Nr. 70. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Posts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Bettungs Preisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für bas übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Monfage. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, fomte Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Rait 1, Dr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, 28euth- Straße 2. Vaterlandsloles Gelindel. Donnerstag, den 24. März 1898. Pflichtgefühl, so wie sie beides predigen und wären die -Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: Herr v. Leve how erklärte namens seiner konservativen Freunde, für die Vorlage zu stimmen. den be= nehmer gemeint sein kann, das liegt auf der Hand, das sagt das Wort und das sagt der einfache gesunde Menschenverstand. Als ein Nachwort zum englischen Maschinenbauerkampf wird flausel in den Verträgen zwischen der englischen Admiralität und Jeder Zweifel wird beseitigt durch den Wortlaut der Streik Als hierauf unser Genosse Schoenlant das Wort eruns geschrieben: Die englischen Maschinenbauer haben das 2003 aller Besiegten den Schiffsbaufirmen. In der Kontrafiklausel 17, der sogenannten griff, schienen sich die Rechte und ein Theil des Zentrums das oder Nichtsiegreichen zu theilen: sie werden für den Mißerfolg ver- Streiftlaufel, heißt es ausdrücklich, daß bei Nichteinhalten der Lie Wort gegeben zu haben, diesen Redner nicht zu Ende sprechen antwortlich gemacht, und je nach der Persönlichkeit des Kritikers ferungszeit blos im Falle von Strifes and Standouts der zu lassen. Schon nach den ersten Sägen, die allerdings in gemit überlegenen Klugmeier Phrasen oder verleumderischen Be: Arbeiter", durch welche Strifes and Standouts" die Arbeiten pfefferter Weise dem Zentrum seine jetzt beliebte Schaufelschimpfungen überhäuft. Für fleinliche Philister, die Großes nicht der Firma lahm gelegt werden, die sehr hohen- Rontraventional politit vorhielten, begannen die Ochsengrafen ein Gefassen, und für brutale Feinde, in denen Haß und Selbſiſucht alle ſtrafen wegfallen. Der Wortlaut ist ebenso tiar als der Sinn. Und heul und Gebrüll, wie es im Reichstag nicht so bald geanderen Gefühle ersticken, ist der Heldenmuth nicht vorhanden, mit ba die politische Lage zu äußerster Beschleunigung der Arbeiten für hört worden ist. Das hinderte zwar unseren Redner nicht, den hunderttausend Arbeiter fammt ihren Familien fieben Monate lang die Flotte drängte, so waren die englischen Maschinenbauer wohl Herren noch eine Anzahl recht derber und treffender Worte au dem Hunger getrost haben, obgleich dies eine größere That ist und berechtigt, diesen Faktor in ihre Berechnungen zu ziehen. Und hätte den Kopf zu werfen, aber hunderte können lauter schreien wie mehr Muth und Opferwilligkeit heischte, als wenn diese hundert das Unternehmerthum auch nur einen Funken von Patriotismus oder einer und so tritt Schoenlant ab, nachdem er in den tausend Arbeiter Soldaten gewesen wären, und den„ ruhm- Regierungen Vertreter und wahrer des von ihnen befürworteten Grundrissen unseren Standpunkt dargelegt hatte. vollsten" Kriegs- und Mordfeldzug bestanden hätten. Das Beschimpfen und Berleumden der englischen Maschinen- Staatsinteresses, statt simple Geschäfts- und Polizei- Freiherr von Hertling, der bayerische Hofkatholik, bauer wird allerdings nur im Auslande besorgt, mir meinen: Agenturen für das Unternehmerthum, die englischen Maschinen übernahm dann die Aufgabe, den widerstrebenden Zentrums außerhalb Englands. In England hüten die Herren Kapitalisten bauer hätten nach zweimonatlichem Ausharren glänzend gesiegt. Wählern plausibel zu machen, daß sich für seine Partei„ die warum. Auch in Frankreich und den Bereinigten Staaten von Arbeiten dringen müssen, und für die Herren Unternehmer wäre Windthorst, wenn er noch lebte, den Moment ergriffen haben Nordamerika verhält die Bourgeoispresse sich maßvoll und anständig. nichts übrig geblieben, als ihrem kapitalistischen Größenwahn Zügel würde". Ob er viel Gläubige finden wird, werden die Am rohesten und dummften benimmt sich, wie in der Regel, die anzulegen und den Lockout einzustellen. Daß in Süddeutschland die deutsche Kapitalistenpresse, die im Dienste der Stumm und Kon- Die Unternehmer waren aber Unternehmer, das heißt nächsten Wahlen zeigen. sorten steht und im Geist und mit dem Geist dieser Sippschaft Menschen, die Geld machen wollen, die aufs Vaterland pfeifen, die Schwenkung nicht auf die Wähler rechnen kann, die Rede des Herrn Dr. Schädler, der ihre Frohnarbeit für die gnädigen Herren Geldsäcke verrichtet. Bu für Rußland Schiffe bauen so gut wie für England, die den Russen, wies seiner Partei diefem„ Geift" gehört aber die ganze Riesensumme von Unwissen: selbst wenn Krieg mit Rußland ist, Schiffe bauen, gerade so gut, für die Minderheit seiner ablehnenden heit, die unseren Stumm und Konsorten eigen ist, und ohne die sie wie sie den indischen Grenzvölkern Waffen gegen die englischen Standpunkt vertrat und dabei als" Nichteingeweihter" einige nicht wären, was sie sind. Soldaten liefern. Um die Arbeiter, aus deren Schweiß und Mart recht spite Pfeile auf seine Parteifreunde um Lieber und Herr v. Stumm hat vermuthlich seinen Freund Siemens nicht fie ihren Reichthum ziehen, zu besserer Ausbeutung besser unterdrücken Hertling herum abschoß. gesprochen oder sonst nicht von ihm gehört, seit derselbe im Winter 3 fönnen, begannen sie den Vernichtungsfrieg gegen die Arbeiter- Entschieden lehnten ab die Redner der Volkspartei, zu dem famosen Familienfeste hier war. Er würde dann von ihm organisation, und verriethen die Intereffen Englands an den Galler, und für die Polen und Polen und Welfen Fürst erfahren haben, daß dessen Versuche, die Stumm'schen Rathschläge Landesfeind Rußland. Und die englische Regierung? v. Radziwill und Göz von Olenhusen. Ganz und das Stumm'sche Attionsrezept zu befolgen, ihm- dem Reserve- ruhig zu. lieutenant Siemens seitens feiner englischen Kollegen die Doer nein, wie jetzt auf Anfrage eines liberalen Oppositions- feelig im Bewilligen war Rickert, der aber die Ents schwersten Borwürfe eingebracht und dazu geführt haben, daß er mitgliedes im Unterhaus seitens der Admiralität erklärt ward- schuldigung für sich hat, daß er von jeher ein Flottenals enfant terrible von der Leitung des Fabritanten- Lockouts entfernt sie wandte sich an ihre Kronjuristen, und von diesen erhielt sie schwärmer war. worden ist und jetzt mit seinen rückständigen Ideen in England un- den Bescheid, im Jahre 1876 sei ein ähnlicher Fall vorgekommen; Die Debatte soll morgen um 11 Uhr fortgesetzt werden. gefähr eine ähnliche Rolle spielt, wie ein beliebiger König Bell aus eine Firma habe infolge eines 2ock outs nicht rechtzeitig geliefert, Bon der Opposition werden Bebel und Richter sprechen. Kamerun in Deutschland spielen würde. Die englischen Bourgeois und obgleich die Streitklausel nicht von Lockouts spricht, sondern nur tennen die Macht der Arbeiter beffer als die deutschen Schlotjunker von Streiks und Standouts( wörtlich unser Ausstand"), habe das Das preußische Abgeordnetenhaus fegte gestern Abend und mit ihrem Jbeenhorizont des Reservelieutenants: fie wiffen, daß die mals das Gericht entschieden, da der Lockout der Firma die Folge heute die Berathung des Eisenbahn- Etats fort und erledigte nach Arbeiter ein Machtfaktor find, mit dem man flug und manierlich eines Streits gegen die Firma gewesen sei, und da der Firma belanglofer Debatte die Einnahme und einige Titel der Ausgaben. umgehen muß. Und sie wissen, daß die Gesellschaft der Maschinen- teine mala fides teine Böswilligkeit nachzuweisen sei, so müsse Aus der Abendsizung ist nur die Erklärung des Ministers bauer, wenn auch deren Borstoß zur Eroberung des Achtstunden- die Streitklausel in Anwendung kommen. Thielen erwähnenswerth, daß die Regierung zum 1. Oktober eine tages für diesmal abgeschlagen ward, in ihrer Kraft und Disziplin Allein und das wurde auch im Unterhause geltend gemachtdurchschlagende Ermäßigung der Stückguttarife, namentlich auf ungebrochen dafteht, und daß sie sehr bald in der Lage sein wird, der jezige Fall liegt ganz in weite Entfernungen, einzuführen beabsichtige und sich des. den Kampf wieder aufzunehmen. Da schimpft man nicht Frage stehenden Firmen ist nicht durch einen Streit ihrer halb bereits mit anderen Regierungen in Verbindung geim Stile eines Stumm oder Heyl. Arbeiter" hervorgerufen worden- im Gegentheil, ihre Arbeiter" fetzt habe. Heute drehte sich die Debatte in der HauptEs ist Thatsache: die Organisation der englischen Maschinen wollten unter den alten Bedingungen weiter arbeiten, und sie wurden fache um die Frage der Gehaltserhöhung verschiedener Beamtenbauer ift ungebrochen, und brauchen sie auch, um sich finanziell zu durch den Lockout, dessen einziger Zweck es war, die Gesellschaft der fategorien. Da wir kurz vor den Wahlen stehen, so hielten erholen, eine längere Waffenruhe, so hat doch der englische Maschinenbauer zu zerschmettern"( to smash), gegen ihren Willen es etwa 40 Redner für angebracht, einige Reden zum Fenster hinaus Gewerkschaftsführer fich feiner Uebertreibung schuldig gemacht, der an der Arbeit verhindert. zu halten und ihrem Wohlwollen gegen die Unterbeamten Ausdruck dieser Tage erflärte: Die englische Gewertschafts- Nun zu Ende ist die Sache noch nicht. Das Unrecht der zu geben. Nach den Wahlen werden zum theil dieselben Herren Organisation im allgemeinen ist heute stärker Unternehmer und der ihnen Vorschub leistenden Regierung ist so das Vorgehen von Beamten, die etwa um eine Gehaltsaufbefferung als vor Beginn des Streits und 2odouts der offenbar, und der Einfluß der Arbeiter bei den nächsten Wahlen so petitioniren, nicht scharf genug verurtheilen können. Hoffentlich Maschinenbauer." groß, daß die Opposition, um Arbeiterstimmen zu angeln, die An- werden sich die Eisenbahnbeamten aber durch schöne Worte nicht gelegenheit nachdrücklich verfolgen wird. Und auch die Regierung blenden laffen. kann den Arbeitern nicht ins Gesicht schlagen, ohne sich selbst start zu schädigen; und so hat sie sich denn vorbehalten, die Streiftlaufel vielleicht doch noch in Anwendung zu bringen. " Gewiß ift: tame es zu einem neuen Konflikt, so würde eine gemeinschaftliche Aktion der englischen Trades- Unions nicht lange auf sich warten lassen. . Sie sah anders. Der Lockout der Morgen wird die Berathung fortgesetzt. L fei 3entrumstreisen erwartet hatte. Es ist daher auch " ,, Das katholische Volk wird wild!" Die„ Germania" be Die englischen Fabrikanten haben aber noch einen anderen Grund, über den Mißerfolg des Maschinenbauer Vereins nicht zu jubeln. wieder gut zu machen. Die englische Kriegsmarine hat auf die erste Lesung der Vorlage stattfand, das Ergebniß nicht Aber was nutzt das? Der Schaden ist geschehen und nicht spricht den bisherigen Verlauf der Berathungen über das FlottenSie giebt selbst zu, daß sich, als anfangs Dezember Sie wiffen, daß ihr der Fabrikanten- Sieg nicht mit ehr lichen Waffen erfochten ward. Die legten Debatten im Unter den Privatwerften, deren fie für ihre Arbeiten bedarf, weil die voraussehen ließ." Sie giebt weiter sogar au, es haus haben diese für den Patriotismus der Bourgeoisie so charafte- Staatswerften nicht ausreichen, fieben Monate verloren nicht zu bestreiten, daß die Lieber'schen Abänderungsvorschläge ristische Episode, die bisher nur wenigen bekannt war, an das Licht ein Drittel der voriges Jahr beschloffenen Schiffsbauten ist nicht dem entsprochen hätten, was man in weiten der Oeffentlichkeit gezogen( S. unfere englische Korrespondenz in nicht fertig geworden. voriger Nummer), und zu dem unerschöpflichen Thema vom vater. Ein englisches Blatt sucht die Handlungsweise der englischen nicht zu verwundern, daß sich vielfach lebhafter Widerspruch erhob." lanoslosen Gesindel einen neuen und sehr lehrreichen Bei- Regierung damit zu beschönigen, daß sie zwar den betreffenden Dann kommt das große Aber der Germania": Die Aende trag geliefert. Firmen nach der Streitklausel Geld hätte abziehen können, daß fie rungen, die Lieber in den Entwurf hineingebracht habe, seien Als vorigen Sommer die Gesellschaft der Maschinenbauer in jedoch nicht im stande gewesen wäre, die raschere Förderung der doch nicht so werthlos und die Abgeordneten, welche für die Arbeit zu erzwingen. Dummes Zeug! Ein träftiges Wort und Sen Streik für den Achtſtundentag eintrat, hatte sie vorher alle die Firmen hätten sich gebuckt! Und wenn nicht- nun hatte die Borlage stimmen wollen, seien doch keine leichtfertigen Leute, sondern Chancen genau berechnet, das Für und Wider sorgfältigst abgewogen. Regierung nicht das Recht, im Nothfall und ein solcher war hier handelten aus bester Ueberzeugung. Und die Rechnung hat in allen Punkten aufs beste gestimmt in Was es mit dem Werthe der Lieber'schen Abänderungen auf allen mit Ausnahme eines einzigen. Und dieser eine war: das vorhanden die Privatwerften in Staatsverwaltung zu fich hat, haben wir genügend dargelegt und charakterisirt sich aufs " Nationalgefübl", der„ Patriotismus" der englischen Maschinen- nehmen, und die Regelung der Gigenthumsfrage 2c. den Gerichten beste durch die Thatsache, daß diese Abänderungen den Segen der fabrikanten und der englischen Regierung. zu überlassen? Die Arbeiter hätten gejubelt. Und betrübt ge- Ronservativen und Nationalliberalen gefunden haben und zum theil Bergegenwärtigen wir uns die Lage in bezug auf diesen ent, wesen wäre blos das vaterlandslose Gesindel". unter der Firma Bennigsen- Lieber geben. Und aus bester Ueberzeugung"! Wer wollte daran zweifeln? Das ist eben das charak teristische in der Entwicklung der Zentrumspartei, daß ihre Ueber zeugungen" immer mehr sich den Ueberzeugungen" der einseitigsten Vertreter der herrschenden Klassen annähern. England und Rußland suspißt. genommen; und Politische Uebersicht. Berlin, 23. März. scheidenden Punkt. Seit einigen Jahren fühlt die englische Supre matie zur See fich bedroht; bie russische Diplomatie, im Eifer des traurigen Wettfriechens von der deutschen und französischen Politik in jeder Weise bedient und gefördert, bedrängte mehr und mehr den englischen Einfluß in der Türkei, in Indien und namentDer Artikel der Germania" hat aber nicht in erster Linie die lich in Oftafien, wo alles sich zu dem unvermeidlichen, nicht mehr Aus dem Reichstage. Zwar ist das Schicksal der Abficht, das Verhalten der Mehrheit ihrer Reichstagsfraktion zu lange hinauszuschiebenden Krieg um die Weltherrschaft zwischen Flottenvorlage durch die Schwenkung der Mehrheit des beschönigen, sondern soll hauptsächlich den durch das AusDie englische Regierung hatte, um für jede Möglichkeit gerüstet Bentrums bereits entschieden, trotzdem erscheint das Interesse einandergehen in der Flottenfrage drohenden Riß zu ver tleistern suchen. In den liebenswürdigsten Formen zu fein, vor mehreren Jahren schon eine bedeutende Ber- an den Verhandlungen im Publikum ein sehr großes zu sein, wendet sich die„ Germania" an die der Flottenvorlage gegnerische mehrung der Flotte in Angriff im wenigstens tann man zu diesem Schluffe kommen, wenn man minorität der Fraktion und Partei: Ein Theil des Zentrums vorigen Sommer war es ein öffentliches Geheimniß, daß eine den Andrang des Publikums zu den Tribünen heute sah. Und bleibt bei seiner ablehnenden Haltung, und auch seine Ueberzeugung noch weitere Vergrößerung der Flotte, als der vom Unterhaus zwar gilt das für alle Tribünen, für die der Diplomaten muß man ehren." Das Blait malt dann in schwarzen Farben, beschloffene Flottenplan bestimmt, sich nach Ansicht der Regierung sowohl wie auch für die des großen Publikums. Auch die welch Unglück es für das katholische Volt" werden müßte, wenn nothwendig machen würde. Eine große Anzahl von Kriegsschiffen Abgeordneten haben sich zahlreich eingefunden, so daß an der seine Bertreter sich im Parlamente in mehrere Frattionen zersplittern war im Bau begriffen, eine größere Anzahl foute in Bau gegeben Beschlußfähigkeit fein Zweifel ist. Besonders start war das würden. werden, und der Bau hatte Gile. Aus alledem blickt die Furcht hervor, daß der überzeugungsSierauf rechneten die Maschinenbauer. Sie wußten wohl, daß die Bentrum vertreten, während auf der rechten Seite sich manche treue" Uebergang ber Fraktionsmehrheit ins Lirpiklager boch bie Fabrikanten bis zu einem gewiffen Punkt durch die Streitklausel böseften Folgen für den Zentrumsthurm" haben könnte. Um gedeckt waren. Allein diese Deckung wurde ihnen dadurch genommen, Eröffnet wurden die Verhandlungen durch ein etwas sehr das zu verhüten, bringt es bringt es die Germania" fertig, auch daß die Gesellschaft der Maschinenbauer den Kampf um den Acht- lang gerathenes Referat des Abgeordneten Dr. Lieber, das, benen keinen Vorwurf" machen zu wollen, welche gegen stundentag auf London beschränkte und gegen die für den Schiffsbau entsprechend den Beschlüssen der Kommissionsmehrheit, einen das Flottengefeß stimmen wollen, dessen Ablehnung doch nach der in Frage fommenden Firmen feinen Streit erklärte. sehr flottenfreundlichen Anstrich hatte. Ueberzeugung" derer, die es bewilligen, eine Gefahr für die ganze vaterländische Entwickelung bedeuten soll. Wenn es dem Zentrum gelingt, folche Gegenfäße dauernd unter einen Hut zu bringen, so wäre das allerdings ein ansehnliches Kunststück. Lücke zeigte. Diese Firmen waren es, die ihrerseits den Streit vom Nach dem Referenten verlas Graf von Hompesch als Zaun brachen und gegen die bei ihnen arbeitenden Maschinenbauer Vorsitzender der Zentrumsfraktion eine Erklärung, wonach ein den Lockout- die Aussperrung verhängten. Aussperrung und Theil seiner Partei für die Vorlage stimmen werde, weil Ausstand Lockout und Streik find diametral entgegengefeßte durch die Regelung der Deckungsfrage die ursprünglichen Be Handlungen jener eine Angriffshandlung der Unternehmer gegen die Arbeiter, dieser eine Angriffehandlung ber Arbeiter gegen die denken gefallen seien, ein kleinerer Theil des Zentrums bleibe Unternehmer. Und daß mit der Streit flausel, wie schon ihr Name aber auf dem verneinenden Standpunkte stehen und zwar aus es bezeichnet, nur eine Angriffs handlung gegen die Unter- etatrechtlichen Gründen. " " Artikel auslaufen in dem Versuch, ihre Anhänger von der MarineUm dies Kunststück zu vollbringen, läßt die„ Germania" ihren vorlage ab und auf die Fragen hinzulenten, welche bisher ber schwarzen Partei die Einheitlichkeit gegeben haben. Unvermittelt schließt sie ihre Ausführungene Das Das freilich darf man sich auch nicht verhehlen: Jm katho- Feier in Berlin als impofante Kundgebung feierte, die Frage an: 1vom„ Boltssceund" an die Oeffentlichkeit gebrachten Thatsachen als lischen Volt ist man sehr mißgestimmt, wenn man die Sollte nicht die treibende Ursache dieses Lobes die Erkenntniß an zum theil unrichtig und übertrieben" bezeichnet werden. Kultusdebatten im preußischen Abgeordnetenhause mit den den subversiven Bestrebungen der Sozialdemokratie gegen den Be- kaiserliche Gouvernementsgericht behauptet nun lediglich, daß bei der Diensten vergleicht, die das Zentrum der Regierung im Reichstage stand des Deutschen Reiches sein?" Sektion der Leiche eine Strangulationsmarke um den Hals konstatirt leiftet. Eine Partei, die es überhaupt allein ermöglicht, daß im Daß der„ Post" nichts zu di Daß der„ Post" nichts zu dumm und nichts zu gemein ist, worden sei, daß Symptome des Erstickungstodes vorhanden waren, Reiche die Maschine im Gang bleibt, darf man nicht länger be- weiß man. Aber dies Blatt gerade sollte sich hüten, anderen Leuten„ sub- und daß die Wunde an der rechten Erfickingstange nicht von von einem handeln, wie es in Preußen geschieht, oder das katholische Volt versive Bestrebungen gegen den Bestand des Deutschen Reiches" zu Siebe, fondern von dem Eindruck eines eifernen Statetenwird„ wild". unterstellen, sintemalen seine Hintermänner es geständig sind, daß zaunes, an dem der Rekrut aufgehängt gefunden wurde, herrühre. Erst verliebt Arm in Arm mit der Regierung, dann mit fie, wenn sie tönnten, gern die Grundrechte des deutschen Volkes, Diese lettere Erklärungsart hatte der„ Volksfreund" schon wildem" Groll des katholischen Volkes drohend! Db solche durch die allein der Bestand des Deutschen Reiches möglich ist, um vor acht Tagen mitgetheilt, eine Berichtigung" war Wäschen wirklich hinreichen, um den in allen Fugen erschütterten stürzen möchten. Wer im Glashause fißt... Thurm also da ganz überflüssig. Gegenüber der ersteren Erklärung