HEE en es ie 7= m b. = 1, ie m 1= e, h n te e= : ce ot el n ไ= 348 ch et 23 t, ch ng Ich 1= er te h₂ in en et. B= 0= er ent, as en ant pot ch ch= te e ent nd nd I e C 11 11, Der ee Ter cht on aton Fen en nd cen ng as ier Den fen mit Laß Den Des Die die n" oll fen en pfe gen ht tel, die ind Cen, mt, ner ich! hr Echt or al fon age gen ten Den Nr. 225. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements- Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vor mittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Parteigenossen! Der diesjährige Parteitag ist auf Mittwoch, den 14. Oktober nach Erfurt Sonnabend, den 26. September 1891. n das Lokal zum Kaiser- Saal, Futterstraße, einberufen. Als provisorische Tagesordnung ist festgesetzt: Mittwoch, 14. Oktober, Abends 7 Uhr, Vorversammlung. Konstituirung des Parteitags. Feſt setzung der Geschäfts- und der Tagesordnung. Wahl einer Kommission für die Prüfung der Vollmachten. Donnerstag, 15. Oktober und die folgenden Tage: 1. Geschäftsbericht des Parteivorstandes. Berichterstatter: J. Auer. 2. Bericht der Kontrolleure durch G. Schulz. 3. a) Die parlamentarische Thätigkeit der Reichstags= Fraktion. Berichterstatter: H. Molkenbuhr. b) Die Taktik der Partei. 4. Berathung des Programm- Entwurfes. Berichterstatter: A. Bebel. Berichterstatter: W. Liebknech t. oder Expedition: Benth- Straße 3. in den nächsten Wochen etwa ver- und dem könne nur durch die bekannten Malthus'schen öffentlicht werden, in einer zur Verhand- Vorschriften( Zweifinder- Theorie 2c.) abgeholfen werden. Iung geeigneten Formulirung an uns ein- Das Unglück ist dabei nur, daß die halsstarrigen Menschenfinder sich weder von Malthus selber, noch von seinen gesandt werden müssen. Nachbetern und Nachtretern Vorschriften machen lassen Nur diejenigen Anträge, welche rechtzeitig und direkt an den Parteivorstand eingesandt werden, können in die gedruckte Vorlage, welche dem Parteitag unterbreitet wird und in der in§ 8 Abs. 2 der Partei Organisation vor geschriebenen Veröffentlichung Aufnahme finden. Die Adresse des Lokal- Komitees in Erfurt, bei welchem die Anmeldung der Vertreter stattzufinden hat, lautet: Hugo Böhm, Johannisstraße 145, II. Mandats Formulare sind durch das Parteibureau Berlin S.W., Kazbachstraße 9, wollen. Der neue Statistiker Ravenstein nimmt an, daß in den fruchtbaren Landstrichen die englische Quadratmeile eine Bevökerung von 207 Köpfen habe; für die Steppen nimmt er zehn Köpfe für die Quadratmeile an. Damit glaubt er gefunden zu haben, wieviel Menschen der Boden überhaupt ernähren kann. Aber es ist gar kein Zweifel, daß der Boden viel mehr zu leisten im Stande ist, und es kommt dabei auf eine rationelle Bewirthschaftung an. Man braucht nicht gleich an China denken, wo es Gegenden mit angeblich 1600 Köpfen auf der englischen Quadratwohin auch alle übrigen Zuschriften, Anfragen zc., zu richten meile giebt. Aber gerade in Bezug auf Steppen und find, zu beziehen. Mit sozialdemokratischem Gruß Berlin, 5. September 1891. Der Parteivorstand. Das Malthus- Gefpenff. andere wüste Ländereien wird die steigende Kultur noch Gewaltiges zu leisten haben. Man hätte gewiß schon weite Länderstrecken, die heute todt und brach liegen, urbar gemacht, wenn nicht der Alles ertödtende Militarismus die öffentlichen Mittel aufzehrte. Herr Ravenstein hat auch die Steigerung der Bevölkerung nicht richtig angeschlagen. Er weist darauf hin, daß die Bevölkerung in Australien in zehn Jahren um 30, in Nordamerifa um 20 pCt. zugenommen hat. Diese Erscheinung ist doch keine ungewöhnliche in Ländern, nach Der alte Malthus geht immer noch um, und es giebt denen ein starker Auswanderungsstrom 5. Berathung derjenigen Anträge der Parteigenossen, eine Menge furchtsamer Menschen, die in Schrecken ge- geht. Einen großen Theil der Bevölkerungszunahme in welche bei den voraufgehenden Punkten der Tages- rathen, sobald sie das modrige Gespenst sehen. Das bloße Amerika und Australien muß Europa erst abgeben, so ordnung nicht bereits ihre Erledigung gefunden Wort Ueber völkerung" läßt sie an der Zukunft daß es sich dabei gar nicht um eine Zunahme, sondern nur um eine Verschiebung handelt. Alle die alten des Menschengeschlechts verzweifeln. haben. 6. Wahl der Parteileitung und Bestimmung des Ortes, Wer den Muth hat, das Gespenst näher ins Auge dichtbevölkerten Länder weisen nur einen verhältnißzu fassen, der wird alsbald erkennen, daß er es mit einem mäßig geringen Zuwachs auf, wie es in der Natur der wo sie ihren Sitz zu nehmen hat. Sache liegt. Nebelgebilde zu thun hat. Gemäß den Bestimmungen unserer Partei- Organisation ersuchen wir die Parteigenossen, welche Anträge an den Parteitag stellen wollen, dieselben an die unten angegebene Adresse des Parteivorstandes einzusenden. Da vor der Veröffentlichung erst eine Ordnung und Sichtung der Anträge nothwendig ist, so sind die Antragsteller gebeten, mit der Einsendung von Anträgen nicht bis zur letzten Stunde zu warten, sondern dieselben bis spätestens Mittwoch, den 30. September, an den Parteivorstand gelangen zu Laffen. Ein sogenannter Statistiker Namens Ravenstein in Die Hauptsache ist aber vergessen, nämlich, daß die Frankfurt am Main hat jüngst die Behauptung auf- menschliche Kulturarbeit auch dahin gelangen wird, Mittel gestellt, daß die Erde übervölkert" sei und zwar insofern, und Wege zur Erleichterung des Unterhalts der Menschen daß bei der rapiden Zunahme der Bevölkerung in zu schaffen. Wir wollen ein Beispiel dafür anführen. 182 Jahren die höchste Zahl der Bewohner erreicht sei, Schon oft haben ängstliche Leute befürchtet, es möchte bald ein Kohlenmangel eintreten. Diese Gefahr bestand welche die Erde noch ernähren könne. Die heutige Generation könnte sonach trotz der zwar in Wirklichkeit nicht. Die großartige und revoRavenstein'schen Berechnungen noch ruhig schlafen, so weit lutionirende Erfindung der elektrischen Kraftübertragung, es sie selbst anbelangt; aber der gewissenhafte Angst die in diesen Tagen zu Frankfurt am Main und Lauffen philister kann doch nicht mehr fröhlichen Gemüthes am Neckar einen so großartigen Triumph gefeiert hat sein, wenn seine Kindeskinder oder Urenkel und die Wasserkräfte des mittleren Neckars in Frankfurt Besonders machen wir noch darauf auf von einer so fürchterlichen Kalamität bedroht wirken läßt, wird uns die Wasserkräfte in ungeahntem Unter diesen Leuten fehlt es denn auch Maße dienstbar machen und den Kohlenverbrauch vermerkjam, daß auch solche Anträge zum sind. Parteiprogramm, welche bereits in der nicht an solchen, welche behaupten, die Uebervölkerung sei ringern. Wenn erst die Verwüstung und der Raubbau, die in Parteipresse zum Abdrud gelangt sind die Ursache des ganzen sozialen Elends Feuilleton. Nachdruck verboten.] Er kehrt zurück! Driginalroman von Jean Meroz. [ 26 Herbeigeströmt aus allen Winkeln von Paris hatten sie sich um Merifier geschaart, dessen Muth und ruhige Kühnheit sie verführt, begeistert und völlig seinem Willen unterjocht hatte. Sie hatten ihn erblickt, wie er ungedeckt von der Höhe einer Barrikade herab, neben sich die stolz aufgepflanzte Fahne, unter die Linientruppen schoß mit der selben Ruhe, als befände er sich in einer Schießbude. Die Kugeln umsausten ihn, ohne ihn zu beunruhigen. Der entblößte Hals und die nackte Brust ließen ihn prächtig erscheinen. Seine Blouse war zerfetzt, seine Hände Wie eine wirkliche in diesem Falle jedoch lebende Schießwaren schwarz vom Pulver und über sein unfreundliches scheibe war er unbeweglich geblieben. Als dann eine Rugel Gesicht war von der Stirn, die eine Kugel gestreift, so daß seine Stirn gestreift, hatte er nicht einmal mit der Wimper ein rother, aber wenig tiefer Streifen blieb, das Blut gezuckt. Im Gegentheil, er hatte sich umgedreht und lächelnd herabgeflossen und in dem blonden Barte zu Tropfen Goldes geronnen. Seht doch diese Stümper!" Nachdem sie einen Händedruck gewechselt und fich stürmisch umarmt hatten, sprach Deshommes in seiner schnellen Weise: Verlieren wir keine Zeit, man will die Herzogin von Drleans als Regentin ausrufen. Bei der geringsten Bögerung unsererseits ist die Republik entehrt! Die Leute, welche Merisier anführte, und welche stehen geblieben waren, wurden ungeduldig und schrieen: Nach den Tuilerien, nach den Tuilerien! Da sah Merisier Marche- Seul an und sagte zu ihm: Ich fürchte, sie wollen mir nicht folgen; sie glaubten bereits, daß sie nach Erſtürmung der Tuilerien die Herren sein werden. ausgerufen: Ich weiß und versichere Euch, daß die Herzogin von Orleans und der kleine Graf von Paris im Palais Bourbon sind. Wollt Ihr die Sklaven eines Kindes sein? Nein, nein! wiederholten alle Stimmen und ein gewaltiges Beifallsgeschrei erscholl von allen Seiten. Hoch die Republik! Nieder mit den Verräthern, nieder mit der Regentschaft! Nach der Kammer, nach der Kammer! Marche- Seul entriß einem der Insurgenten die rothe Fahne und stellte sich an die Spize. Merisier warf die Flinte über die Schulter. Die Kolonne machte rechts um kehrt; schweigend und finster drohend setzte sie sich in Marsch nach dem Place de la Concorde zu. Sie hielt sich gar nicht damit auf nach den Dieser legte Bug hatte sie geblendet. Es war ein Fenstern des Palais hinaufzuschauen, aus welchen Freudenschweigender Kontrakt zu Stande gekommen zwischen diesem Geschrei und Gesänge erschollen, welche die Menge, die Helden und seinen Bewunderern, obwohl diese an Tapfer- in dem eroberten Garten hin und herwogte, anstimmte. feit ihm nichts nachgaben. Sie gehorchten dem Mann, welcher sie in höchst einfacher Weise kommandirte. MarcheSeul war auf einen Steinhaufen gestiegen und Merisier war rechts zu ihm hingetreten. Mit lauter Stimme redete er sie an: Ihr wollt nach den Tuilerien gehen? Wozu dies? Der König hat sie verlassen und das Volk promenict in den Salons. Während Ihr dort sein werdet, um nichts zu thun, um Euch auszuruhen, konspiriren die Intrignanten. Wenn wir nicht rechtzeitig nach der DeputirtenIch will zu ihnen sprechen, versetzte Marche- Seul fammer kommen, so werden wir vielleicht in einer Stunde und näherte sich den Leuten. Revolutionär. Nur wenige unter den Insurgenten kannten den alten einen anderen König an Stelle dessen haben, den wir soeben verjagt haben. X. Wir haben Larirette schla fend in einem Bett der Pitie verlassen nach einer sehr langwierigen und schmerzhaften Verbindung ihrer Wunde. Ihr Schlaf war schwer und fieberhaft. Die ganze Nacht hindurch hatte sie schreckliches Alpdrücken, welches unterbrochen wurde durch die heftigen Schmerzen, welche sie trotz eines verordneten Schlafmittels von Zeit zu Zeit heftig schüttelten. Alle Vorgänge des verhängnißvollen Abends zogen an ihrem Geist vorüber, nur vergrößert durch ihre erhitzte Phantasie. Als sie erwachte, begann der Tag bereits zu grauen und einen bleichen Lichtschein über den großen Saal mr der Natur des modernen Kapitalismus begründet sind, densten Eigenschaften in sich zu vereinigen. Es war nach seiner Wie weit der Servilismus gegen das Unternehmeraufgehört haben werden und eine geregelte Produktion an Rückkehr nach Deutschland erforderlich, einige Rechnungsbeamte thum in Kriegervereinen schon eingefressen ist, dafür liefert Stelle des heutigen unheilvollen Wirrsals getreten sein nach stafrita zu senden, um nachträglich die vermißte Ord- ein Beschluß des Kriegervereins in Riegelsberg einen nung in Rechnungen und Belegen zu schaffen". schlagenden Beweis. Bekanntlich sollen statuten- und geseg wird, dann werden die Vorräthe, welche die Erde für Diese Nachsicht ist menschlich betrachtet sehr schön; in gemäß die Kriegervereine nicht Politik treiben, aber in der die Ernährung ihrer Bewohner zu liefern vermag, un- Geldsachen hört aber bekanntlich die Gemüthlichkeit auf, Braris sind sie bekanntlich längst nichts anderes als endlich reicher und nicht so leicht zu erschöpfen sein. und wenn Herr Wißmann die für seinen Posten nöthigen Instrumente in der Hand der Regierungsparteien. In Im Uebrigen stimmen wir dem bei, was ein süd- Fähigkeiten nicht besaß, nun, so durfte er den Posten einfach Riegelsberg wurde in der letzten Sitzung der Beschluß gedeutsches Blatt in dieser Sache sagt:" Das ist eben nicht annehmen. Aber nicht blos Herrn Wißmann trifft faßt, alle Mitglieder auszuschließen, die ferner noch die das Grundfalsche in der Malthus'schen Theorie, daß er den die Schuld, in noch höherem Grade trifft sie eitung Schlägel und Eisen" in ihrem „ Schlägel und Eisen" ist bekanntlich Einfluß der Kultur auf die Bevölkerungszunahme ganz eigentlich die Regierung, die einen Mann mit Hause Sulden. außer Acht läßt Der Mensch ist kein so ungenügenden Fähigkeiten auf einen so verant fein sozialdemokratisches Parteiblatt, sondern das Organ Häring und kein Kaninchen, sondern ein mit wortungsvollen Verwaltungsposten gestellt hat. Und gerade des Rechtsschutzvereins der Bergleute, als solches das Bismarck, der in erster Linie die Verantwortung hierfür Sprachrohr der gedrückten, ausgebeuteten und gemaßregelten Vernunft begabtes Wesen. trägt, mußte genau, welche Anforderungen ein solcher Bergleute, aber eben deshalb auch den Zechenbaronen Es giebt einen gewissen sozialpolitischen Jesuitismus, Posten an seinen Inhaber stellt. Mit Recht weist die ein Dorn im Auge! Und das genügt diesen Mannesseelen zu welcher die Arbeiter gerne von ihrer Hauptaufgabe ab-" Frankfurter Zeitung" gelegentlich der Wißmann- Verherr solch liebedienerischem Helotendienst für ihre Ausbeuter. lenten möchte. Man will den Arbeitern vorschwindeln, lichung durch Bismarck und seine Presse auf die Thatsache Fürwahr, diese Gesellschaft ist der Mitgliedschaft auch nur die Ursache des heutigen Massenelends sei nicht die hin, daß sich früher Niemand schärfer gegen die Ver- eines Genossen nicht werth. kapitalistische Ausbeutung, sondern die Uebervölkerung. wendung von Offizieren in den Kolonien ausgesprochen Hurrah! der Landrath hoch! so kann die KreuzDie Wissenschaft hat diesen Unfug allerdings längst weg- als Bismarck. In der Konferenz, welche derselbe im gefegt. Aber es ist bezeichnend, daß immer wieder auf April 1884 mit einigen Kaufleuten in Berlin gehabt hat, Beitung" ausrufen, denn ihre und ihrer christlich- frommen diesem Wege der Versuch gemacht wird, die Sünden der begründete Bismarck seine Abneigung gegen den Plan, die Partisane Auffassung, daß man die Sozialdemokraten mit kapitalistischen Gesellschaft von ihren Schultern ab und ihm vorgeschlagenen Länder als Kolonien für Rechnung des Knüppeln aus dem Dorfe hauen solle, hat behördliche Nach Bindersleben bei Erfurt Reiches zu übernehmen, mit der Erklärung, er habe für Sanktion erhalten. auf die Proletarier selbst zu wälzen. Nein, das Prole- solche Organisationen nur Referendare und haupt- hatten am 9. August mehrere Genossen einen Agitationstariat wächst nicht so schnell durch übermäßige Kinder- sächlich Offiziere, und das seien nicht die ausflug unternommen. Der Gemeindediener Rudolf empfing erzeugung, sondern durch die fortschreitende Enteignung Leute, mit denen etwas in den Kolonien zu erreichen sie mit Schimpfworten, der Ortsschulze Bach dagegen und die Aufsaugung des mittleren und kleinen Besitzes wäre." Später aber segte gerade er den Offizier Wißmann forderte ihn auf, einen Knüppel zu nehmen, er komme gleich, und richtig erschien er auch mit einem Knüppel auf durch das Großkapital. Ein einfacher Blick auf jene an den verantwortungsvollsten Posten. Tabellen, welche die ungeheure und herzzerreißende Sterb- Nebenbei wollen wir bei dieser Gelegenheit auch er- dem Schauplay, packte einen Genossen am Halse, wurde lichkeit unter den Proletarierkindern nachweisen, genügt, wähnen, daß der Zanzibarer Korrespondent des Berliner aber am Schlagen verhindert. Auf eine Beschwerde an den Tageblatt", der so eifrig für Wißmann die Trommel rührt, Landrath des Kreises, Freiherrn von Müffling, davon zu überzeugen. Erfurt, den 21. September 1891. Es wächst hienieden Brot genug für alle Menschen zu der Zeit, da Wißinann den Gouverneurposten bekleidete, antwortete dieser: unter diesem einen Verwaltungsposten inne hatte. Ob vor, finder"- in dieser vom Dichter nur geahnten, aber während oder nachdem die erstaunlichsten Dinge" passirten, richtig geahnten Thatsache liegt auch die Möglich- wissen wir nicht; wahrscheinlich brächte die Wiedereinsehung feit, das Massenelend zu beseitigen, was von dem ganzen Wißmann's auch die Wiedereinsetzung Wolf's, so daß die Heer der Egoisten und Malthusianer bestritten wird. Die Schwärmerei für Wißmann nicht ausschließlich eine ideale Humanität der Zukunft wird die Malthus'sche Barbarei sein dürfte. verschwinden lassen. " Politische Lebersicht. Berlin, den 25. September. Der Erkanzler hält in seinem Hamburger Leibblatt eine Lobrede auf die dilatorische Methode" der Behandlung politischer Fragen. Die Lobrede kommt etwas zu spät. Die„ dilatorische Methode", welche eine Spezialität des Erkanzlers bildete, ist durch diesen so diskreditirt worden, daß sie schon viel früher als er selbst er war. Der Name nicht die Sache- wurde von ihm 1870 er funden, um Benedetti gegenüber die der französischen Regierung- gemachten und nicht gehaltenen Bersprechungen zu beschönigen. Die" dilatorische Methode", welche uralt ist, vor den Zeiten des Erkanzlers aber andere, weniger euphemistische Namen hatte, besteht darin, daß man Jemandem, dessen Dienste man braucht, alle erdenklichen Versprechen macht mit dem Hintergedanken, ihn über den Löffel zu barbiren. Das ist unter einer gewissen Menschens forte seit Jahrtausenden Praxis und hat auch unleugbare Vortheile. Schade nur, daß ein und dasselbe Individuum diese Praxis nicht häufig auwenden kann. Sobald es ruchbar wird, daß Einer der„ dilatorischen Methode" huldigt, glaubt ihm natürlich kein Mensch mehr. Und so weit hatte es der Erkanzler schon viele Jahre vor seinem Sturz glücklich gebracht. Deshalb wollte ihm auch nichts mehr gelingen". " 9 Auf die Beschwerde vom 22. Auguft cr. erwidere ich Euer Wohlgeboren ergebenst, daß ich keine Veranlassung habe, gegen den Schulzen Bach zu Bindersleben und den Gemeindediener Rudolf daselbst einzuschreiten, da sie sich keiner Handlung schuldig gemacht haben, welche disziplinarisch zu ahnden wäre. Die Berechtigung, sich der Kolportage sozialdemokratischer Preßerzeugnisse zu er wehren, ist ein Ausfluß des Hausrechts der Gemeinde, welches ich ihr nicht beeinträchti gen tann. Der Königliche Landrath. Müffling. " Einen Appell an die rohe Gewalt, wie ihn die Kreuz Zeitung" gegen die Sozialdemokraten so dringend propagirt, erließ in einer Versammlung der KriegervereinsVorstände aus Seehausen und Umgegend ein patriotischer Doktor, Herr Kamerad" Thümmel, Assistenzart in Seehausen( Kreis Wanzleben). Die Versammlung war der Das Hausrecht der Gemeinde", das der wichtigen Frage gewidmet, auf welche Weise die Krieger- Ortsschulze mit dem Knüppel in der Hand gegen die vereine das Eindringen sozialdemokratischer Ideen und Kolportage sozialdemokratischer Breßerzeugnisse zu verElemente in ihre Reihen zu verhindern haben; trotz der theidigen berufen ist, ist wirklich eine klassische Definition. Wichtigkeit der Frage mußten aber die Herren Patrioten Der Herr Landrath von Müffling sollte wirklich den Verüber den schlechten Besuch und die Lässigkeit der Herren waltungsdienst quittiren; am Reichsgericht, an Stelle Kameraden" klagen; indessen that dieser Mangel an Simson's, da wäre sein Platz. Vor der Hand aber dürfte geistigen Kämpen der Weisheit ihrer Beschlüsse keinen Ab- die preußische und Reichsverfassung diesem landräthlichen bruch, wie aus dem Bericht der Seehäuser Warte" zu er- Hausrecht der Gemeinde" noch etwas den Rang streitig machen, was vielleicht schon der Regierungspräsident bezw. sehen. Da lesen wir als Quintessenz der Debatten: Der Herr Doktor verschrieb oder empfahl vielmehr das Ministerium und Ober Verwaltungsgericht finden ein sehr durchschlagendes Rezept, von Eis- Kraut, dürften. Für uns ist diese Frage hier nebensächlich; der welches bei Bielefeld und in Eisleben Wunderturen Geist, der in diesem landräthlichen Erlaß sich verräth, bewirkt habe. Dasselbe gefalle zwar den Sozialdemokraten der Geist des Sozialistengesetzes, der ist's, der uns diese Vernicht, wie er aus einem Berichte in der„ Landpost", welche er fügung so interessant macht. Und so lehrreich! vor sich hatte, ersehe, indessen probat scheine es ge= wesen zu sein." Und die edle Redaktion fügt verständnißinnig bei: „ Wir wollen dazu bemerken, daß es nicht ein allopathisches, wie man vermuthen könnte, sondern ein homöopathisches Mittel gewesen ist: Similia similibus. Gleiches wird durch Gleiches vertrieben." Seizerelend auf deutschen Schiffen. Zu diesem Kapitel erhalten wir aus Hamburg, 24. September, folgenden Beitrag: Jedem erinnerlich wird es sein wie seinerzeit der Hamburger Rheder Herr Adolph Woerma nn als Reichstags- Abgeordneter auf der Tribüne des Reichstages sich als Wohlthäter der Menschheit aufspielte, Das Blatt übersieht hierbei nur das Eine, daß nämlich als er die Verwendung von Negern auf den Schiffen seiner umgekehrt ein Schuh daraus wird: von dem homöopathi- Linie damit motivirte, die deutschen Heizer seien nicht so schen Charakter dieses Mittels wäre erst dann zu reden, widerstandsfähig wie die Schwarzen. Deshalb müsse man wenn einmal die Sozialdemokraten mit Knütteln und Eisen- letztere verwenden, um die Gesundheit unserer deutschen stangen in die Kriegervereins- Versammlungen einbrächen Landsleute zu schonen. Recht tolerant zeigt sich die National- Zeitung" mit und die durchschlagende Wirkung" des„ Eiskrant", seine Auf diese Erklärung des genannten früheren ReichsBezug auf die erstaunlichsten Dinge", welche die Kreuz Wunderkuren" erprobten. Dann würden aber Kreuz- tags- Abgeordneten wirft folgendes Ereigniß ein grelles Licht. Zeitung" der Wißmann'schen Verwaltung in Ostafrika zum Beitung" und Kriegervereine den Grundsatz: Similia Auf Grund authentischer Mittheilungen schreibt