e. Nr. 4. »itft Aritiinz erscheint drei Mal »Icheutlich, und zwar: Dienstag», Honnerstag» n. Eonnaiends Abend». VInnnemenM'Vtei» für Berlin incL«ringerlehn niertel- HbrliS pränumerando!?>/, Egr., mo- »atUch SV, Sgl., einzelne Nnnunern I>»«.; bei den Postämtern in >»«l Berlin, Sonntag, den 11. Janna 1874. 4. Jahrgang. Reu er Aar., bei den > w Deutschland gleichst Id«»renzet stdd. Währ.) eube» !ostSm- « 16 Egr 6. IstcüIDemstkrit. Eigenchm» U* Allgemeinen deutschen Arbeiter- verein�. Redaltten u. irpedition Berlin, Drcidenerstraße Nr.»S. Bestellnngen»erden av»»ärt»bet allen" Postämtern, w Berlin in der Sppedta tion, sowie bei jedem Epeditenr ent- gegeitaenonnnen. Inserate sin der Sprebition ausptgebeu» werden pro dreigesfaltene Petit-Zeile oder deren Ranm m>»« Sgr berechnete «rbeiter-Annoncen die dreispaltige Zeile oder deren Raum �, E»r. istrt. [f. m ime» irttel »furt den» scheu sich chei» an«- ! der che«» S. EU 0. J Aeitbetrachtuuge» am Wahltage. H. I» dem Augenblick, w« dir Mehrzahl unserer Leser die heutige Nummer erhalt, wird die Wahl- schlacht beendet sei». Die aufgeklärte» sacialistischeu Arbeiter Deutschland» habe» damit eine» neuen Au- lauf gemacht gegen da« Bbllwerk der gewalthabeudeu lilafsen,»ud die Bresche ist erweitert, welche in deu Wall der Borurtheile, der Feigheit»ud Dummheit gebrochen wird. Lauter wie vor drei Jahren tönte diesmal der Schlachtr.f: Hie»rbeit! Hie Kapi- tali Und mächtiger gingen die Wogen der socialen Bewegung. Mag da« Ziel auch noch weit entfernt snn, welche« wir uu« gesteckt haben, nämlich die Mehrheit de« Bolle« aufzuklären und zu vereinigen, damit fie die »olle Freiheit auf socialem und politischem Gebiet fich erring«— Niemand kann e« nn« bestreiten, daß ein neuer, kräftiger Schritt vorwLrt« gethan ist, daß die Social- Demokratie»immermehr erlahmen wird. Die moderne Gesellschaft geht unaufhaltsam ihrem Untergänge entgegen; die beispiellos wachsende Au»- beutung der BollSmafien, die verheerenden Krisen auf der einen Seite und der nicht« achtende Ucbermuth, die Berlängnung aller Sittlichkeit auf der auderm beweisen Jedem,«elcher sehen will, daß die im Glänze der Macht strahlenden Herren der Welt auf dem ? Umwenden Vulkan tanzen, welcher jeden AugenbUck einen Schlund ifsuev kann, um sie zu verschlingen. Welche Lehr'» haben»n« doch die Jahre seit der letzten Wahl gebracht! Da sahen wir zuerst da» gewaltige erschütternd« Schauspiel der Parisrc Commune, deu Riesen- kämpf de« zur Verzweiflung getriebenen Proletariat», welcher nach deu furchtbarste» Zuckungen, nach lauge schwankender Entscheidung endlich im Blute de« Volke« rrstickt wurde. Und doch sind die Machthaber Frank- reich» ihre« Siege« nicht froh geworden; noch immer schwelgen fie— ein unerhörte« Beispiel in der Welt- S(schichte— im Morde der Gefangenen, und die lugst vor einer dereiustigen Rache de« Volke« treibt fie zu den entsetzlichsten Gräuelthaten au. Und in Deutschland hat sich ein nicht weniger lehrreiche« Drama abgespielt. Die Bourgeoisie hat, Hingeriffen vom Taumel ihrer neuen Machtstellung, ' eine Epoche de« Schwindel« nnd der Ueberproduktion St. hervorgerufen, durch welche al«b«ld die oothwendigr Folge, eine koloffale Handelskrise, lotstanden ist. im« Der militärische SicgeSjnbel hat dem socialen Roth- stand in kurzer Zeit Platz gemacht. Lauter d»nn ja pocht da« Elend an die Thür der»rbeiterhütte. Än Frankreich wurde da« arbeitende Boll nie- dergemetzelt durch die»ulbeuter. In Deutsch. laud wurde«s durch st»»»«geplündert. Da« ist die bittere Lehre der verfloffeueu drei Jahre. Nun wohl, da« arbeitende Volk hat nicht um- � sonst die« thcure Lehrgeld gezahlt; die sociale Auf- � klärung, da« Klasseuiutereffe de« vierteu Stande« und � Durst nach Freiheit wachsen von Tag zu Tag. Die gesellschaftlichen Zustände selbst agitiren für Ven ■r. j SocialiSmu«. so stärkt sich denn auch die Organisation Ferdinand Lassalle'S, so mehren sich die Ar- — r it1,\\t�ütaiUoa c o�er Wuth der feindlichen �.�»erbitterter wird der«lasseukamps. Die jetzige Wahl z�t uu« weit mehr noch al« alle früheren, daß sich die.sämmtlichen Parteien, so sehr sie sich untereinander auch hassen mögen, vereinigten gegen die Social- Demokratie. Ein allgemeiner .. Mischmasch von Parteien, voll reaktionären Hasse« M gegen die Freiheit und voll kapitalistischer AuSbeu- __ i vmgSsucht, gestaltet fich auS unsere» Feinden— die gehässigste, aber auch die kläglichste Erscheinung. Doch, kann uu« die« wundern? Sicherlich nicht! Da« ist vielmehr die nothwendige Entwicklung der BonrgeoiSgesellschaft. Die alten herrschenden Stände gehen auf in der Bourgeoisie, der Mittelstand wird von ihr erdrosselt und in'« Proletariat hiuadgedrückt, und so klafft denn Ichon unüberbrückbar der Abgrund, welcher die zwei ha. >ese» not .25J icht« lllck' Gl' y tige» leine lück r. rtel' großen Klaffen der Gegenwart, die Enterbten und die Genießenden, die Arbeitsbienen und die Drohnen scheidet. Die Socialistrn haben diese Entwicklung schon »oremSgesagl, als man sie kaum ahnte— welcher Lärm erschallte beispielsweise au« der Fortschritt«- Partei, al« Lassalle ihr geradezu erklärte: alle Par- teien find der Arbeiterpartei gegenüber eine einzige reaktionäre Masse. Wa« die angeblichen Frei- heitSmäouer vor zehn Jahren verläugneten, da« pre- digen sie jetzt öffentlich, und da« bestätigt der jetzige Wahltag. Wohlan denn, ist unsere Voraussage eingetroffen, daß sich die Gesellschaft unabwendbar spaltet in die Arbeiterklasse und die besitzende Klasse, daß zwischen Beiden um da« Mein und Dein, der ingrimmige Klassenkampf losbricht— dann wird auch unsere fernere Voraussage in Erfüllung gehen; Der Kampf wird ende» mit dem Triumph der Arbeit über daS Kapital; die große kulturgeschichtliche Bewegung wird fich gauz vollziehen, und au Stelle deS Lasters, de« Elende« und de« Klasseuhaffe« wird, wenn dir Arbeit Königin geworden, Sittlichkeit, Reich- thum und Brüderlichkeit die ganze Mensckheit beglücken. Politische Ueberficht. __ Berlin, 10. Januar. UV» In Carthagera ist man noch immer guten Muths. Nach neueren Nachrichten hat da« Bombardement, trotzdem e« in lEtzterer Zeit ununterbrochen fortgesetzt wurde, sehr wenig Schaden an den Befestigun- gen verursacht. Die Belagerten erwiderten da« Feuer lebhaft, und die Nachricht von der Regierung«- önderung hat ihnen neuen Muth gebracht, da fie hoffen, daß die Gesinnungsgenossen im ganzen Laude sich endlich erheben«erden, um der Herrschaft der ausbeutenden Klassen ei» Ende zu macheu. Wie es aber heißt, lassen fich die„Freiwilligen der Freiheit- ruhig von den RegierungStruppen entwaffnen; daS Boll aber hat keine Waffen. So müssen fich also die tapferen Bertheidiger von Carthagena auch ferner auf ihren eigenen Muth und ihre Standhaftigkeit verlassen. Wie einem italienischen Blatte geschrieben wurde, befanden fich in der Junta bisher 25 