t ags Nr. 224. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monats lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469, Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Wor mittags geöffnet. Eernsprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Moderne Feudalherren. Freitag, den 25. September 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Politische Itebersicht. wieviel Geflügel der Hintersasse Ulrich dem Herzog von Lauenburg alljährlich darzubringen hatte; vielleicht sind auch noch andere Naturallieferungen vereinbart gewesen. Berlin, den 24. September. Die mittelalterlichen Bauern lieferten Hühner, Enten, Das alte Rezept. Die Tagespresse weiß zu melden: Der Rechtsstreit des Fürsten Bismarck, resp. Gänse, Eier, Butter, Käse, Korn, Wein, Stroh, Heu zc. In den letzten Tagen sind in Zawierze( Polen) unter des Herzogs von Lauenburg gegen den Tagelöhner Es wäre interessant zu erfahren, was von diesen Feudal- den Textilarbeiter Unruhen ausgebrochen. Die Ulrich ist mehr, als nur ein interessanter Einblick in lasten in Varzin bestehen geblieben ist. lärmenden Kundgebungen richteten sich gegen die dortigen die häuslichen und ökonomischen Verhältnisse des GutsDamit aber das Bild des mittelalterlichen Hörigen preise. Zur Wiederherstellung der Ruhe wurde Kaufleute wegen der hohen Lebensmittelherrn von Varzin; die Affäre erhebt sich zu einer Art sozialer Charakteristik der Klasse, welcher der ehemalige bas moderne Arbeitsverhältniß übergeführt. Der Tage- infolge der militärischen Hilfe die Lebensmittelpreise gevollendet werde, hat Bismarck auch Frohnarbeit in militärische Hilfe in Anspruch genommen." Daß Kanzler angehört. Bekanntlich hat er schon des Defteren die Bewirthschaftung und Verwaltung seiner Landgüter löhner wird zu„ Arbeitsleistungen" verpflichtet und zwar fallen und die nothleidenden Arbeiter ihrer und ihrer als„ musterhaft" bezeichnet. Ohne uns näher darüber auf lange Zeit hinaus, sonst könnte Bismarck für die Kinder Hunger stillen konnten, davon weiß die Presse natürauszulassen, sind wir der Meinung, daß der Haufe von Unterlassung dieser Arbeiten nicht 65 M. 50 Pf. ver- lich nichts zu melden. War auch gar nicht nöthig; wissen wir doch, daß die Regierung die Existenz eines Nothstandes Junkern und Junkergenossen, die zu Bismarck als zu langen. ablengnet. dem Heros und dem mächtigsten Interessenverfechter ihrer Der mittelalterliche Hörige mit Ab= Kaste emporschauen, seinen Wirthschaftsbetrieb nicht nur gaben, 3insen und Frohnden erscheint also am Nothstandsnotizen liefert jeder Tag in Hülle und als musterhaft anerkannt, sondern sich auch der Nach- Ende des neunzehnten Jahrhunderts auf dem Bismarck Fülle. Und wäre die Sache nicht so hochernst, so unsäglich ahmung befleißigt. Man wird sonach die Art der schen Landgut zu Varzin. traurig, man könnte über die sozialen Quacksalber lachen, die Bismarck'schen Gutsbewirthschaftung als typisch für das Leider wissen wir nicht, was sonst noch in dem famosen sich gegenwärtig im öffentlichen Leben breit machen. Weil feudale Junkerthum Preußens betrachten können. bas Bolk zu arm ist, Roggen- oder Weizenbrot in genügendem Kontrakt steht; zur Vervollständigung des Bildes vom Maße zu kaufen, strengen sich verschiedene Leute an, ein Die von der französischen Revolution zertrümmerte mittelalterlichen Hörigen gehörte aber eigentlich noch der misch brot herzustellen, das zwar billiger herzustellen, in buntscheckige Feudalwelt mit ihren Raubschlössern, Rittern sogenannte Todfall, auch Best haupt genannt, Bezug auf den Nährwerth aber fast werthlos ist. So weiß und Knappen, zinspflichtigen, hörigen und leibeigenen hinein. Diese schöne und hochfeudale Einrichtung be- der Telegraph aus Posen zu melden:" Der Vorstand Bauern blieb und bleibt der schönste Traum des Junker- stimmte, daß der Gutsherr bei dem Ableben des Hörigen des Provinzialvereins zur Bekämpfung thums. Da der Feudalismus auf staatlicher Grundlage sich aus dessen Besitz das Stück auswählen konnte, das sozialdemokratischer Bestrebungen beschloß, nicht wohl wieder herzustellen ist, so führen ihn die Junker ihm am meisten zusagte ein Stück Vieh, ein Kleidungs- hierselbst auf eigenes Risiko Proben mit der Her auf ihrem erbeigenthümlichen Boden wenigstens wieder stück oder was der gemeine Mann" sonst zu besigen stellung eines billigen Mischbrotes anzustellen." ein, so weit sich dies machen läßt. Deffentlich leugnen sie, pflegte. Auch gab es für die unbotmäßigen Leute, denen Leider sagt der Telegraph, den man mit dieser wichtigen daß fie so große Freunde des Mittelalters seien; sie diese Dinge nicht gefallen wollten, ein Auswanderungs- Nachricht beauftragt hat, uns nicht, wie der Vorstand das wollen sich natürlich die rein modernen Annehmlichkeiten verbot. Die Wiederherstellung desselben ist eine bekannte eigene Risiko" auffaßt. Ob er dieses Brot selber essen des Lebens nicht entgehen lassen. Aber nichts däucht junkerliche Forderung; da sie aber bis jetzt glücklicher aber unsere Zustände, daß auf der einen Seite solch ein will? Und das als Risiko betrachtet? Es kennzeichnet ihnen angenehmer, als die mittelalterliche Abhängkeit des Weise nicht verwirklicht werden konnte, so sucht man, wie Verein sich Verein zur Bekämpfung sozialdemokratischer Bauern und Tagelöhners vom Grundherrn und wo immer aus dem Fall Ulrich ersichtlich, die Tagelöhner resp. Bestrebungen" nennen darf, und daß auf der anderen möglich, suchen sie den Arbeitsvertrag so zu gestalten, daß Hörigen durch Kontrakte zu binden, um sie mit der Polizei Seite ein Verein zur Bekämpfung der sozialdemtodas Gespenst der alten Hörigkeit und Leibeigenschaft dar- und den Gerichten verfolgen zu können, wenn ihnen das fratischen Bestrebungen als erste Thätigkeit den von aus hervorschaut. Hörigkeitsverhältniß zu drückend wird und sie sich zu der der Sozialdemokratie behaupteten, von von der Regierung Der Vertrag Bismarck's mit dem Tagelöhner Ulrich großen Masse der Sachsengänger" gesellen. aber geleugneten Nothstand bekämpfen muß. ist in dieser Beziehung geradezu ein Muster. Man könnte noch andere mittelalterliche Institutionen Namensänderung wäre für diesen Verein wirklich am Plate. Der Tagelöhner hat als richtiger Hintersaffe die Woh- anziehen, aber das Bild genügt, der Hörige ist wieder da. die auf diesen genialen Einfall kamen. Die„ Köln. Ztg." Die Pofener Sozialistenfresser sind aber nicht die einzigen, nung vom Gutsherrn angewiesen bekommen, wofür er In dem Arbeitsvertrag enthüllt uns Fürst Bismarck mehr ihm einen Zius in baarem Gelde zu entrichten hat. Das von seinem innersten Denken und Fühlen, seinem Geschmack weiß aus Oberhausen zu melden: ist vielleicht noch das Modernste an dem ganzen Arbeits- und seinen Neigungen, als in seinen sämmtlichen politischen vertrag, denn die mittelalterlichen Bauern zahlten meistens Reden; noch niemals ist so deutlich das heißersehnte Ideal in Naturalien, wenn es auch öfter, namentlich bei geist- des von Bismarck repräsentirten Junkerthums gezeigt lichen Herrschaften vorkam, daß sie so und so viel Pfund worden. Heller" als Zins zu entrichten hatten. Diesen Mann haben die national= Aber Ulrich hatte, wie aus dem Vertrage hervorgeht, liberalen Narren fünfundzwanzig Jahre auch Hühner und Gänse zu liefern. Ganz wie die lang für den ersten Träger liberaler über den Nothstand des Volkestroy Herrn Bauern des Mittelalters. Wir erfahren leider nicht, Ideen gehalten! Feuilleton. Mabrud verboten.] Er kehrt zurück! " [ 23 Originalroman von Jean Meroz. Und ohne ein Wort hinzuzufügen, zog er sachte die Bettdecke weg und zerschnitt das Hemd über der linken Schulter mit einer Scheere; dann schlitzte er den Aermel bis zum Handgelenk auf. Die Schulter war bald entblößt. Sie bot einen schrecklichen Anblick. eine blitzende Sonde demselben entnommen, mit der er unn langsam die Wunde untersuchte. Plötzlich hellte sich sein Gesicht auf, er wandte sich um mit den Worten: Nun, beruhigen Sie sich, ich habe die Kugel gefunden. Sie ist nicht tief eingedrungen, sie ist völlig im Fleisch geblieben, ohne etwas zerschmettert zu haben. Einen Augenblick hatte ich gefürchtet; aber Gie können ruhig sein, Madame, in höchstens drei Wochen wird man nichts mehr sehen. 〃 Eine Mehrere hiesige Bäcker haben den Versuch gemacht, eine neue Sorte Brot aus Weizen- und Roggenschrot herzustellen. Das Gebäck soll recht schmackhaft sein, ist aber in Bezug auf den Nährwerth von geringerer Güte. Da der große Laib aber 20 Pf. weniger tostet als reines Roggenbrot, so dürfte das neue Brot schnell Eingang finden! Die Krefelder Hausbesiger jammern auch Caprivi; und so beschäftigte sich denn auch der Vorstand Er verdiente ziemlich leicht, was er zu seinem Lebensunterhalt bedurfte und hatte in stiller Verehrung seiner Mutter gelebt, in der Hoffnung, eines Tages Charlotte als sein Weib heimführen zu fönnen. Jetzt aber hatte er gesehen, wie ihm seine Hoffnungen betrogen hatten und er vergaß über seinen seelischen Leiden die Wunde und die Mutter. In der Tiefe seines Herzens empfand er einen unbestimmten Groll gegen Robert Guidal, der doch sein bester Freund war. Aber rasch erstickte er dieses Gefühl. Ein wenig fühlte Michel Ferrand sich wohl entmuthigt, aber seine gesunde Natur trug den Sieg davon. Er wollte leben. Er sah ein, daß er der Sache der Arbeiter, der er sich ohne Rückhalt weihen wollte, noch Dienste leisten könnte. Unter dem Eindruck des Schmerzes, den ihm das Ge- Robert Guidal war sein ehemaliger Regimentsständiß des jungen Mädchens der Mutter gegenüber in dem famerad in Afrika gewesen, und stets hatten sie Moment als der Arzt eintrat, verursachte, hatte Michel ohne brüderliche Beziehungen unterhalten. Darüber freilich Das Fleisch war angeschwollen. Oberhalb des Schlüssel- eine Klage die schmerzhafte Untersuchung ausgehalten. Er empfand er einen Groll gegen Robert, daß dieser ihm beines sah man einen schwärzlichen Kreis, dessen Mittel- hatte sich nicht gerührt, nicht eine Muskel seines Gesichtes seine Liebe zu Charlotte verheimlicht hatte; er meinte, ein punkt eine Masse geronnenen Blutes bildete. An den hatte sich bewegt. Die Seufzer, welche zu Zeiten seiner Bruder dürfe vor dem Bruder weder im Glück, noch im äußersten Rändern des Kreises ging die schwärzliche Färbung Bruft entschlüpften, hatten ihre Ursache weniger in dem Unglück ein Geheimniß haben. in eine violette über und verlor sich schließlich in der Ge physischen Leiden, als in einem tiefen Schmerze, welcher sein schwulst des Fleisches. Herz zu brechen drohte. Der Arzt war ein alter Mann, groß und stark gebaut, Michel Ferrand betete Charlotte an, ohne jemals gemit weißem Haar und glattrajirtem Gesicht, sein Mund wagt zu wagen, ihr seine Liebe zu gestehen. hatte den Ausdruck großer Güte, und hinter einer goldenen Er fam oft zu Deshommes, dessen rechte Hand und Brille glänzten zwei lebhafte jugendliche und intelligente Bertrauter er war. Er hatte das junge Mädchen heranAugen. wachsen, sich entwickeln und zur Jungfrau reifen sehen. Nachdem er unter Beobachtung großer Vorsicht, fast Ihre Schönheit, Anmuth und Liebenswürdigkeit hatten ihn durch bloße Berührung, die Wunde untersucht hatte, hob gefeffelt. Er selbst war groß gewachsen, ein schmucker, er unmerklich den Kopf des Patienten in die Höhe. Sein junger Mann, voll Kraft und von außerordentlicher Sanft Gesicht legte sich in ernste Falten, wodurch die alte Mutter, muth. welche angstvoll, aufmerksam ganz nahe bei ihm stand, so Ein ausgezeichneter Arbeiter in seinem Fache war erschreckt ward, daß sie ein Zittern überlief. es ihm gelungen, sich auf eigene Rechnung zu etabliren und Sie that einen Schritt vorwärts, aber dann blieb sie sich der Tyrannei des Arbeitgebers, sowie der Sklaverei stehen. Der Arzt hatte soeben sein Kästchen geöffnet und der Werkstatt zu entziehen. Der alte Arzt war mit dem Verbinden der Wunde fertig geworden. Nachdem er den Patienten das Deckbett wieder über die Schulter gelegt hatte, schrieb er ein Rezept und nahm seinen Hut. - Alles geht gut, sagte er, als er auf der Thürschwelle stand. Beunruhigen Sie sich nicht, wenn das Fieber auch heftiger wird, in zwei bis drei Tagen wird es nachlassen. Uebrigens werde ich morgen in aller Frühe wiederkommen. Besonders wachen Sie darüber, daß er nicht zu viel spricht und lassen Sie ihn regelmäßig die Arznei einnehmen, welche des Hausbefizer- Vereins mit demselben. Wie bei einer so erleuchteten, durch Besiz und Bildung maßgebenden" Gesellschaft nicht anders zu erwarten, war das Ergebniß der Berathung ein sehr tiefdurchdachtes: 13 Pf., im April auf 13½, im Mai auf 14, Juni auf 14/2 Pf. gestiegen und erreicht jetzt, September, den für kinderreiche Familien fast unerschwinglichen Preis von 16 Pf.! Alle reichen Leute sollten bedenken", heißt es Als eine wesentliche Ursache der Mothlage weiter, daß eine Familie mit fünf Kindern, in welcher der Arbeiter(!) wurde das Bestreben der Fabrikanten be- Brot die Hauptnahrung bildet, täglich ein Sechspfundbrot zeichnet, ihre Fabriken der billigeren Arbeits- braucht." löhne wegen nach fleineren Nachbarorten zu verlegen. Zur Besserung der gewerblichen Lage und der einzigen Tage in der Presse begegnen, hat das freche Und angesichts dieser Thatsachen, die uns an einem Arbeiterverhältnisse hielt man die Errichtung von Maschinenfabriken am Orte, für die sich vor einigen Jahren bereits Krupp ausgesprochen haben soll und die Erwirkung einer Garnison für wünschenswerth. Angesichts dieser Beschlüsse weiß man wirklich nicht, soll man die Heuchelei dieser Gesellschaft oder ihre Verbohrt heit mehr geißeln! Aus Chemnit, wo es zur Zeit an Maschinenfabriken gewiß nicht fehlt, wohl aber an Arbeit und für Sie Arbeitenden an genügendem Lohn, kommt eine auf amtlich erörterten Thatsachen fußende Nachricht, die den von der Regierung geleugneten Nothstand mit er schreckender Deutlichkeit offenbart. Dieselbe lautet: Organ der westfälischen Kohlenjunker, die„ RheinischWestfälische Zeitung" den Muth, zu fragen: Wo bleibt der Nothstand?" Sie selber muß zugestehen, daß von genügender Ernährung in Brotfrucht zwar nicht gesprochen werden könne, aber man fönne ja Kartoffeln, Reis, Mais und andere Ersatzmittel nehmen! stand lengnen können? Wie lange wird die Regierung noch den NothZum Nothstand. Zu der schlechten Ernte in Bezug auf Getreide gesellt sich in Süddeutschland auch noch ein ungünstiges Weinjahr. An manchen Stellen kann man noch nicht einmal auf den dreißigsten Theil des sonst gewöhnlichen Weinertrages rechnen. Die Weinbauern sehen einer schweren Zeit entgegen. Für die Ernährung der ärmeren Bevölkerung ist es bezeichnend, daß nach amtlichen Feststellungen im letzten Jahre 575 Pferde und 312 Hunde im hiesigen Schlachthause geschlachtet sind. Das sind 130 Pferde und 79 Hunde mehr als 1889. Der Fleischverbrauch ist überhaupt den Wißmann- Schwärmern bei Fortsetzung ihrer Erörterungen Die erstaunlichsten Dinge, welche die„ Kreuz- Zeitung" um etwa fünf Pfund auf den Kopf der Bevölkerung zu enthüllen drohte, sind noch nicht aufgeklärt; etwas, wenn zurückgegangen. Und das geschah in einem Jahre, welches sich bis in den Hochsommer sowohl in der Meschinen auch noch nicht viel Licht bringt die Bossische Zeitung" in wie Textilindustrie regster Thätigkeit bei uns zu erfreuen die Sache, in dem sie ausführt, daß über die erstaunlichsten Dinge" vermuthlich auch die beiden RechnungsWas soll da im Winter werden? beamten zu erzählen wissen werden, welche gegen Schluß In Elberfeld sah sich angesichts des Nothstandes der Wißmann'schen Diktaturperiode von Berlin aus an die und der Arbeitslosigkeit die Stadtverordneten- Versammlung deutsch- oftafrikanische Küste gesandt wurden, um an Ort gezwungen, Aufräumungsarbeiten in der Wupper vornehmen und Stelle Einsicht in die Verwaltungsbeläge zu lassen, wobei vorzugsweise verheirathete Leute bezw. zu nehmen und die Verwendung der etats Familienväter gegen einen Tagelohn von 2,50 M. beschäftigt mäßigen Mittel zu prüfen. Von dem Ergebnis hatte! werden sollen! " schliffenen Dolch und anderen Messern über die nichts. ahnenden Mitbürger her und richteten ein förmliches Blutbad an. Zwei Bürger von Buer, Philipp Halbeisen und Josef Neukirchen, starben unter den Stichen und Schnitten der Wütheriche; N. hatte 22 Stiche erhalten und war derartig entstellt, daß ihn sein eigener Bruder anfangs nicht zu erkennen vermochte. Drei anderen Bürgern, Wilh. Ellinghaus, Nöcker und Otto Busch, war der ganze Kopf mit Schnitten bedeckt und dazu hatte jeder eine tiefe Stichwunde in der Seite ererhalten. Herrn Busch war sogar der Unterleib vollständig aufgeschlißt, so daß die Gedärme hervortraten. Derselbe hat gar keine Aussicht auf Genesung und befindet sich im hiesigen Krankenhause; bei den anderen ist sie nur schwach. Soviel man von der Voruntersuchung vernommen hat, war dieser graufige Ueberfall aus reinem sozialdemokrati fchen Klassenhasse hervorgegangen. A13 Anführer der Bande wird der Bergmann Peter Nick genannt, der auch beim großen Streit im Mai 1889 eine hervorragende Rolle gespielt hat. Bis jetzt sind sieben Verhaftungen erfolgt: Peter Nick, H. Hartmann, E. und 2. Lang, Gustav Nolte, Emil Mortfon und Bernard Bückemeier. Soeben wurden die sechs. Hauptübelthäter gebunden zu ihren Opfern geführt. Das Publikum war nahe daran, die Uebelthäter zu lynchen. Dank den seitens unseres Amtmannes noch während der Nacht persönlich vorgenommenen Zeugenvernehmungen ist es gelungen, die Thäter so schnell zu ermitteln, wovon sechs bereits nach Münster abgeführt sind. In dem Befinden des Herrn Ellinghaus ift gegen Abend eine Besserung eingetreten." die rothen Schlipse", die scharfgeschliffenen Dolche", die Man wird zugeben, die ganze Fassung der Notiz, wüthenden Blicke", die" Boruntersuchung"( am Tage nach ber That) die bereits ergeben, daß der graufige Ueberfall " wüthenden Blicke", die„ Voruntersuchung"( am Tage nach aus reinem sozialdemokratischen Klassenhasse hervorgegangen" - das alles sind so sensationell phantastische Kraftausdrücke, daß man die Absicht gar zu deutlich merkt. Wir erlauben uns vorderhand, diese Darstellung für ein recht Kriegerfeste, zumal in jener Gegend sehr häufig solch plumpes Parteimanöver zu halten, sintemalen Kriegerfeste, zumal in jener Gegend sehr häufig sold blutiges Ende nehmen. Aber selbst