JRt. 16. ? Ss Berlin, Sonntag, den 8 Februar 1874. 4. Jahrgang. Neuer . Wel« Srttnnj erlchewt ttrt R«l je,* tUtntlU», nnb zwar- Die-»-«», jjjj| Bou-erftaz» n. Eounab enfcä fibe-bt. «bon--»«-»» Vr-t« st, SetUa wcl.»rinzerloh» viertel- j sti-lich präo-mera-bv i7>/,«zr.,»». »,Mch«>/, S«r,, einzelne Itlimacr- A-nal-vemlikrat «eb-lttov s. erpc»>«cv B« r I t v, Dreibev erftrxße Nr.»». BeKrlluiigen werben»nswärli bei alle» Vostiimtern, in Berlin IN bei Sjbebi- hen, sowie bei jebem Ebeb-tenr est. «egenzenomrnen. Inserate(in bei«rtebition werben pro breizessaltea« PM-A«» ober beren Raum Mit««srbereq-eti »rbeiler-Annoncen bie brerspaltige Zeile ober beren Raum i>-,»«r Ein Erfolg unserer Agitation. H. ki.l9 während der letzten Wahlbewcgung eS ,Beavdt worden. Wer keine Idee hat von den im e. i�tölkerleben herrschenden socialen Entwicklungen, der acht so gern auf die Bajonette. Und nun will das Schicksal, daß die„EommunardS", die ReichSfeindc", allein mit Energie daS Recht des rj�sjmneinen Soldaten verfechten! StüÄ Tos ist bitter, und noch bitterer ist die That» Pl�che, daß der invalide Soldat die Prinzipien der «r« Jbeiterbewegnng, durch seine eigene Roth dafür �. jypsän glich gemacht, zu durchschauen beginnt, und jl, s«iß die Social-Demokraten somit die Sympathie cer bewaffneten Brüder sich gewinnen. Zeugniß __>von legten jene Männer ab, welche mit dem eiscr- edeslchl Kreuz an der Brust am Wahltage in Barmen V�5ed Elberfeld die Stimmzettel der Arbeiterpartei T'1 �«��"lten. �un wohl, solches ist schon geeignet, die Macht �Aserer Bewegung Jedwedem fühlbar zu machen, und ffer moralische Druck, er ist, wie wir gesehen, nicht ne Folgen geblieben. Und wenn der Zustand der Ha�tvaliden in nächster Zeit gebessert wird, dann tön- a wir stolz rufen: Das hat die Arbeiterpartei chan; sie hat für die zu Krüppeln geschossnen Pro» ——parier der Kapitalmacht einen Bissen Brod abge- tgen! Zra� Aber freilich, mit diesem vorläufigen Erfolg ist die Invaliden noch Nichts gewonnen; eS gilt, W ort die That hinzuzufügen, und zwar die tc« �«reichende That. Es gilt, dafür einzustehen, die Invaliden nicht bloS dem Namen nach eine f©iifferung ihres kargen Soldes bekommen, sondern �---�mm, daß einem Jeden von ihnen ein sorgenfreier !. fenSabend geschaffen werde. Müssen zum Schutz isau°- Interessen der machthabeuden Klassen, die Arbei- fs"j|tyre Gliedmaßen opfern, dann sollen die kapital- h�fj»tudeu Klassen auch die Last des Unterhaltes tragen. >» Und mit frischem Muthe wollen wir eintreten in , 63.!���l>uepf; und den geizigen Bourgeois soll eS in il!ü!d'Sn'NJ Für die Invaliden keine �a»i.°rgel mehr! ie* f Politisch» U-berstcht. Berlin, 7. Februar Der deutsche Reichstag wurde am 5. d. durch den Fürsten von Bismarck eröffnet. In der Tbronrede wird als erste Vorlage das Militär- gesetz genannt, wodurch die ungeheure Militärmacht, welche das deutsche Reich in Frieden erhalten muß, für alle Zukunft festgestellt werden soll.— Höchst beachtenSwerth ist sodann der folgende PassuS:„Die gesetzlichen Anordnungen, welche unmittelbar nach Beendigung deS Kriege« zu Gunsten der Militär- invaliden getroffen worden sind, haben die Probe der seitdem gemachten Erfahrungen nicht in allen Einzelnheiten bestanden. Zur Beseitigung der hervorgetretenen Mängel wird Ihre Mitwirkung in Anspruch genommen werden. Nicht minder wollen Sie Ihre Aufmerksamkeit der Ausgleichung von Här« ten zuwenden, welche die frühere norddeutsche Gesetz- gebung über die KriegSlcistungen während deS letztenKriegeS für zahlreiche Gemeinden zur Folge gehabt hat."— Bekanntlich war unsere Par- tei die einzige, welche energisch Abhülfe deS jämmerlichen Zustandes der Invaliden forderte. Alle anderen Parteien schweigen dieS todt; äugen- scheinlich haben wir den wunden Punkt bereits so kräftig getroffen, daß nvthgcdrungen die Regierung bereits einige Konzessionen machen muß.— DaS Preßgesetz wird ferner mit folgenden Worten in AuS- ficht gestellt:„Die rechtliche Stellung dcr Presse ist bereits im verflossenen Jahre Gegenstand der Be- rathnngen des Dundcsraths und des Reichstags ge- Wesen. Das Bedürsniß eines gemeinsamen Gesetzes über diese Materie ist außer Zweifel. Die verbün- beten Regierungen haben den von dcr königlich preußischen Regierung gestellten Antrag ihrer Be- rathung unterzogen und sind bemüht, in dem Ihnen vorzulegenden Ergebnisse ihrer Beschlüsse die berechtigten Ansprüche auf freie Meinungsäußerung durch die Presse mit den Anforderungen in Einklang zu bringen, welche das öffentliche Interesse mit nicht minderem Rechte gegen den Mißbrauch dieser Freiheit erhebt." Ueber das bevorstehende KoutraktbruchSgesetz heißt es, wie folgt:„Eine Novelle zur Gewerbeord- nung, welche Ihnen vorgelegt werden wird, soll die Schlichtung von Streitigkeiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern durch Gerichte, deren Mitglieder aus beiden Lebenskreisen entnommen find, in einem einfachen, von jeder lästigen Form befreiten Versah- ren sichern. Sie soll ferchcr Vorsorge gegen die Nach- theile treffen, mit welchen die öffentliche Ordnung und die nationale Arbeit durch rechtswidrige Einwir- kungen auf den freien Willen dcr Arbeiter und durch den rechtswidrigen Bruch geschlossener Verträge be- droht wird."— Mit allgemeinen Bemerkungen über günstige Finanzen und friedliche Beziehungen zu auswär- tigcn Regierungen schließt die Thronrede.— Die Präsidentenwahl erfolgt am Montag. Die Reichstagswahlcn in Elsaß und Lothringen haben die vollständige Niederlage der Partei im Ge» folge gehabt, welche die Annexion gut heißen wollte, und zwar geschah daS trotzdem viele eingewanderte Deutsche mit dieser Partei zusammen stimmten. Eö find theilS Mitglieder der national-fravzösischen Partei, theils Ultramontane gewählt. Und dcr Annexion ist damit ein vernichtendes Urthcil gesprochen. AuS England wird der erste Wahlsieg eineS Ar- beiterS gemeldet. In Stafford wurde nämlich Macdonald gewählt, welcher Borsteher eiuer TradeS Union der Bergleute ist. Hoffentlich folgen bald neue SiegeSberichte der Arbeiterpartei. Aus Tänemark wird von einem Sinke berichtet. ES haben in Saxkjöbing die sämmtlichen Arbeiter, welche beim Bau dcr Nykjöbing-Maribo-Bahn be- schäftigt sind, die Arbeit niedergelegt. Sie verlangen einen täglichen Arbeitslohn von 8 Mark dänisch; ihr bisheriger Lohn betrug 7 Mark dänisch. In Belgien haben die Arbeiter der- Kohlengrube „Flemalle", Provinz Lüttich, die Arbeit eingestellt. * Nachträglich beschäftigen sich die Zeitungen in Bezug auf die bevorstehende Neuwahl im ll.Ber» liner Wahlkreise mit der engeren Wahl zwischen Schulze aus Delitzsch und Hasenclever. So läuft folgende Notiz durch die Blätter: De« liberale Berlin wurde einigermaßen überra'cht, daß der socialistische Kandidat bei der engeren Wahl im sechsten Wahlbezirke über(3000 Stimmen erhalten. Allerdings wissen die Berliner, daß die Rehberger 1848er Angeben- kens an ihren Traditiouen festhalten und die Politiker ron Moabit, Gesundbrunnen ,c. den„Socialdemokraten" als ihren„Staatsanzeiger" betrachten. Aber dennoch hielt mau dafür, daß durch die alte Organisation der Fort- schrittkpartei auf Schulze-Delitzsch 14— Ii, 000 Stimmen vereinigt werden lönuten, während dem Sociatisten Hasencieaer höchstens 2500 Stimmen zufallen sollten. Die Rechnung war falsch. Wir hören oon alten Parteiführern jener Arbei- terbezirke die Besorgniß ouifprechen, daß bei dir abermals bevorstehenden Wahl im sechsten Wahlbezirke(Schulte-De- litzsch lehnt dort ab und nimmt für Wiesbaden an) für einen fremden Kandidaten, dessen Name den Wählern vnbckannl ist, die Agitation recht schwierig sein werde. Durch dcn Spott leuchtet die pure Äugst der tapferen FortschritUer. Diese Angst aber ist die sichere Gewähr des endlichen Sieges der Socialisten. Vereins-Theil. Hatdnrg, 4. Febr.