Nr. 14. Steft'•'rttcng ft'ctcint bm M»I Mb(»at: SiatSan«, Soiuierstag« a Sonnabenba Abe-bs. Berlin, Mittwoch, den 4. Februar 1874. Nev'er 4. Jahrgangs Abon«e»l»n»»»Vrri« Scrll» tncL Briugcclcha viertel. srinnmeccubo 17Vj Lzr., so. ■»'f t<•'/, Gfit-, einzelne Sauracra l ijt.! Sn bea goftamtern In iSveuSen ß. �oSäi - bei den r.T'iTf riit r*— ..... � Itci in«en-schland gleich fall»;s Lzr. (6a ixiuzec fibb. Böit.) Älilll-Dkmkrit. EizMhWW dW AllgemeAu» deutsche» Arbeiter.»erewA. RedaNlen n.«apebiübn ev» e I>„, DreSben erftraße Nr.«5. Sefleßunsea werben euSwZrti bei alle! SJoßämtem, in Berlin in der Expedi.l tton, foisie bei jedem Spediteur i scscnsenommen. Znjerate in der«kvebition anszugebenll werben pro breizesvalleue Petit.Zeil«» ober deren Raum mit i Sgl. betewnetJ Lrbeiier-Zlnnoncen bie bteilpoltige Zeile ober beten Raum l>, fear n H. n d Für die Monate Februar und März kann jetzt auswärts bei sämmtlichen Post-Anstalten auf den „Renen Soeial-Demokrat" abonnitt werden. Auch für Bertin beginnt ein Monatsabonnement, und nehmen alle Spedi- teme und die Espedition de? Blattes Bestellun- gen entgegen.— Wir ersuchen daher die Parteigenossen, diese Gelegenheit zu einem möglichst zahlreichen Abonnement zu benutzen und, um Jrrthümer der Postbeamten zu vermei- den, ausdrücklichden„NeuenSocial-Demo- krat" in Berlin zu bestellen. Die Redaktion. An die Arbeiter Deutsehlands. Em neuer Kampf steht im sechsten Berliner Wahlkreise bevor. Schulze-Delitzsch hat die Wahl abgelehnt, im Vertrauen auf den Geldbeutel feiner hohen Gönner, der Fabrikanten, welche die letzte engere Wahl sich 12,000 Thaler kosten ließen, um dem Füllfundvierzigtauseadthalcr-Mann dcu Sieg zu ver- schaffen. Arbeiter, soll dies Treiben noch länger fort- dauern? Soll die Bourgeoisie Berlin als eine Do- mäne betrachten, welche sie mit Hülfe einer Menge von Weißbierphilisteru sich dienstbar macht, obfchon diese sich nie ins öffentliche Leben begeben, sondern nur alle drei Jahre einmal als Stimmvieh zur Wahlurne getrieben werden? Oder wollt Ihr, daß endlich einmal dieser Bann gebrochen werde und die Arbeit über das Kapital auch in der Reichshauptstadt triumphirt? Die Antwort könnt Ihr Arbeiter Euch selbst geben. Die Zahl unserer Stimmen stieg in jenem sechsten Wahlkreise bei der engeren Wahl, Dank der regen Agitation, von 2500 auf 6000. Fahren wir in gleich energischer Weise fort, so erlangen wir im bevorstehenden Kampfe 10,000 und 12,000 Stimmen, und damit den Sieg. Nur eius thut noth zur Aufrüttelung der Trä- gen, das ist rastlose Agitation— und diese verlangt materielle Mittel gegenüber den massenhaften Geld- summen, welche die Kapitalmacht mit vollen Händen ausstreut. Parteigenossen allerorts und Ihr Mitglieder der korporativercine, ein gemeinsames Juteresse verbindet jetzt alle Arbeiter bei dieser Berliner Nachwahl. Die Wahlkassen find erschöpft, aber wenn Ihr nur wollt, so könnt Ihr genügende Mittel beschaffen, damit die diesjährige Wahlcampagne mit dem glänzendsten Siege der Arbeit endet. Arbeiter allerorts, sendet sofort zu diesem letzten Kampfe Beisteuern an W. Grüwel, Dresdener» straße 63 in Berlin. Die Großstädte u. der SoeialismuS. H. ES ist eine, in der Gegenwart wenig behau- delte, ja fast in Vergessenheit gerathene Streitfrage, wie eine neue Gesellschaft, welche auf socialistischen Prinzipien beruht, sich zu dem modernen Zusammen- strömen der Bevölkerung in den großen Städten zu verhalten hat. Beim ersten Auftauchen der socialen Bewegung des vierten Standes in Frankreich ward hierüber auf das Lebhasteste diSkutirt, und Babeuf gab kurz seine Meinung dahin ab: Die großen Städte, die Brut- stätten des Lasters, müssen vom Erdboden verschwin- den und durch kleine, möglichst gleichmäßig vertheilte Landstriche ersitzt werden. Natürlich gab dieses Prinzip den Gegnern deS SocialiSmuS Gelegenheit zu den albernsten Verdäch- tiguugen; noch Jahrzehnte laug schoben fie den So- eialisteu in die Schuhe, fie wollten die Städte nie- derbrennrv, weil fie der Sitz der Intelligenz seien, und sodann an Barbarei grenzende Zustände herbei- führen. Erst seitdem der SocialiSmuS in den Groß- städte» Europa's seine bedeutendste Ausbreitung fand, kam nach und nach dies Geschrei zum Verstummen und schlug sogar in sein Gezentheil um, denn nun forderten die Reakitonäre ihrerseits, unter Andern auch Herr von Bismarck, daß die großen Städte als Brutstätten der Revolution verulzt würden. Und doch läßt sich diese Frage vom socialistischen Standpunkt auS sehr wohl sachlich betrachten. Denn mit jeder neuen Gesellschaftsorganisation müssen daS Leben und die Bewegung der Bevölkerung neue Bah. »en einschlagen, welche bald zur Centralisation in den Städten, bald zur Decentralisation auf dem flachen Laude führen. So lange, als in den Zeiten der Feudalwirth- fchaft der Ackerbau die Hauptbeschäftigung der Völker war und in erster Linie nur für den persönlichen Bedarf produzirt wurde, blieb die Entwicklung der Städte natürlich auf einen geringen Grad beschränkt. Die heutige Gesellschaft, in welcher daS mobile Kapi- tal dominirt, wo zum Verkauf für den Weltmarkt produzirt wird, schlägt eine entgegengesetzte Bahn ein. Die Industrie muß sich mit sammt der von ihr ab- hängigen Arbeitermasscn an gewissen Centralpunkten des Verkehrs sammeln, denn nur dort kann mit allen Vortheilen der einzelne Produzent den Konkurrenz» kämpf bestehen, während es ferner durch die Erfia- dung der Eisenbahnen und Dampfschiffe ermöglicht ist, ohne sonderliche Schwierigkeiten die Lebensmittel für diese Bevölkerungsmassen herbeizuführen, die in den Jndustriestästen erzeugten Waarcn aber fortzu- schaffen. Betrachten wir daneben jttzt eine aus Associationen bestehende socialistische Gesellschaft, in welcher die In- dustrie, sowie die Landwirthschaft durch Maschinenbe- trieb zur Großproduktion geworden und die Verkehrs- mittel gleichfalls möglichst vervollkommnet find, so müssen wir die Frage der Großstädte von zwei Stand- punkten auS betrachten, zunächst von der Seite der wirthschaftlichea Nothwendigkeit und sodann von einer zweiten, welche erst der Socialismus zur Geltung bringt, nämlich mit in Bclrachtzichung der sittlichen und Kulturaufgabeu der Menschheit. Wirthschaftlich verlangt nun eine focialistisch or- ganisirte Gesellschaft, weil in ihr Spekulation und Konkurrenz nicht stattfinden, vielmehr mit Rücksicht auf den Bedarf planmäßig produzirt wird, durchaus nicht den massenhaften Zusammenfluß in wenigen Städte», welcher heute an der Tagesordnung ist. Es genügt, wenn die Bevölkerung dicht genug wohnt, daß sie in großen Assoziationsfabriken u. f. w. ar- betten kann, und diese Bedingung wird durch kleine und mittelgroße Städte ebenso gut erfüllt, als durch die modernen Großstädte. Auf der andern Seite wird aber eine Menge Arbeitskraft erspart, wenn eS nicht nöthig ist, die Lebensmittel nach einem einzigen oder sehr wenigen Centralpunkten auS den fernsten Gegenden des Landes zu tranSportircn. Somit ist vom wirthfchaftlichen Standpunkte der socialistischen Gesellschaft gegen die Großstädte nur wenig, aber auch nichts zu ihren Gunsten geltend zu machen. Alles kommt vielmehr darauf an, wie sie auf Sitt- lichkeit und Kultur wirken. In der heutigen Gesellschaft ignorirt man den letzteren Standpunkt ganz, das materielle Interesse allein macht sich geltend. Und doch sind die Groß- städte allerdings moralische Pcsthöhlcn und Stätten de» Massenelendes— man denke an die chronische WohnungSnoth und den jämmerlichen GesundheitS- zustand in den Großstädten. Wäre nicht