wenn der Vorfall wahr wäre, wer trägt dieser Untersuchung ist Genaueres nie an die Deffent denn die Verantwortung für solch rohe Gewaltthaten? In Posen beschäftigte sich der Magistrat in seiner berichte" Wißmann's schien ein Strich durch das Vergangene den Spengener Landfriedensbruch und die dortige Blutthat lichkeit gelangt. Mit dem siegesfrohen Schluß- Wer hat der Eislebener Blutthat zugejauchzt? Wer hat letzten Sizung mit der Frage des Nothstandes und gemacht zu sein. seiner Vorbeugung und Bekämpfung. Die städtische Armendeputation glaubte zwar, auf Grund der in der heit nicht entgehen lassen, diese Frage, die selbst der Kreuz Kreuz- 3 eitung"? Waren es nicht die KreuzHoffentlich wird aber der Reichstag sich die Gelegen- inszenirt und sie schadenfroh in die Welt telegraphirt? Waren e 3 nicht die Parteigänger der Armenpflege gemachten Erfahrungen sagen zu können, daß Beitung", deren konftitutionelles Gewissen ein sehr weites Beitung" und ihre christlich- konservativen Kollegen, welche momentan, angesichts der milden Witterung und der infolge ist, erstaunlichst erscheinen, sich etwas näher zu betrachten. dessen vorhandenen Arbeitsgelegenheit, von einem eigentlichen den Bauern riethen, die Sozialdemokraten mit Hunden Nothstande noch nicht gesprochen werden könne. Dagegen Mit unbewußtem Humor trifft ein hochkonservatives vom Hofe zu hezeu, ihnen mit der Miftgabel und dem herrsche unzweifelhaft schon jetzt eine große Münchener Blatt in der Beurtheilung der Lage in Dft Dreschflegel entgegenzutreten? Wer in dieser Weise an die Theuerung der nothwendigsten Lebens- afrika den Nagel auf den Kopf, wenn es schreibt: brutale Gewalt appellirt, sie Tag für Tag predigt und mittel, wodurch die Lebenshaltung der mittLeren und ärmeren Klassen erheblich herab= kajolirt, der hat das Recht verwirkt, in fittlicher Entrüstung gedrückt werde. Geradezu bedenklich aber würde Thränen zu vergießen, wenn wirklich einmal die Gewalt in Sie Situation bei einem Umschlag der Witterung, und es Funktion tritt. seien dann, falls die Theuerung nicht nachlasse, Noth= stand und die damit verbundenen schweren Folgen, wie Epidemien, ernstlich zu befürchten." Auch Nach den neuesten Telegrammen ist ein Theil der oftafrikanischen Schutztruppen sammt dem Führer von den Wilden faft ganz aufgerieben worden. Nach dem fast Alle todt sind, herrscht ziemliche Ruhe an der Küste." Wir glauben auch, wenn erst die ganze ostafrikanische Schuttruppe todt ist, wird auch die Ruhe an der Küste" nicht mehr blos eine ziemliche", sondern eine völlige sein. Das unruhstiftende Element ist also nach dieser hochkonservativen Meinung nicht der„ Mordbrenner Buschiri", sondern die Schutztruppe gewesen. Aber wie gesagt, vor der Hand glauben wir von dieser ganzen Darstellung kein Wort; die Herren haben gar zu sehr ein Interesse daran, für Eisleben und Spenge eine sozialdemokratische Blutthat" zu haben. Da übrigens die Wie sehr die Lebenshaltung durch die theueren LebensBehörde hier mit so anerkennenswerther Promptheit einmittelpreise niedergedrückt wird, dafür liegt aus Berlin geschritten ist, so wird man auch viel rascher als beispielsein sehr drastischer Beweis vor. Beim letzten Börsentag weise bei der Eislebener Affäre die Wahrheit erfahren; ( 20. September) der märkischen Konsumvereine, schreiben die etwaige Hintermänner dürften hier kaum sich ihrer Unthat Tagesblätter, wurden von zehn Vereinen nur 150 Bentner von uns vorgestern mitgetheilte Nachricht geschrieben werden, Auf das Konto der Sozialdemokraten soll die auch so lange straflos freuen wie in Eisleben. Kaffee eingetauft, während zur Deckung des Cichorien baß bei der Heimkehr vom Kriegerfest in Buer( Westfalen) wortlich zu machen, wie sie unter den der politischen Bes bedarfes 15 000 Packete erforderlich waren. Die Sozialdemokraten für Ausschreitungen verant Butter wird in den Kreisen der kleinen Leute in rapide eine kleine Gesellschaft überfallen und zwei Personen ge- wortlich zu machen, wie fie unter den der politischen De ſteigendem Maße durch andere Fettwaaren ersetzt. Buer" ist etwa Herr Pastor Jskrant von Spenge Mit- häufig vorkommen, ist überhaupt das konsequente Bestreben tödtet worden seien.. Sofort war die„ Volks- Zeitung von wegung noch fernstehenden Arbeitergruppen leider allzu So wurden am letzten Börsentage nur 100 Zentner Butter, dagegen 475 Bentner Schmalz und 275 Kübel arbeiter an diesem Blatt? bei der Hand, folgende der Kreuz- Zeitung". So wußte fie letzter Tage aus Bochum Margarin eingekauft. An Stelle des unerschwinglichen Schauernachricht in die Welt zu sehen, und die„ Kreuz- mehrere Fälle zu melden, in denen Aufseher mißhandelt wurden, auf der Zeche Friedrich der Große" sogar die Fleisches tritt jetzt sehr allgemein der Hering, allein Beitung" druckt sie natürlich mit Behagen nach: beiden Direktoren beim Heimwege von einem Zechenfeft. gestern wurden 30 Tonnen von den Vereinen erstanden. Seit dieser Nacht ist unser Ort in großer Aufregung über Für einzelne Artikel machte sich eine bemerkbare Preis- eine schändliche Greuelthat, welche die Sozialdemokraten Wiewohl die Kreuz- Zeitung" beifügt, daß es polnische steigerung geltend." an ihren friedlich gesinnten Mitbürgern verübt haben. Arbeiter gewesen seien, kann sie sich doch den Zusatz des Geftern feierte nämlich der Krieger- und Landwehr- Verein von Hamburger Correspondent" nicht schenken:" Diese VorErle Beckhausen sein 2. Stiftungsfest. Schon beim Festzuge gänge darf man wohl der zur Beit geübten maßwaren unter den Zuschauern etwa ein Dugend Sozial- losen Verhehung der Arbeiter durch Rede und demokraten durch ihre rothen Shlipse und wüthen- Bresse zuschreiben." den Blicke den Festtheilnehmern aufgefallen. Aber kein zu Auch die Deutsche Tabakzeitung", das Unternehmerorgan, muß konstatiren, daß infolge der hohen Lebensmittelpreise aus ganz Deutschland eine erhebliche Abnahme des Tabat und J besonders Zigarrenkonsums fonstatiren sei. Und aus Dresden stimmen die Blätter für Armenpflege und Wohlthätigkeit ebenfalls ein ergreifendes Lied über die Höhe des Nothstandes an. In rüheren Jahren kostete dort das Pfundbrot nur 11 P., war aber bereits im Monat März d. J. ins Dresden auf Er hatte diese Worte in einem festen Tone gesprochen und verließ das Zimmer mit der Bitte, sich seinetwegen feine Umstände zu machen. Dann hörte man seinen jugendlichen Schritt auf der Treppe. Nach seinem Weggange fchlief Michel Ferrand ein; er war müde geworden durch die Untersuchung seiner Wunde und durch die Anlegung des Verbandes, welche, obwohl mit vollendeter Kunstfertigkeit ausgeführt, doch ziemlich lange gedauert hatte. Charlotte stellte geräuschlos die Stühle in Ordnung und die beiden Frauen setzten sich nieder, um den Verwundeten in Schlafe zu beobachten. IX. Wenn das der Fall, so muß die katholisch- pol= Mensch ahnte, daß diefelben einer solch' blutgierigen Frepelnische Presse, denn unter deren Einfluß und unter that fähig wären, als sie dieselbe Abends gegen 11 Uhr wirk lich veribt haben. Dieselben hatten sich zwischen Beckhausen dem Banne der Reden der polnischen Kapläne stehen die und Buer auf die Lauer gelegt, und als nun etwa 10 Bürger frommkatholischen importirten polnischen Arbeiter in den von hier in der Nähe der Kampmann'schen Wirthschaft an- rheinisch- westfälischen Gruben, ja sehr erbaulich sein. Die gelangt waren, fielen diese Unmenschen mit fcharf ge- sozialdemokratische Presse hat leider vor der Hand C ich verschrieben habe. Ich verlasse Sie, ich werde nicht zu kommen. Ueberall begegnete er bewaffneten Männern, das Blut zu Kopfe. Was konnte dieser Elende noch von wenig Verwundete heute zu behandeln haben. Diese welche in Haufen nach den Kampfplätzen eilten und dabei ihm wollen, der das Geheimniß seines Lebens besaß, der Kanaillen von Royalisten haben deren so viele angeschossen. die Marseillaise oder Parisienne abfangen. Man hatte die mit einem Worte das einzige Glück seines traurigen, qual Dies ist meine Art, der Republik zu dienen. Empfindung, daß Paris wach, auf den Beinen und ent vollen Daseins zerstören konnte? schlossen war alle seine Patronen zu verschießen. Rasch Welches Opfer würde er von ihm verlangen, wenn er durcheilte er das Labyrinth der Straßen, welche fich wüßte, wie schwach ihn die Drohung machen könnte, Char von der Rue der Rue de Saint- Germain l'Angerrois ans Lotten Alles zu offenbaren. Dieser Polizeiagent, der ihn hinschlängelten und trat eben auf den Platz des Palais feit lange kannte und wußte, wie sehr er gefürchtet war Royal heraus, als der Posten am Chateau d'Eau soeben wegen seiner fieberhaften Thätigkeit, wegen seines unvon den Aufständischen verjagt worden war. versöhnlichen Hasses und seiner Schlauheit und Energie, Siegesrufe ertönten von Zeit zu Zeit, die durch Wuth- hatte ihn mit einem Worte zu Boden geschlagen, ihn fast schreie unterbrochen wurden, welche die vereinzelten Schüsse wie ein Weib ohnmächtig gemacht. Sollte er sich selbst einder Soldaten hervorriefen, welche sich nicht ergeben wollten. gestehen, daß er nicht in sich die Kraft fühlte, einer Bitte zu Ohne Zögern stürzte er sich ins Getümmel mit jenem widerstehen, sie mochte sein, welche sie wollte? hoheitsvollen entschlossenen Antlig, welches bewirkte, daß Er kam sich feige vor; es schien ihm, als ob er einen man bei seinem Anblick schwieg und bereit war seine Be- Verrath an seiner Partei beginge, und an der Sache, fehle zu empfangen. Er hatte eine Flinte ergriffen und die er vertheidigte, wenn er nur eine einzige Als Marche Seul seine Wohnung verließ, wandte er gar nicht daran gedacht sie zu laden. Nachdem er sich in Minute dem gegenüber unschlüssig war, welcher so viele sich sogleich nach dem Platz des Palais Royal. Personen, dieser vom Kampfe erhitzten, durch welchen er auf den Duais in dem Augenblick begegnet war, geruch den Pulver- Republikaner denunzirt hatte. berauschten Menge mit seinen Ellenbogen Einen Augenblick hatte er den Gedanken, Leute herbei in welchem er den Pont Saint Michel überschreiten wollte, einen Weg gebahnt, wollte er sich eben in den Kampf zu rufen, ihn als Polizeispion zu denunziren und wie einen hatten ihm mitgetheilt, daß der Kampf noch fortdauerte und stürzen, als er eine Hand auf seinen Schultern fühlte. Er Hund niederschießen zu lassen. der Widerstand ein erbitterter sei. drehte sich um und stieß einen Schrei der Bestürzung aus. Er hatte keine Waffe bei sich, sonst hätte er, ergriffen Er beeilte sich nun, seinen Posten im Kampfe wieder Dieser Ausruf hatte in der That einen sehr guten Grund. von dem revolutionären Fieber, ihm vielleicht eine Rugel aufzunehmen und alle diejenigen um sich zu sammeln, mit Derjenige, welcher soeben seine Hand mit wuchtigem Druck durch den Kopf gejagt. Er schaute sich um, aber das Bild deren Hilfe er der revolutionären Bewegung eine bedeutungs- auf seine Schulter legte, war kein anderer als Collard. Charlottens trat vor seine fiebernde Seele. Eine Wolke volle Wendung zu geben hoffte. Sein plögliches Erscheinen machte auf den Revolutionär bedeckte seine Augen, die sich mit Thränen füllten, und er Die Kampfluft hatte sich seiner wieder vollständig be. einen derartigen Eindruck, daß er erbleichte und einer Ohn- wankte. Ohn- wankte. mächtigt; er hatte Alles vergessen, seine Tochter, Michel macht nahe war. Indeß, seine Erregung war nur darum Es würde, wie er einsah, zwecklos sein, den Spion um Ferrand, Larirette und die Füsilade auf dem Boulevard der so groß, weil ihn die fire Idee erfaßt hatte, den Kampf zubringen, was sollte er sagen, wenn er nach Hause zurück Kapuziner. des Bolles auf ein anderes Terrain hinüber zu spielen und vor kehrte und Charlotte wüßte, daß er nicht ihr Vater sei, daß Ein einziger Gedanke peinigte ihn, es war der, daß, allem die heimliche Beseitigung der Revolution zu verhindern. ihre Mutter lebte? wenn man dort nicht auf der Hut war, die schlimmsten Bei dem Anblick des Polizeispions, welcher inmitten der Was sollte er dieser anmuthigen kleinen Fee seines Feinde des Volkes Oberhand gewinnen würden, rasenden Menge, der Gesänge und Lebehochs, welche die Hauses antworten, deren Liebkosungen so süß, deren Lächeln und daß dann die Revolution noch einmal beginnen Luft erschütterten, seitdem der Sieg gesichert schien, und so bezaubernd war, ihr, die gewissermaßen einen Strahl des werde unter welchen Verhältnissen. Es würde dann seitdem das Thor des Chateau d'Eau im Sturme erobert Lichtes in seine ärmliche Behausung fallen ließ? nicht mehr ein Kampf gegen die Monarchie, sondern viel war, ruhig und gelassen erschien, überkam ihn die Er- Sie würde ihm fluchen und forteilen, um sich ihrer mehr gegen die Republit sein, für welche die Einfältigen innerung an den schrecklichen Vorgang, welcher sich in der Mutter in die Arme zu werfen, dieser Frau, die ihn vers wiederum Vertrauen fordern würden. Rue Julien le Pauvre abgespielt hatte. Alle Qualen rathen und verlassen hatte. stürmten von Neuem auf fein Herz ein und trieben ihm 1. Sie würde ihn sicher verlassen! Er lief aus Leibeskräften, denn er hatte Eile ans Ziel b 11 t b et CO 2 ri DE er m be bi ib hi al B ri lie be er Er the fic un Ge um Si er mä leic De ift, Bei auf die polnischen Arbeiter noch viel zu wenig Einfluß, um solche Erzesse zu verhindern; vorerst sind diese Exzesse also wie schon berichtet, die Essener Handelskammer aus zustandes, in Untersuchungshaft gehalten wird, was bei dem Für Aenderung des Schutzzollsystems hat sich, der seit dem 1. Mai, trotz seines schwachen Gesundheitsausschließlich noch die Wirkungen der frommkonservativen gesprochen. Auch die Krefelder spricht sich in gleichem Zustand der römischen Gefängnisse ihm das Leben kosten Erziehung. Sinne aus, und zwar fordert sie möglichst rasch Herabsetzung kann. Außer gegen einen gewissen Moscardi, der des der Zölle auf Baumwollgarne. Ferner konstatirt sie, daß, Mordes an einen Schuhmann angeklagt ist, lautet die AnNicht gerade angenehm, aber sehr angebracht für die wie für Textil- und Seidenstoffe, so auch durch die Mac klage, nach dem bekannten internationalen Polizeischema, Unternehmerklasse ist ein Entscheid des Reichs- Versicherungs- Kinley- Bill für die Sammtindustrie der amerikanische Absatz auf Widerstand oder Aufreizung zum Widerstande gegen amtes auf eine Beschwerde, welche ein thüringischer Unter- verschlossen sei, denn die Erhöhung des Bolles beträgt auf die Staatsgewalt, Aufreizung zum Ungehorsam gegen die nehmer erhoben hatte. Derselbe war wegen unterlaffener Mittel- Qualitäten von Glanzplüsch 30-50 pCt., was einen Gesetze, Klaffenhaß zc. und auch die Mehrzahl der BelastungsVerwendung von Versicherungsmarken mit einer Ordnungs- Zoll von 80-100 pet. vom Werthe bedeutet. Leichter zeugen sind strafe belegt worden. Nun hat das Reichs- Versicherungsamt wiegende Sammt und Sammtband- Artikel, sowie SeidenLeichter zeugen sind ganz wie anderswo-Schuleute. unter Zurückweisung der Beschwerde sich dahin aus- plüsche sind um 10-15 pCt. theurer geworden, während Frieden" sichert, schreitet das Gespenst der sozialen Noth Während die Regierung auf solche Weise den sozialen gesprochen, daß das Invaliditäts- und Altersversicherungs- beffere Sorten von Seidensammt den alten Satz behalten haben, durchs Land. Und alle schönen Bankettreden über Friedensgefet bereits lange genug in Kraft sei, um dem da dieselben bei verhällnißmäßig hohem Werthe wenig wiegen. garantie durch den Dreibund helfen über die fatale ThatArbeitgeber die genaue Kenntniß und Befolgung Da Amerika das Hauptabsatzgebiet, so kann man die ver- sache nicht hinweg, daß das Land die durch den gesteigerten seiner Vorschriften zu ermöglichen. Dies müsse um so heerenden Folgen dieser Thatsache für die Arbeiter leicht Militarismus nöthigen Kosten nicht mehr erschwingen kann. mehr geschehen, als die Arbeitgeber, insofern sie zur Bei- ermessen. Der Gesammtumschlag im Gebiet der Crefelder Neue Steuern, neue Steuern, ist das Lied, das jedes tragsentrichtung verbunden seien, einen wesentlichen Faktor Handelskammer betrug 1890 92 885 507. und ist der Ministerium trotz aller Reformphrafen singen muß. Auch bei der Durchführung der Invaliditäts- und Alters- größte bisher in diesem Handelskammer- Bezirk erzielte; die Herr Rudini wird daran zu Falle kommen. Erst wollte versicherung bildeten, Saumseligkeit und Pflichtwidrigkeit Sammetindustrie partizipirt daran mit 39 965 502 M. gegen er zur Befestigung seiner Stellung im Süden eine große ihrerseits also die Verwirklichung der wohlthätigen Absichten 29 664 134 M. im Jahre 1889, die Stoffindustrie mit politische Rede halten, dann in Rom, jezt in Mailand, andes Gesetzgebers erschwerten und aufhielten. 52 920 005 m.