ett te 11. ai er er n. n. er mm er 3, er 5= ge D g n 7, it ie ie er n ie C= n n n 7 [= te t n 7 e A Mitteilungs- Blatt des Verbandes der sozialdemokratischen Wahlvereine Berlins und Umgegend. Zu beziehen durch die Bezirksführer die Nummer zu 10 Pf. oder durch die Post.- Redaktion u. Verlag: 0.27, Schicklerstr. 5. Fernruf: Alexander, 3007. Nr. 30. Berlin, den 21. Oktober 1917. 12. Jahrgang. Erkennen, was ist! Noch einmal: Jenseits der Grenze. 33 Berlin, den 16. Oftober 1917. Ein anderes Blatt schrieb: ..... und nun erschien der Uebergenosse Dittmann Etwas ehrlicher war im ersten Augenblick der| larvten waren schließlich Reichstagsabgeordnete, die Die Schwierigkeiten, mit denen wir jede Vorwärts", der die tiefere Ursache des Grolles zugestandenermaßen mit Landesverrätern in BeWoche bei Herstellung unseres Blattes aus gegen den Reichskanzler mit folgenden Worten ziehung gestanden haben. Der Tag der Juterpellation hatte sich in einen Tag des Gerichts verwandelt, technischen und anderen Gründen zu kämpfen zum Ausdruck brachte: „ Die Herren Michaelis und Capelle haben dem und die Regierung war nicht der Angeklagte, sondern haben, zwangen uns, die vorige Nummer abzuschließen, ehe die denkwürdige Reichs- Ausland einen Schmaus bereitet, und ihm den der Kläger." tagssigung vom 9. Oktober ihren Abschluß Triumph des Bolschewickismus in Deutscherreicht hatte. Der Reichskanzler Dr. Michaelis land in Aussicht gestellt. Sie haben die Partei hatte, sekundiert vom Chef des Reichsmarineamts, der unabhängigen, die lange genug im auf den Brettern, nannte die Versöhnungsrede des Herrn v. Capelle, seinen Bannstrahl gegen die Schatten stand, mit plumpen Fäusten, Kanzlers im Hauptausschuß eine Feigheit und höhnte Unabhängige Sozialdemokratie geschleudert. Wir aber sicher nicht zu ihrem Schaden, in über die Versicherung, daß alle Parteien, die für die Sie, schrieben vor acht Tagen unser Artikel mußte das vorderste Licht der Oeffentlichkeit deutsche Sache kämpfen, gleichberechtigt seien. in Druck gehen, ehe uns vollständige Berichte über gezogen, und nicht mit Absicht aber mit Erfolg die Unabhängigen Sozialdemokraten, die glorienumso gehandelt, als ob sie die angestellten Propaganda- strahlten Märtyrer deutscher Politik, seien die Stief= den ganzen Verlauf der Sigung vorlagen über das voraussichtliche Resultat der Oftoberfrise: chefs dieser Partei wären. Sie haben sich dafür aus tinder der Regierung. Es macht sich gut, wenn ein ,, Die Regierung des Herrn Michaelis hat den par- dem Hause Absage auf Absage geholt und haben ihrer Dittmann vor der Welt steht und ein„ Gott helfe mir, ich kann nicht anders!" deklamiert. Was konnte in lamentarischen Sturm glücklich überstanden, die eigenen Autorität das Genick gebrochen." Vaterlandsparteiler haben einen Triumph über Vor allem aber sollen die Arbeiter bedenken, der geradezu dramatischen Entwicklung dieses Aufdie Reichstagsmehrheit davongetragen und diese daß Herr Dr. Michaelis nur ausgesprochen hat, tritts anderes geschehen, als daß der Kanzler dem Mehrheit selbst ist völlig in sich zerfallen. Alle was seit Jahr und Tag von Regierungsseite in der angeblichen Märtyrer die Larve vom Gesicht riß? Hat stehen aber geschlossen gegen die Unabhängige Praxis gegen die Unabhängige Sozialdemokratie nicht das deutsche Volk ein heiliges Recht, zu erfahren, Sozialdemokratie." Mancher Arbeiter, der den ausgeführt worden ist. Dazu haben die Regie- ob jene Männer Ehre und Achtung verdienen wie vollständigen Reichstagsbericht gelesen hat, wird rungssozialisten fein stillgeschwiegen, sie haben so- ieder Deutsche, oder ob sie jenseits von gut und böse gesagt haben: der letzte Satz stimmt nicht ganz, gar den Behörden von der Polizei bis zum Reichs- als politische Fanatiker den Bestand des Deutschen denn die Herren Ebert, Naumann usw. haben dem gericht Material gegen Unabhängige in die Hand Reiches und somit Haus und Hütte jedes einzelnen Reichskanzler tüchtig die Leviten gelesen, wie ja geliefert. Die Behörden brauchten sich gar nicht gefährden?.... Ob hier verrannte Fanatiker oder auch ein Teil der Berliner Presse sehr schlecht auf in geistige Unkosten zu stürzen, haben doch z. B. bewußte Gegner des Deutschtums Minierarbeit geHerrn Dr. Michaelis zu sprechen ist. Wir halten die juristischen Beauftragten des Parteivorstandes trieben haben, das ist eine Frage, die den Psychiatiker aber nach wie vor unser Urteil aufrecht und bitten in ihren aftenmäßigen Schriftsäßen Unabhängige feffeln mag, aber nicht ein Volk, das mit einer Welt unsere Leser, mit uns dafür zu sorgen, daß die Sozialdemokraten direkt als„ Anarchisten" und von Feinden im Kampfe steht. Darum war es eine Arbeiter über all den parlamentarischen und jour- Landesverräter bezeichnet. Solche Leute müssen Tat von größter Bedeutung, daß Admiral v. Capelle nalistischen Lärm und über all den sich überstür- sich schon gefallen lassen, wenn man ihren Ent- den drei Uebergenossen die Masken von den Gesichtern zenden Tagesereignissen und Tagesstimmungen rüstungssturm gegen Dr. Michaelis als Theater- riß. Ihm dankt es jeder, der weiß, worauf es annicht die tatsächlichen politischen Zustände und die donner bezeichnet. Wie der Achtspruch des Herrn Dr. Michaelis gewirkt hat, das beweist ein Blick auf die Provinzblätter. Dort hat das„ Jenseits der Grenze" des Reichskanzlers wie ein Signal gegen die Unabhängige Sozialdemokratie gewirkt. Da fonnte man lesen: fommt..... unter der Oberfläche einer geräuschvollen Tages- Aber auch der Kampf der bürgerlichen Parteien Daß die Attade des Herrn Dr. Michaelis politik wirksamen Macht- und Rechtsverhältnisse gegen den Reichskanzler darf nicht die Meinung gegen die Unabhängige Sozialdemokratie bei der verkennen. Mehr denn je ist notwendig, daß das aufkommen lassen, daß damit irgendwelche Sym- fonservativen und reaktionären Presse freudigen Die Proletariat erkennt, was ist, damit es sich in den pathie für die Unabhängige Sozialdemokratie ver- Widerhall fand, ist selbstverständlich. aufgewühlten und verworrenen Problemen unserer bunden wäre. Selbst das Blatt, das noch am ,, Deutsche Tageszeitung" schrieb: Zeit zurechtfindet. Wir wollen daher versuchen, objektivsten den Dingen gegenübersteht, das ,, Berl. ,, Herr Dr. Michaelis hat nichts weiter gesagt, als in furzen Strichen ein den realen Tatsachen ent- Tageblatt", legt immer wieder Wert darauf, seine daß er Grund habe, die unabhängige" sozialdemokrasprechendes Bild der wichtigsten Zeitprobleme zu durchaus verständliche Abneigung gegen uns zu tische Partei als jenseits der Grenze vaterländischer entwerfen. betonen. Wenn das Blatt auch manchmal recht Parteien stehend zu betrachten; diese Auffassung und Steht die Unabhängige Sozialdemokratie einer energische Töne gegen den Reichskanzler anschlägt, Erklärung sind hundertmal begründet und geschlossenen Phalanx von Gegnern gegenüber? so darf sich der Arbeiter darüber nicht täuschen, wären es auch, wenn keinerlei Beziehungen zwischen Der oberflächliche Beobachter wird sagen: nein, daß es durch eine ganze Welt von der Unabhän- unabhängigen" Abgeordneten und aufrührerischen denn die Herren Naumann, David, Ebert usw. gigen Sozialdemokratie geschieden ist. Das gleiche Matrosen bestanden hätten; und wir sagten schon, daß sind dem Aechtungsversuch des Reichskanzlers gilt von der Rede des Herrn Naumann. auch der Herr Reichskanzler diese Beziehungen nur energisch entgegengetreten. Gewiß, die Regieals letztes Glied der Beweiskette gegen diese Partei rungssozialisten haben starte Töne gegen Dr. betrachtet haben dürfte." Michaelis angeschlagen, so daß manche unter uns .... Wenn man sich aber auch in anderen als sogar schon an ihre Einkehr und Umkehr glaubdemokratischen Blättern darauf beruft, daß man nicht ten. Wir können eine solche Annahme nicht ver: gleichsam ohne gerichtliches Verfahren Reichstagsabge= stehen und haben noch weniger verstanden, daß ordnete oder eine ganze Partei ,, verurteilen" dürfe, sogar die„ Leipziger Volkszeitung" Herrn Ebert Herr Dr. Michaelis hat mit seiner Rede am so ist damit der Sachverhalt ganz unrichtig aufgefaßt. für seine Philippita gegen den Reichskanzler Lob Dienstag eine Grundlage geschaffen, auf der sich Es handelt sich hier doch nur um einen neuen Fall spendete. Unser Leipziger Bruderblatt wird in- vielleicht ein neues burgfriedliches Zusammenarbeiten in der Gesamthaltung der„ unabhängigen" zwischen aus den Verhandlungen des Würzburger der politischen Parteien aufbauen läßt. Nötig war Sozialdemokratie. Seit bald zwei Jahren hat diese Parteitages erkannt haben, wie die wahren Ge- es zur Schaffung dieser Grundlage allerdings, daß Partei die Kriegskredite abgelehnt; schon das sinnungen der Ebert usw. der Unabhängigen erst eine Partei als unwürdiger Genosse stellt sie außerhalb der vaterländischen Sozialdemokratie gegenüber sind und daß sich Herr ausgeschieden wurde, nötig war der Schnitt, Parteien. Ihre Aeußerungen und Agitationen Dr. Michaelis gar keine besseren Eidgenossen für mit dem Dr. Michaelis die Unabhängige Sozialdemo- find seither in einer Richtung gegangen, deren flares seine sozialistengesetzliche Kampagne gegen uns fratie, die Gefolgsleute von Ledebour, Haase und Ditt- Biel die Schwächung des vaterländischen Geistes im wünschen kann. Aber die Ebert mußten gegen mann, von den übrigen trennte. Das Wort, mit dem deutschen Volke ist, deren voller Erfolg unbedingt zur Dr. Michaelis auftreten. Hätten sie dessen Bann- Dr. Michaelis diese Elemente aus der Parteigemein- Niederlage Deutschlands führen müßte. Bei Streikfluch unwidersprochen gelassen, wäre das gleich- schaft ausschied, war eine reinigende Tat. Es bewegungen, die praktisch Landesverrat bedeuteten, bedeutend mit politischem Selbstmord gewesen; war in seiner festen Bestimmtheit und in seiner un- hat man Führer dieser Partei ebenso in der Nähe für die politisch interessierten deutschen Arbeiter zweifelhaften Klarheit ein Kennzeichen charakter- gesehen wie jetzt wieder bei dem Hochverratsversuch wie für die Internationale waren sie erledigt. starter Politik, auf das man lange gewartet auch in unserer Flotte. Auch der Reichskanzler hat, Außerdem brauchten sie einen effektvollen Auftakt hatte und das man deshalb um so mehr willkommen wie wir annehmen möchten, diesen Vorgang nur als zu ihrem Würzburger Parteitage. Die Bezeich- heißt. Staatssekretär v. Capelle vollendete dann die das letzte Glied einer Beweiskette gegen die Haltung nung Regierungssozialismus tut ihnen sehr weh. Reinigungsarbeit. Das also war am zweiten der„ unabhängigen" Sozialdemokratie betrachtet. Auch Herr Michaelis bot ihnen Gelegenheit, scharfe Tag aus der Jnterpellation geworden! Man wollte ohne diesen letzten Vorgang war seine Erklärung Opposition gegen die Regierung zu markieren. die militärische Propaganda entlarven, und die Ent- gegen diese Partei vollauf berechtigt; das Urteil darüber, wie weit die Partei als solche oder mus sein, als das Proletariat ihr einiger Zeit an einer Aeußerung des bulnischen Gewie weit auch nur der einzelne Abgeordnete der seine eigene Entwidlungsrichtung sandten in Berlin, Rizoff, nachgewiesen. Bestätigt Partei durch diesen Vorfall belastet ist, kann sie entgegensetzt und aufzwingt. und aufzwingt. Und wird das durch eine Rede, die Zar Ferdinand dieser deshalb nicht weniger berechtigt machen." darum ist es von so überragender Wichtigkeit, daß Tage bei einem Besuche Wilhelms II. in Sofia geAuf diesen Ton sind alle Preßäußerungen bis das Proletariat sich von allen Anwandlungen halten hat. Zar Ferdinand legte besonderen Nachweit in die liberale Presse hinein gestimmt. Die imperialistischen Geistes fernhält und seine flassen- druck auf den„ endgültigen Sieg" und auf die VerRegierung hat, soweit ihr Verhalten gegen die bewußte Ideologie mit aller Strenge, ja Intran- einigung aller Bulgaren, d. H. auf die Annexion MazeUnabhängige Sozialdemokratie in Betracht igenz( Unversöhnlichkeit) von der des Gegners doniens und der Dobrudscha. Damit würde natürtommt, teine Niederlage erlitten. Ihr Vorgehen absondert. In dieser Bemühung tann lich kein dauernder Friede auf der Balkanhalbinsel gegen uns hat vielmehr die offene oder vermän gerade in der jezigen Zeit des geschaffen. Das von den Franzosen in bezug auf telte Zustimmung aller politischen Parteien Weltkrieges gar nicht zu viel getan Elsaß- Lothringen gezeugte Wort„ Desannexion", über gefunden. Das ist der flare Sachverhalt. Alles werden. Toben des Juliblocks gegen Dr. Michaelis darf unsere Genossen darüber nicht hinwegtäuschen. Mag nach Dr. Michaelis ein neuer ,, starter" Mann tommen, sei es ein Vertrauensmann des Juliblockes, sei es einer nach dem Herzen der Alldeutschen,- uns gegenüber wird die Regierung ihre Haltung nicht ändern. Wir sind auch in dieser Beziehung die Erben der alten, wahren Sozialdemokratie. Gewinnen wir als solche das Vertrauen der Arbeitermassen, sind wir auch dem Kampfe mit einer Welt gewachsen. * Wochenschan. Vom 9. bis 16. Oftober 1917. Parteigenossen! mit der Bildung des In Spanien scheint der weiße Schrecken zu herrschen. Nach Mitteilungen, die über Frankreich kommen, sind wegen des letzten Aufstandes zahlreiche Todesurteile vollstreckt und viele schwere FreiheitsEin im spanischen Hafen strafen verhängt worden. Cadig interniertes deutsches U- Boot ist heimlich von dort eniwichen, was der spanischen Regierung heftige Angriffe der Entente- Presse eingetragen hat. das sich deutsche Zeitungsschreiber lustig gemacht haben, ist übrigens auch in den Sprachschatz der Staatsmänner der Mittelmächte aufgenommen worden. Der bulgarische Ministerpräsident Radoslawow crklärte fürzlich einem Mitarbeiter der„ Voss. Stg.", daß es Kriegsereignisse: Schwere Kämpfe haben in der sich bei Mazedonien und der Dobrudscha nicht um eine vergangenen Woche an der West front stattgefunden. Annexion, sondern um eine„ Desannexion" handle. Das Wirtschaftsleben und der Handel der neu= In Flandern setzten die Engländer in der Gegend von traten Länder wird auch weiterhin durch drakoBirschote gewaltige Infanteriemassen ein. Tagelang währte hier das Ringen, ohne einen strategischen Er- nische Maßnahmen Englands und Amerikas sehr einfolg zu erzielen, die taktischen