Nr. 2. Diele Zeilun» erlchri»! drei Mal «icheatli». und zwar: Dieakaq». MoauerstagS n.«oaaadeu»» HiciUt. «»onnmenteiVraU' (fit BetUn t-cl. Briagerlehi, viertel- tfihrNch pränumera-d» 1?V, Sar.,«». o«litS»'/f 6ac., ein,«lue Rmnauva J*1'!»ei den Postämlern in Breuyen « Sgr., bei den außerprenfi. Postin» tern w Lenischland ilndfaBt 16 vtz. (66«r-n,er fidd. Sä»,.) Berkn, Mittwoch, den 7. Januar 1874. 4. Jahrgang. Neuer Sfiliit-Vemkrilt. Eigeuchum de? Allgemeinen deutschen Arbeiter- Lcrcin?. Medaltien n. ikepediitoi Berlin. Dre»drn erfiraße Nr.«6. Beßillunzen werde» digeu Treibens die Arbeiter immer mehr unserer Partei zuströmen, einmal von Ekel erfüllt gegen die Schmäher und Lerläumder und dann gerade, weil sie von den Schmähungen unserer Gegner überzeugt werden, daß unsere Partei die Partei der Wahrheit und des Rrchte«, die Partei des Volkes ist. Unsere Erfolge zeigen unsere Kraft, die in unse- re: Organisation und Eioizkcit liegt. Man wird auch fernerhin versuchen, unS diesel« ben zu rauben, die Organisation von Seiten der Machthaber, die Einigkeit von Schein- und Halb- socialisten— doch werden sie ebensowenig, wie bis- her, bei den Arbeitern Erfolge erzielen. Die Laffalle'schcn Ideen haben Wurzel geschlagen schon bei allzuvielen Arbeitern, als daß man sie wie- der ausrotten könnte. Die Einigkeit wird durch die gleichen Ideen für immer befestigt und die äußere Organisation— sollte sie von den Machthabern einfach zerstört werden— lebt in anderen Formen wieder auf und wird dadurch die Partei des Allg. deutsch. Arb.-BereivS zu immer größerer Blüthe bringen. Patteigeuoffen, deshalb kämpft immer rüstig wei- ter für da« Parteiorgan; dasselbe ist in allen Gefah- ren unser bester Mitstreiter, eS ist aber Zugleich auch da« einigende Band, welche« uns für und für zu- fammenhält. Der Zuwachs von 3000 Abonnenten in dieser Zeit der ArbeitSnoth giebt unS aber auch die Berechtigung, zu glauben, daß am 10. Januar bei ernstem Willen und großer Thätigkeit unsere Partei einen bedeuten- den Wahlsteg erfechten wird. Armuth schändet nicht! Diese» AnSdruck hört man so oft— Armuth schändet nicht, wenn der Mensch nur brav und red. Nch ist. Nun, in unseren Augen schändet die Armuth allerdings nicht; aber wenn man auf die anderen Par- teicn b.idt unb selbst auf die Gesetzgebung, welche unter der Xeglbe der GeldsackSparteien zu Stande ge- kommen ist, so ist der Ausdruck wahrlich nur eine leere Phrase. Das Wahlgesetz zum d-ntschen Reiche hat eine große Anzahl Mängel, auf welche oft genug und zuletzt noch in dem„Programm der Arbeiterpartei" hingewiesen ist, große Mängel von großer politischer Bedeutung. Doch einen Mangel haben wir noch weniger in'S Auge gesaßt, der auch nicht von untergeordneter Bedeutung ist. Das Wahlgesetz bestimmt nämlich, daß Personen, über deren Vermögen der KonkurSzustand eröffnet worden ist, oder Personen, welche eine Armenunter- stutzung aus öffentlichen Mitteln beziehen oder im letzten der Wahl vorhergegangenen Jahre bezogen haben, von der Berechtigung zur Wohl ausgeschlossen sind. Ohne sein Verschulden, ja durch da« Verschulden Anderer, nämlich der„Gründer' und Aktionäre kommt es oft genug vor, daß ein Bürger oder kleiner Bauer in KonkurSzustand gcräth; er ist arm geworden und darf nicht wählen.— Schändet hier die Armuth nicht, da ste das höchste Recht der Staatsbürger auS- schließt? Der reiche„Gründer" und Aktionär, der nach- weislich den Konkurs verschuldet hat, darf wählen und kann auch in den Reichstag gewählt«erden; der unglückliche arm gewordene Bettogeue hingegen ist seine« Rechtes oerlustig geworden! Uad nun gar noch der Arbeiter, welcher durch eine ganz unverschuldete KristS brodloS geworden ist auf längere Zeit und dann, da er bungcrndc Kinder hat, nur für die Dauer der Arbeitslosigkeit Armenunterstüyung auS öffentlichen Mitteln erhalten hat, der schon seit fast einem Jahre wieder fleißig arbeitet, er ist seines Wahlrechtes verlustig! Diejenigen aber, welche durch ihre Geldgier, durch ihre Sucht, durch ihr Haschen nach immer größeren Reichthümern daS Unglück d:S Arbeiters verschuldet haben— ste können wählen, sie können in den Reichs- tag gewählt werden, um für neue Gesetze, die drm Kapital günstig, der Arbeit verderblich sind, eiuzu- treten, während der durch sie in'S Elend gebrachte Arbeiter durch die Arme»Unterstützung seines Rechtes verlustig wurde. Klingt das Sprüchwort nun nicht wie krasser Hohn: „Armuth schände� nich:!' Politische Ileberficht Berlin, 6. Januar. Die alte Sceschlange von einer Lnczu�te(amt- licht Untersuchung) über die sociale Frage, welche in �Deutschland durch den Äeichskanzler veranlaßt werden soll, ist wieder einmal aufgetauwt. Die So- cialgeseygebung deS Reiches soll einer Revision un- terzogen und verschiedene GcsetzcSvorlageu auSgear- bettet werden.— Sollte die Seeschlange diesmal Fleisch und Knochen annehmen, so wir) eine LnczuKts, von welcher die Socialisten sicherlich ausgeschlossen werden, für dag arbeitende Volk auch nicht von dem geringsten Ruhen sein; eS liegt vielmehr die Vermu- thung sehr nahe, daß die kleinen Bortheile, welche die Arbeiter durch die Koalitionsfreiheit»c. erhalten haben, ihnen wieder verkümmert werden sollen. Die socialistische Bewegung in England drängt sich mit Mackt in den Vordergrund der öffent- lichen Interessen. Eine der Hauptforderungen der Arbeiter ist auf die Abschaffung der sogenannten „crirniiial amendrnent actu, des Gesetzes, welches die Propaganda der Strikevereine unter den noch nickt koalifirten Arbeitermassen einschränkt, gerichtet. Wir wollen hierüber einzelne Notizen der„Wiener Presse., entlehnen, welche hierüber einen eingehenden Artikel bringt. Eine Reihe von parlamentarischen Kommissionen und ComitdS hat zu dem Resultate geführt, daß die Massen nicht vrganistrt sind, und daß es bloS geringe Abeitergruppen giebt, deren Agitation mehr oder weniger diese Massen mit sich zieht. Die Grsammtzahl der Mitglieder der TradeS UnionS beläuft sich nicht ganz auf Vi Millionen, während eS drei Millionen Arbeiter giebt, welche kci- ncr Union angehören. Die Ansprüche der Arbeiter in England sind bisher ausschließlich von TradeS Unionisten ausgegangen, die Unionisten allein nöthig- ten ihre Meiller durch Strikes zu allen jenen Kon- Zessionen, welche die Stellung der Arbeiter um so viel besser machten, als sie vor der Bildung der Union gewesen. Die Nicht-Unionisten haben von dem Re- sultate der StrikeS den Nutzen gezogen, ohne durch wöchentliche Geldbeiträge und andere Opfer und Ge- fahren sich an der Union betheiliat zu haben. Das Parlament nahm daher im vorigen Jahre ein Gesetz an, daS den Zweck hat, die Propaganda der Unionisten unter den Nicht-Unionisten?!rhindcrn. Dieses Gesetz heißt die„eriiniual amendement act", nnd nie zuvor ist ein Souverän mit solcher Borsicht i» allen seinen Bewegungen vor Gefahren geschützt«or- den, als diese Akte die Nicht-Unionistm vor de» Tra- deS Union« beschützt. Es giebt natürlich zahllose Gesetze, welche einen Mann vor Gewalttbätigkeito» oder Einschüchterungen und Drohungen b�chfltzeu. Da« allgemeine Recht genügte aber nicht, da