das„ HamBorwurf machte, gegen welchen Vorwurf sich das Blatt wie similibus nicht anerkennen, sondern, wie in dem Buerer burger Echo" folgendes: folgt wendet: Wißmann hat sich als Organisator und Führer der Falle, in ſittlicher Entrüstung über die Mordlust der SoSchuztruppe, sowie in der Behandlung der Eingeborenen glänzialdemokratie ausbrechen. Die kirchen- und gesetzesfrommen zend bewährt; woran er es fehlen ließ, das war die Ord Junker der Kreuz- Zeitung" mögen also hier ihre Entnung des Verwaltungsbeamten und dies ist kein Vorrüftung ablagern, sie brauchen dann keine Tendenzlügen wurf für ihn, denn Niemand ist verpflichtet, die verschie à la Buer. " „ Auf der Heimreise des vor einigen Tagen hier angekommenen Dampfers, Aline Woermann zeigten sich die Schwarzen nicht recht arbeitsfähig. Ob infolge Krankheit oder Ueberanstrengung, lassen wir dahingestellt. Um die Leute nun arbeitsfähiger zu machen, mußten die bekannten Zutsden kahlen Wänden zu werfen, an welchen in regelmäßigen auf die Republikaner geworfen hatte. Noch tönte an ihr Oberarzt der Assistent, den wir schon damals sahen, als er Abständen angebrachte Leuchter und das blendende und Ohr das Murmeln des Aumonier's, welches an den Tagen Larirette's Wunde untersuchte, während sie auf einen Tisch monotone Weiß der Gardinen die einzige Abwechselung der Beichte in dem friedlichen Geheimniß der Kapelle durch in dem Laden an der Ecke der Rue le Pelletier hingestreckt boten. Sie erinnerte sich an nichts, und ihr erster Gedanke die Gitter des Beichtstuhles ihr sagte, daß alle diese lag. Er hatte die Verwundete dann nach dem Hospital war, daß sie sich in ihrem kleinen Stübchen unter dem Menschen, welche die Könige verjagen wollten, die Feinde schaffen lassen, wo er ihr den ersten Verband anlegte. Er Dache befände, daß der Tag vorgeschritten sei und daß sie der Religion wären. flüsterte dem Oberarzt einige Worte ins Ohr. Sogleich den Morgen fast verschlafen hätte. Es fiel ihr ein, daß sie So sah sie in der Verwundeten nicht eine Kranke, schritt derselbe an das Bett Larirette's, welches sich auf dem Marché des Innocents zu spät ankommen würde, sondern eine Feindin, und im Grunde ihres Herzens empfand fast am entgegengesezten Ende des Saales befand. uni ihren kleinen Bedarf an Blumen einzukaufen. fie eine stille Genugthuung, sie dort ausgestreckt, dem Tode Er war ein ausgezeichneter Chirurg, ein wegen seines - Dh ich Faulenzerin, rief sie aus. Als sie dann nahe, liegen zu sehen. aber eine Bewegung machte, um aus dem Bette zu springen, Aber noch ein anderes unbestimmtes Gefühl stürmte stieß sie einen lauten Schrei aus und fiel fast ohnmächtig auf sie ein, und mit dem Haß verimischte sich eine ihr unauf die Kissen zurück. erklärliche Eifersucht und nagender Kummer. Die Schmerzenstlage, welche Larirette ausgestoßen, hatte die dienstthuende Schwester, welche gerade vorüberging, veranlaßt, sich langsam zu nähern. Wissens, seiner Geschicklichkeit berühmter Meister, ein echter Virtuose des Sezirmessers, aber verwünscht von den Kranken, denen gegenüber er sich von einer außerordentlichen Härte zeigte, weil er nur an das sichtbare Leiden Sie hatte neben dem Bette gestanden, als Mijoulet dachte, ohne sich die seelischen Leiden dieser armen Leute zu Larirette umarmte, welche ihre schrecklichen Qualen über vergegenwärtigen, welche soviel dulden und dann gezwungen wand und jenes liebreizende Lächeln zeigte, welches in ihren sind, ins Hospital zu gehen. Sie hielt einen Hosenkranz zwischen den Händen, dessen durch den Schmerz und den Blutverlust erbleichten Wangen Jedermann fannte seinen maßlosen Ehrgeiz und seine Berlen fie abzählte, wobei sie murmelnd ihre Aves betete. zwei herzige Grübchen hervorzauberte. Seit jenem Abend reaktionären Ansichten, die er um so mehr zur Schau stellte, Die Schwester war mittlerer Figur, weder zu forpulent noch konnte sie die Erinnerung an das prächtige Liebespaar nicht da sie nicht ehrlich waren und ihm gewissermaßen im Leben zu mager, unter ihrer großen weißen Haube zeichnete sich los werden, welches unter ihren Augen sich mit fieberhafter als Paß, als Mittel zum Fortkommen dienten. Uebrigens ein lebloses Gesicht ab, mit einem Teint von geblich- weißer Jnnigkeit umarmit hatte. stellte er sie in der Weise zur Schau, daß er ohne Unterlaß Farbe, wie sie Wachskerzen haben, welche vor den Altären Ihr eingefallener Busen, dem die strenge Tracht ihres von seiner Ergebenheit gegen die Monarchie sprach, sowie der Jungfrau in den verlorenen düstern Winkeln der Ordens nicht gerade vortheilhaft stand, hob sich. von der Nothwendigkeit, sie durch alle Mittel zu ver Kirchen melancholisch brennen. Sie möchte etwa dreißig Jahre alt seinwer kennt theidigen. Dabei stellte er sich, als ob er das Volk verSie schritt lautlos einher, ihre Miene war gleich den Kummer, die Trübsal, die Hoffnungen und bie unter achtete, das er nur als eine Maschine ansah, geschaffen giltig, während sie in ihren Pantoffeln über den glatten drückten Wünsche, welche diese Erinnerung in ihr wachrief? um zu arbeiten und zu gehorchen. Fußboden huschte. Aber auf diesem nichtsagenden Gesicht Unbeweglich, schweigend, immerfort den Rosenkranz hob sich ein zierlicher Mund ab, dessen blutlose Lippen fest drehend, ohne doch zu beten, stand sie in Gedanken ver zusammengepreßt waren. Wenn sie ihre stets gesenkten funken da, während sie gar nicht daran dachte, irgend welche Augenwimpern emporhob, entdeckte man zwei schwarze Hilfe der kleinen Verwundeten zu leisten, welche wie ein Augen, die wie Karfunkel glänzten. zartes Vögelchen, das dem Tode nahe ist, dalag. Und doch hatte er Alles, was nöthig war, um un abhängig zu sein und laut ohne Furcht zu sprechen. Jung, durch seine bewunderungswürdige Intelligenz, sein immenses Wissen, seine großartige Geschicklichkeit als praktischer Arzt weit bekannt, hatte er sich eine hohe wissenschaftliche An das Bett Larirette's tretend, betrachtete sie die Aber der Saal erfüllte sich mit Geräusch. Hinter den Stellung erobert. Chirurg der Hospitaler, als welchen ihn kleine, ohnmächtige Blumenhändlerin. Mit gefalteten Bettvorhängen bewegten sich bleiche, schmerzerfüllte Gesichter seine Kollegen beneideten, und Professor der medizinischen Händen stand fie dort in stumme Betrachtung verloren. auf den Kissen, während einige stärkere, in der Genesung Fakultät hatte er durch seinen klaren Vortrag und seine im Bette aufsetzten. Sie lichtvollen Demonstrationen die Hörer bezaubert, welche in Ein boshaftes Lächeln träufelte fast unmerklich ihre Lippen. befindliche Patienten sich im Sie betrachtete dieses entzückende Mädchen, welches sie sahen entkräftet aus infolge des langen Aufenthaltes seine Vorlesung strömten und seinen Eintritt und seinen in ihrem ärmlichen, blutbefleckten Kleide halbtodt hatte an- im Hospital, der ungenügenden Nahrung, des Mangels an Weggang mit lauten Zeichen des Beifalls begleiteten. tommen sehen. Und sie war war überrascht, sie hatte frischer Luft und der langen Stunden des Elends und der Haufenweise strömten die Patienten in seine Ordinations stunde, ein unbestimmtes Gefühl von Groll gegen sie, welches Arbeit. Die Besuchsstunde begann. wie sie glaubte, dem schrecklichen Hasse entsprang, den sie Gleich beim Eintritt in den Saal näherte sich dem ( Fortsetzung folgt.) Nr Be An L R au it a er L d 10 I de fö a: 20 te Zu ſel a di ge: 7 t e It t e t It ennt 32 Korrespondenzen und Parteinachrichten. II. Theil Nr. 3 wie folgt abzufassen:„ Entscheidung über Inhaftirte und Verurtheilte. Deffentliches Verfahren bei den Krieg und Frieden durch das Bolt." II. Theil Nr. 8 hinzuzufügen: Entschädigung für unschuldig Militärgerichten." Ein III. Theil Nr. 1a zu streichen und dafür zu sehen: III. Theil Nr. 1b zu sagen: Verbot der gewerblichen und ländlichen Arbeit für Kinder unter 14 Jahren." III. Theil Nr. 5 hinzuzufügen:„ Staatliche Unterstützung bei Arbeitslosigkeit." " packungen herhalten, es wurde feste geprügelt. Giner Und nun lese man die entseglichen Einzelheiten in under Heizer, dem der Name Christian beigelegt worden war, ferem Berichte nach, wie die Leute nicht blos bis zur Ermußte an einem Tage von Morgens 4 Uhr bis Abends 8 Uhr schöpfung überangestrengt, sondern auch noch derart mißim Heizraum arbeiten, als würze erhielt er zwischendurch eine handelt wurden, daß nicht blos einer über Bord sprang", Tracht Prügel und zwar in einer solchen Weise, daß er erkrankte. Ein Anderer, Glasgow mit Namen, hatte sich beim sondern sogar drei Chinesen den Tod dieser Thierquälerei" Der fozialdemokratische Verein für den 3. Hamburger Auffeuern eine Vernachlässigung zu Schulden kommen lassen. porzogen. Man wird dann auf den brutalen Zynismus Wahlkreis beschloß am 23. September nach eingehender DisEr wurde nun von dem zweiten Maschinisten an Deck ge- dieses rheinischen Ausbeuterorgans die richtige Antwort fuffion folgende Abänderungs- Vorschläge zum Programm- Entbracht und bei dem ersten Maschinisten angeklagt. Die finden. wurf: Folge war, daß Beide über den armen Teufel herfielen und ihn in der fürchterlichsten Weise mißhandelten. Hierauf mußte er wieder in den Heizraum. Es währte aber nicht lange, das Hamburger Seemannsamt. Unter dem Vorsiz WasserDieses Heizerelend beschäftigt übrigens heute auch so wurden zwei an Bord befindliche deutsche Heizer burch ein schout Tetens' findet heute nach einer Depesche der" Voss. aus dem Heizraum schallendes Jammergeſchrei aufmerksam. 8tg." die Untersuchung gegen den Maschinisten und den Sie schauten hinunter, und nun bot sich ihnen ein entfeßlicher Assistenten des 23örmann. Dampfers„ Aline Wör- den Gesellschaftsbedürfnissen entsprechender Normal- Arbeitstag." Anblick. Die Maschinisten und Assistenten hatten sich vereinigt und zwar in der Weise, daß immer zwei Mann den Neger mann" statt, wegen grauenvoller Mißhandlung hielten und die anderen Beiden nach Herzenslust mit Tuts- eines als Heizer dienenden Negers, dessen Tod packungen auf ihn einhieben. Der Unglückliche machte infolge der Mißhandlung eintrat.( S. unfere in seiner Todesangst schließlich den Versuch, sich mit einem ausführliche Schilderung weiter oben.) Hammer zur Wehr zu sehen und nun gingen die Mißhandlungen erst recht los. Als man ihn schließlich losließ, schleppte sich der Unglückliche an Deck, wo er besinnungslos zu sammenbrach und nun von seinen Landsleuten ins Logis getragen wurde. Es wurde sofort nach dem Schiffsarzt geschickt, aber seine Hilfe war nicht mehr nöthig; der Neger verschied, als der Arzt eben das Logis betreten hatte. Die Sektion, die der Arzt dann vornahm, ergab nach Aussage des Arztes, daß der Neger an einem Herzschlag gestorben sei. Abends um sieben Uhr wurde die Leiche über Bord geworfen. Angenommen, der Neger wäre an einem Herzschlag gestorben, man muß das ja gelten lassen, da derselbe jetzt auf dem Meeresgrunde ruht und infolge dessen fein anderer Beweis zu er bringen ist. Aber es ist wohl anzunehmen, daß der Herzschlag infolge der erlittenen entfeßlichen Behandlung eintrat. Wenn die oben genannten deutschen Heizer erklären, daß sich ihnen bei dem Anblick, der sich ihnen im Heizraum bot, das Herz im Leibe umgedreht habe", so ist die Mißhandlung eine entsetzlich brutale gewesen, denn auch diese Leute find durch Sturm und Wetter hart geworden und auch in Bezug auf Behandlung" schon etwas gewohnt." " # Zwei weitere Anträge, der Sah:" Die Arbeit ist die Quelle alles Reichthums und aller Kultur," sowie die Forderung betreffend Zu vernünftig, um wahr zu sein, flingt eine Unter- Produktiv- Assoziationen mit Staatshilfe auch in dem neuen Proredung, welche ein Mitarbeiter des 19. Jahrhunderts" mit gramm beizubehalten, wurden gegen einige Stimmen abgelehnt; dem Militärattaché der deutschen Botschaft, ebenso der Antrag, den alten Titel:" Programm der soziaRittmeister von Funcke, gehabt haben will. Zwar bestätigt listischen Arbeiter partei Deutschlands" beizubehalten. der Figaro" den Inhalt der Unterredung, er habe aus- Die Wahl der Delegirten wird in einer öffentlichen Berdrücklich auf der Botschaft nachgefragt, aber gerade diese fammlung stattfinden. Versicherung klingt verdächtig. Der Militärattaché der deutschen Botschaft soll sich bezüglich der Aussichten auf einen der Delegirten einberufenen Versammlungen folgende Resolution: Die Münchener Parteigenossen faßten in zwei zur Wahl bevorstehenden Krieg folgendermaßen geäußert haben: In Anbetracht, daß das Bedürfniß nach einer Statistik der Ich glaube nicht, daß wir dem ausgesetzt sind, uns mit Arbeiterverhältnisse ein tief und überall gefühltes ist, einander zu messen. Die Offiziere wollen den Krieg, in fernerem Anbetracht, daß den bis nun von den Gewerkweil es ihr Metier ist, aber glücklicher Weise hört man sie nicht. Und welche siegierung würde wagen, fich in eine solche Ungewißheit zu stürzen? Alles hat seine Beit. Heute begreift man, daß die sozialen Fragen die wichtigsten sind, und ich glaube viel mehr an eine Ent waffnung, als an einen Zusammenstoß." So spricht kein Militärattaché einer deutschen Gesandt schaft! Daß einzelne Offiziere so denken, mag sein. schaften und anderen Korporationen in Angriff genommenen Statistiken Einheitlichkeit, Uebersichtlichkeit und Vergleichbarkeit häufig abgeht, dies aber Eigenschaften sind, welche die Statistit erst werthvoll machen, in endlichem Anbetracht, daß oft die Personen fehlen, welche die Zeit und Fähigkeit haben, zweckdienlich die Statistit vorzubereiten und die umlaufenden Fragebogen zu verarbeiten, wird der Parteitag ersucht, zu beschließen, daß auf Kosten der Partei ein statistisches Bureau errichtet werde, welches in die von den Arbeitern unternommenen statistischen Erhebungen Einheitlichkeit und Gleichmäßigkeit bringe. ** Man sieht also, was es mit der Behauptung der größeren Leiftungsfähigkeit der schwarzen Rasse als Heizer oder Bei den gestrigen Wahlen in Mannheim gingen Kohlentrimmer auf den afrikanischen oder sonstigen Linien unsere Genossen Dreesbach und Rüdt noch nicht als Abauf sich hat. Ein gesunder und gut genährter, nicht geordnete aus der Urne hervor, sondern unsere Partei Delegirtenwahlen zum" Parteitag. Köln: Neuther. über angeftrengter Deutscher kann es gewiß mit dem Neger erhielt nur die Majorität der WahImänner, München: Eduard Schmid, G. Wambsganß, Konrad Knieriem, aufnehmen, ja, er wird denselben übertreffen; aber worin was im Effekte auf das Gleiche hinauskommt. Für die J. Urban. Elberfeld: Harm und Rechtsanwalt Landé. er ihn nicht erreicht, das ist das Genügen mit geringem badischen Landtagswahlen gilt nämlich das indirekte Wahlkönnte. " * Lohn und geringerer Kost; worin so ein armer Neger dem system; die stimmberechtigten Wähler ernennen die Wahl- Ostfriesländer Sozialdemokratie vorigen Sonntag Der Arbeitertag, welchen die Oldenburger und deutschen Heizer aber über ist, das ist, daß er sich Alles männer, und diese wählen dann die Abgeordneten. Nun in Osternburg abhielt, war von 10 Delegirten aus Didenburg, widerstandslos gefallen lassen muß und daß, wenn er zu erhielten in Mannheim von 306 zu wählenden Wahlmännern 7 aus Delmenhorst, 10 aus Bant- Wilhelmshaven, 2 aus Leer Tode geprügelt wurde, man seine Leiche einfach Nachts die Demokraten mit 1339 Stimmen 14 Wahlmänner, die und Zwischenahn, je 1 aus Jever, Emden, Geeftemünde, Varelüber Bord setzt, während man über die Todesursache eines Nationalliberalen mit 2419 Stimmen 122 Wahlmänner Stadt, Varel- Land, Nordenham, Bracke, Auguftfehn und Rastede deutschen Heizers nicht immer so gleichgiltig hinweg gehen und unsere Partei mit 3076 Stimmen 170 Wahlmänner, besucht. Aus den Berichten, welche die guten Forschritte unserer so daß der Sieg unter allen Umständen gesichert ist. Der Sache fonstatirten, ist der von Bruhns- Dangastermoor ge= der Mißhandlung des Negers Glasgow in Hamburg auf artig und auf der Expedition unseres dortigen Partei- wird und die ländlichen Arbeiter in einer sehr schlechten und Bezeichnend hierzu ist noch, daß die beiden Zeugen Jubel unserer Mannheimer Genossen war daher auch groß- gebene hervorzuheben, welcher bekundet, daß auch in jener Gegend der Kleinbesitz fortschreitend vom Groß- Grundbesis aufgesaugt das Justizgebäude gingen, um den Vorfall der Staats- Organs wurde das Wahlresultat mit Aufhissen der rothen abhängigen Lage sich befinden. Die Agitationstommission veranwaltschaft anzuzeigen. Dort wurden sie jedoch mit ihrem Fahne begrüßt. einnahmte 302,88 m. und hatte 247,79 M. Ausgaben. Die geAnliegen von einem Zimmer in das andere geschickt, so daß ten Leuten zuletzt Zeit und Luft verging, fich noch weiter das Wolff'sche Depeschen Bureau gestern von einem andemokratischen Grundfäße, sowie auch auf die Förderung und Ganz nach dem Muster der Kreuz- Zeitung" hat faßten Beschlüsse sind folgende: Die Agitation hat sich sowohl auf die Ausbreitung der sozialzu bemühen. Die Nutzanwendung hieraus mag sich Jeder ar chistischen Attentat gefabelt, das in der Nähe Errichtung von Arbeiterorganisationen zu erstrecken. Um die selber ziehen. von Floridsdorf bei Wien geplant worden sei. In Mittel für die Agitation aufzubringen, wird ein regelmäßiger Einen neuen Beitrag zum Kapitel des Heizerelends Wirklichkeit handelte es sich einfach um den plumpen Beitrag eingeführt, und zwar in der Weise, daß überall da, wo auf deutschen Schiffen bringt unser Erfurter Partei- Organ, Versuch eines Bahnwärters, eine Belohnung für ein es möglich und die Landesgefebe es gestatten, jede Arbeiterdie Thüringer Tribüne", aus ihrem Leserkreis. Ein Augen- angeblich verhütetes Eisenbahnunglück zu erhalten. organisation für ihre Mitglieder pro Kopf 5 Bf. monatlich beisteuert: 100 Die Gesetzgebung dies nicht gestattet, zeuge schreibt ihr: Weil dieser Versuch aber in der Nähe von Florids find freiwillige Beiträge durch Vertrauensmänner gut " Kürzlich veröffentlichte der Berliner Vorwärts" einige dorf angestellt wurde, woselbst seinerzeit die Anarchisten sammeln. Die Genossen und überhaupt alle Arbeiter sollen Fälle von Mißhandlungen der Heizer und Kohlenzieher auf Kammerer und Stellmacher anläßlich der Verübung der den bestehenden Gewerkschaften beitreten, oder, wo angängig, deutschen Dampfern. Ich fühle mich dadurch veranlaßt, meine Wiener Raubmorde sich aufgehalten hatten, machte Wolff solche gründen und dieselben fördern. Ueberall, wo es nur mögdiesbezüglichen Erfahrungen Ihnen zu übergeben mit der Bitte flugs ein anarchistisches Attentat daraus. lich ist, sind politische Vereine zu gründen, welche neben der Ausum Veröffentlichung, da ich der Meinung bin, daß solche breitung der sozialdemokratischen Grundsäge und der politischen Sachen nicht genug an den Pranger gestellt werden können. Mindestens drei oder viermal ist Herr Eugen Schulung ihrer Mitglieder ihr Streben darauf richten, auf die Ich fuhr vom 24. Auguſt bis 4. September 1888 als fog. Richter schon darauf aufmerksam gemacht worden, daß die öffentlichen Wahlen zum Reichstag, Landtag und der GemeindeNeberarbeiter( von New- York nach Bremen) auf der" Fulda" Schnelldampfer des„ Nordd. Lloyd"; diese Dampfer sind näm sog. Hut Kontrollmarte nur bezwecke, den Käufer vertretungen, jedoch unter Wahrung der prinzipiellen Grundsätze, einzuwirken. lich durchgängig gezwungen, in New- York Leute anzubeuern darüber zu vergewissern, daß der Hut in einer Fabrik herDie Agitationsfommission bleibt aus fünf Personen bestehen für die Rückfahrt, da stets ein Theil ihrer Mannschaft eben gestellt sei, welche die von den organisirten Hutmacher- und hat in Bant ihren Siß. Zur Ueberwachung derselben wurden dort an Land geht und das Wiederkommen vergist. Ich hatte gehilfen errungenen Tariflöhne bezahle und die neunstündige vier Kontrolleure gewählt, von denen je zwei in Oldenburg und nun in der turzen Zeit hinlänglich Gelegenheit, nicht nur Arbeitszeit eingeführt habe. Mit der Sozialdemokratie Delmenhorst wohnen sollen. Es wird den Genossen allerorts Mißhandlungen zu sehen, sondern auch zu fühlen. Kann haben aber weder diese Fabrikanten, noch hat die sozial- empfohlen, in der Gründung von Parteiblättern vorsichtig zu einer den an ihn gestellten Anforderungen nicht genügend oder demokratische Partei mit den Kontrollmarken etwas zu sein und dafür zu sorgen, daß geeignete Leute in den Städten mit der Kohlenschaufel, Uebergießen mit Geewasser dem behauptet Herr Richter immer wieder, so erst gestern, burgischen und zwei ostfriesischen Wahlkreise Paul Hug aus Bant nicht schnell genug nachkommen, so find Fußtritte, Siebe thun oder irgend eine Einnahme aus denselben. Trozz- und größeren Ortschaften die Korrespondenzen für diese Blätter vermitteln. Zum Parteitag in Erfurt wurde für die drei oldengenehm, außerdem höchst gesundheitsschädlich) und ähnliche die Sozialdemokraten forderten dazu auf, nur solche Hüte als Delegirter vorgeschlagen. Die Vertrauensmänner haben mit Liebkofungen mehr an der Regel. Bei meiner Wache ging zu kaufen, deren Fabrikanten sich über eine der Agitationskommission regelmäßig zu forrespondiren. Im denn auch nach vier Tagen ein Heizer, der sogar Beitragsleistung für sozialdemokratische nächsten Jahr findet wieder ein Arbeitertag statt. Durch einen schon länger auf See fuhr, über Bord, nachdem er von den 3 we de ausgewiesen haben". eben vorzog, von den Schraubenflügeln des Schiffes zermalmt weiteren Beschluß wird der Agitationskommission aufgegeben, eine gute und leichtverständliche Broschüre, die das Wesen des Sozialismus erklärt, in entsprechender Anzahl anfertigen zu lassen und die Verbreitung derselben zu veranlassen. Nach einer Diskussion über die Sonntagsarbeit, die Bes theiligung an den Landtags- und Gemeinderaths- Wahlen wurde der Arbeitertag mit einem Hoch auf die internationale Sozialdemokratie geschlossen. * Oberheizern und Maschinisten so geschunden war, daß er es Ist es denn Herrn Richter absolut unmöglich, zu werden. Ich und ein Koch sahen den Mann aus einer die Wahrheit zu sagen, wenn ein politischer Gegner in Lute, wo gewöhnlich die Asche abgeworfen wird, hinausspringen Frage kommt? und machten natürlich sofort Lärm Mann über Bord". Da famen wir freilich bei dem zweiten Offizier, der gerade dazu Wo der Kapitalismus seinen Einzug hält, ist Austam, schlecht an, und uns anfuhr, wir möchten doch Ruhe beutung und Betrug in schamlosester Gestalt seine Begleithalten. Es wurde auch nicht weiter danach ge- erscheinung; und überall treibt er schließlich auch die fragt, bis wir am letzten Tage der Reise unsere Angaben indifferentesten Massen zur Empörung. So wird jetzt auswitz vor den Schranken des hiesigen Landgerichts wegen angeb Görlig, 24. Sept. Gestern hatte sich Genosse S. Bennevor dem Kapitän zu Protokoll geben mußten, und damit war die Sache abgethan. Bei einer anderen Wache war ein anderer Sibirien, dem südlichen Ussuri- Gebiete, gemeldet, daß licher Verlegung des§ 166 R.