Nr. 19. rnk. 9 i Uhr, in. a>phgWtc1( Lttwug erscheint bcu R»l 1 nnb zwar- Dienftaz«, »uoerftagS u. Sonnabends Abend». »rr»' A»onne«enrs-Veej« !r oai-b Berlw tocl. Lringerlohn viertel« Berlin, Sonntag, den 15. Februar 1874. 4. Jahrgang. Neuer ,eNch pränumerando' Sor',- �»«i» f/i«at.,«in, eine Rümmer» bei de» Poftämtemi w«reup »A au<(b» treu, er cial-?» hen Hl> - Schi» ■ u.» hnarbF — i' Das neue Znvalidengesetz. 2. Als wir, b« Erwähnung der Thronrede, mit- Medsheilten, daß endlich daS gegenwärtige Invaliden« zesetz mit seinen schreienden Mißständen einer Re« offen p'sion unterzogen«erden sollte, da wiesen wir bc- »miarßtitS darauf hin, daß nicht in schwächlicher Weise, tg-gc»i«ndern vielmehr in ausgedehntestem Maßstäbe den th�Amglücklichen Opfern deS Massenmordes geholfen wer- pta müsse. Wie begründet unser Verdacht gegen die ��I-iaßnahm-n der Regierang war, daS beweist der tolt-s�eu�Gesetzentwurf avgenscheinlich. Denn, wenn der« �ftlbe auch für die Offiziere wesentlichen Nutzen uirt llch bringt, so ist vor Allem der gemeine Sol« t helch at in einer Weise bedacht worden, daß er schlechter nns-�ahren muß, als eS das bisherige Gesetz zuließ. � Wir wollen heute nur auf einige der wichtigsten ,Bfc Munkte hinweisen. jCv Der in Deutschland herrschende Militarismus hat kanntlich die sehr unzuträgliche Folge, daß die nie- ren Staats- und Gemeindeämter mit ausgediente», fpective invaliden Militärpersonen besetzt werden. s gelten daher diese Aemter, wozu der sogenannte ZivilversorgungSschein berechtigt, als die eigent« ichen auskömmlichen Jnvalidenpenfionen, wäh- rnd die bis zur Einführung in'S Amt gezahlten eldpenfionen nur eine Art AbschlagSzah- ngen darstellen. __ Beweis dafür ist der§ 103 des bisherigen In- ÄalidengefctzeS, wonach das Einkommen im Civil- �.jpienst mindestens das Doppelte der In- alidenpension, respektive mindestens jährlich 0 Thaler für den Feldwebel, 150 Thaler für den Unteroffizier und 100 Thaler für den Gemeinen bc- ngen soll. ES hat stch nun herausgestellt, daß für die asse der Invaliden diese Gesetzesbestimmung ab- olut undurchführbar ist, weil gegenwärtig weit mehr Invaliden existiren, als im Civil- ' ienst überhaupt untergebracht werden können. Die "eißel der letzten Kriege war allzu schwer. Und es errscht unter den Armen, für welche der Civilver- heeS��rgungsschein thatsächlich eine leere Versprechung ist, JlioÜiifolches Elend, daß sie in Menge der Armenpflege m Wur Last fallen. Dieser unhaltbare Zustand hat augenscheinlich i»ur llte Nl » II e,r. ihr.) Zicial-Dmokrat. «obaltioll o. krxrblNo» 9< 1 1 i n, Dre» beu rrftraße Nr. e», Bestlllungi» wordei!»uSwärtbbci alle» Postämter», i» Ber. i»:n der tipibt« tion, sowie bei sebtm Syebiteur nt- zezezaevomme». Zaserate t» ber«rrr-dino» onfjnstbea »erben pro breixespaltene Pevt-Aeil» Eigenthum des Allgemeinen deutschen Ardeiter-VerewA. ober deren«aum mit»«er ber-«»et- Lrbeiicr-Annonce» die dreispaltig, Zeile oder bete» Siarm l' i«t« lreinlt tt btn««' .„-in neuen Gesetzentwurf veranlaßt. Und was be- 'A�rngt derselbe? Gewährt er vielleicht in der Erkennt- ,g S�llß, daß eS unmöglich ist, die Civilversorgung für .�»lle Berechtigten durchzuführen, denselben nun eine ' Geldsumme, welche dem vom Gesetz versprochenen ran Zehalt gleicht, also so hoch ist, wie diesen der Lesben erwähnte§ 103 festsetzt? KeineSw egS! Der§ 11 des Gesetzentwurfs ,«stimmt, daß Gaazinvalide, wenn ste auf den Civil- ��ersorgungSscheiu verzichten, nur 2 Thaler � Monatliche Zubuße erhalten. Wir wollen ein Beispiel anführen: Ein im itriege durch Verwundung fast gänzlich erwerbSun- �ähig gewordener gemeiner Soldat— Invalide dritter Klasse— bekommt nach dem alten Gesetz mo- »atlich 5 Thaler Pension und 2 Thaler Kriegspen- xSdelmonSzulage, also 84 Thaler jährlich; tritt für ihn pellW�ie Civilversorgung ein, so muß sein Gehalt min- zefienS 120 Thaler jährlich betragen. Nach tw neuen Gesetz aber würde er, wenn er auf die sivilversorgung, weil sie nicht durchzuführen ist, ver- tchtete, doch nur 108 Thaler jährlich erhalten. Das ist doch wahrlich himmelschreiend! Sind au �ch schon diese Jnvalideup.nsionen und Gehälter fast ganz unauskömmlich, ist die Lage der annen Krüppel 'chon jetzt eine ganz verzweifelte, was soll dann dar- aS werden, wenn ste durch ein neues Gesetz noch Kärglicher bedacht werden, als wie eS bisher der sche»Aoll war? f-, y Möchten doch die Herreu am grünen Tisch, welche (o6i o famose„patriotische" Gesetzentwürfe machen, ein- ��nal mit sich ein Experiment anstellen, einmal pro- ) tf wie angenehm eS stch mit 9 Silbergroschen � ,0 täglich leben läßt; sie würden dann vielleicht ein Bischen besser sich iu die Lage eines invaliden„Va- terlandSvirtheidigers" hineindenken können. Für die socialistischen Arbeiter aber, welche die Greuel deS Krieges verdammen, ist es j tzt an der Zeit, mit doppelter Kraft dafür einzutreten, daß diese KriegSgreucl durch daS Elend der Invaliden nicht noch verschlimmert werden. Politisch» Ueberstcht. Berlin, 14. Februar. In der Sitzung des deutschen Reichstages vom 12. Febr. stand die Diäten frage abermals auf der Tagesordnung. Ueber dieses alte Thema ist schon so vielfach geschrieben und gesprochen, daß eS uns schien, als ob die ganze Debatte, die bei der Gelegenheit gepflogen wurde, vollständig überflüssig war. NeueS wurde von keiner Seite gesagt. Der Antrag auf Diäten wurde darauf mit sehr großer Majorität angenommen. Damit ist aber nichts wei- ter erlangt, als dem Bundesrath nochmals Ge- legenheit zu geben, Nein zu sagen.— Bis jetzt find nur Anträge von ganz untergeordneter Bedeutung vorgekommen. Einige Handelsverträge, ein Auslie- ferungsvertrag, Geschaftsordnungsantröge ze.— Die meiste Arbeit ruht gegenwärtig noch in den Abthei- lungen, wo man mit den Wahlprüfungen beschäftigt ist; selbst uational-liberale und konservative Mitzlie- der rufen beständig aus, daß sie eS für eine Unmöz- lichkcit gehalten, hätten, daß fast überall solche haarsträubende GesetzcSverlctzuugen und Unregelmäßig- leiten, Beeinflussungen ,c. vorgekommen.