Nr. 69. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illustrirter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- ZeitungsPretstifte für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonne und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernspredjer: But I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Unsere Postabonnenten bitten wir, umgehend das Abonnement zn erneuern, damit im Weiterbezuge keine Unterbrechung eintritt. Die Expedition. Die blamivken Europäer in Admirals- Uniform. Wir zeigten kürzlich, wie das Zentrum in der Frage der Bindung des Budgetrechts des Reichstages seine frühere Haltung vollständig preisgegeben hat. Ebenso wichtig ist es, zu untersuchen, ob sich die jetzige Stellungnahme des Zentrums zu den Marineforderungen selbst mit seiner bisherigen Tradition verträgt. Daß eine Wandlung des Zentrums den Marineforderungen gegenüber eingetreten ist, wird selbst von Seiten der Zentrums organe nicht bestritten werden können. Es kommt uns daher in der Hauptsache nur darauf an, den höchst unvermittelten, jeder ernsthaften sachlichen Begründung entbehrenden und darum den Wählern gegenüber unverantwortlichen Umschwung des Zentrums aufzudecken. Mittwoch, den 23. März 1898. müssen demnach Panzerflotte Zutunftsmusit betrachtet werden." als Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. des Marine Etats 1895/96 im Plenum folgende beruhigende abgelehnt, weil man eine Schädigung der kleineren Versicherung abgeben: Brennereien in dem Antrag erblickte. Ganz ohne Debatte Bis zu Ende dieses Jahrhunderts ist eine Erfaßbauforderung wurde die Dampfersubvention erledigt. für unsere Hochfee- Panzerflotte nicht zu erwarten. Ausgenommen Beim Gesezentwurf über die Entschädigung unschuldig Versind die Ersatzbauten für König Wilhelm und Friedrich der Große, urtheilter begründete Frohme noch den Antrag, die Entdoch werde nur der Beginn dieser Ersatzbauten im Laufe dieses schädigung auch auf unschuldig erlittene Untersuchungshaft ausJahrhunderts zu erwarten fein. Alle einlaufenden zudehnen. Der Staatssekretär von Nieberding sprach gegen den Pläne über Bermehrung unserer Hochsee- zudehnen. private Antrag und die Abgeordneten von Buchta und Bieschel schlossen sich ihm an. In namentlicher Abstimmung, bei der Echon im nächsten Jahre mußte freilich der nämliche Ab- sich die Anwesenheit von 207 Mitgliedern ergab, wurde dann geordnete dem Plenum das Gegentheil von seiner vorjährigen der Entwurf mit großer Mehrheit angenommen. Erklärung mittheilen, nämlich daß im Jahre 1897 die Um 4 Uhr war die Tagesordnung erledigt. klaren Pläne, die er bezog auf die Verstärkung der Flotte, vor Morgen 1 Uhr: Flottenvorlage. handen seien, dem Volke vorgelegt werden sollen. Der Zentrums- Im preußischen Abgeordnetenhause ist die Berathung des Abgeordnete Fritzen fand es für rathsam, sich alsbald gegen Eisenbahn Etats trotz der gestrigen Abendfizung wenig gefördert eine deutsche Weltpolitik und gegen die projektirten Schiffs worden, daß heute bereits wieder eine Abendsigung stattfindet. Unb bauten auszusprechen. Den angekündigten klaren Plan brachte dabei werden die wichtigsten Fragen mit einer Oberflächlichkeit bein der That der nächstfolgende Marine- Etat und zwar in Ge- handelt, wie sie felbft in diesem Hause sonst nicht an der Tagesstalt der Sollmann'schen Denkschrift. ordnung ist, während über andere Fragen, die mit dem EisenbahnEtat in gar feiner Verbindung stehen, oft unnüg lange gesprochen wird. So gelang es gestern Abend dem Vater Plö(.), in der Generaldebatte seine Rede über Margarine und unlauteren Bettbewerb, die er im Reichstage schon wer weiß wie oft gehalten hat, nochmals herzuleiern, obgleich doch diese beiden agrarischen Lieblings themata mit dem Eisenbahn- Etat absolut nichts zu thun haben. Die durch solch ummüßes Gerede vergendete Beit wurde allerdings dadurch wieder eingeholt, daß über die wichtige Frage der Verhütung der Eisenbahn- Unfälle reicht wenig mehr debattirt wurde. Die Berwirklichung der Pläne Hollmann's wurden aber durch die Opposition des Zentrums noch glänzend zu Fall gebracht. In der Zentrumspresse wurde die Denkschrift des Marine- Amtes in abfälliger Weise abgeurtheilt. Die Germania" schrieb: Lieber Bis zum Regierungsantritt des jetzigen Kaisers ist die Herr Staatssekretär Hollmann hat in der Kommission beEntwickelung der deutschen Marine ziemlich unmerklich und reits Andeutungen gemacht, die teinen Eindruck hervorrufen können ohne große parlamentarische Rämpfe vor sich gegangen. Das. als den, daß wirklich die uferlosen Flottenpläne in Verbindung Bentrum hatte teinen besonderen Anlaß, der Flottenfrage mit einer Weltpolitik geplant sind. Deutschlands Marine solle Heute drehte sich die Debatte in der Hauptsache um den zu den gegenüber sich irgendwie prinzipiell zu erklären. Der Flotten- nicht mehr eine Flotte zum Schuße der heimischen Küfte und zum Einnahmen" gestellten Antrag Brömel( frf. Vg.) betreffend etat ging von Jahr zu Jahr glatt durch. Trotzdem hatte Schuze des überseeischen Handels sein, sondern eine Striegeflotte Herbeiführung einer Vereinfachung und Verbilligung des Personens schon frühzeitig der fiudige Chef des Zentrums ſeine ersten Ranges werden. Ist das für das Deutsche Reich möglich?" und Gepäckverkehrs. Wie in früheren Jahren, so erklärte auch Bedenken, als Deutschland seine unglückliche Kolonial- Und in der Budgetkommission waren sämmtliche Zentrums- diesmal Minister Thielen sich gegen den Antrag, wenufchon er die Nothwendigkeit einer Vereinfachung der Tarife zugab. Gine politik inaugurirte. Windthorst wies schon früh auf die Gefahr re dner in ihrer Opposition gegen die ungeheuerlichen Pläne solche Vereinfachung ist aber nach seiner Ansicht mit einem hin, daß eine deutsche Auslandspolitik zu einer Vermehrung einig. ertlärte sich als einen blamirten finanziellen Ausfall verbunden, und da die Eisenbahnen nun einmal der Marine führen müsse, die für das deutsche Volk verderblich Europäer und fragte sich, ob nicht ein Ende mit Schrecken in erster Linie eine Einnahmequelle für den Staat bedeuten, so muß werden würde. Schon 1885 schreckte ihn bei der Erörterung diesem Schrecken ohne Ende vorzuziehen ist. Und als im der Verkehr unter diesen fiskalischen Grundsäßen auch in Zukunft eines Nachtragsetats die Befürchtung, daß im weiteren Fort- Plenum die nationalliberalen und konservativen Redner sich leiden. Die Konservativen, die fürchten, daß eine Tarifberabſegung gang der Kolonialpolitik eine Verstärkung der Marine ein- plößlich den Hollmann'schen Plänen geneigt zeigen, da find einen großen Arbeitermangel in Oftelbien zur Folge haben wird, treten müsse. Und bei der Berathung der Postdampfer- Sub- es die Vertreter des Zentrums, die großspurig den Be- erklärten sich ebenfalls gegen den Antrag Brömel und malten pentions- Vorlage im März 1885 wandte sich darum Windt- willigungseifer der Kopfnicker geißeln. Abg. Müller- Fulda bei dieser Gelegenheit wieder einmal das rothe Gespenst an die Wand. Eine Verbilligung der Tarife für den Vorortverkehr führt horst ganz entschieden gegen die ganze Kolonialpolitik, erklärt: bereits ein Anwachsen der Sozialdemokratie herbei, da sich dann in Seren Folgen, gänzlich unberechenbar, nicht früh genug den Vororten ganze Arbeiterkolonien bilden, die der Herd der Sozial. demokratie werden. Um wie viel mehr würde das bei allgemein ins Auge gefaßt werden müßten. Ich fürchte, daß billigen Tarifen der Fall sein. wir ein böses Erwachen haben werden." Und bei der EtatsSo gewichtige Gründe sind im preußischen Abgeordnetenhause stets durchschlagend und so wurde berathung 1886/87 präzisirte das Zentrum seine Stellung zu denn der Antrag Brömel mit großer Mehrheit abgelehnt. den Marineforderungen durch den Abg. von Huene dahin: Will man den Marine- Etat entlasten, so muß man der Kolonialpolitik Bügel anlegen." Die Zentrumspresse sprach es unumwunden aus: Wir glauben, daß es jetzt die Pflicht unserer Bertreter ist, alle Regierungsforderungen für Kolonialzwecke a limine abzulehnen, desgleichen auch sämmtliche neue Marineforderungen, da die Erhöhung derselben ja durch die Kolonialpolitik veranlaßt ist." ( Westf. Merkur.") Ich muß doch gestehen, daß solche Forderungen, wie fie bier gestellt werden, seit Bestehen des Reiches noch niemals erhoben worden sind. Wir machen es nicht so wie andere Parteien, daß wir sagen, wir werden Abstriche vornehmen, und nachher doch alles bewilligen, daß wir also blos ins Land hinausreden." Und Abg. Ba ch em führte im Schlußworte aus: " Deutschland hat eine Friedenspolitit zu verfolgen, bazu reicht unsere Flotte aus. In der ersten Lesung schien es, als ob alle Parteien einig wären, jetzt laffen Sie( nach rechts) uns allein. Aber auch Sie werden später an die Folgen des Hollmann'schen Plans mit Schaudern denken, wenn es sich darumi handelt, die Deckung dafür zu schaffen." Im übrigen tamen nur lokale Wünsche zur Sprache; namentlich wurden die Mißstände im Berliner Stadt, Ring- und Vorort- Verkehr einer eingehenden Kritik seitens des Abg. Schulz( frs. Bp.) unter zogen, ohne daß jedoch die Regierung eine Abhilfe zufagte. Sozialdemokratische Anträge zum Flottengeset. Zu der Gesetzesvorlage betr. die deutsche Flotte, wie sie aus den Berathungen der Budgetkommission hervorgegangen ist, hat die sozialdemokratische Fraktion folgende Anträge feingebracht: Hollmann stürzte und das Zentrum ging als Sieger aus der parlamentarischen Schlacht hervor. Es war fonsequent Die Gefahr war vom Zentrum also frühzeitig erkannt. gegen die Errichtung einer Offensivflotte aufgetreten und verAls nun 1888 Kaiser Wilhelm II. die Zügel der Regierung weigerte bis dahin alle Mittel zur Verfolgung einer Welt-„ Der Reichstag wolle beschließen: ergriff, da wurde der Entwickelung der Marine besondere Auf- politik. Anstatt des§ 8 der Kommissionsvorlage folgendem Paragraphen merksamkeit geschenkt; sie wurde mit Hochdruck betrieben; Da tam das Flottengesetz des Admirals Tirpig, wenige feine Zustimmung zu geben: denn Deutschland sollte zur Verfolgung seiner Auslandspolitit Monate, nachdem der Staatssekretär Hollmann gestürzt war. §8. " M dent, in einer starken Marine auch eine schneidige Waffe haben. Und dieses Gesetz wird nun heute mit Hilfe des Zentrums Soweit die Summe der fortdauernden und einmaligen A118Der Abg. v. Huene machte sofort auf den Umschwung der vom Parlament angenommen. Um die gewaltige Umstimmung Marineverwaltung im Reichstage aufmerksam und stellte fest: des Zentrums zu ermessen, muß hier noch darauf hingewiesen gaben der Marineverwaltung für ein Rechnungsjahr den Betrag Der Marine Etat ift prinzipiell ein anderer als werden, daß die Tirpiz'sche Vorlage in ihren Anforderungen von 117 525 494 M. übersteigt, ist der Mehrbetrag vom 1. April früher, und er er schloß daran den bestimmten Be- und Zielen ungleich weiter ausgreift als weiter ausgreift als der Holl- 1899 ab auf dem Wege einer progressiven Reichs- Ein. scheid: Die Begründung der vorgelegten Denkschrift mann'sche Plan. An Geldforderungen verlangt die tommensteuer aufzubringen, welcher diejenigen unterworfen reicht nicht hin, von uns zu vermögen, auf dem Tirpitz Vorlage etwa das doppelte von was sind, die ein jährliches Einkommen von mehr als 6000 M. beziehen. vorgeschlagenen Wege zu folgen." Und Windthorst warnte die Durchführung der Hollmann'schen Pläne gekostet Die Normirung der Steuersäße und die Bestimmungen über die die Regierungen voll Besorgniß vor dem Drängen der Marine- hätte; außerdem verlangt sie eine Verzichtleistung des Reichs- Erhebung der Steuer erfolgen durch ein besonderes Gesetz. Enthusiasten. Sie sollen den Bogen nicht so hoch spannen, tages auf sein jährliches Bewilligungsrecht, endlich wird die daß das Bolt die Lasten nicht mehr tragen könne. Daß in Formirung einer Schlachtflotte als Mittel zur Durchführung Uebersteigen die eigenen Einnahmen des Reiches die Ausgaben, der Marineverwaltung ein Umschwung eingetreten sei, tönne einer Weltpolitit" offen ausgesprochen. Nichts als politische nicht füglich bestritten werden. Die Grundsäge des gegen Heuchelei und Sand in den Augen ist es, glauben machen zu fo ift der Ueberschuß zurückzuhalten und dergestalt zu verwenden, wärtigen Programms feien vom Reichstage feineswegs ge- wollen, das Tirpitz'sche Marineseptennat verlange weniger als daß ein Biertel dieses Ueberschusses zur Verminderung der Reichsnehmigt. Und wenige Tage vor seinem Tode nahm der die Hollmann'sche Denkschrift in Aussicht gestellt hatte schuld, der Reft zur Herabsetzung bezw. Aufhebung indirekter Reichs. Führer des Zentrums im Reichstage noch einmal so erklärte die Germania" selbst den Unter- fteuern, in erster Linie der Salzsteuer und der Verbrauchsabgabe für das Wort, um sich gegen die weitgehenden Pläne schied zwischen den beiden Marineplänen. Und trotzdem Bucker verwendet wird. § 9. des Admirals Hollmann, die dieser in der Budgetkommission hat das Zentrum sich zur Aunahme der Tirpitz'schen Die Verminderung der Reichsschuld erfolgt durch entsprechende entwickelt hatte, ganz entschieden zu erklären. Er sprach sich für Vorlage umstimmen lassen seiner ganzen Vergangenheit Absetzung vom Anleihefoll. Soweit geeignete Anleihekredite nicht einschneidende Abstriche am Marine- Etat aus, die auch that zum Trot, seinen eigenen feierlichen Versicherungen Hohn mehr offen stehen, wird über die Art der Schuldentilgung durch den sächlich erfolgten. Der Staatssekretär Hollmann hatte nämlich sprechend. Die Herabsetzung bezw. Aufhebung indirekter Reichssteuern erfolgt durch besonderes Gesetz." den Gedanken vertreten, daß Deutschland eine Schlacht. Die blamirten Europäer, die den Staatssekretär Holl. Reichshaushalts- Etat Bestimmung getroffen. flotte erhalten müsse, während früher die Regierung sich mann erregt ersuchten, er möchte doch für einen Augenblick stets auf den Boden gestellt hatte, daß Deutschland seine Flotte seine Admiralsuniform ausziehen, um zu begreifen, wie unnur zum Schutze seiner Küsten und seiner Handelsinteressen möglich für einen Volksvertreter die Bewilligung seiner Forbenöthige. Das Zentrum war es besonders, das ausdrücklich derungen sei, sie stellen sich jetzt selbst in strozender Admirals gegen einen solchen Marine- Enthusiasmus ankämpfte. uniform vor ihre Wähler, um all das abzuschwören, was sie Zwar wurde Hollmann's Plan vom Reichskanzler im bis September 1897 noch( seit Jahrzehnten) im Reichstage im Plenum alsbald vollständig desavouirt, nichtsdestoweniger Interesse des Volkes gesprochen und vertreten haben. stellte sich das Zentrum dem Marine Etat in den folgenden Jahren höchst fritisch gegenüber. Den Etat von 1893/94 fertigte der Zentrumsredner Frigen mit folgenden Worten ab: Die Steigerung der Forderungen für die Marine sei bei den toloffalen Ausgaben für das Landheer unerträglich. Der Aus dem Reichstage. In sehr kurzer Sigung wurden Reichstag müsse hier gründlich streichen. Was denn auch heute sehr wichtige Vorlagen fast ohne Diskussion in dritter genau nach dem Willen des Zentrums geschah. Und dank der Lesung erledigt. Zunächst wurde ein Antrag Förster, in eutschieden ablehnenden Stellung des Zentrums gegen alle dem verlangt wurde, baß nur vollständig fuselfreier kund gegeben. marineenthusiastischen Pläne konnte der Abgeordnete Lieber Sprit zur Bereitung von Schnaps Verwendung finden Der Unterschied der sozialdemokratischen Anträge gegei als Referent der Budgetkommission bei der zweiten Berathung dürfe, der von Angehörigen aller Parteien unterstüßt war, über dem Antrage Bennigsen Lieber zur Deckungsfrage, den Politische Mebericht. Berlin, 22. März. Durch diese Anträge soll Sicherheit gegeben werden, daß die über die Höhe der bisher höchsten Jahresausgabe neu erwachsenden Kosten für die Marine nicht wiederum den arbeitenden Klassen aufgelegt werden. Es soll sich endgiltig erweisen, ob die Parteien und die Klassen, welche fich Monate hindurch im tollsten Flottenenthusiasmus berauschten, welche eine Ablehnung des Gesetzes oder eine Vernachlässigung der wichtigsten vaterländischen Interessen ausgaben, ob sie wirklich lieber das Gesetz fallen lassen werden oder daß sie selbst, die Besigenden und Reichen, die Kosten desselben tragen wollen. Die Vertreter der Konservativen in der Budgetkommission haben bekanntlich derartige patriotische Absichten bereits offent -O I Italien. die Budgetkommission angenommen hat, liegt klar zu tage. Der Kampf gegen das politisch organisirte Proletariat handelt. forderung zu befriedigen, weil sie dies für wünschenswerth erachte nationalliberale Zentrumsantrag bezieht sich nur auf den Fall, daß Wir können aber nicht begreifen, wie man es mit politischem und und weil die Gefahren, welche vom Homerule befürchtet werden, die dem Reiche zufließenden Einnahmen die zu erwartende Er- journalistischem Anstande vereinbaren kann, unsere Anschauungen dem System lokaler Verwaltung voraussichtlich nicht anhaften, denn höhung des Etats über 1171/2 Millionen nicht zu decken ver- über den Sammlungsaufruf der Antiagrarier zur Beschönigung des die Befugnisse der Lokalbehörren seien begrenzt. Die zweite Lefung mögen. Der sozialdemokratische Antrag trifft dagegen jede demokratischen Bündnisses in Frankfurt a. M. zu verwerthen. Wer wurde hierauf einstimmig angenommen, den Leitartikel in Nr. 63 unseres Blattes gelesen hat, muß dieses Erhöhung des Marine Etats über jene Vorgehen als eine Verdrehung ungehörigster Art, zu der auch der Summe hinaus und will den Ueberschuß von den dem Reiche scharfe Wahlkampf in keiner Weise legitimirt, bezeichnen. Nicht ein vor 20 Jahren das erste auf Versicherung der Arbeiter gegen Unfall Rom, 19. März.( Eig. Ber.) Die Rammer hat, nachdem bereits zufließenden Einnahmen zur Verminderung der Reichsschuld Wort läßt sich in dem, was wir je geschrieben haben, anführen zur abzielende Gesetz unterbreitet worden war, jezt endlich dem Entwurf und zur Herabsetzung oder Beseitigung besonders drückender Bertheidigung des Frankfurter Wahlbündnisses gegen die Sozial eines solchen Gesetzes zugestimmt. Die Diskussion hat den Gegensat indirekter Steuern, wie die Salzsteuer, benutzt wissen. demokratie. Derartige Mittel im Kampfe anzuwenden, zeugt nicht recht deutlich gezeigt, der zwischen den zwei Frattionen der Bourgeoisie, Dazu kommt, daß nach dem Antrage Bennigsen- Lieber, blos von mangelnder Aufrichtigkeit, sondern auch von dem Gefühle, den Vertretern der Industrie und denen der Landwirthschaft, besteht. selbst wenn die Reichs Einnahmen nicht mehr zureichen einer schlechten Sache zu dienen. Die letzteren haben dem Gesetze zugestimmt, lediglich weil sie glauben, sollten, auch dann noch nicht die Mehrkosten durch die wohlMünchen, 21. März.