der lebhafte Gedankenaustausch und somit geistiges Leben zugleich dort konzentrirt— wir müßten mit Babeuf wünschen, die Großstädte zu vertilgen. Doch fragen wir uns, wie in sscialististber Ge- sellschaft sich die Bewohner der Städte mit � ihren Lastern und Tugenden entwickeln, so müssen wir uns gestehen, daß das Massenelend und die Laster durch vernünftige im Interesse der Gesammtheit geschaffene Einrichtungen sicher zu beseitigen sind. Beispiels- weife läßt sich der schlechte Gesundheitszustand erfolg- reich bekämpfen, wenn jede Großstadt etwa auf den fünf- bis zehnfachen Raum ausgedehnt und die Häuserreihen durch Anpflanzungen unterbrochen wer- den. ES bleibt also noch der Nutzen deS regeren G-isteSlebenS und der großartigeren Volksbewegung; und gerade die? ist in der socialistischen Gesellschaft von doppelter Wichtigkeit. ES läßt sich daher unsere heutige Anschauung über die Großstädte dahin zusammenfassen, daß, wenn auch ihr Bestehen unter der Herrschaft deS SocialiS- mus keine wirthschaftliche Nothwendigkeit ist, cS doch zu einem großen, sittlichen und staatlichen Vortheil wird, sobald die Großstädte von den Schlacken deS modernen Massenelendes gereinigt find. Also nicht Vernichtung, sondern Läuterung der Großstädte, ist heute die socialistische Parole. Politische Ueberstcht. Berlin, 3. Februar Daß Anuexlollell, welche gegen den Willen des Volkes vollzogen werden, nur zum Ruin deS Volkes führen, beweist nicht nur daS Schicksal von Elsaß und Lothringen, sondern auch die Lage der däni- schen Bevölkerung in Nordschleswig. Im Laufe deS vorigen Jahres sind in der Provinz Schleswig- Holstein für 1390 Personen Urkunden der Entlassung auS dem preußischen Unterthanenoerbande auögefer- tigt worden. Dle vier nördlichen Kreise, in denen die dänisch sprechende Bevölkerung überwiegt, haben allein 615 Personen, meist unter 17 Jahren, in das Ausland befördert. Im Ganzen betrug die Zahl der unter 17 Jahren alten Auswanderer 735, von denen jedoch nur 137 mit ihren Familien aas dem preußischen Staatsoerbande entlassen worden. Die übrigen598, welche dieEntlassung auS demUalert!.v;cn« verbände vor vollendetem 17. Lebensjahre bewirkt..aren, verlegen, wie dies in Schleswig gewöhnlich ist, ihren Wohnsitz, im Hinblick auf den§ 18 des Ges-tzeS über Erwerb und Verlust der Reichs- und SiaatS- Angehörigkcit, eine Zeit lang nach irgend einem Orte in Dänemark und kehren später zurück, in der Ab- ficht, in ihrer Heimath als dänische Unterthancn un- angefochten leben zu können. Diese Vorgänge wer- den schwerlich dadurch geändert, daß preußischerseitS neuerdings angeordnet worden ist, daß die AuSwei- sung der auf solche Weise zurückkehrenden Personen erfolgen solle. Den deportirteu Pariser Communekämpfern ist jetzt eine Anzahl hochherziger Frauen und Mädchen nachgesandt worden, welche ihr LooS theilcu wollen. Das Marineministerium hat soeben den Bericht über die Reise deS Herrn DeSgrangeS, Marinearzt erster Klasse, Regierungökommissar an Bord deS„Ftinelon", erhalten, welcher jene Frauen uud die Familien vo" Deportirten nach Neu-Caledouiea führte. Der„Föne lon- verließ Havre am' 27. Juli 1873. Er lande! unterwegs am 10. August in Saint-Vincent Insel deS Grünen Vorgebirges); am Kap(Simons Bai den 8. September; in Sidney dea 16. Oktober ua schiffte am 23. Oktober, d. i. kein- drei Monate uaa, seiner Abfahrt von Frankreich, seine Passagiere in Numea aus. Unverzüglich nach der Ausschiffung wurden Maßregeln getroffen, um die Deportirten mit ihren Familien zu vereinen. Für Diejenigen, welche schon die Erlaubniß erhalten hatten, sich in Numea anzusiedeln, fand die Bereinigung an demselben Tage statt. 103 Persoucn blieben so am Hauptort und in der Umgegend; 35 wurden nach der Halbinsel DucoS und 62 nach der Fichteniusel(Jle dcö PinS) geführt. An diesen beiden Orten fanden die Ankömmlinge ein Unterkommen, sei eS iu den von den Deportirten be- reit gehaltenen Wohoungeu, fei eö in den Barracken der Verwaltung. 440 Personen hatten an Bord deS „Fsnelon" Platz gefunden, nämlich 80 Männer, 118 Frauen und 242 Kinder, unter welchen letzteren 50 Kinder unter 3 Jahren. Trotz der Schwierigkeiten, welche die Beförderung und die Installation einer so zusammengesetzten Fahrgesellschaft bot, ging die Reise nach Wunsch von Statten. Während der ganzen Ueberfahrt starbea nur 9 kleine Kinder, die beinahe sämmtlich schon im Augenblicke der Einschiffung krank waren; dagegen erlag keine erwachsene Person der Seekrankheit. Zwei Geburten fanden an Bord statt, die eine am 7. Sept., die andere am 7. Oktober. Die Arbeiterpartei in England hat jetzt einen Aufruf zu den bevorstehenden ParlamentSwahlen er- lassen. ES heißt darin unter Auderm, wie folgt: „Mitarbeiter! Der langerwartete Wahlkampf ist end- lich da. Da beide großen politischen Parteien sich nun um Eure Unterstützung bemühen werden, ist eS unsere Pflicht, Euch zu sagen, daß Ihr erst für Euch selbst sorgen sollt. Mehrere Arbeitcrkandidaten sind im Felde, und ernst, indem wir Euch beschwören, daß Ihr Eure Rechte als freie Bürger hochschätzt, verlangen wir von Euch, ohne Zögern für diese zu stimmen. Wir sagen Euch, daß wenn Ihr so thut, 3hr nicht in einem beschränkten Kastengeiste handelt. Als Klasse verlangt Ihr keine andere unterdrückende Herrschaft im Rathe der Nation; aber als ehren- hafte und Euch selbst respektirende Bürger wollt Ihr ein Ende machen der ungerechtesten aller Klassenunter- drückungen, unter welcher die große Arbeiterklasse des Landes allein leidet. Wir fordern Euch auf, für Ar- bciterkaudidateu zu stimmen, um Praktisch das Prinzip der Arbeitervertretung auszuführen. Wir fordern Euch auf, für Arbeiterkandidaten zu stimmen, auf daß Ihr das Brandmal der KlassenauSschließung von Euch entfernt. Und wiederum fordern wir Euch auf, für die Arbeiterkandidaten zu stimmen, damit die Stimmen derer, die unter Euch gearbeitet und ge- litten haben, vom Unterhause aus zur Nation gehen, Eure Ansprüche zu rechtfertigen und Eure Rechte zu vertheidigen. Was allgemeine politische Fragen an- geht, so sollten die Arbeiter Großbritanniens, für welche die Vergangenheit Unterdrückung und Unrecht war, Keinen unterstützen, der sie rückwärts führen oder in ihrem Streben nach Fortschritt aufhalten will. Mißachtet daher alle sinnlosen Parteirufe und unterstützt nur diejenigen, welche bereit sind, gehörige Reformen in allen Zweigen der LandeSoerwaltung zu bewilligen, Männer, die entschlossen find, etwas zu thun und die den Muth und die Einficht haben, Euch zu sagen, waS sie zu thun gedenken. Laßt die- jenigen für politische Reaktion stimmen, welche die Zukunft fürchten. Ihr müßt für die Zukunft arbeiten und ihr vertrauen."— Wir hoffen, daß diese Worte nicht verloren sein werden, und daß die englischen Arbeiter bei dieser Wahl wenigstens einige Siege erringen werden. Die Verfolgung der Socialisten hat in Frank- reich an Erbitterung gegen früher noch zugenommen. An einem der letzten Tage wurden nicht weniger als 17 Verhaftungen von Communckämpfern vorge- uommen. Sogar auf die nothlcidenden Familien der- selben erstreckt sich der Haß der Bourgeois. In der Sitzung des Munizipalraths von Paris am 29. Ja- nuar stellte der Munizipalrath Mctivicr den Antrag, 40,000 Frcs. für die Familien und Frauen der deportirten Communckämpfer zu bewilligen. Der Präsident des Kollegiums, Bautrain, verlangte die Beseitigung dieses Antrags durch Annahme der Vor- frage; es wurde indessen beschlosseo, den Antrag zur Abstimmung zu bringen, aber derselbe trotzdem dar- auf abgelehnt. Bautrain hat aus Veranlassung dieses Vorfalls seine Entlassung eingereicht und der Seinepräfckt darauf die Schließung der Sitzungen deS Munizipalraths verfügt, aus Grimm darüber, daß mau überhaupt nur einen Antrag zu Gunsten jeuer Unglücklicheu verhandelte. Die Geschäftsstockung in den Vereinigten Staaten von Nordamerika trifft besonders schwer die westlichen Staaten, also gerade diejenigen, wohin sich der deutsche AuSwanderungszug mit besonderer Borliebe wendet. Chicago ist gegenwärtig in größter Erregung. 