Erfolge stehen aber in geschnürt. So steht Holland vor der Gefahr, von feinem Verhältnis zu den Opfern. An diesen Kämpfen seinen indischen Kolonien abgeschnitten zu werden, in Flandern nahmen auch französische Truppen teil. weil Amerika und England in bezug auf Gewährung von Bunkerfohlen Schwierigkeiten machen. Am 15. Oftober erfolgte auch ein starker englischer In Schweden ist die Kabinettskrise noch nicht Das Konzil von Würzburg. Vorstoß bei Arras. In dem Frontabschnitt von Der Parteitag der Regierungssozialisten hat Berdun finden fortlaufend größere Teiltämpfe statt. gelöst. Ein konservativer Politiker Widen hatte den Das Kampfgelände, auf dem jetzt Hunderttausende Auftrag, ein Kabinett zu bilden und hatte schon honbis jetzt den Verlauf genommen, den wir ihm vorausgesagt haben. Die führenden Herren haben ringen, hat in der ganzen Kriegsgeschichte nicht seines fervative, liberale sowie zwei sozialdemokratische fich gegenseitig attestiert, daß sie die Geschicke der gleichen. Es sind wüste Trümmerstätten von Dörfern Ministerkandidaten in Vorschlag gebracht. Branting Partei in den letzten vier schicksalsschweren Jahren und Städten, zersplitterte Baumstümpfe als Ueber- war nicht bereit, in das Kabinett einzutreten. In ohne Fehl und Tadel geführt haben. Von einigen bleibsel det vom Geschoßhagel zerstörten Wälder und letzter Stunde mußte Widen seinen Auftrag an den Unzufriedenen ist etwas genörgelt worden, aber Büsche und eine Erdoberfläche, die auf viele Hundert König zurückgeben, da in Einzelfragen teine Einigung die Vorstandsherren haben doch volle ,, Entlastung" von Quadratkilometern von Granaten und Minen mit den Konservativen zu erzielen war. Jetzt ist der Kabinetts beauftragt worden. erhalten. Herr Scheidemann ist endgültig an serrissen ist. Die Trichter aber füllt der Herbstregen liberale Parteiführer Eden Haases Stelle neben Ebert Vorstandschef geworden. mit Schlamm und Wasser. Und um diese grausigen Aus sicherer Dedung wurde ein Trommelfeuer Wüsteneien wird Tag und Nacht mit allen Mitteln gegen die Unabhängigen losgelassen, an den Herr moderner Vernichtungstechnik gerungen. Dr. Michaelis seine helle Freude gehabt haben wird. All die einseitigen, parteiischen, ja zum Teil erlogenen Argumente, die man in den letzten Jahren gegen die Opposition gehört hat, wurden mit sittlichem Pathos neu serviert und fanden ein dankbares Auditorium. Die Ebert, Echeidemann, Braun, Richard Fischer, Leinert, Löbe usw. brillierten in ihrer dreifachen Eigenschaft als Aufläger, Richter und Strafvollstrecker. Die offenfundigen Parteizertrümmerer schossen ihre Giftpfeile auf die, die sie gewaltsam aus der Partei gedrängt und denen sie die Teilnahme am ParteiAn der Ost front ist die strategische Lage ganz vermieden wurde. Der Kienthaler Raffin Dugens, tage unmöglich gemacht hatten. Soll man nochmals auf die Hochflut von Entstellungen und Ver erheblich zu ungunsten der Russen verschoben worden. der an einem Tage den Kongreß leiten sollte, verdrehungen eingehen, die in Würzburg gegen uns Deutsche Land- und Seestreitkräfte haben die Insel einigte bei der Wahl trotz eines leidenschaftlichen entfesselt wurde? Es erübrigt sich. Wir wollen Desel, die den Zugang zum Rigaischen Meerbusen Protestes Renaudels fast die Hälfte der Stimmen aber unseren Genossen, die die Vorgänge in der deckte, angegriffen und nach geringem Widerstande der auf sich. Die Regierungssozialisten Compère Morel, Partei mit durchlebt und durchlitten haben, drin- Russen mit ihrer Hauptstadt Arensburg in Besiz ge- Thomas, Nenaudel usw. traten entschieden für Fortgend raten, den ausführlichen Bericht über die nommen. Die Verteidigungsanlagen der Insel sollen fetzung des Krieges, Teilnahme an der Regierung, Würzburger Verhandlungen recht genau zu lesen. unter englischer Leitung gestanden haben. Mit der Kreditbewilligung usw. ein. Die Minderheit war in Sie werden sich dann ihr Urteil selbst bilden und Einnahme der Insel Oesel beherrscht die Seutsche sich nicht geschlossen und konnte sich nicht zu einer zu der Ueberzeugung fommen, daß unsere An- lotte den Rigaischen Meerbusen und bedroht den einheitlichen Absage an die friegerische Regierung aufschauungen über den Kampf für Sozialismus,& innischen Meerbusen, damit auch Baltischport, Reval, schwingen. Schließlich wurde ein Kompromißantrag angenommen, indem man sich zwar für Stockholm Demokratie und Frieden durch eine unüberbrüdronstadt und schließlich auch Petersburg. Ausland: In Oesterreich. haben sich alle und gegen die Paßverweigerung aussprach, im übrigen baré Kluft von denen jener Leute geschieden sind. Damit ist auch alles gesagt, was wir zu den Parteien des Abgeordnetenhauses einmütig für Ab- aber die Pflichten der„ nationalen Verteidigung" anrichten über den Verlauf des Kongresses abgewartet Einigungsreden zu sagen haben, die in schaffung der politischen Zensur ausgesprochen. erkannte. Es müssen aber erst ausführlichere NachIn Ungarn hat der Minister Vazsonyi erklärt, werden, ehe man sein Ergebnis endgültig beurteilen Würzburg einen breiten Raum einnahmen. Der ,, Vorwärts" behauptet, man habe uns die ,, offene daß die bevorstehende Wahlreform auch den Frauen Der ungarischen Hand" hingestreckt. Mögen unsere Parteigenossen das Wahlrecht bringen werde. sich aus dem Bericht selbst informieren, was davon Sozialdemokratie, die bisher als Organisation zu halten ist. Von Einigung spricht man und in minderen Rechts war, hat die Regierung jetzt eine Wirklichkeit verlangt man rüdhaltlose Unterwer- Reihe von Konzessionen gemacht, die der Partei eine fung unter die derzeitigen Machthaber der Partei, freie Entfaltung ihrer organisatorischen und agitatodamit auch die Unterwerfung unter die Grundsäke rischen Tätigkeit gestatten. des Regierungssozialismus. Wie die FriedensWerbet für die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands! In Frankreich war das wichtigste Wochenereignis der sozialistische Nationaltongreß in Bordeaux. Aus den dürftigen Berichten des Büro Hapas geht hervor, daß es sehr erregte Debatten zwischen Mehrheit, Minderheit und Kienthalern gegeben hat, daß aber eine Parteispaltung fann. In England hat die Reichstagsrede des Staatsfekretärs v. Kühlmann prompt ihr Echo gefunden. Herr Asquith hat in längeren Ausführungen gegen Rühlmanns Ausspruch, nicht Belgien, sondern ElsaßRothringen sei das größte Friedenshindernis, poleweiter. misiert, die Bundestreue Englands gegen Frankreich Nach Mitteilungen in der Wiener Arbeiter- betont und schließlich die Fortsetzung des Krieges bis resolution des Juliblodes bis auf den heutigen zeitung" versuchen die deutschen Schwerindu- zur Entscheidung als einzig möglichen Weg, das Tag eine wirkungslose Deklamation, ein Blender striellen auch die ungarische Preise mit Seriegsende herbeizuführen, hingestellt. Also das alte geblieben ist, so ist auch die Würzburger Einigungs- Geld für ihre Sonderzwecke zu gewinnen. 2 Millionen Schema der Ministerreden, höchstens daß Herr v. Kühlresolution ein Mittel, um sich vor der Arbeiter Mark sollen hierzu zur Verfügung gestellt worden mann und Asquith in der Form ruhiger und weniger schaft in der Maske des friedfertigen Biedermanns sein. Unser Budapester Parteiblatt Repszawa" herausfordernd gesprochen haben als so mancher Minister vor ihnen. Inzwischen geht in England zu zeigen. Um es in einem drastischen Bilde aus schreibt dazu: zudrücken: Erst stranguliert man seinen Wider- ,, Daß für jede Agitation, mag fie auch den ideal- wie in allen Ländern die Verfolgung der mit verstärkter Energie facher und verseht ihm Fußtritt auf Fußtritt, dann ften Zielen gelten, Geld nötig ist, ist im Zeitalter Friedensfreunde reckt man ihm die Friedenshand hin und schreit, des Kapitalismus nicht zu verwundern. Aber die Herren Krupp und Genossen arbeiten einfach nur mit wenn er nicht einschlagen kann, vor versammeltem Geld. Ihre Agitation besteht in der Hauptsache aus In Rußland ist der Kampf zwischen Bürgertum Publikum: Seht, was das für ein unversöhnlicher Bestechungen, und was sonst geschieht, ist meist nur und revolutionärer Demokratie in ein neues Stadium Zanfbruder ist. ein Mäntelchen zum Verhüllen dieses Schandwertes. eingetreten. Die Regierung hat sich neu gebildet; Wie der Schelm ist, so denkt er. Weil sich die SchwerNoch sind die Verhandlungen der regierungs- industrie nur von materiellen Interessen leiten läßt, weit über die Hälfte der Minister besteht aus Bürgersozialistischen Klerisei nicht abgeschlossen. Aber urteilt fie, alle anderen täten das gleiche. Nun bin lichen, die sich zum Teil auch Sozialisten nennen, wie ihr Würzburger Konzil wird auch über ihre sozial ich überzeugt, daß bei der ungarischen Preise diese ia auch in Frankreich einige rein bürgerliche Parteien imperialistische Umlernerei und ihre verwaschene machenschaften nicht verfangen werden, höchstens bei mit dem Beiwort sozialistisch" paradieren. Hervorjenen Blättern, die Tisza Gefolgschaft leisten, also ragende Parteiführer sind aber weder auf sozialistischer Blockpolitik den Segen sprechen. Wir aber ohnehin friegshebzerisch gestimmt sind. Wohl aber wollen den Grundsätzen zur Geltung verhelfen, die auf diese Weise die Sympathien für Deutschland auch noch auf bürgerlicher Seite vertreten. Die neue Regierung hat sich mit einem Aufruf an das Volk Mar Adler einmal in die Worte gekleidet hat: in Ungarn gründlich ausgerottet werden." Daß Bulgarien nicht auf dem Boden eines gewandt, in dem besonderer Nachdruck auf baldige Die imperialistische Phase des Kapitalismus tann eines allgemeinen demokratischen und wird nur insofern eine Vorstufe des Sozialis- Verständigungsfriedens steht, haben wir hier schon vor Herbeiführung Friedens gelegt, daneben aber auch die Wiederher= 1 Durch die Tatsache der bestehenden Schutzhaft er- s Jugendweihe Oftern 1918. stellung der Kampffähigkeit der Armee betont wird. übrigt sich im übrigen ein Eingehen auf die bezüglich Wenn auch die Einnahme der Insel Desel durch die der Teilnahme der Frau Nosa Luxemburg an der Die Arbeitereltern, deren Kinder am fommenStockholmer Konferenz gestellten Fragen." den Ostern die Schule verlassen und die ihren Deutschen und die dadurch näher gerückte Gefährdung In der historischen Reichstagssitzung vom 9. Ofto- Sohn oder ihre Tochter an der Jugendweihe Petersburgs die kriegerischen Tendenzen im russischen Bürgertum wieder gestärkt hat, so dürfte doch der ber hat der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes unserer Arbeiterjugend teilnehmen lassen wollen, schon jetzt die An= neuen Regierung fein langes Leben beschieden sein. v. Kühlmann eine Rede gehalten, die in der werden ersucht, Das von der demokratischen Konferenz geschaffene Presse des Juliblocks über das Bohnenlied gelobt, in meldungen im Jugendsekretariat, Borparlament, das sich den Namen„ Einstweili- der alldeutschen Presse aber arg zerzaust worden ist. Schicklerstraße 5, Sof 2 Treppen, ger Nat der Republik Rußland" gegeben Herr v. Stühlmann stellte fest, daß zurzeit die Friedens vorzunehmen. Die Jugendweihe findet am hat, wird am 18. Oktober zusammentreten und seine aussichten sehr gering sind. Nicht Belgien, sondern 17. und 24. März 1918 im Festsaale des StadtTätigkeit wird sehr bald zu Konflikten mit dem Mini- Elsaß- Lothringen sei das wichtigste Hindernis zum Hauses, Klosterstraße, gemeinsam mit der Jugendsterium führen. Das Vorparlament wird 555 Mit- Frieden. Weiter wandte sich Herr v. Kühlmann gegen weihe der freireligiösen Gemeinde statt. Ebenda glieder zählen, wovon 388 der revolutionären Demo- Phantastische Eroberungen" und meinte, daß in 3u werden auch die Jugendweihen im Herbst 1918 fratie und nur 167 den verschiedenen Parteien des funft die Auswärtige Politik nur mit Zustimmung und zwar am 22. und 29. September abgehalten. Bürgertums angehören. Daneben steht auch der Kon- des Volkes und seiner großen Masse" geleitet werden Es sei daran erinnert, daß irgendein gesetzlicher greß aller russischen Arbeiter- und Soldatenräte be- tönne. Leider hat Herr v. Kühlmann durch seine Rede 3wang zur Teilnahme am Konfirmandenuntervor, in denen nach dem Kornilow- Putsche die radikalen den Friedensaussichten nicht auf die Beine geholfen; richt und an der Konfirmation nicht besteht. Elemente die Mehrheit haben. Im bedeutendsten das beweist das Echo, das sie im Auslande ge- Arbeitereltern, die kein inneres Band mehr mit A.- und S.- Rate, im Sowjet von Petersburg, hat vor der Kirche verbindet und die vielleicht auch schon furzem die Neuwahl des Bureaus stattgefunden, in Zurzeit ist wieder einmal großes Nätselraten: das äußere Band mit der Kirche, gelöst haben, das 4 Maximalisten, 2 Sozialrevolutionäre und Geht Herr v. Capelle oder geht er nicht? Für werden den Wunsch haben, ihren Kindern beim Minimalist gewählt wurden. Vorsitzender des uns ist belanglos, ob der Chef des Marineamtes über Eintritt ins Leben eine Feier zugänglich zu machen, Petersburger Sowjet ist der als entschieden revolu- den 9. Oktober stolpert oder nicht. Das System bleibt die ihrer Ueberzeugung und ihrer Weltanschauung tionärer Sozialist bekannte Genosse Troski. Der doch dasselbe. Daher ist es auch bloße Zeilenschinderei, entspricht. Eine solche Feier ist unsere JugendPetersburger Sowjet hat sich denn auch auf Grund wenn in der bürgerlichen und regierungssozialistischen weihe. Es ist selbstverständlich, daß die Teilnahme der bisher mit den Kadetten usw. gemachten Er- Presse tiefsinnige Betrachtungen darüber angestelli an unserer Jugendweihe die Teilnahme an einer fahrungen gegen eine Koalition mit dem Bürgertum werden, ob Herr v. Capelle mit oder gegen den Willen kirchlichen Konfirmation ausschließt. Die Anmelausgesprochen und die Schaffung einer wirklich revo- des Herrn Reichskanzlers seine Attacke gegen die Un- dungen sollen schon jetzt vorgenommen werden, Iutionären Regierungsgewalt verlangt. Es ist anzu- abhängige Sozialdemokratie geritten hat. weil den Kindern vor der eigentlichen Jugend nehmen, daß sich auch die Mehrzahl der Provinzweihe Gelegenheit gegeben werden soll, die GrundSowjets auf diesen Standpunkt stellt. Damit würde gedanken unserer freien Weltanschauung, soweit es erst recht zu einem harten Kampf mit dem jezigen das ihrem jugendlichen Verständnis angepaẞt ist, Koalitionsministerium kommen. fennen zu lernen. funden hat. Herr v. Tirpitz hat ein langes Dementi losgelassen, in dem er behauptet, daß der„ Deutschen Vaterlandspartei" feine amtliche Unterstützung zuteil geworden sei.