Mr. 68. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illustrirter Sonntags: Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Post: Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BeitungsPreisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelzelle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Xernsprecher: But I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Unsere Postabonnenten bitten wir, umgehend das Abonnement zu erneuern, damit im Weiterbezuge keine Unterbrechung eintritt. Die Expedition. Die nächsten Kammerwahlen in Belgien. Dienstag, den 22. März 1898. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Bekämpfung der Klerikalen sieht, sehr an Einfluß ver fie uns oder die Reaktionäre unterstüben. Da der Ausgang loren hat. der diesmaligen Wahlen keinesfalls das Resultat haben kann, Die katholische Partei, die ehemals so fest gefügte daß die Linke zur Macht gelangt, wohl aber daß die RePartei der Reaktion, beginnt ebenfalls sich zu zersetzen. Be- gierung eine starke moralische Schlappe erhält, so ist sonders sind es die sozialen Fragen, die auch die Klerikalen es wohl möglich, daß die Liberalen für den Kandidaten der auseinander treiben. Allerdings glaubten die Führer, Opposition stimmen werden. Auch wir werden, wenn wir in daß fie dank der strengen Disziplinarmittel, die die die Lage tommen, zwischen einen Katholiken und einen Kirche ihnen liefert, jede Absplitterung würden ver- Liberalen wählen zu müssen, für den letzteren eintreten, da hindern können. Sie glaubten sogar mit dem Feuer spielen zu wir nächst der Verfolgung unserer wirthschaftlichen Ziele bes dürfen und gaben sich selbst zeitweilig den Anschein, ein wenig sonders die Demoralisation, welche die Katholiken im Lande der Demokratie zuzuneigen. Aber die demokratische Bewegung anrichten, bekämpfen müssen. unter den Katholiken nahm schließlich eine Ausdehnung und Formen an, die sie nicht erwartet hatten. Brüssel, Mitte März 1898. Es bleibt nun nur noch übrig, die politische Situation in Seitdem sich die Arbeiterpartei an den Wahlen betheiligt, der Provinz Ost- Flandern etwas eingehender zu kennzeichnen, hat der politische Rampf ganz neue Formen angenommen, Namentlich Flandern, das so sorgfältig in politischer Dunkel weil von hier der Plan ausgegangen ist, ein Kartell der Wir haben die alte Tattit völlig aufgegeben und die Wähler heit gehaltene vlämische Land, lehnte sich auf gegen die liberalen Parteien zu bilden. In Gent, der Hauptstadt auf den Boden des Klassenkampfes gestellt. Das hat für uns tleritale Reaktion. Diese versucht alle Mittel, um ein Um dieser Provinz, haben unsere Genossen es mit sehr aufrichtigen das Ergebniß gehabt, nicht allein, daß wir eine große geeinte sichgreifen des Uebels zu verhüten, sie entschloß sich sogar Progressisten zu thun und dank des für die Kommunalwahlen Partei wurden, sondern auch, daß innerhalb der alten Parteien zur Amputation des franken Gliedes. Aber es war zu eingeführten Proportional- Wahlsystems theilen sie mit diesen Spaltungen entstanden infolge des Uebergewichts, welches den spät; anstatt daß man ein frankes Glied amputirt hatte, hat die Leitung der Geschäfte der Stadt. Die kommunale Verökonomischen Fragen von nun an beigemessen werden mußte. man nur vom alten Stamm einen jungen Trieb gewaltung der Stadt Gent gilt als musterhaft. Dagegen ist es Die liberale Partei hat sich in mehrere Theile gespalten. trennt, der jetzt ein selbständiges Leben führt. den Klerikalen durch ihren Einfluß auf dem Lande noch Die Dottrinäre" bekämpfen jede Einmischung des Staates in Bis jetzt giebt giebt es wirkliche Christliche De immer gelungen, bei den Kammerwahlen ihre Gegner zu die wirthschaftliche Entwickelung, sie sind Gegner jedweder motraten" nur in den vlämischen Landstrichen überwinden. In den anderen Kreisen der Provinz verhält Verstaatlichung und suchen alle Gesetze zu hintertreiben, und in der Kammer find fie 11112 volt dem be es sich ebenso. In dieser Provinz befindet sich auch AI o st, welche eine Vermehrung der politischen Freiheiten bezwecken. fannten Abbé Daeus vertreten. Die Anhänger dieser vertreten durch den christlich- demokratischen Abbé Daens. Nur Diese Partei rückt immer mehr nach rechts und lehnt sich Richtung sind aber äußerst rührig und sie besitzen einige cines kann in Flandern den Sieg der Demokratie zurückhalten, an denjenigen Theil der Klerikalen an, welche dieselben Ideen ausgezeichnete Organe. In der Organisirung der Massen das ist das Plural- Wahlsystem, wonach den Reichen drei in politischer und ökonomischer Beziehung vertreten. Wird lernen fie volt uns und sie machen im ganzen Stimmen zukommen. Ferner ist es noch eine andere Steform, auch ein förmliches Bündniß nicht abgeschlossen, so kann man große Fortschritte. Das ängstigt uns indeß keineswegs, deren Nothwendigkeit sich für diese Provinz besonders fühlbar es doch bei jeder Wahl mehr und mehr bemerken, wie die denn sie dringen in Kreise ein, in die wir vorerst nicht gemacht: Die proportionelle Vertretung. Wie in Gent selbst, Doktrinäre ihre Stimme dem Klerikalen geben, sobald sie langen können, und site arbeiten uns vor. Die alte Partei so wird auch in den übrigen Städten der Provinz zwischen ihm und einem aufrichtigen Demokraten zu wählen der Klerikalen verliert an Terrain und wird nur etwas das demokratische Element seit Jahren zurückgedrängt haben. gestärkt durch die liberale Reaktion politisch kann sie ihre durch die politisch rückständige Landbevölkerung. Aus dieser Der andere Theil der liberalen Bartei nähert sich in seinen Rolle nur festhalten, weil auch ihre Gegner nicht eine einheits Sachlage heraus erklärt sich das Bestreben nach den oben be Anschauungen sehr weit den unseren. Er verficht eine Reihe Maßliche Macht bilden. zeichneten Reformen, die man zu erreichen gedenkt durch die nahmen, die in ihren Folgen kollektivistisch wirken, ohne aber den Das ist im großen die Situation der politischen Parteien. Kartellirung der demokratischen Parteien. Einen Verstoß in Kollektivismus als grundlegende Theorie anzuerkennen. Die Schen wir nun, wie die nächsten Wahlen sich vollziehen prinzipieller Beziehung birgt der Plan des Kompromisses Mitglieder dieser opportunistischen und vorsichtig zögernden dürften, welche Aussichten wir dabei haben. Es sind die nicht, denn es würde sich lediglich beschränken auf die ErPartei, die Progressisten, zeigen in den verschiedenen Landes- Provinzen Limburg, Lüttich, Hainant und Ostfämpfung dieser zwei Hauptforderungen: Allgemeines gleiches theilen vielfach recht erhebliche Abweichungen in ihren An- Flandern, in denen diesmal die Wahlen vorzunehmen Wahlrecht und proportionelle Vertretung. Findet sich dafür schauungen, sodaß man von einer einheitlich geschlossenen sind. In Limburg hat unsere Propaganda kaum ein- eine Mehrheit, so würde eine Verfassungsänderung sich Partei eigentlich faum sprechen kann. Der größte gesetzt, während Hainaut und Lüttich bereits Hoch nöthig machen mit vorheriger Auflösung der Kammern. Theil hat das aufrichtige Bestreben, mit der Arbeiter- burgen der Sozialdemokratie sind. Es scheint gewiß, Ist die Revision der Verfassung vollzogen, dann tlaffe zusammenzugehen; in Lüttich und Namur sind daß wir überall unseren alten Besitzstand werden würden die einzelnen Parteien sofort ihre volle Bewegungszwischen beiden bereits Bündnisse für die nächsten Kammer- erhalten fönnen. In Verviers, Charleroi, Mons, freiheit wieder erlangen. wahlen abgeschlossen worden und in einer Anzahl anderer Thuin und Soignies haben wir bei den letzten Wahlen Ob die Liste des Kartells in Gent Erfolg haben wird, Städte ist eine Einigung bei den Kommunalwahlen erzielt unsere Kandidaten selbständig durchgebracht, in Lüttich durch ist schwer vorauszusagen; es wird das in erster Linie von worden. Nur ein Theil der Progressiften, namentlich einer Kompromiß mit den Progressisten, indem jeder Partei je ein der Haltung der christlichen Demokraten abhängen, die vielleicht ihrer alten Führer, Mr. Jéron, haben sich in den Kopf Mandat zugewiesen wurde. In den anderen Wahlkreisen, die vorläufig noch vielfach sich scheuen werden, ihre Namen neben gefeßt, eine große Partei des Liberalismus um sich zu zur Zeit noch die Katholiken inne haben, dürfte in Wadie der Sozialdemokraten zu sehen. Aber soviel ist sicher, daß sammeln, also auch die Doktrinäre mit einzubeziehen, die zu remme ein Kompromiß mit den Progressiften zu staude die Idee der Kartell bildung, einbegriffen die christlichinferen erbittertſten Gegnern gehören. Diese Versuche sind noch kommen. In Thuin, wo bis jetzt erst einer unserer Partei- demokratischen" Elemente, nicht mehr von der Tagesordnung immer an der flaren Haltung unserer Partei gescheitert; sie genossen gewählt ist, sind drei, in Huy zwei, in Ath zwei verschwinden wird. Es ist sehr leicht möglich, daß ein solches Kartell haben auch im übrigen die Progressiften selbst geschwächt; viele und in Tournai vier sozialistische Kandidaten aufgestellt, in zwei Jahren bei den Wahlen in Brüssel und Ant von ihnen sind des ewigen Hin- und Herschwankeus der und zwar ohne daß ein Kompromiß eingegangen wäre. Führer müde zur Sozialdemokratie übergegangen. Im Was der Erfolg in den lettgenannten Kreisen anlangt, übrigen haben mehr und mehr die Progressisten auch die so glauben wir in Waremme und Thuin sicher durch Wichtigkeit der sozialen Fragen erkannt und ihr letter zukommen, in Huy ist der Erfolg wahrscheinlich; in Ath Kongreß, der vor kurzem in Brüssel abgehalten wurde, hat und Tournai hoffen wir in die Stichwahl zu kommen. gezeigt, daß Féron, der die einzige Aufgabe der Partei in der Dann würde es von der Haltung der Liberalen abhängen, ob Tas Begräbniß der Märzgefallenen. " Die Spener'sche Zeitung", damals eins der ersten Blätter Berlins, gut bürgerlich, noch mehr rechts stehend als die„ Boff. 3tg.", beschrieb in ihrer Nummer vom 23. März 1848 das Leichenbegängniß der Märzkämpfer also: werpen zu ftande kommt. Das würde ohne Zweifel den Sturz des jetzigen Ministeriums zur Folge haben. Und haben wir erst das gleiche Wahlrecht und den Proporz, dann ist in Belgien der Siegeslauf der Demokratie gesichert und die Aera der wahren sozialen Reformen gekommen. Emile Vind. Die verschiedenen Musikchöre, der königl. Kapelle, des königsstädtischen Theaters, des Herrn Jof. Gungl u. s. w., spielten Chorale, meiffentheils die Melodie" Jesus meine Zuversicht" ausführend. In einzelnen Abtheilungen wurde das Lied auch gesungen. So ging der Zug am Schlosse vorüber, wo Se. Maj. der König auf dem Balton erschien und die Särge, in ihren verschiedenen Abtheilungen ehrenvoll begrüßend, an sich vorüber ziehen ließ, zum entsprechend dekorirten Landsberger Thor hinaus bis an das gemein fchaftliche Grab, wo die Särge in einer im Viereck ausgeschaufelten großen Grube so aufgestellt waren, daß der gesammte Zug hindurchmarschiren konnte. Der Play in der Mitte des Vierecks, mit einem Freiheitsbaum geschmückt, bleibt dem Denkmal vorbehalten. Alle Särge wären mit Blumen geschmückt, viele mit den Namen der Ge fallenen versehen, darunter auch die Namen von Frauen, Mädchen und Kindern. Der Zug, um 2 Uhr begonnen, schloß erst um 7 Uhr nach Untergang der Sonne und reichte wohl zweimal von seinem Ausgangspunkt bis zum Begräbnißplay. hatten. Berlin hat etwas Aehnliches noch nicht gesehen. Es war voran. Dann erwähnen wir ferner der Polen, welche unsern ein Bug von 187 Särgen, mit mehreren Hunderten von Fahnen, Schmerz ehrten, wie wir ihre Freude geehrt, und die zahlreichen geleitet von wenigstens zwanzigtausend bewaffneten und unbewaff- zum theil bewaffneten, eigens hierher gekommenen Deputationen, die neten Bürgern, Studenten, Handwerkern, Beamten, Künstlern, Ge- mannigfaltigsten Fahnen und Embleme der Gewerke verliehen dem lehrten, Lehrern und Schülern, Arbeitern, durchgängig in schwarzer Buge neben dem Waffenglanz ein besonderes Leben. Kleidung mit der deutschen Kokarde am Hut, bis auf vier Offiziere und Unteroffiziere, in Uniform mit Trauerflor, und einige Barrikaden Gestern fand das feierliche Zeichenbegängniß der im den Kampfe fämpfer in derselben Kleidung, in welcher sie auf den Barrikaden vom 18. zum 19. März gefallenen Bürger statt. gestanden. Mehrere im Zuge trugen Arme in der Binde oder hatten Das Leichenbegängniß war auf Nachmittag 2 Uhr anberaumt, den Kopf wegen der Wunden, die sie erhalten, verbunden. aber schon vom frühesten Morgen an begannen die Vorbereitungen Ergreifend war der Anblick der Abtheilung der Leidtragenden, bei den verschiedenen Körperschaften, welche in dem Zuge auftraten: der weinenden Eltern, Geschwister, Frauen und Kinder der Ge die Studenten in der Universität, der Handwerkerverein im Pofthof, fallenen. Man sah, daß die meisten den unbemittelten Ständen andie Kaufmannschaft auf der Börse, die Gewerke u. f. w. ordneten gehörten, und wir empfehlen fie deshalb hier noch einmal der Nationalfich und zogen endlich um 1 Uhr nach dem Versammlungsplaß auf wohlthätigkeit. Zwischen den Leidtragenden gingen tröstend die Seeldem Gendarmenmarkt und in dessen Umgegend. Um halb 2 Uhr forger aller Bekenntnisse, die evangelischen, katholischen, christ- fatholifand die kirchliche Feierlichkeit statt, worauf dann von der neuen schen und jüdischen Geistlichen, alle in der Amtstracht und in außer Kirche aus, wo die Särge gestanden hatten, der Leichenzug durch die ordentlicher Anzahl. Ergreifend war der Anblick dieser Abtheilung, Charlottenstraße, die Linden hinauf über die Schloßbrücke, um das weil alle die Wittwen und Waisen in Thränen schwammen und fich Schloß herum über die lange Brücke, durch die König- und Lands ihres Schmerzes nicht erwehren konnten. bergerstraße nach der höchsten Höhe des Friedrichshains sich in Bes Große Theilnahme erregten die Studenten. Unser ehrwürdiger wegung setzte. Die ganze Stadt war am Vormittag mit deutschen Alexander v. Humboldt und der Rektor der Universität eröffneten Fahnen geschmückt worden. Rein Haus, aus welchem nicht einige diesen Bug der Professoren und Studirenden. Die ersteren waren Fahnen wehten, fein Staatsgebäude, auf dem sie nicht aufgepflanzt in der Amtstracht, die letzteren trugen die Schläger, mit denen sie war, ein begeisternder Anblick! Neben der deutschen Fahne auf dem in der fürchterlichen Nacht die Führer des tapfer kämpfenden Volkes Schloß prangten auf dessen vier Ecken schwarze Trauerfabnen, ebenso wehte auf dem Palais des hochseligen Königs die Trauerfahne neben der schwarz- roth- goldenen, auf den Ministerien und auf allen Thürmen. Es war ein schöner sonniger Märstag, schön wie ein Tag im Mai, und es möchte wohl wenige Einwohner Berlins gegeben haben, welche, wo nicht im Zuge selbst, doch als Zuschauer sich eingefunden Wir haben jetzt die Märzhelden begraben, es bleibt uns jetzt noch übrig, für die Verwundeten und die Hinterbliebenen zu sorgen. Wir empfehlen sie beide dem Wohlthätigkeitssinn unserer gesammten geworden waren. Die jungen Männer in dem Bewußtsein ihrer preußischen Bevölkerung, denn sie leiden und dulden die Schmerzen wahrhaften Heldenthat würden unter anderen Verhältnissen der für den großen Gewinn, welchen wir alle theilen. Wir wünschen Gegenstand einer unablässigen Ovation gewesen sein. Ferner blickte ferner, daß sich ein großartiges Nationaldenkmal über dem Grabe man mit Theilnahme auf die in militärischer Haltung und Bewaff- erhebe, welches dem Friedrichshain eine weltgeschichtliche Bedeutung nung einherschreitenden Mitglieder des Handwerkervereins und der giebt, wir wünschen, daß die Aufsicht über dieses Denkmal, wie über zahlreichen Fabrikarbeiter, die fast alle hinter oder auf den den Friedrichshain überhaupt nur Invaliden des März übertragen Barrikaden gestanden haben. Herr Borsig selbst schritt seinem Zuge werde.... 1848. Erinnerungstage der Revolution. 22. März. Heute vor 50 Jahren wurden in Berlin die Todten des 18. März begraben. Eine Darstellung des Begräbnißzuges geben wir an anderer Stelle. die Rede ist, dann sind nicht sozialdemokratische Heger" dafür ver- wieder schließen. Jedenfalls wird nach der einstimmig bes antwortlich zu machen, sondern die Regierung, die, um möglichst schlossenen Debatte über die Antrittsrede des neuen Ministerhohe Ueberschüsse zu erzielen, ihre Arbeiter vielfach mit Hunger präsidenten, die wir unten folgen lassen, eine Fluth von ihr Sündenregister vor Augen zu halten, sonst würde Herr Thielen an geeigneten Kräften, die fähig und willens find, der Regierung wohl etwas schärfer mitgenommen werden, als es die Redner der Opposition, die Abgg. Brömel, 2etetamp und Kirsch gethan haben. fertig gestellt werden kann, findet heute wieder eine Abendsizung Damit der Etat wenigstens in diesem Hause noch vor Ostern statt.Badeni und Gautsch in Anklagezustand, über die Aufhebung der Sprachenverordnungen u. s. w. folgen. Wann da die Ausgleichsvorlagen und der Etat für das mit dem 1. Januar 1898 begonnene Geschäftsjahr, die dringliche Beschlußfassung sollen, ist nicht abzusehen. über die Nothverordnungen des Kabinets Gautsch folgen Ueber die heutige Sitzung des österreichischen Abgeordnetenhauses liegen die folgenden Meldungen vor: Bom 22. ist eine Proklamation des Königs datirt, in der er versprach, dem Landtage ein voltsthümliches Wahlgesetz mit Urwahlen vorzulegen. Der neuen Volksvertretung wurden ferner Vorschläge in Aussicht gestellt über Sicherstellung der per Der Sozialdemokratische Verband wird so wenig wie früher Bom Zentrum. Von Erfolg zu Erfolg fliegt die schwarze etwaige Versuche unterstüßen, aus rein national chauvinistischen sönlichen Freiheit, freies Vereins- und Versammlungsrecht, eine Partei unter Dr. Lieber's Führung. Wenn Herr Dr. Lieber Gründen Obstruktion zu machen, wird aber mit aller Energie und allgemeine Bürgerwehrverfassung mit freier Führerwahl, Minister- heute Abend die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" lieft, wie mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln gegen jeden verantwortlichkeit, Einführung von Schwurgerichten für politische muß ihm das flottenbegeisterte Herz freudig schlagen! Das Eingriff in die Rechte des Parlaments vorgehen und jede und Preßvergehen, Unabhängigkeit des Richterstandes, Aufhebung Regierungsorgan spendet ihm und den Seinen aus dem Füll- Vergewaltigung abwehren. Der Verband hat beschlossen, des eximirten Gerichtsstandes. Außerdem sollte das stehende Heer horn des Lobes und hält ihnen den Schild vor gegen die sofort einen Dringlichkeitsantrag einzubringen: es möge eine auf die neue Verfassung vereidigt werden. Schon am Tage vorher der Verfassung", in dem wir das Zentrum einst und jetzt ein das Zustandekommen der lex Falkenhayn und ihre Durch Angriffe der Sozialdemokratie. Unser Artikel„ Das Palladium parlamentarische Untersuchungskommission eingesetzt werden, die war eine Rabinetsordre ergangen, daß die Armee neben der preußi- wenig schilderten, hat es der" Norddeutschen" arg angethan führung zu prüfen, die Verantwortlichkeit aller an der Berschen auch die deutsche Kokarde zu tragen habe. und hilfreich springt sie den neuen Zentrumsfreunden bei. letzung der Immunität Betheiligten festzustellen und binnen Italien. Es ist schon gesagt, daß in dem von den Defter Das Regierungsblatt stigt die Regierungstreuen, ganz wie es vier Wochen Bericht zu erstatten hat. Da die Schuld des reichern beherrschten Nord- Italien, als die Kunde von dem Siege sich schickt! Das Zentrum hat es weit gebracht. Wann wird Grafen Badeni auch ohne Untersuchung feststeht, wurde beder Revolution in Wien dorthin drang, sogleich der Auf die" Germania" offiziös? Lauge wird es wohl nicht mehr schloffen, einen Anklage- Antrag gegen den Grafen Badeni wegen stand losbrach. An demselben Tage wie in Berlin, am 18., dauern. dieser Delikte einzubringen. tobte auch in Mailand die Straßenschlacht. Das Volk, Die„ Natlib. Korrefp." will wissen, daß von den Mitobgleich es schlecht bewaffnet war, kämpfte mit größter gliedern der Zentrumsfraktion des Reichstages bisher etwa Begeisterung gegen die fremden Unterdrücker. Die italienischen 65 für das Flottengesetz gewonnen sind.. Bestandtheile des österreichischen Heeres waren zum Volke über- Herrn Thielen ins Stammbuch. Der Herr Eisenbahngegangen. Nach und nach wurden die Desterreicher zurückgedrängt Minister hat in seiner heutigen Wertheidigungsrede im Abund in der Nacht vom 19. zum 20. sah sich Radetzky genöthigt, geordnetenhause auch die wahrhaft kühne Behauptung auffeine Truppen aus der Stadt herauszuziehen. Die Begeisterung gestellt, daß die Klagen über zu lange Beschäftigungszeit der Aufständischen wuchs noch, als bekannt wurde, daß Karl der Beamten unberechtigt sind. Man muß erstaunen, Albert, woher der Minister den Muth zu seiner seltsamen König von Sardinien und Piemont, fich der Aeußerung nimmt. Wird doch fast faft täglich täglich durch Bewegung gegen Desterreich anschließen wolle und fein Urtheile der Gerichte, die gewiß nicht geneigt sind, einer beträchtliches Heer zur Verfügung stelle. Die Bedingung war, daß sozialdemokratischen Heze" förderlich zu sein, der Beweis für die Lombardei nach der Eroberung mit seinem Rönigreiche vereinigt die Berechtigung dieser angeblichen Heze" erbracht. So wird werde. Radetzky konnte sich schließlich nicht mehr halten und fah uus an demselben Tage, wo Herr Thielen jenes große Wort fich genöthigt, die Stadt preiszugeben. Er zog am folgenden gelaffen aussprach, folgende Mittheilung aus Straßburg Tage mit dem ganzen Heere ab. Auch in Venedig war gemacht: auf die Nachrichten aus Wien und Mailand der Aufruhr aus= gebrochen. Der alte General Zichy verließ mit den deutschen Truppen am 22. die Stadt. Die österreichischen Kriegsschiffe und die sonstigen Kriegsvorräthe fielen der eingesetzten provisorischen republikanischen Regierung zu. Auch viele andere Städte des norditalienischen Aufstandsgebietes gingen den Desterreichern verloren. Die österreichische Armee zog sich in ziemlich desolatem Zustande bei Verona aufammen. Politische Neberlicht. Berlin, 21. März. Aus dem Reichstage. Bei sehr schwach besetzten Bänken mußten die Anwesenden in der ersten Hälfte der Sigung Reden über sich ergehen lassen, die sich ausschließlich als alte Bekannte präsentirten. Es handelte sich um die nie ver stummenden Klagen unserer Kriegsinvaliden und Veteranen, deren Thaten zwar an den nationalen Jubeltagen in Prosa und Versen gefeiert werden, deren wirthschaftlicher Noth zu steueru die Vertreter der Regierung fich aber immer noch nicht entschließen können. Wie bei jeder Etatsberathung, lagen auch heute wieder Resolutionen aus dem Hause vor, in denen verlangt wird, daß die Juva liden und deren Angehörige mehr als bisher berücksichtigt werden. Nach langer, aber nichts Erwähnenswerthes bringender Debatte fanden die Resolutionen einstimmige Annahme. Bei dem Punkt der Tagesordnung: Verwaltung der Reichs Eisenbahnen brachte der Abg. Bebel eine Petition elsässischer Eisenbahn- Betriebssekretäre zur Sprache, in der die Betenten sich beschweren, daß man ihnen jetzt, nachdem sie bereits 20 Jahre und länger im Dienst sind, zumuthe, ehe sie in den vollen Genuß der von ihnen bekleideten Stellen gelangen, eine Prüfung zu bestehen. Die Auflage gegen den Stationsassistenten August Klar, welcher sich in der letzten Sitzung der Straffammer wegen fahrlässiger Gefährdung eines Eisenbahn- Trans portes zu verantworten hatte, führte zu einem für die Verwaltung der Reichs- Eisenbahnen wenig schmeichelhaften Ergebniß. Von einem am Abend des 3. Dezember v. J. aus Mülhausen auf dem hiesigen Zentral- Bahnhof eintreffenden Güterzug ent gleisten furz vor der Einfahrt die fünf letzten Wagen, wodurch ein nicht sehr erheblicher Materialschaden verursacht wurde. Die