-Str.-G.-B.( Schmähung firchlicher Mann, dem man das Kranksein auf den ersten Blick ansah, unter den dortigen Arbeitern der Sibirischen Bahn eine Einrichtungen, Erregung öffentlichen Nergernisses 2c.) zu verant verschiedene Male zum Arzt gegangen, der ihm aber immer große Erregung entstand, die schließlich zur Arbeitsworten. Der Anklage lag folgender Thatbestand zu Grunde. wieder sagte, er könne schon noch aushalten bis Bremerhaven. einstellung führte. Die Bau- Unternehmer versuchten In einer von den Antisemiten im benachbarten Penzig einBald hieß es aber, er sei verschwunden, und es wurde den aus dem europäischen Rußland verschriebenen Arbeitern berufenen öffentlichen Versammlung, in welcher der Pastor Blinalles durchsucht, da man annahm, er hätte sich vielleicht faule Nahrungsmittel zu liefern, was in den dom das Referat hatte, meldete jich Bennewitz zur Diskussion irgendwo versteckt. Das mag nun sein, daß er glücklich seinen dortigen Goldwäschereien an der Tagesordnung ist. und widerlegte in längeren Ausführungen die Ansichten des Refe Beinigern entgangen ist, unter der Mannschaft war jedoch die Als die Polizei wie gewohnt und auch im zivilifirten wie folgt:„ Den Himmel überlaffen wir den Pfaffen und den Spaßzen". renten. Dabei zitirte er Heinrich Heine mit einer kleinen Variante Meinung, auch dieser sei über Bord. Wie unzählige Opfer die Schifffahrt auf solche Art und Weise kostet, das läßt Europa üblich, die Beschwerden der Unzufriedenen mit der Durch diese 2orte sollte obiger Paragraph, verlegt worden sein. fich natürlich nur aus den Schiffsbüchern feststellen, und diese Verhaftung einiger Arbeiter beantwortete, Der Staatsanwalt beantragte drei Monate Gefängniß und für werden wohl sehr schwer zugängig sein. Aber man frage nur wurden die Arbeiten eingestellt. Die Bau- Unternehmer baten den Fall, daß der Gerichtshof den§ 166 für nicht verlegt halten bei den Heizern und Kohlenziehern des„ Norddeutschen Lloyd", die Behörden um militärische Intervention, sollte, auf Grund des bekannten Unfugsparagraphen das Maximalsie werden wohl alle mit mir der Ansicht sein, daß jede weil die Arbeiter angeblich revoltiren. Die streikenden Ar- Strafmaß von sechs Wochen Haft. Das Gericht sprach jedoch Fahrt durchschnittlich mindestens ein Menschen beiter stammen aus dem Gouvernement Grodno, und ihre den Angeklagten von Strafe und Koften frei. In der VorunterLeben auf die geschilderte Art fordert. Kontrakte sind derart, daß sie dieselben in suchung war die Erhebung der Anklage übrigens abgelehnt worden; Wie eine bestellte Entschuldigung gegen die in teiner Weise lösen tönnen, also im vollsten Sinne darauf ordnete fie der Ober- Staatsanwalt an. Nr. 219 des„ Vorwärts" reproduzirten Anklagen gegen den des Wortes: Arbeitssklaven. Charakteristisch ist, Die Regierung zu Minden hat den Bielefelder Landrath „ Norddeutschen Lloyd" klingt folgende Notiz der Kölner daß die" Frankf. Zeitung" zu dieser Nachricht ganz v. Ditfurth auf die Beschwerde unserer Genossen angewiesen, eine Beitung", die als Korrespondenz aus„ Shanghai( China), lakonisch bemerkt:" Fälschungen von Nahrungsmitteln ge- in Gadderbaum am 30. August beschlagnahmte rothe Fahne hören übrigens auch zu den gewöhnlichen Praktiken der wieder Demjenigen zustellen zu lassen, welcher dieselbe zum ZeitAnfangs August" datirt ist: Der deutsche Postdampfer Sachsen" hat in Hongkong Lieferanten im europäischen Rußland." Blos im euro puntt der Beschlagnahme in Gewahrsam hatte. ift dies eine mittelbare Folge des Ausstandes in Bremerhaven. Beitung" hätten schon Artikel gestanden, worin das scham chinesische Feuerleute und Kohlenzieher anmustern müssen. Es päischen Rußland? Wir dächten, sogar in der„ Frankf. Die mit Mühe und Noth zusammengetrommelten Feuerleute lose Trucksystem verurtheilt wurde, das beispielsweise auf waren ihrer Arbeit nicht gewachsen, fie rissen gelegentlich aus den oberschlesischen, zum Theil auch auf den westfälischen oder waren frank; einer sprang über Bord. Alle hiesigen Rüftendampfer haben asiatische Feuerleute an Bord, auch die großen englischen und französischen Postdampfer. Es ist eine Thierquälerei" für Europäer, im Rothen oder Indischen Meere Feuermannsdienste im Heizraume thun zu müssen; da sind Afiaten entschieden besser und richtiger am Plaze." ** drückung mit den zu Gebote stehenden Mitteln nicht möglich sein Weil Nuheſtörungen zu befürchten wären, deren Unterwürde, deshalb verbot die Polizeiverwaltung von Münch e berg eine Boltsversammlung, welche am 22. September dafelbst auf Gruben noch bis in die jüngste Zeit hinein herrschte, und dem Rüstriner Platz abgehalten werden follte. Es ist nicht überflüssig hinzuzufeßen, daß jene geplante Vera vermittelst dessen den Arbeitern die schlechtesten, verdorbensten, gefälschtesten Waaren zu wahren Sündenpreisen sammlung die Kornzölle zum Thema hatte. Warum denu in die Ferne aufgezwungen wurden. schweifen, sieh, das Schlechte liegt so nah! Theater. Sonnabend, den 26. Sept. Opernhaus. Ein Maskenball. Schauspielhans. Was ihr wollt. Leffing- Theater. Der Präsident. Berliner Theater. Die Neuvermählten. Dentsches Theater. Der blaue Brief. Residenz- Theater. Georgette. Wallner- Theater. Der Mann mit hundert Köpfent. Musikalischdeklamatorische Abendunterhaltung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Ontel Cyprian. Thomas- Theater. Mädchenschule! Ostend Theater. Berlin unter Wasser. Bellealliance Theater. JungDeutschland zur See. Adolph Ernst Theater. Der große Prophet. Alexanderplat- Theater. Schwarze Brüder. Circus Renz. Carlstraße. Sonnabend, den 26. Geptember 1891, Abends 74 Uhr: Auf Helgoland oder: 317M Ebbe und Fluth. Große hydrologische AusstattungsPantomime in 2 Abtheilungen mit National- Tänzen( 60 Damen), Aufzügen 2c., Dampfschiff- und Bootfahrten, Wasserfällen, Riesen- Fontänen mit allerlei Lichteffekten 2c., arrangirt u. inscenirt vom Dir. E. Renz. Debüt der berühmten Kunstschwimmerinnen 3 Geschw. Johnson, Miss Annie Johnson, wird auf ein gegebenes Zeichen 21/2 Minuten unter Waffer verbleiben. Schluß- Tableau: Feenpala. Spezialitäten- Borstellung. Grande Fontaine lumineuse, Unserem Freunde und Kollegen, bem Grosse öffentl. Versammlung Raffirer unserer Raffe, Otto Grützmacher, ein donnerndes Lebehoch zum heutigen Wiegenfefte. 1677b für Männer und Franen Ram Sonntag, den 27. September, Abends 7 Uhr, Der Vorstand des Vereins der Former. in der Berliner Ressource",( Eingang: Stallschreiberstraße 43.) Tages Ordnung: Todes- Anzeige. 1. Vortrag des Herrn Mehner: Haben wir gleiches Recht oder haben Allen Mitgliedern der Freien Ver- wir es zu erstreben? 2. Distusfion. 3. Verschiedenes, Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Nach der Vereinigung aller in der chirurgischen Brande beschäftigten Berufsge- sammlung: Gemüthliches Beifammensein. Um zahlreichen Besuch bittet nofen zur Nachricht, daß unser Mit- 391/4 glied, der Instrumentenmacher Robert Walther am Mittwoch, den 23. d. M. durch Unglücksfall plöglich verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, Der Einberufer. Im Auftrage des Vertrauensmannes. Fachverein der Tischler. Am Sonnabend, den 10. Oktober d. J., Konzerthause ,, Sanssouci", Vereins- Kränzchen statt. Billets sind auf allen Zahlstellen des Vereins zum Preise von 50 Pf. für Herren und 25 Pf. für Damen zu haben. Vereinigung der Drechsler u. Berufsgenossen Gebrüder Richter's Variété. Spe- in einer Höhe von mehr denn 80 Fuss hierdurch die traurige Nachricht, daß Vereinigung Deutschlands( Ortsverwaltung Berlin). tr 63 b fü D De gr 137/16 tnt pf fei Ia he $ ſe den 27. d. M., Nachmittags 2 Uhr, findet im Konzerthause„ Sanssouci", Kottbuserstr. 4a, ein vom Auguſta- Hospital in der Scharn horststraße aus nach dem Pauluskirchhof in der Seestraße statt. 130/16 Um zahlreiche Betheiligung wird gebeten. Der Vorstand. Allen Freunden und Verwandten mein lieber 24. Ab. zialitäten- Vorstellung. ausstrahlend. Theater der Reichshallen. SpeAußerdem: Zyszka, Zante, Dubosz 6 Uhr fanft entfchlafen ist. Die zialitäten- Vorstellung. und Bravo, arab. Bollblut- Schimmel- Beerdigung findet Sonntag, den 27. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor- hengste, zusammen vorgeführt v. Herrn d. M., Nachmittags 4½ Uhr, von der stellung. Franz Renz. Vier hohe Schulen zu Leichenhalle des Werder'schen KirchKonkordin- Palast- Theater. Spe- gleicher Zeit geritten von den Damen hofes, Bergmannstraße, aus statt. zialitäten- Vorstellung. Frls. Clotilde Hager, Oceana Renz, Kaufmann's Variété. Spezialitäten- Vidal und der jungen Helga Hager. Vorstellung. Alaskas. Auftreten der weltberühmten Eiskeller. Theater und Spezialitäten- 4 Gebr. Briatore. Mile. Theresina Vorstellung. auf dem 20 Fuß hohen Drahtseil. Pas de deux modern auf 2 Pferden von heater d. Reichshallen den Geschw. Chiarini. Auftreten der Reitkünstlerin Mlle. Adele, sowie des Neu! Neu! Rosita, Barforcereiters Mr. Pierre 2c. Romische Entrees und Intermezzos v. fämmit lichen Clowns. die Riesin. Neu! Neu! Hunde- Orchester. Anfang 72 Uhr. 11. f. w. Gratweil'sche Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. 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Zur Geschichte des englischen Proletariats. Referent: Genosse Peus. 2. Diskussion. 3. Vorstandswahl. 4. Wahl des Vertrauensmannes der Stockarbeiter. 5. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen, insbesondere der StockArbeiter, ersucht Der Vorstand. Fachverein der Lederarbeiter. Sonnabend, den 26. September 1891, Abends 8½ Uhr, im Louisenstädtischen Clubhaus, Annenstraße 16: Versammlung mit Damen. Vortrag des Herrn Roland über Mundart und Volkspoefie". Diskussion. Nachdem: Gemüthliches Beisammensein. Zahlreichen Besuch erwartet 202/5 Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung der Ost- und Westpreußen Hamburger Gaudebrüder vergeben, eignet sich auch als Zahlstelle. Kartoffel- u. Härings- Geschäft, Sonntag, den 27. 5. M., Abends 7 Uhr, im Saale der Konzert- und Roupletsänger. Anfang Wochentags 7/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 Pf., Sonntags 25 Pf. 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Inhalts- Uebersicht: 1275L Kalendarium.- Post- und Telegraphenwesen.- Deutscher Wechselstempel.- Auszug aus dem Invaliditäts- und Altersversicherungsgeseh. Rückblick auf die Zeit vom 1. Mai 1890 bis 15. Mai 1891. Die Volkszählung vom 1. Dezember 1890. Verzeichniß der Messen und Märkte. Im Kreislauf des Jahres. ( Gedicht.) Pilatus. Erzählung von Franz Wichmann. Mit Illustrationen. Schiffbrüchige.( Gedicht.) Mit Illustration. Die Erde als Morgen- und Abendstern des Mars. Mit Abbildung. Statistisches aus der Landwirthschaft. Von May Schippel. Großvaters Geburtstag.( Gedicht.) Mit Illustration. Unschuldig verurtheilt. Dichtung von Wilh. Honk. Mit Illustrationen. Die Bergarbeiter einst und jeht. Von Karl Rautsti. Im Namen des Gesetzes!( Gedicht.) Mit Illustration. Antje. Eine Helgoländer Geschichte. Von Klara Reichner. Mit Jalustrationen. Morih Rittinghausen. Mit Porträt. Cäsar de Paepe. Mit Porträt.- Der Tuberkelbazillus und das Koch'sche Heilmittel. Mit Abbildungen. Heimkehr aus Kamerun.( Gedicht.) Mit Illustration.- Fliegende Blätter. ( Humoristisches.) Die Sehmaschine. Humoreste von M. Regel. Mit Justrationen. Auflösungen der Räthsel aus 1891.- Räthsel und Charaden. Wir empfehlen den vorliegenden 16. Jahrgang des ,, Neuen Welt- Kalender" jedem Parteigenossen zur AnSchaffung und zur weitesten Verbreitung in indifferenten Kreisen. Derselbe ist ein vorzügliches Agitationsmittel und steht durch seinen gewählten Inhalt weit über der gesammten sonstigen Kalender- Liter atur. Wiederverkäufern, sowie für Partiebezug, hoher Rabatt. Gratweil'schen Bierhallen. Tages- Ordnung: 1. Vortrag: Ist unsere Zeit human?" Referent: Dr. Pinn. 2. Verschiedenes. Nach der Versammlung findet gemüthliches Beisammensein und Tanz statt. 257/2 Große öffentliche Bolts- Versammlung für Friedenau, Steglitz u. Umgegend am Montag, den 28. September 1891, Abends 8½½ Uhr, im Kurhaus zu Friedenau. Tages- Ordnung: 1. Der Entwurf des Trunksüchtsgesetzes. Referent: Reichtags- Abgeordneter Paul Singer. 2. Diskussion. 3. Erfahwahl eines Vertrauensmannes für Friedenau. 4. Ersatzwahl zur Lokalkommission, 5. Abrechnung von der Lassallefeier. 6. Verschiedenes. 370/12 Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Um recht zahlreiche Betheiligung ersucht Der Einberufer. Kranken- und Begräbnißkaffe der Bau- und Fabrik- Arbeiter Englische Gardinen- Reste. zu 1-4 Fenstern passend, spottbillig in der Berlins( E. H. Nr. 13.) Sonntag, den 4. Ottober 1891, im Fabrit Grüner Weg 80, parterre. Sotal d. Herrn Säger, Grüner Weg 29: 1289L Eingang vom Flur. Generalversammlung. Rechts- Bureau best. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung des 1. Kassirers vom 3. Quartal. 2. Innere Kaffenangelegenheiten und Verschiedenes. 1648b Königl. Amtsrichters a. D., jest Alte Jakobstrasse 130. Gewissenh. Rath, Hilfe in allen Angelegenh. Unbemittelten unentg. Sonntags bis 4 Uhr. Der Vorstand. Thier- u. Samenhandlg. Stralauerpl. 21. Achtung! Achtung! Möbel- und andere Fuhren werd. Die General- Versammlung des ausgeführt Landsberger- Platz 4, Gemüse- Geschäft. 1662b Vereins der 1659b Stereotypeure u. Galvanoplastiker Berlins und Umgegend findet am Sonntag, den 27. Septbr., Abends 7 Uhr, Markgrafenstraße 8 bei Rufflepp statt. Der Vorstand. Sozialdemokratischer 1660b Möbl. Schlafstelle b. Gasch, Adalbert[ 1681b traße 84, v. 4 Tr. Möbl. Schlafstelle, sep. Ging., 3. verm. Chorinerstr. 63, Hof IV. b. Giery.[ 1680b Lese- und Diskutirklub trusch, Strautstr. 40, v. 3 Tr. Max Kayser". Sonntag, den 27. September, Vormittags 102 Uhr, im Restaurant 3ur Schneekoppe", Nostizstraße 29: Bortrag des Herrn Roland über:„ Der Weltuntergang". Gäste willkommen. Versammlung der Freien Vereinigung der im Möbl. Schlafstelle ist zu vermiethen Lindenstr. 94, S. III. [ 1673 Schlafft. f. H., sep. Eing. bei Bal1658b Genosse sucht mbl. Zimmer, allein. Adr. m. Preis Gneisenaustr. 35. Scheuer. Möbl. Schlafst. find. 2 Gen. oder Genossinnen( 7 M.) bei F. Lasowski, Langestr. 20, Seitenflügel 2 Tr. I. Möbl. Schlafft. nach vorn b. Hayes 1679b Brizerstr. 7, vorn 3 Tr. Arbeitsmarkt. Bergoldergewerbe beschäftigten Ein junger Buchbindergehilfe, Arbeiterinnen Berlins selbständiger Kunden Arbeiter, findet am Dienstag, den 29. September, fofort dauernde Stellung bei Abends 81/2 Uhr, Birnbaum. [ 830M H. Buchwald. in Scheffer's Lokal, Inselstraße 10. Tüchtige Versilberinnen a. Karton Tages Ordnung: wv. verl. Reichenbergerstr. 47.[ 1663b 1. Vortrag von Fräulein Wabnih. Fiering, Schöneberg. Präger 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Marmorschleifer verlangt Mitglieder. 4. Verschiedenes.-Gäste, 1666b] Damen und Herren, haben Zutritt. Wir ersuchen sämmtliche Mitglieder, zahlreich zu erscheinen. 329/5 Der Vorstand. Wegen Uebernahme eines Geschäfts werden verlangt bei [ 828M Priester& Eyck, Dresdenerstr. 38. Ein tüchtiger Brunnenmacher, der ist eine Wohnung zu vermietheit. auf Reffelbrunnen Bescheid weiß, wird Näheres Lausigerstr. 10 oder Wiener- fof. verlangt. E. Engelmann, Köpenick, straße 35 beim Wirth. [ 1656b 1310L] Verantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Müggelheimerstraße. Hierzu zwei Beilage b S e t h C fe b fr K g d 1. Beilage zum„Boritwrts" Berliner Bolksblatt. Mr. 225. Sonnabend, den 26. September 1891. 8. Jahrg. Korrespondenzen nnd Uarteinachrichten. Die Konferenz der Sozialdcmakraten NordbayernS frat am Sonntag in Nürnberg zusammen. Zn derselben waren 63 Delegirte erschienen, welche 33 Orte verlraten. Grillen- b erg er und Oerie l reserirten über die Agitation. Ersterer führte ans, taktische Fragen verhinderten es, die gesammte Orga- nisation für Bayern in die Hand eines einzigen Vereins zu legen. Deshalb müßten der Nord- und der südbayerische Agitations- verein getrennt von einander arbeiten, selbstverständlich aber in größeren Fragen— wie bei den Landtagswahlen ec.— Hand in Hand gehen. Was die Agitation in den fränkischen und ober- pfälzischen Wahlkreisen betreffe, so habe dieselbe von Seiten einer oberen Leitung aus zu geschehen. Die sozialdemokratische Partei sei eine Kampfpartei, die zentralistisch organisirt sein müsse, so lange dieser Kamps währe. Sie müsse nach bestimmtem Plane bandeln, damit alle Kräfte Fühlung mit einander haben. Die Ägitation sei in Bayern eine sehr schwere. In Norddeutschland sei Ae viel leichter, da dort die Bevölkerung gleichartiger nnd zum großen Theile in religiöser Beziehung vorgeschrittener sei. In Bayern, das im Verhältniß zu seiner Größe ein schwach bevölkertes Land sei, habe man mit dem verschiedenartigsten Menschenmaterial zu rechnen. In vielen Gegenden— wie z. B. in der Obcrpfalz— bestehe die Bevölkerung größtentheils aus Ackerbautreibenden, Elementen, die künstlich auf einer tiefen Kulturstufe erhalten werden, aber instinktiv ihre Lage fühlen, wenn sie auch noch kein Verständniß für die sozialistischen Prinzipien haben. Denen müsse erst das Alphabet unserer Lehre beigebracht werden und es sei deshalb die Agitation auf Grund dessen einzurichten. Die Gegner hätten allenthalben, wo wir Versammlungen arrangirten, die Säle abzutreiben gesucht, was ihnen größtentheils auch gelungen sei, und bei diesem Bestreben wären Schwarze und Liberale brüderlich Hand in Hand gegangen. Deshalb müsse man sich fragen, ob sür solche Gebiete nicht eine andere Art der Agitation als die bisherige zweckmäßiger sei, z. B. die schriftliche Agitation durch Flugblätter u. dergl. Dadurch blieben mehr agitatorische Kräfte für die festeren Kreise verfügbar. Um den Maßregelungen der Gegner aus dem Wege zu gehen, müsse man an den Hauptsitzen unabhängige Leute aus- findig zu machen suchen, welche dem Agitalionsvcrein als Mitglieder beitreten und für unsere Sache wirken, ohne ruinirt werden zu können. Wir hätten gesehen, daß aus Wahlkreisen, die nur von auswärts bearbeitet werden, meist nichts werde, dieselben müßten sich aus sich s e l b st heraus entwickeln. Es sei oft der Vorwurf erhoben worden, daß sämmtliche fränkische Wahlkreise von Nürnberg mit Kandidaten versehen wurden; deshalb müsse dafür gesorgt werden, daß späterhin die Wahl- kreise ihre Kandidaten aus ihrer eigenen Mitte stellen. Die Kreise, wo diese Aussicht noch fehle, müßten jetzt schon mit Kan- didaten besetzt werden, welche die Kreise gründlich zu bearbeiten und Versammlungen abzuhalten hätten, in denen nicht allein die Wahlen, sondern auch aktuelle Fragen, die aus dem politischen Leben herausgegriffen werden, behandelt würden, wie das neueste Meisterstück der Gesetzgeberei. das Trunksuchtsgesetz, das Militärgerichtsverfahren, die Getreidezölle, Gewerbe- gerichte u. f. f. Mit besonderer Macht müsse man sich auf die bayerischen Landtagswahlen werfen. In der Hauptsache habe man es in Bayern ja mit der ultramontanen Gesellschaft zu thun: von den 22»ordbayerischen Wahlkreisen käme in nur süns der„Liberalismus" in Betracht. Die Agitation gegen die Ultramontanen sei gar nicht so schwer, als man glaube; man habe den Leuten nur begreiflich zu machen, daß die Schwarzen die Religion lediglich als Deckmantel für ihre volksfeindlichen Bestrebungen benützen. Die Religion selbst könne man ganz und gar aus dem Spiele lassen. Wenn das Volk aufgeklärter sei, werde es von selbst daraus kommen, daß die Religion von den ultramontanen Agitatoren nur dazu benützt werde, die volks- feindlichen Schandthaten des Zentrums zu verdecken. Werde jedoch von den Gegnern selbst das religiöse Gebiet betreten, so müsse man dem Landvolke klar machen, daß wir nicht be- absichtigen, ihm die Religion zu nehmen, sondern nur bezwecken, dasselbe von der Bevormundung und dem Druck der Pfaffen. Herrschaft zu befreien. Redner empfiehlt, den Agitationsverein als Zenlralpunkt für die vier Kreise anzncrkennen, selbstverständlich unter Kontrolle aller Genossen. O e r t e l führte aus, die Agitation sei bis jetzt nicht ein« heitlich betrieben worden; die heutige Konserenz habe den Zweck, Wandel zu schaffen. Der Agitationsverein für Franken und die Oberpfalz habe in den schwärzesten Gegenden, wie in der Ober- Pfalz, Versammlungen arrangirt, die kolossal besucht waren und den besten Verlauf nahmen. Ties zeigt, daß auch dort der Boden für uns günstig und nur bearbeitet zu werden braucht. Auch in Oberfranken sei geschehen, was geschehen konnte. Von den 22 Reichstags-Wahlkreisen des nördlichen Bayerns gehöre uns aber nur einer, der Wahlkreis Nürnberg-Altdorf. Die 21 anderen Kreise müßten nun gründlich bearbeitet werden, damit wir bei den nächsten Wahlen einen großartigen Erfolg verzeichnen könnten. Die vorzunehmende Agitation bestehe 1. im Abhalten von Versammlungen, 2. dem Vertheilen von Broschüren, 3. der Agi- tation von Mann zu Mann. der mündlichen Agitation. Ter beste Agitator sei natürlich die Presse, welcher besondere Auf- merksamkeit gewidmet werde» müsse. Wo Versamnilungen möglich seien, müßten solche- abgehalten werden, wo dies nicht angeht. Broschüren und Flugblätter Bresche schießen, um ein späteres Nachdrängen zu ermöglichen. Um die Saalabtreibereien