Nr. 71. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftritter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft Bettungss Preisliste für 1898 unter Br. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. = Echeint fäglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonels geile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition. abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Hmt I, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Unsere Postabonnenten bitten wir, umgehend das Abonnement zu erneuern, damit im Weiterbezuge keine Unterbrechung eintritt. Die Expedition. Freitag, den 25. März 1898. eutgegen. Mit dem einst proklamirten unbeugsamen Widerstand des Zentrums" sei es für alle Zeiten vorbei, seitdem sein jetziger Führer sich selbst als„ blamirten Europäer" eingeschätzt habe. Expedition: SW. 19, 38enth- Straße 3: Politische Nebersicht. Das preußische Abgeordnetenhaus hat heute die Berathung des Eisenbahnetats beendet und bei dieser Gelegenheit aus Anlaß Bebel wies auch an zahlreichen drastischen Beispielen nach, einer Resolution der Budgetkommission wieder einmal einen treffenden wie die Vertreter des Zentrums selbst sich früher gegen die Budgetrechtes liegt und wie leicht es geneigt ist, selbst die Beweis dafür gegeben, wie wenig ihm an der Wahrung des Gründe, die sie jetzt für ihre Zustimmung zur Flotten- wenigen Rechte, die das Parlament besitzt, zu opfern. Nach dem im vermehrung vorführen, gewendet haben. Er besprach die vorigen Jahre angenommenen Schuldentilgungsgesetz ist nämlich der Die Annahme des Flokkengelehes. große Entwicklung des deutschen Handels, welche ohne starke Ueberschuß der Eisenbahnen, soweit er nicht zur Deckung eines Berlin, 24. März. Flotte" vor sich gegangen sei; er zeigte, daß der Handel durch Defizils im Staatshaushalt erforderlich ist, in erster Linie Der grundlegende 1 des Flottengesetzentwurfs, durch friegerische Rüstungen weit eher gestört werden tönne; er bis zur Höhe von zwanzig Millionen zur Bildung eines § welchen der Sollbestand, den die deutsche Flotte binnen 6 Jahren machte treffliche Bemerkungen über die Agitation der Kauf- Dispositionsfonds zur Vermehrung der Betriebsmittel sowie zur Ergänzung der Bahnanlagen erreichen soll, festgelegt wird, ist mit 212 gegen 139 Stimmen mannskreise in jüngster Zeit, welche nicht die Ursache zur Ein aur Erweiterung und alt verwenden. Die Budget Kommission beantragte nun, angenommen worden. Für den Paragraphen stimmten beide bringung des Flottengesezes gewesen sei, sondern erst künstlich diesen Dispositionsfonds auf 50 Millionen zu erhöhen, hauptsächlich zwecks Grunderiverbungen behufs Vorbereitung von Erweiterung des Zentrums und der Antisemiten und die freifinnige Ver- rührte Bebel nochmals die Gefahren der Wettrüstungen der Bahnanlagen. Die Erhöhung des Fonds soll aber nicht nur konservative Fraktionen, die Nationalliberalen, der größere Theil nach der Borlegung des Gesetzes angeregt wurde. Auch be- diefen Dispositionsfonds auf 50 Millionen zu erhöhen, hauptsächlich cinigung. Dagegen stimmten: Sozialdemokraten, deutsche der Völker und. die Unmöglichkeit, die ungeheuren für das Etatsjahr 1898/99, fondern auch für das laufende Etatsund freisinnige Volkspartei, die Polen, Welfen, Elsässer, einige Kosten dieser endlosen und sich immer steigernden Nüftungen jahr 1897/98 nachträglich eintreten; die Regierung wird also direkt Antisemiten und 30 zumeist bayerische Mitglieder der zu tragen. aufgefordert, im Wege der Etatsüberschreitung etwa vorhandene Zentrumspartei. Mit dieser Abstimmung darf das Schicksal Auf alle die schlagenden Ausführungen Bebel's wußten Ueberschüsse bis zur Höhe von 30 Millionen zu verwenden. Nicht damit, fordert die Budgetkommission auch bas Der Vorlage als entschieden gelten. Das, was seit Dr. Lieber's die Flottenfreunde so gut wie nichts zu erwideru. Herr genug aus auf, sich tm voraus mit Uebers einer folchen Rede bei der ersten Lesung des Flottengesetzes vermuthet v. Kardorff gab lediglich seinem Merger über die Sozial- chreitung einverstanden zu erklären. Dieser letztere Vorschlag, ging und durch jeden Tag der Verhandlungen der Budgetkommission demokratie Ausdruck, kam aber über" patriotische" Wendungen selbst dem Finanzminister Dr. v. Miquel zu weit, der im übrigen bestärkt wurde, ist jetzt zur Gewißheit geworden. Das allgemeinster Art nicht hinaus. Und das arg in die Enge feine in der Kommission noch vorhandenen etatsrechtlichen Bes Gros des Zentrums folgt den Lieber und Hertling und ver- getriebene Zentrum versuchte einige Entschuldigungsworte zu benten schwinden ließ und sich entschieden gegen den Antrag hilft dem Tirpitz- Gesetz zum Siege. Die noch bevorstehenden stammeln, denn nichts anderes stellten die Ausführungen des Dr. Sattler( natl.) aussprach, die 30 Millionen auf dem Wege Debatten am Sonnabend, welche sich hauptsächlich um die Abg, Dr. Spahn vor. Konnte doch dieser Redner die offen- eines Nachtrags- Etats zu fordern. Dieser Weg ist der Regierung Deckungsfrage drehen wird, werden zwar noch von hohem fundigen Thatsachen des völligen Umfalles seiner Partei nicht zu langwierig, obgleich er mit dem Geiste der Verfassung eher Interesse sein, jedoch in der Entscheidung über das ganze aus der Welt schaffen. Um aber die stutig werdenden Wähler vereinbar ist, als der von der Kommission vorgeschlagene. Der Gesetz werden sie das heutige Ergebniß nur bestätigen. etwas zu beruhigen, bestieg Herr Spahn den Kultur Antrag Sattler wurde abgelehnt und die Refolution der Kommission mit Hurrabstimmung angenommen. Die heutige Verhandlung des Reichstags brachte noch zwei tampfgaul. Er erklärte, daß der Kulturkampf noch in Die übrige Debatte bot nichts Bemerkenswerthes, es tamen fast große Reden der Opposition gegen die Vorlage. Konnte durch alter Schärfe im Reiche fortbestehe, da das Jesuitengesetz noch nur lokale Angelegenheiten zur Sprache. dieselben auch natürlich die Abstimmung kaum irgendwie ge- immer nicht aufgehoben sei. Am Sonnabend werden die noch rückständigen Etats berathen. ändert werden, so waren diese Reden dennoch von großer Be- Hierauf wurde die Debatte geschlossen. Es folgte ein Tas Herrenhaus, das heute zu einer viertägigen Sigungss dentung. Die Reden des Abg. Richter und unseres Parteigenossen recht nichtsfagendes Echlußwort des Referenten und eine Reihe periode zusammentrat, erledigte nur Petitionen ohne allgemeines ebel haben nochmals in großen Zügen die Gründe gegen persönlicher Bemerkungen. Interesse. Am Sonnabend steht u. a. die Vorlage betreffend Ents das Flottengesetz und die großen Gefahren, die aus der Auschädigung für die Hochwassertatastrophen auf der Tagesordnung. nahme desselben erwachsen werden, dargelegt. Sie haben insbesondere auch den Ab- und Umfall des Zentrums, der auch -Die Nothwendigkeit fürdienationalliberale in der Flottenfrage ausschlaggebenden Partei, nochmals Partei, troß der Sammlung" ihre Selbständig an der Hand mannigfaltigen Thatsachenmaterials aus der Aber nicht Herr Tirpiz ist der treffliche Steuers teit gegenüber dem Bunde der Landwirthe zu wahren, wird jetzt, wie die" Nat. 3tg." schreibt, in der nationalliberalen Presse immer Geschichte dieser Partei aufgewiesen und gebrandmarkt. Aber mann, der das Regierungsschiff in den sicheren Port geführt. häufiger anerkannt. So schreibt der„ Hannov. Cour." auch sonst bot die Verhandlung einige für die Entwickelung Dies Verdienst gebührt dem Zentrumsführer Dr. Lieber, Die nationalliberale Partei ist sich der Hauptaufgaben der der deutschen Parteiverhältnisse bemerkenswerthe Momente. den einige den Nachfolger Windthorst's nennen. nächsten Legislaturperiode und der daraus hervorgehenden Ber Nachdem der bayerische Bauernbündler Hilpert sich Hätte das Zentrum nicht alle seine früheren Grundsätze pflichtungen in vollem Maße bewußt und hat dies wiederholt gegen die Vorlage ausgesprochen, weil sie der Landwirth- preisgegeben, so wäre das Tirpitz Gesetz zu Falle gekommen. Durch weitgehendes Entgegenkommen befundet. Sie hat aber weder schaft nichts nütze man sicht, diese bayerischen Agrardemo- Der Umfall des Zentrums ist die wichtigste parteipolitische in der konfervativen Partei, von nicht ganz unzweideutigen Ertraten sind foufequenter als die ostelbischen Agrararistokraten Thatsache am Ende der Legislaturperiode des Reichstages. flärungen einiger Führer abgefehen, noch viel weniger in der um v. Plöß, welche es auch in dieser Fr age nicht mit der Re- Das Zentrum ist so sehr Regierungspartei" geworden, daß Leitung des Bundes der Landwirthe die ernsthafte Bereitwilligkeit zu einer Sammlung auf mittlerer Linie" gefunden. Man konnte gierung verderben wollen faßte Abg. Richter in ebenso es sich schon nicht mehr dieses unter den heutigen Regierungs- fich der Erkenntniß nicht verschließen, daß sehr maßgebende Faktoren scharf gespitzter wie sachkundiger Rede die Gründe seiner Partei verhältnissen so unendlich blamablen Titels schämt. Viel innerhalb jener beiden Gruppen die Unterstützung der gegen den Gesetzentwurf, besonders gegen die Nothwendigkeit mehr läßt es, stolz auf diese neue Würde, durch den Mund nationalliberalen Partei sich selbstverständlich gerne gefallen der so bedeutenden Schiffsvermehrungen selbst zusammen. des Abg. v. Hertling verkünden, daß es bewußt eine laffen wollen, ohne aber ihrerseits irgend etwas von ihren extremen Seine Partei, so legte er dar, sei nicht gegen jede Ver- andere Politit betreiben wolle als bisher. politischen und wirthschaftlichen Forderungen aufzugeben. mehrung der Flotte. Aber eine so anßerordent liche Er Herr v. Hertling erklärte: Die Zeit der doktrinären Er- verlangt eben eine Kapitulation unserer Partei, und das Vorgehett höhung, wie sie jetzt gefordert werde, sei unnöthig. wägungen" sei für seine Partei vorüber; für das Zentrum der Bundesleitung in verschiedenen hannoverschen Wahlkreisen, in In sehr hübscher Weise führte Richter den Freifinn weib- als der ausschlaggebenden Partei habe sich die Ver- denen der Einfluß der Berliner Bundesleitung unter den Bundes licher Linie, der für das Gesetz eintritt, ab, indem er eine antwortlichkeit in allen nationalen Fragen mitgliedern vorherrscht, bestätigt täglich, daß es sich hier nicht nur um graue Theorie, sondern um sehr rücksichtslose Praxis handelt: Rickert'sche Rede aus dem Jahre 1889 zitirte, die eine ganz gesteigert. es werden angesehene, erfahrene nationalliberale Landwirthe be= prächtige Begründung für die Ablehnung solcher Flottenforde Es ist gewiß eine schöne Sache um das Verantwortlichkeits- tämpft, sobald sie sich weigern, fich formell auf das ganze Bundesa. rungen abgab. Dann wandte sich der freisiunige Redner gegen gefühl. Es ist auch richtig, daß eine Partei, die den programm zu verpflichten. Zu einem ernsthaften Vorgehen gegen die Regierung, ihre fortwährenden Wandlungen in den Ausschlag in den wichtigsten Fragen giebt, im ganz besonderem diese Agitation fonnten sich die anderen zur Sammlung berufenen Marineplänen und der zu dieser Wandlungsfähigkeit nicht Maße seine Stellungnahme erwägen muß. Das Zentrum aber Elemente offenbar nicht entschließen. Dem gegenüber ist die erneute passenden Forderung einer Festlegung auf lange Jahre hin hat gerade, da es von seiner Verantwortlichkeit spricht, das Betonung der Geschlossenheit der Partei" eine unbedingte Nothaus. Und im Zusammenhang hiermit trug Richter nochmals Vertrauen, das ihm bisher entgegengebracht wendigkeit." feine Bedenken gegen die Bindung des Etatsrechts des Reichs- wurde, in unverantwortlichster Weise ges tags vor, welche zum Absolutismus, zum Militärabfolutismus täuscht. Das Zentrum hat sich ein Gefühl der Vers führe und die Gefahr einer uferlosen Weltpolitit herauf- antwortlichkeit gegenüber der Regierung angeschafft, indem es das Gefühl der Verantwortlichkeit vor dem beschwöre. deutschen Volke und seinen Wählern aus seinem Herzen reißt. Die Abstimmung ergab, wie schon mitgetheilt, eine starke Mehrheit für den§ 1 der Vorlage. Die Flottenvorlage, deren Annahme vor wenigen Monaten eine Unmöglichkeit schien, wird Gesez. Ueber die Anwendung der ArbeiterschutzGefeße auf das Handwerk finden, der Märt. Volks- Zig." zufolge, gegenwärtig Verhandlungen zwischen dem Reichsamte bes Innern und den deutschen Landesregierungen statt. Besondere so wird berichtet Schwierigkeiten bietet die Frage, unter, Herr Tirpitz suchte die Wirkung der Richter'schen Rede welchen Voraussetzungen der handwerksmäßige Betrieb den Charakter abzuschwächen, aber er wußte nur Dftgesagtes ohne Geschick des Fabrikbetriebes annimmt. vorzubringen. Mit seiner nagelneuen Entdeckung, daß zur Raum je befand sich eine Partei in so ausgezeichneter Dresden, 23. März.( Eig. Ber.) Landtag. In der zweiten Marine Schiffe gebraucht werden," dürfte er wohl selbst nicht Situation als das deutsche Zentrum. Anstatt die Frage der Kommer wurde heute die Debatte über den Eisenbahn Etatglauben, seine Vorlage gut vertheidigt zu haben. Auch Herr nationalen Vertheidigung" zu benutzen, um endlich einmal zu Ende geführt. Die konservativen Abgg. Heymann und Groß=; v. Bennigsen, der dann das Wort nahm, beschäftigte sich mehr Recht, mehr Freiheit, mehr soziale Wohlfahrt der Reaktion mann traten zunächst, um ihre Arbeiterfreundlichkeit zu beweisen, fir fast ausschließlich mit der Rede des freisinnigen Führers. Daß abzuzwingen, hat das Zentrum nicht nur diese Gelegenheit einige Ausbesserungen des Eisenbabupersonals ein. Der Abg. Behrens( t) er diesem vorwarf, er rede nur deshalb so entschieden gegen verpaßt, sondern obendrem eine verderbliche Beschränkung der bemängelte Fäßdorf's Kritik der Ausgaben für Kulius und ähn liche Zwecke; die Religion sei unter allen Umständen das Beste für die Vorlage, weil er wisse, die Majorität dafür sei gesichert, Grundrechte der Volksvertretung der Regierung zugestanden. Schon werden die Wirkungen seines verrätherischen Ver- das Volk. Die minimalen Lohnerhöhungen und Zusicherung einer zwölfstündigen war für den Moment recht wirksam, thatsächlich aber wohl Arbeitszeit für das Personal nannte er wenig begründet. Der Freifinn hat wenig mehr zu verhaltens dem Zentrum fühlbar. Als Antwort auf die Vereine durchgreifende Reform. Die von Fräßdorf gekennzeichnete Lieren, gleichgiltig, ob er für oder gegen die Flotte antwortlichkeits"-Rede des Freiherrn v. Hertling hat heute willkür der Bahnhofsinspektoren sei nicht vorhanden, wenn auch so: Stellung nimmt. Im übrigen erging fich Herr der Führer der dem Zentrum stets feindseligsten Partei, Herr ein Beamter im llebereifer" mal einen Fehler begebe. Die Zu von Bennigsen in den üblichen nationalen Trompetenstößen. v. Bennigsen, das Zentrum mit Lobsprüchen überschüttet sicherung von vier Ruhetagen im Monat entspreche der von Gott Nach einigen Bemerkungen des Abg.: Er glaubte die Parlamente anderer Länder dem deutschen und ihm seinen tiefgefühlten Dank im Namen des Vaters gewollten Ordnung". Niethammer hob der Regierungsvertreter v. Kirch ba ch Reichstage als Muster für die in Fragen der Landesvertheidi- landes" dargebracht, gung einzunehmende Haltung vorführen zu dürfen. Aber Bebel wies heute schon treffend auf die weiteren hervor, daß bei der 12 stündigen Arbeitszeit die Essenspausen mit inbegriffen feien. Ausnahmen würden freilich auch in Zukunft. Nach Bennigsen nahm Bebel das Wort. Seine Rede Wirkungen der Annahme des Fiottengesetzes durch Zentrumshilfe nicht vermieden werden können. Weitergehende Wünsche müßten mit. gestaltete fich zu einer schneidigen Abrechnung mit dem Zentrum hin. Keine Partei hat in nationalen Fragen" mehr Verantwort aller Borsicht aufgenommen werden. Der persönliche Verwaltungsund dessen Entpuppung zur Regierungspartei, wie sie der lichkeitsgefühl" gehabt, als die nationalliberale Partei. aufwand sei bei den sächsischen Staatsbahnen höher als bei allen Von sozialistischer Seite griff Abg. v. Hertling Tags zuvor offen proklamirt hatte. Schritt Bon der Regierung dafür geliebt, wurde sie gleicherweise ver- anderen deutschen Staatsbahnen. für Schritt von der Zeit des konstituirenden Reichstags her haßt im Volke. Ihre Anhänger wandten sich in hellen nochmals der Abg. Fräßdorf äußerst wirksam in die Debatte Er ist bereit, das in seinen Händen befindliche Material zeigte Bebel an Aeußerungen hervorragender Zentrumsführer, Scjaaren von ihr ab. Vor 20 Jahren die mächtigste Partei der Regierung zur Verfügung zu stellen, aber ohne wie im Reiche, find heute nur noch traurige Reste ehemaliger Herr Unterschriften, und nur abschriftlich, damit die Arbeiter nicht etwa speziell auch verstorbenen Windthorst, dieselben sich ftets gegen die Ein lichkeit übrig geblieben. Maßregelungen ausgesetzt würden. Der Abg, Horn( Soz.) bracte schränkung der Etatsrechte des Reichstages gewehrt haben. Das Zentrum, nationalliberalen Praktiken nachwandelnd, eine ganze Reihe auf den Bahnhofs Restaurants herrissender MißJetzt dagegen bringe das Zentrum der Regierung alles, was wird vom gleichen Echicksal ereilt werden. Die Annahme des stände zur Sprache. Demnach werden dert theilweise die Steffuer in unerhörter Weise ausgebeutet. Vielfach werden nur Lehrlinge. sie wünsche. ia noch darüber hinaus, auf dem Präsentirteller Flottengesetzes wird ihm theuer zu stehen kommen! und des der Versuche " ein. Shue jeden Lohn beschäftigt. Dabei regnet es beim geringften Ber- jeinmal um einen Fall, wo ein Mensch in der Trunkenheit Sungersnoth unterstützt worden. Die Bruttofoffen der Hungersnoth fegen hohe Geldstrafen. Das reisende Publikum habe unter auf den Kaiser geschimpft mit der Absicht, dafür ins Gefür das indische Budget während der Jahre 1896 97 belaufen sich diesen Zuständen ebenfalls zu leiden, indem es für gutes Geld ge- fängniß zu lommen. Der Angeklagte hatte am 21. Januar d. J. auf 140 Millionen Rupien, wozu noch 19 Millionen gestundete prellt wird. Es sei hier dringend Abhilfe und Kontrolle nöthig. auf dem Oberhaberberg von dem dienstthuenden Schuhmann Steuern und 14 Millionen für Darlehen an Landwirthe tommen, Im Schlußwort trat der Abg. Georgi nochmals den Ausführungen verlangt, arretirt zu werden. Da derselbe dem Augenschein abgesehen von Unterstützungen aus dem Wohlthätigkeitsfonds. Fräßdorf's entgegen; er habe nur Tendenzreden gehalten. Die nach feineswegs frant war, wohl aber den Eindruck eines ziemlich Italien. Deputation fei an die Prüfung der Fragen ohne jeden politischen angetrunkenen Menschen hervorrief, so forderte der Beamte ihn auf, Rom, 23. März. Der Präsident der Budget Rom. Gesichtspunkt herangetreten. Das zahlreich auf der Tribüne an feines Weges zu gehen. Er belästigte aber den Schuhmann unaus mission verlas heute in der Kommission den Bericht über das werende Arbeiterpublikum äußerte bei den sozialistischen Ausführungen gesetzt und so mußte der Beamte, schon um einem Menschenauflaufendgiltige Budget des Jahres 1897/98. Aus demselben geht hervor, mehrfach Beifallsbezeugungen. vorzubeugen, den Renitentenvagen requiriren. Bis zur Ankunft daß trotz aller ungünstigen Umstände des verflossenen Jahres das Aus Baden, 23. März.( Eig. Ber.) Die Gifenlohr Debatte desselben brachte er ihn in dem Portal der Trainkaferne unter. Bei Budget sich nicht nur im Gleichgewicht schließen, sondern sogar im badischen Landtag hat in dieser Session eine ungeahnte Aus dieser Gelegenheit hat nun der Angeklagte in Gegenwart mehrerer einen Ueberschuß von zwei oder drei Millionen Lire er dehnung bekommen, die aber der Wichtigkeit des Gegenstandes voll- Unteroffiziere fortgesezt unehrerbietige Aeußerungen gegen die Person zielen wird. ständig entspricht. Lefterreich. S'aatsmann noch in Das Zentrum und die Freifinn- Demokratie hat des deutschen Kaifers gethan. Mit Rücksicht auf die vielen VorJa wenn man die Steuerexekution so betreibt, daß Hungers fich mit Eisenlohr insbesondere in dessen Eigenschaft als„ Wahl- strafen des Angeklagten einerseits, dem erschwerenden Umstand aber, revolten entstehen, kann man auch Ueberschüsse herauswirthschaften. minifter" zu beschäftigen und unsere Genossen hatten mit daß die Aeußerungen vor Angehörigen des Soldatenstandes geschehen Doch sind diese dann trauriger und schädlicher als Lefizite. ibm fpeziell als Interpretator und Handhaber des badischen sind andererfeits, verurtheilte die Straftammer den Angeschuldigten Vereins- und Versammlungsgesetzes abzurechnen. Den Höhe zu acht Monaten Gefängniß. Endlich! Vier Jahre lang hat es gedauert, ehe das punkt erreichte die Debatte, als durch eine Rede des Abg. Geis( Soz.) Todesurtheil, das ihm von dem Gemissen aller ehrlichen die Sprache auf die Verbote der Märzfeier Demon Menschen gesprochen war, an Grispi zur Ausführung gelangt ift. ftrationen fam. Herrn Gifenlohr ließen offenbar die Lorbeeren, after fachlichen Schärfe ber Debatte ruhig und würdig verhandelt. glühenden Roft liegen müssen; und dazwischen hat er, der zähe, - Das Abgeordnetenhaus hat nun zwei Tage bei Schwer hat er zu büßen gehabt. Vier Jahre lang hat er auf dent welche sich der Kriegsminister v. Goßler im Reichstag mit Die Debatte über die Regierungserklärung ist noch nicht beendet.-geriebene feiner Aeußerung über die Berliner Märzrevolution bei den Glürtsritter und eingefleischte Komödiant, und den großen sich Wien, 24. März. Wie die Blätter melden, erneuerten gegen lächelnd staatserhaltenden" Parteien geholt hatte, nicht schlafen, und so holte gespielt er denn zu folgender ungeheuerlicher Schmähung der standrechtlich wärtig die deutschen und czechischen Abgeordneten Böhmens das feit Pomp und Würden als Gründer des italienischen Einheitspreisen lassen, bis ihm endlich der erschossenen Kämpfer von 1849 aus: Die damals durch Richter: Jahren bestandene, jedoch im vorigen Jahre gescheiterte Kompromiß staates Gnadenstoß spruch ihr Leben eingebüßt haben, die leben in der Erinnerung so betr. die Repartition der Delegations- Mandate. Die deutschen und versetzt ward. Unsere Zeit ist human geworden. Sie föpft nicht fort, wie sie sich damals gezeigt haben, als Männer, welche in czechischen Abgeordneten Mährens schlossen in diesem Jahre zum mehr die bankrotten Wiachthaber, die ihr Land zu Grunde gerichtet, zuchtloser Meuterei, unter Brechung ihres ersten Male ein ähnliches Kompromiß ab. ihr Volk bestohlen und in sonstigen Verbrechen der gemeinen Unsere Zeit ist so human, Eides und Befledung ihrer Fahnen, den Beugen Wien, 24. März. In parlamentarischen Rreifen verlautet, die Menschheit sich ergangen haben. fie jogar in den Massenmord tapferer Thaten, das Leben ihrer Offiziere, darunter eines Regierung werde beantragen, daß der Ausschuß, welchem die dem. daß ihre Humanität Brinzen des großherzoglichen Hauses, bedroht und mit bewaffneter nächst einzubringenden Vorlagen über den Ausgleich mit bineingetragen hat und nicht erlauben will, daß der Feind" geriffen werde. Für politische Hand einen durch seine Milde und Sanftmuth hervorragenden Ungarn sur Borberathung angewiesen werden, für permanent vorschriftswidrig in Stücke Fürsten aus dem Lande getrieben haben! Das Andenken solcher erklärt werde, fodaß der Ausschuß im Sommer während der Ver- Verbrecher, wenn sie nicht Anarchisten und Sozialisten sind, ist die Männer zu ehren, verstößt gegen das fittliche Bewußt tagung des Reichsraths feine Arbeiten fortsetzen und im Herbst förperliche Todesstrafe abgeschafft worden; die moralische Todesfein und das Pflichtgefühl, und solche Feiern zu verfeinen Bericht vorlegen tönne. Morgen Abend erfolgt die Wahl irafe ist aber geblieben, und bei aller Wlode- Humanität wird sie hindern, ist meine Pflicht." der Delegationen. Mit deren Vollzug ist der Zusammentritt der Delegationen Ende April fichergestellt und die verfassungsmäßige Botirung des gemeinsamen Voranschlages im Sinne der Aus gleichsgesetze bis Ende d. J. 1899 nicht mehr zu bezweifeln. Ein wahres Beifallsgejohl brach auf diese Erklärung bei den Nationalliberalen aus. Heute nun übernahm es Gen. Dreesbach, dem Minister auf seine gestrige Rede zu antworten. Gen. Dreesbach führte folgendes aus: • T häufig mit Grausamkeit vollstreckt. Und gestern ist in der italienischen Rammer auf Crispi der Streich niedergefallen, der sein politisches Leben beendigt hat. Und das körperliche Leben dauert noch fort. Der Arme! begraben. bie er Wien, 24. März. Das Fremdenblatt" erfährt, der Minister Wie die neue Gesellschaft eingeführt werde, ob durch Revo- des Auswärtigen habe die Vertreter Desterreich- Ungarns bei den Depeschentheil der gestrigen Nummer bereits mitgetheilt, ist die Durch den Rammerbeschluß vom 23. d. Mis., den wir im Iution oder ruhig, hänge davon ab, wie die Träger der öffent- Großmächten beauftragt, den Kabinetten mitzutheilen, die Re Affäre Crispi- zum Glück wahrscheinlich für viele, die R. lichen Gewalten entgegenkommen. Wenn eine Politik der gierung gedenke das auf Rreta befindliche Truppengegeffen endgiltig Nadelstiche zc., wie sie jetzt gehandhabt werde, weiter geführt fontingent bis zum 5. April d. J. abzuberufen. Diese mit ihm aus der großen Schüffel gegessen Der Bericht der Kommission, mit der werde, dürfe man sich nicht wundern, wenn das Volt, die Maßregel folle weder das Ausscheiden Defterreich- Ungarns aus dem Untersuchung beauftragt war, umfaßt 120 Spalten und ist ein wahres Träger der sozialen Bewegung, die Bahnen der Gesetze verlaffen. europäischen Konzert bedeuten, noch ein Abweichen von der Meisterwerk diplomatischer Kunst. Es wurde zwar beantragt, ihn Seit 24 Jahren feien immer am 19. März Kränze an den Gräbern Linie der Politit, welche sich die Monarchie in der kretischen Frage wegen Miniftervergebens nicht zu belangen, aber nur, weil ein Sonderder Erschoffenen niedergelegt worden, ohne Hinderniffe; nur beute von Anfang an vorgezeichnet hatte. Da aber ein baldiges Eingesetz über die Verantwortlichkeit der Minister nicht besteht; zwischen wurden folche gemacht. Jene Erschoffenen feien keine Sozialisten ge- verständniß der Kabinette hinsichtlich der praktischen Aktivirung den Zeilen sind die wuchtigsten Anklagen niedergelegt. Crispi bediente wesen, sondern Männer, die ihr Leben für ihre Ueberzeugung hin- des neuen tretenfischen Statuts, fpeziell in der Gouverneur fich seines Schüßlings Favilla und dieser benußte wieder feinen gaben, und das ohne die Sozialdemokratie. Das Jahr 1849 war frage, in welcher keiner der aufgetauchten Vorschläge die hohen Gönner, um ohne dessen Wissen auf eigene Fauft zu arbeiten. nöthig, um der Gegenrevolution der deutschen Fürsten entgegenzutreten; Billigung aller Kabinette fand, bis heute nicht abzusehen die Rämpfer von 1849 wollten das schüßen, was 1848 er fei, erachte es Desterreich Ungarn, welches an den Detail. Dieser Favilla bat so die Bant von Neapel um 2 Millionen bedenen 900 000 Lire in seine eigenen Taschen reicht war; sie waren teine zügellose Rotte, fie wurden theilweise fragen bezüglich der Pazifikation Kreta's nicht mehr intereffirt fei, trogen, von floffen. Dann wird angegeben, daß das Gericht in Bologna widerrechtlich erschossen. Darum gebe es tein Recht und kein Gesetz, für angemessen, sich in dieser Hinsicht auf eine diplomatische Mit sechs Anklagen daß zu verbieten, daß diefe Leute geehrt werden. Man gestattete doch wirkung bei europäischen Beschlußfaffungen zu beschränken und mit 1) am 19. Dezember 1893 gegen Crispi erhob, nämlich, also vier Tage nach seinem auch, ihnen Denkmale zu sehen. Sie find geehrt von der Nation und der materiellen Kooperation seinerseits abzuschließen. Regierungsantritt werden geehrt bleiben, und wenn es ein badischer Minister zehn200 000 Lire von der Baut von Neapel Wien, 23. März. Im Abgeordnetenbaufe haben entnahm; 2. 