Nr. 67.] ld be minden ble allignons lion Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illustrirter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostVorwärts Abonnement: int: 3,30 Mart pro Quartat, fourphost Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1898 unter Mr. 7576.ind Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das hidde übrige Ausland 3 Mart pro Monat. And the Gefcheint täglich außer Montags. wou thrip tiidu odn roa dut ko sid Berliner Volksblaff. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr af beträgt für die fechsgespaltene Kolonelgetle ober beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, bido fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 44 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben marden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, doshan Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Bernsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. m Sonntag, den 20. März 1898. 1848. Erinnerungstage der Revolution. 19./20. März. der fo In Berlin war es am Abend des 19. noch ziemlich tumultuös Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: .: Politische Meberlicht. Außer unseren Rednern nahm der Abg. Bech( frs. Bp.) wiederholt das Wort, um den Standpunkt der Opposition zu wahren. Die Vertheidigung der Kommissionsbeschlüsse und der reaktionären Bestimmungen wurde ausschließlich von den Rednern des Bentrums geführt, darunter auch der rothe" Schmitt ( Mainz). auch bei anderen Etats mit langjährigen Bewilligungen an Das Palladium der Verfallung. den Reichstag herantreten. Dank der Nachgiebigkeit des Zentrums verliert das deutsche Daß aber gerade das Zentrum diese Voraussage durch Berlin, 19. März.i Volt durch die Annahme des Flottengesezes eines seiner wich seinen Bewilligungseifer wahr machen muß, das zeigt, daß die Aus dem Reichstage. Die Fortsetzung der Debatte tigsten Rechte, das jährliche Bewilligungsrecht einstigen Grundfäße der Zentrumspartei als einer Volkspartei über den Militär- Strafprozeß, die gestern zu so erregten des Marine Etats. Das Bentrum nimmt eine um so von der Fraktion Bieber endgiltig auf Debatten führte, die mit dem Gegenstand der Tagesordnung schwerere Schuld durch die leichte Hingabe dieses Rechtes auf gegeben sind. Die Preisgabe des Budgetrechts ist freilich nur in sehr losem Zusammenhange stauden, verlief fich, als gerade diese Partei nach ihrer ganzen Tradition ver- um so verwerflicher, als bei der Marinevorlage nicht heute sehr ruhig und ohne jede Unterbrechung. Zwar pflichtet war, ein Recht dem Volke zu erhalten, dessen Ver- einmal auf ein einstimmiges geschlossenes Urtheil Lagen noch eine große Bahl von Abänderungsanträgen theidigung das Zentrum sich bisher noch immer mit seiner Fachautoritäten hingewiesen werden kann, wie 1887 an- vor, darunter auch mehrere von unseren Abgeordneten, doch ganzen parlamentarischen Kraft angelegen sein ließ. Im läßlich des Militärseptennats. Vielmehr spricht gerade der Grabe würde sich der selige Windthor st umdrehen, wenn fortgesetzte Wechsel in den Anschauungen der Autoritäten bei stand die Majorität auf grund der Kommissionsbeschlüsse fest, er das jammervolle Schauspiel sehen könnte, daß die nämliche allen Fragen der Ausgestaltung der deutschen Marine erst so daß alle Anträge, sowohl die von der linken Seite, wie auch die von der Rechten, die meist auf WiederPartei, die noch vor Jahren des Volkes und der Volks- recht für die Nothwendigkeit einer dauernden und regel herstellung der Regierungsvorlage abzielten, abgelehnt wurden. vertretung Rechte in heftigen Rämpfen mit der Regierung mäßigen Kontrolle der Marineausgaben durch die Volks- Von unserer Seite griffen die Abgg. Bebel und wahrte, heute skrupellos die Jnteressen des Voltes in leicht vertretung. Dertel besonders bei den§§ 270 und 275 in die Debatte finniger Weise preisgiebt. Windthorft verleugnet und der Papst beschämt ein. Diese Paragraphen handeln von der Deffentlichkeit der Als im Jahre 1886 die Regierung das Septennats- triumphirt die Regierung über das heutige Parlament, die Gerichtsverhandlungen resp. deren Beschränkung oder Ausgesetz unter Vermehrung der Militärlasten einbrachte, da nämliche Regierung, von der Abg. Lieber noch vor ein paar schluß. Nach§ 270 sollen über den Umfang der Deffentlichkeit war es das Zentrum, das zwar alle Forderungen der Regierung Jahren sagte, fie müsse wegen ihrer cäsaristischen Anordnungen des Kaisers entscheiden. Bei der Abneigung, die inhaltlich ganz bewilligte, aber die Ablehnung des Gesetzes und Neigungen bekämpft werden. die Auflösung des Reichstages dadurch herbeiführte, gerade dem öffentlichen Gerichtsverfahren gegenüber in miliDas Zentrum hat dem Volke gegenüber seine Ver- tärischen Kreisen herrscht, kann wohl angenommen werden, daß daß es nicht gesounen war, ein höchstes Recht des Volkes der sprechungen schlecht erfüllt, es hat das Gegentheil von dem ge- die beschlossene Deffentlichkeit nichts mehr wie ein Dekorationsder Regierung gegenüber preiszugeben. Um die ganze Größe halten, was es in seinem Um die ganze Größe halten, was es in seinem Wahlaufruf von 1887 ver- flück ſein wird, von dem man möglichst wenig Gebrauch des Verraths, den das Zentrum am Volke vollzieht, ermeffen fprochen hat. zu können, sei jener Kampf des Zentrums rekapitulirt, den Die Zentrumsfraktion wird, wie sie es immer gethan hat, so 3u machen Neigung hat. Unsere Genossen versäumten nicht es damals unter der Führung Windthorst's gegen Bismarck auch in Zukunft jedem Versuche, die verfassungsmäßigen Rechte auf diese Seite der Komödie hinzuweisen und protestirten sie ausfocht. pl des Boltes zu schmälern, einen unbengfamen Widerstand entgegen besonders gegen die geradezu ungeheuerliche Bestimmung in изб fezzen." § 275, wonach die Frauen beim Ausschluß auf die gleiche Stufe mit Auf sieben Jahre sollte wiederum der Bestand des Heeres Die Wähler, die auf solche Worte gebaut haben sie Minderjährigen und solchen Personen gestellt werden, die nicht im festgelegt werden, und mit den nämlichen Gründen wie heute haben, wie die Erfahrungen mit der Flottenvorlage zeigen, Befige der bürgerlichen Ehrenrechte sind. Auch gegen die Bes bei der Begründung der Marinevorlage, wurde damals die auf Sand gebaut. Das Palladium der Verfassung ist preis- ftimmungen über die Beschränkung in der Auswahl der Erneuerung des Septennats begründet. Schon in der Kom- gegeben, ein vom Zentrum einst hochgehaltenes Recht, für das Bertheidiger sprach der Abg. Oertel, indem er darauf hinmissioussigung gab Windthorst den Ton für die Haltung Windthorst seine letzte Kraft einsetzen wollte, ist geopfert, das wies, daß diese Einschränkungen nichts weiter seien als Proder Zentrumspartei an. Abgeordneter Huene stellte den Antrag, die Vorlage zu bewilligen, aber statt auf Bentrum hat den absolutistischen Bestrebungen in die Hände dukte der Augst vor der Sozialdemokratie in den leitenden fieben nur auf drei Jahre. Windthorst begründete diesen gearbeitet und die Regierung zu immer rüdsichtsloserem Vor- Kreisen der Armee. Antrag. Das Bentrum habe nur deshalb eine fürzere Be- gehen gegen die Volksvertretung und das Volk ermuthigt, willigungsfrist vogeschlagen, damit der nächste Reichstag auch prüfen könne, ob eine derartige Aufrüstung noch nöthig sei. tanis Eine spätere dauernde Kontrolle sei nöthig, weil das ärmere Bolt die Hauptlasten zu tragen habe. Um die Deckungsfrage in der Hand zu behalten, wollen wir sie für kürzere Zeit beZum Schluffe der Berathung tam noch ein abgekartetes willigen. Meine letzte Kraft werde ich daran setzen, das Palladium der Verfassung zu sichern. Es ist eine angegangen. Eine große Menschenmenge wälzte sich gegen das Zwischenspiel vor, indem der bayerische Zentrumsführer Professor von Hertling erklärte, warum er seine AnTäuschung, daß wir uns für das Septennat erklären werden." Palais des Prinzen von Preußen( späteren Kaisers Wilhelm I.), um träge bezüglich des besonderen obersten bayerischen Ge Bei der zweiten Berathung im Plenum hatte die Stellung es zu zerstören. Es wurde gerettet, indem man es mit der Aufrichtshofes nicht eingebracht habe, und der Kanzler bestätigte, des Zentrums die heftigsten Angriffe von seiten Bismarck's schrift Nationaleigenthum" bedeckte. Bald darauf entflob der Prinz daß über diese Frage direkte Verhandlungen zwischen München auszuhalten; auch die gewiß hochbewerthete Autorität nach England. Mißliebigen Personen, so vor allem dem Ober- und Berlin stattfänden. Moltte's wurde gegen das Zentrum ausgespielt. Bewillis bürgermeister Bewilli bürgermeister Krausnic, wurden Raßenmusiken Razzenmusiken dargebracht Daniit war die zweite Lesung des Militär- Strafprozesses gungen auf furze Frist" führte Moltke aus fei les auf und die Stadt glänzend illuminirt. Selbst die kaiserlich erledigt. Die Absicht, nunmehr die Abstimmung über den ein, sei es auf drei Jahre, helfen uns nichts. Die Grundlage russische Botschaft illuminirte. Dem beliebten Polizei: zurückgestellten Paragraphen, betreffend das Wiederaufnahmejeder tüchtigen militärischen Organisation beruht auf Dauer und Stabilität; neue Radres werden erst wirksam im Verlaufe präsidenten brachte man ein Ständchen. Der Korrespondent einer verfahren unschuldig Berurtheilter, vorzunehmen, konnte nicht einer Reihe von Jahren." Die Autoritäten von Fach, die Regie- auswärtigen Zeitung schildert diesen Abend:„ Das Bolt durchzog in ausgeführt werden, da Singer die Beschlußfähigkeit des Hauses anzweifelte. Beim Namensaufruf waren nur 165 Mitrung waren geschloffen gegen das Zentrum, aber trotz aller Angriffe freudigfter Aufwallung, meistens bewaffnet, die Straßen. Kein glieder anwesend, das Haus also beschlußunfähig. blieb es auf seinem Standpunkte, und selbst der Spottname Exzeß, keine Verlegung des Eigenthums ist vorgefallen! Gewiß Zivil- Moltke" fonnte den Abg. Windthorst in keiner Weise 200 000 Menschen waren auf den Beinen, erregte Menschen, erfüllt erschüttern. Er maße sich absolut nicht an, sich über die mili- von dem Andenken an ihre gefallenen Brüder, erschüttert durch die Im prensischen Abgeordnetenhause begann gestern die Be tärischen Autoritäten stellen zu wollen, er bewillige der Re- Schreckensthaten des vergangenen Tages, und darunter viele rathung des Etats der Eisenbahn Verwaltung. gierung vielmehr jeden Mann und Groschen, aber als Volts- hungernde Menschen. Und kein Exzeß fiel vor!" schon vor einigen Wochen auf der Tagesordnung stand, damals aber vertreter habe er um die spärlichen Rechte des Voltes der abends trafen auch die freigelassenen Gefangenen aus Spandau in Wenn man bedenkt, daß Minister Thielen ausdrücklich um die infolge der plöglichen Erkrankung des Ministers vertagt wurde. Regierung gegenüber zu kämpfen, und bei diesem Kampfe Absetzung des Etats von der Tagesordnung gebeten hatte, um vor schrecke er auch vor den Drohungen Bismard's Berlin ein. Am nächsten Tage, dem 20., wurde eine Bekanntmachung Unfälle der letzten Beit, so hätte man wohl erwarten können, daß dem Lande Rechenschaft abzulegen über die zahlreichen Eisenbahnnicht zurück: Lösen Sie uns doch auf, dann wird sich ja zeigen, wie die Sache steht. Will das deutsche Bolt erlassen, durch welche Amnestie für alle politischen Vergehen und er jetzt eingehend über die Ursachen jener Unfälle und über die dann hierher eine genügende Anzahl von Männern schicken, die Verbrechen gegeben wurde. Ferner wurden die Pfänder unter fünftigen Mittel zu ihrer Verhütung berichten würde. Aber weit unbedingt thun, was der Reichskanzler will, so hat das fünf Thalern unentgeltlich zurückgegeben. Magistrat und Stadt gefehlt! Seine faft zweiftündige Rede glich den Reden, mit denen deutsche Volt dazu ein Recht. Dann aber könnte das Bolt verordnete erklärten, den gefallenen Brüdern ein feierliches Be- er auch sonst die Berathung des Eisenbahn- Stats einzuleiten pflegt, wie ein Ei dem anderen; auffallend war höchstens ebensogut sagen: Wozu diese Rosten? Wozu dieser ganze gräbniß bereiten zu wollen. der matte Ton, der darauf schließen läßt, daß der Minister sich embarras, wenn die ganze Maschinerie nur bestimmt ist, um Base in von seiner Krankheit noch nicht völlig erholt hat. Das Hauptschließlich topfzunicken?" Der Abgeordnete sei verNachmittags wurden nebft vielen anderen politischen Gefangenen gewicht legte er wie stets auf die zahlenmäßige Darstellung des Era pflichtet, auch für Erhaltung der Verfassung zu sorgen; 254 wegen Hochverraths verurtheilte Polen freigelassen und mit gebniſſes des Eisenbahnbetriebes, das nach wie vor ein günstiges ift. Im laufenden Jahre werden die Ueberschüsse voraussichtlich ihre aber erschreckend am Throne. Würde das Zentrum großer Begeisterung gefeiert. Abends war die Stadt wieder be größte bisher dagewesene Höhe erreichen, und dieses gute finanzielle nachgeben, so würden noch andere Etats auf sieben Jahre leuchtet. Doch plötzlich verbreitete sich das Gerücht, der Prinz von Ergebniß ist nach Ansicht des Ministers nicht durch eine Ver gefordert werden, dann höre das Budgetrecht auf. Preußen stehe mit einer Armee vor den Thoren. Dies erzeugte minderung der Ausgaben, sondern durch die Steigerung des Ver Bequemer sei es ja, mit siebenjährigen Perioden zu arbeiten, die größte Aufregung. Es wurde Sturm geläutet, zu den Waffen betracht kommende Personal in den letzten Jahren erheblich vermehrt u ben fehrs erzielt worden. Daß das für den Betrieb in erster Linie in die meisten Mitglieder der Regierungen seien in absoluten gegriffen und mit dem Barrikadenbau begonnen. Doch war es ist, unterliegt feinem Zweifel, es fragt sich nur, ob seine Vermehrung Verfassungszuständen aufgewachsen, sie könnten sich an ton- blinder Lärm gewesen, und aämälig beruhigten sich die Gemüther in einem richtigen Verhältniß zu der Steigerung des Verkehrs steht, stitutionelle Einrichtungen schwer gewöhnen. Nach den jezigen wieder. und diese Frage wußte der Minister geschickt zu umgehen. Ueberhaupt Erfahrungen sei es zweifelhaft, ob in Deutschland eine Berfaffung möglich sei. ist, wenn man Herrn Thielen reden hört, alles in befter Ordnung, die Eisenbahnunfälle sind keineswegs so außergewöhnlich zahlreich, und an der Beunruhigung des Publikums ist, wie immer, die böse Preffe fchuld, die geradezu himmelschreiende Borwürfe gegen die Vera waltung erhebe. Dabei mußte der Minister aber in einer späteren Rede selbst zugeben, daß das Lokomotivpersonal auch nach seiner Ansicht eine zu lange Dienstzeit hat und daß die Verwaltung in Erwägungen darüber eingetreten ist, ob nicht die Dienstzeit dieser Beamten auf höchstens zehn Stunden herabgesetzt werden soll. Mit den üblichen allgemeinen Phrasen, daß die Regierung alles thun wird, was in ihren Kräften steht, um die Zahl der Eisenbahnunfälle zu vermindern, schloß die vom Hause ohne jeden Beifall aufgenom mene Rede. " an derselben räche sich . Spät Der König Ludwig von Bayern legte heute vor fünfzig Jahren In diesen von Windthorst vertretenen Anschauungen war die Krone nieder. Er wußte sich wohl in den neuen liberalen Redamals das Zentrum einig. Die Auflösung tam; Bis- gierungsformen nicht zurecht zu finden, auch fürchtete er den Momard schickte den unfehlbaren Pa p ft gegen die Zentrums- ment, wo die am 16. zusammengetretenen Rammern von ihm opposition ins Treffen; ein Theil der adeligen Zentrums- Rechenschaft über die für die für Staatszwecke empfangenen, aber Abgeordneten splitterte später ab, doch in der Hauptsache blieb für persönliche Liebhabereien verpraßten Gelder fordern würden. das Zentrum auch im neuen Kartell- Reichstag seiner ersten In einem seiner partizipienreichen Gedichte ließ der gute Ludwig Auffassung getreu und ein süddeutsches Zentrumsblatt schrieb seinen Schmerz in folgender Weise ausklingen: damals mit Stolz:„ Der Hort der Volksrechte ist allein das Bentrum." Nun, was vor elf Jahren die militärischen Autoritäten, Bismard war selbst Leo XIII. nicht zu Wege brachten, das Zentrum zu einer Preisgabe des Palladiums der Verfassung" 2100 " zu bewegen, Herr Titpit hat es im Jahre 1897/98 spielend erreicht. Es ist eingetroffen, was Windthorft vorausgesagt hat: erhält die Regierung das Militärseptennat, so wird sie Berlassen und traurig wandelnd adla Zieh' ich in die Welt hinein, Denn frei und groß nur handelnd, Mocht ich Euer König sein. Ich hab' Euch sehr geliebet, That Nächste Sitzung Montag 12 Uhr. Etatsberathung. Eine schärfere Tonart als Herr Thielen schlug der eigentliche Eisenbahnminister Dr. v. Miquel an, der wieder einmal das hohe Lied auf seine geschickte Finanzpolitit fang und sich gegen den Vor wurf allzu großer Fistalität verwahrte. Seine Rede bewies von neuem, daß er die Eisenbahnen nicht in erster Linie als ein Verkehrs= Das schuf mir arge Bein.inftitut, sondern als eine Einnahmequelle für allgemeine Staats Ihr habt mich sehr betrübet, bedürfnisse betrachtet und daß er, diesem Prinzip getreu, möglichst| hohe Ueberschüsse au erzielen bestrebt ist. Die allerhöchfte[ Botschaft vom 17. November 1881, auf welche das konservative Programm sich beruft, wird mit recht daß sozialpolitische Vermächtniß unseres großen Raifers genannt." Von der ebenso allerhöchsten Boischaft des regierenden Raifers ist mit feinem Wort die Rede. Und das Invaliditätsgefeß, biefes Bermächtniß des großen Kaisers", möchten die braven Konfervativen ie früher defto lieber aus der Welt geschafft haben! Die Sozialpolitik der Konservativen ist ein Ding, das man im Märchenlande fuchen muß, in der Welt der Wirklichkeit aber ſelbſt bei ängstlichstem Bemühen nicht finden kann. Das ist zunächst lediglich eine finanzielle Sicherung gegen-| Muß das dem Herrn Kropatscheck bitter schwer gefallen sein! Bier über der Betinger Bentralregierung, an welche die chinesischen ist von Sittlichkeit, Christenthum und anderen schönen Dingen der lokale Wünsche zur Sprache brachte, gestern nur zwei Redner, bie Steuern abliefern. Der Pferdefuß sieht jedoch aus der weiteren Be- folgende Gaz: Mus dem Hauſe kamen, abgesehen vom Abg. Graf Moltte( ft.), Würdenträger der Provinzen die Ueberschüsse" der Binnenzölle und darin die Rede, aber nicht viel mehr von Sozialpolitik, als ber Abgg. Schmieding( natl.) und Gothein( frf. Wg.) zu Worte, von denen ersterer mit dem Finanzminister, feinem früheren Fraktions: ftimmung heraus, daß auch die Verwaltung der bezeichneten Likin genossen, scharf ins Gericht ging und namentlich auf das geringe zölle und Stenern fortan der Oberaufsicht des( europäischen) Entgegenkommen hinwies, das Herr v. Miquel den Kommunen bei Generalinspektors der chinesischen See zoll- Berwaltung unter Eisenbahn- Bauten erweist. Sowohl Schmieding als Gothein unter- ftellt" ist. Das ist ein flatschender Peitschenhieb gegen die gogen verschiedene Einzelheiten im Eisenbahn- Betrieb einer strengen, elende Mandarinenwirthschaft, die in den Binnenzöllen nichts aber durchaus fachlichen Kritik und beklagten sich über ben wie eine unerschöpfliche Quelle zur Bereicherung der Bize Affefforismus in der Bahnverwaltung. Ihr Verlangen, statt der tönige und Beamten der Provinzen sah. Die Oberaufsicht" Juristen mehr Techniker zu den Verwaltungsgeschäften auzulaffen, wird wohl sehr bald zu einer vollständigen Umgestaltung der Die heute fortgesetzte Berathung verlief für den Minister sehr unerträglichen Belastung des inneren Verkehrs führen. Unfälle einging. Jeder von ihnen brachte nur ganz nebensächliche Dinge zur Sprache, und es war dem Minister leicht, Abhilfe der vorgebrachten Beschwerden zu versprechen. Von Wichtigkeit ist nur feine Mittheilung, daß die Vorarbeiten für eine Gehalts- Auf befferung der Unterbeamten in Angriff genommen find und voraussichtlich im nächsten Jahre durchgeführt werden. Auf den übergroßen Mangel an Arbeitskräften, der es oft unmöglich macht, die Heglements strenge innezuhalten und infolge deffen Unglücksfälle herbeiführt, kam Abg. 153el( 8) du sprechen. Eine Er widerung auf diese Vorwürfe wurde ihm vom diegierungstisch jedoch werden. nicht zutheil. war, Montag wird die Berathung fortgesetzt. arbeiten müßten." " " Herr Hülle erweitert sein sehr einträgliches, wenn auch Festgelegt ist ferner in dem Vertrag, daß die Ver von sichtbarem Erfolge bisher nicht begleitetes Geschäft der Sozia waltung der See zölle der Vertragshäfen während der ganzen listenvernichtung. Er hat in diesen Tagen eine Zweigstelle feines Dauer der Anleihe, also fast bis in die Mitte des nächsten Jahr Geschäfts in Effen aufgethan. Die Krupp'schen Arbeiter sollen wohl hunderts, weiter bestehen solle und daß die für diese An- dort besonders eindringlich von der Arbeiterfreundlichkeit der Posaleihe verpfändeten Litin- Bölle und-Steuern weder herabgesetzt dowsly und Genossen und von der Hingebung des Unternehmernoch abgeschafft werden dürfen", es sei denn durch leber- thums für die Arbeiter überzeugt werden. Herr Krupp zahlt wohl eintonummen mit den beiden deutsch- englischen Banken. Die Koften, soll ihm doch alles zu gute kommen. Man sieht: wenn China in dieser Art weiter borgt für Schleswig- Holstein 500 m. augebilligt. Wie eine solche GeldHerr Hülle erhält jetzt auch von der Landwirthschaftskammer wird es bald ausschließlich von seinen Gläubigern regiert ausgabe sich mit den Aufgaben der Landwirthschaftskammer vereinbaren läßt, ist uns freilich nicht klar. Deutsches Reich. Aus Oberschlesien, 18. März.