( Eig. Ber.) Die Kammer behandelte dadurch dem Vormarsch der Sozialdemokraten von den Industriehabenden Kreise aufgebracht werden sollen, sondern lediglich heute die Petitionen des bayerischen Radfahrer- Verbandes um Erlaß zentren aus nach dem Lande Einhalt thun zu können. Auch ver. den Massenverbrauch belastende indirekte Reichssteuern" aus fanntlich hat infolge dieser Petitionen der bayerische Kriegsminister zubalsen. Die Vertreter des industriellen Kapitals machten geltend, einheitlicher gefeglicher Bestimmungen über das Radfahren. Besuchten sie der Klasse der Industriellen sämmtliche Roften aufgeschlossen bleiben sollen. Die Werthlosigkeit dieser Bestimmung den zum Verbande gehörigen Offizieren den Austritt anbefohlen. daß dies Gesetz die Arbeiter gegenüber den Unternehmern zu sehr haben wir schon früher ausführlich dargethan. Besonders schöngeistig veranlagte Rammermitglieder erklärten in den begünstige und daß die Industrie zu schwer belastet werde. Der Antrag Bennigsen- Lieber bildet daher lediglich einen Ausschußverhandlungen, daß ihnen namentlich der Ton, in dem Die Sozialisten haben das Projekt als ungenügend bekämpft. Sie Versuch, die Bevölkerung über die Thatsache hinwegzutäuschen, die Eingaben abgefaßt find, ungehörig erscheine. Dies gab dem stellten eine Reihe Unteranträge, wonach auch die landwirthschaftlichen daß alle Kosten des neuen Flottengefeges, wie freifinnigen Abg. Dr. v. Stauffenberg zu der Bemerkung Anlaß, Arbeiter, ihrer Bahl nach in Italien viel größer als die ber schon alle bisherigen Militär- und Marinelasten, vom arbei nur der in Bayern ganz besonders graffirende Byzantinismus tönne Industrie, mit in das Gesetz einbezogen werden sollten. Ein weiteres den Ton der Petitionen ungeeignet finden. Unser Freund Segit Amendement bezweckte die Sicherstellung der Arbeiter bei Krank tenden Wolke getragen werden sollen. bemerkte: heiten, die durch vorhergehende Unfälle oder ungesunde Werfstätten Wenn die Offiziere deshalb gemaßregelt wurden, weil sie sich verursacht werden. Die Vertreter der Industrie, die zunächst vereiner Petition an den Landtag anfchloffen, fo halte ich das fucht hatten, das Gefeß möglichst zu verschlechtern, erklärten, für eine Verlegung des verfassungsmäßigen Rechtes der als sie faben, faben, daß daß das Gesetz doch durchgehen könne, und wir Petitionsfreiheit. werden deshalb den Herrn sie würden würden für die sozialistischen Anträge stimmen Wenn auch die ber atferlibgelehnt Chincfische Angelegenheiten. Die Subftription der chinesischen Kriegsminister feinerzeit zur Rechenschaft ziehen. Wenn auch die der gewissen Voraussicht natürlich, das Gefeß in dieser Anleihe in Deutschland ist bereits geschlossen worden; sie ist start neuen oberpolizeilichen Vorschriften den Radfahrern einigen Nußen Form würde dann als Ganzes sicher abgelehnt werden. überzeichnet. brachten, so haben sie doch auch ihre Schattenfeiten namentlich hin Die sozialistischen Abgeordneten, als fie merkten, daß sie so das In der französischen Rammer wird die chinesische Frage fichtlich des Nummernzwanges, der Legitimation zc, und eine Revision Spiel der Reaktionäre spielen würden, und in der Meinung, daß am nächsten Sonnabend behandelt werden. Bis dahin soll das wird also bald nothwendig werden. Da die Radfahrindustrie gerade wenig beffer sei als gar nichts, zogen nun ihre Anträge zurück. Auch) Uebereinkommen zwischen Rußland und Frankreich bezüglich der von in Bayern im Aufschwung begriffen ist und das Fahrrad für den jetzt noch machten die Vertreter der Industrie allerhand Obstruktions beiden Mächten in China zu fordernden Konzeffionen endgiltig Arbeiter sehr nüßlich und auch zum theil nothwendig ist, haben wir versuche, um das Gesez zu Fall zu bringen; schließlich aber wurde es getroffen worden sein und Herr Hanotaur will Auskunft über diese alle Veranlassung, gegen jede das Radfahren und damit die In: mit 172 gegen 60 Stimmen angenommen. Die Debatten über Dinge geben. duftrie einschränkende Maßregel Stellung zu nehmen. Der Minister dies Gesetz haben das nackteste Klasseninteresse der Bourgeoisie Aus London wird gemeldet: Gerüchtweise verlautet aus v. Feiligfch bemerkte, die gegenwärtig geltenden Vorschriften müßten deutlich enthüllt und den Arbeitern Klar vor Augen geführt, daß sie Shanghai, daß zwischen China, England und Rußland die Wünsche eines jeden ordentlichen" Radfahrers befriedigen und von ihr nichts zu erwarten haben, so daß wir sehr mit dem Verlauf dieser Verhandlungen zufrieden sein können. eine Uebereinkunft in bezug auf Korea stattgefunden habe. Unter um andere Elemente fümmere er sich nicht. der Bedingung, daß Rußland jedes Eingreifen in Korea aufgebe, würde England gegen die definitive Erwerbung Port Arthurs und Talienwans durch Rußland keinen Widerspruch erheben. Die sozialdemokratischen Anträge werden dieses schmähliche Werk der volksfeindlichen Parteien, von den Konservativen bis zum Zentrum und den Herren der freisinnigen Vereinigung, ins hellste Licht stellen. Deutsches Reich. von Gegen die Stimmen der Sozialdemokraten wurde ein Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung angenommen. Türkei.p 9666 in Rom, 22. März. Deputirtenkammer. Das Haus, die Tribünen und die Diplomatenloge find voll besetzt. Es sind etwa Aus Vaden, 21. März.( Eig. Ber.) Gine imposante De 300 Deputirte anwesend. Crispi ist nicht zugegen, Die Diskussion monstration hat gestern am Grabe Amand Goegg's in Renchen, des über die Anträge der Kommission, betreffend die Angelegen. letten Herbst verstorbenen Finanzministers der badischen Bolts- heit Crispi, wird eröffnet. Der Präsident empfiehlt Ruhe und regierung von 1849 stattgefunden. Etwa 400-500 Personen, dar Mäßigung an. Der Radikale Alessio bekämpft die Anträge der Kommission 3ur Wiebsperre gegen Dänemark wird der„ Int. unter etwa 150 Parteigenossen aus Offenburg und Umgegend, un- und verlangt, Crispifolle vor einen ordentlichen Gerichtshof gestellt werden. standen das Grab. Genoffe Ostar Geck hielt eine eindrucksvolle Barzilai( radikal) und Biffolati( Sozialist) sprechen in gleichem Corr." aus Kopenhagen unterm 20. März geschrieben: Nachdem die neuesten deutscherseits erlassenen Erschwerungs- Gedächtnißrede. Außerdem sprach Genosse Adolf Geck im Namen Sinne wie Aleffio. Die Berathung verläuft vollkommen rubig. maßregeln gegen die dänische Bieheinfuhr in fraft getreten waren, der sozialdemokratischen Landtags- Fraktion. Sieben Kränze wurden Bon 48 radikalen und republikanischen Deputirten wird eine Tagesentschlossen sich einige dänische Viehzüchter- Genossenschaften den am Grabe niedergelegt. Die würdige Demonstration ist mit dem ordnung eingebracht, welche die Verweisung der Angelegenheit Crispi Bersuch zu machen, ob sie nicht doch den deutschen veterinärpolizei- Männerchor Hymne an die Freiheit" eingeleitet und mit der Mar vor die ordentlichen Gerichte verlangt.lichen Anforderungen genügen fönnten. Es wurden aus verschiedenen seillaise beschlossen worden. Angenehm aufgefallen ist, daß die Be- Mailand, 21. März.(„ Frankf. 3tg.") Der 50. Jahrestag der Viehbeständen die besten Stücke( Mastochsen erster Güte) aus- hörde diefer Feier, obwohl sie nicht polizeilich angemeldet war, Mailänder Revolution wurde gestern in großartiger Weise gewählt, dieselben der Zuberkulin- Impfung unterzogen und die nicht nichts in den Weg legte. Auch in Offenburg ist die Märgfeier, bei gefeiert. Am offiziellen Fefizuge vormittags nahmen 10 000 Ber reagirenden Thiere zu einer Sendung nach Hamburg zusammen- welcher Genoffe Fendrich sprach, polizeilich nicht überwacht worden. fonen mit 117 Fahnen und 23 Mufitbanden theil. Boran schritten Ein Unikum seit langen Jahren. gestellt. Dort wurden sie von den deutschen Thierärzten noch einmal die Bürgermeister von Mailand, Turin, Venedig 2c. Nachmittags geimpft, wobei fie reagirten und nun troß ihrer allgemein 811 feltsamer Zufall, daß gerade gestern, an dem Tage, wo im Nachbar etwa 5000, trugen grüne Ephenblätter im Knopfloch, lettere, et wa Aus Elsak Lothringen, 21. März.( Eig. Ber.) Es ist ein fand ein Festzug der Republikaner und Sozialisten statt. Erstere, geftandenen guten Beschaffenheit verbrannt werden sollen. Man der Gedenktag allenthalben hat Seite dänischer nun inzwischen auf gutacht lande Baden an die großen 15 000, rothe Schleifen. 120 Fahnen waren im Zuge, darunter liche Mittheilungen Mittheilungen seitens der Schlachthofer- Ereignisse der Jahre 1848 und 1849 gefeiert wurde, bei mehrere rothe. Am Denkmal sprachen je ein Republikaner, ein waltungen in Riel und Lübeck erhalten, welche uns in der Feste met die Hülle von einem Denkmal Sozialist und ein Anarchist. Die Ordnung war ausgezeichnet. Auch in Venedig hat unter sehr starker Theilnahme der Beerklären, daß das eingeführte dänische Vieh trotz der Zunahme der fiel, das man einem Manne errichtet hat, dessen Namen Impf Reaktionen an Güte feineswegs geringer geworden sei, und mit jener Boltserhebung eng verknüpft ist: Prinz Friedrich völkerung, Behörden, Senatoren 2c. 2c. eine großartige Revolutions Er war es, der an der Spitze des feier stattgefunden. 96 9 ad id daß, falls noch für das deutsche Wieh die Impfung obliKarl von Preußen. Schweden. gatorisch würde, bei der jegt angewandten Methode 80 bis 2. Rheinischen Husaren- Regiments, das 3. St. in Straßburg 85 pet, reagiren würden. Da hiernach für die deutsche garnisonirt, am 20. Juni 1849, aus der Pfalz tommend, den Rhein Ein Gesegentwurf betreffend Arbeiter. Landwirthschaft die Frage von großer Bedeutung ist, so bei Germersheim überschritt, um der badischen Revolutionsarmee, die versicherung liegt zur Zeit dem Parlament vor. Unser Parteiwurde die dänische Regierung hiesigen landwirth- fich auf dem Rückzug vom Neckar befand, dem Weg nach Karlsruhe genoffe Hjalmar Branting hat gegen denselben folgende Einwände schaftlichen Kreisen angegangen, bei der deutschen Re zu verlegen. Der Pole Mnie wsti, den man mit 2500 Mann erhoben: gierung die Abhaltung einer gemeinsamen Kon- bie Bertheidigung der Germersheimer Rheinbrücke anvertraut hatte, 1. Es ist prinzipiell falsch und praktisch undurchführbar, die ferenz zu beantragen, auf welcher von Fachautoritäten die bisher ließ sich von den Preußen überfallen. In dem sich darauf ent. Invalidenpensionen nur als reduzirte Alterspensionen zu berechnen. noch wenig geklärte Frage der Tuberkulin- Impfung festgestellt werden wickelnden Gefecht, an dem auch die Batterien Blind und Der Staat muß für die Invalidenpensionen einen Extrazuschuß ge= follte. Außerdem müsse die Frage untersucht werden, ob das Bortheim theilnahmen, unterlagen die Freischaaren, trotz der währen. 2. Die Pensionsbeträge sind auch für die bescheidensten Fleisch der auf die Impfung reagirenden Thiere nicht durch tapferen und verzweifelten Gegenwehr des badischen Majors Ansprüche zu gering, besonders in der ersten Klasse. 8. Der rein ein Pasteurifirungs- Verfahren von allen etwaigen Biedenfeld, und mußten sich unter Preisgabe der Batterie Blind bureaukratische Charatter der Versicherung muß geändert werden, so Schwindfuchtsteinen befreit werben tönne. Mehrere Vereine ver- auf Bruchsal zurückziehen. Die preußischen Husaren, die unter der daß die Versicherten selbst Einfluß auf die Rassenangelegenheiten fenden Rundschreiben, worin aufgefordert wird, als Wiedervergeltungs- persönlichen Führung des genannten Preußenprinzen stürmisch vor bekommen. 4. Schon die gegenwärtige Generation muß in dentbar maßregel von Deutschland feine Industrie Erzeugnisse mehr zu be- brangen, erlitten in dem Gefecht( es war bei den badischen Dorfe größter Ausdehnung einbezogen werden. ziehen; die Regierung hat jedoch den kaufmännischen Korporationen Wiesenthal an der Bahnlinie Karlsruhe Schwetzingen- Mannheim) empfohlen, von einer derartigen Agitation abzustehen, da hierdurch starke Berlufte; Pring Friedrich Karl wurde am SchulterKonftantinopel, 22. März. Eine Ministerkommiffion unter die dänischerseits in Aussicht genommenen neuen Verhandlungen un gelenk nicht unerheblich verwundet und verlor feinen Adjutanten, günftig beeinflußt würden. Lieutenant v. Münch. Das Husarenregiment Nr. 9 ließ später auf Borfiß des Großvezirs beschloß, eine Division von Thessalonien Das Margarine Gefeß und die Einfuhr. Be- dem Schlachtfelde einen Denkstein zur Erinnerung an die gefallenen nach der bulgarischen Grenze zu disloziren. Der Be treffs des Verkehrs mit Butter, Margarine, Käse, Schmalz und allen Kameraden errichten. Die Märztage des Gedeuljahres 1898 haben schluß wurde durch ein faiserliches Frade fanttionirt. außerordentliche Sigung des inter ähnlichen Nahrungsmitteln ist den Polizeibehörden neuerdings eine nun auch dem Hohenzollernprinzen ein Denkmal bescheert, der in Regierungs- Verfügung zur Kenntniß gebracht, nach welcher jener stürmischen Zeit nach dem Süden Deutschlands gezogen war, nationalen wiederum eine Verschärfung der Kontrolle aller vom Auslande um dort die siegreichen Kämpfer der Revolution mit preußischem des Aeußeren, Tewfit Pafcha, abgehalten. Die Pforte hat den letzten Blei niederzuwerfen. Beschluß des Sanitätsraths betreffend die Abweisung eingeführten derartigen Nahrungsmittel bestimmt worden ist. Im indischer Metta Pilger wegen Peftgefahr abgelehnt, aber nämlich zu verhüten, daß das Gesetz vom Juni vorigen Jahres über Wien, 22. März. Seitens des Zentralverbandes der öfter den Wunsch ausgesprochen, die Mächte möchten England ersuchen, den Verkehr mit jenen Nahrungsmitteln durch die Einfuhr vorschriftswidriger und vielleicht falsch bezeichneter Waaren aus dem reichischen Handeltreibenden wurde eine Petition an den Handels- das im vorigen Jahre erlaffene Berbot der Pilgerfahrten nach Metta Auslande umgangen werde, ift eine besondere Ueber minifier gerichtet, worin dieser um Schuß gegen das polnisch- czechische in Judien aufrecht zu erhalten. SALA CHA Afrika. wachung derartiger Waarensendungen für nöthig befunden Syndikat ersucht wird, welch letzteres die Boykottirung des deutschen Im Sudan steht nun der entscheibende Rampf zwischen und angeordnet worden, daß die in betracht kommenden Handels und der deutschen Industrie bezweckt. Bollstellen den Polizeibehörden der Bestimmungsorte der Wien, 21. März. Im Einlauf des Abgeordnetenhauses den Engländern und den Derwischen bevor. Von einem kleineren von ihnen abgefertigten, muthmaßlich zu Hanbel8befinden sich drei Anträge auf Bersetzung des Grafen Busammenstoß wird bereits aus Kairo berichtet; dabei waren die 3weden bestimmten Butter, Käse und Margarinefendungen Badeni in ben Anklage stand, darunter einer von den Abgg. mahdistischen Truppen die Angreifer. Bureau Reuter" meldet rechtzeitig Nachricht geben, damit die erforderliche Kontrolle Kaiser, Hofmann und Genossen wegen Durchführung der lex Falten darüber: Ali Digma, der Bruder Osman Digma's, griff Adarama von letteren Behörden unverzüglich bewirkt werden kann. Die hayn, einer von den Abgg. Pergelt und Genossen wegen Eingreifens am Atbara, zwischen Rassala und Berber halbwegs gelegen, an und Polizeibehörden sollen dann auf grund solcher Benachrichtigungen den der Polizei im Abgeordnetenhause, und einer von den Abgg. Rieger, wurde von eingeborenen Truppen aus Raffala dreimal geschlagen. Eingang der Sendung feststellen und aus dieser alsbald Berner und Genoffen. Unter den Dringlichkeitsanträgen befindet 40 Derwifche sind bei diesen Kämpfen gefallen. Andererseits wird berichtet, der Kalif habe befchloffen, seine Waarenproben zur Untersuchung entnehmen. fich ein Antrag der Abgg. Liechtenflein und Genoffen auf Auf- Chronik der Eisenbahn- Unfälle. Aus Mül.bebung der Sprachenverordnung, Erlaß eines Sprachen gesammten Streitkräfte bei Omdurman zusammenzuziehen, um bort heim a. R. wird telegraphirt: Heute Vormittag gegen 11 Uhr gesetzes und Einsetzung eines Sprachenausschusses, der event. ein den Entscheidungskampf zu liefern. Bom ethnographischen Stand. ftießen unmittelbar vor dem hiesigen Bahnhof der von Eppinghausen solches Gesetz ausarbeiten soll. Die Abgg. Funde, Groß und Gen. punkte fann man sich faum etwas Interessanteres vorstellen als die tommende Güterzug 1642 mit dem auslaufenden Güterzuge 1688 beantragen dringend die sofortige Aufhebung der Sprachen beiden fich dort gegenüberstehenden Heere. Auf der einen Seite die zufammen, wobei eine Lokomotive und fünf mit Kohlen beladene Wagen verordnung und die Einfeßung eines aus 48 Mitgliedern be aus allen Stämmen Bentralafrita's zusammengewürfelten Neger und zertrümmert wurden. Die Ursache des Zusammenstoßes ist, der stehenden Sprachenausschusses, der binnen drei Monaten ein auf der anderen Egypter und Nubier, dann die aus Sudanesen ges Mülheimer Beitung" zufolge, darauf zurückzuführen, daß der ein Sprachengefes ausarbeiten foll, in welchem unter Rücksichtnahme bildeten schwarzen Bataillone", ferner englische red jackets, fahrende Bug bei dem für ihn stehenden Haltesignal auf der stark auf das thatsächliche Bedürfniß der einzelnen Königreiche und Schotten in kurzen taum bis zum Knie reichenden Röckchen u. f. w. Asien. abfallenden Strecke nicht zum Stehen gebracht werden konnte. Das Länder als Norm genommen wird, daß die deutsche Sprache als Parlamentswahlen in Japan. Wie das Reuter'sche Bugpersonal rettete sich durch Abspringen; verletzt wurde niemand. Staatssprache gelten soll und daß der Gebrauch der landesüblichen burde niemand. Sprache für die einzelnen Rönigreiche und Länder durch Reichsgesetz Bureau aus Yokohama meldet, weisen die Berichte über die Wahlen Die Hauptgleife waren furze Zeit gesperrt. eine gleiche Stärke der Parteien auf; etwa 50 Deputirte find ge-Die Freifinnige Beitung" jammert wieber einmal, su regeln sei. Frankreich. daß wir die Freisinnigen bei den Reichstagswahlen so energisch zu Paris, 22. März. Der heute im Elysée abgehaltene Minister- wählt, welche teiner Partei angehören, diefelben werden vorausbekämpfen gewohnt feien. Wenn sie aber vorgiebt, daß wir die Wahlen Konservativen nicht so energisch bekämpfen, fo irrt fie gerath jetzte bie a blen zu ben gefeßgebenden Körperschaften auf sichtlich das Gleichgewicht in der Machtstellung herbeiführen. waltig. Die ganze Front der sozialdemokratischen Partei, den 8. Mai fest und beschloß, der Kammer die Bestimmung des Tages, ihre Presse und ihre Agitation ist auf den schärfsten Kampf gegen an dem sie auseinander gehen wird, zu überlassen. die Agrarier gerichtet. Wären die bürgerlichen Anti- Agrarier nur zu Desterreich. Gestern Sanitätsraths unter Vorsiz des Ministers dupd Reichstag. 