(Wahlbericht.) Eine eifrige Lgi- tation war es hier Im Wahlkreise; und wenn wir nicht da» Resultat erzielt haben, welche» wir hofften, so haben wir e» lediglich den schmutzigen Waffen und Jntrigven zu verdau- keu, welche die Nationalliberalen gegen uns anwandten. Der demsibe Reichstag wird deshalb sich wohl noch mit der Wahl de» Oberbürgermeisters Srnmbrecht beschästigen müssen. Die Parteigenossen«erden über die gegen uns angewandte« Machinationen staunen. Nicht allein»urdeu wir aus de« lind- llcheu Wahllokalen mit Gewalt entfernt, sondern es ge chahen noch wunderbarere Dinge. So z. B. wählte ein Wähler für Andere mit. In einem Wahllokale hier In der Stadt Pas- strte e» mehrere Mal, daß zwei Stimmzettel für Grumbricht in einander gesteckt abgegeben waren, und jedesmal wurde eine» der Zettel für gültig erklärt. Auch an Drohungen und Einschüchterungen hat is nicht gefehlt, hauptsächlich bei deu Bahvarbeiteru. Während Hunderte von Arbeitern in beu Listen fehlten, haben nachweislich Bourgeois in beu Liste« ge- standen und gewählt, die noch nicht das gesetzliche Alter hat- ten. Der Havplflreich aber unserer Gegner ist folgender. Wenige Tage vor der Wahl erklärte aus einmal die Lokal« presse, daß die Fiuu'schen Stimmzettel für ungültig erklärt werden würden;«eil der Wahl- Kandidat nicht genügend bezeichnet sei, könne man nicht wissen, welcher Finn gemeint sei. Durch diese Erklärung wurden Taufende vom Wählen abgehalten, deren Stimmen sonst unserm Kandidaten luge- fallen wären. Es ward endlich noch am Abend der Wahl das Militär in de» Kaserne konfigniit, weil man glaubte, die Arbeiter würdeu so dumm sein und gewaltthätig Ihrem Unwillen Last mache». Trotz alledem zeigt die Stimmen« zahl, daß unsere Bewegung sortgelchrilten ist. 1871 erhietteu wir für unseren Kandidaten von 8400 abgegebenen Stimmen ca. 600, während jetzt da« Resultat folgende« ist: gewählt habe» 11,221, deren Stimmen fich, wie folgt, vertheilen? Grumbrecht(national-liberal) 7431, Finn 23(35 darunter 1802 für ungültig erklärte. Dr. Bärens(Weifer Partei) 1294, Praft(Ehrlicher) 71. Die übrigen Stimmen find zersplittert. Unseren besonderen Dank»och den braven Arbeitern deS Reihe, stieg». Dort waren von 156 abgegebenen Stimmeu 140 sür Finn. Da« erzielte Resultat wird uns zu neuem Wirken anspornen. Die Nacht weicht langsam an» de» Thä- lern, aber fie weich; und nicht m hr fem ist dir Tag. wo der ländliche Proletarier vereint mit dem städtischen Arbeite« alle Ränke und Schl che unserer Gegner zu Schanden machen wird. Mit social-demakratischem Ernß Fr. Seitz. Bremen, 5. Febr.(Allgemeiner Bericht.) Bolls- blldvngsverelu gegen die Social-Demokraten ist hier in Bre- men jetzt das Losungswort.„Courier",„Nachrichten",„We- serzeituug" K. bringen fammtlich lange Artikel, in denen die Nothweubigkeit„energischer Thötigkiit" gegen Uli« verlangt wird. Tagtäglich heißt es:„Bildung ist nöthig, wahre Bit- bung." Nun, Ihr blödsinnigen Artikelschreiber, glaubt- Ihr, daS Volk kennte Ench nicht? Wenn eS Euch Ernst mit bei Bolkibllbung wäre, warum bringen Enre nationalliberalen Jammergestalten nicht den Antrag beim Reichstage ein, den Unterricht zur Reichssache zu machen und vollkommen steten Schulunterricht bis zu beu höchsten Lehranstalten im ganzen Reiche auch den Aermsten zu gewähren? Glaubt Ihr, da» Volk wüßte uicht, warum die» nicht geschieht? Und»enu da» arme, da» tausendmal gelauschte Boll es nicht weiß, nun dann werden wir— wir schwören es— Sorge tragen, daß unser Boll den Gmrd hierfür, der nicht allzufern zu suchen ist, ersähet. Wollen Eure„Wanderlehrer" gegen deu Socla- lismu» ooftreteu? Gut, wir stnd dabei; ater nicht Hinte» geschlosseneu Thüren, In offenen, freien Volksversammlungen! Und die Folge wird sein, Ihr werdet, fall» Ihr über diese« Jscui lach-2(öaal, Esch selbst beluah: tobtlachra über die merkwürdiges Erfolge, die Eure mit 2000 Tbaler «sd Reisesptses bcjahltes Wanderlehrer habe» werden. Wißt Ihr. was wir mit Euren Helden ons'anzes? Wir werden fie bündig widerlegen! dem Bolle sagen, im Jnlereüe dieser nnd jener GeldsackSgrößea sind die Herren ihätig; wir werden die grenzenlose Annuth ans der eine» Seite und den ungehearen sich mehrenden Reich- thnm ans der andern enthüllen, und Eure Wanderlehrer wer- den unter schallendem Gelächter deZ Volkes, als wahre Wan- derlehrer weite» wände u. Ja, sogar die Phrase von der RcichSfcindllchkiit wird nicht» nutzen. Düselbe Antwort wird darauf erfolgen, die ich Euch Reichen und Großen der Börse in jrn-t Versammlcag eirst gab:„Nicht Feinde de» Reichs» sondern Feinde Eurer sogenannten liberalen Eturichtnngcu find wir." Und Enre Phrasenhelden stehen da, dem Geläch- t« del Publikum» preisgegeben. Nehmt zum Beispiel jenen großen Oberlehrer Leithäaser, eine ganz außergewöhnliche Dcnkerkrast! wa» glanbt Ihr, was dieser große Geist aus- richten würde? Seid Ihr vielleicht der Meinung, die Phrase «der besser, freche Lüge d-S Herrn Leithause,:„Die Social- Demokraten»ollen theilen, wollen alle Maschinen abschaff-n" — würde geglaubt werden? Gewiß eicht! Sehr bald würde man dem frechen Barschen auf die Finger klopfen I Oder den» Ihr vielleicht, nicht L-ithrvscr, sondern bessere tüchtigere Kräfte würden sich Luch zur Berfllgnnz stellen? Nein, da seid Ihr im Jrrthum; Lenle, dir wirklich etwas gelernt haben, geben sich nicht zu jenem Solddienst gegen den SocialiSmuZ her. Ja, Ihr Lieben and Getreuen, Ihr habt Recht; immer stärker verbreitet sich der SocialiSmuS auch hier in Bremen. Wir sprechen über drei Jahre ein weit ernsthafteres Wörtchen mit, als bei dieser ReichStezSwahl. Thut, was Ihr wollt, uns ist e» gleichgültig. Denn in der kurzen Zeit, seit der Wahl, breiteten wir die Partei ans in Barel, Nienburg und in Lilienthal und weiter wird«S gehen. Den Gefallen thut uns uar, daß Ihr Bure Wanderlehrer auf die Beine bringt, wir find wahrlich neugiirig, Eure AopazltSten»enneu zn ler« neu und eS wird unserer Agitation nur nützen. W. Frick. Verli», 4. Febr.(Zum Berliner Wahlfonds find elugeganzen): Von der Wöhlert'schen Kesselschmiede 2 Thlr. 12 Sgr. 6 Pf. Samml. i. d. Vers. Potsoamcrstr. d. Bach- mann 4. 27 6. Samml. i. d. Parteivers, am 16. Jau. Sophienstr. 15 27. 15. 6. Samml. i. d. B-rs. b. Gratweil am 17 Jan. 5. 