Frau» zofen, 16 Belgier, 18 Engländer, 3 Russen und 5 Italiener— ein Beweis, daß� die Kämpfer von Carthagena wisse», daß fie für gemeinsame, hohe Zwecke und nicht für Partikularistische Bestrebungen in'« Feuer gehen, indem sie die besten Kräfte, ohne Unterschied der Nation, auf solche Vertrauensposten berufen. Die Blätter bringen folgende Notiz über die An- gelegenheit deS Kulihaodtls: „Dem„Jovrnal de St. Petireboorg" wird au« Pecklng mltaethiUt, daß die chenefische Regiermig gleichfalls sehr ernste Maßuahm-a gegen deu Kalihaudel ergriffen habe. Sie mauifestirte die» besouder« dem Präfidenten von Peru gegen- über, welcher in der Abficht, die Beziehungen seine« Lande« zu Japan und China zu regeln,»«eH Uedd» und Peking in da Person de« Depntirlen Aurel io Garcia y Garcia einen «oßerordentlichen Gesandten abgeschickt hatte, um mit diesen Ländern Verträge zu schließen. Nach Erledigung seiner Ge- schäfte mit Japan abat dieser Letziac in Shangai die La- Mittelung de, Virireler Frankreichs und der Vaein Igten Staaten, um mit der chinesischen Regierung in B<»handlung treten und nameMlich eiu-n Vertrag Uber die Auswanderung de» Kuli« schließen zu können. Dir chinesischen Minister «eigateu fich kategotisch, in ftiuudschaflllchc Beziehungen zu Per« zu treten, ehe nicht der letzte Kuli wieder nach China zurück gebracht sei D-r Gesandte erwiderte, daß eine solche Amwort aus die friedlichen Eröffnungen Peru« allen dlplo- matischeu Gebräuchen zuwiderlaufe, und daß China durch Ablehnung seiner Vorschläge fich de» letzten legalen Mittel« berankte, die Auswanderung zu konttollren, und wenn end- lich China jeder Transaktion üba die Kollfrage abgeneigt sei, so liege hiain noch kein Grund, einen Vertrag mit einer nnabhingue» Macht za verweigern, welche den Wunsch nach einem solchen äußere. Die chiuefischcn Min stcr blieben un- e schlltterlich und trafen ihre Maßnahmen, um die Peru- dianer zu verhindern, nach Peking zu kvmmen, so gut, daß, al« der Sekrttär de« Gesandten Garcia diese Reise im Ge- folge eine« ftanzöfischen«ausmanue» anlrtteo wollte, er in Tientfin verhaftet und zur Umkehr nach Shau«ai gezwungen wurde. Gleichzeitig trifft die chineffsch« Regierung die strengste» Maßregeln im Skldca de« Landes, um die Kuli- aussudr zu hindirn, nn» hofft dieselbe endlich aui Macao zu beschränkta, aber welche« fie jedoch keine Lmoriiät hat. Bc- k-untlich hat die partuglefische Regierung in Macao ent- sprechende Maßnahme» versllgt." Dieser abscheuliche Menschenhandel wird also nun endlich aufhören, und die Lebensbedürfnisse der amerikanischen Arbeiter nicht weiter durch die Konkurrenz dieser bedürfuißlose» ArbeitSthiere herabgedrückt.— Die chinefische Regierung wird freilich nicht auS die- fen Motiven zu der energischen HandelSweise getrie- ben— ihr geht eS nur darum, daß ihre AuSbeu- tuugSobjektc hübsch im Lande bleiben und sich dort redlich bei schwerer Arbeit von Reis und Mäusen nähreo! * Die ,Kreuz-Zeit«US- schreibt: „Eine»an Berliner Social« Dem»kraien(L-ss-lleauern) tiubernfcne„volktzpersammlung-, in welcher unter anderen Rednern auch Herr Haseuclever fich»l« Wahlkandidat der Arbeiterpartei vernehmen ließ, wurde e« durch eine Resvla- tlvn„für Pflicht»er Arbeiter erklärt, den 10. Januar zu einem Feiertag zu machen und für»en«riciter'andidaien Haseuclever zu stimmen. Die Berfammelleu trennlcn fich mit den lebhaftesten Hach» auf den Kaubidaten."— So berichtet der hiefige„Saciol-Demakrat", und da die« Blatt Herrn Hasenclever zum Leite, hat, so zweifeln wir nicht an dem Superlativ»er Hoch««nf Herrn Haseuclever, zu deren ge« drucktem Sch» fich»er„Sac.-Dem." macht. In drrselden Rümmer»erfichert da« rvthe Blatt:„daß die Abounentenzahl sich in diesem Quartal auf 17— IS, 000 erhöhen werde,- und e« k-llpst daran»en ftahlockendeu Satz: „Der Zmvach« von 8000 Abannenten In diese» Zeit der Arbcit«n»th giebt an« aber auch die Berechtigung, zu glau- ben, daß am 10. Januar bei ernstem Willen und große« Thätlgkcit unsere Partei einen bedentenbeu Wahlsieg erfechtet »Ird.- Run, der al« Feintag in Aatsicht genommene Wahltag wirb ja zeigen, ob für die Soclal-Demokrateu bereit« die Zell da ist, die Früchte der Autsaaten de« Liberalismus in ihr» Scheune» zu bringen. Zu«„Dreschen" ist e« bekauni« lich hie und da schon gekommen, und der Zuwachs an Abon« nenten, auf welchen der Berliner„Social- Demokrat" seine rothen Hoffnungen baut, Ist doch auch ein»icht zu nute,« schätzende« Symptom dieser Zeit." Die„Kreoz-Zeitung ärgert fich sichtlich darüber, daß auch andere Leute, al« Könige und Fürst>, vom Volke mit Hoch« bedacht werden! Da«„rathe Blatt- und die„rothen Hoff- nuugeu" erinnern lebhaft au das bekannte Gedicht vom Morgeurothl— Im Uebrigeu find die Social- Demokraten bescheidener, al« die„Krcuz-Zeitung" fich vorstellt; auf„Früchte- machen sie noch keinen Anspruch; fie sind damit zuftiedeo, einige Vertreter in die gesetzgebende Versammlung zu bekommen, da- mit da« Elend de» arbeitenden Botkc« von der wich- tigsten Stellt im Reiche herab enthüllt wird, und die herrschende Klasse nicht länger einen großen Theil de« Volke« in Uakenutniß von dem Streben ihrer Brüder halten kann. Wir sind noch am„Säen", und„gedroschen" wurde bi« jetzt nur von anderen Elementen; wir brauchen nur an den„FriedrichShain" zu erinnern und an da« öftere„Einschreiten" de« Militär« bei Strike«._ ♦ Die„Elberfeld er Zeitung" schreibt: „Die ulttomovtane„Kölnische Volt«- Zeltung" bringt unter«llEriei feinen Auesällcu auf die„ElberfeldEr Zeitung- eine neue Korrespondenz von ihrem mehrerwähuten Elber- selber Berichterstatter, worin derselbe die Wähler de» Herrn vr. Lieber dagegen v-rwahrt, daß dieselben In einer mög- llchcn engeren Wahl zwffchen dem Socialdemokraten Hassel- mann und dem liberale» Kandidaten Justizrath Stab« nicht so.Prinzipien- und charakterlos" sein würden, ein„schwarz- rothe» Bllnbuiß" einzugehen. Der„Leckerbissen" würde uns ulemal» vorgesetzt«erden, dessen bürste der Korrespondent nv»»erficheru.