betreffs au festigen? Allerdings dürfte bas fatholische Volt, wild" werden. Aber diese Wildheit" möchte sich in erster Chronik der Eisenbahn- Unfälle. Die„ Schle der Strangulationsmarke sagt der Leichenschauer Eder in StollLinie gegen die Parteimehrheit wenden, die feine besten echte preis- fische Beitung" meldet: Gestern Abend 10 Uhr 20 Min. fuhr aufhofen, der auch bei der Sezirung anwesend war, daß von einer Strangulationsmarke um den Hals keine Rede sein tönne. Nur giebt und seine wirthschaftlichen Interessen rücksichtslos vernachlässigt! dem Bahnhof Kattern ein von Oberschlesien kommender Güterzug hinten am Hals von einer Schlagader bis zur anderen fei eine Ob es den Lieber und Hertling gelingen kann, durch die Miß- auf einen dort stehenden Lokalzug, welcher drei Minuten später nach Marte sichtbar gewesen, vorn um den Hals und am Kehlkopf habe stimmung wegen Kultusangelegenheiten die„ Wildheit" ihrer Wähler Breslan abgehen sollte, nachdem der Güterzug mit unverminderter man keine Spur von Strangulation entdecken können. Das ist die wegen der Zustimmung zur Flottenvorlage zu beseitigen oder nur Geschwindigkeit das Halteſignal durchfahren hatte. Zwei Personen:" Berichtigung“ des kaiserlichen Gouvernementsgerichts. Ueber die zu mildern, das wird die Zukunft lehren. Wir glauben es nicht.. wagen des Lokalzuges wurden vollständig zertrümmert; auch Thatsache, daß Bechthold Halbidiot und absolut militäruntauglich ist ein Unifum in der parlamentarischen Geschichte; keine der großen etwas schwerer, drei Bremser leicht verletzt. Der Lokomotivführer des die allerdings weitergeführt Boltsfreund" erklärt heute, daß für Das Präsidium des österreichischen Abgeordnetenhauses des Lokalzuges wurden leicht, der Zugführer des Güterzuges war, fagt die Berichtigung kein Wort. Nur soviel wird noch gesagt, daß die bisherige Untersuchung, ausschlaggebenden Parteien ist in demselben vertreten. Dem Güterzuges, welcher sich nach dem Unfall entfernte, ift anscheinend mißhandelt worden sei. Der„ Boltsfreund erklärt heute, daß für werde, Abgeordnetenhause, das 425 Mitglieder zählt, präsidirt der ebenso unverletzt wie der Heizer. Beide Gleise sind gesperrt, dürften ihn der Fall Bechtold nicht abgefchloffen fei. Unser Partei- Organ Albg. v. Fuchs, dessen Partei, die katholische Volkspartei, selbst wenn jedoch heute Mittag wieder fahrbar sein. fie einig ist, was zur Zeit der Präsidentenwahl nicht der Fall war, Wie amtlich bestätigt wird, sind bei dem Zusammenstoß zweier es erst herausrücken will, wenn die versprochene Erklärung des hat allem Anschein nach sehr viel Material zur Verfügung, mit dem ganze 31 Mitglieder zählt; Die Partei des Bizepräsidenten, der zählt 35 Mitglieder und die Partei des slavische christlich- nationale Verband, Güterzugs schwer und drei Bremser leicht verlegt worden. Zwei Kriegsministers nicht über die Allgemeinheiten der Berichtigung des präsidenten, der Rumänenklub, hat gar blos 5 Mitglieder, fo Güterzuges wurden erheblich beschädigt und theilweise zertrümmert. handlungen der Zweiten Kammer boten in den letzten Tagen einiges zweiten Bize Wagen des Lokalzuges sowie die Maschine und zwölf Wagen des Straßburger Gouvernementsgerichtes hinausgehen sollte. Aus Heffen, 22. März.( Eig. Ber.) Landtag. Die Verdaß drei Parteien mit zusammen 71 Abgeordneten die Vertretung Das Gleis Breslau- Brieg ist seit Mittag wieder in Betrieb. eines Parlamentes bilden, das 425 Deputirte bilden. Zu den Bemerkenswerthes. Zum Kapitel Förderung des ArbeitsDie Polen werden sich freuen, wenn sie den Aufruf des vielen Gigenthümlichkeiten des österreichischen Parlamentarismus Vereins zur Förderung des Deutschthums in den Ditmarken, batirt nachweis es lag ein Untrag des Abg. Kö h I er, Darmstadt( natt.) des öffentlichen Lebens Desterreichs. Keine der großen Parteien Der" Post", mitunterzeichnet. tommt so eine neue; aber auch sie ist ein Zeichen der Verfahrenheit im März 1898" lesen. Bat denselben doch auch„ Fink, Redakteur vor, den zu diesem Zweck angefekten Poften von 2000 auf 6000 Me will die Verantwortung für das Chaos im Parlamente übernehmen. Deutsches Reich. 83 025 000 Mart fordert Herr Thielen in Vorlagen, die heute dem Abgeordnetenhause zugingen. Diese Summe foll haupt fächlich zum Bau von Nebenbahnen, zur Beschaffung von Betriebs mitteln, zur Deckung der Mehrkosten für den Saarbrückener Rangirbahnhof und zur Förderung von Kleinbahnen verwendet werden. = a der sonstige Materialschaden ist bedeutend. Zwei Personen " " D ad on zu erhöhen. Er wurde unsererseits warm befürwortet durch die Abgeordneten Haas, Kramer und Ulrich, die den weiteren Herr Reinhold, der Berliner Strafprofessor der Ausbau der kommunalen Arbeitsämter und deren einheitliche DrNationalökonomie, will jetzt mit einem dicken Buche den etwas ver- ganisation befürworteten. Die Oberleitung sei der von uns bean= späteten Nachweis des Berufs zum Universitätslehrer erbringen. tragten 3entralstelle für Arbeitswesen anzuvertrauen. Das Buch, das anfangs April erscheinen soll, ist betitelt Die be- Die Berathungen des Finanz- und Steuerwefens gaben den Abgeord= wegenden Kräfte der Boltswirthschaft", es wird 648 Seiten großen neten David und Ulrich Gelegenheit, die elenden Lohn- und AnFormates start sein. bas dicke Buch ebenso konfus und unwissenschaftlich sein, wie alles, ommiffariatsgehilfen vor die Deffentlichkeit zu bringen und AnNach der Ankündigung des Verlegers dürfte stellungsverhältnisse der Steuerauffeher und der Steuerwas man bisher von dem Strafprofeffor gehört hat. träge auf angemessene Aufbefferung zu stellen. Bei den 31 ersten GeKiel, 22. März.( Eig. Ber.) Auch eine März feier. hilfen auf den hessischen Steuerkommissariaten, die durchgehends ältere ver Der Tag der 50jährigen Wiederkehr( 24. März) der Erhebung heirathete Leute sind und in hohem Dienstalter stehen, betrug das -Bu der bekannten Berichtigung" des§ 138 Schleswig- Holsteins gegen die dänische Fremdherrschaft wird von durchschnittliche Gehalt 1020 M. Diese Leute gelten, so weit fie Absatz 5 der Gewerbe Ordnung meinen die nationalliberalen den bürgerlichen Parteien in der Proving festlich begangen werden. auf staatlichen Bureaus mit staatlichen Dienstfunktionen betraut find, Münchener Neuesten Nachrichten": In rührender Uebereinstimmung sehen wir Konfervative, National als Privatgehilfen" der Steuerkommissäre; diese letteren beziehen Die Berichtigung von Druckfehlern in Reichsgesehen, wie die liberale und Freifinnige in den resp. Festkomitees, und in der über- neben ihrem Gehalt bedeutende Gebühreneinnahmen, aus denen fie authentische Auslegung und Deklaration, ift Sache der Gesetzgebung schwenglichsten Weise schwelgen die Organe diefer Herren- die Frei ihre Gehilfen befolden sollen. Natürlich bedienen sie sich dabei der felbst, also der beiden gefeßgebenden Faktoren, die sich darüber finnigen eingefchloffen in der Herzählung des gegen die Dänenzeit üblichen Mittel der Lehrlingsausbeutung und der Lohndrückerei, um einigen müffen, daß in einem bestimmten Falle der amtliche Text im Errungenen, gerade so, als ob die Provinz nicht einen Röller zum einen erflecklichen Ueberschuß in die eigene Tasche zu befördern. Reichsgefehblatt von ihrem Willen abweicht. Wenn nun nach fieben Oberpräsidenten hätte und Riel nicht einen Buttfamer zum Polizei- Abg. David charakterisirte dieses Verhältniß treffend als ein Jahren in Ansehung einer Vorschrift des Arbeiterschutzgesetzes von direktor haben soll. Abgesehen von den einzelnen örtlichen Feiern staatlich tonzessionirtes 3 wischenmeister- System, bei dem 1891 eine anonyme Berichtigung erscheint und zwar nicht wird in Kiel felbft eine Landesfeier stattfinden, mit dem üblichen die Gehilfen die Zeche zu bezahlen haben. Zu verlangen sei die etwa im Reichsgefeßblatt", sondern im„ Reichs sondern im Reichs Anzeiger", patriotischen Programm; natürlich gehört dazu Festessen und abends alsbaldige Beseitigung desselben durch Uebernahme auch dieser Го ist dies ein Verfahren, das im Interesse der Kommers, zur Schaffung der nothwendigen gehobenen Stimmung Privatgehilfen" in den direkten Staatsdienst. Die Budgetberathung Wahrung des Rechtsstandpunktes und der Verfassung als für die patriotischen Reden. Für diese Landesfeier hat auch der ist bis zur Erledigung des Ausgabetheils fortgeschritten. Die Berdurchaus unkorrekt zu bezeichnen ist und dem dieserhalb Oberpräsident v. Röller auf ergangene Einladung sein Erscheinen handlungen über den Einnahmetheil dürften noch nächste Woche in eine rechtliche Bedeutung durchaus fehlt. Es ist zugesagt. Auch die Arbeiter hat man nicht vergessen. Mit der Anspruch nehmen. Infolge der ausgedehnten Berathung hat die ganz gleichgillig, ob sie von einem hohen Beamten ausgeht oder unterschrift eines bekannten Konservativen Kiels versehen, sind die Regierung eine weitere Berlängerung des alten Butgets um zwei nicht, da sie nicht einmal von dem Reichskanzler unterzeichnet und Kieler Gewerkschaften gebeten, sich an dem Feftzug zu betheiligen; Monate beantragt, so daß das neue Budget um 14 Monate verspätet nicht im Reichsgefeßblatt" verkündigt ist, so bindet sie weder die indeß haben diefelben ohne Ausnahme, theils durch Uebergang zur in Wirksamkeit treten wird. Gerichte noch das Publikum, es liegt einfach eine private Kritik vor, Tagesordnung, theils durch Ablehnung dieses Anfinnens, gezeigt, Aus Elsaß Lothringen, 22. März.( Eig. Ber.) Auch bei die ebenso viel und ebenso wenig Werth hat, wie die in irgend daß sie nicht gewillt find, in einem Zuge mit Herrn v. Köller zu uns, im Lande der Diktatur, wurde das Andenken an die großen einem Kommentar 311 der Gewerbe- Ordnung ausgesprochene marschiren und an solchen Festen, die zu feiern das Bürgerthum Ereignisse vor 50 Jahren, soweit es die ausnahmegefeßlichen ZuAnsicht. Es könnte zu den allerbedenklichsten Konsequenzen führen, vielleicht Ursache hat, theilzunehmen. stände des Landes zulassen, würdig gefeiert. Jn Mülhausen wenn dieses Verfahren Nachahmung fände, auf diese Weise tönnte Auf die so wünschenswerthe Staffage durch die Arbeiter hielt in einer überaus gut besuchten Bersammlung des Arbeiter mau beispielsweise dahin kommen, daß für manche Delitte hat man also verzichten müssen, dafür jedoch hat man auch aus Wahlvereins Genosse Rudolf Konrath aus Basel die Festrede. eine viel bärtere Strafe zur Anwendung ge- Arbeitergrofchen die Koften des Festes bestritten. Gleichzeitig wurde, wie unser Partei- Organ berichtet, der Tag in langte, als dem Willen der Gesetzgebung ent= In fast allen Orten hat die Stadt- bezw. Ortsvertretung aus der Dreifönigshalle von den verschiedenen Gewerkschaften feftlich spricht. Mag auch die praktische Bedeutung der Berichtigung in fommunalen Mitteln Summen von etlichen Hundert bis 10 000 m. begangen. In Straßburg fand eine vom Vertrauensmann bem gegenwärtigen Falle nur relativ gering sein, so kann uns dies( in Kiel) den Festausschüssen zur Verfügung gestellt. der sozialdemokratischen Partei einberufene Bersammlung statt, au doch nicht abhalten, mit aller Entschiedenheit den im Vorstehenden In ihrer ganzen Größe hat sich die Bourgeoisie im Kreife welcher mehrere hundert Personen, soweit sie der örtlichen Parteiverfochtenen Standpunkt zu vertreten, denn bei allen Verfassungs- Pinneberg gezeigt. Dort sollte durch freiwillige Sammlung das leitung als Genoffen bekannt sind, mittels Privatbriefes eingeladen fragen heißt es: Principiis obsta!" Geld aufgebracht werden, um die im Kreise vorhandenen auf 200 waren. Obwohl der Veranstaltung dadurch der Charakter einer 3urücknahme der Bäckereiverordnung, teine gefchäßten Veteranen zu speisen. Da stellte es sich nun heraus, daß réunion privée im Sinne der geltenden versammlungsrechtlichen weitere Beschränkung des gewerblichen Mittel- es ca. 700 Personen waren, die berechtigt waren, theilzunehmen. Ein Bestimmungen verliehen und die polizeiliche Ueberwachung infolge standes!" so heißt es in einem Reichstagswahl- Aufrufe der ver- folch' tiefer Griff in den Geldbeutel war den Herren jedoch etwas deffen ausgeschlossen war, bestand der erschienene Vertreter der 3opften Bäckermeifter. Die Handwerksmeister aller Berufe werden zuviel und so läßt man denn Bespeisung Bespeisung sein. Polizeibehörde darauf, im Saale anwesend zu sein. Der Proteft aufgefordert, jeden Reichstagskandidaten über seine Stellung zur So berechtigt auch die damalige Erhebung Schleswig- Holsteins hiergegen blieb ohne Wirkung. Nach einem Referat Böhle's über Bäckereiverordnung zu interpelliren und ihm nur dann ihre Unter- gegen die Dänen war, und so berechtigt die Feier derselben für die die Bedeutung des 18. März wurde ein Telegramm an den Abstüßung angebeiben zu lassen, wenn er fich verpflichtet, im Sinne der jenigen fein mag, die in der heutigen Zeit das, was sie verlangen, geordneten der Hauptstadt des Landes der Diktatur im Reichstage, obenerwähnten Wahlparole im Parlamente thätig zu sein. gefunden haben, für die Arbeiter liegt feine Ursache vor, an diesem Genossen Bebel, abgesandt, in welchem man ihn zu seinem Uns fann es nur recht sein, wenn auch die Gegner solche Fragen Feſte theilzunehmen. Nicht besser und nicht schlechter wie ihre Klaffen- muthigen und kraftvollen Auftreten in der denkwürdigen Reichstags. im Wahlkampfe eine Rolle spielen laffen. brüder im ganzen Reich gestellt, feiern sie ihre Märzfeier auch mit Sitzung vom 18. März beglückwünschte. -3ur Militärjustiz. Bei der ersten Lesung der Novelle denen zusammen, und, wie die Nachrichten über die Feiern am 18. b. M. zur Militär- Strafprozeß- Ordnung hat Abg. Bebel den Fall des Haupt- aus den verschiedenen Orten der Broving befagten, so, wie ein manns Luthmer vorgebracht, um den Baragraphen des Entwurfs klaffenbewußter Arbeiter und Sozialdemokrat seine Märsfeier auch zu Falle zu bringen, durch den aktive Militärpersonen gegen Beleidi- begehen soll. gungen von feiten dem Militärftande nicht mehr angehörender Personen Dresden, 22. März.( Eig. Ber.) In der zweiten Rammer eine Rommission von 18 Mitgliedern. dadurch geschützt werden sollen, daß derartige angeblicheBeleidigungen vor des Landtages wurde heute die Schlußberathung des Eisen. das Militärgericht gebracht werden. Damals vertheidigte der Kriegs- bahn- Etats begonnen. Abg. Niethammer( natl.) lobt die minister v. Goßler und der Generalauditeur Jttenbach das Berwaltung der sächsischen Eisenbahnen, welche auch den For Wien, 28. März. Der Neuen Freien Breffe" wird gemeldet: friegsgerichtliche Berfahren gegen den Lieutenant d. Ref. Diehl, derungen des Personals gerecht zu werden suche. Ein Normal- In der katholischen Boltspartei sind vorläufig die durch dessen Schuld die Erblindung des Hauptmanns Luthmer ent- Arbeitstag fei aber unmöglich. Abg. Grünberg( So.) trat Differenzen beigelegt. Die Partei bleibt bis auf weiteres standen war, als ein im allgemeinen forrettes und nicht geeignetes, für durchgreifende Reform der Wagentlaffen beziehungsweise in der Majorität. Zur Entscheidung dürfte die Krise in dieser die Militärjuftig zu Partei erst tommen, sobald ber heute eingebrachte Antrag des zu kompromittiren. Der erblindete Wegfall ber vierten Klaffe ein. Eine Reihe Hauptmann Luther nimmt nun in einer öffentlichen Erklärung Redner brachten die üblichen Spezialwünsche und Beschwerden Barons Dipauli auf Einfegung eines Ausschusses, welcher innerhalb Scharf Stellung gegen die Auslaffungen des Kriegsministers und des zur Sprache. Geheimer Finanzrath v. Kirch ba ch erklärte namens zweier Monate grundsägliche Bestimmungen zur Regelung der General- Auditeurs. Er stellt nochmals ausdrücklich die Frage, der Regierung in der üblichen Weise, allen Wünschen solle nach Sprachenfrage behufs Aufhebung der Sprachenverordnung vorlegen warum man ihn nicht anklage wegen der in seiner Broschüre Die Möglichkeit" Rechnung getragen werden. Sehr wirksam griff unser soll, zur Verhandlung gelangt." Baron Dipauli weigert sich jedoch, Geschichte meiner Erblindnng" gegen die militärgerichtliche Unter- Genoffe Fräßdorf in die Diskussion ein. An der Hand eines trob Beilegung der Differenzen, seine Stellung als Obmann der fuchungsführung und das Kriegsgericht erhobenen Beschuldigungen, weitschichtigen Materials trat er für die für die unteren Beamten katholischen Volkspartei wieder einzunehmen. im Diese feien auch diesmal wofern man diefe als unwahr ausgeben wolle. Aus der Erklärung und Wien, 23. März. Abgeordnetenhaus. Baron Dipauli des früheren Hauptmanns scheint auch für uns die Bestätigung der wieder am schlechtesten bedacht. Die Staatsbetriebe follten( fatholische Volkspartei) bringt einen dringenden Antrag ein 36 Mitgliedern völligen Unhaltbarkeit der jetzigen Militärjuftiz und insbesondere Musteranstalten nicht nur in bezug auf die Leistungsfähigkeit des betreffend Ginseßung eines Ausschusses von die Ungeheuerlichkeit jener Schutzbestimmung für attive Militärs, Personals, sondern vor allem in bezug auf Lehr- und Arbeits- zur Berathung der Frage der Aufhebung der Sprachenverord welche die Regierung beabsichtigt, deutlich hervor. verhältniffe deffelben werden, davon sei man aber weit entfernt. Redner nungen und zur Feststellung grundsäglicher Bestimmungen für Bon Interesse erscheint uns ferner die Mittheilung des Herrn führt nun eine ganze Reihe mit Belegen versehene Thatsachen an, Regelung der Sprachenfrage auf dem Wege der GesetzLuthmer, daß er nirgends ein Gintreten gegen die ihm wider welche die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Bahnbediensteten als gebung. Das Haus geht sodann zur Tagesordnung über, auf welcher fahrene Unbill gefunden habe als auf fozialdemokratischer Seite. die denkbar traurigften erscheinen lassen. Wie ein rother Faden, so die Wahl der beiden Bizepräsidenten steht. Der Südflave Ferjancic Derselbe schreibt hierüber ähnlich, wie wir fürzlich bezüglich der führt der Redner ferner aus, ginge durch alle Beschwerden und wird mit 177 von 201 abgegebenen Stimmen zum ersten Bize= Aufbeckung der Mißstände im Dresdener Festungsgefängniß aus Wünsche, die ihm übermittelt worden seien, die Klage über die unerhörte präsidenten gewählt. Ferjancic nimmt die Wahl dankend an, worauf dem Evangelischen Kirchenblatt" zitiren konnten: Willkür der Bahnhofsinspektoren. Eine Festsetzung der Arbeitszeit das Haus zur Wahl des zweiten Vizepräsidenten schreitet. Am 16. März ist im Reichstage eine von mir im Rommissions- giebt es überhaupt nicht, so daß diese Beamten nach Belieben ihre Bum zweiten Bizepräsidenten wurde der Abg. Lupul( Rumäne) verlag der Universitäts- Buchdruckerei von J. Hörning in Heidelberg Anordnungen treffen tönnen. Extradienst wird nicht vergütet. Der gewählt. Darauf begann die Debatte über die das Regierungserschienene Broschüre: Die Geschichte meiner Erblindung" zur gewährte vierzehntägige Urlaub stehe nur auf dem Papier. Ein programm enthaltende Antrittserklärung des Ministerpräsidenten Sprache gebracht worden. Ich habe mehrere Exemplare der britten Inspektor suche dem anderen im Sparen über zu sein, um von der Grafen Thun. Es sind 26 Redner vorgemerkt. Als erster Redner. Auflage biefer Broschüre am 29. November 1897 an das Präsidium Direktion feinen Rüffel zu bekommen. Sechszehnstündige Arbeitszeit ergreift der Abg. Türk( Schönerer- Partei) das Wort. des Reichstages gesandt. An einzelne Abgeordnete habe ich diese tomme sehr häufig vor. Die Anfangslöhne der Arbeiter betragen Wien, 28. März. Jm Abgeordnetenhause haben die Schrift nicht versandt, wohl aber habe ich gleichzeitig dem Kriegs jegt 1,80 bez. 2,80 M. und steigen nach 26 Jahren auf 3 M. täg- Abgg. Berts und Genossen eine Interpellation eingebracht in betreff minifterium eine Broschüre eingereicht. Es ist recht bezeichnend, lich. Die Petition der Eisenbahner verlangt 2,50-3,50 M. Dieser der Rückberufung des vor Kreta befindlichen daß nur ein Sozialdemokrat, nämlich der Abgeordnete Bebel, Forderung müsse Rechnung getragen werden. Unser Genosse be- österreichisch ungarischen Geschwaders fowie des meine Veröffentlichung im Reichstage zur Sprache gebracht hat, antragte am Schlusse seiner Rede: Einführung des acht- Infanterie- Bataillons, nachdem infolge des Friedens. obwohl diefelbe allen Mitgliedern zugänglich war. Diese That stündigen Arbeitstages für das Personal vom 1. Januar schlusses zwischen der Türkei und Griechenland die ehrenvolle Aufdes Herrn Bebel verdient meinerseits eine um fo größere 1899 ab, Sicherstellung des Roalitionsrechtes, Berücksichtigung gabe der österreichischen Wehrmacht als gelöst erscheine. Die Anerkennung, weil demselben bekannt ift, daß ich seine aller vorliegenden Petitionen. Der Antrag wurde nur von den Abgg. Hofmann und Genoffen haben eine analoge Interpellation politische Ansicht nicht theile; denn derfelbe hat von 8 Sozialdemokraten, also nicht genügend unterstützt. Ueber eingebracht. mir nach dem stenographischen Sigungsbericht wörtlich gefagt: aus unzulänglich fiel die Entgegnung des Regierungsvertreters aus. Abgg. Mayreber und Genossen haben eine Interpellation eine " Es ist ein Mann, der fönigstreu ist bis ins innerste Mart ber Er konnte auch nicht eine einzige der von Fräßdorf angeführten gebracht wegen der Vorgänge in Wiltesbarre( PennKnochen, wie er immer und immer wieder in seinen Schriften be Thatsachen bestreiten. Die Berathung wurde auf Mittwoch vertagt.fylvanien), bei welchen 82 österreichische Grubenarbeiter tout." Ich spreche deshalb dem Abgeordneten Bebel für sein Be. Aus Baden, 22. März.