Schuld an dem Unfall wurde dem Stationsassistenten Selar beigemessen, der in der fritischen Zeit auf der Blockstation Breuschmühle Dienst that und eine von dem Zuge zu paffirende Weiche umgestellt hatte, bevor die fünf Schlußwagen darüber hinweggerollt waren. Das Gericht zu einem gelangte jedoch der in freisprechenden Erkenntniß, nachdem sich Verhandlung ergeben ergeben hatte, daß Klar zur Beit des Unfalles nicht nur über seine Kräfte hinaus mit Dienst vorrichtungen belastet war, sondern auch von feinem Dienstposten aus die Signale nicht fo genau überblicken tonnte, daß ein Irrthum ausgeschlossen war. Infolgedessen hatte er eine Signal laterne für die Schlußlaterne des Zuges augesehen und die Um stellung der Weiche vornehmen zu können geglaubt. Die Eisenbahnverwaltung hat nach dem Unfall eine Alenderung in der Diensteintheilung am fraglichen Posten eintreten lassen. Will Herr Thielen vielleicht die Straßburger Richter und so viele andere Richter, die zu ähnlichen Urtheilen gekommen find, als sozialdemokratische Heger" qualifiziren? Etwas vorsichtiger und flüger sollte doch der Herr Eisenbahnminister die Vertheidigung der großen Mißstände seines Nefforts führen. Herr v. Bennigsen und der 18. März 1848. Bei der Seichstagsdebatte über den 18. März konnte es sich auch Herr v. Bennigsen nicht versagen, zu betonen, daß der 18. März nicht den geringsten Einfluß gehabt habe, ja, daß er nur verhängnißvoll und störend gewesen sei. Die Erinnerung, auf die Da die Petition nicht ganz in dem unterwürfigen Tone er stolz sei, sei das Parlament in Frankfurt. Diesen histoabgefaßt ist, wie man ihn in der preußischen Beamtenhierarchie rischen Ausführungen wollen wir einige Säße entgegen setzen, ordentlicher Professor der Gegewöhnt ist, so hat man sich die Unterschriften der Betenten welche Max Lenz, verschafft und dieselben auf dem Disziplinarwege bestraft. schichte Berliner Universität, in einem Ardas Jahr 1848 im März- Heft Gegen diese Praxis sprachen sich die Abgeordneten Bebel, er betont vorsichtig, Singer, Dr. Hammacher und Rickert in schärfster Preußischen Jahrbücher" schreibt; Weise aus. Der Antrag Bebel, die Petition zur Be- daß er nicht gerade behaupten wolle, daß der Berliner rücksichtigung zu überweisen, und ein mehr detaillirter Straßenkampf unbedingt nothwendig gewesen sei, und fährt Antrag Dr. Hammacher's wurden abgelehnt, da das dann fort: Zentrum auch in diesem Falle sich wieder als Regierungspartei geberbete. Beim Punkte: Bankwesen, brachte Graf Arnim die Diebstähle in der Reichsdruckerei zur Sprache, wobei der Herr ver suchte, der Reichsbankleitung eins auszuwischen. Diesem Versuche trat Dr. Hammacher entgegen. Aus den Erklärungen des General- Postmeisters ergab sich, daß die Kontrolle bei der Herstellung der Reichsbanknoten manches zu wünschen übrig läßt. Natürlich wird jetzt der Stall zugemacht, nachdem die Ruh heraus ist. Morgen 12 Uhr: Kleine Vorlagen und Dampfersubvention. tifel " alt über der der Aber die Jdee, für welche sich das bunte Heer der Revolution, Bolen und Arbeiter, Spießbürger und Studenten, hinter den Barrikaden schaarte, war dennoch die Basis auch des Frankfurter Reichstages. Das war der Sinn der Leichenfeier und der tausendfachen Sundgebungen der Sympathie, welche in allen Schichten der Berliner Bevölkerung den unglücklichen Opfern des Kampfes dargebracht wurden. Sie hatten nur an das letzte Recht, an die ultima ratio desselben Herrscherwillens der Nation appellirt, der auch in dem Verfassungswerte der Paulskirche und seinen meisten Paragraphen, sammt denjenigen von der Kaiserkrone, zum Aus druck gebracht wurde. Denn nur durch den Druck und Stoß der Revolution, durch die Uebermacht des allgemeinen Willens konnte der Stein ins Rollen gebracht und die Regierungen für die Reformen und die Einigung der Nation gewonnen werden. Niemals hätte Friedrich Wilhelm IV. aus freien Stücken in die konstitutionellen Forde rungen gewilligt." die Präsidentenwahl macht große Vor dem Hause hat sich eine große Menschenmenge an gesammelt. Die Abgeordneten sind fast vollzählig erschienen, die Gallerien sind überfüllt. Auf der Ministerbank befindet sich der Ministerpräsident Graf Thun mit sämmtlichen Ministern. Graf Thun eröffnet den Reichsrath und fordert den Abgeordneten Dr. Zurkan auf, das Alterspräsidium zu übernehmen. Abg. Fuchs( fatholische Volkspartei) wird mit 195 Stimmen zum Präsidenten gewählt.( Lebhafter Beifall und Händeklatschen rechts.) Es wurden 241 Stimmzettel, darunter 44 unbeschriebene, abgegeben. Die deutsche Volkspartei und die Sozialdemokraten Die enthielten sich der Wahl; der verfassungstreue Großgrundbesitz gab unbeschriebene Stimmzettel ab. Fuchs besteigt die Präsidentens tribüne, wobei der Abgeordnete v. Schönerer rust: Un= erhört! Fuchs hat dem früheren Präsidium angehört. Er ist ein Staatsverbrecher und gehört ins Zuchthaus!" Diese Worie Verbrecher" gehört ins Buchthaus" wiederholt Schönerer un zählige Male, während Fuchs seine Antrittsrede hält. In seiner Antrittsrede bei Uebernahme des Präsidiums führte Fuchs aus, er werde bestrebt sein, die Stellung und Bedeutung Des Parlaments nach allen Seiten zu wahren und alles hintanzuhalten, was das Ausehen und die Würde des Hauses zu be= einträchtigen geeignet sei. Der Präsident drückt die Hoffnung aus, alle Abgeordneten ohne Unterschied der Partei würden ihn hierbei unterstützen. Betreffend die lex Falkenhayn über die Ver schärfung der Geschäftsordnung erklärt der Präfioent den Beschluß für hinfällig; derfelbe könne nicht zur Anwendung gelangen, weil er lediglich eine provisorische Maßregel gewesen sei, die durch Schließung des Abgeordnetenhauses gegenstandslos geworden. Nach der Rede des Präsidenten Fuchs führten namens der deutschen Fortschrittspartei Abg. Pergelt, namens der deutschen Wollspartei Abg. Steinwender, namens des verfassungstreuen Großgrundbesitzes Abg. Tuerks und namens der Christlich- Sozialen Lueger aus, daß die bekannte lex Faltenhayn, betr. Vers Die schärfung der Geschäftsordnung, rechtsungiltig fei. Abgeordneten Pergelt und Daszynski künden Anträge auf Versetzung des früheren Ministerpräsidenten Grafen Badeni in den Anklagezustand an. Abg. Wolf und Schönerer erklären sich gegen den Vorfiß des Abgeordneten Fuchs als eines Mitgliedes des früheren Präsidiums. Abg. Schönerer be antragt unter schallender Heiterfeit, der Abg. Fuchs solle als Staatsverbrecher angesehen werden. Für den Antrag erheben sich nur fünf Schönerianer. Das Haus nimmt fodann den Antrag Zedtwit an, die Wahl der beiden Vizepräsidenten auf die Tagesordnung der nächsten Sigung zu stellen. Graf Thun giebt hierauf folgende Erklärung ab: und Es sei mir sofort gestattet, das hohe Haus über die wichtigsten Bielpunkte zu orientiren, denen nachzustreben die Regierung den Willen hat. Die Regierung betrachtet die Wiederherstellung geordneter parlamentarischer Zustände und des regelmäßigen Ganges der Gesezgebung als ihre erste wichtigste politische Aufgabe, zumal im gegenwärtigen Augenblicke, wo die im Interesse der Machtstellung des Reiches und seiner wirthschaftlichen Festigung dringend gebotenen Vereins barungen mit der anderen Reichshälfte der parlamentarischen Austragung harren. Getreu den geschichtlichen Ueberlieferungen der österreichischen Monarchie wird die Regierung bei der Führung der öffentlichen Geschäfte als obersten Grundfah den der Gerechtigkeit gegenüber allen Volts. stämmen und Bewohnern dieses Staates walten laffen. Diesen Grundsatz wird die Regierung, einstehend für Recht, Ordnung und Autorität, bei der Entscheidung aller Fragen, die politische oder wirthschaftliche Interessen oder Ansprüche betreffen, im ver= faffungsmäßigen Wege zur Anwendung und Geltung bringen. Nügliche soziale Reformen, Förderung kultureller Fortschritte, Hebung der materiellen und sittlichen Ver= hältnisse der Bevölkerung, namentlich der auf den Ertrag ihrer Arbeit angewiesenen breiten Schichten der felben, Unterstützung der Industrie und Landwirthschaft, liegen int Interesse der ganzen staatlichen Gemeinschaft und sollen daher die wirksamste Förderung durch die Regierung erfahren. Wie die Regierung ihre besten Kräfte zur Verwirklichung dieser Ziele ein setzen wird, so erwartet sie in Zuversicht, daß auf diesen Ges bieten die Parteiunterschiede zurücktreten. Vors bedingung für die Erfüllung dieser patriotischen Aufgabe ist die Milderung der nationalen Ggenfäße. Nach dem Ministerpräsidenten Grafen Thun beantragt Abg. Steinwender, über die Erklärung des Ministerpräsidenten in der nächsten Sitzung die Debatte zu eröffnen. Der Antrag wird ein stimmig angenommen und die Sigung geschlossen. * Deutsches Reich. Das preußische Abgeordnetenhaus sehte heute die General bebatte über den Eisenbahn- Etat fort. Fast die meisten Redner unterbreiteten dem Minister Vorschläge zur Verhütung fünftiger Unfälle, die dieser jedoch mit der überlegenen Miene eines Mannes, in dessen Betrieb alles in bester Ordnung ist, kurzer Haud abwies, Ju Oesterreich tagt nun wieder das Parlament. Wie Reichseinnahmen. In der Zeit vom 1. April 1897 indem er die gerügten Uebelstände bestritt und das, was zur Ab- lange es aber tagen wird, ob es überhaupt den fast unüber- bis zum Schluffe des Monats Februar 1898 find im Deutschen hilfe nöthig ist, felbft zu thun oder bereits gethan zu haben versehbar großen Berathungsstoff ernstlich in Angriff nehmen Reiche an Zöllen und gemeinschaftlichen Verbrauchssteuern ein ficherte. So widersetzte er sich dem Verlangen des Abg. Bröm el ( frf. Vg.) auf Einfeßung einer Kommission zur Untersuchung der wird, kann nicht gesagt werden. Die Aussichten für eine ge- genommen worden: Zölle( 403 789 395 m.(+6244 728 m.), Tabatsteuer 11 379 595.(+ 238 842 M.), Buckersteuer und Zu Gisenbahn- Unfälle und auf Mittheilung der gerichtlichen Urtheile deihliche Wirksamkeit des Parlaments sind sehr geringe. fchlag au berfelben 75 213 704 m.( 14 510 101 m.), Salzsteuer gegen Beamte, die wegen Gefährdung von Eisenbahn- Transporten Schon große Schwierig 42 373 522.,(+ 899 557 M., Maischbottich und Branntweinangeklagt waren, auf das entschiedenste. Ebenso energisch bestritt teiten; zwar haben Abrahamovicz und Kramarez auf ihre materialsteuer 14 991 416 m.(+2811 818 m.), Verbrauchsabgabe er, daß die Dienstzeit der Beamten eine zu lange und daß Wiederwahl verzichtet, aber ihr Mitschuldiger im Präsidium, von Branntwein und Zuschlag zu derselben 93 018 784 M. ihre Gehälter zu targ targ feien. Wenn die Beamten unzu der ehemalige Bizepräsident, der Klerikale Fuchs, hat die Wahl( 437 111 M.) Brennsteuer 386 874.( 278 973 M.), Brau= frieden seien, so sei dies zurückzuführen auf die" Heze" ber als Präsident gegen den Wunsch der Führer seiner Partei, teuer und Uebergangsabgabe von Bier 26 883 066.(+1135 932 M.), Sozialdemokraten; man möge nutr einmal sozialdemokratische Zeitungen und Broschüren lesen, man möge in fozialdemokratische der katholischen Volkspartei, akzeptirt. Infolge dessen haben Summe 668 181 336 M.(-4895 308 M.).- Spielkartenstempel Bersammlungen gehen und sehen, was für Lektüre den Beamten und die Führer dieser Partei, die Abgg. Dipauli und Ballinger, 1294 421 M.(+ 17 688 W.). v. Miquel droht den Staatsbeamten heute durch seinen Arbeitern der Eisenbahnverwaltung in die Hand gegeben wird. ihre Stellen in der Fraktion und in der parlamentarischen Dann werde man zu der Ansicht kommen, daß in dieser Beziehung Kommission der Rechten niedergelegt, und die Deutsch- Schweinburg mit dem Baumpfahl: Großgeradezu himmelschreiend gegen ehrenwerthe preußische Beamte ge- nationalen verschiedener Nichtungen bis zu den auf den ihnen fündigt wird. Es ist ja eine bequeme Tattit, wenn Beamte un grundbesitzern angebotenen Siz zufrieden sind, den bösen Sozialdemokraten die Schuld dafür in die Präsidium verzichtet, ja selbst die Chriftlich- Sozialen Schuhe zu schieben. Statt dessen sollte der Minister lieber haben den ihnen angebotenen Vizepräsidenten- Sig ablehnen müssen. einen Rückblick auf die vorjährigen Verhandlungen bes Die Schönerianer wollen es zur Obstruktion treiben und die Hauses über die Besoldungsvorlage werfen und bedenken, daß eine Gehaltsaufbefferung der oberen und mittleren Be deutsche Volkspartei, die den Einbruch der Schönerianer in amten unter Uebergehung der unteren Beamten bei letzteren ihre Wahlkreise fürchtet, wird sich vielleicht der Obstruktion nothwendigerweise Unzufriedenheit und Mißstimmung erzeugen muß. anschließen. Falls der Reichsrath nicht arbeitsfähig wird, will Wenn überhaupt von einer Agitation unter den Eisenbahn- Beamten I das Ministerium das Parlament nach wenigen Sigungen im Die unabweisbare Pflicht des Landtages wird es sein, nach Abschluß der Neuordnung der Besoldungen der Staatsbeamten in der nächsten Landtags= Session diesen für die Disziplin und den guten Geift der Beamtenschaft so verderblichen Machens schaften die Art dadurch an die Wurzel zu legen, daß kousequent über alle Petitionen um Gehaltsverbesserungen ohne weiteres zur Tagesordnung übergegangen wird. Wenn der preußische Landtag fich eine solche Sprache gefallen läßt, dann hat Herr Miquel auch ganz recht, ihn so au bes handeln. Der nationalliberale Parteitag ist, wohl mit feiner Sitzung vom Freitag den einschneidendsten Artikel des Ent. Entrichtung des Sterbegeldes auch da, wo aus öffentlichen Mitteln Rücksicht auf die Osterferien des Reichstags, auf den 24. April verwurfs zur Revision der Verfassung. Vor Eintritt in die die unentgeltliche Beerdigung bestritten wird. Sie beschloß ferner, schoben worden. Die offizielle Korrespondenz der Nationalliberalen eigentliche Berathung des Entwurfs hatten die Privilegirten, denen daß der Vorstand der öffentlichen Krankenkaffen aus schweizer Bürgern. bemerkt dazu: dieser bekanntlich stark zu Leibe geht, versucht, der ganzen Berathung befiehen müffe und daß gemeinsame Berathungen der Arbeiter und. funden." 3 • " England. Herr v. Bennigsen wird den allgemein- politischen Vortrag dadurch Schwierigkeiten zu bereiten, daß sie für jeden einzelnen Unternehmer stattzufinden haben, wenn sie vom Vorstand der Kreisübernehmen. Seitens der Mitglieder des Zentralvorstandes, welche Bunkt des Gesetzes eine Zweidrittel Mehrheit verlangten. Krantentaffe, vom Ausschusse der Unternehmer oder von einer der aus den verschiedensten Theilen des Reiches eingetroffen waren, Diefer Versuch mißglückte und so begann am am Donnerstag beiden Generalversammlungen der Arbeiter und Unternehmer verwurde erneut festgestellt, daß die kürzlich veröffentlichte Deklaration die Berathung' des Entwurfs. u einer zweitägigen langt werden. In bezug auf die Unfallversicherung wurde beschlossen, der Parteileitung so gewirkt hat, wie sie beabsichtigt war: aufs Debatte war das interessanteste, daß der Ministerpräsident die sogenannten Berufskrankheiten vollständig den Unfällen gleich neue die Geschloffenheit der Partei nach allen Seiten hin zu be- v. Mittnacht gegenüber der deutschen sog. liberalen Bartei das zustellen, die Bundesversammlung zu ermuthigen, die Rente von Proportionalwahlsystem vertheidigen mußte. Und er that dies in 60 auf 662/3 pt. zu erhöhen und die Mitwirkung der Berufsverbände Die Unterschriften unter dem Sammlungs- Aufruf und der von vernichtender Weise. Bei der Abstimmung wurde dann der Art. 4 als eingewagtes Experiment" zu streichen. Die meisten dieser Bes nationalliberaler Seite angeregte Gegen- Sammlungs- Aufruf beweisen des Gefeßes mit 54 gegen 29 Stimmen angenommen, nach welchem schlüsse bedeuten eine Werbefferung der Vorlagen und ein Entgegen den fortschreitenden raschen Berfall, sicherlich aber nicht die Ge- die zweite Rammer in Zukunft zusammengesetzt sein soll aus tommen gegenüber den Arbeitern, das sich insbesondere auch in der schloffenheit der nationalliberalen Partei. 1. 63 Abgeordneten der einzelnen Oberamts Bezirke, 2. 3 Ab- Streichung der albernen Bestimmung dokumentirt, wonach der Unters Ein Nachtragsetat für Riaotschau ist dem geordneten der Stadt Stuttgart und je 1 Abgeordneten der Städte nehmer dem Arbeiter bei unrechtmäßigem Fernbleiben von der Arbeit Bundesrath zugegangen und den Ausschüssen überwiesen worden. Zübingen, Ludwigsburg, Ellwangen, Ulm, Reutlingen, Heilbronn den ganzen Versicherungsbeitrag vom Lohne abziehen konnte. Wichtige Derselbe enthält die Geldforderung für Hafens und Befestigungs- und 3. aus 21 Abgeordneten, die aus den vier Regierungstreifen Wünsche der Arbeiter sind freilich noch immer unerfüllt und es ist anlagen u. s. w. in Kiaotschau und dürfte sich auf etwa 6 Millionen des Landes mittels Verhältnißwahl( Proportionalwahl) gewonnen wohl auch nicht viel Aussicht dafür, daß sie das Plenum des BundesMark belaufen. werden. Gegen den Artikel stimmten die Ritter und Prälaten rathes erfüllen werde. Immerhin haben nun beide Vorlagen einen Also die Rostenrechnung für die Chinapolitik wird aufgemacht.( Privilegirten) und die meisten Mitglieder der deutschen Partei. für die Arbeiter annehmbare Gestaltung erfahren. Aber es ist nur der Anfang. Dabei wird es nicht bleiben. Ans Baden, 18. März.( Eig. Ber.) Heute und gestern war - Chronik der Eisenbahn Unfälle. Aus Effen im badischen Landtag Eisenlohrdebatte". Die Opposition und speziell London, 16. März.( Eig. Ber.) Die Krankheit Lord Salisbury's a. d. Ruhr wird unter dem 21. März telegraphirt: In vergangener die parlamentarische Vertretung der Sozialdemokratie rechnete bei beschäftigt die Presse ungemein lebhaft. Daß der vom Himmel geNacht gegen 1 Uhr fuhr auf dem hiesigen Hauptbahnhof der von Gelegenheit der Berathung des Budgets des Ministeriums des kommene" Premier tränkelte, wußte man schon längst; nundie Grippe Düsseldorf kommende Personenzug Nr. 87 der Lokomotive des aus Innern mit dem badischen Wahlminifter" gründlich ab. Der demo- ihn zwingt, Urlaub zu nehmen, diskutirt man auf allen Seiten lebhaft Dortmund gekommenen, auf das Einfahrtssignal wartenden Personen- fratische Abg. Beneden behandelte in einer längeren Rede, in die Frage feines Nachfolgers oder, für den Fall, daß er sich leiblich erzuges Nr. 182 in die Seite. Die Maschine des Düsseldorfer Zuges welcher er allerdings fein sonstiges Niveau von parlamentarischer holt, die Theilung seiner Aemter. Die Einen möchten, daß wenn wurde zertrümmert. Personen wurden nicht verletzt. Der Unfall Beredsamkeit nicht erreichte, die famosen Wahlpraktiken des Herrn Salisbury im Kabinet bleibt, er das Auswärtige, die anderen, daß er ist der Rheinisch- Westfälischen Zeitung" zufolge darauf zurück Eisenlohr und speziell die bei ihm so beliebten und ohne die Premierschaft abgiebt. Von den Sorgen des Auswärtigen Amtes zuführen, daß der Dortmunder Zug zu weit in der Weiche vor große Beschränkung geübte Wahlbeeinflussung durch die möchten eine nicht geringe Bahl gerade von Tories den gegangen war, was vom Lokomotivführer des anderen Zuges nicht Amtsverkündiger". Herr Wacker, der Führer des Führer ihrer Partei befreit" sehen; denn so konservativ bemerkt werden konnte. Zentrums, holte zu einem wuchtigen Schlage gegen bas dieser in der inneren Politik ist, so sehr ist er in der auswärtigen Ministerium Eisenlohr aus, indem er dem Kiel, 20. März.( Eig. Ber.) Im Herbst des vorigen Jahres welches das schwächliche, vom Zentrum eingebrachte Mißtrauens herausgegebenen Review of Reviews" wird Lord Salisbury als Ministerium, Politit ein Minister nach dem Herzen der Liberalen. In der soeben hatte der Minister des Innern der Stadt Riel angezeigt, daß die votum nicht ernst zu nehmen erklärte, mit Steuerverweigerung" Cobdenit" bezeichnet, und in der That ist der Abkömmling Robert bislang städtische Polizei in eine tönigliche umgewandelt würde. drohte, wenn auch nicht in dieser, so doch in nächster Seffion."" Cecil- Burleigh's vor allem ein Minister des Friedens und der Die guten Stadtväter beschlossen nun, einer Anregung des Man kann es der Regierung nicht verübeln, wenn fie diese Tauschpolitik. Eine Sektion feiner eigenen Partei möchte ihn durch Magistrats, dagegen Schritte zu unternehmen, nicht Folge zu leisten; ohne jeden Versuch auch nur eines Protestes ließ man die Drohung seitens einer Partei, die es abgelehnt hatte, für die von den jezigen Schatzkanzler Hicks Beach, eine andere, hinter der der leiften; ohne jeden Versuch auch nur eines Proteftes ließ man die unseren Genossen eingebrachte schärfere Form des Mißtrauens-" Standard" steht, durch Lord Cromer( früher Sir Evelyn Baring) Anordnung des Ministers ruhig über sich ergehen und so kommt es, votums zu stimmen, nicht sehr ernst nimmt. daß die königliche Polizei zum 1. April eingerichtet wird. Eine sehr ersetzt wissen. Ob sich irgend eine nennenswerthe Anzahl von gründliche Generalabrechnung mit dem System In der lezten Stadtverordneten- Sigung nun sind aber die Eisenlohr Politikern dafür erwärmt, Herrn Chamberlain im Auswärtigen zu deffen Konto bei der fozialdemokratischen Partei Partei Badens Stadtväter in Harnisch gekommen, denn der bisherige Polizeimeister, sehr belastet ist, hielt Genoffe Adolf Ged. Gr erklärte es als fervativen Jingoes ist vielmehr Sir Hicks Beach, der es im sehen, möchte ich bezweifeln, der Mann nach dem Herzen der konEr Bürgermeister Corey theilte mit, daß der Oberpräsident( v. Stöller) unbestreitbar, daß das Ministerium des Junern in der schneidigsten Bramarbasiren auch durchaus mit dem Exbürgermeister von ihm die Nachricht gegeben habe, daß er, der Oberpräsident an den Minister die Eingabe gerichtet habe, auch die Hafenpolizei der Stadt Weise gegen die Sozialdemokraten vorgeht. Birmingham aufnimmt. Indessen scheinen auch seine Aussichten zu nehmen und sie der königlichen zu unterstellen. Man sieht also, lungen bei Stehl, wobei wirklich große Chikanen vorgekomen seien. Neffe Salisbury's, dessen Vertretung, und es ist gar nicht ausHierauf schilderte er das Verbot sozialdemokratischer Bersamm nicht übermäßig groß. Vorläufig übernimmt James Balfour, der der Appelit ist der Regierung beim Effen gekommen. Sollte der Auch in eine geschlossene Versammlung drang ein Bezirksbeamter geschlossen, daß nicht auch er, der jetzt erster Lord des Schazamts Minister einen der Eingabe des Oberpräsidenten günftigen Entscheid ein und holte sich eine Nase; ein anderer brachte einen Straßburger und Leiter des Hauses der Gemeinen ist, eines Tages endgiltig das treffen, so bedeutet dies nichts weniger, daß dann die Stadt in Polizeikommissar zur Ueberwachung nach Kehl, über welche Un- politische Erbe feines Onfels antritt. Hinsichtlich der augenblick dem ihr gehörigen Hafen nicht einmal das Recht hat zu gehörigkeit ihn ein Arbeiter aufklärte. Eine solche Bekämpfung lich im Bordergrunde des Interesses stehenden auswärtigen Fragen bestimmen, wo und wie die Schiffe beladen werden sollen u. f. w. fürchte die Sozialdemokratie nicht. Einer Sozialistenversammlung in ift zu bemerken, daß Balfour schon vor zwei Jahren in öffentlicher Es ist nun der Magistrat ausdrücklich ermächtigt, die Interessen Offenburg wurde der Ausschank von Getränken verboten, obwohl Rede Slußlands zivilisatorische Mission in Manchurien für der Stadt gegenüber dem Minister in jeder Weise zu vertreten. bei der Abstimmung über die Bedürfnißfrage zu Beginn der VerEine Abordnung des Magistrats unter Beiordnung des Groß rheders Geh. Rath Verlori soll nun zunächst beim Minister vorstellig Leute zwingen, im Gänsemarsch 2 und 2 vom Bahnhofe durch die In Petersburg und ebenso in Paris, 100 man einen großen Horror vor Herrn Cham Stadt zu gehen. In Offenburg sind die Gendarmen eben- berlain hat oder Es ist ein Wunder, daß das untergebene Bürgerthum burch falls selbst Zu manifeftiren für gut hält, wird in Bereinsversammlungen eingedrungen. Am feine Bertretung nicht wieder beschloffen hat, die Sache