eS fich darum handelte, den Nicht-Unioniiten, die Säule der gegenwärtigen socialen Ordnung, zu be- schützen. Diese Akte hat die Anomalie zur Folge gehabt, daß ein Arbeiter, welcher eine Gcwaltthat begeht und daher nach dem allgemeinen Rechte vcr» urtheilt wird, jetzt eine weit geringere Sttafe zu er- leiden hat, als wenn er unter der„cnnmud amendrnent act" verurthcilt wird, eine solche Gewalt- that angedroht zu haben. So oft eine Arbettsein- cinstellung stattfindet, gelingt eS den Arbeitgebern, unter den Nicht-Unionisten Arbeiter zu finden, welche die Arbeit fortsetzen. Es handelt sich daher darum, diese Letzteren zu beschützen, und die„criminal amendrnent act" belegt selbst Diejenige» mit großer Strafe, welche ciaem Nicht-Unionistm vo» Platz zu Platz folgen, selbst wenn sie ihn nicht e»- sprechen oder berühren. Wenn die ArbcitSwerkzeuge eines Nicht-Uoionistcn von eiaeuc Unionisten oerstcckt werden, so ist dicS kriminell. ES ist ein Verbrechen, vor dem Haufe zu stehen, in dem ein Nicht-Uniouist wohnt, oder in dem er arbeitet, oder selbst wo er fich eben befindet, oder sogar„in der Nähe eines solch« Hauses, daS er gewöhnlich besucht". Man begreif� welche außerordentlich große Wichtigkeit die Beide« Haltung oder Abschaffung dieser Akte für dic Kapi- talisten und Fabrikanten England« besitzt. Sobald die Akte abgeschafft wird, dürfte eS den Nicht-Unio« nisten unmöglich fallen, sich von den TradeS Union« fern zu halten, und die Macht der Letzteren würde daher ganz außerordentlich vermehrt werden. Die« ist der hauptsächlichste Gruud, weshalb die„uatiooale Affsziation der größten Kapitalisten, Fabrikantm uud Arbeitgeber Englands" fich gebildet hat, deren Haupt« zweck dahin geht, dic Abschaffung der erwähnt« Akte zu verhindern und die Nicht-Unionisten zu beschützen. Diese Assoziation hat den Firmen zufolge, die ihr beigelreteu sind, ein Kapital hinter fich, daS dem Einkommen manch-.« Staates gleichkommt. Die eng- lifchen Kapiwlistcn sind gewiß gute Arithmetikcr, und da ihre numerische Analyse des englischen Arbeiter- standeS ihnen gezeigt hat, daß drei Millionen Arbei- ter nicht den Union? angehören, so habcn st: sich nun offen mit dieser enormen unschädlichen Majorität idmtifizirt. ES ist aber sehr leicht möglich, daß sie fich trotz ihrer Arithmetik bedeutend verrechnet haben. Soweit die„Presse; wir haben nur binz»z»» fügen,- daß in Deutschland auch ein besonderer Strafparagraph in Bezug auf daS Koalitionsgesetz besteht; dann aber glauben wir, daß, wenn dic eng- lifchen Arbeiter sich mehr mit der allgemeinen Politik in den Kulturstaat« beschäftigen, ul« mit ihre» Gewerkschaften, daS heißt, wenn sie Social-Demokra- ten werden, daß sie dann viel leichter noch dem Andränge der Kapitalisten widerstehen können. In Frankreich trinken die Arbeiter anstatt Bier leichten Landwcin, der nicht viel theurer ist, wie hier zu Lande das Bicr, jetzt aber auch eben so sehr verfälscht wird. Hierüber gab der radikale Abgeord- nett Tolain in dem gesetzgebenden Körper zu Ber« sailleS dic interessantesten Enthüllung«, den« wir einige Stellen entnehmen. So zahlt eine Arbeiter- familie in Pari«, welche täglich ei» Liter Wein an« der Schänkc verbraucht, im Jahre dafür mehr al« 110 Fr. Steuer, lieber ein solches Liter Weis per Tag könnte man ein Buch fcbreiben. Der Arbeiter, welcher das Liter schlechtesten Wein«, der am Erzeugungsort 10 bis 20 CtS. kostet, mindestens mit 60 CtS., woran 25 CtS. Steuer haften, bezahlt, ist außer Stand, sich etwas Anderes als ein scheuß- lich gefälschtes Getränk zu vrfchaffc». E« giebt zahlreiche chemische Fabriken, w.lche fast ausschließ- lich die Ingredienzen zur zur Waftltdjen Bereitung deS Weins erjengen. Sie trei- d--' 9 it offenen Handel uns lasse» alle Städte be- reisen. Wie um den Wein, so steht es um alle Lebensmittel. Auch die unverheiratheten Arbeiter und dergleichen, welche in den kleinen unsauberen Lokalitäten ihre Kost nehmen müssen, Wersen syste- matisch vergisret, in ihrer Gesundheit untergraben und zahlen vcrhältaißmäßig theurer, als die wohl- habende« Haushaltungen.— Die Verfälschung der Nahrungsmittel geht mit dem überhandnehmenden Schwindel immer gleichen Schritt. Die Vergiftung durch das Bier in Berlin ist bald eben s» schlimm, wie die in Paris durch den Wein. Die Bersailler Mörderbaude kann sich noch immer nicht beruhigen; ihr Rachedurst gegen die Commu- uardS ist noch immer nicht gelöscht. Erst am 3. Januar wurden wieder vier, Caillet, Z-uSki, Lauglois und Genty in coatunmeiain, drei, Laurent, Girard uud Beraard als gegenwärtig vom 3. Kriegsgericht in Versailles zum Tode verurrheilt, Beriut, Goland, Lefebvr: und Simonni jh einem Jahre, Christin zu 14 Tagen Gefängniß verurtheilt. In Splwieu haben die. Corte« den grossen Schwätzer Castelar in der Abstimmung über eioe von ihm an die Volksvertretung gerichtete Adresse mit 120 Stimmen gegen 100 wieder vom Präsiden- teustuhl entfernt. Die Konservativen und Radikalen waren des liberalen Geschwätzes müde und haben ein neues Ministerium gebildet, in welchem sich die Herren Serrano uud Topete befinden. Di- portugiesische Regierung hat sich endlich aufgerafft und den Kulihandel in Macao verboten. Der Menschenschacher, wie er in Macao getrieben wurde, war ein Schandfleck sowohl für die Handels- Häuser, welche sich mit ihm beschäftigten, wie für die Behörden, welche ihn duldeten. In Macao selbst oud den angrenzenden chinesischen Bezirken hat sich freilich von Seiten der durchkreuzten Interessen ein Schrei der Entrüstung erhoben, da das Verbot jener Abart von Sclavenhandel eine große Anzahl Portugiesen und Chinesen gewinnbringender Beschäf- tiguog beraubt.— Dieser„Eutrüstungsschrei" charak- terisirt sehr treffend die Humanität der Bourgeoisie. Ausbeutung hier uud Sclaverri dort, wer sie daran hindern will, der ist der Erzfeind der besitzenden Klassen. Aus Rußland wird mitgclhcilt, daß in fünf Di- strikten des Gouvernements Ssamera die Hungers- uoth in entsetzlichem Maße wüthe. Die Regierung hat Maßregeln zur Linder ng derselben ergriffen. Auch in Beugaleu(englische Kolonie) ist die Hungersnoth ausgebrochen, so daß gerade die reichsten Gegenden Asiens von dieser grauenhaften Seuche ilberfallen sind. Die Armen essen dort das unreife Getreide uud ziehen sich viele Krankheiten dadurch zu. * Kaupprl-Lasker Hot in Frankfurt am Main geredet und dabei mit Enthusiasmus wieder einmal dm Knüppel geschwungen. In einer national-libe- ralen Versammlung hinter Schloß und Riegel, in welche sich nur e i n freisinniger Manu mit einge- schlichen hatte, wurde Lesker nach einer schwülstigen Rede interpellirt. Die Ausführungen hierüber brin- gen wir aus dem„Franks. Journal", welches fol- gmderwaßen schreibt: Ein Herr Mai er fragte bicrauf Herrn Ladker, wo« er gedacht, alö er im Relcheiag 1872 sich zu der Zlevßerung verstiegen: Die Berliner wohlgesinnten Bürger würden die Social- Demokraten mit dem Knüppel todtfchlagen. Herr Lasker bemerkte, daß er diese Worte gebraucht, als ein Vcr- treter dieser Richtung mit der Wiederholung der Thaten der Pariser Commune gedroht. Da habe er die Antwort gege- bar: Ich kann mir nur so denken, daß eine Ileine Zahl ver- wegeuer Männer, wie die Commuvardcu in Paris, im Stande waren, Millionen von Menschen unter Furcht und Angst»n halten und ihnen Zerfiöruns, Plünderung und Gesetze auf- zuerlegen und in Fcuirbränden und Bernichtnng von Eigen- thmn sich zu sättigen, daß die« nur möglich war durch die moralische Entsittlichung, welche während so langem Belage- rungsznfiaude eingetretiu war. Das aber hoste ich, daß jede ehrliche Bürgerschaft und insbesondere die Bürgerschaft von Berlin, wenn Aehnliches versucht werden sollte, Plünderung, Rand und Mord, wie die TommmmrtS in Paris getha», den Muth haben wird, solche Menschen mit dem Knüvpel niederzuschlagen.