% 20. ilt cimtt aliart' NM Berlin, Mittwochs den 18. Februar 1874. Neuer 4. Jahrgang. nhaus�' Ac Zeitung erscheint drei Mal ltlich, und zwar: Dienstags. stags u. Sonnabend» Abend«. Abonn«»ent»-Vr,i» Min incl. Bringerlohn viertel- ch pränumerando l7>/,Szr., mo» 1(56 streuzer(Utk. Währ) ebellt f llchoo» ltilelu �_ lle B«> hl.. Nr. t Kein Kompromiß! da« it� Die Social-Demokratie steht allen Par» n, allen machthabenden Klaffen der Gegenwart so n L«schieden feindlich gegenüber, daß an ein Paktire», "Tj�tin Kompromißschließen gar nicht zu denken ist. zwar rührt diese schroffe Haltung keineswegs llrd M untergeordneten Beweggründen, etwa von dem �Alauf der politischen Tagesereignisse eines Landes hwe«>i sondern fi« ist tief begründet in der geschichtlichen �Wicklung der Menschheit, in jenen Vorgängen deS lrb.-vUerlebenS, welche die geheimen Triebfedern der —--stllschaftlichtn Fortentwicklung bilden. t urd� Es ist die Social-Demokratie deshalb in unauf- './Etlichem Ringen mit der herrschenden Gesellschaft «'idWciffen, weil sie den politisch selbstbewußten � Btil des viertm Standes, der großen Masse der nd»kerbten, bildet, zwischen welchen und den wenigen ___ �»orrcchteten es keine Versöhnung giebt. , So lange eS in der menschlichen Gesellschaft lbru»! kgjnfc tjntr gonn Arbeiter und Nichtarb etter, " erdrückte und Gewalthaber, Ausgebeutete und AuS- er giebt, so lauge klafft ein unüberbrückbarer ü»ujott zwischen diesen zwei Klassen. Mögen fie — �Havm und Sclavenherren, Leibeigene und Feudal- �ziUcen, Lohnarbeiter und Kapitalisten heißen— .erlei, der Spalt ist da und mit ihm der Kampf ) Klassen. , Zwar ist bei jedwedem großen kulturhistorischen tschritt das Bestreben der enterbten Volksmasse täesSin gerichtet gewesen, ein für alle Mal die Un« �.alffchhcit und die Klassenherrschaft auS der Welt zu gpi�stffeu, aber die Menschheit hat nnr schrittweise den . ulftß zu diesem höchsten Ziele vollführen können. :p0j iinn jedesmal, wenn die alten socialen Ketten ge» Ichpochen waren, wurden wieder, neue geschmiedet; je- T�jtr gestürzten herrschenden Klasse folgte eine neue uar klaffe von Privilegirten, welche zwar minder erkenn- J�jar, aber doch nicht weniger drückend ihr Joch auf �n Nacken des Volkes legte. a? � Nachdem mit Abschaffung der Sclaverei die �j�lhefie Form der Ausbeutung, die Herabwürdigung rnff Menschen zur Sache, aufgehört hatte, bliebe» die i Slljibeigenschaft und Hörigkeit, welche in recht- üru�er Weise der Masse deS Volkes Müheleistungeu Gunsten der Machthabeuden auferlegten; und ilich ist an deren Stelle die versteckteste ti»rm der Klassenherrschaft, die moderne Lohnarbeit, n F'fleten, bei welcher die Zerrütwng der Gesellschaft ■ j&J ihre einzelnen Atome und die Konzentrirung der Leben und Arbeit nöthigen Dinge in den Hän- eu u einer kleinen Klasse das übrige Volk Letzterer in- t auf Gnade und Ungnade in die Hände liefern. „«mit ist uoch der letzte Schritt zu thun zur Be- * a iung der Menschheit, und dieses ist die Aufgabe ,e Social-Demokratie. '". Die Social-Demokraten setzen den Kampf fort, lß�'Lchen Spartacus mit seinem Sclavenheere vcMigann und dessen letzte Epoche RobeSpierre und usg'.iarat mit ihren Sansculotten durchfochten. �ltg> ad wie ein Ko»npromiß zwischen den Sclaven und .°u,, zwischen den Jacobinern und Aristokraten eine Blemöglichkeit war, so hat auch das socialistische Pro» lühtfr0,"i4 � Bourgeoisie nicht den geringsten Puutt 'MwM einer Annäherung. Auch der friedliche und gesetz» volfc�che Kampf est unversöhnlich. Wohl mögen sich Adelige und Pfaffen mit den k.«urgeois heut zu Tage bisweilen verbünden, das g. dfynmt nur daher, weil d:e Revolution des dritten t$- Standes sich bereits vollzogen hat, und das ge- « Steinsame Juteresse jene alten Stände mit der Ka- �zßalmacht gegen die Arbeiterklasse eint. Die >l»» cnrgeoifie hat aufgehört, revolutionär z« sei«. --<�1 Es ist eben die einzige»och von frischem Geiste lÄl«�"9« Thatkraft erfüllte Partei, die Partei der , H�unft, die Social-Demokratie. Und des- fie:„Kein Kompromiß mit dem JiM-Ileiiutat. Midaltivn u. Crlpcditic« Merlin, Drildenerstraße Nr. 63. Eigenthum des Allgemeinen deutschen Arbeiter-Vereins. Bistellu»gcn tmdt»»wäriSbei alle» Poftämtern, in Bttliit in der Expedition, sowie bei jedem Epeditenr. eni- gegengenemmen. Jnser.le(in terExp-tili-n-usiugebrn) «erden pro dreiselp-üt-n- P-N'.