150 000 Lire von derselben Filiale in Bologna mal verbiete. Die Mannheimer berittenen Gendarmen ritten in den Kirchhof hinein, auf Gräbern herum, so daß sich auch bürgerliche Schneider( chriftlich- sozial) und Genoffen einen Antrag eingebracht, vom September 1893 bis zum September 1894; 3. am 18. März internationale Konferenz 1895 von derselben Stelle 30 000 Lire; 4. im Mai 1895 Anwesende darüber empörten, und doch geschah nichts anderes, als die Regierung wolle eine daß ruhig Kränze niedergelegt wurden aber ber badische Staat behufs Herabsetzung der industriellen Arbeitszeit veranlaffen und in von Bologna und von der Bank in Perugia je 100 000 Live; also nach seinem Sturz wiederum von war gerettet. Das reize das Volt, die gesetzlichen Bahnen den Staatsbetrieben die achtstündige Arbeitszeit 5. im April 1896 verlaffen, zu verantwortlich dafür wäre dann der Neapel- Bant in Bologna 7000 Lire, und 6. von derselben Bank aber das einführen. Ministerium des Junern. Die Sozialdemokratie sei revolutionär, am 15. April 1896 20 000 Lire. Die Kommission prüfte die einzelnen dazu brauche man aber nicht immer Heugabeln, sondern das HineinBudapest, 23. Mära. Das Abgeordnetenhaus schloß die Debatte Operationen und fonstatirt, daß Crispi seit 1887 bei der Banca d'Italia leben neuer Verhältnisse in alte sei eine Revolution, und wenn's über das Budgetgefez. Der Ministerpräsident Baron Banffy nahm mit 277 000 Live verschuldet war, eine Schuld, die 1889 auf 244 000 Als Crispi am noch so friedlich geschieht. Gewalt wäre heutzutage Wahuwih, und dann das Wort, um den Angriffen der Opposition gegenüber darauf und 1893 auf 210 000 Lire verringert war. wahnwigig find die Sozialdemokraten nicht. Seit 20 Jahren, als binzuweisen, daß die Regireung ihrem Programm vollkommen treu 15. Dezember 1898 Minister wurde, mußte er sich von dieser Abg. Wittum( natl.) noch Sozialist war, sind die Sozialisten schon geblieben sei. Die Ausgleichsvorlagen feien fertiggestellt und werden Schuld frei machen, und so fand Favilla Gelegenheit, die Summe weit vorgeschritten; es sind Forderungen bewilligt worden, die man demnächst, jedenfalls aber noch im April, eingereicht werden. Nach auf die Bank von Neapel zu übertragen, so daß die Bank von damals für wahnsinnig gehalten hätte. Wenn man allerdings so der Erledigung dieser Fragen werde die Verwaltungsreform in Italien bezahlt wurde. Die Schlußfolgerungen der Rommission geben nun dahin, gegen die Sozialdemokratie vorgehe, wie Eisenlohr, seien Unruhen Angriff genommen werden müssen, welche schon wegen der agrarleicht möglich. fozialistischen Bewegung nothwendig sei. Nachdem er auf einen daß die Anzeichen zwar nicht unerheblich, aber doch wifchenruf eingebend die Behauptung, es feien drei Millionen nicht ausreichend feien, um die Ueberzeugung zu rechtfertigen, Grispi Gulden zu Wahlzwecken verwandt worden, als falsche Jufinuation babe von den verbrecherischen Mitteln gewußt, deren sich Favilla, und Verleumdung bezeichnet hatte, warnte er eindringlich vor den indem er ihm( Crispi) das Geld verschaffte, bedient hat. Folgen der von der Volkspartei ausgegebenen Schlagworte Reaktion Da Crispi alfo einer gewöhnlichen Strafthat( der Theilund Antisemitismus" und vertheidigte sich gegen den Vorwurf, daßnahme an den Unterschlagungen) nicht bezichtigt werden fönne, so er die nationale Politit vernachläffige. Die Rechte zollte lebhaften liege auch kein Grund zur Antlage vor dem Staatsgerichts Beifall. Hierauf wurden die Mitglieder des Quotenausschusses bofe vor. Schließlich beantragte die Kommission der Fünf, eine gewählt. politische Rüge" über Crispi auszusprechen. In feinen weiteren Ausführungen besprach Dreesbach noch einige Fälle Gifenlohr'scher Willkür in der Handhabung des Versammlungs. und Vereinsrechtes gegenüber der Sozialdemokratie und schloß dann mit der Erklärung, daß die Sozialdemokraten gegen das Gehalt des Ministers stimmen und zwar deshalb, weil, so lange Eifenlohr am Blaze sei und nichts besseres zu thun habe, als die Sozialdemokratie zu bekämpfen, eine Besserung der Verhältnisse nicht erwartet werden fönne. Im übrigen Verlauf der Verhandlungen sprachen besonders Wacker, der Zentrumsführer, dessen Ausführungen wieder Anlaß zu einer kleinen Kulturkampfdebatte gaben. würden Ungarn. Frankreich. Algier, 23. März. Heute kam es hier anläßlich der Ankunft des Bruders tes antisemitischen Agitators Regis wieder zu Kund: gebungen; durch Einschreiten des Militärs wurde die Rube wieder hergestellt, einige Verhaftungen wurden vorgenommen. England. " Das Resultat der zweitägigen Debatte, während der übrigens Crispi nicht in der Kammer erschien, sei hier nochmals mitgetheilt: 207 Stimmen wurden für, 7 gegen den Antrag der Kommission abgegeben, 65 enthielten sich der Abstimmung. Crispi hat sein Mandat niedergelegt, er will wohl ein Plebiszit der Wähler provo. ziren und dann nach Wiederwahl in der Kammer eine Vertheidigungsrede hallen. Spanien. Materials wies unser Abgeordneter nach, daß sich die An- Salisbury's soll sich gebeffert haben, dagegen lauten die bie Havana, 24. März. Die Kolonne des Generals Caftellanos schlug werde, Türkei. Griechenland. Afrika. Aus Heffen, 28. März.( Eig. Ber.) Landtag. Gestern und heute beschäftigte fich die zweite Kammer mit dem Eisen bahnwesen. Die Debatte wurde vom Abg. David mit einer Reihe von Beschwerden eröffnet. An der Hand eines reichen London, 21. März.( Eig. Ber.) Das Befinden Lord stellungs- und Lohnverhältnisse der Unterbeamten und Arbeiter Nachrichten über Gladstone's Gesundheitszustand sehr ernst. die Aufständischen zweimal bei Camaguen und bemächtigte sich ihres burch die Uebernahme desLudwigsbahnsystems in den Staatsbetrieb noch feineswegs so gestaltet haben, wie zu wünschen wäre Wohl wird behauptet, daß keine unmittelbare Gefahr vor wichtigen, befestigten Lagers. Die Verluste der Aufständischen waren doch liegt, wird übereinstimmend die außerordentliche bedeutend. Außerdem gab Redner eine draftische Schilderung der gesundheits- Schwäche des sehr von neuralgischen Schmerzen geplagten Alten schädlichen Einrichtungen in der IV. Wagenklaffe. Die fozial tonftativt. Politisch ist Gladstone jetzt ganz außer der Kampf. Konstantinopel, 24. März. Wegen der Ermordung des katholischen demokratische Fraktion brachte einen Antrag ein, die Regierung möge ihren Einfluß in der preußisch- hessischen Eisenbahnlinie. So fertigte er vor ein paar Tagen die Führer der Frländer, Priesters in Bolo ist ein französisches Kriegsschiff dort eingetroffen. Regierung möge ihren Einfluß in der preußisch- hessischen Eisenbahn die das hundertjährige Gedenkfest der irischen Erhebung von 1798 Bon Konstantinopel wurde eine Spezialkommission unter Führung gemeinschaft dahin geltend zu machen, daß die Personen mit einem großen Bankett im Hotel Cecil in London feierten, mit des Staatsraths Nazim Bey zur Untersuchung der Angelegenheit tarife herabgesetzt. Kilometerhefte nach nach badischem Muster eingeführt, die Giltigkeit der Rückfahrtfarten auf der unverbindlichen Redenkart ab, nur wenn sie einig wären, fönnten nach Bolo abgefandt. zehn Tage verlängert und fämmtliche Wagentlaffen in fie auf Erfüllung ihrer Wünsche hoffen. Bu sehr viel mehr als zehn Tage verlängert und sämmtliche Wagentlassen in Die Schnellzüge eingestellt werden. Abg. Ulrich betonte die folch Attinghausen'schem Rath würde er sich freilich auch bei befferer Athen, 24. März. Man glaubt, daß die in der Rammer ab. Nothwendigkeit, den Einfluß der hessischen Kammer in Eisenbahn- Gesundheit nicht verstanden haben. Mit bezug auf Ostasien bringt„ Daily News" heute eine gegebene Giflärung Delyannis', er gedente jezt, wo die nationalen sachen zu wahren, um gegen das Regiment Thielen- Miquel die heffische Bevölkerung mobil zu machen. Er gab sodann eine Reihe Busammenstellung der in dortigen Gewässern disponiblen Kriegs- Fragen entschieden, seine Aktionsfreiheit wieder aufzunehmen, nach von Einzelbeispielen, die die große Ueberanstrengung des Bug Schiffe der betheiligten Staaten, aus der hervorgeht, daß England der Abstimmung über die Anleihe zu einer Ministerkrisis führen im Verein mit Japan gegebenenfalls felbft einer russisch- franzöſiſchpersonals grell beleuchteten. Abgeordneter Cramer geißelte den deutschen Koalition gewachsen wären. Das liberale Blatt weift da Unfug der provisorischen Verwendung eines großen Theils bei darauf hin, daß sowohl Lord Rosebery wie deffen Nachfolger Aus Kapstadt wird berichtet, daß die Buren fortfahren, Vorder Beamten, Borarbeiter u. f. w., man braucht die Leute nöthig zur Lord Kimberley eine japanfreundliche Politit verfolgt hätten. fichtsmaßregeln gegen Cecil Rhodes und England zu organisiren Bewältigung der Arbeit, läßt sie aber jahrelang auf Anstellung Uebrigens werden die neuen französischen Forderungen an China und ihre Positionen auf dem Wege von Rhodesia nach Transvaal warten. Dieses Sparverfahren graffirt ganz besonders an der Main nicht übermäßig ernst genommen. zu befestigen. Neckar- Bahn, die jährlich 12-14 pCt. Reinertrag abwirft. Die Die Die heute bekannt gegebenen Zahlen des indischen Staats Redner der bürgerlichen Parteien beschränkten sich zumeist auf die haushalts für 1898/99 lauten bei weitem nicht so günstig, wie 3um spanisch nordamerikanischer Streit Borbringung lofaler Bahnbauschmerzen. Die Regierung fonnte nichts Wesentliches gegen das von unseren Genoffen vorgebrachte man nach der neulich erfolgten Meldung der Regierung, daß Indien liegt der Jut. Cor." die folgende vom 22. März datirte Meloung die Kosten des Grenzfrieges aus eigenen Mitteln decken könne, aus New Yort vor: Beschwerdematerial vorbringen. Oberfinanzrath Ewald erklärte, bätte annehmen müffen. Das abgelaufene Geschäftsjahr hinterläßt Nachdem teinerlei Zweifel mehr darüber bestehen, daß der norddaß die Frage der Tarifreform von der preußisch- hessischen ein Defizit von rund 53 Millionen Rupien), was an sich nicht amerikanische Bericht über die Zerstörung des" Maine" deren Eisenbahn- Gemeinschaft in Erwägung gezogen sei".außerordentlich hoch ist, wenn man in betracht zieht, daß 1897/98 Ursache in der Legung von Torpedo 3 erblickt, wendet -Chronit der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. zur Linderung der Hungersnoth allein 54 Millionen Hupien ges fich das allgemeine Intereffe der von Mac Kinley an den Kongreß richtenden Botschaft zu. Dieselbe wird nach MitWegen Majestätsbeleidigung hatte sich am 22. März Genoffe Schulz braucht wurden, und außerdem der Krieg 38 Millionen Rupien ge- an in seiner Eigenschaft als verantwortlicher Redakteur der Thüringer toftet hat. Aber groß oder nicht, das Defizit ist da, und es wäre theilungen der dem Präsidenten nahestehenden Personen weder die Tribüne" vor der 1. Straffammer des Erfurter Landgerichts zu ver- daher nur billig, wenn das reiche England feinen größeren Kolonien Schuldfrage bezüglich der Erplosion, noch die Nothwendigkeit eines antworten. Die Majestätsbeleidigung war gefunden worden in einem wenigstens einen Theil der Kosten des Feldzuges abnähme, über dessen Krieges behandeln, sondern lediglich eine Aufzählung der Ereignisse Abschnitt des Berichts über die parlamentarische Thätigkeit der Mugen felbft unter englischen Konservativen große Meinungsverschieden- enthalten. Als Anlage sollen jedoch hierzu sämmtliche, von den fozialdemokratischen Reichstags- Fraktion", die Verhandlungen des heit herrscht. Statt deffen wird das indische Schuldenbudget erhöht. nordamerikanischen Konsuln, Senatoren und Offizieren, welche Reichstages über den von den Sozialdemokraten eingebrachten Gine unfündbare Anleihe von 6 Millionen Pfd. Sterling( 90 Min. Kuba bereist haben, erstatteten Berichte über die Lage auf der Jusel Antrag auf Aufhebung des Majestätsbeleidigungs- Paragraphen be- Rupien) soll aufgenommen werden, wovon etwas über die Hälfte dem Kongreß unterbreitet werden. Es ist nun vorauszusehen, treffend. In der Verhandlung wurde die Deffentlichkeit aus zur Ablösung von hypothezirten Obligationen aufgewendet daß der Kongreß hieraufhin die Anerkennung der Un. gefchloffen. Nach zirka einftündiger Verhandlung wurde der An wird, der Reft aber dem Staatshaushalt ohne weiteres zur abhängigteit Ruba's beschließen und den Präsidenten aufs getlagte der Majestätsbeleidigung für schuldig befunden; allerdings Laft fällt, und ferner wird eine fällige schwebende Schuld von fordern wird, an Spanien ein Ultimatum bezüglich hat man die Sache so mild beurtheilt, daß man über das geringste 6 Millionen Pfd. Sterling aufs Neue verlängert. Solcher Räumung der Insel zu stellen. Strafmaß, zwei Monate Gefängniß, nicht hinausgegangen ist. Aus dem Königsberger Gerichtsgefängniß wurde am Sonnabend aus der Untersuchungshaft der domizillose Schneider Ferdinand Lenknereit der ersten Straffammer vorgeführt, um sich wegen Es handelle fich wieder Wajestätsbeleidigung zu verantworten. " = gestalt ist es denn leicht, für 1898/99 einen Ueberschuß von 9 Mill. Rupien herauszurechnen. Im ganzen sind nach dem Budget 830 Mill. Einheiten( 1 Einheit 1 Perfon auf einen Tag) während der *) 1 Rupie 11/3 Shilling oder Mark. # Amerika. " Dagegen meldet, wie dem Berliner Tageblatt" telegraphirt wird, der Washingtoner Korrespondent der„ Laily News": Präs sident Mac Kinley ertiärte am Dienstag in ernstester Weise ver schiedenen Besuchern:" Ich bin gegen den Krieg und entfaloffen, ihn mit allen in meiner Macht stehenden Mitteln zu verhindern P Stadtv. Reich now spricht sich für die Beibehaltung der Pofition aus. zu Ich glaube, wir werden feinen Krieg haben. Und ein früherer als Unterstützung der foaialdemokratischen Randidaten an Stabinetsminister äußerte: Wir werden teinen Krieg haben. Der gesehen." gesunde Menschen erstand der Amerikaner wird ihn verhindern." An der Agitation gegen uns betheiligte sich in brüderlicher Stadty. Borgmann: Die Streichung bedeutet eine Verbilli Die griechische Regierung soll, das Angebot der Vereinigten Einigkeit die ganze gute Gesellschaft", vom schwärzesten Konfer gung für jedes Haus von vielleicht 6 M., eine doch recht geringe Staaten, die besseren Kriegeschiffe, an sie zu verkaufen, nach Be- vativen bis zum radikalen" Demokraten. Außerdem zeichneten sich Sunime, welche die Existenz eines Hausbesizers nicht in Frage fragen der Großmächte, die für absolute Neutralität Europa's ein durch ihren ganz besonderen Eifer die Geiftlichen aller Ronfeffionen stellen fann. Wäre es eine Ungerechtigkeit, die Wassermesserund die Lehrer aus. getreten find, abgelehnt haben. erheben, welche Miethe zu erheben, welche Ungerechtigkeit liegt erst int Die Dresdener Neuesten Nachrichten" empfingen direkt aus der Stadt, die blos den Hausbesitzern Einrichtungen Auf dem Lande wurden die Geschäftsleute und Tagelöhner von den Havana auf dem Wege über Key West ein vom 7. d. W. datintes den Machthabern mit den ärgften Drohungen bestürmt, gegen uns zu gute fommen?( Buruf: Welche denn?) Denken Sie nur an Schreiben eines jungen Dresdeners, der als Tancher in amerikanischen zu stimmen. In einigen Gemeinden wurden sogar die Juden ge- die Straßendurchbrüche und Straßenverbreiterungen, wo der Grund Diensten das Wack des Panzers Maine" untersucht hat. Der Taucher zwungen, für die Antisemiten ihre Stimme abzugeben. Ganz und Boden sofort gang erheblich im Werthe fteigt, ohne daß die stellte feft, daß der Panzer unzweifelhaft einem Attentat, und zwar durch besonders hatten die Wittwen unter der Beeinflussung zu Adjazenten dazu auch nur einen Pfennig beitragen, sondern blos eine Unterseemine zum Opfer gefallen ist. Selbst das größte Torpedo leiden, denn auch sie sind auf dem Lande, wie alle Frauen und eminente Vortheile haben.( Sehr richtig Bei der Verbreiterung gefchoß hätte eine dera tige Verwüftung nicht anrichten fönnen. Die unmündigen Berfonen, wahlberechtigt, wenn sie Grundbesitz haben. Der Wallstraße hat Kommerzieurath Ravené sich nicht entblödet, Die Taucher, sechs an der Zahl, drangen in das Pulvermagazin Sie dürfen aber ihr Wahlrecht nicht persönlich, sondern nur durch eine ungebeure Summe für das von ihm abzutretende Terrain zu ein und fanden dasselbe vollständig intakt. Das Pulver wie einen dazu von ihnen bevollmächtigten Gemeindewähler ausüben. fordern! Nur einer kleinen Gruppe von Grundbesitzern kommen diese Das Wahlrecht der anderen Frauen 2c. gestaltete sich nach den Anlagen die gefüllten Gefchoffe waren absolut unversehrt. Die Verwüftung, das ist ein Att der Ungerechtigkeit. gute; welche die Explosion angerichtet hat, ist eine ganz beispiellose Bestimmungen des neuen Gesetzes zu einer weiteren Begünstigung Allerdings ist der Hausbesitzer gezwungen, den Wassermesser Die vordere Steuerbordfeite sich eine eigene Wasserleitung war nach oben und hinten der reichen Leute, denn natürlich haben nur in den wohlhabenden zu hallen, aber über au Backbord geflogen. Ein Kanonenthurm mit einer Familien Frau und Kinder eigenen Grundbesih und damit das anlegen will, tann ihn die Stadt absolut nicht daran hindern. Kanone, die allein 23 Zonnen wog. wurde vollständig Wahlrecht. So tam es febr oft vor, daß mancher reiche Einwohner Schaffen Sie die Wassermessermiethe ab, so ist der nächste Schritt umgedreht und nach der Backbordseite geworfen. Augenblicklich für seine eigene Person in der I. oder II. Klaffe wählte und außer unbedingt die Beseitigung der Gasmessermiethe, und dieser Ausfall ( also am 7. März) arbeiten 6 Taucher ununterbrochen an der bem für seine Frau und Kinder mehrere Stimmen in der III. Klaffe würde den Betrag weit überschreiten, welcher zur Befriedigung der Bergung der Leichen und Werthfachen. Das Schreiben theilt weiter abgab. Ansprüche der Lehrerschaft erforderlich gewesen wäre.( Große Unmit, daß vom amerikanischen Marinegouvernement der Befehl ein- Daß wir frotzdem in so vielen Gemeinden den Sieg errungen ruhe.) Ueber eine andere Zarifirung würden wir mit uns reden lief, das Wrack auf alle Fälle zu heben, doch dünfte daran haben, verdanken wir einmal der vorzüglichen Haltung der Arbeiter lassen, aber die einseitige Begünstigung einer kleinen Anzahl von nicht zu denken sein, weil der Panzer durch die fürchterliche Er- und dann dem Umstande, daß nicht selten die Kleinbauern trot Mitbürgern ist verkehrt. plosion in zwei vollständig getrennte Theile zerriffen worden ist. wiederholter Aufforderung der Dorfgewaltigen entweder sich der Stimme enthielten oder direkt auf unsere Seite traten. Dies zeigte sich am häufigsten in den Orten um Hanau, fogar in solchen, oie bisher ein nur sehr schwaches Parteileben aufwiesen. Eine Madrider Depesche meldet: Im Ministerrath theilte Jm ganzen können wir für den Anfang mit dem diesmaligen Ministerpräsident Sagasta eine Depesche des Generalgouverneurs Resultat zufrieden sein. Arbeiten unsere Genoffen in den Ge lanco mit, in welcher es beißt, der Rapitän der Maine" bitte meindevertretungen mit dem nöthigen Geschick und Erfer, dann um die Erlaubniß, das Wrack der„ Maine" mit Dynamit sprengen werden wir bei den späteren Wahlen noch bessere Erfolge zu verzu dürfen; die Erlaubniß sei verweigert worden. Ueber den Bezeichnen haben. Aus Washington wird telegraphirt: Das Marinedeparte: ment beschloß, die noch in Havana befindlichen Marine- Offiziere zurückzurufen und das Wrack der Maine" aufzugeben. " richt betreffend den Unfall der Maine" wird strengstes Stillschweigen beobachtet, der Minister des Aeußern ist aber beauftragt worden, die Frage zu prüfen und die Rechte Spaniens energisch zu vertheidigen. Parlamentarisches. Wahlbewegung. Jm 5. Berliner Reichstags- abltreise wird als Kandidat der Freifinnigen Boltspartei der Stadt Schulinspektor Dr. Zwick aufgestellt. 3 g wenn er Stadtv. Spinola hält den Ausschußantrag für sehr be rechtigt und den heutigen Zustand für eine Ungerechtigkeit, die endlich aus der Welt geschafft werden müsse. Eventuell tönnte man auch den Ausfall der Gasmessermiethe tragen. Stadtv. Sc, w albe kann das von Herrn Wallach aufgestellte Prinzip nicht verstehen, da doch ein Vortheil von der Aufhebung nur für die Hausbesiyer herausspringen werde. Man möge auch die Rons quenzen bedenten; gehe man auf den Antrag ein, so würden auch die Bestrebungen auf Abwälzung der Kanalisationsgebühr neues Leben gewinnen. Stadtv. 3mann vertritt den Standpunkt der Ausschußmehrheit. Die Hausbesitzer müßten auch für die Kosten des Wassers für die Feuerwehr und die öffentlichen Springbrunnen auftommen. Die Straßendurchbrüche erfolgten nicht zu gunsten der Hausbesitzer, sondern zu gunsten des Verkehrs, damit der Arbeiter schneller zu feiner Arbeitsstätte eilen tann.( Gelächter.) Stadtrath Haack legt dar, daß die Wassermesser auch im Interesse der Eigenthümer felbft aufgestellt werden, um ihnen eine Garantie für die Richtigkeit der Verbrauchs Liquidationen zu ge= währen. Stadtp. Wallach behauptet, daß das Berliner Grundwasser durch die Kanalisation ganz unbrauchbar geworden sei, der Hauseigenthümer also feineswegs sich so leicht ein eigenes Wasserwert anlegen tönne. In Perleberg hat eine Versammlung sämmtlicher tonfer Die 10. Kommiffion des Reichstages zur Berathung des vativer Bertrauensmänner des Wahlkreises West Brignis Herrn vom Abg. Dr. Paasche beantragten Gefeßes, betr. die Besteuerung Stubbendorff aus Bapel zum Reichstagskandidaten nominirt. Herr von Saccharin, trat beute wieder zusammen. Dr. Baasche hat Stubbendorff, obwohl nicht Mitglied des Bundes der Landwirthe, einen völlig umgearbeiteten Entwurf über den Verkehr mit will der wirthschaftlichen Vereinigung beitreten. Da bereits früher tünstlichen Süßstoffen vorgelegt, über den fich eine aus- v. Salvern als fonservativer Randidat genannt wurde, so scheint es gedehnte Generaldiskuffton entwickelte. Die Vertreter der Regierung ich jegt um einen Kandidaten zu handeln, der dem Bund der Land erflärten sich mit der Tendenz dieses Vorschlages einverstanden Eine wirthe Gefolgschaft leistet. vom Abg. Schwarze( 8.) vorgelegte Resolution, welche die Regelung Wie die Kreuz- Zeitung" mittheilt, will nun der Bund der der Frage bis zur nächsten Seffion der Regierung anheimgeben Landwirthe, nachdem die antisemitische Kandidatur des Herrn Stadtv. Borgmann hebt hervor, daß die Hausbesitzer feineswollte, fand nicht die Zustimmung der Mehrheit. Wurm weist fröhlich im Wahlkreis Teltow Beestow Storfow von wegs das Wasser für die Feuerwehr und die Springbrunnen darauf hin, daß ein Gefeß, daß den Verbrauch verbietet, so lange ben konservativen Bertrauensmännern abgelehnt ist, diesen auf- bezahlten, sondern daß dieses Wasser von der Stadt unentgeltlich ein Schlag ins Waffer fein werde, bis eine genügende Anzahl fordern, von der Randidatur zurückzutreten.