— Wir nehmen selbstverständlich von dies« Berflchnm-g hier gern Notiz, und»«den die hiefige ultra« montane. Partei s. z. daran erinnern." Jedenfalls ist die Partei der„Elberfelder Zei- tung" auf den„Leckerbissen"(1500—800 Stimmen) sehr erpicht. Sollte e« aber den social-demokratischea Arbeitern auch nicht gelingen, im ersten Wahlgange sämmtliche Gegner zu überwinden, so werden die katholischen Arbeiter wissen, wa« sie zu thun haben. Höchst merkwürdig wäre c«, wenn dieselben einem „AuSnahmegesetzfabrikavtcn" ihre Slimmc gäben, be- sonders AngcfichtS der bevorstehenden Verhandlungen über das Prrßgesetz. * Ei» Hamburger Korrespoadeut der„Jtzehoer Nachrichte»" schreibt: , W'l-tm Ausaaug die Wahle» jom Reichstage bei uv» uehme» werden, i'l»tazt woht varemSzusehen. Ju unserer TazeSpreffe ist über cl» paar der aufgesttlltc» Kandidaten ein heftiger Federkrieg auSaebrachen, der, will nu« bedanken, etwa» zu leideuschaMch geführt wird und au» dem mSg« licherweise vur die Äocial-Demakraten, gegen welche doch die Liberalen aller SchaUirrmgeu vereint Kraut mache» sollte», Nutze» ziehen werde». Jetzt, in der eilfteu Stunde, hebt eine gewisse Börscupartei, die gar zu stark kanservativ gefärbt ist, sogar noch eine» ganz neuen Kaudidate», dessen parlamen- tarische Fähigketteu schwerlich Viele kennen, auf den Schild und wird damit nur eine höchst bedauerliche Zersplitterung der Stimme» erziele»." Die guten Leute habe» doch eine riesige An�st, daß sie durch einen Arbeiter im Reichstage ver- treten würden! Vereius-Theil. Dsc Bevollmächtigte» au de» Hauptarteu der verschiedene» Wahlkreise»erden ersucht,»ach de» Wahle» da» Se- sammt-Resultat derselbe» mitzutheile», damit im Partei« »rgan eine genaue Zusammenstellung gemacht werde» kann. Da» Resultat ist am genaueste» au« den Amt»blättern zu ersehe».__ Die Borstaudsmitgliebe»»erde» ersucht, bald ihre Entscheidung über die im letzte« Zirkular vorgrlegte» Luge« legenheite» einzusenden, da befreffeuderseit« schon augefragt wurde._ In der Prozeßsache wider Kr«hme wegen eines Berichtes in Nr. 110 unseres Parteiorgans über den Frankfurter Bierkrawall fand am S. Januar die Bcrhandluug vor dem Berliuer Stadtgericht statt. Frohme wurde wegen Allreizu»g zu Haß uud Ber- achtung zu 9 Monat Tefüugniß»erartheilt. Der Staatsanwalt beautragte 1'/» Jahr Gefinzuiß.— Gleichzeitig wurde der vera»twortliche Redakteur C. Becker wegen PreßvergeheuS in derselben Sache zu 100 Thaler Geldstrafe, event. 4 Wochen Gefängniß verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte 200 Thaler Geldstrafe, event. K Monat Gefängniß beantragt. Der Staatsanwalt beantragte für Frohme die steck- briefliche Verfolgung, resp. seine sofortige Verhaftung, welchem Autrage der Gerichtshof iudeß nicht bei» pflichtete. Bemerkenswerth ist auS dem Plaidoyer des Staatsanwalts, daß er die focial-demokratischeu Agitatoren als die gefährlichsten Menschen bc- zeichnete, welche kein Vaterland kennen und haben, überall und nirgends zu finden find. O, wie edel! USlar, 4. Jon.(Versammlung.) Am 4. dss. hatte» die Ratioualltberaleu eine Versammlung einberufen, in wel« chelcher ei» Kandidat zur ReichotagSwahl aufgestellt werde» sollte. Der Vorsitzende, Bttrgermelste, Jörn, ertheilte dem auweseudeu Kandidaten, Stadtsyndik» Albrecht, da» Wort. worauf dieser selueu Brei auszukramen begann. Da» Erste war, daß e» ihn freute, die uationalliberalen Subjekte per« söulich kenne» zu lernen: al«da»a lobhudelte er den Ober« ditrgermeister Miguel in O«u. brück, den er al» einen wahre» VolkSmaun hinstellte- Al» Beweis führte er an, daß gedach. ter Herr seine Stellung in Osnabrück aufgegeben, um in Berlin einige Stufe» höher aus der Leiter der Bureaukratic »u steigen und eine größer- Einnahme zu erzielen. Wir glauben gerne, daß er-In echter«olksmann im Sinne der uationalliberalen Lobhudeler ist. Der Herr Redner fährt nun fort, uneingedenk de« Sprüchwort«:»Eigenlob stinkt", und rühmt sich seiner fabelhaften Wirksamkeit tm Reichstag« uud verweist seine Kollegen auf die besoldeten Blätter, worin seine Machwerke enthalten find. Für die Aufhebung der Salzsteuer wollte er, wenn er gewähft würde, energisch elutteten, aber e» müßte selbstverständlich eine andere indirekte Steuer an deren Stelle treten, sonst wolle er damit nicht« zu thun ha« ben. Da» große stehende Heer Ist nach seiner Meinung noth« wendig, um wieder einen Massenmord ausführen zu können. Alle deutschen Patrioten müßte» daher, um Ihren Geldsack beschütze» und die Arbeiter ausbeuten zu können, ein stehen« de« Heer haben. Der Redner sagte auch gerade heran«:„Für die Arbeiter«erde ich nicht« thun, souderu blo«„für da» deutsche Reich" wirken." Wir Arbeiter erwarten anch nicht» von dieser uationalmiserableu Bourgeoisie, denn ein Ausbeuter kann nie für die Rechte de» arbeitenden Volke« wirken; er wird vielmehr für Ausnahmegesetze jeder Art stimmen, damit die Roth der Arbeiter noch vermehrt werde; darum rufen wir:„Weg mit alle» Bourgeoisschwindeleim." Lange genug haben wir für dm Geldsack die Ketten der Lohusclaverei ge« tragen, lasset uns bei der nächsten Wahl beweisen, daß wir «n» bcmühm, dieselbe» abzuschütteln und frei uud offen mit Muth und Energie für unseren«aubidate» eiuzutretm, damit « fi'greich au» der Wahlurne hervorgehen möge. Mit so- «ial-demokratischem Gruß S.«. Retze, Schwiftführer- Kiel, 3. Januar.(Bericht.) Es war am 6. Januar «ine große Wahlbewegung in Kiel. Damit die Arbeiter nicht in dee Versammlung kommen konnten, hatte die LaideSpartei am 6. Januar um 3 Uhr Nachmittag, eine Versammlung anberaumt, wozu die drei Kandidaten Dr. Griebel, Herr Hartmaun uud Professor Hiuel eingeladm waren. Jeder sollte sein Programm entwickeln. Herr Harlmann wurde telcgraphisch davon benachrichtigt. Die Versammlung der Lande-partei wurde dmch den Buchhändler Maak eröffnet. Da» Bureau kam in unsere Hände, und Herr Bendin war erster, Hen- Heiuzel zweiter Vorsitzender, Herr Schmidt war Schriftführ-r. Dr. Griebel bekam nun erst die Er« laubuiß. seine» Krims-Kram» auszuschütten; das Selbstbe« stimmungSrccht war natürlich das Erste. Herr Heinzel setzte demselben aber auseinander,»aß das Selbstbestim- mungsrccht nur eine Maske sei, wo stch die Arb-iters-Inde hinter verstecken. Die Arbeiterfrage würde von der Lände«- Partei verworfen, uud die Rechte de« arbeUendeu Volke«, die in dem Programm zur Reichstagswahl enthalten seien, wür« dm auch nicht anerkannt, folglich kömtte da« Selbstbest'm« muugSrecht keine Anwendung finden von S-itm de« Volke», sondern eS sei lediglich das Bestreben d.r Laudespartei, die Arbeiterpartei zu zersplittern und, wie alle reaktionäre Par« tele», den Arbeiter in die Ketten der Lohusclaverei wo mög« lich noch fester schmieden zu aeilen. Redn-r w!c» nach, daß die Führer der Landespartei gropreniheils 1803 der L olkspartei angehörten. Sie haben daher nur, wie der Fuchs, den Balg gewechselt, aber die Schalkheit Ist geblleben. Um 5 Uhr Abends kam Herr Hart mann au« Hamburg und begab stch in das Versammlungslokal, wo e» Ihm leicht war, die vorgebrachten albernen Schwätzereien der LandeSpartelle« zu widerlegen. Zum ersten Male hatte unsere Partei die Ge« legenhrit, sich mit den Gegnern der Arbeftersache Hierselbst zu messen, und zugleich vor de« drei Tausend Mann starken Versammlung darzuthun, daß nur durch die Social Demo- kratie eine vollständige Verbesserung ber Lage de« arbettm« den Volkes geschehen könne. Die LandeSpartei wurde gehörig entlarvt und wurde» Bielen die Augen geöffnet über die Ver- stellungSkunst dieser reaftionären Bande. Möchten doch alle Arbeiter sich mit Abscheu von dieser BourgeoiSpartel abweu« den, die, um die gerechten Forderuugm de, Arbeiter zu unter- drücken, fich nicht zu gut Haft, das Selbstbestimmvngsrecht auf ihr Programm zu schreiben, um die Arbeiter, wie 1843, in ihr Schlepptau zu legen. Freunde, laßt uu« alle Zer« splitteruugSversvche, wie bisher geschehe», mit Muth und Energie bekämpfen, damit der Si-g unserer gerechten Sache uns zu Theil werde. Mft social-demokratsschem Gruß Schmidt. Kiel, S. Jan.