40,000 arbeitslose Einwohner hat gegenwärtig die Communalbehörde mit Lebens- mittel« zu versorgen: Und doch ist dies nur gleich einem Tropfen Wasser, der auf einen heißen Stein fällt. Die Aussaugung Indiens durch die machthabenden Klassen Englands hat, wie wir seiner Zeit be- richteten, zu einem schrecklichen Nothstande geführt. Lange versuchte man ihn todtzuschweigcn, doch jetzt kommt die fürchterliche Wahrheit zu Tage; eS steht nunmehr fest, datz die Gefahr der HungerSuoth für mehr als 36 Millionen Menschen vorhanden ist. Aus Indien wird vom 28. der„Times" tele» graphirt, daß Herr Baxley, des Vizekönigs Kollege, die Hungersnoth für sehr ernst erklärt hat. Auf dem Reismarkte sind trotzdem große Einkäufe für fremde Kolonien gemacht worden. Die Ausfuhr nimmt zu und nur wenig wird importirt. Die Preise steigen zu Kalkutta und im Innern des Lau- des.— Der Mangel ist ernstlich in Nord-Behar. Man drängt sich zn den Nothbauten und Vorschüsse werden verlangt. Kälte hat den Saaten beträchtlich adet. Der Wassertransport ist schwierig and die Brunnen trocknen auS. In Singhburn herrscht außerdem die Viehseuche. Mit einem Wort, es zeigt sich jetzt die Hungersnoth in schrecklichster AuSdeh- nung, nachdem das famose Prinzip deS Freihandels, welchen man ungehemmt walten ließ, dahin geführt hat, daß die Lebensmittel noch vermindert wurden. Für den nationalökonomischen Blödsinn der englischen Regierung muß jetzt der hungernde Hindu büßen. * Ueber die Arbeiterverhältnisse in Norwegen berichtet ein Brief des„Socialisten" aus Christiania das Nachstehende:„Zu den europäischen Staaten, welche eS als eine Nothwendigkeit ansehen, daß die Arbeiter keine politischen und socialen Rechte haben, gehört auch Norwegen. Die hi-sigen Arbeiter sind trotz den Forderungen der Gegenwart unbeweglich, nnd obgleich der Arbeitslohn jetzt, wegen Mangels au Arbeitskraft, etwas gestiegen ist, blieb ihre Stellung» noch dieselbe, wie vor fünfzig Jahren. DaS Betteln und Kriechen vor dem Beamtenstand ist noch dasselbe, wie damals. Ausschließung vom allgemeinen Stimm- recht, sowohl für die Storting- als auch für die Com- munewahlen betrachtet man hier als selbstverständlich, Folgen auS den Vorrechten, welche die sogenannte „bessere Gesellschaftsklasse" vor den Arbeitern voraus hat. Die Unwissenheit und die daraus entspringende Schlaffheit gegenüber dem Erhabenen und Großen, dem Menschenrechte und der Menschenwürde, wird bei den Arbeitern genährt durch das, was man hier den „gottergebenen Willen" nennt. So findet der Ar- beiter sich denn geduldig in BlleS, was die Autori- täten befehlen, in dem Glauben, daß Alles zu seinem wahren Wohle diene. ES giebt zwar Einzelne, welche einer besseren Ueberzeugunz vom irsischen Dasein theilhaftig find, aber sie werden, so zu sagen, als Religionsverächter in die Acht erklärt, und die Anto- ritäten bieten Alles auf, um diese verlorenen Schafe zurück zu bringen. Unter den Vorkehrungen, welche der Bewegung der Arbeiter Einhalt thun sollen, be- findet sich auch, daß alle Lustbarkeiten so gut wie verboten sind. Kein Tanz darf länger als Abends von 6 bis 10 Uhr dauern. Jeder Handel mit fpirituösen Getränken ist von Sonnabend Abend 5 Uhr bis Montag Morgen 8 Uhr bei der strengsten Strafe verboten. Die Restaurationen müssen um 10 Uhr geschlossen sein und Sonnabends um 9 Uhr Abends. Wo überhaupt Zwang angewendet werden kann, ge- schieht eS so streng wie möglich. Das Verbot des Genusses spirituöser Getränke erreicht seinen Zweck freilich nicht, denn verbotene Frucht schmeckt am besten und die mit ihrer Erlangung virbundenn Gefahren werden immer gering geschätzt. So sieht man denn hier jeden Sonnabend Nachmittag die Arbeiter schiarenweise Flaschen und Tönnchcn voll Brantwein nach ihrer Wohnung tragen, damit sie Sonntags die verbotene Frucht genießen können— denn das ist der einzige Zeitvertreib, welchen die hiesigen Ar- beiter in ihrem Zustande der Unwissenheit kennen. Man sieht also, daß der Zustand der Arbeiter ein äußerst beklagenSwerther ist. Daß die Stellung der Arbeiter somit unerträglich ist, zeigen auch die vielen Tausende, die eS vorziehen, ihre Hcimath mit einer neuen in Amerika zu»'vertauschen. Ein sichtbarer Mangel an Arbeitskraft ist die Folge der steigenden Auswanderung, welche die Regierung, wenn es nur möglich wäre, verbieten würde. Gegenwärtig ist nun daS Holz, das HavptauSfuhrprodukt Norwegens, auf einen unerhörten Preis gestiegen. Statt, daß die Kapitalisten die Arbeiter hartnäckig niederhalten und knebeln, sollten sie ihnen daher lieber den Platz zukam- men lassen, der ihnen als Männer, denen die Gesellschaft ihre Erhaltung verdankt, gebührt. Aber man hat jetzt sogar Ausländer zum Arbeiten in die Fabriken re- quirirt, wodurch die Landeskinder brotlos werden.— Die Unterdrückung wird übrigens hoffentlich bald be- seitigt werden, denn da die Arbeiter sich den Aus- ländern gegenüber zurückgesetzt sehen und von Letzte- reu über die Arbeiterverhältnisse in anHeren Ländern sprechen höre», so wird doch gewiß endlich der Sinn der hiesigen Arbeiter erweckt, der FreiheitSgeist, der in der alten Zeit die nordischen Völker beseelte, wird dann wieder die jetzt lebenden Geschlechter beseelen und sie zum stolzesten Siege, der je gewonnen ist, führen. Nach Betrachtung der Verhältnisse, worin der größte Theil der norwegischen Arbeiter lebt, füge ich noch schließlich hinzu, daß, obgleich der Arbeitslohn auf vielen Stelle» etwas erhöht ist, derselbe doch leidtge nicht hinreichend ist, die Bedürfnisse der unbe- mittelten Klasse zu befriedigen, welche trotz der Ueber- wachung durch Priester und Polizei einen Borg?« schmack der Freiheit erlangt hat. Ohne die Lösung der politisch gebundenen Flügel der Arbeiter werden sicherlich nicht die höheren Gesellschaftsklasse» mit Ruhe der Zukunft entgegen sehen können." Vereins»Theil. m (Zu den ReichStazSwahlen). Bei den engeren Wahll find für unsere Kandidaten mehr Stimmen, als im lkSoei Wahlgange abgegeben: In Barmen-Elbeese'.d 3342, Berlin � 3519, Hamburg I. 1969, Hamburg II. 2667, Greiz 6® Kiel 2236, Brandenburg 1014, Jtzehoe-Meldorf 1314. S sammcn 16,664.! Et sind#03 dem ersten Wahlgaoq noch fernere ResuU«3de gemeldet aus: Kat'.bns-Sprcmberg 545, Herzberz-GoSlar l®tn' Löbau 23, Melle-Diepholz 393, Lanenbarg 52, II. Hanux� Wahlkreis 570, II. Oldenburglschcr Wahlkreis 712, Bi-l-l«"° Wiedenbrück 961. 0#n Au» Altenburg waren irrthllnlich 3947 Stimmen ff9*,. geben statt 1265. Mehrere Wahlkreis find noed zurück. iF sammen sind bis jetzt für unsere Partei 195,380 Stirn® J abaeaeben. j�a* * Unser Partelgeuoffc Frohme In Frankfurt a. ist angeblich wegen Beletdigung eines Bürgermeisters"a,tt 3 Monaten Gcfängniß verurtheilt worden. P® Frankfurt a. M, 31. Januar�(Erinnerungen �� den Wahlkampt tu Barmen-Elberfeld.) Seit lattz!?/"® schon gegte ich den Wunsch, einmal Bekanntschaft mit i*, r: Arbeitern und Verhältnissen de» Wupperthale» zu maiif..? Diesen Wunsch z# erfüllen, bot sich mir die beste Gclegeir.