehen, Beamter, der Stadtverordneter ist, bei seinen Vorgesetzten um Urlaub der Polizei einfchre, liegt im Interesse eines jeden Einwohners der wenn er die Streifenden nicht unterstütze; ihm, dem Angeklagten vorstellig werden muß, wenn er vor Ablauf der Dienſtſtunden in die fet es einerlei, wenn er dafür ein Jahr bekomme. Fenerbericht. Montag Abend 11/2 Uhr erfolgte Alarm nach Thümen wurde angezeigt. Der Vorsitzende hielt dem Angeklagten Sigung der Stadtverordneten- Versammlung gehen will. Der KreisPotsdamerstr. 116a, wo Möbel und Gardinen brannten. vor, wie unpassend es fei, wenn er, ein junger lediger Mensch, einen ausschuß des Kreises Marienburg nahm den Kreis- Kommunal- und Dienstag früh 1/2 Uhr hatte Gartenstr. 60 die Schaldecke und Familienvater, der für die Seinen zu forgen bestreot sei, in dieser Kreis Sparkaffen- Rendanten C. in eine Disziplinar- Ordnungsstrafe Balkenlage Feuer gefangen, wodurch das Haus bedeutend beschädigt Weise beeinflusse. Als ob ein Arbeiter nicht viel verständiger und von 5 M. und begründete dies damit, daß E. ohne Urlaub eine Stunde wurde. Nachmittags 2 Uhr mußte Koch ft r. 70/71 ein Schaden- besser die Interessen seiner Familie wahrnimmt, vor Beendigung des Dienstes das Bureau verlassen habe. G. legte feuer abgelöscht werden, das neben Regalen und Hausgeräthen auch wenn er sich einen Lohn zu erringen sucht, der seine Beschwerde ein und machte geltend, er habe in der am fraglichen die Balkenlage und Decke stark beschädigte. Kurz darauf war Familie vor dem Verhungern schützt, und eine Arbeitszeit, die ihn Tage auf 5 Uhr angesetzten Sitzung der Stadtverordneten, zu denen Wienerstr. 4 ein Kellerbrand abzulöschen. Ein weiterer Keller- in den Stand setzt, sich auch einige Stunden des Tages der Familie er gehörte, pünktlich erscheinen wollen und sei deshalb früher fortbrand rief die Wehr um 4 Uhr nach 3 immer str. 50. Kartons, widmen zu können! Der Angeklagte wurde nach dem Antrage des Schuhe und eine Partie Holz wurden hier eingeäschert. Staatsanwalts zu einer Gefängnißstrafe von drei Mo. naten verurtheilt. Stadt. " Aus den Nachbarorten. gegangen. Auch habe er davon dem Kreissekretär Mittheilung gemacht. Der Landrath und der vertretende Regierungsassessor seien bei der Meldung nicht zur Stelle gewesen. Der Bezirksausschuß wies aber die Beschwerde mit der Begründung zurück, Wegen Verbreitung der Schrift ,, Ter Pommer" war der E. habe auf jeden Fall eines Nuns Parteigenosse Dum dei angeklagt; er sollte sich gegen die§§ 10 mehr tlagte der Rendant beim Ober Verwaltungsgericht. Die Märzfeier in Friedrichsfelde findet am Freitag, den und 41 des preußischen Preßgefeßes vergangen haben, indem er ohne Diesmal betonte er, daß er im vorliegenden Falle einen 18. März, abends 81/2 Uhr, bei Bube, Prinzen- Auee 30, statt. Polizeiliche Erlaubniß die Druckschrift an öffentlichen Orten vertheilt Urlaub überhaupt nicht nöthig gehabt hätte. Es müsse ihm Soll die Feier des 50jährigen Gedenktages imposant werden, so ist Die Strafkammer stellte fest, daß D. in die Häuser hineingegangen zum Stadtverordneten ihm auferlegte Pflicht zu erfüllen und an den hätte. Schöffengericht und Straftammer sprachen ihn jedoch fret. die erforderliche freie Zeit gelassen werden, seine durch die Wahl es Pflicht der Genossen, für zahlreichen Besuch Sorge zu tragen. fei und darin die Blätter an die auf sein Klopfen öffnenden Sizungen der Stadtverordneten- Versammlung