zu verhüten, empfahl Oertel, bei Abmachungen mit den Saalbesitzern die bereits abgefaßten und in den Druck gegebenen Mielhsverträge zu benühen, in denen im Falle der Nichteinhaltung der gegebenen Zusage eine Konventional» strafe festgesetzt ist. Man soll« aber die Wirthe, die wirthschast- lich von den„Autoritäten" am Orte fabhängig sind, durch einen Boykott nicht hineinreiten. Ferner empfiehlt er, an jedem Ort einen Vertrauensmann zu bestimmen, der mit dem Agitationsvereln sich in Verbindung zu setzen hat: oder es sollen besähigte Ge- nossen dem Agitationsverein als Mitglieder beitreten, aber nicht mehr als je ein Mitglied an jedem Orte, da sonst die Polizei einen Verein konstruiren könnte und nach dem bayerischen Vereinsgesetz ja ein Jnverbindungtrcten politischer Vereine zu deren Auflösung führe. Man solle Wahlvercine gründen, welche die örtliche Agitation betreiben, selbstverständlich aber nicht mit dem Agitationsverein in Verbindung treten. Die Genosten müßten dafür sorgen, daß die Adressen von Leuten, die uns nicht unsympathisch gegenüber stehen, dein Agitationsverein übermittelt werden, um ihnen Material zusenden und sie für unsere Sache prinzipiell heranziehen zu können. Ein speziell für die schwarze Oberpfalz berechnetes Flugblatt sei bereits im Druck und solle dann en nmsso hinausgeworfen werden. Später wurden dann weitere auf die Verhältnisse zugeschnittene Flugblätter folgen. Nachdem die Dclegirten Bericht erstattet hatten, woraus zu entnehmen war, daß überall der Boden für unsere Bewegung ein guter ist, die Schwierigkeiten, welche der Agitation entgegen- stehen, aber sehr erheblich sind, und der Tagesordnungspunkt „Die Presse" sehr reiflich erörtert worden war, erklärte die Kon- ferenz einstimmig das„Bayerische Wochenblatt I zum Parteiorgan für das gesammte nördliche Bayern und ver- pflichtet sich, für weiteste Verbreitung desselben in den seitherigen Leserbezirken, sowie für immer weitere Ausdehnung dieser Kreise ununterbrochen thätig zu sein, soweit nicht die„Fränkische Tages- post"(„Fürther Bürgerzeitung") in den betreffenden Bezirken verbreitet ist oder deren Verbreitung aus taktischen Gründen wünschenswcrther erscheint, als die eines wöchentlich ecscheinenden Blattes. Die Vertrauensleute der Partei sollen mit allen Kräften dahin zu wirken suchen, daß nicht nur in den Arbeiter- kreisen ihrer Wohnorte für das Abonnement eines der beiden Blätter systematisch gewirkt wird, sondern ins- besondere solche in den öffentlichen Lokalen, in Städten und auf dem Lande, in denen Genossen verkehren, aufgelegt werden. Die Konserenz beschloß serner, daß im nächsten Jahre, im Laufe des Septembers, wieder eine Konferenz der Sozialdemokraten ?tordbayerns stattzufinden hat. Die Einberufung dieser Konferenz ist dem Agitationsverein, der auch die Tagesordnung festzustellen hat, übertragen. Weiler wurden einige Parteigenossen beauftragt, sich mit dem südbayerischen und dem pfälzischen Agitationskomilee ins Einver- nehmen zu setzen, um im Laufe des nächsten Frühjahrs einen all- gemeinen bayerischen Parteitag einzuberufen, der sich hauptsäch- lich mit den nächsten Landtagswahlen zu beschäftigen haben wird. Wegen Beleidigung eines Kürassier-Sergeanten soll der Redakteur Ewald von der„Brandenburger Zeitung" 20 M. Strafe und die Kosten bezahlen, wird jedoch Revision anmelden. Der Soldat hatte als Führer einer Patrouille sich eines Haus- sriedcnsbruchs schuldig gemacht, was das Gericht auch zugab. DaS Gratisbrot, welches bisher den Güsten der meisten Restaurants in beliebiger Menge zu den Speisen geliefert worden ist, fängt an, den Gastwirthen Kopfschmerzen zu machen. Der Verbrauch desselben hat in der letzten Zeit bedenklich zugenommen. Die Ursache ist natürlich in der Steigung der Preise für Lebens- mittel und in der damit Hand in Hand gehenden Schmälerung des Geldbeutels der Konsumenten zu suchen. Falls der Gastwirth die Preise für die Speisen nicht gleichfalls erhöhen will, was ihm übrigens die Konkurrenz kaum gestattet, sieht er sich genöthigt, die Portionen kleiner zu machen. Die Folge davon ist, daß der Gast, dem sein Geldbeutel gerade in Zeiten der Roth eher eine halbe als eine doppelte Portion rathsam erscheinen läßt, dem Brote fleißiger zuspricht, und da dieses auch noch von Tag zu Tag kleiner wird, so muß er ihm doppelt fleißig zusprechen. Die Berliner Gastwirths-Jnnung hat sich bereits mit dieser Frage beschäftigt, und es ist der Vorschlag gemacht worden, das Zubrot in Zukunft besonders zu berechnen. Sollte dieser Vorschlag angenommen und die Maßregel all- gemein eingeführt werden, so dürften zwei Klassen von Gästen davon nicht betroffen werden: die ganz reichen und die ganz armen. In den„feinen" Restaurants wird so wenig Brot zu den Speisen gegessen, daß es gegenüber dem Preise des Diners oder Soupers gar nicht in Betracht kommt, und es wird wahr- scheinlich selbst in den theuersten Zeiten nie einem Wirth ein- fallen, das Brot hier besonders berechnen zu wollen. In den „gewöhnlichen" Restaurants, den„Budiken", ist niemals Gratis- brot geliefert worden. In diesen Restaurants wird jedem Gast sein wohlabgemeffencs Stück Schwarzbrot hingelegt, und wer mehr haben will, hat die Stulle mit 5 Pf. zu bezahlen. Tie Gäste, welche in den„Budiken" verkehren, haben selbst in „guten" Zeiten stets einen so hungrigen Magen, daß der Wirth bei Lieferung von Gratisbrot bald auf den Hund kommen würde. Die Mitberechnung des Gratisbrotcs dürste sich am meisten für den Proletarier im besseren Rock fühlbar machen, dem sein „Stand" nicht erlaubt, in eine„Budike" zu gehen, und der bisher in den„soliden, bürgerlichen" Restaurants das magere Menu durch reichlichen Genuß von Zubrot aufzubessern gesucht hat. Vielleicht wird von jetzt an mancher von diesen Gästen in die„Budike" hinabsteigen, wo es weder Tischtuch, noch Serviette, noch Speisenkarte aiebt; denn wenn er das Zubrot schon bc- zahlen muß, dann kann er es da so gut wie dort bezahlen. Die zunehmende Theuerung und der wachsende Nothstand drückt die Lebenshaltung des Einzelnen immer mehr. herab. Der sogenannte „Mittelstand" wird bald ein Lied davon zu singen wissen. Natürlich haben die Gäste der„Budiken" nicht die geringste Veranlassung, darüber zu frohlocken, daß sie von dieser Brotfrage unberührt bleiben. Sie haben die allgemeine Theuerung schon viel früher merken müssen; denn die Speiseportwnen und das ubrot, das sie bezahlen mußten, sind längst kleiner geworden. erade sie mußten den Ausfall durch vermehrte Ausgaben decken, den der Besucher des„bürgerlichen" Restaurants bisher noch durch ein größeres Quantum von Gratisbrot ausgleichen konnte. Schreiberelend. Während die Organisation den Fach- arbeitern gegen maßlose Ausbeutung Schutz gewährt, sind die papiernen Tagelöhner, weil sie nicht zusammenhalten, gezwungen, zu jedem Preis, den der Arbeitgeber dillirt, ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Nicht nur der Mangel jeglichen Widerstandes durch eine feste Organisation, sondern auch der erschreckliche Ueberschuß an Arbeitskräften macht es den Unternehmern leicht, ihre An- gestellten auf das schamloseste auszunutzen. Das System der Lehrlingszüchterei ist bei keiner Kategorie von Arbeitern so aus- gebildet und dabei so rentabel, wie bei den Schreibern. In vielen Bureaus und Komtoirs sind gegen eine monatliche Ver- aütung, die sich höchstens auf 30 M. beläuft, ausschließlich Lehrlinge oder sogenannte„jüngere Schreiber" beschäftigt, welche nach kurzer Zeit schon dieselbe Arbeit leisten wie aus- gelernte Schreiber und dazu noch erstaunlich„billig" sind. Was aus ihnen wird, wenn ihre Lehrzeit beendigt und sie höhere Gehaltsansprüche zu machen berechtigt sind, darnach fragt kein Mensch. Wenn sie sich nicht mit einem armseligen Lohn von 60—70 M. begnügen wollen, finden sie überhaupt keine Stellung. Manche Gerichtsvollzieher und Rechtsanwälte zahlen noch weniger. Dabei dauert die Bureauzeit gewöhnlich 12 bis 11 Stunden mit kurzer Unterbrechung in der Mittagszeit und er- fordert das Jnstandhalten der Garderobe viel Geld, so daß zum Leben nicht viel übrig bleibt. Ten Gipfel der Ausbeutung aber erklimmen die Löhne der Adressenschreiber. 1000 Adressen wer- den jetzt mit 2—2,50 M. bezahlt, während man vor sechs Jahren 4—5 M. erhielt. Bedenkt man, daß eine geübte Hand in einer Stunde kauin 70 herstellen kann, so ivird man den obigen Akkord einen wirklichen Hungerlohn nennen müssen. Wann endlich werden die Lohnarbeiter mit der Feder an- gesichts dieser traurigen Zustände ihre Gleichgiltigkeit fahren lassen und einmüthig gegen ihre grenzenlose Ausbeutung Front machen. Moderne Raubritter. Spektakelstück in 2 Akten. Ort der Handlung Basel. Die Mitwirkenden bleiben vorsichtig hinter den Kulissen— ans Zartgefühl. Die Angefallenen auch— aber aus Schamgefühl. Den Beifall besorgen die Kapitalistenorgane aller Länder und Schattirungen.— Wenn Herr Wildenbruch aus diesem Vorwurf ein Spektakel-Drama reimen will, wir stellen ihm die Daten zur Verfügung. Weitere Details kann er aus unserem Redaktionsarchiv auch noch beziehen, wenn ihm das Nachfolgende nicht genügen sollte. In Basel eristiren zwei Banken. Die Baseler Checkbank und die Allgemeine Kreditbank. Diese hat ihren eigenen Pionier, das Winkelblatt„Kapitalist", das in der ganzen Schweiz, auch aus die Dörfer, verschickt wird. Der Pionier mußte Wochen lang die Lage der Checkbank grau in grau schildern. Der Köder muß sehr wirksam gewesen sein, denn die Leute bissen darauf an und verkauften Checkbank- Aktien in enormen Summen auf Zeit(die vollendetste Form des modernen Welt- Handels- Systems nennt man bei uns diese Institution). Als nun genug Gimpel auf die Leimruthe gegangen waren, d. h. als einige Tausend Aktien mehr verkaust waren, als in Wirklichkeit existiren, wurde die Schlinge zugemacht. Der„Kapitalist" mußte jetzt die Lage der Checkbank grüu in grün, den Farben der Hoffnung, malen. Die wirklichen Aktien befanden sich in festen Händen, nämlich denen der Allge- meinen Kreditbank und ihrer Mannen, der Raubritter. Das Kesseltreiben konnte beginnen. Im Handumdrehen steigerte man den Kurs der Checkbank-Aktien um mehr als 1000 Frks. Die auf Zeit verkauft hatten, konnten natürlich keine Wanre an- schaffen. Die Raubritter bestanden auf Lieferung, die Aktien stiegen also weiter und weiter, bis sie die schwindelnde Höhe von 1500 Frks. pro Stück erreicht hatten. Wahr- scheinlich hätten jetzt die Ritter den Bogen noch straffer gespannt, wenn nicht der Verwaltung der Checkbank selber das Gewissen geschlagen hätte. Sie fühlte sich jetzt zu erklären ver- anlaßt, daß ihre eigenen Aktien nur ca. 600 Franks werth seien. Gleich dem Suppen-Kaspar wollte sie von der Suppe nicht weiter essen, und nach berühmtem Varziner Muster spuckte sie den Rittern in die Suppe. Freilich, etwas spät! Etwas sehr spät sogar! Denn die Raubritter waren schon gesättigt. Wie Shylock auf seinem Schein, bestanden sie auf ihrem Schlußschein. Sie forderten von den Ausgeplünderten Lieferung der Stücke a tout prix. Da geschah etwas Unerwartetes, Unerhörtes, das sogar den weisen Rabbi den Akiba dementirte. Der Basler Börsen- Vorstand glaubte die Würde und das Ansehen des Basler Jobber- tempels bedroht und dekretirte, was folgt: „Zur Vermeidung des öffentlichen Skandals und um die Börse(ach, die reine!) aus der Schußlinie des Spektakels zu bringen, sind die Basler Check-Bank-Aktien von der Börse zu entfernen. Sie sind verbannt." Punktum!!! In der Praxis hatte die Bannbulle natürlich nichts mehr zu bedeuten, denn, ob mit oder ohne Notiz an der Börse, die Ver- käuscr müssen die Aktien liefern; und wenn sie sie nicht von der Börse mehr beziehen können, dann müssen sie sie eben von den Entrepreneuren des Schwindels, den Raubrittern selber, kaufen, die ihnen nunmehr den Preis hierfür ohne Mitwirkung der Börse vorschreiben. Thätsächlich soll die Mehrzahl der Leidtragenden denn auch bereits zu den höchsten Tageskursen die schuldigen Stücke von der Allgemeinen Kreditbank im Wege des Kompromisses an- gekauft haben. Die Säumigen werden hingehen und das Gleiche thun. Dann werden die Aktien wieder auf 600, vielleicht auch 300 Franks fallen, die Bannbulle wird aufgehoben werden, der Börsenvorstand hat den Schein der Tugend gerettet, er hat An- fpruch auf die römische Tugendrose, und der Vorhang kann fallen. Das Stück ist aus------------ Aber wir sagten schon. Es hat zwei Akte. Der zweite spielt auch bei uns. Dieses schamlose Ausplündern von ahnungs- losen Kapitalisten durch Vorspiegelung falscher Thatsachcn, sollte man meinen, würde bei uns einen Sturm der Entrüstung hervor- rufen. Zum Mindesten hatten wir geglaubt, würden die wasch- echten Antisemitenblätter vom Schlage des„Reichsboten" und der„Vossischen Zeitung" sich bekreuzigen und ausrufen:„Herr Gott, wir danken Dir, daß wir nicht so sind, wie die in der Schweiz." Aber nichts von dem ist uns zu Gesicht gekommen. Und die Unabhängigen? Wo sind sie, die aus ihre reine Börsen- moral, auf ihre absolute Unabhängigkeit pochen, die„Kölnische". das„Tageblatt" et tutti quanti? Sie schweigen, weil sie in dem Checkbank- Korner einen ganz legalen Handel erblicken, oder weil sie die Skandalosa aus Rücksicht auf das Hans Burgstraße 23 nicht weiterverbreiten wollen. Und endlich der Unabhängigen Unabhängigster, die„Frankfurter Zeitung". Sie entblödet sich nicht zu schreiben: „Hiernach hat sich also in Basel, nachdem durch Beschluß des Börsenvorstandes die Checkbank-Aktien aus der Börse entfernt worden sind, ein Markt außerhalb der Börse gebildet; Verkäufer und Käufer treten auf, und Abschlüsse werden gemacht, ohne daß für Nachfrage und Angebot, wie für Bemessung des Preises die öffentliche Kontrolle besteht, welche der Verkehr innerhalb der Börse bietet. Damit bestätigt sich von Neuem, daß es zu weit- gehend und nicht zu billigen ist, wenn in Basel dem Börsen- vorstände das Recht zusteht, ein dort offiziell nottrtes Papier lediglich wegen eines Korners aus dem Koursblatte zu streichen." Das heißt eine Verurtheilung des immerhin ehrbar ge- dachten Vorgehens des Baseler Börsenvorstandes in optima forma. Wahrlich,«in eklatantes Beispiel für die Kapitalistennatur unserer gesammte» Bourgeoisblätter. Schabt nur an ihnen und ihre wahre Kapitalistennatur kommt stets zum Vorschein. Daß sich die Angestellten der Zigarrenhändler gegen die Beschneidung der Sonntagsruhe zu wehren suchen, scheint die Chefs arg zu verschnupsen. Die„Deutsche Tabak-Zeitung" pole- misirt gegen die Veröffentlichung der Firmen, welche die be- treffende Petition zur Unterschrist auslegen, mit der Begründung, „daß durch den strengen Sonntagsschluß Hunderte von Gehilfen brotlos werden würden." Das soll nur die Thatsachen ver- schleiern. Der Geschäftsverkehr, der sich jetzt bis zu siebzehn Stunden den Sonntag über Hinzieht, wird auf fünf Stunden beschränkt; das Bedürsniß der Konsumenten bleibt unberührt nnd wird dann Sonnabends oder am Sonntag Vormittag befriedigt werden, wo ja dann der zu starke Geschäftsverkehr dieselben Konsequenzen haben müßte, die die„Deutsche Tabak-Zeitung" für den Sonntag Nachmittag deduzirt, nämlich einen Mehrbedarf von Hunderten von Gehilfen. Wenn übrigens den Zigarren- Händlern die stellenlosen Gehilfen so sehr am Herzen liegen, so ist es ihnen ja unbenommen, für jeden Gehilfen, der jetzt siebzehn Stunden arbeitet, zwei Gehilfe» mit der Hälfte der Arbeitszeit schichtweise zu beschäftigen. Das würde besser wirken, als frag- liche Petition. Im klebrigen verweisen wir nochmals auf den Sprechsaal. Ein schwerer NugliickSfall hat sich gestern Morgen in der achten Stunde auf dem Neubau Brunneustr. 17 ereignet. An der soeben erst fertiggestellten steinernen Treppe klopfte im vierten Stockwerk ein Maurerlehrling herum, als dieselbe, da die Ver- bände noch nicht genügend erhärtet waren, infolge der Er- schütterung in sich zusammenstürzte und die Trümmer den Burschen bis ins unterste Stockwerk mit sich hinabrissen. Stark blutend und anscheinend schwer verletzt wurde der Verunglückte vermittelst Droschle nach der Charitee überführt. " " Die Nachricht von der Verhaftung des Kommis Schweitzer, welcher des Mordanschlages gegen ben Dr. jur, Brager beschuldigt ist, bestätigt sich. Derselbe befindet sich bereits im Untersuchungsgefängniß zu Moabit. Friedrichshagen. In den Lese- und Diskutirabenden des Arbeiter Bildungsvereins wurde bis jetzt über den ProgrammEntwurf und die Organisation der Partei diskutirt. Die Distuffionen trugen viel zur Belehrung der Genossen bei und erweckten viel Intereffe, so daß diejenigen, welche erst einmal daran theilnahmen, fast regelmäßig zu den betreffenden Abenden erschienen. Im Uebrigen wäre es wünschenswerth, daß die hiesigen Genossen sich etwas mehr daran betheiligten. Bu er wähnen ist noch, daß die Lese- Abende nur am Montag um 9 Uhr im Restaurant Lerche( Rundtheil) stattfinden. Gerichts- Beitung. Soziale Uebersicht. genommen und Arbeiter. in des ftet Kon Bei bei alle tar red 52 jah den scho Ga 111a feff wel zäh Da Lich ma spri hat ชิน 29 187 Ma 189 wil befo 15 Die in tom tigh bis führ Fuß Day 19 100 Kin Acke Heiteres. Der Staatsbürger Zeitung" genügen die von als fünfstündiger Beweisaufnahme folgten die 11/2 stündigen lässiger, sondern ein wissentlicher Meineid vorliege, die Straf Thr doch so vielgeschmähten Juden in den Reihen unserer Partei Plaidoyers des Staatsanwalts Riegel und des Vertheidigers fammer erklärte sich deshalb für unzuständig und verwies immer noch nicht. Weil die Frau unseres Genossen Liebknecht Rechtsanwalt Heine. Der Staatsanwalt beantragte gegen: die Sache an das Schwurgericht. Nach einer umfangreichen Natalie heißt, stempelt die„ Staatsbürger- Zeitung" fie zur Jüdin. Wagenknecht wegen Verbreitung verbotener Druckschriften Beweisaufnahme fiel der Spruch der Geschworenen zu Gunsten Wie steht es denn da mit der serbischen Königin? Auch Lieb- 1 Jahr Gefängniß, wegen Geheimbündelei 1 Jahr, zusammen der Angeklagten aus, welche darauf freigesprochen wurde. fnecht's Schwiegersohn, Bruno Geiser, den die Staatsbürger- 1 Jahr 6 Monate Gefängniß; Behr 3 Jahre bezw. 1 Jahr, Zeitung" noch in Stuttgart sein läßt, muß ein Jude sein. zusammen 3 Jahre 6 Monate Gefängniß; Briel: Und der fromine Reichsbote" druckt diese hochwichtige Nachricht in eyer 8 Jahre bezw. 1 Jahr, zusammen 3 Jahre 6 Monate sofort nach. Gefängniß; Tanner wegen Beihilfe zur Verbreitung verbotener Druckschriften 1 Jahr Gefängniß; All weyer wegen Herr Fritz Schönberg in Berlin, wohnhaft Schönhauser Anstiftung bezw. Beihilfe zur Druckschriften- Verbreitung 1 Jahr, Allee 186a, Mitglied des Vereins der Gastwirths- Gehilfen, bittet wegen Geheimbündelei 1 Jahr, zusammen 1 Jahr 9 Monate uns mitzutheilen, daß er mit dem in gestriger Nummer erwähnten Gefängniß und gegen Weibel wegen Anstiftung zur Ver- der Bälgemacher und Stimmer in der Fabrik Achtung, Musikinstrumenten Arbeiter! Der Streit Kellner Schönberg, welcher wegen Verdachts der Mitwissenschaft breitung 2 Jahre, wegen Geheimbündelet 1 Jahr, zusammen an dem in Tempelhof am Montag geplanten Einbruch bezw. 2 Jahre 6 Monate Gefängniß.- Rechtsanwalt eine verändert fort. Es ist der Firma nicht gelungen, namentlich von Pietschmann u. Söhne in Berlin dauert unRaubmord verhaftet wurde, nicht identisch ist. Um dasselbe beantragte aus thatsächlichen und juristischen Gründen die Frei- hinsichtlich der Bälgemacher, Ersatz zu schaffen; die eingestellten ersucht uns der Kellner Karl Benno Max Schöneberg, Naunyn- sprechung der Angeklagten.- Die Einzelheiten der BeweisMädchen entsprechen nicht den gestellten Anforderungen. straße 5. aufnahme entziehen sich, da die Deffentlichkeit bis zur verfündung ausgeschlossen blieb, der Wiedergabe. Im All- Rollegen, die Aussichten find also nicht ungünstig, sofern Ihr den gemeinen haben, dem Vernehmen nach, Wagenknecht und Buzug fern haltet. Vorzüglich fucht man jetzt Buchbinder in die Fabrik zu locken. Ursache des Streifs war ein 10 prozentiger die Berbreitung der Druckschriften zugestanden, aber behauptet, Bei der jegigen theuren Zeit noch Lohnabzüge; dieser Hinweis Behr ihre Zugehörigkeit zur anarchistischen Partei und auch Abzug von unseren ohnehin niedrigen Löhnen( 15-21 Mart). daß er Den Inhalt derselben nur zum Theil ge- wird Euch genügen, Kollegen, um Gure Schuldigkeit voll und kannt haben. Brielmeyer soll zugestanden haben, ganz zu thun. Schon dauert der Kampf die fünfte Woche, was fie daß vor der von ihm betriebenen Verbreitung anarchistischer Schriften fich der Polizei als Vigilant angeboten das heißt, weiß Jeder! Agitirt deshalb aufs Nachdrücklichste für unsere Sache. habe. Er will nicht Anarchist sein, sondern nur beabsichtigt haben, mit der von ihm entwickelten Thätigkeit Geld zu ver- Die Agitationskommission der Musikinstrumentendienen. Allweyer bekannte sich in der Theorie zwar zum J. A.: Ernst Sparfeld, Sorauerstr. 27. Anarchismus, will aber den Brielmeyer nur insoweit angestiftet Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck ersucht. haben, daß er ihm aus seiner Erfahrung heraus den Rath ertheilt habe, nicht nach Konstanz, sondern nach der Schweiz zu Oranienburg. Am 23. September legten die Weißgehen. Weibel bestritt, Anarchist zu sein und behauptete, zu den gerber der Firma E. Pohlmann hierselbst, 25 an der C. Kommunisten beziv. Sozialdemokraten sich zu rechnen. Tanner Bahl, infolge von 18 prozentiger Lohnreduktion die Arbeit nieder. Polizeibericht. Am 24. d. Mts. Nachmittags wurde vor ist am wenigsten belastet; er hat sich als Deckadresse gebrauchen Die Streifenden appelliren an das Solidaritätsgefühl unserer dem Hause Mohrenstr. 63/64 ein siebenjähriger Knabe von einer lassen und dafür Geld erhalten. Genossen, sie in diesem aufgedrungenen Lohnkampfe moralisch Droschte überfahren und erlitt eine Quetschung des linken Unter- Der Gerichtshof hielt es nicht für zweifelhaft, daß den An- und materiell zu unterstügen, damit sie den Sieg zu erringen schenkels. Er wurde nach der elterlichen Wohnung gebracht.