— Bei den Berathungen über das Militärgesetz, über daS Preß- gefetz und vor Allem über daS Gesetz zur Abände- rung der Gewerbeordnung(Gewerbegerichte, Strafe des Kontraktbruches) werden die Socialistcn selbst- redend scharf in'S Feuer gehen. In der Sitzung deS Reichstages vom 13. Februar wurde das Jnvalidengesetz ohne Diskus- sion einer Kommission von 14 Mitgliedern überwie- sen. Die nächste Sitzung ist Montag, den 16. Fe- bruar. Auf der Tagesordnung steht unter Anderem die erste Berathung des MilitärgefetzeS. Die preußische Regierung hat in ihrem gemein- schaftlichea Kampfe mit der liberalen Bourgeoisie ge- gen die Machtüberreste der alten Stände sitzt auch den Widerstand der protestantischen Geistlichkeit ge- fanden. Ueber diese neuen„Reichsfeinde" geht der „Nationalzeitung" aus SchleSwig-Holstcin die nach- stehende Korrespondenz zu: DaS E'tsartete Ist geschehe; die schlegivi�-holstel- nischen Predige» sind In offene Opposition gegen den Staat getreten. Am 4. d. M. waren etwa 20V P,eblger in Nemutinster versammelt, welche fast einstimmig den Be- schlug faßten, daß sie sich durch Amt und Gewissen verhin- dert halten, ein EivilstandSamt sür den Fall zu überneh- men, wenn da» Gesetz an sie die Forderung stellen würde, auch an solchen Nupmrienlen den C vilakt de» Eheschließung auSznsühren, welche erstens die kirchliche Einsegnung nicht de- zehren, oder zweiten» nicht die Bedingungen erfüllen, die von den ans Eotte- Wort gegründeten Ordnungen der evangell- scheu Kirche sür Eingehnnz einer Ehe gefordert werden. Wie wir HSrcu,«erden die Prediger sich jedoch mit dieser R-so« lution noch nicht begnügen, sondern es soll im Pla e dersel- den liegen, diejenige!.', welche die die Kopulation betreffenden kirchlichen Oednnngen nicht befolgen, an» der Gemeinschaft der evanaelisch-lutherischen Kirche anszu- schließ. n. Wir haben es hier also mit einer ähnlichen oder, fast kann mau sagen: gleiche» Erscheinung in der protestanti- scheu Kirche zu thun, wie ste die katholische Kirche darbietet. In litzlerer Zeit halten die ultrair-ontanen Pfaff-u stch durch da» Machtwort de» Papste« oder seiner jesnitischeu Rathgeber verhindert, dcu Gesetzen de» Staate» Gehorsam zu leisten, in unserer evangelisch-lutherischen Kirche ist e« da» „Amt und Gewissen" strenggläubiger Priester, wodurch diese verhindert werden, sich solchen StaatSgesetzen nnterznordren, die möglicher Welse Ue Interessen der Kirche oder richtiger de» Kirchendiener schädigen könnten. Und erstere wie letztere bedrohen dlijenlgen mit dem Banne ihrer rcsp. S'.rche, die nicht, wie sie«ollen, der Kirche mehr gehorchen al» dem Staat- Man täusche sich übe, den Cha- rakter dies-r Bewegung im Sqooßc unserer evangelisch luthe- rischeu Kirche nicht. Wir h den die Bewegung seil L. ngem«°r- hergeseheu und halten sie nicht weniger staatSgef-hr- llch, al» die ultramontane Bewegung innerhalb der katholi- fchen Kirche ist. In v-rschiedenen Z-Itmigen, welche sich in jüngster Zeit mit der Stclluuz unserer Prediger zur Ueber- nahm- von Civilstandsämtern beschäftigen, wurde die in Folge der Tivilehe zu erwartende Schmälcruuz de« Einkom- men» der Prediger als Grund der Opposition der letzteren gegen die Eioilehe bezeichnet. Diese» ist Indessen nicht(?) der Geund der Oppostlion, denn UN» ist ein an de» SP tzc der Oppo�tion stehenecr Prediger bekannt, der durch Ewsührimg der Tivilehe nicht die geringste Einbuße erleiden würbe, weil er ein FIrum bezieht und die Kosten d-r von ihm anszufüarenden Trauungen In die Kasse der Kircherve»« waltnng fließen. Ueberdavpt wäre ja ein Abkommen hin- sichtlich der Entschädigung der Prediger für etwa ausiallende Kirchengebühren leicht zu treffm. Aas unsere orthodoxen Prediger zur Opposition gegen da» Ttvilehegesetz veranlaßt, ift nickt die Schmälerurg ihre» Einkommens, sondern die Schmälcrung der Herrschaft der orthodoxen tvange'isch« lutherischen Kirche. Sic würden ebenso sehr gegen da» be- kannte Schulau stchtSgcsetz opponlrt haben, wenn sie nich: ei» Jnteeessc daran gehobt hätten, die Inspektion der Schule von Staat» weg?» zn übernehmen, wie sie dieselbe von K-rchc wegen ausaeübl haben. Unsere Prediger kennen recht wohl den jesuitischen Lehrsatz, daß der Zweck die Mittel heiligt, und diesen Lehrsatz haben sie auch dem SchulaufsichtSgesetz gegenüber befolgt. Kürzlich wurden erst in der„Nationalzeitung" und sonstigen liberalen Blättern die Pastoren SchleS- wig-HolsteinS aufgefordert, gemeinsam mit ihnen den „rcichsfeindlichen Drachen der Social-Dcmokratie" zu bekämpfe«. Jetzt heißen dieselben auch„ReichSfeinde". Wie rasch sich doch die Zeiten und Schlazworte ändern! Mecklenburg scheint auf das Eifrigste bestrebt zu sein, sich den Ruhm zu bewahren, daß eS daS Musterland politischer Reaktion ist. Ein von ver- schiedenen Bürgern der Stadt GreveSmühlen an das Ministerium des Innern gerichtetes Gesuch um Ge- stattung öffentlicher Versammlungen zur Besprechung des Verfassungsentwurfs ist abfchäglich befchieden worden. Dieser Bescheid ist einzig in seiner Art und lautet wörtlich, wie folgt:„Ihrem Gesuche vom 26. d. Mts., um Erlaubniß zur Veranstaltung von Versammlungen zu politischen Zwecken, steht nicht zu willfahren, da Sie Ihre Ansichten und Wünsche in Betreff der in Aussicht genommenen Modifikation der Verfassung auch auf anderem Wege und namentlich durch die Presse aussprechen können, und der Land- tag in der Freiheit der Berathung beein- trächtigt erscheinen würde, wenn über die ihm vorgelegten Proposttionen gleichzeitig VolkSver- sammlungen verhandelten. Schwerin, den 30. Jan. 1874. Großherzl. Meckl. Ministerium des Innern. Wetzell." Wahrlich, Mecklenburg, dem Reiche des Stockes, gebührt die Palme! Wie in dem reichen Frankreich die Säbcldiktatur wirkt, das geht aus folgender Notiz hervor, welche in den Blättern die Runde macht:„Die Arbeits- stockung nimmt immer größere Ausdehnung an. lieber die in Paris herrschende Roth unter den Ar- beitern war schon Vieles bekannt. Dieselben Nach- richten treffen aber auch auS den Provinzen ein. Nachrichten aus dem Süden bezeugen, baß die Roth unter der arbeitenden Klasse daselbst fast ebenso groß ist, wie zu Paris. Viele Werkstatten stehen leer. Mehrere Seidenfabriken zu NimeS sind im Begriff, geschlossen zu werden. Ebenso stockt die Produktion im Rhoncthale. Zu Lyon, St. Etienne nnd