4. 8. Weigel und Roß 1. 5.—. Janitzk, —. 10.—. Küwe- ick—. 10.—. Von Zimmerern durch Mareks 2. 15.—. Krämer-. 15.—. Maurermeister Fritzc durch Wolssram 4.—.—. Zimmerpolier Lücke durch Tllgel 11.—.20—. Cigarreufabr. durch Zlchau—.20.—. Zimmerpol. Llldicke durch Neye 1. 17. 6. Markwarst—. 5.—. Zimmerpol. Stllmlcr durch Marls 1. 12. 6. Merkel 1.—.—. Samml. i. d. Lolksvers. b. Wolter 25. 21.—. Parteigenossen, noch einmal kommt e» im 6. Berliner Wahlkreise zum Kampfe. Da wir uou am 27. Jmnar über 6000 Stimmen hatten, so wird e» uns nicht schwer werden, deu Sieg bei der jetzt kommenden Wahl zu erringen; e» Ist aber jitzt Geld «forderlich, damit die Agitation noch reg« betrieben werden kann. Gelder find zu senden au I. Stahl, Templinerstr. 3, 1 Tr. Cchleiwig» 2. Februar.(Wahlbericht.) Das Rcsnl at der Wahl betrug für den von uns aufgestellten Kaadidaten Herrn Oldeuburg au» Rendsburg 3076 Stimmen. E« überstieg unsere Erwaxtnng und wir habeu die Ucberzeuzmig gewonnen, daß über drei Jahr der Wahlsieg für unsere Partei dl«selbst gesichert ist. In allen Dorf chaslen, wo wir eine B«sammluug abhielten, erzielte vns« Kandidat die absolute Majorität, ein Beweis, daß die hiefigeu Landbewohner das Prinzip der Social-Demok.ane zn würdigen wissen. Jedoch in her Stadt Schleswig steh! es noch aud-r». Hier war von dem ralional miserablen E-mittl die Parole ausgegeben, wählet «ine Strohpuppe, welche allen Wünschen der Regierung zuvor- kommt, weuu Ihr dies nicht thut, dann«hält Schleswig kein Regierung» zcbäudc, dann werden die Husaren der- legt, dann weiden den Holmer Fischern ihre Privilegien leschnitten, dann weiden durch Verleoung der Regierung die Wohnungen leer stehen und die Weltstadt Schleswig» welche, beiläufig bemerkt, eine j Million Thal« Schulden hat, wozu schlecht und vttkchrt angelegte B-r!chös«angen beigetragen haben, wird zur Bettelkoloaie. Doch lassen sich die überzcu- gungStreuen Parteigenossen durch solche Albernheit nicht bei«eu und e» wird raßlo» vorwärts geschritten auf der Bahn, die uns Lassalle gefübrt. Nachstehend eine voll den vielen Beeiu« flussangen von Seiten d« Behörden. Nach schriftlich« Ueber- elukuuft überließ Gastwirth Petersen in NeuBereud uns fein Lokal zu ein« Volksversammlung; nachdem diese recht- zettig angemeldet und die B-schciniguag in meinen Händen »at, schickte der HardeSao'gt Schulz einen GeuSd'arm zu dem « genannten Gastwirth, welcher daselbst-» au Drohungen nicht ehlen ließ, um den Wirth in der zwölfte» Stunde wortbrüchig zu machen; als dieses nicht fruchtete, wurde der Wirth zum HardeSvoigt Schulz citirt. Hier angekommen, mußte d« Wirth eftt von HardeSvoigt Schulz abgraßte« für ihn unleserliches Schriftstück untirschrciben, welche« Verweigerung de« Lokal« für die Versammlung enthielt. Al» wir nun zur fest- gesetzten Stunde einttafen, um die Versammlung abzuhal-en, war der Wieb hoch«freut, doch nicht der HardeSvoigt. Ehe ich zum Erössneu der Versammlung schritt, wurde mir ,dle Mittheilung vom HardeSvoigt, der Wirth habe»ntirschriedeu, baß er sein Lokal nicht h«gebe, deshalb dürfe die Bnsamm- lung nicht statlfinden. Sogleich holte ich deu WIrth h-rbei, welcher nun vor der«uwesendeu Menge dem HardeSvoigt «klärte, daß er durchaus nicht» gegen die Bttsammlung ein- zuwenden habe und sein Lokal vou jetzt an jed»zeit nr« zu eiuer Bersammlurg zur Versügnng stände. Acht Tage später hielten wir eine desto zahlreichere Versammlung daselbst ab. So hat c« sich denn bewahrheitet, je mehr Verfolgungen, desto «eh» Erfolg. De» Parieigeuoffeu in Cappeln und Eckerusörde sei hl«mit von deu Schleswig« Parteigenosse, für ihren Bis« während de» Wahlagitation volle All«keuvung gezollt. Lasset uv« gemeinsam die bevorsteheude» drei Jahre so fort- fahre», davu»«den wir mit dem nächsten Wahl«geduiß zufrieden sein. Mit social-demokratischem Gruß F. Sorge. Ottease«. 4. Febr.(Totalverzeich»iß der vom 10. «»gust 1873 bi« 1. Februar 1874 eiugegaugeneu Gelder von ParlameutSwahlkass« u zur Reich«- »aa-w-hl.) B»v Fssch-»'» F-drik 72 Mar, 8 Schilling. Michelseu'« Llseugiejerei, 1. Rate 50.—„ 2. Ra e SO.—„ 3. Rate 10.— 4. Rat« 6.—„ 5, Rate 5.—. Maui> »«-« Fabrik. 1. Rate 30.—, 2. State 15. 7.«»» Schrö- ta U GAckstabt, 1. Rate 2. 8., 2. Rate 7. 8. 9. Schräm« iu GlmShoru, 1. Rate 3.— 2. Rate 10.—. Bon Grs»- mann in Altona, Strafgelder der Kraukcukasse 2. 8. Habe- ulcht's Fadeik, 1. Rate 25.— 2. Rate 20. 8. Renne'S Fabrik. 1. Rate 50.—., 2. Rate 16. 12 Barth'» Fabrik. 1. Rat- 20.— 2. Rate 25.— 3. Rate 25.—. SpieS' Fabrik, 1. Rate 50.—., 2. Rate 50.—. Von Stegen, eine Sammlung der Former-Liedertaf-l und de« Ottensen« Ge- sangvereins 1. 4. Waraeke u. Lllvemann's Eisengießerei, 1. Rate 30.—., 2. Rate 20.—., 3. Rate 15.—. Bon Börner 7. 8. Bon Hatje in Uet«sen 10.—. Bon L. das. 5. —. Köster'» Fabrik, 1. Rate 25.—., 2. Rate 15.—. ParlameutSkasse der Korbmach« auf der Glashütte, 1. Rate 22. 1., 2. Rate 2. 4. Parlamentskasse von Ckanseu 3. 12. Allg. deutsch. Maurer-Vereln d. Sauder 5. 12., 2. Rate d. deus. 25. 6j., 3. Rate d. den f. 10.—. Von deu Maurern auf Bogen gcs. d. Saud«, 1. Rate 10. 4., 2. Rate 15.—., 3. Rate 10. 6�. Boa Maueeru und Zimmerern d. Sander 2. 8. Bon Maurern eine Sammlunz d. Pahlan 3. 10j., 2. Rate d. dens. 2. 6. Parlamenttkaffe bei Zeise Ii. 9. ParlameutSkasse bei Lange durch Renh>1 6. 5., do. do. 7. 10. Vom Kartenklnb—.5. Vou Pinned-eg d. Schneider 5.—. ParlameutSkasse bei Brand, 1. Rat 5. 4., 2. Ra!e 4.—. Bon Gcerkca in Horst 5. Oj. ParlameutSkasse bei Bchnke, 1. Rate 20.—., 2. Rate 5 8. Kähl«'» Fabrik, 1. Rate 20.— 2. Rate 20.—. Tellkamv'S Fabrik, 1. Rate 12. 8., 2. Rate 5.—. Durch Schlüter In Nienstedtea 5.—., 2. Rate d. Schul, 6. 9, 3. Rate b. Schlüter 7. 3. Parka- mentskasse bei Bölke 10.—. Bon Kntsch« 6.—. Bon Böck« 2. 8. Krani'S Fabrik, 1. Rate 21. 2., 2. Rate 22. 10., 3. R�te 10. 3., 4. Rate 5.— 5. Rate 10.—. Chri- stiansen'S Fabrik 5. 10. Kon Herrn Laub 1. 4. Von We- gener 10. 6. Robehorst'« Fabrik 45.—. Hausen'S Fabrik, 1. Rate 40.—., 2. Rate 12. 3. Studier'« Fabrik, 1. Rate 15.— 2. Rate 10.—. Laueuburg'S Fabrik 23. 11. Ro- dehorst's Fabrik, 2. Rate 7. 9. Bau Carsten d. Stapp«t —. 4. Aus der Büchse bei Rath 13. 4. Parlamentskasse bei Wieneke 3. 12. OUenseller Gesangverein d. Schmidt 7. —. Quast's Fabrik 50,—. Vom Wahlcornftv in Altona d. Thomsen, im Ganzen 250.—. Durch Herrn Hagen in Esingen 15.—. Von Parteigenosse» in Elmshorn b. H-«- hold auf der Konferenz 2. 2. Von Hapke's Fabrik 5. 8. Böhl'S Fabrik 4.—. MunbSfclb's Fabrik 34. 1. Möbius' Fabrik 15. 6. Behrens' Fabrik 20.—. Parlamentskasse bei Stein 10. 2. d». bei Tamsen 8. 14. do. bei B.ch 25. 12. Bon Baasch u. Rüschmann 1. 4. Parlamentskasse bei Strauch 3. 13. Jens' Fabrik 10.—. B-k«'S Fabrik 8. 3. Par ameutSkasse bei Heuer 5.—. Leiche»'» Fabrik 4.—. D. Vozelgesang ans der Fabrik ges. 2. 8. Von Freese auS Leezen 5.—. ParlameutSkasse von Wolf 26. 6. Teller- sammlung von vi r Volksversammlungen 80. 12�. Einnahme der Strafgelder von ComttSmttglledeka 3. 1. Ueber« schvß vom Tanzkräazchen 26. 