� bei der engeren Wahl; acht Tage lang konnte ich, uw�. Kandidatur unseres Hasselmanu zu unterstützen, in men-Elberfeld verweilen. Dieser Tage, in welchen eiuel.,�' erbitterstcn Wahlkämpfe auSeefochten wurde, werde ich gedenken können, ohne den braven Arbeitern dort das Ast' »iß zn geben:„Ihre Eaergic, Ausdauer und OpserfrendhF"� vermag Alles I" Denn wahrlich, dieser Eigenschaften beitj"'" eS, der liberalen Niedertracht gegenüber, in so hohem ÖWjL.a, daß man nicht annehmen kann, sie seien eine, durch die gemeine Erregung erzeugte Erscheinung, die eben so> verschwindet, wie sie gekommen, soadern>-ft--- Cni üHsyjwuiim, wie sie geumiuuu, ivuuttu oaß maa d»p�0x behaupten muß, sie bilden den hauptsächlichen Eh-r«Ü�?,� der Arbeiter de» WnvvcrtkalcS. Das war ein rastlos 8®, n")I der Arbeiter des WnppcrthaleS. Das war ein rastlos psea und Mühen, dem der herrliche Sieg über den Libel� mu» entsprang I.-»nfce Hie Hasselmanu!— Hie Stade»!— tönte hörlich da» Fcldgeschrei in den Werkstätten, In den WKfmr„ Häusern, auf den Straßen. Zuversicht, Vertrauen sprach.«, hrae den Blicken der Arbeiter, sie tonnten nicht zweifeln am 4flja der gerechten Sache, vermochten den Gedanken an ein«:ibtt derlage nicht zu ertragen.— Desto furchtsamer, zag�eten blickten die Bourgeois d'reln,— sie sühlleu, daß die, vorü-cr sei, wo sie mit leichter Mühe durch glelßa�ÖHi, g Phrasen und lockende Bersprechuligen, durch die(S("£u tro machung ihre« Autorität das arbeitende Voll terroristreil»cn l zum Stimmvieh brauchen konnten. Doch dachten fit Börse, daran, den Gegnern da» Feld so ohne Weitere» zu überlchhm z Kampf bis zum Aeußerstcn! war auch ihre Parole.— glückli, mußte denn da» alle rostige Waffen- und Rüstzeug noch Was> mal au» der Rumpelkammer heroor gesucht werden, u®bls„ zu halten gegen die Soc tal-Demolraten. Die afdle L,l stichlgeu Autorltäten schnürten sich in den Harnisch der ,JMo�, frcnndlichkclt"; der aber hatte schier allen Glanz vtrlore>tierl,( wies große Flecken auf, die bei dem Bemühen, sie endlich putzen, nur immer deutlicher hervortraten. Dazu sch�'gesjub sie noch das Schwert der Lüge und Vcrläumdung—»'welche Liberale, wie er bei Wahlen sein soll und muß, war/ blicke, Aber die Socialisten, mit ihrem Kandidaten an der r rührten sich gewaltig, und zogen, ohne auf eine ba Herausforderung zu warten, den liberalen Helden barmherzig zu Leibe. Wieder versteckten sich diese hin „Patriotismus", erlleßen Apcll auf Aplll„an Je» noch ein Her» für Kaiser und Reich habe, und die' Errungenschaften der letzten Jahre sich nicht nehme! möchte!"— Dieser Apell p-angle im Folioformat, i preußischen Adler au der Spitze, in allen Zeitungen 1 allen Straßenecken, unterzeichnet:.„Medrere Landnot! aus den Jahren 1876 und 71."—„Brüder und Kg »offen I" jammerten diese Braven,„wer unter dem � der Kanonen von Straßburg, Metz und Pari» i den rührt kein eitle» Wortgesicht mehr!" Schöne» ständniß. Nur noch Sinn für Kanonade und Blutve" So also humanisitt der Krieg die Memchen? L>,"«Ines" glückliche» Deutschland!— Und welter heißt'«:-?kandi! man e« iudeß, seine �heiligsten Empfindungtu zu verWjjg� lestrei machte Geld, er die i Wuppl 'Rastit lagt i! die Rc Lassall, umu W»MVt-Pf(VOMV QU j�l'gklll seine mit Gut und Blut erkämpften Errungeuschastev Koth zu treten, da kann denn auch der Schweigfaw�z l umhin seine Stimme zu erheben:»„de Ja, wenn der Schweigsame da« Schweige» tzevkass Da» hat etwa« zu dedeuten;»estire San, anders,»«c Einer der immer spricht, und I Macht Eindruck er bei den Leuten! Aber, o weh! „Solch eine lustige LItaney, Die zum Lachen Stoff gegeben, Hab' ich uie gehört im Leben, Bleib' der Teufel ernst dabei!" „Hasselmanu,„dem da» Andenken au die V Pariser Commune heilige» ist, al« die Tage bei Lei Sedau," � Hasselmaun,„der unserem Patriot!«! Gesicht speit," wie weiter die schönen Phrasen l, O, du heilige. National Liberalismus!— Bei ü noch weit mehr, als bei den Jüngern Loyola'», da« Mittel! Warum auch nicht k Ist doch all' de» Libcrasen gerichtet auf die„Ehre und Wohl deutschen Reiche«", in Ihre, Brust schlägt ein Her, fü» Jeden, der sich um'» Vaterland«erdient ge und nun in schuldige, Demuth und Ehrsmcht, voll Gruß 9 schen wird, 5 Reich, terliej vorge alle alle, ewir Schri gend der Entsagung, dem kumrenden Magen Sch� und> bietend und sein Elend al« nicht exlstirind betrocht'o, folget Augenblicke» hont, wo die liberalen Herzen»»»gp Vorst, wo wus geschüttelt werdeu. Wer�eS Ächt glauben§ folgende, zwei Tage vor der Wahl in Elbeffelder> erschienene Bekanntmachung: «.UNi den> bani vtanonaldaul.' AuS Anlaß der glücklichen Wiedergenesung liebteu Kaiser« und König» Majestät hat der»?7 ttt.ü hiefigeu SpezIal-LereiueS de» Ratioualdank« ow�,gH»,z. deschloffen, den hier wohnenden hülfsbedüfftigen® b er Freiheitskriege ein. Extra' Sb«ui-b» MIT Thalern zu bewilligen, upd ist der unterzei mit der sofortige» Ausführung diese« Beschlusses t W ta4 im :in« zagl dl« IS« S«! fUt« K berl Demgemüß ist heut« die Aushändigung von 7b TH�Icrn m 15 Beteranca«folgt Gidtxftlb, am 20. Sott. 1874. j#bli De» Vorstaud hlefigen Spezial-Verrin» de» Natiovaldauk» für Vetirarea. Namni» dlfselbm: xst Stadtfekriiär Reich, ' a Eorenmitglied dt« Shtionolbanl?. Nun, Ihr Ungläubigen, we» sagt Ihr jetzt? Ist dieser l�uLIderalidmud nicht de« Ruhme« aller Zeiten Werth? Wer .. ich mit nun noch schlecht ron Männern, die Inmitten de« toben- „„gcheo Wahltampsi« ein menschlich Rühren sithlten und den .heroischen Entschluß faßten, jedem Msod, dürstigen Beteraucn oon Anno 1813 und 1814 al« Exlra-Ehrengabe die Summe �on— 5 Thalern, sage und schreibe fünf Thaler, , AU speudeul •'j Schweigt, Ihr bösen Zunge», die Ihr dir Welt glauben machen wollt, da» sei nicht« al» ein faule« Uberale« IVahlmanöverl denkt, e« wacht Staatsanwalt Testen- «ors!— Mir wird derselbe schon erlauben, In ganz erstaun« j sicher Rührung auszurufen:„Eine Bllrgerkroue de» Mäu- neru de« Nationaldanks Im Wupperthalr!----— V, sie find einzig, die Liberalen, in der Eesindung und An- ..„�»«ubnng aller mözllcheu Mittel, zum Zwecke freilich. Der Liberale JefuitiSmuS im Loyolltätesrack ist zeitgemäß, ist gleichsam der Jnbegristallerliberaleu Tendeuzen uud Sittlichkeit«- .»eil Haben dieLideralen un« dochflet«vorglw»rsen,wirfiSnden °�im Bande mit den„Schwarzen". Eine„politische Tod- zsüude" nannte man e«, wenn wir protestirteu gegen Au»- ,...uahmcgeletzr, bor denen heute kein de« Liberalen wißlie- biger Mensch— vor Allem kein S-cialip,— wehr sicher ist. Und nun, bei Gelegenheit der ergercv Wahl? Wie !amo» sie da buhlen konnten, die Liberalen, um die Stim- men der liatholiken! Täglich figurirten In den Barmer �jiud Elbe, selber Zeitungen einige Liberale al«„glauben« treue bie A�iholikeu", um unter Hinweis ans fürchterliche, von den (tDarise, Sociallsten an kaiholischen Priestern vollbracht sein ��»ilcnde Gtäuellhateu ihre„Glaubeusgenosten" aufjusordero, l» uicht dem Berherrlicher der Pariser Commune, Has- . gpelwann, die Stimme zu geben, sondern dem Dr. Stade» I die G< bübren sür die Annoncen au« den Taschen eine« Juden bezahlt wurden, wa» liegt daran— der Zwick hei- /igt die Mittel, und Ist e« auch der gemeinste» Art! Stimm- zettel verbreiten zu lassen, aus denen der Name Hasselmaun rnr mit einem s gedruckt stand, die, wenn sie von Arbeitern ,'bracht wurden,„ungültig" sein mußten, wahrhaftig, -zu gehört schon-ine starke Dosi« Gem-iuhelt.