Tarare ist die Industrie in übler Lage. Ebenso leiden in den Vogesen die Spinnereien und Webereien durch Anhäufung von Fabrikaten, die nicht ab- gehen wollen. Die meisten Spinnereien in den Bergen von Beaujolais stehen still oder beschäftigen ihre Arbeiter nur auf halbe Tage. Im Norden steht eS nicht besser aus. Vor dem 24. Mai produzirten die Hochöfen von Longwy monatlich 15 Millionen Kilogramm Gußeisen. Heute ist dieses Ouantum bereits auf ein Fünftel gesunken und die Preise stehen bedeutend niedriger. Zu Moni Saint-Martin, zu R6hon und in benachbarten Ortschaften stehen zwei Drittel der Hochöfen leer. Die BergwerkSge- fcllschaft von Mont Saint-Martin hat von 300 Ai beitern nur 35 beibehalten. In der sonst so blühe«. den kleiaca Gemeinde von Mont Saint-Martin haben fünf große Häuser fallirt und man steht weiteren Katastrophen entgegen. In der Bourgozne ruht daS Weingeschaft fast vollständig. Die neuen Provinzen leiden ebenso sehr, wie die alten. Zu Aunecy in Savoyen werden 732 Familien ans öffentlichen Mit» teln unterstützt, das sind 2110 Personen von 12,000, welche die Einwohnerschaft bilden."— Diese Nachricht, welche die BourgcoiSzcitungen kolportiren, zeigt uns gerade, daß die planlose Ueberproduktion, welche sich unter der Herrschaft cincS konservativen oder liberalen AbsolatismuS knndthut— der Schein- lonstitutionaliSmuS ist Absolutismus— die Roth des Volkes hauptsächlich verschuldet.— Das Elend, welches augenblicklich in Deutschland trotz der fünf Milliarden herrscht, hat denselben Ursprung. Die planlose Produktionsweise muß auS der Welt ge- schafft werden, dann brechen alle Säulen des Des- potenthums, sei dasselbe mit dem Hermelin, mit der Kutte oder der„krummen Nase" geschmückt. (Frankreichs und Deutschlands Finanziers gehören dem Stamme Judä durchweg an. Die ehrbaren Männer hebräischen Glaubens und Abstammung kön« ncn sich beruhigen, sie find unS lieb und Werth.) � Die„Volkszeitung� in ihrer bodenlosen Un- «issenheit und Unverschämtheit bringt nach der„Pa- trie", einem der Republik feindlichen Blatte, folgen- den unerhörten Blödsinn, um dadurch die geringe Bildung in Frankreich zu kennzeichnen: SSon circa 36 Miltiouen Einwohnern können 13 Millionen weder lesen, noch schreiben. DaS ist ja ungeheuerlich! Was sind die Franzosen doch für ein grunddummes Volk, liebe,„gebildete"„VolkSzeitung", daß dieselben nicht schon in der Wiege Leitartikel a la Bernstein schreiben können?— Wie viele Kinder unter 5 Iahren, ehrenwerthe„VolkSzeitung", mögen denn wohl unter den 36 Millionen Menschen in Frankreich eigentlich sein?— In dem gepriesenen deutschen Reiche aller- dingS, wo die Bildungsvereine des Herrn Schulze- Delitzsch so großen Segen spenden, können die Säug- linge schon national-ökonowische Abhandlungen schrei- ben, die manchmal diejenigen des Herrn Duncker noch übertreffen. Schlußfolgerung nach der„VolkSzeitung": WaS sind die Franzosen dumm, was sind die Deutschen klug— ergo: Deutschland muß mit Frankreich Krieg aufangen, um den Franzosen Bildung einzu- bläuen. Parlamentarisches. * Der Leetreter de» KriegsministelS begegnete Im Bor« saale b-S R-ichSwgSg-bäude« einem konservaliven Abgeord- neten, ber sich höflich und tief verbeugte. Demselben die Hand drückend, äußerte er:„Endlich steht mau doch einmal unter den fremden Gesichtein einen lieben, alten Bekannten." * AuS einer AbthrilungSfitzunz nfuhren wir, daß das Protokoll eines Wahlbezirks des 17. Hannoverschen Wahl« kreiscS gänzlich verschwunden war und nach einigen Tagen in der Rocktasche eines PostillouS wiedergefunden wurde. * Der Abgeordnete Windthorst sagte In der Sitzung vom 12. Februar über die konservative Partei, sie sei nicht kon« scrvati», und über die Fortschrittspartei, sie fei nicht ra- dikal. Der Manu hat Recht; beide Parteien bilden nur de» rechten und den linken Flügel der natlovalliberalcn Partei und beten außerdem, anstatt wie Windthorst zu Christus, Maria und St. Peter, das goldene Kalb an. Vereins-Theii. ' Fraulfmt a. M., 12. Febr.(Verhandlung.) Dienstag, den 17. Febr., Morgens 10 Uhr, findet In öffentlicher Sitzung der Strafkammer des königl. Smdtgerichts, großer Kornmarkt 12, die Hauptverhandlang der Anklage gegen Karl Frohme, Heinr. Prinz, den Redaktear der Göttinger Zeitung und August Braun statt. Angeklagt find auf's Neue die Parteigenossen Jakod Schmidt uno Jakob Riehl hi-rsclbst. Der Ersterc wegen Schmähnng von StaatSeinrichtungca, der Letztere wegen MajestätSbeleidigung, hochvezrätherifcher Aeuße- rungcn zc. Herzfelde bei Rüdersdorf, 13. Febr.(Agitation und Unterdrückung.) Sonntag, den 3. Januar, hatt-u wir eine, trotz des schlechten WeUer» zahlreich besuchte Bersamm- lung, in welcher Unterzeichneter rcferirte. Wiederum erklärten viele Bergarbeiter, daß fic sich unserer Partei anschließen würden. Die schlechten Berhältnissc öffnen auch hier dem Arbeiterstande die Auge» und die vielen Mcßregelungen agi- tircn am besten für uns. Beachtenswerth ist die Art, wie hier der Lohn, herabgedrüelt wurde. Die etwas stolze Frau des Obersteigers wollte zum Rliuigcu ein paar Frauen der Bergleute haben; diese erklärten ade», sie hätten für sich ge« nug zu thnn und könnten nicht kommen. Da hieß cS unn, die Männer v-rdieaten zu viel, un: ei müßten Lohnabzüge Gemacht werden. Durch solches Vorgehen werden aber die frouen auch für unser Prinzip gewonnen, da wir ge?z ent« chieden dafür eintreten, daß sie nicht außer dem Hanse ar« bellen, sondern in de, Familie bleiben, der Manu dagegen so viel verdleneu soll, daß er seine Fawile erhalten kann. Mit social-demokr. Giuü W. Stering. Cöthe», 10. Februar. Parteigenossen in Anhalt! Gz wild jetzt von Neuem an die Arbeit gegangen. Wir haben zwar schon einen großen Sieg errungen; während vor drei Jahren das Proletariat noch in tiefem Schlummer lag, gab e» jetzt den deutlichsten Beweis, daß es erwacht ist.'Nahezu 8000 Stimmen wurden für die Demokratie abgegeben. MU neuem Mllth, mit größerer Energie wollen wir unser gute» Recht, das Recht aller Menschen, zur Geltung bringen. Von Neuem müssen große BolkSversammlungen abgehalten werden, und Jeder, de« einen Freund hat, muß denselben mitbringen. Hauptsächlich dürfen Diejenigen nicht vergessen werden, welche sich barch Thcilaahmlofigleit auszuschließen wußten. Also frisch an'S Werk, damit der Baam, den wir gepflanzt haben, nicht mit halber Reife verdorrt. Daher bitte ich die Herren Bevollmächtigten uarmstehender Orte, Sorge tragen zu wol« len für richtige Anmeldung und Bekanntmachung der Ber- s-mmlungen. Contreordie bitte mir sofort zukommen zu lassen. Versammlungen finden statt: den IS. F-br. in Nienborg und Altrnburg, den 16. Harzzerode, den 17. Hoqm, den 18. Gernrodc oder Nieder, den 19. Froste, den 20. SanderSleben, den LI. Aschrrsleben, den 22. Grödzig und Eddcritz, den 23. Groß-Paßleben, den 24. Süthen, din 25. Coßwig, den 26. Roßlau, den 27. Z erbst, den 28. Dessau; de- 1. März Orauieubantn und Wrrlitz, den 2.