12. Diejmiaen Partcigenossen, die bi« zum 1. Februar Gel- der abzeliesert haben und hi« nicht»«zeichnet find, bitte ich, sich au mich, od« Herrn Köster, Vahrenfeldttstr. 228, wenden zn wollen. Da» Berzeichniß der Sammelbogen ist hier nicht mit einbegriffen und wird«st veröffentlicht, wenn alle Bogen eingegangen find. Für da? Centralwahlcomitc de» 6. Schl Swlz-Holstelnischell Wahlkreise»: F. Heerhold. Verbands-Theil. Berlill, 6. Febr.(Maßregelung in der Schrau- beusadrik von Keruaul.) Es habeu iu obiger Fabrik sämmtliche Arbeit« am Mittwoch die Arbeit niedergelegt; der Grund dazu war svlgeud«. Geuanute Fabrik hat die Aufertiquug eine« Theile« d« zu den ueueu Gewebreu ge- brauttm Bisire llb«llommeu, uvb c« waren Seiten» de» Prinzipal» öfter Klageu üd« mangelhafte Aaszübrung dies« Arbeit laut geworden; die Arbeiter trugen jeboch nicht die Schuld, denn die Vorarbeiten werden von Personen besorgt, welche mit dem praktischen Arbeiten nicht vollkommen v«- traut sind und in Folge dessen schlechte Arbeit liefern. Den Schadin anSjum-rzen, lag nun ab« deu Arbeit«» ob, welche gewöhnlich die Kl-grn de« Prinzipal« zu vernehmen hatten. Dieselben beschlossen au» diesem Grunde, bei dem Prinzipal vorstellig zu werde», und üd-rgabcu demselben ein sehr ruhig gehalten-« Schreibeu, In welchem sie um Gewähr folgender fünf Punkte baten: 1) Um ein Urthell fälle» zu können, wie wett es möglich ist, den gestellten Auforderungen gerecht zu werden, soll vom Fritag, den 30. Januar, bis Freitag, den 6. Februar, in Lohn gearbeitet w«deu, und die gewöhnliche Ardlittstunde ist mit 4 Sgr., die Ueberstunde mit 5 Sgr. zu berechnen. 2) Nachdem In diese» 3 Tagen genügende Erfahrungen gesammelt fiud, werden auf Gruud»«selben In Gemeinschaft mit dem Prinzipal neue Akkordsätze anfgestevt. Z) Die ge- lieferten Theile sind dm Arbeitern absolut zot eiuzuhäudlgen, damit diese nicht für die Feh er Anderer aufzukommen brau- che». 4) Derjenige, welcher durch drlugeudc G-schäfic od« von Famtilellaugelegeuheiten gedräugt wird,«hält die Er« laubniß, um 7 Uhr Abend« die Fabrik zu verlassen, und eud- lich 5) wirb die SonutagSarbeit, welche vom GeschäfiSführer von Morgen« 7 Uhr bis Nachwittag« 3 Uhr festgestellt ist, um 12 Uhr Mittag« geschloffen. B« wurden vi« Deleglrte gewählt, welche da» Schriftstück dem Prinzipal übergeben sollten, welcher ihnen nach einigem Zögern sein Elnverstäud- niß mit diesen Forderungen«klärte. Er bat aber darum, bi« auf Weit«-« bi« Abend« zehn Uhr zu arbeiten. Die Delegieten gaben da« Versprechen, erwirtten ab« die Zusage, Tieusiag um 8 Uhr Abmd« aufhören zu dü fw, weil sie sthten Kollegen R-cheuschaft zu geben bä ten. AI« nun am Mittwoch früh die vi« Delegirttu sich zur bestimmten Zelt zur Arbeit elugefuuden hatten, wurde ihnen nun hierauf und noch einem süuftiu Arbeit« bedeutet, die Röcke nicht «st auszuziehen, sondern ihren Entlassungsschein zu Holm. Diese Schelre für die fünf Arbeit« enthielten als Grund der Entlassung:„Well der N. N. de» Anordnungen feine« V»r- gefetzten nicht Fvlge geleistet hat." Daß die» eine Unwahrheit ist, könne» die fünf Arbelt« eiblich bezeugen. AI« die übrigen Arbeiter»,u b« Maßrege'ung ihr« Kollegen hörteu, stellten fie sofort sämmtlich die Arbeit ei». Auf den Enttas- snugSich einen dies« Arbeit« wurde al« Grund angegeben: Der N.jN. wird entlassen, weil« sich au ein« planmäßige» Arbeitseinstellung bethei igte." D« Her» Kernaul»«sicherte am Dienstag»och de» Arbeit«»: Er betrachte sie al« sein« «lud«, und« frem sich, wenn« mtt«nständlgm und freien Arbeiter» zu thun habe. Seine Battrschaft hat« nun da- durch bewiesen, baß« soso« zu den Herren Kstrchhaff nnb I. Simon, Chausieestraße 66, schickte, mtt ba Weis«»» kei« neu o« vou iym euiiosteueu Ardetter tu Ardett zu w*. und baß er seinen Arbeit« u wahrheltSwidrige Atteste r0' fertigte. Die Arbelt« b-baukeu sich höflichst für die N schaft des Herrn Keruaul. Nachträglich ist der Borsüf" des Maschiueub anv erel a« wegen dieser Angelegenheit eben? mtlaffeu. Mehrere Arbeit Berlill, 2. Februar.(Allgem. Böttcher« sKüpe Verein.) Ja Birnbaum stellten am 2. Januar unsettr legen eine Lohusorderung von 30 PTt. au ihr« Sirteill» Beide Pazteim einigten sich; es erhielteu unsere Kollege» s 20projeutigl Echöhung Ihre» Lohnes. Die Brbeitgcbe merkte», baß b.-I der nächsten Brcnnperlode die Aibeilti für die Sprltfadrikanteu«höht werden sollten, damif»,, Arbeit« dann deu geforderten Lohn«halten. Die Bit»?,, —-a*--.i,v: M» Mitglieder mcldetea mir, weau fie uicht Im VereU�L Wesen wären, hätten sie gewiß'"".....'----- � Letzteres möge sich Mancher in v«c!ut stad wir Alle», zerrissen_ suchen die Meister uascreu Verein zu»«splittern, iadevxtt den verheirathetm Geselle» die Arbelt kSudigeu und W�eij WM» letztere hungerten, würden sie andietcu, billig« beitm»ab den Verein vergessen. Ab« die Herren- werben sich sehr Irrez, denn die Altona« Kollegen stad Die Gemaßregelteu werden vou Ihre» Altoucer Kolleg- der Haupttasse unterstützt. E« ist nochweudlg, daß alle gliedschaftm dafür Sorge tragm, daß der Z-zag van A Hamburg f-ra bleibt. F. Grag-bleil HllMbllrg, 2. Februar.(Formerstrike.) Begöteite durch die allgemeine G-schäftSflocknug, war eS schon seitaew! ger Zeit da» B-str-ben des H-«a R. Löhs-, B-fitzer d-Paa Pauli. Eisenwerke von R. Lohse und Samp., früher P-Idikse und Comp., seinen Formern(Biiengießeru) Abzüge rodwch Akkordsätzen zu machen, wozu stch in letzt« Zeit, w-Men Arbeit« an den Besitzer selbst wandten und baten, dle«ie zn lassm, noch Worte gesellten, deren sich A b- t«, An! h-lb«, schämen. Angesichts d« bevorstehenden Reick wähl und um die Asitation für dieselbe nicht zu sch »«hielten stch die Former t otzdem ruhig Die beiden----- tage, der 10. und 27. Janrar, wurden von sämmtllchl-iud beitern genannter Fabrik zu Feiertagen gemacht. Dir°»ält hiervon war, baß am 31. Jumar viele Arbeit« e�Ign wnr«t. Die Former, welche sich verpfli tet süyitir,'Tora gcmaßeezeltrn Kollegen— 12 an Zahl— beizllstehed, vchi tea alle Mann die Arbeit ein, und beschlossen, dieselbe leit eher Wied« aufachm-n zu wollen bis die Entlassene»«nm stellt seien. Arbeit« Deutschlands! man sieht hieeau�ch" man uns unser heiligstes Recht schmä!«t, wie man pnge uns auf all- Art und Weise vom Wahlkamps- s-en i«l°tz tm, um uns desto flst« und fü: immer in deu Fess�"» Kapitals zn halten. Ich«sttche, den Zuzng fern zn th'n; und mache die Kollegen darauf aufmerksam, daß Hijjwch Lohse In der Heranziehung fremd« Form« bewaodckd�uz wie wir vor zwei Jahren beim Ausschluß gesehen hab�sturg seldst, s»i-Ic sein: Agenten, w«den, unter anderen Aspnle als die obigen, Leute beudeil, hierher zu kommen; ten dad r, die Beendigung des StrikS nicht eher iü' anzunehmen, als es von mir In diesem Blatte b-rich?:,, Fern« ersuche ich. die Strikenden(i0 an Zahl) nach Keäftm materiell unterstützen zn wollen. Unterstützung�?,�. man an C. Stroth mann, Ki-lerstr. 16, St. Pauli, bürg.