- Wer's nicht glaubt, zahlt einen Thaler. " Nach der Rede des Herrn v. Kühlmann ist die Vaterlandspartei" mit einem neuen Aufruf vor das deutsche Volk getreten, in dem die alte Melodie von einem deutschen Machtfrieden zum so und sovielten Male gesungen wird. Am 16. Oktober wird der preußische Landtag eröffnet werden. Im Vordergrunde des InterAlles Nähere wird bei der Anmeldung bekannt gegeben, die wir recht bald vorzunehmen bitten. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, den 21. Oktober, hält Genosse Leo Kestenberg den dritten Vortrag mit Erläuteruntrittspreis 20 Pf. Dienstag, den 23. Oktober, zweiter Abend im das Thema: Aus der Geschichte des Sozia Kursus des Genossen Eduard Bernstein über Wie bei allen Revolutionen, so gehen auch in Nußland neben den politischen Kämpfen soziale Unruhen einher. Der Eisenbahnerstreik ist zwar durch Entgegenkommen der Regierung in der Lohn- und Ernährungsfrage beigelegt worden, dafür sind aber die Arbeiter der wichtigen Erdölindustrie in Batu in den Ausstand getreten. Daneben werden Bauernunruhen aus allen Teilen des Reiches gemeldet. Auch in den asiatischen Distrikten gärt es weiter; so fann effes steht natürlich das zu erwartende Wahlgesek. gen am Klavier über Mozart. Beginn 8 Uhr. EinTaschkent nur mit Waffengewalt zur Ruhe gebracht Der Vorwärts" hat allerlei fritische Beklemmungen werden. In Finnland wird sich der nengewählte in bezug auf den Gesezentwurf, nachdem er monateMontag, den 22. Oktober, zweiter Abend im Landtag aus 95 Sozialdemokraten, 65 Mitgliedern des lang so getan hat, als ob das freie Wahlrecht für Kursus des Genossen Emil Eichhorn über Wirtbürgerlichen Blocks, 22 Mitgliedern der agrarischen Preußen eine reife Frucht ohne Fehl und Makei sei.chaftsprobleme des Weltkrieges. und 18 Mitgliedern der schwedischen Partei zusammen und die regierungssozialistische Provinzpresse hat ihm setzen. Die Sozialisten erhielten insgesamt 316 922, getreulich nachgebetet. Als wir schon im Juli trittsche die Bürgerlichen 213.502 Stimmen. Das sozialistische Bedenken in bezug auf das allgemeine" Wahlrecht, Wahlrefultat ist also günstiger, als die Meldungen über Altersgrenze, Zensusklauseln u. dergl. äußerten, der vorigen Woche annehmen ließen. Die Tagung des da heulte die regterungssozialistische Presse im Chor: neuen Landtages wird aber den Konflikt mit der Seht die verbohrten Unabhängigen, die wollen alle russischen Regierung neu aufleben lassen. positiven Errungenschaften verekeln und können nur hezzen!" Jetzt müssen die Herrschaften selbst die Berechtigung unserer Bedenken eingestehen. Wie es Innere Politik: Von der Tätigkeit des Reichs heißt, wollen die Konservativen auch im Landtage tags, soweit sie nicht im Leitartikel behandelt ist, einen alldeutschen Vorstoß unternehmen. Der set noch folgendes nachgetragen: Gegen die Stimmen Landtagsabgeordnete Traub( Teltow- Beeskow) hat der beiden sozialistischen Fraktionen ist das Gefeß, doch endlich die Konsequenzen seiner alldeutschen daß dem Neederkapital ein Milliardengeschenk Schwenkung gezogen und sein Mandat niedergelegt. in den Schoß wirft, angenommen worden. Die Regierungssozialisten haben sich nach langem Schwanken für des bayerischen Landtages hat sich gegen die Der Vorstand der Zentrumsfraktion die Ablehnung entschlossen, nachdem viele von ihnen Friedensresolution der Reichstagsmehrheit erklärt. die Annahme des Gesetzes lange Zeit hindurch als * Iismus und der Sozialdemokratie. Mittwoch, den 24. Oktober, zweiter Abend im Kursus für Jugendliche: Einführung in die Grundlagen des wissenschaftlichen Sozialismus.. Donnerstag, den 25. Oktober, zweiter Abend im Kursus des Genossen Ernst Däumig über: Die ökonomische und soziale Entwicklung Rußlands seit der Bauernbefreiung. Neuanmeldungen für diese vier Kurse find auch an diesen Abenden noch zulässig. im Interesse der Arbeiterklasse liegend verfochten Im sächsischen Landtage ist der Kampf 8% Uhr, set nochmals empfehlend hingewiesen. Die haben. Besonders hat sich auf diesem Gebiete der gegen die erste Kammer im Gange. Auf den Kunstabend des Bezirksbildungsausschusses am Sonnabend, den 27. Oktober, abends Veranstaltung findet im großen Saale des LehrerDas befannte Seemanns- Müller ausgezeichnet. Wir, die Eine ungeheuerliche Verteuerung des vereinshauses, Alexanderstr. 41, statt. wir von Anfang an dieses Gesetz als eine Mäftung Reiseverkehrs ist in diesen Oktobertagen ein- Programm bringt in seinem 1. Teil ein Trio für des Großkapitals auf Kosten der Steuerzahler be- actreten. Die Schnellzugsfahrkarten sind mit einem Klavier, Violine und Violoncello von Haydn, Rezitatämpft haben, sind monatelang als verbohrte Doftri zum Teil über 100 Prozent gehenden Ergänzungs- tionen von Gedichten von Hölderlin und Heinrich näre, die feinen Sinn für die Lebensnotwendigkeiten auschlag bedacht worden, die Gilzüge wurden zu Seine, Gesang von Liedern von Mozart, Beethoven Ser Arbeiterklasse hätten, beschimpft worden. Jetzt Schnellzügen erklärt und die Personenzüge einge- und Schumann sowie ein Soloftück für Violoncello. Im 2. Teil wird geboten ein Solostück für Violine, Haben die Herren auch das Gesetz abgelehnt, nachdem schränkt. Gesang von Liedern von Weber, Brahms usw., Rezitaihnen ihr Freund Parvus vorgerechnet hatte, wie untionen beiterer Gedichte von Kopisch, Wilhelm Busch sozialistisch seine Annahme wäre. usw. sowie ein Trio für Klavier, Bioline und ViolonAufsehen erregte eine kleine Anfrage" des Genossen Dittmann über die Drückebergereien bei dem Stahlwerk Becker A. G., Willig bei Krefeld. Es handelte sich um erfolgreiche Reklamationen friegsbrauchbarer Günstlinge der Firma. Auf eine Anfrage des Abg. Rühle über das Schicksal der Frau Rosa Luxemburg erteilt der Reichsfanzler, i. V. Dr. Helfferich, folgende Antwort: Die Herren Legien und Bauer find im Großen Hauptquartier gewefen. Eine gewerkschaftseffiziöse Verlautbarung teilt mit, daß sie mit Herrn v. Ludendorff eine längere Unterredung gehabt haben. Am Schluß dieser von Herrn Legien ausgehenden Rundgebung heißt es nach dem„ Vorwärts": cello von Beethoven. Das ausgewählte künstlerische Programm des Abends sowie der Umstand, daß der Reinertrag des Abends für die ArbeiterbildungsDie Verhandlungen dürften den Erfolg haben, schule bestimmt ist, sollte die Arbeiterschaft Großdaß eine baldige Abstellung der berechtigten Beschwer den der Arbeiterschaft herbeigeführt wird. Es ist da- Berlins zu recht zahlreichem Besuch veranlassen. her dringend zu wünschen, daß die Arbeiterschaft auch Da eine Abendkasse nicht eröffnet wird, sind die dann, wenn sie Anlaß bat, durch Arbeitseinstellung Karten im Vorverkauf zu erwerben. Sie sind Die Schubhaft ist über Frau Rosa Luxemburg Unternehmer zu den Widerstand und das unsoziale Verhalten der zum Preise, von 60 Pf. au haben im Verbandsbüro, überwinden, feine unüberlegten verhängt worden, weil sie eine äußerst rege und auf Schritte tut, sondern zunächst die Mithilfe der Gewert- Schicklerstr. 5, in den Büros der Wahlvereine des hebende Zätigkeit in der radikal- sozialistischen Befchaften und der durch das Silfsdienstgesetz eingerich- 4. und 6. Kreises, von Neukölln und Niederbarnim wegung entwickelt hat und dadurch die Sicherheit des teten Instanzen in Anspruch nimmt." sowie in der Bibliothek der Schule und bei den KursusReiches gefährdet hat. Der Einleitung eines Strafverfahrens bedarf es zur Verhängung der Schutzhaft Die Kundgebung hatte aber noch folgenden, vom leitern. nicht. * * fe ,, Vorwärts" gestrichenen Schlußsah: Jede UnterGegen den ihr eröffneten Haftbefehl hat Frau brechung der Arbeitstätigkeit in der Rüstungsindustrie Die Bibliothek der Schule ist jetzt an jedem Rosa Luxemburg auf Grund des Schußhaftgefeßes ist geeignet, die Widerstandskraft unserer an den Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag cbends vom 4. Dezember 1916 Beschwerde bei dem Reichs Fronten stehenden Söhne und Brüder zu ver- von 8 Uhr an geöffnet. Sie steht nicht allein den militärgericht erhoben. Das Verfahren schwebt zurzeit noch. Der Reichskanzler ist nicht in der Lage, in mindern." dieses Verfahren irgendwie einzugreifen und auf Aufbebung der Schußhaft hinzuwirken. Kursusteilnehmern, sondern auch den Mitgliedern der Wahlvereine Groß- Berlins unentgeltlich zur Verfügung. Die Parteigenossen und Genossinnen werden 1 ersucht, recht ausgiebig von dieser Bildungsmöglichkeit dieser Frage aus. Die Genossen Berger, Brühl, Gebrauch zu machen. Mts Legitimation ist die Süre Lenzner, Pilz, Tempel und Wiske traten aus der gemeinsamen Frattion aus und bilden nunmehr die karte, das Mitgliedsbuch usw. vorzuzeigen. Die Fraktion der Unabhängigen Sozialdemokratischen Parliothek umfaßt über 5000 Bände; sie enthält die besten tei, obschon es an und für sich zu bedauern, aber zur und bedeutsamsten Werke aus dem Gebiete des Sozia- reinlichen Scheidung sehr dienlich ist, daß die 13 lismus, der Geschichte, Nationalökonomie, Naturwissenschaften, schönen Literatur usw. Wie Regierungsfozialisten schwindel Gewerkschaftshaus, Saal 4. Sonnabend, den 20. Oktober 1917, abends 8 Uhr: Kunst- und Theater- Aben> Gesang, Borträge, 1 Lustspiel, Spielszer Rezitation, Das Melodram: " Das Herenlied", v. Wildenbru Musik v. Schilling. Saalöffnung 7 2hr. Eintritt einschließlich Garderobe 1 M Vorverkauf Engelufer 15 im Zigarrengeschäft. Danksagung. Frau Therese Rupnow geb. Behrendt. anderen Mitglieder der bisherigen gemeinsamen Fraftion Abraham, Beits, Günther, Otto John, Elias, Eisenstädt, Kerier, Ludewig, kliem, Mirus, Peterhansel, Sander und Werther sich der anderen Parteirichtung angeschlossen haben. Bedauerlich zumal desmegen, weil ihre Mandatgeber, die Lichtenberger Arbeiterschaft, insbesondere die gesamte Lichtenberger BeDer Anschluß des stärksten Parteivereins in den zirksorganisation, sich zur Unabhängigen Sozialdemozum Mannheimer Wahlkreis gehörenden Landorte fratischen Partei rechnen. Das frühere FraktionsmitHockenheim an die U. S. P. hats den Regie glied Ritter scheidet gleichfalls in dieser Frage aus, rungssozialisten angetan.( Ihren Schmerz können wir da man ja von einem„ Stadtrat" kaum erwarten kann, verstehen!) Mit welchen Mitteln die Mannheimer fich der Unabhängigen Partei anzuschließen. DesAbhängigen nun gegen die Uebergetretenen operieren, gleichen kommt das frühere Fraftionsmitglied Kreywurde bereits gekennzeichnet. Doch nun verkünden sing ebensowenig in Frage, da derselbe schon vor länFür die mir anläßlich des Ablebens meines geliebten, Mannheimer Volksstimme"," Vorwärts" usw. einen gerer Zeit aus der Gesamtpartei ausgeschlossen wurde. unvergeßlichen Mannes, des Reliners großen Erfolg". Zwei Versammlungen, die am Die nächsten Stadtverordnetenwahlen werden 16. September gleichzeitig in Hockenheim stattgefunden, zeigen, wie die Lichtenberger Arbeiterschaft über ihre Julius Rupnow hätten gezeigt, welche von den beiden Richtungen in bisherigen Vertreter im Stadtparlament denkt. Aber erwiesene Teilnahme und Kranzspenden sage ich allen VerHockenheim in Wahrheit über den stärkeren Anhang nicht nur bei diesen Wahlen wird sich dieses zeigen, wandten und Bekannten sowie den Genossen und Genossinnen verfüge". Die Versammlung der Regierungssozia- sondern bei allen von der Arbeiterschaft zu vergeben- des 4. Wahlkreises meinen tiefsten Dank. listen habe 120 Besucher aufgewiesen, die der Unab- den sonstigen Ehrenämtern und Delegationen. hängigen nur 32. Also wird der Mitwelt verkündet. Im weiteren sei die Lichtenberger Arbeiterschaft Lassen wir die nackten Tatsachen sprechen. Die nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß unser Regierungssozialisten hatten mit großem Tamtam, Jugendheim jeden Dienstag und Freitag abends von Plakaten usw. eine öffentliche Versammlung ein 7 bis 92 Uhr und Sonntags von abends 6. bis berufen, wozu 4 Ortschaften eingeladen( sie trauten 9 Uhr geöffnet ist. In unserer Bibliothek, im der Zugkraft" für Hockenheim allein nicht recht und Lokal von Wilhelm Schulz, Scharnweberstr., findet die setzten drum der Sicherheit halber diverse umliegende Bücherausgabe, unter Vorzeigung des MitOrte mit in Bewegung). Erschienen waren insgesamt gliedsbuches, jeden Sonnabend von 1/27 bis 9 Uhr 66 Personen, darunter D. Geck als Redner, Partei- statt. Wir erwarten für die Wintermonate eine recht sekretär Strobel als treuer Sekundant, 4 Unabhängige, rege Benutzung derselben. die den Herrschaften entgegentraten, so daß 60 eigentliche Besucher verblieben. Lettere setzten sich nur zu einem Bruchteil aus Hockenheim zusammen, außerdem ein gut Teil Bürgerlicher. Die Organisation der it. S. P. mußte sich mit einer Mitglieder- Versammlung begnügen, zu der 46 ( nicht 32) Hockenheimer Mitglieder erschienen.( Daß der Bericht der Abhängigen Gen. Dißmann, Frantfurt, als Referent beizaubert, nur nebenbei.) So sieht also in Wirklichkeit der„ Triumph" aus, den die Abhängigen in Hockenheim errungen. Sind sie auf diese Trophäen stolz; uns soll es recht sein. Die große Mehrheit der Parteimitglieder in Hockenheim steht fest zur U. S. P. Dabei bleibts; trotz allem Schwindel im Lager der Regierungssozialisten. Aus den Gewerkschaften. -abend: Abends 8 Uhr, Scharnweberstr. 59, Hof part. Friedrichshagen. Montag, den 22. Oktober, LeseBahlreiches Erscheinen erwünscht. Gäste haben Zutritt. Die Leiterin. Weißensee. Am 24. d. M., abends 8 Uhr, findet im Lokal von Masche, Berliner Allee 251, die Fortsezung unseres vorigen Zahlabends statt. Das Erscheinen jedes Einzelnen ist dringend notwendig. Die Bezirksleitung. Charlottenburg. Der Frauenabend findet am Montag, den 22. Oktober, abends 8 Uhr, gemeinsam im Volkshaus, Rosinenstr. 4, im kleinen Saale der Stehbierhalle statt. Stralau. Am Montag, den 22. Oftober, abends 8% Uhr, Frauen- Leseabend bei Schulz, Markgrafendamm 6. Vereins- Veranstaltungen. Die Arbeiter in der Glasindustrie. Die in den Beleuchtungs-, Medizin- und Weißglasfabriken beschäftigten Arbeiter hielten am 12. August in Görlig eine Konferen Freireligiöse Gemeinde Berlin. ab und beschlossen eine 30 Proz. betragende Teuerungs Sonntag, den 21. Oft., vorm. 9 Uhr, Pappel- Allee 15/17: zulage zu verlangen. Die Forderung wurde unterm 18. August Neukölln, Idealkasino, Weichselstr. 