- Ob die Herren Anti- geliefert werde. Die Straßendurchbrüche würden nicht im Intereffe geeigneter Beamter die Nahrungsmittel Kontrolle ausübe; bie Polizei femiten Ordre pariren werden? der Hausbesitzer von der Stadt gemacht, hätten aber die Wirkung, reiche hierzu nicht aus. Gar so eilig sei es auch gar nicht mit der Verfolgung des Saccharin; in der nächsten Seffion tomme ein law Mogilno Für den Wahlkreis Pofen fowie die Wahlkreise Inowraz daß sie einseitig den Hausbesitzern pekuniär zu gute kämen. und Bomft Meseri wurde Frang In namentlicher Abstimmung wird der Ausschußantrag Gefeßentwurf auch noch zurecht und könne dann sorgfältiger vor- Morawati- Berlin von der sozialdemokratischen Partei als Reichstags- mit 47 gegen 42 Stimmen angenommen! Ein Mitglied enthält bereitet und erwogen sein. Der Regierungsvertreter erklärt, daß er fandidat aufgeftellt. Jn Gnesen Wongrowi kandidirt fich der Abstimmung. glaube, es laffe fich auf grund des Entwurfs von Baasche schon in Thomas Golibrodi- Berlin, Im übrigen wird der Etat der Wasserwerke genehmigt, des der Kommission ein Gesetz schaffen. In der nächsten Sigung am Dienstag wird die Spezialberathung des Gefeßentwurfs begonnen. Rothenburg 2ilienthal, hat die freisinnige Bereinigung dem modifizirten Tarif für die Schlacht- und Schangebühren und Jm 17. hannoverschen Reichstags Wahlkreis, Harburg- gleichen derjenige für den Viehmartt und Schlachthof mit Der Gefehentwurf über die Gehaltsaufbefferung beschlossen, den Kandidaten der National- Liberalen, Herrn Deptten, schließlich auch der Etat der Markthallen und der Hauptkasse Der Geistlichen ist heute dem Abgeordnetenhause zugegangen. zu unterstützen. der städtischen Werke. Die Gemeindewahlen in der Proving Hellen- Mallau. .. In den Städten des Regierunge bezirks Wiesbaden( mit Ausnahme von Frankfurt a. M.) bestand seit 1891 die Dreitloffen Wahl, ähnlich wie in den 6 östlichen Provinzen Preußens. Trogdem batten sich hier unsere Genossen noch niemals an den Gemeinde wahlen betheiligt. Einzig und allein in Frankfurt bat fich die Sozialdemokratie früher an der Wahl betheiligt, jedoch ohne Erfolg, da das dort geltende gleiche Wahlecht sehr durch einen hohen Zenfus eingeschränkt ist. Die Freifinnige Volkspartei in 2 bed hat den Fabrikanten Pape als Reichstags- Kandidaten aufgestellt und ein Zusammengehen mit den übrigen bürgerlichen Parteien abgelehnt. Jm Reichstags Wahlkreise Landshut wurde als bauern bündlerischer Kandidat der Gutspächter Emslander von Weihen stephan aufgestellt. Partei- Nachrichten. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Kommunales. % nachmittags 5 Uhr. Durch die neue Gemeinde- Ordnung, die am 1. April dieses Jahres in der ganzen Broving mit Ausnahme des Stadtbezits Stadtverordneten Versammlung. Frankfurt in fraf ttritt, ist überall die Dreitlassenwahl eingeführt. So 10. öffentliche Sigung vom Donnerstag, 24. März, ungerecht dieses System ist, es hat doch den Arbeitern die Möglichkeit gegeben, sich wenigstens in der 3 Klasse an der Wahl zu betheiligen. Der Senior der Versammlung. Stadtv. Reiß, ist im Alter Denn wahlberechtigt ist nach dem neuen Gefeß jeder über 24 Jahre von 83 Jahren in der letzten Nacht versterben. Der Vorstehers alte Deutsche, der mindestens 2 Jahre in der Gemeinde wohnt, einen Stellvertreter Michelet widmet ihm einen längeren ehrenden eigenen Haushalt führt und entweder ein Grundstück oder jährlich Nachruf, den die Versammlung steheno anhört. ein Einkommen über 660. hat. Ueber die Vorlage betreffend die Auswahl der im Etatsfahre 1898/99 nen bezw. umzupflasternden Straßen und Pläge berichtet Stadtv. Gericke. Die Beschlüsse des Pflasterausschusses werden auf Antrag des Berichterstatters en bloc angenommen. Die Vorlage betreffend die Aenderung des Regulativs für die Untersuchung des von außerhalb nach Berlin ein. geführten frischen Fleisches und den Erlaß einer Polizeiverordnung über die Bedingungen der Einfuhr von Fleisch und Eingeweiden wird nach den Ausfchußanträgen ohne Debatte angenommen, desgl. folgende Resolution: Die Verfammlung ersucht den Magiftrat, bei den gesel gebenden Körperschaften dahin zu wirken, daß durch ein Landesgefeß die obligatorische Fleischschau im ganzen preußi fchen Staate refp. für das ganze Deutsche Reich so bald als möglich eingeführt werde." In dem größten Theile der Proving Heffen- Nassau waren die Arbeiter bisher vom Gemeindewahlrecht ausgeschlossen. So hieß es in der Gemeinde- Ordnung für die Städte und Landgemeinden des bis 1866 tur hessischen Bezirkes ausdrücklich:" Die Stimm fähigkeit ruhet bei denjenigen Ortsbürgern welche in Roft und Lohn eines anderen stehen, oder als Gesellen oder Tage--Dr. Viktor Adler in Wien ist im Dezember v.. löhner sich ernähren." Unter diesen Umständen war es den Partei- vom Bezirksgericht Hernals wegen Beleidigung des damaligen genoffen früher nicht möglich, Einfluß auf den Ausgang der Ministerpräsidenten Badeni zu 14 Tagen Arreft verurtheilt worden. Gemeindewablen zu gewinnen. Eine völlig vereinzelte Aus: Obwohl er sich felbft bezichtigte, durch die inkriminirte Aeußerung, nahme bildete die Landgemeinde Langendiebach bei oie er in einer Versammlungsrede gethan hatte, gegen die ganze das Hanau, wo wir auch unter unter den Kleinbauern so große malige Regierung aufgereizt zu haben, wesbalb bie Sache vor das Schwur. Sympathien haben, daß unsere Lifte bei der letzten Gemeindewahl gericht gehöre, fanden Staatsanwalt und Bezirksgericht ihn doch nur unter dem früheren Gefeß durchging. Von dieser Gemeinde des geringeren Vergehens der Beleidigung schuldig, weil man fürchtet, Es folgt die Berathung des Autrages Singer auf An vertretung ist sogar der dortige fozialdemokratische Bertrauensmann daß, wenn Adler vor die Geschworenen täme, er überhaupt frei ftrengung der Klage gegen die Beanstandung des aum Kreistags- Abgeordneten gewählt worden. ausgehen würde. Vor dem Appelgericht hat unser Genoffe aber Beschluffes der Versammlung, betr. die Niederlegung doch noch durchgefeßt, daß das Schwurgericht über die Sache ver eines Kranzes auf die Grabstätte der Märzhandelt. Das Appellgericht entschied, daß Adler nur wegen Aufgefallenen. eizung gegen die Regierung verfolgt werden könne, und beschloß zu Stadtv. Singer: Noch ist die Erregung, in welche die Bürgerdiesem Zwecke, die Akten der Staatsanwaltschaft zu übermitteln. fchaft versetzt worden ist durch die Verfügung des Overpräsidenten, Ob diese inzwischen mehr Geschmack an dem Prozeß gefunden hat, wonach unser Beschluß beanstandet wurde, nicht geschwunden. Als wir bleibt abzuwarten. am vorigen Donnerstag auseinandergingen, war in den meisten von uns die Ueberzeugung befestigt, daß die Bürgerschaft troß der Verhinderung der Ausführung jenes Beschlusses ihre Marzfeier fich nicht nehmen lassen würde. In der That, diejenigen, die gleich mir gefehen haben, in welcher Würde und Nuhe tausenden und abertausende Berliner Mitbürger gewallfahrtet find nach jener Grabstätte, um dort theils Gedenkzeichen niederlegend, theils stumm, aber desto eindringlicher das Andenken der Gefallenen zu ehren, wie die Theilnahme der Mitbürger den Platz am Friedrichshain ausgeschmückt hat, durften sagen, daß wir recht hatten, und daß troß der Verfügung des Oberpräsidenten am Der Verein Waldeck" in Königsberg hat in einem Telegramm vorigen Freitag in Berlin Märzluft von 1848 geweht hat. Gerade Unter diesem Wahlsystem gingen foeben in dem ganzen der Versammlung für ihren Beschluß wegen Ehrung der März die allerlegten Tage baben uns zu einem Vergleiche angeregt, der, wie Regierungsbezirt Raffel und in den Landgemeinden gefallenen durch Niederlegung eines Kranzes auf dem Friedhof ich glaube, zu gunsten jener Manifestation ausfällt. Die Abertausende, des Regierungsbezirks Wiesbaden die Gemeindewahlen seine Anerkennung und seinen Dank ausgedrückt. die da hinausgewallfahrtet sind und der Verlauf der dynastischen vor sich. Das Ergebniß derselben in den einzelnen Orten hat der i Die Berathung des Stadthaushalts Etats wird fort. Feier, die vor einigen Tagen im Thiergarten stattfand: diefe ZusammenVorwärts bereits mitgetheilt. Es verlohnt sich jedoch, noch etwas gefeßt. stellung beweist am besten, wo das Herz des Voltes geschlagen näher auf den Verlauf der Wahlen einzugehen. Stadtv. Bruns berichtet über die Spezial Etats der Wer hat. Als erfreuliches Zeichen des in der Gemeindeverwaltung Ber In den Städten war vor allen Dingen mit dem sogenannten waltung der Bureaudienstgebäude und der außerhalb lins nicht erstorbenen Selbstverwaltungsfinnes würde ich es bes Bürgerrechtsgelde zu rechnen, einer Abgabe, die auf Beschluß derselben belegenen Bureaus, der Geschäftsbedürfniffe und zeichnen, wenn die Gesammtheit der Kollegen der vorletzten der bisherigen Gemeindevertretung von jedem neuen Gemeindebürger Prozeßtonen( nebst dem Anhangs Etat betreffend die Versammlung zu ihrem Rechte verhelfen wollte. Es handelt sich nicht erhoben werden darf. Wo ein solches Bürgerrechtsgeld besteht, Gemeinde Krantenversicherung), der Dienst- und mehr um unsern Beschluß, sondern darum, wenn möglich einen Andürfen Bürger, die die Abgabe noch nicht bezahlt haben, ihr Wahl Wittwenpenfionen und Waisengelder, sowie der griff gegen die Selbstverwaltung abzuwehren, und ich kann nur recht nicht ausüben. Hierdurch wurde in einer Reihe von Städten außerordentlichen Pensionen, Unterstügungen und Erziehungsgelder, tief bedauern, daß nicht auch der Magiftrat aus diesem Gefühl den Arbeitern das foeben verliehene Wahlrecht wieder genommen, der Gemeinde Friedhöfe und Zivilstandsämter. heraus Beschwerde über die Verfügung beim Minifterium eingelegt hat. Wenn hier so oft die Einmüthigkeit der Gemeindebehörden denn wie sollten z. B. die blutarmen Zigarrenarbeiter in Orb Sämmtliche Etats werden ohne Debatte unverändert genehmigt. 31(!) Mart für das Bürgerrechtsgeld aufbringen? Hier konnten Zum Etat der Wafferwerfe bat sich der Ausschuß zwar betont wird, dann wäre es wohl des Magistrats würdig, sich mit der wir auch unter dem neuen Gesetz einen Erfolg nicht erzielen. mit der Fortdauer der Geltung des bisherigen Waffertarifs, nicht Versammlung in der Wahrung der Selbstverwaltng solidarisch zu erklären. Ju den anderen Städten hing der Ausgang der Wahl davon aber mit der Einnahmeposition von 162 800. für Wasser Ich nehme an, daß das nicht geschehen ist. Nach meiner Meinung ab, on die Arbeiter sich durch die Deffentlichkeit der Wahl zurück- meffermiethe einverstanden erklärt. Zum ersten Male ist es findet die Verfügung in der Städte- Ordnung teine Rechtfertigung. schrecken laffen würden, ihre Stimme für die sozialdemokratischen den Hausagrariern gelungen, im Ausschuß die Streichung dieser Denn wie man zu der Auffassung fommen kann, daß die Ausschmückung der Gräber verstorbener Mitbürger, die auf einem der Kandidaten abzugeben? Dies ist erfreulicherweise im allgemeinen Position durchzusehen. nicht der Fall gewefen. Die große Masse der Arbeiter ist offen Rämmerer Maaß ersucht um Bewilligung dieses Einnahme. Stadt gehörigen Plage liegen, teine Gemeinde- Angelegenheit fei, und frei für ihre Ueberzeugung eingetreten. Dagegen haben die poftens. Seit einigen Jahren würden nur die Selbstloften als Eins ist mir unerfindlich. Der Beschluß verstößt weder gegen die Gefeße, Handelsangestellten fowie die kleinen Handwertsnahme von den Wasserabnehmern erhoben. Früher habe die Ver noch ist eine Ueberschreitung der Versammlungsbefugnisse damit geIch hoffe, daß auch in diesem Falle der Verklagte, meister und Geschäftsleute entweder garnicht oder und fammlung stets den Erlaß der Wassermessermiethe für eine ungeben. dies gilt für die weit überwiegende Mehrheit gegen uns gewählt. berechtigte Forderung erklärt. Der Betrieb der Wassermesser er der Oberbürgermeister, sich nicht auf den Standpunkt einer der Den Ausschlag gab jedoch das große Heer der Beamten sowie fordere übrigens thatsächlich doch etwa 180 000 m. mehr, als jene Berfommlung vorgesetzten Behörde stellen, sondern sich als Glied der Selbstverwaltung fühlen und die Berechtigung unferes Ein der vom Staate oder der Stadt beschäftigten Arbeiter, auf Einnahme liefere. die ein unerhörter Druck ausgeübt wurde. Hierbei war unferen Stadtv. Wallach vertheidigt den Beschluß des Ausschusses spruchs anerkennen wird. Ich wiederhole meine Bitte, daß auch Gegnern der Umstand von großem Nugen, daß die Wahl mehrere als einen Att der Gerechtigkeit, gegen den der Widerspruch des jene Kollegen, welche diffentirt haben, meinem heutigen Antrage zuLage dauerte. In dieser Zeit konnten sie die Geschäftslente immer Magistrats unbegreiflich sei. Es handle fich um eine ungerechte slimmen mögen. wieder zur Wahl drängen und die Beamten durch zarte Winke Vorbelastung der Hausbefizer. Der Stadtv. Borgmann habe schon Stadtv H. Sa ch 3: Der Dberpräsident nennt unseren Beschluß mürbe machen. Ein solcher garter Wink ist in Hanau in Gestalt in der vorigen Sigung gegen diefen Beschluß polemifirt; er folle eine politische Demonstration zur Verherrlichung der Revolution. eines Binfulars in unsere Hände gekommen, das wörtlich wie folgt doch bedenken, daß es unerhört fei, 20 000. für die Spielerei des Diese Auslegung verlegt den Grundsatz, daß Niemand Motive Iantet: P. P. Da Sie bis jetzt noch nicht gewählt haben, werden Wasserfiurzes binauszuwerfen und andererseits einen einzelnen Stand untergelegt werden dürfen, zu denen er sich nicht öffentlich bekannt Sie von bürgerlicher Seite aufgefordert, sofort Ihr Wahl- mit 162 000. vorzubelasten. Er fei kein so wüthender Haus hat. In feiner der Reden ist diese Absicht öffentlich befundet worden; wir müssen dagegen Verwahrung einlegen. recht auszuüben. Eine Wahlenthaltung wird ohne Ausnahme agrarier, fouft hätte er die Ermäßigung des Tarifs beantragt. " B Gerade = Sodann wurden Ausland. Diese Versammlung ist sehr wenig ist sehr wenig prädisponirt au ber- T Die Bildhauer ftellten am 22. März zu ber Pfingsten in 1 Die Schneider in Fürth hatten fürzlich eine Kommission be artigen Demonftrationen; ich brauche dafür nur an die Erfurt stattfindenden zweiten Generalversammlung auftragt, einen neuen Zarif auszuarbeiten und den Meistern vorzuBetheiligung der Stadt an der Zentenarfeier zu erinnern. Der Bildhauer Deutschlands folgende Kandidaten zur legen. Dieser Tarif ist nun in allen Punkten genehmigt worden, so Die gemischte Deputation ist nicht beanstandet worden, ebensowenig Bevollmächtigten Wahl auf: Für den 1. Wahlkreis( Hauptbuch daß sich die Lohnkommission wieder auflösen konnte. Auch in der die Ausschußresolution; die Errichtung eines Dentmals muß also Nr. 1-245): lidschub und Otto Meyer; für den II. Wahl Konfektionsbranche bereitet sich eine Bewegung vor. doch wohl bei den Behörden als eine Gemeinde Angelegenheit an- freis( Hauptbuch Nr. 246-569): Stößer und Hasel; für den gesehen worden sein. Wenn die Niederlegung eines Krauzes teine III. Wahlkreis( Hauptbuch Nr. 570-2415): Göke, Roßberg folche mehr war, müssen sich wohl in der Zwischenzeit die Meinungen ge- und Frei; für den IV. Wahlkreis( Hauptbuch Nr. 2416 bis dauert jetzt bereits sechs Wochen; betheiligt sind etwa 900 Personen. Der Streik der Arbeiter von der Grazer Waggonfabrik ändert haben. Wir wollten die Gefallenen ehren, weil wir den 18. März Ende): Domscheit und Suppert. als Geburtstag der Verfassung und des Verfassungsstaates feiern auf Antrag Meier's die Kandidaten befragt, wie sie sich Die Ursache war die Entlassung der Bertrauensleute der Arbeiter. wollten. Vor dem 18. März und nach dem 18. März hat das Volt zur Wittiven Unterstützung stellen, da es im Interesse der Später kam noch ein anderes Moment hinzu: Der Direktor Prokosch dem Könige gehuldigt; nicht um das Königthum an fich, sondern Berliner Kollegen läge, nur solche Bevollmächtigte zu entfenden, die will die von ihm im Vorjahre zugestandenen Minimallöhne reduziren. um den Absolutismus handelte es sich in den kritischen Tagen. Wer für die Abschaffung der Wittienunterstügung stimmen würden. Es In den letzten Tagen haben Unterhandlungen stattgefunden, die aber nicht für den Antrag Singer stimmen würde, gäbe damit zu er ergab sich, daß Otto Meier, Stößer, Roßberg, Frei, au feinem Resultate führten, weil die Arbeiter dreißig ihrer Kollegen kennen, daß auch er glaubt, die Versammlung hätte ihre Rompetens Domscheit und Ruppert gegen und Flickschuh, Göz Die Bevölkerung von Graz steht auf Seiten der Arbeiter; tausende opfern sollten, die in der Fabrit keine Aufnahme mehr finden sollten. überschritten, und dazu wird sich doch wohl niemand aus der Ver- und Hasel für die Unterstützung find. Die Wahl findet in der sammlung verstehen.( Rufe: Abwarten!) nächsten Zeit statt, und werden die Stimmzettel den Mitgliedern in von Gulden haben die Arbeiter schon von den Geschäftsleuten erhalten. Nur ganz wenig Streifbrecher haben sich bisher gefunden, geeigneter Weise zugestellt werden. so daß die Situation für die Arbeiter im ganzen nicht ungünstig ist. Ans London wird uns unterm 21. d. M. geschrieben: bau- Kampf, ist heute früh todt in seinem Bette aufgefunden worden. Ein Oberst Dyer, der Führer der Unternehmer in dem großen Maschinenbau- Kampf, ist heute früh todt in seinem Bette aufgefunden worden. Ein Herzleiden, das vor einigen Tagen akut wurde, machte feinem Leben ein plögliches Ende. Stadtv. Langerhans hält auch dafür, daß es sich jetzt um eine ganz allgemeine Frage handle. Es sei zweifelhaft, ob nicht auch die Glückwünsche der Versammlung an den König zu feinem Geburtstage politische Demonstrationen feien, wenn man über haupt so so fleinlich sein wolle, sich auf einen solchen Standpunkt zu stellen. Die Versammlung dürfe sich einen folchen Eingriff nicht gefallen laffen. Unterliege die Versammlung. fo sei es nicht ihre Schuld, sondern die Schuld der Gerichte. Die Behörden, welche die Aufsicht führen, sollten doch nicht so verfahren, als ob sie über Kinder die Aufsicht zu führen hätten; es handele sich doch um reife Männer, welche die Geschäfte der Selbstverwaltung wahrnähmen. lichen Freunde die Annahme des Antrages. = Berwaltung sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit gleichen Rechten Der Arbeitsuachweis der Branereien Berlins, in dessen theilen, hat der Soz. Praxis" zufolge 1897 gegenüber den beiden „ Soz. Vorjahren seines Bestehens eine sehr erhebliche Vermehrung seiner Thätigkeit zu verzeichnen. Es waren eingeschrieben eingestellt feft. { 1895 3717 • 843 1896 1897 4150 866 5706 . 1048 2259 Deutsches Reich. Der Verstorbene gehörte, wie schon früher bemerkt, zu dem jenigen Flügel der verbündeten Unternehmer, der verhältnißmäßig früh zu einem Kompromiß mit den Gewerkvereinen bereit war. Diese haben wiederholt sein entgegenkommendes Wesen anerkannt. Noch in der jüngsten Nummer des Organs der Maschinenbauer wird er einem andern Unternehmer als Muster in bezug auf Höflichkeit entgegengehalten. Es ist dies der zweite hervorragende Bertreter des Unternehmers bundes, der seit Beendigung des großen Kampfes mit Tode ab. Vertreter der schärferen Tonart. gegangen ist. Der erste war Sir Benjamin Dobson von Bolton, ein 1322 vorübergehend. 1050 Der Bericht schildert die Vorzüge der Aufnahmekarten, die er stelle des Aufnahmebuches gesetzt hat. Die Kosten des Nach. Stadtv. Kreitling empfiehlt ebenfalls namens seiner sämmt- weise, die 1897 7716,45 m. betrugen, werden von den Brauereien Stadtv. Meyer führt aus, daß§ 35 der Städte- Ordnung auf getragen." diesen Fall überhaupt nicht zutreffe, da Berathung und Beschlußfassung zugelassen und nachher nur die Ausführung beanstandet sei. Das In der Fabrik der Sagauer Wollspinnerei und Weberei fei ihm in feiner Praxis noch nicht vorgekommen. Die Beschluß. ist infolge von Lohndifferenzen ein Streit ausgebrochen. Die faffung fei zugelaffen, folglich habe auch der Oberpräsident darin pußer, welche bei einem Stundenlohn von 17 Bf. wöchentlich 11 M. Im Maschinenbauer Verein wird augenblicklich um die nichts Gesetzwidriges gefunden. verdienten, stellten die Forderung, den Stundenlohn auf 20 Pf. au Stelle des Generalsekretärs gekämpft, die zur Neuwahl aus. erhöhen. Trotzdem die Meister, welche meistens Engländer find, steht. Es find 7 Kandidaten im Felde, doch dreht sich der Kampf Wochenlöhne bis über 100 M. erhalten, behauptet die Direktion, in der Hauptsache um zwei Personen: George Barnes, die geringe Forderung der Arbeiter nicht bewilligen zu können. Bis den bisherigen Sekretär, und John Anderson, seinen Vorgänger. Der jezt sind durch diesen Streit ca. 70 Personen betroffen. Da aber letztere ist von 277, Barnes von 341 Sektionen vorgeschlagen, etwa nunmehr fämmtlichen Arbeitern gekündigt wurde, droht der Kampf 120 Settionen entfallen auf die anderen Kandidaten. Anderson, der ein schwerer zu werden. bei der vorigen Wahl durchfiel, weil er grober Verstöße gegen die Pflichten seines Amtes angeflagt war, kandidirt als Vertreter der alten Traditionen des Vereins, d. h. der„ reinen", alle Politik und alle Projektenmacherei" verpönenden Gewerkschaftlerei. erklärt, daß er nach wie vor den Achtstundentag für wünschbar und, angesichts der Fortschritte im Produktionsprozeß, den Arbeitern Maschinenfrage: zukommend betrachtet. Dagegen schreibt er mit bezug auf die Außerdem giebt es Leute, die da meinen, daß ein Kampf Der Antrag Singer wird fast einstimmig an genommen. Der Vorsteher wird aus der Versammlung einen Bertreter derfelben zur Führung der Klage bestellen. Die Borlage wegen Besetzung einer Stadt- Bauinspektor stelle bei der städtischen Feuersozietät geht an einen Ausschuß. Frage einem Ausschuß überwiefen. Mittwoch stattfinden. Sigung aus. Schluß 8% Uhr. Ein gegen die Verkümmerung des Koalitionsrechts der Arbeiter gerichtetes Flugblatt, von der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands herausgegeben, wurde Dienstag Abend in Hamburg in 150 000 Exemplaren mit gewohnter Schnelligkeit verbreitet. Die vor Barnes 8 m Das bestätigt, was feinerzeit im„ Borwärts" über diesen Punkt geschrieben wurde. Der Kampf zwischen Barnes und Anderson ist ein Kampf zwischen sozialistischer und zünftelnder Gewerkschaftspolitik und demgemäß von hervorragendem Interesse. Die Abstimmung wird am 18. April beendet sein. Boziales. Um die Genehmigung der Aufstellung von sechs Sermen der Dichter Körner, v. Kleist, Uhland, E. M. Arndt, v. Schenckendorff, Rückert im Vittoria part ersucht der Magiftrat die Verfammlung. Ueber die Frage, ob die flädtische Kunstdeputation ihre Auf gabe erfüllt hat, ob nicht vielmehr auch bei der Erwerbung und Ausführung wie bei der Aufstellung von Kunstwerken die Ver- hauptsächlich infolge von Lohnforderungen entstanden ist, haben die In dem Ansstand der Grubenarbeiter in Häni chen, der fammlung mitzusprechen habe, entsteht eine Debatte, an der sich die betheiligten Arbeitgeber und Arbeiter das Freiberger Bergschiedsgericht Stadtvv. Meyer, Kyllmann, Langerhans, S. Sachs als Einigungsamt angerufen, das, da eine Vereinbarung zwischen mit dem Fabrikantenbund unvermeidlich war, daß aber vor betheiligen. Von den Stadtvv. Meyer und Sachs wird bezweifelt, den Parteien nicht zu stande gekommen ist, unter Vorsitz des Berg- Ausbruch des Achtstundenkampfes ein befferer Streitfall vorlag, und ob die Kunstdeputation eine glückliche Hand gehabt habe, und dabei amts- Direktors Dr. Wahle folgenden Schiedsspruch gefällt hat: man wirft mir vor, daß ich dagegen war, unsere Mitglieder mit besonders auf die Bank auf dem Andreasplay verwiesen. Die Vor: 1. Das Schichtlohn ist a) für Häuer auf 2,80 m. bis 3 m., bezug auf diesen Punkt zu unterflüßen. Sinsichtlich dieser lage wird schließlich genehmigt, die Erörterung der aufgeworfenen b) für Lehrhäuer auf 2,40 m. bis 2,60 m, c) für Förder: Anlage bekenne ich mich für schuldig. Ich bin der leute auf 2 M. bis 2,40 W. festzusetzen. An den Bestim- Ansicht, daß die Mittel des Vereins viel zu oft für Fragen in Die nächste Sizung soll am Dienstag, und wenn nöthig, eine mungen über das Verdingen der Arbeiten in der Arbeiter: Anspruch genommen wurden, die nur verhältnismäßig wenige am darauf folgenden Donnerstag, die in der Woche vor Ditern am ordnung für die Werke des Hänichener Steinkohlenbau- Vereins feiner Mitglieder betreffen, und ich meine ferner, daß die Am Donnerstag nach Ostern fällt die ist nichts zu ändern. 