( Eig. Ber.) Die Rattow. 3tg." schreibt: Wie wir erfahren, hat der Herr Kardinal die oberschlesische - Der Bundesrath hat sich das allerhöchste Geistlichkeit angewiesen, in den Predigten auf die Gefährlichkeit des § 138a Abfah 5 der Gewerbe- Ordnung. Zu der Be: mißfallen der Zuckerindustriellen zugezogen und Ratolit" und auch insbesondere auf seine fozialdemokratischen Berichtigung" des„ Reichs- Anzeigers" bringt das Berliner Tageblatt" strebungen hinzuweisen. Diese Nachricht, wenn sie wahr ist, bein der Morgenausgabe seiner letzten Sonnabendnummer eine in war weil er zu arbeiterfreundlich ist! Regierungstreifen fursirende" Darstellung der Angelegenheit, die den neuen Reichsamts des Innern und des Bundesraths einverstanden eine 28eifung Kopp's zurückzuführen ist, was die Schlef. Volksstg." Wir sind hier ausnahmsweise einmal mit der Haltung bestätigt, daß das Vorgehen der Geistlichen gegen den Ratolit" auf Hergang bei der Berichtigung" wie folgt erflärt: Als der Fehler entdeckt wurde, regte eine Behörde beim Reichs- und wollen nur hoffen, daß die Regierung nicht, wie so oft, schließ- leugnen will. Wie früher, wird auch jest ber" Hinweis" auf den Als der Fehler entdeckt wurde, regte eine Behörde beim Reichs- lich vor den verwöhnten Liebesgabenempfängern zu Kreuze kriechen wird. Satolit" darin bestehen, daß seine Lektüre bei Strafe der amt des Junern an, die Gewerbe- Didnung einfach so auszulegen, Wir geben kurz die Sachlage wieder: Absolutionsverweigerung von den Kanzeln herab verboten wird, als ob 3 und 4( und nicht 2 und 3) im Gesegblatt stände. Dazu Der Bundesrath hatte unter dem 24. März 1892( Reichs- Gefeß was natürlich dem Katolik" hunderte neuer Leser bringt. Bon fonnte sich das Amt aber nicht verstehen und wurde in dieser Aufblatt 1892, G. 334) auf grund des§ 139a der Gewerbe Ordnung fozialdemokratischen Bestrebungen ist er weit entfernt; er nimmt faffung von seinem Juftitiar, dem Reichs- Justizamt, unterstützt. für die Arbeit in den Zuckerfabriten eine besondere Regelung ge- höchstens das Intereffe der Arbeiter etwas mehr wahr als die sonstigen Diefes hielt aber die Berichtigung im Reichs- Gefeßblatt" für un troffen.org, int ilike asd bildeutschen Zentrumsblätter. Ho bedenklich, da es sich bei der falschen Angabe im Gesetzblatt lediglich low mo Ginmal follen Arbeiterinnen und jugendliche um die falsche Beurkundung eines richtig gefaßten Beschlusses" Arbeiter keine Rübenwäschen und Rübenschwemmen( in den Boden Baden wurde in der letzten Sigung der Abgeordnetenkammer Die Handhabung des Vereinsgefeges in handelte. Nachdem sich auch der Bundesrath dieser Ansicht des Fabrithofes gemauerte Kanäle mit durchströmendem Wasser) einer vernichtenden Kritik unterzogen. Besonders Gen. Geck nahm angeschloffen und der Präsident des Reichstags befragt worden bedienen. Weiter sollen sie nicht thätig fein im Fülhause, in den Herrn Eisenlohr böse mit, er widmete dem Verbote der VersammRathe zog, wurde die Berichtigung im„ Reichsgefeßblatt" veranlaßt. Wäscheräumen, ſowie anderen Arbeitsstätten, an welchen eine anßer- lungen Bebel's, des Abgeordneten für Straßburg, kräftige Worte. der feinerseits wieder den damaligen Referenten zu Bentrifugenräumen, in Krystallisationsräume, Trockenkammern und Man stützte sich dabei auf einen Präzedenzfall aus dem Jahre 1873... gewöhnlich hohe Wärme herrscht. Die schwere Arbeit an dem eis Aus Heffen, Mitte März.( Eig. Ber.) Der hessische Laudtag Wenn nun hiergegen wegen des formalen Procedere Einwendungen falten Wasser im Winter, die Thätigkeit in der Tropenhige der hat sich in einer der letzten Sigungen mit der Reorganisation erhoben werden, so dürfte es am zweckmäßigsten sein, in einem Einzel- genannten. Abtheilungen finden die Fabrikanten im allgemeinen des hessischen Fabrik- Aufsichtswesen 3 beschäftigt. Neben fall die Frage zur Routeftation des Richter zu bringen, durchaus passend für den weiblichen Organismus, sie wollen daher der sozialdemokratischen Kammerfraktion haben noch die Abwie der§ 1888 der Gewerbe- Ordnung auszulegen sei, ob nach der die Berbote zum mindesten beschränkt sehen auf die Nachprodukt- geordneten Reinhard( natl.) und Frenay und Genossen( 3.) Anträge früheren oder nach der berichtigten Fassung. Die Wirkung der Be- Krystallisationsräume und die Trockenstuben. Sonst sei die Biße nicht eingebracht, welche Ausbau des Fabrik- Aufsichtswesens fordern. richtigung ist übrigens die, daß den Arbeiterinnen eine Erleichterung größer, wie zuweilen im Sommer auf dem Felde auch! Abg. Ha as Mains( Soz.) besprach in eingehender Weise in Angewährt wird. Es muß ihnen sicher angenehmer sein, wenn sie am Weiter war der Bundesrath damals den Industriellen durch lehnung an den letzten Jahresbericht des hessischen Fabrifinspektorats Sonnabend etwas länger arbeiten, als wenn sie am Sonntag nebergangsbestimmungen entgegengekommen. Während nach§ 187 die Unzulänglichkeit des gegenwärtigen Aufsichtssystems. Die große Zahl der Gewerbe- Ordnung Arbeiterinnen in Fabriten nicht in von Zuwiderhandlungen gegen Schulgesetze und Verordnungen betr. die Der in dieser Mittheilung erwähnte Referent ift Abg. Prof. der Nachtzeit beschäftigt werden dürfen, war die Bestimmung Beschäftigung jugendlicher Arbeiter und Arbeiterinnen bewiesen allein Size. Er wird inzwischen wohl selbst zu der Ueberzeugung ge- für Robzuckerfabriken wie Daffinerien außer Anwendung gefeßt, schon, daß die Revisionen ungenügend feien. Die wegen lebeikommen sein, daß es bei der Tragweite der Sache nicht richtig aber nur bis zum 1. April 1898. Jezt, wo die Frift abläuft, ver- tretungen erfolgten Bestrafungen stünden in gar keinem Berhältniß war, der Berichtigung" auzustimmen. Der Reichstag hat die langt der Verein der deutschen Zuckerindustrie" eine Verlänge zu den Vortheilen, die sich die Unternehmer durch die gesetzwidrige begründetste Ursache, den in praktischer Beziehung schon übermäßigung und zwar bescheiden wie immer vorläufig auf Ausbeutung der Beschäftigten verschafften. Redner verlangt, daß großen Einfluß der Regierung auf die Gesetzgebung nicht noch zum in de sten 3 fünf Jahre!" Der Verein treibt die Selbst die Namen solcher Gesetzesverächter aus niederen Motiven in den erweitern, indem er, den Regierungsleuten nachgebend, diesen ein entäußerung fogar soweit, daß er von dem„ Danke der Arbeiter Jahresberichten veröffentlicht würden, das würde mehr nüßen.. Die für allemal zugeftände," Versehen", die er gemacht haben soll, in spricht, den sich der hohe Bundesrath verdienen werde, wenn er Bahl der Unfälle im Berichtsjahre, 2170 gegen 1554 im Vorjahre, rechtsgiltigen Gefeßen au forrigiren. Aber es ist nicht nur die unseren Anträgen Folge geben möchte." refultire größtentheils aus dem in der Saison betriebenen Parforceftaatsrechtliche Seite der Angelegenheit, ebenso wichtig ist, daß Der Bundesrath hat sich diesen Dank der Arbeiter schnöder betrieb mit überlanger Arbeitszeit, aus ungenügenden Schuhmaßregeln, durch die von der Olegierung gewünschte Aenderung des Gesezes, weise nicht verdient und darum geht ein allgemeiner Unwillen durch mangelndem Aufsichtspersonal und technisch vielfach nicht genügender an welcher praktisches Intereffe nur die Unternehmer und die Ver- die Kreise der aus Arbeitergroschen Subventionirten. Noblesse Bildung der Gewerbetreibenden. Die Zahl der angegebenen Unfälle treter ihrer Interessen haben können, den Arbeiterinnen ein oblige! sei nicht vollständig, da allein im zweiten Juspektionsbezirk schwerer Nachtheil droht. Es ist eine durch nichts zu beweisende Aber es ist noch nicht aller Tage Abend und es giebt in Deutsch- 46 Drtspolizeibehörden keinerlei Unfallanzeigen erstattet hätten. die Arbeiterinnen Sonnabends von land einflußreichere Männer wie im Reichsamte des Innern und Gegenüber der Posadowsky- Stumm'schen Bekämpfung der Arbeiter1/26 bis 1/29 Uhr arbeiten müßten, sie dann von der Sonntags im Bundesrathe. Man wird den Ungehorsamen einmal zeigen, was organisationen wies Redner auf die Auslassungen der hessischen, arbeit befreit würden. Diese unfere Ansicht wird auch vom Organ ein Zentralverband deutscher Industrieller ist! badischen und bayerischen Jahresberichte hin, welche fämmtlich in des früheren Handelsministers Freiherrn von Berlepsch, der Nachdem man an den kompetenten Regierungsstellen münd- anerkennendster Weise die Thätigkeit der Arbeiterorganisation, beg iniſters Freiherrn von Bergan wiederholt über die Angelegenheit Vortrag leuchteten. Er hoffe, daß die hessische Regierung helfe, das " In dieser formlosen Weise( durch die Berichtigung" im gehalten," hat man fich nunmehr an das allmächtige Bischen Koalitionsfreiheit der Arbeiter zu beschneiden. Medner Reichs- Anzeiger") fann doch ein Gefeh nicht geändert werden. Direktorium des Zentralverbandes gewandt und dieses hat benn verlangte Vermehrung der 2 Inspektoren auf 4 und Austellung von Offiziös wird dafür geltend gemacht, daß durch die Sonnabend auch, wie die" Post" soeben mittheilt, sofort beschlossen, selbst eine 2. Assistentinnen. Staatsminister Finger erklärt, daß die ReUeberarbeit bie Sonntagsarbeit unnöthig gemacht werde. Wir erneute Eingabe au den Bundesrath zu richten. gierung den gestellten Anträgen näbez treten wolle, weil sie die fürchten aber im Gegentheil, daß in manchen Betrieben, 8. B. in Konservenfabriken, nunmehr Sonnabend- Ueberzeit- und verband die inneren Angelegenheiten einer einzelnen Industrie an Euler und Dann( natl.) äußern sich in zustimmender Weise für Wir verstehen zwar nicht, was den sehr gemischten Zentral- dafür geltend gemachten Gründe für beachtenswerth halte. Die Abgeordneten Frenay und v. Köth( Bentrum) sowie Sonntags- Frauenarbeit stattfinden wird." Gugehen. Er kann doch die Bedürfnisse und die Betriebsverhältnisse Und diese Befürchtung ist sehr begründet, denn die Gewerbe- der Zuckerfabritation nicht wirkungsvoller darlegen, wie die Bucker Reorganisation des hessischen Fabrikaussichtswesens. Abg. Ulrich( Soz.) ordnung enthält teine Borschrift, wonach es den Verwaltungs: intereffenten selber. Aber allerdings, er kann eines: er fann noch äußerte sich noch einmal kurz zu den gemachten Neorganisations- Vorbehörden verboten wäre, die Beschäftigung von Arbeiterinnen eindrucksvoller mit dem Baumpfahl winken. Wird dadurch dem schlägen, um dann auf den von den Sozialdemokraten des Bandtags an Sonntagen zu erlauben, von Bundesrath die nöthige Erleuchtung kommen? gestellten Antrag auf staatliche Organisation der Arbeiter mit Verwenn diese Sonnabends 1/26 Uhr bis 1/9 Uhr Ueberstunden machen mußten. Dürfen wir hoffen, daß er die aufdringliche Einmischung des tretung im Ministerium näher einzugehen. Für die Landwirthschaft und das Gewerbe feien schon lange derartige Organisationen geDa eine solche Borschrift in dem Gesetz fehlt, so entbehrt Berbandes kurzerhand abweisen wird?? quutio pilzban schaffen und erhielten diese namhafte staatliche Unterstützungen. die Behauptung der Regierungsleute, die Abänderung des§ 188a - Zur Aenderung des Rommunal- Wahlver Bleiches für sich zu verlangen, feien die Arbeiter berechtigt. Abg. Liege im Intereffe der Arbeiterinnen selbst, im wahren Sinne des fahrens in Preußen. In der zur Vorberathung des An- Ofann( natl.) erklärt, dem Antrage auf Bertretung der Arbeiter Wortes der Begründung und es ist Pflicht des Reichstags, u, a. die trages Fuchs, betr. Aenderung des Kommunal- Wahlverfahrens ein im Ministerium sympathisch gegenüber zu stehen. u, a. die Arbeiterinnen, die durch die neue, zehn Jahre() lang geltende gefeßten Kommission des Abgeordnetenhauses theilte die Regierung Bundesraths- Verordnung über den Betrieb von Konservenfabriken amtliches Material mit über die Verschiebungen im Gemeindeohnehin schon schwer benachtheiligt worden sind, vor noch größerem Wahlrecht von 1891/92 bis 1895/96. Biernach entfiel im Durch Schaden zu bewahren. Die Angelegenheit dem Entscheide des schnitt auf einen Gemeindewähler der zweiten Abtheilung im Höchst Richters anheimzustellen, geziemt sich nicht für den Gesetzgeber. fall ein Steuerbetrag Annahme, daß wenn Die chinesische Anleihe wird jetzt in Deutschland und England zur Subscription aufgelegt. Trozdem sie zuletzt die Form eines rein privaten Geschäftes zwischen der chinesischen Regierung einerseits und der DeutschAsiatischen Bank und der Hongkong and Shangai Banking Corporation andererseits angenommen hat, ergiebt sich aus dem Prospekt doch ihre hohe politische Bedeutung. lich und 20 a) in Städten mit mehr als 10 000 Einwohnern ut& dmade 1891/92 582 M. 1895/96 · 2272 W. in Desterreich. Wien, 19. März. Die Neue Freie Presse" meldet: Die Db. männer der deutschen Opposition haben gestern beschloffen, die der deutschen Opposition von der Majorität angebotene Bizepräsidentens anzunehmen. Die deutsche Opposition behält fich ftelle jedoch vor, wegen des Einmarsches ber Polizei das Parlament und wegen der an Abgeordneten begangenen Gewaltthätigteiten bie Minifterantlage demokratische Verband erklärt: Unter der Voraussetzung, gianlop daß die gesetzliche Regelung der Sprachenfrage in Angriff genommen und für die am Parlamente verübten Verbrechen Sühne geboten wird, kann an einen geordneten Gang der Verhandlungen gedacht werden. b) in Städten bis zu 10 000 Einwohnern dolgegen den Grafen Babeni su erheben. Der sosial1891,92 267 M. 1895 96... 551. 1891/92. 284. 1895,96 234 M. c) in Landgemeinden 1891/92. 1895/96 . 161. 305 M. b) in Stäbten bis zu 10 000 Ginwohnern od 1891/92 od 1891/92 790 1895,96.. hai sds mus Daß mit den aufgenommenen 16 Millionen Pfund Sterling Auf einen Wähler der dritten Abtheilung entfallen durchschnitt( 320 Millionen Mart) die chinesische Regierung zunächst ihre lich im Höchstfall Restschuld von etwa 12 Millionen Pfund Sterling an Japana) in Städten mit mehr als 10 000 Einwohnern abzahlen soll, um von der fremden Beschung frei zu werden, war bekannt. Db der Zweck erreicht wird, ist freilich nach den lezten Mittheilungen über die Haltung Japans zweifel96 m. 96 m. haft geworden. Auf jeden Fall würde China von ben 189. 16 Millionen nicht allzuviel übrig behalten, denn diese werden pugszike stare si troß des hohen Binses von 4/2 pet. zu 90 pCt. des Nominal. 77 0. betrages aufgelegt. Statt 16 Millionen erhielte China also 74 27. de 14,4 Millionen, obwohl es nach dem Tilgungsplan den vollen Auf grund dieses Materials, aus dem hervorgeht, wie beNominalbetrag an die Gläubiger zurückzahlen muß. Ein andeutende Verschiebungen in wenigen Jahren eingetreten find, beschloß ständiger Emissionsgewinn der Banten wird auch noch ab- die Kommission, die Regierung zu ersuchen, sobald wie möglich, gehen, sodaß man die Nothlage des armen Reiches der Mitte spätestens in der nächsten Session, dem Landtage einen Gefeßentwurf gründlich ausgenügt hat. c) in Bandgemeinden 1891/92 1895/96 350. Ungarn. sid dme Budapest, 18. März. Abgeordnetenhau3. Bei der Fortsetzung der Berathung über das Budgetgesetz erklärte der der Rechtsverhältniffe zwischen ben landwirth. Ackerbauminister Daranyi, daß das Gesez zur Regelung obfchaftlichen Arbeitern und Arbeitgebern am 1. März Es obne jede Störung(?) in Wirksamkeit getreten ist. fei dafür gesorgt, daß im ganzen Lande im Gemeinderath auch Arbeiter Sit und Stimme haben. Es sei eine Steuerreform geplant, welche den Kleingrundbefizer entlasten und feine Steuern mit denen des Großgrundbesitzers ins Gleichgewicht bringen folle. Die Regierung beschäftigte sich mit der Frage des Personal- Stredits der Grundbesitzer. In den diesbezüglichen Gesehentwurf würden auch die Arbeiter- Kreditgenossenschaften einbezogen werden. Im letzten Jahre erhielten 14 000 Kleingrundbesitzer vom Staat die Saat für den Herbstaubau geliefert; auch für Vorstrecken der Frühjahrsausfaat fei vorgeferet. Die Regierung habe, für Nothstandsbauten 4 300 000 Gulden aufgewendet. Man könne alfo nicht behaupten, der Negierung liege das Schicksal des kleinen Mannes am Herzen.( Lebhafter Beifall rechts.) betreffs Abänderung des Kommunal- Wahlverfahrens vorzulegen und Für diesen deutsch- englischen Liebesdienst hat man jedoch war auf folgender Grundlage: Die Wähler find nach Maßgabe ber von ihnen zu entrichtenden direkten Staats, Gemeinde, Streise, die Selbstherrlichkeit China's weiter stark durchbrochen. Um Bezirks- und Provinzialsteuern in die Abtheilungen au theilen in der China überhaupt pumpfähig zu machen, hat man seinerzeit die rt, daß von der Gesammtsumme der Steuerbeträge aller Wähler Seezölle der Vertragshäfen der europäisch- englischen 5/12 auf die erfte, 4/12 auf die zweite und 3/12 auf die dritte AbBerwaltung unterworfen. Was von dieser Einnahme- theilung fallen. Es müssen jedoch der ersten Abtheilung zu Budapest, 19. März. In der Regierungspartei find angeblich quelle noch nicht verpfändet ist oder vas ihr getheilt werden in Städten von über 10 000 Einwohnern sämmtliche in Bukunft zuwächst, dient als Garantie für Kapital und Wähler mit einem Steuerbetrag von über 582 M., in Städten bis Zinsen der neuen Anleihe. Indeß, es reicht bei weitem nicht 3 10 000 Einwohnern sämmliche Wähler mit einem Steuerbetrag von über 267 M. Der zweiten Abtheilung müssen zugetheilt werden und es sind nunmehr die zahlreichen inneren Uebergangs in Städten von über 10 000 Einwohnern sämmtliche Wähler mit abgaben( 2itinzölle) und die Salzsteuer vereinem Steuerbetrag von über 161 M., in Städten bis zu 10 000 Gin pfändet worden, und zwar in bestimmten Häfen und wohnern sämmtliche Wähler mit einem Steuerbetrag von über Distrikten hauptsächlich des angtfe- Thales, also der 96 M. wegen der Ausgleichsverhandlungen mit Defterreich Meinungsverschiedenheiten entstanden. Die agrarisch gesinnten Abgeordneten wollen den Ausgleich, felbft um den Preis einer mäßig erhöhten Quote, während die Merkantilisten an der durch die letzte ungarische Quotendeputation firirten Höhe festhalten. Ministerpräsident Banffy ist bemüht, diese Differenzen beizulegen. Frankreich. Paris, 17. März.