( gegen 56 388 880 M.). Und bei dieser gesichts der Stimmung in Mailand mußte er davon absehen, Steigerung der Produktion zeigt sich auf der anderen Seite dort sein Steuerlied anzustimmen; denn die aus dem Süden Fallen seh' ich Zweig um Zweig"- vom Baum ein gewaltiger Stü d gang der Handweberei, die kommende Bewegung gegen die neuen Steuern breitet sich der Schutzölle. Nun werden sogar die Textilindustriellen beispielsweise 1884 noch 22 085 Webstühle, 1889 mur mehr auch in Oberitalien aus. In einer in Vicenza abgehaltenen untreu, die unter Führung des Augsburger Spinnerei- 6929 beschäftigte; die Stoffweberei sank von 15 118 Stühlen Versammlung von 5000 Steuerträgern, welcher der Syndikus direktors Haßler, dem blinden Bewunderer Bismarcks, seiner in 1889 auf 14 263 in 1890. Die kommende Krise wird die und Abgeordnete des Wahlkreises beiwohnten, wurde ein Zeit so besonders start in die Posaune der Schutzzollbettler Handweberei geradezu vernichten. Brotest gegen jegliche Erhöhung der Einkommensteuer und bliesen. Ein rheinischer Textilfabrikant veröffentlicht im der Widerstand dagegen votirt. Auch in Rom, Mailand " Zentralblatt für die Textilindustrie" ein Schreiben, worin Ueberflüssige Freude, möchten wir zu der Sieges- und anderen Städten sind Proteftversammlungen zu gleichem gleich das interessante Geständniß figurirt, daß nicht etwa Presse registrirt:" Der ausgezeichnete Baudektist, Professor seiner den Bourgeois zuliebe inszenirten Sozialistenhezen, gleich das interessante Geständniß figurirt, daß nicht etwa nachricht bemerken, welche die protestantische und liberale Becke in Vorbereitung, fodaß das Ministerium- trotz nur durch die MacKinley- Bill, sondern in Wahrheit durch die gesammte bisher hochgepriesene Sch u zoll- Windscheid in Leipzig, ist anläßlich der Ausstellung die auch ein Crispi nicht anders hätte forciren können politik der Niedergang der Textilindustrie verschuldetes h. Roces zu Trier zum Protestantismus über einen schweren Stand haben wird. Regierung und Parwerde. Die Hauptursache sei die( infolge der deutschen werde. Die Hauptursache sei die( infolge der deutschen getreten. Der Glaubenswechsel erregt um so größeres Auf- lament vom Großmachtstikel mit allen seinen Konsequenzen Schuzzollpolitik verursachte) Erhöhung der Zölle in den lehen, als Prof. Windscheid aus einer sehr streng katho- befallen- und das Volk unter den Lasten des Militarismus Ländern, wohin wir exportirten. Die deutsche Schutzoll- lischen rheinischen Familie stammt. Er ist geborener Düffel- und der afrikanischen Abenteurerpolitik fast zusammenpolitit galt uns so lange als trefflich, als wir uns Glauben an die unbefleckte Empfängniß der Jungfrau überall, die fatalistische Ruhe vor dem Sturm! dorfer." Wir dächten, wenn der Professor so lange den brechend, Krisis und Nothstand dasselbe Bild wie ihrer als Vertheidigungswaffe gegen andere Länder Maria, der Unfehlbarkeit 2c. in fich getragen hat, so hätte bedienten. Nuit, da Andere fie als Angriffswaffe gegen uns benutzten, können wir uns ihrer Zwei- nehmen brauchen, daß er zum Protestantismus übertreten der Telegraph aus Mannheim. er an dem h. Rock zu Trier nicht so großen Anstoß zu Siegesnachrichten für unsere Partei bringt uns schneidigkeit nicht länger anschließen". Es sei nicht zu mußte. Weniger wäre hier mehr gewesen. Bei den badischen leugnen, daß aus der Schutzzollpolitik viele Industrien Landtagswahlen gingen heute in Mannheim die zeitweise wirklich Vortheil gezogen haben, und diese Genoffen Dreesbach und Dr. Rüdt siegreich aus der find begreiflicher Weise des Lobes voll über das neue burg- es hat 36 000 Einwohner und 25 Kirchen auf im badischen Landtag. Das Probirländle, das jahrelang Eine Stadt nach dem Herzen Stöcker's ist Regen 3- Urne hervor. Die ersten sozialdemokratischen Abgeordneten System. Aber die Zahl dieser Produzenten ist klein je 1450 Einwohner kommt also eine Kirche was selbst vom Nationalliberalismus verfeucht worden, erholt sich gegen die Masse der konsumenten, die im Großen nach Herrn Stöcker doch sicher genug ist. Sonderbarerweise allmälig wieder zu seiner alten freiheitlichen Tradition der und ganzen dabei verloren haben. Wie hat sich denn ist aber die soziale Frage in Regensburg ebenso wenig gelöst Dreißiger und Vierziger Jahre. der Schutz der nationalen Arbeit gezeigt?" Von ver- wie irgend wo anders und auch die Sittlichkeit" ift mehrter Arbeitsgelegenheit oder höheren Arbeits- nicht größer. Wir empfehlen Herrn Stöcker und den übrigen löhnen im Allgemeinen ist nicht viel zu spüren Anhängern des Kirchenrezepts, sich einmal in Regensburg gewefen; im Gegentheil, die Arbeitslosigkeit ist umzusehen und zu erforschen, woran es denn liegt, daß das im Augenblid erschreckend groß, und die Söhne sind namentlich in der Textilindustrie- wieder Rezept nichts genügt hat. bedeutend gesunken, während die Lebensbedürfnisse 11 " = gefundenen Landtagswahl Genosse Greiner 271 und der Auch in Saalfeld erhielt bei der gestern stattfreisinnig nationalliberale Kartellandidat noch 137 Stimmen. Die Resultate aus faft allen Dörfern fehlen noch, jedoch ist der Sieg Greiner's wahrscheinlich. Sozialistische Kandidaten sind im Ganzen sieben aufgestellt und zwar in Saalfeld, Pößnec, Gräfenthal, Sonneberg Steinach, Judenbach- Neuhaus, Schalkau. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Anläßlich der Demonstration am 1. Mai war es in merklich im Preise gestiegen sind. Und wie ist es mit den Rom bekanntlich zum Zusammenstoß mit der Polizei geZöllen, die das Ausland bezahlen sollte? Es ist bisher kommen; die Folge davon waren Massenverhaftungen und noch keinem Ausländer eingefallen, uns diesen Gefallen zu Massenprozesse mit geradezu ungeheuerlichen Urtheilen. Die thun. Dagegen kauft jetzt der Ausländer vielfach italienischen Richter rächten die deutschen Fabrikate billiger, als wir geois- Klaffengenossen für fich und ihre Bour die am fie selbst bei uns kaufen können. Bei einer standene Angst mit besonders brutalen Verurtheilungen 1. Mai ausge rheinischen Handelskammer lief neulich die Klage eines bis zu drei Jahren Gefängniß-, gegen welche Fabrikanten ein, daß einer seiner Abnehmer sein Fabrikat indessen die Bertheidigung nach Deutschland troß des Bolles noch billiger verkaufe, als 18. September fällte nun nach dreitägigen Verhandlungen Bertheidigung Berufung einlegte. Am er, der Fabrikant, ohne Zoll."— der Appellhof in Rom sein Urtheil und setzte bei 29 von Rorrespondenz aufs neue schuldig. Sie schreibt: Einer alten Lüge macht sich die Nationalliberale den 53 in erster Justanz Berurtheilten die Strafe sehr Die Textilindustrie steht in der That vor einer all- wesentlich herunter. Wie erinnerlich war es bei Verkündis schwieriger, in öffentlichen Versammlungen sich mit „ Für Männer von Bildung und guten Sitten wird es immer gemeinen, natürlich in erster Linie die Arbeiter gung des erstinstanziellen Urtheils angesichts der ungeheuerfosialdemokratischen Rednern zu messen, die von ruinirenden Krise. Ueberall Arbeiterentlaffungen, besonders lichen Strafen zu erregten Szenen und ernsten Konflikten vornherein eines lärmenden und den Gegner niederschreienden im Ober- Elsaß, in Münster, Gebweiler, im Markircherthal, zwischen dem über diesen Akt schmachvollster Klassenjustiz Beifalls ihres Publikums sicher find. Eine große Anzahl solcher Kolmar, Mülhausen 2c. Die Ende letzter Woche in Frank erbitterten Bolt und der Polizei gekommen, weshalb dies: Bersammlungen, in denen Redner anderer Parteien das Wort zu furt a. M. versammelten Delegirten deutscher Baumwoll mal das Gerichtsgebäude und die Nachbarstraßen mit ergreifen wagen, endet mit tumultuarischen Auftritten, lärmenden spinnereien, ca. eine Million Spindeln repräsentirend, haben Karabinieris besetzt waren, eine Vorsicht, die angesichts der Unterbrechungen der Redner und oft genug thatlichen Beeinstimmig eine Produktionsbeschränkung von Milderung des Urtheils sich als überflüssig erwies. drohungen derselben. Ein Redekampf unter solchen Umständen ca. 15 pet. beschlossen, wie solche bereits in verschiedenen Mit diesem Prozeß ist aber das gerichtliche Nachspiel in den meisten Fällen ist das Opfer auch ganz umsonst gebracht. ist ein Wagniß, dem sich wenige mehr unterziehen mögen, und Betrieben eingeführt ist. Einer demnächst stattfindenden all- jener Demonstration noch nicht erschöpft. Die zweite Serie Das wird voraussichtlich noch immer schlimmer werden. Jede gemeinen Versammlung sollen noch weitergehende der Angeklagten wird erst am 14. Oftober vor Gericht er- Partei wird diese Erfahrungen machen, wenn sie die BeVorschläge gemacht werden. Da ist es denn scheinen; diese 72 an der Bahl werden als die fämpfung der Sozialdemokratie energisch in die Hand nimmt. freilich zu begreifen, wenn die Herren nach einer Aenderung Hauptübelthäter, als die Mädelsführer" bezeichnet. Unter Bei der Buchtlosigkeit, die, vorzugsweise durch Schuld des Zollsystems schreien! ihnen befindet sich auch unser Genosse Körner aus Dessau, fungen eingeriffen, ist die Scheu anständiger und geder Sozialdemokratie, in unseren öffentlichen Versammbildeter Menschen, sich in sich in dieses Treiben zu mischen, begreiflich genug. Unter der Herrschaft des allgemeinen gleichen Maffen ist eine eben zunehmende Verrohung der politischen Wahlrechts und des ausschlaggebenden Einflusses der großen Sitten unverkennbar, und darunter haben freilich diejenigen Par teien am meisten zu leiden, deren ganzer Charafter, Herkommen und Gewohnheiten es verbieten, mit den Sozialdemokraten in der Anwendung gröbster agitatorischer Mittel zu wetteifern." Die Rache wandte sich dann gegen ihn und der Horizont seines Lebens wurde trostlos büfter. Collard hatte die stürmischen Gedanken, welche Marche- Seul bewegten, errathen. Er hatte begriffen, daß dieser sich seiner entledigen wolle, aber er errieth, daß die Liebe zu Charlotte ihn ganz beherrschte. finden. Ich weiß, daß der König nach mannigfachem Zögern und großem Widerstand, troß der flehentlichen Bitten der Königin seine Abdankung unterzeichnet hat; es hat sich eine Partei gebildet mit der Absicht, den Grafen von Paris mit der Herzogin von Orleans als Regentin proklamiren zu lassen. Cremieux gehört zu dieser Partei, vielleicht auch GarmierPagis, und Lamartine wartet immer darauf sich zu erklären. Dann kam er auch nicht, um etwas von ihm zu er Jedes Wort dieser Auslaffung des nationalliberalen Organs In diesem Augenblick befindet sich die Herzogin von ist Schwindel. Sozialdemokraten fehen es vielmehr durchaus bitten; auch er hatte seinen Plan und er war entschlossen, Orleans mit ihrem Sohne in der Kammer. Wenn nicht gern, wenn sich Gegner an der Debatte betheiligen, denn das ihn durchzuführen, müßte er auch zu diesem Zwecke überall entschlossene Männer ohne Zögern dazwischentreten, so ist es Interesse an der Sache wird dadurch nur erhöht. Wenn wirklich hin laufen und fich Verbindungen verschaffen in vorbei, so wird Paris noch heut Abend im Besige eines sicherlich die jedem Redner durch die gute Sitte gesteckten einmal ein Gegner ungebührlich behandelt wird, so hat er allen den Parteien, welche in den Kampf einzutreten im neuen Königthums zu Bette gehen. Begriff waren. Er brachte Marche- Seul kostbare NachGrenzen der Kritik gleichfalls nicht inne zu halten gewußt, und Marche- Seul wollte nichts mehr hören, er hatte be- falls er sich dessen nicht schuldig gemacht hat und doch niederrichten und nahm sich vor, solche allen Denjenigen zu griffen; die Worte des Agenten bestätigten seine Vorsichts- geschrieen" worden wäre, was gewiß änßerst felten vorkommt, liefern, welche irgend einen Einfluß haben würden. Er maßregeln und ließen sein Mißtrauen gerechtfertigt er nun so billigen bas am allerwenigsten zielbewußte Sozialdemobetrachtete Deshommes mit einem mitleidigen Blicke, den scheinen. Die Nachricht, die jener ihm soeben überbrachte, fraten. Die Sozialdemokratie hat die Massen nicht zuchtloser er jedoch nicht wagte, hochmüthig erscheinen zu lassen. hatte er sich nicht träumen lassen. Collard war aufrichtig, gemacht, sondern vielmehr disziplinirt. Er fürchtete zu sehr den plötzlichen Umschlag seines gewalt- daran tonnte thätigen Charakters und außerdem war ihm, wie er noch nicht flax in dem Spiel des Polizisten und Barteifonferenz zu Schönebeck die Genoffen. Bait- Calbe, nicht zweifeln. Indeß er fab Im Wahlkreise Calbe Aschersleben wurden auf der fich offen gestand, sein Leben auch lieb. begriff uicht, warum er sich gerade an ihn wandte. Trautewein Quedlinburg, Greiner Aschersleben als -Heda, Marche- Seul, hören Sie mich eine Minute an Doch er wollte seine Zeit nicht mit Nachdenken verlieren. Delegirte zum Parteitag nach Erfurt gewählt. und fürchten Sie nichts; ich fordere nichts von Ihnen, im Die Stunde drängte, es galt zu handeln. Er fühlte seinen Gegentheil! Muth in demselben Grade wachsen, in welchem die Zahl Gine Volksversammlung in Feuerbach( Württemberg) seiner Gegner stärker wurde. Der Aufstand gegen Louis beantragt nach dem Vortrag Sterns aus Stuttgart, im ProgrammPhilippe und gegen Guizot war siegreich; in dem Augen- Entwurf Ziffer 5 des zweiten Theils ganz zu streichen, ferner blick, wo er nur die Männer der National- und Reform ist, allen Nothleidenden ausreichenden Unterhalt ohne Beeinträchdemfelben die Forderung einzufügen, daß der Staat verpflichtet partei als Gegner im Kampfe zu haben glaubte, mußte er tigung der politischen Rechte derfelben zu gewähren. Zu Deledem jungen königlichen Wolf, welcher bereits die Zähne girten zum Parteitag wurden Kloß für die Stadt, Nupprecht für zeigte, einen Maultorb anlegen. Er dankte Collard gar das Land gewählt. nicht erst. Er machte plöglich Kehrt und verlor sich in der Menge, welche jetzt, da der Weg frei war, wie ein tobender Gießbach nach dem verlassenen Palais stürzte, wo das Volk soeben den König abgesezt hatte. Er suchte einen Kameraden, einen Bandenführer. Ich will Ihnen einen Rath geben Nachrichten..... Wenn ich nöthig haben werde, Sie um einen Dienst zu bitten, werde ich mich nicht genieren. Sie wissen es wohl! Als Marche- Seul Collards Worte vernahm, gewann er seine Kaltblütigkeit wieder, er hatte das Gefühl, als wäre ihm ein Stein von der Brust genommen, so daß er leichter athmete. Sprich doch, rasch... Ich hab's eilig. Was giebt's Neues? Sei offen, sonst werde ich Dich Deine Lügen theuer bezahlen laffen. Bei dieser letzten Drohung mußte Collard lachen. Nun, ich komme, um Ihnen zu sagen, daß es nuklos ist, wenn sie nach den Tuilerien gehen, Sie würden Ihre Zeit verlieren. Der Vogel ist ausgeflogen. In der Deputirtenkammer wird alles seine Lösung! er = * * ** Gaffent, 22. Sept. Im hiesigen Schützenhause fand heute eine äußerst stark besuchte Volksversammlung statt, in welcher Genosse Rohrlack über den Entwurf des Parteiprogramms referirte. Troß mehrfacher Aufforderung meldete sich keiner der In dem Augenblick, wo er seine Augen umherschweifen Prinzip mit dem Programmentwurf einverstanden erklärt, die anwesenden Gegner zum Wort. Eine Resolution, welche sich im ließ, ward er Merifier's ansichtig, welcher eine ziemlich zahlendgiltige Festsetzung des Wortlauts dem Parteitage zu Erfurt reiche Bande führte. Er rief ihn an, und als Merifier ihn überläßt und außerdem energisch Protest gegen die Opposition bemerkte, stieß er einen Freudenschrei aus. Er ließ seine erhebt, da diese die Bewegung in den Provinzialstädten schwer Leute Halt machen und trat an Mara, e- Seul heran. schädige, wurde einstimmig angenommen. ( Fortsetzung folgt.) Theater. Freitag, den 25. Septbr. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerfrieg auf Wartburg. Schauspielhaus. Das goldene Bließ. Leffing- Theater. Francillon. Berliner Theater. Väter und Söhne. Residenz- Theater. Georgette. Deutsches Theater. Das Winter märchent. Circus Renz. Carlstraße. Freitag, den 25. Eeptember 1891, Abends 74 Uhr: Auf Helgoland M oder: 317M Ebbe und Fluth. Große hydrologische AusstattungsWallner- Theater. Der Mann mit Pantomime in 2 Abtheilungen mit hundert Köpfen. Musikalisch- National Tänzen( 60 Damen), bellammatorische Abendunterhaltung. sügen 2c., Dampfschiff- und BootAufFriedrich- Wilhelmstädt. Theater. fahrten, Wasserfällen, Riesen- Fontänen Pariser Leben. Thomas- Theater. Mädchenschule! arrangirt u. inscenirt vom Dir. E. Renz. mit allerlei Lichteffekten 2c., Ostend Theater. Berlin unter Debüt der berühmten Kunst Wasser. schwimmerinnen 3 Geschwister Janson. Schluß- Tableau: Grande Fontaine lumineuse, in einer Höhe von mehr denn 80 Fuss ausstrahlend. JungDer Bellealliance Theater. Deutschland zur See. Adolph Ernk- Theater. große Prophet. Alexanderplah- Theater. Schwarze Brüder. Feenpniaft. Spezialitäten- Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Konkordin- Palast- Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Giskeller. Theater und SpezialitätenVorstellung. heater d. Reichshallen Neu! Neu! Rosita, die Niesin. Neu! Neu! Hunde- Orchester. Anfang 7/2 Uhr. u. s. w. Gratweil'sche Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Heute sowie täglich: Auftreten der Hamburger Gaudebrüder Konzert- und Roupletsänger. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 Pf., Sonntags 25 Pf. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. 3 Stegelbahnen 6 Billards, 2 Säle. 1169L Außerdem: 5 irländ. Jagdpferde ( Original- Dressur), zusammen dressirt und vorgeführt v. Herrn Franz Renz. Schulpferd Emperor, ger. von Herrn Gaberel. Alaskas. Miss Aida mit ihren 5 dressirten Miniatur- Hunden. ihren 5 dressirten Miniatur- Hunden. Auftreten der amerikanischen Stünstle rinnen Sisters Lawrence ai fl. Trapez. Mr. Fascio, Voltigeur. Mr. Pierre, Parforcereiter I. Ranges. Auftreten Dem Geburtstags- Rinde in der Lübbenerstraße 20, Vater Eckert, zu seinem 49. Geburtstage ein donnerndes Oeffentliche Versammlung Lebehoch, daß die ganze Lübbenerſtraße aller Interessenten des Fachorgans ,, Der Bauhandwerker“ Umgegend das Wackeln bekommt und die Gläser Polfa tanzen. H. P. C. W. Am 23. d. M., Vorm. 9 Uhr, verunser guter Vater, Schwieger- und starb mein guter unvergeßlicher Mann, Großvater, der Drechsler 1304L Adolph Weininger im 73. Lebensjahre. am Sonntag, den 27. Sept. 1891, Vorm. 10 Uhr, in Feuerstein's Salon, Alte Jakobstraße Nr. 75. Tages Ordnung: 1. Rechenschaftsbericht der Preßkommission über die Verwaltung des Bauhandwerker". 2. Verschiedenes. Alle Maurer, Zimmerer, Töpfer, Stuckateure, Steinmeßen und Baus Arbeiter werden dringend ersucht, in dieser Versammlung zahlreich und pünktlich zu erscheinen. 1651b Die Hinterbliebenen. 53/4 Uhr, von der Leichenhalle des St. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 26. d3. Mts., Nachmittags Thomas- Kirchhofs nach dem nebenanliegenden Neuen Louisen- Kirchhof, Rirdorf, Herrmannstr. 135, statt. 1144L Sophabezüge! Reste in Rips, Damast, Granit, Plüsch u. bunt. Stoff, Spottbillig. Emil Lefèvre, Oranienftr. 158. Proben franko! der Reittünstlerinnen Mile. Theresa u. Schuhwaaren Fräul. Marie Chiarini 2c. Romische Entrees und Intermezzos v. fämmitlichen Clowns. Morgen: ,, Auf Helgoland." Sonntag, Abends 72 Uhr: ,, Auf lgoland". E. Renz, Direktor. 30-40 Personen Vereinszimmer, Grösste Auswahl! Eigenes Fabritat, feine MaschinenArbeit. Gediegene Herren- Bugstiefel von 5,50 M. an, Damenstiefel v. 5 M. an, Damenstiefel auf Rand 6,50 M., Serrenstiefel auf Rand 7,50 m. Jede Art Schuhe und Stiefel sehr billig empfiehlt 75P Schuhmacher C. Hübner, meister, Frik Wilke, Maurer, Urbanstr. 124. Große öffentliche 356/12 Versammlung für Männer u. Frauen einberufen vom Leseklub ,, Carl Marx" am Sonntag, den 27. September, Abends 6 Uhr, DE im großen Saale der ,, Berliner Bodbrauerei". Tages Ordnung: " Vortrag des Herrn Henning, Lehrer der Arbeiter- Bildungsschule, über: Die Weltanschauung des Mittelalters bis zum Beginn der Reformation. Nachher: Gesellige Unterhaltung u. Tanz. Tellersammlung findet statt. Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen Charlottenburgs ( veranstaltet vom Lese- und Diskutirklub ,, Maiwuchs") am Sonnabend, d. 26. Sept., Abends 8 Uhr, im großen Saale Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39. Zages Ordnung: Vortrag des Herrn Henning, Lehrer an der Arbeiter- Bildungsschule, über: Die geistige Entwicklung des Menschengeschlechts. Nachher: Gesellige Unterhaltung und Tanz, sowie Gesangs370/11 Vorträge vom Gesangverein Morgenroth". Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. " Allgemeiner deutscher Sattler- Verein Filiale Berlin. faffend, zu vergeben. 13, Rosenthalerstr. 13, II. Laden. Sonnabend, den 26. September, Abends 82 Uhr, bei Reyer, J. Fiebig, Gräfestr. 34. 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Kollegen, die sich an der Kommers- Zeitung, sowie Theater- Aufführung betheiligen wollen, mögen fich melden in der Versammlung bei der Kommission oder beim Kollegen F. Knabe, Lausitzerstr. 43. Die Kommission. Recht zahlreiche Betheiligung erwünscht. Freie Vereinigung der Graveure, Giseleure und Berufsgen. Sonntag, den 27. September: Herren- Partie nach Königs- Wusterhausen. Abfahrt vom Görlitzer Bahnhof 6,30 Min. Arbeiter- Billets bis Hankel's Ablage. Wichtig für den Nord- Bezirk". Chaufferstr. 83, gegenüber der Liesenstraße. 35 Kommandanten- Strasse 35 beste fung Iiner folch werd Sor abge! Urb läng Dom glied eins 1646b mit oben Vorsi Vorst gehen gieru der 2 verpf Freunden und Genossen bringe mein Schuhwaaren- Geschäft in freundliche Erinnerung. Größte Auswahl. Zeitgemäße Preise. Keine Duhendwaare. Elegante Stiefel. 1245L Verei einne Filzschuhe. Keine Bazarwaare. Starke Arbeitsstiefel. 0. 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Etage [ 75 L Trauringe: empfiehlt sein Lager in massiven Ringen, Bitte auf HausKetten, Korallen, Granaten etc. 2 Dukaten 21 M. No. zu achten. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volfsblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Heft 5 der 5 Reden und Schriften Ferd. Lassalle's fommt am Sonnabend, d. 26. Sept., 2 Uhr Nachmittags, zur Ausgabe. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen, Zeitungsspediteure und Kolporteure entgegen.. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Gonnt. 8-10. Verantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. 2. in Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 224. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Freitag, den 25. September 1891. 8. Jahrg. Vor kurzem hatten wir eine von 1000 Mann, also start besuchte Bedingungen er das qu. Terrain abtreten würde, 2. der VerVersammlung, in welcher nach einem gediegenen Referat unseres sammlung ein Projekt nebst Kostenanschlag für diese Straße zuGenossen Fritz Geyer aus Leipzig die Protestresolution gegen die gehen zu lassen. Kornzölle einstimmig angenommen wurde. wurde: Mit Rücksicht auf die ungewöhnliche Höhe der perfonellen Kosten( für Spezialbauleitung, Aussicht und Bewachung und für Bureaubedürfnisse) bei den städtischen Brückenbauten den Magistrat zu ersuchen, für die Folge. die Kosten der Bauleitung und Bewachung in einem besonderen Titel des Kostenanschlages anzusehen und zu verrechnen. Ohne Debatte beschließt die Versammlung demgemäß. Aus dem Jahresbericht der sozialdemokratischen Partei Am Sonntag, den 20. September, hielten wir eine öffentliche Gemäß dem Antrag des Ausschusses für Rechnungssachen in Bielefeld, welchen dieser Tage der Vertrauensmann Slomte Parteikonferenz für Greiz und Umgegend ab, welche abermals wird für eine Reihe von Rechnungen pro 1. April 1888/89 die erstattete, ergiebt sich, daß die dortige Mitgliedschaft unserer Partei zahlreich besucht war und in der nach einem vortrefflichen Vor- Entlastung ertheilt. Anläßlich der beantragten Entlastung für im letzten Rechnungsjahre ca. 9000 m. Gelder für Parteizwecke, trag unseres Genossen Franz Kühn aus Zwöten der neue Pro- die Baurechnungen über den Neubau der Sandkrug- und darunter 5000 M. zur Gründung der„ Volkswacht" mit Hilfe gramm- Entwurf einstimmig afzeptirt wurde. Marschallbrücke empfiehlt der Ausschuß zugleich folgende Der Bielefelder Arbeiterschaft aufgebracht hat, gewiß ein gutes ein Delegirter zum Parteitag gewählt. In sehr erregter Weise In Anbetracht des sehr schlechten Geschäftsganges wurde nur Nesolution: Zeugniß für das Solidaritätsgefühl der Bielefelder Arbeiter. Debattirte man über die Berliner Opposition und gab seiner Auch die Agitation ist energisch gepflegt worden. In Bielefeld Meinung über dieselbe, sowie über den Programm- Entwurf in fanden 63, außerhalb Bielefelds, in dessen Umkreise, 69 Versamm lungen statt. An sozialdemokratischen Vereinen sind 12 errichtet folgender Resolution Ausdruck, welche einstimmig angenommen avorden, und alle befinden sich nach dem Bericht in erfreulicher Entwickelung. Die Betheiligung am Flugblatt- Vertheilen ließ zu sich mit den Ausführungen des Genossen Kühn über den neuen Die heute in Kuak's Gasthof tagende Konferenz erklärt zvünschen übrig; dieselbe Erscheinung wird wohl vielerorts in Deutschland beobachtet worden sein, seitdem durch die Gründung Programm- Entwurf vollständig einverstanden; von Zeitungen das Bedürfniß, durch Flugblätter zu agiliren, naturgemäß abgeschwächt worden ist. Die Versammlung, in welcher der Jahresbericht gegeben wurde, beschloß in der Diskussion über den Programm- Entwurf zum zweiten Theil zwei Zusätze, in derem ersten die zweijährige Reichstags- Legislatur periode gefordert wird als Protest gegen die von dem KartellReichstage beschloffene fünfjährige, während der zweite Zusatz die Gefängnißarbeit so geregelt verlangt, daß die Gefangenen nur für die Bedürfnisse der Gefangenen- Anstalten arbeiten, also den freien Arbeitern keine Konkurrenz machen sollen. Zum Delegirten für den Erfurter Parteitag wurde in geheimer Abstimmung der Vertrauensmann Slomke gewählt. Ans Osterwieck a. H. schreibt man uns unter Bezugnahme auf die Beschuldigungen, welche Wildberger und dessen Anhänger gegen die Parteileitung erhoben haben: 2. erklärt die Konferenz die ausgeartete Opposition gegen den Parteivorstand für unzulässig, indem dadurch die Agitation speziell auf dem Lande sehr erschwert wird. Sie setzt das Vertrauen in den Parteitag, daß er die Sache der Opposition genau prüfen und ein für alle Mal Remedur schaffen wird; 3. spricht die Konferenz dem Parteivorstand, sowie der Reichstagsfraktion ihr unerschütterliches und vollständiges Vertrauen aus. Auch diese Resolution wird ohne Debatte angenommen. Nach dem Lagerbuch über das Vermögen der Stadtgemeinde Berlin für 1889/90 betrug das Vermögen am 1. April 1890 236 806 576 M. Die Versammlung nimmt von dem Lagerbuch Renntniß und beschließt zugleich, den Magistrat um Mittheilung der Grundsäge zu ersuchen, nach welchen die Tagen der öffentlichen Schmuckanlagen und Baumanpflanzungen, sowie der Bedürfnißanstalten und Straßenbrunnen ausgenommen worden sind, da der materielle Werth dieser Anlagen dem gebuchten kaum entspreche. Marienwerder. Man schreibt uns: Da ich mich für meine Von der Aufstellung eines besonderen Etats der Marktbekannten Arbeitsgenossen in Marienwerder schriftlich ersucht, zum 1. Oktober eröffnet werden wird, für die Monate Oktober 1891 Gewerkschaft auf einer Agitationsreise befand, hatte ich auch einen halle IX an der Bückler- und Eisenbahnstraße, welche am 15. August eine Versammlung einzuberufen, in welcher ich als bis März 1892 wird entsprechend dem Antrage des Magistrats Referent auftreten könnte. Als ich in der Herberge in Marien- Abstand genommen; die Ausgaben sollen bis dahin aus den werder eintraf, theilte mir daselbst der Genosse mit, daß er keine laufenden Einnahmen bestritten werden. Versammlung einberufen habe, da die meisten Kollegen so weit Von den Berichten über das Fortschreiten der Bauten zur Ich glaube nicht, daß Wildberger und Genossen jemals Wochen einmal ihre Heimath fähen, und infolge dessen die einer Vertheilungsstation bei Lichtenberg, sowie der Erweiterungs von der Stadt entfernt in Arbeit ständen, daß dieselben nur alle Errichtung einer Wassergewinnungs- Station am Müggelsee und wirklich ländliche Agitation betrieben haben, sonst müßten sie Versammlung von höchstens 10 Mann hätte besucht sein können. bauten auf der Hebestation an der Belforterstraße nimmt die wiffen, mit welcher Freude unsere Gegner ihre Aeußerungen in Mittlerweile fanden sich noch 6--8 Mann ein. Wir tranken Versammlung Kenntniß; eine Besichtigung der Müggelsee- Bauten der Presse wiedergeben, und wie schwer uns infolge dessen die Bier und unterhielten uns. Endlich machte einer den Vorschlag, soll demnächst stattfinden. Agitation gemacht wird. Kommt man jetzt aufs Land, wo die nach dem Handwerks- Saal zu gehen. Mehrere wollten das Magistrats, den 56. Stadtbezirk in 2 Stadtbezirke( cinen nördDesgl. von dem Beschluß des betreffenden Nummern der gegnerischen Zeitungen auch gratis nicht; als man mir sagte, daß der Raum den Kollegen gehöre, lichen 56a und einen südlichen 56b) zu theilen, desgl. von der vertheilt werden, so heißt es: Aha, die wollen wieder Geld weil sie dafür Miethe zahlten, so entschloß ich mich auch dazu. erfolgten Bauabnahme der Turnhalle für die 17. Gemeindeschule, haben, um sich ein gutes Leben zu sichern. Unsere Parteipresse ir gingen eine Treppe hoch, wo sich das Zimmer( Handwerks Ackerstr. 67. Teidet ebenfalls darunter, es wird mancher dadurch veranlaßt, Saal genannt) befand, bestellten Bier und unterhielten uns recht Das Abonnement aufzugeben. Thut noch der Pastor und Guts- lebhaft. befizer sein Theil dazu, so können wir manchmal froh sein, ohne Prügel nach Hause zu kommen. Wo war denn die Mehrzahl der Opposition zur Zeit des Sozialistengesetzes? Da hat man nichts oder nicht viel von den betreffenden Herren gehört; sie werden wohl ruhig hinterm Ofen gesessen und den Alten überIassen haben, mit für sie zu kämpfen." werde. Die Beschickung des Parteitages durch einen Delegirten aus Sorau wird wegen der hierzu schwer aufzubringenden Kosten abgelehnt und deshalb das Mandat für Sorau dem Genossen Urban, Delegirter für Forst i. 2., mit übertragen. Die Jahresabschlüsse der Hauptkasse der städtischen Werke für die Verwaltung des städtischen Zentral- Vieh- und Schlachtüber die Kassenverwaltung selbst für 1. April 1890/91, desgl. hofes, der städtischen Fleischschaut, der städtischen Wasserwerke und mehrere Rechnungen pro 1889/90 werden dem Rechnungsausschuß überwiesen. Schluß der öffentlichen Sigung 61 Uhr. mit den Worten herein:„ Ich hebe die Versammlung auf, weil Mit einem Mal öffnet sich die Thür und es tritt ein Polizist sie nicht angemeldet ist. Wer ist denn hier der Berliner?" Wir waren alle erstaunt, mußten aber den Raum sofort verlassen, und setzten nun die Unterhaltung im unteren RestaurationsZimmer fort. Nach ungefähr 1/2 Stunde traten zwei Polizisten herein, meine Anfrage, ob der Militärpaß genüge, antwortete man: ,, Wollen famen auf mich zu und verlangten, ich sollte mich legitimiren. Auf wir' mal seh'n!" Als ich nun im Begriff war, denselben vorzuzeigen, mußte ich erst andere Sachen aus der Tasche nehmen. Dieselben wurden sämmtlich sofort von den Beamten mit Beschlag belegt und ich dann zur Wache geschafft. Auf dem Wege dahin mußte ich sehr grobe Worte über mich ergehen lassen. Man führte mich auf den Thurm, wo mir alle Taschen geleert fonderen Sympathien der frommen Kreuz- Zeitung" zu erfreuen. Die Bestrebungen der Heilsarmee scheinen sich der bes wurden und sperrte mich in einen Raum, in welchen, trotzdem In einem Bulletin, welches das Junkerorgan im Interesse der derselbe im Thurm lag, die Sonne feinen ordentlichen Einzug friegerisch organisirten Religionssette veröffentlicht, findet sich halten konnte. auch folgender Sah: Tokales. " 1 einzigen„ Kapitän" 15 Seelen gerettet, darunter auch ein " In den letzten Tagen sind hier in Berlin durch einen kleiner Junge, dessen Vater Sozialdemokrat ist und die Befehrung seines Sohnes recht ungemüthlich aufgenommen haben soll". Soran, 23. September. Seit langer Zeit hatten wir heute wieder eine Volksversammlung. Dieselbe erklärte sich nach einem Referat des Genossen Rohrlack aus Berliu über den neuen Programm Entwurf und die Taktik der sozialdemokratischen Partei einstimmig mit der Taktik der Reichstags- Fraktion sowie der Parteileitung voll und ganz einverstanden und war der Uebereugung, daß beide auch fernerhin die richtige Taktik befolgen würden; ebenso stimmte die Versammlung dem Entwurf des neuen Programms im Großen und Ganzen zu und hoffte, daß der Parteitag zu Erfurt durch seine Berathung den Entwurf zum besten Abschluß bringen wird. Ferner sprach sich die Versammtung aufs Schärffte gegen das bekannte Verhalten einiger Ber- Kommiffarius geführt und mir da mitgetheilt, daß der Herr Am 16. August, Vormittags 11 Uhr, wurde ich vor den liner Genossen aus und erwartete vom Parteitage, daß er einem Bürgermeister verfügt hätte, ich habe gegen das Gesetz vom folchen, die Partei schädigenden Gebahren ein Ende machen 11. März verstoßen und müsse deshalb dem Richter überliefert werden. So ging es denn in Begleitung von zwei Polizisten nach dem Gefängniß zurück, woselbst ich bis zum 17. August, Nachmittags 5 Uhr, eingesperrt blieb. Dann dem Richter vor einen Todten zum Gefangenen gemacht Also: bei Leipzig, der großen Völkerschlacht, da haben sie geführt, wurde mir ein von der Polizei verfaßtes Schreiben vor- Kreuz- Zeitung" wohl für ein Lamento erheben, wenn wir mitaber was würde die gelesen, das in seinen Eingangsworten etwa lautete:" Der Sozial- theilen würden, daß es uns durch fortgesetzte Agitation gelungen demokrat Zimmergeselle C. Gefrois hat am 15. d.. hier eine wäre, ein Mitglied der Berliner Kurrende zu uns herüberzuziehen. Ju Versammlung abgehalten, wozu die polizeiliche Anmeldung nicht Uebrigen aber dürfte der Einfluß des Vaters auf den kleinen erfolgt ist. Derselbe hat schon die Städte( 18 an der Bahl) be- Jungen" denn doch ein so nachhaltiger sein, daß sich die Heilsreist und will noch die Städte( 10 an der Zahl) bereisen.( Vor- armee nicht allzulange über den Besiz des Rekruten mit dem stehende Angaben hatte die Polizei aus meinen mir abgenommenen Gummipfropfen freuen wird. Notizen gefischt!) Der Richter fragte nun: Sind Sie Sozial demokrat?"" Jawohl."" Reisen Sie für die Sozialdemokratie?" Nein, für meine Gewerkschaft." Die ungünstige Lage der Badediener, die vielfach nicht Nach gründlicher Aus- bloß auf die Trinkgelder der Badegäste angewiesen sind, sondern einandersetzung wurde das Urtheil dahin ausgesprochen, daß ich in vielen Fällen auch noch für den Herrn Prinzipal unentgeltlich hinreichend verdächtig sei gegen§ 1 des Gesetzes vom 11. März Dienstleistungen verrichten müssen, die mit der Funktion eines 1880 verstoßen zu haben und auch fluchtverdächtig erschienen Badedieners nichts zu thun haben, ist von uns bereits früher wäre, und nun wurde ich- 44 Stunden der Freiheit beraubt ge- ausführlich geschildert worden. Wir hatten damals einzelne Fälle wesen- entlassen. angeführt, in denen die Frauen der Badediener die Badewäsche Dem betreffenden Polizisten wurde hier, wie man mir unentgeltlich oder dafür zu besorgen hatten, daß ihr Mann als mittheilte, in allen Kneipen für die kühne That, Marienwerder Badediener die Trinkgelder von seinen Badegästen als einzigen gerettet zu haben, besonderes Lob ausgesprochen. Lohn in Empfang nehmen durfte. Einen noch viel interessanteren Fall meldet die" Bossische Zeitung" in folgender, aus dem Publifum zugegangenen Mittheilung: * Harburg. Polizei und Kriegerverein. Vor längerer Zeit wurde dem Vorstande des hiesigen Kriegervereins vom Syndikus die Mittheilung gemacht, daß sich mehrere Mitglieder, welche zugleich Mitglieder des sozialdemokratischen Vereins seien, in dem Kriegerverein befänden. Da dieses sich nicht mit den Interessen des Kriegervereins vereinbaren ließe, seien obengenannte Personen auszuschließen, was denn auch seitens des Vorstandes des Kriegervereins geschehen ist. Hierin sah der Borstand des sozialdemokratischen Vereins von Harburg ein Vergehen des Syndikus und richtete eine Beschwerde an den Regierungspräsidenten zu Lüneburg. Die Beschwerde wurde jedoch mit der Begründung zurückgewiesen, daß die Polizeidirektion nicht verpflichtet sei, die Namen der Mitglieder des sozialdemokratischen Vereins geheim zu halten, da dieser Verein keine andere Stellung einnehme, als andere Vereine. Der Vorstand des sozialdemotratischen Vereins glaubt jedoch, daß die Polizeibehörde nicht das Recht habe, dritten Personen gegenüber von dem Verzeichniß der Vereinsmitglieder Gebrauch zu machen, und wird deshalb weiter Beschwerde führen. Schwartan b. Lübeck, 21. September. Genosse Möller wurde wegen Beamtenbeleidigung zu 14 Tagen Gefängniß und in die Kosten verurtheilt. Derselbe sollte die Entfernung eines Polizeibeamten in ungebührlicher Weise verlangt haben, welcher auf dem anläßlich der Maifeier abgehaltenen Balle anwesend war. * Zwei Bergarbeiterversammlungen, welche am 19. Seps tember in Neunkirchen abgehalten werden sollten, konnten nicht stattfinden, da die Inhaber der betr. Säle es verweigerten, ihre Lokale zur Verfügung zu stellen. Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. Nachmittags 5 Uhr. In einer größeren Berliner Badeanstalt kam kürzlich ein Diebstahl vor, der das badende Publikum zur Vorsicht mahnt und zugleich nach einer anderen Richtung hin bemerkenswerth ist. Ein in der Anstalt bekannter Badegast übergab zugleich mit seiner Eintrittskarte dem Badediener seine goldene Remontoiruhr im Werthe von mehreren hundert Mark zur Aufbewahrung und erhielt dafür die übliche Marke. Als er das Bad verlassen wollte, fehlte ihm die Marke, und es stellte sich heraus, daß einem in der Anstalt nicht bekannten Badegast von einem in der Abtheilung beschäftigten zweiten Badediener gegen Rückgabe der Marke die Uhr anstandslos verabfolgt worden war. Um in den Besitz der Uhr zu gelangen, hatte also der Dieb, der die Abgabe berselben beobachtet haben mußte, die Marke aus der offenen Ankleidezelle des Eigenthümers entwendet. Ter Geschädigte machte Greiz. Mit bangen Erwartungen sieht die hiesige Arbeiterschaft dem nahenden Winter entgegen, indem jetzt schon seit zirka Sitzung vom Donnerstag, den 24. September, 6 Wochen eine Arbeitslosigkeit besteht, wie dieselbe am hiesigen Plage noch nie zu verzeichnen war. Den Hauptnahrungszwveig Der Ausschuß von 15 Mitgliedern zur Vorbereitung der bildet hier die Textilindustrie. Nach einer Statistik find in Greiz Neuwahl des zweiten Bürgermeisters ist gewählt. Vorsitzender die Anstaltsdirektion hastbar; bevor indessen diese Forderung und Umgegend 9433 mechanische Webstühle aufgestellt, davon ist Stadtv. Langerhans. ihre Regelung erfuhr, wurde die gestohlene Uhr bei einem standen im Frühjahr annähernd 1000 vollständig still, welche In der Ausschußberathung über die Vorlagen betr. die Stizze Pfandleiher, wo sie für 130 m. versetzt war, und bald darauf Bahl sich jetzt auf 3848 erhöht hat. 1037 Arbeiter haben nur zum Bau einer Handwerkerschule auf dem ehemaligen auch der Dieb in der Person eines Bediensteten einer großen einen Stuhl zu bedienen und 934 Textilarbeiter sind vollständig Waisenhaus- Grundstücke und die Fensetzung einer neuen Bauflucht- Bank ermittelt. Die dem Bestohlenen zu ersetzenden 130 Mart arbeitslos. In Prozenten ausgedrückt sind 24 pet. beschäftigungslinie für dieses Grundstück an der Stralauer- und Neuen Friedrich- wurden aber nicht auf die Anstaltstasse übernommen, sondern die Yos, 31 pot. verdienen pro Woche 5-9 m., 40 pt. straße ist in erster Linie die Frage erörtert worden, welche Direktion hat den betheiligten Badedienern die Alter9-13 M. und nur etwa 5 pet. haben einen Verdienst Chanzen für die wiederholt in Anregung gebrachte Anlegung einer native gestellt, den Verlust entweder aus ihrer von über 13 M. Diese wenigen Zahlen sprechen ganze Bände Userstraße zwischen Waisenbrücke und Mühlendamm vorhanden Tasche zu decken, oder sich nach einer anderen von dem furchtbaren Elend, welches in Hunderten von Familien sind, da es von der Anlegung derselben abhänge, ob das ver Stelle umzusehen. Wer das Verhältniß der Badediener herrscht. Das Herz blutet Ginem, wenn man in die armen Fa- bleibende Terrain zur Herstellung eines Baues, in dem die nach zu den Badeverwaltungen und zu den Badegästen kennt, wird milien hineinblickt! Wie manche Thräne wird von den Müttern dem Programm für die Handwerkerschule geforderten Räumlich wissen, was eine derartige Maßregel zu bedeuten hat. Es ist vergoffen, weil sie ihren Kindern nicht einmal genügend Kar- feiten untergebracht werden können, noch ausreicht. Die Mehr eine leider oft vergebens gerügte Thatsache, daß die Badediener toffeln beschaffen können! Es ist zum Entsetzen, wenn man heit des Ausschusses war der Ansicht, daß, wo irgend aus- in den meisten Berliner Badeanstalten tein Gehalt be= solches Glend mit ansehen muß und doch nichts weiter thun führbar, Uferstraßen zum Zweck der größern Reinhaltung ziehen und lediglich auf Trinkgelder angewiesen sind. fann, als gehörig für die Sozialdemokratie zu agitiren, um mög- der Spree angelegt werden sollten, das eng bebaute Alt- Berlin nach dem besprochenen Vorfall die betheiligten Badediener, um lichst bald geordnetere Zustände herbeigeführt zu sehen. Was die aber ganz besonders dringend einer solchen bedürfe. Da indessen die 130 Mark wiedereinzubringen, noch mehr als zuvor bestrebt hiesige politische Bewegung betrifft, so können wir im Allge- über den Kostenpunkt- ein Drittel des erforderlichen Terrains sind, die Hand zum Empfang von Trinkgeldern aufzuhalten, so meinen zufrieden sein. Daß wir uns nicht zu sehr aufzuregen ist fistalisch die Meinungen weit auseinander gingen, von wäre das nicht zum Verwundern. Daß aber unter solchen Umbrauchen, dafür sorgt schon unser Vereinsgefeß, indem politische einer Seite die Kosten auf 1-1/ 2, von einer andern auf 6 bis ständen der gute Ruf der Anstalt sehr leicht Schaden nehmen Vereine u. dergl. vollständig verboten sind und die Frauen nicht 8 Millionen geschäßt wurden, so empfiehlt der Ausschuß fast ein- tann, ist ebenso begreiflich. einmal eine Festrede mit anhören dürfen. Aber trotz alledem stimmig, den Magistrat zu ersuchen, 1. mit dem Fistus in Ver So erfreulich es nun auch ist, daß man im Publikum anvermehrt sich unsere Anhängerschaar von Tag zu Tag handlung zu treten, um zu ermitteln, welche Stellung derselbe zu fängt, diesem Treiben der Unternehmer entgegenzutreten, und und wir werden dafür sorgen, daß dies auch ferner so bleibt. dem event. Projekt dieser Userstraße einnimmt und unter welchen so anerkennungswerth der Muth der gut manchesterlichen Wenu Bossischen Zeitung" ist, einen solchen Fall öffentlich mitzutheilen, Unter dem Verdachte der Mitthäterschaft bezw. Anstiftung erhängt vorgefunden. Die Arbeiter Wedde'schen Eheleute, so bedauerlich ist die Verschweigung des Namens der betreffenden zu dem im Hause des Restaurants Kreideweiß zu Tempelhof in welche außer dem Hause arbeiten, hatten ihre 6, 3 und 1 Jahr Badeanstalt. Es liegt für diese zarte Rücksicht in dem geschilderten der Nacht zum 21. d. verübten Verbrechen ist übrigens vorgestern alten Kinder in ihrer Wohnung, Antonstraße 27, Hof 1 Tr., Falle wirklich kein Grund vor; es müsse denn gerade sein, daß ein Kellner Schönberg verhaftet worden. Derselbe unterhielt feit allein zurückgelassen. Als Jemand an der Thür klopfte und sich die Voff. 3tg." nach dem Grundsatz zu handeln sich bemüht, längerer Zeit ein Liebesverhältniß mit einer im genannten als der Schornsteinfeger zu erkennen gab, geriethen die Kinder den Pelz zu waschen ohne ihn naß zu machen. Diese Wasch- Restaurant bediensteten Köchin; was ihn besonders verdächtig in große Angst. Das 6 jährige Mädchen ließ ihren am Fenster kunst hat aber auch in solchem Falle selbst für die Bade- Anstalten machte, war der Umstand, daß er bei seiner Vernehmung einen spielenden 1 Jahr alten Bruder los, so daß dieser auf den feine Berechtigung. Alibibeweis führen zu können vorgab, welcher indeß total miß- ungepflasterten Hof hinabstürzte und hierbei eine bedeutende glückte. Sch. gab nämlich an, in der fraglichen Nacht bis Verlegung im Gesicht erlitt und, nachdem auf der SanitätsDas Einkommen der Lohuschreiber bei den Gerichten Morgens 4 Uhr mit einem Tischlermeister N. zusammen gewesen wache ein Verband angelegt worden war, nach dem Kinderist vor einiger Zeit, wie die Etatberathungen im Preußischen zu sein, lekterer stellte dies aber entschieden in Abrede, und bei Krankenhause, Reinickendorferstraße 32, gebracht werden mußte. bei dem Versuch, Landtage ergeben haben, erheblich aufgebessert. Darob der dann erfolgten Konfrontation gab Sch. zu, daß seine dies- Das sechsjährige Mädchen hatte sich herrschte natürlich eitel Freude unter dem papiernen Proletariat. bezüglichen Angaben erfunden seien, thatsächlich habe er sich in den Bruder festzuhalten und zu retten, bereits zum Fenster Ob diese armen Teufel sich aber nicht zu früh gefreut haben, das der fraglichen Nacht planlos in den Straßen der Stadt herum- hinausgeschwungen und war ebenfalls in Gefahr hinabmag man aus folgender Veröffentlichung ersehen: getrieben. Daß Sch. nicht der eigentliche Thäter ist, steht fest, zustürzen, wurde jedoch von dem inzwischen hinzugekommenen Bei dem hiesigen Amtsgericht ist die Stelle eines Kanzlei- zumal fich keinerlei Verlegungen an seinem Körper vorfinden, Schornsteinfeger aus ihrer gefährlichen Lage befreit.- NachGehilfen frei geworden. Bewerber fönnen sich zu derselben wie sie der im Kleiderspind verborgen gewesene Einbrecher bei mittags erlitt in der Brauerei von Müller, Neue Königstr. 18, unter Beifügung eines selbstgeschriebenen Lebenslaufes und etwaiger dem Sturze aus der zweiten Etage durch das Glas doch zweifel- der Biersieder Pietschke dadurch bedeutende Brandwunden an Zeugnisse über eine ähnliche, frühere Thätigkeit bei der unter: los davongetragen haben muß; auch ist in seinen Effekten kein Armen und Beinen, daß er unvorsichtiger Weise beim Ablassen zeichneten Behörde melden. Stück der dem Büffetier Riese gestohlenen Wäsche vorgefunden der kochenden Bierwürze aus der Braupfanne das Abflußrohr öffnete, worden. Indeß ist anzunehmen, daß Schönberg den Verbrecher und der Inhalt sich über ihn ergoß. Er wurde nach Anlegung zur That angestiftet hat oder diesem bei Ausführung der letzteren eines Nothverbandes nach der Charitee gebracht. Als Nachin irgend einer Weise behilflich gewesen ist. Wie bereits er mittags der Handelsmann Ebeling sich nach seiner im 2. Stock wähnt, ist ein von dem Eindringling mitgenommenes Hemd des Hauses Heiligegeiſtstr. 35 belegenen Wohnung begab, fiel er G R 87" gezeichnet. von der Treppe und wurde im Hausflur mit lebensgefährlichen Verlegungen aufgefunden. Er wurde nach Anlegung eines Nothverbandes nach der Charitee gebracht. 24. d. M. fanden an fünf Stellen kleinere Brände statt. Erforderlich ist eine gute, Ieferliche, ausgeschriebene Handfchrift, die Befähigung, entworfene Echreiben fehlerfrei abzu schreiben und Formulare richtig auszufüllen, und einige Vertrautheit mit Bureaugeschäften. Die Annahme erfolgt zunächst auf Probe unter Vorbehalt jederzeitiger Entlassung. Die Höhe des Einkommens richtet sich nach der Menge des gelieferten Schreibwerks; der Anfangssag beträgt fünf Pfennig für die Seite und kann bei guten Leistungen bis auf zehn Pjennig für die Seite erhöht werden. An Schreibwerk find monatlich etwa neunhundert Seiten vorhanden. Mittenwalde, den 15. September 1891. Königliches Amtsgericht. Schröder. " " Am 23, und Gerichts- Beitung. Ein Berliner Durchbrenner wurde vor wenigen Wochen wie Dispatch" meldet, als Pferdedieb gehängt. Vor sechs Jahren war der Lehrling Emil St., einem hiesigen Bankhause mit einer Summe vou 7800 M., die er einzukassiren hatte, durchgebrannt, ohne daß es gelungen wäre, die Spur des Flüchtigen, der damals 17 Jahre zählte, zu entdecken. Die Mutter starb bald darauf vor Gram über die Schande, die ihr der ungerathene Sohn bereitet, und erst im Jahre 1888 erhielt der Vater, Herr St., von Auf Erpressung lautete die Anklage, welche gestern vor Was die in Aussicht gestellte Erhöhung des Gehalts be- dem Defraudanten einen Brief, der kläglich genug lautete. Der trifft, so fennt jeder Kanzleigehilfe die damit verbundenen Bursche hatte sein Geld schnell in New- York durchgebracht und war der vierten Straftammer des Landgerichts I gegen den Kaufmann dann wieder auf den Weg des Verbrechens gerathen und der Schwierigkeiten zu genau, um auf eine solche Erhöhung zu hoffen. Polizei in die Hände gefallen, die ihn bei einem Ginbruchsdiebstahl August Reuter verhandelt wurde. Der Angeklagte hatte im Er kann also in Mittenwalde monatlich bei guter Befähigung ertappte, wofür er in das Zuchthaus Sing- Sing bei New- Yort darüber abgeschlossen, daß drei dem letteren gehörige, in der vorigen Sommer mit dem Eigenthümer Hermann eine Punttation 45 m. verdienen; dafür führt er allerdings den stolzen Titel geschickt wurde. Aus demselben entlassen, wendete St. sich an Scharnhorststraße belegene Grundstücke für den Preis von eines töniglichen Amtsgerichts- Kanzleigehilfen, auch fann er zu sich, wenn ihm das besser klingt, königlicher Amtsgerichts- Kanzlei- ben Bater um eine petuniäre Unterstützung, die ihm auch 3 650 000 M. in den Besitz des Angeklagten übergehen sollten. Theil wurde. Seit dieser Zeit war und blieb der junge Mann Reuter zahlte 5000 M. an und sollte weitere 15 000 m. am Affiftent nennen ohne daß er dafür, außer seinen Steuern, verschollen, bis teranische Zeitungen in letzter Zeit von dem Auf- Tage der Auslassung zahlen, die erst erfolgen follte, nachdem eine besondere Entschädigung zu entrichten hat. Wir zweifeln nicht, daß sich bei den heutigen Zeitverhältnissen zahlreiche Be- tauchen einer wohlorganisirten Bande Pferdediebe meldeten, die Reuter die Umwandlung einer größeren Hypother, die zu 5 pCt. das Land in unerhörter Weise unsicher machte. Schließlich gelang auf eines jener Grundstücke eingetragen war, werber um diese Stelle melden werden; sollte das indeß nicht auf eines jener Grundstücke eingetragen war, geschehen, so befindet sich in Mittenwalde vielleicht eine Ver- es doch, die Bande dingseft zu machen, und einigen berselben andere zu einem billigeren Zinssuße bewirkt hatte. wurde kurzer Prozeß gemacht, d. h. sie wurden aufgeknüpft; wert herstellen lassen kann und die gewöhnlich sehr reichhaltige Mögliche versuchte, um dem Strick zu entgehen, und schließlich mit Reuter wieder aufgehoben wurde. Als sie mit diesem Wunsche pflegungsanstalt, in der das königliche Amtsgericht sein Schreib- unter diesen befand sich auch St., der vor seinem Tode alles darauf starb Hermann und es traten Umstände ein, welche es der Wittwe Hermann wünschenswerth machten, daß die Punktation Arbeitskarte dieser Anstalten würde dann neben den Positionen: unter Nennung seines Namens eingestand, ein Berliner KassenStraßenfegen, Gispicken, Schneeschippen, Lauezupfen, Holz- defraudant zu sein, und daß er deswegen nach Deutschland aus- an Reuter herantrat, zeigte sich dieser auch nicht abgeneigt, er zerkleinern, auch die Besorgung gerichtlicher Kanzlei- Urbeiten zu geliefert werden müsse. Richter Lynch" nahm wohl, wie das verlangte aber außer den bereits gezahlten 5000 M. noch 3000 M. als Entschädigung für feine mit Erfolg gekrönten Bemühungen enthalten haben. Allerdings, da gehören sie auch hin! oben erwähnte Blatt fagt, Notiz von diesem früheren Vergehen in der Hypotheken Angelegenheit. Frau Hermann hielt diese des St., ließ denselben aber doch aufknüpfen! Summe für zu hoch, schließlich einigten sich die Parteien Ein Gauner der gemeinsten Art ist am Mittwoch in Char- auf 4000 M., wobei Frau Hermann Sie hat Nicht uur, daß die Gast- und Schankwirthe, die doch über wiegend von der Arbeiterbevölkerung leben, in ihren Lokalen " genommen. gegen eine Bald aber unter dem alles Andere nur keine Arbeiterblätter auslegen, auch noch zu lottenburg aufgetreten. Derselbe hat sich Kenntniß davon zu ver- Drucke einer Drohung gestanden haben will. angegeben, daß Reuter gedroht Grobheiten versteigen sich einige, wenn Arbeiter fie darum schaffen gewußt, welche Leute aus öffentlichen Mitteln Unter- in ihrer Strafanzeige fragen. Dies mußten am Sonntag Nachmittag auch einige Glas- tügungen beziehen, sucht solche auf und giebt vor, im Auftrage habe, sie wegen Stempelhinterziehung anzuzeigen, wenn sie sich macher erfahren, als sie in dem Lokale Invalidenſtr. 84 ein Glas der Armendirektion die Verhältnisse erkunden zu müssen. Wenn weigere, die 4000 M. zu zahlen. Die Punttation sei nicht geBier tranken und bei dieser Gelegenheit etwas im Vorwärts" ihm nun auf seine Fragen die nöthige Auskunft ertheilt worden stempelt worden und im Falle einer Anzeige müſſe ſte dann nachsehen wollten. Der Wirth meinte einfach: Hinter dem Spiegel stecke der Lokal- Anzeiger, den ja auch viele Arbeiter lesen. ist, so erklärt er, daß er in der Nachbarschaft einen Einkauf zu 56 000 M. zahlen. Bei dieser Bezichtigung blieb die Zeugin Wer mit dieser Lektüre nicht zufrieden sei, fönne gehen. Selbst besorgen, aber seine Börse irgendwo vergessen habe, und bittet Hermann auch im Termine, trotzdem der Angeklagte erklärte, daß um ein Darlehn. Dieses wird denn auch anstandslos bewilligt, von einer Stempelhinterziehung gar nicht die Rede gewesen sei. redend brauchte es der Aufforderung des Wirthes nicht erst da einestheils ja nur der verstorbene Hermann hätte von deren Wohlwollen die Höhe des Armengeldes abhänge. So dazu, denn die Genoffen schüttelten sehr schnell den Staub des da der Schwindler für eine wichtige Persönlichkeit angesehen wird, Gr wies auch auf das Widersinnige einer solchen Drohung hin, ungaftlichen Hauses von den Füßen. hat derselbe am Mittwoch der in der Rosinenstr. 13 wohnen zur Verantwortung gezogen werden können und anderntheils allein in Strafe genommen worden wäre. Drei unparteiische Zur Wetzel- Suche". Unter dem Verdacht, der Raub- den Wittwe Bork ihre leyte Baarschaft in Höhe von 1,50 W. aber, der Angeklagte, als Mitunterzeichner der Punktation mörder Wezel zu sein, wurde den Abendblättern zufolge am Zeugen, welche den Verhandlungen zwischen dem Angeklagten Sonntag im Dorfe Strafen( Mecklenburg) der Versicherungs- Das Gewerbe eines Stellenvermittlers im Umher- und der Zeugin Hermann beigewohnt hatten, befundeten unter beamte Herr G. aus Bankow verhaftet. Derselbe begleitete den ziehen" betreibt feit längerer Zeit in großem Umfange und in ihrem Eide, daß feine derartige Drohung, wie in der Anklage Vorsigenden eines Berliner Touristenvereins, Herrn 2., auf einer einer äußerst raffinirten Weise der 20 Jahre alte Arbeiter" behauptet wird, gefallen sei. Dazu tam noch, daß die Beugin Bergnügungstour durch Mecklenburg. Beide Herren wurden, Reinhold Haat, Teltowerstr. 15 wohnhaft. Er treibt sich auf Hermann im Vorverfahren wie in der Hauptverhandlung in trotzdem sie ihre Legitimationspapiere vorzeigten, einem peinlichen der Straße umher und sucht nach Leuten, welche beschäftigungslos ihren Aussagen etwas schwankend und widersprechend war. Der Verhör unterworfen. Herr G. auch gemessen, wobei konstatirt sind. An diese tritt der Vermittler", welcher ein ganzes Ver- Staatsanwalt hielt den Angeklagten nicht für hinreichend überwurde, daß derselbe zwei Zentimeter kleiner als der gesuchte Wetzel zeichniß offener Stellen im Gedächtniß mit sich herumträgt, mit führt und der Gerichtshof erkannte auf dessen Freisprechung, ist. Troßdem entließ der Distriktshusar die beiden Herren nicht, dem Erbieten heran, sofort" eine gute" Stellung nachweifen zu ohne sich erst ins Berathungszimmer zurückzuziehen. auch die Antwort auf ein Telegramm an die Gesellschaft, bei tönnen, wenn ihm eine Provision für seine Mühewaltung geEiner der seltenen Fälle, in welchem in Gemäßheit des welcher die beiden Touristen beschäftigt sind, schien ihm nicht zu währt werde, welche aber im Voraus bezahlt werden müsse. Nur genügen. Erst nach Visitirung des Gpäcks und der Kleidung der allzn gerne gehen die Arbeitsuchenden auf die so verlockend§ 499 Str. Pr.