8; Oberschöneweide, dem Schußverband deutscher Glasfabriken übermittelt und Wilhelminenhofstr. 43, bei Otto Ramp: Freireligiöse Bor als teine Antwort einging, den in Betracht kommenden lesung. Vorm. 10% Uhr, Kleine Frankfurterstr. 6: BorIndustriellen direkt zugestellt. Unterm 17. September ist traa von Herrn Dr. Bruno Wille: Das Gebet. Gäste nun endlich die Antwort eingegangen, daß eine Versammlung willkommen. der Mitteldeutschen Glasfabriken die überreichte Forderung einstimmig abgelehnt hat. Der Schlußsag der Antwort lautete, dieser Beschluß schließe nicht aus, daß die be teiligten Wünsche, die Arbeiter tatsächlich selbst haben, bzw. in geordnetem Wege anbringen, jederzeit zu prüfen fich vorbehalten. " Der 3. Wahlkreis veranstaltet am Sonntag, den 28. Oktober, im Saal 4 des Gewerkschaftshauses einen fünstlerischen Abend. Die Billets à 50 Pfennige sind bei den Bezirksführern zu haben. Quittung. 4. Wahlkreis. Beim geselligen Abend am 13. Oktober Die Antwort der Industriellen steht im Widerspruch in den Andreas- Festsälen ist ein Damen- Portemonnaie mit zu der Antwort, die einzelne Industrielle bereits gaben, Inhalt gefunden worden. Jm Büro des Wahlvereins ist und steht ferner im Widerspruch mit der heut so ver es in Empfang zu nehmen. teuerten Lebensunterhaltung der Arbeiterschaft. Der Beschluß der Industriellen dürfte auf alle Beteiligten recht eigenartig wirken, denn es heißt, wenn die Arbeiter Wünsche" hätten und sie im geordneten Wege vor- Für den Preffefonds gingen ein: Von Conrad Gürr brächten, dann sollten diese geprüft werden. Die Arbeiter 1 Mt. R. K., Rotheim, Hessen 5 Mt. haben den Wunsch" auf eine 30 Proz. betragende Lohnerhöhung und haben nicht nur diesen Wunsch, sondern die statt der Betriebswerkstatt des Verbandes der Schneider Für Agitation der Partei erhalten von der WerkForderung durch ihre Organisation der Unter- und Schneiderinnen 50 Mt. Bon L. S., Berlin 5 Mt. nehmerorganisation mitgeteilt, also auf ganz geordnetem Wege zur Kenntnis der Unternehmer gebracht. Die Industriellen haben allerdings Teuerungszulagen bereits gewährt, aber die Löhne für Arbeiterinnen sind trogdem so gering, daß sie dringend der Aufbesserung be- Uns gehen vielfach Beschwerden zu dardürfen. So werden eine große Zahl Arbeiterinnen in den Einbind- und Backräumen bei Wochenlöhnen bis zu 10 ME. über, daß manche Postanstalten die Besteller beschäftigt, und Arbeiterinnen vor dem Glasofen erhalten des Mitteilungsblattes mit der Begründung bei der schweren Arbeit des Glaseintragens noch Löhne von 14 Mt. in der Woche; Arbeiter, die bereits zum Glasblasen abweisen, das Mitteilungsblatt stände nicht verwandt werden, allerdings noch im jugendlichen Alter in der Postzeitungsliste. stehen, erhalten Wochenlöhne bis höchstens 20 Mt. Glasmachergehilfen bis zu 27 Mt. in der Woche, und nur die An unsere Bostabonnenten! Wir machen darauf aufmerksam, daß beffer bezahlten Glasmacher verdienen bei anstrengender unser Blatt in der 13. Nachtragsliste auf Altordarbeit zwischen 40 und 50 Mt. die Woche. Wochenlöhne über 50 mt. werden nur in seltenen Fällen verdient. Seite 11 verzeichnet ist und wir bitten in Die Organisation hat den Vertrauensleuten Anweisung geeigneten Fällen darauf hinzuweisen. gegeben, an die einzelnen Unternehmer heranzutreten, um die Durchführung der Forderung zu erreichen. Verhalten Gleichzeitig sei mitgeteilt, daß wir für sich auch hier die Industriellen ablehnend, werden Kämpfe die im Felde stehenden Genossen ein nicht ausbleiben. Kommt es dazu, dann tragen die Unternehmer die Verantwortung, denn in so abweisender Form lassen sich die Arbeiter nicht behandeln. * Feldpostabonnement Aus den Organisationen. eingerichtet haben zum Vierteljahrspreis Lichtenberg. 3ur Spaltung der Lichten von 1,30 Mk. Bestellungen werden von dem berger Stadtverordneten- Fraktion sei Verlag des Mitteilungsblattes, Schicklerfolgendes ergänzend nachzutragen, zumal sich im letzten straße 5, angenommen und von hier aus Bericht einige Druckfehler unliebsam bemerkbar gemacht haben. Unsere Stadtverordnetenfraktion bestand erledigt. aus 27 sozialdemokratischen Vertretern. Davon sind zurzeit 6 zum Militär einberufen, scheiden also bei Berlag und Redaktion des Mitteilungsblattes. Nachruf! Am 8. 10. 17 verstarb nach kurzem Krankenlager unsere treue, langjährige Kollegin Frieda Herrys. Die Beisetung fand bereits am 13. 10. auf dem Städt. Friedhof in Friedrichsfelde statt. Ehre ihrem Andenken! Das Gesamtpersonal der Zentrale der KonsumGenossenschaft Berlin und Umgegend. Dem Andenken unserer auf dem Kriegsschauplaz gefallenen Genossen! Wahlverein Brik. Jm Oktober erlag seinen Verlegungen( Kopfschuß) unser langjähriger Vorsigender Willi Beuthmann Briz, Chausseestr. 79. Ehre seinem Andenken! Nachruf. 2. Wahlkreis. 2. Abteilung, Bezirk 50, Westen. Am 2. Oktober verstarb nach schwerem Leiden unser langjähriger Parteigenosse, der Fräser Carl Waguer. 4. Wahlkreis. Am 1. Oktober verstarb unser Genosse Paul Hensel Reichenbergerstr. 83, Bezirk 205 II. Am 26. September verstarb unser Genosse, Schlosser Emil Gerbing Mühlenstr. 42, Bezirk 291. Am 13. Oktober verstarb unser Genosse, der Bigarrenfabrikant Johann Liebich Memelerstr. 7, Bezirk 325. Am 14. Oktober verstarb unser Genosse, der Posamentier Max Silberstein Warschauerstr. 60, Bezirk 328. Im Juli verstarb unser langjähriger Genosse Gotth. Richter Ebelingstr. 8, Bezirk 409 II. 6. Wahlkreis. Am Donnerstag, den 11. Oktober, verstarb unser Genosse, der Tischler Paul Klok Fehmarnstr. 6, 21. Abt., Bez. 760a. Am Mittwoch, den 9. Oktober, verstarb unser Genosse, der Monteur Paul Hoffmann Wilhelmshavenerstr. 53, 15. Abt., Bez. 704. Am Donnerstag, den 18. Oktober, verstarb plößlich unser Genosse, der Dreher Willy Luschnat Soldinerstr. 35, 19. Abt., Bez. 829. Ehre ihrem Andenken! Berantwortlicher Redakteur: Carl Leid; Verleger: Adolf Hoffmann; beide Berlin O. 27, Schicklerstr. 5.. Drud: Maurer& Dimmid, Berlin S0.16 Köpenicker Straße 36-38. Beilage in Nr. 30 des„ Mitteilungsblattes". Stockholm. Sache betrachten, da ihr Schiffbruch die kapita- blonde wohllebige Männer aus Skandinavien und listische Weltreaktion bedeuten würde. Zur Vernich- Holland, dunkle bewegliche, begabte aus Desterreich, Daß die russische revolutionäre Demokratie nach tung der russischen Revolution würde die europäische Ungarn, Bulgarien. Zäh vermittelnd die Männer der Schweiz. wie vor an dem Stockholmer Konferenzgedanken fest- Reaktion nicht einmal vor dem Sonderfrieden auf Und aller Augen hängen an den sinnenden hält, geht aus den Kundgebungen hervor, die die Kosten der Ruffen zurückschrecken. Wir drücken darum Legiens, die ruhig und wägend über das Ganze Stockholmer Sowjet- 3entrale an den französischen die Ueberzeugung aus, daß Bordeaux unverschweifen. Und alle, alle so ernst, so furchtbar ernst. Die Nationalkongreß in Bordeaux richtete. Es heißt darin: 3 üglich die Einberufung der Stockhol ,, Es ist nicht ausgeschlossen, daß die Imperialisten mer Konferenz selbst gegen den Willen der im- Stimmen, wie trocken und fachlich. Hat man wirklich die Flügel des Herzens losgebunden? des ganzen Erdkreises hinter dem Rücken des Prole- perialistischen Regierung beschließt." Ein Brief wird verlesen, der aus England kam. tariats ein Komplott gegen die Demokratie schmieden. Die französische Regierung hat die russischen Depe- Eine Absage an die Deutschen, im übrigen, wie Jüngst gingen Gerüchte über ein deutsches Friedens- schen dem Nationalkongreß längere Zeit vorenthalten aus dem Temps oder der Times geschnitten. Alle angebot an Rußlands Verbündete auf Kosten der und erst nach Protest herausgegeben. Leider scheint der Dummheit, die je über Deutsche gesagt, hier vereinigt. Russen umher. Ein solcher Kriegsausgang wäre nicht Appell der Russen bei den französischen Delegierten und Bauer erhebt sich zur Antwort. Hart und voll erklingt sein männliches Ostpreußentum. Aber nur die Niederlage der russischen Revolution, sondern in Bordeaux nicht den starken Widerhall gefunden zu gebändigt ruht sein Temperament in der zügelnder internationalen Demokratie. Die ganze russische haben, den er verdiente. Ueber die endgültigen Ve- den Hand seiner Klugheit. Er weist zurück, aber Demokratie weist entrüstet solche Liquidierung des schlüsse von Bordeaux liegen zurzeit dank der Ver- er verleht nicht neu. Er verteidigt, aber er teilt keine Schläge aus. Tausendmal Gesagtes könnte er wiederKrieges zurück und erhofft Unterstützung der Demo- tuschungstaktik des amtlichen Depeschenbüros Havas holen, da er es nicht sagt, wird es überhaupt erst kratie der ganzen Welt. Zur Vereitelung eines impe- noch keine bestimmten Nachrichten vor, sie scheinen aber wirksam. Staatsmännische Sicherheit..... rialistischen Friedens ist der energische Kampf auf Grund eines schwächlichen Entgegenkommens der Zweiter Tag. Antrag der Franzosen: Amtsentdes gesamten internationalen Prole- Minderheit zustande gekommen zu sein. Immerhin hebung der Wächter vom Gral, Sigverlegung des tariats unumgänglich notwendig. Mit läßt sich aus den dürftigen Kongreßberichten erkennen, internationalen Sekretariats von Berlin in ein neuKornilow ist die Gefahr der Gegenrevolution nicht daß in Bordeaux niemand gegen die Beteiligung an beseitigt: sie nährt sich von der aus der Kriegsver- der Stockholmer Konferenz zu reden gewagt hat. längerung resultierenden innerpolitischen Lage. Ohne( Siehe Wochenschau, Frankreich.) den baldigen demokratischen Frieden ist die russische Revolution äußerst be= Heiteres vom Berner Gewerkschaftskongreẞ. droht. Wir erwarten daher von dem französischen Um unseren Partei-/ und Gewerkschaftsgenossen Proletariat die Unterstützung unserer Revolution, und in diesen ernsten Zeiten ein paar heitere Minuten zu zweifeln nicht, daß Bordeaux den französischen Be- verschaffen, wollen wir einige Geistreicheleien wiederschluß, an den Verhandlungen in Stockholm teilzu- Feuilleton der„ Vossischen Zeitung" über„ Die Gegeben, die ein Herr Paul Schlesinger in einem nehmen, bestätigt und die notwendigen Kampfmittel werkschaftler in Bern" zum besten gibt. Es heißt da: zu seiner Durchsehung findet." $ trales Land.... ins Feld, den tolstoibärtigen Greulich, den GroßDa schicken die Schweizer das schwerste Geschütz vater Europas", wie einer nachher sagte. Und aus der ehernen mächtigen Stimme alle dröhnenden Leitartikel Schweizer Blätter, freundliche Anklagen an das geduldige, seine Regierung unterstützende deutsche Wolf... Und Regien sagte leise über den Tisch: ,, Aujust, die Rede hältst Du-" schmale Männlichkeit. Eine gepreßte unschöne Stimme. Und August Brey steht auf, und reckt seine Schneidend scharf, stoßend kommen die Worte- aber ,, An der Stirnwand der Präsident, ruhig, zäh, welche Worte! In einer Depesche des Zentralkomitees der geduldig und flug. In seiner Organisation: Vor- Keine Verteidigung, keine Rechtfertigung, feine fizzender des schweizerischen Gewerkschaftsbundes. Im Darlegung des deutschen Standpunktes. Kühne, Beruf: Polizeidirektor des einst so adelig- und bürger- drastische, packende Bilder- aber sie sind nicht die stolzen Bern. Daneben die Presse: drei Deutsche, zwei Hauptsache. Die liegt hinter den Worten, die diesmal Engländer, ein Italiener, ein Russe, zwei Schweizer, feinen Gedanken, wohl aber ein Gefühl verhüllen, eng an zwei nebeneinandergestellten Tischen. ein sich offenbarendes, ein sich vordrängendes, das aber Menschewicki heißt es: „ Das französische Proletariat ist auf dem Kongreß zu einem entscheidenden Wort über die Fortdauer der Weltmezelei berufen. Die russische Revolution ist in Dicht davor die deutschen Delegierten, immer wieder schamvoll verschleiert wird, damit es Todesgefahr. Die Fortdauer des Krieges vergrößert die heimlich Angeklagten. Nicht der Verlegung ihrer nicht an der Selbstverständlichkeit Schaden nehme. die Anarchie, stärkt die Gegenrevolution. Nur schleu- Hüterpflicht am Gral. Aber der Entfesselung des und wo der Mund von Internationale spricht, be= nigster allgemeiner demokratischer Friede ohne Kon- Weltkrieges, der Verletzung der belgischen Neutralität, kennt sich das Herz zu dem einen großen, duldenden, fribution und ohne Annexionen auf der Basis der schändlicher Grausamkeiten, des Unterwasser- und des schaffenden, leidenden, sterbenden und wieder gebärenUeberluftkrieges, angeklagt vor allem ihrer Siege, den Deutschland. Und im Saale dämmert die ErVölkerautonomie kann den Sieg der Revolution ver- ihrer Nüchternheit, ihres Fleißes, ihrer Hingabe, ihrer kenntnis: Internationale ist Deutschland..." bürgen. Die europäische Reaktion und das internatio- Aufopferungsfähigkeit. Legien, der weißköpfige, nale Kapital sind in gleicher Weise an dem Bankrott den man fast schon Minister genannt, der baumstarfe, der russischen Revolution interessiert. Das inter- gebräunte Bauer, Sassenbach, der vielgewandte Literaturfreund, Sachse, der hagere König der nationale Proletariat aber muß die Bergarbeit, Brey, das schmale Männlein mit dem russische Revolution als ihre eigene hängenden Kinnbart, den flinken Augen. Prächtige Unser täglich Brot. Von Dr. med. S. Druder. I. Das Brot bildet die Grundlage der Volksernährung. Es gibt fein anderes Lebensmittel, das für die Massen den gleichen Wert hätte; auf ihren täglichen Speisezetteln steht es an erster Stelle, erst nach ihm tommt die Kartoffel und dann erst das Fleisch. Wenn in früheren Beiten eine Hungersnot über ein Land hereinbrach, so war immer die mißratene Getreideernte, daran schuld. * * Ramsay Macdonald über die europäische Lage. Der sozialistische Abgeordnete Ramsay Macdonald schreibt( wir zitieren nach der J. K.) im Pioneer" vom 7. und 14 September: " handen, im allgemeinen weniger als ein Prozent; in festen Kämmerchen, in den verholzten Zellen aufvom Eiweiß, dem Baumatertal für unsere Organe, gespeichert, die unsere Verdauungsfäfte nicht durchfindet sich schon erheblich mehr: in hundert Gewichts- dringen können. Selbst die Walzen der modernsten