67. Gignng. Dienstag, 22. März 1898, 1 Uhr. Am Bundesrathstische: niemand. England. alled), oil gal neemuz halb so energisch und einig wie die proletarischen Anti- Agrarier, fo London, 21. März. Das Unterhaus verwarf mit 167 gegen wäre es um die Junterherrschaft geschehen. Etwas mehr Selbft 20 Stimmen einen Uuterantrag Lamberts aur irischen 2okal. Auf der Tagesordnung stehen zunächst einige Rechnungsfachen. tritit statt haltloser Angriffe thäte den Führern der freisinnigen verwaltungsbill, durch welchen die Mißbilligung eines jeden Bei den Rechnungen über den Haushalt der Schuhgebiete von Boltspartei sehr gut. Borschlages ausgesprochen werden sollte, der die Leistung eines Kamerun und Togo, sowie des südwest- und oftafrikanischen SchutzIn Frankfurt am Main baben sich die bürgerlichen großen dauernden Reichsbeitrages zur Erleichterung einer einzigen gebietes für 1892/93 bis 1896/97 bittet Abg. Schall( t) die Regierung. alles zu thun, um dem Bers Parteien auch gesammelt, aber nicht gegen agrarische Uebergriffe, Selaffe in sich schließen würde. Ter Liberale John Morley erklärt, er bekämpfe die irische Lokal- derben zu steuern, das durch die Einführung des Brannt. sondern um der Sozialdemokratie den Wahlkreis zu entreißen. Ueber den Geschmack der Demokraten, folche Bündnisse einzugehen, verwaltungs- Bill nicht, für die er indessen sich nicht sehr erwärme; er weins in die Rolonien veranlaßt wird. Unterstaatssekretär v. Richthofen verspricht, Abhilfe zu ver ist nicht zu streiten. Wir finden es sehr begreiflich, daß die glaube jedoch, sie werde auf mühsamen Umwegen zu SelbstverwaltungsDemofraten, wie vor ihnen die Nationalliberalen und etwas später maßregeln größeren Stils führen, wie sie das unauslöschliche schaffen; es feien bereits internationale Verhandlungen über diese die Fortschrittspartei, uns die Vertretung der demokratischen Nationalgefühl grlands und dessen eigenthümliche Verhältnisse Frage eingeleitet worden. Forderungen überlassen und fich lediglich als Organisation fordern. Die Bill werde die Homerule- Frage nicht beseitigen. Die Rechnungen werden darauf dem Antrag der Kommission der Bourgeoisie fühlen und folche jedem Bundes Gerald Balfour erklärt, die Regierung habe, wie dargelegt worden entsprechend für erledigt erklärt. Ebenso der Bericht der Rechnungs die Arme fallen, genoffen in wenn es sich um den fei, die Vorlage eingebracht, um durch eine Bill die Homerule- tommission über den Bericht der Reichs- Schuldentommiffion. Die Verordnung des Bundesraths betreffend die Aufnahme der sum zu erkennen, daß diese Sache thatsächlich dringlicher ist. Was 3u ihrem vollen Rechte wird dieselbe erst kommen, wenn das dritte Anlagen zur Herstellung von Gußstahlkugeln mittels Kugelschrot den vorliegenden Gefeßentwurf anlangt, so ist es wohl das beste, und vierte Geleife erst fertig gestellt sein wird. Die Entfernung mühlen in das Verzeichniß der einer besonderen Genehmigung wenn wir ihn in der Kommiffionsfassung annehmen. Bei Annahme zwischen Adlershof und Alt- Glienicke ist eine so geringe, daß sich bedürfenden Anlagen wird debattelos genehmigt. der Anträge würden wir ja doch nur zu einem negativen Resultate ein Halten der Züge an dem ersten Orte nicht empfiehlt. Die Novelle zur Postdampfer- Subventions- Vor fommen. Ich erkläre daher namens meiner politischen Freunde, daß Abg. Graf Kanik( k.) dankt dem Minister für seine ablehnende Iage wird ebenfalls bebattelos in dritter Lesung genehmigt. Gegen wir für den Kommissionsentwurf slimmen werden. Haltung gegenüber dem Antrage Brömel, für den ein Bedürfniß dieselbe stimmen die Sozialdemokraten und die Freifinnige Bolts- Abg. Schmidt- Warburg( 3): Die Anträge Auer haben nicht nachzuweisen sei und deshalb auch nicht nachgewiesen ist. Die partei. viel zu ſehr meine Sympathien, als daß ich gegen sie billigen Vororttarife fördern die ungesunde Anhäufung großer sprechen sollte. Aber ich werde gegen sie stimmen, um nicht das Menschenmassen in großen Städten und damit die Sozialdemokratie. ganze Gefeß zu gefährden. lugd Durch billige Personentarise die Entvölkerung ganzer Provinzen zu fördern, fann nicht die Aufgabe des Ministers sein.( Bravo rechts.) Abg. Plek( 3.) tritt dem Abg. Brömel bei. Die Ansicht des Grafen Kanis theile er nicht; in anderen Gegenden habe man die Erfahrung gemacht, daß Tarifpolitik und Sozialdemokratie nichts miteinander zu thun haben. Es folgt die zweite Berathung des Gesetzes betreffend die anderweite Festsetzung des Gesammitontingents der Brennereien. Artikel I bis III werden debattelos angenommen. Artikel IV verlangt, daß für die Erhebung und Verwaltung der Brennsteuer vom 1. Oktober 1898 ab eine besondere Vergütigung an die Einzelstaaten nicht gezahlt werde. Hierzu liegt ein Antrag Auer und Genossen vor: Der Reichs. tag wolle beschließen, die verbündeten Regierungen zu ersuchen, dem Reichstage ein Gesez vorzulegen, durch das der nur bis auf weiteres aufgehobene§ 4 des Branntweinsteuer- Gesetzes vom 24. Juni 1887 in möglichst furzer Frist wieder in kraft gefeßt werde, wonach von einem bestimmten Zeitpunkt ab nur gereinigter und fuselfreier Brannt wein zu Trinkzwecken verkauft werden darf. Abg. Dr. Förster( wild.- Antis.) tritt für die Resolution ein. Der Nutzen derselben käme vor allem den niederen Voltsklassen zu gute, die vor den verheerenden Wirkungen des ungereinigten Braunt weins geschützt werden müßten. Abg. Frank- Baden( natl.) bittet, die Resolution abzulehnen. Sie bedeute einen Ruin der kleinen Brennereien, die die Kosten der Entfufelung nicht bezahlen könnten. Abg. Szmula( 3, auf der Tribüne schwer verständlich) meint, die Gefahren des nicht gereinigten Branntweins seien durchaus nicht so bedeutend, wie behauptet werde. Abg. Schädler( 8) schließt sich den Ausführungen des Abg. Frank an. Direttor im Reichs- Schazamt b. Körner macht die Mittheilung, daß die Untersuchungen über ein sicheres und möglichst billiges Ent fufelungsverfahren noch nicht abgeschlossen seien, aber mit großem Eifer betrieben würden. = Abg. Dr. Förster( wild antis.): Das Interesse des ganzen Boltes wiegt viel schwerer, als das einiger Brennereibesizer. Abg. Gamp( Rp.): Es läßt sich zur Zeit die Durchführbarkeit der vorgeschlagenen Maßregel noch garnicht beweisen. Es ist daher wohl am Play, die Ergebnisse der Untersuchungen abzuwarten.] Abg. Frohme( Soz.): Ich gebe ohne weiteres zu, daß unsere Anträge im Gegensatz zu§ 1 stehen. Aber uns kommt es eben darauf an, die Entschädigung für alle unschuldig Verurtheilten zu erlangen. An die unüberwindlichen Schwierigkeiten, auf die ihre Aus führung stoßen soll, fann ich nicht glauben. Ich bin auch nicht der Auficht, daß wir uns mit einer Refolution begnügen sollen. Auf den guten Willen der Regierung fönnen wir nicht spekuliren. Wenn wir nicht Jahr für Jahr, nunmehr 19 Jahre lang, diese Sache immer wieder mit Energie vorgebracht hätten, so hätten wir noch nicht ein mal den vorliegenden Entwurf. Ich bitte Sie daher, unserm Antrage zuzustimmen.( Beifall links.) Die Anträge Auer werden darauf gegen die Stimmen der Sozial. demokraten abgelehnt. Der Rest des Gesetzes wird nach den Beschlüssen der Kom mission debaitelos genehmigt; ebenso die von der Kommission vor geschlagene Resolution, an die verbündeten Regierungen das An u chen zu stellen: baldmöglichst einen Gefeßentwurf, betreffend die Entschädigung von solchen Personen, welche mit Unrecht Unterfuchungshaft zu erleiden hatten, dem Reichstage vorzulegen. Nächste Sitzung Mittwoch 1 Uhr.( Zweite Berathung der Flottenvorlage) Schluß 4 Uhr. Abgeordnetenhaus. 53. Sigung vom 22. März 1898, 11 Uhr. Am Ministertische: Thielen. mall Die Spezialberathung des Eisenbahn- Etats wird bei der Position" Einnahmen aus dem Personen- und Gepäckverkehr fortgefeßt. Zur Geschäftsordnung beantragt der Abg. Ehlers( frf. Vg.), alle Debatten über den Etat einstweilen in der Voraus sehung auszusehen, daß der Minister später uns für die allgemeinen Abg. Schmidt- Rusel( natl.) erklärt sich gegen die Resolution. Fragen zur Verfügung steht. Der Etat könnte dann, wenn die Abg. Dr. Krufe( natl.) spricht gleichfalls gegen die Resolution. Parteien sich einigen, in wenigen Tagen fertiggestellt werden, auch Abg. Wurm( Soz.): Einige meiner Freunde haben die Reso- in dritter Lesung. Der Herr Präsident würde mit diesem Vorschlage Iution zwar unterschrieben, um sie überhaupt zur Sprache zu bringen, einverstanden sein. ich muß mich aber doch von völlig entgegengesetzten Anschauungen Präsident v. Krücher würde sich freuen, wenn der Borschlag aus gegen Herrn Dr. Förster wenden. Was er vorgebracht Annahme fände, aber er ist beinahe zu schön, um Annahme zu bat, find olle Kamellen, seitdem aber ist die chemische finden. Wissenschaft fortgeschritten. Eigentlich müßte dem Dr. Förster Abg. Gamp( fr.) wünscht eine Beschränkung der Diskussion bekannt sein, daß eine sehr gute Arbeit von Dr. Windisch seitens dadurch, daß eine Anzahl bestimmter Materien aus der Debatte aus des Reichs- Gefundheitsamts im Jahre 1892/93 veröffentlicht worden geschieden werden. ist, in der über die Fuselöle im Branntwein berichtet wird. Es Abg. Graf Limburg( t) hält den Antrag Ehlers für gut wird da nachgewiesen, daß es an der falschen Untersuchungsmethode gemeint; aber Abhilfe gegen die langen Reden wird nur am besten lag, wenn früher so viel Fufelöl im Branntwein gefunden worden zu erreichen sein, wenn eine ähnliche Befugniß des Präsidenten ist und daß es übertrieben ist, alle Schädigungen des Branntweins für die Auswahl der Redner geschaffen wird, wie sie im Reichstage auf den Fufelgehalt zurückzuführen. Ungünstige Ernährung und die besteht. ganze zerrüttende Wirkung rühren auch vom Genusse des Spiritus in der reinsten Form her. In Rußland wird der reine Spiritus vielfach getrunken und doch wirkt der fufelfreie gereinigte Sprit genau so zerrüttend. Wir wünschen auch die Beseitigung Der schädlichen Wirkungen des Alkoholgenuffes, gehen aber nicht den Weg der Resolution, sondern sagen: Schafft beffere soziale Lebensbedingungen, dann wird es möglich sein, den Alkoholgenuß zu bekämpfen. Die Resolution ist aber so unnüß, wie es falbungsvolle Predigten oder Traktätlein gegen die Trunksucht sind. Wer durch die Noth dazu gezwungen ist, Branntwein zu trinfen, wird ruinirl. Der Fusel allein thut's nicht. Die Resolution wird darauf abgelehnt; auch die Sozial demokraten stimmen gegen fie. Zur Geschäftsordnung erklärt Abg. Singer( So.): Seine Freunde hätten die Resolution nur unterstüßt, um dem Abg. Förster Gelegenheit zu geben, dieselbe zur Verhandlung zu bringen; es sei also gar keine Resolution Auer, sondern eine Resolution Förfter.( Große Heiterfeit.) Das Gesez ist damit in zweiter Lesung erledigt. Es folgt die Fortsetzung der zweiten Berathung des Gesetzentwurfs betreffend die Entschädigung der im Wiederaufnahmeverfahren freigesprochenen Personen. Sie beginnt mit der bereits zweimal wegen Beschlußunfähigkeit un erledigt gebliebenen namentlichen Abstimmung über§ 1. Mit ja stimmen 171, mit nein 36 Abgeordnete.( Beifall.) Der§ 1 i alfo angenommen; alle Abänderungsanträge sind gefallen. Die Debatte wird geschloffen. Der Titel Personen- und Gepäckverkehr wird genehmigt. Der Präsident ist der Meinung, daß der Antrag Brömel zu nächst einer Kommission vorgelegt werden muß. Abg. Brömel hält das nicht für nöthig und erhebt gegen die Ansicht des Präsidenten über die Nothwendigkeit einer Kommissionsberathung Widerspruch. Das Haus ftimmt der Meinung Bromel's über die geschäftliche Behandlung seines Antrages bei. Bei der sodann erfolgenden Beschlußfassung über den Antrag Brömel wird derfelbe abgelehnt. Es folgt der Einnahme Titel aus dem Güterverkehr". Abg. Kuebel( natl.) wünscht, daß sich die Tarife für die Beförderung von Obst mehr den obwaltenden Verhältnissen anpassen und Rücksicht auf die Produktion nehmen. Abg. Wallbrecht( natl.) wünscht eine Ermäßigung der Fracht für den zur Ausfuhr bestimmten Buder. Regierungskommiffar Geh. Rath Möllhausen theilt mit, daß Erwägungen in diesem Sinne schweben. Sodann vertagt das Haus die Weiterberathung bis heute Abend 71 Uhr. Schluß 4 Uhr. Parlamentarisches. Die Budgetkommiffion des Reichstages hat heute die Berathung des Etats zum Abschluß gebracht, die Matrikularbeiträge, das Etats- und das Anleihegefeß, fowie das Schuldentilgungsgeseh festgestellt. Die Matrikularbeiträge ermäßigen sich in der Spannung um 113/4 Millionen, die Gesammtsumme der Matrikularbeiträge be= trägt, vorbehaltlich endgiltiger Festsetzung in dritter Lesung, 467 178 683.= Die Posinovellen Kommission. Die Berathung wird fortgesetzt bei Artikel 3, Ausdehnung des Poftregals auf Briefe, welche innerhalb ihres mit einer Bostanstalt versehenen Ursprungsortes verbleiben. Die Diskussion bewegt sich vor allem um die Entschädigungsfrage und zwar betrifft diese drei Gruppen: 1. Das Publikum, 2. die Unternehmer und 3, die Beamten und Unterbeamten. Entschädigung des Publikums fei bislang in völlig unzulänglicher Weise vorgesehen, für die Entschädigung der givei legten Gruppen hätte die Regierung nur„ wohl. wollende Absichten", aber keine positiven Vorschläge. Diese müßte die Verwaltung machen. Die Regierung verspricht, für die zweite Berathung solche einzubringen; jedenfalls sei auch darauf bedacht zu nehmen, daß für die Zukunft Privatbeförderungs- Anstalten einer Abg. Imwalle( 3) bat prinzipielle Bedenken gegen den Antrag Genehmigung bedürfen, wodurch bei event. Erweiterung des Post& hler 3. regals die Entschädigung in Wegfall kommen werde.- Abg. Singer Minister Thielen erklärt, daß er auch später dem Hause findet die Vorlage zu wenig ausgereift; die Reformen feien durchüber Fragen der Eisenbahn Verwaltung zur Verfügung aus ungenügend, um jeßt die Zustimmung des Reichstags zu stehe. Erwünscht wäre ihm die rechtzeitige Fertigstellung des erlangen. Er bittet die Regierung, an der Hand der zu Etats, da verschiedene Bahlungen, die zum 1. April geplant waren, tage getretenen Wünsche eine neue Vorlage auszuarbeiten erft geleistet werden können nach der Fertigstellung des Etats. und diese dem nächsten Reichstage vorzulegen. Regierung glaubt, wenn die Vorlage jezt nicht zur Berabschiedung gelange, fo werde sie auf Jahre hinausgeschoben. Bis zur zweiten Lesung sollen jedoch bestimmte Erklärungen abgegeben werden in bezug auf die einzuführenden Reformen und die Entschädigungen. Die Sozialdemokraten wünschen eine Berücksichtigung ihrer Forde rungen, die sie formulirt einreichen. Sie bestehen in: $ Abg. Dr. Sattler( natl.): Alle folche gutgemeinten Anträge haben nur die Wirkung, daß sie die Debatte unnüz verlängern. ( Sehr richtig.) Abg. Wetekamp( frs. Bp.) erklärt, gegen den Antrag stimmen zu müssen. Der Antrag Ehlers wird hierauf abgelehnt. Ju Fortsetzung der gestern abgebrochenen Debatte wünscht Abg. Horn( natl.) eine beffere Beleuchtung der D- Büge, Abg. Hansmann( yatt.) bittet um eine bessere Werkehrsverbindung zwischen Hameln und Hannover. Abg. Jungheun( natl.) wünscht, daß fünftig die D- Züge in Hanau halten. Abg. Dr. Haveling( 3) bat lokale Wünsche bezüglich der Eisenbahnverbindung zwischen Cleve und Emmerich. Die 1. Herabsetzung der Drtsbrieftare auf 5 Pf., bezw. bei Massenfendungen auf 8 Pf.; 2. die Ausdehnung des Geltungsbereiches der Ortsbrieftage auf Nachbarorte; 3. die Herabfehung der Gebühren( Taye) für Postkarten, Druck sachen und Waarenproben innerhalb des Geltungsbereichs der Ortsbrieftage; 4. Die Postauweisungsgebühr für Geldsendungen bis zu 10 M. auf 10 Pf. herabzusetzen; Auf eine Anfrage des Abg. Mies( 8) erwidert Minifter Thielen, daß der Neubau des Bahnhofes in Gladbach in Aussicht genommen sei; er könne aber noch nicht versprechen, daß auf dem platten Lande; schon im nächsten Etat eine Einstellung der Mittel erfolgt. 5. Beseitigung oder mindestens Ermäßigung des Bestellgeldes 6. Entschädigung der Privat- Poftanstalten 2c.; 7. die Reform des Post- Beitungstarifs in baldige Aussicht zu Abg. Lohmann( natl.) wünscht bessere Verkehrsverbindung zwischen den westfälischen Industriebezirken und Süddeutschland übernehmen. Frankfurt a. M. Die Regierung will diese Anträge dem Bundesrath vorlegen und s. 3. über das Resultat der gepflogenen Berathungen Mittheilungen machen. Ein Antrag, jetzt die Verhandlungen bis auf weiteres abzubrechen, wird angenommen. Die Sozialdemokraten beantragen folgenden§ la einzufügen: Personen, gegen welche Untersuchungshaft verhängt ist, oder welche fiftirt worden sind, können Entschädigung beanspruchen, wenn fie rechtskräftig freigesprochen oder außer Verfolgung gefeßt werden. Minister Thielen erwidert, daß diese Strecke für den Schnellzug Der Anspruch auf Entschädigung ist ausgeschloffen, wenn der An- verkehr wenig geeignet sei. geschuldigte versucht hatte, sich dem Strafverfahren durch die Flucht Abg. Knebel( natl.) hält die Wünsche. Lohmann's für berechtigt. zu entziehen, oder wenn er es unternommen hatte, Spuren der That Abg. Conrad- Graudenz( frt.) bittet um eine Verbesserung der zu vernichten oder jemand zu einer falschen Aussage oder dazu zu Bugverbindungen zwischen Graudenz und Berlin. verleiten, sich der Zeugnißpflicht zu entziehen, oder wenn der Ange Abg. v. Knapp( natl.) bittet um Verkehrserleichterungen für die Die fechfte Kommiffion des Reichstage beendigte heute schuldigte durch ein unwahres gerichtliches oder außergerichtliches Nordsee. die zweite Lesung der Novelle zur Zivilprozeß: Geständniß der That oder durch falsche Selbstanzeige oder sonst absichtlich Abg. Knörcke( frf. Bp.) bespricht die Mängel bei dem Wannsee- Ordnung. Unter den beute gefaßten Beschlüssen sind zwei auf durch grobe Fahrlässigkeit die Einleitung oder Fortseßung des Strafbahn- Berkehr. Früher fuhr man von Zehlendorf bis Berlin die Zwangshypothef bezügliche hervorzuheben. Die Eintragung einer verfahrens veranlaßt hat." 17 Minuten, jetzt fährt man 27 Minuten und wie? Die Koupees solchen soll nur bei Forderungen im Betrage von mehr als 300 m., find überfüllt; es ist für eine Dame bedenklich, auf dieser Bahn zu und auf grund von Vollstreckungsbefehlen im Mahnverfahren überfahren in den überfüllten Wagen. Wenigstens follte man Damen- baupt nicht stattfinden. Morgen beginnt in der Kommission die wagen einstellen, die hier ganz unentbehrlich sind. zweite Lefung der Novelle zur Konkursordnung. Abg. Schmieding( nail.) unterstützt die Wünsche Lohmann's. Abg. Gamp( frt.) tann dem Antrage Brömel auf Herabfeßung. der Personentarife nicht zustimmen. Redner empfiehlt weitere Ent wickelung der Rundreise- Fahrscheine. Wahlbewegung. Abg. Frohme( Soz.): Ueber den Gedanken, der dem vorliegenden Antrage zu Grunde liegt, haben wir uns schon des öfteren ausgelaffen. Es gab eine Zeit, wo auch bei anderen Parteien des Hauses, nicht nur bei uns, der gute Wille vorhanden war, die Entschädigung auf unschuldig erlittene Untersuchungshaft auszudehnen. So hat das Zentrum fich früher in ähnlichem Sinne aus gesprochen. Die Einwendungen, die gegen diese weitergebende In der Generalversammlung des Wahlvereins der freisinnigen Forderung erhoben worden, sind nicht stichhaltig. Sachlich ist die Abg. Brömel( frf. Vg.) bält eine Herabsehung der Personen- Boltspartei im fünften Berliner Wahlkreise wurde mitgetheilt, Entschädigung unschuldig in Untersuchungshaft genommener Ber- tarife für nöthig, wenn das preußische Staatsbahn- Wesen nicht ganz daß Geheimrath Profeffor Virchow die ihm angebotene Kandidatur fonen noch viel begründeter, als die derjenigen Personen, die im bedenklich in seiner Entwickelung zurückbleiben soll. Der Verkehr für diesen Kreis mit der Motivirung abgelehnt hat, daß er eine Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen werden; deren Zahl ist auf der Wannseebahn verstößt gegen Sitte und Anstand; auf jedem Kandidatur für den Reichstag nicht wieder annehmen werde. verhältnißmäßig gering. Unschuldig in Untersuchungshaft genommen anderen Fahrzeug würde die Polizei gegen folche Zustände ein- Am Montag sprach Bebel in einer Boltsversammlung in werden sehr viele Personen. Die Untersuchungshaft tann ein schreiten. Die Durchgangswagen hat man rollende Särge genannt; Frankfurt a./Dder über die bevorstehenden Reichstagswahlen. Die Jahr dauern, und ein Unschuldiger tann durch fie mit Recht! Es fehlen in diesen Wegen Seitenthüren. Für die vierte Versammlung, die auf halbacht Uhr einberufen worden war, noch viel schwerer geschädigt werden, als ein unschuldig Klaffe sollte man das Mitnehmen von Fahrrädern in die Wagen begann bereits ein Viertel nach 7 Uhr. Der Saal war so überfüllt, Berurtheilter. Die Justizbehörden sollten überhaupt gehalten sein, aeftatten. Schließlich bringt Redner lotale Wünsche zu gunsten daß mehrere der Anwesenden Ohnmachtsanfälle erlitten und aus dem die Untersuchungshaft nur mit äußerster Vorsicht zu verhängen. Es Stettins vor. Saal gebracht werden mußten, viele andere fanden überhaupt feinen ist jetzt aber Regel: wenn man einen Verbrecher sucht, werden Regierungskommiffar Geb. Nath Möllhausen: Anderen Ländern Ginlaß mehr. Auch Genosse Meßner, der Kandidat des Wahlkreises, 20 Personen eingesperrt.