2. Das Verfahren von lleber, Neben, Bei-, Schwierigkeit hinsichtlich der Maschinen Sonn- und Feiertagsschichten soll nur gestattet bezw. gefordert größten Theil von uns selbst verschuldetift."( ,, I also werden, wenn es zur Sicherung des Werkes oder der Belegschaft believe that the difficulty in regard to machines is very largely nothwendig ist. 3. Der Abschluß jedes Monatsgedinges ist den Be of our own matting.") Der Etatsansschuß der Stadtverordneten Versammlung zur theiligten durch Auschlag bekannt zu machen. 4. Der Arbeitgeber ist Borberathung des Stadthaushalts- Etats für 1898/99 beschäftigte fich berechtigt, jeden ausständigen Bergarbeiter, der sich nicht bis in feiner Mittwochs Abendfizung mit den Etats der städtis spätestens Mittwoch, den 23. März 1898, abends 8 Uhr, zur Wieder schen Frrenanstalten zu Dalldorf und Herzberge sowie der aufnahme der Arbeit bereit erklärt hat, auf grund der Bestimmungen Anstalt Wuhlgarten, wobei dieselben nach dem Vorschlage des in§ 80 Absatz 2 unter a) des Allgemeinen Berggesetzes für das Magistrats zur Annahme gelangten. In den Etat der Ge- Königreich Sachsen vom 16. Juni 1868 zu entlassen. meinde Schulverwaltung sind die in Folge der Ueber- ftehenden Bestimmungen unter 1. bis 3. baben vom 1. April 1898 gangsbestimmungen der neuen Besoldungsordnung für Lehrer er in fraft zu treten und sind in die Arbeits- Ordnung aufzunehmen. Arbeiter- Nifiko. Aus Nürnberg wird telegraphirt: Nach forderlichen 35 400 M. nachträglich eingestellt worden. Eine Resolution, An dem Streik der Baumwollenweber in Mittweida i. S. dem am Mittwoch Abend in der Möldernstraße auf einem wonach der Magistrat ersucht werden sollte, bei den Gemeindeschulen find 329 Personen betheiligt, darunter 59 verheirathete und 66 Neubau ein Einsturz erfolgt war, wobei eine Frau er mehr Lehrerinnen im Verhältniß au den Lehrern anzu ledige Männer, 83 verheirathete und 121 ledige Frauen. Die Aus: schlagen, ein Arbeiter schwer und brei leicht verlegt wurden, stellen, fand nicht die Mehrheit des Ausschusses und wurde ständigen bedürfen sehr der Unterſtügung. Briefe und Sendungen stürzte heute früh auf der gegenüberliegenden Seite derselben abgelehnt. Die Etats für die Taubstummenschule, sind zu richten an das Komitee, Restaurant Sängerhalle, Mittweida. Straße der hintere Theil eines Neubau es ein. Fünf Personen die Blindenanstalt, die Waisenverwaltung und Die Magdeburger Maurer haben über die Einführung ihres wurden verschüttet, von denen vier schwer verlet hervors für die Unterbringung verwahr loster Kinder find mit geringen Abänderungen nach den Entwürfen festgestellt Lohntarifes folgende Resolution beschlossen:„ Die Maurerversamms gezogen wurden, während die fünfte, eine Mörtelträgerin, noch unter worden. Gegen den Etat für die Kapitalsund Schulden- lung erklärt an ihrem alten Lohntarif festzuhalten und beauftragt den Trümmern begraben liegt. die Lohukommission, den günstigsten Zeitpunkt abzuwarten, um den verwaltung fand sich nichts zu erinnern, derselbe gelangt nach felben zur Durchführung zu bringen. Sollten aber die Unternehmer den Borschlägen des Magistrats zur Annahme. Zu dem& tat der uns durch Maßregelungen oder durch Lohnreduzirungen zu einem Gymnasien, Realgymnasien und Oberrealschulen, Titel B IE 2ehrerbibliotheken, hat der Ausschuß Lohnkampfe herausfordern, so find wir entschlossen, dieses sofort energisch zurückzuweisen. folgende Resolution beschloffen: Die Versammlung ersucht den Magistrat, thunlichst für Erbauung und Ein- Eine Versammlung der Bäckergefellen in Breslan, die fich richtung einer Zentral- Bibliothek Gorge tragen mit dem Maximal Arbeitstage beschäftigte, nahm eine an den zu wollen. Bezüglich der Hilfslehrer an den höheren Bundesrath gerichtete Resolution an, in der es u. a. heißt: Lehranstalten wurde bemerkt, daß bei diesen die erklärliche Meinung Die in Breslau verfammelten Bäckergebilfen richten an den bestehe, fie hätten, wenn sie längere Zeit bei einer Anstalt beschäftigt bohen Bundesrath das Ersuchen, teine Abänderung der Bundesrathswurden, ein Recht, an derfelben angestellt zu werden, auch seien fie Verordnung vom 4. März 1896( betr. die Regelung der Arbeitszeit der Ansicht, daß ihre Anstellung sich nach ihrem Dienstalter regele in Bäckereien) vornehmen zu wollen, erfuchen vielmehr, daß nun, Unter Zustimmung des Stadt- Schulraths wurde im Ausschusse nachdem die Berordnung bereits 12 Jahre in kraft ist, die Bebetont, daß dies ein Irrthum der Hilfslehrer sei, da der hörden angewiesen werden, diefelbe voll zur Durchführung zu Magistrat nach wie vor all dem Grundsatze festhalte, für bringen, was nur erreicht werden kann durch zahlreichere und feine höheren Schulen die tüchtigsten Kräfte, gleichviel, 100 gründlichere Revisionen der Bäckereibetriebe und strengere Strafen er fie findet, auszuwählen und anzustellen.. Der Aus der renitenten Bäckermeister. Die Gehilfenschaft ist der Meinung, schuß beschloß ferner, der Versammlung zu empfehlen, das daß die Meister sich auch viel eher an die Verordnung gewöhnen Ersuchen an den Magiftrat zu richten, in Erwägung zu ziehen, wie würden, sobald eine schärfere Handhabung der Kontrolle seitens der die Ueberfüllung der oberen Klassen der Ober: Behörden playgreift. realschulen zu beseitigen ist. Die Etats der Real- Am Maurerstreik in Preet find 38 Arbeiter betheiligt. Die Am Maurerstreik in Preez find 38 Arbeiter betheiligt. Die schulen, der höheren Mädchenschulen, der TurnAusständigen fordern eine Erhöhung des Stundenlohnes von 35 auf hallen der städtischen höheren Lehranstalten und 40 Pf. Die Meister hatten 35 und 38 Pf. zugestanden, dagegen be. ber verschiedenen Einrichtungen für dieselben stehen die Arbeiter auf ihrer Forderung. gelangten unverändert zur Annahme. Zu dem letzteren Etat hat der Ausschuß die bereits früher gefaßte Resolution wiederholt, wonach zur Förderung des naturwissenschaftlichen Unterrichts eine Summe von 4000 M. im Etat bereit gestellt werden soll. Gewerkschaftliches. Unfallsanzeigen. Der preußische Minister der öffentlichen Arbeiten hat angeordnet, daß von den nach Maßgabe ber to ſtimmungen des Unfallversicherungs- Gesetzes vom 6. Juli 1884 und des Ausdehnungsgesezes vom 28. Mai 1885 vorgeschriebenen Uns fallsanzeigen, die die Betriebsvorstände den vorgefeßten Dienstbehörden nach Maßgabe der hierüber erlassenen näheren Anweisungen zu erstatten haben, vom 1. April d. J. ab in jedem Falle gleichzeitig dem zuständigen Gewerbe Aufsichtsbeamten eine Abschrift zuzustellen ist. Depeschen und letzte Nachrichten. Kiel, 24. März.( W. T. B.) Seit heute Nachmittag hat ein orkanartiger Nordoit Sturm das Waffer derart zum Steigen gebracht, daß das Bollwerk überfluthet ist und die Straßen am Safen zum theil unter Wasser stehen. Man befürchtet, daß das Wasser in die Kellerwohnungen eindringen wird. Flensburg, 24. März abends.( W. Z. B.) Infolge des seit heute Vormittag herrschenden orfanartigen, mit heftigem Schneetreiben verbundenen Nordoststurmes sind die niedrig gelegenen Straßen in der Nähe des Hafens vollständig überfluthet. Das Wasser dringt in die Häufer ein und verursacht erheblichen Schaden. Wasser dringt in die Häufer ein und verursacht erheblichen Schaden. Der gesammte Dampferverkehr auf der Föhrde ist eingestellt. Das Wasser steigt noch. Die fämmtlichen Zimmerer von Ohrdruf, Gräfenhain, Schönberg( Ratzeburg), 24. März.( W. Z. B.) Ein 70jähriger Crawinkel und Hohenkirchen haben am Montag, den 21. März, Hausbesitzer sollte gestern vor der Strafkammer in der Berufungseinmüthig die Arbeit eingestellt. Betheiligt find 120 Mann. Die verhandlung wegen einer im Borne begangenen schweren Körperbisherigen Löhne schwankten bei 11 und 12 stündiger Arbeitszeit, verletzung erscheinen, war jedoch ausgeblieben. Er hatte, wie jezt zwischen 18 und 22 Pf. Gefordert wird 10stündige Arbeitszeit und festgestellt wurde, zu Hause zuerst seine Frau getödtet und sodann 28 Pf. Minimallohn. Alle Versuche, auf gütlichem Wege zum Ziele sich selbst durch Schüsse schwer verwundet. zu kommen, scheiterten an dem progenhaften Verhalten der Unternehmer, Prag, 24. März.( W. Z. B.) Bei der heutigen Reichsrath3. Berlin und Umgebung. indem diefelben Verhandlungen von vornherein rundweg ablehnten. Erfagwahl im Wahlbezirke Faltenau- Graslih wurde der Schönerianer Die Kupferschmiede- Junnug will, wie eine Zokalforrespondenz Wir sind also gezwungen, den uns aufgedrungenen Kampf aufzus Hofer mit 1198 Stimmen gewählt. Der deutschvoltliche Kandidat der fozialdemokratische Randidat mittheilt, die Forderung der Arbeiter ablehnen und ist bereit, es aufnehmen und durchzuführen bis zum äußersten. Die Arbeiterschaft erhielt 435, einen Streit ankommen zu lassen. Sie will mit der Lohnkommission Deutschlands wird uns durch Fernhaltung des Zuzuges in unserem 400 Stimmen. überhaupt nicht verhandeln, sondern nur mit dem Gesellenausschuß. gerechten Kampf unterstüßen. Die Streittommission der Brüg, 24. März.( W. Z. B.) Von 13 wegen der im November vorigen Jahres in Sanz vorgekommenen Egzeffe angeklagten PerDieser ist mit der Forderung aber nicht an die Meister herangetreten. 3immererim Thüringer Wald. Es wird angeführt, daß es ganz unmöglich sei, einen Minimal. Die Lohubewegung der Bochumer Schneider hat sich zum fonen wurden 7 freigesprochen und die übrigen zu Kerferstrafen von 3 Wochen bis 4 Monaten verurtheilt. Stundenlohn feftzufeßen. Zwar würde ein Durchschnittslohn von 21 M. Streit zugespitzt. Zuzug ist streng fernzuhalten. für den Gesellen angenommen, doch der eigentliche Verdienst richte sich immer nur nach der Leistungsfähigkeit des einzelnen Arbeiters. Es kommen für Berlin 75 Kupferschmiedemeister bei diesem Streit in Frage. 72 arbeiten selbständig, drei nur zeitweise. Von diesen Der partielle Tischlerstreit scheint zu einer allgemeinen 72 Meistern gehören 41 der Junung an. Die übrigen 31 find zum Aussperrung seitens der Meister zu führen. Die Lohnkommission Dover, 24. März.( W. Z. B.) Heute früh gegen 7 Uhr traf größten Theil im Verband der Kupferschmiede und Berufsgenossen der Streifenden hat von der Meisterschaft ein Schriftstück erhalten, der belgische Postdampfer Marie Henriette" ohne Backbordrad hier organisirt und haben zu der auch ihnen jetzt vorliegenden Forderung in dem ihnen angedroht wird, daß, wenn bis zum 28. März die ein. Ein Schleppdampfer fuhr demselben fogleich entgegen; der noch nicht Stellung genommen. Heute Abend wird eine Vorstands Streitenden nicht an die Arbeitsstätte zurückfehren, sämmtliche Posidampfer war indessen außer stande, an der Mole anzulegen und Sigung der Innung über das Verhalten der Meifter bei einem etwa Tischlermeister ihre Arbeiter aussperren. Die Lohnkommission hat ausbrechenden Streit Beschluß fassen. auf diese Drohung prompt geantwortet, daß sie den Maßnahmen der Unternehmer ruhig entgegensehe. Achtung, Stockarbeiter! Wegen Lohndifferenzen ist in der Stockfabrit von Lavy, Gr. Hamburgerstr. 20, die Arbeit eingestellt. Die Agitationstommiffion. wird berichtet, daß nunmehr 14 Geschäfte mit 61 Gehilsen die Forde Lohnkämpfe in München. Ueber den Streit der Tapesirer rungen der Arbeiter bewilligt haben. " London, 24. März.( W. T. B.) Der zwischen Harwich und bei dem Corfer Leuchtschiff mit einem unbekannten Schiffe zusammen, Hamburg verkehrende Dampfer Seamew" fließ in der letzten Nacht welches sant. Es wurde ein Dampfer zur Feststellung des Namens des gefunkenen Schiffes abgefandt. ging weiter außen vor Anker. New- York, 24. März.( W. Z. B.) Die Staaten Ohio, Jdiana, Illinois, Westvirginien und Pennsylvanien haben seit Der Streit in der Fahrrad- Fabrik ,, Freya" in München Sonnabend unter Ueberschwemmungen zu leiden, die durch das ift zu ungunsten der Arbeiter beendet. Wie die Münchener Boft" Thauwetter und Regenfälle verursacht sind. Der Eisenbahnverkehr Achtung, Vergolder der Leistenbranche! Der Streit bei schreibt, war die Niederlage vorauszusehen, da in dieser Fabrit eine ist vielfach eingestellt, weil die Bahndämme zum theil fortgerissen Biele Fabriken sind geschlossen. Tausende von Personen der Firma Baake in Brandenburg dauert unverändert fort, da alle große Zahl unorganisirter Arbeiter beschäftigt sind und leider ver- find. Einigungsversuche gescheitert find. Zuzug ist strengstens fernzuhalten. geblich die Leitung des Metallarbeiter Verbandes versuchte, die Ar- find obdachlos. Der Schaden soll mehrere Millionen Dollars bes Der Vorstand der Filiale Berlin. beiter von diesem irrigen Beschluß abzuhalten. tragen. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 71. 15. Jahrgang 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. genommen. Reichstag. Freitag, 25. März 1898. gesucht, man fonnte aber ihren Kernpuntt nicht in Abrede stellen. widerlicher Weise sich der Servilismus und Byzan. ( Beifall links.) tinismus gerade in dieser Frage breit ge= " der 69. Sigung. Donnerstag, 24. März 1898, 11 Uhr. Wir lehnen es ja nicht ab, auf eine Verstärkung der Schlachtflotte macht hat.( Sehr richtig! links.) Es müßte ja wunderbar Am Bundesrathstisch: Tirpitz, v. Posadowsty, Frhr. uns überhaupt einzulassen; das ist ja bei uns nicht etwa ein Grund- sein, wenn da nicht diese oder jene Kreise von der Begeisterung" v. Thielmann. faz, und wir wären ja bereit, ein großes Kreuzerschiff und ein großes erfaßt worden wären. Daß über solche Kreise hinaus, die große Ein Antrag der Abgg. Aner und Genossen auf Einstellung des Panzerschiff zu bewilligen. Aber wenn es jetzt heißt: Alles oder Masse des Boltes flottenbegeistert geftimmt ift, bestreite ich ganz gegen den Abg. Schmidt Frankfurt( Soz.) schwebenden Straf- nichts! Eine geringere Vermehrung fann uns nichts fügen!" so entschieden.( Sehr richtig! links.) verfahrens wegen Beleidigung durch die Presse wird debattelos an- find wir davon nun einmal nicht zu überzeugen, und vollends Aus einem Mißtrauen gegen die Voltsvertretung ist die ganze tönnen wir das Bedürfniß nicht anerkennen, das zu einer Festlegung Vorlage geboren man will nicht jedes Jahr von uns das Noth Die zweite Berathung der Flottenvorlage wird darauf des Etatsrechts im Sinne der Vorlage führt. Diese technische wendige fordern. Das Vertrauen unserer Wähler hat uns hier auf fortgefeht. Frage" ist nämlich im wesentlichen eine Vertrauensfrage, und dies diese Plätze gestellt, wir würden dieses Vertrauens nicht würdig sein, Staatssekretär Tirpit: Ich muß auf einen Vorwurf des Herrn Vertrauen können wir zu unseren Marine Staatssekretären nicht wollten wir unser Etatsrecht leichtfertig aus der Hand geben.( Leb= Abgeordneten Schädler heute mit einigen Worten eingehen. Er hat haben. Dazu wechseln die Herren ihre Ueberzeugung zu schnell. hafter Beifall lints. Bischen rechts.) gestern gemeint, daß sich die Auffassung der Marineverwaltung in Nun sagt man uns heute zwar: das ist gar kein neuer Plan, der Ihnen Staatssekretär Tirpit: Das Motiv für die Vorlage war, einem Jahre geändert habe. Diese Behauptung tann ich nicht un- jetzt vorgelegt wird; den Blan hatte Herr Hollmann auch schon; er unserer Flotte eine Organisation zu geben. Wenn wir in unserem widerlegt laffen. Herr Hollmann hat 3. B. im Jahre 1896 gefagt: hat sich nur nicht auf ihn berufen; dazu war er auch nicht vers Bestreben, der Flotte eine dauernde Organisation zu schaffen, bedie Marineverwaltung denkt nicht an eine wesentliche Verpflichtet. Sehr wahr. Aber Herr Hollmann hat sich zur Begründung stärkt wurden, so waren es die Anschauungen der grundsäßlichen mehrung der Schlachtschiffe; es fiel damals das Wort: über zwei seiner Forderungen ausdrücklich auf den früheren Plan berufen, der Opposition und vor allem des hervorragenden Parlamentariers Duzend gehen wir nicht hinaus und dieser Standpunkt dahin ging, von 2 zu 2 Jahren je ein neues Kreuzerschiff zu Richter. Ehe das Gesetz erschien, stand in der Freifinnigen tommt auch in dem vorliegenden Gesetz zum Aus: bauen. Und wie durfte sich Herr Hollmann auf diesen Zeitung" zu lesen. Ohne einen bindenden Plan ift an eine Zudruck. Außerdem war Herr Hollmann gar nicht in der berufen, wenn er bereits einen ganz anderen Plan in der Tasche Stimmung des Reichstags nicht zu denken. Jeht, nachdem Lage, dem Reichstag einen solchen Gesetzentwurf vorzulegen, hatte?( Sehr richtig! links. Heiterkeit. Zuruf.) Wie kann man der fefte Plan vorliegt, hat sich die Anschauung des Vorredners gedenn die jetzige Vorlage ist das Produkt einer zehnjährigen an: dann verlangen, daß man einem Staatssekretär ein so weitgehendes dreht und die Angriffe auf die Bindung des Etatsrechtes traten an gestrengten Arbeit. Auch hatte es mein Amtsvorgänger ja garnicht Vertrauen entgegenbringt? Wie kann man bei den beständig die Stelle des früheren Verlangens nach einem feften Plan. Sachnöthig, mit einem ganzen Plane herauszukommen, da er zunächst wechselnden Ueberzeugungen und Vorschlägen der verschiedenen Herren liche Gegengründe gegen die Vorlage habe ich in den Ausführungen nur Ersatzbauten forderte. Uebrigens bin ich von Herrn Hollmann Marine- Staatssekretäre jetzt schon Schiffe bewilligen, die erft 1902 vergeblich gesucht; die Vorwürfe der Uferlosigkeit und Subjektivität autorisirt zu erklären, daß er mit der Vorlage vollkommen ein oder 1903 in Angriff genommen werden sollen, wo wir viel- find fachlich nicht begründet. Der Herr Vorredner scheint. verstanden ist. Die bisherigen Erfahrungen haben uns aber gezeigt, daß leicht an der Spiße der Marineverwaltung schon ganz gefühlt zu haben, daß er meinen Darlegungen in wir mit unserm ganzen Plane herauskommen müssen, wenn wir das hohe andere Herren mit ganz anderen Ansichten haben.( Sehr richtig! links.) Kommission nicht gewachsen gewesen ist. Ich habe in Haus zur Bewilligung bewegen wollen und so habe ich in der Kommission Dazu kommt, daß wir die Wandelbarkeit der Technik durchaus nicht der Kommission nachgewiesen, daß wir die Flotte brauchen ückhaltlos die Absichten der Marineverwaltung dargelegt. Wenn für abgeschlossen halten. Die Formel fönnen wir nicht als richtig zur Freihaltung der Meere, um eine Blokade zu ver ich Herrn Schädler weiter recht verstanden habe, ist er geneigt, anerkennen: weil sie sich bis jetzt so sehr gewandelt hat, ist an hindern. Ein Biertel aller Nahrungsmittel müffen wir aber vom Jahresforderungen zuzugestehen, er glaubt aber Argumente gegen zunehmen, daß sie sich nicht mehr so sehr wandeln wird. Gerade Auslaude beziehen. Wir brauchen die Flotte zum Schuße des das Gesetz finden zu können, die in der möglichen Üferlosigkeit der die Schiffstoloffe können durch die kleinsten Ursachen außer Kraft Exportes, auf den unsere Industrie angewiesen ist. Im Kriegsfalle Forderungen begründet find. Ich möchte da doch dem hohen Hause gesetzt werden. Ein Angehöriger der Werft Schichau werden unsere Grenzen geschlossen sein, die Eisenbahnen überlastet und besonders denjenigen, die an das etwas ehrwürdig gewordene hat in einem Vortrag gefagt, eine moderne Flotten sein, wir werden also um so mehr auf die See angewiesen Wort" Uferlosigkeit" noch glauben, zur Erwägung geben, ob denn schlacht müsse sich des Regens von Geschossen wegen binnen fein. Die Schlachtflotte hat aber noch eine Bedeutung im nicht eine jährliche Forderung der Uferlosigkeit mehr Thür und zehn Minuten entscheiden. Ich meine, bei solchem Geschoßregen, Frieden. Ein Staat, der beachtenswerther Konkurrent geworden Thor öffnet, als ein Gesez, welches auf organisatorischer Grundlage der eine Flotte, die Milliarden fostet, in zehn Minuten matt seßt, ist auf dem Weltmarkt, fann nicht ohne Kriegsschiffe ruht.( Sehr richtig! rechts, im Zentrum und bei den National tann auch das obfiegende Geschwader nicht ohne Schlappe aus der fein. Wir brauchen die Flotte auch zum Küstenschutz. Wir können liberalen.) Ich glaube, daß ich durch diese Darlegungen die Vor: Schlacht hervorgehen. Es wird für weitere Gefechte nicht mehr in nicht die ganze Küste so befestigen, daß sie jedem Bombardement würfe des Abgeordneten Schädler durchaus widerlegt habe.( Bravo! betracht kommen fönnen. gewachsen ist. Eine Schlachtflotte wird hinwiederum jede Befestigung rechts.) Nochmals, wir sind einer Vermehrung der Flotte nicht ab der Küste heben und wir werden beim Befit einer Schlachtflotte mit Abg. Hilpert( bayr. Bauernb.) erklärt sich gegen die Borlage, geneigt, wir legen das Hauptgewicht auf die etatsrechtliche Bindung, schwächeren Befestigungen auskommen können. Der Vorredner hat weil diese der Landwirthschaft nicht den geringsten Nugen bringe. der wir nicht zustimmen können. Die Etatsbindung ist nicht immer von den alten Denkschriften gesprochen. Meine Herren, Abg. Richter( frs. Vp.): Der Abgeordnete v. Levehow hat verfassungswidrig, aber Abgeordneter Schädler hat gestern den geben Sie nicht zu viel auf diese alten Dentschriften. Aber gestern gefagt, man müffe die Vorlage möglichst einstimmig an- Nagel auf den Kopf getroffen, das Etatsrecht kann, aber muß Herr von Etosch hat in seiner Niederschrift schon dieselben nehmen, daß sei man dem Ansehen des Reichstages im Ausland nicht gebunden werden. Herrn Lieber dürfte es schwer fallen zu be- Typen gefordert, wie in der heutigen Vorlage. Herr Richter hat schuldig. Nun, es handelt sich hier um eine dauernde organische weisen, daß Abg. Windthorst jemals für eine solche Bindung ein- mir von Anfang an Mißtrauen entgegengebracht. Ich werde mich Einrichtung des Reichstages, es handelt sich um die Festlegung des getreten ist. Gerade aus seiner Septennatsrede im Jahre 1887 gebt damit abzufinden wissen und weiter meine Pflicht thun.( Beifall Etats auf eine Reihe von Jahren hinaus. Der Reichstag foll hervor, daß er die einjährigen Bewilligungen als nachahmenswerth rechts.) in einer Weise gebunden werden, wie dies feinem bezeichnet hat. Gerade gegenüber dem Militärfeptennat hat Windt- Reichs- Schatzsetretär Frhr. v. Thielmann: Ich bestreite, daß. Parlament der Welt jemals zugemut bet ist, und ich horst auf die einjährigen Bewilligungen im Marine- Etat hingewiesen. die 190 Millionen Anleihe, die der Vorredner erwähnt hat, ein Plus weiß wirklich nicht, ob dieser Umstand gerade geeignet ist, den Bis zum vorigen Jahr hat auch niemand an eine Bindung des gegen früher bedeute. Der vom Vorredner erwähnte Plan seines. Respekt vor dem deutschen Reichstage besonders zu erhöhen.( Sehr Etatsrechts in Marinefragen gedacht, weder der Reichskanzler Fonds ist nicht der Marine- Pensionsfonds, sondern der allgemeine richtig! links.) noch Herr Hollmann, noch ein anderer Minister. Herr Hickert Pensionsfonds.( Abg. Richter: Sehr richtig! Heiterkeit.) Ich glaube, man überschäßt ganz außerordentlich gegenwärtig ist heute ein warmer Fürsprecher der Flottenvermehrung, Abg. v. Bennigsen( natl.): Herr Richter hat wieder einmal die Bedeutung der Marine für das Reich und man unterschätzt ganz 1889 hat er in der Rede, die ich schon mehrfach sitirt habe, ganz von Absolutismus und vom Ende des Konftitutionalismus ge bedeutend die Leistungsfähigkeit der gegenwärtigen Marine. Wir anders gesprochen.( Heiterkeit links.) Da hieß es, überlassen wir es fprochen. Diesen Uebertreibungen gegenüber möchte ich darauf hinsind seit einem Menschenalter stets bestrebt gewesen, eine Flotte zu reicheren Ländern, die Flotte zu vermehren.( Große Heiterfeit links.) weisen, daß in keinem Laude und Parlament der Welt Fragen der schaffen. Man stellt es so bin als ob in Zukunft die neu ver- Die Parteirücksicht spielt bei uns keine Rolle. Für uns ist die Landesvertheidigung so zum Exerzierplatz bei Ausübung des Etatslangten 16 Kreuzerschiffe entscheidend sein sollten für die Bedeutung Partei nicht Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck. Wenn wir rechts gemacht werden, wie es die Gewohnheit des Vorredners iſt. Deutschlands im Seeverkehr. Das ist ebenso falsch wie die An uns zu einer Partei zusammenschließen, so thun wir es, weil( Beifall rechts und bei den Nationalliberalen.) Das möchte ich auch ficht, daß die Ausfahrt des Prinzen Heinrich die erste Bethätigung wir so glauben, unseren Grundfäßen durch die Partei größeres dem Abg. Richter sagen, er würde diese aufgeregte oppositionelle des Deutschen Reiches in feinen überseeischen Aktionen gewesen ist. Gewicht geben zu können.