>— ade» iberal Ist e« drrch und durch I——— i Ilten" liberalen Schulmeister«, dessen Bekanntschaft ich in iiner Versammlung machte, muß ich roch erwähnen. Nach- >em der gute Mau» versucht hatte, Propaganda sür Stade» >u machen, kramte er die große Weisheit au«, La«ker habe en Börsenkrach gemacht durch die Vusdecknng de« öörsenschwivdel«; dekhalb sei La«ker Socialist und mit ihm Dr. Stade» der„Gründer"! O Deutschland, wie —«lückiich kannst du dich schätzen, so'chc Schulmrlfier zuhaben! no�Wa« m.cg wohl Labker dazn soaen?-- So tot jeder Tag , uvhiz 22. Januar etwa» Otlginellc« und Jnterestaute«, .e?dik Liberalen sorgten dasür. U�d uun erst der Wahltag!— ;„"liloi oft und mit hoher Freude werde ich mich seiner crin- lorl�uern. Wie die Waage schwankte, hinüber und herüber, wie e I�eudlich die bange Erwartung sich auslöste in berrlichen Sie- schV'g-Sjubel. al« au« beu Arbeil irvlerteln die Resultate anlangten, -tl'welche Hasselmaun die Majorität sicherte»,— diese Augen- 'blicke werde ich nie vcrgesseu! In Anbetracht der furchtbaren Aestrengnuge», welche die Gegver besonder« am Wahltage machten, der letzte Wahltag kostete ihnen 20,000 Thaler baar Geld, isi dieser Sieg um s»«erthvoller und herrlicher. Möge er die besten Früchte tragen, möge er Luch, Arbeiter de« Wupperthalr«, begeistern zum uwen, gewaliigm Kamps I �Rastet nicht in der Verfolgung de« geschlageneu Feinde«; iagt ihn uicht zu Bthem kommen, vorwärt?, tretet eiu in , ill'bit Reihen de« Allg. deutsch. Arb.-verein« nrte» dem Bonner «ü yiastalle'o! Mit Gruß und Handschlag Karl Frohme. Ii Verbauds-TheU. Bttlin, 2. Febr.(Den Schneidern diene zu« Er- '-�"uet-ung.) daß Mittwoch, den 4. Februar, Abend« 8 Uhr, Jöck.l'schen Salon, SebastianSstraße 39, die Neuwahl «(,'nt4 Zweiten Altgezellea und der Deputirten stattfindet. Unser »ed, �di�at ist Stolle», und außerdem ist e« Pflicht jede« Par- v-�teigenosten. sich streu, au die«audldatevlistc de, Deputirten, UüHvelche von den Mitgliedern de» Strikevereiu« aosgestellt find «mfjmd von uu» denselben Abend Im Wahllokale anSgethcilt werden, zu halten. Räch Beschluß de« Vorstände« der Kran- Ig«»kevkaste haben Mitglieder, welche mehr al« drei Beiträge »-stiren, keinen Zutritt. Alle müssen aus dem Posten sein, ,»nd Jever thue seine Schllldlgk.it. M't social-demokratischem Srnß H. Neumann. Trotz,«eirath. Der nenc Preßgesetzentwurf.\ Nachstehend geben wir den Entwurf zum dkut- scheu Preßgesetz, welcher dem Reichstage vorgelegt wird, in feinem Wortlaute: Der Entwurf de« Reichspreßgefetze«. 1. Einleitende Bestimmungen. .i �Uiche Stellung der Presse Im Deutschen U Reiche, wird dnch da« gegenwärtige Gesetz ceregett, und nn- .terliegt mm denjenigen vescheänkmigen, welche durch dasselbe i vorgeschrikbeu oder»ngelasseu find. . z 2. Da« gegenwärtige Gesetz findet Anwendung aus �alle Erzeugume der Buchdruckerpresse, sowie aus alle andern, dor» mechanisch,«her chemisch. Mittel bewirkten, zur V.rbreitnng bestwnntto«mvlelsältlgungeu von �Schriften oder bildlichen Darst-llmtg.» mit oder ohne Schrsst i*' und von Mufikalien mit Text«de, Erlämirmigeu. Wa« im ��tfolgenden von„Drrkckschrislcn verordnet ist, gkit sür alle vj\ vorstihend bezeichneten Grzengmsse. 8 3. Für den Bewkib»rr Preßgewetbe find die Befiim- " n.ungtll der Gewerdeoldmrra maßgebend, von andern al« den hiernach berichtigten Personen dürfen Druckschriften, auch bann, wenn ein Gewerbebetrieb nicht beabsichtigt �ist. ohne tesvubm polizeiliche Erlaubuiß weder aus ßol? Straße», össenilichen Plätzen»nd andern össentlichin Orten z?.l Verkauft, Buch eilt»de» aukgistrcut, roch im Hirvwzieheu ver- Kt' breitet werben, vorstehende Bestimmunxen findet aus Stimm« .«iä-ttel sür össwtliche Wahlen, sofe-n fie Vicht« all Zweck, Zeit ,�nd Ort b.r Wahl und Name« der zu wählenden Personen enthalten, keine Anwendung. Die im dritte» Absatz de« 8 143 dieser Gewerbeordnung crwähntiu Vorschriften der Laude«gesetze treten außer Kraft. s 4. Al« Berbreitnug einer Druckschrift im Sinne de« Gesetze«»Ilt auch da» Anschlagt», Ausstellen»der Auslegen derselben au Orten, wo fie der Kenutnißnahme durch da» Publikum zugängig ist. 11. Ordnung der Presse. § 5. Aus jeder im deutschen Reich irscheioenden Druck- schrist muß der Name und Wohnort de« Drucker«, und wenn fie für den Bachhandel oder sonst»ur Verbreitung bestimmt ist, der Name med Wohnort de« Verleger», beziehungsweise KommssfionSverleger«,»der— beim Selbstverirlebe der Druckschrift— de« v erfasse»« oder Herausgeber« genannt sein. A» Stelle M Namen» de« Drucker«»der v-rleger« genügt die Angabe de« In da« Handelsregister eingetragenen Firma. A»»gen»lmne» von dieser Vorschrift sind die nur zu den Zwecken de« Gewerbe« und verkehr», de« häuslichen und ge- felligen Lebens bienenden Druckschriften, al«: Formulare, PreiSzettcl, BIfiteukarteu und dergleichen, sowie Stimmzettel sü» öffentliche Wahlen, sosern fie nicht« welter al« Zweck, Zeit und Ort der Wahl und den Namen der zu wählenden Personen enthalte». 8 6. Zeitungen und Zeitschriften, welche In monatlichen »der kürzeren, wenn auch unregelmäßigen, Fristen Im denk- scheu Reich erscheine»(periodische Drnckichriftc« im Sinne diese« Gesetze«), müsse» außerdem aus j-der Nummer, jedem Stück ober Heft de» Namen und Wohnort de« verantwort- ltchen Redakteur« erthalten. Die Benennung mehrerer Per- soneu al« verantwortliche Redakteure ist nur dann zulässig, wenn dieselbe in einer Konn bewirkt wird, an« welcher mit Bestimmtheit zu ersehe, ist. sür welchen Theil der Druck- schrist jede de» beiaunteu Personen die Redaktion besorgt § 7. Die Verbreitung voll Druckschriften, welche vor dem Inkrafttreten diese« Gesetze« in einem deutschen Bundesstaat erschienen find, ist gestattet, wenn sie dm Borschriften ent- sprechen, welche daselbst zur Z-it ihre« Erschrinm» bestanden. § 3. Verardw örtliche Redaklcnre periodischer Druckschriften dürfen nur Personen sein, welche versüguvgssählg, Im Be- fitze der bürgerlichen Ehrenrechte find und im dcvlschcn Reich ih en Wohnsitz«der gewöhnlichen Aufenthalt habm. 8 9. von jeder Rnonner(Heft, Stück) einer periodischen Druckschrift muß der Verleger, sobald die Au«thejlung »de, Versendung beginnt, ein Exemplar g'gm eine ihm zu ertheilmde Bescheinigni-g au die Polizeibehörde de« Ausgabe- oxte unentgeltlich abliefern. Diese Borschrift findet keine Anwendung auf Dneckschristen, welche ausschließlich Zwecke» der Wissenschaft, de» Kunst, de« Gewerbe«»der der Industrie dienen. 8 10. Der verantwortliche Redakteur eine» periodischen Drackschrist» welche Anzeigen ausnimmt, ist verpflichtet, die ihm von ossentllchen Behörden mitgetheilten amtlichen Be- k»»ntmach,»gm ans deren ve langen gegen Zahlung der Üblichen EinrücknngSgebührcn in eine« der beiden nächsten Stücke de« Blotte« aufzunehmm. 8 11. Der ve antwortliche Redakteur einer periodischen Druepchrift Ist verpflichtet, eiae Berichtigung der In letzterer mitgetdeiltm Thatsachen ans verlangen einer betheiligtm Öffentlichen Behörde»der Privatperson ohne Einschaltungen »der Weglassnngen anfzvuehmen, sosern die Berichtigung von dem Einsender rmterzeichnet ist und keinen sirafbaren Inhalt hat. Der Abdruck muß in der nächstfolgenden, sür den Druck nicht bereit« abgelchlossine» Nummer, und zwar in demselben Thellc der Druckstrtsl und mir derselben Schrift, wie b:t Abdruck de« zu derickkigenden Arttiel«, geschehen. Die Auf nähme erfolgt kostenseci, soweit richt die Entgegnung den Raum de« z« berichtigenden Artikels übersteigt. Für die über diese« Maß h'nauegehenden Zeilen sind die üblichen In- serttonsgedützren zu entrichten. 8 12. Ans die von den deutschen Reich«-, StoalS- und Gemeindebthörbtn, von dem Reichstage»dir von der Landes- Vertretung eine« deutschm Bondesstaate« ausgehenden amtlichen Druckschriften finden die Borfchriften de» 88 5 dl« 11 keine Anwmdnng. 