(Volksversammlung.) Wir hattm hier eine von 7 Zuchthaus festgesetzt für Denjenigen, der durch Dr» Hungen, Verhöhnungen oder durch andere beleidigeuk Handlungen die Ehrerbietung verletzt, die er de« Könige schuldet. Dieser Paragraph umfaßt also nicht nur di Fälle, wovon der§ 6 im Gesetze vom 3. Janu« 1651 spricht:„Wenn e« in gedruckter Schrift l' schieht"; sondern auch Handlungen von viel grobeü Beschoffenheit. Die gesunde Vernunft sagt, daß» Rechtsbegriffe sich nicht von 1851 bis 1866 so v/ ändert haben, daß da», was vor 1866 mit einit Monaten einfacher GefSnguißhast, jetzt, nach 1866, f ZuchthauSarbeit bestraft werden soll. Ferner sagt die- gesunde Vernunft, daß eS keine! wahnwitzige Gesetzgebung giebt, welche als Str«! öffentliche Arbeiten erkennt für Verbrechen, für wel� man den eigentlich Schuldigen nicht zur Verantw» tung ziehen kann noch wird, sondern eine Person b straft, welche formell die Verantwortung übernomusi hat. Wenn nun da« Obertribunal nichtSdestoweuits den Redakteur Hansen zu acht Monaten Zuchthaiü arbeit verurtheilt hat, so ist daS der stärkste Mi! brauch, den man jemals gemacht hat, und waS V« Verdrehungskunst nennen kann. Ju der Begnadigt sehen wir, daß da« Obertribunal zu der Einsts gelangt ist, daß der König Klein endlich flau ge«� den ist; da gehört viel zu. Wie„Fädrelandet" a< klärt, hat daS Obertribunal die drei Führer vk nrtheilt, und Herr Klein äußerte in einer Speiche leckergesellschaft von Handwerkern in Aalborg, d der König Christian der Neunte nicht begnadige, ss deru daß König Klein daS in Händen habe. In§ 90 des Strafgesetzes hat die nationallst rale Partei eine Goldgrube entdeckt. Se. Majes der König muß immer herhalten. Wenn der e oder der andere politische Gegner der Partei nN haglich wird, so gilt es bloS, etwas aufzufiol waö man Beleidigung oder Drohllng gegen den nig nennt, und binnen Kurzem sitzt derselbe im Zw Hause. ES wird in wohlunterrichteten Kreisen zählt, daß, während die Herren Berg und I Hausen ihre politische Rundreisen in Jütland m> ten, im StaatSrath und unter den Ministern er« lich zerathfchlagt wurde, wie man diese beiden Lü in Untersuchung wegen Beleidigungen d«S Köv« bringen könnte. Die Anstalten de« Ministerii� und ihrer Handlanger bürgen für die Wahrheit seS Gerüchtes. Der Wille fehlte nicht, aber � Muth hat gefehlt. Wenn das Volk stch laug« diesem Unwesen befindet, so wird die Zeit nicht w' ferne sein, wo faktisch keine RechtSficheruug ir ren kann. Wir wiederholen deshalb nochmals das, wa< schon Itt früheren Gelegenheiten gesagt: daß daS Gesetz nicht für Alle gleich ist, aber wir haben die Hoffnung, daß die Zeit nicht ferne ist, wo daS Mi- nisterium gestürzt wird und wo die in der Admini- stration und in de» Gerichten eingerissene Demorali- sation, wen» nicht vollstündig gehoben, so doch in der Entwickelnvg gehemmt wird. In einer nicht ferne« Zukunft, hoffen wir, daß ein Tag de« Gericht« kam- men wird._ Der Handel mit Weiße» Srladen in Itilien. Unter olescr Ucderschrift trinet»ie„Time«" rin Schreiben»Ott ihrem ÄometiuVratei fit Rom,»otsn» wir Folgendes bervorheten: Rech einem Gesetz, welche«»erbietet, Kinder bei im Umherziehe» betriebenen Gewerbe» zu bemchc», hat das italienische Parlame»» eine» Versuch gemacht, alt«, verschrienen Mißbrinche«bzuschaffe». E« ist eine groß« Frage, ob die lleUen Knabe»*»» Mütchen, welche sich jedr« Tag ans den Slrag-n i» Pari«, L»»b»», Sie», Rem York und Thlcag» zeigen, wo sie die sogenannte« im Umheogtrhr» betriebenen Gewerbe»rtrelbe», welche betteln nn» ftehlenb, in vieler Hinsicht nicht»och schlechter gestellt find,»l« die afrikanisch-n Neger und de,»statische K»li ans de» Plantage» in Aestindle». Diese KInber»erde» von ihre» Slter» nnmensch- licher Weise in die Lehre g'gebe»»ei Italicnern ober An»« lünder», welche sich»ertzstichte», die Ki»»r» ans eine väterliche Weise zu behandeln««» dasßr gleich»de« spüle, rf»e€MmraR Gelbe« bezahle»,»adnrch stc dieselde»»alenb« i» ihre»«- walt bekommen und ste»ach s�rae Lande schicke«, w» ste»»n den Snterprenenr« gcz»»nge»»erde»,»ntrr»crsch»ede«c» Vorwanden zu bettel«. Diese destrafc» die Klabrr«»f die gransamye Art, wenn ste»ach»er Vkclrnug ihrer Herren de« Abend« nicht genug Gelb mitbringen. Daß d,r Handel»»Nhellhast für hl« Unternehmer ist, geht daran« hervor,»aß ste mit großer Vcreltwilligkcit die Reisekosten de« Kinde», leltst nach üdersreischr» Lüadcrn, bestreiten. Diese Kinder k»»ne» sich daher nie frei arbeite», ste mstflcu immer mit Ihre» Lclerkastc» gehe», nnd ihre weiße Mau« vnzelgen,»Ihre»» ste Hertel». Sa« Lehe»,»ozn diese armen Kinde, verdammt st»d, verursacht tu de,»eiflrn Füllen ihren baldigen lkod und hat unter alle» Umstünden ihr»oll- ständig moralische« Vctberhen zr» Folge. Sie im Anllanbe »der ans Reisen destndliche» Jwlleacr fühlen die grüßte Schande und Trauer übe, ihr» kleine» Landllcnte l» einem so ent- würdigendem Zustande, und ste fi,d bahr, immer beskrbt gewesen, ihre Rcglernng rmd die tlatorttltcn andere, Lünbrr zu bewegen, gegen»lese»Iiderrünbe, vvrMgehe»,»der wenigsten« den Klndcrn eine bester-«chandlun, zu sichern, aber dl- Schwierigkeiten, weiche solchen V-strebuugr» begegneten, find irtflbrrwl»bllch gewesen. I» einigen Füllen, wo vollständige Beweise von zrau'amen Mißhiablougen und schlechter Berpflegnng gebrocht st«d, haben sowohl die englischen wie dl« amcrlkanstchen Richter die unmenschlichr» Herren der Kinder nach der ünfScrste» Gtrenae»es Gesetze» bestraft; aber hohe Brüche nnd seldst OesR«g»Ißstrafe, hat selten ein andere« Resultat erzielt, al« die Gchlanhelt de« Schurken zn schürfe» und Ihre Brntalitüt gegen Ihre jngcndllchen Opfer noch zn vermehren. Früher wurden diese, de» Seele nnd Leib niederdrückenden Tqranneq«»«gesetzte» Kilver, von den Apenine» an die Grenze von Lnci«, Denn»»»d Vorm« geholt, und wen» man st« fragte, wo ste zn Hanse seien, antworteteu st« fast alle:„In Parma". Eonderbnrg, 4. Ja».