-D. bei der Freisprechung eines Angeklagten nicht Siftirten erlangten diese nach sechsstündiger Haft die Freiheit. Klingenden Anerbietungen ein, opfern oft den Rest ihrer Ersparnur die Kosten des Verfahrens, sondern auch die dem AnSelbstverständlich waren die guten Dorfbewohner in hellen Haufen nisse, um dann zu erfahren, daß fie einem frechen Schwindler in geschuldigten erwachsenen nothwendigen Auslagen für die Verherbeigeeilt, um den Unhold aus nächster Nähe zu betrachten. die Hände gefallen sind. Haak führt nämlich, sobald er sich in theidigung der Staatstaffe auferlegt werden, ereignete sich gestern Auch in London grassirt, wie von dort gemeldet wird, in dem Besize der Provision befindet, seine Opfer vor solche Häuser, vor der 4. Strafkammer hiesigen Landgerichts I. Vor derselben hohem Grade das" Wezelfieber", was für die dort lebenden welche zwei Ausgänge haben. also meistens Eckhäuser, und heißt stand der Handelsmann Julius Lohrenz unter der Anklage Deutschen, auch wenn sie nur eine ganz entfernte Aehnlichkeit dieselben so lange vor der Thür auf der Straße warten, bis er der wissentlich falschen Anschuldigung. Der Angeklagte hatte in mit dem Spandauer Raubmörder zu haben scheinen, sehr unan- mit dem Prinzipal gesprochen haben werde; dann könne die einer Eingabe bei der Polizei darüber Klage geführt, daß bei genehm ist. Als ich am Donnerstag Mittag gegen 1 Uhr vom Stellung sofort angetreten werden. Er verschwindet nun durch Gelegenheit der Konfirmationsfeier seines Sohnes ein Mann Den Kreis seiner Familie getreten sei und sich British Museum tommend, um mich nach meiner im Nordwest den zweiten Ausgang und ist bereits entkommen, wenn der in Mädchen gegenüber unanständig betragen habe. Gestern nun versuchte Haat einem belegenen Wohnung zu begeben, Hampstead Road pafsirte, trat Geprellte den Betrug merkt. die Antwort auf mir, so wird der Frankf. 3tg." aus London geschrieben, plöglich den gleichen Schwindel, indem er einen Kutscher, welcher ihm 6 M. Er war nicht wenig erstaunt, als er einer der vielen, London überschwemmenden Detektives mit den hatte bezahlen müssen, vor das Haus Charlottenstraße 72 führte, jene Eingabe in der Anklage wegen wissentlich falscher AnWorten entgegen: Good morning, Mr. Grantner, I did not um ihn dann unverzüglich in einen Dienst zu bringen. Dieser schuldigung erhielt, da fälschlich angenommen wurde, daß er einen see you for a long time."( Guten Morgen, Herr Grantner, aber paßte genau auf, merkte das beabsichtigte Manöver, und ganz bestimmten Kriminalbeamten der Thäterschaft habe bezichtigen wollen. Er beantragte Eröffnung des Vorverfahrens ich habe Sie seit langer Zeit nicht gesehen.") Ich lachte laut führte den Gauner der Polizei zu. und da dieser Antrag abgelehnt wurde, nahm er sich in der auf und ging, ohne eine weitere Antwort zu geben, weiter, war Der durch Selbstmord aus dem Leben geschiedene Kauf- Person des R.-A. Posner einen Vertheidiger an. In der gestrigen aber nicht wenig erstaunt, als Nachts um 11 Uhr zwei baumlange Geheimpolizisten mächtig an meine Hausthür Klopften und mann Dann hat, wie nunmehr festgestellt werden konnte, ge- Verhandlung wurde die in der Eingabe enthaltene Thatsache als sich bei der öffnenden Wirthin nach Mr. Grantner erfundigten. fälschte Wechsel im Betrage von etwa 200 000 m. in Umlauf richtig erwiesen und gleichzeitig festgestellt, daß die Beschuldigung Auch deren Auskunft, daß sie einen Mr. Grantner nicht fenne, gefeßt und sollte deshalb von der Staatsanwaltschaft zur Ver sich keineswegs gegen einen Kriminalbeamten richtete. Infolge genügte noch nicht. Am nächsten Mittag stellten sich drei Geheim- antwortung gezogen werden. Dieser Umstand darf wohl als deffen beantragte der Staatsanwalt selbst die Freisprechung. Der Gerichtshof erkannte in diesem Sinne, entsprach aber auch dem polizisten vis- à- vis von meinem Hause auf, um eine Photo- Anlaß zu dem Selbstmord erachtet werden. weiteren Antrage des Vertheidigers, indem er die den Angraphie Wegels mit meiner Persönlichkeit zu vergleichen. Erst Wie dem ,, B. T." ein Privat- Telegramm aus Flens geklagten erwachsenen nothwendigen Auslagen der Staatskaffe zur am Abend hatte ich Gelegenheit, mit einem mir bekannten Bolizei- Inspektor zu sprechen, bei dem ich mich über die läftige burg meldet, ist daselbst der flüchtige Kommis May Schweizer, East legte. Verfolgung und Bewachung beklagte. Diesem war die Geschichte welcher bekanntlich einen Mordversuch gegen seinen Schwager, sofort klar, und er belehrte mich unter großem Amüsement und, den Dr. Prager, unternommen hat, gestern verhaftet worden. was mir wichtiger war, auch die auf der falschen Fährte begriffenen Detektives. " Ein gegen die deutsche Kolonial- Gesellschaft verübter Betrug beschäftigte gestern zum zweiten Male die IV. StrafEin etwas reichlicher Kinderfegen ist dem seit 13/4 Jahren fammer des Landgerichts I. Am 29. Mai v. J. wurden drei bei verheiratheten Barbier Herrn Graff, Englische Straße 33 zu der Strafthat betheiligte Angeklagte von derselben Rammer verDem Verbrecher, welcher in der Nacht vom Sonntag Charlottenburg zu Theil geworden. Vorgestern Abend erwartete urtheilt und zwar der Freiherr Ludwig Friedrich von Schauzum Montag im Kreideweiß'schen Lokale in Tempelhof einen derselbe, nachdem ihm etwa vor Jahresfrist ein Söhnchen geboren roth zu zwei Jahren, der Rechtskonsulent Wilhelm Kinne zu Einbruch verübt oder vielleicht gar einen Raubmord geplant hat, worden war, den Eintritt des zweiten freudigen Familien- einem Jahre und der Artist Friedrich Göbel zu sechs Wochen scheint man auf der Spur zu sein. Der Verbrecher hat mehrere ereignisses bei seiner Ehefrau. Die weise Frau, deren Hilfe hierzu Gefängniß. Der Lettere hat mit Erfolg die Revision durchGegenstände zurückgelaffen, welche geeignet erscheinen, den Thäter in Anspruch genommen war, legte dem harrenden Vater auch gesetzt, so daß gegen ihn allein noch einmal verhandelt werden mußte. zu überführen. Der Geschäftsführer Riese vermißte nämlich gegen 10 Uhr mit den Worten:" Gratulive zum ersten Jungen" Der Thatbestand ist in Kürze folgender: Der Freiherr von war Schauroth bei der oben genannten Gesellschaft diverse Wäschestücke. Bei einer nochmaligen sorgfältigen Unter- ein neugeborenes Knäblein in den Arm. Bitte, das ist der Expedient angestellt. Er befand sich fortwäh suchung seines Bimmers fand er hinter einem Kasten versteckt zweite!" entgegnete stolz Herr Graff, wobei er auf das Bettchen als in Geldverlegenheit und hatte bereits elf Unter eine Menge ihm nicht gehöriger schmußiger Wäsche, nämlich ein feines Erstgeborenen wies. Gut also, sagen wir zum zweiten", rend begangen, er zu dem größeren Roup" Oberhemd, ein Nachthemd, einen Stehfragen, einen dunklen replizirte die Hebeamme und wandte sich wieder der Wöchnerin schlagungen in welchen er auch die fchritt, beiden anderen Un Shlips, ein Paar Strümpfe und ein Paar Unterhosen. Dazu. Nach etwa zehn Minuten erschien sie aber wieder mit einem Der gleichen neugeborenen Knäblein und mit der obligaten Gratulation zum geklagten verwickelte. In dem Pulte eines seiner Kollegen hatte gegen fehlen Herrn Riese Wäschestücke von Art, so daß es unzweifelhaft erscheint, daß der Dieb, dritten Jungen. Bei dieser Botschaft war die väterliche Freude v. Schauroth einen unbeschriebenen Bogen Papier mit der Unterder sich schon stundenlang vor Schluß des Geschäfts im über das Familienereigniß bereits etwas gedämpft, und als schrift des Präsidenten der Gesellschaft, des Fürsten von HohenZummer befunden haben muß, sich vollständig entkleidet, sich gar nach weiterer Frist die weise Frau mit einem zarten lohe- Langenberg, gefunden. Er eignete sich den Bogen an, um Kindlein im Arm erschien und zur Geburt des ersten Töchterchens ihn zu Fälschungszwecken zu benutzen. Goebel sollte ihm dazu dann aus den Vorräthen des Herrn Riese mit reiner Wäsche ver sehen, seine Kleider wieder darübergezogen und seine schmutzige gratulirte, da rief der glückliche Vater abwehrend aus:" Na, behilflich sein, derfelbe lehnte aber ab und führte ihn zu Kinne, Die Mutter und die Drillinge, mit Wäsche versteckt hat. Lehtere ist ohne Zeichen, doch sind auf den nun ist es aber genug." traut sei. Rinne füllte den Bogen denn auch folgenderUnterhosen die Buchstaben G. F. mit rothem Garn eingestickt. denen sie ihren Gatten überrascht hat, befinden sich den Um- einem Manne, der mit allerlei schriftlichen Arbeiten sehr vermaßen aus:„ Die Deutsche Bank wird hierdurch er Wie schon gemeldet, hat der Thäter auf der Flucht eine start mit ständen nach recht wohl. dem Ueberbringer die Summe voll 940 M. Blut befleckte Manschette verloren oder weggeworfen. Auch diese Herr Schuhmachermeister Gustav Menzel, Pallisaden- fucht, Rechnung für Deutschen Kolonialgesellschaft gehört zum Eigenthum des Herrn Riese, sie läßt aber den Schlußstraße 7, ersucht uns mitzutheilen, daß er mit dem Menzel, zu, daß sich der Thäter an einem Handgelenk schwer verletzt hat, welcher sich in der Bolksversammlung am 22. d. M. in Joel's zuhändigen". Unmittelbar über den Namen des Fürsten mußte Kinne dann noch die Worte: so daß er wahrscheinlich einen Barbier, Heilgehilfen oder eine Salon sehr scharf gegen die Opposition aussprach", nicht nach dem von Schauroth dann noch Gelegenheit gefunden, das Sanitätswache hat aufsuchen müssen. Das Herrn Riese entSchriftstück im Bureau der Gesellschaft zu unterstempeln, unter wendete Oberhemd trug das Zeichen G. R. 87, der Shlips war farrirt und mit einer Nadel versehen, in welcher sich drei Steine Polizeibericht. Am 23. d. M. Vormittags wurde ein breitete Rinne es am folgenden Tage der Deutschen Bant in befanden. Maurermeister in seiner Wohnung in der Greifswalderstraße der Mauerstraße. Es wurde ihm bedeutet, daß er sich an die identisch ist. " Der ft I et 3 et 111 D. 111 L fe in ge ge R ho ST dr R fit ge 114 ho be dc fo le be fe in be 10 10 K Sp ri 3m au دن tr B hi 31 be De 907 di D A he be A fic fü die F ri 110 S ge ſch f A 69 en A We fü de fö un irg ber ha ga fü B sei Ba am fat geg mo ist At ein 200 ma ger wa Fa fac wi me gle me Gi in wu auss Fal Ste Ho He Heif Şeir C t = r 3 g Je er 1= r er fei T= : ju ent h te. on ft h ers " Its tte er zu ne, er= er er M. 134 ste nd pas ers in Die Filiale der Bank in der Potsdamerstraße wenden müße. Hier mit ihm getroffen wurde, je nach dem in der Fabrik herrschenden| Verfolgungen unmöglich. Die Suntorganisation entsprach damals stieß er wieder auf Schwierigkeiten, indem erst noch die Unter- Gebrauch 1 bis 2 Wochen lang ohne bestimmten Lohn den Interessen der Gesellschaft. An die Stelle der früheren schrift des Generalsekretärs Dr. Brockenmeyer verlangt wurde. Am und kann während dieser Zeit entlassen werden, resp. seine Ent- Organisation sette die Manufaktur und mehr noch die große Tage darauf brachte von Schauroth dem Kinne eine laffung nehmen. In solchem Falle hat der Arbeiter, wenn er Industrie den vielgepriesenen Individualismus oder richtiger hektographirte Unterschrift des Dr. Brockemeyer, worauf Kinne das 18. Lebensjahr erfüllt hat, nur auf einen Lohn von 1 M. Atomismus der Gesellschaft. Das bedeutet zumal für den nichteine Nachahmung derselben mit großem Geschick anfertigte. 25 Pf., unter 18 Jahren nur auf einen Lohn von 75 Pf. pro organisirten Proletarier so viel wie: duck' dich. Das Gedeihen Zur Abhebung des Geldes bediente man fich dann Tag Anspruch. von Millionären und Milliardären erzeugt gleichzeitig Millionen einer andern Person, der man später leise Andeutungen machte§ 19. Jeder Arbeiter kann beim Ausgang aus der Fabrit einzeln machtloser Proletarier. 1789 proklamirte man in und die man zu bewegen wußte, nach Hamburg überzusiedeln. durch den Werkmeister oder den dazu Beauftragten Frankreich Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, und gleich darv. Schauroth erklärte in der Hauptverhandlung, daß Kinne 300 vifitirt werden und ist daher gebunden, sich dieser Maßregel auf feste man Strafen für diejenigen fest, welche zu gewerkschaftund Göbel 40 m. von der Beute erhalten habe. Trotz des unweigerlich zu unterwerfen, weil dieselbe sowohl im Interesse lichen Zwecken mit einander in Verbindung träten. In dem Leugnens der beiden Mitangeklagten hielt der Gerichtshof die- der Fabrik, als auch eines jeden ehrliebenden Arbeiters unerläß- Unterdrücken der Organisation der Arbeiter neben der Ausbeutung selben durch das Geständniß v. Schauroths für hinreichend über- lich ist, um für alle Fälle falschem Verdachte vorzubeugen. bleibt die Bourgeoisie sich gleich; es liegt ihr im Blute. Das führt. § 20. Wiewohl es Pflicht eines jeden Arbeiters ist, zur Ent- Vereinsgeseh ist in unserem Klassenstaat ein Ausnahmegesetz gegen Die gestrige erneute Beweisaufnahme stellte die von Göbel deckung von Veruntreuung oder anderer grober Unordnung bei- die Arbeiter. Auf Grund des§ 153 der Gewerbe- Ordnung ist in der Angelegenheit entwickelte Thätigkeit in ein solches Licht, zutragen, so wird doch demjenigen, welcher von Veruntreuungen seit deren Bestehen noch kein Unternehmer bestraft worden. daß er nicht wegen Beihilfe, sondern nur wegen Hehlerei ver- zur rechten Zeit Anzeige macht, eine Belohnung von 3 bis( Heiterfeit.) Das Streben der Arbeiter nach Verbesserung ihrer urtheilt und das Strafmaß auf drei Wochen Gefängniß herab- 15 Mart, je nach Maßgabe des Gegenstandes zugesichert, und Lage ist zwar in den letzten 11/2 Jahren meist erfolglos gewesen, aber gesetzt wurde, während der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Fried- zwar bei Verschweigung seines Namens, dafern wenn die Arbeiter nicht gekämpft hätten, würden ihre Lebensmann auf Freisprechung plaidirt hatte. nicht durch die eingeleitete Untersuchung die Namhaftmachung er bedingungen noch schlechtere sein. Der Arbeiter, der nicht fordert, beforderlich ist. tommt nichts; freiwillig giebt ihm der Unternehmer nichts. Für § 27. Kein Arbeiter darf ohne Erlaubniß des Fabrikherrn brotlos gewordene Führer muß eingetreten werden. Gegenoder dessen Vertreter Besuche von seinen Angehörigen, über einer starken Organisation werden sich die Unternehmer feien es Erwachsene oder Kinder, während der Arbeit annehmen. zum zweiten Mal befinnen, ehe sie es auf einen Kampf ankommen Die Zeit, welche der Arbeiter durch einen der- lassen. Das Streben geht in erster Linie nach fürzerer Arbeitsartigen Besuch an seiner Arbeit versäumt, wird zeit, wodurch die Löhne nicht herabgedrückt, sondern gehoben ihm an seinem Lohn gekürzt. werden, wie alle Erfahrung darthut, ferner auf Lohnerhöhung § 35. Ueber den Eingang von Strafgeldern wird Buch ge- und menschenwürdige Behandlung. Db wir auf parlamentarischem führt. Die Verwendung derselben soll nach Ermessen des Fabrit Wege in die sozialistische Gesellschaft hineinkommen wollen, das ist herrn im Nuzen der Arbeiter, bei Krankheit zc., oder als Ersatz eine falsche Fragestellung; wir machen nicht die Entwickelung, der in der Fabrik unermittelt gebliebenen Beschäfondern die Entwickelung beeinflußt uns und wir beeinflussen digungen geschehen. wieder sie. Mit jedem, den wir ins Parlament bringen, kommt ein Gegner hinaus. Wir richten uns nach den' jeweiligen Verhält nissen und nach den Fehlern der Gegner. Der Brüsseler Kongreß konnte die internationale gewerkschaftliche Organisation bei der Lage der Gesetzgebungen nur anbahnen. Für Ihren Beruf kommt eine internationale Organisation zunächst nicht in Frage. Ihr Unglück ist Ihre Bersplitterung, der Zusammenschluß verzehnfacht die Kräfte. Der Weg zum Ziel heißt Organisation, Organisation und wieder Organisation.( Stürmischer Beifall.) Das Schwurgericht des Landgerichts I verhandelte gestern gegen den Kaufmann Moriz Jablonski, welcher des wissentlichen Meineides beschuldigt war. Jablonski war Vertreter der Reinhardt'schen Puppen- Fabrit zu Naumburg a. S. Jm Juli 1889 hatte der Angeklagte an den Kaufmann Müller für 123,50. Waare verkauft und den Betrag fofort eingezogen, trotzdem er nicht das Recht hatte, für seine Firma Außenstände einzuziehen. Erst im Dezember machte der Angeklagte seinem Chef Anzeige, daß er den erwähnten Betrag eingezogen habe, damals hatte Reinhardt aber bereits gegen Müller geklagt, indem er darauf fußte, daß der Beklagte einem nicht dazu Berechtigten Zahlung geleistet hatte. In dem Prozeß wurde Jablonski als Zeuge ver- Diese Hausordnung ist im Jahre 1884, in der Zeit der nommen. Er befchwor, daß er das Recht zum Einkaffiren gehabt Blüthe des Sozialistengesetzes verfaßt und gilt wohl noch heute habe und daß ihm von einem Verbot seitens feines Chefs nichts jedenfalls sind die vorstehend zitirten Bestimmungen derselben bekannt sei. Müller gewann darauf den Prozeß. Da Jablonski genügend, um klar zu machen, wie ungeheuer nothwendig es ist, den eingezogenen Betrag auf seine Provision verrechnet hatte, daß sich jeder Arbeiter einer Organisation anschließt, welche sich so wurde er nicht wegen Unterschlagung zur Verantwortung ge- die Abstellung solch himmelschreiender Uebelstände zur Aufgabe zogen. Es stellte sich aber heraus, daß er einen Meineid ge- gestellt hat. leistet haben mußte. Reinhardt brachte die Kopie eines Briefes bei, den er im Februar 1889 an Jablonski geschrieben. In dem selben wird dem Adressaten aufs Bestimmteste untersagt, sich mit dem Inkasso zu befaffen. Jablonski leugnete, daß dieser Brief in seine Sände gelangt sei. Reinhardt unterbreitete der Anklagebehörde aber eine Postkarte des Angeschuldigten vom 8. Februar, worin derselbe auf eine Anzahl Mittheilungen Bezug nahm, welche in dem Reinhardt'schen Schreiben enthalten waren. Diese Karte entschied das Urtheil des Angeklagten, die Geschworenen sprachen ihn des Meineides schuldig und verurtheilte der Gerichtshof ihn daraufhin zu einem Jahre Zuchthaus, zweijährigem Ehrverlust und dauernder Unfähigkeit als Beuge aufzutreten. Die Verhandlungen in der Anklagefache wegen be= trügerischen Bankerotts gegen den Kaufmann Morit Bernstein, welche am Mittwoch vor dem Schwurgericht hiesigen Landgerichts I geführt wurden, dehnten sich bis in die zwölfte Abendstunde aus. Nach Schluß der Beweisaufnahme beantragte Staatsanwalt Die z das Schuldig im vollen Umfange der Anklage, indem er den Standpunkt vertrat, daß die ganzen Manipulationen des Angeklagten darauf hindeuten, daß derselbe die Absicht verfolgt habe, seine Gläubiger zu benachtheiligen. Der Staatsanwalt bat die Geschworenen, die Winkelzüge des Angeklagten genau zu verfolgen und hob die Schwierigkeiten hervor, mit welchen die Anflagebehörde gegenüber der Schlauheit der Konkursifere zu kämpfen habe. In diesem Falle sei es, nach Ansicht des Staatsanwalts, gelungen, einen solchen Mann, der fich gegen Treu und Glauben im kaufmännischen Leben verfündigt, zu überführen und deshalb habe er seinerseits auch nur die Schuldfrage wegen betrügerischen Banterotts gestellt, welche er zu bejahen bitte. Der Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Friedmann bestritt, daß die Kriterien des betrüge= rischen Bankerotts vorlägen, da die Hauptgrundlage fehle, nämlich der Beweis, daß der Angeklagte Vermögensstücke bei Seite geschafft habe und daß diese Beiseiteschaffung in der Absicht geschehen sei, um die Gläubiger zu benachtheiligen. Die Geschworenen gaben ihren Wahrspruch nur im Sinne des einfachen Banterotts ab und der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten zu 9 Monaten Gefängniß unter Anrechnung von 6 Monaten auf die Untersuchungshaft, aus welcher der Angeklagte entlassen wurde. Soziale Uebersicht. Bom Kartell der Berliner Bauhandwerker und BauArbeiter wird uns geschrieben: Infolge der Anregung in der Versammlung am Sonntag, den 20. b. M., berieth der Aus= führungsausschuß, ob und in welcher Art eine Statistik der Arbeitslosigkeit in den Baugewerben aufgenommen werden fönnte. Man war einstimmig der Ansicht, daß die Arbeiter und ihre Organisationen durchaus teine Mittel besitzen, um eine irgendwie beglaubigte und beweisträftige Angabe über die Zahl der augenblicklich Beschäftigungslosen in ihren Gewerben zu er halten und daß Angaben nach unvollständigen Erhebungen oder gar nach bloßer Schäßung ganz werthlos find. Der Aus= führungsausschuß des Kartells der Berliner Bauhandwerker und Bau- Arbeiter sieht also seinerseits von der Veranstaltung einer Erhebung zur Feststellung der Zahl der beschäftigungslosen Bau- Arbeiter ab. Die Bergleute der Grafschaft Durham faßten den Beschluß, unverzüglich alle Schritte zu thun, um den in den Durhamer Kohlenzechen thätigen Heizern gleichfalls den achtstün digen Arbeitstag zu verschaffen. thümer der dortigen Holafsägewerke den Beschluß gefaßt, Berichten aus Ottawa( Kanada) zufolge haben die Gigen die Forderungen der Au 3 ständigen nach kürzerer Arbeitszeit und höheren Löhnen nicht zu gewähren. und höheren Löhnen nicht zu gewähren. Wie sehr die Löhne bei längerer Arbeitszeit sinken, zeigt folgende in dem f. f. Silber- und Blei- Hauptwerk zu Pribram vom Ackerbauministerium angekündigte, in der österreichischen Arbeiter- Zeitung" veröffentlichte " Neue Schicht 2ohnordnung, vom 1. Juni 1891 an giltig. Lohn für stündige Schicht Oberhäuer Häuer. Bimmerling Maurer Bremser Lehrhäuer Ausläufer 8 12 bei 8 10 stünd. Arbeitszeit in Kreuzern 80 100 Schachtzimmermeister 80 100 Schachtmaurermeister 80 100 82 90 82 90 82 90 82 90 Schachtwächter 82 90 Erzscheider 82 90 64 80 Erzscheider 2. Klaffe 64 80 Hundeschieber 60 74 Einsetzer 1. Klasse Auflader. 