( Gig. Bericht.) Endlich hat sich die getödtet und 50 verwundet wurden. streben, für Recht und Gerechtigkeit in meiner Angelegenheit ein- Militärbehörde zu dem Fall Bechtold geäußert, der jüngst von zutreten, hiermit öffentlich meinen aufrichtigsten Dank aus!" um -Subversive Bestrebungen". Die„ Boft" fnüpft an einen Artikel des" Figaro", in dem irgend jemand die 18. März Arbeiter ein. Etat Straßburg i. Elſ., 22. März. Der Landesausschuß für ElfaßLothringen überwies in seiner heutigen Sigung den Gefeßentwurf für die Kapitalrentensteuer nach eingehender Begründung durch den Unterstaatssekretär v. Schraut und nach ausführlicher Debatte an Defterreich. Frankreich. Die Bebel und auch von dem Zentrums- Abgeordneten Lender im Reichs Paris, 21. März.( Eig. Ber.) Biel Aufsehen erregt hier ein tag zur Sprache gebracht worden ist. Das Gouvernementsgericht Erkenntniß des Zuchtpolizeigerichts von Chateau- Thierry. von Straßburg hat eine Berichtigung" veröffentlicht, worin die Mutter eines unehelichen Rindes, welche obendrein ihre alte Mutter »u ernähren hatte,»var durch die äußerste Nolh— nach 36 Stunden vollständigen Hungers � dazu gebracht, in einem Bäckerladen ein Brot zu e n t m e n d e n. Das Gericht hat sie nicht nur frei» gesprochen, sondern auch dein Urlheil u. a. die Erwägungen vorausgeschickt, daß es bedauernswerth ist, daß in einer gut orgauisirlen Gesellschaft ein Mitglied derselben insbesondere eine Fainilieuinulter ohne eigenes Berschuldeu Brotmangel leiden könnte; daß der Richter angesichts einer ähnlichen Situation, falls diese, wie in, vorliegenden Falle zweifellos festgestellt ist. die unbeugsamen Borschriften des Gesetzes menschenfreundlich auslegen darf und muß; daß das Elend und der Hunger geeignet sind, jedem menschlichen Wesen einen Theil seines freien Willens zu nehmen.. Darob »un ist eine lebhaste Preßpolemik entbrannt. Die hartgesottensten Bonrgeoisorgane, namentlich das„Journal des Dsbats" und die „Repnblique Frangaise", das Leibbtnlt des Brotverthenrers Meline, schreie» Zeter Mordio über das Attentat ans die„Grund- lagen der Gesellschaft". Andererseits tritt selbst der „Tenips", ein kapitalistisches Blatt, welches mitunter klug berechnete nienschenfreundliche Anwandlungen hat, für das Urtheil ein. Uebrigens ist die Aberkennung der„verbrecherischen Absicht" bei einer unter dem Druck eines unwiderstehlichen Affekts begangenen Handlung ausdrücklich im Strafgesetz enthalten. Die' durchgängige Freisprechung des Liebhaber- und Gattinnenmordes auf frischer That stutzt sich aus jene strafgesetzliche Bestimmung. Noch mehr. Die bonrgeoisen Amtsgerichte dürfen unbehelligt die feinen Dämchen freisprechen, die in den großen Kaufläden theuere und leicht zu verbergende Maaren stehlen. Die Diebin, heißt es dann, leide an„Kleptomanie" (Diebssucht). Aber die Freisprechung eines vulgären Brotdiebstahls seitens einer armen, mit Mutier und Kind verhungernden Frau— das ist eine freudige Ueberraschung für die eine» und ein unerhörter Skandal für die anderen. Und die anderen, die herzlosen Eigen- thnmsfauatiker, so vereinzelt ihre Stimme» in der Presse geblieben sind, haben die Oberhand gewonnen. Der Generalanwalt hat gegen das Urtheil Berufung eingelegt. Die Wahl eines radikalen Senators im Tarn-De- partemenls erscheint als eine günstige Borbedeutmig für die Kammerwahlen im Königreich der Ressöguier, der Barone Reille »>.d der Polizeiwillknr. Die bisherigen zwei Senatoren des Departements sind Bourgeoisrepublikaner. Der neue Senatoren- sitz ist infolge des Todes eines„unabsetzbaren" Senators durch das Loos dem Departement Tarn zugewiesen worden. Der gewählte 5taudidat, Savary, verdankt den Sieg der Unterstützung der Sozialisten. Der Wahlkampf wurde von alle» Parteien als eine Generalprobe der Kammerwahle» geführt. Die opportunistischen und klerikalen Kandidaten bekämpften Savary auch als Schiitzling der Sozialisten und benteten namentlich gegen ihn die Haltung des Genossen Jaurös in der Zola-Dreyfus-Affäre aus. Letzteren Trumpf spielen die Orduuugsparteiler seit Wochen in der schmäh» lichsten Weise gegen Jaurös' Kandidatur in Carmaur ans. Das Ergebniß der gestrigen Senatswahl im ganze» Departement ist jedoch natürlich noch keine absolut sichere Gewähr für den Ausfall der Kaminerwahlen in diesem oder jenem einzelne» Depulirte»-Wahlkreis. Es ist namentlich zu berücksichtigen, daß die Opportunisten und Klerikale» diesmal bis zuletzt getrennt marschirten.— Belgien. -- Der AbbS D a e n s hatte, wie bereit? mitgetheilt, gegen das ihm vom Genter Bischof auferlegte Gebot, politische Mandate nicht mehr anzunehmen, beim Papst Beschwerde eingelegt. Der „heilige Bater" hat die Beschwerde verworfen. Es bleibt also dabei, der Priester, der für die Armen eingetreten, muß von der politischen Schaubühne zurücktreten, die für die klerikale Regierung eintretenden dürfen weiter Politik treibe». Unsere belgischen Partei- genossen werde» es dem hl. Vater Dank wissen, daß er so offen sich als Papst der Reiche» giebt. England. London, 22. März. Heute Abend fand das JahreSbanket der Handelskammer statt; unter de» Theilnehmern bemerkte man den chinesischen, belgische», portugiesischen und siamesischen Ge- sandten. Handelsmiuister Ritchie hielt eine Rede, in welcher er ausführte, die Politik Englands sei nicht aggressiv; sie trachte nur, die Interessen und Rechte des englischen Handels zu schützen. Die deutsche Konkurrenz sei noch nicht die nachtheiligste von allen; denn man müsse in betracht ziehen, daß diejenige der Vereinigten Staaten dazu bestimmt sei, die furchtbarste zu werden. In betreff der Verhältnisse in Westafrika sagte Ritchie, man dürfe weder Lagos noch die Goldküste umzingeln lasse». Die Regierung werde darüber wachen, daß niemand die Rechte Englands verletze. Der chinesische Gesandte hielt ebenfalls eine Rede, in welcher er sagte, daS Band, welches Ehina und England »ine, sei der Austausch der Erzeugnisse. Der Handel sei der Zweck der Beziehungen zwischen den beiden Länder» und China erkenne an, daß es großen Vortheil aus seinen Beziehungen zu England ge- zogen habe. Wenn in der gegenwärtigen Zeit, wo gewisse Mächte Einflußsphären sich zu schaste» suchen, eine Macht das Recht habe, «ine solche Sphäre zn fordern, so sei es doch die. welche den größten Handel der Welt habe. Der Gesandte drückt die Hoffnung aus, daß es keine künstliche Sphäre geben werde, sondern Sphäre», welche der Bedeutung des Handels»ntsprechen. Italien. Rom, 23. März. Deputirtenkammer. DaS Hau? und Gallerien sind weniger stark besetzt als gestern. Die Berathung deS Berichts der für die C r i s p i- A n g e l e a e n h e i t eingesetzten Kom- Mission wird fortgesetzt. Franchetti(Zentrum) befürwortet eine Tagesordnung, nach welcher die Alien der Angelegenheit den ordentlichen Gerichten überwiesen werden solle». Rovasenda beantragt die Verweisung vor den EtaatsgerichtShof.— «frika. — Sndanfeldzug. Das„Reuter'sche Bureau' meldet aus Kairo vom 23. März: Gestern Nachmittag fand ein Zusammenstoß zwischen einer egyptischen Kavallcrie-Patrouille und einer Ab- iheilung berittener Derivische 11 Meilen von der Mündung des Atbara statt. Nach heftigem Widerstände wurden die Derwische zurückgeschlagen. Die egyptischen Truppen hatten 7 Tobte und L Verwundete, darunter 2 tödtlich Verletzte. 300 berittene Derwisch« erschienen heut« Morgen einige Meile» von dem Lager bei Ras Hudi.— «sie». Shanghai, 22. März. Nach einem Telegramm aus Tfchungl king haben sich dort Milizsoldaten in großer Anzahl zusammen- gerottet und wollen nicht zugebe», daß das Todesurthcil an dem Mörder des bei dem Angriff aus die wissenschaftliche Mission amerikanischer Aerzte am 17. d. M. getödteten eingeborenen Ge- Hilfen dieser Misston vollstreckt werde. Die fremden Konsuln haben, wie das Telegramm weiter meldet, den Taolai aufgefordert, die Soldaten auseinander zn treiben, den Mörder hinrichten zu lasse» und die Rädelsführer der Meuterer zu verhaften; serner soll für den Angriff auf die Missiionl eine Entschädigung von 600 Tals gezahlt und die Mission beschützt werden. Lluierika. — Zum spanisch- nordamerikanischen Streit meldet heute unter jdem Datum New-Iork, 21. März, die „Int. Corr.": Für die beiden von Brasilien angekauften Kreuzer „Amazonas" und„Almirante Avreu" zahlt die»ordamertkanische Regierung 12 Mill. Mark. Die vorläufige Besatzung dieser Schiffe stellte der bisher vor Lissabon liegende Kreuzer„San Francisco"; die vollzählige Mauuschasl wird auf Schnelldampfern nach Newcastle gebracht, worauf die drei Kreuzer als Beobachtungsgeschwader in der Nähe der spanischen Küste bleiben werden. Zum Dienst ans der Flotte und im Landheer« sind bisher 660 Aerzte verpflichtet, ebenso werden fortgesetzt Ingenieur« und Maschinisten geprüft und angestellt. Mehrere zum Zuckertrust gehörende Grobkapitalisten haben that- sächlich(? Red) Mac Kinley erklärt, sie seien bereit. Kuba für 200 Millionen Dollar? i n der Weise an» zukaufen, daß Spanien die Oberhoheit über die Insel behalten und eine mäßige Besatzung dort belassen könnte. Die zu bildende Gesellschaft würde nur die Verwaltung führen und Spanien einen zu vereinbarende» Theil der Ueberschüsse als Jahrcstribut überweisen. Eine Depesche des„Reuter'schen Bureaus" aus Washington meldet, der dortige spanische Gesandte Bernabe stellte in Abrede, über den Inhalt des Berichtes betreffend den„Maine'-Unsall nach Madrid telegraphirt zu haben, und erkläre, er habe keine Keimtnih von dem Inhalte des Berichtes.— Neichsksg. 63. Sitzung. Dienstag, 23. März 1393, I Uh«. Am Bundesrathslisch: Graf Posadowsky, Freiherr v. Thielmann, Tirpitz, v. Bülow. Das Haus tritt in die zweite Berathung des Gesetzes über die deutsche Flotte. Nach den Kommissionsbeschlüssen lautet§ 1: 1. Der Schiffsbestand der deutschen Flotte wird, cbgesehen von Torpedo-Fahrzeugen. Schulschiffen, Spezialschiffen und Kanonen- boote», festgesetzt auf: ») verwettdungsbereit: 1 Flotten-Flaggschiff, 2 Geschwader zu je 3 Linienschiffen, 2 Divisionen zu je 4 Liüsteupanzerschiffen, 6 große Kreuzer 1 als Aufklärungsschiffe der 16 kleine Kreuzer/ heimischen Schlachtflott«, iUÄKS")>»-«-» b) als Material-Reserve: 2 Linienschiffe, 3 grobe Kreuzer, 4 kleine Kreuzer. 2. Von den am 1. April 1393 vorhandenen und im Bau befind- lichen Schiffen kommen aus diesen Sollbestand in Anrechnung als Linienschiffe...... 12 als Küstenpauzerschiffe... 8 als große Kreuzer..... 10 als kleine Kreuzer..... 23 3. Die Bereitstellung der Mittel für die zur Erreichung des Sollbestandes(Ziffer I) erforderlichen Neubauten unterliegt der jährlichen Fest st ellung durch den Reichshaus- Halts-Etat mit der Maßgabe, daß die Fertig« stellung des gesetzlichen Schiffsbestandes, soweit die in§8 dafür angegebenen Mittel ausreichen, bis zum Ablauf des Rechnungsjahres 1903 durgesührt werden kann.(KL. Die gesperrt gedruckten Worte sind Zusätze resp. Aenderungen der Kommission.) Abg. Dr. Lieber(Z) erstattet Bericht über die Verhandlungen der Kommission. Man muß sich zielbewußt auf das Nolhwendige und Unabweisbare beschränken. Deutschland hat jährlich einen Zu- wachs von 600 000 Seele»; dieser muß nun durch die Industrie unterhalten werden. Zu diesem Zweck muß vor allem für die Möglichkeit des unbeschränkten Exports Sorge getragen werden, oder, seemännisch gesprochen, es müssen unsere Küsten vor einer eventuellen Blockade geschützt werde».(Heiterkeit UnkS. Redner, etwas irritirt). Ich weiß nicht, warum sich die Herren über mein„seemännisch gesprochen" aushalten; es wird mir doch wohl gestaltet sein, bei Berathung einer Flotteuvorlage seemännisch zu sprechen.(Heiterkeit.) Redner verweist darauf, daß schon bei Be- rathnng der Verfassung zum Norddeutschen Bunde bezüglich der Marine eine ausdrückliche Ausnahnie von der jährlichen Bewilligung der t orderungen im Artikel 71 der Berfaffung vorgesehen wurde. er vorliegende Gesetzentwurf bedeutet einen zielbewußten Abschluß. Was die Frage der gesetzliche» Regelung anlangt, so ist vor allem zu bemerke»: im Heer« ist stets das Aelernat widerspruchslos zuge- standen worden; bei der Festsetzung der Friedenspräsenzstärke handelte es sich stets nur um einen borwwus a guo(von wann ab), nie um einen tornmms ad quem(bis zu welchen« Zeitpunkte). Es giebt auch noch eine ganze Reihe anderer Aelernatsbestiinmungen; man denke nur an die Alters- und Jnvaliditätsverstcherung. Was unserer sozialen Gesetzgebung recht ist, muß unserer Flotte billig sein.(Hört! hört! linkS; Bravo rechts.) Nun handelt es sich hier freilich ü», die Frag«: Was thu», ivenn die dem Reiche zufließenden eigenen Einnahmen zur Deckung des Mehrbedarfs nicht ausreichen? Der Voranschlag zeigt aber, daß für die nächsten 6 Jahre, und die kom«ne» doch allein in betracht. die Ueberschüsse die Mehrausgaben vollständig decke». Soinit ist diese Frage sttr die Vorlage so gut wie abgethan, falls nicht ganz Außergewöhnliches eintreten sollte. Trotzdem hat sich die Kommission, um der Beunruhigung weiter Volkskreise vorzubeugen, entschlossen, auch für den schlimmsten Fall Vorsorge zu treffen. Sie hat daher bestinnnt, daß der Mehrbetrag keinesfalls durch Er- höhung oder Vermehrung der indirekten, den Massenverbrauch be- lastende Reichssteuern gedeckt werden darf. Meine Herren, ich bin mit ineiner allgemeinen Uebersichl fertig. Ich bitte Sie nunmehr, vorläufig die einzelnen Absätze des§ 1 einzeln zu berathen und empfehle Ihnen die unveränderte Annahm« der KommissionSbeschlüsse. (Bravo im Zentrum.) Es wird nach längerer SeschäftsordnungS-Dcbatte in die Be- rathung über den ganzen§ 1 eingetreten, doch sollen allgemeine Bemerkungen über die ganze Vorlage gestattet sein. Abg. Graf Hompesch(Z.): Ich habe im Namen meiner politischen Freunde die Erklärung abzugeben, daß nur eine Minder- heit derselben an den von vorne herein gehegten etatSrechtlichen Be- denken festhält. Die Mehrheit dagegen ist entschlossen, um nicht daS Znstandekommen der Borlage zu gefährden, sür dieselbe im Sinne der KommissionZbeschlüsse zu stimmen.(Bravo! recht?.) Abg. Dr. v. Levetzow(!.): Ich erkläre namens meiner politb scheu Freunde, daß wir für das Gesetz ftinimen werden. Zwar kommt die Flott« in erster Linie nicht der Laudivirthschaft zu gute. Aber patriotische Landivirthe sind zu einem Opfer gern bereit.(Große Heiterkeit; Zurufe: Ja wohl! Zölle!) Noch ein Wort: Wir lassen uns den§ 8 gefallen, der bezüglich der Deckungsfrage Bestimmtes verfügt. Aber wir erklären ausdrücklich, daß wir ein demselben zu gründe liegendes Prinzip nicht anerkennen können. Wir verivahren uns ausdrücklich dagegen, daß aus ihm nachher irgend«ine Konsequenz für andere Fälle hergeleitet«vird.(Bravo! rechts.) Abg. Dr. Schoeulank(Soz.): Wenn wir heute über die Flotten- vorläge verhandeln, so geschieht das nicht mehr, deren Schicksal zu bestimme». Heute halten vielniehr sämmtliche Parteien nur einen Epilog zu einer bereits getroffenen Entscheidung. Was mir vor allein wichtig erscheint, ist, daß der Reserent fast ausschließlich Beifall aus den Reihen derjenigen erhalte» hat. die bisher seine Partei am lautesten angegriffen, aus de» Reihen der Nationalliberalen.(Sehr richtig! bei de» Sozialdemokraten.) Wie hat der Herr Reserent es aber auch verstanden, seine früheren Gegner zu entwaffnen. Er hat eS bedauert, daß nicht schon früher festgestellt ist, daß die Regierung ein unantastbares Recht in bezug auf die Bindung hat. Er hat ferner ausgerufen: Jetzt endlich sind wir ,n die Aera der Klarheit deS Ab- schlusses gelangt! Meine Herren, ich glaube, wir haben jetzt nicht die Aera des Abschlusses, sondern die Aera des Anfangs, bei dem das dicke Ende nachkommt!(Sehr richtig! links.) Hinter den Vorschlägen der Regierung lauem noch ganz andere Pläne; daß sieht jeder klar, der sich nur die Staffeleien da draußen in der Wandelhall« angesehen hat.(Sehr richtig! links. Zurufe rechts.) Herr Lieber hat die ganz« traditionelle Politik des Zentrums desavouirt(Sehr richtig! link?.), die der bedeutendste Kopf der Zentrunispartei. Windthorst, für sie ausgestellt hat, er hat die ganze Politik auf den Kopf gestellt, die feine Partei auch bisher stets befolgt hat. Derselbe Herr Lieber, der im vorigen Jahre hier auf der Tribüne deS HaufeS die Rede von den blamirten Europäern gehalten hat, treibt heute genau dieselbe Politik, die er im Vorjahre bedauert hat. Er findet die Vorschläge der Regierung ganz akzeptabel, ja er präsentirt ihr auf einem Präsentirteller noch viel mehr» als sie verlangt zu hat.(Sehr richtig! linkS.) In, Jahre 1386, als es sich aiich lim eine Bindung handelte, hat Windthorst erklärt, daß er mit letzter Kraft das Palladium der Verfassung beschützen würde. Er sagte damals: Wird das Zentrum nachgeben, dann hört das Budgetrecht des Reichstages auf, ja, dann giebt es schließlich überhaupt keine Verfassung mehr in Deutschland. (Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Auch noch in den letzten Jahren haben Zeutrumsführer, z. B. Bachen,, ost genau dasselbe gesagt. Und jetzt ist mit einem Schlage die Situation verändert! Jetzt sind die Parteigenossen des Herrn Lieber gezwungen, gegen ihre» Führer zu kämpfen. Gerade die süddeutsche Zentrumspresse ist eS. die ihn an, heftigsten angreift. Herr Lieber wird an den Pranger gestellt von den temperamentvollen süddeutschen Parteifreunde»(Sehr gut! links; Unruhe im Zentrum). Herr Lieber hat heute erklärt: die Eingeweihten bei uns haben schon seit Jahren diese nothwendige Eutwickelung der Dinge, die Aera des Abschlusses und der Klarheit kommen sehe». Und dieser„eingeweihte" Herr Lieber hat vor eiliem Jahre die Flottenpolitik in Grund und Boden gedonnert! Hat er etwa mit einem stillen Augurenlächeln die Warnuugsrede vom blamirten Europäer gehalten?(Heiterkeit. Widerspruch im Zentrum.) Oder gehörte HerrLieber damals garnicht zq den„Eingeweihten"? Nu», dann müßte man wohl an der Größe seines politischen Geistes mit recht zweifeln.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Nun gleichviel; wenn die Zentrumsmehrheit für die Flotten- vorläge sich einsetzt, so stehen wir vor einer vollendeten Thatsache nnd hoffen nicht, sie umzustimmen. Wenn wir aber erst die Wirkunge» des Flottengesetzes haben werden, dann allerdings könnte es leicht geschehen, daß das Zentrum sich nachträglich fragt: Cur bono? Weshalb haben wir eigentlich der Regierung all' das geschenkt? Was hat u»S bestimmt, xvur travailler pour le roi de Prasse?(Große Heiterkeit und Unruhe, Bravo! bei den Sozialdemokraten. Zuruf rechts: Mußpreuße!) AlS die Flottenvorlage auftauchte, da paradirte man vor uns mit ihren kriegerischen Aufgabi»; da hieß es. daS nationale An- sehen verlange Geuugthuung für die beleidigte Ehre u. f. f.; der „Kriegszng" des Prinzen Heinrich sollte eine„ationale Ruhmesthat werden. Jetzt hört man weniger von den kriegerischen Bestimmungen unserer Flotte. Und die Reise deS Prinzen Heinrich scheint wohl von Anfang an von uns richtig tarirt worden zu sein, als eine bloße Marinepromenade; sie erwies sich sogar als eine Marinepromenade mit Hinder- nisse».(Große Heiterkeit.) Prinz Heinrich ist nicht, wie erwartet wurde, von Sieg zu Sieg geeilt, sondern von Havarie zu Havarie.(Sehr gut! links. Große Heiter« keit. Aufgeregte Rufe rechts.) Zuerst hat sich„Deutschland" im Nordostsee-Kaual ein Loch in den Bauch gestoßen, dann mußte es durch das Mittelmeer geschleppt werden, im Suez« Kanal lief es sich eine Welle heiß; jetzt endlich hat sich „Deutschland" i» zivei Monaten bis Hongkong hingeschlängelt, n»d dort ist gleich das erste, daß eS sofort in Reparatur genommen werden»inß.