(Valklversammlung.) Wir hielten heute mn 4 Uhr Nachmittag eine große»olfcvrr- sammlmtg ab, in welcher Herr Raienhansen an» Altona Aber da««rdeltcrprogtmmm n»d»le Kandidatur de» Herru Winter reserirte. Nachdem de» Ncdnrr geendet, wurde zur Interpellation aufgefordert; hieronf meldeten sich der dänische Redakteur Piagel nid ein deutscher Nealschnllehrer Dahl. Sonst wolleu sich die dentschen nn» dänischen Bonrgeol« bei- nahe anffrcssin. aber wenn e« gilt, gegen die Arbeiter zu kämpfen und ihre gerechte» Forderungen mit Fllßcu zu treten, dann ist der Haß»crgeste». Die» zeigt nn» wieder da« Ans- treten dieser beiden Bomgcoi«. Der Piagel sprach nun gleich nach seiner Manie, von dem dänischen Bauer Krüger, de, seine Reden von Kopenhagen beiieht, aber für solche Leute, wie Plvgel, ist et ein gelehrter Mono, wenn er nur deuPa- ragraph 6«»«wendig weiß. Damit da» lose Geschwätz»r« Pingel etwa« mehr Ailllang fand, heulte sein Kamerad Dahl ein dänische» NatlonalgrdrllR, welche«, wie Beide erwarteten, auf die Arbeiter wlvkcn fällte, damit ste den§ 5 acccpttren sollten. Die Arbeiter werden»de» klug und sehen ein, doß die dänische Bonrgeolste sie»lo, in»a» Schlepptau legen will, um bei einer gll»st!gen Gelegenheit die»rdeite, al» Stimmvieh für ei» paar verrückte Großgrundbesitzer znr Wahlarne treibe» zn kdnne». Dieselben würden dann selbst verständlich In ihre» Kopenhogener Reden nicht sü» die Arbeiter, sonder» nur für dänische B»urgeol»-Vickbüuche thmr. I» Folge de« durch Ptngel»>d seinen Freund verursachten Höllenlärm«? wurde die Versommlnng aufgelöst. Mit social« demokratischem Gruß F. He»pe. „Literarisches Büreau, Preßfontzs und Reptilien- fondö" unter diesem Titel bringt die„Germania" eine Abhandlung in ihren letzte» Nummern. Im Schluß- artikel resumirt fie: „Die Unterstütz»»,, welche die Regierung im größte» Theile der Preffe gisnodc« hat", beruht nicht„aus der freien Uederzengnug de» politischen Kreise und ihrer Organe", (wie die„Prov.'Korrcsp." schrieb), sondern ans den finanziellen Zuwendungen, welche die Regierung den Eigeuthümeru oder Redakteuren gcw'HN. E«»ehmen diese Znwendimgca sehr verschiedene Scft».!-n an, und wir find nicht in der Lage, alle Manipulationen, welche in diese, Richtung stattfinden mögen, auszuzählen; aber eimge derselben können wir auf- führen und dem öffentliche» Urthellc unterstellen. Erstlich find Zcitnvgcn mit Geldern au» Staatifaud« ge« gründet und s«d«»» an Privatunternehmer übcrgedeu Warden, mit de, Bedingung, die Reglerungopartei zu vertreten nnd nach den Auweistngen, die ihnen zukommen würden, stch zu verhalten. Zweitens find schon bestehende Zeltmtgcu von oppostti,- netter Haltung gekauft, mit Staatbgeldern, aber auf Name» von Privaten gelanst»orden und unter sehr verschiedenen fmauziellm Bedingungen, aber immer mit dem Auftrage,»er Regierung rückhaltslo» zu Dienste» zn stehen, zuverlisfigeu Händen üdergede» worden. Tritten««erden Zeitungen unter der Bcdlvguna, sich noch dem Willen der Regierung zu»erholte», au« Staot»- Mitteln subventiovirt, entweder durch Deckung der Anlfllle »der durch regelmäßige Znschüssc zu den Herstelluugtkoste« »der durch gelegentliche Zahlungen M eintretendem Bedürfnisse. Vierten« erhalten Zcünngen— uotürlich immer ans die- selben Vediagnoge» hin— Uoterstützungen an barem Gelde »och in ondere« Formen, beispielsweise dadurch, daß für fie Koatlone» gestellt werden,»der dadurch, daß«vf Staatlkoste» eine beträchtliche Anzahl von Exemplare» abgcuommru wirb, »der noch«s»abcre Weis'. � Fürsten« werden Ehefredokteure g-radezn in festen Sold genonnnen, mltantcr— wo»icht Immer— ohne Mitwisse« der EigeothÜmer der Zeitungen. Sechste»« stede» noch ganz andere Mittel und Wege der Neglernng z» Gedote und werde» von ihr benutzt, um stirrige Redaktionen»»mit zn kirren. Ans diese» Punkt znrückzu- krmmrn, deholten»I» un« ober vor,»e»» sich eine zwtn- genbe Ver«»l»ssn»g»leten sollte. Für jetzt nur so viel, daß wir nt»nger» nisete Polemik gegen Periinlichkeiten richte». Wen» trotz»lledem»le„Prov.-Torr." sogt: „Ol ist»»Ii» anrichtig,»aß eine Reibe»,» Z-itnage» von der Regierung erholte»»erde. Ot gicbt<» Prrnßc», mit A»r»«hme de»»»crka»»t amtliche, Blätter, keine einzige Zelt»»«, welche vo»»er Regierung erholten wird, keine ei»- zige, die sich im Befitz»de« zur unmltteldoren Verfügung »er Neglernng befinde", nn» weiter: „X gledt, wie gesogt, in de, ganzen Monarchie keine Zeftm, welche direkt von der Neglernng crh«lten wirb", f« legt ste»stlNdor da« ganze Gewicht auf die unschei»- darr» Mürtchc»„mimltteltar" und„di-ett", deren vrben- tnaalrt»tt dem V»ra»g-fützr«c, erhellt. Wir stnd, wie scho»»de» bemerkt, i» den Stand gefetzt, uns er e sämmtllche»»orstchcidc» Vctzinptungc» zn beweise». X bleidt»och zn erbrtet», woher die Mittel komme», »» die dedetttenbr» stnovzlelle» Auswcudunge» zu de» ange- führte» N«ßi«hme» z» bestreite«. VI« znm Johre I8S7 sta«»tN de, Regierung»» Prrß- Siecke» nur die sogenannten„geheimen Fontt", Ansangü im etroge»«» 80', später»oa 40,000 Ttlr». jährlich zu Gr- Hte. VI« zu diesem Zcichmlkte hat stch auch die go»ver»r- m entöle Beciasillssing de, politische» Presse in bescheidene« Grenzen geholten. Dorn«der erhielt die Regierung die völ- Ng freie, mtt keiner Vcrovtworkllchkctt«etchnu»e»e und seldst »«« jeder Rechanng«lcgim» entbnndcne Verfüzung über den f»gcn«,»te» Welsen-»der Reptllienfond», dcstru jährliche Gr- träge von circa 900,000 Thlrn. zur Abwehr etwaiger„Um* ltlebe" de« Königs von Honaovcr und de« Kursürstc» von Hesse»»erwendct werden sollten. Diese„Umlr!-be", soweit stc Üderhoupt stoltgefanden, hoben jede»sall« aar ein sehr de« scheide»?« Moß erreicht, nnd seit dem Znhrr 1870 ist über- Haupt Nicht« rorgekommen, wo« die Regirrung hätte»öthi- ge» können, diese Gelder btstlmmungemäßig onzu greifen. NiKtldest, weniger hat da««taattminlüerlimt(durch«awp- hanscn) ans die Frage de« Adgeordncteuhanse«»ach dem Betrage und der Bcrwendnng dieser Revennen geantwortet: „Aatzobea, welche vermöge ihrer Bestimmung zrr»a- mittel»»reu»der mitteldorc» Abwehr feindlicher Unterneh- m»ngr» unter dir Allegorie de« tz 2 der Beschlagvahmegesrtze falle», h«din sich t» den»cncrwardeuen LaudeStheilen zahl- reich genug ergeben(gzer lacht da?), um c» nicht zur Au- sammlmtg von Bestände»»a,»en U-berfchüsseu de, mit Be- schlag delegtea Bcrm»gcn«m«sscu kommen zn losseu. Ucber die Zwecke der Verwendung der Rcoennenüde�chüsse nach Maßgabe»er gedachten gesetzlichen Borschristen beschlteßt da« Gesammtminlstcrium. Die Verwendung der demgemäß den etnzelie» Nessortministerle» überwleseven Betrüg, erfolgt sei- ten» d erleide» selbstständig. Der Flnanzministcr dcwlrtt die U-derwessnn»»er darch die«eschlüffc de« Staattmiuisterlnma fcstgcsetzle» Beträge an dos drtrrssc»de Rcssor'. Eine Bethel« lignng»er Odcrrcchnnngtkimme,»ezüglich der Verwendung der i» Rede ftedenden Ueberschüsse findet au« denselben Grün- ben nicht statt, an» denen die Rechnungslegung au den Laad- tag für»»«gcichlosse» zu erachte» ist" Nach Ä»h«lt nnd Form ist»lese Erklärung nicht« Andere«»l« ci»c sehr entschiede»« Verweigerung jeder Aittwort ans die gestellte Fraoe. Danach wird e» aber erlaubt sek, hei der»Igemelnc» Annohme zu verharren, daß c» der Wel- fenf»»d« ist»u« dessen Erttäge» die Kosten der Beeinflussung- de» Presse bestritten»erden. Mit einigem guten Willen läßt stch ja der Begriff»er„Abwehr feindlicher Unternehmnugeu" «ns die Bciä«pfn»g jeder Art von Opposition, in der Presse, in Vereine», im Lonb- and Reich«t«ge, ausdehnen, und bei einer solchen Deaiung de» G'sctze« stehe» der Reglern»! zur Bearbeitung der Presse Snmmen zur Berfügmig, welche die !