- geklagten bekannt war, daß die Autonomie" ein Organ vermögen. In der Zuversicht, daß sie die Arbeiter Deutschlands Vor der Einfahrt zum Biftoriaspeicher, Köpnickerstr. 24, wurde zu ist, durch welches die verschiedenen Klassen der Bevölkerung zu hinter sich haben, senden allen Genossen ihren solidarischen Gruß: derselben Zeit ein dreijähriges Mädchen von einem Lastwagen Gewaltthätigkeiten aufgereizt werden sollen. Der Gerichtshof hat Die ausständigen Weißgerber der Firma überfahren und erlitt eine bedeutende Quetschung der Brust. in dieser Beziehung Behr und Brielmeyer als Thäter, G. Pohlmann. Nachmittags wurde vor dem Hause Liesenstr 11a ein zweijähriger Weibel als Anstifter, Tanner und AII weyler als Beihelfer Knabe von einem durchgegangenen Pferde überrannt und erlitt für schuldig befunden, dagegen nicht als erwiesen erachtet, daß Theodor Mohaupt, Weißgerber, Mühlenstr. 8. Etwaige Geldsendungen und Briefe sind zu richten an hierbei eine Gehirnerschütterung. Im Laufe des Tages fand Wagenknecht bei der Verbreitung betheiligt war. Wagenknecht, Augusta- Allee 29 cin kleines Feuer statt. Behr, Brielmeyer, Weibel und Allweier sind außerdem schuldig Ueber die Lohnbewegung unter den Schlächtergesellen befunden, an einer Verbindung Theil genommen zu haben, deren Braunschweigs wird der„ Magdb. 8tg." geschrieben:" Da sich Dasein, Verfassung oder Zweck vor der Staatsregierung geheim die Meldung, daß die Meister auf ihrem alten Standpunkte begehalten werden soll, in welcher gegen unbekannte Obere Gehorsam harren würden, bestätigt hat, so ist der Ausstand ganz unverversprochen wird und zu deren Zwecken gehörte, Maßregeln der meidlich. Die Gefellen sind in das Lager der Sozialdemokratie Verwaltung oder die Vollziehung von Gesetzen durch ungefeßliche gedrängt, von der Generalfommission mit offenen Armen aufNach Ansicht des das ist die erste Etappe der Bewegung Mittel zu verhindern oder zu entkräften. Ueber den Anarchistenprozeßt, der augenblicklich in Moabit Gerichtshofes haben die Angeklagten zweifellos gewußt, daß dieser die Reihe der Fachvereine eingetreten. Jetzt beginnt der offene derhandelt wird, schreibt uns ein bürgerlicher Berichterstatter: Der Prozeß gegen die sechs Anarchisten, welcher heute Vor- 3weck der Verbindung, die ihre Zentralleitung in London hatte, Kampf, sofern nicht noch in letter Stunde die Innung die weiße mittag vor der III. Straftammer hiesigen Landgerichts I begann, beiwohnte. Der Gerichtshof verurtheilte demgemäß Wagen Fahne aufhißt. Nachdem die Innung die Gründung des Fachnecht zu 6 Monaten Gefängniß, Behr zu vereins nicht verhütet hat, gedenkt sie jetzt den Verein zu sprengen, hatte die Physiognomie des Gerichtsgebäudes nur wenig verändert. Allerdings fand bei Aufruf der Sache ein ziemlich starker 2 Jahren 6 Monaten, Brielmeyer zu 1 Jahr indem sie nur Gehilfen beschäftigen will, welche aus dem Verein ändert. Allerdings fand bei Ausruf der Sache ein ziemlich starker 6 Monaten, Tanner zu 6 Monaten, Weibel zu wieder austreten, bezw. ihm nicht angehören. Richtig ist, daß 6 Andrang von Sozialdemokraten männlichen und weiblichen Gefchlechts zum Zuhörerraum statt, welche ihr Interesse für die 2 Jahren und Allweyer zu 1 Jahr Gefängniß, das Schlächtergewerbe, wenigstens der Großbetrieb, nicht mehr ihnen augenscheinlich persönlich bekannten Angeklagten durch rechnete aber jedem Angeklagten 3 Monate auf die Untersuchungs- so viel wie früher auf die menschliche Arbeitskraft angewiesen Grüßen und Zunicken nach der Anklagebank hin bekundeten. Grüßen und Zunicken nach der Anklagebank hin bekundeten. haft an. Außerdem erkannte der Gerichtshof, daß die Nummern ist; denn die Maschine hat auch hier der Handarbeit großen Mehrere Schußleute waren zum Dienst im Gerichtsgebäude kom- 99, 106, 117, 123 und 124 der Autonomie", sowie das Flug- Abbruch gethan. Ganz ohne Gehilfen aber geht's doch nicht, mandirt, unter den Anwesenden bemerkt man auch den Chef der blatt" An die Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands" zu ver- und das hiesige Schlächtergewerbe hat jetzt, wo die Winterarbeit nichten seien. Bon den Augeklagten erklärten nur Brielmeyer beginnt, immerhin 800-900 Hilfsarbeiter nöthig." politischen Polizei, Polizeirath v. Maude rode. Angeklagt sind: und Tanner, daß sie sich bei dem Erkenntnisse beruhigen. 1. Der Eisenbobler Karl Wagenknecht, aus der Provinz Posen, Von den streitenden Glasarbeitern in Hörstel 2. Maler Albert Behr aus Berlin, 3. Buchbinder Christian Brielmeyer aus Konstanz, 4. Buchbinder Georg Tanner Die Angelegenheit des Baumeisters Alfr. Bornemann befinden sich noch 15 Mann im Ausstand. Die Uebrigen haben aus der Schweiz, 5. Schreiner Waibel aus Württemberg, ist gestern vor der 87. Abtheilung des Schöffengerichts zu einer anderweitig Arbeit bekommen. Der Streit ist infolge von Zuzug 6. der Schreiner All weyer aus Stuttgart. Ein fiebenter An- friedlichen Lösung gelangt. Im April v. J. benußte Bornemann auswärtiger Arbeiter erfolglos gewesen. drei Tage hintereinander die Droschte erster Klasse des Kutschers getlagter, der Goldarbeiter topp, ist flüchtig. Die Anklage Steinecke, am ersten Tage in Begleitung eines ihm befreundeten beendet schien, gewinnt von Neuem an Ausdehnung. Diejenigen Tautet auf Aufreizung, Angehörigkeit zu einer geheimen Ber- Rriminalkommiffars. Die Fahrt hatte am ersten Tage mit bindung, wobei unbekannten Personen Gehorsam versprochen und geleistet wird, Majestätsbeleidigung, Verbreitung verbotener häufigen Unterbrechungen 14 Stunden gedauert und wurde der Meister, welche den Gesellen bereits Ronzessionen gemacht hatten, Druckschriften( Londoner Autonomie") und Anstiftung bezw. Bei Rutscher ohne Geld enllaffen, aber mit der Aufforderung, sich am baben diese wieder zurückgezogen. Eine neue Art Streik haben die Weber einer 2iller folgenden Mittag auf dem Polizeipräsidium einzufinden, es solle hilfe dazu. Die Angeklagten sind durchweg mittleren oder jüngeren bann mit ihm abgerechnet und die Fahrt fortgesetzt werden. Fabrik begonnen. Gegen eine Lohnreduktion, die ihnen von Alters, Brielmeyer ist erst 1870 geboren. Den Vorsiz im Steinede stellte sich auch ein, erhielt aber nur von dem betreffen- Seiten der Direktion aufgedrungen werden sollte, hatten sie Gerichtshofe führt Landgerichtsrath Althaus, die Anklage- den Kommissar sechs Mark als dessen Antheil, den er beizutragen energisch protestirt, waren aber damit abgewiesen worden. Trotzbehörde vertritt Staatsanwalt Riegel, die Bertheidigung hatte, wegen der weitaus größeren Hälfte wurde er an dem kamen sie zur Fabrik, nicht aber, um zu arbeiten, sondern führt Rechtsanwalt Heine. Nach Verlesung des Anklage- Bornemann verwiesen. Der Zetztere benutzte das Fuhrwerk um mit gekreuzten Armen vor ihrer Arbeit fizen zu bleiben. beschlusses beantragte der Staatsanwalt den Ausschluß der Deffent- wieder bis in die Nacht hinein, der Kutscher fand sich aber Angesichts dieser Situation ließ der Chef die Fabrikthore öffnen, lichkeit, weil die öffentliche Ordnung durch das Bekanntwerden der Einzelheiten gefährdet erscheine. Der Vertheidiger hielt es in seiner Hoffnung, nunmehr für beide Tage Bezahlung zu er aber fein einziger Weber verließ seinen Arbeitsplatz vor Abends gerade im Jnteresse der öffentlichen Ordnung für wünschenswerth, halten, getäuscht. Bornemann gab nur eine Abschlagszahlung 7 Uhr. Saß das Publikum gerade über den Juhalt der Anklage aufgeklärt beffen Guthaben nunmehr auf 90 M. augelaufen war, auf endvon 18 M. Am Abende des dritten Tages bestand der Kutscher, werde. Vor einigen Jahren habe er die Angeklagten Wagenknechtliche und Behr in einem Anarchistenprozeß vor dem Reichsgericht in liche Abrechnung, er wurde wieder vertröstet und fuhr nach Leipzig vertheidigt, wo es sich um viel Schwereres handelte, ohne längerem Warten vor einem Restaurant, das sein Fahrgast be daß damals die Deffentlichkeit ausgeschlossen wurde. Er stelle fucht hatte, ohne Geld davon. Trotz seiner Bemühungen hatte Der Kongreß der österreichisch ungarischen Mühlener bis zum heutigen Zage fein Geld erhalten können, er flagte, die Deffentlichkeit dagegen anheim, insoweit ausnur zuschließen, als es sich um die Verlesung der verbotenen Druck- aber ohne praktischen Erfolg, denn der Beklagte hatte bereits den arbeiter, welcher Mitte August in Prag tagte, war von schriften handele. Die Angeklagten erklärten, gegen den Aus- Offenbarungseid geleistet und die Zwangsvollstreckung fiel frucht- 284 Delegirten aus allen Theilen Desterreich- Ungarns besucht. fchluß der Oeffentlichkeit nichts einzuwenden zu haben. Deros aus. Nun nahm sich der Verein der Droschkentutscher des Derselbe beschloß u. A., ein Fachblatt in deutscher und czechischer Gerichtshof beschloß den vollständigen Ausschluß der Deffentlich: Steinecke an, im Fahrhalter" wurde das Verhalten Borne Sprache herauszugeben. Die erste Nummer dieses Blattes erschien teit. Dem Vernehmen nach ist der Ursprung dieses Prozesses mann's, der auch andere Rutscher geprellt haben sollte, gefenn am 11. September in czechischer Sprache, während die deutsche in einem eigenthümlichen Zufall" zu finden. Brielmeyer wurde zeichnet und vor ihm gewarnt und Steinecke wurde be- Nummer am 9. Oftober erscheinen wird. Anfangs März in Konstanz auf Grund eines von ihm an seine wogen, gegen Bornemann Strafantrag wegen Betrugs zu stellen. Um den Beschlüssen des internationalen Kongresses Der Staatsanwalt verhielt sich ablehnend, eine beim StammerGeliebte gerichteten Briefes unter dem Verdachte des Mordes gericht eingereichte Beschwerde hatte aber Erfolg. Der Angeklagte 3 Brüssel gerecht zu werden, beabsichtigen auch die Pariser verhaftet. Wenn sich dieser Verdacht auch nicht begericht zu stätigte, so fand man bei ihm doch Bornemann bestritt im gestrigen Termin, daß er den Kutscher Arbeiter ein Arbeiter Generalsekretariat zu eine Reihe anarchistischer Schriften und einen Brief, welcher dar- habe prellen wollen, er halte dessen Forderung für zu hoch und errichten. habe ihn deshalb nicht befriedigt. Er sei bereit, ihn auf der auf schließen ließ, daß er anarchistische Schriften nach Stelle zu bezahlen. Der Vorsitzende war damit einverstanden und Retete cheie nach dieser Richtung hin weiter an ebenso der Broschenkutscher, der schmunzelnd die 65 M. einstrich, liegen in bestandigem Streit mit den Unternehmern. Ein Stein gestellten Ermittelungen haben dann ein Zusammenwirken der die der Angeklagte aufzählte, mehr hatte derfelbe nicht bei sich. in Händen der Gewerke sind. Daher kommt es nicht selten zu Angeklagten ergeben, aus welchen schließlich die Anklage ent- Der Gerichtshof folgte den Ausführungen des Vertheidigers, Ausständen, wenn selbe zunächst auch nur örtlich begrenzt sind. standen ist. Der Ausgangspunkt der von den Angeklagten ge- Assessor Schwarz, daß weder ein Betrug, noch eine betrügerische Am 2. September find in Marles 550 Bergleute aus solcher meinsam unternommenen Machinationen scheint in Stuttgart zu Absicht vorliege und fällte ein freisprechendes Urtheil. suchen zu sein; von dort ist Brielmeyer nach Konstanz gegangen Ursache nicht eingefahren. und von hier aus sind die anarchistischen Schriften über die Die lebung im Gäusemarsch" hat sieben jugendlichen In Hull( England) tagte am 22. d. Mis. die Schiffs= Grenze geschafft worden. Es soll sich hauptsächlich um eine Flug- Handlungsbeslissenen, welche in der Nacht zum 28. Juni cr. in lader= und Hafenarbeiter Union. Nach dem schrift An die Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands" nnd einem in der Andreasstraße belegenen Restaurationslokale die verschiedene Nummern der Zeitschrift„ Autonomie" handeln. Die Beendigung der Lehrzeit des einen von ihnen gefeiert haben, eine Jahresbericht des Berichterstatters Ben Tillet umfaßt dieselbe feßt ziemlich 120 000 Mann. Packete mit den Druckschriften sind hier an den Angeklagten Behr Anklage wegen groben Unfugs zugezogen, welche geſtern legt ziemlich 120 000 Mann. abgefandt und dabei ist der Inhalt als Schieferpappe" vor der 95. Abtheilung des Berliner Schöffengerichts zur Ver- Verschollene und verlorene Schiffe der Hamburger deklarirt worden. Behr und Wagenknecht sind übrigens im Jahre handlung gelangte. Von dem Erlaß eines Strafmandats wurde Rhederei, das ist ein betrübendes Kapitel. Nach amtlichen 1890 mit dem Schneider Reinhold und dessen Frau wegen Hoch- abgesehen, weil einige der fehr vergnügt gewesenen Festtheilnehmer Mittheilungen betrug der Verlust in den letzten zehn Jahren: verraths und Majestätsbeleidigung angeklagt gewesen. Sie noch unter 18 Jahre alt sind. Der Gerichtshof nahm an, daß wurden damals freigesprochen, während Frau Reinhold zu sechs durch den Gänsemarsch unter allen Umständen eine Belästigung Jahren Buchthaus verurtheilt wurde. Behr gilt bei der Polizei der Passanten eintritt, erachtete aber das geringste Strafmaß von behörde als der geistige Leiter der Berliner Anarchisten und je 1 M. für angemessen und erkannte darauf. Wagenknecht, der sich einige Beit in London aufgehalten, stand an " Der Streit der Weißgerber in Genua, der schon Der Delegirtentag der österreichischen Berg und Süttenarbeiter ist auf den 18. und 19. Oftober verschoben worden, da die getroffenen Vorbereitungen nicht genügten. Die Berglente im Bezirke Pas de Calais( Frankreich) 1881 1882 • · 18 Schiffe 19 . " 1883 35 • " 1884 13 " 1885 21 " 1886 17 " 1887 13 " 1888 1889 B " 1890 20" 17# 13 hier in Berlin in lebhafter Verbindung mit ihm. Ihre Haupt- Zum Kapitel der kleinen Ursachen und großen aufgabe soll in dem Einschmuggeln anarchistischer Schriften Wirkungen" lieferte die gestrige Schwurgerichts- Verhandlung nach Desterreich und Deutschland bestehen. Wie der Eröffnungs- des Landgerichts I einen bemerkenswerthen Beitrag. Auf der beschluß erkennen läßt, steht die Anklagebehörde auf dem Stand- Anklagebank hatte eine 73 jährige Greisin, die Wittwe 3., Play punkte, daß diese Autonomie" eine Organisation besitzt und daß zu nehmen. Sie ist Eigenthümerin eines Hauses in der Köthenerdie ganze Vereinigung, welche in London in einem eigenen straße, in welchem im Oktober 1885 ein Frl. B. eine Wohnung Klublokale ihre Konferenzen abhält, einen Geheimbund" miethete. Kaum war die Lettere eingezogen, als sie auf dem Bum großen Theil fallen die Schiffe elementaren Ereignissen, darstellt. Unter den Zeugen befindet sich außer dem Korridor eine Art Schrank bauen ließ, der zur Aufnahme eines Wirbelwinden, Treiben auf Klippen u. dgl. zum Opfer. Es Kriminalkommiffarius Roeber und dem Schuhmann Richter Nachtstuhls dienen sollte. Die Vermietherin erhob gegen diese ist aber auch bekannt, daß gewiffenlose Geldmenschen feeauch der in Leipzig mit angeklagt gewesene Schneidermeister Neueinrichtung Einspruch und klagte schließlich auf Ermission. untüchtige alte Schiffe hochversichert auf Reisen schicken, von Hugo Reinhold, der Schneider Oskar Ko sto cz und das Die Mietherin berief sich darauf, daß Frau 3. ihr denen sie niemals wiederkehren. Die Fahrzeuge gehen auf der Klempner Jas mund'sche Ehepaar, bei welchem einmal ein beim Vermiethen ausdrücklich gestattet habe, die er Seereife elendiglich zu Grunde. Nettet sich die Mannschaft, gut, Packet für Behr unter unverfänglichen Umständen eingetroffen erwähnte Einrichtung anzubringen, und dies bestritt Frau 3. in geht das Schiff mit Mann und Maus unter, nun, so ist die Verwar. Da zahlreiche Schriftstücke zu verlesen und außerdem die jener Prozeßfache unter ihrem Gide. Es traten Umstände zu sicherungsprämie trotz alledem dem Schurken, der mit MenschenInterna der Londoner Autonomie" ans Tageslicht zu ziehen Tage, welche darauf schließen ließen, daß dieser Eid ein fahr- leben um des Mammons willen hazardirt, gesichert, und das ist und die Beziehungen der Angeklagten zu dieser Anarchisten- lässig falscher gewesen und Frau 3. wurde dieserhalb unter An- der Zweck, den er verfolgt. Ein bestimmter Prozentsatz ver vereinigung flar zu stellen sind, so zogen sich die Ver- tlage gestellt. Als die dritte Straffammer in diefer Sache verlorener und verfchollener Schiffe ist unseitig auf das Konto handlungen bis 6/ a Uhr Nachmittags hin. Nach mehr handelte, kam der Gerichtshof zu der Ansicht, daß kein fahr- solcher mörderischer Geldgier zu setzen. " bran Im t 18 18 18 18 18 18 Sei Bel Gen Ver im S habe indu find fern una die eing fabi nied Kon ofta beri Mor nach Vorj frag da t des treff Aus Vorj in 2 Aus band Wirk Arbe führ lofig ist en des schw Kon die den Sch so gr Kont briti es fi habe Bom Mär Aust engli hat, Die Zahl der Hotelfremden in Berku betrug 287 000 1883 1884 1885 1886 1887 1888 O . · 1889 1890 • . · 269 000 288 000 338 000 . 317 000 338 000 399 000 440 000 Die Lebendigkeit des Weltstadtverkehrs spiegelt sich deutlich in diesen Ziffern ab. Die Anziehungskraft der Reichshauptstadt, des sozialen und politischen Mittelpunktes Deutschlands, ist in stetem Wachsen. Und damit verschärfen sich auch die sozialen Kontraste. Wozu Mähmaschinen gut sind, darüber belehrt die„ Vossische Beitung" schmunzelnd ihre Bildungsphilister: als Schutzmittel beim Ausstand von Ernte Arbeitern. Die heutige Technik thut allerdings erfreulicher Weise ein Uebriges, um dem Landproletariat das Klassenbewußtsein beizubringen. V " betragen die Durchschnittslöhne in den Londoner Docks in der Kollegen wäre es deshalb, der Freien Vereinigung" beizutreten, Woche 12 bis 13 M. für einen Dockfarbeiter und 24 M. für einen welche bestrebt wäre, die Arbeitszeit möglichst einzufchränken. Bormann oder Kommis. Von seinem dürftigen Einkommen fann Es wurde weiter hervorgehoben, daß der Kapitalismus fich auch der Dockarbeiter nichts für das Alter oder einen Regentag schon des Barbiergewerbes zu bemächtigen beginne, indem große, zurücklegen. Seine Nahrung ist hauptsächlich Brot, sein Getränk mit allem Komfort ausgestattete Lokale eingerichtet würden, welche Thee mit oder ohne Milch, und ein gelegentlich auf einer Auktion die kleinen aufsaugten. Der Barbier müsse deshalb gleichfalls getauftes Stück Fleisch ist ihm ein Leckerbissen. Der wundeste zur Erkenntniß tommen, daß er nur Proletarier sei. Schließlich Bunkt in dem Leben des Dockarbeiters ist die Ungewißheit seiner wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Beschäftigung. Im Jahre hat er durchschnittlich nur sieben Die heute in Hensel's Salon tagende öffentliche Monate hiudurch Arbeit, und in dem Reste der Zeit stehen sie, Versammlung der Freien Vereinigung der Barbiere, wie ein Zeuge, Herr M. M. Carthy, Carthy, ingrimmig be Friseure und Perrückenmacher erklärt sich mit den merkt, an den Eingängen vor den Docks und hungern. Ausführungen des Referenten einverstanden und erhofft nur eine Die bekannte Londoner Zeitung, der Morning Ad- Verbesserung ihrer wirthschaftlichen Lage durch Vergesellschaftvertiser" bemerkt hierzu:" Es scheint allerdings hohe Beit, lichung des Grund und Bodens und der gesammten Produktionszu sein, derartigen Buständen ein Ende zu bereiten. Der Anblick mittel." des Arbeiters, welcher an einem falten Wintermorgen vor den Die Versammlung schloß mit einem dreifachen Hoch auf die Londoner Docks nach Brot und Arbeit schreit, ist, weil Wahrheit internationale Sozialdemokratie. und nicht Dichtung, weit schrecklicher als jede Tragödie, welche je auf Londoner Bühnen gegeben wurde." Schwer drückt auch Der Fachverein der Bürsten- und Pinselmacher hielt die Dockarbeiter die Zufuhr der ländlichen Arbeitskräfte, die am 20. d. M. eine außerordentliche Generalversammlung ab. dank der großkapitalistischen Entwickelung der Landwirthschaft, Die Tagesordnung lautete: Wie stellen sich die Mitglieder zur die in England mehr und mehr zur Weidewirthschaft und zu Auflösung des Fachvereins?" Kollege Bauer führte zu diesem deer forests, zu Jagdgründen! übergeht und Hände" über- Punkte aus, daß schon seit langer Zeit von den Kollegen der flüffig macht. Der Haub, welcher seit Jahrhunderten am Wunsch geäußert worden wäre, man möge sich einer Zentralbritischen Landvolk durch das Legen der Bauern, das Lichten der organisation anschließen. Der Unterstügungsverband, welcher schon Die Großindustrie Berlins entfaltet sich sehr rasch. Nach ländlichen Anwesen, die Einhegungen u. f. w. begangen wurde, feit Jahren besteht, war den Kollegen nicht genügend und schon veraltet; sie konnten sich nicht entschließen, demdem türzlich erschienenen Berichte der Zeltesten der Kaufmann macht sich heute fühlbar auch in der Verschlechterung der Lage u selben beizutreten; deshalb wurde vor 2 Jahren der schaft von Berlin zählte man in Berlin im Jahre 1879 im der Dockarbeiter. Ganzen 1118 feststehende Dampftessel und 938 feststehende DampfFachverein in Berlin gegründet, aber auch in anderen Städten Neber das neue Trockendock in Bombay( Ostindien) Deutschlands war man derselben Meinung wie in Berlin. Endmaschinen mit 19 378 Pferdefiäften und 93 bewegliche Dampf- schreibt das amtliche Handels- Archiv":" Die Hafenverwaltung lich wurde auf dem Kongreß zu Apolda beschlossen, eine Bentralteffel, von denen 74 mit Dampfmaschinen verbunden waren, hofft, daß mit Rüdficht auf die billigeren Arbeitskräfte.... von Organisation, welche den Zeitverhältnissen entspricht zu gründen. welche 548 Pferdekräfte aufwiesen. Im Jahre 1890 dagegen dem neuen Dock für die zwischen Europa und dem Orient ver- Der Referent betonte noch, daß er persönlich auf dem Boden der zählte man 1627 feststehende Dampftessel und 1363 feststehende kehrenden Dampfer, welche bisher nicht darauf angewiesen waren, Lokalorganisation stehe und führte hierfür die Gründe an, er Dampfmaschinen mit 45 821 Pferdekräften, außerdem 285 beweg- in Europa zu docken, in bedeutendem Umfange Gebrauch gemacht füge sich aber dem allgemeinen Wunsche der Kollegen und empfehle liche Dampffefsel und Lokomobilen, wovon 246 mit Dampf- werden wird." Wir zweifeln nicht, daß diese Hoffnung vollauf den Fachverein, der sich unter solchen Umständen nicht halten maschinen verbunden