56 70 56 70 56 70 Erzscheider 3. Klasse Einsezer 56 70 2. 48 60 〃 Erzscheider 4. Einsetzer Pocher 48 60 " 3. 44 54 09 1. 44 54 " 2. 40 50 " " 3. 36 11 n 44 4. 32 40 " 108 134 2. 96 120 " . 88 110 . 9 2. 80 100 " " • 3. 76 94 n Oberheizer 1. 80 100 27 2. 76 94 " " 3. 72 90 " " Heizer 1. Klasse 54 B 80 2. 60 74 " " 3. 56 70 " Heizerlehrling 1. Klasse 40 50 32 40 88 120 • · 80 100 76 Obermaschinist 1. Klasse. Maschinist 1. Klasse 2. Pumpenwärter 1. Klasse In der Diskussion sprach Grauer zustimmend und empfahl für Berlin neben den Zentralisationen die Gründung eines Vereins des werkthätigen Bolks, der die Funktionen der StreitKontrollkommission aus den Händen der Vertreter in die der der Hausdiener Berlins erklären im Anschluß an die trefflichen Arbeiter felbft legt. Er beantragte folgende Resolution:„ Die in der Ressource versammelten Mitglieder des Unterstüßungsbundes Ausführungen des Genoffen Bebel, daß eine Organisation gewert schaftlicher Art erst dann zum Vortheil der Betheiligten ausschlagen kann, wenn jeder Einzelne begriffen hat, daß er gemeinfam mit seinen Arbeitsgenossen, gleichviel ob gelernten oder mit allen Mitteln ist dahin zu wirken, daß nicht nur alle Hausungelernten, fich zu verbinden hat. Die Versammlung erklärt: diener, sondern alle im Handelsgewerbe Angestellten einheitlich und gemeinsam organisirt werden, um so gemeinschaftlich mit allen Industrie Arbeitern an dem Kampfe zur Befreiung von der Lohnfflaverei theilzunehmen. Die Versammlung erwartet, daß jeder Anwesende dazu dazu beitragen werde durch Anschluß an den Unterstüßungsbund der Hausdiener." Nachdem auch Werner für die Einigung gesprochen, nahm Bebel nochmals das Wort und gab spezielle Nath= schläge zur Organisation, insbesondere warnte er davor, erst auf die Kaufleute zu warten. Weiter sprachen Utheiß, Perl= mann, Rein u. a. Aus allen Ausführungen ging hervor, daß die Erkenntniß von der Nothwendigkeit der einheitlichen Organisation der Berliner Hausdiener einen großen Fortschritt gemacht hat. Der Freude hierüber gab 2ütgenau, der das Schlußwort hatte, Ausdruck und empfahl, in der Grauer'schen Resolution die Schlußworte„ durch Anschluß" zc. zu streichen und die Einigungskommission in öffentlicher Versammlung zu wählen. Die Versammlung beschloß einstimmig in diesem Sinne und nahm außerdem noch folgende Resolution an: Die heutige Versammlung des Unterstützungsbundes der Hausdiener Berlins protestirt gegen das Verfahren der Gebrüder Simon, Klosterstraße, und anderer Firmen, welche troß der fortwährend zunehmenden Arbeitslosigkeit Feuerwehrleute, Soldaten u. s. w. zu Hausdienerarbeiten beschäftigen; die Versammlung erwartet von der betreffenden Behörde so schnell als möglich Abhilfe." I Die Mitglieder Versammlung der Berufsgenossen ( Schleifer, Präger u. s. m.) des Vereins der Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen Deutschlands, welche am 15. September stattfand, wählte den Koll. Rose zum Bibliothekar. Der Umtausch der Bücher erfolgt in jeder Verfammlung. Hierauf erhielt Herr Roland das Wort zu seinem Vortrage über„ Chemie". Redner entledigte sich seiner Aufgabe unter größter Aufmerksamkeit und erntete reichen Beifall. An der Diskussion betheiligte sich im Sinne des Referenten Kollege Seydel. Unter" Verschiedenem" ermahnte Roll. H. Zechert, die Nachlässigkeit im Zahlen der Beiträge nicht weiter um sich greifen zu lassen. Es entspann sich nun eine erregte Debatte über Unregelmäßigkeiten verschiedener Kollegen; man rieth denselben an, derartiges zu vermeiden, ferner die persönlichen Nörgeleien zu unterlassen und stets zu bedenken, daß wir Alle Arbeiter, Brüder sind und nur ein Interesse haben. Die zur Sprache gebrachte Angelegenheit Schors soll ihre Erledigung in der nächsten kombinirten Versammlung finden; Kollege Rose ist für diese Sache als Redner bestimmt. In Bezug auf einen vom Kollegen Riemer angeregten Fall wurde arbeitslofen Mitgliedern empfohlen, sich, sobald sie vom Arbeitsnachweis nach einer vakanten Stelle geschickt würden, möglichst genau über die dortigen Lohnverhältnisse zu unterrichten, damit nicht für einen geringeren Lohn, als daselbst gebräuchlich, gearbeitet und infolge dessen das allgemeine Interesse geschädigt wird. Sodann theilte Kollege Scharnow mit, daß ihm schon etliche Meister versprochen hätten, wenn sie Präger gebrauchen, sich an den ArbeitsDie Berufung der Braunschweiger Polizeidirektion nachweis wenden und von demselben Präger ohne jede Ausnahme gegen das vor einiger Zeit gefällte Urtheil des Landgerichts, entnehmen zu wollen, selbst solche, welche in früherer Zeit schon wonach die Auflösung der dortigen 3 ahlstelle des deutEine Versammlung mit Gästen hatte auf Montag Abend einmal bei ihnen gearbeitet, sich aber nicht im besten Lichte geschen Tischlerverbandes für unberechtigt erklärt wurde, der Unterstützungsbund der Hausdiener Berlins" nach der zeigt haben und deshalb entlassen worden sind. Sollten jedoch ist vom Oberlandesgericht verworfen worden. Ressource" einberufen. Das Referat über gewerkschaftliche solche Kollegen wieder in den alten Fehler verfallen, so würde Unter den Schuhmachern in Neapel herrscht große Organisation und den Brüsseler Kongreß hatte Abg. Bebel dies dem Arbeitsnachweis unterbreitet werden und sie würden Aufregung. Ein Deutscher, Namens Krebs, will nämlich dort übernommen. Bebel, der bei seinem Auftreten stürmisch begrüßt sich dann die Folgen selbst zuzuschreiben haben. Es sei Pflicht eine Schuhfabrit eröffnen und mit einem Arbeiterpersonal von wurde, warf in einem ein und einhalbstündigen von häufigem jedes Kollegen, sich während der Arbeitszeit ernst und würdig, 200 Mann täglich 1500 Schuhe herstellen. Sämmtliche Schuh- Beifall begleiteten Vortrag zunächst einen Rückblick auf die wie es dem Manne geziemt, zu verhalten. Zum Schluß führte macher Neapels haben nun beim Bräjekten eine Beschwerde ein- älteren Organisationen der menschlichen Gesellschaft: Bluts Kollege Seydel den Mitgliedern nochmals den Vortheil des gereicht, in welchen sie gegen die Errichtung dieser Fabrik Ver- verwandtschafts- Familie und Gentilorganisation in der Zeit vor Arbeitsnachweises vor Augen und ermahnte dieselben dringend, wahrung einlegen. der Entstehung des Staates, Organisation der Handwerker, bereits recht zahlreich in der obenerwähnten kombinirten Bersammlung Der Präfeft wird ihnen nicht helfen können; wenn er die beginnend im antiken Staat, sich fortsetzend und immer groß zu erscheinen. Fabritanlage verböte, wird sich die Schuhwaarenfabrikation ein- artiger sich gestaltend, im Mittelalter, das sogar Organisation Eine folche Erhebung kann nur von Werth sein, wenn sie amtlich mit Hilfe und unter Mitwirkung der Arbeiterorganifationen vorgenommen wird. wurde. " " 2. " " 3. 12 94 Versammlungen. fach von auswärts her den neapolitanischen Markt zu erringen der Bettler, Vagabunden und Proftituirten besaß, und Verfall In der Versammlung des Fachvereins der Tapezirer wissen. Diese Aussicht ist schlimm genug für die Handwerks- dieser Organisation infolge des Ueberganges der kleinbürger- Berlins, welche am 14. September bei sehr gutem Besuche stattmeister, denn die Fabritation bedeutet deren Proletarifirung; su lichen zur tapitalistischen Produktionsweise. In der Gentil fand, hielt Kollege Wildberger einen Vortrag über englische gleich aber wird durch diese Veränderung der Produktions- organisation trifft Ueberfluß wie Mangel Jeden in gleicher Weise. Arbeiterorganisationen. An den Vortrag schloß sich eine leb= methode auch das Kleinmeisterthum in der Schuhwaarenbranche Das Privateigenthum, welches ihren Zusammenbruch herbeiführt, hafte Diskussion, worauf folgende Resolution zur Annahme geGüditaliens aus seinem geistigen dolce far niente herausgeriffen, erzeugt zwar mit dem Mein und Dein auch den Streit langte:„ Die heutige Fachvereins- Versammlung erklärt sich mit in welchem er von der latholischen Hierarchie bisher erhalten um das Mein und Dein; dennoch sind im Mittelalter den Ausführungen des Referenten voll und ganz einverstanden. jedem Einzelnen die Existenzbedingungen, die Existenzmöglichkeit Sie ersieht aus den Ausführungen, daß eine jede Gewerkschaftsgegeben durch die Organisation, der er nothwendig angehört. bewegung ohne politische Forderungen nicht im Stande ist,( Erwie der Meister, war der Geselle organisirt; ein Geselle, der sprießliches für das arbeitende Volt zu erringen. Das Proletariat nicht zur Organisation gehörte, genoß feine Achtung bei Gefelle hat die Pflicht, für wirthschaftliche und politische Freiheit zu und Meister. Es kam vor, daß die Gesellen die Meisterschaft fämpfen, deshalb ist nur eine Organisation anzuerkennen, welche ganzer Städte in Acht und Bann thaten. So begann 1491 der sich Beides zur Aufgabe macht." Unter Berschiedenem verlas zehnjährige Verruf der Mühlhauser Bäcker. Heute wird hier- Kollege Freiwald diejenigen Werkstätten, deren Personal schriftgegen das Gesetz angewandt, aber bei der eigenthümlichen poli- lich zu dieser Versammlung eingeladen worden; es ergab sich, fischen Gestaltung Deutschlands in jener Zeit, bei der ungeheueren daß nicht auts allen geladenen Werkstätten Kollegen Bersplitterung der politischen Gemeinwesen, waren allgemeine anwesend waren. Man beschloß deshalb, die Eina Wie entwürdigend oft die Behandlung ist, welche Fabritarbeiter sich gefallen lassen müssen, wollen sie nicht ihrer Stelle verlustig gehen, davon legt die Hausordnung der Holzstoff- Fabrit und Schneidemühle von Wilh. Heym in Eythra bei Leipzig beredt Zeugniß ab. Es heißt darin: § 4. Jeder neu angenommene Arbeiter arbeitet, wenn nicht Seine Fähigkeiten schon bekannt waren und ein Uebereinkommen Tabungen bei jeder Bersammlung zu wiederholen. Hierauf Dieser Punkt rief eine lebhafte Debatte hervor, welche damit fam ber Sprechsaal. vom Berliner Magistrat an den Fachverein endete, daß der Vorstand des Bilbungsklubs beauftragt wurde, gefandte Fragebogen über unsere Lohn- und Arbeitsbedingungen den Vertrauensmann, Kollege Pladt, zu ersuchen, diesen Punkt Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsfaals, sowett der Staum dafür zur Verlesung. Nach kurzer Debatte beschloß man, dem Vorstand auf die Tagesordnung der nächsten öffentlichen Hausdiener- Ver- abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten al, get be die Ausfüllung zu überlassen, jedoch mit der Maßgabe, daß der sammlung zu setzen. Nachdem der Vorstand die Kollegen an die Intereſſes zur Verfügung; ſie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. Fragebogen vor der Abschickung erst der Versammlung zu unter- Pflichten, welche sie als Arbeiter und Sozialdemokraten haben, breiten ist. Seitens der Werkstätten- Kontrollkommission wurden ermahnt hatte, wurde die Versammlung mit einem Hoch auf die Einberufer der lezten Volksversammlung im 5. Wahlkreise, des Auf den Angriff des Herrn Stadthagen gegen mich, als den Diejenigen Kollegen, welche Verpflichtungen gegen dieselbe haben, internationale völkerbefreiende Sozialdemokratie geschlossen. aufgefordert, ihre Schuld bis zum 1. Oktober zu begleichen. Ein Inhalts, daß das Lokal Gipsstr. 3 zu klein und deshalb die Antrag des Kollegen Schwanz betreffs Aufhebung der Werkstätten- Friedrichsberg. Am 20. September fand hier eine Versammlung zur Erledigung der wichtigen Tagesordnung inKontrollkommission und Wahl einer Agitationsfommission in Volts- Versammlung statt, in welcher Frau Ihrer fompetent gewesen sei, habe ich zu erklären, daß mir zu diesem einer hierzu einzuberufenden öffentlichen Versammlung wurde unter reichem Beifalle über die Beschlüsse des Brüsseler Kon- Abende im 5. Wahlkreise fein anderes Lokal zur Verfügung stand. wegen vorgeschrittener Beit vertagt, und hinsichtlich der Fachgresses berichtete. In der Diskussion sprach Günther im Sinne Uebrigens war es nicht einmal nöthig, Tische und Stühle herausschule noch bekannt gemacht, daß dieselbe Freitag, den der Vortragenden. Stadthagen ergänzte das Referat und gab zuräumen, ebensowenig eine Absperrung des Lokals vorzunehmen, 25. September, Abends 81/2 Uhr bei mathies, der Versammlung seine Stellung zu verschiedenen Anträgen, infolgedessen war auch keinem der erschienenen Genossen die Wallstraße 20, eröffnet wird. Der Besuch der welche den Kongres beschäftigten, fund. Es wurden dann fol- Möglichkeit benommen, an der Versammlung theilzunehmen. Im Fachschule ist für jedes Mitglied unentgeltlich. gende Resolutionen einstimmig angenommen: Ganzen waren nicht 100-120, sondern ca. 200 Personen anMeldungen werden jeden Abend während der 1. Die heute, den 20. d. M., in Friedrichsberg im Lokale wesend. Daß in der Einladungs- Annonce die Versammlung nur Büreaustunden bei Freigang, Schütenstr. 18/19, des Herrn Spizig tagende öffentliche Volks- Versammlung erklärt als öffentliche, nicht als sozialdemokratische bezeichnet wurde, sich mit den Ausführungen der Referentin Frau Ihrer voll und ebenso die Anfangszeit fehlte, ist nur ein Versehen, hinsichtlich ganz einverstanden. Die Versammlung verspricht: In Erwägung, dessen doch wohl jeder Genosse zugeben muß, daß ich dabei einen Daß die Bestrebungen der herrschenden Klassen darauf gerichtet Hintergedanken nicht haben konnte. Betreffs des im Berichte sind, die wirthschaftliche Lage sowie die politischen Rechte der mitgetheilten Antrages zum Organisations. Statut habe ich be Arbeiter immer mehr herabzudrücken, ferner, daß der Brüsseler richtigend mitzutheilen, daß der Antrag folgendermaßen lautete: Kongreß den Arbeitern gezeigt hat, daß die Arbeiter aller Länder Alle Wahlkreise bis zu 3000 sozialdemokratischen Wählern haben nur ein Ziel zu verfolgen haben, nämlich die Befreiung der Ar- Delegirten, bis zu 10 000 2 Delegirte und für je weitere beiterklasse, und daß nur die Sozialdemokratie dieses Ziel ver- 10 000 1 Délegirten zum Parteitage mehr zu wählen. wirklichen wird, dahin zu wirken, daß die Ideen der Sozialdemokratie immer mehr in die breiteren Schichten des Volkes dringen und verwirklicht werden. entgegen genommen. Die Pofamentirer Berlins hielten am 16. September ihre regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Herr Roland sprach unter Beifall über das Mikroskop, dessen Bedeutung und Anwendung. Unter Gewerkschaftlichem wurde die Abrechnung der Generalkommission sowie der Bericht der Fachkommission entgegengenommen. Bu beiden drückte die Versammlung ihre Zustimmung aus. Nicht unerwähnt zu lassen ist, daß dies feit zirka zwei Jahren die erste wirklich gut besuchte Versammlung war, was zu der Hoffnung berechtigt, daß unter dem Banner der Zentralisation sich alle Kollegen und Kolleginnen wieder zusammenschaaren werden. Georg Niederauer. Vermischtes. 2. Die heute in Friedrichsberg versammelten Arbeiter sprechen ihr Bedauern über die Haltung der Reichsregierung betreffs der Kornzölle aus und fordern schleunigste Aufhebung derfelben. Unter Verschiedenem berichtete Stadthagen über die durch Ratibor, 24, September. In der russischen Grenzstadt Marinesoldaten auf der Insel Helgoland hervorgerufene Prügelei, Rozieg low find 23 Wirthschaftsgebäude niedergebrannt. Biel wobei auch er, wie den Lesern bekannt sein wird, etwas ab- Bieh und die gesammten Erntevorräthe sind mit verbrannt. Um bekommen hat, so daß er noch jetzt am Gehen behindert ist. Das Sturmläuten zu verhüten, hatte der Brandstifter die GlockenGünther ersuchte die Versammlung, nur Parteiblätter zu lesen seile im Thurme abgeschnitten. und nicht Blätter, welche die Verdummung des Volkes als " Der Verein zur Wahrung der Interessen der Schuh. macher Berlins hielt am 21. September eine öffentliche Verfammlung für sämmtliche Branchen ab, in welcher Herr Friedrich Joseph aus Hanau den Entwurf des Gesetzes betreffend die Befämpfung des Mißbrauches geistiger Getränke unter lebhaftem Beifall besprach. Redner führte an der Hand genügenden Materials die Mittel an, welche schon jetzt vorhanden sind, Spezialität betreiben. Ein Antrag, die Tellersammlung nach Hamburg, 24. September.