|egr>wättlgen Prißzustände in Preußen und Deutschland»oll- lä»»!» degrclflich machen. Mit beinahe einer Million jähr- Ich läßt sich Viele, konfen." So die„Germania". Wir find übrigen« dcr Ansicht,'�«ß e« Zeiten gab, wo die Rcgiernngen auch die„frimme" Presse bedachten, wenn e« sich darum handelte, das Volk zu„kirren!" Vermischtes. *(Germanlsiroag de« Elf asse».) De»„Nencu Mülhäaser Zeitung" wird au» Gedwcilcr geschrieben: Am 8. d. M trat dcr hiefige Pfarrer Heinrich in die erste Klaffe Primärschnle eln und ficht den im Unterrichten degriffeue» L-hr-r Hcndrlch» mit den Worten an:„Sie fälschen hier die Geschichte un» leiten die Kinde, systematisch zur Verachtung »er Geistlichen an", fragte ihn, ob er»o» Helmich IV. erzählt n» die Kinder dob-t«icht ,» Richtern über Papst nnd Bischöse»«mocht habe?" Ergrimmt über die Crzadlnag eine» Kaaben, rief er:„Schämen Sic stch nicht,«l» k«th»- lischer Ehrist he»«Indern solche Gochen zu erzählen?" Daun zu de» Schnlfluderu gewendet, fuhr er fort:„Da ist hie Religio««n gegriffen, glaudct nicht,«Inder,«a« der Mensch euch sagt. G« ist gelogen, wenn er etwa« sogt, wa, geint die Religion ist" Dan, wieder zn dem Lehrer:„Sie habe» keine Religio», Sie kommen tmr mit Ihren uMloimleit Bor- urthellc»,»«Herden, verpesten, vergiften mir die KI»»er. Schäme» Sie stchl Ich verbiete Ihnen, solche Sachen de» Kinderu vor;«tragen. E«zählen Sie lieber die Entstehung de« Staate, Prenßen."— Nach einer Ncinc» Erhol«,«»- pause hod der Her, Pfarrer»mn letzten Angriff, an:„Sie kennen ja selbst keine Geschichte! Schämen Sie stch! Ich »erde öffentlich aus de» Kanzel die Eltern vo» Jbnen war- neu.— Wenn die Elfässcr bei solchen eifrigen Postören keine guten Deutschen werden— dann verdienen sie e« gar nicht, welch- zn sein! *(Die Wiener Blätter) btingen folgende Nachricht: „Wegen Anllladiguugea von Arbeitcrcntlassnugen gab es in der Malchinenfabrik»an Köröfi in Audr-tz bei Gratz in den letzten Tagen drohende Sceuea. In Folge dessen wurden Mittwoch(24. Dezember) Mittwoch unter Intervention de« LezirkShauptmauni« nnd unter militärische Assistenz 768 Ar- bester entlassen. Indessen«mde angekündigt, daß am Frei« tag sämmtliche Arbeiter, bis ans 250, wenn sie sich der Hau«- orvttnng fügten, wieder aufgenommen würden. Sicherheit«- Slbrr ist da« Mlliiär in den Kasernen dcstgnirt. Man be- rchtct Unruhen." Militär, und immer wieder Militär, da« ist die Antwort auf jede» berechtigte verlangen im heutigen Staate, da» ist da«»telgerühnTte„freie llebereiukommeu", da« ist die Huma- nie zwischen Kapital und Arbeft! •(Zustände in Amerika.) Da«„Fremdeubl." bringt folgenden Auszug au» dem Briefe eine« jungen Berliner Handwerker«:„Bon den jungen Leuten, die mit mir auf dem Schisse waren(vor ca. 3 Monaten) geht c» mir am beste»; die meiste» müffen traurige Erfahrungen machen; wiedcr ist eine« nach Wackwell Island gegangen, dort er- haften slr wenigsten« schwere»rdcit für Kost und Logl«.— 5* be« Straßen New-Aork» Ist ein fürchterlicher Schmutz; wenn ich bedenke, wie dl« Berliner Zcftungen über da» »ortlge Pflost.r herziehen, s, sollten fie mal die Zustände hier kennen lerne», da würde» fie anderer Meinung werde». Hie, find»ns de» Trottoir» Löcher, daß mau bis zum Knie hiarinsallcn kann; über die Dämme ist kaum hinüber zu kMmt«»; will man-in Loch passtre», indem man hinübe» sptintzt, so fällt mau sofort in ein andere». Die Berliner Anstände sind golden gegen die hiesigen, trotz aller Palästt »on Marmor te. Soeac» 6j Uhr Abend«(2. Dezember) Sht wieder ein MMz-Rcglmenl, welche» vam Scheiben« ießeu kommt, unter den Klinge» eine« bekannten Gaffen- haue«, welcher den Kapitän eine« Bataillon« verherrlicht, voriidcr; voran Soppen»« mit Beilen, dann die Milizen bekränzt, hinten ei» Nigger mit zerschossever Scheibe, dann ein Soge» mit elektrischem Licht, welche« die ganze kriegerische Bande hell dcstra.lt! Ans de» Fahne steht Ari.-n Guard. »n der nächsten Ecke«erden fie oou einem Bombardement von Leuchtkugeln empfangen I— Wer bczahtt NIM den Schwindel?— Und dabei haben wir unzählige solcher Regl« mcvtcr in allen nur denkbaren Uniformen, welche sogar wir sichfische Garberriter aussehen, aber Pickelhauben tragen. Auch rin Laudwehrvcrriu ta dcr Uniform de» preußischen zwtfte» Sarberrgiment« exist!« hier; der Oberst ist der Be« sitze» de« Atlantic- Tardens. Auch mein WIrth ist Miliz« manu und trägt mit Stolz die Pickelhaube. Au» Deutsch- land rücken fie au«, um nicht Soldat zu werbeu, und hie« find fie ganz»erpicht aus die Uniform! Die Osfizlere be» Milizen find größtcnthell« Laaerbierwirthe und werden alle Kivt'u titulirt. Die Kavallerte besteht au« Groceryhäadler» (bei vus Kolonial- und Glüukramhänbler), weil fie alle Pferde habe«, die fie zu ihrem Geschäft brauchen. Wenn diese aut rücken, so glebl da» ein schöne« Bild, z. B. ruft eine», ein Bicrwirth:„He, Schulze, holla!"— sogleich stei- gen Mehrere vom Pferde,»ena fie auch nicht alle Schulze beißen, und stärken stch bei dem Rufenden durch einen kühlen Trunk. Mitunter reiten vom gauzen Regiment nur zehn hinter ihrem Käpt'a, natürlich vergeht der Vormittag, bevor fie»ach dem Exerzierplatz gelangen. Man würde auch hie» mft großer Borliebe Orden tragen, wenn c» nur welche gäbe; dafür putzen ste stch hier die Wiste mit einer Menge söge« uauntcr Badge», d. t. Abzeichen von vereinen aller Art. Freimaurer zn werden, lostet hier 50 Dollar»; während drüben Jedermann seine Freimaurcrschaft streng geheim hält, macht man sich hier die Abzeichen womöglich an die Firma. Sin echter amerikanischer Bürger muß mindesten« zwei bi« drei Vereine» angehören, denn da« Bcreinlweseu grasfirt hier viel mehr, al» bei un«. Mein Stuben kollcge Ist ein Tigar- reumacher, was mir angenehm Ist, da Ich»on ihm eine raoch- bare Eigane für 5 E-nt« bekomme; denn die man hier zu 10 Eeitt» tauft, ist k-um zu raucheu, wa« dadurch begründet ist, daß dcr Tabal sehr hoch versteuert wird, ferner muß für jedeu Arbeftcr eln G-werdrschein vo» 10 Dollar« gelöst wer- den, endlich kostet aber noch die fertige Zigarre pro 100 St. 50 Eent« Steuer; ähnlich ist e« mit dem Bier und allen Loxutsachc», dabei heißt e», hier brauche mau keine Steuer« zn zahlen I Direkt allerding» nicht, indirekt aber desto mehr!" — Manche« mag wohl In dem Schreiben üb-ltrleben lein, aber im Ganze» steht man: Uebrrall, wo die Bourgeoisie herrscht— dieselbe faule Wirlhschast. B rieslüfte«. Gothmann, Norderney. Da» Paquet mit soclal-poltti« scheu Blättern al« unbestellbar retour gekommen. Genau« Adresse angeben. G. Winand in London. Eine Nummer unter Kreuzband kostet 1 Thlr. 16 Sgr., zwei Nummern dito 2 Thlr. 2 Sgr., drei Nummern dito 2 Thlr. 13 Sgr. Annonce». Jahrgang II. Die erste Lieseruug der Social-politischen Blätter erscheint den 20. Januar. Alle Postanstafteu nehmen Bestellungen an. Der Jahrgang 1. kann noch»achacliesert werden. Um zahlreiche« Adanuement ersuchen Ä. Haseuclever. W. Hassclmann. Für Berlin -->tge«ntttr sslutschrr Arßetter-Serna. Lensammlnugeu i Dienstag, den 13. Januar, Rüdcridorfcrstr. 