sind, die 2229 Pferdekräfte besitzen. in Erfüllung gehen wird. Billige Arbeitskräfte sind zu verlockend, fönne, zu Gunsten des Zentralverbandes der Arbeiter und Arbeials daß man nicht wie immer in folcher Sache so auch diesmal terinnen der Bürsten- und Pinselindustrie in Deutschland aufzuauf den famosen Schuß der nationalen Arbeit" pfeifen würde. lösen. Zu diesem Punkte sprachen die Kollegen Koyka, Die Spielfarten Fabrikation in Deutschland gedeiht recht munter. Im Etatsjahre 1890/91 waren 50 Fabriken gegen 52 im Vorjahr in Betrieb. Sie hatten am Schlusse des Etatsjahres 907 441 Spiele von 36 oder weniger und 241 476 Spiele von über 36 Karten im Bestand. Der gesundheitsschädliche Bleihüttenbetrieb ist sehr er sprießlich für die deutschen Unternehmer. Von allen Ländern hat Deutschland die schnellste Entwickelung der Bleiproduktion au rerzeichnen. Jim Jahre 1860 wurden in Deutschland 29 100 Tonnen im Werthe von 10,89 Millionen Mark gewonnen, 1870 bereits 59 000 Tonnen im Werthe von 20,53 Millionen Mark, im Jahre 1880 89 900 Tonnen zu 26,51 Millionen Mark, 1890 aber 99 400 Tonnen im Werthe von 32,54 Millionen Mark. Das in die Strafanstalten eingelieferte Material", will fagen die Gefangenen, hat nach den Feststellungen des bekannten Gefängnißpraktikers d'Alinge in den letzten 10 bis 15 Jahren förperlich und geistig sich entschieden verschlechtert." Die Entartung der Massen unter dem Druck der sozialen Misère tommt hier scharf zum Ausdruck. " In den Wiener Lebensmittel- Geschäften beträgt die tigliche Arbeitszeit der Handlungsgehilfen in der Regel sechzehn bis achtzehn Stunden. Das barbarische Verbot des Niedersezens führt zu schweren Erkrankungen: Krampfadern, Nervenleiden, Fußkrankheiten u. s. w. Von tansend Ausständen in Frankreich hatten 600 eine Dauer von weniger als 10 Tagen, 247 währten von 10 bis 19 Tagen, 57 von 20-29, 76 von 30-49, und 45 von 50 bis 100 Tagen. Großbritannien ist noch immer das Lieblingsreich von King Cotton, König, Baumwolle. Nach dem Berichte der Ackerbau- Abtheilung in Washington betrug der jährliche Verbrauch dieses wichtigsten Textilrohstoffes Im Durchschnitt Großder Jahre 1841-1845 1851-1855 1861-1865 1871-1875 1881-1885 1886-1889 britannien Europäisches Festland 521 300 000 750 100 000 628 600 000 1 228 600 000 1 441 100 000 in Pfund 267 200 000 451 400 000 455 400 000 856 600 000 1 314 900 000 1 510 100 000 1 508 700 000 NordAmerika 152 500 000 281 400 000 481 200 000 524 700 000 856 700 000 994 400 000 " 1 " Versammlungen. " Lindemann und Daun, darauf wurde die Auflösung des Fachvereins beschlossen und sämmtliche Mitglieder verpflichteten sich, dem Zentralverbande beizutreten. Es wurde dann eine Liquidations- Kommission gewählt, welche aus den Kollegen Koyka, Loose und Fellmann besteht. Unter Berschiedenem" fam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen mehreren Kollegen und Kartell der Berliner Bauhandwerker und Ban- dem Vorsitzenden des Unterstützungs- Verbandes, Daun, wegen des Arbeiter. Am Sonntag Vormittag fand im Feenpalast eine Bürsten- und Pinselmachers". Sollege Loose machte noch be öffentliche Versammlung der kartellirten Bauhandwerker und Bau- kannt, daß am 5. Oktober die nächste Versammlung stattfindet Arbeiter Berlins statt, deren erster Tagesordnungspunkt lautete: und in derselben der Anschluß an den Verband bewirkt werden Beschlußfassung über die Fensterfrage und soll. Die Kollegen wurden noch ersucht, ihre Pflichten zu er die Frage der offenen Roatsfeuer." Ueber diesen füllen und die noch restirenden Beiträge an das KommissionsPunkt referirte Thieme( Töpfer), welcher dabei die dies mitglied Loose, Röpnickerstr. 147, Hof 2 Tr., bis zum 4. Oktober bezüglich gefaßten Beschlüsse der Gewerkschaften der Töpfer, zu entrichten. entschlossenheit der Maler tadelte. Töpfer und Stuckateure haben Stuckateure und Maler in Betracht zog und die Unbekanntlich beschlossen, vom 19. Oftober bis 1. April auf Neu- für den 19. September eine Bersammlung veranstaltet, in welcher Der Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter hatte bauten nur bei verglasten Fenstern zu arbeiten, die Stuckateure Dr. Lütgenau über„ Gewerbe- Schiedsgerichte" referirte, wobei er fordern auch Beseitigung der offenen Koaksfeuer. Die Maler erwähnte, daß die Idee der Gewerbe- Schiedsgerichte schon älteren beschlossen, die beiden Gewerkschaften in ihrem Vorgehen moralisch Datums sei, denn in Frankreich beständen schon lange die und materiell zu unterstützen, lehnten aber eine grundsägliche Conseilles des Prud'hommes; von dort seien die GewerbeArbeitseinstellung zur Durchführung dieser Forderungen ab. Schiedsgerichte zunächst nach dem Elsaß, dann nach Belgien und Hohlwegler( Maler) rechtfertigte diesen Beschluß, jedoch den Rheinprovinzen gebracht worden. Seit 1829 besteht ein wo Töpfer und Stuckateure streifen. Nach eingehender Debatte, aber die Gemeindebehörden, denen die Ausführung anheim gehervorhebend, daß auch die Maler dort nicht arbeiten würden, dahin gehendes Gesetz für Westfalen, feit 1849 für ganz Breußen; in der Vertreter aller Gewerkschaften das Wort nahmen, unter stellt war, hätten nur wenig Gebrauch davon gemacht. Auch der diesen auch ein Bauanschläger, welcher auch für seine Gewert jetzt von der Regierung eingebrachte Entwurf stellte es in das schaft die Vortheile der verglasten Fenster in Anspruch nahm, Belieben der Gemeindebehörden, die betreffenden Gerichte einzutrotzdem sich die Bauanschläger dem Kartell nicht angeschlossen führen oder nicht. Was den Wahlmodus anbelangt, so bleibe haben, gelangte einstimmig folgende Resolution zur Annahme: das neue Gesetz weit hinter dem früheren zurück. Während in " Die heutige Versammlung der Bau- Berufsgenossen Berlins Frankreich das 21. Lebensjahr zum aktiven, das 25. zum passiven, erkennt das Vorgehen der Töpfer und Stuckateure in der be- in Desterreich schon das 20. Lebensjahr zum aktiven fannten Fenster- und Koakskorb- Frage für vollberechtigt an. Wahlrecht berechtige, das deutsche Gesetz erst gestehe Sie erwartet, daß die Unternehmer diesen aus sanitären Rück- dem 25- beziehentlich dem 30jährigen diese Rechte zu. Der Refe sichten gebotenen Forderungen feinen Widerstand entgegensehen rent schloß mit der Aufforderung, daß trotz der reaktionären Bewerden, verpflichtet sich jedoch da, wo es geschieht, diesen stimmungen des Gesetzes, die Arbeiter es benutzen möchten als Forderungen mit allen gesetzlichen Mitteln Geltung zu ver- eine Waffe in ihrem Kampfe gegen das Kapital. An der Disschaffen. Seiten bekämpft, vom europäischen Kontinent, wo vor allem Seitens der Maler gelangte folgender Antrag zur Annahme: Belgien, Deutschland, Frankreich, Desterreich in rapider Weise die Die in der heutigen Versammlung anwesenden Maler verGevebe- Industrie zum Aufschwung gebracht haben, und durch die pflichten sich, auf allen von den Topfern und Stuckateuren Vereinigten Staaten von Nordamerika, welche berufen zu sein scheinen, gesperrten Bauten dahin zu wirken, daß auch die Maler und im Laufe der Zeit die Weltherrschaft an sich zu reißen. Schon lange nstreicher sich solidarisch erklären und die Arbeit mit nieder haben sie aufgehört, blos das Hinterland der europäischen Textillegen." industrie zu sein, und da sie die Produktionsstätte der Baumwolle sind und sie in schier unerschöpflicher Weise erzeugen können, da von Vorstellungen an die Behörden betreffend Zum zweiten Punkte der Tagesordnung:„ Annahme ferner die Transportfosten stetig sich mindern, die Technik sich die Frage der offenen Roatsfeuer auf Neuunausgesetzt verbessert, so ist es nur eine Frage der Zeit, wann bauten, gelangte gegen zwei Stimmen folgende Resolution Verkäufer hielt am 21. September eine gutbesuchte VersammDie Freie Vereinigung der Zeitungsspediteure und die Union auf dem Weltmarkt entscheidend mit ihren Geweben lung ab. Es wurde den Anwesenden ein in voriger Versammeingreift. Aber England hat auch in Indien, dessen Baumwoll- zur Annahme: fabritation, begünstigt durch Mangel an Arbeiterschutz und durch Frage dem Antrage der Maler an, dahingehend, daß der Aus- liche Beitrag vom Oktober ab 75 Pf. betragen, dafür aber der " Die heutige Versammlung schließt sich in der Koakskorb- lung gestellter Antrag unterbreitet, dahinlautend, daß der monatniedrige Löhne u. f. w., sich schnell entwickelt, einen gefährlichen niedrige Löhne u. f. w., sich schnell entwickelt, einen gefährlichen schuß des Kartells persönlich beim königlichen Polizeipräsidenten Ertrabeitrag für die Bekanntmachungen des Vereins fünftig wegKonkurrenten namentlich in den früher von ihm monopolisirten vorstellig wird, event. eine diesbezügliche Denkschrift an denselben fallen solle, der Antrag wurde nach kurzer Debatte angenommen, ostasiatischen Absatzgebieten. ebenso ein Anerbieten, die Fahrzeitung" durch den Verein zu Wie der Mc Kinley- Tarif wirkt, zeigen u. a. die Ronsular- Zum dritten Punkte der Tagesordnung:„ Mittheilungen expediren. Ein Antrag des Kassirers, das Statut dahin zu berichte der Schweiz. Die Schweiz hat in den ersten sechs über die Beschlüsse des Brüsseler Rongresses ändern, daß der Kaffenbericht halbjährlich erfolgen könne, Monaten dieses Jahres für rund 7 Millionen Mart weniger in Bezug auf die internationale Unterstütung wird auf die nächste Tagesordnung gesetzt. Weiter wurden nach Nordamerika ausgeführt, als in dem gleichen Zeitraum des von Streiks und die Arbeiterfekretariate" nahm die Mitglieder aufgefordert, sich reger als in den Vorjahres. Vor allem die Stickerei- Industrie, eine Lebens- Baumeister Keßler das Wort, die entsprechenden Beschlüsse des vorhergehenden Monaten in den Versammlungen einzufinden und frage für Taufende von Hausindustriellen, ist schwer betroffen, Rongresses zum Vortrag bringend und eingehend erläuternd. dabei betont, daß doch ein Jeder im Monat ein paar Stunden da der Tarif für ihre Erzeugnisse den Zoll von 40 auf 60 pct. Anhüpfend hieran erörterte Redner auch den die Gewerkschafts- übrig haben müßte, um seine Interessen zu wahren und Mißdes Werthes erhöht hat. Auf den Konsularbezirk St. Gallen bewegung im höchsten Maße berührenden Beschluß des Brüsseler stände im Gewerbe zu bekämpfen. Ferner wurde beschlossen, da treffen allein über 5 Millionen Mark Minderausfuhr, da die Kongresses, den 1. Mai betreffend und sprach die Erwartung der Verein jetzt ein Jahr besteht, dies durch ein Stiftungsfest Ausfuhr sich fast um die Hälfte verringert hat, gegenüber dem aus, daß der Parteivorstand rechtzeitig Anordnungen treffen fröhlich zu begehen, und man beauftragte den Vorstand mit den Vorjahr. Mildernd ist allerdings der Umstand, daß im Vorjahre, werde über die Art und Weise der Maifeier in Deutschland nach diesbezüglichen Ausführungen. Der Billetpreis wurde für Herren in Boraussicht der Zollerhöhung, eine ganz außergewöhnliche der gegebenen Direkttve des Brüsseler Kongresses. Ausfuhr stattfand. Eine andere wichtige Industrie, die Seiden- Punkt 4 der Tagesordnung betraf die Abänderung des bisbandmacherei, hat gleichfalls start gelitten. Die verhängnißvollen herigen Namens des Kartells in, Kartell der Berliner Wirkungen für die in den betroffenen Gewerben beschäftigten Bauhandwerker und Bauarbeiter", mit welcher die Arbeiter, welche überhaupt einen schweren Daseinstampf zu Bersammlung sich einverstanden erklärte. führen haben, sind sinnenfällig. Lohnherabsetzungen, Arbeits- Punkt 5 betraf die Neuwahl zweier Mitglieder des Auslofigteit, Verschärfung der Noth sind die natürliche Folge. Es führungsausschusses des Kartells, und zwar an Stelle von Freiwald Die Vorherrschaft der britischen Cottonlords wird von zwei richtet." tuffion betheiligten sich die Genossen Meyer und Scholz. In Betreff des Streits der Instrumentenmacher der Pietschmann'schen Fabrit, wurde beschlossen, demnächst eine öffentliche Bersammlung einzuberufen, um eine wirksame Unterstützung der Streitenden herbeizuführen. Die Versammlung erklärte sich in einer Refolution mit dem Verhalten der streifenden Kollegen einverstanden und verurtheilte energisch das Verhalten des Direktors Wittich seinen langjährigen Arbeitern gegenüber. auf 50 Pf., für Damen auf 25 Pf. festgesetzt. Der Vorsitzende bemerkte noch, daß es dabei auf einen Gewinnst nicht abgesehen sei und Freunde und Gönner eingeladen wären. Zu dieser Feier wurde der untere Saal der Arminhallen für den 1. November gemiethet. Zur Aufnahme meldeten sich die Kollegen Kurt, Fürstenstr. 17, und Schäfer, Gartenstr. 60. ist etwas Herrliches um die Schutzöllnerei, um dieses Schooßkind( Tapezirer) und Krüger( Bauarbeiter). Gewählt wurden Gaß der gewerblichen Hilfsarbeiter für Berlin und Umgegend des heutigen Kapitalismus. In der letzten Mitglieder- Versammlung des Vereins mann( Bauarbeiter) und( Stuckateur). Namens der Lokalfommission theilte Töpfer David mit, hielt Kollege Adolf Thal einen Vortrag über Geschichtsfälschung Die indische Baumwoll Jndustrie macht John Bull daß der Inhaber des Lokales Berliner Prater", an den sich die und erntete dafür reichen Beifall. Alsdann gab Kollege Wilhelm schwere Sorgen. Auf dem legten internationalen hygienischen Lokalkommission angesichts des fühlbaren Mangels an geeigneten Arndt den Monatsbericht. Derselbe wurde von den RevisorenRongreß, welcher in London vor einigen Wochen getagt hat, war Lokalen in der Gegend der Schönhauser Allee um Ueberlassung für richtig befunden und darauf dem Kassirer Decharge ertheilt. die einzige fabrikgesetzliche Debatte die über die Mißstände in seines Saales zu Versammlungszwecken gesandt hatte, sich dahin Infolge einer Anregung des Kollegen May Maire bezüglich der den ostindischen Baumwollfabriken. Die Engländer fordern zum geäußert habe, Sozialdemokraten wolle er in seinem Lokale gar alten Schuldner wählte man eine Kommission von sechs Stollegen, Schuße gegen die auf fast ungehemmter Ausbeutung der gefeßlich nicht sehen. Die Lokalkommission empfahl nun den Genossen, welche Vollmacht hat, die Gelder einzufordern. Die Versammlung so gut wie garnicht geschützten Arbeitskräfte beruhende indische diesem ausgesprochenen Wunsche im ausgedehntesten Maße Nech schloß mit einem dreifachen Hoch auf die moderne ArbeiterKonkurrenz Eingriff des Staates. So erzeugt die Profitlust nung zu tragen und gab zugleich die Versicherung, daß sie dafür bewegung. britischer Baumwoll- Lords den Trieb zur Sozialreform, sintemal sorgen werde, daß bei Erneuerung des Pachtvertrages in zwei es sie verdrießt, daß sie zwar eine Fabrifgefeßgebung zu beachten Jahren der Berliner Prater" den Arbeitern unentgeltlich zur haben, die indischen Kapitalisten aber nicht. Der Bedarf der Verfügung gestellt wird. Bombay- Baumwollspinnereien und-Webereien betrug: im Durchschnitt der Jahre 1881/ 82-1885/ 86 1886/ 87-1890/ 91 Im Jahre • B Ballen 344 250 572 800 710 000 " lung des Vereins zur Wahrung der Intereffen der VerIn der letzten schwach besuchten Mitgliederversammliner Knopfarbeiter sprach der Lehrer L. Henning von der In der öffentlichen Versammlung der selbständigen Arbeiter- Bildungsschule über Die Stellung des Menschen in der Barbiere, Friseure und Verrückenmacher, welche am 22. Sept. Natur und sein Verhältniß zur Thierwelt". Der Vortrag wurde tagte, referirte Schriftsteller Hoffmann über:" Die Innungen des mit großem Beifall aufgenommen. Eine Diskussion fand nicht Klein- Handwerkerthums". Die Debatte darüber, an welcher sich u. A. statt. Hierauf tadelte der Vorsitzende das Verhalten derjenigen die Genoffen Schmidt, Höhnisch, Helbig und Jahns betheiligten, Kollegen, welche bei einem so lehrreichen Vortrag nicht in der war sehr lebhaft. Alle Redner protestirten gegen die Privilegien, Versammlung erscheinen, und forderte die Kollegen auf, zwecks Dieser Wettbewerb, der bem englischen Kottonbarone die welche den Innungsmeistern von Seiten der Gesetzgebung zu ihrer Belehrung die Bibliothek mehr zu benugen. Der zweite Theil geworden sind, und man betonte, wie ungerecht es sei, daß Punkt der Tagesordnung wurde bis zur Vorstandssitzung vertagt, Märkte in China und Japan abtreibt, ist auch gar zu bitter. nur die Innungsmitglieder Lehrlinge halten dürfen und weiter da die Beantwortung der Fragebogen, betreffend die Streit- und Ueber die Lage der Londoner Dockarbeiter, deren 1889er die Beitretenden auch zur Mitgliedschaft hinsichtlich der Kranken- Lohnstatistit, zu viel Zeit in Anspruch genommen haben würde. Ausstand die ganze Welt in Staunen gesetzt hat, ermittelte die taffe gezwungen würden, obwohl es viel bessere Kassen gäbe, als Der Antrag des Vorsitzenden, jedes Mitglied solle die Namen englische Arbeitskommiffion, welche ihre Thätigkeit bereits begonnen diese. Ferner seien die Innungsmeister gerade diejenigen, welche der ihm bekannten arbeitslosen Kollegen dem Fabrikbat, sehr interessante Thatsachen. Nach den Zeugenaussagen die Geschäfte am längsten geöffnet halten. Pflicht eines jeden tafsirer mittheilen, welcher dann behufs Feststellung der 1890/91 ca. B Bahl der in unserer Branche vorhandenen Arbeitslosen dem Borfizenden weitere Meldung zu erstatten habe, wurde angenommen. Hierauf machte der Vorsitzende bekannt, daß der Brief, welcher die Versammlungsanzeige enthielt, von der Firma Lenschow und Markert mit dem Vermerk„ Annahme verweigert" zurückgesandt worden ist, trotzdem derselbe an die Arbeiter der Fabrik adressirt war. Leider sei vorläufig gegen diese eigenmächtige Handlungsweise des betreffenden Fabrikanten nichts zu machen, da gerade die meisten Arbeiter jener Fabrit zu den Indifferenten zu rechnen wären. Kollege Spies stellte darauf den Antrag, den streifenden Weißgerbern 30 M. zu bewilligen. Der Antrag wurde einstimmig angenommen und zum Schluß noch mitgetheilt, daß die Kollegen der Firma Kaufhold ebenfalls für Kollegen Edlich gesammelt haben, und zwar die Summe von 17,15 M., sodaß sich der Gefammtbetrag, welchen die Knopfarbeiter für ihren franken Kollegen fammelten, auf 98,30 M. beläuft. " Der Fachberein der Marmor- und Granitarbeiter hielt am 20. September eine gut besuchte Mitgliederversammlung ab, in welcher Genosse E. Roland unter großem Beifall über Zweck und Nußen der Gewerkschaften" sprach. An der Diskussion betheiligten sich Petsch, Stoop, Jentsch und Paulikat im Sinne des Referenten. Es wurde dann folgende Resolution einstimmig angenommen: Die heute am 20. September 1891 in Deigmüller's Salon tagende Mitgliederversammlung der Marmor- und Granitarbeiter erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten voll und ganz einverstanden und verpflichtet sich zu dem Bestreben, die Organisation groß und start zu machen." Zum nächsten Punkt, Bericht der Revisionskommission er stattete Kollege Wolff Bericht, hervorhebend, daß Kollege Pichel bereits 100. bezahlt hat, und den Restbetrag von 14 M 5 Pf. in fürzester Zeit entrichten will. Bet Benfee, Restaur. Duyedann( Bereinshaus), Charlottenburgerstraße 150 Wien, 24. September. Die Rammerfängerin grau im fleiren Saal. Gäfte haben Butritt.- Paris Deutfcher fostal- Marie Wilt stürzte sich heute Nachmittag vom vierten Stocke demokratischer Lefetlub. Ecke Rue Montmartre und Rue EtienneMarcel. Jeden Sonnabend öffentliche Bersammlungen. des Zwettlhofes in der Wollzeile in den Hofraum hinab, der Kranken- und Begräbnißkaffe sämmtlicher Berufsklaffen( E. 5.) Tod erfolgte sofort. Die Sängerin übergab türzlich ihr etwa Berlin 3. Bersammlung jeden 1. u. 3. Sonnabend jeden Monats Brunnen: 400 000 Gulden betragendes Vermögen einer Versicherungsgesellstraße 35a bei Wolf, Abends 8 Uhr. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend, Abends schaft behufs Umwandlung in eine Jahres Leibrente von Uhr: Uebungsflunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gesangverein Grüne 30 000 Gulden. Frau Wilt trug fich angeblich ſchon seit längerer iche", Rirdorf, Hermann und Knesebeckstr.- Ecke bei Beiler. Zeit mit Selbstmordgedanken. Adler. Verein 9 Gesangverein yrania", Landsbergerstr. 31 bei Musehold. Gesangverein„ Sanges: & cho", Naunynstraße 86, bei Bubeil. Gefangverein" Freund= Der Zonentarif der ungarischen Staatsbahnen zeigt iaft 2", Friedenstr. 48 bei Tollfühn. Gefangverein, Treuer Bund", ringen- Allee 10( Gesundbrunnen).- Gesangverein„ Phönir", Botsdamer 1. August verstaatlichten Linien der priv. österreichisch- uugarischen Auch auf den am Gefangverein Glück zu", fortdauernd die günstigsten Ergebnisse. Friesen- und Arndtstraßen Ecke bei Ulbrich. straße 89.- Gesangverein harmonie", Friedrichshagen, Gesellschaftshaus. Gesangverein iederfranz", Brandenburg a. S., bei Escher, Gesell- Staats- Eisenbahn- Gesellschaft ist die gleichzeitig erfolgte Ueberschaftshaus. Arbeiter Gesangverein in Teltow im Schwarzen tragung des ungarischen Zonentarifs sofort von sehr erkennbarer Gefangverein Rothe Schleife", bei Trucks, Reichenbergerstr. 83. Wirkung gewesen. Es sind gleich im ersten Monat 290 400 PerBund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. sonen und 4500 Stück Gepäck mehr befördert, als im gleichen Sonnabend: Vergnügungsverein ,, 2uftige 13",% 10 Uhr, bei Schacknat, Dresdenerstr. 28. Tambourverein, Deutsche Eiche", 9 Uhr, bei Teschen Monat des Vorjahres. Nach Mittheilung der 3. d. Vereins dorf, Boffener- und Fürbringerstr.- Ecte. Vergnügungsverein ,, Quodlibet," deutsch. Eisenb." wurden ferner im Monat August d. J. auf tagt alle Sonnabend vor dem Erften bei Dahme, Grüner Weg 59. alle 14 Tage, bei Säger, Grüner Weg 29. Bühnenverband ,, Normannia" sämmtlichen Linien der ungarischen Staatsbahnen befördert reusfiber", bei Dobberstein, Mariannenstr. 31/32. Bergnügungsverein 2 636 100 Personen, 106 800 Stück Gepäck und 1 871 600 G. verCarmen Sylva" Drantenstr. 46. Privat- Theatergesellschaft und Artisten- einnahmt, gegen denselben Monat des Vorjahres eine Steigerung Vergnügungsverein ,, Mailub umor, alle 14 Tage, Möckernstr. 114. um 776 000 Personen, 7900 Gepäckstücke und der Einnahme um glöckchen" Röslinerstr. 17. Musikverein ,, Stern" Oppelnerftr. 29. Bergnüngungsverein ,, uftige Brüder" Oranienſtr. 126. Stauchtlub 178 500 G. In der ganzen Zeit vom Januar bis August d. J. " Dornröschen", bei Döhring, Prinz Eugenstr. 19. wurden befördert 12 932 700 Personen, 483 900 Stück Gepäck verein" Bhön ir", Steinmegstr. 76, bet Lemm. Aufnahme neuer Mitglieder. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Männer- Gesang- und 9 096 400 G. vereinnahmt. In der gleichen Periode des Mufitverein„ Vorwärts", Ab. 8%-10% Uhr, Annenstr. 14, part. Bithertlub Vorjahres wurden befördert 10 136 800 Personen, 443 700 Bitherflub ar Stück Gepäck und 8 297 400 G. vereinnahmt. Waldrose", Ab. 9 Uhr bei Kleemann, Lausitzerstr. 41. monie", 9 Uhr Uebungsstunde, Kaiser oeuf meine", Gigung 9 Uhr im Reſtaurant Techow, Waterloo- giebt sich also eine Mehreinnahme im Jahre 1891. 799 000 G. und eine Zunahme von 2 795 900 Reisenden und 40 200 Gepäckstücken. Dabei handelt es sich hier noch um die provisorischen Ermittelungen. Erfahrungsmäßig stellt sich das endgiltige Ergebniß noch weit günstiger. Bemerkenswerth ist die dauernde Steigerung der Verkehrsergebnisse, während die Gegner des Zonentarifs die überraschenden Erfolge desselben stets auf die plöhliche Ermäßigung der Preise und eine daraus hervorgehende vorübergehende Steigerung zurückführen wollten. Ufer 14. Aufnahine neuer Mitglieder. straße 28. 1 Tambour Gäste willkommen. Stattlub alle Dilettanten Bühne", Gäste willkommen. Sonnabend um Gäste willkommen. 1 & 3 be ge di GI un 21 be AT C. er= von Be Be Be Berliner Turngenossenschaft. 5. Männer- Abtheilung Abends von 8-10 Uhr, Zurnlofal Mariannenplay 1a.- 8. Männer Abtheilung. Abends % 9-11 Uhr.- Lübeck'scher Turnverein. Die 1. Zehrlingsabtheilung furnt Abends 8-10 Uhr. Der Turnsaal befindet sich Königstädtisches Gymnafium, Elisabethstraße 57-58.- Turnverein Fichte( volksthümlich), jeden Unter Verschiedenem wurde einstimmig beschlossen, unser Sonntag 4-6 Uhr in Schölzels Seeschlößchen, Lichtenberg 3. Stattlub„ Ramsch", gegründet 1. Oftober 1890. Abends 9 Uhr, Sigung Herbstvergnügen am 14. November in Deigmüller's Salon abzu- in Willy Schmidt's Restaurant, Wrangelstr. 141. Genossen sind freundlichst halten. Mit dem Arrangement des Festes ist der Vorstand be- eingeladen. Stattlub ,, Ramsch", Fürstenbergerstr. 10. Humoristischer auftragt. Getadelt wurde hierauf sehr scharf das Verhalten der Klub Adonis" bei Seid, Stoppenstr. 75. Gemüthlich feit" tagt jeden Sonnabend und Montag, Abends 8½ Uhr, Noch einmal Einer! Von Zürich ist nach Verübung Steinmezen gegenüber den Schleifern der Firma Schleicher, bet G. Wächter, Brizerstr. 22. Montags Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste welches darin besteht, daß die Steinmezen Briefe öffnen, welche willkommen. Privat- Theatergesellschaft Schneeglöckchen" im sofal großartiger Betrügereien der Chef der dortigen garnicht an sie adressirt sind, und dieselben dann mit Merk- Beteranenftr. 9 bet Bettin.- Privat- Theatergesellschaft ,, Augusta Victoria" Lombard- und Diskontobank, Friedrich Gustav Ludwig Dürrich malen versehen. Zum Schluß machte der Vorsitzende noch be- r, ictoria- Gaal, Perlebergerstr. 13, Sihung, Aufnahme, Gäfte willkommen. aus Stuttgart, am 5. September flüchtig gegangen. Dürrich Nach der Sigung Probe.- Theaterverein Gioconda", Abd. 9 Uhr, Sigung. ist ein in Bern, Bukarest und Wien mit schweren Freiheitsstrafen fannt, daß die nächste Versammlung, welche am 18. Oftober Theater- Berein 9 Uhr Sigung bei Barta, Rirdorf, Bergstr. 120. porbestrafter, geriebener, internationaler Hochstapler. Er stattfindet, wieder einen lehrreichen Vortrag bieten wird. Verein Lustige Brüder", Abends 9 Uhr, Brüderstr. 26. Ber- besitzt große, allgemeine Bildung, spricht deutsch, französisch, Charlottenburg. Am 17. d. M. fand hier eine öffentliche gnügungs- Berein" ustige 13", Abends 9% Uhr, bei Schacknat, Dresdener: englisch und holländisch. Er führt gestohlene Werthtitel mit sich, Bergnügungs- Verein Schildhorn, Voltsversammlung statt, welche von ungefähr 300 Personen, Kastanien- Allee 52, bet Weber. Sigung Abends 9½ Uhr. Au hme die er zu veräußern sucht. Dürrich hatte bisher, so oft er in Frauen und Männern, besucht war. In derselben referirte Herr neuer Mitglieder. Herren und Damen dazu willkommen Roller' her Verfolgung war, die Gepflogenheit, in fleineren Ortschaften in „ Süd- West Berlin", Abends 8½ Uhr, Henning über den heiligen Rock zu Trier und die anderen 20 Stenographe„ Bürger- Garten", Lindenstr. 105, unterricht und lebung der Nähe von Städten oder in Vorstädten, meistens in geringeren ungenähten Röcke. Redner schloß seinen mit lebhaftem Beifall Bergnügungsverein„ Sorgenbrecher". Gegr. 26. Juni 1886. Jeden Hotels ein Versteck zu suchen. Dürrich ist zu Stuttgart im aufgenommenen Vortrag etwa folgendermaßen: Wir haben als Sonnabend, Abends 8½ Uhr, Sizung im Restaurant Echols, Butunftsstaat, Jahre 1838 geboren, von großer, hagerer Statur( etwa 1,75 Meter Gäste, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Freireligiöse das Recht und die Pflicht, jeder Vergewaltigung des Kaftanien- Allee 85. groß), hat spärliche, ergraute, ursprünglich dunkle Haare mit Bergnügungsverein, Humor", jeden Sonnabend, 9 Uhr, Buckowerstr. 9. freien Dentens entgegen zu treten. Die Zeit der Kehergerichte Touristenverein ,, Wanderlust. Sizung jeden Sonnabend, Abends 9 Uhr, großer Glaze, grauen, sogenannten Raiserbart mit ausrasirtem und Scheiterhaufen ist vorüber, und wenn man, wie bei der Grünauerstr. 14" bet Rach. Gäste willommen. Goldene Kinn, hohe Stirn, blaue Augen, gebogene dünne Nase, blasses, Rauchflub", Dorn Rockausstellung zu Trier, versucht, dem Volke glauben zu machen, Quaste", 9 Uhr, Lothringerjir. 67 bei Brückner. mageres, abgelebtes, spitziges Gesicht, vornehme Haltung, elegante röschen" Abends 9-11 Uhr, Prinz Eugenstr. 19 bei Dyhring. das wahre Heil der Religion liege nur im Kirchenglauben, so lub" Helgoland". Jeden Sonnabend von 10 Uhr Elisabethstr. 30, im Kleidung, trägt goldenen Zwicker und verschiedene Brillantringe. Verein ehemaliger Schüler tveten wir dem gegenüber und sagen: die echte und Restaurant Herrmann. Mitglieder willkommen. Mit schweren Freiheitsstrafen war der würdige Mann vorwahre Religion beruht nicht auf der Anbetung vermoderter der 30. Gemeinde- Schule. Sonnabend Sigung, Mittwoch Gesangabend bestraft und wurde doch Chef einer Lombard- und Diskontobank! Reliquien, sondern in der Pflichterfüllung nach jeder Richtung hin. im Restaurant Haberecht, Gr. Frankfurterfir. 30. Gaste willkommen. In der sehr lebhaften Debatte erhielt zunächst ein strenggläubiger Katholik das Wort, welcher unter Anderem ausführte, daß man den Rock zu Trier wohl verehren könne; wenn man auch nicht genau wüßte, ob es Chriftus Rock sei, so müßte man es doch glauben, denn wo das Wissen aufhöre, fange der Glaube an. Man verehre ja auch Bilder von verstorbenen Angehörigen, die man nicht gekannt Hamburg, 23. September. Der Wechselfälscher Rarl habe. Auf Befragen, об die anderen Röcke auch echt echt feien, erklärte Jener, Eichler aus Parchim, welcher die hiesige Anglodeutsche Christus tönnte bis zu seinem Tode wohl mehrere Bank um 150 000 Mark betrogen hatte, wurde gestern vom Röcke getragen haben. Auch stellte er Ulrich von Hutten, auf Schwurgericht zu Güstrow zu sieben Jahren Zuchthaus deffen Bengniß sich der Referent in seinem Vortrage gestützt verurtheilt. Rauchklub Vermischtes. StegelParis. Vor einigen Tagen wurde hier eine Person arretirt, welche zwar Man neskleider trug, vom Polizeikommissar aber bald als eine Frau erkannt wurde. längerem Zeugnen gestand dieselbe, schon seit dem Jahre 1848 Mannestleider getragen zu haben und gab zur Erklärung dessen an, daß sie bei der Revolution eine Kugel in den Arm erhalten hätte und dadurch fast ganz arbeitsunfähig geworden wäre. Sie habe nun geglaubt, als Mann der Vagabondage besser obliegen zu können. Bi T Bo B5 L B Bu Bu B Sta Ko De El Fe Gr Gr Ha Ба Nach Se Se He G. He Fr In Ra Stel Rel Kel Kle Kli Liverpool, 25. September. Das Variété- heater " Gaiety" ist heute durch Feuer zerstört worden. New York, 25. September. Die Sägemühlen von Bathurst, die größten von ganz Neu- Braunschweig, find, gestern durch Feuer vollständig zerstört worden. Der Schaden beträgt mehr als 200 000 Dollars. Die in der Stadt Newark lebenden Italiener feierten gestern den St. Rocco's- Tag durch ein Picknick mit Feuerwerk. Bei dem letzteren plagte eine Kanone, wodurch 4 Personen getödtet und 22 schwer verwundet wurden. New- York, 24. September. Bei Zelienopel( Pennsylvanien) hat ein zusammenstoß zweier Eisenbahnzüge stattgefunden, welche mit am Eisenbahnbau beschäftigten Arbeitern besetzt waren. Ein Maschinist und acht Erdarbeiter wurden getödtet, zwanzig andere verwundet. hatte, als einen ganz verdorbenen Menschen hin. Der Referent Lübeck, 24. September. Ein Kongreß der deutschen widerlegte den Gläubigen und ebenso einen zweiten Gegner, und österreichisch ungarischen Bienenwirthe welcher gegen die Darwin'sche Theorie zu Felde gezogen war. und die damit verbundene Ausstellung wurde heute Vormittag Die Versammlung nahm schließlich mit allen gegen 3 Stimmen unter zahlreicher Betheiligung eröffnet. eine Resolution an, in welcher sie sich mit den Ausführungen Hildesheim, 23. September. An der Andreaskirche waren des Referenten voll und ganz einverstanden erklärte und beschloß, dem Dogma der christlichen Kirche Valet zu gestern fünf Arbeiter mit dem Wegräumen eines Gerüftes fagen und der Freien Gemeinde beizutreten, ferner dahin unter einem neuerbauten Kreuzgewölbe beschäftigt, als plöglich zu wirken, daß der Religionsunterricht aus allen preußischen das ganze, 15 Meter hohe Gewölbe einstürzte und vier Schulen entfernt, und dafür ein konfessionsloser Sittenunterricht Arbeiter begrub. Ein Arbeiter blieb sofort todt, die andern sind eingeführt wird. Unter Verschiedenem forderte W. Schultz die sehr schwer verletzt. Anwesenden auf, der freien Dissidenten- Gemeinde zu Charlotten- Aus Schlesien, 20. September, wird geschrieben: Für die burg beizutreten, damit wir im Stande wären, wie in Berlin so Gegner des Impfzwanges dürfte eine Entscheidung von auch hier, für die Dissidenten- Kinder einen Sittenunterricht ein- Interesse sein, welche vorgestern vor dem Schöffengericht zu führen zu können. Rochalle machte im Namen der Lokal- Kom- Neisse gefällt worden ist. Vor dieser Instanz hatte sich ein mission bekannt, daß das Lokal von Grischow, Rosinenstraße 3, Herr Pick zu verantworten, weil er alle polizeilichen Auffordenicht mehr zu Arbeiterversammlungen frei sei, und bat rungen, seine Zwillingskinder impfen zu lassen, unbeachtet gelassen die Anwesenden, davon Notiz zu nehmen. Birch geißelte hat. Bick ist auch bereits polizeilich bestraft worden, und als dann das Verhalten der beiden gegnerischen Beitungen auch dies nichts nüßte, verhängte über ihn die Regierung zu Charlottenburger Gemeinde Zeitung" und" Neue Beit", Oppeln eine Ordnungsstrafe von 60 M., welche, da sie nicht ge- Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diet' welche immer von einer„ Spaltung" innerhalb unserer Partei zahlt wurde, eine Pfändung verschiedener Möbelstücke zur Folge Verlag) ist soeben das 52. Heft des 9. Jahrgangs erschienen. sprächen, um daraus womöglich für sich Vortheil zu erzielen, hatte. Hierauf erhielt Pick einen richterlichen Strafbefehl in Höhe Aus dem Inhalt heben wir hervor: Die Irrlichter des Freiund gab dann bekannt, daß Sonnabend den 26. d. M., Abends, von 10 M., gegen welchen er Widerspruch erhob. Das Schöffen- finns.- Der Entwurf des neuen Parteiprogramms.( Schluß.) in Bismardshöhe" ein wissenschaftlicher Vortrag stattfindet, gericht hob den Strafbefehl auf und erkannte auf Freisprechung. Die fozialpolitischen Zustände Rußlands im Jahre 1890. welchen der Lese- und Diskutirklub Maiwuchs" veranstaltet. In der Begründung heißt es, daß das Impfgesetz ein( Schluß.) Von G. Blechanow.- Stizzen vom Brüffeler Eintrittskarten hierzu sind bei Birch, sowie bei den bekannten Zwangsgesetz sei, und daß, nachdem der Angeklagte wegen Kongreß. Von Wilhelm Liebknecht. Feuilleton: Ein Genossen zu haben. Der Vorsitzende machte noch darauf auf unterlassener Impfung bereits zwei Mal polizeilich bestraft bitteres Loos. Aus dem Italienischen des Gerolamo Rovetta. merksam, daß Sonntag den 27., Vormittags 10 Uhr, in den Fest worden sei, eine abermalige gerichtliche Bestrafung nicht ein- Deutsch von B. N. Arnous.( Schluß.) räumen des Konzerthauses, Leipzigerstr. 48, die Jugendaufnahme treten fönne. der Freireligiösen Gemeinde stattfindet. " Literarisches. Depeschen. Honnef a. Nh. Ein zwei Monate altes Kind der Berichtigung. Die in Nr. 224 erwähnte Schuhmacher- Eheleute H. hierselbst wurde Nachts, während es in der Wiege Versammlung war feine Vereins-, sondern eine öffentliche Ber- lag, von einer Ratte angefressen. Das Gesicht zeigte fammlung der Arbeiter und Arbeiterinnen der Schuhbranche und an mehreren Stellen Bisse, von der Lippe fehlte ein Stück, und ( Depeschen des Bureau Herold.) von der Agitationskommission einberufen. Der Einsender des vier Finger waren angenagt. Auf das Geschrei der Kleinen Berichts hat sich geirrt. Paris, 25. September. Heute ist in der Angelegenheit der erwachten die Eltern, worauf die Ratte entlief. Eisenbahn- Katastrophe von St. Mandé gegen die Schuldtragenden Verein Bildung und Geselligkeit". Seute feine Sigung, dafür Betzdorf. Auf eine wunderbare Weise gerettet wurde ein das Urtheil gesprochen worden. Der Maschinenführer Garon Kränzchen in Dräſel's Feſtſälen, Neue Friedrichsstr. 35. Entree so Pf. Anfang Kind. Dasselbe saß spielend zwischen dem Geleise der wurde zu 2 Jahren Gefängniß und 500 Fr. Geldstrafe, der Verband der in Holzarbeitungs- Fabriken und auf Holzplätzen be- Sekundärbahn Kirchen- Freudenberg, als ein Bug nahte; Souschef der Station St. Vincennes zu 4 Monaten Gefängniß schäftigten Arbeiter Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin. Mitglieder obgleich alle Maßregeln zum sofortigen Halten vom Lokomotiv- und 300 Fr. Geldstrafe verurtheilt. Der Eisenbahn Gesellschaft Versammlung Montag den 28. September, 8% Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29. Verein zur Pflege freireligiösen Lebens. Sonntag, den 27. Sept. cr., führer ergriffen wurden, ging der Zug doch über das Kind hin- wurde im Zivilrechtswege die Schaden- Ersatzpflicht gegenüber den Vormittags 10% Uhr, Beuthstr. 22 1 Tr., Vortrag des Herrn Waldeck- Manasse weg. Man glaubte, das Kind sei todt, allein, als der Zug Opfern der Katastrophe auferlegt, dieselbe unter anderem an Achtung! Schneider und Schneiderinnen. Montag den 28. September, hielt, kam es zu Aller Erstaunen unversehrt unter einem Wagen Jouvin 75 000, an den jungen Jouvin 25 000 Fr. zu bezahlen. Abends präzise s uhr, öffentliche Versammlung im Konzerthaus Sanssouct, hervor. Rottbuserstr. 42. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten August Bebet über die Hausindustrie und ihre Wirkungen. 8% Uhr. über: Die Rockausstellung in Trier." Abschiebspartie nach Spandau. Bersammlung 7% Uhr Wedding. Przybyslaw bei Inowrazlaw. Ein Bauer fuhr mit Briefkaffen der Redaktion. Tambour- Verein" Froh- Frei." Sonnabend, den 26. September, bet seinem zehnjährigen Sohne auf das Feld, um GrünMörint( Märkischer Hof), 3. Stiftungsfest. futter zu holen. Nachdem der Wagen vollgeladen war, stieß der alte die Sense tief in das Futter. In demselben Augenblicke Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brtexto ertönte ein markdurchdringender Aufschrei, und als der Bauer nachfah, gewahrte er, daß er seinen Sohn durchstochen hatte. Das Kind ist gestorben. Tambour- Verein" Eret weg": Sonntag, den 27. September, RefrutenRothe Flagge". Heute, Sonnabend, Abends 8% Uhr, bet Bechlin, Bornftr. 11: General- Versammlung. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 27. September, Abends 6 Uhr, bei Seefeldt, Grenadierfir. 38, Vortrag des Herrn Heinrich Peus über: Religion und Wissenschaft." Antwort wird nicht ertheilt, H. 5, Veteranenstr. Ueber den Verein Zukunft" gehe uns seit langer Zeit so viel Beschwerden aus unserem Lesertreis schreiten. Papierbrandje. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß von heute, Sonn- Straßburg i. E., 20. Sept. Im hiesigen Lazareth verzu, daß wir jedem Einzelnen, der sich durch den Verein geschädig abend, ab für den Weft en eine Bahlstelle errichtet ist und zwar befindet sich starb dieser Tage ein Offiziersbursche an den Folgen glaubt, nur anrathen können, den Weg der Klage zu be bieselbe bei Kizing, Bülowstraße Nr. 22. Ferner fet mitgetheilt, daß die einer verschluckten Nadel. Derfelbe klagte beständig über Statutenbücher und Billets zum Vergnügen in den Bahlstellen zur Ausgabe Leibschmerzen, die immer heftiger wurden. Der Arzt vermochte Schulte, Königsberg. Der betreffende Redakteur ist nicht Der Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen nur das Leiden nicht zu entdecken, und auch die Aerzte des Lazareths hier, sondern in Königsberg wegen der Ihnen bewußten Sache erßten Hilfe bei Unglücksfällen. Montag, den 28. September, Abends waren rathlos, bis der Tod den gräßlichen Schmerzen des Kranken 34 100 m. verurtheilt worden. gelangen. W. T., Pankstr. Wegen Ihrer guten Absicht sind wit 8% Uhr, bet Feuerstein, Alte Jatobstr. 75: Große Versammlung. Vortrag des prátt. Arztes Dr. Bernstein über den Bau des menschlichen Körpers und ein Ziel fegte. Die Untersuchung der Leiche ergab ein kleines Ge- Ihnen sehr verbunden, aber druckfähig ist Ihre Einsendung die Funktion der einzelnen Gliedmaßen. Bur Deckung der Unkosten findet schwür im Magen, herrührend von einer Nadel. noch nicht. Zellersammlung statt. Achtung! Allgemeiner Arbeiterinnen- Verein Berlins und Um- Madrid, 24. September. In der Nähe von Burgos J. M. Der Name dieses Herrn ist uns unbekannt, in einer gegend( Filiale Norden). Montag, den 28. September, Abends 8% Uhr, bet hat ein 3 usammenstoß zwischen dem von San Sebastian eventuellen Eingabe oder bei der Adresse brauchen Sie ja den Wendt, Cöslinerstr. 17( Gesellschafts- Haus): Große Versammlung. Vortrag des Herrn Dr. Lütgenau über die Lage der Frau vor der Entstehung des fommenden Schnellzuge und einem gemischten 3uge Namen garnicht anzugeben. C. H. 138. Wahrheitsgemäße zuschriften sind uns immer Staates. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. stattgefunden. Bis jetzt sind 15 Todte festgestellt. Ein getödteter Engländer führte eine Summe von 75 000 Frants bei sich. Ein willkommen. Abends 6 Uhr, Versammlung in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Wagen, welcher die Kampfftiere enthielt, ist vollständig zermalmt. 20 Mark vom Fachverein der Lederarbeiter sind mir vo Bortrag des Herrn H. Beus über Beit- und Stücklohnt. Lese- und Diskutirklubs. Sonnabend. Befe- und Distutirklub Als Ursache der Katastrophe wird angegeben, daß der Tele- Herrn Schneider überwviesen worden. Feuerbach" im Lotale des Herrn Schröder, Reichenbergerstr. 24. graphist, welcher das Signal gab, daß die Station Quintanilla Im Auftrage der Kommission: F. Trapp: " Beine", Abends 9 Uhr, im Zotale des Herrn Bechlin, Hornftr. 11. Biesenthalerstr. 6a. infrei sei, diese mit der Station Quintanapalla verwechselte. Lese- und Distutirklub des Arbeiterbildungs Vereins Fachverein der Uhrmacher etc. Sonnabend, den 26. September, Verantwortlicher Redakteur: N. Cronheim in Berlin. Druck und Verkag von Mag Bading in Sadin SW., Berthstraße 2. Kn Kö die m gn lic bet den un un un Tic be ชิน da FRE Ve me be: 3e na en be sch P hie die Be K str ftr යට දිදීමට ඉමහි දී බ Br ha @ em em Fr ftr Ce a t t st r 3 33223 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 225. Lokal- Liste. Sonnabend, den 26. September 1891. Die Lokalfommission veröffentlicht nachstehend die Liste der Wirthe, die ihre Lokale zu Versammlungen unentgeltlich her geben und bemerkt hierzu, daß Veröffentlichungen in Bezug auf Die Lokalfrage nur von den Herren Wilhelm Werner, Elisabeth- Ufer 55, Wilhelm Lock, Friedrichsbergerstraße 11, und Otto 3abel, Frankfurter Allee 90, auszugehen haben. Alle event. Unregelmäßigkeiten sind an die genannten Herren zu berichten. Die Lokalliste ist bis auf Weiteres die folgende: Afttenbrauerei Moabit. Albrecht, Schönhauser Allee Nr. 103. ( Jäger- Haus.) A minhallen, Kommandanten fir. 20. C. Bachmann, Dresdenerstr. 45. Bergschloßbrauerei, Rigdorf. Berliner Ressource, Kommandanten ftraße 57. Beyer, Neue Grünftr. 14. Bielefeld, Hasenhaide( Neuer Sprce wald). Bodbrauerei, Tempelhofer Berg. Böhmisches Brauhaus. Vöyow's Brauerei. e Bohne, Hasenhaide 45-47. e Bolzmann, Andreasstr. 26. Bauerei Tivoli, Kreuzberg. Bauerei Königstadt. Bauerei Friedrichshain( Lips). g Bräuer, Gr. Frankfurtersir. 74. Buggenhagen, Morigplatz. 9456H Brauerei Friedrichshöhe( Pazenhofer). Braueret Pfefferberg. Buß' Salon, Gr. Frankfurterstr. 87. Bürgerfäle, Dresdenerstr. 96. Kaufmann's Variete, Königsfolonaden. Konzertpark Ostend, Frankfurter Allee. Deigmüller's Salon, Alte Jakobstr. 48a. Königshof, Bülowfiraße. Krieger's Salon, Wasserthorfir. 69. Reinhold Krösche's Gesellschaftshaus, Fichteitraße 29. Krüger's Bieryallen, Frankfurterstr.102. Krüger, Feinfir. 5. Ruhlmey, Schönhauser Allee 28. Meißner, Gartenstr. 162. Müller, Johannisstr. 20. R. Müller, Gartenstr. 63. Nebelin, Langeftr. 108. „ Neues Gesellschaftshaus"( Reinhardt), Hafenhaide 57. Neustädtischer Volksgarten, Prostauerfiraße 11-12. Nieft's Salon, Weberstr. 17. Norddeutsche Braueret, Chauffeestr. 58. Orschel, Sebastianstr. 39. Parlamentshalle, Landsbergerstr. 35. Poppe, Lindenstr. 106. Vyrtet, Gipsstr. 3. Rau's Salon, Staliger. 125( Wolf u. Krüger). 8. Jahrg. Nigdorf: Bergschloß Brauerei, Hasenhaide. Vereins hatte, im Namen der Mitarbeiter zu sprechen, indem das Schrift brauerei, Jägerstraße. Maue's Variété Theater, Hermann- stück von ihm und dem Meister Müller ausgearbeitet wurde in an n'3 Festfäle, Bergstr. 183. Niesegt's Salon, Bergstraße 18. Kummer's Salon, Berlinerstr. 136. Hoff- und einige Kollegen nichts weiter davon wußten. straße 129. Barta, Deutsches Wirthshaus, Bergstraße 120. Stolzenburg'3 Kaiser Wilhelmsbad, Canner Chaussee. Wiersing's Salon, Knesebecstr. 77. Würschmidt's Salon, Knesebeckstr. 16. Rudow: Kein Lokal. Schmöckwitz: Restaurant„ Seglerschlößchen". Restaurant " Zur Palme"( Kurras). Schmargendorf: Friedrichs- Garten( P. Kübler). Steglių: Restaurant„ Zur Börse", Schloßstr. 66a. Schöneberg: Schloßbrauerei Schöneberg, Hauptstr. 64-65. Tempelhof: Kein Lokal. Rümpel, Alter Treptower Weg. Meg. Bade's Die von dem rechtdenkenden Genossen( Meister Müller) direkt und indirekt ausgesetzten Arbeiter: W. Herrmann. H. Kühnel. E. Tröger. Sämmtlich Mitglieder des Unterstüßungsvereins der deutschen Tabatarbeiter. Erwiderung auf die Einwände von auf die Einwände von J. Help hond gegen meinen Vorschlag betreffs Abänderung des Parteiprogramm 3.*) " Der erste und unbedeutendste Streitpunkt zwischen Helphond Treptow: 3ornow's Restaurant. Bender's Restau- und mir dreht sich um die Worte ,, Ueberproduktion" und Unterrant. Iacob's Restaurant. Nitsch's Restaurant. Henze, konsumtion". Beide besagen insofern dasselbe, als damit der Restaurant zum Karpfenteich. Bade's Volksgarten. Bade's Volksgarten. H. jenige Zustand des Markts bezeichnet wird, wo die Nachfrage" d. h. natürlich die kaufkräftige Nachfrage dem An Wannsee: Wirthshaus Wannsee( Beelitzhof), Schröder. gebot gegenüber zurücksteht. Aber der leider allgemein einWilmersdorf: Pietsch's Volfsgarten. Grät, Branden- gebürgerte Ausdruck Ueberproduktion" ist deswegen schlecht und burgische Straße. L'andhaus, Berlinerstraße und Kaiser- irreführend, weil er den Anschein der Forderung erweckt, es solle in Zukunft weniger produzirt werden; der Ausdruck Unterkonsumtion der breiten Massen dagegen besagt so viel, als folle die Konsumkraft der Massen gehoben werden, indem man ihnen einen größeren Antheil des Arbeitsprodukts und als Endziel den vollen Ertrag der Arbeit sichert. Allee- Ecke. Zehlendorf: Rein Saal vorhanden. Zu empfehlen: Warnite, Teltowerstr. 23. Kähte, Hauptstraße. Haupt, Potsdamerstraße. Kreis Nieder- Barnim. Bernau: N. Bohre, Kaiserstr. 82. Richter, Elysium. Junter, Schüßenhaus. Bu empfehlen: Feder, Berlinerstraße Reischach' scher Brauerei Ausschant Bum Kronprinz". Kluge, Kronenstraße. Bernikow, Tuch macherstraße. A. Gary, Wallstraße. Hering, Mühlenstraße, G. Schöder, Brüderstr. 142. Beeger, Weinbergstraße. Reichert, Müllerstr. 7. = " Gisteller- Etablissement, Chauffeestraße. Rennefahrt's Salon, Dennewißstr. 13. Tonn, Berlinerstraße. Wagner, Königstraße 146. Elysium, Landsberger Allee. Feen- Palan, Wolfgangstraße. Feldschlößchen( Müller), Müllerfir. 142. Feind, Weinstr. 11. Feuerstein's Salon, Alte Jakobstr. 75. Fretschüß", Fruchtstr. 36a. Gebrandt, Gerichtsstr 10. Gesellschaftshaus O, 0, n It r it 3, firaße 79. te Gnadt, Brunnenstr. 88. e. Gründel, Dresdenerstr. 116. Gründer's Salon, Schwerinstr. 13. Ernst Gründer's Festfäle, ! Hafene8nne h e. = " b m. er St. ent το 1) де er $' 3.) 90. Ter cin ta. et en on Der niß aft Deit an en. td her eif sigl be Echt che vir Ling ner Den ner von dorferstr. 45. Ostend", Rüders: Gratwell's Bierhallen, Kommandanten: haide 21 und Jahnstr. 8. Habel's Braueret, Bergmannstr. 5-7. = Habermann's Insel Restaurant ( Plößensee). Heise, Lichtenbergerstr. 21. Hensel, Brunnenstr. 129. Herzog, Memelerstraße, Kaifer". Serzog, Stromfir. 28. ( Stralau Rummelsburg). W. Rehliz, Bergstr. 12. Renz' Salon, Naunynstr. 27. Reyer, Alte Jakobstr. 83. Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Roll, Adalbertstr. 21. Ruhland, Moabiter Schüßenhaus. Gachow, Müllerstr. 136. Saeger, Grüner Weg 29. Sahm's Klubhaus, Annenstr. 16, Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Scheffer's Salon, Inselstr. 10. Schloßbrauerei Schöneberg. Schneider, Belforterstr. 15. N. Schneider, Adalbertstr. 8. Schröder, Müllerstr. 178( Wedding Echüßenhaus"( Adolf Kuhn), Linienpart). Friedrichsberg: Spizig's Ballsalon, Frants. Allee 198. Müller's Kronprinzen- Garten, Chaussee Nr. 3. West phahl's Schwarzer Adler, Frankfurter Chaussee. Susott's Salon, Frankf. Allee 176. Hier handelt es sich also nur um die Wahl eines guten Ausdruckes für den gekennzeichneten Marktzustand und da kann Doch Ueberproduktion" oder die Wahl nicht schwer fallen. Unterkonsumtion" ist mehr ein Wortstreit freilich kein ganz gleichgiltiger. Weit wichtiger ist die Frage, ob, wie ich meine, diese Unter konsumtion die Ursache der Krisen ist, oder nicht. Zahlreiche Nationalökonomen vertreten im Wesentlichen dieselbe Idee, z. B. die Bodenreformer George und Flürscheim, sowie auch Herzka u. A. erklären nun die Krisen aus jener, Untertonsumtion", Helphond dagegen aus der Planlosigkeit". Friedrichsfelde: Kein Saal. Zu empfehlen: Momber, Müller, Kamerun, Frankfurter- Chaussee. Berlinerstraße, Ecke Schloßstraße. Wilhelmstraße. = " Nun frage ich Jedermann: Worin besteht die sogenannte Krise? Ich sollte meinen: in der Unmöglichkeit, die Friedrichshagen: Waldhaus( E. Schmidt). Gesellschafts- Waaren aller Art loszuschlagen und der als Schmiedel's Salon,( Orpheum), Alte Haus( F. Kestin). Restaurant A. Blanke. Eisteller( R. nothwendige Folge eintretenden Einschränkung Jakobstr. 32. Richter. Restaurant E. Conrad. Brauerei Ausschank F. der Produktion, Entlassung von Arbeits. Wolf. Bad Bellevue( F. Wulff). Seeschlößchen( E. Schulte). Träften und allgemeiner Störung des ges Fischerhütte( Kemperling). Restaurant G. Wöhlert. sammten Kredits. Warum aber können die Waaren Restaurant Bandelow. Müggelschlößchen( Bibolsky). nicht verkauft werden? Weil Niemand sie haben will? Restaurant, Waldfater"( Kautsch). Kaiserhof( W. Schmidt). Wilhelmsbad( Schönknecht und Zimmermann). Fristaufen können. Weswegen aber können sich die großen Nein, sondern weil die großen Massen dieselben nicht Lerche, Am Nundtheil. Bertha Schulze. E. Böttcher. Massen nur das Allernothwendigste( und oft auch das 2. Röst e I. C. Peznic. E. Wandrey. E. Magde nicht einmal) kaufen? Weil ihnen der arbeitslose Erwerb, burg. W. Berenstech er. W. Kurfis. A. Rakow. oder, wie man vielleicht noch weniger mißverständlich sagen kann, Damis. E. Jones( Ravenstein). 3 a demek. das auf Ausbeutung fremder Arbeit beruhende Lichtenberg: Schwarz' Konzert- Garten. Kirchbach, arbeitslose Renteneinkommen der besitzenden Klasse Prinzen- Allee 9. ftraße 5. Schwarzmüller, Rolbergerstr. 23. N. Seefeld, Grenadierstr. 33. Silber's Salon Schwedterfir. 24. Deutscher Specht( Brauerei Ausschant), Neue Jatobfir. 26. G. Seyfe, Staligerstr. 54. Heydrich's( Norbert) Säle, Beuthftraße 18-21. Frizz Ilges, Wilsnackerstr. 63. Industrie- Hallen, Mariannenstr. 31-32. Joel( früher Keller), Andreasstr. 21. Kastanien- Wäldchen, Alt- Moabit 89/90. Keller's Sofiäger, Inh. A. Fröhlich, Hafenhaide. Keller, Bergstr. 68. Keller, Koppenstr. 35. Klein's Fefifäle, Oranienstr. 180, Kliem, Hafenhaide. Knebel, Badstr. 58( neben Weimann's Wolfsgarten). Königsbant, Gr. Frankfurterstr. 117. Süd- Ost, Waldemarstr. 75. Thalia, Lichtenbergerstr. 16. Untonsbraueret, Hafenhaide. Vereinsbrauerei,( Rirdorf). Bittoriabrauerei, Süßowstraße. Bittoria- Salon, Perlebergerstr. 13. Boltsbrauerei( Moabit). Wedding- Kasino, Schulstr. 29. Weigt, Markgrafenftr. 87. Weimann's Boltsgarten, Babstraße ( vom 1. Oftober an). Rudolf Wendt's Gesellschaftshaus, Köslinerstraße 17. Wilte Hochftr. 82 a. Wollschläger, Blumenftr. 78. Wohlhaupt, Manteuffelstr. 9. Da verschiedene Veränderungen vorgekommen, erfuchen wir die Parteigenoffen, genau auf diese Liste zu achten, besonders machen wir noch darauf aufmerksam, bei Festsetzung von Vergnügungen auf diese Liste Bezug zu nehmen. Gleichzeitig weisen wir nochmals darauf hin, daß Veröffent: lich ngen über Streitigkeiten mit Wirthen zc., welche die Lokalfrage betreffen immer nur von der Lofaltommission unterzeichnet werden; alle anderen Veröffentlichungen ersuchen wir unbedingt zu unterlassen, da die Kommission erst alle Streitfragen prüfen muß, um die Verantwortung übernehmen zu können. Liebenthal: Gastwirth Thiele. Hohen Schönhausen: Rich. Schiele's Restaurant. Jaenice, Restaurant. Zu empfehlen: Weber, Ruß Großmann, Sommer. Hohen Neuendorf( an der Nordbahn): Schmohl's Restaurant. Malchow: Lindecke. Nieder- Schönhausen:" Elysium"( Großjean), Linden straße 25. Noch zu empfehlen: Hempel, Restaurant, Buchholzerstraße 8. Oranienburg: Restaurant„ Waldhaus". nur die elendesten Löhne übrig läßt. Jener arbeitslose Erwerb tritt aber in den drei Formen der Grundrente, des Unternehmerprofits und der Zinsen auf; um der größeren Deutlichkeit wegen machte ich jenen Busay. Allerdings bilden alle drei in gewissem Belehrung wußte; eben jenes homogene Ganze" nannte ich zus Sinne ein" homogenes Ganze", was ich auch ohne Helphond's sammenfassend den arbeitslosen Erwerb. 9 " nicht die Planlosigkeit, sondern der arbeitslose Erwerb und die Ein weiterer Beweis für die Richtigkeit meiner Ansicht, daß durch ihn erzeugte und durch sein Wachsthum zunehmende Konsums unfähigkeit der Massen die Hauptursache der Krisen ist, liegt Bankow: Hermann Sander, Kaiser Friedrichstr. 50/51 darin, daß in den letzten Jahrzehnten die Planlosigkeit" ab( nahe der Brauerei E. Willmer). Noch zu empfehlen: 2. genommen hat durch die Bildung der berüchtigten Ringe, Kar Borchardt, Schulzestr. 27, an der Nordbahn. Kunert, telle zc.; wäre die Planlosigkeit" die Hauptursache, so müßten jene Schönholzerstr. 10. Wilte, Kaiser Friedrichstr. 70/71. Bro: planmäßig produzirenden Kartell Gesellschaften die Krisen zwar brock, Kreuzstr. 7. Blauermel, Mühlenstraße( Ecke Flora- nicht beseitigt, aber doch gemildert haben; was aber doch gang und gar nicht der Fall ist. Meine Ansicht hingegen erklärt das straße). Frau Schröder, Wollantstr. 122. Rummelsburg: Weigel's Ballsalon, Thürschmidtstraße. tolossalere Anschwellen der arbeitslosen Renteneinkommen. Schlimmerwerden der Krisen sehr einfach durch das immer w. Spörer, Hauptstraße. Müller, Neue Prinz Albert Die Herren vom arbeitslosen Erwerb geben bekanntlich einen straße. Borchmann, Hauptstraße. Rummel,( Weg nach großen Theil ihrer Rente nicht aus, sondern legen ihn wieder der Köpnicker Haide). Lokalliste für die Umgegend Berlins. Rüdersdorf( Ralfberge): Gasthof Zur Berghalle." an", so daß man ungefähr berechnen kann, in welcher Zeit sich Um den Parteigenossen der Umgegend Berlins eine leichtere Reinickendorf: Böttcher's Seeschlößchen, Markstr. 1/2. ein Bermögen", wie z. B. das Rothschilds, verdoppelt, verbreis und beffere Agitation für unsere Partei- Interessen zu ermög- dicke, Amendestraße 1. Budewiß, Hausotterstraße 4. facht, verzehnfacht. lichen, halten wir es für angebracht, den Berliner Parteigenoffen Wenzelau, Hausotterstr. 81. Benke, Nordbahnstraße 1. abgesehen vom etwaigen Fallen" des Binsfußes, welches das Die Vervielfachung solcher Vermögen" bedeutet aber bei Ausflügen, Partien 2c. folgende Lokalitäten zu empfehlen und Earo, Residenzjtr. 101. Gebeker, Provingſtr. 45. Teichert, Resultat nicht erheblich ändert- eine Vervielfachung der jähr zu ersuchen, daß diese Inhaber unbedingt berücksichtigt werden, Bentral- Schüßenhaus, Scharnweberstr. 4. Mart's Restaurant lich vom Volke aufzubringenden Zinslast. Aus Nr. 31 in Freis damit durch den Druck der Berhältnisse alle noch hartnäckig sich zum Feuerwerker, Scharnweberstraße. Gorde's Waldschlöß- Land" entnehme ich, daß die jährlich in Deutschland ins Grundweigernden Wirthe in Zukunft ihre Lokale den Arbeitern zu chen, Wald- und Eichhornstraßen- Ecke. Versammlungen öffnen. Werner. Lod. 3abel. Durch die Energie der Genossen von Adlershof sind die meisten der Säle für uns frei geworden und infolge dessen zu berücksichtigen. In Adlershof hat es der Herr v. Oppen, seines Zeichens Amtsvorsteher, durch allerlei liebenswürdige Machinationen, als da sind: Beschränkung auf Polizeistunde, Tanz- Zum deutschen Hause." " betragen Stralau: Gräft. Reischach'sche Brauerei. Wilh. Gaster buch neu eingetragenen Hypotheken etwa 1000 Millionen jun., Restaurant. Alte Taverne. das allein bedeutet eine jährliche Zunahme Schönholz: Schloß Schönholz. der Zinslast um mindestens 30 Millionen! Diese Anschauungsweise erklärt das Schlimmerwerden des Krisenzustandes als Schöneiche: C. Pedal. der Tasdorf( 15 Minuten vom Bahnhof Rüdersdorf): Gasthof Renten einer Minderzahl, der Renten, welche doch in mathematisch nothwendige Folge des Anschwellens entziehung u. f. w., soweit gebracht, daß die Wirthe, die den Ar- Tegel: Schulz's Restaurant( früher Lindenberg), Schloß- legter Linie vom arbeitenden Volke aufgebracht werden Schloßmüssen und dessen Rauftraft entsprechend herabsetzen. beitern ihre Säle zu Versammlungen hergeben, in ihrer Existenz straße 7-8. schwer bedroht sind. Der Besuch von Adlershof wird den Berliner Weißensee: Hohenzollern- Restaurant( Sahling), Lang- Ich muß gestehen, daß mir diese Kette logischer Schlußfolgerungen hielt sich Herr v. Oppen den Grünauer Wirthen gegenüber. Auch Chaussee. Zur Flora( Döpke) Gustav Adolphstraße. Schloß Ja, das ist richtig. Nun giebt ja auch H. zu, daß meine Gr Parteigenossen daher auf das Wärmiste empfohlen. Ebenso ver- hansstraße. Kaiser Wilhelms- Restaurant( Leng bei), Königs nicht nur absolut einwandsfrei, sondern auch so einleuchtend vorkommt, daß der gesunde Menschenverstand sofort ausrufen muß: diese empfehlen wir den Berliner Genossen zur Unterstügung. Weißensee( Sternecker). Irrgang, Heinersdorferweg. Wir lassen nunmehr die Lokale aus der Umgegend von Rettig, Berlinerstraße. Dewein's Restaurant, Königs- lärung etwas richtiges an sich haben mag", aber er sagt: Wie Chaussee. Du sedann, Charlottenburgerstraße 151. entstand die erste Geschäftsstockung, welche die andere nach sich Wilhelmsberg: Restaurant„ Wilhelmsberg"( Trinkaus) sieht? Da kann ich nur mit seinen eigenen Worten antworten: Wohl wissen wir die einzelnen speziellen Ursachen der einzelnen Adlershof: Wiedemann und Men of 3ky. lbrecht. Schölzel's Seeschlößchen( früher" Zum Fürsten Wolfgang") Krisen nicht ganz genau und werden es auch niemals vollkommen Keller. Bu empfehlen: Miserra( Restaurant). Kuhle an der Landsberger Chaussee. Boigt. Ferner zu empfehlen: wiffen... allein wir wissen den allgemeinen Grund der Krisen 2c." Franz, Restaurant. Wolf, Restaurant. Berlin folgen: Kreis Teltow- Beeskow- Charlottenburg. ( Restaurant). Brit: Gebr. Walter's Rosen Seeterrasse, Chausseestraße 69/70. Rudolf's Restaurant( Ww. Müller), Chausseeftraße 89. Chymert's Restaurant( Zum alten Gasthof), Chauffeestr. 18. Adam's Restaurant( Buschtrug). Güldner's Restaurant, Rudower Chauffee 66. = Charlottenburg: Bismarckhöhe, Wilmersdorferstraße, Ecke Bismarckstraße. Kaiser Brauerei, Sophie Charlottenstraße. Gambrinus- Brauerei, Wallstraße. Bären- Brauerei, Spreestr. 3. Brauerei Spandauer Berg. Friedenau: Kurhaus Restaurant. Frentel, Gesellschaftshaus, Rheinstr. 14. Grünau: Rob. Schmidt, Röpenickersir. 108( Grünauer Volksgarten). Rathshalle"( G. Hecker), Friedrichstr. 1. Johannisthal: Senftleben's Restaurant. Köpenick: Rein Saal. Wir verweisen auf die Lokale in Grünau, Friedrichshagen u. s. w., Zibolsky, Müggelschloß. Mariendorf: Karl Haat( Schwarzer Adler). Bu empfehlen: Hilgert, Rockel, Stolzenburg, Schramm, Graf. Kreis Ober- Barnim. Biesenthal: Restaurant Wernigt. Eberswalde: Restaurant zur Mühle". Freienwalde: Gasthof Zum goldenen Anker". Strausberg: Restaurant Fr. Krüger. Wir ersuchen die Mitglieder der verschiedenen Lokalkom missionen, falls in dieser Liste Neuerungen und Veränderungen gewünscht werden, dieselben den Unterzeichneten sofort mittheilen zu J. A.: Der Lokalkommission. Werner. 2ock. Zabel. wollen. Sprechsaal. " Aber wie gesagt, H. giebt ja selbst zu, daß meine Erklärung ,, etwas richtiges an sich haben mag", andererseits habe ich von vorn herein zugegeben, daß die gegenwärtige Planlosigkeit" d. h. die Zersplitterung in völlig von einander unabhängige Einzelunternehmungen gleichfalls bei den Krisen eine wenn auch untergeordnete Rolle spielt. Freilich ist nach H. meine Erklärung unzureichend" u. s. w. und sogar nicht ganz revolutionär". war fenne ich revolutionäre Gesinnungen und revolutionäre Biele, aber„ revolutionäre Erklärungen der Krisen"-? Der Hauptirrthum des H.'schen Artikels liegt meiner Ansicht im folgenden. S. meint, die Forderung der Abschaffung des arbeitslosen Erwerbs führe nicht mit logischer Nothwendigkeit zum Sozialismus. Ich erwidere: So lange irgend welche Personen einen( ausschließlichen Besiz anspruch an Boden oder Produktionsmitteln geltend machen tönnen, so lange haben jene Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechfaals, sowett der Raum dafürẞersonen auch die Macht, von denjenigen Mits abzugeben ist, dent Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung; fie verwahrt sich aber gleichzeitig bagegen, mit dem menfchen, welche ihren" Boden oder ihre" Inhalt desselben identifizirt zu werden. benuen Produktionsmittel wollen oder müssen, eine Abgabe, einen Tribut, d. h. mit anderen Worten ein arbeitsloses Einkommen, zu beziehen. Also führt die Forderung der Abschaffung der BesitzGroß Lichterfelde: Weichert's Salon. Ferner zu Auf die Erklärung der Zigarrenarbeiter der Fabrik Bockow empfehlen: A. Hamm, Restaur. A. Abraham, Restaur. und Blaurock, Landsbergerstr. 32, erwidern wir, daß in der Nowawes: Rein Lokal. Zu empfehlen: H. Bathe, betr. Versammlung über Lohureduktionen wenig oder garnicht geFriedrichstr. 1. Reinidel, Wallstraße. Gärtner, Wall- sprochen wurde, jenes aber, was in dieser Angelegenheit gesagt ftraße. worden ist, nach jeder Richtung hin auf Wahrheit beruht. Nieder- Schönweide: Borussia- Brauerei. Zu empfehlen: Was das Betragen des Meisters Müller anbelangt, so er klären wir einfach, daß der Verfasser der Erwiderung kein Recht Siebenbaum, Restaurant. " *) Durch besondere, von mir unabhängige Umstände ist eine wenige Tage nach Erscheinen des Helphond'schen Artikels von mir verfaßte Erwiderung nicht zum Abdruck gelangt. arbeitslosen rente oder des arbeitslosen Erwerbs mit zwingend ster Aber sieht denn H. nicht, daß diese Mißstände lediglich werdenden Zustand der Absatz stodung und wirthschaftlichen Folgerichtigkeit zum Sozialismus. Folgen des einen großen Mißstandes", nämlich Krise. Diesem Zustand, der von Tag zu Tage unerträglicher Ja, noch mehr. Die Beseitigung der Besizrente des arbeitslosen Renteneinkommens sind? Wie könnten jene wird und der Vernunft sowohl wie der Gerechtigkeit Hohn ist geradezu der Kernpunkt des Sozialismu 3. Arbeitsverschwendungen zu Stande kommen, wenn nicht nach spricht, durch Beseitigung seiner Ursachen ein Ende zu machen Die Besizrente ist ja eben gerade das, was den Ar- Quyusartikeln eine unverhältnismäßig große und nach Massen- und die Befreiung der Arbeiterklasse zu erringen, ist das Ziel beitern am vollen Ertrage seiner Arbeit abgezogen wird!" Jedem artifeln eine relativ geringe Nachfrage existirte? Und woher und die Aufgabe der revolutionären Sozialdemokratie. der volle Ertrag seiner Arbeit" ist aber die Grundforderung des kommt das? Weil einigen Personen das arbeitslose Rentenein- Die sozialdemokratische Partei Deutschlands erstrebt daher Sozialismus. Auch glaube ich, daß das Vernunftgemäße und kommen in kolossaler Menge zuströmt, die großen Massen hingegen mit allen dem natürlichen Rechtsbewußtsein entsprechenden des die Abschaffung Gerechte der sozialistischen Bestrebungen durch diese Forderung: arm und konsununfähig sind! Gerade hier zeigt sich recht augen- Mitteln Abschaffung der Besizrente oder des arbeitslosen Erwerbs" be- scheinlich, daß die Forderung der Abschaffung des arbeitslosen Renteneinkommens( das heißt des Binses, der Grundsonders deutlich wird. Die Arbeit( und nicht der Besitz) foll Einkommens der Kernpunkt des Sozialismus ist. Dies kann aber, rente und des Unternehmerprofits), was nur durch Umwandlung die einzige Einnahmequelle sein. Aus der Helphond'schen Plan- wie oben bewiesen, nur durch Beseitigung des Privat- Eigenthums der Arbeitsmittel Grund und Boden, Bergwerke, Gruben, Tofigkeit" ergiebt sich logisch zunächst nicht mehr und nicht weniger als an Boden und Produktionsmitteln erreicht werden. Ich halte Maschinen und Werkzeuge, Verkehrsmittel in Gemeineigenthum die Forderung einer Planmäßigkeit", etwa eine Verallgemeinerung den von H. unternommenen Widerlegungsversuch für völlig miß- der Gesellschaft und durch Umwandlung der privatkapitalistischen der Kartelle u. f. w., oder einer staatlich- bureaukratischen Regelungen. Anderseits bin ich zu der Ansicht gelangt, daß mein Produktion in sozialistische Produktion geschehen kann. lung" der Produktion, die mit Fortbestand der Ausbeutung ganz Vorschlag stilistisch verbessert und das Ganze etwas fürzer gefaßt gut verträglich und an und für sich alles, nur kein Sozialismus werden kann. wäre. H. sagt auch, der Sozialismus bekämpfe außer den arbeits- Ich schlage demgemäß vor:( Absatz 4-6) Das stetige An lofen Erwerb auch noch vieles andere, z. B. Arbeitsverschwendung wachsen des auf Ausbeutung fremder Arbeit beruhenden bei Produktion gesellschaftlich fast unnöthiger Gegenstände( d. h. arbeitslosen Renteneinkommens der besitzenden Klasse also der Artikel der raffinirten Luxus- Industrie), Arbeitsver- bedeutet ökonomisch steigende Armuth und zunehmende Konsum= schwendung durch persönliche Dienstleistungen u. s. w. Jawohl! unfähigkeit der Massen und erzeugt so den immer ärger " Zum Schluß will ich noch bemerken, daß das Hainfelder Programm der österreichischen Genossen m. E. besser ist, als unser Programmentwurf und wenigstens feinen ökonomischwissenschaftlich bedenklichen Satz enthält. Benedict Friedländer. Möbel-, Spiegel- n. Polsterwaaren- Magazin von Aug. Herold, SO. 5. Reidenbergerstraße 5. ŠO. Bankow. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Heft 5 der Reden und Schriften Ferd. Lassalle's fommt am Sonnabend, d. 26. Sept., 2 hr Nachmittags, zur Ausgabe. 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