(Stürmischer Beifall.) Knüppel-Laskcr bestätigt unter stürmischem Bei- fall der Frankfurter Juden seinen früheren AnS- spruch nnd hält ihn gar mit eimm gewissen Wonnegefühl aufrecht. Wie werden die Berliner Akkord- träger, Maurer, Zimmerer, Tischler k.:c. zittern, wenn sie ObigcS lesen uud erst, wenn sie den„drei Käse hohen" LaSker mit dem großen Maule sehen. — Laskerleben, Du sollst noch preußischer Feld- Marschall werden, und Moltke's Ruhm ist ver- dunkelt._______ Vereins- Theil. Der Vizepräsident des Vereins, Georg Winter, ist wegen„Schmähung" von StaatSeiurichtungen zu 14 Tagen Gefängi.iß verurtheilt worden. In wenigen Wochen ist unser braver Kersteo wieder den L-Hentizen zurückzegebet!. Dtrselb- wird nach 16 monatlichem Gefängniß in der Mitte des Februar aus der Strafanstalt zu Cottbus entlassen. Und die Haft Kersten'S war mcht etwa eine FestungS- Haft oder eine solche, wie man sie bei„politischen Gefangenen" voraussetzt, nein, aus einem Briefe seines Bruders gehl vielmehr hervor, daß er bei strenger Arbeit seit dem 13. Oktober 1872 in Ein- zelhaft wer, ,aß er Sträflingskleider trogen muß, daß er bei Arreststrafe zur Kirche, zum Beien und zum Singen gezwungen wird, daß das Essen ein sehr dürftiges ist und meistens auS Hafergrütze besteht, daß selbst zu Weihnachten LebenS- mittel, welche feine alte Mutter ihm schickte, abge- wiesen wurden, und daß er in seinen Erholungs- stunden nur einige Schulbücher lesen darf. Kerstcn soll aber, wie uns sein Bruder ebenfalls mittheilt, AlleS mit Ruhe und Guichmuth ertragen uud er ist gewillt, mit aller Energie nach seiner Be- freiung wieder in die Reihen der Kämpfer für die Rechte der Arbeiter cinzatreten. Parteigenosse Kersten ist von den Arbeiter» in Kalau-Luckau(Finsterwalde) und Cottbus- Spremberg als Kandidat für den Reichstag auf- gestellt. Wir hoffen, daß die Arbeiter am 10. Januar dort ihre ganze Schuldigkeit thun und auf diese Weise ihr Votum abgeben für das freie Wort und gegen die Verfolgungen durch Po- lizei und Staatsanwalt. ä. Berlin, s. Januar.(Volksversammlung.) Das Königstädtischc Theater war am gestrigen Tage überfüllt voll Männern der Arbeit. Kapell refcrirte, nach ihm sprachen Winnen, Grottkau und der Kandidat der Arbeiterpartei. Hasenclever. Sämmtliche Redner ernteten großen Beifall. Nachstehende Resolulion wurde einstimmig angcnommeu: „Die heutige Volksversammlung erklärt sich mit den AuS- fllhrungen deS Referenten uud der nachfolgmdcn Redner ein« verstanden und erklärt'S ferner für Pflicht der Arbeiter, den 10. Januar zu einem Feiertag zu wachen und für den Ar- beit-rtandlbaiell Hasenciever zu stimmen." Die Berlammeltin lrenutcu sich mit den lebhaftesten Hoch? aus den Kandidaten. u. Miilhei« a. d. Ruhr, 1. Januar.(Polizeima- növer) In diesem Blatte ist schon auf eine Versammlung hingewiesen, die in hiesiger Stadt am verflossenen Sonntag stattfand. Di« Liberalen hatten die Gevsd'armcric und die Polizeimacht de« ganzen Kreises aufgeboten und selbst die Feuerwehr allarmirt, unter deren Schutz Herr Prof. Schulte seine lange Rede über ReligionSverhälwissc herdeklamirte. Nach der Versammlung, in welcher die«enixen anwesenden Social-Dcmokraten, dir den Vortragenden In crprllircn woll- ten, durch den Vorsitzenden verhindert wurden, fanden ans dem Bahnhofe höchst merkwürdige Scenen statt. 18 Arbeiter und ein Gcmeinderath wurden verhaftet. Der Führer der Polizei, ria Herr Sondermann, soll sich gan, absonderlich dabri ansgezelchnet hoben. So ist ein Arbeiter verhaftet worden, der blas mit feinem Freunde in dem Wartesaal mit einem Glase Bier anstieß; der Sergeant, später von seinem Vorgesetzten gesragt, wa« jene. Manu denn gethau habe, meinte ganz naiv, derselbe habe Flugblätter für Hasenclever auSgethcilt und in der Bolksvirfammlung da» Wort verlangt. Natürlich wurde dieser Arbeiter, nachdem er drei Stunden verhaftet g-wcscu, entlassen. Ein anderer Arbeiter sagte im Wartesaal auf gut plattdeutsch:„De Hasenclcver iz cn lelwen Käl, deu wähl' wi." Dieser Herzenkergvß wurde mit Ber- hafiuna bestrast. Der Beigeordnete von Beeck, ein Zimmer- Meister und achter National- Lider cker. wurde verhaftet, weil er iu Bezug auf einen Social-Demokialcu meiute:„Was will der Kerl?" und ein Polizist dies auf sich tezog Der Bürgermeister von Beeck, der seinen Btigeordneien aus dem Gesävgniß erretten wollt- und erregt den Polizrisergeauten fragte, wie er dazu komme, seinen Bcigeordueten zu verhasten, erhielt die Antwort, das ginge ihn nichts an. Der Her« vationol-liberale Beigeordnete � da» war nun noch da» Schönste— mußte mit den socialistischcn Arbeitern hübsch zusammenbleiben. W r wollen hoffen, daß er angesteckt ist, und nun für»cn social-demokratischen Kandidaten wirkt.— Wie c« den Anschein hatte, war-u die bekannteren Social- Dcmokraicn der Polizei von den Bourgeois denunzlrt worden; auch fielen in Mülheim am Bahnhofe 7 Bourgeois über eine» lahm.-u Arbeiter h-r und zerschlugen denselben auf jämmerliche Art und Weise. Man spricht davon, daß aber diese Bourgeois später den verdiente» Lohn erhalten hätten.— Die ganze Assairc aber dient nur dazu, die Arbeiterüevölke- rung immer mehr aufzurütteln und den Siez des Arbeiter- kaudidaten zu sichern. Hamburg, 3. Jan.(Aufruf.) Hamburger Partei- genossen! Ich fordere Euch dringend auf, daß Diejenigen, welche rcklamirt und noch keine Antwort erhalten haben, sich nach der Stwerdrputation am neuen Wall begeben, wo- selbst noch einig- hundert Antworteu liegen, welche wegen Mangels der Adressen nicht besorgt werden konnten. Tbue Jeder im Jnlcressc de» gerechten Sache seine volle Schuldig- keit. Hermann Witt. Beruburg, 4. Januar.(Allgemeiner Bericht.) Am 3. ds«. hielten wir eine Wählerversammlung ab mit der Ta- geSordnuvg: Die ReichStagSwahl. In des Bnreau worden gewählt: Herr E. Adam al» Borsttzcnder und Herr Britz er als Schriftfllhrcr. Nachdem Freund Hofsmaon zur größte» Zufriedenheit der Anwesenden da» Programm erläutert hatte, forderte Unterzeichneter zur Debatte ans; tg meldete sich Niemand. Die Stimmung unter den Arbeitern ist gut und ich hoffe, daß wir am Tage der Wahl d en Sieg erringen werden. Mit social-demokratischcm Gruß Emil Adam. Uslar, 28. Dez.(Volksversammlung.) Heute war im Lokale des Herrn W a ß m u t h durch die Mitglieder deS Allg. deutsch. Are.