-Zeile oder deren Siamn mit t Sgr bereionet. Arbeiler-Annoncen die dreispalttge Zeile oder deren Ranm l'A Sgr. «rt bestt« >�lb ruft t,1�t.»IZ tu ib>. R-»« des Abgeordneten Hasenclever gegen die Militär- vorläge am 16. Februar. (Nach dem amtlicheu steuographischeu Bericht) Meine Herren! Zunächst möchte ich eine prin- zipielle Frage zur Sprache bringen. Man nennt die Social-Demokraten fast in ganz Deutschland Reichs- feinde; dagegen wollte ich von dieser Stelle aus protestireu. Wenn man nämlich das Reich mit der jetzigen ReichSregierung und den machthabenden Ge- walten ideotificirt, dann mag man Recht haben, wenn man sagt, wir wären Gegner der jetzigen Gewalt- haber. Aber wir sind nicht die Feinde des Reiches, wenigstens ist es meine Ansicht nicht, und darin stimme ich mit dem Abg. Grafen Mottle vollständig überein, daß wir das Reich nicht«ehrloS machen wollen. Aber, meine Herren, ich bin nicht dafür, daß man durch langjährige Dienstzeit eine Eroberungsarmee schafft, thut man dieS aber, dann trifft eS zu, was der Abg. Graf Mottle sagt, daß mau überall in Europa sagt, wir wollten die Ostseeprovinzen annek- tireu oder gar Holland. Diese Meinung kommt eben nur daher, weil mau fortwährend in Preußen und Deutschland versucht, eine recht schlagfertige Erobe- ruogSarmee zu schaffen. Für ein Vertheidigungsheer bin ich ebenso eingenommen, wie jeder andere Deut- sche, aber ich glaube auch(und wenn ich auch nicht näher auf die Aeußerungen deS Herrn Gr. Moltke eingehen will, wenn er sagt, ei» Milizheer könne nicht den Anforderungen einer Vertheidigung ent- sprechen) daß man ein solches Miliz- oder Volksheer nicht sofort einführen müsse, Nein, meine Herren, wir lassen uuS auch handeln, wir find mit einer Ab- schlagSzahlung zufrieden. Die einjährige Dienst- zeit hat vor nicht langer Zeit schon die Fortschritts- Partei gefordert, in den Jahren 1861 und 1862, wenn auch nicht gerade im Parlament, so doch durch die Presse und in Versammlungen. Meine Herren, eS ist also etwaS so Horrendes nicht, wenn man an Dieser Stelle jetzt eintritt.für die einjährige Dienst- zeit. Im Jahre 1864, als der Krieg gegen Däne- mark geführt wurde, hieß eS überall: wenn Preußen aus dem Kriege siegreich hervorgeht, wenn die Einheit Deutschlands einen Schritt weiter macht, dann können wir uns mit einer viel �geringeren Dienstzeit begnügen, wir brauchen dann das Mark deS Volles nicht so sehr auszusaugen durch eine so lange Dienstzeit. Aber, meine Herreu, nach 1864 konnte man von Staatswegen sich nicht entschließen, auch nur einen Monat von. der dreijährigen Dienst- zeit abzugeben. Im Jahre 1866, gerade, als die Fortschrittspartei sogar die Mittel zum Kriege ver- weigerte, da hieß eS: dieser Krieg wird nur um Deutschlands Einheit geführt, und ist da» Vaterland erst geeinigt, dann, ja' dann können wir der Fortschritts- Partei nachgeben, dann können wir eine geringere Dienstzeit einführen, weil dann ja nicht Preußen allein die Lasten für die kleineren Staaten Deutsch- lands zu tragen hat. Diese Anficht war in Preußen allgemein verbreitet und wurde auch durch offiziöse Organe ganz bestimmt genährt und unterstützt. Aber trotzdem die deutsche Einheit auch inach dem Kriege von 1870— 71 immer weitere Fortschritte gemacht, ja sogar gegenwärtig nach den Anschauungen der so- genannten Großpreußen eine vollständige Einheit herrscht, kann man wiederum das Heer nicht vermindern. Man kann auS der Eroberungsarmee kein Vertheidigungsheer schaffen, und glauben Sie nicht, meine Herreu, daß ein Heer mit einjähriger Dienst- zeit vollständig den Zweck der Bertheididung deS Vaterlandes erfüllen könne? Wenn auch der Herr Abgeordnete Graf Moltke so scharf darauf hingewiesen hat, daß alle Armee» mit einer geringeren Dienstzeit fich nicht so gut geschlagen haben, so weiß ich doch einige historische Mittheiluuge» zu machen, wo gerade das Umgekehrte der Fall war. Wir wolle» nur auf den Krieg von 1866 Hinblicken. Das BundcSgefetz schrieb bei den einzelnen Staaten nur eine 1'/-jährige Dienstzeit vor; die Hannoveraner haben thatsächlich auch nur l'/z Jahr unter den Fahnen gestanden. oder vielmehr fie sollten 1'/, Jahr unter den Fahnen stehen, fie ha- ben aber nicht einmal diese Zeit auszuhallen brauchen, und doch wird mir der Herr Graf Mollle zugestehen, daß bei Langensalza, trotzden die Hannoveraner nicht so gut bewaffnet waren, als die Preußen, fich ganz brillant(wie es in der Kriegssprache heißt) geschla- gen haben. Ebenso war eS auch bei Sadowa: dir Sachsen haben sich vorzüglicher geschlagen, als dir Oesterreicher. Letztere aber hatten eine lange Dienst- zeit, die Sachsen hingegen eine sehr kurze. Das find auch Thatsachen, meine Herren, mit denen wir rech- neu müssen. Was aber ist der Kernpunkt der gan- zen Frage? Wenn man ein gutes Vertheidigung«- Heer schaffen will, dadurch, daß man eine kürzere Dienstzeit einführt und nicht mehr die anderen Na- tionen in Furcht erhält durch eine EroberungSarmee, dann, meine Herren, wird zunächst das Budget ver- mindert, eS kann mehr Geld verwendet werden auf die allgemeinr Bildung der Menschen und der Jugend in der Schule. Meine Herren! Was entsteht dar- auS? Die größere Wehrtüchtigkeit. Also, indem wir ein geringeres Militärbudget feststellen und ein