( Sehr richtig! lints.) Uebrigens Rede heute nicht gehalten haben, wenn das Gesetz hier abgelehnt Wir haben gegen die ganze Vorlage konftitutionelle hat Herr Dr. Barth in der Nation" die Bindung werden könnte. Hätte das Gesetz Aussicht, zur Wahlparole zu Bedenken der schwersten Art. Hierzu kommen finanzielle des Etatsrechts geradezu abfurd genannt( Heiterkeit links). Herr werden, Herr Richter würde sich gehütet haben, hier so zu Gründe und endlich bestreiten wir, daß zur Zeit ein Be- Lieber sagt, wir haben schon so viel Aeternate, wir tönnen auch sprechen. Im Lande sieht es nämlich ganz anders aus, auch dürfniß nach einer wesentlichen Vermehrung der dieses verschlucken. Aber hier wird das erste Mal eine Bindung in Kreisen, die dem Abg. Richter näher stehen als wir. Flotte erkennbar fei. Der Abgeordnete Freiherr von Hertling des Etatsrechts für das Extraordinarium gefordert. Und doch ist( Sehr gut! rechts, im Zentrum und bei den Nationalliberalen.) meinte, unfere heimische Flotte solle nur den Hintergrund abgeben gerade das Extraordinarium des Etats dazu da, den wechselnden Mehrjährige Budgetperioden sind überhaupt nichts Ungeheuerliches; für die Auslandschiffe. Es ist aber festgestellt, daß unsere heimische Bedürfnissen Rechnung zu tragen und einen Ausgleich herbei- fie existiren in mehreren deutschen Staaten. Wir haben uns für die Schiffsflotte gerade in ihrer gegenwärtigen Formation genau zuzuführen. Das italienische Dezennat tann auch nicht zum einjährige Budgetperiode entschieden, aber wir haben im Artikel 71 fammengesezt bleiben muß, und daß wenn man auch nur eine Vergleich herangezogen werden. In den zehn Jahren sind in ausdrücklich eine Ausnahme gemacht, und zwar gerade für einen einzige Formation stört, der Nachtheil der Störung weit stärker Italien thatsächlich nur zwei neue Schiffe gebaut worden, solchen Fall, wie er jetzt vorliegt. sein würde, als der Nutzen einer Vermehrung der Auslandschiffe. die anderen waren vor dem Gesetz schon alle vorhanden. Deshalb Wenn Herr Richter sagt, daß keinem Parlamente der Welt Man hat eine ganz besondere Agitation dafür entfaltet, um betrugen dort die Kosten blos 8 Millionen Francs. Das Serennat so etwas zugemuthet wird, so liegt das eben daran, daß es in darzuthun, daß die Intereffen von Handel und Gewerbe halte ich noch für ungünstiger wie das Septennat, es beschleunigt anderen Staaten solche Differenzen überhaupt nicht giebt; da bewilligen auf eine Vermehrung der Marine hindrängten. Man hat die nur künstlich den Bau der Schiffe. Die Deckungsfrage soll ja später alle Parteien ohne Ausnahme ohne viele Worte alles, was zur er Handelskammern angeregt zu Gutachten u. f. w. Was will denn behandelt werden. Ich verweise darauf, daß allein der Pensions- theidigung des Landes nothwendig ist; in England ist eine Kontronun eigentlich das Gesetz an Auslandsschiffen haben? 3 große und fonds jährlich 4500 000, d. h. in 6 Jahren 27 Millionen Mark verse über Flottenvermehrung unmöglich.( Abg. Liebknecht: 10 kleine Kreuzer, und diese 18 Kreuzer sind sämmtlich heute mehr erfordern wird, und nun gar, wenn erst der Antrag Für England ist die Flotte ein Lebensbedürfniß!) Also ist für Sie schon vorhanden.( Hört, hört! links.) Aus den Mitthei Oriola durchgeführt werden sollte. Die Artillerie wird neue( zum Abg. Liebknecht) die Flotte für Deutschland fein Lebenslungen, die uns von maßgebender Stelle zugegangen sind, ersehen große Summen verschlingen. Der Ueberschuß in diesem Jahre bedürfniß!( Abg. Liebknecht nicht bejahend.) Bei der Organisation wir, das, was an Auslandsschiffen überhaupt zur Verwendung aus den laufenden Einnahmen ist 10 Millionen geringer als im der Landarmee hat man auch bei uns stets die Nothwendigkeit eines tommen soll, bereits vollendet ist oder gerade zu Ende gebaut wird. vorigen Jahr. Ich glaube nun auch nicht, daß die Flottenvermehrung Aeternats eingesehen. Also sollte man bei der Flotte auch davor Gestern sagte der Abgeordnete Schoenlant, das Schiff„ Deutsch- mit dieser Vorlage einen Abschluß gefunden haben soll. Herr Rickert nicht zurückschrecken! land" habe fortwährend Havarie erlitten. Darauf wurde ihm zu fagt, wir sollen uns nicht von Schreckgespenstern der Zukunft um Die Opposition hatte sich auch auf eine ganz andere Vorlage gerufen, dann brauchen wir umsomehr neue Auslandschiffe. garnen lassen. Das sind nicht Zukunfts- Schreckgespenster, das ist eingerichtet; nun tommt eine, die sich in mäßigen Grenzen Ich bin dieser Ansicht nicht. Ich glaube, es sind andere Dinge, die ein Geift, der jetzt schon leibhaftig umgeht, das ist der Geift der bewegt und vor allen Dingen feine besonderen Ansprüche finanzieller außerhalb der Marine liegen, schuld an der Verzögerung. Die aber, Ueberschäßung unserer Marine für das Reich. Was soll die Marine Art stellt. Da find die Herren von der Opposition die jenes riefen, haben gezeigt, daß sie die amtlichen Nachrichten nicht alles bedeuten? Sie soll entscheiden darüber, wie weit Deutsch ganz enttäuscht und erschrocken.( Große Heiterkeit.) Was nicht fennen. Denn diese Schiffe, die an stelle von Deutschland" land am Seeverkehr betheiligt ist, sie soll uns schüßen im wirthschaft- Herr Richter über die beständig wechselnden technischen Bes ins Ausland gehen sollen, sind jetzt ja schon vorhanden. Nun faun lichen Wettkampfe, sie soll dem überseeischen Handel das Risiko dingungen gesagt hat, das würde in seiner Konsequenz dahin führen, man einwenden, sie sollen nur in besonderen Fällen Verstärkung benehmen. Glauben Sie im Ernst, daß alle diese hohen Pläne daß wir überhaupt nichts thun; denn das Idealste wiffen wir erfahren; dazu wird die Materialreserve verlangt. Gewiß, aber mit 3 großen und 10 fleinen Kreuzern im Auslandsdienst aus natürlich nie; wir sind auf beständige Abänderungen ans nachdem, was uns mitgetheilt ist, ist auch diese Materialreserve zum geführt werden können?( Abg. Rickert: Deshalb brauchen wir gewiefen.( Sehr richtig! rechts und bei den Nationalliberalen.) größten Theil vorhanden. Heute schon find im Ausland eben mehr!) Sehen Sie, das will ich ja eben; Sie laufen mir ja Nach Herrn Richter dürften wir z. B. auch feine vervollkommnete ebenso viel Kreuzer im Dienst als nach dem gerade in den Spieß hinein. Ich war ja dabei darzuthun, daß aus Schußwaffe einführen, weil ja immer noch eine bessere erforderlich Flottengeset überhaupt eingestellt werden sollen. Dieser Ihrer Anschauung heraus Sie nothwendig zu Mehr kommen werden könnte.( Beifall rechts.) Nein, wir wollen stets alles thun, Es ist also dadurch erwiesen, daß die Vermehrung einzig und allein müssen. was den stetig wachsenden Ansprüchen der Landesvertheidigung zu der Schlachtflotte dienen soll. Aber auch diese ist jetzt schon nicht so Und wie fleht es mit der Schlachtflotte? Wenn es wahr ist, gute kommt. Wenn wir mit leicht erschwinglichen Mitteln in den geringwerthig und es ist ja von der Regierung zugegeben worden, daß Reichsgewalt Seegewalt ist, und Eeegewalt die Reichs Stand gefeßt werden, wenigstens in unseren Meeren eine Seedaß die Schlachtflotte nur bestimmt ist zur Behauptung und Ver- gewalt bedingt, dann bedarf das große Deutsche Reich schlacht wagen zu können, so haben wir damit schon theidigung der heimischen Küsten und daß sie auch in ihrem gegen- für seine Seegewalt und feine Reichsgewalt einer noch etwas ganz Kolossales erreicht; und nicht zum wenigsten für unsern wärtigen Bestand in dieser Hinsicht gegen jede andere Macht be- viel stärkeren Flotte. Und wenn der Dreizack in unsere Faust gehört, Handel. Man braucht nur die Zahlen zu betrachten, die den Antheil stehen kann. Nun fagen Sie freilich, wie aber, wenn der dann ist für das große Reich mit seiner großen Fauft( Große Heiter: Deutschlands am Welthandel anzeigen; wir sehen den ganz hervor. Angriff von verschiedenen Seiten gleichzeitig erfolgen follte? feit) eine Kleine Flotte ungenügend.( Sehr richtig! links.) Dazu genügt ragenden Zuwachs in diesem Jahre.( Buruf links: Ohne Ja, das ist doch genau dasselbe, wie bei unserer Landmacht. nicht eine Schlachtflotte. Zum Schuß des Handels, zur Küstenver- Flotte!) Verzeihen Sie, Herr Kollege, Sie vergessen, daß Wozu schließt man denn Bündnisse, wozu kommt denn der Dreibund? theidigung muß man, um die Seegewalt des Reiches überall auf unserem wir uns in diesem Jahre im Frieden befinden; im Kriege Aus den Ausführungen der Herren v. Stofch und Hollmann geht Erdball zum Ausdruck zu bringen, mehrere Schlachtflotten haben. Wozu würde das Bild ganz anders aussehen. Was würde uns ein Krieg zudem zur genüge bervor, daß unsere flachen Häfen ganz außer- fchickt man uns denn diese Bilder mit den Flotten von Japan und auf der See für Schaden zufügen können, wenn wir nicht alle ordentliche Stützpunkte der Vertheidigung sind. Auch will ich hier Nordamerika anders, als um uns barzuthun, daß wir eigentlich mit Vorsichtsmaßregeln getroffen hätten. Unsere Dampf- und Segelan die trefflichen Argumente erinnern die seinerzeit der unserer Schlachtflotte in der Lage sein müßten, mit Japan und schiffe repräsentiren Milliarden, die zu schützen sind. Denken Sie % Abgeordnete Rickert gegen die Vermehrung der Flotte den Vereinigten Staaten Krieg zu führen? Die 3 großen und die doch an die Zeit der Neutralität Hamburgs. Was hat sich da beigebracht hat.( Heiterkeit.) Redner verlieft unter fortgelegter 10 fleinen Kreuzer auf dem Erdball vertheilt, tönnen es wirklich England nicht für Uebergriffe in der Wegkaperung von Schiffen Heiterkeit des Hauses eine Rede des Abg. Ridert aus dem Jahre nicht mit Japan und den Vereinigten Staaten aufnehmen. erlaubt. Der Schaden wurde von Hamburg allein auf 60 Millionen 1889, die die Bedeutung der Flottenvermehrung für den Schutz der Der Kurs in der Marine ist auf das Uferlose gerichtet." Bolldampf Mart geschäßt. Wenn Herr Schoenlant in der Kommission gewesen heimischen Küsten vollständig in Abrede stellt; von autoritativer voraus!" wird es bald heißen.( Sehr richtig! links.) Die Frage wäre, würde er wohl kaum die Angriffe gegen den Abg. Lieber Seite ist gefagt worden:" Von einer feindlichen Landung greift über den Marine- Etat hinaus, fie greift an die Wurzel gerichtet haben. Jeder Theilnehmer an den Kommissious mit aussichtsvollem Erfolge fann überhaupt erst dann des Konstitutionalismus. Wer diesem Gesetze zustimmt, verhandlungen werde bestätigen, mit welchem Pflichteifer und die Rede sein, wenn unsere Kriegsmacht zu Lande voll giebt seiner Neigung zum Absolutismus Ausdruck, der welcher Sachfenntniß der Referent der Kommission sich in ständig erschüttert ist. Herr Rickert tann nun freilich mir Neigung zum Militär Abfolutismus. Man spricht immer von die schwierige Materie hineingearbeitet hat. Herrn Lieber ge entgegnen: Ich war allerdings damals jener Meinung; aber 1889 den Fachautoritäten der Marine- Offiziere. Dann soll aber bührt unser Dant dafür( Beifall rechts, im Zentrum und fonnten die Schiffstanonen noch nicht so weit schießen, wie heute. Ja, da auch der Bundesrath nicht mit beschließen, denn die übrigen bei den Nationalliberalen). Die Haltung des Zentrums begrüßen ist aber kein Grund abzusehen, weswegen heute die Landkanonen nicht Herren verstehen doch nicht mehr von den Fachfragen als der Reichs wir freudig. Wenn wir auch mit ihm in firchlichen und Schulfragen eben so weit sollten schießen können. Herr Hollmann selbst hat zugegeben, tag auch. Da ist das beste, das Marine- Amt beschließt ohne jede nicht übereinstimmen und noch lange nicht übereinstimmen daß unsere Häfen marinetechnisch besonders begünstigt find, er hat andere Mitwirkung.( Sehr richtig! links.) Man beruft sich auf die angeb werden, so begrüßen wir es doch auch in dem Verhältniß zu uns im März 1897 erklärt: Eine Flotte von großen Krieg 3- lich flottenfreundliche Stellung des Volkes. Ich frage, ist jemals eine solche als großen Fortschritt, daß die große Partei des Zentrums in den schiffen ist nie in der Lage, in die Flüsse ein Beeinflussung von oben her geübt worden, wie bei diefer großen Fragen, die die Nation bewegen, mit uns geht. Wenn Sie zulaufen, um etwa Hamburg zu bombardiren." Vorlage?( Sehr gut, links.) Denken Sie an die Marinevorträge nach Desterreich und Frankreich blicken und unsere Zustände ver= Man hat diese Aeußerung zwar in der Kommission abzuschwächen mit und ohne Lichtbilder( Heiterkeit), denken Sie daran, in wie gleichen, dann müssen Sie fich doch sagen, bei INS find fo gefestigte Buslände, daß Sie auch Ihre firchlichen Inter- 1 Uebrigens muß ich da noch eine Bemerkung einschieben. Herr Lieber giebt es ja gerade auf der Rechten eine Anzahl Englandhaffer, die effen, soweit sie berechtigt und mit der modernen Entwickelung beschwerte fich gestern darüber, daß Schoenlant ibn angegriffen habe, nichts fehnlicher als einen Konflikt mit England wünschen. Aber Europa's vereinbar sind, in Deutschland erreichen können. da er nur als Referent gesprochen habe. Da bedaure ich doch, wer δα glaubt, daß sich unfere Flotte mit der ung Biele haben die Auflösung des Reichstages gewünscht, weil sie anderer Meinung sein zu müssen. Herr Lieber fonnte nur seit einer englischen messen tönnte, der gehört nicht in den Reichs. die Flottenvorlage für eine gute Wahlparole halten. Wahlparolen Reihe von Jahren Referent der Kommission sein, weil er mit seinen tag, sondern ins Irrenhaus.( Große Heiterkeit.) Daß man find das unsicherste und ich heiße es gut, daß eine Auflösung ver- Freunden die große Mehrheit dort bilden balf, und als Vertreter mit Nordamerika Krieg führen wird, ist gar nicht anzunehmen. Wir mieden worden ist. Die Gibitterung des Wahlkampfes hätte uns dieser Mehrheit fann er teine anderen Gründe hier vorbringen, als fönnten unsere Schiffe gar nicht so weit wegschicken, denn das leicht außen zu Verwickelungen führen fönnen. In England die die Mehrheit hat und die er selber theilt. Ich bin daher auch würde vielleicht für Frankreich und England das erwünschte Signal ist immer noch ein neutraler Boden vorhanden, und dazu gehört die vollkommen im Recht, wenn ich heute seine Ausführungen angreife. Also zum Angriff sein. Unsere& lotte muß in der Nord. Frage der Landesvertheidigung. Hier schweigt auch die schärffte Serr Lieber sagt: die Eingeweihten hätten schon alles tommen sehen. und Ostsee bleiben, das hat der Staatssekretär stets und Opposition. Ich hoffe, wir werden mit der Zeit auch dahin kommen, Ich frage ihu: wer sind benn diese Eingeweihten? Doch wohl auch fländig betont. Wenn es aber zu einem Kriege zwischen Frankreich daß es ein abgegrenztes Gebiet für uns giebt, wo wir das Kampf Vertreter der Partei, die jetzt zur Flottenmajorität gehört, Bertreter und Rußland tommt, und der nächste Krieg dürfte nicht beil begraben. In das Verständniß für diefe Vorlage ist doch wieder des Zentrums. Gehört nun der Herr Abg. Müller- Fulda zu diesen mit einer Macht, sondern mit beiden Mächten zugleich geführt einmal ein frischer Bug gekommen vom Meere her( Beifall) in die Eingeweihten? Herr Müller hat eine ausgezeichnete Broschüre werden, wo wollen Sie dann neben den Opfein für das widerwärtigen Zäutereien und Intereffenstreitigkeiten des Tages geschrieben unter dem Titel: Kan die Flottenvorlage vom Landbeer noch die ungeheuren Opfer für die Marine hernehmen? Wir sollten den Fürsten dankbar fein, welche Verständniß Reichstage angenommen werden? Und er tommt zu einem Bedenken Sie doch, daß Sie für einen solchen Fall sich sogar die für die großen Aufgaben des Weiches besigen. Ich hoffe, die Vor- laren Mein. Die Broschüre ist das beste, was ich gegen Scere von Desterreich und Italien gesichert haben. Je mehr die lage wird angenommen werden. Nur dann haben wir neben die Flottenvermehrung gelesen habe.( Große Heiterfeit.) Am Flotte bei uns vermehrt wird, um so mehr wird bei den Nachbarunferem tüchtigen Laudheer eine ebenbürtige Marine.( Beifall von liebsten möchte ich fie hier von A bis 3 vorlesen.( Heiterkeit.) In nationen gerüftet. England und Rußland haben das mit ihrer den Konservativen bis zu den Nationalliberalen.) der Kommission aber hat Herr Müller mit bewunderswerthem Fleiße Flotte schon ganz demonftrativ gethan. Die in Ihren Augen so Abg. Bebel( Soz.): Herr von Bennigfen hat damit begonnen, für das Zustandekommen der Vorlage gesorgt.( Große Heiterfeit) foftbare Erwerbung von Riaotschau zwingt daß er dem Abg. Richter vorwarf, er bätte diese scharfe oppofitionelle Er hat das Segtennat statt bes Septennats der Regierung präfentit übrigens, es mit Rußland um jeden Preis au Rebe nicht gehalten, wenn eine Reichstagsauflösung aus Anlaß des und Herr Tirpitz bedankte sich herzlich dafür. Weshalb er bei balten. Flottengesetzes zu befürchten wäre. Er hat sich dann selbst wider der Ed' ußabstimmung gegen die Vorlage gestimmt bat, Herr v. Levehow fagte, patriotische Landwirthe bringen mit der sprochen, als er die Reichstagsauflösung als ein nationales Unglück ist ein Diäthfel geblieben. Vielleicht lüftet er noch im Flotte für den Handel gern Opfer. Das sagt der Führer einer bezeichnete. Herr von Bennigfen schloß damit, daß er auf Plenum von diesem Bilde von Eais den Schleier.( Seiter Partei, die von järkster Feindseligkeit gegen den Handel erfüllt ist andere Parlamente hinaus, wo es besser sei als bei uns, wo ein feit.) Als Herr Müller, der zu den Führern feiner Partei in der und die Ginfubr von Lebensmitteln auf jede mögneutraler Boden für alle vorhanden wäre. Jawohl, aber in feinem Kommission zählte, seine Broschüre schrieb, gehörte er noch nicht zu liche Art erschwert.( Bioerspruch rechts.) Die Einfuhr Barlamente der Welt kann das geschehen, was bei uns geschieht. den Eingeweihten. von Lebensmitteln ist aber die Hauptsache, das Weder in Desterreich, geschweige denn in Ungarn, ja nicht in Gehören Herr Bachem, Herr Fritzen dazu? Herr Frißen, der haben die Herren ja heute erst wieder von Herrn Tirpis so schön Griechenland und den orientalischen Raubftaaten ist es möglich, daß regelmäßige Etatreduer seiner Partei ist in seiner langen parla su hören bekommen. Die Abderitenpolitik, die man bei der Dampfer eine Regierung auf die Dauer gegen die Mehrheit des Parlaments mentarischen Thätigkeit mehr als Gegner, denn als Anhänger fubvention getrieben hat, beweist doch, daß Sie die Einführ am Ruder bleibt. Der Staat, wo solches vorkommen fann, ist einzig der Forderungen der Marinever waltung aufgetreten, wegen der von Lebensmitteln verhindern wollen. Es ist die und allein das Deutsche Reich. Hier fiebt die Regierung falls unabsehbaren Konfequenzen. 1885 wandte fich Windihorft sehr lebhaft felbe Geschichte wie beim Gotthardt Tunnel. Damals lächelnd über das Parlament hinweg. Ju feinem Parlament gegen die damals inaugurirte Rolonialpolitit, weil er vorausfah, bat bas Heich 33 Millionen zur Bohrung des großen wird soviel für den Papierkorb gearbeitet, wie bei baß in Hinblick auf sie später bobe Marineforderungen fommen Lochs hergegeben und als es fertig war und der Bers uns. Rein Parlament braucht sich eine folche würden. Ich fürchte ein böses Erwachen, fagte er. 1886/87 hat fehr mit Italien erleichtert war, da hat man die Zollschranken Behandlung gefallen laffen, wie der deutsche Reichs- fich Herr v. Quene, 1893/94 Herr Frigen gegen die Marine erhöht und die Gleichterung des Verkehrs wieder zu nichte gemacht. tag. In jedem anderen Parlament würde der Regierung ein vermehrung erklärt. 1895 96 meinte selbst Here Lieber, daß Die Herren verlangen höbere Getreidezölle, höhere Mißtrauensvotum ertheilt werden in Geftalt der Budgetverweigerung, außer zwei neuen Panzerschiffen bis zum Ende dieses Jahr grarzölle und obendrein noch 500 millionen für würde die Regierung gezwungen worden sein, abzudanken. Ueberall hunderts Eriaßbauen für die Hochsee- Panzer flotten nicht die Flotte. Es ist einfach verrückt.( Große Heiter hat das Parlament Macht, bei uns nur Ohnmacht. Nicht weil wir zu erwarten feien; alles andere wäre Bufunftsmufit.( hört! hört! feit) Herr Bickert hielt schon 1889 in der Rede, die auch Herr Richter nicht könnten, sondern weil es die Mehrheit nicht wagt, befinden links.) Herr Lieber muß also damals auch noch nicht zu schon öfters zitirt hat, die Grenze der Leistungsfähigkeit für erwir uns in einem Zustande, daß wir uns vor den anderen den Eingeweihten gehört haben; denn wäre er es gewesen, reicht. Damals betrug der Militär- Etat jährlich 541 Millionen, Barlamenten schämen müssen. Und jetzt verlangt die Regierung fo wäre es un ehrlich von ihm gewefen, feine damalige Aeußerung der Marine Etat 55 Millionen; heute beträgt der Militär- Etat dieses Gesetz und macht damit diesen Zustand noch schlimmer. zu thun. 602 Millionen, der Marine- Etat 117 Millionen, und heute ist für ( Sehr richtig! links.) Jetzt foll nicht nur der Militäretat gebunden, Und so ist das Verhalten des Zentrums in den ganzen Jahren Herrn Blickert die Grenze der Leistungsfähigkeit nicht überschritten. sondern auch das Etatsrecht in Marinefragen gefnebelt werden. gewesen. Herr Lieber sagt, wir wären jetzt in der Aera der Abgeklärt: Damals sagte auch Caprivi, die Flotte sei start genug, Der Herr Vorredner hat nun mit ganz besonderer Genugtbuung beit. Bann sind wir eigentlich dahin gekommen? In der Budget- um zu leisten was nöthig fei und um jedem fonstatirt, daß durch die Programmrede des Herrn von Hertling fommiffion haben wir uns am 18. März 1896 mit diesen Dingen Gegner gewachsen zu sein. Jegt verlangt man das Zentrum in die Bahnen der regierungsbeschäftigt. Am 18. Januar 1896 war von sehr einflußreicher unter derselben Begründung das doppelte. Es freundlichen Parteien eingetreten sei. Nun, meine Stelle in einer Rede von dem größeren Deutschland" gesprochen foll jetzt der Zustand der Abklärung eingetreten fein. Brief und Herren, die Sache hat doch auch ihre andere Seite. Es hat keine worden. Diese Ankündigung einer sogenannten Weltpolitit Siegel darauf zu geben, wird sich der Staatssekretär hüten. Bartei im Reichstage gegeben, die fo bereitwillig allen Forderungen der wurde von der Majorität der Nation und auch vom Zentrum mit Sein Versprechen tönute morgen schon überholt sein. Beim Stande Regierung zugestimmt hat, als die nationalliberale Partei; und was außerordentlichem Mißtrauen und mit Achselzucken auf der jetzigen Technik halte ich es für ausgeschlossen, daß unsere ist aus ihr geworden?( Sehr gut! links.) Im Jahre 1876 fonnte genommen. Das tam auch damals im Reichstag und in den Flüsse blockirt werden, Hamburg besetzt werden könnte. Auch Herr v. Bennigfen noch 140 Mitglieder, beinahe bie Hälfte des Kommissionen zum Ausdruck. War doch von gewissen Leuten jene bie Landung der Besagung einer größeren Flotte kann Reichstages, fommandiren, heute sind Sie nur noch schwache Aeußerung zum Ausgangspunkt für eine gewaltige Agitation um beute als ausgeschloffen gelten. General Colomb, dessen 50 Männlein( Große Heiterkeit) und sind eine Partei, die in voll. Flottenvermebrung gemacht worden. Unter den Hauptagitatoren Urtheil über den Torpedo als Schiffszerstörer ich hier anführte fläubiger Auflösung begriffen ist.( Lebhafte Unruhe und Dhorufe befand sich der später berüchtigt gewordene Dr. Peters. Gegen und das Herr Tirpis lo abfällig tritifirte, antwortet darauf in dem bei den Nationalliberalen, Beifall bei den Sozialdemokraten.) Da ihn und feine Agitation für deutsche Weltpolitik erklärte fich damals im demnächst erscheinenden Heft der Deutschen Revue", das mir im möchte ich doch den Herren vom Zentrum rathen, sich ein wenig zu Reichstage Herr Lieber auf das schärfte, Gin Regierungsaffeffor Bürftenabzug vorliegt. Er verbleibt dabei, daß der Torpedozerstörer überlegen, ob sie in diese Fußstapfen eintreten wollen. Nach den in Celle hätte von einem Marineplan unter Borwissen und Bu- revolutionirend wirken werde auf den ganzen Schiffsban und Erklärungen des Herrn v. Hertling scheint dies vollständig der Fall ftimmung eines der höchsten Offiziere der Marineverwaltung ge- daß die Technik noch völlig im Fluß sei. Herr von Hertling zu sein. Was Ihre Wähler dazu sagen werden, wird sich ja bei den sprochen, der an einmaligen Ausgaben für neue Schiffe fuchte den Umfall des Zentrums mit der ausschlaggebenden nächsten Wahlen zeigen. Das wird Ihre Sache sein, die unfere, Ihre 200 Millionen Mark erfordere. Herr Lieber erklärte Stellung seiner Partei zu bemänteln. Diese ausschlaggebende Wähler entsprechend aufzuklären. lich auf das entschieden fte gegen einen solchen Plan Stellung hat das Zentrum schon seit 20 Jahren, feitdem Fürft Herr v. Bennigfen fagte, felbft im franzöfifchen Barlament feien und Herr Hollmann nannte es geradezu eine Un Bismarck die Nationalliberalen all die Wand gedrückt hat, die radikalen Parteien in Heeres- und Marinefragen auf Seiten der ver chamtbeit, einen hohen Difizier der Marine daß fie quitschten. Sie haben eine andere Saltung eingenommen, Regierung. Das liegt aber daran, daß man, wie ich durch meine verwaltung als im Gegensatz zum Deichskanzler befindlich weit Sie sich noch als Voltsvertreter fühlten, jest find Sie Freunde dort genau weiß, dort noch immer der Meinung ist, binjuftellen, zum Steichskanzler, der eben in der Budget Regierungspartei geworden. Herr v. Bennigsen hat Deutschland warte nur die Gelegenheit ab, um ein zweites Miot in fommiffion eine beruhigende Erklärung über die den Herren ja schon fein Herren ja schon sein Rompliment gemacht wenn einem geeigneten Moment über Frankreich herzufallen.