- Vereins eine Volksversammlung anberaumt, wozu der Herr vr. Kirchner mit zwei Parteige- nvssen-uS Einbeck al« Referent erschienen war. Nachdem der Vorsitzende, Cigarrevarbeiter Herr LouiS Fettköther, die Versammlung eröffnet hatte, trat der Herr vr. Kirchner vor. Insbesondere hob derselbe hervor, daß er den Arbeiter- staub habe in der Th-t kennen gelernt. Im Jahre 1818 si er vertrieben ans seinem Vatcelande, ihm sei bann nichi weiter übrig geblieben, als sein Brat durch Tagclohn iu SS Schweiz zu verdienen. Di- Arbeiter seien es hier gewesc» die sich seiner ougenommen nnd ibr Stück Brot mit ihm ge thellt hätten. Referent sprach dann fcraer über die vor- stehende ReichStagSwahl, namentlich hob er heroor, daß dai Invaliden-, sowie da« H-ftpflichtgefetz:c. sehr manzelhap seien. Auch erwähnte derselbe, auf welche Weise man di- o Milliarden Thaler verwandt habe. Daß die verwundete» Osfi-ierc als Pension rrsp. Unterstützung zwei Drittel vn» die gemeinen Soldaten nur etwa ein Drittel erhalten hätte» Nachdem der Borsitzende mit»cn Worten begann, wer fw den Herrn vr. Kirchner als R-ichStags-bgiortneter stim- men wolle,«öge die Hand erheben,«ur»en von»cn sämmv lichen Anwesenden(mit Ausnahme von vier Nationalliberalen die Hände erhoben. Der Saal war von etwa 300 Persone« gefüllt, so daß noch mehrere Znhörc« auf dem Borsaal stehe» mußten. Leider konnte de, Herr vr. Kirchner mit den beb den Parteigenossen nach de, B-rsammluvg nicht länge, bi un» verweilen, weil er auf denselben Abend noch eine Vev sammlung in Dassel anberaumt hatte. Nachdem sich dan»> die Mitglieder in daS VereinSlokal zurückgezogen datte»,> hielt der Bevollmächtigte, Eizvrr«narb-il-r Herr Georg 1 Bandmann, eine Anrede an die Mitgliedschaft, worin tt< jede» Mitglied anffordertc, die Bcrsammlnngc» regelmäßig I zu bemchen. Mit soclal-demokratischem Gruß> G. A. Petze, Schriftführer. I Preetz, 29. Dezember.(Wahlagitation.) Geste», Abend hielten wir-Ine stark besuchte ValkSversammlnng iw I Lokale des Herrn Selok ab. In da« Bureau wurde Her» j D. Breide al« erster, Herr Schlüter al» zweiter Vor'> sitzender uud Unterzeichneter al« Schrssiführcr gewählt. H-rl> Helnzel aus Kiel referlrtc unter häastgeu BeisallSbezeigun' i gen über da» Programm zur Reich, lagSwahl und die Kandi- j datur de» Herrn Hartman» au» Hamburg. Ein gewisse»> vr. Gronemcicr meldete sich zum Wort und schwätz, t etwa» gegen den Herrn Referenten wurde jedoch von diese» s gründlich widerlegt und crllirtc schließlich:„Er könne nicht Georg Winter au» Ottensen ans der Wahl siegreich her- s« vorgehe". Mit soclol-demokrat. Gruß A. DrewS. � b> Ludwigshafen, 29. Dezbe.(Volksversammlung.) b. Bereit« acht Tage vor dem 28. Drzbr. hatten die Liberale, v jedesmal in ihren Blättern eive Versammlung der freisinnige, � und notlonovideralen Partei im Saale„Zu den drei Mob� 2 ren", annonc.'rt, wozu alle Wähler eingeladen war-u. Selbst'? verständlich waren wir auch erschienen, denn es handelte sitz um Aufstellung-Ine, Kandidaten der nativralltberalen Partes � nämlich de» Dr. Groß au» Landesheim, Bürgermeister daselbst Bei der Wahl eine« Vorsitzenden wurde, da wir die Maj»? rität bildeten, unser Parteigenosse Schulze gewählt; dam»' waren aber die sogenannten„Gebildeten" nicht cluverstandrih gaben daher, nach ihrer Gewohnheit, ihre Meinung dnrtz Brüllen kund.„Wir kennen diesen Schnlzc nicht, uud dar- fa um kann er nicht Vorfitzender sein!" brüllten sie. Hiera« ftj meldete Ich mich zum Wort, um zur Geschäftkordming z, B sprechen, allein die„Gebildeten" antworteten:„Sic sind kei, ne freisinniger Wähler". E« war, wir wlr gleich merkten, ans so einen Streit abgesehen, aber ich forderte unsere Leute vus, ko den„Gebildeten zu zrlgni, auf wessen Seite die Bildung sei- S E« trat»vn ein vr. Groß auf und ertiärtc sich entschiede, wi gegen die Abschaffung der Tabakssteuer uud sagte:„Er»er' ur trete ganz das Programm der bayerischen Fortschritt-Partei'- Von Gesitzen zum Schutze der Arbeit und Verbesserung de, P' Lage der Arbeiter war gar keine Rede, tahingeaen wollte rti daß ein Viehseuche- un» HagelverficherungSgesetz g-schaffe, J" werde. Um uns vollends über ihren ard-it-rsciudliche, bei Standpunkt klar z» machen, veranlaßten die„Gebildeten� K« meinen Prinzipal, der mir erst kurz vorher gesagt hatte:„Ich Ti arbeitete für zwei Mann", mich am Montag aus das Straßen- wr Pflaster zu setzen. Zum Schluß der Versammlung,..l« voch einige unserer Leute da waren, wurden sie von den„Gebil- beten" hivausgcworse». Parteigenossen! Ihr seht, was wtt la von diesen liberalen VolkSbeglückeru zu erwarten habe»; wählt seli daher nur unseren Kandidaten Heuser, damit dieser Unter' bes drückoug der Arbeiter ein Ende gewacht werde. Mit social' Pe demokratischem Gruß Juliu« Schulze, we Ottensen, 28. De,.(Wablagitation.) Die Agitatlo»£] im sechsten Schleswig H-lsteinschen Wahlkreise wird lcbhafi.' betrieben, und zwar nicht allein durch rege Betdeiliguul unserer Partcig-n-ss-n, sondern auch die Gegner Helsen un« � prachtvoll. Sonntag, den 28. ds»., sandeu acht Versammlun- r.e, gen in unserem Kreise statt, und eine d-r interessantesten wa» 1 die in Uetersen. Mr hatten schon vernommen, daß dl« prcnßtsch.libcrale Partei Scandal machen wollte. Al« di« Versammlnuz ron einem unserer Parteigenossen eröffnet wurde, machen sich die anwesenden Bourgeois sofott bei« ir Vorschlag eine« Vorsitzenden durch eine» Höllenlärm bemerk' � bar. Dre Abstimmung ergab für dl- Gegner eine Ri-deV T" läge, obgleich sie alles Mögliche zusammen getrommelt halten- Man konnte die gebildeten Bourgeois am beste« dadurch c»' kennen, daß sie nach ihrer Gewohnheit durch Brüllen un» Pfcrdetrampeln ihre Bildung kundgaben. Die überwachende, TL. Polizclbcamten lösten daher die Versammlung im Namen des Gesetze« auf. E« bedurfte unsererseits keiner weitere» Agit«' j0n tion, denn durch da» unanfläudige Betragen unserer„gedil'-j�( beten" Gegner, waren jedem Arbeiter die Augen geöffnet � worden. Nur Geduld, wir sind bald wieder da. Unser«, f8Sl Kandidaten, Herrn Georg»koter, bringen wir doch IS Dil den Reichstag, und wenn ffch die Bourgeois noch so Pferd«' xjal mäßig betragen. Mit social-dcmokratischem Gruß anz F. Heerhold. Meißen, 31. Dez.(Allgemeiner Bericht.) M sam Sonntag, den 23. Nov., Nachmittag», hatten wir elue Volk»' Versammlung einberuft», welche aber, wegen de» Todtcnscst'' »ort der hirsigkll Pallzeibcbördc verbotin wurde. Am 1. Dez. hielten wir clnc SolfStKlfftaimlaaiJ im Saale„tum ScküZeu- hausc" ab, wa unsere Patlelgerosscu Herr Stuhr und Roß' »er au« Dresden üicr die Ttgekorsumig:„D»« Christen- thum und der SoclalitmuS" irefslich refairten. SAließlich wurde Herr E. Stuhr einstimmig als Rcich«lagS?alldidat für den 7. sächsischen Kahlkteii«ufg. stellt. Am 22. d. M. hielten w!r eine?okf?vers»mmlsmig iu Risa ab, w» wir aber auf keine Hindernisse stieße». Wegen jedesmaliger Ab- Wesenheit de» Gericht SM«MnS wurde dem Eiubernscr die polizeiliche Bescheinigung erst einige Tage nach der Anmeldung eingehändigt, in Folge beste» konnte»er Referent Herr Stuhr uicht rechtzeitig Nachricht erhalte«, unb hatte daher eine an- dere Agitationsrcist im Bogtlanbe unternommen, lieber die Tagesordnung teferWett Herr Rößner au« Drcsocu und Herr Bonzel au« Slefgen. Somitag, den 28. Dez., hakten wir wieder eine Bolksbcrsammlung iu Meißen mit der Ta« aeSordnung: Die RelchskagSwahl und das Prazramm der Arbeiterpartei. Der Referent Herr Studr war verhindert, zu erfcheiuen. E« sprachen die Herren Pätzoldl au» Leipzig und Thieme au« Meißen. Die von Herrn Pätzoldt grhal« tenc Rede, welche mit anhaltendem Beifall aufgenommen wurde, suchte ein gewistet Helbich zu widerlegen. Derselbe schwatzte s» viel Unsiw», daß Herr Thieme sich gendthigt sah, den Betreffenden ans die Tagesordnung hinzuweisen. Hierauf suchte der Helbich so schnell wie mZglich da? Weite und entging nnr mit Mühe der Lofregang der Anwesenden. Mit social-demolratischem Gruß Neumanu, Schriftführer. Naumburg,??. De,.