höhe- reS Budget für die Schule, wird man indirekt dem Heere wieder die Kraft zuwenden, daß es die Gren- zen de« Vaterlandes vertheidigen kann; und dann be- kommen wir auch ein Heer, dann bekommen wir Sol» baten, welche sich freudig für eine Idee schlagen. Der Abgeordnete Graf Moltke sagte vorhin, daß auch die Soldaten im dentsch-franzöfischen Kriege durch- weg sich für eine Idee, für die Pflichterfüllung, ge- schlagen hätten. Ich, meine Herren, hatte auch das „Vergnügen", in Frankreich, wenn auch nicht direkt vor dcul Feinde zu stehen. Ich kenne das Militär- verhältniß und die Militärzustäude auS eigmer Er- fahrung, und habe gefunden, daß die meisten Solda- ten, welche drei Jahre exerzirt sind, sich so leicht nicht für eine Idee schlagen wollen und für die Idee der Pflichterfüllung erst recht nicht. Nein, sie schlu- gen ffch auS Pflicht, gerade deshalb, weil fie ver- pflichtet waren und gezwungen wurden.(Heiterkeit Meine Herren, ich will nicht sagen, daß dies r die deutschen Soldaten gethan hätten; nein, e' sowohl die franzöfischcn Soldaten, weil Soldaten, die durch die lange Dienstzeit in'« Unendliche hinein diSziplinirt werden, über den Soldaten den Menschen vergessen.(Oho, Heiterkeit.) Ich weiß ja wohl, meine Herren, daß Ihre An. sichten nicht die meinigen find.(Sehr richtig!) Ich kann ja auch Ähre Heiterkeit ganz gut ver- stehen; das wird mich aber nicht abhatten, meine Ausführungen weiter zu machen. Bei der Ausbildung der Jugend durch ein größeres Schulbudget würde — worauf ja früher von der Fortschrittspartei so oft aufmerksam gemacht worden ist— der Turnunterricht in die Schulen hinein verpflanzt werden tön- neu, und dadurch würde man die Jugend schon ge- wissermaßen wehrhaft machen; und, meine Herren, ich glaube, daß, wenn man diesen Punkt und diese Idee recht kultiviren würde, könnte man daraus ein wirklich gutes VertheidigungS- Heer erlangen.— Meine Herren, man hat so oft und so gern von der Kultnraufgabe Deutschlands gesprochen; ich bin am allerwenigsten geneigt, de» Deutschen eine solche Kulturaufgabe nicht zuzuschreiben, aber diese Kultoraufgabe liegt bei mir uoch in etwas Anderem, als darin, daß man am fertigsten ist, den Feind niederzuwerfen. Ich glaube, daß die Kulturaufgabe einer Nation darin zu suchen ist, daß sie fich aller- dingS im Falle des Angriffs vertheidigen kann, aber sonst alle Kraft anwendet, um im Innern Ruhe und auch eine social« Ordnung herzustellen. Meine Herren, damit bin ich einverstanden. Heute ist nicht die Gelegenheit, daß ich mich näher über den Ausdruck„sociale Ordnung und Unordnung" ausdrücke, es wird sich wohl Gelegenheit bieten, wo«er diesen Puutt näher berühren können. Wenn S» aber der Kulturaufgabe, die Sie selbst Deutschland vindiziren, gerecht werden wollen, dann befreien Sie ganz Europa von dem KriegSalp. Man sagt: wenn die Franzosen ihr Heer vermehren, wenn die Nvsscn ihr Heer vermehreu u�d sich fchlagferUz nach Außen machev, müssen wir eS auch th�n. Nun, meiue Herren, wir sind ja im Bewußtse'.u der dert- scheu Volkskraft gegenwärtig die stärkste Nation, uud die Pflicht des Stärksten wäre eS, den anderen Nationen vorauzueilen uud zu sagen: ich well nicht fort- während auf dem hohen Kriegsfuß stehen. Der Stärkste hat zunächst die Pflicht abzurüsten und nicht der Schwächere. Meine Anschauung, einjährige Dienstzeit ciuzu- führen, zielt somit ganz bestimmt nicht darauf hin, das Vaterland wehrlos zu machen. Nochmals, meine Herren, schaffen Sie ein VertheidigungSheer, verorth eilen Sie eine EroberungSarmce, und dauu erst können Sie sagen: Deutschland mar- schirt an der Spitze der Civilisation. Politisch« Ueberstcht. Berlin, 17. Februar. Wie wir schon audeuteteo, haben nun die Elsaß- Lochrillger Abgeordneten den Autrag eingebracht, daß der Reichstag den Beschluß fassen möge, daß im Reichslande Elsaß- Lothringen eine Abstimmung statthabe über die Zugehörigkeit der Bevölkerung zu Deutschland oder Frankreich. Der von den Elsaß-Lothringischen Abgeord- »eten eingebrachte Antrag auf Volksabstimmung kommt am 18. dfö. zur Berathuog. In Danzig ist das Comit6 der Zimmerleute, die im Jahre 1870 strikten, nachträglich noch zu 14 Tagen Gefängniß verurtheilt worden, und zwar we- gen eines Aufrufs an die Zimmerleute in anderen Städten, worin es hieß, wer arbeite, mache sich des „VerratheS" schuldig. Die Angelegenheit hat mitt- lerweile alle Instanzen durchlaufen und wurde im Obertribunal an daS ostpreußische Tribunal verwie- seu, welches daS Erkeoutniß erster Instanz bestä- tigt hat. In PariS stehen 80,000 Wohnungen leer.(Glück- liche Stadt!) Dabei ist die Roth unter den Arbei- teru so groß, daß die Regierung sich entschließen muß, die großen Bauten der Kaiserzeit wieder auf- zunehmen. Vorläufig sollen 15 Millionen darauf- gehen. Dazu kommen die neue Ringbahn uud die zahlreichen Banten für die Armee. Vereins'Theil. Iserlohn, 12. Febr.