8 13. Die aus mechanischem»der chemischem Wege ver- vielsältigten periodischen Mitlheilungeu(lithographirte, auto- gnephirte, mekallographsrte, dnrchschrlebeue Korrekpondenzev) nnteÄIegcn, sosern sie ausschließlich an Zeiwugkredaklioneu verbreitet werbe», den In diesem Gesetze sür periodische Druck- Ichrtstm getroffenen Bestlmuwrgen nicht. 8 14. Bekonutwachnngen, Plakate und Aus« rufe dürfen nicht öffentlich angeschlagen, ange' heftet»der in sonstiger Weise Öffentlich ausgestellte oder auf öffentlichen Straßen, Plätzen, oder au andere» Öffentlichen Orten unentgeltlich vertheilt werden. AnSgerommm hiervon sind die amtlichen Bekannt- machmegc» vo» Reich«-, Staat«-, und Gemeindrbehöodeu, sowie solche Bekanntmachungen, Plakate nnd Aufrufe, welche keinen anderen Inhalt haben, als Ankündigungen über gc- setzlich nicht verbotene Bersawniluiegrn, über ge- siohlme,»i»lorene»der geftrndene Sachen, übe» Verkäufe, Bermiethurge»»der andere Nachrichten sür häusliche Zwecke und für den gewerbliche« vetkeh,. To« Recht zum Erlasse pollzrkllchei Lorsch rifte» und Anordnungen, bezw. der Art «nd de« Orte« der Anheftung öffentlicher Ausstellung und Lerehellnnz von Bekanutmachnngen. Plakaten und Aufrufen wird durch diese« Gesetz«Ichi derührt. 8 15. Ist gege« ei»« Nmnmer(Stück, Heft) einer Im Anstände erfchewenbm periodischen Druckschrift binnen Jahre«- fvisi zweimal ewe BeruMhriluog auf Grund der§8 41 u. 42 de« Stvafacschbwche« sü» K« Deutsche Reich erfolgt, so kann de» Reschidtachker iarerhalb zwei Monaten nach Eintritt der Rechtskraft de« letzte« Erkmntuisse« da» verbot der fernere» Verbreitung dieser Druckschrift»1» auf zwei Jahre»uvch öffentliche Bekamt tmochung aiwsprechcn. »ie I» den eingelac« BmedeSfiaaten auf Grund der Bundes- aesetzg-bn»« bisher erlassenen Verbote ausländisch!» pcriod.- scheu Dinckschrksie««rete» v«ßr, Wirksamkeit 8 IL- I» Zeilen be» Kriegchzefah«»der be« Kriege« kön- ne» Beröffmtlichurgr» über Tneppenbewegungen»der ver« thridlMtgsmittei durch dm Reichskanzler mittelst össenttichcr BekomMnachmi, verboten werden. § 17. Oessrntliche»ussochimvngen mittelst de, Presse zur Aosdrtngmi« erkamtter Geldstrasn, imd Kosten eine« Straf- dersohrm« find verboten. Da« zusolge solcher Aussorderun- gen Empsongeue»der der Werth desselben ist dem Staate sür vcrsallin zu erklären. 8 18. Die Namen der Geschworeven und Schössen dür- t'-Ll" bei de, Mittheilung dtr Zusammen. au� bk« Glicht- gn--vN werden. Die Anklogesqrift oder »dere»mtliche Schriftpücke eine« Sttafprozesse« dürfen durch die Presse nicht eher veröffentlicht werden, al« bi« dieselben in össemlicher Verhandlung kundgegeben«»rbm find,»de» da« Verfahren sein Ende erreicht hat 8 19. Mit Geldstrafe von 50 bi« 1000 Mark Reich,- münze oder mit Gesänguiß vo» 1 bi» zu 6 Monaten werden bestraft: 1) Znwlderhaudluugen gegen die in den§8 15, 16, 17 Absatz 1 und 18 bezeichveten Verbote: 2) Zuwider- baublungen gegen die Vorschriften be» 88 8, 10 und 11; 3) Zuwidcrkandluvgeu gegen die Bestimmungen der 88 5 und 6, welche durch falsche Angaden mit Kenntuiß der Un« richtigkelt begangen werden. Die Strafe trifft den Eigen- thümer und den verlege» einer periodischen Druckschrift auch dann, wenn er wissentlich geschehen läßt, daß auf derselben eine Person fälschlich al» verantwortliche« Redak« teur benannt wirb, während in Wirklichkeit«in Anderer die Redaktion leitet. Sonstige Zuwiderhand« luogen gegen die Vorschriften der 88 5, 6, 9 nnd 14«erden mit Geldstrafe bi« zu 150 Mark Reichrmünze»der Hast bi« zu sech« Wochen bestraft. 8 20. Wer mittelst der Presse beu Ungehorsam gegen da» Gesetz»der die Verletzung von Ge« seyen al« etwa« Erlaubte« oder verdienstliches barstellt, wird mit Gesängniß»der Festungshaft bi« ,o 2 Jahren bestraft. Sind milderide Umstände vorhanden, so tritt Geldstrafe bi« zu 600 Mark Reichsmünze ein. III. Verantwortlichkeit für die durch die Presse begangene» strafbaren Handlungen. 8 21. Begründet der Inhalt einer Druckschrift den That« bestand einer strafbare« Handlung, so find: 1) der Ver« sasser, 2) her Redakteur oder Herausgeber, 3)der Verleger oder Kommisflonsverlege», 4) der Drucker, 5) de« Verbreiter mit der Strafe de« Thäter« zu belegen, ohne daß e« eine« Beweise« ihrer Mitschuld bedarf. Ist die Veröffentlichung ohne den Wille» de« Verfasser« geschehen, so trifft statt seiner den Redaktenr oder Heransgeber die Verantwortlichkeit. E« kann jedoch jede der in obige» Reihenfolge nachstehenden Personen die Strafoersolgung von sich abwenden, wenn fie eine der ihr In der Reihenfolge vorgehenden Personen bei ihre» ersten gerichtlichen Vernehmung ode« innerhalb 24 Standen nach derseiben nachweist und der Nachgewiesene in dem Bereich d>r richterlichen Gewalt eine» deutschen Bundesstaat« Ist. Diese Bestimmung steht d-r gleichzeitigen Verfolgung der« jeuig cu nicht erliegen, in Ansehung derer außer Oer dloßeu Handlung und Herausgabe, de» Verlag»»der der Ueber- nähme der Kommission, de» Drucke« oder der Verbreitung noch anberer Teatsachen»»«liegen, welche nach allgemeinen strafrechtlichen Gnmdsätzeu eine Theilnahme an der durch die Druckschrift begangenen strafbare» Handlung begründeu. IV. Verjährung. 8 22. Die Strafverfolgung derjenigen verbrechen und Bergehin, welche durch die verbreituvg von Druckschriften strafbaren Inhalt« begangen worden, sowie derjenigen sousii- gen vergehen, welche In diesem Gesetze mit Strafe bedroht sind, verjährt in 6 Monaten. V. Beschlagnahme. § 23. Eine Beschlagnahme von Druckschriften ohne richterliche Anordnung findet nur statt: 1) wenn eine Drvckschrist den 88 8 und 6 nicht entspricht oder dem 8 15 zuwider verbreitet wirb. 2) wenn der Inhalt einer verbreiteten Druckschrift den Thatbestanb eine» Verbrechens oder Bcrgehru« begründet. Sofern im Falle der Nr. 2 die strafbare Hardlung nur auf Antrag ei»es Betheitiaten zu verfolgen ist, setzt auch die Beschlagnahme einen besonderen Antrag d-ssetoei! voraus. Die Beschlagnahme trifft die Exem« plare nur bei, wo dieselben zum Zwecke der Verbreitung sich befinden. Sic kann sich auf die zu» Vervielfältigung dienen« den Platten rad Formen erstrecken; bei Druckschriften im engerin Sinne kann, statt Beschlagnahme de« Satze«, bat Auseinanderwerfen de« letzteren g Ichehen. Bei der Beschlag« nähme sind die dieselben veranlass,»den Stellen der Schrift unter Anführung de» verletzten Gesetze« zu bezeichnen. Trenn- bare Thcile der Druckschrift(Beilaaen einer Zeitung-c.), welche nicht« Sttosbare« enthalten, find von der Beschlag- »ahme«»«zuschließen. ß 24. Ueber die Bestätigung»der Aufhebung der Be- schlagnahme hat da« zuständige Gericht zu cutscheideo. Diese Entscheidung muß vo» de, SlaalSauwattschasl blauen 24 Stunden nach Anordnung der Bischlagaahni- deautragt und von dem Gerickte binnen 24 Stunde« nach Empfang de» Antrage« irlaffeu werden. Hat die Pollz-ibchörde die Be« schlagnahme ohne Anordnung der Staatsanwaltschaft ange« ordnet, so muß st- die Adsenduag de« Berhandlmigin au die letztere ohne Verzng und späteste»« binnen 12 Strnuca bewirken. Die Sta°t»a»w«llsch«ft hat entweder die Wieder- ausheburg der Beschlagnahme mittelst einer sofort vollstreck- baren Verfügung an iiordne», ober die gerichtliche Bestätigung binnen 12 Stunden nach Empfang der B-rhiudlüvgcn zu beantrage». So weit I» eluzeUten BanbiSstaotc» elvr Mit- Wirkung dir StoalSauwoltschast bei den Gerichten unte sie» Instanz nicht vorgrschrieden ist, fi»d die Akten d-m Gericht unmittelbar vorzvlege». Wer» uicht di» zum Ablause de« fünften Tage» n,ch Anordnnng der Beschlagnahme tu» de- tätigende Gerichtsbeschluß der B-Hörde, welche die Beschlag- »ahme angeordnet hat, zogegangen ist, erlischt die letztere nnd MUß die Freigabe de, eii'ln.u Stücke eefoigen. § 25. Gegen dl» Beschluß be« Gerichtes, welcher die vorläufige Beschl«g»»hme aushebt, findet-in Rechtsmittel uicht statt. 