(Saide a. S. Von den« jenlgen Ortschaften, wo Versammlungen gewünscht«erden, muß Ich bis zum 25. Fe'oraar Kcnntoiß haben. Mit Gruß Kamigann. Filtsterwaldt, 8. Frbr.(Franenversammluug.) Am 30. Jan. hattr der Unterzeichnete z.folge der Aufforderung mehrerer Frauen eine Arbeiter- Frvaen- und MSdcheu-Ber- sammlong einberuskn. Schon einige Tage zuvor hatte eine solche statlfindeu solle», wurde aber vom Bürgermeister un« tersagt, mit dem Bemerken daß dieselbe nicht angemeldet sei. Ich legte der sehr zahlreichen Bersamwlang dar, wie noth« wendig«S sei, daß auch die Arbeiter Franen und Mädchen sich einer Bereinigung anschließen, und verlas dann einen Brief von Frau Stägemaun au» Berlin, f» wie das Statut des dortigen Arbeiter- Franen- und Mädchen-Verein?. Sodann sprach Maria Niendorf über die Behrndlnng Seiten» der Fabrikantra in den Fabriken gegen die Arbeiter- Frauen und Mädchen, wobei sie betonte, wie nothwendig dem gegen- über eine Vereinigung sei. Es sprachen noch Frau Kühn, Wilhelm Gärtner und Stlrwer, welche alle Beifall ernteten. Zum Schluß fanden viele Einzcichnungen statt, so daß»ll wünschen, e» wäre In jedem Orte der Geist der Frauen und Mädchen cln solcher,«ld hier. Mit soclal-demokratischem Gruß Gost. Henschel. Waudidcck, 8. Febr.(Abrechnung) de» Lokalcomlle'S der Arbeiterpartei für WandSbeck und einen Thril des Land- gebiets. Einnahme: Uedcrschnß der Tellersammluugen In VolkSveriammlnugen vom 5. Joli 1873 bi» 26. Jan. 1374 225 Mark 9 Schill. Pf- Reinertrag beb Arbeiterfeste» am 6. Oktober 1873 52. 6.—. von den MItal. b. ZIm- mcrcrbvnde» v. 20. Sept. 1873 bi» 8. Jan. 1374 durch die Herren Härder, Schröder u. Laffercnz 104. 1.—. Bon drn Mitgliedern des ManrervereinS vom 20. Sept. 1873 bis 8. Jan. 1874 bvrch die Herren Stockhause, Schräder und Härder 105. 1.—. Durch Hrn. A. DierS 9. 11.—. Bon den Tischlern dnrch die Herren Zastrow u. Hampe 29.8.—. An» 15 Kassen durch die Herren RooS u. Bargmano 32. 14. 2. Bon Cigarrenarb. durch Hrn. Loffcrevz 50.—.—. Bon dem Verein der ArbeitSlente, Mitgliedschaft de» Verbände«, vom 1. bis 20. Dez. 1873 durch die Herren Lifferenz oud Druwe 10 14. 6. Von Hrn. W. Knorr 2. 8.—. Durch Hrn. G LIudemanu 4. 12.—. Durch Hnt Lafferen; 1. 2.—. Durch Hrn. voll Elm I. 6.—. Durch Hrn. C. Behrens 1. 1. 1. Dmch Hru. Näfteu 1.—.—. Dnrch Hrn. Witten 2. 8.—. Durch Hrn. Reimer»—. 12.—. Durch Herrn Witten 1.—.—. Dnrch Hm. Bargmann—. 8.—. Durch Hrn. Härder von Wanrem m Zimmerern 5. 10.—. Dn ch Hrn. Müvst-r von Tischlern 3. 6.—. Durch Hro. Schräder von Mitgl. d. Manrervereln» 51. 14.—. Reinertrag von 12 Dtzd. Kalendern 6. 6.—. Summa 703. 14. i*.— Ausgabe: Für Delegation nach Altona 25.—.—. Für Agitation auf dem Landgeviete 6Z. 14.—. Für Verbreitung der Flugschriften auf dem Laudgebiete 90. 8.—, Für Verbreitung der Stimmzettel ans dem Lavdgebictc 69. 8.—. Diäreu und Rciscspesen 150. 5.—. Für Drucksachen, Bücher, Papier und Pott» 89. 13.—. Für Inserate 29.—.—. Für Anklebe» und Austragen de» Plakate, Gehalt de» Bor- sitzenden und Verschiedenes 77. 15j.—. Summa 595. 13h.—. Revidirt und für richtig befunden ist die Abrechnung von den Herren I. H. Kai-ß, C. Traotmann und F. Kölln. I. Laffereuz. I. Rehders, Kasfirer. Verbands-TheU. Betlill, 12. Februar.(Verurthcllung.) Mittwoch, den 11. dsS., faß Unterzeichneter ans der Anklagebank wegen Beleidigung eine« Polizeibeamten In Frankfurt a. O. Der Hergang war folgender: Am 19. November v. I. hielt ich in Frankfurt a. O. eine Schuhmacherversammlung ab und ermahnte, gegen Ende meines Referat», die Auwesrndea, sich bei der Rcichstagswahl thalkräftig Z« bethelllgen, und nur für den Äandtdateu Karl Finn ans Berlin die Stimme ab« zog-ben, wobei ich auf die Thätlgkelt des Reichstages mit einigen Worten einging. Plötzlich unterbrach mich d-r Po- lizeiitispekior, beruhigte sich aber, als ich auf Grund der ge- sitzlichen Bestimmungen sein Borgehen zurückwies; noch eine Zurückweisung folgte, als er in derselben Weise mich wirderam unterbrach. Li» ich nun in Bettln in einer Ber- sammlnug den Hergang schildrtte und meine Folgerungen daran knüpfte, wurde da» dem Frankfurter Polizellnspektor rapportirt und derselbe verklagte mich. Der Staatsanwalt Tessendorf beantragte vier Wochen Gcsängnlß, der Gerichtshof verutth-ilte mich zu drei Wochen und Traguvg der Kosten. Mit social- demokratischem Gruß H. Szimmath. Berlin, 13. Febr.(Lllg. Schuhmacher-Berein.) Die Wahlen sind nunmehr vorüber, und die durch dieselbe bcrvo'-genlfcnen Uiirexelmäßigkeiteu in unserem BereinSleben wohl zu entlchaloigen; jetzt ist e» uof-re Aufgabe, nicht zu «astcv. Mit neuem Eifer müssen wir da« Versäumte nach- holen.— Bon der Ueberzeugnug ausgehen», daß wir nnr durch die weite Berbrellung unsere» Vereins den gewünschten Erfolg erlangen lönoea, müssen wir mit alle, Kraft dahin wttkeu, eine rege Agitation in'S Leben zu rufen; diese» ist aber nnr möglich, wenn un« die Mitglieder treu zur Srlte stehen. Nomenttich ersuche ich dleselden, ihre Pflichten der Kasse gegenüber mit mehr Gewissenhaftigkeit zu erfüllen, all e« bi« dato der Fall gewesen; nur bei regelmäßigem Etu« gang der Beiträge werden wir In der Lage sein, die Agitattou planmäßig ordnen zu können.