r- 33. igt» R-S »ti� aj( Nlas, lau jfq UÄ nein Verlin, Freitag, den 20. Mar; 1874. 4. Jahrgang. M eu ee SS�ttans erscheint drei Mal and zwar: DienAazS, s u. Sounabeud» Abends. V je- >�?tonn-m«ntS-Vr»Is J'in incl.«ringerlrhn viertel- ??5?numerando>?>/, Egr., mo. , t' 6«., einzeln Nummern �? den Postämtern in Preußen de, den außerpreuß. Postum- 'utschland sleichfall» lS Egr. «renzer sstdd. Wübr> ßui fÄ cial-Dtmokrttl Eigenthum des Allgemeinen deutschen Arbeiter-Verein?. Ncdaltion n. Expedition Berlin. Dresdener kr aße Nr. S8. Bestellungen werden auswärt» bei allen Postämtern, in Be in in der Expedi- tion. sowie bei jed>n Evediteur, eat- gegengeuommen. Inserate(in der Expedition anszugeden # werden pro dreigespalteue Petit-Zeile oder deren Raum mit 4 Ezr berechnet Lrbiiter-ilnnoucen die drerspaUige Zeile oder deren Raum i!h ggr. |ti< 10< dem 1. April 1874 beginnt ein neues s t �teljahrg.Mgnnement.— Wir ersuchen 10 Nchjen, welche abonniren wollen, dies bei 13 Postanstalten bis zum 29. März 1874 � Cn' 00111 20. März ab eine Er- der Kasten um 1 Sgr. seitens der erfolgt.— 'tt Preis beträgt bis zum 29.März auswärts kttl Post-Anstalten 16 Sgr.; m B e r l i n Erpedition, Dresdenerstr. 63, 1 Tr., �ii allen Zeiwngsspediteuren monatlich �zr., vierteljährlich 17'!» Sgr.; viertel H bei den Berliner Postexpeditionen beim daselbst 16 Sgr., durch den Postboten �»'s Haus 18'>, Sgr. V�e Parteigenossen werden ersucht, auS- bei den Postanstalten den„Neuen M-Demolrat" in Berlin zu bestellen. JÖar und nach den Wahlen. • Bor den Wahlen strömen bekanntlich die �•un Herzen" aller Parteien innerhalb der Herr- U« AesellschaftStlofsm sprudelnd über von lau- j>".�irrfreundlichkeit". In allen erdtnklichen und � � Arbeitern versichert, dag die- , � l ener Partei und d>rrn Kandidaten daS und Wehe der arbeitenden Klasse vorzugsweise verzen liege." wobei freilich niemals geiagt waa dos„Wohl" befördern, wie >aS„Wehe" brsiitigcu will.— Sobald aler ahlen vorüber sind, durch welche die gesey e Gewalt den herrschenden Klassen abermals hrere Jahre gesichert ist,— dann verwand lt tzlich die„Arbeiterfr'nndlichkeit" in den gif- — Haß,— an Stelle der„warmen Herzen" -u' ip 11 ��ulte— Eisklumpen. Die bethörlm Ar- ! ti> �.»»chhe sich in ihrer bedauerlichen Verblendung Stfj„Stimmvieh benutzen ließen, w-rdev �«ken neuerdings als eioe rohe, verwilderte, /s-ni/�chandthaten geneigte Masse,— als eine J. Verbrecherfamilie bezeichnet, für welche die sttifl" Strafen, Verkürzung der Arbeitslöhne und �fgtruug der Arbeitszeit die besten„BesscrungS"» die Zuchthäuser aber„comfortable Paläste" bringt, um aus einer Menge gleichartiger Luisse der gesammteu Presse nur einö heraus- �'n, die„liberale"(!)„Lüdenscheider Zeitung" Artikel, dessen Eingang lautet: � Schic beu deS BeUirer LbnssaavanwaltS an den ss'prifidevtin wird boffeml ch auch sg» vvscre'broutpz �.i.'n«rtlcheu(I) Folgen sein. H-e» wi' do«t konii w ig beiav etlicher Wesse gellerd mocherde Bruiall�ät � die strengste Beftrofang vuter'istckt werden Die �eruillrie Frage, woher diese Rohhelten, besonder» S�rlkarbtiter, ei-tkanbeu ielrv, ist dabin zu deau� i! dcß hier zwei Momente allein die Ursachen dieser . lwg stzh. Espmal der In wenig Arbiiisstrvden ver« g.�ahe Lobn urd da« dadurch eiwö-Nchte Wirtds- 'Oben; sodann da» geringe Strafmaß belasten Zudem hat ein libertrltbev er Hvmaul»mu» f r stalten in volastartiger Form so biqv'M«inze- aß sich ein diesiger Tagelöhrcr od-r ein mit jahlret- Uie gesegneter(II) Bibeltir eine ähnstch cowfoitcble ille«> so- nicht zu beschassev im Stande ist.— Der Ansint '-—rv. ch�e» solchen Anstalt, da» sorglose, faule Leben da: imitss. iiji'ieht ahl dieser Klessen seine E chrickell virlar,», lbe�-,> al» eine Z it der Rubi und Erholung betrachtet. Die ""'M, Euscheid ist ausschließlich Fabrikstadt..* 1,111 ii®r8,rfänft derselben verdankt ihre Existenz theilweise enormen Reichlhum einzig und Geschicklichkeit und Thätigkeit derselben i�Ael\ �llasse, welche von dem„liberalm" Blatte den Wahlen in solch' vnerhörler Weise be. -as» an� beleidigt wird, nachdem man fie vor da' �hlen in honigsüßen Phrasen über alle Maßen � jl, sudelt halte, selbstverständlich nur, um ihre Elim- y®1 den betreffenden Kandidaten zu gewinnen. � Artikel der„Lüdensch. Ztg." hat ivsoferu °hr als lokale Bedeutung, weil wir in der Presse in Betreff der„GesellschaftSretterei" überall demselben Gedankenzange begegnen. So fordert z. B. auch die in Berlin erscheinende Wochenschrift„Deut- scher Reichsspiegel": Die Beseiltgvvg der falschen Humanitit»pri»zi- »ien, welche e» dahin gebracht haben, daß der arb-ilSschiue B-igabonb und der Sträfling eine Existenz süirt, welche oft von dem rechtlichen Arbeit'» beneicet wird.— Wie reizend und verlockend der Aufenthalt in einer„solchen Anstalt" ist, das illustrirt in grellen Farben der nachstehende Auszug aus dem„Regle ment für das Landarmen- und BesserungShauS zu Benninghausen"(Westfalen). Im§ 6 desselben heißt eS: Die Anstalt wir» die Koirlgenden zu regelmäßiger be- Kimmter Arbeit, womöglich auch zur Eeleruurg mechanischer Erwerbszweige anhalte», d-ech d-u religiösen E>astub mss ihre sittliche Besserung hinwirken, dieselben an strenge Diozi Pliu, Ordnung und Reinlichkeit g-wöhaen und mite. humaner(1) Bedandliwg jeden falle auf einen nüchternen Lebenswandel durch Eatziehung alle« geistigen Getränke hin- wirken. Die Korrigenden sind zu jeder ihnen angewiesenen Arbeit zum Gehaeiom und zur strengen Einhaltung der Hausard- mmg verpflichlet. Widerl-Ylichtelt, Unfolgsamkeit, wiederiolte und grobe Unreiniichke t, Lügenhaftigkeit, Verleitung von Miikor rigenden zu ähullchin Exieffen, grobe» uvUttiiche» Benehmen ziehen DiSziplinarstraseu nach sich.— Der§ 8 lautet: DiSiipItaarsteafca si-ld: 1) Entriehuug der Mahlzeit;(1) 2) Ein perrvng In ein einsames Gefänguiß; 3) Laitraarrest;(I!) 4) Vc-setzung in i-tc zweite Klasse der Häuiliuge Die HätiSlinge der zw iten Klaffe schlpfen und essen abgesondert; sie erhoven zwei bis drei Monate lang »es Abends nur Wasser und Brod,)» wie an zwei Tage? in der Woche keine Morgeusuppe.(!) Die Häusling-»er zmelten K»sft werden zn den nnan- genebn st-n Bra-Ii-N v-rwendit.—— Der§ 9 bestimmt: DiSz-p>na> strafen v-rhäugt der Oberlnspektor; die oben nnter d>r Nu» wer 2 al>fg-iü»tt Sirafe jedoch nur na» Zustimmung de« Arztes und nach Anhörung de» Geistlichen.(!) B-i Berhäeguvg des Lotte» ar-este» muß noch Maßgabe der Vsr'chrsseen unter Nr. 2 bis 4«e» MinistnialerlaffcS vom Id. Mai 1369 vei fahren »erden. Jede Bestrofsug eines Kor-'g-i den ist unter Angabe des Vergehens und des Tage« dt» Vollstreckung zn den Perfoual- akten desselben zn vermerken. � DaS also ist der„übertriebene Humanis- muS" der herrschenden Klossev, welcher die Straf anstalten»in palastartiger Form" so bequ-m'inge- richtet hat, daß der Aufenthalt darin für die Mehr- zahl der Arbeiterklassen feine Schrecken verloren hat;— das also ist„daS sorglose, faule Leben", welches bewirkt, daß die Mehrzahl dieser Klassen den Aufenthalt in solueu Anstalten„als eine Zeit der Ruhe und Erholung betrachtet'-;— l aö ist„die Existenz, welche oft von dem rechtlichen Arbeiter be- neidet wird!" ES ist erstauulich! Die Zuchthäuser find„ komfortable Paläste", zu welchen der„rechtliche Ardeiter" mit S eh u sucht und Neid emporblickt! Ter„Lbemtibeve Humanismus" hat die mit Lstttenarrest, Entziehung der Nahrung und Verrichtung der unanzenehmsten Arbeiten beglückten Avstalleu für die Medrzahl d,r Arbeiterklassen zu einem wahren Paradiese und den Aufinihalt darin mit seinem sorglosen, faulen Leben,„zu einer Zeit der Ruhe und Erisvlung gewacht!" Wahrlich! Gräßlicher kann ler desie, tor" der Sociol-Demokratic daS sociale Elend der gesammteu Arbeit-rklosse unmöglich schildern, wie es bier dem gedanieulosrn Preßgefindel der herrschenden Kloffen unbewußt und wider Willen-— gelungen ist. Doch weiter! Um die unwiderstehliche Anziehungskraft der Zuchthäuser auf„die Mehrzahl der Arbeiter- kiassen" gründlich zu beseitigen, muß in Beziehung auf dieselben„daS Humouti ätS-(Menschlich- teitS-) Prinzip" o.rbamit werden. Dies kann nmürlich zunäetst nur dmck Umwandlorg iämmtlicher Strafonftalien auS„kvmfonavl-n Palästen" iu noch scheußlichere Pesthöhleu gescheheu, wie sie die Arbeiter in Folge der socialen Zustände jetzt schon zu bewohnen verdammt find.— An Stelle des Lat« tenarresteS, der Entziehung der Nahrung und der„unangenehmsten Arbeiten"— müssen alle Grällil der„heiligen Inquisition" treten: Pranger(Schandpfahl), Daumschrauben, Halseis-u, glühende Roste, Zwickzaageu, Bastonaden, Tortur und Folter.— Zur„GesellschaftSretterei" der herrschenden Klas- sen gehört ferner die strengste Bestrafung aller Exzesse, die so rasch der„That", wie der„Donner dem Blitz", folgen soll. Die bisherigen Strafen waren zu„human", zu milde. Selbst die Massenmorde durch Pulver und Blei, verübt auf der Ebene von Satory durch die Herr- schenden Klassen Fravkreichs gegen daS französische Proletariat, waren Ausflüsse des„übertriebenen HumanitätsprinzipS";— künftig müssen statt „Pulver und Blei"—„Räder von unten oder oben", Galgen und Scheiterhaufen, nebst obligatem Schleifen des Deliquenten auf einer Kuhhaut zum Richtplatze, wieder in Anwendung kommen. Äst in dieser Weise jede Spur deS„übertriebenen Humanitätsprinzips" beseitigt, dann werden die„Ar- b.ilelkiasseu", welche jetzt nach den---- Töpfen der Zuchthäuser lüstern find, sich der allge- mein-n Ausdeutung lammfromm unterwerfen. Um diesen paradiessscheu Zustand der menschlichen Gesellschaft, d. h. der herrschenden Klassen, möglichst rasch herbei zu führen und ficher zu stellen, müssen die hohen Arbeitslöhne verkürzt, die kurze Arbeitszeit verlängert und dadurch die Mög» lichteit deS WirthShauSlebeus der Arbeiter und die ourch dasselbe veraulaßten„Exzesse" beseitigt werden. Um diese bodenlose Gemeinheit zu beschönigen, bezeichnet mau diese vollständige Vernichtung deS ..HumanitätsprinzipS" als die„Beförderung der Civilisation", und, um jeden Widerstand der Arbeiter gegen solche„Fortschritte der Kultur" von vornherein unmöglich zu wachen, hebt man die Koalitionsfreiheit auf, indem mau den„kontraklbrnch" mit empfiad- lichen Strafen belegt. Und um all' diesem Uebermuth der herrschenden Klaffen gleichsam noch„die Krone aufzusetzen", ver- steigt sich ein„Vertreter" derselben im deutschen Reichstage zu der Verwegenheit, den Arbeitcr-Abge- ordneten zuzurufen: Sie, meine Herren, scheuen sich nicht, Jbre Lehne lutea W heh'it, boen mö.liae Veewirkiichi-ug Sic noch in keiner Weise biwirsen haben(??), als fortzehrenbe« Gift iwwerf rt in die Messe der B-vöik rsug linaipflaitzin, gleich« «ültij,, ob Friede«der Bul daraus aufgeht Ich warne Sie, auf diesem Wege weile, zu gehen. Die unverschämte Anmaßung wäre für nnS an» erklärlich, wenn wir nicht wüßten, daß das gestimmte Susbeuterthum längst jedes Verständniß für die Dinge verloren hat, welche in der Menschheit vorgehen. Für die herrschenden Klassen ist die große Masse deS arbeitenden BolkeS immer noch nichts anderes, als eine„Domaioe", zu deren unbeschrankter AnS« deuiung sie eil»„heiliges", unantastbares Privilegium zu haben vermemeo, trotzdem jene Masse bei den letzten ReichStagSwahleu mit fast einer halben Million Stimmen gegen die Fortdauer der be- stehenden Zustände feierlichst protrstirt hat;— für sie ist die Gewißheit nicht erkennbar, daß diese halbe Million Stimmen in den nächsten drei Jahren sich verzehnfachen wird, waö keine Macht der Erde, mit allen ihren Ministern, Staats- avwalten, Obertribuualca, Ausnahmegesetzen— LaS- kern, Dunckern und„Prahlhansru" aller Art ver- hindern kann. Offenbar kennt also daS gesawwte Ausbeuter- thum immer noch nicht seinen wirklichen Stand- Punkt gegenüber der großen Masse deS arbeitende» Volke s, den Standpunkt deS ZwergeS gegenüber dem wächtigen Riesen.— Wohlan! Lasse» wir nicht ab, die Verblendeten unsererseits zu„warnen", indem wir ihnen jenen Stand pnnlt immer wieder klar zu machen suche». Für heute beschränken wir uus darauf, sie an die Worte Lassallc's zu erinnern, welche er vor dem Kammergericht zu Berlin sprach: Also 11,400 Bersoo-u Im ganzen Staate mit über 2000 Thal-r Ewkommeu und, diese einbegriffen, 44,400 Personen im ganzen Staate mit über 1000 Thaler EIn- kommen. Da» ist der Stata» der gesellschaftlichen Bilanz! Nicht toabr, meine Herren, da» würden Sie nie geglaubt nie sür wog ich gehalten habin, wenn cS hier richt in amtlichen Pnblikatioren vorläge? Es ist dieselbe lächerlich kleine Handvoll Wen- scheu mit ihren Familien, die in allen Städten alle Theater, alle Concerte, Gesellschaften, Bälle, Kränzchen, Rc- ftanrationen und W'instaben füllen, vermöge ihrer Ubiqaitit den Schein einer Wunde» wie großen Anzahl erregen, nur an sich denken, nur von sich sprechen, die sich düukeo, die Welt zu sein und, indem sie allein übe» olle Zeitungen und alle Fabrllanstalten de» öffentlichen M.'luuug diepoaireu wahr- haftia sogar alle Anderen dahin bringen, e» zu glauben und sich einreden zu lassen, daß sie, diese 11,000»der»lese 44,000, die Weit find! Urd unter dieser winzigen Handvoll Leute, die sich allein regt, allein bewegt, allein spricht, schreibt, p-enrir', nur ihre eigenen Interessen kennt und verficht und sich so sebr einredet, Alle» zu sein, daß sie sich wadrhaftig sogar noch einredet, fie sei e.', welche die Steuern aufbringe,— unter dieser Handvoll Menschen windet sich in stummer, unau«- sprechlicher Qual, in wimmelnder Zahl da» unbemittelte B-ll, die 17 Millionen, p.odnzlrt Alle», wa» uns da» Leben ver'chSnt, macht uns die unerläßliche Bedingung aller Ge- fittuug, die Existenz de« Staate«, möglich, schlägt seine Schlachten, zahlt seine Stenern— und hat Niemand, der au e» dächte und es vertrete! Ferner: Ich rabe Ihnen diese Berechnung gemacht, um Ihnen zu zeigen, woher uud au»«elcher Klaffe da« Gel» kömmt, mit welchem wir den Staat bilden und die Borthelle de» Elvlli- sailon erlangen. Gerechtigkeit also für diese Klasse, meine Her- reu, und knebeln Sie nicht den Mund Derjenigen, der ohnehin so Vereinsamten, die sür sie da« Wort ergreife-!--- DaS war im Jahre 1863!— Heute, nachdem die„wimmelnde Zahl" des deut- scheu Proletariats mit einer halben Million Stimmen selbst gesprochen hat, geziemt eS nnS, das gesammte Ausbeuterthum„warnend" an den Bibelspruch zu erinnern: „Weu der Herr verderben will, den schlägt er mit Blindheit!"— Antrag zur Strandungsordnung Seiteus der Abgeordneten Hasenclever, Hassel mann und Reimer, verhandelt in der Reichstags fitzung am 16. März. Der Reichstag wolle beschließen: dem§ 17 de» StrandnugSorduung folgenden Zusatz beizufügen: „Ausgeschlossen ro» letzteren Btstimimingeu find die zum Geldstgebrouch bestimmten Effekten der Mannschaft und Passagiere, resp. Auswanderer". Rede deS Abgeordueten Reimer über die StrandungSord- nung in der Sitzung des Reichstages am 16. März. Meine Herren! Bei der zweiten Lesung diese« Gesetzen� «utf« ist tr.ii- in dem betreffenden§ 16 eine Lücke avfgefal- len, indem rämlich von den getorgcnen SchiffSgütern nicht« verabfolgt werden soll, bevor nicht die Bergekosten und Zoll- abgaben erstattet oder sicher gestellt find. Nun bin ich der Anficht, daß in dieser Bestimmung ge- wiffermaßeu ein Unrecht avSgedrückt ist gegenüber einer gro- ß-n Klaffe von fchl-cht fituirten Leuten, weil die gesammteu Seelem e wie Auswanderer davon betroffen werden. E« Ist eine bekannt« Sache, daß die Scclmtc elnell sehr schweren L-ruf haben, daß ihnen aber trotz olle dem sehr wenig Rechte vom Staate dafür eingeräumt wcrdeu. Ich will nicht auf das ganze Seemanukweseu ciogehen und kann eS auch nicht, well er heute nicht am Platze ist; unr Einiges zur Begründurg uuinc» Autrages werde ich hier anführen. So, bcispi-le weife, sagt s 81 der SeemavnSorduung, daß derjenige Seemann, welcher geheuert hat uud fich uicht stellt, sofort bis zu 10 Thalern Gtl»strafc derurthellt wcrdeu kann; derjenige ab-r, der berell« auf dem Schiff giweseu Ist» und alsdann nicht kommt, bis zu 3 Monatev, derjenige, der das Heuergeld genommen urd doch nicht kommt, bis zu einem Jahre Gefängniß bestraft wird. Sie sehen also, m. H,, welche große Verpflichtungen hier den Matrosen auferlegt werden. Dahingegen sagt der§ 49 der Seemauniorvunng, daß der Hcuervertrag endigt, sobal» ein Unglück geschieht, das Schiff strandet oder auf sonstige Welle verunglückt; der Rhe- der hat alsdann durchaus keine Verpflichtung mehr dem See- mann gegenüber; es wird alsdann der Seemann vom Kon'nl nach Hanse geschickt, und die» geschieht in den meisten Fällen auf Unkosten de« Staat«, nicht aus Unkopeu de« Rteder«. S-e sehen also, daß der arme Seemanr, der an« der Siran- dung den größten Schaden gehabt hat, vom Rheder uicht unterstützt wird, während doch Letzterer bei dem Unglück de» Schiffes fast gar keinen Schaden hat— ja, e> ist leider schon vorzikowmeo, daß bei der Strandung eines Schiffe« ew ganz ansehnliches Geschäft gemacht worden ist, da die Assekuranz- Gescllschast, bei der das Schiff vastchert ist, den Schaden trägt. M H-, cS würde leicht sein, wenn später die Seemanns- ordnnvg revidirt w'r>, einen Pharograph-n einzuschalten, in welchem dafür gesorgt wird, daß nicht, wie jetzt, der Seemann diu Schaden allein tragen muß, sondern daß diesen hülfSbe- dürst'gen Matrosen ihre Gage so lange gezahlt wird, bis fie au Ort und Stelle sind.(Ras: Zur Sache!) M. H.. ich bin bc, der Sache!(Rufe: Nein!) Ich will die Verpflichtungen der Seeleute hier zunächst auffüwcn und alsdann sagen, wie wenig Rechte man ihre» zugesteht. Ich werde mich kurz fassen, und will, wenn Sie eS dmchaud nicht hören wolle», was dem Seemann auferlegt wird und w-s ihm dafür gegeben, lieber abbrechen. Al o< M. H., eine andere Seite. Sobald das Schiff gc- strandet Ist, hört d r Heuerlohn auf; der Seemann ist der Hüstosigkeit anszesetzt uud wird auf Kost-n'ded Staats nach dem H4n, von i m er au g-faheen. geschickt. Wenn nun aber der Fall eimrilt, baß swue Effekten, die nothwendigeo Bedürfnisse, wie Kl' dunzsstücke n. s. w., gerettet werden, dann lall er mit diesem Wenigen auch noch für d�e Berge- und Z-'llkostcu, welche die Güter deS SchlffSkigrnlhllmc s vcrur- iach' haben, hastin. Ebenso verhält c« sich mit den a m-n Auswanderern. Alle diese Leute sollen mit ihren wenigen Habseligkeiten dem Rheder, der M ist hrrtdcrz'g, wie er gegen die Schiffs- Mannschaft, die er auß-r Lohn jagt, auch g-g-n die Auswan- derer verfährt, für dessen Güicr hafiea.(Ruf: Dammes Zmgl) M. H.! Ich möchte mich dagegen verwahren, daß das dummes Zeug ist; ich habe die Scemanosordllnnz durchge- lesen, habe aber keinen Pharagraphen gefunden, der den See- mann schützt. Die Sachen der Seeleute und Auswanderer werde« so lange in Haft gehalten, bis uachbeuavnte Kosten gesichert sind. Da aber nach dem Gesetz der Staat ein B-dcuteude« für Rettung von Mcuschealedeu zahlt, warum sollte de» Staat nicht auch elngreisra, wo cS fich um die Erhaltung der Gesundheit handele, um auch dazu die nöthigeu Kosten zu zahlen »der den Rheder zur Zahlung zu verpflichten, damit der See- mann und Auswanderer die uothwendigen Effekten, welche er zur Erhaltung seiner Gesundheit bedarf, sofort ausgeliefert bekommt. Es ist von den Herreu Abg-ordueten Becker, Kapp und Büstng ein-benfalls hierauf bezüglicher Antrag so eben eingebracht und da« mag Sie überzeugen, daß die Sache doch nicht so ganz unbegründet ist, sonst würden diese Herreu stch ebenfalls uich» damit cwverstan'en erklären. Der betreffende Antrag ist mir jedoch uicht wrilgehcud genug, da derselbe bc- sagt:„mit Ausnahme der für das augenblickliche Be- dürfniß der Mannschaft und Passagiere c,fo,berlichen Gegen- stände." Die Worte„augenblickliche Bedürfnisse" find zu eng begreuzt. Wenn beispielsweise de« Seemauu mehrere Anzüge hat, ebeasu der Auswanderer einiges Bell-, eng, dessen er nicht für den Augenblick bedarf, soll man diesen Leuten da» Wenige uitt lassen, oder sollen sie vielleicht mit einem Hemde und Rock nach Hause geschickt werden? Ich glaube, meine Herr--, Sic müssen diesem, meinem Autrage be- stimmen, wenn Sie bezeugen wollen, daß Sie den Leuten, welche täglich ihr Leben sür Güter, die ihnen nicht gihörcn, aus'« Spiel setzen, insofern gerecht werden wollen, daß Sie sag'U, fie sollen nicht nackt fortgeschickt werden, sondern ihr zum Selbstgebrauch bestimmt-S Etgevthum, ans- schließlich d-sscn, was zum Haudels betrieb gerechnet werden kann, soll ihnen zukommen, und zwar sofort, ohne baß fie da- mit sür Bergekosten uud Zollabgaben haften müssen. Ich ersuche Sic deohaib noch einmal, stimmen Sie mei- nem Antrage bc». * Nachstehend dringen wir im Auszuge die Rede de» Ab- geordneten Gelb, welche derselbe bei der ersten Bcrathung de« PreßgesetzeS am 20. Februar im Reichstage gehalten hat: „M. H., de Reichstag wird mit Ausuahmegesetzelllwürfe» überschwemmt. Aach der vorliegende ist ein Ausnahmegesetz, unter welchem die Preffe ihre Kaltueaufgabe keineswegs e». süllcu kann. DaS freie Wort W'rd dueq diese« Gesetz ein- geschnü-t und völlig korrigirt, während doch de, Geist einer guten Gesetzgebung gebieten muß, sich innerhalb der Gesetze frei äußern zu können. Der Gesetzeutwaif bringt nichts Gutes; h>t er doch alle schlimmen reakiionären Bestimmungen in fich aufgenommen, gegen welche die Aushebung der Kaulion, de» ZeitungSstewpels und der Jnseratensteuer nicht in die Waage fällt, winngleich letztere drei Theilc ein Borrecht der Kapitalisten statnirken und vorzüglich die demokratischen Blätter trafen. Der Gcsctzeulwurf will die polizeiliche Beschlagnahme überall ia Dimschiand einsührco, Irotzdem cS überall'n der Preffe uud van Juristen avukannt ist, daß durch die Be- ichlaguahme ein ungerechtfertigter Eingriff in da? Eigcuthnm des Einzelnen erfolgt. Der h 3 des Entwurfs,- welcher jede Schristevveithcilung von polizeilicher Erlaubniß abhängig macht, stellt das allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht in Frage. In gleichem Sinne ist der Z 14 gehalten, welcher von de» Plakaten und Aufrufen spricht, s 17 verbietet Ans- forderungen zu, Aufbringung erkannte, GeldSrafen uud Ge- richtskost n; es soll also dem Freunde in»er Roth nicht mehr beigestanden werden. Damit nicht genug, will dieser Para- graph, doß— entgegen d-r preußischen Verfassung— etwa gesammeltes Geld dem Fiskus versalleu fein solle, um die Parteien nach Belieben an ihrem Lebensmark zu schädigen. Eine solche Bestimmung müssen alle Parteien«utschiedeu be- kämpfen, da die Opposition, geg'N welche diese gerichtet ist, wechselt und heute hier, morgen dort sitzen kann. Daß die Geschworenen und Schöffen in einer Kritik oder Besprechung de« Gerichtsverfahren« nicht genannt werden sollen, erinnert lebhast au das Behmgericht Die Bestimmung de« Z 20, wonach die Darstellung, daß der Ungehorsam gegen da» Gesetz erlaubt oder verdienstlich sei, bestraft werden soll, öffnet dem Teudcnzpiozeß Thür und Thor. Nach ihr ka-n verurthellt werden, wer die That des Brutu» für eine gerechte erklärt. Die beantragte Verschärfung dt» Strafe bezüglich be» Ber- gehen wider die Religion ist auf die an der Oberfläche fich bewegende Oppofitlon gemünzt, all-in wiederum rein ten- denziö«. Geht die» Preßgesetz durch, so illustrirt ,s voll- ständig den Satz, doß man nur noch mit einer Pr-ff- regieren zn können glaudt, der ein Maulkorb vorgebunden ist. Die Preffe ist aber ohnehin schon sehr beuachtheiligt. D-r Rcp- tilicusonds beweist die». Durch ihn werden die Lanzknechte der Feder gedungen, um öffentliche Meinung zu machen, d. h. die öffentliche Meinung zu fälschen.� Wollten Sic diese-n Ge- srtzeulwurf avnehmin, so wüide» Sic die große Cefindung Gnttcndcrg'« zum Nachtheil de» deutschen Volks in Banden legen, das Volk dies stch aber schwerlich gefallen lassen. Wir glauben nicht daran, daß die jetzigen Gewalthaber die kranken Zustände de» heutigen GisillschaftSoednnng in alle Ewigkeit ausrecht erhalte» könne», ja» eS wird die Zeit kommen, wo von einer Beschränkung der freien Meinung durch den Kapi- taliSmuS und seine Schleppenträger nicht mehr die Rede sein wird." PMüfchs Zlsderstcht. sioriSoorschläge hatten die Abgeordneten Hase»- ver, Hafsclmaun und Reimer folgenden A segen i) beantragt: Dies- Redakteure dürfen von Selten der Rcichsre«� oder der Regierungen der einzelnen deutschen Staaten � Bürokrat lci G-lduntcrstiitzu gen enipfü-gei!. Hafen clever v-rtheidigte diesen Züsa� scharfen Hieben gegen die national- liberale P Die Rede bringen wir in nächster Nummer. den Zusatz stimmten die Social-Demokratcu, die lcn, die Elsosser und circa IV Klerikale. Die Ausbeutung von Kindern durch Ha�zlied de» welche Haffelmann kürzlich im Reichstage Utgennei ist offenbar in einer Weise gestiegen, daß sich dßn pH jn, nicht mehr übersehen oder todtschweigen läßt. � § 62 der Reichsgewerbeordnung sollen Kinder � u 14 Jahren als Begleiter bei dem Gewerbcb-V k,§ jJ für das D °l>»t, hl nveihrü «richten, Honigs 'Urtiftc( Ksttzes im Umherziehen nicht zugelassen werden. Die M zrj� q ierbei war, die Mitnahme solcher' i, � deS Gesetzes hi der überhaupt zu hindern. wird jetzt ein rungSerlaß dabin gehend bekannt gegeben, daß di- lizeianwaltschaften' diesen Satz durch Klage Achten.- des pellation zur Geltung bringen, und ferner vc'---' ich �( wenden Falls die Identität der bei umherzieht ie» � Gewerbetreibenden als Gehülfen thatigen Pert! mit dem in den Legitimationsscheinen genannten soucn kontroliren sollen. Ein schönes Bild der so viel gerühmten, angeblich zu Staude gebrachten Einheit Dtf? lands giebt die Antwort auf eine an das kauzleramt gerichtete Petition wegen Errichtadl --- O"— 7 T-«vt-gKi Vitt iuyiu»'3- Fortbildungs- und Baugewerkschulen. � bT" de« selbe lautet dahin, daß das Reichskanzleramt ni� Jh der Lage sei, den in der Petition auSgedrückt-u��tz,'� scheu zu entsprechen, da die Errichtung und O'! C*"«, H sation gewerblicher Unterrichtsanstalten anßerhald � i'n ner verfassungsmäßigen Wirksamkeit liege.,® Angelegenheiten fallen in die Kompetenz der ei«!' gebnng aber Sache der Einzelstaateo! Verwirrung daraus entsteht, liegt auf der Hand T�en s: neu Bundesstaaten.— Also die Gewerbes �'d"so gebung ist Sache deS Reichs, die GewerbeschülZ'l � das nennt man dennoch deutsche Einheit? 3 .■%. 1011 Vatn] Mche- "t0?evtl :t st- st i» fiel "'cht in ' Bwins ' 3< de« -ueri (au d'e i derha ss. a « ober �»d I, �d'u 'ä»> i"tit ' d Die Siegeslorbeern des deutschen Reiches men ihm recht theucr zu stehen. Die ErhöhasS Beiträge- der Einzelstaaten, welche nach Annahme MilitörgesetzeS erforderlich ist, hat sich pro 18<� den Betrag von 8,635,000 Thlr., oder 6'/- pro Kopf der Bevölkerung, herausgestellt. Für süddeutschen Staaten stellt fich in Folge der stattfindenden anderweitigen Berechnung der V noch etwas hoher. Für Bayern erwächst also Mehraufwand von circa 1,20v.0v0 Thlr., für temberg von über 4VV,VV0 Thlr., für Baden über 300,000 Thlr. u. s. w. Pro 1876 N"d Erhöhung noch weit beträchtlicher sein, da Jahre 1875 besonders die eben stattgehabte gute bcnernte in Verbindung mit vielen anderen besond' Umständen noch zu Statten komml Jn Braunschweig spielt ein gar komisches& chen fich ab, nämlich die Verhandlung der Land� trrtung über die Wahlreform. Es war ein � eingebracht, welcher vom Ministerium die Zu huug deS Reformentwurfs verlangte, und damit tivirt worden, daß aller VorauSstcht nach die Berathnng ein ebenso unbrauchbares R-sultat est würde, wie die erste. Die Majorität wider� aber und trat in die Berathnng ein, deren ÄM'oa» o« jedoch bewies, daß der Antragsteller Recht ir i § 1 bestimmt, daß die Landesversammlung ai4, e�te, r Mitgliedern bestehen soll, und wird verworfen.' lautet:„Von diesen Abgeordneten senden 8 die&' die ig gemeinden, 9 die Landgemeinden und 16 die£ E» besteuerten und wissenschaftlichen Berufsstände."| langen Debatten bleiben von§ 2 nur die& 9 die Landgemeinden"; alles Uebrige wird vt fen. Die 3 und 4 handeln von dem SSc' bei der Wahl der städtischen Abgeordneten, und de», obgleich eS, nach dem vorherigen Beschluß, städtischen Abgeordneten geben soll, mit großer jorität genehmigt. Unter dem Gelächter der T� beschloß daS hohe HauS, sich zu vertagen. Jn Frankreich wollen die Machthaber daS mit indirekten Stenern in unerhörtester Weiss hi, febet � i, wuel riJ'* o "i'-ttöm Ü lasten. Doch ist neuerdings einer dieser fehlgeschlagen, offenbar, weil die Nationalvcrss i,' si" luug ihre durch die republikanischen Nachwadl-�'s.' Tage getretene Unpopvlarität zu fürchten beß Jn der Nationalversammlung wurde bei der � oer iftauöiiuiuti|umuuwuy iwutut oti utv.."»o thung über die neuen Stenervorlagen die Einfü� � Jfci einer Zuschlagstener auf Salz mit 410 S «ftrfihpnt hnrfipr ein«4. Berlin, 19. März. In der Sitzung des deutschen Reichstages vom 17. dsS.' wurde in der zweiten Berathnng des Preßgesetzes fortgefahren. Zu ß 9 der Kommis« ovn lOf't 270 Stimmen abgelehnt, nachdem vorher ein Sitzung vom 14. dsS. eingebrachter und auf �? vertagter Antrag Pouyer-Quertier, Zwecks,«3, i>e S#*» rititrt frfißif hnrt>l?Tt bfl ?h°l; heiv W VV I. V» �»»»»"JJ— v r---- dung der Salzstcuer einen Theil der von den Z Produzenten zu entrichtenden und denselben& üniue °s f ich'» Keieui Jitda »anzr Wen tz>,°i'vgi �-In« für eine gewisse Frist vom Staate cedirte» M pafe»' für das laufsnbe Jahr sofort zu lrhcbeu, mit 456 ldeu A?!g!n 113 Stimmen ebenfalls verworfen war. * Der„rothc" Becker sucht auf der Leiter der aateu Bürokratie, bestrahlt voa der BiSmarck'schcn Gnaden z r.» dastig emporzuklimmen. Darob triumphircnd, �«H'"""htänchttn ihn die fortschrittlichen Blätter, und I�trichten. buk ribn-biimernmitM' KcevanSki»II mer. wlgShafcu; Samstag, dm 11., und Sanntaz, dm 12, in Sp.y-r Die A�rcffe de« Heirn Drerrbach ist: pr. Adresse Herrn Bliglcr, Kicidcrmachrr, Li-dsigsdafm. O§g'r?!,eim rstr. Der Bevillmächtigte Schulze. „daß der Oberbürgermeister SccpauSki zu ..----erg feinen Abschied eingereicht und die Btlijje Stadtverordnetenversammlung behufs feines Satzes ihr Augenmerk in erster Linie auf das Mit- Vud de» Herrenhauses Dr. Becker, zur Zeit Ober- germeistcr der Stadt Dortmund, gerichtet habe; l?* in Köln, wo ebenfalls noch in diesem Jahre ''Neuwahl deS Oberbürgermeisters bevorstehe, Werde lidrnfalls auf der Kandidatenliste sich befinden, so rbe ein eigcnthümlichcS Zusammentreffen die nder ,1" tlÜ �' Stadt in der westlichen m>d »lch-r' U d,r ein dicht die größte Stadt östlichen Provinz stch denselben Mann streitig en."— UnS scheint übrig'nS dieser Sonnen- j jjJ? V8 ueuen Ikarus ein wenig bedenklich zu fein. ' u».�Möglicherweise klettert er nur deshalb so eilig höher, � die Stufe, auf welcher er steht, die Dortmun- bereits kracht. Die Dort- 7'«oltSdanlaffaire soll so üblen Geruch autell �telte», daß eine Luftvcräuderung dem Herrn ji�Amunistcu Becker sehr wohlthätig sein dürfte. nten, is � \r■■ cn.'' d« verline, Ha�dwkr'erveeein» fand gkst-rn cioe Vereins-Theit. chtatl� ftalin, 16. März.(Volksversammlung.) Im cn. �» de« Berliner Ha dwkr'ervereins fand gest-rn cioe tt ni� zahlreich desuchte BoltSve s-mmlonz statt. In welcher 6'/z Für der er Ä als- für S* lad"1 Wirb' «, d» gut' beson tlarte unter Anderem fich gegen die sog-nannlen Feie ".!»! du.'�t'dte, da die B'schlitffe dersclb'U bei den jetzigen � ,( in t' und G-selllchoflSoerhältn ssm doch nicht gcacktet wttr- oerb'� �'�'sowenig. wie jetzt im jkampie nm das Mein und fchliljp � ��ieds,e,ichle und EinigunaeSmtcr von Nagen feien. > M g, t>a? Durchdringen der socialistischen Jiee n ache dem k„6«*mu älter so-ohl, a'a dem Stiege, den die einzelnen � i SRh" b'gm einander führtm, ein Ende. t? I,t ,t, s'1' Interpellationen van gegnerischer Seite beant- *.fi stillt ve,» R'fermt zar Aufriedinh'it u°d unter dem Be'- HhHal*'* wluvg. Er Mhrte auch vor, w-lche Beg'iffe ohaNS�� I»dd,tiebc die demsche B-u-gevifie vor eew letzlen nah®' liQi.'7 gehibt habe, da st- nicht einmal die Ivo- l /jflii stc n* e Stellt habe. Nach den deutichen Siegen !«/,»»«en s» t». als weon nur durch ihr vorgehen diese er- Lj,; VJ1 und nennt Jeden einen vaterlandslosen, � A.nß MpXrgo'tge«�''0111 p6ßt' 8l,',nH fait "■ n Ja're 1806«ar es g„a>e dl- d-ni-ls h-rrfch-iid- der Ad-l, w-lche d-i dem für Preußen imglllckll-Jm .ncrst dem Siege» huldigte, und ebenso würde es sich. ch lange richt aller Tage Abend ist, die jetzt hrrrschendc d'e Bovrgeoistc, bei einem unglilckl chea K-iexc Demsch- derhaiteu; fic würde tbeilweise ia's Mause'och kriechen, üsr aber den S eger bewtlltomm-n. Die arbeitende It fcflrl uürde dos Vaterland energisch vertdeldigen, und .»««.rlandS oiev' würden nicht eher die Waffen aue -Nd!» teeen, bis fte den Feind ano dem Land- getrieben. r chei.� würden ste das nicht tdun für dir herrschende Slasse, >U,. ten ilr ll.aterla»d nnr deshalb vertheidi- " bas Vaterland im Frieden wieder Berlin, 17. Mä z(Allx. Tischler- fSchreiner-s verein.) Sämmtiichm Mi»gli-d chaften die>e hi--mit zur Nach icht, daß Herr Herold in der g steigen BariiandS- fitzung vi« zur nächst-n Gcncralvirlommlvni an Stelle de» ersteu Borsitzmd-n mit de» Gelchäflsltitnnz beauftragt ist, da Herr Schmeckenbiek zu drei Manat-n G-sängeig veru». th'llt, das Ertcnntaiß bereits rechtskräftig geworden ist und derselbe deshalb jeden Tag zu gcwSrtiqcn hat, die St-ashasl aatretcu zu müssen; d-r zweite Boisitzcnde aber gleichfalls verhindert ist, dess-n Stelle zu vrrtr len. Im Allst-.: W. Mnschau. Bremerhaveu, 14. März.(Allgemeiner Schuh- machervercin.) Aach hier stad wir endlich so weit gckom- mcn, uns dem großen Beuderdunde anzuschiießcn. Da aber ron Seiten der Meister All-S aufzcbot-n wird, unser- Mit- gliedstaft wieder za sprenzeu, so ersuche ich d c Scllegeu alleroriS, den Zanig von hier fernzuhalten. Der Lohn ist hi-r dnrchfchriwich ein so erbärmlicher, baß«S dringend Noch thut, denselben einmal zu r-grla. Mit Bradergruß I. A.: F. BölS, B-voNm. ?Älel, 15. März.(Strike in Aussicht.) Die Former der Sieveis und Weyhe'schrn Eisengießer-! haben fich ent. schlössen, den 21. März die Arbelt einzustellen, weil die be. treffe- den Herren ihnen eine Fabrlkorbnnns onfbrängen woll t-n. Bor isuzag wirb dringend gewarnt. M-hrere Former. Kiek, 15. März.(Zur Beachtuug.) Ich ersucht sämmtlichr Bevolln ächtigle deS Allg-m Tischler-(Schreiner-) Vereins, die abreiseudeu, sowie die durchreisenden Sollegeu -arauf aufmerksam zu machen, daß hier die zehnstündige Ar- b-i-szeit eingeführt werden soll. Da die Meister sich weigern, dies- zu bew ll gen, sehen wir UNS geuöthigt, unsere Kollegen zn biu-n, Siel zu meiden, da sie sonst uns und stch leibst schaben. W. Plötz, Bevollm. (Druckfchlerbericktignng.) In Nr. 23 vom 11. März muß eS auf der dritten Leite 23. Zeiic v. u. heißes: Nene Währung. A te Währung. 1 Mark— 131 Schll.(Hamburg.) 50 Pfennig= 6|'' (Leihas brüdcrong wird dann von selbst kommen. wurde nun die schon im Parteiorzau abgedruckte Re [ 4 gksttn das neue M lilärgrsetz mit allen Stimmen ij'me angenommen. ksvjnt den zweit, o Geger stand der Tagesordnung:„Die � Eommnne von Paris", referirtc August Ka hes S�orwit sie Laob�lHj ,''dige. Der S>ae.dpankt de» wahren Patrioten NN h��Mopoliteu ist der, daß sich die Völker nicht In ZurÜWl!->?.�.'st�äeItcll anderer Völker zu mischen haben. Die damst die lat est oiderl !N Ä________ �__ �____ �_______ � ht l! 4lUe» immeewähreeiber Zafilmmvng der Berfammlavz. , aui. wir der Aufstand die Zi'le de? Soclalismus an- eleu: baß die Bourg-oiste in Frankreich aber allein Schuld ig �'lben g.hadt habe Dag die Thaten der Commune . 8-AJ u L® rtdeil-igimg geboten gewesen seien, das Morden sie H-, uVEome voa Satory aber ein scheußliche» Rachewerk ide."" h,, uestigea Bourgeoific gewesen wäre. lie � �''Ncl-ver brachte folg er de Resolution ein, die wie- . jf"iit«ll-n gegen eint Stimme a- genommen onrde: „Ja E wägnug, daß die Ziele der Pariser Com- Wune auf die Beirem g d,« Menschen und aus die Erri-btaag-iaeg socialist-ichen Staates gerichtet waren, �«ß sie die Ausb utuog des Menschen durch den Meu- ichen an« der Welt schaffca wollte, fvr-ches wir unter "eiem Stmerze über die dluiigc Niederkage und die diedcrtiächlige Erwoidaug der iÄmmonards durch die wavzöfifche Vourg-oist-, den Kämpfern der Commune bniere vollständige Anerkennung ans für ihr treues Weise. iiise einem H-'ch auf dir völkeroerbrüderuug schloß . i �sttz-ndr Hasercl ve» die Versammlung, ln wrlch-S die- alverfb� l-'�st-rt einstimmte u«d avs welcher stürmische Hoch's gdlc» in Pkäfidevten de» Allg. deutsch. Arb.-Vereins gebracht tz�'»gen im großen Befreiungskriege der McnschKelt.* . KP??egshofeo, 16. März.(Die Agitation) des Hrn. �! i'ich für Mannheim und die Pfalz fiud.-t, wie folgt �,»i �"aneiflag, den 19., und Freitag, den 20. März, in 416 0»' Wen; S wst-ig, den 21., In Oggersheim; Sonn ein i" K j82- und Montag, den 23., in Speyer; Dievstag, „.,k fe' bi!',a Fronkenthul; Mütwoch, de» 25., und Donneista», . LfA l['''s Mannheim; Samstag, den 28., in Mannheim; kS-v",, z 1- den 29., und Montag den 30., in Oggersheim; :n Z den 31. März, und Mittwoch, den 1. April, in [oett 8 Samstag» den 4., u- d Sonntag, den S.�Sp-ik» Abst�i. Montag, den 6., u:d D-cnstiig, den 7. * I 1 S'' V, lw.. jr< o___ Wm Lokale de» Herrn Wulff in Fried, ichsberg. Die Parteigenossen an« der gaazeu Umgegend find einge» lade". Für Verbreitung muß Sdrge getragen werden. __ A. Wölfs. Für-Hamb«rg. GeneralVerf ammiung sämmtl. Zimmerer Hamburgs und der Umgegend Sonnabend, dm 2t. März, Abmds 81 Uhr. Im Englischen Tivoli, Slrcheuallce 41, St. Georg. TageSoidn: Havptabrechnnog de» AuSschaffeS v» 1373 und Eatgegeauahme der gedrucktes Abrechuungsfonnulare.— Vortrag._ R. Gaul. Kür PanvdMüg. Mitgliederversammlung des Schlosser- uod Maschiuenbauer-Lereins Sonuabend, dm 21. März, Abend« 81 Uhr, im Lokale de« Herrn Petersen. Gr. Neumarkt 41. TageSordn.: Abrechnung. BcischiebeaiS. DI- Kommisflonsmitgiieder von Hamburg-Aitona müsse» anwesend sein.___ L. Bosse. Sonnabend, d. 21. März., Abend« 81 Uhr, stdllVlIU* im Englischen Garten Volksversammlung. TageSordn.. Der 18. März und die verschiedenen Revo» lutioncn der Snltarstaateo. Referenten: Die Abgeordneten für den 8. und 9. Schletw.-Holst- Wahlkreis, die Herren Hafeuelever und Reimer.______ Wandsbick. Große Volksversammlung im Lokale de» Herrn Lagemann, Kampstr. 53. TageSordn.: Die Erlnnernag d-S 18. März. Rehders. I. Für Winterhuöc uud Umgegend. olksversommlung Solmabeud, dm 21. März. Abmd« 81 Uhr, bei Bruhcs in Winterhude. TageSordn.: Militär-, Preß- und Soatrattbrnchzesetz und Borlage einer Resolution. Um zahlreiche Bttheiligung wird gebeten. _ H. Riechers. Für Hannover und Linden. ZeitungSkommissionssitzung Sonntag, vm 22. März, Abmd« 8 war, im Lokale des Herrn Matthen, Neu-straß- 45, 1 Tr. hach. Ich bitte den Bevollmächtigten und die älteren Partei« Mitglieder, anwesend zu sein. Für Malente pr. Eutin. Unterzelchuet» ers�sl vllc Dicjc�ij>«n, cl? dim Mgem. deutsch. Ärv.-Uuterst.-Berdand beltriten woll-n, Sonntag, den 22. März, Nachmittags 4 Nhr, bki�i Gastwirth Hag-u w Mal-nte zu«schtlneu.___ I. Dose. Für Burgdam-Lesum. Allgemeiner deutscher Arbeiter-Lereis. Geschlssseak-St- i g t i?» i« v c- i c. in M u» j Sonntag, den 22. Mörz, Ab«uds 5 Uhr, im Berrinstokale. TagcSorin.: Wichligr V.relu?anz«lcztnhcitm. Der Beoollm. Für Wald. Allgemeiner deutscher Ardeiter-verein. Mitzliedrr-Brrsamm loa» Sonntag, de» 22. März, Abends 5* Uhr, Taa-a-rdu.: 1) Anträge v-r Gcnerailicrsama-.lnvg.— 2) LeischlelcueS. Der Bevollm.: G. Luchtenberg. Zur Bremen. ZUlgemeiuer Tischler-(Achremer-) Verein. Oeschlssseur MItglit»e,.Sc»Iawmli:»g Sonnabend, den 21. März. Abends 8 Mr. im BerciuSlokal bei Herrn C. Becker, Hankenstr. 22. Tageeoidn.: 1) WIchNgr Beretnoavgelegenb'iten.— 2) Die Durchnahme der V iciuestatnt'N.— 3) B-rsch edeneS und Fraxekosten.— Neue Mitglieder werden ausgenamwen. Ich viuche die Mitglieder und Pattelgenossca darauf ans mertsam, daß jeden ersten Sonnabend im Monat gischloffenc Mitgtlcdervcisamwlnng staitfin'tt, und an den folgenden Sonnabenden öffentliche Mitgliedeiveriamml-tag n find. I A: Der Bivallmäatigte. Für Neumünster. Große Volksversammlung Sonnadead, dem 21 Mörz,«ornd» 8 Uhr, im Lokale der Wittwr Schmidt. Tsgeeordn.: Die Erwn-rrng an die Pariser Commune und deren Aufopferung für die heiligsteu Menschenrechte. Referent: Ein Altonaer. Hierauf: C o n c e« t, ausgeführt von der Kapelle de» Herrn Fe y. Entree für Herren 3 Schill., für Damen 1 Schill. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. I. A: H. D. Plambeck. Für Barmbeck. Großer Ball arranglrt von den Mitgliedern des Allgemeinen deutschen Arbeitcr-BereillS Sonnabend, au 21. März, beim Goft-oirth H. Schultz am Marktvlatz, unter Mitwirkung der Liibertafel„Laffallia". Eintritt 71 Uir. Ansang fth Uhr. Kartei' a 4 Schill, find zu haben im obigen Lakale und in jeder Versammlung._ Da« Comltö. Für Hannover. Gemüthliche Abendunterhaltung, veranstaltet von den Mitfiliederu d-s deutschen ZMmereibundes, unter gesälliger Mitwirkung der Liedertafel dcS Mg. deutsch. Arbeiter-BereinS, Srnuabend, deu 21. Mörz, Abends 8 Mr, Im Lokal..j irn Holländer" in Luden. Alle Zimmerer, sowie alle Partelgenossea, find freundlichst rivgeladro._ Das Comitd. Für Barmen. Oeffentlt che Versammlung Sauistag, den 2l. viirz. Abend» 8 Uhr, ir.. Lokale de» Herr» Müller am Bahnhof. Vortrag._ oeffeutllchc«ersommlnn e Scmstag, de» 21. März, Abends 8h Uhr, Im Lokale de« Herrn Marian, Unter! armen. Bortrag. ff. E. Mann. K«r Barmen. Sonntao.«e» 22 März. zurGedächtnißfeierdes 18. März Großes Concert und Festrede, wobei zur Äuffüdning kommt:„Da» Volk, wle's weint und locht". Dargestell in 4 ledenden Bildern. Nachher zum Gedächtnisse unser-» Wahlsieges Ball. Entröe zum Cdncert ä Person 3 Sgr. _ Da« F-ficomite. Für Barsen. Allgt«st»er deutscher Arbeitrr-Verew. Mitzliede»««eri»n:m>uZ» Tuiutag, den 23. Mmz, Abend,! 8 Uhr, Im BereiuS.otal bei Herr» Müller. DageSordn.: Amräge znr Generalversommlueg. Um zahlreiche» Erschelren ttsncht _ De« Be-ollwächt'itt-: F. C. Mann. Für Elberfeld. ZlXi»«tt«e? deutschrr Arbeiter-Verei«. O-sfentlichc Mttg't»der->t«'ammlllng S imStag, den 21. März. Menbz 8 Ahr, du Lokali de« Herrn Aug. Hunfchcldt, ffricdri�sstraßk. Tageiküdn.: Sbrech uag dee Wahlen. Berfchledenes. Um za! lreichr» Erfch-I cn-rfncht E. Anderepa, Bevallmächt'gt-r. Die M iglleder deS Flstcomnä'» w-rdeu»facht, um 7} Uhr zu«rfch-inen. D. O. Für Gelsenkttchen. Zur Gedenkfeier des 18. März, der Erhebung der Pariser Commune, Gemüthliche Ab�ndunterhaltung Soanlag, den 22. März Nachm. 5-ihr, im Lokale ocs Wirtas HöiNer,. cnavni Maloofch, be� der Z-che, Alma", kozn die Mitz'Iedir dcS Allg. delllfch. Arb« BcreinS ringe laden werden. Auch Diesenizen, welche sich unS ol« Mitglieder im Verein roch n cht ange'chlossen haben, und loch unlere Ge jmnung im H>rz-u tragen, werden ebenfalls ciogeladen. H rr Kail seclig aus Dorlmnnd wird nu» mlt einer Er.ählung irlrcnen. _ Im Auftragt der Mitglieder: Wilh. SchulteS, Bev Hür Bochum. Volks-Versammlung Sonntag, den 22. Mä-z, Nachm. 3 Uhr. im Saale d>S Gastwlrth» Linnkamp ia der Vöde, Kastropperstraße. Tag-Sordu: 1) Die V ih-.n�lüvgcn de« Reichstages.— 2) Aasnadme neuer M tg ieder in den Allg. deutsch. Aro Verein. Referent Carl Seelig ans Dortmand. Es wird allen Parielgenosse» bekannt gemacht, um 11 Uhr b im Wirtä Wietmanna, Schützenbahn 8, wegen wichtiger Besprechung zu eefcheinen. I. A: Wilh. Schulte«. Für Zeitz. BeziekSveriamunlnng Sonntag, den 22 März, Nachmittag? 3 Uhr, im Wasthaose zn„St. Stephan". Die Bcoollmächtigien ro e Neumburg Teuchern, Hohen- mölzen iind Td-Ißrn, üde-hanpt alle Parteigenossen, w-lch- IM resse daran hedrn. daß unsere Idee weiter»erdreit» wir», «erd-n dazu eingelad'N. Der Bev.: H Voigt dtlj. N.«mietagS 1 Uhr erwarten wie die Parleige offen ans dem Bahnhofe. Für Hamburg. Au die hiesigen Abonnenten de» Parteiorgan»! Mit dem 1. April beg mit ein neue» Quartal; wir müssen wieder suchen, die Abonnenten, ah! hier und In der Umgedong zu vergrößer; Hamburg muß die größl« Ab'otzqnelle nns.res ParleiorgauS fei; feit m-hr-rm Zehren existirte hier die qrötzte und stä kste Mltgllrdfchast. auch war unler Blatt hi-r immer am ftärkäen verbre tet. Seit eii em Jahre sind wir aou unserer Schwrsterßadt Altona üduflügett, die kaum den dritten Tdeil der Emwoh»'« Ha-ubnrg» hat. Wir u.Lsseo als» jetzt wieder suchen, den ersten Platz In der Bewegung ein m-'e»Iren, und darum bitte Ich alle P erteigenoffen, für die we' teste Berbrillung unseres Blmte» Sorg- zu tragen, auch Immer wieder neue Rekruten in unsere Reihen eloznführcn. Nach vnseren Wah ergevisisscn muß cS na« ein Leichte» sein, unsere Mitglieder uns Asonneaiinzai>l auf mindesten» 3000 zu erhöhen. Zugleich ersuche ich D ejenigen, welche noch mit AbonnementSgeldera im Rückstände find, dieselben bald zu bemdlen; e« u-üssen für da» I. Quartal bis zum 20. März aflt Beträge dezahlt seiu, damit der Salporteur>m Staude ist, für da» 11 Quartal abonnireu zu könoru. Die Quartal- abonnenten ersuche ich ebenfalls, bi« zum 20. März ihre Beträge ,ü- da» II. Quartal entrichten zu wollen,«eil«ir diesmal eine sehr große Siuiiwc für da« Abo mement brauche?. Hiit Giuß Der Bevollmächtigte Vater. Für Frankfurt a. M. Diejenigen Avonaeureu dl» ,,Ne ru Social» Demokrat", w iche mit der Zahlung noch im Rückstaade sind,«erden hier- mit ermcht, ih-.rn Berpfl-chmn�en dl« spätesten« Sonn tag, den 22. März, nachzukommen, damit die uaterzeichnetr Komm sstdn die Adrechnnrg beenden kann. Jeder, der ni«t ausdrücklich da» L-att abbestellt, bekommt dasselbe im neuen Q-artal weiter geliif-rt. Der erfreuliche Fortschritt der Avonncntenzahl, den«ir dl» jetzt zu v>rietchn-ll haben, möge durch die uoablössige Mllwirkan, eine» jeden Einzelne» im neuen Quartal ei» immer bedeutcuder-r«erden. Franksn.» a. M.. den 12. Mär, 1874 Die ZeiwngSkommisfipn. Für Barmen. An d'e Abouneut> n de«„Neuen Social-Demokrat" I Vom künftigen Sonntage au werden M tgltider dcSAllg. demsch. Arb..Verein» mit Büchern behns» Ei-ji-hnng der rückständigen Aboanemeet gelder, sowie nach znr Entge.en- nähme dir Ab», sc cntSfleim für cos neu beginnende Qaar tat vmd-rg'h n. E» ergeht daher vochmalo die Mahnu g an d'e m t Bezahl«» rückständigm Abonnenten, nnveizüzli« lür Berich'igun. der Gelber zu sorgen.— Diejenigen, welche gewohnt find, das g, nze Quartal im Voraus zu bezahlen, mögen das auch jetzt thua, und Diejenige», welche abschläg. ilch bezahlen müsse» web dmgt einen Monat Im Voran» bezahl l-u, andernfalls da» Blatt ihnen nicht mehr zugestellt werden kann. Im Uebr gen wird mil dem kommenden Quartal das Bs t Ur ft out 4 die Post zngcft-llt Wersen, so daß Jede, v,» Mittag im Besitz desselben Ist. Es werden fonwährend S stcllungea eutzegengenommen, und wir» gebeten, zugle ch die etwa zum Mai zu beziehende Wohnung anjUglbev, damit dann keine Unrezelmäßigkeitca eintrex». Für die Ksmmisflon: Der B �Zmä-dxgt- F C. Manu. Für Elberfeld. Da mit dem 1. Apr l wieder ein neue' OnartalSabonne. ment beginnt, so ist es eine» Jeden Pflicht, für d e weiteste Verbreitnog deS„Neoeu Social Demokrat' Sorge zu tragen. Auch muß dafür gesargt«erden, daß die rückständ-geu Adonne m mSaeide» bi, zom 22.». bezahlt find, da bis zum 1. Aprii »ie er v!el Geld nölhlg ist. Auch wirden diejenigen Abonrevtm, welche bi« j tzt unser Organ durch de.oft dezi-hen, ersucht, es Im V-t ein» lokal« bei Her n Hmilch.idt zn bestellm. Im rächst-n Quanal w-rden auch die WIrthe virössent- licht werden, bei welchiu uns-r Organ aufliegt. Der Bc ollm.: E Ailderepa. Rohtabak-Verkaus. Unterzeichnete rnp-ihieM ihr st-t» gut'.fforlirteS Lager simmt-icher Sorten raher Blätier-Tadakc In Ballen, wie auch anSeewugen, zu soliden Pieile».> Erhzkc n. Krause. Wollancklstr. 16. Für Neumüllster. Mit dem 1 April veg-uar-n n-neS Quartal»- Abo'� ment ans daL Pacieie-rgan. Die rnttihtn Ab>nuenlcn f3 de-i somit önfg fordert, um keine S-ock- ng im B rtried h3 srizrführen, sofort, eocntuell rechtzeitig da» Abonncmeot 3 neuer-! zu wollen. Alle Partcegenossen werden hiermit zugleich Lusge!»rd!>i >ür giößimöi-li-te V rbreitung de» Partcwrgano zu W um die Flügel de» siwdliaen Geiste» etwa» zu beschnei»» _ De» B-oollmätt'gte H D. Plambeck. s Für Itzehoe.. Da mit dem 1. April ein neue« Quartal« Abonn-l»v beginnt, sa werden die Parteigenossen hiermit aufgcsor'� für aic Be-bieitung des Parie-organs Sorge zn tragen, telgenossen, Ihr w ßr, welche Hindernisse uns in den g legt Werden NN» daß das Parteiorgan unser bester Az� ta» ist. Abonnement« nehmen cntzegni: Gostau, Leiste, Rehb«» Laren« und Kreazberg. Auffordernllg. Die Mitgl-e er de« Krauken Unterstützung« Verein«. A briter für Oldesloe und Umgegend werdeu aufgefordert,- bei am 22. März Im«-reli-s. Lokal bei Herrn Saft»� Mau in Old Sloc statistodevb-u außerordeultlchen Versand inug mögltckst zahlreich zn erscheine». Oldesloe, den 16. März 1874. _ Der konflituirte Vorstand. Für Brandenburg a. H. Da ich mit dem 1. Avril ein K-lp-rteurgeschäft erSsp so bitte Ich die Parteigenossen, mich mit rem Abonnei»» deS„Ncli-n Sociai-Demolrat" zu unterstütz-». In c"1 Versammlungen werde ich AwnnemcntS entgcgrnnchmtii. Ad- Hahn, Altstadt, Kietz Nr. 1. __ Mitgl. d. Allg. deutsch. Arb.-VereinS.� Oeffentl. BekänntinachuH. Es ift i> mebr-r-n und zuletzt In der„Boistschea f. tnng" Nr. 64 bekannt gemacht, d ß der Polizeipräfideot«> Madai die Angelegenheit dem Slamsarwalt übergeben r Die Polizei datf nie Strafgelder der Strikt« nicht elnzief3 ie wartet die U.t-rsuchnag ab. De» neue Droschkeuverei»- __ Kutsch und Kurth. � Der Unter, eitretc erlaubt sich, den Parteigenossen I-js. Sin' und B rkauf von alten und neuen Mobllieu zu cwpl" len; auch werden daselbst Rohrstühle geflochten. Steller. Tischler. Finkevstraße Rr. 46 In Alto»3 Für Bernburg._ Den Parteigenossen zu« Nachricht, daß bei mir de» X, Social Demokiat" ausliegt, und garantire anßerdew i reelle Bedienusg. Andreas Finle, Ristanrateiil' _ Tiefer Graben. Für Altona. Hiermit empfehle ich allen Parteißenossen mein Wag3! fertiger Herrengaiberobcn, wie auch Schiipfe, Eravatten, Heelden, Hosenträger, Sitrümpfe und Unierjockeu.— E°l lederne Anzüge best r Qualität zu bMlgen Preisen. Gl'" falls empfehle ich mich mc Anfertigung aller vorkomme»�, Schnliderarb-iteu und bitte die Parteigenossen, bei Volkes mendem Bedarf mich zu beehre». __ F. K. Helnrici, gr. Berg Den Brbeitceu Berlin» empfehle ich mein Schuh- Stiefellag-r. Auswahl in Fahlleder, Kalbleda,'--H Zegstlefel. Lederne Franenstlefel, Gamaschin, Havtsch3- Mascheostiefel, B-äiterstlcfel. Bestellui geu werden schnell js gut ausgeführt. Karl Ludwig, Oianienstr. 71 im K-l" Mitgl. d. Allg. deutsch. Arb..Vereins Den Mi'g ledern de« Berliner Arbeiter- Frmien« und chenvereln» für ihre bei der F-Ier de« Stiftungsfestes a» erwielene schwesterliche Aufnahme meleren herzlichsten Da»-, Die Frauen: H. Sch. B. M. U. M. W. F. K. n. Mt ___ M R.— Brandenburg a. H. Heme wurden hoch erfreut durch die Geburt eine« chen« Oerleking u. Fr»3 _ Kiel, Jäger» berg Nr. 20, 12. März.__ � -r Bei der Beerdigung unsere« Kollegen Aug. Tletz', Freieag, M-itng» 1U»r, vom Obduktion» Hanse au«, wird' zahlreiche Betheilizung der Mitglieder ersucht. Sievert,„ __ Vorsitzender de»„Patzerkludf� Allen Freunden und' Bekannten zur Nachricht, daß 5 Beerdigung de« Herr» August Tietze Freitag, den 26 � Mittags 1 Uhr, von der Lonisenstraße 56 nach dem � Jakodikirchhos ftatistudet. _ 2. Heuber. F. La»� Herzliche Gcalolation dem Bevollmächtigten für Kohlendorf, Franz Sittk«- seinem Wleg-ufeste am 22. d. M. von seine» Freunden. __ A A. Herr» Krajewsky, R-senthaleisteaße 43, zu sclaeS buurtitage am 20. März die bestell Glückwü-sche _____ von seinen Stamwgäß?� Meinem lieben Manne E. Petrtck zu setncm G«dr tage am 23. März die besten Glückwünsche. Altona. Deine - P» Ein Sodn achtvarer Eiter», welcher Lust har, mache« zu lernen, melde fich in de» Fabrik von Geh»" Krause, Wolla-ck str. 16.___„. Manteusselstratze 41, vorn 4 Tr. rech« bei Gerüst findet ein Parteigrofle Schlafstelle. S ne leere Slude mit separatem Cwgaug, und Closet Ist zum 1. April zu vermietheu bei ___ Krüge», Dragoner str. Zwei junge anstäadige L-Me können Schlaf, lelle zu mir ziehen. Zu erfragen straß- 34, 3 Tr. b t Müller. zum Alt- 50. 4 B 1. Aprll Druck von C. Ihr mg Nachfolge,(Adolf Berei») in � B-rantwortlich sii» die Redaktion: C. Becke» in Bcr'ag von W. Geüwel In Berlin. Hierzu eine Beil# Beilage zu Nr. 33 des.Neuen Social-Demokrat". Freitag, den 20. März 18*4. % tr Antrag zum Preßgefetz Seitens der Abgeordneten Hasenclever, Hassel« mann und Reimer, verhandelt in der Reichstags- fitzung am 16. März. Der Reichstag«olle beschließen: Jedermann hat da» Recht, seine Gedanken zu verdfsent« liche»; die Feeiheit de» Presse darf in keiner Weise einge- schränkt werden. Wer Personen durch Berbreiw?g erweislich unwahrer Thatsochea mittelst der Presse verächtlich macht oder in ihren VennögeuSverdSltnissen schädigt, ist aus Amrag de» Lerliumdeten»der Geschädtaten zum Widerruf verpflichtet und wir», im Falle eine VermdgenSbeschädlgnng fiallge- fanden hat, mit einer au deu Geschädigten zu erlegenden Geldbuße bis zum Betrage von 5000 Mark bestraft. Alle Bestimmungen der deutschen Reichs- und Laude» gcfetze, welche die Beröffeutlichung mittelst der Presse� oder da» Preßgewerbe in anderer Weife bedrohen, einschränken »der besteueru, find aufgehoben. Rede des Abgeordneten Hasselmann über das Preßgesetz in der Sitzung des Reichstages am 16. März. Meine Herren! Ich habe mit meinen Freunden da» be- treffende Ameudemevt allerdings nicht in der Anficht gestellt, daß e» hier im R-ich tage durchdringe.(Oho!) Ich habe e» lediglich mit de» Abstchl gestellt, hier den dem»- kratischen Standpankl zu wahren,»ie er in anderen Ländern — ich verwcise auf die Biremigteu Staaten von Rord-Ame- »ika � seit langen Ja rill gtwahrt ist. De» Herr Adg Wigger» hat uns den Borwurf gemacht, Unser Amendement passe nicht in deu Rahmen diese» Gesetze» hinein. Ich sllr mein Theil halte allerdings dafür, daß e» genau in diesen G-s-tzeSrahmen paßt. Dean, wenn man ein- Boilage hier nntirbreltet, wodurch da» Strafgesetz zu Uv- gunsten der Presse abgeändert wird; dann, glaube ich, paßt »S ebensogut in den Radmen de« Pr-ßgesetze» hinein, wenn man einen Gesetzeutwurf vorlegt, worin da? Strafgesetz zu Sun- steu de» Presse geändert wird, und weite, verlangen wir In diesem Amendement nicht». Mau mSge doch durchaus nicht glauben, daß die Freiheit der Presse, wie wir fie vrr- langen, die Freiheit des«erbrecheus in sich schließt. B-r brechen— da» ist ein weit dehnbarer AnSdruck— aber ein B erbrechen soll Immer auf einer Thatiache beruh n; in der »«sst handelt e« fich Indessen nur um Meinungen, und find unsererseits der Anficht, daß die Meinungen, .""che in der Presse ausgesprochen werden, und wenn fie noch I» schUchg find, doch noch immer nicht eine Thatsache In W schließen, die in die WillenSsphKrr eine» Anderen eingreiit. von dem Augenblicke av, wo Jemand da ist, der da»- lenig« wa, in de» Presse verlangt wird, ausführt und da mlt thlltllch in die Willenssphäre eine» Anderen eingreift, erst b»U dem Augenblicke au, taua von einem Verbrechen die Rede seiu. M. H.I Die Fähigkeit zu denken und feine Gedau'cn ,n verbsseutlicheu, da« ist doch wahrlich der Groud, aus»elch-m unsere ganze staatliche und tkulturcutwicke ang veruh». Wo- durch uvterscheidet fich der Mensch aadir» v-m Thier al durch da» Deukeu? Und wodurch unterscheidet fich der »rganifirte Staat ander» von der wt den Horde, ol» darurch, daß die Menschen tunerhalb de« Staaee» gegenseitig Ihre Aa- fichtea au»laulchea und demgemäß fich Ses-tz- geben? Jed,r stsreschritt auf staatlichem und«iff-nsch-ftliwem Gebiete, wird i, nicht von der F-eiheit, der Gedanken mltzutheilev, voll ständig beding»? Run, so lauge eine vollständige Preßfreibeit nicht existirt, so lange ist die Freiheit de» Sedankenaostau- Ilde» ganz entschieden beschränkt, und zwar zu Ungunsten der neu aasstrebenden Ideen, zu Sausten de« Alten, und wenn da» auch noch so virrottet wäre. Jeder große Geist, de» einen Kalturfortschritt der Welt zuerst verkündete, ist dem zum Opfer gefallen. Tolumbu», Galilei, fie wurden verhöhnt; Märthrer hat es zn Tausenden gegeben; immer wäre» da« Alle, wa» dem Fortschrtlt»inen Halt gebot. Und wir, die wir den Rechtsstaat anstreben. (Stürmlsche Unterbrechung.) Ja, den«ollen wir anstreben, wir wollen die Ungerechtigkeit au« den Staaten entfernen, und wir neuaea da» teluen R-chl.staat, wo eta Mensch durch den Auderu auSgeb»tee wird! All»"ir, die wir den Rechtsstaat\>llstcebcil, wir wollen, daß in demselben auf friedlichem und gesetzlichem Wege dir Wei- terentwtckeluug der Mensa heit fich vallz eben könne, und de»- wegen bekämpfen wt» gerade alle so che Schrauken gegen das Anfstredrn eine» venen großen Gedankens, da«, wa» hwd-ri d auf die freie Diskasfion. auf die öff-it iche Meinung wirkt; gerade diese Schranken find etwa», wo» dem RcchtSdewußl« sein de« Volke» wloerstredt, und wa» möglicher W�ise zu ge- waltigeu Katastrophen führ». Ich erinuc e an E gland Amerika, Frankreich und Deutichlan». Wie hat stch dorr In deu l tzten Zeilen die geschichtliche Bewegung gezeigt. In den Bereinigten Staaten von Nordamerika haben fich mit All'Uadme jener Distrikte, wo die Sc>av,rei, also ein«roß- artige» Zwang bestand, die Parte, kämpfe aus geietzlichem Wege entwickelt, gerade in Folge de» freien Preßrechte», in Folge de» absoluten Preßfee, heit. Ja Eng, an> hat gleich fall« durch die dort thatsächlich bestehende a, s»lute Preßfret- heit die Entwickelu-g steh auf ge�etzl chem Wege völligen. Blickeu Sie aaf Frankreich, meine H eren. Ja Frankr.ich, wo die schärfsten Gesetze gegen die P-,sse best hen, in Frank reich, wo die Gesetze gegen die Presse so straff stnd, daß man fie hinüber nimmt nach Deutschland, um die Elsaß. Loldringer In Ordnung zu halten, dort haben Sie die Gewalt, die fort- währenden Barrikadenkämpfe, und nicht blas die socialistischen Barilkadeukimvfe, sondern auch j-nen Kampf, die Jnlischlacht de« Jahre« 1830, die gan, speziell deodalb au-brach, weil wan d m Volke die P-ißfteiheit rnrerb n en an» vutergraben wollte. Und ebenso gw, e« in-u> ch an». Ich glaube, die rormär, liche Z>t mit Ibrer Pr-ßkn-be urg ist l«°o-,ug. weift geweien,».lche die stllrml'che E-Hevu g'.« Jadre« 184? in Gefolge gehabt hat. Damal st d d e Lt»,e, milche jetzt gegen uv» sprechen, und unsere A fidt'N gewiffe-maßeo »l« lächerlich hinstellen, gerade Diejenigen gewesen, welche au, deu Straßen und In den Klubb« am allermeisten von Preß- frelhelt gesprochen haben;(sehr wahr! recht») jetzt paßt e« ihnen»ichr mehr, nachdem eine neue Partei da ist, die noch entschiedener und radikaler vorgeht. Wie in den Bereiulgteu Staaten von Nordamerika über die Preßfreiheft gedacht«!rd, die Redefreiheit eingeschlossen, will ich hier kurz anfübren, dort heißt e» im Gesetze: „Da« Recht, seine Gedanken mltznthellea durch da« Wort, durch die Schrift und durch den Druck kann in keiner Weise weder gehemmt noch beschränkt werden." Und dabei, m. H., bifin et fich, seitdem Washington und die üdrig'N Freiheitskämpfe» die Bereinigten Staaleu von Nordamerika begründeten, da» Boll sehr wohl, gerade weg-u der Preßfeetheit und der dortigen demokratischen Zustände. Jedensall« find solche Zuckungen und UnierMftickllngcu nicht vorgelommell, wie hier, na» j-denfall« hat man in Amerika auch noch von keiuem Reptilievfond» gehört.(Heiterkeit.) Als», m. H-, Wir«ollen Freiheit der Presse, wir erklären aber zu gleicher Zeit die F-eiheft der Presse, so laug e wie fie nicht undefchränkt ist, so lange, wie fie durch irgene- welche Gesetzesbestimmung n behindert ist, so lange kommt ste immer nur der alten, herrschenden Partei zu Gute, niemals a»er der neu aufireienden. Ich-rlnuire Sie nur an einen der berühmten„Kaulschnkp ragravh-n", der mit om meisten gegen die Presse angewendet wird; da» ist der Haß- und BecachtungSparagraph; auch be R-den wird er ja ange «endet. Sie oft wird da nicht der Vertreter d-S vietten Standes, der Bertreter de« Arbefterstande«, de« Sociallsmus angeklagt u d verartheiltl Aber, m H., wann Ist e« je vor- g-kommeu, daß Leute, welwe gegen diesen vierten St>»d, gegen da» socialistllche Proletariat hetzen, wegen Erregung von Haß und Berachlung augetlagt worden wär-u? Tagläg- l ch lesen wir in den Zeitungen Deuanziationen, tagtäglich lassen wir da« über uns ergehen, aber niemals findet hur eine Anklage statt; zu Haß und Beiachtnvg wird direkt gegen ll'S Soc allsten aufgefordert, ade» niemals findet ein Staatsanwalt fich gemüßigt, hlereeg-n einzuschreiten! Also, meine Herren, die Presse pa deschrä ken erkläre.. wie für vollständig oumläsiig. E» giebl zwei Welsen, ans welche man jene« zu rechlferligen sucht. Einmal sagt man, man müsse üverhaupt den Gebranch d-r Presse mit allen möglichen Kelten, mit allen möglichen Fußeisen und Fall- stricken umgeben, damit kein Mißbrauch stattfinde. Zweileu« sagt man, wenn ein Mißbrauch vorkomme, dann müsse er exemplarisch durch Ausnahmegesetze bistraft werden. Wa» da» eiste anbetrifft, so gehören dazu die KonfiS- katiouen nebst Einreichung der Pflicht, xemplarc, die Stempel- fleoer und alle jene Ehlkanen, welche aa« de» vormärz ichen Zeft he, übergenommen find, al« eine traurige Reaktion in Leutschlaad herrschte. Ich glaube, wir brauchen hierüber wenig zu sprechen, wir köuueu e» etusach»neue Mclter- ulch'sche Politik" nennen, in dieser Weise den Gebrauch »er Presse zu beschränken. Da»«I»d dem herrschenden System ebeuso wenig helfeu, al« die Paßscheerereieu und Wauoerbuchquäugelelea UN» Ausweisungen der vormär, lichen Zell gegen den f-rischreltenden Ge st geyolfen had-n. Umge- 'ehrt, je mehr Beschrällkungell da filld, je meh» wird da« LolkSbenußlseiu dagegen fich aufl-haeu, je fester wird da« Boll hinter»en Leuten stehen, we.che darunter leiden. Zweiten» sagt man: der Mtßdrauch der Presse müsse be tchriait werden. E» giedt zweierlei Arten, in denen man van e nem M ßbrauch der Presse Iprtcht. Einmal beklagt man stch darü'ei, daß die Presse That sa ch eu angreift, uod zweiten» darüber, daß fie Personen angreift. Zu deu Thatsacheu rechne ich die bestehendeu Gesetze, überhaupt da« h-rrlchende ReglerungSsystem. ferner»och die socialen Zustände, mlt einem Wort, unser ga- ,e« politische« StaalSlebeu, ebenso da» Gewelndeiedeu Nun, meine Herren, ich glaube, daß man In dieser BezUhnng o»r Presse vollständig fteten Spielraum lassen darf, neun wo» kennzeichnete die Schädlichkeit de« Presse in einem solchen Fall? doch nur der Umstand, daß der freie Gebrauch r Presse schlechte Folgen hätte. Wenn als» ein gute« S-s.tz durch die Aaariffc de» Presse zu Fall käme, oder«eua el schlechte» Gesetz durch die Lobhudeleien der Presse aufrecht erhalten würde,»der wenn es fich ähnlich mit einer guten and schlechten Regierung verhielt, nur dann könnten Gle sagen, die Preßfteihelt sei schädlich. Abc» finden wir nicht gerade umgekehrt, daß ein gute« Gesetz entweder miemal» ange- gt ffeu wird, oder daß, wenn es auch noch so verleumderisch, noch so infam angegriffen wird, e« dennoch nicht zu Falle kommt? Wenn ei» Gesetz die öffentliche Meinung de? Volke« für fich hat, wenn ein Gesetz fich stützt auf den Gr- sammtwilten de« Bolke«, ans die Sooveriniiit de« Bolke», dann ist derjenige, Welcher d'ese» Gesetz, da« den BolkSwilleu repiälenlirt, angreift, ein Feind de« Bolke«, er wird fich dem Bolke gegenüber lächerlich uud verächtlich machen, und seine Angriffe werden in fich zusammenbrechen. Ader wenn ein Gesetz schlecht ist, dann Ist e» nicht blo» ein Recht de« Bürger», daß-r da« schlechte Gesetz durch ein gute» zu ersetzen sucht, daß er e» offen kritisirt und e» offen angreift, sondern e» Ist auch Pllicht de« Bürger«. Jetzt gerade, nachdem durch den Fonichr.lt der Kultnreatwickelung man In den großen Kultnrstaatcu hat anerkennen müssen, daß da» ganze Bolk zur Gesetzgebung berufen ist, nachdem man g-nöthizt gewesen Ist, da» allgemeine Wahlrecht dem Bolke in geben, da wäre e« doch nur eine Bersöllchung »c. BolkSwilleu», wenn man die freie Diskusfion über ein schlechte» Gesetz einschränken wollte. Nein, der frei. Angriff eine» schlechten Gesetze« und einer schlechten Regierung, da« ist die Pflicht de« Bürger», die ein Jede» zu erfüllen hat, sich selbst und seine» Mitmenschen gegenüber. We» hat denn, so zu sagen, zuerst die Beschränkung der Presse ausgeführt? Tiberius in Rom war es(Stürmische Unterbrechung). Bor Tiber n« konnte ein Jeder schreiben, wa« er wollte, er«a» e» zuerst, welcher Bermtheilungen eiutr-ten ließ wegen der Pam- pblete, die mau ia Rom verbreitete; lesen Sie e» Im Tacitu» nach(Lunte» Oh»!). Uni, meine H rrev, die größten EatwIckelnngSepocheu iv ?er Gischichie ai d-r-r Völker, fl- kuüp'en direkt an die freie Aeuß-ru g der Presse an; Ich rri nere Sie an d'c Junin» v riefe tu England, welch' kolossale« Aussehen haben ste er« regt, In welch' gewaltige» Weise haben fie cing-ariffen In da« polilische Leben England»! Heutzutage würde jeder Staat»- anwalt den Berfasser der JuriiuSbriese In Anklagezustand ver« setzen, jeder preußische Richter würde ihn verurtheilen. So sehen Sie, daß wir znrückschreiten In der Geschichte, daß wir den Bölkcrn, welche einst durch die Preßfreiheit stch mächtig emporschwangen, gegenüber ein sehr traurige» politlichc» Dasein fristen, wenn wir die Presse in d-r bl-h-rlgen Weife noch weiter knebeln. Deshalb dabc Ich da» Wort genommen, um h>e« unfern demokratischen Standpunkt darzuthuu. Mein Her» Borrcuuer, de» Abg. Wigger«, hat un» deu Vorwurf gemach«, wir wollten durch die Presse gewisserma- ßen die vollständige Zügellofigkeit, da» Bi gehen von Ver- brechen befördern Nein, m. H., wir sagen einfach, wenn in de» Presse eine Meinung g-äußert wird, dann ist damit noch nicht ein Verbrechen konstalirt. Ein Verbrechen deruht aus lillc» Thatsache. Sin Achter muß Thatsacheu vor stch haben, um darüber zu urthelleu; so lange aber, beson- der« im politischen Prozesse, die einfache Aeußcrung eine» Meinung durch Wort»de» Schr ft gleich wie eine strafbare Thatsache behandelt wird, so lange herrscht keine Gleichhei der Slaatsdürge» vor dem Gesetz. Die R chtcr mögen per- 'örtlich.ie allernndefaugensten, ehrenhaft-sten Männer seiu; aber fie find zum Theil oder meistentheil» In solchen Ber- biltnisscn aufgcwachs n, daß ste die Interessen der ardeiteuden Volk«sch chlen nicht rnr Erf. hrung kennen. Auf diese Weise kommt e», daß die R chtcr üocr Aeußerungea, welche von locialistiicher Seite fallen, ab irtheilen, al« bezweckten diese -lue Z-rstömug der gesellschastlchen Ordnung, während vielleicht auf der anderen Seite da« arbeitende Volk darüber so urtheilt, da» gerade die betreffende vcrurtheilte Aeußcrung eiae Vernichtung der bestehendeu Unordnung bewirten soll und eine Kräftigung einer künstigen guten socialen Ord« nung. Ja dlescr Weise we»dcn Inne»balb der Gesellschaft fich zwei Stimmungen schroff gegenüber st,h-v, die»,» her». fchenden Klaffe und die der beherrschten Klasse. Und wenn fich die Wahrheit darch-rechen soll, dann geht e» nur auf dem Wege, daß mau die verschiedenen Meinnagen vollständig frei auf einander p atzen läßt, daß man nicht blo» die- jeulgen sprechen läßt, welche sagen: die Socialiften find Räu- der, Mörder und Petroleur», sondern auch die, welche uner- schrockm erklären: jene, welche die heutia-n socialen Zustände anstecht erbaten wollen, fie find die Ränder, ste stnd dieje- nigen, welche einen Raub begehen au d m ArdeitSertrage der ardc tenden Klasse. Sie seh-n, nur dann, wenn»ie Diskus« fi«a auf einall>rr platzt, nur dann wtrd fie fich auch in ge- meffeuen Grenzen halten, nur dann wird man an die Ber- nunft appellirea; jetzt aber, wo die Presse beschränkt ist, wo jede A-ußerung, die ein wenig zu straff gcbalt u ist, gleich mit Straft bedroht ist,«a« ist da die Folge? Es läßt der- jeuige, welcher für die unterdrückte Sache kämpft, die Strafe üoer fich eracheu, er känpft aber nicht mit kalte» Rahe, son dcru mit Leidenschaft, und die Leite,. schast steigert fich mit jede» Strafe, die ersolgt, und die Leidenlchaft de« Klaffe, welche auf diese Weise nicht zum»ort kommen kann, ftei- ge», fich auch von Schritt zu Schritt; e» treten dann Er- cignlffc ein, wie wir ste In Frankreich gesehen haben, wo die Presse noch med» geknebelt war, al» In Deutschland. Zu allen Zeiten ist die Partei derer, welche aufstreben wollten, »Ie Partei der Nemrer und R-bcllen genannt worden. Jzg erinnere Sie aa einen Prozeß av« der vormärzlichin Zeft an den Prozeß gegen Jacodtz. Er wollte nicht« weiter, ol« eine Verfassung sü» Preußen, da» nannte man damals Reb.lllou oder MajestätSbeleidigung— und jetzt, meine Herren, jetzt ist Niemand meh» da, der noch zu sagen wagt: wir wollen um AblolutiSmuS zurückkedren. Wir sagen nun, wir wollen nicht blo» an ei?» papic- reuen Verfassung un» genüg-n lossn; wir wollen eiae wahre Errungenschaft had n; wir wollen die Mcnich-n- cchec habm'ür na» galt c Bolk. Wir«ollen»ie adloluie nemokr. tisde Freiheit iür einen Jeden haben, der nicht in die Will n? pdäre eme. Andere- verbrecherisch übergreift. SI, wollen auf der annerea Seite die volle sociale Freiheit, den voll n Arbeit-rirag für deu, der ardeltet. Und, m. H., jetzt nennt man da« Vertrechen, und wir werden befirast, wenn wir derartige Acnßerangen In etwa« zu schroffer Form thuv, wenn wir nicht genau verstehen, un« tu die Schranken »c« Gesetze» h'uelnznsügeu. Ja, wa» geschieht nun gar, wenn«lr e» genau verstehen, vu, In die Schränken de« Ge- setze» hlueluzufügell? Der voellegende Prcßgesetzentwurf bietet un» deu allerschönsten Belag dafür. Dort, wo der Herr Vertreter der Regte, ung die A-uß-rnng gemacht hat übe» deu bekannten ß 20. heißt e««örtlich: „Bon Seite de« H-ren ReglernngSkor.m'ssar» wurde zur Motlviruug der daria enthaltenen Seiden Borsch ägc dar- auf hingewiesen, daß nach der b.k h-rlgen Erfahrung fich iu dem Strafgesetzbuch« Insofern eine Lücke gezeigt habe, al« dir Gegner de, öffentlichen Ordnung mit großem Geschick den ß 110 des Strafges-tzbache« zu umgehen wüßten uud stch vou der direkten Aufforderung zum Ungehorsam fern hielten." Als», m. H., wenn wir nicht gegen den S 110 verstoßen, so sagt man nicht:»Ihr seid Leute,«elckc auf dem gesetz- llchen Wege vorgehen," sondern mau sagt:.da» Gesetz Ist noch nicht scharf genug." Un» wenn wir selbst gege-' ein schärferes Gesetz nicht verstießen, so würde in der nächsten lfion wiederum ein Antrag eingebracht werden:„Die Gegner der öffentlichen Ordnung wissen da» Gesetz so schön aufrecht zu erhalten, daß man wiederum neue GesetzeSver« schärfungen einführe« muß."— Da» Ist hier auS diesen Mo- tioen bewiesen. Als» Sie sehen, m. H., daß da» Preßgesetz— überhaupt diese ganze Taktik, die Presse zu beschränken— auf schr schwa- cheu Füßen steht; denn dem Gesetze zu gehorchen, ist aller- ding« Pflicht de« Bürger», aber auf die Vorzüge und Fehler eine« Gesetze« einzngeden, die Ges-tze zu kritlfiren, eine schäd« liche Regierung zu bekämpfen, ist eben so gut Pfl.cht de» Bür- ger«. Die Philosophie soll nach oer prevß ichev Verfassung frei seiu,— und Wa» Ist geschehen In dem Augeutlick-, w» man an da» Volk appelltrte im Namen pallosoph. icher Sätze, was geschah, al« Laisallc seine Bolk'sibrifteu veröffentlichte? Da wurde om Staatsauwall ausgeführt: wenn die d>tres» fmbe Strlft In tla« phll»s»ptz>scheu T-seVschaft«bgehandett »ire. s» wlre da« gut und richtig, aber da«iesklbt in tiaei Arbtiterversammlang»»rgrtragen sei, so sei da» stcaf« bar. Als»»a» auf dir einen Seite recht ist ig e» nicht auf der andern Sc te-; man Uli heilt nicht öder den Inhalt, sondern itdcr die Farm und sogar Iber da« Pablitum, vor dem geseiochin«ir». Den klarsten Beweis haben wir an uosern geaßen Dichtern; die Werke veine's und Freiligroth's können vollständig im Bnchhaaeel gekauft werden. Niemandem fällt e« ein, sie koafiszicen ,u lassen; Niemandem fällt e» ein, Anklage zu erdedcv. Aber wenn wir in einer Arb i- terzeltnng da» Gedicht:«Die Tadt-n an die Lebenden" ab» drucken, wenn wir an den 18. Mär, 1848 mit diesem G«» Male irlunera,»cna wir die scharien Heine'lchea Witze ab drucken, dann wird Me Zeetnug koi fiSzirt, dann ist.der Thatdistoud eines Verbrechen»' da, dann spricht da» Gericht da«.Schllldigl" Sic sehen m. H., daß zwischen Verbreche» und Verdrech.n ein ganz elgenthstmlicher Unterschied ist. un» w-nn man diese Dilemma lösen will, so glaube ich, Ist der sich rst' Weg»er, daß man die Presse absolut freigiebt, den» sonst müßte fchlievlich auch der Herr Abg. Moritz WIgg r« dafür stimmen, daß Heine nub Feeiligrath in Dentschiand verboten würden. Ich habe Ihnen als» auSoiführt, daß eine freie Diskussion der Thalfachen, Gesetze und Regierungen Bürgerpflicht ist, daß man ste nicht bescheänken, sondern nur dann strafen muß, wenn durch de, übte Taaten Verbrechen begangen sind. Nun wird aber oielleicht Jemand sagen: Die Redakteure Hetzen direkt zu einem Verbrechen auf, sie sind Thesln-Hwer dess-lbcn Nun wohl, wenn man un» oachweisen kann, daß»>r Tdeil nehme» eine» Verbrechen» siud, Theilnehmer ein,« Aufeuhl«, Thetlaehmer eine« Barrlkadr kampse», direkt»der indirekt, danll möge mau un» vcrurtdeileu ai» Mitschuldige. Dann würden wir un» auch nicht scheuen, für unsere Handlungen vor Gericht eio,utr-teu. Ader hier ha dclt e» stch um da» Pr-ßvergehen, und man kann ja da» Preßo-rgehen ungeahndet lassen, während man da» thätlich vollsügrte Berdrechev bestraft. Wir haben voch einen zweiten Satz in unserem Amende- ment ausgeführt, nämlich denjenigen, daß Privatpersonen, welche veraamdet«erden, Im Stande sein sollen, stch gegen diese B rlänmdung zu vcrtheitigen und vöthigeufall« Scha« den ersatzklag' auzustrengeu. Ich für mebe Person und mit mir m-Ine Freunde, wir halten die Angriffe, die auf P'ivatpersoneu fallen, für verhältnißmißig unbedeutend. Wer sich selbst nicht» vorzuwerfen hat, der braucht keine Angriffe zu scheuen, die auf seine Person fallen; er wird schließlich gerechtfertigt dastehen. Mag mon deshalb den so- cialistischen Arbeitern vorwerfen, sie se-en„blutlangende Agitatoren", sie seien„NichtSt'-uer',»der wie-»tese liebeuowllrd'gen Ausdrücke lauten, mag mau sie perlönl ch angreifen, mag man sie dadurch außer Arbeit bring n, einerlei— sie»erden im Vertrauen auf ihre gme Sache den Angreifer einfach mit Verachtuug strafen—, mag man stch auch bis zur De »unziatlon h uauf versteigen, wie selbst foit'chr ttliche Blätter «» thun,— ich erwähne hier nur die„BolkSze, tung", welche vor wenigen Tagen eisen brillanieu Denunziation«- art kel gegen un» brachte, um un» dem SlaatSanwait zu überliefern—; wir sagen ganz einfach daraus: Ai, wa« gehen un» solche Denunzianteu an, sie find un» vollständig gleichgültig,«I» vertrauen aus unsere gute Sache! Nun ist aber doch die Möglichkeit vorhanden, daß Prioatpersoneu durch dergleichen Angriffe in ihren Lermögeniverhiltulssell. in ihrer ganzen Txiftenz getroffen und auf das Schwerste geschädigt«erden. Nun gut, dann lasse man, wie e» jetzt »ach dem Strasgesetzbuche ist, hier einen Paragraphen eingrei- sen, wonach derjenige, welche» einen nachweislichen Vermögens- schaden verursacht hat, verpflichtet ist, eine Buße an den Be- schädigten zu zahlen. Im Strafgesetzboche war bisher eine Buße bi» zu 2000 Tbalern vorgeiehen; wir haben die»nnde Summe vou 6000 Mark hie» eiuaefüit. Ebenso hat auch Jeder da» Recht, zu verlange», daß uSthigenfall« ein Wider- rnf de» Verläumduug in die Spalten de« Blattei oufge« uommeu werde; aber nur bi» dahin möge man die Presse beschränken, daß keiner Person Schaden au» Ihrer Freiheit er« Die öffentliche Diskussion selbst braucht Niemand zu scheuen, die braucht auch keine Privatperson zu scheuen. Wenn in England ein Minister angegriffen wird, wenn mau ihn unfähig nennt, wenn man fthn Ichmäht, dann strengte der Miuiste, keine Anklage an; diese deutsche Sitte ist jen- seit« de» Kanal« nicht eingebürgert; dann erlißt einfach der Minister eine Zuschrift an die„Time«" und erklärt, daß diese» Angriff ungerechifertlgt sei, wenn e» e« überhaupt sltr notdwen-ig erachtet, zu aniw orten. Da« können Sie tagtäg- ltch im politischen Leben jenscit» de» Kanals sehen. Als», m. H-, ich glaube, die Erfahrungen jener Linder, iu welchen stch da» öffentliche Leben in der ruhigsten, gesetztste« Weise entwiaelt hat, die Erfahrungen von England und Ro-damerika sprechen dafür, daß unbeschränkte Preßfeet- heit herrsche; während umgekehrt die Erfahrungen jener Län- de», In welchen pei» eine Tyrannei war, dafür sprechen,»aß trotz alle» Tyrannei, trotz der Unterdrückung de, Presse doch schließlich der K-ffel zum Platzen kam, d.sseu Ventil man übermäßig belastet hatte. Aach ohne Preßfreihelt wird mau wahrlich die«eruunfl nicht tobtschweigen, gerade umg-kehrt, e«»sr» die Vernunft mit der L-ideuschaft stch alliiren; dann wird ui t blo» da» Recht ans kalte, ruhige Welse sprechen, sondern dann spricht die Gewalt, dauu kommt die Politik de« Blut« und Elsen« zu Tage. M. H., wir fordein Preßfreiheit, weil wir gesetzlich »orgeheu»ollen. Diejenigen, welche die Presse knebeln »ollen, find die Männer de« Blute« und Etseu». (Murren.) Rheiüisch-westfälischer Arbeitertag. Am Sonntag, den 1. März, fand im großen Kühu'schen Saal« zu Dortmond ein rheinisch-westsälischer Ar- betrertag stait. Derselbe wurde VormIUag» 11t Uhr durch T. Seelia au» Dortmund eröffnet. E« waren 16 Siä'te un' Ortschaften Rheinland-Wesi' saleu« durch 23 Arbe terdelegirte vertreten, und zwar: Bar- meu durch F. C. Maän, B-elefeld durch Z-»iener, Bochum durch W. Schneider, Borveck durch Krasemann, Töln durch Wytzko, Dortmund durch Kalbfleisch, Seelg und W inner, Duisburg dvrch Dreesbach und Sitte, DÜssel darf durch I. Pesch, Elberfeld durch Harm, B»/essang uud Langkämper, Essen durch Mühlenkamp nnd Snrmonn, Gelsenkirchen durch Schulte«, Hagen durch Kühl, Iserlohn durch Tölck- und Eopolle, Lim-urg durch Fiedle«, Ruhrort durch Dieckerhof, Stockum durch Paschen. Außer den Deleg'rteu waren gegen«0 av«»ä,t'ge Mit- »liebe- de««llg.»eutich Arb.-Vereiu« und überhaupt mehr al» 3000 Peisonen anwese'-d. E» wurden C. W. Tölcke(Iserlohn) zum ersten Bor- sitzenden, l. Seelig(Dorimuud) zu»essm Stellvertreter, L. Topallr lSserlohn) un» E. I. Kahl aa« Barmen (Hagen) als Schr itführer gewählt. Auf den Vorschlag de« Vorsitzenden wurd n die beiden erste' Gegenstände der Tage«« Ordnung(.der Be-icht de« Oberstaatsanwalt« H-ck-r aa den preußischen Minister de« J-neru über die Brutalität der rheinisch-westfällschen Arbeiter; Prostest" uu».da« Verhalten » r L'-ndtagSadgcordneten bei der Berlesona de« Bericht« im pr-ußischen Adueordaetevhausc*) zosammea behandelt. Ja Folge Verbot» der Dortm-nd-r Polizeibchör e, die Verh udlaugen während de«„GotteSdienstc»" zu führen, mußte der»-d-it'rtaa auf die Zeit von Iii Uhr Vormittag« dl« 2 Uhr Nachmittag« b- schränkt werden, wa« z>-r weiteren Folge hatte, daß> ur wenige Del girte zum Wort kommen konnten, and daß die Redezeit auf 10 Minuten festgesetzt werde> m ßte. T'otzdem(.uu« beißt" ja be- kaontl ch»kein Wölfl") wiesen die Redner T. W. Tölcke, A. Dreetbach, E. I. Kahl» T. Ge-l>g, Zwiener, Schneider, Wytzka, Wlauer und Pesch, in ihren, m>t lcdhaftem Be fall anfgenommeuen varirägen überzeugend nach, daß e« stch bei den voa den h-rrschevden Klassen urd der u ..Leriretera" und Preßorganen gf-ichfam pl-umäßig eihobe- "en Anschuldigungen gegen die«esammte Arb-iterklasse»ff u- bar nur darum handelt, gieigueie Vorwävdc znr Ullt-r drückavg der Ardiiierbeweguvg za finden, zu welchem Zweck man selbst jene allseitige Saschnldignagen al« .schätzbare«" BeweiSmaieral bcllvtz.n«erde, wenn die Ar« beiter dieselben— wie die.Abgeordnet«»" die betreffenden Krei e— ohne euergi cheu öffentlichen Priest ruhig dinueh- men nnd dadurch die Richtigkeit derselben pillschweigcud an- erkenne würden. D'e R hier bewiese« ferner, daß die erwettl�ch von Ar b eitern verüdteu.Brutaliiä en" hauptsächlich in«eu jetzi- g u Zustände» der weuichl cheu Gef llschaft hren Ursprung haben, daß namentlich die in neuerer Zeil bemeriba» gewor- "cnc.Messer- und«evolver-S>cht" besonder» den letzten Kriegen, der modernen.Blut- uu» Ets«u"-Polltit zoznicheelbea zei.— E« wnr»e weiter nachg-wlesev, daß unter de« besitzenden Klaffen verhiltn ßmäßig weit mehr Rohbeiten nnd Bratali- lit n vorkomm-n, al« in der Arbeiterklaffe. Sämmtltche Remer prst-ftieten sodann entschiede» gegen jede der Social- Demokratie angedichtete Äemetuschaft mit den Mtramontaueu,««r auch gegen die völlig unbegründete B-Haivtun,, daß die social-dcmokratische Presie und die so- c alistischeu vereine, namentlich der Allg. dcMsch. Arb. ver ein, di, Mißachtung»er bestehenden S-setzc,»de» gar dl« Verletzung der Pers-n und de« Elgcnthum» Andere» In irgend einer Welse befördern; im Gegeutheis«erde durch diesetdeu gerade de» ,G e Mi lug eist", welche» mau besonder« bei den andereu Gesellschaft klaffen»ergeben« suche,— sowie wahre Menschenliebe un' B'üdcrllchkelt in der Arbeiterklaffe geweckt und mit besonderer Sorgfalt genährt uud gepflegt. De» Arbeitertag nahm folgende Resoluckon einplm- m i g an: »Der heutige rhclnlsch-weflfllische Arbeitertag zu Dort- muud erklär', daß 1).der vom preußischen Minister be» Znueru im Abge- »rbneteahause verlesene Bericht be« Oberstaatsanwalt« H-rrn Wecker iu Hamm über die Zaftän'e unter den Fabrikarbeitern der rheinisch westfälischen Industriestädte Esse», Bochum, Dortmuub, Duisburg, Gellenkircheu, Hagen uud Iserlohn auf einer höchst oberflächlichen Juforma« tio», s» wie auf einer eiuseitigeu and unrichtigen Aosfaffung der thatsächlichcu Verhältnisse beruht; der Arbeittttag erklärt, 2) die in jenem Berichte enthaltenen, gegen die rheinisch- «estiilischen Arbeite» gerichteten Beschuldigungen aller Art für durchaus uobegründet, indem er die U-berzeuguig aasspricht, daß ein eine Gesetzesübertretungen keiae»«eg» den Einflüssen der social-dcmokratischen Presse und Bereine, viel» mehr den gesellschaftliche u Zustände» im Allge- meinen zuzuschreiben sind;— der Arbritertag er- klärt e» 3) für eine schwere Pflichtverletzung de, Landtag»« abgeordneten der betreffenden Wahlkreise, daß sie nach Verlesung de» Berich:» de« Oberstaatsanwalt» durch den Mi- niste» nicht sofort energischen Protest gegen den Inhalt de« Bericht« erhobgu habe»." Nach einem aueführlichen Referat de« Delegirte« Harm (Elberfeld) über die beiden letzte» Gegenstände de« Tage«« ordnung(„Die Geschästskrise».— Die Zusammcnsetzvug de« deutschen Reichstage«") nahm de» Arbeitertag nachstehende Resolution einstimmig au: , D>» heutige Rheiaisch-weftfälische Arbeitertag zu Dort- muud erklärt: 1) die Gischistlkrisen, unter welchen gegenwärtig, wie immer, besonder« die gesammte Arbeiterklasse empstodlich zu leiden hat, sin» ein Prodult der jetzige» p anlosen Produk tlonSwcise, entsprungen au« dem verwerflichen Prinzip der sogeuauvteu„freien Konkurrenz", diese« sortwShreuden Kriege« Aller gegen Alle; 2) ei» geeignete« und uothwendige« Mittel zur Ber- Minderung der Gesch!ft«triseu uud deren»achtheiligen Folgen ist die gesetzl che Bestimmung eine« Normo orbelto- t ige« von höchsten« neun, bei unterirdischer Beschäftigung von höchste»« stebeu Sturd-v; 3) eine vollständige Beleittguog alle» Geschif«krflen ist nur möglich durch Elvrichtan, von Produktivgenoffen- ichaft-n nach den Vorschlägen Laffalle'«. De, Ardeitirtag fordert de« halb 4) alle Arbeiter Deutschland« auf, Mitglieder de» Allg. deutsch. Arb.-verein« zu»erden, um in demselben für die Wahl vou Abgeordneten in die gesetzgebenden Körper zu wir- keu, welche in Gemäßheit de« BereiuSstatut«, sowie im»e- gensatzc zu der jetzigen reaktionäieu Majorität de« deutschen Reichstag,», die Erringung voller politischer Freiheit un» die Errichtung von Produktivg-noffeuschaste» nach den Vorschlägen Laffalle'» ,« ihrer Hauptaufgabe machen." Genau 2 Uhr Nachmittag«, beim Beginn de» zweiten „GottetdieusteS", wurde der Arbeitertag geschloff n,«heil« um der für den Fall der Weit-rtagung von dem überwache»« den Poliz-iinsp-ktor augedrohten Auslösung de» Ar« beitertage« vorzubeugen,— theil« um den„Staat»- anwaltell" und„Ministern" den B w-i« zu liefern, daß»ir -.a» uilhige Quantum Demnth uud vollendet, r Lamme«sanlt- mulh besitzen, um Ml» selbst solche» Ausorderuugen de» „Obrigkeit" eiu«, Pruoiujialftadt zu füge», welche mit der Polizeipraxi« i» der R-fidmz im grellsten Widerspruche flehen und sogar U te» dem„st-ammen Regiment" der gestrengen Herte» von Madai»ad Tesscudorf unerhört sind. Bon Nachmittag« 5 Uhr an fand ein von den Dortmun« der Mitgliedern de» Allg. deutsch. Arb.-Ber-in« arrangirte« Arbeiterfefl statl, an w lchem sich fast sämmtl'che Delc- girte und an»wäris en Mitglieder bctbciligten. Der große Saal war ged>ängt voll. Nach einem von der betühmten K, Pelle de« H rrn M fikdire'tor« Giesenkirchen zu Dort- muud ausgestihr-en-ll«g->eichnet-n Toncert., dessen Zwisch-n- Paulen mit paffenden deklamatorischen Vorträgen und der von t. ffi. Tölcke gehaltenen Fefteede ausgefüllt wurden, begann um 8 Uhr ein Ball, au welchem Theis zu u-hmen, w r zu uuserm Bedauern durch unsere vothweud'gc A-rcisc verhindert waren. Jedenfalls hat de» Verlaus des Arbeiter- tage« uu» de« Feste« uenerdillg« bewiesen, daß gepode die Versammlungen der socioliflischen Arbeiter sich dmch hse musteihafleste Ordnung vollkommene Einigkeit uod Brüder- lichkelt, sowie durch wirklichen„Semeingeist" auszeichnen. Bon»er ursprünglich bradfichiigten Einladung de» Ober« staatSanwalt« Heck r zu Hamm war Abstand genommen wordea. weil zu derselben durchaus keine Veranlassung vor- lag. Mit social- demok-atisch m Grnß L. Topalle(Iserlohn), C. I. Kühl(Barmen), Schriftführer. Vermischtes. *(Sanität« Verordnungen aus social-demokra- tische, BasU.) I) Den Kind rn darf, außer social-demo- krati'chen Srundlätzen Nicht» eingeimpft werden. 2) Bei AaSdruch eine» Packe», pidemle haben sämmllichc Aerzle, so- wie alle dcMsch-n Fürsten, Minister, Voiksvertrete« und son- »igen Leme aa der Spitze durch ehe»ffen.iiche Lmph- Bowleu.Kucip-re! dem Voike die Unschädlichk-It de« Impf- Material« zu beweiscn 3) Kinder notorisch armer schlefische, Weber dürfen mit Brot und Batte» geimpft« aden. 4) Da nach stntistsichen Ermittelungen Essen Mehr sättigt al» Hnn- gern, so hat da« Reichogelnndheltdamt jedem Bürger mit Ausnahme»e« Bourgeois täglich f.üh, Mittag« und Abend« ein Touvert an c ner mindesten« vicegängigen Tadle d'oote, einscheießllch einer Flasche Wein, anzuweisen Leute, die schon einmal eine veisammlung gesprengt haben, erhalten zwei F aschen. 6) Jedem Bürg.»(uaillelich immer mit obige» Autnadme) wird täglich anf Staatskosten ein Bad bereitet. Da nach gleichfalls statistisch«» Festü-llongeu hierzu eine F,«sfi»k-I> gehöre, Waffe« aber nicht üb, roll zu haben Ist, so muß zu diesem Zweck in für alle Mal Gilka zur Berwcu- doug kommen, k�otadsus, da» Ba» kann auch innerlich ge- nommen werden. S) Dem an libiraleu Ideen krankenden «ourgeol«»erden tägl'ch Umschläge gemacht. In Eemange- lang nasser Tüch-r können nach Knüppel angewandt werden. 7) Wer de, Partei ang-hört, bekommt auf Staatskosten eine Reichcusperger'sche rothrollene Letbblllae. N ichtp arteig c- »ossen traaeu dieselbe iu Form eine«, an einem Aateruenpfahl iu die Höhe ziehbaren Stricke« um den Hal«.— Probaturn eil—------— Als» schreibt bei„Ulk", ein in Berlin erscheinende» Witzblatt. *(Ueber einen raffinirteu Börsenschwindel), welche» stch vergangenen Monat au her an Betrügereien so reichen R-» U orter Bö se abspiette, schreibt die„N- I. H' Zeit.": Während der Mtlagesesston der Börse wurde dem Vorfitzeadtn, H,rru M. A Wheeiock, ein aa ihn adresflrter Brief vou einem der Bi'sendlener eingehändigt. Herr Whee- lock glaubte nur felue Pflicht zu erfüllen, indem er den Ja- Halt de« Schreiben« den anwesenden Maklern sofort«erkün- »ete. De» auf einem Formular der Western Union Tele- graph Co. geschriebene uud vou bereu PrisideatkU unterzeich- uete Brief besagte, daß die Kompagnie beschloffeu habe, ihr Aktienkapital um 10,000,000 Doli, zu vermehren, wovon ste, um den Gesetzen de» New Yorker Börse uachzu- kommen, hiermit Nati, gebe. Kaum war diese Lektüre beendet, al« Herrll Whcelock ein zweiter Brief eingehändigt wurde, den er gleichfall« sofort Verla«. Der zweite Brief war vom Prifideutca der Tnltdo, Kaba h». Weste» E. L. To. unter« zeichnet, und gab Notiz, daß diese Kompagnie ihr Akiien- Kapital nach Ablauf von 30 Tagen um 10,000,000 Doli. vermehren«erde. Die Aufregung, welche die Beilesuag diese, Dokamente folgte, spottet jede, Beichreibung Western- Unioaaktlen, die de» Morgen» st 76-röffaet hatten, fielen bi« 72'/«, Tol-do Wabalh V» 52 bi« 49$. An« allen«llreau« eilte» dir Makler heebei, eiu jede» wollte verkaufen und Nie« wand kaufen. Nach wenigen Miauten namenloser Berwir« rang fingen einige Makler au, die Echiheit de» Briefe zu be« zweifeln. S, wued u in alle» Eile Untersuchungen an,. stellt and man fand au«, daß mehrere Direktoren«er Western Union Telegraph Tompaguie Briefe mit gefälschteu Unter- lchriften v-n Tommodoce vanderbilt empfangen hatten, in welchen ste auf, joriert wurde», einer Versammlung im oberiu TH-il de» Statt beizuwohnen. Die Urheb,» diese« großartigen S iw'adel« hatten die» g'thaa, um di« Dir-ktor-n wäh-ea» d-S Naamletag» voa d-r Böise fern zu halten Auf soso t>ge Anfrage in den B-reaa« der W-steru Uni#' T'i-gr-ph, sowie»er tol-do-Wabash E.«.«»..wur- den die an Herrn Whc- ock adrelflrten B-icfe für Fälschun« gen crkli.t und die Börse oiflzi ll davon dena« richtigt Dar- ,us hin legte sich die«ufr-guvg uud die Kurse hoiteu den vorher etadlir.ea Rückgang größtentheil« wieder ein. Die v.rmke cinzelne« rpekulautea, die be.m ersten Alarm ver« kauft Hilten, waren schr bedeutend. Der.Thäter ist voch nicht entdeckt man kennt ab-r die Leute, di« aus die gtsälsch« ten Nacheichten hin schon Tag« vorher spekolirt hatten. *(Eine furchtbare Explosion) fand kürzlich iu de« Eisengieße-el Briiania m Airereliffe bei Shesfi-id dnrch da» Reißen eines TanU statt. Em«chäiter, der ttwa drei Ton- nea geschmolzenca Stahl enthielt, wurde üdi» eine theilw-ise mit Wasser �.fülll. G.ude ge choben, al« da« Tau riß un» da« Metall in d,e»rnbe stürzte. Die Exp'ostoa, welche entstand, zeeirllmmerte das Gebäude und oerletzte etwa ein Dutzend A, beiter mehr oder wenige« erheblich. Druck vou C. Jhriug Nachfolge,(Adolf Berein) in Berlin. verantwortlich für»Ir Redaktion: C. Becker in v-rltu. Verlag von W. Ärüwel iu Berlin.