theilzunehmen. Das Die Festrede wird Genosse Royte halten, während durch den Miether abgegeben habe. Gefangverein Borwärts III" der Feier würdige Gefangs fonnte ihm nicht nachgewiesen werden, Eine Vertheilung auf der Straße Ober- Berwaltungsgericht theilte diese Auffassung nicht, sondern vorträge zu Gehör kommen. Zur Deckung der Unkosten wird ein dagegen wurde er- führte in seinem Urtheil folgendes aus: Allerdings habe das Gericht Entree von 10 Pf. erhoben. Der Vertrauensmann. wiesen, daß der Angeklagte die Thür einer Gastwirth- früher einmal ausgesprochen, daß öffentliche Beamte in den Fällen schaft geöffnet hatte und sofort wieder gegangen war, feinen Urlaub brauchten, wo sie die Erfüllung staatsbürgerlicher Mit einem glänzenden Siege der Sozialdemokratie haben nachdem er ein Exemplar des" Pommer" auf einen Tisch gelegi Pflichten zwingt, den Dienst zu versäumen. Das sei aber bei fit Weißensee die gestern erfolgten Wahlen zur Gemeinde hatte. Im Gegensaz der Staatsanwaltschaft erblickte einer Versäumniß wegen Theilnahme an einer Kontroll. vertretung geendet. Unser Parteigenoffe Gerstenberger erhielt hierin das Landgericht zu Stargard kein Vertheilen an einem versammlung gewesen. Da habe eine Entschließung im zweiten Bezirk von 387 abgegebenen Stimmen 307, Genosse öffentlichen Orte. Die Staatsanwaltschaft legte noch Revision ein, des Vorgefeßten überhaupt nicht in Frage kommen fönnen, Schilling dagegen von 220 Stimmen 187. Im ersten Bezirk hat indem sie sich an den Vorgang in der Gastwirthschaft festklamme... und deshalb die bloße Anzeige beim Vorgefeßten genügt. Anders Stich wahl zu erfolgen, die ebenfalls günstig für uns enden wird, Die Gastwirthschaft sei unzweifelhaft ein öffentlicher Ort, der Border lägen die Dinge hier. Die Uebernahme des Stadtverordnetens wenn die Arbeiter am Plaße sind. Auf unseren Genossen Taubrichter habe also die§§ 10 und 41 des preußischen Preßgesetzes ver mandats hänge von der freien Entschließung des mann fielen hier 152 Stimmen, während der eine Gegner 124 und kannt, wenn er D. freisprach. Staatsaallaltschaft als unbegründet der Juhaber eines anderen öffentlichen Amtes die auf ihn gefallene. Der Straffenat des Kammergerichts Beamten ab, denn nach§ 74 Nr. 5 der Städte- Ordnung könne der andere 45 Stimmen erhielt. Dieses günstige Ergebniß ist um wies indessen die Neviston der To höher anzuschlagen, als die Gegner alle Saiten springen ließen zurück. Es komme garnicht darauf an, ob die Gastwirthschaft ein Wahl zum Stadtverordneten ablehnen. Und habe er sie anund auch die Wahlstunden auf die ungünstige Zeit von 11 bis 1 Uhr öffentlicher Ort sei oder nicht, denn§ 10 des preußischen Preßgefeßes genommen, dann könne er das Mandat jederzeit niederangesetzt waren. fei nicht mehr wörtlich zu nehmen. Nicht nur das Reichs- legen. Für einen Beamten werde also die Verpflichtung zur Ein mit großem Geschick vorbereitetes Gannerstückchen Preßgesetz, sondern auch§ 43 Nummer 5 der Gewerbe- Ordnung Theilnahme an den Stadtverordnetenfißungen nicht schon durch ist vorige Woche einem Berliner Induſtrieritter in Spandau Gewerbe- Ordnung bestimme, daß es zur nichtgewerbsmäßigen Verhabe ihn und seine Anwendbarkeit verändert. Der§ 43 der seine Wahl, sondern erst durch deren Annahme für und dem benachbarten Dorf Gatow geglückt. Am Donnerstag traf die Zeit begründet, während welcher wolle. Hiernach sei anzunehmen, aus Berlin ein gut gekleideter