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) gegenüber leisten die preußischen Staatsbahnen erheblich mehr. war anwesend und hielt eine Ansprache. Die freifinnige Volkspartei in Elberfeld hat beschlossen, die teiten, sie sind wie Salonwagen. Abg. Gothein( frf. 2g.): Vielleicht benutzen die Herrn Räthe zu unterstützen. Wie der Vorsitzende mittheilte, ift der Vorstand bei ihren Reifen, ftatt ihrer jezigen Salonwagen, die Salonwagen von der Erwägung ausgegangen, daß von den Kandidaten IV. Klaffe. Die Gepäcktarife bedürfen der Reform. Sie sind jetzt der rechtsstehenden Parteien feiner afzeptirt werden könne. Herr äußerst lästig. Redner wünscht schließlich Vermehrung der Rück v. Egidy gehöre keiner Partei an weder offiziell noch in irgend fahrkarten und Verlängerung ihrer Giltigkeitsdauer. einer Form es beständen auch einzelne Differenzen in rein politischen Fragen zwischen ihm und der Volkspartei, aber in den wichtigsten Fragen des politischen Lebens tönne man seinen Anschauungen zustimmen, und vor allem sei er Gegner aller volts. feindlichen Bestrebungen. Das wird aber nicht genügen, um der Sozialdemokratie den Wahlkreis zu entreißen. Es ist aber beffer, daß man 10 Schuldige laufen läßt, als daß man Unsere Wagen IV. Klaffe bieten alle Bequemlichkandidatur des Herrn v. Egidy für den Wahlkreis Elberfeld- Barmen einen Unschuldigen festnimmt. Auch für die Entschädigung der un schuldig Inhaftirten sind in der Hauptsache dieselben Gesichtspunkte maßgebend, wie für die Entschädigung der unschuldig Verurtheilten Uebrigens glauben wir nicht, daß wir mit unseren Anträgen durchoringen werden; aber wir halten es doch für nöthig, unseren Standpunkt hier in aller Schärfe festzuhalten; und wir bitten alle diejenigen, die unseren Standpunkt theilen, für unsere Anträge zu stimmen und sich nicht mit den Kommissionsbefchlüffen zu begnügen.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Staatssekretär Nieberding: Die Frage der Entschädigung wird bereits seit hundert Jahren diskutirt, aber stets mit negativem Er folge. Die Anträge stehen im Widerspruch zum Prinzip des§ 1, find also unannehmbar. • Abg. Schulz- Berlin( frf. Bg.) erörtert die Uebelstände auf der Borortfirecke Berlin Grünau, namentlich die Verkehrsverminderung für Baumschulenweg an Warum dort den Sonntagen. am Sonntag die Züge nicht halten können, ist nicht einzusehen, denn wenn an den Wochentagen die Züge halten tönnen, wo der Güter verkehr stattfindet, so tann das an den Sonntagen, wo der Güterverkehr ruht, doch kein Bedenken haben. Auch in Alt- Glinicke lönnten einige Büge im Jntereffe der Arbeiter halten. Monats tarten follte man nicht blos vom 1., sondern auch vom 15. des Monats ab laufend, ausgeben, ebenso tönnte man eine Berlängerung Abg. Dr. v. Buchka( t.): Ich bin der Ansicht, daß die Ent gestatten für die Zeit, wo die Karten hinterlegt werden und nicht schädigung unschuldig Verhafteter einem viel größeren praktischen benutzt sind. Bedürfniß entspricht, als die Entschädigung derer, die rechts- Winner Thielen: Bei Anlage der Station Baumschulenweg Träftig verurtheilt waren. Man braucht nur an die in ist von uns ein Fehler gemacht worden. Anstatt zu warten, bis die legter Beit zahlreich bekannt gewordenen Verhaftungen unbe. Verhältnisse genügend entwickelt waren, haben wir uns von einigen scholtener Frauen von seiten der Polizeiorgane zu denken, Restaurateuren bewegen laffen, die Station vorzeitig zu eröffnen. Abg. Pieschel( natl.) ist im Brinzip mit den Anträgen Auer einverstanden, befürchtet aber die sich aus der Praxis ergebenden Schwierigkeiten. In einer zahlreich besuchten Parteiversammlung in Krefeld wurde Hengsbach einstimmig als Kandidat der sozialdemokratischen Partei aufgestellt. vniu Vertreter der evangelischen Arbeitervereine stellten als Randidaten für die Bochumer Reichstagswahl den Fabritbesitzer Franken auf. Bei einem in Jnsterburg abgehaltenen Parteitag der frei sinnigen Volkspartei wurden folgende bis jetzt noch nicht bekanntgegebene Kandidaturen aufgestellt: für Staftenburg- GerdauenFriedland: Guts und Brauereibesiger Engelbrecht und für Anger burg- Lößen: Landschaftsrath Scott. " Partei- Nachrichten. 1 Boziales. Sur Frage des Aufsichtsdienstes im Bergbau veröffentlicht Eine Vertrauensmänner- Versammlung des Bundes der Land- 1 Zwischen den Brauerei Arbeitern in Stuttgart und wirthe" für den Kreis 3iegenhain( Hessen) hat beschlossen, für den Brauereibesigern ist folgende Vereinbarung getroffen: Die Ar den Reichstag die Kandidatur des Abg. Liebermann v. Sonnenberg beitszeit wird auf 10 Stunden netto( 18 Stunden einschließlich der zu unterstützen. Pausen) festgesetzt; sie darf nicht früher als 5 Uhr morgens be- die Kölnische Zeitung" eine Zuschrift aus böheren bergDie Nationalliberalen in Gemeinschaft mit dem Bund der Band ginnen. Die Sonntagsarbeit ist im Prinzip abgeschafft; die noth- männischen Kreisen". In der Zuschrift wird Stimmung dagegen wirthe erklärten sich im Wahlkreis Ludwigshafen Speyerwendigsten Arbeiten werden auf ein Minimum beschränkt. Sonntags: gemacht, daß zur Grubeninspektion Arbeiterbelegirte ver Frankenthal für die Kandidatur des bisherigen Vertreters arbeit, welche in die Zeit von zwei aufeinander folgenden Stunden wendet werden sollen. Einerseits unterlägen die Arbeiterbelegirten Fabritbesitzer Freiherr v. Heyl. zwischen 5 und 8 Uhr fällt, wird mit 1 M. vergütet, selbst wenn der Agitation, andererseits befäßen sie, weil einseitig ausgebildet, unter zwei Stunden gearbeitet wird. Für Ueberzeit Arbeit nicht genug Kenntnisse, um, wie es für die Inspektion nöthig wäre, an Werktagen ist ein Lohnzuschlag von 25 pCt., für Nachtarbeit den Betrieb eines Werfes im ganzen übersehen zu können. An stelle und Sonntagsarbeit in dringenden Fällen ein solcher von der Arbeiterdelegirten wird empfohlen, tüchtige, begabte Leute aus 50 pCt. zu gewähren. Der Mindestlohn eines Brauers be- den Kreisen der Steiger oder Obersteiger zur Grubeninspektion zu trägt bei 8tägiger Lohnzahlung 25 M., in den ersten 14 Tagen nach berufen; weiter wird darauf aufmerksam gemacht, daß die die die der Grubent dem Eintritt nur 22 M. für die Woche. Das Schlafen in der Martscheider, eingehendste Kenntniß sich zum Aufsichtsdienste besonders Brauerei ist aufgehoben; seine Koft nimmt der Brauer nach freier hätten, gut eignen Wahl. Beiden Theilen wird vollständig freies Koalitionsrecht zu würden. Daß der Berg- Bureaukratie an der Berufung von gestanden. Dieses Uebereinkommen ist auf die Dauer von 2 Jahren Arbeiterbelegirten nichts gelegen fei, haben wir als selbstverständlich abgeschlossen; es gilt aber bis zum 1. April 1901, wenn es nicht vorausgefeßt. Die Mittheilung der Kölnischen Zeitung" zeigt, daß von einem der beiden Theile bis spätestens zum 15. Februar 1900 unsere Bermuthung richtig war. Es ist sonach ein nicht zu untergekündigt wird. schäzender Erfolg der Agitation, die die organisirten Bergleute für die Verwendung von Arbeiterbelegirten bei der Grubeninspektion entfaltet haben, daß in der Mittheilung, die die„ Kölnische Zeitung" aus höheren" bergmännischen Kreisen bekommen hat, wenigstens das Bugeständniß gemacht wird, es tönne allenfalls gestattet werden, daß Vertrauensmänner der Arbeiter sich an den sogenannten Rontrollbefahrungen betheiligen. In Anhalt ist es nach der Abänderung des Vereinsgefeßes unferen Parteigenossen jegt möglich, eine einheitliche, geschlossene Organisation zu bilden. Jeder 21 jährige Deutsche hat jeht das Recht, sich einem sozialdemokratischen Verein anzuschließen, und die fozialdemokratischen Vereine ihrerseits haben das Recht, miteinander in Verbindung zu treten, also z. B. einen Landesvorstand zu wählen. Das Boltsblatt für Anhalt" fordert nun die Parteigenoffen auf, zunächst die bestehenden Reichstags Wahlvereine aufzulösen, dafür überall sozialdemokratische Vereine zu gründen und über die weitere Gestaltung der Organisation die Diskussion zu eröffnen. Die Sozialdemokratie des Fürstenthums Schwarzburg: Sondershansen hält ihre diesjährige Landestonferenz am ersten Osterfeiertag in Arnstadt ab. In Schwetzingen in Baden wurde der Parteigenoffe Rey in den Bürgerausschuß gewählt. " " P " " und dem Wortlaute des Artikels, daß durch denselben nur die Die Schuhmacher in Stuttgart haben beschlossen, am Montag, den 21. Marz, die Arbeit niederzulegen und nicht eher die Arbeit wieder aufzunehmen, bis sich die Meister bereit erklären mit ihnen zu verhandeln. Sie fordern einen Stundenlohn von 30 bis 32 Pf. Behn Arbeitgeber haben bereits die Forderung der Arbeiter bewilligt. Die Tapezirer in München bitten um Fernhaltung des Buzugs, da sie sich in einem partiellen Streit befinden. werden. Die Gewerbe Juspektion in Neumünster wird am 1. April nach Riel verlegt. Ein gemeinsames Gewerbegericht wird für die Orte Rudolstadt, Woltstedt, Schaala und Schwarza i. Th. errichtet. " " " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Die Färberei- Arbeiter im Mühlhausen i. Thür. haben - Unter der Spigmarke Ein gemeiner Streich" hat die beschlossen, die Arbeit wieder aufzunehmen. Da die Fabrikanten beBrandenburger Beitung" am 10. Dezember v. J. mit- reits mehrere Streifbrecher angeworben hatten, schien die Fortsetzung getheilt, daß über den Kassirer der deutschen Maurer- Organisation des Streits aussichtslos. in Hamburg die falsche Nachricht verbreitet worden sei, er wäre mit Die Görliger Steinfegmeister beabsichtigen, speziell die Ge der Kasse durchgebrannt, und daß ein Unbekannter noch im Gegen den Maximal- Arbeitstag glaubt die„ Bäcker- Zeitung", Wiesbadener Tageblatt" ein Inserat veröffentlicht fellen mit einer Arbeitsordnung zu beglücken, die dem Wortlaut nach habe, das den Glauben erwecken mußte, der erwähnte Raffirer Durch die Einführung berselben sollen aber auch die bisherigen so- wiegenden Beweis aufführen zu können. Zwar hat sie nich lebet ganz gut auch als eine Gefängnißordnung bezeichnet werden kann. Das Organ des Junungsverbandes„ Germania", einen neuen schwerbereite den angeblich Geprellten den Hohn, ihnen bei seiner Abreise" ein herzliches Lebewobl" zu wünschen. Dieser genannten 15 Minuten- Pausen während der effektiven Arbeitszeit erheb- die Entdeckung gemacht, sondern sie druckt wohlgefällig einen Artikel Mittheilung war die Bemerkung hinzugefügt:„ Der schamlose Bube, lich eingeschränkt werden, was gleichbedeutend wäre mit einer Ver- des Deutschen Merkurs" ab, der haarscharf beweist", daß die von der das zilirte Inserat veranlaßte, verdiente in der That, daß längerung der Arbeitszeit um 3/4 Stunden pro Tag. Weiter behielten den Berliner Bäckern aufgenommene Statistit über die Arbeitslosig= einige kräftige Maurerfäufte ihm seine Nichtsnuzigkeit fühlbar sich die Unternehmer in der Arbeitsordnung das Recht vor, bei nicht feit im Gewerbe dem Maximal- Arbeitstage das vernichtende Urtheil genügender Leistung den Lohn zu türzen, ohne jedoch anzudenten, spricht. Bekanntlich ist in dieser Statistik, die auch im Vorwärts" machten." Hierin erblickte die Potsdamer Staatsanwaltschaft ein Ver was als genügende Leistung anzusehen ist. Die organisirten Stein- wiedergegeben wurde, der Nachweis geführt, daß im Bäckereigewerbe gehen gegen§ 111 des Strafgesetzbuchs, nämlich die Aufforderung zur Begehung einer strafbaren Handlung, weit aufgefordert sei, dem fetzer find fest entschlossen, die Arbeitsordnung nicht anzuerkennen und eine verhältnißmäßig große Arbeitslosigkeit herrscht. Triumphirend fett nun hier der Artikel ein und kommt zu dem Schluß, daß die Verfaffer des Inserats eine Tracht Prügel zu verabreichen. Das Land- bitten deshalb um Fernhaltung des Zuzuges. gericht lehnte jedoch die Einleitung des Hauptverfahrens ab und legte die Gefellen selbst das Material dazu geliefert haben, wie wenig ihnen der Maximal- Arbeitstag nüße. Kosten der Staatstaffe auf. Zu Nuß und Frommen der bürger Wenn die Sozialpolitiker in der Bäcker- Zeitung" nur ein wenig lichen Presse, die bei der in Nede stehenden Angelegenheit eine sehr Die Maler in Dortmund stellen die Forderung, den mit den Vorgängen in der Innung vertraut wären, dann hätten unschöne Rolle gespielt hat, sei die Begründung des Gerichtsbeschlusses Stundenlohn bei 91%, stündiger Arbeitszeit auf 45 Bf. zu erhöhen. fie gewiß diese Argumentation nicht zu der ihrigen gemacht. Die hier wiedergegeben. Dieselbe lautet wie folgt: Als leberschrift des Artikels ist die Bezeichnung„ Gin gemeiner Bunächst sollen Unterhandlungen mit den Unternehmern eingeleitet Statistik wurde von den Bäckerei- Arbeitern aufgenommen, weil von der Konkordia- Innung in ihrem Fachorgan behauptet worden war, Streich" gewählt. Hieraus geht hervor, daß die Handlung des Inserat- Einsenders als eine verwerfliche hingestellt sein soll. Der Ausstand der Maler in Wiesbaden ist beendet, und daß durch die Einführung des Maximal- Arbeitstages in Bäckereien Diefen Charakter trägt sie auch in der That, wenn der In- zwar auf Grundlage folgender Vereinbarung: Die Meister bewilligen: die Bäckermeister den Mehrbedarf an Arbeitskräften nicht decken halt des Inserats unwahr ist. Weiter wird im Schlußfage des 3. Für Arbeiter, welche noch teine zwei Jahre ausgelernt, einen schlagenden Gegenbeweis geführt und die„ Bäcker- Zeitung" mag fic 1. Zehnstündige Arbeitszeit; 2. Einen Mindestlohn von 38 Pf.; tönnten. Darauf hat die Bäckerorganisation durch die Statistik den Artikels der Einsender des Juferats schamloser Bube" ge- ob von 25 Bf. umb, je nach Leiſtung höher; 4. Die vierzehn mit dem Jnnungsmeister Gemeinhardt auseinandersetzen, als nannt. Auch diese Bezeichnung muß unter gedachter Boraussetzung tägige Lohnzahlung wird beibehalten, jedoch hat jeder Arbeiter erübrigt sich, auf den Unsinn einzugehen, da kein verständiger Sozial zutreffend erscheinen. Das einzige, den Angeschuldigten vielleicht bag Recht, fich wöchentlich feinen Lohn auszahlen zu laffen. polititer je behauptet hat, daß durch den Maximal- Arbeitstag im Belaftende könnte nur in der Schlußäußerung des Artikels er- 5. Für Ueberstunden 10 Pf. und für Nacht- und Sonntagsarbeit Bäckereigewerbe die Arbeitslosigkeit aufgehoben werde. Flickt werden, daß dieser schamlose Bube in der That verdiente, 20 Bf. Lohnzuschlag. Die Meister verpflichten sich, diese Ver i einige träftige Maurerfäufte ihm seine Nichtsnußigkeit fühlbar einbarung burch Blafate in den Werkstellen auszuhängen. Bisher richtung eines städtischen Wohnungsvermittelungs. Der Magiftrat von Nürnberg lehnte den Antrag auf Ere machten". Indeß geht aus der Fassung, namentlich dem Worte verdiente" eine Bestätigung dafür nicht hervor, daß eine bestand die elfſtündige Arbeitszeit und der Durchschnittslohn betrug Amt es mit allen gegen eine Stimme ab. Die ob ihres„ Freisinns" 33 Pf. pro Stunde. Auf grund dieser Vereinbarung ist der drei berühmte Stadtregierung ist der Meinung, daß derartige Dinge nicht Aufforderung zur Mißhandlung des Buben dusgedrückt sei. wöchentliche Lohntampf als beendet zu betrachten und werden die zu den Aufgaben der Gemeinden gehörten und auch von keiner bes Vielmehr erhellt aus dem ganzen Zusammenhange, dem Jubalte 352 Ausständigen an die Arbeit zurückkehren. Maßregelungen follen jonberen sozialpolitischen Bedeutung seien. Ge sei dies Sache nach Versicherung der Meister nicht stattfinden. Auf eine Beber Hausbesigervereine. Die einzige Stimme, die au gunsten tiefe Verachtung hat zum Ausdruck gebracht werden sollen über schwerdeschrift an das Regiments tommando, betreffend die Be- des Antrages abgegeben wurde, war die des zweiten Bürgermeisters das schamlose Handeln des Buben, der durch sein Inserat einen schäftigung von Soldaten während des Streits, ging den Beschwerde- Täubler, der erklärte, ihm erscheine die Uebernahme der WohnungsUnschuldigen wider besseres Wissen eines Vergehens schwer ver- führern die Antwort zu, daß in Zukunft teine Soldaten mehr zur vermittelung durch die Stadt als eine Aufgabe von dächtigt hat, der als Bube deshalb dasjenige zu erhalten der Arbeit beurlaubt werden. eminent hoher fozialpolitischer Tragweite. diente, was man einem solchen für einen schamlofen Streich zu theil werden läßt, nämlich Prügel. Deshalb ist in dem Passus Die Magdeburger Polizei scheint dem Post- Unterbeamten Herr Täubler hat mehr sozialpolitische Einsicht als sein Kollege, ber der schamlose Bube verdiente pp." nur eine Kritit und eine harte Verein eine ganz besondere Fürsorge angedeihen zu laffen. Wie der erste Bürgermeister Herr v. Schuh, der der Ansicht ist, daß die Verurtheilung der verwerflichen Handlung des Buben, welche aller- Deutsche Postbote" berichtet, sitirte jungft der Polizei- Inspektor Gemeinde feine Verpflichtung habe, sich mit der Wohnungsfrage, die dings in drastischen Worten zur Erscheinung gelangt, zu finden, Schmidt in Magdeburg einen Unterbeamten vor sein Forum, um gerade in Nürnberg sehr brennend ist, zu befassen. nicht aber eine Aufforderung zu deffen Mißhandlung. Beim Fehlen ihn vor dem gemeinschaftlichen Bezug der Fachzeitung zu warnen. Erhöhte Löhne für Staatsarbeiter in Dänemark. Unfere Dieses letteren zum Thatbestande wesentlichen Erforderniffes er- Der Herr Inspektor konnte dabei nicht unterlassen, darauf hinzu- Parteigenoffen im dänischen Folkething hatten beantragt, den Lage scheint der Angeschuldigte des ihm zur Laft gelegten Bergehens nicht deuten, daß der Deutsche Postbote" wahrscheinlich von sozialdemo- lohn der Staatsarbeiter auf 3 Kronen zu erhöhen. Sie brangen hinreichend verdächtig." fratischer Seite Unterstützung erhalte. Angesichts dieser Vorkommnisse mit dieser Forderung zwar nicht durch, erreichten aber, daß die richtet der ,, Deutsche Boltsbote" an das Polizeipräsidium zu Magdeburg 1. Ob die Vereinsversammlungen der deutschen Post- und Tele 500 Kr., Urbeiter im Zeughaus 7800 Kr., Werftarbeiter 88 000 kr., bezw. an den preußischen Minister des Innern die offene Anfrage: Regierung in das Budget eine Summe von 86 300 Kronen für Lohnzulagen einstellte, die sich wie folgt vertheilt: Münzarbeiter Berlin und Umgebung. graphen- Unterbeamten dem Gesetze, oder ob fie Ausnahmebestimmungen Werft- Tagelöhner 45 000 kr., Summa 86 300 Kr. Die Kupferschmiede hatten, wie wir seinerzeit berichteten, be- unterliegen sollen. 