— Der Sirile in Herdorn ist beendet. Zu beim bei Frankfurt a. M. sind 6 Manu!kmaßrcglü�,,ii muß von dort der Zuzug ebenfalls fern«ehalten rfJ" Näh-cer Bericht hierüber folgt. G. Sti� � Sprechsaat, xi W MWWW. (Maßregelung.) tag j Wie stch dir Liberalen über den Ausfall der Wt nachd Holstein zu trösten suchen, zeigt nachstehende Affin.\ nttc, bclter Namen» Barkmann au» Seifeld, Mitglied ss s.ln» deutsch Arb.- Vereins, arbeitete als gUernter Hülm« der hiesigen Hmfabril de« Herrn Grnoe, eine» Libero! H�e, reinsten(?) Wasser. A!» derselbe iu die Lehre trat,» twrai wöchentlich 1 Thlr. 6 Sgr.; die dritte und viule kam er 1 Thle. 13 Szr., die fünfte und sechst' 2 Tbl», und die siebente und achte Woche 2 Tylr. Nachdem dieser Aebeiter drei Jahre treu gearbrtel wurde er gemaßeegelt,«eil et am Wahltage mit'nun Wahlurne gesessen und somit die Arbeit versäumt hieben i 10. Jaunav mußte man einen Borwanb suchen, vm«Ken: beiter fortjagen zu können. Der Herr Grude b-si>"foßte nachdem er ihn«st gefragt hatte, wo«Sonnabend LLtre sei, den Kessel von jetzt au in dtt Mittagestunde zn ss'Weis was d« Arbeit« natürlich nicht lhau wollte. Avf �glück mußte« die Arbeit nlebnlegen. So machen r» die l> als, AnSbeute»;»bschon die Arbelt« von Morgens 7 l'sein Abends 8 Uhr schwere Ardelt für fie venichten, muüvom ihnen noch zu, In dir Mittagsstunde zu arbttte»! fich\ wartet, der SocialiSmuS drwgt auch iu die Zwinf z ein, und e» Hilst nicht», d« Arbeiter wird sein Recht I'woh! Lld-Sloe, 4. Febr._ G tö'1— Zur Beachtung für die Haartuch«eberbr»> Diejenigen, welche geneigt sein sollten, da» Ho«' weben zu«lernen, werden von Unterzeichneten dort mnksam gemacht, dag, trotzdem die LedenSdedürsuifft letzten fünfzig Jahren um 100 PTt. gestiegen, d« f Haartuchwede», genau genommen, weniger geworden' Altona, 4. Februar 1874. Viele Haartucht Maßregelung. Ich habe bereit» in uus«em Parteiorgan mitgelt� ich durch ein lid«ale« Wahlmanöo« gemaßregeit s� read ich arbeitslos war, brachte man mir bi« Siachl, ich. wieder»ach Witt»« kommen solle. Al« ich dors' Sleinbllrg«» um Arbeit bot, wurde ich imm« od/ beschleben. Endlich gelang e» mir, auf dem Gute � Arbelt zu erlangen, allein nach elf Tage» wurde Weiteres fortgeschickt. Spät« la» ich iu eineos� Blatte eine Notiz Über deu Lanbwlrthfchastllchea welch« versteckt die gegenseitige U-b«eintuust»Jj Grundbesitz« ang beutet ist, daß Keiner eine» Lrbett nehmen borf. Da kannte ich mi, nun bi», nliären. Sämmtliche Arbett« find durch diesen �. schloß gehakten, imm« dm Sroßgrnndbefitznu zu 1% mai ll' g.... «ig-ufalll ihr« baffelb« Schicksal wartet,»a«?� »et ist. Die großen GrnNbbefitz« haktm ihre**|ÄZ für Maschine», und b« Laurwtrt�chafUiche Zweck, durch gegens eftig« Utckrtfisttzung bahio»a � >n Atbkiter durch Masch Isen ersetzt«erde», so weit die» jetzt Lft{ loch nicht der Fall ist. bl( g, Promoisel, 2. Febr. 1874. W. Brüning. SBotsflT [t-b-s Arbel [fiüp uufcW lrteils Zur Charakteristik de« Militarismus. Wiederum hat ein dem hie: garnisonirenden Dragoner- egiment AnaehSrizer sich von einem Elsenbahazuge über- iren lassen. Der„Frankfurter Beobachter" berichtet über Folgendes: De« Unglückliche heißt Kühn, stammt au» Franksort und 'Z'K"satte sich in da! genannte Regiment a!S dressähriger Frei« -'tg�-illlg-r einreihen lassen. Begreiflicherweise erregt dieser "lui�aurige Fall hier um so peinlicheres Anssiheu, al« noch jener kawUrrme Dragoner bei Allen in frische« Erinnerung steht, wtl« L•«V*' von Berzweiflang getrieben, unlängst seinen Tod aus Ä�esilbe entsetzliche Weise gesucht und gefimdeu hat.„Man" »r tth»agt, der oben genannte Soldat habe in de, Trunkenheit ibcN' diesen Ausgang grnommeu. Ich will nun ihnen nachstehend Ja wtach eine traurige«aseruengeschlchte erzähleu, au« welche« inbc�LIe und ihre Leser sich leicht die Moral ziehen«erden. Eiu ad vchreljähriger FreiwMtger, auch Dragoner, wird nach seinem Her Mintritt dem Stabstrompeter zur Verrichtung der üblichen wn wjbienstlelstangen(Pferdepuven jc.), als» in der Eigenschaft al» sind Bursche" beigegeben. Ec bekleidet diese Stelle seit etwa olllg'I.stnem Jahre, ohne durch sein Berhalten besonderen Anlaß ß«Byp* Klage zu geben. Da ihm die monatlich zustehende Re- >on Almnneratlon, Im bohen Betrage von 15 Sgr., voreMhalten iragstrteibt, wagt er e», sich für seine ständigen dienstlichen„Gefällig- Begiirelten" eine kleine anderweitige Belohnung anizubitten Der on seetgewlß sehr bescheidene Gegenstand seine» Berlavaen« find ew tzrr dPaar kleine im Besitz de» StabStrowpeter» befindliche, aber er Pechlefem zu eng anliegende Stiesel, welche Ihm selbst grsallcn und e vodtuch besser passen. Er sprach seine diesbezüglichen Wlln'che , weissen gegenüber seinem Herrn„D-ensteebcr" an«, und wurde, die»ie man v i» versichert, mit diesem verlangen nicht nur nicht :, Aas�urückgewlrsea, sond rn mit den Worteu,„wir wollen schon ReichSrbev" k. gleichsam zustimmend auf ein andere» Mal der- i schäjrostrt. Diese Erklärungen müssen den, nach sonstigen Schil- eideu cherungen anspruchslosen und gefälligen Dragoner rrmnthlgt ntlich'�vd alle, b-i der ihm bekannten Strenge der dienstlichen Ber- Die Haltnisse, ratürlichen Bedenken beseitigt haben. Denn er e« eignete sich, veruuthllch eine stillschweigende Einwilligung dit�i'70vau»setzrud, die Stiefel an. Er ließ sich ein paar lau»e sehet, vchäste daran machen und brauchte die Stiesel ungefähr ieselb«!eit April vorigen Jahres, ein Umstand, welcher nach aller silliN menschlichen Berechrung dem betreffenden Trompeter äugen- hlera�ihklvlich nicht lange hinan« unbekannt bleiben konvte. Bor cc»»ngesähr einer Woche nun werden die unglücklichen Stiefel fern»«lötzlich wieder gefordert; der Dragoner antwortet, er kSnne �.flrlrie nicht mehr zurückgeben, dazu feien sie schon allzu abgetra- n ,u»N! auch habe er dieselben vo'.schuh-u und Schafte daran � HMach.n lassen. Er kdnute üb�gea- l- dann auch für die «alldechanz. Zeit die ihm nicht ausgezahlte m»natllche Entschadi- dablsturg nach vi, laugen. Man sollte denken, diese Begründnng wäre � jl-Mlenchtend genug gewesen, um den früheren Eigenthümer .„ilion allen weit«en Ansprüchen abstehen zu lassen. Allein der '(ji{ trompete, besteht aus seinem„Recht" und meldet darauf hin l.„,»en Dragoner als„Dieb" hei seinem Borgesetzten. E» ist nach®it8 tln lsall, der standrechtlich entschieden wird, und meist '' ezimr mit einer ebenso harten(strenger Arrest mit Degrada- tion) wie euteh enden Berurtheilnng endigen kann. Den un -dn«glücklichen Dragoner, welcher nicht zu den„Spitzbuben iu ißtci,"• fira" gerechnet sein will, » in n; » dir Herrn I. Kelper in Sachsenhausen, ParadieSgasse 33, bei Frankfart a. M. Sämmtlichc Kalender für da» Jahr. 1874 find vergriffen. Schmidt u. Wulff. Tesfln. Zeitung und„Social-poli- tische Blätter auf der Post dort abonuiren. Die Annoncen für Hamburg(Mitgliederversammlung und Bolksoersammlnng) haben, weil sie hier zu spät cingegaugeu, keine Aafoahme gefunden. MJ. Wenn die Colvorteure die Zeitung nicht regelmäßig erhalten, so ist die» nur eine Bersänmniß der Post, da hier die größte Pünktlichkeit beim Absenden beobachtet wird. Wir bitten daher, bei dortlger Post zn reklamiren. Oeffenttiche Wählervcrlammlvngtn finden statt am Dienstag, d. 10. Februar, Abds. 8'/- Uhr, Bruuueufir. 