teilen Brot ungefähr fünf Gewichtsteile Eiweiß. An Mühlen, die das Korn zu feinstem Staub zerpudern, sich nicht viel! Da man jedoch täglich mehrere hundert zertrümmern immer nur einige Kleiezellen; die NährGramm Brot genießt, ergibt sich als Gesamtsumme stoffe dieser gewaltsam geöffneten Zellen und noch der immerhin eine beachtenswerte Zahl. So enthält be- wenigen von unseren Darmbakterien aufgeschlossenen reits ein Pfund Brot soviel Eiweiß wie ein Viertel werden verdaut, der größte Teil der Keleie geht un= Pfund Kalbfleisch und mit einem Silo könnte man aus genutzt durch den Darm und erscheint unverzur Not den täglichen Eiweißbedarf des ganzen Kör ändert wieder im Kot. Und zugleich mit ihm Zuckerpers decken. Die Hauptmasse des Brotes besteht aus stoffe in größerer Menge, als sie sonst ausgeschieden Zuckerstoffen, den sogenannten Kohlehydraten; fie bil- werden. Also die leie ist nicht bloß fast unverdaulich, Allerdings ist das Brot zum Leben nicht unbe- den allein mehr als die Hälfte des Gesamtgewichts. fie setzt noch die Verdaulichkeit der Zuckerstoffe herab. dingt notwendig; die Nährstoffe, die es enthält, könnte Außer diesem Trio der lebenswichtigen Nährstoffe, dem Das Volk hat nicht erst das Urteil der Ernähman recht wohl auch auf andere Weise aufnehmen. Eiweiß, Fett und Zucker, beherbergt das Brot noch rungswissenschaft abgewartet. Es hat längst das kleieDie großen Kulturvölker Ostasiens kennen noch heute geringe Mengen verschiedener Nährsalze, unverdau- freie oder wenigstens kleiearme Brot gewählt, zunächst nicht das Brot. Die Chinesen zum Beispiel verwenden licher Holzfasern und gegen 35 Prozent Wasser. wohl, weil es dem Gaumen besser behagte und seine statt dessen den Reis, den sie in verschiedener Zu- Nun ist allerdings der Nährwert des Brotes keine hellere Farbe und sein Porengehalt ihm ein gefällibereitung, gewöhnlich in Wasser gedämpft, mehrere ein für allemal feststehende Größe. Er hängt vielmehr geres Aussehen verliehen, dann offenbar auch, weil die Male am Tage genießen. In Europa ist die Stunft von der Beschaffenheit und Zusammensetzung des Back- Erfahrung gelehrt hatte, daß das Schwarzbrot die des Brotbackens schon vor mehr als zwei Jahrtausen- mehls ab, ist demnach bei jeder Backart verschieden. Verdauungsorgane stärker belästigt. Im 17. Jahrden geübt worden. Sie stammt wahrscheinlich von den Immerhin schwankt er nur innerhalb verhältnismäßig hundert untersagte sogar die französische Regierung die alten Aegyptern, von denen sie zuerst die Griechen, engen Grenzen. Jene oben angeführten Nährwerts- zu starke Ausmahlung des Getreides. Ueberhaupt später die Römer übernahmen. In Germanien wurde zahlen gelten für das Friedensbrot seligen Ange- find die westlichen Länder Europas einschließlich Engdas Brot ungefähr zu Beginn der christlichen Zeitrech denkens, für das gewöhnliche Haus- oder Graubrot, lands den anderen in der Verwendung eines helleren nung eingeführt. Man hatte dort zwar schon viel das überwiegend aus Roggenmehl, zum kleineren Teil Brotes vorangegangen. Bei uns in Deutschland früher Getreide, nämlich Hafer und Gerste, angebaut, aus Weizenmehl bestand. Das reine Weizengebäck, also wurde die Herrschaft des Schwarzbrotes erst spät und aber man verstand zunächst nur, aus den gemahlenen Semmel, Schrippen, Knüppel usw., hat einen etwas allmählich gebrochen und in manchen ländlichen BeKörnern dicke Breie herzustellen. Heute sind wir be- größeren Gehalt an Zuckerstoffen, das kleiereiche zirken behauptet es sich heute immer noch. Hier sind reits so sehr an das Brot gewöhnt, daß wir es selbst Schwarzbrot hingegen ist daran ärmer als das es robuste, viel im Freien und schwer arbeitende wenige Tage nicht entbehren können. Nicht nur, weil Bauern, die der Sitte ihrer Väter noch treu bleiben unsere Geschmacksnerven und Verdauungsorgane ganz Wer die Nahrhaftigkeit einer Speise feststellen will, und bei ihrer körperlichen Verfassung auch treu auf das Brot eingestellt sind, sondern hauptsächlich, weil darf jedoch nicht allein die Analyse des Chemikers als bleiben können. Gelegentlich, in fleinen Portionen, es unser Kulturleben wesentlich erleichtert. Wir hasten- Wertmesser verwenden. Maßgeblich ist schließlich nur, zum Beispiel als Beigabe in der Form von Pumperden und doch immer ruhebedürftigen modernen Men- in welchem Grade die in einem Nahrungsmittel vor- nickel, wird es natürlich überall noch gern verzehrt. schen brauchen ein Nahrungsmittel, das stets fertig handenen Nährstoffe vom menschlichen Körper ausge- Im letzten halben Jahrhundert find mehrfach auch von zum Genuß bereit liegt, das sättigt und nährt, und nutzt werden. Denn nur was die Darmsäfte wissenschaftlicher Seite Versuche unternommen worden, das wir bequem mit uns tragen können, wenn uns zerlegen, was in eine für den Organismus aufnehm- um dem Schwarzbrot die verlorenen Gebiete zurückdie Tagesfron viele Stunden vom Hause fern hält. bare Form umgewandelt wird, kurz, was verdaut wird, zugewinnen. Kein Geringerer als der Chemiker Alle diese Ansprüche erfüllt das Brot, und darum vor kann nähren. Wie stehts nun mit der Verdaulichkeit Liebig hat wiederholt die Rückkehr zum kletehaltigen allem ist es zum wichtigsten Bestandteil der meisten des Brotes? Unterscheiden sich vielleicht in dieser Gebäck gepredigt, in der allerdings falschen Annahme, Mahlzeiten geworden. Wegen seines verhältnismäßig Hinsicht die einzelnen Brotarten erheblich voneinander, daß das Eiweiß, das ja in der Kleie reichlich vorhanden niedrigen Preises spielt es die größte Rolle in der so daß die eine bevorzugt, die andere zurückgesetzt zu ist, die Quelle der Muskelkraft sei. Weder er, noch die Ernährung des Proletariers; der erwachsene werden verdiente? Diese Frage hat die Wissenschaft englischen Brotreformer der siebziger Jahre, die das männliche Arbeiter verzehrte im Frieden täglich 500 erst in jüngster Zeit, seitdem man peinlich genaue dunkle Brot als Mittel gegen die Stuhlträgheit bis 700 Gramm und verschaffte sich mit dieser Portion Untersuchungen nicht nur der aufgenommenen Nah- empfahlen, haben einen Einfluß ausüben können. Die fast die Hälfte aller Nährwerte, die der Körper zu rung, sondern auch der Ausscheidungen vorgenommen steigende Nachfrage der Landwirtschaft nach der als seinem Gedeihen nötig hat. hat, endgültig beantworten können, und sie hat sich Biehfutter besonders geeigneten Kleie und die FortDas Brot gehört zu den nahrhaftesten Lebens- flipp und klar entschieden für das helle, kleiefreie schritte des Müllereiwesens, die die Scheidung des Mahlmitteln. Während Gemüse und Obst an Nährstoffen Brot und gegen das dunkle, kleiereiche. Unter Kleie gutes in Mehl und Kleie erleichterten, förderten noch nur wenige Prozente aufweisen, birgt das Brot davon versteht man bekanntlich die beim Mahlverfahren ab- die Verbreitung des hellen Brotes. Da kam der Krieg ansehnliche Mengen und besitzt einen Nährwert, der fallenden äußeren Schichten des Getreideforns. Sie und mit einem Schlage war die Entwicklung verganden der Kartoffel noch um das Zweieinhalbfache über- zeichnen sich zwar durch einen großen Reichtum an gener Jahrhunderte auf ihren Ausgangspunkt zurückragt. Fett ist in der Brotsubstanz nur spärlich vor- Eiweiß und Nährsalzen aus, halten diese Stoffe aber geworfen. Graubrot. „ Die Konferenz der alltierten Sozialisten hat in London stattgefunden. Sie zeigte, daß die sogenann ten Mehrheiter" viel schwächer sind an Beweisführung und Zahl, als manche glaubten. Frankreich hat seine Mehrheit und seine Minderheit. Die Mehrheit macht allerhand Ausflüchte, da fie weiß, daß sie keine Mehrheit ist. Wie manche unserer Leute fürchtet auch sie die öffentliche Meinung. Sic hat nicht den Mut, die Führung zu übernehmen. Sie gibt sich den Anschein, als sei sie für die Abhaltung einer Stockholmer Konferenz, um desto besser die Arbeiter von diesem Schritt abzulenken. Die französische Mehrheit kam nach London, um die Stockholmer Konferenz zum Scheitern zu bringen, und die kurze Tagung befähigte sie, ihren Plan zum Teil auszuführen. Hätten wir noch einen dritten Berhandlungstag gehabt, so würde die französische Mehrheit geschlagen worden sein. Sie wurde ohnehin in Mißkredit gebracht. Die deutsche Sozialdemokratie ist verpflichtet, die Teil des Verdienstes an dieser teilweisen Gutmachung Friedensfrage auf die Tagesordnung zu stellen. des Unheils kann Gen. Au sterlis für sich in AnDie Bemühungen der russischen Demokratie, die spruch nehmen, der in einer glänzend geführten jourweder von der feindlichen noch von der alliierten nalistischen Kampagne eine Reihe ganz besonders Stoalition unterstügt wurden, founten bis zur Stunde trasfer Fälle schilderte. Damit begann die Aufhebung die imperialistischen Regierungen zu einem solchen der§ 14- Verordnungen über die Ausnahmejust! Schritt nicht bewegen. Aber der Geist der russisch Dieser Anfang eines verfassungsmäßigen Lebens Revolution ist noch nicht erloschen. Wenn sie nicht Desterreich der erste sehr bescheidene Anfang se genügend Kräfte hatte, um das Werk des Friedens Kriegsausbruch ist sicherlich zum guten Teil auch aus eigener Kraft zu vollenden und an der Spitze der Rede Friedrich Adlers zu denken, der noch vor der europäischen Demokratie den Stampf für die Be Einberufung des Barlaments mit seinem kühnen, freiung der Menschheit vom Alpe des Krieges bis ans zündenden Worte Bresche schlug in den Wall des Ende zu führen, so reichen doch diese Sträfte aus, um Absolutismus. Ein fünftiger Geschichtsschreiber wird eine brüderliche Unterstützung zu beantworten, an dieser Tatsache nicht vorübergehen können. In um der Offensive der Demokratien Europas auf die dem neuerstandenen Abgeordnetenhause aber hat kei Feindesburg des internationalen Imperialismus eine Redner der sozialdemokratischen Fraktion, insbeson entsprechende Aufnahme zu sichern. dere nicht die beiden Sprecher in der großen politischen In den Tagen der Todesgefahr werden wir alles Debatte: Renner und Seiß, auch nur mit einem Der mannhafte Teil des französischen Sozialis- Friedens zu sichern, wenn wir im deutschen tun, um den Erfolg des Werkes eines allgemeinen Sterbenswörtchen auf Friedrich Adler und die Bedeutung seines Prozesses hingewiesen. mus, viele sozialistische Führer und die jüngeren Proletariat einen wirklichen Verbünder Adler überging, wurde wenigstens in einem Deputierten, wie Pressemane, find mit der Minder- Seten und nicht einen Feind der Revo heit. Ein Teil der Mehrheit, der in London nicht ver- lution finden. treten war, bewegt sich nach unserer Richtung: Cachin, Moutot und dergleichen gehören diesem Flügel an. Schließlich ist auch der französische Gewerkschaftsbund mit uns, nachdem er früher gegen uns war. Die große Mehrheit der italienischen Sozialisten ist ebenfalls mit uns. Einer ihrer Führer sagte mir: ,, Unsere Wähler tadeln uns nicht, weil wir gegen den Krieg sind, sondern weil wir ihn nicht kräftig genug bekämpfen." Portugal ist einstimmig mit der Minderheit. Ebenso Rußland, dessen Stellungnahme wohl befannt ist. Bum Prozeß Adler. Aus Wien wird uns geschrieben: Der Oberste Gerichtshof hat das Urteil gegen Friedrich Adler bestätigt und die Todesstrafe, die der Staiser nachgesehen hat, in eine 18 jährige Sterferstrafe umgewandelt. In allen Kreisen der Bevölkerung er wartete man ein für Adler günstigeres Ende des Prozesses. Nur einmal, nach dem erwähnten Amnestieerlak, Artikel der Arbeiter- Zeitung" von Gen. Adler gesprochen. Das Blatt verlangte aus den Gründen des Erlasses die Ausdehnung der Amnestie auf Adler, der Berirrten", über dessen Tat durch die Begnadigung gleichfalls der Schleier des Vergessens" gebreitet werden sollte. Die Stimme des demütig bittenden Bentralorgans wurde nicht gehört. Das Justisministerium fühlte sich im Gegenteil start genug, durch den offenbar unterstützten Einspruch des Herrenhauses und durch die Zulassung der Bestätigung des Urteils den erklärten Willen des Abgeordnetenhauses zu brüskieren. Wieder einmal zeigte sich, daß das ängstDie Bestätigung des Urteils kam völlig unerliche Bestreben der Parteiinstanzen, nur ja nirgends Die lebten Ereignisse haben Rußland geschwächt. wartet. Am 7. Juli 1917 hat nämlich das Abgeord Anstoß zu erregen und die Massen selbst nicht zu Nachdem die Revolution durchgeführt war, verlangten netenhaus nicht nur die verfassungswidrigen§ 14- Worte fommen zu lassen, als Schwäche gedeutet wird. die Finanzleute und Reaktionäre, die von den alliter- Verordnungen, womit die Geschworenengerichte fiftiert Es ist wenig Hoffnung vorhanden, daß die Parteiten Mächten unterstützt wurden, daß eine Offensive wurden, aufgehoben, sondern auch in eine neue Getaftif in Sukunft sich ändern wird. Alle Zuversicht gegen die Mittelmächte unternommen wird. Sie be- febesvorlage über die Geschworenenliste einen Artikel der Opposition stüßt sich dagegen auf das Erwachent gründeten ihr Verlangen mit folgenden Worten: 23ir eingefügt, wonach die bis zum 7. Juli 1917 von Aus der Massen, die Friedrich Adler nicht vergessen werden. müssen angreifen, um den Druck auf die Westfront| nahmegerichten gefällten, aber noch nicht rechtskräftizu entlasten Aber die Offensive fonnte nur gerecht- gen Urteile aufgehoben und an die Schwurgerichte fertigt werden, wenn gute Aussicht auf Erfolg vor- verwiesen werden. Das Urteil gegen Friedrich Adler Ueber das Schicksal Friedrich Adlers wurde dem handen war. Im Falle eines Mißerfolges ristierte wurde am 19. Mai 1917 von dem Wiener Ausnahmie„ Berliner Tageblatt" aus Wien berichtet: man 1. den moralischen Einfluß der russischen Revo- gericht gefällt und war am 7. Juli 1917 noch nicht Der vom Kaiser zu 18 Jahren schweren Kerkers lution auf Deutschland, 2. eine schwere Niederlage rechtsfräftig, es fiel daher unter diese Bestimmung. Rußlands, 3. eine Stärkung der Mittelmächte. Diese Die Gesetzesvorlage stieß im Herrenhaus wegen des begnadigte Friedrich Adler war seit seiner Festnahme Gefahren haben sich jetzt allen aufgedrängt. mähnten Art. 4 auf Widerstand und wurde an das im Oktober 1916 im dortigen Landesgericht in Haft Die russische Offensive wurde der russischen Regie- Abgeordnetenhaus zurückgeleitet. Hier ist seither der und beschäftigte sich den ganzen Tag mit der Lektüre rung von ausländischen Finanzleuten und von russi- erste Beschluß im Justizausschuß unverändert bestätigt fozialwissenschaftlicher Werke und mit schriftlichen Arschen Imperialisten und Militaristen auferlegt. Die worden und wird nun dem für den 25. September 1ozialwissenschaftlicher Werke und mit schriftlichen ArHerrschenden Klaffen Europas haben die russische Revo- einberufenen Abgeordnetenhaus zur Genehmigung beiten. Die Kunde von seiner Begnadigung hat er pollkommen ruhig aufgenommen und neuerdings belution nichts weniger als freundlich begrüßt. Die wieder vorgelegt werden. Bei dieser Sachlage erschien es höchst unwahr tont, er habe die Tat nur in der Absicht verübt, ein ,, Times" und ähnliche Zeitungen spißen jetzt die scheinlich, daß der Oberste Gerichtshof die Nichtigkeits- System zu beseitigen, das ihm für die Allgemeinheit beschwerde gegen das Urteil erledigen würde, solange noch nicht feststand, ob es nicht durch ein Gefeß aufchädlich schien. Donnerstag, 11. Oktober, früh wurde gleich mit vielen anderen aufgehoben werden würde. Friedrich Adler aus dem landesgerichtlichen Gefangenun kam dennoch die unerwartete Bestätigung, die haus in die Strafanstalt Stein gebracht, um freilich nichts daran ändert, daß dieses Urteil auch die über ihn verhängte Kerferstrafe zu verjezt noch durch das erwähnte Gefeß, wenn es zustande ergibt sich die Aufgabe, nun erst recht auf Einführung fommt, aufgehoben werden kann. Für die Partei büßen. der Schwurgerichte und Ueberprüfung der politischen Prozesse durch diese zu beharren. Ohren und hoffen auf einen Zusammenbruch der Revolution. Die große Frage ist: Wie kommen wir zu einem Einverständnis mit der deutschen Demokratie? Auf diese Frage kann nur die Unabhängige Arbeiterpartei ( 3. 