(Rufe rechtS: Deswegen müssen wir eben bessere Schisse haben!) Auch hatPrinz Heinrich noch nicht mit gepanzerter Faust dareingeschlagen, fondern hat es einstweilen vorgeschlagen, sich beim Radwettfahren in Ceylon Lorbeeren zu erringe».(Große Heiterkeit, die zu allgemeiner Unruhe auswächst. Glocke des Präsidenten.) Ja, meine Herren, daß Sie die Reise des Prinzen Heinrich humoristisch auffasse», das verstehe ich sehr gut.(Erneute große Heiterkeit, lang andauernde Unruhe.) Wenn Sie nun immer wieder mit de» alten Scheinargumenten für die Vermehrung der Flotte kommen, so sind Sie freilich so wenig unserer Ansicht zu bekehren, wie wir zu der Ihrigen.(Die apiere des Redners sind ihm in seiner Errregung entglitten; raf Posadoivsky hebt sie auf und überreicht sie ihm; dieser Vorfall ruft auf der rechten Seite Heilerkeit hervor.) die auch bei den folgende» Worten des Redners anhält.) Wenn Sie gute Gründe hören und dabei lachen, so beweisen Sie damit nur Ihre Verlegenheit.(Sehr richtig! linkS. U ruhe rechts.) Glauben Sie nicht, daß unsere Ausstellungen an der tlottenvorlage dadurch beseitigt sind, daß eine kompakte liajorität für sie eingetreten ist.(Beifall links.) Das eine muß konstatirt werden: die Zentrumsmehrheitmacht es Ihnen möglich, ein Gesetz durchzubringe», f aß die fchiv ersten Belastungen sür d,e Steuerzahler im Gefolge hat!(Bravo! links; Unruhe im Zentrum.) Und dann noch eins: Sie sehen, wie jetzt die Austheilung Eh'na's vor sich geht. Denke» Sie daran, welche Folgen die Auslheilj n.g Polens sür die belheiligten Mächte gehabt hat. Und diese w-i den sich zu den jetzigen verhalle» wie ein Binnenfee zun Ocean A)ho!) Die geschichlliche Erfahrung wird unZ recht geben, J'nOhe Schreien thut gar nichts.(Beifall links.) Der§ 1, der Kernpunkt der ganzen Vorlage, r'rd selbst« verständlich von unS abgelehnt werde»; es ist aber sehr r litzlich, daß die namentliche Abstinimung erweisen wird, wem d ,s Gesetz zu verdanken ist. Die Abrechnung über diesen§ 1 wird nicht hier, sondern draußen im Lande bei de» Wahlen ersolgen.(Lebhafter Betfall.) Abg. Frhr. v. Hertling(Z): Die Angriffe deS Borredners gegen meine Partei stellen das Signal zum Kampfe gegen das Zentrilm dar. Er hat beständig Windthorst gegen unS zitirt, nun Windthorst war sicherlich ei» Mann, der den Moment zu erfassen wußte(Sehr richtig! im Zentrum.), der den Erfordernissen des Augenblicks Rechnung zu tragen verstand. Dieser Meinung ist das Zentrum auch heute; es hat sich also nicht geändert. Wenn wir nach langen und eingehenden Berathungen uns entschloff,/, haben, für die Vorlage zu stinime», so bedeutet das nicht eine grundsuv. che Aenderung der Zentrumspolitik, sondern drückt nur aus, daß t°ir veränderten Verhallnissen Rechnung tragen müsse». Ist nicht du Stellung des Zentrums im Reichstage in den letzten Jahren ein».'nz ander» geworden? Die„staatsmännische Kunst", die dem ,vi«de>bor«nen Reiche als Morgengabe den Kulturkampf bescheerte, rul da? Zentrum als Partei der Abwehr auf den Plan. Wohl süo» «vir nicht der Meinung, daß jetzt bereits alle unsere Forderungen erfüllt sind, viel muß noch für uns getha» werden(Sehr richtig! im Zentrum)— aber wir können doch konstatiren, daß der alle kulturkäinpferische Geist Gott sei Dank an den maßgebenden Stelle» nicht mehr vorhanden ist. Damit ist auch die Stellung meiner Partei eine andere geworden. Die große» Parteien, die im Reichstage früher unumschränkt herrschte», sind abgelöst worden, und daS Zentrum hat, wenn es sich um große nationale Fragen handelt, die ausschlaggebende Stellung. Da es so gekommen ist, sind wir uns unserer Verantivortlichkeit auch voll und ganz bewußt. Das Zentrum hat, auch in den Zeiten schärfster Opposition, stets ausgesprochen, daß es daS Nothwendige beivilligen will. So hat Windthorst 1337 gesagt: Ich bewillige den letzten Mann und den letzte» Groschen. WaS er nicht bewilligen konnte, das war daS Eeplennat.(Sehr richtig links und Heilerkeit), weil dieses Septennat in keinem organlschen Zusammenhang mit ge- forderter Heeresvermehrung stand, weil es einen willkürlich be« »lessenen Zeitraum darstellte und zu etner Machtfrage gemacht wurde. Fünf oder drei Jahre wollte er auch bewillige».(Lachen links.) 1393 habe» meine politischen Freunde auch nur zu weit gehenden Heercsforderungen Widerstand entgegengesetzt und die schließliche Vorlage der Regierung trug dem Rechnung. Wenn die Verhältnisse sich nun so geändert habe», daß wir zur ausschlaggebenden Partei gewofrde» sind, daß sich in allen nationalen Fragen unsere Verantivortlichkeit gesteigert hat, dann fragen wir nicht mit dem Vorredner: cur bono?(Wem kommt es zu gute?), sondcrn wir thun unsere Pflicht.(Beifall rechts.) Juden letzte» zehn Jahren habe» sich die thalsächlichen Verhältnisse außerordent- lich geändert. Seit 1330 hat der deutsch« Handel einen außer« ordentliche» Aufschwung genomme», im Welthandel nehmen wir jetzt dt» zweite Stelle ein, ebenso steht unser« Handels- marine an zweiter Stelle. Gegenüber dieser Thatsache können wir unS nicht gut alif doktrinäre Erwägungen zurückziehen. Die 1379 inaugurirte neue Zollpolitik, die unter wesentlicher Mit- Hilfe von uns durchgeführt wurde, hat diese» Aufschwung der In- duftrie und d«S Export» bewirkt.(Hört l hört! Beisall rechts.) Mit Ausland. diesem Fortschritt hat die Entwicklung unserer maritimen Streit. im Bezirk Reichenberg siegten im dritten Wahlkörper die Kandidaten durch 13 Delegirte befchickt war. Neben einer Reihe von Anträgen, Träfte nicht Schritt gehalten. Die wirthschaftliche Entwicklung hat der Sozialdemokratie, obwohl die Fabrikanten, darunter der Millionär die die Organisation selbst betrafen, hatte hauptsächlich das Referat allen Großstaaten das gleiche Expansionsstreben gegeben. Ginzfey in Maffersdorf, alles aufgeboten hatten, um ihre Kan Bedeutung: Unsere Stellung zur Handwertsorganisation". Hierzu Deutschland ist spät in den Wettbewerb eingetreten. Seine didaten in die Gemeindevertretung zu bringen. wurde eine Resolution angenommen, die bei event. Inkrafttretung Flotte muß der anderer Nationen ebenbürtig werden, nicht, Aus der Schweiz. Die Probenummer des in Zürich be der Zwangsinnung die Betheiligung an deren Institutionen befürum uns in abenteuerliche Kriege zu verwickeln, nicht damit unsere gründeten sozialdemokratischen Tageblattes Weiter wurde der Verbandsvorstand beauftragt, eine Das Volksrecht" wortet. Panzerschiffe Schlachten schlagen, fonden damit ein mächtiger Hinter- ist erschienen. In einem Einführungsartikel" des Verwaltungsrathes Statistik über die Verhältnisse des Berufes aufzunehmen. Eine ausgrund vorhanden ist, von dem die Kreuzer ausgehen und den Ent wird betont, daß das Blatt nur der Propaganda für die Sozial: gedehnte Debatte fand statt über die Emführung einer Arbeitslosenschluß Deutschlands verkünden, für die deutschen Interessen überall demokratie dienen und alle persönlichen Streitigkeiten fernhalten soll. unterstützung durch den Verband. Die Diskussion hierüber fand einzutreten.( Bravo rechts, im Zentrum, bei den National ihren Abschluß, indem der Vorstand beauftragt wurde, dem nächsten liberalen.) Auch Polizeiliches, Gerichtliches 2c. das Verständniß für diese für diese Thatsachen Verbandstage einen Entwurf hierzu vorzulegen. Die Agitation für hat sich im deutschen Volte sehr vermehrt. In dem Dorfe Rogzow bei Röslin in Pommern sollte am den Verband soll in Zukunft noch besser organisirt werden und Wer etwa Sonntag Nachmittag Reichstags- Abgeordneter Herbert aus Stettin wurde Simson- Berlin als Vertrauensmann gewählt, dem diese Anglauben wollte, die deutsche Flotte ist nicht populär, dürfte sich bei den Wahlen recht erheblich täuschen.( Hört, hört! schriftsmäßig beim Amtsvorsteher angemeldet worden, da dieser aber gelegenheit obliegt. Zum Schluß fand eine Resolution Annahme, rechts.) Wir haben jeht einen präzisen abgerundeten Organisationsfür die Erringung eines plan vorgelegt erhalten; schon das mußte unsere Stellung ändern. nicht zugegen war, so stellte der Amtssekretär die Anmeldebescheini. Die es den Zweigvereinen zur Pflicht macht, für die Erringung eines Achtuhr- Ladenschlusses zu agitiren. G3 iſt ein großer Fortschritt, daß wir nicht mehr Schiffe gung aus und versah sie vorschriftsmäßig mit dem Amtssiegel und Minimallohnes, Abschaffung des Trucksystems und Einführung des sondern eine Flotte bewilligen. Der Streit um die einzelnen Schiffe öffnet werden sollte, verlangte der überwachende Gendarm die Anmeldeder Journal- Nummer. Als nun am Sonntag die Versammlung erhört auf; wir aber arbeiten an einem festen Organisationsplane In Klagenfurt find über hundert Schneidergehilfen in den Ausweiter. Ich glaube an die ernsthaften Absichten der Marine- Ber: bescheinigung; kaum hatte er einen Blick darauf geworfen, so erklärte er waltung; aber Menschen und Anschauungen wechseln. Würde man uns die Versammlung für aufgelöst. Als Herbert dem Gendarmen sagte, stand getreten. er müsse doch das Amtssiegel als richtig anerkennen, erhielt er zur Bergarbeiter Streit in Nordspanien. Nach den neuesten später mit Forderungen kommen, die sich mit diesem Organisationsplane Antwort: Da 3 Siegel tönne ja gestohlen sein. Aus Berichten aus Bilbao ist die dortige Lage ernster, als bisher annicht vertragen, so können wir sie vom Boden des Planes auch dem Bericht, den der Stettiner Volksbote" über diese Angelegenheit genommen wurde. Im Laufe der letzten Woche hielten 3000 Grubenum so entschiedener bekämpfen.( Lachen links.) Es ist das große brachte, geht hervor, daß der Gendarm die Versammlung deshalb arbeiter des Bezirks Ortuella trotz aller angewandten Zwangs Verdienst Lieber's, nachgewiefen zu haben, daß von einer Ver tämmerung des Budgetrechts teine Rede sein kann. Es handelt sich auflöfte, weil die Anmeldebescheinigung nicht vom Amtsvorsteher maßnahmen der Behörden den Streit aufrecht, und am Sonnabend nicht um eine grundsägliche Frage, sondern nur um eine Frage der unterzeichnet war. Der Gendarm will den Auftrag zur Auflösung traten noch gegen 5000 Arbeiter der benachbarten Gruben dem von dem Amtsvorsteher v. Sierato wit erhalten haben. Ausstande bei. Sie verlangen zwölfstündige Arbeitszeit, einen Politik und Zweckmäßigkeit, wenn eine Bewilligung auf mehrere Der„ Bolksbote" theilt noch mit, daß Beschwerde geführt und eine Mindestlohn von 4 Beseten( 3,20 M.) und Beseitigung der Frauen= Jahre gefordert wird. Die Verfassung hat eine Bewilligung auf arbeit unter der Erde. Bei den bisherigen Zusammenstößen zwischen mehrere Jahre für die Flotte vorgesehen. Ich für meinen Theil bin Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingereicht werden würde. Redakteur Theiß von der Rheinisch- Westfälischen Arbeiter den Streifenden und der sogenannten Bürgerwehr wurden im ganzen der Ueberzeugung, daß die Garantien, die im§ 8 vorgesehen sind, gar nicht nöthig find. Der Flottenplan wird sich ohne Bermehrung Beitung" in Dortmund hat eine vierzehntägige Gefängnißstrafe fünf Personen getödtet und zwanzig verwundet. der indirekten Steuern durchführen lassen. Die Mehrheit meiner angetreten, die ihm wegen Beleidigung des Braumeisters will auferlegt ist. Bartei ist aus allen diesen Gründen entschlossen, für die Vorlage zu stimmen, die ein Markst ein für die friedliche Ent. wicklung des Deutschen Reichs sein wird.( Bravo! rechts, bei den Nationalliberalen und im Zentrum.) Wahlbewegung. Unternehmer- Verbände. Boziales. Der Bund deutscher Barbier, Friseur- und PerrückenDie Bochumer Parteigenossen haben am Sonntag mit einer macher- Junungen bat in einer Sigung, an der der Bundesvorstand Abg. Galler( füdd. Volksp.): Die Rede des Referenten bat äußerst start besuchten Versammlung, an der zirka 2000 Personen und die Bezirksvorstände theigenommen haben, sich für Beibehaltung der freien Junungen in diesem Gewerbe ausgesprochen. Die unsere Bedenten gegen die Vorlage nicht erschüttern können. In theilnahmen, die Wahlagitation begonnen. Das Referat hatte der Bindung des Etatsrechts sehen wir eine Verfaffungswidrigkeit. Reichstags- Abgeordneter Förster übernommen, der unter lebhafter 3wang 3- Junung lege ihren Mitgliedern wohl Pflichten auf, Die Flotten haben in fast allen Kriegen dieses Jahrhunderts eine Buftimmung aus der Versammlung über die nächsten Reichstags- Herren Innungsmeistern nicht, daß sie in der Zwangs- Junung ohne ihnen jedoch entsprechende Rechte zu gewähren. Auch paßt den fehr untergeordnete Bedeutung gehabt, und wir bestreiten, daß fie wahlen sprach. niemandem mehr den Eintritt verweigern könnten, vorausgesetzt, daß in einem zukünftigen Kriege eine entscheidende Rolle spielen werden. Wir sind nicht so naiv, zu glauben, daß mit der Gutsbesitzer Schulze- Steinen aufgestellt. Im Wahlkreis Hamm- So eft haben die Nationalliberalen den der betreffende sonst den gefeßlichen Anforderungen genügt. Ueber Vorlage ein Abschluß gefunden worden ist; wir sehen in ihr nur Die Welfen haben im 11. bannoverschen Reichstag3. diesen Beschluß wird der diesjährige Verbandslag in Breslau endden Anfang zu der heiß ersehnten Welt flotte, und werden Wahlkreis dem Gutsbesitzer v. Hake die Kandidatur angeboten. giltig zu entscheiden haben. auch in zweiter Lesung gegen die Vorlage stimmen.( Beifall links.) Im Reichstags Wahlkreise Ansbach haben die Freifinnigen Abg. Rickert( fef. g.): Wir Aelteren erinnern uns noch der den Amtsrichter Sauer und in Dortmund den Fabritbefizer Schmach, daß das fleine Dänenvolt mit seinen paar Schiffen dem Jucho aufgestellt. großen Deutschland solche Schwierigkeiten machen konnte. Wir halten also eine Flotte für durchaus nöthig und begrüßen vor allem die Vorlegung eines festen Planes. In der Bindung des Etatsrechts sehen meine Freunde lediglich eine Zweckmäßigkeitsfrage. Nehmen Sie die Vorlage an. Freunde gegen die Vorlage. Wir verwahren uns dagegen, daß wir Stelle berichten, unverändert fort. Die Fabrikanten sollen, wie es die Bedeutung der Flotte unterschäßen, wir müssen aber auf die in bürgerlichen Blättern heißt, Monteure angestellt haben, welche Stimmung der Wähler Rücksicht nehmen. Die Verantwortung für die ungelernten Arbeiter an den Maschinen anzulernen haben. unsere ablehnende Haltung trägt die Regierung, welche durch Herrn Herr Schuhwaarenfabrikant auff ersucht uns in einem v. Miquel unseren Landsleuten den Krieg erklärt hat. In dem Schreiben, unsere Angabe, er habe in seinem Betriebe die zehn Ansiedelungsgesetz fehen wir eine folche Kriegserklärung. Unser stündige Arbeitszeit wieder eingeführt, zu berichtigen. Es werde in Nein zur Flottenvorlage ist die Antwort darauf.( Bravo bei den seinem Betriebe nur 9 Stunden gearbeitet; nur einige Tage werde Polen.) im Abg. Göz v. Olenhnsen( Welfe) erklärt, seine Freunde Einverständniß sämmtlicher Arbeiter eine Stunde länger gearbeitet, die als Ueberstunde auch extra bezahlt werde. Dentsches Reich. Der Gewerkschaftliches. der Berlin und Umgebung. Was die Aktionäre verdienen. Wir haben wieder eine fleine Blütheulese in den Geschäftsabschlüssen von Aktien- Unternehmungen veranstaltet, um zu zeigen, wie begründet" das Ver. langen der Unternehmer ist, unter gütiger Mitwirkung der Regierung das Koalitionsrecht der Arbeiter illusorisch zu machen, damit diese Abg. Fürst v. Radziwill( Pole) erklärt sich im Namen seiner geftigen Versammlung der Ausständigen, über die wir an anderer ich ja nicht einfallen lassen tönnen, günftigere Lohn- und Arbeitsdie Arbeiter einer Fabrit die Erbauung eines Speisesaales und die Arbeiter einer anderen Firma eine Preisberabſegung für Zwirn. Die Arbeiter und Arbeiterinnen in Melsungen werden sich der Bewegung anschließen. દેશન zu Der Aufsichtsrath der Württembergischen Vereinsbank schlägt die Bertheilung einer Dividende von 7 pet. vor, ebenso viel steht den Aktionären der Württembergischen Bank vorm. Pflaum und Ko., der Bremer Delfabrik und der Flensburger Dampfer- Kompagnie in Aus ficht. 71/2 pet. warfen die Schlesische Bodenkredit- Aktienbank in Breslau und die Sächsisch- Thüringische Braunkohlen- Aktiengesellschaft ab, während die Kommerzbank in Lübeck 72/3 pet. und die KappelnDer Schleswiger Dampfschiffahrts- Gesellschaft 75 pet. vertheilt. Verein chemischer Fabriken in Mannheim zahlt nach reichlichen Abe würden, obwohl sie der Vorlage sympathisch gegenüber ständen, schreibungen, Vortrag auf neue 8 pCt. Rechnung 2c. gegen dieselbe stimmen, da ihnen einzelne Bestimmungen uuannehm Der Tischlerftreik in Landsberg a. M. ist zur beider Dividende. Die Braunkohlen- Grube Karoline" brachte gleichbar seien. falls 8 pet. und die Braunschweigischen Kohlenbergwerke zahlen Abg. Dr. Schädler( 3.): Die Ansichten über die Flotten- feitigen Zufriedenheit beigelegt. vorlage find in der Zentrumspartei getheilt. Um so einiger Die Zimmerer in Gabars haben am 14. März die 8 pet. auf Prioritäts- und 7 pet. auf Stammattien. Die Chromofind wir in anderen Fragen.( Lachen bei den Sozial. Kündigung eingereicht. Die weiteren Verhandlungen mit den Papier- und Kartonfabrik vorm. Guft. Najork in Leipzig sette die demokraten). Wir wollen die Vertheidigung des Bater Unternehmern, die bereits die Zugeständnisse für eine fleine Lohn- Dividende auf 82 pet. feft, die Stuttgarter Straßenbahn- Gesell landes auf anderem Wege als die Vorlage, für die wie erhöhung zeitigten, sind von diesen abgebrochen, da die Arbeiter sich schaft gewährt 8% pet. auf Stamm und 92 pet. auf Prioritäts1887 durch unzählige Broschüren Stimmung gemacht wird. mit der Ablehnung der anderen Forderungen nicht zufrieden geben. Attien. Die Rhederei vereinigter Schiffer in Breslau, die Vereinigte Hoffentlich sind diese Broschüren nicht offiziös( Seiterkeit), denn Die Textilarbeiter in Kassel haben beschloffen, für dieses Flensburg- Efenfunder und Sonderburger Dampfschifffahrts- Gesonst müßte man fragen, wo kommt das Geld her?( Sehr richtig! Jahr eine 10prozentige Lohnerhöhung zu fordern. Weiter fordern sellschaft, die Vereinigte Pommersche Eisengießerei und die Hallische Maschinenbau- Auftalt vorm. Baas u. Littmann, sowie der Bremer lints.) Auch wir wollen nicht nur die Erhaltung, sondern auch den Bantverein zahlen je 9 pet. Die Leipziger Immobiliengesellschaft und Ausbau der Flotte, aber nur nach Maßgabe der vorhandenen Die Hamburg- Altonaer Zentralbahn- Gesellschaft vertheilen 9/2 pct., Wittel. Seit die Flotte auf dem Tapet ist, hören wir gar: letztere giebt außerdem noch 110 000 M. auf sogenannte Genußmichts mehr vom Landheer; und die Kosten für das Heer scheine. Die Bremer Schiffsbaugesellschaft Bultan" und die fieigen beständig. Wir können nicht die erste Macht zu Lande und Der Streit der Bergarbeiter in Hänichen dauert unver Chemische Produktenfabrik Pommerensdorf gewähren 10 pCt. Die die erste Macht zur See sein.( Ruf rechts: Das wollen wir nicht!) ändert fort. Einige, die erst noch aufuhren, haben sich den Oberschlesische Zementfabrit in Oppeln giebt 11 pet. Dividende. Die Das ist aber der Anfang und zwar der dicke Anfang.( Sehr richtig! Streifenden nunmehr angeschlossen. Am Sonnabend wurde ein- Aktionäre der Hinschenfelder Lederfabrik, der Vereinigten Fränkischen links.) Gewiffe Leute scheinen mir doch an eine Erdballpolitit zu stimmig beschlossen, am Streit festzuhalten, bis die Forderungen Schuhfabriken in Nürnberg, der Eßlinger Brauerei- Gesellschaft, der denken. Herr v. Hertling meint: Wir bewilligen teine neuen bewilligt find. Von feiten des Werkes ist jetzt das Berg- Schieds- Hamburg- Südamerikanischen Dampfschifffahrts- Gesellschaft und der Schiffe, sondern eine neue Flotte. Das ist ein weiterer Grund gericht angerufen worden, um als Einigungsamt zu fungiren. Die Breslauer Straßenbahn- Gesellschaft erhalten je 12 pet. Die Aktienfür mich gegen die Vorlage.