— Sollte an einigen Otteu eine AgUalion zur Gründung von Mitgliedschaften gewünscht loerdeo, so ersuche ich die Kollegen, fich an mich zn wenden; ich werde gern bereit sei», wenn irgend möglich, derartigen Gesnchtll entgegen zu kommen und da« Weitere zu veran« lassea. Auch die Bevollmäch.igten größerer Mitgliedschaften mögiu es sich zur Aufgabe machen, dle Agttaticn In der Um- gegend zu betreiben E« bleibt uns uoch viel zu thwl- Darum vorwärts für unsere gerechte Sache! Th«> feine Schuldigkeit; der Erfolg wird nicht auSbleidrll. soclal-demokratischcm Gruß H. Pete», Borfitzai' Kochstr. 11, Hof, 3 AS Der Krieg. SsevU toto Mar 8 impl®' Vlrft WaS seh' Ich? Kinder-, Weiberschaaren, Eatstellt, gleich Todten in der Grnst, Durchirren mit zerrauften Haaren Den Ott, wo sie elvst glücklich waren; Ihr Angstgeschrel durchheult die Lnft. Die Flamm', erhellend da» Gewimmel Der Schlachtbank, wirbelt hoch gen Himmel; Trompeten schmettern dnrch die Stadt; De« Feindes Arm ist Morden» satt. O, Heldenthat! Der Krieger spießte Den Säuglwg au drr Matter Brust, Der hold mit Lächeln ihn begrüßte; Er schuf ble Stabt zm tobten Wüste; Er mordete den Greis zur Last. Drum schmücken jetzt auch Lorbeerkränze Sein stolze» Haupt, und Freudentänze Beginnt sein Faß, wo Blot noch raucht, Wo noch des Tode? Odem haucht. Des Krauken schonte nicht, deS Armen Nicht wilde Habgier. Schrecklich galt DaS Recht de« Stärkeru: Gewalt. Den Sieger reizt nicht zum Erbarmen DeZ Jammers rührendste Gestalt. Mag winseln mit belhräater Wange Da» Elend, abgezehrt, um Brod! Er jubelt hoch beim Becherklauge; Wal kllmmett ihn des Feinde« Nothl „20« find' ich ihn? Gebt mir ihn wieder l" Rast laut ein Mädchen. O Geschick I Auf einen Leichnam fällt ihr Blick— Er ist's! Sie stürzt auf Ihn damieder, Sie fordert ihn von Gott zurück. --Ach folge Dir, Geliebter!" wimmert Sie lelf. Jhr�Herz, an Hoffnung leer, Erliegt im Kampfe; dämmernd flimmert Jh, Lug'; ihr Busen klopft nicht mehr. Ich sehe Praza'« Ihllrme brennen Und Magdeburg und Okzakow! So lange Mtuschen Golk noch kennen, Wird Euch die Welt mit Abscheu nennen, Poteuckiu, Tilly, Suwarow! Euch denk Ich, und erblicke— Trümmer, Und höre Sterbender Gewimmer, Und fühle, süßer Lohn, als Ruhm, De» Herz'ns still,» Heiligthum. Dort wälzet mit Gewlttersausen Ein Heer fich vorwärts, ohne Zahl; Und dort noch eins. Hluströmend dranseu So Meerelwogen. Angst und Grausen Erfüllt ringsum Gebüg' und Thal. jpo! jetzt, jetzt stoße» sie zusammen! Dumpf rollt der Donner l Blitze flammen, Lallt schallt de» Führer Machtgebot; Durch alle Riihen fliegt der Tod. Hoch seh' ich Schwett und Lanze bllllke», Mord alhmet jede Seele, Mord! Gewlusel tönet hier und dort. Mag Roß und Manu zu Boden'sinken; Mao stürmet übe« Leichen fort. Und das sind Menschen? da? sind Brüder? O Geuins de, Measchlichteit, Brich aus in Thränen! Es sind Brüder, Und Krieg ist Losung uus'rer Zeit. O selig, wer In süßem Frieden Euch, Liebe, Freunffchast und Natur, Sich auschlietzt auf verborg'aer Flur; Mit Dank genießt, WaS ihm beschieden, Und leicht entdeckt der Freude Sporl Ihn treibt, ihn quätt nicht eitles Streben? Der Erde Schönste« ward ihm ja. Sein Herz veredelt ihm da» Leben; Ihm ist die Gottheit freundlich nah'. Dort lachten einst de» Fülle Spuren; Hier dehnt' ein frohes Dorf fich au«. Doch Mars durchschritt die reichen Fluren; Da schwanden slbuell der Fülle Gpnrell, Ulld Alles sank in Schutt und Graus l Wo Liebe jüngst da» Thal erfüllte; Wo Lämmer weideten, da brüllte Kanonendonner; da zerschlug DeS Feinde» Würgerschwert den Pflug. O Sohn de» Unglück«, arme» Pflüger, Dir reiste nicht die edle Saatl Sie ward zerstampft vom rohen Krieger; Er raubte Dir,— er war ja Sieger— WaS nicht sein Fuß, sein Roß zertrat. Er schändete Dein Weib; verbrannte Die Hütte, die a'S Gast ihn kannte; Er trieb mit Deinem Jammer Spott; Er nahm den Glauben Dir an— Gott. Sa, Nimmersattes Ungeheaer, ebraubmarkt mit dem Krieg; Gleich furchtbar bei Verlust uub Sieg; Ber, ehrend, wie da« schnelle Feuer DeS Japetiden; n'.e entstieg DeS Habe» grauenvollem Schlünde Ein Unhold, fürchterlich wie du. Du schleppst dem Sthx, im Bruderbuud« Mit Pluto, täglich Manen zu. Durch dich eotvölkette, verheer!« Mit seiner Räuberleglou Die halbe Welt Philippus' Sohn. Durch Buhlerei mit Dir entehrte Dri Torfe den geraubten Thron. \* K \ 3 )- P' iii ib f 8, tt: B H-I ß- s bcB. itzH sau npi" VUP II 1 », wi Du, du behäug'st mit Stcru und Oiben Ost Hmlir»hae Mitgisllhl, Dir Tauskndr von Menschen morden, Als wäre Morden nur ein Spiel- Dein Schild beschirmet Mörder, Diebe; Du spottest der Gerechtigkeit; Durch dich erstirbt die Menschenliebe; Das Mitgefühl, der Freundschaft Triebe Verwandelst du in Haß und Neid. Wo du mit Schwert und Feuer wüthest Und Frevel häufst und Frevel brütest, Da wendet Amor sein Tcstcht; Da lodert Hymen» Fackel nicht. Dich flieht die Muse, die Vertraute Der Menschlichkeit, der holden Ruh'. Bor dir verstimmt Apollon» Laute; Altäre, so die Kunst ihm baute, Berhöhn'st, entweih' st, zertrümmerst du. Dein Hauch befleckt der Wahrheit Spiegel; Du lähm'st die kühnen Adlerflügel; Du schwäch'st de» Wirken« rege Kraft Dem SesiuS der Wissenschaft! Dir flucht der tiesgebeugte Bater, Die Mutter dir, die trostlos weint. Du scheidest, wa« Natur vereint; Du ravb'st der Armuth den Berather, Du reißest grausam Freund von Freund. Wie rührend schallt am Sarkophage De« Edeln, den sein Herz erkor, Und de» Dein Grimm erschlug, die Klage De» Pel ideu iu mein Ohr i Durchbohrt vom Pfeil de» Mißgeschicke», Erfledet ihrer Tage Schluß— Du Matter de» Earyalu«— Dich, dich, den Mörder ihre« Glücke», Verklagt ihr Schmerz, ihr ThrSnengußl Du schwingst die blatgetränkte Fahne; Und LebenSiust und Freude flieht. O Schande dem verrückten Wahne, Daß Heil und Segeu dir entdlühtl Wer zählet ste, die Millionen, Die deine Blutgier schon gesällt? Dein Scepter herrscht in allen Zonen; Du stahlist Königen die Kronen, Bandit, und mordetest sür Geld! Dich rührten nicht der Unschuld Bitten; Du brächest in de« Feinde« Hütten, Ein wilder Tiger, raseud ein Und schlürstest Menscheablut wie Wein. Einst wird, umschlingt in seinen Tage» Da? Meufchenall ein feste» Band, De» Greis dem fausten Enkel klagen: „Einst sah man Brüder sich erschlagen Mit blinder Wuth um ein Stück Land. O dann, dann fühlt der Mensch, vom Feuer Der Lied' erwärmt, sich größer, freier I Dann kehrt de» gold'nen Alter» Glück Den brfler'n Sterblichen zurück!" Dedlchtet 1799. Einer Sammlung von Gedichten de» irrer» Johann Dicdrich Christian Laueusteiu zu Hottors bei Nienburg entnommen.) Vermischtos. J*(Liberale Kindereien.) Au» Weißeuburg vom i Februar wird geschrieben:„Hier war die Freude über die zahl dt» Bezirkgerichtsratis Herz in Berlin so groß, daß ich Bekanntgabe de» Wahlresultates Freud euseuer auf ru Bergen anzezündet und Böller losgeschossen irden."