Manu, Mitte der dreißiger Jahre, theilung von Druckschriften oder anderen Schriften oder Bild- das Mandat beibehalten in Spandau ein, der bei einem Gastwirth in der Adamstraße eine geschlossenen Räumen einer behörlichen daß ein Beamter, der Stadtverordneter sei, zur Theilnahme an den Ein geschlossener Raum sei ein Stadtverordneten Sizungen innerhalb seiner instruktionsmäßigen möblirte Wohnung miethete. Er stellte sich als" Ingenieur Peters" Erlaubniß nicht bedürfe. von einer großen Berliner Elektrizitätsfirma vor, beauftragt mit der unter Da ch und Fach, der Gastraum einer Dienststunden de 3. Urlaubes bedürfe. Trotz dieser prins Wenn Ausführung des Baues der elektrischen Bahn von Spandau nach Wirthschaft sei also ein geschlossener Raum. nunzipiellen Darlegungen hob das Ober- Verwaltungsgericht die OrdnungsPotsdam. An demselben Tage setzte er sich noch mit einem D. die Thür einer Gastwirthschaft geöffnet und die Schrift strafe auf. Es erachtete aus anderen, nicht intereffirenden Gründen Spandauer Spediteur in Verbindung, durch den er vom Güter- auf einen Tisch im Innern des Gastraumes gelegt habe, so S. für entschuldigt. werken Raum in = Briefkasten der Redaktion. und er bahnhof Material zum Bau eines Lagerschuppens, einer Bau- müsse darin ein straffreies Vertheilen im geschlossenen Raume ge- Zu zwei Jahren Gefängniß wurde gestern der Bergingenieur bude zc. anfahren laffen wollte. In Gatow, das die geplante sehen werden, da der Angeklagte nicht gewerbsmäßig gehandelt Pötsch verurtheilt, weil er zu ungunsten einer Aktien- Geſellſchaft Bahn berühren soll, pachtete er ein größeres Grundstück zur habe. Im übrigen feien auch die Bestimmungen des preußischen sich Vernntreuungen schuldig gemacht und außerdem sich gegen die Lagerung von Materialien; er verpflichtete den Besitzer auf zwei Preßgesetzes, die das Vertheilen von Druckschriften betreffen, nur Konkursordnung vergangen hatte. Jahre zu einem hohen Pachtpreise. Am Freitag halte der Spediteur insoweit durch das Reichs- Preßgefetz aufrecht erhalten worden, als auch Gelegenheit, einen Posten Bauhölzer von der Bahn nach sich als Plakate darstellen. Die entsprechenden Feststellungen fehlten die Druckschriften Bekanntmachungen und Aufrufe enthalten oder Gatow schaffen zu lassen; die Ankunft dieser Materialien verfcheuchte jeden Zweifel, und alles war der festen Ueberzeugung, daß im vorliegenden Falle. der Bahubau sogleich beginnen würde, denn zu Pfingsten wollte man, wie der Herr Ingenieur erklärte, bereits fahren. In Gatow meinde zu Rosdzin ausgefochtener Streit wegen Auslegung des Ein zwischen dem Grafen von Tiefe Winkler und der Gebesonders herrschte große Freude, und der Ingenieur war der Einkommensteuer- Gesetzes ist von allgemeinem Interesse. Die GeMann des Tages. Da wurden plöglich in der Sonntagnacht die meinde verlangte die Steuer von dem Einkommen, welches dem Banhölzer sämmtlich wieder abgefahren, und zugleich war Grafen v. Tiele- Winkler aus dem Bergregal von den in der Ingenieur verschwunden, nachdem er sowohl in Spandau als auch Gemeinde belegenen Grundstücken zufließt. Der Bezirksausschuß zu tu Gatow verschiedene Gewerbetreibende und andere Personen, auch Oppeln entschied zu ungunsten der Gemeinde, weil das Einkommen nicht aus den Befizer des gepachteten Grundstücks, um Geldbeträge von 100 M. Grundbesitz fließe, sondern einen auf einem Hoheitsrechte beruhenden und darüber geprellt hatte. Gebührenbezug darstelle. Gegen diese Entscheidung legte RechtsDie Parteigenoffen von Tempelhof, Mariendorf und anwalt Sachs namens der Gemeinde Revision beim Ober- E. 5. 