2. B.) antworten; nur sie hat eine Politit, die dieser Frage entspricht. Alle anderen Parteien haben nur Worte, die sie durch ihre Handlungsweise Das Ziel, das wir suchen und das die Regierungen durch ihre Aktionen unmöglich machen, ist die Demokratisierung Europas. Dieses Ziel ist nur zu erreichen durch eine Konferenz der Führer der Orgaschwächen. nisationen der Arbeiterklasse. Zu Anfang dieses Jahres versicherte man uns, daß der Krieg im Jahre 1917 zu Ende sein wird; vor einigen Monaten forderte man uns auf, die Siegesanleihe" zu zeichnen. Wie lange noch sollen wir uns durch dieses Spiel betören lassen?" Ein russischer Appell an die deutsche Sozialdemokratie. Ums Gemeindewahlrecht. Das Dreiklassenwahlrecht paßt in die heutige Zeit nicht mehr hinein. So ungefähr heißt es in der Osterbotschaft des Kaisers. Es soll durch ein anderes Wahlrecht in Preußen ersetzt werden. Wie die Wahlrechtsvorlage aussehen wird, die Ende diesen Monats oder Anfang des November dem Preußenparlament vorgelegt werden wird, und welches Schicksal die Vorlage haben wird, ist im Augenblick nicht abzusehen. Die Haltung der Partei zum Prozeß Adler ist ein eigenes Kapitel, das in der Geschichte des Sozial patriotismus einst nicht fehlen dürfen wird. Vor der Verhandlung war Gen. Friedrich Adler von den Parteiinstanzen verfehmt, er war der Störenfried im Sumpfe opportunistischer Politik, dessen Tat gefliffent lich als die eines Einzelnen, Verirrten, Unzurech nungsfähigen hingestellt wurde.. Dann kam die Verhandlung mit jener sechsstündigen Verteidigungsrede, die in Wahrheit eine flammende Anklagerede gegen die Schande Desterreichs" und gegen die Schande der Partei" war. Die Wucht dieser Rede, die Leidenschaft und tiesinnerste Wahrhaftigkeit, die aus jedem Wort leuchtete, schlug mit unwiderstehlicher Kraft die fünft Unter dem Titel„ Es ist die höchste Beit" veröffentlich aufgerichteten spanischen Wände der Parteiinstan Itcht Genosse Nit. Suchanow im Organe Maxim zen nieder. Zwei Tage lang stand das absolutistische Gorlis„ Nowaja Shifn" einen Artikel, der an die Gewaltsystem der Staatsverwaltung, aber auch die deutsche Sozialdemokratie appelliert: Die mächtige politische Unterwerfung der Sozialpatrioten unter die deutsche Sozialdemokratie ist imstande, jeden Augen- Regierungspolitik in dem grellen Lichte dieses Problick einen entscheidenden Einfluß auf die Politik ihrer zeffes. Unsere Scheidemänner fühlten den gewaltigen Regierung auszuüben. Und jetzt, wo die deutschen Strom neuer Kampfbegeisterung, die der Prozeß in Natürlich haben die Klaffenvertretungen in den Armeen neue Siege feiern, wo die Verteidigungsziele den Massen der Parteimitglieder auslöfte, fie fühlten Land- und Stadtgemeinden kein Interesse daran, von mehr als je erreicht sind, ist die deutsche Sozialdemo- aber auch, daß ihre Kriegspolitif in unlösbarem fratie verpflichtet, ihre ganze Kraft und Wacht Widerspruch zu dem Rebellengeiste des Anklägers sich aus dahin zu wirken, daß ihnen ihre Vorrechte dem Friedenswerke zu widmen. stand und daß von seiner Rede die stärkste Bedrohung genommen werden. Wahlrechtsfragen sind Machtihrer Politik ausging. In diesem Widerstreite der fragen, um die gekämpft werden muß. Gefühle fanden sie den gewohnten und beliebten Ausweg: das Totschweigen. Tatsache bleibt aber, daß sie sich nur auf das Wahlrecht zum Landtage beziehen wird und daß das Dreiflaffenwahlrecht für die Gemeinden unangetastet bleibt. Hat aber das Dreiklassenwahlrecht für den Landtag keine Existenzberechtigung mehr, dann kann es auch nicht für die Gemeinden weiter bestehen bleiben, weder für die Landgemeinden, noch für die Stadtgemeinden. Die russische Revolution, die der Weltbewegung der Arbeiter die Möglichkeit neuer leuchtender Biele Um die bürgerliche Mehrheitsvertretung voreröffnete, wird jetzt von der tödlichen Gefahr des äußeren 3usammenbruchs bedroht. In der Die Vertreter der äußeren Rechten, die auch im wärts zu drängen und auch sie wieder einmal zu einer allgemeinen Verwirrung bei den Zuständen, die Prozesse genannt wurden, Renner und Leuthner, Stellungnahme in der Wahlrechtsfrage der Gemeinden durch den feindlichen Aufmarsch geschaffen werden, erklärten sich persönlich beleidigt", die Masse der zu veranlassen, hatte die sozialdemokratische Fraktion können die gewaltigen Errungenschaften der russischen übrigen Durchhalter aller Grade begnügte sich mit der der Berliner Stadtverordneten- Versammung noch vor Demokratie vollständig vernichtet werden. Die sozial- bequemen Auslegung, daß Adler in allem, was er demokratische Mehrheit der österreichisch- deutschen gegen den staatlichen Absolutismus sagte, ein guter ihrer Spaltung beschloffen, das Gemeindewahlrecht Koalition muß sich dessen bewußt sein, daß mit der Sozialdemokrat, aber in seinen Ausführungen über zum Gegenstand einer Besprechung in der Stadtverrussischen Revolution auch ihr eigenes Wert zugrunde die Partei ein Anarchist sei. ordneten- Versammlung zu machen. Sie beantragte gerichtet wird. Anerkannt werden muß, daß die ArbeiterDie Kräfte unserer Revolution find zweifellos Bettung" über die Verhandlung sehr ausführlich und deshalb, die Stadtverordneten- Versammlung sollte den untergraben. Der Kampf der russischen Demokratie objektiv berichtete. Dies taten übrigens auch die Magistrat ersuchen, an den preußischen Landtag für den Frieden wird zweifellos schwächer, da er meisten bürgerlichen Zeitungen. Die sozialdemokra- namens der Stadtgemeinde eine Petition zu richten, feinen genügenden widerhall in den tische Provinzpresse hingegen hatte mit der rühmlichen in der die Einführung des allgemeinen, gleichen, geLändern des Westens findet. Und die augen- Ausnahme des Grazer Arbeiterwille" nur sehr wenig heimen und direkten Gemeindewahlrechts nach dem blickliche schwere Lage an der Front, die die Haupt- Raum für den Verhandlungsbericht, so daß das Gift stadt der Revolution bedroht, erschwert noch mehr den der Aufklärung über die Taktik der Partei nur in System der Verhältniswahlen für alle über 20 Jahre Friedenskampf fenes Teiles der Demokratie, der den recht geringen Dosen über Wien und Graz hinaus- alten Einwohner ohne Unterschied des Geschlechts und Prinzipien der internationalen Klassensolidarität treu drang. unter Aufhebung aller Vorrechte des Besizes geforbleibt. Die Tagung des Abgeordnetenhauses, die sich an dert wird. Wer jetzt, in diesem kritischen Augenblick, nicht für den Prozeß anschloß, offenbarte bald der Deffentlichkeit, die Revolution ist, ist gegen die Nevolution. Wer daß alles, was Gen. Adler über die politischen Zu- Der Antrag kam in der Sizung am 11. Oktober die russische Demokratie in dem Augenblick der außer- stände Desterreichs sagte, noch weit hinter der furcht- im Rathaus zur Verhandlung. Einer Begründung ordentlichen Prüfungen nicht unterstützt, der liefert baren Wirklichkeit dieser entfeßlichen Kriegszeit zurück- dieser unserer alten Forderung bedarf es an dieser sie den Feinden des Sozialismus aus und führt einen blieb. Am 2. Juli kam es zu dem kaiserlichen Amnestie Stelle nicht. Hingewiesen wurde pon dem Begründer Schlag aus dem Hinterhalt gegen die proletarische Be- erlaß, der offenkundig auf die Haltung der slavischen Parteien im Parlament zurückzuführen ist. Einen des Antrags, Heimann, darauf, daß die frühere wegung Stellungnahme bürgerlicher Redner zu der Materi auf ein Zenjuswahlrecht in der Gemeinde hinau311 dem aber jetzt der Boden völlig entzogen sei. Redner der freisinnigen Mehrheit, Herr Cassel, fonn eine flare Antwort seiner Freunde über den Antr noch nicht abgeben. Ein Zensuswahlrecht wolle nicht. Und wenn er früher gemeint habe, wer der Gemeinde mitreden wolle, der muß auch mittate: d. v. Stenern zahlen, jo sei zu sagen, daß auch der jenige mittatet, der in der Gemeinde mit seiner Arbei das tut. Das flang plötzlich anders als früher. Unse Genosse Singer hat dieses Taten durch Arbeitsleistun schon immer als das wesentliche hingestellt, durch da die großen Steuerzahler erst in die Lage gebrad werden, Steuern zahlen zu können. Einverstande aber könnten die Freunde des Herrn Cassel mit der Alter von 20 Jahren nicht sein. Auf den Einwan unserer Genossen, daß doch heute zahlreiche Zwanzig jährige ihr Blut für das Vaterland hergeben mußter meinie er, dann müßte auch der Siebzehnjährige da Wahlrecht haben. Mit dem Frauenwahlrecht müßt man sich die Sache überlegen. Es sei fein Zweifel daß die Frau während des Krieges Tüchtiges in öffentlichen Leben geleistet habe, inwieweit man ih offentliche Rechte gebe, sei zu erwägen. Zu forder sei aber neben einem modernisierten Wahlrecht ein freiheitliche Städteverfassung, die den Städten größer Bewegungsfreiheit gewährleiste, insbesondere müsse eine Reihe Verwaltungszweige der Polizei abgenom men und den Gemeinden übertragen werden. Oberbürgermeister erklärte eine freiere Gestaltung de Städteverfassung für dringend notwendig in Verbin dung mit einem freieren Wahlrecht. Das wird mög lich sein, wenn erst in Preußen ein anderer Win weht. Von dem Redner der Unabhängigen Sozial demokratischen Partei, Adolf Hoffmann, wurde de reaktionäre Standpunkt des kommunalfreisinnige Stadtverordneten Sommerfeld festgenagelt, der an dem Parteitag der fortschrittlichen Volkspartei sich fü ein Zensuswahlrecht in der Gemeinde mit nicht mis zuverstehender Deutlichkeit eingeseht hat. De Um einer klaren Stellung zu dem Wahlrechts antrage auszuweichen, beschloß die Stadtverordneten Bersamlung: Mit Rücksicht darauf, daß die Stadt verordneten- Versammlung von Berlin schon sei langer Zeit eine der modernen Entwicklung und ge rechten Anforderungen gemäße grundlegende Aende rung des Gemeindewahlrechts erforderlich erklärt hat daß die innere Entwicklung Preußens auch die Aenderung im Wege der Gesetzgebung wird herbei führen müssen, daß es zu diesem Zweck wünschenswert erscheint daß Magistrat und Stadtverordneten- Versammlung von Berlin eine begründete Vorstellung über die bei dieser Aenderung zu beachtenden Grundsätze an die Königliche Staatsregierung und den Landtag richtet ersucht die Stadtverordneten- Versammlung den Magistrat, mit ihr in gemischter Deputation hierüber zu beraten. Der sozialdemokratische Antrag wurde zur weite ren Beratung dieser Deputation überwiesen. Herr Ministerialdirektor Hoff habe die erhobenen Ginwendungen als beechtigt anerkannt und fünftige Berücksichtigung versprochen. Senn nun auch die Lohnerhöhung den berechtigten Wünschen der Eisenbahner nicht entspricht, so tann doch festgestellt erden, daß die in der Eingabe des Verbandsvorstandes n den Herrn Minister der öffentlichen Arbeiten gemachten Vorschläge Berücksichtigung gefunden haben, soweit es sich um die Erhöhung des Grundlohnes und um die Auszahlung per Lohnerhöhung mit rückwirkender Kraft handelt. Es ird nun die Aufgabe des Verbandsvorstandes sein, auch ohnes einzutreten, bis das gesteckte Ziel erreicht it. Stellungnahme kaum verstanden haben würden. I bahner zu beruhigen. Außerdem hätten sie sich gegen die dem mag es auch wohl einen kleinen Krach in der prosentuale Lohnerhöhung gewendet raftion gegeben haben über diese Frage. Da war un guter Rat teuer. Ein Königreich für einen guten lat. Und er wurde gefunden. Man stellte nämlich en Antrag, von gewisser Grenze at diese Summe nur 13 Darlehn zu bewilligen und macht von der An ahme dieses Antrages die Zustimmung zu der Vornge abhängig. Der Antrag wurde abgelehnt und est konnten die Herren erieichtert die Vorlage ab ehnen. Aber es mag ihnen doch nicht so leicht ge worden sein, sich aus dem Block der Mehrheit selbi uszuschalten, aber bloßer Selbsterhaltungstrieb siegteernerhin in zielbewußter Weise für die Erhöhung des ber alle sonstige Rechnungsträgerei. Also nicht aus rinzipiellen Gründen stimmte man schließlich gegen die Vorlage, sondern aus Furcht vor den Unabhän igen, vor den Wählern, und wer weiß aus noch velchen anderen Gründen. Es ist rein zum Lachen wenn man diese Sorte Arbeiterpolitiker so hin- und herpendeln sieht. Und das stellt sich dann hin als Sittenrichter und Prinzipienwächter über die Unabiigige Aufbefferung der Löhne handelt, die einen Ausgleich hängigen. Daß Euch die Krähen nicht auslachen!" Betriebseinschränkung 50 Prozent Steigerung des Ueberschusses. Seweit es sich um die Erhöhung der Grundlöhne und um die Auszahlung mit rückwirkender Kraft handelt, erklärte die Versammlung ihr Einverständnis mit den ge= coffenen Maßnahmen. Bezüglich der Höhe der Zulage bedauerte die Versammlung in einer einstimmig angenommenen Entschließung, daß es sich wieder um eine geringfür die gefteigerten Ausgaben nicht bildet. Ebenso be Dauerlich bleibe die prozentuale Lohnerhöhung. Die VerTammlung beauftragte erneut den Borstand des Teutschen Sisenbahnerverbandes, im Sinne der Entschließung zu andeln, die am 26. September 1917 im Behrervereinshaus einstimmig angenommen wurde und die eine Lohnerhöhung Die Braunschweigische A.