( Voff. 3tg.") Aufgegeben als um der Trunksucht zu steuern, und meinte, daß die Herren, Schluß der Versammlung fortzusehen, fand Annahme. Hierauf voraussichtlich verunglückt ist die Hamburger Barterwelche den Entwurf vorbereitet haben, jedenfalls Ursache schloß der Borsigende Plasse die Versammlung mit einem Hoch ga mon", welche vor 160 Tagen von London mit Kohlen nach und Wirkung mit einander verwechseln. Er zeigte ferner die auf die internationale revolutionäre Sozialdemokratie. Unter Valparaiso gegangen. Die Bart ist Eigenthum der Rhederei Mittel und Wege, wodurch die Trunksucht auf natürliche Weise dem Gesang der Arbeiter- Marseillaise leerte sich der Saal. Laeisz. Die sonstige Dauer der Neise war 80 Tage. bekämpft werden tann und erklärte als Grundursache der Trunksucht Voranzeig e. Nächsten Sonntag findet in Stralau- München Gladbach.( Westf. Merkur.") Infolge des die unbefriedigenden wirthschaftlichen und sozialen Verhältnisse der Rummelsburg eine Bolksversammlung für den Kreis Nieder- Bankerotts der Firma F. Wolff ist der Inhaber derselben, Gesellschaft. Nachdem der Redner das Gesetz als ein Klassengeset, so- Barnim mit der Tagesordnung statt: Wahl der Vertreter zum Kommerzienrath Friedrich Wolff gefänglich wie als eine Polizeimaßregel schlimmster Art gekennzeichnet hatte, Parteitag in Erfurt." forderte derselbe auf, energisch gegen den Entwurf zu protestiren. Nach eingezogen worden. Wie man hört, beruht die Verhaftung dem Vortrag, an welchen sich eine Diskussion nicht schloß, richtete Zehlendorf. Eine öffentliche Versammlung für Männer auf dem Verdacht des betrügerischen Bankerotts. W. soll WechselKollege Krause die Bitte an die Kollegen, zur Verwirklichung und Frauen tagte am 20. d. M. im Wirthshaus Wannsee. reiterei betrieben haben, burch welche zahlreiche, darunter auch gegen das Gesetz zu nehmen. Der nächste Punkt der Tages Sonntags ernten müssen, schwach besucht. Genosse Robert unserer Ziele nach Kräften mit beizutragen und energisch Stellung Leider war dieselbe, da die ländlichen Arbeiter ihre Kartoffeln ganz unbemittelte Personen betroffen worden sind. Klagenfurt, 24. September.( Voss. 3tg.") Bei Regens ordnung: Wahl einer Agitationskommission, wurde einstimmig Schmidt aus Berlin referirte eingehend über die Beschlüsse und wetter sand gestern Morgen 1 Uhr 44 Minuten ein heftiges, vier von der Tagesordnung abgesezt, derselbe soll in der nächsten Ergebnisse des Brüsseler Kongresses. Die Versammlung folate Sekunden währendes Erdbeben statt, im Gebirge erfolgte Versammlung zur Erledigung kommen. Unter Verschiedenem rügte dem Vortrag mit großer Aufmerksamkeit und zollte dem Re- Schneefall. man sehr scharf das Verhalten des Herrn Sternecker( Weißensee) ferenten großen Beifall. Dann wurde die Wahl eines Vergegenüber der Arbeiter- Bildungsschule. Zur Kenntniß der Kollegen gelangt noch, daß der Verein zur Wahrung der Interessen der Schuhmacher Berlins am 24. Oktober sein viertes Stiftungsfest im Elysium feiert und die nächste Versammlung am 28. Okt. in Feuersteins Restaurant stattfindet. Ferner hält der Verband deutscher Schuhmacher am 28. September eine öffentliche Verfammlung in der Parlamentshalle ab. Die Bersammlung nahm folgende Resolutionen einstimmig an: 1. Die am 21. September cr. in Feuersteins Salon tagende öffentliche Schuhmacher- Versammlung erklärt den Entwurf des Trunksuchtsgesehes für nicht geeignet, der Trunksucht entgegenzuwirken, daffelbe stellt vielmehr nur eine neue Polizeimaßregel gegen Arbeiter und Gastwirthe dar. Um die Trunksucht zu betämpfen, ist es vor allen Dingen nöthig, die Ursachen derselben aufzuheben, was nur durch Besserung der Lage der Arbeiterschaft geschehen kann. 2. Die nächste öffentliche Versammlung ist wegen des heutigen schwachen Besuches mit demselben Thema einzuberufen, in Zeitungen genügend bekannt zu machen, sowie den einzelnen Branchen rechtzeitig anzuzeigen. Der Zentralverband der Maurer und verwandter Berufsgenossen Deutschlands( Filiale Berlin II) hielt am 15. d. Wt. eine Mitglieder- Versammlung ab. Dieselbe bot einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag des Kollegen Schulz über die bekannten verderblichen Wirkungen des Kapitalismus auf das Volk. Zum Schluß betonte Redner, daß es Pflicht der Arbeiter fei, sich in ihren Branchen durch zentrale und womöglich internationale Verbände zu organisiren, um se fortschreitend die gefammte arbeitende Bevölkerung zu organisiren und sie dadurch zu befähigen, die Macht des Kapitalismus einzudämmen und dereinst zu brechen. In der Diskussion schloß sich Kollege Silberschmidt den Ausführungen des Referenten an. trauensmannes an Stelle des nach Berlin verziehenden Genossen wort schreibt die" Germania": Am 19. September meldete ein Ein neuer Judianerkrieg in Sicht? Unter diesem StichHartmann vorgenommen und für dieses Amt Genosse Frizz Kabeltelegramm aus Washington, daß ein Defret des Präsidenten enkel einstimmig gewählt. Unter Verschiedenem gelangte Harrison erschienen fei, welches die jüngst von den Indianern folgende gegen die Getreidezölle gerichtete Resolution zur Annahme: abgetretenen Gebiete bei Oklahoma der Kolonisation eröffnet. Die heute im Wirthshaus Wannsee tagende Versammlung Der 22. September wurde als der Tag der offiziellen Besitzerklärt sich ganz entschieden gegen die Besteuerung der noth- ergreifung festgesetzt. Wie verlautet, sollen sich schon 30 000 Kolowendigen Lebensmittel; besonders fordert die Versammlung nisten auf dem Wege nach dem neuen Territorium befinden. die Aufhebung der Getreidezölle, da dieselben eine Ver: Oflahoma liegt mitten im Indianergebiete und muß als der theuerung der nothwendigsten Lebensmittel erzeugt haben, legte und größte Zufluchtsort der Indianer betrachtet werden, welche auf die Dauer von der Arbeiterbevölkerung nicht mehr er tragen werden kann." seitdem die Präsidenten im Weißen Hause zu Washington das Ziel verfolgten, die Indianerstämme aus allen Gauen Ferner wurde den Genossen von mehreren Rednern empfohlen, auf dem betretenen Wege rüftig, fortzuschreiten und zusammenzutreiben und sie schließlich in ein einziges Territorium zurückzudrängen, wo sie gleichsam eingepfercht und eingefriebet die Agitation möglichst auszubreiten, um jeden Arbeiter für die wurden. Die Hab- und Raubgier der Kolonisten fümmerte fich erhabenen Ideen des sozialistischen Programms zu gewinnen. aber nicht einmal um die Grenzen dieses letzten Asyls der RothAuch ersuchte der Vorsitzende um rege Verbreitung des Bolts- häute, und die fruchtbare, von ansehnlichen Flüssen durchströmte blatts für Teltow- Beeskow- Storkow" 2c., da nur dieses Blatt Thalmulde von Oklahoma bildete schon zu wiederholten Malen hier unsere Interessen, verträte. Genosse Nimmig aus Schöne- den Schauplas blutiger Kämpfe zwischen Blaßgesichtern und berg wies darauf am. Trunksuchtsgesetz- Entwurf nach, welcher Indianern. Durch das Dekret des Präsidenten Harrison fand ,, Gunst" sich die Arbeiter oben zu erfreuen haben. Mit donnern- das Drama Den längst erwarteten Abschluß; alle den Hochs auf die völkerbefreiende internationale Sozialdemokratie früheren Verträge mit den Indianern ging die musterhaft verlaufene Versammlung auseinander. sind für null und nichtig erklärt worden, wo der Fachverein der Tischler. Die Zahlstellen befinden sich in den folgenden und vielleicht ist der Tag nicht allzufern, totalen: 1. Friebrichsbergeefir. 25 bet Schmidt, 2. Staligerstr. 107 bet Kunst- lehte der Indianer" dem dollaran betenden Yankee mann, 3. Belleallianceplan 6 bei Silscher, 4. Schwebterstr. 44 bei Thierbach, ganz friedlich wird dieser 5. Schleiermacher- und Gneisenaustraßen- Ede bei Scheuer, 6. Steinmeßftr. 57 zum Opfer fallen wird. So bei Lindow, 7. Dresdenerstraße 116, 8. Lübeckerstraße 41 bet Matthias, Auflösungsprozeß einer einst mächtigen Rasse jedoch nicht bei Duschet, von statten gehen, und in Washington scheint man sich auch schon 9. Langestraße 70 bei Heindorf, 10. Rirdorf, Bergstr. 7, 11. Fennfir. 40 bei trüger, 12. Görliger- und Sorauerstraßen- Ecke, 13. Weißenfee: Wölfer- und Charlottenstraßen- Gde bet klebs, 14. Trescom- u. Dieden- auf ein kleines Gemezel vorzubereiten. Angesichts dieser That hofenerstraßen- Ecke bei G. Schmidt, 15. Pantstraße Nr. 32 bet Otto. Der fachen ist ein Rückblick auf die Geschichte der Eröffnung von Arbeitsnachweis befindet sich Wallstraße 7-8 und ist von 7 Uhr Morgens bis Oklahoma nicht ohne Interesse. Am 1. Mai 1890 ergriffen 7 Uhr Abends, mit Ausnahme der Mittagsstunden von 12-8 Uhr, geöffnet. Tausende von amerikanischen Squatters von den Ansiedelungen die Arbeitsvermittlung geschieht unentgeltlich. Sozialdemokratischer Klub der im Buchdendigewerbe beschäftigten rings um Oklahoma Besiz und ließen sich hier mit Kind und Arbeiter. Heute Freitag, Abends 8% Uhr: Ordentliche Versammlung im Regel nieder. Alle Proteste der verdrängten Indianer waren Restaurant Preußer, Seydelstraße, Nr. 30. Borlesung: Eine Parlamentsrede umsonst, und als ihnen nicht einmal eine Geldentschädigung Byrons. Distuffion. Wahl der Revisoren(§ 3 des Statuts). Versammlung der Filzschuharbeiter und Berufsgenossen Berlins bewilligt wurde, zogen sie sich gegen Ende des Jahres 1890 in das und Umgegend am Montag, den 28. September, Abends 8 Uhr, bet Seefeldt, ihnen zugewiesene Territoriumi von Oklahoma zurück. Aber auch hier Grenadierstr. 33.( Näheres Sonntags- Inserat.) Eele- und Diskutirklubs. Freitag.„ Karl Marr", Abends 9 Uhr, ließ man ihnen keine Ruhe. Es folgte ein Krieg zwischen den bet Grube, Mariendorferstr. 10. Gafte haben Zutritt. eft en", Abends regulären amerikanischen Truppen und den ungeordneten Haufen 8% Uhr bei Böhland, Bülowstr. 52. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, haben der Rothhäute, ein Krieg, der drei Monate dauerte und mit einem Massakre der Creek Indianer endete. Der jüngste Erlaß Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Freitag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. aifer's cher des Präsidenten Harrison ist nun angeblich dazu bestimmt, den Männerchor", Schönhauser Allee 28 bei Kuhlmey. Arbeiter Gefang- Frieden zwischen den Amerikanern und den Ureinwohnern des verein„ Nord", Brunnenstr. 38 bei Gnadt.- Gesangverein, Vorwärts 1" Landes zu besiegeln. Es glaubt nur Niemand recht daran. Die S.D. Adalbertstraße 21 bet Roll.- Gefangverein orbeerfranz", WeinDie Filiale der Wirker und Wirkerinnen hielt am straße 11 bei Feind. Rummer's cher Gesangserein", Elisabethstr. 11 bei Amerikaner behaupten, daß die Bernichtungskämpfe gegen die 17. September eine Versammlung ab, in welcher Gen osse Roland Rüth.- arthaus'scher" Gefangverein, Frankfurterstr. 79 bei Krüger. eingeborene Bevölkerung vom Standpunkte der" Zivilisation" über die Kraft und Stofftheorie zur vollsten Zufriedenheit der Buchbinder Männerchor" Berlins, Alte Jakobstr. 75 bei Feuerstein. eine Nothwendigkeit seien, und die Indianer sehen dem vollGefangverein, Matglöckchen", Hochstraße 32a, bei Wilte. Gesang mit einer gewissen Anwesenden sprach. Von einer Diskussion wurde Abstand ge- verein" Gemütlichkeit"( Pußer), Seydelstraße Nr. 30. Gesangverein ständigen Untergange ihres Stammes Vor dem Hereinbrechen nommen. Hierauf wurden die Kollegen Mähler, Schrader und Jugendfreuden", Bergstraße 68 bei Reller. Gefangverein" Iris", fatalistischen Seelenruhe entgegen. Gesangverein„ Collegia". Steichenberger der Sintfluth kommt es aber sicherlich noch zu einem Kampfe Schein und die Kolleginnen Kerst und Knebel in die FachKöpniderstr. 127a bei Küster. straße 16, bei Pätzold. Gefangverein" Hoffnung" Friedrichs tommission gewählt. Liebers und Gustav Janz plädirten für berg, Friedrich Karlstraße 34. bis aufs Messer, und man wird vielleicht schon in wenigen Gefangverein yra 2", Charlottenburg, Einführung des" Textilarbeiters". Der Erstgenannte und Kollege Rosinenstraße 3 bei Grischow. Gesangverein" Johanni", Rüdersdorfer Wochen von einem neuen Indianerkriege hören, der voraussicht Gesangvereint berte", rangel- lich der letzte sein wird. Die Träume der Humanitätsapostel, Wengels schlugen vor, in jeder größeren Werkstelle einen Kollegen fraße 45, Gesellschaftshaus Oftend. straße 84, b. Ulbrich. Gesangverein ,, Palme" in Welten, bei Schröder. zu ernennen, welcher für den Verkauf von Beitragsmarken und Gesangverein„ Blaue Schleife" in Bantow, Mühlenstr. 24, bei Stöhr. welche die Wilden nicht mit brutaler Gewalt, nicht durch die für Lieferung des Textilarbeiters" Sorge zu tragen habe; für Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. erdrückende Ueberzahl der Weißen, nicht durch die mächtigen und die Kollegen, welche in kleineren Werkstellen arbeiten, sollten bei Freitag: Verein„ Grüne Tanne" 9 Uhr bei Teßner, Martusstr. 8. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Berliner Zurngenossen entnervenden Bundesgenossen Gin und Whiskey zivilisiren wollten, verschiedenen Kollegen Zahlstellen errichtet werden, wo gleich- schaft, 9. M.- Abth. Jeden Dienstag und Freitag 8-10 Uhr, Blumenstr. 63a. sondern durch Schulen und gerechte Geseze, find ausgeträumt, zeitig der Textilarbeiter" in Empfang genommen werden könne. Uncle Sam wird nicht eher ruhen, als bis das Sternenbanner Männerchor Waldesrauschen", Markgrafenftr. 87 bei Weigt. Im Verschiedenen verlas Kollege Voigt die Abrechnung vom Männer- Gesang- Verein" union" Abends 9 Uhr, in der Berliner Bock auch in Oklahoma herrscht, und die lezte Rothhaut wird vielleicht Brauerei. Musikdilettanten- Berein Glode" 9-11, lebungsstunde. Neue diesjährigen Sommerfest; nach derselben ist ein Ueberschuß von Mitglieder werden aufgenommen. Gesangverein„ ibertee". Bei Ulrich, bald, wie der Freiligrath'sche Mohrenfürst, in irgend einer Jahr 68,25 M. zu verzeichnen. Dann machte Kollege Liebers bekannt, Wrangelfir. 84. Stimmbefähigte Genoffen werden gewünscht. Tambour: marktsbude ihr klägliches Dasein enden. daß die Schuldenkommission in der nächsten Versammlung ihr verein Wirbel", Sellerstr. 3, bei Neumann. Aufnahme geschulter MitMandat niederlegen werde und diejenigen Kollegen, welche bistrom 17. Bebensjahr an. 9 10% hr. dahin ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen sind, öffentlich Mufit- Dilettantenverein Staccato" Dirigent A. Lepke. Freitag, bekannt gemacht würden. Kollege Heinze bedauerte den schwachen Besuch der Verſammlung und meinte, infolge der in unserem Berufe herrschenden üblen Verhältnisse müßte doch bald den Kollegen ein Licht derart aufgehen, daß sie sich dem Verband anschlössen, was übrigens einfach Pflicht jedes Kollegen sei, denn der Verband fördere nur das Wohl der Maurer Deutschlands. Der Vorsitzende forderte zum Schluß die Anwesenden auf, sich recht eifrig der Agitation zu befleißigen. Zutritt. 17 " 1 " " " = Briefkaffen der Redaktion. G. B., Goslar a. H. Berlin SW., Lindenstr. 44. E. M., Duisburg. Wir fennen einen solchen Verleger nicht H. 100. Wenden Sie sich an einen Arzt. Zwei wettende Klempner. Leipzig ist mit seinen Vor städten die zweitgrößte Stadt Deutschlands. Lambrecht. Die Protokolle fino noch nicht erschienen, Warnung können wir nicht aufnehmen, da sie nur eine Lokals angelegenheit betrifft. Uebungsstunden Dienstag und Freitag von AufAbends 9 Uhr, Stromstraße 28, bei Herzog, Uebungsstunde. nahme neuer Mitglieder. Erscheinen sämmtlicher Mitglieder nothwendig. Tainbourverein Borussia", ehem. Alsen. Uebungsstunde jeden Dienstag Die Versammlung des Bildungsklubs der Hausdiener, und Freitag im Restaurant Feldhahn, Weidenweg Nr. 12. Vergnügungswelche am 18. September stattfand, war gut besucht und bot verein Glück auf", Abends 8% Uhr, Sigung bet Möwes, Fichte= eine Vorlesung über den heiligen Rock zu Trier, welche von den straße 29. Nach der Sigung Tanz. Gäste willkommen. Vergnügungsverein, Euphrosyne". Sigung mit Danten Abends 9 Uhr im Anwesenden mit reichem Beifall aufgenommen wurde. In der Restaurant Wohllebe, Alexandrinenstraße 110. Nach der Sigung Diskussion hoben mehrere Kollegen die Gewinnsucht der katho- Tanz Gäste willfommen. Geselliger Verein Immergrün Berein ehet. lischen Kirche und die fortwährende Geldverlegenheit der katho- Abends 9 Uhr, im Restaurant Heinide, Oranienſtr. 36. Schüler der 38. Gemeinde Schule, Gigung, Abends 9 1hr, im Leschen Priester hervor. Unter Berschiedenem": fanden die Grand Restaurant„ Kornblume"( Inh. Dito Roll), Andreasfer, 3. Gäste Beitungsfrage, fowie mehrere andere Angelegenheiten, ihre Er- willkommen. etchfelblatt", Abends 9 Uhe, Stalizer ledigung. Eine Anfrage des Kollegen Röslinde, welche gesetz- Rauchttub Ohne 3wang", Abends 8% ihr, bei W. Spaeth, Weinstraße 28. straße 147a, bei Wichert. Gäjte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Rauchflub„ Rothe Qua ít e". Jeden Freitag, Abends 9 Uhr, bei Gimede, ist lichen Vorschriften er beim Austritt aus der Landeskirche zu befolgen habe, wurde von Seiten des Vorstandes sowie mehreren Köpnickerstr. 130. Rauchflub Rothe Melte". Jeden Freitag Abends anderen Kollegen genügend beantwortet. Ein Redner mißbilligte 9hr bei F. Steuer, Weinstr. 22. Gäste durch Mitglieder eingeführt haben Privat- Theatergesellschaft Augusta Viktoria" heute Abend das Verfahren der Firma Gebr. Simon, Klosterstraße, welche s uhr: Sigung Perlebergerstraße 13. Aufnahme neuer Mitglieder. Stattlub ebenso, wie auch andere Firmen( bei Umzügen), trotz der fort- Tournee", Abends 8 Uhr, beim Genossen Start Ullrich, Wrangelstraße 84. stimmen ja überein, im" Peuple" sind nur noch 23 Sh. Soften Pfeifenklub Butritt. und Feuerwehrleute, welche im Dienst stehen, verwenden soll. tommen. Rauchklub die .It Er Vi Iid fre 59 ber Pc De 22 39 in beri ver setzt Kon ers Pa Ad öffe not Ei wa 30. Laft m Ma pri wc SE ein he 6 fti ſch 00 Re ge Wiesbaden. Ein derartiges Einschreiten gegen eine Person be sei ur R beantwortet werden. 5. R. 91. Nationalliberal. Vertrauensmann Ihres Wahlkreises. Verantwortlicher Redakteur: R. Crouheim in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Beide Mittheilungen