( Lachen lottenpläne abgegeben batte. Aehnlich wie Herr Lieber hat auch etwas Herzdrücken dabei war.( Große Heiterkeit.) Am 11. De rechts. Abg. v. Bennigsen: Ihre Freunde müssen sehr einfältig fich dusals auch Herr Frigen ausgesprochen. Er sagte damals zember hat das Zentrum bier noch verkündet: Sachlich werden wir fein! Ja, Herr v. Bennigsen, ich habe ihnen auch gesagt, daß fie u. a.:,Wenn wir mit einer Seemacht in Kriegszustand gerathen, so die Vorlage bewilligen, die Form erhält die Regierung nicht. Ga sich im Frrihum befinden und diese Befürchtung nicht au baben tönnen wir, und wenn wir unsere Kreuzer noch so sehr vermehren, ift anders gekommen. Das Unglaubliche, hier wurde e3 brauchen, ich habe also durchaus in Ihrem Sinne geredet. Daß niemals unsern Handelsschiffen absoluten und unbedingten Greigniß, das Unerwartete, hier ist's geschehen. Die Sentrums aber dieser Glaube bis heute dort herrscht, ist zweifellos. Schutz verschaffen. Das fann felbft England mit feiner gewaltigen preffe bat Lärm geschlagen und verlangte, daß Herr Lieber und ich führte es au um zu erklären, wie es möglich ist, daß in Flotte nicht."( hört! hört! links.) Das war damals die Grund von feiner Führerftelle zurücktrete. Es hat alles nichts geholfen. Frankreich auch alle oppositionellen Parteien in Militärfragen mit anschauung vermuthlich des gangen Bentrums. Die Herren vom Zentrum laufen mit ibren großen Wasserstiefeln ver Regierung Hand in Hand geben. Herr v. Bennigfen bat daun Und sie ist richtig! Wollen Sie den Handel schüßen, fo giebt es immer tiefer in den Sumpf hinein.( Heiterkeit.) Das Schicksal bezug genommen auf die Verhandlungen des fonftituirenden Reichs- nur ein Mittel: Halten Sie den Frieden und vermeiden der Nationalliberalen wird Ihnen nicht ers tages. Herr Richter hat vollkommen soweit den Hergang der Dinge Sie, daß durch große Hüftungen zu See nicht andere fpart bleiben.( Lebhafter Beifall lints, Bifchen rechts.) bamals bargestellt, während Herr v. Bennigfen sich noch verschiedenen Nationen auf denselben Weg getrieben werden, der Abg. v. Kardorff( Rp.): Daß ein Parteigänger der sozial Richtungen hin irrt. Es wurde damals zunächst bestimmt, daß bis zu fchließlich einem Weltfriege führen demokratischen Partei von dem Zerfall der anderen Parteien spricht, einer anderweitigen Verständigung zwischen dem Reichstag und den muß!( Bravo! links.) Auch Herr von Marschall meinte bas ist ja selbstverständlich.( Heiterkeit.) Die veränderte Stellung verbündeten Regierungen fünftigbin die Stärke der Aimee auf damals zu den uferlofen Flottenplänen, man solle fich nicht ist aber ganz natürlich; früher wäre eine solche Vermehrung der 1 pet. der Bevölkerung festgelegt und für jeden Mann 25 Thaler über Dinge aufregen, die ihm und der Regierung unFlotte nur unter den größten Opfern des Boltes möglich gewefen; Koften pro Jahr ausgefeßt werden sollten. Das war das Ver bekannt feinen. Damals muß also auch Herr von Marschall jest aber fann sie durchgeführt werden, ohne daß die Steuertraft langen eines Aeternats. Die Herren hatten damals auch fiart ton nicht zu den Eingeweihten gehört haben. Im Winter 1596/97 fam des Boltes auch nur im geringflen in Anspruch genommen wird. ftitutionelle Strupel, und in der zweiten Lesung wurde das Aeternat Herr Hollmann mit Forderungen, die Ausgaben für die Flotte Was der Abg. Bebel von den anderen Staaten sagte, war ja in jährliche Bewilligungen umgewandelt. In der dritten Lesung zu erhöhen. Am 80, November 1896 erklärte sich Herr Frigen richtig. Aber haben denn die anderen Staaten denselben finanziellen erklärte dann aber Bismaic, daß bie Regierung zwei in entfchiedenster Weise gegen diefe Forderungen. Er wünschte, daß und wirthschaftlichen Aufschwung erlebt, wie Deutschland? Die ZuForderungen nicht bewilligen tönne: erstens die jährliche der Reichstag die Abftriche mit großer Majorität vornehmen möge, fände in Deutschland find beffer, als anderswo. Wir haben eine Bewilligung des Heeresbudgets und zweitens die Diäten. fonft tamen die Positionen mit verstäitter Gewalt wieder. Sein bessere Juftig( Oho! lints) und eine beffere Verfaffung( Lachen Die Nationalliberalen bewirkten es dann, daß eine drei Wunsch ging in Erfüllung. In der Budgetkommission tauchte links), überbaupt die geordnetsten Zustände.( Großes Gelächter jährige Bewilligung fefigesetzt werde. Nach dem deutsch- franzöfi damals der Hollmann'sche Plan auf. Ser v. Sollmann ver- links.) fchen Kriege erklärte man sich dann bereit, auf weitere drei Jahre langte damals 270 Millionen Mart, also etwas mehr als bie Die Vermehrung der Flotte fommt durchaus unseren arbeitenden das Heeresbudget zu bewilligen, worauf dann das erste Septennat Sälfte von dem, was jetzt Herr Tirpis verlangt: 410 Millionen. Silaffen zu gute( Widerspruch links.), denn sie dient dem Aufschwung folgte, wofür auch Herr von Bennigsen besonders eintrat.. Windhorft m 8. März 1897 erklärte fich Abg. Lieber noch gegen den Blan, der Industrie. Und dann stärkt die deutsche Flagge die Anund Genossen haben sich jedoch nur ausnahmsweise für eine er gehörte noch nicht zu den Eingeweihten, sondern zu den blamirten bänglichkeit der im Ausland lebenden Deutschen an das Mutterland. dreijährige Bewilligung ausgefprochen. Bestgestellt muß werden, Europäern.( Seiterfeit.) Er fagte, uferlos ist diefer Plan nicht, Ich komme noch auf einen Punkt des Abgeordneten Bebel daß Windhorst ausdrücklich erklärt hat: Meine legte aber die Ufer sind nur mit Hilfe sehr guter Ferngläser zu erblicken zurück; er meint, es sei überhaupt schwer, an den deutschen Küften Kraft werde ich daran setzen, bas Balladium der Ber- und doch forderte diefer Plan nur die Hälfte von dem, was heute Landungsversuche zu machen. Ich glaube, daß selbst die Mehrzahl faffung zu retten. Würde das Sentrum hier nachgeben, gefordert wird. Der Abg. Müller Fulda verhöhnte die berjenigen, die aus etatsrechtlichen Gründen Bedenten gegen die Vorso würden auch bald andere Etats auf fieben Jahre feft bag. v. Kardorff, Leipziger, Paasche förmlich wegen ihrer Be lage haben, diefe Auffaffung nicht theilen. gelegt werden, dann hört das Budgetrecht des Reichstags auf.( hört! willigungsfreudigteit und sagte, ber andel gebeibt da am Nun ein Wort zu den geftrigen Ausführungen des Abg. Galler. hört! links.) Bereits 1887 hat Windhorft also das vorausgefeben, beften, wo am wenigsten Kriegsschiffe ftationirt Ich habe mich über ste gewundert, bis ich ibre Quelle entdeckte: was jest fommt, allerdings bat er niemals geglaubt, daß seine sind, und Herr Bachem, dem gegenüber man Bweifel ausdrückte, ob das das ist der franzöfifche igaro".( hört! bört!) Solche Reden Parteigenoffen sich für die Bindung erklären würden. Windhorft Bentrum nicht doch mit fich handeln lassen werde, ver wo abrte fich follte man nicht erufthaft nehmen. Kaifer Napoleon I. ging nie war gewiß ein Mann, der den Zeitströmungen Rechnung trug, aber energifch dagegen, daß seine Parteifreunde etwa die erften mit dem Plan um, sich eine große Flotte zu schaffen. niemals fonnte der Verdacht bestehen, daß er bereit sein würde, das andelsjuden des Reichs fein tönnten.( Große Heiter. Was die gefeßliche Regelung anlangt, fo follte man doch Budgetrecht des Reichstags zu schädigen. Das gefchieht aber durch diese leit.) Jetzt, wo die Saltung des Zentrums eine ganz andere ift, bedenten, daß die Industrie sich auf die Ausführung Borlage und infofern weicht das Bentrum allerdings von der alten muß man sich doch fragen, was ist denn in der Zwischen der Aufträge einrichten muß. Solch ein Plan erfordert Politit feines namhaftesten Führers ab. Und wenn das Bentrum seit paffirt? alfo unbedingt eine Bindung eine Bindung auf mehrere Jahre. Die sich beim Bolte damals auf feinen unbeugfamen Widerstand gegen Da haben die Herren Lieber und Hertling auf das reichhaltige ganzen Gelder sind nuglos ausgegeben, wenn man nicht eine jede Schmälerung der Berfaffung berief, fo ift es mit diefem unbeug: Material hingewiesen, das wir in der Kommission erhalten haben Sicherung hat durch die Festlegung auf eine Anzahl, also sechs, samen Widerstande jeht und wohl für alle Zeit vorbei.( Sehr richtig! follen. Mich hat dieses Material in meiner Ueberzeugung nicht Jahre. G lints.) Noch 1896 erflärte Lieber in bezug auf die Haltung seiner Partei wankend machen können. Soweit bie Entwickelung des Handels Der Abg. Bebel fagt: die Abgeordneten sollen an ihre Wähler zur Flottenvermehrung:„ Es giebt wohl im ganzen Reichstag feine Partet, in Frage kommt, bat es gar nichts Neues für denjenigen, der denken. Nun, ich glaube, jeder Abgeordnete soll so abstimmen, wie die mehr in lebereinstimmung mit der Ueberzeugung und dem Willen die Entwickelung unseres Handels in ben legten 10 Jahren be- fein Gewissen es ihm vorschreibt, und sich um den eventuellen der gefammten Wählerschaft marfchirt, als unsere Partei." Auch obachtet bat. Die Entwickelung des deutschen Handels batirt nicht Berfuft feines Mandats nicht fümmern.( Beifall rechts. Fronisches damit ist es nun vorbei( Sehr richtig! links), denn ein großer Theil vom vorigen Jabre, sie datirt schon von der Gründung des Reiches Lachen links.) diefer Partei ftimmt gegen die Vorlage. Diese haben ihre Wähler an. Der englische Handel ist nicht geftiegen, eber zurückgegangen. Abg. Dr. Spahn( 3): Der Abg. Bebel hat auch einen Todten hinter sich, sonst würden sie so nicht stimmen und auch mancher, der Diefe Thatsachen beweisen aber doch, daß die Flotte zu diesem Auf- gegen uns angeführt; daffelbe hat auch Herr Dr. Schoenlauf getban; dafür stimmt, kann erfahren, daß er seine Wähler nicht mehr hinter schwung gar nichts beigetragen hat.( Lebhaftes Bravo lints.) In ich fann aber letzterem den Vorwurf nicht ersparen, daß er falsch fich hat. Also jetzt bereits fängt das Bentium an, die Wege der Samburg und Bremen haben sich während der 30 Jahre die sitirt hat.( Höit, bört!) Herr Windihorft sprach damals von einem Nationalliberalen zu wandeln.( Sehr gut! lints, Umuhe im Handelsherren nicht gerührt. Niemals baben fie geplanten Staatsfireich; er werde seine letzte Kraft daran fetzen, die Zentrum.) E3 ist interessant nachzuweisen, wie das eine Flottenvermehrung verlangt. Erft nachdem Beifaffung aufrecht zu erhalten, das einzige Palladium des RechtsZentrum in den legten Jahren zu der Frage der Flottenvermehrung diefe Vorlage da war, hat man fie angeftachelt und staates. Davon, daß das Budgetreckt das Palladium sei, davon gestanden hat. Die Herren sind freilich genöthig, um ihren vollaufgereizt. Man hat ihnen gesagt, wir haben nun fchon war gar keine Rede. Redner veilieft die betreffende Stelle aus dem ständigen Umfall au mastiren, zu erklären: ja, wir haben die ganzen so oft etwas für Euch gethan, bei der Dampfersubvention, bei Protokoll jener Sigung, sowie eine Reihe von Auszügen aus Reden Jahre über im Dunkeln getappt, jetzt endlich ist der Tag von der Kolonialpolitik, nun thut auch einmal etwas für uns, und da des Abg. Windthorst, die darlegen sollen, daß derfelbe durchaus Damaskus für uns gekommen, und Herr Trpis ist als Engel zu kommen die Versammlungen in Hamburg und Bremen, sie tommen nicht prinzipiell gegen eine solche Bindung gewesen sei; nur uns herabgestiegen und hat die Sauluffe in Paulusse verwandelt! aber post festum.( Sehr richtig! linte.) müffe eine solche Bindung zweiseitig sein.( Hört! hört! rechts.) ( Große Heiterkeit) Ich habe es schon bei meiner Etaterede gefagt, aber es kann nicht Wir werden stets für alles zu haben sein, was für das Wohl Doch bemerkte Herr Lieber sehr geheimnißvoll: die Eingeweihten oft genug gefagt werden, für einen Flottenkrieg tommen für uns nur unseres Baterlandes nothwendig ist. Wenn freilich schon gefagt ist, von uns wußten ja schon in den letzten Jahren, was bevorstand. England, Frankreich, Rußland und Nordamerika in betracht. Nun daß wir aus der Periode des Kulturkampfes gänzlich heraus sind, fo ift das allerdings zu weit gegangen.( Sört! hört!) E3 giebt Abg. Bäusch Schmidtlein( frt.) wünscht Anbringung von Fuß- 1 noa viele Bestimmungen, die den Geist des Kulturtampfes gängerstegen an den Eisenbahnbrücken im oberschlesischen Ueberaihmen, und so lange diefe nicht beseitigt find, find, kann schwemmungsgebiet. von einem Ende des Kulturkampfes nicht die Rede sein. Das hält uns aber nicht ab, das Nothwendige zu bewilligen. Und die Vor Lage ist nothwendig zum Schuße des Handels und der Industrie. Weshalb ging Deutschland von den Erfolgen der Kreuzzüge so leer aus? Weil es als Landmacht und nicht als Seemacht daran betbeiligt war. Redner geht auf die Geschichte der Hansa, Hollands, Frankreichs, Spaniens und Englands ein, um die Nothwendigkeit einer starken Flotte zu beweisen. Tokales. Die Freie Volksbühne veranstaltet morgen, Sonnabend, Regierungsfommiffar Geb. Roth Schröder erwidert, baß die Abend 8 Uhr, für ihre Mitglieder ein Mära fest in der Brauerei lettere Frage erwogen werde. Die Vergrößerung des Hirschberger Friedrichshain, mit durchweg fünstlerisch gewähltem Programm. Bahnhofes sei zwar wünschenswerth aber noch nicht dringend. Die artistische Leitung des musikalischen Fest= Abg. Hobrecht( natl.) beklagt sich über die ablehnende Haltung tonzerts liegt in den Händen des Herrn Dr. M. Alfieri. Das der Regierung gegenüber den Wünschen der Stadt Brieg betreffs Ensemble für diesen Abend weift eine Reihe bewährter Namen auf, Umbau des dortigen Bahnhofes. Um solche Streitigkeiten au ver- fodaß den Mitgliedern in jeder Beziehung ein genußreicher Abend meiden, sollte die Regierung ihre Forderungen, die sie bei solchen in Anssicht gestellt werden tann. Die Rezitationen hat Herr Franz Gelegenheiten stellt, generell figiren, oder gefeßlich festlegen laffen Haid übernommen. Der Preis für die Garderobe beträgt 15 P1. Seit 1880 steht die wirthschaftliche Entwickelung Englands ftill, Nur Minifter Thielen: Die Stadt Brieg lehnte mehrere ihr vor der Tanz ist frei. Programm und Liedertexte 10 Pf. die Frankreichs und Desterreichs geht zurück, aber Deutschlands Entgelegte Projette ab, verlangte immer mehr Wünsche erfüllt, forderte Mitglieder haben Zutritt. wickelung schreitet vorwärts. Wer giebt uns die Garantie, daß enorme Preise für abzutretendes Terrain und lebnte jede Beitrags- Die Vorstellung für die 3 Abtheilung ift Sonntag, den 27. März, England nicht fein Uebergewicht zur See benugen wird, um sein leistung ab. Daraufhin ift erwogen worden, den Bahnhof in eine nachmittags 234 Uhr, im Lessing Theater:" Abu Said" und ökonomisches Uebergewicht wieder herzustellen? entferntere Gegend von der Stadt zu verlegen. Die generelle Fest- Cyprienne". Zum Schluß beharp'et Redner, daß das Zentrum nach wie vor stellung unserer Forderungen bei neuen Babnanlagen würde ein Die Vorstellung für die 4. Abtheilung am 3. April, desgl. 1. Abauf den Bahnen des Abg. Windihoist wandle.( Bravo! im neues Expropriationsrecht der schärfsten Art darstellen. Es ist jeden theilung, Sonntag, den 3. April: Die Weber". Bentrum.) falls besser, diese Vereinbarungen gütlich von Full zu Fall Der Borstand. J. A.: G. Winkler. zu treffen. Die Parteigenoffen des zweiten Wahlkreises werden auf die Bersammlung bingewiefen, die am Sonntag, abends 6 Uhr, bei 3ubeil, Lindenstr. 106, stattfindet. Genosse R. Millarg spricht über die Frage: Was hat der Arbeiter und die Arbeiterin beim Arbeitsvertrag zu beachten? Nach dem Vortrage gemüthliches Beifammensein. Sieranf wird ein Schlußantrag angenommen. Abg. Liebermann v. Sonnenberg( Anti).) tonstatirt zur Ges schhitsordnung, daß alle, auch die kleinsten Parteien bier zum Worte gekommen feien, nur seine Fraktion nicht. Er werde aber versuchen, bei§ 2 das Verhinderte nochzuholen. Es foloen eine Anzahl persönlicher Bemerkungen. Abg Müller- Fulda( 3) bestreitet dem Abg. Bebel gegenüber, daß er in seiner Bioschüre die Frage: Kann der Reichstag die Bottenvermehrung bewilligen? mit Nein beantwortet habe. Er fei auf die Polemit nicht eingegangen, sondern babe Material für und gegen aufammengetragen. Was feine Schlußabstimmung anlange, so weide der Abg. Bebel ibm das Recht nicht bestieiten, an der Berbesserung eines Gefeßes mut zuarbeiten, felbft unter dem Vorbehalte, gegen das ganze Gesetz zu fimmen, wenn seinen persönlichen Wünschen nicht ganz entsprochen nur werde. Abg. Richter: Der Staatssekretär Tirpitz bat von meiner grundsäglichen Opposition gesprochen. Wenn er damit fagen will, daß ich meine Opposition und meine Zustimmung von Grundlägen abbängig mache, so bat er recht. Wenn er aber die Absicht gehabt haben sollte, mir nachzusagen, daß ich nur opponire, um zu opponiren, so erwidere ich ihm: er ist im politischen und parlamentarischen Leben noch zu neu, um politische Charaktere richtig beurtbeilen zu können.( Lebhaftes Bravo! links.) Herr v. Bennigsen behauptete, ich fei aufgeregt; durchaus nicht. Aufgeregt waren nur die National liberalen. Ich habe die Borlage folgerichtig, nachhaltig und un ablässig bekämpft. Herr v. Bennigsen hätte sich seinen Vorwurf sparen tönnen; er weiß aus eigener Anschauung, daß ich angesichts der rotben Mppe" bei den Reichstags- Auflösungen 1878, 1887 und 1893 nicht um einen Zon anders gesprochen habe.( Beifall Lints.) Abg. Webel: Ich habe nicht behauptet, Herr Müller babe die Vorlage verbeffert, nein, er hat sie verschlechtert.( Seiterkeit links.) Ich habe seine Broschüre vom ersten bis zum letzten Sah gelesen. Und da will ich nur folgende Stelle daraus anführen: Wer es mit der Wahrung und Erhaltung der färglichen Bolfsrechte ernsthaft nimmt, dem sollie die Entscheidung nicht zweifelhaft sein."( Große Heiterkeit.) Das ist doch deutlich. Abg. Felisch( t) erörtert die Erfolge, die mit Stoßfantschienen und neuen Verkappelungs- Einrichtungen gemacht worden sind und wünscht Fortsegung der Versuche. Regierungskommiffar Geb. Rath Schröder erwidert, daß mit den Stoßtantschienen bisher nur Befuche im geringen Umfange auf der Berliner Stadt und Ningbahn gemacht worden sind; die Erfolge waren nur gering. Von den bekannt gewordenen neuen Ruppelungs. Einrichtungen bat fich feine bewährt. Abg. Dr. Stephan Beuthen( 3) bittet die Verfuche mit den Stoßfantschienen fortzusetzen. Regierungstommiffor Schröder entgegnet, daß in anderen Staaten umfangreiche Verfuche erfolglos gemacht sind, $ " · noffinnen machen wir darauf aufmerksam, daß am Sonntag, den Achtung, fechfter Wahlkreis! Die Parteigenossen und Ge27. März, abends 6 Uhr, im Kösliner Hof, Köslinerstr. 8, eine Berfammlung für Männer und Frauen stattfindet, in welcher der Genoffe Tb. Mener einen Vortrag halten wird über„ Der Frühling vor 50 Jahren und jetzt." Nach der Versammlung findet ein gemüthliches Beisammensein mit Tanz statt. Abg. Ring( t) weist auf die gefährliche Lage der Schienen der Hamburger und Lehrter Bahn bei Spandau hin, wo schon oft nur Der Friedhof der Märzgefallenen wird immer noch eifrig mit großer Mühe Unfälle vermieden werden konnten. Die neuen von der Bevölkerung besucht. Ein Leser schildert uns seine Bahnhofsanlagen in Groß- Lichterfelde werden unzureichend sein, ehe Beobachtungen in folgender Wittheilung: Als ich am Dienstag den fie im Umbau vollendet sind. Die Bahnübergänge in der näheren einsamen Friedhof der Märzgefallenen von 1848 besuchen wollte, Umgebung Berlins sind vielfach für den Verkehr gefährlich, nament fand ich die öffentlichen Bugänge, auch den von der Landsberger lich auch an der Görliger Bahn, wo die Aufhebung der Station Alt- Allee, mittels Barrieren abgesperrt. Auf Nachfragen erfuhr ich, Glienicke diesen Ort schwer geschädigt hat. daß nur der Eingang der Eingang vom Krankenhause zu den Gräbern Regierungskommissar Geh. Rath Schröder: Den Vororten an offen fei. Diefer Eingang liegt ziemlich versteckt und der Görlißer Bahn ist von Anfang genau mitgetheilt, welche Ort bildet einen schmalen Hohlweg, der dennoch von den fchaften Bahnhöfe bekommen würden. Die Uebergänge find wohl Besuchern, die teine Mühe scheuen, gefunden wird. Denn an verschiedenen Stellen verbesserungsbedürftig, gefährlich sind sie es befanden sich deren eine ganze Anzahl von Männern und Frauen, aber nicht. Die Lichterfelder Bahnlinie ift forgfältig erwogen worden junge und alte, auf der geweiheten Stätte, alle in befchauliche ftille und Aenderungen, die sich später als nothwendig herausstellen, tönnen Andacht versunken, die Widmungen auf den Jubiläumskränzen ja immer noch getroffen werden. lefend. Auch ein Schuhmann war anwesend und betrachtete bie Abg. Ring beneidet den Regierungskommiffar nicht um feinen vielen Verehrungszeichen. Ich gedachte daran, daß am Sonntage Optimismus. einem Soldaten gerathen worden war, in seinem Interesse das Betreten des Begräbnißplages zu vermeiden.- Ob der Schuhmann nicht an viel wagte? Abg. v. Sanden( natt.) führt lage darüber, daß bie Staffel: tarife so geformt sind, daß die Hufenstädte davon allein Vortheile haben. Er bittet, dafür zu sorgen, daß auch die Binnenstädte davon Vortheil haben. Begierungskommiffar Fleck erwidert, die Staffeltarife feien nach Abschluß des deutsch- russischen Handelsvertrages eingeführt im Interesse der heimischen Interessenten; bewähren sich diese Tarife nicht, so stehe nichts entgegen, sie wieder aufzuheben, wenn die Abg. Müller: Meine Broschüre schließt mit dem Saße: Wer jenigen es wünschen, in deren Interesse sie gemacht sind. weiß es?" Ich wollte damit ausdrücken, daß die Annahme oder Abg. v. Werdeck( f.) kömmt auf die Vertheilung von Speise Ablehnung der Vorlage unsicher ist.( Stürmische Seiterkeit.) farten in polnischer Sprache in einem Eisenbahnzuge zurück und beAbg. Richter: Der Herr Staatssekretär Zirpiz bat zum Bezeichnet dies Verfahren als einen unerhörten groben Unfug. weis für meine grundfäßliche Oppofition gegen die Vorlage eine Abg. Schröder( Pole) findet bei dieser Sache nichts auffälliges. Stelle aus der Freifinnigen Zeitung" sitirt. Ich werde soeben Der Bug fubr durch polnische Gegenden und da kann man denn die darauf aufmerksam gemacht, daß diese Stelle garnicht die eigene polnischen Tischfarten ebenso zulassen, wie etwa französische. Ansicht der Freis. 3tg." darstellt, sondern eine Lesefrucht und zwar Am Schluffe des Ordinariums befindet sich ein Vermert, aus der Germania" ift.