2. Ob bezw. feit wann es zur Aufgabe der schlossen, daß die einzelnen Wertstätten zunächst über die zu stellende preußischen Polizei- Organe gehört, sich mit den AbonnementsForderung( 45 bezw. 50 Pf. Minimallohn) abstimmen sollten. Das verhältnissen der Zeitschriften zu beschäftigen. Schließlich fann ist nunmehr geschehen; mit 153 Stimmen hat man sich für dieselbe das Blatt nicht umbin, auch an die Postverwaltung eine leise Anausgesprochen. Darauf hat eine gestern Abend stattgehabte Ver- frage zu richten: Woher wußte der Polizei- Inspektor Schmidt, daß fammlung beschlossen, daß jede Werkstatt ihrem Meister die Forde der betreffende Unterbeamte an dem gemeinschaftlichen Abonnement rung bis Donnerstag unterbreiten und bis Sonnabend die Antwort des Deutschen Postboten" betheiligt war? Deffelben verlangen soll. Da, wo nicht bewilligt wird, soll am Das Fachorgan der Schuhmacher in Gotha veranstaltet Depeliten und lehte Nachrichten. Montag die Arbeit niedergelegt werden. ein Preisausschreiben für I. eine Zeichnung Damen- und Herren Weißenfels, 22. März.( B. H.) Der Provinzial- Landtag in Die Tischler der Bautischlerei von A. Barschall, Neu- fußbekleidung mit Abbildung der Sohlen und Absatzformen. Der Merseburg lehnte heute mit 61 gegen 56 Stimmen die Binsgarantie Weißensee, Streustr. 4, haben die Arbeit niedergelegt, weil der Entwurf muß einfach, geschmackvoll und praktisch sein. G3 fann Merseburg lehnte heute mit 61 gegen 56 Stimmen die Zinsgarantie Meister die Lohnzahlungen nicht pünktlich inne hielt. Zuzug ist fern- dabei auf vorhandene Muster zurückgegriffen werden, doch müssen von 25 000 M. für den Mittelland- Kanal ab. Wien, 22. März.( B. H.) Die Parteien der Rechten be zuhalten. Der Bevollmächtigte. dieselben verbessert sein. II. Benutzung aller Vortheile bei Her schloffen eine gemeinsame Dantadresse an den früheren Präsidenten stellung einer Damen- und Herrenfußbekleidung vom Maßnehmen Deutsches Reich. Villach( Kärnthen), 22. März.( B. H.) In der hiesigen Gegend bis zur Fertigstellung derselben. Zur Erklärung des Textes find des Abgeordnetenhauses Abrahamowicz und Dr. Kramarz. bildliche Darstellungen zulässig. Der erste Preis für eine der beiden Arbeiten oder eventuell für beide beträgt 100 m., zweiter Preis ist ein Wettersturz erfolgt. Es herrscht empfindlicher Frost und starter Schneefall. 50 M., dritter Preis 25 M., vierter Preis 10 M., drei fünfte Preise In Wilhelmshaven nimmt der Ausstand einen günstigen à 5 M., fünf sechste Preise je ein Prachtband Geschichte des Bauern 16 Stimmen die Gefeßesvorlage betreffend Erhöhung der EingangsParis, 22. März.( W. T. B.) Der Senat hat mit 233 gegen Verlauf. Die übrigen, die sich sträuben, haben großen Mangel an Arbeitskräften, trieges" à 7 M., zehn siebente Preise je eine Handwerts Ehren- und ölle auf Schweine, Waaren aus Schweinefleisch und Schweineschmalz Gedächtnißtafel." Die prämiirten Arbeiten werden nicht zurückgesandt. Jede Preisarbeit ist mit einem Motto zu versehen in einem verschlossenen Kouvert, das mit dem gleichen Motto versehen ist, einzureichen; der Name des Absenders ist beizufügen. Gewerkschaftliches. Ausstände der Schneider. Die Leipziger Schneider baben Ausstände der Schneider. Die Leipziger Schneider haben zwecks Regelung des Lohntarifs und Forderung der Betriebswerkstätten die Arbeit eingestellt. Die " " Diese Lohnerhöhungen sollen nachträglich vom 1. März ab be zablt werden. Die Erhöhung beträgt 20 Dere täglich. Außerden verspricht der Finanzminister eine Untersuchung der Lohnverhältnisse der staatlichen Waldarbeiter und Bahnarbeiter, so daß auch diese wohl auf Lohnerhöhung hoffen dürfen. wohl auf Lohnerhöhung hoffen dürfen. angenommen. Nizza, 22. März.( B. H.) Wegen großer, in Monte Carlo namens Arrison, Selbstmord, indem er sich aus dem Fenster seiner Wohnung stürzte. Er war sofort todt. erlittener Spielverluste verübte ein hier lebender englischer Rentier, da ihre ausständigen Gehilfen in den anderen Geschäften Arbeit ge funden haben. Arbeitseinstellung im Baugewerbe. In Preez haben fämmtliche Maurer die Arbeit eingestellt. Sie fordern einen Stunden John von 40 Pf. Ein Strafverfahren wegen Verleitung zum Poftenstehen ist Rom, 22. März.( W. T. B.) Deputirtenkammer.( Schluß.) Die Maurer und Zimmermeister in Gisenach haben ihren gegen sämmtliche Mitglieder der Lohnkommission der Färbereiarbeiter Biffolati( So.) fagt am Schlusse seiner Rede, das Volk vers Arbeitern eine Lohnerhöhung von 15 pet. sugebilligt, dagegen die in Mühlhausen t. Thür. eingeleitet. stehe die Bedeutung eines politischen Verweises nicht und könne Verkürzung der Arbeitszeit auf zehn Stunden abgelehnt. Gegen den Vorsitzenden des Bergarbeiter Verbandes, Arbeiter haben in gut besuchten Versammlungen erklärt, von der Möller in Bochum, und gegen den Uhrmacher Zuster in nicht begreifen, daß Politik und Moral zwei verschiedene Sachen Herabsetzung der Arbeitszeit nicht Abstand nehmen zu können. Beuthen ist von der Staatsanwaltschaft in Beuthen Anklage erhoben feien. Brunetti( Linke) beschuldigt die Kommission, sie habe durch Lohnbewegungen der Tischler. In München ist es zu worden, weil sie eine angebliche Beuthener Filiale des„ Górnit" und ihren Antrag auf einen Verweis gegen Crispi ihr Mandat übereinem Ausstand gekommen, an dem 250 Arbeiter betheiligt sind. der„ Berg- und Hüttenarbeiter- 3tg." nicht angemeldet haben. Da in Schritten. Sacchi( Radikaler) beantragt, Crispi vor die ordentlichen Die Arbeiter hatten, ehe sie zum Streit schritten, Verhandlungen Beuthen keine derartige Filiale besteht, erscheint die Klage völlig aus: Verwaltung der geheimen Fonds während der Amtsführung Crispi's Gerichte zu stellen und eine Kommission mit einer Prüfung der mit den Meistern angefnüpft, waren aber von diesen mit ihren sichtslos. Sie wird so enden, wie der Geheimbundsprozeß. Forderungen zurückgewiesen. Der Streit ist ein partieller und Bahl der oberschlesischen Mitglieder des Bergarbeiter- Verbandes ist au beauftragen. Nachdem Nocito sich dagegen ausgesprochen, daß haben die Arbeiter der sieben größten Firmen die Arbeit niedergelegt. in fortwäbrendem Steigen begriffen. Mehr dagegen als gegen die Grispi ein Verweis ertheilt werde, wird die Weiterberathung auf In Pforzheim droht ein größerer Ausstand der Tischler, ba Personen Tusfer und Möller scheint sich das Vorgehen des Staats- morgen vertagt. Brüffel, 22. März.( B. H.) Im benachbarten Anderlecht ist von den Arbeitern eine Werkstatt- Ordnung, die von den vereinigten anwaltes zu richten. heute Mittag eine große Feuersbrunft ausgebrochen. Ein großes Tischlermeistern eingeführt werden soll, nicht anerkannt wird. Fabrikgebäude wurde zerstört. Gleichfalls um die Einführung einer Werkstatt- Ordnung, ber Junungsmeister tam es in Landsberg a. W. zu einem Ausstand der Tischler, der jetzt größeren Umfang angenommen hat. Die Plattenleger und Bementarbeiter in Dresden treten am 1. April in den Ausstand. Zuzug ist fern zu halten. In der Baumwollenweberei in Mittweida ist es wegen Abschaffung des Prämiensystems zu einem Streit gekommen. " Andland. Die Petersburg, 22. März.( B. S.) Im April werden die Chefs der mongolischen Stämme in Urge eine Versammlung abhalten, in welcher über ihre Haltung gegenüber den Vorgängen in China und ihre Stellung zu der Mandschu- Dynastie berathen werden soll. Der englische Arbeitsmarkt im Monat Februar zeigte, wie die Labour Gazette" auf grund der beim Arbeitsamte eingelaufenen Berichte mittheilt, eine bemerkenswerthe Steigerung gegen den Januar, ohne indeß die gleiche Höhe wie im Februar des Vorjahres Athen, 22. März.( B. H.) Der Prozeß gegen den des zu erreichen. Eingegangen find 2290 Berichte, nämlich 1648 von Unternehmern, 508 von Gewerkschaften und 134 von anderer Seite. Attentats auf den König Georg angeklagten Kandißi und deffen Die 115 Gewerkvereine, die dem Handelsamt regelmäßig Bericht er- Genossen beginnt nächsten Monat. Es wurde kein weiterer Rom In der Krimmitschauer Maschinenfabrik sind 140 Arbeiter statten und eine Mitgliederzahl von 466 362 besitzen, hatten Ende plize eruirt. Washington, 22. März.( Reuter'sches Bureau.) Der spanische feit dem 14. März im Ausstand. Die Arbeiter verlangten 15 pet. Februar 20 517 unbeschäftigte Mitglieder. Das sind 4,4 pt., gegen Lohnerhöhung. 10 pet. Aufschlag für Ueberstunden, zehnstündige 4,96 pet. Ende Januar und gegen 3,0 pet. Ende Februar 1897. Gesandte in Washington soll an feine Regierung telegraphirt haben, Arbeitszeit. Die bisherigen Verhandlungen führten zu einem zum letzteren Monat sind 25 neue Arbeitsstreitigkeiten, die 3568 der Bericht der Untersuchungs- Kommission betreffend die„ Maine" geständniß von 5 pet. Lohnerhöhung seitens der Unternehmer, die Arbeiter berührten, entstanden. Im Januar dieses Jahres waren erkläre, die Explosion sei von außen her verursacht worden." Von 9750 Personen, deren Lohn New York, 22. März.( W. Z. B.) Der„ New York Herald" aber von den Arbeitern als ungenügend abgelehnt wurde. Gegen es 28, im Februar 1897 59. wärtig sucht die Firma an verschiedenen Orten Ersatzkräfte an- einer Veränderung unterworfen war, hatten 8850 eine Erhöhung meldet aus Valparaiso: Die gegenwärtigen Mitglieder des Rabinets zuwerben, es wird deshalb gebeten, diesen Verlockungen fein Gehör von durchschnittlich 25 Pf. pro Woche zu verzeichnen, der Rest sah sind ihres Amtes enthoben und Eulojo Artimarano ist mit der den Lohn um etwas herabgesetzt. Bildung eines neuen Kabinets beauftragt worden. it schenken. Hierzu 1 Beilage u. UnterhaltungsblattVerantwortlicher Rebatteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Nr. 69. 15. Jahrgang. Märzfeier. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. ließen, werth erweise. Mittwoch, 23. März 1898. Aus den Nachbarorten. 0011 Sollte schäftshause der Firma Spinn u. Sohn am Schiffbauerdamm, wo Feuerbericht. Dienstag Nachmittag 2 Uhr erfolgte die er 10 Minuten nach 4 Uhr fortging, nach dem Haufe Leipziger: Meldung Mittelfeuer", ba in dem Museum für Naturkunde, Bahlreiche Zuſchriften aus der Provinz Brandenburg, schwindlig geworden ist, sich aber taumeind und vielfach die Bekleidung des Heißwasserreservoirs Feuer gefangen hatte. Ledig. straße 113, wo er schon nach 25 Uhr aufgefunden wurde, plöglich Invalidenstr. 43, die aus Sägespänen und Holz bestehende die heute noch bei uns eintrafen, melden übereinstimmend eine Passanten auf der Straße anrempelnd bis zu seinem Endziel fort- lich weil hier ein fiskalisches Gebäude in Frage kam, wurde ein äußerst starte Betheiligung an der Feier und würdigen Verlauf geschleppt hat. Weiteres weiß der Erkrankte selbst nicht mehr größeres Löschungsaufgebot alarmirt. Die Gefahr selbst wurde in anzugeben. Die in der Zuſchrift des Polizeipräsidenten wieder kurzer Zeit mit Hilfe eines Robres der Hausleitung beseitigt, so derselben. Die Verfammlung der Adlershofer Genossen wurde vom gegebenen Aeußerungen, welche auf eine Betrunkenheit schließen daß die Spritzen gar nicht in Thätigkeit traten. Amtsvorsteher v. Oppen verboten, mit der durch nichts begründeten möglich auch, daß der junge Mann unterwegs, um find ohne Zweifel bereits im Delirium geschehen. sich Motivirung, daß die öffentliche Ruhe und Ordnung gestört werden tönne. Dafür veranstalteten die Parteigenossen Adlershofs am Sonn- aufrecht zu erhalten, sich irgendwo einen Rognat hat geben tag eine Gedächtnißfeier. Diefelbe war äußerst gut besucht. Genosse Gichbetrinkens ausgeschlossen werden. Der Geruch des Erbrochenen wir darauf hin, daß die für den 5. Wahlbezirk der III. Abtheilung laffen. Schon durch den Mangel an Zeit kann die Möglichkeit des Arbeiter, Parteigenoffen Schönebergs! Noch einmal weisen Riesel aus Berlin hielt einen mit lebhaftem Beifall auf nach Alkohol erklärt sich dadurch, daß der junge Mann, wie ge- anberaumte Neuwahl auf Freitag, den 25. März d. J., genommenen Vortrag über die Bedeutung des Tages. In wöhnlich, beim Mittagessen, das erst wenige Stunden vorangegangen der daran schließenden Diskussion wurde das Verhalten des Amtsvorsteher scharf kritisirt. Was allerorts gestattet ist, im Amts- war, Bier getrunken hatte. Die ärztliche Diagnose ist aus der Er von vormittags 11 bis nachmittags 5 Uhr festgesezt ist. Von unserer Seite ist wiederum der Genosse Friedrich Masuch bezirk Glienicke ist es nicht möglich, am 18. März eine Versammlung scheinung der Krankheit mit Sicherheit auf sporadische Genickstarre als Kandidat aufgestellt. Soll derselbe nun aber auch diesmals als abzuhalten. Ferner wurde das erheiternde Vorkommniß bei der( Meningitis cerebro- spinalis epidemica) zu stellen. Die Möglich Sieger aus dem Wahlkampf hervorgehen, dann ist es Eure daß fämmtliche Arbeiter großartigen Flumination am Abend des 18. März besprochen. Es Dr. Granier amtlich geäußert wurde, ift auszuschließen. Sanitäts: Pflicht mit dafür sorgen b großartigen Fllumination am Abend des 18. März besprochen. Gleit eines Schlaganfalles, die von dem Bezirksphyfitus Sanitätsrath find nämlich sämmtliche Genoffen, welche illuminirt haben, polizei rath Kretschmer schloß damit, daß die neuerlich gegebene Anregung ihre Pflicht erfüllen. licherfeits notirt worden. Zu welchem Zweck, das wird die Folge des Geb. Rath Professor v. Bergmann, daß Bewußtlose und sinnlos ftraße 10( eftauration Das Wahllokal befindet sich Golg. zu welchem Zweck, das wird die Folge rath Kretschmer schloß damit, daß die neuerlich gegebene Anregung und Barteigenossen dieses Wahlbezirks am Tage der Wahl Neumann). lehren; die Genossen sehen der Sache mit der größten Ruhe entgegen. Betrunkene nicht auf die Polizeibureaus, fondern in Krankenhäuser ber eine oder andere Wähler eine Legitimationstarte nicht erhalten zu halten, schloß der Borsigende mit einem von der Versammlung gebracht werden sollen, durch diesen Fall sich als sehr beherzigens haben, so dient auch die letzte Steuerquittung als Legitimation. begeistert aufgenommenen Hoch die Versammlung. Unser Wahlbureau befindet sich am Tage der Wahl GrunewaldAus St. Ingbert wird uns geschrieben: Auch unsere, wenn Um den in Berlin ankommenden Reifenden die Möglichkeit straße 110( Ernst Obst). Wir hoffen, daß sich dort Genossen, auch kleine, aber gefchloffene und entschlossene Genossenschaar hatte zu gewähren, sich die Zuführung ihres Gepäcs unmittelbar in die bie mithelfen wollen, genügend einfinden werden. Das sozial heute, zur Feier des 18. März, im hübsch dekorirten Sälchen des Wohnungen, Hotels 2c. zu sichern, so daß also Gepäckträger und demokratische Wahltomitee. Münchener Kindl fich versammelt. Unter den Dekorationsstücken be- Bahnhofsdroschten entbehrt werden können, bat die tgl. Eisenbahn. Bei der gestrigen Gemeinderathswahl in Rummelsburg fanden sich bezeichnenderweise auch die vom Genossen Dullens direktion Berlin mit der hiesigen Packetfahrt Aktiengesellschaft die 50 Jahre lang aufbewahrten Grundrechte des deutschen Bolkes" aus folgende Einrichtung vereinbart: Die Zuführung des auf Gepäck ist unser Parteigenosse Gastwirth Ritter mit überwältigender dem Jahre 1848, geschmackvoll in den damals idealen Farben schein abgefertigten Gepäcks fann schon auf der Fahrt nach Berlin Majorität im ersten Bezirk gewählt worden. schwarz- roth- gold ausgeführt. bei dem Zugpersonal beantragt werden; zu diesem Zwede 298 Stimmen, während zwei Gegenkandidaten es im ganzen auf Die am 19. und 20. März in allen größeren und mittleren geben die Zugschaffner unentgeltlich Antragsformulare aus, nach 58 Stimmen brachten. Gegen die letzte Wahl haben wir ungefähr das doppelte an Stimmen gewonnen; dies war die Antwort auf Orten der Schweiz abgehaltenen Erinnerungsfeiern an die dent- deren Ausfüllung die Gepäckscheine gegen Quittung abgenommen die Machenschaften der Gegner, die mit allen Mitteln die Wahl würdigen Märztage im Jahre 1848 waren überall sehr gut besucht werden. Die Eisenbahn- Verwaltung veranlaßt alsdann auf dem und nahmen einen durchaus würdigen Verlauf. In Zürich referirten Berliner Eingangs- Bahnhofe die Aushändigung der Gepäckstücke an eines Sozialdemokraten zu verhindern suchten. Im zweiten Bezirk, die Genoffen Otto Lang und P. Brandt, in Bern, Genf und die Backetfahrt- Gesellschaft, welche ihrerseits die Zuführung des Geo fast lauter Beamte wohnen, sind wir, wie vorauszusehen, Lausanne: Greulich, in Basel und St. Gallen: R. Bommeli, in packs in die Wohnungen, Hotels 2c. derart schnell besorgt, daß das diesmal noch unterlegen. Unser Kandidat erhielt 51, der Gegner Luzern und Chur: Dr. Karpeles, in Burgdorf: D. Märtens, in in der Zeit von 7 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends hier eintreffende dagegen 70 Stimmen. Horgen: Seidel, in Winterthur: Dr. Heinr. Schmidt, in Uster: Gepäck regelmäßig innerhalb zweier( längstens dreier) Stunden sich Nüsperli, in Glarus: Binner, in Schaffhausen: Hauth, in Herrisau: im Besige des Reifenden befindet. Das nach 7 Uhr abends( bis 7 Uhr H. Scherrer, in Baden: Wullschleger. früh) in Berlin anlangende Gepäck wird spätestens bis 10 Uhr vor mittags ausgeliefert. Diese wichtige Entscheidung ist für den ganzen Post- Bestellbezirk Berlin getroffen, der auch die Bororte Charlottenburg, Friedenau, Friedrichsberg, Lichtenberg, Bantow- Schönhausen, Rixdorf, Schöneberg, Steglig und Wilmersdorf umfaßt; nach den Der Etatsausschuß der Stadtverordneten Versammlung Bororten wird wochentäglich zweimal, Sonntags einmal bestellt. hat in seiner Sigung am Montag Abend zu dem Etat der nicht An einer Denkmalsenthüllung, die ihm gewiß viele Freude aum Personalbesoldungs.Etat gehörigen Stellen gemacht haben wird, durfte gestern unser tapferer Oberbürgermeister beschlossen, das Mindestgehalt der Magistratsmitglieder vom theilnehmen. Es handelte sich gleich um drei Standbilder, die in 1. April 1898 ab von 7000 auf 8000 M., und das Höchstgehalt von der Sieges Allee irgend welchen brandenburgischen Potentaten aus 11 000 auf 12 000 M. zu erhöhen. Der Gtat der Gas- dem Mittelalter errichtet porden sind. Es soll bekanntlich noch eine anstalten wurde mit geringen Veränderungen und einem ganze Menge solcher Statuen aufgestellt werden. " Kommunales. 