( Eig. Ber.) Das von der Rammer votirfe wichtigsten und entwickelungsfähigsten Handelsstraße in das- Ueber„ Das tonfervative Programm und Budget erregt die Unzufriedenheit der Ordnungsleute. Wie es ungeheuer ausgedehnte Innere. Anduol bie soziale Frage" leitartikelt heute die„ Kreuz- Zeitung". tommen tonnte, baß gerade unter dem Kabinet Meline mit feiner fervilen Mehrheit das nach den Versicherungen ber Ordnungspreffe -O Berlin, 19. März 1898. Reichstag. W. Liebknecht. 65. Gigung. Gonnabenb, 19. März 1898, 1 Uhr. Am Bundesrathetische: v. Goßler. treibt eben Opportunitätspolitik und macht es hier fo, wie fonft bie teit ausgeschlossen. Der Einwurf des Herrn Spahn trifft also gar Nationalliberalen, bie deswegen früher vom Zentrum fo, verhöhnt worden sind. Bei Sittlichkeitsverbrechen wird überhaupt die Deffentnicht zu. Die Diskussion wird geschloffen. Die Anträge Auer und Beckh werden abgelehnt, die Kommissionsfaffung des§ 275 angenommen, ebenso die§§ 276-321. § 822 lautet:" Der Angeklagte tann sich nach Abschluß des Ermittelungsverfahrens des Beistandes eines Vertheidigers bedienen. Diese Bestimmung findet in dem Verfahren vor den Standgerichten feine Anwendung." Herzlichen Dank Hand. Kein französisches Ministerium unterordnete so systematisch und Volksversammlungs- Beschlüsse bei meiner Rückkehr in den Schlimmste, baltloſeſte" 2c. Budget votirt wurde, das liegt auf der den vielen Freunden, die mir persönlich oder durch Zeitungen alles, was man gemeinhin Grundsäge und Gesinnung nennt, der Sicherheit des Ministerdaseins, wie das gegenwärtige Kabinet. politischen Kampf ihre Sympathie ausgesprochen haben. Am Vorabend der Wahlen war es höchst gefährlich, die Abgeordneten vor die Alternative zu stellen, die Alternative au ftellen, zwischen dem Ministerium und zügigen Reklame- Anträgen zum Budget zu wählen. Die Regierung bekämpfte daher die Anträge, ohne aber die Kabinetsfrage zu stellen und sie wurde so ziemlich jedesmal geschlagen. Die ministeriellen Abgeordneten ftimmten eifrig für verschiedene demokratische oder demokratisch aus- Auf der Tagesordnung steht die zweite Berathung der Militär fehende Anträge, natürlich aus Rücksicht auf die Wähler. Neben Strafgerichts- Ordnung. Hierzu beantragen die Abgg. Auer u. Gen.( S03.) den erften einer Reihe Gehaltserhöhungen für niedere Beamten sind auf diese Die§§ 282-269 werden debattelos angenommen. Abfaß wie folgt zu gestalten:" Der Beschuldigte kann sich in jeder Weise dem Budget namentlich die Reform der Militärsteuer( gezahlt§ 270 lautet: Die Oeffentlichkeit tann für die ganze Berhand. Lage des Verfahrens des Beistandes eines Vertheidigers bedienen." von ben vom Militärdienst Befreiten), die Gewerbesteuer lung oder für einen Theil derfelben durch Beschluß des Gerichts Nach Ablehnung dieses Antrages wird der§ 322 in der Romund die Börsenreform einverleibt worden. Insgesammt sind ausgeschloffen werden, wenn fie eine Gefährdung der missionsfaffung angenommen. Ebenso§§ 323-325. die Ausgaben gegenüber dem Entwurf der Budgetfommiffion öffentlichen Ordnung, insbesondere der Staats. $ 326 um einige Millionen handelt von der Bulaffung der Vertheidiger und läßt erhöht werden. Das ohnehin unsicherheit oder eine Gefährdung militärdienst- nur solche Rechtsanwälte zu, welche von der obersten Militär- Juſtizvermeidliche Defizit wurde dann auf dem Papier hauptsächlich ich er Interessen oder eine Gefährdung der Sittlichkeit be- verwaltung ernannt sind. Die Abgg. Auer u. Gen.( Soz.) bedurch Erhöhung des Vorauschlages der Einnahmen gedeckt. autragen, fämmtliche Rechtsanwälte zuzulaffen, welche bei einem deutschen Gerichte zugelassen sind. Abg. v. Staudy( f.) beantragt, daß die als Vertheidiger zugelassenen Offiziere, Kriegsgerichtsräthe und so weiter, sowie die Offiziere des Beurlaubtenstandes der Genehmigung der vorgesetzten Dienstbehörde, beziehungsweise des zuständigen Bezirkskommandeurs bedürfen. Er wendet sich ferner dagegen, daß die Rechtsanwälte nach Befragen der Anwaltskammer zugelassen werden sollen; die Anwaltskammer müßte ja jeden zulaffen, gegen den kein ehrengerichtliches Verfahren schwebt; Wiedner beantragt schließlich die Streichung des letzten Absages, der unter gewiffen Umständen einem bei den deutschen Gerichten zugelaffenen Rechtsanwalt die Uebernahme der Vertheidigung vor dem Militärgericht gestattet. Eine Besprechung der erwähnten drei Reformen erübrigt sich vor der Hand, da der Finanzausschuß( Budgetkommission) des Senats die Militärsteuer- und Gewerbesteuer Reform bereits aus dem Budgetgefeß gestrichen hat, und das gleiche Schicksal, oder mindestens eine gründliche Umgestaltung der Börsenreform bevorsteht. Die Rammer wird umso freudiger nachgeben, als die Regierungs- Abgeordneten, wie stets, von vornherein auf das fenatorische Beto gerechnet hatten. Im Zusammenhang mit dem endgiltigen Budgetvotum steht die Bestimmung des Wahltermins. Es gilt bereits als sicher, daß felbst bei der eiligsten Durchpeitschung des Budgets im Senat der Schluß der Session nicht vor Anfang April zu erwarten ist, so daß der Wahltermin frühestens auf den 8. Mai angesetzt verden wird. Von einer Bahlam am ersten Mai, der diesmal auf einen Sonntag fällt, will die Regierung wegen der Maifeier nichts wissen. Die Wahlen finden bekanntlich in Frank reich verfassungsgemäß am Sonntag statt. Die Generalstabspresse hatte feinerzeit einen gewaltigen Lärm in Szene gefegt über einen angeblichen„ Korruptionsverfuch" der beiden Brüder des verurtheilten Dreyfus an dem gehirngelähmten Oberst Sandherr, dem verstorbenen Vorsteher des NachforschungsBureaus im Kriegsministerium und einem der Urheber des Dreyfus Prozesses. So phantastisch die Beschuldigung auftrat, die Regierung mußte doch dem Generalstab zu lieb eine Untersuchung anordnen. Man stand ja gerade vor der Posse des Prozesses Esterhazy. Die Untersuchung sollte zur Stimmungsmache dienen. Dann rückte der Brozeß Bola heran. Die Untersuchung wurde daher absichtlich verschleppt. Jetzt hat der Mohr seine Schuldigkeit gethan und die Unterfuchung wurde endlich eingestellt. forgen läßt. Unberührt bleibt die dem Raifer zustehende Befugniß, allgemeine Vorschriften darüber zu erlassen, unter welchen Voraussetzungen das Gericht die Deffentlichkeit der Verhandlung wegen Gefährdung der Disziplin auszuschließen hat. Die Abgg. Mundel und Bech( frf. Bp.) beantragen, den zweiten Abfaz zu streichen. Die Abgg. Auer und Genossen( So.) beantragen, im ersten Absatz die Worte der öffentlichen Ordnung, insbesondere der Staatssicherheit oder eine Gefährdung militärdienstlicher Interessen oder eine Gefährdung", ferner den zweiten Alfaz zu streichen. Sie beantragen sodann eventuell für den Fall der Ablehnung des Vorherigen dem§ 270 folgenden Bufah zu geben: Abg. Oertel( Soz.): Wir haben unseren Antrag nicht geftelt, um den sozialdemokratischen Rechtsanwälten Gelegenheit au geben, in den Militärgerichten fozialdemokratische Propaganda zu treiben.; Das haben wir nicht nöthig, es wäre auch zwecklos. Wir tönnen auch ohne das konstatiren, daß Leute, die jahrelang in den Kasernen gewesen sind, nachher die besten Genossen geworden sind. Wir stellen unseren Antrag nur, weil wir ihn als Gebot des allgemeinen Rechtsgefühls erachten( Sehr richtig! links), wenn die Militärverwaltung sich auch vor unabhängigen Rechtsanwälten zu fürchten scheint.( Bravo! links.) Wird die Deffentlichkeit wegen Gefährdung militärdienstlicher Interessen oder der Disziplin oder wegen Gefährdung der öffent lichen Ordnung ausgeschlossen, so dürfen der Verhandlung bei wohnen der Verletzte, sowie drei Verwandte, Verschwägerte oder Freunde des Angeklagten, wenn dieser deren Anwesenheit wünscht." Abg. Oertel( Soz.): Wir können dem vorliegenden Paragraphen nicht zustimmen, weil nach unserer Meinung die Ausdrücke Staatssicherheit, militärische Interessen u. f. w. außerordentlich fautschuck artig sind. Zum Beispiel fann leicht gefagt werden, die öffentliche Erörterung von Ungehörigkeiten der Untergebenen gegen die Vorgefeßten schädige die militärischen Interessen und die Oeffentlichkeit Generallieutenant v. Biebahn: Dem Herrn Vorrebner will ich fei daher auszuschließen. Der Ausdruck: militärdienstliche nur kurz erwidern, daß die Militärverwaltung sich überhaupt nicht Interessen scheint der Verwaltung besonders aus Herz ge- fürchtet.( Große Seiterfeit.) Der Antrag Auer ist aber für uns wachsen zu sein. In der Kommission ist aber über den Begriff wenig unannehmbar, die Militärverwaltung wünscht ferner die Streichung Auskunft gegeben worden, das Wort wurde dort an die Stelle der des leßten Absages, wie dies Herr v. Standy bereits beantragt. fehlenden Gründe gefeßt. Die Hauptsache sind für uns die Erklärungen Abg. Beckh( frs. Vp.): Glauben Sie doch nur nicht, daß ein des Kriegsministers in der Kommission. Er erklärte dort, das bürgerlicher Rechtsanwalt fich danach reißt, vor einem Militärgericht Militär- Strafverfahren sei auf die Deffentlichkeit gar nicht eingerichtet zu vertheidigen; das ist ohnehin eine sehr unangenehme Aufgabe. die nicht und wenn man die Stimmung in den preußischen Militärkreisen kennt, Alber wir tönnen des allgemeinen Rechtes fann man allerdings zu der Ueberzeugung kommen, daß die Deffentlich die Allmacht der Gerichtsherren nicht uneingeschränkt lassen. feit dort sehr gehaßt wird. Ferner erklärte er, bei einer Umfrage Es darf daher die Zulassung der Rechtsanwälte nicht im Sinne der bei den Generalfommandos hätten sich alle bis auf zwei gegen die Vorlage eingeschränkt werden. Deffentlichkeit ausgesprochen. Die Gefahren der Deffentlichkeit lägen auf der Hand, zersetzenden Einflüssen muß vorgebeugt werden, und ähnliche Aeußerungen hätten sich in den Antworten gefunden. Wir müssen demnach fürchten, daß in der That die Deffentlichkeit in den allermeisten Fällen ausgefchloffen werden wird und beantragen daher die Streichung der leicht mißzudeutenden Worte. Ferner be. Unter Ablehnung fämmtlicher Abänderungsanträge wird die antragen wir die Streichung des Abfah 2. In der Kommission hatte Kommissionsfassung des§ 326 genehmigt. Angenommen werden übrigens das Zentrum genau denselben Antrag gestellt, aber nach einer debattelos die§§ 827-419. Erflärung der Regierung zog es ihn zurück, wie das ja in letzter Beit häufig vorgekommen ist. § 420 handelt von dem Wiederaufnahme- Verfahren. Abf. 5 Wenn man meint, lautet: Wiederaufnahme findet statt, wenn neue Thatsachen oder der Absatz 2 schaffe fein neues Recht, sondern erkenne nur den be- Beweismittel beigebracht sind, aus denen allein oder in Verbindung ftebenden Bustand an, so trifft das nicht ganz zu. Es ist eine neue mit den früher erhobenen Beweisen sich die Unschuld des Ver Erscheinung, daß der Raiser den Richtern bestimmte Anweisung geben urtheilten, fet es bezüglich der ihm zur Laft gelegten That über. Rom, 18. März. Nach der Tribuna" find die Schluß- faun, und wir müssen die volle Selbständigkeit der lichter ver- baupt, fei es bezüglich eines die Anwendung eines härteren folgerungen der parlamentarischen Kommission des Berichtes in der Inngen. Ebenso wenig ift die Berufung auf das bayerische Wer Strafgesetzes begründenden Umstandes ergiebt oder doch dargethan Affäre Crispi folgende: Wie einleuchtend auch in dem vorfahren am Plage. Gewiß besteht auch dort die Möglichkeit, die wird, daß ein begründeter Berdacht gegen die Angeklagten nicht mehr liegenden Falle die beigebrachten Beweise feien, so tönnten fie Deffentlichkeit auszuschließen, aber wir tönnen nach 80 jähriger vorliegt. man als Es ist wohl kein Zufall, daß der Einstellungsbeschluß am gleichen Tage mit der Vertuschung der Selbstmord" Affäre erfolgte. Das eine wird durch das andere aufgewogen, abgeschwächt. Die Generalstabspresse entrüstet" sich über den Einstellungsbeschluß nur der Form wegen, da Entgelt den Leichnam des geheimen Generalstabs- Agenten endlich fortschafft. Die amtliche Leichenschau hat natürlich auf einen frei willigen Selbstmord geschlossen. Die unabhängige Presse stellt aber die verfängliche Frage, warum man a wölf lange Zage mit der Leichenschau gewartet hat? Ging etwa die Berseßung zu langsam vor sich?... Paris, 19. März. Die Regierung bemüht sich, die auf den Werften in La Seyne bei Toulon ausgebrochenen Arbeiterstreits bei zulegen, insbesondere auch deshalb, weil auf diesen Werften zur Beit 8 franzöfifche Kriegsschiffe im Bau begriffen find. tbin artis ant Italien. er Abg. Dr. Schmidt Mainz( 8): Ich fann daher den Aus führungen des Herrn Vorredners nicht zustimmen. vativen. Abg. v. Puttkamer( f.) befürwortet den Antrag der Konfer Die Diskussion wird geschlossen. angenommen. Der Rest des Gefeßes wird debattelos genehmigt, ebenso wird folgende von der Kommission beantragte Resolution angenommen: Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, nach dem Vorgange der Veröffentlichungen über die Statistit der von den bürgerlichen Ges richten erledigten Straffachen auch die Veröffentlichung einer Statistik über die nach der Militär- Strafgerichts- Ordnung behandelten Fälle zu veranlaffen. doch nicht die Ueberzeugung rechtfertigen, daß Crispi, wenn er Bragis fonstatiren, daß dieselbe in der That in den allerfeltenften auch gewußt habe, daß die ihm von Favilla, dem Direktor der Fällen ausgeschlossen worden ist. Und schließlich, wenn dort die übereinstimmend folgende Fassung: wenn neue Thatsachen oder Die Abgg. Auer( Soz.) und Beckh( frf. Vp.) beantragen Bant von Neapel, übergebenen Gelder aus diesem Institut her Oeffentlichkeit ausgeschlossen wird, so sind noch Rautelen vorhanden Beweismittel beigebracht sind, welche allein oder in Verbindung mit rührten, davon Kenntniß gehabt habe, durch welche verbrecherischen dieselben, die wir in unseren Eventualantrag aufgenommen den früher erhobenen Beweisen die Freisprechung des Angeklagten Mittel Favilla die genannten Summen erhoben habe. Sei haben, um dem Angeklagten einen befferen Schutz zu gewähren. oder in Anwendung eines milderen Strafgesetzes eine geringere Be Dieses aber ausgeschlossen oder nicht bewiesen, fo Uebrigens haben sich auch Leute wie Reichsgerichtsrath Stenglein, ftrafung zu begründen geeignet sind. folge daraus, daraus, daß Crispi nicht schuldig erachtet werden die mit der Sozialdemokratie nicht das geringste zu thun haben, in fönnte, an der Unterschlagung Favillas betheiligt an fein. unferem Sinne geäußert. Mit Annahme unseres Antrages erweisen Rommissionsfassung unter Ablehnung der Anträge Auer und Beckh Nachdem Abg. Beckh den Antrag begründet hat, wird die Wenn man daher auch nicht eine strafrechtliche Verantwortlichfeit Sie der öffentlichen Rechtssicherheit einen Dienft, denn alles, was Crispi's behaupten könne, so könne man doch seine politische das Licht der Oeffentlichteit scheut, ist im höchsten Maße bedenklich. Verantwortlichkeit nicht zurückweisen, weil er( Beifall links.) unrechtmäßigerweise von dem Direktor eines Emissions. Abg. Beckh( frf. Bp.) befürwortet fura den Antrag feiner institutes Summen empfangen habe, von denen er Fraktion. einen Theil wahrscheinlich Wahlzwecken verwendet habe Die Diskussion wird hierauf gefchloffen.§ 270 wird, nach und weil fich ungerecht Ablehnung fämmtlicher Gegenanträge, in der Kommissionsfassung fertigt, befonders in die Aufsicht diefes Instituts angenommen, ebenso die§§ 271–278. eingemischt habe. Infolgedessen beantrage Rommission ein stimmig auszusprechen, daß kein Grund vorliege, Crispi vor den höchsten Gerichtshof oder vor ein anderes Gericht zu stellen, fie würde sich jedoch dafür aussprechen, daß sein Berhalten einen politischen Verweis verdiene. mabil Die„ Italie" meint, die Kommiffion halte eine Unterschlagung für ausgeschlossen, aber da Crispi sich in Angelegenheiten gemischt habe, bie ihn nichts angingen, da er beträcht liche Summen bei Emissionsbanken entlieben habe, die in irgend einer Weise von der Regierung abhängen, ba er eine im Gange befindliche Inspektion der Bant der Bant von Neapel unterbrechen ließ, da er ferner Favilla einen Orden ver Letben ließ, hätte die Kommission sich dafür entscheiden zu sollen Abg. Standy( l.) und der Kriegsminister sich mit dem Angeglaubt, daß Crispi einen feierlichen politischen Vertrage Baffermann einverstanden erklärt haben, wird die Diskussion weis verbiene und werde der Kammer vorgeschlagen, einen geschlossen, der Antrag Baffermann angenommen; ebenso der erste solchen zu ertheileu. Absatz des§ 274. Die Jtalie" fügt hinzu, diese Schlußfolgerungen, welche am Abend in den Wandelgängen der Kammer bekannt geworden seien, feien lebhaft daselbst besprochen worden. Dänemark. Kopenhagen, 19. März. Jm heutigen Ministerrath wurde be schlossen, daß die Neuwahlen zum Foltething am 5. April stattfinden sollen. toni Spanien. Barcelona, 19. März. Die Sozialisten veranstalteten gestern anfäßlich des Jahrestages ber Kommune große Feierlichkeiten. Die Ruhe wurde nirgends gestört. Havana, 19. März. Die Polizeipräfettur erstattete an die fubanische Regierung einen Bericht über die Umtriebe der amerikani fchen Beitungs- Berichterstatter, welche sie für Agenten der Aufständischen und die Urheber der Agitation in den Vereinigten Staaten hält. Türkei. § 274 lautet: Der Zutritt zu öffentlichen Verhandlungen ist aktiven Militärpersonen nur insoweit geftattet, als diefelben im Range nicht unter dem Angeklagten und, wenn mehrere Personen verschiedenen miltärischen Ranges angeklagt sind, nicht unter dem Range des höchftgestellten Mitangeklagten stehen. Dem Verlebten ist der Butritt zu öffentlichen Wer handlungen in allen Fällen au gestatten." Abg. Baffermann( natl.) beantragt, den letzten Satz durch folgenden zu ersehen Doch kann auch in diesen Fällen dem Berlegten der Zutritt gestattet werden" und befürwortet dies tura mit dem Hinweis auf die militärischen Interessen. Nachdem der Nach 275 tann der Zutritt au öffentlichen Verhandlungen weiblichen Personen versagt werden; ferner fann nach ihm zu nicht öffentlichen Verhandlungen dem Verletzten der ihm im all gemeinen geftattete Butritt aus Gründen der Disziplin verwehrt werden. Die Abgg. A u eru. Genoffen( So.) beantragen die Streichung dieser beiden einschränkenden Bestimmungen. Abg. Bebel( Sos.): Der§ 275 stellt eine schwere Beleidigung bes weiblichen Geschlechts bar. Ich bin überzeugt, Ihre Frauen, Töchter und Mütter würden diese Beleidigung auch empfinden, wenn sie lesen würden, daß sie unerwachsenen Personen und folchen, die bie bürgerlichen Ehrenrechte verloren haben, gleichgeftellt werden. Haben bann die Militärperfonen Anlaß, vor dem weiblichen Gefchlecht Scheu zu haben? Glauben Sie denn, daß die Verhandlungen Schauspiele werden können, zu denen sich Frauen drängen? Wenn Sie an Ihre eigenen Frauen denken, an Ihre Mütter und Schwestern, müßten Sie sich schämen, eine solche Bestimmung an zunehmen. Abg. Beckh( frf. Bp.) wünscht eine präzisere Faffung für die Die Mächte und die Reformen. Die Time3" Worte, welche in einer der Würde des Gerichts nicht entsprechenden melden aus Konstantinopel von vorgestern: Der erste Dragoman der Weise erscheinen. Ein strupulöser Vorsitzender könnte da manches österreichischen Botschaft überreichte heute dem Minister des als unwürdig bezeichnen, z. B. einen Arbeitsanzug. Meußern, Tewfit Pascha, eine von allen Botschaftern unterzeichnete wie der entsprechende Paragraph im bürgerlichen Verfahren, bis auf Abg. Spahn( 8): Der Paragraph hat die gleiche Fassung Kollettivnote, betreffend die Verschleppungen in der Verwaltung und den Ausschluß der weiblichen Personen. Er ist wegen der zahlder Rechtspflege. Der französische Botschafter Cambon reift Montag reichen Sittlichkeitsvergehen aber am Blaze. von Konstantinopel nach Paris ab. Griechenland. Abg. v. Stumm( Rp): Die Apostrophe des Abg. Bebel an unsere Mütter und Frauen