( Heiterkeit.) Wenn man Streifenden haben daraufhin vom Bergamte ein Schreiben erhalten, Gesellschaft für Glasindustrie vorm. Friedrich Siemens in Dresden eine weitere Flotte von uns fordern wird, so wird man in welchem ihnen angerathen und empfohlen wird, sich auch dafür zahlt nach der Schätzung ihres Vorstandes mindestens 12 pCt. uns fagen: Wer A gefagt hat, muß auch fagen. zu ( Sehr richtig! links.) Ich zweifle nicht an der Loyalität der Marine: erklären. Wahrscheinlich werden die Arbeiter den Vorschlag an Die Dresdener Baugesellschaft sowie die Kondor- Fahrradwerke in Brandenburg werden voraussichtlich 15 pet. vertheilen. Die Neue verwaltung, aber Staatssekretäre sind, wie Figura zeigt, wandelbar. Die Schiffbaner Breslaus haben auf fämmtlichen Baustellen Baumwoll Spinnerei und Weberei in Hof schlägt der GeneralDie ( Abg. v. Bollmar: Andere Leute auch! Große Seiterkeit.) Bor die Arbeit niedergelegt, weil ihre Forderungen von den Arbeitgebern versammlung die Gewährung von 16 pCt. Dividende vor. einem Jahre wurde noch gesagt, an ein Septennat werde nicht ge= Porzellanfabrik Rosenthal u. Co., Aktiengesellschaft in Selb, sowie dacht, die Technik im Schiffsban fei noch nicht abgeschlossen. Jetzt abgelehnt worden sind. Ausständig find gegen 70 Mann. behauptete man das Gegentheil. Das muß doch stuzzig Ueber den Streit der Maurer in Naumburg wird die Alfen'schen Portland Zementfabriken zahlen 18 pCt. Die Bremer machen. Im Laufe eines Jahres hat sich alles geändert. berichtet, daß die Zahl der Ausständigen gegenwärtig 99 beträgt. Wolltämmerei und die Vereinigten Filzfabriken Giengen an der 20 pCt. ab. Die Ludwigshafener Walz( Abg. Dr. Schoenlant: Geschwindigkeit ist keine Hererei! Heiterkeit.) Abgereift find 26 und zu den neuen Bedingungen arbeiten Brenz warfen mühle erzielte zwar einen Brutto- Gewinn von 2012 pCt., sie Vor einem Jahre wurde noch gesagt, die Rüften vertheidigen sich 16 Mann. bringt aber nur die Vertheilung von 8 pCt. Dividende in Vorschlag. Die Porzellanfabrik in Kabla wird voraussichtlich 221/2 pet. und die Polyphon- Musikwerke Wahren bei Leipzig werden 23 pet. ge= währen. Die Oldenburger Versicherungs- Gesellschaft zahlt 24 pet., nehmen. felber. Jehr auch hier ein Wandel der Anschauungen. Nach§ 71 In Jena find 46 Maler wegen Verweigerung ihrer Unter" der Verfaffung können wir Bewilligungen auf längere Zeit aus schrift zu dem von den Meistern vorgelegten Tarif ausgesperrt. sprechen. Die Regel ift aber die jährliche Bewilligung und wir Der Streik der Böttcher in Braunschweig und Helm müfen nicht bewilligen. Im Hinblick auf die wenigen stedt dauert unverändert fort. Obgleich im Böttchergewerbe auch noch und die Trotha- Sennewißer Aktien- Ziegelei Gesellschaft nach reichRechte des Reich 3 tags bleiben wir bei der Regel und die in anderen Städten umfangreiche Lohntämpfe stattfinden, so ist doch lichen Abschreibungen 25 pet.( im Vorjahre 50 pet.) Der GeneralRegel ist die jährliche Bewilligung. Auch die Bindung der Re: die rühmliche Thatsache zu konstatiren, daß noch kein Arbeitsversammlung der Hallischen Maschinenfabrik und Eisengießerei wird gierung können wir nicht für bedeutsam halten, gegen ihre williger" sich gefunden hat, was die Streifenden zu den besten die Vertheilung von 35 pet. vorgeschlagen. Die Jlseder Hütte bei beffere Ueberzeugung fönnen wir die Regierung nicht binden. Aus Peine tann sogar 5423 pCt. Dividende zahlen. allen den Gründen stimmt ein Theil des Zentrums gegen die Hoffnungen über den Erfolg ihrer Sache berechtigt. Vorlage. Die ftreikenden Tapezirer in München verlangen: Neun- Das englische Arbeitsamt, besonderes Ressort des Ministe Staatssekretär Graf v. Posadowsky: Ich bedaure, daß man stündige Arbeitszeit mit je einer Viertelftunde Frühstücks und riums für Handel und Gewerbe, bat für seine auf der Brüsseler hier innere Landesfragen zur Grundlage für Abstimmungen im Besperpause und eineinhalbstündige Mittagszeit; Ueberstunden Weltausstellung ausgestellt gewefenen Publikationen über ArbeiterReichstag macht. Die preußische Staatsregierung führt keinen Krieg 1/8 pet. Zuschlag, bei Beginn derselben 20 Minuten Pause; bei fragen den großen Preis zugesprochen erhalten. gegen die Polen( Oho! bei den Polen und im Zentrum), fie thut Nachtarbeit 75 pet. Zuschlag und Baufen von insgesammt ein nur ihre Pflicht, wenn sie in den gemischt- sprachlichen Landes- einhalb Stunden; die Arbeiten außerhalb der Stadtgrenzen müssen Depeschen und lehte Nachrichten. theilen das deutsche Element zu stärken sucht. mit 1,50 M. Zuschlag und Schlafgeld vergütet werden; die ArbeitsDa Fürst Radziwill die Bedeutung einer Flotte für die Landesvertheidigung voller Tag berechnet; wird länger als 7 Stunden gearbeitet, so ist teumdungsprozesses der Schreibfachverständigen gegen Bola, ist auf zeit an Sonn- und Feiertagen beträgt 7 Stunden und werden als Paris, 23. März.( W. T. B.) Die Verhandlung des Ber fachlich durchaus anerkannt hat, so wäre es logisch von der polnischen fachlich durchaus anerkannt hat, so wäre es logisch von der polnischen 75 pet. Sohnzuschlag zu zahlen. Der 1. Mai ist als Feiertag zu unbestimmte Zeit vertagt worden infolge der Berufung Zola's gegen Fraktion gewefen, für die Vorlage zu stimmen. Auch aus politischen und taktischen Gründen hätten die Polen der Vorlage zustimmen betrachten, wenn nicht dringende Arbeiten vorliegen. An Vorabenden die Zuständigkeit des Korrektions- Tribunals. von hohen Festtagen ist um 4 Uhr Feierabend, der Tag ist voll zu follen. bezahlen und erfolgt die Auszahlung um 4 Uhr. Bisher haben neun größere Geschäfte die Forderungen anerkannt. Das Haus vertagt sich darauf. Persönlich bemerkt Abg. Lieber( 8.), er habe nur als Berichterstatter und rein objektiv gesprochen. Abg. Schoenlant( Soz.) bleibt bei seiner Behauptung, Herr Lieber habe seine Stellung zur Flottenvermehrung von 1897 bis 1898 gewechselt. Die Abstimmung werde es beweisen. Nächste Sigung Donnerstag 11 Uhr.( Fortsegung der heutigen Berathung.) Schluß 54 Uhr. Partei- Nachrichten. Ju dem Dorfe Warsow bei Stettin wurde der Parteigenoffe Neese in den Gemeinderath gewählt. " Die Münchener Bildhaner beschlossen, in denjenigen Ges fchäften, über die feitens der Schreiner der Streit verhängt ist, ebenfalls die Arbeit niederzulegen. Ebenso haben sich die Modelltischler dem Lohnkampf angeschlossen. Der Ausstand der Schuhmacher in München umfaßt 200 Arbeiter und erstreckt sich auf alle Geschäfte mit Ausnahme der jenigen, die die Forderungen bewilligt haben. Paris, 23. März.( W. T. B.) Die Heereskommission der Kammer nahm den Antrag an, welcher die Regierung ermächtigt, im Falle einer überseeischen kriegerischen Unternehmung alle französischen Schiffe, wo sie sich auch befinden mögen, aufbieten zu dürfen. Gegenwärtig hat die Regierung nur das Recht des Aufgebots der in den heimischen Gewässern befindlichen Schiffe. Rom, 28. März.( W. T. B.)( Deputirtenkammer.) In nament licher Abstimmung wird die gestern eingebrachte Tagesordnung Alessio, welche besagt, daß sich die Rammer in der Erwägung, daß die in dem Berichte der Kommission dargelegten Thatsachen den Charakter eines gewöhnlichen Vergehens hätten, dahin ausspreche, dem Eingreifen der Gerichtsbehörde wegen der gegen Crispi er hobenen Anklagen volle Freiheit zu gewähren, mit 184 gegen 106 Stimmen bei 25 Stimmenthaltungen abgelehnt. Schwarze Liften mit den Namen der ftreifenden Tischler und und sonstigen Arbeiter der Bau- und Möbel- Tischlerei von Paul Marcus u. Frank in Altona- Ottensen versendet der Verein des Holzgewerbes von Hamburg- Altona, Mitglied des Arbeitgeber- Ver- Desgleichen lehnt die Kammer die Tagesordnung Rovasenda, baudes von Hamburg Altona, an feine Mitglieder. Das sind die welche Erispi vor den Staatsgerichtshof verweisen will, durch Auffelben Leute, die sich über den Terrorismus der Arbeiter beklagen stehen resp. Sigenbleiben ab und nimmt hierauf in namentlicher und die nach der Polizei schreien, damit diese die unbotmäßigen" Abstimmung die Tagesordnung Carcano, welche besagt, daß das Arbeiter tnebeln soll. Haus von den Erklärungen des Berichterstatters der Kommission W Die Redaktion der Mainzer Volkszeitung" übernimmt am 1. April der Parteigenosse und Landtags- Abgeordnete Philipp Haaz. Aus Böhmen. Bei den Gemeinderathswahlen in den Arbeiter- Die norddeutschen Barbier und Friseur- Gehilfen hielten und des Justizministers Aft nimmt und die Anträge der Kommission dörfern Friedrichswald, Dörfel und Massersdorflam 14. d. M. in Magdeburg ihren Bezirkstag ab, welcher billigt, mit 207 gegen 7 Stimmen an, bei 65 Stimmenthaltungen. Hierzu 1 Beilage u. ilnterhaltungsblatt. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Mr. 70. 15. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Bonnerdag, 24. März 1898. Abgeordnetenhaus. 54. Sigung vom 23. März 1898, 11 Uhr. Am Ministertische: Thielen. Die Berathung des Eisenbahn- Etats wird bei dem Einnahme- Titel„ Aus dem Güterverkehr" fortgesetzt. " Hierzu liegt vor ein Antrag Gothein( frf. Vg.), die Staatsregierung wolle mit den deutschen Eisenbahnverwaltungen die Bersegung von Getreide, Malz und Mühlenfabritaten aus Spezialtarif I in Spezialtarif II vereinbaren. Auf den Antrag des Abg. Frhr. v. 3eblik( ft.) wird der Antrag Gothein der Budgetkommission zur Vorberathung überwiesen; der Titel selbst wird nach langwieriger Debatte, die des allgemeinen Interesses entbehrt, genehmigt. Auf eine Anfrage des Abg. v. Woyna( ft.) erwidert der Regierungskommissar Geh.- Rath Möllhausen, daß über die für den Anschluß von Kleinbahnen zu berechnenden Kosten gegenwärtig Erhebungen angestellt werden, um zu einheitlichen Grundsäßen hierüber zu gelangen. Lokales. der privaten Luftbarkeiten am Charfreitag, am Bußtag, in der Charwoche, an den Vorabenden und an den ersten Tagen Die Wiederkehr des Genossen Liebknecht und zugleich sein der drei großen Feste. An den genannten Tagen können demStiftungsfest feierte der sozialdemokratische Wahlverein des sechsten gemäß private Lustbarkeiten auch in öffentlichen Lokalen Kreises am Sonnabend in der Tonhalle. Obwohl jede öffentliche stattfinden, unterliegen aber hier, wie in privaten Räumen Ankündigung unterlassen war, hatte sich die Kunde dieser auch jetzt noch der Einschränkung, daß dadurch nicht die äußere Feier in den Kreisen der Parteigenossen weit verbreitet und schon Heilighaltung der Sonn- und Feiertage beeinträchtigt wird. Was zeitig strömten in hellen Schaaren die Genossen und Genoffinnen unter Beeinträchtigung" zu verstehen ist, hängt natürlich im wefent herbei, um ihren Borkämpfer nach überstandener Gefängnißhaft lichen vom Belieben der Polizei ab. Wir wollen hoffen, daß sich wieder zu begrüßen. Der schön geschmückte Saal war überfüllt. Dinge, wie die, welche der Gastwirth Gründel seinerzeit erleben Als Liebknecht erschien, jubelten ihm die Versammelten zu, wie man mußte, in Zukunft nicht wiederholen. nur einem Freunde, den man von ganzem Herzen liebt und verehrt, Ein hiefiger Ingenieur hat beim Magiftrat die Genehmigung zujubeln kann. Liebknecht, tief bewegt von der Begeisterung der zur Aufstellung von Säulen an Straßenecken und auf freien Plägen Genoffen, hielt eine Festrede, in der er die Entwickelung der Partei nachgesucht, welche Säulen Nachweise über die in der nächsten Um schilderte und unserer Zuversicht in die Zukunft Ausdruck verlieh. gebung dieser Straßen leerstehenden Wohnungen enthalten sollen. Auch sonst verlief die Festlichkeit, durch Gesang und Musit verschönt, in befter Weise. Für die Erbauung einer neuen( dritten) städtischen Jrrenanstalt ist ein Theil des zu Kanalisationszwecken von der Stadtgemeinde erworbenen Rittergutes Buch in Aussicht genommen. Ueber die städtischen Almofenempfänger bringt der lehte Bericht der Armendirektion( pro 1896/97) wieder die üblichen AnDie gesammten Einnahme- Titel werden hierauf ohne weitere gaben der persönlichen Verhältnisse( Geschlecht, Alter, hat dem Magiftrat ein Projekt vorgelegt, wonach der Gütertransport Die vereinigte Eisenbahnbau und Betriebsgesellschaft Debatte genehmigt. Bei dem Ausgabe- Titel„ Vom Staat verwaltete Eisenbahnen" des Borjabres zeigt einige bemerkenswerthe Berschiebungen. den Schienen der Straßenbahn erfolgen soll. Seit Jahren wird der Beruf, Ursache der Bedürftigkeit). Die Vergleichung mit den Zahlen von und nach den Bahnhöfen in der Hauptsache" des Nachts auf befürwortet Abg. Lohmann( ntl.) einen von ihm gestellten Antrag, welcher( 26 069) Almofenempfängern waren 20 117( 19 341) weiblich förmlich überschüttet. Bis jetzt ist aber noch nichts dabei herausVon den im März 1897( beziv. 1896) in den Listen stehenden 27027 Magistrat mit Verkehrsprojekten von wahrhaft genialer Natur eine schnellere Anstellung der Eisenbahnbau und Maschinen- In- und nur 6910( 6728) männlich. Unter den letzteren waren 73 gekommen. spektoren bezwecken soll. ( 55) frühere Beamte u. s. w., 57( 58) Künstler, Gelehrte u. s. w., Regierungstommiffar Lehmann kann sich über den Antrag, der 330( 340) Handeltreibende, 3309( 2670) Gewerbetreibende, 3051 Grünenthal von der Reichsdruckerei will ein hiesiger Berichterstatter In der Untersuchungsfache gegen den Oberfaktor nicht im Wortlaut vorliegt, nicht äußern. Die Verwaltung sei aber( 3471) Handarbeiter, 90( 134) ohne Angabe. Unter den weiblichen folgendes erfahren haben: Die fortgefeßten kriminalpolizeilichen bemüht, die Anstellung der Beamten zu beschleunigen. Abg. Schmieding( ntl.) tritt den Wünschen seines Freundes richt die Angabe des Berufes des verstorbenen Ehemannes vermissen Ausübung des Diebstahls Komplizen nicht gehabt hat. Ob jedoch Personen waren allein 15 557( 15 005) Wittwen( bei denen der Be Ermittelungen haben mit Sicherheit ergeben, daß Grünenthal bei Lohmann bei. Auch der Abg. Mücke( 3.) unterstützt den Antrag läßt), ferner 3137( 3014) Unverehelichte, 160( 133) Ehefrauen, 805 Personen um seine Handlungen wußten, ist noch nicht festgestellt. Lohmann. ( 776) Cheverlassene, 458( 413) Gefchiedene. Die Angaben über das Der Banknotendiebstahl ist im Jahre 1894 und zwar in einem Minister Thielen legt dar, daß in Berücksichtigung der von den Alter sind von geringerem Werth, weil der Bericht hier, einzigen Falle begangen worden. Die Höhe des gestohlenen Be Technikern geäußerten Wünsche derjenige Paffus in den Etat auf wie immer, leider nicht nach dem Geschlecht unterscheidet. Unter trages fonnte noch nicht genau ermittelt werden, dürfte jedoch zum genommen sei, dessen Streichung der Antrag Lohmann bezweckt. Abg. Reimui( natl.) bittet um Besserstellung der aus den noch unter 20 Jahre; ferner 40-50 Jahre alt 1830( 1801) Perfonen, Stellen aufgefundene Gelb gedeckt sein. 40 Jahre alt waren nur 1359( 1837) Personen, davon 98( 104) größten Theil durch das bei Grünenthal respektive an anderen Arbeitern hervorgegangenen Werkstatt- Aufseher. 50-60 Jahre 4052( 8959), 60-70 Jahre 9723( 9645), 70-80 Jahre Person hat Grünenthal jährlich etwa dreitausend Mark(?) Abg. v. Czarlinski( Pole) hält den Dienst der Gepäckträger 8409( 7816), 80-90 Jahre 1589( 1463), über 90 Jahre 65( 48) Per verbraucht. An Geschenken für seine verschiedenen Geliebten, AbFür seine eigene. für zu anstrengend; er kenne Leute, die in dieser Stellung seit fonen( unter letteren im Jahre 1897 eine über 100 Jahre alte findungssummen 2c. sind nachweislich innerhalb der letzten zwei 37 Jahren feinen freien Sonntag gehabt haben. Redner führt Person). Die städtische Armenpflege greift vorwiegend erst dann Jahre von ihm 155000 m. ausgegeben, von denen jedoch 100 000 m. sodann Beschwerde über das Auftreten des Stationsvorstehers in ein, wenn die Hilfsbedürftigkeit mit hohem Alter gepaart ist, in der Wohnung seiner Wirthin wieder zur Stelle geschafft find. Dirschau, der gegen einen polnischen Telegraphisten äußerst während die jüngeren Leute meist auf die Selbsthilfe durch Arbeit Auf dem Begräbnißplay, in der Wohnung des Grünenthal sowie in brutal aufgetreten sei. verwiesen werden, unbekümmert darum, ob für sie Arbeit zu finden zwei verschiedenen Bankgeschäften find Werthpapiere in Gesammt Minister Thielen bemerkt, daß der Beamte im Dienste polnisch ist oder nicht. Als Ursachen der Hilfsbedürftigteit nennt 31 vechen nicht berechtigt sei. Er werde den Fall untersuchen. Der Bericht hohes Alter bei 15 420( 14 781) Bersonen, anbauerte en höhe von 320 000 2. ermittelt; hierzu kommen 100 000 m., die bei Den Gepäckträgern foll stets Beit gegeben werden, am Sonntag einen heit oder Siechthum bei 8606( 7828), nicht zureichende oder mangelnde Kriminalpolizei ein Vermögen von 420 000 M. zur Stelle geschafft der Geliebten des G. aufgefunden worden sind, sodaß seitens der Gottesdienst zu besuchen; die Leute ziehen es vor, aus Erwerbs- Erwerbsfähigkeit bei 3001( 3460). Auch für diese Zahlen fehlt in dem worden ist. Die von dem Oberfaktor gemachten Ausgaben innerrücksichten ihren Dienst nicht zu unterbrechen. Die Abgg. Böttinger( natl.), Felisch( f.), Kircher( 3.) bitten um so weniger zu entbehren, da gerade hier das Vorherrschen der G. durch Spekulationen an der Börse innerhalb der letzten vier Jahre Bericht leider die Unterscheidung nach Geschlechtern. Sie ist hier balb der letzten zwei Jahre dürften 70000 M. überschreiten. Wieviel um Aufbesserungen für einzelne Beamtentategorien. Abg. v. Bockelberg( f.) bekämpft den Antrag Lohmann, der ftüßten zweifellos feinen Einfluß start geltend macht. Von speziellem Summe fein, um so mehr, als Mißerfolge, die Grünenthal bei weiblichen Bersonen und besonders der Wittwen unter den Unter- gewonnen, ist nicht festzustellen, doch dürfte dies eine ganz bedeutende nach der Entstehung des Bermerts, der nach diesem Antrag gestrichen Intereffe ift die Zahl derjenigen Unterstüßten, die ohne alt und feinen Spekulationen etwa gehabt hätte, nicht ermittelt worden sind. werden soll, gerade das Gegentheil von dem erreichen würde, was siech zu sein- doch einen unzureichenden oder über Siernach dürfte die von ihm gestohlene Summe auf etwa 400 000. er bezweckt. Auch kann man der Regierung keine Beamten aufbauptteinen Erwerb hatten. Zu dieser Gruppe gehören nicht zu berechnen sein. Die Verhaftung der Wirthin des Grünenthal, drängen, für die sie keine Verwendung hat. Abg. Dr. Sattler( natl.) befürwortet einen von ihm gestellten oder ganz Erwerbsunfähigen, sondern auch solche, die tros aller Er fuchung hat mit dem Diebstahl selbst nichts zu thun; diese bezieht nur die wegen Blindheit, Taubheit u. f. w. von vornherein theilweise der Frau Eng, sowie die gegen ihre Entelin eingeleitete UnterAntrag: Die Titelbezeichnung Bau und maschinentechnische werbsfähigkeit doch zeitweilig oder dauernd noch nicht einmal fich vielmehr auf Ruppelei fowie auf ein anderes schweres BerEisenbahn- Betriebs- Ingenieure" abzuändern in Oberbahnmeister" das sogenannte Existenzminimum erwerben, weil sie zu erbärmlich gehen. Daß die beiden Frauen Kenntniß von dem Diebstahl in der Minister Thielen erwidert, daß Amts- und Titelverleihung bezahlt werden oder überhaupt keine Arbeit finden. Diese Gruppe Reichsdruckerei gehabt, ist nicht anzunehmen. Frau E. sowohl als Ausfluß des Kronrechtes sind. Er verstehe diese ganze Agitation hat sich in den letzten Jahren erheblich verringert. Sie hatte deren Enkelin waren wohl berechtigt zu glauben, daß Grünenthal nicht, die von den technischen Hochschulen ausgegangen sei. Der im März 1898, infolge des Arbeitsmangels und zugleich der Lebens- ein eigenes bedeutendes Vermögen befißt, um so mehr, als ihnen Titel Oberbahnmeister" würde gar keinen Sinn haben, denn mit mitteltheuerung der vorhergehenden Jahre, die beträchtliche Höhe genau bekannt war, daß der frühere Oberfaktor mit gutem Erfolge der Bahumeisterei habe die Stellung der betreffenden Beamten gar von 4144(= 18,4 pet. aller Unterstützten) erreicht, ist aber seitdem, Spekulationsgeschäfte betreibt. Grünenthal ist übrigens auch bis nichts zu thun. Der Titel„ Eisenbahnbetriebs- Ingenieure" treffe in infolge der Mehrung der Arbeitsgelegenheit und des Sintens der heute noch nicht zur Ablegung eines Geständnisses zu veranlassen jeder Beziehung das richtige. Lebensmittelpreife, bis auf 8001(= 11,1 pt. aller Unterstüßten) gewefen. gesunken. Man sieht, wie sich in der Armenpflege der Gang der wirthschaftlichen Verhältnisse wieber Kaffenscheine und Werthpapiere waren in der Verwahrungsstelle des Die in der Grünenthal'schen Angelegenheit beschlagnahmten fpiegelt. Aber eben infolge dieses Einflusses der wirth, Kriminalgerichtsgebäudes untergebracht worden. ebenso günstige Zahlen zu erwarten. Das neuerliche Steigen der hatten abwechselnd zu zweien Nachtdienst, um den Schatz zu be Diese Maßregel fchaftlichen Lage auf die Arinenpflege find für 1898 taum noch hatte für die Gerichtsdiener recht unbequeme Folgen, denn diefelben der Arbeitsgelegenheit dürften sich hier sehr bald wieder fühlbar Niederwallstraße übergeführt worden. Preise der wichtigsten Lebensmittel und die erneute Minderung wachen. Letzterer ist gestern nach der Hinterlegungsstelle in der machen. " Abg. Bröse( t.) führt Beschwerde über unzulängliche EisenbahnUebergänge in der Altmark und über die ungenügende Barrieren schließung bei den vorhandenen. Die Aufwartefrau des verhafteten Oberfaktors Grünenthal, auf Abg. Caheusly( 8.) bekämpft den Antrag Sattler. Die Abgg. Krawinkel( natl.), Mies( 3.) und Wallbrecht( natl.) empfehlen den Antrag Lohmann. Die Abgg. v. Knapp( natl.), Ring( t.), Wetekamp( frf. Bp.) begründen ihre Wünsche um Besserstellung einzelner Beamten Kategorien. Nachdem noch der Abg. Kirsch( 3.) sich gegen den AnEin Christenthum besonderer Art giebt ein hiesiger Pastor, deren Denunziation hin angeblich die ganze Affaire aufgedeckt wurde trag Sattler erklärt, wird die Debatte geschlossen. namens Rahlenbeck, zum besten. Dieser Pastor hat im Frau Lötsch bestreitet entschieden die Richtigkeit der über Die Anträge Sattler und Lohmann werden abgelehnt. Beit vor fünfzig Jahren im Lichte der evangelischen Wahr bekannt wurde, als er noch im Vorderhause Camphausenstraße 2 Schöneberger Parochialverein einen Vortrag gehalten, den er„ Die sie verbreiteten Erzählungen. Frau Lötsch, die mit Grünenthal Der Titel„ Besoldungen" wird bewilligt. Bei Titel 2,, Wohnungsgeldzuschuß" erörtert heit und der vaterländischen Geschichte" betitelte. Nach dem Bewohnte, erklärt, daß sie keineswegs, wie in einem Lokalblatte beAbg. Dr. Schulz- Bochum( natl.) die Thätigkeit der Bau Vortrag bringt, hat Paftor Rahlenbeck von dem Begräbniß der habe. Sie habe weder den Grünenthal bei der Polizei angezeigt, richt, den die doch ziemlich unverdächtige Kreuz- Zeitung" über den hauptet wurde, 50 m. monatlich für ihre Aufwartedienste erhalten genossenschaften für den Bau von Arbeiter- und Beamtenwohnungen. Märzgefallenen folgendes gefagt:" 3u unserer Beschämung noch etwas von dem Versteck der Werthpapiere auf dem Kirchhof Er ist der Meinung, daß diese Genossenschaften allein das Bedürfniß muß zugegeben werden, daß an dem Begräbniß auf dem Friedrichs gewußt. Bei ihrer Bernehmung bei der Kriminalpolizei hat sie nur an Beamtenwohnungen nicht decken können und daß man im schnelleren hain auch Würdenträger und Geistliche theilnahmen; es war der den Verkehr des Grünenthal mit der Elly G., die übrigens seit Tempo staatlicherseits mit dem Bau von Beamtenwohnungen Terrorismus der Zeit." vorgehen möchte.