(Bolksversammlung.) Heute fand im Tivoli riae zahlreich besuchte Arbeiterversammlung statt. Her« Zwiedler hielt darin seine m�t großem Beifall aufgenommene standkdatenr-de. Die von der Bersammlung einstimmig gefaßte Resolntio»»crwiifl den diShrrkgen Abge« ordneten Roland»nd proklamlrt an dessen Stelle Herrn Zwiedler an» Hltortm,. Den 21. ds». fand w Stdßeu eine ebenso stark besucht- BolkSoersammlung statt. Auch hie, war Herr Zwiedler«»» Altendarg Referent und die Ler- sammlnng beschloß einstimmig, seine Aaudldatur nach allen Seiten hin eifrig z» fdrdern. Denselben Abend fand noch in Osterfeld-In- Versammlung statt. Zahlreich hatten sich au» den umliegende» Ortschastea die Ardeiter eiugesundcu; aber auch uuscre Begaer waren zahlreich ersujkeuctt, und t« gelang ihnen sogar, rlne» ehemaligcn GerichtSdcamten, einen gewissen Jäger, al« ersten Vorsitzenden iu da» Bnreau zu bringen. Die übrigen Bmeaumktaliedcr bestauben jedoch nur au» Parteigenosse». Herr Zwiedler, d-r hier wieder tress- lkch al« Kandidat referirte, watdi von einem nlchi gerade intelligenten Mitgll-de de« Kriegerverein» interpellirt, der je- doch bald vor Herrn Zwiedler'« Worten verstummte. Die daselbst befindliche Bourgeoiste hatte schon Anfang» Stärun- gen in d-r Versammlung j> erzeugen»ersucht, c» war ihr jedoch die» Manbocr nur theilweise gelungen. Leider jedoch hatten wir nicht verhindern kämme, daß»ädrrnd der Vcr- sammlnng die Bourgeoisie die Robtr-it beging, die Drosch'e, i« der ein Thcil der Raumdurarr Partctgenoffeu nach Oster- feld gekommen war, am dem Gast Hofe zu zsehen, sie stark zu beschädigen»nd in eine» Dümpel zu stürie». Ma» sieht au« diesem elnsache» Beisbiele, welchcr Wasfeu die elend- und jämmerliche Bourgeolste sich dedicnt, um unser« großartige Bewegung zu bekämpfen. Doch hat diese Rohhcit der Böur- geoisic nur für unsere Ideen den Bi.de!> gelottert. Den fol- Senden Tag(22.) fand noch i» Weißellfel« eine Brtsamm- long statt. Herr Zwiedler wurde an« hier als Kandidat aufgestellt und seine ÄanMdalur vielseitig mit Freud en de- grüßt. So haben wir deitn in den vier Brrsammkuogen ein (lünstiges Resultat erjWt und boff.n, bald noch bessere Er- »Ige verzeichnrn zu kltrntn. Mit soclal-demokratisch-m Gruß Richard Tenuhardt. Riidrrsdorf, 28. Dez.(Volksversammlung.) Heute fand hiersclbst im Loktle»c« Herrn Plötz ewe Volks» er- samn lung statt. Herr Siering referirte unter allgemeinem Beifall über die Lage der«tdekkcnden»lassen und die bevor- stehende RcichStagSwahl. Unter den Interpellanten rief de- l«nd-rs ciu gewisser Preißc, Tischlermeister, durch seine lonsuse Jrterpellalson allgemeitte» Gelätter hervor. Herr Sicrtug widerlegte mit km,en«orten diese» unfiuulge Ge- wasch de« Prciße, so»aß dieser darauf da« Lokal beschämt und blamirt verließ. Am Schlüsse der Bersammlung wurde noch folgende, von Herrn«ierlng aufgestellte Rcsolvtlon-in- stimmig angenommen!„»Ie heutige Versammlung erklärt, uur dem von dem All», d-oksch. Brb. Bereiu aufgestellten Kandidaten, H,«n«. Hrüwcl--- )Ct bei der Reich«!«,»»«11 ,» geten. Mit au» Berlin, ihre Stimme Kandidaten Herrn Vrllwel einem Hoch auf den ,« z... u wr-d-u noch 8«.>«,c»ten für da» Parteiorgan gewonnen. och Mit soclal-demokratlfchem Snch Marx. M' Rüdersdorf. 5. Jam,«,.(Eine glänzender- Nieder- o» tage) habeu die vereinige, Konservativen und Liberalen wohl l,* nl*{t"»kstml hier d-r Fall war. Ein Comit«, 1 F«brkk«nten, Snibend-siy-rn, Millionären und at Wtc»olk-v-rsammlung einberufen, in St. Paul-Jllatre au« Berlin(Marine- 09~p'"r)">» Kardidrt der konservativen Partei sein Programm ast s-Dc... Massenhaft waren dl- Wädler, bks»nd-rs uf � � Hcrr Millionär Oppenheim didateu-u �«-tr-u-u pünktlich mit dem Kau- rb W, f0'9tc dieser Aufford- rt« XUltg, und Oft me QtVftTl tncxtreiT. : drAÄ?,? Wä. irf die»-«sammlung für aufgelöstsirkl-rte, wo die- k-w�� n*! Nr-�cht-rbffntt war. Es sollte aber bess« «' in� Unserersekt» war ebenfalls-in- Bvlksverfammlung lö? andn-« bei weitem größeres Lokal-Inberufen, und rl> die Nasse»Imählig dort hin. Gegen 800 Pr». >9 W V!"tn J',rt«W'fnib«rt mußten Viele draußen bleiben. »u cialdeu,�-.« � Ä dieser Versammlung war: Die So- !°n- Brttto"'»"»-»n-r Referent: I. Klinkhardt f\.~,«n Da» B«-«» kam in»nsere Hände und leitete j der Versammlung. Die verschiedenen Partelen wurden scharf i mitgenommen, und chatte die» den Zweck nicht v-rfchlt, ! einen Gegner in der lersondeSHerrnOberpfarrers herauszu- ! locken. Dieser bereittte un« manchen Spaß Der gütige ;■ Gott und der schäne zuküastige Himmel konnte uicht oft genug t emps»hle»«erdeuuad die Social-Demokratcn waren die AuS- l. aeburt der Hölle. Der gute Herr Pfarrer erntete, was er ge- ' säet; er wurde wiederhost»»«gelacht von den Anweseuden, v denn diese waren andrer Neinnng al» er; sie wollen hier ans !' Coden schon glückliche Mensche» sei», ganz out, wenn sie eS t ewig fein könnten. Herr I. Kliokhardt leuchtete schließ- t lich den Herrn Pfarrer gehörig za Haus-, indem cr Ihm ! seine Unkenntniß mit de» Arbeiterverhiltnisscn nachwies. - von heiligem Eiset ergriffe», beschwor der Herr Pfarrer, > indem er den lebendige» Gott zum Zengeu anrief, Herr I. i Klinkhardt solle vorder Versammlung erklären, I ob er an Gott und Jesnm Eheistnm, sowie deü heiligen Geist alanbk. Die Bersammlirr» vrach in ei« nicht endcn»olle»deS Gelächter»uö und wurde de» Herr Oberpfarrcr von , seineu eigenen Beichtkinder» aufgefordert, kein Wort mehr zu � verlieren und die Versammlnn, zu verlassen. Er l-issete > Folge, aber sicher mit schwerem H-rz-n. Die übrigen Herren, welche sich eingefunden hatte» mit Herr»». St. Paul, zu welchen sich eilt»euer Kandidat der liberalen Partei, Herr Barou v. Rürlet eu gesellt hatte, zöge« e« ebenfalls vor, da» Weit- z» jucke«. Sie fühlte» sich total geschlagen. Die Ve,s«mmln«g«ahm nun folgende Resolution au: Die heu- »Ige Volkedersammlmig eicklirt sich mit den Ausführungen de« Herr« I. Klinkdardt roiständig einverstanden, und nimmt Lbstan» vo« de» Kandkdavrre» d-r Her:-»». St. Paul- Jllaire(konfervatid) nid de« Herr» Baron v. Rüxleben (libersl), da die Herren«icht de» Nuth haben, in össnttllcheu Versommlnngen auch vor Aobeit-r» ihr Programm zu ent- Wickel«, trotzdem die gkknstlge Gelegenhei! dazu immer geboteu wird. Die Versammlung erkllrt ferner, an der Kandidatur de« Herr» W.