ist ganz unberechtigt. Die Frauen werden nicht mit Ehrlofen auf eine Stufe gestellt. Es paffirt thuen Athen, 18. März. Der Appellhof wies die Berufung der Urbier nur dasselbe wie beim allgemeinen politischen Stimmrecht 2c. heber des Attentats gegen den König zurück und verwies diefelben Abg. Bebel( Soz.): Herr Stumm, der Gegner des Frauen vor das Schwurgericht. Die Polizei verhaftete noch einen Krämer, stimmrechts, ist nur fonfequent, wir aber sind eben auch konsequent namens Rambitis, wegen Zugehörigkeit zu dem antibynaftischen und verlangen völlige Gleichberechtigung der Frau, die ja auch von Klub. dem Strafrichter gleich behandelt wird wie der Mann. Das Zentrum Militär- Strafgerichts- Ordnung. Es folgt die Berathung des Einführungsgefehes aur Bu§ 33( bayerische Klausel, betreffend den obersten Militärgerichtshof) erklärt. Wiederholung ihrer feinerzeit in der Kommission gestellten Anträge Abg. Frhr. v. Hertling( 3.), feine Freunde hätten sich die nung nicht aufgegeben sei, daß es zwischen der preußischen und der vorbehalten, da die Verhandlungen noch schwebten, und die Hoffbayerischen Regierung noch zu einer Einigung fomme. Reichskanzler Fürst Hohenlohe: Ich sehe mich veranlaßt, den Reichstag zu bitten, von der Berathung der Frage des obersten Gerichtshofes für Bayern einstweilen abzusehen. Was die Vorauss fegung des Herrn Vorreduers anlangt, so fann ich sie durchaus be ftätigen. Der§ 33 ist aus dem Bestreben hervorgegangen, die Frage noch offen zu lassen, bis eine Verständigung erzielt worden ift. Diese Verständigung ist angebahnt worden zwischen dem Kaiser und dem Prinzregenten von Bayern. Gelingt biefe Verständigung, und ich zweifle nicht daran, so wird die weitere Regelung der Frage leicht sein. Es empfiehlt sich daher, die Berathung aus zufegen und das Resultat jener Berständigung abzuwarten, ehe der Reichstag in die Verhandlung dieser Frage eintritt. § 83 wird hierauf angenommen; damit ist das Einführungss gefeß erledigt. Das Disziplinargesek für die Militär Juftisbeamten wird bebattelos genehmigt. Hierauf soll nach der Tagesordnung die neulich infolge Beschluße unfähigkeit des Hauses abgebrochene zweite Berathung des Gesetzes betr. bie Entschädigung der im Wiederaufnahme- Verfahren freis gesprochenen Personen fortgesetzt werden. Abstimmung über§ 1 wiederholt werden. Es muß zunächst die damals resultatlos verlaufene namentliche 165 Abg. Singer( Soz.) bezweifelt die Beschlußfähigkeit des Hauses. Der vorgenommene Namensaufruf ergab die Anwesenheit von Mitgliedern. Das Saus ist nicht beschlußfähig. Nächste Sigung: Montag 12 Uhr( Etat des Reichsamt des Innern, des Pensionsfonds, der Reichseisenbahnen 2c.) Schluß 3/45 Uhr. Parlamentarischres. Der Bundesrath hat in seiner letzten Sigung den au ftändigen Ausschüssen überwiesen: Die Borlage betreffend die Gr. höhung des Gehaltes der Poftunterbeamten und den Entwurf eines Gefeßes über die Presse für Isaß Lothringen. Dem Berichte des Ausschusses über die Borlage, betreffend die am 15. Juni 1897 zu Washington unter zeichneten neuen Verträge des Weltpoftvereins wurde die Zustimmung ertheilt. In der Budgetkommiffion des Reichstages wurde gestern die Berathung des Etats der Verwaltung der Reichs- Eisen " " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. bahnen fortgesetzt. Die gestern erwähnten Betitionen der Be-| wegen formaler Beleidigungen auf eine Geldstrafe von 25 M. und könne, sondern ihn wider befferes Wissen habe verunglimpfen, weil Iriebssekretäre um Gleichstellung mit den Eisenbahnsekretären wurden die Kosten. er ihm als tirchlicher Gegner unbequem gewesen sei. Der Privattläger nochmals erörtert. Der Ton, in dem die Petitionen gehalten sind, Die Staatsanwaltschaft in Breslau hat in dem foge- verwies zum Beweise für die Richtigkeit seiner Auffassung darauf, daß wurde von mehreren Seiten getadelt und die disziplinare Bestrafung nannten Stollenbacken- Prozeß( betreffend einen vom Kladderadatsch" Geheimrath Frize dem Prediger unmöglich die falschen That der Unterzeichner als wohl begründet erachtet. In der Sache wurde monirten Druckfehler) Revision gegen das die Volts wacht" fachen erzählt haben könne, weil er als alter, treuer Freund die jedoch den Petenten recht gegeben. Abg. Dr. Hammacher beantragt, freisprechende Urtheil des Landgerichts eingelegt. Demnach muß Privatverhältnisse des Klägers ganz genau gekannt habe und sich zu 1. den Herrn Reichstanzler zu ersuchen, dafür zu sorgen, daß sich noch das Ober- Landesgericht mit diesem Groben Unfugs- Prozeß folchen falschen Mittheilungen niemals hergegeben haben würde. die Beseitigung der Betriebssekretär Stellen nicht durch beschäftigen. Hätte Geh. Rath Frige aber wirklich dem Beklagten so etwas era die Ernennung neuer Betriebssekretäre verzögert wird; 2. die- Der Parteigenoffe Erdmann in Rönigsberg i. Pr., zählt, dann wäre es des letteren Pflicht schon lange gewefen, feine Petition zur Erwägung in dem Sinne lt überweisen, Rebatteur an der Königsberger Volkstribüne", verläßt am 21. März Entfernung aus seinem bisherigen Kirchenamte zu fordern. Auch hieraus daß die feit 25 Jahren im Dienst befindlichen Eisenbahn- Betriebs das dortige Gefängniß nach Berbüßung einer fiebenwöchigen ergebe sich, daß der Beklagte zu Unrecht den verstorbenen Geh. Rath sekretären, welche nicht สิน Eisenbahnsekretäreu ernannt Freiheitsstrafe. Frize als seinen Gewährsmann ins Feld führe.- Der Gerichtshof tam werden können, in Form von außerordentlichen Bulagen nach längerer Berathung zur Verwerfung der Berufung. Er ers eine Verbesserung ihrer Lage erhalten. Die Abgeordneten tannte an, daß der Privatkläger über die unglückliche Bemerkung v. Bennigsen und Prinz Arenberg waren gegen den zweiten Andes Predigers Griese, die dieser nach Einsicht der Chefcheidungs trag, Graf Roon gegen beide Anträge des Abg. Dr. Hammacher, Akten selbst nicht aufrecht erhalten könne, mit recht aufgebracht sei, ebenso Geh. Rath Wackerzapp, der darauf hinwies, daß die Be- Der Berliner Schuhmacherftreit zeigt bisher keine ver- hielt aber doch nicht für erwiesen, daß der Beklagte nicht in gutem triebssekretäre das Examen der Eisenbahnsekretäre nicht bestanden änderte Situation. Die Streifenden, die genügende Unterstützungs- Glauben gewesen, und billigte ihm daher wiederum den Schuß des hätten. Die Annahme des zweiten Antrages Hammacher würde die mittel zur Verfügung haben, sind ausdauernd bemüht, den Kampf§ 198 zu. Möchten oppofitionelle Redakteure ebenso viel Schuß jüngeren Beamten gegenüber den älteren erheblich bevorzugen. ungeschwächt fortzusehen. Die Fabrikanten haben bisher nur einige bei deutschen Gerichtshöfen finden, wenn sie wegen der Wiedergabe Bei Der Abstimmung wird der erste Antrag Hammacher ungeübte und ungelernte Kräfte als Erfaß einstellen können, irrthümlicher Behauptungen unter Antlage gestellt sind. angenommen, der zweite abgelehnt. Eine Petition die aber lange nicht den Ansprüchen genügen, die heute in der Für den verhafteten Schriftsteller Frizz Brentano scheint der Lademeister wird der Regierung als Material über Schuhfabrikation an die Arbeiter gestellt werden. Die Streitbrecher der Zausch- Prozeß verhängnißvoll geworden zu sein. Er ist bekanntwiesen, über eine Petition der Lokomotivführer wird Uebergang zur selbst dürften aus der Situation feinen Vortheil ziehen, denn es der Tausch- Prozeß verhängnißvoll geworden zu sein. Er ist bekanntlich in jenem Prozeß als Beuge vernommen worden und Tagesordnung beschlossen, eine Petition der Diätare wird zur Er hat sich bisher immer gezeigt, daß, sobald der Streit vorüber ist, die hat auch Aussagen über den bekannten, in Zürich sich aufwägung überwiesen. Das Extra- Ordinarium des Etats wird darauf Fabrikanten wieder auf geübte Kräfte zurückgreifen und die haltenden Herrn Normann Schumann gemacht. Das jetzt gegen jeich nach den Aufäßen der Regierungsvorlage bewilligt. Am Dienstag ungelernten Arbeiter entlassen. Herrn Brentano eingeleitete Strafverfahren soll nun die Folge einer foll die Etatsberathung in der Kommission zum Abschluß kommen. von Herrn Schumann erstatteten Strafanzeige sein. B., der in Die sechste Kommission des Reichstages erledigte gestern in zweiter Ehe verheirathet ist, ist von seiner ersten Frau gefchieden. zweiter Lesung diejenigen Bestimmungen der Novelle zur 3ivilWie er behauptet, hat ihm die letztere manche Sorge gemacht und er war, um ihren etwas fostspieligen Neigungen genügen zu können, lichen Sachen der Pfändung nicht unterworfen sein sollen. Nächste schwach genug, sich in Wechselschulden zu stürzen. Er hat, um sich Geld Sigung Dienstag. zu verschaffen, wiederholt Wechsel, die mit der Unterschrift seiner Ehefrau versehen waren, in Umlauf gefeht. Auf jene weit zurückliegende Beit bezieht sich das Strafverfahren: es wird behauptet, daß er auf einen dieser Wechsel die Unterschrift seiner Ehefrau ohne deren Genehmigung gesezt hat. Brentano bestreitet jene Behauptung und hat seine Haftentlassung beantragt, gegen deren Verweigerung der Wertheidiger Rechtsanwalt Dr. Schwindt jetzt den Beschwerde 305g Märzfeier. Die Parkettbodenleger beschlossen in ihrer letzten Vertrauens männer- Sigung, in welcher mit Ausnahme zweier Firmen alle Gefchäfte vertreten waren, in diesem Jahre den Unternehnern folgende Dauer der Arbeitszeit von 7-5 Uhr( früher bis 6 Uhr), die Vesperpause kommt in Fortfall; Erhöhung der Grundtage, für das Verlegen von Stabfußboden von 0,90 m. auf 1,00 m. pro Quadrat meter; für das Verlegen von massiven und fournirten Parketts 0,95 M.( früher 0,85 M.) zu berechnen. Alle übrigen Positionen in dem im Jahre 1896 eingeführten Tarif bleiben unverändert. Deutsches Reich. In der Silberwaarenfabrik von Wurm in Braunweg beschritten hat. fchweig sind wiederum Differenzen ausgebrochen, da einige Mitglieder der Organisation gemaßregelt wurden. Es wird gebeten, den Zuzug fernzuhalten. Die Parteipreffe hat entsprechend der Bedeutung der denk würdigen Märztage des Jahres 1848 allgemein an hervorragender Stelle die Kämpfe jener Beit eingehend geschildert und ihren Einfluß auf die politische Entwickelung darlegend, das An denken jener Männer gefeiert, die vor 50 Jahren mit edler Begeisterung im Kampf für die Freiheit standen. Vielfach die bekanntlich am 8. November v. J. dahin zum Austrag fam, daß Die Angelegenheit des Schriftstellers Paul Blumenreich, shid die besonderen Ereignisse jener Zeit aus den be treffenden Bundesstaaten, je nach dem Erscheinungsorte des B. vom Landgericht II Berlin wegen Unterschlagung und UrkundenDie streikenden Färberei Arbeiter in Mühlhausen i. Thür. fälschung zu 9 Monaten Gefängniß verurtheilt wurde, stand gestern Blattes, in die Erinnerung zurückgerufen und in treffender Weise hatten das Gewerbegericht als Einigungsamt angerufen, die Unter- in der Revisionsinstanz vor dem Reichsgericht zur Verhandlung. den Zusammenbruch des damaligen verrotteten politischen Systems nehmer lehnten es aber ab, an der Verhandlung theilzunehmen. Die Revision des Angeklagten wurde verworfen, und das Urtheil ist geschildert. Wahrscheinlich find fie ihrer Sache sehr unsicher, denn daher rechtskräftig. Heute, wo sich der politische Rampf mehr denn je in seiner sie versuchen nun mit Eifer die Streikenden zur Rückkehr Schärfe. zufpigt gegen reaktionäre Strömungen und Wandlungen in die Fabriken zu bewegen. Der Beleidigungsprozeß des Inspektors Wilhelm Brun 3 Vielfach sind die Arbeiter mächtiger einflußreicher Kreise, die zu Attentaten ausholen gegen die in ihrer Wohnung aufgesucht worden und sind ihnen Lohn- gegen den Grafen Kuni zu Ranz au, den Schwiegersohn des Rechte des Volkes, wird die Darstellung der großen politischen Beerhöhungen bis zu 20 pCt. versprochen worden, wenn sie aus Fürsten Bismarck, wegen des bekannten Vorfalls in Friedrichsruh wegung der 48er Periode umso deutlicher uns zum Bewußtsein ihrer Organisation austreten. Der Erfolg dieser Bemühungen war wird am 14. April d. J. vor dem Schöffengericht in Schwarzenbeck bringen, wie nothwendig es ist, die errungenen politischen Rechte zu sehr gering und beschlossen die 200 Streifenden in der letzten Wer Ein zusammenfassendes Bild der Märzfeier läßt sich heute noch sammlung, den Ausstand fortzusetzen. wahren und für ihre Erweiterung zu kämpfen. für nicht gewinnen, das wird erst in der nächsten Nummer möglich sein. Die Tischler in Gotha haben von der Innung einige kleine Unsere Rönigsberger Genoffen hatten eines Mannes gedacht, Bugeständnisse erhalten. Die Arbeiter haben jedoch beschlossen, auf ber mit der 48er Bewegung innig an Johann ihren Forderungen zu beharren, und sollen nochmals Unterhand 3a cobb, fr ben wus raamit verwachsen ist ein Grabe lungen mit der Funung angebahnt werden. niedergelegt wurde, der die Inschrift enthielt: Dem grundsatztreuen Die Maler in Neumünster haben das Angebot der Junung, Workämpfer der sozialen Demokratie, Dr. Joh. Jacoby. den Minimallohn für jüngere Gehilfen auf 40 Pf. und den für die Aus dem Saalkreise. Jn Halle und Giebichenstein älteren auf 42 Pf. pro Stunde festzustellen, angenommen. wurden zur Märzfeier start besuchte Versammlungen abgehalten. Festredner waren Abg. Kunert und Redakteur Müller aus Magde burg. Vorträge, Lieder, lebende Bilder, Orchestermusik, kurz alles nahm den gewünschten programmgemäßen Verlauf. zur Berhandlung gelangen. Als Zeugen werden u. a. bie Söhne des Grafen zu Rangau, die Grafen Heinrich und Christian zu Rangau, die bei dem Zusammenstoß zwischen dem Inspektor Bruns und dem Grafen Rangau zugegen waren, ferner der Privatsekretär des Fürsten v. Bismard, Dr. Chrysander, der Weichen steller Rich vom Friedrichsruher Bahnhof und der Pförtner des Friedrichsruher Schlosses, Thieffis, geladen werden. Was einer anständigen Frau pafsiren kann. Einen Bei trag zu diesem Kapitel lieferte eine Verhandlung, welche am Mittwoch unter Ausschluß der Deffentlichkeit vor einer Abtheilung des Schöffen Die Weißbindermeister in Eschwege haben ihren Gesellen gerichts stattfand. Am Neujahrs- Abend belästigte der Barbier Males, zum 16. d. Ms. einen neuen Lohntarif unterbreitet mit einem Bamals in der Caprivistraße wohnhaft, eine Frau, welche auf dem Minimallohn von 21 Pf. und sollen die Gesellen für jeden Schaden Nachhausewege die Warschauerstraße pafsirte, in unerhörter Dreiftig. an Materialien Ersatz leisten. Im Arbeitsverhältniß soll die feit mit unfittlichen Anträgen. Obwohl die Frau den Malet in Kündigungsfrist mit dem 1. November aufgehoben werden. Die der entschiedensten Weife abwies, erneuerte er seine Anträge nicht Unterschrift zu dieser Vereinbarung wurde von sämmtlichen Ge- nur, sondern wurde immer zudringlicher und unverschämter, und bilfen verweigert und infolge dessen wurde einem großen Theil ge- gebrauchte Rebensarten, welche die Ehre der Frau auf das schwerste fündigt, worauf sämmtliche Weißbinder- und Malergehilfen be- verlegen mußten. Durch einen hinzugekommenen Schuhmann lies schloffen, die Arbeit am Montag, den 21. März, einzustellen. Es die Frau die Persönlichkeit des Malet feststellen, der auch nach treten 82 Gesellen in den Ausstand. feiner Entlassung von der Polizeiwache nicht aufhörte, die Frau in derfelben Weise wie vorher zu verfolgen. Diese stellte sich dann unter den Schuß eines daherkommenden Soldaten und erreichte endlich ohne weitere Anfechtungen ihre Wohnung. Der Angeklagte Maley schüßte Trunkenheit vor. Er wurde wegen öffentlicher Be leidigung und groben Unfugs zu einem Monat Gefängniß ver urtheilt und der beleidigten Frau die Publikationsbefugniß zu gesprochen. Ausland. Aus Dresden wird uns berichtet: Die geftrige Märznummer der Sächsischen Arbeiter- Beitung" ift turz nach Erscheinen auf Veranlaffung der Staatsanwaltschaft tonfiszirt worden. In Druckerei und Expedition erschienen kurz nach 5 Uhr Polizeibeamte, während in allen Ausgabestellen Gendarmen die Zeitungen, soweit ihnen das gelang, in Empfang nahmen. Ein großer Theil der Auflage ist verbreitet, ehe die Maßregel zur Ausführung fam. Die Beschlagnahme ist erfolgt wegen einer Märzreminiszenz von 1848, Der Zuzug von Stuckateuren nach Nürnberg ist fernbetitelt: Ein Glaubensbekenntniß, und wegen zweier anderer Notizen. zuhalten, da dieselben in einer Lohnbewegung stehen. Auch die Redakteur Nitzsche wurde heute Morgen verhaftet; man will eine Auflage Töpfer bereiten eine Bewegung zu gunsten eines neuen Tarifs vor. wegen, Gotteslästerung und groben Unfug" zurecht machen. Auch die gedruckten Programms, welche abends bei den Festlichkeiten vertheilt werden sollten, wurden foufiszirt. Im Trianon waren wohl gegen fünfzig Polizeibeamte zur Ueberwachung theils in Uniform, theils in Zivil anwesend. Die Parteigenossen verloren trotz alledem ihren Humor nicht. So hatte sich z. B. fo ein Spaß vogel eine Partie Arbeiterzeitungen einer früheren Nummer mit gebracht, um dieselben im Saal zu vertreiben. Sofort stürzten sich Polizeibeamte auf die Zeitungen in der Annahme, die staatsgefähr lichen Dinger vor sich zu haben. Das gab natürlich zu allgemeiner Heiterkeit des Bublifums Anlaß. Die Festreden zu den am Abend angesagten Versammlungen waren verboten worden. Der Streit der Waggonarbeiter in Graz dauert fort. Nachdem die Arbeiter auf die Wiedereinstellung der zwei entlassenen Vertrauensleute verzichtet haben, war die unmittelbare Streitursache aus dem Wege geräumt. Aber nun kam der Herr Direktor und verlangte eine Regelung", das heißt Herabfeßung der geltenden Minimallöhne. Die Differenz gegen früher betrug bis zu 60 Kreuzer pro Tag. Darauf konnten die Arbeiter nicht eingehen und so dauert der Kampf noch immer fort. " Jm Plauenschen Grund in Potschappel war die geplante Feier gänzlich verboten. Bu tausenden hatten sich die Rieler Genoffen am Abend in den weiten Räumen des Englischen Gartens zur Märzfeier zu- In Karlsbad ist soeben ein Streit der Bauarbeiter, an sammengefunden. Konzert, Feftrede und lebende Bilder bildeten das Programm. Dem alten Genossen Liebknecht wurde ein Telegramm, das ihn in der Freiheit begrüßt, und die Hoffnung ausspricht, daß es ihm vergönnt sein möge, die Partei zu neuen Siegen zu führen, gesandt. Auch in der Umgegend Kiels waren Feiern arrangirt, die bei gutem Besuch ausgezeichnet verliefen. Partei- Machrichten. dem gegen 6000 Mann betheiligt waren, nach kurzer Dauer zu gunsten derselben beendet worden. Ihre Forderungen bezogen sich auf Lohnerhöhung, Errichtung von Baubuden u. s. w. Gerichts- Beitung. Aus Nen Ruppin wird berichtet: In dem Prozesse gegen den Ackerpächter Wosloczit wegen Entführung und vorfäglicher Tödtung der neunjährigen Helene Meinicke aus Kremmen bejahten bie Geschworenen die beiden Schuldfragen. Der Gerichtshof erkannte nach dem Antrage des Staatsanwalts auf 15 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverluft unter Einschluß der bereits erhaltenen fünf jährigen Buchthausstrafe. " Die Porzellanarbeiter von Aich bei Karlsbad stehen bereits seit 21 Wochen im Ausstand. Dem Direktor Wehinger ist es bisher noch nicht gelungen, genügend Ersatzkräfte beranzuziehen. In Erfurt wurde am 15. März ein Stadtverordneter wegen An den deutschen Borzellanarbeitern namentlich liegt es, den Zuzug thätlicher Beleidigung zu 1 Monat Gefängniß verurtheilt. Die Be fernzuhalten. Sendungen sind zu richten an Heinrich Fritsch, leidigung" bestand darin, daß der Stadtverordnete, Kilian mit Namen, Porzellandreher in Aich bei Karlsbad. eine Frau, die ihn behufs Fürsprache in einer Stadtverordnetens Angelegenheit aufsuchte, mit gemeinen, unfittlichen Anträgen und Handgreiflichkeiten belästigt hatte. Kilian spielte hier in den bürger. lichen Kreisen eine große Rolle. In allen loyalen und patriotischen Kreisen und Vereinen war er vertreten und repräsentirte mit seinem fatten Pathos des ehrenwerthen, hausbackenen fittlichen" Spießbürgers. Dabei ist er schon 60 Jahre alt und hat verheirathete Rinder. Seine Verurtheilung erregt großes Aufsehen. Den Behörden, bei Die heißen Gemeinde- Wahlkämpfe der jüngsten Stadt denen Kilian großes Ansehen genoß, ist die Angelegenheit felbft. Schöneberg fanden gestern einen Nachtlang vor dem Schöffengericht verständlich sehr fatal. Die Sache beweist wieder, daß die Herren, am Amtsgericht Berlin II. Bu der bei den Stadtverordnetenwahlen welche der Arbeiterklasse nicht genug Moral und Anstand zu predigen Gemeindewahlen in Heffen- Naffau. Weitere Erfolge in der unterlegenen bürgerlichen Partei gehörte auch der Kaufmann und wissen, alle Ursache haben, zunächst bei sich zu beginnen. 