8 26. Die vom Gerichte bestätigte vorläufige Beschlag- »ahme ist wi-dir cufgnheben, wenn uicht biune» 2 Wachen nach de» Bestätigung die Strasversolgung in der Hauptsache eingeleitet worden Ist. 8 27. Während de» Dauer der Beschlagnahme ist die Verbreitung der von dersel»,» betrosseueu Trnckchrlst»der der Wiederabdruck de» die Beschlagnahme veraulaffeudeu Stelleu unstatthaft. W-r mit Kenntuiß der veisügten Be- schlagnahme dieser Bestimmung-»tgege» handelt, wirb mit Gelrstrase bi« tOO Mark ReichomÜuze»der mit Gesängniß bi« zu 6 Monaten bestraft. VI. Schlußbestiwmungem § 28. Die sü» Zeiten»er Kriegsgefahr, de» Kriegech de» erklärte» Krieg«-(Belagerung«-) Zustande«»de» Innere Un- ruhen(Ansrnhro)>n Bezug auf»te Presse nestebeud-u de« I,»deren gesetzliche» Bestimmungen, bleibeu auch diesem Ge- setze«e, müder bi« auf Weitere« in Kraft, öb-uso werden durch diese««isey die Vorschriften dir Lande«gesetze über Ataabe von Freick-mpiarlu au Bibliotheken und öffentliche Sammlungen nicht berührt. Votbehaltlich der auf den Lau- beSgesetzen beruhenden allgemeinen Gewerbesteuer findet eiu« besondere B-stmerm-g de» Presse und der einzelnen Preß- ftuugtiffe(Zlltaug»- uud Saltudttstempel, Abgabcu v»a Jnscral'n sc.) uicht statt. § 29.»Mts G-sctz tritt am 1. Sali 1874 ia«rast. Den vorstkhendcn Prrßgesetzeutwurf werden wir noch näher beleachten. Sprechfaal. Görlitz, 23. Jaauar. Ein Beitrag zur RohheitS'iatifiik. Am 22. Zaa»ar warde in cmer hiesigen Fabrik gegen einen Ärbeitcr eine schäadli�e Rohbeil von den fick zu den Gcbildetea zählen»«, Leuten ondgeübt. Der betreffende Arbeiter, Namens Michel,»ar in der Fabrik in Wortwechsel geeath'«. Wabrichcinlich»ar Mich-l, bei Beilegung deS «.trcil-Z in seinem Rechte geschädigt,« forderte deshalb seine Entlassung, welche er sofort rrhalten sollte. AlS er imn seinen Lohn sarderle, erhielt �r, wie er mir miltheiltc, 20 Ggr. zu wenig, wegen welcher Summe er Im«omtoir sich stritt. Er verließ das Komtoir; ihm nach kam aber der Geschäfts« dlrigent, paelle ihn und zerrte ihn, mit Hülfe d-s Komtoir- personale, wieder zurück. Man warf den Arbeite» nieder. trat ihn m't Füßen auf Brust und Unterleib, so daß er bald seine Besinnung verlor. Hieraus ließ man Ihn In den Hof schleifen, wo er über eine Stunde liegen blieb, während der GeichästSdirijiint sich äußerlk:„Laßt den Hund liegen und wenn e zu Grande geht!" Al« nach einer Stunde der Po- lizeisergeant erschien, glaubte derselbe, der Gemißhandelte vcr- stelle sich; er zog ihn daher bei den Kopf- und Barthaaren in die Portlerstube, wo er merkte, daß der Arme befinnnnz»- lo» war. Erst als nach einige» Zeit die Frau des Michel erschien, holte dieselbe eine Droschke, und wurde derselbe In seine Wo nung geschafft. Am ganzen Körp-r zerschlagen, hat er besonders eine gefährlichen Geschwulst am Unterleibe da- don getragen, an welcher derselbe»ohl längere Zeit leiden wird, da der ihn behandelnde Arzt sein Leben für fast ver- lorcn hält. Jetzt hat der Dirigent Angst bekommen, denn er äußerte, daß er 100 Thaler gäbe, wenn der Borfall unge- schchiil gemacht werden könne. Die Sache soll bereit« der StaatSanwaltsckast übergeben sein. Dieser Fall dürste wohl ein Dämpfer für den RohhcstSstatistiker Harkott sein. Franz Pursche, Arbeiter. Vermischtes. *(Ein guter Ausspruch.) Der Abg. Birchow hat in der Kammerfitzuaa vom 27. Januar folgenden Ausspruch ftthan:„Wir bewilligen alljährlich neue Summen für die iermehrung der Schutzmamesckast und der Erfolg ist, daß die polizeilichen Zustände jedenfalls nicht besser werden. Eine generelle Schwierigkeit hierfür möchte ich finden In dem ver- fönlich cn Wesen der Schutzleute, deren Manieren vielfach nicht dloS herbe, sondern geradezu grobe zu nennen find, aller- ding« erklärlich durch dl- spezifisch militärische Erzie- huug, welche dieselben erlitten haben." *(Wahlmanöver.) Bor dem Wahllokal deS„Cafä Grünewald" zu Tharlottenbnrz war im Garten zur Nach- achtuvg für die liberalen Wähler bei der engeren Wahl zwi- scheu Kiepert und Steinhaufen ein Plakat mit dem Namen„Kie- pert-Marienfelde" angeschlagen. Der Schutzmann Richter nahm an dem Plakat Unfios, er riß den Zettel herab und konstSzirte auch die in der Gaststube ausliegenden Wahlzettel mit dem Namen Kiepert Maricnfelde. D-r Wahlvorstand beschwerte sich sofott über dieses eigenmächtige Berfahren des Schutzmann« bei dem Polizeidirigenten von Drygalski, der den Beamten ohne Säumen energisch verwies, fich jeder Ein- Mischung In die Wahlagitation strengstens zu enthalten und die Wahlzettel wieder zurück zu tragen, sowie auch da« Pla- kat wieder anzuhrsten.— Bei allen derattigcn Borkomm- uissen sollten ie Bürger überhaupt bei den höheren Behör- den Beschwerde führen. *(Liberale Kinder.) Au» Mainz wird berichtet, daß am 27. Januar die Stavdbilder Guttenberg'S und Schiller'» wegen der Wahl de« klerikalen Abgeordneten Mou- fang mit Flor verhüllt waren. B r t e f k« st e u. Für Apenrade. Briefe in Part-iaugelegenheiten sind zu richten A. DrewS. Adresse Schmidt Wwe.. Südetthor. Die Annoncen von Hamburg(öff-rnliche Schuhmacherver- fammlung) und von Wiihelmshafe»(Mitgliederversammlung) find hier zu spät eingegangen und haben deshalb keine Auf- nahm- gefunden. Kür Berlin. deutscher Arbeit er-lJerein. Versammlung Donuerstag, deu 5. Februar, Abend» 8j Uhr, WallanckSstr. 12. Tagesordn.: Bortrag des Herrn Fritzsche. H. Eck». Für öerlin. Partewerfammlung Freitag, den 6. Febr, Abends 8Vz Uhr, _ Sophienstr. 15._ Kür Werti». Deutscher zimmerer-Bund. Bezirks- Versammlungen: Mittwoch, deu 4. Februar, Abends 8 U»r, Wouancksstr. 12. Referent: O. Kapell. Mittwoch, dm 4. Febr., Abends 8 Uhr, Köpnickerstr. 172. Referent: A. Kapell. Tage-ordn.: Die neuere Orgauisatioll derBerliuer Zimmerer. Da« Erscheinen Aller ist wichtig.__ A. Kapell. Kür Brandenburg a. d. H. Daß ich 14 Thlr. 13 Sgr. zur Abzahlung unserer Wahl- ogitatlonSschulden von der Kasfirerin de» Frauen- u. Mäd- »envereius erhalten habe, bescheinige ich tankend. A. Mischke, B-vollm. Der Frau Friederike Ncumann In Kiel die herz- lichsten Glückwünsche zu ihrem heutigen Geburtstage von ihrem Freunde 2. Thumm nebst Frau in Dresden. g Berlmer Plltzer-Clsd. Stiftungsfest nebst Ball Sonnabend, den 7. Februar, Im Lokale des Harn Liebe», Thvrst». 12. Die Zwischenpausen werden durch d-klamatorischc Bor« träge ausgefüllt. Parteigenossen haben Zuttitt unter Legitimation. Anfang de« EoncertS 3 Uhr, de« Balle» S Uhr. Enttee für Haren l-j Sg-., für Damen 2� Sgr. Billet« sind zu haben bei Volker«, Skatitz-rstraße 123, Sulike, Lindowasteaßc 25, Arndt, Zi»n»kirchstraße 47, voru 3 Tr-vvcn, Manglet, Kastanirnallce 52, Lllpke, Acker- straßc 14/15. Wir bitten nm recht starken Besuch. Da« Tamitö. > � Ber'i«. Alle Parteigenossen, welche die„rothe Late« Nr. 0 und Nr. 00 in Vertrieb hatten, werden*" dringend ersucht, die unoeikauften Exemplare an � zeichneten abzuliefern; auch nm den Eettag für die veck Exemplare wird gebeten. _ Paul Grottlau. Elisabethnfe» 13. l Zur Beachtung. Da» Festcomtt« der WelhnachtSbescheernnz und dt mit« de» am 28. Februar statt findenden StiftungSfl. Berliner Arbe!tttfrauen-nnd MädchenverelvS werden f ____ Douueritag, den 5. Februar, Abeuds 8 UM u, Pallifadeustr. 