(LolkS Versammlung.) Geflern beschäftigte sich hier eine sehr zahlreich besuchte BolkSversamm- lunz mit den in jüugker Zeit von allen Seiten gleichmäßig und offenbar in tendenziöser Weise gegen die gesammte Ar- beiterllaffe erhoberen Beschuldigungen der Brutalität, der Un- sittlichkeit, der töesetzeSverachtong, de« WirthShausleben«, der Pttffer- uud Revolversucht u. s. kurzum, der vollen« ?itffen„Bestialität" de» Ardeiter, namentlich In den westsälischen Jndustriebezirten,— sowie mit der Beschuidi- gung der social-demokrarifchen Presse und Lereiue, mn all' diesem Unheil In Berbindnug mit den Ultrawontaneu schuld g« fem. Besondere Beraulassuug zur Eluberviung der BolkSver- sammlung war der vom preußischen Minister d-s Innern im Abgeordnetenhause ohne irgend einen Widerspruch von Seiten der Abgeordneten der betreffenden Kreise Verleseue Bericht de» Oberstaatsanwalt« Hccker, welcher erst kürzlich von Breslau nach Hamm versetzt worden ist, wie sein Kollege Teffeudors von Magdeburg räch Berlin. Die Redner— T. W. Tölcke al» Referent, August Drceibach au« Duisburg, Karl Scelig uud Heinrich Winne» au« Dortmund— bewiesen in ihren häufig von stürmischem Beifall unterbrochenen Vorträgen unwiderlegbar, daß aazrnschelnilch eine„Koalition" der herrscheud-u Klassen gar Unterdrückung de» Arbeiterbewegung in Deutschland de« stehe(Staatsanwälte, Minister, Laste», Harkort uud die ge- sammle reaktionäre uud„liberale" Presse);— daß, um diese Unterdrückung anzubahnen, die absurdesten Beschuldigungen gegen die Arbeiter erhoben würden, welche durchweg über« »rieben uud meistens völlig unbegründet seien;— daß aber, wenn»irklich„Brutalitäten" von Gesten de, Arbeiter vor- gekommen, diese lediglich den bestehenden gesellschaftlichen Zu- ständen beizumessen und elnzeluc Fälle der„Verwilderung", —»er Geringschätzung von Leben Gesundheit nud Eigenthum Anderer— hauptsächlich den Einflüssen der Kriege der ueueren Zeit zuzuschreiben seien. Die Redner bewiesen ferner durch eine Menge unbcstreit« bare, Thatsachen, besonders au» der letzten Wahlkampagne, daß gerade die besitzenden Klassen e« find, bei welchen die abscheulichste„Brutalität" zu suchen ist, welche die jetzt zur weiteren Befestigung ihrer Herrschaft den Arbeitern aufzubürden gemeinschaftlich be« strebt sind. Endlich wurde von den Rednern sowohl die behauptete Gemeiuschaft der Social-Demokratie mit den Ultramomaucn, all an>. die schnöde Belchnldigung energisch zurückgewiesen, daß die Befirebungea der social-demokratischen Presse und Bereise, namentlich de« in Westfalen allein in Betracht kam- wenden Allgemeinen deutschen Arbeiter Vereins, die allgemeine Berwilderrng irgendwie befördern. Die aus allen Klassen der hiefigen Bevölkerung bestehende Berfammlung nahm folgende, vom Brrfitzrudeu l. W. Tölckr eingebrachte Resolution einstimmig an: „Die heutige Volksversammlung in Iserlohn erklärt, daß 1. der vom preußischen Minister des Innern im Abgeord- u eten Hause verlesene Bericht de« Oberstaatsanwalts Hrn. Hecke« In Hamm über die Zustände mter den Fabrik- arbeit.ru der«estlällschen Industriestädte S s s e u, B o ch u m, Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen, Hagen m-d Iserlohn auf ein«? höchst oberflächlichen Jufor« mUiov, sowie a'.f einer elnseit.gen red unrichtigen Auf- fa sung der that.'.chiicheu Ber ältniffe beruht; die Ber« sammlung erklärt 2. die in jenem Berichte enthaltenen, gegen die westfälischen, speziell die Iserlohner Arbeite, gerichteten Beschuldignu- gen aller Art für durchaus unbegründet, indem fie die Ueberzeugung au«sprlcht, daß einzelne GesetzeSübertre- tnugen keineswegs den Einflüssen de» social- demokrati« scheu Presse und Vereine, vielmehr den gesellschaft« lichen Zuständen im Allgemeinen zuzuschrei« den sind;— die Versammlung erklärt e« 3 für eine schwere Pflichtverletzung der Landtag»« abgeordnete» de» Wahlkreise» Altena« Iserlohn, daß fie nach Verlesung de« Bericht« de« Oberstaatsanwalt» durch den Minister nicht sofort energischen Protefi gegen den Inhalt des Bericht» erhoben haben. 4. Die Versammlung beauftragt ihr Bureau, dem Herrn Minister de» Jauern und dem Ptäfidlum de» preußi« scheu Abgeordnetenhauses, sowie den LandtagSabgeordne« tea de« diesseitigen Kreises, den Herren Kreutz uud Gchlieper, von den Beschlüssen der Versammlung Mittheiluag zu machen." Folgender Zusatzantrag de» Herrn Karl Seelig au« Dortmund«nrde ebenfalls angenommen: „Die heutige Volksversammlung spricht den Wunsch au«, daß im Gegensatz zu der Statistik der„Brutalität der Ar- bester" von Harkort eine solche Statistik der Brutalität de» Bourgeoisie, sowie der herrschenden Kslasseu überhaupt, auch von Seiten de« Arbeite, geführt wird, und zwar durch-ine kurze Mittheilnug de» betreffende» Fälle an die Redaktion de«„Neuen Soclal-Demokrat" in Berlin, behuf« Veröffentlichung in einer besonderen„Bratalität»- Rubrik". De« Vorfitzende machte de, Versammlung bekannt, daß dem Vernehmen nach auch die h'rfige» städtischen Behörden gegen den fraglichen Bericht Protest erheben würden, und daß zur Besprechung derselben Angelegenheit in kurze» Frist ein Wefifälisch-r Arbeitertag statifinden werde, zu welchem auch der Herr Oberstaatsanwalt Hecke» in Hamm, behuf« seiner persönlichen Information über die„Brutalität»"-Blr< hältnisse in Westfalen, eingeladen werden solle. Die Volk«- Versammlung wählie al» Delegirte der Bürgerschaft Jser- lohn? zu dem Ardeitertage einstimmig: T. W. Tölcke, tarl Malter und Ludwig Copalle. In Betriff de« zweiten Gegenstände« der Tagesordnung („die Vernichtung der Stadt Iserlohn durch den Bergbau. Petition an den Reichstag nebst Gesetzentwurf zur Ergänzung der Gewerbeordnung für da« deutsche Reich") folgt Bericht in einer der nächsten Nummern dt«„Neuen Social-D mo» km".— Mit social demokratischem Gruß E. W. Tölcke. Earl M-lt-r. Borfitzender. Schriflsührer. Barmen-Elberselh. 13 Febr.(Berichtigung. In der Abrechnung de» Wahlfond« ton Barmen- Elberffeld muß c» beißen: Durch W. Kretzschmar in Leip;Ig erhalten, Ritter» Cigarreusabrik 2 Thlr. 15 Sgr., von BereiaSnit« gliedern 2 Thlr. 20 Sgr. Frankfurt a. M. lZur Beachtung.) Ich ersuche die Parteigenossen, nur diejeoigen Wirth« L»kale zu besuchen, wo daS Parteiorgan, der„Neue Social-Demokrat", gehalten wird. Es find In Fraukurt folgende Wirth- Abonnentiu: E. Becker, Zeil 47 Holzgr. 20, BereinSlokal;«räm-r, Fried« b-rgerstr. 2; Kalbfleisch. Eschenheimerstraße; Dikert, Stc'z-ll- gassc; Eifert, Allerheiligenstr.(Hanauer Hos); Heltrich, Kl. Esch-nheimerstr.; Si-ll dito; Pseise», Gr. Eschcuheimerst».; Farny, Kastenhospitalgasse 2; H. Ströhlein, Vilblerstr. 32; Schüle, Kalbächcrgasse; Keim, Kl. Kornmartt(früher Schneider), Hofmeister, Breiteugasse; Götz, Helligkreuzgasse; Straub, Höll- gaffe; Rupp und Braatz, Gr. Fischerg.(Goldeue Löwe); Bogt, Saalgasse 29; Renk, Graubengaffe; Göbel dito; Martini, Meißengasse; C-ssö Müller, Zeil; Saffö Börse, P-ullSplatz; in Sachscnhansen: Wwe. Hartmaan, gr. Rittergasse 102; V. R-denhanseu, B-Lckh»ffir.(Wasserweibchen); Ehrist, Eli« sabeth.rstr.(Zur Lorel.y); Rübsamen, ParadieSgasse. Ich ersuche die Parteigenossen nochmal», darauf zu achten, daß die Wastwirthe, bei denen fie verkehren, auch abonairru und nicht ans unser Parteiorgan schmähen, wie ein Hr. Wer« ner in Sachsenhausen letzten Herbst mir gegenüder that; die Wirthschaft desselben heißt:„Im goldenen Rad". Ardeiter, e» licet in Eurem Interesse, daß da« Blatt die größlmög« lichstc Verbreitung finiet, deshalb verkehrt nicht bei Leuten, die blo» ihren Geldfack im Ange haben und nicht Euren Interessen Rechnung tragen«ollen. Unser Organ zählt j'tzt wieder 150 Abonsivten mehr, al« im vorigen Quartal, und die Zahl ist immer im Wachsen begriffen. Parteigenossen, thut Eare Echnldigkett, wie ich die meinige thuu werde. Mit social-demokiatischem Gruß H. Bert hold, Tolportcnr d.„Neuen Social-Demokrat". Briefe für A. Drees dach in Duisbnrg find zu richten au H. Brinkmann, Sekt. 6, Untermauerst». 21. Vertamds-TheU. .ch» Da t« vorgekommen Ist, daß reisende Mitglieder, auf die Gut- müthigkeit und Unwissenheit vieler Kasfircr uud Bcvollmäch« tigten speculiread, mehr Reisegeld verlangten, al« nach dem Statut bezahlt werden kann, und auch einige Bevollmächtigte resp. Kasfirer solchen Anforderungen nachkamen, so erscheint e» nothweadig, nochmals die Bevollmächtlgten und Kasfircr auf da» B-rsahr-u aufmerksam zu machen, welche« bei Aul- Zahlung von Reiseunterfiützuvgen zu beobachten Ist. Die Au«- Zahlung der Reiseuntcrstützuug, betreffend heißt e» im Anhang zu den Statuten: Alinea I. Reiseunterfiützung wird pro Meile mit 1 Szr. gezahlt. Mehr wie 15 Meilm werden nicht ausgezahlt, selbst wenn die zurückgelegte Strecke auch weiter ist. Im Jahre werden nicht mehr als 100 Meilen vergütet. Innerhalb 7 Monaten kann an einem Orte nicht zweimal Reisegeld erhoben wer- den, nur Derjenige, welcher 13 Wochen Mitglied ist, und seine Beiträgt bezahlt hat, kann Anspruch auf Reiseuntcrstützungen machen. Ferner heißt e« auf dem Titelblatt de« Statut« unter „Beachtung": Die Ruseunterstützuug wird nur für zurückgelegte Strecken bezahlt, doch nie über 15 Meilen. Die- selbe ist hinten mit Ort uud Zeit einzatra� �' zu unterstempeln." Rere la W- m ncch vorstehenden Bestimmungen von S�Bon de betreffenden Beam.en genau verfahren wird, dann Hdrn, die möglich, daß von Seiten Reisende» die Kassen auckDIe Bi werden können. E« Ist ferne, die Aufgabe der BeiwDie Sri tigten und Kasfirer, beim Auszahlen von Reisenntmingig> die Bücher der Unterstützung Fordernde» genau zu scheu fie lircu, um zu sehen, ob dieselben ersten» 13 Wochen»§ 1085 find und ihre Beiträge bezahlt haben uud zweiten« aü die ab länge» al« 6 Wochen mit ihren Beiträgen im Rwner dm find. Ist letztere« der Fall, so ist denselben keine Rek Liste z! stütznug zu zahlen; eine Ausnahme ist nm dann fttsche,» «eull de» Fordernde den. Beweis führe« kann, ark» ihr durch Krankheit verhindert war, seinen BerpM nur, au die Kasse nachzukommen.'Ablehni Ferner hat Derjenige, welcher die ReisennterstützahDie höh zahlt, genau die ausgezahlte Summe Ins Statoteud: aufzui Reisenden einzutragen, ebenso den Ort, wo dieselbirn und zahlt ist. Außerdem muß der Name de« AuSzahletirttnug l Bezeichnung seiner Funktion(Kasfirer oder Bevollmitrere Lisi eingeschrieben werden., bilden fi Wenn e« vorkommen sollte, daß irgendwo die fiUmfaßt erschöpft und zur AuSzahluug von R-Isennterstützung Mdebezi, Staude wäre, dann hat der Bevollmächtigte ode»M°'bezi»l im Buche der Reisenden die Umstände auzvgebeu, iMngsbel Auszahlung nicht zuließe», namentlich sind die RciUbevertti ihrem eigenen Interesse verpflichtet, diese Bcmerkn°?brullz Buch eintragen zu lassen, damit auch zu jede, Zelt«? auch d Buch ersichtlich ist, wo fie keine Rciseunterpützang dstv Vertr haben.»erbegeri Als» hauptsächlich ist darauf zu halten, daß, g°»?u Stäb! ob Geld in der Kasse ist»der nicht, stet» dem Reijiwiach Ai Unterschrift(Ort und Name de» AnSzahler») g-Me Vera Buch geschrieben wird. die Ferner haben die Kasfirer über die Zu- und Due�'öeber den, welche Rciseunterstützung verlangen, ein besondewv» Bei ,o führen, in welche» der Name des R-isendeo, de» 14 welchem die Unterstützung erfolgt ist, der Betrog ds�TOen! die Bemerkung, ob das Buch in Betteff dir Bei«»»';*", üb« nung war, und schließlich der Ausgang»« uud Eudp"S"sich Reife genau einzuttagca ist.! 108e. Auch würde e» praktisch sein, wenn die einz�TÜr ftdc gliedschafteu fich Stempel mit den Ortsnamen Met diesl würden, um damit die Auszahlung im Buch de« zu unterstempeln. J Wenn diese Instruktionen genau und richtig bem den, wird die Unordnung, welche bereits in vielen ss� acrisscu ist, nach und nach verschwinden, und auch' Beziehung Ordnung herrschen. Für da» Präsidium: Otto Kapell. Deutscher Zimmerer-Bu«d. Ju derselben Weise, wie oben im BnbaudSthell ist, habea auch die Bevollmächtigte- uud Kasfirer scheu Zimmererbunde«, sowie die reisenden Bunde! zn verfahre». Der Präfident: O. � cutsch -> Ausi - bis z 1086. de Bef Zustand der stre ort hat. siändizk DI- nznbri B-rhan! t-i-n zu ttheil -u Wi Berlin, 15. Febr.(Zur Beachtung) für di'.der M!< genossen, welche tn der„AUg-m. FabrliarbeiterkasseJ Die Zahler find,? diene die Nachricht,»aß wegen der«-Zeugen wählen eine Versammlung der Kasse in Se-f-ldl'i zur Sie Erenadlerstr. 39, Donnerst'g, den 19. ds«., Ab.ndi die Lade stattfindet. Mehrere Partei? G-w-rt» Hambltrg, 11. Februar.(Bericht übe»» Bleibt' merbc.wegung) lieber den Stand de» Formers nig zn berichten. Herr R. Lohst setzt alle H «eguug, um Former von außerhalb heranzuziehen. für ei em Manne wir überhaupt zu kämpfen hadi die Arbelte» Deutschland» au« Nachstehendem crscl Al« Im Jahre 1371 die Former der Fabrik jene« klärten, am Parlameniswahltage nicht arbeiten sagte Lohse zn ihnen: We» wollt Ihr wählen? men soll, kommt e« doch; ich wähle ja auch nicht. Former ließen fich aber nicht abreden und machte», schönen Worte, den Wahltag zum Feiertag. So' in genannter Gießerei die Lohnsätze so niedrig, Arbcitein unmöglich war, damit auSzakommev. ingre in der angenon Da» ; der Kla; [ Die Bei . nündlle! Mb, wel 'zträzc u gen hat. �>as Ge ....giuen S da! Stande, Hu führe die Arbeit eingestellt und nach einem si-benwäjjraz voi Kampfe de» Sieg errungen. Auch während de« 1??»ollz lichen Arbeits-usschlassc« iimmtlicher Former �51°, L' Altona'», Otteascn« und Harburg« benahm fich Y' heftigficr Feind de» Arbeiter. Uebcr sein Borzehl�� hat serrm jetzigen Kampfe werden wir später berichten, gen naä ersuche nochmals, den Zuzug fern zu hallen uud dielungeu j den nach besten Kräften materiell zu u.tte, stützen. Der neue Gewerbegesetzentwurf. th-ii spc Der von der deutschen Regierung deiüAattswe tage vorgelegte Gesetzentwurf zur EinfüHMn. age Gewerbegerichte, eines KontraklbruchgesetzeS--oänzig-, Fesseln der Arbeiter-Coalitionen lautet, wie»Ine» Tt Erster Artikel. Jus Der§ 108 der GewerbeordvuNg vom 21. 3� wird ausgehoben. Au sewe Stelle treten die st'� lOS� Stt-itigk.ll-a der selbststäudlaen S-»� Kl° den mit ihren Gesellen, Gehülfen oder L-Hrling*»�,� aus den Antritt, die Fortsetzung»der Aufhebung° oder Lehrverhittnlsse«, auf die gegenseitigen LeiP�sbeit c demselben oder aus die Srtheilung»de» den den§§ 113 nud 124 erwähnten Zeugnisse bezieh'* ss1 dem I weit sür diese Angelegenheiten besondere Behördr'! bei biesen zur Entscheidung zu bringen. Znsowcll solche besouderin Behörden nicht best � die Entscheidung dmch die Gemeindebehörde oder Deputation derselben, welche ans Anordnung Verwaltungsbehörde gebildet wird.. Durch die Eeotralbehördea können an St-u zeichneten Behörden Gewerbegerichte nach Msvi �1,,� "''' Entscheidung.'»7� nnen l n Bei cht! egen es nerhal bcu u »Hanl genden Bestimmungen mit der rbende «» Ein § 108». Die Gewerbegerichte werbe» nüi_ Verhandlung uud Eutscheidnug de, gerwaMV, streite zuständigen ordentlichen Gerichten 1. J�.,f) au« einem Richter al« Borfitzcnden uud zwei's.■ Ist da« ordentliche Gericht mtt mehrcrw �.. so»erden ein oder mehrere Richter dchelbeü Werbegericht dauern» crnanut. !i°sp»u> Ist ekl »lrd du igät ehjslat Gerichte!an;t bestimmt vo.iötn, daß all«» n-dt' für gewiffe Arte» v»» Rechttstceitig üteu ewe ere.�ahl v»u Be'sttzer» zuz�ieheu ist. on de» Beifitz rn muß stets die eine Hil, e au. Arbeit» i, die äußere au« Arbeitaehiueru besteije». le Belfitzer verfeheu lh, Amt uuelltaeltllch. ie örtliche Zustäudlgleit de« T-werbeaerichte lau» uu« «gig von den Bezirken da ordentliche» Gerichte, mit -» fie verbunden find, bestimmt werden. ß 108b. Für den Bezirk jede? Gewerbeaericht« find jähr« die al« Bcifitzer zuzuzlehendell Arbeitgeber und Arbelt» er durch die Gemelndevertretuug»u wählen und in je Liste zusammenzustellen. Wählbar find nur volljährige lsche, welche seit miodesten» zwei Jahren iauerhalb de« _____ kk» ihren Wohnfitz haben. Die Ucbernahme de« Amt« ierpPim nar au« denselben Gründen abgelehnt«erden, welche Ablthnuug eine» unbesoldeteu Gemeindeamte« berechtigen. xstützulDie höhere BirwaltungSbehörde hat die Zahl de» in zede ituteK aufzunehmenden Arbeitgeber und Arbeitnehmer festzn- dieselb'en und kann nach Anhörung de» b-theiligteu Gemeinde» »zahle�retang bestimmen, daß für denselben Sewirbeg»icht«be,t»k vollwM«'- Listen nach Unterbezirken»der nach SewerbSzweigeu viloen sind. die SUmfaßt der Bezirk eines Gewerbegricht« mehrere Ge» tzung»vdebezirle oder Tdeile solcher,»der bestehen für einen Ge» oder sfiokbezirk mehrere Gewerb.gerichte, so hat die höhere«er» >en, iMugsbehorde über die Mitwirkung de» betheiligten Ge« l ReisOsd'vertretungen bei Bildung der Beifitzerlisten nach deren .rr-u°i»�u°Z besondere Bestimmuageu zu treffen. Die Wahl Zeit läü auch der für einen größeren Bezirk besteheudeu kommu» ang d�u Bertretung, wenn di-sem BezKke alle im Bezirke de« »erbegerichtS belegenen Gemeinden angehören, und in den fj aatfn Städte» der Bürgerschaft übertrage» werden. AiIjiMach Anhörung de« Gemeindevertretung können durch die >)««•«tottggbthärbt Bestimmungen getroffen werde», .ach die Liste» der Belfitzer durch Wahl der betheiligten d Du«>�geber und Arbeitnehmer zu bilden find. iesond�.' Beisitzerlistea find öffmtlich bekannt zu machen. In- de» �..h, Tage nach solcher Bekanntmachung könueu gegeu trog �'stku Einwendungen bei der Gemeindebehörde erhobeu rierdgi über welche der Borfitzcnde de« Gewerbegericht« eud» Endd>»g evtscheidet. } lOSc, Der Vorsitzende wählt aus den beiden Listen eiuz»»?ür jede Sitzung zuzuziehenden Beisitzer au« und ver« neu Jjötet dieselbe» mittelst Handschlag» an TIde«statt. de« �Er entscheid-t übe, etwaige EatlassungSgesuche derselben. eu Ausbleibende kann die Gemelndebehördc Ordnung»- ig beWen bi« zu einhundert und slluszig Marl verhängen. ieiea%lh I08d. Für das Verfahren de» Gewerbegerichte gelten �»de Bestimmungen: Zuständig ist dasjenige Gewerbegericht. i» deflen Bezirk der streitige Arbeit»- oder LchrvMrag sklne» Erfüllung«» ort hat Der Ort d-r Lohnzahlung bestimmt die Zu» stäudigleit nicht. Die kc'agen find schriftlich oder mündlich zu Protokoll 'anzubringen, woraus ein möglichst naher Termin zur B:rhaudlung anzusetzen ist. Zu demselben sind die Par» teie» zu laden, und zwar der Beklagte unter abschristlicher ttheilung der Klage. Die Berhandluag darf gegen en Willen des B-llagten nicht vor dem auf den Tag er Mittheilung der Klage folgende» Tage stattfinden. Di- Ladung refolgt mit der Aufforderung, etwaige ___' Zeugen und Sachverständige oder sonstige Beweismittel -rf-ldl'l zur Stille zu bringen. Auf Antrag ee, Parteien wird Abendk die Ladung der Zeugen und Sachverstjndrgcn binch da» Zarteiz« G-w-rbegericht veranlaßt. er Bleibt der Beklagte in dem Termine aus, so werden die ncrstr» in der Klage behaupteten Thatsachen als zllgestanden auch 1 [e Hch angenommen leijem] Da» Ausbleiben des Kläger« gilt als Zurücknahme habet der Klage. ersebfi Die Verhandlung in dem Termine ist öffentlich und jene«».mündlich. Die Leitung desselben liegt dem Vorsitzende» itea!*.»&! melchir sür die vollständige Erörterung der An- ? Ä", träge uno Gegenanträge der Parteien Sorge zu tra- nicht, sgen hat. chte».?Daz G-w-rbegericht hat vor Schluß der L-rhaudluug Sod�nnen Sühneversuch anzustellen. Kommt ein Vergleich zu ig, do�Etande, so ist derselbe in da» von dem Gewerbegericht jllhriudc Bergleichtbuch einzutragen und dieser Sta- tag von den Paitesin und den Mitgliedern de» Gericht« ��.�i'hw. Jedem Theile ist auf Verlange» ein de- � lj iIju'l. d'M Berglelchbuchc zu-rthcil-N. !a � uach. Stimmenmehrheit. ,} x( f die Wahrheit der thatsächlichea Behaoptml» richten- Itn nach seiner freier, au» dem Inbegriff der Verhand- und dlilnugen geschöpften Ueberzeuzuug z« entscheiden. Das Urtheil ist in ei» UrtheilSbuch einzutragen und iu der Regel sofort am Schluß de» Verhandlung zu ver- . V-d«.. Befolgt die V-rkündung nicht, so ist da» Ur- vurs.»heil spatesten? innerhalb drei Tage den Parteien von- lg detil AmtSwege» zuzustellen. Au» dem Ürthell müsseu e ficht- z ■infühlifc�A l! Mitglied« des Gericht», dir Partelen, deren i « U"•flBt Ua?b Gegenanträge, die Angabe, ob nach vor»' etztS«a»giger Verhandlung de» Parteie» oder auf Ausbleibe» ..>st.»«-. festgestellt- Tgatbestand uub J rx,Y*AQiDepöno und vA Kosten Gericht» in de, Hauptsache und üb-, ie s�L. fi.us Verlangen ein beglanbigtcr An«- » ZU crtheileu. l widerrechtlicher Entlassung au« �g�.�L'e« Aii�'°U'ung von der Arbeit-d?r ' JahUistmig einer Handlung erleunt, auf Antra« dtt Bort, beziehe"' fit dem Urtheile gleichzeitig für den Fall, daß die Ledinno Zebörd«"«innen eine, zu bistlmmenden kurzen Frist„Iche a-s»?, währ, empfehle ich meinen Gesellenoei :tt A Benutzung Für ante Speisen und Gettänk-, sowb Bedienung werde Ich stet« Sorge ttagcn ! fl. D. Der«New» dte Demokrat" liegt ans. Fr. Eberl'sse, ur Nenheppens Nr. 23(bei WIlhclmZhafm). � a)ir Der Unterzeichnete empfiehl allen Parteigenossen l-!schaftl von felnschmeckeadem Tabak»nd Cigarcen, auch ist H-mb. Sch«-rze Krans- bei mir zu haben.'J., A. Mohr, Clgarreufabrikant an der K-llcnbrst�.l �uf Den Berliner PaMgeno?fich°z empfehle ich mich zu allen Schneiderarbeiten. izma fc __ C. Eckenbrecht, Neue Königstr. 78, Allen PattelgenofflU empfehle ich mich für alle 1°,.°' Fach vorkommenden Arb-iun.'USgre Auch kann am Mittagstisch Theil genommen we» l-'ti> Hein». Thomse», Schah�Smeif ___ Kiel, H-ßst». 6. J sah Für Berlin. cge a> Salon zum„Deutschen Kaisers WM 12. Wollaucksstraße 12. Zur Fastnacht, � Ticastag, den 17. Fe-ru-r, w Großer Wiener Masken-\ � verbunden mit FastnachtSscherzen, t der Anfang 8 Uhr, chen. wozu ergibenst einladet___ O. �5 feinet Allen Fccunken und Partcigcilossen die crati�tr Fav Admiralstr. 25£töf(n0 H.@lf daß ich ein Clgarrengefchäfr Ich bitte um gefälligen Zuspruch.__ v. Todes-Anzeige.«nt! Sonnabend, den 14. Februar, Vormittag« Iis �le] mein liebe» Gatte Adolph Mendt nach kurze«» ihrer der Charit«. Diese« hiermit allen Freunden 1111% a nassen zu» Kcnntnlß. Die Beerdigung findet Mir"jr 18. Februar, Mittag» 12 Uhr, von der TharitSs Es bittet um recht rege Betheiligung die ttcfbctrüyln mit ___ FeaaLeiten r Bleib, Durch die Gebutt eine» gesunden Knaben wu� W. Strüfing u-ij. Hamburg, 14. Februar 1374.___ � � � Berspiitel... Fritz Ncumann au« Königsberg in Preußül' � . Wieaenieü am 16. Sfebtuai von seinem KaNlck- lieb 18. Wiegenfest am 16. Februar"von seinem Kamck»«n w Büttner: Zeig' stets, wie In Berlin bewiesen, Auch in der Fremde Fröhlichkeit, So wirst Du dort die Lehre üben Ln g lau reren Berlin, 16. Februar.__ U (Verspätet.) Herrn Christian Bauer in O�crnm herzlichsten Glückwünsche zu seinem Geburtstag. J), die Berlin.__ 3. SJuanii, Unserm treuen Freunde und gemaßregelten PAtniss Herrn Hellmigk, zu seinem Geburtstage, am» 16. d. M. die besten Glückwünsche.,. v Frankfurt a. O. A. H. M. P. P. M.&ßu Unserm Freunde u. Patteigenossen Heinrich Frau zu Ihrer filb. Hochz. am 19. Febr. beste Gvlvter __ Patteigenosseu von RHbestr Chemische Wasch- und Reparatur-Austalt für Herreu-Garderoben. Röcke werden gekehrt, neu gemacht und gefärbt; auch ist daselbst ein Koufttmandenanzug zu verkaufen. St. Pauli, Silbersackstraße 18, II. Eingang von de» 1 Fischnestraße. G. Wols. j Dem tteuen Mittämpfer fstr Freiheit und Tischler Heinrich Schmidt In Hamburg, Z« Gebnttitage am 19. Februar die herzlichste Gratulation. Dein Schwager nebst F* Den Parteigenossen, welche fich am 7. d. tuugSfest in Caswig betheiligten, meiner In dachten und mir ein Lebehoch ausbrachten, meia�l Dank. E« möge der Geist Lassalle'« noch'»7 Wurzeln schlagen, daß wir bald vereint da« seiern können. M. k.. b.. g, den 15. Februar 137� Herzliche Gratulatton meinem lieben Ma»"'..... zu seinem 38. Wiegenfeste..„.'fe. »■ Altona. Eine Schlafstelle zu vrrmletheu sogleich o»� Lausitz tt-Pl. link« l Keller bei Heinrichsdorfi� � 2 Schlafstelle» s. sof. ,a verm., am liebfi-��-> Eismbahnstr. 29, Ecke d.«Spnlckerstr., II. 01 Druck von C. Jhring'S Wwe.(». Colbatz� Verantwortlich für die Redaktion:«• Bett-, von 8. Grüwel in' Mh