45. Bortrag. Donuerstasi, den 15. Januar, Aallancksstr. 12.«orlrag. I Somiadend, de» 17. Jan., Mauteufftlstr. 90. Bortrag. 7 Ein Schuhmachergeselle auf Herren- lind Daminatbclt z wünscht in der Nähe de« Rathause« bei einem Meister Be- r schtftlgung. Einzusenden Berlin, Jüdenstr. 46, 3 Treppen. - H. Llcker. Swt Lllgem. deutscher Maurek- mid Stmchauer-Bttei». Mitglleberversammlautt» Montag, de« 12. Ja«., Aievds 8 Uhr, In dem Lokale des Herrn Lied.r, 12. TageSordu.: I) Bortrag de« Untergelchneten.— 2) Da« Stiftungsfest de« Bereiu«.— 3) Da« Wahlrefnltat in Deutschland. Lcrschiedeuc« und Fragekasten. Dienstag, de« lZ. Jaonar. Weiid» 8 Ar, im Lokale de« Herrn Lindemann, Manteuffelstraße 90. - TazeSordn.: Wie»den. Mittwoch, de» 14. Iaosar, AdmdS 8 Ar, im Lokale de« Herrn Porst, Rttdettdorferstr. 43( Apoll» faal) Um zahlreiche« Erscheinen ersucht Paul Grottka«. Z'iir Serlin. Geueralversammluug der Mitglieder der Kraakca-»nd Begräbuißkasse de« ehemaligen StrikevereiuS der Schuhmacher und Be» rufSgeuossen Berlin« Montag, den 12. Ja««, Zldent« g Uhr. i» der Gratweil'scheu Bier halle, Aommandanterrstr. 77— 79 (oberer Saal). TazeSordn.: Statuteuberathung.— Wahl de« Borstande« und Ausschüsse«.— Verschiedene« und Fragekasteu. *3 Da« Erscheinen aller Mitglieder ist noth» endig. Quid- tengtbnch legitimirt.__ Fr. Echulze. Bttlmcr Akkorduäger-«od Bauordeiter-Bttna. eoautag, de» 11. Jmumr, Lonotttag« 10 Ar, im Lokale de« Hrn. Ltudeman», Mauteufielstraße 90, keine öffentliche Bcrsammlnng, sonder» Mitglieder-GeuerulvKksamWluug. Tage«ordn.: Bortrag da« Herrn HIppne». Abrech- mmg vom letzten Quartal durch Herrn Walt her. Ber- etn»angtlegenhe!ten und Fragekasteu. _ W Ilh. W ist« an». Deutscher Zwoverer- Baad. Die nächste Bersammlung ist Freitag, de» IL. Ja»«», Saphlcnstraße 13. Q.«apell. %iu ä/ietiin Bersosmlnag des Vereins der Stuhl ardcitergeselle« Mittwoch, de» 14. Ja».,«teniX 8 Ar, 1» Togotze'« Salon, Che. Franks rrrtcrstr. 77. TageSordn.: Vortrag de» Herr» Schul,»der dle Be- deutang und Bestrebungen der Aewerkoereiae. Verschiedene« und Fragekasteu.__ Der vorstand. Kür Äirrli». Arbciter-Frauen- uod Mädcheu-Berrm. Versammlung Diarstag, de» 13. Ja»»ar,»deudö 8h Ar, im Lokale da« Herrn Lieber, Thorstr. 12. TageSordn.: Vortrag. Verschiebene« und Fragekasteu. Um zahlreich-.« Erscheine» ersucht Der Vorstan». Generawersammtung sämmtl. Tischlergesellen Berlins Conntag, de» 11. Ja«»«, Vormittags St Ar, im Lokale de« Herr Eariu« lfrithcr Happoldt), Prinz er str. 72. TageSordn.: Die Lohrfrage und das jetzige Vorgehen der Arbeitgeoer. E« werden hauptsächlich dl« Tischlergeselen, welche bei Justrnmcnteumachern arbeiten, ersucht, zahlreich zn erscheinen. (Sieht Qnandt.)_ S. Schmitz, Berollniichtlgt». Sämmtl.Ti en Berlins werde» hiermit in Seuntnist gesetzt, daß der„hamane" Man», der Pianofortefabrikant Qua» dt, SrllnerWeg 33, mit dem sich seine Leute bei jeder Lobucrhöhnug in gtttllcher nnd r*' vorkommender Weise geeinigt»ud daher ulemal» die fest- gesetzte Forderung crhaU-n haben, seinen Gesellen,»««Ite» viele sich befinden, welche Jahr« lang bei ihm gearbeitet uud ihre Kräfte ihm geopfert haben, jetzt einen Lahn«eboten hat, wofür bei dem jetzigen ttzenren Lebensunterhalt kein Mensch im Stande ist zu arbeiten, nnd haben daher sämwtliche G«, sellen die Arbeit niedergelegt. S« wird die« energische Me»< gehen sämmtlichen Kollegen Berlin« dringend«mpsohleu. Gleichzeitig wird vor Zuzug nach Berlin diingend gewarnt. _ W. Schwitz, Benalm. Es sind serner zum Berliner Watzlfand eingegangen: 0*- sammelt i. d. Drechslerwerkstatt d. Hrn. Meier tu All-Moadit durch Krause 1. 10.—. W. Schnster, Maabit 1. 8. 7. Samml. a. d. Ziwmerplatz Stümler d. Maiev 3. 3.—. Samml.». d. Zimmeilenteu de« neuen Eirku» durch Brosch & 2. 6. Vom Manrerw eiste» Fritz d. Qsst ö. 17. 6. Von den Putzern a. d. Bau Rcaenienstr. 15 1.—.—. Arbeitet» Bersawml. am 20. Dez. Mantenffelstr. 2. 8. 3. Vom Zimmerplatz Bittner d. Neumann 2. 13. 6. W. B.—. 2a—. Bom Allg. Böttcher-(Küper-) t-erein d. Plstschke 16.20.—. Ehlopkowiack 1.—.—. Stodwasser'sche Lampenfabr. 1. 2a—. Samml. i. d. Aktieagesellfch. VnmmeUbnrg von folgende» Zimwcrlentcn je 1 Thlr.: Srothe, Reigelb, Schulz, Eatorsch, Weckner, Lehnet, Barth, Sttatman», Palm,«roll,«rb� Bers. bei Böhm am 20. De,. 2.—.—. Von H.«amde, Zimmerer 1.—.—. Friedrich—. 10.—. Gchadewitz 5.—. Arnoldt 1.—.—. Söttel—. 2. 6. Graft —. 2. 6. Ges. a. d. Platz L-uke d. Tllgel II.—. 20.—. Rogge d. Weigt 2. 2. 6. H.®. 1.—.—. Arbeiterrers. am 3. Jan.�andwehrstr. 2. 21. 4.; am 2. Jan. Maügra- fmstr 2. am 3. Jan. bei Böhm 1. 9. 9.: am 3. Jan. bei Gratweil 6. 1. 3.: am 29. Dez. Mantenff-lsd». 4. 18. 6. Samml. a. d. Zimmerpl. von Koch 2. 12. 6. Gottl. Ilm er—. 13.—. Samml. a. d. Zi»«ierpl.»,n Willkrug d. Paufin—. 15.—. Schöhntrodt—. 5.—. Samml. i. d. Bolksvers. am 4. Ja». 28. 10. 6. Vom Arb.- Frauen« u. Mädchenverein d. Frau Stägemann 20.—.—. Bam Wgem. Schnhmacherverekn d. Arnoldt 1. 2. 6. Von Schaar—. 13.—. Es dürfen die Sammlungen noch nicht eingestellt werden. I. Stahl, Kasstrer. " Der„Neue«octal-Demokrat" liegt an« Adalbertstr. 84� im Keller bei Brohl, Restamateur. Für Hamburg. MasscaversaWmlsLg Tuustaft, den i4. Jap.. AdesS««i vir, in Tütge'« Salon, Val�instomp 41. TageSordn.: Da« lZrgcbuih de« Wahltage«. Alle« ist hierzu eingeladen. Parttigenoffeu müssen für BerbreiüNig Sorge tragen. Da« Arbeiter-Wahlcowltö. Für Hamburg Versammlung der Korbmacher Hamburgs, Altova'ö uud OtteuseaS Tieastnst, i« 13. Jan., AdendS 8h Ar. TageSordn.: Der Brblit»»n«schlUß........ verändert fort, nnd da durch die faetwihrende Wahlagitatiau die ll-terstütznug nicht so reichlich fließt, so»aß wir»adnrch sehr in Verlegenhett geraden str», ersuchen wir sämmtliche Kollegen und Parteigenossen, xn«»ach Kräften z» Uta- stützen und den Zuzug strenge fern zn halten. Briefe nnd Geld« zu richten an H. Heerlein, Eichholz, Hof 70, Saal 24. Mit soclal-demotratischem Gruß Die Kowmisfioll da auSgeschkoffenen Korbmacher Hawbnrg'AlUna- Ottensen«. Kleusburger Abonnenten und Leser de«„Reue» Social-Demokrat". Mtt Laichten über die»gftaiion wollen wir' de» Raum nicht beengen, aba wir wollen, daß Jeder seine Pflicht lhne am Tage da Wahl. Aufgepaßt, ihr 80 Abonnenter, ud da Sieg ist uns». Brstckmaan. Für Brandenburg«. H. ASgmttBtr deutsche, Äiuetitr-Ptretn. Oeffcutliche Versammlung Tienstag, den IZ. Ja»»«, AlaUS 8t Ar, im Lo'ale de« Herrn Keroey. A. Mischte. Für Alto«-. Den Porteigenoffen die»geiene Anzeige, daß ich ei» ------......"•..... 