0 neueſte Wert des Professors Knackfuß in Raffel, ein großes historisches Gemälde", mit allen dazu gehörigen Studien im Salon Fritz Gurlitt auf furze Zeit ausgestellt. an die Stadt Haupttasse abzuliefernden Ueberschusse von Kuackfüßige Kunft. Auf Befehl des Kaisers" wird das 4 104 946 Mart nach dem Entwurfe festgestellt. Im Kanalisations Etat ist die Stelle des Betriebsdirektors gestrichen worden, da der gegenwärtige Juhaber in den Ruhestand tritt und die Stelle nicht wieder besetzt werden soll. Dagegen wurde die Stelle eines Stadtbaumeisters auf Antrag des Magistrats nachträglich in den Etat eingestellt. Die Stelle des Vorstehers des Hausanschlußbureaus soll mit dem 1. Juli cr. in Fortfall kommen, der Juhaber der Stelle tritt dann zu den Betriebsinspektoren über. Der aus den Mitteln des Stadthaushalts- Etats zur KanalisationsVerwaltung zu gewährende Zuschuß ist auf 2 242 648 W. festgestellt worden, der Etat selbst wurde in Einnahme und Ausgabe mit 18 280 154 M. angenommen. Tokales. Das Alte und Neue Museum, die Nationalgallerie, das Museum für Völkerkunde und das Kunstgewerbe- Museum sind für das laufende Jahr während der Monate April bis September an den Wochentagen, mit Ausnahme der Montage, von 10-4 Uhr, Sonntags und an den zweiten Feiertagen von 12-6 Uhr für das Publikum geöffnet. Er erhielt Die Parteigenossen in Zehlendorf haben beschlossen, sich an der am 25. März stattfindenden Gemeindewahl nicht zu betheiligen. Dies sei hiermit nochmals in Erinnerung gebracht. Der Ber trauensmann. Aus Rigdorf. Zwischen den in der Staats- und Gemeindeverwaltung angefiellten Zivil- und Militäranwärtern ist ein er bitterter Kampf ausgebrochen, da jede dieser Beamtenkategorien sich gegen die andere benachtheiligt fühlt. Die Zivilanwärter hatten schließlich in einem geharnischten Protest gegen die vom Landrath angeordnete Ernennung von Militäranwärtern zu Gemeindesekretären Stellung genommen und diesen Protest sämmtlichen Gemeinde- Ber Wegen der Fassung des Protestes hat der ordneten übersandt. Landrath Stubenrauch jezt das Disziplinarverfahren gegen die Unterzeichner des Protestes angeordnet. Dem Ausgang des Kampfes sieht man mit Spannung entgegen.- Biel besprochen wird ein Vors gang, der sich dieser Tage ereignete. Der Rathskeller- Wirth Lienig wies den bekannten Gemeindeverordneten Rahmig aus dem Lokal, weil dieser in einer geheimen Kommissionssigung der Gemeinde vertretung seine Mißbilligung darüber ausgesprochen haben soll, daß viele Gemeindebeamte einen Theil ihrer Dienststunden im Raths feller zubrächten. Infolge dessen soll den Beamten der Besuch des Lokals während der Dienststunden streng untersagt worden sein, und dies gab dem Pächter des Rathstellers Veranlassung, den Veranlasser dieses Verbots in angegebener Weise zu behandeln. Die Sache wird demnächst nicht nur die Gemeindevertretung, sondern wegen öffentlicher Beleidigung verklagt hat. auch das Gericht beschäftigen, da Rahmig den Rathskeller Wirth die nicht der Stadtgemeinde, sondern Adjazenten gehören. Diese Ju den Straßen Berlins soll es noch 1025 Bäume geben, Bäume werden zumeist gar nicht oder doch mangelhaft gepflegt und stellen recht oft einen traurigen Anblick zumal gegenüber ihren von Die Anlegung einer Haltestelle an der Monumenten den Organen der städtischen Verwaltung wohlgepflegten Nachbar- straße für die Anhalter Vorortbahn bei deren Ausbau und Einbäumen dar. Um diesem Mißton zu begegnen, sollen die Adjazenten führung in den Potsdamer Ringbahnhof will die Gemeinde Schöne Die Freie Voltsbühne veranstaltet am 26. März, Sonnabend durch die städtische Verwaltung ersucht werden, die Bäume unentgelt- berg beantragen. Abend 8 Uhr, für ihre Mitglieder ein Märzfest in der Brauerei lich in das Eigenthum der Stadtgemeinde zu übergeben. Friedrichshain, mit durchweg künstlerisch gewähltem Programm. Abermals ist ein Projekt zur Verbreiterung der Die artistische Leitung des musikalischen Fest Spandauerstraße zwischen Probststraße und Eiergasse auf 18 bis tonzerts liegt in den Händen des Herrn Dr. M. Alfieri. Das 20 Meter gegen einen städtischen Zuschuß von über eine Million Ensemble für diesen Abend weist eine Reihe bewährter Namen auf, Mart dem Magistrat überreicht worden. = Einem leprakranken Ehepaare in Charlottenburg ist nach der" Polem. Korr." im Auftrage des Ministers der geistlichen Angelegenheiten 2c. eine Verfügung zugegangen, welche strenge Beftimmungen enthält über das Verhalten der beiden Kranten. Es werden ihnen folgende Verpflichtungen auferlegt: 1. Gesonderte deren Mitwirkung gesichert ist, 3. B.: Die Pianistin Frau Emmy Am Museumsbau auf dem alten Backhofe ist gestern einem Schlafräume, Betten, Wäsche, Eß- und Trinkgeschirre find zu be nußen. 2. Die Mitbenugung derselben durch Gefinte wird ver Bock, Sängerin Fräulein Anna Bromberg, Fräulein Marie Arbeiter das Bein zerschmettert worden, als unter Leitung eines boten. 3. Die benutten EB und Trinkgeschirre dürfen Janner( Theater Unter den Linden), Fräulein Louise Boigt Schachtmeisters ein Bagger transportirt werden sollte. Die Schienen nicht mit den von den Gefinden gebrauchten Stücken zu und Frau Dr. Alfieri. Alexander Heinemann, Biolin glitten beim Transport um, und ehe der Arbeiter zur Seite springen fammen gereinigt werden. 4. Alle vorgenannten Gegenstände virtuose Ossip Schnierlin, Violoncellovirtuose Max Schulz, Orgel: fonnte, fiel die schwere Maschine auf seinen Körper. Der Veretwa alle vier müssen dauernd in furzen Zwischenräumen Kapellmeister Alexander Weinbaum, Deklamationen. Das Entree unglückte wurde in ein Krankenhaus gebracht. foftet 50 Pf. inkl. Tanz. Eine Ausgabe von Billets erfolgt zehn Tage einer Desinfektion durch die hiesige städtische Der am Sonnabend verhaftete Kaufmann Prens betrieb Desinfektionsanstalt unterworfen werden. 5. Nach jedesmaliger nicht; auch offene Kasse ist nicht vorgesehen, sondern haben nur in der Frankfurter Allee in einem Keller einen Handel mit Be Desinfektion ist die von der Desinfektionsanftalt darüber ausgestellte Wtglieder Zutritt gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte, die eine leuchtungsanlagen, die er meist aus der Fabrik von Heidenreich in Bescheinigung hierher einzureichen. Welche einzelne Gegenstände zur aue Marte aus ihrer Bahlstelle enthalten muß. Den Mitgliedern der Frankfurter Allee bezog. Bei einem Besuche, den Heidenreich Desinfektion gelegt find, muß aus der Bescheinigung ersichtlich sein. ird empfohlen, sich baldigst eine solche Marke zu lösen, da nur ihm am Freitag abstattete, bemerkte er im Laden eine Anzahl 6. Die Benußung öffentlicher Bade- Anstalten wird ganz besonders cne beschränkte Anzahl ausgegeben werden kann. Breuß und durchsuchte seine Geschäftsräume. Waaren, die ihm gestohlen worden waren. Die Polizei verhaftete untersagt." Für den Fall der Verlegung der Vorschriften wird dem Hierbei stellte sich Ehepaare die Ausweisung aus Charlottenburg und dem preußischen heraus, daß der größte Theil der Waaren aus den Fabriken seiner Staatsgebiet angedroht. Die Polem. Korr. behauptet jedoch, das Ehepaar befize die preußische Staatsangehörigteit; Profeffor Roch Lieferanten gestohlen sein mußte. habe den Krankheitsfall vor zwei Jahren untersucht und als u11 schädlich befunden. " Auf vielfaches Verlangen der Mitglieder haben sich der Ausschuß und Vorstand entschlossen, im April Gerhart Hauptmann's Die Weber" zur Aufführung zu bringen. Das außerordentlich figurenreiche Stück erfordert eine so reiche Aufwendung von petuniären Mitteln, daß der Aprilbeitrag um zehn Pfennige erhöht werben mußte. Durch Heranziehung erster Kräfte wird den Mitgliedern dafür eine durchaus gute Borstellung geboten werden. " Im Mai gelangt im Leffingtheater Ibsen's Wildente" zur Aufführung. Der Vorstand. J. A.: G. Winkler. Soziale Rechtspflege. " Ermittelungen in einem angeblichen Raubmorde, dessen sich ein Buchthäusler beschuldigt, werden jetzt durch die Kriminalpolizei angestellt. Montag Abend trafen an der oberen FreiarchenBrücke am Schlesischen Busch der Wachtmeister und ein Schuhmann des Reviers mit einem Kriminalbeamten und einem Arbeiter ein und begannen an dem stromabwärts auf dem linken Ufer Herr C. F. A. Steinberg, der Direktor der Erften Berliner bes Kanals stehenden, zweiten Baume zu graben. Die Veran- Kravatten Akademie", wurde aus der legten Sigung der laffung dazu war das Geständniß eines früheren Schlächter- Rammer II bes Berliner Gewerbegerichts durch einen Schuhmann Magistrats- Affeffor Hellwig, der bisherige Vorsitzende der gesellen, der zur Zeit eine Buchthausstrafe verbüßt und geraden Wegs nach dem Polizeigefängniß am Alexanderplatz Rammern I und V des Gewerbegerichts, ist auf seinen Antrag von todtfrank ift. Angeblich, um sein Gewissen zu erleichtern, erzählte abgeführt, um fich dort zwölf Stunden von seiner an oiesen Aemtern entbunden worden. Herr Hellwig tritt in die er, daß er einen Engros- Schlächtermeister ermordet und ihm strengenden Thätigkeit als Kravatten- Profeffor auszuruhen. Gr Armenverwaltung ein. Seine Stellung am Gewerbegericht wird 80 000 m. und eine goldene Uhr geraubt habe. Beides sei von ihm hatte, nachdem seine Klage gegen eine Arbeiterin abgewiesen Magistrats Assessor Schellhorn übernehmen. an dem zweiten Baum von der Brücke aus, der auch ein Zeichen worden war, ironisch zum Gerichtshof gefagt: Ich danke Wie wenig Sympathie der Antisemitismus in hohen" dicht unter dem ersten Ast nach der Wasserseite zu trage, vergraben schön". Und als ihm der Vorsitzende Assessor v. Schulz dies als und allerhöchsten" Kreisen findet, zeigt wiederum eine Mittheilung, worden. Thatsächlich weist der Baum, der nach Vollendung der ungehörig verwies, erklärte er wieder ironisch:„ Ich danke, daß ich Die ein hiesiges Blatt aus der Gesellschaft" bringt. Die Neuigkeit neuen Brücke vor ungefähr zwei Jahren gepflanzt wurde, das an- um eine Erfahrung reicher geworden bin. Der Gerichtshof sah lautet:„ Die Hochzeit des Fräulein Lilli Gutmann, ältesten gegebene Merkmal auf. Bis zur einbrechenden Dunkelheit hat man das als eine Ungebühr an, die mit einer sofort vollstreckbaren Tochter des Direktors der Dresdener Bant Konsul Gutmann, auf der nördlichen Seite des Baumes gegraben, bisher aber nur die Freiheitsstrafe von 12 Stunden gefühnt werden müsse. deren Verlobung mit Lieutenant Freiherrn v. Holzing wir bereits Uhr gefunden. Ob auch das Gelb an der bezeichneten Stelle ver- Hunderte von Arbeiterinnen werden mit einer gewiffen Genug gemeldet haben, wird am 1. Mai in Berlin stattfinden. Mit welchem borgen oder vielleicht von dort schon weggeholt ist, werden die gestern thuung von dem Malheur des Herrn C. F. A. Steinberg. Wohlwollen dieses Herzensbündniß am badischen Hofe begrüßt wird, fortgesetzten Arbeiten ergeben. wohnhaft Raiser Wilhelmstraße Nr. 21 geht daraus hervor, daß der Großherzog von Baden vor Zum Diebstahl in der Reichsdruckerei. Gestern ift an Stock, Renntniß nehmen. Ist doch der Mann der Typus einigen Tagen der schönen Braut einen Blumenkorb geschickt hat und dritter Stelle eine dem Grünenthal gehörende Druckerpresse mit Be einer bestimmten Gattung von Unternehmern der Shlips. daß Prinz Max von Baden, Lieutenant im Garde- Rüraffir- fchlag belegt und die Wirthin Grünenthal's vorläufig in Saft ge- und Wäschebranche, die nicht nur ihren eigenen Auftrag Regiment, am 1. Mai als Brautführer Fräulein Gutmann zum nommen worden. Es ist eine Frau Eng aus der Bärwaldstraße. gebern mit großem Pomp in Geschäftsbriefen und Reklamen aller Altar geleiten wird." Sie wird bezichtigt, ihre Enkelin an Grünenthal verfuppelt zu haben. Art gegenübertreten, sondern die auch zu den bekanntesten Grünenthal hat dem Mädchen 100 000 m. in Reichsanleihepapieren Stamm gästen des Gewerbegerichts gehören. C. F. A. geschenkt. Steinberg ist den älteren Gewerberichtern Berlins länger als Durch Ueberfahren ist am Dienstag Nachmittag der 27 Jahre aehn Jahre bekannt, also schon aus der Zeit, wo die gewerblichen alte Rutscher Leopold Werstowsky vom Stralauer Plat 13, der bei Streitigkeiten noch vor der Gewerbedeputation entschieden wurden. In dem Fuhrherrn Jeaurenand in der Alexanderstraße 44 beschäftigt den vier Jahren 1894-1897 wurde er beim Gewerbegericht von Der Fall Kraußuick" fand am Montag Abend im Verein für ist, schwer verunglückt. Der Mann hatte auf dem Sandlager von Arbeiterinnen und Lehrmädchen 47 Mal verklagt. In derselben innere Medizin eine Besprechung, gleichsam als Antwort auf die Mit- Triesethau in der Stralauer Allee 3 eine Fuhre Kies von zwei Beit flagte er selber gegen Arbeiterinnen viermal und in den vertheilung des Polizeipräsidenten v. Windheim an die Tageszeitungen. Rubikmetern geladen. Als er feinen Sig besteigen wollte, zogen die floffenen 21/2 Monaten des laufenden Jahres hat er wieder bereits Sanitätsrath Dr. Kretschmer, der Hausarzt der Familie des Erkrankten, Pferde plötzlich an. Werstowsky tam durch den Ruck zu Falle und zweimal Arbeiterinnen verklagt. Bei den von ihm eingereichten gab eine ausführliche Darstellung der Vorgeschichte des Falles, die gerieth unter den schweren Wagen, der ihm den rechten Arm Klagen handelt es sich um Entschädigungsansprüche entweder auf fich jetzt hat genauer feststellen laffen, nachdem der Erkrankte seit zerschmetterte. Durch Vermittelung der Rettungsgesellschaft wurde grund der Gewerbe- Ordnung oder auf grund von verzwickten Lehrdenen ungeheuerliche Kon. Connabend wieder vernehmungsfähig geworden ist. Es hat sich der Berunglückte mit einem Künzel'schen Wagen in das Krankenhaus und Arbeitsverträgen, in Iventionalstrafen vorgesehen sind. Und die Möglichkeit dabei herausgestellt, daß der junge Mann auf dem Wege vom Ge- Am Urban gebracht. Werden unsere Antisemiten nun endlich in sich gehen und einsehen, daß ihr Kampf um„ Reinhaltung" der germanischen Rasse nicht allein zwecklos, sondern auch unpatriotisch ist und in den von ihnen so sehr refpettirten allerhöchften" Kreisen jedenfalls recht mißliebig vermerkt werden muß? im vierten Senaben, betraut. " Gerichts- Beitung. " 1 " 390 Den streikenden zu diesen Klagen erhält er dadurch, daß es den Mädchen und hat wurde der 2 jahige Sandlungsgehilfe Edmund Davidjohny literbildungsverein", was daraus hervorgele, daß er fofort Frauen, die durch vielversprechende Annoncen angelockt werden, aus vorgeführt, welcher des vollendeten und versuchten Betruges fowie nach Auslösung des letteren gegründet worden sei. Auch wurde den verschiedensten zwingenden Gründen unmöglich ist, es bei ihm der Urkundenfälschung beschuldigt war. Am 9. Dezember vorigen sein politischer Charakter schon genügend durch das Programm zu bis zum Ablauf der vertragsmäßigen Zeit auszuhalten. Zur Illu- Jahres hatten die R.'schen Eheleute das Unglück, vor einer Weihnachtsfeier gekennzeichnet. Es hätten die gegen die Verstration seien die folgenden beiden Fälle angeführt. In der Klage der zweiten Strastammer des Landgerichts I als Zeugen in einer theilung sozialdemokratischer Flugblätter getroffenen behördlichen gegen eine Frau Herrmann verlangte er nicht weniger als Sache erscheinen zu müssen, die sich gegen ihre eigene Tochter richtete. Maßnahmen zur Darstellung kommen sollen. Ueber politische 450 Mart, weil deren Tochter nur 18 Tage in der Lehre Sie baten einen der ständigen Berichterstatter, gegen Vergütung von Ausführungen in Versammlungen des Arbeiterbundes vermochte der des Herrn Steinberg ausgehalten hatte, obwohl die Lehrzeit der Veröffentlichung des Berichts Abstand zu nehmen, erfuhren aber Oberpräsident indeffen nicht das mindefte beizubringen. Rechtsein Jahr dauern sollte. Man bebente: ein Jabr natürlich eine Abweisung. Da die Verhandlung etwas Interessantes anwalt ersfeld, der in der geftrigen Verhandlung den Kläger zum Erlernen des Kravatten näbens!! Steinberg berief fich für die Allgemeinheit nicht bot, so entfernte sich der Berichterstatter. vertrat, berief sich hierauf sowie auf die Statuten des Bereins, und auf eine Bestimmung des mit der Beklagten abgeschloffenen Ver Dies machte sich der Angeklagte zu Nutzen. Wie die Zeugin Frau wies die fibrigen Einwände des Beklagten als nichtig zurück. Der trages, wonach Frau Herrmann, wenn ihre Tochter vorzeitig die R. bekundete, ging der Angeklagte nach Schluß der Verhandlung§ 8 des Vereinsgefeßes finde nur Anwendung, wenn ein Verein Lehre verließe, für jeden noch fehlenden Tag der Vertrags- auf dem Flur auf sie zu und richtete die Frage an sie„ Sie find bezwecke, in Versammlungen politische Gegenstände zu er zeit 1,50 M. Buße zahlen sollte. Die Beklagte wandte ein, das wohl die Mutter?" Als er eine bejahende Antwort erhielt, erklärte örtern. Das Gericht trat dem bei und nahm auf grund des UktenMädchen sei in den 18 Tagen vorwiegend