68. Wir glauben nicht, daß das Billet von Budapest aus zu Marienfelde werden auf die Versammlung aufmerksam ge- Verwaltungsgericht ein, indem er auf die Tendenz des verwenden ist. Wenn Sie aber an das Generalkonsulat in Budapest das macht, die am 18. März bei Gerth in Tempelhof stattfindet. Es Einkommensteuer- Gesetzes und namentlich auf§ 13 hinwies, wonach Geld senden, wird man Ihrer Bitte sicherlich gerne entsprechen. gilt dort, das Andenken der 1848 er Kämpfer zu ehren. Jeder Partei- die außerhalb des Gemeindebezirks wohnenden Personen verpflichtet genoffe hat am Blaze zu sein! Gerichts- Beifung. der feien, von allen ihnen zufließenden wirthschaftlichen Vortheilen = Wir bitten, bei jeder Anfrage eine( Shiffre( gwet Buchstaben ober eine Bahl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden foll. Die juristische Sprechstunde findet am Montag. Dienstag und Sonnabend von 6 bis 7 1hr statt. freise ist unseres Wissens noch nicht geregelt. 3. Jft Pseudonym, fein WitBandert, Berlin. 1. Raum. 2. Die Kandidatenfrage in dem Wahlarbeiter unseres Blattes. 4. Senden Sie uns die Broschüren, wir werden fie Ihren Intentionen entsprechend verwerthen. Lübke. Um Ueberfüllung einzelner Versammlungen zu verhindern, werden die Referenten für die einzelnen Bersammlungen nicht genannt. Briefkasten der Expedition. der Grundstücke, die innerhalb des Gemeindebezirks ge= legen sind, zu den Gemeinde- Abgaben beizutragen, ohne daß hierbei ihre privatrechtlichen Beziehungen zu dem Grundstück von ent- Mehrere Beschwerden darüber, daß die rothe Wärzzeitung an scheidender Bedeutung seien. Die gleiche Tendenz verfolge das verschiedenen Stellen zu 10 Pf. verkauft wurde, veranlassen uns zur ErKommunalabgaben Gesetz vom 14. Juli 1893. Das Oberflärung, daß dies aus Irrthum und zum Schaden der Betreffenden geschah; Woywode, der unerbittliche Feind der Arbeitersolidarität. Verwaltungsgericht unter Vorsitz des Präsidenten Persius ver- der Preis für die rothe Märznummer beträgt 15 Pf., für die weiße 10 Pf. Als emen Terrorismus ohne Gleichen" bezeichnete der Vorsitzende warf die Revision, indem es ausführte, daß das Einkommen des der neunten Strafkammer des Landgerichts I, Landgerichts- Direktor Grafen v. Tiele- Winkler seinen Grund nicht in dem„ Haben von Hoppe, natürlich das Verhalten des Maurers Gustav Thümen, Grundbesig" in der Gemeinde Rosdzin, sondern in dem Besitze des Wetter- Prognose für Mittwoch, 16. März 1898. welcher sich wegen versuchter Nöthigung auf der Auflagebant Rechts auf eine Abgabe von dem Bergwerksbetriebe gewisser Berg- Mild und zeitweise heiter, vielfach wolkig mit etwas Regen und befand. Als im Herbst vorigen Jahres der Maurerstreit aus werksbesitzer in der Gemeinde hat. Wenn§ 13 des Einkommensteuer- mäßigen südwestlichen Winden. gebrochen war, gab e3 bedauerlicherweise eine Anzahl Gesetzes vom 24. Juni 1891 als Einkommen aus Grundvermögen Berliner Wetterburent. " Orts- Krankenkasse Achtung! Bauarbeiter. Achtung! für das Gewerbe der Tischler und Pianoforte Arbeiter Am Donnerstag, den 17. März 1898, vormittags 10 Uhr, in Fenerstein's Festsälen, Alte Jakobstraße 75: Große Versammlung Tages Ordnung: zu Berlin. General- Versammlung Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Am Donnerstag, den 17. März, abends 8 Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 20: der arbeitslosen Bauarbeiter Berlins und Umgegend. der Vertreter der Kassen- Mitglieder und der Arbeitgeber Branchen- Versammlung der Korbmacher Donnerstag, den 24. März, abends 8 Uhr, Tages Ordnung: 1. Wie stellen wir uns zu den als Lohndrücker in der Geschoßkorb1. Die spekulative Entwickelung in der Bauproduktion und die per- im großen Saale der Armin- Hallen, Kommandantenstraße 20. Branche aufgetretenen Mitgliedern? 