8. Klasse errangen unsere Genossen bei den Stich wahlen. So mehrfache Hausbesitzer Robert Baer. In seinem Groll über seine Die bekannte Kleiderverordunng des Bürgermeisters in wurden gewählt: in Niederrad 1, in Bommersheim 1, eigene und seiner Partei Niederlage ließ er sich eines Abends Schreudig, die auf grund des Groben- Unfugsparagraphen erlassen in Bodenhausen i.. 2 unserer Randidaten. Bei den am Stammtische des Schöneberger Rathstellers zu schweren Be- ist und seinerzeit allgemeines Aufsehen in der Preffe erregte, muß nun Hauptwahlen in Rothen- Ditmold, Ochshausen leidigungen der Gegner hinreißen. Speziell bezeichnete er den Stadt- doch für ungiltig erklärt werden. Bekanntlich sollten nach der und Oberhohne( bei Eschwege) haben unsere Genoffen ebenfalls verordneten- Vorsteher Rentier Müller und die Stadtverordneten famosen Verordnung des Bürgermeisters die Schkeudiger Bürger fehr gut abgeschnitten. In dem erstgenannten Orte wurden infolge Raths- Bimmermeister Schmidt, Sentier Hecht und Schlächter- Somtags nur in feinen" Kleidern auf der Straße erscheinen. Der eines Rompromisses 6, in den übrigen beiden Orten je 4 Kandidaten meister Haase als Schwindler und Betrüger". Die Beleidigten Geschirrführer Robert Engelmann batte eines Sonntags dagegen der Arbeiter gewählt. gesündigt", indem er im Arbeitsanzuge durch die Hallesche Straße gegangen war und dadurch Anstand und Sitte verletzt haben follte. Das Schöffengericht in Schkeudig verurtheilte ihn wegen Berübung groben Unfugs zu einer Geldstrafe von 3 M. event. 1 Lag Saft. Auf die gegen das Urtheil eingelegte Berufung wurde er vorgestern vom Landgericht freigesprochen, da das Gericht in der Handlung des Angeklagten nur ein mangelhaftes Schamgefüht" aber keinen Unfug erblickte. Ju Jlversgehofen, einem Borort Erfurts, wurde der Parteigenosse Simon in den Gemeinderath gewählt. Zwei andere Kandidaten unserer Partei haben sich einer schr aussichtsvollen Stichwahl zu unterziehen. In Ammendorf bei Halle a. S. wurde der Randidat unferer Parteigenoffen, Richard Boesche, mit großer Stimmenmehrheit in den Gemeinderath gewählt. Jm Dorfe Klein- Wechsungen bei Nordhausen gelang es, den " erfuhren hiervon und strengten einen Privatbeleidigungsprozeß an. Vor dem Schiedsrichter kam ein Vergleich nicht zu stande, dagegen gab der Beklagte vor dem Schöffengerichte klein bei. Er bat um Entschuldigung, versicherte, daß seine beleidigenden Behauptungen jeder Begründung entbehrten, übernahm sämmtliche Gerichts- und außer gerichtlichen Kosten und erklärte sich auch bereit, dem gegnerischen Anwalte die verabredeten 50 M. Gebühren zu zahlen. Unter diesen Umständen zogen die Kläger ihre Klage zurück. zweiten Sozialdemokraten in den Gemeinderath zu bringen. Die Kirche gerichtete Privattlage des Bezirksvorstehers Kraus tam Depeschen und lehte Nachrichten. Gegner haben in der dritten Klasse nun nur noch einen Siz. " Eine gegen den Prediger Karl Griese von der Heiligkrenzgestern in II. Jnstanz vor der 8. Straftammer des Landgerichts I zur Verhandlung. Gegen die Wahl des Privatklägers zum Gemeindes Nürnberg, 19. März.( Privatdepesche des Vorw.") In der Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Die Schleswig- Holsteinsche Boltszeitung" Kirchenrath war ein Protest erhoben worden, der im August v. J. beute von über 2500 Personen besuchten Märzfeier herrschte große Dieselbe schloß mit einem stürmischen Hoch auf in Riel hat vor einem halben Jahre in einer Reihe von Artikeln in der Sigung des Gemeinde- Kirchenraths berathen werden sollte. Begeisterung. nachgewiesen, daß die gegen unsere Partei gerichtete Broschüre des Der Proteft nahm u. a. auch bezug auf die Entscheidung des Genoffen Liebknecht. auf der kaiserlichen Werst in Riel beschäftigten Arbeiters Lorenzen Klägers, der bis dahin lange Jahre Mitglied der Gemeindevertretung Hamburg, 19. März.( B. H.) Wie ein hiesiges Blatt wiffen von diesem zum größten Theil aus einer Broschüre des Landes- gewesen war, und Prediger Griese stellte in der Sigung die Be- will, enthält der dem Bundesrath zugegangene Nachtragsetat fünf Versicherungsrathes Hansen( alias Hans Felsen) ab hauptung auf, daß die Ehe wegen Ehebruchs geschieden und K. als bis sechs Millionen für die in Kiaotschau nothwendig werdenden geschrieben ist, ohne daß Lorentzen sich verpflichtet gefühlt der allein schuldige Theil erklärt worden sei. Prediger Griese Neueinrichtungen. hätte, seine Quelle zu nennen. Die Schleswig- Holsteinsche Volts- fügte hinzu: Einen solchen Mann tönnen wir im Gemeindezeitung" machte deshalb Lorenzen den Vorwurf des literarischen firchenrathe nicht gebrauchen! Da die Behauptung, die Prediger Diebstahls, nannte ihn einen kläglichen Plagiator u. dergl. Lorenzen Griefe auf grund von Mittheilungen des inzwischen verstorbenen ftrengte gegen den verantwortlichen Redakteur Alexander Geh. Raths Frige aufgestellt haben will, völlig unzutreffend ist, Lütjens Privatllage wegen Beleidigung an; auf den Erfolg der strengte Herr Krauß die Privatllage an. Das Schöffengericht sprach Rom, 19. März.( W. T. B.) Die Kammer feite auf Antrag Klage wird er aber selber kaum stolz sein. Wie wir der Schleswigs jedoch den Prediger Griefe frei, indem es ihm den Schutz des§ 193 Holsteinschen Volkszeitung" entnehmen, erklärte das Schöffengericht, zubilligte. Hiergegen fämpfte der Privattläger gestern vor der des Aba. Mussii die Berathung über den Bericht der Fünfer daß der Vorwurf des literarischen Diebstahls nicht zu ahnden fei, Straftammer mit aller Entschiedenheit, indem er nachzuweisen suchte, Kommission in der Crispi- Angelegenheit für nächsten Dienstag auf weil ein solcher Diebstahl vorliege. Es erkannte gegen Lütjens nur daß Prediger Griefe unmöglich im guten Glauben gewesen sein die Tagesordnung. Frankfurt a. M., 19. März.( B. H.) Aus Rom wird der Artf. 3tg." telegraphirt: Italien verkauft an Spanien den Kreuzer Varese" und unterhandelt mit den Vereinigten Staaten über den Berkauf anderer Kriegsschiffe. Mit dem Erlöse will der Marines minister Schiffe des neuesten Typus bauen. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen_u. Unterhaltungsblatt. 616 1:50 Br. 67. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. dions Grating Abgeordnetenhaus. od an 51. Sigung vom 19. März 1898, 11 Uhr. Sonntag, 20. März 1898. bis Forsterstraße und Charlottenburger Chauffee von Großer Stern bürger- Zeitungen". Er wurde darauf am Montag verhaftet. Darauf bis Weichbildgrenze, dagegen demselben zuzusehen: 1. Elbingers erfolgte eine nochmalige Absuchung des Kirchhofes, wobei auf dem ftraße von Straße 16 bis Straße 21a; 2. Frankfurter Adee, füid. Grabe neben der Grabstelle der Tochter des Grünenthal 16 000 m. licher Damm, von Proskauer- bis Straße 67, unter der Voraus in Werthpapieren gefunden wurden; vorgestern ist ein weiterer Am Ministertische: Thielen und Kommiffarien; später setzung, daß von Lichtenberg der Beitrag von 50 000 M. Betrag in Werthpapieren, die jedenfalls auch auf dem Kirchhof Dr. v. Miquel in diesem Jahre gezahlt werde; 3. Heinrichsplay vergraben und von dritten Personen verborgen worden waren, aufDie Spezialberathung des Eisenbahn Etats wird mit der ganz( Asphalt); 4. Oranien- Plah im Zuge der Dresdener, gefunden. gefter begonnenen Generaldebatte fortgesetzt. Uns wird noch mitgetheilt, daß Grünenthal außerordentlich Regierungskommiffar Ministerial Direttor Schröder giebt eine Oranienstraße und vor Dresdenerstraße 20 mit Steinen dritter laffe auf Riesunterbettung; 5. Schulzendorferstraße von liederlich gelebt hat. Seine Frau, die er verhältnißmäßig färglich Darlegung der Bimmermann und v. Buch low'schen Bantebrücke bis Müllerstraße( Asphalt); 6. Weißenburgerstraße von hielt, lebte mit ihren Rindern von ihm getrennt, während er seinen Hatenverschlüsse, die bei der Weichenstellung Anwendung Wörther- bis Danzigerstraße( Asphalt); 7. Reinickendorferstraße von fostspieligen Liebesabenteuern nachging. finden und über deren Unzweckmäßigkeit Mittheilungen durch die Plantagens bis Wiesenstraße, 8. Hallesches Ufer von Großbeeren Beitungen gegangen sind. Diese Mittheilungen seien in wesentlichen bis Königgrägerstraße( Steine); 9. Hornstraße, füblicher Damm, statt( umfaffend die Polizeireviere 22-26, 28, 30, 41-45, 47-49, 52 bis Die Diensträume der kgl. Gewerbe- Inspektion Berlin I Buntien unrichtig. nördlicher Damm. Schließlich empfiehlt der Ausschuß der Ver- 54, 65, 66, 70, 79, 86, 87 und 98-96) befinden sich vom 21. d. M. Abg. Graf Limburg- Stirum( t): Wünschenswerth ist, daß der fammlung, fie möge den Magiftrat ersuchen, die Regulirung ab in dem Hause Mariannenplay 21. finanzielle Gesichtspunkt in der Staatsbahn- Berwaltung nicht der ber Magazinstraße sobald als möglich in die Wege zu leiten, allein ausschlaggebende wird. Daß man schwerere Schienen ver bamit die unbedingt nothwendige Umpflasterung derselben ausgeführt wenden solle, ist eine nicht begründete Forderung, so lange die werden kann, leichteren Schienen sich als ausreichend erweisen; es scheint, als ob du 800 Ing Tokales. wird jetzt von der Polizei ertheilt und zwar mit Rücksicht auf die Die Tanzerlaubniß am Palmsonntage bis 12 Uhr nachts, Kammergerichts- Entscheidung, nach welcher der Palmsonntag nicht zur Charwoche zählt. Verschiedene Saalbesizer haben die Erlaubniß bereits erwirft. in to es sich bei dieser Forderung um die Soffnung auf große Schienen. lieferungen handelt.( Murren links.) Bei der Dienstdauer tommt propaga doch auch die Art des Dienstes in betracht. Bei leichterem Dienst ist Parteigenoffen des 6. Reichstags Wahlkreises! Morgen, bei der hiesigen Luftschiffer- Abtheilung auf dem Tempelhofer Felde.. Bivei schwere Unglücksfälle ereigneten fich gestern Vormittag eine längere Dienstzeit gerechtfertigt. Montag, den 21. März, soll in der Oranienburger Vorstadt ein Abg. Kircher( 3) tritt für die Anlegung besonderer Güter- Flugblatt verbreitet werden. Die Genossen werden ersucht, fich Nach 11 Uhr ging plöglich, wahrscheinlich infolge des starken Windes, geleise ein, das Laufen von Güter und Personenzügen auf dem zu diesem Zweck abends von 6-8 Uhr, in Diete's Restaurant, der Drachen Fessel Ballon etwa 20 Meter hoch, nachdem felben Geleise hat mehrfach Unfälle verschuldet. Auch Bahnhofs- Ackerstr. 123, zahlreich einzufinden. Der Vorstand. das Seil sich von der großen Wagenrolle bis zu dieser Länge abfür diese Zwecke vor einer Anleihe nicht zurückschrecken. umbauten sind eine dringende Nothwendigkeit. Die Regierung sollte Arbeiter- Bildungsschule. Heute Abend 7 Uhr in Feuerstein's gewickelt hatte. Durch den starken Wind trieb der Ballon mit dem Minister v. Miquel wendet sich gegen die vom Vorredner vor- Festsälen, Alte Jakobstr. 75, Vortrag des Genossen Dr. Alfreb schweren eisernen Wagen, auf welchem sich die Seilrolle befindet, gefchlagene Anleihepolitik. Bernstein über Kolonialpolitik. Wir laden die Partei- fort, zunächst gegen die eiserne Umfassung des Luftschifferplates. Der Koloß riß diese Mauer um und flog feldeinwärts, Abg. Gamp( frt.): Die Unfälle sind betrübend, gehen aber in genoffinnen und Genoffen hierzu höft. ein und erwarten zahlreichen immer den schweren Wagen als Ballast mit fortreißend, in der Zahl nicht über den Durchschnitt hinaus. Unrichtig sei es, wenn Besuch. Da in vergangener Woche Semesterschluß stattgefunden der Abg. Lenzmann im Reichstage gesagt hat, den Beamten träfe bat, machen wir die Mitglieder darauf aufmerksam, daß die rafender Gile über das Tempelhofer Feld. An der Tempelhofer Bibliothet vor wie nach Montags, Mittwochs und Chaussee zerriß das Ungethüm die Telegraphenleitungen, um bann mit großer Gewalt gegen einen gerade daher kommenden PferdeMinister Thielen: G3 ist mehrfach die Errichtung einer Freitags, abends von 8-9 Uhr, in der Inselstraße 10, geöffnet bahnwagen zu prallen. Der Pferdebahnwagen stürzte um und nun nentralen Entscheidungsstelle für Differenzen zwischen der Eisen- ft. Wir bitten, die entliebenen Bücher in dieser Woche 3 blieb der Ballon hängen. Beider wurden der„ Berl. 8tg." zufolge Eisen- üzuliefern, bahn Verwaltung und anderen Interessenten angeregt worden. Füzuliefern, event, zu verlängern. Die nächsten UnterrichtsAllein solche Stelle würde nur das Schreibwerk vermehren und turse beginnen am Montag, den 18. April, Mittwoch, den 20. April, hierdurch zwei Personen schwer verletzt, während zwei andere leichtere Verlegungen erhalten haben. Nach anderer Mittheilung und Freitag, den 22. April. Der Vorstand. sollen die Fahrgäste im Pferdebahnwagen mit dem Schrecken davon gekommen fein. bei Unfällen nie die Schuld. wenig nützen. Abg. Wallbrecht( natl.): Die Untersuchungen über EisenbahnUnfälle haben ganz bedenkliche Thatsachen über die Arbeitsordnung bekannt werden lassen. Unzulängliche Besoldung und Arbeitsüberbürdung wirken auf die Betriebssicherheit zurück Die Zahl der Hilfsbeamten im Verhältniß zu den Angestellten ist nirgends so groß, wie bei der Eisenbahn- Verwaltung. recht. Regierungskommiffar Geh. Rath Lehmann legt bar, daß die Eisenbahn- Ueberschüsse im allgemeinen Interesse verwendet worden find. Abg. Ehlers( frf. Vg): Die heftigen Angriffe auf die Werwaltung werden eingewickelt in persönliches Lob des Ministers; das wird ihn wenig erfreuen. Für so harmlos indessen halte ich die Klagen und Beschwerden des Publikums nicht wie der Abg. Gamp. Einzelne Beschwerden, z. B. über die Heizung der Wagen, sind Der Friebrie zu Der Friedrichshain war auch gestern von zahlreichen ArUm die gleiche Beit ging auch der für freie Fahrten bestimmte beitern und Arbeiterinnen besucht, und für den heutigen Sonntag Ballon Albatros", wahrscheinlich ebenfalls infolge des riesigen ist selbstverständlich auf einen ganz besonders starken Werkehr zu Windes los. Da dieser keinen Ballast hatte, stieg er fofort ſehr rechnen. Es bedarf wohl kaum der Mahnung an die Arbeiterschaft, hoch und verschwand bald in den Wolken. Das Gerücht, wonach Minister Thielen sucht ziffermäßig darzulegen, daß alle technischen der Ehrung zu heben. durch Einhaltung der Verkehrsordnung den weihevollen Eindruck fünf Personen von diesem Ballon mit hochgerissen und dann abAm Freitag verlief die Märgfeier im gestürzt sind, soll sich nicht bestätigen. Dezernate sich auch in den Händen von Technikern befinden. Friedrichshain, wie schon gestern gemeldet, in überaus würdiger Art Amtlich wird über den Unfall gemeldet: Ein unbemannter Abg. Ring( t) erörtert den Wagenmangel, dessen nachtheilige und ohne jeden Zwischenfall. Es wurden im Laufe des ganzen Ballon der Luftschiffer- Abtheilung riß sich bei Versuchen heute los Wirkung wenigstens gemilbert werden könnte durch ein beffer Tages dort nur zwei Sistirungen vorgenommen. In dem einen und flog in östlicher Richtung davon. Mittheilungen über den Verorganisirtes Benachrichtigungsfyftem. Geeignete Saisontarife, nament- Falle handelte es sich um einen Handelsmann, welcher sich in auf- bleib des Ballons werden telegraphisch an die Luftschiffer- Abtheilung lich auch für die Landwirthschaft, würden dem Wagenmangel sehr bringlicher Weise dem Publikum gegenüber benahm und den Berlin erbeten. erfolgreich entgegen wirken. Aufforderungen eines Beamten, sich zu entfernen, nicht Folge Eine weitere amtliche Meldung besagt: Ein zweiter Ballon Regierungskommiffar Geh. Rath Möllhausen erörtert die leistele. Im zweiten Falle wurde ein Mann fistirt, welcher( Feffelballon) ist bei dem sehr starken Winde mit seinem Unterwagen Schwierigkeiten der Saifontarife. vor dem Begräbnißplaß ein Hoch auf die Helden von 1848 ans. losgegangen. Hierbei hat er bei der Kreuzung der Tempelhofer Abg. Schmieding( nall.): Ueber die Wichtigkeit der Ver- brachte. Der Festgenommene, welcher mit dem eisernen Kreuz Station einen Pferdebahnwagen umgeriffen, ohne daß die Insassen wendung schwererer Schienen habe sich ja der Regierungskommiffar und Kriegsdenkmünzen geschmückt war, ist, wie auf der Polizeiwache desselben beschädigt wurden. Die staatliche Telegraphenleitung an in der Budgetkommiffion lobend ausgesprochen. Den Vorwurf gegen festgestellt wurde, ein geborener Berliner, der seit Mitte der 70 er der Chauffee ist zerstört worden. Unmittelbar hinter der Chaussee ist die übermäßige fistalische Ausnutzung der Bahnen halte er auf- Jahre in England ansässig ist und sich vorübergehend hier aufhält. Nach der Ballon angehalten und niedergeholt worden. Feststellung seiner Personalien wurde er wieder entlassen. Wie berichtet Ein entfehliches Familienbrama hat sich in der Nacht zum wird, wird in der nächsten Stadtverordneten- Versammlung von der Sonnabend in der Waldemarstraße 78 abgespielt. Hier haben der neuen Fraktion der Linfen eine Interpellation eingebracht werden, Maschinenheizer Karl Bier und seine Frau ihre drei Kinder dahin gehend, warum der Beschluß von Magistrat und Stadt- und sich selbst durch Gift getödtet. Bier ist im verordneten- Bersammlung bezüglich der Herstellung eines neuen Jahre 1851 geboren, seine Frau, eine geborene Schult, im Jahre 1859. eisernen Gitters auf dem Friedhofe bisher nicht zur Ausführung ge- Die älteste Tochter, Margarethe, war 12, bie zweite, Bertha, 7 Jahre langt ist. und die jüngste, Erna, erst 3 Monate alt. Bier war seit 18 Jahren' Zu der Diebstahlsaffäre in der Reichsdruckerei erfahren in der Lampenfabrik von Schwinger u. Graeff beschäftigt. Die durchaus berechtigt. Bezüglich der Agitation der Unterbeamten ist wir noch folgenbe, Ginzelheiten. Die Berhaftung des früheren Ober- Familie wohnte feit Oktober 1896 in der Waldemarstraße, wo sie im es ja sehr schwer, fich ein flares Bild über die Verhältnisse zu fattors Grünenthal erfolgte auf grund einer von einem früheren An- dritten Stock eine aus Stube und Küche bestehende Wohnung inne hatte machen. Ich wünsche, daß der Minister ben Wünschen der Unterbeamten, soweit sie berechtigt find, entgegenkommen möge. gestellten der Reichsbruckerei erstatteten Anzeige, nach welcher G. und erfreute sich eines guten Rufes. Da erhielt der Mann am Abg. Stökkel( 8) führt die große Bahl der Unglücksfälle auf die aufgefundenen Scheine in der Reichsdruckerei gestohlen haben Dienstag Abend plöglich seine Entlaffung. Einer feiner Abg. Stöket( 3.) führt die große Zahl der Unglücksfälle auf bie Belastung der Beamten zurück, die eine Beachtung fämmtlicher sollte. Da der Denunziant gleichzeitig angab, daß auf dem Begräbniß- Arbeitgeber ließ ihn zu sich ins Bureau tommen und entdeckte hier play der Friedrich Werber Gemeinde und zwar am Grabe der Tochter unter feinen Kleidern ein handgroßes Stück Blet und ein ebenso Reglements zur Unmöglichkeit mache. Auch lasse die Besoldung der bes Grünenthal ebenfalls Banknoten verborgen liegen, so begab großes Stück Zink, die Bier sich in der Fabrit widerrechtlich an Unterbeamten noch viel zu wünschen übrig. Menn infolge von sich ein Krimmalbeamter am Donnerstag nach dem gegeeignet hatte und mit nach Hause nehmen wollte, um sie bei der