( Zustimmung.) Wenn man die palaftartigen. 15 Monaten Mutter ist, bestätigen fönnen. Dienstgebäude fieht, so sollte man glauben, daß auch für Beamten- niemals etwas Beschämendes an sich habe, wenn er an einem der Oberstaatsanwaltschaft beim Kammergericht werden jetzt durch Bisher haben wir immer geglaubt, daß es für einen Geistlichen Scharfrichter Reindel bleibt dem Staate erhalten. Von Wohnungen wohl etwas gethan werden könnte. Um den Beamten Begräbniß theilnehme, und sei es selbst das eines Raubmörders. Steindruckt vervielfältigte Antwortschreiben an die zahlreichen Per in rheinisch westfälischen Bezirken beffere Wohnungen zu schaffen, Die sogenannten Tröftungen der Religion sollen doch gerade den sonen versendet, welche sich um das angeblich erledigte Amt des mögen Theuerungszulagen in den Etat tünftig eingestellt werden. ärgften Sündern am bereitwilligften dargeboten werden. Da der Scharfrichters beworben haben. Der in diesem Schreiben ere Minister Thielen bemerkt, daß für derartige Zwecke bereits Herr Paftor sich also mit seinem Christenthum in Widerspruch seßt, theilte Befcheid lautet ganz tura folgendermaßen: Bon einer eine Million in den Etat eingestellt ist. Die Regierung sucht soviel wenn er die gefallenen Märztämpfer als lauter Bösewichter be- Niederlegung des Amtes durch den Scharfrichter Reindel ist hier als möglich durch Stellenzulagen zu helfen. Das Bedürfniß wird trachtet, vor denen der Geistliche sich zu schämen habe, so liegt dem bisher nichts bekannt geworden." Unter der großen Anzahl der Be Weiterberathung morgen( Donnerstag) 11 Uhr. Ausspruch des Priesters wahrscheinlich ein ganz anderer Sinn unter werber sind die verschiedensten Kreise, namentlich aber Schlächter, als der, der bei oberflächlichem Anschauen aus dem Vortrage heraus zulefen ist. Der Vertreter der christlichen Demuth und Liebe Parlamentarisches. hat gewiß fagen wollen, daß die evangelische Geistlichkeit von da Schon wieder eine Duellprügelei? Die Märkische BoltsDer Bundesrath bat in seiner geftrigen Sigung folgenden bat, vor dem Seldenmuth der Märzgefallenen in Demuth Militär- Schießständen in der Jungfernhaide, wie uns nachträglich mals, die sich bekanntlich nicht durch allzuviel Rurage ausgezeichnet Beitung" bringt folgende Nachricht:„ Ein Duell hat bei den Borlagen die Zustimmung ertheilt: Ergänzung der Bestimmungen und Beschämung die Segel streichen müsse. Und in diesem von zuverlässiger Seite mitgetheilt wird, zwischen zwei Offizieren über die Tara und Abänderung eines Zarafages; Ertheilung der Sinne hat der Pastor Rahlenbeck ganz gewiß recht. am Sonntag(!) den 18. d. M. in der Frühe zwischen 5 und& upr Erlaubniß zur Beförderung von Auswanderern an die Hamburg- Die neue Verordnung über die äußere Heilighaltung der Arm. Daß Angehörige des deutschen Heeres zu einem solchen stattgefunden. Einer der Betheiligten erhielt eine Wunde am rechten Amerikanische Packetfahrt- Aktiengesellschaft in Hamburg; Entwurf Sonn- und Feiertage, welche wir vorgeftern veröffentlicht haben, Standal noch den Sonntag benußen, macht ihren berühmten„ Ehreneiner Anweisung zur chemischen Untersuchung von Fetten und bringt bekanntlich eine Reihe Veränderungen, auf die wir im foder" gewiß noch viel berühmter". Käfen mit einigen Abänderungen; Vorlage betreffend die besonderen hinweisen wollen. Zunächst sind einige Untlarheiten Abänderung des§ 11 der Borschriften über die Abgabe der bisherigen Bestimmungen beseitigt, indem durch einen Schlächtergeselle G. nach seinem Geständniß am Schlesischen Busch start wirkender Arzneimittel, sowie über die Beschaffenheit Zusatz zu§ 1 festgestellt und Bezeichnung der Arzneigläser und Standgefäße in Bufa anerkannt. von Auswanderern. ift, daß an den Sonn vertreten. Die 80 000 m., welche der im Buchthause befindliche den Apotheken; Gefeßentwurf für Erlaß Lothringen, betreffend die und Feiertagen das Fahren von Bierwagen während der vergraben haben will, sind nicht gefunden worden. Der SchlächterDisziplin der Richter; Feststellung des Landeshaushalts Etats von für den Handel mit Lebens- und Genußmitteln freigegebenen Stunden, gefelle batte, wie bereits gemeldet, auf dem Krankenbette ein Ge Elsaß- Lothringen für 1898/99. Den zuständigen Ausschüssen wurden sowie das Fahren von Rollwagen, so weit sie dem Eilgutverkehrständniß abgelegt, nach welchem er einen Engros- Schlächtermeister auf überwiesen Vorschläge zur Abänderung einiger Bestimmungen der dienen, unzweifelhaft gestattet ist. Eine fernere bisherige Unflar- der Landstraße ermordet und ihm 80 000 m. fowie eine goldene. Betriebsordnung für die Haupteisenbahnen Deutschlands 2c.; Bor- heit wird durch die neue Faffung von§ 2 und 4 beseitigt, wonach Uhr geraubt habe. Das Geld und die Uhr wollte G. an einem lagen, betreffend die Bulaffung der Société de Navigation Belge- unmehr das Verbot, an den Sonn- und Feiertagen öffentlich bemerkbare Baum am Ufer des Spreefanals am Schlesischen Busch, und zwar Arbeiten vorzunehmen, keine Anwendung findet auf Arbeiten, welche in Générale Transatlantique in Paris und Havre zur Beförderung gehörigen zur Bestellung oder Abwartung ihrer Gärten und Felder Auffindung der Uhr geführt, dagegen ist das Gelb nicht mehr vore Américaine( Red Star Line) in Antwerpen und der Compagnie Bier- und Hausgärten oder von kleinen Leuten mit ihren An- Abend und Dienstag früh an dem durch einen Kerb in der Rinde gekennzeichneten Baum angestellten Nachgrabungen haben zwar zur Die sechste Kommission des Reichstages hat heute die besonderer Wichtigkeit ist die in§ 6 der neuen Berordnung ge außerhalb der Zeit des Hauptgottesdienstes verrichtet werden. Von handen gewesen. zweite Lesung der Novelle zur Ronkursordnung troffene Bestimmung, wonach das Aushängen und Ausstellen Die 5 Pf. Omnibus- Gesellschaft Reform" G. m. b. S. beendet, nachdem zwischen der Regierung und der Kommission von Waaren in den Schaufenstern und Schaukästen und das hat gestern Abend die Liquidation beschlossen. Liquidatoren sind über die Frage des Zwangsvergleichs Uebereinstimmung dahin er Offenbalten der Ladenthüren an den Sonn- und Feiertagen die Herren Kaufmann, Isaac und der Stadtverordnete Wallach. zielt war, daß ein solcher nicht stattfinden darf, wenn die Masse während der zulässigen Verkaufszeit gestattet ist. Die in Berlin als Verhandlungen wegen Verkaufs des Unternehmens sind eingeleitet, weniger als ein Fünftel der Schuldsumme beträgt. Zum Bericht überaus läftig empfundene Bestimmung, auch während der Stunden damit die neuen Linien, zu denen die Konzession vorhanden ist, unerstatter für das Plenum ist Abg. Bassermann bestellt. von 12-2 Uhr nachmittags die Ladenthüren an den Sonn- und verzüglich in Angriff genommen werden können. Warum die GesellIm Herrenhause ist heute das Gefeß über Hochwasser Feiertagen eingeklinkt au halten und die Schaufenster zu verschaft sich auflöst, wird nicht berichtet. schäden von der mit der Vorberathung beauftragten Kommission hängen oder zu räumen, wird damit aufgehoben. Außerhalb der unverändert nach den Beschlüssen des Abgeordnetenhauses an- gefeßlich zugelaffenen Verkaufszeit müssen freilich die Schau Bedürfniß- Anstalten in den Straßen die Verpflichtung aufWie bekannt, ist den Unternehmern für Herrichtung der genommen worden. Graf Stolberg wird dem Hause mündlichen fenster auch in Zukunft verhängt oder geräumt sein. In Weg erlegt, eine Belle für Frauen unentgeltlich zur Verfügung zu Bericht erstatten. Die Vorlage kommt am Sonnabend im Plenum fall gekommen ist bei§ 8 die Bestimmung, daß diejenigen stellen. Daß eine solche benutzt werden kann, wird zwar in den Be zur Berathung. Das Haus hält bis Dienstag Sigungen, um dann Schantwirthschaften, in welchen ausschließlich oder vor- dürfniß- Anstalten vermerkt, aber vergeblich werden nur zu oft die erst nach Ostern zur Berathung des Etats wieder zusammen wiegend der Ausschant von Branntwein betrieben wird, nach der weiblichen Personen die Thür zu öffnen versuchen, welche in den zutreten, Straße verfchloffen zu halten sind. Aufgehoben ist auch das Berbot meisten Fällen wohl zugeschlossen gehalten wird. Vielleicht trägt ein Das erneuter Hinweis dazu bei, Abhilfe zu schaffen. Uebrigens mögen Ju Schöneberg will man balbigft ein eigenes fommunales| Der Bezirksausschuß bestätigte das Urtheil, das Ober- Verwaltungs die betreffenden Frauen an Ort und Stelle die fofortige Deffnung Krankenhaus errichten. Stadtverordneter Schlick hat der Kommunal gericht hob jedoch die Vorentscheidungen auf und verurtheilte die der Freizelle verlangen und im Weigerungsfalle Beschwerde beim verwaltung eine entsprechende Anregung gegeben. Gesellschaft Kairo, auch für die Reitervorstellungen und für das Magistrat führen. Ein Disziplinarverfahren ist auf Anordnung des Landraths Khalifengrab die anfänglich festgesetzte Steuer zu zahlen, also einFünf Möbelwagen voll beschlagnahmter Mobilien- die Ein- Stubenrauch gegen die 19 Unterzeichner eines von den Zivil: schließlich der 3 M. für das Konzert täglich 14,50 m. richtung einer großen herrschaftlichen Villa- fuhren gestern Mittag anwärtern der Gemeindevertretung zu Rixdorf gegen die Anstellung Zu dem Kapitel von der schwersten Strafe". vor dem Moabiter Kriminalgerichte vor und den Schlußakt leiteten damit dreier Sekretäre aus den Kreifen der Militäranwärter unterbreiteten Schöffengericht am Amtsgericht II verhandelte gestern gegen die eines Abenteuers ein, welches ein Deutsch: Einspruchs eingeleitet worden. Den Anwärtern wird zum Vorwurf Maurer Gaede, Scharfe und Vogt, die angeklagt waren, einige Amerikaner vor einigen Wochen auf der Stadtbahn erlebt gemacht, die Pflichten, die ihnen ihr Amt auferlege, verlegt zu haben Streitbrecher bedroht und mißhandelt zu haben. Das Gericht er hat. Der amerikanische Petroleumquellen- und Bergwerks- und sich durch ihr Verhalten der Achtung, des Ansehens und des fannte gegen Gaede auf sechs Monate, gegen Scharfe befizer E. Stempel, Besiger ungezählter Millionen, hatte die Bertrauens, die ihr Beruf als Gemeindebeamte erfordere, unwürdig auf drei Monate und gegen Bogt auf ein Jahr Ge= große Villa Friedrichstr. 8 in Südende geriethet und bewohnte die gezeigt zu haben. fängniß. felbe mit seiner Familie und zahlreicher Dienerschaft. Eines Tages Der Wohnungswucher in Charlottenburg. Eine Miether hatte er, wie berichtet wird, einen österreichischen Offizier im Stadt versammlung fand am Dienstag Abend in Charlottenburg statt. Die der britten Straftammer des Landgerichts I zur Erheiterung des ,, Jacob Casanova!" rief der Gerichtsdiener vor der Thür bahnabtheil verprügelt. Da er wegen dieser Angelegenheit eine Be- in der Versammlung vom Redakteur Herrn Horn gerügten Mißstände Bublikums und des Gerichtshofes, und gleich darauf meldete er, daß strafung zu erwarten hatte, floh er. In Moabit weigerte fich gestern sind besonders dadurch entstanden, daß die von Strohmännern Niemand erschienen" sei. Es handelte sich um ein sogenanntes sowohl die Staatsanwaltschaft wie auch das Gericht, die Sachen in erbauten neuen Häuser im Wege der Zwangsversteigerung von den objektives Verfahren, welches feitens der Staatsanwaltschaft Verwahrung zu nehmen, weshalb dieselben auf Rosten des Besizers Hypothekenbanken angekauft sind. Die Banken haben nunmehr von gegen eine neue illustrirte Ausgabe der Memoiren nach einer Pfandkammer in der Schönhauserstraße gebracht wurden. ihrem Rechte Gebrauch gemacht, die Miether mit vierteljährlicher& as a nova'3" aus dem Verlage von Alois Hynd Zu einer Versteigerung der Sachen wird es aber schwerlich kommen, Kündigung aus den Wohnungen zu sehen und die Miethen in Prag eingeleitet war. Die Staatsanwaltschaft hatte denn man nimmt an, daß sich in den Dußenden von schweren und entsprechend den Miethen in Berlin zu erhöhen, d. h. um 25 bis beim Amtsgericht die Beschlagnahme der bisher erschienenen festverschlossenen Riften und Roffern, die zu der Ladung gehören, 50, ja um 100 pCt. Die übrigen Hausbesiger haben sich dieses Vor- Lieferungen dieses Werkes beantragt, das Amtsgericht dem noch ganz erhebliche Werthe befinden, an deren Ausösung der gehen zu nuße gemacht. Daneben wird geklagt über die unsicheren Antrage jedoch nicht stattgegeben, weil es dem Buche den Werth Amerikaner ein großes Interesse haben dürfte. Besitzverhältnisse an vielen Häusern, sodaß die Miether nicht wissen, eines fulturhistorisch bedeutenden Quellenwertes beilegte und auch Eine Verkehrsstörung entstand gestern Nachmittag um 1 Uhr wer eigentlich Hauseigenthümer ist. Der Vortragende regte an, daß die Illustrationen nicht als anstößig gelten ließ. Auf die seitens der an der Ecke der Flottwell- und Lützowstraße durch den Radbruch an ebenso wie bei Geschäftslotalen auch in den Häufern der Name des Staatsanwaltschaft hiergegen eingelegte Beschwerde war die fünfte einem Lastwagen, der mit alten Balken überladen war. Da der jenigen angegeben werden folle, der in Wirklichkeit Eigenthümer des Straffammer bezüglich des Textes der Auffassung des Amtsgerichts Wagen auf den Schienen lag, so mußte man bis zu seiner Weg- Hauses sei, damit die Miether wiffen, an wen sie sich zu wenden beigetreten, hatte jedoch einige Illustrationen für anstößig erklärt und schaffung die Pferdebahnwagen aus dem Geleise heben und über haben. Auch die Fassung der von den Hausbesitzern verwendeten deshalb deren Beschlagnahme verfügt. Die 3. Straffammer hatte nunmehr das Asphaltpflaster um das Hinderniß herumführen. Der Wagen Miethsverträge wurde besprochen und das vom Berliner Miether: über den Antrag der Staatsanwaltschaft auf Einziehung dieser Bilder zu gehörte der Nuhholzhandlung von Seckel u. Schweißer in der Mühlen- verein herausgegebene Formular empfohlen. befinden. Nachdem Rechtsanwalt Paul Jonas des längeren dar ftraße zu Schöneberg. gelegt, daß diese Bilder in feiner Beziehung Anstoß erregen tönnten, wurde der Antrag der Anklagebehörde abgelehnt, das Landgericht erklärte in Uebereinstimmung mit dem Amtsgericht die Bilder für nicht anstößig und gab sie frei. Szene geht. Die Frage der Abfindung des Schöneberger GemeindeTheater. Der Goethe- Abend", den das Schiller Theater vorstehere Schmod hat am Dienstag in geheimer Sigung aber Sonntag, den 27. d. Wits., im Bürgersaale des Rathhauses veranstaltet, ist mals die Gemeindevertretung beschäftigt und zu einem in der Reihe der Dichter: und Tondichter- Abende der hundertste. Der erste feltsamen Ergebniß geführt. Der von den Anhängern des Herrn Dichter- Abend, der am 16. September 1894 stattfand, war ebenfalls Goethe Schmod gestellte Antrag ging dahin, den letzteren am 31. d. M., gewidmet. Die Direktion des Schiller- Theaters hat in den vier Jahren mit Der Rausch hat bekanntlich nach seiner Stärke und nach seinen freundlicher Erlaubniß des Magistrats je 25 Abende im Bürgersaale des mittags 12 Uhr, abzufinden, und zwar mit einer Summe von verschiedenen Begleiterscheinungen die verschiedensten Bezeichnungen Rathhauses veranstattet. Den einleitenden Vortrag über Goethe hält der 75000 Mart. Die Forderung der Gegner dieses Antrages, die erhalten; man fann aber getrost behaupten, daß erst noch ein KunstSchriftsteller Reinhold Ortmann, am Schlusse des Abends wird Dr. Raphael Sache öffentlich zu verhandeln, drang nicht durch. Da ausdruck für den Rausch erfunden werden muß, den der Hausdiener Löwenfeld einige Worte über Zweck und Art der Dichter- Abende sprechen. nun aber die konfequenten Gegner der Abfindung in der Minorität Julius Heinsdorf bei dem Abenteuer gehabt haben muß, das Im Schiller- Theater wird heute Grillparzer's Trauerspiel" Die Ahnfrau" waren, weil drei der sonst ihrer tommunalen Partei angehörigen ihn gestern unter der Anklage des versuchten Diebstahls gegeben. Um den zahlreichen Billetbestellungen für Ibsen's" Brand" nach Vertreter, um den Konflikt mit Herrn Schmock aus der Welt zu vor die erste Straffammer des Landgerichts I führte. Die kommen zu können, wurde der Spielplan dahin abgeändert, daß Freitag schaffen, ebenfalls für die Abfindung eintraten, so verließen Leute des Molkereibesizers H. in der Wasserthorstraße lagen an anstatt der Anfang der Woche angekündigten Borstellung von„ Gin gemachter bie ersteren, nämlich die neun Herren: Behrend, Hecht, Pannier, einem Januar- Abend in der elften Stunde in ihrer im HinterMann"" Brand" gegeben wird, demnach also morgen und Sonnabend in Müller, Haase, Rößner, Bobel, Lüdicke und Speck, vor der Abgebäude parterre belegenen Stube im ersten Schlummer, als einer Feuerbericht. Dienstag Abend 71/2 Uhr hatten Charlottenbie Anhänger des Gemeindevorstehers: Weißmüller, Seelmeyer, Lichtschein wach wurde. Er sah vor sich einen halb ausgekleideten Charlotten- timmung den Sizungssaal, so daß nur noch 15 Vertreter, der Melker durch ein Geräusch und einen in sein Gesicht fallenden ftraße 50/31 Steinkohlen hinter dem Ofen Feuer gefangen, das Meißner, Heyne, Claus, Neumann, Albrecht, Ehrlich, Koch, Bartelt, Menschen, welcher mit zwei angezündeten Streichhölzern ihm in bas aber gelöscht werden konnte, bevor es größere Ausdehnung erlangte. Tischmeyer und Thölde, nebst den drei Bertretern von der unab Gesicht leuchtete und dann nach dem Kleiderspind sich hinwandte. Jetzt Gegen 11 Uhr war Badstr. 62 ein Kellerbrand abzulöschen. Es brannte der aus Kohlen, Lumpen, Gerümpel und Chemikalien be- hängigen" Partei: Schmiel, Mette und Nordhausen, zurückblieben. wurde Lärm geschlagen und da man ohne weiteres glaubte, einen stehende Juhalt mehrerer Verschläge unter so enormer Rauch auf 50 000 begiv. 65 000 m. herabzudrücken versucht worden war, der Stube auf ihn und richteten ihn dermaßen zu, daß er in be Diese faßten dann, nachdem schon vorher die Höhe der Abfindung dreisten Einbrecher vor sich zu haben, so stürzten sich die Infassen entwickelung, daß ein Vordringen zum Brandherde anfangs einstimmig den Beschluß, dem Gemeindevorsteher Schmock eine jammernswerther Verfassung und mit zerschlagenem Arm auf die unmöglich war. Erst nachdem mehrere Wehrmänner mit Rauchhelm Abfindung von 70 000 M. zu bieten. Der Humor dabei ist aber, Sanitätswache gebracht werden mußte. Die Anklage wegen Athmungsapparat und Rauchschußthüchern ausgerüstet waren, gelang daß froß der Einstimmigkeit dieses Beschlusses derselbe ungiltig ist, versuchten Diebstahls folgte noch. es, in die Nähe des Feuers zu kommen, worauf es in turzer Zeit weil die Gemeindevertretung, nachdem die neun Gegner der Abfindung tam ber Gerichtshof auf grund der Beweisaufnahme zu der Im gestrigen Termine abgelöscht werden konnte. Mittwoch Mittag 11 Uhr brannten den Saal verlassen hatten, nicht mehr beschlußfäbig war. Ueberzeugung, daß der Angeklagte diebische Absichten nicht verfolgt Galvinstraße 26 verschiedene Möbelstücke. 