2. Branchenangelegenheiten. 3. Ver manente Arbeitslosigkeit unter den Bauarbeitern. Referent Silberschmidt. schiedenes. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 30/9 Um rege Betheiligung sämmtlicher arbeitslosen Bauarbeiter ersucht Die Kommission. W. Noack. Schöneberg. Freitag, 18. März, abends 8 1hr, im gr. Saale der Schloßbrauerei, Hauptstr. 112-114: Volks- Versammlung für Männer und Frauen. Tagesordnung: 1. Die fünfzigjährige Wiederkehr des 18. März und seine Bedeutung für das Proletariat." Referent: Genosse Dr. Borchardt. 2. Diskussion. 202/16 Der Vertrauensmann. Tages Ordnung: 78/13 1. Abnahme der Jahresrechnung pro 1897 nebft Bericht der Revisoren. Die Mitglieder der Werkstätten von R. Schmidt& Co., Zimmer, 2. Neuwahl des Rendanten Stellvertreters. 3. Antrag des Vorstandes: Gebr. Schulz u. f. w. werden besonders eingeladen. Die Ortsverwaltung. § 13 Abfat 3 des Statuts folgende Fassung zu geben: Im Falle der Erwerbsunfähigkeit vom dritten Tage ab für jeden Krankheitstag die Hälfte des durchschnittlichen Tagelohns(§ 12) als Stranfengeld. 4.§ 17 Abja 2 die Worte zu streichen: Oder durch schuldhafte Betheiligung bei Schlägereien oder Raufhändeln oder burch Truntfälligkeit. 5. Zu§ 55 Abfats 4 hinzu: Fachverein der Holz- und Bretterträger Jahresrechnung. 6. Aenderung des§ 56 Abfas 4 und§ 65 Absatz 1. 7. Anzusetzen: Festsetzung der Entschädigung der Revisoren zur Prüfung der trag der Hilfsarbeiter um Gehaltserhöhung. 8. Verschiedenes. Der Vorstand. 1387b Schrifthauer! Am Freitag, den 18. März cr., im Lokale des Herrn Hoffmann, Alexanderstrasse 27c: Berlins und Umgegend. Sonntag, den 20. März, vormittags 10% Uhr, im Lokal des Herrn Ewald, Schönleinstrasse 6: Mitglieder- Versammlung Tagesordnung: 1. Vereinsangelegenheiten. 2. Abrechnung vom Maskenball. 3. Auf 84/4 Zahlreichen Besuch erwartet Oeffentl. Derlammlungnahme neuer italieber. 4. Gewertſchaftliches. Tages Ordnung: 1. Tarifangelegenheiten. 2. Verschiedenes. Zu dieser Versammlung ist es Pflicht, daß jeder Kollege erscheint, da sämmtliche Meister eingeladen find. [ 172/7] Der Vertrauensmann. Atung! Friedrichsfelde. Atung! Bentral- Krankenkaffe der Maurer 1. Freitag, 18. März, abds. 8½ Uhr, bei Babe, Prinzen- Allee 30: Volks- Versammlung zur Feier des 50jährigen Gedenktages des 18. März. Tages Ordnung: Vortrag des Genoffen Kotzke.- Gefangsvorträge des Gesangbereins Vorwärts III. Bur Dedung der Unkosten wird ein Entree von 10 Pf. erhoben. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 222/10 Der Vertrauensmann. " Grundstein zur Einigkeit". Sonntag, den 20. März, vormittags 10 Uhr, in Stabernac's Salon, Inselstraße 10: Außerordentliche Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Wahl der Abgeordneten zu der am 31. Mai in Erfurt stattfindenden General- Versammlung und Anträge zu derselben. 149/2 NB. Die Versammlung wird punkt 10 Uhr eröffnet. Ohne Mit gliedsbuch kein Zutritt. Die Verwaltung. J. A.: Wilh. Garbe. Der Vorstand. Achtung, Textil- Arbeiter! ( Filiale I. Berlin.) Am Donnerstag, den 17. März 1898, abends 8% Uhr, bei Wilke, Andreasstrasse 26: Versammlung. Tagesordnung: 1. Diskussion über die Anträge zur Generalversammlung. 2. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Am Sonntag, den 3. April findet im Lokale Königsbank" ein Vortrag des Herrn Dr. Meyer über" Die Reise nach Spizbergen" in 160 Lichtbildern statt. Billets sind in der Versammlung zu haben.[ 197/6 Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW., Benlhftr. 2. Soeben ist erschienen: Zum Jubeljahr der Märzrevolution Von Wilhelm Tiebknecht. 96 Seiten 8°. Preis 30 Pfennig. Porto 5 Pfennig. Bereits im Sommer hatte der Parteivorstand den Genossen Liebknecht mit der Abfaffung der Broschüre beauftragt, die nunmehr auf den 18. März von dem Verlag publizirt wird. Die glänzend geschriebene Schrift enthält nicht blos eine lebendige, eingehende Schilderung der 48 er europäischen und namentlich der deutschen RevolutionsBewegung, sondern auch eine kritische Würdigung jener Ereignisse und sie faßt zum Schlusse die Aufgaben zusammen, welche die deutsche Arbeiterklasse, die zielbewußte Erbin der 48 er Vorfämpfer, zu übernehmen von der Geschichte bestimmt ist. Lichtbilder- Vortrag heute Mittwoch, b. 16. März, abends 82 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c. Prakt. Naturheilk. Grundmann spricht über Leber, Nieren und Blasenleiden. Männer und Frauen willkommen. Entree 20 Pf. Körper- und Naturheilverein Alexanderstr. 8. Sprechzeit 11-1 und 6-8. Sonntags 11-12. Möbel und Volfterwaaren. Franz Tutzauer, Freitag, 18. März, abends 8 Uhr, Mariendorf Tempelhof. bei Gerth in Tempelhof ( Dorfstraße): Allen Freunden, Genossen und Kollegen meines Mannes Karl Kühne die traurige Nachricht, daß der selbe am 13. d. Mts. gestorben iſt. Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins.[ 12/2 T.- O.: Vortrag des Genoffen Faber- Röpenid: Der 18. März. Disfuffion. Gäste stets willkommen. Charlottenburg. P. Fabert, Botsdamerite. 7. Stand 10,00 bis 80,00, Mand. Betten Daun. 2,35, Bettfed., Bettw., Gard. spottb. Bettenhaus Neanderstr. 8. Ausverkauf! Wegen Abbruch des Hauses Spandauerstr. 30 ftelle ich meine enormen Waarenvorräthe, beſteh. aus: Teppichen, Portieren, Gardinen, Divan-, TischTischlermeister, Berlin SW., Blücherstr. 14. Reise-, SteppVom 1. April 1898 ab: N. Brunnenstrasse 152. Deutsch. Porter 1898er Modell, erstkl. Fahrrad deutsches Fabrikat, reelle Garantie, verk. billig Carl Decken, Läuferstoffen, Möbel und Polsterwaaren- Fabrit. Wohnungs- Einrichtungen in jeder Preislage. Theilzahlung gestattet. 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Die Beerdigung findet heute Nachmittag 4 Uhr vom Trauer: haufe, Schönhauser- Allee 71 aus, statt nach dem Gethsemane Kirchhof in Nieder- Schönhausen. Wir verlieren in dem Ver: storbenen einen treuen Freund und Mitarbeiter, welcher bis zum letzten Athemzuge für die Organisation gefämpft hat. Ehre seinem Andenken! Um rege Betheiligung ersucht 75/5 Der Vorstand. Nachruf. Am 1. März verschied im besten Mannesalter von 38 Jahren unser Farbigm., Verfilb. u. Versilberin v. seit acht Jahren thätiges Mitglied Wienerstr. 57a. 13426 Farbigmacher verlangt C. Ruthenberg. Putzfedern. Junge Mädchen zum Lernen bei dreimonatl. Lehrzeit u. sofortigem 12126 Gehalt verlangt Adolf Rosen, Gertraudtenstr. 23. Bader verlangt E. Ruthenberg.( 13555 Schraubendreher gesucht Hermann Hensecke. Derselbe war ein stets gern gesehenes Mitglied. Ehre seinem Andenken. 13596 Der Ranchklub ,, Sudan“. Kränze, Guirlanden empfiehlt 44082* Rühle, Stopiſchſtr. 1. F. Jacobitz, Koppenstr. 46. 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Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Meter 7 Pf. Pf. ¡ Stück 3 PL Nr. 63. 15. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwo, 16. März 1898. Versammlungen. " duselei, ben die klassenbewußten Arbeiter aller Berufe Lage sei eine vorzügliche; von allen Seiten strömen Unterstützungen in ihrem eigenen Interesse Interesse unterstüßen müßten, denn herbei. Wenn man weiter fest und geschlossen vorgehen würde, so auch in den anderen Gewerkschaften werde sich wie Töpfer müßte sich bestimmt schon in den nächsten Tagen ein Erfolg zeigen. Eine allgemeine Gewerkschafts- Versammlung, in der die Thieme in der vorigen Versammlung richtig bemerkt habe einmal- An der fehr lebhaften Diskussion betheiligten sich no wad, In einer gleichen am 6. März abgehaltenen Versammlung begonnene ein ähnlicher Rampf abspielen. Bedauert wurde es, daß der Ans- König, Hildebrand, Bellnick, Roch und Krause. Diskussion über die Stellung der Arbeiter zu den aus Anlaß der schuß der Gewerkschafts- Kommission es ablehnt, fich an diesen Ver- Sämmtliche Redner sprechen sich über den günstigen Stand des Zarifgemeinschaft unter den Buchdruckern entstandenen Streitigkeiten fammlungen zu betheiligen, ferner wurde der Vorwärts" fritisirt, Streits aus, ermahnen zum festen Zusammenhalten und protestiren fortgesetzt wurde, tagte am Montag in den„ Arminhallen" und war weil er in der Frage des Buchdruckerkonflikts eine andere Haltung gegen das Vorgehen der Behörden. Now ad giebt Einzelvon etwa 50 Personen besucht. Es sprachen die Buchdrucker Hoch, einnehme, wie die Leipziger Volkszeitung" und die meisten sozialbeiten aus den augenblicklichen Werkstättenzuständen und vers Rigler, abjuhn, Arendsee und 3 achan, ferner Buch- demokratischen Zeitungen und weil er seine Leser nicht unterrichte über langt für die Posten der Streifenden das gleiche Recht, binder Bär, Handelshilfsarbeiter Schulz und Wäschezuschneider die Gefahr, die den Arbeitern droht, wenn der Klassenstandpunkt so wie für die unbehelligt bleibenden analogen Maßregeln der Koopmann. Die Buchdrucker besprachen zum theil mit großer verleugnet werde, wie es der Verband der Buchdrucker thue. Die Unternehmer. König verliest ein Flugblatt der Schuh- und LederAusführlichkeit das Wesen der Tarifgemeinschaft, sowie den Verlauf Redner aus anderen Berufen stimmten den Buchdruckern im allgemeinen zu, industriellen, wonach Annahme und Entlassungsrecht den Unterder infolge derselben in ihrem Verbande entstandenen Opposition und namentlich hielten auch sie es für wünschenswerth, daß sich sowohl nehmern allein zugestanden ist; jedoch sollten in den Arbeiterdie Ausschließung der Opponenten. Gie betonten, daß sie nicht die die Gewerkschaftskommiſſion, wie auch die Arbeiterschaft mit der nachweiſen auch Arbeitern Giß und Stimme gewährt werden. Im Einführung von Tarifen an sich bekämpfen, sondern nur die Tarif- vorliegenden Angelegenheit befaffe und Stellung zu derselben nehme. übrigen stellt er folgende Resolution: Die heute hier tagende gemeinschaft, d. h. die Einrichtung, welche Gehilfen in Ge- Es gelangte eine Resolution zur Annahme, die sich mit der am