82 n 83, im Restaurant Hoppe, eivt K Es ist Pflicht Aller, zu erscheinen, weil die speiiaz? Kür Brrlü». Gekeralversiuamlllug der Schneider- Gesellen Mittwoch, dm 4. Febr., Abends 8i Uhr, in Jäckel'S Salon, Sebastianstr. 39. Tageloron.: Wahl des Altgesellen, dessen Stellvettrtter, 12 Deputirler und deren Stellvertreter. Nur kaffcnbercchtlgte Mitglieder durch Vorzeigung ihre? Anflaaebute» erbaleeii Zuttitt. Der Vorstand. Site SWcllü. Deutscher Tabakarbeiter-Verem. Oeffentltchc Mitgliederversammlung Mittwoch, ica 4. Februar, Ubachs 8 llhr, im früher Frank e'schen Lokale, Linienstraße 44. TageSardn: Vattrag van F. W. Fritzsche übet die Zweckmäßigkeit gemeinsamen Borgehen» aller Gewertoereini- gungen gegen die Ver ümmeiung de» Koalition.»echt-S.— BttichiedeneS und Fragckast-u. Das Erschrinea Aller ist nathwendig. Der Borstand. Für den Wahlkreis Teltow. Außerordentliche Comite-Siyuua i« Steglitz Souutag, deu 8. Februar, Nachmittag? 1 llhr, im Lokale de» Herrn Siefert, Albrechtstraße Nr. 108. TageSnrbn.: Sehr wichtige Angelegenheiten. Jede Ort, wo Parteigenossen fich befinden, muß In dieser Sitzung vertreten sein. AnSdrückliib aber ersuchen wir die Parteigenossen von Köpenick und Rixdors, In dieser SItzmig zu erscheinen. _ I. A.: Gustav Berg. Gustav Dietzmann. Für Hamburg. Mitglied er- Versammln»« des Hamburger Straßeubau-Arbetter-BereinS Mittwoch, deu 4. Februar, Äbcads 6 llhr, Spitalcrstr. 18. TageSordn.: Willigt und BereiiiSangclegenheiteu. Alle Mitglieder müssen am Platze lein. _ Der Bevollmächtigte. Allgem. deutsch. Maurer- und Steinhauer-Bereiu. Oeschlosseue Mitglieder- Bersauunlung Douuttstag, de» 5. Febiuar, Abeuds 8� Uhr, iu Tütge'» Salon, Valentinskamp TageSordn.: Wichtige Angelegenheiten. Der Beoollm. H. Schöning. Kür&*mlntrp. Arbeiter Frauen- und Madcheuverem. Oefsentlichc Versammlung Tonnttfiag, de» 5. Febr., Abeuds 84 llhr, in Tütge'« Salon, ValentinSkamp 41. Tagesordnung: Die Erziehung der Jugend. Referent� Herr Nenmann. Es iü Pflicht aller Mitglieder, ,n erscheinen. Am Schluß der Versammlung Abrechnung. Der Borfland. Mittwoch, deu 4. Febr.,»b. 84 Uhr, in Heinsohn'« Salon Altona. Parteiversammlung. TageSordn.: 1) Wa« Ist der Zweck unserer Pattei?— 2) Angelegenheit Brückmanu.— 3) Ballarrangemcvt.— 4) Fragekaüen._ Hein». Racko». Für Altona' und Ottensen. Bersammlunz der hiesigen Mitglieder de« Mgemeiutu deutscheu Arb.-Uutcrß.-Berbaudes Frettag, dm«. Febr., Abe»d« 84 Uhr, i» Heinsohn'S Salon, Gchlawplotz. TageSordn.: 1) Wahl eine« Bevollmächtigten und Revi« . 2]-*--.....-- h sors. 2) Abrechnung. 3) Antrag»ei Herrn Sun delach. Ott» Reime», Bebollm. Für Ättona und Ottensen. Allgem. deutsch. Maurer- und Steiuhauer-Berew. Mitgliederversammlung Frriag, deu i>. Febr..«bmd» 8 Uhr, „Karlsruhe" iu Ottensen. TageSordn.: BcreluSaugclegenh-ite».— StistuugSfest und Ball.— Fragelaflen. Der Bevollmächtigte. Für Ältona. Alle Briefe u. s. w. tu Porteiaugelegeuheltcu find sottau an Unterzeichneten zu senden. Da» Bntcau bleibt vorläufig unverändert Schaueuburgerstr. 6; dasselbe ist geöffnet von 94 bis 1j Uhr Morgen« und Abend« von 7j bis 84 Uhr. Mit focial-demottatischem Gruß _ Heinr. Racko«, Schaurnbnrgerstr. 6. Für Barmen- Arbeiterfrauen, und Mädcheu-Bersammlung Donuerstag, deu 5. Februar, Abmds 84 Uhr, bei Herrn Müller(Bahnhof). TageSordn.: Vottrog de« Herrn Wieseuhöfer. Ver- schiedene». Um zahlreiches Erscheineu ersucht_ Der Borstard. Gratulation. Unserem Pattcigenoffen Herrn Emil Lippmann zu sei« uer am 3. Februar stattgesundeneu Vermählung unsere beste Gratulation. Die Parteigenossen von Guben. rechnung vorliegt. I. A.: Frau H«>1 Für Bielefeld. Allgemeiner deutscher Arbrüer-verei». Oeff entliche MItg liebe rversammlnng Freitag, dm 6. Februar, Abeuds 84 Uhr. Tagesordn.: Wichtige Anzel-genheiteu. Die MUglieder werden aufgefordert, säumtlich/ scheinen. tri IT IL, Xj des hiesigen Gcsaug-VereinS„Liederkra» Souuateud, de« 7. Februar, in der Eenttalhalle, früher Reitbahn. Enttäe für Herren 74 Sgr., Damen 24 Sgr. Die hi-fig-n Mitglieder de«»llg. de«sch. Arb- «erden anfg-fordert, fich s» viel, wie mögltch, da»a> th-Illg-u.____ Im Auftrage: Da» Es Für Stettin. ASgerttiuer deutscher Ardeiter-Ver.. Geschlossene Mitglieder» ersammlun. Mittwoch, deu 4. Februar, Abends 8 M in der„Stadt Blomberg". TageSordn.: Abrechnung BerschiebeneS 3 ist ra Ai Bl bei fol we ich die rid foc «eschlossene M i t g li e d e r- B e»f a»wii Svuu-bmd, deu 7. Februar, Abmds 8 llhis soll in Bollincheu beim Gast«. Äroht. ä TageSordn.: Regelung wegen Grü-dnng der» lagi schast und Kaffenvirhaltniffe.. da« Zuttitt haben Mitglieder und die e« werden»'• endi G. ZielowSky, Ms»!- Ein Heckbauer, eingerichtet zu 6—8 Weibchen,'? kaufen Neu- Köaigstr. 91. vorn 3 Tr.___) t"t Dem unermüdlichen Kamp er für die Measche�relf�� Frvhmc zu feinem am 4. ds». stattfindenden G'" aebl die herzlichsten Glückwünsche. Möge Kerkcrihüc und Eiscngitter winken»«cn Bcizage nicht; es gilt, Du braver Hild,, fel� ,. W*uuc* seil Den blttcrn Kelch �»er Knechtschaft auSzals ding Schon winkt das Morgenroth der neaea i Tiotz alledem sei immer froh und heiler, cial- Wenn euch der falsche Wahn sein Urth'» Wa! Weil' nntcr nnö und streite muihig»e!� Mit nn« den deck'zen Kampf dnreb Nacht f. Die Mitglied» de« Allgem. deutschen Arbeiter--. _________ zu Friwkfwt o. M. �°ief Meinem lieben Mauue Georg Steiger z»*1� Wiegenfeste am 4. Febr. die herzlichsten Glückwllass stär Offenbach a. M Deine Frau nnds find __— � awm Unserem lieben Frennde und Partiizenoss«- Steiger zu'' Glückwünsche. Offenbach a. seinem heutigen 32. Wiegenfest« Deine Freuode Meinem braven Mann und unjerm liebe»« nem 41. Geburtstage am 3. Februar unsere her, wünsche. Möge es un« vergönnt sein, noch iSrn gemeinsam zu streben für Wahrheit. Freiheit uu» keil zum Wozle der leideudeu Menschheit. Dies, von Herzen Frau Müller, Gustsav Müller und Richard' Stettin. Uns»m braven Mttkämpf» fü» Freiheit und* Parteigenossen Heinrich Pctrie, zu seinem Es am 4. d. M. die herzlichsten Glückwünsche vvn m bern de« Allg. deutsch. Ard..B»eiu» zu LudwigSW � Unsttem Freunde Carl Frohme zu seinem E» behe am 4. Februar die besten Glückwünsche.— Möge? lange als brav» Streit» für die Men chenrcchle s lino Mitte weilen. __ Deine Freunde I. Petsr» und Fran� Unser» Freundin Sophie Franke zu Ihrem' du! bruar wiederkehreudeu Geburtstage die besten Gl« Fat Mehrere Freundinnen inj de» Ent Herzliche Gratulation meinem lieben M««1<_ P-hl zu seinem Gebuttstage am 3. Februar. s Ottensen, deu 2. Februar 1874. J®" Deine Frau ut) Vn begl Dem Kämpfer für Freiheit, Sleichheck und Bli F.»andermann,»u seinem 24. GeburtStaq- erf w. die herzlichst» Glückwünsche. � C. Grnudemauun nebst Frau. F. G'd» Unserer lieb» Part-Ischw-ster,»» für Freihei und Brüderlichkeit wirkenden Schriftführerin Fr mann, zu ihrem SebuttStage am 4. Febr. dir von ihren tteuen BnndcSschwcstern A. M. M. W. L. W. M. H. P. Uns»» Parteigenosfin Frau Gruubeman» Wiegenfeste die besten Glückwünsche._ I. jfy hochgefchätzl's n«z Herzlichste Gratulatioa uuscrm yocygesqav. � Herra Karl Cordt iu Berlin, zu seiuem am% kehrenden Wiegenfeste._______ � Dir Frau buttStag drundcmauu gratulirt zum h, _ Fried». Bau»' Ar Ein Schuhmachergeselle auf Herren- und �'iUl wünscht In»er Nähe de» RathhanieS Beschästig�'«ü Einzusenden B»liu, Jüdenstr. 4L, 3 Trepp�' kee Druck vou C. Jhttug'S Wwe.(A. Tolbatztt) j* B»autw»rtllch für die Redaktion:®. Becke»~ Verla, von fS. Grüwil in Berli»- Mtl En: Zu wik -uil