- (Bismarck-Anekdote.) Disraeli, der bekannte eng« he Staatsmann, erzählt in einer Wahlrede über eine »ßeruug Bismarck'» Folgende»:„Vor Jahren hatte ich interessante» G-spräch mit Bismarck. Er stand dazumal Beginne seiner Lausbahu, durch die Europa erstaunt ist, e» war damals keine Ausstcht für ihn, Premierminister strcnßen zu werden. Er fpeach mit großer Entschiedenheit rt die Zukunft und bemerkte unter Anderem: Wa» ich besonder» lhun möchte, wäre die Besreiuug meine» erlaude» von den Professoren!"'— Wenn die Anekdote Wahrheit beruht, bezeugt sie nur, daß Bismarck da« >ls eine gute Ansicht hatte; daß er aber jetzt abwech« id die lideraleu Professoren in'» Schlipptau nimmt, aber w«?■ lsragea sich von diesen zuungunsten Arbett in» Schlepptau nehmen läßt. V 5 i k s 1- st e e. 8. Werner iu CarlSruhe. Wir können uach dem Be« usse der Generalversammlung so gcmüthliche Verse, wie , Ihrige» waren, nicht aufnehmen und haben keiue Zett % andere zu machen. Ihr Unwillen Ist ungerechtfertigt. FÄk Ällgcmeiner seutscher Arbeiter»Berem. Versammlungen Srnwedend, den 14. Febr., Adeuds 8H Uhr, im Grat« weil'schcu Bierlokal(oberer Saal), Kommaudaatcustraßr 77—79, Vortrag de» Herrn Winnen. SvlMlidkud, de» 14. Febr., Abea>s 8h Udr, im Lokale dt« Herrn Lindemaun, Manteuffelyraße 90. Vortrag de» Herrn H. Renz. Eouaabend, de» 14. Febr., Abends 8� Uhr, im Saale de. Herrn Böhm(neben der Kaiser-Franz-Kascrue). Vortrag de« Herrn A. Kapell. Ewuttag, den 15. Febr., Morgens 11 Ur, Badstr. 65� (Gesalldbrmrnei", im Lokale de« Herr» Hempel. Vortrag de» Herrn A. Kor». Montag, den 1k. Febr., Abend» 8* Uhr, Kirchstr. 5(Moabit). Bortrag de» Herrn H. Renz. Montag,*) den 16. Febr., Adcnds 8i Uhr, Gartcustr. 13/14, im Lokale de» Herrn Brettschucider. Vortrag de« Herrn M. Schlesinger. Berschiedeue» und Fragekasten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Auch werden Abonnement» auf den„Neuen Soeial-Demokrat" entgegen genommen. H. Eck». die Versammlung Rüder»« *) Der Fastnacht halber fällt dorferstr. 45 au». r Generalversammlung sämmtlicher Putzer Berlins und der Umgegend Sonntag, dm 15, Febr., LarmittagSIlv Uhr,- in Happoldt'« Lokal, Priuzmstr.�72. TageSordn.: Die gegenwärtige Arbeitslosigkeit der Ar« better resp. Putzer, deren Ursache und Abhülfe. Refer.: Herr Srottkau._________ Berliner Putzer-Club. Mitgliederversammlung Mittwoch, dm 18. Fcbruar, Abend« 8 Uvr, im Lokale de» Hrn. Earin», Prluzenstr. 72. TageSordn.: Bortrag. Abrechnung de» Stiftungsfeste». Verschiedene» und Feagekaste». Sämmtliche Beamte de» Club'» werden wegen R grluug wichtige« Sache» ersucht, Sonntag, den 15. Februar, Vormittags 8z Uhr, in Happoldt'» Lokal, Prinzeust». 72, zu erscheinen.___ A. Sievert. Für Berlin. Verein der Stuhlarbeiter-Teselleu. Versammlung Montag, den 16. Fedntar, AbeudS 8 Uhr, im Cafe Rillgert, MarkuSstr. 23a.(Bereiutlokal). TageSordn.: 1) Vortrag de» Herrn Renz,— 2) Die Wahl eine» zweiten Kasfirer«.— 3) Berschiedene».— 4) Fragekasten. Je. er Stuhlarbeiter hat Zutritt,_ Der Vorstand, Für Berlin. Allgemeiuer Schuhmacher-Vereiu. Oefsentliche Versammlung Montag, den 16. Februar, AdcndS präzise 8 Uhr, ia dem Gratweil'schen Lokale Kommandantcustr. 77—79 (oberer Saal). TageSordn,: 1) Die Bewegung der Schuhmacher Im All« gemeinen, Referent: Her, Fr. Schulz. 2) Die Vcrurthei- luvg de» Bevollmächtigten. Verschitdenes. Fragekasten. C. H. Szlmmath, Bevollm. Den Kollege» zur Nachricht, daß ich dea 11. ds». zu 3 Wocheu Gesänguiß verartheilt b?u, weil ich den Polizei- beamteu zu Fraukfart a- O. beleidigt haben soll. D. O. Annoncen. u. ad« Für Berlin. jL_. Deutscher Zimmererbuud. In der nächst,» Woche siuden � Bezirken ersammluogen Mittwoch, den 18. Februar, Abends 8 Uhr. L-thün, ast»°ß- Iii(s.üher Wvllancksstraße). Donuelstag, de« 1». Februar. AbeudS 8 Uhr. Restaurant„Alcazar'. Drcsveuerstr. 72/73. Sonnabend, dm 21. Febr.,«.«pz 8 Uhr, Kopnickerstr. 172.' Ja allen Versammlungen social-polittsche««träge und «rigr über die speziellen Interessen der ZImmalente, so« Verschiedene» vnd Fragekasten. «-i solche, Liiirlchtnng da Versammlungen ist da. Nicht« heineu durchaus nicht zu entschuldigen. A. Kapell. Für Henodurg. Zur Beachtung für Korbmacher.', ■�as ArbeltsuachwrismlgS'Bnreau befindet sich 1. Jakob« ß« 19, bei Hru. A. Hamann. T. Hermann. Wiener Maskenball, ananzirt vom Allgemeinen Schuhmacher-Berew, Montag, den 23. Fkbruar. Admd« 8 Uhr, in Engelhardt'» Salon, Liodenstr. 54, E->tr«e: Haren 5 Sgr., Damen 2z Sgr,, an der Kasse Herren 7z Sgr. Billct» find In allen Versammlungen, bei Herrn Neber- mann, Jrrnsalemerste. 44, parterre, und bei Szlmmath, Oranienburgerstr. 7, 4 Tr., zu haben. Um 12 Uhr Festrede. Der Reinertrag ist für einen wohtthätigen Zweck bestimmt. Parteigenossen find willkommen. Für da» BergnügungScomitö: E. H. Szlmmath. Für Hamburg. ASznuuisk' dtÄjchrr Trhrucr-Dttti«. Mitgliederversammluna Dienstag, dm 17. Februar, Abend» 9 Uhr, in Tütge'ö Salon, Balentinskamp 41, TageSordn.: 1) Ueber da« Parteiorgan.— 2) Die Agi« - tation und de« Ottensen«, Antrag.— Z) Verschiedene». ii Die Mitglieder müsse« alle erscheinen. |____________ Der Bevollmächtigte. Für Hamburg. Hierdurch berufe Ich die Festcomitv« Mitglieder de» Syl- vester-Ballc» für Montag, dm 16. Febr., Abead? 8z Uhr, zur Abrechnung im Salon zum Roland, 1. Jakobstr. 19, zusammen.