falscher Auslegung des Tarifs Berlufte entstehen, so ziehe man den nannten Friedhof und fand auch thatsächlich an erwähnter Anfertigung eines Stelzfußes für eine verkrüppelte Schwester zu beim Transport betheiligten Beamten die betreffenden Summen ab. Stelle ein fleines Packetchen vor, welches 16 000 m. in Banknoten verwenden. Der Entdeckung folgte die Entlassung auf dem Fuße. Dadurch seien schon viele fleine Beamten schwer geschädigt worden; enthielt. Daraufhin erfolgte die Festnahme des Grünenthal, der Bergebens bemühte sich die Frau mündlich und schriftlich um die es werde sich doch wohl noch ein Töpfchen finden, aus dem diese jegliche Schuld mit Entschiedenheit bestreitet. G. lebte auf recht Wiedereinstellung ihres Mannes. Daher faßte schließlich das Ehepaar den Berlufte gedeckt werden können. Minister Thielen erklärt, baß ihm ein solcher Fall nicht be- großem Fuße und machte bedeutende Geldausgaben. Bei seiner Ver. Borfah, mit den Kindern aus dem Leben zu fcheiden. Vorgestern Abend tannt sei; er werde die Sache aber verfolgen. nehmung auf dem Polizeipräsidium fonnte er fiber die Herkunft hatte Bier in einer 150 Gramm fassenden Flasche eine äßende Flüssigkeit, diefer Sumnien befriedigende Antwort nicht ertheilen. Grünen deren Charakter noch nicht festgestellt ist. Gestern Morgen stel es ber thal behauptet, von seinem Gehalte in der Reichsbruckerei be- Nachbarin Bier's, einer Frau Karin, auf, daß die Leute nichts von deutende Ersparnisse und mit diesen in Spekulationen an sich hören ließen und auch das Frühstück nicht in die Wohnung der Börse erhebliche Gewinne gemacht zu haben. Thatsächlich hereingenommen hatten. Man fand die Thür verschlossen und von hat Grünenthal mit industriellen Papieren an der Börse innen verriegelt. Als man sie durch einen Schloffer hatte öffnen Die städtische Verkehrsdeputation hat in ihrer geftrigen viel Glück gehabt, boch bürste ber hier erreichte Gewinn kaum zur laffen, bot fich den Eintretenden ein entfeßlicher Anblick. Alle fünf Deckung seiner riesigen Ausgaben genügen. In der Wohnung des Wohnungsinsassen lagen regungslos auf den beiden Betten, der Sigung, nach Erledigung einer Anzahl unwesentlicher Gegenstände, G. wurden ca. 20 000 M. in Banknoten vorgefunden. Die Meldung, Mann mit der ältesten Tochter im Arm auf dem ersten Bette, rechts beschloffen, von den städtischen Behörden die Ermächtigung zu er baß Grünenthal eine Platte, mit welcher das Papiergeld hergestellt vom Eingange die Frau auf dem zweiten, im rechten Arme die zweite bitten, mit der Firma Siemens u. Halske und anderen Unternehmern wird, besigt, findet jedoch keine Bestätigung. Bur Fertigstellung der Tochter Bertha, im linken die kleine Erna. Alle waren vollständig in Berhandlungen zu treten über den Bau von Unterpflasterbahnen auf städtische Kosten. Bekanntlich verlangte die genannte Firma die einzelnen Banknoten ist nicht eine, sondern sind drei Platten angekleidet und lagen quer auf dem Bette. Irgend ein Kampf batte Ronzession für eine im Anschluß an die ihr konzeffionirte Hochbahn wegs sogenannte Prüfungsexemplare. Wie bereits fura Die aufgefundenen Scheine sind vielmehr durch- nach dem Befunde nicht stattgefunden. Ein Arzt konnte nur feststellen, er daß alle fünf Personen todt waren. Die Leichenstarre war bereits zu erbauende Unterpflasterbahn. Die Verkehrebeputation ist der wegs, sogenannte Prüfungsexemplare. wähnt, werben bei ber Anfertigung von Banknoten von eingetreten, der Tod wahrscheinlich schon bald nach Mitternacht. Die Ansicht, daß es sich nicht empfehle, das neue Verkehrsmittel, welches jeder Nummer zwei Scheine fertiggestellt und von diesen je ein Ursache des Todes war Gift, deffen Natur noch einer Untersuchung eine Einbettung in die Straßen und Plätze voraussetze, ohne eingehende Erwägung darüber, ob die Stadt diese Bahn nicht selbst Exemplar für den Umlauf ausgesucht, während das zweite Exemplar bedarf. Die Leichen blieben in der von der Polizei verschlossenen der Vernichtung anheimfällt. Bei der Vernichtung dieser Duplitate Wohnung vorläufig liegen. auszuführen, zu betreiben und ev. zu verpachten habe, dem privat- find vier Personen unter Leitung fines Oberfaktors thätig, und häufig Der Polizeibericht meldet fiber das Familienbrama: Heute kapitalistischen Bau und Betrieb zu überlassen. Bevor die für eine solche war mit der Leitung derselben auch Grünenthal betraut worden. Mittag wurden im Hause Waldemarstr. 78, 4 Treppen hoch, der Entschließung nöthigen Verhandlungen eingeleitet und die finanziellen Bei dieser Gelegenheit muß er sich eine große Anzahl Duplitate, dort wohnende Arbeiter Karl Bier, 46 Jahre alt, feine 39jährige Unterlagen beschafft werden, erschien es der Deputation nöthig, eine wieviel derselben ist noch nicht bekannt, angeeignet haben. Ob Frau und seine drei Töchter todt in den Betten liegend aufgefunden. Entscheidung darüber herbeizuführen, ob die städtischen Behörden sich der Verhaftete Komplicen besigt, ist keineswegs ermittelt, wie- Es ist anzunehmen, daß der Tod durch Gift herbeigeführt worden im Prinzip vorbehaltlich der finanziellen und sonstigen Prüfung wohl eine berartige Möglichkeit nicht von der Hand zu weisen ist, nachdem der Bater wegen Diebstahls aus der Arbeit entlassen -mit der Absicht der Verkehrsdeputation einverstanden erffären. ift. Im Umlauf befindliche Gerüchte über die Verhaftung weiterer worden ist. Die weitere Berathung wird auf Montag 11 Uhr vertagt. Schluß 4 Uhr. Kommunales. lichen Alkumulatorenwagen der Großen Berliner Straßenbahn- Gesellerforderlich. Außerdem fand eine Besprechung über die neuen im Betrieb befind: Personen in dieser Angelegenheit sind unzutreffend. Behuss Fest Das Polizeipräsidinm theilt mit: Auf grund eines Gut schaft statt, in der über einige Wängel der neuen Wagen geklagt ftellung über den Umfang der von Grünenthal gestohlenen Banknoten achtens eines gerichtlichen Sachverständigen" haben in legter Zeit in wurde. Die Deputation beschloß, die Angelegenheit in ihrer nächsten werden bei den Bankinstituten die Nummernverzeichnisse der Reichs- mehreren Geschäften auf Antrag der töniglichen Staatsanwaltschaft Beschlagnahmen von Boltakreuzen und Boltafternen sowie von Sigung weiter zu verhandeln und außerdem auf Anerbieten der Raffenscheine eingesehen werden müssen. Die Kriminalpolizei versendet folgende Mittheilungen über diese auf den Vertrieb dieser angeblichen Heilmittel bezüglichen GeschäftsDirektion in der nächsten Zeit eine Besichtigung der auf Verlangen Angelegenheit: Ueber die Verhaftung des Grünenthal ist folgendes bücher und Korrespondenzen stattgefunden und sind gegen den Ver der Stadt einzuführenden neuen Sommerwagen vorzunehmen. zu melden: Auf dem Grabe der Kunschmann wurde zuerst ein treiber Anklagen wegent Betruges erhoben. Selbstverständlich sind Auf Anregung der städtischen Deputation für Kunstzwecke Briefumschlag mit 44 000 Mark in Reichsbanknoten gefunden, ein- die Boltakreuze nicht im stande, einen konstanten elektrischen Strom ift vom Magiftrat den sechs Bildhauern: Wenck, Pracht, Kruse, gewickelt in ein Stück weißes Papier. Auf dem Briefumschlag be- zu erzeugen und eine Heilwirkung oder auch nur eine Beeinflussung Latt, Reichel und Lepcke die Anfertigung von je einer, in weißem fand sich das Wort„ Au". Das weiße Papier war zer. von Krautheiten auszuüben. Der reelle Werth eines Boltatreuzes Marmor von Massa Carrara auszuführenden Herme, darstellend die riffen und durch Feuchtigkeit zerstört und an dem Papier beträgt etwa 10 Pf. Dichter Th. Körner, H. v. Kleist, 2. Uhland, E. M. Arndt, flebten Zeitungsfragmente. Aus dem Umstand, daß daß das Ihre eigene Märsfeier begingen am 18. März die Zapezirer M. v. Schenkendorff und F. Rückert, und Ausstellung im Vittoria innere Papier feucht und zerrissen und der Briefumschlag ganz war, Gebrüder Günther, welche vor 50 Jahren am Revolutionstage Bart übertragen worden. Die Ablieferung und Aufstellung der wurde der Schluß gezogen, daß die Banknoten zuerst an einer unter eigenthümlichen Umständen als Zwillinge geboren wurden. fertigen Werte hat bis zum 1. Mai 1898 zu erfolgen; auch sind die anderen Stelle vergraben waren, und zwar das weiße Papier in Die Eltern der beiden wohnten damals in der Lindenstraße, und Stellen, an denen die Aufstellung im Viktoria- Park stattfinden soll, Beitungspapier eingehüllt. Durch Recherchen wurde festgestellt, daß gerade zu der Zeit, als der Straßentampf entbrannt war, fühlte die im Einvernehmen des Magistrats mit der Bartdeputation festgestellt die Schriftzüge des Wortes An" identisch mit den Schirftzügen Mutter ihre Entbindung herannahen. Der Vater schickte sich daher worden. Der Magistrat hat hierzu die Genehmigung der Stadt- des Grünenthal waren. Eine Durchsuchung bei ihm ergab die an, eine Hebamme zu holen, wurde aber beim Deffuen der Hauss verordneten- Versammlung nachgesucht. Auffindung eines in Form, Farbe und Größe genau gleichen thür von einer Kugel derartig getroffen, daß er nach wenigen Minuten " Der Ausschuß der Stadtverordneten- Versammlung zur Briefumschlages wie der gefundene. Nachdem nun der Ver- verschied. Ein von der Markgrafenstraße her fommender Zimmermann Begutachtung des Straßenpflasterungs- Verzeichnisses des Magistrats dacht sich auf Grünenthal gelenkt, wurde das Grab feiner versuchte dem Berletzten zu helfen, doch fand er nur noch eine Leiche für 1898/99 hat unter Vorsiz des Stadtverordneten Wilhelm Gericke Tochter, welches sich auf demfelben Kirchhof befindet, abgesucht, vor. Er trug daher den todten Körper in das Haus hinein und erund in Anwesenheit des Stadtbauraths Kraus und des Bau- und dort wurde ein kleines Zeitungsstückchen auf dem Grabe ge- fuhr gleich darauf, daß die in den Wochen liegende Frau des inspektors Bauraths Gotheiner beschlossen, der Versammlung zu funden; die Nachforschungen ergaben nun, daß die Zeitungsfragmente Erschossenen, welcher die Nachbaren bereits die Unglücksbotschaft 2 empfehlen, aus dem Verzeichniß folgende Straßenpflasterungen ab im Briefumschlag wie auch das auf dem Grabe der Tochter hinterbracht hatten, bereits einem Zwillingspaar das Leben gegeben zusehen: 1. Rottbufer Damm von Liegniger bis Ratiborstraße; gefundene aus derselben Nummer der Staatsbürger- Beitung" her hatte. Der Zimmermann, dem das traurige Schicksal der so plöglich 2. Görlitzer User von Reichenberger- bis Wienerstraße; Mariannenstraße ftammten. Eine erneuerte Durchsuchung bei Grünenthal ergab das zur Wittwe gewordenen Frau sehr zu Herzen ging und der selbst Don Etaligerstraße bis Heinrichsplay; 4. Wienerftraße von Grünauer- Fehlen der in Frage kommenden Nummern unter seinen Staats- erft vor kurzem seine Gattin verloren hatte, nahm sich der Aeristen nach Kräften an. Er ließ ihr sogar seine dauernde Silfe in ihrer schweren Noth angedeihen und fand schließlich soviel Gefallen an der dankbaren Frau, daß er sie heirathete. Er hatte diesen Schritt nicht zu bereuen, denn er lebte mit seiner neuen Gattin in glück lichster Ehe. Erst im vorigen Jahre hat das Ehepaar, welches gulegt über ein Biertel- Jahrhundert lang in der Alexandrinensir. 25 wohnte, das Zeitliche gefegnet. Den Zwillingsbrüdern aber, welche beide noch heute leben und sich einer guten Gesundheit erfreuen, wurden von Freunden und Bekannten aus Anlaß ihres fünfzigsten Geburtstages am Freitag viele Aufmerksamkeiten erwiesen. Die Vereinsanweisungen zu der Völkerausstellung im Feen palast gelten jetzt täglich mit Ausnahme des Freitags; an Sonntagen haben sie von 12-2 Uhr Giltigkeit. Paffage Panoptikum. Zur Erinnerung an die vor 25 Jahren erfolgte daß ihr Billet werthlos wird; fie müssen bann für die Fahrt bis Einweihung der Passage gewährt die Direktion am Montag freien Eintritt zum Schlesischen Bahnhofe den vollen Fahrpreis zahlen. Die Gins ins Baffage- Panoptikum. wohnerschaft von Baumschulenweg rechnet start darauf, daß dieser Die Direktion des Schiller- Theaters ersucht uns mitzutheilen, daß den Boltsintereffen des Drtes ins Gesicht schlagende Zustand endlich der Ibsen Abend" im Bürgerſaale des Rathhauses mit Rücksicht auf andere aufgebessert werde. Beranstaltungen zur Jbsen- Feier ausnahmsweise um 8 Uhr beginnt. Aus den Nachbarorten. Briefkasten der Redaktion. Die nächsten juristischen Sprechstunden finden am Dienstag, ben 22. d. M., von 72 Uhr abends ab, am Donnerstag, den 25. d. M., und am Sonnabend, den 27. d. M., von 6 1hr abends ab statt. Frau R., Schönhauser Allee. Am besten in den Vormittagsstunden J. G Die Illumination, welche die Arbeiterschaft von Rigdorf am Abend des 18. März veranstaltet hat, zeigte, wie tief die Erinnerung an den ruhmvollsten Tag in der Geschichte des deutschen Boltes im Proletariat lebendig ist. Diesmal waren es natürlich von 10-12 Uhr. Herr Dr. Wilhelm Meyer, der frühere Direktor der Urania, nicht die vornehmeren" Gebäude, welche im Lichterschmud prangten, E. V. Das ist nicht so leicht, wie Sie es sich vorstellen. Fast in hält am 28. März, abends 8 Uhr, in der Brauerei Friedrichshain fondern die von der Berliner- und Bergstraße abgehenden Neben- jedem Berliner Stadtbezirke ist eine Genossenschaftsbant. Sie thun aber einen Projektionsvortrag über seine Reise nach Spißbergen. Eintritts- ftraßen, wo die vermaledeite rothe Rotte ihr eigentliches Haupt- gut, sich vorher bei zuverlässigen Leuten über die Verhältnisse des betreffen farten zu 20 Bf. find in folgenden Geschäften zu haben: quartier hat. Hier blieb denn auch kaum ein Haus ohne Lichter- gen Institutes zu erkundigen, r., Wakmannstraße. Eine völlig genaue und für ganz Gottfried Schulz, Admiralstr. 40; Frizz Zubeil, Lindenstr. 106; glanz; im Kellergeschoß und in der Dachkammer prangte es vom China zutreffende Umrechnung der chinesischen Münzen in deutsche ist un Diete, Ackerstr. 123; Pinner, Treschowstr. 36; Ließte, Schwedter- hellen Kerzenschimmer. In der Berlinerstraße wie auch in der Kaiser möglich, weil der Werth derselben in den verschiedenen Theilen China's nicht ftraße 33; Späth, Georgenkirchstr. 67; Schroller, Landwehrstr. 3; Friedrichstraße waren hübsche Transparente mit passenden Inschriften völlig gleich ist. Das Taël gilt verschieden in Hongkong, in Shanghai ober Rent, Barnimstr. 42; Vogel, Elbingerftr. 9( Ecke Cotheniusstraße); angebracht. Troß des unfreundlichen Wetters bevölkerte eine zahl- als Regierungs- Taël. Dazu kommt, daß der Werth der chinesischen SilberAdolf Hoffmann, Blumenftr. 14; Fritz Wilte, Andreasstr. 26; 3abel, reiche Menschenmenge die Straßen. münzen wie aller Silbermünzen, in den letzten Jahrzehnten erheblich gefallen Frankfurter Allee 90; Franke, Friedrichsbergerstr. 11. ist. Das Regierungs- oder Haitwan: Taël wird jezt zu 3,39 M. berechnet. Die Bewohner von Baumschulenweg führen lebhaft Klage Das Cash beträgt 1/1000 Taël oder 0,339 Pfg. 200 Cash find also gleich Die Vertrauensperson. über die Rücksichtslosigkeit, mit der die Eisenbahn Direktion ihnen 17,8 Pfennige. Fenerbericht. Sonnabend früh 22 Uhr entstand Ritter- gegenüber den Sonntagsverkehr eingerichtet hat. Während an straße 11 ein Schadenfeuer, das die Wehr fast 2 Stunden be- Wochentagen alle halbe Stunde ein Zug nach jeder Richtung fährt, Briefkasten der Expedition. schäftigte. Es war Benzin und Spiritus in Brand gerathen, der halten an dieser Station des Sonntags im ganzen nur drei Büge. die Balkenlage und Schaldecke stark beschädigte und mittels zweier Damit sind die 5000 Einwohner von Baumschulenweg an Sonn- der Wahre Jakob" Nr. 304( 7), der Vorwärts" vom 18. März( Nr. 65) Rohre abgelöscht werden mußte. Um 9 Uhr brannte Göben str. 27 tagen und Festtagen Verkehr mit Berlin fast ab und der„ Süddeutsche Postillon" Nr. 6 sind vollständig vergriffen. Petroleum und verschiedenes Hausgeräth. Eine Stunde später erfolgte geschlossen. Wer nicht das Glück hat, einen der beiden Alarm nach Acer ft r. 130, wo in einer Möbelhandlung Polster Büge abzupassen, die um 10% Uhr morgens und und Möbel Feuer gefangen hatten, das aber noch beseitigt werden 1/2 Uhr nachmittags nach der Stadt Stadt fahren, fahren, muß Wetter Prognose für Sonntag, 20. März 1898. fonnte, bevor erheblicher Schaden entstand. Infolge eines Zimmer- entweder dreiviertel Stunden bis Treptow oder eine halbe Stunde Rühler, zeitweise aufklarend, vorwiegend noch trübe mit ges brandes wurde die Wehr abends 6 Uhr nach Tempelhofer bis Johannisthal zu Fuße gehen. In legterem Falle erwächst den ringen Niederschlägen und ziemlich frischen westlichen Winden. Ufer 32 gerufen, konnte jedoch nach furzer Zeit wieder abrücken. zahlreichen Inhabern von Monatskarten noch die Unannehmlichkeit, Berliner Wetterbureau. Für Inhalt vom Sir Ben Jufet er auferate Luisen- Theater Urania Reichshallenübernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 20. März. 34. Reichenbergerstraße 34. Nachmittags 3 11hr: Volks: Vorstellung. Regie: J. Türk. Ein Volksfeind. Schauspiel in 5 Aften von H. Ibsen. Doktor Stockmann: Julius Türk. Abends 8 Uhr: Freie Boltsbühne( Leffing- heater). Die Stüße der Hausfrau. 2. Abtheilung( Blaue Karten). Abu Said. Lustspiel in 1 Att. Hierauf: Cyprienne( Divorçons). Anfang 23/4 Uhr. Opernhaus. Der fliegende Holländer. Anfang 72 Uhr. Montag: Der Evangelimann. Der Burggraf. Schauspielhaus. # Anfang 71/2 Uhr. Montag: Ein Boltsfeind. Neues Opern Theater( Krol). Mutter Thiele. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Hedda Gabler. Anfang 71/2 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Einsame Menschen. Montag: Johannes. Leffing. Im weißen Nöß'l. Anfang 71/2 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Berliner. Abschied. Anf. 71/2 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Faust( 1. Theil). Montag: Untreu( Infedele). Bor Posse mit Gesang in drei Atten von E. Karl. Musik von Fritz Krause. Toni Klein: Anna Müller- Linde. Montag, zum 1. Male: Gefährliches Glück von M. Braun. Billets à 60 Pf. zu der Sonntag fannten Verkaufsstellen. Nachmittag- Vorstellung in den be: Central- Theater Alte Jakobstr. 30. Direktion Richard Schultz. Sonntag, den 20. März 1898: Emil Thomas a. G. Bum 60. Male: her: Die Schulreiterin( La Die Tugendfalle. Cavallerizza). Schiller. Ein gemachter Mann. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Montag: Brand. Thalia. Die fleine Schlange. Vorher: Die fleinen Länumer. Anfang 712 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Central. Die Tugendfalle. Anfang 71/2 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Belle- Alliance. Persion Schöller. Ich heirathe meine Tochter. An fang 8 Uhr. Nachmittag: Lumpacivagabundus. Montag: Die Räuber. Luifen. Die Stüße der Hausfrau. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Ein Voltsfeind. Montag: Gefährliches Glück. Oftend. Unter der Polarsonne. Anfeng 8 Uhr. Nachm. 3 Úhr: Die Waise von Lowood. Montag: Unter der Polarsonne. Residenz. Sein Trid. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Fernande. Montag: Sein Trid. Neues. Spiritismus. Anf. 7% Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Logenbrüder. Montag: Spiritismus. Goethe. Das Opferlamm. Anfang 7 Uhr. Nachm. 3 ühr: Hasemann's Töchter. Montag: Die Kinder der Erzellenz. Unter den Linden. Der Opernball. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Mikado. Montag: Der Opernball. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die fleinen Vagabunden. Anfang 8 Uhr. Nachm. 4 Uhr: Der Trompeter von Saftingen. Montag: Die fleinen Vagabuuden. Alleganderplay. Verlorene Mädchen. Anfang 8 Uhr. Nachm. 4 Uhr: Die Königstochter als Bettlerin. Montag: Verlorene Mädchen. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundl. Ausstellung v. 10 Uhr vormittags ab. Abends 8 Uhr Wiffenschaftl. Theater. Invalidenstraße 57/62. Täglich ( außer Sonntags und Mittwochs) abends 8 Uhr: Wissenschaftliche Vorträge. Passage % Panoptikum. Wiener Tanz- und Operetten- Gesellschaft. Burleste Ausstattungspoffe m. Gesang und Tanz in 4 Bildern unter Benutzung eines französischen Sujets von Jul Freund und Wilh. Manustädt. Musik von Jul. Einödshofer. Anfang 28 11hr. Morgen und die folgenden Tage: Die Tugendfalle. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. G. Weiß. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vormittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr Wissenschaftliches Theater. Invalidenstr. No. 57-62. Täglich abends 7 Uhr: Ausstellungs- Saal und Vorträge.. Näheres die Tagesanschläge Die Wiener März Beitung, die rothe März 3eitung, Nur noch kurze Zeit! Nieft's Fest- Säle Reichshallen- Circus Busch eberſtr. 17, ca. 1000 perf. faffb., Theater. Leipzigerstrasse 77. Noch nie dagewesener durchschlagender Erfolg sämmtlicher Kunstkräfte. Karl Wilhelm Original- Humorist. Passage- Panopticum. Corty& Rettié! Berliner Nachtleben Komödie in 12 pantomimischen Szenen mit Gesang und Tanz. Vorher: Theater Variété. Castan's Panopticum. Friedrichstr. 165. Neu!! Indischhindustanische Gaukler -undchlangenBeschwörer. Das BÄREN WEIB. Ausstattungs- Novität! Gr. Schlager! Volks- Theater Unter der Polarsonne. Großes Ausstattungsstück mit Gesang im Welt- Restaurant 97. Dresdener Straße 97. Span. Trio Bernal. Anton Sattler. Pantomime u. s. w. Sonntag 62 Uhr. Anfang: Montag 7 Uhr. Reichshallen- Tunnel: 2 vorzügliche Kapellen. Mittwoch: Bockbierfest. Feen- Palast Burgstrasse 22. Heute Sonntag von 12-2 Uhr mittags: ( Bahnhot Börse). Sonntag, den 20. März 1898: 2 große Vorstellungen. Jahren frei, weitere Kinder zahlen Nachmittag 4 Uhr( 1 Kind unter zehn auf allen Blägen halbe Preise). 5fache Postfahrschule, ger. v. Herrn Ernst Kloske. Elefant und Pferd, ger. b. Herrn Tercy. Spring- lowns Nipp& Tipp. Der neu dreff. Elefant, höchst kom. Intermezzo. Kinemato graph( System Hagedorn). Auftr. d. beliebten Schulreiters Hrn. FoottitBurghardt. Abends 72 Uhr: Zaragoza. Orig. Manège- Schauft. d. Circus Busch. Besonders hervorzuheben: Die weibi. Fanfarenbläser. Der Sturz von der 60 Fuß hohen Brücke ins Wasser. Der pompöse grüne Att. Außerdem die besten Nummern des Repertoirs, fowie fämmtliche Klowns in Thätigkeit mit ihren neueft. Späßen. Morgen 71/2 Uhr: Elite- Abend. Neues Anweisungen Olympiagiltig. Wiener Zoologisch. Garten Aschanti- Dorf Javaner- Dorf Geöffnet von 11-10 Uhr. Vorstellungen allstündlich 2-9. Entree 50 Pf. Kinder und Militär 25 Pf. Alcazar- Theater. u. Tanz in 5 Bildern von e. Sonder Unser modernes Berlin. Dresdenerstraße 52/53( City- Bassage) mann und Chr. Bischoff. Gesangstexte von J. Dill. Musik v. C. Schüler. Anfang 72 Uhr. Jm Tunnel vor und nach der Vorstellung: rei Konzert. Nachmittags 3 Uhr, fleine Preise: Die Waise aus Lowood. Schauspiel von Birch- Pfeiffer. Morgen und folgende Tage: Unter der Polarsonne. Victoria- Brauerei Lützow- Strasse 111/112. Morgen sowie jeden Montag und Freitag: Stettiner Sänger ( Meyfel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Nühl, Schneider und Schrader.) Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. ( Vorverkauf 40 Pfennig.) ,, Sumpfhühner" Ensemble von Meyfel. Dienstag: Böhmisches Brauhaus, Volksstück mit Gesang in 4 Bildern von L. Ely. Hauptrollen: Ella Richter. Robert Dill. Grete Gastoni. Rudolf Schauss. Klara Hayn. Otto Wendt. Jm, vorderen Saale: Annenstraße 42/43. Direktion: Richard Winkler. Sensationelles Riesen- Programm. Miss Ada Risson, schönste Tauben Rönigin. Mr. Alexandro Selino, der Riesen- Theater Karlstrasse ( Circus Renz) Heute, Sonntag: 2 Vorst. Nachm. 4 Uhr. Ab. 8 Uhr. Nachm. 1 Kind frei. Bolossy Kiralfy's Konstantinopel Neues MärzSpezialitäten- Programm. The jolly british girls. Concerthaus Leipzigerstr. No.48 Täglich: Hoffmann's Quartett Mann mit der eisernen Haut. Das) und Humoristen. größte Theodor Tyroler Sänger Alois Ebner. Freitag, den 1. April: Benefiz Rudolf Schauss, Sonntags 6 Uhr. Anfang: Wochentags 7% Uhr. Quarg's Vaudeville- Theater Grand Hotel Alexanderplatz. Heute Sonntag Anfang 7 Uhr. Auf Verlangen: Der Lumpenball. Burleste in 2 Bildern. Die zweite Frau! Schwant. Hervorragende Specialitäten. 4 Anton Sattler u. s. w. Entree 30 Pf. Morgen Montag Anf. 8 Uhr. Avis! Jeden Mittwoch während und nach der Vorstellung grosse Ballmusik. Jn Vorbereitung: Der Mord am Alexanderplatz und König Heinrich( Boffen). Apollo- Theater. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück, Emilia Persico Maehr's Theater Emilia American. Spezialitäten. Anfang Oranien- Strasse 24. 72 Uhr. Täglich: Reichshallen. Spezialitäten. An Theater und Spezialitäten. fang 612 Uhr. Apollo. Spezialitäten. Anf. 7% Uhr. Feen- Palaft. Ethnographische Ausftellung. Novitäten- Programm. Ida Heath. Fischer& Wacker. Signor Salerno. Bern Batch. Reiſeabenteuer Der Mormone Bonhaire Troupe Schiller- Theater ( Wallner Theater). Sonntag, nachm. 3 Uhr, erste Vorstellung im Anzengruber- Cyclus: Der Pfarrer von Kirchfeld. Abends 8 Uhr: Ein gemachter Mann. Montag, abends 8 Uhr: Brand. Dienstag, abends 8 Uhr: Ein machter Mann. Schwant. Hanny Nelson, Marg. Nasadowska Origin. Tyrolienne. Kostümsoubrette. Miss Olga, Equilibristin. Sonntags 6 Uhr. Avis! Donnerstag, den 24. März: Grosse Gala- Benefiz- Vorstellung für Anfang: Wochentags 8 Uhr. etc. etc. etc. Siling, Barforce- Turner am feſten Red. Neu! Die Regimentsnummer. Bosse mit Gesang von M. Reichardt. Anfang: Bochent. 8 115r. Sonntags 7 Uhr. In Zossen. Das Neueste vom Neuen! Fortsetzung von: Alle 5 Barrisons. Lebende Photographien. Bom Dienstag, den 22. März: Auftreten des Direktors Rich. Winkler. Wochentags 8 1hr. Anfang: Sonntags 6 hr. Entree 30 Pf. E Die für den Feen- Palast ausgegebenen Ehren- u. Freifarten haben Giltigkeit. Ein erquickendes Attentat auf ein jedes Zwerchfell ist der neueste Schwank der Gebrüder Herrnfeld Von Dreien der Glücklichste Uebertrifft alles dagewesene des Konzert Sanssouci hans Kottbuser Straße Nr. 4a. Direktion: S. Pierry. Sonntag, den 20. März: Mein Trompeter für immer. Der Hausschlüssel. Auftreten sämmtlicher Specialitäten nur ersten Ranges. Sign. Pedro mit seinen vorzüglich dressirten Hunden. Die Inftigen Chinesen. Auf. d. Konz. 5 Uhr, Borst. 6 Uhr. Entree 50 Pf. Dienstag, Donnerstag: Vorstellung. Ball. Brochnow's Sonnabend, 26. März, 2. April und Palmsonntag frei. [ 4450L* Moabiter Klubhaus, Beusselstr. 9. Empfehle meinen großen Saal, Vereinszimmer f. 20-80 Personen," Restauration. Mittags: u. Abendtisch. Jeden Sonntag: Grosser Ball. 4007L* Carl Fischer. Wedding- Park Müllerstraße Nr. 178. Empfehle meinen Saal mit Bühne, 500 Personen faffenb, zu Versammlungen, Hochzeiten und and. Festlichkeiten. Jeden Sonntag: Konzert u. Ball. * Donnerstag: Tanz- Unterricht. 7 Kegelbahnen. Wilh. Trapp. Empfehle allen Freunden und Ges 43822* noffen mein Weiss- u. Bayr.- Bier- Lokal. Vereinszimmer ist zu vergeben. Louis Schappach, Marienburgerstr. 9. Neu eröffnet! Restaurant zum Eichbusch. vorm. Schadewald,[ 43882 Inhaber A. Weinhold, Treptow, Reue Strug fee 4. Halensee. 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Tages Ordnung: Vortrag des Genossen Dr. Weyl über:" Die Suggestion in der Völkerpsychologie." Nach dem Vortrage: Gemüthliches Beifammensein und Tanz. Die Vertrauensperson. 210/12 Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! Dienstag, 22. März, abends 83/4 Uhr bei Träger, Gartenstr. 13: Dienstag, den 22. März, abends 8%, Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 20: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Gewerkschaftsorganisation im Emanzipationskampfe. Referent erent Genoffe Otto Sillier. Die Wichtigkeit der Tagesordnung verpflichtet jeden Kollegen, pünktlich zu erscheinen. 2. Unsere Wertstellenagitation. 3. Verschiedenes. 126/3 Achtung! im 39. Lebensjahre. 24816 Die Beerdigung findet Sonntag, den 20. März, nachmittags 4 Uhr, von der Wohnung, Chausseestr. 64, nach bem Gnaden- Stirchhof, Barfusstraße, aus statt. Frau Kèg. der Der Vertrauensmann: M. Mark. Juvaliden- Unterstützungskasse Tapezirer. Steindruder u. Lithographen. Oeffentliche Versammlung. Zentralverein der Bildhauer 246/14 Tagesordnung: Die Lage der arbeitenden Klaffen und die Sammelpolitik. Referent: Reichstags- Abgeordneter Max Schippel.- 2. Distuffton. Bahlreiches Erscheinen erwartet Der Einberufer. VI. Wahlkreis! Oeffentliche Versammlung Dienstag, den 22. März, abends 8 Uhr, bei Fischer, Beusselstr. 9. 246/15 Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin. Dienstag, den 22. März 1898, abends 812 Uhr, im Restaurant Köpnickerstraße 62: Derlammlung. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Aufstellung der Kandidatenlifte zur General- Versammlung. 3. Statutenberathung. Die Wahlkreise sind nach den Hauptbuch Nummern eingetheilt und zwar folgendermaßen: 1-245. I. Wahlkreis Nr. II. Wahlkreis Nr. 246-569. III. Wahlkreis Nr. 570-2415 IV. Wahlkreis Nr. 2416 bis zu Ende. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Nur die Vorzeigung des Mitgliedsbuches berechtigt zum Eintritt. Der Vorstand. Tages Ordnung: 1. Die Lage der arbeitenden Klaffen und die 20/7 Sammelpolitit. Referent: Georg Wagner. 2. Diskussion. Zahlreichem Erscheinen sieht entgegen Der Einberufer. Achtung! Zimmerer. Achtung! Sonntag, den 20. März, nachmittags 1 The, in Cohn's Oeffentliche Versammlung Festsälen, Beuthstrasse No. 20: fämmtlicher auf dem Boden der Bertrauensmänner- Zentralisation stehenden Zimmerer Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zum Kongreß der Vertrauensmänner- 8entralisationen Deutschlands. 2. Anträge und Diskussion derselben. 3. Wahl der Dele: girten. 4. Verschiedenes. 256/6 Die Versammlung wird pünktlich eröffnet und ersuchen wir deshalb um pünktliches Erscheinen. Die Vertrauensleute. J. 2.: Rudolf Myler. Achtung! Deutscher Holzarbeiter- Verband. Branchen- Versammlung der Küchenmöbel- Tischler Montag, den 21. März 1898, abends 8 Uhr, int ,, Englischen Garten, Alexander Straße Nr. 27c. Tages Ordnung: 1. Sinb bie Küchenmöbel- Tischler gewifft, für Berbefferung ihrer Bage einzutreten und welches sind die Hauptbedingungen hierzu? 2. Verbands angelegenheiten. Es ist Pflicht eines jeden Küchenmöbel- Tischlers, in diefer Versammlung zu erscheinen. 78/17 Die Ortsverwaltung. Achtung! Große öffentliche Versammlung Maurer Berlins! Montag, 21. März 1898, abends 8 Uhr: Große öffentl. Generalversammlung aller auf dem Boden der der Konfektions- Arbeiter und Arbeiterinnen Montag, den 21. b. Mts., abends 8%, Uhr, Waldemarstraße 75, Tages Ordnung: Wie stellen sich die Konfektionsarbeiterinnen zu dem in Berlin tagenden Gewerkschafts- Kongreß resp. Wahl einer Delegirtin. Referent Genoffe Leman. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die lokalorganisirten Gewerkschaften werden auf die Versammlung auf Die Einberuferin. Vertrauensmänner- Zentralisation stehend. Maurer merksam gemacht. Berlins und Umgegend im Lokale des Herrn Gründel, Brunnenstr. 188. Tages Ordnung: 131/19 Achtung! Nabizputer! 24156 1. Stellungnahme zum diesjährigen Kongreß der lokalorganisirten Gewerk schaften Deutschlands event. Wahl von Delegirten zu demselben. 2. Stellung nahme zur diesjährigen Konferenz der lokalorganisirten Maurer Deutsch: Dienstag, den 22. März, abends 8 Uhr, Inselstr. 10, bei Stabernad, lands event. Wahl von Delegirten. 3. Gewerkschaftliche Angelegenheiten. In anbetracht der wichtigen Tages: Ordnung ist das Erscheinen aller auf dem Boden der Vertrauenömänner- Zentraliſation ſtehenden Kollegen bringend nothwendig. Der Vertrauensmann der Manrer Berlins. 2. Ueckert, Calvinstr. 10. Verein der Zimmerer Berlins und Umgeg. Den Mitgliedern hiermit zur Kenntniß, daß die regelmäßige Mitglieber- Versammlung am Sonntag Vormittag nicht ftatts findet. Wir ersuchen unsere Mitglieder, die seitens der Ver. Mitglieder- Versammlung der Filiale Berlin III des Zentral- Verbandes der Maurer Deutschlands. 252/8 Tages Ordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. Filiale Nord. Am Dienstag, den 29. März, Montag, 21. März, abends 9 Uhr, abends 82 Uhr, findet im Vereins bei Röllig, Rosenthalerstr. 12: hause, Sophienstr. 15, die Mitglieder Versammlung. Ordentl.Generalversammlung Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Web I. pro 1898 ftatt, zu welcher die Herren 2. Diskussion. 3. Maifeier. 4. Vereins- Bertreter dieser Kasse hiermit ergebenst angelegenheiten. Filiale Süd. T eingeladen werden rbnung: Tages 1. Jahresbericht und Abnahme der Jahresrechnung pro 1897. 2. Neu: Mittwoch, 23. März, abends 9 Uhr, bei Zubeil, Lindenstr. 106: Mitglieder- Versammlung. wahlen für den Vorstand. 3. Wahl des Ausschusses zur Prüfung der Tages Ordnung: 1. Vortrag des Gen. Warschowsky. Rechnung des laufenden Jahres. 2. Diskussion. 3. Maifeier. 4. Vereins: 4. Bericht des Vorstandes über den angelegenheiten. eingereichten 3. Statuten Nachtrag. 24956 177/7 Die Ortsverwaltungen. 5. Verschiedenes. Berlin, den 19. März 1898. Der Vorstand: Orts- Krankenkasse A. Schütz, 1. Vorsteher. ber Schuhmacher. General Versammlung der Vertreter der Arbeitgeber und Kaffenmitglieber pro 1897/98 Dienstag, den 22. d. Mts., abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexander straße 27 c. Tagesordnung: 1. Abnahme der Jahresrechnung pro 1897 und Decharge- Ertheilung. 2. Statutenveränderung der§§ 12, 17, 20 u. 63 fowie Beschlußfaffung dar über. 3. Verschiedenes. Vertreterkarte legitimirt. ozd Feuerstein's Festsäle Alte Jakobstrasse 75. Juh. Martin Herzberg. Grosse und kleine Süle zu Versammlungen unentgeltlich, sowie zu Sommer- u. Winterfestlichkeiten b. koulanten Bedingungen. Achtung! Kein Laden. tur eigene Fabritation, 25 Cigarren 1 Mart. Garantie rein amerikanische 24376 Tabafe. Rippentabak 2 Pfd. 60 f. H. F. Dinslage,[ 40152* Rottbuserstraße 4, Hof parterre Der Vorstand. Freie Volksbühne. II. Abtheilung: Heute Nachmittag 2% Uhr im Lessing- Theater: Abu Said- Cyprienne. III. Abtheilung: Sonntag, 27. März, desgleichen. Die XI. Vorstellungs- Serie beginnt im April mit G. Hauptmann's , Die Weber" unter Mitwirkung hervorragender Kräfte auf vielseitiges Verlangen der Mitglieder. Die bedeutenden Kosten dieser Vorstellung zwingen den Vorstand, den April- Beitrag um 10 Pfennige zu erhöhen. Die XII. Serie im Mai im Lessing- Theater: Die Wildente von Ibsen. 10 mili Das Märzfest findet am Sonnabend, den 26. März cr., abends 8 Uhr, im grossen Konzertsaale der Brauerei Friedrichshain statt. Grosses musikalisch- deklamatorisches Fest- Konzert. Mitwirkende Damen: Frau Emma Bock, Pianistin Per Artistische Leitung Dr. M. Alfieri. Frl. Geschlossene Mitgliederversammlung und Dr. M. Alfieri. Klavierbegleitung Frau E. Book. Orgel, Rapell des tranenslente zum Sonntag Nachmittag einberufene öffentliche deutschen Schneider- u.Schneiderinnenverbandes Versammlung rege zu besuchen. Saal und die Büffets bleiben während der Vorträge Anna Bromberg, Sängerin. Marie Janner( Theater Unter den Linden). Carla Lingen und Louise Voigt, Konzert- und Opernsängerinnen. Mitwirkende Herren: Alexander Heinemann, Rezitationen Herr Matthieu Pfeil, Mitglied des Lessing- Theaters, Ossip Schnierlin( Violin- Virtuose), MaxSchulz, Violoncello- Virtuose, Alexander Weinbaum, Kapellmeister, meister Weinbaum. Deklamation Herr R. Oeser. Die Thüren zum geschlossen. Zur Vermeidung aller Störungen bittet das am Montag, den 21. März 1898, abends 8% Uhr, Komitee alle Festtheilnehmer um grösste Ruhe und Aufmerksamin den Arminhallen, Kommandanten- Strasse No. 20. keit. Das Rauchen ist erst nach Schluss des Konzerts gestattet. Zutritt haben nur Mitglieder, wenn sie sich in ihrer Zahlstelle eine blaue Achtung! Vortrag bez Kollegen i mi in über:" historisches aus der Schneider: Marke à 50 Pf. in ihre Mitgliedskarte einkleben lassen. Tanz ist bewegung. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Bureaubeamten. 4. Ergänzungs: frei. Da nur eine beschränkte Anzahl Marken ausgegeben werwahl der Ortsverwaltung. Das Mitgliedsbuch legitimirt. 162/3 den, empfehlen wir den Mitgliedern, sich baldigst damit zu verDie Bevollmächtigten. sehen. 228/19 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler, Rixdorf, Kirchhofstr. 46, II. 257/8 Der Vorstand. J. A.: Otto Hoppe, Schöneberg, Marstr. 5. Achtung! Hutmacher! Atune Dienstag, den 22. März, abends 8 Uhr: Oeffentliche Versammlung aller in der Filzwaaren- Industrie beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen in Gründel's Salon, Brunnenstraße 188. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Hermann Faber. 2. Berichterstattung bes Delegirten der Gewerkschafts- Kommission und Neuwahl deffelben. 3. Ber fchiebenes. Kollegen sorgt dafür, daß diese Versammlung auch von un organisirten zahlreich besucht wird. Der Einberufer. Achtung! Schuhmacher! Achtung! Dienstag, 22. März 1898, abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung bei Nieft, Weberstrasse 17. Tages Ordnung: Tagesordnung: Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend. Dienstag, den 22. März. vorm. 11 Uhr, bet Röllig, Rosenthalerftr. 11, Außerordentliche General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen Graß über die Mißstände im Mufitgelverbe und deren Ursachen". 2. Der diesjährige Matfeier- Tarif. 3. Wahl eines Vergnügungskomitees zum Stiftungsfest. 4. Verschiedenes. 50/4 Mitgliedsbuch und Karte legitimiren. Um zahlreiches Erscheinen erfuht Der Vorstand. Verband d. Graveure u. Ziseleure Deutschlands. ( Filiale Berlin.) Dienstag, den 22. März, in den Oranienhallen, Oranienftr. 51, 1. Die Bestrebungen der vereinigten Schuh- und Schäfte Fabrikanten, und welche Gefahren entstehen dadurch für die Arbeiterschaft? Referent: Besching- Bremen. 2. Bericht über die Lage des Streiks. 3. Anträge zum 74/9 Kongreß. Vereins- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. 171/12 Die nächste Vereinsversammlung findet Dienstag, den 19. April, statt. Um zahlreichen Besuch ersucht. Die Agitationskommiffion. Am 12. April( 3. Osterfeiertag) im Lurhof, Mariannenufer 2, Vortrags: Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken u. auf Holzplägen besch. Arbeiter Deutschlands Filiale II Berlin N. Dienstag, den 22. März, abends 8 1hr, Bergftr. 12: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Metzner. 2. Disfuffion. 3. Abrechnung bom Maskenball. 4. Gewerkschaftliches. 5. Verschiedenes und Fragekasten. Bu dieser Versammlung sind die Kollegen von Schaul, Reinickendorferftraße 66, eingeladen. Des Vortrags halber ist das Erscheinen aller Der Vorstand. Kollegen erwünscht. 83/3 Verband der Korbmacher Berlins und Umgegend. 8 Montag, den 21. März, abends& Uhr, Oranienstrake Rr. 51, Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Geschäftsbericht des Borstandes. 2. Wahl des gesammten Borstandes. 3. Anträge. 4. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch ersucht 98/10 Der Vorstand. Berolina- Festfäle, Schönhauser Allee 28. Große und kleine Festfäle zu Versammlungen und Festlichkeiten jeder Art; Sonnabende und Sountage noch zu vergeben. Jeden Sonntag: Grosser Ball! Anfang 4 Uhr. [ 4469L* empfehle mein auf das Vereinen und Gesellschaften beste renovirte Lokal, abend mit Damien. Arbeiter- Bildungsschule. Am Sonntag, den 20. März 1898, abends? Uhr, in Feuerstein's Festsälen, Alte Jakobstrasse 75: U Vortrag des Herrn Dr. Alfred Bernstein Nach dem über: Colonialpolitik' Nach dem Vortrage: Gemüthliches Beisammensein u. Tanz. Eintritt 10 Pf. Garderobe 10 Pf. Der zum 7. Stiftungsfest von Ernst Preczang verfasste, mit grossem Beifall aufgenommene Prolog mit Programm und Liedertexten ist in dieser Versammlung à 10 Pf., Leitfaden zur theoretischen Nationalökonomie von Dr. Conr. Schmidt à 5 Pf. zu haben; ebenso Billets à 20 Pf. zu dem am Sonntag, den 17. April, abends 6 Uhr, in Keller's Festsälen, Koppenstr. 