2?.......... Tigarrengeschift: PselffaSgang 26, n öffnet habe, ud»itt« nm geneigten Zuspruch. August Lauge, Tlgaaenmach». Allen Freunden und Parteigenossen empfehle ich mein Restaurqut, Manerftr. 10, im Keller. Für gute Speisen, Battisch »ud echte Biere und Weine ist besten» gesorgt, auch liegt da» Partelorgan au«._ U. Merkel. Porst's Zslou, RüderSdorferstraße 45, am Ostbahnhofe. Den Haren Parteizenosses zur Kenntniß: Jeden Sonnt«« Jeden Montag n. Donnastag Thektter- SKrstekssg, nachher KrS«zche». Mette gnt ettgaichteten Gglu« find noch an«ewil» Tagen in da»»che»n Balle» nnd sonstigen FestlichkeUtv »»entgeltlich»n»ugtben.(- Porst. Lränzche» für Patteigeuffen jSen Montag Abend Bollauckstraßc 12. Um zahlreiche« Erscheinen asncht H. Ueberschees. Altona. Heinfon's Salon. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag Große Tanznmfit. Goldene nnd filberne Anete-, Evlinder-, Haren- nnd Da- mamhrcn, mit ud ohne Lassallt, Paris» Stntznhren, Reg,« tatenre, Schwarzwalda Nandnhreu 1»»aschledenen Mustern, aoldeut, filberne, Talmi-, Hal«- und Westeutetten, goldene ud Talmischlüffcl, Medaillon», Siegel- und Trauringe, varni- tuen: Brosche« und Ohrringe, ewpfthle ich besten«. Wanduhren mit dem Bildnisse Lessalle'»»erden mit TheUzahluugen, aba nur an Mitglied» de«»llg. deutschen Arbelta-Baeiu», verabfolgt. Reparatmeu gewissenhaft. De» Verehrern Lassalle'« empfehle ich Denkmünzen» Dntz. 1 Thlr. 6 Sgr. und» Stück 4 Sgr. <£. Thierstein, Uhrmacher, Salin, Grüna Weg 46. _ Mit«lied de« Allg. deutschen Arb.-Vaein«. BeichteiSwerth für Parteigeusse» l Sämmtlichen Parteigenossen zeige ich hiermit au, daß ich im Besitze»on dem großen Brustbilde(Photographie)»,» F. Lassalle»tt! da Prei« beträgt pro St. 10 Sgr., elegut kartonirt, 10 Zoll groß. Bei Abnahme von mehraen rat- sprechen» billiger. Da diese« Bll» hier bei den Hamduga ud Altona» Parteigtnossen große Anakenuug gefuden, so erlanbc Ich mtt, hiaanf die aUwärtigeu Parteigenossen guz besouda» aufmaksam zu wachen. Faner stu» noch»« habe« die Original-Portr-ft« de« Prästdenten ud sämmtlich» ha« »omgenda Parteigenossen, pro Dtzd. 27h Sgr. franco Ett- sendnng. Zu habe» bei E.H. Lü decke, Photograph, Neu» Stein« weg 97, Hamburg. Fr. Tarlson Bürgerstr. 139, Altona, und in allen Bersammlugeu. Englischleder-Anzüge. n Anerkattut beste Qualität, versenden gegen Nachnahme(selbstoastandlich zollfrei): 1 Jaaua 5 Tha/20 Sgr., weiß 3 Thlr. 10 Sgr.; 1 Hose 3 Thlr. 8«gr., d». 3 Thlr. 3 Sgr.; 1 Weste 1 Thlr. 10 Sgr., d«. 1 Thlr. 10 Sgr.; Echte Isländer Uutajack-n: Mittel- Größe... 1 Thlr. 18 Sgr.; Größte Sorte... 1 Thlr. 27 Sgr.: Lsitrx Isüscs& Co. Im alten englischen Laben, Altona. Sil »ich, »« 4 BtN (Ulii Äzz Den Parteigenossen Hamburg» nnd da Umgegend empfehlt�rn i ich eine große Auswahl von Hiten, Mützen uud Peiz wanreu, wie ich auch R-Poratnren solcher Artikel über« nehme. Für gute Arbeit und dillige Preise garau irt H. Pi««th»ber, Hamburg, I_ aste Brand« twiete fit- 6;»»« zischmarkt zweit» ___ Hntladen.____ -St Von dem im Berlage»a Untageichneteu erschienenen, mit so vielem veksall anfge«««»neu Bilde: Ferdmauö Laffalle, v» der ßAmpfer gegen die Uapitalmacht, schei hat«tt zweit« Abdrnck die Waesse»»lassen ud Ist zn de«Rei früheren, bekannten B-dttgugeu zu beziehen: fre 1 Exemplar 7h Sgr. 11/10 Exemplare zusammen bezogen 2 Thlr. >l« würdig« Pendant zn obigem Bilde»schien in dewÄrb selbe» Verlag«:»ud ««»deslied trete des Alz. tattsch. Arb.-Berems, der treffend illußrttt nou C. Klein, demselben,«elcha da» BN'ocii Lassalle'« entworfen.»fl, 1 Exemptt. 7h Sgr. 11/10 Exempttre zusammen bezogen 2 Thlr. Beide Bilder sollten aä» paffende Zimmer-Zierde tt»» Wohnung ette« Socttl-Dewodaten nicht fehlen. felh- Gegen Franko- Einsen» ug de« Betrage»»erden dieselbttg�� den«e-hrteu Bestellern sofort pa Post znacsandt. Elberfeld, im«prll 1S7S. I. H/Boru,«alega. ro�n, -den Ich wohne vom 13.> flu. u wleda:„Httta d!»?,nt Hütten 33." E. L. Vater..? Zur Beachtuvg stir Parteillenosseu. �bl Da Ich jetzt auf eigene Rechnung ardette, so bitte ich dft. 4Lm jcfi uu| �»grz»� vdivyu�H I» uiuc � Parteigenossen, daß sie ihre Eigaacn auch bei mtt ka..sc»:L wögen._'_ Z. Stahl, TewpUuastr. 3.�D!e Durch»te Gebut eine« gesuden Jansen wurden Brandenburg, 2. Jaanar 1874. pflil Gustav Havsche und Frau. Unserer Freudiu na» Parteigeuo'fin Frau H. Schmld>an zn ihrem Gebute taze am 12. Januar die besten Sl"� Wünsche.— Halte fest an uvsaem Bunde ud bleibe. frrnahtt unsere liabe Freudiu. z. G. F. M. F. Sch. z. H. z. B. F. P. F. P�ehr F. H. F. Se. und alle Paaeieenossen. Wfrlltz. u Unfarem Parteigenoss-n Leopol» Hammer ,u settetvem 11. d. Mt«. stattsindenbeu Geburt''—" am »ll»sche Geburt» tage»le besten Slüch Deine Freund» A. Sch. F. M. W. I. Dem Mittimpfa sür Zreitzeit, Gleichheit und Brüdali, keit, Harn Ferd. Speiser, z. f. 41. Geburt«», a. 13. d>.. die besten Glückwünsche �»u seinen Kollegen auf dem Bo � Opitz und Rößncr. ad� rii Herzliche Sralulation usaem Greude Philipp Min zu seine« am 9. Januar stattgehabten 26. Geburtstage vi R. H.«. B.«. R. Velber «tt gratuitten userm lieben Frmnbe und Partelgeunssck.!_>. L Warmer zn fettem am 10. Januar stattgehabten Gv. ttttge. Möge dies» Tag für u» Unvergeßlich seiw�" Mögest Du noch lange für die Rechte da Menschen kämpsettuf! Die» wünschen von»«Uzew Herzen D-tte Freude I. Alfreih Da Tocht» Ann» de» Parteigenossen Harn Fri« Wille zn ihrem asten Wiegenfeste»m 11. Januar db._ herzlichsten Glückwünsch-.______ q, Meinem lieben Manne I. Kote, zu seinem am 10. Ja* stattgehabten 34. G butttage die besten Glückwünsche ___ Vv» fta» Fran ud settm Kindern.. »»«» U l« t i» n. AsamBrnd« ud Mftkinpfa Friedrich Sörner zchum fette« am II. Ju. stattfindenden Geburtstag- die herzlichfeit I sten Glückwünsche. Bleib' Dn u» stet» im Kampfe treu, Weu auch Sefahaen uu« umringen: Dam Mütz' u» Arbeit wird daeinst Den heiß»sehnten Tag u« bringen. G. L. Th. Uasam Kallegen u» Pattettenoffen Paul Soblachowsky Dutz! �eit« Nüpf feit" 2 -jn dann zn fettem am 10. Jan««, dem Tage da Wahl) stattfinde# kldj den Gebutttage die herzlichste Gratulation von seinen Miflelob «beitan. Im Austrage: W. W. I 1 Schläfst, f. Schuh», z. A.b. N.«rllnstr. 40, H., 2 Tfeiten 2 Schttfst. z. vam. Neue«»Ui„ßr. 5». Sanck»f»k»ilbt, Sine mbdlirte Stüde ist sogleich an einen Patteigen»ffe«vcrf'e ». vam. Templttastr. 3, 1 Tr. de! Stahl. Tölcke» Broschüre.>roße Die«rfchichtr, da Zweck ud die Orguisativ« da onen Ullge«ei»t« tze«tsche» Arbeiter- Berel»?"»cht El» uf Beschttß da Gcnaalvasammlung haan»gtgebeünd tt Parteigeuvssen»erden uf die lehrreichen AdhandlugiGhler nochwal» usmerksam gemacht._ i � vtZUgtprett bei Sb�wel, Dradenerstr. 63, i Sti�«, 8®|t. I Pf. Vakuftprei« 8 Sgr. 6?f. jeda Lud. -*ten Druck von«. Shrttg', Wwe.(«. lolbatzkh) tt Bali«, mt Verantwortlich für die Redakttou: E. Beck» tt Ball«- in Verlag von W. Srüwel in Balin.