«rüwel t» Berlin festhalten und demselben die Majorität sicher» zu»olle». Alle Ardeiter de» Nieder- B«r»k«-r Keeise» werden aufgefordert, sich diesem Beschluß «uzuschliege» und thatkräftig mit einzugreifen bei der Wahl. Da« Comite. Verbands- Theil. Znr Beachtaug! Da verschiedene Vtaßtegelnnge» jetzt hier von Seiten der Meister fortdauern, so bitte ich, den Zuzug nach hierher streng fern zu halten. Z. Zimmermann, Bevollmächtigter best deutsch. KordmacherbundeS. Herr W"*"1"' Haade und leitete ' ebenfall« auw-s-ud war. die«er- Hardt HierauscriedigteHcrr Klink- T»»e«ord»vn. unter dem fortwährenden B-Iiall Berlin, 25. Dez.(Allgemeiner Böttcher- sSüp er-) Verein.) Da im Monat Januar den verschiedenen Mit- gli-dsehnsteu gedrnckle Abrechaungru üdersandt werden, so er- suche ich, Gelder, Name»nd Wohnort de» Bevollmächtigten »nd Bcitragsammler, welche R-ss-mit-istützon,en»ahlea, recht pünktlich«N mich z» sende». Ferner rrsuche ich Herrn Mie- lisch in BreSla», da derselbe doch Vereindsachen v-rlangt und rmpfanam, die Beerlane Kostegen Ihren Pflichten aber bl» jetzt«Icht nachgekommen»nd dieselben, d-m Anscheine «ach, sehr«»entschlossen find, dem Vereine beizutreten, die Sache» wieder retv»»{» senden, weil wir sie anderweitig verwende» kdnne«. Etenfaf« theile ich den Mitgliedschastcu mit, daß, wenn jede Stadt, welche Vereinssachen e: halten hat, ihre» Pflichten nachkommt, rnser Verein aus neunzehn Mttgliedfchoste» destebt. Unsere Mitglicbschast Birnbaum stellt nach Neujahr eine k»h»f»rdernng von 20 di» 25 pCt., deshalb ist e« uothwendig, de» Zliz»g von dort fern zu hal- te». Boa mehreren Mitgliedschnsten wird eiuc Krankenunter- stützungSkasse gewünscht. Ich fordere daher diejenigen, welche dafür oder dagegen fi»d, auf, mich davon in Kcnutniß zu setze»;f»dakd die Majorität für dieselbe ist, werden die B-r- linrr Mitglieder sich zur Griiadunz vorbereite». F. Gragert, Kasfirer, Fehibcllinerstr. 44. Mrtlttl, 2S. Dez.(Reepschlägerstrikc.) Der Reep- schlstgrrm-Ister Müller hat sämmllichen bei ihm arbeitenden Gesellen d«S Weiterarbeiten dadurch unmöglich gemacht, daß et bcdrntcndc Atzstge»an dem Wlntcrlohne machen wollte, indem er von dem 3 Dhlr. 22� Sgr. betraqenden Lohne pro Woche noch 22s Sgr. odzlebr» wollte. Da diese Geselle» nun meist Familienväter st«d, die mit dem Hmigerlohne von 8 Thl». 2Si Sgr. fich schon kümmerlich durchhelfen mußten, !« war ei ihnen unmbglich, für 3 Thlr. zu arbeiten und iellt.-n daher stttintllch»ie Arbeit ein. Mehrere«Lochen sin» ile»»» bereit» arteftSlo»»nd bitten daher dir drutschcu Reepschlater, wie überha»»t alle Parteigenossen, sie im Kampfe zu unterstützen. Uiterstütznngcn sind zu sende» an A. Wich in M-mel, Dbpsirstr. 14. Berlilt, 20. Dezember.(Große öffentliche Arbeiter- franen- und M id ch e»» ers ammlung.) Freitag, den 19. Dezember, hatten wir in der Sophienstraßc 15 eine bsscntliche Versimmlung antereeumt. Aus der Tagesordnung stand:„Waä vermögen die vereiukgtcn Hausfrauen gegen die Verthrmrung der Letensmitte!?" und„Wa» nun?" Uebcr den ersten P»nkt sollte Lina Morgenstern und über den zweiten Herr Grottkau referiren. In da« Bureau wurden gewählt Fr»» Släaemann al« erste, Frau Hahn al« zweite vorfitzrnde, U»terzelchnete al« Schriftführerin. Lina Morgenstern hatte e»»orgqooe», nicht>n erscheinen, q«» Furcht, daß ihr Gewäsch in der RathhaMvrrsammlllnz widerlegt würde. Di-Klde wurde nach Beendigrmg de« Vortrage« sofort ge- schlössen, worüber die Lkdeftcrfranen sehr unzufriedei! warm. Der B«rtr»g:„Wa« vermögen dir vcreml-jtcn Frauen gegen die VeMhcneruNg der Lebcrsmlttcl?" wurde»erlesen. E« herrschte allgemeine Entrüstnng Üder die ftcche verläamdung der Arbettcr von Seiten der Lau Morgenstern. Herr Grolt- ka» widerlegte urter stürmischem Beifall der überau» stark besuchtm Bersammlnng die lügenhaften L-nßerungcn diese« Vortrage« u»d wie»»ach, daß Lina Morgenstern ganz uu- fibig sel. vor Nrbelterfra»en za sprechen; daß sie nur vor Bour- aeoiowcibern, die gerne Schimpfcrcim auf die Arbeiter hören, sprechrn kirnte. Ihr gaqer Bortraa sei einc Loddndelung der Demoralisation der arbeitende» Klasse, indem derselbe voll war von»erwirrten Begrisseil, da nntcr Anderem da« Massen- elend von ihr al» eine Gnmngenschast de» BolkeS hingestellt wird. Solche vnfchammge» kann nur eine Person habe», die sich immer mit BonrgeoiSweidern hrrumtvmmelt und ihr Schimpftvörterbuch hinter dem Rücken der Arbeiter erschöpft. Nachdem Herr Grotttan Alle« grürdlich widerlegt, wurde folgende von Frau Gragert eingebrachte Resolution einstimmig angenommen:„Die heutige vcrsammlnng erklärt sich mit fordert alle Arbeiterfraueu und Mädchen auf, dem bestehenden Vereine beizutreten." Frau Stäzrmar.n l nd Frau Hahu refcrirteu nvch Äb-r d'c Vollslüide' und das Prsletaricreieud. Eine Tellersammluug ergab 14 Thlr. 25 Sgr. 10 Pf. Frau Grundemaun. Zur Wahl! Wir bringcu hier noch folgende Paragraphen au» dem Wahlreglemenr zur Beachtung: „Unglltig find 1) Stimmzettel, welche nicht von weißem Papier oder wclkbe mit einem äußern Kennzeichen versehen sind; 2) Stimmzettel, welche kelueu oder keinen lesbaren Namen enthalten; 3) Stimmzettel, aus welchen die Person des Gewählten nicht unzweifelhaft zu erkennen ist; 4) Stimmzettel, auf welchen mehr al« ein Name oder der Name einer uicht wählbaren Person verzeichnet Ist; 5) Stimmzettel, welche ein» Protest oder Vorbehalt ent- halten" E« könnte nun sehr leicht die Beifügung des Namen« vom Drutt.r auf Gruud d-r Bestimmungen de« Preßgefetze« die UngiltlgkeitSerkläruug der beireffeuden Stimmzettel herbeiführen, weshalb es unter allen Umständen gerathcn Ist, den Namen de« Druckers wegzulassen. Die Zettel müsse» auch gut zusammengefaltet werden. An die Berliner Parteigenossen! Well Ihr in den öffentlichen Versammlungen da« Recht der Demokratie, nämlich, da« Bureau durch die Ber- sammluugen selbst zu ernennen, wahrt, werdet Ihr in einem Flugblatte, welche« für den Herrn Jacobq ausgegeben wird, den wir aufrichtig bedauern, von solchen politischen Kindern anfgestellt zn werden, mit Kllüppelbande zc. zc. bezeichnet. Die Ohnmacht der Kinder glebt sich immer durch Schreie» kund, so auch hier. Briefkasten. Auf mehrere Anfragen zur Nachricht, daß der Berliner Magistrat auf die Reklamationen in Bezug auf die Wahllisten keine schriftliche Autwort erthcilt. Die Wähler werden am Wahltage an der Urne dm Bescheid erhalten. Den Parteigenossen bei B-rnburg auf diesem Wege zur «utwort:(da mir der Brief abhanden gek-mmen ist) da» Unternehmen halte ich augenblicklich schon deshalb nicht für an der Zeit, indem hier bei der großen Gefchäftslostgkelt auf Arbeit nicht zu rechnen ist. Also später. H. Ecks. Die Annonce von d-m Allgcm. Schnhmachcr-Bereln in Bremen hat, weil sie zu spät hier eintraf, keine Aufnahme finden können. Brcusing, Elberfeld, Rustien, HadcrSlcben, Koch, Rostock, den Betrag in Briefmarken einsenden. W. G. David in London wird ersucht, seine Adresse dem Unter- zeichneten mitzutheilen. Wilh. Hasse, in Berlin, Bukowerftr. 13, 3 Treppen. Auuouceu. Für»«Im. Oeffevtliche Arbeiter», ersautmlunge« Dienstag, den 8. Januar, Abends 8t Uhr, Mantcusselstr. 90, bei Herrn Lindcmaun. Vortrag des Herrn Winnen. Mittwoch, den 7. Januar, AbendS 8t Uhr, Markgraf-nstr. S. Vortrag de« Herrn Beck. Mittwoch, den I.Jan., Abends 8t Uhr, Rüdersdorftrstr,45. Vortrag de« Herrn P. Grottkau. Für da» Ardeiterwahlcomits: H. Eck». Zur Beachtung. Da viele Nachfrage de! mir nach Rednern ist, Ich aber nicht die Gelegenheit habe, dies augenblicklich zu regeln, so rathe ich Allen, die einen solchen wünschen, theilzimehmen an den Hlllföwahlmänner-Vcrsammlnngen und sich dort jede Uatcrstützuug selber zu suchnt. H. Eck». Zur Beachtung. Eine schriftliche Einladung erhalten die Hlllfiwahlmänuer uicht mehr, wohl aber werden in nächster Nummer die Sam- Mellokale für jeden WaHkkrei» bekannt gemacht. Die Anmri« dünget besorge Ich. Die gedruckten Listen üd-r die Berliner Wahllokale und Straß, nabtheiluiig, sowie auch Stimmzettel find(für jeden Wahlkreis) in den Hiilfswahlmänner-Ber« sammlungen zu bekommen._ H. Eck«. Sämmtliche Hlllfswahlmänner vom 2. Berliner Wahlkreis werden hiermit eingeladen, in der Versammlung am 7. Jan., Markgrafensir. 6, zu erscheinen, da außerordentliche, wichtige Sachen vorliegen. Es ist Pflicht jedes Parteigenossen, der Willen« Ist, an dem wichtigen Tage d-r Wahl etwas zu leisten, daß cr auf dem Platz erscheint. Scnnwltz, Wahlcvmitsmitglled für den _____ 2. Berliner Wahlkreis. Ritt Berlin. Geueralversammlnuq sämmtl. Zimmerleute Berlins und der Umgegend Dienstag, de« K. Januar, Abends 8 Uhr, Gophicastr. 15. TagcSordn.: Rückblicke auf das verflossene Jahr. Ber« fchiedencS u. Fragckastcn. Um zahlreiches Erscheinen ersucht_ A. Kapell. Chemische Wasch- und Reparatur- Anstalt für Herrengarderoben. Röcke werden gelehrt, neu gemacht mid gefärbt. St. Pauli, Silberfackstr. 18, 2.'Etage, Eingang Fischerstraß-. _____________________ I. Wolf. Einc leere Stube mir srp. Eiog.(2 Fenster) noch vorne raus ist fof. zu vcrm. Skalitzerstr. 65, Part, l. Pr. 7 Thlr. Herzliche Gratulation zu dem am 7. Januar italiuchadtea Geburtstage meine« lieben Manne«, Julius Albrecht, von feiner Frau. Mögc et noch recht lange an meiner Sette und für die Menschmrechte kämpfe»._ Minna Albrecht. Dem Herrn Wilh. Kühne z«>etll-m� am 7. Januar Für Berlin. Dir Hillftwahln-.innrr de« I. Wahlkrcise« wird-n ersucht, Mittwoch, ken 7. Jan., Stbtni«, In der Verlammlvug Markgrafenstraße ö, zu einer Besprechung zu erscheinen. Wißmeier. Die weln sich Hitlsiwahlniäuner rom Gesnudbrunnen virsam- Mtttwoch, de» 7. Jan.,»bcnds 8 Uhr, Badstraßc Lü— 66. _ Böttcher. äHÖcrlt*. Sämmtliche Sattler, «elche Milgll-der i:SS Zillg. deutschen ArbeilervereinS »erden ersucht, Donnerstag, den 8. Jannar, Abends 8 Uhr, bei Seiffcrt, DreSdenirstr. 8S, zu erscheinen. Kür Berlin. Deutscher Korbmacherdnnd. (Mitgliedschaft des Berbandra.j Bersammlnug »ontag, den 12. Januar, Abends 7i Uhr, dei Meister. Landwebrstr II. TageSordu.: Die Maßregelung der LerbandSmitglieder. — Berschiedene»'. Um zahlreiche Erscheinen ersucht I. Zimmermann. K«r Berlr». Arbeiter-Fraueu- und Mädcheuvtrsammlmig Dienstag, den L. Jannar, Abends 8i Uhr, im Lokale de« Herrn Lieber, Thorstraßc IL. TageSordu.: Vorteag. Berschiedeues und Fiagrkasten. _ Der Borstand. Kür»erlm. Deutscher Tabakarbeiter-Bercin. Geschlossene Mitalieder-Bersammlung Mittwoch, den 7. Janur, Abends 8 Uhr, im früher Franke'schen Lokale, Linicnstraße 44. TageSordu.: 1) Abstimmung über die Ohlauer StrikeS. 2) Wahl eiueS Schriftführer». 3) Verschiedene« und Frage- kasten.__ Der Vorstand. Für Hamburg. Massenversammlungen Donnerstag, den 8. Jannar, Abends 8* Uhr, Im Salon„Alcazar" iu St. Pauli. Freitag, den S. Jannar, Abends 8H Uhr, in Tlltgc'S Salon, BalentinSkamp 41. f reitag, den S. Januar, AbcndS Uhr, nglischeu Tivoli, Kirchcuallec 41, St. Georg. TageSordu.: Die Parole am 10. Januar. Weil diesc« die letzten Bersommluiigcu vor der find, so ersuchen wie Alle,»l erscheinen. Die Parteigenossen müssen für gute Verbreitung Sorge ragen._____ Da» Arbeiter. Wahlcomita. Wahl Für Hamburg Ocffentlich e Arbeitersraueu- und Mädcheu-Bersammlung Donneistag, den 8. Jan., Abends 8 Uhr, in Tütge'« Salon, BalentinSkamp 41. TageSordu.: Vortrag beS Herrn Pfeiffer. Nene Mitdieder werden aufgenommen. E« ist Pflicht, daß Alle ersch-Inen. Der Borstand. Kur Haurdurg. Generalverfainmlung der Krauken- und Sterbekasse Nr. 435 der Zim- merer Hamburgs Sonntag, den lt. Januar, Bormittags S Uhr, ans der ZImmercrherbergr, Spitaletftr. 18. TageSordn.: 1) Jahresabrechnung. 2) Wahl eines Änf- K. 3) Gehalt des Boten. 4) Innere Angclegendelt der Der Vorstand. flf Freitag, den 9. Januar. Abends 8H Uhr, llUilll» im Englischen Garten TageSordn.: Die Thätigkeit des früheren Ret geoodueten und das Programm der Arbeiterpartei. Der Arbeiterkandtdai W. Hafenclcver ist anwesend. Die Hüls-'wahlmäaner de» III. Wahllrei'es versam« weln sich Dienstag, den 6. Inn., Abend« 8H Uhr, im Lokale des Hrn. Lindemann, Mantcufielstraße 30. Kohlstädt. Die Hülfswchlmänner des VI. WahltrciseS virsam- meln sich Dienstag, den K. Jan., Abends 8 Uhr, im Lokale de« Herrn Ucberschccr, WallanckSstr. 12. «elbel. Kür Gtvnburg. Allgemei»er deutscher Tchiyszimmerer- Berei«. Wir bringen hierdurch zsr Anzeige, daß sämmt- liche aufgestellte Kandidaten dcS Allg. deutsch. Arb.» BereiuS zur ReichStagSwohl in der Persammlung der SchiffSzimmerer Hamburg» und Umgegend am Sonn- tag, den 4. Januar, mit Majorität«cceptirt wurdeu, und daß speziell Herr©. W. HartlMlUll als Kandidat für die ReichStagSpeahl in Hamburg mit Majorität, mit allen gegen eiue Stimme, her- vorging. G. Rümpel. Berlmrr Akkordtriiger- uud Bauarbeiter-Bereiu. Mitglieder- Generalversammlung Donnerstag, den 8. Jannar, Abends 7i Uhr, im Lokale de» HerNi Lieder, Thorstr. 12, TageSordu.: Bortrag de« Herrn Willnen.— Abrechnung vom letzten Quartal durch Herrn Walt her.— Wahl nrner Krankenbesuch» und Kontrolenre.— BereinSangelegeu- heiteu nad gragekaaen. Wilh. Wißmann. find, Für Hmsburg. Große öffentliche Versammlung der Eisenarbeiter Hamburg-Altona-Ottcnsens Donnerstag, den 8. Z-niiar, Abends 8j Uhr, in Tütge'S Salon, BalentinSkamp 41. TageSotdü.: Wie verhalten wir uns zur Reichstags- »ahl.— Zweck und Ziel de» FabrikautcnbundeS. Rcf»ell- ttn: Die Herren Stöckel und Hartwig. Wegen der Wichtigkeit der Versammlung wird jeder Eisen arbeiter dringend ersucht, für die Verbreituug Sorge zutragen. I A.: Loui« Bosse. Ausgaben von Michaeli» 1873 bis Neujahr 1874. Alt»»».' »»bin»sucht, sofort die Nawen stmwttich» Leute, welche sich nn« am Wahltag, znr Berfggmig steile» wolle», nüt Namen und Adresse auszngcd». Da» LlohlcoMits. _ O. Reimer, Gr.«»gstr, W'ttmaack'« Salon. Kür ÄUtoo«. r Mikci-«ad SteiulMer-Verei». Wandsbeck.»f Grosse Volksnersammlung Für Houuover. Arbeiterfttuleu- und Wädchev-Lereül. Geschlaffene Mitglied»r- Versammlung Mtttwoch, de» 7. Jannar,«denk» 8 Uhr, im Lokale von Mathe», Nenepr. 45. Mitglieder w-rden ersncht, aste am Platze zn sein. Äarliu müssen»orgezeigl»erden. Der Lorstand. Fü» Harme». Oeffentliche BersaU»l««g Tonuerst-g, den 8. Jannar, Akends 8 Uhr, bei Herrn Müller(Lahahof). Da« Wahlcomlt« s ?