29, stattfindenden Vortrag des Herrn Dr. Wilh. Meyer( früher Direktor der Urania") über ,, Die Reise nach Spitzbergen" mit zahlreichen Lichtbildern. 4/15 Der Vorstand. Zum Besten des Baufonds Verein deutscher Schuhmacher. b. Freireligiösen Gemeinde Versammlungen am Montag, den 21. März, abends 8½ Uhr, Bahlstelle bei Feind, Weinstr. 11. Bortrag. Bahlstelle II bet Lange, Dragonerftr. 15. Vortrag bes Herrn Dr. Wollheim über:" Boltsernährung und Bolts wohlfahrt." Bahlstelle III bei Müller, Johannisstr. 20. Vortrag. Bahlstelle IV bet Roll, balbertstr. 21. Vortrag. 169/17 Bahlstelle Friedrichsberg im„ Letzten Berliner", Frankfurter Allee 150, Bahlstelle Schöneberg( Bahlabenb) bei Obst, Grunewaldstr. 110. Um zahlreiche Betheiligung bitten Die Bevollmächtigten. Achtung! Achtung! Rixdorf. Montag, den 21. März, abends 9 1hr pünktlich, in Lonis Keller's Feltfälen, Koppenſtrake Mr. 29: Vortrag des Schriftstellers Ernst Friedrich über: Spiritistischer Humbug, mit Experimenten. Billets à 20 Bf. find in allen bekannten Billetstellen der Freireligiösen Gemeinde" und Montag Abend am Eingang zur Versammlung zu haben. 62/ 12*] Die Baukommission. Bildungsverein ,, Mehr Licht!" Sonntag, den 20. März, abends 7 Uhr, Alexanderstraße 27e: Versammlung. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Ingenieur Grempe über:" Das Schlachtfeld der Arbeit und die Wichtigkeit der Unfallverhütung."( Mit. Demonstrationen.) Fragebeantwortung. 120/11 Darauf: Geselliges Beisammenfeln mit Tanz. Gäste stets willMittwoch, den 23. März, abends 8 1hr, im Lokale des Herrn fommen. Entree 10 Pf. Garderobe 10 Pf. Klempke, Bergstraße 137, Oeffentl. Holzarbeiter Versammlung. Max Kliem's Sommer- Theater Tages Ordnung: 1. Vortrag bes Genossen Mehner:" Die Entwickelung der Gewerk schaften." 2. Diskussion. 3. Bericht des Vertrauensmannes und Neuwahl deffelben. 78/19 Der Bertrauensmann. befte renovirte Lokal, Etablissement Süd- Ost, Waldemarstr. 75. Gube 2 uhr. Saal und schattiger Garten mit Theaterbühne, 2000 Personen fassend, zu Sommerfestlichkeiten jeder Art jeden Tag sowie auch Sonntag. Anfang 5 Uhr. [* Jeden Sonntag: Grosser Ball. Einige Sonnabende sind noch zu vergeben. Hermann Brüder. Julius Wernau, Gastwirth, Schwedterstr. 23/24. Fern 40199* Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Hasenhaide 14/15. [ 45962* Jeden Sonntag in den großen Sälen: Grosser Ball. Ende 2 Uhr. int ineinem vollständig neu einge: richteten Theater- Garten( 4000 Personen fassend) täglich Vorläufige Anzeige! Während der Sommerſaiſon finden Gr. Theater- u. Spezialitäten- Vorstellungen statt. Empfehle mein Lokal zur Abhaltung von Sommerfesten, Bällen etc., Max Kliem' auch sind meine Säle zum 1. Osterfeiertag noch zu vergeben. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Br. 67. 15. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 20. März 1898. Boziales. Renten mit Ueber die erstaunliche Niedrigkeit der Alters- und Un- werden ausgezahlt beginnend fünf Ropeten fallsrenten, welche die Arbeiter in den Bergwerfen und Hütten( zehn Pfennigen) monatlich! Eine ganze Reihe von Berg Arbeiter Risiko. Aus Dessau wird telegraphirt, daß in des Uralgebirges in Rußland empfangen, enthalten die Be werken fennt überhaupt keine Bestimmungen über Entschädigung der dem herzoglichen Salzwerte Leopoldshall zwei Berg- richte der Bergwerks- und Hüttenverwaltungen jenes Gebietes sehr von Unfällen betroffenen Arbeiter, und um Prozesse seitens solcher leute durch herabstürzende Salamassen getödtet worden sind. interessante Daten. In den Hütten Kisanowsky, Tschermoßky, Arbeiter zu vermeiden, werden diese von den Hüttenverwaltungen Ein Massen unglück hat sich in der Kohlengrube Santa Polewsky und Ussolsky erhalten Arbeiter, die nicht weniger als abgefunden, und zwar mit lächerlich geringen Beträgen. So Isabel in Belmez bei Kordova in Spanien ereignet. Durch eine 35 Jahre in den betreffenden Gebieten gearbeitet haben, wie auch erhielt in der Polewsky Hütte ein Arbeiter, der während der Arbeit Schlagwetter- Explosion wurden mehrere Schächte zerstört, während die Arbeiter, die infolge eines während der Arbeit erlittenen Un nicht aus eigener Schuld ein Auge verloren hatte, von der Hüttenhunderte von Arbeitern in der Grube beschäftigt waren. Bis jetzt falles geworden sind, Renten beginnend mit 10 Kopeten verwaltung ein für alle Mal 2 Rubel, ein anderer, der in der Ilfeleisty, Raschtynisty, Utkinsky, Schaitansky und anderen eingebüßt hatte, wurde mit 3 Rubeln abgefunden! find 70 Zeichen zu tage gefördert. Bon benah Ireichen( 20 Benfähig geworden sind. In den Hütten Serginsky, Sewersty- Hütte gleichfalls nicht aus eigener Schuld beide Augen Verwundeten find 5 ebenfalls bereits gestorben. Die bei dem 890 grossen Brande in meinem Warenhause am 1. März d. J. zum Theil sehr wenig durch Wasser beschädigten, sowie die von der Uebernahme noch vorhandenen Waren bestände und andere grosse Partie- Posten kommen täglich zum Verkauf. Aussergewöhnlich günstige Kaufgelegenheit Fertige Wäsche. Bettlaken, 130 cm breit, 2 m lang Mark Abtheilung für Confection. Weisse Bettbezüge und 2 Kissen, fertig genäht 2,20 Damen- Costüm, sehr geschmackvoll Damenhemden aus Renforcé mit Besatz Damenhemden, gute Qualität.. Damenhemden mit Handlanguette. • . • • • 9 B Damen- Nachtjacken, weiss Pelzpiqué... Damen- Beinkleider aus schwerem Rarchend. • Bei Entnahme von Braut- und KinderAusstattungen extra Rabatt. Mark. 6,50, 8,00 • • $ 12,00 .• 15,00 1,00 Wollenes Damencostüm, ganz gefüttert 0,50 Sehr elegantes Costüm, reine Wolle, ganz 0,78 gefüttert. 1,45 Fertige Morgenkleider, eleganter Sitz . " 0,90 Fertige Morgenkleider aus bestem Velour 0,75!! Grossartige Auswahl in hocheleganten Morgenrörken!! Unerreicht billig!!! für Braut- Ausstattungen!! 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Nur die Gewinne über 160 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 248 857 611 89 719 1334 75 85 463 87 518 71 734 40 998 2002 416 48 54 92 524 600 59 796 825 98 3046 68 136 211 82[ 1500] 335 491 623 700 4025 27 95 104 218 73 328 884 907( 200) 27 5098 128 46 65 204 30 455 587 627 39 721 46 6067 190 654 7253 560 697 746 66 76 869 8140 59 298 348 565 611 82 897 0168 244 45 495 711 839 41 929 948 110024 150 95 201 841 76 512 95 689 902 91 117001 145 49 228 367 400 54 851 90 901 46 118314 579 652 69 892 965 119011 48 165 279 99 381 574 692 880 940 52 91 120012 102[ 200] 88 276 887 77 745 81 851 61 74 945 121103 274 427 724 38 122125 35 61 96 337 62 406 572 761 72[ 200] 86 837-89 123056 151 99 291 314 657 728 808 124070 129 220 654 784 828 48 83[ 300] 996 125055 93 157 83 277 389 472 565 815 126052 334 478 93 509 53 71 88 612 83 127142 264 655 894 933 128023 88 112[ 200] 24 41 878 91 591 719 75.87 55 94 95 889 958 8983129031 142 288 422 671 804 77 935 10024 127 566 644 50 54 63 755 94 95 889 956 11139 212 93 363 524 55 712 856 59 937[ 200] 12161 258 318 28 414 53 519 31 53 56 650 716 13046 201 341 924 512 628 50 810 18 950 14022 58 193 215 301 457 92 600 717 15099 244 428 510[ 200] 728 849 76 16100 85 612 13 66 751 81 17074 88 156 254 458 603 745 847 ( 500) 18104 489 608 87 750 52 74 938 48 19400 591 696 762 85 864 82 935 71 20023 52 174 255 316[ 200] 39 455 97 573 661 84 ( 500) 782 895 948 21026 246 54 458 647 22012 29 79 115 380 453 695 737[ 200] 70 82 999 23123 435[ 300] 772 936 24075 121 63 70 97 344 50 488 656 863 77 25249 378 440 539 786 960 26035 80 94 230 66 95 801 43 976 91 27100 249 345 462 510 16 23 36 676 704 808 952 99 28027 51 337 452 682 981 92 29015 162 204 62 312 478 87 96 8 73 656 30100 99 290 326 584 68 31007 65 323 508 73 656 788 803( 200) 988 93 32127 97 426 603 806 38001 90 231 568 613 39 57 34011 47 133 368 422 508 29 719 69 973 35075 105 576 644 74 975 36116 23 78 203 22 431 39[ 200] 562 789 908 28 37050 197 465 720 50 88 91 804 916 35 77 38054 121 804 421 29 676 788 952 89208 432 40 537 82 876 90 40021 23 144 79 389 582 602 23 967 90 41619.79 [ 1500] 701 969 42007 203 541 632 905 48136 336 59 421 56 60 84 605 949 72 78 44011 446 47 530 684 750 45023 462 811 921 47 46170 218 352 488 90 782 982 47077 359 485[ 300] 538 618 62 705 60[ 1500] 946 48037 107 28 52 63 229 301 497 527 650 726 49242 86 822 45 949 50079 114 208 18 315 46 51004 122 41 204 63 523 668 52137 57 89 242 342 400 611 13 731 63 960 89 53045 139 49 487 507 40 84 54047 76 242 634 918 55119 28 59 83 204 12 43 54 65 96 363 440 641 772 87 56127 304 89 498 633 783 916[ 200] 57284 330 576 743 873 987 58053 129 234 99 354 79 652 82 710 814 65 950 59036 45 56 193 214 375 463 533 41 652 79 787 60075 213.617 96 733 854 58 99 61016 88 173 96 408 39 533 645 739[ 200] 84 93 919 29 97 62029 79 192 303 476 84 904 18 63037 138 556 98 678 92 774 917 21 48 73 64098 186 503 697 986 65032 88 96 98[ 200] 121 257 315 441 620 733 987 91 60038 106 317 655 713 842 946 67094 159 290 471 689 777 961 68002 390 456 544 618 733 851 982 69056 118 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963 218107 200 45 673 738 812 54 219077 338 47 684 783 98 877[ 200] 220029 223 98 644 58 771 995 221052 256 321 30 563 621 49 708 20 815 44 70 82 222124 203 394 98 493 685 730 48 807 46 979 223013 47 63 64 789 886 93 988 224049 50 205 9 18 57 809 74 81 501 636 778 855 914 39 225353 78 485 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn zu 60 000 1 zu 30 000 Mt., 1 3 15 000 t., 1 zu 10 000 r., 1 au 5000 Mt. 6 zu 3000 Mt., 11 zu 1500 f., 33 zu 500 oder Erde, Vergütung 1,50 m. per nidendorf am gepflasterten Stegewege verlangen Hein, Lehmann& Co., Attiengesellschaft, Chauffeestr. 113. 2.3iehung d. 3. Klaffe 198. Kgl. Preuß. Lotterie.| 587 45 750[ 200] 85[ 200] 918 47 110094 149 260 828 77 Biebung vom 19. März 1898, nachmittags. Rur die Gewinne über 160 Mark find den betreffenden Nummern in Barenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 117 214 21 874 626 27 61 702 824 26 1208 428 78 721 78 881 86 944 2037 98 360 497 557 631 772 85 839 78 936 72 3196 343 501 622 98 736 928( 5000) 51 4004 222 27 507 654 826 63 987 5063[ 500] 544 59 752 807 8 989 6262 311 51 58 98 501 651 790 97 952 93 96 7014 43 187 81 872 456 99 938 48 8087 139 69 322 43 66[ 800] 866 944 67 9004 159 264 535 68 668 76 725 28 948[ 200] 10063 69 357 748 848 11084 220 75 421 566 645 98 711 12058 68 118 887 729 83 921 18150 288 570 94 630 931 14248 461 567 85 776 849 90 994 15027 46 153 99[ 500] 223 57 326 75 564 908 26 92 95 16021 53 117 435 548 66 627 829 77 82 17024 56 92 112 200 328 579 629 734 59 915 18061 180 202 45 49 95 814 49 967[ 200] 99 19014 79 158 359 407 70 813 18 61 20051-54 176 262 379[ 300] 82 601 913 15 17 21006 188 97 314 98 531 960 87 22110 526 759 836 23051 193 274 319 36 52 478 848 74 919 99[ 800] 24012 209 24 477 83 590 781 943 48 80 25063 86 141 81 243 66 90 471 537 71 91 845 69 26036[ 10000] 148 216( 200) 303 539 54 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55087 297 823 615 980 56351 425 68 518 687 806 949 59 85 57201 357 450 513 34 678 781 852 926 58012 187 508( 500) 17 750 907 59038 46 188 56 254 69 385 96 474 506 32 606 828 60017 152 366 738 61020 114 46 308 92 429 68 750 870 62026 27 39 74 100 48 257 375 629 917 68256 94 688 608 57 868 943 79 64089 141 263 585 804 945 65284 347 462 68[ 200] 574 86 98 912 66163 68 801 32 40 523 665 69 700 27 96 67027 262-397 4101 68005 110 42 410 604 23 828 69025 89 179 292 895 566 613 28 700 950 70 99 70090 279 863 757 971 71002 14 246 75 96 800 27 60 712 70 815 56 904 82 72377 445 671998 73020 37 158 351 522 71 83 843 74006 13 46 152 99 230 472 564 819 47 879 75035 457 517 28[ 800] 662 743 834 923( 200) 76085 269 78 878 422 81 578 681 890 77001 60 234 333 49 574 762 857 71 981 51 75 78177 277 381 448 971 79164 76 293 318 650 66 76 723 921 35 80054 88 156 264 79 458 89 582 961 81039 157 366 406 645 75 763 882 944 49 99 82011 281 403 54 577 629 79 754 982 88050 56 125 261 468 99 714 816 990 84043 278 88 481 529 55[ 200] 711 80 896 980 85089 167 298 427 56 652 77 742 998 86210 342 98 782 36 803 38 917[ 3000] 62 87011 122 215 365 532 961 67 88002[ 200] 42 237 79 807 458 548 686 719 860 912 S9367[ 600] 448 54 569 602 780 77( 200) 856 924( 200) 90135 539 82 89 601 49 756 884 904 79 91036 40 64[ 200] 104[ 200] 19 268 453 629 755 895 962 83[ 200] 92195 293 323 418 705 18 24 55 910 67 95[ 300] 93021 43 85 207 98 312 84 488 581 710 99 877 78 94007 193 254 821 401 43 649 710 813 39 938 71 95095 286 603 818 903 96135 339 69 427 43 87 544 643 60 836 97003 194 226 339 586 801 98041 216 328 581 658 75 783 898 972 99252 66 335 437 45 69 550 672 743 892 940 100101 8 205 55 379 464 76 671 731 898 931 32 101010[ 200] 26 174 623 976 102450 53 500 639 709 103035 216 582 104369 538[ 200] 44 923 45 105026 217 70 316 20[ 800] 503 31 678 893 985 100118 532 74 722[ 200] 41 52 833 948 107046 106 734 56 812 108111 58 68 312 40 419 876 977 109135 90 373 437 791 925 62 110019 888 43 57 407 29 48 585 615 44 111083 44 69 329 472 99 827 960 71 112066 124 80 404 572 776 93 924 86 113860 591 634 35 39 51 67 71 798 856 920 14062 185 40 201 517 27 036 726 115051 78 175 406 529 787 117162 844 668 99 788 985 118141 71 212 378 454 67 719 857 88 932 44 119071 188 241 881 85 491 95 606 89 782 71 849 71 946 77 120007 220 21 435 522 675 847 191002 285 898 487 773 965 86 122138 48 268 888 459 608 72 703 49 842 51 975 128260 418 26 543 82 958 124159 225 66 595 717 33 829 966 125153 220 428 601 896 126265 98 312 66 94 407 502 64 666 81 865 918 80 127287 389 417 725 76 888 945 128005 107 18 284[ 200] 69 726 801 43 53 974 129067 183 202 52 866 598 614 25 99 705 802 918 85 130169 241 357 646 714 68 861 930 181158 281 442 607 947 132098 181 255 322 861 188045 890 847 184143 244 848 440 650 808 72 946 60 185280 376 487 724 920 94 186037 99 168 757 800 91 949 137048 63 230 70 379 553 869 944 188058 149 257 840 423 576 139098 150 60 880 408 52 650 140021 95 107 88 65 75 88 218[ 200] 80[ 500] 85 305 34 651 812 61 928 96 141015 24 87 114 48 49 60 341 500] 89 510 76[ 200] 766 872 76 84 98 914 142087 183 510 657 850 908 40 148168 261 560 607 43 706 25 982 144036 247 366[ 500] 627 36 715 88 145199 388 621 50 754 69 91 905 146137 462 550 75 147020 204 7 16 608[ 200] 24 854 67 926 148055 120 84 202 514 84 620 993 94 149013 346 450 95 677 90 715 37 150068 130 71 88 86 375 432 55 91[ 1500] 547, 55[ 300] 66 695 836 944 151035 91 179 80 277 867 86 416 849 52 59 152290 409 34 78 91 564 821 153096 154113 408 66 786 435 70[ 200] 527 764 69 804 93 892 925 155064 93 114 82 90 238 323 696 742 804 26 53 913 156016 43 61 198 295 593 707 55 845 87[ 500] 157020 308 29 477 506 56 600( 2001 717 58 67 158194 291 304 81 528 91 679 741 815[ 1500] 74 159078 99 471 506 615 771 80 817 957 62 160013 407 925 161067 180 217 55 833 59 461 [ 200] 754 917 68 162068 128 847 85 406 581 626 85 95 876 163041 380 627 746 869 906 164094 608 841 42 82 165121 209 342 747 894 166047 232 70 301 97 445 79 603 12 72 733 958 167854 71 422 43 607 829 168042 305 464 637 40 859 74 955 69 84 169067 216 318 412 516 656 98 817 48 170017 28 268[ 200] 409 689 771 872 926 57 75 171042 378 640 91 815 172258 59 97 821 483 92 515 87 889 949 173338 68 498 670 794 955 174010 11 422 549[ 200] 616 710 979 85 175006 130 70 589 602 58 67 790 176302 537 70 783 959 177073 102 32 43 283 386 594 652 59 729 880 998 178148 357 456 597 610 23[ 1500] 88 97 747 179184 203 851 452 651 760 75 866 88 927 180086 97 125 298 411 68 72 852 181067 86 224 544 632 46 94 784 842 973 182347 416 710 827 914 21 183119 757 184084 100[ 1500] 310 51 431 580 723 807 15 66 185000 147 561 658 740 186074 184.309 28 581 733 91 97 187188 93 206 83 85 398 566728 812 188113 46 276 89 365 93 526 677 714 817 45 83 930 159037 222 48 99 377 614 84 87 962 190108 38 54 400 516 32 740 991 191011 20 72 93 223 68 361 586 92 722 951 85 192111 202 42 516 46 78 650 732 49 70 892 923 30 73 193037 195 201 364 436 502 639 867 191012 52 302 449 624 734 843 902 49( 200] 195157 80 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Druck und Verlag von Mag Bading in Berli Ir. 67. 15. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 20. Mär 1898. Versammlungen. ausgaben. Mit dem Vertrieb der Marken wurden außer gemaßregelten Bureau Angestellten herausgegebenen Sammellisten dem Vertrauensmann Block und Rothe betraut, aber bis 1. April cr. beschlossen und hierbei das unsolidarische gleichzeitig die übrigen Kollegen ersucht, sich rege an dem Bertrieb Berhalten der organisirten Bureau- Angestellten ihrem bezeichneten der Marken zu betheiligen. Den streifenden Schuhmachern Kollegen gegenüber scharf kritisirt. Ohne Entschuldigung fehlten die wurden 100 M. aus dem Agitationsfonds überwiesen. Der Ueber- Vertreter ber Barbiere und Zabatarbeiter. schuß von den Sammlungen für die englischen Maschinenbauer ( 57 m.) wurde auf Beschluß der Versammlung dem Agitationsfonds abends 8½ Uhr, in seller's großem Festsaal, Koppenftr. 29: Vortrag des Schrifts In der öffentlichen Versammlung der Schmiede am 17. d. M. referirte Gen. Jahn über das Koalitionsrecht und den Posadowsky'schen Erlaß. In der Diskussion unterzog Liese gang das Gebahren der Unternehmer- Berbände einer scharfen Kritit. Bezüglich der Maifeier wurde nach längerer Diskussion, entgegen dem Vorschlag Wichmann, die Feier gemeinsam überwiesen. mit den Metallarbeitern zu begehen, auf Antrag Hahn be Spandau. In feiner Sigung am Dienstag nahm das Gewerkschlossen, die Veranstaltung den Vertrauensmännern der Schmiede schaftskartell Stellung zum 1. Mai und beschloß, am Vormittag eine zu überlassen. Im Anschluß hieran entspann sich eine längere Gewerkschafts- Versammlung einzuberufen. Ferner wurde beschlossen, Diskussion über die Verwendung der Gelder aus dem sogen. Mai- vom 1. April ab ein Auskunftsbureau einzurichten, in fonds, sowie über die Ausgabe von neuen Marken für denselben. welchem, organisirten Arbeitern unentgeltlich Rath in allen Nachdem Hahn und Lange als Vertrauensmann erklärt, daß der Fragen der sozialen Gefeßgebung, ferner in Gewerbegerichts- und Maifonds schon längst zu Unterstützungszwecken für Streikende ver- Miethsangelegenheiten ertheilt werden, wird. Das Bureau befindet braucht, gelangte ein Antrag einstimmig zur Annahme, aus sich bei dem Genossen Hieger, Spandau, Bismarck str. 11, Anlaß der diesjährigen Maifeier Marken à 25 Pfennig zu ver- vorn part. Des Ferneren wurde die Einziehung der für einen Freireligiöse Gemeinde. Bum Besten des Baufonds Montag, den 21. März, stellers Herrn Ernst Friedrich über: Spiritistischer Humbug mit Experimenten." Der Eintrittspreis ist auf 20 Bf. festgefeßt. Deutsche Gesellschaft für ethische Kultur. Dienstag, den 22. März, abends 84 ubr, Biegelstraße 10/11. Gruppe für ethische Bildung: Herr Salinger:" Ethische Rückblicke auf das Jahr 1848" Distuffton. 8 Uhr, in Ahrens Braueret, Moabit, Thurmftr. 26, über: Das nervöse JahrHeilverein Kube. Frl. Kube spricht am Montag, den 21. März, abends hundert. Entree 15 Pf. Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure und PerrückenRestaurant Schiller, Rosenthalerstraße 57, Monats- Bersammlung. Arbeiter- Bildungsverein in Schöneberg. Montag, den 21. März, abends 8 Uhr, bet Obst, Grunewaldftr. 110: Berfammlung. Genoffe Frante spricht über:" National- ökonomische Strettfragen." Gäfte haben Zutritt. Neue macher für Berlin und Umgegend. Montag, den 21. März, abends 10 Uhr, im Mitglieder werden aufgenommen. Fortsetzung des Verkaufs bei Singer& Co., Chausseestr. 56. 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Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin.