Nr. 73. Abonnements Bedingungen: Abonnements Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. Nummer mit ilustrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft Beitungs. Preisliste für 1898 unter Br. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für bie fechsgefpaltene Rolonel geile oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis Uhr nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Expedition, tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Rmt 1, Mr. 1508. Telegramm Abreffe: Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Sonntag, den 27. März 1898. Parteigenosfinnen! Parteigenossen! gespart werben. Wenn einmal die Thür zu den hohen Die Bedeutung der Presse ist Euch allen bekannt. Ihr wißt, daß die Presse unser bestes Agitationsmittel und unsere befte affe ift Waffe des Angriffs und Waffe der Abwehr. Und wann hätten wir dieser Waffe jemals in höherem Maße bedurft, als im gegenwärtigen Augenblick, wo die vereinigten Reaktionsparteien darauf ausgehen, bem arbeitenden Bolte feine zwei vornehmsten Rechte zu rauben oder zu fälschen: das Roalitionsrecht und das allgemeine Wahlrecht? " Expedition: SW. 19, 38euth- Straße 3. bürtige Elemente feien, und Opfer dürften hier nicht Politische Mebersicht. Memitern eingetreten sei, so sei es auch nicht schwer, den Ring der Geheimräthe zu sprengen. Und gar des Abgeordneten Berlin, 26. März. Lieber's Damastus datirt schon aus dem Jahre 1894. Aus dem Reichstage. Welche Kämpfe der MajoritätsNoch das Jahr zuvor konnte man aus seinem Munde die bildung für die Flottenvorlage im Zentrum vorauf geoppofitionellsten Redensarten vernehmen; er donnerte damals gangen sind, das zeigten die heutigen Vorgänge. Die vernoch gegen das Ueberhandnehmen des Bäsarismus und schiedenen Anschauungen, welche die Mitglieder dieser Partei Absolutismus, er stellte sich als alten„ Bullenbeißer" vor, dem einnehmen, zeigten sich am Donnerstag schon in den Reden ber Aber die innere Umwandlung ging so rasch vor sich, daß man des Abgeordneten Schädler andererseits. man teine Absichten auf Regierungsfähigkeit zuerkannt hätte. Herren Dr. Spahn, Profeffor v. Hertling einer- und Aber das selbst in Fraktionskreisen ihn schon über Bord werfen wollte. In war nur die mildere Tonart, während heute die Gegensätze dem offenen Briefe vom April 1894, wo er politisch sterben in schärfster Form aufeinander platten. Es war besonders Den Posabowsty'schen Erlaß, den Ihr alle mit wollte, steht es schon schwarz auf weiß, wohin die Lieber'sche der Versuch der Herren Spahn und Dr. Lieber, den Brennendem Born gelesen habt er wurde durch den Borwärts" Bentrumspolitik zielte. Er sagt darin zu seinen Widersachern verstorbenen Windthorst als Eideshelfer für ihren Umfall aus dem Dunkel, in dem man ihn verstecken wollte, hervorgezogen, in der eigenen Partei:" Von einem Eindringen in meinen in der Etatsrechtsfrage vorzuführen, was den Widerspruch er enthüllt Euch die Absichten der Reaktion in bezug auf das Beweggrund keine Spur, nicht eine Ahnung von dem Leitmotiv weckte. Roalitionsrecht. Und gegen das allgemeine Wahlrecht wenden sich der ganzen jüngsten Bentrumspolitik." Und dann weiter: wir G3 war der alte Rintelen, der heute als Warner in letzter Linie alle Ränke und Verschwörungen, die ganze um- führen, daß wir im neuen Reichstage nicht die demokratische Satz aussprach, daß mit der Annahme des§ 2 der Vorlage hätten nach Schloß und Wilhelmstraße hin den Beweis zu aus den Zentrumsreihen auftrat und der rund und nett den ftürzlerische Wühlarbeit der vereinigten Reaktionäre. Partei des nackten, unfruchtbaren Widerspruchs seien". In den nächsten Monaten jedenfalls im Laufe des der Reichstag in Marinefragen das Etatsrecht für Und wenn nun jezt Abg. v. Hertling bei der Be alle Beiten preisgebe. Herr Rintelen ist alt nächsten Quartals finden die Neuwahlen zum Reich 3. rathung der Marinevorlage im Namen der Zentrumspartei und seine Stimme schwach, ein Theil seiner Parteifreunde, tag statt. offen und frei heraus die großen nationalen Fragen in echt vor allem aber der Chor der Rechten, versuchten ihm das nationalliberalem Sinne behandelt und ausruft: wir sind uns Sprechen durch unanständig laute Privatunterhaltung zu verals entscheidender Partei voll und ganz der auf uns ruhenden leiden. Mit Aufgebot der letzten Kräfte schleuderte aber der Verantwortlichkeit dem Staate gegenüber bewußt, so haben mit Redner seinen Protest gegen die Preisgabe der Rechte des diesen Aeußerungen die Zentrumsführer selbst den Beweis er. Reichstages und gegen den Verrath der alten der alten, stets bracht, wie sehr ihre Partei Regierungspartei sans phrase hoch gehaltenen Grundsätze seiner eigenen Partei vont der Tribüne herunter. Den Prince- Confort der Regierung geworden ist. Auguren der Mitte Der Verantwortlichkeit dem Staate gegenüber ist sich das war diese Szene ersichtlich höchst unangenehm. Aber Zentrum bewußt geworden, die Verantwortlichkeit dem Volte es sollte für sie noch schlimmer kommen. Zunächst schickten fie gegenüber, auf die sich das Zentrum bei seinem oppositionellen in Herrn Fuchs einen ihrer Spaßmacher ins Treffen. Der Verhalten stets berufen hatte, ist heute schon vergessen. Dann selbe mußte aber bald die Erfahrung machen, daß im Hause naht doch die längst ersehute Beit, wo in der Gesetzgebung keine Stimmung für rheinische Karnevalsreden war, und er die Parole gilt: Katholisch ist Trumpf! zog es deshalb vor, den Löwenantheil seiner Rede für sich zu Einen gleich wichtigen, gleich bedeutungsvollen, gleich fchicksals. schweren Wahlkampf hat Deutschland seit dem Bestehen des Reichs noch nicht gehabt. Es gilt den Anfturm des frechen Junkerthums abzuwehren! Es gilt unsere beiligsten Güter zu wahren gegen den kulturfeindlichen Einbruch des Militarismus und Marinismus, der Polizeidiktatur, des organisirten Brotwuchers und bes persönlichen Regiments! In der Wahl, welche die nächsten Monate uns bringen, hat das deutsche Bolt zu entscheiben, ob es seinen Play haben will an der Seite ber Rulturvölter ober ob es sich in den öden Sumpf russischer Buft än be will herabdrücken laffen. Wahl aber ist Rampf. Und der Wahlkampf kann nicht ge tämpft, die Wahlschlacht kann nicht geschlagen werden ohne die schneidigste, wuchtigste, wirksamste Waffe des politischen Kampfes: die Presse. Das wißt Ihr! Euer Preßorgan ist der Vorwärts", bas Bentralorgan Der sozialdemokratischen Partei Deutschlands, das Eurer Obhut übergeben ist, Ihr Genossinnen und Gen offen von Berlin! Die Partei hat Euch den Vorwärts" anvertraut Thr seid der Partei für das Gedeihen des Vorwärts", für seine Fortschritte verantwortlich. In dem kommenden Wahlfeldang braucht Ihr ben„ Vorwärts" bringender als in gewöhnlichen Beiten; und dringender als in gewöhnlichen Betten ist für Euch die Pflicht, den Vorwärts" in weitere und die weitesten Kreise zu bringen. Je größer der Leser treis, desto größer der Wirtungstreis des Vorwärts". Jeder neugewonnene Leser des„ Vorwärts" ist ein neugewonnener Kämpfer der Sozialdemokratie. Jeder neugewonnene Leser ist daher eine Verstärkung des„ Vorwärts", dessen Einfluß er vermehrt, und ein Kräftezuwachs der Partei. " Die Berbreitung des Vorwärts" ift Eure Pflicht gegen Euch selbst ist Eure Pflicht gegen die Partei. Der Borwärts" wird nach wie vor im vollsten Umfang des Könnens seine Schuldigkeit thun. Thut Ihr die Eure! So wird mit der Verbreitung Eures Blattes auch die große Sache, für die wir alle streiten, die Erhebung der arbeitenden Klaffe aus materieller und geistiger Knechtung, gefördert und dem Siege entgegengeführt werden! Der in Eine Regierungsära, bei der die Grundsäge des Bentrums behalten. zur Geltung gelangen müssen, bildet aber eine Gefahr nicht Der nächste Zentrumsrebner war ber Abg. Roeren. In und Wissenschaft, für den Unterricht und die Er- Worte und sie sprach so deutlich, daß sich Herr Dr. Lieber nur für das arbeitende Volt, sondern für Kunst diesem Redner fam die rheinische Zentrumsdemokratie zum ziehung, für die geistige Kultur Deutschlands immer tiefer in seine Aften hinter dem Referententisch ver überhaupt. Ueber diese Gefahr dürfen wir uns nicht sentte. Herr Roeren sprach offen aus, daß es sich in der hinwegtäuschen. Die Dienste, die das Zentrum mit vorliegenden Frage um eine Machtfrage handle, und daß er der Bewilligung der Flottenvorlage der Regierung und seine Freunde keine Neigung haben, ein Recht bes heute leistet, zwingen die Regierung in eine unlösliche Reichstags preiszugeben, das einmal von Abhängigkeit zu der ausschlaggebenden Partei im Reichstage. höchstem Werth sein kann, wenn es der Darauf pochend, wird das Zentrum, wie seine Presse schon Regierung belieben sollte, ihre Macht jetzt ankündet, die Erfüllung seiner Herzenswünsche erzwingen, gegen den Reichstag zu mißbrauchen. andernfalls werde das katholische Volk wild". Redner wies auch schroffster Form den Rückkehr, entschlossene Rückkehr zum Christenthum in ultra- Versuch zurück, Windthorst gegen die Minorität ins Feld montaner Gestalt, Bekämpfung des Bazillus der sozialen zu führen. Das Gegentheil wäre angebrachter, denn der verRrantheit damit ist das positive Programm des Zentrums storbene Führer wäre nie und niemals dafür zu haben gein kürze ausgedrückt. Und aus diesem Programm ergiebt sich wesen, fundamentale Rechte des Parlaments preiszugeben. die Geneigtheit des Zentrums, Umsturzgesetze zu bewilligen, Diese Rechte zu wahren sei Aufgabe des Volksvertreters und wenn sie nur tlerifal zugeschnitten find. Niemand er und seine Freunde in der Minderheit wollen mit reinen anders als gerade das Zentrum hat das Scheitern des Umsturz- Händen und gutem Gewissen vor ihre Wähler treten gesetzes am meisten beklagt. War es doch der Abg. Lieber, fönnen. Vorlage, der Triumph des Liberalismus und des Sozialismus, schiedener sprach der Abgeordnete Reßler, ebenfalls vom der zu jener Zeit in Bochum ausführte:" Das Scheitern dieser Ganz in derselben Tonart und wo möglich noch entder alle Gane unseres Vaterlandes erfüllt, ist ein Schlag gegen Zentrum. die Autorität selbst, wie er schlimmer in dieser Zeit überhaupt -daher der Ruf weiter an Herr Dr. Lieber wurde durch diese bitteren Wahrheiten Nach Schluß der Debatte über§ 2, an der sich auch die nicht geführt werden konnte! Und darum trauern wir Männer so aufgeregt, daß er in bezug auf die Reden von Roeren des Zentrums." Das Zentrum ist sofort bereit, auf dem und Keßler als von grundlosen Verdächtigungen" sprach. Boden des gemeinen Rechts jeden Verächter der Grundlagen Die Herren werden das unter sich ausmachen, die Wähler der bestehenden Staats- und Gesellschaftsordnung" mit werden aber wohl auch ihre Betrachtungen anstellen. hohen Strafen zu belegen. Das Zentrum geht in der Zwischen diesen Kämpfen der Zentrums- Herren unter fich Berfolgungssucht Partei; Trunk sucht 3- und Sittlichkeits- Gefeße, Eugen Richter und Dr. Barth, also der männlichen wie jede andere bürgerliche lief eine recht interessante Episode her, die sich zwischen Herren deren haarsträubende Bestimmungen in der ganzen gebildeten und weiblichen Linie des Freisinus, abspielte. Herr Dr. Barth Gesellschaft die schärfste Ablehnung erfahren, fanden im Zen- hatte sich in seiner Nation" anfangs rückhaltlos gegen das trum die wärmsten Anhänger. Die Verfrommungspolitik der Septennat ausgesprochen und dasselbe für unannehmbar Prince- Confort der Regierung. deutschen Garde des unfehlbaren Papstes beschränkt sich nicht erklärt. Heute ist er dafür. Diese Schwenkung nagelje In einem unbewachten Augenblicke, als im Jahre 1896 nur auf das rein religiöse Gebiet: das gesammte öffentliche Richter gebührend fest, worüber es zwischen den beiden die Bismarckpresse mit ihren Angriffen auf das Zentrum von Leben soll nach den Grundfäßen der katholischen Kirche bis Herren zu recht scharfen Auseinandersetzungen tam. dear Abgeordneten v. Kardorff öffentlich zurückgewiesen wurde, ins einzelne geregelt werden. hat die Germania" das Endziel der ganzen Bentrumspolitik Die Schule soll der Kirche ausgeliefert Minister v. Tirpitz und Graf v. Posadowsty wieder ohne Umschweife eingestanden, indem dieses führende Organ werden, daher der Bentrumsruf nach einem Schulgesetz, holt betheiligten, legterer besonders auch durch einen recht. erklärte, daß das Zentrum mit bem parlamentarischen Regieren" wie es unter Caprivi schon drohend am Horizonte stand; be placirten Angriff auf unsere Partei, fand um nach Parität, fich feineswegs zu begnügen geneigt sei, sondern nach der reichen Stellen die engberzigsten Grundsäge zur Geltung 311 Abgeordnete theil, von denen 198 mit Ja und 118 mit einfluß die namentliche Abstimmung statt. An derselben nahmen heilnahme an der Staatsregierung trachte, deren Erlangung man dem Zentrum bisher versagt habe. tommen laffen zu können; daher alle jene Vorschläge, Nein stimmten. Eine Partei, die von der Richtigkeit ihrer Grund- bie beſtimmt sind, den geistlichen Stand in die Lage zu ver- Die nun folgenden Paragraphen wurden ohne Debatte sätze durchdrungen und davon überzeugt ist, daß ſezen, in alle Verhältnisse des menschlichen Lebens entscheidend genehmigt, nur bei 88, Dedungsfrage, entspann sich noch eine eingehende Auseinandersehung über die Art und von der Durchführung dieser Grundsäge das Heil des deutschen miteingreifen zu können. Bolles abhängt, würde sich an Volk und Vaterland ver- Die deutschen Katholikentage haben die Biele der Bentrums- Weise, wie die Mehrkosten aufgebracht werden sollen. sündigen, wenn sie der sich darbietenden, Aufgabe auswiche, politik von Jahr zu Jahr offen und ungeschminkt aus- Abg. Bebet begründete den Antrag, die Mehrkosten der sündigere, wenn sie der sich darbietenden, Aufgabe auswiche, gesprochen; das deutsche Bolt weiß, was ihm broht, wenn das Vorlage auf dem Wege einer Reichs- Einkommensteuer Prince- Consort) der Regierung zu werden." Von dieser Absicht laffen die einflußreichen Führer des Zentrum der Regierung rechte Hand geworden ist. Und weder aufzubringen, in eingehender Weise, während Richter Zentrums ihre gegenwärtige Politik diktiren. Aeußerungen an dieser noch am Bentrum selbst, so wie es nunmehr heute für die Einführung einer Vermögenssteuer pläbirte. der maßgebenden Persönlichkeiten bestätigen das macht- geartet ist, wird es liegen, wenn den ultramontanen Grund- Natürlich fanden beide Anträge bei den Flottenenthuſiaſten die säzen durch regierungsfähig zu hungrige Verlangen des Zentrums, Gesetzgebung nicht zur allgemeinen feinen Anklang. Vorläufig glaubt man ohne neue Steuern aus werden. Auf der Dortmunder Katholitenversammlung meinte Anerkennung verholfen wird. Nur die deutschen Wähler und kommen zu können, für später wird man zu Bollerhöhungen der Abg. Ba ch em: um volle Parität zu erlangen, müßte in diese allein sind noch in der Lage, eine ausgesprochene ultra- und neuen indirekten Steuern greifen. Der Buckel bes der Praxis nachgewiesen werden, daß die Katholiken eben- montane Politik zu Schanden zu machen, indem durch die deutschen Michels ist ja breit. nächsten Wahlen der parlamentarische Einfluß des Zentrums Nachdem die Vorlage in zweiter Lesung erledigt mar, *) Prince- Confort Brinz- Gemahl, Titel des verstorbenen Albert, gemindert wird, indem das Bentrum als ausschlaggebende wurde der Rest des Marine- Etats noch bewilligt und dann Gatten der Königin Viktoria. und einflußreiche Partei matt gesetzt wird. die Sigung geschlossen. langiz ol -Montag 12 Uhr: Entschädigung unschuldig Verurtheilter, Wenn wir Herrn Barth einen Vorwurf zu machen haben, so if Alle Fortschritte, die der preußische Staat, die preußische Res Spiritusftener und Flotten- Vorlage. Alles in dritter Lesung. es blos der, daß er nicht furz genug war. Er hätte einfach fagen gierung je zu Wege gebracht haben, sind durch Druck von Außerdem steht noch der Antrag Levehow wegen Errichtung follen: Meine Ueberzeugung ist die der Majorität; unten verursacht worden. Auch eine Aenderung des preußischen bie majorität giebt mir meine Ueberzeugung; Dreitlaffen- Wahlsystems ist nicht von Herrn Miquel, v. d. Recke und eines Raiser Friedrich- Denkmals auf der Tagesordnung. ich stimme mit der Majorität. anderen Umfturzministern zu erwarten, sondern allein durch die Das preußische Abgeordnetenhaus hat heute die zweite Lesung des Staatshaushalts- Etats beendet. Von den noch zu er Von der lex Arons. Der Bericht der 12. Kommission Thatkraft der organisirten Arbeiterklaffe.ledigenden Etats rief nur der Etat des Finanzministerium 3 des Abgeordnetenhauses über den Entwurf eines Privatdozenten Aerztliche Ehrengerichte. Die Berliner Aerzteeine längere Debatte hervor. Einige Herren von der Rechten, Gesetzes liegt jest gedruckt vor. Wir haben gelegentlich auf die forrespondenz" veröffentlicht jetzt das Protokoll der Sigung des namentlich die Abgg. Bartels, Frhr. v. Bebliß und Dr. Berhandlungen hingewiesen. Bur weiteren Charakterifirung der Aerztekammer- Ausschusses", in welcher über den Erlaß des Kultusv. Heydebrand, die sämmtlich hohe Staatsbeamte find, traten Ungeheuerlichkeiten diefes Gefeßentwurfes wollen wir nur auf meisters, betr. die ärztlichen Ehrengerichte vergl.„ Vorwärts" wiederholt in längeren Ausführungen für eine bessere Besoldung der folgendes hinweisen: Nach ausdrücklichem Beschluß sollen auf die vom 14. 1. 98 verhandelt wurde. Man versteht es nun, warum Regierungsaffefforen und Regierungsräthe ein. Für ihre Freunde Privatdozenten Anwendung finden die§§ 50 und 54 des Disziplinar damals die Sigung fand bereits im Januar statt die vorund Bettern ist diesen Herren kein Opfer zu groß, deffen Roften gefeßes für die nicht richterlichen Beamten vom Jahre 1852, während läufige Geheimhaltung des Protokolls beschlossen wurde; denn die natürlich aus dem allgemeinen Staatsfädel getragen werden müssen. Die§§ 51-55 gestrichen sind. Der§ 50 gestattet der zur Einleitung damaligen Berhandlungen haben thatsächlich das Licht der Deffents Wenn es sich aber darum handelt, die Hungerlöhne der Unter einer Disziplinaruntersuchung ermächtigten Behörde, gleichzeitig mit lichkeit zu scheuen. Der von dem Kultusminister angebotene Gesezentwurf beamten und Staatsarbeiter zu erhöhen, dann sind die Herrren nicht der Einleitung derfelben eine vorläufige Suspendirung des Be- wurde ohne jede Aenderung angenommen, obwohl er in wichtigen Punkten zu sprechen, ja dann machen sie sogar denjenigen, die für diese troffenen von seiner Thätigkeit, und§ 54 verleiht dieses Recht für Forderungen unerfüllt läßt, welche früher der Aerztekammer- Ausschuß Proletarier eine ganze zu brechen wagen, den Vorwurf, daß sie den Nothfall auch anderen Borgesezten des Betroffenen. Die felbft als unerläßliche Vorbedingung seiner Zustimmung bezeichnet durch unnüßes Gerede das rechtzeitige Fertigstellen des Etats ver-§§ 51-53 gewähren mun den Beamten gegen einen allzu willkürlichen hatte. Ja, es wurde sogar ein Abänderungsvorschlag abgelehnt, hindern. Mißbrauch Schuh, indem sie bestimmen, daß der suspendirte Beamte nach welchem in den Gesetzentwurf die Bestimmung aufgenommen Auch an einer Polendebatte fehlte es heute nicht. Die Regie die Hälfte feines Dienfteinkommens fortbezieht, während andererseits werden sollte, daß die politischen, religiösen oder wissenschaftlichen rung, die in diesem Jahre wahrhaftig schon mehr als genug zur die Staatsbehörde zur Bezahlung des Erfahes verpflichtet ist. Im Anfichten und Handlungen eines Arztes zum Gegenstande einer Förderung des Deutschthums ausgeworfen hat, verlangt im Etat übrigen muß die zurück behaltene Hälfte auch nach Beendigung des ehrengerichtlichen Untersuchung nicht gemacht werden können." Nur des Finanzminifteriums einen neuen Dispositionsfonds von 400 000., Verfahrens nachgezahlt werden, außer wenn das Verfahren die Ent- in den Motiven des Gesehentwurfs soll diese Bestimmung Ausdruck der den Oberpräsidenten zur Förderung des Deutschthums in Posen, fernung aus dem Amte zur Folge gehabt hat. Selbst bei der Ver- finden, also an einer Stelle, wo sie für die spätere Rechtssprechung, Westpreußen und im Regierungsbezirk Oppeln zur Verfügung gestellt hängung einer andern Strafe darf ein Abzug für Stellstvertretungs- die sich nur nach dem geschriebenen Recht zu richten braucht, durchwerden foll. Da über die Verwendung dieses Fonds dem Landtage toften nicht gemacht werden. Bei den Privatdozenten fällt diese aus unverbindlich ist. Dies zu einer Zeit, in welcher die„ lex Arons" teine Rechenschaft ertheilt wird, so ist wohl mit recht zu befürchten, Einschränkung fort, der Willkür des Ministers ist also Thor und eingebracht ist und in welcher davon die Rede ist, daß das daß es sich hier um einen neuen Reptilienfonds handelt. Bei Thür geöffnet. Gleichzeitig mit der Anordnung eines Disziplinar Medizinalwesen und damit die ärztliche Ehrengerichtsbarkeit vom der bekannten polenfeindlichen Haltung der Rechten und der verfahrens spricht er die Suspension des Privatdozenten von seiner Kultusminifterium abgezweigt und dem Ministerium des Junern, Nationalliberalen wurde die Forderung fast ohne Debatte be- Thätigkeit aus, und wie auch immer das Endurtheil ausfallen mag, also gegenwärtig dem Herrn von der Recke, unterstellt werden soll. willigt, unter Ablehnung eines Antrages Dr. Stephan( 3), für fo lange, als es dem Minister das Verfahren hinzuziehen beliebt, Was braucht dieser sich an Versprechungen des Kultusministers zu wonach über die Verwendung des Fonds dem Landtage im folgenden ist der Privatdozent an der Ausübung seiner Thätigkeit verhindert. fehren? Statt einer Verbesserung des Gesezentwurfes, wie sie selbst die Bemerkenswerth ist übrigens noch, daß gegenwärtig im AerzteJahre eine Nachweisung vorzulegen ist. So giebt dieses Haus eins Nationalliberalen für nöthig erklärt haben, haben wir es hier mit tammer- Ausschuß unter 12 Mitgliedern 4 beamtete Aerzte fißen. seiner Rechte nach dem andern freiwillig aus der Hand. Also die Behörde, welche demnächst 4 Mitglieder in den ärztlichen In Verbindung mit dem Etat gelangte das Etatsgeseh einer argen Verschlechterung zu thun.und der von uns bereits mitgetheilte Antrag 2o tichius( natl.) Ghrengerichtshof" das Gericht der höchsten Instanz entfenden auf nachträgliche Genehmigung der bis zur Fertigstellung des Etats foll, beſteht zu einem Drittel aus Aerzten, welche der ärztlichen geleisteten Ausgaben zur Annahme. Wer an der verspäteten Fertig Ehrengerichtsbarkeit selbst nicht unterstehen sollen. ftellung des Etats die Schuld trägt, die Regierung, die ihn so spät eingebracht hat, oder das Haus, das so endlos lange Neden dazu hielt, wurde durch die kurze Debatte nicht flar gestellt. Zum Schluß wurden noch einige Paragraphen des Kompta bilitätsgefeges angenommen. Am Montag beginnt die dritte Befung des Etats. Das Herrenhaus nahm heute nach unerheblicher Debatte den Gefeßentwurf betr. Entschädigung für die Verluste durch bie Bochwasserfchäben des Sommers 1897 in der vom Abgeordnetenhaufe befchloffenen Faffung an und erledigte im übrigen nur Petitionen ohne allgemeines Interesse. Am Montag stehen ebenfalls Petitionen auf der Tagesordnung. Chinesische Vorgänge. Nach einer Meldung der„ Times" aus Beting willigt Rußland ein, daß Talienwan offen sein soll für Schiffe und für den Handel aller Länder gegen Erhebung von Einfuhrzöllen, ähnlich denjenigen in den chinesischen Vertragshäfen. Die Berwaltung und Erhebung der Zölle wird dieselbe fein, wie in jedem anderen russischen Hafen, Rußland verpflichtet sich jedoch, den nach Abzug der Unkosten sich ergebenden Ueberschuß der in Talienwan vereinnahmten Zollgefälle an China abzuliefern. Die englische Regierung hat, wie Curzon im Unterhaus erklärte, noch teine offizielle Bestätigung von der Bewilligung der ruffifchen Forderungen erhalten. Die Blätter fahren fort, sich über die Er folge Rußlands sehr zit erregen. Das Reuter'sche Bureau" meldet aus Hongtong vom Sonnabend: Sämmtliche englischen Kriegsfchiffe verlaben Rohlen und Munition. Sie erhielten den Befehl, fich bereit zu halten, unverzüglich in See zu gehen. Auf der Schiffs. werft wird Tag und Nacht gearbeitet. Deutsches Reich. ber Das Evangelium der Gesinnungslosigfeit ist wohl niemals in einer Boltsvertretung so offen und rückhaltlos und mit solcher Begeisterungsgluth ge prebigt wordtn, wie heute im Reichstag von bem Abgeordneten Barth. Herr Barth erklärte, daß er noch vor einem halben Jahr die Flottenvorlage verurtheilt und die Bindung des Reichstages auf längere Jahre für eine Absurdität" gehalten habe. Allein diese seine Haltung habe auf der Boraussetzung beruht, daß die Mehrzahl der Nation und des Reichstages gegen die Flottenvorlage sei. Diese Voraussetzung habe er als eine irrige erkannt, bie Majorität des Reichstages und auch des deutschen Volkes fei für die Flottenvorlage, und da halte er als guter Boltsvertreter fich für verpflichtet, mit der Majorität zu gehen. Das ist eine Höhe opportimistischer Weltanschauung, zu der fogar die Herren Nationalliberalen sich nicht emporzuschwingen vermocht haben. Herr Barth galt lange für eine ehrlich demokratische Natur. Und es freut uns, daß er von seiner Demokratie den Glauben an das Majoritätsprinzip behalten hat. Nur daß er statt die Majorität für seine Ueberzeugung erobern zu wollen, feine Ueberzeugung von ber Majorität erobern läßt. Heiferes und Ernffes aus 1848. Inserate in der Vossischen Zeitung". Gin würdiges Denkmal für die Gefallenen der unvergeßlichen Nacht vom 18. bis 19. März muß auf einem der öffentlichen Pläge Berlins, am besten vielleicht auf dem Wilhelmsplak errichtet werden. Dort begrabe man ihre Leiber in einer tiefen Gruft und wölbe barüber den Denkstein ihrer heldenmüthigen Opferung. J. Minding. Die geftrige Illumination der Stadt war nur ein fchwacher Beweis der Theilnahme der heldenmüthigen bürgerlichen Opfer des 16., 17. und 18. März. Um solche nachhaltiger zu beweisen, wird jeder wahrhafte Patriot zur Trauer auf vierzehn Tage auf: gefordert. Die Männer mit schwarzem Flor am Hut oder Arm. Die Frauen mit schwarzem Bande an Hut oder Haube. Berlin, den 19. März 1848. Unterzeichneter ift gern bereit, für die armen Hinterbliebenen ber bei dem unglücklichen Ereigniß Gefallenen milde Gaben in Empfang zu nehmen. Boigt, Armenkommissions- Borsteher. Für die Sinterbliebenen aus den Tagen des 18. und 19. März gebe ich eine Quantität schwarzen Crêpe den sich Legitimiren ben und kann derselbe bis 11 Uhr in Empfang genommen werden. E. A. Wieher, Jägerstr. 32. Für die Hinterbliebenen der Gefallenen werben, in meiner Buchhandlung Duncker u. Humblot, Französischeftr. 20a, Beiträge angenommen. G. Dunder, Stabtverordneter Mein Berdienst bis zum 1. Mai d. J. gehört den Hinter bliebenen der gefallenen Opfer. Wollmar, Abvokat- Anwalt am Raffations- und Revistonshofe. Königliche Schauspiele. Bum Besten der Verwundeten und der Wittwen und Waifen ber im Kampfe Gefallenen Dienstag 21. März im Opern baufe: Requiem von Mozart, im Schauspielhause: Nathan ber Weise. Die Beantwortung der Fragebogen zc. soll nicht der Freiwilligteit der Betheiligten überlaffen bleiben, sondern durch ein entsprechendes Gefeß geregelt werden. Eine Reform des preußischen Dreitlassen. Wahlrecht 3 befürwortet in den„ Preuß. Jahrb." ein preußischer Richter. Der Verfaffer betont die Nothwendigkeit eines starten Ein fluffes der arbeitenden Klassen auf die preußische Gesetzgebung. Das- Enquete über die Lage des Kleinhandels. jezige Wahlsystem mache das Wahlrecht der untersten Klasse that Ueber die Lage des Kleinhandels soll nach dem Vorschlage des fächlich illusorisch. Da er mit Erreichbarem rechnen will, so wünscht Bentralausschusses hiesiger kaufmännischer, gewerblicher und iner ein Dreiklassen- Wahlsystem unter Fortfall der Wahlmänner dustrieller Vereine eine staatliche Enquete veranstaltet werden, deren wahl, so daß jede Klaffe in jedem Wahlkreise die Grundlagen der genannte Verein dem Handelsminister in einer Wahlkreise sollen geändert werden je einen Abgeordneten Denkschrift dargelegt hat. Dieselbe soll sich zunächst auf alle Ge: wählt. Der Verfasser weist die Furcht vor dem rothen Gespenst" werbesteuerpflichtigen der Gewerbesteuerklassen III und IV, aber zurück, sagt sich aber trotzdem selbst, daß die Aussichten auf eine nicht auf die ganze Monarchie, sondern nur auf bestimmte Theile folche Reform, wie er sie verlangt, gering find. Bon den Parteien, derfelben erstrecken. bie im Abgeordnetenhause den Ausschlag geben, sei nichts zu er warten; fie haben allzu oft gezeigt, wie schwer ihnen die ruhige, besonnene Würdigung des in der Arbeiterschaft lebendigen Jbeen freises fällt." Worauf hofft nun der preußische Richter"? Nur die Regierung, so meint er, kann die Reform zu einem glücklichen Ende führen", und schließt er seine Ausführungen also: Von ihr allein wird es abhängen, ob wir in das neue Jahr hundert mit einem Parlamente eintreten werden, daß den bewegen den Kraften der Zeit in freier und würdiger Weise Raum gewährt, oder nicht. Wir wissen wohl, daß die Hoffnung auf einen solchen Entschluß bei vielen einem Achfelzucken begegnen wird, zu deren Phrasenschatz auch das Dogma von der reaktionären Politik der Regierung gehört. Mit solchen Leuten wollen wir nicht rechten, überzeugen würden wir sie doch nicht. Aber der Hinweis darauf mag wohl am Blaze sein, daß der preußische Staat in allen ent scheidenden Wendepunkten unserer nationalen Geschichte es auch verstanden hat, in gutem Sinne revolutionär zu sein, mit anderen Worten, daß er sich bisher einem nothwendigen Fortschritt noch nie entzogen hat. Möge sich sein so oft erprobter Juslinkt auch in dieser vielleicht entscheidenden Frage gewähren!" " Die Einbeziehung aller Gewerbesteuerpflichtigen der Gewerbefteuerklassen III und IV wird mit dem Umstande begründet, daß es sich bei der Erhebung darum handeln wird, zur Ermittelung des Kleingewerbes erstens alle unzweifelhaften Kleinhändler festzustellen und zweitens zu ermitteln, wie sich der Kleinhandel auf den Grenz gebieten zwischen Kleinhandel und Handwerk beziehungsweise Kleinhandel und Kleinindustrie entwickelt hat, und welches die Lebensbedingungen des ganzen Standes im weiteren Sinne find. Der Zentralausschuß beantragt, die Erhebungen in folgenden Bezirken vorzunehmen: Regierungsbezirk Aachen; Städte Berlin, Charlottenburg, Rigdorf; Stadt Breslau; Regierungsbezirk Danzig; Regierungsbezirk Düsseldorf; Stadt Frankfurt( Main); Stadt Görlitz; Kreis Ralbe; Kreis Rattowiz; Kreis Oberbarnim; Kreis Solingen; Stadt Stettin; Kreise Tondern- Husum; Kreis Waldenburg. Bei Auswahl der 14 vorgeschlagenen Erhebungsbezirke, von denen 6 mit den Bezirken der Handwerker- Enquete von 1895 überein. stimmen, ist auf die Verschiedenartigkeit der Verhältnisse in Stadt Wir bedauern, dem preußischen Richter" geftehen zu müssen, und Land, im Osten und Westen der Monarchie, in Gegenden mit daß wir allerdings zu den vielen gehören, bei denen die Hoffnung überwiegend landwirthschaftlicher und solchen mit überwiegend in auf einen solchen Entschluß der Regierung allerdings einem Achsel: dustrieller Bevölkerung, auf die ungleiche Lebenshaltung, auf die auf einen der auf zucken begegnet. Obwohl der Verfasser des Auffazes in den Preuß. besondere Entwickelung, welche das Genossenschaftswesen in Jahrb." nicht mit diesen Achselzuckern rechten will, fann er sich seines einzelnen Landestheilen angenommen hat, und schließlich auf die Hinweises zur Verherrlichung des preußischen Monarchismus nicht Wirkung der nationalen Gegenfäße in gewissen Landestheilen Rückenthalten, der also offenbar doch seinen stärksten Ueberzeugungsgrund ficht genommen worden. darstellt. Der für die Erhebungen vorgeschlagene Fragebogen; der Nun, eine gröbere Verkennung alter geschichtlicher Thatsachen 17 Fragen enthält, will in den Fragen 1 bis 11 die Struktur läßt sich wohl nicht denken, denn diese Auffassung des preußischen der einzelnen Betriebe nach allen Richtungen erfassen. Die Staates als in gutem Sinne revolutionär". Reinen deutlicheren Fragen 12 bis 14 beschäftigen sich mit den Lebensbedingungen und Beweis könnte der preußische Richter" dafür finden, daß die Lebensäußerungen der bezüglichen Betriebe, Frage 15 und Frage 16 Meinung von der reaktionären Politik der Regierung" nicht aus wollen etwaige frankhafte Erscheinungen nach Ursache, Art und Um dem Phrasenschat" entnommen ist, als gerade die Haltung der fang feststellen, während Frage 17 auch den Betheiligten die preußischen Regierung zum Dreitlaffen- Wahlsystem. Statt bier eine Möglichkeit zu Vorschlägen im Sinne der etwa erforderlichen Reform anzubahnen, hat man dieses elenbeste aller Wahlsysteme Sanirung giebt. noch elender gemacht und selbst die Versprechungen auf Beseitigung Schließlich wird beantragt, nach Rückgabe der Fragebogen und der allerschnödesten Ungerechtigkeiten, die selbst von den Parteien Sichtung des Materials eine Ergänzung durch persönliche Ber der befizenden Klassen als unerträglich empfunden werden, nicht nehmung vor einer Enquetekommission vorzunehmen. Diese Vers: eingelöst. nehmung soll sich zunächst auf ausgewählte Angehörige des KleinUnter solchen Umständen noch auf den Vater Staat" zu hoffen, gewerbes und Kleinhandels erstrecken, sodann aber über den Kreis macht der Glaubwürdigkeit, aber nicht der politischen Einsicht des der durch den Bogen befragten Personen hinausgehend auch einpreußischen Richters" alle Ehre. begreifen: a) Vertreter großfapitalistischer und großgenossenschaftElvine. " Eine Sumoreste aus der ersten Nummer des„ Klabberabatsch". ( Die Märzrevolution in Berlin follte bekanntlich nach den offiziellen Be Hauptungen von geheimen polnischen und französischen Revolutionärs" arrangirt und die Bürgerschaft von diesen nur verführt worden sein. Wie man schon damals über diese Behauptung dachte, das lehrt die folgende Kleine Geschichte.) 1. Liebenden. Erwärmend fielen ihre Strahlen in das Zimmer zweier Am Fenster aber stand eine Doppelflinte. 4. Aufforderung. Den jungen Polen, der am 18. März eine alte fchadhafte Doppelflinte ohne Schlösser bei mir abgeholt, erfuche ich, mir solche wieder zuzustellen, da sie als altes Familien. ftück nur für mich Werth hat. Kuschel, Bürger. Elvine ift Rünstlerin,-jung, schön, reich. Sie wohnt Friedrich- dalan firaße. Sof Theater Dichtfunft aus dem Jahre 1848. • Die Machowsky, Pole, Student, nicht Graf, sehr viel Schulden, liebte Elvinen heftig. Seit Januar gab er sich alle Mühe, Elvinen's löbl. Hof Theater Zensur in Stuttgart hat die Verse aus Goethe's Gunft zu erreichen. Bergebens! Faust: Hatte sich ein Mänzlein angemäßt', Als wie der Doktor Luther Prinzen, Bankiers, Gesandtschafts- Attachés, Theaterintendanten folgendermaßen verballhornt: belagerten ihr Antichambre. Machowsky verzweifelte. 2. Der 18. März war gekommen. Mit ihm eine furchtbare Barritabe vor Elvinen's Haufe. Prinzen, Bankiers, Gesandtschafts- Attachés, Theaterintendanten waren heute nicht zum Thee gekommen. Elvine faß allein in dem hintersten Hinterzimmer ihrer Etage. Da schellte es heftig. Elvine ist ein kühnes, großes, herrliches Weib. Sie öffnete. malo Es ist Stanislaus Machowsty. Sanjjad did Sein Antlig ist von Pulver geschwärzt und fein linker Arm fcheint au bluten. usti Seine Rechte aber hält eine Doppelflinte. " Gott! Mein Herr! " Ich werde verfolgt! Ich habe fünf Lieutenants erfchoffen!" Elvine! retten Sie mich, wenn Sie Mensch find!" D Gott! aber wie?" " In Ihrem Schlafzimmer nur bin ich sicher!" O Gott! aber wo? " Da, wo die Barbaren nicht hinzubringen wagen werden dem tiefften Winkel Ihrer Lagerstätte!" O Gott! aber wann? Jest jest bis Morgen früh - D Gott! aber was zurückziehen müssen!" 8. - in 981 Lebte nur von Milch und Käse, Hatte sich ein Nänzlein angemäst dolls wie der gelehrtste Chinese!! ents Ou Dr. Strauß machte hierüber die treffende Bemerkung, er wäre begierig, den politischen Flickschneider zu kennen, der sich nicht entblödet hat, das Goethe'sche Prachtgewand durch einen so nieder trächtigen Lappen zu verunstalten. Potsdam, 24. März. Ihre Hoheit die Prinzessin Claudine Aurelie feierten gestern Ihr erstes Geburtstagsfest. Troß des an haltenden Regens war doch unsere Einwohnerschaft sofort auf den Beinen, als sich das Gerücht verbreitete, Ihre Hoheit dürften sich auf dem Balkon durch Ihre durchlauchtigste Rammerfrau zu zeigen geneigt finden. Ein Gefühl belebte die Bruft jedes Preußen, als Ihre Hoheit nun wirklich erschien. Selbst der Himmel erheiterte sich und die Sonne brach burch die Wolken. Leider gestattete eine plözlich eingetretene durchlauchtige Verunreinigung Ihrer Hoheit nur auf furze Zeit, dieses erhabene Boltsfest durch Ihre Gegenwart zu verherrlichen. Noch lange wird dieser Tag das Herz jedes Preußen mit Freude erfüllen.d wo die Söldner sich ( od Herrlich ging die Sonne bes 19. März über Berlin auf, obgleich es gegen Mittag schon regnete. 2nd Heinrich LXXII. Der Fürst von Doppelhasensprung Sah wüthend vom Altane, Daß dicht vor seiner Nase hung Die schwarz- roth- goldene Fahne. Doch wie er nun mit eigener Hano Am Stricke zerrt und reißt, modoDa läuft sein Bolt ins Nachbarland, Von wo es Steine wuthentbrannt Ihm in die Fenster schmeißt. licher Bstrisbe; d) Agenten und Verlaufsvermittler; o) Vertreter von Kredilinstulen aller Art; ä) Konsumenten, wobei Aussagen von Vertretern der Landwirlhschaft, der Beamtenschaft, der Arbeiter- s ch a f t und der übrigen Bernfskreise in Frage kommen könnten. Für die Vernehmung wird das rein kontradiktorische Verfahren angezeigt sein unter Zuhilfenahme, aber nicht ausschließlicher Zu» grundelegung des Fragebogens. Ter Kommission müßten von der Regierung ernannte bezw. von den verschiedenen Interessengruppen vorgeschlagene Vertreter angehören und zwar insbesondere Männer des praktischen Lebens. Der Zentralausschuß zweifelt nicht, daß sich auf dem vor- geschlagenen Wege ohne allzu große Unkosten werthvolles Material zur Beurtheilung der Lage des Kleinhandels und demgemäß auch die Mittel zur Abstellung etwa vorhandener Mißstände ergeben»erden, was wir ja freilich bezweifeln. — Der„Deutschen Tageszeitung" gefällt e« nicht, daß wir in»»serem gestrigen Leitartikel eine Regelung der Arbeits- zeit in den Getreidemühlen gefordert haben. Das Agrarierblatt macht den höhnischen Vorschlag, die Regierung möge, wenn einmal die Arbeiterschuh-Gcsetzgebung sorlgeseht werden solle, zunächst„die Arbeit der Lagerhalter in den sozialdemokratischen Konsumvereinen" untersuchen und regeln. Das Blatt fügt hinzu:„Wir sind der Zustimmung des„Vorwärts" bei diesem Vorschlage von vor»- berein sicher." Die„Deutsche Tageszeitung" hat recht, wir sind inil ihrem Vorschlag sehr einverstanden; ja wir haben ganz anders als dieses Blatt dafür gewirkt, daß die Handelsangestelllen und nicht nur die in Konsumvereine», sondern in alle»,) auch den anliseMilischen Krämerläden der„Deutschen Tagesztg." geschützt werden. Die„Deutsche Tageszeitung" dagegen ist vielleicht bereit, die ihr gegnerische Händlerklass« zu ärgern, aber für den Schutz der von ihren agrarischen Klassengenossen schmälichst ausgebeuteten Arbeit?- lräfte hat sie nichts übrig. Einen geringeren Grad egoistischer Brutalität haben wir auch von diesen Leuten und ihrem Organ nicht erwartet.— — Agrarische Arbeiterfreundlichkeit. Ein Herr v. T. in H. hat die Stirn, seine sozialpolitichen Wünsche folgender- maßen in der„Deutschen Tagesztg." zusammenzufassen: t. Energische Bestrafung des Kontraktbrüchigen event. auch des- jenigen, der Arbeiter ohne Entlassungsschein beschäftigt. 2. Ersatzleistung beider, des Arbeiters oder Arbeitgebers. 3. Weitergehende Bestimmungen über nbpsändbare Gegenstände, im besonderen Beschlagnahme von Löhne». 4. Eine viel schnellere und proinptere Regelung und Aburtheilung des Falles. V. Berechtigung des Arbeitgeber?, die Zuruckführnng de? Kontrakt- brechers durch die Polizeibehörde zu veranlage». Warum fordern die Herren nicht einsach gleich die Einsührung der Leibeigenschaft?— — Unsere Antwort ans die„Frankfurter Zeitung" wegen ihrer ungehörigen Heranziehung unseres Artikels über die Gegensammlung zur Beschönrgung ihres anti- sozialdemo- kralischen Kartells veranlaßt das Frankfurter Demokralenblatt zu einer neuen Aenßcrung. Dem Kernpunkte des Zeitungsstreites geht die doch sonst so sehr gewandte Redaktion fein säuberlich aus dem Wege. Wir schrieben gegen die„Frankfurter Zeitung": Wer de» Leitartikel in Nr.«3 unseres Blattes gelesen hat, muß dieses Vorgehen als eine Verdrehung ungehörigster Art, zu der auch der scharfe Wahlkamps in keiner Weise legitimirt, bezeichnen. Nicht«in Wort läßt sich in dem, was wir je geschrieben haben, anführen zur Vertheidigung des Frankfurter Wahlbündnisses gegen die Sozialdemokratie. Sonnt bleibt unser« Kritik vollinhaltlich bestehen. Hoffentlich hat die Debatle für die„Franks. Ztg." den Bortheil, daß sie uns künslighin loyaler zitirt. Weit wichtiger aber all dieser ZeitungSstreit ist die politische Bedeutung deS vorgeheni der Demokraten im Wahlkreise Frank- fiirt a. M. Sie lassen sich als Werkzeug der Nationadiberalen ge- brauchen, um die Sozialdemokratie durch den versuch der Eroberung des Wahlkreise? zu schwächen. Vom Standpunkte der National- liberalen aller Schattirungen ist dieses Bündniß gegen einen Vertreter der entschiedenen demokratischen Grundsätze wohl be- greiflich, für die Demokraten ist es schmählich. Seil Jahren hat die„Franks. Ztg." es als eine ihrer Aufgaben betrachtet, die Arbeiter von der Anschauung, daß ihnen eine„einzige reaktionäre Masse" gegenüberstehe, abzubringen in die Entschiedenheit ihrer demokratischen und sozialpolitischen Grundsätze in's hellste Licht zu rücken. Sobald die Frankfurter Demokraten aber ihre Worte in Thate» umsetzen wollen, verbinden sie sich mit den unsympathischste» Arbeiter- feinden— den Nationalliberalen.— — Herr HanS Blum ist trotz seiner„Erfolge" Im Kampf« gegen die Sozialdemokratie noch immer nicht abgeschreckt, gegen uns weiter den Krieg fortzusetzen. Er zeigt eben ein« neue Schrift an: „Die Heiligen unserer Sozialdemokratie" und die Pariser Nonimnne in ihrer wahren Gestalt. Mit einem Bilde nach einer Augenblicks- Photographie„Ermordung der 62 Geiseln durch die Pariser Kommune am 26. Mai 1371, nachmittags 5 Uhr. Geschichtliche Erinnerungen zur Warnung aller guten Deutschen. Der Verleger behauptet, daß daS Schriflchen zur bevorstehenden ReichstagSwahl sehr begehrt werden wird. Wenn wir nur solche Gegner wie den Verfasser dieser Schrift hätten, wäre uiisere Arbeil zwar nicht reinlicher, aber dafür desto leichter.— Die Ttimmung des Militärs. Als einen Bettrag zur Kennzeichnung der Stimmung deS preußischen Militär? unmittelbar nach der Revolution deS 13. März, der umso höhere Bedeutung beanspruchen darf, da eS sich um eine Kundgebung aus der Mitte der im RevolutionSjahr in Potsdam garnisonirenden Garde handelte, brachte unter dem Datum des 21. März 1843 die„Bofsische Zeitung" folgenden Bericht aus Potsdam: . Unsere Stadt, die bisher jede politische Erhebung und that- kräftige Demonstration durch die Nähe des HofeS, de» Druck der Aristokratie uud die Uebergriffe des Militärs unmöglich macht, kann jetzt freier aufalhmen und wird hoffentlich die allen Vorwürfe der ängstlichen Aftomodalio» uud Servilität abschütteln. Die Bürgerschaft hat Element« in sich, die auf eine Regeneration hoffen lassen. Die Hoffnung ist ein Kleinod der Jugend. Die freie frische Jugend hat den Potsdamern, den Preußen, dem ganzen Deutschland ein Beispiel von ManneSmuth, Hochsinn, deutscher Tr;ne gegeben, das in allen deutschen Herzen seine Ehr« finden'muß. Drei freiwillige Gardejäger, deren Namen nicht verschwiegen werden dürfen. Stengel, Riemann und Gerike, erklärten gestern bei einem Urlaubs- gesuche(um dem Begräbnisse der Berliner siegreich Gefallenen bei- zu wohnen) ihrem Hauptmann, daß es für einem freien Deutsche» schwer, fast unmöglich sei, der preußischen Garde, die Bürgerblut vergossen, anzugehören. Am heutigen Tage sprach zu den genannten drei wackeren jungen Männern der Oberst v. N. in verweisendem hartem Tone, so daß die dleen Jünglinge laut erklärten, sie würden das Vaterland und Königlhnm mit vollster Hingebung gegen äußere und böswillige innere Feinde verlheidigen, aber niemals gegen den wehrlose», seine heiligen Rechte verfechtenden Bürßer kämpfen; darum müßten sie wünschen, sofort aus der Garde«ntlassen zu werde». Der Herr Oberst meinte nun, daß jederSoldal nur demKonunaudoworte Folge leisten uud blindlings seine Waffe gebrauchen»lüss«. Die treff- lichen jungen Männer antwortete», das würden st« nie gethan habt», und gleich ihnen dächten noch viel« ihrer Kameraden. Ans die Frage des Oberste», ob dem so sei, traten sofort noch fünf Freiwillig« hervor und baten ebenfalls um ihren Abschied, der ihnen, so wie sie ihn verlaugten, nicht gewährt wurde, indem der Oberst sie für nn« würdig, der preußischen Garde anzugehören erklärte und sie sofort entließ.— Diese That bedarf nach beiden Seiten hin keines weiteren Kommentars.— Weimar.'28. März.(Eig. Ber.) Heut« wurde nach zehn- wöchentlicher Tagung der Landtag vertagt, nachdem in den letzten Tagen mit verdoppeltem Eifer an der Fertigstellung des Etats gearbeitet wurde. Ein« Anzahl wichtiger Vorlage» harren noch ihrer Erledigung, nicht einmal die einzigen beiden Initiativ- Anträge. Einführung einjähriger Etatsperioden und Aufhebung deS Gesetzes betreffend die zwangsweise Ab- lieferung von Leichen an die Anatomie in Jena, sind erledigt. DaS Gesuch der Gewerkschaftskartelle um Erweiterung des Koalitionsrechtes der Arbeiter ist in dieser Tagung dem Landtag« gar nicht zur Berathung vorgelegt worden. In der gestrigen Sitzung wurde daS Gehalt deS Fabrikinspektors auf 1750 M. erhöht, und anstatt bisher 300 M. wurde« 1000 M. sür Reisespesen eingestellt, weil versuchsweise dem Inspektor ein« weibliche Kraft beigegeben fei. Abg. Laudert kritifirte die von der Regierung getroffene Wahl und betonte, man möge bei der Auswahl einer weiblichen Kraft auf die Rathschläge der Arbeiter Rücksicht nehmen, ferner solle man allen Abgeordneten den Jahresbericht deS Fabrikinspektors zustellen. Letzteres sagte der Regierungsvertreter zu: bezüglich der Anstellung weiblicher Inspektoren glaubte derselbe noch keinen definitiven Bescheid geben zu können, ob man über die Versuche hinaus kommen werde.— Bedeutende Arbeilen bezüglich der Einführung des Bürgerlichen Ge- setzbnches stehen dem Landtage»och bevor, jedoch wird derselbe vor dem Spätherbste dieses Jahres schwerlich wieder zusammentreten.— -— Der Gemeinderath von Stuttgart beschäftigte sich am Donnerstag mit der Abgrenzung dieser Stadt in drei Landtags-Wahlbezirke, welche Frage wegen der Kammer- dcbalten über die Revision der Verfassnng brennend geworden ist, weshalb das Ministerium des Inner» der Etadtgemeinde Stuttgart um ihre Meinung ersucht hat. Unter Berufung aus die Schwierig- leiten einer räumlichen Trennung des Stadtgebietes be- antragt« nun der Berichterstatter G a u ß, die Stadt als einzigen Wahlkörper zu belassen und die P r o p o r t i o n a l w a h l einzuführen, bei welchem Wahlsystem anch die Minderheiten zu ihrem Recht kommen würde». Ter Gemeinderath beschloß darauf in nament- licher Abstimmung mit alle» gegen eine Stimme, den Antrag an die Staatsregierung zu richten, es möge ausnahmsweise für Stutt- gart das Proportionalwahl-Verfahren eingeführt werden. Zu diesem Beschlüsse bemerkt die„Schwäbische Tagwacht": „Die Proporlionalwahl sst uns willkommen, man führe sie aber dann nicht nur in den Bezirken ei», in denen die Sozialdemokratie die stärkste Partei ist, sondern für daS ganze Land. Es wäre die schreiendste Ungerechtigkeit, so lange die BezirkSwahle» bei- behalten werden, in einer einzelnen Stadt die Proportionalwahl einzuführe», um— die Sozialdcmokralie die ihr gebührende Ver- tretuug nicht erlangen zu lasse». So lange das Wahlvcrfahren nicht so gestaltet ist, daß die sozialdemokratischen Minoritäten im ganzen Lande ihre Vertretung finden, besteht kein Anlaß, i» Stuttgart de» Minoritäten der bürgerlichen Parten zu ihrer Vertretung zu verhelfen." Gtrasjbnrg i. E., 28. März.(E!g. Ber.) Der Versuch der reichsländischeu Regierung, die Gehälter der Elementar- l e h r e r zu erhöhen, ist nach mehrtägige» Verhandlungen am Widerstand des L a n d e s a u s s ch u s s e s endgiltig gescheitert. Der Gesetzentwurf gelangte in der Fassung der Kommission, durch welche die Gehaltssätze der RegieruitgSvorlage stark beschnitte» worden waren, in dritter Lesung mit 26 gegen 13 Stimmen zur Annahme. Abgesehen von dem Bestreben der meisten ländlichen Abgeordneten, ihre Gemeinden vor erhöhten Lasten zu bewahren, ist jenes beklagcnswerlhe Resultat nicht zum wenigsten dem ungeschickten Auftreten des Staalssekretäts v. Pnttkamer zuzu- schreiben. Derselbe sühll« das Bedürsniß, die Lehrersrcuudlichkeit des Diktaturregiments in ein recht günstiges Licht zu rücken und glaubte zu diesem Zwecke aus die Lehrerbesoldungs-Verhälinisse Preußen? hinweisen zu müssen, die ivesenltich hinter demjenigen zurückblieben,>vaS die Vorlage de» reichsländischen Lehrern gewähren wolle. Diese Darlegungen vom Regierungsiische ans, deren Iiichtig- keil zu bezweifeln wir keinen Grund haben, machten die Herren TvputsS stutzig und bestärkten sie in ihrer Anffassung, daß es nnferen Lehrer» schon viel zu gut gehe. Damit war das Schicksal der Vorlage ent- schieden, und die geprellten Lehrer können sich bei Herrn v. Pult- kamer dafür bedanken, daß sie wieder einmal leer ansgegangc» sind. Die in der bekannten Spionage- Angelegenheit gegen den Bildhauer Steinlen und den Reisende» Dussard erhobenen An- schuldigungen sollen nach Mittheilnngen des Metzer, Lorrain" schwerwiegender Natur sei». Danach bestanden die in der Wohnung Steinlen's beschlagnahmten Dokomente in Zeichnungen und Eroquis, die sich ans die Vertheidigung der Festung Metz beziehen. Außerdem soll die Polizei eine Steinlen ganz besonders bloßstellende Kor- respondenz beschlagnahmt haben. Steinte» und Dnssard wurde» am Tage nach ihrer Verhaftung pholographirt. Sobald der ziemlich umfangreiche Aktenstoß dem illeichsgencht in Leipzig übermittelt ist, wird der Ober-Reichsanwalt Beschluß in der Sache fassen, von dem das weitere Verfahren abhängig ist. Eine Anzahl Bürgermeister des Kreises Erst ein laden in einem öffentlichen Ausschreibe» z» einer Abschiedsfeier ei», die dem scheidenden Kreisdirektor Pencer, dem Heide» der berüchtigten Stinnnzettel-Affäre, gegeben werde» soll. Wenn man nicht schon lange gewußt hätte, daß die Herren Bürgermeister im Lande des Diktatnrparagraphen und der Aiisnahmegcsetze nur allzu sehr die diensteifrigen Schildknappe» der höheren Vcrwaltungsbeamtcn find, so n'äre durch obige Veranstaltung hierfür gewiß ein chlüssiger Beweis erbracht.—' Ein blirgerliches Chamäleon. . V o s s i s ch« Zeitung". 4. April 1343. „Wir haben ein heilige? Recht, die Nacht deS 18. März als einen großen Akt der Sühne zn betrachten. In de», furchtbaren Gericht jener Nacht lag eine tiefe historische Nothwendigkeit. Uns tonnte die Freiheit nicht geschenkt, sie konnte nnr von unS erobert werden; nur im härteste» Zusammenstoß konnte der militärische, schroffe, hochfahrende Geist deS alten Preußen dem jungen Geist« des freien Biirgerthums erliegen. Dennoch stürmte unser Volk mit dem festen kühnen Mnthe der Freiheit gegen ihn an und eS hat ihn gefällt. In dieser Nacht haben wir all« alten dunklen Traditionen gescblagen, daS Erbe langer tranriger Jahre von un» gestoßen, und durch eine große Blnttanse unser Boll im Geist deS wiedergeborne» Deutschlands neu geweiht." .Bossisch« Zeitung". 18. Mär, 134». „Jetzt ist daS Gewebe längst durchschaut, niemand glaubt mehr an die grobe Lüg« und Fabel von dem Schieben auf das Voll, welches damals durch den absichtlich zur wildesten Flainm« angeblasenen Funken des Gerüchts aus zwei zufälligen Schüssen wenige Sekunden darnach, und wenige hundert Schritte davon, Bataillonssalven schuf. Ebenso entstellt und übertrieben waren, durch längst vorbereitete Absicht, die mit jeglicher Gewalt herausgeforderten anderen Ein- schreitungen. Das Mordgeschrei— wo niemand verletzt, niemand gefallen war— tobte durch die Gassen, der Mord selbst folgte nnmittelbar, aber an unschuldigen Schild, vachen; die Fahnen in deutscher Farbe, die planmäßigen Barrikade», wuchsen wie durch Zauberschlag überall in der Stadt aus der Erde— und so wurde dem Volke der bis zum Wahns,»» berauschende verderbliche Trank gemischt, der eS dahin trieb, wohin es»immer gewollt und gedacht batte. DaS ist die Wahrheit deS 13. März, nach zwei Uhr mittags! Soll und darf dieser gefeiert werden? Nein, unbedingt und dreifach Nein!— AuS giftiger Saat kann nur eine giftige Frucht reifen. Dieser 13. März, über den wir selbst an jenen» Tag« tief getäuscht waren, ihn einzig für das unselige Erzeugniß der Wahnverblendung hielten, während seine Wurzel mit arger Be- sonnenheit eingesenkt und herangenährt war. dieser 13. März ist denn auch der Quell aller späteren unglückseligen Thaten und Er- eigniss« geivorden, die das Baterland dem Abgrund nahe ge- bracht,. — Thron ik der MajestätSbeleidigu n gS-Prozesse. Eine Denunziation wegen Majestätsbeleidigung, welche gestern die erst« Etraskammer am Landgericht II beschäftigte, erwies sich ledig- lich als ei» Ausfluß boshafter Rachsucht. Der Kaufmann Julius Treuherz, welcher in der Wallnertheaterstraß« wohnt, aber in Mühlenbeck eine Fabrik betreibt, hatte Mitte April v. I. zwingende Veranlassung, seinen Schmied namens G e n s ch plötzlich zu entlassen und demselben die Fabrikwohnung zu kündigen. Gensch rächte sich sofort durch eine Denunziation an die königliche Staats- anwaltschast, in ivelcher er anzeigte, sein bisheriger Prinzipal Treu- herz Hab« in der Zeit der Centenarseier bei Gelegenheit der An- bringung einer Fahne Aenßernngen gemacht, welche— wenn erweislich wahr—«ine selten starke Beleidigung des Kaisers dargestellt hätten. Die Anklage wurde erhoben und die Verhandlung fand uuter Aus- schluß der Oeffentlichkeit statt. In der öffentlich verkündeten UrtheilS« begrüuduug erklärte der Vorsitzende, Laudgerichtsdirektor G a r tz:> „Ist es schon überans bedenklich, auf grund der Aussage eineS einzigen Zeugen einen Menschen wegen Majestälsbeleidigung zu be- strafe», so ist dies in diesem Falle doppelt bedenklich. Der Zeug« Gensch hat durchaus keine» günstige» Eindruck gemacht, es hat sich! nichts ergeben, was ihn als glaubhaft erscheinen lassen könnte. Er hat zwar seine Frau und feinen damaligen Gesellen als Zeugen darüber vorgeführt, daß er diesen»„»»ittelbar nachher die Worte deS Angeklagten miigetheilt habe, aber diese Zeugen haben sich so nnsicher und schwankend benommen, daß die Glaubwürdigkeit des Gensch dadurch nicht gewinnen kann. Es war daher aus Freisprechung deS Angeklagten zu erkennen.— Oesterreich. — Im Abgeordnetenhaus« wird Dienstag für die sozialdemokratische Fraktion Genosse D a s z y» s k i über daS Re« giernngsprogramn, sprechen. Entweder an diesem Tage oder am Mittwoch wird die Regierung die Ansgleichsgesetze einbringen. Am Freitag, 1. April, beginnen die Osterferien, die bis 20. April dauern werden. Die Regieruiig meint, im April— für den 29. April ist die Einbernfung der Delegationen i» Aussicht genommen— mit der ersten Lesung der Ansgleichsgesetze. den Ministeranklagen und Dringlichkeitsanträge» fertig werden zn können.— Frankreich. PariS, 28. März. Die Deputirtenkammer nahm ohne Berathung den Gesetzentwurf an. welcher die Regierung ermächtigt, sür Madagastar eine Anleihe im Betrage von 8 Millionen Franks zu einittiren. Dieselbe ist hauptsächlich zur Anlage von Verkehrswege» bestimmt.— Belgien. — Di« Genter Sozialden, okraten haben sich mit großer Majontät für de» Anschluß an daS für die nächsten Kammer- wähle» errichtete demokratische Kartell(vergleiche unseren Leitarlikel vom 22. März) ausgesprochen.— Italien. Rom, 26. März. In der Deputirtenkammer kam am Freitag die Absicht der Regierung zur Sprache, die beiden noch im Bau be- findliche» Kriegsschiffe„Garibaldi" und„Varese" an die Vereinigten Staate» zu verkaufe». Mehrere Abgeordnete bekäinpsten diese Ab« ficht der Regierung; es sei zu befürchte», daß diplomatische Ver- Wicklungen entstehen könnten. Abg. Farina meinte, ei fei nicht an- gängig, daß dieser Verkanf stattfinde und führt ans. die Schiffe könnte» nicht ohne ein eigens hierfür angenommenes Gesetz verkaust werden. Marineminister B r i n vertheidigte die Regierung; ein« end« giltige Entscheidung sei»och nickt getroffen. An, Sonnabend wurde die Debatte fortgesetzt unter Zugrunde« legung eines Antrage? de Nobili, Santini und Genoffen, der dahin geht, die Regierung aufzufordern, daß sie der Kammer einen ent« sprechenden Gesetzentwurf vorlege, ehe sie zu», Berkause von Schiffen schreitet.-- Rom, 23. März.(Eig. Ber.) Die von de» Führern der Rechten gegen Crispi eingebrachten Tagesordnungen waren nichts als bestellte Arbeit vom Quirinal,»», de», Exminister, dem königlichen Vetter(Crispi ist Inhaber des Sankt-Annunciata-OrdenS und folglich Vetter des Königs) vom Zuchthaus zu rette». Der Zweck ist denn anch vollkomme» erreicht. Die Mehrheit bekämpfte mit aller Kraft diese weitgehenden Anträge und schließlich erlheille»>an die Zensur.� Freilich hindert diese Abstimmung die Justizbehörden nicht, von »ene», gegen Crispi vorzugehe». Werde» sie es thun? So viel ist sicher, in ganz Italien herrscht nicht viel Verlangen, diesen Schmutz von»enem aufgewühlt zn sehen.— Spanien. Siege ans Kuba zu melden, hält die spanisch« Re« gierung anläßlich der bevorstehende,, Körles, vahlen und des drohen« den Konfliktes mit der Union für ihre dringlichste Ausgabe. Man hat aber allen Anlaß zu schärfstem Mißtrauen gegenüber der« artigen Nachrichten. Heute liege» die folgende» aus Havana da« lirten Nachrichten vor: Der spanische General Bernal schlug die Aufständischen in mehreren Ziisamnienstöße» zwischen de», 18. und 17. d. MtS. in der Gegend vo» Jiguany(Ostdepartement). Auch in der Provinz Pinar bei Rio wurde gekämpft; hier sieleii bei einem Zusammenstoß 75 Jnsnrgente». Endlich wurde» die Ausstäiidischen auch bei Bayamo geschlagen. In der Sierra Chaparra hat«in Zusammenstoß stattgefunden. General Cnque nah», daS Lager der R»sstä»dische», von denen 48 getödtet und 150 verwundet wurde»; ans Seite der Spanier»viirden ein Kapitän und 9 Soldaten getödtet sowie mehrere Offiziere und 53 Soldat«» verwundet.— Griechenland. Athen» 26. März. Bor dem Untersuchungsrichter erklärte Karditzi, die Dynamitbombe, die er bei sich führte, sei für Delyannis bestimmt gewesen; wenn der Anschlag gegen den König gelnngen wäre, hätte er sich nach Delyannis' Haus« begebe» wolle», um dort die Bombe zu schleudern. Kein Anwalt hat die Vertheidigung Karditzi's übernommen, weshalb»hm ein Osfizialvertheidiger bestellt wurde; der Angeliagte erklärt iudeß jede Vertheidigung sür un« »öthig.—- Amerika. — Zum span i s ch-nordamerikanischenKonflikt« liegen heute folgende Meldungen vor: Die Kommisston zur Untersuchung de?„Maine"-U»falleS erklärt, daß dt« Explosion von außen erfolgt sei, stellt aber nicht fest, wen die Verantwortlichkeit treffe, und spricht sich nicht über den Charakter der Explosion anS; durch Zeuge» sei jedoch dargelegt, daß die Explosion durch eine unterirdisch« Mine verursacht sei. Nach einer weiteren, de»,„Reuter'schen Bureau"� zugegangenen Meldung a»S Washington über den angeblichen Inhalt des Berichtes der„Mai»e"-Kommission solle dieser Bericht die Katastrophe zwei aufeinander folgenden Explostone» zuschreibe». von denen die erste durch eine unterseeische, bewegliche Mine erfolgt wäre, worauf die zweite in einer kleinen Pulverkammer staltgesiinden habe.—- Selbstverständlich bedürfen auch gegenwärtig die Meldungen über den Inhalt des Berichts der Bestäligniig. Ter Bericht der spanischen Untersuchungskommission kommt im direkte» Gegensätze zu dem amerikanischc» zn dem Schluß, daß die Explosion auf der„Maine" einer innere» Ursache zuzu- schreibe» sei.— Dem Vernehmen nach kanfte daß amerikanisch« Marine« departenient acht Dampfyachten und vier Schleppdampfer, welche als HilfSschiff« der Flotte dienen solle». Sechzehn Schiffe, welche zum Leuchtdienst gehören, sind de», Marinedepartemenl überwiesen worden. Wie serner verlautet, haben die Miigiieder deS westlichen TheilS der Seestreitkräfte Befehl erhalte», sich bereit zu halten zun, Uebertritt nach dem östlichen Theil, wo sie au Bord der Hiissschiffe dienen sollen. Frankreich und England sollen ihr« guten Dienste zm Beilegung' des schwebenden Konflikts«»geboten haben.— Die Bunahme der Mufalllaffen bei den Berufsgenossenschaften. Die Summe der an Unfallverletzte zu zahlen gewefenen EntSchädigungen hat im Jahre 1896 im Vergleich zu den früheren Jahren unverhältnismäßig zugenommen. Es sind nach den Zusammenstellungen des Reichs- Versicherungsamts von allen Berufs genossenschaften zusammen 1894: 44 281 786 m. 1895: 50 125 782" 1896: 57 847 673 " hatte. mission von Berufsgenossenschafts- Vertretern gebraucht, um sogenannte einsteigen wollte, erhielt er von dem Beschützer des Mädchens einen Normal- Unfallverhütungs- Vorschriften" auszuarbeiten, welche, gerade träftigen Stoß und gleich darauf rief das Mädchen und der zu ihr ge herausgesagt, nichts werth sind, weil sie überall mit Ausnahmen hörige Mann:„ Wir sind bestohlen und die Diebe wollen mit der Droschte rechnen und darum den Fabrikanten doch in allem freie Hand fortfahren!" Sofort entstand ein großer Auflauf von Dirnen und laffen. Wie unzureichend die Vorschriften einzelner Berufsgenossen deren Begleitern und die Situation wurde für die Infaffen der schaften sind und wie wenig die Unternehmer Neigung haben, prat. Droschke kritisch. Stöcke und Schirme wurden gegen sie erhoben und tischen Vorschlägen von berufener Seite Gehör zu schenken, fie saben sich zu kräftiger Abwehr genöthigt. Kaumann gebrauchte das zeigt wieder der hier benußte Geschäftsbericht. Die erst zu seinen Stock, mit welchem er dem Beschüßer des Mädchens mehrere maligen Betriebsbesichtigungen des Aufsichtsbeamten unserer Berufs- heftige Schläge in das Geficht versezte, während sein Begleiter mit genossenschaft ergaben im Jahre 1896 762 Verstöße gegen die einem harten Gegenstand, den er in der Hand hatte, um sich schlug Unfallverhütungs- Vorschriften, während in 847 weiteren Fällen, die und sowohl dem Zuhälter eine heftig blutende Wunde am Hinterkopfe in den Vorschriften nicht vorgesehen waren, von seiten des Beamten beibrachte, als auch eine unbetheiligte Frauensperson nachdrücklichst an Renten und sonstigen Entschädigungskosten verausgabt worden. Rathschläge für Anbringung von Schutzvorrichtungen oder Ber- mißhandelte. Die Folge war eine gegen beide Schläger erhobene Die Thatsache beginnt in den Unternehmerkreisen Besorgniß zu er befferi an denselben erthei wurden. Bei den einige Monate Anklage. Das Schöffengericht verurtheilte den Angeklagten wegen regen, umfomehr, als auch die Babl der entschädigungspflichtig nach der ersten Besichtigung erfolgten Nachrevisionen mußten Diebstahls und gefährlicher Körperverlegung zu 8 Monaten, werdenden Unfälle von Jahr zu Jahr eine Zunahme zeigt, und 358 Verstöße in Erinnerung gebracht, Bei der 561 Rathschläge von seinen Freund sogar zu acht Monaten Gefängniß. man fucht naturgemäß nach Gründen für die nicht erwartete und so Eines weiteren Beweises bedarf es nicht. gestrigen Berhandlung der Sache vor der 6. Strafkammer neuem ertheilt werden. große Geldausgaben verursachende Erscheinung. Eine Berufs Bielen Fabrikanten find eben die Sicherheitsvorrichtungen unbequem. beantragte Rechtsanwalt Leopold Meyer bie fostenlose genossenschaft, bei der das Anwachsen der Unfälle und der Kosten Denn Sicherheitsvorrichtungen stellen sich mitunter dem Haften und Freisprechung des Kaumann. Er bat nur zu berücksichtigen, daß gerade auffällig groß ist, bei der die gezahlten Entschädigungs- Jagen nach vermehrter Arbeitsleistung hinderlich in den Weg, und diefer ein ehrenhafter, unbestrafter Mann, die Belastungszeugin aber foften von 267 224 m. im Jahre 1894 auf 286 155 m. das macht sich wieder am Geldbeutel fühlbar. Lieber können ein eine Frauensperson sei, die das schimpflichste Gewerbe betreibe und der im Jahre 1895 und auf 323 485 M. im Jahre 1896 an gewachsen sind und die zur Feststellung einer Entschädigung führen Paar Arbeiter verunglücken, lief r die Kosten der Unfallversicherung fein Glaube beizumeffen sei. Die von ihr erhobene Befchuldigung wegen ein paar tausend Mark mehr betragen. Diebstahls schwebe vollständig in der Luft. Was die Körperverlegung den Unfälle im Jahre 1895 nur 314, im Jahre darauf aber 363 Uns zeigt gerade das Kapitel von der Unfallverhütung, daß die betreffe, so habe der Angeklagte offenbar in der Nothwehr gehandelt. betragen haben, knüpft hieran in ihrem uns vorliegenden Geschäfts- Organisation der Unfallversicherung, die dem Unternehmerthum nahezu Der Gerichtshof hielt auch den Vorwurf des Diebstahls für einen bericht die folgenden höchst sonderbaren Bemerkungen. Auf die stärkere Inanspruchnahme der Industrie könne die völlig freie Hand läßt, eine durchaus verfehlte ist. Erst bei einem gänzlich unbegründeten und erkannte an, daß jemand, der in dieser Auf die stärkere Inanspruchnahme der Industrie könne die vernunftgemäßen Ausbau der Unfallverhütung hätte die Unfall- Weise von einer ganzen Rotte bedroht werde, sich zweifellos in der Nothftarke Zunahme der Unfälle in erster Linie nicht zurückzuführen sein; versicherung der Arbeiter diejenige wohlthuende Wirkung auf unsere wehr befinde. Das erste Urtheil wurde daher aufgehoben und Kaumann denn die Zahl der beschäftigten Arbeiter fei von 121 556 im Jahre industriellen Zustände ausgeübt, wie man sich von we versprochen freigesprochen. Der Freund des letzteren, der nach Fällung 1895 nur auf 123 585 im Jahre 1896 und die Summe der des schöffengerichtlichen Urtheils sofort verhaftet worden war, hatte Arbeitslöhne in der gleichen Weise nur von 76/4 auf 781/2 Millionen aus Kopflosigkeit die 8 Monate Gefängniß sofort angetreten. G3 Mart in die Höhe gegangen, was einer Steigerung von 1,59 vom foll jetzt zu seinen gunsten das Wiederaufnahme- Verfahren betrieben Hundert bei den Arbeitern und von 2,94 vom Hundert bei den werden. Löhnen entspräche gegen 15,61 vom Hundert bei den Unfällen. Als Reichstagsfandidat der Freifinnigen Volkspartei für den And welchen kleinlichen Ursachen Meineide geleistet werden, Singegen scheinen die Arbeiter zum theil Schuld an dem Anwachsen Wahlkreis Sangerhausen: dartsberga ist Freiherr zeigte die gestern vor dem Schwurgerichte verhandelte Anklage wegen der Unfälle zu tragen, weil ihnen ja begreiflicherweise das Bewußt- v. Reibniz- Heinrichsau aufgestellt worden. fein, durch die Unfallversicherung gegen materiellen Schaden gedeckt Am Freitag Abend hielt der Reichstags- Abgeordnete Bebel wiffentlichen Meineides gegen den Bäckergesellen und Werkmeister zu sein, eine gewiffe Sorglosigkeit der Gefahr gegenüber verleihe, in Altenburg eine Volksversammlung ab mit der Tagesordnung: Anlauf. Als derfelbe eines Tages mit seiner Familie aus einem Schantwenn man ihnen schon nicht zum Vorwurf machen wolle, daß Unfälle Die bevorstehenden Reichstagswahlen. Der Zubrang war so maffen- lokale tam, wurde sein Sohn von einem spielenden Knaben angerempelt. in erheblicher Bahl gefliffentlich herbeigeführt würden. Zudem wachse haft, daß schon um 7 Uhr der große Saal überfüllt war und Tausende Er verfolgte den Knaben und verabfolgte ihm eine Tracht Prügel. Dies die Neigung, für alle zurückbleibenden Folgen von Verlegungen, über feinen Platz mehr fanden. Die Versammlung begann furz vor sahen die Eltern des geschlagenen Knaben und mißhandelten nun die man sich früher hinweggefeßt hätte, Entschädigungsansprüche 9 Uhr und endete furz vor 11 Uhr mit der einstimmigen Au- ben Angeklagten. Daraus entstand eine Anklage wegen Körper. zu stellen, und trotz aller zulässigen Kritik mehrten sich deshalb die Fälle, nahme einer Resolution, in der die Versammelten ihr Einverständniß perlegung gegen das Elternpaar und in der schöffengerichtlichen in denen Renten bewilligt werden müßten, obwohl in Wirklichkeit mit dem Inhalt des Referats aussprachen und zu energischer Wahl Berhandlung beschwor der Angeklagte trotz ernstefter Vorhaltungen, Das Schöffen die Betroffenen eine Lohneinbuße nicht erlitten hätten. Ebenso agitation sich verpflichteten. Mit einem Gefang des Arbeiter Gefang: daß er den Knaben gar nicht geschlagen habe. gericht verurtheilte die Eltern des Knaben und diese riefen vernähmen mit Vermehrung der erhobenen Ansprüche auch diejenigen vereins schloß die imposante Versammlung. Fälle au Zahl zu, in denen bei obwaltenden Zweifeln zu gunsten In den beiden Dresdener Wahlkreisen ist unter den bürger- geblich die Berufungsinstanz an. Sie betrieben darauf das Wieder. des Verlegten entschieden würde. lichen Parteien der Handel start im Gange. Wie bereits mitgetheilt, aufnahmeverfahren und traten mit der Behauptung hervor, daß AnSoweit die Berufsgenossenschaft. Wir von unserm Standpunkte haben die Nationalliberalen in Dresden- Neustadt den Dr. Böhmert lauf einen Meineid geleistet habe. Dieser wurde in Haft genommen fönnen nicht zugeben, daß bei der Zunahme der berufsgenossen- aufgestellt und sie versuchen die Konservativen dadurch zu gewinnen, und vor das Schwurgericht gestellt. Die geftrige Beweisaufnahme schaftlichen Unfalllaften schon jest irgend welcher Grund zur Be- daß sie ihnen im anderen Dresdener Wahlkreis gegen den Einbruch war für den Angeklagten so ungünstig, daß der Staatsanwalt forgniß vorhanden wäre, es. möchten dieselben der deutschen Industrie des Antisemiten Zimmermann Hilfe versprechen. Die Konservativen agen ihn für völlig überführt erachtete, wider befferes Wiffen über den Kopf wachsen. Haben doch gerade bei obiger Berufs find natürlich von der Wendung der Dinge garnicht erbaut und es der Wahrheit nicht die Ehre gegeben zu haben. Dechtsanwalt genoffenfchaft die Kosten für den Hauptgewerbezweig, die Tuch- sollen jetzt frampfhafte Bersuche gemacht werden, den Herrn Zimmer Dr. Gennrich hielt dafür, daß der Angeklagte des fahrlässigen fabrikation, auf 1000 m. aurechnungsfähigen Arbeitslohn im ganzen mann zum Rücktritt in Dresden- Altstadt zu bewegen unter dem Ber- Falscheides schuldig sei und daß ihm event. Strafmilderung zugebilligt werden müssen weil er durch wahrheitsgemäße Bekundung sich selbst Jahre 1896 nur 6,24 M. betragen oder nur 24 Pf. mehr, als im sprechen, daß ihm ein anderer Wahlkreis ausgeliefert wird. Jahre zuvor, was für den einzelnen Arbeiter mit einem Durch schworenen geben ihren Wahrspruch auf schuldig des wissentlichen einer strafbaren Handlung bezichtigt haben würde. Die Ge schnittsverdienst von 685,08 m. einen Jahresbeitrag von noch nicht Meineides unter Bejahung des strafmildernden Umstandes ab. Der 4 M. ausmacht. Eine solche Abgabe ist unsere start in der Entwickelung begriffene Exportindustrie noch immer zu tragen in der Angeklagte wurde zu 1 Jahr Gefängniß verurtheilt. Lage. Wahlbewegung. Für die Sozialdemokratie ist das Resultat dieser Schacherei ohne belang, sie hat schon immer gegen diefen ganzen Klingel Front gemacht und wird auch bei der bevorstehenden Wahl ihren Mann stellen, mag man die Gegenkandidaten herhelen, wo man will. Partei Nachrichten. Die Sozialdemokratie Königsbergs f. Pr. beabsichtigt, ihrem früheren Vertreter im Reichstage, dem auf dem Friedhofe der Freireligiösen Gemeinde in Berlin rubenden Vorkämpfer Star Schulze. an seinem Todestage, dem 1. April, einen Grabstein sehen Ju Nowawes wurden die Parteigenoffen er mann Beyer und August Mayer mit 129 gegen 49 Stimmen als Vertreter der dritten Klasse in den Gemeinderath gewählt. Bei der Gemeinderathswahl in Bredow bei Stettin trugen die beiden sozialdemokratischen Kandidaten den Sieg denon. Von 230 insgesammt abgegebenen Stimmen erhielten sie 145 und 228. Die Zuhl der eingeschriebenen Wähler aber betrug 1495. I Wegen unerlaubter Veranstaltung eines öffentlichen Tanzvergnügens hatte der Gastwirth Peter ein Strafmandat er halten. Auf seinen Antrag beschäftigte sich das Schöffengericht mit der Sache und sprach ihn frei, nachdem es folgendes festgestellt hatte. An mehreren Sonntagen hatten eine fleine Anzahl junger Leute beiderlei Geschlechts, darunter die Tochter des Wirthes, im Schlafzimmer des Herrn Peter nach den Klängen einer Biebbarmonika getanzt. Die jungen Leute, die sich selber Bier und Zigarren aus dem Restaurations= raum des Angeklagten holten, entschädigten den Harmonikaspieler durch Trinkgelder. Das Schöffengericht fah diese Art der Unter baltung nicht als öffentliche Tanzluftbarkeit an, zu der die Erlaubniß der Polizei erforderlich sei. Die Straffammer war indessen anderer Meinung und verurtheilte Peters zu einer Geldstrafe. Eine öffentliche Tanzluftbarkeit läge deshalb vor, weil jedermann habe mittanzen können. Der Berurtheilte legte Revision ein und machte geltend, die jungen Leute hätten sich nur im Zanzen üben wollen. Das Kammergericht wies aber das Rechtsmittel mit der Begründung zurück, die Vorentscheidung sei nicht anfechtbar. Augriffe gegen Frauen auf offener Straße scheinen förmlich Infoweit übrigens die Mehrzahlungen darauf beruhen, daß heutzutage bei der immer zunehmenden Kenntniß der gesetzlichen Bestimmungen für fast alle mit einem Betriebsunfall in Verbindung stehenden törperlichen Gebrechen eine Rente verlangt wird und daß auch die höheren Justanzen, Schiedsgerichte und Reichs- Versicherungsamt, in zweifelhaften Fällen immer häufiger zu gunsten der Arbeiter zu entscheiden geneigt sind, können wir dies im Gegensatze zum Vorstande der gedachten Berufsgenossenschaft nu laffen. mit Freude begrüßen. Die Unfallversicherung hat dem Arbeiter nicht ein Almofen, sondern sein wohlerworbenes Recht zu gewähren, und venn der Verletzte von einem wohlwollenden Fabrikanten trob feiner geringeren Leiftungsfähigkeit den unverkürzten früheren Lohn weiter bezieht, so kann das anders werden, wenn er seine Stelle wechselt oder wenn der Arbeitgeber sein Geschäft verkauft. In giveifelhaften Fällen ist es nur recht und billig, zu gunsten der ver legten Arbeiter, als der schwächeren Partei zu entscheiden. Für fie In Langenbielan erhielten bei der Gemeinderathswahl unsere hängt von der Bewilligung oder Nichtbewilligung der Rente ihre Parteigen offen Kühn und Feldmann in der 3. Klasse nur je ganze Existenz ab, für die Herren Kapitalisten macht es wenig aus, 28 Stimmen, während die gegnerischen Kandidaten 240 und ob sie einige Tausend Mart mehr oder weniger für die Unfall 241 Stimmen auf sich vereinigten. Die hauptsächliche Ursache dieser epidemisch zu werden. Gestern gelangte ein solcher Fall wieder versicherung aufzubringen haben. Schen vor der öffentlichen Abstimmung; anderfeits wird aber Maurer Bon viel größerem Werthe, als für die Fabrikanten, wäre eine geringen Betheiligung der sozialistisch gesinnten Arbeiter ift die zur Kenntniß der 180. Abtheilung des Schöffengerichts. Serabminderung der Betriebsunfälle aber für die Arbeiter selbst noch wenig Werth auf das Gemeinde Wahlrecht gelegt. von der Arbeit. Er ging durch die Invalidenstraße, als Denn besser als für einen törperlichen Schaden durch eine zumeist Das Dreillassensystem äußert sich allerdings in Langenbielau recht er von einem schnell gehenden jungen Mädchen überholt unzureichenden Rente entschädigt zu werden, ist es, im Besitz seiner fraß. Bon 1135 Gemeinderathswählern kommen vier auf die erste, wurde. Bücke ergriff es am Kleiderrock, hielt es fest und gefunden Gliedmaßen und seiner Erwerbsfähigkeit zu bleiben. Auch 37 auf die zweite und 1094 auf die dritte Klaffe. stellte ihm eine Zumuthung, die dem Mädchen die Schamin röthe die der Lohnarbeiter hat nur sein bescheidenes Brot, das ist wahr. Aber Wangen trieb. Bitten Trotz aller des Die drei sozialdemokratischen Vereine Hamburgs nahmen Mädchens, es unbehelligt zu lassen, ließ Bücke nicht von ihm er nährt doch sich und seine Familie, und wenn er sich auch manch in einer gemeinschaftlichen Versammlung Stellung zur Waifeier, ab. Schließlich gab es sie aber doch unter Verabfolgung eines mal ein besseres Loos wünschte, mit dem Unfallrentner tauscht er die bekanntlich diesmal auf einen Sonntag fällt. Die drei Vereinsnoch lange nicht. Nur bei völliger Erwerbsunfähigkeit wird dem vorstände und die Kommission des Gewerkschaftskartells waren Angeklagten eine Der Staatsanwalt beantragte gegen den derben Puffs frei. Gefängnißstrafe von vierzehn Tagen, der Testeren nach dem Gesetz die volle Rente von zwei Dritteln des überein gekommen, einen Feftzug nach Barmbeck vorzuschlagen; die Gerichtshof bewilligte demselben aber wegen seiner bisherigen Unletzteren nach dem Gesetz die volle Rente von zwei Dritteln des früheren Arbeitsverdienstes gezahlt. Das ist aber der Höchstsatz. Bei Kartellkommission wünschte aber noch, daß nur organisirte geringerer Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit erhält bescholtenheit und weil er bei dem fraglichen Vorfalle angetrunken Arbeiter, nämlich die Mitglieder der drei fozialdemo einen verhältnißmäßig tleinen Theil dieser Rente kratischen Vereine und der Gewerkschaften, an dem Feitzuge gewesen, mildernde Umstände zu und beließ es bei einer Geldstrafe und fann dann, wenn e3 von 30 M. ihm nicht gelingt, eine theilnehmen dürften, wodurch die Feier an Bedeutung paffende leichte leichte Beschäftigung zu finden, betteln geben. gewinnen würde. Die Versammlung beschloß den Festzug, lehnte aber die von der Kartellkommiſſion gewünschte Ginschränkung der Betheiligung mit großer Mehrheit ab. Bestimmend war hierfür 21 er Franz Bücke tam an einem Februar Der - Abend und die Aussicht hierauf sollte den Arbeiter auch nur im geringsten veranlassen können, den Gefahren seines Berufs gegen über nur in etwas unvorsichtiger und leichtsinniger zu sein, wo er Flensburg, 26. März.( W. T. V.) Amtlich wird gemeldet: Der Maschinen, an denen er arbeitet, verstümmelt werden kann? Die die nicht organisirten Arbeiter, die die große Mehrzahl der Arbeiters Gewohnheit stumpft gegen die Gefahr ab, das geben wir zu. Aber schaft bilden, für den Gedanken der Organisation zu gewinnen, was Schleswig- Altstadt ist seit gestern früh durch Hochwasser unterschwerlich erreicht wird, wenn man sie durch ein Verbot ihrer Be- brochen. Die Dauer ist nicht abzusehen, da anhaltend Nordoststurm. daß nur einer unter den Arbeitern wegen seiner Versicherung gegen Hufum, 26. März.( W. T. B.) Die Dampfschiffsfahrten zivifchen Unfall fich größerer Sorglosigkeit hingäbe oder gar einen Unfall theiligung gewissermaßen von sich stößt. In derselben Versammlung wurde die lokale Abrechnung über Hoyerschleuse und Sylt sind wegen niedrigen Wasserstandes bis auf weiteres eingestellt. gefliffentlich selbst herbeiführte, ist undenkbar. Bremen, 26. März.( M. Z. B.) Die Rettungsstation Boel letzten Jahren von Einfluß gewesen ist, so ist es in der That die trugen 2113.46 M., die Ausgaben 2830,53 M., so daß noch 717,07 2. telegraphirt am 25. d. M.: Von dem hier gefirandeten mit Quarz Wenn hingegen etwas auf die Vermehrung der Unfälle in den den Hamburger Parteitag gegeben. Die Einnahmen bevon Wismar nach Lonna bestimmten schwedischen Schooner Steigerung der Industriethätigkeit gewefen und sodann eine faft nachzuzahlen sind. vollständige Vernachlässigung der Unfallverhütung. Hermine"( Kapitän Jeberg) wurden durch das Rettungsboot der Um bei unserer Berufsgenossenschaft zu bleiben, fo fann man, Station vier Personen gerettet. gang abgesehen davon, daß im Jahre 1896 bee Streit der Textilarbeiter in Rottbus in einem großen Bezirke anfänglich einen lang andauernden Stillstand der Arbeit und dann später ein ver Die Staatsanwaltschaft in Glaz hat das Berfahren ein mehrtes Haften bei derselben zur Folge hatte. Das Vorliegen einer wesentlichen Anspannung der Industrie nicht gestellt, das gegen den Parteigenoffen Kráßig in Blumenauzerstreute die Demonstranten. etwa damit schon aus der Welt hinwegphilosophiren, baß wegen angeblicher Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen und die Steigerung der Arbeiter und Arbeitelobne mit der Bahl Beleidigung des Grafen v. Pofabowsky anhängig war. Depeschen und lehte Nachrichten. gar nicht berechnen kann, in wie furchtbarer Weise er durch die u. a. der Umstand, daß es, bei der Maifeier gerade darauf ankommt, Bersonen- und Güterverkehr zwischen Schleswig- Friedrichsberg und Todtenliste der Partet. In Hanau ift der Bigarrenmacher Philipp Spabn gestorben. Er war feit der Gründung des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins für die Partei thätig. Ghre feinem Andenken! Polizeiliches, Gerichtliches ze. Gerichts- Beifung. Des Budapest, 26. März.( B. H) Aus Anlaß des Verbots einer Arbeiterversammlung fanden gestern Abend vor der Wohnung des Kommissars der Gewerbebehörde, Horvath, Demonstrationen ftatt, an welchen sich mehrere tausend Arbeiter betheiligten. Die Polizei Paris, 26. März.( W. T. B.) Deputirtenkammer. Baschal Grouffet( Sozialist) interpellirt über die answärtige Politik der Regierung und führt aus, die kürzlich erfolgte Mobilmachung ber Unfälle und Rentenzahlungen nicht gleichen Schritt geballen lediglich ben Nordgeschwaders habe bat. Der Arbeitslohn entspricht nicht immer der Arbeitsleistung. Zweck gehabt, dem Lande am Vorabende der Wahlen die Illusion zu Wenn die Webstühle um ein Viertel schneller laufen, erhält der Arbeiter nicht etwa auch einen um ein Viertel höheren Lohn, er Von einer zu Unrecht empfangenen dreimonatigen Gefängniß geben, daß es eine Marine befize, die auf der Höhe ihrer Aufwird bestenfalls mit 10 pCt. 2ohnzuschlag abgefpeift. Man ftelle ftrafe ift gestern der Bautechniker Emil Kaumann durch die gabe ftehe. Der Redner wirft sodann dem Kabinet vor, daß es deshalb Ermittelungen darüber an, nicht wie viel Arbeitslohn im Berufungsinstanz befreit worden. Der Fall zeigt wieder, die auswärtige Politik derjenigen Rußlands unterordne. Grousset Jahre 1896 ausgezahlt, sondern wie viel Waare fertig geschafft wie auch der Beste nicht in Frieden leben tann, wenn fritisirt im weiteren Verlaufe seiner Rede die französische Politik wurde, und man wird über die große Steigerung der Unfälle nicht es dem bösen Nachbar nicht gefällt. Der Angeklagte, ein am Niger und in China. Der Deputirte Baron wirft der Remehr im Untlaren sein. Mit der größeren Haft bei der Arbeit völlig unbescholtener Mann, der sich in guter Vermögenslage gierung vor, fie habe tausende von Armeniern maffatriren lassen, wächst auch die Gefahr, und ebenso mit der Ermüdung des Arbeiters. befindet, besuchte am 25. September nachts das Café du Nord in fie babe es geschehen lassen, daß die Griechen zu grunde ge= Eine Zusammenstellung der Tageszeiten, in denen sich die Unfälle der Chauffeestraße. Er hatte mit einem Freunde an einem Tische richtet wurden, und tadelt schließlich, daß die Regierung ereignet haben, würde gewiß ergeben, daß die Ichten Arbeitsstunden Platz genommen, an einem Nebentische nahm eine Dirne mit ihrem fich in Egypten auf platonische Proteste beschränkte. Redner auch immer die gefährlichsten sind, vorausgesetzt daß der Arbeiter Beschüßer Plaß. Ein Gespräch, welches sich zwischen den beiden Tischen schließt, Frankreich könne bei dem spanisch- amerikanischen Konflikt bei Antritt der Arbeit völlig arbeitsfähig gewesen ist. entwickelte, nahm eine unangenehme Wendung und plöglich bezichtigte nicht theilnahmslos bleiben, angesichts der ganz ungeheuerlichen Uebers Es wären die Unfalllasten der Berufsgenossenschaften in den das Mädchen den Angeklagten, daß er ihr zwei Jahre vorher() griffe der angelsächsischen Raffe gegenüber der lateinischen. Franks zwölf Jahren ihres Bestehens überhaupt nicht in so großem Maße bei einer Begegnung mit ihr einen Schirm und ein Paar reich müsse an Spanien und die Vereinigten Staaten Worte der angewachsen, wenn man sein Hauptaugenmerk von Anfang an auf Handschuhe gestohlen habe. Der Angeklagte wies diese Beschuldis Versöhnung und des Friedens richten. die Unfallverhütung gerichtet hätte, was nicht geschehen ist. Die wenigften gung eines Mädchens, welches er nach seiner Versicherung nie Hanotaur weift in längerer Rede fämmtliche Angriffe auf die aber jedem Standal Regierung zurück, worauf eine Tagesordnung Décrais, welche die Berufsgenossenschaften haben zweckentsprechende Unfallverhütungsgesehen, mit Entrüftung zurüc; um Borschriften und die wenigsten lassen ihre Fabritbetriebe in ausreichendem zu entgehen, bezahlte er seine Beche nnd beftieg mit seinem Be Erklärungen der Regierung billigt und der die Regierung zugestimmt Maße durch Aufsichtsbeamte revidiren. Jahre hindurch hat eine Kom- gleiter die vor dem Lokal auf ihn wartende Droschte. Als er eben hatte, mit 300 gegen 111 Stimmen zur Annahme gelangt. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Wlag Babing in Berlin. Hierzu 4 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 73. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 70. Sigung. Sonnabend, 26. März 1898, 11 Uhr. Am Bundesrathstisch: Tirpit, v. Bülow, Graf Bosa bowsky, v. Thielmann, Fürst Hohenlohe. Die zweite Berathung der Flottenvorlage wird bei§ 2 fortgesetzt. Dieselbe fordert die Bereitstellung der Mittel für die erforderlichen Ersatzbauten innerhalb der für die verschiedenen Schiffs typen erforderlichen Fristen. Präsident v. Buol bittet die Redner, nur zur Sache zu sprechen, da auch die zweite Lesung des Marine Etats heute noch beendet werden müsse. Eventuell werde er sonst eine Abendsigung an beraumen. Abg. Liebermann v. Sonnenberg( Antis.) behält sich infolge dieser Ermahnung des Präsidenten vor, den Standpunkt feiner Bartei zur Flottenvorlage erst in dritter Lesung zum Ausdruck zu bringen. Eventuell werde er eine Politik der Sammlung treiben, d. h. die Herren hier zwingen, sich dann zu versammeln, wenn es ihnen nicht angenehm sein dürfte.( Heiterfeit.) Abg. Dr. Nintelen( auf der Tribüne schwer verständlich) erklärt sich gegen den§ 2, der ihm zu große Bedenken einflöße. Staatsminister Tirpitz: Es ist verwunderlich, daß das Aeternat hier Anstoß erregt, während der angenommene§ 1 doch auch schon ein Aeternat zur Folge hat. Der Lebensnerv der deutschen Flotte liegt in den Ersatzbauten. Ich kann im Namen des Herrn Reichs fanzlers erklären, daß im Falle der Ablehnung des BindungsParagraphen die ganze Vorlage für die Regierung unannehmbar wird, während sie mit der Kommissions fassung einverstanden ist. Abg. Fuchs( 3.): Wenn man dem im§ 1 liegenden Aeternat zustimmt, muß man auch dem§ 2 zustimmen. Die Aeußerung des Abgeordneten Bebel, das Aeternat sei mit dem Konstitutionalismus unvereinbar, ist eine furchtbare Uebertreibung.( Lebhajter Widerfrüherer Ausführungen von Mitgliedern der freisinnigen Ber Sonntag, 27. März 1898. spruch links.) Ich bedaure, daß Herr v. Bennigsen uns vorgeworfen Resolveren( 3): Der Graf Posabowsky hat mir vorgeworfen, Einkommensteuer in den Einzelstaaten aufgebracht würden. Sier. hat, daß wir früher nicht national gewesen sind.( Präsident v. Buol: Das gehört nicht zu§ 2.) Wenn der Abgeordnete Bebel uns das Schicksal der nationalliberalen Partei prophezeit, so werden die nächsten Wahlen das Gegentheil beweisen.( Präsident v. Buo I: Auch das gehört nicht zu§ 2. Große Heiterfeit.) Abg. Dr. Barth( frf. Vg.): Obgleich die Gründe für die Bindung für mich nicht durchschlagend sind, so werde ich doch für das ganze Gesetz, also auch für§ 2 stimmen. Herr Richter, der neulich micinen Artikel in der Nation" gegen mich ausspielte, hat es früher für absolut ausgeschloffen gehalten, Saß sich für das Segtennat eine Mehrheit im Reichstag finden werde. Mittlerweile hat sich eine große Wandlung in der Boltsstimmung vollzogen, und wenn man diese Stimmung begriffen hat, soll man in Kleinigkeiten nicht knaufern; das konstitutionelle Bathos schießt hier weit über das Ziel hinaus. Weil ich also weiß, daß die öffentliche Meinung, daß der größte Theil des Voltes dahinter steht( Lebhafter Widerspruch links), so werde ich für das ganze Gesetz eintreten. daß ich aus parteitaktischen Gründen das für die Landesvertheidigung Nothwendige ablehne und gesagt, wer die Flotte nicht will, fchüßt etatsrechtliche Bedenken vor, ich weise diese grundlose und be leidigende Verdächtigung zurück. Staatssekretär Graf v. Posadowsky: Ich habe nicht von parteitaktischen, sondern von parlamentarischen Rüdsichten gesprochen. Eine Beleidigung des Abg. Sloeren hat mir vollständig fern gelegen. Staatssekretär Tirpit verliest Stellen aus dem italienischen Flottengefey, um die Behauptung des Abg. Richter at widerlegen, daß keinem Parlament eine ähnliche Vorlage gemacht sei. Präsident v. Buol: Es ist ein neuer, von den Abgg. v. Levetow, Graf v. Hompesch und v. Bennigsen unterzeichneter Schlußantrag eingebracht worden. Zur Geschäftsordnung bemerkt Abg. Richter( frs. Bp.): Es ist bisher unerhört, daß nach einer neuen thatsächlichen Bemerkung eines Regierungsvertreters von den Mehrheitsparteien ein Schlußantrag eingebracht wird. Ich protestire dagegen, Abg. Singer( Soz.): Jch beantrage über den Schlußantrag namentliche Abstimmung.( Allgemeine Bewegung.), Die Abgg, v. Bennigsen, Graf Hompesch und v. Levehow ziehen nacheinander ihren Schlußantrag zurück.( Große Heiterfeit,) Die Diskussion wird wieder eröffnet. Abg. Richter( frf. Bp.): Die Ausführungen des Staatssekretärs Tirpis über das italienische Budgetrecht sind durchaus unzutreffend, Im italienischen Flottengeseß ist allerdings vom Grfaß die Rede, doch steht in ihm kein Wort davon, daß die Mittel nach einem bestimmten Zeitraum bereitgestellt werden müssen. gange alts dürfen wir uns nicht einseitig bei der Marine binden laffen.( Sehr stelle des§ 8 der Kommissionsvorlage die nachfolgenden§§ 8, 9, 10 richtig! links.) Redner erwidert dem Abg. Barth, daß seine Zitirung zu beschließen: § 8: Bom 1. April 1899 fann eine Vermögenssteuer era: einigung veranlaßt worden sei durch eine Provokation des hoben werden von allen deutschen Staatsangehörigen, deren beweg Abg. Rickert, der davon gesprochen habe, daß Richter die Partei-| liches und unbewegliches Vermögen nach Abzug der Schulden den schablone über wichtige Intereffen des Baterlandes setze. Der Abg. Gesammtwerth von 100 000 M. erreicht. Die Vermögenssteuer bes v. Bennigsen meinte, wir seien erstaunt und erschrocken, daß die trägt bei einem steuerbaren Vermögen von 100 000 bis 120 000 m. Flottenvorlage sich in so mäßigen Grenzen halte. Als ich die Vor- 50 M. und steigt bei größeren Vermögen für jede angefangenen m. lage im Reichs- Anzeiger" las, äußerte ich zu meiner Umgebung, sie 20 000 M. um 10 M. sei derartig, daß ich ihre Annahme durch den Reichstag für aus-§9: Durch den Reichshaushalts- Etat wird alljährlich festgestellt, geschlossen hielte. Wir sind durchaus nicht gegen die Flotte. 1888 wieviel Monatsraten in Gemäßheit des§ 1 zu erheben sind. warf Graf Wilhelm Bismarck mir und dem Abg. Rickert vor, wir§ 10: Bis zum Erlaß eines Reichsgesetzes finden in bezug auf: hätten Herrn v. Stofch viel zu viel Pauzer bewilligt. Bis 1896 die Steuerpflicht, den Maßstab der Besteuerung, die Veranlagung, habe ich stets ebenso gestimmt wie der Abg. Barth. Seitdem die Veranlagungsperiode und Verminderung der veranlagten Steuer hat sich Herr Barth auf den Standpunkt des Herrn Ridert gestellt. innerhalb derselben, die Steuererhebung, die Strafbestimmungen und Herr Barth hat früher die Vorlage nicht nur formell, sondern auch die Kosten die§§ 2 bis 16 und 20 bis 47 des Ergänzungssteners, materiell gemißbilligt. Herr Barth bat früher vom Reichstage ver- Gesetzes für die Preußische Monarchie vom 14. Juli 1893 finngemäße langt, daß er auf die abenteuerlichen Pläne einer Weltpolitik Anwendung nach Maßgabe der Bestimmungen einer vom Bundes.i mäßigend und mildernd wirken solle. Diese Möglichkeit wird uns rath zu erlaffenden Verordnung. Welche Behörden in jedem genommen, wenn diese Vorlage Gesetz wird.( Sehr richtig! links.) Bundesstaat mit der Beranlagung der Steuer, der Berufung gegen Die Möglichkeit, unfere legitimen Handelsinteressen durch Panzer die Veranlagung und der Erhebung zu beauftragen sind, wird von und Kanonen zu schüßen, nimmt immer mehr ab; das sagte Herr der Zentralbehörde des Bundesstaates bestimmt. Abg. Bebel( Soz.): Bereits aus den Kommissionsverhandlungen Barth noch vor einem Jahre.( Der Präsident ersucht den Redner, nicht Reden des Abg. Barth zu verlesen.) Der Herr Abg. Barth war ersichtlich, daß die eigentliche pièce de resistance bei dieser beruft sich auf die öffentliche Meinung.( Rufe rechts: Schluß! Vorlage die Deckungsfrage sein werde. Dieselbe Auffassung ist auch Herr Barth hat sich beim Börsengefeß, beim Terminhandel durchaus in der Presse derjenigen Parteien vertreten worden, die mit einer nicht in seiner Meinung durch die sog. öffentliche Meinung beirren gewissen Vorsicht dem Gesetz gegenüberstanden. Zum Beispiel äußerte' lassen. Ist er nur so standfest in Börsen- und Freihandelsfragen? fich die Kölnische Volts- Zeitung" wiederholt dahin, daß in der ( Sehr richtig! Tints.) Die Marinefragen sind denn doch ein- Deckungsfrage das Zentrum unter allen Umständen fest bleiben schneidender. Wir halten an unsere Ueberzeugung fest und glauben müffe und nicht dulden dürfe, daß die unteren Klassen zur Deckung der Kosten herangezogen würden. In diesem Sinne brachte uns damit das Vertrauen unserer Wähler zu erhalten. auch Lieber in Ein Antrag auf Schluß der Debatte wird angenommen. denn der ersten Lesung in der Kom mission den Antrag ein, daß, falls die Reichseinnahmen Die Diskussion ist geschlossen. Persönlich bemertt nicht ausreichen sollten, die Kosten auf dem Wege einer direkten gegen wurde jedoch das Bedenken erhoben, daß vorläufig die Einzelstaaten allein das Recht hätten, direkte Steuern zu erheben, sodaß E3 hätte fich erst eine Verfassungsänderung nöthig gewesen wäre. also für die Herren bei der zweiten Lesung nur darum handeln tönnen, ihren Antrag so zu formuliren, daß das, was in der ersten Faffung den Einzelstaaten überlassen war, nun dem Reich übertragen wurde. Doch auch gegen eine solche Reichssteuer wurden eine Bedenken erhoben; die Kontrolle über Die Einziehung dieser Reichssteuer müsse doch den Einzels werden 11. f. w. AA diese Bedenken staaten überlassen ließen sich aber nicht mehr aufrecht erhalten, als es uns in: der zweiten Lesung gelang, nachzuweisen, daß die verbündeten Regierungen selbst bereits im Jahre 1881 mit einem Gesetzentwurf hervorgetreten waren, der die Erhebung einer direkten Reichs.. Ginkommensteuer befürwortete. Es war dies die Wehrsteuer, der alle diejenigen unterworfen werden sollten, die Abg. Roeren( 3.): Es ist mir nicht angenehm, gegen meine irgend einem Grunde von der Verpflichtung zum Militärwaren. Die Steuer, die Damals verlangt politischen Freunde Stellung zu nehmen, ich hätte mich am liebsten dienst befreit mit der Erflärung unseres Vorsitzenden Grafen Hompesch begnügt; wurde, war fogar eine außerordentlich hohe und um so aber die fortgesezten Angriffe auf Windthorst und seine Haltung mehr brückend, als in einigen Staaten bereils eine ziemlich hohe Einkommensteuer eingeführt war. Die von uns jest ver zum Etatsrecht zwingen mich dazu. Es wird so dargestellt, als setzten wir uns mit Windthorst in Widerspruch, wenn wir gegen das langte progressive Reich 3 Ginkommensteuer ist Aeternat find. Wenn ich von etwas felfenfest überzeugt bin, so bin dagegen außerordentlich niedrig bemessen. Die Erklärung, die die ich der Ueberzeugung, wenn Windthorst noch unter uns lebte Regierung zu§ 8 abgegeben hat, löft nach unserer Meinung nicht: und es fäme dann überhaupt zu einer Spaltung, er sich Abg. Kefler( 3.)[ wegen der andauernden großen Unruhe im im entferntesten die Frage der Deckung in dem Sinne, wie ficher auf der Seite befinden würde, die eine Bindung Hause großentheils unverständlich; mehrfach Glocke des Präsidenten]: sie auch nach den Anschauungen des Zentrums des Etatsrechts verwirft.( Sehr richtig! lints. er es ernst mit der Wahrung der Volksrechte nimmt, fann dem gelöst werden müßte. Sie giebt in diesem Paragraphen Wer Wir sind fast alle bereit, die§ 2 nicht zustimmen. Singer: Hört, hört!) nichts weiter als eine Art Versprechen, über dessen Deutung Flotte an sich zu bewilligten, aber wir wollen von den ivenigen indeß die verschiedensten Meinungen bestehen. 3611e sollen nach Rechten, die der Reichstag noch hat, nicht das wichtigste aus den Erklärungen der Regierung überhaupt ausgenommen sein. So der Hand geben. Wir wollen, wenn wir das Mandat in die follen Petroleum zölle und Kaffeezölle in erheblichem Maße Hände unserer Wähler zurückgeben, rein da stehen( Beifall links). erhöht werden, wenn die finanziellen Verhältnisse des Reichs dies: Wie man die Stellung Windthorst's zum Etatsrecht überhaupt vers bedingen sollten. Im übrigen sollen nur den Massenverbrauch dächtigen kann, verstehe ich nicht nach dem denkwürdigen Berhalten belastende Steuern ausgenommen sein. Das ist ein sehr dehnbarer i unferes verstorbenen Führers in der Septennatsfrage( Sehr richtig, Da Wortmeldungen jeht nicht mehr vorliegen, so schließt damit Begriff; danach könnte die Regierung z. B. doch die Stempelsteuern lints). Windthorft wußte doch, daß der Reichstag aufgelöst werden die Diskussion von selbst. für berechtigt halten. Was man aber auf diesem Gebiet zu leisten in würde und hat doch nicht aus Leichtsinn oder zum Spaß gegen In seinem Schlußwort polemisirt der Referent der Lage ist, wissen Sie ja aus der Vorlage vor 5 Jahren, wo eine das Septennat Stellung genommen, sondern aus grundsätzlicher Abg. Dr. Lieber( 3) gegen die Zentrums Abgeordneten Reßler ganze Reihe derartiger Steuern, auch solche, die die unteren Volks Ueberzeugung. Windthorft war sehr flug und oft zum Vermitteln und Roeren. Wenn der Herr Abg. Keßler gemeint habe: diejenigen, laffen trafen, gefordert wurden. Ebenso die sogenannte 2uxus. geneigt, aber er bielt an feinen grundfäßlichen Ueberzeugungen benen es ernst mit der Wahrung des Etatsrechtes sei, müßten gegen ft eu er. Wollen Sie die aber in der Weise erheben, daß auch die fest. Deshalb der ständig wiederkehrende Sah: Wir bewilligen jeden die Vorlage stimmen, so müsse er das als eine grundlose, be- Wittelflaffen nicht von ihr geschädigt werden, so ist es gang aus Mann und jeden Groschen, aber in die Bindung des leidigende Verdächtigung" bezeichnen. Es gewinne übrigens den An- geschlossen, daß sie einen Ertrag liefert, der die Kosten der Erhebung Etatsrechts willigen wir nicht.( Sehr richtig! links.) schein, als ob die Gegner der Vorlage allein das Monopol der deckt. Also wenn die Frage der Deckung aktuell werden sollte, wird ( Redner verlieft einige markante Stellen aus Reden Windthorst's Wahrung des Etatsrechtes zu haben glauben. Gegen diese Auf- man doch zweifellos nach Steuerobjekten fuchen müssen, die mehr bes Stal über diese Frage.) Wir befinden uns also in Gin faffung müsse er die Mitglieder der Budgetkommission in Schutz oder weniger diejenigen Klaffen treffen müssen, die nach den vorausverständniß mit Windthorst, wenn wir den§ 2 ablehnen.( Lieb nehmen. gegangenen Erklärungen der Regierung nicht getroffen werden sollten. Inecht: Sehr wahr! Heiterkeit). Was der Artikel 71 der Verfaffung Die Abstimmung über§ 2 ist namentlich; es betheiligen Benn Sie nun der Ueberzeugung sind, daß troß aller Erklärungen mit der Borlage zu thun hat, verstehe ich nicht. Für verfassungs fich an ihr 311 Mitglieder, 198 mit Ja, 118 mit Rein.§ 2 ist so des Schaßsekretärs die Wahrscheinlichkeit besteht, daß im Laufe der nächsten sechs Jahre neue widrig hat die Bindung des Etatsrechts noch niemand erklärt. Gamit angenommen, Deckungsmittel besteht einfach die Frage: Sollen wir das Recht der jährlichen Be-§ 8 handelt von den Indienst haltungen und wird erforderlich werden, nicht allein beim Marine Etat, dann 3 willigung hier in dieser Frage aus der Hand geben? debattelos angenommen; ebenso die§§ 4 und 6( Personalbestand können Sie sich mit dieser Erklärung der Res Die Verfassungsbestimmung halte ich für ganz richtig. Es und sonstige Ausgaben), desgleichen§ 5( su Personalbestand). gierung nicht aufrieden geben, sondern müssen da Tönnen außergewöhnliche Fälle eintreten, wo Bewilligungen Auf Antrag des Abg. v. Bennigfen wird die Verbindung der für eintreten, daß diese Steuern in einer Form aufgebracht werden, auf mehrere Jahre hinaus hinaus nothwendig sind. Sier liegt Diskussion über§§ 7 und 8( Kosten) beschlossen. bie es absolut sicher stellt, daß die unteren und mittleren ein solcher Fall nicht war. Wir stimmen gegen den§ 2 und das laffen nicht davon betroffen werden. Es stehen nun aber frage ganze Gesetz. Die Regierung läßt uns manchmal ihre Wacht fühlen, los große Mehrausgaben in den nächsten Jahren bevor. So hat wir können unfer einziges Mittel, auch unsere Macht einmal die die Regierung bei der Etatsberathung das Versprechen abgegeben, Regierung fühlen zu lassen, nicht aus der Hand geben, umsoweniger, die Gehälter auch der niederen Beamten zu er Die Nichts als wir uns furz vor Thoresschluß der Legislaturperiode befinden. böben, wozu viele Millionen erforderlich sind. ( Beifall in der Minorität des Zentrums und lints.) erfüllung dieses Versprechens würde die Erbiiterung in den beAbg. Dr. Spahn( 3) bestreitet, daß Abg. Roeren ein Recht theiligten Kreifen in einer Weife aufpißen, die der Regierung nicht habe, sich über Bindungsfragen auf Windthorst zu berufen. Wer genehm sein kann.( Sehr richtig! links.) Weiter sind für das für§ 1 gestimmt habe, müsse logischerweise auch§ 2 bewilligen. zum Ablaufe des Rechnungsjahres 1903 nicht durchführen läßt, Militär budget erhebliche Mehrausgaben für das nächste Jahr Staatssekretär Graf v. Posadowsky: Gs heißt, parlamentarische gefordert. Nach den bisherigen Erfahrungen wäre es ja auch ein Machtbefugnisse über die Fragen der Landesvertheidigung stellen, Unikum, wenn wir bei diesem Etat teine Mehrforderungen zu wenn man der Meinung des verehrten Abg. Roeren beipflichtet. erwarten hätten. Daß eine Reorganisation der Artillerie Ueber parlamentarischen Machtbefugnissen steht das Wohl des Water bevorstehe, hat ja der Herr Kriegsminister bei der Etatsberathung felbft Landes.( Lebhaftes Oho! bei den Sozialdemokraten.) Meine Herren zugegeben. Die Befeßung von Kinotschau wird auch noch erhebliche ( zu den Sozialdemokraten), Ihr Widerspruch läßt mich falt. Wiebraufwendungen zur Folge haben, ebenso wird der Pensionsfonds in Eine Partei, die das Eigenthum expropriiren will, eine Partei, die ungeheuerem Maße steigen. Es ist also garnicht daran zu denken, die Monarchie expropriiren will, hat für mich kein politisches Schwer daß wir in einen Zustand der Stagnation im Gtat gekommen sind. gewicht.( Lachen bei den Sozialdemokraten.) Jch bedaure nur, daß Angesichts aller dieser Gründe müffen wir die Fassung des§ 8 in es noch Leute giebt, die diese Gefahr nicht anerkannt haben, die ein- Hierzu beantragen die Abgg. Auer und Gen.( So.): der Vorlage ablehnen. Es kommt hinzu, daß, wie auch der geschlafen find über dieser Gefahr.( Lachen bei den Sozialdemo 1. anstatt bes§ 8 der Kommissionsvorlage folgenden Abg. Hammacher in der Kommifflen ausgeführt hat, der Auffchwung innerhalb der Industrie nicht mehr fraten.) Nun, wir werden alles thun, um das Volk aus dem Schlaf Paragraphen zu beschließen: aufzurütteln.( Abg. Singer: Wir werden länger hier figen als§ 8: Soweit die Summe der fortdauernden und einmaligen lange andauern wird, daß ein Rückschlag eintreten Nun hat der Abgeordnete Lieber einen Antrag Sie!) Verehrter Herr Abgeordneter Singer, ich stehe hier als Ausgaben der Marineverwaltung für ein Rechnungsjahr den Be- wird. Diener Seiner Majestät des Kaisers und werde auf diesem Poften trag von 117 525 494 M. übersteigt, ist der Wiehrbetrag vom eingebracht, der unserm Antrag ähnelte, in dem er auch bleiben, so lange ich das Vertrauen meines Monarchen genieße. 1. April 1899 ab auf dem Wege einer progreffiven Reichs die reichften Klaffen der Bevölkerung belassen wollte. Freilich sind ( Abg. Singer: Wir haben das Vertrauen des Bolles! Lebh. Zustimmung Einkommensteuer oufzubringen, welcher diejenigen unter die Herren von ihrer Absicht fängst wieder zurückgekommen. Wir bei den Sozialdemokraten. Mit Vergnügen würde ich jeden Tag worfen find, die ein jährliches Einkommen von mehr als 6000 m. a Is Bertreter des arbeitenden Volkes haben diesen Platz verlassen, wenn ich sein Bertrauen nicht mehr befize. beziehen. Die Normirung der Steuerfäße und die Bestimmungen aber das größte Intereffe an der Deckungsfrage. ( Unruhe links.) Es ist falsch, wenn behauptet wird, nie fei einem über die Erhebung der Steuer erfolgen durch ein besonderes Gesetz. Die Lasten dürfen nicht der großen Maffe der Bevölkerung auf Parlamente so etwas zugemuthet worden. In England hat man 2. Folgenden§ 9 zu beschließen: gehalft werden. Wir meinen gerade, die Kreise, die aus patriotischen bei gleicher Bindung keine etatsrechtlichen Bedenken erhoben. Die§ 9. Uebersteigen die eigenen Einnahmen des Reichs die Aus- Gründen so flottenbegeistert sind, insbesondere die reichen Kontuinität unseres gesammten Staatslebens wäre bedroht, wenn gaben, so ist der Ueberschuß zurückzuhalten und dergestalt zu ver- Handelsherren und Industriellen, sollten es als ihre vor ein Barlament nicht das folgende belaften wollte. Wer die Flotte wenden, daß ein Viertel dieses Ueberschusses zur Verminderung nehmfte Aufgabe betrachten, die Kosten für das Flottennicht will, der sucht sich eben seine Gründe auf verfassungsrechtlichem der Reichsschuld, der Neft zur erabfegung bezw. gefeß felbft zu tragen.( Sehr richtig! links.) Aber gerade der oder finanziellem Gebiete, während es sich bei ihm nur um Partei Aufbebung indirekter Reichsteuern, in erster Linie Bertreter diefer Leute, Herr v. Kardorff, bat sich am heftigsten das taftit handelt.( Widerspruch links, Beifall rechts.) der Salaftener und der Verbrauchsabgabe für Zucker verwendet gegen gesträubt, die Deckungsfrage überhaupt ins Gesetz aufzunehmen, Abg. Richter( frs. Wp.) Der Herr Staatsfefretär fagt: jedes wird. Die Verminderung der Reichsschuld erfolgt durch ent- obwohl der Abg. Müller- Fulda nachgewiesen hatte, daß ein armer Beamtengefes fei ein Aeternat. Aber wir können in jebem Etat sprechende Absetzung vom Anleihe- Soll. Soweit geeignete Anleihe Bauer mit zahlreicher Familie viel schwerer unter der Steuerlast zit, Art mehr offen stehen, wird über die eine Beamtenstelle ale fünftig wegfallend bezeichnen. Das Flotten- trebite nicht der feufzen hat, wie irgend ein reicher Handeltreibender. Dazu kommt, gesetz nimmt uns aber die Möglichkeit, ein Schiff als tünftig weg- Schuldentilgung durch den Reichshaushalts Gtat Bestimmung baß gerade die Söhne der armen Bevölkerung in erhöhtem Maße Flottendienst herangezogen werden.( Abgeordneter fallend zu bezeichnen. Um die finanziellen Anforderungen der getroffen. Die Herabfegung bezw. Aufhebung indirekter Reichsfteuern au v. Kardorff: Das sind ganze 1700 Mann!) Ja diese 1700 Marineverwaltung in Einklang bringen zu können mit der Steuer erfolgt durch besonderes Gesetz. traft der Bevölkerung und den Ansprüchen der übrigen Refforts Die Abgg. Richter und Genoffen( frf. Bp.) beantragen, an Mann rekrutiren sich aber aus der armen seemännischen Bevölker, § 7 lautet: Während der nächsten 6 Rechnungsjahre( 1898 bis 1908) ist der Reichstag nicht verpflichtet, für sämmtliche einmalige Ausgaben des Marine- Etats mehr als 408 900 000., und zwar für Schiffsbauten und Armirungen mehr als 356 700 000 m. und für die sonstigen einmaligen Ausgaben mehr als 52 200 000 2., sowie für die fortdauernden Ausgaben des Marines Stats mehr als die durchschnittliche Steigerung von 4 900 000 m. jährlich bereit zu stellen. Soweit sich in Gemäßheit dieser Bestimmung das Gesetz bis wird die Ausführung bis über das Jahr 1908 hinaus verschoben. § 8 lautet: Soweit die Summe der fortdauernden und einmaligen Ausgaben der Marineverwaltung in einem Etatsjahr den Betrag von 117 525 494 M. übersteigt und die dem Reiche zu fließenden eigenen Einnahmen zur Deckung des Mehrbedarfs nicht ausreichen, darf der Mehrbetrag nicht durch Erhebung oder Vermehrung der indiretten, den Massen verbrauch belastenden Reichssteueru gedeckt werden. B # = " " = mehr und aus dent So wurden bei der letzten Aushebung 78 Söhne Kleiner patriotische Landwirthe bringen gern Opfer für die Flotte. Nun, I feßung für diese Vorlage fei. Schlesten und Brandenburg hätten fich Schiffer gemustert. Zwei davon waren untanglich, drei wurden bitte meine Herren, bringen Sie die Opfer, dazu bereit erklärt. Die Kommission sei der Ansicht gewesen, daß. zurückgestellt, 73 aber genommen. Das hat in dem Orte einen ge- bezahlen Sie die Kosten. Unser Antrag giebt Ihnen die Provinz Sachsen zur Theilnahme nicht berechtigt sei, wenn sie waltigen Schrecken verursacht, denn die kleinen Leute sind ohne die Gelegenheit dazu, da er denen eine Steuer auferlegen will, die ein nicht gleichfalls eine Erklärung wie die beiden Provinzen abgebe. Söhne kaum in stande, ihr Gewerbe aufrecht zu erhalten. Angesichts Einkommen von mehr als 6000 m. haben und da sind nach meiner Diese Erklärung sei inzwischen erfolgt. solcher Thatsachen sollten doch gerade die Parteien, die vor Kenntniß die patriotischen Landwirthe mit inbegriffen( Heiterkeit.) In der sich darüber erhebenden Diskussion tritt geben, daß ihnen die Erhaltung des Mittelstandes Die ganze Debatte hier spißt sich auf die Erklärung der Regierung v. Jarin Gesaß den Angriffen des Abg. Letocha im Abam Herzen liegt, für die Aufbringung der Kosten aus den gegen die Reichs- Einkommensteuer zu. Ich möchte Ihnen hier eine geordnetenhause auf die militärische Hilfe im schlesischen Ueber reichen Klassen der Bevölkerung sorgen.( Sehr gut links.) Stelle aus der Kölnischen Boltszeitung" vom 10. März vorlesen. Schwemmungsgebiet entgegen, die in allen betheiligten Kreisen aufs Unser Antrag geht ja über den früheren Zentrumsantrag Damals war das Blatt anscheinend noch der Meinung, der ur peinlichste berührt hätten. Die Hilfe des Militärs verdiene allweit hinaus, er ift aber durchaus gerecht. Wir meinen, sprüngliche Antrag Lieber werde vom Zentrum nicht fallen gelassen seitigen Dank. einem Manne mit 6000 bis 10 000 Mart Einkommen muß werden. Es heißt in dem Artikel:„ Es sind hier wieder dieselben Groß- Frhr. v. Lucine rechtfertigt das Verhalten des schlesischer es leicht sein, jährlich 25-60 M. für die Vermehrung der Flotte fprechereien der Kommerzienräthe, die sich für die Flotte begeistern, wenn es Provinzial- Landtags. Ob die geplanten Sammelbecken die Wasserberzugeben, er wird das viel leichter ertragen können, als eine arme aber zum Bezahlen kommt, den deutschen Arbeiter vorschieben, der fatastrophen in Zukunft verhindern werden, sei zweifelhaft, fie Arbeiterfamilie die Vermehrung der indirekten Steuerlast um 8 bis beleidigt sein würde, wollte man ihn von der Aufbringung der brächten vielmehr neue Gefahr, wenn sie nicht dauernd im besten 10 M. pro Jahr, wie sie durch die Erhöhung der Getreidezölle ge- Kosten ausschließen. Auf diesen Humbug ist aber nichts mehr zu Bustande erhalten würden, was wieder große Unterhaltungskosten plant ist. Ist die Begeisterung für die Flotte wirklich so stark und geben und die Wähler werden anders denten wie die Hurrahpolitiker." erfordere. Wer solle diese tragen? Im übrigen erklärt sich Redner Ihr Patriotismus wirklich so groß, dann sollte der Annahme zu den Hurrahpolitikern gehört heute auch die Mehr für die Vorlage. anferes Antrages nichts im Wege flehen.( Bravo bei den Sozial- heit des 3entrums, die von dem eigenen Partei Für die Vorlage sprechen ferner Graf Hohenthal, Fürst demokraten). Falls mehr Geld einkommt, als für die Flotte nöthig Organ mit diesem Schmeichelnamen belegt wird.( Heiterkeit.) v. Hatzfeldt Trachenberg, Oberbürgermeister Delbrüct( Danzig), ift, sollen die Ueberschüsse zur Tilgung der Reichs- Die Kölnische Voltsztg." hatte recht. Wo die Begeisterung für die Graf v. Pückler- Burghauß, der es aber als bedenklich erklärt, man sich fchulden und zur Verminderung oder Beseitigung Flotte mit Zwanzig- Markstücken bezahlt werden soll, versagt sie. daß mehr gewöhne, der drückendsten indirekten Steuern, besonders der Es ist ja ergötzlich, wie die Erklärung der Regierung von den ver- allgemeinen Staatssäckel Gelder zu erhalten. Die NothSalzsteuer und der Verbrauchsabgabe für Zucker schiedenen Bundesgenossen in dieser Frage hier im Hause verstände seien nachgerade beliebt geworden und man sehne sich verwendet werden. Unser Antrag fucht ein flares Verhältniß schieden beurtheilt wird. Herr Barth nennt sie platonisch. Auch ordentlich danach.( Heiterkeit.) Die große Masse Wasser müsse zwischen dem Reich und den Einzelstaaten zu schaffen, von diesem Ausdruck glaube ich nicht, daß er das Richtige trifft, die natürlich Platz haben und sammle man sie an bestimmten Stellen, Es sei deshalb am die Einzelstaaten brauchen sich nicht mehr um die Reichs- Erklärung der Regierung ftreut den Leuten Sand in die Augen. So entstehe dadurch leicht eine neue Gefahr. ausgaben zu forgen, andererseits sorgt das Reich selbst für Der§ 8 hat eine Fassung, die nach etwas aussieht, aber nichts be- besten, wenn man an gefährdeten Stellen keine Häuserbauten zuDie Erleichterung der Steuerlasten seiner ärmeren Be- deutet und die Arbeiter über den Kernpunkt, die lasse. Er wünsche, daß die Vorlage dem Vaterlande zum Segen ge wohner. Unser Antrag hat also auch eine hervorragende kostenfrage, hinwegtäuschen soll. Herr v. Bennigsen reichen möge.( Beifall.) fozialpolitische Bedeutung. Jeder, der es ehrlich meint weiß ganz genau, daß die von ihm ins Gesetz Damit schließt die Debatte. Die Vorlage wird einstimmig gemit der Aufbringung der Kosten für die Flottenvorlage, muß für brachte die Faffung Widerstrebenden der Vorlage geneigt angenommen. Eine aus Vierraden zu dem Entwurf ein unferen Antrag ftimmen.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) gemacht hat, aber fachlich nichts bedeutet. Was nun die Frage der gegangene Petition über Oder- Ueberschwemmungen wird der RegieSchatsekretär Freiherr v. Thielmann: Daß eine Reichs- Reichs- Einkommensteuer anlangt, so bin ich überzeugt, wenn man rung als Material überwiesen, nachdem der Regierungs- Kommissar Finanzreform einmal fommen muß, darüber kann fein Zweifel be- fie im Reichstag ernstlich gewollt hätte, auch die Frhr. v. Scherr- Toß weitere Regulirungsarbeiten an der untern flehen. Die verbündeten Regierungen haben auf den Plan einer Regierungen Ja gesagt hätten vorausgesetzt, daß es ihnen wirk. Oder in Aussicht gestellt. Reichs- Finanzreform durchaus nicht verzichtet. Der jezige Moment lich damit Ernst ist, die stärkeren Schultern zu belasten".( Bayeri Das Haus erledigt alsdann noch eine Reihe von Petitionen, ift jedenfalls schlecht geeignet, einen so einschneidenden Antrag, wie scher Bevollmächtigter Graf v. Lerchenfeld schüttelt mit dem Kopf.) Gehaltsregulirungen von Beamten 2c. betreffend, durch Uebergang den von dem Herrn Borredner gestellten, anzunehmen. Wir stehen Der bayerische Bevollmächtigte verneint dies. Nun, Sie werden zur Tagesordnung. am Ende einer Seffion, kurz vor den Ferien. Um die Reichs- begreifen, daß ich mich nun für berechtigt halte, zu sagen, Nächste Sitzung: Montag 1 Uhr. Wahl von brei Mitgliedern Finanzreform durchzuführen, dürfte eine Session taum hinreichen. Die Erklärung der Regierung hat nicht den Werth der zur Staatsschulden- Kommissfon, kleinere Vorlagen und Petitionen. Sie werden es mir also nicht verübeln, wenn ich auf die Einzel- Wahrheit, sie sucht das Bolt hinwegzutäuschen über die Schluß 44 Uhr. heiten des sozialdemokratischen Antrages nicht eingehe. Rostenfrage. Von Steuern auf Vorrath, das bemerke ich dem Abg. Müller- Fulda, kann nach§ 9 unferes Antrages teine Rede sein und daraus fann uns doch unmöglich ein Vorwurf gemacht werden, daß wir die etwaigen Ueberschüsse zur Erleichterung Die Petitionskommission des Abgeordnetenhauses er der Lasten, die auf den Schultern der Arbeiter ruhen, benügen ledigte heute eine Petition des Pfarrers Lic. Weber zu M.- GladAbg. Dr. Barth( frs. Bg.): Die beiden Anträge Richter und wollen. In der Bevölkerung wird es keinen Glauben finden, daß bach. Derselbe bittet, das Abgeordnetenhaus möge den Minister des Auer wollten den nächsten Reichstag binden feinem fie unserem Antrag zwar im Prinzip zustimmen, ihn aber der Form Junern ersuchen, die Kölner Polizeibehörde zum sofortigen Bericht freien Ermessen.( Lebhafter Widerspruch links.) Der sozial wegen nicht annehmen können. Was nun den Antrag Richter über das Auftreten der 2ona Barrison auffordern und demokratische Antrag ist zudem ganz unzweckmäßig, weil betrifft, so sind wir nicht grundsäglich gegen eine Vermögenssteuer. nach Eingang eines bestätigenden Berichts die sämmtlichen Polizeier die Normirung der Steuersätze und die Erhebung der Wir haben nichts dagegen, wenn Bermögen über 100 000 m. heran- behörden Preußens anweisen, daß sie ein solches oder ein ähnliches Steuern einem besonderen Gefeße vorbehält. Dieses besondere gezogen werden. Aber die Vermögenssteuer läßt die Einkommen Auftreten der Barrison oder anderer verbieten. Der Petition lag ein Gesetz müßte doch der nächste Reichstag erst schaffen und er wird von 6000 m. bis weit aufwärts frei, die für die Bedürfnisse der von glaubwürdiger Seite abgefaßter Bericht über das Auftreten der sich den Teufel um Ihre jezigen Wünsche fümmern. Die Zukunft Familie ausgegeben werden. Herr Barth hält den ganzen§ 8 für Barrison und über ihre Darstellung der sogenannten Enikleidungs fann man nicht binden, deshalb ist der Antrag ganz überflüssig. überflüssig, weil sich unsere Nachfolger nicht an ihn zu binden brauchen. und Reiterszenen bei. Dieser Bericht wurde von anderen ebenfalls ( Lachen links. Abg. Bebel: Wirklich ausgezeichnet!) Wenn es Die Logit, die dem Abg. Barth sonst eigen ist, hat ihn in den letzten zur Verlesung gelangenden Aussagen bestätigt. Von mehreren Mitfich blos um die akademische, theoretische Erörterung der Stener Tagen ganz verlassen. Wenn es nach seiner Meinung logisch ist, daß gliedern der Kommission wurde die polizeiliche Zulaffung solcher frage handelt, dann kann auch ich meine Sympathie nicht einer durch die Erklärung der Regierung ein Wall gegen den Versuch, auf die Sinnlichkeit berechneten und deshalb entsittlichenden Reichs- Erbschaftssteuer aussprechen. Wenn in drei, vier Jahren die höhere Rornzölle einzuführen, errichtet ist, dann ist es doch ebenso Darstellungen auf das schärffte gerügt und dabei hervorgehoben, daß Sache akut werden sollte, so wird sich der nächste Reichstag zu ent- logisch, daß, wenn man die Regierungen für eine Einkommensteuer die sogenannten Spezialitäten- Theater in neuerer Zeit weniger durch fcheiden haben. Einen gewissen Werth hat nur die Erklärung, daß man bindet, dadurch der gegen die Einführung indirekter Steuern er- fünstlerische Leistungen, als durch finnenreizendes und manchmal die schwächeren Schultern nicht weiter durch neue indirekte Reichssteuern richtete Wall nur noch verstärkt wird. Nicht wahr?( Rufe: geradezu schamloses Auftreten der sogenannten Rünstler und zu belaften gedenkt. Das muß man aber auch gelten laffen für Schluß!) Die Herren, welche der Meinung sind, daß über diese Künstlerinnen das Publikum anzulocken und zu befriedigen suchten, die Getreidezölle. Die Mehrbelastung des Brotkonsums würde die Frage genügend diskutirt worden ist, können ja den Saal verlassen. in welcher Beziehung Berlin mit an der Spize stehe. Der schwächeren Schultern ja am härtesten treffen. ( Heiterfeit.) Nach dem Verlauf der Kommissionsverhandlungen Regierungsvertreter aus dem Ministerium des Innern war es ja für uns flar, daß die Mehrheit des Reichs- nahm die Organe der Polizei in Schuh, indem er dar tages tro platonischen Erklärungen für die Reichs- legte, daß polizeilicherseits feine Aufführung genehmigt Wenn die werde, Gintommensteuer unsern Antrag ablehnen würde. welche im voraus als der Sittlichkeit zuwider Herren in Volksversammlungen vor den Wahlen diefe platonischen erkannt worden fei. Der Antrag des Referenten, die Betition Erklärungen wiederholen werden, dann werden wir auf die der königl. Staatsregierung als Material zu überweifen, ging der heutigen Verhandlungen hinweisen. Das Volk wird sich dann Mehrheit der Kommiffion nicht weit genug; ein anderer Antrag, die sicherlich für uns entscheiden.( Bravo bei den Sozialdemokraten.) Präsident v. Buol ersucht die Redner, sich kurz zu faffen, da es sonst unmöglich ist, die Tagesordnung ohne Abendsigung zu erledigen. Abg. Schmidt- Warburg( 3.) hält es für zweifelhaft, ob die Vermehrung indirekter Steuern nach der Zusicherung der Regierung auch für den Fall ausgeschlossen sein soll, daß sie für andere Zwecke verwandt werden sollten. Der Referent, Abg. Dr. Lieber, kann eine Antwort darauf nicht ertheilen. Abg. v. Massow( t.): Meine politischen Freunde hielten es für unangebracht, die Deckungsfrage mit dem Flottengefeß zu verquicken. Wenn wir troßdem für den§ 8 stimmen, so deshalb, um bas ganze Gesetz durchzubringen. Abg. Werner( Reform- P.) erklärt, daß seine Partei in erster Linie für den Antrag Auer stimmen werde. Sollte der Antrag abgelehnt werden, so werden wir für den§ 8 in der Kommissions faffung eintreten. Eine Luxussteuer würde doch erheblich größere Beträge aufbringen, als der Abg. Bebel annimmt. Auch an eine Wehrfteuer müsse gedacht werden. Abg. Dr. Hammacher( natl.): Giner Reichs- Einkommensteuer ftehen zur Zeit unüberwindliche Hindernisse gegenüber. Der Abg. Bebel tabelte, daß der§ 8 sehr wenig bedeute; es handle fich nur um unverbindliche Zusagen der Regierung. Denfelben Vorwurf fann ich seinem Antrage machen. Dem Hause wird nichts weiter übrig bleiben, als die Kommissionsfaffung anzunehmen. Sie erhält ihr Gewicht durch die Erklärung des Grafen Posadowsty in der Kommission, die er nach einer Umfrage bei allen Regierungen im Einverständniß mit allen abgeben fonnte. Ein etwaiger Mehrbedarf soll danach nicht durch Erhöhung oder Vermehrung der indirekten, den Maffenkonsum belastenden Reichssteuern gedeckt werden. Bu der Befürchtung, daß in den nächsten sechs Jahren überhaupt zu neuen Steuern gegriffen werden muß, liegt nach unferer Ansicht überhaupt kein Grund vor. Damit schließt die Diskussion. § 7 wird unverändert in der Rommissionsfaffung angenommen. Der Antrag Auer zu§ 8 wird gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und Freifinnigen abgelehnt; ebenso der Antrag Richter, für den noch die Polen stimmen. Abg. Richter( frf. Vp.): Der Abg. Barth meinte, der nächste Reichstag werde den Teufel nach dem Antrag der Sozialdemokraten§ 8 wird in der Kommissionsfaffung gegen die Stimmen der fragen. Ja, da sage ich, der nächste Reichstag wird auch den Sozialdemokraten und einiger Freisinnigen angenommen. Teufel nach Ihrem§ 8 fragen.( Sehr richtig! links.) Bei der Er- Damit ist die zweite Berathung des Flotten flärung der Regierungen fehlte zudem der dritte Mann, fehlt die gefeßes erledigt. 3ustimmung der Landtage. Die Reichs Vermögens- Es folgt die zweite Berathung des Marine, steuer läßt sich sehr leicht durchführen. Wir vermeiden durch Etats. Die Annahme unferes Antrages auch die Bewilligung von Abg. Richter erklärt, nach der Annahme des Flottengefeßes Stenern auf Vorrath, ein Vorwurf, der dem sozialdemokratischen An- habe es für ihn und seine politischen Freunde überhaupt keinen trage in seiner ersten Form zu machen wäre. Eine Reichs- Ver- Zweck, die durch dasselbe nöthig werdenden ersten Raten und die mögensstener läßt sich viel leichter durchführen als eine Reichs Erhöhung des Personalbestandes noch zu beanstanden. Einkommensteuer. Von dem§ 8 ist aber zu sagen: Nüßt er nichts, Beim Titel Staatsfetretär beantragt die Rommiffion so schadet er auch nichts. Er kann vielleicht einmal als Handhabe die Ablehnung der für diesen geforderten Gehaltserhöhung von im Rampf gegen neue indirekte Steuern dienen. Aus diesem Ge- 6000 M. fichtspuntte heraus werden wir, wenn unser Antrag abgelehnt werden Dieser Antrag gelangt debattelos und einstimmig zur Ansollte, für den§ 8 stimmen. nahme. Das Gehalt wird also nur in Höhe von 24 000 Mart Abg. v. Kardorff( Rp.): Der Sat: indirekte Steuern belaften bewilligt. die breiten Massen mehr als direkte, ist falsch. Blicken Sie nach Das Ordinarium des Etats wird bebattelos nach den Bor: Bayern, dort giebt es das befte und billigste Bier und die höchften schlägen der Kommission angenommen. Biersteuern. Bei der Salzsteuer tann ich zugeben, daß sie die Unter den einmaligen Ausgaben werden zur Erweiterung der ärmere Bevölkerung belaftet, aber von den übrigen indirekten Arbeiterkolonie Brieser Höhe" in Friedrichsort als erste Rate Steuern trifft es nicht zu. Die Einführung einer Reichs. 104 000 m. verlangt. Die Kommission hat von dieser Forderung Einkommensteuer ist zwar formell zulässig, aber selbst wenn 24 000 m. abgesetzt. fich eine Majorität im Reichstage dafür finden sollte, Nach kurzer Debatte wird die Regierungsforderung( 104 000 M.) Parlamentarisches. Regierung zu ersuchen, die Lona Barrison auszuweisen, fand in formaler Beziehung nicht die Zustimmung der Mehrheit, weil er sich von dem eigentlichen Petitum zu weit entfernen. Der Antrag, die Petition der Regierung zur Berücksichtigung zu überweisen, wurde mit allen gegen 3 Stimmen angenommen, wobei zu bemerken ift, daß bezüglich der Verurtheilung der Lona Barrison'schen Leistungen eine Meinungsverschiedenheit nicht obwaltete.- Schließlich vereinigte sich die Kommission auf Anregung des Abg. Lückhoff zu der Bitte an den Minister des Innern, diese Dame aus dem Lande zu verweisen. Der Regierungsvertreter wurde beauftragt, diesen einmüthigen Wunsch der Kommission zur Kenntniß des Ministers zu bringen. Kommunales. Der Etatsausschuß der Stadtverordneten- Versammlung zur Vorberathung des Stadthaushalts- Etats pro 1898/99 hat in feiner Schlußßigung am Freitag den Etat der Gemeindeschulen nach der neuesten Gehaltsstala des Lehrpersonals richtig gestellt und die personellen Kosten im Betrage von 11 009 638 M., gegen den Ent urf 45 960 W. mehr, in den Etat eingestellt. Die Etats des Hochbaues und des Straßen- und Brückenbaues wurden nach den VorDer Etat für die schlägen des Magistrats unverändert genehmigt. personellen Rosten der Beamten ist vom Magistrat abgeändert worden und entspricht nunmehr überall den durch Gemeindebeschlüsse getroffenen Festsetzungen; er erfordert gegen den ersten Entwurf 209 297 m. weniger Zuschuß. Die im Etat vorgesehene Ver mehrung der Bureauassistenten um 30 neue Stellen und der Stadtbaumeister um 3 Stellen für den Tiefbau und um 1 Stelle bei der Kanalisationsverwaltung wurde vom Ausschuß genehmigt. Bei dem Etat der verschiedenen Einnahmen und Ausgaben sind zur Deckung der dem Lehrpersonal an den Gemeindeschulen und den Oberlehrern an den städtischen höheren Lehranstalten vom 1. April 1897 ab nachzuzahlenden Gehaliszulagen 798 954 M. von den Ueberschüssen des Jahres 1896/97 refervirt worden. Die im Etat enthaltenen Beiträge an Vereine und Institute wurden bis auf eine Veränderung genehmigt. Neu bewilligt und zum Etat gestellt wurden 2500 MM. einmaliger Beitrag an das Kuratorium der Königin Augusta- Stiftung für die werden Sie nicht die Zustimmung der verbündeten bewilligt. Berliner Feuerwehr und 500 M. Beitrag an den Ausschuß zur Regierungen bekommen, und selbst wenn Sie die hätten, glauben Förderung des Rhein- Weser- Elb- Ranals. Gin Antrag auf Be Sie denn, die Einzel- Landtage haben Luft, darein zu willigen und willigung eines Beitrages für die Berliner Rettungsgesell sich damit selber abzusehen? Sie denken nicht daran. Wer also fchaft wurde abgelehnt, weil zunächst eine bezügliche Vorlage hier für die Reichs- Einkommensteuer eintritt, inacht seinen Wählern des Magiftrats abgewartet werden soll. Die Etats für das städtische hur Wind vor.( Sehr richtig! rechts.) Trotz schiverer Bedenken Das Gesetz betr. die Verwendung überschüssiger Reichseinnahmen Amt der Stadt Berlin, des Märkischen Provinzial- Museums, des gegen den§ 8 werden wir aus Loyalität gegen das Zentrum, nach wird debattelos in zweiter Lesung angenommen. die städtischen Volksbibliotheken Gewerbegerichts und dem wir uns wegen der Zölle gesichert haben, für ihn stimmen. Präsident v. Buol: Damit ist die Tagesordnung erledigt. Lefeballen gelangten unverändert nach den Entwürfen zur Abg. Müller Fulda( 3.): Daß die indirekten Steuern den Nächste Sigung Montag 12 Uhr.( Tagesordnung: 1. Bericht der ( Tagesordnung: 1. Bericht der Feststellung. Die Etats Die Etats der Steuerverwaltung blieben bis Massenverbrauch nicht belaften, ist eine fire Idee des Herrn Rechnungskommiffion. 2. Dritte Berathung des Gefeßentwurfs betr. die auf die Umsatzsteuer unverändert. Letzterer Etat wurde v. Karborff. Aber die Erklärungen der verbündeten Regierungen Entschädigung der im Wiederaufnahmeverfahren Freigesprochenen. 101 617 M. auf 1651 737 m. erhöht. Der Stadt- Haushaltsetat über die Deckungsfrage find für mich so werthvoll, daß ich mich 3. Dritte Berathung der Branntweinsteuergesetz- Novelle. 4. Dritte balanzirt nunmehr in Einnahme und Ausgabe mit 98 046 642 M., fa ft mit dem ganzen Gesetz aussöhnen fönnte. Dem Antrag Bebel Berathung des Flottengefeges. 5. Antrag auf Errichtung eines mit welchem Betrage derselbe zur Feststellung gelangte, und ist um tann ich schon deshalb nicht zustimmen, weil ich nicht Stenern auf Denkmals für Kaiser Friedrich. 6. Petitionen.) Schluß 64 Uhr. 9 940 961 m. gegen den laufenden Stadt- Haushaltsetat höher. Die Borrath bewilligen will. In dieser Form ist er für mich unzu erhebenden Steuersäge haben wir bereits mitgetheilt. annehmbar. fo # Abg. Singer( Soz.): Der Abg. Müller- Fulda hat die Form. Der Rest des Etats wird debattelos angenommen, ebenso eine Reihe kleinerer Etats: Bayerische Quoten; besonderer Beitrag von Elsaß- Lothringen; Ueberschüsse aus früheren Jahren; Matrikularbeiträge und Etatsgeset. Herrenhaus. 7. Sigung vom 26. März. 1 Uhr. und Die Deputation für die städtischen Krankenhäuser geneh unferes Antrages bemängelt. Vielleicht stellt er seine Kenntnisse in migte gestern unter Vorsitz des Stadtraths Bail den vom Stadtden Dienst unserer Sache und verbessert die Form unferes Antrages. Nach Erledigung einiger Petitionen wegen Abänderung des Bauinspektor Zeteli aufgestellten Gesammtplan für den Ausbau des Herr von Kardorff hat die neue voltswirthschaftliche Weisheit aus- Fischereigesetzes und des Jagdpolizeigesetzes durch Uebergang aur städtischen Krankenhauses in Moabit. Zur Annahme gelangten die getramt, daß die indirekten Steuern die Maffe der Bevölkerung nicht Tagesordnung refp. Ueberweisung an die Staatsregierung als Material Entwürfe 1. für ein neues Verwaltungsgebäude, in welchem auch belasten. Warum schwärmt er dann für höhere Getreidezölle? berichtet Graf Udo Stolberg über den Gefeßentwurf, die Wohnungen für den Verwaltungsdirektor und für 16 Aerzte Doch nur, weil er höhere Getreidepreise erzielen will. betreffend die Bewilligung von Staatsmitteln untergebracht sind; 2. für eine neue Rochküche mit Wohnungen für Und daß durch höhere Getreidezölle das Volt belastet aur Beseitigung der Hochwasserschäden des das gesammte Küchenpersonal; 3. für eine neue Waschküche mit wird, kann doch niemand bestreiten. Aber die Herren opfern Sommers 1897 und beantragt namens der Kommission die Wohnungen für den Maschinenmeister und das Waschpersonal; die Intereffen der Gesammtheit zu gunften ihrer eigenen Klaffen- unveränderte Genehmigung nach den Beschlüssen des Abgeordneten- 4. für ein Wohnhaus für 48 Pflegerinnen; 5. für ein Wohnhaus für Iage. Daß die Bölle die Produkte vertheuern, fehen Sie ja am bauses. Der Berichterstatter erklärt, daß die Betheiligung der 60 Krantenwärter 2c.; 6. für ein Badehaus. Die Gesammtkosten für Zuder bei uns und in England. Herr von Leveyor fagte, Provinzen mit einem Fünftel des Unterstüßungsbetrages Voraus diese Bauten sind überschläglich auf 1 400 000 m. berechnet. Tokales. Bus Diefer recht beplazirten Aeußerung gegenüber fei darauf hin gewiesen, daß eine unbezahlte, nicht gewerbsmäßige Vertretung vor dem Gewerbegericht durchaus statthaft ist. Die Auftrengung der Klage der Stadtverordneten- 16 378( 16 218) männliche, 14 244( 14 360) weiblich, Bersammlung gegen den Magiftat wegen deffen Beanstandung des sammen 30 622( 30578) Personen, Beschlusses betr. Niederlegung eines Kranzes auf der Grabstätte der unter barunter 10 669( 10 052) Märzgefallenen ist fertiggestellt und 1 Jahre alte Kinder. Der Ueberschuß den wird dem Ober Geborenen über die Gestorbenen war 18 649( 17 742). 13 zu Verwaltungsgericht mit Ende dieses Monats zugehen. gezogen wurden 119 718( 121 097) männliche 101 740( 97 883) wetter Geschädigten Deutschlands hielt gestern unter Vorsitz des Der Neuneransschuß des Zentralfomitee's für die durch Une weibliche, zusammen 221 458( 218 980) Perfonen als fort Oberbürgermeisters Belle feine Schlußßißung ab. Von den als Be gezogen 94 308( 90 992) männliche, 81 839( 75 951) weibliche, zu- ftand verbliebenen Gaben im Betrage von 75 000 Mart tamen Bur Lokallifte. Die Genoffen worden ebarauf aufmerksam gelegenheit der Volkszählungen nachgewiesenen Unvollständigkeit der 10 000 Mart, Ziegnis 30 000 Mart und der Regierungs- Präsident fammen 176 147( 166 943) Personen gemeldet. Wegen der bei Ge- 70 000 Mart zur Bertheilung. Hiervon erhalten Angermünde macht, daß das Etablissement Buggenhagen( Juh. Herr Wäbekind Meldungen wird zu den Fortzügen ein Zuschlag( von gegenwärtig in Frankfurt a. D. für Lübben und Kalau 30 000 Mart. Die vers gesperrt bleibt, da der Wirth ſich beharrlich weigert, uns seinen 18 pt. bei den männlichen, 18 pet. bei den weiblichen Personen) bleibenden 5000 Mart sollen Verwendung finden zur Deckung von Saal unentgeltlich zu Versammlungen zur Verfügung zu stellen. Wir gemacht. Für 1897( bezw. 1896) ftellt sich dieser Buschlag auf Druckkosten und anderen erforderlich gewesenen Ausgaben. Dem nach ersuchen die Genossen, das Lotal auch privatim zu meiden. Der Gastwirth Rud. Kühn, Stettinerstraße 50, stellt uns sammen 27 614( 26 253) Personen, so daß als wirtliche 16 975( 16 379) männliche, 10 639( 9874) weibliche, dem Osterfeste zusammentretenden Zentralfomitee wird hierüber feinen Saal zu Versammlungen frei; sein Lokal ist daher nicht 3ahl der Fortgezogenen anzunehmen ist 111 283( 107 371) Bericht erstattet werden. mehr gesperrt. Die Lotalfommission1. männliche, 92 478( 85 825) weibliche, zusammen 203 761( 193 196) Nachdem der Eisenbahn- Betrieb der Nordbahn von deren Arbeiter Bildungsschule. Heute Abend 7 Uhr in den Armin Personen. hallen, Kommandantenftr. 20: Vortrag der Genossin Frau Lily gezogenen war dann 17 697( 25 784). Der Bevölkerung3. der Verkehrszufluß Der Ueberschuß der Bugezogenen über die Fort- Bahnhof nach dem Stettiner Bahnhof zurückgelegt und damit vom Nordbahnhofe weggefallen ist, beabBraun über: Die Entstehung der Frauenfrage" suwach 3 durch Geburten- und Wanderungsüberschuß stellte sich fichtigt die Große Berliner Straßenbahn Verwaltung, den Wir laden die Parteigenoffinnen und Genossen zu diesem Vortrage demnach aufür Ende 1896 mit 1722 509 berechnet, ist also für und die Swinemünderstraße bis zur Ramlerstraße auszudehnen. 36 526). fortgeschriebene Bevölkerung 3. P . Die Verwaltung hat zu diesem Zwecke zunächst die grundsägliche Bustimmung der städtischen Behörden zum Ausbau der Strecke inetaplay- Ramlerstraße nachgesucht. höflichst ein und erwarten zahlreichen Besuch. Der Vorstand. zahl wurde für Achtung! Erfter Wahlkreis( Hansaviertel). Wir machen Ende 1897- nach Addition des 1897er Zuwachses- mit 1758 855 die Parteigenossen darauf aufmerksam, daß am Dienstag, 1/29 Uhr anzunehmen. Der Jahresdurchschnitt der Bevölte abends, in den Spreehallen, Kirchstr. 27, eine Bersammlung des rungszahl stellt sich für 1897( beziv. 1896) auf 1734 770 Wahlvereins stattfindet; der Reichstags- Abgeordnete Genosse Zubeil( 1 699 046). Im Vergleich zu diesem Durchschnitt waren: die Lebend Der Durchftich des Spreetunnels bei Treptow ist nunwird in derselben referiren. Gäste find willkommen. Wir erwarten, geborenen 28,40( 28,44) pro Mille, die Todtgeborenen 1,02( 1,02), die mehr beendet. Die Luftzuführung zu dem Tunnel geschieht jest in daß die Versammlung recht zahlreich besucht wird. Mitglieder werden Geborenen überhaupt 29,42( 29,46), die Geftorbenen ohne Todt- normaler Weise und es können die noch vorzunehmenden Arbeiten in der Versammlung und folgenden Zahlstellen aufgenommen: Moll, geborene 17,65( 18,00), der Geburtenüberschuß 10,75( 10,44), die im Tunnel infolge deffen mit größerer Schnelligkeit gefördert wer Klosterstr. 101; Preuß, Neue Friedrichstr. 20; Sommer, Grünftr. 21; Bugezogenen 127,66( 128,89), die Fortgezogenen mit Zuschlag 117,46 den. Wie sich hierbei zeigt, ist der den Tunnel durchziehende LuftMörschel, Jüdenstr. 35. Der Vorstand.( 113,71), der Wanderungsüberschuß 10,20( 15,18) und der Be- ftrom ziemlich bedeutend, so daß dort ständig frische Luft vorhanden völkerungszuwachs 20,95( 25,62) pro Mille der Bevölkerung. Der ift. Demnächst werden nun die Hochbau- Arbeiten in Angriff geBevölkerungszuwachs war 1897, wie man sieht, um ein beträcht- nommen und Hand in Hand mit diesen wird die Anlegung der liches geringer als 1896. Das ist zurückzuführen auf die Ver- neuen elektrischen Straßenbahn- Linie Schlesisches Thor- Treptow ringerung des Wanderungsüberschuffes, die ihrerseits durch die durch die Stralauer Chaussee vor sich gehen. Die Eröffnung dieser ( relative) Berminderung der Zuzüge und Vermehrung der Fortzüge Linie und des Tunnels dürfte voraussichtlich noch in diesem Sommer bewirkt worden ist. Auch die Geburtenziffer ist 1897 von neuem erfolgen. ein wenig zurückgegangen, nachdem sie 1896, nach einer langen Periode des Rückganges, endlich wieder etwas gestiegen war. Troß: dem war der Geburtenüberschuß 1897 noch höher als 1896, weil 1897 die Sterblichkeit( relativ) geringer war. Der Zentralverein für Arbeitsnachweis in Berlin hat foeben feinen Geschäftsbericht für das Jahr 1897 erstattet. Die Vermittlungsthätigkeit des Vereins ist aus den folgenden Hauptzahlen zu ersehen: Stellengesuche der Arbeiter Besetzte Stellen Ungelernte Arbeiter Maler und Anstreicher Schloffer Klempner • Lackirer•. Diverse Landwirthschaftliche Arbeiter. Weibliche Personen. 16 455 6857 1958 1 265 156 76 104 3 036 Busammen 29 907 12 693 5354 1 569 1 068 134 45 104 1874 22 441 Magistrat aufgestellten Entwurfsskizze für die Ueberbrückung Die fönigl. Eisenbahn Direktion hat sich mit der von dem des Bahnhofes Gesundbrunnen zur Verbindung der Bellermannstraße mit der Swinemünderstraße im allgemeinen einverstanden erklärt. Die Direktion stellt dem Magistrat anheim, in dem Entwurf die Anlage einer Treppe zu dem Vorortssteig des Bahnhofes Gesundbrunnen vorzunehmen. tage, soweit es sich um die Charwoche und die Ostertage handelt, Bezüglich der äußeren Heilighaltung der Sonn- und Feier bestimmt die neueste Polizeiverordnung folgendes: GebrauchsabnahmeGrundstücke und Wohnungen in Berlin. Nach Angabe des neuesten Berichts der städtischen Steuerdeputation( pro 1896/97) wurden Ende 1896( bezw. 1895) hier 24 370( 23 935) benute Grundstücke gezählt. Davon waren 23 667( 23 392) bebaut und 703( 543) unbebaut( 3immer, Holz, Kohlen, Stättepläge, Im Jahre 1896 gingen nur 27 645 Stellengesuche von Arbeitern Garten- und Ackerland u. s. w.) Dazu kamen noch 1516( 1773) ein, von denen 20 619 placirt werden konnten. Die Benutzung des grundbuchlich eingetragene ertraglose Barzellen( Baustellen). Vereins ist also wiederum etwas gestiegen, auch konnten von den Die bedeutende Vermehrung der unbebauten Nuggrundstücke ist zum schluß der Gesangs- und deklamatorischen Vorträge, Schaustellungen ,, 1. Am Charfreitag find alle öffentlichen Luftbarbeiten mit Einfich meldenden Arbeitern diesmal 76,4 pct., im Jahre 1896 nur theil nur auf eine andere Buchung Zerlegung größerer Garten- von Personen, theatralischen Vorstellungen und Musikaufführungen 74,7 pet. untergebracht werden. Aus den obigen Zahlen sieht man oder Ackerländereien in fleinere Barzellen jedoch, daß die Hauptthätigkeit dieses Arbeitsnachweises die Stellen Wohnungen( und Geschäfts, Diensts, Fabrik, Arbeitsräume) find gestattet. zurückzuführen. verboten. Nur geistliche Musik Aufführungen( Oratorien) vermittelung für ungelernte Arbeiter ist. Größere Bedeutung wurden 483 374( 466 449) gezählt. Davon waren 458 465( 440 362) find verboten: a) öffentliche Tanzlustbarkeiten und Bälle, b) Ge2. In der Charwoche und am ersten Osterfeiertage beansprucht allenfalls noch der Nachweis für Maler und der für vermiethet, einschließlich der vom Besizer selber benutzten oder fangs: und deklamatorische Vorträge, Schaustellungen von Personen, weibliche Personen. Die Vermittelungsthätigkeit für Laciver und miethsfrei an andere überlassenen Wohnungen, und 24 909 theatralische Vorstellungen und alle Musit- Aufführungen, falls nicht landwirthschaftliche Arbeiter ist kaum erwähnenswerth; der Nach( 26 087) unvermiethet. Die weis für Maurer und Zimmerer, der es allerdings erst zu einem Wohnungen in Neubauten sind hierbei nicht mitgezählt. Die un- Auführungen in Café chantants( Tingel Tangeln.) noch nicht vermietheten der ernste Charakter gewahrt ist; Vorträge, Schauftellungen und Musik. fehr geringen Umfang gebracht hatte, ist ganz eingegangen, nachdem vermietheten Wohnungen waren 5,2( 5,6) pet aller vordie Innung den bekannten Nachweis gegründet hat. Die Bestimmung unter b findet keine Anwendung auf die Interessant handenen. Der schon 1895 begonnene Rückgang der Zahl der unver- Vorstellungen ift, daß der Nachweis für ungelernte Arbeiter in immer steigendem mietheten Wohnungen in den Theatern im eigentlichen Sinne, 1894 machten diese noch 6,8 pt. aller d. h. folchen, deren Zweck es ist, Schauspielvorstellungen zu verMaße von jugendlichen Arbeitskräften benutzt wird, so daß vorhandenen aus! hat also 1896 fortgedauert. Das ist um so anstalten, bei welchen ein höheres Interesse der Kunst obwaltet. der ganze Verkehrszuwachs auf diese jungen Arbeiter( Lauf- und bemerkenswerther, da 1896, infolge wieder vermehrter BauArbeitsburschen) entfällt. Im Jahre 1896 waren von den im Nachthätigkeit, die Zahl der verfügbaren Wohnungen wieder stärker solche private Luftbarkeiten, die geeignet sind, die äußere Heilig Das Verbot der öffentlichen Luftbarkeiten erstreckt sich auch auf weis für ungelernte Arbeiter gemeldeten männlichen Personen noch als in den Vorjahren zugenommen hat. Diese nahm zu: 1890: haltung der Sonn- und Feiertage zu beeinträchtigen. Am Oster 36,4 pet. über 30 Jahre alt; 1897 war der Prozentsatz der über 5,7 pet., 1891: 4,6 pt., 1892: 3,9 pŒt., 1894: 2,6 pt., 1895: Montag gelten die gewöhnlichen Sonn- und Feiertags- Bestimmungen. 30jährigen bereits auf 21 gefunken. Von den beim Nachweis für 1,1 pCt., aber 1896: 3,6 pCt. Das schon 1895 eingetretene erneute weibliche Personen gemeldeten Mädchen und Frauen waren im Anschwellen der Zuzüge, das sich 1896 noch erheblich ge präsidiums wurden im Laufe des Jahres 1897 unter Mitwirkung Nach der Statistik der Banabtheilung des Polizeiletzten Jahre sogar nur 8,7 pet. über 30 Jahre alt. In dieser legt- steigert hat, hat auch die Nachfrage nach Wohnungen gesteigert, der Bauinspektionen 951 Robbauten abgenommen, durch die Raths genannten Abtheilung des Zentralvereins ist seit dem 1. Februar d. J. und zwar so bedeutend, daß troß der gegen früher vermehrten Baumeister 617, zusammen 1568 Abnahmen. ein Nachweis für weibliche Dienstboten eingerichtet worden. Es wäre zu thätigkeit die Zahl der unvermietheten Wohnungen zurückgehen Prüfungen wurden 978 vorgenommen. Ferner find 140 Wohnhäuser wünschen, daß diese Abtheilung von den Mädchen sowohl wie von tonnte. den Hausfrauen benutzt würde, da sich gerade in die Stellenabgebrochen worden. Ber Bauausführungen find 19 Unglücksfälle vermittelung für weibliche Dienstboten ein ganz unverschämtes Reichstags- Abgeordnete Mag Schulz gegen die Polizeiverord: An Brandanzeigen find 624 eingelaufen. Die lebhafte Bewegung, die der Großdeftillatene und erheblicher Natur vorgekommen, davon 5 mit tödtlichem Ausgange. Schmarozerthum eingenistet hat. Der Verein hat die Einrichtung nung vom 10. Oktober 1896 über die äußere Heiligbaltung des getroffen, daß die sich Meldenden, wenn keine Aussicht auf baldige Sonntages entfaltete und die in einer Reihe von Proteſt: mancherlei Schaden angerichtet. Auf dem Frühjahrsmarkt vor dem Der heftige Sturm in der Nacht zum Sonnabend hat Arbeitsvermittelung vorhanden zu sein scheint, hierauf aufmerksam versammlungen und Erklärungen hiesiger Bürger ihren Ausdruck Halleschen Thore wurden zahlreiche Buden abgedeckt, zum theil auch gemacht werden und ihnen von der Eintragung in die Liften, die fand, worin zuweilen die Bertreter der Kirche scharf angegriffen vollständig vernichtet, und die innerhalb lagernden Waaren beschädigt. 20 Pfennig tofiet, abgerathen wird. Aus diesem Grunde wurden wurden, hatte die Berliner Geistlichkeit veranlaßt, in einer Petition Auf den von Weißensee und Friedrichsberg nach der Stadt führenim Jahre 1897 2437 Berliner Arbeiter nicht eingeschrieben, während das Konsistorium zu bitten, von Aufsichts wegen das Straf den Straßen wüthete der Sturm in den ersten Morgenstunden so dieses Nichteinschreiben im Jahre zuvor uur 1529mal nöthig wurde. verfahren gegen Herrn Schulz wegen Beleidigung und Verleumdung heftig, daß mehrere den Markthallen zustrebende Obst- und GemüseAuch hierin scheint sich ein Symptom dafür zu zeigen, daß die einzuleiten. Die Beschwerde wurde vom Konsistorium dem Ober- wagen umgeworfen wurden. Der Kutscher des einen Gefährts erlitt Jahre des wirthschaftlichen Ausschwungs vorüber und die geschäft. firchenrath übermittelt lichen Konjunkturen bereits seit dem vergangenen Jahre im Fallen Freitag in einer Stöcker Versammlung in den Konkordiasälen hause gebracht werden mußte. Besonders gefährdet waren auch die und ist, wie ein Geistlicher am bei dem Unfall so schwere Verlegungen, daß er nach einem Krankenbegriffen sind. mit Bedauern" mittheilte, jetzt den Antragstellern zurück auf der Spree vor Anker liegenden Kähne und Flöße. Berliner Frühlingsboten. Wenn die Zugvögel nach dem gegeben worden mit dem Befcheid, daß beide firchliche KörperNorden ziehen, wird Berlin von Volksschwärmen durchzogen, die schaften es ablehnen, hier einzuschreiten. Damit ist jedoch für die Krankheit und Arbeitslosigkeit haben den 42 Jahre alten aus dem Lande der Knute kommen. Es sind die sogenannten Geiftlichen die Sache noch nicht abgethan; es wird vielmehr mit der Former Hugo Meinhardt aus der Wiesenstr. 40 in den Tod getrieben. Sachsengänger, die von den hurrahpatriotischen Großgrundbesitzern Möglichkeit gerechnet, daß die obersten Kirchenbehörden dennoch Der Mann hatte wegen Krankheit sowie infolge der Maßregelungen, eingeführt werden, wie Wolle Jund Heringe von den Kaufleuten immer in ganzen Eisenbahnzügen. gegen Herrn Schulz vorgehen werden, sobald solches von den mit denen die Metallindustriellen ihn als ausständigen Former Und wenn es der Berliner, der Gemeindekirchenräthen und durch Versammlungsbeschlüsse für un feine Arbeit mehr. Die Frau und die erwachsenen Töchter mußten systematisch zum Verhungern zu bringen suchten, seit 15 Wochen ja meist nicht zu den Befigern von Landgütern gerechnet werden bedingt nothwendig erachtet wird. Der Anfang ist bereits gemacht fann, er müßte denn in Klein- Kleckersdorf oder Neu- Kamerun sein worden. Der Gemeinderath von Emmaus beschloß am Freitag, für die zahlreiche Familie fieben Kinder im Alter von 4 bis zu Laubschloß haben, sonst nicht in den steinernen Straßen merkt, daß beim Konsistorium im Sinne der abgewiesenen Petition der Geist20 Jahren durch Näharbeiten den Lebensunterhalt erwerben. In es in der Natur gährt und feimt, die eigenthümlichen Gestalten lichen nochmals vorstellig zu werden, und die Stöckerversammlung dieser verzweifelten Lage griff Meinhardt zum Strick. Gestern fand der Sachfengänger verrathen es ihm. Für uns Berliner sind die schloß sich diesem Vorgehen an durch Annahme folgender Erklärung: in seine älteste Tochter als Leiche am Bettpfosten hängen. Sachfengänger immer wieder ein Gegenstand der Neugier, des" Die Versammlung hält es für Pflicht der Kirchenbehörden, die Durch Ueberfahren schwer verunglückt ist gestern Abend Interesses. Steigt uns doch bei ihrem Anblick eine Ahnung von Geistlichen gegen Angriffe, die der Großdestillateur Schulz gegen sie der neun Jahre alte Sohn Wilhelm des Schlächtermeisters Nickel der Kultur unseres vielgeliebten Nachbars im Osten auf, denn diese erhebt, in wirksamerer Weise zu schützen, als es bis jetzt geschehen ist aus Neu- Weißensee. Der Knabe hatte sich an einen Pferdebahnsonderbaren Gestalten umschwebt stets ein Duft ihrer Heimath, wenn Magistratsaffeffor Cuns über die Armenpflege. Gine wagen hinten angehängt und tam, als er losließ, zu Falle. In sie auch schon öfter den Zug nach dem Westen, der alljährlich viele Denkschrift über seine Erfahrungen im Armenamt XII hat der diesem Augenblick kam ein Geschäftswagen daher gejagt, ging über Tausende billiger Hände bei uns einführt, mitgemacht haben. Die frühere Magistratsassessor Cuno, jezt Stadtrath in Königsberg, den Gestürzten hinweg und zerschmetterte ihm beide Beine. Frauen, unter denen jedes Alter zu finden ist. geben immer noch seinen hiesigen Mitarbeitern im Armenwesen hinterlassen. Die Denk- Auf der Straße gestorben ist gestern Abend die etwva wie vor Jahren in hohen Schaftstiefeln gleich den Männern. schrift behandelt eingehend die Neu- Organisation der Berliner Armen- 50 Jahre alte Frau Therese Dube aus der Jagowstraße 20. Die Ihre Röcke sind noch ebenso furz und arbeitsbequem, pflege und deren Erfolge. Sie gelangt zu dem Resultat, daß ein Weiter: Frau war, anscheinend jemanden erwartend, ungefähr eine halbe ihre Kopftücher 110ch ebenso bunt und die Jacken gehen auf dem betretenen Wege der Dezentralisation geboten erscheint. Stunde lang in der Nähe der Jerufalemer Kirche auf und ab= noch ebenso weit. Nur einzelne sind von der mitteleuropäischen Die jetzige Organisation des Armenamtes sei zur Berbesserung der gegangen, lief dann auf einen ihr bekannten jungen Mann zit, der Kultur belect, fie tragen moderneren But, manche geben fogar unter offenen Armenpflege wohl geeignet. Ueber die viel umstrittene Frage, zufällig des Weges kam, und fant ihm, vom Herzschlag getroffen, einem bunten Hut. Auch unter den Männern finden sich vereinzelte, welchem Personenkreis die Armenamts- Vorsteher entnommen werden in die Arme. Ein Arzt, der bald zur Stelle war, fand schon eine die das bäuerische bunte Halstuch mit weißem Kragen und Kravatte sollen, läßt sich der Verfasser wie folgt aus:... Man scheut davor Todte vor. vertauscht haben. Auch rauchen nicht mehr alle die obligate furze zurück, daß bei Durchführung der Organisation 15-16 Magistrats: Holzpfeife. Viele leisten sich schon die um eine Stufe in der Kultur Assessoren als Armenamts Borsteher fungiren müßten. Ich selbst jetzt abgeschlossen und die Boruntersuchung gegen Grünenthal und Ju Sachen des Oberfaktore Grünenthal ist das Borverfahren höher stehende Zigarre. Sollten das etwa Anzeichen sein, daß auch bin überzeugt, daß die in diesen von ihren Arbeitgebern oft noch unter dem Bieb ein- Bezirk volt 100 000 bis 150000 Gier Armenfürsorge für einen Frau Eng eröffnet worden. Zum Untersuchungsrichter wurde Lands Einwohnern die volle Kraft eines gerichtsrath Brandt bestellt. geschätzten Menschen eine Ahnung von einem Recht auf Ansprüche Juristen in Anspruch nehmen und ihm auch Befriedigung gewähren je eine Vorladung vor den Untersuchungsrichter für den 31. d. m. Elly G. sowie deren Mutter haben aufdämmert? Sollten fie vielleicht sogar die Kultur tann. Der andererseits gemachte Vorschlag, für das Amt eine bes erhalten. Die Untersuchung erstreckt sich auf Diebstahl und Münz aufgabe erfüllen, Lichtstrahlen in ihre dumpfe, finftere Heimath fondere Gattung von Beamten nach Art der Standesbeamten zu verbrechen. Das Polizeipräsidium theilt mit: Den in der Tages. zu bringen? Ein aufmerksamer Beobachter fann schaffen, das heißt nicht berufsmäßig geschulte Personen, die für ihre presse übertriebenen Zahlenangaben der in Sachen des Oberjedenfalls finden, daß sich in dem Aeußern dieser Berliner Frühlings- Thätigkeit befoldet werden, zu nehmen, hat erhebliche Bedenken. Die fattors Grünenthal ermittelten und beschlagnahmten Werthe gegens boten, die die Wartesäle vierter Klaffe füllen, in Schwärmen oder Auswahl geeigneter Personen würde Schwierigkeiten bieten. Die über fann mitgetheilt werden, daß sich dieselben, außer den auf dem auf Möbelwagen die Straßen vom Osten nach den westlichen Bahn: Personen könnten doch unter Aufgabe anderweiter Thätigkeit das Grabe zuerft gefundenen 44 000 m. auf rund etwa 125 000 höfen durchziehen und Kopf an Kopf aus den Fenstern der Stadtbahnzüge Amt nur übernehmen, wenn sie dauernd angestellt würden, dann beziffern. schauen, langfame Veränderungen vollziehen. Auch ihr Kram wird etwas anders, schleppt doch sogar manches Mädchen einen Kanarien vogel in einem Käfig mit sich. Bekanntlich ändert sich mit den Aeußern auch das innere Wesen. " # würde es schwer halten, ungeeignete Personen aus dem Amte, welches großen Taft im Verkehr mit den ehrenamtlichen Organen und den Bertretern der privaten Wohlthätigkeit erfordert, wieder zu entfernen. Meines Erachtens wäre es bedenklich, die selbständige Leitung der offenen Armenpflege in einem großen Bezirk Personen anzuvertrauen, die mit der Zentrale der Armendirektion, ihren Grundfäßen und Ansichten feine Fühlung haben. gleichfalls seine Märzfeier zu begehen. Auf dem hübsch arrangirten Der Arbeiter Sängerbund hat es sich nicht nehmen laffen, Fefte im großen Saale der Brauerei Friedrichshain mochten etwa 2500 Angehörige des Bundes mit ihren Familienangehörigen ver= Borläufig wird ja noch so mancher Arbeitslose sich verwundert fammelt gewesen sein bei ihrem Anblick fragen, warum unsere vaterländischen Großgrund zusammengesetter Sonderchor von 400 Personen trug in 3 Abschnitten Ein aus Mitgliedern der Berliner Vereine besitzer, die so schön mit dem Mundwerk für das Deutschland über alles" eintreten, die Deutschen ohne Arbeit lassen und tausende von u. a. folgende Lieder vor: Feftgefang"( gedichtet von Em. Wurm), Polen einführen. Ja, wenn der Deutsche auch so anspruchslos der Kammer VI des Gewerbegerichts, Herr Affeffor Krause, au Romposition Sehr peinlich berührt das Benehmen, welches der Vorsitzende Frühlingsruf", den Märzgefallenen( Gedicht von A. Scheu, wäre! Aber beim Geldbeutel hört eben die Baterlandsliebe auf. weilen organisirten Arbeitern gegenüber an den Tag legt. Schon Der Menschhett Erwachen". von J. Scheu), Ein Sohn des Boltes" inis Ueber die Bewegung der Bevölkerung Berline im Jahre fürzlich hatten wir uns mit diefem Herrn zu befassen. Vor einigen fand lebhafte Anerkennung; vor allem wurde die den Märzgefallenen Der präzise Vortrag der Gefänge 1897 theilen wir als vorläufiges Ergebnis" folgende Tagen ereignete sich folgender Fall. Der Vorsitzende des farblosen gewidmete Romposition beifällig aufgenommen. Minder gut fielen Bahlen mit( indem wir zur Vergleichung die durch Nachmeldungen Kellnerklubs„ Bentrum", ein Herr Hilpert, vertrat vor der genannten die Leistungen des gemischten Chors aus, doch läßt sich erwarten. vervollständigten Zahlen von 1896 in Klammern beifügen). Ge- Kammer einen Vereinskollegen. Affeffor Krause redete ihn also an: daß auch hier die Uebung es zur Meisterschaft bringen wird. Wohl. boren wurden 26 223( 25 700) männliche, 24 821( 24 361) weib- Sie find Borsigender des Vereins?"" Ja." Na, dann will verdienter Beifall wurde der 44 Mann starten Rapelle des Herrn liche, zusammen 51 044( 50 061) Rinder, darunter lebend 49 271 ich Sie jetzt zulassen. Aber öfter dürfen Sie hier nicht tommen, Graß, gespendet. Mit dem Gefange der Marseillaise schloß die ( 48 320), tot 1778( 1741). eft or ben find( ohne Todtgeborene) dann dürfen Sie hier nicht vertreten." Feier! " • " J Der Turnverein Fichte eröffnet am Sonnabend, den 2. April, einer Sebeamme, welche lange Zeit im städtischen Krankenhause Der Verband der Maschiniften und Heizer, der gegenwärtig Teine 8. Männer Abtheilung. Der monatliche Beitrag zum Verein wirkte, war ein Geschent von baaren 25 M. in Anfat gebracht. E3 53 Filialen zählt und 3000 Mitglieder hat, hält am ersten und ist sehr gering und somit ist wohl anzunehmen, daß zahlreiche Ar- gelang den sozialdemokratischen Vertretern schließlich, die Ver- zweiten Osterfeiertag in Altenburg seine vierte Generalversammbeiter die Gelegenbeit benirhen werden, sich dem Vereine anzufchließen. fammlung anr Sergabe von 50 M. zu bewegen. Neulich hatte lung ab. 1986 ( Näheres bringt der Inferatentheil.) d Stadtverordneten- Borsteher Sturm fich bei Berathung einer Petition Rohrdeckenarbeiter werden gebeten, den Zuzug nach Stettin Den Glanzpunkt der spanischen Pantomime„ Baragoza" im an den Kriegsminister wegen Erleichterung der Nayonverhältnisse zu fernzuhalten, da bei der Firma Si Differenzen ausgebrochen find. Birtus Busch bildet die Schlußapotheose, der sogenannte grüne der Aeußerung verstiegen, um den Böbel bei etwaigen Unruhen zur Art" und der Brand des Felsenschlosses Eldorado". Direktor Busch Naifon zu bringen, genügt der falte Wasserstrahl der Feuerfprize eingetreten. Die Forderungen, um die geftritten wird, find folgende: Die Lackirer Stuttgarts find gleichfalls in die Lohnbewegung bat sich entschloffen, dieses schöne Bild auch der Kinderwelt zugäng- ober die Reitpeitsche unferes Trainbataillons". Eine von unseren lich zu machen, es wird deshalb heute in der Nachmittags- Bor Parteigenoffen eingebrachte Interpellation, welche Schichten der Be- 20 pet. Lohnerhöhung, 25 pet. Sufchlag für Ueberzeltarbeit, zehne ftellung, zu welcher ja jeder Erwachsene ein Seind frei mit einzuführen völkerung vom Stadtverordneten- Vorsteher gemeint waren, fonnte fündige Arbeitszeit. berechtigt ist, eine einmalige Aufführung des grünen Aktes" statt nicht beantwortet werden, da Herr Sturm krankheitshalber ab- Ter Streit in den Schwabacher Gußftahlkugelwerken finden. Der Montag Abend bringt die 100. Aufführung Baragoza's" wesend war. dauert unverändert fort. Zuzug ist fernzuhalten. und mit Rücksicht auf diese Jubelfeier ein ausgewähltes Programm Im südwestlichen Theil des Grunewaldes find jetzt überall Chriftliche" Sozialpolitik. Die Fachsektion der Hafner des Aus dem Programm verdienen zwei Neuheiten besonders hervor Tafeln mit folgender Warnung angebracht worden. Das Betreten fatholischen Vereins Arbeiterschuß in München hat folgenden gehoben zu werden: ein Manöver, geritten von 20 Damen, und ein dieses Waldtheils ist auf grund des Feld- und Forstgesetzes bei Beschluß gefaßt: Es ist ein Mitgliedsverzeichniß der Sektion hippologisches Bravourſtück, welches bisher in feinem Zirkus Europa's Strafe verboten. Die fgl. Forstverwaltung." Anlaß zu diesem Ver- aufzustellen, das alle Vierteljahre erneuert und immer wieder den gegeben worden, die Vorführung von 100 Hengsten durch Direttor bot hat der Umstand gegeben, daß dieser Theil des Grunewaldes Hafnermeistern Münchens eingehändigt wird, mit dem Ersuchen, bei Paul Busch. tyder wildreichste ist. Arbeitsgelegenheit die im Verzeichniß genannten zu bevorzugen und von Einstellung der Kollegen der sozialdemokratischen Gewerkschaft " S " Aus der Spree gelandet wurde gestern auf dem Hinterlande des Grundstücks Köpenickerstr. 7 der zehn Fabre alte Gemeindeschüler Witterungsübersicht vom 26. März 1898, morgens 8 Uhr. möglichst Abstand zu nehmen. Sollte sich dadurch ein Mangel an Ernst Milenz, der seit dem 21. Januar d. J. vermißt wurde. Der Knabe, der damals um 6 Uhr abends von seinen Großeltern, bei denen er in der Oppelnerstr. 46 feit fechs Jahren wohnte, weggeschickt worden, um Mehl zu holen, wurde seitdem nicht mehr gesehen. Wie er in die Spree gerathen ist, weiß man nicht. Stationen. Berlin Barometer tand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke 144165( Staia 1-12) Wetter ( 50 G. 4° R.) Temperatur 232936 nach Gelfius Swinemünde. 757 7 bebeckt 752 OND bedeckt 751 D 7 Regen 741 NO 1 bedeckt 7 743 W wollig 749 060 bedeckt 779 Still Dunst 763 769 NNO ONO heiter 1 bedeckt 2 744 N Schnee 0 Wiesbaden. München Wien. Haparanda. Wetersburg Fenerbericht. Freitag Abend gegen 7 Uhr mußte Adalbert straße 53 ein 3mmerbrand abgelöscht werden, der Gardinen und Möbel vernichtete. Kurz nach 10 Uhr entstand Alt- Moabit 182 im Dachgeschoß ein Fußbodenbrand, der auch die Baltenlage in Hamburg Mitleidenschaft zog und das Haus erheblich beschädigte. Sonnabend früh 9 Uhr wurde die Berliner Feuerwehr nach Treptow ge rufen, wo in der am Lohmühlenweg belegenen Anilinfabrik der Aktiengesellschaft ein größeres Schadenfener wüthete. Mehrere in der Trockenkammer lagernde Fässer mit Farbe hatten Fener ge fangen, das schnell um sich griff und auf die Dachkonstruktion fiberSprang. Da Gefahr für die umliegenden Gebände vorhanden war, wurde die Berliner Wehr mit herangezogen, deren Sprigen jedoch nicht in Anspruch genommen zu werden brauchten, da das Feuer mittlerweile durch zwei Schlauchleitungen der Fabrit Feuerwehr zum Stehen gebracht Gort.. Aberdeen. Paris.. -20 Wetter- Prognose für Sonntag, 27. März 1898. war. Der entstandene Etwas wärmer, zeitweise aufklarend, vorwiegend noch trübe, Schaden ist immerhin bedeutend. Kurze Zeit darauf er folgte Alarm nach Bandelstr. 84. Hier brannten Möbel mit Niederschlägen und frischen füdöstlichen Winden. Fußboden und Balfenlage. Gegen 12 Uhr mußte Choriner.d straße 14 in einer Tapeziererwerkstatt ein Echadenfeuer abgelöscht werden, das Werg und Polsterwaaren vernichtete. Nachmittags Gewerkschaftliches. 607 Arbeitsfräften ergeben, so ist die Sektion bereit und auch im stande, 70 bis 80 Rollegen christlicher Gesinnung aus verschiedenen Orten Deutschlands nach München zu beordern." Die Herren vom Arbeiterschutz möchten also ihre modern organisirten Kollegen aus: hungern. Es ist nur gut, daß die Bäume der lieben Brüder in Christo auch nicht in den Himmel wachsen. Die Steinarbeiter des Odenwaldes führen einen zähen Kampf um die Anerkennung der Organisation, ber, wie es scheint immer größere Kreise in Mitleidenschaft zieht. Momentan sind in Bensheim 32 Mann, darunter 20 verheirathet mit 58 Kindern ausgesperrt, in Heppenheim find 28, darunter 12 verheirathet mit 24 Kindern, ausgesperrt. Man befürchtet, daß in 14 Tagen nach Ablauf der Kündigungsfrist die Zahl 200 überschreitet. Die Steinarbeiter der Bergstraße und des Odenwaldes appelliren hiermit an die gesammte Arbeiterschaft Deutschlands und ersuchen um die moralische Unterstüßung, so daß sich keiner dazu herbeilaffe, den Ausgesperrten in den Rücken zu fallen. Alle Zuſchriften find an Mathias Haydn, Bensheim, Lammertsgaffe 22, zu richten. Der Ausstand der Steinarbeiter in Sulzfeld, Nürnbach Der Steinhauermeister Kern hatte zwar einen Theil der Forderungen und Ochsenberg( Baden) dauert mit ungefchwächter Kraft fort. bewilligt gehabt, wurde aber von den Steinbruchpächtern so lange mit Beleidigungen und Drohungen verfolgt, bis er seine Zusagen wieder zurücknahm. Um nun den Herrn Kern seinen Arbeitern gegenüber vor dem Vorwurf des Wortbruchs zu retten, sandte der UnterDie Steinbruchs- Bächter erklären hiermit, daß Arbeiter, die Berlin und Umgebung. gegen 4 Uhr mußte die Wehr noch Charlotten str. 50/51 und In Brandenburg ist der Streit der Wergolder bei der Firma nehmer- Verband dem Steinarbeiter- Verein folgende Zuſchrift: Bionstirchstr. 11 eingreifen. In beiden Fällen handelte es sich Bante beendet. Die beiden Arbeiter, um welche der Streit ausbrach, dem Fachverein angehören, in hiesigen Steinbruchs- Betrieben um die in Brand gerathene Schaldecke und Balfenlage. verzichten auf ihre Wiedereinstellung. Dagegen verläßt einer der Das Berliner Aquarium erfreut sich wieder zahlreicher Zuführungen.„ Arbeitswilligen" die Arbeit bei Baake freiwillig, den anderen wird nicht mehr beschäftigt werden. Jedoch ist der Eintritt in die Gin foeben eingetroffener Transport von der Station Rovigno au der Adria, gekündigt. Frauenarbeit wird nicht eingeführt. Ein aus 3 Ver- Arbeit gestattet, sobald der Arbeiter aus dem Fachverein ausAquarion getreten ist. Zu bemerken haben wir noch, daß unser Steindie fich von Jahr zu Jahr mehr als eine wirkliche Fundgrube für unser goldern bestehender Arbeiter- Ausschuß wird mit Uebereinstimmung bruchspachtvertrag uns nicht gestattet, Arbeiter, welche dem Fach Aquarium erweist, enthielt einige Ballons voll der in den herrlichsten und zartesten Farben prangenden Aftinien, die gewöhnlich schlechthin als See: des Fabrikanten gewählt. Der Preisfourant wird binnen kurzer rosen bezeichnet und von dem Laien meist als pflanzliche Gebilde angefehen Zeit ausgehängt. Sämmtliche Streifende, mit Ausschluß der oben verein angehören, in unserem Betrieb zu beschäftigen. Ferner haben sämmtliche Steinbruchspächter bei der Junungsversammlung in werden; unter ihnen begegnen wir einigen Eremplaren und Formen, wie sie erwähnten beiden Arbeiter, werden wieder eingestellt. kaum einmal hier vertreten waren. Ein anderer Versandtkorb brachte Am Schuhmacher streit sind noch 6 Gesellen betheiligt. Bretten sich verpflichtet, keine Fachvereinsmitglieder zu beschäftigen, außer freudig- grünen, an eine Kollektion Muschelthiere, unter denen Angehörige der mit länglicher, die 40 Gesellen beschäftigen, anerkannt. Salatblätter erinnernden Meerespflanzen Die Forderungen der Arbeiter sind nunmehr von 21 Arbeitgebern, ebenso bei einer Versammlung vor dem großherzoglichen Bezirksamt in Eppingen. dickwandiger, gleichflappiger Schale versehenen Archenmuscheln; die eine der Nach vorstehendem ist der Steinhauermeister J. Kern von seiner selben, welcher der Naturforscher Linné den Namen" Noah's Arche" bei: Unterschrift entbunden. Tegte, wird am Mittelmeer gegessen. Um den Besuch des Justituts zu er Dies zur Kenntniß des Vorstandes des Fachvereins Sulzfeld leichtern, empfiehlt es sich, Jahres- Abonnementstarten à 1 W. zu lösen, Der Vertrauensmann Chr. Klebsattel. welche den Inhaber und seine Familie gegen jedesmalige Zahlung von 25 Pf. pro Person zum Eintritt berechtigen. Aus den Nachbarorten. Die Parteigenoffinnen und Genoffen von Charlotten burg werden nochmals auf das heute Nachmittag um 4 Uhr in Bismarckshöhe" stattfindende Konzert, verbunden mit Theater, Achtung, Kürschuer! Unsere Errungenschaft vom Jahre 1893 steht auf dem Spiel. Mehrere bedeutende Firmen der Belzbranche haben wieder die Stücfarbeit eingeführt; speziell die Firmen B. Manheimer und D. Levin. In der letzten Bersammlung wurden die Unterzeichneten beauftragt, zu geeigneter Zeit Schritte dagegen ein auleiten. Wir thun dies jetzt. Am 28. d. M. findet im Schützen hause, Linienfir. 5, eine öffentliche Versammlung statt.( Siehe Juferat.) Wir erwarten, daß alle Kolleginnen und Kollegen in dieser Bersamm lung erscheinen. Der Vertrauensmann. aufmerksam gemacht. Der Ueberschuß ist zum Reichstage- Wahlfonds heute, Sonntag, Abend 6 Uhr bei Feuerstein, Alte Jakobfir. 75, ftatt. Gewerbe- Ordnung den Arbeitern eine Verurtheilung in sicherer bestimmt. So werden Streits von den Unternehmern dem Streit anschließen. Das Schriftstück ist bezeichnend für die Handlungsweise ber Unternehmer, die einfach den Arbeitern diktiren wollen, ihrer Dr ganisation den Rücken zu kehren. Dabei werden gegen diejenigen Unternehmer, die ein solches herausforderndes Anfinnen an ihre Arbeiter nicht stellen, Mittel in Anwendung gebracht, die, wenn fie von Arbeitern benützt würden, diese sofort vom Staatsanwalt Die Handels- Hilfearbeiter( lokale Richtung) werden auf die gepackt würden und nach der heutigen Handhabung des§ 153 der findende Versammlung, in welcher die Genossin Baader über Aussicht stände. Charlottenburg. Gegen den auffehenerregenden Beschluß, Lebenshaltung und Sterblichkeit des Proletariats" referirt, auf- provosirt. den die Mehrheit der Stadtverordneten- Versammlung au Charlotten merksam gemacht. Das Erscheinen der Frauen ist besonders er Die andständigen Schiffbauer in Breslau hatten bie burg in der Angelegenheit der Voltsbibliothet gefaßt hat, wünscht. Der Vertrauensmann. Werftbefizer zu einer gemeinsamen Sigung mit der Lohnkommission und ist liegt zur Zeit folgende Petition aus:„ Die Unterzeichneten haben zu Für die streikenden Schuhmacher Berlins gingen bei eingeladen. Die Werftbefizer lehnten die Einladung ab 141 ige ihrem Bedauern Kenntniß genommen von dem Beschluß der Stadt der Berliner Gewertschafts- Kommission folgende nunmehr zu erwarten, daß die Schiffbauer, die an eine 14tägige verordneten- Versammlung, die vom Magistrat für die Volksbibliothet Beiträge ein: vorgeschlagene Summe von 25 000 m 10 000 M. zu kürzen. Bei dem geminderten Betrage würde die bisherige Lesezeit, sowie die Zeit verband der Zimmerer Deutschlands, Babtstelle Berlin, 200,-. Arbeiter der Bobel'schen Brotfabrik( Liste) 13,10. Zentral Bur Unterstügung der Ausständigen, welche ihre Situation für für die Bücherausgabe eingeschränkt werden müssen, und die Bibliothet Pohl, Siebert, Burghagen( Listen) 27,35. Schriftgießer Berlins 50, fehr günstig halten und voller Zuversicht an einen siegreichen Aus von ihrer nach ihrer Bedeutung an alle Kreise der Bevölkerung. Sie will so- Holzbearbeitungsmaschinen- Arbeiter d. Jaeck 30,-. Filzschuhfabrit gang des Kampfes glauben, werden die in Arbeit stehenden Berufs, follegen 20 pCt. ihres Wochenverdienstes abliefern. wohl dem einfachen Mann, wie auch dem wissenschaftlich Gebildeten Reinhold Gräff( Liste) 8,13. Koch( Listen) 24,90. Selbständige Der Andstand der Metallarbeiter von Torgelow, welcher die Möglichkeit geben, sich über Fragen von allgemeinem Interesse Mühenmacher( Listen) 13,80. Schäfte- Arbeiter Brasch Gebrüder, Elsasserstraße, 4,25. Verein d. Maschinisten u. Heizer Berlins nun bereits 20 Wochen dauert, geht seinem Ende entgegen. auf geistigem Gebiet zu unterrichten. Zu diesem Zwecke müßten 50,-. Habitpußer( Liste) 8,45. Porzellanarbeiter( Liste) Kapitalistenblätter berichten, daß der Streit bereits aufgehoben sei. in noch erhöhtem Maße allgemeine Nachschlagewerte auf allen 8,65. Porzellanarbeiter Berlins 10, Dabei darf Gebieten des menschlichen Wissens vorhanden sein. Auf Listen( darunter Schuh- Davon kann keine Rede sein, denn nicht die Arbeiter, sondern die beispielsweise neben der schönen Literatur die Kunst, neben der waarenfabrik v. Melnick 13,30) 23,15. Gold- u. Silberarbeiter( Listen) Fabrikanten haben gestreift", indem sie die Arbeiter zwingen Technik die Geschichte und die Geographie, neben der Hygiene die 38,15. Tabakarbeiter( Listen) 16,10. Kaufleut eBerlins( Listen) 11,95. wollten, aus der Organisation auszutreten. Man frägt jetzt von Nationalökonomie nicht zu kurz fommen. Auch dem Fortbildungs- Binkgießer Berlins( Listen) 18,05. Stockarbeiter Berlins 102,10. Seiten der Fabrikanten nicht mehr danach, ob das Versprechen, der Kupferschmiede Berlins 50,- Bildhauer( Listen) 5,50. Verein der Organisation( Deutscher Metallarbeiter- Berband) den Rücken zu bedürfniß des Gewerbetreibenden und des Handwerkers muß Rechnung graphischen Arbeiter und Arbeiterinnen, Filiale Berlin I 50,- tehren, auch gehalten wird, und demzufolge ist die Zahl der Aus getragen werden. Nur bei Bewilligung der vom Magistrat be Schmiede Berling 100,- Schmiede Berlins 100,-Bureaus gesperrten auf einige 40 zufammengeschmolzen. Die Frage, wer aus dem antragten Summe werden sich diese Zwecke erreichen lassen. Aus Angestellte( Liste) 6,45. Metallarbeiter Berlins 1000,-. Arbeiter Stampf als„ Sieger" hervorgehen wird, resp. hervorgegangen ist, er. diesem Grunde bitten wir den hochlöblichen Magistrat, dem mit ge- und Arbeiterinnen der Filzschuh- Fabrit E. Werner, Plan- Ufer 92d, ledigt sich durch folgende Thatsachen: Nur die Zugehörigkeit zur Organis ringer Majorität gefaßten Beschlusse der Stadtverordneten nicht bei 6,60. Herrmann( Lifte) 12,25. Verband der Kürschner Berlins 25, fation war Grund der Aussperrung. Beim Beginn derselben hatte treten zu wollen." Sattler Berlins( Biften) 16,40. Möbeltischler Hülsenbeck u. Kroll, der Metallarbeiter- Verband etwas mehr als 200 Mitglieder Da die vorstehende Petition auch von Intereffe für die Parteistönigsbergerstr. 8, anstatt eines Kranzes für die Märzgefallenen in Torgelow, heute, nabe am Ende derfelben, aber genossen und Genoffinnen ist, so ersuchen wir, dieselbe bis Dienstag, 15,70. Schooßarbeiter der Friedrichstadt b. b. 100,- Auf Listen ca. 880! Das fagt alles. Da, wie bemerkt, noch sirfa den 29. d. M., abends, in folgenden Lokalen soweit als möglich zu( darunter Filzschuh- Fabrik von Reinhold Gräff 8,15) 87,10. 40 Mann unterzubringen sind, ist der Zuzug von Metall. unterzeichnen: Beyer, Wallstr. 96. Dörre, Krummeftr. 19. Wille, leberschuß der Kranzspende am 18. März von der Tischlerei arbeitern aller Branchen, namentlich aber von Wallstr. 68. Wernite, Wilmersdorferstr. 39. Sellin, Wilmersdorfer Bägold u. Apelt 8,10, Kistenmacher Berlins( Liften) 28,90. Formeru nach Torgelow, noch streng fern zu halten. straße 115. Hohmuth, Krummestraße, Ecke Pestalozzistraße. Wolter, Glektrische Abtheilung von Ludwig Löwe, Huttenstraße, Ueberschuß Magazinstr. 15. Leder, Bismarckstr. 74. Bredlow, Augsburgerstr. 78. der Kranzspende vom 18. März 70,-. Handelshilfsarbeiter Berlins Gimpel, Osnabrückerstr. 28. Kolbe, Grünstr. 12. Nüho, Göthefir. 67a.( total) Listen 33,50. Arbeiter und Arbeiterinnen der Filzschuhfabrit Röttger, Leibnizstr. 3. von G. Werner, Blanufer 92d 6,10. Leberarbeiter Berlins( WeißDie Thätigkeit der deutschen Gewerbegerichte als Zum Bibliothekar der städtischen Volksbibliothek in gerber, Lohgerber und Färber) 50,- Berliner Gewerkschafts gewählt. Dr. Dinse, ein Sohn des Berliner Stadtverordneten Dinfe, 10,85. Ballschuhfabrik von Nordheimer( Liste) 26,95. Koch( Listen) Im Jahre 1893 wurden diese Gerichte behuis Ginigungswirksamkeit Charlottenburg hat der borlige Magiftrat Dr. Dinse aus Berlin tommiffion 4800,-. Buchbinder Berlins 100,-, Xylographen Berlins Ginigungsämter ist so schreiben die Berliner Politischen Nach bisher nicht bedeutend gewesen. richten" des Herrn Schweinburg ist Assistent an der Königlichen Bibliothek und Bibliothekar der 34,20. Tischlerei von Schols, Fruchtstraße 29 9,25. Zentralverband in 5 Fällen, 1894 in 16, 1895 in 19 und 1896 in 44 Fällen ans Gesellschaft für Erdkunde. Seit Jahresfrist ist er von der fönig der Konditoren( Mitgliedschaft Berlin) 10,-. A. Battloch 1.-. lichen Bibliothek beurlaubt, um die Bibliothek des Statistischen Amis Berband der Graveure und Eiseleure, Filiale Berlin 30,- Gras Berufen. Die den Gerichten in den§§ 61 bis 69 des Gewerbes der Stadt Berlin zu verwalten. Dr. Dinse wird schon zum 1. April veure und Eiseleure( Listen) 6,80, Tischler durch D. R. gerichtsgefeßes zugewiesene Thätigkeit hat sich danach zwar von fein neues Amt antreten. ( Listen) 7,60. Zentralverein der Bildhauer Deutschlands, Jahr zu Jahr etwas gesteigert, ist aber im allgemeinen recht be scheiden. Der Sturm am Freitag hat auf der Spree ein schweres Un- Verwaltung Berlin 50,-, Kaufleute Berlins( Liften) 11.25. So unbebeutend, als sie in diefer Notiz hingestellt wird, ist die glück verursacht. Nachmittags gegen 5 Uhr versuchten zwei Schiffer Zimmerer Berlins d. F. 200,- Rabigputer Berlins 50,-. in einem kleinen, zu einer Bille gehörigen Rahn die Durchfahrt der Gefangverein Kreuzberger Harmonie 20, Nowag( Listen) 15,85. Thätigkeit der Gewerbegerichte als Ginigungsämter nun doch nicht Ringbahn- Ueberführung bei Bahnhof Treptow zu paffiren. Etwa Glasarbeiter Stralau's 50,-, Tischlerei Groschtus, Gollnowstraße, gewefen, und die zunehmende Zahl der Anrufungen zeigt, daß die 8 Meter oberhalb der Brücke wurde der Nachen plöglich von einer 10,90. Kortarbeiter Berlins( Liften) 3,80. Stereotypeure Berline Gewerbegerichte sich auch in dieser Beziehung mehr und mehr eins besonders hochgehenden Welle erfaßt, deren Fluthen zum theil in( Liften) 24,85. Ueberschuß der Krausspende am 18. März von Buleben beginnen. den Kahn hineinspritzten und diesen zum Rentern brachten. Giner F. Schuchardt u. Co. 2,-. Former der Eisengießerei Päzold der beiden Männer fonnte durch hinzukommende Schiffer gerettet u. Ro.. 9, werden, während der zweite in den Wellen verschwand. Troh Weitere Beiträge nimmt das Gewerkschafts- Bureau( R. Millarg, längeren Suchens und lebhaften Bemühens der hilfsbereiten Schiffer Annenftr. 16, I) entgegen. tonnte die Leiche des Verunglückten nicht gefunden werden. In der vorigen Beröffentlichung hieß es Buchbrucker 1000, unter Gewerkschafts- Rommiffion 4800,- enthalten. Achtung! Parteigenossen von Groß- Lichterfelde und Um es muß heißen 200,-. Die Differenz ist in der obigen Summe gebung! Am Dienstag, den 29. März abends 8 Uhr hält der Algitationsverein bei Bagel, Chauffeestraße, seine Vereinsversammlung ab, in welcher Genosse Joel über Moderne Naturanschauung" referiren wird. Da außerdem noch wichtige Gegenstände zur Verhandlung stehen, ist vollzähliges Erscheinen nothwendig. Der Borstand. Die Tischler des Tischlermeisters Dorn in Nen- Weihensee werden nach Beendigung ihres Affords die Arbeit niederlegen. Die Differenzen find entstanden durch die Behandlung, die der Meister in der Regel den Gesellen zu theil werden ließ; in einem Falle batte er fich zu Thätlichkeiten hinreißen lassen, worauf die Kündigung der Arbeiter erfolgte. 250 200 10Deutsches Reid. Soziales. Der Sachfengänger Transport geht gegenwärtig in großem Umfange vor sich. Allein auf dem Bahnhof in Halle a. S. sind, wie das Boltsblatt" mittheilt, am Dienstag 34 Waggons mit Arbeitern aus Schlesien eingetroffen. " die unter den Bergleuten und Erdarbeitern einiger Bezirke Defters Um der Einschleppung der Wurmkrankheit vorzubeugen, deutsche Reichsregierung den Zuzug fremder Bergleute ich- Ungarns und! Italiens epidemisch verbreitet ist, beabsichtigt die insofern zu beschränken, als den mit der Wurmkrankheit behafteten Arbeitern der Uebertriit über die deutsche Grenze nicht gestattet ober später ihre Ausweisung verfügt werden soll. Um nun ihre Landesangehörigen vor Schaben zu bewahren, hat die Regierung Defters reiche Ungarns veranlaßt, daß die dort bestehenden Bergarbeiters Organisationen auf die beabsichtigten Maßnahmen der deuts fchen Regierung aufmertfam gemacht würden. Im deutschen Reiche an die Gewerkschaften wenden. In Spandan hat die Stadtverordneten- Bersammlung unter dem Proteft der sozialdemokratischen Bertreter beschlossen, zu Ehren des wiedergewählten Oberbürgermeisters ein Fefteffen für 500 M. Der Streit der Stockarbeiter bei der Firma James Lawy, zu veranstalten. Der mit knapper Mehrheit gefaßte Beschluß wird Große Hamburgerfir. 20, ift zu gunsten der Arbeiter beendet. Die würde man sich vermuthlich nicht einmal in einem solchen Falle in der Bevölkerung lebhaft tritifirt. Zum 25 jährigen Jubiläum Agitations Kommiffion. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Dr. 73. 15. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Abgeordnetenhaus. Sonntag, 27. März 1898. Der Antrag wird angenommen, ebenso das Gesetz. Es folgt die zweite Lesung des Gesetzes betr. den Staats: Geschloffen, Sonnabend: Bum 1. Male:„ Eine Partie Piquet und die Nachhaushalts- Etat( Romptabilitätsgefri). 56. Sigung vom 26. März 1898, 11 Uhr. Am Ministertische: Thielen und v. Mique I. Ohne Debatte wurden genehmigt die Etats der Staats- im schulden Verwaltung und der allgemeinen Finanz Verwaltung. Beim Etat des Finanzministeriums führen die Ab geordneten v. Arnim( f.) und Bartels( f.) Beschwerde über die ungünstigen Anstellungsverhältnisse der höheren Verwaltungsbeamten. Regierungskommissar Geb. Rath Meinecke erwidert, daß die Besoldungsverhältnisse der Regierungs- Assessoren sich verbessert und die Wartezeit derfelben bis zum Einrücken in die Rathsstellen gegen frühere eine kürzere geworden ist. Abg. v. Heydebrand( t) hält die vorgebrachten Klagen für begründet. Man sollte einen übersichtlichen Anstellungsplan aufstellen und danach verfahren, damit den Anwärtern eine beffere Uebersicht über die Anstellungsverhältnisse gegeben wird. Minister Dr. v. Miquel: Diese Jdee ist schon früher angeregt, hat sich aber als nicht überall gleichmäßig durchführbar erwiesen wegen der Verschiedenheit der Verhältnisse in den verschiedenen Regierungsbezirken. Die heutigen mißlichen Verhältnisse sind bervorgegangen aus der Annahme zu zahlreicher Referendare. In Zukunft werden diese Verhältnisse sich wieder bessern; jedenfalls behält die Siegierung diese Angelegenheit unausgesetzt im Auge. Abg. v. Strombeck( 3) beantragt wegen der Wichtigkeit des Reichstage, den Gegenstand von der heutigen Tagesordnung Gegenstandes und der gleichzeitig stattfindenden wichtigen Berathung abzusetzen. Abg. Dr. Jrmer( t.) widerspricht. Das Haus lehnt den Antrag v. Strombeckt ab. nahmen. Mittwoch und Donnerstag:" Die Stüße der Hausfrau." Freitag: barinnen" mit Ostar Gimnig vom Hofburgtheater in Wien a. G. Sonntag Nachmittag:" Das Käthchen von Heilbronn", abends:„ Eine Partie Piquet und die Nachbarinnen". Jm Ostend Theater gelangt heute Nachmittag zur Aufführung, abends geht das Ausstattungsstück„ Unter der Polarfonne" zum zu halben Preisen„ Manuela, das böse Fräulein", Schauspiel von Rud. Kneifel, achtundvierzigsten Male in Szene. Die Abendvorstellung beginnt erft um 8 Uhr. Jm Friedrich Wilhelmstädtischen Theater finden zwei Vorstellungen statt, und zwar gelangt nachmittags 4 Uhr das Grillparzer'sche Trauerspiel Des Meeres und der Liebe Wellen" und abends 8 Uhr das Das Haus tritt in die Berathung über§ 1 ein. Abg. Plek( 3) hält die Vorlage nicht für zweckmäßig; die Sensationsschauspiel Die kleinen Bagabunden" zur Darstellung.- Im Alexanderplatz Theater bleibt das pikante Berliner Sittenbild„ Ber Anschläge entjernen sich immer mehr von den wirklichen Ein- torene Mädchen" auch noch in dieser Woche auf dem Repertoire; nachmittags 4 Uhr gelangt das Anzengruber'sche Schauspiel" Der Pfarrer von Kirchfeld" zur tritt Im Apollo Theater Lona Barrison Abg. v. Strombeck( 3.) fürchtet namentlich, daß die Staats. Darstellung. ebenfalls beginnt die französische Soubrette nebenfonds die Rechte jurinischer Personen erhalten und damit dem nächsten Monat auf, Eugène Fougère ein Gastspiel. Mr. James Cooper, einer der von der Direktion tatrecht entzogen werden könnten. Sämmtliche Einnahmen und Ausgaben müssen in jedem Falle durch Minister v. Miquel hält diese Befürchtung für unbegründet. bekanntesten amerikanischen Preisringer, ist des Neuen Olympia Riesen Theaters engagirt worden. Das Parodie Theater bringt in seiner heute( Sonntag), den Etat gehen. den 27. März, stattfindenden Extravorstellung nachfolgendes reichhaltiges Tage und fürchtet aus derselben unliebsame Komplikationen, will aber Bild Abg. Virchow( frf. Vp.) hat erhebliche Bedenken gegen die Vor- Programm: 1. Die Römertragödie„ Nero", 2. das Gelegenheits- Genre: Auf dem Bolizeibureau", 3. die tolle Burleske, Café Bola" und doch och der Vorlage zustimmen, da dieselbe gegenüber dem heutigen 4. die italienische Salatoper" Troubadour". Bustande einen erheblichen Fortschritt darstellt. heblich und ist im übrigen erfreut, von dem langjährigen Vorsitzenden Minister v. Miquel hält Birchow's Bedenken praktisch unerder Rechnungskommission die Anerkennung zu hören, daß dies Gefeß einen erheblichen Fortschritt darstelle. Nach wie vor werde möglichste Offenheit die Zusammenarbeit zwischen Regierung und Landtag fördern. § 1 wird unverändert angenommen. Abg. Frhr. v. Jedlitz( frk.) meint, daß eine größere Dezentralifation der Verwaltung Abhilfe schaffen tönnte. Namentlich werde man darauf halten müssen, daß fünftig die Landräthe fich ausschließlich ihrem Amte widmen; es wird nicht möglich sein, Taß sie gleichzeitig noch ein Gut bewirthschaften; auch werde man Bei§ 2 äußert Abg. v. Strombeck den Wunsch, die Regiedas Landrathsamt nicht mehr als Vorstufe für den höheren Verwaltungsdienst betrachten dürfen, wie das heute vielfach ge- rung möge auch in Zukunft über die Veränderungen bei einzelnen schieht. Fonds eine genügende Auskunft im Etat geben. Abg. v. Plettenberg( t) ist für Dezentralisation der Verwaltung, soweit die Einheitlichkeit derselben darunter nicht leidet. " §2 wird angenommen, worauf sich das Haus vertagt. Montag 11 Uhr: Dritte Etatsberathung. Schluß 4/2 Ubr. traum". Theater. い = Briefkasten der Redaktion. deren realtionären Geschichtswerten finden. nur " -W " Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag und Sonnabend von 6 bis 7 1hr abends statt. A. Nickel. Derartige Fälschungen können Sie noch in zahlreichen an Alter Rohrleger. Besten Dank. Wir können Ihre Mittheilung jetzt nicht gut verwenden, werden sie aber zu gelegentlicher Benutzung aufheben. H. K. 87. Der Abonnementspreis für Februar- März beträgt 2,20 m.; 10 Pf. erhebt die Post bei verspäteter Bestellung für Nachliefe: rung. Zustellungsgebühr pro Vierteljahr 40 Pf., für die beiden letzten Monate des Vierte res 27 Pf. Da Sie nur 2,30 M. für Februar- März bei verspäteter Besteuung gezahlt haben, müssen Sie den Vorwärts" vom Bostamt abholen. Für die Postabonnenten wird die Neue Welt" der Sonnabend- Nummer beigelegt. Wenn Sie den Vorwärts", der schon mit Abg. Dr. Friedberg( natl.) ist damit einverstanden, daß die den Nachtzügen befördert wird, nicht an dem Tage beint Postamt be Hilfsarbeiter- Stellen, soweit sie nöthig find, in etatsmäßige Stellen umgewandelt werden. Dagegen müsse er es ablehnen, für die Neufommen, von welchem er datirt ist, so beschweren Sie sich bei der Postdirektion in Röslin. errichtung von Stellen zu stimmen, die nur den Zweck haben, überWochen: Spielplan der hiesigen Theater. Opernhaus. Sonntag: K. Spr. Man fann sagen universaler und universeller Mensch, ebenso zähligen Assessoren fefte Stellungen zu verschaffen. diefelbe; die Verschiedenheit Phantasien im Bremer Rathsteller". Montag: 5. Gesellschaftsabend. ist die Bedeutung von original und origi Abg. Kirsch( 3.) bringt eine Beschwerde vor, daß infolge der Haschisch". Die verfauste Braut". Anfang 8 Uhr. Dienstag:„ Mignon". dieser Endfilben rührt von ihrer Abstammung her, die bei den Worten auf Einführung der Alterszulagen einzelne Beamte schlechter gestellt Mittwoch: 3ar und Zimmermann". Donnerstag: Zum ersten Male: al lateinisch, bei denen auf ell französisch ist. Im Sprachgebrauch bestehen find, als sie früher standen, namentlich unter den Gefängniß- bend? Dopffeus seintegr"." Sonntag:„ Fidelio". Montag:„ Odysseus origineller Mensch, nicht ein originaler Mensch. Schärfer tritt be it be Heimfehr". Freitag: Lobetanz"." Die Rose von Schiras". allerdings häufig feine Unterscheidungen; man fagt gewöhnlich ein Inspektoren. Heimlehr". Schauspielhaus. Sonntag: Königsfinder"." Der Königs- scheidung hervor bei idcal und ideell. Idcell bezeichnet etwas nur in der Regierungskommiffar Geh. Finanzrath Belian erwidert, daß sohn: Herr R. Christians aus Wien, als Gaft. Anfang 7 Uhr. Montag: Idee oder Vorstellung bestehendes. Ideal bezeichnet etwas Bollkommenes, vom Finanzminister eine Verfügung ergangen ist, wonach Königskinder". Dienstag: Zum 1. Male:" Der Richter von Balamea". daß sich in der Wirklichkeit nicht findet. Mit Ideologe wird jemand be in feinem Falle ein Beamter in seinen Bezügen durch die Mittwoch:„ Königstinder". Donnerstag:" G'wissenswurm". Freitag:" Der zeichnet, dessen Denken die wirklichen Dinge vernachlässigt und deshalb unEinführung der Alterszulagen schlechter gestellt werden soll als er Richter von Balamea". Sonnabend: Die Schule der Frauen"." Der| fruchtbar ist. eingebildete früher stand. Krante". Sonntag: Königskinder". Montag:„ Die 2. Sicber. Ein Auslandspaß genügt. Th. D. Wiederholen Sie Neues Bei dem Dispositionsfonds der Oberpräsidenten zur Förderung Quizow's". tönigliches Opern Theater: Ihre Anfrage. 2. F. 182. Da feine Zeugen vorhanden, hätten E. N. 1. und 2. Ja. Sonntag: Die Journalisten". Montag: Mutter Thiele". Der Schritte leider wenig Aussicht auf Erfolg. des Deutschthums in Posen, Westpreußen und Oberschlesien, bean: Spielplan" des Deutschen Theaters" weist für diese Woche 3. Nein. Sie hätten der Erbschaft entfagen sollen. P. W. 3. 1. Der tragt der Abg. Stephan Beuthen( 3.) einen Zusaß, wonach über folgende Vorstellungen auf: Sonntag Abend Der Biberpelz", Montag, Wirth hat das Recht nicht. Wenn Sie aber die Sachen als die Ihrigen die Verwendung des Fonds dem Landtage eine Nachweisung vorzu- zum 150. Male:„ Die versunkene Glocke" mit" Josef Kainz und Hermann im Vertrag bezeichnet haben sollten, so droht Ihnen eine Anklage wegen Tegen ist. Müller; Dienstag Johannes"; Mittwoch Der Biberpelz"; Donnerstag Betrugs. 2. Der Gläubiger fann nach ausgeklagter Forderung auch das Dittmann. Abg. Dr. Mizerski( Pole) bekämpft die Position, die in" Hedda Gabler"; Freitag, Sonnabend und nächstfolgenden Sonntag Abend Grundstück versteigern lassen. Schlichtholz, E. 03. Ja. Nachmittags Vorstellung: diejen Sonntag polnischen Kreisen überall Entrüfung hervorrufe. Auf diese Weise Johannes". Mädchen: Die betreffende Bestimmung gilt für gewerbliche Arbeiter. wird man mit den Polen nicht fertig werden. Er rufe seinen Im Berliner Theater geht diesen Sonntag Beuffelstr. 42. 1. Solche Bekanntmachung tann in jeder Zeitung er: und Freitag Freunden zu: Sursum corda!( Empor die Herzen!) Solcher Feind Montag wird" Der Pfarrer von Kirchfeld", „ Der Widerspenstigen Zähmung" in Szene. Am folgen, hat aber feinen Nußen. 2. Ja. 21. B. 32. 1. Ja. 2. Direkt Dienstag Ein Winter an das Regiment; Erfolg ist aber nicht zu erwarten, da der Betreffende fchaft gegenüber werden die Polen das rechte Vertheidigungsmittel märchen", Mittwoch:" Romeo und Julia", Donnerstag:" Faust" nicht der einzige Sohn ist. F. L. 30. Lassen Sie sich Ausfertigung finden. I. Theil( Anfang 7 Uhr) gegeben. Für Sonnabend wird die Poffe Die Ihrer gerichtlichen Anerkennung von Gericht geben, übersenden diese und Minister v. Miquel: E3 bedarf der Hilfe der Staatsregierung, Mottenburger" von Kalisch und Weirauch vorbereitet. Georg Engels wird Ihre Heirathsurtunde an den Standesbeamten, bei dem die Geburt des um das Deutschthum in den Positionen zu erhalten, wo es den Lerchenschwamm spielen. Am Sonntag werden" Die Mottenburger" Kindes gemeldet war und beantragen: in der Geburtsurkunde einzutragen, bedroht ist durch das Polenthum. Diesen Charakter hat auch wiederholt. Nachmittagsvorstellung diesen Sonntag: Robert und Bertram". daß das Kind legitimirt ist.- R. K. 97. Wenn die Jahresmiethe unter Im Residenz Theater wird die ganze Woche Sein Trick" ge- 150 W. beträgt oder die Wohnung bereits bezogen ist, ja. Tews. Es der Fonds, diese Zwecke soll er unterstützen. Der Antrag Stephan geben. Im Lessing Theater wird auch in der laufenden genügt ein schriftlicher Vertrag mit ihrem Sohne in dem von Ihnen an: ist uuannehmbar; er ist geeignet, immer wieder die Polendebatten Woche das Lustspiel Im weißen Rößl" von Oskar Blumenthal und Gustav gedeuteten Sinne. Die Firma muß aber Ihren Namen tragen, nicht den des hier hervorzurufen und es wird dem Landtage nicht möglich sein, stabelburg sämmtliche Spielabende ausfüllen. In der Sonntag- Nach: Sohnes. 23. 100. Falls ein Testament vorhanden, ist dies maßgebend. diese rein lokalen Angelegenheiten hier eingehend zu erörtern. mittagsvorstellung der Wildente", welche im neuen Theater zu er Riegt fein Testament vor, so kann die Wittwe entweder auf die Erbschaft Darum ist der Fonds auch den Lokalbehörden zugewiefen. mäßigten Preisen stattfindet, wirten außer Direktor Lautenburg, verzichten: dann behält sie ihr Eigenthum. Will sie aber Mannserbin fein, Abg. Dr. Stephan Beuthen( 3.) kann diese Einwendungen welcher den Hjalmar Ekdal spielt, noch die Damen Sophie Bagay so muß fie das am Todestage vorhandene Vermögen des Mannes mit nicht gelten lassen. Der Fonds kann bei den Wahlen, zu( vom Lessing Theater) als Gina und Martha Zipser Hachmann als ihrem eigenen zusammenwerfen: dieser Masse erhält sie die Jm Goethe Theater tritt Georg Engels Hälfte, die anderen Erben die andere Hälfte. J. M. 200. Nein. religiösen Zwecken und überhaupt in einer Weise verwendet werden, Hedwig in dem Lustspiel Die Kinder der Exzellenz" nur noch diesen W. G. 33. 1., 2. und 3. Nein. G. Sch. 78. Ihr Austritt aus der die vom Hause nicht gebilligt wird. Unter solchen Umständen Sonntag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag auf. Am Montag geht Bandes firche zieht den Ihrer Kinder nicht nach sich. Diese müſſen nachher fann das Haus auf eine Kontrolle nicht verzichten. Im Rabale und Liebe", am Freitag„ Die Journalisten" in Szene. Baron ausdrücklich austreten. Zur Konfirmation Ihrer Tochter tönnen Sie feinesKomptabilitätsgesetz ist auch eine derartige Kontrolle für von Robert's Schauspiel Satisfaftion" wird am Sonnabend zum ersten wegs gezwungen werden. 2. K. Zur Rückzahlung sind Sie ver solche Fonds ausdrücklich vorgesehen. Lehnt man diese Kontrolle Male gegeben und nächsten Sonntag wiederholt. Als volksthümliche pflichtet. Indeß wo nichts ist, hat auch die Stadt ihr Recht verlorent. ab, so wird die Befürchtung immer weiter um sich greifen, Nachmittags- Vorstellung geht diesen Sonntag„ Der Veilchenfresser" in Szene. 2. 3. Sie müßten ein Verzeichniß der Gegenstände, die Sie Ihrer Frau daß man den Fonds auch gegen die katholische Kirche an- Die Operette Der Opernball" wird die ganze Woche im Linden zuwenden wollen, anfertigen und dann mit Ihrer Frau vor dem Amts: Theater gegeben. Sonntag Nachmittag geht nach längerer Pause gericht erscheinen und dort erflären, daß Sie diese Gegenstände Ihrer Frau wenden will. Desgleichen bleibt im 3entralübereignen wollen. Jedoch ist solche Schenkung ungiltig, wenn Sie zweds Jm Belle Benachtheiligung von Gläubigern erfolgt. R. H. 56. Ja. A. W. 2. Alliance Theater beherrscht H. Ibsen's Kaiser und Galiläer" den Darf stattfinden, vgl. aber die Notiz unter„ Lokales" in der. 70 des VorWochenspielplan. Das Schauspiel gelangt an beiden Sonntagen mit dem Gast wärts". Lyrania. Liegt öffentliche Lustbarkeit vor, so ist die Ge Herrn Baul Wiede vom Dresdener Hoftheater zur Aufführung, außerdem noch nehmigung, sonst nichts erforderlich, aber Anzeige mit Rücksicht auf die am Montag, Mittwoch und Sonnabend dieser Woche. Dienstag und Donnerstag Darlegung unter" Lofales" in Nr. 70 zweckmäßig. 8. 9. 12. Nein. Bei dem sodann zur Berathung kommenden Etatsgefeß wird wird Pension Schöller" in Verbindung mit dem Einafter" Am Klavier" 6. 6. 94. 1. nicht nothwendig, aber zweckmäßig. 7 30. 3. 34. Schreiben Sie direkt dorthin ein Antrag Lotichius( natl.) mit zur Debatte gestellt, welcher die gegeben und Freitag geht zum 1. Mal„ Die Goldprobe" von Angier in Szene. 4. Es kann Geldstrafe eintreten. Als Nachmittags- Vorstellung ist„ Kean" bestimmt. Jm Schiller Nathstock. Eine Unterstützungspflicht der Geschwister besteht im landIndemnitätstlaufel enthält. Theater fommt Sonntag Nachmittag Wilhelm Tell" zur Aufführung, rechtlichen Gebiet allerdings bis zum 1. Januar 1900. Der Einwand, daß Minister v. Miquel empfiehlt den Antrag zur Annahme, er abends 8 Uhr geht das Lustspiel„ Die Kinder der Excellenz" in Szene. die Unterstützung ohne Beeinträchtigung des eigenen Unterhalts, des der flärt es unmöglich, denselben früher, etwa schon im November ein Montag und Donnerstag finden Wiederholungen von Ibsen's" Brand" Frau, Kinder und Eltern, nicht angängig ist, ist aber in Ihrem Fall durchzubringen, und wenn er auch annehmen müsse, daß alle Reden, statt, für Dienstag ist die erste Aufführung von Anzengruber's Bauern greifend. 5. N. Eine solche Schadensersatzpflicht besteht. A. St. Es Mittwoch die hier zum Etat gehalten wurden, nothwendig und förderlich poffe Doppelſelbstmord" angefeßt, und Freitag finden ist nur der Einwand möglich, daß der Vater zur Erziehung nicht im stande waren( Heiterkeit), so könne doch dem Herrenhause nicht zugemutheit Wiederholungen dieses Stückes statt. Sonnabend geht das Lustspiel, Der oder daß das Kind mütterlicher Pflege bedürftig ist. Tragen Sie den Sach Tugendwächter" in Verbindung mit dem österreichischen Singspiel Das verhalt dem Vormundschaftsgericht vor und beantragen, der Mutter das werden, auf jede eingehende Berathung zu verzichten. Abg. Kirsch( 3.) glaubt, daß gerade in diesem Jahre das Haus Bersprechen hinterm Herd" in Szene. Nächsten Sonntag, den 3. April, Erziehungsrecht auch über das 4. Lebensjahr auf Kosten des Vaters im E. B., Luckenwalde. 1. Solche fich sehr beeilt hat, den Etat fertig zu stellen, wie schon die vielen mittags 12 hr eine" Liliencron- Matinee", abends 8 Uhr eine Interesse des Kindes zu gestatten. Aufführung der Bosse„ Ein gemachter Mann" statt. Der Wochen Ausdehnung ist zulässig. 2. Die Adresse des Parteitafsirers Genossen Gerisch Abendfizungen beweisen. Es gebe teinen anderen Weg, als daß die Spielplan des Luisen Theaters ist folgendermaßen festgesetzt: ist Katzbachstr. 9. Duisburg. 1. Nein. 2. Antrag an die Polizeis Regierung einzelne Spezial- Etats schon früher vorlegt. Montag( auf vielseitiges Verlangen): Wilhelm Tell." Dienstag, behörde genügt, hat selten Erfolg; die Gewährung foftet 50 Mart. Der Antrag Stephan wird abgelehnt, der Titel unverändert bewilligt, ebenso der Rest des Etats. Debattelos bewilligt werden der Etat des Minifteriums der auswärtigen Angelegenheiten und die allgemeinen Bemerkungen zu den Ausgaben. " mit. V = heater die„ Tugendfalle" auf deut Spielplan. Die Fledermaus" in Szene. " 1 " Grösstes Special- Confectionshaus des Nordens. bont MAX FABISCH& CO., Chausseestr. 15 parterre und I. Etage. 15 Schaufenster. Ecke Invalidenstrasse. Infolge enormer Ueberproduction schon jetzt weit unter Preis. Ein Posten Regenmäntel mit und ohne Pellerine 10 und 14 Mark. 12 Ein Posten Jackets anliegend und halbanliegend, auf Seide 10 und 13 Mark. Ein Posten Kragen in Sammt, Creppon und Ramagé auf Seide 6 und 10 Mark. Ein Posten Costumes, Tailor made und Jacket- Costumes 14 14 und und 20 Mark. 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Im weißen Röß'l. Anfang 7 Uhr. Montag: Diefelbe Borstellung. Berliner. Der Widerspenstigen Zähmung. Anfang 7 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Robert und Bertram. Montag: Der Pfarrer von Kirch: feld. Residenz. 8 11hr. Sein Trid. Anfang Montag: Dieselbe Borstellung. Deues. Spiritismus. Anf. 71/ Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Wildente. Montag: Spiritismus. Goethe. Die Kinder der Excellenz. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Beilchentreffer. Montag: Kabale und Liebe. Schiller. Die Kinder der Erzellenz. Anfang 8 Uhr. Nachu. 3 Uhr: Wilhelm Tell. Montag: Brand. Thalia. Berwirktes Glück. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Unter den Linden. Der Opernball. Anfang 72 Uhr. Nachu. 3 Uhr: Die Fledermaus. Montag: Der Opernball. Central. Die Tugendfalle. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Luifen. Die Stüße der Hausfrau. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Wilhelm Tell. Montag: Wilhelm Tell. Friedrich Wilhelmstädtisches. Urania Apollo- Theater. Feen- Palast Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung. 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Montag: Berlorene Mädchen. Belle Alliance. Kaiser und Galiläer. Anfang 8 Uhr. Nachmittag: Kean. Montag: Kaifer und Galiläer. Oftend. Unter der Polarsonne. Anfeng 8 11hr. Nachm. 3 Uhr: Manuela Ferani, das böse Mädchen. Montag: Unter der Polarsonne. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundl. Ausstellung v. 10 Uhr vormittags ab. Abends 8 Uhr Wissenschaftl. Theater. Invalidenstraße 57/62. Täglich ( außer Sonntags und Mittwochs) abends 8 Uhr: Wissenschaftliche Vorträge. Paffage Panoptikum. Nachtleben. Berliner American. Spezialitäten. Anfang 72 Uhr. Reichshallen. Spezialitäten. Anfang 6 Uhr. Apollo. Spezialitäten. Anf. 7%, Uhr. Feen- Palast. Ethnographische Ausstellung. * Bonhaire Troupe Tischer& Wacker Emilia Persico etc. etc. etc. Kasseneröffnung 6/2, Anf. 72 Uhr. Am 1. April 1898. Debut: Eugenie Fougère otsid unde Lona Barrison. Budapester Possen- und Operetten- Theater Direktion: Gebr. Herrnfeld. Aschanti- Dorf Javaner- Dorf Geöffnet von 11-10 Uhr. Borstellungen allstündlich 2-9. Kinder und Militär 50 Pf. Concerthaus Leipzigerstr. No.48 Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen. Heute, Sonntag: Alle 5 Barrisons und In Zossen. Morgen, Montag, den 28. März: Kaufmann's Variété Benefiz für Heinr. Führmann. 2516 8 Uhr Der grosse, hochinteressante Spezialitäten- Kongress. New! Eine Sehenswürdigkeit New! Russische Gesangs- und Tanz- Truppe ,, Samarowa" in ihren grandiosen und russischen Tänzen und Gesängen. 6 Damen und 2 Herren. 1/210 Uhr: Allabendlich bejubelt! Mit Beifall überschüttet! R Anton und Donat Herrnfeld in ihrer kom. Kraft zeigend. Von Dreien der Glücklichste Das Originellste, Eigenartigste u. Interessanteste was Donat und Anton Herrnfeld bisher je geboten haben. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16, Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Gr. Extra- Theatervorstellung Tenore oder: Die Macht der Liebe. Schauſpiel mit Gefang in 5 Aufgligen von Holtei. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. FRIEDRICHSHAIN Actien- Brauerei Friedrichshain. Heute Sonntag: Regiments- Musikdes 4. Garde- Regts. zu Fuss in Uniform. Kgl. Musikdirigent F. Bergter. Anfang 5 Uhr. Entree 20 Pf. Schluss der Saison 6. April. KL. Preiſe! Nachmt. 3 Uhr: Kt. Prie Maehr's Theater Circus Busch Manuela Ferani, das böse Fräulein. Schauspiel in 5 Aft. v. Rud. Kneisel. Abends 8 Uhr, zum 48. Male: Unter der Polarsonne. Ausstattungsstück mit Gefang in 5 Bildern von E. Sondermann und Chr. Bischoff. Gesangsterte v. J. Dill. Musit von C. Schüler. Jm Tunnel vor und nach der Vor stellung: Frei- Konzert. Anfang 6 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Oranien- Strasse 24. Täglich: ( Bahnhof Börse). Sonntag, den 27. März 1898: V.D.J VERBAND DEUTSCHER JLLUSTRATOREN. Ausstellung in der Königlichen Akademie 1. April 1. Mai. Märkischer Hof, Admiralstr. 18. Jed. Sonntag: Gr. Festball. Anfang 4 Uhr. Gr. Orchester Musik. Die beiden Säle sind zu Hochzeiten, Versammlungen, Sommernachtsbällen zc. zu vergeben. Jeden Sonntag stehen den geehrten Familien die Restaurationsräume z. 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April: Abschieds- Soirée im Böhmischen Brauhaus. Jockey- Hinderniss- Reiten. Engl. Ringelstechen so Damen- Wettlaufen Amerik. Dreibeinlaufen Rad- Wettfahren Damen- Tauziehen Deutschland geg. England jeden Abend bis zur Entscheidung in Bolossy Kiralfy's Konstantinopel Neues OlympiaRiesen- Theater ( Circus Renz) Karlstrasse The jolly british girls und das neue MärzSpezialitäten- Programm. Heute, Sonntag: 2 Vorstellungen Nachm. 4 Uhr. Ab. 8 Uhr. Nachm. 1 Kind frei. ReichshallenTheater. Nachmittag 4 Uhr( 1' Kind unter zehn Jahren frei, weitere Kinder zahlen auf allen Blägen halbe Preise). Auf allg. Wunsch, den einzig da stehenden pompösen grünen Att mit bent brennenden Schloß aus der Pantomime Zaragoza. Außerdem: Czikospost, ausgef. v. fl. Paul. Brds. Taylor ut. ihren Original- Att. Auflungen, Sommerfesten sowie Festlich46768* leiten jeder Art. Jeden Sonntag: Groker Ball. 12 Hafenhaide 12 Rudolph Krüger's Kleiner Saal für Vereine Montags und Dienstags zu vergeben. F. 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Trotz aller Opfer wurde die Bewegung, wie wir alle wissen, niedergeschlagen und es folgte eine Zeit herber, rücksichtsloser Reaktion, die aber dennoch weder den Drang nach Einheit, noch die Liebe zur Freiheit in den Herzeit unseres Volkes ausrotten fonnte. Viele jener tapferen Freiheitskämpfer mußten damals den heimischen Boden verlassen, um der Rache ihrer Besieger zu entgehen. Manche sind im offenen Kampfe gefallen, mit dem Bewußtsein, für eine gute und gerechte Sache in den Tod zu gehen und eine nicht unbeträchtliche Anzahl fant unter den Standrechts: fugeln der unerbittlichen Sieger, die meisten hiervon gerade in Baden, wo Achtung! Genossinnen und Genossen. Achtung! Mag. Kranken- und Sterbekasse der deutschen Drechsler am Montag, den 28. März, abends 8 Uhr, in der Brauerei Friedrichshain( fräber Lips): u. deren Berufsgen., G. 5. 86 Hamburg, Projektions- Vortrag mit 160 Lichtbildern des Herrn Dr. Wilh. Meyer( fr. Direktor der ,, Urania) über:„ Die Reise nach Spikbergen? Ginlaßkarten à 20 Pf. find in folgenden Geschäften zu haben: Gottfried Schulz, Admiralfer. 40a; Frih zubeil, Lindenstr. 106; Diete, Aderstr. 123; Binner, Tresdomstr. 36; 2iele, Schwedterſtr. 33; Späth, Georgenfirchstr. 67; Schroller, Landwehrstr. 3; Reu I, Barnimstr. 42; Bogel, Elbingerstr. ( Ede Cotheniusstraße); Adolf Hoffmann, Blumenstr. 14; Friz Wilke, Andreasstr. 26; 3 a bel, Frank: furter Allee 90; Frante, Friedrichsbergerstr. 11; und am Abend vor Beginn der Vorstellung am Eingang des Saales. ( 1/17] Die Bertrauensperson. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Bezirk C. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß uner igieb Alwin Netzel Krankenhaus verstorben ist. am Donnerstag, den 24. d. M., im Die Beerdigung findet am Sonntag Halle des Matthäuskirchhof, Hermanns Nachmittag 3 Uhr von der Leichen straße, aus statt. 26685 Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die herzliche Theilnahme und reichen Kranzspenden beim Begräbniß meines lieben Mannes, unseres unvergeßlichen Vaters sagen wir allen Verwandten, Bekannten und Kollegen 26136 die Wogen der Bollsbewegung am höchſten gingen und der Kampf am heftigsten Sonntag, 3. April, vorm. präz. 10 Uhr, im Saale der Brauerei Friedrichshain: unseren herzlichſten Dank. entbrannt war. Wer in den fünfziger Jahren Nastatt's Kirchhof besuchte, fand dort, den wenigsten bekannt und fast von niemand beachtet, die eingesunkenen Hügel, welche 19 tapfere Männer deckten, die sich in der belagerten Festung für die Freiheit geschlagen und dafür nach der Uebergabe derselben in den Laufgräben Achtung! Rastatt's von den Siegern zu Pulver und Blei verurtheilt wurden. General- Versammlung. Da auf grund schwachen Besuchs die General- Versammlung am 20. März vertagt wurde, ist es Pflicht sämmtlicher Mitglieder, zur neu anberaumten Versammlung pünktlich zu erscheinen.- Bundes- Mitgliedskarte legitimirt. Der Vorstand. 16/7 Anfangs der sechsziger Jahre bildete sich in aller Stille ein Komitee, das sich zur Aufgabe stellte, die zur Errichtung eines würdigen Denkmals auf jenen Gräbern nöthigen Gelder aufzubringen. Rasch fam auch eine größere Summe zusammen, zu der die amerikanischen Flüchtlinge und Gefinnungsgenossen der Gefallenen einen namhaften Beitrag beisteuerten. Man bezeichnete zunächst die Gräber durch einfache Kreuze mit Blechtafeln, welche Namen und Todestag trugen. Als aber das Denkmal fertig war und auf: gestellt werden sollte, scheiterte dies au dem stritten Verbot des preußischen Gouverneurs der damaligen Festung Rastatt. Das Komitee, welches infolge Montag, 28. März, abends 8 Uhr, in den ,, Oraniendieses Verbots für absehbare Zeit die Möglichkeit zur Durchführung feiner entschloß sich daher, das Denfmal, auch mit Deutscher Holzarbeiter- Verband. Bekanntmachung. Bahlstelle Berlin. Hallen", Oranienstrasse 51: Frau Blaffe nebst Kindern. Bei toulanter FeuerversicherungsAnstalt finden tüchtige Agenten bezw.. Bersonen, welche im stande find, Feuerversicherungen zu vermitteln, dauernd lohnende Nebenbeschäftigung. Bei befriedigenden Leistungen außer der Provision Vergütung einer befonderen Gratifikation. Geeignet für Werkmeister und Vereinsvorstände. Offerten sub G. 3 an die Exp. 25446 dieses Blattes. Hambaften Berlust, an die Stadt Benchen, zu verkaufen und günstigere Ber Branchen- Versammlung der Sitzmöbel- Tischler. Bublifum, welches am Tage bieran wärmer 10 Granim 10 137, ca. 100 Stud. hältnisse abzuwarten. Diese hielt es endlich für gekommen, nachdem Rastatt Tages Ordnung: im letzten Jahrzehnt seines Charakters als Festung entfleidet wurde. Es 1. Die Vorgänge in der Branche in den letzten Jahren. Referent wandte sich nunmehr an den Gemeinderath der Stadt Rastatt, welcher in Kollege Ruppert. 2. Diskussion. 3. Sind wir in der Lage, einen entgegenkommendster Weise auf die Absichten des Komitees einging und einheitlichen Tarif durchzusetzen? In anbetracht der wichtigen Tages die Erlaubniß zur Errichtung eines Denkmals ertheilte. Sofort wurde ordnung ist pünktliches Erscheinen aller Kollegen nothwendig. 79/3 hierauf der Platz eingefriedigt und behufs befferer Gruppirung eine Anzahl Gräber ausgegraben. Wer jest wieder Rastatt's alten Friedhof aufsucht, findet die Begräbnißstätte abgesondert, einfach hergerichtet und mit eisernent Gitter auf Granitfodel umgeben. Noch aber fehlt der Stein, den gleichgesinnte Mitbürger aus Dankbarkeit Am Montag, den 28. März, abends 8 Uhr, im„ Vorstädtischen Kasino", Ackerstraße 144: Branchen- Versammlung den waderen Freiheitskämpfern weihen wollen, um ihre Namen der Nach der Modell- und Fabriktischler. welt zum Gedächtniß aufzubewahren. Da aber die verfügbaren Mittel nunmehr erschöpft sind, so wenden wir uns an alle Gleichgesinnten, an Alle, welche es ernst meinen mit dem Kampf für des Volkes Wohl und Rechte und richten an sie die Bitte, ein Scherflein beizutragen zu den Kosten dieses Denkmals, demt bescheidensten Dante, den wir den gefallenen Voltsmännern schulden. Im Jahr 1899 sollte uns die Möglichkeit geboten sein, zur erusten Feier der fünfzigjährigen Wiederkehr jener unglücklichen und unvergeßlichen Tage den Denkstein zu enthüllen, als Zeichen der Treue gegen die Gefallenen und zugleich als Wahrzeichen, daß die Freiheit nicht standrechtlich gemordet werden konnte, sondern noch fortlebt in Millionen von Herzen. Naftatt( Baden) im März 1898. Das Denkmals- Komitee: August Dreesbach, Landtags- Abgeordneter in Mannheim. Adolf Geck, Landtags- Abgeordneter in Offenburg. Theodor Lutz, Apothefer in Baden- Baden. Franz Peter, Raufmann in Achern. Dr. Adolf Richter, Chemiker in Pforzheim. Freiwillige Beiträge nimmt entgegen der Raffirer des Komitees: Franz Peter in Achern in Baden. Tages Ordnung: 79/1 d tuffton." 3. Bericht und Neuwahl der Werkstatt- Kontrollkommission. 4. Ver1. Der Arbeitsvertrag". Referent Kollege Albin Moss. 2. Dis bandsangelegenheiten. Buchnummer der organisirten Kollegen dem Obmann zu übergeben. Die Vertrauensmänner werden ersucht, den Namen und die Brauche Parkettbodenleger. Montag, den 28. März cr., abends 8 Uhr, bei Schöning, Köpnickerstrasse No. 68: Verlammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht der Kommission und Ergänzungswahl zu derselben. 2. Vor Das Bureau des Gewerbegerichts, Breitestr. 20a, wird von jetzt an nur Montags Abends von 6-7 Uhr für das in gewerbItchett Streitigkeiten rechtsuchende verhindert ist, zur Entgegennahme von Klagen geöffnet sein. Berlin, den 26. März 1898. Gewerbegericht zu Berlin. gez. von Schulz. Damen u. Herren zur 16stündigen Erlernung des Klavier: oder Violin: spiels für 20 m. behuss Einführung neuer Methoden verl. Oranienftr. 118, 1 Tr. 26146 Frühjahrsfinken 1,00 M., Staare 1,50 M., Haidelerchen 2,00 MehlBf., 26126 Sager, Andreasstr. 39. Kanarienhähne verf. Rühl, Mariannen26626 straße 19. Achtung! Kein Laden. Nur eigene Fabrikation, 25 Cigarren 1 Mart. Garantie rein amerikaniſche Tabake. Rippentabat 2 Bfd. 60 f. H. F. Dinslage,[ 40152* Rottbuserstraße 4. Hof parterre Als Schneiderin empfiehlt sich Milchkübel, Frau Valentin, Ackerstr. 133, Hof 2 Tr. Jorban, St. Martusſtr. 28. Brautbett, 18, Dr. zu vert. Kannen, Satten, Buttermaschinen 445L* rothes, sof. 30 M. Bildungsverein ,, Mehr Licht!" Sonntag, den 27. März, abends 7 1hr, Alexanderstraße 27c: Versammlung. Tagesordnung: Vortrag des Genoffen Dr. Völkel über: Julian der Abtrünnige, der vom Christenthum zum Heidenthum übergetretene römische Kaiser." Diskussion. Darauf: Geselliges Beisammensein mit Tanz. Gäste stets will120/12 kommen. Entree 10 Pf. Garderobe 10 Pf. schläge der Kommission und der Vertrauensleute zur Abänderung des Tarifs. Achtung! 3. Verschiedenes. Zinkgiesser( Stürzer). Achtung! Die Kollegen, welche nicht in der Berliner Zahlstelle ihren Beitrag zahlen, werden ersucht, behuss Umschreibung nach der Berliner Zahlstelle" Dienstag, den 29. März, ab. 8% Uhr, b. Ewald, Schönleinftr. 6: ihr Mitgliedsbuch mitzubringen. Achtung: 1. Wahlkreis Achtung: Achtung! Holzarbeiter! Achtung! ( Hansa- Virtel.) Versammlung des Wahlvereins. Dienstag, den 29. März, abends 81/2 Uhr, in den Spreehallen, Kirchstr. 27: Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genoffen Bubeil über:" Die Kämpfe und Entwickelung der Sozialdemokratie in den letten 25 Jahren". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 29. März, abends präzise 812 Uhr: Derlammlung im Lokale des Herrn Bickel, Hafenhaide Nr. 52/53. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Wolfgang Heine. 2. Diskussion. 8. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Freitag, den 8. April( Charfreitag): Herrenpartie nach den Müggelbergen. Treffpunkt morgens 8 Uhr auf dem Görlitzer Bahnhof; für Nachzügler in Grünau bei G. Lindenhayn, Gurih straße 1-2. [ 238/ 7*] Der Achtung! 2. Wahlkreis. Achtung! Mittwoch, den 30. März, abends 8 Uhr, im Lokal von Louis Keller, Koppenstrasse 29: Gr. Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Gen. Meiner über:„ Ethit der heutigen Gesellschaft". 2. Diskussion. 3. Wahl der Delegirten zum Kongreß der lokalorganisirten Gewerkschaften. 4. Wie feiern mir den 1. Mai? Verschiedenes. 260/1 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann: Hugo Preisser. öffentliche Versammlung. Verband deutscher Gold- u. Silberarbeiter Tages Ordnung: 1. Abrechnung des Vertrauensmannes und Wahl desselben. 2. Wahl von drei Kontrolleuren. 3. Berichterstattung der Gewerkschafts- Delegirten und Wahl derselben. 4. Stellungnahme zum 1. Mai. 79/4 Der Vertrauensmann: Otto Klinger. Stechert's Salon( fr. Joël), Andreasstraße 21. Sonnabend, den 16. April 1898: Zur Feier des 50jähr.Gesellen Jubiläums des Tischlers Kollegen Wilhelm Schmitz, genannt Lukas, der Streifvater der 70er Jahre. Grokes Konzert Sonntag, 27. März, abends 6½ Uhr, bei Zubeil, Lindenstr. 106: unter Mitwirkung des Karthaus'schen Gesangvereins( M. d. A.-S.-B.). Festrede, geh. v. Reichstags- Abg. Fr. Zubeil. Anfang 8 Uhr. Nachher: Gr. Ball. Versammlung. Vortrag des Genoffen R, Millarg über: Was hat der Arbeiter und die Arbeiterin bei dem Arbeitsvertrag zu beachten?" Nach dem Vortrage: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. 210/13 Die Vertrauensperson. Billets à 25 Pf. find zu haben auf allen Zahlstellen des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes und demt Arbeitsnachweis, Annenstraße 39, sowie bet ben Saffirern der Krankenkassen. 26076 und verw. Berufsgenossen ( Mitgliedschaft Berlin). Dienstag, den 29. März, abends 812 Uhr, im Lokal Dresdenerstr. 45: Versammlung mit Frauen. Tages Ordnung: " 1. Vortrag des Herrn Dr. Meyl über: Was bezweckt die Naturheil methode?" 2. Diskussion. 3. Verbands- Angelegenheiten und Verschiedenes. Umt zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. 71/12 Achtung! Kürschner! Achtung! Montag, den 28. März, abends 8 Uhr, im ,, Alten Schützenhause", Linien- Strasse Nr. 5: Große öffentliche Versammlung aller in der Kürschnerbranche besch. Arbeiterinnen und Arbeiter. Tagesordnung: 1. Vortrag über„ Der Werth der Organisation". 2. Diskussion. 3. Bericht des Delegirten zur Gewerkschaftskommission und Neuwahl deffelben. 4. Wie feiern wir den 1. Mai? 5. Berschiedenes. 35/5' Der Wichtigkeit der Tagesordnung halber ist das Erscheinen der gesammten Kolleginnen und Kollegen dringend erforderlich. Die Vertrauensperson. Former und Berufsgenossen! Dienstag, den 29. März 1898, abends 8% Uhr, Kommandantenstr. 20: Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! Arbeiter- Bildungsschule. Gr. öffentliche Versammlung Sonntag, den 27. März, nachmittags 6 1hr, = im Kösliner Hof", Kösliner Straße Nr. 8: Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Th. Metzner über:" Der Frühling vor 50 Jahren und jetzt." 2. Diskussion. Bu recht zahlreichem Besuch ladet ein Der Vertrauensmann. 219/9 Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein mit Tans. Achtung, Bantischler! Sieben öffentliche Bautischler- Versammlungen am Donnerstag, den 31. März, abends 8 Uhr, in folgenden Lokalen: Westen und Schöneberg: bet Obst, Grunewaldstr. 110. Am Sonntag, den 27. März 1898, abends 7 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstrasse 20: Vortrag von Frau Lily Braun über: ,, Die Entstehung der Frauenfrage": Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Wagner über„ Boltsbildung und Klaffent bewußtsein". 3. Berschiedenes. Kollegen! Agitirt für diese Versammlung um zahlreiches und pünktliches Erscheinen. Nach dem Vortrage: Gemüthliches Beisammensein u. Tanz. 115/6 Eintritt 10 Pf. Garderobe 10 Pf. Der zum 7. Stiftungsfest von Ernst Preczang verfasste, mit Der Vertrauensmann der Berliner Former: Carl Irgang. grossem Beifall aufgenommene Prolog mit Programm und Lieder- Musikinstrumenten- Arbeiter. texten ist in dieser Versammlung à 10 Pf., Leitfaden zur theoretischen Nationalökonomie von Dr. Conr. Schmidt à 5 Pf. zu haben; ebenso Dienstag, den 29. März, abends 8% Uhr, Billets à 20 Pf. zu dem am Sonntag, den 17. April, abends& Uhr, in im Lokale von F. Graumann, Naunynstraße 27: Keller's Festsälen, Koppenstr. 29, stattfindenden Vortrag des Herrn Dr. Wilh. Meyer( früher Direktor der Urania") über ,, Die Reise nach Spitzbergen" mit zahlreichen Lichtbildern. Der Vorstand. 4/16 Achtung! Puker. Puker. Achtung! Mittwoch, den 30. März cr., abends Punkt 6 Uhr, in dem Lokale Beuthstr. 19( Cohn's Fest- Sale), großer Saal: Oeffentliche Versammlung Südosten, Südwesten, Süden und Rigdorf: bet Bickel, der Putzer Berlins und Umgegend. Hafenhaide 52/53. Friedrichsberg, Rummelsburg, Often u. Nordoften: bei Wittwe Röll, Straußbergerstr. 3. Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt, Moabit und Wedding: im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23. Charlottenburg: bei Lehder, Bismarcftr. 74. Steglit und Lichterfelde: bei Pagel( früher Bisnad), Chauffee straße in Groß- Lichterfelde. Weißensee: Prälaten", König- Chauffee, Ede Hederstraße. Jeder Bautischler ist verpflichtet, in einer dieser Versammlungen zu erscheinen. Die Einberufer. Tages- Ordnung: 1. Beschlußfaffung über die diesjährige Lohnbewegung. 2. Wahl eines Delegirten zur Konferenz der Maurer der Provinz Brandenburg. 3. Verschiedenes. [ 132/1 Wir ersuchen nun sämmtliche Kollegen, zu dieser wichtigen Bersammlung die Arbeit eine halbe Stunde früher ruhen zu lassen, uut recht pünktlich erscheinen zu können, damit wir, ohne es sehr spät werden zu laffen, uns flar werden, auf welche Weise unser Lohnkampf weiter geführt werden soll. Es ist Ehrensache eines jeben Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Lohnkommission. Oeffentliche Versammlung fämmtl. auf dem Boden der Bertranensmänner- Zentralisatien stehenden Musikinstrumenten- Arbeiter. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Regierungs- Baumeisters Genossent Kessler. 2. Stellungs nahme zum Kongreß der lokalorganisirten Gewerkschaften. 3. Wahl der Delegirten und des Bertrauensmannes. 4. Gewerkschaftliches. Bahlreiches Erscheinen sehr erwünscht. 141/13 Der Vertrauensmann: J. Arendt. Turnverein Fichte. Mitglied des Deutschen Arbeiter- Turnerbundes. Eröffnung der 8. Männer- Abtheilung am Sonnabend, den 2. April, abends 8 Uhr, in der Gemeindeschul Turnhalle, Höchstestraße Nr. 36/37. Turnzeiten: Mittwoch und Sonnabend 8-10 Uhr abends. Anmeldungen werden auf dem Turnfaal entgegen genommen. Gäste sehr willkommen. 266/5 1 Solide, gut bürgerliche h.6 Wohnungs- Einrichtungen Illustrirte Kataloge gratis und postfrei. 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Reichstagswahlen hin, bei denen sich die Musiker, um ihre Lage zu Die Mitgliederzahl hat sich in diesem Zeitraum um 18 erhöht, der fammlung ein von der Lohnkommission in Uebereinstimmung mit verbessern, ohne Ausnahme betheiligen müßten. An der Diskussion Berein erzielte mit dem vorjährigen Bestand eine Einnahme von den Baudeputirten aufgestelltes Streifreglement, welches dazu be- betheiligten sich D. Krüger, der die Beamten- Konkurrenzfrage in 229,67 M., an Ausgabe 117,20 m., so daß ein Bestand von stimmt ist, unüberlegte und aussichtslose Bausperren zu verhüten. großer öffentlicher Versammlung ventilirt haben wollte; Blan- 112,47 m. verblieb. Dem Kassirer wurde auf Antrag der Revisoren Die wesentlichsten Bestimmungen des Reglements find folgende: chefsky gab einige Beispiele, daß sogar ein Arbeiter- Rauchklub Decharge ertheilt. Bei der num folgenden Vorstandswahl wurden Um die Erhaltung und Befestigung der Errungenschaften der vor- die Jugendwehr" beschäftigt habe, der Musik- Dilettantenverein der zweite Vorsitzende und der Beifizer neu gewählt, die übrigen jährigen Lohnbewegung zu fichern, ist es nothwendig, daß" Solo" würde in Raucherzeitungen empfohlen, in Reinickendorf wiedergewählt. Es setzt sich nun der Vorstand aus folgenden Ges überall, wo an dem Stundenlohn von 60 Pf. Abzüge gemacht oder suche ein Dilettantenverein einen für Ronzert und noffen zusammen: Hannemann, erfter, Matthe da, zweiter Saal die neunstündige Arbeitszeit verlängert werben soll, die Arbeit von Saalgeschäft. Hoch verbreitete sich über die Mißstände der Borsigender, Neumann, erster, Eulig, aweiter Raffirer, allen hierbei in Frage kommenden Kollegen gefchloffen Vereinigung; durch die geschäftliche Abhängigkeit der Mitglieder Bessermöng, Schriftführer, Richter, Beifizer. Als Revisoren niedergelegt, die Lohnkommission aber sofort davon benachrichtigt von den Dirigenten, ihren Arbeitgebern, würden die Mißstände weiter wurden die Genossen Weber und Kobl gewählt. Zum Schluß wird. Handelt es sich um neue Forderungen der Arbeiter, um erhalten, ein. alleiniger Zentral- Arbeitsnachweis. würde dieselben wurde aufgefordert, recht rege für den Verein zu agitiven und neue schlechte Behandlung derselben oder um sonstige Mißstände, so darf beseitigen. Nach dem Vortrag begann die Verhandlung über den Mitglieder zu werben, zumal die Reichstagswahlen in furzer Frist die Arbeit nur mit Zustimmung der Lohnkommission, welche zwei Tarif zur Maifeier, derfelbe blieb wie bisher bestehen. Die Abrechnung stattfinden; auch diejenigen Genoffen, welche aum April hier neu Tage vorher in Kenntniß zu sehen ist, niedergelegt werden. Von von der Matinee vom 19. Dezember für die englischen Maschinen- zuziehen, mögen ungesäumt sich dem hiesigen Arbeiter- Bildungsverein der Beachtung dieser Bestimmung hängt die Unterstüßung ab. Wenn bauer ergab eine Einnahme von 116,75 M., Druckuntoften 69,20 m. anschließen und sich der Pflicht des Arbeiters bewußt sein. in dringenden Fällen eine vorherige Benachrichtigung der Lohn-( andere Unkosten, in Summa 17,70 M., trug die Vereinstaffe), tommission nicht möglich sein sollte, und dieselbe sich nach Reingewinn 47,55 M., auf eigene Liften wurden gesammelt 32,70 M. erfolgter Arbeitsniederlegung mit derfelben nicht einverstanden Zwei Unterstüßungsgesuche von zwei Mitgliedern wurden mit je dann hat, die nächste öffentliche Versammlung über 20 m. bewilligt. den Fall zu entscheiden. Billigt auch diese die Arbeitsniederlegung nicht, dann haben die an derselben betheiligten Kollegen die Rousequenzen ihres Vorgehens allein zu tragen. Wer, weil er für die Interessen seiner Kollegen eintrat, gemaßregelt wird, hat sich bei der Lohnkommission zu melden. Eine Arbeitsniederlegung aus Anlaß einer Maßregelung darf jedoch nur dann stattfinden, wenn es die Lohn tommiffion nach Prüfung der einschlägigen Verhältnisse für nöthig erkommission nach Prüfung der einschlägigen Verhältnisse für nöthig er achtet. Gemaßregelte erhalten, so lange fie arbeitslos sind jedoch höchstens für 18 aufeinander folgende Arbeitstage- eine tägliche Unterstüßung von 8 M. Nach längerer Debatte nahm die Versammlung vorstehende Bestimmungen an. Dann wurde noch mitgetheilt, daß die Arbeit auf der Gasanstalt in der Fichteftraße wieder begonnen hat, daß aber daselbst die zehnftündige Arbeitszeit ein zuführen versucht werde. ift. = B Gastwirths Lindenhayn eine Boltsversammlung statt, in welcher Grünan. Am Montag, den 21. März, fand im Lokale des Genosse Gerisch über die Kommunalwahlen sprach. Brandt ersuchte die Anwesenden dringend, am Wahltage ihre Schuldigkeit zu thun. Mit großer Entrüftung nahm die Versammlung die Mittheilung entgegen, daß der Herr v. Oppen den Gastwirth Lindenhayn, nachdem diefer den Saal zur Bersammlung hergegeben, sofort auf den Zehuuhr- Geschäftsschluß. gefeht hat. Sodann gab Bergau den Bericht fiber die Thätigkeit der Maifeier, die gabortrag Arbeiter- Sängerbund Berlins und der Umgegend. 1. Vorsitzender: Ad. Neumann, Brunnenstr. 150. Alle Aenderungen im Vereinkalender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 50, v. 2 Tr. Montag, Zukunft I", Steglit, Ahornſtr. 10. abds. 9-11 Uhr, Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. ,, Vorwärts IX", Charlottenburg, „ Harmonie II", Restaur. Feind ,, Bismardshöhe, Wilmersdorferstr. 39. " Tonblüthe", Häusler, Oppelnerstr. 19." Liedesfreiheit II", Weinstr. 11. " Freya II"( gemt. Chor), Wulle, Strausberg, Magnus, Wilhelmstraße. Urbanstr. 51." Apollo", Charlottenburg, Müller, Krummeſtr. 33. " Solidarität", Michlke, Schüßenstr. 29." Felsenburg", Scheerbe, Blumen straße 38. Rirdorfer Liederkranz", Nixdorf, Marefch, Ziethenstr. 77. Süd- West", Flick, Einigkeit III", Reinickendorf, Balzer, Berlinerſtr. 17, Simconstr. 23. Berliner Damenchor Harmonie", Schiller, Rofenthalerstraße 57. Rütli", Friedenau, Handierystr. 64.„ Eichenkranz II", senoblich, Soldinerstr. 36.„ Septime", Staligerstr. 142. Blaue Die in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzplätzen beschäftigten Arbeiter, Filiale II, hielten am 22. d. M. ihre regelmäßige Mitgliederversammlung ab, in welcher Genoffe Metzner über den Werth der Organisation referirte. Darauf wurden die Bustände bei der Firma Schaul einer scharfen Kritik unterzogen und wei wegen Agitation" entlassene Kollegen als gemaßregelt be. Köpenick. Am Donnerstag fand hier im Saale des„ Raiserhof" trachtet. Die darauf verlesene Abrechnung vom Maskenball ergab weise auch Frauen theilnehmen durften, denn der Polizei- Wachteine gut besuchte Boltsversammlung statt, an welcher ausnahms einen Ueberschuß von 101,60 m. Der Kassirer wurde entlastet. meister Haller forderte diesmal, zum Befremden der Versammelten, Die Freie Vereinigung der Bauauschläger hielt am die Frauen nicht auf, den Saal zu verlassen. Zunächst wählte 20. März ihre Monatsversammlung bei Buste ab. J. Meier die Versammlung ein aus achtzehn Personen bestehendes Komitee, hielt einen Vortrag über die Unfallversicherungs- Gesetzgebung. welches die Vorbereitung und die Leitung der diesjährigen aus zwei Versammlungen und sich daran Gewerkschaftskommission. Hierbei ist hervorzuheben, daß von den schließenden geselligen Unterhaltungen bestehen soll, in die Hand Deutscher Holzarbeiter Verband. Eine von ca. 600 Wert durchschnittliche Arbeitszeit beträgt nach Abzug von 2 Stunden Pause Stolle einen ausführlichen und mit Beifall aufgenommenen statistisch festgestellten 950 Anschlägern nur 308 organisirt sind; die nehmen foff. Nunmehr hielt Genosse Reichstags Abgeordneter statt- Bertrauensmännern besuchte Versammlung tagte am Mittwoch, 9 Stunden, der Stundenlohn 40 Pf. Schenker führt an, daß Vortrag über Kommunal- und Landtagswahlen, in welchem er den 23. d. M., in Cohn's Festfälen. Kollege Ma a ß referirte über: der Vorstand des alten Vereins der Organisation entgegenzuarbeiten besonders betonte, daß selbst in Sachsen eine größere BewegungsUnsere Tattit bei Werkstatt Streits und die Aufgaben der Vertrauensmänner". Redner ist der Meinung, daß dieses Thema immer fuche. freiheit in der Selbstverwaltung der Kommunen und Gemeinden wieder behandelt werden müsse, um für die Vertrauensleute die nöthige Aufklärung zu geben und gleichzeitig auf die Aufgaben der 21. März, seine Monatsversammlung ab. Der Vorstand ertheilte einschränken können. Nachdem der Referent noch auf die WichtigDer Verband der Korbmacher hielt am Montag, den vorhanden fei wie in Preußen, wo die Polizei und höheren Der Vorstand ertheilte Berwaltungsbehörden das Selbstverwaltungsrecht der Gemeinden Vertrauensleute aufmerksam zu machen, welche dieselben bei Werk- Bericht vom Jahre 1897. Danach war eine Gesammteinnahme von feit der Gemeindewahlen für die Arbeiter hingewiesen und des stattdifferenzen der Organisation gegenüber zu erfüllen haben. Vor 1933,08 M. und eine Ausgabe von 1860,79 M. zu verzeichnen. Auf allen Dingen sei es nun Pflicht der Vertrauenslente, die Kollegen in dem Stellennachweis wurden 162 Gehilfen verlangt. Aus der Bibliother gleichen für die Betheiligung an den Landtagswahlen eintrat, er ihren Werkstätten zu organisiren, dafür Sorge zu tragen, daß die wurden 59 Bücher entnommen. Es wurde von mehreren Mitgliedern folgte nach kurzer Diskussion der übliche Schluß der Versammlung Beiträge regelrecht bezahlt werden, und die Kollegen beantragt, den Lokalverband aufzulösen und zum Holzarbeiter- Verband wegen Eintritt der Polizeistunde, die für öffentliche Arbeiterdarauf aufmerksam zu machen, wie nothwendig es ist, die überzutreten. In dieser Sache wurde beschlossen, binnen zehn Tagen Versammlungen immer noch auf zehn Uhr abends festgesetzt ist. 10 Pfennig für den Streitfonds zu zahlen. Ferner den eine Versammlung einzuberufen und darüber abstimmen zu lassen. Kollegen den Besuch der Verbandsversammlungen ganz besonders and Herz zu legen. Ferner sollen die Vertrauensmänner alle Mißstände Siegerist über die Anspruchslosigkeit der Arbeiter. Bei den Rabitz- Buzern referirte am 22. März Genosse und Unregelmäßigkeiten, die in ihren Berkstätten bestehen, in den wurde beschlossen, die Kollegen von der Firma W. 11. K. Engel, die Sodann hierzu bestimmten Bezirks- Vertrauensmänner Versammlungen zur Sprache bringen. Drohen in einer Werkstatt qus irgend welchem sich bereit erklärt haben, in Zukunft die Statuten und VersammlungsGrunde Differenzen auszubrechen, so soll es Aufgabe des Vertrauens- beschlüsse zu achten, weiter als Mitglieder anzuerkennen. In der mannes fein, feine Kollegen von unüberlegten Schritten, wie z. B. nächsten Versammlung soll Stellung genommen werden zu der diesfofortiges Niederlegen der Arbeit u. s. w. durch rubiges und be- jährigen Lohnfrage und Bekämpfung der Attordarbeit. sonnenes Auftreten nach Kräften abzuhalten suchen. Insbesondere Charlottenburg. Die hiesige Zahlstelle des Zentralverbandes ist es in solchen Fällen nothwendig, sofort die Werkstatt- Kontroll- der Maurer Deutschlands hielt am Sonntag, den 20. d. M., eine kommission oder den Arbeitsvermittler hiervon in Kenntniß zu Mitgliederversammlung ab. Im Punkt Verbandsangelegenheiten setzen. Des weiteren warnt Redner die Kollegen, die wurde beschlossen, zu Ehren der Delegirten zur Konferenz der Arbeit niederzulegen, bevor nicht die Rontrollkommission Maurer der Provinz Brandenburg am 2. und 3. Osterfeiertage respektive die Ortsverwaltung davon in Kenntniß gesetzt abends ein Fest mit Tanz und Gesangsvorträgen zu veranstalten. Da hierdurch unliebsame Sachen, in betreff der Unter- Hierzu wurde ein Komitee von 6 Mitgliedern gewählt. Für einen flügungsfrage, fehr leicht erspart werden. Redner weist hierbei Kollegen, welcher durch Absturz beide Beine brach, sowie für einen gleichzeitig auf den im März 1896 gefaßten Beschluß hin: Unter anderen, welcher schon seit 9 Monaten an einer Krankheit darnieder: ftügung wird nur gezahlt, wenn Ortsverwaltung und Kontroll- liegt, wurden pro Mann 20 Mart Unterstügung aus der Lokaltaffe tommission von der Arbeitsniederlegung in Kenntniß gesetzt sind. bewilligt. Das Mitglied Hermann Galleste wurde einstimmig nach Nach einer lebhaften Diskussion wurden dann die Forderungen der§ 15 des Verbandsstatuts aus dem Verbande ausgestoßen. Ferner Parketbodenleger besprochen. Die Forderungen find folgende: kritisirte die Versammlung das unsolidarische Verhalten der Berliner Herabsetzung der Arbeitszeit täglich um eine Stunde und Akkord- Kollegen lokaler Richtung, welche in Charlottenburg arbeiten und auffchlag auf 10 pCt., macht ungefähr pro Quadratmeter 10 Pf., dort ihre Beiträge für den Streitfonds verweigern. um den Tarif möglichst wieder auf die Höhe zu bringen, wie fünf Jahren vor stand. Nach Die Charlottenburger Gewerkschaftskommission nahm in furzer Debatte be Es willigten die Versammelten das Vorgehen der Bodenleger; ihrer Sigung vom 23. März Stellung zur Feier des 1. Mai. die Regelung der weiteren Angelegenheit wurde der Ortsverwaltung wurde, da derfelbe auf einen Sonntag fällt, beschloffen, 2 öffentliche überlassen. Ein Darlehnsgesuch der streikenden Schuhmacher wurde Bersammlungen abzuhalten und Maimarken im Werthe von 20 Pf. mit dem Hinweis, eine bestimmte Summe zu überweisen, der Ortsauszugeben. Ferner nahm die Kommission Stellung zur Errichtung verwaltung anheim gegeben. Sodann berichtete der Arbeitsvermittler eines allgemeinen Arbeitsnachweises. Da die Ansichten der Dele Ma a ß über die in den letzten 4 Wochen stattgefundenen Werkstatt- girten über die Frage, ob es am zweckmäßigsten fei, einen kommudifferenzen, die alle zu gunsten der Kollegen erledigt wurden. nalen Arbeitsnachweis unter Aufsicht des Magistrats oder einen Ferner wurde noch darauf aufmerksam gemacht, den Streitfonds nicht allgemeinen, von den Gewerkschaften selbst verwalteten einzurichten, sehr getheilt wurden die Delegirten zu vernachlässigen. beauftragt, die Frage vorerst in Versammlungen ihrer Die bei den Putern beschäftigten Arbeiter hielten am Berufe zur Berathung zu bringen. Darauf wurde als drittes 21. März ihre erste Mitgliederversammlung ab. In den Vorstand Ausschußmitglied John gewählt. In der sich nun entspinnenden wurden gewählt: 1. Vorsitzender Wegener, 2. Vorsitzender Debatte über die verschiedenartigen Organisationen( zentraler und R. Beier, 1. Kassirer Franz Wenzte, 2. Kassirer G. Schulz, lofaler Richtung) tamen auch die Streitigkeiten der lokal und des Herrn Dr. Ratlowsty über:„ Krantenpflege". Schriftführer H. Franke, Revisoren H. Heinze, W. Schlauß, zentral organisirten Maurer und Zimmerer Berlins zur Sprache. Allgemeine Familien- Sterbekasse. Heute Zahltag Aderstr. 123 bet G. Wolf; als Spediteure E. Hoffmann und H. Leppin. Die Versammlung nahm folgende Resolution an: Die heutige Beschlossen wurde, daß die Versammlung regelmäßig jeden Montag öffentliche Sigung der Charlottenburger Gewerkschafts- Kommission vor dem ersten des Monats, abends 8 Uhr, bei Wernau, Schwedter spricht sich gegen das Verhalten der lokalorganisirten Zimmerer straße 23/24, stattfinden solle. Die Mißstände, die sich im Puzzer: Berlins und Umgegend aus. Nicht vertreten waren die Bureaugewerbe besonders bemerkbar machen, wurden einer herben Kritik angestellten, Holzarbeiter und Gasanstaltsarbeiter. unterworfen. Mit einem Hoch auf das Gedeihen des Verbandes Schöneberg. Am Montag, den 21. März, fand hier im Iwurde die Versammlung geschlossen. 33 Mann ließen sich in den Obst'schen Lokale in der Grunewaldstraße eine Bersammlung des Nordfante", Bolz, Wiesenstr. 27. Reimer", Seidel, Gerichtstr. 19. Arbeiter- Bildungsvereins statt, welche sich mit den Artikeln BernDer Verband der in Buchbindereien beschäftigten Ar stein's in der Neuen Zeit" beschäftigte. Das Referat hierzu hatte beiter und Arbeiterinnen hielt am 21. März feine Mitglieder Genosse Frante übernommen. Da dasselbe fast den ganzen Abend Bersammlung ab. Eine lange Debatte entspinnt sich über die Erin Anspruch nahm, wird die Debatte in der nächsten am 4. April höhung der Arbeitslosen- Unterstützung. Dieselbe ist durch Urabftim- stattfindenden Versammlung fortgefeßt. Unter Verschiedenem wurde mung beschlossen worden. Der Verbandsvorstand will sie erst vom der Vorstand beauftragt, sich mit der Bade- Anstalt in Verbindung 1. Juli an zur Einführung gelangen lassen, die Hamburger Filiale zu setzen, um den Mitgliedern billigere Badekarten zu verschaffen. hat dagegen beschlossen, sie schon vom 1. April an auszuzahlen. Die Die Konservativen in Lichterfelde fühlten wieder einmal Versammlung nimmt eine Resolution an, wonach die erhöhte Unterstützung von der Filiale Berlin vom 1. Mai an eingeführt werden das Bedürfniß, eine öffentliche Bersammlung" für den 25. März einzuberufen, in welcher der Landtags- Abgeordnete Ring sprach. soll; der Hauptvorstand wird ersucht, sich dem anzuschließen. DemAntrage, Der große Saal von Hertel( Wafferthurm) war schon lange vor dem den streitenden Schuhmachern 100 m. zu bewilligen, wird zugestimmt. mit Tischen Bergmann giebt hierauf die Erklärung ab, daß er die erhöhte Beginn der Versammlung bis auf den legten Plat Vorstadt und Schönhauser Vorstadt: Kart und Stühlen besetzt, die der Besucher harrten. Schließlich fanden Arbeitslosenunterstüßung laut Beschluß der heutigen Versammlung sich noch im ganzen ungefähr 50 Zuhörer ein. Der Vortrag des Mars, Kastanien: Alee 95/96. Charlottenburg: Gustav vom 1. Mat zur Auszahlung bringen wird, jede weitere Ber: Herrn Ring bot absolut nichts Neues. Den größten Theit feiner dorf: Frau Kübler, Sigmaringenstr. 34 und Frau Heinemann, Scharnberg, Pestalozzistr. 34, Quergeb. part.- Deutsch- Wilmersantwortung aber ablehnt Ferner erfolgte die Bekanntgabe der auf Ausführungen bildeten die lokalen Eisenbahn- Angelegenheiten der Sigmaringenstr. 35.( Sier ist auch die„ Brandenburgische Bolts- Zeitung" zu Beschluß der Bevollmächtigten bei Werkmann, Sebastianstr. 47, neu Gemeinde Lichterfelde. Interessant waren nur die schmerzbewegten erhalten.) Rixdorf: Ostermann, Erkstraße 6. errichteten Bahlstelle, welche, da der Inhaber selbst Mitglied ist und Ausführungen über die Resultatlosigkeit der Sammlungspolitik im berg: Wilhelm Bäumler, Belzigerstr. 59, Seitenflügel part. Marken übernommen hat, zu jeder Tageszeit geöffnet ist. Zum Wahlkreise Teltow. Der Redner war erzürnt über die bezeichnende Johannisthal- Nieder- und Ober- Schönewelde: Otto Schluß wurde noch auf die Sonntag, den 3. oder Montag den 4. April Abfuhr, die ihm die Nationalliberalen angedeihen ließen, indem ihm John, Ober- Schöneweide, Siemensstraße 7, Bigarrengeschäft. Annahmestattfindenden Delegirtenwahlen zur Ortskrankenkasse der Buchbinder und auf die Wichtigkeit der Betheiligung aller Mitglieder an den geantwortet wurde, man wolle mit den Agrariern und Antisemiten stellen: Nieder- Schöneweide: Karl Weber, Zigarrengeschäft. Johannisa nichts zu schaffen haben. Am Schlusse seiner Ausführungen Bernsee, Kirchstraße 15 in Friedenau. Bestellungen nehmen entgegen in felben aufmerksam gemacht. fam der Referent auf seine speziellen Freunde", die Sozialdemo- Steglitz: 5. Mohr, Düppelstraße 8, und Fr. Schelthase, Ahorns Die Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker hielt am traten, zu sprechen. Er empfahl, diefelben eventuell mit den Machtstraße 15a. Baumschulenweg: Rich. Ulbricht, Marienthalers 22. März eine außerordentliche Generalversammlung ab. Kollege mitteln des Staates niederzuschlagen. Auf die Mäschen bezüglich traße 18, I. Graß sprach über„ Die Mißstände im Musikgewerbe und deren der" Theilerei", die die Sozialdemokratie einführen wolle, lohnt es Außerdem ist sämmtliche Parteiliteratur, sowie alle wissenschaftlicher Ursachen". Er führte unter anderem aus, daß vor 15-20 Jahren sich nicht einzugehen; sie verdienen nur registrirt zu werden als Werke dort zu haben. Auch werden Inserate für den Vorwärts" in den Theatern monatlich 150-180 m. gezahlt wurden, während Zeichen der in junkerlichen Kreisen herrschenden Unwiffenheit. Nach entgegen genommen. jetzt nur noch 80, 75 M. und darunter gezahlt werden; die größte einigen Anfragen und Ausführungen aus der Mitte der Anwesenden Um genaue Angabe der Adresse wird er Verband aufnehmen. waren, Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenberungen im Vereinstalender sind zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdenerstraße 80, 2. Hof.- Montag, abds. von 9-11 Uhr: Klub- Abend und Aufnahme neuer Mitglieder: Merikaner", G. Seifert, Elbingerstr. 15. " Abguß II", Schulze, Webersir. 10." Freundschaft Vorwärts", Sydow, Schleife", Boden, Oppelnerstr. 13. Weißenburgerstr. 47." Carmen", Lehmann, Chorinerstr. 54. Berolina", Klann, Buttmannstr. 2. Fidele Kolonisten", Klinze, Koloniestr. 123." Eintracht", Brzongka, Weidenweg 43. Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Theaterverein „ Crescendo", Linienstr. 73. Dramatischer Klub„ Liebesglück", Cremmenerstraße 1. Theaterv. Vergnügungsv. Ingwelde", Schulz, Dunderstr. 90. Vorwärts", Jonas, Gr. Frankfurterstr. 42.- Theaterv. Schiller", Garbriel, Theaterv. Alpenrose", Eisenbahnstr. 44. Geselliger Slub Wildenowstr. 5. Neptun", Roßstr. 3. Theaterv.„ Amorella", Brizerstr. 19. Montag: Bergnügungsv.„ Bavaria", Schulz, Dunckerstr. 90. " Tyrol", Waldemarstr. 13. Arbeiter Turnerbund. Sonntag: Turnb. Fichte", Lichtenberg, Afche, Weißenseeer Weg; jeden Sonntab von 3 Uhr an volksthümliches Montag: Turnv." Fichte", Berlin, abends von 8-10 Uhr, Turnen. 7. Männer- Abth., Reichenbergerstr. 131; 2. Damen- Abth., Ackerstr. 67. Arbeiter Schwimmerbund. Anfragen sind zu richten an E. Bratke, Schulstr. 24. Montag:„ Neptun", Kommandantenstr. 7-9, abds. 71/2 Uhr, Uebungsstunde. Vergnügungs- Verein Alemania". Heute Gesellschaftsabend im Englischen Hof, Neue Roßstr. 3. Anfang 6 Uhr. Samariter Rurfus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 28. März, abends 8 Uhr, in Cohn's Festsälen, Beuthstr. 20: Vortrag Theaterv.„ Weiße Rose", Reichenbergerstr. 19. Rauchtl. Portoriko", Bülowstr. 46. Bitherb. " Dieke und Oranienstr. 23a bei Bukow. browsty in Nixdorf", Breßler, Biethenstr. 69, tagt jeben Sonntag nach Lese- und Diskutirklubs. Polnisch. Distutirkt. Jaroslaw Dom brosty in Rigdorf", Breßler, Biethenſtr. 69, tagt jeden Sonntag nach dem 15., nachm. 5 Uhr. Montag: Sozialdemokr. Lese- und Diskutirll. für den Stadtbez. 175", Buchmann, Gubenerstr. 12a, Vers. jeden 2. und 4. Montag im Monat, abds. 8 Uhr. Leopold Jakoby", Bippfe, Markusstr. 14 Eingang Grüner Weg), jeden Montag nach dem 1. u. 15. im Monat. Beim Quartalswechsel empfehlen sich folgen de Partei- Speditionen: Berlin vierter Wahlkreis O.: Robert Wengels, Frucht; straße 30, Sof II. SO.: Friz Thiel, Staligerstr. 35 v. part. Sechster Wahlkreis( Moabit): Karl Anders, Salzwedelers ftraße 8, part. im Laden. Wedding und Oranienburger Vorstadt: Emil Stolzenburg, Wiesenstraße 14. Gesund brunnen: Wilhelm Gaßmann, Grünthalerstr. 64/65. thaler thal: Senftleben, Restaurateur. Schuld trägt daran die unerhörte Lehrlingszüchterei; Berlin und einem Schlußwort des Redners schloß die Versammlung mit dringend gebetent. hat allein 18 Jnnungsmeister mit 252 Lehrlingen, ebenso Dankesbezeugungen für denselben, denen sich der im Hinter drückend ist die Konkurrenz der Militärmusiker, der Beamten, grunde des Saales befindliche Polizei- Kommissar Mohr in höflicher dann der Dilettantenchöre und der neuerdings gegründeten 45 Jungen Weise anschloß. RosenSchöne-. Friedenau- Steglitz: H Die bei dem grossen Brande in meinem Warenhause am 1. März d. J. zum Theil sehr wenig beschädigten Warenbestände und andere grosse Partie- Posten kommen täglich zum Verkauf. Aussergewöhnlich günstige Kaufgelegenheit Fertige Wäsche. Weisse Bettbezüge u. 2 Kissen, fertig genäht Bettlaken, 130 cm breit, 2 m lang Damenhemden aus Renforcé mit Besatz Damenhemden, gute Qualität Damenhemden mit handgestickter Passe. Damen- Nachtjacken, weiss Pelzpiqué Damen- Beinkleider aus schwerem Barchend Abtheilung für Confection. 12, 2,20 M. Damen- Costüm, sehr geschmackvoll.6,50, 8, 1.-M. Wollenes Damencostüm, ganz gefüttert 50 Pf. Sehr elegantes Costüm, reine Wolle, ganz 78 Pf. Pagefüttert. • • 1,35 M. Fertige Morgenkleider, eleganter Sitz 90 Pf. Fertige Morgenkleider aus bestem Velour. 75 Pf.!! Grossartige Auswahl in hocheleganten Morgenröcken!! Teppiche, Gardinen, Portièren, Tischdecken. • Schürzen jeder Art, unerreicht billig!!! Unerreicht billig!!! 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Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Br. 73. 15. Jahrgang. 4. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 27. März 1898. Nommunale Arbeitsnachweise. Boziale Rechtspflege. " bor. Briefkasten der Redaktion. gesagt wird, daß in einer Fabrit, wo Arbeiter gesucht werden, zur unerwarteten Ruck das Gleichgewicht verlor, auf ein Seitenbrett Beit ein Streit besteht, so liegt es am Arbeiter, nicht am Nachweis, fiel und eine Rippenverlegung erlitt. Er wandte sich wegen einer wenn er doch Streitbrecher wird. Daran wird er auch nicht Unfallrente an die Tiefbau- Berufsgenossenschaft, deren Mitglied die Seit dem Jahre 1893 find städtische Verwaltungen und einzelne gehindert, wenn der Nachweis feine Thätigkeit überhaupt einstellt. Gemeinde ist, für welche er den Schlitten in Tagelohn geführt Bundesregierungen eifrig mit der örtlichen und territorialen Wenn aber unter solchen Voraussetzungen, wie hier angedeutet, 1 hatte. Die Berufsgenossenschaft wies den Anspruch zurück und das Zentralisirung der Arbeitsvermittelung beschäftigt. Im Prinzipe ist öffentliche Arbeitsnachweise eingerichtet, diese mit Mitteln der Ge Schiedsgericht verwarf die Berufung des Klägers. Beide Instanzen der Gang der Entwickelung meist folgender: Zunächst errichten in meinde, des Staates und Reiches in ein wohlzentralisirtes, rasch gingen davon aus, daß ein entschädigungspflichtiger Betriebsunfall einem Lande einzelne größere Städte kommunale Arbeitsnachweise; funktionirendes System gebracht werden, so sind wir allerdings der deshalb nicht vorliege, weil das Heraufheben des kleinen K. auf den sehr bald stellt sich das Bedürfniß zu gegenseitigem Anschlusse und Ueberzeugung, daß damit nicht nur dem einzelnen Arbeiter, der Schlitten mit dem Betriebe nichts zu thun hätte. Vor dem ReichsErweiterung der Thätigkeit auf das umliegende Produktionsgebiet beraus Stellung sucht, gedient wird, sondern daß auch die gewerkschaftliche Versicherungsamt erzielte der Kläger jedoch ein obfiegendes Erkenntniß, und hieraus ergiebt sich dann unter Mitwirkung der staatlichen Organe Arbeiterbewegung eine fiets sichere Grundlage zur Erkenntniß der die Mente wurde ihm mit folgender Begründung zugesprochen. Selbst die Zentralisation der Arbeitsnachweise in einem größeren Bezirke. So Lage des Arbeitsmarktes und damit zu einer richtigen Inangriff wenn der Kläger seinem Kinde nur ein Vergnügen hätte machen haben Württemberg, Baden, in neuester Zeit auch Bayern einen nahme ihrer Aktionen erhält. wollen, wäre doch nicht anzunehmen, daß er sich dadurch außerhalb über das ganze Land hin sich erstreckenden Dienst der Arbeitsdes Betriebes gefegt bätte. Es sei noch kein Austritt aus dem vermittelung. Betriebe, wenn der Betriebsarbeiter einen Augenblick eine Handlung. it es nun im Interesse der Arbeiter, daß der Arbeitsnachweis ein öffentlicher ist und unter der Mitwirkung einer Behörde vornehme, die vielleicht nicht ausschließlich oder vorzugsweise durch die Rücksicht auf den Betrieb bedingt gewesen sei. Die Betriebss erfolgt Diese Frage wird nur vergleichsweise zu beantworten Bei der Herstellung anftändiger Beziehungen zwischen beschäftigung sei eine fortdauernde gewesen, wenn auch die Abs sein. Wir werden sie zu bejahen haben, wenn der kommunale Arbeitgebern und Arbeitnehmern hat nach einem Ausspruch des lentung der auf das Gespann zu richtenden Aufmerksamkeit fahrNachweis einen Fortschritt gegenüber den bisherigen Formen der Vorsitzenden Hellwig das Gewerbegericht mitzuwirken. Folgender lässig oder unbesonnen genannt werden könne. Auch sei der urArbeitsvermittelung darstellt. Da kann es nun teinem Zweifel unter Fall gab Herrn Assessor Hellwig den Anlaß dazu, sich so zu äußern. sächliche Zusammenhang des Unfalles mit dem Betriebe anzuerkennen. liegen, daß ein öffentlicher, zumal unentgeltlicher Arbeitsnachweis den Frau Walter, die Inhaberin einer Wäschenäherei, hatte die Näherinnen Die Schwere der Verlegung sei wesentlich bedingt gewesen durch die Vorzug vor der sehr ausgebreiteten Umschau und dem privaten. und M., zwei noch ziemlich junge Mädchen, verklagt, weil sie Beschaffenheit des Schlittens und die besondere Art seiner Fort. Stellenvermittler- Gewerbe verdient. Verlieren bei der ersteren Form vor Ablauf der Kündigungsfrist die Arbeit verlassen hatten. Sie bewegung, bei der es unvermeidlich sei, daß die Pferde durch undie Arbeiter unnöthig viel Zeit, so bei der letzteren Zeit und oben beanspruchte als Buße je 9 M. Die Beklagten wandten dagegen vermuthetes stärkeres Anziehen plögliche Erschütterungen herbeidrein erheblich noch Geld. Freilich spielt im modernen gewerblichen ein, fie wären, nachdem sie selbst gekündigt hatten, so behandelt führten. Die Verlegung hätte vielleicht auch eintreten fönnen, wenn Leben eine andere Form der Arbeitsvermittelung noch eine hervors worden, daß sie es nicht bis zum Ablauf der Kündigungsfrist hätten R. in solchem Moment zufällig aus einem anderen Grunde auf ragende Rolle, und das ist der entweder von Arbeitern oder von aushalten können. Sie feien beschimpft worden und Herr Walter gestanden wäre. Unternehmern geleitete Nachweis. Bei ihm ist die Vermittelung der habe vor der einen ausgespuckt. Beim Gericht war ein anonymes Arbeit nicht so sehr das Hauptziel, als Mittel zu einem besonderen Schreiben eingelaufen, angeblich verfaßt von einer noch bei Walter Machtzwed. Die Unternehmer wollen den Arbeitsnachweis in ihren beschäftigten Arbeiterin, worin die Behandlung der Beklagten als Händen haben, um fich gefügige Arbeiter zu schaffen; die niederträchtig bezeichnet und von Herrn Walter behauptet wurde, Arbeiterorganisationen dagegen erblicken in ihren Nachweisen er habe in R. S., Hartwich., E. F., O. S. 99., Mehnert. Nein. feinem Aerger über die Kündigung der ein Gegenmittel gegen den Druck seitens der Unternehmer. Mädchen gesagt, M. Sch. 28. 1. Nur das Recht auf Anstellung einer Beleidigungsklage. sie würden schon noch mit sechs Mart 2. Nein. 3. Nein. Nun ist es wohl schwer, in S. W. 1. Nein. 2. Ja: pro Stopf 50 M. 3. Ja: den Gewerben und Orten, die Woche nach Hause gehen. Eine Beugin fagte folgendes aus: Schreibgebühren. A. M. 1. Nein. 2. Von Schott. 3. Ja. 4. Ja. 100 solche Nachweise bestehen, diese zu veranlassen zu Die Beklagte G. habe sich während der Arbeit ungenirt mit einer 5. Verlangen Sie gerichtliche Entscheidung. P. S. 13. 1. Das Feiern gunsten eines öffentlichen Nachweises ihre Thätigkeit einzustellen. Kollegin unterhalten und mehrfach gegrient", worauf ihr Frau war nicht geboten, sondern freier Wille. 2. Solche Aehnlichkeiten sind, soweit Denn feine Seite wird geneigt sein, auf eine Portion Macht, bie Walter gesagt habe, sie solle ihre Frechheiten auf dem Wedding Gutscheidung hat der Vormund zu zahlen: er ist also im Recht. fie vorkommen, zufällige. F. W. 59. Erst nach rechtskräftiger chne Widerrede durch die Beherrschung des Arbeitsnachweises ge- laffen. Und der Beklagten M., die öfter zu spät gekommen fet, geben ist, mir nichts dir nichts zu verzichten. G3 werden sich aber babe Frau Walter vorgehalten, fie folle pünktlicher sein und sich laut des Artikel 31 der Reichsverfassung muß allerdings auf Verlangen des J. Egert. Nach der Entstehungsgeschichte, der Absicht und dem Wort wohl Mittel und Wege finden laffen, solche Arbeitsnachweise vor- nicht immer herumtreiben. Die Kammer I des Gewerbe- Reichstages auch eine Strafhaft unterbrochen werden. Die Behörden, und läufig in das System der Zentralisirung, bei voller Wahrung ihrer gerichts wies die Klägerin ab. Assessor Hellwig führte aus: seit einigen Jahren auch der Reichstag, sind aber anderer Ansicht. Eine Selbständigkeit, einzubeziehen. Es handelt sich daher nur da rum, Die Beklagten hätten sich allerdings auch gerade nicht Entscheidung des Reichsgerichts ist in dieser Frage nicht ergangen. ob für die Gewerbe und die Drte, wo solche von Unternehmern oder sobenommen, wie es ihre Pflicht gewesen wäre. In E.. 119. 1. Die Bewilligung des Armenrechts zu Klagen beraubt Arbeitern geleitete Nachweise nicht bestehen, ein öffentlicher Arbeits- beffen habe die Klägerin als Arbeitgeberin bie doppelte Pflicht, niemand des Wahlrechts. 2. Wenn die Unterstützung im letzten Jahre erfolgt nachweis anzuftreben ift oder ob man es dem Kampfe fich in ihren Ausdrücken in acht zu nehmen. Die Worte Lassen ist: ja. 3. Rechtstraft tritt einen Monat nach erfolgter Zustellung in Ihrem zwischen Unternehmern und Arbeitern überlassen soll, wer Sie ihre Frechheiten auf dem Wedding", seien eine grobe Be- Erfolg. 2. Der Vertrag besteht weiter. Es ist der Lohn auf mindestens Falle ein. Arthur 2. 1. Leider hätte eine Klage wenig Aussicht auf endgiltig in den Besitz des Arbeitsnachweises gelangt. Und da leidigung. Es könne auch nicht gebilligt werden und sei eine Ehr sechs Wochen zu zahlen, auch wenn Entlassung wegen Krankheit eintreten scheint es uns allerdings besser zu sein, den Arbeitsnachweis als verlegung, wenn Frau Walter dem anderen, kaum der Schule ent- sollte. Wierschop 153. 1. Anmeldung genügt. 2. Genehmigung muß folchen dem Rampfe möglichst zu entziehen. Denn einmal ist die wachsenen Mädchen vorwerfe, sie treibe sich umber. Wie traurig für solchen Fall nachgesucht und Steuer gezahlt werden. 3. Ja. Wegen Thatsache nicht aus der Welt zu schaffen, daß Unternehmernachweise und bedauernswerth es auch sei, daß sich so junge Mädchen, wie die der Schriften wenden Sie sich aut besten direkt an Genossen Lesche. ebenso ungern von den Arbeitern wie Arbeiternachweise von den Beklagten, nicht schicklich benähmen, so sei dies für die Entscheidung H. N. 1. und 2. Nein.- P. D., Wrangelstr. Sie müssen beantragen, Arbeitgebern benutzt werden. Dadurch allein schon ist die Bedeutung dieses Rechtsstreites doch unerheblich. Die von der Beklagten aus zwei urtheilsausfertigungen Ihnen zu ertheilen und dann einen Gerichtsund Wirksamkeit dieser Nachweise beschränkt, ja oft J. H., T. Sch. 45, recht gestoßenen Beleidigungen hätten sie berechtigt, die Arbeit sofort pollzieher mit Buſtellung des Urtheils beauftragen. fümmerlich. Sodann aber werden wir durch die Erklärung niederzulegen. Die Abweisung der Frau Walter habe schon im wird Ihnen auf Anfrage beim Statasteramt mitgetheilt. 2. D. Nein. Rirdorf. 1. Ja. 2. An die Katasterbehörde. 3. Das 2. 50. Der der Arbeitsnachweise ชิน vorläufigen Kampfobjekten nie Intereffe der Herstellung anständiger Beziehungen zwischen Arbeit Vormund soll beim Amtsgericht auf Alimentenzahlung flagen, sich aber und nimmer zu einem zentralistischen System tommen, durch gebern und Arbeitnehmern erfolgen müssen. zuvor vom Vormundschaftsgericht bescheinigen lassen, daß fein bas eine schnelle Ausgleichung zwischen Arbeitsangebot und Nachfrage Gewerbekrankheit oder Betriebsunfall? Wegen eines Münder unvermögend ist und unter Ueberreichung dieser Bescheini ermöglicht wird. Der Arbeitsnachweis wird nie, was er doch seiner Augenübels verlangte der Mälzer Heise. von der Brauerei- und gung gleichzeitig mit Auſtellung der Klage Ertheilung des ArmenNatur nach sein soll, Selbstzweckt sein, sondern nur zu machtpoliti Mälzerei- Berufsgenossenschaft eine Unfallrente. Der Kläger führte Weise rechts beantragen. A. S. 100. Wenn die Verpfändung in giltiger schen Zielen dienen. Außerdem glauben wir noch nicht, daß durch das Leiben auf seine letzte Thätigkeit in der Brauerei Bodenftein in flat, geht bei her zwangsversteigerung ber andere Gläubiger die Errichtung öffentlicher fommunaler Arbeitsnachweise die gewerk Magdeburg zurück. Er fei gezwungen worden, aus einem Steffel gewinnen, zahlen Sie also lieber zuvor. 100 3. recht. 100 würde A. Barmstedt. Die Klage schaftliche Position der Arbeiter irgendwie geschädigt werden kann; den Refselstein zu entfernen, obwohl er um Ablös, ung gebeten fönnte( nur gegen den Führer des Fuhrwerks) mit einiger Aussicht auf im Gegentheil, wir haben die Zuversicht, daß durch eine zentralistische habe. Ausgestaltung der Arbeitsvermittelung die Organisationen der Arbei einer Temperatur von annähernd 40 Grad Wärme babe Polizeiverordnung die Absträngung und Beleuchtung unterlaffen if Der angrenzende Reffel fei geheizt gewesen so daß er Erfolg angestrengt werden, wenn zu beweisen ist, daß entgegen einer beiter weit mehr als heute im stande sind, bei Streitfragen, Lohn- arbeiten müffen. Wahrscheinlich habe er sich erfältet. Am 1. Juli 1897 Gericht, vor das Sie geladen waren. F. St. Richten Sie einen schriftlichen Antrag auf Zahlung an das bewegungen. f. f. auf die Maffe der Arbeiter bestimmend ein hätten ihn seine Mitarbeiter darauf aufmerksam gemacht, daß das niedergelegtes Testament hat hier keine Giltigkeit. Sprechen Sie zur C. 2. 50. Ein nicht bei Gericht gwirken als bei den jezigen Formen der Arbeitsvermittelung. rechte Auge nach außen abgelenkt sei. Er habe auch Flimmern ges eventuellen Alarlegung des Sachverhalts gelegentlich in der Sprechstunde Die Zentralisation gestattet eben in viel höherem Grade, habt und das Sehvermögen des Auges sei bald ganz erloschen. Am vor. als das jetzt der Fall ist, die Kontrolle der Organi 11. Juli wurde Heise in die Universitäts- Augenklinik zu Halle auf Arbeiter am Drte: bie Zentrale genommen. der Arbeitsvermittelung gestattet 3. B. bei Streits eine allgemeine sablen. Sie machte geltend, es sei auf keinen Fall ein Betriebsunfall Die Berufsgenossenschaft lehnte es ab, eine Rente zu Bekanntgabe der einschlägigen Verhältnisse nicht nur am Orte felbft, anzunehmen. Wenn wirklich eine Erklärung vorläge, die ihre Ursache in sondern an allen näherer und ferneren Nachweisen auf dem türzesten dem Arbeiten in übergroßer Wärme hätte, so wäre selbst dann von keinem und bequemften Wege. Unfall zu reden, sondern nur von einer Gewerbefrankheit, das heißt Aus diesen kurz stizzirten Gründen möchten wir für öffentliche von einem während der fraglichen Zeit allmälig aufgetretenem Ronrmunalnachweise vom Standpunkte der Arbeiter plädiren. Freilich Leiden im Gegensatz zu einer plöglichen und gewaltsamen äußeren müssen solche Nachweise ganz bestimmte Forderungen erfüllen, bevor Einwirkung. Der Kläger legte Berufung ein und berief sich auf die Arbeiter sich mit ihnen einverstanden erklären, bevor sie diefelben Dr. Landmann, den Assistenzarzt an der Augenklinik in Halle. Dem benüßen dürfen. Und darauf ist um so mehr zu sehen, als sich Schiebsgericht lag dann ein Gutachten dieses Herrn vor, worin für Preußen, Mecklenburg, Sachsen und Hamburg; die Bundesrathsschon jetzt bei den jungen Institutionen Bestrebungen geltend der Arzt unter ausführlicher Beschreibung der Erkrankungs: Vereinbarung über Strafvollzug will diese humanen Strafmittel aufrechtmachen, die darauf hinauslaufen, die öffentlichen Nachweise zu erscheinungen feststellte, daß e3 fich m eine Lähmung erhalten. Ungunsten der Arbeiter in den Dienst des Unternehmerthums zu der mit 2. Innerhalb 14 Tagen: alljährlich. 3. Um Einheitlichkeit für dem Auge verbundenen Musteln handele. Die die verschiedenen Landestheile nach dieser Richtung hin zu schaffen. stellen. Vielleicht mag das mit daher rühren, daß die Arbeiter bis Ursache jetzt mit noch wenig Initiative der Frage der Organisation und direkt hiervon sei eine Erkrankung der Nerven, welche, R. J. 6. Ja: Genehmigung ist nur seitens der Friedhofsverwaltung ervom Gehirn tommend, die Muskeln forderlich. 2. M. 88. Innerhalb zehn Jahren. Bentralisation des Arbeitsnachweises sich zugewendet haben. Erst Die Nervenerkrankung aber sei zu erklären aus einem Entzündungs- 3. Ja. 4. Etwa 120 M. 5. Nein. M. M. 16. Ja. versorgen. 200 Zucie. 1. und 2. Wenden Sie sich direkt an den Inhaber. in allerjüngster Zeit fümmern sich auch die Gewerkschaften aus prozeß an der Bafis des Gehirns. Solche Entzündungen tönnten in fast jeder Freitagsnummer veröffentlicht. 799. 2.. 1. Ja. 2. Nein. 3. Wird eigenem Antrieb für die Regelung der Arbeitsvermittelung und burch Erkältung entstehen. Sache der Beweiserhebung sei es, zu er in Ihrem Falle feine Unannehmlichkeiten zu erwarten, Ihr Amt als Pfleger 2. Sch. 43. Sie haben ſtellen fie fie in den Mittelpunkt einer energischeren Agitation. Aber forschen, ob hier eine im Betriebe zugezogene Erkältung die Ursache ist erloschen. eben nur dadurch, daß die organisirten Arbeiter selbst die Forderung fei. Das Schiedsgericht wies den Anspruch Heise's aus denselben lagen. W. S. 8. Wenn er 21 Jahre oder älter ist, fann er K. M. Moabit. Schreiben Sie an die Invaliditätsanstalt ,! öffentlicher Arbeitsnachweise aufstellen, daß sie dort, wo solche be- Gründen wie die Berufsgenossenschaft zurück. Heise legte dann noch daß die Rente an Ihrem neuen Aufenthaltsort Ihnen gezahlt werde; bas ftehen, energisch über eine unparteiische Weiterentwickelung wachen, Refurs ein und behauptete vor dem Reichs Versicherungsamt, bei genügt. Alter Ab. 7. 1a. 6 Wochen zum Quartalßersten. 1b. 14 Tage. wird es möglich sein, manche fein, manche städtischen Behörden von der Arbeit feien ihm fortwährend Stückchen Refselstein in die Augen nicht. 3. Nein. 4. Etwa 3 M. Stempeltoften. 2. Nein. 236 Rigdorf. 1. Schuldschein. 2. Verpflichtet ist er hierzu einem arbeiterfeindlichen Ausbau der kommunalen Nachweise geflogen, und der Stein sei giftig. Das Reichs- Versicherungsamt er 21. 3. 38. Nein. zurückzuhalten. So find in Letzter Beit Dinge Pankow 22. Der Betreffende muß erst flagen. vorge- fannte jedoch ebenfalls zu seinen Ungunften, indem es auf das 1. Für die Kinder ja, für die Frau nur dann, wenn sie zurückkehrt. C. W., Köpenick. tommen, die die ganze weitere Entwicklung gefährden würden, Gutachten und auf die Ausführungen der Berufsgenossenschaft 2. Scheidung ist unter diesen Umständen möglich. 45 B. S., A. M. 33. wenn sie Nachahmung fänden. In Nürnberg haben sich 8. B. Die verwies. Sprechen Sie zur Klarlegung gelegentlich in der Sprechstunde vor. städtischen Behörden geweigert, bei Streits auf dem Arbeitsamte den Arbeitsuchenden bekannt zu geben, daß Differenzen am Orte bestehen. Mittelspersonen. Der Maurer B. flagte gegen den Maurerpolier Sorge zu tragen. Haftung des Arbeitgebers für Unterlassungen von 1. Ja. 2. Gesetzliche Ausgehzeit besteht nicht. 3. Für ärztliche Pflege ist C. S. Grimm. Falls in dem Lehrvertrag nichts anderes vereinbart ist: Auf diese Weise würden die Arbeitsnachweise zu direkten Züchtungs- Bahr beim Gewerbegericht und verlangte einen Restlohn mit der zweckmäßig. Wenden Sie sich an Ihre Polizeibehörde. B. B. Ein Auslandspaß ist nicht erforderlich, aber anstalten für Streitbrecher. Ferner hat man in Köln ein Zeugniß- Begründung, daß der Beklagte das Geld vom Bauherrn erhalten, 2. Nein. . 100. 1. Ja. archiv eingerichtet, an dem Abschriften von Arbeiterzeugnissen zur P. J. Eine Strafanzeige gegen Sie aus dem beregten Grunde Einsichtnahme für Fabrikanten ausgelegt werden. Hieraus fönnte an ihn aber nicht abgeliefert habe. Bahr machte dagegen geltend, wäre voraussichtlich erfolglos; aber mit Sicherheit läßt sich der Ausgang W. S. Wird aufgenommen. fich mit Leichtigkeit ein wohlgepflegtes System von Listen entwickeln, er babe für den Kläger und zwei von diesem angenommene Arbeiter eines Strafverfahrens nie voraussagen. die die schwarzen Listen an Niederträchtigkeit überbieten würden. beim Restaurateur gut gefagt" und sich gemäß einer Verabredung geltliche Desinfizirung der Wohnung bei ansteckenden Krankheiten ist von A. W. 96 und 5611. Der sozialdemokratische Antrag auf unent: mit dem Kläger durch die Zurückhaltung angestellt, wenn er nicht beffimint von 27 Mart ben Wadelstrumpf Vertretern der Stadt vor einigen Jahren abgelehnt. lautende Zeugnisse vorzuzeigen vermag! Welche Perspektive für Leute die Klage aus folgenden Erwägungen zurück. Bahr sei nicht der 1. Nein. 2. Hinterlegungsstelle( Moabit). 3. Sie können im vorliegenden nur schablos gehalten. Die Rammer III des Gerichts wies Kommen Sie beim Magistrat um Niederschlagung der Kosten ein. Das sind Vorkommnisse, denen seitens der Arbeiter der ernst- Arbeitgeber des Klägers, sondern nur eine Mittelsperson zwischen Falle Schritte mit Aussicht auf Erfolg nicht unternehmen. Zwar steht lichste Widerstand entgegengesetzt werden muß. Bis jetzt ist ihm und dem Arbeitgeber, dem Bauherrn; er lönne deshalb nicht Ihnen an sich das Recht auf Klage gegen den Klopfgeiſt zu. Aber ebenso es noch möglich, eine derartige Entwickelung zu hintertreiben. vor dem Gewerbegericht verklagt werden. Im übrigen werde der wie gegen Klavierspielen und anderen Geräuschen hängt die Entscheidung Die Bewegung hat insofern gut eingesetzt, als man wirkliche Arbeitgeber von seiner Verpflichtung, den vollen Lohn an des Richters davon ab, ob das Geräusch ein für eine Großstadt ungewöhn Don den Arbeiter zu zahlen, noch nicht dadurch entbunden, daß er einer gemeinen nur angenommen, wenn sie aus Chifane oder in der Nachtzeit liches stürmendes ist. Das wird geräuschvollen Arbeiten gegenüber in allvornherein bie Verwaltung der kommunalen Nachweise der Regel nach fo geftaltet hat, daß an ihr Unternehmer wie Arbeiter mittelsperson, wie dem Polier, das Geld zur Auszahlung an den borgenommen werden. F. St. 87. Eine Schonzeit für Steuerpflichtige unter dem Vorsitze eines Beamten zu gleicher Zeit betheiligt sind. Berechtigten einhändige. Diese Verpflichtung des Arbeitgebers fei giebt es im Fiskalstaat Preußen auch benen gegenüber nicht, die eben von Das ist die Grundbedingung, ohne deren Erfüllung kommunale Betrag von der Mittelsperson empfangen babe. Selbst eine Wer den Wirth steht ein Zurückbehaltungsrecht wegen Bechschulden zu. 2. Sie in einem solchen Falle erft erfüllt, wenn der Arbeiter den vollen dem Dienst in den Ferienkolonien heimkehren. Hermann B. 1. Ja:. Arbeitsnachweise von den Arbeitern rundweg ignorirt werden Alter Abonnent. Nein. müssen. Diese Forderung wird im Prinzip und meist noch abredung, wie die hier vom beklagten Polier behauptete, entbinden tönnen die Beleidigungsklage anstellen. in der Praxis den Arbeitern auch ohne weiteres zugestanden. tönne der Kläger B. von dem Arbeitgeber die nochmalige Bahlung Gütergemeinschaft. A. G., Rummelsburg 1000. den eigentlichen Arbeitgeber nicht von seiner Verpflichtung. Also Sprechen Sie gelegentlich in der Sprechstunde vor. 5. 17. Sie leben hier ohne weiteres außerhalb Einigen Streit dagegen, der immer noch nicht entschieden ist, rief des ihm vom Polier vorenthaltenen Lohnbetrages fordern. H. F. 1. Die Verjährungszeit für gekaufte Waaren, die sogenannte Streiftlaufel hervor. Die Arbeiter verlangen, daß die nicht zum Gewerbebetrieb entnommen sind, beträgt hier zwei Jahre vom bei einem Streit der Nachweis seine Thätigkeit in der Branche, wo Einen beachtenswerthen Rechtsfall erledigte das Reich 3. Ablauf des Jahres ab gerechnet, in dem die Waaren entnommen sind oder Differenzen ausgebrochen sind, einstellt. An dieser Forderung scheitert ersicherungsamt unter dem Vorsitz des Präsidenten Gäbel. 5 pet. beansprucht werden. die Schuld anerkannt ist. Sperling. Für die letzten fünf Jahre können noch sehr oft die Errichtung von Arbeitsnachweisen. Wir wollen In Landgemeinden ist es vielfach Sitte, bei großem Schneefall die erfolgen. 2. Die Arbeiterin kann sich selbst unter Beifügung von Zusak2. B. 105. 1. Anmeldung muß stets die schwierige Frage nicht furzer Hand entscheiden. Indessen sei Straßen und Wege durch Befahren mit fogenannten Schneeschlitten, marten weiter versichern. W. C., Reinickendorf. Die Wohnung ist darauf hingewiesen, daß in manchen Städten die organisirten Arbeiter die der Gemeinde gehören, in paffirbaren Zustand zu versetzen. Am nach dem 1. April zu repariren, die Schwester ist an den Antrag gebunden. ihre Rechte sehr wohl auch ohne Streitklausel gewahrt finden, wenn 30. Januar 1897 batten der Landwirth Kleffmann und einige andere F. St. in B. 1. Leider scheint Verjährung vorzuliegen: Sie könnten nur im Arbeitsnachweis sofort bekannt gemacht wird, daß und wo Leute den Gemeindeschlitten ihres Wohnortes zu diesem Zwecke trotzdem den Versuch machen, die weitere Benutzung des Weges zu unterfagen Differenzen zwischen Unternehmern und Arbeitern bestehen. Mehr zu führen. Während Kleffmann auf dem Schlitten saß, und ebent. zu flagen. 2. Das Zufuhrrecht müssen Sie den Dritten lassen. Wette. fann eigentlich auch der unparteiische Nachweis nicht leiften. lief fein schulpflichtiger Sohn nebenher. 1. Ja. 2. Nein. E. E. 1. Ja. 2. Ja. 3. Obers: Kleffmann machte den Er fann nicht in das Recht des einzelnen Arbeiters ein- Verfuch, den Jungen auf den Schlitten zu heben. Im selben Augen- Der von Ihnen beschriebene Miethsvertrag dauert ein Jahr lang ftaatsanwaltschaft. 4. Beim Polizei: Bräsidenten. Steglit 40.1 greifen und ihm seinen freien Willen hemmen. Wenn dem Arbeiter blick zogen die Pferde besonders kräftig an, so daß R. durch den und müßte spätestens in den drei ersten Quartalstagen gekündigt werden, fation über bie Rein Arbeiter wird wie Rühnemann und Stumm! 1 Th. R. 45. Wiederholen Sie die Anfrage unter voller Darlegung. des Sachverhalts oder sprechen Sie in der Sprechstunde vor. F. F. 50. Rzechtalski. bei Darlegung, welche Substanzen das sog. Geheimmittel enthält, ist Betrug Eine Klage auf Schadensersatz hat Aussicht auf Erfolg. Klage wäre wegen mangelnder Schriftlichkeit aussichtslos. 100 S. Auch und Betrugsanklage möglich. E. B. 1000. Nein. W. Sch. Ja. C. S. 68. 1. Solche Verordnung besteht unseres Wissens nicht. 2. Eine Klage wäre nicht ohne Aussicht auf Erfolg. N. B., Nixdorf. Ihre Ansicht ist allerdings zutreffend, es haben aber Gerichte auch in entgegengesetzten Sinne entschieden. M. 100. Eine Klage auf Beseitigung des Lärms kann in Ihrem Fall Erfolg haben. 74. M. S. In stehen als Disziplinarmittel für Strafanstalten innerhalb Deutschlands noch Jahren. 23. N. 100. 1. Sattenarrest und törperliche Büchtigung be 1 -5. 25. Durch den Kampf gegen die Schleudergeschäfte, den ich vor einigen Jahren unternahm, habe ich mir einen größeren festen Kundenkreis, ebenso auch den Dank vieler Geschäftsleute erworben. Dieses ermuntert mich immer wieder, das geehrte Publikum darauf hinzuweisen, vor fichtig beim Einkauf speziell von Herren- und Knaben- Garderobe zu sein. Die marttschreierischen Ankündigungen obiger Geschäfte sind nur auf Täuschung des Publikums berechnet. 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