-G. für Jute und Flachs- n 25 Pig. für die Stunde für alle Bedienstete verlangt. industrie hat im Jahre 1915/16 die Herstellung von Die Direktion der städtischen Gaswerte Ersatzstoffen angenommen. Bei solchem Wechsel sindibt bekannt, daß die Gaspreiserhöhung in Kraft ge reten naturgemäß stets Schchwierigkeiten zu überwinden, ist. Der erhöhte Preis von 20 Pf. per Kubikmeter wird trotzdem brachte man mit 830 000 Mt. einen Ueberschuß von dem Zeitpunkt berechnet, von dem ab im Oktober die heraus, der dem des vorausgegangenen Jahres nur Basmesserstände aufgenommen worden sind. Von den um 65 000 r. zurückstand. Für das Jahr 1916/17 be- Automatfunden wird bei der Entleerung der Büchsen der richtet nun der Aufsichtsrat, daß der Betrieb nur ein Buschlag von 2 Pf. per Kubikmeter gleich erhoben. beschränkter gewesen sei. Dieser Umstand verhinderte jedoch nicht das Hinaufspringen des Ueberschusses auf 1 367 898 Mt. oder um fast 53 Prozent. Das läßt ahnen, wie die Preise hochgeschraubt worden sind aber nicht die Löhne. Städtischer Aepfelverkauf erfolgt von Rähnen aus, die an der Fischerbrücke, an der Burgstraße ( Zirku Busch), an der Oranienbrücke und an der Potsdamer Brücke veranfert liegen. Das Pfund wird mit 42 Bf. abgegeben. Der Andrang ist ein großer. Die Mannesmann- Werke, die bei der Marokko Affäre eine so große Rolle spielten, haben im legten Die Preisprüfungsstelle Groß- Berlin Jahre ebenfalls mit Erfolg die Preis- und Gewinn veröffentlichte dieser Tage die neue Abänderung der Handelsschrauben in Bewegung gesetzt. Sie brachten den Roh reise für Gemüse und Obst Aus dieser Veröffentlichung geht gewinn von 31,2 Millionen Marf auf 50,2 Millionen hervor, wie sehr der Zwischenhandel die Preise steigert. Mark hinauf. Nach Abschreibungen, die um 8 Millio- Danach foften gelbe Kohlrüben( Steckrüben, wer hat Appetit nen Mark höher sind als im Vorjahr und den sonstigen barauf?) beim Erzeuger 134 Bf., beim Großhändler 4½ Pf. Abzügen, sowie Steuern und Kriegsgewinnsteuerrüd- und beim Kleinhändler schon 8 Pf. das Pfund. Spinat: lage, 5,5 Millionen Mark( im Vorjahr 3,7 Millionen Erzeugerpreis 30 Pf., Großhandelspreis 89 Bf. und KleinMark) verbleibt noch ein Reingewinn, der mit 24,8 handelspreis 50 Bf. Rote Rüben: Erzeugerpreis 10 Pf., Millionen Mark um 7,76 Millionen Mark 46 Pros. Großhandelspreis 18 Bf., Kleinhandelspreis 18 Pf. So höher ist als der des Vorjahres. Es lebe der Krieg! geht es fort. Für Gruppe II Birnen beträgt der ErzeugerSo können manche Leute ausrufen. preis 20 Pf., der Kleinhandelspreis 40 Pf. Wir meinen, daß da doch das Kriegswucheramt alle Ursache hätte, einzugreifen und die Preisprüfungsstelle Groß- Berlin vor das Forum zu laden, die wiederum die Verantwortung auf Die Benugung der Schnellzüge ist mit dem die Reichsstellen abwälzen werden. Interessant sind die Die Benugung der Schnellzüge ist mit dem 18. Oftober mit einer nahezu hundertprozentigen Verteue: Preise für Pflaumen und Zwiebeln. Wo mag es so etwas rung verbunden. Es werden Vorschläge erwogen, auch den geben, werden viele Arbeiter fragen. Vorortverkehr zu verteuern. Das wäre für die Ums Leben gekommen ist in ihrem Beruf die Groß- Berliner Bevölkerung ein schwerer Schlag, zumal Straßenbahnführerin Grün us Frz.- Buchholz. Bei einem für die Arbeiterbevölkerung, die weit entfernt von der Wohn Straßenbahnzusammenstoß wurde der Frau der Kopf stätte arbeitet und auf eine billige Beförderung angewiesen zerquetscht. ist. Auch auf die Wohnverhältnisse würde eine solche Verteuerung des Verkehrs eine tiefgreifende Wirkung ausüben. Groß- Berliner Chronik. Der Hausschluß in Mariendorf erfolgt auf Veranlassung des dortigen Hausbesizervereins um 8 Uhr Gin verschärftes Bezugsscheinverfahren abends. ist eingeführt, da die Vorräte an Kleiderstoffen immer Zuckerkartenfälscher und 15 Händler sind in knapper werden. Es ist eine Aenderung der Freiliste er haft genommen worden. folgt, dann ist das Verfahren verschärft worden für die Bergiftet hat sich die 29 Jahre alte KaufmannsAbgabe von Bezugsscheinen und drittens haben die Stoff frau Runjimann mit ihrem dreijährigen Töchterchen aus höchstmaße für Frauen-, Mädchen- und Backfischkleidung der Martin- Opigstr. 8. Der Mann steht im Felde. Die Die Bezugsscheineine Verminderung erfahren. auf pflicht ist auf baumwollene Strümpfe jeder Art, qui Frau litt seit einiger Zeit an Geistesstörung. Allzu vertrauenswürdig war ein hiesiger fertige Säuglingskleidung für Kinder bis zu einem Jahr, auf Kragen, Manschetten und Einfäge, fertige Fracks Schuhmachermeister, bei dem eine Frau aus Sagan erschien, Wickelgamaschen, baumwollene Velvets und Wachstuche die ihm Grüße von seiner Nichte, die dort in der Strafs fertiggefüllte Inletts, Diatragen, farbige Tischtecken und anstalt angestellt ist, überbrachte. Die Besucherin erzählte, Diese Entschließung bedeutet zunächst eine Ver gemusterte weiße Tifchzeuge sowie auf Möbelstoffe und sie sei Inspektorin der Anstalt gewesen, aber wegen Kränt schleppung des Antrages, ein Ausweichen einer flaren audy auf imitierte Belagarnituren ausgedehnt worden. lichkeit ausgeschieben und wolle sich nun in Berlin niederBezugsscheinfrei geworden sind dagegen alle ungefütterten laffen. Der Meister und seine Frau gewährten ihr für die Stellungnahme, dann aber enthält diese Entschließung Handschuhe aus Baumwolle, Halbfeide und Seide, tonfet eriten Tage gern Obdach. Zum Dank dafür stahl ihnen eine unwahrheit insofern, als gesagt ist, die Stadt- tionierte Gardinen, Fenster- und Wandbehänge. Der Klein die Frau für 3000 Mt. Ersparnisse, Wertsachen und Kleidungsverordneten hätten schon immer eine gründliche handelspreis für bezugsscheinfreies Flickmaterial und einige stücke. Die von ber Kriminalpolizei eingeleiteten Ermitt Bas freie geringwertige Gegenstände ist von 1 Mart auf 2 Wartungen ergaben, daß die Inspektorin" in Gefängnissen und Reform des Gemeindewahlrechts gefordert. hatte schon 19 Jahre hinter früher gefordert wurde, lief auf ein Bensuswahlrecht erhöht worden. Seide und Halbseide sind bezugscheinfrei Buchthäusern gut Bescheid wußte, denn sie eine 39 Jahre geblieben. Holzschuhe sind nunmehr bezugsscheinfrei ge- alte Frau Amalie Strack worden, Holzsandalen oder Holzpantinen sind jedoch gleich Gefängnis- und Zuchthausmauern zugebracht und war aus allen sonstigen Schuhwaren nach wie vor bezugsschein der Strafanstalt entwichen. pflichtig. So find Ke.. In der neueröffneten Runstausstellung am Kurfürstendamun befinden sich auch Bilder berühmter Bersönlichkeiten. Darunter auch der Kopf Scheidemanns. Bielleicht wird er noch ausgehauen in Stein over Marmor. In der Vereinszeitschrift des Reichsverbandes Deutscher Obst- und Gemüsehändler wird über eine gewisse Sorte Kundschaft folgendes geschrieben: hinaus, was jetzt öffentlich nicht zugegeben werden soll, obwohl freisinnige Wortführer auf ihrem Partei tage das ganz unverblümt ausgesprochen haben. 3u Auch sind die neuen Richtlinien für die Erteilung von umgehen ist eine Reform des Gemeindewahlrechts so Bezugsscheinen auf die Bestandliste von Einfluß geworden. wenig wie eine Reform des Landtagswahlrechts. Eine Gine Grleichterung ist aber insofern eingetreten, als in anscheinend von offiziöser Seite ausgehende, durch Zukunft bei Vorhandensein eines Sommermantels auch die Presse laufende Notiz besagt, daß eine solche ein Wintermantel bewilligt werden kann, während umReform auch beabsichtigt ist, nur soll sie von einem gekehrt die Bewilligung eines Sommermantels bei Borhandensein eines Wintermantels nur in gewiffen Fällen auf anderer Basis zusammengesetzten Landtage ge-( ärztliches Zeugnis usw.) möglich ist. Die Gültigkeitsdauer Wir haben gerade in Berlin das widerwärtigste, macht werden. der gewöhnlichen Bezugsscheine ist von einem Monat auf unleidlichste, und rücksichtsloseste Publikum; zwei Monate erhöht worden, das gilt auch für die bereits ein Publikum, bei dem die größten und ärgsten ausgestellten Bezugsscheine, soweit ieit ihrem Ausstellungs- legel und Krafeeler nicht etwa in den Kreisen der tage bis zum 13. Oktober 1917 noch nicht zwei Monate Unterschichten, sondern gerade in den mittleren und verstrichen sind. Wer noch Abgabebescheinigungen alten besseren Bevölkerungstlassen zu finden sind. Musters hat, muß beachten, daß er diese noch bis zuin Gerade diese Klassen sind es, die es an Rücksicht auf die Ein Arbeiter schreibt uns: Ein echtes Demagogen- 15. November gegen Bezugsscheine umtauschen kann und durch den Krieg geschaffenen Verhältnisse fehlen laffen, stückchen haben sich die Abhängigen wieder einmal ge- weiter, daß die Bezugsscheine CCI nur noch bis Ende die in ihren Ansprüchen während der Kriegszeit maßlos leistet. Bekanntlich war dem Reichstage eine Vorlage dieses Jahres gelten. und oft geradezu efelhaft anspruchsvoll find zugegangen, die den Schiffsreedern zum Aufbau der Handelsflotte eine Liebesgabe von etwa 2/2 Milliarden Eine große Eisenbahnerversammlung und von denen der keineswegs auf Rosen gebettete Kleinzudachte. Die alte Fraktion hatte durch den Mund hat am 11. Oktober in den Musikersälen" stattgefunden. händler regelmäßig den Eindruck einer ausgesuchten Schides Abgeordneten Schumann ihr Einverständnis mit Die Lohnfrage stand zur Verhandlung. Verbandssekretär fane gewinnt. Es tommt hinzu, daß gerade derartige der Vorlage ausdrücken lassen. Hingegen hatten die Kogur berichtete über den Stand der Lohnbewegung. Er Käufer- Kanaillen das Recht zu haben glauben, an jedem Unabhängigen durch Herzfeld und Hente erklären führte aus, daß Herr Ministerialdirektor Hoff in einer Kleinhändler ihre dreckigen Stiefel abzuwischen, als ob die laffen, daß sie die Vorlage strikte ablehnen. Jetzt fing Aussprache mit Vertretern des Deutschen Eisenbahnerver- bestehenden Verordnungen nur gegen die Kleinhändler erden Abhängigen das Herz an zu schlagen. Nehmen sie bandes betont habe, die Löhne sollten erneut um 10 Pro: lassen worden sind." Die Charakterisierung der Kundschaft bezieht sich auf die Vorlage ohne Einschränkungen an, dann geben sie sent gesteigert werden, und zwar mit rückwirkender Kraft den bösen Unabhängigen ein vorzügliches Agitations- ab 1. August. Die an der Aussprache beteiligten Verbands Leute aus den mittleren und besseren Bevölkerungsklassen. mittel in die Hand. Das durfte nicht sein. Anderer- vertreter, Berbandssekretär Rogur und Bezirksleiter Raul- Sehr charakteristisch! Im Allgemeinen klagt die Bevölkerung seits mag ihnen wohl die Sache bezüglich der Genossen fuß, hätten sofort Veranlassung genommen, zu erklären, vielfach über ungehörige Behandlung vieler Händler dem im Lande brenzlich geworden sein ,, die eine solche daß diese Lohnerhöhung viel zu gering sei, um die Eisen- publitum gegenüber. Aus der Bewegung. Wir erlassen diesen Aufruf, ohne mit Kauttys| Preiserhöhung dringend erforderlich! Plänen bekannt zu sein, der ohne jede Warnung In der Klage der„ Borwärts"-Redakteure Däumig plöslich abgesetzt worden ist. Wir beabsichtigen, dem Zuckerindustrielle, Rübenbauer, agrarische Bresse und und Genossen stand am Dienstag, den 16. Oktober, bisherigen Leiter der„ Neuen Zeit" einen Beweis was sonst dazu gehört: Landwirtschaftliche Vereine, alle vor dem Kammergericht Termin an. Die Sache ver- von Sympathie zu geben, der ihm gleichzeitig von arbeiten mit vereinten Kräften an dem schönen Ziel, fiel der Vertagung. Ein neuer Termin wurde auf vornherein unseren praktischen Beistand zusichert. wieder mal eine Erhöhung der Preise für Zucker durch den 29. Januar 1918 angefeßt. Wenn das so weiter Das Interesse der internationalen Sozialdemo- zudrücken. Bei den jezigen Preisen fann man unmöglic geht, werden die hinausgeworfenen Redakteure ihre fratie verlangt es unseres Erachtens, daß Kautsky in noch zurecht kommen: geniegene Selbstkosten, hohe Löhne Gehaltsansprüche befriedigt erhalten, wenn sie tot sind. Die Lage versetzt wird, dauernd mit ihr durch eine usw. Wer trozdem noch daran zweifelt, daß es ohne Der Parteivorstand hätte schon von sich aus die Ver- Zeitschrift in Verbindung zu bleiben. Breiserhöhung nicht geht, der beachte folgendes: Das pflichtung gehabt, den Entlassenen ihr Gehalt und auch Wurzelgewicht der Zuckerrüben hat beträchtlich zugenommen, die bei Ausbruch des Krieges einbehaltenen Gehaltsdie Blattentfaltung und der Zuckergehalt find in den teile zu zahlen, wie das jeder anständige bürgerliche legten Wochen gefördert worden. So berichtet das beArbeitgeber täte, aber sich nicht noch verklagen lassen fannte statistische Büro von F. O. Licht in Magdeburg. und bürgerliche Richter über selbstverständliche Angute Breise geben, denken die Industriellen. also eine gute Ernte ist zu erwarten: da muß es auc sprüche entscheiden lassen. " J. Ankersmit. F. van der Goes. W. H. Vliegen." presse hat der neueste Gewaltakt des Parteivorstandes Außerhalb des Kreises der abhängigen Parteider abhängigen Sozialisten überall nur Verurteilung gefunden, auch bei den Neutralen. Und weil Rübenbauern und Zuckerindustrielle so tapfer fich unterstügen, tann's taum fehlen, daß ihr neuer Anschlag auf die Taschen der Verbraucher von Erfolg gekrönt sein wird. Aus der Zeit. Sie sind an tüchtige lleberschüsse gewöhnt und auf Bur Situation in Hamburg. In der Gefolgschaft beren Steigerung begierig. Das bedingt höhere Preise. der Abhängigen macht sich eine ungnädige Bewertung der Tätigkeit des Scheidemann- Direktoriums immer nach dem Volkshause eine Versammlung einberufen, in der Dividende verteilte, wirft für das legte Jahr 20 Broz. ab. Die Leipziger Abhängigen hatten für Freitag abend Man höre nur, was herausgeholt werden muß: Die Zuckerfabrik Altjauer, die für 1915/16 nur 11 Proz. auffälliger bemerkbar. Das kann man sogar aus der Herr Lange über: Die Notwendigkeit der politischen Neu- ie Buckerfabrik Schrote gibt den Aktionären für das abhängigen Presse fonstatieren, obwohl die sicher alle regelung und das gleiche Wahlrecht in Sachsen sprechen legte Jahr 23 v. H., die Zuckerfabrik Kujavien desgleichen. Opposition in möglichst harmloser Aufmachung an die follte. Die Versammlung follte eine Proteftfundgebung" Bon 23 auf 24 Broz. erhöht die Zuckerfabrik Tuczno ihre Oeffentlichkeit bringt. Ein Bericht des Hamburger sein, und die Mitglieder des abhängigen Vereins sowie die " Echo" über den Verlauf einer Delegiertenverfamm- Leser der Freien Presse sowie alle Freunde der politischen Ausschüttung. Die Zuckerfabrik Frankenthal bringt für lung im dritten Wahlkreis gibt da zu denken. Groſſe Neuregelung" waren ersucht worden, für starken Besuch zu 1916/17 30 Broz, heraus, überdies hat man für die Aktionäre referierte über den bevorstehenden Parteitag und werben.