Paid a 1 2 3] 20 i pred 15. Jahrg. uit Mr. 64. angle sid incundo daje pus Vorwärts Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 wt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntagss Nummer mit illuftrirter SonntagsBeilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal.iufd Eingetragen in der Post ZeitungsPreisliste für 1898 unter Dr. 7576. 11 Unter Kreuzband für Deutschland und z Desterreich- Ungarn 2 Mart, für bas) and gate 8618 übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montage. Berliner Volksblaff. id Die Insertions- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene Kolonel getle ober beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, sidfowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition st an Wochentagen bis 7 Uhr abends, inan Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Rmt 1, Mr. 1508, Telegramm Abreffe: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 17. März 1898. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. neue Das Volk muß es zahlen! eine ftart progressive Einkommensteuer für alle, die nicht zur Ab- sind die Wohlhabenden übermäßig besteuert und die leistung der Dienstpflicht herangezogen wurden, geplant war, die Unbemittelten bieten eine verhältnißmäßig stärkere Mög Die Posse, welche das Zentrum seit Monaten dem außer einer Kopfsteuer von 4 M. per Jahr, für Einkommen von lichkeit, Steuern zu tragen. Wenn aber auch Volk m. 1000-1200 m. 10 M. betrug u. f. w. für Einkommen von 6 bis deutschen Bolt und besonders seinen eigenen Wählern vor 7000 m. 180 m. und für jedes 1000 in. Ginkommen mehr 30 m. feiner der Bundesregierungen solche Auffassungen belieben spielt, geht ihrem Ende zu. Zwar stehen noch die zweite Lesung betragen sollte. Was damals möglich gewesen sei, sei auch heute sollte, was wird aus ihren feierlichsten Versprechungen, sobald des Flottengesetzes in der Kommission und die zweite und möglich, wenn man wolle. Er und seine Freunde werden an die Landtage- Geschöpfe vielfach der elendesten Wahlsysteme, dritte Lesung im Plenum bevor. Aber der Handel zwischen ihrem Antrag festhalten und denselben in verbefferter Form im Vertretungen des unverfälschtesten Mammonismus gegen Zentrum und Regierung sammt Regierungsparteien ist doch Reichstag wieder einbringen, insbesondere werde derselbe auch die Heranziehung der stärkeren Steuerkräfte" eintreten? Sehen nun so gut wie abgeschlossen. Fürsorge treffen, was im Falle von Ueberschüssen ge- wir doch heute in Sachsen, wie die Regierung vergeblich In der heutigen Sigung der Budgetkommission ist auch schehen solle. Die Einzelparlamente seien gar nicht an die Erklärung eine Vermögenssteuer einzuführen versucht. der letzte Stein des Anstoßes, die Frage der Kostendeckung, gebunden; 22 Landtage tönne man nicht unter einen Hut bringen, aus dem Wege geräumt worden. Herr Dr. Lieber ist auch Den einzig gangbaren Weg biete nur die von den Sozialdemokraten und der Ausdruck stärkere Steuerkräfte" sei sehr unbestimmt. über den letzten Stod gesprungen, der ihn von den wonnigen vorgeschlagene Reichs- Einkommensteuer.fnd Umarmungen der Regierung trennte. Wir geben nachfolgend den Bericht über die Kommissionsverhandlung: Die Kommission trat sogleich in die Berathung der Deckung der Kosten ein. Abg. v. Bennigsen hat seinem Vorschlage jetzt folgende Faffung gegeben: Soweit die Summe der fortdauernden und einmaligen Aus gaben der Marineverwaltung in einem Etatsjahre den Betrag von 117 525 494 M. übersteigt und die dem Reiche zufließenden eigenen Einnahmen zur Deckung des Mehrbedarfs nicht aus reichen, darf der Mehrbetrag nicht durch Erhöhung oder Vermehrung der indirekten Reichssteuern gedeckt werden." Abg. Richter: Es gebe Finanzzölle und Schutzölle, und da tönne 3. B. der Tabat ebenso durch die Zollgesetzgebung wie durch indirekte Steuer belastet werden. Wo fange hier der Massenverbrauch an? Nur in bezug auf die Braufteuer habe die Erklärung des Grafen Posadowsky vielleicht einen Werth. Für ihn haben solche Erklärungen der verbündeten Regierungen nach allen Erfahrungen fein Gewicht. Die Stellung seiner Partei bleibe ebenso ablehnend gegenüber der Vorlage wie vor der Erklärung. Abg. Dr. Hammacher: Die Erklärung der verbündeten Regierungen sei für ihn durchaus überzeugend. Seine eigene Resolution habe dadurch ihre Erledigung gefunden und er ziehe sie daher zurück. Staatssekretär Graf Posadow3ty betont nochmals, daß die ftaaten abgegeben fei. Die Abgg. Bebel und Richter messen diesem Umstande wohl nicht genügend Bedeutung bei. Vor allem aber: Graf Posadowsky sprach nur von Bennigsen- Lieber. Wohlweislich änderte Abg. Bennigsen den indirekten Reichs steuern", desgleichen der Antrag von Reichs früheren Wortlaut seines Autrages, der abgaben sprach. Jetzt sind die Einnahmen aus 3öllen völlig von den Erklärungen der Regierung ausgeschlossen. Mit Zöllen dürfen die schwachen Schultern auch weiterhin für Marinezwecke luftig weiter belastet werden. Das Poffenspiel ist deutlich, überdeutlich. Man thut so, als ob man ein Herz für den kleinen Mann" habe, indem man ihn vor neuen indirekten Steuern zu schüßen verspricht. Zu gleicher Zeit behält man sich vor, ihn durch die wucherischste aller Belastungsarten, durch Zölle auf das tägliche Brot und die nöthigften Lebensmittel, weiter zu schädigen. Freilich, da man durch Zollerhöhungen die Einnahmen des Staats vermehrt und ihn zur Verausgabung der Marine- Milliarde befähigt, schafft man zugleich den Agrariern Befriedigung ihrer gierigsten Wünsche. Der Unterschied zwischen dieser Fassung des Bennigsen'schen Erklärung auf grund übereinstimmender Erklärungen der Einzel- schlägt man zwei Fliegen mit einschädigen. Freilich, da Antrages und der früheren besteht nur darin, daß jetzt von Reichsfteuern die Rede ist, dagegen früher von Reichs a bg a ben, worin also auch die 3 ölle einbegriffen waren. Abg. Lieber beantragte, hinter dem Worte indirekten" einzuschieben die Worte„ den Massenverbrauch belastenden", und gab als Referent einen Ueberblick über das bisherige Ergebniß der Be rathungen der Kommission. Er erklärte sich bereit, auf seinen eigenen Antrag zu gunsten des Bennigsen'schen zu verzichten; nur wünsche er noch eine Bestimmung, wie verfahren werden sollte, wenn in den Einzelstaaten die Eröffnung neuer Einnahmequellen zur Befriedigung der Marine- Aufwendungen nothwendig wird. YS Nunmehr erklärte Staatssekretär Graf v. Posadowsky: Die verbündeten Regierungen würden bereit sein, folgenden Baras graphen in das Flottengesetz aufzunehmen: Soweit die Summe der fortdauernden und einmaligen Ausgaben der Marineverwaltung in einem Etatsjahr den Beirag von 117 525 494 M. übersteigt und die dem Reiche zufließenden eigenen Einnahmen zur Deckung des Mehrbedarfes nicht ausreichen, darf der Mehrbetrag nicht durch Erhöhung oder Vermehrung der den Massenverbrauch belastenden indirekten Reichssteuern gedeckt werden." Der Staatssekretär machte darauf noch folgende Ausfüh rungen: Auf grund übereinstimmender Erklärungen der einzelnen Bundesregierungen bin ich in der Lage, folgendes hier zu erklären: werden würden. Es handele sich in der Erklärung um die Abg. Frhr. v. Hertling( 3) ist durchaus einverstanden mit der jetzt beabsichtigten Lösung der Frage. مساحة So sieht die Sicherheit aus, die angeblich dem Volke gegen Mehrbelastung geboten sein soll.pone " Abg. Müller Fulda( 3tr.): In der Erklärung liege ein Prinzip und das sei das wesentlichste. Auf die nothwendigen Lebensbedürfnisse dürfe natürlich kein weiterer Boll gelegt werden, dagegen müßten die Lurussteuern mehr ausgebaut werden. Abg. Frese( frf. g.) ist durch die abgegebene Erklärung befriedigt und wird mit seinen politischen Freunden nunmehr für die Auf die Namen Bennigsen Lieber ist der KomBorlage stimmen, Gegenüber der Beunruhigung, die Richter in missionsantrag getauft, der die neue schwerste Verletzung der bezug auf die Tabakbelastung in die Debatte getragen, möchte er Boltsinteressen herbeiführt. Nicht deutlicher konnte bekundet feststellen, daß das Prinzip des Antrages Bennigfen- zieber nur da werden, wie sich das Zentrum zum Nationalliberalismus" ge bin gehen kann, den kleinen Mann, den Arbeiter nicht neu zu bewandelt hat. Po do laften. Abg. Graf Arnim( fonf.). Graf Roon( fonf.). Gröber( 8) Die konservativ- nationalliberale Militärreaktion erreicht erklären sich für den Antrag Bennigfen- Lieber. Abg. Singer alle ihre Wünsche mit Hilfe des Zentrums. Sie erreicht nicht legt den Standpunkt seiner Partei des näheren dar und polemisirt nur die Flottenvermehrung, die, statt den Frieden zu sichern, gegen die gegnerischen Einwände. Referent Dr. Lieber faßt friegerische Konflikte vorbereitet. Sie erreicht nicht nur alsdann nochmals die heutige Berathung zusammen, erflärt sich be- auch die Vernichtung eines der wichtigsten Rechte sonders gegen Steuern auf Vorrath". der Bolksvertretung. Sie erreicht auch die Ab wälzung der ungeheueren Kosten für die Flottenvermehrung Don den Schultern ihrer Klasse, welche von Patriotismus" überfloß, wenn es galt, die Marinevorlage zu preisen, welche aber die Vorlage ablehnen wollte, wenn sie dazu zahlen sollte. Das Volt muß es zahlen. Es wird sodann zur Abstimmung geschritten. Der Antrag Bebel( Reichs Einkommensteuer) fällt gegen 4 Stimmen. Der Antrag Richter( Vermögenssteuer) wird gegen 3 Stimmen ab. gelehnt. Der Antrag Bennigsen- Lieber wird mit allen gegen 4 Stimmen angenommen; dagegen stimmen die Abgg. Bebel, Meister, Singer und Galler( südd. Bp.). " " Das Bolt wartet auf die Wahl, um dem Trifolium Tirpiz Lieber Bennigsen seine Antwort zu ertheilen! und man of 1848. Erinnerungstage der Revolution. dams . 17. März.hishni s Der Tag verlief in Berlin, äußerlich betrachtet, ruhig. Sollte die Ausführung des Gesetzes über die Flotte die Er höhung bestehender oder die Einführung neuer Landessteuern in Es ist also gekommen, wie man voraussah. Die Zentrums: den Einzelstaaten nothwendig machen, um den erhöhten Anforde partei, welche früher stets in Opposition gegen übermäßige rungen des Reiches zu genügen, so werden die Einzelregierungen Flottenforderungen der Regierung stand, ist zur eifrigsten ihrerseits darauf bedacht nehmen, bei einer derartigen finanziellen Helfershelferin der Regierung geworden und zwar angesichts Maßregel die stärkeren Steuerkräfte heranzuziehen." Hierauf erklärten sich die Abgg. Bennigsen und v. Maffow solch außerordentlich hoher Forderungen, wie sie bisher noch ( tons.) für völlig befriedigt. Abg. Lieber bedauert, daß die niemals im Deutschen Reiche erhoben worden waren. err Das Zentrum hat alle Ideale, die es je besessen, verRegierung feinen Antrag für unannehmbar halte, und muffe fich nun dieser Thatsache fügen. Auch brannt, und betet nun an, was es einst verbrannt hat. fei die Erklärung der verbündeten Regierungen fehr ent fehr ent: Das Zentrum hat die Bindung des Etatsrechts des Massenversammlungen und Tumulte fanden nicht statt. Aber große gegenkommend. Den Parlamenten sei durch den Wortlaut Reichstags bewilligt. Für alle Zeit soll ein Mindest- Erbitterung herrschte in allen Gesellschaftskreisen wegen der blutigen Der abgegebenen Erklärung das Recht gewahrt, das sie bes soll best and der Flotte festgesetzt werden. Während bisher militärischen Graeffe. Die verschiedensten Korporationen waren zu aufpruchen könnten. Die spizigsten Rechner selbst wären der An der Reichstag es in der Hand hatte, jedes Panzerschiff, das ficht, daß für die ersten Jahre keine Mehrforderungen erforderlich die Regierung verlangte, je nach seiner Ueberzeugung zu be- erregten Berathungen vereinigt über die zu unternehmenden prinzipielle Seite der Frage und das erleichtere ihm die Zustimmung. willigen oder nicht zu bewilligen, jetzt hat er, nach Annahme Schritte. Im Kemperhof, einem im Thiergarten belegenen VerDie Kommission fönne sich mit dem Erreichten zufrieden geben. des Flottengesetzes, nichts mehr dreinzureden. Nur gnügungs- Lokal, tagte vormittags eine Versammlung von Auf eine Anfrage des Abg, v. Kardorff erklärt Staats- die Regierung behält das Recht, noch mehr zu verlangen Bürgern, die nachmittags in einem Lokal der Köpnickersekretär v. Posadowsky, daß die Bollgefeßgebung durch die und sie wird schon vor Ablauf des Serennats, deß sind straße fortgesetzt und in der beschlossen wurde, eine große abgegebene Erklärung nicht berührt werde, da sie durch handels- wir heute schon sicher, mehr verlangen, der Reichstag fann Frieden demonstration der Bolts wünsche" au politische Abmachungen bedingt werde. nichts verweigern an der geschlich festzulegenden Schiffszahl. veranstalten. Es sollten am folgenden Tage, dem 18., nachmittags Und heute ist nun auch die Kostenfrage zur Zu 2 Uhr, dem König in einer Adresse die Hauptforderungen des Volkes Abg. Bebel: Nach langer Mühe und Arbeit scheine endlich friedenheit der Regierung und der Reaktion geordnet worden. Durch eine Deputation überreicht werden und während der Ueberdas Ei des Columbus zur Welt gebracht zu sein. Das Erscheinen Das arbeitende Volk Deutschlands vor neuen militärischen gabe sollten die Theilnehmer der Demonstration, mehrere tausend deffelben erwecke bei der Mehrheit große Befriedigung, das sei er- Ausgaben zu schüßen, das posaunte das Zentrum immer als Schußbeamte mit Stab und Binde dekorirte Bürger, schweigend flärlich. Die Herren im Zentrum seien, nachdem sie sich von der wieder als seine hohe Aufgabe aus, die es niemals verNuglosigkeit ihrer bisherigen Bestrebungen überzeugt, fehr be- nachlässigen werde. Noch vor kurzen Monaten bei der ersten auf dem Schloßplaze verharren. Die Hauptstelle der von Dr. Wöniger scheiden geworden. Er finde, das entdeckte Ei sei aber ein taubes Lesung der Flottenvorlage im der Flottenvorlage im Plenum betheuerte Herr verfaßten Adresse lautet folgendermaßen: Ei. Daß der Antrag Bennigfen die Grundlage bilden werde für die Dr. Lieber, daß er in dieser Frage fich nicht das geringste Verständigung, hätte er schon neulich vorausgefagt, der Antrag Lieber werde abhandeln lassen. Und noch am 5. März betonte verbeffere ihu aber nicht. Er eröffne die Aussicht auf fog. Lurus er in der Kommission den Erust der Situation"; es fteuern, die aber, soweit sie wirklich Luxussteuern feien, nichts ein- müffe, so führte er aus, Sicherheit geschaffen brächten, weil die Erhebungskosten sie größtentheils verschlängen, oder soweit sie etwas einbrächten, feine Luxussteuern genannt werden werden gegen eine Mehrbelastung des Voltes; mit dieser fönnten, z. B. eine Fahrradsteuer. Redner führt dies näher aus. Frage stehe und falle die Vorlage". laudlotice Außerdem werde der Antrag Bennigsen das Schuldenmach e 1 Und heute? Ift Sicherheit geschaffen worden? befördern. Dem Versprechen der Regierungen lege er gar Wie die Vertreter der Sozialdemokratie in der Kommission, teinen Werth bei, er sei fogar unsicher, ob tünftige sowie auch der Abg. Richter gezeigt haben, bieten die, feier Ministerien durch ihre Vorgänger gebunden werden könnten. Aber lichen Erklärungen" des Grafen Posadowsky noch nicht einzugegeben, daß sei so, die Landtage fönne man nicht mal Sicherheit gegen neue indirette Steuern. Denn binden, die Landtage tönnten beschließen was sie wollten, also nur den Maffenverbrauch belastende Steuern" sollen ausschiebene Besteuerung zu stande, in jedem Staate eine geschlossen bleiben bei Aufbringung der Kosten für das Flotten- wendigste, dadurch nur die Pfade weiterer Entwickelung anbahnend. auch die Vorlagen ablehnen. Außerdem käme eine ganz vernur andere; für den Reichszwed würden die Personen von gleicher gefeß. Welches sind aber den Wassenverbrauch belastende Vermögenslage ungleich getroffen. Jetzt würden die Einzelstaaten Steuern"? Hierunter kann jeder jedes versteheit. Nach der Art, wie aus den Reichseinnahmen gefüttert, fünftig sollten sie das man in Preußen- Deutschland neuerdings Versprechungen auszuReich erhalten helfen, das werde sehr lebhaften Widerlegen" verstanden hat, wäre es eine kindliche Leichtherzigkeit, spruch erregen. Es gebe nur einen Weg, das Reich wie die in dieser Frage ähnliche Auslegungsversuche für ausgeschloffen Einzelstaaten auf eigene Füße zu stellen. Das könne man, wenn zu erachten. ,, Allergnädigster König! Der innere Unfriede unserer Stadt ift nicht von heute oder gestern; er wurzelt tief in der Geschichte unferer Generation. Das Bedürfniß nach größerer politischer Freiheit hat sich lange in tausend und tausend Symptomen fundgegeben; es ist durch die Ereigniffe im Westen nicht in uns ges weckt, nur zum klaren Bewußtsein gebracht. Ohne die Befrie. digung dieses Bedürfnisses würde es ein eitles Bestreben sein, den vollen Frieden, die volle Eintracht zwischen Fürsten und Volk zu bewahren. Allergnädigster Rönig! Unerreichbares zu erstreben, liegt nicht in unserer Absicht; wir beschränken uns auf das noth. Dahin gehört: 1. Zurückziehung der militärischen Macht; amb 2. Organisation einer bewaffneten Bürgergarde; 396 3. Gewährung der uns seit einem Menschenalter verbürgten, unbedingten Preßfreiheit; 4. Ginberufung des Bereinigten Landtages. 19 man wolle. Der Weg sei in feinent und feiner Freunde Antrag ge- Dann das Versprechen der Regierungen, bei eintretender geben. Alle Einwendungen gegen eine 9 eichs Einkommen. fteuer feien hinfällig. Außerdem hätten die Regierungen ihrer Nothwendigkeit in den Einzelstaaten die stärkeren Steueralt wird uns dies gewährt, wird es uns sofort gewährt, dann feits selbst den Weg der Einkommensteuer betreten und zwar im träfte" heranzuziehen. Wer sind die stärkeren Steuerkräfte"? Jahre 1881 in Form der Wehrsteuer. Redner zeigt, daß damals Nach Ansicht so mancher Junker und mancher Kapitalisten find weit entfernt zu glauben, daß, wie eben gesagt ward, das garantiren wir den wahren Frieden unserer Stadt; denn wir die Wohlfahrt aller." demonstration". Volte über. A Berlin, 16. März. worden war-, " x Unterint b. h. fie können in rechtsverbindlicher Weise nur auf dem Eigenthum und die Sicherheit der Bürger Berlins in der größten geordneten Leugmann und Gröber. Obwohl der Abg. Gröber fein, daß die Verpflichtung zur Ablieferung von Exemplaren Gefahr ist"; wir haben ein festeres Vertrauen zu der kräftigen, sich in der zweiten Lesung in der Kommission zu allen mög- jedes Werkes an die Königliche und die Universitäts- Bibliothek gesinnungstüchtigen Haltung unserer Einwohnerschaft. lichen Zugeständnissen der Militärverwaltung gegenüber aufgehoben würde; sie stießen dabei jedoch auf den Widerstand der Ja, Ew. Majestät, unser ganzes Bolt empfindet es tief, und bestimmen ließ, hatte er gestern dennoch gegen einen Regierung, die wohl nicht mit unrecht die großen Vortheile betonte, die der Allgemeinheit aus der Benußung einer möglichst alle Ers start, daß es reif und mündig ist, mitzufigen im Rathe seiner noch größeren Uebelthäter nach dieser Richtung, den scheinungen umfassenden Bibliothek erwachsen. Daß der„ KulturAbgeordneten Lenzmann, polemifirt. Heute vertheidigte Staat" Preußen in wichtigen Kulturfragen noch lange nicht an der Fürsten; gewähren Sie uns dies, und das ganze Bolt wird sich Herr Lenzmann dagegen, daß er so heimtückisch ge- Spike marfchirt, bewiesen die Erörterungen des technischen intent ein einziges Schutzbeamtenthum sein ein Schutzbeamtenthum wesen sei, das Gesetz zu verschlechtern. Seine längere Ber- richtswesens, bei welcher Gelegenheit von Rednern aller Parteien für die Freiheit des Vaterlandes, die Sicherheit des Thrones and theidigung konnte aber nicht die ganze schwächliche Stellung auf die Nothwendigkeit hingewiesen wurde, mit der Entwickelung verdecken, die er thatsächlich in der Kommission eingenommen der Technik fortzuschreiten und mehr Technische Hochschulen zu er Im Köllnischen Nathhaus, im Saale des Werder'schen Gym hatte. Die namentliche Abstimmung über den§ 2, richten. Der Kultusminister Dr. Bosse erklärte sich jedoch nur naflums zc. fanden ebenfalls Bürgerversammlungen statt. Die Parole bie gestern wegen Beschlußunfähigkeit des Reichstages sur Errichtung einer Hochschule in Danzig bereit, für die sich bekanntlich zu einer großen friedlichen Demonftration vor dem Schloß verbreitete vertagt werden mußte, führte zur Annahme des be- der deutsche Kaiser entschieden hat, während er für die vorigen Städte, insbesondere für Breslau, das Bedürfniß bestritt. sich mit großer Schnelligkeit durch die Stadt. Ueberall besprach strittenen Passus und schließlich des ganzen Paragraphen. Die Berathung des Kultusetats wird morgen fortgesetzt. man den Plan und rüstete fich zu der bevorstehenden Friedens. Bassus. Damit sollen also die Duellanten des Beurlaubten feit unserer Auffassung, daß die bekannte" Berichtigung Ein Theil des Zentrums stimmte wie gestern gegen diesen§ 138a Abja 5 der Gewerbe- Ordnung. Die RichtigDie fächsischen Städte veranstalteten abends Illuminationen. Nachdem eine Reihe von Anträgen unserer Partei gegen die erlassen worden ist, erfährt eine neue Bestätigung standes fünftig auch der Militärgerichtsbarkeit unterworfen werden. im Reichs- Anzeiger" volltommen unbefugterweise Ueberall herrschte Jubel wegen des Erreichten. Auf dem Lande Stimmen der freisinnigen Voltspartei und unserer Partei ab- durch folgende, sehr bemerkenswerthe Ausführungen der dauerte die Gährung noch lange an, da die Bauern unbefriedigt ge- gelehnt waren, entstand eine längere sehr intereſſante offischen Beitung": lassen waren. Das Schönburg'sche Schloß Waldenburg wurde ein- Debatte über den§ 8 des Gesetzes. Diese äußerst Ein in der zweiten und dritten Lefung angenommener Zusatz geäschert. Im Erzgebirge und in verschiedenen Städten revoltirten reaktionäre Bestimmung des§ 8 will alle Beleidigungen, trug" die Biffer 1a; diese wurde in der Zusammenstellung der Bedie brot und arbeitslosen Arbeiter. Duelherausforderungeen u. dgl., die aus Aulaß des Dienst schlüsse, auf grund deren die endgiltige Abstimmung erfolgte, in 2 In München erscheinen folgende Erlasse:„ Wir von Gottes verhältnisses innerhalb eines Jahres na ch Entlassung aus dem verwandelt; demgemäß hätten die Ziffern 2 und 3 in 3 und 4 verwandelt Militärverband begangen werden, der Miltärgerichtsbarkeit werden müssen. Das aber ist nicht geschehen. Ob einzelne AbGnaden König von Bayern finden uns in der Erklärung bewogen, unterwerfen. Die Konservativen wollten sogar der ursprünglichen geordnete und wie viele dieses Versehen vor der Endabstimmung daß die Gräfin von Landsfeld( Lola Monteg) das bayerische Vorlage entsprechend diese Militärgerichtsbarkeit auf die Dauer bemerkt und das Gesetz in der einen oder der anderen Form ges Indigenat zu befißen aufgehört hat. Budwig." id von 2 Jahren nach Entlassung vom Militär erstrecken. Bebel wollt baben, läßt sich nicht feststellen. Unbedingt ausgeschlossen wäre In Wien wurden in feierlicher Weise die am 13. März Ge- griff wiederholt sehr wirkungsvoll in die Debatte ein und die Möglichkeit nicht, daß die Mehrheit bewußt der aus einem Versehen hervorgegangenen Faffung zustimmen wollte. Selbst fallenen beerdigt. Die Todten waren vorher ausgestellt gewefen. zeigte an der Hand zahlreicher Beispiele, die er zum theil die höchste Wahrscheinlichkeit des Gegentheils genügt nicht für Jn 15 Särgen wurden sie jetzt auf sieben Wagen nach dem Schmelzer bereits während der Etatsberathung vorgeführt hatte, wie die den Richter, ihn zur Anwendung des Gesetzes in einer anderen Form Kirchhof hinausgefahren. Etwa 30 000 Menschen gingen im Buge ganze Wirkung dieses Paragraphen die fein muß, die Militär- als sie im Reichs- Gesetzblatt" veröffentlicht ist, au ermächtigen mit. Auf der voraufgetragenen Fahne las man:" Für das Water- mißhandlungen nicht zur öffentlichen Kenntniß kommen zu lassen; und zu nöthigen. In der„ berichtigten" Form ist das Gesetz nicht zu stande land gefallen am 18. und 14. März 1848". Geistliche aller Kons denn es unterliegt teinem Zweifel, daß all die vorgetragenen gekommen, weder im Reichstag, noch im Bundesrath, noch hat kann unseres Ermessens das Gesetz nur genau fo gellen, wie feffionen betheiligten sich. Sämmtliche Särge wurden in ein gemein- Fälle von Mißhandlung zeigen, wie schwer es ist, während es in dieser Form die Unterschrift des Raisers erhalten. Daber der Dienstzeit diese zur Kenntniß und gerichtlichen Abfames Grab versenkt. Der Kampf zwischen Volk und Regierung urtheilung zu bringen. Eine in der letzten Zeit durch die es bei der Gesammt abstimmung in beiden gesetzgebenden Körperschaften angenommen, vom Kaiser vollzogen und war vorläufig beendet, doch sollte er nur wenige Monate später in Bresse gegangene Mittheilung über die höchst sonderbaren Reich 3- Gefeblatt veröffentlicht ist. Daran wird durch die blutiger Weise nen aufleben. sisu Umstände, die bei dem Tode eines Soldaten aus der badischen Thatsache, daß das Versehen schon in einzelnen Ausgaben Italien. Als in der Lombardef, wo von den Desterreichern Garnison Kehl zur öffentlichen Kenntniß tamen, brachte der Gewerbe- Ordnung hervorgehoben worden ist, nich 13 geändert. ber Belagerungszustand erklärt war, die Kunde von dem Siege der den Kriegsminister in arge Verlegenheit, die sich steigerte, als der Die Herausgeber find nicht die Gesetzgeber. Auch daß in Revolution in Wien eintraf, brach fofort, am 17. März in Mailand Abg. Lender vom Zentrum aus persönlicher Erfahrung die einem früheren Falle ein Druckereiversehen bei der Veröffentlichung der Ausstand los. Oberbefehlshaber war der 82jährige Feldmarschall Angaben Bebel's bestätigte, daß die Leiche des pläglich ver- eines Gesetzes im Reichs- Gesezblatt berichtigt wurde, kann nicht zur Radetzky. Die in Italien stehende österreichische Heeresmacht war storbenen Soldaten nicht die Merkmale des Gelbstmordes Begründung der jetzigen Berichtigung dienen. Denn damals war das Gesetz in der richtigen Form angenommen worden. Für den ziemlich start, jedoch aus den verschiedensten Nationalitäten zufammen- trugwährend dies dem Vater als Todesursache angegeben Richter, bie Verwaltung und den Bürger besteht sondern die Leiche eine klaffende Wunde über 8, 138 a 2bsaz 5 der Gewerbe Ordnung nur in gesetzt. Die im Heer stehenden Italiener gingen sofort zum der Stirn zeigte. Der Kriegsminister stellte denn auch in sicht der Form, die er in dem amtlichen, beglaubigten licher Erregung eine strenge Untersuchung des Falles in Aussicht. Zegt, wie ihn das Gefeßblatt veröffentlichte, Herr v. Standy erklärte für die Konservativen ganz offen, bat. Soll diese Form berichtigt werden, so giebt es dafür nur Politische Nebericht. daß sie allerdings die Absicht hätten, gerade diese von einen Weg, nämlich den der sogenannten authentischen Auss den Sozialdemokraten wiederholt der Deffentlichkeit überlegung". Der Richter hat nicht das Recht, zu erklären, daß zu verhindern. drei vier sein solle; auch nicht der Reich3 Anzeiger". Als Aus dem Reichstage. Die Verhandlungen über die gegebenen Soldatenmißhandlungen ertheilen, ift ein ausschließliches Recht der Militär- Gerichtsordnung wurden hente bei§ 3 fortgesetzt. Grund dafür muß natürlich die militärische Disziplin Auslegungen der Gesetze als allgemein verbindliche Borschriften herhalten. bekannte Das Zentrum erklärte sich gegen den§ 8. Gefeßgebung", fagt treffend( der Staats Diefer Paragraph bezweckt, alle strafbaren Handlungen, die Bei der Abstimmung traten nur die beiden konservativen rechtslehrer) von Rönne; es fönnen folglich", so innerhalb eines Jahres vor Antritt der Dienstzeit von den der Parteien und Antisemit Jskrant für die Aus- fährt er fort, legale Interpretationen der Gesetze, ing. Militärpersonen begangen sind, der Militärgerichtsbarkeit zu unterwerfen. Unsere Partei hatte zu diesem Paragraphen dehnung auf zwei Jahre ein. Schließlich wurde der§ 8, besondere aber authentische, nicht von einem Faltor der einen Antrag gestellt, der in der ersten Lesung in der nur von den Konservativen und von einigen National Befezgebung einseitig, sondern nur von sämmtlichen der Kommission mit äußerster Echärfe und Entschiedenheit liberalen, unter Führung des zum Major der Reserve avan Faktoren der Gesetzgebung gemeinschaftlich erlaffen werden, von dem Zentrumsabgeordneten Gröber vertreten und zur An- cirten Abg. Placke und Herrn Jskraut Unterstützung erhielt, orbentlichen Wegeber Gefeßgebung zustande kommen." nahme gebracht worden war. Der Antrag will die strafbaren abgelehnt. Morgen findet die Fortsetzung der Berathung Daß die authentische Auslegung eines eichsgefeßes ganz ebenso zu behandeln sei wie ein neues Gefeß, bezeichnet v. Mönne als ganz Bergehen den ordentlichen Gerichten nicht entziehen, eventuell dieses Gesetzentwurfes statt. die Straffache bis zur Beendigung des Dienstverhältnisses aus- Das preußische Abgeordnetenhaus hat gestern Abend und selbstverständlich. Das ist auch die Auffaffung aller nam setzen. Ju sehr geschickter Weise griff von unserer Seite heute das Ordinarium des Kultus Etats bis auf das Kapitel haften Staatsrechtslehrer bisher gewefen. Und deshalb erscheint die Medizinalwesen" erledigt. Am wichtigsten waren die Debatten über im Reichs Anzeiger" veröffentlichte Berichtigung" eines vor der Abgeordnete Haase die Stellung des Zentrums bie Rapitel„ Kunst und Wissenschaft" und„ Technisches Unterrichts- fieben Jahren erlassenen Gesetzes in teiner Weise rechtsan, das schon in der zweiten Lesung Lesung in der Batradedad 10 sd be u wesen". Bei der Kunstdebatte, die sich dieses hohe Haus leistete, verbindlich." Kommission umgefallen war; heute war es Herrn Gröber handelte es sich im wesentlichen um die Frage, ob in der Berliner nureſentlichen vorbehalten, über seinen Antrag in der Kommission im Plenum Nationalgallerie nur Werke deutscher Künstler ausgestellt werden Guardsson Deutsches Reich. des Hauses das abweichende Urtheil zu sprechen. Leicht wurde sollen, oder ob auch in Ausnahmefällen ein hervorragendes Werk Fahrradsteuer. Die Absicht der Einführung einer ihm die Aufgabe nicht, die Spuren der Kommissionsberathung eines Ansländers dort Aufnahme finden foll. Einige urdeutsche Fahrradsteuer in Preußen wird seitens des Finanzministeriums bezu verwischen. Aber in solchen Kunststücken sind die Führer Herren von der Rechten, die das nationale Bewußtfein gepachtet zuftritten. des Zentrums geschult, schließlich bricht die höhere Einsicht maler unterdrückt werden könnte und wollen deshalb am liebsten unferes Freundes Bully sozialistengefeßlichen Andenkens, Bandrath haben glauben, befürchteten, daß dies Gefühl durch Bilder fremder Wieder ein Buttfamer Polizei Chef. Der Sohn der Regierung bei ihnen siegend durch. So stimmten denn eine eigene nationale Kunst schaffen. Schade nur, daß sie die unseres Freundes Bully sozialistengefeßlichen Andenkens, Zandrath die Zentrumsmannen in der namentlichen Abstimmung den Fähigkeit dazu nicht besitzen!- Bei dem Titel" Stönigliche Puttkamer Ohlau, ist zum Polizeipräsidenten in Kiel ernannt ehemaligen Antrag ihres Kollegen Gröber mit nieder. Bibliothek zu Berlin" traten die Abgg. Dr. Arndt( frf.) und 3um Rampf gegen die Ronsumvereine. Der Interessant war ein kleines Zwischenspiel zwischen den Ab- Dr. Friedberg( natl.) im Intereffe der Berlagsbuchhändler dafür Bentralverband deutscher Kaufleute hat an das preußische Staatsministerium eine Eingabe gerichtet, in der er gegen ein Unternehmen die Einsprache des Staates erbittet, das unter noitulos Die Märzfeierni der Firma Rameradschaftliche Deutsche Offizier= der ungarischen Sozialdemokraten. Um 4 Uhr waren die Arbeiter auf der großen Wiefe vor der Wohlfahrts Gesellschaft" ins Leben gerufen werden Entsprechend dem Beschlusse der sozialdemokratischen Partei Sommer- Arena im Stadtwäldchen angelangt, wo ihrer bereits eine foll. In dem Schreiben wird darauf hingewiesen, daß bei der fortTeitung fand am 18. März in der Hauptstadt eine Märsfeier der tausendtöpfige Menge harrte. Auf der Wiese stand eine Tribüne für schreitenden Ausdehnung der Nothlage des taufmännischen MittelArbeiter" statt, als ein Proteft gegen die Entrechtung der freiheit das Bureau und die Redner der Versammlung. Zum Vorsitzenden standes es dringend nothwendig fei, endlich den Offizieren und Befichen Errungenschaften des Jahres 1848". Es war, fo muß selbst wurde Max Großmann gewählt. Dieser ertheilte als erstem Redner amten die Gründung von Vereinigungen zu unterfagen, die auf eine weitere der Bester Lloyd" schreiben, eine imposante Manifeftation der das Wort an Desider Botanyi. Bolanyi gedachte in erster Linie der Schädigung jenes Standes hinausliefen. Es entspreche auch nicht ungarischen Sozialdemokratie, welche ihren Eindruck auf die haupt- vor 50 Jahren begonnenen Freiheitsfämpfe und deren namenlosen den Grundfäßen der Gerechtigkeit, daß sich Offiziere und Beamte, Städtische Bevölkerung nicht verfehlte". Nahezu 20 000 Arbeiter, Helden, des Boltes, daß sein Blut für die Freiheit vergoß. Aber noch dazu unter dem Namen einer Wohlfahrts- Einrichtung", auf felbst nach der Schägung dieses arbeiterfeindlichen Blattes, diefes freiheitliebende, heldenhafte Bolt wurde um die Früchte feiner Roften anderer Erwerbsstände Vortheile zu verschaffen fuchten, die allen Arbeitsbranchen angehörig, die rothe Kokarde mit der Kämpfe betrogen, es wurde politisch nicht gleichberechtigt, selbst die ohnehin so wie so schon weit schlechter gestellt feien, als alle jene Inschrift: Dem Volte sein Recht" an der Brust geheftet, Gleichheit vor dem Geseze steht nur auf dem Papier. Die März feier Kreise, die von vorn herein über ein festes Einkommen verfügten. Man wird es Offizieren und Beamten nicht verargen können, mit ihren Frauen, Söhnen und Töchtern marschirten in Reihen des Arbeiterproletariats fann nur ein Protest gegen Entrechtung geordnet und die Marseillaise fingend, vom Calvinplatz den Museum- und Gesetzesverletzung sein, ein Anlaß, der Freiheitstämpfer von 1848 wenn sie ihre Einkäufe möglichst preiswerth machen wollen. und Karlsring, den Waigner- Boulevard und die Andrassystraße mit Liebe, Bewunderung und Pietät zu gedenken und zu schwören, Königsberg, 12. März.( Eig. Ber.) Der Mangelländ entlang nach dem Stadtwäldchen auf den großen Wiesenplan vor der es ihnen gleichzuthun. Das freiheitsverrätherische Bürgerthum Ii cher Arbeiter in Ostpreußen und die ostpreußische Feld'schen Arena zur Boltsversammlung. Aufzug und Versammlung jubilirt. Aber sollen wir jubitiren, weil wir der einzige Staat im Landwirthschaftskammer. Während die Herren Agrarier verliefen in größter Ordnung; die disziplinirten Arbeitermassen zivilifirten Europa sind, der keinen geschlichen Arbeiterschutz fennt? in allen Tonarten über die niedrigen Getreidepreise flagen und am folgten willig der Aufforderung ihrer Ordner, der Polizei keinen Sollen wir jubiliren ruft Redner weil die Latifundien und liebsten die Grenzen gegen die Einfuhr landwirthschaftlicher ProAnlaß zum Einschreiten zu geben. der Großgrundbesig wachsen, während die Bauern vom Hunger dutie vollständig sperren möchten, jammern sie auf der anderen Die Anfammlungen auf dem Rendezvousplat dem Calvin- typhus ereilt werden? Sollen wir jubiliren, weil die Arbeiterklasse Seite wiederum über die hohen Arbeitslöhne, die sie durch den platznahmen bereits um 1 Uhr nachmittags ihren Anfang. Als darbt und in überfüllten Löchern hauft? Sollen wir jubiliren, weil Arbeitsmangel angeblich gezwungen sind, ihren Arbeitern zu zahlen, bie ersten trafen die Mitglieder der kroatischen Vereinigung Jugo in Budapest allein mehr als 12 000 Proletarierfinder feine Schule fie verlangen deshalb die weitgehendsten Erleichterungen für den Im Szlavineta" ein; dann famen partienweise die Mitglieder der besuchen? Sollen wir jubiliren, weil man unsere Breßfreiheit mordet, port russischer und polnischer Landarbeiter nach den östlichen Provinzen. Bezirksorganisationen, die Arbeiter- Fachvereine, die fozialdemo- unsere Bereine und unfere einzelnen Genoffen ausraubt? Sollen wir Es läßt sich hier nun allerdings nicht bestreiten, daß in den fratischen Vereine heranmarschirt. Zahlreiche Branchen rückten mit jubiliren, weil die Minister mit Verordnungen der Verfassung in's öftlichen Provinzen wirklich ein Mangel an Arbeitskräften auf dem weißen, rothberänderten Fahnen und mit Tafeln aus, welche unter Besicht schlagen, weil man uns, und nur uns Arbeitern, jede Lande besteht, der den Herren Agrariern im Winter nicht ganz unanderen folgende Aufschriften trugen:„ Es lebe die Preßfreiheit!", Sammlung für politische Zwecke verbietet Weil man uus außerhalb lieb ist, sich aber im Sommer besonders in der Zeit der Ernte recht Woran liegt das? Nieder mit der Benfur!"," Es lebe das allgemeine, Direkte und des Gesetzes und der Verfassung stellt? Hier steht die Budapester unangenehm fühlbar macht. Die Arbeiter verlassen in Schaaren die elenden Lehmkathen der geheime Wahlrecht!" Auffehen erregte ein mit schwarzem Flor über Sozialdemokratie versammelt, ein kleiner Theil der Sozialdemokratie zogener Bartezettel des Inhaltes:" Die Preßfreiheit+ im 50. Lebens- Ungarns. Glauben die heutigen Machthaber, mit dieser fertig werden oftelbischen Junker und ziehen nach den Industriezentren des jabre". Auch waren einzelne, mit Trauerflor überzogene Exemplare zu fönnen? Nun da täuschen sie sich gewaltig. Wir werden mit Westens und in die Städte, hoffend, hier menschenwürdiger behandelt der jüngst tonfiszirten Népßava" zu sehen, deren Titelseite die biefen Herren in kürzester Zeit anders reden und wenn nicht bald und für ihre Arbeit besser bezahlt zu werden. Sie thun das ficher Worte enthielten: Behördlich konfiszirt!"," Behördlich konfiszirt!", die politische Gleichberechtigung, vor allem das allgemeine Wahl nicht aus Unthätigkeit und Vergnügungssucht, wie die Herren Behördlich konfiszirt!" recht, eingeführt wird, dann wird das Proletariat mit der all Junker so oft behaupten, sondern weil ihnen die„ patriarchalischen" Pamtt 3 Uhr gaben die an rothen Armfchleifen erkenntlichen gemeinen Arbeitseinstellung antworten, gegen die der vorjährige Verhältnisse auf dem Lande vollends unerträglich geworden find. Ordner bas Zeichen zum Abmarsch. Unter dem tausendstimmigen Schnitterstreit ein Kinderspiel war.( Lebhafter anhaltender Beifall.) Nach Ansicht der Herren geht es den Leuten viel zu gut, was ihre Rufe Es lebe die internationale Sozialdemokratie!" fegten sich die Die Sozialdemokraten einzuschüchtern, wird feinem Banffy, feinem Begehrlichkeit austachelt und sie in die Stadt treibt, fie glauben des „ Es Arbeitermassen langsam in Bewegung. Jeder einzelnen Arbeits- Daranyi, teinem Berczel gelingen. Redner mahnt schließlich halb, dem Arbeitermangel gegenüber nichts anderes ihun zu fönnen, in Genoffen, unentwegt der Agitation trob branche wurde eine rothe Tafel mit der entsprechenden Bezeichnung die aller als den Staat um Hilfe anzurufen. Rann derselbe auch nicht die Arbeiter an dem Abzuge nach Westen hindern, so kanu er doch die Heranziehung frischen Menschenmaterials erleichtern. So beschäftigte sich auch die Landwirthschaftskammer in Ostpreußen in ihrer 7. Plenarsizung zu Königsberg am 10. b. Mts. mit dieser Frage, wobei der Referent über diesen Punkt, ein Herr v. Dergen, fein echt agrarisches Herz vollständig ausschüttete. und Nieder mit dem Gesetz für die Feldarbeiter!"," Nieder mit der Gendarmeriewirthschaft!" gerufen.s " der Theilnehmer vorangetragen. Mächtig ertönte das Schlachtlieb Verfolgungen auszuharren und, gleichwie die heldenmüthigen FreiDer internationalen Arbeiterschaft, die Marseillaise". So ging es beitstämpfer von 1848/49, in dem großen Kampfe um Volksfreiheit in ziemlich raschem Tempo die oben bezeichneten Straßen entlang. Für nicht zu erlahmen.( Langanhaltende Eljenrufe und Händeklatschen.) Ebenfalls lebhaft afflamirt und unter großem Beifall sprachen die Größe des Buges spricht wohl am besten der Umstand, daß, als bie Tête der Arbeiter bei der Villa Bellevue" auf der Andrassystraße sodann noch in ähnlichem Sinne Eduard Baron( deutsch) und der eingetroffen war, die letzten Nachzügler vom Waigner- Boulevard in Vorsitzende Großmann, der dann, es war mittlerweile 5 Uhr die Andraffystraße einbogen. Zu einer eigentlichen„ Demonstration" geworden, die Versammlung mit der Aufforderung schloß, jeder eintam es nur vor der Wohnung des Ackerbauministers Dr. Ignaz zelne Theilnehmer möge Sorge tragen, daß die öffentliche Ruhe und b Daranyi auf der Andrassystraße; hier wurde eifrigst Abzug Daranyi!" Ordnung in keiner Weise gestört werde. of hul nie das -U worden. " Trotz der ins ungemessene gesteigerten göhne, so meinte der Herr, gelingt es heute nicht einmal mehr in der Stadt, gute Dienstboten zu erhalten, viel schlimmer noch stehen die Ver # S Dänemark. hältniffe auf dem Lande. Schuld daran sei nur der Abzug nach| Menschenleben vernichtet hat, eine Reihe ähnlicher Unfälle dadurch dem Westen, die Freizügigkeit und die Sozialdemokratie. Ohne verschuldet worden sind, daß die Kapitäne und Maschinisten allgemein-Im Foltething tam gelegentlich der Berathung des Mitverschulden der Sozialdemokratie fann natürlich nichts den Profit der zu Ueberdampf und sonstigen gefährlichen Praktiken von den Rhedern Finanzbudget3 der Antrag unseres Parteigenossen Klausen Staatserhaltenden schädigendes pafsiren.Unwillkürlich muß sich aber jedem gezwungen werden. Ebenso zwingt fie die Konkurrenz zu Ueberzur Berathung, den im Staatsdienste angestellten Tagelöhnern den die Frage aufdrängen, wie hoch denn eigentlich die bis ins un anstrengungen durch Nachtfahrten 2c. Haas verlangte die Statio- Lohn auf mindestens 3 Kr. pro Tag und den Stundenlohn für gemessene gesteigerten Löhne sind. Darüber giebt uns nirung von staatlichen Revisionsbeamten, die fortgesette plötzliche Arbeiter auf mindestens 30 Dere pro Stunde zu erhöhen. dieselbe Körperschaft am legten Sigungstage Auskunft, wo über die Revisionen vorzunehmen hätten. Abg. Ofann( natl.) brachte es Die Sozialdemokraten hatten schon im hatten schon im vorigen Jahr den Festsetzung der Lohnklasse für die Justleute zur Alters- und In- fertig, die Thätigkeit des Vereins noch in Schuh zu nehmen und gleichen Verfuch gemacht, aber damals wollte das Ministerium erst validitätsversicherung berathen wurde. Dort lautet ein Antrag: zog sich dadurch eine gründliche Abfertigung feitens des Abg. Ulrich statistisches Material über die Lohnverhältnisse der Staatsarbeiter Der Jahres Arbeitsverdienst der Justleute, verheiratheten Knechte zu. Die Regierung beschränkte sich auf schwächliche und ausweichende fammeln. Dies ist aber nicht geschehen und daher hat Klausen den und Deputanten erreicht bei den niedrigen Getreidepreisen der Erklärungen; sie will nicht die Aufsicht ganz übernehmen. Der Antrag wieder eingebracht. Minister Hörsing erklärte, er könne legten Jahre im Durchschnitt nicht den Betrag von 850 M. Ausschußantrag auf Uebernahme der Aufsicht auf den Staat wurde bem Antrag nicht zustimmen, da derselbe ein Steigen auch der jährlich; es ist dahin zu wirken, daß die Versicherung der Just- gegen 4 Stimmen angenommen. privaten ohne zur Folge haben würde. Klausen ers Teute in der ersten Lohnklaffe erfolge. Also ca. 800 M. pro Jahr Aus Elfak- Lothringen, 15. März.( Eig. Ber.) Die in Mal ividerte darauf, daß das nicht der Standpunkt eines humanen für einen verheiratheten Mann, der von Sonnenaufgang bis- Unter- hausen erscheinende Oberelsäff. Landeszeitung" bringt folgende Arbeitgebers sei. Der Minister stelle sich also ganz auf den Standgang schwer arbeiten muß. Das nennen die Herren einen bis ins Nachricht, die wir mit Vorbehalt wiedergeben: Angeblich gutem punkt der Arbeitgeber, für die das wünschenswerthefte billige Löhne ungem effene gefteigerten Lohn. Wahrlich, weiter kann man die Bernehmen zufolge find an der Landeshauptkaffe zu Straßburg die find. Für die Bebung" aller anderen Stände wird gewirkt, den Unverschämtheit schwerlich treiben. jenigen Beamten, welche die an ben Reichstas- Arbeitern will man es mit Gewalt verwehren. Dann würden die Angesichts dieses Jammerlohns, der nur zum geringsten Theil richtete Petition um Gehaltserhöhung mitunter Staatsarbeiter sich organisiren und durch Streit ihre Forderungen in Geld verabfolgt wird und zum größten Theil in Naturalien, die zeichnet haben, bei der üblichen Vertheilung des Gratifi- durchsetzen. Bei der Abstimmung stimmten außer unseren Parteimeist nicht von der besten Qualität sind, besteht, liegt es für jeden tations Fonds diesmal leer ausgegangen, die Nicht genossen nur dret Radikale für den Klausen'schen Antrag. Da die nicht durch Parteivorurtheile verblendeten Menschen wohl klar auf unterzeichner dagegen mit um fo größeren Portionen bedacht Wahlen vor der Thür stehen, werden es die Arbeiter sich wohl der Hand, weshalb in Ostpreußen Mangel an Landarbeitern ist. worden. Damit wäre nun das Räthsel gelöst, warum fich Herr merken. G3 ist auch weiter klar, wodurch dieser Mangel aus der Welt zu Salley, der reichsländische Bevollmächtigte zum Bundesrath, die England. schaffen ist; lediglich durch anständige Behandlung und angemessene Mühe hatte tosten lassen, die Namen der Tausend aus der Petition- wiederum die chinesische Angelegenheit im Bezahlung der Leute. Die Herren Junker in der Landwirthschafts in Berlin abzuschreiben." Obgleich diese Meldung der Landes- Unterhaus. In der Sigung vom Dienstag erklärte Curzon auf Tammer find anderer Meinung; sie verlangen von der Regierung Beitung" schon vor mehreren Tagen ins Band gegangen ist, hat die Anfragen aus dem Hause: Die russische Regierung folle wegen die Aufhebung aller Bestimmungen, die die Einführung russisch im Dementiren sonst so außerordentlich fire„ Straßb. Correspondens", Pachtung Talienwan's und Port Arthur's sowie wegen der Konzession polnischer Arbeiter erschweren und die Zeit ihres Aufenthalts in bas offizielle Sprachrohr unseres Ministeriums, zu derfelben das zum Bau einer Eisenbahn nach einem dieser Häfen unterhandeln. Preußen beschränken. Wort noch nicht ergriffen. Die Regierung habe von keiner Forderung gehört, durch welche Ein föstliches Seitenstück zu der Polenpolitik dieser gut teutschen In der gestrigen Sigung des Gemeinderathes der China irgend ein Theil der Mandschurei entzogen werden solle. Herren, die im Abgeordnetenhause kürzlich man wieder 100 Millionen Stadt Straßburg wurde der von den drei sosialistischen Mit- Die chinesische Regierung habe daher keine Veranlassung gehabt, die aus dem Steuersäckel bewilligten zur Verdrängung der Polen aus den gliedern gestellte Antrag, der Vertreter dieser Körperschaft im Unterstüßung Englands nachzusuchen. Die Regierung habe von deutschen Ganten, und hier nun die Regierung anflehen, die Landesausschuß möge aufgefordert werden, dort einen Antrag auf teinem Borschlage, der auf die Abtretung von Port Arthur hinSeßhaftmachung der polnischen Arbeiter zu erleichtern. Der Profit Einführung der progreffiven Gintommensteur an siele, gehört und daher auch keinen Widerspruch in dieser Beziehung geht eben über das Nationalgefühl. Es handele sich um die Existenz stelle der zu beseitigenden übrigen direkten Landessteuern fowie auf erhoben. einer Anzahl Landwirthe, wie Herr v. Dergen fagte, und da Deffentlichteit der Gemeinderathssigungen ein Auch die irische Homerule- Frage wurde erörtert, ohne daß Bemüssen alle anderen Rücksichten weichen, denn so schloß der Herr zubringen, in seinem ersten Theil mit 18 gegen 18 Stimmen abschlüsse zu stante famen. feine Rede was nügt die Arbeit, die gute Ernte, der Segen gelehnt. Dem zweiten Theil derfelben wurde die folgende Faffung, Gottes, wenn man feine Hände hat, ihn unter Dach zu bringen. gegeben: Der Gemeinderath erkennt die Deffentlichkeit der Ges Konftantinopel, 16. März. Hier verlautet neuerdings, daß Die Wohnungen der Leute stehen leer, die jungen fräftigen meinderathssigungen als wünschenswerth an und beschließt, es sei die russische Botschaft an die Pforte eine Note gerichtet habe, in Leute gehen weg, was zurückbleibt ist Schund. Die Pro mit den anderen größeren Stadtgemeinden in Verbindung zu treten, welcher verlangt wird, daß die laut Abkommen auf 750 000 Bjund vinzentvölkere fich immer mehr und wenn nicht Hilfe um dieses Biel gemeinsam zu erftreben." Der Antrag foll allen reduzirte vorläufige Bahlung der Rückstände aus der KriegsTommt, so könne es geschehen, daß fie an Eutelsaß lothringischen Städten von über 10 000 Einwohnern zur entschädigung erfolge. völkerung fterbe. Die polnischen Arbeiter, die wir eventuellen Unterstützung unterbreitet und dann dem Landesausschuß elangen, find ja kaum Menschen. Wie die Thiere flürzten sie, vorgelegt werden. wenn sie auf die Güter famen, über die Milchtröge her, ohne Becher und Trinkgefäße zu benügen. Aber wir sind in Noth und müssen froh sein, wenn wir überhaupt Leute haben. Er bitte deshalb die Regierung, sich der Landwirthe zu erbarmen und ihre Hilferufe nicht ungehört verhallen zu lassen." Nun Regierung, erbarme dich der" armen" Landwirthe, laß die polnischen Arbeiter, die nach Ansicht des Herrn v. Dergen faum Menschen sind und sich wie Thiere gebärden, in Schaaren über die Grenze nach Ostpreußen ein, damit die Provinz nicht an Entvölkerung sterbe. Straßburg, 15. März. Der Landesausschuß genehmigte heute März. Der den Landeshaushalts- Etat pro 1898/99 in dritter Lesung. Der Etat balancirt mit 59 765 784 m. Immerhin ist das Stückchen aber Ungarn. Hot HateFrankreich. " Türkei. M Asien. Bombay, 16. März. Die ausständigen Deckarbeiter und Wagen wieder geöffnet. Amerika. -Albanesische Truppen meutern. Aus Wien wird telegraphisch gemeldet: Nach einer Blättermeldung aus Konftantinopel verlaute dort gerichtweise, die albanesische Truppen abtheilung der Besagung des Yildiz Palais habe gestern gemeutert und das Palais sei deshalb eine Zeit lang militärisch abgesperrt worden. Nach einer anderen Darstellung wäre es zwischen zwei Rreisdirektor Peucer von Erstein, der Held der Abtheilungen der Befaßungstruppen zu blutigen Zwiftigkeiten ge berühmten 1500 erkennbaren Wahlzettel, ist um seine Versetzung fommen, welche militärische Maßregeln nothwendig machten. Die eingekommen. Vor einigen Tagen hielt, wie wir der Köln. Voltstg." Haupträdelsführer seien verhaftet und die Ruhe sofort wieder entnehmen, der Landwirthschaftliche Kreisverein Erstein, dessen vom hergestellt worden. Die Vorfälle seien jedoch noch nicht genügend Statthalter ernannter Vorsitzender der Kreisdirektor ist, die Neuwahl aufgeklärt. Welch ein Ton übrigens bei den Verhandlungen der osipreußi- der Stierschau- Kommission ab, und ein Bürgermeister forderte dabei schen Landwirthschaftskammer herrschte, erhellt aus einer Aeußerung die Anwesenden auf, eine Petition zu unterschreiben, um Peucer's des Grafen Dohna Wundlacken. Diefer hohe Herr aus altem Bersetzung rückgängig zu machen. Von 75 anwesenden BürgerGeschlecht, der im Landkreis Königsberg neben dem Grafen meistern waren aber, dem„ Elf." zufolge, 85 muthig genug, thre führer haben die Arbeit wieder aufgenommen. Die Kaufläden find Dönhoff als zweiter konservativer Kandidat vom Bund Unterschrift nicht zu geben. der Landwirthe nominirt ist, forderte von der Regierung bezeichnend genug.Einschränkung der Rekruten Aushebung für die Garde in 3u Kriegsbefürchtungen giebt das Verhältniß Ostpreußen, da die jungen Leute entweder garnicht mehr oder sozialdemokratisch gefinnt in die Heimath zurückkehren, und außerdem und Studenten gestern ausführten( siehe die Budapester Depesche Hilfskreuzern besichtigte die Dampfer„ Saint Louis" und" New- York". Budapest, 16. März. Die Demonstrationen, welche Sozialisten zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten noch immer Anlaß. Aus New York wird gemeldet: Die Kommission für den Ankauf von forderte der Herr Graf Aufhebung der Verschickung sozialdemo: unserer letzten Nummer), dauerten bis in den Abend hinein und Der Kommission find 63 Schiffe zum Kauf angeboten worden. In tratisch angehauchten Gesindels als Soldaten aus den Westprovinzen nach Ostpreußen. Gefindel! In der That ein und nahm eine Anzahl Berbaftungen vor. Unter den Berhafteten Blättermeldung aus Washington wird der Kongreß bis Montag Gesindel! In der That nahmen schließlich sehr große Ausdehnung an; die Polizei schritt der Meerenge bei Sandy Hook werden Minen gelegt. Nach einer eine echt gräfliche Bezeichnung für unsere jungen Baterlands befindet sich auch der aus Paris zurückgekehrte Führer der sozialistich spätestens Dienstag nächster Woche auf den Bericht der Unter vertheidiger! akademischen Jugend, Szabades. Görlik, 15. März.( Eig. Ber.) Hier fand am 14. b. M. eine fuchungs- Kommission betreffend den Kreuzer, Maine" warten. Treffe fiberaus start befuchte Boltsversammlung statt. Abg. Singer er bis dahin nicht ein, dann solle die Unabhängigkeits Erklärung sprach über die politische Lage und die bevorstehenden Reichstags- Paris, 16. März. Einer Blättermeldung zufolge foll ftündlich Ruba's( foll wohl heißen, die Anerkennung der Unabhängigkeit wahlen. Die Versammlung proteftirte in einer Erklärung gegen das der Mobilmachungsbefehl des Nordgeschwaders in Brest Stuba's, Sted.) erfolgen. und Cherbourg zu erwarten fein. Die Aurore" behauptet, sämmtFlottengesetz und die agrarische Sammlungspolitit. Aus Washington wird depeschirt: Das Marine Departement Dresden, 15. März.( Eig. Ber.) Aus Anlaß einer Petitionliche Admirale feien nach Paris befohlen worden. Die Mobilifirung befchloß die Jufelgruppe der Tortugas( südöstlich der Halbinsel Florida) schleunigst zu befestigen. Die Inseln sollen als Basis für über Einführung des flaatlichen Versicherungszwanges gegen Waffer, sei durch die Ereignisse in Ostasien veranlaßt. Die am 17. Februar auf einen Monat vertagte Anfrage der Operationen zur See im Kriegsfall dienen. und andere durch Elementargewalt hervorgerufene Gebäudeschäden Senatoren Thévenet, Trarieng und Scheurer- Kestner über die spricht Genosse Goldstein für Einführung einer staatlichen Ver Rechtswidrigkeiten im Verfahren gegen Dreyfus von Kriegsmaterial vorgeschlagen. Im Repräsentantenhaus hat der Abg. Dingley die freie Einfuhr ficherung, die sich aber nicht nur auf Gebäudeschäden, sondern auch wird von den Aufragern morgen nicht erneuert werden; sie halten auf Mobiliarschäden zu erstrecken habe, eventuell möge man staatliche es für zweckdienlicher, die Sache bis nach den Wahlen ruhen zu erfährt, der neue spanische Gesandte Bernabe babe in einer Bu Der Korrespondent des New York Herald" in Washington Silfsfonds anfammeln. Es sei nicht Jedermanns Sache, die private laffen. fammenkunft mit dem Adjunkten des Staatssekretärs des AusWohlthätigkeit in Anspruch zu nehmen. Das beste sei eine Reichs= versicherung. Seine Partei werde gegen das Deputations -Ein Grenzvorfall. Pariser Blätter melden auswärtigen angekündigt, Spanien sei bereit, für die Ratastrophe der votum, das die Petitionen auf sich beruhen lassen will, stimmen. Nancy: Ein deutscher Kapitän in Uniform bat die franzöfifche Maine" Schadenersatz zu leiften, wenn feine Berantwortlichkeit Sill( natl.) ist gegen eine obligatorische Bersicherung, da man dem Fällen von Bäumen beschäftigt waren, ergriffen den Kapitän, nischer Kriegsschiffe in den fubanischen Gewässern und die Grenze bei Tillerutt überschritten. Französische Arbeiter, welche mit festgestellt sei; dagegen würde Spanien die Anwesenheit ameritadie vom Waffer nicht Bedrohten nicht zur Unterstützung der Wasser, mißhandelten ihn und warsen ihn zu Boden. Auf das Geschrei Kriegsrüftungen der Vereinigten Staaten als Schädigung des Er. beschädigten verpflichten könne. Grünberg( Soz.) will Aus dehnung der Versicherung auf Sturmschäden. Die Kammer läßt des Kapitäns eilten deutsche Zollbeamte herbei und gaben Feuer, folges der Autonomie Kuba's ansehen. Der Dampfer Mangrove" verließ gestern mit den Mitgliedern die Petition um staatliche Versicherung gegen die Stimmen der worauf die Arbeiter flüchteten und der Kapitän auf deutsches Sozialdemokraten auf sich beruhen. Eine Reihe Petitionen um Ber- Gebiet zurückkehren konnte. Die Erregung über den Borfall ist eine der Untersuchungskommission in Sachen des Maine"-Unfall den sehr große. Hafen von Havana. gütung von Hochwasserschäden erleiden das gleiche Schicksal. Bon dein amerikanischen Geschwader find während dessen Ans Weimarischer Landtag, 18. März.( Eig. Ber.) Acht Wochen Landtag und noch nicht einmal der Etat durchberathen! Ja, ja! schuffes der Deputirtenkammer zur Untersuchung der Affäre Spanier, deſertirt. Rom, 15. März. In betreff des Berichts des Fünfer- Aus- wesenheit im Hafen von Lissabon ungefähr 20 Mann, faft sämmtlich so glatt wie ehedem geht's nicht mehr, die ver... Opposition muß Erispi verlautet nach Blättermeldungen, der Bericht enthalte Den Madrider Correo militar" zufolge finden zwischen der boch etwas berücksichtigt werden. Das ist die Signatur unferes eine genaue Darstellung des Thatbestandes und kommt zu dem spanischen Regierung und der„ Compagnie Transatlantique" Bors Betreuen Landtages". Im Laufe dieser Woche wurde eine erhöhte Schluß. zu einer gerichtlichen Verfolgung Crispi's liege fein Anlaß besprechungen zwecks friegsmäßiger Ausrüstung einiger Dampfer Lage für ärztliche Behandlung angenommen- Abg. Baudert vor. Nach der„ Italie" bätte der Ausschuß jedoch Anlaß geftatt. Nach einer Depesche aus Havana schoffen die Aufständischen betonte dabei, daß es Pflicht des Staates sei, die Aerzte nicht nur funden, das Verhalten Crispi's zu tadeln oder wenigstens zu in der Proving Matanzas auf einen Eisenbahnzug; ein amerikanischer staatlich zu prüfen, sondern dieselben auch anzustellen und zu mißbilligen. Nach demselben Blatt äußerten die Crispi befreundeten Staatsangehöriger wurde getödtet. honoriren, ferner verwies derfelbe auf kürzlich im Weimarischen Abgeordneten heute Abend, sie würden dem Ausschuß das Recht bes-10300 000 Mart betrug das Defizit Brasiliens im Rech vorgekommene Fälle, die die Freigabe des medizinischen Studiums fireiten, sich über das Verhalten Crispi's zu äußern, da derselbe nungsjahre 1896. und Bulaffung weiblicher Aerzte dringend nothwendig erscheinen hierzu feinen Auftrag gehabt habe. Alle jedoch stimmen darin Italien. " " " " Straßburg i. E., 14. März. laffen; hente wurden einige Kapitel des Etats und drei minder überein, man könne fein Urtheil fällen, so lange man den Wortlaut Prrhzustände in den Reichslanden. wichtige Bunfte erledigt, ein Bertagungsdekret, sofern die haupt des Berichts nicht vor Augen habe. Der Bericht wird der fächlichsten Punkte Erledigung gefunden haben, wurde debattelos Deputirtenkammer am 18. d. M. vorgelegt werden. Eine Erörte angenommen. Der Präsident betonte dabei, daß man hoffe, bis zum 22. März zur Vertagung zu kommen man scheint also auf ung wird dann wahrscheinlich am 22. d. M. erfolgen. Schwierigkeiten durch die Opposition nicht mehr zu rechnen! Spanien. " " Der gesetzliche Ausnahmezustand Elsaß- Lothingens bildete dent düfteren Hintergrund für eine Preßtragödie, die sich am verflossenen Sonnabend vor der Straffammer des hiesigen Landgerichts abspielte. And Heffen, 15. März.( Eig. Ber.) Landtag. Heute gab Bom Aufstande auf den Philippinen melden die Angeklagt war der verantwortliche Redakteur des klerikalen bag Kapitel: Dampfteffelprüfung unseren Genoffen Anlaß, Times" aus Hongkong: Nach den von den Philippinen eingetroffenen Elsässer", Abbé Ferber, wegen Verbreitung falscher ein ernstes Wort über die Aufsichtsthätigkeit des Offenbacher( jezt Nachrichten sind die in der Telegraphenstation Bolinao angestellten Nachrichten. Der„ Elsässer" hatte vor einigen Wochen die Nachricht Frankfurter) Dampfteffel- Prüfungsvereins zu reden. Auf Anregung Europäer unverlegt. Eine dort stehende Abtheilung spanischer veröffentlicht, die Pariser Zeitung" Aurore", die in den Reichs unfererseits hat der Finanzausschuß den Antrag gestellt, die Truppen wurde überrumpelt und 40 Mann niedergemacht. wurde 40 Die landen lange Jahre verboten gewesen, sei von dem Tage ab, gesammte Dampfteffelprüfung von Staats wegen Besatzungsmannschaften und die Priester in den benachbarten Dörfern an welchem sie den berühmten" J'accuse" Artikel Bola's brachte, zu organisiren und jede Privat- bezw. Bereinsprüfung zu bewurden verjagt oder getödtet. Nach fünf Gefechten gelang dem durch das Minifterium Elsaß- Lothringen freigegeben worden. Es feitigen, wie das bereits in Bremen der Fall ist. Abg. Ulrich General Monet der Entsaz von Bolinao. ftellte fich bald heraus, daß diefe, übrigens dem Beuple français" verlas Mittheilungen aus einem Briefe eines früheren Oberingenieurs Gine fonderbare Anzeige erregt gegenwärtig in entnommene Nachricht der thatfächlichen Begründung entbehrte. Die des Vereins, durch die der Sachkenntniß und Gewissenhaftigkeit den militärischen Kreifen Spanien's peinliches Aufsehen. Die in Staatsanwaltschaft erhob deshalb Anklage auf grund eines am einiger der beaufsichtigenden Beamten ein so vernichtendes Urtheil Balladolid erscheinende Zeitung El Nofte de Caftilla" brachte vor 17. Februar 1832 durch Napoleon 11. erlaffenen Dekretes, das die gesprochen wird, daß es ganz unglaublich erscheint, daß man einigen Tagen folgende Annonce:„ Ein Oberst der Kavallerie, der Verbreitung falscher Nachrichten mit Strafe bedroht, und erreichte Diesem Berein noch fernerhin die Ausübung der Aufsicht überläßt. aus dem Heere ausscheiden möchte und es mur deshalb nicht thut, in der That die Berurtheilung Ferber's zu der exorbit ant Die hessische Regierung hatte, infolge der gräßlichen Katastrophe weil er fürchtet, daß die Militärs a. D. demnächst überhaupt keinen hohen Geldstrafe von 600 M. Diese Entscheidung auf grund auf dem Dampfer" Disch III." im Sommer 1896 bei ßmannshausen Sold mehr erhalten werden, wünscht eine anständige Stellung in eines total in Bergeffenheit gerathenen, aus der Zeit des Staatsstreichs dem Berein das Recht der Vorprüfung und der Schlußabnahme ent- Spanien oder im Auslande, um der bittersten Noth zu ent- Napoleons III. herrührenden Polizeidekretes, erregt im Lande berechtigtes gogen. Der Verein hat infolge dessen sein Domizil nach gehen und seinen fünf Kindern, denen er demokratische Aufsehen. Man muß dabei berücksichtigen, daß eine Beleidigung Frankfurt verlegt und zwar auf die Einladung der preußi- Ideen einflößt, eine gute Erziehung geben zu tönnen. irgend einer Behörde in dem inkriminirten Artikel des Elsässer" fchen Regierung hin, die ihrerseits dem Verein dann für den Seine ehrenvolle militärische Laufbahn ist die beste Garantie für nicht enthalten war, da unsere Regierung, wenn sie die ihr von Preis der Ueberfiedelung nach Breußen die weitgehenden Aufsichts- einen guten Charakter; und der Umstand, daß er arm ist, obwohl er der verurtheilten Beitung zugeschriebene Verfügung thatsächlich ge rechte verliehen hat, die ihm der hessische Staat entzogen. Dieses Stellen bekleidete, die sehr einträglich gewesen wären, wenn er un troffen hätte, damit durchaus im Rahmen der ihr zuftehenden Bepreußische" Verfahren wurde auch vom Abg. v. Brentano( 3) gefeßlich hätte handeln wollen, ist ein Beweis für seine Moralität. fugniffe geblieben wäre. Das Strafgesetzbuch für das Deutsche gebührend gewürdigt. Abg. Reinhart( natl.) erklärte, daß seine Seine Tüchtigkeit wird durch einige vierzig Dienstjahre( als Offizier) Reich fowohl wie auch das Reichspreßgefeß boten demnach keinerlei Firma auf Antrag ihres Technikers aus dem Verein ausgetreten fei, und durch vier Feldzüge bewiesen. Näheres in der Redaktion des Handhaben, um den Redakteur des Elsässer" zu fassen, und in nachdem sie in einer Generalversammlung des Vereins die Ueberzeugung Blattes." Der Kriegsminister hat gegen den bis jetzt noch un- Altdeutschland wäre die Angelegenheit mit einer amtlichen den- bis jetzt noch un- Altdeutschland wäre die Angelegenheit mit einer amtlichen erhalten, daß der Verein bei der Ausübung der Aufsicht andere bekannten Einsender dieser Annonce eine strenge Untersuchung Richtigstellung erledigt erledigt gewesen, falls man eine solche Interessen als die der Sicherheit gelten laffe. Abg. Ha as einleiten lassen, da durch die in der Anzeige enthaltenen offenen überhaupt für nöthig erachtet hätte. In Elsaß- Lothringen ( Soz.) schilderte eingehend die Zustände in der Rheinschifffahrt. und versteckten Angaben das spanische Heerwefen herabgefeßt aber, 100 Dittatur und Ausnahmegeseze nach berühmtem Er wies nach, daß wie die Explosion bei Asmannshausen, die acht werde. Ausspruch nur Schlagworte" sind, mit denen sich bequem " maniputren lasse, greift man nach irgend einem bor- Abg. Graf Ballestrem( 3.) beklagt die Vernachlässigung des start; wir ersuchen daher die Kollegen allerwärts, denselben zu ver fintfluthlichen französischen Polizeidekret aus einer Epoche der Oftens, die sich auch hier bei den technischen Hochschulen zeige. Die meiden, da hier noch genug arbeitslose Kollegen vorhanden sind. schwärzesten Reaktion, um damit das Bischen Preßfreiheit", das Berliner Anstalt sei eine zentrale. Es wäre nicht zu viel gefordert, fore Der Branchenvertreter dem Lande der wiedergewonnenen Brüder" gnädigst zugestanden wenn für Danzig und für Breslau je eine neue Anstalt verlangt der zentralisirten Rorbmacher Berlin 3. ist, noch vollends illusorisch zu machen. Wenn durch irgend einen wird. Zur Begründung dieser Forderung schildert Redner den Um Der Dachdecker Streik in Nordhausen, der seit dem Fall, so ist durch den vorliegenden die dringende Nothwendigkeit fang der schlesischen Montanindustrie und der Landwirthschaft. Bei 1. März datirt, hat bisher zu teiner Berständigung von irgend einer dargethan worden, die Geltung des Reich 3- Preßgefeß es der Wahl Danzigs zeige fich wieder die Vernachlässigung Schlesiens Seite geführt.' Bielmehr scheinen die Meister hartnäckig die geringe auf Elsaß- Lothringen auszubehnen en und so für die gegenüber den Interessen des Westens. Presse unseres Landes eine gesetzliche Grundlage zu schaffen, Abg. Gothein tritt ebenfalls für die technische Hochschule in Lohnerhöhung von 5 Pf. abzulehnen. Die Ausständigen bitten des durch welche der fortwährenden Beschränkung ihrer Bewegungs- Breslau ein. Man scheine ganz zu vergessen, daß erst von Schlesien halb ihre Berufskollegen, sie in diesem schweren Kampf zu unterfreiheit mittels längst vergessener, unter gänzlich veränderten staat- aus die altpreußischen Provinzen Industrie erhielten. stützen. Gelder sind an Wilhelm Thorbauer, Altendorf 44, zu lichen und politischen Verhältnissen zu stande gekommener Polizeidefrete endlich einmal ein sicherer Riegel vorgeschoben wird. Abgeordnetenhaus. 48. Sigung vom 16. März 1898, 11 Uhr. Am Ministertische: Bosse und Kommissarien. Die Vorlagen betreffend das gemeinsame Landgericht in Rudolstadt und die gemeinschaftlichen Schwurgerichte in Gera und Meiningen werden in dritter Lesung debattelos ange= nommen. senden. Abg. Groth( natl.) legt dar, daß Kiel für eine technische Hochschule die gleichen Vorbedingungen biete, wie Danzig. Er gönne dieser die neue Anstalt, bittet aber, bei Anlegung einer weiteren Anstalt auch Kiel zu berücksichtigen. Bei dem Kapitel Kultus und Unterricht gemeinsam" findet eine wesentliche Debatte nicht statt. Bei dem Kapitel Medizinalwesen" vertagt das Haus die Weiter berathung auf morgen( Donnerstag) 11 Uhr. Schluß 4 Uhr. " Parlamentarisches. Sodann wird die Spezialberathung des Kultusetats bei dem Kapitel„ Kunst und Wissenschaft" fortgesetzt. Die sozialdemokratische Fraktion beschloß in ihrer Sigung Abg. Lotichins( natl.) empfiehlt die Unterbringung von Bildern am Mittwoch Abend, bei der dritten Berathung des Etats beim fremder Meister in anderen Museen; in der Nationalgallerie möge Titel„ Reichskanzleramt" eine Resolution einzubringen, in der die man den Raum für die Werke Deutscher zurückbehalten. Außerdem wünscht Redner die Errichtung eines Museums in Wiesbaden, um im„ Reichs- Anzeiger" gegebene Berichtigung zu§ 138a der Gewerbedie heffen- naffauischen Kunstschäße würdig unterzubringen. Ordnung als gesetzlich unverbindlich bezeichnet werden soll. Die Abg. Bandelow( t.) wünscht eine sorgfältige Auswahl der Fraktion hält eine Aenderung des Paragraphen nur auf dem Wege aufzunehmenden Werke, namentlich möge man sich von den der Gesetzgebung für zulässig. extremen neueren Richtungen fernhalten. Abg. Kirsch( 3.) tritt dem Vorredner bei. Abg. Beumer( natl.) bedauert das Fehlen eines übersichtlichen Ratalogs für die Nationalgallerie; der vorhandene amtliche ist so unübersichtlich wie nur möglich; es wäre sehr erwünscht, wenn die Verwaltung sich zur Herausgabe eines neuen Katalogs entschließen tönnte. Regierungskommiffar Generaldirektor Schöne: Jm Ministerium bestehe Einverständniß darüber, daß die Nationalgallerie zunächst für deutsche Künstler errichtet sei; nur dagegen habe er sich gewendet, daß nichtdeutsche Künstler ganz ausgeschlossen würden. Auf eine Anregung des Abg. Wintermeyer( frf. Vp.) erwidert Minister Boffe, daß die Wiesbadener Museumsangelegenheit durch den Mangel an Entgegenkommen seitens der Landstände ver zögert werde. Abg. Möller( utl.): Ganz übergehen könne man die moderne Runst nicht; wenn auch viel Uebertreibungen und Einseitigkeiten vortommen, so werde sich aus ihr doch eine gesunde Richtung ent wickeln. Die Sammlungen in den Museen enthalten namentlich in den Radirungen erhebliche Lücken. Regierungskommiffar Schöne erklärt, daß die Regierung bemüht sei, diese Lücken nach Möglichkeit auszufüllen. Abg. Reichert( ntl.) tritt dafür ein, daß schon aus historischen Gründen bei unseren Sammlungen die moderne Richtung auch fremder Künstler Berücksichtigung finde. In der Budgetkommission wird am Donnerstag bereits die zweite Lesung über das Flottengesetz stattfinden. = hente das letzte der noch ungeprüften Mandate, indem sie die Wahl Die Wahlprüfung 8- Kommission des Reichstage erledigte des Abg. Schulz Berlin( fr. Vp.) im Kreise Westpriegnis für den früheren Abg. v. Podbielski gewählt) für giltig erklärte. eingegangenen Proteste sollen zum theil der Regierung zur Kenntniß nahme überwiesen werden. Die Die fechfte Kommission des Reichstags erledigte gestern die Novelle zur Bivilprozeß Ordnung bis zum§ 507. In der nächsten Sizung, am Donnerstag, wird die Streitfrage, betreffs der Erhöhung der Revisionssumme, entschieden werden. Partei- Nachrichten. Ju dem Streit der Maurer in Mühlhausen i. Thür. hat nunmehr das Gewerbegericht einen Schiedsspruch gefällt, der Sahin geht, daß vom 15. Juni d. J. ab ein Lohnaufschlag von 2 Pf. pro Stunde zu gewähren ist. Die Forderung eines MinimalIohues wurde abgelehnt. Die Arbeiter haben beschlossen, auf ihre Forderung zu beharren und deshalb den Streit fortzufeßen. Die Maler und Auftreicher in Dortmund haben be fchloffen, folgende Lohnforderungen zu stellen: Neunstündige Arbeits. zeit und 45 Bf. Minimallohu. Am 1. April soll der Zarif in traft treten. 100 Böttcher haben in Dortmund die Arbeit niedergelegt. Bewilligt haben bereits die Faßfabrik Scharmann mit 22, die Seifen. Huber mit 2 Mann, so daß 28 Mann schon zu den geforderten fabrik von Meininghaus mit 4 und die Weinhandlung von Polsch Bedingungen arbeiten. In den Brauereien will man besonders darum die geforderte 91/ aftündige Arbeitszeit nicht bewilligen, weil unterbrochen werde. Gegen die Bewilligung fträubt man sich bes die Brauer eine längere Arbeitszeit haben und dann die Ordnung" fonders, weil angeblich die Flickarbeit fortab zu theuer bezahlt werden solle. " Der Streit der Former in Wolffenbüttel bei der Firma Brandes zeigt einen für die Arbeiter günstigen Verlauf, da bisher auch ferner den Zuzug zu meiden. teine Streitbrecher eingetroffen sind. Die Former werden gebeten, Die Zimmerer in Kolberg haben die Arbeit niedergelegt, weil der von ihnen aufgestellte Lohutarif, 38 Pf. Stundenlohn, nicht bewilligt wurde. Am Ausstand sind zur Zeit 61 Mann betheiligt. Vor Zuzug wird gewarnt. An demselben Tage fonnte man auf dem Bau des Kreisbaumeisters Buch schon 2 Soldaten, und zwar pom 54. Pommerschen Infanterie- Regiment als Zimmerer arbeiten sehen. Der Vorsitzende der Zimmerer wird sich an den Oberst des Regiments um Zurückziehung der beiden Rekruten wenden; ob mit Erfolg, bleibt abzuwarten. Ausland. In Eisenberg sind von den Unternehmern 100 Maurer ausDie Gedenkfeier der 1848er Revolutionsbewegung wird gesperrt. Die Arbeiter verlangten vom 14. März d. J. ab die Einin allen Orten Deutschlands begangen werden, wo es politiste Dr- führung der zehnstündigen Arbeitszeit; 2. Zahlung eines Mindeſt ganisationen des Proletariats giebt. In den Großstädten sowohl lohnes von 33 Pf. pro Stunde; 3. für Ueberstunden 5 Pf. Aufschlag wie in den mittleren und kleinen Städten und auch in zahlreichen Pro Stunde; 4. eine wasserdichte mit Sitzgelegenheit versehene und für die Wintermonate heizbare Baubude, dieselbe darf nicht zum Dörfern, namentlich solchen, wo die Industrie sich niedergelassen für die Wintermonate heizbare Baubude, dieselbe darf nicht zum Aufbewahren von Material verwandt werden; 5. einen den sanitären bat, find festliche Veranstaltungen getroffen, um die Braven zu ehren, Anforderungen entsprechenden Abort. Nach längeren Verhandlungen die vor 50 Jahren für die Einheit und Freiheit des deutschen Volkes bewilligten die Unternehmer 101/2 stündige Arbeitszeit und 31 Pf. ihr Blut vergossen haben. Aus der Fülle von Orten, die wir an Stundenlohn. Da die Arbeiter dies ablehnten und auf ihren Forderungen Abg. Hansen- Tondern( frk.) tritt entschieden gegen die Auf- führen könnten, fei nur einer genannt: Regensburg, die nahme moderner Bilder von fremden Künstlern in die National- bayerische Hochburg der Schwarzen. Auch dort hat die Sozialdemo- bestehen blieben, wurden sie ausgesperrt. gallerie auf. Solche Bilder möge man in besonderen Räumen auf- fratie bereits soweit Boden gefaßt, daß zum Gedächtniß der März= stellen, damit unsere Künstler daran lernen können, wie man es gefallenen eine größere öffentliche Gedächtnißfeier veranstaltet Einen mehrtägigen Streit führten die egtnechte im nicht machen soll; aber für die Deffentlichkeit sind diese Bilder nicht. werden kann. Kanton Uri durch, weil ihnen die fromme und gottesfürchtige Bei dem Titel Königliche Bibliothet zu Berlin" In Solingen wurde, am Sonntag die ordentliche Regierung in Altorf den Tagelohn für Sonntagsarbeit von 8 auf wendet sich Generalversammlung der Genossenschafts- Buch 1/8 Fr. reduzirte. Sie verlangten nun Erhöhung des Lohnes von Abg. Dr. Arendt( frt.) gegen die den Verlegern obliegende bruderei abgehalten. Derselben wohnten auch die Parteigenossen 3 auf 4 Fr. und da infolge des Streits die eidgenössische Poft Verpflichtung, der Bibliothet ein Frei- Exemplar zu überlassen. Es uer und Gerisch aus Berlin bei. Mit allen gegen zwei zwischen Göschenen und Andermatt auf dem Gotthard nicht ver sei das unter Umständen für den Verleger eine schwere Verpflichtung. Stimmen wurde eine vom Vorstand und vom Aufsichtsrath vor- fehren fonnte, sowie der Schneefall fortdauerte, mußte die Re Dabei sollen nicht einmal alle Druckschriften aufbewahrt, sondern gelegte Resolution angenommen die den auf der Kreis- gierung die Lohnreduktion zurückziehen und die verlangte Lohns theils als Makulatur, theils antiquarisch verwendet werden. Parteiversammlung am 2. Januar getroffenen Abmachungen ent- erhöhung bewilligen. Der Bund zahlt dem Ranton Uri jährlich Es wäre erwünscht, wenn dies Recht, solche Pflichtexemplare au spricht. Die Resolution lautet: 80 000 Fr. für den Unterhalt der Straßen und anständige Be fordern, einmal gerichtlich festgestellt würde. zahlung der Straßenarbeiter, die Urner Regierung sucht aber davon möglichst viel für die Staatstaffe zu ersparen, damit die Befihenden weniger Steuern zu bezahlen brauchen. Regierungskommiffar Geh. Rath Schmidt hält die Verpflichtung zur Lieferung des Pflichtexemplars für unbedenklich; sie sei auch beim Reichspost- Geset in betracht gezogen und bestehe in anderen Staaten in viel größerem Umfange. Uebrigens liegt diese Lieferung eines Pflichtexemplars auch im Interesse der Verleger, den Wunsch nach gesetzlicher Regelung dieser Angelegenheit theilt die Regierung, sie hat Schritte in dieser Richtung unternommen. Abg. Dr. Friedberg( nail.): Die Sache müsse dann reichs gefeßlich geregelt werden. Heute ist der Zustand eine schwere Last für den preußischen Verlagsbuchhandel. Abg. Plek( 3.) schließt sich dem Vorredner an. und Kissingen. . Die 2c. Generalversammlung der Genossenschafts- Buchdruckerei erklärt ihre Bereitwilligkeit, in die Genossenschaft soviel neue Mit glieder aus Anhängern der bisherigen Schumacher'schen Richtung aufzunehmen, als die Genossenschaft heute Mitglieder zählt, und fie ladet alle diejenigen, denen die Förderung der Genossenschafts- Arbeiter im Ausstand. Von der Firma Atiebolaget Welor ift gegen Jn Trelleborg in Schweden befinden sich die Gummi Buchdruckerei am Herzen liegt, ein, Mitglied der Genossenschaft zu wärtig ein Herr Pursch hier thätig, um Arbeiter anzuwerben. Es werden." Die Ausführung dieser Resolution ift statutengemäß dem Vor- wird deshalb gebeten, den Zuzug ftreng fernzuhalten. stand und dem Aussichtsrath übertragen. Gemeindewahlen in Hessen- Naffan. Weitere Erfolge bei den Wahlen in der dritten Klasse werden gemeldet aus Dennhausen, kommt, und aus Wollmarshausen, wo 3 Randidaten der om th D Soziales. Die ,, deutschen Kulturträger" in Oberschlesien enthalten Bei dem Titel„ Bewachung und Unterhaltung von Denkmälern" po 2 unserer Kandidaten gewählt sind und einer in die Stichwahl Elemente, bie man eigentlich mit ganz anderen Namen bezeichnen bittet Abg. Bäusch Schmidtlein( ft.) um Einstellung größerer Sozialdemokratie mit großer' Mehrheit siegten und der vierte in der müßte. Zu den schlimmsten gehört ein Theil der Fabrik. Summen zur Pflege der Kriegergräber. Es handle fich namentlich Stichwahl wahrscheinlich ebenfalls gewählt werden wird. Ferner beamten, der in Unfläthigkeiten und Schimpfereien auf die vers um Aufwendungen für diese Gräber in Hirschberg, Erdmannsdorf wurden in asselbach im Kreise Usingen und in Windecken fluchten Bolaten" nicht genug thun zu können glaubt. Das in Beuthen D. S. erscheinende polnische Blatt, Praca", eine Beilage Regierungskommissar Geh. Rath v. Branen erwidert, daß für die Kandidaten unserer Parteigenossen gewählt. des poln.- fath. Blattes Ratolik", ist in der Lage, in Nr. 10 eine Hirschberg und Erdmannsdorf Mittel bereit gestellt sind und die In Bremerhaven wurden bei den Neuwahlen von fünf Auswahl von Redensarten zu bringen, deren sich ein näher bezeichneter Regierung sich auch ihrer Pflicht bewußt bleibe, die Zeugen einer Stadtverordneten der 3. Klaffe zwei unserer Kandidaten, Betriebsleiter mit Borliebe bebient. Da lefen wir u. a. 1. Ich habe großen Vergangenheit dem Bolle zu erhalten. Gastwirth J. H. Schmalfeldt mit 276 und Schuhmachermeister mehr gemacht, wie Ihr alle, Ihr verfluchten Polaten. 2. Ech Abg. Wetekamp( frs. Wp): Die Wichtigkeit der Untersuchungen Karl Gruno w mit 274 Stimmen gewählt, ferner ein bürgerlicher werde ich Euch was, Ihr verfluchten Polaken. 3. In in die über das Verhalten der Metalle bei hohen Temperaturen, über Bau Kandidat mit 274 Stimmen. Die drei übrigen sozialdemokratischen F. muß man Euch hauen, doch dazu ist die Hand zu materialien, Dele und dergleichen bei der mechanisch technischen Kandidaten, die 271-273 Stimmen erhielten, und ein bürgerlicher gut. 4. Der Arbeiter muß ausgenukt werden bis aufs Blut. Versuchsanstalt in Charlottenburg; er empfiehlt eine Ausbesserung mit 271 Stimmen, haben sich einer Stichwahl zu unterziehen. Von 5. Die polnischen Schweine muß man aufs Maul hauen. 6. Jeder bezw. Festanstellung der zahlreichen Unterbeamten-von 27 find ca. 1200 Wahlberechtigten nahmen nur 554 an der Wahl theil. zweite Arbeiter ist ein Spitzbube. 7. Denkt Jhr verfluchten Krüppel, nur 9 angestellt und Umwandlung der Staatsanstalt in eine Bei der Stadtverordnetenwahl in Eisenberg in Sachsen- daß die Fabrit Euch gegenüber irgendwelche Verpflichtungen hat?! Altenburg wurde von den vier Kandidaten unserer Partei einer 8. Komm mal her, Du Schwein, vielleicht bekommst Du was in die als Stadtverordneter und die übrigen drei als Ersatzmänner..... 9. Wenn ich da bin, tann so ein polnisches Schwein gewählt. schon lange da sein.". Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Reichsanstalt. Regierungskommissar Geh. Rath Wehrenpfennig dankt für die dem Institute gewidmete Aufmerksamkeit und ladet zu deren Besuche ein. Die Umwandlung in eine Reichsanstalt dürfte vielfachen Widerspruch herausfordern bei denjenigen Städten und Gegen den ehemaligen Polizisten Jos. Köster, der später Einzelstaaten, die bereits ähnliche Anstalten besitzen. Zeitungsagent in Schwerte war und jetzt Margarinehändler in Abg. Gothein( frf. Bg.) beklagt den Mangel an technischen Börde ist, hatte die Rheinisch- Westfälische Arbeiter- Zeitung" in Unterrichtsanstalten im Osten der Monarchie und den dadurch be- Dortmund im Dezember v. J. eine Erklärung der Redaktion dingten Mangel an Technikern, die wir uns vielfach vom Auslande und des Verlags veröffentlicht, worin gesagt war, daß Köster zu verschreiben müssen. Redner tritt für die Errichtung einer technischen einer Zeit, als er sich öffentlich noch als Sozialdemokrat gerirte, Hochschule in Breslau ein, wo diese Anstalt erfolgreich Berlin ent- Schmugartikel gegen unsere Partei in gegnerische Blätter zu lanciren lasten würde. Der Errichtung einer technischen Hochschule in Danzig versucht habe, die ihres schmählichen Inhalts wegen selbst in der wolle er nicht entgegentreten; es fönne wirklich nicht auf die Rheinisch- Westfälischen Zeitung"( bem Drgan der Fabrikanten und 350 000 M. ankommen, die zur Errichtung einer solchen Anstalt Leider kommen in Oberschlesien Rohheiten dieser Art nicht allzu selten vor. Selbstverständlich wird auf oberschlesischen Werken auch noch geschlagen, genau so wie auf den oberschlesischen Gütern, wo die Wirthschaftsbeamten das Büchtigungsrecht noch in großem Umfange betreiben. Der Bericht der Braca" zeigt aber doch wenigstens, daß die oberschlesischen Arbeiter beginnen, gegen ihre Beiniger aufzutreten, indem sie die Presse für sich benußen. Bechenbesitzer) feine Aufnahme gefunden hätten. Köfter strengte gegen Depeschen und lehte Nachrichten. nöthig sind; das Geld werde reiche Zinsen bringen.( Bravo!) den Redakteur Theiß Privatflage wegen Beleidigung an und verMinister Boffe erkennt den Mangel ausreichender Anstalten im flagte auch den Verleger Gerisch, um eine Buße zu erhalten, Der Oberbürgermeister von Charlottenburg, Fritsche, ist Osten der Monarchie an; aber während bis vor wenigen Monaten weil durch die Erklärung in der Rheinisch- Westfälischen Arbeiter nach langen Leiden gestern Abend gestorben. Die Charlottenburger gar keine Wünsche laut geworden sind, hat nun plößlich ein Wett- Zeitung" sein Geschäft geschädigt worden sei. Die Klage gegen Stadtverordneten Bersammlung schloß zu Ehren des Verstorbenen rennen der Städte begonnen, von denen jede behauptet, daß sie die Gerisch wurde aber schon im Borverfahren als unbegründet ab sofort die Sigung. Einsicht in die sozialen Verhältnisse hatte Fritsche allein geeignete für diesen Zweck sei. Es sind auch Immediat- Bor- gewiesen, und mit der Klage gegen Theiß batte Köfter ebenfalls tein nicht. Im Winter 1895 fagte er au einer bei ihm erschienenen Ar stellungen veranlaßt worden und darauf hin hat der König nach Glück. Theiß wurde vom Schöffengericht in Dortmund freibeitslosendeputation: Ein jeder ist seines Glückes Schmied! eingeforderten Berichten der betheiligten Refforts angeordnet, daß gesprochen, weil der Beweis für die Behauptung geliefert sei, eine solche Anstalt in Danzig errichtet werden solle. daß Köfter zur Zeit, als er sich noch als Sozialdemokrat geberdete, Es spricht für diese Anordnung jedenfalls die Lage der Stadt als Schmuzartikel gegen die Partei gegnerischen Blättern angeboten hat. Mittelpunkt deutscher Kultur. Damit ist nicht ausgeschloffen, daß Wenn etwa in der Form der Erklärung gegen Köfter zu weit gewir das Bedürfniß für andere Städte, namentlich auch für Breslau gangen sein sollte, so sei das zur Wahrung berechtigter Intereffen im Auge behalten. gefchehen. Abg. Rickert( frs. Vg.) dankt dem Minister für die hocherfreuliche Mittheilung bezüglich Danzigs, das für eine technische Hochschule in seiner hochentwickelten Schiffsbautechnik die besten Borbedingungen biete. Abg. Gamp( ft.) hält auch die Wahl von Danzig für besser als die von Breslau. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. dan Die in den Tischlereien beschäftigten Drechsler haben in legter Beit sehr über Lohndrückerei zu flagen. Sie befchloffen Stellung dagegen zu nehmen; zu diesem Zwecke sollen demnächst sämmtliche Werkstellen zu Sigungen geladen werden. Deutsches Reich. Wien, 16. März.( B. H.) Die Polit. Rorrefp." meldet aus Petersburg, die russische Regierung habe dem Londoner Kabinet die bestimmte Versicherung gegeben, daß die russische Politit feinerlei territoriale Erwerbung weder in der Mandschurei noch in Korea bezweckt, sondern lediglich die Sicherung der russischen Handels. interessen, welche durch den fibirischen Bahnbau bedingt sei. Karlsbad, 16. März.( W. T. B.) Bei dem Bau des hiesigen Sentralbahnhofes stellten tausend Arbeiter, darunter 200 Jtaliener, die Arbeit wegen Verweigerung einer Lohnerhöhung ein. Budapest, 12. März.( B. H.) Hier ist ein Kartell sämmtlicher ungarischen Rohlenwerte in der Bildung begriffen. Abg. Möller( natl.) ift ebenfalls erfreut über das Projekt Bilbao( Spanien), 16. März.( W. T. B.) Bei einem gestrigen einer Danziger technischen Hochschule und erörtert die Wichtigkeit Zusammenstoß zwischen Gendarmen und ausständigen Minenarbeitern der Versuche über das Verhalten der Metalle bei ungewöhnlichen wurden, wie festgestellt ist, drei Ausständige getödtet und mehrere Durch Bauunfälle in verwundet. Temperaturen, über Baumaterialien u. a. neuerer Zeit fei die öffentliche Aufmerksamkeit auf diese Versuche Achtung, Korbmacher! Da sich eine Anzahl Kollegen ge Chicago, 16. März.( W. Z. B.) In einem Geschäftshause an bingelenkt worden.. funden hat, welche für jeden Preis arbeitet, faben wir uns genöthigt, der Ecke der Wabash Avenue brach heute Feuer aus, wobei drei Abg. Sirt( t.) hofft, daß auch Breslau eine technische Hoch- in den neu eröffneten Werkstätten für Geschoßtörbe die Arbeit ent- durch Chemikalien verursachte Explosionen stattfanden. Viele Per schule bald erhalten werde. Möge die Regierung die Echlejier gegen den Magdeburger Beschlüssen für 3 M. pro Stüd auf- fonen sprangen aus den Fenstern. Eine größere Anzahl wurde ge nicht auf die Erfüllung ihrer Wünsche allzu lange warten lassen. zunehmen. In den letzten Tagen war der Zuzug nach hier ziemlich tödtet und verwundet. Man spricht von je 15. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Mag Babing in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Jr. 64. 15. Jahrgang. 1. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 17. März 1898. angenommen. Reichstag. es sich um politische Bergehen handelt. Wir sind also für Streichung Abg. Lenzmann( frs. Bp.): Gegen die Vorwürfe, die der des§ 3, haben indeß auch nichts dagegen, wenn unser Eventual- Abg. Gröber gestern gegen mich geschleudert hat, will ich 62. Sigung. Mittwoch, 16. März 1898, 1 Uhr. antrag angenommen wird. Der Vater dieses Autrages ist der Abfolgendes erwidern: Ich habe von vornherein erklärt, daß ich Am Bundesrathstische: v. Goßler. geordnete Gröber, der ihn f. 3. in der Kommission eingebracht und der ganzen Vorlage mit großem Wohlwollen gegenübertrete, Zunächst wird ein schleuniger Antrag der Abgg. v. Aich- mit großer Geschicklichkeit allen Einwänden der Regierungs- da ich ihre Prinzipien für einen eminenten Fortschritt bichler( 3.) und Genossen um Einstellung des beim fgl. Ober- vertreter gegenüber in der ersten Lesung bis zum letzten Augenblick gegenüber dem jeßigen Zustand halte, und daß ich sie daher Landesgericht zu München gegen das Mitglied des Reichstages aufrecht erhalten hat. Der Herr Abg. Spahn hat ja gestern bei nicht scheitern sehen möchte. Aus diesem Gesichtspunkte heraus Dr. Heim wegen Beleidigung schwebenden Strafeinem anderen Punkte erklärt, daß er infolge der Erklärung des habe ich mein ganzes Verhalten in der Kommission einverfahrens für die Dauer der gegenwärtigen Session debattelos Regierungsvertreters seinen früheren Standpunkt aufgegeben gerichtet; es ist mir daher unerfindlich, wie Herr Gröber sagen habe. Diese Ueberzeugungskraft unserer Militärverwaltung grenzt fonnte, ich hätte ihm in den Nacken gestoßen.( Fronisches Es folgt die Fortsetzung der zweiten Berathung des Entwurfs für mich freilich an das Wunderbare. Hier beim§ 3 hat aber der Sachen bei den Sozialdemokraten und im Zentrum.) Redner einer Militär Strafgerichts.Ordnung. Die gestern Abg. Gröber erklärt, daß für ihn alle Einwände der Regierung hin- geht hierauf auf seine Anträge in der Kommission ein, unerledigte namentliche Abstimmung über den§ 2 wird einstweilen fällig feien.( Hört, hört!) Es ist also ausgeschlossen, daß auch in wird aber vom Präsidenten v. Buol unterbrochen, mit dem Beausgefeßt. diesem Falle wieder die wunderbare Ueberzeugungstraft der Re- merken, daß diese fachlichen Ausführungen nicht zu§ 3 gehören § 3 des Entwurfes besagt, daß die Militärpersonen des aktiven gierung den Umfall des Zentrums veranlaßt hat. Der Schlüssel( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten): Das Sehr richtig!" Heeres und der Marine, soweit nicht die folgenden Baragraphen dieser Sinnesänderung liegt vielmehr in der Erklärung des General der Sozialdemokraten verstehe ich nicht( Heiterkeit!). Was ein anderes bestimmen, auch wegen der vor dem Dienfteintritt be- lieutenants Biebahn, daß die Regierung den größten Werth auf die nun§ 3 anlangt( Heiterfeit!), so werde ich für den Antrag gangenen strafbaren Handlungen der Militär- Strafgerichtsbarkeit Annahme des§ 3 legt. Es scheint also, daß der bloße Wunsch der Munckel stimmen. Nachdem ich aus den gestrigen Ausführungen unterstellt sind. Regierung für das Zentrum maßgebend ist. Wohin soll das aber des Kriegsministers entnommen habe, daß die Regierung daran das Hierzu liegt ein Abänderungs- Antrag Mundel( frf. Vp.) vor, führen, wenn der Reichstag auf das bloße Stirnrunzeln der Re- Gesetz nicht scheitern lassen würde. Die Vorwürfe der Sozialden§ 3 so zu faffen: Die Militärpersonen des aktiven Heeres und gierung bin auf die Knie fintt.( Sehr richtig! links.) Es ist nun demokraten will ich ruhig ertragen, da ich mich in meinem Gewissen der aktiven Marine unterliegen wegen der vor dem Diensteintritt barauf hingewiesen worden, daß die Regierung deshalb den sicher fühle.( Lachen bei den Sozialdemokraten.) Ich empfehle begangenen Zuwiderhandlungen gegen die allgemeinen Strafgesete größten Werth auf den§ 3 lege, weil dieser Zustand sich Ihnen jedenfalls den Antrag Munckel zur Annahme. der bürgerlichen Gerichtsbarkeit. Wegen solcher Zuwiderhandlungen in Preußen bisher sehr bewährt habe. Ich will nur darauf Abg. Gröber( 3): Es ist doch nicht meine Schuld, daß der darf jedoch während der Dauer der Dienstleistung ohne Zustimmung hinweisen, daß z. B. in Württemberg sich seit 1849 der Herr Kollege Lenzmann keine sehr imponirende Rolle in den der Militärbehörde die Untersuchungshaft nicht verfügt, auch die gerade entgegengefekte Standpunkt in der Praxis bewährt hat. Wes- Kommissionsberathungen über diese Frage gespielt hat. Ich bin von Hauptverhandlung nicht abgehalten werden, außer wenn halb berufen sich die württembergischen Abgeordneten, z. B. Herr Gröber einem hervorragenden Mitgliede seiner Fraktion gefragt worden, ob der Angeklagte von der Verpflichtung, in der Haupt- nicht hierauf? Haupt nicht hierauf? Die Regierung geht, wie sich das auch aus den die Zeitungsnachrichten über die sehr wenig freisinnige Haltung des verhandlung zu erscheinen, entbunden ist. Steht der Militär- anderen Paragraphen, besonders§§ 7 und 8 ergiebt, darauf aus, Herrn Lenzmann auf Wahrheit beruhten; ba hatte ich doch keine behörde die Vollstreckung einer vom bürgerlichen Gericht erkannten ihre Kompetenz zu erweitern auf Kosten der bürgerlichen Gerichts- Veranlassung, die Thatsachen zu bestreiten.( Heiterfeit.) Freiheitsstrafe zu, so fann fie, falls der Verurtheilte sich nicht in barkeit.( Sehr wahr! links) Ja, ich muß sogar behaupten, die ReHaft befindet, bei einer zur Erfüllung der gefeßlichen oder freiwillig gierung ist in diesem Entwurf grundsäglich davon ausgegangen: übernommenen Dienstpflicht eingestellten Militärperson bis zur Be- das Militär hat die Gerichtsbarkeit über alle Staatsbürger und nur endigung der ersten militärischen Ausbildung, bei einer Person des ausnahmsweise können nach ihrem Belieben noch Fälle der bürgerBeurlaubtenstandes bis zur Beendigung der Dienstleistung die Voll- lichen Gerichtsbarkeit vorkommen. Ich bitte Sie also, unsere streckung aussehen. Faffung des§ 3, die Abgeordneter Gröber in der Rommission so vorzüglich begründet hat, anzunehmen.( Bravo! bei den Sozial demokraten.) Damit schließt die Diskussion über§ 3. Abg. Singer beantragt über den Antrag Auer namentliche Abstimmung; auf Beschluß des Hauses wird im Anschluß an diese auch die namentliche Abstimmung über§ 2, die bei Beginn der Sizung ausgesetzt ist, vorgenommen werden. In der namentlichen Abstimmung wird der Antrag Auer mit 172 gegen 55 Stimmen abgelehnt;§ 3 wird in der Kommiffionsfaffung angenommen. Der Antrag Munckel wird hierauf in nament licher Abstimmung mit 143 gegen 84 Stimmen abgelehnt;§ 2 wird gleichfalls in der Kommissionsfaffung angenommen. § 4 lautet: Die zur Erfüllung ihrer gesetzlichen oder freiwillig übernommenen Dienstpflicht in das Heer oder in die Marine eingestellten Militärpersonen treten wegen einer vor dem Diensteintritt begangenen Zuwiderhandlung gegen die allgemeinen Strafgesehe nicht unter die Militär- Strafgerichtsbarkeit: 1. Wenn vor dem Diensteintritt wegen der Zuwiderhandlung ein ver Es liegt ferner ein Abänderungsantrag Auer( Soz.) u. Gen. vor, den§ 3 zu streichen und an stelle der§§ 3 bis 6( die sämmt lich von den vor dem Diensteintritt begangenen Vergehen handeln) Generallieutenant Vicbahn: Die leßte Aeußerung des Herrn eventuell folgenden Paragraphen zu sehen: Die Militärpersonen Abgeordneten darf ich nicht ernst nehmen.( Buruf: Doch!) Die des attiven Heeres und der aktiven Marine sind wegen der vor dem erwähnten Fälle sind zu recht abgeurtheilt und ich werde daher hier Diensteintritt begangenen Zuwiderhandlungen gegen die allgemeinen auf sie nicht eingehen.( Lachen lints.) Uns fommt es darauf an, Strafgeseße der bürgerlichen Gerichtsbarkeit unterstellt. Wegen daß wir die Leute für uns haben wollen, sobald sie eingezogen sind folcher Zuwiderhandlungen darf jedoch während der Dauer der und sie nicht überall herumschicken. Ich wiederhole, daß die AnDienstleistung die Untersuchungshaft nicht ohne Zustimmung der nahme des Paragraphen im militärischen Interesse unbedingt er Militärbehörde verfügt, auch gegen Personen des Beurlaubtenstandes forderlich ist.( Bravo! rechts.) und die ihnen gefeßlich gleich stehenden Personen eine Hauptverbandlung Abg. Gröber( 8): Gewiß ist es unbestreitbar, daß man für Berurtheilendes oder freisprechendes Urtheil ergangen oder ein Strafnur abgehalten werden, wenn der Angeklagte von der Verpflichtung, gehen, die im bürgerlichen Verhältniß begangen sind, auch durch befehl zugestellt war; 2. wenn die Entlassung aus dem aktiven in derselben zu erscheinen, entbunden ist. Kommt der Militär- bürgerliche Gerichte abgeurtheilt werde. Aber praktisch ist das Dienste erfolgt; die Entlassung findet statt, wenn eine Verurtheilung behörde die Bollstreckung einer vom bürgerlichen Gericht erkannten schwer ausführbar. Es würde ein stete Berschiebung von tausenden zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Wochen, oder im Falle Freiheitsstrafe zu, so fann diefelbe, falls der Verurtheilte sich nicht von Soldaten von Often nach Westen und umgekehrt erforderlich sein. Der Verurtheilung zu einer Geldstrafe die Boustreckung einer an in Haft befindet, den Vollzug bei einer Militärperson des Friedens- In dem kleinen Württemberg ist dies ja ganz gut durchführbar, stelle derselben tretenden Freiheitsstrafe von gleicher Dauer zu er standes bis zur Beendigung der ersten militärischen Ausbildung, bei das Gesetz soll aber für das Reich sein, und da sind auch wir warten ist. War vor dem Diensteintritt die Eröffnung des einer Person des Beurlaubtenstandes bis zur Beendigung der Dienst- Württemberger zu der Ueberzeugung gekommen, daß dieser Zustand Hauptverfahrens bereits beschlossen, so muß, sofern die Entlassung Leistung ausfeßen. in einem Reichsgesetz nicht aufrecht erhalten werden fann. Was der nicht erfolgt, in der Sache militärgerichtlich erkannt werden. In der Diskussion erhält als erfter das Wort der Abg. Ha afe Abg. Haase von der Majestätsbeleidigung gesagt hat, das paßt gar Hierzu beantragen Munckel u. Gen. die Streichung des ( Soz.), der sich jedoch zufällig nicht im Saale befindet; für ihn nicht hierher. Da findet ja eine Strafe von nicht unter 2 Monaten ganzen Paragraphen; ferner liegt ein Abänderungsantrag Auer spricht statt; nach§ 4 des Entwurfs findet aber die Entlaffung schon statt, u. Gen. vor, der folgendes besagt: im§ 4 Biffer 1 an stelle der Abg. Bebel( Soz): Wir haben es hier mit einer Bestimmung wenn die Verurtheilung zu einer Freiheitsstrafe von mehr als Worte: ein verurtheilendes oder freisprechendes Urtheil ergangen" zu thun, die nach meiner Auffassung mit zu den schlimmsten des 6 Wochen zu erwarten ist. zu setzen: die öffentliche Klage bereits erhoben oder die Erhebung Gefeßentwurfes gehört. Unter allen Umständen hätte die Kommiffion Man hat uns vorgeworfen, daß wir in der Duellfrage eine der öffentlichen Klage vor Gericht beschlossen", ferner den Absatz 2 darauf dringen müffen, ähnlich wie dies von der linken Seite des unserer frühern schnurstracks entgegengefeßte Haltung einnehmen. zu streichen. Haufes in bezug auf die Biffer 2 des§ 2 verlangt wurde, daß( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Sehr unrichtig, meme Abg. Haase( Soz.): Wir wollen mit unserem Antrage Personen für Bergehen und Gesezwidrigkeiten, die sie im Zivil- Herren.( Heiterfeit.) Es hat sich bis jcht überhaupt noch nie um die lediglich bewirken, daß§ 4 in Einklang gebracht werde mit dem verhältniß begangen haben, unter feinen Umständen vor das Militär- Frage gehandelt, ob die Duellvergehen von einem bürgerlichen oder§ 7, der dasselbe umgekehrt von der Militärgerichtsbarkeit aussetzt. gericht gehören. Ich erinnere Sie daran, was für Folgen mitunter militärischen Gerichtshofe abgeurtheilt werden sollen. Die bürger- Wir wollen, daß die bürgerliche Strafgerichtsbarkeit aufrecht erhalten der jetzige Zustand hat. Ich habe vor ein paar Jahren hier ein- lichen Gerichtshöfe sind wirklich nicht energisch genug in dieser Sache. bleibt, wenn das Verfahren bereits so weit gefördert ist, daß eine mal den Fall Wendland zur Sprache gebracht, der auf die bloße Sie theilen ja alle das gleiche Vorurtheil, daß die privilegirte Anklage erhoben ist. Der Paragraph in seiner jeßigen Fassung Thatsache hin, daß er kurz vor seinem Eintritt in den Militärdienst Stellung das Duell bedingt. Dagegen wiegt die kaiserliche Wer bewirkt lediglich eine unnüße Vergeudung an Beit und Kraft, nur von einem bürgerlichen Gericht wegen Majestätsbeleidigung zu mehr ordnung über das Duell einen großen Fortschritt auf dadurch, daß zu dem Zweck, die Kompetenz der Militär- Gerichtsbarkeit zu vermonatlichem Gefängniß verurtheilt worden war, nunmehr nicht allein alle Ehrenhändel zu den Ohren des obersten Kontingentsherrn größern. In Bayern geht man auch von dem Grundsay aus, daß die Strafe während seiner Militärdienstzeit zu verbüßen hatte, tommen. Und davor haben die Offiziere einen größeren Refpeft, das, was von den bürgerlichen Behörden bereits geleistet sondern auch auf grund einer älteren faiserlichen Verordnung noch als wenn sie vor irgend einen Gerichtshof kommen sollen. Unsere ist, nicht völlig beseitigt werden soll. Dort bleibt daher in die besondere Strafe genommen wurde, daß wurde, daß er der Haltung in der Duellfrage war gestern daher durchaus konfequent. Die Kompetenz der bürgerlichen Gerichtsbarkeit bestehen, wenn sogenannten Arbeiterabtheilung und zwar während der Dauer seiner Abg. Haase( Soz.): Herr Kollege Gröber irrt vollkommen, das Hauptverfahren bereits eröffnet ift. Zum Schluß will ganzen Dienstzeit zugewiesen wurde, die, da ihm die Berechtigung wenn er meint, ich hätte mich in dem Fall der Majestätsbeleidigung ich nur noch eines bemerken: Wir haben zu sämmtlichen Parazum Einjährigfreiwilligen aberkannt wurde, drei volle Jahre währte. geirrt. Freilich ist jene Bestimmung in§ 4 des Entwurfs enthalten. graphen noch keine spezifisch sozialdemokratische Forderung erhoben; Bon dieser Arbeiterkompagnie und den Zuständen, die darin bestehen, Aber in der Rommission war es gerade Herr Gröber, der mit mir wir baben lediglich Anträge gestellt, die einen freiheitlichen Ausbau enthält die Militärftrafgefeßgebung nichts; es ist eine Einrichtung, darauf aufmerksam machte, daß in dieser Fassung noch nicht die des Gesetzes im Sinne des bürgerlichen Liberalismus bedeuten; es die auf grund kaiserlicher Vollmacht eingeführt worden ist, nach geringste Garantie uns gegeben sei. Es heißt in ihm: wenn eine macht einen eigenthümlichen Eindruck, daß wir gerade von den meiner Ueberzeugung im Widerspruch mit dem Gesetze, eine Eins Strafe von mehr als 6 Wochen..... zu erwarten ist". Aber bürgerlichen Parteien im Stich gelassen werden, insonderheit von den richtung aber, die den, den sie trifft, während seiner ganzen Dienstwer bürgt uns dafür, daß später trotz aller Erwartung eine viel Herren der freisinnigen Vereinigung.( Beifall bei den Sozial. zeit einer außerordentlichen harten Behandlung unterstellt. Das härtere Strafe verhängt wird? In der Hauptverhandlung demokraten.) wird hier durch§ 3 aufrecht erhalten. Ich glaube nicht, daß eine fann das Gericht doch zu einer viel härteren Auffaffung gelangen.§ 4 wird hierauf, unter Ablehnung der Anträge Mundel und Voltsvertretung, die darauf sieht, daß Bürger, die vor Eintritt in Es ist doch schon wiederholt vorgekommen, daß solche, Erwartungen" Auer, in der Kommissionsfaffung angenommen; ebenso§ 5. den Dienst bestraft sind, nicht noch exira im Dienst bestraft werden, Lügen geftrast worden sind. Herr Gröber irrt aber auch, wenn er§ 6 bestimmt:" Die zum Dienste einberufenen Personen des diesem Paragraphen wird zustimmen können. meint, das Mindestmaß für Majestätsbeleidigungen betrage zwei Beurlaubtenstandes treten wegen der Zuwiderhandlungen, die sie Monate. Für den Fall nämlich, daß der Delinquent das achtzehnte vor dem Tage, zu welchem sie einberufen sind, gegen die allgemeinen Lebensjahr noch nicht vollendet hat, tritt eine Strafe von weniger Strafgesetze begangen haben, nicht unter die Militär- Strafgerichtsals 2 Monaten ein. barkeit. Während der Dauer der Dienstleistung darf jedoch ohne Abg. Beckh( frs. Vp.): Ich bitte Sie um Annahme meines Aber es fann sich ja noch um ganz andere Bergehen handeln, Bustimmung der Militärbehörden die Untersuchungshaft nicht verAntrages, er entspricht einem Beschlusse der Kommission, den diese als um Majestätsbeleidigung; da ist: Aufreizung zum Klassen haß, fügt werden. in erster Linie gefaßt hat und leider nur infolge eines von der Re- Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen u. dergl. mehr. Gerade gierung geübten Druckes in zweiter Lesung wieder aufgehoben hat. das Zentrum sollte hierauf acht geben. Wenn das gegenwärtige Abg. Haase( Soz.): Man stellt hier den Grundsaß auf, daß Regime in sozialpolitischer Hinsicht sich noch verschärfen sollte, so Militärpersonen auch wegen Vergehen, die sie vor ihrem Eintritt ist sehr wohl möglich, daß auch die Mitglieder der katholischen Gein den Militärdienst verübt haben, der Militärgerichtsbarkeit unter- wertschaften wegen Aufreizung zum Klassenbaß verurtheilt werden. worfen sein sollen. Es liegt aber auf der Hand, daß Militär. Da nun die Militärgerichte in ihrer ganzen Zusammensetzung für die personen, die vor dem Dienstantritt eine Strafthat verübt haben, sozialen Kämpfe der Arbeiter gar kein Verständniß haben können, dazu gekommen sind auf grund bürgerlicher Einrichtungen, unter so können auch die katholischen Gewerkschaften auf das empfind. dem Einfluß bürgerlicher Anschauungen, und es ist so eine ganz lichste durch den vorliegenden Paragraphen geschädigt werden. Abg. Haafe( Soz.): In dem Absatz 2 heißt es, daß es von natürliche Ronsequenz, daß sie auch von bürgerlichen Gerichten ab Große Verwunderung erregte in mir die Erklärung des Herrn dem Ermessen der Regierung abhängen foll, ob der betreffende der geurtheilt werden müssen. Eine Bestrafung seitens des Militär- Gröber über die günstige Wirkung der kaiserlichen Krbinetsordre über militärischen oder bürgerlichen Gerichtsbarkeit überwiesen werden gerichts muß zu den härtesten Konsequenzen führen, da dies viel das Duellwefen. Besteht diese denn nicht mehr, wenn das Duell soll. Durch unseren Antrag wollen wir dieses Ermessen der Militärschärfer urtheilt, als ein bürgerliches Gericht. Vergegenwärtigen Sie vergehen den bürgerlichen Gerichten unterſtellt ist? Herr Gröber behörde beseitigen. Es könnte leicht dahin kommen, daß die Militärsich nur, wie jetzt ein Angeklagter von dem Militärgericht behandelt weiß aber dann doch auch recht gut, daß das Duellwesen auch in behörde nach der politischen Gesinnung des einzelnen sieht und je werden wird, der vor dem Dienstantritt ein politisches Ver- ganz anderen Kreisen, als rein militärischen, die Ueberband gewinnt. nach dieser ihn entweder dem strengeren Militärgericht unterstellt gehen verübte.( Sehr wahr! links.) Verächtlichmachung von Staats- Die Philifter wiffen ja gar nicht, was das Duell zu bedeuten hat," oder, wenn er ein Gutgesinnter ist, dem bürgerlichen Gericht zur einrichtungen, Anfreizung zum Klassenhaß oder gar eine Majestäts- Diefe Aeußerung fiel, wie wohl jedem bekannt, einst in fröhlicher Aburtheilung überweist. Dies soll durch unseren Antrag vermieden beleidigung, es ist ganz zweifellos, daß ein solcher Missethäter von Stunde im Studentenkreise. Freilich: auch die bürgerlichen Gerichte werden. militärischen Gesichtspunkten aus viel härter bestraft werden wird. urtheilen da überall viel zu milde; das macht der Reservelieutenants- Der Antrag Auer wird abgelehnt und§ 6 in der Kommissions Der Minister hat gemeint, es handele sich in dem gestern von mir geift, der in ihnen herrscht.( Sehr richtig! links.) Ist das aber ein fassung angenommen; ebenso debattelos§ 7. erwähnten Falle um eine Bestrafung wegen Ungehorsams. Das ist Grund, sich nun ganz auf das Militär zu verlassen, wo es doch§ 8 lautet: Macht sich eine Militärperson innerhalb eines unrichtig, es wurde gegen den betreffenden ein Verfahren wegen noch viel ärger zugeht? Jahres nach Beendigung des die Militärstrafgerichtsbarkeit begrünAufreizung zum Klassenhaß eröffnet. Das Urtheil des Militär- Mit dem Ton, den Herr v. Biebahn angeschlagen, schlägt man keine denden Verhältnisses wegen der ihr während der Dienstzeit widergerichts in diesem Falle ist überhaupt sehr bezeichnend. So heißt Gegner; es wäre wohl besser gewesen, er hätte fachliche Argumente fahrenen Behandlung einer Beleidigung, Körperverlegung oder es z. B. in dem Erkenntniß: Da nun eine jede Verbreitung, wie gebracht.( Abg. Singer: Rann er ja nicht! Große Heiterkeit.) Herausforderung zum Zweikampf gegenüber einem früheren milisie auch gescheht, mehr oder weniger eine öffentliche sein kann, Die„ militärischen Interessen" sind bei unserm Antrage vollständig tärischen, noch im aktiven Dienste befindlichen Vorgesetzten schuldig, und wenn sie in einem öffentlichen Lokale von einem Gast- gewahrt. Um sie nicht zu durchkreuzen, haben wir die Bestimmung so ist wegen dieser strafbaren Handlungen und, wenn der Zweikampf wirth erfolgt, unbedingt eine öffentliche ist" u. f. w. aufgenommen, daß die Untersuchungshaft nicht ohne Zustimmung stattgefunden hat, auch dieserhalb die Militärftrafgerichtsbarkeit Das ist ein Fauftschlag ins Gesicht der Jurisprudenz, denn der Militärbehörde verfügt werden darf, daß sogar bei Per- begründet. in dem Lokale befand sich der Wirth allein, und nie würde ein sonen des Beurlaubtenstandes der Strafvollzug bis zur Beendigung Zwei Anträge Auer und Mundel beantragen Streichung Iürgerliches Gericht in diesem Falle verurtheilt haben. Ferner heißt der Dienstzeit ausfeßen kann. Alle berechtigten Anforderungen der dieses Paragraphen. Die Abgg. v. Putttamer Blauth und es in dem Erkenntniß, der Angefchuldigte hat zufälligerweise vier militärischen Disziplin sind also in unserem Antrage zur genüge Genoffen( f.) beantragen: ftatt innerhalb eines Jahres" zu setzen gleiche Nummern ergriffen, die feine Aufreizung enthielten, ebenso anerkannt worden. Wenn freilich die Regierung darauf ausgeht, innerhalb zweier Jahre", ferner die Worte noch im aktiven Dienst gut hätte er einige aufreigende Nummern greifen können." alle die sogenannten Heher und Aufwiegler, die in ihren Augen befindlichen" zu streichen. Also auf diese Möglichkeit hin wird er verurtheilt!( Hört, hört! immer strafbar sind, wenn auch im Strafgesetz nichts gegen sie ver links.) Weiter wird gefagt: Wenn sich Gelegenheit gefunden fügt ist, unter militärische Gerichtsbarkeit au zwingen, so wird hätte, würde der Angeklagte bei seiner Gesinnung unzweifelhaft fie bei uns und im Bolte entschloffenen Widerstand finden.( Lebauch an seine Kameraden und nicht nur an Maurer aufreizende hafter Beifall links.) Blätter vertheilt haben...." Also an ftelle der Beweise treten Abg. Spahn( 3.) verweist darauf, daß es sich im§ 8 ja doch bei dem Militärgericht Ueberzeugungen!( Sehr wahr! links.) Und nur um leichtere Bergehen handeln könne; da wäre eine längere bies wird immer so sein, wenn der§ 3 angenommen wird, sobald Dienstunterbrechung nicht angebracht, Generallieutenant v. Wiebahu vertheidigt den§ 3 mit der Erklärung, daß die Militärverwaltung auf deffen Beibehaltung den allergrößten Werth legt. " Wegen einer während der Dienstleistung begangenen strafbaren Handlung können die im Absatz 1 bezeichneten Personen den bürger. lichen Gerichten übergeben werden, sofern lediglich eine Zuwiderhandlung gegen die allgemeinen Strafgesetze in Frage steht." Abg. Auer beantragt, statt der Worte:„ können die in Absatz 1 bezeichneten Personen den bürgerlichen Gerichten übergeben werden", zu sehen: unterliegen die in Absatz 1 bezeichneten Personen der bürgerlichen Strafgerichtsbarkeit. Abg. Bebel( Soz.): Es ist von zwei Seiten beantragt worden, den§ 8 zu streichen. Hoffentlich gelingt es uns, diesmal die Mehre heit des Hauses auf unsere Seite zu bringen. In§ 8 handelt es sich um Personen, die bereits dem Militär- Dienstverhältnisse und seiner Gerichtsbarkeit entwachsen und aus ihm entlassen sind. Diese follen aber gleichwohl für die Dauer eines Jahres, sobald sie sich einer Beleidigung, Körperverlegung oder Herausforderung zum Zwei Reiner wird fampf gegen einen militärischen, noch im attiven Dienst befindlichen Abg. Beckh( freis. Vp.): Der§ 8 ift ein vollständiges Novum, habe, als unrichtig nachzuweisen. Es ist aber die beliebte Borgefeßten schuldig machen, vor das Militärgericht kommen. Das er findet sich in feiner einzigen der deutschen Militär- Strafgerichte Tattit der Herren, von Berleumdungen sprechen, widerspricht auf das schärffte dem Grundsaße, kein Staats- Ordnungen. Diesen Paragraph hat man von der belgischen Gefeß wenn sie sich nicht vertheidigen können. Das ist eine bürger soll feinem ordentlichen Richter entzogen werden. gebung entlehnt. Die Vorlage enthält eine Verfassungsänderung, sehr häßliche Art.( Unruhe rechts.) So viel gegen den Abgeordneten Straflosigkeit für solche Vergehen fordern, wenigstens soweit wir Bayern in Frage kommen. In der bayeri v. Stauby. Mit dem Herrn Kriegsminister will ich über Jdealis aber sie sollen vom bürgerlichen Gericht beurtheilt werden. fchen Verfassung heißt es: Niemand darf dem ordentlichen Richter mus nicht streiten; das hat keinen Zweck. Ich will ihm aber be= Wenn ein Gemeiner, ein Unteroffizier nach seiner Entlassung sei es entzogen werden. Ein praktisches Bedürfniß für den Paragraphen merken: wenn Fälle, wie ich sie vorgebracht, in ganz kurzer Zeit durch einen Zeitungsartikel, durch eine Rede oder eine Broschüre bestreite ich. Niemand hat hier irgend einen Fall vorführen können. sich wiederholen, so darf man sich nicht wundern, wenn man die feinen früheren Vorgesetzten beleidigt hat, dann kommt er in der Es braucht sich gar nicht immer um Racheakte zu handeln, es Ursache im System selbst sucht. Redner geht dann auf die vorhin Regel jetzt vor ein bürgerliches Gericht, in dem mehrere Richter genügt ein Wirthshausstreit zwischen einem ehemaligen Soldaten erwähnte Broschüre näher ein und bringt aus ihr vollgiltige Belege felber früher Militärs waren, und insbesondere Offiziere. Daß ein und seinem früheren Unteroffizier. Die Urtheile der Militärgerichte für seine Behauptungen. folches bürgerliches, aber von militärischem Geiste durchtränktes decken sich sehr oft nicht mit dem Boltsempfinden, ich erinnere nur Generalauditeur Jttenbach: Ich gebe zu, daß in dem vom Gericht besonders milde mit ihm verfahren wird, ist nicht anzu- an das Urtheil gegen Brüsewig. Abg. Bebel angeführten Fall nicht ganz forrekt verfahren worden nehmen. Das Gegentheil läßt sich aus zahlreichen Fällen konstatiren. Abg. Lender( 3.): Der Abgeordnete Bebel hat einen Fall aus ist; aber Sie werden zugeben, daß auch im bürgerlichen ErmittelungsTrotzdem wird nun verlangt, daß ein solcher Mann jetzt vor das Rehl erwähnt, zu dem ich auch sagen möchte, was ich darüber verfahren von seiten der Polizei nicht immer ganz korrekt verfahren Militärgericht gestellt wird, das natürlich noch viel härter straft. Und gehört habe. Ich erkläre aber ausdrücklich, ich kann nur sagen, wird.( Hört! hört! Heiterfeit links; verlegene Unruhe rechts.) Sie ganz besonders schwere Strafen spricht das Militär- Strafgesetzbuch in was ich gehört habe. In Rehl ist ein Soldat gestorben, der Vater haben also feine Veranlassung, hier gerade dem militärischen Ber. Fällen, wie sie der§8 umschreibt aus, so gegen Personen, die Vor- erhält die Anzeige von seinem Tode und reist hin. Dort wird ihm fahren besondere Vorwürfe zu machen. gesezte zum Duell fordern. Wir wollen gewiß keine Schonung für aber ausweichend geantwortet. Er bekommt die Leiche des Sohnes Damit schließt die Diskussion; der Antrag v. Puttkamer- Plauth Duellanten, aber der Grundsatz der Rechtsgleichheit darf nicht ver- nicht zu sehen, es wird ihm gefagt, die militärgerichtliche Obduktion wird hierauf abgelehnt, ebenso wird§ 8 insgesammt abgelehnt. legt werden. In ganz ähnlicher Weise liegt es mit den anderen habe ergeben, daß sich der Sohn erhängt habe. Die Leiche wird Die Sigung wird hierauf vertagt. Nächste Sitzung Donnerstag Bergehen, die§ 8 treffen will, so mit der Beleidigung. Wie leicht später nach der Heimath Stollhofen gebracht, wo der Bürgermeister, 1 Uhr.( Fortsetzung der heutigen Berathung.) Schluß 64 Uhr. macht sich der Gram und Groll, der sich bei einem Untergebenen auch ein alter Soldat, trotz des Protestes der die Leiche begleitenden gegen einen Vorgesetzten angehäuft hat, in einem harten be- Unteroffiziere noch einmal die Leiche obduziren läßt. Diese zweite leidigenden Worte nach der Entlassung Luft. Die Marimalfirafe Obduktion hat feine Anzeichen für Erhängen, wohl aber eine ist nach dem bürgerlichen Strafgesetz für einfache Beleidigung Wunde am Kopfe ergeben.( Hört! hört! links und im Zentrum.) 67 Kommunales. Die städtische Bandeputation hat gestern unter Vorsitz des 1 Jahr, nach dem Militär Strafgesetzbuch 2 Jahre, und Ich bitte den Kriegsminister( um objektive und strenge Untersuchung Stadtraths Boigt im Prinzip beschlossen, von der Durchist die Beleidigung verleumderisch, so tritt Gefängniß des Falles. strafe bis zu 5 Jahren ein, 100 das bürgerliche Straf Kriegsminister v. Goßler: Ich habe schon vorhin gesagt, daß legung der Bernauerstraße bis zum Vorplay der geset nur bis zu 2 Jahren festsetzt. Wie tann eine mir der Fall bisher nur aus einer Zeitungsnotiz bekannt ist, daß Stettiner Bahn abzusehen, dagegen die Durch Boltsvertretung dazu kommen, eine solche Bestimmung wie den§ 8 ich aber sofort Recherchen eingeleitet habe. Ich halte es für meine legung bis zur Gartenstraße weiter zu verfolgen, auch. ins Gesetz aufzunehmen! Wir wissen, daß viele Soldaten während Pflicht, der Sache noch weiter auf den Grund zu gehen und das wurde die Verbesserung der Verbindung dieser letzteren Straße der Dienstzeit ihre Vorgesetzten nicht anzuzeigen wagen, weil sie Ergebniß der Untersuchung dann dem hohen Hause mitzutheilen. mit der Elsasserstraße nach Westen durch eine größere Abdann Mißhandlungen und Quälereien fürchten. Denken Sie an den( Bravo!) Was nun den§ 8 anlangt, fo febe ich in ihm eine er- stumpfung der Ecke in Aussicht genommen. Ferner beschloß die Fall Marzillier! Erft als die Kameraden des Unglücklichen wieder zieherische Wirkung. Ich wünsche, daß jeder während des Dienstes Deputation die Feststellung von Fluchtlinien für im bürgerlichen Leben standen, theilten sie dessen Bruder die Wahr- Anzeige macht, wenn ihm unrecht geschieht. Es braucht sich auch eine rechtseitige Spreeuferstraße mit Ladestraße zwischen der heit mit. Hätten sie nun auf Höreusagen hin vielleicht unrichtige in der Armee niemand etwas unrechtes gefallen laffen. Er soll Hansabrücke bis zur Moabiter Brücke. Zur Aufschließung Angaben gemacht, so würden sie nach§ 8 vor das Militärgericht aber die Sache nicht verschieben, bis er vom Militär fort ist. des südwestlich der Danzigerstraße zwischen Greifswalderstraße und gestellt und hart bestraft werden, während sie jetzt vor das bürger- Abg. Bebel( Soz.): Am liebsten möchte man jeden, der einmal Prenzlauer Allee belegenen Bögow'schen Terrains ist von liche Gericht gehören und in diesem Falle ficher eine ganz andere im Militärverhältniß gestanden hat, auf Lebenszeit der Militär- den Eigenthümern die Anlage einer 20 Meter breiten Behandlung erfahren hätten. Kürzlich sind mir zwei weitere gerichtsbarkeit unterstellen und man bedauert sehr, daß das nicht Straße parallel der Danzigerstraße beantragt worden. Die Fälle bekannt geworden. Im dritten Bataillon des Garde geht. Dem Abg. v. Staudy bin ich dankbar für die Gründe, die er städtische Baudeputation hat der Aufnahme der Straße fin Füfilier- Regiments ist im Dezember ein junger Mann ins Militär- für seinen Antrag angeführt hat. Herr v. Staudy hat aus seinem den Bebauungsplan zugestimmt. Behufs Verhospital gebracht worden unter der Angabe, er leide an Herzen feine Mördergrube gemacht und offen erklärt, wir Sozial- breiterung des Großen Weges in feiner ganzen Rheumatismus, während er gleichzeitig feinen Eltern schrieb, daß demokraten sind Schuld an dieser Bestimmung der Vorlage. Das Ausdehnung soll ein Austausch von Thiergarten Land am er schwer mißhandelt worden sei. Im Januar stirbt der junge ist für uns sehr wichtig. Man will hier wie bei der lex Recke ein Brandenburger Thor gegen Straßenland und den alten SteindepotMann im Lazareth, der Vater, ein kleiner Bauer in der Gegend fleines Sozialistengefeß einschmuggeln. Die Sozialdemokraten sollen, platz am Zoologischen Garten erfolgen. Ein ähnlicher Austausch foll von Peine im Hannover'schen, wendet sich in seiner Verzweiflung so lange fein richtiges Ausnahmegesetz durchgesetzt werden erfolgen am großen Stern und längs des Spreewveges zur Veran die Militärbehörde, das Bataillon, den Arzt. Der Arzt schreibt, tann, auf jede mögliche Weise getroffen werden. Allmälig breiterung des letzteren. Bei Umpflasterung der Urbanstraße soll daß der Sohn angegeben hätte, er sei mißhandelt worden, die Sache will man so ein ganzes Garn von Bestimmungen her- im allgemeinen Riesunterbettung in Anwendung gebracht werden, fei dem Militärkommando gemeldet. Der Frage nach den Todes- stellen, in denen sich die Sozialdemokraten fangen. Hätten wir das jedoch wenn beffere Steine( Steine 3. Klaffe) bei dieser Gelegenheit ursachen weicht der Arzt aus; das Bataillonskommando schreibt, die gesagt, würde es bestritten worden sein, da es von anderer Seite zur Anwendung gebracht werden und die Ausgießung der Fugen mit Obduktion habe ein Resultat ergeben, das nicht dazu nöthige, anzunehmen, gefagt worden ist, kann es nicht gelenguet werden. Der Kriegs- Bitumen- Verguß erfolgt. daß der Mann an Mißhandlung gestorben sei. Der Vater glaubt, minister hat es ganz offen gesagt, er will, daß die Leute härter benach wie vor das Gegentheil. Fragt er nun im Herbst die ent- straft werden von dem Militärgericht. Ich fonstatire mit GenugTaffenen Kameraden feines Sohnes und die kleinste Unrichtigkeit thuung, daß ich mich vorhin in dem Punkte geirrt habe, daß also Tokales. stellt sich in den Angaben dieser heraus, dann würde sofort§ 8 in nicht das Militärfirafgesetz angewendet wird. Die Militärgerichts für den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis zur Nachricht, daß Den Mitgliedern des sozialdemokratischen Wahlvereins traft treten. Ein zweiter Fall macht augenblicklich im Großherzog barkeit genügt aber vollständig, um uns den Paragraph thum Baden Aufsehen. Dort war ein Rekrut in Kehl. Den Eltern unannehmbar zu machen. Ich habe hier wiederholt Fälle der Vorstand beschlossen hat, seinen Mitgliedern die Broschüre„ Zum wird gemeldet, der Sohn habe sich erhängt. Die Eltern bekommen von Soldatenmißhandlungen zur Sprache gebracht und Zeugen Jubeljahr der Märzrevolution", von W. Liebknecht, fostenlos zu verdie Leiche zu sehen und konstatiren, daß gar kein Zeichen des Er- genannt, natürlich nur solche, die militärfrei waren. Das ist den abfolgen. Dieselbe ist von heute ab in allen Zahlstellen zu haben. hängens am Halfe zu sehen ist, wohl aber eine lange, schwere Herren unangenehm. Wie schön wäre es, wenn diese Zeugen vor Der Vorstand. Wunde im Gesicht. Die Eltern suchten heraus zu bekommen, wann das Militärgericht gefordert werden fönnten. Welche Ein- Den Mitgliedern des sozialdemokratischen Wahlvereins der Sohn gestorben sei und woran. Bis jetzt ist es ihnen nicht ge schüchterung könnte da nicht mit ihnen vorgenommen werden. Ich für den 4. Wahlkreis( Süd- Ost) zur Nachricht, daß vom Iungen. Sie und auch die Gemeindebehörden glauben nicht an den meine, eine Voltsvertretung darf der Militärverwaltung solche heutigen Tage ab die Broschüre Bum Jubeljahr der März. Tod des Sohnes durch Erhängen. Vollmachten nicht geben.( Sehr wahr! links.) Der Kriegs- Revolution", von M. Liebknecht, in sämmtlichen Zahlstellen zu dem des§ 8 recht harmlos dar. ermäßigten Preise von 20 Pf. zu haben ist. Der Vorstand. Das sind doch alles Fälle, zu deren Feststellung der Wahrheits- minister stellt beweis durch§ 8 ungemein erschwert wird. Sie haben überhaupt Er will, daß die Soldaten im Dienst Anzeige machen. Achtung, vierter Wahlkreis( Often)! Den Mitgliedern des feine vernünftigen Gründe für die Beibehaltung dieses Paragraphen. Ich beneide den Kriegsminister um seinen Idealismus. Er Wahlvereins zur Nachricht, daß der Kranz für die Märzgefallenen ( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Nun aber weiter: Jch müßte doch als Soldat so viel praktische Erfahrung haben, daß am Freitag früh um 7% Uhr vom Lokal des Genossen Franke, habe hier eine Schrift, betitelt:„ Die Geschichte meiner Erblindung er die psychologischen Momente zu würdigen wissen müßte, die die Friedrichsbergerstraße 11, nach dem Friedhof getragen wird. Der von Conrad Lutmer, Hauptmann in Hagenau i. E." Dieser Haupt- Leute veranlassen, während der Dienstzeit nichts zu sagen. Und es Borstand. quittirt Alle übrigen Lokale sind frei. mann Ludmer ist anerkanntermaßen ein ausgezeichneter Artillerie- sind nicht Sozialdemokraten, die diese Feigheit" besitzen. Der Offizier gewesen, ein Mann, tönigetreu bis ins innerfte Mart. Sozialdemokrat sagt noch am ehesten die Wahrheit frei heraus. Arbeiter Versammlungen nicht zu haben. Es wird dringend ersucht, Zur Lokalliste. In Ertner ist das Lokal von Brodt für Dieser ist 111111 von einem ungeschickten Reservelieutenant( Lachen rechts.) Sie fehen das ja daraus, daß sogar Offiziere mit dasselbe streng zu meiden. so unglücklich angeschossen worden, daß ihm von der ihren Enthüllungen warten, Die den Dienst bis fie be Kartätsche eines Geschüßes, das wenige Schritte hinter ihm haben. Aber Herr v. Staudy hat es ja frei gefagt, die ver. Lokalkommission. J. A.: E. Mertens, Friedrichshagen, Wilhelmabgeschoffen wurde, dermaßen die Holzsplitter ins Gesicht flogen, daß wünschten Offizier broschüren will man verhindern. Es besteht ja ſtraße 64 B. er im Nu erblindete. Diese Sache ist nun wiederholentlich in den darin eine ganze Literatur, alle sind sie in Süddeutschland verlegt; Militärgerichten abgeurtheilt worden, sie hat alle Justanzen durch in Norddeutschland wagt man es nicht. Die mißliebigen Offiziere Heberbleibsel. Die Wohlthätigkeitsfestereien sind zum größten laufen; der Mann hat sich aber durch die ergangenen Urtheile aufs sollen durch§ 8 mundfodt gemacht werden. Der Kriegsminister Theil vorüber. Nur ab und zu noch finden sich edle und unfreie bitterste beschwert befunden, und schließlich ist solch eine Er sprach fortwährend vom Rache üben. Rache üben ist immer etwas Damen und Herren zusammen, um einige Stunden zum besten der bitterung über ihn gekommen, daß er sich hinsetzte und die Häßliches, wenn auch oft etwas Berzeihliches. Aber in vielen Fällen Armen" zu opfern. Die Armen und Glenden sollten dankbar sein, Broschüre schrieb. In ihr sind nun die schwersten Beleidigungen handelt es sich nicht um Rache, sondern um das Bestreben, sich daß es immer noch nicht aus der Mode gekommen ist, auf Bazaren, enthalten gegen eine Reihe seiner Vorgesetzten; er erklärt oder andere zu ihrem Rechte zu verhelfen. Bei Fall Lutmer Ausstellungen u. s. w. in blendenden Toiletten Seft zu fredenzen ausdrücklich: ich habe diese schweren Worte gebraucht, ich will ver- will ich zugeben, daß der Mann sich in einem Bus und am nächsten Morgen im reichshauptstädtischen Klatschblatt die flagt werden; nun fonnte er nur auf grund des Preßvergehens ver- ftande hochgradiger Verbitterung befindet. Als objektiver Leser am schönsten, niedlichsten und herrlichsten gekleideten Damen verflagt werden, die Sache wäre dann öffentlich verhandelt worden. gewinnt man aber doch die Ueberzeugung, daß vieles in dem zeichnet zu finden. Diefe Art Armenpflege und„ Heilung der Aber auf grund dieses§ 8 tommt er eben vor das Militärgericht, Brozeß nicht möglich gewesen wäre, wenn er vor einem bürgerlichen Wunden, die des Lebens Stürme schlagen", mag ja gewiß eine sehr, wo natürlich im Intereffe der Disziplin die Oeffentlichkeit aus Gericht und nicht nach dem so hoch gepriesenen alten Militär- fehr schwere sein, auch die Herren, die das alles kaufen oder gegeschlossen wird. Jetzt verklagt man den Hauptmann Lutmer nicht; verfahren abgeurtheilt worden wäre. Es seien in dem Prozesse nießen müssen, was die gütigen Damen ausbieten, haben gewiß man fürchtet, daß dabei gewiffe Dinge ans Tageslicht kommen Meineide geleistet worden, die nicht entsprechend verfolgt worden eine furchtbar schwere Arbeit es bleibt auf jeden Fall werden.( Sehr richtig! links.) und solchen Zuständen bauen sie die find. Hauptmann Lutmer verzichtet übrigens auf das Urtheil, das zu bewundern, daß daß sie sich immer wieder dem Wohle Brücke mit dem§ 8.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) der Kriegsminister für ihn hat. Das ist ein Standpunkt, ihrer leidenden Mitmenschen widmen. Denn trotzdem die Stadt Sie sagen, da kann man ja ein Jahr warten und dann vor- den ich durchaus verstehen kann. Er will das Bertuschungs: jährlich viele Millionen für das Armenwesen ausgiebt, auch eine gehen. Die Strafe soll dem Vergehen aber auf dem Fuße folgen. system, das beim Militär gang und gäbe ist, ausdecken. nicht geringe Bahl wohlthätiger Edler und Unfreier sich in jeder Wenn Sie es einem Mann unmöglich machen, während desselben Dieses Vertuschungssystem liegt auch in dem Fall aus Kehi Saison" hinopfert, genügt dies doch noch nicht, alle Hungernden Jahres sich die nöthigen Beugen zu verschaffen, dann liegt die Sache vor, den nun auch Abg. Lender bestätigt hat. Es ist bezeichnend, satt zu machen. Es ist nur gut, daß sich die Wohlthätigkeitsfere nach einem Jahre schon viel ungünstiger für ihn. Es besteht kein daß sich der Kriegsminister erst nach der Rede des Abg. Lender zu nicht direkt um die Armen bemühen, sondern sich nur unter sich Grund, den§ 8 aufrecht zu erhalten, und es ist eine Ungerechtigkeit strenger Untersuchung bereit erklärt hat. Ich habe hier schon viele frant tanzen und über die Toilette der Ballkönigin todt ärgern. der allerſtärksten Art und eine Verhöhnung alles dessen, was wir solcher entfeßlichen Fälle angeführt, die sich durchaus bewahrheitet Würden sie sich persönlich um die Sache bekümmern, könnten sie von seiten der bürgerlichen Parteien hier vertreten gesehen haben, haben, so aus Königsberg, Wesel, Potsdam. Wenn solche Fälle am Ende den Muth verlieren, weil das Elend immer wieder kommt daß man jetzt in dieser unerhörten Weise die Militär- Gerichtsbarkeit überhaupt möglich sind, dann sollte die Militärverwaltung doch und von ihnen gar nicht zu beseitigen ist. Die Herrschaften würden ausdehnt.( Lebhaftes Bravo bei den Sozialdemokraten.) von dem endlich in sich gehen und sich ernstlich fragen, ob alles in Ordnung vielleicht auch ein bischen Stolz ihrer WohlKriegsminister v. Goßler: Herr Bebel ist von ganz irrigen ist.( Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) thätigkeit einbüßen, wenn sie sehen, wie wenig fie erreichten. Anschauungen ausgegangen. Das Militärgericht hat niemals die Kriegsminister v. Goßler: Der Abg. Bebel benutzt ja jede Db es dann auch in ihnen aufdämmert und sie merken, daß alle Absicht, eine Untersuchung zu erschweren, sondern nur Klarheit zu Gelegenheit, um auf Mißstände in der Armee aufmerksam zu machen. Wohlthäterei nur Stückwerk ist, daß der Mensch ein Recht hat auf fchaffen. Die vom Abg. Bebel angeführten Fälle kenne ich nicht. Ich will die Fälle gern untersuchen, wenn man mir das Material feine Lebensbedürfnisse und daß die kapitalistische WirthschaftsBis zur dritten Lesung werde ich mich mit dem Material versehen, überreicht. Die sachliche Art, mit der Herr Bender seine Beschwerden ordnung nicht geeignet ist, zu diesem Ziele zu gelangen? vielleicht stellt mir auch Abg. Bebel das feinige zur Verfügung. Den vorgebracht, unterscheidet sich durchaus von der Art, wie Herr Bebel sollte aber meinen, daß auch ohne die direkte Beschäftigung mit dem Fall des Hauptmanns Lutmer hat Abg. Bebel richtig dargestellt. hier vorgeht, diese schadet nur der Allgemeinheit. Was die Armenwesen schon jeder aufgeklärt werden könnte; das GroßstadtDer Fall ist aber durchaus ordnungsmäßig erledigt. Der Reserve- Broschüre des Herrn Lutmer anlangt, so ist jener Fall ordnungs- leben bietet wenigstens Anlaß genug dazu. Da ist z. B. die EinOffizier ist entlassen und bestraft worden. Gegen den blinden mäßig erledigt worden. Die Beschwerde kann sich nur dagegen richtung, den Kaffeesat der großen Cafés, fowie die Speisenmengen, Mann vorzugehen, hielten wir mit unserem Gewissen nicht für richten, daß die Person, die Herrn Lutmer um das Augenlicht ge- die in den Kaseenen und Krankenhäusern vom Mittag übrigbleiben, bracht, zu milde bestraft ist. Man kann aber keinen Vorwurf gegen an Arme zu vertheilen. Des Mittags nach 1 Uhr versammeln Generallieutenant v. Viebahn: Wir haben uns bei der Vor- diejenigen erheben, die das Gutachten abgefaßt haben; sie haben dies sich die Armen vor den Thoren. In der bittersten Rälte, lage nach der Bestimmung in den Militärgerichts- Ordnungen anderer nach bestem Wissen und Gewissen gethan. Und es ist sehr unrecht im Schneesturm und Regen, sowie Regen, sowie in der stärksten Hize Länder gerichtet. In einem wesentlichen Punkte irrt der Abg. Bebel. von Herrn Bebel, daß er Herrn Lutmer in seinen Angriffen gegen die harren fie, bis sie, sie, nachdem fie einen Schein Dom Die Leute sollen nur dem Militärgericht unterstellt sein, nicht dem Verfaffer des Gutachtens unterstüßt. Armenvorsteher vorgezeigt haben, eingelassen werden. Es Militär- Strafgesetz, sondern nach dem bürgerlichen Gesetz abgeurtheilt Abg. Gröber( 3.): Bei der Schaffung des§ 8 ist lediglich die sind Menschen aller Altersklassen, Kinder von sechs Jahren, werden. Es ist auch vorgekommen, daß nicht nur der Beleidiger, Rücksicht auf die Disziplin maßgebend gewesen. Davon, daß man zittrige Greise und gebrechliche Frauen, die mit Eimern, sondern der Beleidigte, der den Strafantrag gestellt hat, nachträglich eine härtere Bestrafung mit ihm erzielen will, ist keine Dede. That- Töpfen oder Körben auf die Vertheilung der Ueberbleibsel warten. bestraft, ja entlassen worden ist. Ich bitte den konservativen Antrag sächlich schafft die Vorlage aber für deutsche Verhältnisse voll. In der dürftigsten, jämmerlichsten Kleidung stehen sie im Winter auf Wiederherstellung der Regierungsvorlage anzunehmen. ständig ein Novum; nutr in Belgien findet sich ein dich aneinandergedrängt an der Mauer; viele von ihnen, besonders Abg. Standy( t): Im Interesse der Disziplin bitte ich Sie Seitenstück hierzu. Ein Bedürfniß hierzu liegt aber nicht die Kinder, haben kein wärmendes Ueberkleid und frieren, daß einem ebenfalls, die ursprüngliche Regierungsvorlage wiederherzustellen. An vor; die Bestimmung würde nur unlösbare Schwierigkeiten das Herz blutet. Ift ihnen endlich ihr Gefäß gefüllt, eifen sie nach eine weitere Ausdehnung der Militär- Gerichtsordnung denken wir bringen, da unter Umständen bei einer Beleidigung dann noch das Hause, wo noch eine ganze Echaar auf sie wartet. nicht. Aber Herr Bebel und die Bestrebungen seiner Freunde haben Motiv festgestellt werden müßte; und das wird doch nur in den find aber derartig verhungert, daß sie sich mit ihrem Gefäß auf das die Vorlage nöthig gemacht.( Aha! links.) Wir müssen der Verheßung seltensten Fällen möglich sein. Ich muß mich daher gegen diefe eiskalte Pflaster niederknieen und mit dem Deckel sich Essen herauss vorbeugen. Die Bestimmung der Vorlage soll sich aber nicht nur gegen ent- Bestimmung erklären. schöpfen, das sie in den aufgesperrten Mund schütten Lassene Mannschaften, sondern auch wesentlich gegen entlassene Offiziere Abg. v. Standy( t): Die Ablehnung des§ 8 wird es mit Anblick spricht eine heftige, anklagende Sprache richten. Wir wollen gerade, daß der, der sich rächt für Dinge, die sich bringen, daß meine Freunde gegen die ganze Vorlage flimmen Wohlthätigen schwitzen beim Tanz und schlürfen Sekt Der Vorgesetzte in Erfüllung seiner Pflicht angeordnet hat, sei es müssen; um sie also nicht zu gefährden, bitte ich Sie, den§ 8 bei herrlich ist doch unsere Weltordnung!: burch Zweikampf oder Beleidigung, schärfer bestraft wird. Die zubehalten. Redner wendet sich sodann gegen die Ausführungen des Kommission hat die Regierungsvorlage zu sehr eingeschränkt. Wir Abg. Bebel. Seine Art ist nur geeignet, Stimmung für ein neues wollen auch die inzwischen abgegangenen Vorgesetzten vor Ver- Sozialistengefeß zu machen. unglimpfungen und Racheakten schüßen, daß entspricht nur der Ge- Abg. Bebel( Soz.): Bis jetzt ist es nicht gelungen, einen nam rechtigkeit. Nehmen Sie unsern Antrag an.( Bravo rechts.) haften Theil dessen, was ich im Laufe der Jahre hier vorgebracht vereinbar. Man Manche Kinder • Solch ein Und die Wie Der neue städtische Verbrennung8ofen in der Diestelmeiers ftraße hat gestern die Feuerprobe bestanden. In Gegenwart des Kuratoriums für das Bestattungswesen, unter Führung des Geh.Raths Friedel, sowie des Bau- Juspettors Wollenhaupt als Bertreter der Baudeputation und im Beisein des Erbauers des Dfens, des um dem Publifum gegen plöglich Jm Viktoriapark find Jeht zwei Unterkommen zu bieten. Ingenieurs Schneider aus Dresden, von dem auch die Krematorien dem nichts ferner liegt, als dem Genusse des Alkohols ergeben| dibat ist der Gastwirth Friß Schellhase. Die Parteigenoffen, welche in Hamburg, Basel und San Franzisto erbaut sind, wurde die Ein zu fein." aus irgend einem Grunde der Hauptwahl ferngeblieben sind, werden führung einer aus dem Krankenhaus in Moabit gesandten Kifte, welche an zwei Zentner Leichentheile enthielt, in den Ofen bewirkt. Echuhhallen errichtet worden, aufgeforbert, das bischen Recht, welches der Arbeiter noch befißt, Die Einäscherung verlief in bester Weise, so daß nach zwei Stunden eintretendes Regenwetter ein auch auszuüben und Mann für Mann für unsere Kandidaten eins zutreten, die amtlichen Einladungsfarten baben auch zur Stichwahl eine zweite Rifte mit gleichem Jnhalt dem Ofen übergeben werden konnte. Von einer Leichenbestattung im Berbrennungsofen Bei Dicquifitionen von Krankenwagen der Berliner Unfallstationen Arbeiter Bildungsvereins aufmerksam gemacht, welches am Sonn Das Kuratorium der Berliner Unfallstationen theilt uns mit: Billigkeit, auch genügt der Steuerzettel. Das Wahlkomitee. J. A.: Sudrow. Ferner werden die Genossen auf das Stiftungsfest des kann der in Preußen maßgebenden Muckerei wegen keine Rede sein. ist, um Unzuträglichkeiten vorzubeugen, darauf zu achten, daß die Wie in so ziemlich allen Fragen der Kulturentwicklung hinkt auch Bestellungen, die eventuell auch durch die Polizeireviere geschehen abend, den 19. d. M., abends 8 Uhr, in Stegliz, bei Tiefe statthier der Staat der Intelligenz" weit hinten nach. fönnen, direkt an eine der 16 Unfallstationen und nicht an die Wagendepots der letzteren zu richten sind. " " von Mit einem sehr hübschen Ueberschuß hat das Markthallen Reinickendorf. Die Genossen und Genossinnen werden darauf Kuratorium das verflossene Geschäftsjahr abgeschlossen, da einer Die direkte Benachrichtigung der Unfallstationen gewährleistet aufmertiam gemacht, daß am Sonntag Nachmittag 21/2 Uhr im Einnahme von 2 830 527 M. nur eine Ausgabe von 865 203 M. neben der Entsendung des Krankenwagens auch die Begleitung des Böttcher'schen Lokale eine Bolts versammlung stattfindet, gegenübersteht. Die etatsmäßigen Einnahmen waren auf letteren durch einen der Stationsärzte. Es soll hierbei nochmals der Reichstags- Abgeordneter Frizz 3ubeil einen Vortrag: 2 584 900 M. festgefeßt und wurden somit um 245 627 M. über- darauf hingewiesen werden, daß die Krankenwagen der Unfall 1848-1898" hält. Insbesondere werden die Genossen Schritten. Die Haupt- Einnahme wurde in der Bentral- Markthalle ftationen bei Unglücksfällen und plöglichen Erkrankungen, abgefehen einickendorf( Westen), Legel, Dalldorf und Schönholz ersucht, recht erreicht, welche einen Ueberschuß von 374 915 M. brachte. Die von den Krankenkassen, denen ein fleines Honorar in Rechnung zahlreich zu erscheinen. Die Gemeindevertreter- Wahlen finden am Engros Markthalle ergab einen Nettogewinn von 823 881 M. gestellt wird, allen Hilfesuchenden, ob Arm und Reich, unentgeltlich 23. März statt. Das nähere wird in der Versammlung bekannt geA13 brittbeste ist die Markthalle in der Lindenstraße zu zur Verfügung stehen. macht. Als Kandidaten sind die Genossen Paul Schilling für verzeichnen mit einem Gewinn von 226 045 M. Hier felbft stellten sich 61 810 M. Verwaltungstoften 287 855 M. ein Unfall ereignet, welcher vielleicht zu verbesserungen führen wird, Inferat.) Im Moabiter Juftizpalast hat sich gestern wieder einmal den Westen und Karl Meier für den Osten aufgestellt.( Siehe Einnahmen gegenüber. Es folgen 111111 die Markthallen in der Andreasstraße mit 123 652 Mark, Dresdenerstraße welche seit dem Jahre 1881 dringend erforderlich find. Der Archiv Weißensee. Den Parteigenoffen zur Erinnerung, daß am mit 120 970 m. und Dorotheenstraße mit 107 126 M. Ueberschuß. rath Dr. Ebeling, ein bejahrter Herr, war als Zeuge in einer Freitag, den 18. März, abends 8 Uhr, in Dewein's Lokal, Königs. Straffache vernommen worden und war im Begriff, zu der im Chauffee 94, cine Voltsversammlung stattfindet, in der Von den schlechteren Hallen brachte diejenige in der Reinickendorfer Keller befindlichen„ Rasse" zu gehen, um seine Gebühren zu erheben, Waldeck Manasse über die Bedeutung des 18. März für die Arbeiter ftraße 86 818 M., in der Ackerstraße 80 880 M., in der Zimmer- als er auf der schlecht beleuchteten und geländerlosen Treppe zu sprechen wird; auch werden die Gesangvereine Freiheit III, Klingstraße 69 760 m., in der Eisenbahnstraße 38 630 M., am Marheinikeplay 32 550 M., in der Wörtherstraße 23 381 M. und Arminius: Falle kam und die letzten Stufen herab zu Boden stürzte. Zum müller's Quartett, Weiße Rose und Sängerkreis mitwirken. Ge23 010 M. Ueberschuß. Glück brach er nicht das Genick, was leicht möglich gewesen wäre, nossen, agitirt für guten Besuch. Der Vertrauensmann. Einen Zuschuß erforderte die Markthalle auf dem Gesundbrunnen, welche bei einer Ausgabe von 14 800 mm. er schlug sich nur die rechte Hand auf, so daß diese stark blutete. Außerdem glich sein Anzug dem eines Müllkutschers, denn Treppe und Fußboden Nummelsburg. Parteigenossen! Am Freitag, den 18. März, nur eine Einnahme von 14 289 M. zu verzeichnen hatte, fomit mit find vor der Kasse stets überaus schmutzig. Der Kassendirigent gab findet eine öffentliche Versammlung zum Gedächtniß der März einer Unterbilanz von 511 M. abschloß. Sollte unter diesen Um bem alten Herrn Wasser, um die Blutung zu stillen und bürstete gefallenen statt. In dieser Versammlung werden gleichfalls andere ständen nicht an eine Verbilligung der Marktstände zu denken sein, ihm auch noch die Kleiber ab, damit sich der Herr Rath wieder wichtige Sachen geregelt werden. Alles übrige siehe im Inserat. unter Menschen sehen lassen konnte. Derartige Unfälle sind an der Der Vertrauensmann. betreffenden Stelle nichts Seltenes. Sie sind immerhin geeignet, den Mangel an Rücksicht zu illustriren, welchen das Publikum im Justizpalaste zu beobachten Gelegenheit hat. die von den Händlern so sehnsüchtig herbeigewünscht wird? Die Zufuhr von Eis hat auch auf dem Wasserweg bereits begonnen. Den Oranienburger Kanal haben bereits zwei mit Gis beladene Rähne passirt. Auch aus Schweben wird schon Eis eingeführt. Das schwedische Eis hat eine Dicke von 30-35 Zentimeter, die einzelnen Blöcke wiegen mehrere Zentner, der Preis stellt sich einschließlich Fracht auf 95 Pf. für den Zentner. Der Umfang des deutschen Fernsprechuches erhellt aus der foeben ausgegebenen 14. Ausgabe des Telephon- Adreßbuches für das Deutsche Reich". Die Zahl der darin aufgeführten Orte mit Fernsprech- Anstalten für den Fernverkehr beträgt 690. Berlin allein ist mit 415 deutschen und außerdeutschen Orten verbunden. An zweiter Stelle steht Leipzig mit 128 angeschlossenen Orten. Ihm folgt Köln a. Rh. mit 119, Hamburg zählt 114, Karlsruhe 105, Dresden 98, Hannover 97, Frankfurt a. M. 91, Magdeburg 74 Orte 2c. Ein Straßenranb ist Dienstag Abend in der neunten Stunde im südlichen Theil der Wilhelmstraße verübt worden. Vor dem Hause Nr. 127 überfielen zwei Burschen in den 20er Jahren eine ältere Dame, die mit dem Portemonnaie in der Hand die Straße passirte, entrissen ihr das Portemonnaie und warfen sie zu Boden, fo daß fie ohumächtig wurde. Einem der Miffethäter gelang es, durch die Hedemannstraße zu entkommen, der andere, der das ge. raubte Portemonnaie in der Hand hielt, wurde festgenommen. Einen Selbstmordversuch auf einem Grabhügel des neuen Quisenstädtischen Kirchhofs zu Rigdorf unternahm eine etwa dreißigs jährige, elegant gekleidete Dame, indem sie einen Revolverfchuß auf fich abgab. Die Kugel drang unterhalb des Herzens ein, prallte aber an einer Rippe ab, so daß nur eine Fleischwunde entstand. Personen, die gerade zugegegen waren, benachrichtigten die Unfallstation in Rixdorf, worauf die Verwundete als ein in der Meyerstraße wohnendes Fräulein J. retognoszirt und nach dem Krankenhause am Urban gebracht wurde. Die Veranlassung zu der verzweifelten That weigerte sich Fräulein J. anzugeben. Unter eigenthümlichen Umständen ist in Treptow am Schlesi der Gebrüder Burisch, Neue Roßstr. 8, war die Arbeiterin Emma im Busch einen Winterüberzieher, und mehrere Personen bekundeten, Abermals ein Benzinunglück. In der mechanischen Stickerei schen Busch ein Selbsimord verübt worden. Am Sonntag fand man Piltsch am Dienstag Abend damit beschäftigt, die Stickerei eines daß der Mann, der ihn abgelegt hatte, in der Nähe der Fundstelle Mantels von der darauf haftenden Kreide mittelst Benzins zu reinigen, in die Spree gesprungen und ertrunken sei. Die Leiche ist noch nicht Ueber die schwarze Lifte der Arbeitgeber im Hilfsverein Beim Anzünden der Lampe soll sie es an der nöthigen Vorsicht zum Vorschein gekommen. Nach den Militärpapieren und Briefen, für weibliche Angestellte machte Rechtsanwalt Dr. Bieber in einer haben fehlen lassen, so daß das noch brennende Streichholz in den die sich in den Taschen des Ueberziehers vorfanden, mußte man gestern abgehaltenen Versammlung des Vereins Jugendschutz" vor ihr stehenden mit Benzin gefüllten Teller fiel, wodurch eine zunächst annehmen, daß der Selbstmörder der 32 Jahre alte Arbeiter nähere Mittheilungen. Danach wird die viel angegriffene Liste Explosion entstand. Jede Geiftesgegenwart verlierend und in dem Otto Baartz aus der Holzmarktstraße Nr. 48 sei. Diese Annahme feineswegs geheim zusammengestellt, sondern die Chefs, gegen welche Bestreben, den werthvollen Mantel vor Beschädigung zu schützen, erwies fich jedoch als irrig. Baart lebt noch und arbeitet in der Beschwerden vorliegen, erhalten seitens der Stellenvermittelung fofort griff sie blindlings nach dem Teller und riß ihn an sich. Die Färberei von Feldmann in der Stralauerstraße. Seine Papiere und davon Kenntniß und haben Gelegenheit, sich zu rechtfertigen und die brennende Flüssigkeit ergoß sich nun über ihre Kleidung, wodurch Briefe sind ihm am Sonntag vor acht Tagen, als er etwas über gegen fie erhobenen Anschuldigungen zu entkräften. Der Verein die Unglückliche an den Armen, am Halse und an der Brust erheb- den Durst getrunken hatte, in einer Destillation in der Köpnicker erheb- den " Jugendschuh" ist neunmal gegen Arbeitgeber, die sich ihrem weibliche Brandwunden erlitt. Sie wurde mittelft Droschte auf die straße gestohlen worden. Itchen Personal gegenüber Uebergriffe zu Schulden fommen ließen, nächste Unfallstation und von dort in die Wohnung ihrer in der Strafgerichtlich vorgegangen. Nur in zwei Fällen hat das Verfahren Georgenkirchstraße wohnenden Eltern gebracht. mit Freisprechung geendet. In der Debatte wurde das Vorgehen des Vorstandes im allgemeinen gut geheißen, doch fehlte es auch nicht an Stimmen, welche eine sorgfältigere Vorprüfung der zur Anzeige gelangenden Fälle empfahlen. da der Gerichts- Beitung. Maurerpolier Torgau erklärt in einem längeren an uns gerichteten Schreiben die in Nr. 58 unseres Blattes vom 10. März über seine Person gebrachten Mittheilungen sämmtlich für unwahr. gestern wegen Vergehens im Amte vor der ersten Straffammer Die Angelegenheit des Schuhmanns Volfmann, der sich Demgegenüber erklären wir, daß für uns kein Grund vorliegt, die am Landgericht I zu verantworten hatte, verfiel der Vertagung. In der Angelegenheit Heim- Mennicke, über die wir gestern Angaben unseres Gewährsmannes anzuzweifeln. noch die Vernehmung einer Reihe berichteten, erhalten wir von Herrn Reichstags Abgeordneten Dr. Selbstmordverfuch. Gestern Nachmittag sprang am Kottbuser Entlastungszeugen für nothwendig hielt. Der Staatsanwalt hatte Heim die folgende Buschrift: In Ihrem geschätzten Blatte lese ich ufer ein etwa 35 jähriger Arbeiter in den Landwehrkanal, wurde auf schuldig plaidirt und gegen den eine Schuhmann eine Notiz, die einem Lokalblatte von Finsterwalde entnommen ist; jedoch von dem Arbeiter Paul Päch mit einem Bootshaken heraus. Strafe von 1 Jahr 3 Monaten Gefängniß beantragt. Nach danach soll mir ein Dr. Mennicke eine sch allende Ohrfeige verfekt haben, ohne daß er hierauf die entsprechende Antwort von mir gezogen und in einer Droschke nach dem Krankenhaus Am Urban der Bekundung der Hauptbelastungszeugin, der 21 jährigen Näherin gebracht. Seine Name sowie die Veranlassung zu dem Selbstmord. Martha Schulz. lag der Fall folgendermaßen: Sie ist erhielt; auch soll ich den Herrn nicht empfangen haben. Ich kon- versuch sind noch nicht festgestellt, da der Mann beharrlich jede Aus- die Tochter eines feit 27 Jahren im Dienst stehenden Bahnstatire auf grund von protokollarischen Feststellungen: 1. Ein funft verweigert. arbeiters. Sie bekundet, daß sie in jener Nacht um 12 Uhr die Dr. Mennicke wünschte mich hier weder im Hotel noch sonstwo zu sprechen. 2. Ein Herr Heller wünschte mich am 10. d. Mts. im Von einem eifernen Thor erschlagen wurde am Dienstag Wohnung der ihren Eltern seit langen Jahren befreundeten Restaurant Weihenstephanbräu zu sprechen. Ich lub ihn ein, an Nachmittag der sieben Jahre alte Sobn Erich des Postschaffners Familie des im Generalstabsgebäude wohnenden Hausdieners Man habe ihr Begleitung angeboten, einem nebenan befindlichen freien Tisch Play zu nehmen. Herr Sternberg aus der Lehrterstr. 56. Der Knabe traf nach dem Mittag: Hucke verlassen habe. Heller Mennicke schlug von hinten nach mir, nach dem ich mich essen mit zwei etwas älteren Gespielen zusammen und lief mit ihnen da aber der Weg nach ihrer Wohnung faum fünf Minuten gesezt hatte, traf mich auf Schulter, Hinterhals und Hemd die Kruppstraße hinunter. Die Jungen tamen so an das Thor, das lang sei und sie wisse, daß in der Gegend oft Schußlente fragen und lief, D. h. Sprang in mächtigen Säßen von der Struppstraße auf den Exerzierplatz führt. Der linke Flügel patrouilliren, so habe sie die Begleitung abgelehnt. Als ich so meine Hausthür ausschließen wollte, rief mich jemand burch ben Saal( erster Stock), ber von Gästen sehr dieses eisernen Gitterthores wird von Kindern viel zum Spielen be- fährt sie fort schwach besetzt war. Was H. Mennicke nachgerufen wurde, feiger nutzt. Sie stellen sich am Ende auf eine Leifte, halten sich mit den an und als ich mich umbrehte, stand ein Schuhmann vor mir, der Er packte B." 2c., war nicht aus meinem Munde allein gekommen. Händen an den Drückern fest und fahren so schwingend hin und her. mich aufforderte, ihm nach der Wache zu folgen. der Hand und wiederholte, daß ich mit Wir fahen von dem Herrn nur noch ein paar fliegende Rockschöße. So machten es gestern auch die beiden Begleiter des fleinen Stern mich sofort an Die Gerichtsverhandlung wird die Wahrheit dessen bestätigen. Der berg, während dieser selbst im Thorwege stand und zuschaute. Plötz zur Wache müsse. Ich erwiderte ihm, daß er mich ins Haus lassen Herr wollte eine That vollbringen, ohne das Risiko tragen zu lich löste sich der Thorflügel in seinen Angeln, die beiden Knaben solle, da ich ein anständiges Mädchen sei; er könne sich davon über wenn er mit zu meinen Eltern kommen oder den wollen. 3. Ich habe H. Mennicke in der bayerischen Abgeordneten- sprangen bei feite, die mehrere Zentner schwere Laft aber fiel zu zeugen, kammer auf grund von Akten angegriffen, die ich zum theil( die Boden und begrub Erich Sternberg unter sich, der sofort todt war. Portier herausklingeln wollte. Ich wiederholte, daß ich ein angravirendsten!) bereits auf Wunsch dem Vorsitzenden der Arzte- Zu dem Bannnfall auf dem Grundstück Kommandantenstr. 14 ständiges Mädchen sei, worauf er erwiderte:" Ach was, ein fammer für Berlin- Brandenburg, Herrn Geb. Sanitätsrath Dr. Becker, wird uns mitgetheilt, daß der Steinträger Hahn nicht abgestürzt ist, anständiges Mädchen geht nicht fo fpät allein vorlegte. Dieser Herr hielt mit seinem Urtheil nicht zurück. 4. Dr. sondern auf unerklärliche Weise sich eine Verlegung am Rückenwirbel auf die Straße. Ich bat nochmals, sich im Hause nach ihr zu erkundigen, er erflärte aber, daß er das nicht dürfe und drohte, M. fucht der Sache eine Tendenz zu geben; er schreibt: er sei in zugezogen hat. mich in eine Droschte zu packen, wenn ich mich weiter sträuben Ebnath( Bayern) als Protestant behelligt worden. Das ist eine UnFenerbericht. Ein größerer Kellerbrand rief die Wehr Dienstag würde. Er hielt mich immer noch an der Hand gepackt und so richtigkeit, deren Zweck wohl durchschaut werden wird." Abend 7 Uhr nach Ritterstraße 100. Fast sämmtliche Verfolgte ich ihm dann. Er erklärte, daß er mich nach Moabit Ein Japaner, Herr Shinjero Asahara, wurde heute bei der schläge mit Inhalt wurden eingeäschert, auch erlitt das Haus be- bringen müsse, er zerrte mich aber nach der Thiergartenseite zu medizinischen Fakultät der Berliner Universität zum Doktor promovirt. trächtlichen Schaden. Eine Stunde später brannte Manteuffel- und als er einen Seitenweg einschlug, bekam ich Angst und straße 118 der Die Miquelei im kleinen Thiergarten. Der kleine Thier- Bartie Wäsche und befchieben bensburgerstraße 28 eine fagte zu dem Beamten:„ Sie wollen etwas anderes von mir!" Er verschiedenes in Badestube. wies dies zurück und drohte mit einer Verfolgung wegen Beamtengarten in Moabit, im Norden durch die Thurmstraße, im Süden Kurz darauf wurde Rost o cerstraße 21a Unfug am öffentlichen beleidigung. Dann fragte er, wie alt ich sei und ob ich schon ein Durch Alt- Moabit begrenzt, soll zur Schaffung von Bauplähen theil- Melder verübt, doch gelang es dem Thäter, zu entkommen. Mittwoch Berhältniß habe. Als ich dies verneinte, fragte er weiter, ob ich noch weise abgeholzt werden. Das Gelände gehört dem Fiskus, der schon Nachmittag 5/2 Uhr war Wasserthorstraße 50 in einem unschuldig sei und auf meine Bejabung meinte er, das könne er vor mehreren Jahren dort Baufluchtlinien ziehen ließ. Damals gelang es der Moabiter Bürgerschaft, die das lebhaftefte Interesse über zwei Stunden beschäftigte und das Haus erheblich beschädigte. fei nicht mehr unschuldig. Plöglich stellte er an mich das Fabrikgebäude ein großer Kellerbrand zu beseitigen, der die Wehr nicht glauben, denn ein Mädchen von 21 Jahren an dem Fortbestehen des Parkes hat, den Fiskus wenigstens dahin Theater. Das Schiller Theater veranstaltet zur Feier von Anfinnen, daß ich ihm einen Gefallen thun" solle, wofür er mich zu bringen, daß er von der Absicht, das ganze Gebiet als Bauland Ibsen's Geburtstag eine Aufführung seines Meisterwerkes" Brand" und dann freilassen würde. Andernfalls müsse er mich einem Sitten zu verwenden, Abstand nahm. Juzwischen war auch weiter nichts einen Ibsen- Abend" im Bürgerfaal des Rathhauses. Der Jbsen- Abend fchumann übergeben. Ich lehnte diese Zumuthung mit Ents veranlaßt worden, was zur Beunruhigung der Bewohner des Stadt: findet fogar am Tage von Ibsen's siebzigsten Geburtstag, am 20. März, theils nach jener Richtung beigetragen hätte. In diesen Tagen hat statt. Zum Vortrag gelangen epische und lyrische Dichtungen Ibsen's und rüftung ab und erklärte ihm, daß er mich lieber todtmachen möge. der Fiskus jedoch Unterhandlungen eingeleitet, um den Theil des Stompofitionen seiner Gedichte von Grieg, Söderström und Berson. Im Als ich bei dieser Abweisung blieb, ließ er mich von der Hand los und fleinen Thiergartens, der zwischen der Thusnelda Allee und der Schiller- Theater wird Sonnabend Ibsen's dramatisches Gedicht„ Brand", entfernte fich langfam. Ich rief ihm nach: Bitte, nun führen Ottostraße liegt, zur Bebauung zu verkaufen. Ein größeres Stück das bisher in Deutschland noch nicht zur Aufführung gekommen ist, in Sie mich wieder aus dem Thiergarten heraus!" erhielt aber zur it bereits air die Gemeinde der Heilandskirche aufgelassen, und es folgender Belegung by Riges Berner, Ginar, ein Water: Gwalb ein leviers ich zu Hause antam, war es 5 Minuten der Hauptrollen gehen: Brand: Eduard Antwort: geht das mich an, es ist ja gar nicht sollen dort Pfarrgebäude errichtet werden. Um zu verhindern, daß Bach, Agnes: Hedwig Pauly, der Voigt: Julius Eyben, der Doktor: vor 3/41 Uhr.- Präs.: Wann sind Sie zur Wache gegangen? noch weitere Theile des kleinen Thiergartens zu Bauplätzen bestimmt Adolph Joseph, der Probst: May Bategg, Gerd: Grethe Meyer, ein 3eugin: Meine Mutter sofort am nächsten Morgen, ich zwei werden, gedenkt der Moabiter Bezirksverein, der„ Boff. 31g." zufolge, 3igeunerweib: Fanny Wagner, eine Frau: Clothilde Barth. Lage darauf. Präs.: Sind Ihnen da mehrere Schußleute voreine Petition an den Kaiser zu richten. gestellt worden? Beugin: Mir wurde ein Beamter vorgeführt Die Auer'sche Gadglühlicht- Gesellschaft beabsichtigt, einem und der war der Thäter. Präs.: War Ihnen der Schuhmann pers hiesigen Blatte zufolge, die Preise für Strümpfe und Brenner von sönlich bekannt? 3eugin: Nein, aber ich habe ihn genau ins Anfang April an zu ermäßigen. Trotz der zahlreichen Prozesse, Rigdorf. Die Deputation, welche den Kranz auf den Gräbern Präs.: Und wer war welche die Auer- Gesellschaft gegen die Konkurrenz- Unternehmungen der Märzgefallenen niederlegen wird, kommt am Freitag Morgen Auge gefaßt und sofort wiedererkannt. es? 3eugin( mit erhobener Stimme und großer Bestimmtheit): gewonnen hat, müssen sich die billigeren Preise anderer Glühlicht 72 hr bei Thomas, Bergstr. 162, zusammen. Die Partei: Der Mann, der dort steht!! Präs.: Können Sie sich nicht Fabrikanten wohl doch empfindlich bemerkbar machen. genossen, welche sich anschließen wollen, werden ersucht, pünktlich irren? Zeugin: besforderung, fich abends von 8 bis 10 Uhr rege an der Illumination as Saber genau so aus, wie heute? In der Angelegenheit Krausnick antwortet der Vater des au erscheinen. Desgleichen ergeht an die Parteigenoffen die Auf- irren? Beugin: Nein, nein, ganz wahrhaftig, er ist es! Es will mir so scheinen, als ob er früher einen weniger unglücklichen jungen Mannes in einer Zuschrift an die„ Vossische träftigen Schnurrbart hatte.-Angeklagter: Ich weiß Zeitung", daß er der Berichtigung der Germania" gegenüber seine 3 betheiligen. Der Vertrauensmann. Epandan. Achtung, Parteigenossen! Heute, Donnerstag, nicht, wie die Person dazu kommt, mich hier ganz falsch Mittheilung vom Sonnabend voriger Woche aufrecht erhalte. In der Zuschrift heißt es: Die Behauptung der„ Germania", es habe abends 8 Uhr, findet bei Wehe, Pichelsdorferstr. 39, eine zu beschuldigen.( Mit erhobener Stimme): Das werde ich mir der Kranke sich selbst der Oberkleider entledigt, widerlegt sich selbst Gedächtnißfeier für die Märzgefallenen statt. Erscheint nicht gefallen lassen, das fann ich mir nicht gefallen laffen, dagegen durch den Umstand, daß ein bewußtloser, gelähmter Kranfer dies Mann für Mann, um die gefallenen Stämpfer zu ehren, die vor werde ich Schritte unternehmen. Präs. Angeklagter, ich muß nicht ohne Hilfe ausführen fann. Aber selbst diese Möglichkeit aut 50 Jahren für Freiheit und Recht ihr Leben muthig einsetzten. Sie doch darauf aufmerksam machen, daß Sie eine Zeugin hier nicht immer mit Person" anreden. Das müßten Sie als Schutzgegeben, war es da bei der besonders betonten steten Beobachtung Nach der Versammlung: Geselliges Beifammensein. And den Nachbarorten. bes Kranken auf der Wache nicht unmenschlich, ihn in Hemdärmeln Den Parteigenossen von Steglitz zur Erinnerung, daß mann doch allein wiffen. Sagen Sie die Zeugin" oder das eine Nacht über liegen zu lassen? Worin bestand denn die Be- heute, Donnerstag, nachmittags von 5 bis 8 Uhr, die Stich wahl Fräulein".- 3engin: Jch bleibe mit Bestimmtheit dabei, daß er obachtung? Sollte das Entfliehen des Unglücklichen etwa verhütet zur Gemeindevertretung im 1. Bezirk stattfindet: Wahl es ist. Wen ich einmal gesehen habe, den fenne ich auch wieder. werden?" Schließlich schreibt Herr Krausnick sen.:" Für den lokal Albrechtshof, unser Kandidat ist der Zimmerer Reinhold Ich kenne den Angeklagten auch an seinem Blick wieder. Der weiten Kreis meiner Bekanntschaft erübrigt sich vollständig zu ver Fritsch. Für den zweiten Bezirk findet die Stichwahl am Freitag. Gerichtshof tam, wie schon bemerkt, schließlich zu einer Bertagung fichern, daß mein Sohn ein nüchterner und gesitteter Mensch ist, Inachmittags von 5 bis 8 Uhr, in den Kaiserhallen statt, unser Ran- der Angelegenheit. Eingelaufene Druckschriften. Die deutsche Juftis gegen die Radfahrer. Ein echt bureau- thümer Blasing von der 129. Abtheilung des Amtsgerichts I au tratisches Urtheil ist gestern vom Kammergericht gegen 500 M. Geldstrafe verurtheilt. Der der Anklage zu grunde liegende einen Radfahrer gefällt worden. Derselbe hatte auf einer Vorfall hatte sich in der Nähe des Lehrter Bahnhofes in einem AbWanderfahrt die Stadt Hanau berührt berührt und war dort theil der Ringbahn abgespielt. auf der Straße von einem Polizisten angehalten worden, weil er nicht die für diese Stadt vorgeschriebene Nummernbezeichnung an feinem Rade führte. Gegen das Strafmandat, daß der Rad- Stres, fahrer zugestellt erhielt, machte er im Gerichtsverfahren geltend, Die Sosialistischen Monatshefte"( Redaktion und Berlag: Berlin N., daß es doch ganz unmöglich sei, das moderne VerkehrsBrunnenstr. 193) haben soeben ihr März- Beft erscheinen laffen. Aus feinem Inhalt heben wir hervor: Wilhelm Stebknecht: Die Revolution mittel auf größeren Partien zu benutzen, wenn man sich ift todt. Es lebe die Revolution! von den Polizeiverwaltungen aller Städte, die man Georg Bernhard: Marrismus und etwa Klaffenkampf. Dr. Bruno Borchardt: 8ur Kompenfations- Politit. auf einer Reise berühre, erst eine Nummer beforgen solle. Das Heinrich Frand: Der Booruit. Dr. Theodor Kapelusz: Basis und Ueberbau. Schöffengericht sprach den Radler denn auch frei, Landgericht und E. Belfort Bar: Der Wille der Gesammtheit und das Gefeß. Wally 3epler: Ein Kapitel aus der Frauenfrage. Therese Rammergericht verurtheilten ihn jedoch, die von der Polizei. Schlesinger Gdstein: Ein veralteter Klassiter. Rundschau: verwaltung zu Hanau festgesetzte Strafe zu zahlen. Wissenschaft. Kunft. Varia. Der Preis des elegant ausgestatteten Heftes Schwierigkeiten, die dem Radfahrer etwa aus derartigen Polizei beträgt 50 f.; pro Quartal 1,50 m. Bu beziehen durch alle Buchhandlungen und Postanstalten. verordnungen erwachsen, könnten das Gericht nicht weiter fümmern! Sollte es bei der Bedeutung, die das Fahrrad im öffentlichen Ver fehr erlangt hat, nicht möglich sein, endlich eine einheitliche Fahrordnung für ganz Deutschland zu erlassen? ? Der gegenwärtige Zustand ist doch einfach eine Karrikatur auf das einige Deutschland" wie auch auf das Wort vom Zeichen des Verkehrs! Die Wegen Verbrechens gegen die Sittlichkeit, das er sich gegen einen Soldaten hatte zu schulden kommen lassen, wurde der HauseigenDeutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Heute Donnerstag, abends 81/4 Uhr, bei Cohn, Beuthstraße 20/21: -F Frauen in Baden. Bon D. Z. Feuilleton: Ein gutes Gewiffen. Bon Alexander Kielland. Notizentheil von Lily Braun und Klara Zertin: Weib liche Fabrikinspektoren. Frauenarbeit auf dem Gebiete der Industrie, des Handels und Verkehrswesens. Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen. Frauenbewegung. Schul- und Erziehungswesen. Sittlichkeitsfrage. Von der Geschichte der Deutschen Sozialdemokratie von Franz Mehring ( Stuttgart, Diey' Verlag) sind Heft 31 und 32 erschienen. Aus dem Jubalt heben wir hervor: Kap. XV. Das Sozialisiengesetz. 1. Die christlich- soziale Agitation. 2. Die Attentate und der weiße Schrecken. 3. Die Entrechtung der Arbeiterklaffe. Vierter Abschnitt: Unter dem Sozialistengeset. Rap. I. Ein Jahr der Verwirrung. Rap. II. Der neue Aufmarsch. 1. Die Musterung im Schloffe Wyden. 2. Der entscheidende Kampf. 3. Der anarchistische Sput. Rap. III. Frage und Antwort. 1. Die faiserliche Botschaft. 1 Das tomplete Wert wird ca. 36 Lieferungen à 20 Pf. umfaffen. Der Preis ift so niedrig bemessen, wote er bei einem wissenschaftlichen Werte sonst taum anzutreffen ist. Alle Buchhandlungen und Kolporteure nehmen Bestellungen entgegen. Briefkasten der Redaktion. ove Bon der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. S. W. Diet' Verlag) ift foeben bas 25. Geft des 16. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: An verschiedene Richtigsteller. Selbstverständlich ist das ein SchreibAeltere und neuere Kolonialpolitik. Von K. Kautsky. Der Säugling und oder Sakfehler. Es soll Oranienburger und nicht Oranienstraße feine Ernährung. Von Dr. H. B. Adams Lehmann. Ueber den Entschädigungs- heißen. anspruch der durch die Maschine verdrängten Arbeiter. Von Ed. Bernstein. Aus der Revolutionschronik von 1848. Literarische Rundschau.- Feuilleton: Der tonfeffionelle Eid. Von Dr. M. Freudenberger( Nürnberg). Bon der Gleichheit, Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen( Stuttgart, Wetter- Prognose für Donnerstag, 17. März 1898. Dietz Verlag) ist uns soeben die Nr. 6 des 8. Jahrgangs zugegangen. schlägen und mäßigen westlichen Winden; Temperatur wenig verBeilweise aufklärend, vorwiegend trübe mit geringen Nieders Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: 8um 18. März. tlärung von Klara Bettin. Aus der Bewegung. Die Fabritarbeit der ändert. Berliner Wetterbureau, Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW., Beuthstr. 2. Soeben ist erschienen: Sitzung der Ortsverwaltung. Zum Jubeljahr der Märzrevolution Sonntag, den 10. April( 1. Osterfeiertag), nachmittags 4 Uhr: Vortrag in der ,, Irania", Taubenstraße 48. Billets sind auf dem Arbeitsnachweis und in den Zahlstellen zu haben. Einsetzer. Sonntag, 20. März, nachm. 4 Uhr, bei Schöning, Köpniderstr. 68: Derlammlung. Tages- Ordmmg: Vortrag des Herrn Dr. med. Silberstein fiber: Deffentliche und private Gesundheitspflege im Holzarbeiter- Gewerbe". Es werden alle Kollegen gebeten, ihre Frauen mitzubringen. Gäste sind willkommen. Nach dem Vortrag gemüthliches Beisammensein. Für Unterhaltung ist gesorgt 78/14 Achtung! Studateure. Achtung! Wegen der am 18. März stattfindenden Gedächtniß- Versammlungen fällt bie öffentliche Versammlung der Stuckateure aus und werden die Kollegen ersucht, dafür die in ihrem Kreise stattfindende Versammlung zahlreich zu besuchen. [ 173/4] J. A. Carl Daschütt. Verein zur Wahrung der Intereffen der Gast- und Schankwirthe Berlins und Umgegend. Am 18. März ist der Treffpunkt der Kollegen vormittags zwischen 9 und 10 Uhr beim Kollegen Mühle, Roppenstraße 41. 69/4 Der Vorstand. J. A.: Ferdinand Ewald. Von Wilhelm Liebknecht. 96 Seiten 8°. Preis 30 Pfennig. Porto 5 Pfennig. Bereits im Sommer hatte der Parteivorstand den Genossen Liebknecht mit der Abfaffung der Broschüre beauftragt, die nunmehr auf den 18. März von dem Verlag publizirt wird. Die glänzend geschriebene Schrift enthält nicht blos eine lebendige, eingehende Schil derung der 48 er europäischen und namentlich der deutschen RevolutionsBewegung, sondern auch eine kritische Würdigung jener Ereignisse und fie faßt zum Schlusse die Aufgaben zusammen, welche die deutsche Arbeiterklasse, die zielbewußte Erbin der 48 er Vorfämpfer, zu übernehmen von der Geschichte bestimmt ist. Arbeiter- Bildungsschule. Er Am Sonntag, den 20. März 1898, abends 7 Uhr, in Feuerstein's Festsälen, Alte Jakobstrasse 75: Vortrag des Herrn Dr. Alfred Bernstein 53 über: Colonialpolitik" Nieft's Fest- Säle Weberstr. 17, ca. 1000 Perf. faffd., Sonnabend, 26. März, 2. April und Palmsonntag frei. [ 4450L* PROMPT DURCH ERICH PETERS.CIV.JNGENIEUR BERLIN SW.29.MITTENWALDERSTR.24. atente Möbel- Verkauf. Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Theilnahme und reichen Blumen spenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres Herzensguten Vaters, des Tischlers August Schenk sprechen wir allen lieben Verwandten, Freunden und Bekannten herzlichsten Dank aus. unseren 13746 Berlin, den 17. März 1898. Frau Wittwe Schenk nebst Kindern. Danksagung. 23826 Allen denen, die meinem lieben Oranienstr. 73, of I, in meinem vier Etagen hohen Speichergebäude halte ich in überraschend großer Auswahl ganze Wohnungs- Einrichtungen Manne die letzte Ehre erwiesen und sowie einzelne Stücke in ganz einfacher 3 Grabe geleitet haben, insbesondere sowie eleganter Ausführung. Vor der Freien Gemeinde" zu Rirdorf theilhafte Einkaufsquelle für Braut und dem Personal der Firma Hugo leute. Theilzahlung gestattet. Beamten Bergmann meinen innigsten Dant. ohne Anzahlung. Täglich Eingang berlichen gewesener und gebrauchter Möbel aller Arten zu billigen Preisen. Transport frei Haus. 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Achtung! für Frauen und Männer. Tagesordnung: 1. Die Bedeutung des 18. März. Ref.: Fr. Zubell. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zu recht regem Besuch laden ein Achtung! 202/17 Die Vertrauensleute. Reinickendorf. Achtung! Sonntag, den 20. März, nachmittags 22 Uhr: Große Volks- Versammlung 1 Sonnabend, den 19. März 1898: Grosses Frühjahrs- Vergnügen der Schloffer und Berufsgenorren in der Brauerei Friedrichshain( fr. Lips), Am Königsthor. Vocal- u. Instrumental- Concert 13706 500 bis 2000 M., Nußbaum- und " Lohnende Lohnende Fabrikationen. Verlangen Sie Gratiszusendung des illustr. Kataloges durch den Verlag Der Erwerb", Dresden- N. 7. 14/ 5* Seifengeschäft verkäuflich Gräfeſtr. 34. Möbel Bettstellen, Federboden, Keilfiffen 25, Sophas 25, Tische 8, Stühle 3, Spiegel 10, Küchenspind 18, Paneel: sophas 80, Trumeaux 50, Coulissen: tische, Buffets, Salongarnitur 75 an, Schreibtische, Garderobenspind, Chaise longue. 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Um recht rege Betheiligung bittet Das Komitee. Käufe. Wer will Geld sparen, dem NB. Billets, welche bis Donnerstag, den 24. März, nicht abgerechnet biete ich die günstigste Gelegenheit. find, gelten als verkauft. Durch Einkauf von großen Posten verkaufe ich: Hocheleg. Herren- Sommer: Balefots Hierauf: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Um zahlreichen Besuch bittet 222/11 Der Einberufer. Rummelsburg und Umgegend! Atung! Anarchisten. Freitag, den 18. März, abends 8 Uhr: Oeffentliche Volks- Versammlung im Lokale des Herrn Weigel, Türrschmidtstraße Nr. 45. Tages Ordnung: 1. Der 18. März und seine Bedeutung. Referent: Genoffe ReinBerlin. 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zum 1. Mai. 4. Wahl eines Festkomitees. 222/12 Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es nothwendig, zahlreich zu erscheinen. Der Einberufer. Friedrichsberg. Freitag, den 18. März 1898, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Rud. Müller, Frankfurter Chaussee 86: Volks- Versammlung Tages Ordnung: Der 18. März und feine Bedeutung für das arbeitende Bolt. Referent: Reichstags- Abgeordneter Dr. Lütgenau. 222/13 Der Vertrauensmann. Zum Besten des Baufonds b. Freireligiösen Gemeinde Montag, den 21. März, abends 9 Uhr pünktlich, in Louis Keller's Festfälen, Koppenstraße Nr. 29: Vortrag des Schriftstellers Ernst Friedrich über: Spiritistischer Humbug, mit Experimenten. Billets à 20 Bf. find in allen bekannten Billetstellen der Freireligiöfen Gemeinde" und Montag Abend am Eingang zur Versammlung zu haben. 62/ 12*] Soeben erschien: Die Baukommission. Dr. Bruno Wille Die Religion der Freude. Wegen dieses Vortrages wurde der Verfaffer in Defterreich verhaftet Achtung! Am Freitag, den 18. März 1898, abends 8 Uhr, findet im Lokal " Königsbank", Gr. Frankfurterstr. 117. eine Volks- Versammlung 13716 nungen von 72-84 Thlr. zu verm. Auch ist die Hausreinigung zu ver gebent. 13796 Schlafst. f. 1 od. 2 Mädch. sof. od. 3. 1. Apr., 6 M., b. Göller, Holz 13686 marktstraße 9 Quergeb. II. Anst. 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Der Reduer, der die Schußzollpolitik und das herben Kritik unterzogen und die von ihr geſtellten Forderungen pflichtung auferlegen, im Sinne des Verbandes weiter zu gruppe. Er verwies auf die„ Sammelpolitik", wie en Interessen: theilen darf, so daß eine Mindefiruhezeit von sie von den bürger- verbleiben muß. U nachdem er fast acht Monate in Desterreich internirt war, cine acht zu untersuchen hat. In bezug auf die Hausordnungen" wird ver 12ftündigem Vortrag Redner schilderte in packender Weise in " Versammlungen. that? Dresden, und des Deutschen Kellnerbund", Sig Leipzig, ernannt die Handlungsweise der Verbandsmitglieder der Zahlstelle Berlin Der Wahlverein für den 1. Berliner Reichstags- Wahl- worden ist und der jede Fühlung mit der großen Masse der gerechtfertigt ist, weil sie durch ihr Vorgehen die Zimmerer in ganz Freis hielt am Montag bei Brünsch, Jägerstraße, eine gut besuchte Gastwirthsgehilsen zu fehlen scheint, oder aber fie wollte Deutschland zu unterstützen gewillt sind. Aus dem allem ersehen Versammlung ab, in der Genosse Pötzsch über:„ Allerhand Staats- es mit dem Unternehmerthum nicht verderben einer die Delegirten, daß sich die Verbandsmitglieder die Verindirekte Steuersystem auf die nothwendigen Lebens- und Gebrauchs- als vollständig belanglos erachtet. Die Versammlung nahm sodann agitiren, bis der letzte Zimmerer dem Zentralverband zugeführt ist." artifel, wodurch der besiglosen Klasse ungeheuere Millionen an Ab- einstimmig cine längere Resolution an, in der für das Spezialgesetz, Obiger Antrag soll dem Verbandstag unterbreitet werden. Als gaben aufgebürdet wurden, fritisch beleuchtete und das Gebahren der welches den Gastwirthsgehilfen von der Regierung schon seit Jahren Delegirte wurden gewählt: Rnüpfer, Webers und Wellsow. Agrarier, die sich des ganz besonderen Wohlwollens seitens der versprochen wurde, unter anderen folgende Forderungen mit Es wurde nun nach längerer Debatte beschlossen, vom 4. April ab Regierung erfreuen, in treffender Weise kennzeichnete, verurtheilte eingehender Begründung gestellt worden: in Maximalarbeitszeit die Arbeitslosen vom Mitgliedsbeitrag zu befreien. Einem jeden, auf das entschiedenste Belastung der Bevölkerung zu für Gehilfen 12 Stunden, die fich auf 15 Stunden ver der seine Sammelkarte an den drei lezten Wochentagen zur Abgunften einer kleinen, aber allerdings mächtigen 9 Stunden stempelung im Bureau vorlegt, wird auch die Woche im Die weiblichen Angestellten dürfen nicht Mitgliedsbuch frei abgestempelt; es ist deshalb ein jeder lichen Parteien angestrebt wird, um die Großindustrie und den länger als 10 Stunden beschäftigt werden und ist ihnen eine verpflichtet, feine Karte an einem der letzten drei Tage Großgrundbesitz gemeinsamen Ausbeutung des Volkes zu ver- ununterbrochene Stunden Be Arbeitslosigkeit einigen, Jowie auch die Bestrebungen, bie barauf hinausgehen, der schäftigung jugendlicher Arbeiter bis zu 16 Jahren iſt zwischen 10 Uhr vorzulegen. Sobann gelangt eine weitere Resolution zur Unnahme, Arbeiterschaft das Bereins- und Versammlungsrecht zu befchneiden, abends bis 6 ühr morgens zu unterfagen. lleberschreitungen der Ar- in welcher die Beſchlüſſe forderte zum Schluß die Versammelten auf, um die Rechte des Voltes Verfügung stehen, in keinem Falle zugestanden werden. Im Intereffe proteſtivt gegen die in der legten Bersammlung gewählte Lohntags= ahlrecht in befeitigen, und beitszeit foll, in anbetracht, daß genügend Hilfskräfte und Arbeitsloſe zur vom 10. b. M. als zu unrecht beſtehend ertiärt werden. Auch wird zu wahren, eine rege Agitation für die Sozialdemokratie zu ent- der Gesundheit ist eine Mittagspause für die Kellner und Lehrlinge fommission, die nicht das Recht habe, sich als eine solche der Ber falten. Eine Diskussion über den mit lebhaftem Beifall auf von einer und für die Köche eine solche von 11/2 Stunden fest- liner Zimmerer zu bezeichnen, da sie nur von den Lokalgenommenen Vortrag wurde nicht beliebt. Nachdem der Vorsitzende zusetzen. Ein wöchentlich wiederkehrender Ruhetag, der mindestens organisirten gewählt ist. Die bekannten Vorkommnisse sollen dem bekannt gegeben, daß am Dienstag, den 29. März, eine Versammlung alle vier Wochen auf einen Sonntag fallen muß, soll 36 Stunden Ausschuß der Gewerkschafts- Kommission unterbreitet und ein Urtheil 29. für das Hausaviertel im Lokal„ Spreehallen" stattfindet und nachdem betragen. Ferner wird verlangt: Obligatorischer Besuch der desselben verlangt werden. Den Berliner Schuhmachern werden noch auf die am nächsten Freitag stattfindenden Versammlungen hin- Fortbildungs- bezw. Fachschulen für die jugendlichen Arbeiter unter 200 M., den Wiener Zimmerern 300 M. bewilligt." gewiesen worden war, erfolgte der Schluß der Versammlung. 18 Jahren und zwar an zwei Tagen wöchentlich je zwei Stunden. Die Betriebe des In Rigdorf fand am Dienstag eine von etwa 1000 Frauen Dr. Bruno Wille hielt am Dienstag seinen Vortrag über die Diese Zeit ist als Arbeitszeit zu rechnen. Religion der Freude, welches bekanntlich einen österreichischen Staats. Gastwirthsgewerbes sind einer Gewerbe- Inspektion zu unterstellen, und Männern besuchte Volksversammlung statt. Reichstags- Abge= anwalt zum Ginſchreiten gegen Dr. Wille veranlaßte und ihm, die nicht nur die Betriebs- und Arbeits-, fondern auch die Wohnräume ordneter( enoffe 31 bei referirte über das Thema:„ Was lehrt 18. März tägige Haftstrafe und Ausweisung aus dem österreichischen Staats. langt, daß die§§ 134 bis 184g der Reichs Gewerbe- Ordnung auch 12ftündigem Vortrage die Kämpfe um die durch die Revolution gebiet etutrug. Es war wohl zum theil mit auf Rechnung dieses auf die Betriebe des Gastwirthsgewerbes Anwendung finden. errungenen, allerdings äußerst bescheidenen Boltsrechte, die aber der Umstandes zu setzen, daß sich in der Voltsversammlung am Dienstag Alls Anfang zur Beseitigung der entwürdigenden Entlohnung durch gegenwärtigen Generation nur ein Antrieb sein müssen, den Versprechungen der Machthaber fiets mit Mißtrauten zu begegnen, und eine äußerst zahlreiche Zuhörerschaft eingefunden hatte, die den großen das Trinkgeld wird der Erlaß einer Berordnung gefordert, wonach immer nur der eigenen Kraft zu vertrauen, um den Sieg über die Gaal per Brauerei Friedrichshain fast vollständig füllte. Der in allen staatlichen gastwirthschaftlichen Betrieben ein Lohn be- Steaktion zu erringen. Eine Diskussion wurde nach dem mit großem Vortrag, welcher die durch das Christenthum- namentlich im Mittel- zahlt werden soll, Beifall aufgenommenen Vortrag nicht beliebt. Der Vorsitzende Religion der Trübsal bezeichnet und dieser die Religion der Freude, wird verlangt, daß die abhängig zu sein. Zum Schluß macht hierauf noch bekannt, daß an stelle der Versammlung für den private Stellenvermittelung, durch 18. März, der Verein Vorwärts" am Sonntag, den 20. März in nämlich die auf Befriedigung edelfter Lebensfreude gerichtete moderne welche die Stellensuchenden in der frivoliten Weise ausgebeutet Weltanschauung gegenüberstellt, wurde mit großem Beifall auf- werden und oft Vermittelungsgebühren von 20 bis fogar 100 M. Gröppler's Salon eine Märzfeier veranstaltet. Im übrigen werden die Genossen ersucht, am 18. März die Illumination in genommen und in der Diskussion von vier Rednern, welche vier bezahlen müssen, verboten wird. Ebenso soll jede Ferid.iedene Echattirungen christlicher Anschauung vertraten, ebenso Arbeitsvermittelung, die mit Stoften für den Arbeitſchezo pige impoſanter Weise zur Durchführung zu bringen, wie es er lebhaft angegriffen. Die Kommission für den Austritt aus der bunden ist und solche in Gastwirthschaften, Bigarrengeschäften wiegend sozialdemokratischen Bevölkerung von Rixdorf entspricht. Steglitz. In der am 14. März tagenden KommunalwählerLandeskirche legte in dieser Versammlung Rechenschaft über ihre. s. w., wo der Arbeitsuchende indirekt ausgebeutet wird, unterThätigkeit ab. Sie hat bis jetzt für 1519 männliche und 651 weib- sagt werden. Verſammlung wurde über die bevorstehenden Stichwaben au liche Personen den Kirchenaustritt bewirkt. Die Kommission, welche der Zentralverband der Zimmerer beschäftigte sich am Kritik an dem Verhalten der Gegenkandidaten, welche trotz mehrGemeindevertretung debattirt. Mehrere Redner in ihrer bisherigen Bnfammensetzung wiedergewählt wurde, wird Sonntag, den 13. März, mit dem bevorstehenden Provinzial- facher Einladung es nicht der Wühe werth hielten, sich den 2ählern ihre Thätigkeit erst wieder aufnehmen, wenn die Reichstagswahlen Verbandetag. G3 wurde hervorgehoben, daß es angesichts der der dritten Klasse vorzustellen und ihre Meinung zu vertreten. Ein vorüber sind. neuesten Vorgänge in den Berufen wohl nothwendig wäre, dieses Herr Bernards sucht das Verhalten der Geguer au rechtfertigen, Lie Kellner, Köche 2c. proteftirten in einer Versammlung, die Thema eingehend zu behandeln. Doch in anbetracht der anderen aber ohne Erfolg. Mohr und Fritsch fordern die Anwesenden in der Nacht vom Montag zum Dienstag in der Tonhalle tagle, Punkte der Tagesordnung, welche sehr wichtig sind, wurde hiervon auf, gegen das Verhalten der auch von uns seinerzeit erwähnten Kellner Abstand genommen und folgender Antrag einstimmig angenommen: bis zur Stichwahl recht thätig zu sein. Schneider schloß Versammlung mit der Aufforderung, sich der gewerkschaftlichen Deputation, welche am 5. Februar d. J. im Reichsamt des Innern Der Provinzial- Verbandstag nimmt Kenntniß davon, daß, trotzdem und politischen Organisation anzuschließen. Vorher hatte Genosse wegen eines Spezialgefeßes zu gunsten der Angestellten im Gastwirths. sich die Unternehmer im Baugewerbe von Tag zu Tag fester Ja hu einen Vortrag über die 1848er Bewegung gehalten. gewerbe vorstellig wurde. Die von dieser Deputation gestellten Forde zusammenschließen, in Berlin der Bruderkampf unter Den tungen, wie z. B. eine achtstündige Mindeſtruhezeit und 1/2 Ruhetag pro Bimmerern weiter tobt und vernrtheilt entschieden das Vorgehen der Bereins junger Kaufleute, Beuthstraße 20: Wortrag des Zehrers Herrn Ottomar Woche, stehen im vollständigen Widerspruch zu denjenigen Forderungen, jenigen Ziramerer, welche sich außerhalb des Nahmens des Verbandes Schulz über:„ Echultrantheiten und ihr Einfluß auf die lö: perliche und geistige die feit Jahren nicht nur in Berlin, sondern in verschiedenen stellen, weil nach Ansicht der großen Masse der Zimmerer Deutsch- Euiwickelung des Kindes". Gäste haben Zutritt. anderen Städten von den Gastwirthsgehilfen in den Werlands es nur auf diesem Wege möglich ist, mit dem Unternehmer- Berlin). Sente, abends 8 Uhr, bei Schiller, dosenthalerstraße 67: Sigung. sammlungen sowohl wie auf den Fachlongressen formulirt wurden. thum den Kampf um bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen zu führen. Vortrag. wäite willkommen. Bon den Referenten sowie von den Diskussionsrednern wurde das Aus der Geschichte der Berliner Zimmererbewegung, die jetzt in Bortrag des Herrn Dr. Stillich über:„ Antite Philofophte( im Sinne ber Verhalten dieser Deputation. die übrigens nur von den Haupte einer Reihe von Artikeln im Zimmerer" behandelt wird, erkennen materialistischen Geschichtsauffassung). " der die Angestellten enthebt von Trinkgeld von einem ver= scharfe Berliner Unintheilverrin II. Seute, abends 8% Uhr, im fleinen Saale des Zentralverein der Bureau- Angestellten Deutschlands( Mitgliedschaft Verein für moderne Kultur. 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Anfang 191 Belle Alliance. Kaiser und Galiläer. Luifen. Ein Boltsfeind. Anfang 8 11hr. Burleste Ausstattungspoffe m. Gesang und Tanz in 4 Bildern unter Benutzung eines französischen Sujets von Jul Freund und Wilh. Mannstädt. Musit von Jul. Einödshofer. Anfang 28 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Die Tugendfalle. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. C. Welst. Gr. Ausstattungsstück! Gr. Novität! Bum 30. Male: Unter der Polarsonne. Aktuelles Ausstattungsstück mit Gefang Ann. Tanz in 5 Bildern von E. Sondermann und Chr. Bischoff. Gesangsterte Anfang von J. Dill. Musik v. C. Schüler. Anfang 8 Uhr. Oftend. Unter der Polarsonne. feng 8 Uhr. Residenz. Sein Trid. 8 Uhr. Menes. Die Schildkröte. Vorher: Noblesse oblige. Auf. 71% Uhr. Goethe. Das Opferlamm. An fang 7 Uhr. Unter den Linden. Der Opernball. Anfang 7 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die feinen Vagabunden. Anfang 8 11Hr. Meranderplat. Berlorene Mädchen. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Im Tunnel vor und nach der Vorstellung: Frei- Konzert. Morgen und folgende Tage: Unter der Polarsonne. Sonntag Nach mittag 3 Uhr( fleine Preise): Die Waise aus Lowood. geöffnet von 10 Uhr vormittags ab. Eintritt 50 Abends 8 Uhr A Winters to Pt. A volt. Die Erbichleicherin Wissenschaftliches Theater. Invalidenstr. No. 57-62. Täglich abends 7 Uhr: Ausstellungs- Saal und Vorträge. Näheres die Tagesanschläge Passage- Panopticum. Berliner Nachtleben 2 Komödie in 12 pantomimischen Szenen mit Gesang und Tanz. Vorher: Theater Variété. Castan's Panopticum. Friedrichstr. 165. Theater Neu!! Reichshallen- Theater. Leipzigerstrasse 77. Noch nie dagewesener durchschlagender Erfolg sämmtlicherKunstkräfte. ro Naturkundl. Ausstellung v. 10 Uhr bormittags ab. Abends 8 Uhr Wiſſenſchaftl. Theater. Karl Wilhelm, Invalidenstraße 57/62. Täglich ( außer Sonntags und Mittwochs) abends 8 Uhr: Wissenschaftliche Vorträge. Paisage Panoptikum. Wiener Original- Humorist. Corty und Rettle. Christina's Affen- Circus. 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Sonnabend, abends 8 Uhr, zum ersten Male: Brand. ( Pantomime) u. s. w. Anfang 8 Uhr. Entrée 50 Pf. Reichshallen- Tunnel: 2 vorzügliche Kapellen. Sonnabend: Bockbierfest. Quarg's Vaudeville- Theater Grand Hotel Alexanderplatz. Der Lumpenball. Burleste in 2 Bildern. Die zweite Frau! Schwant. Hervorragende Specialitäten. Anton Sattler u. s. w. Entree 15 Pf. Luisen- Theater Anfang Sur 34. Reichenbergerstraße 31. Abends 8 Uhr: Ein Volksfeind. Schauspiel in 5 Aften von H. Ibsen. Dottor Stockmann: Julius Türk. Freitag: Die Stütze der Hausfrau. Toni Klein: Anna Müller- Linde. Sonntag Nachm. 3 Uhr: Bolts Vorstellung. Regie: J. Türk. Ein Volksfeind. Billets à 60 Pf. in den bekannten Verkaufsstellen. Concerthaus 1.eipzigerstr. No.48 Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen. Anfang: Bochent. 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr., In Zossen. Fortsetzung von: Alle 5 Barrisons. Avis! Jeden Mittwoch während und nach der Vorstellung grosse Ballminjik. 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