über sich 9. Januar Balfour der genehmste der möglichen Vertreter Lord Salisbury's wurde auch die sozialdemokratische Landes. Landes ergehen zu laffen. Aber vielleicht hat die Person des neuen Polizei versammlung überwacht; Ichtere babe beschlossen, daß dagegen im fein. Desgleichen wahrscheinlich im Berliner Auswärtigen Amt. präsidenten, des hinterpommerfchen Junkers und Landraths v. Butt Landtag Protest eingelegt werde. Jm ganzen hat sich die Erregung über Rußlands Schritte in tamer, eines Sobues des Sozialistengesetz Ministers, den Stadt Versammlungen mit unbeschränktem Zutritt, sind nach dem Vereins fenfationellen Meldungen von Times" und" Reuter" als übertrieben Nur Boltsversammlungen, d. h. Ostasien bedeutend gelegt. Einmal haben sich verschiedene der verordneten in etwas ihr damaliges passives Verhalten bereuen gesetz zu überwachen. Ueber alle möglichen Vereinigungen werden herausgestellt, und dann hat sich gezeigt, daß England in Ostasien. laffen.die Statuten und Mitgliederverzeichnisse einverlangt, namentlich bei Rußland gegenüber doch mehr Trümpfe in der Hand hat, als ums Der bureaukratische Bater" Staat macht Fachvereinigungen. Und doch bezeichnet das Fabrikinspektorat 42 Familienväter brotlo3! Wohl felten ist das Wort solche Vereinigungen für nothwendig. Es gebe noch viele niedere gegebenenfalls wohl in der Lage ist, für seine Interessen einzustehen, gekehrt Rußland gegen England. In dem Gefühl, daß England fiat justitia pereat mundus derart zu Ehren gebracht worden, als Bolizei- Drgane in Baden, die heute noch nicht wissen, daß das gegebenenfalls wohl in der Lage ist, für seine Intereffen einzustehen, verfolgt man die Dinge im himmlischen Reich mit ruhigeren, gegenwärtig seitens der meiningisch en Regierung. Sozialistengesetz seit acht Jahren nicht mehr besteht, es wird die wenn auch darum nicht weniger wachsamen Blicken. Die Debatte Bekanntlich ist der meininger Staat der Hauptproduzent in Schiefer- Berbreitung von Flugblättern verboten. Bergißt so ein Verbreiter über Herrn Goschen's Flottenplan hat gezeigt, daß es im englischen griffeln, und in dieser Beziehung versteht er gegenüber seinen einmal, ein Pflichtexemplar dem Bürgermeister abzugeben, dann Parlament mit bezug auf Opfer für die Marine teine Sonkurrenten keinen Spaß. Dus zeigt folgender interessante Fall: werden große Strafen verfügt von 12-15 M. Unsere Polizei unter- Parteien giebt. Englands Existenz hängt wie die keines anderen Rechtsanwalt Mohr in Rudolstadt ist Besitzer mehrerer nicht unflüßt die Militärbehörde bei ihrer Verhängung des Boykotts über Landes von seiner Marine ab, und das englische Volk, dessen Spanns bedentender Griffelschieferbrüche bei Steinach und nach dem Geschäfte. Durch die Bekämpfung der Sozialdemokraten, wie sie traft heute stärker ist als je, wird eher das äusterste aufbieten, als meininger Staate wohl der Hauptproduzent von Schiefergriffeln. der Regierung beliebe, geschehe der Sozialdemokratie kein Abbruch, es darauf verzichten wird, in diesem Punkte von dem Programm Behuis Unterbringung des Abraums aus seinen Brüchen kaufte und wenn er hier ein gleichmäßiges, gerechtes Verfahren allen abzugeben, wonach seine Kriegsflotte den Flotten der zwei nächst Mohr einige benachbarte Wiesen, die einen Parteien gegenüber verlange, so thue er es im Hinblick auf das starken Länder überlegen und einer möglichen Kombination von drei Fehler haben, daß über dieselben ein äußerst wenig be- Ansehen der Verfassung. werden. " ben ' fammlung dieselbe einstimmig bejaht wurde. Man wollte weiter die entgegenbringen fönne. eine Sache erklärt hat, der England nur Sympathie " nugter Seitenweg führt. Neber diesen Weg ließ Rechts- Minister Eisenlohr erwiderte in einer ebenso erregten als Mächten gewachsen sein muß. Nicht daß er zu viel, sondern daß er zu wenig forderte, warfen die Redner Herrn Goschen vor, so anwalt mehr eine allen Anforderungen an solche Bauwerke wirkungslosen Rede, deren Quintesseng war, daß den Sozialdemo. daß dieser sich förmlich entschuldigen mußte," nur" 516 Millionen genügende Holzbrücke schlagen, über welche die Abraumwagen fuhren, fraten ja die Entscheidung der Streitfälle durch den Verwaltungs- Mark zu verlangen. und zwar wurde der Bau erst ausgeführt, nachdem der Landrath gerichtshof offen stehe. Daß auf diesem Wege nichts gegen Herrn Der Londoner Grafschaftsrath hat, nachdem die zwei noch auss in Sonneberg die Erlaubniß hierzu ertheilt hatte. Nachdem die Gisenlohr auszurichten ist, das weiß natürlich der Minister selber. stehenden Wahlen ebenfalls zu gunsten der Progressisten ausgefallen Brücke dem Betriebe bereits übergeben war, verlangte die Regierung In der heutigen Debatte wurden weitere Eisenlehriaden" behandelt. in Meiningen, daß die Brücke wieder abgerissen werde, da der Staat Von unseren Genossen ergriff heute keiner das Wort. Doch wird waren, gestern( Dienstag) die Wahl der Alderman vorgenommen. Besitzer der über dem Wege liegenden Luftlinie sei! Mohr dies wahrscheinlich in der Fortsetzung der Debatte am nächsten Zehn Aldermansize waren erledigt, davon trat die progressistische Mehrheit zivei an die Gemäßigten ab und nahm givet protestirte, wurde aber vom Landgerichte Rudolstadt abgewiesen; Montag geschehen. Gewerkschaftsvertreter H. Gosling, Ewerführer, und G. De w bas angerufene Reichsgericht fette die Entscheidung aus, Aus Elsak- Lothringen, 19. März.( Eig. Ber.) Die Affäre Bimmerer auf ihre Liste, die natürlich durchdrang, so daß die fällte aber einen Borentscheid dahingehend, daß die Brücke mit den erkennbaren Stimmizetteln, deren Held der Kreisdirektor Arbeitergruppe im Rath( abgesehen von bürgerlichen Sozialisten) gegen eine Bit hinterlegende Raution Mart von 5000 vorläufig fiehen bleiben könne. Trotzdem wurde die Brücke( also be: Pencer in Erstein war, hat jetzt ihren Abschluß gefunden. Der jeßt neun Mitglieder zählt. Bei der Präsidentenwahl schlug ein vor das Reichsgericht ein endgiltiges Urtheil gesprochen hat!, in der Herr Kreisdirektor, der in seinem blinden staatsretterischen Eifer Gemäßigter spöttisch John Burns vor, dem ja die progressistische Nacht vom 21. auf den 22. Februar d. J. abgefägt. Auf eine die anläßlich der 93er Reichstagswahlen erkennbare Stimmzettel mit Partei hauptsächlich ihren Sieg verdanke und der deshalb auf den Eachlage darstellende öffentliche Erklärung des Rechtsanwalts Mohr dem Namen des Regierungskandidaten hatte herstellen lassen, um in höchften Preis Anspruch habe. Er fand auch einen Unterstützer, antwortete die Regierung, ebenfalls in den Fabrikorten feststellen zu können, wer sozialistisch wähle; der aber die Mehrheit der Gemäßigten sagte sich von dieser Kampfeseiner öffentlichen Erklärung, daß der betreffende Zimmermeister ohne direkten" Herr Kreisdirektor, dem zeugeneidlich nachgewiesen wurde, daß er manier los und Burns antwortete dem guten Mann, es gäbe eine Auftrag der Regierung die Brücke abgefägt habe. Darauf den Drucker jener Bettel zu unwahren Aussagen gegenüber Gabe, die der Mensch besitzen müsse, und das sei die Fähigkeit, verleiten versuchte; griechische Geschenke zurückzuweisen. Er danke für die Ehre. hin ließ Mohr die Brücke wieder ausbauen. Nachdem dieselbe dem recherchirenden Polizeikommiffar zu gebrauchsfertig, wurde Mohr jedoch ein Schreiben des Ministeriums der Herr Kreisdirektor, bezüglich dessen selbst unser Dittatur minister von Buttkamer im Landesausschuß zugeben mußte, sugestellt, i el ch es ihm die Benuhung der Brücke unterMailand, 20. März. In den Tagen vom 18. bis 22. b. M. daß er seine Amtspflichten gröblich verletzt habe, dieser Herr Kreis agt und für jeden einzelnen Uebertretungsfall eine Strafe von direktor ist nicht etwa aus seinem Amte entfernt oder zur Strafe finden hier eine Reihe von Festlichkeiten statt zum Gedächtniß 50 M. androht. Hierauf antwortete Mohr nun mit vollständiger der fünf Märztage des Jahres 1848. Heute begaben sich Einstellung des Betriebes, sodaß infolge des mehr als wunderlichen versetzt, sondern zum Regierungsrath beim Bezir die Behörden und Vereine aus der Stadt und den Nachbarorten feierlichem Zuge mit 120 Fahnen Entscheids der Meininger Regierung, die ihre Luftlinie nun partout präsidium in Colmar befördert worden. Diese neueste nicht burch eine Brüde verunziren lassen will, 42 Familien- Maßregel unseres Gouvernements, die einen Schlag ins Gesicht der 20 Musikkorps von dem Kastell nach dem zum Andenken an väter brotlos sind. Die Entrüftung in Steinach und Um ganzen Bevölkerung Elsaß- Lothringens bedeutet, wirft wieder einmal Nach der letzten Nachricht hat ein grelles Schlaglicht auf den Geift, in welchem im Lande der Dif- Die 1848er Märstage errichteten Denkmal. Spalier. Am gegend ist deswegen allgemein. Rechtsanwalt Mohr wegen des Abfägens seiner Brücke Straftatur und Ausnahmegefeße„ regiert" wird. Die Wähler des Kreises gewaltige Menschenmenge antrag gegen den Finanzminister Biller und den Erstein- Wolsheim, deren staatsbürgerliche Rechte Herr Bencer so wurden Kränze niedergelegt; die Musik spielte dabei patriotische schmählich mißachtete, werden bei den bevorstehenden Reichstags: brach in Hochrufe aus. Weisen, die Fahnenträger senkten die Fahnen und das Publikum Bimmermeister Luthardt gestellt. wahlen darüber eine Quittung ausstellen, die dem Dittatur- Minister In Berlin war es etwas anders! faum gefallen dürfte. Spanien. hier fann " Desterreich. Schlucig. in Italien. bildete und Eine Denkmal - General Blanco verlangt die Nachfendung von Offi sieren nach Kuba. Nach einem über Key West aus Havana eingetroffenen Telegramm erfährt man aus authentischen Quellen, daß eine große Ver fammlung von Aufständischen unter den vornehmsten Führern im sich bemüht, ihnen in persönlichen Auseinandersetzungen die Autonomie Westen der Insel bei dem General Bando ftattgefunden habe, welcher anzubieten." Die spanische Regierung beauftragte die Leitung der Schiffswerft in Havre, den Bau des großen Panzerkreuzers Kaiser Karl V." nach Möglichkeit zu beschleunigen. Türkei. Weimarischer Laudtag.( Eig. Bericht.) Erst nach wochen langem Bemühen des Finanzausschusses gelangte das Lehrerbesoldungs. Die Wahehe in Deutsch- Ostafrika befinden sich doch im Gesetz im Plenum zur Berathung. Als Grundgehalt wurden 1000 n. für jeden feftangestellten Lehrer beschlossen, die Alterszulagen Aufftand. Kürzlich hatte man diese Mittheilung offiziös für un wurden nach je fünf Jahren bei fünf Stufen, viermal 200, und richtig erklärt. Jezt erhält aber die Voss. 3tg." aus Dar- es- Salaam in der letzten Stufe mit 100 m. fteigend, angenommen. Die Bestätigung der Nachricht. Die Debatten lieferten den Beweis, daß die Abgeordneten der linksstehenden Parteien der Volksschule weit sympathischer gegenüber stehen, wie die Herren auf der Rechten. Ganz aus dem Häuschen Gemeinde. athe im dritten Wahlkörper des ersten und achten Wiener Wien, 21. März. Bei den heutigen Ergänzungswahlen zum geriethen fie, als auf die politischen Anzapfungen des Herrn v. Boyneburg unser Vertreter, der Abg. Baubert, erklärte, Bezirkes wurden die beiden christlich- sozialen Kandidaten gewählt. jeder sein Licht leuchten laffen wie er will, Das Parteiverhältniß ist dadurch nicht geändert. aber die gehörten Ansichten des Abg. Boyneburg liefern aufs neue den Beweis, daß in ihrer Ansicht über den Sozialismus auch die Zürich, 20. März.( Eig. Ber.) Die ständeräthliche Kommission weimarischen Junker beschränkt sind. Der Forderung der Linken um weitere Aufbefferung der Lehrergehälter und einer damit Unfallversicherung, beendet, so daß sie in der Aprilfession hat ihre Berathung der Vorlagen, betreffend die Krankens und verbundenen Erhöhung der Ausgaben trat der Chef des vom Plenum des Ständerathes behandelt werden könnten. Das ge- türkische Regierung hat starke Truppenmassen in der Gegend von Finanz Departements, v. Rothe, mit dem Bemerken ent: schieht jedoch nicht. Erst in der Junifefsion follen sie an die Reihe Ueskueb konzentrirt und noch weitere Abtheilungen dorthin be= gegen, daß er dann seine Konsequenzen daraus ziehen werde. tommen, so daß darüber erst im Frühjahr 1899 die eventuelle Volks- stimmt. Da man schon längere Zeit davon munkelt, daß dem Herrn Staats- abstimmung stattfinden kann. Die Kommission hat an den Vorlagen, In Bulgarien nimmt die Erregung über die Entwickelung rath günstigere Auerbieten gemacht worden seien, nahin man diese wie sie aus dem Nationalrath hervorgegangen, verfchiedene Ber- der makedonischen Berhältnisse zut. Aus Sofia wird gemeldet: Ausführungen als ein„ Entweder- Oder" auf. Die namentliche Ab- befferungen vorgenommen. Sie erhöhte die Altersgrenze für den Hier trafen mehrere hundert makedonische Flüchtlinge ein, welche die ftimmung ergab: 19 Abgeordnete im Sinne des Herrn Departements Beitritt zu den öffentlichen Krantentassen von 40 auf 45 Jahre, Bustände in Makedonien in den düstersten Farben schildern. Chefs und 14 Abgeordnete dagegen. Ende dieser Woche findet ftellte die freien Strankenkassen vollständig den öffentlichen Kranken- Grausamkeiten der Türken gegen die Christen dauern fort und zwar in voraussichtlich die Vertagung des Landtages statt. faffen gleich, ertheilte den fantonalen Aufsichtsbehörden die Befugniß, ungefchwächter Weise, weshalb das makedonische Komitee beschloß, Der württembergische Sandtag, der seit einigen in besonderen Fällen die Auszahlung eines höheren Krankengeldes den Großmächten ein Memorandum zu überreichen, in welchem die als die normirten 60 pet. des Verdienstes auszuzahlen, beschloß die Zustände ausführlich dargelegt und die verübten Grausamkeiten. Zagen die Arbeit wieder aufgenommen hat, erledigte in In Makedonien verschlimmert sich die Situation. Die Die mit Einzelheiten und unter Namensnennung bekannt gegeben tages der polnischen sozialistischen Partei Russisch- Polens; bas von allgemeinem Interesse gegeben. Von den 5931 Besuchern des werden. Warschauer Zentral- Arbeiterkomitee ist der Herausgeber. Angesichts Sekretariats waren nur 1869 als Angehörige einer politischen oder Griechenland. der in Rußland herrschenden Verhältnisse befindet sich die Redaktion gewerkschaftlichen Organisation zu verzeichnen, die überwiegende Athen, 19. März. Nach einer Blättermeldung aus Bolo hätten in London( Josef Raniowsti, 119 Stepney Green Dwellings, Mehrheit aber( 4062) gehörten feiner solchen an. Die Ausfünfte zwei türkische Soldaten den katholischen Priester Dalezio, während Stepney London E). Swiatlo" foll vierteljährlich erscheinen, betrafen nach der Art des Rechtsstreits und der Rechtsbelehrung derselbe ein Tedeum anläßlich der Errettung des Königs celebrirte, zum Preise von 35 Pf. pro Heft. Unter den an der neuen Zeit 884 gewerbliche Streitigkeiten, 858 die Unfallversicherung, 521 die durch Bajonnetstiche ermordet. Der französische und der russische schrift betheiligten Mitarbeitern werden genannt: Ignaz Daszynsti, Invaliditäts- und Altersversicherung, 347 die Krankenversicherung, 163 betrafen Dienstverhältnisse und den Rest bildeten zumeist bürgerKonsul hätten energische Reklamationen erhoben. Der Metropolit St. Dzwon, St. Häcker, Jan Krzakiewicz u. a. von Volo beschloß, daß die Feier des Leichenbegängnisses in der liche Rechtsstreitigkeiten. orthodoxen Kirche abgehalten werden solle. Die ganze griechische Geistlichkeit wird an der Feier theilnehmen.. Amerika. Diese Maßregel fommt natürlich in erster Linie den Aufständi schen auf Ruba zu gute. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. Ausland. Der Wiener Handschuhmacherstreik greift weiter um sich. Seit Sonnabend haben sich die Arbeiter einer großen Firma Zum Streit der Berliner Fabrikschuhmacher! Die Washington, 19. März. Das RepräPentantenbaus Fabrikanten hatten den Vertretern der Arbeiter stets erklärt, daß sie( 55 Mann) dem Streit angeschlossen; dagegen haben eine Anzahl nahm einen Beschluß- Antrag auf Herabsezung der Import- nicht gewillt feien, an der neunstündigen Arbeitszeit und an den anderer Firmen die Forderungen bewilligt. 3ölle auf Kanonen und Munition und Ausrüstungsmaterial Lohnsätzen zu rütteln. Wie sehr die Arbeiter Recht hatten, an Die Eisen- und Metallgieker im Triester Lloyd Arsenal für Kriegsschiffe an. diesen Zusicherungen zu zweifeln, geht daraus hervor, daß der sind noch immer ausständig. Die Versuche, Ersatzkräfte aus Italien Fabrikant M auf jetzt, nachdem die Sperre über seine Fabrik auf- und Istrien heranzuziehen, sind gescheitert. gehoben ist, sofort die zehnstündige Arbeitszeit eingeführt hat. Es - 3um Untergang ber Maine". Wie der New war von den Arbeitern stets und ständig darauf hingewiesen worden, Streit provozirt worden durch die Entlassung von zwei ArDie Pariser Goldschläger sind zu einem Solibaritäts. York Herald" aus Washington meldet, foll Präsident Mc Kinley daß, wenn es den Fabrikanten gelänge, ihre Drganisation beiterinnen, die das Verbrechen begangen hatten, in einer Verpositive Kenntniß davon besigen, daß der Bericht der Kommission unschädlich zu machen, die Errungenschaften vom Jahre 1896 in nachweise, die Zerstörung der„ Maine" sei durch äußeren Einfluß Frage gestellt würden. Immer deutlicher treten die Bestrebungen sammlung der Goldschläger- Gewerkschaft für die Wiederwahl des den Unternehmern verhaßten Vorsitzenden einzutreten. Der feit erfolgt. Es werde gegenwärtig eine Note über diesen Gegenstand an der Fabrikanten hervor. Nicht um die geringfügigen Forderungen bisher( 17. März) Spanien und eine Botschaft an den Kongreß vorbereitet. Eine Depesche handelt es sich, diese könnten die Fabrikanten getrost bewilligen, sie einigen Tagen begonnene Streit umfaßt 400 Gewerkschaftsmitglieder. Die Gewerkschaft fordert ledigdes New York Herald" aus Havana, welche über Keywest eingegangen hätten keinen Schaden dadurch. Nein, die Organisation muß fallen lich die Wiederanstellung der zwei Gemaßregelten und ist, beschäftigt sich mit dem gleichen Gegenstand und sagt, oder zur Bedeutungslosigkeit herabgedrückt werden, damit die die Aufrechterhaltung der bisherigen Löhne. Die Unter das erste offizielle Zeichen, daß die Explosion auf der Maine" Fabritanten freie Hand haben, Lohn- und Arbeitsverhältnisse nach nehmer fuchen nämlich die Gelegenheit für Lohnherabsehungen durch einen äußeren Einfluß hervorgerufen worden und die Kom- Willkür festsetzen zu können. Mit welchen Mitteln die Fabrikanten arbeiten, mission in diesem Sinne Beschluß gefaßt habe, sei die Anweisung davon ein Beispiel: In zwei Fällen wurden arbeitsuchende Schuh- auszunutzen. Sie berufen sich neben der Konkurrenz der Provinz namentlich auf die deutsche Konkurrenz, welche das frühere an den Kommandanten der Maine", Sigsbee, in den aktiven Dienst macher durch den Arbeitsnachweis der Fabrikanten nach ausständigen Monopol der Pariser Goldschläger- Industrie vernichtet hätte. Die zurückzukehren. Wenn der Kommissionsbeschluß anders gelautet Fabriken geschickt. Als dieselben jedoch erfuhren, welchen Zwecken sie Streifenden erkennen dieses Argument nur insoweit an, als sie deshätte, würde das bedeuten, daß Sigsbee vor ein Kriegsgericht gestellt dienen sollten, trugen sie den Arbeitsnachweisschein zurück und verlangten halb auf eine Erhöhung der gegenüber früheren Jahren gefunkenen ihre Papiere wieder. Der Leiter des Arbeitsnachweises verweigerte Einer New- Yorker„ Dalziel" Drabtung zufolge führt der Unter- jedoch die Herausgabe derselben und erklärte, die Fabrikanten hätten schlägerei ihre fünstlerische Ueberlegenheit eingebüßt hätte. So wurden öhne verzichten. Im übrigen bestreiten sie, daß die Pariser Goldfuchungsbericht über das Unglück auf der" Maine" aus, daß die beschlossen, jeden, welcher den Schein zurückbringt, zu verklagen( 3) schlägerei ihre künstlerische Ueberlegenheit eingebüßt hätte. So wurden bie Vergoldungsarbeiten für das neue Reichstagsgebäude von Pariser erste Explosion außerhalb des Schiffes durch eine Mine oder und 6 Wochen lang vom Arbeitsnachweis zu sperren. ein Torpedo erfolgte. Die zweite Explosion im Innern wurde Firmen ausgeführt. In der Versammlung vom 16. März wurde durch die erste verursacht. Der Bericht stelle nicht fest, wer für das die Fortsetzung des Streikes beschlossen und jede Aenderung der Lohntarife verworfen. Unglück verantwortlich sei. " werden müsse. Dagegen meldet das Reuter'sche Bureau" aus Washington: Der offizielle Bericht der Untersuchungskommission über die Kata strophe auf der„ Waine" ist noch nicht erschienen. Derfelbe ist erst Sonnabend Abend aus Keywest abgegangen. Parlamentarisches. Die dritte Lefung der Militär- Strafgerichts Ordnung im Plenum des Reichstages wird erst nach Beendigung der Osterferien auf die Tagesordnung gesetzt werden. Der im Abgeordnetenhause eingebrachte Antrag Ring, betreffend die Viehseuch en u. f. w., ist bis nach Beendigung der Statsberathung zurückgestellt worden. Die Antragsteller haben sich damit einverstanden erklärt. Dank. der In den letzten Tagen haben wieder in verschiedenen Städten im Neich Schuhmacher- Bersammlungen stattgefunden, die sich mit den Berlinern solidarisch erklärten. In Dresden, Leipzig, Waldheim, Pegan, Groitsch haben die Schuhmacher be= schlossen, 5 bezw. 10 pCt. vom Wochenverdienst den Streikenden zu übermitteln. Die Schuhmacher von Hamburg, Magdeburg und Burg haben ebenfalls Unterstützung in Aussicht gestellt. Internehmer- Verbände. Die Berliner Schneidermeister in der Ronfettion wenden Gewerkschaftshaus. Durch die Berliner Preffe geht eine fich gegen diejenigen Konfektionsfirmen, welche die Arbeitslöhne erft Notiz über das sozialdemokratische" Gewerkschaftshaus, die außer dem Gewerbegericht getroffenen Vereinbarung. Die Meister haben am Montag statt am Sonnabend auszahlen, entgegen der f. 3. vor Mittheilungen die wir schon im Herbst vorigen Jahres brachten, Beschwerde bei der Fünfzehner Kommission der Berliner Dameneine ganze Reihe erfundener und unsinniger Behauptungen enthält. Indem wir auf unsere früheren Ausführungen verweisen, erinnern mäntel- Fabrikation gegen eine Anzahl hervorragender Firmen erhoben. Die Kommission hat die betreffenden Häuser brieflich ersucht, den vor wir vor allen Dingen daran, daß die Gesellschaft damals erklärte: Die Kommission hat die betreffenden Häuser brieflich ersucht, den vor „ Die weitere Entwickelung der Angelegenheit wird voraussichtlich Die Meister würden sonst das Gewerbericht wieder anrufen. Die dem Gewerbegericht eingegangenen Verpflichtungen nachzukommen. feine allzu schnelle fein, die Gesellschaft ist schon jetzt begründet worden, um einen festen Kreis von sachkundigen Leuten zu schaffen, Mehrzahl der Firmen wird dem Ersuchen Folge leisten. Nur eine der die einschlägigen Fragen einer erneuten gründlichen Prüfung an große Firma am Hausvoigteiplah( der Name ist uns nicht an der Hand der praktischen Verhältnisse unterzieht, gegebenen Falles gegeben) hat geantwortet, daß die Forderung für sie nicht maßaber auch sofort eine günstige Gelegenheit ausnüßen kann." Wir gebend sei. Ihre Schneidermeister hätten sich schriftlich damit einkönnen mittheilen, daß Geschäftsführer und Verwaltungsräthe der verstanden erklärt, die Arbeitslöhne wie bisher Montags zu er Gesellschaft nach beiden Richtungen hin unausgesetzt thätig sind. balten. Mithin läge keine Veranlassung vor, von diesem Brauch Wenn bisher endgiltige Beschlüsse noch nicht gefaßt werden konnten, abzugehen. so erklärt sich das zur genüge aus der Neuheit und des vorausNach meiner Entlassung aus dem Gefängniß find mir rührenden, geradezu überwältigenden persönlichen Begrüßungen hier nicht zu gedenken von Freunden und Genossen, sowie von Versichtlichen Umfanges des Unternehmens und den daraus entstandenen Schwierigkeiten. einen, Voltsversammlungen it. s. w. aus allen Theilen Deutschlands und auch aus anderen Ländern so zahlreiche Zuschriften und Telegramme der Sympathie zugegangen, daß es mir nicht möglich ist, die Zuschriften und Telegramme einzeln zu beantworten. die Deutsches Reich. Soziales. Die Verwaltungen und Lagerhalter 2c. der fächsischen Ich sage daher hiermit all diesen Freunden und Genoffen meinen herzlichen, tief empfundenen Dant, in den ich auch alle, die mir ihre Sympathie persönlich bekundeten, ohne daß ich Ihnen zu danken in der Lage war, ebenso wie namentAuch der letzte Angeklagte in dem Beuthener Geheimbunds: 1. Januar lich noch die Parteipresse einbegreife, die mir so freundliche prozei vom vorigen Jahre, der Uhrmacher Eduard Tusker, Willkommgrüße zugerufen hat. Die vier Monate der Haft gegen den die Verhandlung vertagt worden war, ist nun frei übrigens durchaus anständig vollstreckt worden ist haben mir gesprochen worden. Drei Straffammer- Verhandlungen und eine Gelegenheit zum Ausruhen, zum Lernen und zur Sammlung gegeben. Reichsgerichts- Verhandlung und keine Verutheilung. War der ganze Und daß die„ Sammlung" besser gelungen ist, als meinem ehe- langwierige und fostspielige Prozeß nöthig? maligen Bundesbruder Miquel, das boffe ich durch meine Thätigkeit im kommenden Wahlkampf zu beweisen. Nochmals Dank! Tausend Dant! Mit sozialdemokratischem Gruß Berlin, 21. März 1896. 28. Liebknecht. Wahlbewegung. Im Rottbuser Kreise haben die Freifinnigen beider Linien ben Berliner Professor Dr. Dertmann aufgestellt. In Liegnig Haynau haben die Konservativen den Guts besizer Hornig aufgestellt. In Halle a. S. hat sich die Freifinnige Volkspartei für Kandidatur des Fabrikanten Schmidt erklärt. Oberstlieutenant v. Egidy soll sich um eine Kandidatur Elberfeld bewerben. die in Im Magdeburger Baugewerbe sind die Verhandlungen der drei Lohnkommissionen mit dem Vorstand des Arbeitgeber- Verbandes gefcheitert. Der lettere besteht auf der Durchführung feines Tarifs, was gleichbedeutend mit einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen ist. Der Verband der Zimmerer weist in seiner Abrechnung vom Konsumvereine hielten am Sonntag in Dresden eine gemein vierten Quartal eine Einnahme von 29 348,04 m. und eine Aus- schaftliche Versammlung ab, wo über die Verbesserung der Arbeitss gabe von 18 205,49 W. auf. Mit dem Bestand der Hauptkasse und verhältnisse der Konsumvereins- Angestellten berathen wurde. Die der Lokaltasse beläuft sich das Vermögen des Verbandes auf Konferenz nahm eine von den beiderseitigen Kommissionen vor 84 095,22 m. geschlagene Resolution an, worin den Konsumvereinen em pfohlen wird, die Arbeitsbedingungen ihrer Personale bis 1900 1. a. auf grund folgender Beschlüsse neu zu regeln: Einführung des Achtuhr- Ladenſchluſſes; Geschäfts= schluß an Sonn- und Feiertagen; die wöchentliche Geschäftszeit darf 78 Stunden nicht überschreiten; Gewährung einer zweistündigen Mittagspause in der Zeit von 11 Uhr vor bis 3 Uhr nachmittags; Gewährung einer Ausgehzeit von zwei halben oder einem ganzen age monatlich oder an dessen Stelle jährlich 1 Woche Urlaub; die Höhe des Umsatzes darf pro Arbeitskraft( Lagers halter, Markthelfer, Kassirerin, Verkäuferin, Arbeitsmädchen oder Arbeitsfrau) 2500 W. monatlich nicht überschreiten, wobei etwaiger Umsatz im Markengeschäft jedoch nicht eingerechnet wird. Gehaltszahlung nach Prozenten ist nicht statthaft. Die Drei Freisprechungen Angeklagter hatte die Gewerkschafts- Lagerhalter sollen, außer freier Wohnung oder Miethsentschädigung, bewegung in Wagdeburg dieser Tage zu verzeichnen. In der ersten an Gehalt monatlich mindestens bekommen: Lagerhalter 1. Klasse Sache handelte es sich um einen groben Unfug, der durch Verhängung 130 M., Lagerbalter 2. Klasse 110 M., Lagerhalter 3. Klasse 90 M. einer Sperre begangen sein sollte. Das Schöffengericht hatte bereits Das Gehalt soll während der ersten fünf Jahre jährlich in Klassen um 60 M. fteigen und nach zehnjähriger soll das höchste Gehalt betragen in der auf Freispred ung erkannt, die in der Berufungsinstanz bestätigt allen wurde. Der zweite Fall betraf die Einreichung des Mitglieder Dienstzeit m., in der 2. Klaffe 1800 M., in verzeichnisses des Gauverbandes der Bildhauer. Das Schöffen. Klasse 2000 gericht hatte auf 15 M. Strafe erkannt, von der Berufungsinstanz der 3. Klaffe 1500 M. Die Kaution soll die Höhe von 500 M. wurde das Urtheil aufgehoben und die Freisprechung ausgesprochen. nicht übersteigen und zu dem landesüblichen Zinsfuße verzinst Im dritten Fall wurde gleichfalls in der Berufungsinstanz vor der werden. Für die Kündigungsfrist sollen die handelsgesetzlichen Be Straffammer wegen einer nicht angemeldeten Versammlung, in der Stimmungen maßgebend sein. Das Intereffe der Lagerhalter wird aber feine öffentlichen Angelegenheiten erörtert wurden, die Frei noch durch eine Reihe anderer Bestimmungen( z. B. Einführung der sprechung verfügt. Manko- Bergütung) wahrgenommen. Sofern Vereine bessere Arbeitsbedingungen gewähren, als in den Beschlüssen der Konferenz gefordert wird, dürfen sie eine Schmälerung ihrer besseren Arbeitsbedingungen nicht vornehmen. Zur Durchführung dieser Beschlüsse und zur Beilegung von Differenzen aller Art sollen Schiedsgerichte gebildet werden. Jm vierten naffauischen Wahlkreise stellen die Nationalliberalen für den nicht mehr kandidirenden Abg. Fint den Landtags- Abgeordneten Schaffner als Reichstags- Kandidaten auf. Ju München wollen die Freifinnigen wieder mit den Nationalliberalen zusammengehen. Das Zentrum hat im zweiten Münchener Ausstand. Wahlkreis Dr. Heim aufgestellt. Die Stuckatenre in Hannover befinden sich seit gestern im Zuzug ist fernzuhalten. Arbeiterfreundliche Blätter werden ersucht, vorstehendes bekannt zu geben. Ueber die Einwanderung galizischer Arbeiter wird uns aus Oberschlesien geschrieben: Der Wahlkreis Fürth Erlangen wird der heißumstrittenfte Kreis in ganz Bayern werden. Der Freifinn ist Streifbrecher find 24 bis 28 zu verzeichnen auch sollen in einem Der Malerstreik in Wiesbaden umfaßt 319 Streikende. durch die Aufstellung einer nationalliberal- bauernbündlerischen Kandidatur schwer in die Klemme gerathen, so daß er es kaum Geschäft zwei Soldaten beschäftigt werden. Galizier tommen in diesem Frühjahre wieder schaarenweise nach mehr zur Stichwahl bringen wird. Er sucht sich nun durch intensive Die Maurer in Köln haben beschlossen, den Lohntarif nom Oberschlesien, besonders nach dem Induſtriebezirt, um Arbeit zu Agitation seinen gefährdeten Besitzstand zu erhalten. Aber auch vorigen Jahre zur Durchführung zu bringen. Danach währt die Arbeits- fuchen. Sie werden gern angenommen, da sie mit sehr niedrigen unsere Partei ist nicht müßig und agitirt namentlich auf dem Lande zeit von 7 bis 7 Uhr mit anderthalbstündiger Mittagspause, 2 Stunde Löhnen zufrieden sind. Nur gelegentlich machen die Behörden sehr fleißig. Die Stimmung ist für uns die denkbar günstigste, nicht Frühstück und 1/2 Stunde Vesper; der Stundenlohn wird von 43 Schwierigkeiten bei der Erlaubniß, Galizier zu beschäftigen. Noch nur bei den Arbeitern, sondern auch bei Handwerkern und Bauern, auf 45 Pf. normirt. Neberstunden sollen mit 20 pet., Nacht- und Schwierigkeiten bei der Erlaubniß, Galizier zu beschäftigen. Noch so daß wir hoffen dürfen, unseren Kandidaten, den Genossen Sonntagsarbeit mit 50 pCt. bei Hochbauten, für Wasserbauten 60 pet. täglich vorkommen, aber durchaus nicht viel Personen bes fyftemloser verfahren sie bei den Ausweisungen, die zwar fast Segi, schon im ersten Wahlgange gewählt zu sehen. pro Stunde bezahlt werden. Die Lohnkommission wurde beauftragt, treffen. Die an einem Punkte über die Grenze geschafften Im bayerischen Kreise Deggendorf beabsichtigt das die Forderungen sofort den Meistern zu übermitteln, um bis zum Personen kommen ausnahmslos an einem anderen Bunfte Zentrum den Ziegeleibefizer Muggenthaler, der Bauernbund den 1. April einen Ueberblick zu gewinnen. der Grenze wieder herein. Trotzdem beginnen österreichische Blätter Dr. Raginger aufzustellen. der Grenzdistrikte sich bereits über die Ausweisungen der Galizier Der Bergarbeiterausstand in Plauenschen Grunde Einen Aufruf an die Frauen beabsichtigen die Führe Säuichener Steinfohlenwerte hat größere Dimensionen an zu beschweren und ihre Regierung aufzufordern, Gegenmaßregeln zu rinnen der bürgerlichen Frauenbewegung aus Anlaß der bevorgenommen und zwar infolge des Verhaltens der Direktion. Seit ergreifen. Von Jahr zu Jahr ist die Zahl der galizischen zu. stehenden Reichstagswahlen zu veröffentlichen. Es soll darin an Sonnabend früh sind die Belegschaften aller drei Schächte zirka wanderer in Oberschlesien gestiegen, von 1892 1896 von 1902 bis die Frauen aller Berufsstände die Aufforderung gerichtet werden, 260 Mann ausständig. Die Forderungen sind: Wiedereinstellung auf 4360( nach den Berichten der Fabrikinspektoren); es ist indent angesichts der Unmöglichkeit einer direkten Wahlbetheiligung, mittelbar ihren Einfluß zu gunsten einer Erweiterung der Frauenrechte bei eines gemaßregelten Häuers, Beseitigung der Ueberschichten, 25 pet. mehr als fraglich, ob diese Bahlen auch nur einigermaßen zu Lohnzuschlag für Sonntagsarbeit, und eine kleine Lohnerhöhung. verlässig sind. Die Kontrolle über die Galizier ist selbst in den Wahlen geltend zu machen. Die Reichstagskandidaten sollen Die Ausständigen erwarten und hoffen auf materielle Unterstüßung Industriebezirk äußerst mangelhaft, wie erst in rein ländlichen bezüglich ihrer Stellungnahme zur Vertretung der speziellen weib lichen Jut ereffen in öffentlichen Boltsversammlungen interpellirt und von auswärts, vor allem seitens ihrer Kollegen Deutschlands. Sen- Gegenden! von ihnen die Unterstützung folgender Mindestforderungen verlangt dingen find zu richten an Hermann Drechsler, Bergmann, werden: 1. Einführung der weiblichen Fabrikinspektion; 2. Freigabe Neuvelschhuse, Bez. Dresden. der Hochschule und der sogen, gelehrten Berufe für das weibliche In Mannheim find in der Schuhfabrik von Nahm u. Kuhn Depeschen und letzte Nachrichten. Geschlecht; 3. größere Berücksichtigung der Rechte der Frau als Differenzen ausgebrochen. Gattin und Mutter im Bürgerlichen Gesetzbuch; 4. erhöhter Schuh der arbeitenden Frauen und 5. Bekämpfung der Unsittlichkeit." Partei- Nachrichten. " " Mannheim, 21. März.( W. T. V.) Das hiesige SchöffentDas Stuttgarter Arbeiterfekretariat bat feinen erften gericht verurtheilte, wie die Neue Badische Landeszeitung" meldet, Geschäftsbericht veröffentlicht, der sich, da das Juftitut im März den Tenoristen Abel wegen Hausfriedensbruches und Körperverlegung, vorigen Jahres ins Leben gerufen wurde, auf die gebu Monate bis begangen an der Rezensentin Richard, zu einer Gesammtgeldstrafe zum Schluß des Jahres erstreckt. Der Bericht enthält eine Ueber- von 800 m. Paris, 21. März.( W. T. B.)( Deputirtenkammer.) Der An ficht der gesammten Thätigkeit des Bureaus und enthält manche praktischen Winke auf dem Gebiet der Arbeiterversicherung. Ueber trag auf Wiedereinführung des Listenskrutiniums wurde, nachdem den Umfang, den die Thätigkeit des Eekretariats angenommen der Minister des Junern Barthou gegen denselben gesprochen hatte, hat, geben folgende Zahlen Aufschluß: Danach betrug die mit 355 gegen 174 Stimmen abgelehnt. welchen sich noch London, 21. März.( W. T. B.) Bei der Station Saint- John Eine nene polnische populär wissenschaftliche Zeitschrift Bahl der mündlichen Auskünfte 5931, des Sozialismus wird unter dem Namen ,, Swiatlo"( Licht) 713 schriftliche Auskünfte beigefellten, so daß insgesammt 6644 Aus( London) fuhr heute bei Nebel der Schnellzug aus Hastings in einen vom 1. April d. J. ab in London erscheinen. Die Herausgabe tünfte zu verzeichnen sind. Durch die Tagwacht", im Brief- ihm voraufgegangenen Zug aus Tunbridge. Von den Reisenden des dieser Zeitschrift ist die Ausführung eines Beschlusses des IV. Partei- taften des Arbeiter- Sekretariats, wurden insgesammt 311 Auskünfte letteren Zuges wurden drei getödtet und mehrere verletzt. In die Redaktion der Mecklenburgischen Volkszeitung" in Rostock tritt diese Woche der Parteigenosse F. Starosion aus Berlin ein. : Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen_u. interhaltungsblatt. Nr. 68. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 22. März 1898. Reichstag. 66. Sigung. Montag, 21. März 1898, 12 Uhr. Am Bundesrathstische: v. Posadowsky, v. Goßler. Die zweite Etatsberathung wird fortgesetzt bei dem seinerzeit zurückgestellten Titel des Extra Ordinariums des Reichsamts des Innern, betreffend den Bau eines Präsidialgebäudes für den Reichstag( zweite Rate 300 000.). 3 Der Berichterstatter Abg. Singer( Soz.) empfiehlt unveränderte Annahme des Titels. Die Forderung wird darauf bewilligt. Es folgt der Gtat des allgemeinen Pensionsfond 3. Die Kommission beantragt folgende Resolution: " Den Reichskanzler zu ersuchen, über die auffallende Zunahme und Ungleichheit der in den einzelnen Kontingenten gewährten Invalidenpenfionen dem Reichstage eine nähere Darlegung zugehen zu lassen." Nach kurzer Debatte, in der Generallieutenant v. Viebahn sich bereit erklärt, diese Auskunft zu geben, und Graf Vikthum v. Eckstädt eine Denkschrift der sächsischen Regierung über diesen Bunft in Aussicht gestellt hat, wird die Resolution angenommen und der Etat des Pensionsfonds bewilligt. " = Es folgt der Etat des Reich 3 Invalidenfonds. Hierzu beantragt die Kommission folgende Resolution: Den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, die Mittel, welche zur Gewährung der Beihilfe von 120 M. an alle nach dem Gesetz vom 22. Mai 1895 Artikel III als Anwärter anerkannten Veteranen fehlen, durch einen Nachtragsetat für das Rechnungsjahr 1898 nach zufordern." werden. Abg. Graf v. Oriola( natl.) beantragt, den Reichskanzler zu ersuchen, dem Reichstage baldthunlichst einen Gefeßentwurf vor zulegen, durch welchen unter Berücksichtigung der gesteigerten Roften der Lebenshaltung, den berechtigten Wünschen der Militärinvaliden Rechnung getragen werden soll. Es sei längst ein Leitfaden durch den Irrgarten der Militärinvaliden- Gefeßgebung in Aussicht gestellt, aber bis jetzt habe man noch nichts davon gemerkt. Sollten die Mittel des Reichs- Invalidenfonds nicht ausreichen, so müssen Mittel aus anderen Fonds bewilligt werden.( Bravo! links.) Abg. Baumbach( Rp.) meint, in den letzten Jahren sei befonders durch kaiserliche Gnade viel für die Invaliden gethan. Die Ungleichheit in der Berücksichtigung müsse jedoch beseitigt werden. Abg. Werner( Reformp.): Die Mittel zur Unterstützung der Jnvaliden tönnten durch eine allgemeine Wehrsteuer aufgebracht Abg. Graf Noon( t.) meint, die Unzufriedenheit in den Kreisen der Jnvaliden sei unberechtigt. Abg. Friken Düsseldorf( 8.) wünscht eine Vereinfachung der Militärinvaliden- Gesetzgebung und Zusammenstellung der in den verschiedenen Bundesstaaten geltenden Bestimmungen. Abg. Prinz zu Schönaich- Carolath( wildliberal) schließt sich diesem Wunsche au. Abg. Dr. Förster( wild- antisemitisch) erklärt, die Resolution Oriola fordere nur das allernothwendigste. Ehe man Feste veranstalte und Denkmäler fete, müsse für die Invaliden gesorgt werden. Abg. Rickert( frf. Wg.): Bei der zuerkennung der Penfionen dürfe nicht schematisch vorgegangen werden, sondern die Eigenart der einzelnen Fälle müsse mehr berücksichtigt werden. Vor allem sei 8. B. die Erhöhung der sogenannten Verstümmelungszulage wichtig. Eine Wehrsteuer zur Deckung der Kosten sei verfehlt, das beste Mittel sei eine progressive Reichs- Einkommensteuer. = Damit schließt die Diskussion; beide Resolutionen werden einftimmig angenommen. Der Etat über den Reichs Jnvalidenfonds wird genehmigt. Die Forderung zur Vervollständigung des deutschen Eisenbahnnetes im Interesse der Landesvertheidigung wird debattelos bewilligt. Es folgt der Etatstheil für das Reichs. Eisenbahnamt. Derselbe wird gleichfalls debattelos genehmigt. Bu dem folgenden Punkt: Verwaltung der Eisen bahnen liegt folgende Resolution der Rommission vor: Den Herrn Reichstanzler zu ersuchen, dafür zu sorgen, daß die Beseitigung der Betriebssekretärstellen nicht durch die Ernennung neuer Betriebsfetretäre verzögert werde. Abg. Dr. Hammacher( natl.) fragt an, ob die Kontrolle nur durch die beiden untergeordneten Beamten vorgenommen wird, oder ob noch ein hoher Beamter eine Oberkontrolle ausübe Staatssekretär v. Podbielski bestätigt, daß noch ein höherer Beamter die Kontrolle des Tresors ausübt. Kompetenz und die der Regierung streng auseinanderhalten. Gewisse dort üblich sind, auszulassen, sowie auch um Mittheilung der Höhe Billigkeitsgründe sprechen trotzdem für die Petenten; es find des Verlustes. 50. bis 60 jährige Leute, die starke Familien haben. Deshalb habe Staatssekretär v. Podbielski: Die Scheine stammen sämmtlich ich in der Kommission den Antrag gestellt, diesen Leuten eine von einem Druck her, der am 14. Januar 1897 hergestellt ist; es ist Bulage zu gewähren. Ich habe nicht den Muth, den Antrag offenbar dem Oberfaktor gelungen, eine Anzahl von Ausschußscheinen hier zu wiederholen, da er in der Kommission abgelehnt ist. Ich bei feite zu schaffen; ihre Anzahl kann ich nicht angeben, sie läuft werde aber für den Antrag Bebel stimmen. jedenfalls nicht in die Millionen. Ihr Papier und ihr nur die Nummer ist durch einen Handels. Abg. Werner( Reformp.) schließt sich dem Antrage Bebel Druck ist echt, durchaus an. Den alten Beamten brauche die Ablegung eines Examens stempel aufgedrückt. Es gehört übrigens eine ganze Summe nicht zugemuthet werden. von Zufällen dazu, um so etwas möglich ชิน machen; Abg. Rickert( frf. Bg.): Daß sich die Verwaltungsbehörde Ab. da sind offenbar die Scheine beim Durchlochen der fehlerhaften fchriften von den an uns gelangenden Petitionen machen läßt, ist Scheine nicht mitgelocht worden; ferner hat der Faktor fich von verfaffungswidrig und durchaus unzulässig. Wir müssen jezt Maß dem zufällig erkrankten Beamten den Schlüssel des Tresors zu verregeln dagegen treffen. Ich hoffe, die Regierung wird gegen die schaffen gewußt, in dem wiederum zufällig die fehlerhaften Scheine, Beamten auch wegen des Tones nicht einschreiten, da sie auf unzu- die sonst nicht mit hineinkommen, sondern verbrannt werden, ein lässige Weise in den Besitz der Unterschriften gelangt ist. Die geschlossen waren, und Die geschlossen waren, und endlich hat er die Packete, aus Verwaltung greift überhaupt zu sehr in die Freiheit der einzelnen denen die Scheine entnommen waren, sich selbst zum DurchBeamten ein, fie hindert sie an dem Beitritt zu Vereinen und warnt zählen zuzuschieben gewußt. Nur durch diese außerordentlichen fie, bestimmte Blätter zu halten. Bufälligteiten war es möglich, daß einmal weniger Scheine Abg. Singer( Soz.): Wenn die Reichstags- Berwaltung es hätte verbrannt worden sind, als verbrannt werden sollten. Zu einer wiffen können, daß mit den Mittheilungen ein derartiger Mißbrauch besonderen Beunruhigung liegt somit kein Anlaß vor. Uebrigens getrieben werden würde, hätte sie gewiß die Petition nicht aus besitzt der Beschuldigte außer der aufgefundenen Summe noch ein geliefert. Nachdem es aber nun einmal geschehen ist, ist es auch ziemlich bedeutendes Vermögen. Es wird aber die Reichsbank durch nothwendig, daß festgestellt wird, ob überhaupt für die Regierung diefen Diebstahl wohl kaum nennenswerthen Schaden erleiden. Veranlassung vorlag, in Zorn und Entrüftung über den Inhalt der( Zweifel rechts.) Jawohl, denn eine folche Verfettung von Zufällen Petitionen zu gevathen. Es wird hier immer so gethan, als handle fann wohl an einem einzigen Tage einmal paffiren; es ist aber zu es sich um ganz respektwidrige Ausdrücke in den Petitionen, während unwahrscheinlich, daß alle diese Umstände noch einmal aufammender Ton der Petitionen an sich gar keinen Grund abgiebt, gegen treffen. die Beamten vorzugehen. Die Beamten erheben allerdings den Vorwurf gegen die Verwaltung, daß auf ihre Kosten Ersparnisse im Besoldungs- Etat gemacht werden. Diese Behauptung aber entspricht nur den Thatsachen. Die Herren verrichten bei niedrigerem Gehalt die Arbeiten, für welche im Besoldungs- Etat Beamte mit höherem Gehalte vorgesehen sind. Es wird also die Differenz zwischen beiden Abg. Graf v. Arnim( Rp.): Ich habe die Anfrage nur gestellt, Gehaltstlaffen gespart. Der Vorwurf ist also durchaus begründet. Es um eine Beruhigung für die Personen hervorzurufen, die Antheile heißt dann weiter in der Petition: Wir verwahren uns dagegen, daß an der Reichsbaut haben. Die Kontrollvorschriften werden hoffent Beamten, die 25 bis 30 Jahre im Dienst sind, noch eine Prüfung lich, wenn nöthig, noch schärfer werden. auferlegt wird, um sich dadurch die Befähigung zu einer Arbeit Abg. Dr. Hammacher( natt.): Die Hauptache an der ganzen herzustellen, welche von ihnen bereits seit einem Menschenalter ge- Sache ist, daß nicht falsche Banknoten im Umlauf find, leistet wird. Und es wird weiter darauf hingewiesen, daß innerhalb das würde unsern Kredit schädigen( Sehr richtig), der Beamtenkreise über dieses Verlangen Worte des heftigen Un- Diebstahl kommt gar nicht in betracht. Es empfiehlt sich willens gefallen sind. Das ist also das ganze Verbrechen der Be- vielleicht doch, daß ein Direktor der Reichsschulden amten. Ich hoffe, die Mehrheit wird nun den Vorwurf nicht auf- Rommission eine Kontrolle über das Durchstanzen ausübt. Ich bin recht erhalten, daß sich die Beamten im Ton vergriffen haben. Der seit Jahren Mitglied der Reichsschulden- Kommission, habe an Vertreter der Regierung hat ausdrücklich den Zon in der Petition Dußenden von Verbrennungsprozessen theilgenommen, aber ob die als Grund für die Strafverfügung angegeben, aus dem Wortlaut Scheine sämmtlich durchstanzt waren, weiß ich nicht.( Heiterkeit.) der Verfügung ist das nicht ohne weiteres zu entnehmen. Staatsekretär v. Podbielski: Es wird jeder einzelne Schein Ich will aber den Worten des Regierungsvertreters glauben tontrollirt, über jedes Stückchen Papier muß Rechenschaft gelegt und annehmen, daß die Reichs Eisenbahn Berwaltung werden. Jetzt wo das Kind in den Brunnen gefallen ist, werden nicht so tief gesunken ist, um das Petitioniren an sich unter Strafe wir ja noch weitere Vorsichtsmaßregeln ergreifen. stellen zu können. Bei der dritten Lesung des Etats wird hoffent. Die Diskussion wird geschlossen, der Etat des Bankwesens lich der Präsident der Reichs- Eisenbahn- Berwaltung hier persönlich bewilligt, ebenso debattelos der Etat Ueberschuß aus dem erscheinen. Ich möchte an die Regierung die Fragen richten, erstens Münzwefen." wie sie dazu kommt, sich das Material der Reichstags- Petionen aus liefern zu lassen und ob das in anderen Ressorts auch Mode ist. Zweitens ob es wahr ist, daß die elsaß- lothringische Regierung alle die Beamten, welche an den Reichstag petitioniren, grundsäßlich bei der Vertheilung von Remunerationen übergeht? Wenn so verfahren wird, dürfte den Beamten die Lust am Petitioniren bald vergehen. Das Petitionsrecht der Beamten darf aber nicht eingeschränkt werden, denn es ist beinahe das einzige Recht, was der Beamte noch hat. Wir sind es nicht nur den Ueber den Verlauf der Märzfeier liegen heute zahlreiche Beamten sondern auch uns, dem Reichstag, schuldig, daß bei uns Meldungen vor, die insgesammt den Eindruck erwecken, daß die das Petitionsgeheimniß gewahrt wird. Die Beamten haben mit Feier in imposanter, würdiger Weise verlaufen ist ein Eindrud, wahrer Lammesgeduld ihr Geschick getragen, der Ton in der Petition der auch dadurch nicht verwischt wird, daß an einigen Orten, beist nur eine Folge der ihnen widerfahrenen Behandlung. Der Reichs: sonders in Sachsen die Polizei störend eingriff. In allen Versamm tag ist nicht in der Lage, in die Exekution der Regierung einzufungen wurden dem Genossen Wilhelm Liebknecht anläßlich greifen, immerhin sollte es sich die Behörde überlegen, ob sie ihre seiner Rückkehr am 18. März aus dem Gefängniß in die preußisch= Strafverfügungen nicht doch lieber zurückziehen will. Wir tönnen deutsche Freiheit begeisterte Ovationen entgegengebracht. ihr das nur dringend empfehlen. Es frägt sich überhaupt, ob die Aus den Berliner Vororten ist noch nachzutragen, daß in Strafe zu recht besteht, da die Regierung, wenn auch nicht auf Neu Weißensee, Friedrichshagen, Friedrichsunrechtmäßige Weise aber auf unnoble Weise zur Kenntniß der felde und in Schöneberg gut besuchte Versammlungen statt. Unterschriften gelangt ist. Juristen aus dem Haufe mögen die Frage fanden. näher beleuchten. Wir können nur nochmals wünschen, daß, den Beamten ihre Wünsche erfüllt werden.( Bravo bei den Sozial demokraten.) = Die Tagesordnung ist damit erledigt. ein Nächste Sigung Dienstag 1 Uhr.( Rechnungsfachen. Vorlage betr. Rongeffionirung von Kugelschrotmühlen. Dritte Lesung der Dampferfubventions Vorlage. Dritte Berathung des Gesetzes Entschädigung unschuldig Verurtheilter.) Schluß 64 Uhr. P Märzfeier. 19 - Die Spandauer Parteigen offen hatten nach dem Referat des Genoffen Litfin eine gesellige Unterhaltung arrangirt, die zur allgemeinen Zufriedenheit verlief. Die Parteigenossen in Görlig hatten eine gut besuchte Wer fammlung. In Breslau und Liegnig stand den Theilnehmern bei dem Lokalmangel leider kein Versammlungssaal zur Verfügung, wie es den Verhältnissen entsprochen hätte. Abg. Bebel( Soz.): Die Angelegenheit hat den Reichstag bereits mehrmals beschäftigt. Es handelt sich hier um eine kleine Zahl von Beamten, die, nachdem sie Jahrzehnte lang das geleistet habetb wie Geheimrath Wackerzapp: Der Herr Abg. Singer hat be In Potsdam und Luckenwalde erfreuten sich die Vers die Eisenbahnfekretäre, nunmehr diefen auch gleichgestellt werden hauptet, daß ich Ausdrücke aus der Petition der Beamten falsch sammlungen eines zahlreichen Besuchs. sollen. Nachdem sie ihre Befähigung für diesen Posten dargethan zitirt hätte. In einer früheren Petition aber sind diese Ausdrücke In Brandenburg war die Versammlung ungewöhnlich stark haben, tann man jeht nicht noch ein Gramen von ihnen verlangen. enthalten.( Abg. Singer: In einer früheren!) Die Berwaltung besucht und fand das Referat des Reichstags. Abgeordneten Pe us Ganz sonderbar steht es um die Bewilligung der Alterszulagen; hat ein Recht darauf, an den Verhandlungen der Reichstags- lebhafte Zustimmung. unter den Beamten, die die Zulage nicht bekommen haben, befindet kommiffionen theilzunehmen. Die verbündeten Regierungen haben Aus Bossen wird uns eine recht humorvolle Bolizeit hat mit sich einer, der seit dem Jahre 1871 im Dienst steht, während der erst ein Recht darauf, von allen Eingaben an den Reichstag, die publici getheilt. Gin dortiger Parteifreund hatte einen Kranz mit ents feit 1872 im Dienst steht, sie erhält. Da muß man wirklich fragen, juris sind, und das sind die Petitionen, Renntniß au nehmen. Es sprechender Inschrift bestellt und den Betrag für die Spende unter Der Gärtner wohl ein sehr ängst. welche Grundsäge benn eigentlich bei der Gewährung der Bulage handelt sich nicht um einen Aft der Nache, sondern um die gerechte Bekannten gesammelt. maßgebend sind; das Dienstalter scheint es doch nicht zu sein. Bestrafung der Beamten. Die Reichs Eisenbahnverwaltung hat mit licher Herr wollte sich aur Anfertigung der Arbeit erst Nun noch ein paar Worte über die Bestrafung der Verfasser der der Landesverwaltung der elsaß- lothringischen Bahnen nichts zu die Zustimmung der Polizei einholen. Der Bossener Polizei muß Petition, die der Bericht der Rommission erwähnt. Wir müssen thun; ich kann also auf die Petitionen der elsaß- lothringischen Be- aber die Sache höchft bedenklich erschienen sein, denn sie konfiszirte durchaus darauf dringen, daß ein Beamter wegen einer Petition, amten nicht eingehen. das beim Gärtner angezahlte Geld und hielt in der Wohnung des die er an den Reichstag richtet, nicht von seiner vorgesetzten Bes Abg. Gröber( 3.): Die Petitionen find Akten des Reichstages, Auftraggebers eine Haussuchung ab. Jeht hat sie ihn sogar mit hörde zur Verantwortung gezogen werden darf. Wie sind demn und der Reichstag hat darüber zu entscheiden, wem er Einsicht in einem Strafmandat in Höhe von 5 M. beglückt. Darüber wird sie die Namen der Petenten in die Hände jener Behörden seine Aften gestatten will. Ein absolutes Recht der Regierung auf wohl eines anderen belehrt werden. Schließlich sei bemerkt, daß überhaupt gelangt? Das fann nur durch wörtliche Abschrift aus Einsicht in die Petitionen kann ich nicht anerkennen. Im vorliegenden troßdem der Kranz niedergelegt wurde, wenn er auch nicht einer den Aften des Reichstags entstanden sein. Wer hat das nun ver. Falle sind die Namen der Unterzeichner offenbar durch ein Versehen 3offener Gärtnerei entstammte. anlaßt oder zugelassen? Ich möchte das Präsidium um Auskunft mitgetheilt worden. Wir müssen Vorkehrungen treffen, daß sich darüber bitten. Der Reichstag hat alle Ursache, sich dagegen aus folche Fälle nicht wiederholen. Gegenwärtig wird im gedruckten zusprechen, daß solche Mittel angewandt werden, um die Beamten Verzeichniß der Petitionen der Name des ersten Unterzeichners mit einzuschüchtern und sie zu verhindern, zur Berbesserung ihrer Lage getheilt; dieser muß also sein Haupt in die Schlinge stecken. Bielzu petitioniren.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) leicht empfiehlt es sich aber, auch hierin eine Aenderung zu treffen. Magdeburg. Aus Anlaß der polizeilichen Verhinderung Ich stelle den Antrag, die Petitionen der Eisenbahnbetriebs Jch behalte mir vor, zur dritten Lesung eine Resolution ihrer Märzfeier am 17. März hatten die hiesigen Parteigenossen eine Sekretäre, die nach dem Beschluß der Kommission für erledigt erklärt vorzulegen, die die Geschäftsordnungs- Kommission des Reichs- Bersammlung am 20. März einberufen mit der Tagesordnung: werden sollen, der Regierung zur Berücksichtigung zu überweisen. tages auffordert, einen anderen Modus mit den Petitionen zu Ursachen und Folgen der März Revolution". Das Versammlungs Geheimrath Wackerzapp: Es sind überhaupt nur noch zwölf treffen. Im vorliegenden Falle kann man der Verwaltung nicht lokal war so überfüllt, daß auf polizeiliche Veranlassung nach der Betriebssekretäre vorhanden, die die Prüfung für die Eisenbahn- verdenken, daß sie gegen die Unterzeichner disziplinarisch vorgegangen Absperrung aller Ein- und Ausgänge noch hunderte der Besucher Betriebssekretärstellen noch nicht gemacht haben. Mit dieser Weigerung ist, nachdem sie ihre Namen einmal erfahren hatte. Wir nehmen den Saal verlassen mußten. Endlich nach stundenlangem Warten haben sie sich in Widerspruch mit den Anordnungen der Verwaltung den Ton, der in den Petitionen herrscht, nicht so tragisch. Es und Parlamentiren konnte die Versammlung eröffnet werden. Auch diesmal, wie bei der Feier vom 17. März, hatte der gefeßt; das kann im Intereffe der Autorität der Verwaltung nicht scheint eben die Meinung vorzuherrschen, daß man in den Betitionen geduldet werden. Ebenso steht steht es mit der Verschieden sehr träftig sprechen muß, um gehört zu werden. Die Form der Abgeordnete Kunert den Vortrag übernommen. Nachdem der Referent heit in der Bewilligung der Bulage; die auffallende vorliegenden Petition und einzelne Ausdrücke in ihr sind allerdings an der Hand geschichtlicher Thatsachen die Gründe der März Thatsache, die Herr Bebel anführt, erklärt sich daraus, nicht zu vertheidigen. Schließlich ist ja auch die Disziplinarstrafe, erhebung in 1/ 2stündiger Rede gezeigt hatte, verweilte derselbe für daß die betreffenden eben eben zu zu verschiedenen Beiten ihre die verhängt worden ist, 5 M. für jeden, nicht sehr hoch ausgefallen wenige Momente bei den Szenen, die sich am 19. März 1848 im Prüfung abgelegt; und erst von diesem Zeitpunkt ab erfolgt die An- Abg. Graf Roon( t.) wünscht, daß die Herren Sozialdemo- Schloßhof zu Berlin abspielten. Da ging die von allen bei den rechnung in bezug auf die Zulage. fraten nicht zu weit gehen sollen mit ihren Eingriffen in die Ver- Magdeburger Ausnahmezuständen erwartete Auflösung der Ver Was die Petition anlangt, so ist die Bestrafung nicht wegen waltung. Mögen sie damit warten, bis ihr Zukunftsstaat fertig ist. fammlung vor sich. Der betreffende letzte Satz des Redners hatte des Inhalts, sondern wegen des unangemessenen Zones der Petition Was die Petition anlangt, so ist es durchaus in der Ordnung, daß nachstehenden Wortlaut: Das Bolt sang Jesus meine Zuversicht, erfolgt. Es ist übrigens durchaus nothwendig, daß die Petitionen die Originale der Petitionen der Regierung vorgelegt werden. und es ist unbezweifelbar, daß für die ganze politische Situation den Berwaltungen zur Durchsicht übergeben werden, so daß jene Die Regierung verdient nicht das Mißtrauen, daß man ihr im von damals Ferdinand Freiligrath recht behalten hat, als er voll Renntnißnahme der Unterschriften durchaus in der Ordnung ist. Namen der Betenten vorenthält. Der Reichstag die sollte eigentlich zornigen Muthes ausrief: Ein Eisen meine Zuversicht, wäre paßlicher Abg. Dr. Hammacher( natl.): Es herrschte in der Kommission solche Petitionen der Beamten, die ihre vorgefeyten Behörden gewefen." allgemeines Erstaunen darüber, daß von Seiten der Reichstags- bekämpfen, überhaupt nicht entgegennehmen; dazu ist er nicht da, Verwaltung die Kenntnißnahme der Petition der Eisenbahn- und das entspricht auch nicht seiner Würde. Verwaltung zugestanden ist. Wenn es im Interesse der Sache nothwendig ist, daß die betreffende Verwaltung die Petition zur Durchsicht erhält, so müssen wir beanspruchen, daß ihr nur eine Abschrift derselben, und unter Weglaffung der Unterschriften, überAnders steht es um lassen wird. die Beurtheilung der Seiten der Eisenbahn Verwaltung erfolgten Maßregel. Da sie nun einmal von der Petition Kenntniß genommen, fo muß man es ihr überlassen, im Interesse der Disziplin und Autorität der Behörde gegen die Betenten einzuschreiten. Der Ton ber Petition war thatsächlich nicht zu billigen. Der Reichstag fann sich in das Verfahren der Behörde nicht einmischen, er muß seine von • Damit schließt die Diskussion; die Resolution der Rommission wird angenommen, der Etat für die Verwaltung der Eisenbahnen genehmigt. Die Anträge Bebel und Hammacher werden abgelehnt. Der Etat der Reichsschuld wird debattelos angenommen, ebenso der Etat für das Reichsschazamt und der Etat der Veräußerung von ehemaligen Festungsterrains. In die Auflösungsformel des Kommiffars hinein erscholl ein von dem Referenten ausgebrachtes bransendes Hochy der Versammelten auf den Reichstags- Wahlkampf von 1898, worauf die Magdeburger Genossen die Versammlungslokalitäten verließen. Der nächste Versuch, die begonnene Märzfeier in Magdeburg zum Abschluß zu bringen, soll am Donnerstag, den 24. b. M., unternommen werden. Mag auch diefer Verfuch ausfallen, wie er will; erst bei der Es folgt der Etat des Bankwesen 3. Hierbei bringt diesjährigen Reichstagswahl wird die Magdeburger Polizei flar Graf Arnim( Rp.) den Diebstahl in der Reichsdruckerei zur erkennen, von welcher Art die Früchte sind, welche ihr Vorgehen Sprache, der eine große Beunruhigung des Publikums hervorgerufen gezeitigt hat. Glück zu! babe. Redner bittet den anwesenden Chef der Reichsdruckerei, Ju Burg bei Magdeburg sprach Poetsch- Berlin vor etwa Staatssekretär v. Pobbkelski, sich über die Kontrollmaßregeln, die 800 Personen. Die Feier, die durch einen Gesangsvortrag des dortigen Arbeiter Gefangvereins eingeleitet wurde, nahm einen würdigen Verlauf. Die Polizei hatte den Frauen den Zutritt ver: boten. Selbstverständlich wird gegen dies gesetzwidrige Verbot Be schwerde erhoben werden. Die Versammlung in Arnstadt war aus Gründen der öffentlichen Ordnung verboten. In Nordhausen war die Be- die Polizisten nach und nach zum Bewußtsein ihrer polizeilichen theiligung eine recht rege. Die Parteigenossen aus Gera, Würde gekommen waren und nun auch ihren Eifer gegen die Braunschweig und Hannover melden eine überaus starte Bürgerschaft selbst entfalteten, fing dieſe an, zu begreifen, daß sie Theilnahme und Absperrung der Versammlungslokale. Auch aus bei der Bertauschung der Gendarmen gegen die Konstabler nicht Frankfurt a. M. und der Umgegend, aus Hanau, Offen gerade etwas gewonnen habe. bach, Mainz, Kassel, Elberfeld, Bielefeld, Brack= we de können die Parteigenossen über einen äußerst befriedigenden Verlauf der Feier berichten.. wurde. männer bei der Berhaftung allein auf den Straßen umherstreifender| Bureau) für den einzelnen Sonn- und Feiertag gestatten, wenn sie zur Mädchen oft mit brutaler Rücksichtslosigkeit verfuhren, ja daß sie so: Berhütung eines unverhältnißmäßigen Schadens erforderlich find, und die gar einzelne anständige Damen mit Straßendirnen verwechselten Nothwendigkeit nicht absichtlich herbeigeführt oder durch Außerachtlassung der und zum Polizei- Arrest abführten. Aber man entschuldigte solche gehörigen Sorgfalt verschuldet ist. Die Erlaubniß ist thunlichst auf die Zeit Uebergriffe mit der noch mangelnden Polizei- Uebung, und erst, als außerhalb des Hauptgottesdienstes(§ 15) zu beschränken. § 4. Nicht berührt werden von dem Verbote des§ 1: 1. der Eisenbahn: verkehr, der Personenschifffahrtsverkehr, das Lohnfuhrwesen für Personen, die Beförderung von Reisegepäck, fowie der Gewerbebetrieb der Kahnverleiher, Gondelführer und Fahrrad- Verleihinſtitute, 2. der durchgehende Frachtschifffahrts: und Frachtfuhrwerts Berfehr, sowie der Eilgüter- Berkehr zu und von den Bahnhöfen und Dampfschiffen, 3. der Reichs- Post- und Telegraphen verkehr, 4. bis zur Zeit des Hauptgottesdienstes der durch PrivatFür den Antrag Perls wegen Niederlegung eines Kranzes unternehmer vermittelte Briefverkehr und Verfchr mit Packeten, auf den Gräbern der Märzgefallenen haben in der letzten Stadt- insoweit dieser nicht durch Frachtfuhrwert bewerkstelligt wird, verordneten Versammlung folgende 58 Stadtverordnete gestimmt: 5. der Gewerbebetrieb derjenigen, welche auf öffentlichen Straßen und Unsere Seestädte Bremerhaven, Bremen, Riel, Bähnisch, Borgmann, Bracke, Cassel, Dinse, Drenšte, Dupont, Blägen oder in Wirthshäusern ihre persönlichen Dienste anbieten, sofern die Stettin sowie Hamburg mit seinen vielen Nachbarorten zeigten Fasquel. Försterling, Friedemann, Fritsch, Gieshoit, Ginsberg, Berrichtungen nicht an sich dem Berbot des§ 1 unterliegen, 6. der Transport entsprechend den zahlreichen Partei- Anhängern in diesen Orten eine Gleinert, Karl Goldschmidt, Friedrich Goldschmidt, Hauer, Heilmann, mit diesen Gegenständen freigegebenen Stunden, 7 der Umzug mit Möbeln von Lebens- und Genußmitteln, sowie von Eis während der für den Handel mächtige Rundgebung für die Märzkämpfer. In Wandsbet batte Herbig, Hermes, Herzfeldt, Homann, Jacobey, Kalisch, Klaar, Kreit aus einer Wohnung in die andere bis zum Beginn des Hauptgottesdienstes. eine Verfammlung von 2000 Personen beschlossen, dem Parteigenoffen ting, Ladewig, Langenbucher, Langerhans, Liebenow, Marggraff,§ 5. Soweit die Beschäftigung gewerblicher Arbeiter auf grund der Ge Liebknecht folgendes Telegramm zu übermitteln: Märzversammlung Matterne, Mentel, Mertens, Mühlberger, Neumann, Paul, Perls, werbe- Ordnung an Sonn- und Feiertagen gestattet ist, findet das Verbot des Wandsbek, 2000 Personen, beglückwünscht den alten Soldaten der Breuß, Raaz, Reimann, Riemer, Rosenow, Hugo Sachs, Schem,§ 1 auf die Arbeiten in offenen Geschäftsstellen des Handelsgewerbes und Revolution. Das Hamburger Haupt- Telegraphenamt beförderte dieses Schröter, Max Schulz, Gottfr. Schulz, Singer, Sutter, Zoltsdorf, auf den Betrieb von Mühlen, Fabriken und Werkstätten, von Zimmerplätzen Telegramm nicht, weil der Juhalt als unzulässig erachtet unstein, Ulrich, Bogtherr, Weiß, Wernau, Wilfe Zylicz. und anderen Bauhöfen, von Werften und Ziegeleien, sowie bei Bauten aller Art keine Anwendung. Gegen den Antrag stimmten folgende Mitglieder: Ju Schleswig Holstein fanden in allen größeren Städten § 6. Das Aushängen und Ausstellen von Waaren in den Alt, Baumann, Baumgarten, Bergemann, Buchow, Cremer, Schaufenstern und Schaufästen, sowie in und vor den Ladenthüren ist an und auch in zahlreichen fleineren gut besuchte Versammlungen statt. Eisolt, Esmann, Fähndrich, Förster, Frenzel, Friederici, Fried. Sonn- und Feiertagen nur während der zulässigen Verkaufszeit gestattet. Sachsen glänzt natürlich wieder durch zahlreiche Versammlungs- länder, Emil Gehricke, George, Wilh. Gericke, Gerstenberg, Giese, Außerhalb dieser Zeit müssen die Ladenthüren geschlossen und die SchauBarbote und bere figure Bolizei- Unternehmungen. Ueber die Kon- Jordan, Kleefeld, Kyllmann, Lemcke, Lemp, Leo, Liebermann, Lucae, fenster geräumt oder verhängt sein. Der Gewerbebetrieb im Umherfistation der Sächsischen Arbeiter- 3tg." liegt heute die Mittheilung üben, Meißner, Michelet, Mießner, Mommsen, Mosch, Prezel, ziehen und Gewerbebetrieb der im§ 42 b der Gewerbe- Ordnung vor, daß die Religionsschmähung in dem Abdruck eines Glaubens Quednow, Reichnow, Salge, Schmeißer, Schwalbe, Seeger, Seibert, des§ 55a Absatz 2 der G.-O. und auch dann nur außerhalb der Zeit des bezeichneten Personen ist an Sonn- und Feiertagen verboten, allein im Falle bekenntnisses" aus der Deutschen Reichsbremse" vom Jahre 1849, Wiese. erschienen unter der Verantwortlichkeit von Ernst Keil in Leipzig, Hauptgottesdienstes(§ 15) statthaft. Deffentliche Versteigerungen und Verdes langjährigen Verlegers der Gartenlaube gefunden werden soll. Der Friedhof der Märzgefallenen war auch am Sonntag pachtungen dürfen an Sonn- und Feiertagen nicht abgehalten werden. § 7. Apothefern ist der Verkauf von Arzneimitteln und Gegenständen Das ist außerordentlich charakteristisch für die heutigen Zustände in überaus zahlreich von der Berliner Arbeiterschaft besucht. Des Sachsen. Was 1849 unbeanstandet veröffentlicht werden durfte, was gleichen war die" Ordnung" in einem großen Aufgebot von Schutz der Krankenpflege jederzeit gestattet. ein vielgeehrter Angehöriger der Bürgerklasse ruhig zu drucken wann wird man im Polizeipräsidium oder richtiger im Ministerium leuten vertreten. Bei alledem herrschte eine musterhafte Ordnung. unternahm, das veranlaßt heute, nach einem halben Jahrhundert, des Innern endlich einsehen, daß die Arbeiterschaft gewohnt ist, in zur Beschlagnahme einer sozialdemokratischen Zeitung, die es nur abdruckt zur Kennzeichnung des Geistes, der das Bürgerthum damals ihrem Interesse selber Disziplin zu üben und hierbei keinerlei Beibeherrschte. hilfe durch uniformirte Personen bedarf? Unter den Besuchern des In Hainichen und Kappel wurden die Versammlungen ver- Friedhofes fielen einige russische Studenten in ihren Uniformen be: boten. In Leipzig mußten unsere Parteigenossen schon sehr fonders auf. Einem auf Urlaub in Berlin befindlichen Soldaten, der gleichfalls den Friedhof besichtigen wollte, wurde frühzeitig das Lokal absperren, in dem an 2000 Personen Platz ge- Lokalforrespondenz zu berichten weiß von den überwachenden funden hatten. In Württemberg zeichnete sich besonders Stuttgart durch Beamten bedeutet, daß es in seinem eigenen Interesse läge, davon eine imposante Kundgebung aus. Abstand zu nehmen, worauf sich der Gewarnte entfernte. " Aus Nürnberg wird uns berichtet, daß die Märzfeier noch nie so großartig verlaufen ist als in diesem Jahre. " wie eine Der Straßenhandel mit Gegenständen des Wochenmarkt. verkehrs wird vom 1. April in folgenden Straßen verboten: § 1. I. Straße an der Stadtbahn von der Straße An der Spandaner Brücke" bis zur Königstraße( Alexanderplat), die Panoramastraße, die Gontardstraße, die Neue Friedrichstraße von der Straße An der Spandauerbrücke" bis zur Königstraße, die Alexanderstraße von der Kleinen Alexanderstraße bis zum Alexanderplatz, die Straße Am Königsgraben", die Kalandsgasse, die Kaiser Wilhelmstraße vom Neuen Markt( Südseite) bis zur Münzstraße, die Rochstraße, die Königstraße vom Alexanderplatz bis Jüdenstraße, Hoher Steinweg. " " II. Die Lindenstraße vom Belle- Allianceplak bis zur Mart grafenstraße, die Friedrichstraße vom Belle- Allianceplaz bis zur Bimmerstraße, die Mauerstraße von der Leipzigerstraße bis zur Friedrichstraße Ecke Bimmerstraße, die Zimmerstraße von der Wil: helmstraße bis zur Friedrichstraße, die Krausen- und Schützenstraße zwischen der Mauer- und Friedrichstraße. Die Märzfeier in Baden ist im ganzen Lande vorzüglich verlaufen; nur in Mannheim glaubte das Bezirksamt durch ein Verbot der Kranzniederlegung am Grabe der Opfer der Mannheimer Reaktion von 1849 den Beweis liefern zu müssen, daß die Reaktion noch nicht todt ist was man gewiß auch ohne diese Polizeithat geglaubt hätte. Intereffant ist der§ 30 des badischen Polizei Strafgesetzbuches, auf grund dessen das Verbot erging. Derffelbe giebt es dem Ermessen der Polizeibehörde anheim, unabhängig von der Strafgerichtlichen Verfolgung rechts- und ordnungswidrige Zustände zu beseitigen und deren Entstehung oder Fortsehung zu verhindern". Wie man sieht, ein Paragraph, mit dem sich außer Verboten von Demonstrationen alles mögliche Schöne machen läßt. Im übrigen Lande that sich die Polizei nicht hervor. In Offenburg, der alten Revolutions und Versammlungsstadt von 1848/49, glänzte die Polizei sogar durch völlige Abwesenheit während der sehr eindrucksvoll verTaufenen Märzfeier. Sollte die Eisenlohrdebatte das Wunder be wirkt haben? Die Standrechts Opfer des Jahres 1849 schlafen nun schon an die 49 Jahre im Sommer des nächsten IV. Der Pappelplatz, die Invalidenstraße von der Gartenstraße Jahres feiern sie ihr Jubiläum aber noch flößen sie ihren bis zur Brunnenstraße, die Ackerstraße von der Invalidenstraße bis Feinden Furcht ein und lassen sie nicht in Ruhe schlafen. Ms am zur Elsasserstraße, die Brunnenstraße von der Veteranenstraße( InSonntag eine Anzahl badischer Genossen die Gräber der Standrechts- validenstraße) bis zur Elsasserstraße( Lothringerstraße), die ElisabethOpfer in Rast att besuchen wollten, wurden sie durch ein großes Kirchstraße. Aufgebot von Polizei am Betreten des Kirchhoss verhindert. Nur einigen wenigen wurde erlaubt, an die Gräber zu gehen und Kränze niederzulegen. " = Tokales. III. Die Dorotheenstraße und das Reichstags- Ufer von der Nenen Wilhelmstraße bis zu Neustädtischen Kirchstraße, die Schadowftraße. V. Die Oranienftraße vom Morikplah bis zum Oranienplatz, der westliche Theil des Oranienplates, die Dresdenerstraße von der Buckowerstraße bis zum Oranienplay, die Buckowerstraße, das Luisen- Ufer vom Oranienplatz bis zur Buckowerstraße, die Luckauerstraße. § 8. Der Betrieb des Gast- und Schankwirthschaftsgewerbes unterliegt Sauptgottesdienstes geräuschvolle und auffällige Spiele( namentlich das an Sonn- und Feiertagen der Beschränkung, daß während der Zeit des Regel, Billard, Karten- und Würfelspiel) und andere Vergnügen und Luftbarkeiten verboten sind. § 9. Während der Zeit des Hauptgottesdienstes(§ 15) ist die Aus: ahlung des Lohnes an Arbeiter, Handwerker und Hausgewerbetreibende verboten. 3 $ 10. Oeffentliche Versammlungen und Aufzüge, welche nicht gottesdienst lichen Zwecken dienen, sind an Sonn- und Feiertagen erst nach der Zeit des Hauptgottesdienstes(§ 15) gestattet. Auch nach der Beendigung des Haupt gottesdienstes darf bei solchen Aufzügen in der Nähe von Kirchen Mufit nicht veranstaltet werden. Leichenbegängnisse dürfen nicht während der Zeit des Hauptgottesdienstes stattfinden. § 11. An den Sonn- und Feiertagen find während der Zeit des Hauptgottesdienstes(§ 15) alle Musik aufführungen, Schaustellungen und theatralischen Vorstellungen, einschließlich der Proben dazu, ferner Wettrennen und alle mit Geräusch verbundenen gesellschaftlichen Vereini gungen und Vergnügungen an öffentlichen Orten, namentlich das Kegelspiel, Scheiben und Vogelschießen, desgleichen alle die Sonntagsruhe verboten. Die Drehorgelspieler, Puppenspieler, Thierführer, Seilstörenden geräuschvollen Belustigungen in Privaträumen oder Privatgärten tänzer und sonstigen im§ 33b der Gewerbe- Ordnung bezeichneten Gewerbetreidenden, welche Mufitaufführungen, Schanstellungen, theatralische Vorstellungen oder sonstige Lustbarkeiten öffentlich darbieten, ohne daß ein höheres Interesse der Kunst oder Wissenschaft dabei obwaltet, dürfen den Betrieb ihres Gewerbes erst von 3 Uhr nachmittags ab beginnen. Tanzmusiken, Bälle und ähnliche Lustbarkeiten in Gasthäusern, Schankwirthschaften und sonstigen Vergnügungslokalen, auch wenn sie in geschlossenen Gesellschaften stattfinden, dürfen vor brei Uhr nachmittags nicht anfangen. § 12. 1. Am Charfreitage und am Bußtage sind alle öffentlichen Luftbarkeiten mit Einschluß der Gesangs- und deflamatorischen Borträge, Schaustellungen und Musitaufführungen verboten. Nur geistliche Musifaufführungen( Oratorien) sind gestattet. § 14. Feiertage im Sinne dieser Verordnung sind: die beiden Weihnachtsfeiertage, der Oster- Montag, der Pfingst- Montag, der Neujahrstag, der Charfreitag, der Himmelfahrtstag und der Bußtag. § 15. Unter der Zeit des Hauptgottesdienstes im Sinne dieser Ver ordnung wird diejenige Zeit verstanden, welche auf grund des§ 105b Abs. 2 der Gewerbe- Ordnung von der Polizeibehörde als die durch, den Gottesdienst bedingte Arbeitspause, gegenwärtig 10-12 1hr vormittags, feftgesetzt ist. § 16. Buividerhandlungen gegen die Polizeiverordnung werden, fofern, nicht nach den bestehenden Strafvorschriften eine härtere Strafe verwirkt ist, mit Geldstrafe bis zu 60 M. oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft. Die, Berordnung tritt am 27. März in traft. An demselben Tage tritt die Polizeiverordnung vom 10. Oftober 1896 außer fraft; es bleibt ferner aufgehoben die die äußere Heilighaltung der Sonn- und Feiertage betreffenden Polizeiverordnungen vom 20. Nov. 1844, 24. Nov. 1853, 12. Juni 1856 und 2. In der Charwoche und an den ersten Tagen der drei großen Feste( Weihnachten, Ostern und Pfingsten) sind verboten: a) öffentliche Tanzluftbarkeiten und Bälle, b) Gesangs- und dekla matorische Vorträge, Schaustellungen bon Personen, theatralische Borstellungen und alle Musikausführungen, falls nicht der ernste Charakter gewahrt ist; Vorträge, Schanstellungen und Musilaufführungen in Café chantants( Tingel Tangeln). Die Bestimmung unter b findet keine Anwendung auf die Vorstellung in den Theatern im eigentlichen Sinne, das heißt solchen, deren Zweck es ist, Schauspiel- Vorstellungen zu veranstalten, bei welchen ein höheres Interesse der Kunst obwaltet. 3. Die Vorschriften der Biffer 2 gelten gleichmäßig für den dem Andenken der Verstorbenen gewidmeten Jahrestag, jedoch mit der Maßgabe, daß an diesem Tage auch bei den Theatern im eigentlichen Sinne der ernste Charakter gewahrt VI. Die Blumenstraße von der Markusstraße bis zur Andreas- sein muß. 4. An den Vorabenden des Weihnachts- und Pfingſtfeſtes, des Das Ergebnis der Stenereinziehung ist im Rechnungsjahr Straße, der Grüne Weg von der Markusstraße bis zur Koppenstraße, Bußtages und des dem Andenken der Verstorbenen gewidmeten Jahrestages 1896/97 in Berlin im ganzen ein günstigeres gewesen als die Andreasstraße von der Kleinen Andreasstraße bis zur Großen find öffentliche Tanzluftbarkeiten und Bälle verboten. Das Berbot ber 1895/96. Der eben veröffentlichte Bericht der städtischen Steuer- Frankfurterstraße, die Krautstraße von der Kleinen Andreasstraße bis öffentlichen Luftbarkeiten erstreckt sich auch auf solche private Luftbarkeiten, die geeignet sind, die äußere Heilighaltung der Sonn- und Feiertage zu be deputation über 1896/97 hebt das hervor und erklärt es aus dem zur Großen Frankfurterstraße. einträchtigen. Aufschwung der Mehrzahl der Handels- und Industriezweige VII. Die Müllerstraße von der Chausseestraße bis zur Ringbahn13. Das Jagen ist an Sonn- und Feiertagen während des Haupt: Berlins", der auf den Eingang der Steuern vortheilhaft eingewirkt überführung an der Lynarstraße, die Chausseestraße von der gottsdienstes untersagt. Die Fischereiberechtigten dürfen an diesen Tagen und bei den meisten Steuerarten eine beträchtliche Berringerung der Müllerstraße bis zur Liefenstraße, die Schulzendorferstraße, die bis am Beginn des Hauptgottesdienstes das ausgelegte Gezeuge nachsehen Refte zur Folge gehabt habe. Die einträglichsten und wichtigsten Runkelstraße von der Schulzendorfer bis zur Dalldorferstraße, und wieder auslegen. unter den verschiedenen Steuerarten find die Einkommen die Dalldorferstraße, die Fennstraße von der Müller- bis zur Reinicken steuern. Im Jahre 1896/97( bezw. 1895/96) mußten bei der Ge= dorferstraße, die Ravenéstraße, die Reinickendorferstraße vom Nettel: meinde Einkommensteuer von der etatsmäßigen Soll- Ein- beckplatz bis zur Müllerstraße, der Nettelbeckplay, die Lindowerstraße nahme( sammt den Resten aus den Vorjahren) niedergeschlagen werden: von Nr. 11-13 und von Nr. 14-16, die Gerichtstraße von wegen Nichtverpflichtung 3,21( 3,31) pet., wegen Unbeitreiblich feit Nr. 27-33 und von Nr. 56-60, die Pankstraße von Nr. 1-3a 1,65( 1,60) pt., im gangen 4,86( 4,91) pet. In Reft blieben und von Nr. 54-56. außerdem 1,08( 1,62) pt., sodaß die Ist Einnahme 94,06§ 2. Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen des§ 1 werden ( 98,47) pet. nach Abzug von 2,48( 2,89) pet. Rückzahlungen mit Geldbuße bis zu 30 M., an deren Stelle im Unvermögensfalle r 91,58( 91,08) pet. des Solls betrug. Bei der Staats entsprechende Haftstrafe tritt, bestraft. Einkommensteuer wurden von dem etatsmäßigen Soll( sammt Eine neue Verordnung über die äußere Heilighaltung der Kosten) niedergeschlagen: wegen Nichtverpflichtung 3,32( 3,10) pCt., Sonn- und Feiertage hat der Polizeipräsident gestern erwegen Unbeitreiblichkeit 1,39( 1,36) pCt., im ganzen 4,71( 4,46) pt. laffen. Die Verordnung, welche am 27. März d. J. in kraft tritt, In Rest blieben 1,21( 1,50) pet. Die Einnahme stellte sich hat folgenden Wortlaut: demnach auf 94,08( 94,04) pt. nach Abzug von 1,47( 1,24) pet.§ 1. An den Sonntagen und Feiertagen find alle öffentlich bemerkbaren vom 18. Sept. 1858. Die über die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe und Rückzahlungen nur auf 92,61( 92,80) pt.- des Solls. Trennt Arbeiten, sowie alle geräuschvollen Arbeiten in den Häusern und Betriebs: in Gewerbebetriebe erlaffenen Berordnungen werden durch diese Bolizei: man aber die Einkommen bis 3000 m. von den Einkommen stätten verboten, sofern sie geeignet sind, die äußere Heilighaltung der Sonn- berordnung nicht berührt. Berlin, den 19. März 1898. Der Polizei: über 3000 M., wie es für die Staats- Einkommensteuer im Bericht und Feiertage zu beeinträchtigen. Zu den hiernach verbotenen Arbeiten Die Verordnung bringt weniger eigentlich neue Bestimmungen geschieht, so ergiebt sich, daß bei den größeren Einkommen gehören insbesondere: a) die gewöhnlichen Arbeiten der Feldbestellung, als vielmehr eine Zusammenfassung der bisher giltigen Verfügungen. Saat und Ernte, des Einfahrens, Ausdreschens, Düngerfahrens, nur 2,53( 2,16 pt.) des Steuer- Solls wegen Nichtverpflichtung und sowie alle Stultur- und sonstigen Arbeiten( in Feldern, Gärten, Allerdings ist die Hoffnung mancher Geschäftsleute, daß wenigstens 0,23( 0,17) pt. wegen Unbeitreiblichkeit niedergeschlagen wurden Wiesen und Anpflanzungen, vergleiche jedoch§§ 2 und 3), die ausschließlich nach Vermuckerung riechenden Verfügungen und nur 0,80( 1,17) pet. in Rest blieben, während bei den kleinen b) die öffentlich, bemerkbaren Handwerksarbeiten außerhalb der Wertstätte fallen würden, gründlich zu nichte geworden. Die Präzisirung 6,72( 7,18) pt. wegen Nichtverpflichtung, 6,36( 6,54) pt. wegen und solche Handwerksarbeiten innerhalb der Werkstätte, welche wie die der der eigentlichen Arbeitsverbote für Sonn- und Feiertage Unbeitreiblichkeit niedergeschlagen werden mußten und 2,98( 2,95) pet. Klempner, Schmiede, Böttcher, Stellmacher u. f. w. mit störendem Geräusche ist an sich anerkennenswerth, doch bekundet sich auch hier weniger restirten. Bei dem Einziehungs- Ergebniß der Gemeinde- Einkommen- verbunden sind( vergl. jedoch§ 5), c) die Arbeiten in Fabriken, Mühlen, das Streben nach Erhaltung der Sonntagsruhe des Arbeiters als die stener fehlt in dem Bericht die Gruppirung nach der Höhe des auf Zimmerpläßen und anderen Bauhöfen, Werften und Ziegeleien, Sucht, der Orthodoxie zu derselben zu leben. Daß die drückende Besowie bet Bauten aller Art( vergl. jedoch§ 5), d) der Einkommens. Natürlich würde sich hier derselbe Gegensatz zeigen. Betrieb der offenen Geschäftsstellen des Handelsgewerbes'( vergleiche ſtiminung des Versammlungsverbots an Sonntagvormittagen wieder Schuhmänner und Frauen. Bei dem Durchstöbern der jedoch§§ 5 und 6), e) das Beladen und Entladen von Schiffen, aufgehoben wird, erwartet gewiß niemand in heutiger Zeit. Gine Literatur, welche sich auf das Jahr 1848 bezieht, stoßen wir auf ein Rähnen, Flöfsen, Frachtfuhrwerken und Möbelwagen auf öffentlichen Straßen wahre Fundgrube für allerhand Behelligungen bildet der letzte AbKapitel, welches augenblicklich wieder von Interesse ist. Die Berliner und Plägen und, wenn es nicht ohne öffentlich bemerkbares Geräusch vor: fat des§ 12, der sich auch mit der Veranstaltung privater LuftSchuhmannschaft ist im Jahre 1848 geboren worden, während der genommen werden kann, auch in geschloffenen Höfen( vergl. jedoch SS 3 u. 4). barkeiten befaßt. Ein Zeichen arger Frömmelei ist auch die Be= f) das mit störendem Geräusch oder Aufsehen verbundene Fortschaffen von Sicherheitsdienst früher von Gendarmen und von der Bürgergarde Sachen auf den öffentlichen Straßen und Blägen, z. B. das Fahren der Stimmung, welche an Vorabenden gewisser Festtage die Veranstaltung versehen worden war. Weit entfernt davon, die Freiheit der Bier und Rollwagen( vergl. jedoch§ 4 Nr. 6, nach dem das von Tanzvergnügungen verbietet. Bürger beeinträchtigen oder das ängstliche Bevormundungs- Fahren von Bierwagen während der für den Handel mit Lebens: nach Zur Erleichterung des Osterverkehrs ist die Geltungsdauer system des Polizeistaats zurückführen zu wollen, soll das und Genußmitteln freigegebenen Stunden, bezw.§ 4 Nr. 2, neue Inftitut der Wächter und Vorkämpfer für das dem das Fahren von Rollwagen, soweit sie dem Gilgüter- Verkehr der am 29. d. Wi. und den folgenden Tagen gelösten Rückfahrkarten Gesetz sein" hieß es in der Proklamation des Polizeipräsi- bienen, gestattet ist), der Wagen mit leeren Fässern, Eisenstangen und der von sonst fürzerer Dauer auf den preußischen und hessischen Staatsgleichen, der Umzug mit Möbeln aus einer Wohnung in die andere, sowie eisenbahnen bis einschließlich den 22. April d. J. verlängert worden; denten vom 22. Juli 1848. Jedoch gleich in den ersten Tagen ihrer bas Fahren von Vich, von Bau- und Brennmaterialien, Futter, Lebens die Rückfahrt muß bis 12 Uhr Mitternacht des letzten GeltungsThätigkeit erregten die Schuhmänner in einer an die jüngsten Vor- mitteln und Feldfrüchten( vergl. jedoch§§ 2, 3 und 4), g) das Treiben von tommnisse erinnernden Weise das Mißfallen der Berliner Bürger- Vieh auf den öffentlichen Straßen und Plägen( vergl. jedoch§ 2 Nr. 3 undtages angetreten und darf nach Ablauf dieser Frist nicht mehr unterbrochen werden. Diese Verkehrserleichterung findet auch auf den schaft. Streckfuß erzält in seiner Geschichte Berlins im 19. Jahr: 5 und§ 3). § 2. Das Verbot des§ 1 findet teine Anwendung 1. auf Arbeiten, direkten, wechselseitigen Verkehr mit einer Reihe von Staats- und hundert, die bereits vor Jahrzehnten erschienen ist: Am 24. Juli erschienen zuerst die Schuhmänner in ihren blauen welche in Nothfällen, wie bei Feuers: und Waffersgefahr und dergl., oder Privatbahnen Anwendung, welche die königl. Eisenbahndirektion Röcken mit zwei Reihen Knebelknöpfen, den Säbel an der Seite, den im öffentlichen Intereſſe unverzüglich vorgenommen werden müſſen, 2. auf Berlin soeben auf ihren Fernverkehrstationen hat bekannt machen Arbeiten, welche zur Befriedigung der Bedürfnisse des häuslichen Lebens laffen. Die Rückfahrkarten der bayerischen, württembergischen numerirten schwarzen Hut auf dem Kopfe in den Straßen Berlins. täglich vorgenommen werden müſſen, 3. auf Arbeiten, welche in der Land- und badischen Staatsbahnen, der Reichs- Eisenbahnen in ElsaßWährend der ersten Tage zeigten fie fich noch etwas schüchtern, wirthschaft und Gärtnereien wie das Futterholen, das Füttern, das Be bald aber begannen sie einen Polizei- Eifer zu entwickeln, der sogar gießen von Pflanzen und dergl. zur Fortsetzung des Betriebes täglich Lothringen und der pfälzischen Bahnen haben nur eine Geltungsden der früher in Berlin so unbeliebten Gendarmen überbot. vorgenommen werden müssen, 4. auf Arbeiten, welche in Bier- und Hausdauer von 10 Tagen. Zur Verhaftung des Oberfaktors Grünenthal wird noch Anfangs richteten fie ihre Polizeigelüfte vorzugsweise gegen die gärten, oder von kleinen Leuten mit ihren Angehörigen zur Bestellung oder zahlreich abends auf den Straßen umherstreifenden Inderlichen Dirnen. Abwartung ihrer Gärten und Felder außerhalb der Zeit des Hauptgottes: gemeldet: Die Verhaftung erfolgte am vorigen Montag Abend auf Dies ließen sich die Berliner gern gefallen, denn die Prostitution hatte dienstes(§ 15) verrichtet werden, 5. auf das Fahren und Treiben von Bich grund einer Denunziation, die eine frühere Geliebte des Grünenthal bei der mangelnden Polizei- Aufsicht in den letzten Monaten so sehr über- 3u den am folgenden Tage stattfindenden Biehmärkten. " präsident. § 3. Die im§ 1 verbotenen Arbeiten, soweit es sich nicht um die Be- bei der Kriminalpolizei einreichte. Dieses Mädchen, namens Lüt, hand genommen, daß die Dirnen wirklich schaarenweise die belebtesten schäftigung gewerblicher Arbeiter handelt, kann die Ortspolizei- Behörde( in war in früheren Jahren Pflegerin seiner inzwischen verstorbenen Straßen unsicher machten. Mißfällig erschien es allerdings, daß die Schuß diefen Fällen: das zuständige Polizeirevier, bezw. das Polizei- Schifffahrts: Tochter gewesen. Später unterhielt Grünenthal mit der Lütz ein er Liebesverhältniß, richtete derselben eine Wohnung ein und gab ihr gerecht wollte es uns erscheinen, daß die Preisrichter und was sonst schwach sein." Er behauptet, daß er nicht freiwillig in das Haus fchließlich eine Abfindungssumme, als er sich von derselben trennen noch zu einem ordentlichen Sportkomitee gehört, fich im gegangen, sondern hineingezogen sei und dann von Wagner zwei mußte, weil seine Ehefrau, die ihn dieserhalb verlassen hatte, tiefsten Schwarz des neuesten Modejournals unter das Schläge ins Gesicht bekommen habe. Ferner behauptete er, Schwierigkeiten machte. Später soll die Züh immer mit neuen phataftisch buntgekleidete Statistenvolt mischten; auch glauben habe die Frau Wagner nicht geschlagen, sondern weil sie standalirte, Geldforderungen an Grünenthal herangetreten sein, und daraus ent- wir, daß es beffer wirken würde, wenn man die Sportvorstellung nur ins Haus bringen wollen; außerdem habe er in der Noth wickelte sich eine Spannung. Kurz vor Weihnachten erschien das nicht mit dem Wiener Bilde zusammen, sondern als besondere Einwehr blant gezogen. Die eidliche Aussage des SchutzMädchen in der Wohnung des Grünenthal in der Bärwaldstraße 12 lage gäbe. Am Sonnabend dauerte der ganze Aktus wohl über eine manus Elbe steht im Widerspruch mit anderen Zeugenaussagen, be und hierbei ließ sie die Worte fallen:„ Ich werde Dich schon Stunde, und das ermüdet. sonders des zuerst vernommenen und der nachher vernommenen dahin bringen, wo Du hingehörst ins Zuchthaus!" Das Feuerbericht. In den letzten 48 Stunden wurde die Feuer Beugen: Wittwe Arnecke, Ehefrau Wagner und Schmied Stephaniat. Mädchen wußte anscheinend, daß Grünenthal auf dem Kirchhof wehr nur wenig in Anspruch genommen. Abgesehen von einigen Der Vertreter der Staatsanwaltschaft beantragte die Geld verborgen hielt, denn auf grund von deren Mittheilungen ge- belanglofen Bränden, die ein Eingreifen der Wehr nicht erforderten, tostenlose Freisprechung des Angeklagten, weil Schutzlang es, die versteckten 16 000 M. in Werthpapieren herbeizuschaffen. war Sonntag Nachmittag 4 Uhr Dennewitz str. 13 ein durch mann Elbe durchaus nicht in berechtigter Ausübung seines Diese Anzeige lief schon am Donnerstag, den 10. März, ein; erst übergekochtes Fett entstandener Küchenbrand zu beseitigen, der Amtes gehandelt habe; denn Elbe habe das unbescholtene am Montag Abend erfolgte die Verhaftung. Zu diesem Zwecke er- Kleidungsstücke, Handtücher und Küchenmöbel zerstörte. Montag Mätchen in einer Weise angeredet, die vollständig unzulässig sei, schien Kriminalkommiſſar von Bälmann mit zwei Beamten in der Nachmittag 2 Uhr hatte Naunyn str. 79 die Balkenlage unter und es stehe nicht allein dem Vater, sondern jedem Menschen zu, Wohnung des Grünenthal und beschlagnahmte alle Werthfachen, sowie dem Ofen Feuer gefangen, wodurch dem Hause erheblicher Schaden sich solche Attentate zu verbitten. Rechtsanwalt Bojunga II bemerkte für die Untersuchung wichtige Papiere. Grünenthal war ein zugefügt wurde. ständiger Besucher des Kirchhofes und der Kirchhofsinspektor rühmte mehrfach die Pietät, die in dem häufigen Gräberbesuch anscheinend lag. Grünenthal, der mit dem Korrektor Kunschmann bekannt war, Aus den Nachbarorten. noch, daß eine Anzeige gegen den Schuhmann wegen Hausfriedensbruchs, Körperverlegung 2c. erstattet sei. Das Verfahren sei jedoch eingestellt, weil gerade wie in Köln die königliche Staatsanwaltschaft angenommen habe, daß Skandal durch deg das Auftreten des Schutzmanns veranlaßt sei. Eine Beleidigung des Schuhmanns stehe nicht fest, noch weniger, daß Elbe in rechtmäßiger Ausübung seines Amtes gehandelt habe. wohnte auch der Beerdigung der ersten Frau des Kunschmann bei, versammlung, in welcher Reichstags- Abgeordneter Stolle referirt. fubjektiv das Bewußtsein der Rechtswidrigkeit fehle. Das Gericht auf deren Grabhügel die 44 000 M. gefunden wurden. Köpenick. Wegen der am 24. März cr. stattfindenden Bolts. vereins in diesem Monat aus. fällt die Vereinsversammlung des Sozialdemokratischen ArbeiterDer Abgeordnete Mirbach glitt, als er gestern nach der Reichstagssigung sich nach der Garderobe im unteren Stock begab, auf der mit dicken Teppichen belegten Treppe aus und fiel mit dem Vorwärts in Treptow erhalten wir die Mittheilung, daß die Vom Schriftführer des Sozialdemokratischen Wahlvereins Kopf auf die spige Kante eines Steinpfeilers und fügte sich eine Eisenbahn- Wochenkarten, die bekanntlich in der Zeit von ziemlich stark blutende Verlegung zu, die jedoch erfreulicherweise 8 Uhr vormittags bis 4 Uhr nachmittags teine Giltigkeit haben, am nicht gefährlich ist. In der Nummer vom 18. März erwähnten wir eine Episode, die sich vor 50 Jahren zwischen Alexander von Humboldt und einigen kämpfenden Arbeitern abgespielt hat. Zu dieser Mittheilung schreibt uns eine Leserin, daß der große Gelehrte nicht, wie wir meldeten, in der Oranienftr. 67 wohnte, sondern in der Dranien: burgerstraße. " Wahlpflicht nothwendig ist, benutzt werden können. Tage der Gemeinderathswahl zu der Fahrt, die zur Ausübung der gegen der Student der Thierarzneischule Karl Jüterbock gelegentlich einer Kneiperei so viel Opiumtinktur beigebracht hatte, daß Heyn Die fahrlässige Tödtung des Supernumerars Hehn, dem nach einigen Stunden verstarb, beschäftigte beschäftigte gestern noch einmal das Schöffengericht. Jüterbock, der wegen feines Abend auf der Chauſſee in Mariendorf die zwanzig Jahre alte verurtheilt worden ist, hatte ben traurigen Muth Ueberfallen und vergewaltigt worden ist am Sonnabend leichtfertigen Berhaltens zu einer Gefängnißstraße von 9 Monaten Schneiderin Agnes G., die Tochter eines Maurers aus der Lorking die Mutter des Verstorbenen, die Frau Geheimsekretär Heyn, straße. Der Attentäter, ein Mann in den dreißiger Jahren, ließ die Privatklage wegen Beleidigung anzuftrengen, weil dieselbe, fein Opfer liegen und rannte unerkannt davon. Die Ueberfallene während die Voruntersuchung gegen Jüterbock schwebte, au Von der Luftschiffer- Abtheilung sind am Sonnabend leider fann teine genauere Beschreibung von ihm geben, weiß nur ungefähr einem Bekannten des letzteren gesagt hatte: drei Mann verletzt worden, als sie den Luftballon Albatros" feft- fein Alter und daß er einen Trauring trug. Sie mußte in ein in Jüterbock ist zuhalten suchten. Fünf Mann hielten den Ballon, als ein Windstoß Krankenhaus gebracht werden. meinen Augen ein ganz gemeiner Meuchelmörder." ihn entführte. Drei Mann wurden dabei mit hochgerissen und Die Beklagte wurde durch die Beweisaufnahme dieser Aeußerung stürzten aus bedeutender Höhe herab. Der Soldat Köpnig brach sich willige Too desselben beschäftigt die Charlottenburger Polizeiver- der fahrlässigen Tödtung und Mord nicht kenne. Die Flucht eines Liebespaares und der wahrscheinliche frei überführt. Sie erklärte, daß sie den Begriffsunterschied zwischen Der Rechtsbeide Arme und das Nasenbein. Der Rekrut Bürster fiel auf sein waltung. Es handelt sich um einen Studenten der Technischen beistand des Klägers, Rechtsanwalt Dr. Hirschfeld, beantragte Seitengewehr und fließ sich dasselbe in die Rippen. Der Gefreite Sochschule aus Magdeburg und eine Kellnerin. Man glaubt, daß die Bestrafung der Beklagten Der Gefreite Legte erlitt anscheinend innere Verlegungen. Die Verwundeten und Beröffentlichung des wurden in das Militärlazareth nach Tempelhof geschafft. Der Ballon sich das Paar bei Wittenberge in die Elbe gestürzt hat. Urtheils. Jüterbock habe für seinen Leichtsinn schwer büßen ift am Sonnabend zwischen 1/ 212-3/ 412 Uhr in Reppen bei Frank- Landarbeiter- Elend. Auf dem Rittergut RIein- Machnow, müiffen und habe nicht nöthig, sich als Meuchelinörder" hinstellen furt a. D. niedergegangen; er hatte bei dem Aufsteigen einen Riß unweit 3 ehlendorf, welches einem Herrn v. Ha ate gehört, war zu lassen. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Schwindt, plädirte erhalten; infolge dessen entwich die Gasfüllung sehr schnell, so daß ein Arbeiter namens Ebel mit einigen Unterbrechungen viele Jahre lang für Freisprechung. Man könne es der Mutter, die durch eine leichtder Ballon schon nach kurzer Fahrt nieberging. beschäftigt; zuerst als Instmann, dann haufte er, nachdem er Frau fertige Handlungsweise des Klägers ihres Sohnes beraubt worden sei, Auf die Petition, welche der Bund der Berliner Hans- und Kinder durch den Tod verloren hatte, wieder als Knecht in wahrlich nicht verdenken, wenn sie gegen den Urheber des Unglücks und Grundbesitzer vor einiger Zeit an den Justiz minister den Ebel arg mitgenommen und ihn veranlaßt zu haben, in den brücken kennzeichne; sie dieserhalb wegen Beleidigung vor bat dem Stalle des gnädigen Junkers. Persönliches Mißgeschick scheint nicht freundlich gesinnt sei und dessen Verhalten mit schroffen Aus wegen Beschleunigung des Ermissionsverfahrens gerichtet legten Jahren seine Arbeitsstelle häufig zu wechseln. Während der Strafrichter zu ziehen, müsse man ebenfalls als eine Frivolität hatte, hat nun gleich dem Landgericht jetzt auch das Kammer Arbeitslosigkeit mußte er sich dann so erbärmlich durchschlagen, wie bezeichnen. Der Gerichtshof verurtheilte die Beklagte, der nicht ne gericht, dem die Erledigung der Petition übertragen worden war, es tausende seiner Leidensgenossen thun, deren Heimath während der glaubt wurde, daß sie den Unterschied zwischen fahrlässiger Tödtung einen ablehnenden Bescheid ertheilt. In dem Schreiben heißt beschäftigungslosen Zeit die Landstraße ist. Seit einiger Zeit steht und Meuchelmord nicht kenne, zu einer Geldstrafe Ausbaug an es u. a., daß der„ Justizminister nach Prüfung der in betracht kom- Ebel wieder bei Herrn v. Haake in Machnow in Arbeit. Der sprach dem Kläger die Befugniß zu, das Urtheil durch Aushang an menden Verhältnisse t eine Veranlassung gefunden hat, besondere gnädige Herr versorgte ihn nothdürftig Maßnahmen zur Herstellung von ähnlichen Einrichtungen wie die alten Kleidern und Effen, sonst aber bekam er mit abgetragenen der Gerichtstafel zu veröffentlichen. vor dem Jahre 1879 eingefeßten fogenannten schleunigen Gerichts- alten Kleidern und Effen, fonft aber bekam er wenigs Gegen den flüchtigen Redaktene Oswald Knorr von den tommissionen zu treffen, weil die bestehenden Einrichtungen zur Jetzt ist Ebel seit acht Wochen frank. stens während des legten Vierteljahres feinen Lohn. Charl. Nachr." stand gestern abermals Termin in einem Preßprozeß Herbeiführung eines schleunigen Verfahrens ausreichen. Da er zum Gesinde an. Da der Angeklagte natürlich nicht zur Stelle war, beschloß das des Herrn v. Hanke gehört, so ist dieser verpflichtet, für die nöthige Gericht, einen Haftbefehl gegen ihn zu erlaffen. Herr Knorr hat Zu dem Familiendrama in der Waldemarstraße wird be Pflege zu sorgen. Wie aber wird diese Verpflichtung erfüllt? In jetzt im ganzen acht Monate und zwanzig Tage Gefängniß zu ver richtet, daß der Heizer Bier, den man in der Lampenfabrik von der Stube eines Arbeiterhauses, die einem Stalle viel ähnlicher büßen. Das ist nicht wenig, aber man sollte denken, daß einem Schwinger u. Gräff schon längere Zeit im Verdacht des Diebstahls sieht, als einer menschlichen Wohnstätte, liegt der franke Mann auf antisemitischen Redakteur das geliebte deutsche Vaterland schon so hatte, am Mittwoch dabei entdeckt worden ist, wie er sich eine dürftigem Lager. 12/2 Pfund schwere 3intplatte um den Leib binden wollte. Der Ausstattung Das Bett und ein Holzstuhl bilden die ganze viel werth ist. Die Angehörigen der vaterlandslosen Notte kneifen Des Raumes, der sehr Sohn des einen Mitinhabers fam in diesem Augenblick dazu und Neben dem Bett liegt ein Haufen Stroh, Staub und zertretene unsauber aussicht. bekanntlich nicht vor dem Gefängniß aus. wollte Bier die Platte entreißen. Bier versuchte zunächst, ihn mit Strohhalme bedecken den schadhaften Backsteinfußboden. Radfahrexamen vor der Polizei. Die Polizei von Hildes der Platte über den Kopf zu schlagen, und als ihm das mißlang, Raum hat zwar einen Ofen, dieser ist aber, solange der Kranke hier erlassen, wonach Radfahrer die vorgeschriebene Radnummer und die Der heim hat nach dem Beispiel füddeutscher Städte eine Radfahrordnung floh er in in die Fabrit zurück, schloß sich in den Maschinen liegt, noch niemals geheizt worden. In der ersten Zeit seiner Krank- Fahrkarte von der Polizeiverwaltung nur erhalten, wun e big die Dampfmaschine zu zerstören. heit erhielt Ebel noch sein regelmäßiges Effen. Seit einigen Wochen eine Probefahrt vor einem Abgeordneten der Polizei gezeigt Erft den vereinten Anstrengungen des Sohnes des einen bekommt er Mitinhabers, des Pförtners und nur einmal täglich ein sogenanntes Mittagessen, haben, eines Expedienten gelang nämlich einen Napf mit der bekannten ländlichen Gesindekost, die Oppenheimer, daß sie auch fahren können. Der Rechtsanwalt es, die Thür aufzubrechen und des Radelns, den Mann Freund verlangte mit Gewalt als einzige Würze eine reichliche Menge Salz enthält. Bekommt Nummer und die Fahrkarte, weigerte fich aber, vor einem wegzubringen. Bei der Durchsuchung des Maschinenraumes fand nun der Kranke Durst, so ist niemand da, der ihm auch nur einen Trunk Schutzmann die Fahrprobe abzulegen. Er erhielt infolge dessen. man Werkzeuge, die Bier sich selbst angefertigt hatte, um die Zink- Wasser reicht. So liegt der Bedauernswerthe nun seit Wochen. Er leidet weder Nummer noch Fahrkarte, worauf er sich um die Polizeis platten zur Erleichterung ihres Fortschaffens zu zerschlagen und an Reißen, seine Glieder sind derart gelähmt, daß er sich nicht fort verordnung nicht mehr fümmerte, sondern vergnügt in der Stadt rund zu biegen. Sechs Platten waren so zum Mitnehmen schon umherradelte, bis ihn ein Schußmann abfaßte. Oppenheimer sollte zurecht gemacht worden. In einer Mauerhöhlung, die der un bann 10 M. Geldstrafe zahlen. Hiergegen beantragte er richters getreue Heizer mit einem Steine verschloffen hatte, fand man ferner liche Entscheidung und behauptete, die Polizei habe kein Recht, Messingblech und Platten, die Bier sich angeeignet und vorläufig die Fahrprobe zu verlangen und davon die Ertheilung zurückgelegt hatte, um sie zu geeigneter Beit bei seite zu schaffen. der Nummer und der Fahrkarte abhängig zu machen. Sämmtliche Die daraufhin erfolgte Entlassung mag dann den furchtbaren Instanzen verurtheilten ihn jedoch. Das Kammergericht führte aus, Entschluß in Bier gereift haben, sich und seine ganze Familie um die Polizei tönne sehr wohl die fragliche Approbation verlangen aubringen. und zwar auf grund des§ 6b des Polizei- Verwaltungsgesetzes im Interesse der Ordnung und Sicherheit des öffentlichen Verkehrs. raum " und bewegen fann, um sich selber zu bedienen. Manchen Tag vergißt man ihn gänzlich, und so fommt es vor, daß er oft zwei Tage lang wenig oder nichts zu essen erhält. So gefellen sich zu den Leiden, die die Krankheit verursacht, noch die Qualen des Hungers, die den alten Mann derart heruntergebracht haben, daß er faft zum Stelett abgemagert ist. Es ist leider nur zu begreiflich, daß der Kranke unter solchen Umständen den Tod herbeifehut, der ihn von allem Jammer erlöst. 1 Dem Volksheilstätten Verein vom Rothen Krenz ist zu gunsten seiner Heilstätte für Lungenkranke am Grabow see durch letztwillige Verfügung des Herrn Dr. Alfred Meyer in Hannover ein Vermächtniß von 200 000 m. zugefallen. Gerichts- Beifung. " ein die er habe die inkriminirten Briefkasten der Redaktion. Wir billen, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwet Buchflaben oder eine 8abl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. B., Herne. Wir haben die Angelegenheit bereits wiederholt und sehr Herr Robert Krausnick veröffentlicht auf die bekannte Be richtigung des Polizeipräsidenten in Sachen seines Sohnes abermals in der Voss. 3tg." eine Mittheilung, die sich namentlich mit der München wird der Frantf. 31g." berichtet: Vor dem Landgericht Die Heiligkeit des Eides und das Denunziantenthum. Ans Behauptung des Polizeipräsidenten, der junge Krausnick fei betrunken gewesen, beschäftigt. Wir entnehmen der Darstellung folgendes: war am 17. März ein Sozialdemokrat der Gotteslästerung angeklagt. " In dem Bericht des Herrn Polizeipräsidenten über den Vorfall Die Verhandlung gestaltete sich derart, daß der Staatsanwalt selbst wird die Beschuldigung der finnlosen Betrunkenheit gegen meinen Sohn die Klage fallen ließ und Freisprechung erfolgte. Die Sache bot aufrecht erhalten. Mit welchem Rechte, frage ich? Auf das Ergebniß ein sehr häßliches Bild. Eine Wirthin hatte aus Rachsucht und des erfolgten Erbrechens in Verbindung mit Bewußtlosigkeit hin, und Schußmanns wurde am 19. März in einer Verhandlung vor dem Mund gelegten Aeußerungen garnicht gethan hatte. Ja, noch mehr, Die neueste Schutzmanns- Brutalität. Das Verhalten eines Bosheit den Angeklagten denunzirt, obwohl er die ihm in den weil der des Weges hinzugekommene Arzt seine Diagnose nach sehr Schöffengericht zu Hannover beleuchtet. Das„ Hannov. Tage- sie überredete andere Leute, junge Mädchen, belastend für den Mann oberflächlicher Untersuchung dahin gezogen hat? Demgegeüber erblatt" berichtet darüber: Der Arbeiter Wilhelm Wagner war des auszusagen; sie redete ihnen ein, geben die unabänderlichen Thatsachen, daß der junge Mann in ge- thätlichen Angriffs auf den Schußmann Elbe und des Aeußerungen gemacht. In dieser Sache ist augenfällig eine erfleckfunder, nüchterner Verfassung seine Arbeitsstelle um 10 Minuten Widerstandes gegen die Staatsgewalt beschuldigt. Der Angeklagte liche Anzahl von Fescheiden geleistet worden. Ist das nicht viel nach 4 Uhr nachmittags verlassen hat, und um 1/25 Uhr, also stellte den Sachverhalt folgendermaßen dar: Als er im Röfehofe schlimmer als die Gotteslästerung gewesen wäre, oder als wenn 20 Minuten später bereits auf der Treppe am Eingang zur Berlitz wohnte, hat der Schuhmann Elbe, der durch den Röfehof patronillirte, eine angebliche Gotteslästerung überhaupt strafrechtlich nicht verfolgt schule, Leipzigerstr. 113, in sehr elendem, aber nicht betrunkenen die unbescholtene Tochter des Angeklagten, Frida, ohne ersichtlichen würde? Zustande von der Frau Bizewirthin bemerkt wurde. Diesen That- Grund, nur weil sie vor der Thür stand, angeredet und gefragt, ob fachen ist bisher nicht widersprochen worden und kann auch nicht widersprochen werden, weil die Zeit von 20 Minuten nur ausreicht, fie Arbeit habe und wovon sie sich ernähre. Auf die Erwiderung Elbe dann in schneller Gangart vom Schiffbauerdamm nach der Leipzigerstr. 113 es jungen Mädchens, daß sie arbeite, habe zu gelangen. Im übrigen hält Herr Krausnick seine bekannte Dar Elbe seine Tochter geradezu als Dirne bezeichnet. Seine Tochter gefagt, ma, das wird wohl schwach sein". Hierdurch habe ftellung des Vorfalles durchaus aufrecht. habe ihm dieses erzählt und er sei entrüftet darüber gewesen. Die nächsten juristischen Sprechstunden finden am Dienstag, den Eine entsetzliche Neberraschung wurde am Sonnabend dem Schutzmann Elbe sei dann zurückgekommen und habe zu ihm gefagt: 22. d. M., von 7 Uhr abends ab, am Donnerstag, den 25. d. M.. Pferdebahnschaffner Rossow in der Müllerstr. 39 zu theil. R.. der„ Was wollen Sie?" worauf er( Wagner) gesagt habe, ich will und am Sonnabend, den 27. d. M., von 6 Uhr abends ab statt. auf dem Depot in der Müllerstraße bedienstet ist, war am Sonn- nichts, aber ich verbitte mir, daß Sie meine Tochter beleidigen." 2. L., Hamburg. Die Berichtigung des Irrthums wäre für niemand abend früh gegen 2 Uhr nach Hause gekommen und legte sich als- Der Schuhmann habe dann wiederum gesagt:„ Na, es ist mit ihr von Muken, fondern würde mur böses Blut machen. bald schlafen. Elwa nach einer Stunde tamen Hausbewohner zu ja doch weiter nichts." Nach einigen Worten habe plöglich der ausführlich behandelt. ihm hinaufgeeilt mit der Nachricht, daß sich aus seiner Wohnung Schuhmann gesagt: Passen Sie mal auf, Sie haben mich beleidigt. jemand zum Fenster hinausgestürzt habe. S. sprang entfett aus Nennen Sie mir Ihren Namen," wobei Elbe ihn habe aus dem seinem Bett und eilte nach dem Lager seiner ihm seit sechs Monaten Hause ziehen wollen; jedoch habe seine Frau und die Wittwe angetrauten Frau, welche seit einigen Tagen leidend war. Das Arnecke ihn zurückgerissen und die Hausthür zugeschlossen. Der Bett war leer. Die Unglückliche hat sich entweder im Schlafe oder Schuhmann Elbe sei dann ins Haus eingedrungen, Wagner in einem Anfalle von Geistesstörung aus dem Fenster der in der habe seinen Namen genannt und den Schuhmann, da er 3. Etage belegenen Wohnung auf den Hof hinabgestürzt, wo sie mit( Wagner) Hauswirth gewesen sei, mehrmals zum Berlaffen des Hauses zerschmettertem Schädel todt liegen blieb. aufgefordert. Elbe sei weggegangen, jedoch nach kurzer Zeit mit Tas Olympia- Riesentheater hat sich als neues Bugmittel ein dem Schußmann Wagenführ wiederum ins Haus und oben Sportprogramm zugelegt. Im dritten Att, der den Wiener Jahr in die Küche, wohin er( Wagner) sich begeben hatte, gemarktstrubel darstellt, wird eine Brücke ins große Wasser hinein kommen; er habe dann wiederum seinen Namen genannt. Elbe Swinemünde gebaut und so eine Rennbahn geschaffen, wie Berlin feine zweite sei dann mit den Worten fortgegangen: So, nun wird sich die Hamburg aufzuweisen hat. Hier ringen Damen und Herren aus dem nach Sache finden; wir sind ja Zeugen." Plöglich habe seine kleinere Berlin hunderten zählenden Kunstpersonal um den Siegespreis, der ihnen Tochter gerufen, Papa, sie schlagen Mama", und er sei Wiesbaden in Gestalt von allerhand Kleinen Geschenken, welche die dann auf das Geschrei seiner Frau hinausgeeilt. Als er München Freundschaft erhalten sollen, feierlich dargereicht wird. Wett- dann von der Treppe gerufen habe: Was schlagen Sie meine Wien. rennen, Gierlaufen und Tanziehen bilden die Einleitung des Frau?", sei Schuhmann Elbe mit gezogenem Säbel auf Haparanda. Sportprogramms, und als besondere Darbietungen folgen ihn losgekommen, den er natürlich festgehalten habe. Die Petersburg. dann Lanzenstechen und Jockeyrennen regelrecht zu Pferde, als Zeugin vernommene Frida Wagner bestätigt das oben ge- Cort sowie ein„ Match" zwischen einer Reiterin und einem Rad- schilderte Verhalten des Schußmanns gegen sie. Beuge Schmied Aberdeen. fahrer. Der Radler hatte bei dem Debut am Sonnabend leider Kaste bestätigt im großen Ganzen die Aussagen des Angeklagten. Paris. Unglück und stürzte. Mit dem Halloh, ohne welches ein ordentliches Schuhmann Elbe will von einem Abbruchsunternehmer auf HolzSportfest nun einmal nicht begangen werden kann, begleitete das diebstähle im Rösehof aufmerksam gemacht sein, und ihm sei Frida Publikum die zuweilen recht erbitterten Rämpfe. Zweifellos wird Wagner mit mehreren anderen, die dort standen, überhaupt die neue Zugabe bei allen Freunden des Sports Interesse erregenverdächtig vorgekommen. Im übrigen giebt Elbe das Verhalten und wer ist heutzutage nicht sportlich" gebildet? Nicht ganz stil gegen das Mädchen zu, auch die Worte:„ Na, das wird wohl " " Witterungsübersicht vom 21. März 1898, morgens 8 Uhr. Stationen. Barometer stand in mm, reduzirt aut d. Meeresip. Windrichtung Windstärke WANNAFNAF( Staia 1-12) Wetter Schnee bedeckt wolkenlos 759 762 . W 763 W 766 NO heiter 761 Schnee 764 NW bedeckt 746 OND 2 heiter 770 NND 2 766 • WNW 3 766 . NO 3 Temperatur ( 50. 4° R.) 232103OD BUL 5 1 heiter halb bedeckt wolfenlos Wetter- Prognose für Dienstag, 22. März 1898. Biemlich fühl, zeitweise heiter, vielfach wolkig mit geringen Niederschlägen und mäßigen nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theaker. Urania Reichshallen- Parteigenossen des 4. Berl. Reichstags- Wahlkreises. Theater. Leipzigerstrasse 77. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vormittags Ohne Zweifel das beste Spezialitätendiab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr Programm, welches in Berlin geboten Dienstag, den 21. März. Opernhaus. 9. Symphonie: Abend der königl. Kapelle. Schauspielhaus. Geschlossen. Wissenschaftliches Theater. Invalidenstr. No. 57-62. Täglich abends 7 Uhr: Ausstellungs- Saal und Vorträge. 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Die Wichtigkeit der Tagesordnung verpflichtet jeden Kollegen, pünktlich zu erscheinen. Der Vertrauensmann: M. Mark. Orts- Krankenkaffe Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! Borhagen- Rummelsburg. Mittwoch, den 6. April cr., Dienstag, 22. März, abends 834 Uhr bei Träger, Gartenstr. 13: im in abens 82 Uhr, Breves'schen Lokal Rummelsburg, Ecke der Goetheund Kant Straße, General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Rechnungs legung für das Jahr 1897. 2. Wahl eines Vorstandsmitgliedes( Arbeit nehmer). 3. Antrag der Kaffenärzte um Honorarerhöhung. 4. Antrag der Delegirten( Kaffenmitglieder) der Firma Dr. Paul Meyer, um Ab: änderung der Kaffenzeit von 8 bis 1 Uhr. 5. Verschiedenes. 266/3 Der Vorstand J. Auftrage: Korte, Rendant. Musikverein 25146 Ida Heath. Fischer& Wacker. Unser modernes Berlin. für Gartentonzert und Saal in Reinickendorf ges. Adr. erbeten unter Boltsstück mit Gesang in 4 Bildern H. 100 Bostamt Reinickendorf. von Ely. Signor Salerno. Bonhaire Troupe etc. etc. etc. Schiller- Theater Kasseneröffnung 6%, Anf. 7 Uhr. ( Wallner- Theater). Dienstag, abends 8 Uhr: Ein ge: machter Mann. Mittwoch, abends 8 Uhr: Brand. Donnerstag, abends 8 Uhr: Die Ahnfrau. Feen- Palast Burgstrasse 22. Wiener Zoologisch. Garten Luisen- Theater Aschanti- Dorf 34. Reichenbergerstraße 34. Abends 8 Uhr: Extra- Vorstellung, veranstaltet vom Berliner Grundeigenthümer Verein Süd- Ost". Von Stufe zu Stufe. Lebensbild mit Gesang in 5 Aften von Dr. Hugo Müller. Musik von R. Bial. Mittwoch: Die Stüge der Hausfrau. Toni Klein: Anna Müller- Binde. Central- Theater Alte Jakobstr. 30. Direktion Richard Schultz. Dienstag, den 22. März 1898: Emil Thomas a. G. Bum 62. Male: Javaner- Dorf Geöffnet von 11-10 Uhr. Vorstellungen allstündlich 2-9. Entree 50 Pf. Kinder und Militär 25 Pf. Alcazar- Theater. Dresdenerstraße 52/53( City- Passage) Annenstraße 42/43. Heute und folgende Tage: Auftreten des Sauptrollen: Ella Richter. Robert Dill. Grete Gastoni. Rudolf Schauss, Klara Hayn. Otto Wendt. Jm vorderen Saale: Tyroler Sänger Alois Ebner. Benefiz Rudolf Schauss. Anfang: Wochentags 7/2 Uhr. Maehr's Theater Freitag, den 1. April: Sonntags 6 Uhr. Oranien- Strasse 24. Täglich: Theater und Spezialitäten. Novitäten- Programm. Oeffentliche Versammlung. 246/14 Tagesordnung: Die Lage der arbeitenden Klassen und die Sammelpolitik. Referent: Reichstags- Abgeordneter Max Schippel. 2. Diskussion. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Einberufer. VI. Wahlkreis! Oeffentliche Versammlung Dienstag, den 22. März, abends 8 Uhr, bei Fischer, Beuffelstr. 9. 246/15 Tages Ordnung: 1. Die Lage der arbeitenden Klaffen und die Sammelpolitik. Referent: Georg Wagner. 2. Diskussion. Zahlreichem Erscheinen sieht entgegen Der Einberufer. Achtung! W. Noack's Theater Bentralverein der Bildhauer Brunnen- Strasse 16, Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Gr. Extra- Theatervorstellung Die Erbschleicherin oder: Unser Sabinchen. Schwant in 4 Aften von G. Paul. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Feuerstein's Festsäle Alte Jakobstrasse 75. Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin. Dienstag, den 22. März 1898, abends 8½ Uhr, im Reſtaurant Köpnickerstraße 62: Versammlung. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Aufstellung der Kandidaten Tiste zur General- Versammlung. 3. Statutenberathung. Die Wahlkreise sind nach den Hauptbuch Nummern eingetheilt und zwar folgendermaßen: I. Wahlkreis Nr. 1-245. II. Wahlkreis Nr. 246-569. い III. Nr. 570-2415 IV. Wahlfreis Ver. 2416 bis zu Ende. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Nur die Vorzeigung des Mitgliedsbuches berechtigt zum Eintritt. 20/7 Der Vorstand. Reifenabenteuer Der Mormone Juh. Martin Herzberg. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Schwant. Poffe. Hanny Nelson, Marg. Nasadowska Origin. Tyrolienne. Kostümsoubrette. Miss Olga, Equilibristin. Wochentags 8 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Avis! Donnerstag, den 24. März: Grosse Gala- Benefiz- Vorstellung für den beliebten Konzertfänger Franz Direktors Richard Winkler. Romberg. Im Wartesalon 1. Klasse. Ernst von Wallbach: Richard Winkler. Dazu das erfolgreiche Riesen- Märzprogramm. 5 neue folossale Schaunummern. Miss Ada Risson, schönste TaubenKönigin. Mr. Alexandro Selino, ber Mann mit der etsernen Haut. Das Silling, Parforce- Turner am festen Red. Lebende Photographien in höchster Vollendung. Wochentags 8 Uhr. Die Tugendfalle. größte under der Welt! Theodor Burleske Ausstattungspoffe m. Gefang und Tanz in 4 Bildern unter Benutzung eines französischen Sujets von Jul Freund und Wilh. Mannstädt. Musik von Jul. Einödshofer. Anfang 28 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Die Tugendfalle. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterfir. 132. Dir. C. Weiß. Ausstattungs- Novität! Sens. Novität! Anfang: Sonntags 7 1hr. Entree 30 Pf. Die für den Feen- Palast ausgegebenen Ehren- u. Freikarten haben Giltigkeit. Concerthaus Leipzigerstr. No.48 Täglich: Unter der Polarsonne. Aktuelles Ausstattungsstüd m. Gefang Hoffmann's Quartett 11. Tanz in 5 Bildern von E. Sonder: und Humoristen. mann und Chr. Bischoff. Gesangsterte Dill. C. Wochent. von J. Difangſt vir. Schüler. Anfang: Sonntags 7 Uhr. 7 Uhr. Jur Tunnel vor und nach der Bor: In Zossen. stellung: Frei Konzert. Morgen: Dieselbe Borstellung. Sonntag Nachmittag, fleine Preise: Manuela, das böfe Fräulein. Schauspiel von Kneifel. Ein erquickendes Attentat auf ein jedes Zwerchfell ist der neueste Schwank der Gebrüder Herrnfeld Von Dreien der Glücklichste Uebertrifft alles dagewesene des Budapester Humors und präsentirt sich als Zugstück allerersten Ranges. Kaufmann's Variété bildet das Tagesgespräch des lachlustigen Berlins und ist das Extraordinarium eines lustigen Abends. Fortsetzung von: Alle 5 Barrisons. Böhmisches Brauhaus Landsberger Allee. Heute, Dienstag: Vorletzte Soirée der Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader.) Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. ( Vorverkauf 40 Pfennig.) Freitag: Victoria- Brauerei. RennProgramm. Internat. Sportsaison Jockey- Hinderniss- Reiten. Engl. Ringelstechen Damen- Wettlaufen Amerik. Dreibeinlaufen Rad- Wettfahren Damen- Tauziehen Deutschland geg. England jeden Abend bis zur Entscheidung in Bolossy Kiralfy's Konstantinopel Neues OlympiaRiesen- Theater ( Circus Renz) Karlstrasse The jolly british girls und das neue MärzSpezialitäten- Programm. Anfang 8 Uhr. Beginn d. Rennen 83 Uhr. Sonntag 2 Vorstellungen. Nachm. 1 Kind frei. Schluss der Saison 6. April. Circus Busch ( Bahnhof Börse). Dienstag, den 22. März 1898, abends 72 Uhr: Grosse und kleine Säle zu Versammlungen unentgeltlich, sowie zu Sommer- u.WinterfestlichBahlstelle Berlin. keiten b. koulanten Bedingungen. Mittwoch, 23. März, abends 8, Uhr, bei Cohn, Beuthstr. 20/21: Halbrenner, neues Modell, wenig gefahren( Garantiesch.) 84c", Abreise nahe Oberbaum, Vertrauensmänner- Versammlung Tages- Ordnung: halber billig, pintsch, Michaeltirchstr. 6. für sämmtliche Bezirke und Branchen. Mühleustr. 8, Warschauerstr. und Schlesischem Bahnhof, sind von sofort Vertrauensmänner. Referent Kollege Maass. 2. Die Forderungen 1. Nufere Taktik bei Werkstattstreiks und die Aufgaben ber und 1. April 1898 freundliche Vorder: der Bodenleger. 3. Werkstattstreits und Differenzen. und Hofwohnungen von 2 u. 1 Stube nebst Korridor, Küche, Kloset u. Keller oder Boden billig zu vermiethen. zu 78/20 Die Kollegen werden ersucht, aus jeder Werkstatt einen Vertrauensmann entfenden. Die Ortsverwaltung. Näheres beim Berwalter.( 4066 Orts- Krankenkaffe der Maschinenbau- Arbeiter Möbl. Zimmer 3. verm. an 1 oder 2 Herren mit Familienanschluß. Näh. bei Wobig, Dieffenbachstr. 55.[ 2504b Möbl. Schlafstelle an 1 Herrn 3. v. Sebastianstr. 29, lints 2 Tr. auf [ 24996 Möbel Theilzahlung. Neue J. Kellermann, Jakobstr. 26. Arbeitsmarkt. Ein geübter, energischer und exakter Arbeiter auf Bade- Artikel, der auch Meister: stelle versehen könnte, wird von einer Schweizer Metallwaarenfabrik sofort 16/18 zu engagiren gesucht. Offerten nebst Zeugnißabschriften unter Chiffre W. E. St. 3immer 83 im Central Hotel erbeten. Verschnürerin außer dem Hause verl. Klaffke, Rottbuser Damm 32 I.[ 2503b und verwandter Gewerbe zu Berlin. Am Mittwoch, den 30. März, abends 8 Uhr, im Königstädtischen Kasino, Holzmarktstraße 72, 1 Tr.( Ecfe Alexanderstraße): Ordentliche General- Versammlung der Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Tages Ordnung: 1. Bericht des Borstandes über das abgelaufene Geschäftsjahr. 2. Be: richt der Revisoren zur Prüfung der Jahresrechnung und Ertheilung der Decharge. 3. Bericht des Vorstandes über Ablehnung des Antrages Bauer vom 18. November 1897. 