115. Mittwoch, d. 11. Februar, Abds. 8'/« Uhr, im Saale des Herrn Flege, Schönhauser Allee 51. Donnerstag, d. 12. Febr, Abds. 8V- Uhr, im Caf� Gerlach, Bruuuenflr. 54. Tagesordn: Die im ftchste« Wahlkreise staltftudeude Uenwahl. z Um tüchtige Verbreitung dieser stattfiadeaden Lersamm- i lungm werden die Parteigenossen gebeten. Für daS Arbeiterwahlcomitö: Den un deu„Spitz ____ r sondern ein ausgebildete« Ehr -jtfühl besitzt,' faßt die Verzweiflung darüber, daß er nun «.M'Ntllch als Unehrlicher, als Dieb gebrandmarlt»erden soll. � ,6, berief sich bei feine» Kameraden aus seine ehrliche Ber- aangenheit und gab seiner Angst vor der ihm drohenden Schande lebhaften Ausdruck. Jadesscu muß e« Ihm geluu- gen sein, feine«ab« Semüthefllmmuug nnd feinen siustereu Catschluß zu verbergen, da man Ihn ruhig g hen ließ. Frei- tag AbentS gegen 7 Uhr entfernt? er sich au« der Kaserne, nachdem er zuvor die unheilvollen Stiesel voll obru bis, urten durchschnitten halt-, nnd begab sich auf den Weg nach seiner nahen Vaterstadt. Samstag Morgens gegen 4 Uhr kehrte er zurück, ging in feinen Stall und legte stch vor die Hufe selm» Pferde« nieder. Der Fntte, meiste«, welcher bald darauf feiner anstchtlg wurde,»eckte ihn au« dieser gefähr- ete glichen Situation und ließ ihn ln der bedeckten Reitbahn sich nie- lechSüjderlegen. Er war völlig berauscht, nnd erklärte dem Fnttcr« Ttzlt. Meister, daß er mit seinem Detter Abschied getrunken habe, tbeeta yhve räthseihas-e Wort näher zn erläutern. Er blieb w>t nun eine halbe Stunde liegen, erhob stch dann und ging aus nt hiv'den nahen Etfenbahndamm, wo er stch gier ülcr die Schie- vw s.ven legte. Der Frühzng brauste heran; die Lokomotive er- besaAGaßte den B jammirnkwerlhcn und fchleistt ihn eine ganze >bcnb.IStrecke weit fort, Indem stc deu Sörve« iu der eulsetzlichsttll - iss Wsis- perstllmm.l!. und zerfleischte. Trvtzdem fand der Un- A°,. g ückliche nicht gl.ich feinen Tod; erst um 2 Uhr Mittag«, 1 b,c Iii?1'8?0<*» ntßn Stunden der furchtbarsten Qual, hauchte er ,« 7 v seia Leben au»."(Wie wir erfahren, ist de, Dragoner Küha , wU»v»m Kriegsgericht frelgesprochm worteu, aber— nachdem er biitcnl sich f�n hMe tödien lasseu.) Zwivt De« Bestatluug de» Soldaten am Morgen de» 3. Febr. Recht twohute elue große Anzahl Sacialisten bei. ®. iB'1'— erb,«' i Ho-> eu bat* ürfn'ss' der p »rdev' eartucht nitgeti' |tU i-ls. Roch«*! ch d»«!« Itt Ante«J 3 murd«> eineiv »en® »itt HochzntSfrst. O dn mein theure« Vaterland, Wie lange lägt du dich noch quälen; Wann endlich wirst du liebentdrauvt Dich mit dem Freiheit, gat» vermählen? Doch z andre nicht so lange mehr, Du trittst in eine gute Ehe; Dafür ist fichr« Gewähr Der„Liberalen" Ach und Wehr. Da» gi-dt Un herrlich Hochzeit, fest, Da« ganze V»l, ist da zu Gaste, Au jenem Tag. un«»eitägt Dir Zwirtracht, kU s, h-lß gehaßte. Ja. diesen gold'ne», hvhm Tax. O, daß auch ich itM noch erlebte— V' I V,"f""»«f rcirotc—- w Er lohnt mich reichlich alle, Er stillt mew Herz, lchmrrzdu'rchdebt,. Vk. g. Atn«sti». kleine Adresse .0 m SZ, BMW. 8. O. R-im'.V' ein. «d J'M»a» i« vsNichea Hvlstcw zu brsiimweri. de, «t«»ich nachsehet. O.«7im7, H. Ecks. KS». r d?» Atzr«ctner1>?uischxr Ariteiter-Ntrett. Versammlungen Sonnabeild, den 7. Febr., Abeods 8tz Uhr, im Grat« weil'schcn Bierlokal(oberer Saal), Kommandauteustraße 77— 79. Vortrag de» Herrn Schweckendiek. Gouszhenii, deu 7. Febr., Abende 8tz Uhr, im Lokale de« Herrn Lindemann, Mantcuffelstraße 90. Vortrag de» Herrn O. Kapell. Somttag, dcu 8. Febr., Morgeus 11 Uhr, Badstr. 65/66 (GchmktaenaciO, im Lokale de» Herrn Hempel- Bortcag de» Heren Hnrlemann. Montag,*) dcu 9. Febr., Abende Stz Uhr.Fllrchstr. 5(Moabit). Bortrag de» Herrn Beck. Dicnstag, den lv. Febr., Abend» 8tz Uhr, Garteustr. 13/14, im Lokale des Herrn Brettschncider. Vortrag de» Herrn Maximilian Schlesinger. Dienstag, den 13. Februar, Abend» Uhr, Rüdersdorf cr- straße 45, Im Saale de» Herrn Porst. Bortrag de» Herrn F. W. Fritzsche. Verschiedenes und Fragekasten. Neue Mitglieder werden ausgenommen. H. Eck». *) Die versammlongeu in der Lavdwehrstraße fallen Lo- kalverhältnisse Haider im Mauat Februar au?._ rx Verlin. Arb.-Unterst.-Vcrband. Ausschuß-Sitzung Mittwoch, dcu ll. Februar, Abeuds 8t Uhr, im Alcazar-Rcstaurant, DreSdenerstr. 72. Da» Erscheinen aller Mitglieder ist äußerst uothweudig, da wichtige Sachen vorliegen. ___ Für da» Präsidium: Ott» Kapell. Für Verl«. Allgemeiner Schuhmacher-Vereiu. Große öffentliche Versammlung Montag, deu 9. Februar, Adeud» 8 Uhr, im Grat» eil'schen Bierlokal, Kommandantenfir. 77—79. TageSordn.: Wer trägt Schuld an der Arbeitslosigkeit? Referenten: H. Szimmath und Engter.— Verschiedene» und Fragckasten. Die Kollegen werden«sucht, ihren Pflichten dem Wahl- fand» gegenüber nachkowmeu zu wollen. Wiener Maskenball, arrangilt vom Allgemeinen Schuhmacher-Verein, Movtag, deu 23. Febr., Adeud» 8 Uhr, in Engelhardt'« Sa'oo, Lindenstr. 54. Entree für Herren 5 Sgr., für Damen 2� Sgr. An der Kasse Herren 7tz Sgr. Um 12 Uhr Festrede. Karten sind in allen Versammlungen zu haben. _ Für da! BergnügnugscomitS: H. Szimmath. Berliner Putzer-Clud. Mitgliederversammlung Mittwoch, deu 11. Februar, Abruh» 8 Uhr, im Lokale de» Herr Cariu»(früher Happoldt), Priuzeustr. 72. TageSordn.: Verlesung der Beiträge restireuder Mitglieder. Berschiedene» und Fragekasten._ Sievert. Generalversammlung sämmtl. Tischler Berlin? Souutag, deu 8 Febr., V»mittag»*) 9t Uhr, km Lokale de» Herrn Parst, RüderSdorferst». 45(Apollvsaal). TageSordn.: Vortrag de« Herrn Maximilian Schle« singe« au» Breslau.— Die Lohnsrage. A. Herold, Bevollm. V--. cm. vrtefliftetu Meint Adresse wähomch de, Dave, de« veich««,�», «deu«««. 63, B-vlw. 8. O. � KK». SS«3rliR. Große Generawerf ammlnnH sämmtlicher Zimmerleute Dieustag, dcu 10. Februar. Weuds 8 Uhr, Sophienstr. 15. TageSordn.: Abrechnung de« Herrn Girke.— Abrech« »ung Über die zur ReichStagSwahl bewilligten Gelder.— Bewilligung von Geldern für deu hiesigen VI. Wahlkreis. — Die Organisation zmn Früdjahr.— verschiedenes. DcS Erscheinen Aller ist Ehrensache. August Kapell. Die Versammlungen iu de, Köpnickelfir. und WollanckS- straße fallen i» dieser Wockie au»._ Kitt Berlin. Allgem. deutscher Maurer- und Steinhauer-Berriv. Oefseutliche Bersammluvgen Montag, de» 9. Fcb:»ar, Abend» 8 Ar, im Lokale de» Herrn Lieber, Thorst». 12. Dieustag, den lv. Februar, AbeudS» Uhr, im Lokale de« Herrn Allermann, PotSdamerstr. 163. tai Lokale de» Hrn. Lindemann, Mantinssclstraße 90. Mittwoch, den Ii. Februar, AbeudS 8 Uhr, im Lokale de» Herrn Porst, RüdeSdorferfiraßc 45. Touurrftag, bn> 12. Februar,«lrud» 8 Uhr, im Lokale E-jö Müller, Thmemstraße 40(Moabit). Freitag, de» 13. Frdr., Adeud» 8 Udr. im Lokale de« Herrn Hempel, Badstr. 65/66, (Gesundbrunnen.) in allen Versammlungen TogeSorduung: 1) Wa« Ist da« beste Mittel gegen»«.jetzige Arbeitt« lofigkett. R-serevt Hewe Paul Srottkau. 