____ � E. L. Vater. Für Mgemeiuer deutscher SchiffSzimmerer-Bereiu. Die Mitgliedschasten, die noch zu der zweiten Extrasteocr der Wilhelmshavener,«stiren, weiden ersucht, den Rest so bald wie möglich au den Ka sirer eluzuseudev. Zugleich wird ersucht, allen Zuzug von Wilhelmshaven fernzuhalten. W. Sohn«,«afstrer. NB. Ferner wird zur Anzeige gebracht, daß in Mcmcl und Rostock neue Mtt, liedschaften stch gebildet und sich dem Allg. deutsch. Schiffrzlmmercr- Verein angeschlossen haben. Mögen diese Zeilen für die roch nicht dem Allg-m. beutsch.i SchissSzimirerer Bereif, Angehörenden guten Erfolg hervor« bringen, so daß sich dieselben s» bald wie möglich anschließen. Je größer der Verein, um so kräftiger wird er sein, um so bessereu Erfolg wirb er erzielen. Für Hamburg. Große öffentliche Generalversammlung der Straßenbau-Arbeiter Hamburgs u. Umgebung Mittwoch, dm 18. Februar, AbeudS 6; Uhr» im Lokale de» Herrn Ohl, Spitalerstr. 18. Tazesordn.: 1) D.r? Recht der Arbelt.— 2) Wie orga« uifircs wir un» zum Frühjahr? Referent Herr W ei gel. Alle, ohne Ausnahme, müssen am Platze fein! __ I. A.: Aug. Pflugradt. Fkr HsusSueg. Conrert und Ball Soimabeud, dm 21. Februar, arrangirt von den Mitgliedern de» Allgemeinen Tischler-(Schreiner-) BereiuS, in Tütge's Salon, Balentinskamp 41. Eittröe ä Person 4 Schill., an de Kasse 6 Schill. Karten sind zu haben in den bekannten Wirthschafteu und bei dem tomite. Alle Arbett« Hamburg» sind hierzu eingeladen. ___ Da» Tomitö. Für Hamburg. Großer Ball des Verbandes der Klevtpner und ver- wandter Berufsgenossen Sonuadeud, dm 21, Februar, in Fehrmaun'S Tlublakal, Pserdimarkt 43. Anfang 8 Uhr. Hierzu ladet alle Kollegen, auch Nichtverbaudsmitglieder, freundlichst ein____ Da» Somit». Hamburg-Altona. Wilhelms-Theater(St. Pauli). Donnerstag, den 26. Februar, zum einzigen Male: vi e n! Eine Hamburger Reichstagswahl. Sociale» Zettbild der G-geuwart In 4 Akten mit Gesang vom B-rfasser von: Er kommt dom Reichstage. Nähere» die Anschlaxzettel. Die Direktion. arrtnttrt Mittwoch, den 18. Febr., ROT Ihr. in Hcinsohn'» Salon Parteiversammlung. TageSordn.: Bortrag und Fragekasten, ________ Heinrich Rackow. Für Altona. ÄSgemeiuer Tischler-(Schreiner-) Verein. Mitglieder«Versammlung Dienstag, den 17. Februar, Abends 8t Uhr, bei Maas, Finkcnstraße. TageSordn.: 1) Die Begründnng des LohngesstzeS. 2) Berschiedene». Ich ersuche alle Mckglieder, zu erscheinen, damit die rück« ständigen Beiträge einkommeu, H. Köhnke, Bevollm. Für Altona. Oeffentlichc Schuhmacherversammlung Dienstag, dm 17. Februar, AbeudS«z Uhr, auf der Schuhmachcrherierge, gr. Rosenstr. 6. TageSordn.: 1) Boreraz. 2) Die L-Hnsroge. I. M-ve», Für Altona. Versammlung des Fachvereins der Klempner und Glisfitter Montag, den 16. Febr., Abends 8t Uhr Große Freiheit 53. Erscheinen Aller uothwendig,_______ Dez Vorstand. Für Ottensen. PÄVtewexs,a?NMlung Dienstag, den 17. Febr., Abends LH Uhr, in CarlSruhe. TageSordn.: Boetrax, Fragelasten u. s.«. _ F- Heerhold. Für Oldesloe. Parteiversammlung Ltvntag, dm 16. Febr., Abends 6z uyr, beim Gostwir'h Mau, könlgstr Tagesordnung: D-r Allg. deutsch, Rrb. Verein u d de» Allg. deutsche Aibctter UulerstützunzS-Berbend. _ I, Schweiinger. Für Bremen. Großer Fastnachts-Ball, bestehend in Concert und Ball, unter Mitwirkurg, de» Gesangacreius„Laffallia", arrangirt von den Mitgliedern des Allgem. deutsche» Arbeiter.Vereins, Moutag, dm 16. Fedr, in den großen Räumen der Tonhallt. Aasaag 5 Uhr. Karten a 60 Pf. find zu haben bei den Herren Duuckcr, SSg-str. 27, Hirsch, Karlstr. 11, Müh« leupah, Herrlichtclt 15, Jvndan, Ncucrwcg 3, Becker, Hankenstr. 22, Krete, Walhalla, Bünte, v. d, Steintho», Schmit, v. b. Steinthoe, Wessel(Schwelzer-Halle), Heß, Kreuzstr. 55, Kreienbrock, Gruadstr. 6, Menke, Neuen« straße 10. Kaffcnpre!» 1 Mark. Zu zahlreichem Ecscheinen ladet frennbllchst ein _ Das Comitö. Für Bremen. „Liberi". Tonutag. den 23. Februar, Partie iu den oberen Räumen der„Toohalle"(Concert-Soal). Aasaiig 5 Uhr., Zu zahlreichem Besnch ladet-in Die Direktion. Für Hannover. Arbeiter-Fraucu- uvd Mädchen-Verem. O-ffeatliche Mitgliederikrsammlsng Mittwoch, den 18. Fedr.. Meuds 8 Uhr, im Lokale von Matthe?, N-a-str. 45. TageSord».: D!e Brthelliduaz der Frauen an den ge- chichtlichcn Ereignissen uuS die sich daran koitpfendc Existenz- erechtigunz der Feaarnaereiae. Referent: Herr Glebe. Um recht zahlreich: Bethciligung bittet Lina Meyer, Borsitzende. Für Hannover und Linden. Den M'tilicdcrn d-r Zeitnngokammisnon zu» Nachricht, daß Ionnabeud, den 14. Febr-x Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Matthe», Sieuestraße 45, eine Sitzung stattfindet, in welcher Alle erscheinen müssen. Jetzt, Parteigenossen, sind die Wahlen vorüber und wir müssen jetzt wie» er mit neuem Mnlhc und frischer Kraft an'S Werk gehen; das Abonnement auf den„Neuen Social-Demo« krat" Ist bis auf über IVO gestiegen; verdoppeln wir unfeee Thätigkeit und der Lohn wird bei der nächsten Reichstag!- wähl nicht ausbleiben. Thue jeder Einzelne feine volle Pflicht, und der Sieg Ist unser.»_ Ei® _ Für die Zeltungikommisflon:�De» Vorsitzende._ Für Elberfeld. I-Sstevtrintr drutschrr Ärdnicr-Irrnn. Tienssag, dru i7. Febr.,»bends 7 Uhr, Im Lokale de» Herrn Aug. Hunscheidt, Fricdrichsstraße, Musikalische Abendunterhaltung zur Begrüßung unseres Freundes Harm. Nachher: Heiteres Kränzchen, wozu alle Mitglieder und Parteigenossen mir ihren Familien »ladet DaS Eomits. Für Bielefeld. ZUlgMtüitr drutschtt Ärdeiier-Sern». Geschlossene Mitgliederversammlung Couuabend, den 14. Februar, Abends 8i Uhr, bei Kahl, Heperweg 43. Da In dieser Versammlung die Lokalfroge behandelt wer- den soll, so muß Jeder auf dem Platze sein. Der Pevollmächtigte. Die Abrechnungen der Beitragsammler sowohl, wie die de« WahlkassirerS müssen fertig gestellt flim_ D. O. Für Osnabrück. ZUlznArisrr drutschrr Ärdnter-Vtrri?. Mitglieder' Versammlung Tieustag, den 17. Februar, AbeudS 8t Uhr, im Kublmann'fchen Saale, Alte Münze 21. Tagedordn.: 1) Die Aziiatlon des Allz. deutsch. Arb.- Lereins. 2) Berschiedcve». Alle Mitglieder müssen erfcheincn. Franz Klute. NB. Neue Mitglieder werden aufgenommen.__ Für Frankfurt a M. Tie Bevollmächtigten des Allstem, deutsch. Arb.« Bereins in den Wahlkreisen Frankfurt, Hanau und Offcnbach- Dieburg werden hiermit eingeladen, in einer C o n f e r e n z Sonntag, den 15. Februar, Morgens 11 Uhr, im Beremslokale, Zeil 47 in Frankfurt a. M., zu rrfch einen. Möge Keiner fehlen, da eS die Besprechung und Regelung sehr wichtiger Angelegenheiten gilt. Die Vorstandsmitglieder: Jakob Schmidt zu Frankfurt a. M. __ Mathes Daßbach zu Hanau. Für Frankfurt a. M. Für Frankfurt a. M. Allgemeiner Tischler-(Schreiner-) Berein. O effentli che Mitglied esversammlnng Dienstag, deu 17. Februar, Abeuds S, Uhr, im BereinSlokale, Zeil 47 und Holzgraben 20. Tagekordn.: Bortrag von K. Frohmc übe, Strikt». Zu zahlreichem Erschtinea ladet«In__ H. Beyer. Für Breslau. Sonntag, den 15. Februar, Geselliges Beisammensein im Bereinslokal. A»Se««lNkr öentschrr.