Schuhmacherversammlung erklärt die Aeußerung des Polizeipräsidenten meinschaft mit Prinzipalen zu Richtern über Durchführung 6. März beschlossenen deckt, und eine andere, welche lautet: Die durch die Presse, wonach die streifenden Schuhmacher mit Rotte" beund Auslegung der Tarifbestimmungen einsetzt, und welche da Bersammlung erkennt den aus dem Verbande ausgeschlossenen und zeichnet wurden, für eine schwere Ehrverlegung. Die Versammlung beide Parteien im Tarifamt und Ausschuß in gleicher Stärke ver- jezt außerhalb desselben organisirten Buchdruckern das Recht der stellt daher an den Polizeipräsidenten das Verlangen, die an treten findes mit sich bringt, daß Anträge, die zu gunsten Wertretung in der Berliner Gewerkschaftskommission zu. geblichen Vergehen streikender Schuhmacher zu beweisen oder der Gehilfen gestellt sind, mit Stimmengleichheit abgelehnt die Beleidigung öffentlich zurückzunehmen."- Diefe Resolution werden. Diese Tarifgemeinschaft und die Festlegung auf Eine öffentliche Schuhmacherversammlung fand am Montag wird einstimmig angenommen Im Verschiedenen wird mitgetheilt, lange Jahre verstoße gegen die Prinzipien der die Prinzipien der modernen in Nieft's Restaurant, Weberstraße, statt. Weber die augenblickliche daß dank der guten finanziellen Lage die Streikunterstützung für die Ilaffenbewußten Arbeiterbewegung; daher hätten auch die Arbeiter Bage des Streits berichtet Herrmann. Aus seinen Ausführungen nächste Woche um eine Mark erhöht werden könnte; man hoffe bei anderer Berufe, soweit sie auf dem Boden der modernen Arbeiter ist ersichtlich, daß im Laufe der letzten Woche fich eine Anzahl Ab guten Unterstützungen die Wochenrate auch noch weiter erhöhen au bewegung stehen, nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht, trünniger gefunden habe. Es sei zu bedauern, daß es sich hier nicht können, falls sich der Ausstand noch weiter in die Länge ziehen dem Buchdruckerverbande begreiflich zu machen, daß er auf dem um gewöhnliche Arbeitswillige handele, sondern vielmehr um Per- follte. Ein Antrag, am 18. März einen Kranz auf dem Friedhof Wege, den er jetzt einschlage, die Prinzipien der modernen Arbeiter- sonen, die den Kollegen gegenüber fest versprochen hätten, treu an im Friedrichshain niederzulegen, wird einstimmig angenommen. bewegung nicht mehr vertrete, und daß er namentlich mit dem Aus- ihrer Seite auszuharren. Einige hätten sogar so lange gewartet, schluß derjenigen Mitglieder, welche die Maßnahmen des Vorstandes bis sie die erste Streitunterstützung erhalten hätten, um dann sogleich fritisiren, gegen die demokratischen Grundsäge verstoße. Der Kampf, am folgenden Tage die Arbeit wieder aufzunehmen. Nach der allden die Tarifgemeinschaftsgegner gegen den Verbandsvorstand führen, gemeinen Stimmung jedoch zu urtheilen, feien die Aussichten jetzt sei ein Kampf des sozialistischen Gedankens gegen die Harmonie- für die Arbeiter um ein bedeutendes günstiger. Auch die finanzielle| Märzgefallenen". Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner. Heute Abend 8% Uhr in G. Feuerstein's Fesisälen, Alte Fatobftr. 75: Bersammlung, Der Berliner Arbeiter- Verein hält am Donnerstag, den 17. März, abends 8 Uhr, in Steller's Festfälen, Koppenstr. 29, eine öffentliche Märzfeier" ab. Fest: rebe bes Herrn Profeffor Quidde- München über:" Das Bermächtniß der Proben und Preislisten portofrei. 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