4. Verschiedenes. Bahlreiches und pünktliches Erscheinen der Herren Vertreter ist sehr erwünscht. 25126 Das Mandat legitimirt. Berlin, den 14. März 1898. Der Vorstand: Hans Zeyssig. H. Steinfeldt. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Drechsler- Lehrling a. g. Holzarbeit Am Dienstag, den 22. März 1898, abends 82 Uhr in Stechert's berl. A. Prinz, Mehnerstr. 7, v. II r. Salon, Andreasstraße Nr. 21: Junges Mädchen Tag über verl Bezirks- Versammlung für den Osten. Henning, Holzmarktstr. 8. Tages Ordnung: Packer verlangt Ruthenberg. 1. Vortrag des Herrn Dr. Zadek. 2. Diskussion. 3. Verbands: Mamfells auf Damen- Jaquets angelegenheiten und Verschiedenes. 111/8 verl. Orlowsky, Falkensteinstr. 43, v. I. Extra- Vorstellung. Tüchtige Dreher, in der Fahrrad: Am Mittwoch, den 23. März 1898, abends 8 1hr, in den Groß. Konkurrenz- Parterrefpringen, ausg. v. den besten Parterrespringern der Gesellschaft. Zum 1. Male: Bros. Taylor i. ihr. Original- Att. Amateur: Konkurrenzreiten. Wer dreimal die Bahn stehend zu Pferde umreitet, er: hält eine Prämie von 50 Mart. Außerdem: Die vorzüglich. Freiheitsdressuren des Direktor Busch, sowie Branche bewandert, finden sofort Arminhallen", Kommandantenstraße 20: dauernde Beschäftigung. 24235 Gemeinschaftliche Bezirks- Versammlung Neu- Ruppiner Fahrradfabrik ,, Hermes". Arbeiterin sucht Dampf- Wasch 25176 anstalt Köpnickerstr. 33a. Gef. a. Büffets u. bessere Möbel v. Lichtenberg, Wilhelmstr. 18, am Bahn hof Lichtenberg- Friedrichsfelde. 24606 Haide für Süd- Of, Süden und Zentrum. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Archenhold( Direktor der Sternwarte in Treptow) über:" Die Bewohnbarkeit der Welten". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Kollegen werden dringend ersucht, zahlreich und pünktlich zu er Die Bibliothek des Verbandes befindet sich im Restaurant Mörschel, Jüdenstr. 35. Dieselbe ist geöffnet jeden Abend von 8 bis 912 Uhr. Sonntags geschlossen. Die Ortsverwaltung. Auftreten fämmtlicher neu engagirten Knopf- Fabrik, is scheinen. Reitfünstlerinnen und Künstler, als auch Klowns. Zaragoza. Orig. Manège- Schaust. d. Circus Busch. Besouders hervorzuheben: Die weibl. Fanfarenbläser. Der Sturz von der sucht geübte Fraiser und Aus: schneider für Steinnuß. Kartonarbeiterinnen, geübte, finden dauernde Beschäftigung. Markusstr. 50. 25086* 60 Fuß hohen Brüde ins Wasser. Papierzuschneider, Weberstr. 17, ca. 1000 Berf. faffb., Der pompöse grüne Aft. Morgen 712 Uhr: Elite- Abend. Sonnabend, den 26. März: Benefiz b. beliebt. Klowns Boganowski. Auf vielf. an m. ergang. Gesuche habe ich mich entschloffen, am Sonntag, den 27. d. M., nachm. 4 Uhr, den einzig dastehenden pompösen grünen Att mit brennendem Schloß zu geben. nur ganz perfekter, der in Karton: fabriken selbständig gearbeitet hat, bei hohem Lohn gesucht. Meldungen unter S. 2 an die Erp. d. Bl.[ 2506b Metalldrücker- Lehrling berl. Meyer, Ritterstr. 25. Nieft's Fest- Säle Sonnabend, 26. März, 2. April und [ 4450L* Balmsonntag frei. Halensee. Freunden und Bekannten zur Mittheilung, daß ich Ringbahnstr. 116 2507b eine Restauration Destillation eröffnet habe. Mamsells auf Jackets verl. Klaffke, Rottbufer Damm 32 I. 2502b 24946* Franz Schieffer, Zimmerer. J. Jablonsky Nachil. Otto Müller, SO., Naunguftr. 37, empfiehlt sein Weiss- und Bairischbier- Lokal nebst großem Frühstücks, Mittagsu. Abendtisch in bekannter Güte und zu soliden Preisen. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. * Br. 68. 15. Jahrgang 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 22. März 1898. Abgeordnetenhaus. 52. Sigung vom 21. März 1898, 11 Uhr. Am Ministertische: Thielen. Die Spezialberathung des Eisenbahn- Etats wird fort: gesetzt. Die am Sonnabend abgebrochene General debatte wird wieder aufgenommen. ministerium der Bau von Kanälen teine große Förderung er- Mit bezug auf die Entdeckung des unvermutheten Reichthums fahren wird. des Vereins ist zu bemerken, daß die Unkenntniß über den wirklichen Abg. Wetekamp( frs. Bp.) bekämpft die Ersparniß am un- Bermögensbestand zum theil eine Folge der weitgetriebenen Selbst. rechten Orte und besonders an den Beamtengehältern, indem man herrlichkeit der Lokalorganisationen des Vereins war. Ohne zu die Anstellung der Beamten verzögert. Bureaukratie und Assessoris- leugnen, daß diese auch ihre Vortheile hat, muß man doch sagen, mus find zwar überall vorhanden, aber doch besonders hervorragend daß wenn die Zentralleitung in der Lage gewesen wäre, sich laufend in der Eisenbahn- Verwaltung. genau informirt zu halten, wie es mit den Mitteln des Vereins Abg. Brömel( frs. Vg.): Wenn man die bisherigen Reden vom Abg. Horn( natt.) macht Mittheilung über einen Fall von Ent- stand, sie sehr viel sicherer hätte auftreten können als es in den Schon lange vor Neujahr Ministertische überlegt, so möchte man fast glauben, die zahlreichen gleisung eines Schnellzuges auf der Strecke Leipzig- Hannover, über letzten Monaten der Fall war. im Unfälle des letzten Sommers mir von Betheiligten Bertrauen mitgetheilt, und der letzten Wochen wären den keinerlei amtliche Erhebungen stattgefunden zu haben scheinen. wurde A11 ein böser Traum. Als ob gar feine Regierungskommissar Geh. Rath Schröder: Die schleunige daß die Mittel des Vereins faft aufgebraucht seien. Gerichtsverhandlungen über diese Dinge stattgefunden häten! Mögen die Beseitigung der Verkehrshindernisse ist die erste Aufgabe bei Ent sich aber ist der relativ hohe Vermögensbestand ein glänzendes Gerichtsverhandlungen in der Presse auch fein genügendes gleisungen. Die Untersuchung werde trotzdem mit größter Gründ- Zeugniß für den Opfermuth der Mitglieder des Vereins, denn er Bild geben von den Verhandlungen vor Gericht, so läßt sich doch lichkeit geführt. ist das Produkt der bereitwilligen Entrichtung der hohen Extravielfach erkennen, daß vielfache Uebelſtände, die auf die Organisation Abg. Gothein( frf. Bg.) erörtert den Wagenmangel, der besteuern, d. h. sowohl der von der Bentralverwaltung verfügten Um zurückzuführen find, Ursachen der Unfälle waren. Man hat vielfach sonders in Schlesien schwer empfunden werde. lagen als auch der von den Lofalvereinen freiwillig geleisteten Beobachtungen über den Betriebsfoeffizienten angestellt und denselben Extrafteuern. In dieser Hinsicht machen indeß die Maschinenbauer als einen sehr günstigen bezeichnet. Besser wäre es wohl, die Urfeine Ausnahme. Von einem der am Streit betheiligten kleineren fachen dieses günstigen Verhältnisses näher zu prüfen und die Vereine erfahre ich, daß er dank der hohen Extraleistungen seiner übermäßigen Ersparnisse zu bekämpfen. Der Minister habe von den in Arbeit gebliebenen Mitglieder heute in besserer Finanzlage ist, als vor dem Kampf. Diejenigen Vereine natürlich, die mehr MitDie Abstimmung über einen Schlußantrag bleibt zweifelhaft. Die Berathung wird heute Abend 71/2 Uhr fortgesetzt. Schluß 384 Uhr. Beamten behauptet, sie würden von Leuten aufgehetzt, die mit Bum lehten Kampf der englischen lieber im Stampf als in Arbeit hatten, sind um so schlimmer dem Eisenbahndienste nichts zu thun hätten und davon nichts Das ist eine ebenso unzutreffende Behauptung, verständen. wie die von der Berliner März= Revolution: sie sei nur Maschinenbauer dran. Versammlungen. wurde = von Juden, Polen und hergelaufenen Leuten gemacht worden. Der schreibt unser Londoner Mitarbeiter unterm 16. d. M. folgendes: Minister fennt eben nicht das Maß von Erbitterung, das in den Die Interpellation über das Verhalten des Marineamts zu den im Kreisen der Leute herrscht, die Jahre lang auf verantwortungsvollen Maschinenbauerkampf engagirten Kontraktfirmen ist letzten Freitag Die Burcan- Angestellten beschäftigten sich am Mittwoch, den Posten aushalten müssen, ohne festangestellt zu sein. Statt der Presse verhandelt worden und hat, wie vorauszusehen, niemand wehe gethan 16. b. Wis., in einer öffentlichen Versammlung in den Arminhallen allgemeine Vorwürfe zu machen wegen ihrer Stellungnahme zu den und niemand großen Nutzen gebracht. Das Marineamt konnte sich darauf mit dem Antwortschreiben der Anwaltskammer an ihre Mitglieder Unfällen, sollte man ihr dankbar sein für die guten Vorschläge, berufen, daß, bevor die Lieferungstermine nicht abgelaufen waren, ihm und an die Bureau- Angestellten, betreffend die feitens der letzteren die sie vielfach gemacht hat. Die Mängel in bezug das Recht nicht zustand, auf die Kontraktfirmen einen Druck auszu- gestellten Lohnforderungen, Regelung der Arbeitsverhältnisse und auf die Sonntagsruhe hat der Minister bat ber Minister felbft anerkannt. üben, die Frage der Strafen für verspätete Lieferung vielmehr erst des Lehrlingswesens zc., und der weiteren Stellungnahme hinzu. Bauer Schließlich tritt Redner für eine Loslösung der Wasserban- Ver- spruchreif werde, wenn die Lieferungstermine überschritten feien, referirte; er hob ferner die äußerst traurigen Arbeits- und Lohnverhältnisse waltung vom Arbeitsministerium und für Errichtung eines selbst- und daß ferner maßgebende Juristen, deren Gutachten die Regierung im Beruf der Bureau- Angestellten hervor, die geradezu schon als Zielftändigen Wafferban- Ministeriums unter Leitung eines Technikers ein. eingeholt, auf grund eines schon entschiedenen Rechtsstreites erkannt scheibe des Spotts in Wigblättern dienen. Redner geißelt mit scharfen Minister Thielen äußert Bedenken gegen die zweckmäßigkeit hätten, daß eine Arbeitssperre, wenn im legitimen Kampf verfügt, Worten das damalige brüste Verhalten des Berliner Anwaltvereins der in Reichstage angeregten parlamentarischen Untersuchungs- einem Ausstand gleichzusetzen sei. Der betreffende Präzedenzfall gegenüber den Forderungen. Die Bureau- Angestellten seien die kommission. Daß von den angeklagten Beamten viele freigesprochen spielte vor über 20 Jahren, wo die öffentliche Meinung Gewerk- am schlimmsten ausgebeutete Arbeiterkategorie; dies sei ganz erklärlich, werden, liegt in der Natur der Sache. Die augenblickliche fchaftskämpfe noch mit andern Augen ausah wie heute, juristisch aber hätten doch die Anwälte gerade eine straffe und gute Organisation, Erbitterung ist nur eine Folge der sozialdemo- wird er wahrscheinlich die Kontraktfirmen decken, und jedenfalls deckt während die Schreiber bisher die Interessen ihres Standes zu wahren in kratischen Berhebung unseres braven Beamten er die Regierung, so daß die ganze Frage die ist, ob die durch die der schmählichsten Weise vernachlässigt hätten. Schon die relativ kleine erheblich beffer geworden sind, ist eine unbestrittene Thatsache. Bei des Landes so beeinträchtigt sei, daß die Regierung sozusagen als Hüterin ablehnenden Bescheides des Anwaltsvereins, ihre Berufsinteressen der kleinen hessischen Ludwigsbahn betragen die Gehaltserböhungen für die Sicherheit des Landes zum Einschreiten verpflichtet war. von neuem vor der Anwaltskammer zur Erörterung zu bringen. zur Gleichstellung der Beamten mit den preußischen 114 Millionen. So etwas läßt sich nur behaupten, aber nicht beweisen, und darum Auf grund des gewordenen Bescheides ſei es möglich, dieDie Lostrennung des Wasserbaues liegt augenblicklich dem Staats- verlief die ganze Interpellation ohne jedes andere Ergebniß, als daß jenigen Rechtsanwälte, bei denen die trasfesten Mißstände ministerium zur Beschlußfassung vor. fic die schon vorher befannte geringe Neigung der jetzigen Regierung, 3 tage treten, bei der Anwaltskammer namhaft zu machen Abg. Kirsch( 3.) findet die Unzufriedenheit namentlich der auf die Unternehmer einen Druck auszuüben, deutlich zu tage treten und Abhilfe zu schaffen; Sache der Angestellten sei es, diesen Weg Unterbeamten bei den Eisenbahnen begreiflich; bei den vorjährigen Gehaltsaufbefferungen übergangen worden. gefunden hätte, unterliegt feinem Zweifel. diefe feien ließ. Denn daß sie, wenn sie den Willen gehabt, auch einen Weg zu benutzen. Redner schließt mit einem warmen Appell an die Anwesenden, der Diganisation beizutreten. In der sich anschließenden ( Sehr richtig!) Der Vorstand des Amalgamirten Vereins der Maschinenbauer Diskussion seitens Gaspar noch hervorgehoben, Abg. v. Eynern( ntl.) erörtert den Wagenmangel. Die Arbeiter macht in dem soeben veröffentlichten Monatsbericht die interessante Mit- daß die Organisation ihr besonderes Augenmerk darauf haben zur Unzeit feiern und zur Unzeit in angestrengtester Weise theilung, daß der Vermögensbestand der Gewerkschaft sich nach genauer au richten habe, die weiblichen Bureau Angestellten für arbeiten müssen. Redner erörtert dann einige Fälle, in denen Prüfung der eingesandten Berichte der Filialen als sehr viel die Organisation zu gewinnen. Gerade die weiblichen Angestellten den Gemeinden bei Gelegenheit von Eisenbahnbauten ganz günstiger herausstellt wie angenommen. Während alle Welt ver- feien der Degeneration und der Ausbeutung am meisten ausgesetzt. bedeutende Summen abgenommen worden sind, so nament- muthete, daß schon Ende 1897 der Vermögensbestand ziemlich erEchließlich fand eine Resolution einstimmige Annahme, in der lich in den Städten Remscheid und Solingen. Man sollte schöpft war, betrug er damals noch über 31 Millionen Mart und als einziges Mittel, die Berufsverhältnisse zu heben, die Organi diese Art des Staates, Geld zu machen, gar nicht für möglich halten. bei Beendigung des Streits wahrscheinlich 2 800 000 m. Seitdem firung sämmtlicher Berufsgenossen anerkannt wird. Trotzdem sich Es müsse ein systematisches Vorgehen gegen die gefährlichen Niveau- bringen die regelmäßigen Wocheneinnahmen mehr Geld, als die die Anwaltskammer für infompetent erklärt hat, regelnd in die Uebergänge und Bahnhofanlagen stattfinden, nöthigenfalls müsse Ausgaben erheischen, so daß in verhältnißmäßig kurzer Zeit der Arbeitsverhältnisse einzugreifen, wird dem Zentralverband der Anzum Neubau dieser Gefahrenstellen eine Anleihe aufgenommen Verein sich finanziell völlig erholt haben wird. Im ganzen," sagt gestellten doch die Aufgabe zugewiesen, der Anwaltskammer diewerden. Je länger diese Sache verzögert wird, desto theurer wird der Bericht, legt der Amalg. Maschinenbauer Verein diesmal diejenigen ihrer Anwälte namhaft zu machen, die in ihrer Ausfie. Im allgemeinen fei er der Meinung, daß feine Eisenbahn felben Eigenschaften den Tag, wie bei Gelegenheit beutungssucht allzuweit gehen. Außerdem soll die öffentliche Meinung der Welt besser verwaltet ist, als die preußische, und seine Kritit ciner früheren Niederlage, 100 Berbilterung und Groll und die Presse durch Versammlungen und Einsendungen über die habe nur den Zweck, aus dieser guten Verwaltung eine noch bessere im Rath der Unternehmer herrschte, und wir zweifeln mißlichen Lehr- und Arbeitsverhältnisse der Bureau- Angestellten zu machen.( Bravo!) nicht, daß er aus den unglückseligen Vorgängen der legten Monate unterrichtet werden. mit wenig Schaden hervorgehen wird." Von den Unternehmern fagt der Bericht, daß dieselben im ganzen ihre Zusagen hinsichtlich Maurer und Berufsgenossen tagte am Sonntag, den Tempelhof. Gine öffentliche Bersammlung der der Nichtbevorzugung von Nichtgewerkschaftlern loyal gehalten 13. d. M. im Lokale des Herrn Wienecke in Tempelhof. Zweck der haben, daß aber doch einzelne Unternehmer es sich nicht versagt Versammlung war der Aufchluß an die Organisation. Der Kollege haben, Maßregelungen vorzunehmen oder ausschließlich Nichtgewert- Fränzel- Schöneberg referirte in eingehender Weise über die mißschaftler einzustellen. An anderer Stelle zitirt das Blatt anlichen Zustände in unserem Gewerbe. Nach dem mit Beifall auferfennend einige Aeußerungen Oberst Dyer's über die Nothwendig genommenen Referat faßte die Versammlung einstimmig den Befeit, die Streitagt zu begraben. Der Verzicht auf jede Maßregelung schluß, sich dem Zentralverband der Maurer Deutschlands an und die Behandlung der Arbeiter mit der ihnen gebührenden zuschließen und eine Zahlstelle für Tempelhof und Umgegend zu erAchtung sei der einzige Weg", auf dem Oberst Dyer und der richten. Als Bevollmächtigte wurden gewählt: 1. G. Miller= von ihm geleitete Bund hoffen könnten, die vor den Thoren Tempelhof. 2. E. Pandolf Mariendorf. Als Kassirer: stehenden Ausländer"( Worte Dyer's) zu schlagen. Oberst Dyer hatte G. Schüler Tempelhof, A. Lehmann Mariendorf. Schrift. unter anderem erklärt, daß der Bund nie zusehen werde, daß ein führer: P. Hanisch Tempelhof, H. Lehmann, J. Wolf und Arbeiter unterdrückt wird, falls einem Unternehmer die Idee des R. Schulz als Revisoren. 18 noch nicht organisirte Kollegen Unterdrückens kommen sollte". Troß alledem feien die oben wurden aufgenommen. erwähnten Maßregelungen vorgekommen. Schließlich konstatirt der Bericht noch, daß dem Parlamente eine ungeheure Liste von Anträgen zur Genehmigung von öffentlichen Bauanlagen aller Art unterbreitet sei, und alles darauf schließen lasse, daß dem Maschinenbau eine Reihe fetter Jahre bevorstehen. Sache der Gewerkschaft sei es, diese in jeder Weise dahin auszunuzen, ihr Vermögen, Ansehen und das ihr zufallende Arbeitsvolumen zu erhöhen und so für die Jahre der Depression zu sorgen, die uns so sicher sind, wie den Egyptern in den Tagen Pharao's". Minister Thielen: Die Urtheile über die Gefährlichkeit der einzelnen Bahnanlagen dürften weit auseinandergehen; jede Stadt wird ihre Bahnanlage für die gefährlichste halten. Nach den sorg fältigen Ermittelungen der Eisenbahn- Verwaltung sind die Klagen über den Wagenmangel übertrieben. Abg. Dr. Lotichins( natl.) bringt eine Reihe von lokalen Klagen bezüglich einzelner Strecken vor; im allgemeinen wünsche er eine Verstärkung des Oberbanes und eine bessere, womöglich elektrische Beleuchtung der Bahnhöfe, für die Kleinbahnen wünscht er schnellere Erledigung der Konzeffionsgesuche. Ueber die schlecht funktionirenden Heizungen in den D.Zügen werde viel geklagt. Bom Regierungstische her wird erwidert, daß in dem letzten milden Winter mehrfach über zu starke Heizung in den D- Bügen geflagt wurde. Die Beamten können nicht überall helfen, da die Heizung von den Fahrgästen regulirt werden kann. Abg. Graf Limburg( f.) wendet sich gegen v. Ennern, der zwar viel tritifirt, aber nicht gesagt habe, wie es besser zu machen sei. Abg. Dr. Hahn( wildt.) wünscht Eisenbahn- Verbesserungen und Frachtermäßigungen für Geestemünde, dessen Handel fortgesetzt zurückgeht. Regierungskommissar Geh. Rath Möllmann bemerkt, daß eine Petition der Handelskammer dem Ministerium vorliege und augenblicklich Gegenstand der Berathung sei. Abg. Dr. Eckels( natl.) fürchtet, daß im gegenwärtigen Staats: " " findet in Sanssouci, Kottbuferstr. 4, eine Voltsre sammlung statt, in welcher Freireligiöse Gemeinde. Am Mittwoch, den 23. März, abends 8% Uhr, Herr Dr. Bruno Wille sprechen wird über: Mein Grazer Prozeß." Deutscher Senefelder Bund. Mitgliedschaft Berlin. Borstandssigung Neuwahl des Borstandes. Heute Abend 8 Uhr im Restaurant Cohn, Beu hfiraße 21: Mitglieder Versammlung und Verein selbständiger Fensterputer. Heute Abend 7% Uhr Alte Jakob straße 54/55: Versammlung. Borstandswahl störr's Lokal, Mühlenstr. 24: Reseabend. 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( Ohne Gewähr.) 112300[ 200] 10 15 80 445 558 80 664 113008 58 105 209 16 320 71 783 909 98 114101 8 27 58 89 93 204 43 365 480 753 98 115100 259 562 603 30 93 803 116039 56 79 158 57 91 278 84 482 510 723 73 924 117318 629 818 118333 99 612 809 83 42 119067 210 29 68 328 46 481 683 268 329 751 929 1030 70 197 238 55 387 577 728 747 334 9873421 933 93 2024 123 215 365 489 3002 19 387 89 492 732 836 4037 165 98 207 62 71 76 889 96 489 524 5013 31 83 413 46 512 684 864 6081 216 36 56 393 713 828 924 7157 215 373 495 553 76 631 33 45 753 8027 29 93 247 354[ 200] 83 417 50 606 878 948 72 88, 9185 57 266 475 533 769 93 885 955 10209 422 667 829 41 81 99 941 11037 498 12028 106 50 77 323 405 627 40 62 804 54 965 13028 64 193 331 437 641 86 963 14034 52 57 135 241 45 317 19 412 625 92 746 924 15139 45 335 475 785 958 16206[ 300] 337 524 645 61 94 739 61 17085 89 261 478 80 551 60 94 617 700 878 900 37 18146 205 438 580 49 846 19184 56 571 708 47 20046 74 112 84 476 560 63 79 645 821 934 21030 138 40 81 432 75 629 718 80 834 60 923 26 22088 89 138 83 324[ 200] 682 88 886 28034 244 590 680 711 817 39 24036 68 153 413 69 749 822 99 25070 109 [ 200] 209 15 18 302 11 451 569 672 703 52 825 949 26007 126 659 736 45 806 27022 36 332 39 55 411 604 18 $ 10 40 927 28164 230 61 427 67 503 914 20 24 82 29017 156 431 583 843 30006[ 300] 35 108 237 342 499 510 28 40 50 718 936 66 71 31035 311 50 75 411 43 763 860 973 32340 SB 434 89 763 885 33016 43 58 212 342 558 648 60 719 54 86 801 92 34102 272 73 381 564 79 627 62 83 819 35203 84 399 632 56 751 82 839 49 30519, 603 39 66 800 86 990 37067 72 328 487 756 906 38017 59 215 85 353 412 27 74 86 584 746 884 39250 471 521 617 60 [ 200] S1 841 982 0074 111 20 358 545 75 708 36 982 99 41288 308 44 521 613 953 42069 237 38 425 89 915 42 43022 113 31 62 237 45 573 90 833-944 44485 48 662 845 ( 200) 989 45009 81 270 351 401 48 541 670 71 89 941 6001 17 141 74 229 72 335 50 92 639 726 807 47018 192 268 424 623 709 67 828[ 200] 48039 217 379 517 779 901 12 82 49578 666 834 41 50282 390 401 503[ 300] 52 658 98 713 57 804 90 938 51028 124 274 331 433 85 500 741 826 90 52187 923 466 83 547 615 914 53125 67 89 231 369 89 505 725 879 964 54285 545 727 956 55002 46 59 75 109 55 69 202 310 880 927 56011 119 20 280 355 409 544 [ 800] 605 824 933 57002 131 242 65 300 522 65 605 751 74 87 826 58380 405 509 604 28 910 82 59190 407 24 512 615 84 701 931 60292 306 32 538 616 830 61030 164 426[ 200] 688 936 62080 99 237 43 58 403 39 668 900 59 87 63163 517 69 727 829[ 200] S4 64104 317 19 455 94 573 601 87 866 98 65048 210 76 333 631 37 766 85 60256 580 88 638 961 67080 176 322 415 505 621 69 72 68018 76 84 451 85 744 962 80 69013 168 69 98 248 335 37 45 543 638 86 831 33 77 954 70095 183 498 550 708 96 836 71045 244 45 341 92 17 69 812[ 200] 919 72004 195 214 424 516 65 784 838 68 73187 313 404 500 10 88 699 719 848 988 45 68 74041 87 150 51 260 62 434 506 24 624 34 75239 66 75 602 25 724 87 862 961 70054 211 86 420 24 76 91 927 29 47 77055 121 224 550 623 43 55 90 744 57 893 78149 239 585 805 86 961 79072 85 148 233 80 90 345 $ 79 721 28 91 S0150 287 335[ 200] 578 666 96 748 979 81158 68 220 51 492 754 82 842[ 200] 78 82410 14 50 588 695 $ 27 992[ 500] 83014 153 64 422 42 750 70 858 84030 B5 54 78 278 568 659 700 75 82 872 953 85074 195 540 743 895 86127[ 200] 32 33 520 836 986 87013 93 104 30 86 296 351 97 571 662 786 825 92 944 88111 873 403 581 668 703 58[ 200] 99 891 94 916 23 70 91163 269 79 307 51 71 606 19 857[ 3000] 90006 74 412 15 28 59 61 710 911 91023 251 450 684 87 788 92193 490 550 618 36 80 776 837 99 926 93004 107 29 289 49 379 429 682 96 721[ 200] 46 859 85 947 94023 35 97[ 200] 313 22 628[ 200] 701 24 30 991 95012 60 162 280 88 335 416 63 80 625 30 98 728 82 898 918 55 96002 174 203 8 24 35 468 762 877 941 81 95 97128 63 379( 200) 478 674 94 771 77 868 933[ 300] 98085 63 65 201 425 660 748 49 62 806 54 09286 62 433 50 543 61 618 81 84 776 800 936 100035 116 538 686 101003 79 112 302 35 76 407 80 511 22 979 102106 35 99 335 36 75 892 958 67 103278 358 429 524 786 811[ 200] 26 104056 159[ 200] 286 311 474 605 59[ 200] 718 30 993 105077 99 679 [ 1500] 793 887 106167 280[ 500] 301 435 790 974 107045 77 88 220 89 302 20 30 421 84 534 54 841 108012 45 338[ 800] 55 478 615 906 109040 110 255 874 79 518 643 934 210009 117 87 95 360 657 86 90 765 804 916 111381 120009 105 99 299 322 55 83 629 68 738 53 817 900 121291 354 90 422 519 122205 14 56 485 667 86 87; 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Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin, Druck und Verlag von Max Bading in Berlin.