2) Besschledrur« med Fragktafteu. Zutritt habe, sämmtilche Maine, oub Slelnhauer, weuu dieselbe« auch»cht Mt»»ll>der sind. Um»echt zahkreeche» Urscheiueu wirb ersucht. _ H«rlemaun. Fiir Herzfelde bei Rüdersdorf. , Große Volksversammlung «»«tag,»t« 8. Frbrvar, t» ber Gchcone de« Herr« Mendt. TageSordn.: Zwei«»H« Z»'ck uud Ziele de» «llg.»emsch. Arb.-Beretn«.— Refernw: Herr Siering. - Da» Comlt«. *) Durch Versehen de» Setzer« war In voriger Nummer „Abend«" statt„Vormittags" gedruckt._ %ütc Berli«. Oefflntliche Generalversammlung der Berliner Rohrleger Sonntag, dcu 8. Februar, Bons. 10 Ar, In Happoldt'« Lokal, Priuzeustr. 72. TageSordu.: Die Mustersiatuteu der Fabrik tau Grawe. Sämmlliche Rohrleger sind hierzu eingeladen. ________ Der Vorstand. Fbir Arbeiter-Fraueu- und Mädcheuversammluug Dienstag, den l0. Febr.,»deud» 8t Ar, Im Lokale de» Herrn Lieber, Thorfkaße 12. TageSordn.: Die Stellung der Frauen in der heutigen Gesellschaft. Ref.: Herr Maximilian Schlesinger au» Breslau. ES Ist Pflicht aller Frauen und Mädchen, in dieser Be»- sammlung zu erschiinen.__ Dtr Vorstand. Für den Wahlkreis Teltow. � Außerordentliche Comite-Sitzuug in Steglitz Sonutag, den 8. Februar, Nachmittag» I Uhr, im Lokale de« Herrn Silfert, Albrechtstroßz Nr. 103. TageSordn.: Sehr wichtige Angelegenheiten. Jede: Ort, wo Parteigenossen sich befinden, muß i» diese» Sitzung veetrettn sein. Ausdrücklich«ber ersuchen wir die Parteigenossen von Köpenick nnd R�xSorf, in dieser Sitzung zu erscheinen. Nach der Sitzung: Mit, liebe»Versammlung. __ I. A.: Giistav Berg. Gustav Dletzman». Än die Hamburger Parteigenossen! Ich ersuche Diejenigen, welche noch Samnielzelder, Bogen u. f. w. für die RrichelagSwahl in Händen haben, dieses b!» Sonntag, Mittags 12 Uhr, entweder bei Herrn Nagel, Taubcnstraßc 2, ober an mich— Salon zum Roland— abzuliefern. Auch cisuche ich Diejenigen, welche noch Forde- rungen wegen der ReichStegswadl haben, sich bis dahin an mich zu«enden; spätere Forderung-n können nicht mehr be- rücksichtigt werden._ Der Bevollm.: C. L Vater. Für Hmnburg. Zug««»-»? önüschrr arttnjr-ütttfc. Versammlung Montag, deu 9. Febr., Abends 8 Uhr, in Kummerfeld'S Salon in Geoßdorstel. TogeSordu.: Gründung von Mitglledschaften. «tichlossene Mit olle» er-verfammlnng Montag, dcu 9. Februar. AdeadS 9 Uhr, in Türge'« Salon,«alentlnskamp 41. TageSordn.: Innere und wichtige verelnSangelegenhelten. — Abrechnung des B-itragfammlerS.— Abrechnung de« ReichMagSwadl. Der Bevollm. E. L. Bater. KAr Hcttsdurg. Mgemciner Böttcher- fKüper-) Berein. Versammlung Dieustag, diu 10. Februar, Adeud» sitz Uhr, Splialerstr. 18. TageSordn.: Abrechnung vom Monat Januar.— Ber« elllSaaglltgenbeite».__ De« Bevollm. Kur Hamburg. Große öffentliche Former-Versammlung Sonntag, de» 8. Februar, Nachmittag» 2 Uhr, im Salon zum Roland, 1. Jakobstraße 19. TageSordn.: Welcher Unterschied Oegl zwischen ANord- nni Lohnarbeit. R s: F Briv kwanu.— Der Gtrll« in der Lohse'scheu Eisengießerei. _ Schenkendorf.»evollin. Kränzchen für Pactetgeuosteu jeden Montag Abend Wallauckstraß« 12...... Um zahlreiche» Erscheinen ersucht O. Dwillüt. Kür Hamburg. Generalversammlung der Malergehülfen Donnerstag, den 12. Februar, Abeubs 8 Uhr, !n Tütgc'S Salon, Valentinskamp 41. TazeSor n.: Sind wir de-chtigt, auf die abschlägige Ant« wort de» Prinzipale zr steilen? Keiner der Hamburger Gehillfcn darf fehle?. Levlll. Für Hambnrg. Generalversammlnug sämmtl. Zimmerer Hamburgs und der Umgegend Souuabtud, dek 7. Februar, Im Englischen Tivoli, Kirchenallee 41, St. Georg. Tagesordn.: DaS Wirken de» Deutschen ZimmererbundeS. ___ Der Bevollmächtigte R. Gaul. Hamburger Schuhmacher- Berei». Mitglieder �Bersammluua Dienstag, den 10. Februar, AbeudS präcise 9 Uhr, im Lokal des Hrn. Hübner, Gr. Rosenstr. 37. Tagesordn.: 1) Abrechnung.— 2) Wahl eines ersten und zweiten Borfitzenden.— 3) Lognfrage. Alle Mitglieder müssen am Platze sein. Köster. XL. Unser ArbeltSuachwelsungSburcau, so wie Gcselleuher« berge befindet sich in der Gioßeu Rosenstraße 37, bei Herrn Hü buer.__ D. O. Hamburg-Altona. Allgemeiner deutscher Gipserverein. Geschloffeue Mitglieder- Versammlung Donuerstag, den 12. Febr., Abend? 7s, Uhr, im Salon zum Roland. TageSorin.: 1) Vortrag.— 2) Wichtige Vereinsaugt« legenhelten. H. Götz. Eintritt nur unter Vorzeigung der Karte. Elnzelchnuugeu finden statt.___ Für Altona. Alle Parteigenossen, die noch ParlamentSwahlkass.n« oder sonst für d.e ReichstogSwahl bestimmte Gelder in Händen haben, werden hierdurch avfgtfordcrt, dieselben bis zum 18. d. M. an Herrn Thomse», Allee 2lg, 2. Etage, abzuliefern. Ebenfalls werden alle Diejenigen, die noch Irgend welche Forderung zu haben vermeinen, für ihre Thätlgkelt in de« Wahlperiode, aufgefordert, dieselben gleichfalls bei Herrn Thomfen bis znm 25. d. M. einzurcichen, später eiulaufendc Forderungen können viidt berüdfichtgt werden. ______ I. Thomsen. Heinr. Rackow. Groszes Siegesfest sür den achte» Schleswig-Holsteinsiben Wahlkreis findet Montag, den 23. Februar 1874, statt in Altona, Englischer Garten, gr. Freiheit, veebunden mit Concert und Ball, unter gefälliger Mitwirkung mehrerer Liedertafeln. Anfang präcise 8 Uhr. Kassenöffnung 7 Uhr. Au der Kasse 6 Schill. Karten im Boraus, a 4 Schill., find zu habeu bei folgeubeu Herren: Meie«, große Rosen« straße 26; HeuSler, große Freiheit 30; C. Mein», klelne Freiheit 3; Met r, große Johanuiistr. 71; E. Petersen, Ehrlsttanstr. 8; Meier, Hamburgerstr. 7. DaS Festcomitö wird aufgefordert, sich zur Berathuug Montag, dm S. Febr., Abends 9 Uhr, bei Petersen, Christianstr. 8, etuzufiudeu._ I. A.: R. Carlson. Mittwoch, 11. Februar, in eauSsouei iu Eimsbüttel, Volksversammlung. TageSordu.: Die Preise nach der Wahl. ___ Hein«. Rackow. Für Harburg. Zlllgemtiner deutfchrr Ä.rdcütr-Vtrtin. Xj Xj Eomttag, den 8. Februar, Im Lokale des Herru Dittmer in Wilstorf. Anfang 4 Uhr Nachmittags. Evtrve 2>/z Sgr. Die Arbeiter Harburg» uub der Umgegend werben hierzu freundlichst eingeladen. Das Tomitö. Für Kiel.' Parteiversammlung Sounabeud, dm 7. Febr., Abmd» 8 Uhr, im Saale der Tonhalle. TageSordu.: Bcrathung der Organisation. ES ist Pflicht, daß jedes Parteimitglied erscheint. _____ I. Bendiu. Für Hannover. Dm Parteigenossen zur Nachricht, baß der Fastnachtsball verbunden mit C 0 n e e r t, Sonntag, den 15. Februar, im Saale des Ballhofes stattfindet. Aufaug des Eoacerts 5 Uhr, de, Balle« 8 Uhr Abends. EnttSe zum Concert 3 Sgr., für die ganze Festlichkeit 10 Sgr. Karten znm Ball allein auch 10 Sgr. Karten find!u de« Mitgliederverfawmluog am Mittwoch und bei Herrn Matthe«, Neuest». 45, zu haben. Ich ersuche die Mitglieder, ihre Schuldigkeit zu thuu. ________ Rudolph. Für BrandenbuW a. d. H. Arbeiter-Frauen- und Mädchen-Berem. Oesfeutllche Bersammluug Mittwoch, dm 11. Februar. AbmdS 8 Uhr, im Lokale de« Herrn Kerney. De» Vorstand. Für Hannover. Die Parteigenossen, welche noch Listen zu den Sammlna- gen zum WahsfondZ in Händen haben, mögen dieselben schleunigst abliefern an Matth eS, Neucstr. 