Ärdeiltr-Vern». Oeffeutliche Bersommlung Montag» de» 16. Februar, Abend« 8; Uhr, im BereinSlokale, Zell 47. Tag««»»dn.: Bortrag von». Frohme über: Das Beam- enprvltlariat._ Der B,v»llm. H. Prinz. Sonnabend, den 21. Februar, Großer Volkscarneval- im Schießwerdersaat, anangwe von dem Na,rencl-.b Pampellvra. Anfang Abend» 6 Uhr. Dl« Parteigenossen werden erfocht, für die weiteste Berbreitnng dieser Anzeige Sorge zu tragen. Diejenigen, welche sich an dem F'fiznge beteiligen wollen, müssen die« dl« Montag Abend angemeldet und ihren Beitrag bezahlt haben.■ 8llr Garderobe wird�Sorge getragen. Eintritt ä Person Das Eomitö. Wß. Sämmtliche Nanen kommen Montag Abend 8 Uhr aochmal« im B-reiuSlokal zusammen, um Alle» zu ordnen. ___ DaS komit«. Für Brandenburg o. d. H. V Arbeiter-Frauen- und Mädchenvcrein Geschlossene Versammln?!, Mittwoch, den 18. Februar, Abends 8j Uhr, im Lokale des Herrn Kerney.' s TageSordu.: Borftandswahl. 0« Ist Pflicht eine« Jeden, am Platze zu selv. D?« Borstand. Geueralversammlunz der alten Krank-n- k. Kasse der Tigarren-Arbeiter Berlin» Sonntag, den 15. Februar, Vormittag« Ivj Uhr, Im Lokale de« Herrn Lieber, Thorsdaße 12. TageSordm: Jahresbericht und Wahl des neues Bor- stände?. Quittungsbuch leg>timlrt. Der Vorstand. Korbmacher-Versammlnug für Magdeburg und Umgegend Sonntag, den 15. Februar, Nachmittags 4 Ar, im Lokale der Frau Warth, Brannehirschstr. 3. TazeSordn.: Die Korbmacher und die Bcfirebmigeu de» Allg. deutsch. Arb. Verein». Die Abonnenten de»„Neuen Social-Demokrat" find de« s Uders eingeladen._ E. Knopf, Korbmacher. Fü» K«e?lm. Meinen alten Kunden, sowie allen Parteigenossen die er« {ebene Anzeige, daß ich jetzt wieder hier,»aloemarstr. 38, Treppe, wohne, wo ich geehrten AnstrSgen entgegensehe. __ Albert Schütt, Uhrmacher. Für Dresden. Töpfergewerkschaft. Seit dem 22. Dezember haben wir uasern unentgeltlichen Arbeitsnachweis uvd Herberge eröffnet; dieselbe befindet fich Große Brüderftr. 12, bei dem Rcstaoratenr Hrn. H. Schrö« der. Gleichzeitig werden dort die Reisennterstützungen an»- bezahlt. Für die Mitgliedschaft Meißen befindet fich der LrbeltSnachwci« L-ipzigeestr. 151, bei dem Restauratenr Hrn. H. Ran. D. B. 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Fach schlagenden Artikel»'mm. habe, und«übe stet! für gute Waarc und reelle Sorge tragen. M. G. E. Kühl. ____ Bahrcufcldcrstraße Nr." Deu Arbeitern Harburg! zur Keuntniß, da! ii> jj Cigarren-Geschöft, Lang-straß- 23, n, eröffnet habe. Ich bitte um gesälligea Zuspruch, t;. ___ Hermann gnissl" Harburg. Meinem lieben Manne Johann Staer zu seine! Wiegenfeste am 14. Febr. die herzlichsten Glückwüvs� l Berlin.____ Deine Frau und ist ui Die herzlichsten Glückwünsche dem BevollmächtU�u Allg. deutsch. Arb.-Berein!, Hermann Schwell, so zu seinem gestrigen Geburtstage. Hme Die Mitglieder de» Allg. deuisch. Arb.-' zu Sarau, N.-L. Dem treuen Mitkämpf« fit, Menschenrechl nvdJ z heit, Ernst Thege, beste Glückwünsche zu selnew s,.. tag: am 16. F-br. Möge er noch lange in u,«? weileul Die! wünschen von Herzen Eggcr» ajftiffl Herrn Ernst Thege zu seinem Geburtstage ftenndliche Gratulation von seiner Frau und«esterb Kindern, �con Lebrecht Knopf, S gratuliren zu seinem Gebunsiage am 14. Februol licht Paitelgenoffeu mit dem Wunsche, daß er � Fahne de! Allg. deutsch. Arb. Berein« stehen und als ela tüchtiger Mitkämpfer für Wahrheit bethätigea möge._ Medrere Mitglieder z» Dem guten Bruder und braven Parteigenossl�vi Fritz Fischer, zn seinem Wirgenfeste am 16. FilwkN, herzlichsten Giückwüasche.»crl Möge dieser Tag noch recht»st sür NN! wf Kl damit Du noch r-cht viel tbun kannst zum W»� on leitenden Mitmenschen. jj?, Die! wünschen von ganzem Herzen � __ D iae Schwester und Fr. StöJj�M Herrn®. Fiobrnc in Fravksart a. M. grch träglich zum S.bimttag H. P o-�llffev Dem Parteigenossen Gustav Tiebel zn sein-a�� tage am 16. Fetraar die besten Glückwünsche von Bruder vnd Ichvocher >Ulls«em Freunde und Parteigenossen Beruh»!! ge dann zu seinem Sebmtttaße am 15. F-diuarklasse » Glückwünich«. W. SL.X( Herzliche Gratulation unser« lieben Freundi»� P Reinfeld zu ihrem Geburtstage nebst Berlobnn!! � rem lieben Freund F. Bünge am 14. Februar, A G. H. Pflltzner und Frau, HMkste Dem Herrn Wonicke, sowie dem geehrten für da! mir gebrachte Ständchen zu meinem biMiht tage meinen herzlichsten Dank._ E. W ü Unserem Frmnde und Parteiaevoffeu 4. Krt'i /». seinem 26. Wlcgeufestc am 15. Febraar die beste» scheu Glückwünsche.'"'ch Wand'le den betretenen Weg weit«, ,"�1 Er ist voll Dornen, aber führt zum Zb�rete Dein« Freunde I. H.�1 ihr Meinem lieben Mann und uaserm lieben Bat'»'a> L Sl?. 49. Geburtstage am 16. Febraar die herzlichsten S! Wandsbeck. I Thege Unserem Prästdenten deS Gesangvereins�� Christian Bauer zu seinem Geburtstage("»iiun, binar die besten Glückwünsche. Bleib' Du unS stets im Kampfe trtte Z) Wenn auch Gefahren unS umringe»! Denn Müh' und Arbeit wird dereinp.�, Den heiß ersehnten Tag nnS bringe»?„x, Dies wünschen sämmtliche Mitgl�tz � Offenbach, 13. Februar 1874. om, I. A.: Friedrich ßijmö, D« Maurer L. M. Peitsch, welcher fellher� glied war, wird«sacht, nn! seine Adresse zukomSss s I. A.: A. Rupnow, Bevollv»� Hannover, Kirscheustr. Meinen Freunden und Parteigenossen, dem, Eisenach in Berlin und dem Schuhmacher K;.. In Altona, zu ihren 22. Geburtstagen am lü-J'*' lichfle Gratulation. En«' in«) Ein Pattelgevosse findet anständige! Logi! Nr 19, vorn 2 Treppen bei Reime». � Sine zweifenstaige Stube ist zum 1. April i»' Neue Höchst«. 12, park, links._ Um«iltcreu Jrrthümern vorzudcnzcn, mache.. daß meine Adresse»icht Elbstraß,, sondern 2 Treppen, ist. LIsette Leviu, Hebamwe��fl, »ruck von 4. Jhring'S Wwe.(A.«oldatzky) �jltet »«anwortlich für die Redaftioa: 4. V<4" Verlag von W. Orüwel in Berli»- j