4 Uhr nachmittags Koppenstraße 54 noch ein Küchenbrand zu und einige andere Mitglieder der Körperschaft frank waren, auch Berwechslung der Begriffe zum Opfer gefallen war. Es wurde feftEndlich war gegen Man hatte angenommen, daß, da der Gemeindevorsteher beurlaubt hatte, sondern wahrscheinlich infolge hochgradiger Trunkenheit einer beseitigen, der sämmtliche dort befindlichen Küchengeräthe zerstörte. bei 15 Anwesenden die zur Beschlußfähigkeit erforderliche Hälfte der gestellt, daß der Angeklagte vor feinem Abenteuer bei einem Bier. Vertretung vorhanden gewesen sei, während nach den gefeßlichen verleger, der mit Bierabziehen beschäftigt war, zu Gaste gewesen Bestimmungen die Hälfte der gesammten Bertretung( 31), also 16, und bei dieser Gelegenheit im edlen Gerstensaft des Weines Geist hätte zugegen sein müssen. Die Minorität hat deshalb auch bereits und des Brotes Kraft in solchem Uebermaße genossen hatte, daß er inspruch gegen den Abfindungsbeschluß erhoben, und so wird den Schwerpunkt des eigenen Körpers nicht mehr finden konnte und, denn der merkwürdige Kampf um die Abfindung oder wie der Volksmund sagt, mit den Beinen stotterte." Wie er nun Wiederanstellung des Gemeindevorstehers als Syndikus in das Haus der Wasserthorstraße und in das bewußte Zimmer ge noch weiter feinen Fortgang nehmen. Inzwischen weilt Herr kommen, fonnte nicht aufgeklärt werden. Wahrscheinlich hat er das Schmock selbst nach Ablauf eines im Süden verlebten zweimonatigen Urlaubs mit weiterer Verlängerung des letzteren wieder hier, jedoch nicht in seiner Amtswohnung im Schöneberger Rathhause, sondern bei Verwandten in Berlin. Aus den Nachbarorten. Weißensee. Die Stichwahl im 1. Kommunal- Wahlbezitt findet am Montag, den 28. März cr., von vormittags 10 bis mittags 1 Uhr, im Schloßrestaurant statt. Die Arbeiter und Parteigenossen werden aufgefordert, auch hier ihre Pflicht zu thun, damit die Vertretung auch dieses Bezirks in unsere Hände übergeht. Kandidat ist Genosse Albert Taubmann. Desgleichen wird auf die am 26. d. M., im Schloß Weißenfee stattfindende Wählerversammlung aufmerksam gemacht. Die Versammlung wird präzise 81/2 Uhr eröffnet. Bahl reiche Betheiligung ist erforderlich. Das Wahlfomitee. Gerichts- Beifung. batte mit nicht einen Bimmer für sein Nachtquartier angesehen, denn er hatte, wie er bas allabendlich zu thun pflegt, seine Oberkleider in dem Korridor niedergelegt und dann die Streichhölzer angezündet, um den Weg zum Bett zu finden. Der Gerichtshof sprach den Angeklagten, der einen so bösen Denkzettel erhalten, frei. Versammlungen. Eine Siftirung mit entschlichen Folgen erregt zur Zeit unter der Bevölkerung von Weißensee großes Aussehen. In der Nacht zum 14. d. M. wurden verschiedene Bewohner des Hauses Für einen Theil der ländlichen Arbeiter ist eine Entscheidung Langhansstr. 136 durch einen auf der Straße stattfindenden lauten des Rammergerichts von größter Bedeutung. Das Gefeß, betreffend die Wortwechsel aus dem Schlafe geweckt. Sie sahen, daß der im Berlegungen der Dienstpflichten des Gesindes und der ländlichen ArVon den Parteigenossen des sechsten Wahlkreises waren Hause wohnende Buchbinder Göhlich und der Nachtwächter beiter bedroht im§ 1 das Gesinde, welches sich hartnäckigen Un zum Dienstag zwei öffentliche Versammlungen für Moabit und Frost auf der Straße standen, und daß der Beamte den Namen gehorsam oder ebensolche Widerspenstigkeit gegen die Befeble der Oranienburger Borstadt mit der Tagesordnung: Die Lage der des Göhlich notirte. Als Göhlich dem Wächter ins Buch schaute, Herrschaft oder der zu feiner Aufsicht bestellten Personen zu schulden arbeitenden Klassen und die Sammelpolitik" einberufen. untersagte Frost ihm dies mit den Worten, er werde kommen läßt, mit Geldstrafe bis zu fünf Thalern oder Gefängniß In der Versammlung bei Träger, Gartenstraße, Dem Göhlich eine' runter hauen". Der Drohung folgte bis zu drei Tagen. Nach§ 2c desselben Gesetzes finden die Be- referirte der Reichstags- Abgeordnete Genoffe Schippel, der die bald die That, dann erklärte der Wächter den Göhlich ſtimmungen des§ 1 ferner Anwendung auf das Verhältniß zwischen Handelspolitik seit den 70er Jahren in interessanter Weise sfizzirte für arretirt und arretirt und führte ihn fort. Frau Göhlich, durch dem Besitzer eines Landgutes oder einer anderen Acker- oder Forst- und auf die Interessengegenfäge der Agrarier und Industriellen bas Ausbleiben ihres Mannes beunruhigt, begab sich morgens gegen wirthschaft, sowie der von ihm zur Aufsicht über die Wirthschafts- hinwies, die der Sammelpolitik im Sinne Miquel's bedeutende 6 Uhr in Begleitung eines Nachbarn nach dem Amtsbureau, um arbeiten bestellten Personen, und solchen Dienstleuten, welche Schwierigkeiten bereiten. Während die Industrie den Abschluß von fich nach dem Schicksal ihres Mannes zu erkundigen und ihn, wenn gegen Gewährung einer Wohnung in den ihm gehörigen oder auf festen und dauernden Handelsverträgen erstrebt und sich mit der möglich, mit nach Hause zu nehmen. Auf dem Wege, den der dem Gute befindlichen Gebäuden und gegen einen im voraus be- Boll- Autonomie und den Meistbegünstigungs- Verträgen nicht Wächter mit seinem Arreftanten eingeschlagen hatte, fand der Bestimmten Lohn behuss der Bewirthschaftung angenommen find begnügt, sondern, um sich den nothwendigen Export nach dem gleiter der Frau Göhlich Blutspuren. Er schloß daraus, daß Göhlich( Instleute, herrschaftliche Tagelöhner, Einlieger, Kathenleute und Auslande zu sichern, auch den Verlangen der in betracht kommenden verwundet sein müsse und stellte auf dem Amtsbureau eine dahin- dergleichen). Ein junger Mann namens Hellwaß wurde wegen Ber Staaten, Festlegung und Ermäßigung der Bölle auf die Agrarprodukte: gebende Anfrage an den Gefängnißwärter. Dieser antwortete, es gebens gegen dies Gefeß in Strafe genommen; er sollte sich bei der zustimmen muß, haben die Agrarier das Bestreben, durch möglichst wäre zwar in der Nacht ein Mann eingeliefert worden, aber nicht Arbeit widerspenstig benommen haben und dem Wirthschafts- hohe Schutzölle die Einfuhr der landwirthschaftlichen Produkte zu er verwundet, sondern nur schwer betrunken. Durch den ihnen gewährten Inspektor gegenüber ungehorsam gewesen sein. Er beantragte schweren, um damit auch gleichzeitig eine fünftliche Steigerung der Preise Einblick in die Belle überzeugte sich die Frau, daß ihr Mann, an- richterliche Entscheidung und behauptete, das zitirte Gesetz vom zu ihren gunsten herbeizuführen. Der Redner verweist auf die Opposition scheinend schlafend, auf der Pritsche lag, während ihr Begleiter eine 24. April 1854 finde auf ihn keine Anwendung. Das Schöffengericht der Agrarier im Abgeordnetenhause gegen die von den Industriellen benicht verbundene Wunde am Kopfe Göhlich's zu bemerken glaubte. in Bütow und das Landgericht in Stolp erkannten jedoch zu feinen fürworteten Ranalbauten, auf die Gegenfäße der beiden Gruppen in der Eine Freilassung des Arrestanten fonnte nicht erlangt werden, da ungunften, indem sie über sein Verhältniß zu dem Arbeitgeber, Währungsfrage sowie auf eine Reihe anderer Interessengegenfäße, noch kein Beamter, der darüber hätte entscheiden können, anwesend einem hinterpommerschen Butttamer, folgendes feststellten. die es nicht ausschließen, daß es sogar vielleicht noch vor den Wahlen war. Gegen 9 Uhr ging Frau Göhlich nochmals aufs Amtsbureau. Butttamer dem Angeklagten sondern zu einem Krach kommt. Schon der Gegenaufruf, in dem ein gemeinMutter mit dessen Ihr wurde der Bescheid gegeben, daß sie ihren Mann noch nicht mit nur Vertrag abgeschloffen, fames Vorgehen mit den Agrariern für unmöglich gehalten wird, nehmen dürfe, denn er sei noch nicht vernehmungsfähig und könne wonach er diese als Deputantin(§ 2c) gegen Gewährung einer beweist, obwohl die Unterzeichner deffelben noch lange feine nicht eher entlassen werden, bis man ein Protokoll mit ihm auf- freien Wohnung auf dem Gute unter der Bedingung an- Freihändler, sondern gemäßigte Schutzöllner sind, die aber die genommen habe. Auf wiederholtes Bitten der Frau, und nachdem sie nahm, daß sie sich verpflichte, ihm ihre beiden Söhne Interessen der Industrie vertreten, daß es an einem gemeinsamen die Personalien ihres Mannes angegeben hatte, wurde ihr der Sistirte als Hofgänger zu stellen. Den Söhnen wurde ein baarer festen Programm für die beiden Gruppen fehlt und mit der Sammelendlich gegen 10 Uhr ausgeliefert. Er hatte eine größere Wunde Lohn zugesagt. Schöffengericht und Landgericht nahmen an, bei politit vorläufig noch schlechte Geschäfte zu machen find. Aber wenn am Hinterkopf, war ohne jedes Bewußtsein und körperlich so schwach, diefen, auf dem Lande nicht seltenen Beziehungen sei§ 2c auch eine derartige Einigung nicht zu stande kommt und die Zutaß er sich faum auf den Füßen halten konnte. Nachdem Frau und damit§ 1 des Gesetzes vom 24. April 1854 auch auf sammensetzung des Reichstages die bisherige bleibt, so haben Göhlich mit ihrem Manne eine ganz kurze Strecke zurückgelegt hatte, den Angeklagten anzuwenden, nicht blos auf seine Mutter. Auf die Arbeiter dennoch zu befürchten, daß die Lebensmittel mußte sie die Hilfe eines vorübergehenden Arbeiters in Anspruch seine Revision bat indeffen das Kammergericht den Anvertheuert und die Getreidezölle erhöht werden, da hierzu nehmen, da es ihr allein nicht möglich war, den zusammenbrechenden geklagten freigefrochen. Es wurde begründend ausgeführt, ja auch die gegenwärtige Majorität im Reichstage schon Manu weiter zu bringen. Zu Hause angekommen, wurde sofort ein daß die Boraussetzung der Anwendbarkeit des§ 2c ein unmittel geneigt ist. Es ist zu erwarten, daß vor Ablauf der Arzt gerufen; diefer erklärte zwar die Kopfwunde für nicht fehr ge- bares Vertragsverhältniß zwischen dem Gutsbesitzer und Handelsverträge der nächste Reichstag eine Revision der Boltarife fährlich, konstatirte dagegen eine schwere Gehirnerschütterung. Nachdem dem ländlichen Arbeiter sei, auf den das Gefeß angewendet werden vornimmt und nicht ausgeschlossen, daß der Zoll auf Getreide im Der Kranke mehrere Tage in seiner Wohnung verpflegt worden war, ohne solle. Hier bestehe aber ein unmittelbares Bertragsverhältniß Generaltarif auf 7,50 bis 8 m. erhöht wird. Nachdem der zur Besinnung gekommen zu sein, wurde er auf ärztlichen Rath in nur zwischen der Mutter des Arbeiters und dem Gutsbefizer;. sei Redner unter anderem auch die Nothwendigkeit der Einfuhr der die Charitee übergeführt, wo er zur Zeit schwer trant und immer deshalb freizusprechen. Lebensmittel und den Export der Industrieprodukte mit dem noch ohne klares Bewußtsein darniederliegt. Die Aerzte der Charitee Erinnerungen an die Berliner Gewerbe Ausstellung Hinweis auf die Entwickelung Deutschlands zum Industriestaate halten eine Operation für nothwendig, sie erachten es jedoch für werden durch einen Prozeß geweckt, den jetzt das Ober er erörtert hatte, giebt er der Meinung Ausdruck, daß mit dem Paroli zweifelhaft, ob Göhlich jemals wieder in den vollen Besit feiner waltungsgericht erledigt hat. Es handelte sich um die der Sammelpolitit noch einschneidendere Maßregeln beabsichtigt Geistesträfte tommen wird. Frau Göhlich ist durch diesen Borfall Heranziehung der in Liquidation befindlichen Gesellschaft Kairo" werden. Es sollen die eigentlichen Produzenten, die Arbeiter noch begreiflicherweise der Berzweiflung nahe gebracht. Der Schlag trifft zur Luftbarkeitssteuer. Herr Hoffmann, Drts- und Amtsvorsteher zur größeren Ohnmacht verurtheilt werden, damit der Raubzug an fie um so schwerer, als ihr jetzt die alleinige Sorge für ihre drei von Treptow, verlangte von der Gesellschaft für jeden Tag der ber Arbeiterklasse ungehindert vorgenommen werden kann. Man Kinder anheimfällt, und sie in nächster Beit noch ein viertes erwartet. Ausstellungsdauer au Luftbarkeitssteuern 17,50 M., indem er die Reiter will ihr das Koalitionsrecht vernichten, damit sie zur Verbesserung Gute Freunde Göhlich's bemühten sich festzustellen, wie diefer zu vorstellung in der Arena" mit 10 M., das Diorama Khalifengrab" ihrer Lage nicht fähig und sie einfach gezwungen ist, den dem schweren Unfall gekommen ist. Sie haben mehrere glaub mit 1,50 M. und die Konzerte von zwei Kapellen mit je 3 M. be- Hungerriemen enger zu schnüren. Mit der Aufforderung, würdige Zeugen gefunden, die gesehen haben wollen, daß der lastete. Auf die Klage der Gesellschaft wurde diese vom Kreisausschuß gegen jede weitere politische und wirthschaftliche Unters Wächter Frost, nachdem er mit Göhlich eine Strede gegangen war, infoweit von der Luftbarkeitssteuer freigestellt, als sie für das brückung Front zu machen und energisch dafür einzutreten, daß dem Siftirten einen Schlag verfekt habe, worauf Göhlich auf das Khalifengrab und die Reitervorstellung herangezogen worden war, aus dem nächsten Reichstag die Schutzzollmehrheit verschwindet und Straßenpflaster gefallen und besinnungslos liegen geblieben fei. und das Kreis- Berwaltungsgericht erkannte ferner, daß die beiden an deffen Stelle die Arbeitervertreter gewählt werden, schloß der Dann babe der Wächter durch seine Signalpfeife einen Gendarm Konzerte als eine Veranstaltung anzusehen und mit nur 8 M. täg- Redner seine mit lebhaftem Beifall von den Versammelten aufherbeigerufen, der, nachdem der Berlegte etwa dreiviertel Stunden lich zu versteuern seien. Das Konzert habe mit der Luftbarkeitssteuer genommenen Ausführungen. Nachdem im Anschluß hieran der Ge auf der Straße gelegen hatte, deffen Transport mittels Hand- belegt werden können, da es teinen höheren Runftgenuß gewährt habe; noffe& reithaler noch zur regen Agitation und zum feſten zu wagens nach der Wache bewirkt habe. Die Aussagen dieser die Vorstellungen in der Arena dagegen, die ein Bild von dem Leben fammenschluß der Arbeiterschaft aufgefordert hatte, erfolgte der Zeugen sind auf dem Amtsbureau protokollirt und die Angelegenheit und Treiben der Beduinen in ihrer Heimath geben sollten, Schluß der Versammlung. ist der Staatsanwaltschaft zur weiteren Verfolgung übergeben feien von höherem, wissenschaftlichen Intereffe gewefen. Das Im Lotale Beuffelstr. 9 referirte Genoffe G. Wagner. Diorama tönne überhaupt nicht als Bustbarkeit betrachtet werden. Es sei nicht das erste Mai, führt Redner aus, daß sich die worden. bürgerlichen Parteien zum Kampfe gegen die Sozialdemokratie meisten Diskussionsredner wollten von einem Aufgeben des Streits Die Vergolder hielten am 21. d. M. ihre Mitgliederversamm sammeln, und zeigt dann weiter, wie wenig die Sammlungspolitiker nichts wissen. Sie meinten, die Lage sei bei weitem nicht so un- lung ab und gedachten bei der Eröffnung derselben der März die Bezeichnung produktive Stände" für sich in Aspruch zu nehmen günstig, wie der Referent fie gefchildert hat. Die Bahl der Streit gefallenen. Alsdann hielt der prakt. Naturheilkundige Grundmann berechtigt sind. Weiter schildert der Referent die stete Zunahme der brecher sei nicht so groß, auch wären es fast nur ganz ungenügende einen Projektions- Vortrag. Unter Berschiedenem wurden den Existenzunsicherheit des Arbeiters und an der Hand eines reich Arbeitsträfte, die mehr Material verderben, als sie fertig stellen. ftreifenden Brandenburger Goldleisten- Arbeitern 200 Mark aus der haltigen statistischen Materials die Entwickelung der Pro- Es fehle auch nicht an Mitteln zur Unterstützung des Streits, und Filialtaffe bewilligt. " 20. d. M. eine Versammlung ab, in der Genoffe Hübner über Zentralverband der Konditoren. Heute, abends 9% Uhr, bei Keller, Vortrag des Genossen Briefkasten der Redaktion. ind I Die nächsten juristischen Sprechstunden finden am Donnerstag, wurde den 24. 6. M., und am Sonnabend, den 26. b. M., von 6 Uhr abends ab statt. Peter. Schrauben zum Festschrauben der Camera auf das Stativ. E. K. Es giebt so viele Systeme, ihre Wirkung ist so verschieden, daß Frage ſich nicht in stürze beantworten läßt. duktion, Zunahme der Frauenarbeit. Die Sammlungs- dürfe derfelbe unter feinen Umständen jetzt schon für verloren erklärt In der Versammlung der Möbelpolirer der Filiale Dsten politiker erstrebten auf der anderen Seite die Vernichtung des werden. Andere Redner riethen dagegen zur Aufnahme der hielt Kollege Stramm einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag. Koalitionsrechts der Arbeiter. Im Gegensatz zu dieser Politik muß Arbeit unter den von der Kommission vorgeschlagenen Bedingungen, Bei der darauf folgenden Wahl des Vorstandes wurde der alte jeder Arbeiter dafür sorgen, daß die herrschenden Klassen bei der da dies das flügfte sei, was man unter den gegenwärtigen Ber Vorstand wiedergewählt. Mit einem Hinweis auf die über vier Reichstagswahl vor der Sozialdemokratie den gebührenden Respekt hältnissen thun könne. Die Mehrheit der Versammlung stimmte Wochen im selben Lotal stattfindende öffentliche Versammlung bekommen. An der Diskussion betheiligten sich Krüger, Pfarr einem von König gestellten Antrage zu, welcher sich für Fortsetzung erfolgte Schluß der Versammlung. und Renfer; letzterer tadelt insbesondere, daß bei so- des Streits erklärt. Der Agitationstommission wurde ein Antrag genannten Fabrikbällen Cöpenick. Die hiesigen Färberei Arbeiter hielten am und ähnlichen Festlichkeiten viele unterbreitet, der diefelbe ersucht, bei der Preßkommission des Arbeiter nicht den Muth haben, sich von solchen fernzuhalten,„ Vorwärts" dahin zu wirken, daß die Inserate der Schuhfabriken trotzdem dieselben in gesperrten Lokalen abgehalten werden. In nicht mehr im Vorwärts" aufgenommen werden. Zweck und Nußen der Organisation sprach. Sodann wurde Goseder Pause ließ sich ein Theil der Anwesenden als Mitglieder in märker zum Vertrauensmann gewählt. Scharfe Kritik wurde an den Wahlverein aufnehmen. Kreep spricht seine Entrüstung Kreep spricht feine Entrüstung der Filzwaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter und Ar Eine öffentliche Versammlung der Hutmacher und der in dem Benehmen der Gebr. Mengers, Velvet- Fabrik, geübt. darüber aus, daß seitens einzelner Polizeiorgane am 18. März beiterinnen tagte am 22. März bei Gründel in der Brunnenstraße. Koppenſtr. 