( Große Seiterfeit.) wonach von dem Ueberschuß von 338 Millionen, soweit er nicht zur Deckung eines Defisits im Staatsbaushalte erforderlich ist, in erster Linie ein außeretatsmäßiger Dispofitonsfonds zur Vermehrung der Betriebsmittel, sowie zur Erweiterung der Bahnanlagen in Höhe von 20 Millionen gebildet werden soll. Die Budgetkommission bat für diefen Dispositionsfonds 30 Millionen festgestellt und be stimmt, daß derselbe zu Grunderwerbungen behufs Vorbereitung von Bahnerweiterungen mitzuverwenden sei. Abg. Kircher( 8.). würde es für besser gehalten haben, die 30 Millionen durch eine Anleibe aufzubringen. Abg. Schmieding( tl) empfiehlt die Resolution zur Annahme, ebenso den Beschluß der Budgetkommission über die Aenderung des Titels felbit. Abg. Frhr. b. Beblis( frt.) ftimmt ebenfalls den Borfchlägen der Stommiffion bet, würbe es aber formell für richtiger gehalten haben, wenn für das laufende Jahr die 30 Millionen durch Nach Ein Antrag des Abg. v. Bernstorf( Welfe) auf getrennte Abtragsetat gefordert worden wären. ftimmung über die einzelnen Abschnitte des§ 1 wird abgelehnt. Mit Wehmuth und sehr bewegten Gedanken verließ ich den stillen Ort, dessen verwitterte Grabzeichen uns mehr sind denn eine Grinnerung, sie weifen uns bin auf das Ziel, dem wir zufireben: Boletarier aller Länder vereinigt Euch! Kämpfet für Brüderlichfeit, Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit. Ein mir begegnender schlichter Maun fragte mich, wo der Friedhof der Märzgefallenen fei. Er tam aus der Ferne, um die Todten zu ehren, die vor 50 Jabren für ihre Ueberzeugung fämpiten und ihr Leben für die Brüder ließen. Ihr Andenken bleibt im Segen und wird nie er löschen, ein Denkmal, das alle anderen überdauert. auf bas verAllerhand Bierpantschereien. Ein ausführliches Gutachten über das Wässern der Weißbiere und die Verfälschung des Vieres durch Saccharin und Gycerin bat der Verein der Brauereien Berlins und Umgegend" auf Ersuchen des Polizeipräsidenten ab Das Schlußwort erhält der deferent gegeben. Das Gutachten kommt zu bem sehr deutungsfähigen Abg. Dr. Lieber:( Große Unruhe. Rufe der Antisemiten: Schluß, daß das Wäffern den Organen des Zwischenhandels" verSchluß! Schluß! Die ersten Ausführungen des Referenten bleiben boten werden foll, den Brauereien selber aber als eine ihnen zuunverständlich) Redner polemifirt gegen bie Abgeordneten tommende Thätigkeit" ausschließlich zugestanden werden müsse. Uns Dr. Schädler, Bebel und Richter und wiederholt, daß er nur als will scheinen, daß das Wäffern des Weißbiers sowohl Händlern als Referent der Budgetkommiffion gesprochen habe. Wenn es Sitte im Brauereibesigßern unterfagt bleiben muß. Will der Ronament fein Reichstage werden sollte, so gegen Referenten vorzugehen, so wird sich Bier partout verdünnt trinken, fo mag er selber die Wässerung voi jeder ehr und gewiffenhafte Mann für die Rolle eines Berichterstatters Minister v. Miquel bat gegen diese Bestimmung rechtliche nehmen, Wit lobenswerthem Gifer zieht das Gutachten gegen den bedanken. Ich will aber nicht leugnen, daß auch meine persönliche Stellung Bedenken, infofern als der Fonds im Staatsschulden- Gejeß auf gemeingefährlichen Schwindel zu Felde, der mit dem Aumen zur Vorlage eine wesentlich andere als früher ist. Wir haben hier 20 Millionen figirt ist und nicht ohne weiteres geändert bier" 2c. getrieben wird. Oft vollzieht sich diese Bierbereitung berart, einen feft begrenzten, scharf umschriebenen, organisatorischen Plan, werden kann, Besonders bedenklich hält er die von der daß von Leuten, die überhaupt nicht über eine eigentliche Betriebswährend wir früher vor uferlofen Flottenplänen ftanden. Früher Budgetkommiffion vorgeschlagene Resolution, wonach auch ftätte verfügen und niemals mit dem Braugewerbe technisch in standen wir vor neuen indiretten Steuern und der Miquel'schen schon im laufenden Etatsjahre die Erhöhung des Millionen Berührung gekommen find, einige Hettoliter Lagerbier anNur in der getauft, Durch Wasserzusatz bis fünffache Reichsfinanz- Reform, heute haben wir die Ueberzeugung, daß die fonds auf 50 Millionen vorgeschlagen wird. diesem Wasserbier mittels Saccharin der ganze Vorlage mit ziemlicher Ruhe auf die normale Weiter- Voraussetzung, daß es sich hier um eine einmalige Erhöhung dünnt werden und entwickelung der Reichsfinanzen übernommen werden fann. des Fonds handelt, also nur um eine für den Etat getroffene die Schalbeit verdeckende füße Geschmack verliehen wird; alles Redner sucht aus einem neuen Zitat aus einer Windthorft'schen extraordinäre Maßregel, bittet r das Haus, die Resolution der auf taliem Wege. Je nach dem Zusaß von Saccharin und Rouleur Rebe nachzuweisen, daß sich auch Windthorft in einer Frage, die Kommission anzunehmen. und je nach der Art und Menge der Zufäße sieht dann schließ die Sicherheit des Vaterlandes angeht, rücksichtslos auf die Seite ich eine bunte Musterkarte von Bieren dem Publikum zur Berder Regierung gestellt hätte und schließt: Niemals hat sich ein Gefügung: Malzbier" dies eine besonders beliebte Bezeichnung, danke siegreicher Bahn gebrochen, als die Vorlage in der Kommission, womöglich mit dem empfehlenden Busaß unter der Verwendung feit Herr Tirpis in unbegrenztem Bertrauen Mittheilungen gemacht edelster Robftoffe hergestellt"( an die Bezeichnung bairisches Bier" hatte, die den Eindruck hinterließen, daß es sich bei dieser Vorlage wagt man sich freilich nach den üblen strafgerichtlichen Erfahrungen um die Unabhängigkeit und Sicherheit die politische und wirth nicht mehr gern heran) fodann Malzeɣtrattbier", Kraftbier", fchaftliche- bes beutschen Baterlands bandelt.( Bravo! rechts, bei Gefundheitsbier"," Ammenbier"," Toppelbier", Breslauer Weizenben Nationalliberalen und dem Zentrum.) bier"," Lübbener Bier"," Weidersches Bier"," Berliner Bitterbier" und andere Bezeichnungen mehr müssen herhalten, dies Produkt Abg. Dr. Sattler( natl.) ist mit den Forderungen felbft ein erfolgreich unter das Publikum zu bringen. Das Gutachten gipfelt Die Abitimmung über den§1 ift eine namentliche. An der verstanden, hat aber große Bedenken gegen die gewählte form. in der Forderung, daß an ftelle der zur Beit schwankenden GerichtsAbstimmung betheiligen fich 851 Abgeordnete, davon ftimmen 212 Abg. Frbr. v. Erffa( t): Es lagen ungewöhnliche Berhältnisse entscheidungen das unbedingte Verbot der Verwendung von Abgeordnete mit Ja, 139 Abgeordnete mit Nein. Bom Zentrum vor, welche die ungewöhnliche Form der Weichlüsse der Wudget. Saccharin und dergleichen Süßstoffen zur Bierbereitung ausgesprochen ftimmten mit Nein bie Abgg. Neckermann, Behold, Bichler, Sören, fommission rechtfertigen. In analogen Fällen hat auch Dr. Satiler werden muß. Schädler, Schmidt- Immenstadt, Schmitt- Mainz, Schöpf, Schwarze, ein solches Verfahren gebilligt. Krankenwärter, denen der Tod des Pfleglings unfanteren Steininger, Stöder, v. Strombeck, Weber, Wenzel, Bott, Aichbichler, Bei der Abstimmung werden lediglich die Befchlüsse Gewinn bringt. Eine eigenthümliche Industrie Berliner Privat Bäuerle, Braun, Burger, Deuringer, Ed, Gerstenberger, Sarl, derBudgettommiffion unverändert angenommen. Krantenwarter enthüllt enthüllt Dr. A. Oppenheimer in einem Dr. Heim, Keßler, von Lamer, Lehmeir, Leonhardt, Mayer und Ein Antrag des Abg. v. Seydebrand auf Vertagung und Ab- Schreiben, das er an die D. Med. Wochenschr." richtet:„ Auf Monß, außerdem von den Antisemiten bie Abgg. Bindewald, haltung einer Abendfißung wird abgelehnt mit tnapper Mehr- grund genauer Erbebungen, welche ich in legter Zeit aufgenommen Hirschel und Köbler die freifinnige und füddeutsche Volkspartei ge- heit und in die Berathung des Extraordinariums eingetreten. babe, halte ich es für meine Pflicht, die Herren Kollegen und fchloffen, ebenso die Sozialdemokraten, außerdem die Welfen und An einzelne Titel fnüpfen sich längere Debatten, in welcher aus namentlich die Auftaltsärzte mit einer Industrie bekannt zu machen, Polen, schließlich lokale Wünsche zum Ausdruck gebracht werden. Die welche in Berlin, und wie ich höre, auch in anderen großen Städten 113 Zitel des Extraordinariums werden unverändert bewilligt. in giftigster Blüthe steht. Es sind dies die Beziehungen zwischen. Bu erledigen bleiben noch die Resolution der Budgetkommiffion dem Sarghändler und dem Krantenwärter. Sie können freilich schon. über die Bauausführungen. eine Inftitution genannt werden, denn sie sollen schon seit 50 Jahren be. nehen. Was bisher im Verborgenen wühlte, trägt heute ein offenes Visie und gedruckte Birkulare fominen täglich in die Hände der Krankenwärter, denen es wirklich schwer fallen muß, welcher von diesen ans gesehenen Firmen sie ihr Vertrauen schenfen sollen. Es ist be trübend, eingeftehen zu müssen, daß unser Privat Krankentransport faft ausnahmslos dieser Verführung zu mübelofem Gewinn anheims fällt, und das wird verständlich, wenn man Kenntniß erhält von 6. Gigung vom 24. März. 2 Uhr. der Summe, welche ein glücklicher Sterbefall" diesen Leuten eins Auf der Tagesordnung stehen nur Petitionen, bringt. Die Konkurrenz zwischen den Sargfirmen hat es schon da Petitionen um Abänderung der Bestimmungen der Hannover hin gebracht, daß der mit einem Auftrage betraute Krankenwärter Die Spezialberathung des Gifenbahn Etats wird bei schen Städte Ordnung vom 24. Juni 1858 über das Bürger. dreißig Prozent beanspruchen zu können glaubt, und ich habe bem Abschnitt andere persönliche Abgaben" fortgesetzt. recht, die Amtsdauer und den Wahlmodus der Magiftrats. mich davon überzeugen müssen, daß Forderungen von 100 Mart Abg. Wallbrecht( nat!) wünscht Berbefferungen in der Heizung Mitglieder, die Zahl der Bürgervorsteher und die Deffent und darüber keinem Widerstand begegneten. Welchen Einfluß muß und Beleuchtung der Schnellzüge. lichkeit der Sigungen und um Aufhebung der§§ 64 und ein derartiges Unwesen auf die Moral eines Standes ausüben, Regierungskommissar Geb. Rath Wichert erwidert, daß diefen 65 des Preußischen Ausführungsgesetzes vom 24. April 1878 welcher sich leider noch nicht aus den besseren Elementen Fragen unausgefeßt die größte Aufmerksamkeit zugewendet werde. zum deutschen Gerichtsverfassungs- Gefeße, behufs Beseitigung der zusammensetzt? Weit davon entfernt, an diefer Stelle Konsequenzen Auch die Frage der elektrischen Beleuchtung wird erwogen; die Verpflichtung der Vorsteher der Gemeindeverwaltungen zur Ueber- siehen zu wollen, liegt es auf der Hand, daß wir Aerzte danach Acetyle Versuche schließen die elektrischen Beleuchtungs- Versuche nahme der Amtsanwaltschaft werden durch Uebergang zur Zages- ftreben müssen, unfere schwersten Kranten nur solchen Leuten annicht aus. ordnung erledigt. zuvertrauen, die fein anderes Interesse an ihnen haben, als das der Die Petition des Vereins der deutschen Zuckerindustrie um Bereit- Heilung. Wenn auch durch Orden und Schwesternverbände ein ftellung von vermehrten Staatsmitteln zur Abstellung des Mangels völlig infattes Pflegepersonal vorhanden ist, so können wir an Güterwagen zum Eisenbahn Transport wird der Staats- dennoch nicht ohne Krantenwärter auskommen, deren Körperkräfte, regierung als Material überwiesen, die von dem Minifterium und Leistungsfähigkeit besonders für den Anstaltsdienst unentbehrder öffentlichen Arbeiten der Kommission für Eisenbahn Angelegen- lich find. Darum müssen wir auch bestrebt sein, diese Auswüchte beiten mitgetheilten Notizen über die Wagenstellung auf den Staats- zu bekämpfen, und es werden sich hoffentlich von nun an auch bahnen werden durch Kenntnißnahme erledigt. unter den Privat Krantenwärtern Berlins solche finden, welche im Intereffe des Standes Maßregeln ergreifen, um den erwähnten Mißständen zu steuern, welche sie in den Augen des Publikums und der Aerate tief herabsetzen. Das Resultat der Abstimmung wird auf der Rechten mit leb: haften Bravoiufen begleitet. Hierauf vertagt fich das Haus. Nächste Sigung Sonnabend um 11 Uhr( Fortfehung der heutigen Sierbei vertagt das Haus die Berathung auf Sonnabend Berathung), 11 Uhr; außerdem steht der Rest des Etats und das Etatsgefeß auf ber Tagesordnung. Schluß 5 Uhr. Abgeordnetenhaus. 35, Sigung vom 24. März 1898, 11 Uhr. Am Ministertische: Thielen. Eingegangen find: die Sekundärbahn- Vorlage und das Gesetz betreffend die Regelung der Gehälter der evangelischen Geistlichen und der katholischen Pfarrer. Abg. Wallbrecht( nat.) weist darauf hin, daß er 1893 in Amerita fehr gut junttionisende elektrische Beleuchtung auf den dortigen Zügen gefunden habe. Minister Thielen erwidert, daß feitdem Amerika dazu über gebe, die elektrische Beleuchtung zu beseitigen. Bei uns würde Diese Einrichtung 25 Millionen erfordern.( hört! hört!) Bu folchen Ausgaben entschließt man sich doch nicht so leichten Herzens. ( Sehr richtig!) Abg. Wallbrecht bittet, doch wenigftens die Versuche fort aufezen. Herrenhaus. Nächste Sigung Sonnabend. Nothstandsgefes far ble Soch wafferschäden und kleinere Vorlagen. Der Fernsprechverkehr mit Inowrazlaw und Bischofs- 1 werda( Sachsen) ist eröffnet worden. Die Gebühr für ein gewöhnliches Gespräch bis zur Dauer von 3 Minuten beträgt im Verkehr mit beiden Orten 1. Aus den Nachbarorten. " Fenerbericht. Donnerstag früh 6 Uhr mußte Rottbufer weitere Beweisaufnahme darüber, unter welchen Umständen eine Damm 42 ein Stellerbrand abgelöscht werden, bei dem allerhand Arbeitsniederlegung stattgefunden und ob überhaupt eine Ver Gerümpel eingeäschert wurde. Ein Schornfteinbrand rief die Wehr abredung" getroffen sei, für nothwendig und vertagte deshalb die eine Stunde später nach Reichenberger str. 42. Um 11 Uhr Verhandlung. Der geschäftsführende Ausschuß des Zentralkomitees für erfolgte Alarin nach Wißmannstr. 6 in Rixdorf, wo ein Buch die durch Unwetter Geschädigten Deutschlands wird am nächsten binderladen total ausbrannte und die angrenzenden Wohnräume feinem Portier gegenüber kam bei der gestrigen Verhandlung einer Ein beinahe unglaubliches Verhalten eines Hauswirths Sonnabend, den 26. d. M., vormittags 111 Uhr, unter dem Vorsitz auch in Mitleidenschaft gezogen wurden. Die Berliner Wehr brauchte Anklage gegen den Gastwirth und Hauseigenthümer Schwarz vor des Oberbürgermeisters Belle nochmals zu einer Sigung zusammen- nicht in Thätigkeit zu treten. Nachmittags 1 Uhr entstand Forster der II. Straffammer des Landgerichts I. zur Sprache. Der Angeklagte treten, in welcher Bürgermeister Kirschner über die Mitte Februar ftraße 36 noch ein unbedeutender Zimmerbrand, der schnell ab- hatte den Schuhmacher Wiltniß als Hausreiniger bestellt und dieses Jahres stattgehabte Bertheilung von 200 000 m. sowie über gelöscht werden konnte. die Vorschläge zur Vertheilung des Restbetrages( ca. 50 000 m.) Beihm eine fleine Wohnung in seinem Hause Elbingerstr. 26 ein richt erstatten wird. geräumt. Es tam zwischen beiden zu Mißhelligkeiten; der Angeklagte verlangte die Räumung der Ju der Angelegenheit des Oberfaktors Grünenthal wird Wohnung zum polizeilich gemeldet: Die Wittwe Eng, geborene Suckow, welche wegen den 22. d. M., mittags 1 Uhr, verließ die acht Jahre alte Schülerin 1. April Anrecht auf die Wohnung zu haben. Ein achtjähriges Mädchen verschwunden. Am Dienstag, 1. März, Wilfuiß glaubte auf grund seines Vertrages bis zum Um den läftigen schwerer Kuppelei und Beihilfe zum Münzverbrechen eingeliefert und Hertha Rebse in Bankow die Schule und ist bis jetzt noch nicht in Miether los zu werden, machte der Angeklagte am 1. März furzen vom Richter wieder entlassen war, ist auf telephonisches Ersuchen die elterliche Wohnung zurückgekehrt. Es wird vermuthet, daß ihr Prozeß. Als Wiltniß sich auf einem Geschäftsgange befand, ließ sich des Untersuchungsrichters gestern Abend um 94 Uhr wiederum zur ein Unglück passirt oder ein Leid angethan ist. Bekleidet war das der Hauswirth unter dem Vorgeben, daß die Thüren Haft gebracht und heute Vormittag dem Untersuchungsgefängniß Mädchen mit einem Hemd mit„ H" gezeichnet, weißer Nachtjacke, zu repariren feien, von den Kindern des Wilkniß den zugeführt worden. Unterbeinkleidern, rothem Unterrock mit rother Weste, rothbraunem Butritt aur Wohnung frei geben, hob dann ein= Grünenthal leugnet immer noch, die ihm zur Laft gelegten Kleid, heller Schürze, schwarzen Strümpfen, halben schwarzen Leder- fach die Thüre aus und brachte sie bei Seite. A13 Berbrechen begangen zu haben und behauptet nach wie vor, schuhen, schwarzem Wintermantel mit Krümmerbefaß und weißer. nach Hause kam, fand er feine Wohnung in diefer merkwürdigen daß er sein namhaftes Vermögen durch glückliche Börsenspekulationen Belzmüße. Hertha war gewonnen habe. Die vor dem Reichstag( abgegebene Erklärung des weißer Gesichtsfarbe und und groß von schlanker Figur, Verfassung vor; er ließ sich dadurch aber nicht ausräuchern, sondern hat rothblondes Haar; als be- hängte Zeug vor die Thüröffnungen und blieb wohnen. Am Staatssekretärs v. Podbielski, daß er durch Zufall in den Besis fonderes Kennzeichen: braunes Muttermal auf der Außenseite der 2. März erschien der Angeklagte mit vier handfesten Männern in der eines Schlüssels zu den Schränken, in welchen die für die Vernichrechten Hand. Es wird gebeten, etwaige Mittheilungen über Wohnung des Angeklagten und suchte ihn mit Gewalt zu entfernen. tung bestimmten Noten aufbewahrt wurden, gelangt sei, erklärt G. den Berbleib des Kindes den Eltern, den Gustav Rehfe'schen Ghe- Letterer hatte gerade zwei Feilen in seinen Händen und suchte damit als durchaus unzutreffend. Die Auffindung der Ziegel- Druckpresse leuten in Bautow, Florastr. 8 part., oder der nächsten Polizeibehörde die Hausfriedensbrecher zu entfernen. Er wurde jedoch in einem wüften hat ihn ebenfalls nicht aus seinem Gleichmuth gebracht. Er erklärt, zugehen zu laffen. Handgemenge überwunden und unter Püffen, Stößen und Faustschlägen daß er der Mutter des Fräulein Elly G., als diese noch ein Buch verlags- Bersandgeschäft hatte, eine fleine Handpresse versprochen trat vorgestern Abend dem Antrag ihres Etatsausschusses bei, das geklagte einen Schornsteinfegerstrick herbei, man fesselte damit dem Die Charlottenburger Stadtverordneten Versammlung die Treppe hinunter bis auf die Straße geschoben. Dort holte der Anhabe, damit sie im Hause zirkulare und Visitenkarten drucken könne. Schulgeld der städtischen höheren Schulen zu erhöhen. In den fich lebhaft wehrenden W. die Hände auf dem Rücken und mißDiese Presse war in der früheren Wohnung verpackt zurückgeblieben Gymnasialklassen des Realgymnafiums und der Reformschule, den bandelte ihn noch weiter aufs heftigste. Die Theilnehmer an dieser und follte in die damalige Wohnung der Mutter des Frl. Elly G. oberen Klassen der Oberrealschule und der höheren Mädchenschule Szene find f. 3. vom Schöffengericht verurtheilt worden. Schwarz in der Potsdamerstraße gebracht werden. Beim Auspacken ist soll dasselbe von 100 auf 120 m., in den Vorschulklassen des Real- war mit der überaus milden Geldstrafe von 60 M. davongekommen, die Preffe zerschlagen worden. Er, Grünenthal, habe seiner gymnasiums und der Reformschule sowie den unteren Klaffen der er fühlte sich aber auch hierdurch noch beschwert und legte Berufung früheren Wirthiu gefagt, fie folle die defekte Presse als altes höheren Mädchenschule von 72 auf 100 m. erhöht werden. In den ein, die gestern vor der zweiten Strafkammer verworfen wurde. Der Eisen verkaufen. Warum sie es nicht gethan, wiffe er nicht. Wie mittleren und den Vorschulklassen der Oberrealschule beließ es die Vorsitzende drückte sein Erstaunen darüber aus, daß bei dieser Sachnoch mitgetheilt wird, hat Grünenthal besonders dem Bankhause Versammlung bei den alten Säßen von 80 und 72 M. 10 pet. foll lage, die eine Auflage wegen Röthigung rechtfertigen würde, der von Gumpert u. Philipp in der Charlottenstraße seine Drores er überall für Freistellen abgesetzt werden. Bürgermeister Matting gab Angeklagte es noch für empfehlenswerth erachtet habe, Berufung theilt. Er führte sich dort unter dem Namen E. Wellhöner ein, der namens des Magistrats die Erklärung ab, daß dieser dem Beschlusse einzulegen. in der Prinzenstr. 36 als Vertreter auswärtiger Häuser wohnhaft auf keinen Fall beitreten würde. ist. Auf diesen Namen erkundigten sich auch die Bantiers und er hielten eine günstige Auskunft. Interessant wäre es zu wissen, ob Grünenthal mit Wellhöner in irgend einer Verbindung gestanden, Grünenthal mit Wellhöner in irgend einer Verbindung gestanden, oder ob er einfach den Namen dieses Herrn mißbraucht hat. Das Berl. Tagebl." meldet, daß die Polizei ihre Recherchen, die sie bei hiesigen Bankiers in der Affäre Grünenthal anstellte, auch auf einen Jugenieur Namens Stempel in Südende erstreckte. Ob dies derselbe Herr ist, der wegen der kürzlich gemeldeten Stadtbahnprügelei flüchtig ward, steht dahin. Die Polizei warnt vor einem Inferatenagenten, der unter den Namen von der Planit, Basedow und Bodeker seit einem Jahre die Verleger von Wigblättern und Fachzeitschriften durch Uebergabe gefälschter oder fingirter Inseratenaufträge brandschaßt. Die Eröffnung der elektrischen Straßenbahnlinie Gesundbrunnen- Kreuzberg via Morigplatz ist nunmehr definitiv auf den 1. Mai festgesetzt. = Gegen Vorstand und Liquidatoren der verkrachten Genossenschaft, barlottenburger Bürgerzeitung" ist jetzt der Berl. 3tg." zufolge von der Staatsanwaltschaft am Landgericht II auf Anweisung der Oberstaatsanwaltschaft anklage wegen unter bliebener Bilanzziehung erhoben worden. Die Geschädigten wollen sich hierbei nicht beruhigen, sie verlangen eine weitergehende Anklage, und zwar auch gegen den Aussichtsrath, dem verschiedene konservative Größen Charlottenburgs angehören. 4 " Gegen Herrn Dr. Bachler, den verantwortlichen Redakteur der Staatsbürger- Zeitung". hatte der Dr. jur. Beermann Strafantrag gestellt, weil er sich durch eine Bemerkung in der genannten Zeitung verlegt fühlte. Die Staatsbürger Zeitung" brachte in der fraglichen Nummer einen Bericht über den Nelly Kneb3- Prozeß, worin auch Herr Beermann als einer der vernommenen Sachverständigen erwähnt wurde. In einer Anmerkung wurde dann gesagt, Herr Dr. jur. Beermann stamme aus einer alten Pferdejuden und Roßtäuscher- Familie. Hierdurch fühlte sich Beermann beleidigt. Das Schöffengericht verurtheilte dann Herrn Bachler zu einer Geldstrafe von 400 M. und das Landgericht wies und„ Roßtäuscher" seien Schmähworte und enthielten eine grobe die Berufung des Angeklagten zurück. Die Ausdrücke Pferdejuden" Beleidigung. Redakteur Dr. Bachler legte beim Rammergericht Revision ein und machte geltend, daß die Notiz gegen sein Biffen und Der erste Haushaltsetat der nenen Stadt Schöneberg zeigt ein für die augenblickliche wirthschaftliche Lage des Ortes nicht sehr erfreuliches Bild. Er schließt in Einnahme und Ausgabe mit 490 494 m. gegen 3 478 544 M. im Vorjahre, d. h. um 1 011 949 M. höher als im letzteren ab. Bon den Ausgaben weist die höchsten Kosten der Schuletat auf. Willen in die Zeitung aufgenommen sei, und zwar von dem Redakteur Der Kampf der Kleinen gegen die Großen. Das erste Berger. Er habe diesem öfter gesagt, er solle nicht so schroffe Ausdrücke Unter sehr zahlreicher Betheiligung wurde am Donnerstag Berliner Genossenschafts- Waarenhaus soll einer Lofalforrespondenz gebrauchen. Die Anmerkung sei ihm nicht zu Gesicht gekommen, Nachmittag der Rektor der 5. Gemeindeschule und Leiter der fauf zufolge Mitte Mai d. J. in der Nähe des Alexanderplates eröffnet fonst hätte er dafür gesorgt, daß sie nicht in der Beitung abgedruckt männischen und gewerblichen Fortbildungsanstalt für Mädchen, werden. Es wird das erste Unternehmen der demnächst ins Leben werde. Der Straffenat hob gestern die Vorentscheidungen auf und Heinrich Patke, zu Grabe getragen. Viele Kranzspenden von tretenden Berliner Waarenhaus- und Bazar- Gesellschaft auf genoffen- wies die Sache zu nochmaliger Berhandlung in die Borinstanz Lehrern und Schülern der Fortbildungs-, wie der Gemeindeschulen schaftlicher Grundlage und ein Wettbewerb der kleinen und mittleren zurück. Von einer Wahrung berechtigter Intereffen könne allerdings lagen auf seinem Sarge, auch war ihm von Stadtverordneten, wie Ladeninhaber gegen die Großbazare und Versandtgeschäfte sein. Die nicht die Rede sein, indeffen hätten die Borinstanzen den§ 20 des von freisinnigen Vereinen ein pietätvolles Geleite gegeben worden. neue Art von Waarenhäusern soll aus Verkaufsanlagen zahlreicher Reichs Preßgefeges verlegt, indem sie von einer Beweisselbständiger Detailgeschäfte aller Geschäftszweige zusammengesetzt erhebung über die Behauptungen des Dr. Bachler Abstand genommen Durch eine Verfügung der Regierung zu Potsdam wird sein und den Käufern die gleichen Bequemlichkeiten und Vortheile hätten. Es müsse nachgeprüft werden, ob nicht etwa der Absatz II auf Antrag eines Thierschußvereins angeordnet, daß bei Hunde- vie die Bazare bieten. Ausstellungen das sogenannte Preisschliefen gegen Füchse und Dachse des§ 20 anzuwenden sei, denn danach sei der verantwortliche unter Ausschluß der Deffentlichkeit stattzufinden hat. Die Gemeindevertretung von Friedenau hat in ihrer Redakteur einer periodischen Druckschrift nur als häter au geftrigen außerordentlichen Sigung auf Befürwortung durch Land- bestrafen, wenn nicht durch besondere Umstände Ueber einen recht merkwürdigen Diebstahl auf der Stadtrath tubenraud) mit 8 gegen 7 Stimmen nach längerer Be- die Annahme feiner Thäterschaft ausgeschlossen bahn hat der Gärtner J. aus Charlottenburg Anzeige bei der Polizei fprechung beschlossen, den Umbau der Provinzialchauffee Schöneberg- werde. Das Landgericht hätte untersuchen müssen, ob nicht solche erstattet. J. hatte im Auftrage feines Chefs, eines Holzhändlers, Steglitz nach Maßgabe der Bedingungen des Kreistagsbeschlusses besonderen Umstände hier vorlägen, wie der Angeklagte behaupte. einen Betrag von 4500 M. dessen in Berlin wohnendem Bruder S. vom 20. März v. J. vorzunehmen. zu überbringen. Er fuhr mit der Stadtbahn vom Zoologischen Garten nach Bahnhof Friedrichstraße. Unterwegs will nun J. in dem Roupee, in dem sich noch ein Arbeiter befand, eingeschlafen fein. Als er auf dem Bahnhof Bellevue erwachte, habe er bemerkt, daß der Arbeiter und mit diesem die 4500 m. verschwunden seien. Diese Behauptung erschien der Polizei so merkwürdig, daß sie es vorzog, den Gärtner festzunehmen. Die fünf Opfer des Familiendramas in der Waldemarftraße, der Heizer Karl Bier und seine Frau und drei Kinder, wurden gestern, Donnerstag, Nachmittag auf dem Emmaus Friedhofe zu Rigdorf zur letzten Ruhe bestattet. Die Särge der Frau und der drei Kinder wurden zur Trauerfeier in der Leichenhalle vor dem Altar aufgebahrt, der Sarg des Mannes gleich an die Gruft getragen und bis nach Beendigung der Feier vor ihr aufgestellt. Am Grabgeleite betheiligten sich außer den Verwandten auch die Mit schülerinnen der getödteten Kinder, sowie zahlreiche Bekannte der Familie. Das Arbeitspersonal von Schwinger und Gräff hatte dem Manne wie der Frau Kränze gespendet. Großes Aufsehen erregt die Verhaftung des früheren Direktors der Luisenquelle Paul Moritz, der zuletzt Inhaber eines hiesigen Konfektionsgeschäftes gewesen ist. Gegen denselben ist, wie der Konfektionär" erfährt, Untersuchung wegen betrügerischen Bankrotts eingeleitet worden. Die Anzeige ist von einem Gläubiger aus gegangen, der 60 000 M. zu fordern hat. In der Maffe lagen 21/2 Prozent. Selbstmord. Borgestern Bormittag tödtete sich der Buchhändler Paul 2. in seiner Wohnung in der Königgrägerstraße durch einen Schuß in den Kopf. Geschäftliche Verluste scheinen die Veranlassung zum Selbstmorde gewefen zu fein, " Aus Brandenburg a. H. wird über die leichtfertige Vernichtung eines Menschenlebens dem Berl. Tagebl." berichtet: Ein mit Feldarbeiten beschäftigter Zuchthäusler wurde durch einen Schuß aus dem Gewehre des Aufsehers, der nach Krähen schoß, so getroffen, daß er sofort todt war. Ein zweiter Zuchthäusler wurde verlegt. Gerichts- Beifung. " Ein abschreckendes Sittenbild entrollte eine Anklage wegen Verbrechens gegen§ 173 St.