ü» N»rmeo. Wahlcomitö-Sitzuug Mittwoch, den 7. Jsonar, Abends L Uhr. dei Müller am Bahnhos. Für Btrmeu-Elberfeld. ES ist dringend nöthig, daß alle Parteige- nassen, welche am Wahltage die Wahllokale besetzen können, fich sofort melden; in Elberfeld in Bar. scheidt'S Lokal, in Barmen in Müller'« Lokal; desgleichen werden in alle» Versammlungen Anmel- düngen entgegen genommen. Pattcigenossen, seid auf dem Posten. Das Wahlcomit6. Für Osnabrück. Wezin Schließung de» Allg. deutsch. Arb.-Vereins Kitlwsch, ken 7. Januar, Abenks 8t Uhr, Wählerversammlung. TageSordn.: Die Bisctzuna d» Wahlurne». Das Arbelter-Wahlcomito: Himmermann. Fu? Hamburg AdrechuNu.K- Bericht des Ällge«. deutsch. Lchjsssü««erer-Verems. Thla. Ggr. Pf. Mrk.Sch.Pf. Einnohwe von Michaeli» 1873 bis Neujahr 1874..... 349 22 4= 874 5 7 Koffeubcftaad Micha-Ii« 1878 87 21 b 144 4 8 407 13 9= 1018 10 8 bleibt 5»«« 141— S 382 S 8 Abgeschlossen den 2. Jasaar 1874. Reoidirt und für richtig befnobcn»nrch bie Koutralc. «. Sohr», S-ssira.' Die Bevollmächtig»! und Harsteh» van starpvratiaaeu Mgem. deutscher Oefseulliche Witgliebea-PersamMlnug Freitag, den 9. Jannar, Akends 7t Uhr, im Satan d» Maurer- Herberge. TageSordu.: 1) Der 14. Jannar.— 2)»»schieden«» nud Fragekaßeu. f. Kläsche», Lcvoüm. NB. Ich eriuche simwplich« Mitglied», am Platze zu sein, damit wir früoziitig g-vug uach der PolkSvcrleuiiUluug kämmen kluncn._ >cn8.Jann»r, im Lokale de« Herrn Fiber(>n« sch»«r«en Bären). TagcSardn.: Die R-ichSt«g»w»hl am lÖ. Jaunar.— Referent: D» Arbeiterkanbidet»>« 8. PchlrSwig-HolVciiit-- scheu Wahlkreise», Herr M. Hasenclcvcr. Prtsi»».t te« Allz. deuts.b. Arb-Perciu«. Alle EInwahn» WaudSbeckS werde» sriundllchst rlnzel»- den. I. Laffcrenj. llt». � i Für Nnrvcv Ardeiter-Fraitcu- lwd Mäbcheu-Beisammlung Donnerstag, den 8. Jaünar, Abends 8 t Uhr, im Lokale de» Herrn Morl an, Untabarwen. TageSordn.: Lortrog de» Herrn Sutekunst über Spar- und Konsumvereine.— Lerschiedene«. Die Mitzliei»»»den gebeten, in dies» Versammlung recht zah.relt zu erscheiorn._ Der Borstand. Kur Clberfclb uod Barmen. Die Mitgl'cber te« Wahlcamit»'«, sowie diejenigen Par- teigrnossen. welche Stimmzettel uud Flagblitter verthcilen wollen und am Wahltage in den Lokalen stehen, haben fich Mittwoch, den 7. Jan.. Abends 8 Uhr, bei Herrn Hnuschcidt In Elberseld, bei Herrn Müller in Baiweu einzufinden.__ Fr. Ha r m. Alle Sachen in Bitceff der Agitation für Dortmund find von jetzt an zu adrcsfiren au QE. Kalbfleisch, Osteuhell- weg 21. Z Für Sfetltu LersammlAng Mittwsch, den 7. Ja,.,«kenk» 8t Uhr, im Lokale des H»rn Porst,«üt-rlbarfeastr 45(Apollosaal). Die Wadl-HüliSmäna» de»»inte» Wahlkreise» werde» ersncht, fich um 7t Uhr»aseldft«instnde» zu wollen. 5. Becke,. � Kür � Zum Stiftungsfest Sinntag,>» u. Januar, x». ladet die Parteigenossin»a» Toth», B rvbarg, Dohndorj»« Sröbzlg und Umgegend ergedinü ei» Da»"' Loa Nochmittag« 2 Uhr u Untadaltnugswufik. für fremde Mttzlieder b Sg». & Entrsi"" Für Geschlosieue Uitniiezirdersammlung Mittwoch, den 7. Jan.,«pwki 8 Uhr, I Im Lokale de» Herrn»»«tzoth, stütchcubrückstr. "«Un i C TageSordn.: Die R.ichSSagtwobl«. Jede« Mitglied muß am Platz« sei». Kartell find vor znz-ig-n._______ Der Bevollm. 286 13 4= 666 1 4| Für Cölu uuk U»Htgeiiö. Alle Adonueuteil de»„Ne»«ll Gasial-D-mokrat", all Freunde»er Ardeitersache— vorzüglich aber alle Mitglied» ist alll ohne Ausnahme,»»den freundlichst»lacht, Mittwoch, drn 7. Januar, ThrnkS 8 Uhr, im Lokale de« Herrn Wolter, Sriechenmarkt 37, zu ersch-iaeu. Partelgeaossen, e« ist her 10 J»an»r. __ Da« Mahlcowit»«e» Allg. dentst. Brb..B»einS. im kell Ge Hai für Lei Für.Brasbratiir« s. d. H. Aroeiter-Friluell-»ob P�scheu-Verein. keil Geschlossene Witglicdcr-Bersammluna Freitag, den 9. J«u., Akolk« 8h Uhr, im Lokale de« H-rcu Kernen. Der Borstand, »r! das rS Für Äreslau. Thügnartner brvtfcher Zhrbrtttr-Vereiu. Vers«Ml»l»ng Mtttwoch, ken 7. Jannar, Abends. Alle Mau» am Plötze. � w t> er ma der «n Zum Wahlsond»»halten»cu Mitgliedern dl« Allz m.i Tischlervircius durch Herrn R»send ach 2V Thlr.; voll dl« Metallarbetteroerein durch Herrn Lithke 30 Thlr. ______ K- P. Reinder«. Au die Hamdurger Parteiaeuosseu. In rette» Quartal aagisouge» hat, so ersuche lch�lt Da ein � � zahlreich auf den„Neucu Social! Hc'mokeat" zu atollüir-o die Parteigenosscu müssen ü»haupl dessir für BerbreiliSi scha de» Parti wrgau» Sorge lroglll,»ie bisher; wir mllffck � im Laufe diese» Jahre« miutcgenS 2500 Abonnenten zähle» Auch ersuche jid um zahlreiches A!?»n»rment aus die„Ä cial polilischca Bläitcr, ti sind nach mehrere Jahrgänge v»k fun 1373 bei wir»oerälhig; dieselhen lign-u sich in dm laugst fchn Wlnterabeu.-en besond-r» in Familieukreism. Alle West llrmzrn find ,n machen beim Bereinswülk Wilhelm Flachcbarth, N-ner»aü um» Nr. 17, und den Ko Porteliren. Scr Bevollm.: Bater.� Fre km, Warnu»«. Ein gewiss» Maler Name»» Chr. Triebnrg von il Pol hat fich einen Schein mit dem hiesigen ParlammtSwck netl stempel und meinem Namen, stehipel z» verschaffen gewvß-xn womit er in allen Mitgliedschafleo fich Geld zu»schwind«» � sucht, indem er»orgi'bl, von mir vi» A-fitator empfohlen 1 stbv sein. Ich»suche daher alle Partriamosscn, denselben anz» halten und mir seine Adresse aozuaedeu. näh Hamburg, dm 3. Ja.>nar 1074.; E. L. Vater, B-oollmächtigt».�" jiiwoi Allen Frcnudeu und Parteigenossen empf-hlt ich m Nestaurant, Manerstr. 10, im Keller. Für gute Speisen, Bairif1®e und echte Bitte und Werne ist besten» gesorgt, auch liegt d< m Partelorzau aas._>. Merkel.� ZU St« Lieber'S Salov, Thsrstr. 1�. Sonntag, den 11. Januar, Vorm. von 11— 2 Uh> große GefellschaftS-Tanzstuude. tkrn En»>-e frei. E« ladet PtteiuSwitgliedc« ergcbmft ein lose ».»««gier, T-nzlehr».. Rx, j Helene Q» e st, Heinrich Thamscn. Vcrlobtt. Schleswig— Altona. Wa soll übe, Hkirattzs-Anziige. Georg Wirü, BugcltueH ____ Tönnig— Husum._ B. a a r u p. keit Der„Neue S»cl»l-Hem»kr»t" liegt an» Adalbertstr.' vom im Keller bei Gr» hl, Ncstaurttevr.___„„j, Berspälel. Unserer liebe» Ächwägeeia nud nrncn M Wo kämpsertn M- Hunziaer zu ihrem»ebilr««tage h. Glückl Im neuen Jahr' bewahre auch Dein Recht, Zu»ns'r» Fahne st:hr fest uud wanke nicht. ZUN! DK Familie F. Hj bliö legt ab« emf Meinem iicde» Freunde Oskar VelSler za seinem! amfcstc am 7. Januar die herzlichste» Glückwünsche. _ Mit Gruß Theodor Fehlondt..| Meinem liebe» Manne Ostar Seisler zu seinem st �. 7. Jannar stattfindenden Geba«»tage miineu herzlichsten GM«> l° wünsch. Möge e« ihm vergönnt sein, noch recht lange ü leta die Freiheit de« eutcrdtm Proletariat» zu kämpfen. heit wünscht von ganz.m Herzen dcilic Krau Margaretha G-iSler.� E. P arteigen, kann f. 3 Thlr. in e. mSbl. Stube st �' ' Fei esnw. Pr-nzlau-rstr. 41/42, 2. H. 2 Tr, bei Wersinge-"" Eine Schlaffiellc ist an einen Partcigin. zu vcrmiithf � am Waterloo-Üfcr 9, Hof pmt., recht», bei W. Dickma� Ein v»heirath-ter Parteigenosse ohne Kind» sucht �'8' 1. Februar eine leere Stube. Adressen in der Expedstst ohn diese» Blattes ab ugelen. fich Druck von<£. Jhriug'S Wwe.(A.«Äidatzti» in Birltos Lüg Verantwortlich für die Redaktion: C. V.cker in B Verlag von W. Grüwel in Berlin.