45. ______ Rudolph. Für Halmover. Den Partligevossen zur Nachricht, daß von jetzt an jeden Mittwoch regelmäßig Mitglieberversammlaugeu mit Borttä- gen im Ballhofssaa!e stattfiudeu._ Rudolph. Für Elberfeld. Sonntag, dm 8. Februar, feiert der Allgem. deutsch. Arb.-Verein ein Fest, bestehend iu Coneert und theatralischer Vorstellung. XL. Der Erttag ist für den gemaßrcgrlt-n Harm be« stimmt. Alle auswärtigen Parteigenossen find hiermit ein« geladen. Da« Comlts: _ Im Anftrage: G. Krug. Für Frankfurt a. M. ZlSgemeiuer deutscher Ardeiter-Sereiu. Geschlossene Mitglied er- Versammlung Montag, hat». Febmar,»bmdS 8si Uhr, im BercwSlokale, Zell 47. Da die Tagcsorduuug eiae sehr wichtige ist, so darf kein Mitglied fehlen._ Der Bevollm. H. Prinz. Für Frankfurt a. M. Vottsverssmmlung Mittwoch, dm Ii. Febr., Abends 8h Uhr. im Bereiuslokale, Zeil 47 und Holzgrabeu 20. TageSordu.: DaS Gesetz und seine Diener. StaatSan« walt Tessendorf. Ref.: K- Fr o h me. W. Prinz. Für Frankfurt a. M. Oeffentliche Former-Versammlung Sonntag, den 8. Februar, im Lokale der H.rreu kratz ovd Rupp, GallhauS„Znm goldenen Löwen", große Fischergasse 30. TaglSordnurg: Bortrag. Der Bevollmächtigte H. Kefper. Für Frankfurt a. M- ZillgtMiner Tischler-(Schreimr-) Verew. Oeffentliche Mitgliederversammlung Dienstag, dm 10. Februar, Abends 8t Uhr. Im Hinteren Lokale des Herrn Becker, Zell Nr. 47 und Holzgrabrn Nr. 20. TageSordu.: Die freie Konkarrenz und die Arb elterbe« wegung. BcrschiedeueS und Fragekastcn. Das Erscheinen Aller Ist nolhwcodig. H. Beyer. Für Brandenburg a. H. Oeffentliche Verlammlung Timstag, den 10. Febr. Abends 8H Uhr. im Lokale de» Herrn Kernep. Tagesordn.: D>e Wahl im 6. Berliner Wahlbezirke. Um rege Betheilignog ersucht_ A. Mischke. Für Breslau. ASgeumukr öLLtjcher Ärbtiitr-Stttis. Oeffentliche Versammlung Montag, dm 9. Febr., AbeudS 7t Uhr, lm BcreillSlokal, Wchnerstr., kleine Groschcngassen-Ecke. Um zahlreiches Erschcwen bittet_ K. Fischt«. Für Zeitz. Partewersammlung Montag, den 9. Febr., Abends 8 Uhr. im Gasthaus zu St. Stephan. Tagesordn.: Die Neuwahl im sechsten Berliner Wahl- bezirk. Alle Parteigenossen werden ersucht, zahlreich am Platze zu sein und für möglichst weite Verbreitung zu sorgen. ___ H. Voigt. Für Freilmrg. Um die Pünktlichkeit in unserem Geschäft zu erhalten, sowie den Mltglied-rn da» Abonniren auf den„Neuen Social« Demokrat" zu erleichtern, bitte Ich bie Abonaeuten, welche auf das zweite Quartal wieder abonniren wollen, das Monats« gilb an die Kouuuisfiau zu bezahlen. Wir find bereit, Euch, Arbeitern, Alles zu erleichtern, waS' in unlerm Kräffen steht. Ihr, Parteigenossen, thut Eure Schuldigkeit für die immer größere Verbreitung des Parteiorgan», wir müss en jetzt Me» aufbieten, weuu wir in drei Jahren den Sieg bei der Wahl davon tragen wollen. Nun vorwärts für die Menschenrechte. Im Auftrage der ZeitungSkowmission: Rauser. _ LöweuSr. 17. Freiburg.__ Porst'« Salon, RüderSborserstraße 45, am Ostbahuhofe. Den Herreu Parteigenossen zu, K-uutniß: Jeden Sonntag Gri-s.ncl Hai par6. Aufarg 5 Uhr.— Jeden Montag n. Donnerstag Theater- Borstellung, nachher Kräuzche». Meine gut eingerichteten Ealoll» find noch an gewisse» Tage» iu der Woche zu Bällm und sonstigen Festlichkeite» »»entgeltlich zu vergeben.____«. Porst. ÄltonaV Heinson's Salon. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag Grosze Tanzmusik. � F«r Altona. Große Tanzmusik heute Sonntag.. Germania-Salon, gr. Freiheit IS. Bruhn Bendix. Nie neue Laterne Nr. AbschÄr. Auf wiederholten Wmtfch der Patteigemi"� habe ich mich entschlosseu, eine Nummer> „Neueu Laterne" erscheiueu zu lasseu. Die Parteigeuosscn von nah und fern, wi Exemplare dieser letzten und interessanten mer haben wollen, werden ersucht, ihre Bestell bald und direkt an den Unterzeichneten geb zu lassen. Paul Grottkau, Elisabethnferl Alle, welche noch Exemplare der ro then Lat' Nr. v und SS in Händen haben, bitte ich um liche Rückgabe derselben, damit ich mit diesem> dankbaren Geschäft zum Abschluß komme. _____________________ D. 0 Für Hannover. Die Freunde und Parteigenossen, welche de» schneidennterricht genießen wollen, mögen sich Montag Abend melden bei_ Rudolpj. Beachtenswerth für Parteigenossen! ,ßea Seedleaf von 5t Sgr. an, Domlug» von 5t©ä�ten St. Felix Brasil von 5t Sgr au bei S. Frtedhii Hamburg, Neuersteinweg 37. Die Für Frankfurt a. M."Zt' Allen Parteigenossen empfeble ich mein Lager voa abgelagerten Cigarren und Tabaken, so wie Regeu- e res Sonneuschirmen und Spazierstöcken. Schirme»erden»ch» reparirt und überzogen., A. Stillgedauer, Schnurgasse'_ __ gegenüber der Gelnhäasergosse� Für die Herren Bauhandwerker,»s i � � 26. Miihleudamm 26. dia,,, I. A. H ö l l n e r's Hamburger Laben Jj. empfiehlt ächte Hambnrg-r Leder-Airzüge In allen Fa«� dm billigfiar Preisen. 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Bn Abnahme von mchrcre� sprechend billiger. Da dieses Bild hier bei den HaN und Altonaer Parteigenossen große Anertennung gefio erlaube ich mir, hierauf die auswärtigen Parteigenosse» t 10( besonder» aufmerksam zu machen. Ferner sind noch zatuud die Orlginal-PortraitS de« Präfidenten und sämmtliil vorragender Parteigenossen, pro Dtzd. 27� Sgr. frano seubung.' Zu haben bei E.H. Lübecke, Photozraph, Neuer weg 97, Hamburg. Fr. Earlson Bllrgerftr. 139,' und In allen Versammlungen. � S Englischleder-Anzüge. Anerkannt beste Qualität, versenden gegen Nachnahme(selbstverständlich zollfrei):„„x 1 J-qnet 5 Thlr. 20 Sgr., weiß 5 Thlr. 10©3«i,_ 1 Hose 3 Thlr. 8 Sgr., 1 Weste 1 Thlr. 10 Sgr., Echte Isländer Unterjacken: MIttel-Größe... Größte Sorte... Henry Im alten englischen Laden, Altona. � 5 Sg-i'' m lr. 10 Szr-it N: Ast Thlr�18 Sgk-tzpäh, ent vider 1 Thlr. 27 S! Isaaoz& Unsere, Partetschwestlr Frau Bertha Hahn ZU Geburtstage am 7. Februar die herzlichsten Glückwünsche voa Ihren treu-u BondeSschwesteru F. 23. M. St. A. M. T. B. L. Wenn 50 Jahr' In Freud' nud Leid Überall Da auf dem Posten standst» Revolutionär in aller Zeit Thatdürstend Polonaise tanzst; Ein Kämpfer warst für Feeiheit, Recht, Mit scharfem Geiste» Zungenschlag, Begeistert in da» Tanz-Gesecht Eingreifend, wenn geführt wird Klag'; Recht lange magst Du uns noch leben, Glückbringend uns ans allen Wegen., Beste Grawlatlon von den Berliner Zimmerern Z« nem 50. Namenstage._ Meiner lieben Frau und unserer lieben Matter z«� 50. Geburtstage am 8. Februar die herzlichsten Glückwü Mögest Da noch recht lange in unserer Mitte welle»! uns zu, Seite stehen. A. Grützner unb«i-� ___ Cäcilic, Antonie G-jlfy Unserer braven bewähiten Partelgeuosfiu Frau B'U H a h n zu ihrem heutigen SedurtStrge die herzlichst-« r wünsche. Mögst stets lm Kampfe wacker sein, Laß toben, wa» da tobt. Wenn auch die Zeitungsschreiber schrei», Bon un» bist Du erprobt! Kamps' jetzt nun muthig weiter, Warst stet« ein guter Leiter.» j _ Familie Renz� Druck von E. Jhring'S Wwe.(A. Eolbatzkp)>» Verantwortlich fÄ die Redaktion: C. Becke, K K Verlag von W. Orüwel In Berlin.