-G.-B., welche die vierte Straftammer des Landgerichts I gestern gegen den Arbeiter August Rubick und dessen 20 jährige Tochter zu verhandeln hatte. Der Angeklagte, ein schon graubärtiger Mann, hat seinen Nachbarn Aergerniß dadurch bereitet, daß er wiederholt in Situationen betroffen wurde, die deutlich erkennen ließen, daß er seiner Tochter in unfittlicher Weise nachstellte. Die Beobachtungen der Hausbewohner haben dann uns umstößliche Beweise für diesen Berdacht sowie auch dafür erbracht, daß die Tochter, obgleich fie einen Bräutigam hatte, sich die Ver irrungen des Baters hat gefallen laffen. Der Gerichtshof verurtheilte den letzteren zu zwei Jahren Zuchthaus, die Tochter zu einem Jahr Gefängniß. Briefkasten der Redaktion. Die nächste juristische Sprechstunde findet am Sonnabend, den Wetter- Prognose für Freitag, 25. März 1898. Etwas fühler, zeitweise heiter, vielfach wolfig mit geringen Niederschlägen und, frischen nordöstlichen Winden. Auch ein Beitrag zur Keunzeichnung unserer Polizei zustände. Eine gestern in Moabit zur Verhandlung gelangte Anhatte eines Abends ein Renkontre mit einem Schuhmann gehabt und flagefache lieferte ein merkwürdiges Bild. Ein Berliner Bürger hatte darauf die Anzeige an das Polizeipräsidium gelangen lassen, der Schuhmann habe ihn unfittlich berührt und ihm unſittliche über den richtigen Eingang seiner Beschwerde, nämlich eine An- 26. d. M., von 6 hr abends it matt. Zumuthungen gemacht. Sehr bald erhielt er die Quittung H. F. Um den Beruf der Hebamme zu erlernen, müssen Sie fich flage wegen wissentlich falscher Anschuldigung. Als die Sache zunächst beim Bezirksphyfitus Schulz, Tempelhofer Ufer 29, melden. Diese nun gestern zur Verhandlung gelangte, verlangte der Vertheidiger, erste Meldung geschieht zum Zwecke einer Vorprüfung und Untersuchung. Rechtanwalt Morris die Feststellung, was denn eigentlich aus der Siernach haben Sie beim Polizeipräsidenten ein Gesuch um Ausbildung Beschwerde seines Klienten geworden sei; und da wurde denn fest- einzureichen. Sodann erhalten Sie Antwort, ob Sie zu dem regelmäßig gestellt, daß der Schuhmann von seiner vorgesetzten Behörde gar vom 1, Oftober bis 31. März in der Charitee stattfindenden Kursus an nicht einmal befragt worden ist, ob der Inhalt der genommen werden. Während Ihrer Ausbildung müssen Sie in der Charitee Beschwerde richtig oder falsch sei, letztere ist zur Erhebung der Au- wohnen. Die Kosten stellen sich für Wohnung, Berpflegung, Ausbildung und Instrumente auf etwa 300 M. Frauen über 30 Jahre werden nicht flage wegen falscher Anschuldigung brevi manu an die Staatsanwaltschaft gefchickt worden und diese ist ebenfalls ohne jedfchein. angenommen. Papiere: Ihr und Ihrer Kinder Geburtsschein, Heirathswe de Prüfung auf die Sache eingegangen. Der Vertheidiger F. 1. Derartige Unternehmungen beruhen meist auf Schwindel; oft führte daraufhin aus, daß eine solche Erledigung von Beschwerden genug locken sie dem Hilfesuchenden noch die letzten paar Pfennige aus in Deutschland bisher nicht üblich war und ordentliche Richter dies der Tasche. Theater. Das Schiller Theater beginnt heute mit der Aus: nicht billigen tönnen. Er beantragte, die Sache so lange aus: St. M. Nach der Post. gabe neuer Abonnementshefte für das fünf Borstellungen umfassende vierte zusetzen, bis eine Prüfung der Beschwerde auf ihre Begründung hin Quartal. Die genauen Abonnementsbedingungen find an allen Anschlag- erfolgt sei. Der Gerichtshof beschloß nach diesern Antrage. fäulen ersichtlich. Wiederholungen des dramatischen Gedichtes" Brand" von Henrit Jbsen sind für heute und morgen angesezt. Sonntag Abend geht Um die Tragweite des§ 153 der Gewerbe- Ordnung und das Wolzogen- Schumann'sche Lustspiel Die Kinder der Grzellenz" in um die Frage, ob die Bezeichnung Streitbrecher" eine Beleidigung Szene, An dem„ Goethe- Abend", den das Schiller- Theater im Bürger- darstelle, handelte es sich bei einer gestern vor der zweiten Straffaal des Rathhauses veranstaltet, wird Frau Niclas- Kempner mitwirten; fammer des Landgerichts I gegen den Stellmacher Baum verentschlief sanft nach langem, Begräbnissverein f. Frauen u. Mädchen. Am 23. d. M. früh 734 Uhr| Berliner Kranken- Unterstützungs- und sie hat den ganzen gesanglichen Theil übernommen. handelten Anklage wegen Bergehens gegen die Gewerbe- Ordnung schwerem Leiden meine innig Eine Feuersbrunft, bei der vier Personen gefährdet waren, und Beleidigung mittels der Presse. Der Angeklagte hatte als Mit- geliebte theure Gattin, unsere fuchte gestern, Donnerstag, Abend die Manufakturwaaren- Handlung glied der Agitationskommission der Stellmacher zum 12. Dezember liebe gute Schwester, Tante und von A. Conrad in der Wilmersdorferstr. 122/128, Ecke der Goethe- eine öffentliche Versammlung der Stellmacher einberufen und die Grosstante straße, zu Charlottenburg heim. Wie es ausgekommen ist, fieht gedruckte Einladung dazu in die verschiedenen Werkstätten gesandt. Elise Stolle Ihr uneigennüßiger Charakter, wie noch nicht fest, wahrscheinlich sind Sachen im Schaufenster dem Licht Außer der Mittheilung der Tagesordnung enthielt die gebruckte ihre langjährige Thätigkeit als Vorzu nabe gekommen. Das Feuer griff so rasch um sich, daß, als Einladung auch noch die Mittheilung, daß in der Kohlhardt'schen Stellgeb. Schwarz standsmitglied u. Zahlstelleninhaberin kurz nach dem Ausbruch die Wehr um 7 Uhr auf der Brandstelle macherei wegen Verkürzung des Arbeitslohnes und Verlängerung der im beinahe vollendeten 50.Lebens- sichern der Verstorbenen ein bleibendes erschien, nicht nur der Laden, sondern auch das Treppen- Arbeitszeit mehrere Arbeiter die Arbeit niedergelegt hätten und daß jahre. Dies zeigt tiefbetrübt an, Beerdigung Sonntag, haus schon vollständig verqualmt war. Um dem Rauch Abzug zu die Wertstätte bis auf weiteres gesperrt sei. Gleichzeitig wurden mit der Bitte um stilles Beileid 27. März, 5 Uhr, auf dem neuen verschaffen, schlug die Wehr die Schaufensterscheibe ein und trat die Namen mehrerer Stellmachergesellen als Streitbrecher der im Namen der Hinterbliebenen Thomas- Kirchhof, Hermannstr. Um Franz Stolle. zahlreiche Betheiligung ersucht dann von hier aus dem Feuer entgegen. Aus der Pförtnerloge Gefellenschaft zur Kenntniß gebracht. Rechtsanwalt Heine beDer Vorstand. mußten zwei Kinder Erich und Willy des Pförtners Schulz stritt, daß in diefer Mittheilung die Absicht einer Beleidigung zu Die Beerdigung findet am SonnDanksagung. von Wehrleuten herausgeholt und ins Freie getragen worden. erkennen sei. Die Bezeichnung als Streitbrecher sei ein terminus tag, den 27. März, nachm. 5 Uhr, von der Leichenhalle des Thomas- Für die herzliche Theilnahme und In den oberen Stockwerken geriethen einige Bewohner in technicus für alle diejenigen, die sich einer Lohnbewegung nicht Kirchhofs in Rixdorf, Hermann- franzspende bei der Beerdigung meines große Aufregung und Angst. Unvorsichtiger Weise hatte anschließen. Im vorliegenden Falle tönne aber auch der§ 153 der strasse, aus auf dem neuen lieben Mannes, des Schriftgicßers man mehrfach die Flurthüren geöffnet, so daß der Qualm Gewerbe- Ordnung nicht Anwendung finden, da eine Verabredung" Thomas- Kirchhof statt. Georg Kühne, auch in die Wohnungen eindringen fonnte sage ich allen Verwandten, Freunden und die Lage zur Erlangung günstigerer" Lohnbedingungen gar nicht vorliege. Danksagung. und Bekannten meinen herzlichsten noch gefährlicher erscheinen ließ als sie war. Eine alter Herr Schulz, Im Gegentheil hätten sich nur einzelne der Arbeiter geweigert, Für die Beweise herzlicher Theil Dant. [ 2542b der auf die Treppe herausgefommen war, schluckte so viel Rauch, zu plößlich verschlechterten Arbeitsbedingungen weiter nahme bei der Beerdigung meines Frau Emilie Kühne. daß er ohnmächtig wurde und von dem Feldwebel Arlt aus dem zu arbeiten. Dies reiche nach einem Erkenntniß des Kammergerichts lieben Bruders Adolf Lehmann dritten Stock hinabgetragen werden mußte. Ich spreche hiermit allen Freunden Ebenso erging es dem nicht aus, um eine Grundlage für die Anwendung des§ 153 zu sage ich auf diesem Wege dem FachKaufmann Stock, der über dem Boden wohnt. Alle vier Personen bilden, er behaupte auch, daß im vorliegenden Falle gar kein Streit verein der Musit- Juftrumentenarbeiter, und Bekannten, die meinem lieben exholten sich im Freien sehr bald wieder und scheinen ohne stattgefunden, sondern nur eine Anzahl von Arbeitern sich geweigert den Kollegen der Firma Ad. Lehmann Wanne die lezte Ehre erwiesen haben, ernstlichen Schaden davongekommen zu sein. Das Feuer, das babe, zu neuen verschlechterten Lohnbedingungen weiter zu arbeiten.. Comp., der Firma W. Hilfe Nachf., meinen herzl. Dant aus. Wwe. Poser. einen Schaden von etwa 10 000 M. aurichtete, war nach dreiviertel. Der Staatsanwalt meinte, daß das Bestreben, die alten Lohn Bekannten meinen innigsten Dank. fowie allen Genossen, Freunden und Naturbutter 10. o., B. 5,75 ftündiger Arbeit bewältigt; ebenso viel Zeit nahmen dann noch die bedingungen beizubehalten, dem Streben nach Erlangung günstigerer" Im Auftrage der Hinterbliebenen Aufräumungsarbeiten in Anspruch. Arbeitsbedingungen gleichkomme; der Gerichtshof hielt jedoch eine 25496] Franz Lehmann. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. " Am 23. März verstarb im Alter von [ 60/4 50 Jahren das Mitglied Frau Elise Stolle. Andenken. Mart. Bienenhonig 3,80 M. Joczes Nr. 1. Probuznu. Galizien. 1208b Ur. 71. 15. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Versammlungen. Der Arbeiter Bildungsverein für Friedrichsfelde hielt am Sonntag, den 20. März, feine regelmäßige Versammlung ab, in der Genosse Dupont einen Vortrag über die Landgemeinde Ordnung hielt. Zum Schluß machte der Vorsitzende bekannt, daß die Verfammlungen im Sommer an jedem Donnerstag nach dem 15. jeden Monats in den Abendstunden stattfinden. Freitag, 25. März 1898. An die Vorstände sämmtlicher Wahlvereine, Gewerkliche Ersuchen, sobald wie möglich das nachstehende Formular der fchaften, Krankenkaffen, geselligen Arbeitervereine, Diskutir 2otalrebattion des Vorwärts", Beuthstraße 2, ausgefüät klubs 2c. in Berlin und der Umgegend richten wir das freund. zuzusenden. Name des Vereins: Arbeiter- Bildungsschule. Inselfie. 10, v. 2. Tr. Die Unter Bentralsit: richts Kurse im nächsten Quartal beginnen am Montag, den 18. April, in National Detonomie( Grundbegriffe der Nationalökonomie) Dr. Conr. Schmidt; am Mittwoch, den 20. April, in Rede Adresse des Ortsvorsitzenden: Uebung( Referate und Diskussion über gewerkschaftliche Fragen) Schrift: steller Richard Calwer; am Freitag, den 22. April in NaturErkenntniß( Entwickelung der Idee über Entstehung und Zusammen: Adresse des Ortskassirers: fegung des Weltgebäudes) Dr. B. Borchardt. Die Bibliothet ist jeden Montag, Mittwoch und Freitag( außer an Feiertagen) abends von Ort: 8-9 Uhr geöffnet. Mitgliedsbeitrag monatlich 25 Bf., Kursus( 10 Abende) Adresse der Vertrauensperson am 1 M. pro Fach. Theilnehmer werden aufgenommen in der Schule und in folgenden Stellen: Gottfr. Schulz, Admiralstr. 40a; Reul, Barnimstrr. 42; Schiller, Rosenthalerstr. 57; Gleinert, Müllerstr. 7a, und in den Sonntags: Bersammlungen. Vorsitzender: Paul Mit de jr., SO., Manteuffelstr. 128; Kassirer: H. Königs, S., Dieffenbachstr. 30. Adresse des Verkehrs oder Versammlungslokals: Berliner Arbeitervertreter Verein tagt jeden Dienstag nach dem Adresse des Arbeitsnachweises: ersten im Monat bei Buste, Grenadierstr. 33, abends 8½ Uhr. Unent: geltlicher Rath wird ertheilt: Im Norden Berlins: Für Unfall, Invaliditäts- und Alters: Adresse der Herberge: versicherung abends von 7-9 Uhr: A. Dachne, Demminerstr. 36, v. 3 Tr. R. Gutheit, Wiesenstr. 29a, von 8-9 Uhr abends. F. Pieschel, Gartenstr. 55, v. 2 Tr. G. Simanowski, Gartenstr. 78, Portal 2, 2 Tr. M. Stuhlmann, Oderbergerstr. 37, 4 Tr., von 6-9 Uhr abends. Adressen der Zahlstellen, RaffenR. Tamm, Hussitenstr. 6, von 8-9 Uhr abends. A. Voigt, Wiesen: straße 41/42. E. Warnst, Kolbergerstr. 7, von 6-7 Uhr abends. Nur für Jupaliditäts- und Altersversicherung: F. Blume, Streligerstr. 58. B. Reimann, Bellermannstr. 83. F. Trapp, Schulstr. 59, von 7 bis 8 Uhr abends. W. Mohs, Swinemünderstr. 64, vorn linker Aufgang. Nur für Unfallversicherung: J. Krause, Gartenstr. 13. Im Osten: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: E. Bader, Gr. Frankfurterfir. 34, v. 4 Tr. Im Süd- Osten: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: Schalthoff, Michaelkirchstr. 18. Im Süden: Für Unfall, Invaliditäts: und Altersversicherung: F. Stügelmaier, Grimmstr. 39. Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: B. Keller, Rirdorf, Banierstr. 58, of part. Jin Süd Westen: Nur für Unfallversicherung: G. Hänel, Solmsstr. 44. Im Nord Westen: Nur für Unfallversicherung: J. Krause, Wilsnackerstr. 19. M. Stephan, Lessingstr. 34. = lokale oder Filialen am Ort: An welchen Tagesstunden sind die Bureaus geöffnet? Wann n. wie oft im Monat finden die regelmäß. Versamml. statt? Mitgliederzahl am Drt: Im Zentrum: Nur f. Unfallversicherung: E. Löffler, Klosterstr. 91. Sonstige Mittheilungen: o Bei fämmtlichen vorgenannten Personen, bei denen hier keine Sprechzeit angegeben, ist dieselbe Wochentags von 7-9 Uhr. Herren- Anzüge p. 36, Baletots v. 30 W. fert. 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Hierauf weist eine große Anzahl von Zeugnissen Gefündigt gegen unseren Magen wird häufig durch ganz falsche Er richtige Wahl der Speisen in Frage. Zunächst soll man dem geschwächten hin, unter anderen folgendes: Sprottau, den 23. Juni 1896. Wegen eines sehr ernsten Magenübels nährung. Der Magen verlangt doch Echonung, dagegen feiner schont Magen leicht verdauliche Eiweißnahrung, doch nur in mäßigen Mengen zu feinen Magen. Er wird vielmehr oft täglich mit schwerverdaulichen Speisen führen. Denn die Eiweißstoffe forgen in erster Linie für einen richtigen unterzog ich mich einer längeren Nutrol- Kur und kann zur Ehre der Firma überladen, daneben muß er folosiale Mengen scharfer Getränke auf sich Stoffwechsel und haben einen hohen Nährwerth, doch darf man nicht eiweiß: Klewe u. Co. bestätigen, daß alles das, was in der Broschüre über die günstigen Ereinwirken lassen. Auch auf die Temperatur der Speisen wird nicht geachtet; reiche Speisen allein bevorzugen, denn es sind zur richtigen Ernährung auch folge dieses Präparates angezeigt ist, bei meinem Leiden eintraf. Die schwache einerseits werden häufig viel zu heiße Suppen genossen, andererseits trinft Substanzen wie Fett, Kohlenhydrate, Stärkemehi, Nährsalze 2c. nöthig. Ein Verdauung, welche mir nach eingenommener Mittagsmahlzeit meist große nian ohne Bedenken große Mengen falten Bieres und dergl. Auch eine Theil dieser Stoffe fann gar nicht und hat auch nicht den Zweck, selbst zu Beschwerden verursachte, ist annähernd normal. Der arbeitsmüde Magen, der geregelte Eßzeit wird nie inne gehalten, bald muß der Magen fast den ernähren, sondern befördert nur die Verdauung der anderen Stoffe. Richtig durch das Nutrol eine längere wirksame Unterstützung bei seiner Funktion ganzen Tag hungern und wird dann abends mit einem übermäßigen gewählte, gemischte Nahrung ist daher für den Menschen die beste Straftquelle. erfuhr, ist wieder gekräftigt und bekundet dies durch andauernden Appetit. Quantum Nahrung überfüllt. Bald läßt man dem Magen von früh bis hierher gehört: zartes Fleisch, Fisch, Geflügel, ferner Weinsuppen, Eier, Selbstverständlich stellen sich auch die Zeichen einer normalen Verdauung, abends spät fast gar keine Ruhepause. Kurz, von Jugend auf bemüht sich Milch und leichte Mehlspeisen, auch etwas grünes Gemüse und dergl. Zum gesunde Gesichtsfarbe, Zunahme des Körpergewichtes und der Körperfräfte fast jeder, den Magen so arg wie möglich zu strapaziren und seine Leistungs: Zweck der möglichst vollendeten Ausnugung nimmt man die Speifen fein zer: sowie allgemeines Wohlbefinden, wieder ein. Da das Präparat in der fähigkeit zu mißbrauchen. Die bösen Folgen solchen Vorgehens bleiben theilt; das Fleisch gewiegt, geschabt und gebraten; die Eier gequirlt oder weich vorgeschriebenen Mischung noch den Vortheil eines angenehmen und erfrischenden Geträufes bietet, so fann ich es meinen leidenden Mitmenschen nicht aus. Früher oder später versagt der Magen. Es stellen sich Krant: gekocht. Vor allem dürfen nur kleine Mengen, aber öfters gegessen werden. heiten der Verdauung ein, Berdauungsschwäche, Dyspepsie, Magen- und Wer sich nach diesen Regeln richtet, wird bald wieder einen gesunden Magen auf das wärmste empfehlen, die gleich mir vor den magenstärkenden Mitteln Darmkatarrh; dabei magert der Körper ab und schweres Siechthum ist die bekommen und sein Kraftzustand wird gebeffert. Leider ist in vielen Fällen, einen gewissen Etel haben. Aug. Scholz, Hauptlehrer a. D. Folge. Nun heißt es: Ach mein schwacher Magen! Wenn er nur wieder wo Verdauungsschwäche vorliegt, der schlecht gewordene Magensaft durch 8ufammensetzung. Jeder Eklöffel voll Nutrol enthält ungefähr gesund würde!- Man furirt auch oft in ganz falscher Weise darauf los; einfache Diät trotz aller Mühe nicht wieder richtig wirksam zu machen. In Es enthält die Bestand: 7,2 g Dertrose, 6,25 g Maltoje, 1,56 g Dertrin, 0,056 g Salzsäure, chemisch schließlich, wenn sehr häufig sich. Magenschmerzen einstellen, wird solchem Falle ist Nutrol von bedeutendem Nußen. ein Arzt befragt, doch auch dieser hat fein Wunder zur Hand theile des Magensaftes, die eiweißverdauenden Fermente Bromelin und rein, 0,031 g Dialysirtes Pepfin, 0,031 g Bromelin( ein Verdauungsferment und giebt nur strenge Ernährungsmaßregeln. Er sagt zu dem Magen: Bepfin, daneben Salzsäure und leicht resorbirbare Kohlenhydrate. Mittels aus der Ananasfrucht gewonnen). Nufrol ist dem freien Verkehr übergeben franten: Sie müffen recht diät leben! Was ist nun eine diäte Lebensweise? dieser Stoffe vermag Nutrol die Speisen zu verdauen und nimmt so dem und ist zum Preise von 3 Mark in allen Apotheken, Droguenhandlungeik Vor allem müssen die schon oben erwähnten Fehler der Ernährung ver- Magen die Arbeit ab, dieser erholt sich dabei und bekommt dann seine alte und befferen Nahrungsmittelgeschäften zu haben. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Thraker. Freitag, den 25. März. Opernhaus. Bar und Zimmermann. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Königstinder. An fang 7 Uhr. Urania Budapester Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vormittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr Wissenschaftliches Theater. Invalidenstr. No. 57-62. Täglich abends 7 Uhr: Ausstellungs- Saal und Vorträge. Näheres die Tagesanschläge. Deutsches. Hedda Gabler. Anfang Passage- Panopticum. 71 11hr. Leffing. Im weißen Nöß't. Anfang 71% 11r. Berliner. Abschied. Anfang 7 1hr. Residenz. Seit Trict. Vorher: Sascha. Anfang 7 Uhr. Neues. Spiritismus. Anf. 71% 11hr. Goethe. Die Kinder der Excellenz. Anfang 7 Uhr. Thalia. Geschlossen. Schiller. Brand. Anfang 8 11hr. Unter den Linden. Der Opernball. Anfang 7 1hr. Central. Die Tugendfalle. Anfang 7 Uhr. Luisen. Die Stüße der Hausfrau. Anfang 8 11hr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die fleinen Vagabunden. Anfang S 11hr. Alexanderplatz. Verlorene Mädchen. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. 8 Uhr. Deborah. Anfang Ostend. Unter der Polarsonne. Anfeitg 8 Uhr. Urania. Taubenstrasse 48-49. Naturkundl. Ausstellung v. 10 Uhr vormittags ab. Abends 8 Uhr Wissenschaftl. Theater. Invalidenstraje 57/62. Täglich ( außer Sonntags und Mittwochs) abends 8 Uhr: Wissenschaftliche Vorträge. = Pajsage Panoptikum. Berliner Nachtleben. American. Spezialitäten. Anfang 8 Uhr. Reichshallen. Spezialitäten. An: fang 73 Uhr. Apollo. Spezialitäten. Anf. 71% 11he. Feen- Palast. Ethnographische Ausstellung. 2 Vorletzte Woche! 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Toni Klein: Anna Müller- Bincke. Sonnabend: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, nachmittags 3 11hr: Bolts Vorstellung. Regie: J. Türk. Wilhelm Tell. Billets à 60 Pf. in den befannten Berkaufsstellen. Apollo- Theater. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glick. RennProgram m. Internat. Sportsaison Jockey- Hinderniss- Reiten. Engl. Ringelstechen Damen- Wettlaufen Amerik. Dreibeinlaufen Rad- Wettfahren Damen- Tauziehen Deutschland geg. England jeden Abend bis zur Entscheidung in Bolossy Kiralfy's Konstantinopel Neues OlympiaRiesen- Theater ( Circus Renz) Karlstrasse The jolly british girls und das neue MärzSpezialitäten- Programm. Anfang 8 Uhr. Beginn d. Rennen 834 Uhr. Sonntag 2 Vorstellungen. Nachm. 1 Kind frei. Volks- Theater im Welt- Restaurant 97. Dresdener Straße 97. Unser modernes Berlin. Boltsstück mit Gesang in 4 Bildern von B. Ely. Hauptrollen: Ella Richter. Robert Dill. Grete Gaston!. Rudolf Schauss. Klara Hayn. Otto Wendt. Im vorderen Saale: Tyroler Sänger Alois Ebner. Freitag, den 1. April: Benefiz Rudolf Schauss. Anfang: adhentags 7% 11r. Sonnings 6 hr. Schluss der Saison 6. April. Emilia Persico Cirens Busch Ida Heath. Fischer& Wacker. Signor Salerno. Bonhaire Troupe ( Bahnhof Börse). Freitag, den 25. März 1898, abends 7 Uhr: Gr. brillante Vorstellung. 12 Fuchshengste, neu dress. u. vor: geführt vom Dir. Busch. Außerdem: Bros. Taylor it. threm Orig. Aft. Der itelt dreff. Elephant, höchft tom. Inter: mezzo. Die hohe Schule mit Pferd und Sund, ger. v. Monte. Doré. Auf treten des beliebten Schulretters Herrn Foottit- Burghardt, sowie alle neu Kasseneröffnung 012, Anf. 7 Uhr. engagirten Reitfünftt. und Künstler, als auch Klowns und Augufte. Zaragoza. Orig. Manège- Schauft. d. Circus Busch. Besonders hervorzuheben: Die weibl. Fanfarenbläser. Der Sturz von der etc. etc. etc. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Gr. Extra- Theatervorstellung Die Erbschleicherin oder: Unser Sabinchen. Schwank in 4 Aften von E. Paul. 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Direktion: Richard Winkler. Sensationelles Riesen Programmt. Miss Ada Risson, schönste Tauben: Rönigin. Mr. Alexander Selino, der Mann mit der eisernen Hand. Das Am Montag, den 28. März, abends 9 1hr, im Grand Hôtel größte Wunder der Welt! Theodor Silling, Parforce Turner am festen Red. Neu! Neu! Achtung, Kupferschmiede! Die Regimentsnummer Boffe mit Gefang v. M. Reichardt. Das Neuefte vom Nenent. Lebende Photographien Anfang: ochentags 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Alexanderplatz( Gingang Königstraße, Portal II): Gr. öffentliche Versammlung 99/8 Tages Ordnung: 1. Situationsbericht über unsere Lohnbewegung. 2. Verschiedenes. Die Lohnkommission. Verband der Sattler und Tapezirer. Verwaltungsstelle Berlin I. Entree 30 Pt. Am Sonnabend, den 26. März, abends 9 Uhr, im Englischen Die für den Feen- Palast ausgegebenen Ehren- u. Freifarten haben Giltigkeit. Feen- Palast Burgstrasse 22. Wiener Zoologisch. Garten Aschanti- Dorf Javaner- Dorf Geöffnet von 11-10 Uhr. Vorstellungen allstündlich 2-9. 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