„ Um einen ruhigen und imposanten Verlauf der noch einen Genußschein in Petto. Nur 15 Proz. meinte, die Toleranz gegen die Opposition ginge zu Bersammlung zu sichern", sollte ein Aufruf zum Eintritt schüttet die Rübenzuckerfabrik Groningen aus. weit! In der Debatte verlangte man, die Fraktion in den Saal berechtigen. Die Veranstaltung sollte zu einer Nun gibt es allerdings auch eine Reihe von Fabriken, solle gegen die Regierung energischer auftreten, es flammenden Kundgebung" werden. Es nahmen Ausschüttungen sind durchaus kein Maßstab für die Rendie nur sehr niedrige Dividenden verteilen. Aber diese müsse versucht werden, zu einer Ginigung mit der U. S. P. zu gelangen. Schuld man troy heißen Bemühens nicht auf die Beine bringen lieferanten gleichzeitig die Aktionäre der Zuckerfabrik ſind. an ihr aber nur etwa 65 Perfonen teil. Mehr hatte tabilitä der Unternehmen, bei denen gewöhnlich die Rübenan der Entzweiung liege wohl auf beiden Seiten; die können; ein Beweis, daß die Arbeiterschaft von Leipzig Als Fabrikanten bewilligen sie sich sehr hohe Rübenpreise Langmut der Vertreter in Berlin sei zu bewundern"; und Umgebung es ablehnt, den Abhängigen Gefolgschaft die Presse müsse entschiedener sein. Dabei wird ins- zu leisten. Die Versammlung nahm deshalb wohl einen und Nachzahlungen, damit für die Zuckerfabrik keine hohen besondere auf das„ Echo" hingewiesen. Man hätte sehr ruhigen, aber feinen„ imposanten" Verlauf, und von Ueberschüsse nachbleiben. Dieser Umstand erklärt es auch, alle Veranlassung, mehr Entschiedenheit zu verlangen. einer„ flammenden Rundgebung" war nicht das mindeſte zu daß die Rübenbauern so besorgt um das Wohlergehen der Ein weiterer Redner will die bisherige Haltung der spüren. Dafür wird am 28. Oftober Herr Reichstags- Buckerfabriken sind und die Zuckerindustriellen wie die Partei gelten lassen, das Verhalten der Regierung abgeordneter Landsberg ausgerechnet Herr Landsberg fich nicht gegenseitig, sondern sich selbst die Hände. ausgerechnet Herr Landsberg Löwen für hohe Rübenpreise lämpfen. Hier wäscht man zwinge jedoch zu einer anderen Haltung, die Kreditim Zentraltheater eine Borstellung geben. ablehnung müsse als Druckmittel be= nubt werden. Der nächste Redner bemängelt Anschluß der Württemberger Opposition an die ebenfalls wieder die lasche Schreibweise der Partei-. S. P. Zur Gothaer Tagung hatten auch die Württemblätter; bei der legten Kreditvorlage hätte ganz anders berger Genossen mehrere Delegierte entsandt. Doch während Stellung genommen werden müssen. Dann kam der sich in den meisten Bezirken Deutschlands der Anschluß der Abg. Stubbe und wurde beinahe wieder oppositionellen Glieder der Partei an die 1. S. P. in rascher radikal. Im Reichstage habe man die Empfindung Reihenfolge vollzog, stand Württemberg noch aus. Nunmehr gehabt, als wollte man sagen: Schwaßt ihr, was ihr ist auch dort die Entscheidung gefallen. Mit großer wollt, wir machen doch, was wir wollen. Man müsse Mehrheit haben sich die Genossen für den Landtag wurde bei Behandlung einer Interpellation des Um ein Stück Fleisch erschossen. Im fächsischen versuchen, zu einer Einigung zu gelangen, Beitritt zur U. S. P. entschieden. Das ist und es sei möglich, fie zu erreichen. Darauf bemerkte erfreulich. Mit dem Beitritt Württembergs wird die Fortschrittlers Günther über den Gebrauch von Schußein anderer Redner, Stubbes jebiges Auftreten zeige, Bhalang der als internationale Sozialisten kämpfenden affen beim Feldschuß folgender Fall behandelt: Ein daß man wieder auf dem Wege der Vernunft sei. Glieder der U. S. P. in Deutschland eine geschlossene. junger Arbeiter Schindler hat in der Umgegend vo Wurde ihr Banner bereits in allen wichtigen Gebieten des Plauen ein Paket mit ein paar Pfund Fleisch über di Schließlich wurde der Vorstand noch interpelliert Reiches gehißt, so wird nunmehr auch das Schwabenland Grenze gebracht. Er wurde von zwei als Flurschüßer. über das Verhalten des Herrn Winnig, der ein Referat mitmarschieren. Die Genossen Württembergs blicken auf angestellten Soldaten angehalten, ist dann aber davonfür eine liberale Versammlung übernommen habe, schwere Kämpfe der legten Jahre zurück. Bei ihnen setten blieb, wurde auf Schindler geschossen. Der junge Arbeiter gelaufen. Als er auf Anruf eines Soldaten nicht stehen man müſſe ihm eine Mißbilligung aussprechen. Der im Kriegsjahr 1914 die ersten Borstöße der Gewaltpolitiker blieb, murde auf Schindler geschoffen. Der junge Arbeiter Borstand erklärte, er habe von Winnigs Verhalten aus dem Lager der Regierungsfozialisten mit ein. Die wurde so schwer verwundet, daß er kurze Zeit darauf im erft durch das Inserat in den Zeitungen Kenntnis Taten der Keil und Genossen, ihre Streiche gegen die Krankenhause starb. Die sächsische Regierung hält aber erhalten. Daß man winnig dafür rügen wolle, davon Württemberger Opposition, um die Tagwacht und deren nach wie vor an der Auffassung fest. daß die Flurschüßen wurde nichts gesagt. Wenn so selbst das„ Echo" über Redakteure Griſpien, Hoernle 2c. sind noch ir frischer auf verdächtige Personen schießen dürfen. den Verlauf der Versammang berichtet, dann muß Erinnerung. Der Parteivorstand, der mit heuchlerischer Der Millionensegen der Obstbauern. Die größte dort schon sehr heftig aufgetrumpft worden sein. Maske dem Vorgehen der Keil und Genossen seine for Obst ernte seit siebzig Jahren, soweit Aepfel und Birnen Trotzdem denkt man aber auch hier: Schwaßt was male" Zustimmung zunächst versagte, deckte im weiteren in Frage kommen, weist, nach Blättermeldungen, das ihr wollt, wir tun, was wir wollen." Immerhin, die Verlauf der Parteitämpfe deren Streiche vollauf und frönte Rhein- Main- Gebiet auf. Welch hohe Summen der LandBorgänge zeigen, daß es in den Reihen der Mitglieder dieselben dadurch, daß er die Opposition als außerhalb wirtschaft hierdurch zufließen, zeigt unter anderm die Ein zu tagen beginnt. Bisher waren die Delegierten- der- Partei- stehend" erklärte.( Das bekannte Rezept, um nahme im Bezirk Alzenau, in dem man bis jetzt versammlungen die feste Stüße der Parteiregierung unbequeme Glieder der Organisation los zu werden!) Das für rund 6 Millionen Mart Obst verkaufte. in Hamburg; nun wird die Stüße brüchig. geschah bereits im Jahre 1915. Doch unsre Württem- Aus Rheinhessen wird berichtet, daß infolge der glänzenden Fortschritte in Nürnberg. In Nürnberg sprach berger Parteifreunde haben sich weder durch die Maß- Frühobst- und Spargelernte und der reichen Weinernte nahmen der Keil und Genossen, noch durch die des P.-B. das Vermögen der Produzenten eine kürzlich der dortige Abgeordnete Herr Südekum in irre machen lassen. Aufrecht im Stampfe, stellten sie unter Steigerung von weit über 100 Millionen einer großen Versammlung; er schnitt mit seiner den erschwerendsten Umständen weiter ihren Mann, getragen Mart erfahren hat. Einen Höchstertrag der ObstDurchhaltepolitik aber schlecht ab. Um diesen Ein- und unterstützt von breiten Schichten der Württemberger ernte dürfte die nur einige hundert Einwohner zählende druck zu verwischen, sprach am Sonntag, den 14. Otto- Arbeiterschaft Wurde ihnen in den legten Jahren das Gemeinde Hausen( Bezirk Obernberg) erzielt haben, die ber, der Magdeburger Abgeordnete Dr. Landsberg Vereins- und Versammlungsrecht vollständig unterbunden, bisher mehr als 400 000 Mark für Obst vereinnahmte. in demselben Lokal, dem Herkules- Velodrom. Es eine Reihe ihrer im Vordergrund stehenden Mitglieder Das ist der Erfolg der hohen Obstpreise. Den Landwirten mochten etwa 1200 Personen anwesend sein; der Saal mit Inhaftierungen, Verurteilungen 2c. bedacht, so haben fließt reicher Gewinn zu, und die Verbraucher haben unter blieb zu etwa ein Viertel unbesetzt. Landsberg sprach sie es doch verstanden, ihre Organisationen durch alle der Teuerung zu leiden. in seiner advokatorisch- dozierenden Art über den Alles in Butter! Der Landrat in Schwiebus macht Kampf für Frieden und Freiheit, vermochte aber die Fährnisse hindurch zu bringen, ihr wöchentliches MitVersammlung nicht warm zu machen und erregte festes Bauwerk steht die Bewegung in einer Reihe von Frau Martha Kowalsky, geb. Rose, und Frau Anny teilungsblatt, den Sozialdemokrat", hochzuhalten. Als folgendes bekannt: Die Besizer des Rittergutes Starpel, häufig Widerspruch. Zum Schluß erntete er nur Orten Württembergs auch heute da. Wird sich der Anschluß Alerander, geb. Hirschensohn, haben in unerhörter schwachen Beifall. an die U. S. B. nunmehr geschlossen vollziehen wir Weise gegen die Anordnung über Speisefette verstoßen, In der Diskussion sprach Reichstagsabgeordneter erwarten dies bestimmt! so werden die im Kampf indem sie fortwährend reine Sahne getrunken, Genosse Simon, der fürzlich zur U. S. P. D. über- erprobten Glieder der Württemberger Parteiopposition auch bei weitem nicht die erforderliche Menge Butter abgeliefert getreten ist. Als Genosse Simon die Tribüne bestieg, in der U. S. P. zur weiteren Entwicklung gelangen, ihre und jedesmal bei ihrer Abreise mehrere Pfund Butter, zuwurde er mit demonstrativem Beifall empfangen und Kräfte entfalten und im Vormarsch des klassenbewußten legt 15-20 Pfund, mitgenommen haben. Auch zum er erntete bei seinen temperamentvollen und schlagen- Broletariats nicht an legter Stelle ſtehen. Kuchen ist sehr viel Butter verbraucht und der Kuchen den Ausführungen oft stürmische minutenlange Sunoch mit Butter gestrichen worden. Ich bringe stimmungskundgebungen, aus denen sich deutlich die Angeklagte Kr. aus Niederdorfelden( Kreis Hanau) wurde dieses pflichtvergessene Verhalten hiermit zu öffentlicher oppositionelle Stimmung der Versammlung ergab. Bergebens suchte Landsberg den nachhaltigen Eindruck der Verbreitung eines Flugblattes( des sog.„ HungerflugWem geht es in dieser Kriegszeit am fchlechtesten? der Rede Simons wieder auszulöschen durch periön blattes") bezichtet. Die Anlage lautete ursprünglich auf liche Angriffe, die Genosse Simon in einer persön- Aufreizung zum Klaſſenhaß und wurde zunächst vor der Die Antwort auf diese Frage gibt der Professor Jurinklichen Bemerkung scharf zurücwies. Die Veranstalter Banauer Strafkammer verhandelt. Legtere erklärte fich München in der Rheinisch- Westfälischen- Zeitung". der Versammlung und der Referent waren über jedoch für unzuständig, verwies die Sache ans Reichsgericht, schreibt: und so mußte sich der Angeklagte wegen versuchten Hochdiesen Verlauf der Versammlung sichtlich betroffen. und Landesverrats in Leipzig verantworten. Die Anklage der Heerespflichtigen... Der Verdienst einiger weniger, Gerade der Mittelstand stellt die Mehrzahl Auch in Nürnberg, wo man so lange einer flaren Stellungnahme zu den inneren Auseinandersetzungen tonnte nicht aufrecht erhalten werden. Der Reichsanwalt dazu gehören die Arbeiter und die ganz großen Kriegsin der Sozialdemokratie ausgewichen ist, scheiden sich beantragte zwar wegen Aufreizung zum Klajsenhaß 3 Monate gewinnler, hat ihre Ansprüche gesteigert, sie zahlen, wen: die Geister und die Masse der Arbeiter findet den Gefängnis, das Gericht sprach jedoch den An- es darauf ankommt, schließlich jeden Preis. Soweit getlagten, der vom Rechtsanwalt H. Haase- der Krieg die Arbeiterschaft benötigt, zahlt er Gehälter und Weg zur U. S. P. D. Berlin verteidigt wurde, vollständig frei. Löhne, die das Einkommen hoher Staatsbeamter übersteigen. Wer hat nun recht? Mit großem Tamtam iſt in angen und Bangen entgegensieht, das ist weniger Wer jezt wirklich hungert, wer jedem neuen Tage mit der Preſſe der badischen Regierungssozialisten verkündet der Arbeiter, das ist der gesamte Wittelstand. Dit worden, daß der Wiederaufbau der Partei im am schwersten werden jene Privat- wit 7. badischen Wahlkreise( Offenburg) vollendet und gelungen sei. Am 2. September tagte eine WahlkreisStaatsbeamten getroffen, deren Eins tommen sich zwischen 8600 12 000 Mart Lockrede hielt. Das ging alles angeblich im Glanz bonferen en welcher der Vertreter der 2. V. teilnahm und bem.. der Reichstagsabgeordnete Oskar Geck- Mannheim die Nun berichtet die Freiburger Volkswacht" zum Würzburger Parteitag, daß 4 badische Streise feinen Delegierten sandten, darunter der 7. Krets( Offenburg), ber wegen seines Uebertritts zu den Unabhängigen ausscheidet". Diese für uns so prächtig verlaufene Versammlung in Nürnberg, dem Hauptort Nordbayerns, war für den Parteitag der Abhängigen in Würzburg fein günstiges Oment. Sie zeigt, wie ihnen das Vertrauen der Arbeitermassen verloren geht. holländisches Bruderorgan ,, Het Volk" enthält in seiner Set Volk" zu Kautsky3 Maßregelung. Unser Nummer vom 8. Oktober folgenden Aufruf: „ Für den Fall, daß Karl Kautsky beabsichtigen sollte, eine neue Zeitschrift herauszugeben, ersuchen wir alle Parteigenossen und Freunde unserer Sache, die geneigt sein sollten, diese Zeitschrift durch ihr Abonnement zu unterstüßen, dies dem Unterzeichneten mitzuteilen. Ein Freispruch vor dem Reichsgericht. Ist das der stolze Aufbau? " Der • Kenntnis." " Er einen patriotischen deutschen Professor eine Rekordleistung. So viel volkswirtschaftliche Weisheit ist selbst für Redaktionsschluß: Jeden Dienstag Abend. Berantw. Redakteur: G. Leid; Verleger A. Hoffmann; beide Berlin O. 27, Schicklerstraße 5. Druck: Maurer& Dimmick, Berlin, Köpenicker Str. 36-38.