zum Besorgen er, daß er die Sache aufgenommen habe und sie veröffentlichen würde. standes an, daß keine Thatsachen vorlägen, die erkennen ließen, daß von Gängen verwandt Füßen nach Hause gekommen. worden und abends mit nassen Nun bat die Zengin ihn, davon Abstand zu nehmen und fragte ihn, der Arbeiterbund" bezwecke, in Bersammlungen politische GegenAuf Drängen des Richters was sie dafür zu zahlen habe. Der Angeklagte verlangte 20 Mart, stände zu erörtern. Das angefochtene Verbot wurde deshalb auf80g Steinberg die Klage zurück. In dem an der Spitze denn soviel würde der Bericht ihm vom„ Lokal- Anzeiger" und von gehoben. Dieses Berichtes erwähnten Falle verlangte Steinberg eine der Deutschen Warte", für welche Blätter er thätig sei, einbringen, leber eine nene Schuhmannsrohheit wird der„ Boff. 8tg." Lohnentschädigung von 18 Mart, weil die Beklagte die Arbeit auf Die Beugin sprach mit ihrem Ehemann und dieser erklärte sich nach aus Barmen berichtet: Gines schweren Uebergriffs machte fich gegeben hatte, ohne zu fündigen. Das Mädchen machte geltend, längerer Verhandlung bereit, dem Angeklagten 15 M. zu geben, die vor einiger Zeit der Schuhmann Karl Bußmann schuldig. Er traf es habe im Durchschnitt nur 5 Mart in der Woche verdient und derfelbe am folgenden Tage in der Wohnung des K.'schen Ehe nachts den Anstreicher Wilh. Deichmann schlafend auf einer Treppe, in der letzten Woche habe der Verdienst gar nur 2,37 Mart betragen. paares empfangen sollte. Davidsohn stellte sich pünktlich ein, nahm riß ihn ohne weiteres einige Stufen herunter, warf ihn auf das Steinberg wurde abgewiesen und verurtheilt, der Arbeiterin eine die 15 M. in Empfang und stellte dafür eine Quittung aus, die er Straßenpflaster, nahm ihm seinen Stock weg und prügelte ihn durch. Bersäumnißgebühr von 2 Mart zu zahlen. Die vielen Klagen mit einem fingirten Namen unterschrieb. der Arbeiterinnen Dann nahm er ihn noch als Ruhestörer mit zur Wache. Bußmann gegen Herrn Steinberg sind meist auf Zwei Tage später versuchte der Angeklagte einen ähnlichen Be- wurde von der Strastammer in Elberfeld zu sechs Monaten Ge die Herausgabe von einbehaltenem Lohn gerichtet. Viele trug gegen eine Frau 2., welche eine Berhandlung hatte fiber sich fängniß verurtheilt. L, verurtheilt.madison der Klägerinnen sind durch sein Verhalten gezwungen worden, ergehen lassen müffen, deren Veröffentichung ihr unangenehm sie iste die Arbeit niederzulegen und er hat ihnen dann den verdienten war. Ihr gegenüber bezeichnete sich der Angeklagte als Lohn, manchmal sehr geringe Beträge, unter nichtigen Einwänden Berichterstatter für Versammlungen. das Kleine Journal" und andere vorbehalten. Nicht immer unterliegt der Herr, denn er versteht es, 3eitungen. Frau 2. schlug den richtigen Weg ein. Gie Die Zimmerer, welche auf dem Boden der Bertrauensmänner Durch geschickte Verträge fich formell ins Recht zu sehen. Vorstehende wandte sich direkt an die Redakteure der ihr genannten Blätter, Bentralisation stehen, nahmen am Sonntag in einer gut besuchten Beilen dienen vielleicht zur Warnung. Zum Schluß fei noch und nachdem diese ihr erklärt hatten, daß sie einem Schwindler in öffentlichen Versammlung Stellung zu dem bevorstehenden Kongreß festgestellt, daß C. F. A. Steinberg nie die ihm auferlegten Gerichts- die Hände gerathen fei, ließ Frau 2. die Persönlichkeit des An- ber durch Vertrauensmänner zentralisirten Gewerkschaften DeutschToften freiwillig zahlt; jedes Fünfzigpfennigftück muß durch den geklagten, als er zur Empfangnahme des Geldes in ihrer Wohnung lands. Nach dem Referat Fischer's wurden Hinz und Exekutor eingetrieben werden. Und diefer Herr nennt sich auf Ge- erschien, feststellen. Der letztere Fall wurde zwecks Ladung weiterer Schäffer als Delegirte zum Kongreß gewählt. Man sprach den schäftsbogen und in Annoncen großfpurig Direttor der Beugen vertagt. In betreff des ersteren Falles hielt der Staats- Wunsch aus, daß die Geschäftskommission der durch Vertrauens ersten Berliner Kravatten Akademie", und ein anwalt nicht einen Betrug, wohl aber eine Expreffung männer zentralisirten Gewerkschaften in denjenigen Orten, wo die andermal bezeichnet er seinen Betrieb als Kravattenfabrik und eine Urkundenfälschung für vorliegend, er und führt drei Abtheilungen gesondert an! beantragte Arbeiter noch nicht organisirt sind, eine lebhaftere Agitation ent gegen den Angeklagten eine Gesammtstrafe von sechs falten solle. Es gelangten einige Anträge zum Kongreß zur AnMonaten Gefängniß und zweijährigen Ehrverlust. Der Ge- nahme, welche besagen, daß seitens der durch Vertrauensmänner richtshof war mit dem Staatsanwalte der Ansicht, daß die zentralisirten Gewerkschaften für jeden Beruf ein Vertrauensmann Handlungsweise des Angeklagten im hohen Grade verweiflich und zu wählen sei, daß in allen Orten ein Agitationsfonds gebildet gemeingefährlich sei. Für die Erpressung sei auf vier, für die werde, zu dem die Geschäftskommission auf Wunsch Marken auszu Ein Mord aus verschmähter Liebe beschäftigte gestern das Urkundenfälschung auf drei Monate Gefängniß erkannt und diese geben hat, und einen gewiffen Prozentsatz von den gesammelten Strafen feien auf 6 Monate 2 Wochen zusammengezogen worden. Geldern zur eigenen Verfügung erhalten soll. Schwurgericht am Landgericht I. Die Anklage richtet sich gegen den Bei der Ehrlosigkeit der Gesinnung, die der Angeklagte an den Tag Schuhmachern wurden als erste Rate 200 Mt. bewilligt. Koppeltnecht Wilhelm sleemann aus Hamburg, welcher beschuldigt wird, am Sonntag, den 28. November v. J., seine Jugendliebe, die gelegt, feien ihm auch die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von Die Maurer lokaler Richtung beschäftigten sich am Montag im Hause Möckernftr. 85 als Wirthschafterin thätige 22 Jahre alte 2 Jahren abgesprochen worden. mit dem Kongreß der durch Vertrauensmänner zentralisirten GewerkMargarethe Wiese durch einen Stich in die Lunge und Würgen Ein recht verständiges Urtheil ist vor einigen Tagen vom schaften Deutschlands. Nachdem die Tagesordnung des Kongreſſes am Halse getödtet zu haben. Die Getödtete, eine hübsche Blondine Landgericht II in einer Straffache gegen den Malermeister Berthold diskutirt war, wurden Me ßte, Herrfurth und Ueckert als von schlanker, zierlicher Gestalt, war aus Oberbostel bei Hamburg Schulz aus Spandau gefällt worden. Schulz hatte am 17. No- Delegirte gewählt und ein dem Kongreß zu unterbreitender Antrag gebürtig und hatte den Angeklagten vor Jahren in Hamburg kennen vember vorigen Jahres mit einem Nachtwächter Habermann einen angenommen, welcher befagt, bas Organ, die„ Einigkeit", dent durch gelernt. Beide blieben in persönlichem Verkehr auch während eines Streit gehabt, in welchem er durch die Säbelhiebe bes Beamten arg Beschluß des vorjährigen Rongreffes gewisse Rücksichten mit der längeren Aufenthalts der Wiese in London, denn Kleemann tam zugerichtet worden war. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Polemit mit der anderen gewerkschaftlichen Richtung auferlegt auch mit Pferdetransporten wiederholt nach London und hielt die Angeklagten Schulz wegen groben Unfugs vier Wochen Haft, sowie worden sind, solle in Zukunft die Angriffe auf die Bertranens Beziehungen zu ihr aufrecht. Nachdem die Wiese wieder nach sechs Monate Gefängniß wegen der übrigen Strafthaten, denn es männer- Zentralisation in kräftigerem Zone beantworten. Ferner Deutschland zurückgekehrt war, nahm sie Stellung als Wirth fei erwiesen, daß Schulz den Wächter ohne weiteres an- erklärte sich die Bersammlung gegen das dem Kongreß vorliegende schafterin beim Beitungsspediteur Fabfel, Möckernstraße 85 gegriffen bätte; wenn aber Angriffe in solcher Weise geschähen, so Projekt einer Arbeitslosen- Unterstügung und sprach sich dafür aus, fo war hier auch mit der Beaufsichtigung zweier fleiner müsse es sich der Angreifende auch gefallen lassen, daß eine energische daß die Wander- Unterstüßung ben Organisationen der einzelnen Orte Kinder, eines siebenjährigen Mädchens und eines sechsjährigen Abwehr stattfinde. Der Gerichtshof erachtete zunächst Berübung überlassen bleiben soll. Das Mandat für die nach dem Kongres Am 1. März hatte sich die Wiese mit dem An- groben Unfugs nicht für vorliegend, da in dem ersten Renkontre stattfindende Konferenz der lokalorganisirten Maurer Deutschlands gelagten verlobt, fie scheint jedoch keine rechte Zuneigung zu ihm des Schulz bei der Anrempelung und in seinem Verhalten danach wurde den drei Kongreßdelegirten übertragen. gehabt zu haben und auch wiederholt roh von ihm behandelt worden teine allgemeine Belästigung zu finden sei; dagegen sei Schulz der Holzarbeiter Verband. In der Bezirksversammlung für zu sein und so schickte sie ihm Mitte November den Verlobungs- Mißhandlung und Beleidigung des Habermann, sowie des Wider- Westen und Südwesten wurde die Werkstatt- Kontrollkommission durch ring zurück und löste auf diese Weise das Verhältniß. Seit ftandes gegen die Staatsgewalt für schuldig zu erachten. Das Wachter, Sämann, Fuhlardt, Lange und Krüger jener Beit hat die Wiese von dem Angeklagten wiederholt Gericht folgte indeffen bei der Strafabmessung einer sehr milden Be- ergänzt. Bon einigen fogenannten besseren Wertstätten wurde die Briefe erhalten, die direkte Drohungen enthielten. Sie reagirte urtheilung der Sachlage zu gunsten des Angeklagten mit folgender dort übliche Ueberzeitarbeit start gerügt. Danach wurde das Ver darauf ebenso wenig, als auf einen Brief, in welchem er ihr mit Begründung: Schulz sei der Angreifende gewesen, das sei richtig, halten des Unternehmers Raat, Kreuzbergstr. 88/89 einer Kritik theilte, daß er Gift genommen habe und sie vor seinem Tode noch infolge dessen müsse er bestraft werden, aber der Wächter hätte es unterzogen, der den vereinbarten Tarif eigenmächtig reduzirte. einmal sprechen möchte. Endlich ließ sich das Mädchen erweichen, bei dem Knebeln bewenden laffen sollen, zu einem solch scharfen Im Bezirk Often und Nordosten wurden Arnd, Lück und Kohl als ihrem ehemaligen Liebhaber am 28. November die von ihm ge- Vorgehen, wie gefchehen, sei aber der Wächter nicht berechtigt. Beitragsammler gewählt. Im Bezirk Moabit wurden nach dem wünschte Gelegenheit zu einer Aussprache zu geben, da er ihr ge- und er habe daher keine Veranlassung gehabt, den Säbel zu ziehen. Vortrag einige Bereinsangelegenheiten geregelt.ge schrieben hatte, daß er mit einem Pferdetransport nach Das Urtheil des Gerichtshofes lautete auf eine Gesammtstrafe von Der Fachverein der Holz- und Bretterträger beschloß in Spanien gehen müsse und von ihr Abschied nehmen möchte. 40 Mart Geldstrafe. Am Sonntag, den 28. November vorigen Jahres war das feiner letzten Versammlung von der Errichtung eines Arbeits- NachDas Tragen kurzer Aermel ist eine Sünde gegen das weises Abstand zu nehmen. Dafür sollen im Osten und Südosten Fahsel'sche Ehepaar ausgegangen; in ihrer Abwesenheit erschien 6. Gebot. Der geneigte Lefer erschrecke nicht diese wahn- je ein Vertebrslokal bestimmt werden, wo die Arbeit vergeben wird. Der Angeklagte vor ihrer Wohnung und fand Gelegenheit, mit dem wißigen Worte bilden nicht etwa einen neuen vom Reichsgerichte Für diesen Zweck wurden das Lokal von Ewald, Schönleinstraße, Mädchen zusammenzutreffen. Er scheint zunächst in der Hagels aufgestellten Rechtssay, sondern sie geben nur die subjektive Ueber- und das von Wilke, Audreasstraße gewählt. Sierauf wird bergerstraße eine längere Aussprache mit ihr gehabt zu haben und zeugung des Kaplans Antonius Jutmann in Adenau wieder, Drechsler als zweiter Schriftführer gewählt. Aufgenommen ihr in die Wohnung gefolgt zu fein. In dem nahe dem Schlaf- eines Mannes, der offenbar nicht ganz bei Troste ist. Von dieser wurden 10 neue Mitglieder. zimmer belegenen Borderzimmer hat der Angeklagte die Wiefe Ansicht des genannten Herrn erhielt man Renntniß in der vorburch einen Stich in die Brust getödtet. Der Kleine fechs- gestrigen Verhandlung über die Revision desselben gegen ein Urtheil Aratwahl stehen, waren gestern Abend in den Arminfälen in Die Berliner Aerzte, soweit sie auf dem Boden der freien jährige Hellmuth, der mit seinem Schwefterchen im Schlafzimmer bes Landgerichts Saarbrücken vom 21. Dezember v. J., durch der Kommandantenstraße zahlreich versammelt, um unzulässige Dinge im Bette lag, war durch einen Schrei des Mädchens aufgewacht, welches er wegen Mißhandlung im Amte zu 20 M. Geldstrafe ver- au besprechen, die sich bei der Besetzung der letzten Arztstellen verer hörte, daß an der Küchenthür, deren Scheibe flirrend zerbrach, urtheilt worden ist. Am 28. Juni v. J. rief er vor Beginn der ein furzes Ringen stattfand und das Mädchen davonlief. Der Kleine Schule ein Mädchen auf, welches furze Aermel trug. Er äußerte follen. Dr. Mugban trat als Referent für die freie Arstwahl ein. schiedener Gewerkschafts Krankenkassen bemerkbar gemacht haben Rer! war muthiger, wie seine Schwester, die gleichfalls von dem Ge- dabei:„ ah, da ist ja eine mit furzen Aermeln!" räusch erwacht war, aber ängstlich unter die Bettdecke troch fie fünf Katechismusfragen auffagen und schlug fie, als sie um die Schneider- und Schuhmacher Krankenkasse. Dr. Munter Er ließ Die Disfuffion war eine sehr lebhafte und drehte sich vornehmlich und bie Augen verschloß: er sprang aus dem Bette stecken blieb, insbesondere auf die bloßen Arme. Bum führte aus, daß ein Borstandsmitglied eine Destillation genannt und tonnte genau sehen, daß das Mädchen, von einem Manne Schluffe fagte er:„ Das ist für die furzen Wermel!" In Doktor- Börse" verfolgt, in die Borderstube lief, daß dort der Mann auf der Brust der Bause nach der Religionsstunde ließ er dieses Mädchen nicht Krantentaffe angestellt fein möchten, verkehren müßten. In der oben befige, in der die Aerzte, die bei der betreffenden des Mädchens tniete und dann schleunigft wieder aus dem Zimmer hinaus wie die anderen, redete ihr vielmehr ins Gewissen und sagte genannten Stasse sei kürzlich ein Spezialarzt angestellt worden, der und der Wohnung hinauslief. Der Kleine war so beherzt, nun ihr, das Tragen kurzer Aermel sei eine Sünde gegen das 6. Gebot. Das Prädikat minderwerthig" verdiene und von seinen Kollegen in das Borderzimmer zu gehen und die Margarethe anzu- Dann schlug er das Mädchen wiederum. Festgestellt ist, daß das fehr wenig geachtet sei. Alle diese Borkommniffe feien aber nur rufen. Da diefe aber feine Antwort gab, glaubte er, daß sie Rind noch nach sechs Wochen blauschwarze Striemen auf den Armen durch die freie Arztwahl zu beseitigen. Es fand schließlich eine Schliefe und ging zu seiner Schwester in das Bett zurück. Als hatte. In der Landgerichts- Verhandlung fam zur Sprache, daß der Resolution Annahme, nach der die versammelten Aerzte die Borfeine Eltern gegen 8 Uhr morgens nach Hause tamen, fanden Angeklagte in der Schule- er war erst seit furzer Zeit im Schul- tommnisse bei der Besetzung der letzten Gewertsarztstelle tief be. fie die Glasthür, welche vom Rorridor nach der Rüche dienste thätig schon früher gegen kurze Aermel gesprochen hatte. dauern. Die Versammlung verurtheilt ferner grundsätzlich das führt, zertrümmert, die Wand mit Blut besprigt und hörten nun nach Lage der Sache war er als berechtigt() anzusehen, System der firirten Kaffenärzte sowie die Beschränkung der freien von dem Knaben, daß die Margarethe im Vorderzimmer liege und die wegen furger Aermel zu züchtigen. Er mußte dann Mugen nicht aufmachen wolle. Dort fanden dann die Eltern die aber, wie das Gericht im Urtheile sagt, auf den Rücken schlagen rgtwahl und fordert, daß bei allen Krankenkassen Berlins möglichst Leiche der Ermordeten und benachrichtigten sofort die Polizei. und hat durch sein Borgehen das ihm zustehende Büchtigungsrecht Wunderbarerweise wurde an dem Finger der Leiche der Ver- überschritten. In seiner Revision bestritt der Angeklagte dies. Tobungsring gefunden, den sie dem Angeklagten zurück- Das Reichsgericht fand jedoch keinerlei Rechtsverlegung in dem gefchickt hatte. Kleemann ist nach der That noch in zwei Schant- Urtheile und erkannte auf Verwerfung der Revision. Totalen gewesen und hat sich dann nach Hause begeben. Dann ist er Der Koch Webers, der von dem Majoratsherrn Georg umbergeirrt und erst am nächsten Tage in der zehnten Morgenstunde v. Arnim als Mundkoch engagirt worden war, gab vor Ablauf gelang es, ihn in der Rostockerstraße zu verhaften. In ein Notiz der vertragsmäßigen Zeit seine Stellung auf. Herr v. Arnim buch, welches er bei sich führte, hatte er mehrere Mittheilungen über beantragte deshalb bei der Ortspolizeibehörde, sie möge W. gemäß sein Verhältniß zu der Wiefe eingetragen, barunter auch die, daß er§ 1 des Gesetzes, betreffend die Verlegungen der Dienstpflichten des fie tödten wolle, da er sie feinem anderen überlaffen möchte. Gesindes und der ländlichen Arbeiter, vom 24. April 1854 in eine Strafe Den Vorsitz im Gerichtshofe führt Landgerichtsdirektor& rante, nehmen, und die Polizei fam diefem Antrage nach. Webers wandte die Anklage vertritt Staatsanwalt Dr. Flickel, die Bertheidigung sich darauf an das Gericht und machte geltend, bas angezogene führt Rechtsanwalt Blinsner. Es find 14 Beugen, darunter Gesetz tönne gegen ihn überhaupt nicht angewendet werden, da die beiden Kinder der Fahsel'schen Eheleute, geladen, als Sach- er weder ein ländlicher Arbeiter sei, noch zum Gesinde gehöre. verständige sind Sanitätsrath Dr. Mittenzweig und Professor Höchstens könne er als Sausoffisiant angesehen werden, und Briefkasten der Redaktion. Dr. Straßmann aur Stelle. Die Anklage lautet lautet auf die Hausoffizianten fielen nach§ 4 des Gesetzes von 1854 Zobtschlag. Deri ngeklagte, ein träftig gebauter, hoch nicht unter dessen Strasbestimmungen. Das Schöffengericht sprach gewachsener Mann mit hübschen, sympathischen Gesichtszügen, ihn denn auch frei, die Straffammer in Brenzlau verurtheilte ihn heißt mit Vornamen Franz Heinrich Wilhelm und ist am 13. Mai jedoch zu einer Geldstrafe und der Straffenat wies feine Revision als 1869 im Hannoverschen geboren. In der gestrigen Berhandlung unbegründet zurück. Webers gehöre unzweifelhaft in () schilderte er, daß er das Mädchen in blinder Wuth getödtet habe, feiner Eigenschaft als Mundkoch des Herrn v. Arnim zum Gesinde, während er vor dem Untersuchungsrichter ein Geständniß dahin ba er in seiner Stellung nicht eine selbständige und abgelegt hat, daß er das Mädchen habe umbringen wollen, weil er insbesondere nicht eine mehr intellektuelle Thätigkeit aus nicht von ihr lassen könne. Die Zeugen, worunter auch der sechs geübt habe. jährige, recht aufgeweckte Knabe, schildern den Vorgang, wie vorhin angegeben. B tel bald die freie Arztwahl eingeführt werde. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner. Heute Abend 8% Uhr in G. Feuerstein's Fefifäten, Alte Satobftr. 75: Bersammlung. s uhr, bei Dorn, Bürgerstr. 4: Mitglieder- Bersammlung. Die Arbeiterschaft Volks- Bildungsverein in Brit. Am Freitag, den 25. März, abends unseres Ortes hat alle Ursache sich politisch zu organisiren, um die ReichstagsWahlen gut vorbereiten zu können. Deshalb schließe sich jeder einzelne dem wolts- Bildungsverein an. Eingelaufene Druckschriften. Bon der Wenen Zeit"( Stuttgart, J. S. W. Dies' Berlag) ift foeben das 26. Seft des 16. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Meltere und neuere Kolontalpolitit. Bon Kautsky.( Schluß) Gewert vereine und Sozialdemokratie. Gine Grwiderung von G. Hugo. Der Sozial ismus eines gewöhnlichen Menschentindes gegenüber dem Sozialismus des Herrn Bernstein. Von 6. Belfort- Bar. Kleine Briefe.- Notizen: Neues vom Fluor. 4 d Die nächsten juristischen Sprechstunden finden am Donnerstag, den 25. 5. W., und am Sonnabend, den 27. d. M., von 6 lyr abends ab ftatt. R. 33. Jm Krankenhause am Urban. doch einmal den Herrn Rettor. Schi. 8. Uns ist ein solches Institut nicht bekannt. Sragen Sie M. D. Nicht möglich. Architekt. Die stenographirten Worte lauten: Brief lagert unter be kannter Chiffre Postanit 33." Wiesa bei Greiffenberg in Schlesien. Der Ausschnitt aus dem„ Hirsch: Dem„ Arbeiterbund" in Elmshorn war von der Polizei- berger Tageblatt" betrifft einen längst veralteten Unternehmerult. Der Spruch der Geschworenen lautete auf Schuldig des Todt verwaltung dieser Stadt verweigert worden, am 16. Mai eine Abend G.. 1848. Siaotschau ist von Deutschland gepachtet. Der Vertrag chlags unter Ausschluß von mildernden Umständen, worauf der unterhaltung mit Damen abzuhalten, weil der Verein ein politischer ist auf 99 Jahre abgeschlossen. Die Höhe der Pacht ist noch nicht bekannt Verein sei, an dessen Versammlungen Frauen nicht theilnehmen gegeben worden, doch soll die Summe nur niedrig sein, da der ganze Ber Staatsanwalt gegen den Angeklagten eine Buchthausstrafe von dürften. Beschwerden beim Regierungspräsidenten in Schleswig frag nur ein formeller ist, um einer diretten Abtretung chinesischen Gebietes 3 Jahren beantragte. und beim Operpräsidenten hatten teinen Erfolg. Der auszuweichen. Das Urtheil lautete auf sechs Jahre Zuchthaus. Vorsitzende Maurer Weiß tlagte dann beim Ober. Ber Trok wiederholter öffentlicher Warnungen vor Prek waltungsgericht auf Aufhebung der Beschwerdebescheide piraten, welche im Kriminalgerichtsgebäude ihr Unwesen treiben, und ber darin aufrecht erhaltenen Verfügung des Elmshorner gelangte gestern wiederum ein solcher Fall zur Erörterung vor der Polizeiverwalters. Der Oberpräsident machte gegen die Klage geltend, zweiten Straftammer des Landgerichts I. Aus der Untersuchungs. der Arbeiterbund" sei nur eine Fortsetzung des politischen Vereins " Wetter- Prognose für Mittwoch, 23. März 1898. Biemlich fühl, zeitweise heiter, vorherrschend wolkig mit geringen Niederschlägen und mäßigen nordwestlichen Winden. Werliner Wetterbureau. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dent Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thrafer. Mittwoch, den 22. März.! Opernhaus. Lobetanz. Phantasien im Bremer Rathsteller. Anfang 72 Uhr. Schauspielhaus. Brandenburgische Eroberungen. Ein moderner Urania Budapester Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vormittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr Wissenschaftliches Theater. Invalidenstr. No. 57-62. Täglich abends 7 Uhr: Ausstellungs- Saal und Vorträge. Näheres die Tagesanschläge Barbar. Der Ruhmesweg. An Passage- Panopticum. fang 8 Uhr. Deutsches. 712 Uhr. Johannes. Anfang Lessing. Im weißen Röß'l. Anfang 712 Uhr. Berliner. Abschied. Anfang 7/2 Uhr. Schiller. Brand. Anfang 8 Uhr. Thalia. Die kleine Schlange. Vorher: Die kleinen Lämmer. Anfang 72 11hr. Central. Die Tugendfalle. Anfang 71 Uhr. Belle Alliance. Kaiser und Gali: läer. Anfang 8 Uhr. Vorletzte Woche! xlicBerliner Nachtleben Komödie in 12 pantomimischen Szenen mit Gesang und Tanz. S Vorher: Theater Luisen. Die Stüße der Hausfrau. Ws Variété. Anfang 8 Uhr. Cflend. Unter der Polarfonne. An feng 8 1hr. Residenz. Sein Trick. Vorher: Sascha. Anfang 7 Uhr. Neues. Spiritismus. Anf. 71% Uhr. Goethe. Die Kinder der Ercellenz. Anfang 7 Uhr. Unter den Linden. Der Opernball. Anfang 72 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die kleinen Vagabunden. Anfang 8 Uhr. Meganderplatz. Verlorene Mädchen. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundl. Ausstellung v. 10 Uhr Castan's Panopticum. Friedrichstr. 165. eu!! Indischhindustanische Gaukler -undSchlangenBeschwörer. Das BÄREN WEIB. vormittags ab. Abends 8 Uhr ReichshallenWissenschaftl. Theater. Invalidenstraße 57/62. Täglich ( außer Sonntags und Mittwochs) abends 8 Uhr: Wissenschaftliche Vorträge. Passage Panoptikum. Berliner Nachtleben. American. Spezialitäten. Anfang 8 Uhr. Reichshallen. Spezialitäten. Aufang 73 Uhr. Apollo. Spezialitäten. Anf. 7 Uhr. Feen- Palast. Ethnographische Aus ftellung. Theater. Leipzigerstrasse 77. Ohne Zweifel das beste SpezialitätenProgramm, welches in Berlin geboten wird. Nur Kunstkräfte. Lola, Juanita u. Fuesanta Bernal, Spanien's schönste Sängerinnen und Tänzerinnen. Susi Suzette, eine reizende Kostüm- Soubrette. Schiller- Theater Rossini- Trio, das musikalisch( Wallner Theater). Mittwoch, abends 8 Uhr: Brand. Donnerstag, abends 8 Uhr: Die Ahufrau. Freitag, abends 8 Uhr: Brand. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterfir. 132. Dir. G. Weiß. Ausstattungs- Novität! Sens. Novität! excentrische Dreigestirn. Harry Allister, der grösste Mimiker. Die Herkulesse der Neuzeit Bros. Paxton. Karl Wilhelm, ein zweiter Reutter- Maxstädt. Anfang 3/48 Uhr. Entree 50 Pf. Reichshallen- Tunnel: Unter der Polarsonne. Taglich: Doppel- Konzert und Soirée. Aktuelles Ausstattungsstück m. Gefang u. Tanz in Bildern von E. Sonder mann und Chr. Bischoff. Gesangsterte von J. Dill. Musik v. C. Schüler. Anfang 72 Uhr. Jm Tummel vor und nach der Vor Stellung: rei Konzert Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag Nachmittag, fleine Preise: Manuela, das böse Fräulein. Schauspiel von Kneifel. Heute: Bockbierfest. Quare's Vaudeville- Theater Grand Hotel Alexanderplatz. Des großen Erfolges wegen noch einige Tage: Der Lumpenball. Pinke: Leonhardy Haskel. Grosses Spezialitäten- Programm. Central- Theater Anton Sattler. Allie Jakobstr. 30. Direktion Richard Schultz. Mittwoch, den 23. März 1898: Emil Thomas a. G. Bum 63. Male: Die Tugendfalle. Lola Carlsen, Max Walden, Adelina Zeth etc. Anfang 8 Uhr. Entree 15 Pf. In Vorbereitung: Der Mord am Alexanderplatz und König Heinrich( Boffen). Burleste Ausstattungspoffe m. Gefang Volks- Theater und Tanz in 4 Bildern unter Benugung im Welt- Restaurant eines französischen Sujets von Jul. 97. Dresdener Straße 97. Freund und With. Mannstädt. Mufit von Jul. Einödshofer. Unser modernes Berlin. Anfang 28 11hr. Morgen und die folgenden Tage: Die Tugendfalle. Luisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Abends 8 Uhr: Novität! Novität! Die Stüße der Hausfrau. Poffe mit Gefang in brei Atten von G. Karl. Musik von Frit Krause. Toni Klein: Anna Müller- Linde. Donnerstag, zum 25. Male: Die Stüte der Hausfrau. Direkte Verbindung mit dem Theater: Gletty. Bahn, Dinhoffplay- Reichen: bergerstraße 10 Minuten. Schluss der Saison 6. April. Circus Busch ( Bahnhof Bürse). Mittwoch, den 23. März 1898, abends 7 Uhr: Soirée equestre. Volksstick mit Gesang in 4 Bildern von 2. Ely. Hauptrollen: Ella Richter. Robert Dill. Grete Gastoni. Rudolf Schauss. Klara Hayn. Otto Wendt. Im vorderen Saale: Tyroler Sänger Alois Ebner. Freitag, den 1. April: Benefiz Rudolf Schauss. 6 Anfang: Bochentags 7½ Uhr. Feen- Palast Burgstrasse 22. Possen- und Operetten- Theater Kaufmann's Variété Direktion: Gebr. Herrnfeld. Heute und folgende Tage: Der an Sprühfeuer von Witz und Komik einzig dastehende Donat u. Anton Herrnfeld'sche Schwank Von Dreien der Glücklichste Vorher das brillante MärzSpezialitäten- Programm. Professor Robert, Wienecke's, Forré, Fischer, Elsa Ancion etc. Neu! Die aus 8 Pers. Neu! bestehende Russische Gesangs- und Tanz- Truppe ,, Original Samarowa" zum ersten Mal in Deutschland. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Achtung! Genofsinnen und Genossen. Achtung! Am Montag, den 28. März, abends 8 Uhr, in der Brauerei Friedrichshain( früher Lips): Projektions- Vortrag mit 160 Lichtbildern des Herrn Dr. Wilh. Meyer( fr. Direktor der ,, Urania") über: Die Reise nach Spikbergen Ginlaßkarten à 20 Pf. find in folgenden Geschäften zu haben: Gottfried Schulz, Admiralstr. 40a; Friz Zubeil, Lindenstr. 106; Diete, Ackerstr. 123; Pinner, Tresckowstr. 36; Lieske, Schwedterstr. 33; Späth, Georgenkirchstr. 67; Schroller, Landwehrstr. 3; Reu I, Barnimstr. 42; Bogel, Elbingerstr. 9 ( Ecke Cotheniusstraße); Adolf Hoffmann, Blumenstr. 14; Friz Wilke, Andreasstr. 26; 3abel, Frants furter Allee 90; Franke, Friedrichsbergerstr. 11. [ 1/16] Die Vertrauensperson. Allgemeine abiabinie 015018 Buchdrucker- Versammlung Sonntag, den 27. März 1898, vormittags 11%, Uhr, im grossen Saale der„, Brauerei Friedrichshain"( früher Lips) am Königsthor. Tages Ordnu Apollo- Theater. 1. quick. 1. Organisation un 1. Organisation und Klassenkampf. Referent Reichstags- Abgeordneter Emilia Persico enschafts- Kommission und Wahl der Delegirten zu derselben. 21Ida Heath. Fischer& Wacker. Signor Salerno. Genosse Dr. Lütgenau. 2. Bericht über die Thätigkeit der GeUm zahlreiches Erscheinen ersucht Achtung! Der Einberufer: Albert Wachs. Maurer. 85/3 Achtung! Bonhaire Troupes, 25. Warz, abbs. 8 Uhr, im Louiſenſt. Konzerthaus, Alte Jakobſtr. 37: etc. etc. etc. Kasseneröffnung 61. Anf. 71/2 Uhr. Rennrogramm. Internat. Sportsaison Jockey- Hinderniss- Reiten. Engl. Ringelstechen Damen- Wettlaufen Amerik. Dreibeinlaufen Rad- Wettfahren Damen- Tauziehen Deutschland geg. England jeden Abend bis zur Entscheidung in Bolossy Kiralfy's Konstantinopel Neues OlympiaRiesen- Theater ( Circus Renz) Karlstrasse The jolly british girls und das neue MärzSpezialitäten- Programm. Anfang 8 Uhr. Beginn d. Rennen 83/ Uhr. Sonntag 2 Vorstellungen. Nachm. 1 Kind frei. Maehr's Theater Oranien- Strasse 24. Täglich: Theater und Spezialitäten. Novitäten- Programm. Große öffentliche Versammlung Der Maurer Berlins u. Umgegend. 131/20 Tages Ordnung: Unsere Forderung für das Jahr 1898 und wie können wir dieselbe am besten durchführen? Im Jnteresse der gesammten Kollegenschaft muß es liegen, diese Versammlung zu besuchen. Die Lohnkommission. Deutscher Holzarbeiter- Verband.terrein der Bahlstelle Berlin. M Deutschlands. Filiale Berlin. Sente, Mittwoch, abends 8 1hr, bei Cohn, Beuthstr. 20/21: Sonnabend, den 26. März: Vertrauensmänner- Versammlung Versammlung für sämmtliche Bezirke und Branchen. in Feind's Salon, Beinstraße 11. Tages Ordnung: Abends 9 Uhr. Tages- Ordnung: 1. Unsere Taktik bei Werkstattstreiks und die Aufgaben der Vertrauensmänner. Referent Kollege Maass. 2. Die Forderungen 1. Vorstandswahl. der Bodenleger. 3. Werkstattstreits und Differenzen. 78/20 Die Kollegen werden ersucht, aus jeder Werkstatt einen Bertrauensmann 2. Bericht des Delegirten von der Generalversantulung in München. Die Ortsverwaltung. 3. Werkstattangelegenheiten u. Arbeitszu entsenden. nachweis. Beim Quartalswechsel empfehlen sich folgende 4. Berſchiedenes. Partei- Speditionen: 99/7 Der Vorstand. Orts- Krankenkasse der Sechster Wahlkreis( Moabit): Star Unbers, Salawebeler Gigarrenmacher u. Gigarren-Wedding Oranienburger Sortirer und beren gewerbl Berlin vierter Wahlkreis O.: Robert Wengels, FruchtStraße 30, Hof II. SO.: Frit Thiel, Stalizerstr. 35 b. part. Karl straße 8, part. im Laden. Vorstadt: Emil Stolzenburg, Wiesenstraße 14. GesundHilfsarbeiter. brunnen: Wilhelm Gaßmann, Grünthalerstr. 64/65. RosenMittwoch, den 30. März, thaler Vorstadt und Schönhauser Vorstadt: Karl abends 8 Uhr, Mars, Kastanien: Allee 95/96. Charlottenburg: Gustav im Restaurant Röllig, Rosenthaler: Scharnberg, Pestalozzistr. 34, Quergeb. part.- Deutsch- Wilmersstraße 11/12: dorf: Frau Kübler, Sigmaringenstr. 34 und Frau Heinemann, General- Versammlung Reiseabentener Der Mormone Sigmaringenfir. 35.( Ster ist auch die„ Brandenburgische Bolts- Zeitung" zu Schwant. Hanny Nelson, Poffe. Marg. Nasadowska Origin. Tyrolienne. Kostümsoubrette. Miss Olga, Equilibristin. Anfang: Wochentags 8 Uhr. erhalten.) Rixdorf: Ostermann, Ertstraße 6. SchöneTagesordnung: berg: Wilhelm Bäumler, Belzigerfir. 59, Seitenflügel part. Vorlegung des Jahres Berichts. Johannisthal- Nieder- und Ober- Schöneweide: Otto Bericht der Kommission zur BorJohn, Ober- Schöneweide, Siemensstraße 7, Bigarrengeschäft. Annahme: prüfung der Jahresrechnung. Be stellen: Nieber- Schöneweide: Karl Weber, Bigarrengeschäft. Johannis: rathung und Beschlußfassung über das thal: Senftleben, Restaurateur. Friedenau- Steglitz:. neue Statut. Anträge. Berichte. Bernfee, Kirchstraße 15 in Friedenaut. Bestellungen nehmen entgegen in 2524b Der Vorstand. Steglitz:. Mohr, Düppelstraße 8, und Fr. Schellhafe, Ahorn Sonntags 6 1hr. Danksagung.[ 2528b Avis! Donnerstag, den 24. März: straße 15a. Baumschulenweg: Rich. Ulbricht, Marienthaler: Allen Freunden und Bekannten für Grosse Gala- Benefiz- Vorstellung für straße 18, I. den beliebten Konzertfänger Franz Außerdem ist sämmtliche Parteiliteratur, sowie alle wissenschaftlichen Beerdigung meines lieben Mannes, die liebevolle Theilnahme bei der Werke dort zu haben. Auch werden Inserate für den Vorwärts" des Töpfers Hermann Drescher, Romberg. insbesondere dem Gesangverein, Deut lichsten Dant. Pauline Drescher. Die Beleidigung, die ich am 12./3. in der Werkstatt und im Lokal gegen K. Bucksch ausgesprochen habe, nehme hiermit zurück. H. G. Schulz. Alcazar- Theater. Dresbenterfire 52/53( ity- Baffage) Annenstraße 42/43. Heute und folgende Tage: Auftreten des Direktors Richard Winkler. Im Wartesalon 1. Klasse. Ernst von Wallbach: Richard Winkler. Dazu das erfolgreiche Riefen- Märzprogramm. 5 neue folossale Schaunummern. Miss Ada Risson, schönste TaubenRönigin. Mr. Alexandro Selino, der Mann mit der eisernen Haut. Das größte Wunder der Welt! Theodor Wiener Zoologisch. Garten, Parforce- Turner am feften Red. Lebende Photographien in höchster Vollendung. 8 Aschanti- Dorf Javaner- Dorf Geöffnet von 11-10 Uhr. Vorstellungen allstündlich 2-9. Entree 50 Bf. Kinder und Militär 25 f. Heute Abend: 120 E dress. Schul, Freiheits- und Springpferde in der Manège. Außerdem: Amateur: Konkurrenz Reiten. Wer dreimal die Manège stehend zu Pferde Brunnen- Strasse 16. umreitet, erhält eine Prämie von Jeden Sonntag, Dienstag und 50 Mart. Kavallerie zu Fuß, höchst Anfang: Wochentags Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 30 Pf. Die für den Feen- Balast ausgegebenen Ehren- u. Freifarten haben Giltigkeit. Concerthaus Leipzigerstr. No.48 Täglich: W. Noack's Theater Hoffmann's Quartett und Humoristen. Donnerstag: Wochent. 8 Uhr.. engagirten Reitfünfil. umb St, Gr. Extra- Theatervorstellung Anfang: Bontr und Künstler, sowie sämmtlicher Klowns. Zaragoza. Die Erbschleicherin oder: Unser Sabinchen. Orig. Manège- Schaust. d. Circus Busch. Schwant in 4 Atten von E. Paul. Besonders hervorzuheben: Die weibl. Nach der Vorstellung: Fanfarenbläser. Der Sturz von der 60 Fuß hohen Brüde ins Wasser. Tanzkränzchen. Der pompöse grüne Aft. Morgen, Donnerstag: Gr. brillante Empfehle allen Genoffen und Be Vorstellung. Benefiz für den bekannten mein Weiß- und Bairisch liebten Klown Boganowski. Auf Bier- Lokal nebst großem Vereins: vielf. an m. ergang. Gesuche habe ich zimmer. Für gute Speisen und mich entschlossen, am Sonntag, den Getränke ist bestens gesorgt.[ 2529b In Zossen. Fortsetzung von: Alle 5 Barrisons. Cösliner Hof Caslinerstr. 8, 3 Minuten vom Bahnhof Wedding, empfiehlt feine Säle bis 1200 Perfonen faffend) Sonnabends u.Sonntags unentgeltlich an Vereine. 61/ 17* Nähmaschinen, 1965 27. b. 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Preuß.Lotterie.| 238 93 426 517 42 722[ 800] 118095 114 68 807 14 52 ant Denkmal. Siehung vom 22. März 1898. Nur die Gewinne über 160 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 6 36 86 138 299 345 403 10 503 41 86 94 829 80 944 1047 61 221 48 70 83 394 433[ 200] 753 877 956 97 2015 217 76 329 467 632 719[ 200] 92 955 3054 72 100 410 97 514 747 821 942 98 4045 83 101 268 75 86 391 416 520 60 85 712 66 937 66 5145 87 322 38 59 66 79 430 830 61 6142 293[ 300] 537 85 643 55( 500) 751 833 936 7032 120 31 281[ 200] 455 642 50 8061 151 77 93 309 12 58 412 92 97 504 604 97 855 59 67 907 9058 267 304 430 70 511 656 851 922 10104 90 274 361 463 767 852[ 200] 64 917 11076 226 331 87 434 548 803 89 921 12040 80 257 324 615 44 988 90 18010 14 66 565 748 92 14188 534 15068 122 202 9 342 70 487[ 800] 549 607 74 765 894 987 16074 152 200 65 408 744 849 979 17049 60 73 106 9316 602 14 95 776 98 832 952 18009 150 344[ 300] 535 605 29 742 62 858 93 960 19041 148 234 454 522 684 91 826 20045 125 238 60 64 431[ 300] 666 83 714 837 82 21000 196 247 61 350 527 610 61 889 93 22066 127 222 346 477 625 62 966 23024 57 109 51 75 238 335 88 552 614 795 901 24122 279 316 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Vom 1. April 1898 ab: N. Brunnenstrasse 152. Eine Zuckerin- Tablette zu 2 Pfennig ist so süss, dass der Süsswerth von 1 Pfd. Zucker nur 12 Pfennig kostet. 1 Liter Kaffee zu versüssen kostet nur 1 Pfennig. Man verlange ausdrücklich ,, Zuckerin"-Tabletten, deren Echtheit der gesetzlich geschützten gerieften Form zu erkennen ist. Zu haben bei: an Berlin N. Central- Drogerie Dr. E. Kuhlmann, Friedrichstrasse 134. G. A. Hesterberg, Elsasserstr. 97 und Luisenstr. 39. P. Recollin, Aug. Schönebeck, Zehdenikerstrasse 1. Reinickendorferstr. 26 a. H. Boesefeld, Reinickendorferstr. 14 und 29. Hugo Schultz, Müllerstr. 166a. Werner Kapell, Brunnenstrasse 118. Albert Ramhold, Prinzen Allee 18. Albert Haseloff, Wriezenerstr. 30 und Biesenthalerstr. 15. Hermann Schusdziara, Exercierstrasse 22. Albert Jung, Wörtherstr. 39 und 28. Hugo Staab, Marienbad- Drogerie, Badstr. 45/46. F. W. Helmholz, Templinerstr. 7. Berlin NW. Hoffmann& Schinke, Thurmstr. 77. Sally Fabian, Drog. z. Burggrafen, Bachstr. 11. 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