29 Juller Gewerkschaften und Sozialdem die Kranzdeputationen wie Rekruten gemustert wurden, troydem Einleitend referitte Genosse F a ber unter Beifall der Versammelten Job. Saffenbach über:„ Gewerkschaften und Sozialdemokratie." dieselben sich durchweg musterhaft bewegt haben. Renfer über: Staats- und Boltsgefährlichkeit des modernen Kapitals." Hiernach fordert die Anwesenden auf, sich die Sammlungen zu den Reichstags über: Staats- und Volksgefährlichkeit des modernen Kapitals." Hiernach wahlen recht angelegen sein zu lassen. Alsdann schloß die Versamm gab Böhm in seiner Eigenschaft als Delegirter der Gewerkschafts Lung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie. fommission seinen Bericht über die Thätigkeit derselben und über seine Stellung zu den verschiedenen dortselbst erörterten Die Schuhmacher nahmen am Dienstag in einer sehr zahlreich Angelegenheiten und gefaßten Beschlüssen. Böhm besuchten öffentlichen Versammlung einen Vortrag des Genossen darauf wieder als Bertreter in Besching: Bremen über das Koalitionsrecht entgegen. Dann belegirt. die Gewerkschaftskommission Nachdem Don einigen Rednern, angesichts der wurde über die Lage des Streits diskutirt. Herrmann machte bevorstehenden Reichstagswahl, an die Versammelten die Aufforde ramens der Kommission den Vorschlag, daß die Streikenden die rung zur regen Agitation für die sozialdemokratischen Kandidaten die Forderungen hinsichtlich des Arbeitsnachweises zurückziehen, die ergangen war, gab der Vorsitzende bekannt, daß am Dienstag, den Arbeit jedoch nur unter der Bedingung aufnehmen, daß die 29. März, eine Mitgliederversammlung bei Röllig stattfindet, zu der Fabrikanten keine Maßregelungen aus Anlaß des Streits das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder dringend erforderlich sei. vornehmen, daß die Ausständigen wieder an ihre alten Pläße tommen, soweit dieselben noch nicht besetzt sind, und daß seitens Eine geschloffene Mitgliederversammlung des Deutschen des Arbeitsnachweises teine neuen Arbeitskräfte eingestellt werden, Schneider- und Schneiderinnen Verbandes tagte am 21. März bevor die am Ausstand Betheiligten untergebracht sind. Eine Ver- in den Arminhallen. Eingangs referirte Timm über„ Historisches trauensmänner- Sigung habe diesen Vorschlag aufgestellt und den aus der Schneiderbewegung". Für das Amt eines Bureaubeamten, Stationen. felben folgendermaßen begründet: Bei Stellung der Forderung dessen Neubefeßung sich durch die Ueberfiedelung Timm's nach wegen der Betheiligung am Arbeitsnachweis habe man geglaubt, München nothwendig macht, wurde der Kollege Stubbe gewählt. diefelbe würde teinen längeren Kampf nöthig machen. Leider Die Besoldung des Postens wurde von der Versammlung einstimmig hätten die Ausständigen nicht alle die erforderliche Standhaftigkeit be- mit 36 Mark beschlossen. Den bisher von Timm innegehabten Sivinemünde wiefen, denn ein Theil derfelben habe die Arbeit bereits wieder auf- Verbandskassirer- Posten übertrug die Versammlung dem Kollegen Hamburg genommen, außerdem hätten die Fabrikanten auch neue Arbeiter ge- aase und sprach ihm eine Entschädigung von vierteljährlich Berlin funden, theils gelernte, theils solche, die erst angelerut werden. Die 20 M. zu. Fortsetzung des Streits biete wenig Aussicht, denn fin der Fabrit Im Fachverein der Musikinstrumenten Arbeiter hielt am München - 759 von Kallmann, sowie in einigen fleineren Betrieben seien so viele Sonnabend, den 19. März, nachdem der Vorsitzende in warmen Wien. Streifbrecher vorhanden, daß die nothwendigsten Arbeiten fertig Worten der Märzgefallenen gedacht hatte, der Augenarzt Herr Haparanda. gestellt werden können, auch die Fürstenheim'schen Arbeiter, die bis- Dr. Wurm einen sehr lehrreichen Vortrag über: Die erste Hilfe Betersburg. her fest standen, seien wankend geworden und hätten zum theil die bei Verlegungen und Erkrankungen der Augen."" Unter Vereins- Gort Arbeit wieder aufgenommen. In der Fabrik von Zandervaal hätten angelegenheiten wurde den Kollegen seitens der Agitationskommission Aberdeen. sich die Arbeiter sogar bereit finden laffen, einen Nevers zu unter- aufgegeben, dahin zu wirken, daß bei den Werkstattfißungen auch Paris. schreiben, worin sie sich von der Organisation lossagen, und bei Mauf sämmtliche eingeladenen Kollegen erscheinen. Zum Schluß machte sei jetzt die zehnstündige Arbeitszeit eingeführt worden. Unter Rollege Arendt noch auf die in fommender Woche stattfindende so ungünstigen Umständen den Kampf noch weiter zu führen, das öffentliche Versammlung behufs Wahl zweier Delegirten zum Kongreß wären die Forderungen, um die es sich handelt, nicht werth. Die der lokalorganisirten Gewerkschaften aufmerksam. adverein der Mult Mufiti der Gemeindevertreter scheidet nach sechs Jahren aus. C. P. 1. Die Vornahme der Ersatzwahl ist richtig. Nur ein Drittel 2. Berlin W. Steglitzerstr. 55. Witterungsübersicht vom 23. März 1898, morgens 8 Uhr. Wiesbaden Barometer reduzirt auf d. Meeresjp. Wint Windstärke ( Stala 1-12) 755 • St 756 WSW 757 MNW 760 N 5 760 WNW 757 NO 763 WNW 760 • 762 NNO NNO •. 5332214462 Wetter bedeckt bedeckt Regen heiter wolfenlos bedeckt Temperatur nach Celsius ( 50.40 R. 121909 halb bedeckt woltig woltig 6 Dunst -0 Wetter- Prognose für Donnerstag, 24. März 1898. Ziemlich trübe mit Regenfällen und mäßigen südwestlichen Winden, Temperatur wenig verändert. Donnerstag den 24. März Tischtücher, 1,75 gesäumt, Grösse ca. 180/170 cm n Servietten, 4 Grösse ca. 65/65 cm, gesäumt, Dtz. Mk. Taschentücher Mk. 500 gro Gerstenkorn, Handtücher, 5 Reinleinen mit roter Kante, gesäumt, Dtz. Wischtücher, Reinleinen, gesäumt, Dtz. Reinleinen, weiss mit bunter Kante, Dtz. 2,80M Reinleinen, Mk. weiss, Dtz. 2,903,80 Mk. Mk. 4,30.. 4,80ml Mk. Warenhaus A.Wertheim Feuerstein's Festsäle Alte Jakobstrasse 75. Juh. Martin Herzberg. Nieft's Fest- Säle Weberstr. 17, ca. 1000 Perf. faffb., Sonnabend, 26. März, 2. April und Palmsonntag frei. ( 4450L* Möbel. Grosse und kleine Säle zu Versammlungen unentgeltlich, so- Baffende Gelegenheit für Brautleute: wie zu Sommer- u.Winterfestlich- Schüßenstr. 2 sollen viele Wohnungs keiten b. koulanten Bedingungen. Einrichtungen, gebrauchte und neue Gelegenheits= • von 9,75 M. an Möbel zu sehr billigen Preisen ver fauft werden. 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Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 24. März. Opernhaus. Tannhäuser. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Anfang 72 Uhr. Der Burggraf. Deutsches. Hannele's Himmelfahrt. Die Geburt eines Sohnes zeigen an J. nebft Urania Parteigenossen des 4. Berl. Reichstags- Wahlkreises. Wernau Frau. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vormittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr Wissenschaftliches Theater. Invalidenstr. No. 57-62. Täglich abends 7 Uhr: Ausstellungs- Saal und Vorträge, Näheres die Tagesanschläge Borher: Die Geschwister. Anfang Passage- Panopticum. 7½ Uhr. Lessing. Im weißen Röß'l. Anfang 7½ Uhr. Berliner. L'onore. Anfang 71/2 Uhr. Residenz. Sein Trick. Vorher: Sascha. Anfang 7 Uhr. Neues. Spiritismus. Anf. 7 Uhr. Goethe. Das Opferlamm. Anfang 7 Uhr. Thalia. Die fleine Schlange. Vorher: Die fleinen Lämmer. Anfang 72 Uhr. Schiller. Die Ahnfrau. 8 Uhr. Anfang Unter den Linden. Der Opernball Anfang 72 Uhr. Central. Die Tugendfalle. Anfang 7½ Uhr. Luijen. Die Stüge der Hausfrau. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die ffeinen Vagabunden. Anfang 8 Uhr. Alexanderplat. Berlorene Mädchen. Anfang 8 Uhr. Belle- Alliance. Kaiser und Galiläer. Anfang 8 Uhr. Oflend. Unter der Polarsonne. Anfeng 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundl. Ausstellung v. 10 Uhr vormittags ab. Abends 8 Uhr Wissenschaftl. Theater. Invalidenstraße 57/62. Täglich ( außer Sonntags und Mittwochs) abends 8 Uhr: Wissenschaftliche Vorträge. Pajjage Panoptikum. Nachtleben. Vorletzte Woche! Berliner Sonntag, den 27. März 1898: Grosse März- Feier in Keller's Festsälen, Koppenstrasse No. 29. Vokal- und Instrumental- Konzert Gesangs- Aufführungen. Vorträge ernsten und heiteren Inhalts. Anfang 4 Uhr. 215/4 Nachtleben Achtung! Komödie in 12 pantomimischen Szenen mit Gesang und Tanz. Vorher: Theater Variété. Castan's Panopticum. Friedrichstr. 165. Neu!! Indisch. hindusta nische Gaukler -und- 16 SchlangenBeschwörer. Das BÄREN WEIB. ReichshallenTheater. Leipzigerstrasse 77 Billets 25 Pf., an der Kasse 30 Pf. Die Vertrauenspersonen. Maurer. Achtung! Freitag, 25. März, abds. 8 Uhr, im Louisenst. Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37: Große öffentliche Versammlung der Maurer Berlins u. Umgegend. 131/20 Tages Ordnung: Unsere Forderung für das Jahr 1898 und wie können wir dieselbe am besten durchführen? Im Interesse der gesammten Kollegenschaft muß es liegen, diese Versammlung zu besuchen. Die Lohnkommission. Feen- Palast Burgstrasse 22. Wiener Zoologisch. Garten Aschanti- Dorf Javaner- Dorf Geöffnet von 11-10 Uhr. Vorstellungen allstündlich 2-9 Entree 50 Pf. Kinder und Militär 25 Pf. Apollo- Theater. Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! im Unserem Durststiller Wilhelm Merker aus der Bergstraße Nr. 10 zu seinem 47 Geburtstage unsere aufrichtige Gratulation Damit hast Du nun Deine Gratulation weg. Nech. 25266 Deine alten Stammgäste. Die Verlobung meiner Tochter Helene Schönberg mit Herrn Bernhardt Strehblow erfläre ich hiermit für aufgehoben. 25276 Rixdorf, den 22 März 1898. Adolf Schönberg, Tischler. Freunden und Kollegen zur Nachricht, daß am Montag der Schriftsetzer Johannes Otto etnem Schlaganfall erlegen ist. Mehrere Kollegen. Die Beerdigung findet heute, Donnerstag, nachm 4/2 Uhr, auf dem Dorotheenstädt Kirchhof in Reinidendorf, Scharnweberstr 1 u. 2, statt. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß mein lieber Manu, unfer guter Vater, der Buzzer Fritz Henkel im Alter von 44 Jahren seinen Leiden infolge Operation am Dienstag früh 3 Uhr erlegen ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, 27. März, nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle d. Michaels: Sonntag, den 27. März, nachmittags 6 Uhr. „ Kösliner Hof", Kösliner Straße Nr. 8: Kirchhofes, Hermannstr. 136, aus statt. Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen. Tages: Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Th. Metzner über:" Der Frühling vor 50 Jahren und jetzt." 2. Diskussion. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein Der Vertrauensmann. 219/9 Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein mit Tanz. Um stilles Beileid bitten Die Hinterbliebenen Wittwe Anna Henkel geb. Fischer und Kinder. 25326 Todes- Anzeige. Den Mitgliedern des Sozial: demokratischen Wahlvereins im 4. Wahlkreis( Süd- Ost) zur Nachricht, daß der Genosse 242/8 Verband der Korbmacher Berlins Fritz Henkel und Umgegend. Berliner Ohne Zweifel das beste Spezialitäten- pond- Galewittwoch, den 30. März, abends 8% Uhr. Oranienstraße 51: am Sonntag, den 27. März, nachm. American. Spezialitäten. Anfang 8 11hr. Programm, welches in Berlin geboten wird. Reichshallen Spezialitäten. An Nur Kunstkräfte. fang Lola, Juanita u. Fuesanta Bernal, Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Emilia Persico Apollo. Spezialitäten. Anf. 7, Uhr. Spanien's schönste Sängerinnen Ida Heath. Fischer& Wacker. Feen- Palast. Ethnographische Aus: stellung. Schiller- Theater ( Wallner- Theater). Donnerstag, abends 8 Uhr: Die Ahufrau. Freitag, abends 8 Uhr: Brand. Sonnabend, abends 8 Uhr: Brand. Oftend- Theater. ( Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. C. Weift. Ausstattungs- Novität! Sens. Novität! eine und Tänzerinnen. Susi reisende Kostim- Sonbrette Rossini- Trio, das musikalischexcentrische Dreigestirn. Harry Allister, der grösste Mimiker. Die Herkulesse der Neuzeit Bros. Paxton. Außerordentl. Mitglieder- Versammlung. Tages: Ordnung: verstorben ist. Die Beerdigung findet 3 Uhr, von der Leichenhalle des St. Michaelkirchhofes( Hermannstr. 136) aus statt. Um zahlreiche Betheiligung Der Vorstand. 1. Auflösung des Lofalverbandes und Uebertritt zum Holzarbeiter: ersucht Verband. 2. Verbandsangelegenheiten.- 3. Verschiedenes. Erscheinen aller Stollegen erforderlich. Ohne Mitgliedsfarte fein Zutritt. Der wichtigen Sache wegen ist das Zentralverband der Maurer 98/1 Deutschl. u. verw. Berufsgen. Bahlstelle Berlin I( Putzer). Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Buzer 134/11 Signor Salerno. Arbeiter- Bildungsschule. Bonhaire Troupe etc. etc. etc. Karl Wilhelm, Kasseneröffnung 6½, Anf. 72 Uhr. Volks- Theater ein zweiter Reutter- Maxstädt. Anfang 3/48 Uhr. Entree 50 Pf. Reichshallen- Tunnel: im Welt- Restaurant 97. Dresdener Straße 97. Am Sonntag, den 27. März 1898, abends 7 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstrasse 20: Fritz Henkel Vortrag von Frau Lily Braun über: am 22. ár verstorben ist. Die Bes ,, Die Entstehung der Frauenfrage". Nach dem Vortrage: Gemüthliches Beisammensein u. Tanz. Eintritt 10 Pf. Garderobe 10 Pf. erdigung findet am Sonntag, den 27 März, nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des St. Michaels: Kirchhofes, Hermannstr. 136, Rixdorf, aus statt. Um zahlreiche Betheiligung er: ucht Die örtl. Berwaltung. Der Gesangverein„ Gemüthlichkeit" Unter der Polarsoune. Täglich: Doppel- Konzert und Soirée. Unser modernes Berlin. texten ist in dieser Versammlung à 10 Pf., Leitfaden zur theoretischen wird ersucht, recht pünktlich zu erscheinen. Aftuelles Ausstattungsstück in. Gesang u. Tanz in 5 Bildern von E. Sonder mann und Chr. Bischoff. Gesangsterte von J. Dill. Musik v. E. Schüler. Anfang 72 Uhr. Im Tunnel vor und nach der Borstellung: Frei Konzert Morgen: Diefelbe Borstellung. Sonntag Nachmittag, fleine Preise: Manuela, das böse Fräulein. Schauspiel von Kneisel. Central- Theater Alte Jakobftr. 30. Direktion Richard Schultz. Donnerstag, den 24. März 1898: Emil Thomas a. G. Bum 64. Male: Die Tugendfalle. Burleste Ausstattungspoffe m. Gefang und Tanz in 4 Bildern unter Benutzung eines französischen Sujets von Jul Freund und Wilh. Mannstädt. Musik von Jul. Einödshofer. Anfang 28 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Die Tugendfalle. Luisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Novität! Abends 8 Uhr: Novität! 8mm 25. Male: Die Stüße der Hausfrau. Boffe mit Gesang in drei Atten von E. Karl. Musik von Friz Krause. Toni Klein: Anna Müller- Linde. Freitag: Diefelbe Vorstellung. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Volts: Vorstellung. Regie: J. Türk. Wilhelm Tell. Billets à 60 Pf. in den bekannten Verkaufsstellen. Schluss der Saison 6. April. Circus Busch ( Bahnhof Börse). Donnerstag, den 24. März 1898, abends 72 Uhr: Reiter Gala- Vorstellung. Gr.Reiterinnen- Potpourri a) Mome. Antoinette, Parforcereiterin. b) Geschw. Powell, Pas de deux. c) Voltige pon H. Blennow. Die vorzügl. Frei heitsdreff. d. Dir. Busch. Gr. Schulquadrille à la Musketier. Amateur Konkurrenz- Reiten. Wer dreimal die Bahn stehend zu Pferde umreitet, er: hält eine Prämie von 50 Mart. Kavallerie zu Fuß, höchst fom. Inter mezzo. Zaragoza. Orig. Manège- Schauft. d. Circus Busch. Besonders hervorzuheben: Die weibl. Fanfarenbläser. Der Sturz von der 60 Fuß hohen Brücke ins Wasser. Der pompöse grüne Aft. Morgen 72 Uhr: Humorist. Abend. Sonnabend, 26. März. Benefiz für den beliebten Klown Boganowski. Auf bielf. an m. ergang. Gesuche habe ich mich entschlossen, am Sonntag, den 27. d. M., nachm. 4 Uhr, den einzig dastehenden pompösen grünen Afi mit d. brennend. Schloß zu geben. Heute: Bockbierfest. Quarg's Vaudeville Theater Grand Hotel Alexanderplatz. Des großen Erfolges wegen noch einige Tage: Der Lumpenball. Binke: Leonhardy Haskel. Grosses Spezialitäten- Programm. Volksstück mit Gesang in 4 Bildern von L. El v. Hauptrolleu: Ella Richter. Robert Dill. Grete Gastoni. Rudolf Schauss. Klara Hayn. Otto Wendt. Im vorderen Saale: Tyroler Sänger Alois Ebner. Freitag, den 1. April: Benefiz Rudolf Schauss. Sonntags 6 Uhr. Anfang: Wochentags 7% Uhr. Anton Sattler. Maehr's Theater Lola Carlsen, Max Walden, Adelina Zeth etc. Entree 15 Bf. Anfang 8 Uhr. In Borbereitung: Der Mord am Alexanderplatz und König Heinrich( Boffen). RennProgramm. Internat. Sportsaison Jockey- Hinderniss- Reiten. Engl. Ringelstechen Damen- Wettlaufen Amerik. Dreibeinlaufen Rad- Wettfahren Damen- Tauziehen Deutschland geg. England jeden Abend bis zur Entscheidung Bolossy Kiralfy's in Konstantinopel Neues OlympiaRiesen- Theater ( Circus Renz) Karlstrasse The jolly british girls und das neue MärzSpezialitäten- Programm Anfang 8 Uhr. Beginn d. Rennen 83/4 Uhr. Sonntag 2 Vorstellungen. Nachm. 1 Kind frei. Budapester Possen- und Operetten- Theater Kaufmann's Variété Direktion: Gebr. Herrnfeld. Heute und folgende Tage: Der an Sprühfeuer von Witz und Komik einzig dastehende Donat u. Anton Herrnfeld'sche Schwank Von Dreien der Glücklichste Vorher das brillante MärzSpezialitäten- Programm. Professor Robert, Wienecke's, Forré, Fischer, Elsa Ancion etc. Neu! Die aus& Pers. Neu! 99 bestehende Russische Gesangs- und Tanz- Truppe ,, Original Samarowa" zum ersten Mal in Deutschland. Oranien- Strasse 24. Täglich: Theater und Spezialitäten. Novitäten- Programm. Reiseabenteuer Der Mormone Schwant Poffe. Hanny Nelson, Marg. Nasadowska Origin: Tyrolienne. Kostümsoubrette. Miss Olga, Equilibristin. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Avis! Donnerstag, den 24. März: Grosse Gala- Benefiz- Vorstellung für den beliebten Konzertfänger Franz Romberg. Alcazar- Theater. Dresdenerstraße 52/53( City: Passage) Annenstraße 42/43. Heute und folgende Tage: Auftreten des Direktors Richard Winkler. Im Wartesalon 1. Klasse. Ernst von Wallbach: Richard Winkler Dazu das erfolgreiche Riesen- Märzprogramm. 5 neue folossale. Schaunummern. Miss Ada Risson, schönste TaubenKönigin. Mr. Alexandro Selino, der Mann mit der eisernen Haut. Das größte Wunder der Welt! Theodor Silling, Barforce- Turner am feften Red. Lebende Photographien Anfang: Wochentags 8 Uhr. in höchster Vollendung. Sonntags 7 Uhr. Entree 30 Pf. Die für den Feen- Palast ausgegebenen Ehren- u. Freikarten haben Giltigkeit Concerthaus Leipzigerstr. No.48 Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen. Wochent. 8 Uhr. Anfang: Sonntags? Uhr. In Zossen. Fortsetzung von: Alle 5 Barrisons. Sonnabend, 26. März: 8um 225. Male: Alle 5 Barrisons. Montag, den 28. März: Der zum 7. Stiftungsfest von Ernst Preczang verfasste, mit grossem Beifall aufgenommene Prolog mit Programm und LiederNationalökonomie von Dr. Conr. Schmidt à 5 Pf. zu haben; ebenso Billets à 20 Pf. zu dem am Sonntag, den 17. April, abends 6 Uhr, in Keller's Festsälen, Koppenstr 29, stattfindenden Vortrag des Herrn Dr. Wilh. Meyer( früher Direktor der„ Urania") über ,, Die Reise nach Spitzbergen" mit zahlreichen Lichtbildern. Der Vorstand. Charlottenburg. 4/16 Am Dienstag früh 3 Uhr verstarb infolge einer Operation ganz uner: wartet unser lteber Sangesbruder Fritz Henkel im Alter von 44 Jahren. Wir ver lieren in demselben ein tüchtiges und braves Mitglied, welches 16 Jahre in unserer Mitte weilte und werden wir Sonntag, 27. März, in Bismarckshöhe", Wilmersdorferstr. 39: ihm stets ein gutes Andenken bewahren. Konzert und Theater Vorstellung zum Besten des Reichstagswahl- Fonds ausgeführt von der Freien Gauklerbande Charlottenburgs. Zur Aufführung gelangen: 1. Der Küchend ragoner. 2. Der Weg durch's Fenster. Anfang des Konzerts 4 Uhr, des Theaters 6 Uhr Entree 30 Big Nach der Vorstellung Gr. Ball. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pfennige nach. Frauenleiden. Lichtbilder- Vortrag vom prakt. Naturheil fundigen Grundmann morgen, Freitag, den 25. März, abds. 8% Uhr, bei Möhring, Admiralstraße 18c. Frauen als Gäste willkommen Eintritt 20 Pfennig Der Vorstand des Vereins für Körper- und Naturheilkunde, Alexanderstr. 8. Sprechzeit von 11-1 u. 6-8. Sonntags von 11-12 Keine Scheinwerkstätten! Möbeltischlerei für 44512* Die Beerdigung findet am 27. März, nachm 3 Uhr, von der Leichenhalle des Michaels Kirchhofes, Hermannftraße 136, aus statt. Der Gesangverein Männerchor St. Urban", 25336 Allg. Kranken- u. Sterbekasse der deutschen Drechsler Berlin B. Am 20. März verstarb unser lang2522b jähriges Mitglied Friedrich Blasse. Die Beerdigung findet am Freitag, den 25 März, nachm. 23 Uhr, auf dem Emmaus- Kirchhof statt. Die Ortsverwaltung Berlin B. A: A. Holefletsch, Bevollmächtigter . Danksagung. Für die herzliche Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben, guten Mannes, des Schlossers Heinrich Kude, sage tch allen Freunden und Befannten, besonders der Firma Atchele u. Bachmann, d. Wagenbauer: taffe u. dem Deutschen Metallarbeiter: Verband meinen herzlichsten Dant. Die unglückliche, trauernde Wittwe. 2534b Wohnungs- Einrichtungen. Allgemeine Sterbekaffe Direkter Verkauf an das Privatpublikum. G. A. Noack, Tischlermeister, Berlin, Luisen- Ufer 22, Ede Dresdenerstraße. am Oranienplay. Garantie für gute und dauerhafte Arbeit. Kataloge franko! S. Neumann's Central- Bazar 62. Andreasstrasse 62. für Männer u. Frauen zu Berlin( ehemalige Sterbekasse der Maschinenbau- Arbeiter 2c.). Sonntag, 27. März 1898, vor: mittags 10 Uhr, im Königstädtischen Rasino, Holzmarftstr 72: Ordentl.Generalversammlung Tages Ordnung: 1 Bericht des Borstandes über das abgelaufene Geschäftsjahr. 2 Bericht der Revisoren. Am Donnerstag, den 24. März, eröffne ich in der 3. Anträge von Mitgliedern Aende: Münzstrasse 20( Ecke Kaiser- Wilhelmstrasse) ein zweites Geschäft, bestehend in Glas-, Porzellan-, Emaille-, 4 Kurz-, Galanterie- und Lederwaaren und werde mich bemühen, durch gute, preiswerthe Waare mir das Wohlwollen der werthen Kundschaft zu erwerben. 4647L* Die Möbel- Fabrik rung der§§ 7, 16, 18, 19, 20, 21, 22, 35, 36 Wahl von drei Vorstandsmitgliedern und drei Revisoren. 5. Verschiedenes. 25296 Das Quittungsbuch resp Quittung der Sterbelaffe legitimirt. Berlin, im Februar 1898. Der Vorstand. Grosser Möbelverkauf. Neue Schönhauserstr. 2 Th. Seele, Borsigender, Sirtenſtr. 6. ( früher Rosenthalerstr 13) liefert bürgerliche Wohnungs Einrichtungen schon von 150 m. an Auch gebe ich Einrichtungen auf Theilzahlung. Lager gebrauchter und verliehen gewesener Möbel. Eigene Tapezier: u. Dekorations Werkstatt. Transport durch eigene Gespanne, auch nach außerhalb[ 4439L für jedes Gewerk Werkstatts- Bekleidung kauft man gut und billig bei[ 4643L kauft man gut und billig bei[ 4643L Adolf Wecker, Molkenmarkt 3, Blusenfabrik für alle Gewerke. Milchkübel, Jordan, Kl. Martusſtr. 28. Kannen, Satten, Buttermaschinen Benefiz für Heinr. Führmann. 445L Künstliche Zähne. F. Steffens, Rosenthalerstr. 61, 2 Tr. * Theilzahlung pr. Woche 1 M. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Gr. Extra- Theatervorstellung Die Erbschleicherin oder: Unser Sabinchen. Schwank in 4 Aften von C. Paul. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Juferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.